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        Slf. Ingberler Anzeiger.

— —

...æαÄQα äα
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Eei⸗

lage), erscheint wöchentlich Viermal: Dieustag, Donxerstag, Samstag nud Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

1 Wark 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 2.

Samstag, den 6. Januar 1877.

—
Deutsches Reich.

München, 1. Jan. Das münchner demokratische Organ, die
„Süddeutsche Post“, theilt mit, daß G. Friedr. Kolb die ihm von
der Volkspartei angetragene Candidatur abgelehnt und ebenso Herr
seröber eine solche ausgeschlagen habe. So weit wäre die Nachricht
ziemlich unecheblich, denn die Volkspartei hat in München nicht die
entfernteste Aussicht, durchjudringen; aber wichtiger ist der zweite
Theil des betreffenden Acrtikels, da derselbe, indem er troß der ei⸗
genen Candidatenlosigkeit dringend zur Theilnahme an der Wahl
aufforderl, die Simmabgabe empfiehl für jeden Andern, nur für
keinen Nationalliberalen. „Jedermann eile zut Wahlurne und gebe
zunächst dem Cand'daten seiner Pattei die Stimme. Gehört aber
der Wähler keiner Partei an, oder stellt seine Partei keinen Caudi⸗
daten auf, dann wahle er Alles, nur keinen Nationalliberalen.“
Das bedeutet also eine Verstätkuag der ultramontanen oder social-
demokratischen Partei, die unter Umständen bedenklich werden kann.

Mäünchen, 2. Jan. Gestern Vormittag zwischen 8 und 9
Uhr passicten 3 Bataillone österreichische Infanterie per Bahn die
hiesige Stadt. Dieselben kamen von Bregenz und sollen, wie sich
die Mannschaft äußerte, dirckt nach Semlin gehen.

Berlin, 2. Jan. Der bis zum 1. Marz d. J. verlängerte
Waffenstillstand zwischen der Türkei, Serbien und Montenegro hat
den Ausdruch des russisch-türkijchen Krieges zwar hinausgeschoben,
aber die Vorbereitungen nicht verhindert, welche im großartigsten
Maßstabe von beiden Siiten für die Eröffnung des Feldzuges ge⸗
troffen worden. Die russische Südarmte ist durch die Herstellung
eines aus drei Din sionen bestehenden Reservecorps und darch die
Hälfte des russischen Gardecorps veistärkt worden, außerdem ist die
Mobilisicung von weiteren vier Armeecorps beschlossen worden, so
daß Ende Februar reicht'ch 300,000 Viann in Bessarabien und
am Pruth concentrirt sein werden, der Truppen nicht zu gedeuken,
welche zur Verwenzung auf dem Kriegsschauplatz bestimmt sind.
Aber auch die Türkei rüstet gewaltig zum Eutscheidungskampf und
die mohamedanische Bevöiterung in Asien wie Earopa legt eine
Opferwilligkeit an den Tag, die nahezu beispiellos genannt werden
tann. Die Tüsken leben der Ueberzeugung, daß sie auch ohne
Verbündete mit den Russen fertig werden und der bis zum äußersten
entschlossene neue Großbezier Midhat Pascha wird alle Vorichläge.
die etwa von der Türkei noch gemacht werden sollten,, etschieden
ablehnen. Diese kriegerische entschrossene Haltung scheint kenner
Macht willkommeneuer zu sein, als Oesterreich- Ungarn. Die Re—
gierung desselben gibt sich zwar den äußeren Anschein als ob sie
in Gemeinschaft mit Rußland und Deuischland die orientalische
Frage behandle, in Wirklichkeit aber ist sie mit der Türkei einver⸗

flanden und würde der ungarischen Stimmunz aus vollem Herzen
nachgeben, wenn sie nicht jeßzt noch d'e Politik der gebundenen
Marschroute einzuhalten hätte. Im Uedrigen geschieht weder von
Wien, noch von Pest aus dos Geringste, um de eine gewaltigere
Dimension anzuneymende Bewegung in Ungarn einzudammen. Im
Begenth il wird behauptet, die ungarische Regierung sei vollkommen
damit einverstanden, daß der Agitator Kossuth, der alle Hebel in
Bew gung setzt, um die Maghenen zum Kriege gegen Rußland zu
jreiben, wiedet nach Ungarn zurückkehre. Auf diese Rücklehr scheint
die Presse in ganz Oesierreich das größte Gewicht zu legen, da
fast fammtliche Blatter sich mit derselben eifrig beschäftigen. Wir

dürfen daher auf die Eutwickelung der Dinge in Ungarn für die
nächste Zeit einigermaßen gespannt sein. Ensiweilen dürften wir
hoffen, daß auch hier das alte Sprich wort sich bewahren wird: Es
wird Nichts so heiß gegessen, als es gekocht wird, denn die Magyh⸗
aten sind ohnmächtig, wollten sie in die Speichen des rollenden
Kades der Weltgeschichte fallen und ihre Sonderinteressen zum Gesetz
II

Betkin, 3. Jan. Die „Prov. Corresp.“ meldet, daß die
Eröffnung des preuß. Landtags am 12, Januar erfolgen wird;
— wirde der Kaiser in Pecson den Erössungsact vor
lehmen.

Der Kaiser hat gestern (2. d.) Nachmittag eine Konferenz mi
dem Fürsten Bismark gehabt. Man glaubt, daß die Wendung
die die türkischen Angelegenheiten neuerdings 2genommen, Gegenstand
der Unterredung gewesen ist.

Straßburg, 2. Jan. Für die Beurtheilung der finan⸗
iellen Lage von E:saß Lethringen ist es von Interesse, die der⸗
nalige Steuerbelastung des Reichslandes mit derjenigen von Frank—
eich zu vergleichen. In Frankreich sind nach dem Etat sür 1877
nitlels der diretten und indirekten Steuern und der Staats wonopole,
venn man bei lezteren die Kosten der Rohmaterialen ausscheidet,
in runder Summe aufzubringen, 1,900,000,000 Mark. Nach
Verhältniß der Volkszahl würde Elsaß-Lothringen bei dem gleichen
Abgabesystem in Wege der Besteurung jährlich aufzubringen haben,
78,194.000. Im Deutschen Reich beträgt nach dem Etat für
1876 die gemeinschaftliche Einnahme an Zöllen, Rübenzucker⸗, Salz⸗
ind Tabalsteuer, so wie an Abgaben vom Branntwein 224,000,000.
diervon kommen nach Verhältniß der Volkszahl auf Elsaß-Lothringen
3,530000. Es treten weiter dinzu der Betrag der in Elsaß⸗
Lothringen erhodenen Wechselstempelsteuer mit 298,000, die direkten
und indirekten Landessteuern von Eisaß-Lothringen mit 22,232, 000.
Bibt zusammen eine Steuerbelastung von 31,057,000. Gegenüber
»bigen 78,194,000 zaählt also Elsaß Lothringen gegenwärtig im
Jahre weniger 47,137,000 Mark.

Ausland.

Wien, 3. Jan. Die „Polii. Corr.“ meldet aus Konftan⸗
inopel vom 2. Jan., daß angesichts der großen Spannung der
jegenwärtigen Sachlage im türkischen Ministerrathe nicht mehr die
volle Einigkeit herrsche. In Foige dessen drohe Midhat Pascha,
velcher gegen jede Nachgiebigkeit sei, mit seinem Rücktritt.

Die Aeußerung des ungarischen Minssiers Tisza bei'm Neu—⸗
ahrsempfang über die orientalische Frage lautete wörtlich: „Was
sie Regierung anbelangt, so hat sie es bisher für ihre Pflicht er⸗
ichtet, wie sie es auch heute noch thut, die Jnieressen des Landes
o zu wahren, daß auch der Friede des Landes gewahrt bleibe,
ind wir werden auch küaftig diesem Ziele aicht hoffuungslos zu—
treben. Wir können dies umsomehr thug, denn ich für meine
Berson lebe in der festen Ueberzeugung, daß man Gut und Blut
iner Nation weder aus Ehrgeiz, noch aus Ungeduld, ja selbst nicht
aus einer noch so edlen und berechtigten Aufwallung gefährden darf,
»aßß man dieselben nur dann in Anspruch nehmen darf, wenn die
dechte und Juteressen der Nation und des Staates auf andere
Beise nicht mehr vertheidigt werden können. (Langanhaltender
Zeifall.) Ich glaube mich nicht zu täuschen, wenn sch annehne,
»ß, je tiefer itgerd ein Land davon überzeugt ist, seine Regierung
sabe Alles gethan, um sein Gut und Blut nicht mit außerordent-
ichen Mitteln in Anspruch gebmen zu müssen, dieses Land um so
»ece lwilliger jene Opfer bringen werde, denn es wird wissen, daß
s dies aus keinem anderen Grunde, als lediglich und ausschließlich
nn seinem eigenen Interesse thun muͤsse. (Lauter Beifall und Zu—
timmung.) Gott sei Dank, diese Zeit ist noch nicht gekommen,
uind wir habea die Hoffnung, daß unjer Streben von dem Erfolge
zekroͤnt sein werde, daß ste überhaupt nicht komme. Aber wenn fie
Ahen sollte, dann werden wir in dem Bewußtsein, Alles für die
Bermeidung eiget folchen Ebenkualität gethan zu haben, mit vollem
Beitrauen an die Nation appelliren.“ (Lange daueinder Beifall.)

London, 3. Jan. „Reuter's Bureau“ meldet aus Kon—
danlinopel vom 2. d.: Gestern nach stattgehabter Montagssitzung
der Conferenz begad sich der Marquis Salisbury zu Midhat
Pascha. Letzterer erklärte, er sei berein, seine Entlafsfung zu geben,
denn er könne die mit der Unabhäagigkeit und Integrität der Tuͤrlei
anvertraͤglichen Conferenzvorschlage nicht annehmen. Hierauf fand
ein turkischer Ministerrath stati. Heute machte Midhat Pascha
allen Bevollmächtigten Besuche.

Konstantinopel, 2. Jan., Abends. Ueber die gest⸗
rige Usiterredung des Großocziers mit dem Marquus Sal'sbury
meidet die „Agenee Hidbas“ noch Folgendes: Salisbury delonte
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        das Interesse der Türkei, die Vorschläge der europäischen Mächte
anzunehmen, worauf der Großvezier erwiderte, die Pforte könne
wohl in einigen Punkten nachgeden, uuüsse aber alte der Würde
der Türkei widerstrebenden Bidingungen ablehnen. — Die türkische
Regierung entfaltet die eißrigste Thätigkeit betreffs milttärischer Vor-
bereitungen. Muttzttar Pascha ist zum Gouverneur hon Kreta er⸗
nannt. Khalil Scherif Pauscha soll als Boischafter nach Berlin
geher. Die demnächst beabsichtigte Ausgabe von 7 Millionen Lev⸗
es Papiergeld soll theils zur Amortisirung der schwebenden Schuld,
heils zur Einziehung. ban Kupfergeld dienen.
— —
—
Rermischtec.
fx.Kaiserslautern, 1. Jm. (Pf. V.) Die Arbeiter,
der Gebt. Kayser'schen Nähmaschinenfabrik hatten am“ verflossenen
Samstag Abend im Karlsbergsaal ihren jährlichen Festboll, ver—
bunden mit Verloosung urd Concert. Das Fest verlief in un⸗
getrübtester Weise und bot einen erhöhten Reiz dadurch, daß die
Arbeiter ihren Prinzipalea, den Gebr. Kayfer, die in deren Fabrit
hergesteIie, 28,000. Röhmoschine ein wahres Meisserwert zum
Geschenk gemacht hatten. Das Fest hatte seinen Glanzpunff in
dem splendiden Abendessen, an dem ßh über 200 Personen be⸗
theiligien uund welches die Gebr. Kayser in generöser Weise fuͤr ihr
Personal hatten arrangiren lassfen.
F Sipeyerr. Die nächse Prüfung für, den Einjährig⸗
Freiwilligen⸗⸗ Dienst wird, im kommenden ärühjahr Statt finden.
Die Zulafsungsgesuche sind bis 1. Februar einzüreichen; denselben
sind folgende Belege beizufügen: a) ein Geburts⸗Zeugniß; b) ein
Einwilligungs-Attest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung
üter die Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während
einer einjährigen altiven Dienstzeit zu belleiden, auszurüsten und zu
verpflegen; o) ein Undescholtenheitszeugniß. In dei Gesuche ist
anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen der sich Meldende
geprüft sein will. Auch hat derselbe einen selbstgeschrebenen Lebens⸗
lauf beizufügen.

In Karlsruhe w'rd während der Monaie August und Sep⸗
jember 1877 eine größere Kuusts und Gewerbeausstellung stattfinden.
Dieselbe soll den Charakter einer allzemeinen badischen J duftrie⸗
ausstellung annehmen. Die Stadt Karlsruhe leistet einen Kosten⸗
beitrag von 80,000 Mark und überläßt dem Unternehmen die bis
dahin fertige neugebaute Festhalle.

FNeubreisach, 30. Dez. Diesen Abend um 5 Uhr
hatte die Magd einer Padame Br. aus unserer Stadt eine Kanne
Petrol gefüllt und näherte derselben das Licht, um zu sehen, ob
sie voll sei. Sofort gerieth die Flüssigkeit in Beand urd theilte
das Feuer auch dem Fosse mil. Dä warf sich ein Unteroifiier
des 17. Regiments, Namens Ottmar, über das Faß und rollte
dasselbe mit eigener Lebensgefahr auf die Straße. Ohne die Geistes⸗
gezenwart dieses tapferen Soldaten wäre das ganze Stedrviertel
in Flammen aufge angen, denn das Magazin, wo das drennende
Faß lag, enzthielt noch viele Oel⸗- und Weingeistfässer und zudem
befand sich ein Vorrath von Jagdpulver in dem betreffenden Hause,
während das Nachbargebäude, eine Scheune, boll Heu und Stroh
lag. WE. J.)

Mainz, 2. Jan, Nach gestern hierher gelangter tele—
graphischer Nachricht ist in den letzten Tagen im Ausland wieder
einer der herborragenden Männer der Jahre 1848 und 1849 heim-
gegangen. In San Fra'⸗csco starb 59 Jahre alt der ehemal'ge
praktische Arzt in Worms, Dr. v.Löher. Von den Anfängen
der Bewegung an äußerst thätig, später Gründer und Herausgeber
der „Neuen Zeit“ in Worms, zog er mit dem Blenker'schen Corps
dem Aufstand der Rheinpfalz zu Hilfe und machte den ganzen

Verlauf der Erbebung, auch Badens, als oberer Führer und Com⸗
missär der Regi⸗rung der Pfalz mit. (Mzʒ. 3.)
f.Berlin, 31. De4. (Trib.) Ausssellungslustigen Indüstriellen
können wir ein Geschichtchen erzählen, das jüngst einemunserer Mit—
bürger in Paris passirt, und das vielleicht geeignet ist, ihre
Sehnsucht nach der Weltausstellung in Ewwas abzutühlen. Herr
Ke. —. ist bierselbst Besitzer einer der reuommirtesten Oelfarben—
Druckereen und hat an der lithographischen Maschine eine sinn⸗
reiche Verbesserung angebracht, die die Arbeit wesentlich erleichtert
und zugleich eine arbßere Genauigkeit erzielt. Arbeitekräfte werden
dadurch nicht erspart. Da nun K, seinerzein in Paris seine künst⸗
lerischen Studien gemacht ing noch heute, mit den berühmtesten
Kunste Instituten daselbst in Verbindung steht, so hatie er die Abe
ficht, seine Etfindung auch dort. qus ubeuten und begab, sich noch
Paris, Bei seinem. Freunde Lemerciet fand ep auich quie Aufnahmt
und erhielt älsbalde den Auftrag, die neue Erfindung an se nen
Maschinen anzubringen. Allein, Lemercker hutte die Rechnung ohne
seine Arbeiter gemacht. Sobald diese sahen, daß der Pruffien zu
arbeiten anfing, so hörten sie auf und erllärten, daß sie Streik
machen wücden, wenn Jener nicht entfernt würde. Ja, als man
Dies nicht für Ernst nahm, so schritten sie zu Bedrohungen, und

inser Landsmanx. mißte froh selw, wit heiler Haut dabon u
ommen. Unlerdeß hatte Frau H., ejne geborene Französin, die
hren Mann begleitet hatte, an verschiedenen Orlen Bestellungen auf
Papier gemacht und war überall zuvorkommend behandelt worden,
Schließlich aber, als man erfubr, wohin die Bestellung gehen sollte,
rklärte man ihr trocken: „Mit Berlin verklehren wir nicht.“ —
Das Alles geschah vor der offitiellen Ablehnunmder Beschickung
der Ausstellung durch Deutschland. Wer olso dennoch vielleicht
als Desterre cher zc., feine Erzeugnisse nach Paris zu senden ge⸗
deufty hüte sich wenigstens, eiwas Gutes und Neuts, oder gar etwas ·
Besseres auszustellen, als die Franzosen

fx Berlin, 1. Jan. Em erschütterndes Ereigniß hat sich

am. Sountag in. dem Hausje Unter den Luden 18 zugetragen. Die
weite Etage daselbst hat eine Gräfin Schafjgotsch inne, ejne junge
choöne Frau, die in den glücklichsten Verhältnssen leble, bia sie vor
durzem ihren Batten und bald darouf ihre zwei Kinderchen durch
den Tod verlor. Die wiederholten Sch'eckslalsschläge rübten den
ßeist der Dame, so daß ihre Ueberwachuug nothwendig erschien,
velcher sie, sich jedoch in der Sonnlagsnacht zu entzieben wußte.
Bedienstete des Hauses fanden fie in der Frühe schwer verletzt auf
dem Hofe liegen; sie haste fich aus dem Fenster gefsürzt und war“
mit dem Kopfe auf die Pumpe aufgefallen. Die Usgl adliche wurde,
noch athmend vorgefunden. doch scheinen ihre Verletzunen lebens-
zefähelich zu sein. Gräfin Schiffgotsch ist bürgerlicher Geburt,
Tochter des Decoralionsmalers Bartz und gehörte, big sie ihren
Batten kennen lernte, der Bühne an.

Berhin, 3. Jan. Der hiesige französische Bonschafter,
Bicomie de Gontaut⸗Biron, hit vor einiger Zeit bei einem Spazier⸗
jange im Thiergarten dem durch das Geräusch der Daupframm-
Masd,ine scheu gewordenen Pferde einer Droschte iu die Zügel ge⸗
griffen und dadurch sowohl die Insassen des Wagens, einen deutschen
Afsiser mit fseiner Frau, wie auch den von seinem Sitze auf die
Deichsel geschleuderten Kutscher vor Lebensgefahr gerettet. Dieser
dumani'ätsact war auch zu den Ohren unseres Kaisecs gelangt
und dem Polizeipräsidenten v. Madai die Abstattung eines genauen
Berichtes hizrüber befohlen. Als nun am Neujahrstage sämmtliche
Borschafter Sr. Majestät gratulrt hatten, wurden, wie das „Berl.
Fremdenbl.“ berichtet, alle bis auf den Vicomte de Gontaut Biron
entlassen, welchem der Karfer dann eigenhändig die Rettungs-Medaille
iberreichte.

f Inm Jahre 1877 feiert die „Dortwunder Zeitung“, das
ilteste und gelesenste Blatt der Provinz Westphalen die Feier ihres
50jährigen Bestehens. Seit ihrer Begründung hat die „Dortmun—
)er Zeitung“ in allem Wechsel der Zeiten treu für die Fteiheit und
»as Recht des Volkes gekämpft und seit Begründung der Fort⸗
chritt? partei fest und unwandelhar zu dieser gehalten.

FWEin verdienstvoller hoer Offizier) hatte sich auf den schwarzen
Adlerorden Rechrung gemacht, erhielt aber nur die böchste Klasse
)es rothen. Weymürhig lächelnd legte er denfelben zu seinen
anderen Orden und rief aus: „Da diege, bis du s4 warz wirst!“

x Ein furchtr arer Schneesturm, wie err seit Menschengedenken
mcht dagewesen ist, hat von Dienstag den 19. Dej. bis zum We h⸗
nachtsfeste über Schleswig. Jütland, die dänischen Inseln, Shweden
uind Norwegen geraft und während dieser Zeit den Verkehr auf den
kisenbahnen und Landdegen fast unmöghch gemacht. Auch die
Damwpischifffahrt von Kopenhagen nach Schweden muß!e einige Tage
janz eingestellt werden. Auf der dänischen Staatseisenbahn auf
Fühnen und zwischen Fridericia und Aarhus liegt Schnee in 12
Fuß, zwischen Aarhus und Randers, Randers und Aalborg in 14
Fuß und in den Vendsyssel bis zu 17 Fuß Höde. Viele Tase
verden erforderlich sein, um sämmtliche Eijsendahnen wieder fahrbar
u machen.

x Auf dem Postbureau in Basel wurde am 19. d. eine Sen⸗
)ung Banknoten im Betrage von über 100,000 Fr. gestohlen.
Blücklicherweise seien aber die Nummern der betreffenden Noten be⸗

'annt. so daß der Dieb von denselben keinen Gebraͤuch werde machen
onnen.

Sin Telegramm aus Montreal vom 26. Dez. meldet:
„Ein Kloster in der Nähe von Joliette ist durch Feuer zerstört worden.
Dreizehn Personen kamen in den Flammen um,“

t Die „Sti. Petersb. Ztg.“ vom 29. Dez. entnimmt der Gou⸗
oernementszeitung von Wologda folgende Notiz: In Wologda herrscht
ine so grimmige Kält, daß der Thermomeier am 19.“ und 20
Dez. biz quf 430B sank. Die Wande, der bolzernen Häufer bieren
o geringen Schutz vor dem grimmigen Froste, daß die Stubentem⸗
eratur, troß aller Feuerung, iäglich sigtt. Man erinnert sich nicht
je solche Kalte erlebi zu haden,

er Fortsqritt in Japan.) Aus Japan lommen falgende
Neuigkeiten: Künflig sollen die Bankerotteure und Andere, die schwin—
)eldafter Weise Schulden machen, auch ihre Kleider zur Befriediguug
hrer Glaͤubiger geben müssen und eine außergewöhnliche Kleidung
ragen in der Art wie die Verbrecher. In der Probinz haben all⸗
Kingkaämpfer ihr Geschäft aufgegeben und sind Kaufleule geworden.
        <pb n="3" />
        Wie „Holchi Shimbhun“ hört, wird in nächster Zeit das Wahrsagen
im ganzen Reiche verboten werden.
5FPhitfadelphia, 1. Jan. Ueber das schon gemeldete
Fijenbahne Unglück im Staate Ohio bexichtet der Telegroph fol«
gende Einzelntzeitan: Am Freitag den 29. Dez., Atends8 Uhr,
ging ein Courierzug der Seeküftendahn, bei heflrgem Schreesturm
in westlicher Richtung von, Ash!ab la ab. Dec Zug bestand aus
sieben Personen wagen die, von zwer Lokomoliven gezogen wurden,
und fuhr zur Einholuug. e'ner Verspatung: mit außrordenllicher
Geschwindigkeit. Diese Geschwindigket war indessen ver nindert
worden und man bremste gerrde, Imin eine Station einzufahren,
als der Zug eine Eisenbrücke von 150, Fuß: Spannung und 69
Fuß Höhe zu piffireu hatte, weschs über den kleiven Aibtabulafluß
fühzrte. Die Brücke biach in diesemn Augenbliche zusanmuzen, ohne
daß der Zug, wue anfäuglich berichtet wurde, aus den Schienen
gerathen waäre, und lle Wagen stürzten guf die Esdecke des Flusses,
velce, der großen Lu nicht gewachstn, naszab, so daß ein Thel,
der Wagen und Paßjagiere sofert in dem 6 Fußs tiefen Strombette
perlsank. Von din 179 Passag'eren kamen nur 7 vollkommen um
herl⸗tzt dapon, 52. andere wurden mehr oder minder, zum Theil
södilich vetletzt, aus den Ttümmern hervoxrgezogen und nach Ceeve⸗
land geschafft, während 120 Personen durch den Full, durch Er—
trinken oder Feuer ihren Tod fanden. Gegen 50 Leichrame waren
durch Feuer und Verletzung bis zur Unkennilschkeit entstellt. De
Ueberlebeuden erzählten haarsträubende Geichichten. Außer der ver⸗
dersten Lokomotive wurden alle Wagen zerschmettert, doch fingen die
Trüminer, welche auf dem Eise liegen geblieben waren, Feuer und
braunten lichterloh bis gegen Mitternacht, während ein rasender
Sturm bis dahin wüthete und in den ersten Stunden jede Hilfe⸗
leistung unmöglich machte. Auch spälerhin berzögerten die durch-
dringende Kälte und der tiefe Schuee das Rettungswerk außer⸗
ordentlich, so daß eine ganze Anzahl leicht verwundeter Passagiere
in der Zwischenzeit erfrör. Ein Eiienbahnzug, der mit Aerzten
und Gehelfen von Cleveland, 55 Meilen westwärts, abgesandt
wurde, erteichte die Unglücksstätte erst gegen Morgen. Noch zwei
Tage fiel der Schnee in großen Massen, und der scharfe Wind,
der vom Eric⸗See her wehte, vermehrte die ohnehin schon ungewöhn⸗
liche Kane bis zur Unerträglichkeit. Die Brücke, welche das Unglück
perursachte, war in Eisen erbaut, erst 11 Jahre alt und nach der
Aussage der Eisenbahnbeamten erst jüngsthin zu wiederholten Mal:n
auf ihre Tragfähigkeit geyprüft worden.

F*(Fässer von Papier.) Eine unkernehmende Geschäfts⸗
fitma in dem amerikanischen Städichen Winremucca hat zur Ver⸗
———
denem Eifosge einzeführt. Die nach dem Patente eines Deutsen
aus Allentown (Pensylb mien) gefertigten Fassee wiegen das Stück
nicht 10 Pfund, kosten kaum halb so viel wie hölzerne Fässer, sind
dabei sehr dauerhaft und ihr Eistuder behauptet auberdem, durch
Bestreichen de? Innern mit einer von ihm präöparirtten chemischen
—AD
die Fäfser selbst zur Veisendung von flüssigen Stoffen gebraucht

verdem können. Sie bestehrn aug einem Cylisder von Papier mit
hölzernem Boden und einem Reife an jedem Ende.

Ddienstes nachrichten.

Der Siautsanwalt am kgl. App llationsgericht in Zweibrücken
deinrich Hessert wurde zum Rathe an dem nämlichen Gerichte be⸗
ördert.

Der Polieienwalt am Landgerichte Dahn, K. Braun, ist
vegen Krankheit und dadurch bed ugler Funkt'onsfähigkeit bis auf
Weiteres seiner Funktion enthoben und der geprüfte Rech standidat
A. Zahn von Edenkoben zum Poltze anwalt au Landgerichte Dahm
ernannt.

Ter Appell rionegerichtsratz Afb. Aug. Max v. Pultkammer
wurde zum Kkuisert. erstem General⸗Advokatenin Elhaß Lothringen
ernannt.
Für die Redaction veraniwortlich: zãc. Demez.
(Eingesandi.) Unter den körperlichen Gebrechen, die
inur Umständen sehr gefährlich werden können und bei Groß ugd
ziein sogar haufig vorkommen, st hen in vorderer Reibe die Unter⸗
eibsderüche. Ars ein bielfach, mit außerordentlich guustigem
rifolg begleuetes, ganz und gar unschädliches Mittel-dagegen wird
ve Bruchsalbe von Gottetleke h Sturzenegger in Herisau,
Zdantons Apbenzell. 54weiz, bestens empfohlsen.

—

Wir machen unsere verehrten Leser ganz besonders auf die in
inserem heutigen Blatte inthaliene Anzeige des beliebten illustritten
Familienblatte Omnibus?“ aufmerksam.

Wer da wün'cht: sich in stiller Häuslichkeit im txausen Wohn⸗
immer während seiner Erholungsstunden angenehm und lehrreich
u unterhalten, wer seine Gedanken nach des Tages Mühen in die
veiten Gebiete dir Erzäblung, Wissenschaft und Kunst eirführen
vill, der kann solchem Wunsche leicht Genüge leisten — der Om⸗
ribus“ brinet ihn raich zum Ziele.

Hervorzuheben ist, daß der „Omnibus“ dieses Jahr nicht nux
ein schönes Oeidruck-Prämienbild, sondern auch eine jährlich sechs⸗
nal eescheinende Mujikbeiltage als Prämie zur Beigabe
xhält.

Die äußerst geringe Nachzahlung für die Prämie, welche den
Abonnenten im Laäufe eines Jahres mindestens 24 sorgsam aus—
zewählte Musikstücke zum Gisammtpreife von Mark 1.20 sichert,
nacht es Jedem möglich, sich einen hübschen Musitalienschatz zu
rwerben.

Wi koͤnnen dieses populäre Unternehmen bestens empfehlen.

— — — —

übtr die Eintheilung der Wahlbezirke in der Stadt St. Ingbert bei der am410. Januar
1877 stattfindenden Reichstagswaäahl.
J. Wahlbezirk.
Wahlvorsteher ist: VReter Custer, Rentner und
Burgermeister;
Stellvertreter ist: Hr. Johann Jriedrich, sauf⸗
mann und Stadtrath.
Wahl Lokal: Stadthaus. E
Dieser J. Wahlbezirk umfaßt das ganze 1. Stadt⸗
oiertel von Haus Nr. 1 bis Haus Nr. 194d einschließlich;
ferner das ganze IV. Stadtviertel von Haus Nr. 1 bis
haus Nr. 172 einschließlich.
II. Wahlbezirk.
Wahlvorsteher ist: Hr. Victor Grafston, Rentner
in St, Ingbert;
Stellvertreter ist: Hr. Carl VPhilipp Siegwardt
Adiunkt von der St. Ingberter⸗Grube.
Wahl Lokal: Schulhaus im Josephsthal.
Dieser II. Wahlbezirk unfaßt das ganze III. Stadt-

viertel von Haus Nr. 1 bis Haus 114 einschließlich;
ferner die St. Ingberter-Grube, Mariannenthaler Glas—
hütte, Sulzbacher Glashütte, Rußhütte, Schloß Elsterstein,
Seifensie derei, Obermühle und Schürer Ziegelhütte.

III. Wahlbezirk.

Wahlvorsteher ist: Hr. Gust. Krämer, Eisenbütten⸗
werksbesitzer.

Stellvertreter ist: Hr. Ernft Conrad, Gastwirth.
Wahl⸗Lokal:: Schulhaus in der Unterstadt an der
Kaiserstraße.

Dieser III. Wahlbezirk umfaßt das ganze II. Stadt—
oiertel von Haus Nr. 1 bis Haus Nr. 2044 einschließlich;
ferner das ganze St. Ingberter Eisenwerk incl. der Häuser
an der Kaiserstraße unterhalb des Bahndammes und den
Sitzweilerhof.

St. Ingbeit, den 4. Januar 1877.

Das Bürgermeisteramt
Custer.
        <pb n="4" />
        *
Die Generalversammlung
des dlesigen Cantonalzweigvereins des bayr. Landeshilfs—
vereins (zugleich Organ der Kaiser⸗Wilhelm⸗Stiftung)
wird am kommenden Montage, 8S. Januagar, Nachmittogs um
A Uhr im Stadthaussaale dahier abgehalten und werden
alle Vereinsmitglieder geziemend eingeladen be zuwohnen.
St. Jugdert, den 2. Januar 1877.
Der Vorsitzende des Ausschusses:
Heinr. Krämer.
.
Einladung zum Abonnement auf den
99

—

Anterleibs⸗ Bruchleidenden
vird oie Bruchsalbe von G. Sturzenegger in Herisau, Canton
Appenzell, Schweiz, bestens empfohlen. Vieselbe enthält keinerlei
schädlichen Stoffe und heilt selbst ganz alte Brüche, sowie Mutter⸗
vorfälle in den aAllermeisten Fällen vollständig. Zu be—
siehen in Töpfen zu Mark 5 nebfl Gebrauchsanweisung und überraschenden
Zeugnissen sowohl durch G. Sturzeneg ger selbst, als durch die Nieder⸗
age von Dr. W. Strauß, Mohrenapotheke, Mainz. Auch ist Nä⸗
eres zu erfahren durch die Versendistellen von Fr Böhm, Kaiser s⸗
autern und Cari Malzacher in Carlsruhe.

Sprechstunden
fir Anugem-⸗ un. Ge-
hörle ramlze zu Zwei⸗
⸗ↄrücken, deutsches
Hauns an der Bahn, jeden
Donnerstag von 9
bis 121. Uhr.

Dr. Elveniob,
Augen⸗ nunnd Gehörarzt in
Kaiserslautern.
—— 220

Maria, T. v. Johann Bieg.
Maria, T. v. Johann Adam
Brell. Katharina, T. v. Joh.
Wolf. 17. Peter, S. v. Georg
Stalrer. Peter, S. v. Johann
Jeter Weber. 18. Elisabetha,
T. v. Heinrich Stief. Maria,
v. Joseph Würz. 22. Karl,
. v. Christiau Unbehend. 23.
seorg, S. v. Pelter Hellenthal.
24. Jakob, S. v. Jak. Kemmer.
26. Maria, T. v. Johann Jos.
Neurohr. Elisabetha, T. von
PBilhelm Peoller. 28. Friedrich,
5. von Ludwig Schmitt. 29.
Naria, T. v. Christian Lampel.
Joseph, S. v. Georg Nickolaus.
dorothea, T. v. Philipp Leppla.
30. Warg., T. v. Nit. Hager.
Ulbert, S. v. Jatob Schaum.
udwig, S. v. Nikolaus Morlo.
Heichael, S. v. Mich. Seidect.

B. Eheschließungen:

2. Pet⸗r Jos. Fiack mit Ca—
olina Heusner. 8. Johbann
Quiring mit Rosa Dreßler. 28.
Nitolaus Deffland mit Katharina
Feichtner.

C. Sterbfätle:

2. Joseph, 7 T. alt, S. v.
Fohann Klehr. Bernhard, 1
M. alt, S. v. Petec Gries.
b. Elisabeiha, 3 M. alt, T. v.
zohann Mollen. 6. Kart, 2
J. 2 M. ait, Sohn von Alois
dolzner. Heinrich Gaß, 66 J.
ilt, Wittwer von Elis. Dreher.
3. Georg, 25 J. 9 M. alt,
edig, S. v. Peter Brausen Ww.
J. Barbata Magdalena, 1J. 8
M. alt, T. v. Ludwig Kustadt.
1. Elis. Oberkircher, 64 J. a.
rheftau von Val. Bechle. 14.
xẽllisab, 8 J. 9 M. alt, T. v.
zohann Grell. 19. Margarelha,
J. 8 M. alt, T. v. Peier
Valk Ww. Gristina Ganster,
41 J. alt, ledig. Johann, 4
J. 11M. alt, S. v. Joh. Jos!
Jungfleisch. El.sab.e, 2 J. 8
M. alt, T. v. Grorz Poilipp
Roth. 24. Elisabetha Zöllner,
58 J. alt, Ww. von Philipp
Fcker. Magd. 2 J. 5 M. alt,
T. v. Kacl Preßer. 25. Eugen
33. 3 M. alt, S. v. Peter
Breß. 26. Georg, 1 J. 8M.
alt, S. v. Joseph Schwarz.
27. Margaretha, 19 J. alt,
edig, T. v. Georg Schallham⸗
ner. Katharina Ochs, 74 J.
alt, Ww. v. Nitolaus Legner.
28. Dariel, 6 Miaalt, S. von
dudwig Deßloch.

Far richtigen Auszug:
St. Jugbert, 4. Jan. 1877.
Der Standesbeamte:
Custer.

Dbi IIigstes IIVIEIIGSSFAMilien bIatt.

Der Jahrgang 1877 wird eroffnet mit einer vortrefflichen
Driginal-·Novelle von Sehiremner betitelt: Am Sprudel
und einer spannenden Erzählung von Ludwig HKHabicht:

„Verfehlt“; ferner beginnt in No. 1 eine höwst inleressaule
Darstellung des Kölner Carneval von W. Kaulen, eine
Biographie des englischen Diplomaten Salisbury nebst Por⸗
trait, sowie die Rubrit: Gliegen wart“, worunter in Kürze
die wichtigsten Ereignisse auf dem Gebiete des öffentlichen Lebens
Erwähnung finden; endlich enthält No. 1 eine Reihe von originellen
Miscellen und humorist schen Bildern. Noch in Laufe dieses Qur
jals folgt eine ergreifende, dem Leben abgelauschte Criminalnovelle
von Pufresne: Neu Borlin oder Die Welt
de Schei us.

Außerdem sind belletristische Beiträge, so vie belehrende Artikel
und Abhandlungen von E. A. König, Temme, Friedrich
Friedrich, Otto Girndt, Gustav Rasch, Carl Zastrow,
Belot, Dr. K. Ruß, A. Mels u. A. in Aussicht genommen.

Trotz des reichhaltigen Inhalts und der Neuerungen bezüglich
vielseitiger Leistungen bleibt der „Omnibus“ auch ferner das bil⸗
ligste aller illustririen Wochenblätter, da der Preis desselben nach
wie vor

pr. Quartal nur M. s1. 30 inel. Postaufschlag
vder pro Heft 40 Pf.
beträgt. Jährl'ch ersche nen 583 Nummern oder 17 Hefte, letztere
in illustrirtem Umschlage.

Zu diesem billigen Preise, der einem Jeden die Auschaffung des
„Omnibus“ leicht macht, könmt noch, daß die Verlagsbuchhandlung
auch in diesem Jakre, wie bisher. ein F

—
gegeg die geringe Rachzahlung von nur VU. T. 50 lieferi. Das-
selde ist ein prachtvolles Oeldruckbild: .Das Zu—
betiegehen nach der Weihnachtsbescheerung,“ welches
eine liebliche Familien⸗-Idylle darstellt und sich besonders zum
Schmuck des Familienzimmers eignei.

Außer dem Prämienbild wird dem Abonnenten eine b's jetzt
noch nirgends gebotene Extra-Ptämie gewährt. Dieselde
besteht in einer F

FUSiIA-BReilIage,
welche in Heften von 2—3 Foliobo en jährlich 6 mal erscheint
und nur belsebte, selbst klassische Musitstücke enthalten werd. Die
Nachzahlung für diese zweite, außerordentliche Prämie ist nur auf
20 Vs pro Heft festesebi.

Heft 1, welches mit No. 7 oder dem 3. Heft des Omnibis“
ausgegeben wird, enthält:

Spindler, Fritz, op. 288, „Die Nachtigall,“ Fantasie für

Pianoforte;

Abt, Franz, op. 400, „Mein Engelskind, gute Nacht,“

Lied für Sopran;

Pathe, C. E., op. 295, No. 4, „RKeizende Landschaft,“

Salonstück für Pianoforte;

Herrmana, F., „Buadeloupe-Mazurka“ für Pianoforte.
Selbstverständlich bleibdt jedem Abonnenten die Abnahme der
Prämien völlig freigestellt.

Mit Hinweis auf die vorstehend erörterten Vorzüge, welche
den Omnibus“ gegenüber sesnen Concurtenten im neuen Jahre
bestens empfehlen, laden wir hiermit zum Abonnement höflichst ein
Beftellungen auf den Omnibus“ nehmen alle Kaiserl. Postanstalten
und Buchhandlungen entgegen.

Hamburg.

Die Verlagshandlung M. Rosenberg.
Redaktion Truck und Verrag von F. x. Temeß in St Ingber
        <pb n="5" />
        St. Ingberler Anzeiger.
——

— —— —

—ü—üü———————
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaliungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis beträgt. vierteljahrlich

1 Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclgen en
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 3. Sonuntag, den 7. Januar * 1877.
—

Deutsches Reich.

Muünchen, 5. Jan. In der gestern hier stattgebabten
Versammlung der liberalen Partei rechtfertigte Frhr. v. Siauffen-
bderg in zweistündiger Rede seine Abstimmung für die Justizgesete
und schloß mit den Wotten: „Richt Indemnität erbitte ich, sondern
ch stehe vor Ihnen im Gefühl treuer Pflichterfüllung.“ (Enthusia-
rischer Zuruf; schließlich dreimaliges stürmisches Hoch auf den Can ·
didaten) Unter einstimmiger Anerkennung feiner bisherigen Man⸗
datsausübung trennte sich die Versammlung.

NReunkirchen, 4. Jan. Die neueste Nummer der „Saar—⸗
u. Blies«Ztg. enthält Folgendes: V
Dffenes Schteiben an den Landgerichtsrath Hr. Dr. Carl Schmidt

in Colmar.

Sie haben mir am vorigen Sonntag kurz vor dem Zusammen—
tritt der h'er stattgehabten ulttramontauen Parteibersammtung die
Aufforderung zugehen lJassen, derselben beizuwohnen, obwohl sie von
nir selbst erfahren haben, deß ich zu derselben Zeit in O tweiler
hor meinen Wählern sprechen würde. Ih es Ihneu in der That
darum zu thun, die gegen mich geschleuderten Verleumdungen Auge
Auge mir gegenüber zu vertheidigen, wanen Sie es wirklich.
Ihre auf Schwächung der nationalen Wehrkraft gerichteten Ab⸗
sichten mit Ihrer angeblichen Treue gegen Kaiser und Reich in
Finllang zu fetzen, so fordere ich Sie hiermit auf, in der am
Sonntag, den 7. Januar, um 83 Uht in Standernheim statifindenden
Wählerversam⸗ Jung zu erscheinen, von deren Einberufung ich Ihnen
beteils vor mehe als acht Tagen Keuntniß gegeben hatte.

Neuntirchen, den 8. Januar 1877.

C. Stumm.

Berlin, 4. Jan. Die Beslimmungen der Gewerbeordnuug
aber Wanderlager und Wonderauttionen sind schon seit langer Zeit
der Punkt, aus den die Gewerbetre beuden ihre Angriffe richten.
Eine große Anzahl Petitionen, die während der letzten Session
beim Reichstage eingelaufen, fuchten die schwere Schädigung nachzu⸗
weifen, de aus jenen Abarten eines soliden Gewerbebetriebs ent⸗
dehen müßten, und wurden denn aurch nah einer sehr eingehenden
Debalte dem Reschskanzler mit dem Ersuchen überwiesen, bei der
Revision der Gewerbeordnung auch diesen Punkt berücksichtigen zu
wollen. Wie wir hören, ist man im Reichskanzleramte wohl ge⸗
neigt, den Wünschen der Petenten entgegen zu kommen, doch nur
nsoweit dies geschehen kann, ohne die Freiheit des Gewerbelriebs
zu beeinträcht gen. Es werd bei Regelung der Angelegenheit die
Frage iun Beltacht kommen, ob die bestehenden Steuergeseße den
Anforderungen einer ausreichenden und gleichmäßigen Besteuerung
des Hausitgewerbes entsprechen. Wann mag jedoch im Reichskanzler—
amt zu einer wirklichen Rebision der Bewerbeordnung schteiten wird,;
äßt sich heute noch gar nicht absehen. Die nach harten und schweren
aͤmpfen zu Stande gekom nene Gewerbeordnung ist noch zu kurze
Zeit in Geltung, als daß man den gewagten Vetsuch, der für jetzt
doch nur auf 'ein Erperiment ohne sichern Erfoig hinauslaufen
wütde, unt rnehmen dürfte, auf's Geradewohl Aenderungen zu
beschließen.

Wie der „Koln. Zig.“ aus Berlin geschrieben wird, hätte der
russische Kaiser dem deutschen Feldmarschall von Manteuffel den An⸗
trag gemacht, den Oberbefehl des russischen Heeres in der Türkei
——
abgewiesen haben, haͤtte aber in Berlin die Etfahrung machen müssen,
daß die Gunst, in der er bei Hofe stebt, nicht so weit gehe, um
ihm ohne Weitenes eine solche kleine Extratour zu gestatten, die in
zanz Europa viel, von sich reden machen würde. Vielmehrr sei ihm
bedeutet wotden, es stände ja bei ihm, den ehreuvollen Antrag des
saisers von Rußland anzunehmen. doch müsse er in diesem Fall
aus dei Verbaad der deutschen Armee und auch aus vem preus—⸗
ischen Unterthaneuverbande scheiden. Diese Antwort, welche man
icherlich als eine cotrecte bezeichnen mußte, soll. auch allen denjenigen
Offizieren ertheilt worden sein, die sich nach det Mözligkeit erkundigten,
russische Dienste unter Manteuffel anzunehmen.

nAussand.

Wien, 3. Jan. Fur morgen wird d'e Auflösung der Con⸗
erenz erwartet. Die türkischen Vorschläge sind: okligatorische Er⸗
jennung eines christlichen Gouverneurs für Bulgarien, nicht obli⸗
atorisch für Bossnien! keinerlei militärische Occupation; Erlaubniß
des Waffentragens für Muselmanner und Christen, die Drina als
ßrenze Serbiens, aber Schleifung aller serbischen Festungen und
driegsentschädigung; Vergrößerung Montenegro's und Einräumung
»es Hafens von Spizza an diesselbe, aber als Vafallenstagt der
Pforte. Der Großvezier schloß den Ministertath mit der Erklärung;
rx ziehe einen Krieg eirem Aufstande der Mohammedaner vor.

Wien, 4. Jan. Privatlberichte aus Konstantinopel melden,
daß Ignatieff und Salisbury einen gemeinsamen Schritt deim Sul⸗
an geihan haden, um den Sturz Midhat Pascha's herbeizuföhren.
Der Sultan entgegnete: Die Absetzung des Großveziers ist leicht,
die Beseitigung Midhat Paschas ist unmöglich!“ Man glaubt
dayer eine ungünstige Entscheidung der heutigen Konferenz⸗ Sitzung
vorhersehen zu müssen. —77

Wien, 4. Jan. Die russische Yacht „Erikli“ ist hier ein⸗
getcoffer, um. Ignatieff für den Fall der Abreise zur Disposition
zu stehen. I

Pest, 4. Jan. Fur den Fall einer Mobilisirung wurden
deben die Kommandeure der einzelnen Militärbezirke-mit geheimen,
drentirenden Spezial-Instruktionen versehen. Man schließt, daraus,
daß eine theilweife Mobilisirung der österreichisch ungarischen Armee
ür den Fall des Kriezsausbruchs zwischen Pforte und Rußland
in Aussicht genommen' sei, da, für die allgemeing Mobilmachung
bereits lange vorbereitete General⸗Noxrmen bestehen, die nicht erst
yersendet zu werden brauchen.

London, 4. Jan. Die meisten Morgenhblätter bezweifeln
ine friedti ve Lösung der orientalischen Frage. „Timesspricht
»ie Ansicht aus, daß die Hoffnung auf Frieden nicht aufgegeben
u werden hrauche, selbst wenn die Konferenz ohne Ergebniß aus—
inandergehe; die Pforte würde in d'iesem Falle, eben den Frieden

heuerer erkaufen müssen, als jetzt. .*

Londionz 5. Jan. Renter's Bureau meldet aus Konstan⸗
inopel vom heutigen: In dver gestrigen Conferenzsitzung verlas
zavfet Pascha eine Denkschrift, worin die Gegenyorschläge der
Zforte begründet wurden. Die Forderungen der Conferenze Bevoll⸗
nächt gien, sagte er, verletzen die Integrikät und Unahhängigkeit
ver Türkei, insbesondere die verlangte Einsetzung christlicher Gou⸗
zerneure in den aufständischen Provinzen. Die vächste Sitzung, ist
m Montag.

Rustsschuk, 4. Jan. Man hat hier Kunde von neuen
Umtrieben bulgarischer Agitatsons ⸗Komitees, welche die Prokla⸗
nirung des russischen Großfürsten Nikolaus zum König von Bul—
jarien füt den Augenblick vorbereiten, in welchem die russische
Urmee balgarischen Boden betriti.
Vermischte.
Den Bemühungen des Herrn Bürgermeisters Schul ß von
derrheinm ist es gelungen, die aus etwa 170 Morgen des
esten Ackerlandes bestehenden ehemaligen Pfartgütet gegen unerheb⸗
iche Bergütung von der, Eigenthümerin Madame Bourdeau in
Straßburg für die Gemeinde zum Geschenk zu erhalten. Außerdem
vill Madame Bourdeau noch ein großes Krankenhaus in Herxheim
rrichten, zu welchen bereits ein Theil des Grund urd Bodens
ingekauft und mit den Erdarbeiten bereis begonnen ist. Das
drankenhaus soll nach den Ableben der Eigenthümerin an die Ge⸗
neinde Heixheim übergehen.

4In Speier ist ein Kind in Folge Genusses von grün⸗
emaltem Confect schwer erkrankt. —

7 Passau, 31. Dez. Vorgestern wurde dahier der Schlosser⸗
geselle Math. Sintecz aus Ungarn als Verausgeber von falfchen
        <pb n="6" />
        asiet. Es fanden sich auch unter jeinen Effellen
mehrere solche Falsifilate, deren Seibfiverfertigung er zugestand.
.Bannbeim. Zwischen 2 Oifizieren der hiesigen Garnison
wurde dieser Tage eine Wette im Betrag von 2000 Mark zum
Austrag gebracht, welche Herr Lieutenant R. dadurch gewann, daß
er zu Fuß innechalb 20 Suunden einschließlch der Rastzeit den
Weg von hier nach Heidelberg und zuruͤck zweimal machte, so daß
er zu d'esen beiden Gängen nur 13 Stunden gebrauchte.
F Die Polizeibehorden in Deutschland verfolgen gegenwãrfig
zwei Agenten einer augenscheinlich sehr fleißig arbeitenden Falsch⸗
munzer⸗Bande, die vor Kurzem in Leipiig eine Menge falichert
Geldstücke in großer Mannichfalligkeit an den Mann gebracht hat.
Es sind vier Münforten, die alle aus Zinn und Blei gegossen
sind, und zwar: 1) hei zoglich braunschwe igische Thalerflücke vom
Jahre 1866 mit dem Munneichen B und mit wenig hellem Klange,
welche sich durch eine Zahl sehr feiner Guß Poren verdächtig ma hen,
glauen Rand desitzen und auf der Wappenseite bei der Zahl XXX
einen eiwa 8 Millimeter langen Strich zeigen; 2) lonigi. sächsische
Thalerstücke vom Jahre 1871 min dem Münzzeichen B, welche eine
namentlich in der oberen Hälfie sehr verschwommene Wappenseite
zeigen, mehrere Gußfehler und glatten Rand. Zesitzen; 3) deutsche
I. HM. Stucke vom Jahre 1875 mit dem Muünzzeichen F, sehr matter
Wappenseite und mangelhaft genarbtem Rand; 4) deutsche 80⸗Pfg.⸗
Shucde vom Jahre 1876 mit dem Münzzeichen A, welche an einigen
Stellen ein viel zu breites, an anderen gu kein Stäbchen zeigen.
F Peh, 28. Dez. (in sechsfacher Moͤrder ) Der 24jäh
rige Landmann Ludwig Rosner verlangte von seiner Mutter ge⸗
legenilich des Abendessens im Otlsober dieses Jahres den auf ihn
enifallenden 8. Thiil der välerlich ·n Hinterlafsenschaft. Nachdem
die Mutter dieses Verlangen nicht etfüllte, indem sie auf die nahe
bevorstehende Heirath einer ihrer Toͤchter und auf die dadurch ver⸗
ursachten Kosten hinwies, eutstand ein Streit, der dam endete,
daß Roener seine Mutter mit eirem Beile ermordele. Er ergriff
sodann die de den Schwestern, welthhe den Wütherich an der Blut
hat zu verhindern bestrebt waren, und erschlug auch sie mit dem
Rufe: „Durch Euern Tod ist auch das letzte Hinderniß aus dem
Wege geschafft, der mich zum Glücke führt 1e Die grauenhafte
Scene, weiche durch das Jammergeschrei der drei unmündigen

einder der Schwester des Veorders noch erhöht wurde, rührte den.
Mörder nicht, und er tödtete, um jeden lebenden Schuld beweis Lzu
ernichten, auch diese. Nach ersolgiem Mossacre traf Rosuer An⸗
falten, um bei der Behörde den Schein eines Raubmordes zu er⸗
vecken, und begab sich zu seiner Geliebten, bei der er den Rest
zer Nacht verschlief. Am nächsten Morgen beauftragle et seine
Heliebte, ihm Wäsche von seiner Mutter zu holen und als dieselbe
nit dem Bemerken, daß die Thüre verschlossen sei, zurückkam, begab
ich Rosner in Begleitung einiger Bekannten nach Hause und simu⸗
ne bei Eutdedung der Leichen die höchste Verzweiflung. Trotzdem
vurde er alsbald des Massenmordes überwiesen und gestand auch
nach mehrmonatlicher Kniecsuchung ein, die Blutthat verübt zu
hJaben. Auf Befragen, werhalb er auch die unschuldigen Kinder
liner Schwester ermordete, erwiderte Rosner: „Nachdem ich die
Ztützen der Kinder, ihre Großmutter und ihre Mutter, erschlagen
jatte, habe ich aus Erbarmen auch die Kleinen getödtet, da ihr
„chidsai sonst bitterer gewe sen wäre als der Tod.“ Der St.
Holihardter Gerichtshof derurtheilte den Morder zum Tode durch
zen Strang, welches Urtheil heute der oberste Gerichtshof bestätigte.
Die Acien werden dem Landesfursten unterbreitet.

1 (Eine Negerverschwörun g.) Die neuesten ameri-
aniichen Zeitungen enthalten —I Neger⸗
vecschwörung im Nordwesten des Staates Süd⸗Carolina, d'e den
Zweck hatte, sämmiliche Weiße des Distritis zu ermorden. Etwo
30 oder 70 Schwarze hatten das fuͤrchtetliche Complott organisirt,
ind in einer für dessen Ausführung anberaumten Nacht stellten sie
ich auf den von der Stadt Locondsville ausgehenden Stratzen auf
ind erschossen einen We ßen, Namens Allen, der mit einem Freunde
nach Hause ritt. Letzterer euttam und schluz Alarm, was die Er⸗
reifung von 16 Verschwörern zut Folge hatte, von denen einige
in voües Geständniß ablegten. Sie beabsichtigten das Massacre
n der Stadt zu beginnen, selbst Frauen unv Kinder nicht zu
honen und dann sich über den ganzen Distrikt aus zubreiten. Einer
er Rädelsführer entging der gerechten Strafe durch Selbstvergif⸗
un· Seinen Freunden wurde gestattet, ihm einen Korb mit
debensnittesn zu senden, in welchem sie heimlicher Weise eine
flasche mit Laudanum verstedten, mittelst dessen er den Selbstmord
erübte.

Licitation.

macher DI., zur gesetzlichen Vor⸗
nünderin und Joseph Wanne⸗
nacher J., Ackerer allda, zum
Beibormunde haben.
St. Ingbert, 4. Januat 1877.
Sauer, k. Notär.
Frisch gewasserte
Stoclssche
ind täglich zu haben bei
—IJ- J. Grewenig.
in Buch welches 68 W
erlebt hat, bedarf wohl
lagen keiner weiteren Em⸗
fehlung, diese Thatsache ist ja
er beste Beweis für seine Gute.
iur Kranke, welche fich nur eines
ewährten Heilverfahrens zur
ere ihrer Gesund
eit bedienen solllen, ist ein solches
Vveri von doppeltem Werth
ind ein Garantie dafür, daß es
ich nicht darum handelt, an
hren Korpern mit neuen Arzneien
erumzuerperimentiren, wie dies
roch sehr häufig geschieht. —
don dem beruhmien, 360 Seiten
tarken Buche: Dr. Airy's Ra⸗
urheilmethode ist bereits die 68.
lufiage erschienen. Tausende
inbd aber Tausende verdanlen
zer in dem Buche besprochenen
deilmethode ihre Gesundheit,
die die gahlreichen, ˖daria ab⸗
edrudten Atteste beweisen. Ver⸗
aume es vaher Niemand, fich
ies vorzugliche populär⸗medi⸗
inische, 1 Mark koftende Werk
„aldigfi in der nächsten Buchhand⸗
ung ju kaufen oder auch gegen
rinsendung von 10 Briefmar ken
10 Pifg. direct von Richter's
—X kommen
u laßen, welch' Letztere auf Ver⸗
angen vorher einen 100 Seiten
sarten Auszug daraus gratis and
ranco zur Prufung versendet.

“C
FreiwilligeFeuerwehr S⸗
St. Ingbert.
Am Donnerstag, den 18. ds. Mi.9
Abendo 6 uhr im Lotale des Wirthes Joh.
Meyer (großer Flur) —
General-Versammlung.
TagereOrdnung:
1. Neuwahl;
2. Rechnungsablage.
Der Verwaltungsrath.

Montiag, den 22. Januar
nachsthin. Vormittags 10 Uhze
zu Ommeraheim in dem zu ver⸗
fieigernden Hause felbst wird
bom unterzeichneien hiezu ge
richtlich beouftragles kgl. NRotar
die nacbezeichnele Liegenschaft
im Banne von Ommersheim der
Abtheilung wegen oͤffentlich an
den Meisibietenden zu Eigenthum
bersteigert nämlich:

Pl.Nr. 80. 10 Dez. Flaͤche,
Wohnhaus mit Scheuer,
Stallung, Hofraum und
sonstigem Zuge hoöͤr.

BliNr. 81. 14 Deʒ. Pflarze
garten und Grasgarten neben
und hiuter dem Hause; das
Banze gelegen im Orte
Dumersdeim neben Johanu
—XV——

Tigenthümer sind: 1. Che stina
Wannemacher, Ehefrau von
Christoph Walle, Ackerer, beide
in Hecendalheim; 2. Joseph
Wannemacher, Ackerer in Om⸗
merssheim; 8. Magdalena Wanpe⸗
macher, Ehefrau don Georg Harz
Zimmermannn, daselbst; 4. Elisa⸗
beih Wannemacher, Ehefrou von
Joseph Walle, Aderer allda; 5.
Mathias Wannemacher, Schmied⸗
zeselle und 6. Anna Wanne-
macher ledig und ohne Gewerbe,
deide in Ommersheim, noch
minderjährig, welche ihre Mutter
Magdalena Thdeobald, ohne Ge⸗
werbe in Ommersheim, Witlwe
des verlebten Mathias Wanne⸗

Is8orato
sür die in der Pfalz erscheinenden Blaͤtter, als: Dürkheimer
AUnzeiger, Eilbote Candau) Fraukenthaler Wochen⸗
blatt Gegenwart (Edenkoben) Kaiserslauterer Zei—⸗
tung, Laudauer ANnzeiger, Ludwigshafener Tage⸗
hiatte, Neustadter Zeitung, Pfaͤlzischer Kurier,
pfaͤlzer Volkozeitung (Kaiser zlautern) Pirmasenfer
Angelger, Speierer Jeitung Zweibrücker Zeitung
ind Wormser Zeitung weiden zu Originalpreiser besorgt
ron der
Erpedition des St. Ingberter Anzeiger.
Ebenso beforgen die Expeditionen genannter Blätter Inserate
jür den
St. Ingberter Anzeiger
uu Original-Preisen ohne weitere Vergütung.
— — — — —
Id theilt einem hie⸗
sien und auswaͤrtigen

Publitum andurch mit, daß sie

die Botengänge zwischen

Bliebtastel, Si. Ingbert und

Zweibrücen besorgt.

Frau Rung.⸗
— —— 2 — —
Pedaklion Druck und Verlag von F. X. Demetz in St Ingbert.
Hiezu illustrirtes Sounntagéblatt“ Nr. 2.

Allgemeine
Rechnungen
(ohne Namen)
in hha, ha, u. 2 Bogen sirs

vortäthig bei
nel æ.
        <pb n="7" />
        8* t. Ingberler Anzeige x.

I ——— ———
Dder St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal woͤthentlich) mit dem Hauptblatte verbandene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei—

lage), erscheint woͤchentlich viermal? Dienstag, Donnerstag, Sametag und Sonntag. Der Aboanementspreis beträgt vierteljährlich

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43 4. — Dieustag, den O. Januar J 1877.

Deutsches Reich.

München, 5. Jan. Das kgl. Cultusministerium hat von
der Eingabe des bay⸗ris hen Vollsschullehcervereins bezüglich der
deutschen Orthographie Keuntniß ßenommen, eikeunt m''ttelst Eut⸗
schließfung vom 22. v. Mis. die Bestrebungen des bayerischen Volks⸗
chullhrervereins fur Befoͤrderung des bezonnenen Werkes aun und
erklärt sich im Allgemeinen mit den gemachten Verbesserungs; Vor⸗
chlägen einverstanden. Es wird daher die kgl. bayerische Staats⸗
tegierung bemäht sein, für Verwirklichung derselben bei den weiteren
Verhandlungen über die zu erz el⸗de Einigung in der deutschen
Rechtschreibung nach Moöglichkeit einzutt!en.

München, 7. Jan. MDas Cultusministerium hat verfügt,
daß am 10. Januar der Unterricht in sammtlichen Schulen aus
zusttzen i, damit das Lehreipersonal in der Aucübung des Wahl ⸗
rechtes nicht behindert wird.

Berlin, 6. Jan. Der ,‚Reichsanzeiger“ erklärt die Nach⸗
richt französischer klerikaler und polnischer Blätter von einen an⸗
zeblichen Schreiben des Kaisers Wilhelm an kdea Kaiser Alexander,
in dem von einem Kriege gegen die Türkei unter Darlegung der
Schwierigkeiten desselben adgerathen werde, für vollständig erfunden;
der Kaiser habe niemals ein Schreiben derartigen oder ähnlichen
Inhalts an den Kaiser von Rußland gerichtet. Bei der Erfindung
jener Nachricht scheine der Umstand benützt worden zu sein, daß
der Kaiser von Rußland am Georgsfeste den Kasser Wilhelm tele⸗
arcapoijch begrüßt und dabei die Hoffteng ausgedrückt hade, ihm
(Kaiser Alexander) werde der Krieg eispart werden, und daß Kaijser
Wilhelm in feinem telegraphischen Danke sich dieset Hoffnung au⸗
geschlossen habe.

Mannheim, 6. Jan. In militär schen Kreisen soll viel
davon die Rese senn. den hiesigen Pratz, der wegen seiner Lage
am Rhein und Neckar, in der Nähe der frauzösischen Grenze von
strategischer Bedeutung ist, mit Festungswerken zu versehen. Wir
wissen nicht, ob Mannheim sich zu einter rhein schen Festung eignen
vünde, und ob es nothwendig ist, uns zur Erhaltung des Friedens
and zu unserer Sicherh it noh mehr zu rüsten; aber daß der erste
Sputenstich zu Vorwerlken und Wallen für unseren Handel und
unsere Industrie von verhaͤngnißvollen Folgen sein wurde, liegt
auf der Hand, und wir können deshalb nicht glauben, daß unsere
Reg erung geneigt sein möht⸗, zur Ausführung dis gedachten milis
ärischen Projeclies die Hand zu bieten.

Ausland.

Die franzosischen Blätser ziehen mehrfache Conseq enzen und
deilsame Lehren aus den Reden, welche gelegentlich der Feier des
iebzigjahrigen miulitärischen Jubilaums des deutschen Kaisers ge⸗
hotten worden sind. Mit directen Anspielungen auf die französischen
Zustände sagt der „Moniteur univrsel“: „Gewiß, die Stärke
Deuischlands b⸗ruht weit mehr in seiner Armee, als in seinen
parlamentarischen Institutionen. Dort feilscht man nicht um einige
Hunderttausend von Franes für die Equiperung der Oifijziere; die
Parte en beauftragen diese richt, sich um Colbenräbnisse zu köm⸗
nern, und man dentt nicht daran, die Feldgeistlichen adzuschaffen.
Dagegen steht de Armee in der That außerhalb des Bereiches der
olitischen Discussiogen untec Führern, welche fuür den Ruhm ihrer
Woffen bege steet sind. Die Armee entweceelt sich in steter Rührig⸗
deit und bildet in der Hand der Regierung de gewaltigste Macht,
zie, seitdem die Welt besteht, organisitt worden ist. Auf ein solches
Resultat muß der deutsche Kaifser stolz sein, und wir beneiden ihn
auftichtig darum.“

Wie der „A. Z.“ berichtet wird, giht das Gerücht, daß die
Bariser Weltausstellung bdis zum Jahre 1879 verschoben werden
osl. Die Nichtbetheiligung der Schweiz sei unzweifelhaft, die Be⸗
eiligung Rußlands und Nordamerikas mindestens noch zwe felheft.
Was Oesterteich Ungarn anbelangt, so kann die Theilnahme des⸗
elben erst dann als definitid betrachtet werden, wenn die Reichs—⸗
dertretung den zu diesem Zweche von der Regierung verlaungten
Tredit von 700. 000 fl. bewilligt hat..

Das ‚Petit⸗Journal“ ist in der Lage, das Gesammtergebniß
der eben erst zu Stande gebrachten Pariser Volkszählung sammt
den auf jedes der zwanzig Arrondissements entfallenden Ziffern
nitzuthe len. Die Bevoölkerung von Paris ist nach dieser Zählung
zwischen den Jahren 1872 und 1876 um 134,956 Seelen, näm⸗
lich von 1,851,792 auf 1,986,748 Einwohner gestiegen.

Vera, 6. Jaa. Die Vertreter der sechs Prachte sind heute
dei Jgnatieff zu einer VBerathung zusammengetreten, um Beschluß
darüber zu fassen, welche Punkle des Programms mit russischer
fFinwilligung aufzugeben seien. Die Türken sind ihreiseits geneigt,
die Einführung eines gemilderten Reformprojecis auf eine sechs—
oder zwölfmonalliche Versuchefrist zu übernehmen. Die Rolle Europas
vürde fich in diesem Falle als tine cossultative Btobachtungs—
dehörde gestalten, vielleicht auch als eine bloße Beobach tungsbehörde.
Rusland trägt eine friedliche Stimmung zur Schau.

Konstantinopel, 7. Jan. Gegenüber der Einwendungen
Rumäniens gegen einige Artikel der neuen türkischen Verfassung
wird von der Pforte als Princip feftgehalten, daß die Aenderung
einzelner Verfassungsbestimmungen durch den Sultan und sein
Ministerium nicht zulässig ist, sondern lediglich durch die Bescluß—
nahme der zu berufenden Landesbertretung; in dieser Weise soll
auch der rumänische Abgesandte beschieden werden. — Wie verlautet,
hat der türkisch“» Boischaftet in Paris Sadyk Pascha die Auf—
'ord rung erhalten, sich hierher zu begehen, um an deu Berathungen
der Minister und der Großmächte theilzunehaien,

Bermischtes.

fFSit. Jugbert, 9. Jan. Bis heute Morgen 9210
Uhr sollie uns ein Wahlaufruf an die hiesige und Schnappbacher
Bürgerschaft zugehen, leider haben wir aber vereblich darauf
zewariet. —

Wir wollen nochmals wiederholen, daß jeder 25jährige
unbescholtene deuische Reichsbürger, wennWe: auch keine
Steuser zahlt, wahlfäbig ist; möge daher jeder gute, deuischgesinnte
Bürzger von seinen Wahlrechte morgen Gebrauch machen.

F Sicherem Verneymnen nach erhielten als allethöchste Aner⸗
erkennung ihrer Verdienste um das pfaälzische Volkaschulwesen die
zoldene Meoaille des Verdienstordens der bay. Krone: vehrer Ham⸗
mel von Bergzadern; die silberne Medoille desselben Ocdens: die
Lehrer Wolfetr von Waldste und Weibel von Sippersfeld; die Aller⸗
röchste Anerkennung ihrer Leistungen mit 180 Mtk.: die Lehrer
Schäfer von Speyer, Märdian von Knittelsheim, Samitt in Krähen⸗
»erg, Diehl in Hettenleidelheim, Gauff in Mitteldach. Werst in
sriegsfeld, Lichti in Edenkoben.

Das Kreisamtsblatt Nr. 80 veröffemtlicht eine Uebersicht
der im Jahre 1875 in der Pfalz gegründeten neuen Stiftungen
und Fundationszuflüsse zum Gemeindes-, Unterrichts, Wohlthätigteits
und Custus Stiftungsvermözgen. Es triffen davon 225 (und zwar
auter Fuadationszuflässe) mit einem Gesammtbetrage von 18.527 fl.
10 tr. oder 31,761 M. 71 Pf. auf die katholische Kirche, 6 lund
zwar gleigfalls lauter Fundationszuflüsse) mit einem Gesammtbetrag
von 9561 fl. 36 kr. oder 16,391 M. 831 Pf. auf die piotestan⸗—
nische Kirche, 4 sind zu Guusten von Ho pitälern, 2 zu Gunsten
von Gemeinden, 1 zu Gunsten der Neustadter Lateinschule, 7 zu
GBunsten von Localarmenpflegen, 1 zu Gansten eines Waisendauses
(Grünstadt), 5 zu Gunsten des Diakon'ssenhauses in Speyer. Die
bedeutendsten St'ftungen sind: 4666 fll. 40 tr. von der Rentnerin
Louise Pauli von Weißenburg zi Gunsten der Loc alarmenpflege in
Annweiler, 2094 fl. 3 kr. von dem Rentner Ad. Sander in Rew⸗
Yozk zu Gunsten der Localarmenpflege Biaubach, 4500 fl. von dem
Rentner J. P. Abresch in Neustadt zu Gunsten der dortigen Stadt⸗
gemeinde. Sehr bedeutende Beträge weisen auch die Stiftungen
zur Faudisung von Jahr edächtnissen in kathol. Kirchen auf, im
Ganzen 17,027 fl. 4„ß0 f. —

7 Die Ssadi Wuüribucg hat in altheckömmlichet Wesse S. M.
dem Könige ein aus einer Summe von 50 Goldgulden (mit dem
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        alten Prägestoch in der k. Münze dahier gefertiat) bestehendes Ge⸗ mußte. Teotz der erschwekenden Verdachtsgründe bonnte eiu Schuld⸗
schenk zu Neujahr überreichen lassen. Jeder solcher geprägte Gold- beweis gegen Schantz micht erbracht werden, und er wurde deßhalb
Zuden hat e nen Werth won 4 fl. alter südd. Whrge) am 21. v. M. aus der Hast entlassen und aus dem vreußischen
Beslorben in Wechenburg am 80. Dez. der tüchtige Bota- Stugisgebiete ausgewiesen. —E
niker Dr. Friedrich Schuiz, geb. Zweibrücker, Alaͤdemiker und Mit⸗ fHanbura, 6. Jan. Dex Dampfer „Sagxonia? ist
glied vieler gelehrten Gesellschaften, 78 Jahre alt. gestern dei Helgoland auf den Grund gerathen; Versuche, denselben
— In Frartfurt a. M. wurde am 25. Okt. v. J. ein lott zu muchen. sind fehlgefchlagen. Pufsug iere und Mannjchaft
Individuum verhaftet, das sich Charles Schantz uaunte und im wurden wobhldecalten an's Lard geseht. Von Vver Ladung sind
Derdachte stand, die Nachahmunga des Verbre.ens des Massenmör⸗ berreits 500 Sack Kaffe, die Post und Comptanten in Sichet heit.
ders Thomas geplant zu haben. Eine in der Wohnung des In Bränmn hat sich der aus den Kämpien gegen die Freij⸗
Schantz vorgenommene Durchsuchung förderte alsbald ein Material schrareun Garibaldi's im Jabte 1859 betkannte osterreichische Gentral
zu Tage, dessen verbrechecische Bestimmung sofort ersichti ch war. Urban erschossen.
Außer einem vollständigen und mit seltener Ursicht gearbeiteten FDie Unzähl ver der derreichischen Gastfreundichaft Jür
Brech⸗ Und Diebswerkzeug, destehend aus 60 Schlüsseln, Sperr« Last fallenden Flüchtlinge beträgt derzeit etwa 30,000 in Dulmafien,
haken, Bohrern, Sägen, Feilen, Stemmeisen, Meiß⸗ln, fanden sich 20,000 in Cibit⸗Wroatien, 50.0 0 in der Militärgrenze, im Ganzen
auth in Diamant in Einfassung mit Vorrichtuug zum Artsbrechen alfo 700,000. Obwoht der zurchrem Unterhutt vew lligꝛe Eredet
don Fensterscheiben, eine Diebslaterne, faliche Bärte, Perrücken, »on 925,000 fl. um mehr als eine Mill on überschritten worden,
Revowwer, amerikanische Todtschläger, eine blaue Brill⸗, rine Diebs- definden sich dese Leute nach dem Bericht des Regierungsrathes v.
pffeife, mehrere Flaͤschchen mit Ehlorofotm, Wachs zum Abdruck:; Kraus hrößte theils in einem kiäglichen Zustand. Ed grassiren
nehmen vor. Durqh die ferner vdorgefundent zuhlreiche Korrespon⸗ unler ihnen Epidemten, auch bereim der Hungerlyphus. 2 7
denz ergab sich, daß Schantz mit Geldschrankfabceikanten und Me- F Die Ervbschaft des Kardinals Amsnelli hat einen sensativ⸗
chanikern in Veebindung gestanden hatte, insbesonder? auch mit dem nellan Proteß im Gefolge, Frau G. L.:, geborene M., behauptet,
durch den Thomas'schen Prozeß in Breme haven belunnt gewordenen Rechtsansprüche auf »einen Theil dieser Grbichaft erheben zu können,
Mechaniler Fuchs in Bernburg. Von diesem dat er lant' Bries da sie durch ditzkrele Famirnenbande mit dem verstorbenen Kardinal
tin geräusthlos urdecten es Uhrweik verlangt, ungeblich zur Her⸗ verknüpit sei. Dessen Erben, feine Brüder, bestreiten d vse Anjprüche.
stellung eines großen, in den heißen Landern zun gebrauchenden Alle freundschrftlichen Verqleichsverfuche wacen bisher eitel.
Fachers. Zuhlreiche Ausichnitte aus Zeitungen bewiefen ferner,
daß sich Schantz für die gefährlichsten Sprengstöffe interessirte und
daß er für den Verbrecher Thomus ein besondrres Interesse haben
Sehradeor's vieicier Traubenbrusthonig
ist 9 anderen — und Enpfiebit solchen in steus frissber Füslvna J. Friedrich St. Inaber t.
Ho ersteigerun 8 eichen Wagerstangen. — 2do birlen und 87 do. 1373 buchen, hassen und asper
Holzyersteige dee g. 35 Ster eichen und 2 s tefern strappen. J ee en
Forstamses Zweibrücken. buchey Wertdehß. g7ä uchen, eichen und birten Königl. Forstantt Zwei—
1. An Diennog, den 16. 4 Am Freitag, den 19. Jan. Jeemer brücken.
——— — 1877. Vormittags 10 Uhr, zu 6 Am Montag 22. Januar —
Januat 1877 Homburg aus dem Reviere Karls⸗ 1877, Vormmags 10 Ubr, zu
Uhr, zu Limbach uus dem Re berg: Waldmohr, aus dem Reviere
viere Neuhäusel. “ * Waldmohr:
Schläge: Todtenpfuhl, Lange Schläge: Karlslust, Schind- S chläge; Ob. Ki
weiher, Kanzlei, Birkengarten kaut und Zuf. Ergebnisse. R —3— * dieskaut,
und Zufällige Ergebnisse in 9 eichen, 2 buchen, 122 fi dten menseid 323 uꝛ
Limbacherwald. 34 lärchen, 321 iefern Pfaffenrech.
90 Ster buchen, 110 do. eichen Stamme. 3 gchen vu her. 3 erler
od i vboeerlen Scheuholz. 26 fihten und lär hen und 164 60 tiefern Stamme.
49 Ster buchen und eichen tefern Sparren. is eichen Wegnerstangen.
Klotzholz. 6 eichen, 35 jfichten, 23 kiefern 8 —* eichen, 9 do. buchen
383 Sier vuchen, eichen und Wagnersta gen. 0 Dertoon —
aspen Prügel u. Krappen. —— —— Sier vidn Ben dnel
82. Am Miltwoch 17. Januar rühen und Pfähl⸗. iss birhen id 6 de
1877. Vormittaas 10 Uhr. zu ichten Zaunstangen. nden Sdpee thols.
homburg, aus dem Revtere Neu⸗ Z'ier kliefern Zaunprügel. 10 Ster duchen und 5 do.
Fuuf Edes Metz erllotz. za e pe
—— — ter duche:, 7 do. eichen, Ser buchen, o. eichen,
ere —— F doe sihun', Jod do 1 do. ien und 4 do
her, anzlei, Birkeng r en, liefern u. 6 lärchen Scheit⸗ tiefern Prügel.
Weingangsweg und Zufällige — 200 Ster buchen, 15 do. eichen
Ergebnisse im Kirkler und Sier versch. Prügeltolz. u. 7 do kiefern Kruppen.
Klosterwald. fi dten, 2350 riefern und 1200 buchen Reiserwellen.
215 eichen, 382 buchen, 5 25 lashen Riiserwellen. 7, Am Dienatag. S3. Januar
ieern Slamme. 5. Am Samstag 20. Januar 1877, Vorminags 10 Udr, zu
17 liefern Sparren. 1877, Vocmitiags 10 Uhr, zu Zomburg, aus dein Reviere
48 richen Wagnerstangea. Waldnohr, aus dem Rebiere LCailäberg:
136 Sier eichen und 53 Ster Jugergbuig: I Schläge: Materialrest von
buchen Werkholz. -Schläge: Jägerdick, Eichel-⸗1876 und Zuf. Ergebnisse
en ee len n. Zus. EruesniteJ gn anmen Amwinrn.
ühr, za Hoel 73 Re⸗ 220 Sier buchen, 123 Str28 Str buchen, 15 do. kie⸗
biere Jagersburn v g n qrur ro 2 do. eichen und 18
* fichten —*Ê .Rai Schei
Swlage : Jägerdic, Eichel⸗ 1 Sier duchen — ——— e De
scheid und Zuf. Ergebnisse. do. vuchen, 51 bo. eichen. 302 do. kiefern und 10
115 eichen 2vichn 2 hauin⸗ 39 do. virken, 56 do. kie⸗ do. aspen P ugelholz.
buchen, 15 biten, Z fichten fern und 1 do. aspen Prün! Ster buben, 161 do
und 319 kiefern Stämme gelvolz. befern und 37 do weiche
74 gemischte Stempelstangen. 94 Ster buchen. 129 do. eihen. Krabyen.

Schöner Streusand
den Korb zu 8 Pi. hat zu ver⸗
taufen

P. J. Uhl, Bader

im Ort.

— Trunksuoht —
heile ich sicher und gründlich
mit oder oline Wissen- des

Trinkers, s80 dass demselben
das Trinken total zum Ebel
wird.

Ueber 1009 geheilt.
F. Grone in Anaus Westf.
Dedoftion Drud und Verlag von F. X. Temeßb bben
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        222RL
—AVVV—
—A ———— —
— 8—2532. 2— 525 58 —5 255 —5538633
3 5 38 85 5—5557 — z3883*
I 23 — 2280*
—25 — — — — 5 * 7 —75244 2 222 —5575
— 5*2257 25 —z258 5258
2325* —E35 5 23 5*8 — 5ñ335 8 — — 9 —
—5725—2528 —55 5—8 58 77 — 5 225 253835
283 735—2373 z55——53 8 5327— 83* —A —
728 — 533835833 A —23
33 2* z—525 883 —33 5383286
* 23* — 27 522 * 53* 3 —22 — xg —A
241 — — 77 5— 5 5 * 2 —2252 * 22
—33155355228ä — —5—25 3223 88
8. 52 — 2525 —2358 c * 2 5— 227
——— 222 6632 *2—23 3—7 —— A
58 — — 752 — 5 —22—7 558*
83832*535 —382—5—2725* —— 2223 25868
** * X *77 * — ———
3 3 7 720
— 7 ——522*8 ——8* 2 2 5c 28 2.2 5—22— 5,7* —
—— 25252 *2582 2 —— 23
2 13735 — — 52 52 2—385952 235532 —
25. 33—273 —— — —3375*8 2
——— 23*5258— 75 3225*
*—25*22** 2 —57 *
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222 — 12— J 22 95 232 —A 323352
* 7 272 25 233335 — 233883133 —7*
7 * — —— — 83 *225 —A 285
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* —3 — 5* * —AA 3 2 * 333358 —222 — —
2— —8 * 52 —— —— 5 * 22 58 — 2
— —— — 52
3 22 2* ——— 53 23* æ* 22 — —572 *
*22323 —— 55*8457 — —
23222 528235385 2 5252 252 — — 2 24 234
558238* —2 223 52* — — 347 5537 3313 837
*—2377 22 3 —*— 538 28 22 ———— 58 — 3*
x533233337 *278* 55 2e z33283 — — 52 *—* 253775 —2
55355533 3555 —— 8 22 AA —A —— — —— 38325*588
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— 2 22 2 * —34 * α 223 2 — — 222
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—— ——— — 8282 — — 353 — — — * * — *
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33 7363 3337 2823 325 — 58 36255
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2 —— — *⸗ 3* — 235 5232
AM *58553. —— 53258 2—5* — 53733 5*7
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25225 5 5223
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— 752 2—7222 2223382338 28 *

—3—35555333 5333755383—53233353 533355 5333335333233558
2233222 —222 22 —z 58—333232225 — 2— 532584 * S 2 23 52 —
5*» —533833353 35535523238 2558 55 3 52 225 3832

2 7 —32 25 33 2 —— 5253222 * —— 3292258225
A 3535222 533353 * 255 2582 2325232
73 8* 22*7 7 2 22232* 2z2385 2522E5 A— —

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775 5232332 *5 22522 ———523 3—3*———8 22— —z23 35*
————— 2253 5—33553—53322 53225—75 3853—353*5302323
3—538 73 8333 83832338772

— S— — 53*— 47 2 32252 723232 3825 — 386

75 *5 83257 8 ;5235735535533 533555 * 323522 288

* * — —2 —* *

s3z338z 235355 7335—— 33 333525 3383
—A — 58 5— 8* —38— 58 55 2760 2535—7333333
32 —— 2 * 2*5 3358,3282 1225— 55 —3 55 223*
*—»112232;I 558 5 323 »253—255 — —223 —V—
57 23 82 583 —— 8s222 8 352 2322 7 525 — * 8 — — ——

3 83—33 —533 2322354333336

8 4 7 * ——A — — * * —— * —225
25z223532—2222 755 22 —225 33—3 3532355363 25s332
5z5238 — 8 —A — 52 2338 * 2255 —52 83225 2 ——

5 53 5355533 382 3535 353356533 8 53 355753335237

——38 223 —— 5323 »5355577 845—53333535

7 —2 232 3 — * — — 5 * 52 7 — — 5* 8

2523323755265 3233 3323335245 35235— 333—5— 338
ε' e 3 5333338

————82523 —z —328—3552353 2* 5*2 232835 58
5 3333—5 352 333
538427 22 5332323332425 2287757 — 527 *
* 22 323 3332 — 25* 533 — — 255
23855 2 *78 —7 5233627
*2 553— —5355*— — 2 29 33232328 225
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223—5 5228 25 237522 ——
255*2— 25 28532555* * *— 2 223 32 32
24 5*5 25 ————— —2222 2 7 * 223c4 2
3 2 5222 3 2 5c*53 25 5 28233 2 2 —
* 2225553— 2——3522— 253 3553327 —
1* 25235 —— 3253335585* * 38—
— 5* —25 — 58909 —53 5333N62 225* — 533 2232532
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283 —358— 3— 7332333— 2825523 3
* —8 * 2 — — — —
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—2282— 83 37 238
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—232 — *. 3 7——— ———3——332225 23525
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* 2232 * * 2 55235 3 * 5233
* *23 2235753 252333 23573532 73278 —55
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55232233 5752 83 5 22355 8223. 77 5s5*285387
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5 50 — —— —— 3—⏑322
——— ——
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Ss —53333838—
58. 387222 285 —33 3 3558,.535 5585
3 — 72 23 * — * * * 8
* 2.2 55* 35 526—2 68 25
— 3 23333——
—Z 3220 — 228 —H— *637 7 2822 5**
*228 —A 5527323 —A *8
* — —A 78
21532 *332322313353 — 3
5 3 33— ——333 —32
25223— 23* 225 2535 332.
2. — 35223 7T22 2872 A — 77
—2 235—530 —6533353—
253 — S82 — — — *
8* 2.8 52353 228382530
22 ⁊* 2 * 25 3. — —
* 53 82 —2 — * *
362— 53338758
35555 538335 28525 5838—3376—222—
2 28* — 2 2 275
37
2 635 353 532 2335 63333558 22
5387 23 *52 532 23 33323 —
3 —— —* 8 —ñ 328 3. 232 23387
2 5522 32 »V823 2*5262 * 23
— 25388 2227 — — — 27 2* 825 3
53755 5* —5342 — —38 —S 22
33*5 3. 2343 2 55— 52 53—723. 5 52
2*5252853.235 *

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222383 2088 2253537 15857 —A
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538583 33333 33235853562 25333 58368 *26
25 553 5218 33 2 * —— — *⸗52
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58 57338 5223 85753 383 33*788
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527 5»2333553 534585 3 5583 25325838
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        St. Ingberler Anzeiger.

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R SthJugberter Anteiger und dat (E mat wö chenlsichf mit de me Dailpthlatte verbundene Klechalten isdlatt (Sonnbags! mit ill xstrirter Ve
lage), eischeint woͤchentlich viermalu Dienstage, Donerstage Sasnztag aud e rreeen wlertellahrlich
l Mart 20 RePfar Anzeigen werden min 10 Pfg.Pon Ais vyttswit! ia vti, fur vie vler gap Itent Zeileẽ? Blattschrift vder veren Raum. Necicnen
mit 30 Vfn. pro Zeilte berechnet. ι —D

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St. Inabert, LI. Jan. 1877.. Beider gestrigen Reichs⸗
tagzwahl daben sich folgende Resultate hier ergeben;
Im 1. Wahldezitk (Stadthaus) für Schmidt für Becker
8 —. 109 Stimmenu 3814261t.
eEGchultz. Josephath.) 190 34499 Gt
3. ., 6chulh. Unterstads) 99d 343 S
398 Stimmen 902 St
**.7 Im II. Wahlbeirk erhielt der von der? sog. conservauven
Paxihei aufgestellte Eandidat Freudenberg auch. 1 Stinme. —
BGegen das Resultate der leßten Reichstauswahl im Januar
1870 hot Schmidit gestern ein plus von 54 Stimmem, während
Beder nur 3 St'mmen mehr hat.
3ßZn Hassel erbielt Schmidt 28, Bedter 59 Stimmen;
Freudenberg 21 St.; in Niederwürzbach Schmidt 12 St.
Becher 132. (05 Wohler eithielten fich der Abstimmung.)
In Bürer bach fielen 76 Stemmen auf Becher, 26 auf
Freudenberg und 14uf Schmidt. *8
In Blieskaästelebekam Schmidt147, Beder 157
Stimmen. ..— —
In Lacußkiercheen Schmidt 9 und Becker 145
Stimmen.
Ju Zweibrücken waren 1331 Stimmen für Schmidit
125 für Becker.

—
Deutsches Reich ;/· —

Berling 8. Jaͤn., 8Uhr Abends.“ In dem Hause Wil⸗
helmsstraße 66, in welchem sich die bayeris he Gesandtschaft befin—
det und der Prinz August von Württemberz wohnt, fand Nach
nitlags gegen 5 Uhr eite nicht und deutende Gaẽ-Exdlosion Statt,
welche an Fenstern und Mauerwerk Schaden berbeifürte. Zusällig
dab der Prinz Rugust von Württemberg heute ein großes Diner,
zu welchem der Kaiser und der Krouprinz geladen waren. Werige
Minuten nach-der Exrplosson erschien der Kaiser. Die inzw eschen
requirette Feuerweht hatte weiterem Schadea schnell vorgebeugt, so
daß das Diner ungestört blieb. Der Kuifer erkundigte sich in ge⸗
vohnter Leutseligkeit nach Entstehung der Explosion und Befeitigang
der Gefahr und zeigte sich zuerst bereit, dem Feste feinen ungestoͤrten:
Verlatzf zu erhalten.

Die Mitthe lusg der .Köln. Zto.,“ wonach dire Kaifer von
Rußland dem Feidmarschall von Manteuffel das Commando über
zie rujsi che Südarmee ang teagen haben sollte, wird officiös als
vollständig erfünden dejzeichnet.

Die von mehreren Seiten vorgeschlagene Wiedereinführüng
der Arbeitsbücher für Gewerbsgehilfen ist mit Beginn des Jahres
ür einen Gewerb⸗-verband, den deutschen Brauerbund, eingetreten.
Nach Beschluß des Btauertages vom 1. August 1876 und gewaß
erxänzender Besticimung des Centralkomites vom ˖ 19. Nov. w. J.
ioslen nämnch mit dem 1. Januat 1877 Braner:Wanderbücher
allzemein zur Cinsührung gelangen. Dieselben enthalten auf der
etsten Seite die Personalien des Indabers und auf der weiten
nachstehende Bestimmungen: Laut Bischluß der Mitglieder des
deutschen Brauerbundes vom 1. August 1876 wird jeder Brauer⸗
zehiltfe dbom 1. Januar 1877 an, sofern er dei einem Mitglied
des deuischen Brauerbuades in Arbeit steht vder eintritt,von
diesem mit einem Brauerduch versehen, in delches dem Inhaber
bei seinem Austritt die Dauer der Arbdeitezeit, sowie das Zeug⸗
niß seiner Führung vermerkt wird. Bei Ankritt einer neuen
Stelle ist dieses Buch jsweilig dei derselben zu denterlegen.
Die es Buch hat Geltigkeit bei allen? Mitgliedern dee deuischen
Brauerbundes. Jeder Brauergehilfe dat sich dei feinem Enitkiht mit
)ren in der der bett ffenden Brauetei alltigen“B stimmungen Jekannt
zu machen, den best henden Vorschraften und. der Hauzordnung gee
ann Folge zu lesten, um 'so für gute Sitte und Aufrechthaltung
—A

—
—ι ι J
I ge Aussand. ααιν
Ane weeirerEnuO. vJan. Ein hiesiges bedeutendes Haus
schloß mit det Turkei emen⸗Vertrag, wegen Transvottes von
Kanonenrohren innehalb 8 Tagen, ab.— —VV⏑— —
ndo m h. Janzus Das Auzwaͤrtige Amt und die fürkische
Boifchaft Erachten zufalge ihrer neuesten Konstantinopeter Depeschen
die Konferenz füre hoffnungslos und gescheztert..* —W—
onstia ntern pel,ee O. Jan. Der große Ministerrath, welcher
uiner Theil rahme der Pascha's, Corps⸗Didisions, und Brigade⸗
generabe: gehalten wurde, hat, wie gerüchtweise-verlautet, die Ah⸗
lehnung der Vorschläge der Confererzmächte beschlossen. *

Konstantinopel, 10. Jan. Rumänien jeigt der Pforte
an, durch Artikel 7 der türlischen Versassing würden die Rechte
Rumganientß“ verletzt. Rumänien betrochte in Folgedeffem sich der
Lehnepflicht gegen die Turkei entbunden. Es müsse der Pforte die
Berantwortung der Folgen überlassen. — Das Joucnal Phare
tu Bosbore? führt an-, ein einziger: Punkt des Confereng Pro⸗
Zzratrmes genügr, zum alle übrigen disher gemochten Vorschlage zu
ersetzen. Denn diese Fefen sämmtlich auf eine Grenzregulirung oder
Schaffung einer pripilegirter Provinz hinaus. Die Pforte würde
daher, selbst wenn dre Machte einen Theil ihrer Forderungen zurück⸗
zoͤgen, alle anderen stets ablehueun.

Die würkischen Streitträfte: an der Donau betragen bereits
100 000 Mana, welche in folgender Weise: dislocirt sind : ?. In
Silistria 15 000. in Rastichuck 18.000, in Schumla, 12,000 in
Widdin 22,000 in Varna 24,000, in der Tobrudsha 27 600
in· Tultscha⸗ 21,000 Mann. Der Resft liegt in verschiedenen
Drten zerstreut.

Chbarlestown, 9. Jan. Eian russisches Kriegeschiff
st hier angekommen. drei Amdere werden mit dem Großfürsten
dil ris erwartet. Zur Begiüßung des Grgßfürstn ist der russische
GBesaudte aus Washmgton dbeer eingetroffen.

New⸗Orlkeans, 9. Jan. Eine von dem deniokra nischen
Boav rneur befe hligie grotße, Angadl demokeatischer Milizen bemaäch
sigte fich heute früh des Just zgebaudes setzte demokratische Richter
ein und besetzte alle Polizeiburesux. Der republikanische Gouberneur
besitzt nur noch das Stagisgebaͤude. Blutbergießen hat bisher nicht
statigefunden, aber die Lage ist kritisch.

*
Wermischtes.
fSt. Ingbert, 10. Jan. Gestern Abend gegen halb 9
Uhr rief die Giocke die hiesige Bürgerschaft zur Feurrstätie. Es
zrannte in der Blieskasteler Straße bei dem pensionirten Schmelz
ibeiler Karrmonn. Der schuell herbei geeilten und energisch ein⸗
zreifenden Feuerwehr gelang es bei der gestern Adend herrschenden
Bindftille leicht, das Fener auf seinen Heerd zu bischranken und
xsselben bald Herrt zu werden. Nur der Dachstuhl hat ernstlichen
Schaden gelitten und das auf“ dem Speicher lagernde Heu und
Stroh ist verbrannt. Dieses wie die Mobilien sollen übrigens
giuclie erweise versichert sein. J
— 7St. Jobann, 8. Jaun. Wir sind in Stand
gescht, den Lesern die Mittheilung zu machen, daß. dem
dieser Tage zusammentretenden ˖Landtage eine Regierungs-
Vorlage zur Genehmigung der St. Ingberter ⸗Eisenbahn
zugehen wird. Dieselbe wird in den St. Johnnner Bahn⸗
hof · einmünden. Et. Joh. Voelksztg.)
rSt. Johann- 51 Jan. (St. J. Zta.) In dem be⸗
iachdarten Heusweiler wuͤrde in der Netujahrsnacht von ruchloser
Hand eine Dynamitpatrone an das Fundament des protestantischen
Gottekhauses gekegt und zur Explosion gebracht. wodurch die Außen⸗
vande bechadiat, ein großes Fenster des Goitesha ses sowe die
ines benachbarten Wohn häuseec, An *wel aent ———* lag,
urteũx inect wurdenWellder Notwwi dieser tut losen Thaft due
weiche nicht allein Gebäuchleiten, sondetn Menschenseden defanrdet
        <pb n="12" />
        und bedroht wurden, zu Grunde liegen, ist uns unbelannt, hoffen
und wünschen wollen wir aber. daß dem Thäter recht hald der ge⸗
dührende Lohn für sein Budenstück zu Theil werden möge.

pPirmasens, 8. Jan. Schon wieder haben wir eine
Schiehaffaire zu berichten, der ein Menschenleben zum Opfer fiel,
doch liegt diesmal augenscheinlich nur eine Fahrlaffigke t vor. Der
17jahrige Schuster Westerkamp theilt mit dem Gerbertagner Armen⸗
dinger von Erlenbrünn eine Schlafstätte in der Behaufung des
Wirthes Mich. Gatter. Als beide um Mitternacht angeirunken. im
desten E nbernehmen zu Beute gehen wollten, kcheinen sie sch noch
nit einem im Zimmer befindlichen, dem Wirthe gehdrigen, Gewehre
chaffen gemacht zu haben, ohne zu wifsen, daß dasselbe geladen
dar Das Gewehr ging los und die ftarke Satotlad ing riß dew
Armendinger die halde Kopfseite weg, so daß noch Fleischtheile an
die Zimmerdecke geschleudent wurd n. Der Getroffene war natuͤrlich
sofort eine Leiche. Der Thater ist verhaftet.

F Neustadt, 5. Jan. Der Wirth Landin dab'er aß cestern
Ubend Hasenbraten mit Brod, während er gleichzeitig sprach. Wahr⸗
cheinlich bekam er dabei Speise in die Lusirohte denn ploͤtzlich
neigle er sich auf die: Seite und erstidte troz aller angewandten
Becenmitiel.

fBertin, 7.: Jan. Noch im Laufe dieses Monats soll
mit der Außgabe der gegenwärtig in Prägung fich befindlichen
zoldenen Füufwarkstücke degonnen werden. Die Auspragund der
gleichwerihigen Silbermünzen wird seit einiger Zeit nur in ger ngem
Maßstabe und nur auf einem einzigen Munzorte des deutschen Reiches,
hamburg, fortgefeßzt. Dagegen werden immer mehr silbene Zwei⸗
markstüde geprägt, die, seitdem sie in Gebrauch sind, das Vorur⸗
heil das in manchen sereisen gegen sie destand, glänzend widerlegt
haben.

Falfsche Reichskassenscheüne zu 50 M., sind
in letzter Zeit im Berkehr aufgetaucht. Dieselten sind durch Litho⸗
grapzie hergestellt, während bei den achten Schrinen die Schaufeite
n Kupferstich, die Rüchseite in Buchdruck ausgeführt: ist. — Als
hauptfͤchliche Unterscheidungsmertmale werden angeführt: 1. die
Zeichnung ist kleiner als bei den aͤchten Scheinen und zwar beirägt
der Unterschied in der Höhe etwa 1 Miillimeter in der Breite eiwa
I.5 Millimeter; 2. der Adler in der rechten unteren Ede der
Schauseite hat einen dunke!n Unterkiejer. wäbrend derselbe bei den
achten Scheinen hell erscheint; 3. die Form des Herzscildes bei
den vier Ädlern ifl spitziger und schmaler als bei den ächten. welche
fich mehr der Kreisform nähern; 4. die Ausführung der schwe⸗
inden Figuren unzerscheidet sich hauptjächlich darin, daß bei den
ichten Scheinen die Linien und Punlte, welche wit dem Stichel
hergestellt siud, anschwellens und spitz auslaufen, während bei den
adgemachten die tadirten Lenien gleich stark erser einen; 5. die
Flügel beider Figuren sinn bei den fahschen Scheinen gleichmäßig
shattirt, waͤhrend bei den üchten Scheinen die einzelnen Federn

harfe Contouren haben; 6. der Gesichtßausdruck der rechten Figur
von dem der ächten Sche ne abweichend; 7. die Schrift der
Jeilen Fünfzig Mark erscheint dider als bei den achten
S-cheinen; 8. der Hintergrund der Strafandrohung ist bei den
ichten Scheinen duich fenkrechte Schrafftrung, dei den nachgemachten
urch einen glotten Ton gebeldet; 9. die Schrift“ der Strafan⸗
)rohung ist ungleich und enthält. viele feblerhafie Buastahen; 10.
die bei den üchten Scheinen mittelst mechanischer Vorrichtungen her⸗
zestellien guillochirien unnd pantographirten Muster stnd ber den
nischen mit der Hand gezeichnet. dieselden geben vaher nur im All-⸗
Jemeinen eine ähnliche Wirkung während beigenater Beirachtung
voslstaändig abweichende Figuren erscheinen...
Dorttmund, 83. Jan. Eine Scene, wie sie felbst en
unserer an Brutalitäten der Argsten Art gewöhoten Gegend —wohl
as unerböct zu bezeichnen ist, spielte fich gestern Abend in der
Fircuszasse ab. Ein dort wohnendes Ehepaar gerietd um diese
Zeit in einen heftigen Streit, der damit endete, daß der wüt hende
Hdann das Feuster seiner Wohnung,: die sich im dierten Stock be⸗
'and, öffnete, seine Frau ergriff, und sie zum Fenster hinzauswerfen
vollte. Es entspann sich ein fürchterlicher Kampf, in welchem sich
vie Frau sehr energisch zur Wehre fetzie, aber schließlich siegte der
Bluherich, und ein fürchterlicher Schre durchz tierte die Luft, die
Frau' lag unten im Hofe. Schwer verlez: wurde die Aermste in
3as Krankenhous geschafft; wo man an ihrem Auftommen weifelt.
während der Thäter sich in polizeilichen Gewahe sam befindet.
GWestf. Z.)
FParis, 4. Jan. Die leßten Stürme haben an der ut-
lantischen Küste große Verheerhungen und Verluste herdeigefübrt.
Die Deiche bei Louin und auf der Insel Noirmout ers in der Vendee
so wie hei PRont an der Mündung des Adoar find gebrochen und
das Meer hat große Strecken Cultur- und Weidelands überschwemmt.

Dienstesnachrichten.

Der dermalige Elaßverweser an der Lateinschule zu Franken⸗
hal, Ad. Georgi worde zum Studienlehrer an der Lateinschule
Hlieslastel, der Claßverw⸗set August Marx zu Landflehl zum
Studienledret on der Lateinschule zu Landstuhl! ernannt und dem⸗
elben die Funktion des Subrektors dieser Anftalt übertragen.
Der Clazverweser am Ludwigs Gyennasium in München, Ferd.
Flessa, sowie der Claßperweser an der Studienanstalt zu Bayreuth,
Jos. Fint warden zu Siud enlehrern an der ijolirten Lateinschule
zu Landstuhl ernanm.

Der Notar Jul. Clundt in Kandel wurde nach Obermoschel,
der Potar Karl Pfülf in Wolistein nach Waldmohr, beide ihren
Ansuchen enffprechend, in gleicher Eigenschaft nersetzt·
gZur die Redaction verantwortlich: F. X. Deme ß.

FreiwilligeFeuerwehr
St. Ingbert.

Am Donnerstag, den 18. ds. Mi.
bends 6 ühr im Lotale des Wirthes Joh.
eyer (großer Flur)

General-Versammlung.
Tages⸗Ordnung:

8

Frische weiße — 271 Frisch gewässerte
Bierhefe Sto—νν
der Bierb i St. Und taalich zu haben bei
In Dd. Pier rauerei St B83. G.

—

Schöner Streusand
den Korb zu 83 Pj. hat zu ver⸗
kaufen

P. J. Uhl, Bacer
im Ort.

————
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1. Neuwahl;
2. Rechnus gsublage.
Dor Veraltungasrath.

Rrauken Ieder Art kann aue,
voller Vebergeugun die Anwen
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deschriebenen Seilverfahren⸗ em⸗
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delch Legtere au an
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deraut prα u. fraucs ur
Nrufuna versen

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Iysorato

An der Wirthschaft vnn Adolf
J —A—
Jung zu verkaufen:
1 Schrank, 1.Beittlade, l
Wanduhr, einige Bilder ꝛc.

9
jür die in der Pfalz erscheinenden Blätter als Dürkheimer
Unzeiger, Eilbote (Landau) Frankenthaler Wochen⸗
blatt Gegenwart (Edenkoben) Kaiserslauterer Zei—⸗
tung, Landauer Anzeiger Ludwigshafener Tage⸗
biatt, Neuftadter Zeitung, Pfälzischer Kurier,
Pfalzer Volkszeitung (Kaiser slautern), Pirmasenser
Anzeiger, Speierer Zeitung, Zweibrücker Zeitung
id Wormser Zeitung werden zu Orizinalpreiser besorgt
bon der
Erpedition des St. Ingberter Anzeiger.
Ebenso besorgen die Expeditionen genannter Blättet Inserate

Die
Buch- unch- Stein-
deucherei

Frank furter Börse
vom 8. Jan. 1877.

Geldsxorien. M. Ig.
pPistolen, doppelto.. — - 6.
Pistolen..... -—- 6.
Iqllan. 1d. A. Stücke. — - 6.
sRanddukaten... 960- 65
20- Frankenstüeke.. 1620-24
Inglischo Sovereigns. 2033-38
Russischo Imperials. i⸗ 70- 75
Dollars in Gold. 1416-19

ron
F. X. DEBEMRETI
»ꝛmpfiehlt sieh zur eleganten An.
fertigung aller in dieses Fach
ꝛinschlagenden Arbeiten, als
usecluael, Oirculcirs, Visit
ertobungo- u. Adress-
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ntnpen u. s. 10. t. .

für den F
St. Ingberter Anzeiger
Driginal⸗Preisen ohne weitere Vergutung.
Fedalion Ttud und Verlag von F. X. Demet in St Ingbert.
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8 8323 43888 3837 3
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8 38337 25*8 258 3338 333 4e
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5853 — 58 * 395 85 82 55358 5ñ7 5 E — —7—32
F 5253357 —— 5555 — 8 — —— * 8 —
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222 S — 28232 322*7 533—8*8 5* 5533 J
3 ——— A— 228 235235 — 3385 EcE* ————
3222 253323 5 ——
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15* 7155 5 82 28 — — — 25** 523 87 322
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88338 5 *7 — — —328 — — 82* 38 52
7 5555 233 — 3885555——6832 5235 ——— 557 583
58 3323 63 33— 3 —
2s338553 7 3223
233575378 — ———— —* ——— 33332 532325353
625 53832 25972 35536 58 53 63887 — 5823838
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4923 33—3333 — 8
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3333—3 — —335333334585533 17533 333 ém— 55* 222 28
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3333—37 3535 35383 5
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57*23283, 358522 3285327— 335 22235722 — 32356235
8 —533255 225 2225 733333—3823582 — 2582* 58553
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5533 738 375523—5 8378 2352838 A 35323*8* 33*
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353385 33 252355235 27 57724 23385 —535 57
52232 2 33 —XAMVV a —— 2528 ———— 2 2 8 —
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—— * — — 28 2 2 J8253 5 233 — 532— p * 2
— 23 2 —A 22 23 —— — 52 22 —2— AAÆAMS 5 2 —
7 212 55352 832 2335 2533 *—2353 7 A —
3 57 — 2 2 * 5 4 — ——— 52332 2135 — ————— —3—
2355655 — 327 —— 58 838 2 232 —— —— 2353 2.2
33332 5 ss 223833 2873

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8 — 24 573 9 32322 —⸗— 22 * —— 5—z 2534
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* 22 — — 28 3 522322 58 38
z2323233 2 228 8 287 8 55523 5*2382 — 35 2
2355 — * 2 5 5 — —3— 7 — * 52858 s— 27
32334 2 32 385385 25 37223* 7* 5338 — 8 3
22 — 22* — 2 — 32 5 3 2 —
2283 2555 25527
2522 5 52 * 52252— 2 — — ——— —

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2 32528 2172322532

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2* 2*7 25 0 F 55 7E3 * 7* 22 8 8* J
* 282 — 258 22 —3 7 —— ———
7 —44 —3 22
—725. 2 3 2255
1 — — — 58 *22722 53
82 25382 532288 — 77 —*
— *53 —823*5. 2NBrꝛ — 2* —— 2
*1233 *23 * 2*5F —8588 7
.2 3 3 33 —5
3 — 33 387
— ———— 2 52 22.3 —73
332 3 583333575— 47
7* 53225* 33 33 —335223

573 723553523

* —52

. 1 22 2 24
22— —2 23
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——— 25 *22 222

— — ——

* E 5 2 8

*7* 2 75
5528—553
— — 255
— 5.
————
—22 2
2833
25 — — 837 —
xꝛ2— *
528* 2227 2* *275
790 75 — 2 2. 2
—23353582 3
2 3 2

* i 7 — 222 7 —3

* 858
— 853 5 322*
558 „32357

125 2— 2* 8x
58 28
2.3 22 — 53
83
23 7 53 2.,53
23 2335—5

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2 *78 57583 —4
71
533 ———
3353 353
. 7 —2. 2 2 6 7· T 2— 2
* * — 82 2 62 2
—
—
233*53 2553*322
2355 73*
——3 *ẽà— 533333
— 235 5 5 8 322
323* 822 * IT. S— 2
3 288 95 * 3 35 —
2423 38 43
55838 53523
. — 3333382
253 723 5* .1 5523z327 53
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3233388 2333*
5333 233223
253328—33 23838
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23855233 532323
22 — 3
2523585 5—5—2338

***
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225387 —82
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J 22 533 52223. 2 25.* — *5 — *8
* — 7 2 * —8* 3323853
25 238 33 337335325* —
42 2335 —F 2 *
* 35—83823833 3338
*2* FS 523 25 — 8*
— 22 —— 3 *7 —
* 53 ——— 22333
25* — 555
mB552 235572 38*352 222
23 5337565 333838 2838772
—3333538333 2328 —
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—— 223 17723778 —F
25 358233333 23 228—25
32333 32435 —
8 ——— 23 28 235 28 *
222 *7 * 52235
3258 5 322223322 55*
—— An 72 25
223 — 3 4 —— 355
33233352235 335352
—— * — 253533 5225
*X 2 575* 2* 7. *2
52382 23B2227
25323 2535

*
*

—2 225 ——— *. —F *
89 22338 82
S8 2. 5 7338. 353835 858 *
355 333 76553338 22262 25 29
522 2 * —— * 53232323*
* —3 —» * 2258 3 ⁊ — 25 258
2255 4 8
*— 223
2*532 23535325 2323 5533 —F F
58 83 25—3323 8 2238 2 2
—5722225 — F
— 523 *223 5322337 *3 S 526 2* 53 —
3 — — 2 75 3 — — — 53
3233 262 *53*25 *233 7 522 *
— 8 87 2223.
2588 5537 *
55 —7* — — *.2 * F F
* 33533838 378 —— —
23232 —A 383 8.. 5
— S qᷓ *88 — 37* z5
255 23 5*32 7 32 55
2 223* 58 88
35238 *533 5
— 5238 * 3 —*
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383533438*
13232358 38.8 g
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** — 22 22588
* 2 2323 5—8325*
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75422 ***832 — —— —
2383335 5558 5 *333323*
—2 —34 * 2. J
233*3 — — I 5
— 2335
257 22—32 33838283 25328
2 2. * — . — — 28522*
2. 2 ** 222 85 * 3 553
253 322* 23 3655533285
— — —533373
8 252 2. —A —
2 223*3
3328 ——
273 533 3 23355832
3* 35238*3—23* *3
——
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2333325 — 25252 2528
8 2.3 55385—333 ——52
2 2· — 232 .2
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333 7 38
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        St. Ingberler Anzeiger.

— —

— — ——— —
Dder St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Ve

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

act 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfa. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
A G. J— Samstaa, den 13. Jannar

I187.

—
Wahlresultate
(vis jetzt bekannt.)
Wahlbezirk Zweibrücken Pirmasens.
für Schmidt fur Becker für Freud enberg
3368 Stim nen. 6320 Stimmen. 448 Stimmen.
Wahlbezirk Homburg Kusel.
für Buhl Horn Medicus Richter
1608 893 49 1
Wahlbezirk Landau Neustadt.

Jordan Viöhl Sartorius Herf Dreesbach
3825 1511 132 20 22
Wahlbezirk Bergzabern:Germersheim.
Bolizn, Kuhn. Medicus
8194 4794 244
Wahlbezirk Frankenthal⸗Speyer.

Groß Horn Dreesbach Bachmaher

7201 3010 1693 240
Wahlbezirk Kaiserslautern-Kirchheimbolanden.
Zinn Richter Dahl Gienanth

6231 St. 152 1937 859
Deutsches Reich.

Berlin, 9. Jan. In Hinsicht auf die Wahlen zum Deutschen
Reichstage bringt die hesige Bürgerzeitung folgende Daten in Er—
nnerung. Bek untlich wird auf duirchschnittlich; 100,000 Seelen
ein Abgeordneter zum Reichstage gewählt. Bei der letzten Reichs—
agswahl war das Deutsche Reich in 397 Wahikreise (ohne Elsaß-
Lothrirgen in 382) getheilt, von denen jeder einen Abgeordneten
n den Reichstag entsandt hat. Auf einen Wahlkreis kamen im
Durchschaitt 103 300 Einwohner und darunter im Mittel 21,470
oder 20800 wahlberechtigte Wähler. Bei der vorigen Wahl war
das Reich in 49, 278 Wahlbezerke getheilt, auf einen Wadhlkreis
amen im Durchschnitt 832 Einwohner und 173 Wabhlberechtigte.
Die wahlderechtigten Wähler bezifferten sich auf 8,523,446 Per⸗
onen, melche zusammen 5,223, 864 Stimmzettel abgaben. Von
den giltigen Stimmen sind auf Kandidaten folgender Parteistellung
Jesallen: konseroativ 359,959, deutsche Reichspartei 375,528,
iberale Reich?sparten 53, 853, natiopal-liberale 1,542, 501, Fort-
chrittspartei 447,5339, Vodkspartei 21,739, Soꝛialdemokraten
351,952, Centrum 1,568,320, Partitutaristen 137, 757, Polen
198, 442, Protestpartei 86,3502, unbestimmt 46,318. In 47 Wahl⸗
reisen waren engere Wahlen, in 6 Wahlkreisen Nachwahlen nöthig.

Berlhin, 9. Jan. Im Zusammenhang mit dem Etatsge-
etz sollen in der nächsten Reichsta ssession die Gesetzentwürfe, be⸗
reffend den Rochnungshof und die Einnahnen und Ausgaben des
steiches zur Vorlage kommen.

Berlin. Scit einigen Tagen soll hier im strengsten In⸗
»ognito eine hohe russische Prsönlichkeit weilen, deren Besuch in
Zusammenhang mit deun nächsten Eventualitäten der Orientkrisis
teht. Dies wird namentlich von jenen nicht bezweifelt, welche
nit den inneren Vorgängen an unserem Hofe vertraut sind. Aeußer ⸗
ich ist es aufgefallen, daß der Czar sich bei der militärischen
Jubelfeier des deutschen Kaisers nicht persönlich, wie sonst wohl
oͤblich, vertreten ließ, und daß auch jene russischen Regimenter,
deren Chef Kaiser W'lhelm ist, keine Diputation hergesandt haben.
Wir glauben nicht fehl zu gehen, wenn wit annehmen, daß betreffs
dieser Repräsentationen an der Jubelfeier sowohl von Petersburg
als von Wien Ansragen hierher getichtet worden sind und daß man
ich begnügt haben mag, auf die Hoffestivität als eine solche zu
»euten, füt deren cer moniellen Charakter die Anwesenheit des
Votsckaiters oe ügen würde“

Auch wer schließen uns dieser Auffassunz an. Jedenfalls h'eße
3 die Natur des Verhältnisses der beiden Kaiser schwer verkennen,
venn man annehmen wollte, daß irgend eine Verstiwmung das
lusbleiben offizieller Gratulationen zur Folge gehabt hätie. Die

Freundschaft der Kaiser Wilhelm und Alexander ist über derlei
Unterstellungen „thurmhoch“ erhaben. (Berl. Tagbl.)
Ausland.

B'nnen einigen Tagen trifft in London eine chinesische
Gefandschaft ein, um daselbst ihren standigen Aufenthalt zu nehmen;
es wird dieses die erste Gesandtschaft sein, welche der Hof von
Peking an einem ouswärtigen Hofe unterhält. Die Gesandischaft
besteht, wie die auswärtigen Blaäter melden, aus den zwei Man⸗
darinen Kwoh sung tau und Liu Si-hung; Erflerer ist 60 Jahre
alt und genießt in stinem Vaterlande den Ruf eines Gelehrten.
Nichtsdestoweniger ist ee auch im Waffenhandwerk sehr erfahren
und kämpfte er schon 1859 in Tien⸗tsin unser dem Prinzen Sang⸗
olisin gegen die Engländer. Sein College ist ein großer Rechts⸗
ehrer uad hat in seiner Heimath schon mehrere Richterposten be⸗
leidet. Als Attaches wurden dieser Gesandtschaft die 2 Zöglinge
der Sprachen Akademie in Peking, Feng ei und Te⸗ming, beigegeben.
Der Gehoalt dieser Gesandten ist, den erwähnten Blättern zufolge,
in sehr kärglich bemessener, und obwohl sie doch die Person des
Sohnes des Himmels zu vertreten hahen, so wünscht dieser nicht,
daß seine Repräsentanten auf Kosten der irdischen Güter seiner
Unterthanen ein lupuriöses Leben führen.

Konstantinopel, 10. Jan. Abends. Der Minister⸗
⸗ath hat heute bezüglich des Vorgehens in der auf morgen an⸗
beraumten Conferenzsitzan; Beschluß gefaßt. Der neue von der
»ürkischen Reg'erung vorzulegende Entwurf ist noch nicht bekannt.
Mag derselbe nun annehmbar sein oder nicht, jedenfalls scheint
s gewiß, daß morgen die Diskussion in der Conferenz fortgesetzt
vird.

Die russischen Freiwilligen in Serbien weigerten sich, ferner
)en Befehlen des secbischen Kriegsministeriums zu gehorchen. Sie
daben dem Divisionsbefehl des Generallieutenants Nikitin, eines
ussischen Generals, welcher naturgemäß und gesetzlich die russischen
Frewill'gen dem serbischen Kriegsminisierium unlerstellte, die Aner⸗
ennung veeweigert, den militärischen Gehorsam gekündigt; sie sind
och weiter gegangen: das vierte Bataillon Freiwilliger marschirte
yor dem fürstlichen Könak vuf und verlangte vom Fürsten seine
Fohne, um nach Rußland zurückzugehen. Fürst Milan verweigerte
zie Herausgabe, weil der Kr'egsminister abwesend sei. Der junge
S„prosse des alten tapferen serbischen Fürstengeschlethts hätte einen
esseren und mannhafteten Grund vorbringen können. Am Nach—
nittage des 3. Januar versammelten sich sämmtliche russische Frei-
villige und beschlossen, daß die Russen in drei Tagen in taktischer
Ordnung nach der Heimath, abziehen sollen, wenn sie nicht ein selbst⸗
tändi es russisches Commando wie disher behalten. Die Russen
haben das Wort gehalten, und sie sind bereits meist auf der Heim⸗
reise begriffen. Die serbische Bevölkerung werd froh sein, die ruf⸗
sischen Gäste vom Halse zu bekommen.

Petersbuts, 10, Jan. Aus guter Quelle verlautet,
daß, wenn morgen die Piorte den Vorschlägen der Mächte nicht
ustimmt, die Vertreter der Mächte sofott Konstantinopel verlassen
werden.

New-Orleans, 10. Jan., Abinds. Der Oberbefehls⸗
daber der hier stationirten Bundestruppen ist durch Depesche des
criegsministers augewiesen worden, die um den Staatspalast zu⸗
ammengerotteten Volksmassen zu zerstreuen. Bisher ist die Ruhe
noch nicht gestört, nachdem die dewokratischen Milizen die Straßen
zesaubert haben. Beide Legislaturen, die republikanische, sowohl
wie die demokratische haben Mitglieder für den Bundessenat gewählt.

New-York, 10. Jan. Im gestrigen Ministerraihe wurde
beschlossen, den Oberbefehl? haber der Bundestruppen in Newe Orleans
anzuweisen, daß er die Ordnung aufrechterdalte, ohne seine beiden
pialifirenden Gouverneure anzu-rkennen. Das Staatsgebäude, in
— sich der republikan'sche Gouverneur und die repubekanische
Legislatur befinden, ist durch demokratische Milizen blokirt.

ABöMWMM
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        Rermischtes.

F Landau, 9. Jan Auf nachsten Montag ist vom Bürget-
weisseramt ene Gemeindeversammlung e nberufen, um über Aufnahu-
eines Anlehens von 120,000 M. zur Herstellung zweier Exerzier.
plätze zu beschließen.

FDegendorf, b. Jan. Vorgestern Nachmittag er⸗
eignete sich in der Schmiede oberhalb Maxhofen auf der Rujseler
Straße ein großes Unglück. Der Knecht eines hiesigen Metgers
brachte einen Sack in die Schmiede mit dem Bedeuten, daß der⸗
selbe sogleich werde abgeholt werden, ohne jedoch beizusezen, daß
der Sack mit Pulber gefüllt sei. Während des Schmiedens fiel
ein Funke auf den Sack und verursachte eine furchtbare Erplosion.
Der Schmied, sein Vetter und ein Wegmacher, der lein Werkzeuq
sum Scäärfen gebracht hatte, wurden jämmerlich zugecichtet, das
daus bis zum Dache ruinirt. Für das Leben der Verunglückten
sell doch nicht zu fürchten sein.

pWür purg,7. Jan. Gessern Abend balb 10 Ubr
wurde der Wachtposten am oberen Mainquai von einem zucr Zeit
voch Unbekannten insultirt, mehhrmals mit einem Stock über den
opf geschlazen und in dier Hand gebissen, worauf der Posten
Feuer gab. Der Schuß ging dem Angpreifer durch den Kopf, jo
daß derselbe augenblicklich todt war. (B. Tagbl.)

p Manchen, 4. Jan. (Pf. K. Das Miluarbezirksgericht
Maͤnchen verurtheilie gesiern in einer den ganzen Tag in Anspruch
nehmenden Verhandlung den Kanonier des 1. Feld⸗ Artillerie Regi⸗
ments Abraham Hutter von Rosenheim wegen Fahnenflucht und
8 Verbrechen des Diebstahls zu 9 Jahren Zuchthaus, wovon 6
Monate Untersuchungshaft abgehen. Dieser Mann lasg schon 8
Jahre gefesselt in seinetr Zelle, nachdenn er aus dem Gefängnisse
Im Karlsthore verschiedene Ausbeuchsversuche zemacht und einmol,
Jämlich im Jabre 1873, wirtlich entlommen war. Er begad sich
in die Schweiz und wußt dort flott zu leben. da er. ganz abgesehen
don Dem, was nicht bekannt wurde, in einem Jahre Deebstäthle
im Werthe von 4040 Francs verübte. Von der Schweiz wandtie
er sich wieder seiner Heimatz zu und im März v. J. wurde er in
Rofenheim aufgegriffen. Im Gefängniß wußte er sich durch den
Schieber an der Thür zu zwangen und im Kamin 36 Siuuden
zu verbergen; da er aber hinaufkletterie und beim Dach heraus⸗
schaute, so wurde man auf ihn aufmerksam. In der Z lle, in die
er nun gebracht wurde, bohrte er mit dem eisernen Kleiderrechen
tin Loch in den oberen Zimmerboden, stieg auf's Dach und wollle
am Blitzableiter herunter, wurde aber vom Posten aufgehalten. Er
hat am Schluß der Verhandlung um eine „Kugel vor den Kopf.“
Der Präsident ermahnte ihn, sich zu bessern und Muth zu fass⸗v.

München. Wie das neue Adreßbuch von eünchen pro 1876
ausweist, ist aenannte Haupt- und Residenzstadt von 193.024 Seeien
hewohnt, in 18 Polizeibezirke und 251 Diftrikte eingetheilt, 7482
Bebäude stehen an 453 Siraßen und 39 öffentlichen Plätzen,
letztere sind mit 24 monumenialen Standdeldern geschmückt. 3.x
Erholung dienen 10 öffentliche Anlagen mit 9 Fontainen; in 6
Friedhöfen werden Beerdiggungen vorgenommen. Die Siadt zählt
31 Kirchen (27 katholische, 2 protestautisthe, hiervon 1 im Bau
—V— 6 Thore, 3 t.
Thealer,, 3 Privattheater, 9 sKlöster, 6 Kasernen und 14 Pa äste,
Die Wissenschast, Bildung und Erziehung ist repräsentirt: durch 4
Atademie, 2 Höochschulen, 1 Generalkonservatorium, 1 Hof- und
Staatsbibliorhek, 4 Gymnasien, 1 Centralturnlehrerbildungsanstait.
JEentralthierarzueischule, 1 Mufitjchule, 1 Kreisgewerbschule, 1
Baugewertschule, 1 Hebammenschule, 1 Industriesch le, 6 höhere
Erziehuugsanstalten. 17 Volksschulen, die Kunst durch 1 Akademie,
Tentralgemälde Direktion 1 Erzgießerei, und 8 öffentliche Museen
und Sammlungen; 7 Gerichtsbehörden sprechen Recht, 43 Advokaten,
15 Notate, 17 Gerichtsvollziehet vermittein dasselbe, 1 Sqharf⸗
richtee, 1 Zuchthaus und 4 Gefängnisse vollziehen die Sirafen.
Für die le deade Menscthet sorgen 1 Kressirtenanstalte, 8 große
Krankenhaͤnser, 1 homdopathisches Spital, 5 Heilanstalten, 3 Natur⸗
heilanstalten und 1 Rebonvaleszentenanstalt, 6 amiliche und 172
prattische Csprlärzte (gegen das Vorjahrr gleich geblieben), 50 Civil⸗
praxis ausübende Mulitärärzte, 8 Chirurgen, 13 Zahnärzie und
27 Cibil⸗ und Militärthierärzte, 20 Fahntechniker, 8 Bader alterer
Ordnung, 75 Badereibesitzer, 14 Badanstalten, 9 Hühneraugen⸗
Operateure, 76 Hebammen, 27 Apotheken besorgen die ärztlichen
Anordnungen, 4 weibliche Oiden, ein weltlicher (vayerischer)
Frauenverein, 11 Krankemvärter und 20 Krankenwärterinnen sind
n der Kranlenpflege thätig; mit den Todten beschäftigen sich 14
Beschauer und ebensodiele Leichenfrauen. Für die Armuth wirken
IArmenpflegschafisrath, 18 Bezitkepflegkommissionen, 18 Armen⸗
urziet, 2 frenwill ge Vereine für Armeupflege, 9 Wohltdätigkeits⸗
beteine, 11 Armendäuser, 2 städtische Leihhäuser, 1 Haus für
Obdachlose, 4 Suppenaustalten und noch viele andere mwohlthätige
Stifungen. Fur den Geldverlehr sorgen: 1 Bösse, 10 Baulen
und' 60 Banquiers, für Versicherung: 22 Feuer⸗, 89 Lebens⸗, 9
Tiansporto, 9 Veth⸗ und Feldfrüchtes. 2 für zerdrechliche Geräth⸗

chaften, außerdem noch 7 andere Anstalten; Agenturen-, Kommifsior en
Incasso? und Speditionsgeschäfte bestehen 32. Ten Fremden dienen
36 Gasthsfe (Hotels) zur Unterkunft, für leibliche Stärkung sind
dedacht: 35 Garköche, Charcutiers und Schweinmetzger, 99 Gast⸗
pirthe, 228 Schänkwirthe, 21 Bierbräuer, 44 Cafetiers und 55
Weinhändler und Weinwirthe. Ausgegeben werden 71 Zeitschriften,
vobon 27 politische ind, welche aus 32 Buchdruckereien hervor⸗
zehen. Zur Unteihaltung und Förderung bestimmier Zwecke sind
150 Vereine bierselbst gegründet.
fManheim, 10. Jan. Heute Morgen halb 6 Uhr ließ
iich ein Soldat des hiesigen Infanterieregiments an der Rieinbrücke
jon dem Erfenbabnzuf überfahren, dem Unglüdl'chen wurde der
Kopf von Rumpfe getrenunt. (Vh. Anz)
p'AQfQsun, 9. Jan. Die vollendeten Thürme des Kölner
Domes werden die höchsten Gebäude der Weit, und zwar 151 Meter
soch sein. Bis jetzt hat diesen Ruhm der St. Nilolai:Thurm im
dainburg gehabt. Derfelbe mißt, lau Augabe der Deutschen Bau⸗
eitung in Berlin, 144.20 Vieter. Die St. Peters Kuppet in
Rom hat eine Höhe von 143,80 Meter. Daunn fsolat der Thurm
es Strabburaer Münsters mit 142.10, die Cheops Pyramide bei
Rizeh in Aegypien mit 137, der Stephansihurm in Wien mit
136,70 und der Martinsthurm in Landshut mit 18220.

x Die Passagiere des am 80. Dez. Abends 1122 Uhr von
gerlin nach Sieitin abgefahrenen Schnellzuges besanden sich unter⸗
vegs in der außersten Lebensgejahr. Ein Passagier zwe ter Klasfe
heilt im Stectiner Gen. ⸗Auz. darüber Folgendes mit: Der Zug
atte bereits Bernau erreicht, als wir, dee wit unserer Zwei ein
Foupe gleich dinter dem Postwagen benutzten, einige empfindliche
3 öße wahrnahmen, dies wir aber weniger beachteten. Erst wach
er Abfahrt des Zuges von Neustadt wurden wir durch erneuerte
seft ge Stöße aus dem Schlafe erweckt, in Folge deren wir von
en Sitzen heruntergeschleudert wurden. Der Wagen machte Be—
pegungen als ob er sich um seine Achse drehen wollte, unser
Sitz ging derunter, die Lampe des Coupes war erloschen, die Fen—
ter zertrummert und wir wurden mit den im Coupe untergebrachten
damdaepadstücken wie Bälle umhergeworfen. Ein Signal siten war
inmöglich, da keiner von uns nach dem Signalfahnen zu gelangen
ermochte, üderdies die Dunkelbeit es verhindert haben würde und
zie zu solchem Zweck an der Decke des Waggons angebrächte elel⸗
rische Batterte sich im Unstande befund. Jeden Augenblick den
zusjammenbruch des Warens und damit alle Schrecken des Todes
rwarsend, bemerkten wir endlich, diß die Glasthür des Schaffner⸗
itzes herabaeschleudert wurde nnd der Schaffner (Wendt) im Herun⸗
erstüczen von seinem Sitz die Signalisirleine ergriffen hatte, welche
r, an dem Waggon hängend, in Bewegung brachte, so daß endlch
er Zug zum Hatten kam. Es ergab sih nun, daß unser Waggon
ereiis alle Räder verloren und sämmtliche drei Abdsen aecbrochen,
daß dieser mit den anderen Wagen nur noch mittels der Kuppel⸗
etle zusammenhing und zwes der hitteren Wagen entgleist waren,
er gaze Zag nur 6 Zoll von einem 40 Fuß tiefen Abhange
»utferat war und jeden Aug'nblick in die Tiefe hälte herabstürz⸗n
nüssen, wenn nicht so unerwartet Rettung gekommen wäre, die
ver nuu der Geisteszgegenwart des genannsen Schaffnets zu ver—
»anken glauben. Tas eine der verlorenen Räder des Wagens
var etwantwusend Schritte von der Unglücksstätte an einer Wärter⸗
zude vorü:ergeflogen. Off ubar ist das Unglück durch einen zer⸗
prunaenen schadhaften Radreifen verurfacht, dessen Fehl rhaft gleit
heisder Revision vor der Abfahrt des Zuges unbemeilt geblieben,
Nach 212 stüudigem Aufenthalt konnten wir endlich in einem Pad
pagea die unglückliche Resse fortsetzen.

F Danzig, 8. Jan. Das Ungluck in den Nogatniede⸗
ungen wird täzlich größer uüd das schlimmste steht uns vielleicht
urch den gegenwärtigen E:sgang noch unmittelbar bevor. Das
Wasser ist in den lezien Tagen in dem ganzen übersa weinmten
Hebiet wieder bedeutend gestiegen. Die Auswanderung der Be⸗
vohner aus den überschwemsnten Bezirken nimmt täͤglich zu, und
f5lbing würde bald nicht wehr Räume genug haben, wenn micht
‚on den Laudbewohnern erfreulich viele Offerten zr Aufnahme
„er Unglücklichen einliefen. Sehr traurig sind die Zustände in dem
dirchdorfe Zher, das das Zel der ersten Ueberschwemmung war.
Die halb eingestürtten von den Bewodhnern verlossenen Häusern
ieten nach der „Altpr. Ztg.“ einen trostlosen Anblick dar, aus
den noch einigermaßen erhaltenen und dater auch dewohnten Ge⸗
äuden schauen jammervoll krank aussehende Menschengestalten durch
die Bodenluken und weinen ihr Elend in die sie umgebende Wasser⸗
und Eiswüste hmaus. Sohle das Eis der Nogat so weit unter⸗
helb des Bruches gegen Zeyer stehen ble ben, daß es durch den—
elben cehen muß, so treidt der Strom und sämmihsches Eis durch
zas Dorf und die unterhalbe esegenen BKrüche wieder in die Nogat
ind sammtliche Gebäude sind dann in Gefahr, ganz oder theil⸗
beise zerstörr zu werden. Es macht namuch bei Zeyer die Nogat
ine Bucht und fiad obethalb und unterhald des Dorfes mehrere
Durchbrüche. Aehnlich. wenn auch vielleigt etwas werniger ent—
        <pb n="17" />
        satzlich, sad anch d'e Zustände in Fischerskampe, Terranoba und
Bollwerk. u
1 Der israelitische Tempel in der Rombachgasse zu Pest
war am Sonatag Nachmiutag gegen halb 3 Uhr der Schauplatz
einer dramatischen Stiene. Es war nämlich für diese Zeit die
Trauung des Schuhmachers M. D. mit einem Pester Vlädchen an—
gefagt, und um die ven'm te Stunde waren auch Braut und
Bräutigam, die nothwendigen Funktionäre und eine zahlreiche
Schaar von festlich geschmückten Hoch zeitsgästen erschtenen. Der
Rabbiner staud dereit ind hatte die Trauungsceremonie schon be—
zounen, als sich plötzlich ein Weib gewaltsam einen Weg durch
die Metzge vrach. „Hatt ein, Rabbi!“ schrie sie, „er ist meiß
Mann, erst niuß er sich von mie stheiden “ Sie stürzte zum
Allar, ritz der Braut den Schleier vom Haupte und wiederholte
ichreie ad, hie Trauung dürfe nicht yolljogen werden, der Bräutigam
jei ihr Mann, der sie vor neun Jabren geheitathet habe, aus dessen
Ehe mit ihr 6 Keader entsprossen wä sen, die hun a todt sesen,
und der sie vor vier Jahren ireutoe verlassen.“ Dem Tempeldiener,
welcher die Frau aus dem Tempel weisen wollte, hielt das rosende
Gerb ein Messer eatgegen und drohte, ihm dies in den Leib zu
reunen. Stunmm und bleich stand der Bräutigam, in Thiänen
aufgelöst dee Braul' da.. Der Rabbi unterdrach jeine Funttion,
und bestürzt perließen de Hoc zeinsgäste den Tempel.
fBeru. Der Russin' Dobrowolstae ist endlic. von den

Aerzten definitiv das Zeugnitßß „zeitweis irrsinrig“ zu sein ausge—
jtellt worden, worarf die gegen site wegen das von ihr auf dn
Fürsten Gortschakoff, den hiesigen russifchen Gesandteun, be jaugenen
Allentats eingeleitete Untersuchung fallen gelassin wurde. Die Un—
glückliche wird auf rufssisch⸗ Kostin von hiet in Begleitung zwerer
Wächter nach Kasan in eine Irrenanstalt gebracht werden. Die
hiesizen Untersuchungskosten wird der Kanton Bern tragen.

Dem „Gaulois“ wird aus Madrind gemendit, daß in
der Nacht vom 25. auf deu 26. Dezember v. J. in der Wohnung
der Grasin Monntijo, der Mutter dur ataiserin Eugene, af
dem Platze Comte Miranda ein bedeutender Diebstahl verübt
worden ist. Die Diebve drangen durch den Abzugskanal ein und
jpre aten eine Casse. Man schäzt den Werth der geraubten Summe
auf 11,000 Duros (22,000 fl.)

T (Wochentliche Arbe't in Birmeing ham in England. In
obiger Siadt werden in jeder Woche ber gewöhnlichem Geschäfts
zange vproduzirt: 14 Millionen Siahlfedern, 6 Tausend Bettladen,
7 Tausend Kanonen, 380 Millionen Maschinenufügel, 100 Millionen
Znöbpfe, 1 Tansend Sattel, 5 Millionen Kupfer⸗ und Bronze-
Münzen, 20 Paare Brillen, 120 Etr. Papierteichwaaren, für'6
Dunderttausend Juwelen, 1 Tausend deutsche Meilen Eisen- und
Stabldrabt, 200 Ctr. Stednadeln, 100 Cir. Haarnadeln, Haften
und Schlicken, 130 Tauseno Groß Holjischrauben, 10 Taujend Cir.
Syrauben mit Muttern und Nieten, Tausend Centner schmiedeiserne
Chamiere, 90 deutsche Meilen Wachskerzen, 800 Ctr. feines Roh⸗
7000 Mark

ue Motio: Ihr habie
das Gute so nahe!“
Spitzwegerioh
daft
allererst seit 1871 geprüft,
allerhöchst sanctionirt; rühm⸗
üchst bekannt, sicheres, über
allen Zweifel erhabenes, ge
wiß auch dankbares Miitte!
egen Brust⸗ Hals und
kungenleiden, Bron—
chial · Verschleimung
Husten Catarrh ꝛe. ꝛc.
Die Resultate sind über⸗
caschend.
Pit Getrauchsanweisung
a Flacon 50 Pfg. 1M.
und 1 Mart 50 Pfa, in
St. Inabert dei Joh.
zriedrich aud in der
Fabrik von Pauul Halin,
Dettelbach a. A. bei
WMüribura.

zegen ersie Hypothek auf ein Im⸗
möbel in hiesiger Stadt im drei—
fachen Werthe von einem prompten
Zinszahler gesucht.

Directe Offerten unter Chiffre
X 59 nimmt die Erp. d. Bl.
entgegen.

Vernittler verbeten.

Rheinischer
Trauben-Brust⸗
Honig
aus Mainz
524157 unter Garan⸗
allein ächt 23
d. Zicenheimer in Mainz
dem gerichtlich anerkannten
ersten Fabrikanzen und E fin—⸗
der des Trauben-Bruste
Honias. Zu haben in 8
Flaschenfüllun⸗
EA⸗A gen mit nedi—
8 gem Fabrikstem⸗
3 Fpbel uf dem
Aign Kaopselverschluß
να in St. Ingbert!
bei J. Friedrich

Frische weiße
Bierhefe
n der Bierbrauerei St.
JIngbert.

“

F9

eisen, 800 Cir deutsches Silber oder Nensilber, Täufend Iten
Feuergitter, 314 Tausend Blasebalge, 16 Tausend Eit. Messing
und Kupferwaaren, nebst verschiedenen andern Artikeln, welche in
alle Weltcegenden verschickt werden. (Ingenieur.)

Einem Telegtamm der „Frf. Ztg.“ aus Newyork vom 4.
d. zufolge, ist der Roihschild Amerikas, Vanderb'lt, Besitzer von
Zunderten von Mill'onen, gestorben. Demselben war schon bei
einen Lebzeiten im Ceutralbahnhofe zu Newyork wegen seiner Ver⸗
dienste um das Eisenbatznwesen en Denkmal errichtet worden.

4 Die „New⸗NYotk World“ theilt mit, daß im Augenblid
350,000 Arbeiter — also nebst hren Kindetn etpa 200, 000 Ein-
vohner — brodlos siund, abgesehen voöon denen, die schon von den
Armen Anstalten versorgt werden.

7 Zum Theaterbrand in Brootlyn derichtet die „New⸗
Yocter H.⸗Z.“: die Aufragen des deutschen Generalkonsuls haben
ergeben, daß sich keine Reichsangehörigen unter den deatschen Opfern
definden.

Grobe Seeschlangen. Schiffskapitän Deivor von der
Varque Pauline“, welche mit Kohlen für die Schiff z3werften in
Za zidar geladen war, be nerkte unter dem 5 9 J. Breite und
35 0 w. Länge im Otiober 1874 drei große Wallfische, von denen
der größte dreimal von einer Seeschlange umschlungen war, deren
Rücken dunkelbraun und deren Bauch weiß war min einem kolossalen
opie und Maut, welch letzteres behländig geöffnet war. Judem
die Schlange ihren Schwanz als Hebel benũtzte, drehte sie den
Wollfiich ungefahr 15 Minuten lang“ im Kreise herum“ und' zog
usetben daun schnell auf den Mekresgrund mit dem Kopfe zuerst
der zwe'te Schiff-kapitän schätzte die Schlange' auf inindestens 130
Fuß Large. (Scientisiec American.)

Dienstesnachrichten.

Der Lehrer Jafob Maurer von Rammelsbach wurde zum
Lehrer an der prot. Schule zu Gries ernannt; die Umwandlung
der kath. Schulberweserstelle in Maudach in eine Le rerstelle ge—
nehmigt und der Verweser Heint. Bossong zum Lehrer ernannt;
der Lehrer Georg Hillenbrand in Neunlirchen zum Lehrer an der
2. kalh. Schulstelle zu Hetten leidelhein und der Schulverweser
Valenin Neber zu Törrenbdach zum Schulverweser an der 4. prot.
—A

Vemek. Landrichter Wiedemann in Kirchhe'mbolanden wurde
auf Ansuchen die erlediste Landrichterstelle in Kaiserslautern ver—
nehen, der k. Polizei. Anwalt Ludwig Molitor in Pirmasens zum
Landgerichtsschreiber in Gollheim und det kal. Polizeianwalt Her⸗
nann Teutsch in Waldmor zum Landgerichtsschreiber in Kirchheim⸗
IM
Für die Redacti on verantwortlich: F. XR. Dement.

J —
Anterleibs⸗Bruchleidenden

wird oie Bruchsalbe von G. Sturzenegger in Herisau, Canton
Appenzell, Schweiz, bestens empfohlen. Dieselbe enthält keinerlei
schädlichen Stoffe und heilt selbst ganz alte Brüche, sowie Mutter—
bozfälle in den Allermeistenn Fällen vollständiig. Zu be—
jiehen in Töpfen zu Mark 5 nebst Gebrauchsanweisung und überraschenden
Zeugnissen sowohl durch G. Sturzenegger seldbst, als durch die Nieder⸗
age von DPr. W. Strauß, Mohrenapotheke, Mainz. Auch ist Nä—⸗
jeres zu erfahren durch die Versendtstellen von Fr. Böhm, Kaisfers⸗
autern und GCarl Malzacher in Carlsruhe.

Aufklebezettel
(Signirzettel)
auf Bahncollis, 100 Stück zu 50 Pfg., bei Abnahm⸗
von 1000 Stück entsprechend billiger, hat vorräthig
Die Buchdruckerei von F. X Dem
in St Ingbert.

- Trunksuoht —
heils ich sicher und gründlich
mit oder olno Wissen des
Trinkers, so dass demselben
das Trinken total zum Exkel
wird.
Ueber 1000 gebeilt.

P. rone in Ahaus Westf

— — —
Allgemeine I
Rechnungen
(ohne Namen)
in s, 4, u. Bogen sind
vortäthig bei
XIL. Demeile
        <pb n="18" />
        —* eichen, 11 do. birken, und
Holzversteigerung 1 do. fichten Scheitholz.
aus Staatswaldungen des igl. 1 Sier buchen Kloß und 248

Forstamtes Zweibrücken. buchen. 31 do. eichen.
1. Am Dienstag, den 16. 39 da. birken, 58 do. kie—
Januar 1877, Vormittags 10 fern und 1 do. aspen Prü—
Ühr, zu Limbach aus dem Re- Jelbolz.
viere Neuhaäusel. 44 -Siter buchen, 1209 do. eichen,
Schläge: Todtenpfuhl, Lang⸗ * — do.
weiher, Kanzlei, Birkengarten 975 buchen, eichen und bitten
und Zufällige Ergebnisse im Reserwellen.
Limbacherwald. 6. Am Montag 22. Januar
690 Ster vuchen, 110 do. eichen 1877, Vormittags 10 Uhr, zu
und 1 do. erlen Scheitholz. Waldmohr, aus dem Rebiere
49 Sier buchen und eichen Waldmohr:
Klotzholz. A.
883 egt vuchen, eichen und Schläge: Ob. Kieskaut,
aspen Pruͤgel u. Krappen. Tannenfeld F Schipp und
2. Am Minwoch 17. Januar Pfaffenrech.
1877, Vormittags 10 Uhr,zu 3 eichen. O buchen, 3 erlen,
Homburg, aus dem Reviere Neu⸗ 60 kiefern Stamme.
häusel: 46 eichen Wagnerstangen.
Schläge: Todtenpfuhl, Lang⸗ 3 Sier eichen, 9 do. buchen
weiher, Kanzlei, Birkengarten, 91 Werkhot.
Weingangsweg und Zufällige 138 Sler ——
Ergebnisse im Kirkler und eichen Scheitholz.
Klosterwald. 10 Ster buchen und 5 do.
215 eichen, 382 buchen, 58 eichen Klotzholz.
tiefern Stämme. 86 1Ster buchen, 11 do. eichen,
17 tiefern Sparren. 1 do. erlen und 4 do.
48 eichen Wagnerstangen. liesern Prügel.
136 Sier eichen und 53 Ster 200 Ster buchen, 15 do. eichen
buchen Wertholz. u. 7 da. kiefern Krappen.
3. Am Donnerslag den 18. 1200 buchen Reiserwellen.
Januar 1877, Vormiitags 10 7. Am Dienstag, 23. Januar
Uhr, zu Homburg, aus dem Re. 1877, Vormittags 10 Uhr, zu
biere Jägersburg: homburg, aus dem Reviere
Schläge: Jägerdick, Eichel—⸗ Tarlsberg:
scheid und Zuf. Ergebnisse. Schläge: Materialrest von
As eichen, Tbuchen, 2 hain⸗ 1876 und Zuf. Ergebnisse
buchen, 15 birken, Z3 fichten in ganzen Reviere
und 319 kiefern Stämme. 2 24
gemischte Stempelstangen. 28 Stier duchen, 15 do. *
hen Wagnersiangen. ß fern, 2 do. eichen und 13
Sier eichen und 2 Sier do. aspen Sdeitholz.
huchen Werthelz. 373 Ster buchen, 13 do. eichen,
4. Um Freitag, den 19. Jan. 302 do. tiefern und 10
1877, Vormittags 10 Uhr, zu do. aspen Prügelholz.
Homburg aus dem Reviere Karle- 577 Ster buchen, 161 do.
dag: n und 37 do. weiche
22 2. rappen.
Schläge: Karlslust, Schind⸗ 1375 buchen, haslen und aspen
kaut und Zuf. Erg ebnisse. Reiserwellen.
qeichen, 2 buchen, 122 fichten —8 2
34 —8 321 8 Königl. —— Zwei
Stämme. 4
26 fichten und lärchen und 164
tliefern Sparren.
z eichen, 35 fichten, 23 kiefern
Wagnerstangen.
fichten und kiefern Baum⸗
qützen und Pfaͤhle.
fichten Zaunstangen.
Sier kiefern Zaunprügel.
buchen Metzgerklotz.
Ster duchen, 7 do. eichen,
8 do. fichten, 109 do.
kiefern u. 6 lärchen Scheit-
holz.
Sier versch. Prügelholz.
fichten, 2350 tiefern und
25 lärchen Reiserwellen.
5. Am Samstag 20. Januar
1877, Vormittags 10 Uhr, zu
Waldnohr, aus dem Reviere
Jägerzburg: —
Schläge: Jägerdick, Eichel-
scheid u. Zuf. Ergebnisse.
220 Sier buchen, 123 Ster

Durch meinen Hausverliauf an Hrn. Carl Schwarz,
Meztzger dahier, habe ich meine
Wirthschaft
von hente an, in mein Hans am Rahnhofe verlegt,
was ich hiermit meinen Freunden und Gonnern zur Nach—
richt bringe.

dqulius Crewenig.

—
»Einladung zum Abonnement auf den —
4 —

— ——
„G.
bpilligstes iIIVSνrα Familienblatt.

Der Jabrgang 1877 wird eroffnet mit einer vortrefflichen
Deiginal⸗Novelle von Sehirmer betitelt: Am sssprudel?
und einer spannenden Erzaählung von ĩTão vig llabieut:
Verfehlt; ferner beginnt in No. 1 eine höns interessante
Ddaistesiung des Köl ner Carneval von W. Kaulenm, eine
Bographie des englijchen Diplomaten Sal asbury nebst Por⸗
trait, jowie die Rubrik: Gegenwart“, worunfer in Kürze
die wichtigsten Ereignisse auf dem Gebiete des öff nilichen Lebens
xrwähnung finden; endlich enthält No. Jeine Reihe von origiollen
Miscellen und humorist schen Bildern. Noch im Laufe dieses Quar
als folgt eine ergreifende, dem Leben ahgelauschte Criminalnovelle
n NM. Prsresno: Neu in oder Die Welt
les Seheins.

Außerdem sind belletristische Beiträge, so ie nelehrende Artikel
ind Abhandlungen von E. A. König, Temme, Friedrich
Friedrich, Otto Girndt, Gustav Rasch, Carl Zastrow,
Belot, Dr. K. Ruß, A. Mels u. A. in Aussicht genommen.

Trotz des reichhaltigen Inhalts und der Neuerungen bezüglich
zielseitiger Leistungen bleibt der „Omnibus“ auch ferner das bit⸗
ligste aller illustrirten Wochenblaͤtier, da der Preis d.sselben nach
wie vor

or. Quartal nur M. 139 inel. Postaufschlag
oder pro Heft 40 Pf.
heträgt. Jährl'ch ersche nen 52 Nummern oder 17 Heste, letztere
in illustrirtem Umschlage.

Zu diesem billigen Preise, der einem Jeden die Anschaffung des
„Omnibus? leicht macht, lönmt noch, daß die Verlagsbuchhandlung
auch in diesem Jatre, wie bisher, ein

—
—V Isõ liefers. Das⸗
seide ist ein prachtpolles Beldruckoird: „Das Zu⸗
bettegehen nach der Weihnachtsbescheerung.“ welches
rine urbiiche Familien⸗Idylle darftellt und sich besonders zum
Schmuck des Familienzimmers eignet.

Außer dem Pramienbild wird dem Abonnenten eine b'3 jetzt
noch nirgends gebotene Extra⸗ Prämie gewährt. Diejselbe
besteht in einer F

Musila-BReilage-

⸗ weilche in Heften von 223 Foliodo en jährlich 6 mal erscheint
Ib Brod⸗ und —vree hehehle, Fidst klaffishhe Mufitstüde enthalten weid. Die
Fleisch⸗Preise der Stab! Aent
Zuenden von 11. Jan. Nachzahlung für diese zweite, außerordentliche Prämie ist nur auf
e epe an 20 By gen veh sopaeer
z36 Pf. Gaste 2reibige Heft l, welches mit No. 7 oder dem 3. Heft des Onmnibusꝰ
M. Pf. Gerste —* ausgegeben wird, enthält:

— Spindler, Fritz, op. 288, „Die Nachtigall,“ Fantasie für
0 M. Pf. Spelz 0O M.
— ppf. Spelzletn — M. — Pianoforte; F
pfg.“ Dimel M. — Pis. Abt, Franz, op. 405, „Mein Engelskind, gute Nacht,
ishfrucn d M. — Pf. Hefe Lied füt Sopran;
7 Pathe, C. E. op. 295, No. 4, „Reizende Landschaft,“

M. 18 pf. Heu 5 R. 50 .E3
f Suoh M78 pf. Kar. Salonstück für Pianoforte; m
ifeln e Mn 70 pf. der Cir Herrmana, F. Guadeloupe⸗Wazurta— für Pianoforte.

4 Selbstverständlich bleibt jedem Abonnenten die Abnahme der
Weißbrod 19 Ko. 56 Pf. Korn⸗
brod 3 Ko. 82 Pf. ditto 2 Ko. Pramien vbllig freigeftelu. .

58 Pf. ditno 1 Kilo. 28 Pf Mit Hinweis auf die vorstehend eroͤrterten Vorzüge, welche
demschtbrod 3 Ailo. 97 Pf. 1 den „Omnibus“ gegenüder senen Concuttenten im neuen Jahre
dee Wig 190 Giomm GPf. beftens empfeblen, laden wir biermit zum Abonnement höflichst ein
—— 2 Bestellungen auf din „O unibius“ nhmien all. Kaiserl. Postanstalien
Voau. 48 gf. Kaltfl. 40 Pf. —

damfl. 82 f. Schweinefl. 66 Pamburg.

Pf. Butter 1M. 24 Pf. pet Psd. Die Verlagshandlung M. Rosenberg.

IFannen und Verlag von F. X. Temeß in St Ingbert.
        <pb n="19" />
        — ι — ö len
6 9 J F 5 9J— J * J 217 —A——— 67
—5! — 4— . — 23 uu
a3 —— 33 ———
— 7 37 — —J. 86* . I127 j
D—— e 113 — A — ⸗ n
Der St. Jugberter Anzelger und daß (Z mal wochenllich) mit dem Hauptblalte verbundene Unterhaltungsblait. (Sonnlags' mit illusteirter Rie⸗
lage), erscheint wöͤchenllich vpiermalz Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag, Der Aboumementspreis beträgt vlertellahrli h
1 Mart 20 R.⸗Pfa. Auzeigen werden mit 10 Pfg. von Auzwärtt mit 13 Pfz. fur die viergespaltene Jeile Blattschrift oder deren Raum. Necianen
mit 30 Pfa. pro Zeile berechnet ,“

nes * * * er te ”ν,

—
—— * 3 her 282 344 — 241 * 8* —288 3 — ee e
ν ê — e 23 230 7437 ——
3 — —— e *6Eonutag, den IA. Janrar ν
Bo ν — — * F
*57* — ü⏑ e
——rrr—ft .
** s e αä — —V — — .
2 Wahlresultate. be 8 ax i z, 110. Jan. Das geslern· Abend im Joceyt lub
*63 , ι lelportirte, heut durch den , Gaulois verbreitett Gerucht, Deutsch⸗
St. Ingbert, 12. Januar! Dasvdefinitide Wahl⸗ and hätie hier Vorstellung erhoben, wegen der zu eeschaͤftig fich
ergebniß des Wahlb⸗zirles Zweibrücken⸗ Pirmasens ist uun derbordrängenden Holtung des Grafen Chaudordy auß der Con⸗
bekanvt und erhielten von den drei Candidaten 2 2 72 erenz zu Konstanunopel ist rein dud der Luft gegrifsen. Die
GSamidt 5 Becker I Freudenberg xeuische Boischaft erklärt auf vertrauliche Arf rage doß ße den
9234 l 83191 75 Stimmen. 7 Arsprung dieses Gerüchles nicht zu errathen verwoge.· da die all⸗
Da auch aus den Uubrigen 5. Wahldezirkendie Nachrichten zemeinen Bez'ehungen beider Stacten zur Zeit durchaus zufrieden⸗
zünstig kauten, so kann mit Best'mmtheit angenommen werden, daß lellend sien. —
die Pfalz wiederum aur freisinnige Männer in den Reichblag London, 11. Jan. Konstantinoveler Debeschen zusolge hat
jenden wird. 8 sich die Lage geändert durch ein auffalliget Einlenken Jgualieffz.
In der ReichshauptstadreBeer binne haben die Sozial⸗ velches hier verschi den gedeutet wirdz als nothgedrungen wegen
demolraten einendisher für unglaublich gehaltenen Triumph ne⸗ der Usfertigkeit des russischen Heeres, oder als ein Manöver, m
»eiett. Die Forischrittspartei, und was mehreist, die liberale Sache nur Zeiu zu gewinnen·
wurde dort von eklatanter Niederlage betroffen. —
Deutsches Reich.

Menchen, 11. Jan. Bei der gestrigen Wahl —haben in
Mülnchen Lund, so weit es sich um die siädtischen Bezirke handelt,
in Müschen U von 24- bis 25.000 ebaegebenen Stimmen die
beiden Kandaten der liberalen Partei 13, 322 Stimmen FVdagegen
die deiden Kardidaten der altramontanen Partei nur 7691 Stimmen
erhalten. Bei der Wadl im Jahre 1874 hatten die deiden ibe ·
ralen Kandidaten nur 11,043 und jene der ultramontanen Partei
8494 Stimmen erhalten, so daß erfiere diesmal um 2479 Stim⸗
men meht und letztere um 803 Stimmen weniger erhiellen und
fich eine Differenz don 3282 Stimmen ergiͤht.

Berrlin, 10. Jan. Es scheint, daß der Reichskapzler
seit dem Abschluß der Juftizgesehe in einer der Regierung genehmen
Form noch weniger als sonn Re'gung empfindet, mit den Konser—
dativen Hand in Hand zu gehen. Dennoch wird er sich zuverläfssig
auch auf die nationall beralen Ideen nicht in dem Maßze einlaffen,
wie es in Vetracht der rücsichtelosen Hingedung, welche die national
liberale Partei gegen die Regierung bekundet hal, vielfoch wohl
rwartet werden mag. Auf dem wirthschaftlichen Gebiete wenigstent
oll der Reichslanzler immer mehr von denjenigen Wegen abweichen,
welche bisder auch von den Nationalliberalen fär de einziq richtigen
ader doch relativ besten angesehen worden sind. Besonderz daten
ihn, wie erzählt wird, verdrossen, daß das Zoll uisgleichsgeseg in'8
Wasser gefallen iit. Wiederholt wird dehauptengr daßß er die Vor
lase als ein Allergeringsies angesehen habe und es für undermeidlich
dalte; auf wirthschaftlichem Gebiete mit weiterreichenden Maßtegeln
vorzugehen Auch heißt es, Furst Bismarck habe neuerdings aus⸗
drüdlich erllärt, et werde der liberalen Majotitat lieber nach
anderen Rich ungen hin Zugestandnifse dewillegen, nue dürfe fie ihm
in seinen Plänen zut Adhülfe der wirthsadaftlichen Krisis keine
Hindernisse in den Weg 'legen. In diesem Siune hat sich Fürft
Biamaid erst vor wenigen Tagen gegen einen alten Staalsmaun
aue gesprochen und hinzugesügt, daß der Kaiser diese seine An
schauvngen vollfandig theiie.

Auswartige Blaͤtter berichten, daß der Prasident des Reichs⸗
—AXä Privatdienst des Herrn
strupp einzutrelen und den Staaisdienst zu quittiren beabsichtige.

In Köhn foll der , Ftankf. Zig.“ jufolge das Gerücht gehen,
daß der dorige Oberbücgermeistetr Dr. Hermann Veder? dem
aachtt als vortragender Ratb in das Handelsminifterium berufer
werden wid. 00

Aausland.

Pest, 11. Januar. Der Ausgleichsstrelt zwischen dem un
zarischen und dem Wiener Ministernum ist abermals brenneud ge
wmorden. Titza, der ungarische Ministerpräͤsident, bot seinen Rug
rit an und ersuchte den Kaiser um seine allerhochste Entscheidun
is zum 20. Januar. — Di⸗ Der ulation der Wahlerschaft voꝛ
Fzesled, welche sich zu Kossath nach Turin begeben wolite, —X
rotz des Erdittatocs Ubmahn ungzu ihm, um ihn zur Rückehr in
Baterland aufzufordern.

w

Bermischtes.

Aus Otteberge 8. Jan. meldet bie, Pf. B.“: Gestern
Vormittag ereignete sich dahier ein bedauernswerther Unglücksfall.
kne Frau siellte einen Hafen mit lochendem Wasser, zum Kurz⸗
utteranbrlihen destimmt, in den Hausgang. Ihe enra 45.Jahr
Æ.I zur Haua⸗
hüre herein, fiel in das koch · nde Wasser und verbranute sich derart,
daß 18 heute Morgen starbe 454 4..

7 Am 8.. Jan Abends wurde auf dem Wege vou Werners
zach nach Vorderweidenthal vin Bürger aus letzterem Orte von zwei
Strolchen angefallen und seiner Baarschaft, bestehend aus 53 M.,
etaubt.
— FRoall stadi, 10. Jan. (Dürlh. Anz.) Beirder heute slall⸗
zehabten Reschauagswabl erschienen vdon 222 Suimmenberechtigten
210, die sämmilich Gutsbesitzer Jordan in Deidesheim wähllen.

F Dem Direlior der Kreisirrenanstalt Klingeumünster Dr.
Dich wurde der Titel eines kgl Hofrathes verliehen. .

. Darmstadt. Hier ist ein oroßes Manufacluren: Geschaft
allirt 4 der Inhaber ist wegen betrügerischen Banlerotts unter An⸗
lage gestellt desp. in Haft genommen In Folgedadon haben
ei hiesigen Firmen angestellle Recherchen ergeben, daß bedeuiende
Waarenverschleppungen nach Köln hangefunden haben mußten. Die
jesige Polijei setzte sich deshalb xasch in personliche Verbindung
nit den Behörden in Koln und gelang es, dort ein Schmuggler⸗
aget zu sentdeden, welches einen Werth bon ca. 20.000 Mark
epiäsentirt. I

f Ausprägung von Reichsmũnzen.) In den deutschen Munz⸗
datten. sind his zum 30. December 1876 —XX
Boldmünzen: 1.087 885, 200 Mark Doppeltronen, 337,504, 830
M.' Nronen; hiervogn am Ptivatretnung 171,3345, 164 M.; an
Silbermünzen: 71653, 005 M. 8* Maustüucke 74773, 814 M.
2.Marlstücke, 143, 812, 168 M. 1.Markflude, 48,804, 226 M. 50
Pf. 30. Pfennigstüce 35, 577,8416 M 80 pf. 20. Pfernigstũde;
an Nickelmünzen: 23,.502,330 M. 70 Pf. 10-Pfennigstüde,
11657,818 M. 75 pf. 5. Pfennigstücke, an Kupfermungen;
3.011,218 M. 74 pf. 2 Pfeunigslüce, 3,3771180 M. 13 pj. 1.
Pfennignlücke. Gesammtausprägung an Goldmunzen: 1,485, 189330
R.; au Silbermünzen: 374 321,147 M. 80 Pf.; an Nickel⸗
nünzen: 835,160,844 M. 48 Pf.; an Kupfermumen: 9.388 337
M. 87 Pr.

Bon einem Hause in Bordeaux lief dieser Tage bei der
reditanstolt eine Tratte auf 160 Free, gezogen von einer —X
Firma auf Henri Francesconi in Klagenfürt, zum Inkasso, ein.
Ran antworiete dem Hause, moer Wechsel Udune de Bezogenen nicht
Itasentirt werden, da derselbe Kürzlich wegen Raubmords —X
worden sei.
Dienstesnachrichten. —I
Befoͤrdert wurden der k. Bezirksgerichtäraih Aug. Dan. Scherret
in Landas zum: Staattanwalt am k. Appellationsgeri.hte in Zwei⸗
brücen, der 8. Staattanwalt Ed. Reither in Lanau zum Bezirks⸗
gerichtätaih daselbst, der 2. Staatsanwalt Lud. Müller in Kalsetsa,

3*
prr J
*
        <pb n="20" />
        lunde von ausgekochtem Fleische —⸗wird haupisachlich an Schweine,
doch auch anderes Mastvieh verflüttert und hat sich in ganz vor⸗
üolicher Weise bewährt. Sein dußerst reicher Stick offgehalt laßt
zas schon an und sür sich voraussetzen; es hat aber auch noch
ien micht geringen weiteren Vortheil, daß da, wo man die Schwei⸗
nemästung, wie es haufig geschieht fast nur mit Kartoffeln auszu⸗
Candwirthschaftliches. juhren gewohnl ist. durch eiue entjpꝛechende Beigabe dies s Mebles
e Furntaerem nt el. Mehr und mehr werhen unsere Land ⸗ein. richtigeres Verhaltniß zwischen den Jeisch⸗ und fettbildenden
wirthe darauf hingewiesen den Erträgnissen der Viehzucht n! Bestandtheilen des Futlertß und damli ein vollständigeres Aufnehmen
größeres Augenmerk zuzuwenden als es, im Allgemeluen bisher derselben durch den Thiertorper dewirlt wird. Et ist das ein
Jeschehen ist also durch Ausdehnung des Futterbaues und durch Punti, dem unfere Landleute aus Unlenntnig noch viel zu wenig
Ankauf von Kraftfuttermittel, wenn auch gerabe kein. bedeutende Beachtung schenken. Eine gute Bezuge quelle dieses Futters ist
Verinehriũig/ so voch ein lohnendetes Ausnutzen ihres Viebstauides ger m m err in Mannheim der direet · aus Fray · Bentosin
tmnzustreben. Die Auslagen für Beifutter kommen unter richtigen Südamerita auf Lager nimmt. — Das Reis ehl kommt in drei
Bekhältaissen in der vermehrten Fleische und Milchproduktion dee Socten zum Verkaufe. Dasjenige der Dampf Reismühle vdn Ichon
oss main Wucher in Ruͤdersah 30 pon nicht — uunterschätendem uud. Ricme rs. in. Hremen hat nauch der Analyse, wie sie in dresem
Gewichte ist ader ferner noch ein durch bessert Fütterung erzieltes Sommer von dem Hertn Prof. Märker in Halle a. d. S., Tr.
großzeres und gehaltreicheres Dung quantum. Hat also die Futter- Carl Müller in Hudeshe m. und Dr. P. Wagner in Darmstadt
mitlelfrage für den Landmann' ver Jehtzeit an sich schon eine nicht ausgeführt wurbe y solgen den Gehalt: 1. Qualitat: Fett 6-8
geringe Bedentung, so erhält sie in Jahren die dorzugeweise arm Ct.⸗ Eiweißstoffe übet 10 pCi., stickstofffreie Extracistoffe 60 bis
an Rauhfutter sind, wie das heurige eine erhoͤtste Wichtigleit. Der 66 pCt. 3.2. Qualilät Fetn 10 LL pet., Eimeißstoffe 11212
Landmann hat daher Umschau und Sichtung zu halten unter den »Ct.. Erxtractfoffe 60 67 pEt.; 8. Qual. Fett 8—86 pCt.,
verschiedenen Stoffen', wel de als Beifutter seit lange gebräuchlich kiweiß 628 pPCt. Extracistoffe 40 *44 pCt. Die Prejse siellen
find oder neuerdings als solche empfohlen werden, hat durch Ver⸗ ich gegenwärtig ad Bremen: IUS M., UI. 6 M. III. 2 Mark.
gleichen ihres verschiebenen Nahrgehiltes mit den betreffenden Preisen Dem gegenüber muß mon w ssen, daß Hafer 6 pPCt. Feu, 42 pCt.
die Billigkeit der Waare zu prüfen, hauptsäclich aber? durch auf. diweis, 55 PCt. Ecxtrscistoffe entbälte Roggenklei aber 2—4 pCt.
mertjame Fünerungsversuche sein Urtheil Ichließlich festzustellen. — JFeit, 10 -18 pPCt. Eiweiß und 32 -62 pCi. Extractstoffe. Preis
Die letzteren Jahre haben daubisächlich drei Futterstoffe auf' den ind Gehalt mag nun der geneigte Leser deraleichen. Das Reis⸗
Markt gebracht, deneu eine besondere Aufmerlfamteit gebühct, nam⸗ nehl wird sowohl den Schweinen und dem Rindvieh wie auch
lich die Palmluchen, das Fleischsuttermehl und das Reibsmermehl. »eu Pferbden gereicht. Es hat dem Hafer gegenüber noch den
giemlich detannt sind die ersteren sie werden bielfach dezogen und zrokem- Vortbeil⸗Daß ein seiner pulberisirten Form biel voll⸗
As sehr preiswurdig verühmt. Weniger ist die Verfüllerung des kaändiger verdaut und vom Noͤrper aufgenommen wird als jener.
Fleischfuttermehls in. Uebung und taum dem Namen“ nach hekannt Line Vrobe damit wäre daher unbedengt anzurathen.
it das Ressmehl. Einige Bemerkungen über die beiden letztea
Stoffe werdea daher am Platze sein. Das. Fleischfutternrehl —
die bei der Fleischertractbereitung sich ergebenden gemahlenen Rüd⸗-

7 dar die Nedaction verantworilich: F. X. Demnenhee
—
9 7
FreiwilligeFeuerwehr
St. Ingbert.
Am Donnerstag, den 18. ds. M
ends 6 Uuhr im Lotale des Wirthes Joh.
Veyer (großer Flury)
General-Versammlung.
88 TagebeOrdnung; 77
I. Neuwahl; — 4322
2. Rechnungsablage.
Der Verwaltungsrath.
— dDurch meinen Gausverkauf an Orn. Carl Schwarz,
Meztger dahier, habe ich meine —— J
Wirthschaf /
oon heute an, in mein Haus am Bahnhofe verlegt,
was ich hiermit meinen Freunden und Gonnern zur Nach⸗
richt bringe. 9—
dqaulius Grewenig.
e 100 Mark e —æe——
gegen den so dösartigen Husten,
»er mich in meinem Ans⸗
dienste stoͤrle, war das Hoff'⸗
sche Malzertralt, auh die
Beustmalzbonbons des K. u.
. Hoflief. Hetrn Johann
Hoff dier. Diee gute Wir—
hung der Hoff'schen Maltfab⸗
rifate (zu denen auch die
Malz Chocolade gehoͤrt) ist
war weltbekannt, allen ich
fühle mich zum Dank ver⸗
pflichtet, und kann nur Allen
rathen, sich derselben Mitlel
hei gleichen Leiden zu bedienen.
Monlag den 15, d8. Migz.F Berlin, Z1. Mai 1876.
Abends 8 Uhr, Vorbesprechung Käppyel, Posibeamler,
der Neuwahlen bei Gastwirih E. * Karlsir. 18.
A ereufsstelle bei
Mehrere Feuerwehrleute. Jeuan Potera, St. Ingbert.
rere ⏑— ——— ——— — —
Medalltion Druck und Verlag von J. X. Demeß in St Ingbert.
Biezu „illustrirtes Sonntagsblatt“ Nr. 3.

— 7 —— —
Has vorzüglichste und erpr ob⸗
efte alle —8
WMagen⸗WMittel,
zas selbst bei den hartnäckigsten
Magenbeschwerden die vorzüg⸗
ichsien Dienste leistet und deß
alb als schatzbarfies diätetisches
dausmitiel und als Magenli⸗
queur nicht warm gewig em⸗
pfohlen werden kdann, ist die
0. Apoiheker Echrader in
FeuerbachStuttgart be⸗
zeitete—
Woisso Lebensessonz.
Verkauf laut Ministerial⸗Erlaß
durch Kaufleute gestattet.
Flasche 1 Mark.
Für schwer zahnende Kin⸗
der, bei denen der Durchbruch
der Zähne oft krankhafte Sto—
rungen und Zahnkrämpfe her
borrust, werden als vorzuglich⸗
ses Erleichterunge und Vor⸗
rugungemittel die Schrader'⸗
hen elektromotor schen
Zahnhalsbänder
or. Stuͤckh 1 Mark. Allen for g⸗
samen Murtern bestens em⸗
*ohlen.
IXRRXX 9*
zühneraugenmittel
HDas Vorzuglichsie zur schnellen,
chmerzlosen und gunzlichen Ent ·
jer ung der Huhneraugen.
Schachtel 35 Pfg. J
Traubon- Brust· Konig,
anubertrefflich bei Husten und
He iserleit, bei Erwachsenen und
Aindern. Zlasche 1 Mark.
Reberuͤhmten Schrader'schen
ric-traot Brustæaoltohon
Paquet 20 Ag
x hei
. StAnabert
        <pb n="21" />
        St. Ingberler Anzeiger.

— — — —
der St. Jugberter Antzeiter und das (S mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntazs mit illustrirter Ve—

lage), erscheint wöchentlich vViermal: Dieustag, Donuerstag, Samstag und Sonntag. Der Aboanementzpreis beträgt vierteljahrlich

l Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Aus värts nit 15 Bfi. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
Aßö 8. Dienstag, den 16. Jannrar 1877.
2*
AUαιιααια
y: * isse »der Sozialdemokraten zur Herrschaft kommen sollten. Wie konnte
Amtlich festgestellte Wahlergebnisse Meis so —88 AA im Distrikte Alidorf zum Vorschein
in den pfälzischen Wablkreisen: Sltimen ommen d Die ruhigen, vernünftigen Dtänner, bie aewohnt sind,
3welbro en fair maane: Abgecebene Stime u überlegen und dann erst zu handeln, die wifsen genau wie es
men dgur Schmidt 9234, Becker 8319. Freuden⸗ ommi. Die Fortichrittspartei hat eben nicht geschwindelt, sie hot
betg 476, zersplittert 5. zicht gelogen, sie ist nicht mit der Frechheit und Unbderschamtheit
2. huom du rg Ersen: Abgegebene Stimmen 12 666. ee di y e ge —A—
davon erhiell Dei Ar Buhl 9521, Hora 37561 Dr. VPtedieus die Wadrheit gesagt, sie hat von keiner Steuerbecminderuyg und
381, zersplutert 12. nee, iner Sireumehrung gesprochen, weil diese Dinge nicht im Reichs—
3 Kaise1s131u ferne Kirs bei —XR ol on den,e age behondelt werden, die Fortschritiapartei Jat den Leuten nicht
Abgenehene · Stimmen; 14 4803 davon erbielt De. 8 osui. »en, Himmel auf die Erde zu dringen dersprochen, weil sie nigt
Dah 3098, Frhe. ve Giengat 1549, E. Richter 162, Czersplit ügen will. Die Wahrheit hat aber. nicht sor angenehm geklungen,
tert· 10 ils der Schwindel der gegnerischen Partei, womit diese auch den
Sandau-Nezust adi: Es erhiel. Jorday 18 r kitzelte. Männer des Dif itts, schaan Euch zusammen;
Möhl 4955, Dreesvach 851, Herf 570, Sartorius 176 Stimmen. lärt die Schwachen und Verführten auf, zeigt den Verfuhrern die
sn ermersbeim⸗Berrzabern: Es erhielten Thür, wehrt von unserm Wahlkreis die Schande, von uünserm Be—
Botza 9423, Kahn 7740. Medicus 274 Stimmen. irk die Kalamität ab, die durch die Wahl Grillenberger's über
6. Speyer-Frankenthal: Abgegebener Stimmen ins täme. Sieht alle zusammen, wählt bei der bevor ehenden
17521; davon crhielt Dr. Groß 10012, Horn 5414, Dreesbach „tichwahl Alle, Mann sür Mann, den Rechtsanwalt Dr. Franten—
1706, Bachmahyer 335, zersplittert 7. —88
Weitere Wahlergebnisse. Berlin, 18. Jan. An Vorlagen sind dem Abgeordneten⸗
Mannheim, 12. Januar. Das Gesammt-Ergebniß der' jause heute zugegangen: 1) Uebersicht der Staats⸗ Einnahmen und
Keichstagswahl im hiesigen Wahltreise — einschließlich der Aemter Uusgaben des Jahres 1875; 2) die Rachweisurg üder die Resultate
Schwetzingen und Weinbeim — ist folgendes: Scpio 7297, v. ind Veranlagung der Klassensteuec und klassifizirten Einkommen⸗
Feder 2764, Lindau 2328, Bebel 1688, zerfplittert 13. — Im deeuer; 8) Rechenschaftsbericht Kbder die Ausführung des Gesetzes
Ganzen haben in 10 badischen Wahlkreisen die Nationalliberalen, eireffend die fousolidirte Auleihe; 4) Gesetz betreffend die anzu⸗
in 2 Kreisen (Baden und Walldürn) jedoch die Ultramontanen ge⸗ ertigenden und zum Verkauf zu stellenden Stempelsachen. 8
siegt; Stichwahlen werden in zwei Wahlkreisen (Freiburg und Pforz⸗ Situttgart, 18. Jan. Der Staatsanzeiger füe Würctem⸗
—XX zerg“ enthält gegentheiligen Zeitungsbebauptungen gegenüber eine
— Die Centrumspartei hat, so v'el bis jetzl bekannt, zwei Jusführung, worm geiagt wird: Die Regierung von Würtemberg
empfindliche Verluste zu verzeichnen: Mainz und Schweinsurt. Als örderte das Zustandekonmen der Justizgesege so viel wie moͤglich.
Trost blieb ihr dafür der wiedergewonnene Wahlkres Osnabrück. der Vertreter derjelben im Bundesrathe nahm persönlich ein leb—
— Am Meisten springt in den bis jetzt vorliege den Wahk- saftes Interesse an der Einigung. Die Insinuation, Minister v.
reiultaten das abermalige Wachsthum der Sozioldemotratie in?s Mittnacht wäre bei dem Abschluß des Compromisses zurückgesetzt
Auge. In Ber lin haben sich die sozialistischen Stimmen, wenn oorden, sei uuwahr und grundlos, sämmtliche Bevollmächtigte erhielten
man den in einem sozialdemokratischen Blatte vorliegenden Angaben dor Abschluß Kenntuiß über den Inhalt des Compromisses.
trauen darf, gegen 1874 mehr als verdoppelt. Fast in allen NAusland.
anderen Wahlkreisen, in denen sozialdemokratische Kandidaturen Wien, 13. Jan. Die Polinsche Korrespondenz“ meldet
aãberhaupt auigestellt waren, ergibt sich cine ahnl che Steigerung. us Konsteutinopel: Die Lage ist äußerst gespannt und auf einen
Doch ist hervorzuheben, daß in Hamburg diesmal die Soziauisten Amschwung der Ansichten der Pforte taum noch zu rechnen, doch
in allen drei Wohlkreisen besiegt worden sind, während 1874 zwei dauern die effiziösen Besprechungen noch fori.
engere Wahlen nothwendig waren. Auch in den be den anderen Kopenhagen, 13. Jan. Das —RRX
Hausestadien Bremen und Lübeck ist man der Sozialdemokratie mit heilte ven Führer der Sozialisten, Brix, wegen Preßvergehen und
großer Majorität Herr geworden. ‚Majeflätsbeleidigung zu vier Jahren Zuchthaus.
Socialdemokraten sind definitiv gewählt acht: (zwei Koastantinopel, 183. Januar. Trotz gegentheiliger
in Beilen, je einer in Altona, Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Glauchau, Meldungen findel doch wahrscheinlich am Montag schon die Schluß
Reuß Greiz); in die Stichwahl kommen 17: (uämlich je zwei in 'onferenz statt, behufs amtlicher Konstatirung, daß die Verständigung
BGreslau und Dresden, je einer in Elberfeld, Solingen', Lennep, wischen den Machten und det Pfotte nischt zu erzielen war
Nücrnberg. Braunschwe'g, Waldenburg, Gotha, Offenbach, Hanau, stonstantinopel, 13. Jan. Die Pforte sprach die moti⸗
Berlin, Meißen, Freibera. Plouen. Von den Stichwahlen mag „rre Wieigerung aus, folgende von den wejentlichen Vocschlagen
iwa die Hälfte zu Gunsten der Socialdemotraten ausfallen, so »er Vorkouferenz anzunehmen: Gebietsabtretung an Serbien Had
)aß sie, statt wie bisher 10 Mann start, künftig 16 218 17 Mann Monteneoro, Theilung und Abgrenzung der slawischen Probinzen,
stark im Reichstag erscheinen werden. debernahme der Verpflichtung zur Bildung einer Gendarmerie Hus
Landesbewohnern, die Klausel betreffs Ernennung der Gouverneure
unter Mitwirkung der gratzmächtlichen Botschafter und betreffs der
leberwachungskommission, Beschränkung der E nkünfte des Staats-
chatzes aus den slawischen Probinzen und schlietzlich Eiuführuno
einer besonderen Gerichtsoraonisation daselbit

Deutsches Reich.

Mumnchen, 13. Jan. Die im Wahlkreis München Il er⸗
forderliche Stichwahl wird auf Mitswoch den 24. bs. anberaum
werden.

Aus Bavern (Vom Lagde) schreibt ein Correspondent
des „Ftänkischen Kourier: Der Eindruck, den das Resultat der
seichslazswahl auf alle ordnungsliebenden, das Volkswohl im
Auge habenden Männer gemacht, ist geradezu außerordentlich. Alle
ühlen, daß es eine Schande wäre, wenn unser Wahlkreis, der auf—
zeklärteste Bayerns, durch einen Gr'llenberger im deussch Reichs?
aqg vertreten wurde, daß es ein Ungtück ware, wenn Wunserm
Disiritt und in unsern Gemeinden die Grundsäße und das Gebahren

Bermismtes.

f In Landstuhl wurde dieser Tage ein zwei Jahr altes
siad überfahren; dosselbe starb dald darauf 'an den erlutenen Ver⸗
tvgungen.

F Ein frecher Diebstahl wurde am 12. in Molscbach
dei Kaiserslansern verübt. Der Died, ein schon ehtsach weneu
Diebstahls berafteq Subjekt, etbkach einen Kleiderschrank und ei⸗
pendete 128 Plart' und einige Kieitunatstüde. Wie die Hiug.
        <pb n="22" />
        Zig. mittheilt, ist eßs bis jetzt noch nicht gelungen, des Diebes springen. Wenn nur nicht der hinkende Bote nachkommt!
habhaft zu werden. 2 F. Am 15. Februar wird in Speyer der erste Geflügel
f Die außergewöhnlich milde Witterung des heurigen Winters Markt im Stad haushofe daselbst abgehalten und wird der Geflügel⸗
bringt ganz ungewöhnliche Erscheinungen hervor. So wucde nach zucht:Verein NRacethiere fur Stammzucht zur Verlosung unter die
dem „D. A.“ dieser Tage in Weisenheim ein Wagen Wiesenheun Mitglieder aukaufen.
eingeführt, wovon das Gras auf de Wiesen zu Mörsch gemäht F Könn, 13. Jan. Der Hauptgewinn von 75,000 Mart
und gedürrt worden ist. In den Wingerten wird fleißig geschnitten fiel bei der heutigen Ziehung der Dombaulotter!e auf Nr. 100864;
ind gerodet. Die Blüthenknospen der Mandelbäume sind am Aui—⸗ auf Nr. 258,9109 fielen 320,000 Mart.
J Licit ti 1. Jatob Abel, Metger in 8. Mathias Ehrlich, Ziealetin Winter⸗
ict u ton. Nurderwürzbach wohndaft, eigenen Raßpfuht; 4. Elisabeth Ehrlich, J 2
— Namens, sowie als Vormunde! Ehefrau von Nikolans Servas Lager Bier
einer minderjahrigen Geschwster dius, Hüttenarbeiter in Pittsburg hei Heusser
datharine und Maria Abel; in Amerika; 5. Johann Ehrlihh — — ——
2. Johann Abel, Bäcker und Ziegler in Pirmasens. Rriespa PICD
Birih, in Rodrbach wohnhaft; III. Die zweitebel chen Kinder mit Firma. zu Geschastshriefen.
3. Karl Abel, Bergmann, alle des Verledteag als; 1. Josehh, mnBSchunen verzxierten
da wohnhaft; 2. Andicas, 3. aarolma1 9 Schriften.
4. Vatentin Abel Aderer, Friedeihe Peier und 6. au. OMOgra En e, Vĩsi tem-
eit in Forbach in Garmson; ori 82 * Rartem ete., werden rasch
/ur Zei 5harina Ehrlich, alle noch min⸗ ni 555
5. Geotg Abel, Beramann, —* 8 die und billig angelertigt in der
»ermolen in Zweibr üden in Gar· sirtvoach — — —— Buch- und 8Steindrudkerei
nijon; ina Klehr zur gesetzlichen Vor⸗ *. &amp;. Demetæ,
5 en Dinr a in nünderin und ihren Hulbbruder 8t. Ingbert.
ohrvach wohnhaft, als Beivor⸗ ich Ehruich — 2. 7c c—
nund odiger Minderjährigen. —328 dewon bLeistenbruoh —
St. Jugbert, 18. Jan. 1877. ee ar sowie Jedem Bruenh heile
Sauer, k. Rotär. St. Ingberl, 18. Jan. 1877 ich schnell, sicher u gründlieb.
DUeber 1000 gebeilt.
F. Grone in Ahaus Wastf.

Mittwoch, den 31. Januar
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr,
zu Rohrbach bei Joseph Abel
werden die nachbeschriebenen Lie⸗
zenschaften Rohrbacher Bannes
dor dem undterzeichneten, hiezu
zerichtlich beaustragten k. Notar
Sauer der Abtheilung wegen,
ziffentlich in Eigenthum ver⸗
deigert, nemlichh
Pi.⸗Nr. 181. 710 Dejzʒ.
Fläche, worauf ein Wohn⸗
dauz mit Keller, Scheuer,
Stall und Hof init dem
Durchfahrisrecht durch den
Ddof bei Pl.Nt. 189 ohne
die Scheuer, und Pl.Nr.
183, 7 Dez. Pflanzgarten
dabei, das Ganze gelegen
zu Rohrbach an der Kaiser-
fraße neben Michael Rohe
und Valentin Weirich.
Pl.Nr. 803. 69 Dezim.
Acker in der oberen Spitz.
Pl.Nr. 616. 21 Dezʒim.
Acker in den Schen neben
Valentin u. Peter Weir'ch.
Pl. Ne. 1083. 60 Dezim.
Acker längs dem St. Jug-
berter Bann neben Johann
Rohe Wittwe und der
Banngrenze.
Pl. Nr. 1403. 33 Dej.
Wiese im alten Thal und
der Brückwiese neben Peter
Daberer beiderseits.
Pl.Ne. 1465, 1466 und
1467. 39 Tez. vcker in
den Bocksgärtlen neben Ur⸗
ban Jatob und Karl Hol- 2.
weck Wittwe.
PlaNr. 2004. 51 Dezim.
Acker in der Glas hütterflur
neben Christian Ritschy
beiderseits.
Pl.⸗Nr. 530. 35 Dexim.
Acker am Reichertsbruch
neben Johann Wagner.
Pl. Nr. 533. 39 Dezim.
Acker allda neben Johann
Wagner.
Pl⸗Nr. 366. 46 Dezim.
Acker auf der Neufelderah⸗
nung neben Georg Ruppi
und Ptiter Michaeli.

L. Pl.Nr. 387. 54 Dezim.
Acker allda neben Jakob
Glaser und dem Weg.
Pl.Nr. 1557. 26 Dezim.
Acker am Spieserweg veben
Johann Jakob.

Pl. Nr. 1957. 46 Dezim.
Aner am Müblenwäldchen
neben Urban Jakod.
Eigenthümer dieser Liegen-
chaften si:d die Kinder und

Frben des in Robrbach verlebten

üfers Peter Abel des Blonden,

13:

Licitation.
Samstaa, den 3. Februar
877, Nachmittags 2 Ubr zu
zt. Ingbert bei Johann Joseph
)einrich werden die nachbe—
eichneten Liegenschaften im Banne
on Si. Ingbert vor dem unter⸗
eichneten hiezu gerichtlich beaguf⸗
ragtenek. Nomr der Abihilung
oegen oͤffentlich an die Meist-
ielenden zu Eigenthum ver—
dfeigert, nämlich:

1. Pl. Ne. 532. 12 Deiim.
Fläche, ein an der Haupt—
itraße zu St. Ingbert
stehendes dreistöckiges Won⸗
hans mit Stall, Hof und
Panzgarten auf der Meß
neben Franz Jatod Eur—
hardt und Gebrüder Siief.

Pl.⸗Nt. 271. 3 Dezimalen

Fläche, Wohnhaus und
Hofraum; PlNr. 272.
3 Dez. Garken dabei und
Pl.Nr. 4132. 15 Dej.
Acker. Das Ganze gelegen
in den Hodelsgärten an der
Blieskasteler Straße zu St.
Insbert neben Witiwe Kopp
und Heinrich Soergler.

3. Pl.Nr. 4452. 548/10 Dej,
Wiese im Allmend neben
Peter Badai.

Eigenthümer dieser Liezen—
haften siad die Wiitwe und
dinder des früher zu St. Ing⸗
ert wohnhaft gewesenen, iu
zirmasens verstorbenen Zieglers
deinrich Ehrlich, als:

I. Kathatina Kiehr, ohne Ge⸗
verde in Pirmasens wohnhait,
Wirtwe des Verlebten;

II. Die KHinder erster Ehe
des Verlebten mit Elisabeth
Geibel, als:

1. Heinrich Ehrlich, Ziegler
aRaßpfuhl bei Saarbrücken; 2.
dorothea Ehrlich, Ehefrau von
ldam Schtaß, Taglöhner auf
der Rußhutte bei Soarbrücken;

ò οασαααääααXσαααιÔXαα O ααÇÛιααXUααιαα— —————— — —
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St Ingbert.

Bekannmtachung. J
Nachdem die amtliche Zusammenstellung der Wahler—
jebnisse aus dem Wahlkreise Zweibrücken-Pirmasens
seute ergeben hat, daß bei der Reichstagswahl am 10.
Januar abhin von 18,033 gültigen Stimmen 9234 auf
derrn Karl Schmidt, kgl. Ober-Appellationsgerichtsrath
in München gefallen sind, dieser Candidat sohin die abso—
ute Mehrheit der in dem Wahlkreise abgegebenen gültigen
Stimmen auf sich vereinigt, so wird derselbe im Hinblick
auf die Bestimmung des 8 28 des Wahlreglements vem
28. Mai 1870 hiemit als gewählt proklamirt.

Zweibrücken, den 14. Janar 1877.
Der Wahlkommissär des IV. pfälz. Wahlkreises:
—XV

Aufforderung
7 9—
(Militür-Ersatzgeschäft pro 1877 betr.)

Alle in hiesigem Buürgermeisterethezirle sich befi dlichen Militär—
flichtisen, wil de in der Zeit vom J. Jannar bis 31. Dez.
1837 geboren sind, sowie die Militärpflechtigen früherer Alerz
lassen über deren Dienstpflicht no h nicht bestimmt ensschieden ist,
verden hiermit aufgefordert, sich zur Stammrolle der in der hiefür
estgesetzten Zeit vom 15. Januar bis 1. Februar 1877 auf dem
)iesi jen Buürgermeisteramtslofale entweder persönlich anzumelden oder
m Falle der Aswesenheit durch die Eltern oder Vormünder ?⸗. sich
inmelden zu lassen, wobei bemerkt wird, daß von ausmärts gebo—
even Mil tärpflechtigen der diesjährigen Altetskleffe det Gebuͤrts—
chein, und von Militärpflichtigen früherer Alterstlassen der Loo—
ungsschein bei der Meldung aëgegeben werden muß.

Die zum einjährig-freiwilligen Dienste berechtigten
Nilitärpflichtigen der Aliersklasse 1857 haben bei der Ersatz⸗
Fommission ihces Gestellungsortes schriftlich odec mündlich unter
Vorzeigung ihres Berechtigungsscheines ihre Zurücktlellung von der
Aushebung zu beantragen, welche ihnen alsdann bis zum 1 Of—
ober des 4. Militärpflichtjabres bew lligt werd, durch welche Zurück⸗
tellung jedoch der etwa deabsichtigte frühere Deastantritt nicht aus—
geschlossen ist.

.Diejenigen aus der Aliersklasse 1857, welch zum einjährig—
freiwisligen Dienste zugelassen werden wolen, und sich noch nicht
im Besitze eines Berechtigungsscheines befi den, haben fich längstene
bis zum 1. Februar bei der k. Prüfunas Commission anzumelden.

St, Ingbert, den 15. Januar 1877.

—A
Custer.

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* — 22 — —A 533 3232.58 522* 7 v*v. *
15555328 3353333 37 —3333 3
— 2 8 2 2 72525 38 *
2*3 7 S3 s 3 — 232 — —
* —A— 27 2 — 2255 J.
8333 2385*8 52357 557 7381 E
27 * * —A 282 2* — Z
2— 33577 ** *
2* — 222
55328 52*
*s3833337* 235353 —A 36
E8 3*8838873* ——
7 — 27 . —
3 2325 33228 ——
2 12* — 22
— —— —A— 238583835
* 2. 32323 7 25— 45327338
— — — 2 2222 2 2 2322
*. —A 272-2.37 53
—— — 2 555753335
*22 27 — — 23 323
532 2 3383 523378
2328 33838* *
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— 2 * 3.3 *522 3859 S
22.. 2057 323533 25332 951 3353 338327
55132* — 2522383. 332 228 —3233
33333* 252333 —3323533383875
—23 335852* 2523533 75873336
758338* — — — 225535 822 *4
33 * 27 — “50 9 38222 233 *58
23285 — A 32533
5538 33357 33370 c.223 22882*
2 253353 52238323325 512 43523 —
8 8 * 25 5872 82 S
338 ẽ — 2252233.23 355833 *1
272 *32. 5253 2.2 2234*55223535 2255
75. . Z3.27 552 2 522 3325
5298 5*53 283 2847355235 22233 5533833
558 32.52 333 z3532375 5333332235
52 227 3 233752375 23523223
2 28 82 2522833 3522 5533 5233
* 3 S 88 — 22 28533382
83 —E c28 — 5553327 — ——
2 8 *2 223 2.2
32 23 258 328 35533 5383 33583535,537
— 3 ** 7 322 2355255 595*86323 2
5532 388 536 35332*2 35323 235125
* 782 283 87527. S c. 5. 3 582
E — 322 325 972—333 313 22* *55 8332275
3 3 558 2353355233333233
y ——— 5533. *55833283 22 32223*383 2
* 2. * 2 2. * —
23 2 58 — *25 33 8 * 3
— „25 57353 5335 2. 2533233573 3388
RZZDL 2* 22 3 2* 2 ——* 82.5,53582 28
— —A 783 52332227
—28 —55 5553 5233232
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        Slt. Ingberler Anzeiger.

der St. Jugberrer Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementopreis beträgt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswörts mit 15 Pf. fur die viergejpaltene Zeile Blaitschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnei.
M 9.

Donnerstag, den 18. Jannar 1877.

— M—Deer2oe

wt
Deutsches Reich.

Mäünchen, 15. Jan. Im Justizministerium hat man be—
reins Veranlassung genommen, die zu den im Reichstage bes ulos⸗
enen 4 Gesehen (Civ lprozeße und Sirafprozeß Qronung. Gerichts—
ver fassungsgesetz und Konkursordnung) nöthigen Uebergangsb⸗stim⸗
mungen u. . w. für Bayern zu schaffen, welche den Anschluß an
die neuen Gese tze mit der Wirksamkeit derselben regeln werden. —
Obgleich sich die Vertheilung der Arbeitskrafte im Justizdienst in
Zukunft noch keineswegs beurtheilen, ebenso die Anzahl der noth⸗
vendig eischeinenden Richtersenate noch nicht bestimmen läßt, so
steht doch schon fo viel feft, daß de neuͤe Organisation für das
üngere Beamtenpersonal des«königl. Juftizressorts in Bezug dessen
Avancements von großer Bedeutung werden wird. Da die Appel⸗
ationsgerichte nicht mehr fortbestehen werden und nur die höheren
Stellen der seinerzeitigen Landgerichte, wie die der Präsidenten Und
Direktoren aus dem Stande der Appellationsger'chte bejetzt zu
werden vermögen, so ist die Aussicht gigeben, daß das Richter⸗
personol, welches sich zur Zeit bei den Untergerichten befindet,
dur die neuere Ortganisation rascher als sonst zu höheren Stellen
zelangt. Die Bean ten der Justizgesetze gehen somit einer Ver⸗
zesserung ihrer pekuniären Loge und Standesverhältnisse entgegen,
nelche dei der jetz'gen Gerschtsformation nicht immer mit den lung⸗
ährig gemachten Studien im Einklang standen. Dem rechtsuchenden
Publikum gegenüber werden sich die Wohlthaten der neuen Gesetze
est dann äußern, wenn dieselben in Kraft gesetzt sind.

Berlhinn, 15. Jan. Das Abgeordnelenhaus vollzog die
Präsidentenwahl und Konstiturung des Bureaus b. Bennigsen
nationalliberas) wurde mit 351 von 867 giltigen Stimmen zum
Präfidenten, Klotz (fortschr.) mit 211 von 358 zum L1., Bethusy
huc (d. Reich p.) mit 233 von 307 Stimmen zum 2. Vizßep:äsi—
denten gewählt.

Es wird von allen Seiten hbestätigt, daß der Reichskanzler
ür die nächste Seision des Reichetages wirihschaftliche Vorlagen
vorbereiten läßt, de von der früheren Majorität als eine Umkehr
zuf den bisherigen Bahnen augeseben worden sind. Ob die Ma—
orität des neuen Reichstags in diesem Punkte anders denken wird.
nuß natürlich erst noch abgewartet werden, es scheint aber, daß
»as Ceutrum nicht abgeneigt ist, dem Fürsten Bißmarck im diesen
werthschaftlichen Fragen entgegenzukommen. Welche Absicht sich
zinter der ultramontanen Taktik verbergen mag, steht dahin. Die
Finen glauben, es sei darauf abgesehen, die Regierung zu einem
dompromiß in ihrer kirchlichen Politit zu bewegen, die Ultra non⸗
anen selbst aber berufen sich darauf, daß sie nur nach den Grund⸗
aten handelten, die sie in all ihren Wablprogrammen in Betreff
jer wirthschaftlichen Fragen offen ausgesprochen hät'en. Wenn,
oie wir anzunehmen Ursache haben, diese Taknk wirklich in Aus—
icht steht, so wird sie zunächst bei der Vorlage über den Zollaus—
zleich an den Tag kommen mussen, und man behauptet denn auch,
»ie ultramontanen Führer würden Hand in Hand mit den Kon—

erbatiden gehen, um so die Veisch'ebung der Reschstags-Maioritäl
u versuchen.

Berlin, 16. Jan. Der .Reichsanz.“ schreibt: „Durch
vie auswärtige Presse gehen in neuerer Zeit Gerüchte über die an⸗
ebliche Sonderstellung, welche Deuischland auf der Conferenz ein⸗
enommen habe oder einnehmen wolle; der Ursprung solcher Gerüchte
it vornehmlich auf die „Agence Havas“ zursckzuführen. An allen
Resen Geruchten ist tein wahres Wort. Deutschland vertan jezt
o wenig, wie früher, directe politische Interessen in Konstantinopel
ind hat nich mehr, sondern eher weniger Grund, als die anderen
Mächte, auf die Beschleunigung der sch vebenden Verdandlungen zu
ringen, Pder in dense.ben Forderungen aufzuftelln, welch üder
as Maß der von den übrigen Mächten festgeyaltenen hina isgiugen.
Der deutsche Vertreter in der Confereuz hat nach wie vor Auftrag,
ich ellen Schrinen seiner Collegen anzuschließen und, falls die
Bforte auf der Ablehn ng der gemeinsoamen Forderungen beharren
ollite, mit dea anderen Botschaftern Konstantinopel zu veriussen.

Sein Verhalten hat thatsächlich genau diesem Auftrage entsprochen;
zie entgegengesetzten, vorzugsweise aus französis hen Quellen stam⸗
nenden Nachrichten beruhen auf tendenziösen Lügen.“

—A— — General des
vürtlembergischen Armeekorps, General v. Schwartzkoppen, ist an⸗
aßlich seines 50, jährigen Dienstjubilaäums vom Kaiser zum Chef
des 8. westphälijchen Infanterie-Regiments ernann worden.

Ausland.

Paris. 11. Jan. vas Budget für 1878 soll morgen im
Abatordnetenhause eingebracht verden. Es schließt mit folgenden
Ziffern ab: Etnnahm. 2,791,427, 804 ᷓr. Ausq. 2,785,616,713
rxr. Ueberschuß: 5,811,091 Fr. Dabei follen mit Hilfe der
zorqussichtlichen Mehreinnahmen die Steuerlasten gegen 1876 um
31,709, 000 Fr. vermindert werden. Der Finanzminister nimmt
in, daß die auserordentlicheu Ausgabe von 100 Millionen Fr. für
zie Weltausstellung indirekt durch die Mehrerträgnifse, welche dieses
Unternehmen mit sich bringen würde, ersetzt werden würde.

Das Journal des Debats bringt einen Aufsehen erregenden
Jeitartilel über die Pariser Weltausstellung, in deren glän⸗
enden Erfolg es vollstes Vertrauen aussprecht. Es fiadet nicht
Vorte genug, zum Lode Rußlands, welches trotz der drohenden
rientalischen Verwicelungen an diefem friedlichen Wettlampfe theil⸗
iehmen werde. Im Weileren die Ablehnung des Deutschen Reiches
heinheilig bedauernd, fügt das Journal des Debats ziemlich inso⸗
ent hinzu. daß, wenn Deutschland sich etwa besinnen und einlenken
volltie, man bestrebt sein werde, ihm noch jenen vortre fflichen Platz
viederzugeben, den man ihm an fänglich reservirt haste.

London, 16. Jan. De „Times? betrachtet die neuesten
Berichte aus Konstantinopel als sehr entmuthigend, hofft aber gleich⸗
vohl, die Türkei werde ed ichrießlich möglich finden, d'e Vorschläge
mzunehmen, die die Mächte, und insbesondere Rußland, in den
Ztand setzten, die orientalische Frage vorläufig für gelöst anzusehen.
Die Türtei treibe ein gewagtes Spiel, wenn sie glaubde, Rußland
vürde die Ablehnung seiner Forderungen ruhig hinnehmen.

Warschau, 10. Jan. Wie man an Petersburg berichtet,
ind bemnächst zwei wichtige Verordnungen zu gewärtigen. Die
ine betrifft eine Resorm der Paßzvorscheiften, weiche besonders die
Beschränkung des Verkehres der Sozialisten mit dem Auslande be—
wedt; die andere Verordnung kreitt bei den Gerichtshöfen im

Weichsel Gouvernement eine groͤße Anzahl beeideter Doimetsche der
ussischen und polnischen Sprache. Brkanntlich amtiren die Gerichte
nn Polen in russischer Sprache, und die polnischen Aktenstücke
nüssen in das Russische übertragen we den. Ebenso werden bei
)en mündl'chen Verhandlungen die in polnischer Sprache gemachten
Aussazen ins Russische übersetzt. Für diese Thätigkeit werden nun
»esondere Funktionäre angestellt werden.

Abs St. Petersbur a geht, wie es heißt, von besonders
uverlassiger Sene der „O. Zia.“ folgendes Schreiben zu: „Hier
läst jetzt der Wind von vier Seiten zugleich, oder dentlicher: wir
jaben jetzt vier große Parteien, die sich in Sachen des Kriegs
ind Friedens ziemlich heftig befehden. An der Spitze der einen
Bartei steht der Czar, der den Frieden um jeden Preis will; an
»er Spitze der zweiten, deren Losungẽwort der Krieg, stehen der
Broßfürst Thronfolger und Gortschakoff; die dritte Gruppe wünscht

den strieg um die Revolutien im Innern hintanzuhalten, und die
nierte will etenfalls den Krieg, um für die Revolunon leichteres
-piel zu haben. Es steht also eine einzige Friedenspartei drei
roßen Kriegspurteien gegenüber, und diese letzteren sind so mächtig,
aß man alle Gerüchte, welche davon iprachen, der Krieg sei ad
alendes graecas aufgeschoben oder ganzuch aufgegeben, als leeres
Herede bezeichnen klann. In Bezug auf des Oberkommando hat
nan allerdings große Scrupel, und man dachte ernstlich daran,
»en Geseral Manteunffel für den Posten eines Adlatus des Groß⸗
ürsten Nkolaus Nitolajewiisch zu oewinnen. Dieser Plan wurde
der von Berlin aus fo früͤhzeitig verrathen daß man in St.
Betersburg ziewlich verstimmt warde und das Projelt fallen ließ.
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        Nun dauert die Jagd nach einer militär'schen Capacität fort, und
die Noth ist so groß, da— man soger schon an den General Koßze-
due und einen längst pensionirten General dachte. Mittlerweile
aber werden die Rüstungen im größten Waßstabe fortgesetzt, und
alle gegentheiligen Nachrichten werden offiziell und officiös nur
herbreilet. um die Welt irre zu führen.

—

Vermischtes.

Zweibrücken, 14. Jan. Gestern fand im kleinen
Stodihaussaal die Generalversammlung des hiesigen Zweigdereius
sur die Kaiser⸗Wilhelm-Stiftung statt. Auwesend waren 24 Per-
sonen. Der Vorsitzende, Fabritant A. Schwinn fen. erstattete Be
richt über das Entstehen, sowie die seitherige Thätigkeit des Ver⸗
uins. Die Gaben seien bei dem Inslebentreten (1871) des die
Unterstützung der Invaliden bezweckenden Vereins so reichlich ge⸗
lossen, daß damals etwa 7000 fl. zusammen kamen. Es habe sich
nun allmählich gezeigt, datßz das Hilfsbedürfunß bei uns ganz gereng
ei, während dasselbe im jenseitigen Boyrn als sehr erheblich sich
herdusgestellt habe; man hase daraufhin etwa 4000 fi. an den
Fentralverein in Vünchen überwiesen. Dex Ausschuß babe die
Uplerstützung auf alle Fälle ausgedehnt, wo in irgend ei . er Weise
zin Anhalispunktt gegeben war, daßz eine Verbindung mit 1870
is 1871 vporhanden sei. Das degenwärtige Vermögen des Vereins
bestehe aus 4650 Vd., wovon 4400 M. bei dem hiesiaen Vorichuß⸗
perein zunslch angelegt seiein. Die Jahresausgabe an Unter⸗
qützungen beziffere sich auf 800 M. Upterstützungen erholten so⸗
zben zwei Invaliden-Wettwen, die keine Pension bezieben, und zwar
384 M. Der Ausschuß sei übderzengt, durch die seitherige Ver—
waltung im Sinne der Geber gehaudelt zu baben. Bei der Neu—
dpahl des Ausschusses wurde gewählt: Notar Pasquay, Appellrath
HDessert, A. Schwinn sen., Bügermeister Marcker und Fabrikant
one (30. 3)

F Landau. Tine am 15. d. Statt gehabte Gemendever⸗
jammlung beschloß af Antrag des Stadtraths die Aufnahme eines
unverzinslichen Anlehens von 120.000 N. zum Zwech der Ners
ftellung zweier Ererzurplähe für Infauterie und Artillerie. In der
Versammlung kam u. A. auh die Hoffnung auf Vermehrnung der
Hharnison und Errichtung einer Regimertsmusik zum Ausdruck.

Abtendorf bei Essen. (Urbe terentlassung.) Als
harakieristisch für die gegewärtige Geschafts'age möge die Mit—
Hheilung dienen, daß auf Zeche Hagenbeck in den letzten Tagen eiwa
50 Arbe'ter die Abkehr erhielien. Darunter befinden sich Leute,

die 8, 10 Jahre und länger auf der Zehhe in Arbeit gestanden
haben. Westere 100 Mann sollen in der nächsten Ze't folgen.
Und dabel werden in der Woche höchstens 3 Schichten verfahren.
JEin Zusammenstellung det Wahlergebnesse von 1874 und
1877 gibt folgende Tabelle:
1877
— — — —
lib. ultr. soc. cons. lib. ultr. soc.
Zweibtücken. Pirm. 5284 8310 — 476 9808 8381 —
Fomburg⸗Kujel 9521 3755 — 881 10909 4189 —
dasersl-Kirchheim. 9611 3008 — 15849 11209 3420 —
Jundau⸗ Neustavt 11216 4955 8351 570 14556 6150 —
Zermersh. Bergjab. 9423 7740 — 274 96045 7259 —
Speyer-Frankenth. 10012 5414 1706 335 10839 5402 752
Sa. 59017 33281 2557 8583 66465 35001 752
Aus einem Vergleich dieser Zahlen ersehen wir, 'aß in den
Wahlkreisen Speyer-Frankenthabh, Germershe'mBiergzabern und
Zweibrücken⸗, Pirmasens mehr Stimmen abgegeben wurden als im
Fihre 1874, in den drei andern dagegen weniger, am meisten st
Fer Wabrkeis Neustadi-vrandau zurückzeblteben, der allein volle
3000 Stimmen weniger abdaab als im Jahre 1874.
xFar die RXXCECEantwosich e7 — X
Prusteus und Brusleidende machen wir auf die
Vorzüclichteit des ächten Trauben: Brust-Honigs von W. H. 3 cken⸗
zeimer in Mainz, dem gerichtlich anerkannten erften Fabrikanten
und Eifinder desselben, hiermit aufmerksam. Man veachte die
etr. Anronce in desem Blatte.
* Il A 3melhe von Zeu zu
Lrotz er ugrisse, Zeit von uterejstrten
Bersonen Tgegen Dr. Airy's Namrheilmethode losgelassen werden,
Jat sich dies vorzügliche populär-medicinische Weik und das dar'n
isprochene Heilverfahren immer nene Anhänger erwor en und in
miner westeren Kressen günstiaste Aufnahme gefunden, was schon
araus berdorgeht, daß dasselbe bdereits in mehreren fremden
—Zprachen gedruckt werden muß!e und schon über 60 Auflagen eie
ebt hat. Lwir glauben daher auch nur im Juteresse der zahlreichen,
iach Hilfe — Heitung verlaugenden Kranken zu handeln, wenn
vir ihnen auf Grund dieser Thatsachen und der zahlreichen glän—
enden Zeugnisse dieses, nur 1 Mart kostende Buch dringend zur
Anschaffuniend Darnach ichtung empfehlen. Um nun aber durch
ihnlich betitelte Bücher nicht irre geführt zu werden, verlange man
rusdrücktich: Dr. Airy's Naturheilmethode, Original⸗
inzgabe von Richter's Verlags-Anstalt in Leipiig.

”II——

Mobilien⸗Versteigerung.
M'ittwoche, den 24. Janrar
zächsthin, Vormittags 10 Uyr
zu St. Jugbert, in der Wohnung
der Winwe Kopp, lussen die
Winwe und Kinder des in St.
Ingabert ver!lehten Bergmannes
ßeier Koppsde nachbezeichneten,
zur bestandenen Guüt⸗ergemeinschoft
der gewesenen Eheleute Kopp ge⸗
hörigen Mobelien der Abtheilung
wegen öffeunilich in Eigenthum
versteiaern, worunter namentlich:
23 Betten, 1 Kleiderschrauk,
1 Küchenschrauk, 1 Kom—
mode und sonstiges Haus—
und Küchen eräthe.
St. Inabert, 17. Jan. 1877.
Sauer, beal. Notär.
Warnung.
Ich ersuche uung. mei⸗
rem Sohne Nilolgus weder et⸗
vas zu borgen noch zu leihen,
udem ich teine Zablung für
denselben lesste.
Nikolaus Schild.
aus Selberq.
— Ingkor
Krauerei St. Ingbert.
—EEX
Tirthsohafts-Eröôffnung.
Hochachtungsvoll!
OSCIICLIIAI.

Heute
Abend

Zuer st⸗
fu ppe
L. Weirich

88· —— — ——

In der jetzigen oft rauhen und veränder—
lichen Kahreszeit ist als vorzüghch bewährtes und beliedies
Hausm'tiel zegen Husten, Heiserteit, Brust—
Tendeen ꝛ. der allein ächte Rheinische

TRAVBEN-BRUVST-HRONIG

ponu V. E ZFicenheirmner in Mainz,
dem gerichtlich anerkannten ersten Fabrikanten und Er—
finder desselbett, zu empfed'en. Alle Flaschenfüllungen müssen
muen dem bandelsgerichtlich eingetragenen Etiquett, der Kap'iei-
verschluß der Flaschen mit nebigem Fabrikstempel der W. H.
Z ckenheimer'schen Fabrik, sowre mit einer aus
— führlichen Gebraussanweisung versehen fein.
—S Siels in frischer Abdfüllung vorräthig, Au Fl.
2* F (grüne Kapsjel) a VP. 6, halbe Flu(golo) a M.
—26— 3. . — (roih) a M. 12, is Fl. (werß)
a M. Jl in St. Ingbert bei J. Friedrich, in
Zi. Johann bei F.P. Dudenhöffer und Karl Thiriot, in
Saarlouis bei F. Altenkirch, in Blieskastel bei Apotheker
F. sRichter, in Saargemünd bei Apotheker H. Kirchner
n Suseracie bei Avotheker A. Tyeffon.

TD

57
*3
1233

—

2
2602
5288
535
37577*
8 3.
2327
757

—

——

3
2
*
3
8
338
O.
IFnñc 6*. x. Feme In sSt Inobert.
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        2
—
228* —
2222 X
— — — 2 — — F
* —A 27 * »555 *33
* * 2333 5335 22 25 —— 2523
55555 53 35355 A— ẽ 12235—2 —32232
2»5228 22 25238 3 28 25253553335335 —535 —352
83532 25 * 2* 3 * 8 —— * 3 ——8 —
— 2 22 5 * — — 22 * — — * c
2 1235355* 23 333558 s1522 33—52485 *568 2538
7 *2 8 2 23 z257 — *5 —328 2 —
53 7353—35337 22538* 257 3333275327 24—3338* 25
— ——— —— c— * 2 5 25 —A z5—22 — —— —— ——
757 2237 * 2322 3282 *52568 — 37 58 —SS8233*
— 222 7 — 2538 ——— — — —9 — 22
528 26 2 7 * * —— — — 565382
2832277 —333. 8233 23583547 —E 73
s3s 2385775 55553 7 33 83 8* 8
25 — * — —* — 8 — X — S 4 — —A 23 —
ẽ AW *8 —F * — 22 532235 22* D * 7
2 238 232 22 7258 8 — — 25 8 52523 * -
52532333 5— 27 388533272735 8536538 5353353537
2352 2* —28 358* 23—522 —— ——— * 38823 25 832
53233—258 — —— 52533525; 852 . 23—325325*32 20237
3235 5 2 25 2235 27 *7 525 3236352333323 — —.22
322788 5333 523872835 · 3383533683735
2 2 — 2 8 s
** 2 — — — m 8* —E z2 —— —— — — —2 — —2 24
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— —— 833 22322 23938
— 2 7
5322 —— 53 335 — —53823
*5227 27 83533335—333855358 06 53873
2 — A 5533525 25*27357 27755
287 —53— * 2 8* * 22 22 33 23.5 3 ⸗3
— — —3 — 22533 —— 25332242 —
23222. — 722 23 3338553339335537 S5
72 — 35 33233323553 5*52223377— 53.3
22333 23 53553 5353333358 22. 38 —
— A 4 22 2
5585233 35 5332 5 1533 833—5
* 7 3 * — 2 — *2 — 2
8 23535.633 233338 328 52* 85323 5384
228 533 338 3 332335 8 23233 *575
552388* 8 323 533 * 282 53727323 32
S2 — 22 53785 — — 53 8 —5 333
2 5—— 2 2 5 5232 2* 2 42 52* 233
533 2 E 257 ——3415 8 Z * — —AA 2 **8
5533238 28 —8353 73 8N357 3* 55233 3233
235538 33 s52525 3 — 3f
33 *5 2* zu — 2235 58*7 57AI8 325
2522 —8 — * — —— — 2 —— —3 — 7
2 2* * 3266 557 3 * — 2753 *
235238 2 —A 3 * 5327
— 22 3 — 22722 * F — —A
5225535 74 82 25227 753 22355 538
5 82503 4 .7 2257 22287 7— 5828 *
225522 — 55 38 522 58— 38 ——8 ——
22355 2 33 53735 72373 *27 7 252 332
5335 3233 5387 J 2538 56
282 7523 2728 3222 25
* 2
2553 2757
3—

3

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        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter VBei—

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betraͤgt vierteljahrlidq

l Mark 20 R.Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfq., von Auswärts mit 15 Pfz3. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Necla men
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
AMs 10. 1 —8 Samstag, den 20. Jannar * 1877.
— —
—ñ—nN—
Deutsches Reich.

Müsachen, 16. Jan. Von den 48 Abgeordnelen, welche
Bayern in den Reichstag sendet, sind 45 definitiv gewählt, in drei
Wahlkre sen (München II, Nürnderg und Dinkelsbüyi) haben Stich⸗
wuhlen Stait u fiaden, Von den definitiv gewählten 45 Ab⸗
geordneten gehören 28 dem Cenirum, 2 (Dr. Ratzinger und Lind
nei) der bayerisch klerikalen Partei, 1 (Hery) der Foꝛ ischrittspartei,
2 (Groß und Zinu) der Gruppe L2öwen 2 der freikonservatiden
Partei (Fürst Hohenlohe und Graf Luxburg) an, demnach 30
Ultromontane und 15 Liherale. Im lehien Reichstag waren es
mus Bayern 32 Ultramontane und 16 Lñerale.

Berlin, 16. Jan. (Fistungsbauten.) Von dem eben
vegonnenen Jahre steht. nach der „N. A. 3.“ eine beträchtlich
caschere Fö derung der Festunaserweiterungsbaulen zu erwarten.
Der Termin für den Endabschluß derselben ist auf 1884 festgesetzt,
ꝛoch wird versichert, daß es wahricheinlich gelingen werde, den Un—
und Erweiterungsbau der Haupt vaffenp'ätze der deunschen Ost- ünd
Westgreuze, wie den vollständ'gen Abschluß der deutschen Küstenbe
restinuengen uünd der Landbefestigung von Wilhelmshaden schon bis
1880 zu bewirken. Für das laufende Jahr steht vorzugsweise die
Beförderung des Erwveiterungsbaues von Köl Königsbera, Thorn
und Posen, sowie in den neuen Reichstanden die neuen Werle von
Diedenhofen und Neubreisach zu gewärligen.

Jerlhin, 18. Jan. Ibre Königl. Hoheit, Frau Prinzessin
Tarl (Schwägerin Wilhelm's, welmar. Prinzessin, geb. 3. Februar
1808), ist heute früh geftorben.

Darmstadt, 14. Jan. (Socialdemokratie) Es fällt
allenthalben sehr auf, daß in Darmstadt und Umgeçend die So—
riaidemokratie so große Fortschritte gemacht hat. In all den großen
Orten, wie Gritkheim, Eberstadti, Arheiligen ꝛc. sind die meisten
Stinmmmen von Soc aldemokraten abgegehen worden. Auch in
Darmstadt sind viele Stimmen von Socialdemokraten gegeben
porden. Im großzen Ganzen scheint die Socialdemokratie au Ter—
rain gewonnen zu baben. Das könnie sicher nicht mönlich sein,
hällen alle Stimmberechtigte ihre Schuldigkeit gethan. Da gibt es
aber so diel lue Bürger, die nicht abstimmen mögen, waährend
die Geaner seh ruhr'g sind.

Stuttgart, 17. Jar. Wie in hiesigen Regierungskreisen
der Aussall der Reiistagswahlen in Württemderg beurtheilt wird,
zücfre sich aus nachstebenden Beinerkungen uunseres „Staatsanze gers“
chließen lassen: Das Centrum ist nicht verstärtt. Die Demokraten
jewannen einen einzigen Sitz, die füuf Neuzewählten, Knapp,
Bühler, Stälin, Diefenbach, Heim, sind, falls sie üoerhaupt einer
Bartei beitreten, der deutschen Reichspartei zuzuzählen. Gegenüber
Nachrichten nationalliberaler Zeitungen dürfe bestimmtest behauptet
verden, daß das Uagterliegen einiger vorgeschrittenen Nationalen
veder den Wahlen enen anti⸗nationdien Charakter aufgedrackt habe,
ioch einen Wechsel in der Politik der Regierung beseute. Richtig
ei allerdings die Verschiebung des —A
»er Nationalgesinnten zu Gunsten dr g maßigten Ricktung. Keine
Bortei habe das ausschließliche Vorrecht, natioual zu hehßen. Würt—
embergs Volk und Regieruug hätten Beweise natibnul.— Gesin⸗

zung gegeben, welche die Besürchtung, daß eine Wandlung sich
vollz ehe, grundlos erscheinen lassen. Die Reichstagswahlen bedeuten
'ine Lehre für den patriotischen Eifer, in Fragen, welche Württem⸗
nergs Volk ernst nimmt, nicht zu weit zu gehen.

Sehr empfindlich sind die Verluste, welche d'e nationall berale
Soche in Wü'ttem'ber geerlitten hat. Uber nicht von unten,
adern von oben wurden die besten Männer Wüurtiembergs von
ren Parlamentsͤsitzen verdrängt; es ist de Regerung selber ges
vesen, die dem Paruikularis muß wie der soren. Volkeparten auf die
Zeine geholfen. Sobald man von oben die Dräthe, mit denen die
emokratischen Gliedermänner zum Stehen gebrocht worden, abzu⸗
hneiden für gut findet, wird die ganze Herrlichleit wvieder in sich

elbst zusammerpur, eln.

Ausland.

Wien, 17. Jan. Graf Zichy hat die Weisung erhalien,
alls die Hauung der Pforte seine Reise unvermeidlich mache, dem
Sultau in einer Abschieds-Audienz zu erklären, die Abreise bedeute
chlechterdings keine feindselige Haltung Oesterreichs. Lord Salisbuty,
agt man, sei mit denselben Jastructionen versehen worden.

Paris, 15. Jan. Eine Privatdepesche aus Konstantinopel,
welche an ein hervorragendes Mitglied des diplomatischen Corps
zer chtet war, kündigt an, daß die Stellung Midhat Pascha's er⸗
ichüttert sei, wel er zu Zugefändnissen neige, welche der Sultan
perhorrescire. Hier, in Paris, bewahrt man, nach wie vor, die
Hoffuung auf einen vorläufig noh friedlichen Ausgang und be⸗
grändet diese Hoffnung mit dem E'ndruck, den ichließlch doch die
Fiumüthigkeit. der Konferenz auf den Didan. —X

Paris, 15. Jan. In der Kirche Samt Auaustin wurde
deute Mittag zuu Gedäch'niß des Kaisers Napoleon II. um einige
Tage verspätet (denn sein Todestag fällt auf den 9. Januar) eine
Nesse gelejen. Dic bonabartistishen Senotoren, Abgeordneten und
Publizisten wohnten sämmilich der Feierlichkeit bei, zu melcher sich
im Ganzen etwa 1200 Personen eingefunden hatten.

Die „Republque franc.“ urtheilt über das Ergebniß der
deutschen Reschstags Wahlen, nachden sie ausgeführt, daß es mit
)em Liberalismus in Deutschtand zu Ende sei und daß Herr Son⸗
aemann wohl daran gethan hätte, sich aus einer Arcua zurückzu⸗
ziehen, in welcher der Kampf neder Vortheil, noch Ehre eintrüge.
„Wenn man, odhne sich von den berechneten Uebertreibungen der
Blätter breirflussen zu lassen, diese schreckliche Wahl von 10 Sozia⸗

listen genausr betrachtet, so wird man ihre entscheidenden Ursachen
n der allenthalben in Deutschland herrschenden wirthschaftlichen
Bedräugniß, in einem unbestmmten Verlangen nach einer besseren
yolitischen Otganisation and endlich in einen Gefühle der Realtion
jegen den falschen Liberalismus der Einen und den Despot' smus
der Andern suchen. Aber die Sache der Freiheit ist darum jen⸗
seits des Rheins nicht minder schwer bedroht, wean nicht gar ver⸗
oren; denn die Traumcreien der ausoruaren Sozialisten würden
ie wahrlch nicht zu reilen vermögen. Auch blüht dies⸗rx Aberglaube
in Formeln so recht nur in geluechteten Ländern, waährend er bei
den freien Völkern viel von seinem Einflug verliett. Alles in
Ullem genommen, scheint uns die parlamentarische Stellung des
derrn von Bismarck in diesem Augenblicke eine außerordentlich
tarke: er sseht an der Spitze einer compatten und wohl diszip⸗
inirten Majorität, in weicher die Nat onalliberalen die staärksten
Bataillone dilden. Er hat es nur mit iner zusammenhanglosen
Minorität zu thun, in der Sozialisten und Fortschritismänner selbst
nit den Uitramontanen und einigen kleineren besonderen Gruppen

dereint unmönlich die Zeffer erreichen können, welche erforderlich
väre, seine Regierung in FJaum zu hallen und seine Politik zu
)urchkreuzen, geschweige denn ihn selbst zu erschuitern. Darum
vie derholen wir vur: in der inneren Lage Deutschlands ist nichts
eändert, es sei denn, daß dem Liberalismus ein neue und noch
iefere und schmerzlichere Wunde, als die frühere, geschlagen worden
st. Man wird dort auch ferner nachdrücklich an der Einheit ar—
beilen, ohne jemals an die Freiheit zu dentene

Paris, 17. Jan. Welt⸗Ausstellung) Das „Journal
affiziel“ veröffentlicht folgende Note: Die von dem allgemeinen
Reglemeat suc die Anmeldungen für die Weltuunsstellung von 1878
aesteckte Frist läuft heute, den 15. Jauvar, ah. Aus emem Be—
richt, welchen der Senator Generalcommissar dem Handels minister
erstattet hat, geht herbor, daßß der bis a.n 13. Acenus eingelau⸗
ienen Anmeldungen aus Paris 7000, aljo 2000 mehe waren, als
in Jahre 18675 auch die Zahl der aus der Provinz ein retroff ⸗nen
st beträchtlich und belief sich täglich auf 1000 - 1500. Da jedoch
die O gan firung der Aufname⸗Comites in mehreren Departements
einen Verzug eclitten hat, haben diele Präfeklen darauf aufmerk—
sam gemacht, daß einige der großen Gewerbszweige ihrer Rege⸗
rungsbezirke nicht vertreten jein würden, wenn nicht ein Ausschuf
        <pb n="30" />
        gewährt werde. Die Regierung, welche allen verspäteten Gewerb⸗
reibenden Gelegenheit geben will, auf dem Sielld chein von 1878
u erscheinen, damit die französische Settion ein vollständiges ued
treues Bild der Erzeugungsfähigkeit des Landes biete, hat den Prä⸗
relten mitgetheilt, daß die Anmeldungsfrist bis zum 1. Februar
erstredi ist. Nach Verlauf derselben wird die Vertheilung der
Räumichkeiten statifieden und die zu spät fommenden werden es
nur sich selbst zuzuschreiben haben, wenn das Commissariat sich
n der Unmoglichteit befände, ihnen noch einen Platz im Innern
der Ausstellung anzuweisen.

Paris, 18. Jan. Nach Privatberichten dr „Agerce
Havas“ aus Konllantinopel würde die Türkei Zugeständnisse be—
süͤglich der Ernennung der Gouderreure, aber nicht bezüglich der
cberwachungs⸗ Commission machen; demnach wäre die Abrese der
Boischafter immerhin wahrscheinlich.

Konstantinopel, 17. Jan. An dem groben Rathe,
welcher über die Forderungen der Großmächte enischeiden wird,
sollen auch die Vorstände der verschiedenen kirchlichn Gemeinden
—V Confetenz ist zum Saristag
anberaumt.

Zonstantinopel, 17. Jan. Die geftern an vielen Bor⸗
senpläten verbreitete Nachricht, die Pfoete habe nachgegeben, wird
hier nicht bestätigt und ist in dieser Form jedenfalls verfrüht.

Washington, 17, Jan. (Burger⸗Sitreit.) Der Commandeur
der Bundestruppen in New-Ocleans hat dos Ersuchen des repobli⸗
janischen Gouverneurs Pacard, ihn bei Wiedereinsetzung des obersten
Berichtshofes zu unterstühen, abgelebnt. da Präsident Grant erklärte,
die Bundestruppen dürften nur zur Verhütung von Ruheftörungen
derwendet auerden.
Vermischtes.

4 Das im Johre 1876 in Zweidrü den abgehaltene
andwirthschaftliche Fest hat dem Fond dieses städtischen Unter—
nehmens 700 Mart zugeführt.

Zweibrücken, 17. Jan. Gestern wurde hier eine
Israelitin und ein Kathosik durch das Band der Ehe mit einander
perbunden.

F Kaiserslautern, 17. Jan. Wie wir hoͤren, wurde
in der vorletzten Nacht aus der Kasse der heesigen Eisenbahn · Ein⸗
nehmerei die Summe von circa 500 M. entwendet, ohne daß man
bis jetzt des Diebes habhaft geworden ist. (K. 3.)

FBersaweiler, bei Baumhosder, 16. Jan. (Ungiticks⸗
jall.) Heute Morgen wurda in, dem Bache „Hembach“ ein 55
ährigee Zimmermann aus Heimbach als Leiche im Wasser hegend
gefunden. Derselbe ging heute Morgen zw'schen 6 und 7 Uhr
seiner Wohnung. zu. Bis auf ca. 150 Schrute an seine Wohnung
herangekommen, stürzte er eine ca. G Meter dohe Boͤschung hinunter
ind sand im Wasser seinen Tod.

f Wer zuletßt lacht — lbacht am besten! Vor
einiger Zeit brachte die „Plalz. Post“ ein „Schnadahüpfh, vom
afälzischen Bauersmaun beim Gang zur Wahlurne zu finges,“ in
wvelchem die Namen der liberalen Candidaten gegeißelt und mit
iner rührenden Siegekgeweßheit seitens der Conservativen dem
Wahltage entgegengesehen ward. Der 10. Januar erschien und
man hoͤrte gar nichts vou dem Schuadahüpfl“⸗Gesang.
Sintemalen und olldieweilen aber nun noch dem großen Getrommel
so wenig Soldaten resp. „Schnadahüpfl⸗ Sanger? erschienen sind
so ist es nothwendig geworden, sich „aus strategischen Rüdsichten
udwärts zu concentriren.“ Damit nun, aben dieser Rüchzug doch
nicht ebenso sang- und llanglos verlaufe wie der Vocmorsch, so
empfehlen wir das folgende Schnadahüpfl“ vom pfälzischen Sauers-
menn' nach dem Gang an die Wahlurne zu sir gen “ welches wir
der „N. Z3.“ eninehmen:

Des wäaͤr emol g'ichäne,

Mer hälten gewahlt,

Jetzt, Otto, gib''s Aerwet,

Jett dabber gezählt!

Zoidrio. o ⸗o — o — — — o—-

Jodler:
diberal war'n mer's leischtmol,
Zerschteht sich am Rand,

ritd'ral sinn mer heut noch,

zrog Herr vun Gienauth.
Holdrioo — o — o — o — o —
descht gern unnerbunne

Dem Fortschritt de Nerv,

Doch die Pfalz haßt die Muder

Un loßt den Herr Herf.
doldrio.o — o — o — o — o —

Jodler:

Jodler:
Des Schimpfe und Schelte
z war Alles zum Stuß,

Wem's wubl ich, der braucht dalt

den Herr Medieus.
Holdrio, — ⸗— o — o — o —
EParre ish sunscht zwar

Als „Freier“ nit dumm,

Doch deim Herr Bachmayer
Hing die G'ichicht halt krumm.
Holdrio.o — ⸗ — o — o — o —

Jodler:

Jobler:

Trotz allem Speltalel

—A

ee Freudenberg winkt Euch

In dem Jammerthal.
Holdrio,.o — o — o o — o —

Jodler:
Ja, Osto, mein Holder,

s geht werklich Euch schief;

Fs kfummt halt nit vorwärts,

Wer konservativ.
Jodler: Holdrio, o — o — o — ↄ -o —

(Bei dem Jodier ist es Jedem freigestelt, denselben nach Gut⸗
ürlen um einige o — o zu verlängern.)

f Das Militärbezirkzgericht zu Wür zburg hat den Ein⸗
abrig Freiwilligen Hugo Räuber des 9. Infanterieregiments wegen
derausforderung zum Zweikampf zu 10 Tagen Festungssast ver⸗
urthe lt.

PMänchen, 14. Jan. Die fahrenden Artillerisen der
Felde und reitenden Batterren waren bishet ohne jede Schußwaffe;
Jas Lriecsministerium beabsichtigt aun, auch diese Mannschaften mit
iner P'ftole, und zwar mit der Pstole M. 69 (Werder⸗System)
ruszurüsten. Diese Waffe, welche die Kürafsiere ablegen, soll nun
nuch für alle jere Berittener der Artillerie und des Trains in
Berwendung kommen, welche bisher noch mit der glatten Vorder;
sadeaPistole versehen sind, in so lange in Bezug auf Einführung
ines Revolvers eine Entsche dung noch nicht ge roffen ist.

7 In Hechlingen mußten megen Ausbruchs der Masern⸗
lrankheit unter den Kindern die Schulen geschlossen werden.

F Aus einer Mutheilung der „Magdeb. Ztg.“ terxfahren wir,
daß die erste bekannte deutsche Zeitung in der Unsversitätsbibliothek
uu Heidelberg aufgeiunden wurde, ein fast ganz vollständig
rhaltener Jahrgang einer gedrudten Zeitung aus dem Jahre 1609.
Der Titel dejer bis jetzt bekannten ältesten deutschen Zeetung,
zielleicht eine der größten typographischen Seltenheiten neuerer
Jeit, lautet buchstäblich folgendermaßen:

Relationen
Aller Fürnem⸗
men und gedenkwürdigen
distorien, so sich hin ond wider
in hoch vnund Niecder Teutschland, auch
in Frankreich, Italien, Schott vnnd Engelland
Hesspanien, Hungero, Polen, Siebenbürgen,
Wallachey, Moldow, Türk y xc. Inn
diesen 1609. Jaähr verlauffen
vnd zutragen möchte.
Alles auff das trewlichst wie
cch salche dekommen vrd zu wegen
dringen mag, in Trud ver⸗
fertigen w'lt.

pAufistedt, 10. Jan. In dem eine Stunde von Weimar
zelegenen weimarischen Dorfe Karlsrieih ist in der veiflossenen Nacht,
vahrsche'nlich in der zweiten oder dritten Morgenstunde, ein schreck
iches Blutbad angerichtet worden. In dem Hause des Mühlen—
vesitzers Straube sind Vater, Mutter und acht Kinder schwec ver
eht vocgefunt ea worden, nur einige waren noch im Siande, anzu⸗
zeben, daß ihnen nicht belannt, wie sie zu diesen Berletzungen ge—
sommen sind. Der Mann, ebhenfalls nicht unbedeutet verwundet,
ann wenigstens noch umhergehen. Aus dem unteren Zimmer, in
velchem derselbe sich Nachts befunden hat, sollen M. 2889 baares
Bels entwend⸗t sein; die leeren Beutel fanden sich vor. Dem An⸗
cheine nach sind die Diebe durch ein eingedrücktes Fenster herein⸗
jekommen, — Ein weiterer Bericht meldet; außer dem Haupte der
Familie liegen alle Mitglieder in Lebensqe fahr darnieder. Der Roub
des Geldes scheint fingirt zu sein; der Vater ist zur Haft gebracht.

F Eltville, 11. Jan. Endlich kommt Liacht in die dunkle
Beschichte eines Leichensundes in Oesteich. Der Bruder des Haus⸗
hesitzers, in dessen Hof de Leiche unter einem Composthaufen ge—
innden wurde, gestand, daß vor 12 Jahren sein Bruder in der
Nahe don Oesttich auf der Chaussee ein perlengestictes Reise⸗
aschchen fand, welches 38,000 fl. baares Geld enthielt. Eint
Dame, Gouvbernante einer Herrschaft, sei zu ihm gelommen, um
das Gew zu retlamiren, und bei deser Gelegenheif wäre dieselbe
m Keller ermordet worder. Die Herrschaft hätte vermuthete, die
        <pb n="31" />
        Gouvernanle sei mit dem Beirage eniwischt, und dekhalb ist es
auch erklärlich, doß nicht damats schon nähere Necherchen in Oestrich
beranlaßt worden seien, Für sein Schweigen hätte der Geständige
zon seinem Bruder 200 fl. damals erhalten, jnaßt lasse ihm sein
Bewissen keine Rhe mehr. Die näderen Umstande lassen an
zdiesen Aussagen keinen Zweifel mehr. Die Staatsbehörde von
Wiesbaden war heute den ganzen Tag in Oestrich; heute Mittag
purden die hiesigen Geudarmen ebenfalls dahin beodert, um die
Verbrincung der beiden Brüder nach Wiesbaden zu bewerk⸗
stelligen.

F Ein Unglückzfall mit unerwartetem Ausgange ere'gnete sich
am Dounerstag Mittag in der Wuldemarstraße zu Berlin. In
der ersten Etage eines Hauses sland ein Mädchen bei geöffnetem
Fenster auf dem äußern Fensterbreit und reinigte die Scheiben der
heiden oberen Flügel. Hierbei glitt es aus und stürzte auf die
Straße herab. Im Momente des Sturzes ging der Privatlehrer
R. gerade vorüber, Auf ihn fiel das Mädchen mit solcher Gewalt.
daß der junge Mann wie ein Taschenmesser zusammenklappte und
bewußtlos in feine in der Skalitzer Straße gelegene Wohnung ge⸗
bracht werden mußte. Dort hat der Arzt so schwere innere Ver⸗
letzungen constatirt, deß leider für den artmen Mann das Sehlimumste
zu vefürchten ist. Das herabgestüttte Mädchen ist bis auf eiue
Verentung des Daumens mit dem Swchrecken davongekommen.

x Die Frau mit dem Küchenspinde. Zu dem Kapital von
den Blühjeligkeiten und der Kombinationsgabe der Postbeamten
gehött. auch folgender Beitrag. der am Sonnabend die Heilerkeit
eines Hauses der Alexandrinenstrage in Berlin erregte. Der dortige
Postboie halte die scwierige Aufgabe, einen Buef an eine Adresse
zu befördern, deren Fassung, bei sehr schwer zu entziffernden Schrift⸗
eichen, eine sehr prablemat sche war, denn sie lautete „Aa die
Frau, welche das Aüchenspind gekauft heat! Alexandrinenstratße 104.
Trotz dieser meht als allgemeinen Fassung in es dea Bemühungen
des Briefträgers gelungen, die Frau mit dem Küchenspinde endlich
auszuforschen,

fRoßbändiger, Der Reitknecht eines in Breslau
wohnenden Cavallerie Offiziers sah dort vor der Schmiede Pferde
beschlagen. Eines derselhen war sehr wild, hatte sich noch nie be⸗
schlagen lassen, und auch der jetzige Versuch mißlang. Da trat
der Reittnecht näher und versprach gegen Belohnung von 1 Thlr.,
das Pferd ohne allen äußern Zwang sofort dahin zu beingen,
daß es sich ruhig beschlagen ließe. Dieß vewilligt, trat er nun
dor das Pferd, hielt seine beiden Hände, in denen er wur sein
Schnupftuch hatte, an die Rase des Pferdes, und siehe da, letzteres
sand wie ein Lamm und ließ sich ruhig beschlagen. Van hatte
sedoch bemerki, daß der Knecht sich zuvor mi dem Juhalte eines
Fläschchens Hünde uund Schnupftuch benetzt hatte; das Glauschen
ward aufgefunden und der Inhalt als ätherisches Petersilienöl er⸗
kannt. Weiter angestellie Versuch,, wobei mit circa 2 Drachmen
desselben Oels ganz ähnlich verfahren wurde, gab bei den bösesten
Pfe rden dasselbe exwünschle Refultat.

Feuüdkirch, 13. Jan. Heute fnd eine sriedliche Revo—
—X
Sechshundert Mann aus der untecen Landschaft zogen nach dem
Landekhauptorte Vaduz und verlangten vom Landesverweser durch
Deputitte die Landtagsauflösung und die Zurücknahme des neuen
Münzgesetes, widrigenfalls sie den Anschluß an Deisterreich anstreben
würden. Ler Landesverweser versprach, einen Bericht an den Für⸗
sten zu entsenden, worauf die Demonsteauten in größter Ordnung
abzogen. ¶N, ir, Pr.)

Prag, 11. Jan. Bei der Ankunft Tichernajeffs begab
sich ein ergößliches Mißverständniß, indem Kapelmeister Suppe,
det nach Prag kam, um feine Operette „Fatinitza“? zu dirigicen,
im Wagen fur Tschernajeff angesehen und der Versuch gemacht
wurde, ihm die Pferde auszuspannen.

FGalatz, 42. Jan, In Kalafat veruͤbten rungn'sche
Soldaten an Marketendern und jüdischen Lieferanten ein Raub-
attenlat, wobei Letztere ffark mitzhandelt wurden. Die Untersuchung
ist im Zuge. (R. ir. Pr.)

f Paris, 14. Jan, Gestern fand der erste Opernball statt.
Dersilde war von 5000 Renschen desucht. Johann Strauß wurden
türmische Ovationen gebracht. Der Walzer „An dex blouen Donau“
nußte dreimal wiederholt werden. Die Einnahme des Bolles de⸗
rug 80,000 Francs. N. W. T.)

(Contra Wagner,) ZKetzten Sonntag ist im Concert
Pasdelonp zu Parin eine sonst gonz vortreffliche englische Pia⸗
aistin, Augusta Holmes, bloß deshalb ausgepfiffen worden, weil
das Publikum in Erfahrung gebracht hatte, daß sie eine begeisterte
Berehrerin Richard Wagnex's sei und den Festaufführungen von
Bayreuth beigewohnt hatte.

—rbeitseinstellung. Die große Zuckerraffinerie
in Nantes hat ihre Arbeiten aus Mangel an Rohstoff eingestellt;
indere Raffinerien haben ihdre Atbeit beschränkt; tausende don
Zuckerarbeitern ünd ohne Beschäftigung.

pMailand, 10. Jan. Die in der Nähe von Mailand
gelegene g oße Seidenspinnerei der Gebrüder Bongcossa ist in der
Nacht vom 8. zum 9. ds. Mis. gänzlich niedergedrannt. Schaden
ider eine Million Lire; 750 Arbeiter sind brodlos geworden. Die
Besitzer sind willens, durch einen provisorischen Nothbau die Arbeit
zu erwoͤglichen.

GBibraltar, 9. Jan. Hier hal ein heftiger Orkan
gewüthet. durch den zatzlreiche Schiffe untergegangen sind.

London, 13. Jan. In Shessield kam vorgestern die
erste Sendung von frischem amerikanischem Fleisch an. Ein Meßaet,
der aus Liverpool 100 Quarter erhalten hatte, stellie das omeri⸗
anische neben dem englischen aus und fast alle der vielen Hunderte
bon Zuschauern stimmien darin überernn, daß jenes das viel besser
genaͤhrte sei. Es ging reißend ab.

f Ein groß?s Eisenbahnunglück hat sich d'eser Tage in Jüt«
land zugetragen. Zum Reinigen der Bahn zwischen Aarhuus und
horsens von Schneewehen war ein Zug abzelassen, bestehend aus
nein Schneep lug, zwei Locomotiven und zwei Wagen mit hundert
Arbeitern. In der Nähe der Siation Hanfted brach unbemerkt die
duppelung der beiden Locomotiven, so daß sich zwischen denselben
jn Abstaud von 12218 Faden bildete. Als nun plößzlich der
Z3 ncepflug mit der ersten Lokomotive im Schnee stechen blieb, fuhr
ie zweite Locomotive mit voller Dampfkraft gegen sie und über
ie hiaweg, waährend der Tender sich in die nachsolgenden Perfonen⸗
vagen bohrte. 25 Mann, welche im vorderen Coupe faßen, wurden
urch den Stoß fast alle getödtet oder schwer verletzt, wahrend die
ibrigen in den eatfernteren Coupes mit leichiteren Verlegungen oder
zanz heiler Haut davon klamen.

4 Ueber die Folgen der strengen Kaͤlte, welche in diesem
Monat in Rußland geherrscht hat, gehen immer neue, betrübende
aeachtichten aus dem Innern ein. So schreibt man din Birsh.
es. Fus dem Ardalowschen Kreife der Rishnih:Nowgorodschen
Bouvernements; „Die harte Kälte, verbunden mit einem heftigen
Winde, welche in diesem Gouvernement in den letzten Tagen ge⸗
jerricht hat, wird wohl allen Bewohnern lange im Gedächtn'ß
leiben. An versch'edenen Punkten des Kreises und in Ardatow
eibst sind im Verlauf diefer Tage mehr als 30 Menschen der
dälie zum Opfer gefullen, die nicht gerechnet, welche, vom Un⸗
vetter auf freiem irelde überrascht, noch nicht aufgefunden werden
onnten und wabrscheinlich eingeschneit sind. In den Dörfern haben
die Leute stark von der Kälte gelitten, und nur wenige sind von
den Folgen verschont geblieben. In den Hospitälein der Land⸗
chaften ericheinen äglich Leute mit erfrorenen Körpertheilen und
zitien um ärztliche Hülfe.

FAdele Spitzeder, die frühere Leiterin der „Da⸗
hauet Bunt“, hat die Absicht nach Amerika zu gehen, um in New⸗
HYork das große Theater in der 14. Straße zu pachlen, in welchem
le mit einer deutschen Gesellschaft Vorstellung geben will. Aber
nicht nur als Directrice und Actrite will sie sich den Amerikanern
eigen, sodern auch als Märtyrerin, denn sie soll bereits einem
Theaterschrijtsteller den Auftrag gegeben haben, ein Siöck zu schreiben,
voria ihr Leben mit einem wahren Glorienschein gezeichnet werden
nuß. Die Hauptrolle in diesem Stüch, die Adele Spitzeder, wird
von ihr selber gespielt werden.

F (Das ameritanische Gebiß,) Ju Buffalo fand vor einiger
Zeit cine Nationalversammlung von Aerzien statt; dieselbe schildert
e Zukunft des menschlichen Gebesses in Amerika sehr düster. Dr.
Daboll bemerkte, daß ein sehr großer Unterschied bestehe zwischen
dex Beschoffenheit der Zähne aus der Zeit vor 25 Jahren und
er Gegenwart, und sich die Zähne mehr und mehr verschlechtern.
Dr. Barett behauptete, daß, wenn nicht die Forischritte in der
Zahndeilkunde gleichen Schritt h'elten mit der Verschlechterung der
zähne, urser Volk schon nach wenigen Generationen zahnlos sein
bürde. Winn die Verschlechterung der Zähne in gleichem Maaße
ortdaure, wie sie sich bis jetzt gezeigt, so müsse mil der Zeit eine
denderung in der Gesichtsbildung eintreten und die Lebensdauer
»ne kürzere werden. Die Herren Zahnaärzte empf⸗ehlen als Mittel
ür die gehörige Bestockung und Estwicklung der Zähe die An⸗
vendung von Hafermehl und geschrolene m Weizen und dergleichen
als Kindesnahrung,

Nechtspflege. Ein Restaurateur, welcher gestatiet, daß
von seiuen Gästen um die Jeche, weiche über daß Maß einer ge⸗
voͤhnlichen Zeche hinausgeht, gewürfelt wird, ist nach einem Er⸗
nntniß des Oberkribunals vom 15. Dez. 1876 wegen Gestattung
ines Glücksspiels in seinem Lokal auf Grund des 8 288 des
Strafgesetzbuches zu bestrafen.

Dienstesnachrichten.

Die Lehrstelle für Zeichenunterricht an der Studienanstalt und
dem Schullehrerseminar in Kaiserslautetn wurde dem Lehramts⸗
candidalen Karl Fischer aus Schweinfurt übertragen.

Iit vie Redacion veraniwortlich: F. X. Derr
        <pb n="32" />
        2 * J

Licitation.
Mittwoch, den 31. Januar
aächsthin, Nachmittags 2 Uhr,
zu Rohrbach bei Joseph Abel
werden die nachbeschriebenen Lie⸗
genschaften Rohrbacher Bannes
dor dem unterzeichneten, hiezu
zerichtlich beaustragten ek. Notar

Sauer der Abtheilung wegen,

zffentlich in Eigenthum zwer⸗

neigert, nemlich:
Pl.⸗Nr. 181. 7800 Dez.
Fläche, worauf ein Wohn⸗
haus mit Keller, Scheuer,
A
Durchfahrtsrecht durch den
Hof bei Pl.Ni. 189 ohne
die Scheuer, und Pl.Nr.
183, 7 Dej. Pflanzgarten
zabeit, das Ganze gelegen
zu Rohrbach an der Kaiser⸗
sraße neben Michael Rohe
und Valentin Weirich.
Pl. Nr. 303. 69 Deiim.
Acker in der oberen Spitz.
Pi.Nr. 616. 21 Dezim.
Acker in den Sehen neben
Balentin u. Peter Weirich.
Bl.⸗Nc. 1083. 60 Degim.
Ucker längs dem St. Ing⸗
berter Bann neben Johann
Rohe Wittwe und der
Banngrenze. —A
Vl. Ne. 1403. 32 Dej.
Wiese im alten Thal und
der Brückwiese neben Peter
Haberer beiderseits.
Pl.Ne. 1465, 1466 und
1467. 39 Dez. Acker in
den Bocksgärten neben Ur⸗
ban Jakob und Karl Hol⸗
weck Witwe.
Pl.:Nr. 2004. 51 Dezim.
Acker in der Glashütterflur
neben Cyristian Ritschh
beiderseits..
Pl.⸗Nre. 530. 35 Dezim.
Acker am Reichertsbruch
nehen Johann Wagner.
Pl. NAr. 533. 89 Dezim.
Acket allda neben Johann
Wagner.
Pl.⸗Nr. 366. 46 Dezim.
Acker auf der Neufelderah⸗
nung neben Georg Ruppi
und Peter Michaeli.

I. Pi.Nt. 387. 54 Dezim.
Acker ullda neben Jakob
Glafer und dem Weg.

2. Pl.-Mr. 1557. 26 Sezim.
Acker am Spieserweg veben
Johann Jaklob.

13. Pl. Nr. 1957. 46 Dezim.
Aner am Mühlenwäldchen
neben Urban Jakob.

Eigenshümer dieser Liegen-
schaften sied die Kinder und
Erben des in Rohrbach verlebten
Kufe:s Peter Adel des Blonden,
als:

1. Jatob Abel, Mitzger in
Niederwürzbach wohndaft, eigenen
Namens, sowie als Vormund
einer minderjährigen Geschwister
statharine und Maria Abes
dearn

4

2. Jobann Abel, Bäcker und
Virth, in Rohrbach wohnhaft;

3. Karl Abel, Bergmann, all⸗
)a wohnhaft ;

4. Valentin Abel, Ackerer,
zur Zeit in Forbach in Garnison;

5. Georg Abdel, Ber mann,
dermalen in Zweibrücken in Gar⸗
nison;

6. Peiler Bastian, Ackerer, in
Rohrbach wohnhaft, als Beivor⸗
mund obiger Minderjährigen.

St. Ingbert, 15. Jan. 1877.

Sauer, k. Notar.
Licitation.

Samstag, den 3. Februar
877, Nachmittags 2 Uher zu
5t. Ingbeit bei Johann Joseph
deinrich werden die nachbe—
eichneten Liegenschaften im Banne
on Si. Ingbert vor dem unter⸗
eichneten hiezu gerichtlich beauf⸗
ragtenek. Notar der Abih⸗ilung
vegen öffentlich an die Meist⸗
sietenden zu Eigenthum ver⸗
eigert, nämlich:

1. Pl. Ne. 532. 12 Dezim.
Fläche, ein an der Haupt⸗
straße zu St. Ingbert
stehendes dreistöckiges Wohn⸗
hans mit Stall, Hof und
Panzgorten auf der Meß,
neben Franz Jatob Edhr⸗
hardt und Gebrüder Siief.

2. Pl.“Nr. 271. 3 Dezimalen
Fläche, Wohnhaus und
Hoftaum; Pl.Nr. 272.
3 Dez. Garten dabei und
Pl.Nr. 4132. 15 Dez.
Acker. Das Ganze gelegen
in den Hobelsgärten an der
Blieskasteler Straße zu St.
In bert neben Witiwe Kopp
und Heinrich Soengler.

Pl.Nr. 4452. 548/10 Dezʒ.

Wiese im Allmend neben
Peter Badar.

Eigenthümer dieser Liezen
chaften ud die Witwe und
inder des früher zu St. Ing⸗
hert wohnhaft gewesenen. iu
Pirmasens verstorbenen Zieglers
deintich Ehrlich, als:

J. Kathatina Klehr, ohne Ge—
verbe in Pirinasens wohnhaft,
Wirtwe des Verlebten;

II. Die Kinder erster Ehe
des Verlebten mit Elisabetb
Heibel, als:

1. Heinrich Ehrlich, Ziegler
n Raßpfuhl bei Saarbrücken; 2.
Ddorothea Ehclich, Ehefrau von
Udam Schraß,, Taglöhger auf
)er Rußhutte bei Saarbrücken;
3. Mathias Ehrlich, Ziegler in
saßpfuht; 4. Elisabeth eEdrlich,
khefrau von Nikolaus Serda⸗
ius, Hüttenarbeiter in Pittsburg
n Amerika; 5. Johann Ehrlich,

Ziegler in Pirmasens.

III. Die zweilehel chen Kinder
des Verlebtean als: 1. Joseph,
2. Andreas, 3. Karolina. 4.
Friedrich, 5. Peler und 6. Ka⸗

tharina Fhrsich, alle noch min⸗
.

αI-

derjährig in Pirmasens domici⸗—
irt, welche ihre Mutler Katha
ina Klehr zur gesetzlichen Vor⸗
nünderin und ihren Halbbruder
Deinrich Ehrlich zum Beivor⸗
mund haben.

Sit. Ingdbert, 13. Jan. 1877
Sauer, kal. Notär.
Theater in Schnappbach
im neuen Saale des Herrn
M. Schneider, ausgeführt
von der Schauspielgesellschaft

in St. Johann.

Weizen 11 M. 69 Pf. Korn
9 M. 44 Pf. Gerste 2reihige
0 M. — Pji. Gerste Kreih.
0o D. — pj. Spelz 0 M.
— Pf. Spelzkern — V. —
Pfg. Dintel! — M. — Pifg.
Miischfrucht O M. — Psf. Hafer
7 M. 88 Pf. Heu M
Pf. Stroh 4 M. 75 Pf. Kar⸗
toffein 3M. — Pjf. per Ctr.
Weißbrod 194 Ko. 56 Pf. Korn⸗
brod 3 Ko. 82 Pf. ditto 2 Ko.
55 Pf. dino 1Kils. 28 Pf.
Gemischtbrod 3 Kilo. 97 Pf. 1
Paar Weck 190 Gramme6 Pf.
Rindfl. 1. Qual. 52 Pf. 2.
Qal. 48 Pf. Kaldfl. 48 Pf.
Pamfl. 52 Pf. Schweinefl. 66
Bf. Butter 1 M. 30 Pf. per Pfd.

Sonntag, den 21. Jantar
1877, Nachm'ttags A Uhr:
Hans Taps
oder: Zu Befehl,, Herr
Lieutenant.
Schwank in 1 Akt vo J. Schröder.
Hierauf:
Der Platzregen als
Eheprocurator
oder:
Das Schmaltöpfchen.
Lustspiel in 3 Aczen von J. Plötz.
Abends 28 Uhr:
Palast und Hütte
»der: Das Glück kommt
iiun Schlafe.
Lustipiel in Zuk,von Iv. Plötz.
Cassenöffnung 7 Uhr.
Anfang punkt halb 8 Uhr.
Preiso der Pläãtze:
Sperrsize M. 30 Pf. I.
Platz 1M. II. Ptotz 60
MVf. Gallerie 30 Mf.

Motio: Ihr habt
das Gute so nahe!“
dpitzwegerioh-
daft
allererst seit 1871 geprüft,
allerhöchst sanctionirt; rühm⸗
last bekannt, siche res, über
allen Zweifel erhabenes, ge—
wiß auch dankbares Mitte!
gegen Brust: Hals und
Lungenleiden, Brou—⸗
chial Verschleimung
Husten Catarrheree ꝛc.
Diee RMesultate sind über—
raschend. .
Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon 50 Pfg. 1 M.
und 1 Mart 50 Pfgs. in
Sit. Inabert bei Joh.
Friedrich aud in der
Fabrik von Paul Hahu
Dettelbach a. A. bei
Würzhura.

Frucht Brod⸗ und
Fleisch⸗Preise der Stabt
Zweibrücken vom 18. Jan.
G GARTIXFT. ACXHÂKDdDæ— 7 60c4 ——
Waerhrouerei St. Ingbert.
Heute, Samstag, den 20. Januar
irthschafts Rröffnung.
Hochachtungsvoll!
OSCBROIIIAI.
Anterleibs⸗Bruchleidenden
vird oie Bruchsalbe von G. Sturzenegger in Heris au, Canton
Appenzell, Schweiz, bestens empfohlen. Dieselbe enthält keinerlhe?
schädlichen Stoffe und heilt selbst ganz alte Brüche, sowie Mutter⸗
orfälle in den aAllermeisten Fällen vollständig. Zu be—
iehen in Töpfen zu Mark 5 nebfl Gebrauchsanweisung und Überraschenden
Zeugnissen sowohl durch G. Sturzeneg ger selbst, als durch die Nieder⸗
age von Dr. W. Strauß. Mohrenipotheke, Mainz. Auch ist Nä—
seres zu erfahren durch die Versendtstellen von Frr Böhm,. Kaifers⸗
a ufern und Farl Malacher in Carlsru—
Insera 4
ür die in der Violz erscheinenden Blätter, als: Dürkheimer
Anzeiger, Eilbote (Landau) Frankenthaler Wochen⸗
blatt,/ Gegenwart (Edenkoben) Kaiserslauterer Zei⸗
tung, Landauer Anzeiger, Ludwigshafener Tage⸗
blatt, Neustadter Zeitung, Pfälzischer Kurier,
Pfälzer Volkszeitung (Kaiserslautern), Pirmasenser
Anzeiger, Speierer Zeitung, Zweibrücker Zeitung
und Wormser Zeitung werden zu Originalypreisen besorgt
von der
Expedition des St. Ingberter Anzeiger.

EFhenso beforgen die Expeditionen genannter Bläiter Inserate

*

des Haseler Gesangvereins Im 21. Januar lf. Is. für deu
Entré 1 Mark. Bifeng 7 BVachmittags. St. Ingberter Anzeiger
—B&amp; uck, Wirtd. zu Oeiginal⸗Preifen Nae weilere Vergütung.
Redakttion Truck und Veriag von F. X. Temeß in St Ingbert.
        <pb n="33" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Dder St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntagt mit illustrirter Wei-
lage), erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Aboanementspreis beträgt vierteliäbtin
Mark 20 R.⸗Pfor. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts nit 15 Pf. fur die viergespaltene Zeile Blauschrift oder deren Raum. NReclanr ea
n inmnit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
58 11. 2 * J WBG Sonntaqg, den 21. Janrar ae n J J 1877.

1 JJ

J
9*
Deutsches Reich.

München, 18. Jan. Betreffs der Münzeinlöͤsung erließ
das Finanzministeriuun folgende Bekanntmachung: 1) Am 15. Fe—⸗
bruar 1877 wird die Annahme und Umwechslung der Zweithaler⸗
stlücke (Dreieinhalbguldenstücke) sowie der Drittelthalerstücke deuischen
Glprages beendigt. Nach diesem Tage werden die ovbengenannten
Münzen weder in Zahlung genommen noch umgewechselt. 2) Bis
sum 15. Februäar d. J. erfolgt die Umwechsslung bei jedein Rent—
aͤmt. Haupt· vnd Nebenzollamt', sowie bei sämmtlichen Kresslassen
gegen Reichsmünzen aller Gattungen, Reichskossenscheine und Ern⸗
chalerstücke. Dabei wird der Werth des Doppelthalers auf 6 M.
jener des Dritlelthalers zu 1 M. berechnet. 83) Mit Zweithaler⸗
früden und Drittelthalerstücken können bis zum 15 Februar 1877
auch alle Schulbigleiten an das Rentamt oder anderen Staatskassen
bezahlt werden. 4) Ducchlöcherte,“ verstümm⸗eite oder verfälschte
Mügzen obiger Art sind von der Annahme und Umwechelung aus-
zeschlossen. 5) Zweithalerstücke dsterreichischen Gepräges werden
bis zum 15. Februar if. J. bei den in Ziffer 2 benannten Kassen
zleichfalls umacwechselt.“ Es ergeht dater die Aufforderung, recht⸗
eitig umzuwechfeln, indem nur derjenige in Schaden gerathen wird,
welcher die Einloͤsungsfrist versäumt. IJ

München, 18. Jan. Wie uns mitsetheilt wird, wird

dem nächsten Budgetentwurfe ein zu Gunsten der Beamten in den
einzelnen Ziffern abgerundetes Gehaltsregulativ nach der erfolgten
Benehmigung des Königs beigelegt werden. —
Im laufenden Jahre sollen nach den Etatsrechnungen auf den
preußischen Münzstätten un Goldmünzen 475 Millionen Mark zur
Ausmünzung kommen, worunter 50 Viillionen in „halben Kronen“
(Funfmartstücke), 25 Millionen in Kronen und 100 Millionen in
Doppeltronen; an Silbermünzen 40 Millionen Mark, nämlich 20
Millionen in Zweimark⸗, 10 Millionen in Einmart⸗ und 10. Mil⸗
lionen in Fünfzigpfeanigstöcken. Fünfmarkstücke in Siiber werden
für dies Jahr also nicht mehr ausgeprägt.

Die gutachtl'chen Aeußerungen über den Patensgesetzentwurf
an Zahl nur gering, sprechen sich meist zu Gunsten des Entwurfs
aus, und so wird derselbe denn im Ganzen und Großen unver⸗
andert dem Reichsstage vorgelegt werden.

Frankfurta. M., 18, Jan. Bei der heute stattgehabten
engeren Wahl trug der Candidat der Demokraten, Holthoöf, mit
10,828 Simmmen den Sieg davon. Der notionalliberale Gegen⸗
randidat Varrentrapp erhielt 73544 Stimmen.
Elberfend' 18. Jan. Bei der heuté statthehablen engeren
MWahl siegte Prell (nvat. lib.) mit 14,4188 Stimmen gegen Hassel⸗
mann (Socialdemokrah), auf welchen 14,245. Stiumen fielen.

Die Sozialdemokratie, schreibt die ,Trudünmne“,
hat, sobald sie sechs Vertreter mehhtr gewinnt, auf der Tagesordnung
des Reichssstages festen Fuß gefaßt und wird den Reichstag mit
Anträgen überschwemmen, über deren jeden im güdst:gsten Falle
mitdestene eine sozialistische Rede angehört werden muß, Sie wird
dann diese Brandreden straffrei burch das Land verbresent vlirfen,
ohne daß die Behörden einzuschreiten hefugt sind. Dagegen helfe
nur eine energische Geenbewegune.

Ausland.

Paris, 16. Jan. Im ‚XIX. Sieècle spricht Edmond
About sein Bedauern aus, daß er die Elsässer zur Auswandetung
nach Frankreich aufgefordert habe, weil dadutch die Deutschen be⸗
lliumendeũ Einfluß auf die Wahlen gewonnen hätten. *

Bukarest, 18. Jan Ein Tdeil der rumänischen Kammer,
mgeheimer Sitzung bereinigt, beschloß. Alles aufzubteten, um für
den Kriegsfall zwischen Rußland und Türkei, Rumaänlen nicht mit
uin die Altion einziehen zu laffen.

Belgrade 18. Jan. Heute reiße General Dandeville mit
den letzten russischen Freuwilligen ab. Das Verlangen nach einem
Separatfrieden wird dier immer allgemein⸗ec. “7 (Fr. 3)
Konstantino pel, 18. Jan. Deb Große Rath vbeschloß
dem Vernehmen nach einstimmig, die Vorschläge der Mächte,, weil

der Integriiat, Uaabhängigkeit und Wuͤrde des törlischen Reiches
suwiderlaufend, ahzulehnen. W

Jasjsiy, 18. Jan. Alle getroffenen Maͤßnahimen lassen
darauf schließen, daß, wenn das russischt Heer den Pruth über⸗
chreitet, das tussische Hauptquactier hach Jossy! verlegt werden
vird. Für morgen ist die Ankunft mehrerer hober Offfziere des
usfischen Generalstabes angesagt, welche die noͤthigen vorhereilen den
Anordnurgen zu ireffen bähen.
—4
Bermischtes .

F Kaifserslauterne 17. Fan., Die Mitthe lung, daß
aus der Eisenbahn: Eir nehmerei-Kasse eine bedeutende Summe ent⸗
wendet wurde, ist vollssaändig erfunden. — Das Juchtpoltzeigericht
verurtheilte nicht weniger als 46 Bursche ven hier und gus, der
Imgegend wegen verbotenen Schießens in dec Neujahr snacht zu
e 2 Togen, Haft und Confiscation der Schießgewehre.n Ebensö
wurden einige Sonntagsschülex wegen; Besuchz, van, Tanzmusiben zu
dafistrafen verurtheilt.. cν 13 R. S) d
Der 97jährige Metzzersohn Moser auts Elnistein wurde am
2. d. im Walde dei Waldleiningen pon einem unbetannsen Manne
auberisch angepadtt. Das Bürschchen wehrte sich ader seiner Haut
o tapfer, daß der Räuber mit blutigem Kopfe, seine Flucht, exgriff,
—7In Rülz heim tritt der Scharlach epidemisch, auf. Von
50 datan erkrankten Kindern sind bis jetzt 3. gestorhen⸗ 66
Quitnba qh. Der erfie Pferdemarkte in diesem Jahre
indet am dritten Mittwoch im Februar (21) tait. Au. ae
Spvegyer 16. Jan. Die Doizdetsteigerung am 48. d.
ührte eiun unter den dermaligen Umständen nicht gehoffteh Resultqt
)erbei; während man darauf gefaßt sein mubte, unter, dem Erlos
jer Forsttaxe zu bleiben, wurden an diesem Tage ohne ——
jelder M. 838599, 50 Pf. gegen die Taxe von M. 2064..93 8
rlöst, also ein Meht von M. 987. 27. Pf.. Den Lomenantheu
m diefem Erfolge haben die Pappelstämme erzielt, dieselben, waren
u M. 117. 8.64 Pfe verauschlagt und etzielsen R. 1878. AbHe
nuch. fur schoͤnes eir en Nutzaplz. wurden sehr, guse Preise bezahn
und man metlie, daß unsere Sch sfdauet wieder meht Bestellangeg
jaben. . puns
7Speier, 18. Jan. Zu Witliedern des Kreia⸗Pidiciat
zusschusses sind, vom 1. Januar angefangen, auf die Dauer von
dier Jahren ernannt worden für die Pialz? ver Bezitkzarzte Medt
inalrath Dr. J. Beitinger in Frankenthab. die Bernrlsgrzte, Dr. J.
teish n Reustadt, Dee K. Martin ih, Sreiet und 5
n Kaiserziautern, der Apolheler Der K. Bernbeck in Germechei ũ
ind der Kreishierarg J. Go⸗ing n Sbietrꝰ T—
J Mänchen, 14. Jan, Vorgessern Abend 6, Uhr sücs in
yer Station Weiden ver don München kommende, Postzug 186 auf
wer zurückgeschobene Wogen. Der Zugführer bie Gefabe erten
iend, gab alsbald das Noihsingnal und die eingelegle Heberlein'sche
Bremsen braͤchtẽ den Zug sofort zum —* und somit wurde
ede Gefahr beseit gt. Die Locomolive; deren Kubbelung! gerisf en
vat, wurde defech 8 A,

7 Die Manchener Achlenbrauerei „Jumn Lowenẽ Foll far ver·
lossenes Jahr eine Dividende von Marht, 22Perr, Aet e, bezahlen,
wodei noch M. 40, 000 dem Reservefoads zugemtesen, erden,

t Vor einrigen Tagen statb in Bamberg eine an Melan⸗
holie leidende Frau sehr rasch, nachdem sie ä Stunden uvor in
elbstmoͤrderischer Absicht 1240 Schoppen Peitroleum getrunlen dotte.
Die borgenommene gerichtliche Sekton that uy doß das verschludte
Petroleum die Ursoche der raschen Todesarl war und somit werk⸗
iche Petroleumsvergiflung vorlog. Da dieler Fall big jch An der
Wifsenschaft einzig dasteht, wird er in der gelehrten Welt hohes
Initetesse erregen. —— —— J

FAus Franken. Gegen den Lieitenant Fuͤß! in Mez⸗
urg dessen Strenge den Esnjährig- Freiwlligen Lotzenberger zum
A
her Diensigewalt eingeleitet wordeunun.

424

3.
        <pb n="34" />
        fSaarbrücken, 19. Jan. Ein Handwerksbursche, der
gebenelt hatie, wurde gestern in der Herberge hiet verhaftet, wobei
zs sich herausstellte, daß der Verhaftete, Schuster seines Zeichens,
n Louisenthal noch in Arbeit steht und es gar nicht nöthig hat,
su betteln, letzteres aber aus reiner Lust und Liebe am Fechten“
Rennoch gethan hat und zwar mit Erfolg, denn man fand in seinem
Besitze ein erkleckliches Sümnichen in lauter Kupfermünsen. Man
meg h'ernach ermerken „wie übel angebracht oft das Mitleid ist,
welches derartigen Leuten zu Theil wird. (S. 3.)
FStrabburg. Ein angeblich englischer Agent hat in
jüngstetr. Zet in mehreren Gemeinden des Elsaß junge Leute für
die englische Arme anzuwerben versucht. Der Präsident des Unier⸗
elsaß richtet demzufolge an die Polizeibehörden seines Bezirkes die
Aufforderung, auf die Thaätigkeit englischer Werber ihr Augenmerk
zu richten und geeigneten Falles die gerichtlicht Bestrafung derselben
u veranlassen.
Heidelberg, 18. Jan. Für das nächste Universitäts
ahr (Osiern 1877 bis Ossern 1878) in Geh. Rath Dr. Blunischli
Jum Prorector gewählt. V
4 Die Reise um die Welt in 106 Tagen ist nach einer Mit⸗
heilung des Postarchivs bei den gegenwärtig bestehenden Postver⸗
bindungen möglich. Es wird ausgerechnet, daß wenn z. B. eine
Postlarte am 11. Juni aus Tilfit abgeht, dieselbe am 26. Juni
in Newyork, am 1. Juli in St. Frapciseo und am 31. Juli in
Honglong eintriffi. Von hier aus würde di⸗selbe am 12. Auguft
deiterbesordert und auf dem Wege über Ceylon, Suez und Brindisi
am 25. Sept., also nach 1060 Tagen, nach Tilsin wieder zurück⸗
fommen.
7 Aam 11. d. M. ssarb in Sheffiel de (England) eine
— aus Irland, Namens Nary Horau, in dem Alter von 106
Jahren.

Wie per Cabel aus New Vork geneldet wird, sind durch
das Aufbrechen des Eises auf dem Ohbio und seiner Nebenflüsse
plötzlich Hochfluthen eingetreten, wodurch in Pittsburg große. Ver⸗
heerungen verursacht wurden. Sieben Dampfer, 400 Kohlbarken
und andere Fahrzeuge erlitlen Schiffbruch. Der Schaden wird
zuf 2 Millionen Dollarẽ veranschlagt. In Cincinnatti wurde
Schaden in Höhe von 400,000 Dollars angerichtet. Großes Un⸗
heii wird auch fast aus jeder Siadt bis zur Mündung des Ohio
hinunter gemeldet. Hunderte von Scheffen wurden in ungeheuten
ressen von Treideis, die zehn Meilen in der Stunde zurückiegien,
den Fluß hinunier getrieben.

7 Reben den Sprengungen in Hellgate und dem Bau der
Kastriverbrücke ist gegenwärtig ber New Hoil ein drittes Werk in
Angriff genommen Worden, welthes kaum in minderen Grade als
vie beiden anderen zu einem Zeugnisse der hohen Leistungsfähigkeit
der amerilanischen Ingenieurkunst werden wird. Zum Zwecd einer
irecien Eisendahnverbindunç soll ein Tunnel unter dem Hudson⸗
Auß gebohrt werden, welcher New HYork mit dem festen Lande von
Rew-Jersey in unterirdischen Eisenbahnverkehr setzen wird. Zur
Decdung der Baulosten sind etwa 40 Mill. M. gezeichnet worden.
Die ganze Länge des Tunnels wird, der „D. Bau⸗-Zig.“ zufolge,
Awa 3.2 Kilometer betragen. Die Arbe ten werden Tag und
Racht ununterbrochen betrieben und wird auf beiden Seiten gleich

eitig gearbeitet. Die Tiefe des Tunnels unter dem Wasserspiegel
st iwa 2 Meter. Man erwartet, daß sich den Bohrungen keine
u großen Sdhwierigkeiten entgegenstellen werden, da man auf der
Ferfey City- Seite big jezt nur auf weichen Sandstein stieß und
arnach der Hoffnung ist, daß sich, diese Steinart beinahe durch
die ganze Lange des Tunnels eistrecken wird. Man hat Aus—
nauerung des Tunnelprofils mit Bachstein' in Aussichht genommen;
der Tunnel sell eine für 2. Gelese ausreichende Profilgröße er—
Jalten. — Während bis jetzt die Eisenbahnen in Jersey City enden
ind Possag ere und Frachten auf großen Dampffahrbooten nach
New- Yort hiuübergebracht werden müssen, wird in Zulunft die
Endigung der Bahnen in N w⸗NYork selbst staufinden.

.(Die Vieh-Könige von Texas.) Die Vieh—⸗
ucht ia Texas had in den letzten Jahten einen Aufschwung ge⸗
sommen, der an's Fabelhafle grenzt. Die Hälite des Gebietes
nancher Grafschaften westlich von Sar Anlonio Rider ist in Weide⸗
and verwandelt worden, während die Getreid felder mehr und mehr
erschw'uden. Auf der andern Seite geht der Viehstand inmer
nrhe in die Hände weniger großen Besitzer über, die man in diesem
Zinne nicht übel als die „Vieh-Könige“ des Laudes bezeichnet.
Nachen wir einige dieser Vieh ˖ Dynaslien“ namhaft! Die Herren
Allen und Sohn haben 40,000 Morgen Laudes mit 50,000
Ziück Vieh. Dieselben verjch ffen jährlich 20,000 Schafe. Herr
dowe, westlich von San Autonio River hat 40,000 Morgen
dandes und 120,000 Stück Vieh. MWatthews, Coleman urd
Maith-⸗ws in Rackport haben 200,000 Morgen Weidelandes und
30 8600 Stück Vieh, Herr King, westlich von Nueres River, hat
200,000 Morgen Weidelandes und 160,000. Stüch Vieh, sowie
10 600 Pferde und Maulesel. Herr M. Kennedy sein nächster
Nachbar, hat 190 000 Morgen Weidelandes, 8000 Pferde und
Maulesel und 12,000 Stück Vieh u. s. f.

Dienstesnachrichten.

Ernannt per 4. Januar: zum Privatvikare in Aufel Kand.
Zchollmay⸗r, zuletzt Pfarrverweser in Wörth, uud zum Stadtvikare
in Kaiserslautern Kand. Eduard hoffmann, zuletzt V'kar in St.
dambrecht.

Zur Bewerbung ist ausgeschrieben, mit Termin von 6 Wochen
»om 15. Jan. an, die erledigte Pfarrei Altenbamberg, Dekanats
Dbermoschel, und gelangen jetzt weiter zur Aussehreibung die erle⸗
digten Pfarreien Lambsborn iin Dekanate Homburg und Jetlenbach
m Dekanale Louterecken.

n Dien Germersheim erledigie Notarstelle wird vorläufig nicht
wieder besehzt.

Zum provisorischen Oberförster auf das erledigte Revier Laagen⸗
herg ist der Forstassistent C. Kaspare in Dahn ernannt.
Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Demeng.

2

Theater in Schnappbach
im neuen Sacle des Herrn
M. Schneider, ausgeführt
von der Schauspielgesellschaft

in St. Johaun.

Abends 28 Uhr:
Palast und Hütte
der: Das Glück kommt

im Schlafe.
dustipi⸗el in ZAkvon J.v. Plötz.
Cassenöffnung T Uhr.
Aufang punkt halb 8 Uhr.

Preise der Flãtzo:
Sperrsihe I. M. 50 Pf. L
—V—

224Gallerie 8FO Mf.

RheinischerTrauben-Brust-Honig
allein ächt von W. H. Zickenheimer in Mainz, dem
gerichtlich anerkannten ersten Fabrikanten und
Erfinder desselben, empfieblt in stets frischer Abfüllung unter
Karantie J. Friedrich, St. Inahert.
Sonntag, den 21. Januar
1877. NRachnutags A Uhr:
Hans Taph
oder: Zu Befehl, Herr
Lieutenant.
Schwant in 1 Alt von J. Schröder.
Hierauß:
Der Platzregen als
Eheprocurator
oder: —
Das ZAchmaltöpfchen.

Aufklebezettel
(Signirzettel)
auf Bahncollis, 100 Stüd zu 50 Pfg., bei Abnahme
von 1000 Stück entsprechend billiger, hat vorräthig
Die Buchdruckerei von F. X Demes
in St Inabert.

stranken Jeder Art rann aus
o ller Ueberzeugung due Anwen.
ꝓiz des —*— bewahrten
a Br. MAiry Raturheimethohe
eschriebenen Heilverfahren⸗ em⸗
fohlen werden Dieses in mehe
ils 60 Auft. erschienene, doo
tarke Buch kostern 1 Marken
st durch sede Puchzhanblung oder
reet von RNichter⸗ Verlage
anstalt in Leipzig zu beuehen
welch' Leßtere auf Verlangen
auch einen 100 Seit starken Ans.
an daraus pratis u. frauc⸗ zur
Prufung verfeane

Zwei Lehrlinge
werden anoenommen in der Druckerei dieses Blattes.
Icdaion Iima und Verlag von J. X. Demeß in St Ingsbert .
Biezu „illustrirtes Sonntagsblatt“ Nr. A-

Lusispiel in 3 Acten von J. Plde
—N — —
        <pb n="35" />
        Slf. Ingberler AAnzeiger.

— —
uSPàæàæà ò N
Se X
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2mal wöhentlichj mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei-

lage), erscheint wöchentlich piermal: Dieustag, Donueratag, Samstag and Sonntag. Der Aboanementeapreis vetragtl vierteljahrlich

l Marlk 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa,, von Auswärts mit 15 Pfi. für die viergespaltene Zeile Blaitschrift vder deren Raum. Neela nen
.. mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M I2. — ⸗ J Sienstaa⸗ den 23. Jann ar * J 1877.
— — —
—J—————
Deutfches Reich. —F J drängenden Wahrnehmungen hervorrufen konnten. Wir werden
Manschen, 20. Jann Za ineg St M. des Köpigs dann auch die außergewöhnliche, den normalen Bedarf weit über⸗
witd sit Generaladiutant Frhr. p. d. Tann zu den Leichenfeicre teigende Getreideaussuhr aus Ungarn nach Frankreich ols harm—-
lichkeiten für Frau Prinzessin Karl pon Prekßen nad Berlin be⸗ ose geschaftt che Spelulationenseben und dajauf perzichten, darin
geben, um den hohen Leidtragenden das Veileid Sr. Majellät zum eine Vorlehrung der französischen Intendanz zu erbliken.
Ausdruck zu bringen. F * v F —368 Ausland. ——— —
Berlin, 19. Jan. Der Reichsanzeiger“ lommt in einem Wien, 20. Jan. Das hochoffiniöfe „Wiener Fremdenblait“
Schreiben aus Paritz auf die Vesdachtigungen zurück, welche. die deröffentlicht die Zuschrift kines dipiomatijchen Gewährrmanus,
ranzosische Presse ubet die deutsche Orient Politit und die Haltung dach welchem in diesem Augenblicke die Beziehungen Deuuchtands
Werthers vei dir Kouferenz verbreitet. Der „Reichsanzeiger“ con— hu Frankreich gespannter seien, als seit Langem. Der vom deutschen
ftatirt, daß dieselben durch Pariser Briefe der „Agence Havas“ keichsanzeiger gestern publizirte „Pariser Brief“ sei ein neuer
und durch Depeschen englischer Zeitungen hervorgerusen wurden keulenschlag gegen Frankreich. Die außerordentliche Ertegung des
und betont, daß diese seme Notiz uüͤber die Haliung Werthers diesen Fürsten Bismarck sei auf die Entsendung des Grafen Chandordy
oeriodisch aufiauchenden Verdächtigungen ein Ende machen dürfte. ils Spezial Bevollmächtigter Frankreichs zur Konferenz nach Kon⸗
Berlhin, 19. Jan. (Manteuffel.) Die „Deutsche dantinopel zurückzuführen, da der Reichskonzler den Grafen Chan—
Reichs Correspondenz“ schreibt: In den verschiedensten Blättern tritt ordy wegen dessen berüchtigter Angriffe auf d'e deutsche Armee in
die Rachricht von dem Eintritt des Feldmarschalls von Manteuffel iner bekanuten Note aus Tours buterlich hasse. In Konstan—
in die russische Armee wieder mit großer Bestimmtheit auf. Wie mopel habe sich Chandordy auffällig um Ignatieff beworben, um
wir vernehmen, so sind die Verhandlungen mit Herrn von Man- in Zusamenwirken Frankreichs und Rußzlands in der Orientpolitik,
reuff ˖! wieder aufgenommen. Der letztere wäre nicht abgeneigt, den ait Aussicht auf spätere All'anz beder Reiche, zu Stande zu
Dberbefehl über die russische Südarmee zu übernehmen. Es soll ringen. Fürst Bismack, von diesen Ränken unterrichtet, habe
dem Feldmarscholl für den Fall eines Sieges eine dedeutende Do- ofort Gegenmaßregeln getroffen und den Freiherr von Werther in⸗
ation zug sich rt sein. Zu einem Abschluß sind die Verhandlungen truirte, die russisch⸗ Politik auf das Energischste zu unterstützen,
indessen noch nicht gedieben, auch würde es immerhin noch eine lleichzeitig aber sollte Frantreich durch publizistische Brüsdirung auf—
geraume Zeit bs zum Ausbruch des türkisch- russischen Krieges nerksam gemucht weirden, daß man in Berlin volle Kenntniß von
vdhren, nicht wegen der forigesetzten Ftiedensbemühungen der Mächle, emen Piänen besitze.
sondern wegen der Unfertigkeit der russischen Kriegscüstungen. Paris, 29. Jan. (Nach Montretout!) In der Gemeinde
Ein Cor'espondent' des Berliner Tageblattes“ schreibt: „In Barches bei Paris wurd⸗ gestern, wie alljährlich am 19. Jan.,
den Händen der deutschen Regierung befindet sich das Material das Undenken der in der Nähe dieser Ortschaft gelieferten Schlacht
einer gewaltigen Anklage gegen die Häupter der Ocleanisten, welche don Montretout durch eine fromme Wanderung nach dem über dem
auf den Umfturz der best henden Ordnung der Dinge in Frankreich Vrabe der Gefallenen eirichteten Deukmal gefeiert. Zum Unter⸗
zinarbeiten. In das gefährliche Komptot solen nicht nur Regie- dhiede von anderen Ceremonien derselben Art hatte aber diese einen
ungsmänner gerozen sein, welche das Berirguen des Macschallz in weltlichen Charakter, man berbat sich die Veitwirkung der
Prasidenten mißblauchen, sondern die Verschwörung erstreckt auch e sstlichkett und der Maire von Garches sptach an dem Denkmal
are Verzweigungen sogar in die Armee und Marine, und vom olgende Worte, über welche sich die Dupanloup'iche „Défense“ gar
Auslande werden die Fäden in Bewegung gesetze, welche die tünf- uicht genug entsetzen kann: „Bürger! Ich wende mich an Alle,
ae Aktion dem Prätenden Frankreichs in die Hände spielen follen. die Fraukreich heben. Ich bitie Sie, alljaährlich an e'ner Wallfahrt
Db ein Gebrauch und welcher von den Enthullungen über das iach diesem Monumente sich zu detheiligen. Haben wir doc, soast
riegerische Poogramm und das sonstige Rüstzeug der Orleanisten dr Wallfahrten nur zu viel! Hier gilt es, eine Pflicht gegen Die⸗
zemacht wind, ist uns bis zur Stande noch unbekannt. Aber enigen zu erfüllen, die nicht meht sind. Als man in Paris zum
vahrscheinlich ist es, daß die Repräfentanten der Macht in Frank- kampfe ausrückte, da waren alle Religionen vereinigt: Katholiken,
ceich gewarnt worden sind, Einfl sterungen Gehör zu schenken, broilestauten, Israeliten, alle waren Brüder und jeder Haß war
pelche den Frieden Europas ehrgeizigen Plänen zu opfern gedenken. jeschwunden. Wurum ist dem heute nicht mehr so? Schließen
Den Agenten der Ocleanisten an den fremden Höfen, gleichviel, vir unsere Reihen enger und wenden wir uns gegen den iunneren
ob sie zum Familieuverbande der Dynastien gehören, oder ob sie dJeind! Es lebe Feankreich! Es lebe die Republik!“ Ein ehe—⸗
Miuister“ oder Genetalsuniformen tragen, mag es immerhin ge- naliger Hauptmann der Nationalgarde, der im Käppi ersch enen
ingen, für die bevorstehenden kriegerischen Eventualitäten eine neue var und die alte Fahne des 7. Vataillons, die also einfach im
Bruppirung der Machte zu erfinden, welche die Hoffnungen der Zrivatbesitze fortzuleben scheint, in der Hand h'elt, rief darauf mit
Zriegspartei in Frankresch zu begünstigen scheint. Aber der prak— ztentorstimme: „Ich protestire gegen Ducrot, ich protestire gegen
iische und gesunde Blick ber leitenden Staalsmänner wird Europa Diesen uuwürdigen Generai, der uns beschuldigt hat, in der Schlacht
davor bewahren, daß der Kanonendonner an der unteren Donau 'on WMöontretout betrunken gewesen zu sein!“ Die Auwesenden be—⸗
das Signal zu weiteren kriegerischen Komplikationen geben könnte, udigten diesen sonderbaren Redner durch einige wohlgemeinte Hoch⸗
auf welche die Coterie der Orleanisten ihre Verschwörungs- und rufe auf die Republik.
Umsturzpläne stützt.“ Konstantinopel, 20. Jan., 10 Uhr Abends. In der
(So weit unser Gewährsmann. Wir selbst theilen diese In⸗ jeutigen Sitzung der Konferenz eröffneten die Vertreter der Pforte
forinationen nur unter größier Reserve mit und enthalten uns beim en Bedollmächligten, daß die am Vontag ihnen überreichten Vor—
ootläusigen Mangel anderweitiger Besttätigung bis auf Weiteres hläg? der Konfererz von dem Großen Rath zurück;ewiesen worden
jeden Urtheilz. Red. des „Berl. Tagbl.“) eien und der Sultan diesem Beschlusse seine Zustimmung ertheilt
Berlhin, 20. Jan. Die „Nordd. Allg. Ztg.“ druckt heute jade. Unter den Vorschlägen seien allerdings einige, welche mit
die an ein Schreiben aus Paris anknüpfende Mirthellung det dec Verfassung vereinbar seten und über die sich eine Verständigung
zestrigen „Reichsanzeigers“ ab und kuüpft daran folgende Aus- rzielen lasse. Auch sei die Pfotte bereit, dei der ersten Ernennung
lassung: Wir wollen die Hoffnung des „Reichsanzeigers“ hinsicht⸗ zon Provinzial-Gouverneuten den Mächten officiöse Mittheilung
ich des Wiederaufhörens der periodisch auftauchenden Verdächtie ugehen zu lassen, und ferner, an d'e Stelle der ßon den Mächten
zungen der deutschen Regierung theilen und, wenn sich diese Hoff⸗ derlangten internationalen KontrolKommission eine gemisch'e ein⸗
aung erfüllt, auch gern die Bedenken schwinden lassen, welche die eimische, halb aus Mosamedanern, dalb' aus Christen bestehe de
ehen der Anitation dir französischen Vrisse gleichzeitig sid aufe Toüli' si da zuun Jizen. De Hoanferena ertlätte über diesen Gegene
        <pb n="36" />
        vorschlag nicht in Unterhandlung treten zu können, worauf Ignatieff
die Pforte für alle Folgen verantwortlich machte und die Koßferenz
geschlossen wurde. Die Unterfertigung des heutigen Protokolls er—
folgt morgen bei dem österreichischen Gesandten Grafen Zchy. Die
Botschafter Deutschlands, Renßlands und- Oesterreichs reisen am
Dienstag ab; die anveren Bevollnächtigten werden ihuen bald darauf
folgen.

Petersburg, 20. Jan. (Hoftruuer.) Wegen Ades Ab⸗
lebens der Prinzessin Carl von Preußen wurde eine 141tägige Hof—
rauer, von 18. Januar ab, angeordnet. — GroßfürftWladimir
reiste gestern zur Beisetzungsfeiet nach Berlin.

— GRüstung.) Von der Süd Acrmer sind 6 Brigaden
Jäger, 70 Geschütze, 2 Divisionen lejchter Cavallerie und. starke
Sappeur- und P.onir⸗Abtheilungen hart au den Pruth gerückt,
über welchen bereits eine Pontonbrücke probeweise beschlagen würde
Nach der Ueberschreitung des Pruth wird das rus'sische Haapt⸗
quartier in Jassy aufzeschlagen. Tie Kosaken der Südarmee bilden
mit entsprecheuder Artillerte ein combinirtes Corps. Die zur Ver⸗
ttärkung der Südarmee bestimmten Arniercorps aerden als Reserde
in Podolien und der Ukraine aufgestellt.

Auch die kaukasische Arnee wird andauernd durch neue Truppen-
heile vperstärtt. Der Ober Commandaunt General Adjutaut Loris—
Melikoff forderte gegenüber der stetig auwachsenden Slarke der für⸗
lischen Armee in Urmenien noch weilere 40,000 Mann. In St.
Petersburg sind de Gründe dafür wohl gewürdigt worden und
vird die ber Auxandropol concenkrirte Armee die nothwendigen

Verstärkungen wohl bdis Ende dieses Monats bereits erhalten haben.
Der Stand des Heeres dütfte sich dann in folgender Weise dar⸗
stellen: An regularen »Truppen 184,000 Maun Infanterie und
Artillerie, 18,600 Mann Cavallerie und' Trainsoldaten, 1760
Mann Pioniere und Genietruppen und 288 Feldgeschütze. Diese
Armee dürfte staak genug sein, um die Offeasive ergreifen zu können.
uUm 17. Jan. wurde in Tiflis begonnen, Behagerungsgeschütze von
dort und Katais nach der Grenze zu brfördern. Es werden zwei
zroße Parks zusammengestellt, wahrscheinlich für den Fall der Be—
lagerung von Kars und Erzerum. Batum dürfte wur cernirt
werden. Wie man hört, ist der Generalfltabs Chef Generul Du—
howloj kein sonderlicher Freund des Festungskrieges und plaidirt
sür eventu lle Cernirungen der tütkischen Festungen.

als der Mörder glauben konnte, die Frau trage den Erlös der
duh bei sich; sie hatte jedoch nur ca. 12 M. abschläglich erhelten.
Man darf auf den Ausgang der Sache um so gespannkter sein,
als neuerdings mehrere Angriffe auf Personen und Eigenthum in
jener Gegend vorgekommen sein sollen.. *N. W.);

F Aus Gerbach wird von kiner seltenen Jagdbeute genel—
det, welche Bürgermeister Heinz daselbst vor einigen Tagen gemacht.
Derselbe schoß nämlich zwei Füchse, wovon der eine nur 8 Beine
atte und dem andern die Ohren gestutzt waren.
rMünchen, 18. Jan. In der föchillerstraße tdotete sich ein
inger Mann aus Norddeutschland, Kunfischüler, 20 Jahre alt,
nitielft eines Revolverschusses, nachdem er sein Zimmer auf das
Phautastische te hergerichtet hatie. Er— verhängte-die Fenstermit
orhen Draper een, err'chtete einen Thron nebsn Theonhimmel, bes
nalie den Plafond mit Mond und Sternen und jagte fich“ nach⸗
»em er 6 Wachskerzen angezüudet und auf dem Throne Platz ge⸗
iommen hatte, die tödtende Kigel ins Herz.

F Berlhin. Ein Duell auf Pistolen fand zwischen dem
daufmann Hans v. Scriba und dem stud. juris Sierich am 11.
d. M. wegen Zegenfeitiger Beleidigung in, der Juugfernhaide statt.
Eisterer erhielt dabei Einen Schuhß in den Unterleib, an welcher
Perletzung er bald darauf im Augusta-Hospital versarb.

F M.“Gtaddach, 16. Jan. Heute Nachmittag ist der
von Aachen kommende Personenzug auf der hiesigen Station in
inen Rangierzug gefahren und find, soweit dig jetzi ermittelt,
bPersonen getödet und 15 schwer verwundet worden. Viele Wagen
vurden zertrümmert und herrscht aus dem Bahnhof ein wüstes Chaos.
t Cillli (Sie erwark) 15. Jan. Heute wurden du'ch einen
Felcsturz bei Steinbrück diei Häoser verschüttet und unter deren
Trümmern zwölf Menschen begraben.,

7 Bern; 20. Jan. Gestern wurde das nahe an der.
chweizerischen Grämze im Tepartement Doubs bei Pontarlier duf
in em steilen Bere gelegene olte Fort Jour nebst der vorbe'füh—
enden Etienbahn durch eine Tyneamit-Expiosion vollständig zerstört.
Bis jetzt sind 10 Todte aus den Trümmern ge raben; die Zahl
der Verwundeten ist groß.

(Exphosion.) Am 18. Janunar hat in dem Fort
Lormont bei Pontarlier, bei Gelegenheit der Wegräumung von
Dynamit, eine Explesion stattgefunden. Die Personm, welche diese
Dperation leitete, sowe sechs Ardeiter vom Cibil wurden getödtet,
drer Sodalen von der Wache schwer verwundet.

F Brüssel, 21. Jan. (Arbeits-Einstellung.) Der „Inde⸗
zendance Belge“ zufolze haben die Spenneree-Arbeiler zu Toth un—
veit Brüssel die Ardeit eingestellt und sind in Folge dessen Ruhe—

törungen vor ekommer. Eine Abiheilung der Brüsseler Gensdar—
merie st nach Loth abgesendet worden.

— —
RVermischtes.

4St. Ingbert, 22. Jau. Aus den Siandesregistern
von St. Ingbert vom Jahre 1876 fird zu verzeichnen: Ehe⸗
chließungen 102, Geburten 502 und Sterbfalle 221. Es über—
steigen sonach die Geburten die Sterbfälle um 28. Auf 1000
Einwohner kommen in diesem Jahre 55 Geburten, während z. B.
auf dem Gau in der Reget nur 80 pro 1000 angenommen
werden können.

— Bei der am 20. d. M. im Sliadthause dahier abgehal—
tenen Wahl! der Bivollmächtigten für den Penßonsverein der
Lehrer wurden für den Kanton St. Ingbert J. Baron, Lehrer
in St. Ingbert und J. Ast, Lehrer in Eusbeim, als Vertraucus-
männer, dann M. Kreitzz, Vehrer in St. Jugbert und J.
Bauer, Lehrer in Oberwürztbach als Ersatzuänner gewählt.

fKaiserslautern, 20. Jan. Gestern schoß Herr
Mühlenbeßtzer Leppla in der Nahe der Siebenbauermühle zwischen
Bruchmühlbach uund Miesaun einen Schwanen. (st. 3)

Am 18. ging eme Frau aus Alseuzbvorn nach Hoch-
speier, um ihre Kuh, wilche sie mit sich führte, dase bst zu ver⸗
faufen. Näach abgeschlossenem Handel trat die Frau un4 Uhr
Nachmitlags den Rückweg nach ihrem Heima'hrorte Ausenborn an,
kam daselbst aber dis jetzt nicht zurück. Da man annehmen mußte
es sei ein Verbrechn anu tihr begangen worden, so durchstreiften
ca. 40 Männer aus Alsenborn am 19. die ganze dortige Gegerd,
ohne bis jeßt irgend zine Spur von der Vermißten aufgefuden
zu haben. Die Vermuthung eines Raubmordes liegt um so näher,

Für die Redaction verantwortlich: F. X. Deme tz.

7* t ss A 3 welche von Zeit zu
Lrotz ũ er ugri e, Zeit von ——
Perspnen gegen Dr. Airy's Narrheilmethode losgelossen werden,
ha fich des vorzügliche populär⸗ medicinische Werk und das dar'n
o.sbprohene Heilverfehren immer nene Anhänger erworeen und in
miner mesteren Kressen günstigste Aufnahme gefunden, was schon
araus bervorgeht, daß dasselbe bereits in mehreren fremden
-zprachen gedruckt werden mußie und schon über 60 Auflagen ere
ebt hat. Wir glauben daher auch nur im Interesse der zahlreichen,
iach Hilfe — Heilunç verlaugenden Kranken zu haäandeln, wenn
vir ihnen auf Grund dieser Thatsachen und der zahlrerchen glän⸗
enden Zeugusse dieses, nur 1 Mark kostende Buch driingend zur
Unschaffunuud Daruach ichtung empfehlen. Um nun abder dutch
ihulich betitelte Bücher nicht irre geführt zu werden, verlange man
rusdrücktch: Dr. Airy's Naturheilmethode, Original-
rusgabe von Richtei's Verlags Anslalt in Leipzig.

,X ,hàä M XOä äOX. X Ä,XËX X

1 —

— —
— üü⏑
J v v F —

Arbeiter-Bildungs-Verein.

Wie bereits schon mitgetheilt, wird Aes kommenden, Mai de
Lokal Gewerbe Ausstellung vorgenommen.

Es geht deßhalb ag alle diejenigen Gewerbtreibenden, welche
dis jetzt noch nicht deflnt v zugesagt haben, daß sie sich an der
Ausftellung belheiligen, oder welch aus Versehen nisdt persöulich
aufgefordert worden, die freundliche Einladung, falls der Bethei—
ligung hre Z sage mit Angabe der Ausstillungscegenstände bis
ommenden L. Marz bemm Vorstande des Aussstellungs-Comi'és,
Seifensabrikant Schmitt hier zu machen.

Sit. Ingbert, 20. Januar 1877

Frisch angekommen:
Messina-Citronen u.
do. Orangen

IJ. Peters

— eßs

PVBlie
*
Zuch- unch 8tein-
druekenei
von
F. X. DEMBTZ
mpfiehlt sich zur eleganten An-
fertigung aller in dieses Faeh
einschlagenden Arbeiten, als:
IVechsael, Circuluirs, Visit-
—D
ccarten, Plctcute, Vein- u.
Iuανι E “cuettes, ITeche
nuangen u. s. v . 8. u.

— — —
Fin
Einspänner-Wagen,
Fagen, Pflüge und sonstge
Acker eräthschaften hat zu ver—
Yochcchlunge voll kaufen Frau Wittwe Hager
Das Ausstellungs-Comité. vis-a-vis der kath. Kirche.
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demer in uvert

σσαäæääRÄXO XäæOMRAMMDAàÿàäuààXôÛä Eä QrĩααEüX«
        <pb n="37" />
        * —A
J —AV——
26 228 0 ———— *5352*
2⏑2 — — — — 38 * 553537— 38 *
—7 —— 55 —225555—
23558 5858 3533253 —3533.
—2552227 —— 55353355 * 55 —A —— 5z5275
3 3557 252 8 535 53555 82838
5255353 —525 —A ——27 3*89 — — 32552385 523335
2352 ———— 2 — —— —22 7 3 — 75* 7. —— 3 7 S2 5
—8372 — —— 5—2 5 5—53855375 — 5 2316 I5325 *27
2323 1533*63 —86* — —— 5553 5 8 25355 227
— 833 — — z7—225 5558 — 3 —A———
538 2 — 288 2 — —562 22 — 2 7
3553556 ——
— 532222 2325 * 5
J 22352—555 — 5
522— 222 2 2* 2 * — —2— * 2 22 —88 — —
3737 33 38338
32253 — Ae —225 — —* — — 222 —5 2
838325537 —— 2 38 63 33
* * 5*8* 23 23338—33838 —233383233833— —
5532 32 33 — —328233 3535753—85 323233256
—A—— 725 A 253888
—575—5 33335252 595258 2 238875 —32533 2 8
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5 38253 535 835 — 22 — 1523532383
5 25 —A * —z325*23572 7 227
—2222522 2355858—33 5223 — — 3*
—A—— — 5. 7 — —X 2222 —
*2585 2823 2—58883 * * 238355 5335255
3 * 3 —* 2 22222
2 —* 55 * 2.*2 * 23 535.3527 *535 *.
2235 8 —2 * 8 228 — — 2. * * 255825
532 250 2S 5*5 2 557338
5528335 —73— 85 — 522 — 23272
2* ——— *52 538755558 D8 — 23 3 — 52
* 228— 2 * 2228 2. S· 8 —— — 8
2522 5z2833535 2 2222 — X 2.5 2
— 7 — 2 * 3 — —8
2558375 *5 55* — —
8 55833235 22838 5538 2353532
J — — — 2— — ʒ 7 — 77
— *53 32833 3 88 32538 25 555325
2 *58 8*23 — 7 3233 2·82 223535. 5733
5* —— 5*5 257 2 *5 *22 23553 *
— 13.32 — 8 * 23 ß 272523
Zs 228 7233 35389538 223 98 28888
88385525 3233523388 —— 73333353
* — — — 2 3 2 2 2
s533238 6038 333 222 55535233
2. * ——* — — — F
3233 52727 45353353337 2 2 2 77 78
—* —— —— 3333258
557—235 — 3 22—72335*
3 5522 32223
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        ⸗ 2 9 v
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Der St. Jugberter Anteiger und dar (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntagt mit illustrirter Bei—
lage), erscheint wöͤchentlich viermal: Dienstag, Donuerstag, Samstag und Sonntag. Der Aboanementspreis beträgi vierteljahrlich
1 Mark 20 R.⸗Pfz. Anjeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 13 Pfr. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnete.

m
4313. — 7 —— Donnerstag, den 28. Januar 4 — * 1877.
e — 32
— eeA
eutsches Reih.

Mänchrn, 215 Jan. Am Sitze der Geueraldirektion hat
unter Zuziehung von Delegirten der Handels- und Gewerbekammer
gestern eine Conferenz über Herstellung eines einheitlichen Eisen
hahufrachttarifes in Deutschland stattgefunden. Die Berathung
dauerte mit lburzer Unterbrechung von Vormittags 10 bis Nachts
gegen 8 Ubr, Einslweilen lähßt sich mittheilen, daß die Taxen,
werche die Generaldirektion derek. Verkehrsanstalten vorschlägt, zu
dea billigsten gehören, welche d'e verschiedenen Stellen in Vor⸗
schlag bringen; namentlich werden dou der preuß jchen Regierung
mit wenia Ausnahmen höhere Frachten beantragt.

Nürnuberg, 283. Jan. Bei der gestrigen Stichwahl hat
der Forischrittsmann Frankenburzer mit harter Mühe gesiegt: er
erbiein 12,676 Stimmen, dagegen der Socialdemokrat Grillen⸗
berger 12,090. In der Stadt hat Fraukenburger 9744 Stimmer
erhalten, Grillenberver 7750; die ländlichen Vezirke Und die Vor—⸗
städte aber brachten den Sorilisten solche Verstärkung, daß die
Differenz von 2000 auf 600 sank.

Aachen, 23. Jan. Bei der engeren Waohl zum Reichstag
wurde Max von Blegefeld (klerikal) gewählt.

Ausland.

Paris, 20. Jan. Man erwartet hier die Veröffentlichung
eines russischen Manifestes, welches Europa auffordert, gemeinsame
Zwangsannahmen gegen die Türkei zu treffen. In der diploma⸗
tischen Welt ist man uneinig darüher, ob man in diesem Vorgange
einen versteckten Rückzug oder den Bezinn einer ijolirten Altion zu
erblicken habe.

Paris, 22. Jan. Der „France“ zufolge sollen die „Miß⸗
verständnisse“ mit Deutschland größtentheils durch freundschaftliche
Auseinandersetzungen geebnet sein. Auch die übrigen Blätter führen
eine gemäßigte Sprache. (Fr. J.)

London. Ueber die heutige See nacht Großbritanniens br'ugt
das preußischeeilitär⸗Wochenblatt“ mehrere Artikel. Darmn
heißßzt es: Wenn wir den Effektiobestand der englischen Flotte sum⸗
mn ren, so finden wir, daß Großbritann'ens Seemacht besteht aus:
30 Panzerzreitseitsch ffen mi! 427 Kanonen, 14449 Mann; 13
Pan erthurinschiffen mit 49 Kanonen, 2894 Mann; 16 Fregatten
mit 371 Kanronen, 7760 Mann; 26 Norvetten mit 400 Kanogen,
6800 Mann; 34 Schaluppen mit 215 Kanonen, 5200 Mann;
55 größeren Kanonenbooten mit 221 Kanonen. 4097 Mann; 20
stanonenboorsen zur Küsten-Vertheidigung mit 20 Kanonen, 5009
Mann; ein Torpedoboot nit 30 Mann; zusammen 195 Schiffe
mit 1703 Kanonen, 41,730 Ptann. Eine in jeder Hinsicht ge-
waltige Seemucht, die sich mit Recht eine Beherricherin der Meere
nennen darf.“ Diefes unumschränkie Lob, welches das Organ der
preußischen Militärkreise der englischen Macht spendet, siiht in
recht schroffem Gesensatz zu der kritischen Bemerkung, mit welcher
dasselde kürzlich die russische Machtentfaltung glossirte.

Athen, 23. Jan. Neun brit sche Panzerschiffe untker dem
Obercommando des Viceadmirals Drum nont sind im Pi'raus vor
Anker gegangen. Der Herzog und die Herzogin von Edinburg
werden aus Malta h'er erwartet. Marquis Salisbury und Elliot
werden nuf ihrer Heimreise von Konstautinopel hier ducchpassiren.

Die Kriegsbeceitschaft der türkischen Armee ist so ziemlich
durchgeführt. Nach Daten aus türkischen Quellen beträgt die otto⸗
manische Streitmacht in ganz Bulgarien 184 Bataillons Nizams,
76 Bat«illons Redifs, 21,000 Pann Cuovallerie und 292 Ge⸗
schütze. Das Bataillon Nizams darf zu 600 Mann, ebenso stark
das Redif Bataillon angenommen werden. Im Ganzen darf die
Zahl der Combattanten quf 146,000 Mann veranschlagt werden.
Dabei sind die Irregulären und die noch immer eintreffenden
Reservistet nicht witgerechnt. —

Petersburg, 23, Jan. »Der „Golos“ hebt als wichtiges
Resultat der Couferenz hervor, doß die Tütkei vicht mehr als cu⸗
ropäische Macht dastehe und Europa nuumehr jder Pflicht entbunden
sti, die Inseagruäändes muselman schen Re'ches zu schützen. Seit

Sonnabend sei die orientalische Frage in eine neue Phase eingetreten,
nndem die Pfjorte durch ihre Ablehnung alle Folgen des Pariser
Friedens vernichtet habe. Fortkan könne die eventuelle Einmischung
rgend welcher Macht in die kürkischen Angelegenheiten nicht mehr
ine Verletzung der internationalen Verträge bedeuten. Ter „Golos“
chentt den in Konstantinopel verbreiteten Gerüchten, die Türkei
eabsichtige in ein separates Einvernehmen mit Rußland au treten,
ein Verirauen.

—
Vermischtes.

FPirmasens. Unsere Bezirks-Industrie- und Gewerbe⸗
Ausstellung wird nunmehr bestimmt im September ds. Is. Statt
inden.

eirhheimbolanden, 17. Jan. Folgende Wechsel⸗
Betrugs⸗Geschichte ist, wie übereinstimmend erzählt wird, hier vor⸗
zekommen und mag zur Lehre und Warnung für Andere hierdurch
Veröffeutlichung finden. Ein hiesiger Geschäftsmann K. war an
rinen Auswärtigen für bezogene Waaren 180 M. schaldig. Der
Släubiger erschsen bald darauf persönlich bei K. und machte ihm
den Vorschlag, er möge ihm ein Wechtelaccept über den schuldigen
Betrag statt Baarzahlung geben, womit K. einverstanden war.
Der Wechsel wurde ausgefertigt, war aber ecst bis zur Vertrags⸗
iffet 180 im obern Theile des Wechfels ausgefüllt, als es dem
auswärtigen Geschäfismanne, nachdem er auf die Ugr gesehen, ein⸗
isl. daß er sofott zur Bahn gehen müsse, um den Zug nicht zu
erjäumen; K. solle deshalb vur schnell das Accept unterschreiben,
er, der Auswärtige, werde das Uebrige nachträglich ausfüllen.
So geschah es auch. Am Verfalltage aber wurde dem K. der
Wechsel pcäsentirt, lautend auf einen Betrag von 1800 — nicht
180 M. VDer ursprünglich 180 lautenden Ziffer war noch eine
sull angefügt und der bei Unterzeichnung des Acceptes noch nicht
zeschriebene Betrag in Worten mit „achtzehnhundert Mark“ an
hetr. Stelle ausgefüllt worden. Der Inhaber des Wechsels aber
jatte, nahdem er sich in dessen Besitz gesetzt und ihn, wie oden
zeschr eben, ausgefüllt resp. gefälscht hatte, nicht Eiligeres zu thun,
ils den Wechsel zu discontiren d. h. gegen baares Geld an einen
Dritten zu verkaufen, der nun von K. den Betrag des Wechsels
nit 1809 M. fordert. An einem der Beiden wird der Verlust
qJängen bleiben. (N. W.)

7 Kaiserslautern. Der Stadtrath hat am 22. d. die
Anstellung von weiteren 5 Volk schullehrern beschlossen.

Vom mittleren Gebirg, '20. Jan. (Weiapreise.)
87 4er das Fuder zu 1000 Liter 228 - 240 fl, 1875er 145 fi.
Trammer 245 fl. Der 1876er, welcher im Herbste us 178 fl.
von der Kelter verkauft wurde, ist in Folge der geringen Nach⸗
rage auf 155—160 fl. heruntergegangen. Was seine Qualität
zetrifft, so wird et die des 187 4ers sicher nigt erreichen und die
des 1875er vielleicht nur um Weniges übertreffen.

fHerxrheim, 19. Jan. Ein zwischen Fuhrmann B.
ind Bierbraver Br. abgeschlossener Accord bildet gegenwärtig hier
den Stoff zur Unterhaltung. Fuhrmann B.' hat nämlich vor einigen
Tagen in Gegenwart mehrerer Zeugen mit Bierbrauer Br. den
Bertrag gemacht, dessen Eisbedarf für dieses Jahr — 600 Kubik⸗
neter ⸗ um 1000 Mark in den Keller zu hiefern. Bierbrauer
Br. bestett nun darauf, B. müsse ihm gemaß des Vertrags seinen
)iesjährigen Eisdedarf liefern, und wenn er es aus der Schweiz
nerbeischaffen müsse. Wenn es nun auch bei uns noch Eis genug
zeben kann, so bleibt es immerhin für Fuhrmann B. eine höchsfi
ingünstige Speculation. Denn im besten Fall, wenn B. dieses
kis in der nahen Klingbach brechen kann, dürfte er taum seinen
Taglohn herausbringen.

TSaarbrücken, 24. Jan. (Diebstähle.) hier machen
ieit einigen Tagen mehrere am hellen lichten Tage verübten Haus⸗
diebstähle von sih reden. So wurden namentlich einigen St. Ar⸗
aualer Milchfrauen die Körbe geptliudert, welche sie vor den Thüren
ibree Kauden stehen gelassen datten, Einem Zäckermeistee wutden
        <pb n="40" />
        an ein und demselben Tage ein großer Topf mit Mehl und Abends
ein solcher mu Essighefe gestohlen. Der oder die Thäter dieser
Diebstähle konnten bis getzt noch niht ermittelt werden; wahr⸗
scheinlich ild es arbeitsscheues-Gesindel, welches sich in lehler Zeit
wieder stärkler als früher in hiefiger Gegend umdertre dt. (S. 3.)

fSt. Johann, 23. Das Siaährige Töchterchen
eines heefigen Kupferschmiedmeisters wurde heut. Nachmittag 8 Uhr
um Eingang der Faßsiraze durh ein Fuhrwerk niedergemorßen,
und erlitt durch die üher seinen Kobf weggehenden Roder jo gräße
liche Verletzungen, daß der Tod jofort einirat,

F München. Nach einem Restript des Kulfugminister ium
sind die Hauptlehrer an den Präparandenschulen nachdem ihnen
durch die allerh. Verordrung vom 17. Aug. 1876 alle Rech
and daher auch die Pensiousrechte der Segatsdieuer potz 1. Jun.
1877 an eingeräumt worden sind, vom leßzigenannten Zeitpuntte
an tur Thrilnahme an den gesetzlichen Kreisunterstützungsverernen
für dienstuntaugliche Schullelezrer weder berechtigt, noch verpflichtet.
, Das Kreisgericht zu Saalfel d hat' einen Fkeischer und
dessen Ehefrau aus Poßneck zu 180, bezw. 100 Mait Geld⸗ und
edent. 7. dezw. 4 Wochen Gefaingn ßfitafe verurtheilt, weil dieseiben
rrichinenhalti e Schweine verarbeitet und verkauft haiten. —

F In Ebersheiem bei Mainz wurde am Abend des 18
ein schändlicher Bubenstreich verüdt. Ein Bursche schoß in daz
fFFenster eines Israeliten, wobei er jedoch nur die VPetroleumlampe
raf. Diese zersprang, das brennend e Oel ergoß sich ouf die am

cische sthende Tochter. Sie · gerieth in Flammen wurde war gre⸗
reltet, aber von schweren Brandwunden betroffen.
7In Eirs a hieen starb am 9. Janar die Witfme Oppen⸗
heim in einem Alter von 111, Jahren. — In Sheifield i am
ꝛergiugenen Mittwoch die aus Dublin gebürtige Miß Hopom
im Alter von 106 Johrew gestorbeze Sie war big zu ihremletzten
Athezuge im vollsten Besitze aller ihrer geift gen Facultäten. —
Wie man aus Osdenbucrg schreibt, fseiert der Schulledrer Joseph
Mannheiner, welcher mit seinet Gatten Regina derzet in Lackendach
in Pension lebt, am 15. d. die diamantene Hochzeit. Maunnheiwer
teht im Alter von 103 Jahren, seine Gattin ist 99 Jahre alt.
Beide erfreuen sich Ener noch rüstigen Gesundheit.
r Die Rebolution in Lrechteustein hat gesiegt. Wie
aus Feldkirch gemeldet wird, hat der regierende Fürst don Liechten⸗
itein angeordnet, daß das Gesetz über die Einführung der Gold⸗
vãhrung vorläufig dicht durchgeführt, sondern einstweilen die bis⸗
herige Silberwährung beibehalten werde, Nach einer weiteren

Miltheilung hätlen auch die Vertreler der oberen Landschaft ab-
ebankt, wesche den Anlaz zur Einführung der Goldwährung gegeben.
Damit endete ganz unhlutig die liechtensieinische Revolusion.
F' Gutede Beifpuen Sedaftian Spundle besingt in ober⸗
chwäbischer Mundart den Einzug udseres deutschen Kaifers in
Stuttgart und läßt unter Anderm einen Schwaben zu fseinem
Weibe sprechen:
3Iß' lommt d'r Molke, guch nu Alti
eUnd sieh“ dram b'rühmie Ma rechta
ete Und lerne nu der' Maul se halh
4So wia es der Herr halta ka.“
gur die Redaction verantwortu⸗

Aus der Frauenwelt bringt der beliebte Schrifit⸗
steller Robert Schweichelin —der —neneften Unterhantmnas- Nummer
der Illu rirten Frauen Zetung sehr interessante, von Illustrationen
Hegleitete Mittheilungen. Er erzählt uns u. A. von der verstor⸗
enen Herzogin von Aosta, der unglücklichen früheren Königin von
Spanuien, von ibtem Begrübursse und den ihr zu Ehren veranstal ·
eten Trauerfeierkichkeiten, von der Enshüllung des in Luxeinburg
det verstorbeuen Prinzessin Amalie der Niederlande errichtetee Dent⸗
nals, von der Prinzessin Eboli, die ein bisher unbe kannts Vor⸗
rait und neuere distorische Forschuugen in ganz anderem Lichte
darstellen, als Schiller im , VDon Cmlos? gethan; — ferner er⸗
sähit er uns bonden neuessen Scheckfalen der Adele Spitzeder und
chter spanischen Nachuhmeria, der viel mehre vom Glüd begünstigten
Donna Basdomera de Larra, und dosß manchen anderen Curiost-
tälen aus dem Frauenleben der letzten Monate. Dieselbe Nummer
briuet m A.' duch den Schiuß eines Artikels von Braun-Wiesbaden
über die! fü kifchen Frauen, und eine Biogtophie des im vorigen
Fahre versto benen Schrifistellerpaares Reinsberg⸗Dür nasfeld, mit
zesonderer Wütd'gung ihrer literaris ben Bedeutung, aus der Fedet
Adolf Strodtmann's.“ — Die neueffte Moden: Numnmer (3) enthält
neben einer großen Anzahl der reizendsten Handarbeilen die der
Saison eutsprechenden Balle und Braut-Toiletten und Coiffüren,
owie mebrere Muster. für die jetzt so beliebten forbig verzierten
Wäschestucke, zum Theil nach Modellen flavischen Ursprungs. Man
ann auf daus bellebte, vortrefflich ausgestatteteie. Blatt (vvertel⸗
ührlich M. 2.50) bei jeder Buchhandlung und XEX
ren.

— — ——

41
nen

— äB—222222
U -

——
Geschäfts-Empfehluug.
Den Herren Wirtden und Kaufteuten zur gefällisen Nechricht,
daß ich nun zu meinem Friseur Geschäft in
Ciæ rren-⸗Lager
en gros und en detail
roͤffnet babe.
Mit Zusicherung prompter und reeller Bedienung zeichnet
Achtunqe voll
goh. Moeirion.
Kölnische Feuer-Versicherungs-Gesellschaff
Colonia.
Grund˖ Capital: Neun Miuonen Mark. 3*
Sesammte Reserven: Acht Millionen, 8366,250 Mark.

Frisch angekommen:
Messina-Citronen u.
do. Orangen
zu 15 und 20 Pf.
bei IJ. Peters.

Ein.

Einspänner-Wagen,
Eggen, Pflüge und sonstge
Ackergeräthichaften hat zu veir—
laufen Frau Wittwe Hager
vis-à-vis der kath. Kirche.“

—
Bekanntmachung.
Am 29. Januar 1877, Nach⸗
nitta s von 3—6 Udhr, findete
die Hund visitation statt. Die
dundedestzet der Stadt St.
Ingbert wollen ihre Hunde in
der angegebenen Zeit, im Stadt⸗
Jause dahier vorführen lassen,
vobei sogleich die gefetzlche Ge⸗

dührhentrichtet wer den muß.
Das Polizeikommifsariat!
Eckerlein.

— *

ver Art kann aus
voller Uedereugun die Anwen
ung des a—, bewadr
r. Ai,- ———
eschriebenen — — ——— em⸗
Fohlen werden Dieses in —V
le 60 eschlenene, 200 8
rke Such kofier ur Marr
turch sede —2— oder
reen von Rivur Verlagt
anstalt in keipsig zu —8
veich Letßtere auf Ver angen
— 100 Fit ꝛ Aua F
da raus tatio u nes zur
—— ver sen c *

Auszug aus der in der General-Versammlung
abgelegten Rechnung für das Jahr 1875.
Mark.
Prämien excl. der Einnahme für spätere Jahre 4.547. 550
Zinsen-Einnahme... 4 492,930
—.. 5.040.480
Capital-Reserbe.. 43,692,870
Sonstige Resewen.254 4,678,380

——

* —8

*
—

87
i

8399,250

Brandschäden, Verwaltungskost n ꝛcc.. 3,643,600

Versicherungen in Kraft am 31. December 1875 2,999 352 349

Wir dringen biermif zur öffenklichen Kenntnißee daß wir an

Stelle des Herin M. Eberhard, herrr G. Brunson die
Agentur für St. Ingbert und Umgegend
äbertragen haben.

Ludwigethaf,en, a. Rh. im Januar 1877.
Dio Haupt- Agentur: J
Franæe v. Moceras.

J

5 ——— —
»nattion Druc und Veriaa uon

em⸗eg inu—

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        zs53 335388
53555 85 2323
* 253533335 — 55585
53338 3353624 — —
—83 338 35333— * 71 z 52 D 3 8
83353 ——— 583*5 Z883 568
23 55ẽ 5*2335768 382 5 —558 * 5258
—— 538 5558588 —— z3»528 2
3— A 5 2 —* * X M 25
3 538 85 5325323 5* — 5 8* —
z326 S55 22252 * 5235 33748
2573 25357 ss 53557 2338.5 7 — 2.
—A 1553 5. 38 s7* —
—* 8 2 2 2 55332 X 78 2* 2 —* 55* 53
33537 77
3832.—33 537* 73882 38 25*788 3832537 8
* * 2* 8 : * 2cE. — —
J X 5* 5 58 7. 9 z2
3888 —s275 833 827355
3*55 383 653 —253835 775 — ——— ——
—5353383 — A 7848 E58 8228 55
43 424357 e 228 —
25758 2352335 73533253* 3*.
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2 h * 2 * —8 9 *
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3 5 —3 73 Se— E8
532333855* 5 85*6
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255328 2523 — — ——— —AA— F —
533535 3322732 23255 38758353 236368
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32382 553*—33358 —— —A —A
5 — 8253287 282338 — — 58535
53 33 325 77 7 2238* 83235x 187 — ——
F F — 8 27 Ez—252 —22 — —2 —— 850 e—7 —* *58 *
2 — — 588.2 52252 2— 584 — —A E
332 —— — 53222382 5225 23. 32237 — 2 S — — ——A——
J—— S e A
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25 553 555 25 —2* —30 * * J — —
25 3533 5253533577834 2353755383 — cx
S —— 7 2 3 — 22 22 2 *
37 25335237 — 333283
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2 — 7 2 53523 —A —— 22 232 —8 —A —,—,—,— 2 —A
————— 2 —— — — 2*38 5553352 ——— 2 — — 2 7S3 —A
.— 2 5325858 88—383
* — 2 7 * —; 536 —— 3 2. . S 8
2 73 5 288 2 2 *** — 58 —— — c 7 2 gh S
35—22 35 —328338
88 2835 2822— —2 5 A9 5238 —22 —585
— 4 — 5 3.25 * —32287 — — 2555 22 2
8 — 85 3. 55 5z35333 *5234 55 —ã— —— 8 8
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5 — 56322 52 —22*2 522,328 ——— *555A 33
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253345 4 —8
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        St. Ingbeiler Anzeiger.
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— — Gr ä— —
Dder St. Jagberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungkblati. Sonntags mit illustrirter Vei—

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Sanstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auzwaärts mit 15 Pfi. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Necla men
mil 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
4e 14. 2auustag/ deu 27. Jannar 177.

Eoeialdemokratie und kein Eude!

Wohin man in Deutichland den Blick richset, woher auch immer
der Telegr⸗py die Kunde bringt, überall erscheint eine mehr oder
minder große Gruppe oon Sociald emotrafen vor den Wahiurnen.
Wir schreiben es unter den Empfindungen des Alpdrucks: das
Dre⸗daert Unglück“ ist ein allgememeres, und Sachsen ist nicht
allein der Sitz dieser Parsei. In allen größeren Industriecentren
Deutschlauds machte sich die rreffliche Ocgauisation der Soc ial⸗
demokrutie erkenubar. Diese Erscheuung hat nichts Unerwartetes
sur Den, welcher der Entwickelung Deumischlands mit Aufmerksamkeit
folgte. An Rüdrigkeit und ausgezeichneter Ocganisation laäßt üch
mit der socialistischen Propaganda nur die clericale vrdleichen.
Wenn wir über die Wahlen in Bayern, Westphalen, am Rbein, iu
Schlesien und anderen wesenilich katholischen Gegenden Kunde be
fommen, werden wir erlennen, daß auch dort die Parteidisziplin
and Organifalion der Clericalen ansehuliche Siege über die andern
Parteien daboun getragen hat. Eg genügt eben nicht, den Schwarzen
und den Rothen, mit vereinzelten Wahlversammlungen und Wahl⸗
reden entgegenzutteten, eine meist planlose Thätigkeit in den letzten
Wochen vor der Wahl zu entwickeln und sich im Uebrigen auf den
lieben Herrgott, den Zufall oder den Verstand des Volkes zu ver—
laffen. Nur die conservative Partei hat seit einiger Zeit angefanger,
eine Vereinigung Gleichgesiunter über ganz Deuischland auszubreiten
und sich zu den Wahlen zu sammelu. Der Anfang laßt fur die
Zukunft mande Frucht erwar:ey...

Werfen wir doch einmal einen Blik auf die äußeren Umrisse
der socialdemotratischen Parteiorganisatiorn! Uuser Material ist in
pielen Stücken ungenau, da aus Fur«t vor der Polizer manche
Vereinsvildung unzweifelhaft socialest schen Charakters einen harm-
loseren Namen führt. Der Bestand der tegelmäßig am polmischen
Leben theilnehmenden und Geldopfer bringenden Sociulisten wird
in einem ihrer Organe auf 100. 000 Maun verauschtagt. Ebenso
biele Exewmplare ihrer Blätter werden abgesetzt, und dos Quartal—
abouuement nur zu 150 Pfennige angenommen, die Beaträge für
Reisen ihrer Agitatoren und dergleichin macht einen Jahresauswand
pou 800 000 Marf. 1869 gab es nur sechs socialdemokratische
Blätter, jetzt bereis 47, nämlich 32 politische (worunter 83 Witz-
zlätter) aud 13 Gewerkschaftsorgan. Wie viel Leser stehen hluter
ihnen ? An wort geden Erkundigungen und Besuche in den Fadbriken
und Werkstätten, besonders zut Frühstücksstunde oder sonstigen Er—
holungszeiten. Neben der periodischen Presse ist eine der gewich
rigsten Waffen dieser Partei der Vertrieeb kleinerer und größerer,
jedenfells bisliger Schriften socialistiichen Inhalts. Von Seilten des
Allgemeinen Deutschen Arbeitervercins wurden in Berlin hergestellt
96,000 Lassale'sche Schriften; in Leipzig 253 700 Broschüren,
stalender, 32,700 einzelne Gedichte und eine Gedichtsammlung in
2000 Auflagen. In Brounschweig 198,700 Exemplare Schriften,
40,000 einzelne Exmplare Gedichte und zwei Gedichtsammlungen
in einer Auflage von 2400 u. s. w. Außerdem wurden in Ber⸗
liu, Chemnitz, München, Nürnberg, Zürich ꝛc. 738,600 Bro chüren,
35,500 einzelne Exeuplare Ged che (Eebgesehen don ornen, weiche
den versch edenen Gelegenheiten an einzetnen Orten zu Festibitäten 25.
aedruckt wurden und die jedenfalls in die Hunderttausende gehen),
? Gedichtsammlungen in Auflage von 60,000 Exemplaren und
24,000 Protolbolle gedruckt. Im Garzen 685,000 Exemplare
Broschüten u. s. w. 10 Gedichtsammlungen (Gesammt Auflage
84, 400) und 1283200 einzelne Exemplare Gedichte. Die Zahl
der von der Expedition des . Voxwärts vertriebenen Schriften be
rägt nach dem letzten Verzeichniß vom 20. d. M. 163. Rechnet
man die Scheiften allgemeineren Inhalts, wie Gesetzesausgaben und
dergleichen ab, so bleiben noch iruner über 150 Nummern reiner
Parteischriften. Darunter siud seibst socialistische Theaterstücke,
Liederbücher, Photographien, drei verschiedene Kalender ꝛc. Ein
Berzeichniß der von der Bracke'schhen Verlagshandlung in Braun
chweig verleaten und vertriebenen Schrif:.en umfaßt 156 Nummern.
bon den Lassalle'schen Schrijten ist „Zur Arbeiterfrage“ im sechster

„Arbeiterlesebich“ und „Ueber Verfassungswesen“ in sünfter und
mehrere andere in vierter Auflage erschienen. Bei den diesmaligen
steichẽtagswahlen wurden 108 Wahlkreise als „Iffizielle“ bearbeilet,
davon in Sachsen 16, in Preußen 33, in Baiern 5, in Braun⸗
schweig und Weimar je 8, in Wüctemberg 2. An bekannten
socialdemotratischen Rednern, welche selbstständig auftreten und
Vorträge halten können, sind 145 vorhanden. Dieselben vertheilen
sich wie folgte: Nerl'n 21, Hamburg 22, Sachsen 26, Thüringen
7 Rheinlaud⸗Westfalen 12, Bremen-Hannover-Braunschweig 12,
Schleswig⸗Holstein 58, Schlesien ˖ Preußen Pommera 7, Mitleldeutsch⸗
land Provinz Sachsen 9, Basern 10, Wü'temberg-Baden 6, Main⸗
zau 8. Von diesen Rednern werden 8 vollständig besoldet, 37
ind mit vollem Gehalte an den Partei:Organen als Redacteure
oder Expedienten angestellt, 6 werden von den einzelnen Arbeils⸗
»ranchen voll besoldet, 3 von einzelnen Orten, 14 erhalten regel⸗
näßige Zuschüsse, zusammen 68. Von den Uebrigen erhalten 6 ge⸗
egentliche Zuschüsse und 20 werden ziemlich regelmäßig, unter Be⸗
ücksichtigung der jeweiligen“ Umstände zu einzelnen Agitations-
Touten berufen, was auch bezüglich jener Agitatoren geschieht,
velchen regelmäßige Zushüsse gezahlt werden. Alle sonstigen Agi—
atoren wirken gelegentlich unentgeltlich oder auf Kosten der ein⸗
inen Geie. Welche Pariei verfügt über eine ähuliche Orgaui—⸗
ation
Trotz alledem würde der Erfolg dieser Partei nicht ein so
großer sein, unterstüthzten fie nicht die Verhältnisse. Ebenso wie die
lerikale Bewegung unter den Beschwerden des Culturkampfes fich
räftigte, ebenso trug manche Versolgung zur Erweckung des Glau⸗
bens bei, als seien gew sse Socialisten Maärtyrer! Die Houpisache
aber bleibt, daß die dampfe Unzufriedenheit mit der politischen und
wirthichaftlichen Entwickelung Deutschlands eine Maͤsse Wähler unter
die rothen Banner führte, die durchaus nicht als, Socialdemokraten
zu betracten sind. Die verfehlte Handels Polink, die Begünstigung
des Auslandes auf Kosten deusschet Arbeit, der Wechsel von Ueber—
Produltiou und Arbeitslosigkeit haben den Wohlstand Deutschlands
qrauenvoll zerrüttet. Ein wie geringer Theil der Milliarden ist
zur Woh. fahrt des Vaterlandes angelegt worden! Sollen wir er—
nnern an die Nünzverschlechterung und die Vorgänge dei Grüp—
»ung der Reichsbank? Die hieraus und aus hundert anderen
Quellen entspringende Verarmung ist die Wurjel der Socialdemo—
natie! Es ist heilige Pflicht Aller, de nicht an dem Umsturz
des Bestehenden arbeiten, durch größeren Schutz der ehrl'chen Ar—
neit, durch weisere Gesetze, durch entschiedenen Bruch mit der
Dampf⸗ Gesetzze bungs · Arbeit, durch Maßzregeln zum Schutze der
Frauen und Kinder, durch Abschneiden der wilden Schößlinge der
Bewerbe Zügellosigkeit, durch Revision des Aktien⸗Gesetzes und an-
erer Meistewerke unserer Lasler, Braun, Benuigsen, Bamberger
olide Fundamente emner besseren Zutunft zu legen! Dann erleden
ver nicht mehr solche Ueberraschungen, wie am 10. Januar, dann
st die destürzende Lehre dieses Tages unserem Valerlande nicht
»etloren! Das walte der gute Genius Deutschlands, über dessen
Bevörkrrung schwete Prüfungen heraufsteigen! (Dresd. Nachr.)
——
Deutsches Reich.

München, 283. Jan. Die in Muunchen, Dachau, Rothen⸗
hurg, Neustadt o/ A. und Bayreuth erledigten Gerichtsvollzieher stellen
werden zufolge allerh. Enischließung einstweiten unbesetzt gelassen.
Ss dürfte Das wohl mit der neuen Reichsjustizgesetz ebung in Ver⸗
bdindung stehen.
Aus Müncqchen, 283. Januar, geht der „Asdg. Zig.“ eine
ffiziöse Cotrespondenz zu, welche mittheilt, daß die Mitglieder des
Odersten Schaltaths, nachdem d'ie „Mehrheit der dermaligen Ab⸗
jeorduetenlammer“ die Geldmittel für denselben vom Jahr 1877
na gestrichen hat, si d ber it ertlärt haben, unter Voraussetz ing des
illernö hite Vertraucus ihre seithetigt Dieuste auy unenzeltnih zu
        <pb n="44" />
        seisflen. Darauf hat Se. Malestät der König besticinit, daß der
Dberste Schulrath seine Thätigkeit fortzusetzen habe.

Manch ein. Ein Ertenntniß des ovdersten Gerichtshofes
stellt fest. daß die Sammlung bvon Geldbeiträgen bei Volksver⸗
sammlungen ohne polizeiliche Erlaubniß, wean auch angeblich nur
zur Deckung der durch die Versammlung veranlaßten Kosten, nach
335 des Pouizeistrafgesetzbuches strafbar ist.

Berhin, 24. Jan. Wenn ein pariser socialist sches Blatt
in den jüngsten Wahlen zum deutschen Reichstag schon die Thton⸗
desteigung des deutschen Proletariats? erblickt, so heißt dus, der
Wahl von einem Dutzend Socialdemokraten eine viel zu große Be⸗
deutung 8.ilegen, Indessen kann die Zunahme der sociald mokratischen
Summen immerhin als ein Mene Tekel dienen. Wie man bört,
verden in unsern höchsten Kreisen die Gefahren de? allgemeinen
Stimmrechts in ernste Erwägung gezogen, und sogar die Frage er—
zrtert, ob es nicht Zeit sei, daran zu denken, auch füe den Reichse
zag das Zweikammer system einzuführen.

Das preuß sche Herrenhaus wird am 1. und 2. Februar
wieder Pleuarsihungen halten, und zioar zum ersten Male unter
dem Präsidium des Herzogs don Ratibor. Außer einigen inzwischen
i den Kommissionen zur Erörterung gelangenden Petitionen und
kleineren Gesetzentwürfen von lokaler Bedeutung wird sich das Haus
mit der Juterpellation des Grafen von Schulenhurg⸗Bechzendorf, dit
Aufhebung des Sequesters über das Vermögen des Königs Georg
don Hannover betreffend, beschäftigen.

Wie wir erjahren, ist das brasilianische Kasserre:ch mit Deutsch
land in Unlerhandiung üder die Einführung eines Mar ten⸗
Ich u tz es getreten. Die südamerikanschen Republiken Guatemala
ind Ncaragua haben mit dem deutschen Geschäftslräger dortselbst
Herhandlungen angeknüpft zwecks Abschduß von Handelsverttägen
mit Deutschland.

Oftffendach, 24. Jan. Bisher siud d'e Ergebnisse der
engeren Wahl zum Reichstage aus 57 Orien unseres Waͤhlkreises
heijannt geworden; darnach sind auf Dernburg (nationalliberal)
3285, auf Liebknecht 0880 Stimmen gefallen. Aus 32 Octen
fehlen noch die Berichte. Die Wahrscheinlichkeit des Sieges neigt
ich auf Dernburg's Se'te. Die Ultrams tanen stenmten, mit
venigen Ausnahmen, alle für Liebknecht.

Pforzheim, 24. Jan. Bei der engeren Wahl zum
Reichslage im 9. badischen Wahlkre se bat der conserdnive Can⸗
zidai Katz mit 10,614 Stimmen den Sieg davon getragen; auf
Jolly (nat.lib.) fielen 8712 Stimmen.

Straßburg, 23. Jan. Im Anschluß an früher bere'ts
zerüchtweise mitgetheilte Nachrichten verlautet jet bestimmt, daß der
aiser dem Reichslande für das Jahr 1877 einen Besuch zugedacht
hat. Der Kua'ser bat die bezüglichen Aeßerungen dem General v.
Franseckhy gegenüber bei dessen letzter Auwesenhent in Berlin getdan.
ẽrs ist Ende Mai, Anfang Juni als der Zeupualt der kaiserl'chen
Reise in Aussicht genommen, welche Mitz und Straßburg berühren
soll. Auch der Kronprinz wird, wie man hört, ‚die Reise mumuchen.

Ausland.

Wien, 23. Jan. Rußlands wiederholte Versuche, das
Wiener Kobinet und das Berliner Kabinet zu einer mit Rußland
zemeinsamen Alktion anzuregen, begegneten in Wien einem Aus
veichen, während man in Berlin darauf einzugehen scheint, aller⸗
dings unter dem Vorbehalt, daß auch O⸗sterreich acceptire.

Wien, 23. Jan. Der „Polit. Corr.“ wird aus Bagdad
remeldet: „In Mesopotamien hertfcht unbeschreiblicher Enthasias mus
ür den Krieg. De RedifBataillon sind statt 750 schon 1300
Mann stark. Man vredigt den hesligen Krieg. Viel Nomaden⸗
ramme boten dem Statthalter Reiterschaaren an. Die Regierung
debt eine doppelle Rerutenzahl aus. Auch viele Pferde und be⸗
deutende Geidsummen werden nach Stambul geiandt.“ Ein oöffizi⸗
zser Vrief aus Aihen regt die Abtretung von Epirus, Thessalien,
reta, Psara, Samos und Chios an Griechenland an, um welchen
nicht gerade bescheideren — Preis die Türkei die thatkraftige
Freundschaft Griechenlands gewinnen würde. — Die Differenzen
uber den Zolllarif zwischen Oesterreich und Rumänien sind beglichen.

Wien, 23. Jan. Im Ausmwärtigen Amt wird die Abberufnng
des türtischen Boischafters erwartet, Aleko Pascha ist aber noch
»hne Weisung aus Konstanunopel. Derselbe hatte gestern Abend
n Pesth eine Conferenz mit Andrassy. Wie es heißt, wird auch
Desietreich den Wiederbeginn des Krieges in Serbien nicht zugeben,
ind es verlaufet, daß in nächster Ziit ein gemeinschaftlicher Schritt
der durch das Drei⸗KaiferBündniß vertretenen Mächte in Stambul
staut finden werde, und zwar durch die Geschäfsträger. Die Piorte
zeigt sich jedem Zugeständniß abgeneigt. Sollie sie auf dieser Hal⸗
ung beharren, so glaudt man hier, daß der Gedanke einec Besetzuug
durch Rußland und Oesterreich wieder zur Sewägung kommen würde.
Iu der Umgebaug Andrassy's ist eine Annexionen micht abgeneigte
Stimmung wahtnedmbar, doch würde ein derattiger Plan bei den
Angarjschen Staatsmännern auf starlen Widerstand stoßen.

In Oesterreich hat man sich zu einer „Staatshilfe“ gegen den

Algemeinen No hstand entschlossen. Wie wir bören, finden in Wien
jeht ministetielle Konferenzen über Nothstandsbauten statt. Es sollen
auf Landestosten zur Unterstützung der Arbeiterbevötkerung umfang⸗
eiche Bauten wie Verbindungsbahnen, Flußregulirungen u. s. w
durchgejührt werden.

Paris, 24. Jan. Gestern wohnte das Versonal der
deutschen Boischaft dem vom Marschall · Prasidenten im Palais des
Flysee gegebenen Ballfest nicht bei, der Berliner Hoftrauer wegen.
In' Paris faßse man die se Abweienheit anders auf und schob ihr.
Ungesichts der jüngsten Zeitungspolemik zwischen Berlin und Paris,
politische Motide unter. Diese Jusiunation ist ganz grundlos, da
ediglich der im preußischen seönigshause eingeiretene Todesfall das
Fern dleiben der deatschen Boischuft von jenem Ball veranlaßt hat.

Konstantfinopel, 24. Jan. Die „Aqjence Havas“
neldet: General Ignatieff wird morgen, die anderen Botschafter
verden üdermorgen abreisen; diese!ben kounten wegen des Unwohl⸗
eins des Sultans (7) n'cht in Abschiedsuudienz einpfangen werden.
Wie man versichert, beabsichtigt die Pforte von der zranzösischen
stegierung einige Officiere behufs Einexereirung der Gendarmerie
ind von der englschen mehrere Finanzcapacitäten behufs RNeorgani-
icung des Fmanzwesens za erbilten. In den Regierungskreisen
vird gegenwartig über die bei'm Friedeusschluß mit Serbien und
Montenegro zu fliputirenden Bedingungen berathen⸗

Aus Sit. Peter Sb arg vird offizids gemeldet: Die gegen—
wvartige pofitische Lage charakterisirt der gestern den Direknonen der
354 russischen Eisendahnen auf vertraulichem Wege zugegangene Be⸗
ehl, alle Anordnungen zu treffen, daß vom 27. Jas. ab, im Falle
zer Noihwendigkeit, der Güterverlehr ohne Schwieriukeiten eingeftell
verden könnte, da die Thätigkest der Eisenbahnen daun ganz von
nmilitärsichen Trantporten absorbitt werden dürfte.
— —
Die Erstürmung des Schlosses Ehambord durch 8

Offiziere und 4 Mann der 8.Kompagnie des

arohh. hefsischen 4. Infanterie⸗Negiments am 9.
Dezembee I870.

Am 9. Dezember 1870 des Nachminags 84 Uhr, nachdem
die großh. dess. Artillerie den in St. Die sich feñgefetzt habenden
Feind zum Rockzug gedracht hatte, erhielt das 3. Bataillon des
toßh. dess. 4. Infanterie-Regiments, welches damls uux aus 83
dompagnien, der 6.. 7. und 8., destand, da die 3. Kompagnie
ur Bedeckung der Munitionskolonnen abkommandirt war, den Be⸗
ehl, sih des in seiner linken Flanke getegenen Parts und Schoffes
Chamdord zu bemächtigen und sich in ketzterem zur Vertheidigung
einzurichten.

Dee Part von Chambord bildet den nöredlichen Theik eines
wischen den Bachen Le Cosson und Le Beubron uiegenden Wald⸗
lomplexes, umsoßt eine Flache von eirca 15. 000 Morgen und ifl
a seiner gauzen Ausdehnung mit einer 12 Fuß hohen Mauer um⸗
jseben. Von Nord und Nordwest erlaubin 2 breite eiferne Thore
den Eintritt in den Park. Zu beiden Seiten der Thore find
abillonartige Gebaͤude (Beschließerwohnungen), deren nach außzen
jerichleten Fensterfronten jede Annaäherung auf das Wirksamste zu
‚ejchießen gestatien. Der Bestand des Waldes ist sehr verschieden.
Ju der Nahe der beiden etwäunten E'ngange ist lichter Hochwald
orderrschend, während in der Nähe des Schlosses Hochwald mi
ichtem Ünterholz siebht. Von Osten nach Westen durchströmt de—
Tosson den Park urd theilt denselben in eine füdliche und en⸗
röediiche Häifte. Zwei Hauptwege durchschneiden den Park. Vor
Norden nach Süden die Snaße von St. Die nach Bracienx und
hpon Osten nach Westen die Straße von Tboury nach Hursseau
Am Kreuzungspuntte beider Straßen liegt das Schloß Chamdord

Von der reichen histocijchen Vergangenheit des Schlosses Cham ⸗
zord will ich nur kurz Folgendes erwähnen: Dasselbe wurde unter
Franz J. als Jagdschloß erbaut, diente später dem dertriebenen
Po len!önige Stonislaus Lesczinssh, sowie dem Marschall Morih
don Sachsen, weich' legterer auch in Chanbord ftard, als Residenz,
wurde dang von Napoieon J. dem Marschall Berthier, Herzog von
Wagram, geschentt und endlich wieder vom franzoͤsischen Volke dem
duc de Berri als Nationalgeschend übergeben. Der Sohn des
detzteren, der legitime Eebe des frazösischen Thrones, führt von
diesem Schlosse jeinen Namen.

Das Schloß selbst ist ein massiver Baun dessen Hauptfront
nach Nordwesten gegen die Straße von St. Die gerichtet ist und
macht durch seine elwas phantastische Bauart, die fich in schlanlen
Z horn sleinen, Balustraden und Minarets, kegelförmigen Säulen
ind dier runden, 20 Meter im Durchmesser daltenden Thürmen
arstelli, einen eigeathümlichen, aber nicht unangenehmen Eindruck.
53 ist 156 Meter lang und 117 Meter breit, enthält 440 Sale
ind Zimmer und Stallung für 1200 Pferde. Zu den Kurioßitaten
es Schlosses gehört auch die im mittelsten Thueme angebraqte,
chön gearbeitete, doppelte Wendellreppe, auf welcher zwei verschie⸗
)ene Gesellschaften zu gleicher Zeit hinauf und hinabcehen können
ohne einander zu begegnen.
        <pb n="45" />
        Der Cosson, der sich var dem Sklosse in zwei Arme iheilt,
wir zu jener Zeit sehr wassetteich und erlaubte nur durch die über
die deinden Arme gehenden zwei steinernen Brücken eine Annäherung
an das Schloß. Der nördliche und westliche Theil der Parkmauer
war frenelirt und der Part mit dem Schlosse als Redut, für eine
starke Vertheidigung sehr günstig, durfte dahr, da unsere linke
Flanke beim Vormarsche auf der Straße Octeans Blois dadurch
gefährdet war, nicht außer Acht gelassen werden.

Unfere Kompaguie, die 8, unter Führung des Hauptnanns
K., erhielt den Befehl, üch durch eine tleine Thüre, welche 8 bis
9 Minuten luks bvon der Pocte de St. Die gelegen ist, Bahn in
den Park zu verschaffer und von dort aus nach dem Schlosse zu
oper ren, walrend die 6. und 7. Kompaanse gegen die Porte de
St. Die vorrückten. Das von unserer Kompagnie zu passicende
Thor war undbesetzt und wurde ohne große Gewalt geöffnet. Ein
Zug unserer Kompaguie, welche damals nur noh eine Stärke von
circa 100 Manu haite, blieb, um unsern Rückzug zu decken, am
Eingang des Parks, während das Groß unserer stompagunie, be—
ttehend aus 3 Offißieren und circa 57 Mann, innerhalb des Parks
semen Vormarsch antrat. Gegen 4 Uhr ließ sich in nord vestlicher
Richtung ein starkes Kleinaeweht⸗ und Geschützfeuer vernehmen,
welches sich uns zu nähern schien. Unser Hauptinann, in decr Mei⸗
nung, daß die 6. und 7. Kompagnie mit dem Feinde in Berührung
gekommen sei, ließ Halt machen und gegen diese Richtung gedeckte
Stellung nehmen. In Sicht konnten wir die in Akltivität befind⸗
lichen Truppen durch den Hochmald nicht beloaimen. Die Nacht
brach inzwischen he:ein und das Feuet, das entfernter wucde, höcte
bald ganz auf. (Wie wir späüter erfuhren, rührte dieses Feuern
von unserem 1. Bataillon,“ dis um diese Zeit ein glückliches Ge⸗
fecht bei Montlivault bistand, her). Wahrend unserer gedeckten
Siellung machten wir eine feindliche Patrouille von 2 Mann zu
Befangenen, die ganz socalos hre Pfeifen rauchend, uns nicht eher
bemertten, bis sie in unserer Mitte standen. Die Beworner einer
in unserer Nähe gelegenen Ferme mußten nun, weil sie von der
Stärke des Feindes nichts wissen wollten, vor uns hermarschiren,
und uns den kürzesten Weg nach dem Schlosse zeigen. Nach eiwa
ise stündigem Marsche stieß unsee Kompagnie um 515 Uhr inner⸗
halb des Parks auf die 7. Kompagnie, welche die Porte de St.
Die besetzt hielt. Wir lieferten unsere Gefangenen ab und erhielten
den Befehl, das voß hier aus noch caci 8 Minuten egtjernte
Schloß Chambord im Vrreine mit der bereits vorgegangenen 6.
sompagnie zu nehmen, koste es. was es wolle. (Shluß folgt.)

Vermischtes.

FZweibrücken, 25. Jin. Dem Vernedmen nach hat
das Peesbyterium dec proiestintishen Gomeinde Mäittelbasch
de Wedereinfügrung des alten Gesanzbuchs an Sielle des neuen
beschlossen. (3w. 3.)

F Au der Alsenborner Mördgeschichte soll kein wahres
Wort sein. Während die 40 Manner von Alsendorn die Frau
mit der Kuh und die Käubder dazu suchten, waren die Frau sammt
sh auf einem Seitenwe e wohlbehalten in der Heimath angelangt.

fF In Frankfurt hat sich am 23. d. ein Einjaͤhriger
von dem Zuge der Taunusbahn todtfahren lassen.

Bei der lezten Wahl in Ghaucha u äuhßerte ein Weber⸗
geselle: „Mein Manu ist Bebel nicht mehr; we ich ihn vor einigen
Jahren das erste Mal sah, hatte er wie wir einen gewöhnlichen
Flausrock an, beim nächsten Mal kam er schon in seinem Uedber
zieher und jezt kommt er in elegantem Pelze; wenn er in solche
gute Verhältnisse kämmt, wacum geht er da nicht mit gutem Bei⸗
jpiel voran und theilt in Leipzig mit seinen Drech?lergehilfen, die
er nicht besser wie andere Messter bezahlen soll, senen Verdienst?

tKodblischeid, 22. Jaa. In Folge von Ardeieerentlassung
auf den Gruben der V.reinizungsgesellscheft haben am Samstag
Abend verschiedene Excesse statt gefunden, zu deren Unterdrückang
Militär aus Jülich reiquirirt wurde.

FKarlsruhe, 22, Jan. Unsere Pferdebahn ist eröffnet.
Western am ersten Tage der Eröffaunq, benützten ca. 3200 Versonen
die Bahn.

T. In der Zuckerfabrik Egeln bei Magdeburg brach ein Vassin,
das 15.000 Centuer Syrup enthielt. Vie herausströmende Masse
hatte eine solche Gewalt, daß sie ein neben dem Bassin stehendes
Haus einriß und 50 S hafe in ihrer Fluth ertrauken. Der Shaden
ist auf 75,000 Murk geschätzt.

7Ia Dortmund warde ein Händler wegen Verkaufs ge⸗
sälschter Butter zu 100 Mart, ev. vier Wochen Haft veruttbeilt.
Außerdem confiscirte man ihm 4 Fässer Butter.

f— Aus dem Voigtlande, 19. Jan. In Folge der
durch die politischen Verhältnisse entstandenen Geschäftsstockung herrscht
unter den armen Weberfamilien zwischen Hof und Münchberg bereits
ae bitterste Noth. Jun Conradsteuth stehen über 200 Webstühle
stille. Auch herrscht seit Monaten unter den Kindern bösattides

Scharlachfi⸗ber, was die Bedrängniß noch steigert. Die Lage ist
eine sehr traurige.
—fGeldsendung. Einer dem General⸗Postamt vor⸗
iie gende Anzeige zufolge findet sich hin und wieder in den Brief⸗
endungen des allremeinen Postverkehrs, insbesondere in den Ein⸗
ch teibsenbvungen nach Großbritanien gemünztes Gdld oder Silber
1. s. w. vor. Da nan der Ausführungs-Uebereinkunft zum all⸗
zemeinen Postpereinsvertrag alle Briefe und sonstigen Sendungen,
peil he gemünztes Gold oder Silber, Juwelen oder andere kostbare
Zachen oder zollpflichtige Gegenstande irgend welcher Art enthalten,
on der Beföcderung im Postvereinsderlehr ausgeschlossen sind, so
ind die Reichtpostanstalten angewiesen worden, derartige Sendungen
rotkommenden Falls, unter Ecrklärung des Sachverhalts, den Ab⸗
endern zurüchzugeben.

Der Prinz Louz Napoleon wird dieses Jahr 20

Jahre alt und jomit als Franzose dienstpflichtig. Man erzählt,
»aß der Prinz die Absicht habe, sia zu st llen, um seinen militä⸗
ijchen Pflchten zu genügen. Im Familientath der Zaiferin Eugenie
st diese Frage lebhafi erwogen worden; die befragten Getreuen
ollen zu diesem Schritie gerathen haden. Jateressant dürfte es
minerhin werden und interessant auch zu erfahren sein, wie das
Udinisterium das Zurückweisen eines solchen Gesuches motiviren
vücde. Vielleicht als einziger Sohn einer Wittwe“?

f Ein an die „N. fr. Pr.“ gerichteter Pr vatbrief vom 11.
Dez. euthält üder den Brand in Yeddo folgende Detailz: Am
39. Nov. Naqis hatten wir hier daß größte Feuer, welches unsere
„tadt je verheecte. 20,000 Häufer sind niedergebranat, über
100,000 Menschen obdachlos, 50 getödtet, eine diel größere Au⸗
aol verletzt. Auch das Gebäude der erst seit einer Woche be⸗
reheuden östetreichischen Legation ist total niedergebrannt. Der
zterreichische Ministerresident Ritter v. Schäffer reitete nichts als
einen Wagen und das Silberzeug. Die Regierung beeilte sich üb⸗
rigeus, ihm — wwoölf Sessel, darunter 2 lachirte zum Geschenl zu
machen.

fF Zur Sonutags Feier. Fluchen wird im Staate
Maiu am Sonntag mit zwei Dollars bestraft; an Wochentagen
'ostet es nur einen Dollar. Die aus dieser Quelle fließenden Ein⸗
raymen werden zur Hälfte für den Bau eines neuen Staatscapitols,
zur anderen Hälfte für die Staats-Irrenanstalt verwendet.

Ein Drama zur Seee. Ueber den kürzlich erfolgtken
Untergang der deutfschen Brigg „Karl Konstantin“? wird jetzt aus
London gemeldet: Der Etzählung des Steuermanns Wilhelm Dd⸗
ring zufolge segelte die Brigg am 30. Oktober mit Eisenbahn⸗
wellen von Danzig nach Dieppe, ging dann nach Shields, nahm
kohlen ein und ding wiedet nach Kiel in See. Die Abfahrt er⸗
olgte am 26. November. Das Wetter war dawals stürmisch, und
aum war die Biigz in das offene Meer hinausgekommen, als ein
eftiger Sturm, von Oftsüdost kommend, es überholte, Bie Ver—⸗
ch inzungen einschlug, alles Bewegliche Uuber Bord schwemmte und
Aberhaupt das Schiff übel zurichtete. Kapitän und Mannschaft
zlaubten einem Schefforuch nicht entgehen zu können. Schon am
Sonntag, den 27. Nov. erhielt das Schiff einen Leck. Am Morgen
zestellte der Kapitän den Schiffz-Zemmermann Peter Trapp jur
nothdurftigen Verstopfung der Offaung, als das Wasser scheinbar
etwas nach zelassen hatte. Die See ging indessen noch immer so
hovs, daß Trapp von einer Welle über Bord geschwemmt wurde.
Hülflos trieb die Briga nun dor dem Winde bis am 5. Dezember.
apitän Saatmann ließ nunmeht beidrehen. Schon zwei Tage
jatte die Mannschaft fast alle Nahrung entbehrt. Der ganje
Broviautvotrath deschränkte sich schon am Sonntag, den 8. Dez.
auf wenigen Schiffswieback und eiwas Wasser. Am Dienstag,
dem Tate, da Saatmann beiwenden ließ, wurde der Lec so groß,
daß die Gifahr des Sinkens nahe trat. Am Mittwoch kam die
Insel in Sicht, auf welcher die Mannschaften nach weiteren Mühen
auf eswa 6 Wochen Aufnahme fanden. Es ist dies Fair Jeland,
ein Inselchen mit etwa 100 Einwohnern, etwa halbwegs zwischen
den Orkneys und den Shetlandinseln gelegen, 37 Kilometer von
jeder, umgeben von wilden Strömungen und Wirdeln umspült,
velche die Annäherung bis auf wenige Punkte zur Unmöglichkeit
nachen. An eige dieser Felsensphen wurde Karl Konstantia“
zetrieben, eine steil aus dem Meere emporragende Steinmasse,
twa 200 Fuß in der Höhe messend. Im Augenblick den Anstoßes
ipraug der Kapitän ans Land. Doch glitt et aus und stürzte
urück in die Fluth, wo er sein Grab fand. Saatmann war etwa
35 Jahre alt und hinterläht eini Feau und 5 Kinder. Einen
zlückticheren Sprung machte, mit einem Taue bewaffnet, der Steuer⸗
nann Döring. Er faßte auf einer platten Sielle det Felsens
Fuß und zog vermittelst des Taues nach und nach die übrige
Hannschast ans Land. Dieselbe bestand aus den Matrosen Johann
Barow, Heinrich Krull. Fritz Kraft, Max Schlunatis, August Sta⸗

inowsti und dem Schiffskoch Gustav Müller. Auf festem Boden
varen die Leute nun, aber in welchem Zustande und mit welchen
Aussichten? Schon bei dem Herumtreiben anf dem Meere stark
        <pb n="46" />
        zeschädigt und ihrer Kleidung meist brraubte, hatten sie nach der
dandung noch fernere Verwundung erlitten. Fritz Kraft hatte den
sinken Äcm gebrochen. Schwach durch Mangel au Nahrung, kalt
und beinahe nadt — denn die Meisten hatten wenige Kleider auf
dem Leibe und bloße Füße — kauerten sie zusammen in Hoffnung
auf Rettung, obwohl die wilde See und die Sturmfluih, welche
zegen die Felsen schlug, die Rettung zur Unmoͤglichkeit zu machen
schienen. Auf Fair Island waren die Verschlagenen indessen be⸗
mertt worden, und auch sie hatten dort Leute stehen sehen. Sie
machten Nothsignale und bald stieß tretz es Sturmes ein Boot,
bon sieben Mann gerudert, in See und auf den Felsen zu. Mit
hülse des Taues liehen fich 4 der Verschlagenen in das Boot
hinab — so viel, als das Boot fassen konnte — und wurden
ang Land gebracht, später die drei Uebrigen. Schon ehe die Ret⸗
fung beweristelligt wurde, sank die Brigg „Karl Konstantin“ vor
den Augen der glücklich Entkommenen unter. Auf Fair Island
anden die Seelene ihrer Aussage nach eine herzliche Aufnahme,
Roamenilich der Schull hrer des Ortes, Lawrence, die bedeutendste
Persönlichteit auf der Insel nabm sich ihrer mit vielem Eifer an,
jalf ihnen Kleider zusammenbringen, verband und deilte ihre Wun⸗
Jen und kurirte auch den gebroche en Arm Nrafi's. Aber trotz
reundlicher Behandlung war Fair Island doch immer nur ein
Befängniß. Es wurden Signalfeuer angezündet. Mehrere Daupfer
suchten der Insel nahe zu kommen, mußten aber in Folge der
hohen See abstehen. Am 10. Januar lam ein Ruderboot mil

Hroviont von Sumburgh, der Süd'pitze von Mainland, an. In
Sumburgh wohrt Herr Bruce, der Besitzer von Fait Island, dem
»on den Signalfeuern erzählt worden war. Derselbe ließ alsbald
das Boot abgehen. Dasselde überbrachte die Nachricht, daß das
Namensscheld des „Larl Konstantin? auf den Shetlandsinseln ans
User getrieben jsei. Zie Mannschaft entschloß sich darauf, vermirtelst
des Bootes nach den Shetlandinseln zu indern. Zwei Mal giug
zas Boot in Ste; deide Male mußte es umkehnen. Endlich am
15. Januar tam der Dampfer „St. Clair nahe genug, um
ↄülfe zu schaffen. Mit dieler Mühe ruderten die Leute henan
ind wurden dann nahe Lerwick ans Land gebracht. Hier half
der deutsche Bezekorsul weiter nach Lesth, wo sich der Kousul Ro—⸗
ainon der Leute jerner angenommen hat.

Dienstesnachrichten.
Die 1. protestantische Pfaristelle zu Hombura wurde dem
Pfarrer W. Henn zu Weilerbach vecliehen und demselbden zugleich
die Funkzion eines Dekans für den Dekanatsbezirt Homburg über⸗
tragen.

———— w

Kölnische Feuer-Versicherungs-Gesellschaft

Colonia.

GrundCapital: Neun Mimonen Mark
Sesammte Reserven: Acht Millionen, 866,280 Mark.
Auszug aus der in der General -Versammlung
asgeleglen Rechnung für das Jahr 1875.
Mark.
Prämien excl. der Einnahme für spätere Jahre 4 5475550
Zinsen⸗Einnahme...* 492,930
en ——7 5.040.480
Capital-Reserpe .2 2,692,870

Sonstige Reserven .4,673,380
—8366250
Brandschäden, Verwaltungskosten 3)c... 6,643, 600
Versicheruugen in Kraft am 31. Decembet 1875 2,999,552, 349
vbir dringen hiermit zur öffentlichen Keyutnißz. daß wer an
Stelle des Herin M. Eberhard, Herrn G. Brunion die
Agentur für St. JIugbert und Umgegend
überiragen haben. —A

Ludwigsha fen; a. Rh. im Januar 1877.
Die Feupf-Agentur:
—XLLV
„Ich habe mir einen gründlichen Ka⸗
tarrh zugezogen, hört man oft, und fast jeder ist z
dieser Jadreseit mehr oder weniger dawit befallen. Selten je⸗
doch wird einem solchen Katarrh die Bösartigkeit zugetram.
welche derselbe bei Vernachlässigung zeigt und es gibt nicht
wenige Fälle. wo Lupgenschwindsucht und andere schwere Krant⸗
—X Als Schutze und Vorbeugungs⸗
mittel verdient· der T„ heinisehe Trauben-Brust-
Honig von W. H. Zickenheimer in Mainz, dem
gerichtlich anerkannten ersten Fabrikanten und Erfinder desselhen,,
allen empfohlen zu werden, welche an Beschwerden der Atbe
munsorgane zu leiden hoben, da dieser ancenehme Saft die
Eigenschaften besitzt, den Schleim zu loͤsen, die Ttockenheit und
dadurch den Reiz zum Husten zu mildetrn und zu heben, wodurch
bald'ge Befreiung der unangenehmen Zustände erzielt wird.
Auch werden die ernährenden und derdauungsbeiördernden Wir⸗
kungen dieses Hausmittels vielseitig gerühnt und anerkannt.

Der ächte Trauben⸗Brusthonig

t. wird in grünen Flaschen verkauft, jede mit Sto—

3 niolkapfein verschlossen, welche nebiten Fabril⸗

* 3 jempel tragen, und zwar Fl. (gold) à M. 8,

t —9 14 Fl. (roth) à M. Lsa, s Fl. (werß) a M.
—— 1in Ss. Ingberiber J. Friedrich.

Geschäfts-Empfsehlung.
Den Herren Wirtden und Kaufleuten zur gefälligen Nechricht,
daß ich nun zu weinem Friseur Geschäft ein
OGigarren-Lager
en gros und en detail
eroͤffnet babe.
Mit Zusicherung prompter und reeller Bedienung zeichnet
Achtunge voll
Joh. Meirich.

— — —
Pfälzische
Annoncden-Agentur
(HBerrmann Kayser)
Caiserslautern, Lud wigsstrasse Nr. b.
übernimmt die Befötderung von Inseraten in alle Ze tungen
des In⸗- und Auslandes zu Original⸗Preisen.

zyruch angetcamen;.
Messina-Citronen u.
do. Orangen
zu 15 und 20 pf.

der J. Peters.

Frarcht, rod⸗ —X
Fleisch⸗Preise de Start
Zweibrücken vom 285. Jan.
Weizen 11 M. 5 Pf. Korn
9 M. 34 Pi. Gerste ZSreihige
0 M. — Pf. Gerste Areih.
o M. — vpf. Speizes Mi.
20 Pf. Spelzkern — M. —
Pfg. Dinkel — M. — Pfqa.
Mischfrucht O M. — Pf. Hafer
7 M. 62 Pf. Heu 5 M. 50
Pf. Siroh 4 M. 75 Pi. Kar⸗
toffeln 3 M. — Pi. per Ctr.
Weißbrod 19 Ko. 55 Pf. Korn⸗
»rod 3 Ko. 82 Pf. ditio 2 Ko.
55 Pf. ditto 1 Kilo. 28 Pf.
Bemischtbrod 3 Kilo. 96 Pf. 1
Paar Weck 190 GrammebG Pf.
Rindfl. 1. Quat. 82 pf. 2.
Qal. 48 Pf. Kalbfl. 48 Pf.
Hamfl. 52 Pf. Schweinefl. 66
Pf. Butter 1M. 20 Pf. per Pfd.

A Morto: Ihr habi
das Gute so nabe!“
dpitzwegerich.
daft
ellererst7seit 1871 geprüft,
allerhöchst sanctionirt; rühm—
cast bekannt, sicheres, über
allen Zweifel erhadenes, ge
wiß auch dankdares Mitte!
zegen BrustHals⸗ und
Lungenleiden. Bron⸗
chiai Verschleimung
Husten Catarrh ꝛc. ꝛc.
Die Resultate sind über⸗
raschend.
Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon 50 Pfg. 1l M.
und 1 Mart 50 Pfa. in
Si. Ingbert bei Joh.
Friedrich uud in der
Fabrit von Paul Hahm
Ddettelbach a. V. be
Mürzibura.

— ⸗

Redaktion Drud und Verlag von F. X. Demeß in St Ingbert.
        <pb n="47" />
        St. Ingberter Anzeiger.
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich mit dem Haupibialte derbundene Ünlerhaltungéblait Tscnnlags il illustrirter Bei—

age), erscheint wöchentlich vptermalꝛ Dieustaz, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abo⸗oanement 3preis betraͤgt vierteliährli4

Marl 20 R.Pfz. Anzeigen werden mit kO Vfg., von Ausvärts mit 15 Ifz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Rum. Neelaen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

— — —

* — J
— 2“”—
Aß 15. — SZonntag, den 28. Fannar J J 1877.
——

Deüuitsches Reich.

Verlin, 25. Jan. Der Bundestath hat heule beschlossen,
den vom Reichslag vngenommenen Gesetzentwurf wezen Abänderung
des 8 32 der Verfassung, Gewährung von Diäten, in Konsequen
der früheren Beüschlüsse abzulehnen.

Offfendb ach, 25. Jan. Nach dem jetzt vorliegenden Ge⸗
sammtergebniß der eugeren Wahl zum Reichstag hat Dernburg
nat.lib.) 12250, Liebknecht (Socialdemokrat) 10550 Stimmen er—
halten; demnach ist der erstere gewahlt.

Karsruhe, 25. Jan. Bei der Stichwahl im fünften
zadischen Wahlbezirke, Freiburg-Waldkirch, wurde Neumann (ultra⸗
nontan) mit 9644 Stimmen gewählt. Bürklin (nat.“lib.) erhielt
2685. Stimmen. 5 433

Dresden, 5. Jan. Bei der Stichwahl num: Keichstag
vurde im 20 sächsichen Wahlkreis Brockhaus gegen den socialde⸗
mocratischen Gegner gewählt. Im fächsischen Wahlkreise Anuoberg
wurde Holtzmann (nat.»lib.) gegen Brestfeld (conservativ) gewähli

nNKusland. J

Brüssel, 25. Jin. Eine kön'gl. Verordnung verbietet die
Finfugr und Durchfuhr des aus Deuischland kommenden Veehes.
Dasselbe Verbot ist in den Niederlanden ergangen.)

Konstantinopelz425. Jan. Die Pforte beabsichtigt
den Großmächten eine Sommatidn zuzustellen, in welcher von Ruß
and ein Zurückziehen der russischen Truppen, vom Pruth verlangt
wird, widrigenfalls die Psorte de Wallachei zu okkupiten ent—
schlossen ist.

JIn Moskau sind in den letzten Nächten Plakate an den
häusern erschienen, die auch für Rußland eine Verfasfung nach dem
Vorbild der türtischen verlanger. Die Plakate wurden sofort von

der Polizei entferun; es ist strenger Befehl gegeben, daß keine rus⸗
sische Zeitung über diesen Vorfall berichte.

Entdecken vertitelt. Der Schloßhof wimmelte noch voller Fran⸗osen
und versuchten dieselben sich durch die Flucht der Gefangenschast
zu entziehen, indem sie in Maffe gegen die Ausgänge drängien,
aber umsonst, denn nach einer nochmaligen Attake im Schloßhote
toben fie auseinander, warfen ihre Gewehre weg und erflehten met
erhobenen Händen und auf den Knieen liegend Hardon, Aul dieses
war das Werk einer Minute und laßt si hounicht so rasch schildern,
ple es in Wirkuchteit ausgeführt wurde Jetzt folgie auch die6;
dompagnie mit tambour battant ujnn Hurrah über die Brücken
ind konnte man nun erst die gemachte Beufe sammels. An 2350
Befangene, B8vollständige Geschüge 5 üher 1000 Gewehre14
Ddunitions- und Bagage-Wagen und: 86 Pferde fielen an unjert
dande. Nach Eiatreffen der 7. Kompagnie, welche wie auch die 6.
ven äußeren Sicherheitsd eust bekam, fingen wir nun au, da⸗ Schioß
jenau abzusuchen. Hierbei wollte es der Zusall, daß wir, 3 NRann
tarb, in einem circa 200 Schritte langen Gang arkamen.c Der
elbe war lotal finster und nur in einem Zimmer, das unß am
nächsten lag, war Lcht zu demerten. Ohne langes Besinnen öffnenen
vir die Thlire und zu unserem allzemeinen Erstaunen fanden wi
vier ein Früchkezimmer mit Körben vell Trauben, Datteln, Aepfeln
c. unter der Obhut eines Gärtners und desser Frau. Dicselben
amen sofort mit Auerdietungen uns entgegen.doch war die Situ
tion zu ernjte, als daß wir unsere Pfücht dem Hunger,. obwohl
etzterer sich seit zwei Tagen sehr merklich gemacht hatde, preisgeben
urften. Auf Befragen. oh die Nebenzimmer offen und mit Fran⸗
osen besetzt seien) gab man uns nur eine nichtssagende Antwort.
Dierauf verlanglen wir ein Stearinlicht, zündeien dasfelbe on und
etzten nun mit der moͤglichsten Vorsicht unsern Weg auf dem —XC
belcher, wie wir jeyt bemerkten, voller Waffen. Jag, weiter. Nach⸗
dem wir verschnedene unbesetzte Zimmer mit und ohne Gewali ge⸗
uffnet hatten, bot fich auf einmal wieder eine, abet ung doch über⸗
aschende Gelegenheit, den Feind zu finden..“ Wuir lamen naͤmlich
in ein halboffenes dunkles Zimmer.c AÄuf die „während dem Auf⸗
toßen der Thür gestellte Frage Qui vive“, gab es ein sehr starket
Vaffengeklirr, ohne daß wir noch etwas seben lonnten, da das
richt unserer Kerze noch micht in das ganze Zimmer gedrungen
var. Im Momente des Waffengeklirrs waren wir auch mit dem
ufe u bas vos armes, vous etes pritsoniers“, in das Zimmer
etreten und nicht weniger als 1 Offizier und 8 Mann wodl be—
vaffnet, staunden vor uns; doch kenen Moment zoͤgerten dieselben,
ach nochmalizer Aufforderung „die Waffen abzulegen?, dieß zu
jun. Dir Oifizier trat sofort hervor, ũbergab seinen cxasch en⸗
adenen Revolber, die darin gewesenen sechs Patrouen, Patcontasche
nd Säbel und die übrigen 8 Mnn waren mit ihrer Entwaffnung
schnell fertig, daß wir uns nie getraut hatten, in dieser Be—
ehung eine Wette mit deuselben einzug ˖ hen. Witr⸗ brachena nun
njere. Gefangenen bis zum beleuchteten Parterre, woselbst sie der
ntenstehende Posten weiter dirigirte. Wir seßlen unsere Absuchung
en ganzen Gang weiter, kamen jedoch in keine Kollsion mu demn
jeinde mehr, worauf wir uns wieder in den Schioß hof. zu Unserer
domdagnie begaben. EGcluß folgt.

die Erstürmung des Schlosses Chambord durch 8
Offiziere und 8M. Mann bder 8. Kompagnie des
großh. heffschen A. Jufanterie Regiments am 9.
Dezember 1870. ——

Gorlischzung statt Schluß) F

Unser Marsch wunde' jetzt, nachdem noch eine Patrouille von

circa 10 Mann zum Eiuholen' unseres zurückgelassenen Zuges ab ⸗
zegangen war, n einer Stärke von 3 Offizerer und 54 Mann
Jegen das Schloß angtkreten. Es war stodfinster. Wir hatten
saum⸗4 Mingien zut ckzelegt, alk uns eine Patrouille der dereis
iargegangenen 6 Komp. mit der Meldung an— den Bataillous⸗
Ldommandeur, welcher sich bei der 7. Kompagnie befand, entgegen⸗
lain, doß das Schloß sehe stark besezt sei Unsere Kompagnie
marschitto noch c rtca 100 Schritte weiter, als plötzlich 3 Salven
zegeven wurden; gegen welche wir uns schnell decten. Die Kugeln
zinzen siber unfere Köpfer Wie es schien, waren diese 8 Salden
et och⸗ auf · die sich rechts von uns in beobachtender Stellung sich
»findende 6. Kompagnie gerichtet, denn der Feind konnte in Folge
ner Dunlkelheit weder unsere Stärke voch Ankunft merken. Das
Schlo war nur noch circa 800 Schritte don unßz entfernt, was
vir jedoch nur an dessen Thürmen, während sich der Mond einen
Roment entschleierte, sehen konnten. Unser Hauptmann, der jetzt
nie Zeit unserer Altibitäl gekommen erachtete, gad den Befehl, nicht
u feuern, sondern was kommt, mil Kolben und Bosonett zufainmen⸗
uhauen, ließ das Gewehr fällen und unter Trommelschlag ging es
nit Hutrah im Laufschritt übes die vor dem Schlosse sich befindenden
steinernen Brücken, direck in den Haupteingang des Schlosses
Der Feind, der die erste Brücke mit2 Geschützen armirt hatte,
eineie, bis auf einige Artilleristen, welche jedoch sosort niedergehauen
ourden, keinen Widerstand, sondern ergriff ohne einen Schuß zu
hun und ohne unsere Ankunft zu erwarten, die Flucht. Der Ver⸗
uch des Feindes, aus dem Schloßhose Lin Geschütz mitzunehmen,
owie das Schloß in Brand zu stecken, wurde durch fruhzeitiges

Betrmishtes. 49

Neustadt, 24. Jan. Heute ist hier ein Nest ausgehoben
vorden, wie es kaum noch vollkommener gefunden worden ist.
xkin Kaufmann in der Friedrichsstrasze merlte seit zwei Jahren an
illen seinen Waaren ein Mancon ohne auf die Spur des Niebes
ommen zu können. Gestern erhielt derselbe endlich von irgend
iner Seite einen Wink und ließ demzufolge heute früh bei einer
Urzlich Wittwe gewordenen Frau welche zwar entfernt wohnt,
iber im Hause selbst bei einer achtbaren Familie Slundenorbeil
errichtete, mit Hilfe der Polizei Haussuchung halten. Und siehe
)a. F nes wurde ein vollständiger Framladen gefunden: Töpie voll
A Flaschen mit Salatol,
fidol ꝛc. Haufen Cichorie, Seifen, Kase, Sacke mit Kaffee ic. ne.
die Magd des Hausek soll an diesem Sammeln betheilliate gewesen

—æSL M
        <pb n="48" />
        sein. Die Diebin pflegte die Waaren in den uͤmliegenden Orten
haufirend zu Geld zu machen.

Heidelberg, 21. Jan. Der jüngst verstorbene Alt⸗
bürgermeister Thiele hot der in der Einrichtung begriffenen städtischen
böhtren Töchterschule das bedeutende Kapital von 72,000 Mark
hinterlassen.
i i in den obersten Sehen neben
—A —A———
Ackers. Selqrad.

Mitiwod, den 31. Januar a. Pl⸗-Nr. 3488. 24 Dez.
nächsthin, bei Joh. Ab el inRohr⸗ allda neben Philipp Wei⸗
bach, sogleich nach der Licitation gand und Frz. Giell.
der Erben von Peter Abel läßt 24. Pl. Nc. 982. 29. Dez.
herr Emi Grewenig, Sait⸗ auf dem rothen Flur neben
jer und Tagezierer dahier nach⸗ Joh. Schwarz.
zezeichnete Liegenschoft im Banne b. im Banne von Rohrbach.
von Rohrbach öoffentlich in Eigen⸗ 15. Pl. Ne. 2217. 124 Dez
thum versteigern:; im Thalgarten neben Bür
Pl.Nr. 1093. 31 Dej. Acker germeister Urban Jaltob.

neben Jakob Würtz. 4. Pi. Nr. 1038. 91 Dez.

St. Ingbert, 26. Jan. 1877. und Pi.⸗Ne. 1039. 86

SEau er, tial. Notac. Dez. in der Zwergahnung
54 neben Peter Haberer und
Haterrerpagung
nachsthin, Nachmittags 2 Uhr in 8 u —52 * 3
der Wirihschafi von Pani da— de 33 FIt 37 s:
— .Nr. Dez.,
hier lossen die Witiwe und Kin⸗ i
ber des dahier verlebten Rentners vi. * 37 13 4
Nir. .211 Dez.,
Johann Hager die nachbe⸗ pA Sé. ié 3.
schriebenen, ihnen gehdͤrigen 4 z aschwald i
Liegenschaften auf einen sechs⸗ * neben
tämers Walo.
—
37. Meistdietenden verpachten, veauer, NRoner.
A. an Ackerland: F 35 7
d im Banne von St. Ingbert: baus 7 und Güterver⸗
i e n n. stteigerung.

in den ob esten Seyen Dienstag, den 13. Februar,

deben Vürgermeister Custer nächsthin, in der Wirthschaft von

und Joh. Selgrad Ww. Paul dahier, sogleich nach

Pl.Nr. 8114, 3115. 77 xer Hager'schen Güterverpachtung

Dez. am Schaftopf neden assen die Wittwe und Kinder

Job. Beck Ww. und Fried. es allhier verlebten Bergmannes

RNuffing. Jalob Schmitt die nachbe

Pliadir. 3488. 24 Dez'm. eeichneten, ihnen gehoͤrigen Lie⸗

in den obersten Seyen jenschaften abtheilungshalber öͤf⸗

neben Schreiner Weigand enilich an den Letzt und Meist⸗
und Fr. Grell. netenden in Gigenthum ver-

PlNr. 4322 ja. 81 Dez. deiger

sm Kodt, neben Rud. Mun⸗ n der Stadt und im Banne von

zinger und Rit. Steinfeld. St. Indbert:

pᷣl.Nr. 3764, 37638 und Pl. Nr. 40812 und 408b. 8

3762. 2,24 Tagw. auf Dez. Fläche, worauf ein

dem Schiffland neben Peter Wohnhaus und Stall mit

Uhl und Anftoßer. Hoftaum und Pjilanzgarten,

Pl. Ni. 3835. 2.80 Tagw. gelegen in dem Wollbach

allda neben Nik. Wild und nebtn Joh. Schwarz und

Ww. Peiers. Adam Schmitt.

Pl.⸗Nr. 2993. 2,22 Tagw. Pl. Nr. 3805. 37 Dezim.

ober der Lehmkaut neben Acer auf Schiffelland neben

GBg. Frz. Hager und Pet. dem Wald und Jalob

Samelzer Frau. Schmelzer.

Pl.⸗Nui. 3082. 483 Dej. Vi. Nr. 401. 17 Dezim.

auf Muͤtlenthal neben Joh. Wiese in dem Wollbach

Eich und Ww. Zimmer⸗ neben Jakob Müller und

mann. Pfartland. —

Pl⸗Rr. 4389. 78 Dej. Pl.⸗Nr. 4010. 44 Dejim.

im Rodt neben Ed. Ber⸗ Acker binter Hobels neben

XV Heinrich Bauer und Schmeli⸗

Pl.⸗Nre. 36234. 36910 arbeiter Kihm.

Dezim.; Pl.Nr. 83624. Pl.⸗ Nce. 3616. 31 10 Dej.

2436116 Dez.; Pl. Nt 2625. Acker beim Forellenwenher

382110 Dez. am Fdorellen⸗ und Pl.⸗Nr. 3617. 33910

weiher neben Michael Weiß Dezimalen Ader allda; das

und Nilolaus Wagner. Banze gelegen neben Mar⸗

Pl«Nr. 1303. 39 lio Dez.— lin Steinfeld Ww. und

auf dem großen Flur neben Carl Uhl.

Schmelzarbeiter Haas. St. Indberi, 27. Jan. 1877.

12. Pl. Nr. 3416. 61 Dej. Sauer, lal. Notär.
edaltion Druck und Serlag von

pAernsberg, 25. Jan. Bei der Stat'on Oeventrob der
X Guͤter⸗ und Per⸗
sonenzug auf einen Güterzug; bei dem Unfall kamen drei Personen
um's Leben und wurden 15 verwundet.
Fur die Redaction verantwortlich: — — 7
Freiwillige Feuerwehr St. Ingbert.
Montaa, den 29. Januar, Anends 6 Uhr
Verwaltungsrathsfitzung
Abends 7 Uhr Generalversammlung bei
ter Weißgerber.
Tages⸗Ordunng:
Wohl eines Berwaltungsrathsmitgliedes.
Aufnahme neuer Mitglieder betr.
Das Commanmndo.
Geschäfts-Empfehlung.
Den Herren Wirlttzen und Kaufleuͤten zur gefälligen Nachricht,
daß ich nun zu meinem Friseur Geschäft ein
Oĩæv rren⸗Lager
en gros und en detail
eroͤffnet babe.
Mit Zusicherung prompter und reeller Bedienung zeichnet
Achtungẽe voll
Joh. Weirich.
BRrustieidemdem zu
Trost.

Noch gibt es Hilfe für
Brustleidende, sie liegt in dem
Hoff'sjchen Malzextralt (aus
der Fabrik des K. u. K. Hof⸗
lieferanten Johann Hoff
in Berlin, wo auch die heil-

3 same Malz⸗Chocolade und
die Brustmalzbonbons erzeugt
J werden). — Gegen men
schweres Brustleiden wandte
ich das Hoff'sche Malzextrakt
z an, u. erzielte nach?monatlichem
Gebrauch die beften Erfolge.
3 Meinen höchsten Dank! Steg⸗
litz, Teichstraße 16, den 1.
Z Juli 1876. Frau Tamm.
Verkaufsstelle bei
JeanPeters. St. Inobert.

Die in Nr. 8 dieses Blattes
om 7. Januar 1877 angelün⸗
digte Haus⸗Licitation auf An⸗
sehen der stinder und Erben von
Matthias Wannemocher III. in
Dmmersheim konnte am 22.
Jan. l. J. eingerretener Hinder⸗
nisse wegen nicht abgehalten
wverden und findet nun am

Montag, den 12. Febr.
nächsthin, Vormittag 10
Uhr
n dem zu versteigeraden Hause
in Ommersheim statt.
St. Ingbert, 26. Jan. 1877.
Sauer, k. Notar.

—
Ein Buch, welcheg 68 W
erlebt hat, bedarf wohl
lagen leiner weiteren Em⸗
vfehlung, diese Thatsache ist ja
der beste Beweis für seine Güte.
Fur Kranke, welche sich nur eines
sewährten Heilverfahrens zur
Viedererlangung ihrer Gesund ·
seit bedienen sollien, ist ein solches
Werk von doppeltem Werth
ind ein? Garantie dafür, daß es
ich nicht darum handelt, an
hren Koörpern mit neuen Arzneien
erumzuerperimentiren, wie dies
ioch sehr häufig geschieht. —
Pon dem berühmien, 300 Seiten
larken Buche: „Dr. Airy's Na⸗
urheilmethode ist bereits die 68.
Iuflage erschienen. Tausende
zub aber Tausende verdanken
der in dem Buche besprochenen
Zeilmethode ihre Gesundheit,
die die zahlreichen, daria ab⸗
edrudten Atteste bereisen. Ver⸗
aume es vaher Niemand, fich
es vorzugliche populär⸗medi⸗
inische, 1 Mart fostende Werk
‚aldigsi in der nächsten Buchhand⸗
ung ju kaufen oder auch gegen
xäinsen dung von 10 Briefmar ken
x io Pifs. direct von Richter's
Berlags Ansialt in Leipzig kommen
zu lassen, welch' Letztere auf Ver-
angen vorher einen 100 Seiten
darten Auszjug daraus gratis and
franco zur Prufung versendet.

Die berühmte Schrader sche
Weiße
Lebensessenz
von Apotheler Schrad er, Feuer⸗
bach· Stuttgart, welche schon Tau⸗
senden, die mit den langwierig-
lten und schwersten
XXXXWV
behaftet waren, allein geholfen
hai und die in den meisten Fa-
milien als diätetisches Haus
mittel ganz unentbehrlich ge⸗
worden ist, wird Jedermann drin⸗
gend empfohlen. Flac. 2 Rark.
— —E ——*
Traubenbrusthonig
angenehmstes und sicherstes Haus⸗
mittel ge gen Husten.
Flac. 1 M. bei J. Fried⸗
rich, St. Ingbert.
— ⸗—
—
mit Firma, zu Geschastabriefen,
in schöûönen veræaierten
Sen riften,
me, Vlniten-
Tartæom ete., werden rasch
ind billig angefertigt in der
Buch- und Steindruokerei
F. X. Demeltæ.

d8t. Ingbert.
4..

Semeß in St Ingbert.
Siezu Lillustrirtes Sonntoasblatt Nr.

—
        <pb n="49" />
        Sl. Ingbeiler Nnzeiger.
— —
—— —— — ——
Der St. Jagberter Anzeiger und dar (2 mal wöhhentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltunzeblati. Sonntagt mit illustrirter Vei

kage), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donunerstag, Saustag aud Sonntagz. Der Aboanementapreis beträgt vierteljährlih

art 20 X.Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Ans varts mit 15 Pfi. für die viergespaltene Zeile Blatischrifst oder deren Raum. NAecla nen
mit 30 Pfq. pro Zeile berechnet.
M 16. v * Dienstag, den 80. Janrar J J cà J 1877.
———
Deutsches Reih. 2

Muünchen; 27. Jan. Die 22. allgemeine deutiche Lehrer⸗
p rsammlung vom 22. bis 24. Mai d. Irs. soll in Fücth abge⸗
dalten werden, nachdem der dortige Magistrat daselbst in freundlichster
Weise fich bereit eiklärt hat, dieselbe gastlich aufnehmen zu wollen.
Der engere Ausschußß ersucht diejenigen Fachgenossen, welche dabei
Vorträge zu halten oder Thesen auffzufst⸗len gedeute, den Geschäfts ˖
sührer des engeren Ausschufses —in Gera, Hen. Mörle, wöhlichst
dald davon in Kenntneß zu setzen. 5

Berlin. 27. Jan. Dos Stadtgericht sprach heute die de⸗
finitide Salteßung der „socialistischen Ardeitecpariei in Deutschlande,
mit dem Sitz in Hamburg. aus; ebenso die Sch'ießung des Ber⸗
liner jocialinischen Wahlvereins für den Geltungsbereich des preu⸗
zischen Veremsgesetzes und verurtheilte die Socialistenführer Hen⸗
aisch, Qerassi, Greiffenberg und Geib zu mehrwöchenilichen Ge⸗
jangnißstrafen.

Dassel dorf, 27. Jan. Heute starb nach kur, er Krankheit
der hier in wilitärischer Siellung befindliche Herzog Eugen von
Wuͤrtte aberg, Gemahl der Großfürflin Vera von Rußland.

Ausland.

Jassy, 27. Jan. Hier herischt große Panik über die hier⸗
her qelangte Meldung, welche den Einmarfch der Russen als nahe
dadorstehend sizualisitt. Das russische Haup quartier soll nach hier
derlegt werden.

rung und Cdatelineau mit den Franctireurs de la Bretagne die
üdl che Sicherung (nach Braceuxr) Übernehmen. Genergl Mau—
andy ließ nach seiner eigenen Berichten die L. Brigade seiner
Divsion im wesilichen Theil des Parks Stellung nehmen. Da
neldete, so berichtete Beneral Maurandy, ein Unteroffizier, daß der
Feind in den Park eingedrungen sei, worauf sofoct ein ge Bataillone
nach der Parkmauer entsendet wurden. Doch diese konnten schon
nicht mehr an den Ort ihrer Bestimmung gelangen, da die Park⸗
nauer bereits in den Händen des Feindes war. Da beginnt, so
ahrt General Maurandy sort, auf einmal ein urchtbares Klein⸗
zewehrr- und Geschüßfeuer, die Truppen halten nicht mehr Stand
and ziehen sich auf die im Schloßhofe aufgefabrene Reserbe⸗Batlerie
urüd, der Rest der Kolonne wird in den Rückzug mit verw celt,
»er, wie der General sagt, ‚en bon ordre“ nach Bracieur aus—
zeführt wurde. Selbst mit Stolz und Genugthuung muß aber
eder bei jenem Gefechte Betheiligte erfüllt werden, wenn er au
Schlusse in dem Berichte des französis hen Generals liest, daß 18,000
MNaan und 18 Geschötze das Schloß angegriffen hätten.

Der taknsche Erfolg, der er ungen wurde. war sehr groß. Die
ʒei Chambord gefochtene Division Maurandy war nach cinem späteren
Berichte Chanzy's am 283. Dezember noch nicht reorganisirt, mußte
daher vollständig aufgelöst und zersp engt gewesen sein. Durch
ae Gefecht von Chambord in Verbindunc m'it dem gilücklichen
Besechte des 1. Bataillons unseres Regiments, war der Weg für
das 9 Armee-Corps noch Blois frei und mußle der bei Marchenoir
ampfeuden Armee Chanzh's begründete Besorgnisse für ihren Rücken
inflößen. In der That gab auch schon am 10. Dejzember die
Armee Chanzh's ren Widerstand auf und zog sich auf Le Mans
urück. Durch die jetzt wödgliche Beseßzung Blois war aber vor
Allem eine Vereinigung der Armeen Chanzh's und Boubaties
(der bei Bourges stand) die über Romocanfin-Bloi⸗ ousgeführt
werden sollte, unmoͤglich gemacht.

Zum Schlusse bete ich Sie, verehrte Leser, mir nochmale
'n Gedanken nach jenem stolzen Konigsschlosse an der Loir zu
solgen.

Dort steten in der hoͤchsten Spitze det Schlofses oon deutscher
Hand e ogeschrieben die Worte:

„D eses Schloß, verthe digt von 3000 Franzosen, wu⸗de am
D. Dezember 1870 don 3 Oifizieren und 54 heisijchen Soldaten
erstürmt.“

Die Erstüriung des Schlosses Chambord durch 8
Offiziere und 3N2 Mann der 8. Kompagnie des
aroßih. hessisch.u A. InfanterieNRegiments am 9.
Dezember 1870.
(Soluß.)

Die Zahl der Gefaugenen war nun bis Nachts 12 Ubr auf
140 Oifitiere und circa 300 Manu gestiegen. Dieselben wurden
in einen Saal gebracht und den nächsten Tag nach Orleans trans⸗
portitt. Noch in der Nacht brachte eine inzwischea eingetroffene
Estadron des groh. bess. 1. Reitecceg mints die erbeuteten Geschuße,
Vunitionswagen und Pferde in Sicherheit, während man die er
deuteten Gewehre durch Abschlagen der Kolben undrauchbat machte.

Von den erbeuteten 86 Pferden fand man 73 fur taugiih
xnd da nach Kreiegs zesetz für jedes im Kampfe erbeutete Pferd.
eiches Staatseigentdum wird, dem betreffenden Truppenth ile fl.
31.80 Pramie dezahlt wird, so eih elt jeder der 54 Menn cires
fl. 28. -. Es reduzirte sich daduich der Benag dei der Mana—
chaft am etwas, weil die Chargen einen gidßern Antheil zu bran—
spruchen haben.

Die Verfolgung des Feindes konnte erst am nächsten Tage
nachdem wir Verstorkung durch ein pteußischer JägerBatanllon,
nine Eskadron Kürassiere und zwei Geschütze erhalten hetien, vor—
genommen werder. Der Feind, der zum Rüchzuge die sdliche
Straße nach Bracieux, welche er selbst jehr starke verbarrikade
dante, nehnien mußte, ließ noch in einer Enifernung von 134
Stunden vom Schlosse die Offiziersbagoge stehen und nahm sich
nicht einmal Zeit, in dem citca 220 Stunden von Chambord enn—
egenen Dorfe Bracieux Halt zu machen. Weggeworfeve Gewehre,
Tornifler cꝛ. waren Zeuge von der reuellosen Flucht des Feindes.

Nach Derichten des franzosischen Generals Chanh war die
Besetzung und Festhaltung des Partis und Schlosses von Chambord
der 8. Dooision des 16. Korps, bestevend aus 13 Bataillonen,
woruntet 7 Linienbataillone, und 18 Geschuüzen defohlen. In Folge
dieses Befedls ücte am 9. Dezember Nachmittags 5 Uhe General
Naurandh mit seinen 2 Brigaden, dem 40. Marfcht gimente, sowie
den 71. Regiment der Modilen über HauleVienne in Chambord
rin Mit dem Chef des Stabes der Franctireurs de Paris Graf⸗n
kiponsty (von der Vertheidegung von Thateaudm betannt). wurden
sofort die Moßreneln zur na dhalligen Bertheid gung besprochen und
den 8 Batterien der D vision ihre Stellung anzewiesen. Graf
Lwoweln lollie mit den Franctereurs de Var 3 die dedlide Sg,

Tarl Wagner.
Bermishtes.

Si. Ingberil, 29. Jan. In den jumaften Tagen kamen
purch unvorsichtige Hardhab ag mit Petroleum wieder zwei bedauer⸗
iche Unglückzfälle hier und ia Sqhnappbach vor. In dem
inen Falle wurde ein Bucrger von h'er am Kopfe verbrannt, in
Schaappbach zwei Kinder durch Verbrennen im Geficht, auf dem
dopf und den Händen beschädigt. Jedesmal ge chah die Ert ündung
ind Explosion des Peiroleums daduich, daß in den leergewordenen
Petreoleumbehälter bei brennendem Tochte Petroleum zugegossen
warde. — Eine neue Mahnung, vorsichtig mit dem Petrolenm um⸗
zugehen und nie bei noch breunender Lampe Oeil zuzugießen; auch
st es gefährlich, die Flamme von oden herad auszublasen, man
zeht fi herer, den beennenden Docht klein ju schiauben und ven
unzen auszublasen.

k Vas Nesultat der jüngsten am Sitze der Regierung der
Pfalz abgebaltenen juriftischeu Staatésconcursprüfung ist: daß von
den 24 geprüften Rechlscandidaten 1 die Gesanminote J, 20 die
Btsammt ot. II, 3 die Gesammtnose III ethilten haben.

f Der „Pf. K.“ schreidt aus Ludwigehafen, 27. Jan.:
—A aw schen Frankfart Basel und Basel: Frank⸗
urt vertehre den Nachtschaell zuge Gaftdeleuchtung. Unter den Per
ouenwagen sind aroße Cyl nder angebracht, die mit Gas für 36
A

FSrankfurf, 25 Nar Destern Abend hat d'ie Polije—
        <pb n="50" />
        aine sehr bedeulende Diebesbande ausehoben welche sich in dem
Siein' sches Weigqarten. auf dem Rboerbergh ein zinem Gartenhãuschen
mgesiedelt hatte and gerade in Searffe warg min Sack und Pack
nach Minz ubergustedein. Schon amr Klilet heihßßgeuthss wurden zwei
der Bande zugedörigen Bursche dngfest aemachk, acht andere wurden
dei der ersten Reviũon des Gartenhaͤuschens entdectt und festdenommen.
Sodann wurde eine im Fetde steende Hutte revidiet, in welcher
die Bande ehenfolle⸗ gestoblenes Gut anfbewahrt haben sollte z es
in süch aber dorte nun eijn großtt ejerner fast lgerer. Gelal stej
dirdiechenemn Dedel und, Giniges Weckzeug bar Be der
Rücklehr in den Weingarten wurden bei naherer Durchsurhung
ea Gurtenhausee ue. 3 Kelle eutdectt, welh⸗ ruhig schliefen
Die Mitgueder der Zade sic Taglshner, Kellner, Schue der,
Deißliuper, Schlosser, auch 1 Conditor uad 1 Bacat- Jrc Log⸗
sung hieß: Allw sseuder. Der Haupiwerih des gestodlenen Gates
hestehhf aus Sibereug, das aus erner der Wilen am Roderberge
entwendet warden ist.

1 Dufsetdorf, B. Jan. Gestern Abend hat hier ein
Nadchen ihren Genedlen. einen Nanen, erfochen. —
7 In Altenberg (Sachsen) sind bereits ein? Anzahl
Elaare eingenoffern.

FBerlin. (Wahtturioum). gIn einem Wah Udkal des zweten
Areisen b.28 Unnib hiche deleiset dort wurde nämtch eincr be⸗
ounten Ir eine Etimme gegeben. Es teß auf dent eiwes
größeren Wohlleneb; Dem ew gen, unendi chen, barmherzigen, all
ungen Coloen noch 122 Veiwdrterj Wesen, det unveranderlichen,
allehmsffenden⸗ wig durchdringenden, bieimlifchen, deueifternden
e webe: der Junfrau Germamza. Zum Uebe flutz weren
aoch folgende Sprüche, weils ganz, iheils bruchstückweise augeführt:
dvsalm 83,1b6ex Herr n aönij, Sirach 18. 12 Gon der
dormiherzizient) und Rsnet 11, 86 (Denn von ihm durch ihn xc.)

1853 usfel, 21. Jan. In den Kohlenbezitken von Eoar⸗
leroi und des He ne aii's sett és schauerlich aus. In den meissen
Frubren arbe tei mar nut 8 oder 3 Tage in der Woche. Andere
werden gar —DD die Kohlenvorrätte, welche
rine Abnehmer finden. Taufsende voun Arbeitern find brodios,
ganz˖ Horden von ndern ziehen bettelnd berum.

Neich—Oherbhandel 34richt. Der Bürge eines
—A Rückzriff gegen denselben zusteht,
sann wegen der theilweisen Zahlung, welche er auf die Forderung
— hur dann den An'pruch erheben, für
die geleistete Theil zahlung an die Stelle des bezüglichen Glaubigers
den Nonkurs einzuireten, wenn diesen Gläubiger dadurch die
Zahlung seiner Restforderung aus dem XXX
joch verfü nmert wird. Dies gilt e⸗oenso vom Theilbürgen einer,
„chuln, welcher sener Theilzürgichzaft durch Zihlung genünt hat,
von Vollbur er einer Schalde ded. jedoch nur theilweile den
Bläubiaer befriedigt hat.

DObertribunarusentscheidung. Wenn bei wedhsel⸗
itsgen Veleidignngent der eine Theit auf Bestrafung antrart, so
nuß er. anderg Theil bei Verlust seines Rechts den Auft ag auf
Beßraäsung spätessens vorSchluß der Verhand'ung in erfter Inftant
Tlen. er is hierzu aber auch dann no vberechrigt. wenn zu jenem
Zeitpuntte die dreimonatliche Frist beceits abgelaufen ist. Diese
Vhestimmung des Strafaest zduchs sͤndel auch auf solche Beleidigungen
. dn, ba w ichen die Amtrogsfreste bertits aogelanfen wat,
ua die min in der Klage gerögte Behe digung von dem Verllagten
vgaugen wurde. Od zpijchen Beleidigungen, welche zeitlich ucch
nehr ols de volle Antrarsieist von einunder getrenni sind. ern
arjächlichet Zusammenhantz besteht, so daß lie sich als wechselieniges
harautix siren. dien zu eutichtiden ist Sacht der thatsachlichen Vrüsung
Dienstesnachrichten.
Det kgla Lih er der Marhemant an der Kreisgewerbschule
Datferzlautern, Schumann, wurde zum Rektor det —XX
e jfingen vom. 1. Februat an ernann.
Dem Pfarrer in Limbach wurde Kand. Roth. zuletzt Verweset
»aselbst, vom 1. Januar an als Privatvikat beigegeben, um du
hemeinden Mutel und Oberbexbach mit Annexen. zu pastoriren,
und Letzterem zu diesem Zwecke Muttelberdach als Wohnsitz ange⸗
wiesen. ñ —D 3
Eraannt per 1. Februsr Kand Aign, Vikar in Zweibrücktn.
zum Piarrverwesr in Frankenthal, und per 14. Januat Kandidat
Weihbel, bizher Vikar in Oberndarf zum Verweser daselost.

sabe Äcslt

Wohnungsveränderung und Geschäfts-
Empfehlung.

Hiesigem und auswärtigem Vudl tum die ergebeusit Anjeige,

daß ch aneine

Hausversteigerung. 3. vos Pl. Nr. 2783. 21 Dez.
Dienstag den 13. Februar Ader n der obersten Flur
aächthin, Nachminags halb 6 neven Georg Schmelzer den
uhren der Wurhschen don obeiꝛhalb des Batnksö pers
Baun daber, läßt Hert Franz netlegenen Theil eden G.
Srell, drucbandlec allhuer Schmelzer und Eigenthum
vohnend, das nachbegeichaele, det pra z. Lud vigsbahn.
X gedotige Wo uhaus oͤffentlich Pi.Nr. 3387. 45 Dezim.
n den Letzte und Me sidictenden Acker in den ohersten Seyen
a Eigenihum versteißezn: neben Joh. Uht und Joh.
wi e 126 und 127. 8 2d. Kodler.
d. Flache mit einem St. Iohhel 29. Jan. 1877.
weistochgen Woahndause, Sauer, tal. Notät.
hofraum und Garten, ge⸗
— E— Oderstadt
dahser peb · n Georg Franm
Hager und Jatobd Braun.
St. Jagbect, 29. Jan. 1877.
ESauer.i. Notar.

Metzgerei

om Mittwoch, 31. Januar 1877 ab in das von Heren
Jutius Grewenng ccquirirte Haus ineben Hotel Laur)
derlezen wer e.
Es wird mein ernstes Bestreben sein, das mir bis jetzt ge·

scentie Berirauen auch fernerhin bestens zu rechtfertigen.
Hoqhachtung? voll!

gatl 5chwarz, Meßger,

Sohn von Jalob.

Kölnische Feuer-Versicherungs-Gesellschaft
Colonia.

Bekanntmachung.
Samstag, den 3. Februar

1877, Rachmittags 3 Uhr,

in der Behausung der nach—

genannten Gautmasse werden

uuf Anstehen von Carl Am—

os, Geschäftsmann in Zwei⸗

wd b d, * J ——F — —

rüden ennend, n uer Auszug aus der in der Generalf-⸗Versammsung

igenschaft ats provisorishher HeHhheteg en Vechnung für das Jahr 18758.

Hassenverwalter der Gant⸗ geleg en 8 9 J

si F ier⸗ — *

nasse des Carl Gros Vier Prämien excl. der Einnahme für spätere Jahre 4,547. 350 — 7

rauer in St. Ingbert, Finsen: Einnahiue..2 .492930 .

olgenee Gegenstände durch —55.. —— 35040.430

den Unterzeichneten öffentlich Tabpital:Resude.* .3,6692878080

in den MPteistbietenden gegen Souftige Reserben. * 4673,380 Woet eud

*8 e Brandschäden, Verwaltungskost n xc.. J ιgα
ere Fuhr⸗ Bersicherungen in KNraft am 31. Dicember 1875 2990 254,3248
pferde mit Geschirr, 2. 4 Wir hriugen bie mit zur offentlichen Keuutnitz, daß wat an
Ten:ner geuer Lager⸗ Stelle des Herin M. Eberhard, derrz G. Bruuion die
in a etner, Agentur für St. Ingbert und Umgegend
neue' Schenkbierhopfen. AUberrragen daden. 2

t. Jugbert, 28. Jan. 1877 Ludwiag 8 afen, a. Rh. im Januar 1877.

der . Gerichtsvollzicher: Die Haupt-Agentur:

Faßbender. Franav. Moers.
— — — — — ——— — — — —
IF eee von . eme« in SEt Inabert.

— —
— —
Gůterversteigerung.
Dienslag, den. 73. Febröüar
aächsihin, Nochmiltags, 6 Uhr
bei Paul dadier lossen die
Zinder und Erben des zu St.
Inabert verl⸗bleu Hufschuiedes,
Fhrist. Juugfleisch die nachbe⸗
schriebenen, Zzu dessen Nachlasse
zehörigen Guͤterstücke an den
Letzie und Meistb etenden der
Abiheilung halazr dienilich in
cigenthum versteig n
im Bonne von St. Ingsbert:
Pl: Nt. 797. 16 Deimal.
Wiese in den Großwichen
neben Petet Schwatzu.nd
Catt Ech —
r. 1744 16. Dezß.
Wiese im Rischbach neden
Faufcann Uhl und Peter
Schmitt.
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        * *
533555 35333* 23583* 273585 3832553*
55583 —— — —53z325 5555237—

— 4 5 5 82 74— 522** —E—— 252223225
—5—35 ——772255333 2* 537 —

22 —2 * ———55853235—5 23—7357 553828
52—33522 2532 *25 — 25 —
82525335 5— 3z —5—— 33 733538

— —33 6— —532

VF 8* 8* 355*23—5 2 7 7 ——
1335323 3,833332328 4 322332
3322 223 28233558 8 5 352352—
25 28* —— —— —— 535 23 2 „IAI 25
F 327 5255335 373733853535— 483353 *33535
353355 653—733 5378 2533333*
—x5823858 538—z33——7355 5833277 —“ 5 88353**
— 25 22 23*5*82* — — 24 — 522 58 *
837 z * 53355 un 75 552535353 57 258 5
»78 3533838853 37—883 3323333

—7 52 7— 85 2 5.3 55
3 3— 3 —5384327
3533 —35558 aW 72
— — 88 2W82 *7 3

325 5— 23 3 .7* —VV——

8*23 —— — 8
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— — * — 8 7 —2
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2238—4
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— 75522
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* — —
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333 —— 222-245*
8 8* 22812552333 — 3238342
— — 257 J —A
** 57 * — 353333
9— 2825 7 —32 2 —6
7 38 3653755 233.5 1
—3754 2* —33 513331333 *878 553 333333 *
——— J —— —A ——— 132333 23245 2,3753353517
5752 33 53*725 5 5233 2723 5.227 2 4373
e33 332 333 3 A
553587 6584 — 353755*
73 1323 33346 23
— 555—5 — 27 2525 3853 5332 * — 27 — 25
5675 1438 333537233347535 333483357
— —— 2 — 8 28* —2 * —8 228 7 S* —J—
A— 2 5328332325 2322,7 322235 2582 — 823 5
5 77 s3333 3382—373 —A — 7*533351353353738
— F — 72323 32355333 *523333383875 33525338
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15 *52553. 252 32486 833 7*8 s —
33725355 33 333325 55 353838
523332222 52 725s8 5355335 3 23378 35 7333
* 78558.2 —— 5 572 2E4. V — — 3 —5—5 5s337
332333335 —J 133335337— . 58
3823668233 52333 — 3337238 155538 7382547 — 71235
253565 53232 2323378333337 —3 3235352332 3
*23 7 55 353 5 — — *2 5 53232 — 2. 27
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F 222534 53 8s82831533 S8 *255 —A— ẽ 3 —F
537337 573 2353533 333553537
353*3353533555326 55333538— 235236 88
250 5 — —A 2558T64 155538082 ———
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2. 527 22585 3237 333563 22.25 6
— —— 77 *
73 23 232 2525535335373 53532332
—R 25 2*52 8 — 25 55 72532
8 33533 8 35 —22 * — 3
* 23 8*8252338383383222 * 2.5 28
3 2 238 —— 523
253 223333* —8 2222533338
* — 5 — 8. * — 23 —2
238 35338775 7553233
z38 575-368 2.* —A—
2 5 — 8 3 * 222 *BR2 — —
2R322 —A S. —A — * 27
74 k532283282 5 2222854
* 2. 2 25 —A *—2 3
»s 3523528 — 25335525 *
5 76 228 32*77 ——
—— —A— 553z35333868
»»» 328 *5s—33333
—A · 5 35 ——
2228 7 52335533 —
5383 38363 27 382 7—
252375335 55273
2* 725 2255 238548 2
F 4222 I5338 22 — — *
2 — 2328 —
—2 13587
532237 2222
— 8 227 557538 25 5353
5
2528 383525 23857 385382 ——
2253 2 232.220 *3 — 3
22322. .. —A 2 *222328 282 ——
2272k27 3235* 3 , 3238
583 55* 835527233 222 2 338 7
** — —— 8 522 2 ẽ — —3 323
988322 25233623222358 —— 2353533
2 323 2222 322 — — 88S ——
333575 38 5538
583 255335 222358335233— A——
2 3 — — S * 2
—A— —⏑— ——— — 7 323 583532332 522 5.
* 7* 55 22 21. — — — e — * 22 — —X
— — 4533 323833283—3335 5335552838658
—— —72 EN e⸗2235225 2235 3 2 722*
—— — 535233365355335385 335*3
— 2 F —3 22 S
*57253 * 5 5 525322* 22853 —A———— A E
2285 25353 53828 383 217
52 232. 526 2 * S 2 5225255* 232 23
333 —3283733838 352
2 * — 5 27 J — — 22 —939
71523283 ⸗ 252285 233 5315355328 22 23355
533335253 35325* —32685 *8383 52325
* 2 —2 2 * . * — —
—AA — — * —8 2727*7 5 5 —
—A 2 —A — 22 * 2 — — 2 2
—D — — * 52*22222 5 32 2260 3*
2 3 25 —5 22232375 DN —— — 225
35 * *sz88388 235333923232352 358
23—7 — 8 7287— 53323353523323235
2 25525 — —
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28 —32. 34222. I3 27 7283 88232
— 5325 37333 7* 383535733832
—ãæ—24— 22.52 3398753. — — —
35382353282 s⸗58*83353853253777.
25 *385353— — —83535 73835358—
322 57 225 525 2 —235222
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3 2. 2 3
—53233 —3358325 23335 3—23333
3——— 3333533333—33—558 *
22—22 —32332223 8 3
&amp;4 * * 5* — —— *
— 252622383 * —A 25 2
2 25 — — 52332 3 53 7 * — 528
—53 ** 5* ——— 2 2 5*232725 2 2 22
2 — 75 —A — 5* 5— &amp; 8 558
53 528 53 —75— 3535 —5553282 327
Zz52 257 2872328 —
— 7 — 25 5835* —2 3
27 S 5BE. — S. — 82 —53 2 8
2 2* *578538 * — VV52 2 — 2.
525 35 5338 257 75 33533 5355553 322
3252 2 55 358587 58— 22333535 238
* *2* — — — * —— 232 525 . 5
* 2* — — 2* 2 0 — 2 —
355 533 32.3525— 22233232223 8
73223 — —— 8257232**233 5558 —.
2* *— 22 8 533 22 —87*32 52 * 2
223 755 * 55 3 — 28 — 2 322 —
—— 53928 535253—282 23
2275 32325 2232533 2522
2 82355233——32. 72 38552
—— 53233522353225 8 8
27 22. 5 23 332 53222235
2 5562232822 s32324
— *2* A5. 7— 2 3—7 5 5222*
J2 2— 2532 2 —333— 3382853233232
—252 ESBRBR 3 BRB5.332 53 323558

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2 3368 353523 225 53537
25252 e 53 ——
—— x —* 38 2. 2 — 3 *—
2552572 ——— 252232 28 235*2353583
32532* 5520 5525532 2225 29
—— 522 525536* 57728853 588538
* 2 27 3 2328 235 233233585 38*
1 2 2 3 2 7 255 5 * 2 55 *8* *. * 58532
213503 25353 53233223*7* 225385337
5235323 3335* 333322—8 33583238
23535557 a 2553553 22 5328 22373 5353—
5 *33337 57822 —A — 2523 A—
2 A 5 —8* —— —— 233333388
333355 *23 ect t
E —3 27 8
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223583 25 — 522252337 — 8 252
2355332 33 2233522322 — 058
*⸗ 22323 357 2 — 5532 —A — ——
—ãA—— 252 *— 23. * 55*533 325 2223 08
53 S8 — — 5273 38 — —
2522* 23 5332232253 322 222 *
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2 5388 * — — — 22* 222237 ———
553383233 38 25535253 535553 375333
—— — E v29 4 *53 823 383227 X —3 72
23287 23528— 5245 2327335533 23253223
* *85 2 — 2 * QX. 2 2 d 8
* 7 *33 5355 * 2 * 3265322538 228 23
——— * —523 255 523 αα ———
A 52 552 —
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2553523 537 —— —
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

—
Der St. Inzberter Anzeiger und das (2 mil woö heutlich) mit dem Ziupiblatte verburdene Unterhaltun jadlatt, Sonntagt mit illustrirter Wei—⸗

lage), erscheint wo hentlich vierm ilz Dieunstaz, Doaatertaz, Sunsstag ua Sonutag. Der Aß⸗eent zpreis beträgt vierteljährlih

utart 20 X.-Pf. Auzeigea werden mit 10 Pfa., von Airs varts nit 15 Pr. für die viecgzeso ilterne Zeile Blattusthritt oder deren RNaum. Necha nen
mit 30 Pfa. pro Zeile berechnet.
17.. . Donuerstaa, den 1. Febrrꝛaaaeee 8— 1877.

——— ⏑—— — — —

— —
Deutsches Reich. J

Nochdem durch das Budget der 13. Finanzperiode die Mittel

dewisligt sind, um den auf 1000 fl. uund rejp. 1200 fl. aufge-
zefserten Pfarreien in den Städien, Kantons; und Beszirkzorten de

J. Dienstalterszulage schon uuch 15, die 2. schon nau 20 Jah en,
daun den eisteren die 3. und 4. Alierszulage nach 25 und dezw⸗
30 Jahren zuzuweisen, hat das bl. Consistoriun nunmehr durch
hoͤnste Entschließung vom 23. Januar die Ermächtigung und Wei—
sung erhalten, die außer den bereiis eingewijenen sich hieruach
pe ter ergebenden Alterszulacen, wie sie von l. Januar 1876 an
iich birechnen, pro 1876 und 1877 alsbaid in rin Verzeichniß zu
»ringen und dässelbe zur Rooision und Taxderechnung vorzulegen
was ohne Verzug geschihen wird.

Berlin, 30. Jan. Nach Mi'tiheilunz verschiedener Blätter
ird vom Ge⸗eetal-Münzwaidein vor Kurzem die Beichwerden des
Publikums über die eichte Verwechselung der 530 mit den 10—
Piennigstucken dem Reichskantleramt unterbreitenenud zugl ich Vor—
chläne zur Abbilse gewnacht worden. Hierauf soll das Reich kanzler⸗
nuit ein Einhalten mu der Prägung von 50-Pfennigstücken ange⸗
ordnet haben.

—Berhin, 30. Jan. Der „Reichsanz.“ veröffentlicht die
saiserliche Verord unz, wonach der elsaß tothr ngische Landerausschuß
zuf den 5. Februar cinberufen wird. — Das amtliche Blatt meldet
fserner, Froͤr. v. Werther habe am 27. d. Nis. Konstantinopel
aerlassen, nachdem exr den Legationsrauh: De. Busth als interi ni⸗
ushn Geschäftsiräger auf der Piorte vorgestellt habe

Ausland.

Wien, 30. Jan. Die zw'ischen dem türkschen Botschafier
Alelko Paicha und den serbischen Agenten Zukus dier gefuhrten
Friedensverhandiungen nehmen unerwartet sanellen Uand günstigen
Veriauf. Wean glaubt, schon iu din vwächsten Tazen de Unier—
«ichnung der Friedensprälimmarien erwarien zu dürfen.

Paris, 28. Jan. Ohse diesen Tyatsochen zu große Be—
deutung bei,ulegen, coustatire ich, daß dier in den lezten Tagen
uehrere russische Gardeo'fiziere im act. ven Deenst einzet offen find,
velche erzaͤhltn, daß sie ohne gioße Schweerigkeit Urlaus erhalten
ind daß an eine Mobilifirung des Gard coeps gar nicht gedacht
veirde, fow e andererfrits, diß directe Briefe und Telegtamme des
Zultans an eine sich hiet aushallende Persönlichkeit aus seiuec in-
imen Umgebung den dringenden Wunsch und ou sichere Zabersicht
ruf die Erbaltung des Friedens dusdrücken. MMNn.8)

Belgrade, 30. Jau. Ueber den Modus der in Wien zu
ührenden Fried neberhandlungen mit der P'orte verlautfet Folgen
nes: Die Kopren der Usterhandlugs Prototolle werden gleichzeitig
ach Konstantinopel und Belgrad gesandt. Beide Regirrungen noti⸗
siäiren den Inhalt dieser Prototolle gleichzeitig den Garantie—
Mächten und der defi itive Abschluß des Friedens erfolgt erst, nach—
»em alle Maächte ih e Uesereiustimmung zu erkeunen gegeben.
D'ejer definitive Abschluß wird in Konftantinepe. vor sich geceu,

u welchem Behufe. ein serbischer, Spezialgesandier sich uach der
irt schen Hauptstadt be ibt. “

Moskau, 29. Jan, Der Kriegbminister Miljutin hat an
zn Cjaren einen Bericht kestattet, in welchem er die nunmehr vol⸗
endete Konzenttirang und Kriegsbereinschaft der russischen Südarmee
Jervorhebt.

Vermischtes.

Edenkoben. Bei der letzten Steuerausfchußsitzung
vuiden 5 Einwohner einer Gemeinde des hiesigen Rentamtsb'rls
ür die Weinfabrikation mit einer Steuer von zujammen ca. 9000
M. belegt. (8.)

fFrapbenthal. Die —chaellptessen-Fabrik Frauken
qgal Albert &amp;K Comp.“ hat eine Sammifäarbmashine erfunden.
ẽu Maun ist im Slufsde, 4 solcher Maschinen gleichze tig zu be⸗
Renen und auf denselben täalch ewa 2500 Neuer Sammt zu

fauͤrben. Ein geübter Haundfäcber kann es pur bis etwa 60 Meier
per Tag bringen.
7Manubeim, Die qguoße und werthvolle Urtundensamm⸗
ung des verstorbenen Gesch'chtsschreibers AI. G. Lehmann zu Nuß⸗
»orf enthaltend eine sehr bedeutende Anzahl merkwürdiger, zum
Theil sehr altee Urkunden der deuischen Kaiser, der B schöfe von
Speier, der pfälzischn Kurfürsten und zwibrückischen Herzoge, der
»ralzischen Städte, Edlen und Klöster, daruntet namenilich ein
zanzes Urtun enarchiv des ehemaligen Klosters Sanct Lambrecht,
st von der Universität Heidelberg käuflich ervorben worden. Ein
Rotzer Theil der übrig n Sammlungen des nämlichen Gelehrten
voruuter namentlich Münzen aus der karolingischen Zert, ist durch
dauf in das Eigenthum des Alterthume bereins zu Maunnheim über—
egangen.

Die am 15. Jan. begonnene uad bis zum 5. Februar
au rnde Schwurgerichtssitzung sür Niederbayern vereinigt eine Fülle
vou schweren Reaten, wie sie wohl selten vor einem Schwurgerichte
ur Verhandlung kommen. Unter den 28 Fällen find: Mord 1,
Mordversuch 1, Todtschlag 2 (einer in Verbindung mit Koͤrperver⸗
etzuug), Todijchlagsversuch 1, Körpervertetzung 7, Raub 8, Noth⸗
ucht 3, Noth, uchtversuch 2. Braudsteftunz 7 (arunter 1 in Ver⸗
indung mit Diebstahl, 1 mit Bedrohug und 1 mit einem Ver⸗⸗
zehen wider die Sittichkeit), 1 Unterschiagung. 46
7 Es eireulir⸗n falsche Füfmarfstücke init dem Münzzeichen
. und falsche Einmarkstücke mit dem Münzzeichen D., bairischen
ßeprãges. Beide Falsifikate sind aus Glockenmetall gefertigt und
echt lenntlich, indem der Rand west gröbir gearbeitet ist, als an
)en echten Geldstücken und das Metall einen gelblichen Schein hat.

4Was sollen wir mit unsern Töchtern thun? Gerade zur
zegenwärtigen Zeit, wo die ankommenden Neujahrsrechnungen eine
zeiw sse Verstimmunzg in velen Famil'en hervorrufen, dürfte die
»bige Frage von manchem nachdenklichen Hausvater gestellt werden.
kin Menschenfreund antwortet nun darauf wie folgt: „Gebt ihnen
ine ordentliche Schulbildung. Lehrt sie ein nahrhaftes Essen kochen.
lehrt sie waschen, bügeln, Strümpfe stopfen, Knoͤpfe annähen, ihre
igenen Keider machen und ordentliches Hemd. Lehrt sie Brod
achen und daß eine gute Käche vrel an der Apotheke spart. Lehrt
nen, daß ein Macrk hundert Pfenaig werth ist, und daß nur der⸗
en ge spart, der weniger ausgibt als er einnimmt, und daß Alle.
ne meht ausgeben, verarmen mussen. Lehrt ihnen, daß ein bezahltes
dattunklend besser hieidet ols ein seidenes, wenn rian Schulden hat.
dehtt ihnen, daß ein rundes volles Gesit mehr werih ist, als fünfe
ig sch vindjuchtige Schösheiten. Lehrt sie gute starke A
Lehdet sie Einkäufe machen und nachrechnen, ob die Rechnuung auch
timmt. Lehrt ihren, daß sie Gottes Ebenbild mit starkem Schnüren

los verderben können. Lehrt ihnen einfachen, gesanden Menschen—
erstand, SaAbstwectraun, Selbitdüefe und Arbeitsamtkeit. Lehrt ihnen,
nabß ein rechhttschaffenee Handwecker in Hemosärmeln und der Schürze,
tloust ohne einen Pfennig Vermözen, mehr werth ist, als ein Dußzend
rei ha iledeter und vornehmer Tagdiebe. Lehrt ihnen Garienacbeit
ind die Freuden der freen Nitur. Lehrt ihnen, wenn ihr Geld
dazu habt, auch Ddusik, Malerei und alle Käuste, vedeakt aber immer
daß es Nebensachen sind. Lehrt ihnen, daß Spaziergänge besser
iud, als Spizierfahrten, und daß die wilden Aumen. gat schön
ind für den, der sie aufmertfam beirachtet. Leyrt sie allen bloßen
—A Ja sagt, man 63
nuch wirtlich so meinen soll. Lehrt ihnen, daß das Glück in der
khe wider von dem äußeren Anstand noch von dem Geilde des
Mannes abhängt, sondern allenn von seinem Cyrratler. Habt ihr
hnen das beigehracht, und sie haben's verstanden, danu laßt sie,
venn die Zeit gekommen ist, getrost heiraihen: sie werden ihren Weg
ann schon allem finden.“ Diese gotdenen Regeln verdienten in
edem Hause unter Glas und Rihnnen an die Wand gehäugt zu
verden. —ERWB

Die soeben beeudete jranzösische Volkezätlunghot ergeben
daß sich gegenwärtig mehr alz 60. 200 Deursche in Brie besfinden
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        FCapitän Boyton der die Tiber herabschwamm, ver⸗

ursochte in Rom eine große Aufreguug. »D'e Ufer des Flusses
vom Pomie Mollo dis zut Fopa Grunde, jedes Fensier und jeder
Balkon, alle Detchet der Hüuser, waren dicht mit Zuschauern de⸗
jetzt. Anbder Pasfagg'ato di Sepena, wo diee Ufec an beiden
Seiten gleichsam kin Amphitheater jür die Zuschauer darbieten,
ließ der Kapiän seine verschiedenen Kunststücke, als Raketenabfeuern,
in die Trompete ftoßen, nNufrosten und Zusammenrollen seines
Seiles 2e. los. Das Volk war so degeistert von ihm, daß es mit
Mühe vrrhit dert werden lounte, ihm die Pferde auszuspannen.
Die Abendblätter sprechen sich un ufrrrden darüter auns, dagß der
Magistrat keine Maßregeln füc seinen Eupfang getroffen hube.
7 Derx Dampfer „Montgomer y“,. von Rewyoꝛk nuch
Havana, ist am Morgen des 3. Januar von dem mit Baumwolle
don Sabannch noch Boston destimmten Daimpfer Semuote“ an
jesegelt worden und binnen kurzer Zeit gesunken. Dadei sind 18
Personen uuns Leben cekommen, darunter sast alle Heizer, die micht
schnell genug das Deck erreichen don ten. Ein von der „Seminole“
musgesees Bovt konute nur eine Person keiten. —

f DieSignfuhrungfrifcheunFleisches aus über⸗
seeifchen Länderr, wie sie schon feit einiger Zeit nach England und
huch noch Frankresch bewirkt wird, schei den deutichen Märkten
aicht zu Gute kommen zu folltn, wenigstens unler den jeßigen Ver
haun ssen nicht. Du geraumr Zest verstrichen wer, seundem jener
Import in England ins Leben gerufen war, ohne daß wir davon
Aehbrt hrten, daß ähnliche Eincichtunzen jür die Fleischeinfuhr nach
Felschen Hafen vorbere iek würden, so haben wir an maßgebenden

Stellen Erkundigungen darüber einz' chen lasfen, die leider kein gün—
diges Resultat ergeben haben. Sowohl die Vertreter der Hamburg
Anerikanischen Packelfahrt- Akliengesellschaft als diejenigen des Rord⸗
deutschen Lloyd schreiben übereinsiimmerd, daß sie quf ihren Sch ffes
frisches Fleisch aus Amerika noch nicht eingefllhrt hatten und vor
der Hand auch gat nicht daran densen knnten, sich mit diesem Im«
vort zu befassen, weil füc die Fleischtransporte besondere Rdumt
ind besondere Vorrichtungen zur Erzeugung der ane nessenen Tem ·
zeratue erforderlich waͤren, welche auf den Fahrzeugen der Reiden
heiellschaften noch nicht hergeri utet std. Die Direltion des Norb
zeutschen Lioyd fügt ihrer Auslunft noch solgende jür unser Eb—
endatyn · Traus poriwesey charakter stische Bemerkung hinzu? „Selbfl
wenn dies (dais Vorhandeujern. der ub higen Vorria fungen,D. A.
aber de Fall wäre, würde damit das frische Fleisch noch nicht
für Deuischland zu einem Impori-Artikel werden, weil die Verserdung
per Ban sich schwerlich mit der erforder!ichen Pro nprheit würde
bewerkstelligen lassen. Die Schwierigkenen beim Versandt von See
feschen sind dafür wohl der beste Bweis.“ — Unter solchen Um—⸗
ständen werden wer freilsch daraut verz chten müssen, daß der Fleisch
überfluß transatlactischer Liüerder in ursere — ——
Bieustesnachrichten.

Die Rechtékandidaten:: Julius Schneider aus Regensburg zum

Polizrianwalt in Pirmasens, Karl Schuhmacher aus Obermo'chel
zum Polizeiauwalt in Gruünstade, Christian Rudolf Sshecrer von
Weiters veiler zum Pol zeianwolt in Waldmohr, wurden ernannt.

Für die Redaction verantwortlich: JF. X. Demeß.
GoαNιQNο”αÄ,
Hausversteigerung. Bekanntmachung.

Dienstag, den 13. Februar
nächsthin, Nachmittags halb 6
Uhr in der Wirthschut von
Paunl daher, läßt Hert Frauz
Grell, Fruchthandlet, allhier
wahnend, das nachbezeichnete,
ihm gehörige Wo udhaus oͤffentlich
an deu Letzt; und Me'stbietenden
'n Eigenthum versteigern:

Pl.Ne. 126 und 127. 8
Dez. Flaͤche mit einem
zweifloͤckigen Mohnhause,
Hofraum und Garten, ge⸗
legen in der Oberstadt
dahier neben Georz Frau
Hager und Jatob Braun.

St. Inabert, 29. Jan. 1877.

Sauer. . Notar.

Guͤterversteirereng.

Dienstag, den 13. Februat

nächtthin, Abends halb 7 Uhr,

in der Wirthschaft von Paul
dab'er, lassen die Ehel ute Mchael

Weiß, Puddler und Elisabeth

Welluer, ohne Generbe, betjam⸗

men in St. Ingbert wohnhaft

die nachbezeichneten, ihnen gedö⸗
rigen Liegenschaften hiesigen

Bannes öffentlich an den Meeist⸗

dietenden in Egerthum ver⸗

steigern, neinlich:

1. Pl-Nr. 3754. 33 Deim.
Wiese in den Pfuhlwiesen.

Pl. Nr. 86233. 8510
Dez. Acket deim Forellen⸗
weiher.

Pl.Nt. 4049 und 4050.
86 Dezimalen Acder hinter
Hobels.

B:Nt. 322848. 39810
Dez. Acker rechts in den
Seyen.

5. Pl.Ne. 3241 u. 3242. 1
Tagw. 7 Dez. Acket allda.

6. Pl. Ne. 2729. 40740 Dej.

Acker in der Dreisp tze.

7. Pl.Nit. 2966. 43210 Dez.
Ader in der unietsten Drei—
spitze.

St. Juͤabert, 30. Jan. 1877.
Sauer, kgl. Notär.

Besucht Stadt und Umzegend
hundige Personen, welde sich
Nebenverdienst machen wolle⸗n.
Feco. Ofsferteu unter: H. 229
sind „postlagernd Hamturg ein
XX

Redaktion Druck und Beriag von

Die nachstehende Vekenutmachurg des kgl: Staatsministermume
der Firanzen vom 12. 1. M. wird biernut behufs allgemeiire
Darnachachtung zur öffentlichen Kenntniß gebracht.

Zweibrücken, din 28. Januar 1877. .

Königl. Bezirksamt: F
Damm.
c
Bekanntmachung.
Münzeinlösung betr.

Am 15. Februar 1872 wird die Annakine riut
Umwechslung der Zweithalerstücke (Dreieinhalb Gul⸗
denstöcke) sowie der Eindrettelthalerstücke deut schen
Bepränes beendigt.

Nach diesem Tage werden die ebengenannten Münzen
wieder in Zablung genommen. noch umgewechselt.
Bis zum 15. Februar l. Is. eifolgt die Umwechslung
bei jedem bgl. Rentamt und bei der kul. Kreistossa gegen
Reichsmünzen aller Gallungen, Reichsltassenscheine und Cin⸗
thalerstüucke. Dobei wird der Werth Lres Doppelthaser
auf 6 Mark, jener des Erdrutelthalers zu 1 Mark be
rech net.
Mit Zwe' thalerstücken und Eipdritlelthalern lönnen bis 15.
Februar 1877 auch alle Schu dißglenen an das Rentan
oder an andere Staatskassen bezahlt merden.
Durchlöcherte, verstünmelie und verfälschte Münzen obiger
Art sind von der Annahme und Unwechslung ausge⸗
schlossen.
Zweithalerstücke österreichischen Gepräges
werden bis zum 15. 1. I⸗, bei den in Ziffer 2 beraunten
Kassen gleichfalls umgewewselt.

Es ergebt daher die Aufforderung, richtzeitig umzuwechseln
indem nur Derjen ge in Schaden gerathen wird, welcher die En⸗
lösungsfrist verjäumt.

München, den 12. Jannar 1877.

Königliches Staatsministerium der Finanzen.

v. Berr.
RTTXCTACC.. òCGCCIECTAMAAAAMSS
Wohnungsveränderung und Geschäfts—

Empfehlung.

Hiefigem und auswärtigem Pablikum die ergebenfte Anzeige,

daß ich meine
n
WMetzgerei
von Mittwoch, 31. Jannar 1877 ab in das von Lerrn
Jutrus Grewenig ccaquirirte Haus kE(neben Hotel Laus)
verle zen werde.
Es wird mein ernstes Bestreben sein, das mir dis jettge
schenkte Vertrauen auch ferrerhin bestens u rechtsert gen.!
Hocachtunge roll!
Carl 56warz, Me zeer,
Sohn von Jalob.
Eæ-
2—

2—

eß in St Ingoert.
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        *222
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232828 23 255 5 538 5325 32535335383* 222
2535337 233353 3533 *28 353553735 3 55378
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55383537 3* 383 7—553383 2553782235 53313
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532237 15—422723 8. * —A 254 5
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225335585—283248 333833 23, —3233
— 2 —22 — —2 e — * 55 53 8
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22236 285* 2533525—55* 232 3 32328 55 —75
—— 5533 68872*2 — 2.2 2. 72 2323 p 2 8
55 353 3 — 3 — —32*— —22— — ———— 227558
2 5233 33—2— 55 522320232825 —2 —— 5— 5— — 3—523
— — —— —3 ——55 5—537—33333235337
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2* 528238 58535353— 232733 5323522885 23533
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23723525352332. 33235* 50-, 832537 —528 3
25523533323373357232 23355 5573 53
33 73 2*72 5 72 242 53 2 * 3* 2* Sm —2 2 2*

*
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4

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25325. 22138. 53
58 5*6 * 33 —
* * 9 m
282. 58332 *5328
35 F 3 5223
3 *33257 3333*88
2 557* 28 2.*8 *21522 i
3 ———
38 328 5338 *—
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523232 553835352
3233382 73553
258 2 2 533237
* 5832 3 351 2
25525z8 33385 —3337
* 77 3* ⁊*
355232 —— 223
2 3 22 5
— —13*827—
— 358 2 3233
52255 358*8 8 — ——
222 2 * 8 23887
3252 5 — 58
82 s58c32832
—2333 535 3357
—29583 38343 335
g9f 2 2227
35535 —23 —
* *532* 33 * 2*
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25553 335*
23 — 22*
—588 53532
* * A

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* 2532230 32 * 55532607* *z2355 * 228
— —— 25528 25225 38
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        St. Ingberler Anzeiger.
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Dee St. Jaqgberter Anzeiger und das (4à ual woͤ dentlich) mit dem QNaupiblalle verbundene Unterhaltun zsblatt, Sonntags mit illastrirter Bei⸗

lage), erscheint woöͤcheatlich vie ein aluäDienstag,, Donatrstag, Suustag nad Spantazg. Der Ab⸗a4aementspreis betragt vierieljahrlich

1 att 20 R.⸗Bfz. Altzeigena wetoren nmit 10 Pfau von Airsvirts nit 15 Vii. fac die viergespiltene Zeile Blattischrist oder deren Raum. Neclasnen
mit 30 Vig. vro Zeile berechnet.
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AMAä 18. J EEaumstag, den 8. Febrreeee — v 1877.
— —

— ————————

—
Deutsches Reich.

Berin, 27. Jan. Alz Urdeber der gegen Dedischland
züngst Cesponnenen Jufriguen wird eineiseits mit vieler' Wahrschein-
ua keit ügend ein Werkzeug der ikischen Rezierung vermuthnt
Anderseits werden, und zwar in unterrichteten Kreisen, Graf Beust,
Gr j Chaudordy und General Klaczto als die Männer henannt,
wesche die Hetze auf Deutschland eingeleitet habenn.

Berlsn, 80. . Jann Die Geister der Reaͤltiön rritzen
wleder im Geheimen ihren Spuk. Die sozial stische Machtentfaltung
z'di ihne n Gelegenheit, das Berücht auszusprengen, es sei ju un⸗
siebsamen politischen Erörterungen zwischen dem Kaiser und dem
Furften Bismarck gelommen. Nichts Ils Erftnoung. Itn Geuen⸗
eil sind gew sse konservatide Speriälitäten nach den neuesten Vor⸗
zangen auch bei Hofe nicht besonders gut ang schtieben, und daher
waq es lommen, daß jetzt dese labmgelegten Figurañten ibrem
Gioll durch das Ausstreuen keiner Bosheiten Luft zu machen
suchen. Nach Allem, was wit hören, ist der Reichskanzler dielmehr
aher den Ausfall der engeren Wahlen sehr erfreut, und sein Ver⸗
trauen, in dea Mitte parteien eine feste Unterstützung seinen Politit
nu finden, ist erhebl hh ewachfen. Wenn er irgend in jeinem Verhältnitz
zu der ˖ Vcajorität des künftigen Reichstags eiue Difsonanz zu fürchten
hat, so kann d'eselbe nur aus werihschofilichen Fragen herausklingen.
Juzwischen hot die Reg erung aber die Hoffnung auf einen erneuten Nuf⸗
schwung in den wirtdichafil chen Verdätnissen noch leineswegs auige⸗
veben, und wenn diese Hoffnung sich erfüllen sollte, so hat es auch mit
jenen Differenzen sicherlich wenig auf sich. Wenn die Männer der
Reuktion also den Glauben eiwecken möchten, die Reçxierung und
usbeiondete der Reichskanzler sehe der bevorstehenden Reichstags⸗
sejssson mit einer gewissen Beunruhigung entgegen, so ist dier eitel
Wind. Judessen liegen de Gründe für diese reaktio äre Tallit
iehr erkenubar auf der Haud. Die Alikonserbatiden haben es dis
jetzt ber den Reschstagswahen von 22 auf 33 Sete gevracht,
vährend die Freskönserpatipen einen Zuwachs von 10 —12 Mit—
aliedenn erhalten haben. Dadurch ist allerdings de Mojorilät
des Reichstaget verschoben worden, so zwar, daß die beiden libe⸗
ralen Parleien, welche zusammen emen Verlust von etwa 30 Sden
haben, nicht urhr über de Mehrhe gebieten. Aber dieses Stum⸗
menverhältniß kann nur auf einzelne Fragen angewendet werden,
und wie wir hözen, wird die Reichsegerungeses jedenfalls ver⸗
meiden, in der ersten Sesstion Vorlagen einzubringen, welche die
nationalliberale Partei in die Lage versetzen müßten, sich mit den
sonfervativen zu verbdinden. Daß Fürst Brzmarck im Rrichztage
nicht die Unterstützung der Könservatiden! suchen wird, cläßt sich
jchon ohne Werttetes aus den Aeußerungen ichließen, die er gilegent⸗
lich der Wahl von Patieigenossen dieser Rechtting gethan hat.

Von den sozialdemokratischen Mirglie ern des Reichstages
wvird in der nächssen Sesston ein Anttag eingebracht werden, dem
Atdeiter·Noihstarnde durch Rolhbauten von Reichzwegen abztmelfen.

Der Sociaidenroktat Bebel, der in vVer Dresden Reustadt und
in Glachau Meerane zum Reichstagsubgeordneten gewah'terist, Wintmit
sür Diesder Reuftaot das Mandat an, während in semem atlen
Wabekteise Glachau-Metrane der Buchhändier Bracke aus Braun⸗
ichwdeig von den Soz alcsten aufgestels und duch ohne Zweifel ge⸗
wählt wird. — Hiernech⸗ wird die sozial:demafttatische Fraktion
18 Muglieder im Neichstage zählen; namtlich 4 alademisch Ge—
zitdete Blos (Jurist), Rittinghaus (Jurift), Liebtnecht (Phiꝛotoge)
und Demmler (Bauokademiler); ferner 8. Redakteine (außer Lieb⸗
necht): Pasentieb⸗t (‚Borwärts“), Most (, Berliner sreie Presse“)
und Frohme (.Volls«freund“); sodanng 2 Kaufleute: Motteler und
Beecke 1 Drecsler? B⸗bel, 1Schriftzeßer: Geiser ; 1 Zimmer⸗
mann: Kappefl und 1 Cigorrenarbeisen: Fr'tziche.

Berhin, 31. Jan. Die oifiziöse „Provinz. Cortespondenz“

dringt unter Dderi Uederscheeft Französtsche Berdachtgungen und
Wublereien gegen Deutschlard“ din wesetlichen J halt eines At⸗
teis im letß eu Hefte det, Nevuedes deur riondes“, w'elchet die
Flo ten zwerten“ Ranges in der Oftjee und Nordiee depricht.

»Echweden uid Danemark vor den Erobernungs zelüsten Deulschlands

—RXX
rüstenund sich dabti auf werwandte Jateressen zu Uützen. Mie
„Prov. Corresp.“ hält ein Wort der Erwiderung auf diese durch
aichts begründ se Verdächtigumgfür übe: flüssig und schließt ihren
Artitel mit den Worten: Et wiederholt sich eben in der sram
dblischen Persse das vor zwei Jahren geübte frivole Spiel, Deutsch⸗
and zu schudhen nd eraers zußordern mitedem stillen Vorbehalte,
dei der narurgemähen Zurückweisung von deutscher Sente⸗hraterher
übet Bedrohnng und Vergewaltigung zu tagen ““
. In der „Köla, 3.2 wird eine Nenderungdes Neichs⸗
wp abli yst e mos angeregt und als Abhilfenuttel die Einsührung
deß Zweikannnersysteias auch für den Reichßstag in Aussicht ge⸗
vomnmen. Mie „Nordd. Allg. 8.“ bemerkt bierzu: War, möchten
ans gegen einen solchen Vorschlag von vornherein uinsomehr ver⸗
vahten, als eine noch weinere Ausdehnung der jetteschon kaum zu
ewältigenden parlamentatischen Thätigkeit wohl auf keiner Seite
als möghch oder auch nur als: wünschenswerthh hetrochtet werden
ann; überdem dersteht der Bundesrath die wesentlichen Aufgaben
einer eissen Kammer. Sollten daher, was wir micht bestieiten
vollen, »in einigen Keeisen Erwägungen über eine Aenderung des
Wahlfhstems flattfinden, so müßte die anzustrebe⸗de Mod fitation
soohl in anderer Richtung gesucht werden.“ Mus denm letzten Passus
eser Bemerlung erhelli zur Genüge, daß man an maßgebender
A—
hiems ei zugehen, die Inuiatwe. zu dem Schritt aber nicht selbst
ergreifen möchte.

Berlinn. Die zur Verständigung über d'e Aufstellung e'nes
inheitlichen Eisenbahntarifes auf Grund des in Dresden veteinbarteu
Futwurfes in Aussicht genommene Confereuz der deutschen Eisen-
i31d r iltunge nat ui eitie Tzhe verhr en worden und
oll nunmehr am 5. Febraar erdffnet werden. Zur Vordereitung
ür dieselbe werden Tags vorher die deutschen Privathabn Verwai⸗—
ugen die Vorlage des Handelsministers einer besonderen Berathung
nterzteher. Bei dem allseing ernstlichen Bestreben und der Aner⸗
ennuug des Bedürfnisses kiner endlichen Beseitlgung der Mißver⸗
Jjaltnisse unseres Tarifwesens ist die Zaversicht auf das Gelingen
einet Verstand gung über ölle wesertlichen Puulte berechtigt und
anch einer Ecledigung der von den Prwatbahnen noch erhodenen
Bdeunlen dürften keine unlberwindeichen hindernifse entgegenstehen

UN. A. 3.)
Ausfand.

Wien, 81. Jan. Die ürtischen Friedeusforderungen sind
veniger bersöbnlich als anfangs verlauteie, wenn die Piorte auch
den tctretorialen status quo ante arbietet, so verlangt sie doch
die dauernde Heradszung der. serbischen Wehrkrafte und ein Fauft-
pfand als Garantie für Einheltung des Friedens.

Oesterreich Ungactu. Vor einigen Wochen ecschien
nes: Bejerl zur Aushebung für die Recrufen des Landheeres und
der Marine im Jahre 1877, deren Zahl an 536,000 Mann be-
trägt. Inleressant ist das Verhälinißg der des Lesens und Schreibens
undigen Recruten aus, den verschiedenen P.ovinzen des öster—
ceichijchen Kaijerstaates. Von j: 1000 aausgehobenen, Recruten
söonnen in Nieder-O sterreich 84 lesen und shreiben, in Schlefien
346, in Ober⸗Oesterreich 839, in Böhmen 810, in Saiburg
756, in Strhetmark 755. in Mahren 671, i- Aärnihen 5381, in
Ty ol 366, im Küstenland 307, in Fiume 286, in Siebenbür gen
146, in Croatien und Ssovonen: 148, in Gal'zien 115, in Krain
106, in der Buklowma 39 und in Dalmatien nur 33, während
in eigentlichen Königteich Ungarn von 1000 Recruten 358 schreiben
öunen. — VomAI. April an hört bei der gesammten Lmien⸗
Jufanserie das Tragen der Küheren wechen Waffen öcke auf und
verben, jorton nur die blauen Waffentocke im Dienst getragen. Die
Bachisoanen im füdlichen Theilvon Tyrol, dann in Talmatsen,
Troatien. Slavoßier, Stedenbürgen und der Bufo vina erbaettuegeht
mehrfache Berslärkungen ven. Trupuen wilche Aus ⸗dem Innern der
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        Monarchie kommen; sorstsind alle Zeituncknachrichten oöͤber die
Zusammenziehungen von Trisppenlkorps bisher undegründet, obgleich
m Kriegsm'nisterium in Wien die verbereitenden MaßreseAn ge
— Tiuppumcssen in“
schnellster Zeit zusommenzie ben zu lönnen, wenu-die politischen
Beiwickelungen dies nödihigmachen sollten. (K. 3.)

Paris, 29. Jon. Generol Tschernajeff wird sich, der
France zusolge, nach London begeben, um dem Pretting der Libe⸗
alen und der Parlaments Eroffnuug beizt wohnen. (N. Ir. Pr.)

London, 31. Jan. Tie emituüche Zenung veröffrntlicht
eine Verordnuung, wonoch wegen Ausbruds des geliben Fiebers
saämmiliche aus Kuba undohen zwijchen dem Bör unde 60.Länge-
—— westlich von Gieruwich und dem 4. und 40. Breitengrod
uͤdlich von Greerwich delezenen Höfen kon menden Sch ffe teine
Person ohne vorherige Prüsung des Gejundheite standes und Geneh—
migung der Behörnden en's Land setztu dürfen.

London, 81. Jan. Das von der amtlichen Zeitung ver⸗
offentlichie Viehernfuhr: Verbot bezirht sich auch auf Schafe, Niud⸗
bieh und Ziegen, die sich an Bord von Belgien-oder Deunchlond
kommender Schiffe befinden oder bejunden huhen6

Privatbriefe. aus Ad rianopel melden, daß der dortige
deuische Konsul von Türlen thatlich nußhandelt wurde.

UN. W. T.

Wie die „Priesser aus Warsch au vern'mun, wird daselbsi
tinem Gerüchte zufolge eine TDrei-Koisere Zusammenlunst eiwariet;
man soll bereits Vorberennungen dezu treffen. (B. Z)

Perersburg, 31. Jaun. Der „Golos? sagt betreffs dir
—A
in Rußland kaun die Ernenerung des serdischen Krieges wunschen.
da die Fotgen desstlbeu, die vorientalijche Htoge nwur verw deln
würden. Der Siegeemarsch der ürlischen Arnee wach Belerad
würde, die mit, Muhe errungenen gegenseiligen Beztebungen der
Machte, die gegeewärtig ollein ols Grundlage e'ner ützlicken Ein⸗
wirtung, auf die Türkei gelnen lönnten, verstiwmen. Wenn es aber
Serbien gelingt, belr'üdigende Frudensbed ngungen zu erzielen, so
würde die Aufgabe der Mächte, hi sichtlich der Beilegung der orien⸗
altschen Schwietigkeilen bedruend erleichtert.“ Ter „Gosos“ schließt
mit dem Wunsche, die serbijche Regierung möge durch emen ehren⸗
haften Frieden mit der Piorte ihren Einsetz aus dem Spiele ziehen.

——
Vermisctes.

Zweibrüden, 31. Jan. Der gestrige cus Südwest
komminde, mit sehr hestigem Regen verdundene Orkan srürzte
eine steiverne Kreu dlume vom östlichen Eiebel der meuen kuibol.
irche herab, wodurch auch das Toch beschädigt wurde. (3. 3.

Honbura, 30. Jan. (H. B.) In der Recht dam
25. auf den 26. d. M., auf emem Feldwege zw'schen Bruͤcken u.
alientuchen, ist ein Bronniweintrindet aus eisterem Orte eifrorer.

fAus Heiligenmoschel, 27. Jon, wird der „pf.
B.“ geschrieben: Ein gräßlich⸗z Unglück hat sich vorgestern Abend
m diesigen Orte zugetrauen und zwar ip dem Houfe des Volensin
Pfortz. eines geachteten Bürgers. Der!lbe wan au se nim Tiiche
Zeschästigt, als die Petroleumlampe un fiel. Tas Feuer, welchis
m Nu 'um sich griff. etfaßte auch die Kleider des Maunes und
sofort ssaudd er in heller Flamme. Ftau und Kinder stoartzten ouf
ihn zu, kounten hm ater rotz aller Arstrengeng mian betsen. Er
eilte in's Freie und dort wälzie er sich auf dem Boden. SAlles um⸗
orst, bis man ihm de Kleider vom Leibe riß. In Volge der
grandwunden ist der Unglüdlche heute Nocht gestorben. Dessen
Frau und Zinder hoben ebenfells bebeutende Brei dwunden dudon⸗
retragen; das Zimmer war rasch wieder gelöscht worder.

f Reustadi, 29. Jan. Abermals daden wir ein Unglück
durch die gefährliaste eller Schießwaffen, einen Revolver. zu ver⸗
eichnen. In einem Wirihshauje zu Winzingen wollte ein junger
Mann (ein Wiedertäufer) diefe Woffe seiwem Freunde neben ihm
eigen, und währeud er dieselbe aus der Tache gezogen, ging ein
Squß los und diesem in den Schenkel. B's jetzt ift die sKtugel vom
Atzte noch nicht gefunden worden. Wie oft soll wan noch d.t
qrdßte Vorsicht anempfehlen ? (Pf. V.)

p Vom odern Gebirg, 28. Jan. Die beeherigt milde
Winter:Witterung gestattete unsern fleipigen Winzern fost ununter⸗
diochen rben in den Weinbergen. Sehr viele Wingert sind
chon geschuineen. Wenn kein starter Frost mehr kemmt, hat das
Nats zu jagen, oandernsolls könnte es ratrlich en pfindlichen
Schaden brengen. Im Verkauf des Weines gebt es seu Kurzem
—V D'e SBorrätte sind ohnedies n'cht
sounderlich groß, jene Kellet ausgenommen, in welchen auch im Winier
zeherlstet, d. h. Wein „gemoͤcht“ wire. Denn die Houpischm'eret
Danen es nun tinmal nicht mehr ossen. Allein watum gehen die
Kaufer zu ihnen7 (Rt.)

Am Montag fand in Franbent hall zur Absg'eds
Jder des Herin Corsistorialrath Hofer ein Bankett in der Turn

halle stait, woran sich mind ster? 400 Personen aller Consessionen
detheiliten. 45 22 — che

7 Bäder am 17. Jon. auf der Rodter Feldjagd vorgenom⸗
nentu Treit jade poron sich 18 Schützen berheilitten wur de 1
dase erlegt; derlelbe sprapg us Wasser untd wurde als einzie Beute
daraus bervorreholt.

7 Bi der Tieibjagd in den Gemarkungen von Groß und
dielnf schlir gen, we che am 23. Jan. siattfond vnd wobe 28 Sctützen
m wesend waren, wurden in“ erster Gemarkung 3. in Aetzter T Hasen
rlegt

Ludwigsbafen, 1. Febr. Haute Mittag floa eine
oste Nerie Schneegause- gegen-ben Rhein zu über unizue Stahr.
Noch geprochter Erfahriemg ein Zechen, daß wir auf zw es Lelindes
Wetter rechnen dürfen. (Pi. K)e,

7 Ir Waüirzburg ftarb em 27. v. Mis. der Reichsgraf
Morit zu Bentheim⸗Tedlenburg Rheda. Dessen Leiche wurde in
die Familiengrust noch Ascheffeuburg üdergeführt.

x Munnarbenikeger'chr! Burzburg. Ju öͤffentlicher Sezung
»om 23. und 26. v. Mis. wurden verurtheint der Unteroffizten
Ichann Kaiser des 2. Pionieibatoillons, wegen Achtunge derle zuug,
inbegründeter Beschwerdesührung iurnd verläumderischet Beleidigung
ines Vorgesezten, des Hauptwonnes Dor'ch seines Bataillons zu
)rei Vongien Gejängniß und Degradat on; der Jaͤger Johanu
zchiffmann des 5 Jägerboto lons, wegen Versuches des Diebstahls
ind wegen uner!audter Entfernung, unter Versehung in die 2.
Tlesse des Soldorenstandes, zu 1 Jahr' 8 Tagen Geföngnß. *
fIt Augersdorß (iedertahern) wurde die Leitde des
hor einem halden Jabr verstorbenen Hafnermeistert Stadileder aus
regrabtu und dessen Wurwe wegen Gifinordverdachts in die Frohn⸗
ieste zu Landshut eingelicfert.

7Degendorf, 26. Jan. Innerball 20 Situnden XW
»abier 2 Sa western, Franzista und Christina Zagt mann; die rine
78, die antere 80 Jabhre alt, werche seit vieler Johren in enem
Z mmer miteinandet wobn en, fleis mireinander gingen, miteinander
in ten und wmil⸗sinander die heun, Sterdjatremente en pfit ger.
Diorgens werden sie miteinonder in einem Grabe bierdigt. Geweß
ein seltener Fall!

Manunheim, 29. Jan. Das .Marnh. Tabl.“ meldet:
Iriz Brentano, der Verleger und Hesausgeber der ‚Mannheimet
Zeuung“ . wurde am Samstag Rdbend wegen Falschung bezw.
Betrurs dersuts gefänglich eingtzogen.

F Rus dem Weinlande. Jüugst fragte in einer Gegend.
wo dauz „Weinverdessern“ vulzo „Schmitren? Mode ist, beir einer
A[[ vorgeladenen
enn: „Haten Sie auch stton Wein verkesseit??“ Rasch amt⸗
boriee der Gefragte vrller Entz üstung: „Nein, nienmois — im
Begeniher!“ Dereuf schallent es Gelaͤchter aller Anwesenden.

Wie aus Frarkfurt geweldet wird, jsoll in dortigen Hoeels
die beiondere Verechrung für Service und Bougis abge'chafft meirden.
Die eistin Holels halen den Anfang gen acht.

7 Tarmstadt, 22. Jar, Norgestern wuden von dem
ditsi en, Bezitsflrasgericht 8 Poihtechnter wegen Zweilampfs zu je
3 Vionaten, einer (G. Bernqg von Frarlk'urt, dem seeben det Rist
einer jüleren Festeuetrale erin ssen worden) in eine Zufotzstiofe
on4 Wochen, e'ner zu 2 Monaten und die beiden Kari Uräger
zu.4 Wocden Festungthaft, sowie alle sol darisch in die Koften
derurtbeilt.

7Sintigart, 30. Jan. Der „Schw. M.“* wimmelt
heute don Nochriccien über Bräude. En·. Brand in Wübmgen in
zer Nocht von Sennog auf Montog hbat zwei Men'schenleben ges
joften, namlsch zwei Mitglieder der Vösa mannichaft, die unter den
Trümmern des einen zusammenstürzent en Hauses hegroben wurden.
Während man beschäsngt war, den Schuit wegzurdumen, eithnte
adermals das Feuersinnal-, 8 bronate schon wieder und zwon in
zer Haoggasse. Das Feuer wurde dech sofort gedän pii. Nach
hichen Vorlommpissen,“ schreibt mau dem Echw. M.“, „ e3
in Wunder, wenn eine gidrüdte Stimmunßg onf der garzen Stadt
egt und die Genüther mit bongr Sorge erfült sid. Selb s
iejenigen, weiche der den disherigen Biandfällen Fahriassigleit als
Ursach⸗ annahmen, glauben jetzt an Brandftistung. Moͤchte es doch
nelingen, dee verbrecherisce Hand zu eutdecken, dam't Rude und
zicherhein wiuedertehren!“ Die Nag schrift desselden Briejes laulen:
Nachte 10 Uhr. Scton wieder Feuerlarm! Es breunt im Stalle
8 Gosthauses zum Waldhorn. Ist geidscht. Was will's voch
perden ?“ — Außerdem, braunte et in der Naat vom Sounteg
u Mortag in Moöabdensburg, in Unterbalzheim und in Renvingen.
Nußer über Brände wid vielfach über Zunahme der Diedstähle und
—XXV

4 G. L. 8. posto restante Im Heiktste des Jehres 1864
zefand fich ein junger Offizur, Herr v. K., in volge einer im
jeldzuge erhaltenen Schußpwunde als Relondaleszent in Montreux.
inem kleinen, am Geufersee reizend gelegenen Oerichen der frau⸗
ösischen Schwezz. Im Hotel de Cyrne nahm er eines Tages dit
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        reuzzeitung in die Hand, in welcher ihm eine Annonce foigenden
Inbaltes beionders auffiel: „Eine den höheren Ständen angehörige
Dame wülischt behufs Erhe'terung einsam trüber Stunden mit
einem gebildelen älteren Herrn unter strengster Wahrung gegensei-
tiger Anonymität in geistig anregende Korrespendenz zu treten.
G. L. S. poste restante Berlin — damals hieß es nämlich, noch
aicht postlagernd. Odzwar Herr v. K. dem Passusälterer Herr“
aicht entsprach, so feyrib er doh theils von Lingwe le getrieben,
heils auch einer morentanen Laune Folge gebend, an die unbe⸗
kannte G. L. S. nach Berlin, sich mit ihrem Vorschlag einver⸗
danden erllärend. Auch er zeichnene mit 3 Init alen. Dibei ge⸗
stand er seine zmaugziger Jahre zwar ein, versprach aber jeiner au⸗
gebenden Freundin, ihrem Wuniche gemäaß, dereinst auch ein „älierer
herr? werden zu wollen. Die Korreippudenz wurde nuun immer
ceger und auregeader, sie schtieben sich über Kunst, Musik. Literas
rur, Theater und tauschten auch hier und da hre Vteinungen über
leine volitijhhe Dinge aus — da aber ihre Ansichten auf letzterem
S bien u scht recht üde eintimmen wollten, so wurde dies The na
taltgenellt: Allfährlich -tauschten sie kleine Weihnachtspräsente und
Nemjahrsgratulationen aus und theilten sich die fleenste Freude,
den kleinsten Kummer virtrauensooll mit. — War nan die une⸗
kannte G. L. S. habsch? biond oder viücett, groß, tlein? iung
»der alt, led g, verheirathei oder Wittwe? War sie eine Deuische,
Französin oder Engländerin? Jede dieser drei Sperachhen ichenb
ie gleich geläufiz und korrett. — Bild erhselt Hert von K. ibhre
Briefe aus Loudon, bdald aus Paris, bald weeder uus Si. Peters⸗
urg.“ Sie schen in die ghe msten Jutriguen der hoden Gesell
chaft eingewe hzt zu sein. Uebersp udelnd au Geist und Witß wußte
ie mit großzer Geschicklichkeit die Klippen zu umgeyen, an denen
dre Anonymiltät hätte scheitern kͤnnen. Scuromantisch es auch
dlingen mag, cs bieibt nichts destowenigtr reine Thothache, daß
Herr v. K. nie erfohten hat, wer G. L. S. gewesen ist; selbst
dann nicht, als er nach etwa Sjähriger Kortespondenz na v Berlin
kam und dem Vertrage zuwider alles aufhot, din Schleier seiner
anonymen Frrundin zu lüsten. Mitte Dezember v. J. erhielt
Herr v. K. das letzie Schreiben von G. L. S., in welchenn sie
ihm m'ttheilte, daß sie sich sehr krank fühle; zu Anfang diefes
Jahres empfiag er aber einen von fremdet Hand geschriebenen
Brief unter seiuem vollen Vamen zugestelit, wilcher de Nachricht
enihlelt, daß stine Freundin G. L. S. gistarben sei und ihn zum
Erben ihr⸗ — — Schooßhürdchens eingesetzt habe. Und siehe
da — als Herr d. K. eines swönen Abeds nach Hause kam,
übrgaben ihm seine Wirthsleute einen klemen griesgrämigen steuer⸗
markenlojen Piutscher, den ein alter Herr für ihn persönlich abge⸗
geben hatie. Da liegt er nun decr kleine Köter auf dem Kauapee
— sein Herr sucht ihn vergebens auszuforshen über jeine frünere
Jeheimmüoolle Gebisterin — er bat aher blos ein dumpfes Knurren
als Autiwort und scheirt sich recht unglücklich zu fühlen. Od pun
die geistvolle Korrespondentin werklich in dat Jensentss hinüdetge⸗
jangen aiite, für velches Erzellenz Stiephan keine Briefoestellung
übernebmen kann, oder od sie den Brifwechsel nur in diejer dra—
tichen Weise abgebrocheu hat, um den eifrigen Nachjorschungen
ihres „shr filichen“ Verehrers sich zu entziehen, das ist eine Frage,
die wir leder offen lossen müssen,

F In Berlin hat sich em DTamenElub gebildet, dessen
Mitzlieder sich verpflichtet haben, nie one Dousch aus zugehen,
am sih gegen bie inmer häufizer werdenden Gewaltthaten gegen
Damen auf öffentlicher Straßze dertheidigen zu kön en. Der Ver-
ziun hat sich den Ramen „Aegide“ beigelegt, Der Dolch dient zu
zleicher Zet auch als Fächer.—

fEin recht beschauliches Leben hat ein Maun
æfuͤhrt, der vor einigen Tagen im Ajyl des Becliner Arbeitshaules
n hohem Alter gestorben ik. Nach Ausweis seiner Alten hat
zerselbe seit dem Jahre 1836, also beinahe 49 Jahre im Zucht⸗
haus verbracht und während dieser langen Zeit nur 1 Jahr und
3 Monaote die Freitzeit genossen.

In Saqleiz wusch vor einigen Tagen si h ein Kaufmanns⸗
jehrling mii Spiritus, um, sriner Meinung nach, hierdurch den
wö per zu kräft gen. Bei dieser Magnipulation kam et in die
Nahe breunender Lichter, die alsbald den jungen Menschen üder
den ganzen Körper hin in Flammen sezten. Der Uaglüdliche trug
ebdensgefährliche Berwundungen davon.

fRKöorthen, 27. Jau. Eine hiesiige Firma erhielt heute
aen int dem Poststempel New Yort, den 13. Januar 1877 auf
»er Rücdseinte versehenen Brief. bei dessen näherer Besichtizung fich
zetausstellte, da; derselbe ursprünglich am 6. Dec. in Chemniz auf⸗
gjegeben war und durch irgend ein Versehen nach Amerila mitbe⸗
ördert worden iff, wo derselbe am 27. Dec. abgestempelt und
jachdem man Köiden in Amerika vergeblich gesucht, auf diesem aller⸗
dings ungewöhnsichen Wege am 13. Jan. per Danpfer an seinen
diitlichen Adressaten zurüdbefördert wurde.

FeNu mehreren Orten Deutschlauds wird die Wahrnehmung
zemacht, daß die Störae in diesem Herbst nicht fortgezogeu, soudern!

a ihem Som nerqartier geblieben sind. Ju diesem Jahrhundert
Uedeeser⸗Fall nur einmal noch vorgelmmen in den zwanziger
sahren, pnd war damals der Winter sehr gelinde. Man will
un aus diesem Vorkommniß schließen, datß der Wenter darnach
ruch in diesem Jahr nicht jsehr streng sein wird. 0

—7 Die Tarifkonferenz sämmil. Deutscher Staats⸗ und Privat .
senbabn⸗Direltionen findet bekanntlich am 5. Februar in Berlig
att. Von Seite der dayr. Staatsbahnen werden fich der General⸗
Direttor derselben Hr. v. Hocheder, sowie der Generaldireltiondrath
)x. Mayer dortdin begeben. —

Vom 1. Februar an können Postanweisungen bis zum Be⸗

rag von 300 Mort nach Kanstantinopel gejchidt werden; für je
06 M. und darunter 40 Pf. Gehühr.
4 Mensschrund Affe. Eine „rühtende Versöhnungsszene“
p'elte sin au letz'en Samstag im Berliner Aquarium zwischen
in Direklor desse bu, Herra Dr. Hermes, und dem Gorilla ab.
duser ehreuwrihe veerh indige, Staumverwandte“ hat sich nämlich
or Kurzem ganz nach Menschenart gegen seinen Wohlthäter durch
nen empfisidliden und in seiner Wirkung ziemlich lang anhaltens
en Biß vergangen. Anstatt nun seinen Undank zu bereuen; wee
u erwartten stand, derharrie Nr. Puugu auch nachträglich in der
iumal gegen seinen Direktor einenommenen feindlichtn Siellung,
is es endl'ch der Beobachtung des Wärters gelang, dieser Ver⸗
mmung siine; Pfleglings auf den Grund zu kommen. Der
Hhärter wili bmerte haden, daß Pungu's Groll gegen Herrn Dr.
„rines von dem Jeitpantie hercühre, wo dieser ihn aus der 2.
ztage gelegenen eigenen Woznung in die unseren Räume des
iq iariums verwies. De Pracht des Käfizs und aller Komfort,
er Pungu hier gedoten ist, köounen ihm den traulichen Umgang
der Familie nicht erseden, wo er init den Anderen an der Mit⸗
ustafel sißzen und wohl auch zuweilen vom Fenster aus das bante
hier und Menschengewoge unter den Linden beobachteu durfte.
ungu liehß sich die Uebersiedelung nur sehr ungern gefallen, und
er Wärter behauptet, das das verwörnte Thier von da ab den
dir-ktor, als den Urhe ber derselben, stets mit scheelen Blicken au
eschen und die Gete sendeit zu der in einem Biß sich äußernden
dache mit sichtlicher Uugeduid erwartet hahe. Diese Wahrneh⸗
uunnen tdeilte der Wärter ain Freitag Herrn Dr. Hermes mit,
d dreser veriügte nun, daß der Gorilla am Samstag wieder zu
nem Vesuche nach oben in seine Wohnung gebracht werde, wo
er Affe in der ausgezeichneisten Weise empfatgen wurde und svch
wwder That mit der unterwürfi sten Zuthunlichkeit gegen den
)direkor geber?ete. Der Groll des Thieres war völlig verschwun⸗
en, es umhalete jeden Einzelnen in der Familie, war von der
ngebundensten Lustigkeit, sprang nach dem Fenster, um wieder auf
je Straße zu schanen, und klatschte, wie ehestens, voller Vergnüg—
chteit in die Haäne. Noch undeclennbarer außerte sich das Glück
zungu's als er auch zu Tische gesiozen wurde. Als es Abend
»arde, sprang er mit betrüdtem Gesichtsausdruck auf die Schulter
es Direttors, küßte ihn, deutele trautig nacd der Thür und ließ
d dann ruhig weeder in das Aquarium nach seinem Käfig tragen.
Zeitdem sind Dr. Hermes uad der Gorilla wader gute Freunde.

F Eedol. Der Preis des Petroleums fällt jezt fast eben
'o schuell, wie er im vorigen Monat gestiegen ist. Während der—⸗
elde im Engtod-Verteht Peilte Tezember v. Is. mitt 83 M. für
0O0 Pfund notirt wurde, steht er jetzt beteits mit 20 -—21 M.
m Preiscourant. Auch werden von Roite dim wieder bede tende
stückzänge im Preise des Petroleums gemeldet.

4 Paris, 26. Im. Gestern stand die russische Graͤfin
Sophie Garianow⸗orewirschenste (26. Jadre alt) mit ihrer 11
zahte alten Tohter Nadine uner der Anklage des Viebstahls
or dem Zidhipolizegericht. Mutter und Tochter waren am 18.
davenüber vechaftet worden, weil fie in einem Laden gestohlen hatten.
kine Haussuchung. die man bei ihnen vornahm, führte zur Entdecung
iner großen Anzahl vor gestohleren Gegenständen. Der Mann
zer Augeklazten (R'itim ister in russisc,en Diensten) wohnte der
„itzung an; er war gekonmen, um sich für seine Frau zu ver⸗
henden. De Gräsin, die gleich bei'n Beginn des Verhöres bitter⸗
ich weinte, läug ete, iegend etwas gestohlen zu haben; ihre Tocter
estatigte dies und behauptele, daß sie hinter dem Rucken ihrer
Muter die bei ihnen gefundenen Gegenstände entwendet habe.
dadine behaup'ete, der hl. Geist habe ihr bejohlen, sich die Sachen
u nehmen. Lachaud vertherdigte die Gräsia. Er su hte darzuthun,
aß dieselbe ke neswegs nöth q habe zu stehlen, um auf luxuridie
Weise zu leben, da sie 30,000 Fics. Reuten hobe. Der Gerichts-
vof jprach die kleine Nadine frei, verurtheilte zabet ihte Mutter zu
rei Mondten Gfänaniß. (KR. 3.)

f In Warsschau sind vor acht Tagen von Betlin mit der
Fisenbahn 400 Stuck Brieftauden für das russische Kriegtminsterium
zugekommen. Ein zweiter Transport wurde erwartet. Die Tauben
ollen zur Einrichtung von Taubenpost- Stationen in Festungen und
inderen strategisch wichtigen Punkten benutzt werden. Uedrigent
»stehn diese Einrichtung dereits in einigen Festungen.
        <pb n="60" />
        f Jaͤ tincr Jeche ded Nohl⸗ abergwerkt Stonehilltin
Fainworih (Gbti Bolloid drach am Dieustag, während 80 Berg⸗
scule in der Zi⸗se arbeitesen⸗ angeblich duͤrch Unvorsichtigleit ein
Feuer aus, im Folgt deffen berests 15 Personen ihr Leden ein
gebüßt haben und sehr diele mehr oder wweniger erhedliche Brand⸗
hunden davoutruͤden. Das Feuer wüthet noch immer und machte
alle Reitungsanstrenzuügen sowie das Bergen det Leichen unmdgzlhch
F g HMehrg asisdeünn g. Ein einfackes Mutel, Fälschimaen
bon Mehl zu erkeuͤnen, besseyr darin, daß man ein Glas am b⸗sfen
tin moͤglichst enges und doh⸗t, e tiprechend mit Essig fuln und auf
diefen berse und langsaur ene Probe des durch zemeugien Materials
riesein üt. Sintt dabei etwas zu Boden, ohae sich wieder erlheven
zu können, so z igt dies Faͤlschung un.

7 peiroleum als Heitlm itfel. Von Amerika wird
Zegenwärng feinst geresnigies Petroleum .Voselire“ in den Har del
hebracht, welches durch den Vauterungsproceß den ühblen Geruch det
gemdhnlichen Brenustoffes vollstandig ve · loren hat und sich als e'ne
slate gebliche Gallerte darstellt. Außer seiner Verwendung obr⸗

Geundlage für Poma en, Gold gream 5., hat des neue Produck
an' ere schähenbwerihe Eigenschuiten. Es st nänlich ein ausgezeich⸗
netes Linderunugs⸗ und Heilmit el bei Verwundungen, Verbrennungen,
Quetichungen, Inectenstichen x., und ibll das bisher gegen sprdde
Hiut in Anvendung oebrachte Glyc⸗in, au Wirkung noch ürerireffen.
ud für innerlichen Gebtauch ber Kararthen der Rihnuvaeot gane
wird dasselde ewmpiohsen.

Dienstesnachrichten.

Dik neuercichtete Stelle ines broestamtijchen Reln ivonzichrers
ahn der Gewerbichule, dem Schullehre: seminare und der Paaparan⸗
denschrle zu Kaiserslautern wurde dem Pfarrer Friedrich Kürkele
In Böeih. . 3. Stadtv kar in Kaiserslautern, dorbehattlich feinet
Wiederve wendung im Kirchendinfte, und die kath. Pfarrei Karls
dberg dem dermaligen Verweser diefer Pfarcei, F. Fuchn, über—
tragen.

Fun vie Redaction veraniwortlich: J. X. Deeineg.—
JFB—

Dlie nochssehende Bekanntmochurg des tgf: Stants ministerium
der Finanzen vom 13. 1. M. wird d'ermit behusa ollgemeiner
Darnachachtung zur n Nenutniß gebracht.
Zweibtliden. den 28. Jahuar 1877.
Koͤnigl. Bezirksam :
— 7
Bekanntmachung.
Münzeinlosung betiit.
Am An. Februar i877 wird die Annabme und
Umwechelung der Zweithalerftücke (Dreinhalb Gul⸗
densidae) sowie der Eindrittelt balerstücke deuischen
Gepräges beendigl. —
Rach diesem Toge werden die ebengenannten Muͤnzen
weder in Zahlung genommen. xoth umgen echselt.
Bis zum 185. Februar l. Is. eifolgt die Umwechssung
bei jedem kgl. Rentamt und bei der tal. Kreittassa gegen
Reichomtugen oller Gattungen, Reichstofsenscht ine und Ein⸗
chalerstiicke. Dabei wird der Werth des Doppelthalere
aus 6 Mark, jeuer desz Eindritielthalers zu 1 Matk be⸗
rechnet. F
Mit Zwe thalerstücken und Eindrittelthalern loönnen bis 15.
Febtuar 1877 auch alle Schuldigkeiren an tas Rentami
bder an audere Staatskassen bezahlt werden.
Durchlocherte, verstümmelte und verfalschte Münzen obiger
Art sind von der Annahaie und Umwechslung ausge⸗
schlossen. — VV — 215 2 — 8
Zweithalerstücke österreichischen] Gepräges
werden bis zum 15. 1. Is. bei deu in Z ffer 2 debauntes
sassen gleichsalls umgewedjelt. *
Es ergebt daher die Auffordetung, richtzeitig umzuwechfeln,
indem nur Derjenige in Schuden gerathen wid, welcher die En—⸗
Ubsungsfrist versäaumt. —
Ptünchen, den 12. Januar 1877. W
Nönigliches Staatsministerium der Finanzen.
9. Berr.

1

Bekanntmachung.
Samstag, den 83. Februar
1877, Nachmittags X
in der Behausung der nach—
genannten Ganmmasse werden
auf Anstehen von Carl Am.
bos, Geschaͤftsmann in Ziwwei⸗
brücken wohnend, in seiner
Figenfchaft als provisorischer
Massenverwalter der Gani⸗
masse des Carl Gros, Bier—
hrauer in St. Ingbert,
folgende Gegenstände durch
den Unterzeichneten öffentlich
an den Meistbietenden gegen
Baarzahlung versteigert, als

1. Zwei schwere Fuhr
pferde mit Geschirr, 2.9
Centner neuer Lager
bier⸗ und zwei Centner
neue Schenkbierbopfen
St. Ingbert, 28. Jan. 1877
Der k. Gerichtsvollzieher:
Faßbender.

PMotio: Ihx dabi
F das Gute so nahe *
dpitz wegerich·
daft vwe7
ellererst seit 1871 geprüft,
aller höchst fanetionirn; rühme
borst bekannt, ficheres, aͤder
allen Zveifel trhadeneß, ge
wiß auch dankbares Miitte!
aegen BrustHals uud
Bron⸗
chial · Ver schleimung
Husten Catarrh re ꝛe.

Die Resultate sind über⸗
raschend.

Min Gehriuchsanwersung
à Flaton 50 Pfg. 1 M.
und 1 Mart 50 Pfa. in
81. Inabert dei Joh
Friedrich uud in der
Fabrit von Paul Hahua
Dertfrelbach a. VN. ver
Würzhurga.

1
—E
5.

Zwangsversteigerung.
Dienstage, deu 6. Februar
1877, Minags 2 Uhr in der
Wirthschaft von Jaͤlob Rohe
aüs'm Hdichen, verste:gere ich
Tische, Stühle, Banle, ein
Bierpression, eine Regula—
toruhr und sonstige Gegeun
stände, auf dem Wege der
gwangs Vollstreckung öiftuntlicd
gegen Baarzahlung an den
Meistbi⸗ senden. J—
Si. Ingbert, 2. Febr. 1877
*. Der l. Gerichisvoll ieher:
Fañbender.

nteeder —— —X
oler Uederseugug ie Auten.
zurß des e —X
in Dr. Alry Zaturttiinα
beschriebenen Seilverfabhren⸗ em⸗
pfohlen werben Dieses in —V
als 60 Aufi tschienene Soo 6.
starkt Buch koften Zur wMart d.
ist durg sede Zugbanbiung oder;
dirret von Richters Set,—
stzie —S——
welch“ Letz kere au
A Ie 58 —RXR
u zauns oratiog. anes zu
⸗ —* versenber
402 * —
Anterleibs⸗ Bruchleidenden
wird ei Bruchsalbe von G. Sturzenegger in Heris s u, Canton
Appenzell, Schweiz, bestens empfohlen. Dieselbe enthält keinerlbe
hvpi'hen Ssoffeund heilt selbst ganz alte Bruche, sowie Mutter⸗
porfaͤlle in den aAlleremeistenn Fällen vo Uunständig. Ju be⸗
siehen in Toͤpfen zu Marke8 nebfi Gebrauchsanweisung und überraschenden
Zeugniffen sowohl ducrch GSturzenegser jelbst, als durch die Nieder⸗
lage von Dr. AW. Straußz, Mohrenapothele, Maain z. Auch ist Nä⸗
heres zu erfahren durch die Versandtstellen von Ir Böhm. Kaisers⸗

T nt Garl Malzacher in Carlsrußle.

Frucht,, Brod⸗ und

Fleisch· Preise der Stad!

Zweibrücken vom I. Febe.

Weizen 11M.“ 49 Vj. Korn

9 M. 44 Pf. Gerste Sreihige

w. h. rne n

0 M. — Pf., Spelz's M.

— —— —— Genehãi fix- Nro srn u ug 0 pf. Spelzlern — M. —

Sooeben erschien und ist dirett von der unterzeichneten Exve⸗ umndi IXXVXRXX big. Dintei — M. 7— Pfg.

vbition voer auf buchhandlerisgem Wege durch J. Bensheimer“ Ich erlaude mir bierm'n de aschtrudt O M. — Plf, Daer

in Straͤßdurg zu deziehen: VF —V ergedeyste Anzeige zu machen, —A

Allgemeines Deutsches Reichs⸗Adreßbuch daß ich unterm Heutigen mon —* ont ii vi. 8 dr

pro 18s73 Veschat ots Herrn und Weißbrod Ibh Ko. dö Pf. Korn—

. .Gweiter Jehßrgang — Pitis 10 Maͤtlh) Damen⸗Schuhinacher im ahh' 3e 8 pf. dius 2 Fo

ein für Handel und Verkehr —R Welches Hanse des Hettn Bogelfang 55 pi.' —8 —J—— —

oußec der genauesten Aufzeichnung sämmtlicher Cip.l⸗ und Nilnair⸗ Schrrinermtister, hier angef ugen Gewmischrbrode8 Kilo 97 vᷣf.

—* des Deutschen Reiches deinahe, 800 ver bedeaͤtendsten on und bitte um geneigten —** —8s86 pi

Brauchen ves dabiit· udd Handelsstandes (uber 12000) reviditser ufpruch. a ——

Aor ssenentart. 6501 en deibet J. Aete 1877. dal. 48 . aetost.

e in Fehüet is 344 aee Joscph Jost. Zamfl. 52 Pf. Schweinefl. bo

Die Expedition des Allgein. eutscheu eichs⸗Adreßbuches Beirus sand Damenich hmacher. Rvi. Vuiter 1 Di. 30Pi. ver Pid
Fedalion FTruck und Veriag von F. X. Temeg in St Inabert.
        <pb n="61" />
        St. Ingberfker Anzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöhentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungeblatt, (Sonntags mit illustrirter Rei

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstaz, Donaersetag, Sanstag und Sonntag. Der Aboanementspreis beträgt vierteljahrlich

Mart 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auzwürts mit 15 Pfi. für die vierzespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclannen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 19. EEountaa, den A. Febrraeeee 28 J .4 1877.

—
Deutsches Reich.

Berlin, 31. Jan. (Gegen die Noth.) In der deutschen
Presse tritt vielfach das Bestreben hervor, auf die Reichsregierung
eine Preission dahin auszuüben, daß dieselbe zur Beseitigung der
wirthschaftlichen Nothstande einen bedeutenden Credit für die Her—
stellung von Reichsbauten eröffnet. Wie wir vernebmen, betrach'et
die Reichsregierung solche Bestrebungen als fromme Wunsche und
st der Meinung, daß die Herstellung von Staalubauten, Eisenbahnen,
Fanälen u. s. w. Angelegenheit der Einzelstaalen ist. Was Preu⸗
tzen anbelrifft, so werden die im Bau begriffenen Eisenbahnen künf⸗
tighin mit größerer Energie als bisher gefördert werden; auch sollen
mehrere Canalprojecte nach Bewelligung der erfordetlichen Gelder
bon Se'ten des Landtages zur Ausführung gebracht werden. Zu
große Hoffnungen wird man indeß bezäüghch der Anstrengungen
jur Beieitigung der Nothstände wohl nicht etwarten dürfen.

Berlin, 1. Febr. Die Einbernfung des Reichstags ist für
den 22. d. . in Aussicht genommen. Ob man an diesem Ter⸗
zin festhalten wird, lägt sich augenblicklich uicht fagen: so viel ader
scheint gewiß, daß in d'esen drei Wochen der preußische Landtag
auch das knapp bemessene Material, welches ihm diese Session ge⸗
brocht hat, unmölich wird bewältigen können. K. 3.)

NAusland.

Wien, 1. Febr. Serbien macht Schwierigkeiten, da die Pforit
die von Len Türken besetzten festen Positionen aamentlich Alex natz.
so lange nicht räumen will, b s die Kriegsgefahr endgiltig b seitigt
ist. Die serbische Regierung begehrt dedingloses Zurückg hen auf
den status quo anto. Die Verhaudlungen sind unterbrochen, bis
die Pforte das Wesen der zu fordernden Friedensgarantien der
jerbischen Regierung genau bekannt gegeben haben wird. 3

Wien, 1. Febr. Das gestern hier kolportirte Gerücht von
einer nahe beborst⸗henden; Dreikaiser /Zusammenkunft in Warschau,
deruht, wie von guter Seite verlautet, auf Eefindung. Wenigstens
sersichert man hier an amtlicher Stelle, daß man don einer der⸗
artigen Resse des Kaisers Franz Joseph und überhauft von einer
solchen Eutrehue nicht das Geringste wisse und nicht einmal von
der Ex stenz einer solchen Absicht eiwus gehört habe.

Warschau, bh. Febr. Hier geht das Gerücht, der Cjar
beabsichtige die politische Mündigkeits Erklärung des russischen Volles
durch Verleihung einer Constitution.

Konstantimopel, 1. Febr., Abendz. Dem Vernehmen
nach hat der Fürst von Montenegro in Beantwortung der bezüglichen
Dedesche des Großvezirs den Autrag der Pforte, in Friedensver⸗
handlungen einzutreten, angenommen und demzufolge an die Pforte
das Ersuchen gerichtet, die Bedingungen zu präcisiren, unter welchen
dieselbe die Verhanclungen einteiten wolle.

Vermischtes.

f Am 22. September 1874 scheuten ploͤtzlich die vor einen
Wagen gespannten Kühe des Ackermauns Kaiser von Vogelbach und
zdurchbrachen die lose gespannte Keite des Bahnüberganges. Ein
zerade possirender Kohleazug ereriff das Gefährt, zertrümmerte das
selbe und ddtete die auf demselben sitzende Frau des Kaiser.
aiser strengte eine Entschädigungsllage gegen die pfälzische Ludwigs⸗
Fisenbabugesellschaft an. Das Bejirksgericht erachtete die Klage für
degründet; und erließ demgenäß Urtheil. Auf eingelegte Berufung
hat nun das Appellgericht entjchieden: die beklagte Eifenbahngesell
schaft zahlt: 1) anKaiser für Beschadigung au Küten x. 540 M.
mit Zinsen vom Tage der Klage an; 2) für den Verlust von
Thefrau und Mutter, bezw. Stiefmulter 1000 M., den eistehelichen
Kindern 1000 M. und dem zweitehelichen Kinde 1000 M. mit
Zinsen wie dorher; 8) vom 22. September 1874 an eine jähr⸗
liche Renteivon 156 M. welche Rente jedoch mit dem Tage der
IXLLLLL
Haushaltung, längstens aber in 25 Jahren vom 22. Sept. 1874
an erlischt. — Das Urtheil stützt sich darauf, daß der Barriere⸗
verschluß an der hier in Frage kommenden Eisenbahn⸗Uebergangs⸗

7

stesle seinem Zwecke nicht genügt habe, da dieser Zweck nicht blos
darin bestehe, ein Merkzeichen des Verbotes des Uebergangs abzu⸗
ieben, sondern vielmehr insbesondere auch darin, ein ernstliches
dindern ß des Uebergangs zu bilden, das allerdings nicht unüber⸗
pindlich zu sein brauche, wohl aber so hergestellt sein müsse, daß
es jelbst bei einem heftigen Anprall scheugemordener Thiere wenigstens
einen Aufenthalt zu bewirken geeignet sei. Dieses Urtheil dürfte
ich auch der Beachtung anderer Bahngesellschaften empfehlen,
deren Bahnübergäuge lediglich durch dünne Stangen ver wahrt
fIn Gründstadit wird im Laufe des Monats September
eine Judustrie-Ausstellung stattfinden, mit welches eine Ausstellung
audwirthschaftlicher Maschinen, sowie: von Wein, Obst und sonstigen
Bcoducten berbunden werden soll.

f Bei Eisen berg wurde in den lezten Wochen ein tö⸗
nisch r. Beer igungsplatz mit reicher Ansdeute an schöner Gefäßen
aus terràsigillata, Glaseen von seltener Form und Roͤmermainzen
aufgedeckt. Die Aschurnen befanden sich inmitten viereckiger Plaiten
»der in ausgehölten behauenen Sandsteinblöcen. Nach der Arbeit
der Gefäße, sow e noch den Münzen zu schließen, gehört der Fried-
hof der Mitte des 2. bis Mitte des 4. Jahrhunderts an. Aus⸗
jührliche Publikation der interessanten Funde steht bevohe.

Aus Speyer, 81. Jan. schreibt der „N. Sp. Anz.“
In der Nacht vom 27. auf 28. Januar wurde in den Keller
des in der Korngasse wohnendes Kaufmanns Medlich eine
gebrochen. Das Quereisen wurde gewaitsam herausgecifsen und
in Theil der Sockelplatte abgesprengt. In den Keller engestiegen
'and der bis jetzt unbekannte Dieb Kase, Lichter u. s. w. an⸗
aex onsmürdig; auch legte ex sich einige Flaschen Liquers bei. wahr⸗
cheulich um· sich; pon z. seinem angreifenden Nachtwerk zu stärken.
Der Dieb istdis jetzt noch nicht eruirt. — Die erwerbse⸗ und
jeschäftalose Zeit macht sich in mannichfachen Angriffen auf Person
ind Eigenthum geltend. Vorgestern Adend wurden zwei hiesige
Damen aus dem Wege von Dudenhofen hierher von einem per⸗
zächtigen Subject in ängstigender Weise angebettelt und bdiß fasit
rach Speyet verfolgt. Boc einigen Tagen geschah einem Posiboten
wschen Allrip und Neuhofen datsselbe.

Vom Bezirlsgericht Fraänkenthal wurden Konrad Guth.
Friedrich Jacii und dessen Sonn Jacob Jack,“ alke drei von Oge
jershein, wegen gemeinschaftlchen underechtigten Jagens, ersterer
nit zwei Monaten Friedrich Jacki mit dieri Monaten und Jakob
Jackt mit drerzehn Tagen Gefängniß bestraft. In derielben Sszung
vurde der ledige Franz Keller von Ruppertäberg ebenfalls wigen
underechtigten Jagent mittels Schlingenstellen zu' acht Ta gen Ge⸗
ängniß verurtheilt. —

fiIn Frantfüurt sist in der Nacht dom 81. Jan aäuf 1.
Febr.' der durch seine vor wenigen Jahrengemachte Stiftungen
»etannte Bankiet Jiaal Königswarter gestotbe u.ne

Die Frankfurier Berbrauer seben sich, nachdem fast allt
doffnung, ihren Bedarf an Eis von hier oder aus, der Umpegend
u beziehen geschwunden ist, in der Laze; das Es aut det Schweiz
'ommen zu lassen. Gestern traf ein ganzer Zug mit sol cher Fracht
hier ein. Der Centner stellt sich frei Frantfuct, auf M. 1. 50.

F In Baden hat der F iseue Dreher seine von ihm ge⸗
chiedene Frau, die seine aufopferungsvolle Liebe mit Undank ichnäde
urückw'es. aus Eifersucht erschossen und dann mit einem Schuß in
den Mund sich selbst getödtet. 26

F Aus Hamm berichtet die Trem.“: „Dasß Gespräch des
Tags bildet hier die Ankunft eines hiesigen Bürgers aus Algier,
velcher während des deutschefranzdüschen Keieges als G⸗fangener“
zon den Franzosen dorthia gescheppt wurde, und dem es erft jetzt
»urch Zufall gesungen ist, wieder nach Deutschland zu entfliehen.
Doch seine Freude und Hoffnung, die Ungehörigen und namenilich
eine zurückgelassene Ftrau nach so langer Trennunq wiederzujehen,
ollte getrüht werden, denn dese hatte sih im Jahce 1873 zum
weiten Male und zwar im Glauben, daß ihr Mann thodti sel. bher—

an
        <pb n="62" />
        heirathet, und es stammen bereits zwei Kinder aus der letzter Ehe.
Also zwei rechtmäßige Gatten und eine Frau.“

F Aus Berlin wird geschrieben: Das Projeck einer durch⸗
greifenden Correction des Mainstromes von Franlkfurt bis zu seinem
Ausfluß ist arfgestellt und der Kostenbetrag auf 5 Millionen Mark
berechnei. Die Unterhandlungen mit den Mainuferstaaten wegen
Benehmigung desselben und Gewährung eines Betrages sind noch
nicht abzeschlossen. Im nächsten Etatéejahre lann die Ausführung
noch nicht in Angriff genommen werden.

Dresden. Als am 21. Januar Vormitlags die Ehbe⸗
frau des Spinners Beier in Tanneberg bei Geyer ausging, um
Plilch zu holen, fien ein Schuß. Der Waldheger Giersch hatte
don seiner Hausihüt aus eine 40 Scritte entfernse Kraͤhe schießen
wollen, und es durchbohrten die Schrote die Frau, welche sofort
od niederstürzte. Leider hinterläßt sie 7 unerzogene Kender. Der
ungluckliche Thater hat sich sofort selbst der Behoörde gestellt.

7 Die eErbswurst, welche so große Erfolge in deutsch franzo⸗
fijchen Kriege erzielt hat, hat jetzt auch ibren Weg nach Rußland
genommen. Wie dem B. B. E.“ gemeldet wird, haben zwei
große Berliner Armee-Lieferanten, Namens Neufeld und Böhm,
Serlräge mit der russischen Regierung abgeschlossen, denen zufolge
sie große Qutantitäten Erbswerst an die russische Militärverwaltung
zu liefern haden. 5

7 Ueber einen originellen Selbstmord berichtet die Wiener
„Presse“: Ein Musikant in H.eM.⸗Basarhely, Namens Paul Albert,
hat sich an seiner Baßgeige aufgehaͤngt.

Rom, 27. Jan. Francolino, der lehzte Rauberhauptmann
in den neapolitanischen Provinzen, ist in einem Treffen in der
Raͤhe von Salerno geibdtet werden. —

7 Aus Floren trifft die Nachricht ein, daß die Keiserin
Eugene im Februar die Villa Oppenheim, die sie daselbst inne
hatte, aufgibt, um sich nach Spanien zu verfügen; ihr Sohn wird
jurücbleiben und in Florenz oder Neapel Aufenthalt nehmen.

London, 29. Jan. Ein Veann, defssen Namen wenig
bekannt ist, troßdem er zu großem Lärm in der Welt Veranlassung
gab, hat das Zeitliche geseanet: der Jagenieur A. Stevens,
der Erfinder der Dampfpfeife.

Ja Smyrna ist vor AQur;em ein Mehlhändler Nauens
Georgios Stavrides geftorben, der das seltene Alter von 132
Jahren erreicht hatte. Dr. Ornstein in Athen, der diesen Mehl ⸗
dandler persönlich gekannt dat und der auch die Nachricht von dessen
Tod in den qriechischen Blattern veroöͤffentlichte, versichert zualeich
daß der Verstordene täglich bei 400 Gramm Brannmwein uu sich

jenommen habe und dabei sich dennoch steis wohl und gesund
ʒfanb. —
5. —Isr 7cnon verans vrtlich·
Bei der jetzigen oft rauhen und ungesunden Witterung, wo

Frtaltungen an der Tagesordnung sind, machen wir vornehmlich
orgsame Mütter darauf aufmerksam, wie leicht bei Kindern aus
einem anfänglich unbedeutenden Hüsteln der qualvolle Keuchhusten
oder die gefährliche Bräune entstehen kann und wie wichtig es ist,
gegen diese und ähnliche Erkaltungsleiden oder zur Vorbrugung
Herselben stets ein gutes Mittel bei der Hand zu haben. Wir
zlauben deshalb auf ein Präparat hinweisen zu müssen, dessen
ußeror der iliche Nützlichkeit als Schußz⸗ und Hausmittel fich auf
ae Etlatamefie hergusgestellt hat. Es ist dies der rheinische
Trauben⸗Brust Honig, ein aus Weintrauben · Extract und
einstein Rohrzucker dargestelͤser höchst angenehm schmedender Saft,
aillein ächt derritet von W. H. Zikenheimerin Mainz,
dem gelichtlich anerkannen erften Fabrilanten und Erfinder des⸗
ielben. — Auch von medicinischer Seite wird der genannie Trauben⸗
Brust:Honig immer inehr anerkannt und verordnet und von pam⸗
haften Autoritäten als ein anz vorzügliches, jeder Familie un⸗
entbehrliches Hausmittel empfohlen. Am besten dürfte für den
hdohen Werth desjelben die große Anzahl Atteste von glaubwürdigen
Personen alier Stande gelten, sowie daß die größten und vor⸗
aehmsten Apotheken und Handlungen denselben seit einer Reihe von
Jahren führen. — An h'iesigem Platze ist der Trauben⸗Brust⸗Honig
icht zu bekommen be J. Friedrich.
—* s J 55 welcy: voun Zeit zu
Trotz u er J ugrisse, Zeit von nteressirlen
Personen gegen Dre. Aity's Naturheilmethode losgelassen werden
jat sich dies vorzügliche populär ⸗medicinische Weil und das dar'n
esprochene Heilverfahren immer neue Anhänger erworden und in
mmer weiteren Kressen günfligste Aufnahme gefunden, was schon
araus herborgeht, daß dasselbe bereits in mehreren fremden
Sprachen gedruckt werden mußte und schon über 60 Auflagen ers
lebt hat. Wir glauben daher auch nur im Interesse der zahlreichen,
nach Hilfe — Heilung verlaugenden Kranken zu handeln, wenn
vir ihnen auf Grund dieser Thatsachen und der zahlreichen glän—
jenden Zeugnisse dieses, uur 1 Mark kostende Buch dringend zut
Anschaffung und Darnach ichtung empfehlen. Um nun aber durch
zhnlich betitelte Bücher nicht irre geführt zu werden, verlange man
ausdrücklich: Dr. Airy's Naturheilmethode, Original⸗
ausgabe von Richter's Verlags˖Auflalt in Leipzig.

——

Hausversteigerung.
Dienstag, den 13. Februar
nächsthin, Nachmitlags halb 6
Uhr in der Wirthschaft don
Paul dabier, laßt Herr Franj
Grell, Fruchtbaͤndlet, allhier
wohnend, das nadhbezeichnete,
hen gehörige Wohnhaus boffentlich
nu den Leht und Me' stbietenden
in Eigenihum versteigenn:
hi. Ne. 126 und 127. 8
Dez. Flaͤche mit einem
weistoͤdigen Wohndause,
hofraum und Garten, ge⸗
segen in der Oberstadt
dahier neben Georg Franj
Hager und Jatob Braun.
St. Ingbert, 28. Jan. 1877.
Zauer t. Notar.
Danksagung.

Allen Denen, welche die irdische
A
Schwiegervaters und Großdaiers

JZaksb Schuster
ial. Sieiger, .
zu Geabe geleiteten, sprechen wir
hiermit unsern herzlichsten Dankb
aus. 27 7 VVVD—

St. Ingbert, 83. Febr. 1877
Die—
trauernden Hinterbliebenen.

Geae α rõ sfnuung
umndd Empfehlung.
Ich erlaube mir hiermit die

ergedenfie Anzeige zu machen,

daß ich unterm Heutigen men
veschaͤt als Herrn⸗ und

Damen-Echuhrmacher im

ↄause des Herrn Vogelsang

Schreine rmeister, hier angefengen

habde und bitte, um geneigten

Zufpruch.

Si. Inabert, 1. Febr. 1877.
Joseph Jost,
dertu⸗ and Damenschubmacher.

J * * x *
Ein Logis Allgemeine
dinter der kath. Kirche, bestehend
rus 2 Zimmer, Küche, Speicher, R e ch n u n ge n
Zeller und Stallung, ist, bis 101 (ohne Namen)
Marz desiehbar, zu vermietten. in “ ulß, u. la Bogen sird
Dunch wen d Zu erfragen in!vvortätbia bei
der Expedition dse. Bl. FP. X. Demeltæ.
Soeben erschen und ist diret! von der unterzeichneten Erbe⸗
dition oder auf buchhändlerischem Wege durch J. Bensheimer
in Straßburg zu deziehen:
Allgemeines Deutsches Reichs⸗Adreßbuch
pro 1877
(Zweiter Jahrgang — Preis 10 Mach)
ein für Handel und Verlehr unentbehrliches Handduh, welches
zußet der genauesten Aufzeichnung sämmtlicher Civil- und Militair⸗
Behoͤrden des Deutschen Neiches deinahe 300 der bedeutendsten
Branchen des Fabrik⸗ und Handelsstandet (uber 42.000) repidirter
Udressen euthält.
Straßburg. im Februar 1877.
Die Expedition des Allgem. Deutschen Reichs-Adreßbuches.

— —
Ein'ge Morgen
Ackerland,
vorunter mit ewigen Klee un—

zelegt, sind zu verpachten.
Das Nahere in der Exvbed.
2Bl.
28

2
3

2

J
* K
—8
*

bg ., mit viel. tu de.
kdrꝓtten anaoui. A
Zreis 1Markt; exschiene
ichtert Verlagtan ait
ieiprig. ist in fad allen Buc
andlüngen Diese
ie Werk lann auc
ranten, gleichviel an welche
Nankheit leidend, umsomeh
Ween de werder
ie Ki betreffende Heilverfah
a sich alt —V — —
dai, wie die in dem Vuche ab⸗
zedrackten —B ae

den Atteße beweilen.

2*
—

pamcen VDrud ve Ieaq von 8. X. DSemeß in St Ingberl.
Diezu zillustrirted ZDonnutagsblatt“ Nr. 6
        <pb n="63" />
        Ss. Ingbeilet Anzeiger.

—

— — —
Der St. Inzberter Anzeiger und das (2 mal wöo hentlich) mit dem Hiupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage), erscheint wo heatlich viermul: Dienstaz, Donaerktaz, Sünstaz uund Souitag. Der Abßanementepreis beträgt vierteljährlich

1 Mark 29 R.⸗Bfz. Aazeigen werden mit 10 Pfg., von Atzvärtz nit 15 Pfi. für die vierzespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclasnen
mit 30 Pig. pro Zeile berechnet.
MsS 20. Dienstag, den 6. Febrraer J J 1877.
—
Deutlsches Reich.

Berlin, 3, Febr. Der Reichskanzler legte dem Bundesrath
ein Gesetz vor, wonach das Reichsgericht nach Berlin kommt.
— H ute verlautet, daß der Reichetag am 26. Februar zusammen-
iritt.

Wer wird als Altersprosident das Scepter dieses Mal im
Reichstage führen? So kurz der Herrschertraum eines Alters⸗
dräßdenten in miserm Parlamente auch ist, so hat doch die Be—
a twortuang jener Frage dieses Mal insofern ein erhoöhtes Interesse,
als es sehr Jicht möglich ist, daß das Ecepter einem — Sociute
demokraten in, die Hand fällt. Wir finden zum ersten Male in
der. soust so jugendlichen Phalorx der Soziald-mokraten würdige
Breise, starle Siebziger, und zwar den wohlbegüterten Herrn Rit-
inghausen aus Köln und den Bourath Demmler, den alten Dutz;
druder des verstorbenen Großherzogs von Mecklenburg. Freilich,
Her v. Gerlach ist älter als diese graubärtigen Sozialisten, aber
er wird sich kaum d'ie Last eines Alterspräsidiums aufbürden wollen.
Ist daher Herr v. Vonin nicht gleich am 1. Tage der Sröffnung
der Session auf seinem Possen, so können wir es erleben, daß der
deutsche Reichstag seine erste Sitzung urter dem Vorsitze eines
Sozialdemokraten obhält.

Der ,Gewerkverein“ schreibt: Die Socialdemokraten verwahren
ich stets mit Entschiedendeit gegen den Vorwurf, daß sie eine ge⸗
valtsame Revolunon ansteben * —
daß eirer der Herren Agitatoren aus der Schule plauder —38
Vedanlen der Führer verräth, die man soust vor den eigenen An⸗
dangern zu verhe mlichen sucht. So äußerte sich der Hamburger
Sozialist Breuel vor wenigen Tagen in einer Volks versammlung
nit folgenden Worten: „Ja, wenn wir (die Sacialisten) einst die
Majorisät im Meichstage haben uund die Regiecung unterwirft sich
nichi unsern Bejchlüssen, dann sind wir gezwungen, diese mit Waßfe⸗
gewalt zu erzwingen, und sind bis dahin in unsecrn Reihen waffeii⸗
ähige Mäuner genug, de gelernt haden, mit dem Bajonett um—
jugehen.“ Das ist doch deutlich genug gesprochen!

Berlin, 3. Febr. Weder eine demnächstige Drei Kaiser⸗
Zusammenkunft in Warschu, roch de Fortsetzuug der Konferenzen
vird her für wahrscheinlich gehalten. Friedens⸗ uud Kriegs⸗ Gerüchte
hatten sich de Waage. (Frkf. J.)

Ausland.

Wie der „Imparcial“ von Madrid meldet, wurde Ma— r·
fori, der bekannte Feund der Ex Königin Isabella, vor einigen
Tagen vom Gerichtshofe in Cadx wegen Ungebors mis gegen die
Regieruug zu einer aunderthalbjährigen Gefangnißstrfe verurthili.

Konstantinopel, 4. Febr. Man hält hier die Ver⸗
ständ gung mit Serbien aussichtslos. Die sabische Antwort be⸗
züglich der Garanl'en gilt als ungenügend. Fürst Mihemn weigert
sich sogar, die bestimmie Verpflchtung eir zugehen, wah end ener
Jjewissen Zeitdauer den Frieden uecht zu brechen. Ndret Pascha
sußerte dacauf, er wolle keinen „Ffaulen Frieden.“ Die Pforte
derfügte die Aufbebung des selbstständigen Gouvernements in der
Herzegowina, indem sie dasselbe mit Bosn'en wieder vrreinigt. —
Der chr'echische Christ Vassa-Effendi wurde zum Gouverneur des
aeugebildeten Regierungebezirks Kossowa ernaunt, welcher aus den
drei rumelischen Kreisen Nisch, Prizrend und Neskub zusammenge⸗
orden ist.
wbi d e urg, 3. Febr. Was in auswärtigen Zeitungen
Aber die Organisirung des Landsturms geschrieden wird, wird hler
als nicht zutreffend beze chnel. Nirzensswo haben Berufungen zum
Landsturm statigefunden; es liegt nichts weiter vor, als vie laͤngst
rwarlete ergänzende Nobelle zum Gesetze üder die Wehrpflicht.
Insbesondere hat auch der Minister des Innern nicht, wie behaupiet
worden, einzelnen Gemeinden Darlehen oder Vocschässe für die Or—
ganisation des Londsturmes bewilligt. .4

Pereraburg, 4*. Febr. De Citculardedesche des Fürsten
Bortschatoff, von welcher seit eininer Zeit in den Blattern de
seoe war, ist jetzt wirklich erlassen wotden. Sie ist von 19./31.

Januar datirt. Dieselbe erinnert zunächst daran, wie die Ueber⸗
uinstimmung der Großmächte bei Beginn' der orientalischen Krisis
vermöge der Intiative Rußlands erzielt wurde, und führt sodann
uius, daß diese Uebereinstiumung durch die Zurückweisung des
Berliner Memorandums gestört, bald aber auf der von englifcher
Seite vorgschlagenen Grundlage wieder hergestellt worden sei und
»ndlich dazzu geführt habe, daß die Mächte einstimmig ihre: For—
)erungen auf der Conferenz der Pforte voehten, welche dieselben
ilsdann abgelehnt habe. Die russische Regierung glaube, daß
kuropa durch d'e vereinigte d'plomatische Action bewiefen habe,
zaß es lebhaft für die Erhaltung des Friedens im Orient interessiri
ei und als seine Pflicht wie als sein Recht erkenne, dazu Namens
)»er allgemeinen Interessen mitzuwirken. Die russische Regierung
abe daher, bevor sie einen Euntschluß in der Angelegenheit faßte,
jeleitet von dem Wunsche, auch in dieser neuen Phase der orien⸗
alischen Frage d'ie U-bereinstimmung Europa's aufrechtzuerhalten,
hre Vertreter bei den fünf Vertragsmächten beauftragt, sich darüber
vewißheit zu verschuffen, was die Regierungen, bei welchen sie
»eglaubigt siad, gejenüber deer von der Pforle ausgegangenen Ab⸗
veisung ihrer einstimmigen Wünsche nunmehr zu thun gedenken.

VRermischtes.
J Pirmasens, 3. Fest. Heute Morgen erhängte sich
g. einem Anfall von Geisteszerrüttung die Frau des Schnubmachers
jner wahcen Selbstmord wänsk Oerfuit aswier armükhsetrank und
on wiederholt ihrem Leben durch Ertränken, E: hängen, Ver—⸗
rennen und erst vor kurzem durch Trinken eines Quantums Salz-
aure ein Ende zu machen verfuchte, cClüctlicherweise aber jedesmal
och rechtzeitig daran verhindert werden kornte. Dieselbe ist erst
usge Jahre verheirathet und Mutter eines Kindes.
Landau, 2. Febr. (K. A.) In heutiger geheimer
Ztadiraths⸗-⸗Sitzung wurde für die durch Todesfall in Erledigung
Jetommene Gemeinde⸗Einnehmer⸗Stelle Herr Jos. Bortschellet, Rent⸗
misgehilfe in Ftanlenthal, gewäblt.

F Herr Regierungspräsident von Braun hat beschlossen,
)oß zur Hebung der Kunstindustrie Preisaufgaben für eine vot zůge
iche Leistungeim diesem Gebiete ausgeschrieben werden und das
»fälzische Gewerbe-Museum damit betraut. Für das Jahr 1877 ist
As cTohcuritendes Gewerbe die Tischlerei und Möbelfabrikation ge⸗
väh't und als Gegenstand e'n Nähtischchen im Renaissancestyl mit
obipletier Einr'chtung, jeooch ohne Utensilien. Schönheit und
Zweckmäßigkeit der Form, sowie prattische Unwendung der Erforder⸗
isse sind Haupibedingung. Die ausgesetzten Ehrenpreise bestehen
FGesdbestägen von 180 und 100 M, nebst Diplom. Die Geld⸗
»eträge sind geichöpft aus den Jahreszinsen der Stiftung des Königs
ur Foidecung der Gewecbsthätigkeit in dem Regierungsdezicke der
Pialz. Die Arbeiten sind bis 1. August an das pfalzische Gewer be⸗
nuseum abzuliefern.

pIn Ludwigshafen bat in der Nacht zum 1. d. eine
Frau ihr 14 Tage altes Kind im Anfall von Wahnsinn getoͤdtet.

pEisenbahnungluücd. Am letzten Samstag Abend
iuhr der Postomnibus von Frankenshal nach Freinshein an dem
Flornersbeimer Straßenübergang bei offener Barriere über den
Bahnkörper, da wurde er vog dem diherbrausenden Zuge erfaßt
uind zertrümmert. Der Postillon wurde vom Bocke geschleubert, der
aine Passagier d.s Wagens verletzt und ein Pferd brach das Bein.
Stelli sich' die Sahe in der Weise als wahr heraus, so liegt eine
frevelhaste Fahrlässigleit dem Unglücke zu Grunde.

. Ja Frankfurt wurde bei der Reichsbankstelle ein
zalscher 20-Markschein angehalten. Derselbe ist den echten Scheinen
so gut nachgeahmt, daß er sich nur bei aufmerlsamer Betrachtung
als fatsch erweiss.

'än Frankfort wurde tine Frau, die faule Eier für
er sche verkanfte, zu einem Mounat Gesängniß verurtheilt,

pIn der Resta uranon Klähn in Leiphzig ist gegen⸗
        <pb n="64" />
        wärtig ein achteck ges Billard aufgestellt worden. Dasselbe erregt
ob duͤser neuesten Konstruktion und der dadurch bedingten ver—
nderten Sp'eiweise die Beachtung der Billardspieler.

Die besten Empfehlungen. Ein Herr suchte
einen 3 in sein Geschäft und fast 50 meldeten sich um die
Stelle. Wiewohl die Zaͤhl so groß war, hatte er doch sehr rasch
einen heraesgesucht. „Ich möchte gern wissen,“ fragte ihn sein
Freund, der zufällig hinkam, „warum Du gerade den JIungen ge⸗
wahlt hast? Erhatke doch keine einzige Empfeblung bei sich.“
„Da rrst Du sehr,“ anwottele der Herr, „er hatte iogar mehrere.
rr wischte seine Schuhe ab, als er hereinkum und mach'e die Thür
hübsch hinter sich zu; das zeigte, daß er ordentlich und sirtfam ift.
Er raͤumte dem viten lahmen Mann gleich einen Sitz ein? das
ist ein Zeichen von Freundlichfteit und Güte. Er nahm seiße Mütze
ab, abs er eintrat, und beanfwortete meine Fragen rafth, Aüber bee
scheiden und respectvoll: ein Beveis seiner Höflichkeit. Er hob
das Buch auf, welches ich absich: lich auf den Boden gelegt hatte,
und legte es auf den Tisch, während alle anderen darüderstolperten
oder es bei Seite steßen: das zeigte seine Achtsamteit und Sorg⸗
samkeit. Und er wariete ruhig., bis er an die Reite lam, anstatt
fich vorzudramgen; das ist. — Als ich mit ihm sprach,
bemerlie ich, v jeine Kleider sorgfsallig gebürstet, seine Haare
ordentlich Felämmte,, sejne Zaͤhnm weiß wie Mich waren. Als er
feinen Ramen schrieb, sah ich daß seine Hande tein waren und
nicht samuig, wie die des sonst so vetten Jungen in der blauen
Jacke. —. Sind das micht alles Empfehlungsbriefe J Ich werigstens
sehees als solche an⸗, und mas ich mit meinen Augen an einem
Jungen lesen kunn, wenn ich ihn nur Zehnm Minuten betrachte, ist
mir mehr werth, als alle noch so schsnen Shreibden, die er mit⸗
bringt.“ J

F -Przyjociel ludus, ein polnisches ultr. Blatt, erzählt seinen
Lesern Leine kleine Geschichte über den Fürsten Bismardck und die
curopäische Politik, die wir unsern Lesern nicht vorenthalten zu
dürfen glauben. Sie lautet: „Zur Zent des Frankfurter Porla⸗
menis weilten zwei junge Diplomalen in Frankfurt, die sich gegen⸗
seitig verjprochen sich zu unterstützen, wenn sie Mixnister würden,
im dadurch die Welt regieren zu können; der eine dieser Tiplo⸗
aten war Goiꝛtsvakoff, der andere Fürst Bismard Das Ver—
sprechen haben sie auch gehalten. 1863 hat Fürst Bismarck den
—V Gortschakoff den
Fürst B'smarck d'e Oesterreicher schlaßen. Ebenso ließ er ihn 1871

in Frankreich machen,, was er wollte. Als aber Fürst Bismarck
875 sich wieder in Frankreich Mill arden holen wollte, fagte Gort⸗
chakoff: „Nein, Bruderchen! Das ist schon zu viel des Guten;
denn wenn Du die Franzosen ganz vernichten würdest, wärst Du
im Stande, auch uns Russen zu schtagen.“ — Da merkte Fürst
Bismarck, daß Gorischakoff die erfte Viol'ne in Europa spielt und
daß er ohne ihn nichts aufangen kann, verschludie die bittere Pille
und veranlaßte ihn, die Türken aus Europa zu tresben. Der
Rufse streckte die Klauen aus der Bur niate gegen die Türken, zog
fie aber schrell zurück und fagte: „Der Türke ist kein Hasey daß
ir mir weßgläuft. Ich will lieber dem Bismardkauf die Singer
sehen, damit er nicht in Eurrpa die erste Violine spielt. Ich will
daher warten. Daher kommt es auch nicht zum Kriege zwijschen
den Russe und den Türken.“ — Es fsünd doch gewaltige Politiker
bom „P zyjacd ludu.“

— ÆWME
Bei dr i tz'gen aͤft rauhen und ungesunden Witterung, wo
xetaltungen au der Tagetodrumg sind, machen wir vornachmlich
Srosame Mütter daronf dafmettsom,wie leicht bei Kindern aus
eanem aniänglich unbedeutenden Hhüsteln der qual volle Keuhhuflent
»der die gefährliche Bräuue entftehen lann und wie wichtig es ist.
zegen diese und ähntiche Erkaltungkleideu oder zur Vorbr ugung
eiselben stets ein gutes Mettel dei der Hand zu haben. Wir
Jdauten deshalb guf ein Präpaxat dinweisen zu müssen, dessen
meior der tie Nützlichkeit als Schuß⸗ und Hausmittel sich duß
ar Ehiglanfeste berzus esteslt han. Es ift dies der rheinische
Trauben⸗Brust Honig, ein aus Weinzrauben.Ertract und
einstem Rohrzucker dargesiell er höchst angenehm schmeckendet Saft,
dlein acht ertiten don Wea 9. Zickenhermerin Ma'inz,
dem gerichtlich auerkannmen erften Fabrilkanten und Erfinder des⸗
Aben. — Auch von medicinischer Seite wird der genannte Traubeu⸗
Brust Hönig immer juhr anerkannt und verordnet und von pam⸗
hesten Auloritäten als ein anz vorzüghches, jeder Familie un—⸗
»ntbehrliches Hausmittel empfohlen. Am besten dürfte für den
hehen Werth desselben die große Anzahl Atteste von glaubwürdigen
Hersonen alier Stande gelten, sowie däß die größten und vor—
jebmsten Apotheken und Handlungen denselben seit einer Rehe von
Jahren führen. — Anmheesigem Platze ist der Teauben⸗Btust⸗ Honeg
aicht zu bekommen bei R. WrůÂααα,

Für die Redaction verantwortlich: F. Faueh.

Fastnacht⸗Sonntag

30
—VW

Jerd. Oberhauser.

Soeben erschien und ist direkt von der unterzeichneten Expe—
detion oder auf buchhändlerischem Wege durch J. Bensheimer
in Straßburg zu dbeziehen:

Allgemeines Deutsches Reichs-Adreßbuch
pro 1877
(3weiter Jahrgang — Preis 10 Marsh)

ein flür Handel und Verkehr unentbehrliches Handsuh, welches
qußer der genauesten Aufzeionung sämmtlicher Ebile und Militgir
Behörden des Deutschen Reickes beinahe 300 der bedeutendsten
Brancen des Fabrit und Hadelsstandes (uber 42 000) reviditter
Udressen eotält.

Straßburg. im Febrnar 1877.

Die Expedition des Allgem. Deutschen Reichs-Adreßbuches.
Fin braves, fleißeges
Dienstmädchen
für häusliche Arbeiten wird ge—
sucht.
Wo? lagt die Exped. d. Bl.

Vorschuß⸗Verein St. Ingbert
(einuetragene Genossenschaft.)
Umsatz im Monat Januar 1877.
Soll.
Conto Correut M. 134913. 79
Wechsel Conto 483919. 86
Banken und Veteine, 141834 15
Tassa⸗ Conto 11175. 76
Tratten · Conic 199. 28
Stammantheil:Conto * 691.
Reservesond Conte F
Gewinnu. Verlust⸗Konto 302.
Zinsen und Prov. Conto 474. 37. 671. 09
Sparkasses Conto 122114, 353. 7309. 86
Darlehen Conto 64467. 5279. 44.
M. 460088. 94. MN. 460088. 91.

Haben.

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—— * 0 2 5 e 25 78 s5328328
25482 98 38332— —A 23 *2 838
* — * 2983 333355* —A 2553
2*2 532838 —A — 258 33385 2323*8553
— 22 —A * —— 2 2. * 2*
3885 523 —BR2 — 2 3 538 26827
3835 83* —125 7 22 * —— * 533 2533
A3 —376 * 533 2322 * S 35328 25 8
535352533 —533323358 235*23383*8
2* —
. 3 25 25332283 2.* z38585555 22
7* 38383 5332322 5,7 2 2 22 —— — —A 8 2 7 —
2 2323 — — * 3835378 2 *52* 22
2.2 8 —XX 7 2 58 752 51335335
223 32 5523 533225333 5573535573 *
A 533 *388 3333323839835
* 2* * 8
20 228 3. 35353 —A 352253 5853 233
5. 222353 — x *262 5335 * 258
— 7 53 83 — —— 22 323 5223
—3 9223 73* * 333 —7 — —
25 A 235333253 55858 3723*357
— 2— 72722 82 5. 257 * 585* 255308
2* — * 2332 222 8 *5 3 —
* 57529 —— 582 3B 3
—73 27 5533 53. 12273 — — * 23 828
* 22 S—* *2 22 3 —c * 58 8 *
— — 2 *2587 * 2* 8* 3263 —
. 28 278 * — * — — 37— — 8 2 255
58 535535 —E 3 A ——— 2532. ẽ .
27 278 52.353 *3 —*27 2*8328 —— —
—27 223 23237 * æ —J — — 602 72 58*
47 358524 2 *— 618 ⸗2228 — — —
22 27 5—252257 BBRTS
* 53278 2825535
*JDT 325253

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        der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblait, (Sonntags mit illustrirter Bei-

lage), erscheint wöchentlich Vviermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementopreis beirägt vierte ljährlich

WMark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Aeclamen
mit 30 Pfg. prs Zeile berechnet.
M 21. Donnerstag, den 8. Febrrar 00 1877.
— ——
Deutsches Reich.

Berlinmn, 3. Febr. Gutem Vernehmen nach soll dem Reichs⸗
sag in der bevorstehenden Selsion der G.setzentwurf wegen Erhebung
pon Ausgle'chnngsabgaben von Eisen und Zucker unter Berüchich—
igung der Reichstagskommission in der letzten Session vieder vor⸗
gelegt werden.

Berhin, 3. Febr. Frankreich sezt alle Hebel an, um in
Bien und Bern eine Betheiligung an der Pariser Weltausstellung
zurchzudrücken. Nameutlich in Wen jsoll Graf Chaudordy auf
einer Daurchreise all' seine persönliche Beredifamkeit speelen lassen,
damit Oesterreich die Schmach erspart bleibe, „im Schlepptau
Preußens“ zu echscheinen. Auch auf der hiesigen österteichischen
Botschaft kann man nichts anderes als eiren günstigen Erfolg aller
Bemühungen in dieser Richtung zu prognost eren. Das Plenum
des diterreichischen Reichssrathes werde schließlich die von der Budget⸗
sommission gestrichenen Ausstellungskredite bewill gen. Auch von
Seiten der Schweiz steht eine bejahende Antwort auf die französische
Cinladung nunmehr bevor. Es bestätigt sich, daß es neben poli—
lischen Erwägupgen, hauptisächlich englische Einflüsse gewesen, welche
den eidgenössigen Bundestath geneigt machten, sich die Opfer auf⸗
nerlegen, welche unleugbar für die Schweiz mit der Theilnahme an
der 1878er Weltausstellung verbunden sind.

Stutigaut. 6. Febr. (Landtag.) Heute Mittag um 12
Uhr eröffnete der König die Ständeversammlung.

Metz, 5. Fear. M oher Besuch.) Der „A. A. Z,“
vird von hier geschrieben: In den biesigen milmärischen Kreisen
gill es für ganz sicher, daß der Kaisseer in diesem Frühjahr
puch unsere Stadt sowie der Festung und den Schlachtfeldern, die
er seit den blutigen Tagen von Vonville, Gravelot‘e und St.
Privat nicht wieder gesehen, einen Besuch abstatten wrd. Man
qiaubt, die preußüch-baherisch-sächsisde Garnison werde daun vor
hem Kaiser im Feuer exeiciren und hezu, wie auch zur großen
Parade noch dee in benachdarten Garnisonen liegende Cavallerie⸗
Truppentheile mit herangezo en werden.

Ausfand.

Antwerpen, 6. Febr (Demonstrotion) Gestern Abend
jand eine öffentiiche Aundgebung gegen da⸗ Mini erium statt. Ein
zroßer Haufe sammelte sich vor dim Jesuilenkloster an und rief
„Nieder mit Maiou“. Die Polizei stellte die Ruhe wieder her.

Koustantinopel, 5. Fobr. (Fricdens Verhandlung.)
Die „Polit. Corresp.“ meldet aus Cettinje: Montenegro fordert
zum mind sten die Edene der Herzegowna und den bis Podgoritza
teichenden fruchtbaren Theil Albaniens. Sollte die Tüdlei deese
Forderung ablihnen und es bis zum 28. nicht zum Frieden kom⸗
nen, duͤrfien die Montenegriner zur Belagerung von Nifsitsch
ichreilen. Milan lehnte das Begehren Midhai's, enen Delegirten
nach Konstantisopel ‚u senden ab. Nich einer Depesche der „Köln.
Ztg.“ ist di Pforte bereit, Monktnegro eine Geb eisvergrößerung
sach der Suttorina zu bewilligen und auf Grund der von Constant
Paicha im Beginn der Insurrection vorgeschlagenen Bedingungen
veiter zu unterhandeln, verweigert aber eine Rectifikation der
Brenzen nach der innern Seite hin. — Suleyman Bey, des Sul⸗
ans Geheunsetreiar reiste mit dim Samstags-Lloyde Dampfer nach
Wien in einer Spezialkommission Abdul Hamids an deun Kaiser
von Oesserreich. Er führt reiche Geschenke bei sich.

Gegen Midhat Pascha, so wird der ‚Köln. Ztg.“
selegraphirt, wurden Palast-Intrizuen ins Werk gesetzt. Er blieb
n, Folge derselden Nei Tage von der hohen Pforte weg.

Konstantinopel, 5. Febr. Ehdhem Pasca ißt
sum Grodvezier ernannt, an Stelle von Midhat Pascha, welchet
zon Konstant noyel entfernt wurde.
Vermischtes.
F Au die Actionäre der Gasanstalt Kaiserslautern
oird füt das abelaufene Jahr eine Div deude von 1123 pCt.
ciye li.

—
J Vom Naiserslauterer Landgericht wurde ein Metzzerlehrling
wegen Thierqenlerei zu 20 M. Geldbuße verurtheilt.

Niedermohr, 5. Febr. Gestern Vormitt ag wurde da⸗
sier in einem Heustalle ein Mann aus Kollweiler todt aufgefunden.
Derselbe hatte sich in dem Stalle ein Nachtlager gesucht und scheint
detruuken gewesen zu sein, so daß ihn auf dem schlechten Lager
and bei seiner schlechten Bekleidung der Tod ereilt..

fFSpeier, 5. Febr. Für das Jahr 1877 werden nach⸗
debende Beschälstätionen bestimmt und mit der bei hefügten Zahl
jon Beschälhengsten des pfälz. Landgestütes bestellt: Pirmasens 4,
tzergzabern 4, Kandel 4, Offenbach 4, Speier 8, Haßloch 3, Mut⸗
erstadt 8, Lambsheim 4, Kirchheimbolanden 3, Winnweiler 83,
dandstuhl 5, Eschelsche derhof 4*, Zweibrücken 12, Summa 586.
die Beschälzeit beg'nnt mit dem 1. Marz und endigt mit dem 15.
zuninel. Js. Das Sprunggeld beträgt für den Hengst Vaillant
) M., für elle übrigen Hengste 5 M. 20. Pfg. Der Beschäl⸗
värter hat für jede Stute 90 Pfg. Trinkgeld zu empfangen. Mut⸗
erpferde, welze Nich:pfälzern gehören, sowie solche, welche mit
krankheiten behaftet sind, bleiben den bestehenden Vorschriften ge⸗
näß von allen Stationen ausgeschlossen. (Sp. 3.)

Mürnchen, 5. Febr. Den nothleidenden Webetn Ober—⸗
rankens ließ das Kriegsmin sterium am 831. Januar wieder eine
zieferung von 22, 000 Metern Baumwolliuch übertragen. Jusbe—
ondere sind die beiden in Bayreuth garnisonirenden Regiwenter
ingewiesen ihren Bedarf für 1877 und 1878 unter Umgehung
»es Submissionsweges bei dem Hilfscomite zu besiellen.

FStuttgart, 5. Febr. Dem „W. St.A.“, wird
nus Cra'lsheim geschrieben: „Es scheint zu einer eigentlichen Manie
zu werden, Drohbriefe zu legen und dadurch ganze Orte in Un⸗
uhe zu versetzen. Gestern fard, sich im Opferstocke zu Triensbach
in Zeitel mit deim Inhalt: „In Zeit von 4 Tagen wird Triens«
»ach zu einem Aschenhaufen gemacht werden. An Bettlern und
VPagabunden, d'ie den Bezirk brandschatzen, baben auch wir keinen
Mangel. Vor Kurzem madhte ein soicher Strolch an der Staats⸗
traße gegen Gruündelhardt einen Rau bversuch.“

Berlin, 5. Febt. O. Häbner, der berühmte Sta⸗
tistiker ist gestern hiet gestorben.

F Der Wegfall der deutschen Eisenzölle, der bekanntlich mit
»em 1. Imuur 1877 eingetreten ist, hat vielfach das Ausland
ermuthigt, der deutichen Produktion in diefem Ariikel direkt auf
»en Leib zu rücken. So wird dem Wiener „Frdel.“ mitgetheilt,
daß die meisten größeren Eisenwerle Belgiens, Englands und
Frankreichs die Etrrigetung von Fabrikkomptoirs auf den deutschen
auptplätzen vorbereiten. Die Usines de Crenzot (Schneider u.
Fo.) und die Etablissements zu Serraing haben deschlossen, Erstere
n Koͤln, Letziere in Berlin und Vcüichen (2) Vertretungen zu eta⸗
»liten. Ebenso dürften srwedische Werke ihre schon beftehenden
Ugenturen in Hamburg und Siettin in ständige Filialkomptoirs
imwarndeln.

fFEGartglas-Industrie. Diese neue Jadustrie hat
ich seit einigen Monaten namentlich auch in der Rheinprovinz ein-
gebüsgert. Die Rheinische Glashütten-Altiengesellschaft in Ehren⸗
eld hat die Fabrikation des Hariglases thatkräftig in die Hand
gerommen und liefert in geharteten Gegenständen sowodl für den
Zausgebtauch als auch für technische Zwecke bereits ein reichhaltiges
Afsorument. Das Patent des Herrn A. de la Bastie, nach welchem
n Ehrenfeld gearbeitet wird, iepräsentirt das einzige in Preußen
atentirte Verfahren. Den Verklauf an Händler verminelt für ganz
Deuischland das Centralbureau der Deutschen Hartglas⸗Industrie
inn Berlin. In Köoln ist das Hartzlas beceits in den meisten Gias⸗
dandlungen zu haben.

Bern, 5, Febt Der Barquier Brodhag ehemaliger deut-
scher Confal in Genf, mit 900,000 Fres. Difictt flüchtig, vurde
in Lioe pool verhaftet.

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sich im Jahre 1876 auf 124,224, 000 Fr. d. i. um 6.,(024,000
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        Fr. höher, als im Jahre 1875, und um 11,224,000 Fr. hoöͤher,
als in den Voranschlägen angesetzt wor.

F Londorn, 6. Febr. Privatdepeschen aus Durham zu⸗
folge wird befürchtet, daß die Arbeiter auf den seohlengruben die
Arbeit einstellen werden, da sie auf die don den Grubenbesitzern
beabsichtigte Lohnherabseßung nicht eingehen wolleu.

Nach Manchester ist die Kunde gedrungen, daß der zu
einem Theil mit dorliger: Gütern beladene Dampfer Montezuma,
der von St. Thomas noch Cuba best mmt war, eine Beute von
Seeraͤubern geworden ist. Das Schiff fand man in Flammen,
wanzig Leute von der Mannschaft konnten ger⸗eitet werden, der
Tapitän aber und mehrere Oifisiere sollen ermordet sein.

7 (Weibliche Tapferkeit.) E'n russischer Sdrift⸗
steller erzählt von den Schlachtfeldern der serbischen Ibar-Armee:
„Der Muaungel an Offizieren war so groß, daß auth der Staab—
bollftändig auf die Positin mußte und der General Nowesselow
ofie ganz' allein blieb. In Folge Defsen ereignete sich die nach—
tehende Episode am 19. Olt. v. J., einem heißen Gefechtstage.
Alle Ofsiztete wiren auf der Position, in der Umgebung des Gene⸗
rals war einzig d'e batmherzige Schwester Frl. Sadowtkaja zurück
zeblieben. Als es nun in der Hitze des Gefechtes darauf aukam,
Sj einen stark von den Türken bes tossenen Punkt einen Befchl

zu senden, betraute der General, in Etmangelung eines Adjutanten,
Frl. Sadowskaja mit' der Uedermittelung des Befehls. Die un⸗
erschrocene Dame ritt in Catriere durch den drygsten Kügelregen,
ntledi te sich wörtlich ihres Auftrages und kam mit der Meldung
zum Genersl zurüch, daß der Besehl ausgeführt sei. Der muthigen
Dame wurde einstimmig die silberne Tapferkeitzmedaille zuerkannt.“

4 Arbeitslosigkeit in Amserita. We rraurig es mit
Arbeit und Verdienst in Newart bei New Pork bessellt ist, bewiesen
ß kräftige Deutsche, welche kürzlich zu dem Richter Janßen kamen,
and um Einsperrung in's Gefängniß baten, da sie mil dem besten
Willen nichts verdienen könnten und weder betteln noch sieh'en
vollten. Der Richter entsprach ihrem Verlangen. Noch einer
Meldung des Präsidenten der StaatsArdeiter⸗Gesellschaft sind in

New⸗York 45,876 Handwerker arbeitslos. In vielen Fuüllen ift
der Lohn der Arbeiter auf 90 Censs den Tag herabgesetzt, aber
auch zu diesem Preise fehlt es an Bedarf. Der Bericht gibt eine
furchtbare Schilderung der Noth unter den Acbeitern. Die Poli⸗
seiStationshäuser sind nächtlich überfüllf.

Dienstesnachrichten.

Die erledigte Funktion eines katholischen Distrikts-Schulinspek⸗
tors für den stauton Waldfischbach wurde dem kotholischtn Pfarrer
Rheinherd Denig in Weselberg übertragen.

Der Schuldienft xipekant Jafob Merz wurde zum Schul⸗
»erweser au der protestantischen Schul⸗ zu Hinterwedenthal. der
interimistische Verweser an der protestartischen Lehrerstelle zu Nerz⸗
weiler. Jakob Förfter, zum Lehrer an dieser Stelle, der Lehrer zu
Bundenihal, Karl Reg er, zum Lehrer an der katholischen Schule
zu Knopp, der intrrimistische Verweser an der katholischen Schule
zu Niederbexbach, Schaldienftexspeltant Daniel Ehnes, zum Schul˖
verweser daselbst ernannt.
Fut die Redaction verantwortlich: FJ. X. Demenß.
Vom Bäüchertisch.

Für das Selbst-Studium der Jtalienischen Sprache er⸗
scheint soeben im Verluge von Carl Hildebrandt &amp; Co, in Leipzig
ein Werk., welches auf den Prinzibien der Touffuint⸗Langenscheidt'schen
Unterricht?-Meshode basirend, den dielen Frennden' italienischet
Sprache und Litergtur ein willkommen⸗s Hülfsmittel sein dürfte.

Wir könneir die von den Herren Prof. G. Buonadentura und
Dr. phil. Alb- Schmidt vorzüglich bearbeiteten italienischen Unter⸗
richtsbriesfe allen denen empfeblen, welchen an einem geistig an—
regenden und interessunteen Sprach Studium liegt. Die mannig⸗
jachen Beziehungen, welche Deutschland und Itolien in polinschet
wie merkautiler Hinsicht verbinden, legen den Gedanken nahe, daeß
J'er einem wirklichen Bedütfniß entsprochen wird.

An
die k. Regierungen, Kammern des Innern, dann sämmtliche
Districts⸗ und Orispolizeibehörden.
Staatsministerium des Junern.

Angesichts der vielfachen Klagen, welche über Verfälschungen
von Lebensmitteln, insbesondere von Biet und Wein, im Publitum
und in der Prefse laut werden, erscheint es unabweisbar gebosen,
daß diesem Zweige der Victualienpoltzei vor Seite der mit der
dandhabung derselben beauftragten Behörden eine ungusgesetzle,
auͤngehende Aufmerksamkest zugewendet werde.

So wert nicht nach den Umständen des einzelnen Falles an⸗
dere Strafbestimmungen, insbesoadere über Betrug, über das Ver⸗
hot der Molzfurrogate ꝛc. ?c., Anwendung finden oder konkurriren
witd der 8 367 3. 7 des eichsstrafgesetzbuches, welcher das Fel
halten und den Verkauf verfälschter oder verdorbener Getränke oder
cßwaaren ꝛc. mit Geldftrafe bis zu 150 M. oder Haft bedrodt,
zine ausreichende gesetzliche Handhabe zur Einschreitung darbdieten.

Nach Absatz 2 J. c kann neben der Geldstrafe oder Haft auf
die Einzichung der ve fälschten oder verdorbenen Getränke oder
Eßwaaren ꝛc:. etkannt weiden.

Gemäß Art. 20 Abs. 2 des Polizeistrafgesetzbuchs hat ferner
die Polizeibehörde das Recht, in allen Fällen, in welchen die Ein⸗
ziehung einzekner Sachen gesetzlich zulässig ist, diese mit vorldufi zem
Beschlag zu belegen. J

Die Diftriets und Ortspolizeib hoͤrden werden auf diese Ber
dimmungen mit dem Auftrage hingewiefen, von der Beschaäffenheit
der Lebensmittel durch häufize und unvermuthete V sitationen bei
den betdeiligten Gewerbetreibenden fortgesetzte Kenntniß sich zu der⸗
schaffen und wahrgenommenen Fälschungen mit allen gesetzlich zu⸗
ässigen Mitteln entgegenzutreten.

München, den 29. Nobember 1876.

v. Pfeufer.
Der General⸗Secretlir:
Ministerialratd Graf v. Hundt.

Dei. Wese in dern Schank⸗
gätten in 4 Loosen.
St. Ingbert, 7. Febr. 1877.
Am Mittwoch, den 14. ds. Das Bürgermeistetamt:
Mis., Nachm tiags um 2 Uhr Guster.
m Stadthause werden durch FastnachtSonntag u d Mon⸗
das — &amp;&amp; 5 tag von Nachmittags 3 Uhr ab
zert die der kath. Kirchenfabri
Jier gebörigen Liegenschaffen auf Freimusik
bß Jahre verpachter: bei P. Schweitzer.
1. Pl. Ne. 4549. 284 Dez. Ish vrinze hiemit zur Anzeige,
Ader auf Gansflürchen, in daß ich jederzeit zum
¶ Loosen. Kohlenfahren
2. Pl. Nr. 2473. 122 Dezim. bereit bin, und kosten 4 Centaer
Wies in den Stegw'esen in 9 Pf., 6-10 Centner 8 Pfg.
3 Theilen. Fuhrlohn.
3. Plicar 2488. 197 Dez Caspar Wachs
Wies in den Stegwiesen ain Kopellenwea.
am Eisenbahndamm in 31 Zu vermiethen
Loosen. bis abpril 8 Zimmer, Küche,
Pl.Nr. 2082. 124 Dez.Mansarde, Speicher, Keller hei
»nd Vl. Nt. 2088. 109 J. Ad. Peters, Ww.
Am Sonntag u. Montag
—
Froimusik.
Eintritt 50 Pf. Anfaug 83 Uhr.
Hiezu ladet höͤflichst ein
Pet. Jung.
Soeben erschien und ist direlt von der unterzeichnelen Expe⸗
d tion oder auf buchhändlerischem Wege durch J. Bensheime⸗
in —A zu beziehen:
Allgemeines Deutsches Reichs-Adreßbuch
pro 1877
(Zweiter Jahrgang — Preis 10 Mars)
ein für Handel und Verkehr unentvehrliches Handduth, welches
außec der genaueften Aufzeichnung fämmtlicher Cvil⸗ und Militair⸗
Behörden des Deutschen Reiches beinahe 300 der dedeutendsten
Branchen des Fabtik und Handelsstandes (aber 42,000) revidirtet
Adressen evktält.
Straßburg, im Februar 1877.
Die Expedition des Allgem. Deutschen Reichs-Adreßbnches.

Verpachtung.

&amp;
Fastnacht⸗-Sonntag

z!
Nontag Freoimusi
Jerd. Oberhauser.
Vallion Drud und Veriag von F. A4. Temes in St

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383682. 22 52355 — 28 S — 23277
32 — —A 55 —A —3 — — 2 23
3333 32 332335 53338 335 95 55.*55873 55 555
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2828 * 535 A— 58232 5583 75— —*252555 Se7*
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5— *8* * * * 2* — * 23 — **

—5253* — 3282 *52 353328 — 532 22 32 5*8 — 2 7 —
2 *23 8 335—38353328* 32. 38 — — —

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535.32 * 3533 ——— . 63 a 6—
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3 — 3* 2 52
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282 3235 327* 55353—22533 27 — 2
55253 532838—323.3*8 2252372 * 25325—53858
278248 * 2533575337230 —552335 235 5 33525
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23333388333333—335355253 *2,7 —3 —235353235
—»2535335—374333 — 55 — 55 5575635353 — ——— —25 —0
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        St. Ingberler AAnzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöhhentlich) mit dem Hiuptblatte verbundene Unterhaltun z8blatt, (Sonntags mit illustrirter Bei-

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donageretag, Sanstag und Sonauataz. Der Ab⸗aAuementspreis beträgt vierteljährlich

l Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Aus vörts mit 135 Pf. fur die vierzespailtene Zeile Blattschrist oder deren Raum. Reclanen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
AMt 22. 4 Sarunstag, den 10. Februnar —3 J 1877.

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Deulsches Reih.

Mäünchen, 6. Febtr. Wie dem Fräuk. Kur. von einigen
heevorragenden Reichstagsabgeordneten verzsichert wird, dürfte -der
Gesetzentwurf, welcher Berlin zum Sitze des Reichsgerichts bestimmt,

im Reichslage auf mehrfachen Wideispruch soßen und das nament—
lich auh von liberaler-Seite, wie denn auch der Abgeordnete für
München, Frhr. v. Stauffenberg, si he in seiner hier gehaltenen
Wiohlrede egen Verlin« erklaͤrt hal und zwar in sehr bestimmter
Weise. Daß sich im Bundesrath Stmmen; gegen Berlin erllären
werden, ist sicher, dücste aber da eben keinen Erfolg haben; wie
sich aber das Stimmenverhälmiß im Reichstag- gestalten wird das
dürfte jedeufallz zur Zeit noch sehr zweiselhaft sein., Die Motive
zu dem in Rede stehenden Gesetzeutwurf werden hier als sehr schwache
bezeichnet. — —

Berlin, 6. Febr. Der Entwurf des Palent esetzes ist nun
so weit gefördert, daß er schon in der allernächsten Feit an den
Bundesrath gelapgen kann. Es wird als möglich bezeichnet, daß
derselbe schon in der nächsten, sür morgen anberaumten, Plenar—
sißzung des Bundesrathes vorgelegt werde. — Der Staats hauk halts⸗
Ftat wird, so weit sich die Dinge jetzt übersehen lassen, sich doch
jehr eihebtich von seinern ltzien Vorgänger unterscheiden. Tet
Abschluß mii einem gioßen Defizit wird zut Ewägung Anlaß
achen. Jedenfalls werden sich die Reiasocgane mit der Frage zu
beschäftigen haben, od durch Erhöhung der Vtatrikularbeiträge oder
durch neite Steuern das Defizit zu decken ist. Es stehen nach deser
Ridtung hin sehr bedeutaugsvolle Eörterungen zunachst im Bundes—
talhe zu gewärt gen. 2

Berlin, 7. Febt. Der Kaiser halle aestern Nachmittag
eine längere Coufereuztmit dem Reichskanzler Fürsten Bismarck.

Nusland.

Paris, 5. Feor. Wahrend de Unternehmer der Arbeiten
rüc die nachstjährige große Ausstellung ihren contractlichen Terminen
ichon voraus sind, stoßen die Archttelten bei deo projktirten Bauten
zus dem Trocudero kuf große Schwieritkeiten. Es scheint, daß
die Voistuden dazu ungenügend weren, und es stillt sich dercus,
daß die Kest ganschläge zu medrig gefaßt sind. Es werd ein Zu—
cheß pon 6— 7 Wiill wörhig sein, um de ursprüngltichen Plaue
auszusühren. Man hatte erwartet, daß de Siadt Paris nach dem
Schlusse der Ausstellung die Gebäude auf dem Trecadero antaufen
würde, indessen ist sie dusch ihren Vertrag mit dem Staete dazu
leiueswegs verpflechtet und kann entweder die Gebäude u einem
zu vereinbarenden Preise übernehmen,, oder in anderm Fälle ver⸗
jangen, daß der Platz ohne Kosten ihrerseits wieder vollstäudig frei—
gaelegt werde. Die Regierung findet, deß die um mehrere Will.
veirmehrten Kosten für die Baulichkeiten der Aus ellung eine gar
chwere Lest siad. Mun wird wohl genöthigt sein, die Frage dor
die Kammer zu bringen, indessen wünschtder Handels Mimn ster dies
ju vermeiden und sucht deßhalb gegenwärtg die Stadt Paritz zu
d wegen, den schließ chen Anfouf der Gebäude bestimmt. zu zusagen,
edeffen scheint der Mun cipaltaih gar nicht geueigt zu sein, den
der Stadte gürst gen Vertrag mit dem Staate zu mod fitiren.
Diese Schwierigkeiten werden Verzö ernngen dir gesammten Arbeiten
verursachen, die auch so st noch Hindernisse zu sinden scheisen, wie
man denn unter Aderm auf alte Steinbrüche unter dem Gpfel
nes Trocadero gestoßen ist, welche größere Grundarheilen nöthig
machen, als man anfanßgs gedacht hatte.

Paris, 6. Febr. Die hiesigen Blältet sehen in der jüngsten
Krisis in Konstantinopel eine ungünstige Wendung der Dinge.
Der „Moniteur“ debt hervor, duse Thatsachen bewiesen, Europa
drauche sich hinsichtlich der Lösung der orientalischen Frage wicht zu
oetilen, da, wenn die Dinge nur noch kurze Zeit so fortdauerten,
die orientalische Frage sich von seibst lösen würde. Es sei un—
mönhch. daß eine Regierung, welche jdein Monat ein Schauspiel
werde, solcher Anarchie und Desporismus gebe, Aussicht habe, noch
ange Zeit die Rolle als Wächter des öffentlichen Rechtes zu
spichen, eine Relle, welche ihr nuur von blinden Freunden im

Begensatz zu allen Juteressen der Menschlichkeit und der Civilisation
nuch fernerhin beigelegt werden könne. Von der Türkei allein und—
von dem Fortichritte des unheilbaren Uebels, an welchem sie leide,
verde die Lösung kommen, und dies dürfte, balde geschehen.« Das
„Journal des Dedats“ bedauerte lebhaft den Sturz. Mibhals und
ist der Meinung die ärgsten Feinde der Pforte häiten derselben
eine größere Unklugheit anrathen köunen. Das“, Jou⸗nal des
Debats“ appellirt an die Weisheit der Cabinete und fordert sie
zriugend aufj., von allen bedenklichen Beschlüssen abzußehen. Anu⸗
jesihts dieser Ereign sse, welche allerdings dellagenswerth seien,
iber an den besonderen Interessen der einzelnen Maͤchte ebensowenig
twas äudern söanten, wie an den allgemeinen europätschen Gleich⸗
zewicht. .. J—

Konstantinopel, 7. Febr. Der kaiserliche Hat, wodurch
ẽdhem Pascha zum Großvezier ernannt wid, gibt den festen
Wellen des Sultaus kund, die Verfassung durchzuführen und ver—
seißt mehrere Gesetzentwürfe, welch⸗ der Deputirtenkammer vorzu⸗
egen wären, namentlich betrefss Organisirung der inneren Ver—⸗
valtung auf Grundlage der Decentralisation, bezüglich der Provin⸗
ialgouverneure und ihrec Stellvertreter und hinsichtlich der Reot⸗
anijation des Fina zwesens. Auch wird erwähnt, daß die Re⸗
zierung beabsichtige, europäische Finanzkräfte zu berufen. — Samit
Pascha ist zum Gonnerntur von Kretaernannt, Odian Effendi
iach Konstantinopel berufen.
New-York, 6. Febr. Der ‚New-York Herald“ meldet
inen Zusammenstoß zwischen amerikan schen Truppen und India—
tern, wodei die litzteren große Verluste eriitten. Von den ameri⸗
anisthen Soldaten wurden vier çetödtet, acht verwundet. — In
San Frameisco sind bis 8 ruysische Kriegsscheffe angelommen.
Bermisehtes.

Zweibrücken, 7. Febr. Das Gesammipresbylerium
)er prot. Pfarrei Mirlelbach Hengstbach Ikheim hal am letzten
Sonutag auf eine Eingobe der betr. Familsenväter hin einstimmig
»ie Wied eren führung des Unionsgesangbuches beschlessen. Der
inest gewünschte Wechsel soll an Ostern nächsthin vor sich gehen,
end es mag an diesem Doppelfeste wohl mauches alte Gesangbuch

us seiner jorgfältigen Umhüllung unde aus dem altehrwürdigen
Want schrante herdus eine freudige Auferstehung halien. (3. 3.)

F Die „Pf. Volksztg“ schreit: Nach einer unß gemaͤchten
Mitiheilung tam in Homdurg eine gewiß merkwurdige Noturerschei⸗
zung zu Teçge. Ber Wittwe Eßle in der Vorstadt hat nämlich
ine Gaise drei todte Junge zuc Welt gebtrecht, we'sche sammtlich
ochbeinig wie eine Gaise und mit Hundslöpfen verstehen sind.

FEdenkoben. ein seltenes Naturphänomen wurde uns
Reute vorgezeigt in Gestalt eines etwas über wandelgroßen Eits,
velches sich im Innern eires startentwickelten Hübnereits vorge—
unden hatte.

FBöhrl. Wahrscheinlich der Steuer wegen wurde vor
inigen Tagen hier ein Hund anscheinen) todtgeschlagen und ver—⸗
Jraben; des andern Weorgens hatte sich das arme Thier aus der
Erde gearbeitet und suchte balb lahm serneu liebenswürdigen Herrn
nuf, um vollständig gerödiet zu weiden. (Sp. Z.)

FSpeyer, 7. Febr. Dem Hospital Speher wurde erlaubt,
daß es etwas Streuwert im Böhlerwald rechen dürse, Dasselbe
var zu 840 M. toxirt und wurde um 1248 M. 18 Pig. incl.
Tosten versteigek. Enn Zeichen, daß die Streunoth noch immer
sehr groß ist. (Sp. 3.)

FSpeyer. Laut Verfügung der Kreisregierung siud die
ies jährgen Jahresschlußprüfungen an den Vollsschulen in der
Zeit vom 26. Febr. bis incl. 28. Närz vorzunehmen; am letzten
Tage hat der förmliche Shluß des Schuljahres einzutreten. Die
Verfügnung bestimmt ferner das Folgende: 2. Bei den Prüf ingen
suube onders zu ersorschen, ob die gelegentlich der vorherge angeen
Jahresprüfung oder einer wahrend des Schu jahres Saug hadten
iußerorheutlichen Visita ion darch deusk. Tinritie⸗ or de vArn
        <pb n="72" />
        Schulinspektor ergangenen Bescheide ihren Vollzug gefunden haben;
im Uebrigen ist mit dem Maßstabe der Lehrordnung an die ein—
zelnen Schulabtheilungen heranzutreten. 3. Wegen der Entlassung
aus der Werktagsschule wird unter Hinweisung auf die Entschließung
bvom 12. März 1875 (Amisbl. Nr 16) noch Folgendes bemerkt:
AMus der unteren Abtheilung der Oberklasse (5. Schuljahr) kann ein
Schüler, welcher bis zum 80. April l. J. sein 13. Lebensjahr
vollendet, nur dann entlassen werden, wenn derselbe den in der
Lehrordnung für das 5. Schuljahr vorgeschriebenen Unlerrichtsstoff
so gut inne hat, daß er ohne Arstand in die obere, Abtheilung der
Oberklasse (6. Schuljahr) vorrlicken könnte; andernfalls ist derjelbe
unnachsichtlich zum Besuch der Werktagsschule auf die Dauer eines
weiteren Jahres anzuhalten. Unter keinerlei Umstäuden aber kann
ein Schuler aus den beiden Unterklassen (15 2., 3. und 4. Schul⸗
jahr) enttassen werden, devor derselbe enn Strafjahr erstanden hat.
Neben den zu entlassenden ist auch allen zurückzebliebenen Schülern
dir einzelnen Abtheilungen ganz besondere Achtsamkeit zuzuwe den
und haben zu diesem Behufe die Lehrer in ihren Prüfungslisten
anter Angabe der Ursachen des Zurüchebliebenseins diesbezügliche
Vormerkungen zu machen. 4. Wo die Gejsammtzaht der Sonntags⸗
schüler einer Gemeinde über 25 fleigt, ist deren Prüfung gesondert
dorzunehmen; desgleichen ist in Gemeinden. wo die Schülerzahl
jeden Geschlechts über 40 beträgt, für jedes derselven eine esonderte
Prüfung anzuberaumen. Alle Schüler, welche im laufenden Kalender-
jahr ihr 16. Lebensjahr vollenden, siad auf Entlaffuung zu peüfen
und, wenn sie bestanden haben, unter Behändigung ihrer Zeugnisse
innerhalbe des in 8 5 der k. allerhöchsten Verordnung vom 31.
Dezember 1864 (Minist.-Blait Nr. 2) festgesetzten Termins förm⸗
lich zu entlassen. Von der Entlassangsverweigerung an ungenügend
Unterrichtete ist der ausgedebnt ste G⸗brauch zu machen. Im
Uebrigen ist Sorge zu kragen, daß auch an den die Sonntugs⸗
schule ersetzenden örtlichen Fortbildungsschulen der Unterricht bis
zum Schluß des Wintersemesters fortgefetzt werde und deß dent
Distrikts ⸗Schulinspektoren — wo dieselben nicht jelost Visitatoren
der Fortbisdungsschulen sind — gemäß Ziffer 9 der Entschließung
vom 17. März 1870 (Amtsblatt Nr. 28) die Mitwirkurg bei den
Schlußprüfungen ermöglicht wird. Mit Beginn des Sommersemesters
—
schule heranzaziehen. 5. Die Prüfungen sämmitl'cher konfessionell
gemischten Schulen sind zuiolge F 13, Absaß 7 der k. allerhöchsten
Verordnung vom 29. August 1873 (Amtsblatt Nr. 63) von den
einschlägigen k. Distrikisschuliuspektoren beider Konfessionen gemeinsam
borzunehmen.

München, 6. Febr. Die verschiedenen Zeitungsnachrichten
bezüglich der Adele Spitzeder, daß sie an verschiedenen Theatern
Engagement angenommen, ein Theater gepachtet hat ꝛc., werden
als unwahr bezjeichnet. Dieselbe besindet sich noch in W'ldbad
und in einem so leidenden Zustande, daß sie jedenfalls noch für
längere Zeit nicht daran denken kann, ihren früheren Beruj als
Schauspielerin wieder aufzunehmen.

Hammelburg, 3. Fibr. Am Mittwoch, den 31.
Jan. hat sich auf der Straß von hier »ach Gauagschach, ungesähr
I Stunde von h'er, eine kolossaltiefe Er ktuft gebildet. Die kri⸗
lische Stelle passirte am Mittwoch Mittags zwischen 8 und 4 Uhr
noch ein von Hammelburg nach Sauaschoch g hender Mann, welcher
nicht das geringste Auffalle de dort bemerkt hatte, und kaum eine
Vrertelstunde später kam ein anderee Mann, der nach Hammelburg
giag, dorthin, und gewahrte die inzwischen jedenfalls prohztich ent⸗
standene schaurige Kluft. Bei seiner Hieherlunft mach e der betr.
Mann sofort dem lk. Bezirksamte von diesem Vorkommnisse Mit⸗
theilung, woraufhin d'e Straßenstrecke abgesperrt und mit War—
nungstafeln versehen wrrde. Wie uns mitgetheilt wird, bettägt
die gerade Tefe der Schlucht etwa 172/23 Meter, während sich
seitwärts verlaufend eine verläufig noch gar nicht zu bemessende
noch größere Vertiefung zeigt, welche von rauschenden Gewässern
durchzogen wird. Anfänglich hatte die Oeffnung nur einen Um—
fang von ca. 2 bis 223 Meter, dieselbe dat sich aber inzwischen
durch fortwährendes Nachrutschen der Straße bedeutend erweiiert.
— Sonderbarer Weise sieht man von den e'ngesunkenen Material⸗
massen nicht die Spur und besteht nach Annahme Sachveiständiget
sogach große Gefahr für weitere plötßliche Senlungen, weswegen
das Betreten der kritischen Stelle non Seite Unberufener strengstens
untersagt wurde. Die gänzliche Absperrung und Aufstellung von
Wächtern für Tag und Nacht ist bereits amtlich angeordnet.

F Die Frage, ob Etiquetten unter das Markenschutzgesetz ge⸗
hören, ist jüngst vom Saarbrücker Obergericht bejaheud entschieden
wotden. Henach wurden mehrere Kaufleute wenen Verkaufs eines
mit nach eahmten Etiquetten versehenen Getränkes (sog. Boonekamp
of Magenbitter) in eine Gecostrafe zu je 200 M. und der bethei—
ligte Lithog'aph wegen Hilfeleistung bei der verübten Täuschung
zu 150 M. Strafe verurzheilt. Der Beurtheilung wird noch eine
Schadenens zklage Seitens der berechtiglen Firma folgen, d'e sich

ziemlich hoch belausen dürfte, da derselben sogzar aus Australien

Proben der mit dem dalkfilale dorthin gelançgien nachgeahmlen
Etiquetien zugesandt wurden.

FMannheim, 7. Febr. Von der Druckerei der, Mann⸗
heimee Zeitung“ wird Folzendes bekannt gemacht: „Eingetretener
Verhältnisse halber ist der Fortbestad der „Mannheimer Zeitung“
unmöglich gewordene, ebenso die Fortführung der Druckerei. Die
von Seiten unsecer Abornenten eventuell zu erhebenden Ansprüche
auf Ersotz bereits gezahlter Abonnementsgelder darften bei der Gant⸗
verwaltung anzumelden sein.“

fHeidelberg, 686. Febr. Nachdem in letzter ZSeit
mehrere Raubanfälle in der Gege d zweschen Moikenkut und Karsec-
stuht vorgekommen und in einer vorangegaugenen Woche eia hier
lebender Russe nur durch den Revolver, den er zufaällig bei fich
trug, sich zwei Strolche vom Hals gehal:en, wurde in der Racht
dom 1. Febr. in der Stadt jelbst ein wobhlzeplanter Uebdecfall
zerübt. Der in der Nacht von einem Ball hennkehrende Kaufminn
—X
vurde im selben Momente auf den Boden niedergedrückt. Eine
Schlinge, die man ihm über den stopf geworfen hatte, um ihm
en Hals z zuschnüren, zecfleischte ihm unbarmherzig den Mund.
Zugleich erhielt er mehrere Sliche in den Leb, die ohne denm dick
watirten Ueberzieher sicher senen Tod zur Folge gehabt hätten.
Udr und Portenonatie wurden ihm abgenommen, den Ring zonmer
freiwisllig aus, als der eine Kerl den Andern zum Abschneiden des
Fingers anfforderte, worauf sich der v elfach Verwunrdete mühsam
nach Ha se schleppt· In derselben Nacht wurde sstud jnr. Lwpp
in einer andern Straße gleichfalls von zwei Kerlen angefollen, stieß
aber den Einen zur Erde und entfloh dann schleunig. (S. M.)

F Witten a. d. Rahr, 4. Febr. Es ist ein trübes Bisd,
welches die mo nentane Lage in unserm Kohlenrevier darbietet und
leider ist vor der Hand auch nicht die geringste Auesicht auf irgend
velche Bisserung vorhanden. Während im Jahre 1875 es noch
erträghich gina, hat das Jahr 1876 uns immer mehr zu ückzebracht.
Mit dem 15. Februar werden im Oberbergamtsbezirk Dortmund
mindestens 6000 Arbe ter brodlos sein, und diele Zahl wird sich
in den folgenden Monaten ohne Zyesfel erheblich vermehren. Die
Bettelei und der Diebstahl nehmen in unserer Gegend überhand,
Bedrohungen vereinsamt liegender Gehöfte durch vertmummte Kerle
daben bereits statgesunden. Man sucht nach Mitteln, um dea
irgsten Nothständen zu be,eqgnen, man denkt an Wegebauten, unmn
die brodlosen Arbeiter zu beschäftigen. Die Wohlthätigkeit, welche
heteits jihe angespannt ist, leistet viel, aber es wird das auf die
Dauer nicht genügen. Viele Arbeiter sid froh, wenn sie für 1
Vt. 50 Pf. pro Tag Beschäftigung fiaden, aber auch das gelingt
nur einem kleinen Theile. (R. A. 3.)

F Auch in Köhnn ist bei einigen aus dem Osten gekom⸗
menen Stücken Vieh die Runderpest zum Ausbruh gekommen und
sind sosorr etw. 20 Ochsen, die mit denfelben im selben Stall ge⸗
standen waren, getödtet worden.

FAus Westfalen. In Sachen Lebensm ittel Verfälschung
scchte bt der Weftf. Merk., hat sich eine große Chokol idenfabrik verr
anlaßt gefunden, eine Anzahl Präparase, welche von Konkurrenzen
anter dem Namen „C.otolade“ verkauft werde;, analysi en zu
lassen. Die Herren Dr. Vohl in Koͤln und Apotheker Heinz in
Du sburg, zwei anerkinnte Hemische Autoritäten und erklarte, Feinde
der Leb usmiitel-Verfärschumg, unterzogen sich d'eser Aebeii. Die
Nefultate waren unglaublich, von siebzehn AÄnalysen ergaben neun
das vollstandige Fehlen von Cacao; nuce gemahlene Cacasdfhalen
und Keime, Rindertalg, ordinäres gebrauntes Mehyl und schlechter
Zicker bildeten die Bestundtheile dee sozenannren Blode, Suppen«
und Bruch Chokoladen. In 2 Füllen hat anßerdem Zusaß von 5
resp. 10 pCt. Sdwerspath stattgefnuden, abgesehen von der Bei⸗
mischung vegetabilischer Farben. Die Analysen von zwei der „be—
rühmten holländischen Puder-Cacaos“ der zwei bedeuter flen Firmer
hollands ergaben eine Beimischung von 10 resp. 12 pCt. werth⸗
oser Stoffe! Also: Wirnung vot dem Ankaufe zu billiger Choco
laden!

F Dortmurd, 4. Febr. Auf Zeche Germania bei Marten
verunglückten durch eine Explosion schlagender Wetter 10 Berg—
leute, fünf blieben sofort todt und fünf andere hdaben bedeute. de
Btandwunden erlitten.

feUeber jeuenen Schneefall im Erzgebirgesschreibt der
„Dresdener Anzeiger uaterm 2. Febr.: „Uebereinstimmenden brief⸗
lichen und mündlichen Berichten zufolge hat es seit Menschn⸗
gedenlen im obern Erigebirge innerhalb 18 Stunden noch nie so
heftig geschneit, als am vergangenen Mittwoch. Nachden dort
nämlich schon am Montag und Dienstag bei zienilicher Windstille
zeriodisch Schnee gefallen und in der ungefähren Höhe von, 20 Centt
neter liegen geblieben war, fing es an 31. Januar früh gegen 8
Uhr bei einem ork mart'g auftretenden Südw-ststurme so fuschtbar
in zu schneien, daß schon bei Tagesanbruch die meisten Bewohner
)er höchftgelegenen Dörfer von Lauenstein an in der Nähe des
Mückenthürmchens bis hinaus nach Schöneck im oberen Voigtlande
        <pb n="73" />
        in ihten zum größten Theil isolirt ehenden Häusern von Sahnee-
wehen buchstäblich verbarrikadirt waren. In Folge dessen mußte
jn vielen Ortschaften det Schulunterricht eingestellt werden, wie z.
Z. in Schellerhau bei Altenberg, Clausn'tz bei Hayde, Pobershau
hri Martenberg ꝛc. weil den Kindern unmöglich war, den zumeist
über halbstün? igen Schulweg zurückzule zen. In ungeschwächter
Heftigkeit tobte das Unwetter den ganzen Tag üder fsort und anu
iähligen Stellen ihürmte der Sturm Schneemehen bißs zu 4
bollen Metern und duruber auf. Selbst nahe bei Dresden, wie
z. B. am Coaussehause oberhalb Possendorf, fand man eine Schnee⸗
wehe von circa 6 Ellen Tiefe.

F'In Paris will man eine unter'rdische Eisenbahn an⸗
legen; sie son von der Station Vencennes abgehen, dann unter
der Station von Lyon dem Chateau d'Eau, den Hallea, dem Palas
Rohal und der Börse durchlaufen und in Batignalles zu Tage
kemmen. Eine zweite unterirdische Bahn soll länes dem linken
Seine-Ufer laufen, von der Siat on von Orteans nach dem Boule⸗
vard St. Germain. Diese Linie oll mit der ersten durch eine
Zweigbahn verbunden werden, welche unter der Seine und dem
Jouvie durchgeht und im Hosel Reyal endet. Die Centralstat on
n Hotel Royal soll 28 Fuß unter der Oberfläche liegen. Die
Zosten find auf 188 Millornen Fres. berechnet; die Gesamm änge
wird etwas über 27 Kelometer betragen.

feBergsturz. Unzefähr zur nämlichen Zeit wie in Steher⸗
mart hat ciu Bergsturz in Eugland auf der South Eastern (Südost)⸗
Fisenbahn stategefunden, welche nehen der London Chatam-Doder
Bahn von Tover aus bis London eine der Harptverkehretinien
zwijschen dem Continent und England dildet. Tie meisten Keisender.
welche die Welistadt London besucht haben, kennen ohne Zweifel
die Südost:Bahn von Dover nach Londou mit ihren lonooner H upt⸗
dationen Charing Cross und Cannom Street. Auf der ungefähr
11 Kilometer langen Strecke von Dover bis Folkestone läuft die
Süudost Bahn dicht am Meeresstrande entlang und durchschneidet in
siefen Ginschnitten und drei Tunnels die dort hoch emporragenden
Zreidefelsen. Diese Felsen bestehen aus Kre de mit Lehym und Sand
untermischt. Schon seit Jahren ist das Erdreich in der Nähe jener
Bahnftrecke von gewaltigen Spatten zerrissen, ein Beweis, daß das
Meer die ganze Fertsealette unterwühlt und mtt der Zeit wahr
sche nlich Eisenbahn nebst der in der Nahe hefindlichen Landstraße
berschlingen wird. Virsch'edene Anzeichen hatten die Verwaltung
schon seit einiger Zeit einen Unfall befürchten lossen und dieselbe
bewogen, Wächter hin;ustellen. um sofort Meldung zu erhalten.

Am 12. Januar, Mittags gegen 1 Uhr, erfolgte denn auch
d'e Katasirophe. Der Martello Taunueß, unmittelbar vor der Eiu—
fahrt in Folkestone, war theilweise zusammengestürzt, indem sich der
zwischen 83- bis 4000 Fuß hohe Kteeidefelsen in Bewegung gesetzt
ind de Sohle des Tunnels auf e'ne beträchtliche Strecke mit fort—

gerissen haite. ieser Tunnel, welcher auf der Seite nach Dover
zu zusammengebrochen ist, war vor ungefähr 30 Jahren in einer
Mauerstärke von 6 Zieg-lsteinen shr solid erkaut worden. Glück—
licherweise erfolgte die Meidung des Unglacks so frühzeitig, daß die
Durdfahrt eines Zuges von Dover oder Folkestone aus verm eden
und so noch größerem Unpeil vorgebeugt werden konnte.

Drei Tage später fand an einer andern Stelle dieser Bahn⸗

jrecke, dorh, wo die Bahn in dem tiefen Einschnitt zwischen dem
Martello Tunnel und der Abbois⸗Klippe liegt, ein zweiter, weit be⸗
eutenderer Bergsturz Statt, von solchem Umfange, daß der Bahn⸗
drper auf ber Siccke von einem halben Kilometer unter 30 Fuß
sohem Kreideschutt begraben wurde. Leider wurden hierbei zwei
zahnbedienstele mit begraben; die Leichen sind bis heute noch nicht
n erreich n gewesen. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der ver⸗
hütteten Bahnstrecke und des theilweise eingestürzten Tunnels
oe den Seitens der Bahn⸗Verwaltung energisch betrieben. Anfangs
erweigerten zwar viele der Leute d'e Arbeit wegen drohendet
Zefahr, welche B fürchtungen indessen jetzt geschwunden zu sein scheinen.
he enwärtig sind an jenen Stellen eiwa 900 Arbeiter beschäftigt.
r Obertrbunolsentscheidung. Die Frage, ob El⸗
ern berechtigt sund, ihre Kinder von einer patriotischen Schulfeier⸗
keit zurückzuhalten, ist unlängst Gegenstand einer Obertribunals-
utsche dung dew sen. Es handelte sich speziell um die Sedanfeier
es vorigen Jahres. Eine Anzahl Familien zu Uerdingen in der
dheinprodinz hatten ihre Kinder an der Schulfeier, bie allerdings
richt um Schulgebände selbst, sondern in einem besonders dazu ge⸗
nietheten Saaie statifaud, nicht theilnehmen lassen, ohne die übliche
äatschuldigung der Kinder durch Kraukheit oder dergl. beibringen
u können. Die erste Ipstanz sprach die betreffenden Eltern frei,
as O eitribunal wies die Sache indeß zu anderweiter Entscheidung
in das Polizeigericht zu Krefeld, indem es aussprach: „Wenn nach
irtikl 12 der Canineisord:e vom 14. Mai 1852 der Schule der
zwick und das Zel gegeben ist, daß die Jugend die für jeden ver⸗
rüftigen Menschen nach Maßgabe seines Standes erforderlichen
kenntnisse erwerbe, so ist hierunter nach dem zweiftllesen Willen
es Gefetzes auch die Erziehung des Kindes für seine lünftige Stel⸗
ung in der Gemeinde und im Staate begriffen, und deshalb ge⸗
ört es auch zu den Aufgaben der Schule, die Vaterlandsliebe ia
er heranwachsenden Jugend zu wecken und zu pflegen. Es ob⸗
egt der zur Leitung und Beaufsichtigung des Schulwesens berufenen
zhörde und es steht ihr zu, den LTehrplan und die Lehrmittel zu
est'nmmen, es liegt daher insbesondere auch in ihren Befuznissen,
Anordnungen über die Art und Weise zu treffen, we die durch
aterländische Erinnerungstage gebotene Veranlassung Seitens der
Schule dazu benutzt werden soll, bei einer besonderen Feier die
Fugend übet ihre künftigen Pflichten gegen den Staat und das Vater⸗
and zu belehren und die Liebe zum Vaterlande anzuregen und zu
ördern.“ Es ergiebt sich hieraus der Rechtsgrundseitz, daß eine
u d'e gewöhnlichen Unterrichtestunden fallende, von der vorgesetten
tetzörde angeordnatte patriotische Schulfeier als interirender Theil
es Schuluuntectichts gilt, selbst wenn die Feier nicht in dem gewöhn⸗
ichen Schulgedäude, sondern in einem andern geeigneten Lokal oder
zuch im Freien stattfindet, und daß Eltern, welche ohne gegründete
Snischuldigung ihre Kinder von einer derartigen Feier fernhalten,
strufbar sind.

— — — — — — —
Für die Redaction veraniwortlich: F. X. Deu e tz.

Güterverpachtung.

Dienstag, den 13. Februar
aachst hin, Nachmitiags 2 Uhr in
der Wirthschaft von Paul da⸗
hier lass.n die Wittwe und Kin⸗
der des dahier verlebten Rentners
Johann Hager die nachbe⸗
schtiebenen, ihnen gehbdrigen
Liegenschaften auf einen sechs⸗
jährigen Bestand öffentlich an
den Meistbietenden verpachten,

4.

Pl.⸗-Nt. 43225. 81 Dez.
im Rodt, neben Rud. Mun⸗
zinger und Rit. Steiufeld.
Pl.Nr. 3764, 3763 und
3762. 2,24 Tagw. auf
dem Schiffland neben Peter
Uhl und Anstößer.

Pl.Ne. 3835. 2,30 Tagw.
allda neben Nil. Wild und
Ww. Peters.

Pl.Nr. 2993. 2,22 Tagw.
ober der Lehmkaut neben
Gg. Frz. Hager und Pet.
Schmelzer Frau.

Pl.⸗-Ni. 8082. 43 Dez.
auf Mühlenthal neben Joh.
Eich und Ww. Zimmer⸗
mann.

Pl.⸗Nr. 4389. 75 Dez.
im Rodt neben Ed. Ber⸗
nasko und Jeh. Collisi.
Pl.⸗Ne. 36234. 36910
Dezim.; Pl.Nr. 3624.
2438/10 Dez.; Pl.Ne 26285. im
388/10 Dez. am Forellen⸗117.
veiher neben Michael Weiß
und Nilolaus Wagner.

II. Pl. Nr. 1508. 39 I10 Dezʒ.
auf dem großen Flur neben
Schmelzarbeiter Haas.
Pl.⸗»Pr. 3415. 61 Dej.
in den obersten S yen neben
Peter Custer und Ww.
Selgrad.
pl.„Nc. 3438. 24 Dezʒ.
allda neben Philipp Wei—
gand und Frz. Grell.
Pl.Ne. 982. 29. Dez.
auf dem rothen Flur neben
Jeb. Schwarz.

m Banne von Rohrbach.
Pl.„Nr. 2217. 124 Dezʒ.
im Thalgarten neben Bür⸗
germeister Urban Jakob.
Pl. Ne. 1038. 91 Dei.
und Pi.Nt. 1039. 86
Dez. in der Zwergahnung
neben Peter Haberer und
Weg.

B. an Wiesen:
Baune von St. Ingbert:
Pl. Nr. 3748. 34 Dez.,
Pl.⸗Nr. 8747. 16 Dej.
Pl.Nr. 3745. 21 Deʒ.

Pl. Nr. 3746. 16 Dej.
am Potaschwald neben
Kiämers Walo.
St. Ingbert, 26. Jan. 1877.
Sauer, k. Notär.

5

ß.
Hausversteigerung.

7.

Dienstag, den 13. Februar
nächsthin, Nachmittags halb 6
Uhr in der Wirthschaft von
Paul dabier, läßt Herr Franz
Grell, Fruchtbändler, allhier
vohnend, das nachbejeichnete,
hin gehörige Woonhaus öffentlich
an den Letzt; und Me stbietenden
in Eigenthum versteigern:

Pl.Nr. 126 und 127. 8

Dez. Fläche mit einem
zweistöchigen Wohndause,
Hofraum und Garten, ge⸗
legen in der Oberstadt
dahier neben Georg Franz
Haget und Jakob Braun.
St. Ingbert, 29. Jan. 1877.
Zauer. k. Nolar.

418 *
A. an Ackerland:
im Banne von St. Ingbert:
Pl⸗Ni. 8471. 42 Vezim.
in den obersten Sehyen
neben Rürgermeister Cusser

und Joh. Selgrad Ww.
Pl.Nr. 38114, 3115. 77
Dez. am Schaftopf neben
Joh. Beck Ww. und Fried.
Ruffing.

Pl. Nr. 3438. 24 Dezm.
in den obersten Sehen
neben Schreinet —*
und Fr. Grell.

Ih

J.

10.
        <pb n="74" />
        Güterversleigerung
Dienstage den 13. Februar
nächsthin, Nachmittags 6 Uhr
beie ßauf dahier lassen die
ainder von Christ. Jung fleisch
Huffchmied dahier, die nachbe⸗
— XV
verstorbenen Mutter Barbara
Schmelzet gehörigen Güterstücke
an den Letzt⸗ und Meistbietenden
der Abtheiung haldzer öffentlich
in Eigenthum verstergern:
im Banne von St. Ingbert:
. Pl.⸗-Nr. 797. 16 Dezimal.
Wiese in“den Großwiesen
neben Peter Schwarz und
Carl Eich. —
Pl.Nr. 17442 16.* Dez.
Wiese im Rischbach neben
Kaufmann Uhl und Peter
Schmitt.
3. von Pl. Nr. 2782. ungefäbr
8 Dez. Ackeer in der untersten
Flur oberhalb der Eifenbahn
gelegenen Theil neden G.
Schmelzer: und Eigenthum
der pfälz. Ludwigsbahn.
Pli⸗Nr. 33870 45 Desim.
Acker in den obersten Seyen
neben Joh. Uhl“ und⸗ Joh.
nd. Kohler.. 2
St. Ingbert, 291 Jan. 1877.
ESauer, tal. Notär.
Gůterversteigerung.
Dienstag, den 13. Februar
näͤchfihin, Abends halb 7 Uhr,
meder Wirthschaft von Paul
vahier, lassen die Eheleute Michael
Weißsßß, Puddler und Elisabeth
Welluer, ohne Gesverbe, beisam⸗
men in St. Ingbert wohnhaft
die nachbezeichneten, ihnen gehö⸗
rigen Viegenschaften hiesigen
Bannes öffentlich an den Meist⸗
bietenden in E'gerthum ver⸗
steigern, nemlich: I
1. Pl.⸗-Nr. 3754. 33 Dezim.
Wiese in den Pfuhlwiesen.
2. Pl.Nr. 3628 2. 385810
Dez. Acker beim Forellen
weiher.
3. Pl.⸗Nr. 4049 und 40509.
86 Dezimalen Acker hinter
Hobels.
. PheNr. 322818. 39810
Dez. Acker rechts in den
Seyen.
5. Pl.Ne. 3241 u. 3242. 1
Tagw. 7 Dez. Acker allda. —
6. Pl. ꝑ 2 40710 Dej. Frucht. Brod⸗ und
Ader in der Dreisp'tze. Fleisch Preise der Statt
7. PlNr. 2966. 48210 Dez. Zweibrücken von 8. Febt.
Acker ia der untersten Drei⸗ Weizen 11.M. 87. 81, Korn
spitze. 9 Bi. 539 Pi. Gerste Zreihige
St. Jaͤgbert, 80. Jan. 1877. 0 M. — Ff. Gerste Kreih
Sauer, kal. Notär. 0 W. — Spelz M
Gantversteigerung. 68
—Pfg. inkel — M. — g.
Montag, den 12. März l. X LAMI. sr 9 M. — Pf. Hafer
J., Nachmittags 2 Uhr zu St. Fastnacht Sonntag, den 8 M. 24 Pf. Heu 5 M. 50
Ingbert im Café Seiter wer⸗ LI Februar und Fastnacht Pf. Siroh 4 M. 75 Pf. Kar—
den vor dem gerichtlich hiezu M⸗ d 13 F b toffeln 3 M. 20 Pi. per CEtr—
beauftraglenk. Rotar Sauer in 3 en 12. Februar Weißbrod 1nsz Ko. ð6 Pf. Korn—
Si. Ingbert, auf Anstehen von n J X brod 3 Ko. 82 Pf. ditto 2 Ko
Carl Ambos, Geschäftsmann in ** e855 Ppf. ditto 1 Kilo. 28 Pf
Zweibrücken, als definitiver Ver⸗ Aufang 6 Uhr Abends. Gemischtbrod 8 Kilo. 97 Pf.
walter der Gantmasse des in Frische, weiße — pPaar Wed 190 Gramm 6 Pf
St. Ingbert wohnender Baders Bi b Rindfl. 1. Quat. 52 Pf. 2
—V Dtief die nackstend rer hefe IQai. 48 Pf. Kalbfl. 48 Ppf.
bezeichnesen, zu dieser Gantmasse änlich in det Bierbrauerei Hamil. 52 Pf. Schweinefl. õß
gehörigen Lievenschaften im Banne — ESt. Junbert. Pff. Butter 1M. 35 Pf. per Pfd
— — — — —— —— — — — — — —
Redaktion Druck und Verlag von F. X- Demeß in St Jugbert. J

pon Si. Inzbett öffentlich än

die Meistbietenden zu Eigenthum

der steigert, nümlich:

1. PlNr. 654, 656, 656 und
1476. 36 Dezm. Flache
mit Wohnhaus, Scheuer,
Stall und Waschlüche nebst
Zubehör und Garten, das

Ganze gelegen auf dem
ggroßen Flur an der Kohln⸗
sraße zu St. Jugbert.

—A
Acker auf dem großen Flur.

3. Pl.⸗Nr. 1601. 30 Dejim.

Acker allda. —

4. Pl. Rr. 1608. 68 Dezim.
Acker daseloft.

5. Pl. Nr. 16052. 34 Dez.
Acker allda. W

6. Pl.Nr. 16058. 34 Dtz.

Acker allda.

7. Pl.-Nr. 1510. 48 Dezim.
Acker daselbitt. —

8. Pl. Nr. 1984 2. 41 Dez.

Acer im Rockenthal.

9. PlNr. 2403. 214 Dei.

Wiese in den Bruchsech⸗

wiesen. 72 *.

St. Ingbert, 8. Febr. 1877.
Sauer, k. Notär.

Verpachtung.

An;z Mirmwoch, den 14. d8.

Mts., Nachm ttags um 2 Uhr

m Stadthause werden durch

das Bürgerme:steramt St. Ing

zert die der kath. Kirchenfabrik
zier gehötigen Liegenschaften auf

b Jahre verpachtet:

1. PleNr. 4549. 284 Dejʒ.
Acker auf Gaͤnsflürchen, in
4 Voosen. F

2. Pl. Nr. 2473. 122 Dezim.
Wies in den Stegw'esen in
3 Theilen.

3. Pli⸗-Nr. 2488. 197 Dez;.
Wies in den Siegwirsen
am Eisenbahndamm in 3
Loosen.

4. Pl⸗-Nr. 2082. 124 Dez.
und Pl.Nr. 2088. 159
Dez. Wiese in den Schaut
gäcten in 4 Loosen.

Si. Ingbert, 7. Febr. 1877.
Das Bürgermeistecamt:
Custer.

F Morio: Au⸗Ä habis

das Gute so nahe!“

Spitzwogorich
daft
allererst seit 1871 geprüft,
allerhöchst sanctionirt; rühm—
liast bekannt, sichtres, üder
allen Zweifel erhabenes, ge
wiß auch dankbares Mittel
gegen Brust-Hals⸗ und
Lungenleiden, Bron—
chial Verschleimung
Husten Catarrh ꝛc. ꝛc.
Die Resultate sind über—
caschend.

Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon 50 Pfg. 1M.
und 1 Mart 50 Pfg. in
St. Inabert bei Joh.
Friedrich and in der
Fabrit von Paul HIalan
Ddettelbach a. A. dve
Würzhurg

——
        <pb n="75" />
        St. Ingbeiler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblaite verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage), erscheint wöchentlich piermal? Dienstag, Donnerstag, Samstag and Sonntag. Der Absnnementopreis beträgi vierteljährlich

1 Mark 20 R.-Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfgfur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neciamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
4 23. J 3J ESonntaa, den 1Ii. Febraae ————

W 1877.
—
ö e — — —
Deuisches Reich.

Ueber die Polemik zwischen der deutschen offizidsen und der
ranzösischen Presse sagt eine Verliner Korrespondenz der offizissen
Wierer „Pol. Korr.“: Wäre Frankreich im Besitz einer stabilen,
nit tausend zähen Wurzeln im Volke befelligten Regierung, so
würden die Beziebungen zu Deuischland heute beretts einen ungleich
jesteren und ausgesprocheneren Coarakter angerommen haben, ales
dies gegenwärtig der Fall ist. So lange die Parteien nicht nur
um die Regierung, sondern sogar um die höchste Sp'tze der Staats
zewalt ringen und bublen dürfen, wird so ziemlich jede derselben
es als das werkungsvollste Mittel betrachten, die andere an
Patriot smus“, d. h. an Appell an die am leichtesten erregbaren
aller nationalen Leidenschaften zu überbieten. Keineswegs immer
der Absicht, die Nation in einen Krieg hineintreiben zu woller,
vohl ader mit dem Zwecke, vor derselben als Bewahret par exr-
rellenco der nationdlen Ehre und des pationalen Siolzes zu er⸗
scheinen. Aber dergleichen Exper mente sind oft leider von ganz
unberechenbarer Wirtung und Deutschland krnn unmöglich den Beruf
in sich füblen, fortdauernd als Dekoration in einen fremden In⸗
riguenstück verwendet zu werden. Sache der am Ruder befindlichen
Regierung und namentlich des loyalen Inhabers der höchsten
RPegicrungsgewalt wird es sein, Bestrebungen entgegenzutreten,
zurch welche Frankteich wider den Willen Derer, welche fur die
Leitung seiner Geschicke di Verantwortung tragen, in eine ihm und
»em europäischen Fr'ieden schwerlich ersprießliche Richtung hinein-
Fedrängt werden kann — oder soll. Deutschland will nicht den
rieg weder im Osten, noch im Westen Europa's und in Wien
wird man gew'ß in der Lage sein, seinen friedlichen Bestrebungen
volle Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Es lag auch jetzt nicht
m Absicht, deutscherseits den Krieg in Sicht zu stellen, sondern an
die zustandigen Adressen die ernste Mahnung zu richten: Es be—
zeiten sich Konstellationen vor, welche für den Frieden bedroblich
verden lkönnten, hobt Acht!
Aussand.

London, 8. Febr. Die von der König'n bei der heute
erfolgten Eröffnung des Patlaments gehaltene Thronrede rekopituliri
kingangs die Ereignifse im Orient seit der letzten Sitzung des
Parlaments und fäbet woͤrtlich fort: „Meine Absicht war stets die
Sehaltung des Friedens in Europa und die Herbeiführung einer
resseren Verwaltuag der aufständigen Provinzen, ohne die Unab—⸗
ängigkeit und die Integr tät der türkischen Reiches zu derletzen.
Die von Mir und Meinen Allirten gemachten Vorschläge sind
eider von der Türkei nicht angenommen worden, jedoch bezeugte
pas Resultat der Konferenz die Existenz einer allgemeinen Ueberein⸗
dimmung der europäischen Mächte. Dies wird jedenfalls einen
materiellen Effekt auf die Berhältnisse und die Verwaltung der
Türkei haßen. Inzwifchen ist der Waffenstillstand, der zwischen der
Bforte und den Fürstenthümern verlängert worden ist, no h nicht
ibgelaufen und wird hoffentlich noch zu einem ebrenboden Friedens⸗
chluffe führen. In dieen Angelegenheiten wirkte Ich in vollkom⸗
nener Uebere nstimmung mit Pieinen Alliirten, mit welchen, sowie
nit anderen fremden Machten, Ich fortfahre, in freundschaftlichem
Finvernehmen zu stehen. — Der Schluß der Rede bedauert die
»engalische Hungersnoth und detrifft inꝛere Angelegenheiten.

Konstantinopel, 8. Febt. Der Fürst von Montenegro
erklärte, die Depesche des Großveziers beantworiend, sich geneigt,
ofort um Frieden mit der Pforte auf der Basis des Status quo
nit Grenzberichtigung zu verdandeln, halt es jedoch für unnütz,
men Delegirten nach Konftantinopel zu entsenden, wünscht viel⸗
nehr, daß die Unterhandlungen in W'en mit dem türkischen Bot⸗
chafter stattfinden möchten. — Die DVacht „Igedin“ gingç heute
nit Midhat Pascha von Syra nach Sriudisied

—, —

Vermischtes.
7Der ,‚P. A.“ schreibt aus Pirmasens, 5. Febr.: Ein
Inbustrierister macht gegenwärtig unsere Umgegend unsicher. Zu
Opfern seiner Speculat on hat er sich Hebammen, und zwar speziell
olche, welche in Würzburg gebildet wurden, ersehen. Nachdem er,
im feine Angaben glaubhaft zu machen. Grüße von Professoren der
Vürzburger Universität ausgerichtet, stellt er sich als Abgesandter
ines reichen Grafen dar, welcher ihn beauftragt habe, fuͤr eine
veliebte desselben für einige Wochen Unterkunft, und zwar bei der
»ett. Hebamme hegen hohe Vergütung zu suchen. Nachdem der
Bvauner seinen Zweck erreicht, namlich auf einige Tage frese Wohn-
nung und Kost, sowie unter, den munnichfaltigsten Voespielungen
seld erhalten hat, verduftet er hlößlich. So hat er bei fast sämmt⸗
ichen Hebammen der Umgegendeund auch beir einer in hiesiger
S1tadt glücklich operirt.
F Neustadt, 8. Febr. In der Betggewann Vodelsang
leht ein Mandelbanim in voller Blüthe. J

F Neüstadit. In der Gebr. Hassieur'schen Malzfabrik ver⸗
inglückte am 7. d. der 35 Jahre alte verheirathete Arbeiter Leon⸗
Jjard Mattern von hier, Vater von * kleinen Kindern, indem er
»om Dörrespescher aus mit dem Fahrstuhl, an welchem, während
r auf demselben stand, der Ouerbalken brach, 50 Fuß tief hinunter
türzte; et war sofort eine Leiche. eeh 52

.Die Durkheimer Feuerwehr begeht am 17. März nächsthin
ihr 25jähriges Jubildum. — — *1

r Zweithaler- und DriftelrhaterstüLe wer—⸗
den nur noch bis 15. d. Miz. eingelöst.

7 Hanau, N. Fehr. Zur Bruͤtalitätsstatistik unseres Kreis
gerichls-Bezirls gab die letzte Zeit einige erschreckende Veleze, die
eider zeigen, daß die Strafverschärfung der Strafgesetznovelle vor⸗
zst noh nichts zu wirken vermocht hat Der Untersuͤchungtrichter
»at — ein in der Geuichtüpraxis seliener Foall — an aufeinander⸗
olgenden drei Tagen Leichen⸗Seclionen vornehmen müssen. In
hroß⸗ Auheim wurde Lin Mitglied des dortigen Krieger-Vereins
on einem Socialdemokraten mit einem Bierglas zu Tode ge⸗
worfein; zu Kempfenbrunn, Amtsgetichts Biber, schoh ein belrunketer
Forst Aufseher L. ohne jeglichen Anlaß zwei Burschen nieder, dvon
denen einer bald darauf siarb, und hier stach vor einem Wirthe⸗
jaus ein forlgewiesener Bettler einen Kellner nieder. Dazu ist es
och nicht; lange her, daß dem Messer auf offener Straße in BGocen
)eim, dann in dhiesi ger Stadt und weiter in dem Dorfe Weiperz
Schluchtern) 'gleiche Opfer fielen, während in Preungesheim ein
Zerletzter lediglich seinem Gluͤdedas Leben verdankle.

F Brumath (Etlsaß),“6. Febr. Vor dem hicsigen Frie
densgerichte kam kürzlich folgender Fall vor: Ein Diensträdchen
jatte einen Burschen verklagt, weil er ihr im Tanzlocal derart auf
)en Fuß getreten habe, daß sie noch am anderen Tage daran
Schmerzen verspürt hatte. Als nun ein Zeuge eidlich bestätigte,
»aß das Madchen schon eine halbe Stunde darauf wieder mit ihm
jetanzt, also wohl nicht groẽe Schmerjen erlitlen hätte, erklärte
dasselbe sogleich: „Das beweist nichts; denn wenn ich auch nur
noch ein halbes Bein gehabte hätie, so würde ich doch noch getanzt
jaben, denn ich bin gar tanzwüthig! 6t, 89

F Amsterdam, 2. Febr. Die Nachrichlen aus den ver—
chiedenen Landestheilen über die Verheerungen der letzten Sturmfluth
nehren sich. Uederull find Daͤmme durchbrochen, ganze Landerstrecken,
Staͤdte und Dörfer überfluüthet. Am Dollar sind 16 Menschen er—
runken und noch viele werden vermitzt. Das Meer stieg 2 bis
320 Meter über gesvöhnliche Fluthhöhe. Bei Egmond ist der
Dampfer Ulysses verunglückt. Die Mannschaft ist bis auf 5 Per⸗
onen: Kapitän, 1 Steuermann und 8 Woaschinisien, durch das
stettungsboot gerettet. (K. 3

8 —W — — —
Fur die Redaction veraniworilich: F. X. Demeß.

— —

—BBü332
        <pb n="76" />
        20000020 —
e Ttaplissements⸗Anzeige.

-

Dem hochgeehrten hiesigen und auswartigen
publikum zeigo hiemit an, dass ich mich in meinem
elterlichen Hause als

Schreiner

etablirt habs. Zugleich vorbinde iceh hiemit die er-
gebenste Bitte, das Vertrauen meines verstorbenen
Vaters, welches dieser früher hier und in Umgegoend
genoss, auf mich gefalligt ũhertragen 21 wollen, in-
dem ich jederzeit demünht sein werde, dasselbe dureh
—V pũnktliche Ausfũhrung 2u recht
fertigon.

F Hochachtungsvoll

VV PeSeteær EBReæst.
—0000 5
— —
— —
Geschasfts-A nzeigeo-
Einem geehrten Publikum von St. Ingbert
und Umgegend hiermit die ergebene Anzeige, daß
ich neben meinem Geschäfte nun auch eine
Bildhauerei
errichtet habe.
Grabsteine sind in großer Auswahl
8 fertig auf Lager und werden solche
»uch nach Zeichnung schnellstens angefertigt.
Auch ůͤbernehme ich das Aushauen von
achriften, überhaupt alle in dieses Fach
einschlagenden Arbeiten.
Anter Zusicherung reeller Bedienung und billiger
Preise empfiehlt sich
Achtungsvoll
J. J. Hellenthal,
Maurermeister, Bahnhofstraße.

Bei Hals-, Brust- und *9*
Lungenleiden
selbst ganz eingewurzelten Uebeln, gegen — 9
wvelche kein anderes Mittel hat an⸗
schlagen wollen 9V
vou meist ficherem ⸗
10,000
—
Atteste 4 —

—
— 5—
—2
wenn die Metalllapfeln, womit
de Flasche geschlossen, den Firma
Suemvbel der Fabrik tragen.

⸗
—

Zu beziehen in St. Ingbert bei 3

ich, in St. Johanx *— Duden hoffer

zari Thiridt, in Saarlobuis bei F. Alten⸗

m, in Blieskastel bei Apotheker E. Richter

aargemünd bei Apotheker H. Kirchner in
unteach vei Avotbeker A. Treffon.

Leder die Faftuadt, —
Pilsener Bier bis 1. April 3 Zimmer, Küche
per Schoppen 12 Pf. Mansarde, Speicher, Keller bei
Weißaerber. J. Ad. Veters, Ww.
— — — — —
Aedaltion Druck und Verlag von

u verwiethen

Verpachtung.

otel Laur.

Fastnacht Sonntag, den
11. Februar und Fastnacht
Montag, den 12. Februar

Freimusik.

Anfang 6 Uhr Abends.

Ein großes schvarz wolslen
Halstuch ging am Donnecs
dag Morgen vom Hause des
Sattlers Behhr bdis zur Eisen⸗
bahn verloren. Der redliche Fin⸗
der wolle dasselbe an Saitler
Behr gegen Belohnung zurück—⸗
geben.

Am Mittwoch, den 14. dẽe
Mis., Nachm ttags um 2 Uhr
im Stadthause werden durch
das Bürgermeisteramt St. Jng
bert die der kath. Kirchenfabrik
hier gehörigen Liegenschaften auf
6 Jahre verpachtet:

1. Pl.Nr. 4549. 284 Dej.
Acker auf Gänsflürchen, in

4 Loosen.

2. Pl.Nr. 2473. 122 Dezim.
Wies in den Stegweesen in
3 Theilen.

3. Pl.-Nr. 2488. 197 Dej.
Wies in den Siegwirsen
am Eisenbahndamm in 3
Loosen.

4. Pl⸗-Nr. 2082. 124 Dez.
und Pl. Nr. 2088. 159
Dez. W'ese in den Schank
qürten in 4 Loosen.

St. Ingbert, 7. Febr. 1877.

Das Bürgermeisteramb:
Custer.

⁊

* *
Ein Logis
hinter der kath. xog bestehend
aus 2 Zimmer, Küche, Speicher,
Keller und Stallung, ist, bis 10
März beziehbar, zu vermiethen.

Durch wen? Zu erfragen in
der Expediton ds. Bl.
Ein'ge Morgen
Aceerland,
worunter mit ewigen Klee an—

gelegt, sind zu verpachten.
Das Nähere in der Exped.
ds. Bl.

Schreiner Vogel sang ver—

kaust oder verpachtet seinen in

den Gropgärten gelegenen
Garten
zu Bauplatz geeignet neben Haus⸗
Eigentbümer Bergmann Fischer.

Ich bringe hiemit zur Anzeige,

daß ich jederzeit zum
Kohlenfahren
bereit bin, und kosten bei 4Ctr.
der Centner 9 Pf., bei 6-10
Centner, 1 Ctri. 8 Pf. Fuhrlohn.
Caspar Wachs
am Kapellenweg.

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auqh einen i06 Seit. starten Au⸗.
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Biezu illustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. 7.
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        Slt. Ingbeiler Anzeiger.

der Et. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Biei—

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerotag, Samstag nud Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswarts viit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit, 80 Pfg. pro Zeile berechnctt..

—F
4324... Dienstag, den 18. Febrrare J * 1877.
— — — —

—RM

Deutsches Reich...

Muwchen; 9. Febr. Für Lehrer und Lehramtskfandidaten
er humanistise en, technischen und Kunstanstalten, dann der Lehrer⸗
ildungsanstalten wird an der k. Centralturnlehrerbildungsanftalt:
zuu München vom 17. April bis 81. Juli ein ordentlicher Lehrkurs
ibgehalten. Gesuche sind bis 1. März l. J. beim Kultusministerium
inzureichen. F

Berlin, 7. Febr. Der allzemeinsten Zustimmung erfreut
ich die Regitrungkvorlage über die Unterbrugung! der vervahrlosten
dinder, welche sorben dem Herrenhause zugegangen ist. Es st viel“
leicht ein wenig zu viel gesagt, wenn die Mat'be diesen Gesetzente⸗
vurf als eiuen „ersten Schritt zur Lösuvpg der soclalen Frage“ des
eichnen. Allein angesichta der um sich greifenden Verwiiderung
und Rohheit ganzer Bevölkerungs Classen ist es jedenfalls durchaus
eitgemaß, zunächst den Verwahrlosten im jugendlichen Alter die flaat⸗
iche Aufmerksamkeit zuzuwenden. Die Verpflchtung der Provinzial⸗
erbände, hier d'rekt fördernd einzugreifen, wird von Niemand be—
ärttten, und je segensreicher die Vorlagen zu wirken bestimmt ist,
»esto unzeitgemäßer mußten die burlesken Angriffe gegen den Minister
— der
Statsberathung vom Centrum aus gegen Graf Eulenburg gerichtet.
ourden. Der Minister, unter dessen Aegide die Kreisorduung ge⸗—
chaffen wurde, hat sich schwerlich seine Gehalisbezüge von einem
Schorlemer Alst oder Schröder-Lippstadt vorwerfen zu iassen. Man
sann dies ruhig behaupten, ohne Gefahr zu laufen, für „officds“
uu gelten, selbst wenn man sonst in nicht seltenen Fällen urt der
Thätigkeit“ oder dem“, Beharrungsbvermösen“ dieses Staatsmunnes
nicht ganz einverstanden sein mag.

Berlin, 8. Febr. Die großen Justizgesetze des deutschen
Reschs sind vom Kaiser jetzt sämmtlich vollzozen worden, und zwar
nie Gerichteordnung om 27. Januar, die Cipilproctßorduung am
30. Jaruar und die Kriminalordnung am 1. Febr. Die Publi—
ation der Gefetze in der Reihenfolge, in welcher sie voll zogen
vurden, erfolgt vom 7. d. M. an.

Berhin, 10. Febr. Auf amtlichem Weg ist hierher gemeldet
oorden, daß, da die Bucht von Odessa gegenwärtig mit Minen
»elgt ist und der Eingang in den Hafen und der Ausgang aus
emselben nit Gefahr verbunden sind, für die dort ein⸗ und aus
aufenden Haudelssch'ffe desondere Vorfichtsmaßregeln angeordnet:
ind den d'essertigen Rhedern nuud Scheffern kund, gethan worden
ind. Ebenso hat die bhydrographische Abtheilung der russischen
»auptverwaltung der Häfen und der Flotzen des sawarzen Meeres
ur Kenntniß der Seefahrer bringen lassen, daß im schwar,en Meere
uim Eingang der Rhede von Odessa, im DuichrDelta; im Hafen
»on Sebastopol und in der Bai von Kertjch- Jenikale beim Vaw⸗
o:v'jchen Vorgebirze Wachtswiffe zur Durchbringung der Schiffe
jurch die Hindernisse statouirt sind. Zur Verfügung d'eser Wacht-
deffe sichen O fiziere, welche die Schesse auf der Rheot von Odessa,
Rijchalow, Sebastopol und Kerisch hingeleiten werden. Deu See—
ahrern wird eingeschärft, daß ohne Beihilfe dieser Wachtscheffe die
kinfahrt in jene Häfen verboten ist. Ferner wirden fie gewarnt,
n die Balallawiche, Kamischewsche, die Kosakenbucht, die Streletz⸗
ala und andere Buchten zwischen Sedastopol und dem Chersoner
euchthurm einzulaufen.

Bewirthung und Aufmerksamkeit zu Theil — das bestmöblirte Zim⸗
mer jürt die Ann kommende als standesgemäß erachtet, noble Hono⸗
riruag“ für die“ zu Entdindende', sowie die Verpflegungskosten für
den neuen Sprößling in mongilichen Raten zu 80 Mark auf46 Jahre
estgestellt hatte, wünschte er andern Morgens — da säin Hemd⸗
kragen etwas schmutzig geworden war — einen reinen Kragen von
der Frau Hebamme zu leihen, um den anzuks nmenden Herrn
VBaron, der vorher cb Alles genau in Ordnung, sich überzeugen
wolle, an der St. Ingberter Eisenbahn anständig empfangen zu
önnen. Da der Eheherr der Frau Hebamme, der Bergmann ist,
eine Kragen krägt, so wurde dem Hertn Abgesardten ein Hemd —
das Beste und Feinste — zum Ummwechseln verabteicht, worauf sich
»er saubere Herr“‘ nach der Bahnstation hierher — auf Nimmer—
v edersehen — auf den Weg machte, nach Sarbrücken, um bei
iner dortigen Hebamme ahnliches zu versuchen, welche aber nicht
iuf den Leim ging. Derseibe soll nun in der Nähe bei Saar⸗
rücken festaenommen worden sein, um einer wohlverdienten Strafe
ntgegensehen zu können.

— Wir machen wiederholt darauf aufmerksam, daß übermorgen
15. Februar) der letzte Term'n für die Einlösung der Ua-und 2.
Thaberstücke ist; aldann haben diese Geldsorten nur noch
en Silberwertb.

fPirmasens, 9. Febr. (P. A.) In Folge eines in
nesi ger Stadt vorgekommenen Falles von chronischer Bleivergiftung,
ewirlt durch' langjährigen Genuß e'ner in Blei verpackten Sorle
Schnupftabak, wurden durch die hiesige Polizei gestern über drei
Ontner dies's Fabtikats bei verschiedenen Wiederverkäufern beschlag⸗
iahmt und unbrauchbar gemacht.

7 CDie reichsten Leute'in Deutschland.) Der Regierungsb zirk
Düsseldorf beherbergt, wenn man nach der Höde des Steuersatzes
artheilen darf, den reichsten Mann in der ganzen preußischen
Monarchie. Denn nach einer dem preuß schen Abgeordnetenhause
orgelegten Nachweisung ist nur eine einzige Person, und zwar in
diesem Regierungsbezirse. in der 75. Einkommensteuerstufe ein⸗
neschatzt und zahlt derselbe die Kleinigteit von jährlich 84,600 M.
Vermuthlich ist der Geheime Commerzienrath Crupy in Essen dieser
Blückliche. Ten zweitceichsten Mann besitzt der Regieruͤngsbezirk
Ippeln, wo eine Person 70,200 M. Steuern zehlt und den dritt⸗
eichsten der Regierungsbezitrk Wiesbaden mit 689000 M. In der
34. Stufe zu 64,800 M. ist ebenfalls nur eine Person und zwar
nuch im Recierurgsbezirt Wiesbaden eingeschätzt. Nun erst folgt
Beil'n mit je einer Person zu 45, 000 und 43, 200 M.; dann
wieder der Negzierungsbezirk Oppeln mit Z Personen von je 38,600,
36,000 und 830,600 M.; im Regierungsbezirk Btediau gibt es
noch eine Peifon mit 26, 600 M. In der 13. Stufe (27,000
M.) st nur eine Petson, und zwar in Berlin, besteuert, in der
1 (23. 409 M.) ebenfalls nur eine, welche im Regierungsvezirt
Hünster wohnt. Köln zählt 3 Personen mit 21,600 M. jahr⸗
icher Steurr.

F En Correspondent schreibt der „B.«B. C.“ aus Paris
om Donnerstag: Im Jardin des Plantes eceignete sich gestern
n meiner Anwesenheit eine Scene, die denen, die ihr beiwohnten,
as Blut in den Adern erstarren machte. Wee gewöhnlich ist der
Zarenzwinger von Neug'erigen dicht umringt und nicht am wenigsten
»on Kindermädchen mit ihcen Pflegebefohlenen. Eiues deser Mäd⸗
hen setzle ihren Schützling, ein Kind von 5 Jahren, auf die nied⸗
ꝛige Ballustrade, die den Zwinget umgikt, — pidtzlich ertönt ein
erz oeifelter Schtei — das Kind war in den Graben mitten unter
ie Bestien gefallen. Aber diese, als ob sie es fur feige hielten,
inem solch' zarten Gefchopf etwas zu Leide zu thun, betrachteten
rstaunt das Kind, ohne ihm auch nuc, ein Härchen zu krümmen.
ber⸗ wer holie das Kiud heraus ? Man sah sich gegenseitig an,
aum wollte es Jemand wagen, als ein eben herheigeeslter elegant
ekle deter Herr sich dazu erbot. An einem um den Körper ge⸗
hundenen Seile wurde erx hiuabgelassen — ein paar bange Se—
anden — danun zog man Kind und eller hergif: völlig heil

Rermisqchtes.

fSt. Ingbert, 13. Febr. In der letzten Sonntags
wmmer d. Bl. ( Nr. 23) berichteten wit aus Pirmasens, 5. Febr.
ber einen Schwindler, der sich die in Würzburg herangebild.ten
Debamimen ausersehen, um Quartier für die Nederlunfr von Ge⸗
iebten reichet Perfönlichkeiten (Grafen und Baronen) gegen hohe
Bergütung zu suchen. Auch in unserer Nachbargenieinde Robrdach
lang es vorige Wohe einem solchen Schwender —V—
emselben) bei. der dortigen Hebamme williges Ohr' zu sinden.
dachdem er sich dork üder Nacht Enlg irt watürlich wurde jn
zussicht des guten Geschaftes einem soshen Adgesastoten die befte,
        <pb n="78" />
        nur das Kind hatte einige Verletzungen erlitten. Der edle Menschen⸗
freund entfernte sich dann rasch, — man kennt n'cht einmal seinen
Namen. J

pNew⸗York, 11. Febr. Der Hamburger Dampfer
„Bavariu“ ist auf der Fahrt von New⸗Pork nach Liverpool am
8. Februar auf offenem Meere verbranut. Die Passagiere und
Mannschaft wurden gerettet und n Beaufort (Südkarolina) ge⸗
landet —
zZur die Redaction veraniwortlich: F. R Demn P
Es legt uns die erste Nummer des „Süddeutscher
B anbeund Handels⸗B lattes“ (München, Februar
18771 vox. Sowohl Inhalt als Ausstattung hat unseren vollen

e0 *

Pfälzisches Gewerbemuseum.
Preisaus chreiben für kunsigewerbliche Arbeiten.

Se, Excellenz Herr Staatsrath v. Braun, k. Rezierungs⸗
prasident der Pfalz. hat beschlossen, daß zur Hebung der Kunstin⸗
dustrie Preisaufgaben für eine vorzügliche Leistung in diesem Ge⸗
biete ausgeschrieben werden und das pialzische Gewerbemuseum
damit betraut. J

Die gestellten Aufgaben sollen hauptsächlich im täglichen Ge⸗
brauche vorlommende Gegenstände also leiddt vertaufliche Waaren,
derudfichtigen und ist für das Jahrt 1877 als concurrirendes Ge⸗
werde die Tschlerei und Moöobeljabrikaton gewählt und als Gegen⸗
stand ein Nähtischchen.

gasselbe soll eirca 0,75 bis 0,80 m. hoch, 0,70 mm. lang und
O.80 m. breit sein, mit completer Einrichtung, jedoch ohne Uten⸗
silien. Schonheit und Zweckmäßigkeit der Form, sowie praknische
Anwer dung der Erfordern sse find Hauptbebingung. Als Styl, in
welchem· es gehalten sein soll, wird der immer mehr zur Geltung
lommende Renga'ssancesthl vorgeschrieben und kann dasselbe entweder
in Ischwarz gebeiztem Holze mit eingelegten und gravirten Elfen⸗
beinderzierungen oder in einem dem Ermessen frei gestellien Holze
mit eingelegten anderen Holzurten (Intarien) ausgeführt werden.

Das Holz kann rolirt oder natürlich zue Verwendung lowmen.

Die ausgesetzten Ehrenpreise bestehen in Geldbetraͤgen von
150 dod 100 Di. nibst Dipiom, welches auch die Grüude der
Preiszuerlennung angeben wird. Die Geldbeträge siad geschöpft
aus den Jahreszinsen der Stiftung Seiner Majstat des stönigs
zur Förderung der Gewerbehäugkeit in dem Regierungsbezirle der
Pfalz.

Die Arbeiten sind bis zum 1. Auzust an das p'alzische Ge⸗
werbe nuseum abzuliefern und erfolgt die Preiszuerkennung am 25.
August, als am Geburts und Ramensfeste Seiner Maje—
särdes Königs. Die Preisgegenstaände werden öffentlich
Zaifersltaufein 8 Tage vorher ausgestellt.

Der Preis wird durch den sdiiglichen Regierungb Pra—
fidenten zuerkannt auf Grund eines vom Ausschusse des Gewerbe⸗
museuas mit Beiziehung von Sagverständinen erholten Gutachtens.

Die Arbeiten bleiben Eigenthum der Verfertiger.

Es sind jedoch die Verkaufepreise onzugeben und bleibt dem
pfalzischen Gewerdemuseum das Vorkaufsrecht vorbehalten.

Zur Preisbewerbung sind nur gewerbliche Arbeiten aus der
Pfalz berechtigt.

Jede Bewerbung ist mit eineni Motlo zu versehen und Name
und Wehnort des Verfertigers in einem versiegelten Umschlag mil
dem Motlto als Aufschrist deizulegen. Diese Umschiäge weiden es
nach der Preiszuerlennung geöff ei. Nach dem 1. Oltober sind
die Arbeiten wieder zurüczubezieben.

aiserslautern, im Januar 1377..

Der Direktor des pfälzischen Gewerbemuseums:

x. Spah.
Di 3.
Such- Dtein-
druekeroiĩ

autt vbiel. in den ·

edructen „natom Abbisd.
jreis 1 Mart; erschienen bei
Richters dalana in
deiprig, ist in fast allen Buch⸗
— Die set
zerzügliche Werk kann allen
Zrauten, gleichviel an welcher
Krantheit leidend, umsomehr
— Asene, werden,
als Eg vbetreffende Heilverfah⸗
reu fich als zuverlässig bewährt
hat, wie die in dem Buche ab ·
gedruckten Zhlreqen Aames⸗

den Atteßte beweisen.

F. X. DEMETSI
empfieblt ieh zur eleganton 4A2
ferügung aller in dieses Fach
einsculagenden Arbeiten, als
echset, GQirculusras, Visit
vertobungsa⸗ u Adreoo-
xarten. Piacate, Mein- u
auren- Fticquettes, Bech
nunsren a. . t. o. .

ion QxXuc

Unde.

erlagr

Veisall und wenn die Redaction foruhrt, so pobalär zu schreiben,
das Verständniß füt das Bank⸗ Genojsenschafts⸗ und⸗Versicherungs⸗
vesen in alle Keeist zu tragen, so kann es ihr an einem außerord.nt⸗
lichen großen Leserlaib um so wenigeraichlen, als der Abonnements⸗
breis ven Mart pro Quartal vei der Fülle des Gebotenen ein
jedr ditliger genannt werden kann. Wir empfehlen das Blait
Jedermnunn, insbesoudeee jedem Kapitalisten, jedem Genofsenfchafter,
jedem Kaufmann urd jedem Versicherteg, auß das Angelegentlchsie
und machen ganz besonders auf den günssigen Un stand aufmerksam,
daß das Blatt seinen Abonnenten in finanziellen Angelegenheiten
unentgeltlich Aus kunft und Rath eribeilt und auf Wusch alle Rech⸗
nungen über Ein- und Verkauf von Werthpap eren, Conto · Cotrente
Wedselgeschafte ꝛc. revidirt und nachrechnet. Wir begrüßen das
neue Blatt' als ein sehr wellkommenes und —XRU
Usches Glüch auf! zu.

4
80⏑·... — —— 22
Lablissements. Anaeigo

2
Daem hochgeehrten hiesigen und auswartigen
publikum zeige hiemit an. dass ieh mich in meinem
elterlichen Hause als
Schreiner

etablirt habe. Zugleich verbinde ieh hiemit die er-
gebenste Bitte, das Vertrauen meines verstorbenen
Vaters, weiches dieser früher hier und in Umgegend
genoss, auf mich gefalligt ũbertragen 2 u wollen, in-
dem ieh jederzeit bemüht sein werde, dasselbe durch
— V Ausfũhrung 2u recht-
fertigen.

2
r

F

Hochachtun gsvoll
e Best.
,O.CA Qc

In allen bedeutenden Musikalien Hand lungen vorräthig!
ĩõ T e n αν veriau st
— —err.
Für Clavier conponirt und Frau
Oceana Renz

gewidmel von Aug. Cahnbley. Capell meister im Circus Renz.

Dieser, jeden Abend im Circus Renz mit flürmischem Bei⸗
fall begrüßte Walzer erschien in folgenden 4 Ausgaben:
A muͤsPrachtuuel: Dit Künstlerin im Costume (en faco).
B. v v * v (Vrufil,

neueste Aufnabme).

C. Min Prachttitel: Brustbild der Künstlerin.
D. Erteichterte Ausgabe wit Medaillon⸗Titel (Brusbild).

Obgle:ch letztere Ausgabe ( D) sehr leicht bearbeitet, ift
das Arrangemeni so glücklich, daß diefer schöne Walzer selbst
don kleinen Händen zur vollen Wirkung gebracht werden kann.

Preis jeder 3usgabe: Rim. 1,80. —
COrchestersiimmen in Abschrift 6 Mark.) 1—

— — — —E
Eben exschen ferner
Ghinesen-POIiaiaæa

aus der Pantomime: J
—XXEERII

(arrangirt von Hrn. Director Ren,) —

für Clavier componirt von AugustCahnbley.

Preis: Rink. 1.-.

Diese hübsche leichte Polkla wind sich ihrer angenehmen
Melodien wegen ebensobald Vahn brechea, als der Oceana⸗
Walzer dess lren Componisten.

Gegen Einsendung des Betrages versende ich franco.

Pet. Jos. Tonger, Cöln a. Rh.
mpu

7—

Zu vermiethen DPLeistoenbruonh⸗
bis 1. April 8 Zimmer, Küche jJeden Bruenh heile
h schnell, sicher u. gründlich.
Mansarde, Speicher, Keller bei e veen Iny — ie
J. Ad. Peters, Ww. IF. roMe in Ahnus Westt
— — — — —
In d. A. Demeß in St Ingbert.
        <pb n="79" />
        2222
223—58 —2
22352 82 — 25
—2222333532 323223 —»55 —555 55—23
2 2322 5253223238— *5222 23. A —A O —8
— 2 52 52522 * 225 222535 — 3 — —— 228
73353 73*387 25722 33
J * s— —5— —3 5 —— 8 S 2 223 —— — 5 *
3 —35725 58—535 53*25322623 z58 —525 5283338 5233 Q2
* 23 — 222 —A —— —2 2* 5—5322 2 —7 2 æ 2
22 —5278 553528 822 258 — — 5238
733837 333 —337 83 885 7573 3338
* * 2 2 * 8 2 F — 2 2 — 2 T 2
5 5—252352 52 2 8 5 528—33233 2752 2232 — 22
—— ——— * 12 2— * — * V * — S * * 5 7
23 —553323.57 52538225 7—* — — 22 —A
5 32555253 57 B8 ——— ss —E— *—582 55538 2558
5——236 32 *8 —A 22 3 222 — S— 3 —— 5*
* —A *—3 — —— sz —33533328 53257
8 J 2222223* ⁊7 —— 34 — 2* —5
s 5 —33 33333320 333257 2375535 3553
* 83—25s8335 323555533725357 säñ 5335822 825* 2523
— * 2 2 2 — * 2 * — 7
3— 5 — 2555 5522— 362 — 2 3 2*28 — *27— 385538
*220 5533737 25. 743328233 52522 4 8 28*53686525* —
2 7 — re 2209 —5* — —2 235358 —A— —
2 —— — — —— — 2 * — * NA6—
Y* Z — —27 2 * 2 —2 * oga 2 8 0 ——
353 *3 555335353587 783355 55 35328353* 22276
2553. —5555 556253 z2525383225323375 23252 —7558355— — —
3 7 —32223 —A —582 2 233325 23 2522
55z57—2—5325335 3 —*5282—23322 —28 5328 2828. 5*—83823
3— 250 — 5558 32 2 —3 25 * — 52235 232 22 2 7 5 253
ü g 3353353335—736635
2 ——53—2352257 ——8335. 25352 E —— — * z53 ——5533—
—* 22 552—7 2 28 5—32538 ————— — 232
———0— — 3—3—3353 ? 58*238 „5z328 552 —A
*33 2837— — —
* 2 5—s— 22832822 —A
222 — —222855 * — 2*
* 58322 23 46
35223— 35 25 237
————
— —58 8 222238345*8 — 255“558538
2
* —228 5255535 8232 2 22253 — 22* 58—85* 233
55287 252320 525257 22 222 * 235*88 — 7— 533332233 —
——53—3— 72 s 515353537— 78- 5332 352 —
—— sx22723523 8 —— — — 28325575 x7
* —3— — Säc⸗ —— —8 * ——
* — 22 — * X —A S2 — 2 22 — —
* * 2 8 — 82 — 2 * * — — — 32 — 2288
—22 ——— 2 8 — —A — * * 2 58 2*
25323——838 3585 35323333 75260
——2 722 7 0 58 28 7*7 22 53273235 — —A ——5 3
2 —— DT aat 22 — — 22 5 —3 4533 33225* — W *
—2532—52375532 23522 32 3333 88 22
7 * 22 8 7853 E * 7 *ẽ — 825 — —A —
— ——283235 2 — —522 —55 —22383.332382 5s353652 ⸗ —2
———— 75585 —55*8 —— 25* 573335382323555* »275 335358
7ü 7—2237225 55—— — —53
228 * ——2583 5—5—2 2328 952282 —55 &amp; 57 — *
2*75 — * * XR —— — — 2
*5 53255s52535309 —2— 2253855 2225 — 12z2538232 9*5 — ——
353335355397, 33*23 25338 237z38333 328 353—
5527 225 —3 22 22 558 ZTA887 — — 58222* —A—
—— —2232553 — —88 52 * — — — ——— xf
— 74 3 3
3 — 338s 25335253373 55523 7—8
2— 335523—227325 5* 27232 —— — * —z.229822 — 2 “Jñs 2*
2 322 —— 2 — 2*55 * — — —225623235 5* 5 85282 *3 58— *
7 * 5 235 —35882232585 552555 22355 2255— 2 22522
3333 3333383 53333 283 75584
582 — 34 2 5 —— — *2 — —A a .—7——3 2—32 *
J 333 33 —5 3386 3333s3334
2255 223825325 5 2 2283232 S5 — * — — —A
* — 2 2 2 — 3 2 * 532*8* 222355 — 5 2 2
255——3 —522 5223 552 — 2 525—222 —2223 — —55
— 3 2— 3 ů α 222

242 5—52323785 — 532 533523z553 323 32
—X —555553—5 257 —— —5553832 373 S —5— —— 52
2 —228587 255 22 —— 22X5 252 2238 ——2 276
525 335333—57 —3. 323383 38 323222 258
— 533 552555 28 5553 5335 82 842 222—55 *8*5
*223 — —355 —— 22 33 52 —X 287 — 222
— 5375 5553 333 5 8352726575- 558 558283355
28 * * 2 2 2 —
588 385235533 535 283 —s522,22 32883 1523578 352333
258— * * —— — 2 528 22* 2232 25 * S 5
—A—— — 3237 555 52832 s52385582225577 8
* 385373225 22 5 —æ5— 5*5332 —A * X7 —
— 52335523535 558* *38 — —53353 2* IEB — 5I52 E3
322857 88 * 228 52532253* 223 2525725——*5223223
22355 S2422 —AA— —— 27 — 2 2 9 3258 x*3 8 2X
—55 35 5853 337357 52223323—
28557 —V 5253 5332352355 5233535*3253358 23 —233
5 55228.68 2 23 3552zZ8553 3233555533538 255320
5256233—55235 3368 55833* ——523 2238 75s533—5356238
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        St. Ingbeiler Anzeiger.

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der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblait, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage), erscheint wöchentlich yViermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementeépreis beträgt vierieljährlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswörts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
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42 25. Donnerstag, den 18. Febrrar —

Deutsches Reich. J

Mänchen, 9. Febr. An der einheitl'chen Ordnung der
Fifenbahntarife hat die bayetische Eisenbahnverwaltung einen sehr
tegen Antheil gerommen und man spricht in den betreffenden streisen
nit großer Befriedigung von dem erzielten Ergebuisse. — Von den
Arbeiten, welche den Reichstag erwarten, siebt man in gewerblichen
reisen mit besonderer Spannung der Neuregelung des Lehrlinge⸗
desens entgegen, obgleich auch hier die freie vereinte Selbstthätig⸗
eit der Meister wohl das Beste rthun muß. An eine Weederkehr
unftlicher Shrauten irgerd welcher Aet denkt man auch in Bayern
aicht, das eine Zeit lang allerdiugs das Musterlaud des Zunftzopfes
gewejen in.

Berlin, 13. Febr. Die Konfrrenz über die Eisenbahn⸗
Tarifrefotm, welche alle dentschen Bahnverwaltungen beschickt haben,
ist gestern im Saalt des Architektenbdereins eröffnet worden. Ten
Vorsitz führte der Minislerialdirekitor Weishaupt. Nachdem der
Vorsitzende die Verfaceumlung Namens des durch die The lnahme
an den Verhandlungen des Abgeordnetenhauses verhiuderten Herrn
Handels Ministers begrüßt und auf den Zwed der Konferenz hin⸗
zewiesen hatie. wurde vor der Eröffnung der eigentlichen Verhand⸗
sungen von den Vertretern der preußischen Privatbahnen erklärt,
sie lönnten in die Berathungen nur m't dem Vorbehalt und dem
Wunsch eintreten, daß über die allgemeinen mit dem neuen Tarif⸗
ystem verbundenen und ‚speziell die Privatbahnen betreffenden
Fragen eine Verständigung herbeigeführt werden pörse. Die Ver—
valtung der Reid sbahnen erklärte bim Beg'nn der Debatten, daß
ñe ihrerseits einer Beseitigung des ihrer Ueberzeuanng nach aller⸗
ungs richtigen und den Interessen Eijaß-Lothringens entsp echenden
Systems im Interesse der Herbeiführung der Emnheilechkeit des
Tarifsystens nicht entgegen sein wolle. Dee Berathung, welche
Jeute nur bis zu den Bestimmungen über B.deckung der Güter
zedieh, zeigte von allen Seiten das Bestreben, der wünschenswerthen
Sinigung keine Sch vierigkeiten zu bereiten, sodaß an dem Zustande⸗
ommen der Tarifreform kein Zweifel mehr obwäaltet.

Ausland.

Wien, 12. Febtr. Am Mittvoch wird das Abgeordneten
aus übher die Beschickung der Pariser Weltausstellung Beschluß
ossen. Die Gegner der Beschickung erkennen bereits, daß ihr Speel
nerloren ist; sit bemühen sich deshalb nur, den verlangten Credit
aoch um einigt hunderitausend Gulden zu verkürzen, was ihnen
iber hoffentlich nicht geliugen witd. Zur Debatte haben bereus
21 Abgeordnete, jämmtlich fuür die Bew'lligueg, das Wort erbeten.

Paris, 5. Fedr. Die „Patrie“ bemertt in einer Note,
ne sich angeblich auf einen Bericht über Zeutschen Handel und
Bewerbe flützt:

Deutschlaud, welches in commere'eller und industrieller Be—
rehung arm zu nenneni ist, richtet sich mit jedem Tage auf und
verd uns bald eine furchtbare Concurrenz machen. Es läßt die
Leute ruhig reden, und gerade wie es sich vor 1870 gehütet hat,
ie unsinnigen Augaben, welche über seine Wehrkraft verbreitet
oaren, zu widerlegen, hütet es sich auch jetzt, den irrigen Dar⸗
tellungen von der Lage seines Handels und seiner Industrie ent⸗
jegenzutreten. Wir sind viellescht die einzige Nation, die noch nicht
ewahr geworden ist, doß Dei tschland in einem hgegebenen Augen⸗
licke eine Handelsmacht sein lönnte, mit welcher mau wird rechnen
nüssen. Seine Weigerung, sich an unserer Ausstellung zu betheiligen,
var von ihm, das möge man sich nur gesagt sein lassen, ein Act
er Weisheit. Wir werden es nächstens beweisen.

Die „Patrie“ ist nicht etwa, wie man aus dieser Notiz schließen
onnte, schutzzölluerisch, jondern im Gegentbeil, wie alle bonapar—⸗
istischen Orane, ein ensschieden fre händlerisches Blatt.

Peéera, 13. Febr. Montenegro hat sich neuerdings rücd⸗
altelos bereit ertiärt, auf Grundlage der von der Pjorie Lestelllen
Bedingungen Frieden abzuschließen. Tie Pfote wünscht die Ver⸗
au dlungen hitr zu führen, Montenegro in Wien. Der serb sche

Friedensuntechändler Christ'es wird amm Montag hier erwartet. Die
Stirmung ist versöhnlich.
X
Vermischtes.

t St. Inabert, 18. Febe. In einem hiesizen Bäckerhause
hat ein komisches Mißverständriß stattigefunden, indem die
Vagd an Platz der weißen Wesche, (zum waschen) die frisch ge⸗
zachenen Werßbrode und Wecke (Weiß Waare) eirweichte.

FAuf dem Babnhofe Laumbrecht wurde am 7. d. eine für den
Fursten Bismart destimmte und bei Hemmer in Neidenfels gefertigte
BZapiermaschiene mit 6 Holländern verladen. Dieselbe ist für vie
Fabrication von Druckpapfer aus Holz construirt und wird das
Rohrmater'al dazu aus des Fürsten Weldungen gewonnen.

fFOtterberg, 9. Fedr. Heute Vormittag ist nach kurzer
Zraukheit der Lehrer Phrlipp Dahl gestorben. Derselbe war über
15 Jahre im Lehramte hier thätig. Seine Verdienste um die
Jugenderziehung und Bldung werden hier unvergeßlich bleben.

F Die „Gegenwart“ meldet aus Edenkoben, 8. Febr.: Vor
em hiesigen Polizeigericht wurde ein Mann, weil er durch unan⸗
tändiges Beuehmen und Schreien in der Schule den Unterricht
zestoͤrt hatte, zu 4 Tagen und den Kosten verurtheilt.

FSchaidt, 9. Febr. (Eine gesegnete Ehe.) Ein hie⸗
iges jugendliiches Ehepaar ist nach 20monatlicher Eye bereits mit
llebenden Kindern beglückt. D'e Gattin, 23 Jahre alt, beschenkte
dor einem Jahre ihren 24jährigen Gemahl mit Zwillingen (2
Maädchen), die sich in dester Gesundheit erfreuen. Gestern kam die
Blückeiche mit Drillingen (2 Kaaben und 1 Mädchen) nieder, wo⸗
von jedoch ein Knäbchen sofotrt starb. Mutter und Kinder sind
pohlauf und der Viter, ein nicht unvermözenoder Ackerer, Schuster
und Gypshändler, gut bei Trost. — Wir stehen noch nicht am
5ende der Menschheit!

F En Holzhauer von Weisenheim a. B. drachte dieser
Tage einen Eichenzweig mit vollständig entwickeltem Laube aus dem
Balde mit. Ebenso zeigen siv im Curgarten in Dürkheim niedere
Besträuche mit zattem Grän bedeckt. (Düeth. Anz.)

F Die Prüfung für den E'njährig⸗Freiwilligendienst beginnt
im Montag, den 12. Maärz, Morgens 8 Uhr, im Vyceumssaale in
Speyer vnd haben sich nach der „Sp. Zig.“ zu derselben bereits
36 Candidaten angemeldein.

F Vom bad'schen Ncar, 12. Febr. An dem diesseitigen
Rheinufser soll bei Germersdenn ei werteres festes Werk errichiet
verden zum Schutze der dort an der Rhesnbrücke ausmündenden
Bruchsal-Germersheimer Eifenbahn.

FSaarbrücken, 14. Febr. Vorgestern und gesiern
Kachmittaz wurde eine Anzabl Verhafleter ins hiesige Justiz-Arreft⸗
aus due Dudweiler und Sulzbah eingeliefert. Deejenigen aus
isterem Orte sollen bei einer blutigen Messer-Affaire, bei der
ider wieder einmal ein Menschenleben schaer gefährdet worden ist,
etheiligt sein, — die Burschen aus Sulzbach aber sich einer
hweren Sachbeschädigung (Demolirung einer Wirthschaft) schuldig
emacht haben. (Saarbr. 3.)

f In Mülbhausen i. E. ist ein Beamter wegen angeb⸗
icher Untecschlagung öffentl'cher Gelder in Untersuchung, und deeser
rall hat in der dortigen Bevölkerung schon viel Staub aufge⸗
birbelt und würde jedenfalls noch mehr ausgebeutel werden, wenn
nicht vor kurzer Zeit ein elsässiicher Nolär mit anvertrauten Geldern
m Werthe von 200,000 Fre. und vorher ein anderer Elsässer
nt der Kirchenkasse des Herrn Winterer durchgebraunt wäre.

fMannheim, 9. Febr. In heutiger Strafkammersitzung
vurde gegen den früheren Redacteur der „Mannh. Z.“ Fritz Brentano
vegen Urkundenfätschunz und Betrugsdersuchs auf eine Gefängniß⸗
traie von einem Jahre erkannt, da der Gerschtshof in Anbe racht
er böcst mißlichen Vernögens- und Geschäftsverhältnisse des An⸗
reklagten mildernde Umstaude anzunehmen sich veanlaßit sar.

F Mannheim, 9. Feobr. En neuer Schwindel wurde in
tzter Zeit auf dem hiesigen Spesemartt beobachtet. Eint Ueberrheiner
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        Fierhändlerin hat nämlich mit einer von Bäuerinnen das Ueberein⸗
fommen getroffen, daß sie einer jeden wahrend der Dauer des
Marktes einige Eier in den Korb legt, welche daan die schlitzöhrigen
Baäuerinnen dem leichtgläubigen Publekum für ganz frisch geleate
zu theuerem Preife verkaufen. Die Kaufer sind matürlich leicht
geneigt, bei einer Bäuerin, welche neben ihre n Gemüse nur wenige
Fier im Kotbe hat, frische Eier zu vermuthen, und aahlen für solche,
namentlich wern dieselbe für Kranke bestimmt ünd, gern eswas mehr.
Berder erwähnten Manipukatonergä-zt d'ie Händlerin fleis d'e
durch den Verkauf entstandenen Lücken in den Korben der Banuers⸗
weiber, macht nebst diesen ein drilläntes Gefchaft und das Pubkilum
lauft für theueres Geld — olte Eier.

Frarn bO Fbe Gin Thell der Bieeb auer ha
Berträge auf Lieferung von wasserhellem, schnefreiem Eisg, imj
Ganzen 400 Waggons, abzeschlossen. Das Eis, welches fich wesente
lich disliger ale das-Schweizer Eis stellt, kommt aus Tynol.

Leipzig, 5. Febr. Heute früh brach in der Ritterstroße
unten der quf inc Speicher gelagerten Borxräthen der Ullman'schen
Rauchwaarenhandluang Feuer aus. Die Löscharbesten, murdeaa er—
Eoo⏑o⏑— —
Pelzwaaren verbreiteten. Der Schaden beträgt etwa zwei Mill:o⸗
nen Mark. e—* —

FIn Tübingen zetziunt man sich etwas zu erbolen. von
dem Schreden über, dis leßzten Mordbrennerejen, Der Schw. M,.“
demerlt hierüber: In bep — 8. Tagen., in welchen sich wieder
einiges Gefühl der Sicherheit bei den hiesigen Eimvohnern. einge⸗
dellt ist. isf das einzig Richtige geschehen, was schon läug haute
geschehen jellen. Nicht vetschließbare Thügene hiel:en Schlösset.
arberschlofgene Dachluden erhiellen Läden, die biesigtn Vuhhaitet.
verden zu Anschaffung fenersicherer Laternen, angehalten und die
Nachbarn, controliren einaunder silhst hinfi tuich der Euͤhal: ung der
feuerpolize lichen Vorschristen. Die broven Männen, welche in Ge⸗
neiujchast mit einer großen Auzahl von Studirenden seit 8 Tagen,
den nächtlichen Patropellendienst versehen haben, und so lange fort
sehen werden, bis wieder ein allgemeines Sccherhe isgefühl hier Platz
zreift, verdienen sich nebender den wärmsten Dant der hiesieen
Fiuwohuerschaft.

p Der kürzlich in Lverpool yerhaftete Geufer Banquier Brod⸗
dag, welcher nach. Kontrah'rung ejnes Defizits von 900,000 Fe.
Jüchtig gegangen war, kekleidete, sest mehreren Jahren das dortge
Zonsulgu des Deutichen Reiches. Der Verlhust krufft jast ausichließ-
—
önnen, als bei dem Konsul ihres Lantes. Ein kürslich nach Genf

Gantversteigerung. 7. Phat. 1510. 43 Deym.
Samstag, den 17. Marz, ve daselbst. —
snigt Montog, den 12., wie Ph At. 108— Tez
früher ausgeschriebee) 1877, Nach⸗ — mitt⸗
mittags 3 Uhr zu St. Ingbert Mung
m « uR ee J. Fry 2403. 211 Deʒ.
Anstehen von Carl Ambos, Ge⸗ Wese in den Brudhrech⸗
chaftemann in Zweibrüden, als p —
ocfiainder Verwäller der Gantz n? Pupdhen ko umen
nafse des Baders Heinric. Stief an n zunm Ausgebote.
in St. Ingbert, vor dem unter⸗ er Zuschtag erfolgt soleich
eichreten, dazu gerichtlich beauf⸗ udgiltig und wird kein Nachge—
ragten k. Nosar Franz Sauet zot, und wder Einlösungs? noch
in St. Ingbert, die zur besagten Ibldsungsrecht datifinde·.
Gantmasse gehörigenLiegenschaften Die nahere Bezeichnung der
Banne bon St. Ingbert öf · 9 gersteigtruden Lecgenjchalten,
ite die Miestbreserden zu dwie die Versteigerungsddin-
Figenthum versteigert, als: nungen dunen deim Versie ige⸗
dee 5. 636 und Lngebe amuer eing sehen werden.
iö Dm Fiahe St. Inghert I. Febi. 1877.
mit Wohnhaus., Scheuer, Sauer. k. NRotär.
Stall uud Waschküche nebst
Fubehdr und Garten, bei⸗ Musik-Veorein
sammen gelegen zu St. 77
FJuhbert am der Kohn ast roße Freitage, den 16. Februar,
auf dem aroßen Flur. Lbends 8 Uhr bei F. Ober⸗
2. pirger 1000. 30 Vezim. 2
Aa au en gichen dinn. Heneralversammlung
3. Pl.Nr. 1601. 80 Dezim. bdagesordnung:
Acer ollda. Ballotage.
Pi Har. 16058. 68 Teim. J. Rechnungtablage.
Acker dajahst. 2. Nuwahl.
5. Pl. Nr. 16053. 34 Dez. 4. Statutenberattung.
Acker clla. Um zahlreiches Etscheinen wird
3. Plusir. 160523. 34 Dez. gebeten
Acker allda. Der Vorstand.
Redaktion Druck und Verlag von

gefommenes Fräulein bat 75,000 Fr., ein anderer. Deuischer gegen
200, 000 Fr. eingebüßt. —

7 Der diegjährige bisher so milde Winter hat diele Vor⸗
jänget gehabt,‚ die ihn an Zahmheit noch bei Weitem übertrofen.
So war“im Jadre 1172 der Winter so mild, daß die Baume sich
rude Januar mit Grün“ vedechen und die Vögel im Fehruar
usteten und brüteten. 1289 merkte man gar nichts vom Winter.
die Temperatur war so warm, daß die Madhen am Rhen sich
u Weihnächten mit Veilchenkränzen schmitckten. Im Jadre 1421
ütten die Bäume im Marz und' die Wernstöde im Aprik; in dem⸗
etben Monafk gab es reife Kirschen. Jur Jahre 1572 trieben die
zäume im Januar Blätter und die Vöhjel brüteten im Februar
v·e iat· Jahre 472.Sefelbe · Erfchemmueng wiederholte sich 1685
vq um Oste-zn das Geireide in Aehren stand. In den Jahren
538. 1607, 1609, 1617 und 1659 gab es weder Schree noch
Frost. 1662 endich heizte man auch im nördlichen Deutschland
zen ganzen Winter hendurch nicht ein, und die Baume dlühien im
Februüar. In neuerer Zeit sjun die Wimer von 1807 und 184647
uis besonders mild zu verzeichnen.

7Ein Rmeridaner hat die Dreistigkeit gehabt in einem
Uufsotz der „Sunday-Timer“ folgende Behauptung aufzumellen:
Verfolge jede Vode bus zu hrem Uispeung. und Du wirst finden,
aß Ihre Urheber eine Dame gewefen. die ntweder grüne Augen
zatte oder Elephantenfüße oder sch'efe Schultern, vielleicht aucd
othes Haar, oder eine lange Nase und im Ganzen von Gestatt
nem Pfropfen ieher nicht unähnlich sah. Kurz, nur häßliche Frauen⸗
immer erfinden de Moden, dübsche — haben's nicht nöthig; aber
Jjübsche und häßliche; alle bedieuen sich ihrer zu eigener Lust und
des Gatten Quat.“

Dienstesnachrichten.

Versetzt wurden in gleicher Eigenscheft die Gerichtsvoskgeher:
Daniel Heller in Lanterecken nach Speier, Hauder in Sulzbach
nach Germersheim und Neubecker in Vodenstrauß nach Lauterecken,“
alle auf Anfuchen.

Pfäl!z. Eisenbahn⸗Dienstesnäcrichten.

Stationsverwalter Friedr. Schneyyer wurde von Möorschheim
zur Station Dürkheim und Bahnweister Steph. May von Krchheim
a. E. in aleicher Eiunenschaft nah Epolzheim unter Uebertraaunqg
des Dienstes dieser Station, welche in die Klasse der Halieftellen
rineterht wurde, versetzt. Zum Haltestelleverwa!tter in Morschheim
vurde der bisherige Babnwärt und funktionitende Port er Georz
deidner in Königsbach ernannt.

dedαcueDitMu W tgre
22

ιιÛααWWT ιιαα æOà àäXàäÄXàM᷑ àXÆäÄXä. MXOÄäXÄäôäÑ M9Alkbon.O OAMNM9NOιRXRXRXRXαXR àTXOαNRRNR DRαN1IAAαO d oαñ hau
In allen bedeutenden Musikali nHandlungen vorräthig
I0 00 Eremniplare —8 ι veνu u
Oceæaraa- r'.
Für Clavier cowponirt und Frau
Oreana Renz
jewidmet von Aug. Cahnbley, Copellmeister im Circus Renz.
Dieser, jeden Abend im Citcus Renz mit stürmischem Bei—
all begrüßle Wälzer erschien in folgenden 4 Auszalen:
A. Mit Prachttuuel: Die Künstlerinim Costume (en face)
3. — v a — (Pri fil.
neueste Ausnahme).
C. Mit Prachttitel: Brustbild der Künstlerin.
D. Erleichterte Auszabe mit Medaillon⸗-⸗Titel (Brustbild).
Obglech letz ete Ausgabe (D) setzr leicht bearbenet, ist
das Arrangement so glücktich, daß dieber schöne Wal er senbsf
von tleinen Händen zur vollen Wirkung gebracht werden lanmi.
Preis jeder Rusgabe: Rim, 1,30.
(Orchestersiimmen in Asbschriit 6 Mark.)
— p'e äZf— — — —
Eben wien erner *
CEIMOSâCBR-OIICSAM
aus der Pantomime:
Ein chinesisches Fest
(arrangitt von Hin. Director Ren,)
jür Clavier componitt von August Cahnblen.
Preis: Amk. 1.5..

Diese bübsche leicte Polla wud sich ihrer engenehmen
Melodien wegen ebensobald Vahu brachha, ols der Oceana—
Walzer dess Koeen Compouisten.

Geoen Einsendung des Betrages versende ich franco.

»Qo V. Tonno sceasuy d. Mh.

VF..

Metz iu Sa Ingbert.
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        — 3

232 8322 222 128

——— * 2 2z 92 522 8 222 *

27337 328—3385 5383 3235233 53 5383535273383 3

—3 5—3 — — ———

—53253 3283337* —5225 5—8 —338 —8 5323—37—2*83—8

53225 3353—8— B — 25 25353322238

75 ——3—3—3— z23 33838

55» —— 532333 583 5335338* 58733333338

5*»538 5— 5 28 33—535* — * — 5232333

2857 —253882*7 255235357 — 2* *2585—32333355

—14 * D —* — 35822— * —F —— — 3 —

55258 — 2352 552355 38 554275 22 * — ——— —— — 22

55355 73333,83378 * 525258 5323 —

n 5* * 2 222 8 D—c 822 —6 2 25 227237 2383 *1
43 — *2 —5—282— 1 335 353 — 2 2 2323522 S 3 a
29ꝰ*23 5 2* — 74 33838

— 5 —5 58 — 23——
— —— — 25335* z 52*
23 —378 .222 3 222 23⸗V 58 — 83555—
333 ——3 3 326 384338
2*5c555355 —B 22 78 * * 5*
— * *52 5553553 * — 52376 *? 522 ——— 2852* *7*
.5—38*5 —— * — 257 8 875357 26
2 55 5828 s35S5 22 —257 —53 —
—Sa5 233332333333393 35* 72583 *5—3333535—
R * 2 —z8 —J * 7
— —z5 878 5525528
S 3 3 ——— 5335335833—
—ãA ——2— J [ — 25* Z B3—
— — 56 — 72238—* z— —
2 87 27 —5852233525
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7 18 53322555 85*
255582 5
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5553 25
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3572537353 533 753
F *1238 555—5Ek 255 5*8
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37 — s53752375 87322 25
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5*. ——— z2283372 28324 E—S 2 F
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3 — —25* * 4 2 —8 8 3 * ——5 *— —
552582 522 5828 —255 83 —— —55877 2 153
532357— 5355* — — 25—8 353 325 5355238 358
5537 152334533 333—283537 253835 78838335338* 8
—2 54 —2322 * —3 * * 2 ⸗ 5 * —
777 *5
—25587 2*87 5352335 5s8353—322 52555 — 2545*
8 5242 854
—— 23333533*. 32533357 22* 5 5333323 *
35 22535 723357 535553 * 325 225
2
— — 2333*22 252 5—
33383 S 238
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* —35 55353 2,32383 222 57
5335727355 323*833 2 ——
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—— — 552 2 *
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— — — * 2 22 —62 J *»328 F
17 — 55 —3 328 F
8* Fa338445377 5 .8 532 28
— —5—8 —52 ñ2— * *
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— * — — —55 —— * 6
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— — — ————
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2* — 778 25*
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24 3— 3333535
—5 5 23 23232 — —
2* 2 5. 3 5— — *
— 52 35253 5587
525 — — 28
232 J
3 229 37 3 —— —3 532 21 9p
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— —5 —8 52127
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— —55*5253387 * 2—
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253 2 5
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        —— * 2 * 27
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75 57*, . * 5 523, 53 5 22
⸗ e e
338338 3838 23333288
283535 2585323333 3326333
I————— 238355—5 3833323
8 3
35—327 222 Z2 2. 2. 25 32
—223 7 2. 5 2 7 —4 2 2 —2 372
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2 *
—22 2— 8 2338—* 233
A —— 2323335353 533352
A J 3453 A22355 5 523 55235*
25552 2 *2.52 * 2*325*
— 8 — — * —A — 5 522327
22 53233 S —— 3 — 2 — *·. 5
225 S2828. 3 2* —3 2 5— 25
353 — — —AV— 52
25 52 43 248 2232—323825 — 9855
— 3 8 —8 7 22522 223552 * 53238
22 722368 * 5325 —* ——
— e 2 * 3 —
— —— * 2 2 23 2* 2.5
—— 2528 328 ———
2 * 8 —A 282 — —
—B— * 2—2 2 3 *—
22 5 55* 52.2 —2725 * *
S.4280— 7 —2 VD2—2
— — 2 — 23 253
2 * 32 —E —
* 2
8 —V 5338
7 2 — * *
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22
523
5

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α 2. *
— 22 —
56827583 28278
53937 *2. * 22738
—— 8 7 —*
2533738 —s532282388
2 3 3
282338 * 1252*3333
227 33 * 3353532883
*2 — — —E 255
228* 22223 *222
222 —82* D* — 2
— — * 7 — — 2
24 * * — 35
52275 *553 2
22 5753 25 23 — 8*
2223238 — — 8
— **
32 —2323222 2. 2
22 * 552 2 2553528 —
*7,8 227 2 25335— DE.5
* — —
7 623 22 222 22 —
532 3 215 53383 —
A S. 2. 38*. 288
*328373 338 23
23352 78 26
32* 27 2 2 5
2235 7 — 2
5* *5 EX
2. * 2 577 2*
7* 322. —*8 *5
* 2 32 J 5
— — 7 .2 32
253 5 723235
325223 — —VV—
— 5378 8 * α
223 2327
I 3*73 383533
38*— 55533558
— —— 833333538333 8
23*4 25 53 *3235 —X 258222—
2 253 2 2* 355838335 —
8 — J — 2 — —F 22238 552.2223
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2 J — 2 2*8* 2* 2* —A 3 552 —
71223 * — 3 7 —A 95 7 3 —A
2 535 * Z * 272 2 * 2 8 283 —
53 82 255. — 3 — 2252 *533335—5358
2 52333322 222. 253 25328* 25* 73*547* 285
3835235357 22222* 5*532 —2* —cE 2*2 —
283838 5385 6 523 —A 22
———— 2335553223833 338 4383* 583
5*57— —— * — 25553323233 25 * —— 2
2235 3 6 2 22 —A 283227 582
528 — 2 2 — 3232 258 752588 2275 * 2
* 72 5 9 933 * 23 5 22 * 2 — 227* —A 2 —
— — 26 132534 — —— * 22 8 2822 3 *
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8 —A— 5 S — 223 2558* 8 323225 277
ã 5 2335233335 —z23538 233 52333 2z222255 —A 5.
53 288 52*52* 253333 2 233357 5533 332 32338
2533 2322 ——— *2* 2237 55333538 — 55238 2273
252333885 555423 25320335 2 53335 535333235* 8
225 —A — z323252 502 24 23 3753353233 3
E 2 —3 — 52 — 2 *522 383 — —
588 8*3 22 7.* 22c.2 3335 —ZzS28
—84 3z26822 8 23 583* 3328433 3353383353337 2 2
52353235 — 2 23 — 2 232 Q5 53 — — 8 — x
2 2. 2 325 523238 532553333 23 *»77 37738 S
2* 5* * 83 4— * 2. —* 2 *8*57 —— z25 232 * 322*
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577 7 — 3223 — 3*22 2. 323352 33 57 8
3— 22. 5— 7— 2. 5. 32325 252 25 3 *8 2*
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— * —— — 522 85 25252 58 5 *
—3. 25 3 3833 53. 55
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33 253 533 —— — 2518* 3 51335353 52235 83
*2*3 23335228 82853 3538
282 23B2 2 9 8 *2323 92 7
2238 53382348 Me 23 233 35238
8 2 2 —— 223 8 55 *
5324 558 5535338 53* 538333 »7
222 7 8 225 22 3333 —5 27 3
— 522255 5. 2 23 32 — 2 —3
77332 35335 1 *83 552383 *233 —A — —
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        Sl. Ingberler Anzeiger.
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Der St. Jagberter Auzeiger und das (2 mal wöhentlich) mit dem Heruptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, CEGSonntagt mit illustrirter Ve—

lage)“ erscheint woͤchentlich viermal: Dieustag, Doncerstag, Sametag aud Sonntag. Der Abo anement aßreis beträgtvierieljchrlich

art 20 R.⸗Bfg.“ Anzeigen werden mit T0 Pfz., von Arzwyrte mit 150 Pf. für die viergespaltenté Zeile Blattschrift sder deren Raum. Necela nen
mit 30 Pfg. prs Zeile berechnet.
M 26. Samstag, den 11. Februnar J J 1877.
——

— — —
Deutsches sReich.

Mänchen, 11. Febr. Das Offizierskorps des Bearlaublen⸗
dandes (der Reserve und Landwehr) des bayerischen Heeres hat
zurch die jüngste Beförderung von 465 aormaligen Einjährig-
Freiwilligen zu Sekonde⸗Lieutenants eine Stätle von 1818 Offi⸗
ieren aller. Waffen erreicht; hievon sind 1371 bei den Jagern
und der Infanterie; 155 vbei der Kavallerie, 208 bei der Artillerie,
64 beim Ingenieurkorpe und 80 beim Treain eingereiht; das Sa⸗
aitaͤts:Offizierlo ps zaͤhlt 138 Assistenz Aerzte. Als Militärbeamte
sind im Beurlaubtenstande 42 Intendanturbeamte und Zahlmeister,
27 Veterinäre und 48 Apoliheker vorgetragen. Der Gesammtstand
der Neserbe und Landwehr an Offizieren und Militärbeamten be⸗
ziffert sich sonach auf 2073 Personen.

Muünchen, 13. Febr. Das Institut der Gerichtsvollzieher
dird durch die neuen Juftizgesetze wesentliche Aenderungen erfahren.
Die Civ proceßordnunz, die Strafproceß⸗, ebenso die Konkurs-
ardnung enthalten hievon schon ganz bestimmte bezüzliche Vorschriften.
welche als reichsgsetzliche Bestimmungen durch die einzelnen Landes⸗
jistiverwaltungen nicht abgeändert werden können und wonach der
Dienst des Gerichtsvollziehers mit Ausnahme des Vollstreckungs⸗
perfahrens sich einfach auf Zustellung oder auf Antrag zur Zu⸗
telluug an die Post beschränkt, während demsälben die silbstständige
Eutwerfung der Vorladungsurkunde auch bei den Amtsgerichten
jetzigen Landgerichten) entzogen ist. Die Zustellungen werden zu⸗
sünftig fast ausnahmslos, namentlich bei den Amtsgerichten, durch
die Post statifinden, wodarch die meisten Reifegebühren der Ger'ichts⸗
vollzieher in Wegfall kommen. Sind die Parteien durch Anwälte
zertreten, so kann die Zustellung don Anwalt zu Anwalt ersolgen.
Die Ladung der Zeugen ist von dem Gerichtssh eiber unter Bezug⸗
nahme auf den Beweisbeschluß auszufertigen und von Amtswezen
juzustellen. All die verichicdenartigen Zustelliumgen, so auch 'm
Zontursverfahren, können geinäß g 69 darch Aufgabe zur Post
bdewirkt werder.

NBerlin, 12. Febr. Der russische Pruth⸗-Uebergang ist auf
den 25. Febiuar angekündigt. (Frtf. J)

Berrbin. 12. Febr. Em von dem gesammten prauß:schen
St. ats⸗Ministerium gegengezeichnetes Geseß“ des Kaisers bestimmt
mit Zust muung des Fürsten von Waldern und des dortigen Laud⸗
ags, daß die waldec, schen Cafsenanw isungen mit dem 830. Juni
d. J. werthlos werden. Das Gesetz ist auch von dem waldecb'schen
Landesdirecior v. Sommerfeld mit gegengezeichnet.

Berlin, 13. Febr. Das Abgeordnetenhaus erledigte die
weite Lesung des Etats der Verwaltung für Handel und Gewerbe,
dau⸗, Berg?, Hüttene und Sulinenwesen ohne Aenderung. Einige
Positionen wurden an die Budget-Comission verwesen. Der An⸗
irag Dunker: die Regierung aufzufordern, ansesichts des wirthschaft⸗
lichen Rothstandes, mit der Au führung solcher Bauten, zu denen
eitens der Landesvertretung die Mutel bewilligt siand, sofort ener⸗
zisch vorzugehen, wurde instimmig angenommen.

Berlin, 14. Febr. Der Congreß deutscher Lan d⸗
wirthe bdegann gestera Vormittag 10 Uhr im Saale der Kaiser-
zalerie seine Verhandlungen unter dem Vo. sitze des Oekonomieraths
Schütze (Heinsdorf). In einem langeren Vornrag ging Rreferent,
Braf Dücktheim (Eisaß) auf die Ziele des Congresses naͤher ein
and führte namentlich aus, daß der Zweck und die Thätigkeit deb⸗
jelden sein und bleiben müsse: eine freie Vereinigur g deutscher
dandwirthe zur Herbeifuührung einer Klärung gemeinsamer Inte⸗
tesfsen. Gerade im gegeuwärtigen Augenblick dände die Land⸗
virthschaft einer grosen Zahl von Fragen gegenüber, deren Ere
jedigung das Wohlergehen und gerad⸗zu die Existen; der Landwirth
schafn bedingten. Neben der Hypothekengesetzgebung nenne er die
Frage UÜber den Unterstütungswohnsitz, über die Sieuer⸗ und
Stempelgeseß ebung,, über die Arbeiterverhältursse, den Contrakt⸗
oruch, die Gesindeordnung ꝛc. Ulle diese Dinge spräcen deutlich
üt die Nothwendigkeit des Congtesses, für de Veipflechtung der
dandwirthe, sich zu vereinen zu gemeinsamer Arbeit, um ihre In⸗

—RXR
s

eressen zu berathen und ihren Wünschen an maßgebender Stelle
Vehöc zu verschaffen. Es kaüpfte sich hieran einc längere Debatte,
n welcher von sämmtlichen Rednern die Nothwend gleit des Fort⸗
estehens des Congrefses entschieden bet ont und hervorgehoben wurde,
daß, wenn der Congreß nicht schon bestände, er jegt begründet
verden müßte. Schließlich gelangte eijn Antrag des Herrn von
gehr-Bardelin zut Annahme, der dahin gehl, über den Hweck und
»ie Thatigleit des Vereius eine populäre Schrift zusammenzustellen,
ieselde an die landwirthschaftlichen Vereine und die Congreßmit⸗
lieder zu veriheilen und im Luchhandel erscheinen zu lassen Ferner
eschloß der Congreß, den Jahresbeitrag auf 10 Mark herabzuseten.
dieran schloß sich die Berathung über die Frage bezüglich der
Zchulze⸗Delitzschschen Gegenseitigkeinsvereine und der Raiffeisenschen
Darlehnskassen mit Bezug auf die Landwirthsjchaft. Der Congreß
ntschied sich für eine Enpfehlung der Lezteren. — Nächste Sizung
eute Mittwoch.

Einer Privaidepesche der „Fr. Ziq.“ zufolge verlautet in Ab⸗
geordnetenkreisen gerüchtweise, daß der preußische Winister des Innern,
Zraf Euleaburg, seine Demission eingereicht habe. Nach den starken
lIussällen, die in den letzten Sißzungen des Abgeordnetenhauses
segen den Minister gerichtet wurden, wäre ein solcher Entschluß
»urchaus nichts Wunderbares.

Die kunstlich aufgezächtete Furcht vor eieem Kriegmit
Zreußen?“ spukt just überoll umher. Nachdem, wie bekannt, ein
dherer bilg scher Militär kürzlich sich den Sport erlaubte, in seiner
Jhantasie Belgien von den Preußen mit einem Kriege überziehen
u lassen, kommt auch in Holland die Preußenfurcht zu Tage.
luter dem Titel: „Nederland bij een oorlog in Pruisen 1877
st in Amsterdam dieser Tage ein Werkchen von einem Premier⸗
eutenant der Infanterie vom aufgelöͤsten Stabe Herrn A. R.
racejenhoff van der Louer, erschienen, das ein nicht geringes Auf⸗
ehen in Holland macht. Der Verfasser ftellt die Hypothese eines
reußisch-holländischen Krieges auf und untersucht dann, wie unter
en gegebenen Verhältnissen eine Mobilisirung der holländischen
õztreitträfte sich bewerkstelligen lasse und welche Resultate sie ergeben
oürde. Die Ausfichten sind seiner Meinung nach trübe genug;
ie sind denach angethan, sollten wirk ich die Ereignisse einmal in
rohender Weise direkt oder indirelt herantreten, letzteres so noch⸗
zsiebia als möglich zu machen. Es hapert in militärischen An⸗
zelegenheiten an allen Enden, und die offiziellen, vom Verfasser
itirten Ziffern sprechen so klar und deutlich, daß von dem Vorwurfk
jer Schwarzfäberei gar nicht die Rede sein kann. Charakteristisch
leibt übrigens die vom Verfasser beliebte Hypothefe eines deutschen
Angriffs, während andere odjeltiv urtheilende Leute eher auf eine
jon Frankreich hereindrahende Gefahr Acht geben.

Ausland.

Wien, 14. Febr. In gutunterrichteten Kreisen wird eine
ussische Aktion als nahe bevorstehend bezeichnet. Die Kriegs⸗
rtlarung wäre sehr bald zu erwarlen. Oesterreichischerseits leten
ufolgedessen gleichfalls Truppenzusammenziehungen unzweifelhaft.

Oesterreich wird sich an der Paristr Weltaussiellung betheiligen.
Nach lebhafter Debatte, in welcher namentlich der Handelsminister
nergisch für die Beschsckung der Ausstellung eintrot, wurde im Ab⸗
zeordnetenhaute mit 185 gegen 36 Stimmen der Antrag der Aus-
hußminorität: die Regierung uoee hierfür einen Kredit von
00.002 fl. bewilligen, angenommen.

Paris, 18. Febr. Der „Moniteur“ bringt folgende Mit⸗
heilung: „Mehrere Blätter melden als zuverlässig den Austritt
re ier Minister aus dem Cabinet und die Ernennung eines Unter⸗
Staatssectetärs iür das Innere. Unsere Nachrichten bestätigen
diese Angabe nicht'. Die drei genannten Minister sind: Decazes,
Fourichon. und Martel. — Der pariser Carnebal zegie wenig
dumor. In den Straßen bewegie sich troß des schlechten Wetteis
»el Voll, aber Maslen kamen fast gar nicht zum Vorschein.

Pari«' 13. Febt. Hier sind Nachrichten aus Jassy vom
41. Febr. verbreitet, wonach bereitßs mehrere Tauseud Nussen⸗über
        <pb n="86" />
        ven Pruth gegangen sein sollen und die russischen Truppen fast
alle ihre Lebensmitiel aus der Moldau beziehen. Die aus Serbien
heimkehrenden rufsifchen Freiwilligen, wird ferner beh auptet, werden
der Mehrzahl nach in Ungheni angehalten undm die Festung
Bender abgeführt, da man fücchle, sie könnten Nachrichten verbreiten,
die auf den Geist der russischen Armee nachtheilig werkten.

Das publizistische Hauptorgan der franzöischen Sosialdemo⸗
traten, die „droits de I hommo“, feierte dieser Tage in Paris ein
Banket, an welchem gegen 700 M'irsstreiter theilnahmen. Als
Schmuck prangte in dem Saale eine Büste der Rpublik mit phry
pischer Mütze und ferner eine auf weißen Kattun gedruckte riesige
Visitenkarte: X..h, wie denn auch zu Ehren desselben bekannten
Unbekannten, der aus besonderen perisnlichen Günden nicht er—
III
Plakate war eine rothe Fahne angebracht. die Speisekatte war auf
rothem Papier gedruchtt, die Göste trugen rothe Immortellen im
Knopfloche und den Präfdententesch schmückte ein Strauß dunkel⸗
rother Rosen: Unter den Begrüßungstelegrammen befand sich äuch
tines deutscher Sozialdemokraten aus Leipzig. Das Leiphiger Tele⸗
gramm lautete wörtlich ··

7 „Die Redaltion und Admin stration des Leipziger Sozi listen⸗
blattes Vorwärts“ senden „Droits de l'Honme“ ihre bruderlichen
Grüße im Namen der deutschen Demokcatie.“
Dabei ist dem Verfasser der Depesche das Malheue pafsirt,
ges galutations fraternolles statt leurs salutations fraternolles zu
sagen. Die ganze Kundgebung war um so ungklücklicher, als der
französische Vorsizende in feiner Rede der Pariser Regierung den
Vorwurf machte, daß sie fich nicht gescheut hälte, diesen Staat zur
Weltausstellurg einzuladen,“ sie verzesse also selbst den Haß gegen
den Landesfeind und sei von Rache nur noch gegen den inneren
Gegner bescelt!“ Die französischen Sozialdemokraten haben nämlich
och die Eigenschaft, nebendei gute französische Patrioten zu sein,
die selbst von ihren deutschen „Brüdern“ nichts wissen möjen!

Basel, 15. Febr. Große Wassersnoth! In der Schweiz

sind 7 Eisenbahnlinien theilweise überschwemmt; der Verkehr ist
unterbrochen. Der Bodensee ist ausgetreten; der Rhein steht bei
Basel 15 Fuß über der normalen Höhe. Neues Sieigen des
Rheins wird befürchte...

Die Veröffentlichungen des englischen Blanbuches und d'e eng⸗
lischen Parla nents · Ve handlungen sind eine nerschöpfliche Quelle

in Sachen der orienlalischen Angelezenheiken. So erklärte am
Montag im Unterhause der Unterstaatssekreltär des Aeußern, Bourke,
auf eine Anfrage, es sei kein Grund mehr vocha den, die Mit
sheilung der Dep sche des Grafen Derbyh zu verweigern, in welcher
dieser die Pforte davon in Kenntniß setzte, daß sie in Falle eines
Krieges mit Rußland auf keine materielle Unter stützung Engiands
zu rechnen hab⸗. Darüber wird man in P tersburg gesviß gern
quittiren. Allein, wie immer seit Ausbruch dieser Verickelungen,
so entbehrt auch diesmal die englische Politik nicht jener Halbheit,
die für sie gerade zum Charakteristikon geworden. So schreibt der
diplomatische Berichterstatter dez, Berliner Tagbl.. ꝛ

„Man habe guten Grund auzunehmen, daß die englische Anl-
wort duf das letzte Gortschakoff'sche Rundschreiben vom 31. Januar
(über die Frage, was nun, nach Schluß der Conferenz zu thun

sei?) nicht schriftlich abgegeben werden wird. Voläufig wenigstens
hat sich Graf Derby weni stens damit begnügt, dem russischen
Botschafler, Grafen Schuwaloff, seine Ansicht darüber müsndlich
mitzutheilen, wäbrend der englische Vertreter in Petersbutg, Lord
Loftus, schriftlich vom mündlichen Inhalt dieer Mittheilung ver⸗
staͤndigt wurde. 8*

—A
daß man sich in England durch den Mößerfolg der Conferenz fak⸗
tijch nicht verletzt fühlte, wel nach dortiger Auff issing der Conferenz
kein anderes Mandat zufiel, als der Pforte Karhschläge zu ectheilen.
Nach wie vor wird man in London der Lage der Chr'ften des
Drients sein Augennerk zuwenden — weiter aber gedenkt man
leine Consequenzen an die verflossene Conierenz zu knüpfen.

Dagegen sind einige Sigaten der Ansicht, daß muin wohl in
sKonstantinopel übereingekommen sei, die Botschafier abzuberufen
wenn die Pforte dabei verharre, die Vorschläge der Conferenz ab⸗
zulehnen, daß man sich aber gegenseitig nuicht die Hdade gebunden
habe, was das Wiederecjscheinen der diplomatischen Vertreter am Bos⸗
porus anlange: Man nennt daher auch bereits einige Cabineite,
(die von Wien und London?), welche geneigt sind, ohhne Weitetes
ihre Botschafter weder nach Konstantinopel zurüchkkehren zu lassen,
sobald nur erst die Pfocte durch den erfolzten Friedensschluß mit
Serbien und Montenegto Beweifse ihrer entgegenkommenden G.sin⸗
nung gegeben.

Letztere Eventualität scheint nicht in allzuweiter Ferne zu
stehen. Deun, wie aus Belgrad telegraphirt wird, ist Staatsrath
Philipp Caristits nunmehr defigitid mit der Mission als Bevoll
mächtigter Serdiens für die Friedensverhandlungen in Konstan
sinohel beauftragt worden. Dort fre lich kann der serbische Abe

gesandie noch Seltsames erleben, denn man meldet, trotz der amt—
ichen Dementis, eine wachsende Aufregung aus der türkischen
Hauptstadt. Dabei ist die Finanznoth grenzenloz. Wie im eng—
nischen Unterhause der Kanzler der Schitzkammer, Norttecote, erklärte,
habe die Türkei für die Bezahlung des Februarlupons der Auleihe
bon 1855 allerdings Vorforge getroffin, aber was diejenigen der
Auleihe von 1854 betreff, so sei Frankreich und England in
Konstantinopel de30ꝛnen, vorstellig geworden. — Als „Gläubiger“
hàa t Englaud die Türkeifest; geug, als „Freund“ wird es der
Pforte freilich keine Qpier bringen, aber was es an kleinen Auf⸗
merkfankeiten ohne besondere Kosten fͤr die Pfyrte thun kann —
geschieht von Herzen gen.
— Aus Besrußland, 33br. Seitdem die politische Kri⸗—
siz sich zu eiuer chronischen Krauth'it gestaltet hat, erwächst auch
die Stagnation aller geschäftlchen und industriellen Unternehmung
rahezur zu einer das Stautswejen bedrohenden Kalanitcat. Allent⸗
halben und aus allen Gouveruements ertönen bedenkliche Klagen
über den Ruin des Wohlstandes und über die Nothlage der ar⸗
beitenden Klassen.“ Seit Monaten bereits ruht fast alle Fabrikation
und der Haudel entbehrt seines belebenden Elementes, des Ver—⸗
srauens und der Spekulation. Schon die drohende Gefahr eines
Zr'eges verurtheilte Handelsplätze erften Ränzes wie Odessa, zut
Bedeutunzslosigkett und führte andere, wie Cherson, Eupatoria,
derisch.“ Taganrog, an die Grenze der Verarmunz und tyheilweise
sur völligen Enwölkerung im Sinne desWortes; die Stockung
der Fabrikthätigkeit außert sich im Innern— des Lindes noch er⸗
heolich verderdlicher; Rein grozzer Theil der Bevölkerung ist mitten
vmxgrater feines Brodes beranbt und verfällt dem Elende oder
zem Berbrechen. Ji ein'gea polnischen Distreikten hat bereits der
Hunertyphus seinen unheimlichen Einzug gehalten and: was über
die Gefährdung der öffentlichen Sicherheit ducch hungernde Arbeiter
in Tuta derlautet, ist, gerad⸗zu? erschrickend doet wiederholen sich
die Schrecken des Grrotterihums; ungescheut werden die Passanten
auf der Straße am lichten Tage angefalleu, ver Nicht aber mit
Lasso's and Schlingen söermlich eingefangen, und die Bandenbildung
geschent beinahe systemat: sch. Die Polizei ist ohnmächtig und
dermug nuc, die Bedrohten ihrer Setbsthilje zu üheclasse n. Auch
aus anderen Städten, wie Warschau, Moskau,, Kiew,, ertönen
Zlazen über die Zusahme der Verbrechen w'der Person und Eigen⸗
shum und zauf dem flachen Lande geschieht die gleiche traurige
Wahrnehmung. Unter soschen Umstäuden gewinnen dann auch die
unheimlchen Z'ele der Nihilisten und ihre gleiß ie ischen Propheten
weitere, zah resche Anhärger, da sie dem Volke Erlösung und Brod
berheißen. »Ez ist ein öffentliches Geheimuße diß die Vorfälle an
der Kurh drale vor Kasan-zu Petersbarg nicht vereinzelt geblieben
ind, so dern sin in Moskau, ja sogar in Petersburg selbst am
Neujahrstaze wiedecholt haben, ebenso, daß sich in der Armee zu
se shiniew, in dieser Armee der blinden Disziplin und Pafsvität
die bede klichsten Sparen gleichet Tendenzen gezeigt hatten. so daß
nur eerzisches Einschreiten und das rasche Opfer von 7 Rädels⸗
füh ern durch Pulver und Blei, ihren Stellstand gebieten konnten.
Nich allem d esem ist s nur zu natürlich, wenn der Raf nach
einer Lösung der Frage, ein so aagemeiner iste daß er schließlich
eher Herr der Laze werden könate, als alle d plomeitischen Bere he
rungen. De wirthschaftliche Nothlage Naßlands ist schließlich die
—A
danach däucht es uns, daß diefen kein allzuweiter Spfelraum mehr
werde gegönnt sein, wie fein sie auch eingefadelt sein mögen; noch
hreitet der Winter seine starre Hand über das küsftige Kriegs⸗
heater, bis ihm aljo der milde Lenz den Thron streuig macht,
mözen die Diplomaten freee Hand haben, was sie aber auch for⸗
muliren und stylusiren, es dient nut bis dahin, pour passer le
temps.

„Rusßland bereitet fih ernstlich darauf vor, seine mobilisitte
Armee in Kischeneff auf 500,000 Mann zu bringen. D'e betref⸗
senden Verfügungen tehen schon demnächst zevor. Ju diploinatischen
Zreisen hat diese Anftündigung große Sersation gemacht, da sie zu
hbeweisen scheint, daß in St. Petersburg jetzt die striegspartet
weder das Uebergewicht gewonnen hat. Der Czar hält seine be⸗
rühmten, ia Moskau gesprochenen Drohworte aufrecht.

KKratau, 13. Febr. Die anzekündiate Reise des Kaisers
Al xander von Raßland nach dem Lazger von Kischenew ist vor⸗
aufiz aufzegeben worden. Man behauptet wegen des schlechten
Befsundheitszustandes im Lager.

Jassy, 12. Febr. Man behauptet, der Vertrag zwischen
RKumänien und Rißland, betteffend den eventuellen Durchzug rus⸗
sischer Truppea. sei nun zum Adschluß gelangt und lasse die Frage
der stooperation Rumän'ens in einem russisch türkischen Kriege
nachh dem Rathe der Kabinette in Wien und Betlin gänzlich un⸗
berührt.
        <pb n="87" />
        WVermischtes.

Aus München wird dem ,‚N. K.“ geschrieben: „Dei
Bau der am 22. Febt. 1875 konzessonirten Bahnlinie von Lauf
ticchen nach Saargemünd (Bliesthalbahn) w'rd nun duf das E
rigst. betrieben. Als J. Sektionsvorstand wurde der Jugenieu
E. Glaser von Wilgartswiesen einaunt. Als Stationen si dvotz
gesehen: ab Blieskastel; Blickweiler, Breitfurth, Herb tzheim, Gers⸗
heim und Reinheinn. — Auch der Bau dec Kohlengrubendahn vor
Bexoach noch Heinitz, welche die direkte Verbindung von Bexbad
Abaveigung bei Wellesweiler, nach den k. preußischen Kohlengrube⸗
Welhelmsschacht. Dechen und Heinihz bildet, hal nuter Leilung de—
Ingen eurs v. Scll ug begonen.“ I

.München, 10 Febr. Vor dem k. Bejirksgerichte l. J.
hate si h h ute decr Schneidergeselle C. Beß aus Bruck an der Murr
in Steiermarl zu vera tworten; derselbe faerle au 16. Jan. in
einer Weinstube in der Blumenstratze seinen Abschied, wobei er dei
dem Liene, Brüderlen fein. Biüd ilein fein“ den Keform auhängte:
Wenn das der Bismark wüßt, daß der Eaiser — müßst“ u. s. w
Betz wild gesungen haben daß der Kaiser sterben müßt“, war je⸗
doch ss berauscht. diß er auf der Polizei beim Verhoͤr an die Wand
gelehnt werden muß!e. nar nicht umzufallen. Er erhielt 2 Monate
Gefängucß. 9.4

T Unter den beim leheen preußischen Ordensfeste Dekorirten
befinden si h auch 2 Pralzer, de gezenwaͤrtig in Reichsd ensten
stehen, naͤmlich der Direliot der deuifchen Seewarte zu Haniburg,
Admital tätsrath Neumayer, uad der Appellationsgerichisralb Trois
sant zu Colmar (Grüher Bejirksgeri uisrath iu Fcantenthat.) Beide
erhielten den Rothen Adlerorden IV. Alusse.

T Straßburg, 14. Febr. Ir Felge einer Ueberschwem⸗
munug dis Bahnkö pers zwischen Shletistadt und Rappoltsweiler ist
der Baseler Schnellzug, welcher um 1 Uhr 13 Minuten h'er eins
zreffen sollte, nicht augekommen. Der Zug mußte auf der Station
Collmar bleiben. Von hier wurde deshalb ein neuer Zug über
Lauterburg noch Muinz abgelassen. 6Str. 3)

tWMetz, 11. Febr. Es verhielten sich unsere einheinnschen
Industriellen zue Zeil. als man noch nicht an dem Beschicken der
Pariset Weltausitellung darch Deutschland zweifelte, diesem Project
zegenüber vollständig ablehnend. Nachdem nun aber daßs Deu ische
Reich seine Betheiligung abgelehnt hat, hält man es unter der ein⸗
iveimischen Bevökerung auf einmal für ein dtrugendes Bedürfniß,
die Aussiellung za beschscken; nut dadurch behauptet man, lönne
der Indufttie aufgeholfen weiden. So hat die heesite andels⸗
kam mer den Beschluß gesaßßzt, an das Oberpräsidium das Ersuchen
zu stellen, daß einem elsaß-lothringischen Cour'te die Erlaubniß ge—
geben werden möge, wegen Veschidung der Au. stellung in directe
Verbindung mit dem Ausstellungscommissaxiat zu Paris zu treten,
iowie daß die Kosten einer elsaß⸗lothringijchen Spezialausstellung
aus Landesfonds bestet:!en werden sollen. —AD
die Regierung hierauf nicht eingehen.

In Offenborg wurden in jüngster Zeit eine größere An⸗
zahl zum Theil sehr werthooller Jazdhunde mittelst Strychnin ver⸗
zifiet. Ein der That verdäch'iger Engländer Namens Wh plet
vntde vethaftet und hat vor dem Untersuchungsrichter ein umfals⸗
sendes Geständniß abgelegt.

fDein „Frkf. J.“ g ht aus Karls ru he folgende Nachricht
zu: „Wie aus unterrichteten Kreisen verlautet, hat die von der
bayerischen Kammer an Stelle der durch Staatevertrag zwas
destimmten, aber von Bayhern nicht in Ausführung genommenen
Linie Bergzabern-stdaltenbach, besü wortele Linie Wörth⸗Land au
Aussficht, vom badischen Hand-lsiminist rium ange ommen zu werden,
da letziere Linie den Weg von Karlsruhe nach Kaltendach erheb⸗
licher kürzt, als die Linie über Bergzabern, uͤnd die Entfernung
jum Kohleureb'er Saarbrücken dadurch gemindert würde. Auß r⸗
dem dietet die letztere Linie bedeutend weniger technische Schwierig⸗
keiten dar, als die erstere, und würde damit eine Heranziehung
vohlhabender Thalorte und besonders des Annweiler Thales er
moöglicht werden.“

t Die „N. W. 8.“ schreibt: Die plößliche Abreise der groß ⸗
herzoglichen Familie aus Kar lsstuhte wird wit dem als ver⸗
oirgt kurstrenden Gerüchee in Zusammenhang gebracht, es sei
Prinz Wilhelm von Baden auf seiner Reise in Jtalien von einer
Räuderbande gefangen genzmmen worden.

fBremenu, 11. Febr. Die Auswanderung über den
Nesigen Platz hat im vorigen Jahre abermals abgenoumen. Wäh⸗
tend 1875 über hiet 24,508 Peisonen auswanderten, waren ihre:
1876 nur 21,665. Von diefen gingen 16,802 zunächst nach
Pew-Yort. 4448 nach Baltimore, 836 nach Rew⸗Orseans und der
Rest nach anderen Plätz n. Die Beförderung erfolgte so gut wie
ausschließlich auf Danpfern. Während 1872 noch 21,79 Procent.
1873 noch 14,57 Procent aller Auswanderer unter Segel hinüber⸗
zingen, waren es 1874 nut noch 2,38 Procent, 1875 nicht mehr
zanz 1 Procent und 1876 nur noch anderthalb Promille.

Aus Bischofsburg schreibt man der „Danz. Zig.“

In 4. d. Abeuds. erichien bei dem katholischen Pfarret Karbaum
u Gr. Bössau ein auständig gekleideter junger Mensch, der sich als
Sekretar“ des hicsigen Bürgermeisters Kleefeldt vorsiellte und den
pfarrer ersuchte, sofort nach Bischofeburg zu kommen,“ weil dort
»in Mitzlied einer Räuberbande eingefangen fei, die einen Ueber⸗
all des Piarrgehöfts beabsichtigt habe, Ter Pfarrer ließ sofort
inspannen, stecke 5900 M. baares Geld zu sich und setzie sich mit
»m Boiten auf den Schlitzen. Unterwegs aber entpuppte sich der⸗
elbe als der Räuber selbst, denn er ließ unter einem natürlichen
Lborwande dalten, zog nunmehr eine Pistole und ein Messer unter
einer stleidung herbdor, und wollte m't diesen Waffen dem Pfarrer
u Leibe gehn. Durch den Umstand, daß das scharfe Auge des
dutschers diese Manipulationen sofort entd die und er die Pferde
ofort zu rasenden Galopp antrieb, entging der Pfarrer dem ge⸗
lanten Attentat. H'er um seine Beute geprellt, kehrte der Räuder
un zu dem verlasseaen Psfarrhause zurück und verlangte unter Be⸗
»rohunz mit Pord von der Haushälterin 300 M. H'er jedoch
pard durch Frraeulist sen Plan vSereitelt. Die ebenso schlane als
esolule Wirthin Bußie ihn so lange hiazuhalten, bis der Amtsvor⸗
ther mit einigen handfcsten Leuten herbeigeholt war, die — aach«
»em allerdings zwei von —ihnen durch Pistelenjchütfe leicht verwun⸗
det waren — deu jugendlichen Räuber dingfest machten. 7
F Ein eisersuchtiger Hunsd. Der Schneidermeister
3. in Berlin. erst vor. Kurzen aus der Provinz gekommen, ward
aach dreinäbriger Ene erst hier von seiner Frau- mit —einem Kindé
jeschenkt. Bis dahene hafie ein Pinscher die ganze Juneigung der
eutchen allein zehabl. Nalurgemtz Ward er nach Eintritt des
dückt'then Ercignisses gegen krüher ein wenig vernachlästigt und hat
ich dafür am Sonntag Pachmittag- auf. seine Att in recht trauriger
Wesse geraͤcht. Das Thier biiß das kieine Kind, wohl aus Aerger
— denn in Ermangelung eines jeden Anlasses kann nichts Anderes
mgenommen werden — üsers die ihm zugewendeten Zärtlichkeiten,
zermahßen in die Hand, daß man den Verlust zweier Fiuger be⸗
orgt. Der Vater wurde in der ersten Aufregung über den Unfall
o zornia, daß er den Hand mit eirem Bügeleisen todt warf.
VDer „UI t7 geißelt durch das folge de witßzige Gedicht die
Niederlage der Koalition im J. Berliner Wahlkreise: F
Der Fortschriti s⸗zHirsch.
GEgsrei-nach Uhland.. —
Es gingen drei Jäger wohl auf die Picsch.
Zu Tode ju tetzen den Fortschritts-⸗Hirjsch. —
Und wie dieser Hoffaung sie gaben den Raum,
Da träussten die Drei einen seltsamen Traum.
Der Erste der träumt national liberal
Der Forckenbeck schlagt ihn auf jeden Fall.
Der Zweite, der trãumte lonservaliv 7
Dem Hirsch geht es heute gauz sicher schief.
Der Dritte der träumte als Sozialist:
Un seinen Siez nicht zu deulen ist.

Und wie sie so hofften und träumten die Dretf,
Da strömten die FottschrittssHaaren herbei.

Und als die drei Jaͤger die Stimmen gezählt,
Da war der Hirsch in den Reichslag gewahlt.
f.Wien, 14. Febr. Die ,Presse“ meidei: Bei der Pariser
Derwoltung dec anerreschischen Staatsbahn sind von einem au der—
eiben angestellien Beamten Defraudationen in Verbindung mit
Fälschungen verübt worden; die Höhe der beruntreuken Summe st
noch nicht bekannt. Die Untecsuchung hat bereits begonnen.
fFParis, 10. Febr. Der Derector des Theaters von
Moutparnasse, Grenelle und Gobelins, Hattmonn, der gerade
300,000 Fr. geerbt hatte, ist seit Montag spurlos verschwunden;
man glaubt an ein Verdrechen.

Schlängen-Regen. Whährend eines heftigen Regen⸗
chauers und Sturmes am Moniag fiel im südlichen Thele der
Stadt Memph's in Tennessee eine ungeheuere Masse lebendiger
12 bis 18 Zoll langer Schlangen- zur Eede. Vor einiger Zeit
wurde edenfalls aus einem der südlichen Staaten ein Frosch⸗ und
ein Fischregen gemeldet. So wenig glaubiich diese Mittheilungen
auf den ersten Blick erscheinen, so erklärt sich das Faktum doch
auf ganz natürliche Weise dadurch, daß die Thiere durch die Ge—
valt des Sturmes darch Wasser. oder Windhosen aus Sümpfen
und anderen Aufentholtsorten hoch in die Lüfte entführt werden
und oft meilenneit von der ursprünglichen Stelle w'eder zut Erde
allen.
Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Deme;,-

M—————

——
        <pb n="88" />
        Gose n fs⸗· nrege.
Einem geehrten Publikum von St. Ingbert
und Umgegend diermit die ergebene Anzeige, daß
ijch keben meinem Geschafte nun auch eine
Bildhauerei
ꝛxxichtet habe.
Graösteine sind in großer Auswahl
Ats fertig auf Lager und werden solche
ich nach Zeichnung schnellstens angefertigt.
Auch ůbernehme ich das Aushauen von
Echriften, überhaupt alle in dieses Fach
einschlagenden Arbeiten.
Amer Zusicherung reeller Bedienung und billiger
Preife empfiehlt sich 257*
Achhtungsvoll 7
Maurermeister, Bahnhofstraße.

In allen bedeutenden Musikali n Hand lungen vorräthig
ĩõ Fõũd lre n VM—ν vericau su
Vleer.
gur Clavier compouirt und Fruu
Oceana Renz
gewidmel von Aug. Cahnbley., Copellmeister im Circus Renz.
Dieser, jeden Abend im Citcus Renz mit stürmischem Bei⸗
fall begrüßte Walzer erschien in folgenden 4 Auszaten:
C Muͤ Prachttitel: Die Künstlerinim Costume (en faco).
Bb. v — —8P (vrefil,
neuesie Aufnahme).
C. Mit Prachititel: Brust bild der Qunstlerin.
D. Erleichterte Ausgabe mit Medaillon-Titel (Brustbild).
Obgleich letztere Ausgabe (D) fetzr leicht bearbeitet, ist
das Arrangemeni so glüchlich, daß dieser schöne Walzer selbst
von kleinen Händen zur vollen Wirlung gebracht werden kann.
Preu jeder Ausgabe: Ruu. I,830.
(Orchesterstimmen in Abschrift 6 Marl).
äXRROàXÄÄÑä OMedcMhleth heleW Whrn
Eben erschien ferner:
Ehinesen-PoIIa
aus der Pantomime:
Fin ehimenisches Feat
(arrangirt von Hien. Director Ren)
zür Clabier componirt von August Cahnbley.
Preis : Rmk. L.-.

Diese hübsche leichte Polta wird sich ihrer ongenehmen
Melodien wegen ebensobald Vahn brechen, als der Oceana⸗
Walzer desselden Componisten.

Gegen Einsendung des Bekrages versende ich franco.

Pet. Jos. Tonger, Cöln a. Rh.

ilepsie — Fallsucht — Krämpfe.
Etärkung der Rexrven überbaupt.
eder diese son schredlichste aller Krautueiten eriheilt ger üen d⸗
Un qh stie, für Jedermann leichtverständliche Belehrung
ind weisel nach zuperlässig, Heilung die soeben in 29.
Iusgabe erschienene Broschüre ven Dr. Stark, Konigl. Stabs⸗
und Specialarzt f. Epilepsie; Ritler x. — Amiliche Urkunden über
die bereits erzielten Heilresultate werden beiaefugt. Die Broschüre
fr gratis u. franco zu beziehen durch die Dr Etark'fche Ver⸗
aqs Erpedition in Berlin 8. O. Woldemarstrake 82. —F
7F rũucht Iroh un Iij. Siroh 4. M. 78 Pi. Kar
Fleisch· Preise der Stadt offeln 3 M. 50 Ppf. per Ctr.
zIweibrücken dom 15. Febr. Weißbrod 114 Ko. 56 Pf. Korn⸗
Weizen 11 M. 85 Pf. Korn drod 3 AKo. 82 Pf. ditto 2 Ko.
) M. 26 Pf. Gerste Lreihige 55 Phf. ditto 1 Kilo. 28 Pjf.
d M. — Pf. Gerste Freih. demischtbrod 83 Kilo. 97 Pf. 1
d M. — pf. Speiz 0 M. Zaar Wed 190 Gramm b6 Pf.
— If. Spelzlern — M. — Uundfl. 1. Qual. 52 Pif. 2.
pfg. Dintei — M. — Pfa. NRal. 48 Pf. Falbfl. 48 pi.
schfrucht O M. — Pf. Hafer damfl. 82 Pf. Schweinefl. 66
. aPf. Oeu s M. 50 6. Butter 1 M. 20 Pf. ver Pid. l
sedaftion Druck und Vertag von *

Monio: Ihr.habt
23 das Gute so nabe!“
dpitzwegerich·
datt
llererst seit 1871 geprüft,
allerhöchst fanctionirt; rühm⸗
hast bekannt, ficheres, über
allen Zweifel erhadenes, ge⸗
wiß auch dankbares Mittel
gegen BrustHals und
Lungenleiden. Bron
chia Verschleimung
Husten Catarrh re. ꝛc.
Die Resultate sind über
raschend.
Mit Gebrauchssanweisung
à Flacon 580 Pfa . 1 M.
und 1 Mark 50 Pfa. in
S1. Inabert dei Joh.
Friedrich and in der
Fabrit von Paul Kulam,
Detrtelbaq aä. M dei
Würzburg.
29 X.
Ein Logis
bestehend aus 8 Zimmer, Küche,
Speicher, Killer, Scheuer und
Siall ist, bis 1. Maͤrz bez iehbar,
zu vermiethen bei
August Müller, Mezger.
3 Mansardenzimmer
sofort beziehbar zu vermiethen dei
August Müller, Metzer.

Auszug
aus den Registern des Standes⸗
amtsbezirkes St. Ingbert pro
Monat Januar 1877.
A. Geburten:

1. Im. He'nrich „S. von
Joharn Joseph Bastian. Mag
dalena, T. v. Johann Tittelbach
Johann, S. von Joh. Schmit.
Z. Maria, T. v. Johann Fiac.
3. Charlotte, T. v. W. Dinjes.
Batbaͤra, T. v. Johaun Joseph
Peters. 4. Jos ph, S. von
Jatob Feichtner Ww. 5. Eli⸗
abeiha, T. d. Georg Weinland.
Maria, T. v. Johann Jung.
Anna Carolina, T. v. Johann
Peter Kamann. 6. Julianu,
T. v. Jafob Maurer. Georg.
S. von Georg Spenglei. 7.
drdwig, S. v. Petec D'elforier.
Paria, Tev. Setapbhin Reun.
10. Johanna, T. v. Franziska
Pirrong. Johaun Joseph, S.
d. Joh. Flaätchen. Joh un, S.
d. Joh. Hubertus. LI. Elisab.,
T. von Joseph Theobeld. 12.
—IX —
talie Henriette Emilie, T. v.
Farl Barnitel. Peter, S. v—
Peier Behr. Wilbelmire, T
v. Carl Högel. 15. Josephine,
T. v. Johaun Nitolay. 16
Jalob, S. v. Mathias Kihm.
Nargaretha. T. v. Joh. Kraut.
17. Auna Marxia, T. v. Andrens
Z„chmitt. Karolina, T. d. Seb.
Noll. Georg, S. von Jatob
Imhof. Maxia, T. v. Ludwiꝙ
Hünther. 18. Barbara, T. v.

— — Ré sEbo XäOXäοXÛXÄMhMckectececcMMMXÑM8kud MMkBAMNuααOYαιααινο. αÔαοαæαα. —

. emet in St Ing .

Johann Boht. 19, Anna, T.
.7 Rulblaus Noll.“ Katharing,
T. v. Johaun Schwarz. Anng
Fiemenine, T. v. Peler Schick.
20. Otja T. v. Andres⸗ Hauck.
Maria, T. v. Jaleb Ewerle.
dind, T. v Philipp Koch 215
Matgareiha, T v. Franz Stein⸗
jeld.“ Maria, T. von Johann
Schmin. 22. Katharina, Ta v.
Deintich Kuntz. 28. Idhann,
„ohn von Peter Werner. 24.
Zatharina, T. v. Peter Klos.
25. Georg. S. v. Heinr.Kudbn.
Flifabetha Kawariva, T.“ von
Peter Ubl. 26. Johann, S.
bon Johann Abel. Henmriene
arolina. T. v. Christ. Müller.
27. Sophia, T. v. Jakob Am⸗
mann. 28. Karolina, T.ub.
arl Horst. Katharina, T. v.
Heintich Ludwig Feitia- 30.
Peter, S. v. Peter Blum. 31.
Jobann, S. v. Paul Woll.

B. Eheschließungenz;—

3. Jan. Jatod Schuster mit
Zatelida Dahlem. 9. Karl
Zchaffer mit Kathatina Weigand.
13. Gustad Heinich Muüller mit
datharina Rez. Jakob Blesfing
wit Louisa Ringle. 16. Ishann
Wachs mit Katharina Luck.
Milhelm Müller mit Jofer hina
Schwertzer. Joseph Detempel
nit Elijadetha Jung. 18. Jatob
deonhardi mit Kahatina Scherer.
Z0. Nikolaus Rehe mit Katha⸗
rina Deffland.

C. Sterbfälle:

1. Jan. Margaretha, 4 J.
alt, T. v. Nilolaus Zimmen
manv. Valentin Klam, 72 J.
ali, Ehem. v. Magdalena Woll.
2. Qatharina Schweitzer, 70 J.
an, Ww. von Jatob Grund.
3. Katharina, 4 M. alt, T. v.
xlisabeiha Hebertus, ledig. 4.
Vldaria, 7 J. alt, T. v. A dreus
Sries. 6. Kathorina Jung,
72 J. alt, Ww. von Heintich
Steinfeld. Geitrauda Müller.
79 J. alt, Ww. von Philipp
Bauer. 9. Katharina, 9 M.
alt, T. von Nilolaus Schafer.
14. Elisabetha Grund, 76J.
alt, We. v. Mathias Karmanxc.
17. Georg Grewenig, 52 I.
alt, Ehemann v. Kathar. Kuhn.
18. Henriette, 1 J. 8 M. alt.
T. v Johaun Hoffmann. 19
Louisa, 8 Lt. alt, T. v. Johaun
d tzeiberger. 20. Olga, 11
Siunden alt, T. vo⸗ Andread
Hauck. 23. Katharina Jung.
39 J. alt, Ww. von Franj
Zchw itzer. Katharina Nikäs,
20 J. 'all, Ehefrau von Philipp
Rippiinger. 24. Maria Stolz,
54 J. aͤlt, Ehefrau von Jod.
Weir ch. 27. Peter, 6 J. alt
S. v. Johann Weilaund. 29
Magdalena, 3 J. 6 M. alt, T.
von Georg Wagnet. 81. Jalot
Schuster, 60 Jahr 7 M. alt
Wwr. v. Maria Schnabel.

Far richtigen Auszug:
St. Ingbert, 13. Febt. 1877

Der Standesbeamte:

Custer.
———
        <pb n="89" />
        — Bü—â— — —— —
—

— — —
der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntagt mit illustrirter Vei.

lage), erscheint wochentlich viermal: Dienssstag, Donnerstag, Samstag nuud Sonntag. Der Abounementspreis betragt vierteljahrlich

1Mart 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
Ma 27. I Eonntan den 18. Februar J J a J 1877.

—78

——
Deutsches Reich.

Mäünchen, 14. Febr. Wie man dernimmti, wird sich die
bayerische Regierung bei der bevorstehenden Abstimmung im Bundes3⸗
cathe über den Sitzz des Reichsgerichtes dem Antrage der sächsischen
Regierung anschließen und demnach für Leipiig votiren; indessen
ist im Bundesrath bereitz die Mehrheit für Berlin çcesichert.

München, 15. Febr. Bezüglich der in Aussicht gestellten
Reform unserer Steuergesetze und namentlich des Grundsteuergesetzes
oernimmt man. daß die im Finanzministerium bearbeiteten Geseß⸗
entwürfe bei e'ner im Ministerium des Imern staltgehabten Be⸗
ralhung keine günstige Beurtheilung gefunden hdaden sollen. Eine
Reform unserer Steuergesetze gehört aber auch zu den schwierigsten
Aufgaben der Staatsregierung, und selbst wenn ihr dieselde gelingen
sollte, darf man doch nur geringe Hoffnung hegen, daß es möglich
sein wird, mit der dermaligen Abgeordnetenkauimer ein Steuergesetz⸗
veform zu vereinbaren.

Rach der Du die Lippen gegöffnet,
So sind nun die Berge gegebnet,
So war mir dat Schiffchen gegentet,

—A

So wirst Du von Allen gegehret,

Und ich von Niemand gegachiet,

Es haben die Ochsen gegackert,

Die Söhne die Vater begerbet,

So ist die Geschichte gegendet. J

fDie schweizerischen Hotelbesißer sins in den letzten Tagen
u Olten zusammengenreten, umn sich über eine Herabsetzung der
Zeeise zu berathen, da sonst di⸗ Fremden, der unberschämten Aus
»eutung ihrer Börse müde, bald so selten werden wurden wie die
vemsen auf den Bergen. Und in der That sind schon bedrohliche
Anzeichen eingetreten. Zu Montreurx am Genfersee sind in der
etzten Saison alle die zablreichen Hotels und Pensionen leer ge⸗
lieben, und es find nicht weniger als sechszundzwanzig Bankeroite
vorgelsmmen. Auch in Genf mußzten mehrere Hotels geschlossen
perden. Aber nicht bloß die Hotelbesitzer leiden, uch da⸗ sonst so
inträgliche Uhrmachergewerbe hat fafi gänzlich aufgehoͤrt und die
Busdesregierung hat Straßenbauten dekretiren müufsen, um die zahl⸗
ꝛeichen arbeitslosen Bijouierie⸗ und Uhrenarbeler zu beschäftigen.

fParis, 12. Febt. Das „Bien buble⸗ hört von einer
roßartigen Fälschung von Schatzbons, der man auf die Spur ge⸗
ommen wäre und die sich auf keine geringere Summe als fünfund⸗
wanzig Millionen (M erstreckte, ein Bankier der rue Richelien waͤre
illein don den Fälschern um 100, 000 gr. grprellt worden.

f, Paris. 14. Febr. In dem Bergwerke zu Graisseac
Departement Herault), wo 16 Arbeiler beschaftigt waren, brach
ꝛine Explosion und Feuer aus. Nur fünf Arbeiter sind gerettet
vorden, doch arbeitet man weiter an dem Rettungswerk. 3*

F Englische Zeitungen melden, daß die Einfuhr amerikanifchen
Fleisches die dortigen Mezzer gezwungen habe, die Fleischpreife um
20 - 25 pCt. herabzusetzen. —E

r Beißbendes. Zwei irische Einwanderer, kaum in Amerika
zelandet, lommen in ein Speischaus, wo auf der schon servirten
Tafel einstweilen die Zugemüse stehen, wie Essiggurken, Meerret tig
ind dergleichen. Pat sieht den Meerrettig für ein Kartoffelge⸗
uüs an und fätrt gleich mit dem Egzloͤffel hinein. Dick, vor⸗
ichtiger, beobachtet erst, ob die neue Spe se seinem Gefahrten
nundet; da sieht er, wie dem guten Pat die Thrasen aus den
Augen schießen. „Was ist Dir, Pau?“ fragte er. O“, er⸗
viderte Pat sehr behaglich schmazend, „ich dachte eben an meinen
juten Vater, der im schönen Irland gehaͤngt wurde. Schade,
zaß er nicht mehr lebt! Mie würde sich der Biedermann freuen,
peun er ein so prächtiges amerilanisches Gemas essen koͤnnte!
Ddid führt nun auch einen übervollen Loͤffel Meerrettig zum Munde
ind veczieht das Gesicht, wie wenn er am Schlivgkrampf litte.
Was hast Du, Dickk? fragte Pat. .O, nichts; ich dachte nur
ben, wie schade es set, daß sie Dich nicht geben veinen guten
Bater gehängt haben im schönen Irland !“

Ausland.

Wien, 18. Febr. Die Ausgleichskonferenzn dauern fort.
Das österreichische Kabinet erllärte dem Kaiser keine Konzessionen
an Ungarn machen zu können, ohne vorherige Zustimmung der
österre chischen Verfassungtpartei.

Die Exstaiserin Eugenie begibt sich nach Madrid; ihr Sohn
tehrt zu Ende des Monats nach England zurück. — Elf Depor⸗
tirse in Neu Caledonien, denen es gelungen war, sich eines kleinen
Dampfers zu bemächtigen und das Weite zu gewinnen, sind von
einem Kriegsschiffe verfolgt, eingehslt und nach der Kolonie zurückge⸗
ührt worden. Die Leute werden vor en Kriegsgericht gefilellt
werden. Ja einer Mittheilung über dieses Ereigniß heißzt es, daß
der Kommandant der Insel Nou jedem derselben gleich nach ihrer
Ankunft vierzig Ruthenhiebe geben ließ, was durchaus gesetzwidrig
würe.

Madrid, 13. Febr. General Martine; Campos telegra⸗
phirt von Cuba, daß er den Aufstandee bis zum Monat Mai voll⸗
dommen überwältigt haben werde und daß er alsdann nach Spanien
zurüdzulehren beabsichtige. O weh. Bis Mai kann noch vieles
geschehen, wovon sich Herr Campot jezt noch nichts träumen läͤßi.)

Jassh, 15. Febr. Den im rufssischen Haupiquartier weilenden
weiblichen Angehsrigen der höheren Offiziere ist bedeutet worden.
vis zum 20. ds. das Lager zu verlassen.

—
Rermischtes.

F Am 13. d. wurde auch in Kaiserslautern dei verschiedenen
Naufl⸗uten Schnupftabak, der in Blei verpacht war, auf Grund
des Art. 70 P. St. G. B. und der hierzu Heltenden Verordnung
vom 6. Juni 1863 durch die Polijei beschlagnahmt.

FBierfabrikation. Der Kreis Oberbahera zählte im
Jahre 1875 808 Brauereien. Diesselben verbrauchten an Malz
395,9608 Hectoliter. Die Bierausfuhr ins Ausland betrug
13, 684 Hecioliter. Die Einfuhr aus dem Auslaud 1282 Hec⸗
oliser. In Mündchen betrug die Zahl der Bierbrauercien 21, deren
Malzverbauch 588,870 Hecloliter, die Ausfuhr 253,970 Hecioliter.
die Einfuhr 21,255 Hecioliter.

,Begessfenoder geessend Es galt unlangst eine
zroße Weite zwischen 2 jrngen Gelehrten Deutschiandz was der
Reinheit der Sprache entjprechender sei, „geessen“ oder „gegessen !“.
Adelung's Wörterbuch wurde als Schiedsrichter angeführt und ent⸗
chied für „gegessen“. Der Ueberwundene zahlle die Weite und
egie folgendes Quodlibet bei:

Ich habe mich kläglich gegirret

Ich finde mich tüchtig gegöfftt,
Das hätt' ich niemals gegahnt,
—AVI
Sie hat das Gemeine gegadelt,
And bett für geessen gegessen.
Dd'rum sei Dir die Gabe gegepfert,

Ueber chwemmungen.

Aus Baden, 18. Febr. Aus dem Oberland kommen
vlimme Rachrichten Über die Ueberschwemmungen. Bestuürzung
rregte vor Allem in der Gegend von Offendurg dis Kehl das fete
Unwachsen der Kinzig, die von gesteru früh bis Mitlag fast um
d Meter stieg und die Ebenen bei Offenburg, Willstatt, Neumühl,
Zork, Kehl in stundenweitem Umkreife überfluthete. Die Sturm⸗
locen läuteten, das Wasser erreichte und überstieg an Stellen
en Eisenbahndamm zwischen Kehl und Korl, so daß auf dieser
Strecke von gestern Mitiag ab mit großer Vorsicht nur ein Geleise
befahren werden konnte. Seit heute Nacht fiel die Kinziig um bei⸗
nahe 8 Fuß, der volle Vahnberkehr in wieder offen, doch gleicht
ie Gegend noch zur Stunde einem w.uen See. D Die w3 esse
var, da der Foͤhn und zweitägiger anhaltender Regen den Schnee
        <pb n="90" />
        der Schwarzwaldberge rasch geschmolzen hatten, zum wisden Strom
angewachsen, in der Gegend von Lörrach voa das Wiefen-Thal
rin See; am aͤrgsten tobie das Wasser tei der Slat on Hagen,
die Eisenbahnzuüge lonnen nur biß dahin, fahren da weiter hinauf
d Tiserbahrdenm an zwei Sictlen je vd bid 60 Meler lang
gebrochen und ein Widerlager der Brucke bei Hollstein theilweise
hinterspült ist. — In Folge eines Dammbruches auf dem rechten
fer der Elz ist das obere Ed des Widerlagers der Elzbrüae für
Fie Wondbircher Bahn samumt der Flügelmauet eingestürzt.
wammtliche Stadie am oberen Ma in dielden dessen be—

traͤhtlichez Sieigen. In Frantfurt hat der Main mit 1324 Fuß
die Ufer überschuitten; er wachst fortwahrend. Die Verbin dune
‚ahn wird ihren Vienst insielen, va lheilweise ihr Geleise Uber⸗
qwernmi ist. Die Bewohner au dem Mainufer RI an⸗
rengenden Straßen räumen die Keller. Von Ginshelm bei Mannu
shreidt manvom 13. Seit gesiern Morgen ist der Rhein um 831
Femimeser gestiegen, so daß wir heute über 18123 Fuß Wasser
Jaben. Unsere Fischer fischen in diesem Trüben mit Erfolg. Wahre
stiesenhechte und Karpfen werden gefangen, ss gestern zwei Erem⸗
hlare, eines zu 251 und eines zu 10 Pfund. Unser Dampfboot
nußte seine Fahrt sür heute einstellen: In Mainz stieg der Rhein
n 14. 15. 11 Zoll, vom 15. wuchs die Fiuih jede Stunde
um 1 Zoll an. J

DNe Mosel ist ebenfolls noch im Steigen begr ffen. In
den nieedrig gelegenen Stadu zeilen don Coblen und Chrenbreitstein
ʒzrang das Wasser in viele Keller ein; en sind Vorsichismaßregeln
n en Usern noihwendig geworden. Neben der letzen Khein⸗
dampischiffrhets·Landdrück und am Deutschen Eck hat die Fluth
erenz das Werfst erreicht⸗ Bin Ruhrori zeigie der Pegel am 13.
Februar 1880 — Wesel hatte der Rhein am 12. eine Pegel⸗
be von 16 Fuß Zolß. In Holland sind bereits ganze Land⸗
srecken mit Hdus und Hof uüdetschwoe mmi. n

Fudlich wird aus dem J u rra und dem südlichen Frankreich

emeldet, daß der Doubs, der Aum und in dolge dessen auch
rie Rhone sowie einige Nebenflüsse stark angeschwollen sind. Ein
Theu der Stadt Mortdeliard (Mampelgard) wurde von der Luzin,
Td dem Allan vorüdergehend, unter Wasser gesetzt und an der
Schweizergrenze del Hopitaur? Jougne wurde dee Schienenweg in
einer Länge von hundert Metern von der Jougne durchbrochen.
daur die Redaction ve rantwortlich: E. Ve ui —
uredin Aga, —7 ein Resormtürle, wie es scheint, der
X abendländ sche Cullur kennen und schatzen gelerut und sich ganz
Jeläufig in der deuts ven Sprache aus zudruͤcken verstehl, — beginnt
n der letzten Nummer (6) der Illustrirten Frauen⸗Zeitung eine
steihe don Arnketn über das Volls⸗ und Familienleben der Metro⸗
zolt am goldnen Horn, wovon der erste uns in das Haus und —
daren eimes türtischen Beamten zu einem Morgenbesuche ein⸗
ührt. Wir werden also auch mit Raumen und Verhältnissen be⸗
annt gemacht, die der Orientale nicht nut den „Feanken“, sondern
relbst seinen Landes und Glaubensgenossen gegenüber als heilig
und unverletzlich hinstellt; die Lüftung dieses Schleiers dietet somit
sehr viel des Interessanten und Reuen, um so mehr als eine der⸗
artig wahrheitsgetreue Schilderung die über so wanches Türtische
verbreiteten falschen — —
Zin gleiches Interesse biettt der übrige Inhalt der Nummer; ein
Bild des berühmt n Oswald. Achenbach; eine Biographie der jüngfl
verstorbenen antlischen Schruftstellerin Harrict Martineau; eine
vellere Folge von Jacob Falle's Aufsatzen über die Geschichte der
chten Spihen u. s. w. u. s. w. — üei dem jeßziigen bewegten
—X zahlteichen neuen Ball und Gesellschafts⸗
Toilelten aus der vorhergehenden Moden-Nummer (5) desselben
Elattes ein Zeichen, daß die Redaktion den Ansorderungen der
Saison ausgiebig Rechnung zu tragen we'ß. Eleganz und Geschmack
yhne übertriebenen Luxus siud dabei nicht der geringste Vorzug des
Dareitellten.

—F
Conventionelle 35 04338
—8 22 q 5 n
Hausversteigerung. J Ein Logis
Dienstag, den —A — hinter ver tath. Kirche beste dend
dee Rochmnage um 3 —8— vn 2 Zimwer⸗ ee
u Si. Imgbert, im 4 Zeller and Statang. ist bis 10
chneten House heidsi. wird auf Natz biehbar,. gu virmiethen.
eee von Lidwige Bec- Diurch zen . ZuElragen iů
— — Erredinon der Bi.
ner Eigenichaft als sudrooirter
Bläubiger voan Johang Jojse ph
Petera, Kaufmann von de
und Consorten
contx
Adols Ehrhardt,. Baͤder, da⸗
ielbst die nachbezeichnete Liegen⸗
Dast wegen; Richtbezatlung des
Vwerbepreises zu eigen wieder⸗
xr steiger ·
M.Nr 706 24 und 706 b.
Dezimalen Flaͤche⸗ enthal
send ein mu· St. Insbert
im. Josephothal glegenes
Dohnhaus wmit, Stall, Hof,
Batten und sonftigen Zu—
behorden neben Rcolaus
Jung und Peter Nieen.
SZau er/ lal. Rom.
Wiederversteigerung.
Dienclag, deun oͤ Murz i
J. dee Nachminnags uͤnt ühr
St. Jngdert in der Wirthe⸗
—
auf'm Holchen, wird auf, Be⸗
neiben von Philiph Bosche
ergmonn von hier
viere W —XR *
orz Wagner, Schmelp
arbeiter * wohnhuft,
nig dezahinug des Erwerbopretses
u rigm wiederverstrigerb:
— ⏑———————
nurr am Sdastof · Ge
markung von St. Inßzbert,
eben Friedrich Jungfleisch
Saucer, kal Notör.

Ein'ge Morgen
Ackerland,
woͤrunter mit ewige n Klee un⸗

geiegt, snd gu verpachten.
Das Nahere in der Exped.
da: Bl.

ein vuch waẽ 68 Auf⸗
s erlebt hat, bedarf wohl
agen leiner weiteren Em⸗
vfehtung, diese Thatsache ist ja
der beste Beweis für feine Guüte.
Fur Kranke, welche fich nur eines
ewährten Heilverfahrens zur
Wiedererlangung ihrer Gesund ·
Jeit bedienen sollten, ist ein solches
Verk von doppeltem Werth
ind eine Garantie dafür, daß es
ich nicht darum handelt, an
hren Korpern mit neuen Arzneien
erumzuerperimentiren „wie dies
och sehr häufig gesieht. —
gon dem beruhmien, 300 Seiten
tarken Bucht: PDr. Airy's Na⸗
urbeilmethode ist bereits die 68.
Auflage erschienen. Tausende
und aber Tausende verdanlen
der in dem Buche besprochenen
deilmethode ihre Gesundheit,
wie die gahlreichen, daria ab⸗
jedrudten Atteste beweisen. Ver⸗
ume es daher Niemand, sich
dies vorzugliche populär⸗medi⸗
rinische, 1 Mark lkostende Werl
haldigsi in der nächsten Buchhand⸗
lung zu kaufen oder auch gegen
Tinsendung von 10 Briefmar ken
a 10 Pfg. direct von Richter's
Verlags Anstalt in Leipzig kommen
zu lassen, welch' Letztere auf Ver⸗
langen vorher einen 100 Seiten
starten Auszug daraus gratis and
aco zur Praͤfani. versendet.

— —— —
2 M2
Ein Mädchen,
gesezien Allers, wird gegen
zuten Lohn in eine kleine Familie
gesucht.
Wo? sagt die Expedition.

—

2 L 22
Ein Logis
acstehend aus 3 Zimmer, Kulche.
Speicher, Killer, Scheuer und
Siall ist, bis 1. Marz beziehbar,
zu vermierthen beet
August Müller, Medger.

3 Mansardenzimmer
jofort bezlehbar zu vermiethen dei
Nugnst Müller, Metzher.

Franlx furter Börse
vom' 14. Fbr. 1877.
Gelasorien. . vIsc
kiatolen, doppelte. . — —2 6.
pistolen.... —26.
Aolan. 10. A. Stücko. 666 6.
Randdnkaten... 860-68
20· Frankenstücko.. 16 24-228
anglische Sovereigus. 2037-42
Russische Imperials. 1675-80
Dollars in Gola..n416-18

sufklebezettel
(GSignĩrzetiel)
auf Buhncollis, 100 Stuͤck zu 60 Pfa., bei Abnahme
von 1000 End enlsyrechend billiger, hat vorräthig
Die Buchbruckerei von F. XÆX Demo
in St Ingbert.

Aion Drud und Berlag von J. x . Demeß in St Jugbert.
Hiezu „illustrirtes Sonntagshlatt“ Nr. 8
        <pb n="91" />
        J 2 * —— 9 215

128 w F * J

— 24 — 8 * 24
—— dd J WM B—44 8 3 i 5 —IVVVD—

e 7 * * * 8
— ¶ 5 ⸗ — J 28 * * Wa O

————— . —— α »3.6 is: ßie u odt, PId e
— — —9* —280 ——
— —
der St. Ingberter Anzeiger und das (4 mal wöo henllichs mit dem Hiuplblatte verbuadene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Rel

lage), erscheint wochentlich viermal: Dieustag, Donuerstag, Samstag and Sonntagz. Der Abonnement oͤpxreis betragt viertelsahrli h

Mart 20 R.⸗Pfgꝛ Anzeigen werden mit 10 Pfy. von Auswärts nit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blatischrift vder deren Raum. NRectamen
7 6 niit 80 Pfa. pro Zeile berechnet. — eno

— — —

3. 238 J n J J X J * * a IJ 4 .*. 7 — J —5*— * —8 — 27
42 3— —— Tieustag, den 20. debrrar 1877
Deutsches Reich.
Munchen, 17. Febr. Vor dem hiesigen Stiandebamte.!
wurde diren Mittag der Militär⸗Attache bei der k. preuß. Gesondt⸗
chaft dahier, Majsor v. Sitülpagel, Flügeladiutanb deß Kaisers,
nit einer Tochter des kommandirenden Generals Frher dv. d. Tam
zetraut und diesen Nachmittag erfolgte de Einsegnung det jungen
zbdepaares in der protestamischen Kirche. — hert Biindesratb,
Ptiniserialdirekrar v. Riedel, und der vor einigen, Tagen zum
Bundesraih (Stellverireter) ernanute Herr App.Ger.Raid Kafiner
vom Staatamin sterium der Justiz begeben sich in den nächsten
Tagen nach Berlin, um au den Verhandlungen des Bundesrathes
und kezw. Reicstages tbeilzunehnue.
Berin, 13. Febr. ie Conferen; über die T.rifreform.
velche vor allen deutschen Bahnen besthigt wurde „hat ihre Be⸗
athumgen bere is heute“ zum Abschlub Jeführt. Jun Wisentlichen
st eine Einigunng über ein gemeinsameß Tarifschema zu Stande
zelommen und zuar “auf Grundlage des Dresdener Tatifschemaͤss,
velches (nach bayerijchem Muster) die Mitte halt zwischem dem
natürlichen System ünd dim teinen Werthklassenfystem. Auf Wunsch
yes Bundesraihs, welchet die Zahl der Spezialtarife nicht erhöht“
nu' sehen wünschte, hat man die bisherige Dreizahl beibehalten.
Dagegen wurden die Tarise für eine große Zahl härriger Artitel
edeutend erwäßigt, so nametlich für Eisen, Getreide, Mehl, Holz,
Brauu⸗ uind Steinfohlen, Düngemittel, Steine und Satz. In de⸗
drutigen Sitzung wurde aameuntlich über die Klassifikation der
Sezialtatise berathen. Die Beitreier der preuß schen und elsansischen
Stautshahnen welche* beantragten, veischiedene Artikel in andere
Tarife zu dringen;, erzielten einen unleugbaär großen Etfolg, indem
's ihnen gelang, daß Kartoffeiln in den drittniedrigsten Sp zialtarif
zekommen sind. Ueber die Maximalsätze hat mau noch keine Ver⸗
indarung getroffen. Nach der von der Conferenz erzielten Einigung
aber die Tarifsätze werden die Prvatbahnen nunmehr ihrerseils in
Beraihung treten Man hofft bestimmt, daß dieselben den geinachten
Vorschlagen rüdhalilos beitreten werde.

Der Wiener Korrespordent des Berl. Tagbs. schreibt: Wir
afahren von zuverlässiger Seite, deß die aus Rußland hier ein⸗
jettoffenen Midangen nuumehr den definit ven Beschluß zur Resfe
jebtacht haben, auf esne wann immer ersolgende Ueberschreiturg
cs Pruth seitens der russischen Südarmee sofort eine theilweise
Wobilisirung der österreich scheungarischen Atsmee solgen zu lassen.
Die österreichische Vobilisirung wicd drei Armeckonps, und nicht
wei, we man früher in Aussicht genommen, umfassen. Auf der
Wener russijchen Botschaft ist dieser Beschluß bereits bekaunt, und
nan weiß sogar den Zwick derselben anzugeben. Es heßt nämlich
in⸗. tufsischen Kreifen), die oͤsterreichische Truppenaufstellung werde
nos geschehen, um die Pforte einzuschüchtern und eden: ell. um
u Bosnien und überhaupt außerhalbedes russisch türkischen Kriegs⸗
ahons zu besurchteude Christenmassacres zu verhüten. In sereisen,
detche dem hiefigen auswärtigen Ämte nahe stehen, wird der Mo—
ilifirungsbeschluß nicht mehr geleugnet, aber dee Vecwendung der
nufzustellenden Truppen soll keineswegs noch destunmt sein, jondern
ie würde erst von dem Vordringen oder von etwaigen Ersolgen
—AD

Jedenfalls erhellt dieraus, daß man auf die dortdauer des
riedens keine großen Hoffnungen mehr sezßt.

Kat ustnh e, As. Febr. Die heute Abend auf gegebene
Karlsr. Z.“ meldet in ihrem amtlichen Theile, daß der General⸗
zajor v. Vonin, Kommandeur der 85. Infanterie⸗Brigaden, „in
venehm gung seine⸗ Abschiedsgesuches?, mit der geseßlichen Pension
ur Disposition gestellt werde. Es ist damit die Ebentualitat ein⸗
uatreten, die wir voc einigen Tagen angedeu'et haben. Die Thul⸗
ihe dieses Abjchiedes destärigt das Gerücht von einer gesegentlich
es letz'en Hofaalles entstandenen Differenz zwischen den Geueralen
Werder und v. Bonin. Was“ uns dmber mitgetheilt worden
st besteht in Folgenden: Die Stretigkeit der bei: en Generale
am dis vor den Großherzog. Dieser sprach zu Herrn p. Werder;

*323 .82
2 2.38

— ——
X
Der General y. Bonin steht. unter meinem Schuze e Worauf
derr h. Werderz Der General v. Bonin- stehte unter meingem
ommando — Das Gerücht, von dem Ahscheedogesuche des Gene⸗
als p. 2etder wurde von Berlin aus rasch dementixt; dafüt wird
Hett v. Bonin veratschiedet, Der Großherog ab r ging iach
Jialiez, —* e Gr. 8.. 29
NHAussand.

Die in Rom erscheinende „Jtalie“ meldet: Midhat Pasch
rhielt in Neapel? eine; wichtige Mitiheilung! des Sultans. Est
deine!, daß Midhat in Folge englischer Rathschlaäge nach Konstan⸗n
mopel zurüdgerufen weirden folle Man “wiffe noch nicht Nob ihm
u IEͤtan in geine sti hert hexborragende St. Iang wieder. einsehen.
der blos seine Ratbschläge hören wolle.

S ⸗n don 17, GFebr. Die Times? und Daily⸗News“
nelden, deh sich bei KRem Sultan Anzeichen von Blodsinn wie bei
Mutad zeigen. Der⸗Standard“ sagi, Monlenegrs verlangt Ver⸗
aüngerung der Waffenruhe auf zwei Monate. ———
Petersbutg, 17. Feor. Ueber einen angeblichen Zuee
ornmenstoß zwischn russischen und türkischen Vorposten an der
daukasusgrenze, welcher von der Wiener„Presse“ gemeldet wird,
iegt hier von amtlicher Sete leinerlei Nachticht vor; auch ist hier
zaruder durchous nichts betannt. ,.

Konstantinopel, 17. Febr. In Folge der jüngsten
Depesche des Großveziers, worin die Vortheile, welche die Führung
et Feiedent verhandlungen in Konstantinopel mit sich bringe, aus
nandergesfetzt watben hat der Fürst von Montenegro seinen
Wider'pruch fallen lassen und erklärt, er werde sofort Delegirte
nach Konstuntinopel entsenden.

22
J),
Vermischtes.

FSt. Jagbert, 19 Febr. Die in Nr. 28 338. Bl.
lebrachte Nonz, wo eine Magd statt weßer Wasche srischgebackene
Weißbrode und Wecke einweichte, soll, wie das betr. Dieustwädchen
ins mitzuthetlen ersuchte icht frisch ebackene, sondern autge⸗
packene gew'sen sein. J

— Der gel'nde Winter erlauktt auch den Schmelterlingen,
ich herauszuwagen. Heute wurde uns ein vollstandig ausgebildete
krxemplar des „großen Fuchs“ (Papilio Polichloros) vorgejeig.

r In der Nacht vom 7. auf den 8. Januar bwurde in Pie⸗
masens ein Eursche von einem andern erschossen. Die Sache kam
am 31. v. Mts. vor dem Zuchtpolizeigerichte Zweibeücken zur Ver⸗
jandlung und wurde der 17 Jahre alte Schuster Friedrich Wester⸗
amp wegen fahrlaͤssiger Toͤdtungmit Rücksicht auf seine Jugend,
einen guten Ruf und die an den Tag gelegte Bekümmerniß über
das Geschehene zu 8 Mogaten Gefaängniß verurtheilt.

f In Durkheim entwendeten am 14 68. zwei Knaben
aus einer unverschlossenen Ladenkasse 9 Me 50. Far einen Theil
des Geldes kauften sie sich Wursi und. Brod und ven Rest ver⸗
zruben si⸗ . Aus einem andern Laden entwendelen die iugendlichen
Diebe 9 M.

Der Gemeinderath von ßlingenmünster ist, nagdem
der Adjunlt und 12 Gemeinderäthe ihren Ausiruͤt ertlact haben,
ußer Slande, zu amsiren. Da bon den 6 Ersatzmännern hö Hstend
nur pwei einteeten wollen, so ist eine Neuwahl nothwendig

fBGermersheim, 16. Febr. Der Rhein ist von gestern
Abend 6 Uhr bis heute Morgen um 9 Uhr abermals um 6ö Cen⸗
imeter gestiegen in Moximiliansau in derseiben Zeit um 47 CEim.

7 Ludwigehafen, 19. Febr. Seit heute Nocht ist der
Rhein hier langsam, aber stetig im Fallen. Den höchsten Staud
zatte er heute Nacht 11 Uhr mit 5,65 erreicht (etwanl Fuß un ee
dm höchsten Stand von 1872)3 heute Mocgen war er auf 5,60
zutückgegangen. (Pf. a)

FDiedenhofe?, 14. Febr. In voriger Woche wurden
auf der hiesigen Guter Expedit on durch die Steuerbehd: de zwei
Fasse Rotzweta, welche, don einer Luxemdurger Firma an in“
        <pb n="92" />
        hiesiges Weingeschäft adrefsirt waren, confiscirt, weil dieselben
ach chemischer Untersuchung als mit Fucsin gefärbt sich erwiejen.
Die Untersuchung gegen die Firms ist im Gang.

F In Trier sind kürzlich falsche 20 Pfennigstücke aufgetaucht.
Sie kragen die Jahreszahl 1875 und das Mänzzeichen d. d. und
sind von den echten außer ihrer sehr hellen Farbe nur dadurch zu
unterscheiden, daß sie sich anfühlen, als od sie mit ener glatten
Masse überstrichen wüären..

J Straß burge 17. Febr. Der Rh'ein isthier seit
gestern um etwa 1 Mener gefallen; die Ill dagegen siult nur sehr
angfam. Die Kinzig ist seit zwei Tagen im Fallen, die Stauung
bo Rhein her hindert aber den raschen Ablauf ihter Gewässet.

p's tutigart, 13. Febr. Seit dem J. Januar wohni
hier in »ehnem Privatlogis, ir stiller Zurück ezt genheit und mit
Asenschaftlschen Arbeten dbeschäftiat, ein Mann, wel her im Jahee
1848 und 1849 on · der nungarischen Revolution nächft Koffnth den
hervorragendsten Antheil hatie. Es ist dies Artbur v. Görgei,,
Jeb. am 5. Febr. 1818 zu Toporiz im Zipser Komitat.

7Wirn, 17. Fedr.“ Der dramatijche Dichter Salomon

Mofenthal ist heute hier gestorben. Seinen Dichterruhm begründete
1830 das Drama „Deborah“, dem noch viele andere Stücke folgten.

f Am 15. d8. ist Chang arnmier, der greise Kriegs nanu
zeftorben, Am 20. April 1793 zu Autun (Deprriement Saone⸗
a. Loire Feboren, trat Changarnier 1815 aus der Kriegsschule von
Su Cyrin die könignche Garde, ging 1830 .nach Algier und
dte dort bald zum Divisionsgeneraͤl auf, üdernahm 1848 die
probisorische Regierung Algeriens, wurde aber bdald abberujen und
Sberbefebizhaber der Rationalgarde des Se nedepartements und

Fommondant der-Pariser Milinardiv sion— Entschiedener Gegner
des Prinz-Regenten Ludwig Napolesn, wurde er 1851 im Januar
nz beiden wochtigen Posten beseitigt, trat in die legizlative National⸗
zersanmlung und verfuchte dort zw schen den Legitimisten und Or⸗
eanisten eine vermmttelnde Stelluag einzunehmen⸗ Am Tage des
Ztaotestreiches, 2. Dezember 1881 ward ⸗r auf Napoleons Befehl
berhaftet und durch Decret vom 89. Januar 1852 aus Frankreich
hecbaunt. Nachdem er einige Zeit in Mecheln gelebt, kehrte er
nuf Grund der allgemeinen Amnest e zurüch und nahm seinen Wohn⸗
siß auf seinen Besizungen im Saone et⸗Loire ⸗· Departement. Als im
Jahre 1870 der Krieg ausbtach, bot er, obschon ein Gegner des
Zaiserreichs, dem Vaterlande serne Deenste an und wurde von Nopo—
edn zwar mnicht mit einem Tominando betraut aber doch dem
Daup quariier der Rhein⸗ Armee zugetheilt. Während Mez ein⸗
zeschiofsen war, befand er sich stets an der Seite Bezaines. Am
25. Ottober hafte er mu dem Prinzen Feiedreich Karl von Preußen
in dessen Hauprquartier zu Corry zu verhandeln, os die franzosische
Armee, ohne zu capituliren, abziehen dürfe. Da er nichts aus⸗
richtete, hielt er sih von den weiteren Capitulationsverhandlungen
fern Nach Abschluß des Friedens trat er in die Nationalver«
sammlung und hielt dort zum orleanistischen rechten Centrum, spater
wdurde er zum Sengaior auf Lebenszeit gewählt.
Faur die Redaction verantwortlich: F. X. Dewme
zo
Betanntmachungen. Vorschuß-Verein St. Ingbert ogαα,
Leingetragene Genoffenschaft) —* —3 ,
Agenten-Gesuch.
Eine re ommeite Lebeus und
Unfall-Versicherungs-Gei'ellschaft
ucht einen füchtigen Bertreter
ür den Bezirk St. Ingberl zu
engagiren. Offerten a. d. Exp.
d. Bl. sub. Cheffre Mu8.
Frische Butter
wieder eingetroffen bei
PIa. KIneIc.

De Hospital: Commisjsion hot
die Rechnung für das
Juhr 1876 aufgestellt mit einer
Besammt-Einnahme von 5812
M. und mit einer Gesammt-
Ausgobe von 4351 M.

Im Hospitale wurden pro
1876 verpflegt 116 Personen,
welche 3983 Berpflegstage hatten.

Ferver ist der Voranschlag
der Einnahmen und Ausgaben
für das Johr 1877 aufgestellt
und liegt dieser sowie die Rech⸗
nung von 1876. 14 Taue lang
zur Einsicht auf dem Bürger⸗
meisteramte offen.

Si. Ingbert, 17. Febr. 1877.

Das Bürgermeisteramt:
Custer.

Die Miigl eder weiden' hiermit zu der am Dienstag, den
27. Febr. 1877, Abends 28 Uhr, im Ferd. Ober⸗
daufer'schen Lokale stattfindenden— I

General-vVersammlung
e'ngeladen. — 0

Tages⸗Ordnung:
Vorlage des Geschäfisberichtes pro 1876. .*7*
Entlafung des Vorstanbes. 2.3 . 49
Festhehung der Dividente und Vertheilung des Restreirgewinns.
Neuwabl'ds Voistandes 8 4. —
ANusloosung und Wahl dreier Ausichuß nitgl'eder 824.
Bahl einer Prüfunza:Comm ssion für die nächsten 2 Bilanzen
80.
St. Ingbert, der 11. Februat 1877. —
der Verwaliimgsrath des Vorschuß-Vereins St. Ingbert:
Ehrharcdt Jochiumn, Vo sitzender.
—— — — — 4J — —
I —
Das Internationnl Lehrinstitut übernimmt die
lVorbereitung zu den höheren Classen der Gymnasion und
Realgymnasien. zum einjührigen Miilitairexamen ote.
—isaR; andéisehnie, deren Absolvirung zum
injahrigen Militairdienst bereehtigt — Pensionat mit
trenger Disciplin. — Prospectus durech die Direction in
Bruchsal

Die Normser Brauer-Akademio,
ereits voa circa 700 Brauern aus allen Ländern der Erde besucht,
beginnt das Sommersemester am 1. Mai. — Progtamm und
Außkunft ertheilt

—*

Eranten seder Art tann aus
ooller Ueberzeugun die Anwen.
*9 des 3 bewa drien
Dr. Alryv ainte
deschriebenen Seilverfahren⸗ em⸗
ofohlen werden Dieses in ꝓg
als 60 Au efschlenene 800 6
ftarke Buch koen daur 1 Mart u
ist durch sebe Zug banblung oder
direet von Rigteru Verlagẽ
anstalt in keipzig zu —8—
welch· Lehtere auf Vert angen
Ruch einen 100 Seit. starten Aus.
ing darau⸗ gratis a. frauts ut
Vrufung versent

De Armenpflegschaftsrath St.
Ingdert hat die Rechnung
pro 1876 und den Voranschlag
pro 1877 der Lokalarmenpfle ge
Jafelbst aufgestellt und können
14 Tage lang auf dem unter⸗
fertigten Amte einzesehen werden.
St. Jagbert, 17. Febt. 1877.
Das Bürgerme steramt:
Custer

———
mit Firma, zu Geschaãstsbriefen,
in sehoönen veræierten
Benhriften,
Vonogra in mae, Vinit emn-
Rartom ote., werden rasch
and billig angefertigt in der
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F. X. Demetæe.
dt. Ingbert.

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Die Direction
Dr. Schneider.

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Taͤglich können noch
40 Schoppen Milch
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und Roßmanng Actien-Geselischaft in Berlin.
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Quantitäten und in volllommenster Herstellug—
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* *2 7223 ra et 52* 32* 23322335
J * 3 24 255333 —352335* 5 2.27 257
525535 3338 2*333
82 27 —A 7535563 —A
—A 8 38 * 322 2* 2 38
552 72 — 2 2 * 25
I 31 57 25.25
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7 235 3353 e3323*?88
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z25.3 7 7 53753, 45 523 3
338s7338 533233; A 555358388 15
*5 * — —
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7 5353333383 2 24553236583 *
2258 278 — 38233333236 2*
35*81 22 82 —
— — 5375 55523—8383 J.
355355 — 32333535 *25353 — —
373753837 8333 13583 8
3— 228
8 2553233 233533253
—A⏑— —3*2 253 255 —5. 28 —7 5825 8 327
283838 *522 336 588 X*5 232. 2
22 * 2 22 — — 2—22272 235 2 28. *
725529 2 42 — —I
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*2 — —3 2 28*72* — 23 — ·
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2238 2. 2. 23* 2 2EƷSE. — 2 —
2* — 5828—5 2 * 2 S 5. 228238
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23555332535 ⁊ 5833
— 578233 55 233537
—— 2237*85 3275
*5853257 —3 —
253553;8 —D
2 25722 2 83— 2
*—6327 5 227
*25 3 8
2E3S. 73.
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2222 25 * 255 122*8532 57552 — 3
* 333633 *2 58 J 553353535 53328
332 *228273 38733532522 22.5

223 57* *52. 72 — .222 22 73 m52383*
*7s885 53233 2353* 5553 — 5353—* 3
23 — —A— 22* — J — 7 8 54
* 5 . 223 55 38 083 2 2233 262
2133 73538 255 33 5 3

2582. 32 552 5323833 37 533—225

v — 3 2 *5 —5523 — 5*3322 3 5 2
D B. 3 —A — — 2. 52 23 — 232 0 — —22322—
22*855* 5253 * — 33 37
2 7. 5 33 — 2 »5 F ⏑— 3 83 — 22—
8 —5222 888 —V — S33383

J J 27 — 5 *

2 2— 252353— 3857* 8.2E. ——
72 52332 3 * 2. * 3222* * 44
— 532 7533 525 1522575 — 35 2.55
— 2 — ẽ * 32. 2 2
5257— — 8* 25 3 271 — 2 38
82 35 2525833 353 25
*258 588852. 27 522322
—— ED 2223 —— —8 8

2288 2 2522 5232323. 3 — *

332 —A 53353

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        St. Ingberter Anzeiger.“

der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mit dem Haupiblaätte verbundene Unterhaltun zsblati. (Sonntags mil illustrirter Bei—

lage), erscheint wöchentlich vBiermal: Dieustag, Donnerstag, Saustag und Sonntag. Der Absanementspreis beträgt vierieljährlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfq., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. vpro Zeile berechnet.
M 29. Tonnerstaa, den 22. Februr — 19377.
— — —

ÇXXäσôäô

—
Deutsches Reichh.
München, 18. Febe:? Was einige Blätter bezüglich der
Finberufung unseres Lindtags im Laufe des Frühjährs berichteten,
wird als eine n'cht begründete Vermuthunz bezeichnet und bemerkt,
daß Anlaß zu eirer Berufung der Kammern vor dem verfassungs
mäßigen Termine, d. h. vor September d. J., wenigstens zur Zeit
nicht vohanden ist. * 9pr (GPf. K.
Ein Theil der Münch ner Garnison ist schon mit den meunen
Patrontaschen M. 76 ausgerüstet und benütgz dieserbe heunre
zum er en Mal im Deeuste. Da das vom Saldaten mitzutragende
Munitiousquautum in zwei rechts und links vor der Mitte vwes
Leibes zu iragenden Taschen untergebracht ist, erwäust demselben
eine besondere Erleichterung hieraus, wie auch die Manipulation
ene einfachere und das Gewichht ds Gepackes richtiger vertheilt si.
GEr. K.)
Ausland.

England, das Lind des Rebel und Sonderbrkeiten ge—
bert seltsame Gerüchte auch in politischen Dingen. So erzählt
man in Londoner Klubs, daß es ernstlich im Werke ge⸗—
wejen sei, dem Schwiegersohn des Czuren, den Heczog von
Edinburg, auf den dbyjäantinischen Thron zu verhelfen, um so
eine „Jedermang befr edigende Lösung“ der orientalischen Frage
herbeizuführen. De soust so schwerfällige brit,sche Phantasie nimmt
noch höheren Flug und erfindet sich zu dieser Legende die Ans⸗
schmückung, doß Fürfst Bismarck, Fürft Gortschakow, Disraeti und
Gladstone bereit çewesen seien, sich mit dieser „Lö ung“ 3u befreun-⸗
den, als das ganze herrliche Projekt am Widerstand der Königin
Viktoria, der auch im konftitutionelien Musterstaat schwer ins Ge⸗—
wicht falle, gescheitert sei. Es gegört robuste englische Beeffteak
Logik dazu, um dergleichen auch nur ein Moment lang für möglich
zu halten. Allein man erzählt es, glaudt es, druckt es sosar im,
dande der freten Biiten und erbärtet so aufs Neue die Wahrheit
des alten Wories, daß jeder Dumme, wenn er nur gehöriz sucht,
mmer im Stande ist, einen noch Tümmern zu finden.

haben. Trotz alsbaldiger ärztlicher Bemühung war derselbe nicht
mehr zu retten; am Samstag wurde er in Mittelberbach beerdigt.

7 Miesenbach, 16. Febr. Heute wurde dahier in einer
Scheune uater dem Heu versteckt die bereits in Verwesung über⸗
geiretene Leiche eines Tagners aus Ramslein gefunden.

Wie man der „Pf. Volksztg.“ mittheilt, starb in Ber g⸗
abernn kürzlich ein Uhrenhändler in Folge Anwendung von
Thlorosorm. Der Mann tonnte wegen heftigen Zahnschmerzen
nicht schlafen und fuchte sich durch Einathmea von Chloroform Ruhe
u verschaffen. Offenbar war er in dem Gebrauch unvorsichtig und
ührte so seitst seinen Tod herbei.

FVBom Rhein, 18. Febr. Vergangenen Samstag warden
1 Schauffuer der pfälzischen und 2 der hessischen Eisenbahnen aus
hrem Dienste entlassen. Dieselben sollen in gegenseiligem Ein⸗
dernehmen Passagere ohne Billets befördert, von denselben aber
Beld entgezengenommen haben. Der Justiz wurde die Sache gleich⸗
eitig zur weiteren Behandlung überwiesen. In diese mißliche An⸗
jelezenheit sollen außzerdem noch einige Leute vom Fahrpersonal
»er Reichsbahn und der Saarbrücker Bahn verwickelt sein. (Pf. 3.)

F Der Deggendorfer „Donaubote“ schreibt: Man
möchte nicht glauven, daß es woch immer Veute gibt, welche mit
dem alten Gelde zurückhalten, in der Hoffnung, es werde wieder
zur früheren Geltung kommen. So erfuhren wir gestern, daß ein
HPdann im baherischen Walde 6000 Gulden in altem Gelde habe.
Dee Bayceulthet. Bühnenfestfpiele fiden in diesem
Jahre nicht statt. Richard Wagner ist gegenwärtig sehr leidend.
Die Aerzte Haben ihm jede geistige Anftrengung untersagt.

Diedenhosen, 16. Febr. Bis gestern Nachmittag
l Uhr stieg die Mosel zu einer solchen Höhe, doß sie die Hülfs—
drücke, welche die Strompfeiler der neuen Brücke bei Beauregard
zum Trausport von Baumaterial verbindet, ergriff und zerstörte.
Sin Zimmerpolier nuud zwei Arbeiter, welche die Zerstörung mit
ansaben, best egen einen Nachen um eiuniges Material der weg⸗
geschwemmten Brücke zu retten. Allein der Strom trieb ihren
Rachen mit solcher Wucht gegen einen Pfeiler, daß er zertrümmert
umschlug und die diei Insassen in den Fluten untersanken. Der
eive konute sich an dem Gebälke der Beücke weder emporraffen
und so sein Leben reiten; der andere, ein guter Schwimmer, schwamm
dem jenseitigen Ufer zu, wo er im Augenblicke, da ihn die Kräfte
verließen, durch Herrn Tissot und zwei seiner Leute, die in einem
ahn hergerudert kamen, gerettet wurde; der dritte aber, des Schwim⸗
mens unkundig, fand seinen Tod in den Wellen. Der Strom ist
heute noch im Steigen begriffen und überschwemmt aroße Strecken
des flachen Uferlandes.

FKoöln, 19. Febt. In der Vorstadt Ehrenfeld wurde eine
Falschmünzerbande entdeckt, welche Hundertmarkcheine der sächsischen
Bank auf littogcaphischen Wege nachgemacht hatie. In Unlauf
gesetzt soll noch nichts von dem Fabrikal fein.

Wenn man Schulze heißt und in Berlin wohnke, und
ob ndrein in einem Hause wohnt, wo noch mehrere Schulzen wohnen,
muß man auf Alles gefaßt sein. In der C.-Straße steht, wie die
„Post“ mittheilt, ein Haus, das einen Schutze als Eegenthümer
und zwei Schulzen als Ptieiher aufweist. Der Wirth Schulze und
ein Miether Schulze haben denselben Flur inne ued jede der beiden
Familien erfreut sich einer jungen hübschen Tochtet, welche den
benfallz nicht gerade seltenen Vornamen Emma führt. Kürzlich
eiert des Wirths Tochter ihre Hochzeit und an demselben Tage
»es Miethers Tochter ihren Geburtsiag. Und nun gebht's, den
janzen Tag in einem Fragen hüben und drüben: Wohat hier
Frdalein Emma Schulze und nach Bejahnng wird dann immer
ꝛ.n Geschenk abgegeben, und jast immer ist's unrichtig, ftatt an de
dochzeiter'in an das Gehurtstagstind und so umgekehrt. Beidec
eitige Verzweiflung. Endlich kommte der Wirth auf eine große
Idee. Er bringt namlich au seine Thür einen Zeltel an, auf dem
iu reesi gen Lettern geschrieben stand: „Hier-wohnt der Hochreits⸗
Jaulze!“ — Urd in Anerkennung der Treifl keit diejer Lettetn

—A—
Vermisahtes.

F St. In gbert, 21. Febr. (Eisenbahn von St. Ing⸗
bert nach Saarbrücken.) Durch die Freundlichkeit ewes hiesigen
Hectu sind wir in den Stand gesetzt, unsern Lesern folgendes au
venselben gerichtete und den Bau der Essenbahn von bhier nach
Saarbrücken betreffende Telegramm mitzutheilen:

„Definitive Verständigung hat stattgefnunden.
„Ludwigsbahn baut bis nahe St. Johann;
„Preußen erhält Betrieb bis St. Ingbert. Vor—
„arbeiten sofort beginnen: Bauzeit binnen Jahres-
fust

Wie aus deesem Telegramm zu ersehen, haben die in den
tetzten Tagen geführten Unterhandlurgen zwischen Bayern und
Preußen endl'ch zu dem schon lange gewünschten und ersehnten
Resu:tate geführt, das wir im Interesse unse:er Siadt aufs Freu⸗
digste degrüßen. Die Vortheile der Bahn nach Saarbrücken für
die hiesigen industriellen Verhältnisse sind so groß und so bekannt,
daß wir darüber kein Wort zu verlieten brauchen. Freuen wir
uns, daß endlich alle Bedenken bese tigt und die Verwirklichung des
Brojektes svon für die nächste Zukunft in Aussicht gestellt ist.

— Heute gegen Miittag wurde auf dem Felde bei Rohrbach
der 50 jahrige Tagner Karl Waltura von Homburg als Leiche
zufgefunden. — Ein Schlagfluß scheint dem Leben des Waltura,
der dem Branntweinttunke stark ergeben war, ein Ziel gesetzt zu
Jaben.

Mittelbexbach, 19. Febr. Am Freitag früh wurde
nuf dem Niederbexbacher Wez ein Mann von Nederwürzbach in
dollständig störrem Zastande aufgefußden; derselbe sheut betrunken
dewejen zu fein und sir, um auszuruhen, doethinemedergelat zu
        <pb n="96" />
        erscheint denn auch bald drüben an der Thür diese Auifchift:
‚Hier wohnt dex Gehurtstagsschulze!“ Wenn uan Shualze deißt,
muß man sich eben zu helfen wissen.

, Wien, Die bei der Staatsbahn vorgefommenen Verun—
treuungen belaufen sich nach einct Erklärung der Verwaltung auf
1,126 000 Franken.

7 Daex Berlobungtring Heinrich' s IV. wurde zu Paris
jm Hotel Dronos an den Meistbietenden v rxkauft und brachte die
e *

FDer in Rewe Yot! am 209. Januar, gladtich eingefrof⸗
fene Rorddeutsche Llioyddampfer Ohlo welcher am S. von Bremen
abgegangen, halte vom 17. an fast unausgesehzt mit schweren West⸗
türmen und furchtbar hoher See zu kämpfen. Der Siurm erreichte
seinen Hphepuntt an den Tagen vom 17. dis 20., die See. stürzte
umabläffig üder Deck und bedeckte datselbe und das Takelwerk des
Doampfers mit einer digen Eisgruste, Das Ded wer für die
Piaunschaft laum gangbar und es mußten Taue g zozen werde,
an, weichenn Ge sich beiihren Arbeiten jesth Aten koumlen. Am20,
— 8 25. Kelltg sich weder stürmiiches Weller,
von einem dichten Hagel und, Schneesturm begaleitet, ein, das, noch
oxidauexten · als der. Dampbfer 100 Meilea pqu Scudy Hool einen
dootsen an Bard aahm. Das Fahrzeug war bei. seinecn Einlaufen
agch von eiperx Eislriuste eingehüllt. (Wes. Zia.)

. De Sixih Anue EiiendahnoGejellschaft ;in Ret w No rel
zat so ehen ein veues Fubrwegteen den Vereln gebracht, welches
tie algemennste Bufmerliamteit auf sich vehhi. Es ist dies ein
wti. Stogk hoher. Perienetgwegen, dar, dem perdocheneu Geschmad
der Amerikaner entsprechend, mit einem. bedeautenhen Luxusg aug⸗
zestostet ift. Alle Gisenes und Meyssinge Bestandtheue desselhen sind
nernichelt, die Sotze von feinem, policsen und dugchhrochenen Holze.
daß Ganze Gerült des Wageng ist nach dem amerikanischen Systein
gebant, und zu beiden Sesten de⸗ Wagens befinden sich je eine
Shiege, welche in daß Innere, der einzelnen Stocwercke führt. Die
ich —R der inneren Abtheilungen ist so bemessen, daß eine 6
hohe, Person in denselden bequem aufrecht stehen. kann. Daz
Wogengehäufe reicht bis auf 1 über die Schienen herab, so daß
die Räder unsichtbat sind und- überhqupt der ganze Wagen mehr
den, Eindruck eipes großen Bahnräumers macht,

Pbiladelphiga, 9. Feht. Die Philadelphia Cen⸗
lenuiglausstellung, deren Schluß am 10. Nopember 1876 statt
gefunden, hat, ist nach einesn Notiz dex, Dauschen Bouzeitimg“ von

etwa neun Mill'onen Menschen besucht worden; das ist ungefähr
edne Million mehr als bei. der Wiener Ausstellung und einige
dunderttausend mehr als Jede der überhaupt dagewesenen fünf
Weltausstellungen. Die Eiunahme: aus Eintrittsgeldern hat sich au
etwa fünfzehn Millionen Mark belarfen, beinah das Doppelte des
bisher ir zendwo erreichten Betrages. Die Gesammteinnabmen ein
schließlich Stäitegeldet und Erlös aus Baulichkeiten beträgt 18,500, 000
die Gesammtausgaabe 38,000, 000 Mark,, so daß ein Defizit
von 16,800,000. Mart als Schlutzergeonis des gꝛoßartigen Unte:
nehmens zu derzeichnen ist, 5

7Eishanodel. Das amerikanische Eis wird vorausficht:
lich dislig werden, auch dann, wenn nicht wie im Jahre 1876 ein
alter Spätsommer die Nachfrage auf ein Kleinftes zurückfüttrt Dit
New · Y⸗rter Eis⸗Gesellschaften berichten, daß ihre Vorrathakammern
ür den Sommerhand⸗el gefüllt sind Das Eis sei von vorzüglicher
geschafftnheit, 12 bis 14 Zoll dick und völl g schnesrei, In den
im Hudson gelegenen Häusern hat eine Gesellschaft fast 250,000
herschied ne andere 120. 000 Tons geiammelt. Es sind für Ein—
sammieeln dieser Vorräthe 137 000 Dollars, ausgeneben worden.
leber 4000 Mannuud 500. Pserde sind mit der Arbeit bejchäftegt
geithen.

—Z
— —— —[ 7 —
»vie Redaction verantwor
Redaction per

—
* sl A wel he von Zeit zu
Trotz al er ugri e, Zen von nteresürten
Bersonen Vgegen Dr. Airy's Rasurtheilmethode osaelossen werden
jat sich dies dorzügliche populär · medicinische Werl und das dar'n
esproche e Heilverfohren immer nene Anhänger erworren und in
miner weit⸗ren Kressen günfligste Aufnahme gefunden, was schon
»qraus dervorgeht, daß dasselbe bereits in mehreren fremden
Zprachen gedruckt werden muß e und schon über 60 Auflagen er⸗
ebt hat. Wir glauben daher auch nur im Interesse der zahlreichen,
iah Hilfe — Heilung verlangenden Kranken zu handeln, wenn
nir ihnen auf Grund dieser Thatsachen und der zahlre'ichen glän—
enden Zeugnisse dieses, nur 1.Mark kostende Buch dringend zur
Anschaffanzund Dirnach ichtuug empfehlen. Um nun aber durch
hnlich · betitelte Bücher nicht irre geführt zu werden, verlange mar
ausdrücklich: Der. Airy's Rafturheilmethode, Original⸗
Ausgabe von Nichter's Verlags Anstalt in Leipig.

JT
Submijsion auf Straßen⸗Unterhaltungsar⸗
beiten in den Kantonen Blieskastel und
St. Ingbert.
In den Kantonen. Blieskastel und St. Ingbert sind
pro 1877 verschiedene Arbeiten zur Unterhaltung der
Distriktsstraßsen auf dem Wege der allgeimemen schrift⸗
lichen Submiffion zu vergeben, und zwar im Cantonet
A. Bliesstastes.
1. Pflasterarbeiten in Laußlicchen, Niederwürz⸗
dach und Ormesheim, verunschlaat zu.
Maurer⸗ und Steinhauer-Arbeiten in der
Nähe der BreiterMühle, dann auf den
Stroben von Bliesdalheian bie zur lothrin⸗
gischen Grenzet und von Herbitzheim nach
Rudenheim und Erfweihler:Ehlingen, ver—⸗
uuschlagt zußu. ..
3. Zimmermannsarbeit an der Brücke in Lauß
irchen, veranschlagt zu....*
Sa.
B. St. Ingbert.
Pflasterarbeiten in St. Jugbert, St. Inge
zerter· Grube, Heckendalheim, Eusheim und
anf. der Steffelkttatze, vecanschlagt zu.
Vraurer· und. Sleinhauer Arbeiten zu Ens
heim und, St. Ingbert, vexanschlagt zu. 370,60 M.
So.. ĩ600. 28 M
Zuderlässige Ueberneßmer werden eingeladen, ihce, scheiftlichen,
Dfferten unser, genauer. Bezt chnung der Arbeiten, für welche die
Submission. geiten soll, bis längstens Mittwoch, den 28.
Februar nächsthin, Vormtags 11Uhr vexschlossen bei. der
unterfertigten Behörde, eizureichen, bez weicher bis dahiu die Kostene
anschläe nebst Bedingnißheft und Planmzeichnung zu Jedermaung Täglich koönnen noch:
Finsicht offen liegen,
Zweibrucien den 18. Frbr. 1877. 40 Schoppen Milch
Kgl. bayr. Bezirkdaͤmt: abgegeben· werden · bei
Damm. j M. Thiery.

50 Pfennig. St. Ingbert. 50 Pfennig
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Das Verkaufslokal ist in der Hasseler Straßße, den
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F 23 2 4 5323
A— 5353525
22*2 538 — 523 6 553222
28* 2 *27 52 *32535 25 wẽc — 5382553
533535 353 533 255 —35388 25223 3833857*
24 5532335 S353 —8 S3 J ——— *2 —— 2 8*838
2 —— — 553 2 53 * —228— —A 7—2 7 5 28 5*
5 — — 527 5 —A ————— — ——— 3 ——— —A
35 — — 358 * 352 —23 337 s5 33 7253 22333
825 — 8 2 424 2 22 575725 355 — *38388 27 58
2 25385827 52 —7 F 532 * *3 * 55368
37 3 22357 — 8 —A 753 —5 283 5233 232
55252* 2 * 55 2375252 52 * — 872*
z83385383 S78 5*75 3332368 — 823217 ——
* 32477727 —A — 22525837 *80 — 3833 28335
* —A 8 — — —— — —
* 525 —— — 5 7 3 2* 5538 5 8 7 *22
33858x36 38. 533 5355 ẽ— —2z26 253 —— 52
— — —— 532 * 5 3 558 ——— 2* — —— —
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        St. Ingbeiler Anzeiger.

.I c57 Vy 3 5

—A —X GSonntagt mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint wöchentlich Vlermal: Dieustag, Donnerstag, Saustag aud Fonutag. Der Aboanementspreis beträgt' viertelsathrlich

I Mart 20 X.Pfz. Anzeigen werden nmit T0 Pfa., von Auswörts mit 15 Pfz. fur die vriergesp altene Zeile Blattschrift oder beren Raum. Necla nen
*8 mit 30 Pfa. pro Zeile berechnet.

S—

AMß 30. * Eamstaa den 201. Februar J J —A J 1877.
Deulsches Reich. — 7

Munchen, 20. Febr. Da sich über die Gischäftslast der
Schoͤffen ich die an den Gerichssitzen Wohnenden vielfach uurichtige
Vorstelungen machen, so möze bei Zugrundelage des neue Gerichts
decfassungsgesezes hzervorgehoben werden; duß in Wirklichle tder
einzelne Schöff— durch die Wahl derse!ben aus dem ganzen Amts
vezirke weniger als man glaubt belästigt wird, zumal- die Bestim⸗
niung der Zahl dier Haupischöffen darch die Landesjustizverwaltung
is der Art ja ecfolgen hat, daß voraussichtlich Jeder höchstens zu
fünf ordeutlichen Siz ingstagen im Jahre herangezogen wird. Fuͤr
das folgend. Jahi dacf Jeinand ablehnen, der im letzten Geschäfts ˖
zjahr die Verpflichtung eines Geschworenen oder au wenigstens füf
Sitz ngstagen de Veipflichtung eines Sshöffen erfullt hat. Ueber⸗
haupt können, unter anderen Gründen, Personen ablehnen, welche
ziaubhaft machen, daß sie den mit deir Ausübung des Ehrenamtes
—XXXD
erhalten Vergütung der Reisekosten. — Der Vorsteher einer jeden
Geme ude soll alljährlich ein Verzeichn'ß der in der Geneinde wohn⸗
haften Personen, welche zu dem Schöffenamte berufen werden koönnen,
aufzußtellen haben. Der Gemeindevorsteher sendet die Urliste nebst
ven erhobenen Erusprachen und den ihr erforderlich erscheinenden
Bemerkungen an den Amtsrichter des Bezirts. Der Amtseschter
dellt die Urlisten des Bezirks zusammen und bereitet den Beschluß
ader die Einsprachen gegen dieselben vor. Er hat die Beobachtuug
der gesetzichen Vorschtiften zu prüfen und die Abstellung etwaiger
Pängel zu veraulassen. Bei den Antszerichte kritt alljaährlich ein
Ausschuß zur Enischeidung über de gezen die Urliste erhobenen
Einsprachen zusammen. Beschwerde findet nicht statt.

Mäünchen, 20. Febr. Wie ich aus si herer Quelle erfahre,
oll der 8 6 der Berordnuag über die Erzänzung der O'fi iere
pes stehenden Heeres“, wornach die Beförderuug zum Offiziere
durch den Besiß des Äbsolutociums eines humanistischen oder Real⸗
49 nnasiums bedin t ist, dahm aba ändert worden sein, daz in Zu⸗
tunft, glei hwe im üdrigen deutscheu Heere, nur mehr dijenigen
Kenutnisse verlangt werden, welche zum Aufsteigen in de 3. Ghu⸗
aasialklasse berechtigen, de h daß Avantageure das Reisezeuguiß zun
Zufsteigen ia genaunte Klasse besitzen oder bei den besonderen
Fähnt'chsprüfungen das Maß der hiefür geforderlen Kenntnisse
darlegen.

Berlin, 20. Febr. Das Abzeordnetenhaus genehmigle
iach längerer Debaite in zweiter Lesung den Gesetzentwurf, über
die Theiluug der Podinz Preußen. Der die Theilung aussprechende
Jl wucrde mit 201 gegen 158 Stimmen, der die Vermözgeus⸗
ausei andersetzung betreffende F4mi den von S.ydel und Maqel
æstellten, die edentuelle gesetzliche Regelung betreff nden Ameudements
angenommen.

Berlhin, 21. Febr. Dast Herrenhaus erledigte in seiner
Jeutigen Sitzung die Generaldiskussion des Geseßeniwurses betr.
ie Unterbrinzung derwahrloster Kinder in Besserungsanstalien und
weiterhin eine größere Anzahl von Petitionen . J

Der Haudelsm'inister hat die peeußischen Staatsbahnen er⸗
nächtigt, den in den westfäsischen Kohlenredieten entlassenen Berg⸗
euten nebst ihren Familien zut Rückleh— in die Heimath Billets
III. und IV. Klasst zu dem getingeren Preise der Militärbillets
10 Pf. für die Meile) auszuhändigen und die Privatbahnen er⸗
ucht, die gleiche Vergünftigung zu gewähten.

Der Ausschußantran wegen weiterer Durchsührung der Münz—⸗
esorm lauiet: Die Ausschüffe für Handel und Verkehr und
ur Rechnungeweien beantragen, der Bundesrath wolle beschließen:
() Fur Reichsrechnung sind weitere 40,. 000 Pfund Gold in Krouen
ind halben stronen auszuprägen, und zwar jungdst zu gleichen
Werthbeträgen, borb-haltlich jedoh spät rer Bestimmung üner die
Höhe der in j der dieser beiden Sorten auszumünzenden Beträze;
d) in Rüsisicht darauf, daß bis zum 3. laufenden Monats au
seichz Setbermünzen beteinz ausgepfägt worden sind an Fünfmark⸗
tücen 71,653, 005 Nack, an Zoveimarkitücke 79. 346.702 Mart,

an Einmarkstücken 148.812. 163 M., an 50. Pfennigstüden 52,679, 731
M. 50 Pi., an 20-Pfeanigstücken 35,717,922 M. 80 Pf., sohin
usammen 383, 100 616 M. 30 Pf. hat vom bezeichneten Zeit⸗
bunkt ab aur noch die Ausprägung von 2⸗Markstücken mit eurem
Betrage vou etwa 19,000, 000 M. und von 85⸗Pfennigstücken mit
inem Betrage von etwa 25,000, 000 M. Statt gefunden, üund ist
ladann mit der Herstellung von Reichs: Silbermünzen bis auf
Weitetes ganr innezuhalten; 3) die im laufenden Jahre auszu⸗
orxdgenden Reichs-Silbermünzen so wie das für Reichsrechnung
uus‚umünzende Gold werden auf die deutschen Münzstätten in der
Irt vertheilt, daß davon 52,4 pCt. auf die koöͤnigüch preußischen
Münzftätten, 13,6 pCt auf die Pünzstütte in München, 7,2 pCt.
auf die in Dresden, 9,7 pCt. auf die in Stuttgart, 5,9 pCt. auf
De in Karlsruhe, 8,8 pCEt. auf die in Daumstadt, 7.9 pCt. auf
die in Hamburgq entfallen. Die Ausschüsse waren darübet einver⸗
danden, daß als auf Reichsrechnung ausgeprägt im Sinne vor⸗
tehenden Beschlusses zub 1 auch diejenigen Goidmünzen anzusehen
ind, welche etwa füc Rechnung der Reichsbant ausgeprägt und,
uter Uebernahme des Mehrbetrags der Prägekosten auf die Reichn⸗
lasse, zu Kronen und halben Kronen ausgeprägt werden.

Stuttgart, 17. Febr. Die LRegierung hat der Kam⸗
ner einen Sesetzentwurf vorgelegt, nach welchen die Apanage des
Prinzen Wilhelm von Württemöerg aus Anlaß seiner Vermahlung
mit der Prinzessia Marie von Waldeck von 34,000 auf 100.000
Mark erhöbt wierden joll. Die Kammer nahm gestern die Vorlage
in erster Lesung ohne Debatte und heute in zweiter Lesung mit
allen abgegebenen (88) Stimmen an. Der Pirinz ist bekanntlich
»er präsumtive Theouerbe des Landes, nimmt allo die Stellung
ines Kronprinzen ein; als wirkli her Keronprinz hätte er nach dem
. Hausgesetz Anspruch auf 66,000 fl. und seine Gemahlin
nuf 8000 fl. Bemerkenswerth ist,“ daß der Gesammtbetrag der
Apanagen, Wittume und Sustentationen, welcher sich zur Zeit der
ẽüclassung des Hausgesezes pro 1827/28 auf 388,574 fl. 14 kr.
zelaufen bat, dro 1876.77 auf die verabschiedeie Summe von
262,976 M. 38 Pf. gleid, 183,402 fl. 53 ir. vermindert hatte.

A. 3.)

Wie man der „Weser-Zig.“ schreibt, bestätigt es sih, daß die
dnigin Biectoria auch in diesem Jahre zu kurzem Aufenthalt in
Deutschland erwartet wird. Ihrer Aukunft sieht man in der ersten
dälfte des Monalis April entgegen. Sie wird voraussichtlich Baden⸗
Baden und Coburg beiuchen. Während ihres Aufenthaltes dücfte
zuh eine Bezegnung miet den kaiserlichen Majestäten statifinden.

Ausland.

Wisen, 20. Febr. Dem ‚Tageblatt“ zufolge ist der Aus⸗
zleich mit Ungarn in der Baukfrage endlich ju Stande gebracht
und sind die Minister Tisza, Szell und Trefort Nachmittags wieder
nach Pest abgereitt.

Paris, 20. Febr. Die hiesize türlisch ˖ Boischaft erklärt die
Zerüchte über den schlechten Gesundheitszustand des Sultans für
unbegründet. — Im Canal und an den Küsten der Brelagne
vüthete ein heftiger Sturm, viele Gegenstände wurden weggeschwemmt.
— Der „Liberte“ zufolge ist Mirschall Canrobert schwer erkranlt.
Paris«ô, 20. Febr. Man erfaährt von guter Seite, daß
kagland und Oesterreih einen äußersten Schritt bei der Pforte
vorbere ten, um deren nachträgliche Zustimmung, jetzt unter den
yeränderten Verhältnissen, zum Konfetenz⸗Programm oder ju irgend
iner anderen Rußland uufriedenstelleuden Loͤsung zu erwirken.
Dre be den Mächte sind ent chlossen, weder Warnungen noch selbst
Drotungen zu sparen, um diesem Schritt in extremis einen Erfolg
u si hern, der kroßdern in neutralen dibplomatischen Regionen höch—
iich bezweifelt wird.

Die Siadt Paris liegt augenblidlich im Prozeß mit dem
Staate. Wahrend der Belasserung von Paris, in den kalten Tagen
vom 2. bis 23. Dez. 1870. hallen die Truppen, welche in den
Behöljsen von Benceunes und Boulogne lagecten, eine Anzahl Baunne
zeiälli, am an ihrem Feuer sih zu wärmen. Die Stadt verlenale
        <pb n="100" />
        —XV
pom Kriegsministerium auf 248,500 Franlken festgesetzt wurde.
Die Summe erscheint der Stadt zu gering und die städtische Ver⸗
waltung hat sich an den Staatsrath gewendet, um ihre Erhsödung
durchzujeßen. dan theh J
d'aag, 19. Febr. Die 4wreite Kommer hat die mit
Peeußen abgeschlossene Convention betreffend die Verbindung der
niederlandischen mit preußeschen Canalen genehmigt.
Barcelona, 20. Febr. (Comploit.) H'er wurde ein
von Anhängern Zorilla's geplantes Complot entdedt, weldes während
des Befuches dez-Königs hier zum Ausbruch kommen sollte. Sie-—
ben Personen murden derhaftet ünd die Untersuchung eingeleilet.

Neapel, 20. Febr. Der Redakteur des Journals „Roma“
jaite heute ein Interdiew mit? Midhat Pascha. Der Tehemaligẽ
Broßvezier bestaͤtigte seinem Befucher, daß sein Sturz dem Einfluß
des Schwagers vom Sultan Mahmud Damad Pascha zuzuschreiben
ei. „Mahmud Damad unterstützte die Umtriebe, welche sich im
Ministerrath der Pforte gegen die Verfaffsung bemerlbar machten.
Didhat Pascha seibst will ausche nend nicht- an seine Rückberufung
Jlauben. Er chält den Krieg für unvermeidlich und für unmittele
dar devorfte hend ungeacht et: eines Friedensahschlusses zwischen der
Türkti und Serbien. Seiner Meinung noch ist ür Rußland ein
Rüchzug unmöglich, wveil ein solcher ihen den Verlust seines ganzen
xkinflusses auf die Ballanbölter einbrächte. und die Früchte seiner
qundertijährigen Politil opferte. Midhat Pascha verzweifelt selbst-
petstündlich nicht an einem der Türlei qünsti zen Ausgang des
Zriegeß. Nach seinet? Ueberzeugung ist eine Lokalisirung des orien
ralischen Krieges nicht denkbar, weil Oesterreich durch die Provo
ntionen seiner slavischen Bevöllerungen zu einer altiven Politik:
ueiner. Interbention wird gezwungen werden. Gesch'eht dies,
dann est ein allgemeiner Krieg unausbsetblich, denn die anderen
dänder würden sich einmischen. Frankreich und England würden
eine türtkenfreundliche Haltung einnehmen; Fürst Bismarck aber,
der „eigentliche Urheber aller jetzigen orientalischen Ver: ickelungen“
draänge Oesterreich zu einer Ausdeknung-der önerreichis ren Macht
nach den Slavenländern, um desto sicherer und: ungenirtet das
deuische Reich ducch die Annexion von Deutsch Oesterreich vergrößern
ju können und um Rußland eiune Annexion der fürlischen Be—
itzungen zu ermoͤglichen.

Konstantinopel, 21. Febr. Wenn es' gelingt. den
Frieden mit der Pforte zum Abschluß zu bringen, so sollen die
detreffenden Protokolle vorerst den Garantimächten zur Gutheißung
und Ratfizirung unterbreitet werden. Dann aber solle der Sultan
eine Amnestie ertyeilen und die früher Serbien zuslehe den Rechte
in einer Fr'edensprotlamation nochmals ausdrücklich vestätigen.

Konstantinopel, 21. Febr. D'ie Pforte hat ihre
—I
daß die Nachrichten über den Gesundheitszustand des Sultans,
welche in der europäischea Presse circuliren, jeder Begründung ent⸗
behren. Der Sultan sei vor einiger Zeit von einem Zahnleiden
heimgesucht worden, welches aber gegenwärtig gehoben Pi. Seine
Besundheit sei in jeder Beziehung zufriedenstellend. In einer wei⸗
teren Depesche der Pforte an ihre Vertceter werden alle Gernchte
über eiuen bevorstehenden Wechfel im Großbenerat als anbeqründet
dezeichnet.

Die Friedensverhandlungen mit Serbdien dverlaufen so rasch,
daß eine Verlängerung des Waffenftillstandeß, der Ende dasf⸗s
Monats adläuft, kaum nothwendig werden dürfe. In Pera warde
die Unterze'chnung des Friedens schon am 21. da. erwariet. Das
Prototoll würde alsdann den Garantiewächten vorgelegt werden,
vworauf der Sultan für alles Geschehene Absolut' on ertheilen würde.

Das „Journal de St. Petersbourg“ schreib an der Sp'tze
seiner politischen Tazesrundschau: „Die jeß'ge Krisis wirft eine
große Uncewißheit auf alle internationalen Beziehungen. Gs int
Fies vielleicht unvermeidlich aber man muß gestehen, daß die Sprache
der Zeitungen aller Lander nicht dazu angerhan ist, diesen bedauer
iichen Umfiand zu mindern. Erst kürzlich iasen wir in mehreren
Otganen unserer Presse bittere Vorwürfe an die Adresse Deutsch ⸗
lands über den wenigen guten Willen, welchen dieses gegen Ruß⸗
jand unter den obwaltenden schwierigen Verhältnissen bezeige. Heute
slagen die nämlichen Zeitungen das Berliner Kabinet an, zu viel
ju thun und zum Kriege zu treiben. Wir tonnen dieses ewige
Mißtrauen nicht füt gute Polink halten. Es trägt sicherlich nicht
ur Bewahrung des guten Einvernehmens bei, ohne welches die
Vefahren, welche die Orientfrage birgt, sc werlich deschworen werden
zonnen. Es scheint uns mithin, daß unsere Zeitungen, anfstatt durch
wohlfeile Verdächtigungen die Altion Deutschlands zu entmuthiaen
— vwelches die an den Orientangelegenheiten uninteressirteste Macht
ist und demgemäs auch die unparteiliüste sein kann — dieselbe
hielcnehr mit ihren Wünschen anrufin sollten, und daß der einzige
Borwurf, weiqen sie an die Adresse des Berliner Kabineis richten

ünnten, der nare, diese Alt'sn nicht mit gerügender Festigkeit
dudzuüben.“ Sonderbater Weile ertont auch gegenwärtig wieder

jon enguischer Seite der Hilferuß, Deutschland möge doch feite
—ERO
darin scheint der zweifellose Veweis zu liegen, daß Deufschland
nach wie vor am Besten thut — gar nichts zu thun.

— Rofssisch»dsterreich ibche Convbention. Es
Jeißt, die rujsische Regierung hätte Oesterreich Ungarn angesichts
zes bevorstehenden Ausbruchs des tückisch-rusfischen Krieges wichtige
torschlage gemacht. Namentlich soll Rußland für den Krieg fall
ie Besetzung Serbiens durch öefterreichisch⸗ungarische Truphen gut⸗
seißen. mwatß auch deshalb geschehen mag, weil Oefsterreich Ungarn
ventuell die Besetzung Serbiens im Schilde führte. Wenn nun
ieselbe von Rußland aus vorgeschlagen wird so verliert fie dadurch
en russenfeindlichen Charakter, den sie sonst angenommen hätte.
Jü Ungaru ist der Gedanke, Serbien durch österreichische Truppen
a besetzen, dleineswegs unpopuhär. Man wöürde das hier als eine
zürgschaft çegen pauflawistische Agitatiorꝛen während eines rusfisch⸗
ärlischen Krieges betrachten und zugleich als ein Faustpfand gegen
dußland, weun letz'eres sid in der Bulzarei festhetzen wolle. Frei⸗
ich müßte man die anderen Bedingunzen lernen, welche mit der
waigen Vejetzung Serbiens durch österreichijche Truppen in Ver—⸗
—I
»es russischen Vorfchlages ein Urtheil fällen tönnate. ( Köln. 3.)

BVermischtes.

f Neustadti, 20. Fobr. Es vwird in diesen Tagen hier
ine Revifion und Inspellion der Waaren in den verschiedenen
Zpezerei⸗ und Materialhandlungen vorgenommen. Va man hierbei
orzugsweise sein Augenmerk auf Schnupftabal und Gewürze ze⸗
ichten zu baben scheint, so gehen wir wohl kamm irre, wenn wir
zie Anotdnung dieser Maßregel mi dem in Permasens vorgelom⸗
nenen Fall einer Bleibergistung durch Schnupftabak und den ähn⸗
ichen Vorkehrungen in andtren pfälzischen Städten in Zusammen⸗
jang bringen. Von etwa vorgekommenen Confiscationen von Waaren
jaben wir bis jetzt nichts vernommen, doch sind uns Zurhand-
rahmen von Gewürzproben behuss Unersuchung auf ihrt Resnheit
dekaunt geworden. Von der Walter'scheu Tabakfabrik zu Godram⸗
tein find Ankündigungen erlafssen worden, worin sie ihre Kunden
nuffordert, jene Tadaksorten, welche in Blei verpockt und noch in
händen der Abnebmer sind, behufs Auswechselung gegen andere,
zie in Z'nnfotie verpackt sad, an sie einzusenden. Zugkeich zeigt
ie Firma an, daß sie sich künftig nuc noch der letzteren Verpackungs⸗
irt bedienen werde, obgleich sie nicht glaubt, daß die bezügliche
gergiftung von ihrem Fabrikat hetrühre. Das wiꝛd wohl die
Iaterjuchung herausste len.

Von Sr. Mij. dem Kaiser von Deutschtand und König
»on Preußen wurde dem kgl. Regierungedirektor v. Meyet, igl.
Fommissär der Pfälz schen Eisendahnen, der Kronenorden zweiter
Flafse (Comthurkreuz) und den Oberingenienr der Pfälzischen
Zahnen, C. Bas!er, der Kronenorden dritter Classe Kitterlreuz
l. El.) verliehen.

FDr. Johann Jacob ey ist steinle dend und muß sich
Rieefer Tage det Operation der Steinzertrümmerung unkterziehen.
Vdan ist um sein Leben besorgt.

In New-Orleans starb vor Kurzem ein junger Mann (J.
M.) gebirrtig aus Kandel, in Folge eines Sthhlangenbisses.

F (Wie vielmal hanen die day⸗rischen Reichsboten im jüngsten
Keichzs‘ag das Wort ergreffen?“ Im Ganzen 54 Mal und zwar
16 Mal von bberaler und 8 Mal von ultramontaner Seite. Von
ersterer Partei' sprachen: Dr. Buhl, O Mal, Dr. Vötk und De.
Ziun 8 Mol, Bezirks Gerichts Rath Herz 7 Mal, Dr. Franken⸗
‚urger 6 Mas, Dr. Marquardsen 4 Mal, Dr. Erhard 2 Mak und
yrhr. v. Stauffenberg und Appellrath Schmitt je 1I Mal. — Von
—XEV—
nann Hauck 6 Mal und Dr. Jög 2 Mal. — Unser Jusftiz⸗
ninister Dr. v. Fäustle nahm, ausschließlich in der Justizgesetz⸗
zebunge debatie 6 Mal das Wort.

— Aus Landshut gwird dem ‚R. T.“ folgendes n'eder⸗
hayerische Kulturbild berichtet: In den henachbarten Achdocf that
ich eine kleine Trinlgesellschaft zusammen, welche am Faäftnacht⸗
onntag Nachmittags 5 Uhr zu trinken anfiag und deren letzte zwei
Theilnehmer bis am Fastnachtsdienstag um Mitternacht e nem groß⸗
artigen Kneipen obl gen. Sohin franken dieselben 33 Stunden
mausgesegt fort!? Derjeniae von den Beiden, der am Meisten
nanke, soll während dieser Zeit 69 Liter, der andere dagegen nut
gegen 40 Liter vertilgt haben.

rNeupfonz. Der Stand der Herdst⸗ und Wigotersaaten
in der Rheinniederung ist ein sehr befriedigender. Der schöne,
varme Herbst begünstigte aber auch die Saatbestellung und das
ufteimen der Körner außeroidentlich, so daß die Saaten nicht
elten zu dicht stehen. Der Weizen hat wohl den sbönsten Stand.
derselbe vird bei uns vor der Aussaat mit Vitriol oder Kallk ein⸗
ebeizt. Die Haupisorte, welche dahier angebaut wird, ist der Bart⸗
veizen, welcher Grannen trägt und nicht so leicht durch ungünflige
        <pb n="101" />
        Witterungseinflüsse deide, als der Kolbenweizen. Der frühgefäete
Roggen ist zwar, wie man jagt, etwas zu stark ausgewachsen und
scheint durch Kälte oder nasse Winerung gelitten zu haben, wie
dies die gelben rostigen Blätter beweisen. Doch glaubt man, daß
ihm dies nicht desouderen Nachtheil bringen wird. Das spätgesäete
Korn dagegen dat vorzüglichen Stand. Odgleich der Johannis
Roggen, im Sommer schon gesäet, große Trocenheit hatte, so fleht
er doch schön da. Im Herbste wurde er von den Landwirtben
abgemaht und als Grünfutter benützt. Die verschiedenen stiee⸗
arten: Luzerae, rothec stlee, Incarnatllee und Esper versprechen
alle einen reichlichen Ertrag abzuwerfen, namentlich wird dies dann
der Fall sein, wenn dreselden von starlen Frühjahrsfrösten verschont
bleiben. Auch auf eire gute Heuerute ist zu hoffen,“ wenn Feuch—
tigkect und Wäre nicht fehlen. In Folge der feucht⸗ warmen Wit ⸗
teruns *— hasten wir doch nicht selten 10 —14 Grad R. diesen
Winter — werden die Buume dies Jahr früher Blatter und Blüthen
treiben, als sonst. Starke Froͤsie im Frühjahr könnten voll erdings
alle Hoffaung auf eint gute Obsternte vernichten.

Bei Wertheinr fstürnie am 14. Februar ein Wagen mit
feben Wusilanten in den hod angeschwollenen Main. Leider er⸗
teauten Alle.

rDyonamiüt. In Wullen erlchütterte ain Sonntag den 11.
Rachts 12 Usr. eine starte Deionation das Haus des Ostono en
stlev nghaus. Beim Rachsehen fand sich, daß Dynamitpatrosen,
unmittelbar am Hause niedergelegt explodirt waren. Die Scheiben
in dem Wohn⸗ und Schlafzimmer sind kotal zertrümmert und auch
das Dach des Haufes ist beschädigt. Die Familie K. ist mit dem
Schrecken davon gekommen Ein der That verdächtiger Mensch aus
der Gemeinde Stokum wurde der Staattanwal schaft zu Dortuund
borgefüht J

rIn Pforzheim mehrt sich die Roth unter den Arbeitern,
deren jetzt an 6000 geschäftslos sein sollen. Die Gemesndeber—
walt ng trifft außerordentl che Vaßregela durch Sammlungen ⁊c.,
um den dringendsten Bedürfnissen bejegnen zu könten.

Eshen, 16. Febr. Borgestern Racht brachen die In—
jassen zweier übereinauder bestadlichen Zellen im hiesigen Kreiege⸗
richts⸗Gesangniß. nach gemeinschaftucher Verständigung, eine Oeff
nung in den Fußboden resp. den Plafond und statteten sich mit
Zuhülfenahme von Tisch und Stutzl und Häudereichen in der
oderen Zelle einen Besuch ab. Als der Gefängnißwärter auf das
Geräusch hin dieselbe öffnete, staunte er nicht wenig, statt der 8
Insassen deren 18 vorzufinden.

r In Wiesbaden ist ein Vereia gegen das Grüßen
zur:ch Hutabnehmen in's Leben getreten; die Mitglieder grügen
vlas init der Haud. In Fraukfurt a. Muund in Marnz sol das
Biesbadener Beispel bereits viele Nochahmer gefunden haden.

fuUngarische Pfalzar,afen. Von „Otto Heiarch
dem Pfalzgraf bei Rheine“, der bei deu Türken und Hand'en sein
Bold verschlampampt, singt Sch ffel in seinem, GCaudeamus“;

„Wir fahren nach Cypras hinunter
Und pumpen die Kön'gin an.“

Nach dem Vorbild brachten's auch die ungarischen Studenten
in Konstantinopel fertig. Sie aahmen von der fürkischen Regierung
eine Anterhe von 70,000 Frankca auf.

FUnter den Arbeitern von Marseille herrscht eine gewsse
Aufregung über den Beschluß des dortigen Gemeinderatht, 10,000
Fr. für die Lyoner Seidenweber zu best mmen, während die Noth
in den arbeilenden Klassen von Marseille selbigros genug sei.
Tin Auflauf von 300 Hafenarbeitern, der sich heute früh in der
Cannebiere, der Haupistraße von Warseille, bildete, wu de don der
Bolizei zerstreut; man befürchtet für den Abend neue Unruhe.

tKohlen-Lager. Es find nene Kohlenlager von
Bedeutung im holländischen Limburg, nicht weit bon Mastricht,
erbohrt wordea. Man hat an vier verschiedenen Stellen gebohrt.
Die erste ergad zwei Lager don 30 bis 60 Centimeter in einer
Tiefe don 100 Metert., die zweite 1M. 20 C. Kohlen in etwa
100 M. Tiefe, die drite 2 M. 10 C. in eiwa 2885 M. Tiefe
end die vierte 70 C. in gleicher Tiefe. Die holländische Re⸗
zierung hat eine Concession zur Bearbeitung dieser Kohlen ertheilt,
und die belgische Kohlenindustrie fuͤrchtet bereits die neuerstehende
—XXE

—In Folge der wicthschaftlichen Calam'tät hat sich auch in
Helgien die Zahl der unzerstützungsbedürftigen deutschen Staatsan-
ehoͤrigen dermehrt. Der Minister des Innern hat dahiet die
Kegierungen veranlaßßt, mittels der Amtsblätter oder sonst auf ge⸗
ignetem Wege die Arbeiterbevöllerung vor dem Versuche, in Bel⸗
dien Arbet zu suchen, zu warnen. Zugleich soll dieselbe darauf
nufmerksam gemacht werden, daß fremde Arbeiter nur auf Grund
ines vegelmaßigen Reis passet, und zwar gegen Vorzeigung oder
dinterlegung desselben, Arbeitbücher don den belgischen Behörden
tlangen loͤnnen. Ohne Besiß solcher Bücher ader ist eine dauernde
Beschäfticung überhaupt nicht zu finden.

4 (Der unrechte Kopf.) Vor einiger Zeit hallen die Vebötden

in Balto (Unteritalien) auf den Koof des gefürchteten Vandilen
Francolini, der die dortige Gegend höchst unsicher machte, einen
»edeutenden Preis aus eschrieben. Bald nadher erschienen richti
einige Individuen vor der Behörde und überbrachten ihr den 4
dieses Banditen, worauf sie den ausgesetzten Preis ohne Anstand
ausbezablt erhielten. Wie es sich jedoch jetzt herausstellt, war dies
nar nicht der Kopf dieses Banditen, sondern eines gewöhnlichen
Soldaten, den eben dier Banditen getdotet hatten, und verkauften
in dann · de Banditen selbst der Behorde. So melden die nea⸗-
pol taneschen Blaͤtter

FDir Mondsfinfterniß, welche wir am Dienskag, ven 27.
d. M., haben werden, kann, wenn die Wincrung günstig ist. in
hrem aanzen Verlaufe genaus beobachtet werden und wird ein sehr
nieressantes Raturschauspiel darbieten. Eine Stunde, nachdem
die Sonne Sim Wesiten verschwunden ist, also bei Beginn
er Dunkelheit schon, nimmt die Mondsfinsserniß ihren Anfang
ind fann, da der Mond dann schon 13 Stunden aufge⸗
jangen sein wird, sosort beobachtet wrrden. Bei dieser Monds⸗
insterniß tritt de Ursache der Verfinsterung der Mondscheibe ganj
zesonders deutlich zä Tage. Die Erde stehht damm genau zwischen
t im Westen unsergeg genen Soune und dem im Often aufge⸗
zangenen Vionde. Zunächst wird der Kalbschatten der Erde eine
chwache Verdunklung am Ostrande der Mondscheibe erzeugen, we⸗
nige Minuten nach 6)/2 Uhr tritt der Mond in den Kernschatten
)er Ecde, und die eigentliche Finsterniß beginnt. Nach 7/3 Uhr
vedectt der Erdschatten die ganje Mondscheibe, und dam fängt die
otate Finsterniz an, welche 1 Stunde und 37 Minuten dauert.
Die Janze Fuisterniß eudet erst um 10 Uhr 10 Minaten, dann
2rscheint die Vto dscheibe wieder hell und klar. Die ganze Dauer
)er Versinsterung beträgt sonach über 3312 Stunden ·.
Cuandwirthschaftliches. 9*

Zur Beförde ung der V'iehzucht bestimmt das Kreisscomie des
andwirthschaftlichen Vereins der Pfalz den Betrag von 3000 M.
ur Vertheilung unter diejenigen Gemeinden des Regiekungsbezirkes,
2Ache im Jahr 1877 die Herstellurg und Einrichtung von Gemeinde⸗
Fasselställen bethät gen. VDie Bedingungen zur Erwerbung“ der
Ireise sind folgeude? 1) Die Einrichtung eines Gemeindefasseistalles
iuß auf eine längere Dauer berechnet sein and zu diesem Zwecke
ntweder in einem der Gemeinde gehörigen oder auf eine Reihe
'on Jahren zebachleten Anwesen statigefunden daben. 2) Die in
em Fasselstalle aufgestellten Zuchtstiere müssen Eigenthum der
zemeinde oder einer zur Hebung der Viehzucht gegründeten Genossen⸗
haft sein. 8) Vie Verp'legung der Fassel dauf nicht an den
Benigstnehmenden vergeben sein, sondern muß anf Kosten der bes
zeffenden Gemeinde oder Genosserschaft geschehen.“ 4) Die Preis⸗
ewerbungen sind längstens bis 1. November 1877 an das Comite
inzusenden. 5) Die Preise werden auf den Vorschlag eines Preis⸗
erichtes, welches die E'nrichtungen an Ort und Stelle prüft, noch
m Laufe dis Jahres 1877 an de Preisträger ausgehändigt.

Ueber Kartoffelsorten als Saatgut bderichtet Grüttner: V'el⸗
ach finden wir noch immer eine nicht zwedmäßige Auswahl in
yn Karioff⸗lsorten nach den verschiedenen Bodenberbältnissen, ob⸗
vobl es 0 ausgeprobt gelten kann. daß man auf thonhaltigem
Boden d'e sichecsten Eiträge in der weißfleischigen Zwiebelkartoffel,
erner auf mildem Lehmbvoden wie lehmigen Sandboden in güter
Tultur, die hellrothe Sorie als Nio Frio Fürstenwalder und Da⸗
zersche, zu bauen hat; auf Sandboden die Dunkekrothe, hier Bor⸗
endorset genannt. Die verschiedenen weißen Sorten sind meist
nicht Dauerwaaren. In Frühkartoffeln sind de Bisquit wie Fari—
osen und bunt marmorirten Sorten empfehlenswerth. D'e Früh⸗
artoffel in jüngster Jeit in Oderbruch gerühmt, hat sich auf dank⸗
aten Höhenböden ver oge geringen Särlkegehaltes n'cht bewährt.
In den neueren Beftellungsmethoden ist vielfach don der Gühlich'⸗
den Metbode so viel nachgeahmt, daß man slach und nicht enge
as Staatzut pflanzt, um recht tief die leßte Bebäufelung zu geben.
Zetreffend die Aufbewahrung. st bei gesund geernteter Waare zur
eẽrsparung, an Stroh bei ausgedehnten Anbau, bei trockener Ein⸗
nietung, die Bedeckung direck mit Erde und darnach mit halder
dortion Stroh, wieder J Fuß mit Erde bedect wodl noch größerer
Jetbreitung werth. I

Jeder Landmann weiß, wie besorgt man ist, guten, keim⸗
higen unkrautfähigen Kleesanen zu kaufen, we'l das im Klee so

jt dvorkommende Unkraut, Grind genasint, sa groben Schaden in
en Kleefeldern derursacht und oft deinahe ganze Eraten vernichtet,
bm sich diesen lästigen Gast don den Klefeldern möglichst ferne zu
alten, haben mehrers Landwirthe mit destem Erfolge versucht, den
hamea durch Sieben zu reinigen. Man nimmt ein Haarsieb etwa
zus einer Mühle so fein, daß nur die kleinsten unausgebildeten
dörner des Kleesamens durchfallen (eine gute Handvoll oder 2 aus
10 Pfd. Samen) Man nimmt nur wenig auf einmal in das
Sieb und rüttelt gut, damit alle kleineren Körner durchfallen, so
dird der gröbere Samen von Grind gereinigt sein. Mau kann
        <pb n="102" />
        sich von der Gewißheit. dieses Mittels überteugen, wenn das Aus⸗
gesiebte auf eine, besondere, Sitelle des Ackers oder anderswo ge⸗
säet wird. Ferner sollte man sich beeilen, den Kleesawen in die
Winterfrucht ses senh wie möglis zu saen· Die beste Zeit dazu
ist von Unfaug bis End Marj, besser früh alz zu spät. Das
Erfrieren hat ke'ne Gefahr. Also in die. Winierkrüchte. Der
Minte oder Ende April gesatie mag oft, wenn große Trodenheit eintritt

nicht keimen, oder der schon geieimte geht dei anhaltender irodener
Witterung zu Grunde, oder wird durch die Ertflöhe beschadigt.
Wer diese Räthe befolgt, wird bei gehöniger Düngung und Caltur⸗
wechsel (uicht, näher als alle 6 Jahre) selten Mißernten im Klee
erfahren.

— 7 — — F —7
.VFür die Redaction veraniwortlich: F. X. De une —*
—

n
Vorschuß · Verein St. Zngbert

Todes Anzeigeo.
Freunden, Bekannten und
Verwandien hiermit die
Trauernachricht von dem
heute Morgen nach kurzem
Krankenlager, im Alter von
28 Jahren erfolgten Hin
scheiden unseres lieben Bru⸗
ders. Schwagers u. Onkels
Philipp Klein.

Um sulle Theilnahme hittken
Sqhnoppbac 22 Febr. 77.

ie

trauernd Hinterbliebenen
Die Beerdigur g findel
heute, Samftag 24. Febr.
Morgens halb 10 Uhr vom
Bürger⸗ Hospital in St.
Inabert gaus stauuft.

*
4
Danksagung.“
Ich Unterzeichneter fühle mich

vderpflichtet, fammnichen hiesigen

Feuerwehr · Mannern meinen ver⸗

bindlichsten Dank auszusprechen,
fuür vas Gute, welches Sie mir
erzeigt haben.

MN. Eisenhut.
Nlempnert Feuerwehrmann.

Die⸗ Mital edet werden h'ermit zu der am Dienstag, den
27. Febr. 1877, Abends 28 Uhr, im Ferd. Oder⸗
hauf er'jchen Lokale statfir denden *
General Versammlung8g
engeladen. *
Tages⸗Ordaung: *
Vorlage des Geichätsberichtes pro 18785. —
FniieFung des Vorstanbsss..
Festsezung der Dividende und Veriheilung des Restreirgewinnz
RNeuwabledee Vorfsandes 5 4. —
Ausloosung und Wahl dreier Ausschußmitgl'eder 8 21. .5.5
—J Bet uner Prüfun 1 Comm jsion für die nächsten 2 Bilanzen
1
St. Ingbert, ver 11. Februat 187. W
Der Berwaltungsrath des Vorschuß⸗Vereins St. Ingbert?
Ehrharddt Loehmmn, Vorsitzender.

—

Molro: Ihr habt

das Gute so nahe!
Spitzwegerich
allererst seit 1871 geprüft,
allerhoͤchsi sanctionirt; übm⸗
last dekannt, sicheres, uͤber
allen Zweifel erhabenes, ge⸗
wiß auch dankbares Mitte!
gezen BrustHals und
e Bron⸗
chial · Verschleimung
Husten Catarrh re. ꝛe.
Die Resultate sind über⸗
taschend.

Mit Gebrauchzanweisung
à Flacon 50 Pfg . 1M.
und 1 Mart 580 Pfa. in
31. Inabern bdei Joh.
Friedrich and in der
Fabrit von Paiul Hahm-
Dettelbach a. Al. dei
Würzburg.

Einladung.
Die Unterzeichneten Flauben
sich die Herren Meister und Ar⸗
beitgeber von hier auf Samstag,
den 24. d., Abends 8 Uhr zu
einer Vesprechung im Lolale des
Wirthes Johann Schwelzer, be⸗
huss der zu bezahlenden Mo-
natsbeitrüge an das flädtische
Bürger-Hospilal hoöflicht einzu⸗
laden. — 8
St. Inabert, 21. Febt. 1877.
Jakob Pfleger. J. J. Hel⸗
lenthal. Josef Hellenthal.
Joh. Hellenthal. J. Echmel⸗
zer, Schreiner.
Etüͤck * * Stück
0 Pfennig. St. Ingbert. 50 Pfeunig.
Von Sonntag, den 25. Februar an,
Grossér Verliauf
von nützlichen und praktischer Gegenstanden aller Art- als:
Aaffcebretter, Kaffeedecken, Zucker⸗, Kaffee⸗ und Thee⸗
büchsen, Brodkörbchen in Drath⸗ und Ladblech, Messer; und
—AI in Holz und Draht, Spudkästchen, Geld⸗
sorbchen, Schreibzeuge, Wasserflaschen, Messern, Gabeln,
Ef· Vorleg- umd Kaffee⸗Löffel, Zuderdosen, Kaffeeseier, Salat⸗
bested, Spiegel, Briestaschen, Geldbörsen. Näahschrauben, Näh-
kaͤstchen mit Schloß, Schreibkästchen mit Schloß, Uhren⸗
halter, Spazierstöcke, Cigarrenspitzen, Pfeifen, Tigarren⸗
ẽc mis, Schwammhalter, Schlüsselhalter, Laternen, Lampen,
Brochen und Ohrringe, Blumenvasen, Weihtessel, Leuchter,
decher, Salz⸗ und psesser⸗Nuilliors mit Drahtgestell, Essig⸗
umd Oel Huilliers in Drahtgesiell, Zuckerschalen, Eiergestell
m 6 Gierbecher, Notizbücher, Buürsten, Kämme, Taschchen
und Körbchen für Kinder, sowie noch viele, viele andere
Artisßet
— * ⸗ —8 —V 0
Alles per ZtücksOPfennig.
Da Verkaufzlokal in in der Haffeler Etraße, im
Laden neben Schneider Märker. der Vretauf Zanent
—— geneigter Abnahmen wito
aö flichst gebeten.

— — —

Die Rähnaschinen⸗Fabrik vorm. Frister
und Roßmann, Actien-Gesellschafnin Berlin,
die weitaus größte Fabrit Emopa's, fabricirt in gizßen
Duantitäten und in dolllommenster Herffellung
Greifer⸗ (Wheeler u. Wilson) 13 3
— — Nãhmaschinen
I bieret bei ihren betaunt soliden Preisen Wiederverläufern
Gelegenheit zu loahnendem Vertrießd. I
Aufragen beliebe man an de GeneralAgentur obiger Ge—
sellshaft, J. Apt, Frankfurt a. M. zu richten.

Die Wormser Brauer-Akademie,
dereus von circa 700 Brauern aus Ilen Landern der Erde besucht,
beginnt das Sommersemester am 1. Mai. — Proaramm und
Auslunft eirtheilt ———

9— Die Direction
Dr. Shneider.
Ehilepfie — Fallsucht — Krämpfe.
Die Etärkung der Nerven überhaupt. A
Ueser bise se schredi chste aller Krankheiten eriheili ger ünn de
hasch ste, für Jedermonn beichtverst än dische Besehrung
uind weisel hach zu ver lässige Heilung die soeben in 29.
Ausgabe erschienene Broschüre veon De. Start, Konigl. Stabs⸗
ind Specialarzt s. Ep le: sie; Ritrer ꝛc. — Amtliche Urkunden über
ie hereits erzielter Heilresultate werden beigefügt. Die Broschüre
su gratis u. franco zu beziehen durch die Dr. Stark'sqche Ver⸗
Jas Erbedition in Berlin S. O. Woldemarstraße 52.

——
mit Firma, zu Josohe sbriefen,
ain schõnen veræierten

Bchriften,
HOnogr un nie, Visiten-
AXX werden rasch
ind billig angelertigt in der
Buoh- vund Stoindruokerei
F. X. Dometæz.

8t. Ingbort. 2

Frucht, Brod⸗ nud
Fleisch ·Preise der Start
ede vomn 22. Febr.
eijen 12 M. 4 Pf. Korn
) mi. 29 Pij. Gerste Zreitige
FJ. x. Temetz in St Ingbert.

0 M.— Pf. Gerste greih.
d M. — pj. Speis 0 M.
— pf.; Spelzkern — M. —
pfg. Dinkel — M. — Pfs.
jnijchfrucht O M. — Pfj. Hafer
3 M. 40 Pf. Heu 5 M. 50
Pf. Stroh 4 M. 75 Pf. Kar⸗
toffeln 3 M. 50 Pf. per Ctr.
Weißbrod 124 Ko. 56 Pif. Korn⸗
brod 3 Ko. 82 Pf. ditto 2 Ko.
35 Pf. ditto 1 Kilo. 28 Pi.
Gemischibrod 8 Kilo. 97 Pf. 1
Paat Wed 190 Gramm 6 Pf.
Rerdfl. 1. Qual. 532 Pf. 2.
Dal. 48 Pf. Kaldfl. 48 Pi.
damfl. 52 pf. Scweinefl. 66
Pf. Butter 1 M. 25 Pf. ber Pid
scdaistion Truck und Verlag von
        <pb n="103" />
        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöthentlich) mit dem Hauptblalte verbundene Uakerhaltungsblalt, (Sountags mit illastrirter Bei—

lage), exicheint woͤchentlich vVäermal: Dieusstag, Donnerstag, Sametag und Sonntag. Det Abonnementspreis beträgt vierkelsährliz

l Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfa, für die viergespaltene Zeile Blauschrift oder deren Raum. Necia unen
mit 80 Pig. pro Zeile berechnet.
M 31. — Sonntag, den 23. Februar J J F 9* 1877.

—
Deutsches Reich. 9
Mäünchen, 22. Febr. Die Bestimmungen Über die dies⸗
aͤhrigen, nach Beendigung der Herbstwaffenübungen zur Ausführumng
zelongenden Aeuderungen in der Tislocation der Armee haben in
diesen Tagen die Genehmigung Sr. Maj. des Königs erhalten.
Truppentheile, die sich in der Pfalz befinden, werden von den dies⸗
maligen Aenderungen nicht berührt.
Berhin, 22. Febr. Se. Maj. der Ka'ser hat heute Nach—
mittag 112 Uhr die Session deg Reichsstags mit einer Thronrede
rröffnet, aus der wir die Stellen, das Reich in seinen inneren Zu—⸗
däuden und die äußere Politik betr. entnehmen: ‚Leider dauert die
gedrückte Lage, in welcher Handel und Verkehr sich in den deiden
jetzten Jahren befunden haben, bei uns wie in den audery Ländern
noch heute fsort. — D'e unausgesctzien Ewägungen der verbün—
deten Regieiungen üder die Mittelt, derfelben abznhetfen, haben
Mir nicht die Ueberzengung gegeben, daß de inneren Zustände des
Deutschen Resches einen wesemlichen Antheil an den Ursachen der
Uebelstände haben, die in allen andern Läudern gleichmäßig gefühlt
werden. Die Aufgabe, augenblicklichenm und örtlichem Mangel an
Beschäftigung für Arbeit suchende Kräfte abzuhelfen, lient den ein—
zelnen Staaten näher als dem Reich. Insowent der Wiederbelebusg
des Verkehrs ein Mangel an Vertrauen auf die zukünftige Sicher⸗
deit der Rechtszustände innerhalb Deutschlands etwa im Wege steht,
werden Sie nut Mir solche Besorgnasse für unbegründen halien.
Die Organisation des Reshs und der gesunde Sinn des deutschen
Volkes hilden eine starle Schutzwehr gegen die Gefohren, welche
anarchische Bestrebungen der Sicherheit uud der regelmäßigen Ent
wickelung unserer Rechts zuständer bereiten köͤnnten. Von au?wärtigen
Befahren aber, welche aus der noch ungeloöͤsten orientalischen Krisis
hervorgesen bönnten, ist Deutschlaund weniger bedroht als a dere
Landexr, Mene Paltik ist den Grundsätzen, welche sie vom Be⸗
ginn der otiendalischen Verwickelung an befolgt hat, ohne. Schwanken
ueu geblieben. Die Cauferenz in Konstantinopel, hat. leider nicht
den. geheffien Erfoalg gehabt, die Pforte zur Gewährung der Zu⸗
geständnisse zu vermögen, welche d'ie europässchen Mächte im Inie
resse der Menschlichkeit und pur Sicherstellung des Friedens für die
Zukunft glaubten verlangen zu sollen. — Die Co seren, verhand⸗
lungen haben aber das Ergebniß gehabt, daß die christlichen Mächte
unter sich über das Maß der von der Pforte zu bean pruchenden
Bürgschaften zu eirer Uebereinstimmung çgelangt sind, für welhe
oor der Conferenz wenigstens ein allseitig anerkannter Ausdruck noch
nicht besta.d. Es ist dadurch ein fester Grund zu dem Vertrauen
zewonnen, daß der Frieden unter den Mächten auch dann gewahrt
bleiben wird, wenn die Hoffnung sich, nicht verwirklichen sollie, doß
die Pforte' aus eigener Entschließimg die Reformen beezüglich ihrer
christlichen Unterthanen zur Ausführung bringen werde, welche von
der Conferenz als europaisches Bedürfniß anerkannt worden änd.
Wenn die Erwariungen unerfüllt bleiden sollten, welche in dieser
Bezichung sich an die Verheißungen der Pforte und an die Ein⸗
sleitung der Friedensderhandlugen grite Serbien und Montenegro
knüpfen, so wird Meine Regiserung wie bisher so auch ferner be⸗
müht sein, in einer Ftagc, in welcher d'e deutschen Interessen ihr
rine bestimmie Linie des Verhaltens nicht vorschreiben,, ihren Ein⸗
fdluß zum Schutze der Chriften in der Türkei und zur Wahrung des
europäischen Friedens, insbesondere aber zur Erhaltung und Be—
jestigung ihrer eigenen guten Beziehungen zu den ihr verbündeten
und befteundeten Regierungen aufzuwenden. Zo diesem friedlichen
Werke rechne ich, vertrauensvoll auf Gottes Segen“
Berhin, 22. Febr. Die erste Sitzung des' Reichstages
wurde von dem Altersprandenten v: Bonts eröff net. Der Namens
aufruf ecgab 262 anwesende Abgeordnete, demnach ift das Haus
veschluzfähig. Morgen sindet' die: Wahl der. Präsidenten statt
De Södialdemoktaten rommen; belauntlich in der Zahl bvon
13 Mitgliedern in den Reichstam; sie können' daher keine eigenen
Auträge stellen, da die Geschaftzordnung 15 unterstützende Stimmen
ür jeden Autxag fordert. Es wird nun gemeldet, daß die 4 De—⸗—

molraten oder Volkeparteiler, welche in der gleichen Lage sein
würden, und die 13 Sozialdemokraten sich dahin verständigt hätten,
die etwa fehlenden Stimmen zur Ermsglichung eines Antrages sich
zegensennig zu fichern, ohne daß aber diese Ünterstützung auch für
„ie Abstimmung verpflichten, präjudiziell sein jolele. —*
Die vom Reichs⸗Eisenbahnamt vorgeschlagene Einrichtung, daß
kisenbahnbillets auch innerhalb der qgroßen. 8
nsbesondere in Hotels veckauft werden, hat.sich hisher in Berlin,
Dresden und Frankfutt a. M, so gut bewährt, daß jetzt die weitere
lusdeßnuag der in Rede fiehenden Verkehrserleichterung bei den
hetteffenden deutschen Eisenbahn Verwaltungen angeregt worden ist.
Spandau, 20. Febr. Eine große Anzehl Ärbeiter rottele
ich am Montag Mittiag vor dem Rathhause in Spandau zus
ammen und verlangte stürmisch Beschäftigung. Die Leuile bellagien
ich hauptsächlich darüber, daß man bei den Festun serweiterungs-
anken, welche 4war nur schwach betrieben werden frernde gumeist
»oluische Arbeiter beschäftige and einheimische Arbeiter- wit ihren
vesuchen um Beschästigung abwehge. Da der Aluflauß zunmer größere
Dimenfionen anrahm, so mußte schließlich die Polizei einschreiteu,
pobei emuge Vertzaftungen von Personen, welche sich den polizei⸗
lichen Anorduungen widersetzten, vorgenonmen wurden.. 4.*
Gordd. Allg. Zighe
Ausfand. 3
WBen, 22. Febt· Vas Herrenhaus hat —X
Zefetzentwurf betreffs der Vewilligung cimt Ceedieavoc 600. 00
l. inr Befchcdung der Parifet: Wieltausstelluund antzenommen —
Stocdholm, 21. Febr. Die Stadd Herbasande wurde von
iner riesigem Feuersbrunst heiczgesucht, sechs Straßendiertel find
ingeuüsche re Der diliale der hirsigen Maͤlatbank sind sämmtüche
Wer!hpapiere und Wechsel verbranng J
—
Vermischtes. —
4 Fut Landstuhl. und Umgebinig: erschtinde bom .Maͤrz an
in Localblati Sidinger Bote“, daß, vonn den Jagerschen Buch⸗
»ruderei in Speser ausgegeben wird, Dies uane Blatt hat, wie
e .K. 3.7 meint, sediglich —den Zwerl, unter der Matte der
Unabhängiglkeit den Ultramontanen dies Wege pu bohnen And vas
Poll reif zu machen füt die bekauntew Zipecen, der ARheinpfalß
ind der „Pfälzer Zeifung“. * e re 7
JoWeyer zleß“ ein sogenannter We nverbesserer eine
eiserne Röhre über die Straͤze an den Gemeindebrunnen degen,
hne däß ded Gecneinderath etwag bavon wußte., Da letzterer aber
archaus keine Weinfabrikatisn untkrstüßen will, Aoch soiche duldet,
o wurde dagezen protestirt und in Folgel dessen de Roͤhre entferut.

r Die Zahl der kaufmännischen Fallimentenin B ayern,
1875 135 betrug“ stiege im Jahre 676 auf 173 8. i. um
28 pC..

In der Gemeinde Fe'her basch jf die Schile schon; in der
)ritten Woche geschlossen wigen der daselbstherischenden Haldbraude
ind Masernkraulheit, die innerhalb.5 Wochen 13 Kinder doͤhin
affle; daruuter ·2 Schullinder mit 12Jahren' und' 2 Jünglinge
nit 19 Jahren. Nun ist“ ein Stillfand? edugetreten und werden
)ie zeängstigten Eitern, so: Gott will, von weiteren Opfern ver⸗
chont bleiben.

Stutügrari, 21, Febr. Cannsladt ist in große Auf⸗
egung vbersetzt durch das Verschwinden des Commercienrathes Paul
drauß, und die gleichzeilige Entdeckung eines Deficits von 200,000
Mart in der unter der Direction des Genannten stehenden Spar-
and: Votschuß; Bauk⸗ Niemand hätte diesem zu den höchsten ffäd⸗
ischen Ehren berufenen Mann folche Schwindelwirihschaft zuge⸗
raut. 0D. R. P.)

—e Aus- Darmstadt kommt die Nachricht, daß der Großherzog
jum dritten Male seit zwei Jahren — in großer Lebentgefahr
schwebte. Sein Wagen stieß bei Bessungen auf ein ländliches Fuhr⸗
wert mit solchel Kraft, daß die Deichsel, die Achse und ein Vor⸗
        <pb n="104" />
        derrad zerbrachen und darauf eine neue Chaise aus dem Hofstall
tequirirt werden mußte.

pArbeiter⸗En tlafsung. D'e Westf. Volks⸗
zeitung“ meldet: „Auf der Gußsiahl Fobrik des Bochumer Vereins
durde wiederum eine am 1. Märtz in Kraft tretende Lohnreduktion
füt sämmtliche Werlstätten angekundigt. Auch sollen weeder mehr⸗
fache ArbeiterKündigungen statigefunden haben. Auf den Zechen
herrscht die gleiche Misere.“ — Die Esser er Voitszeitung“ schreibs
Horst, 15. Febr. Die ganze Belegschaft der Zeche Nordstern ist
deute abgelehrt worden, ohne daß den Leuten von ihrem Lohne
auch nur das Gecingste ausgezahlt wurde. Es wurde ihnen vom
Obersleiger gesagt, wann jatzt wieder ausgelohnt werde, soll durch
die Zeitung bekannt gemacht werden.“ — Demselben Blatt meldet
nman aus Rellinghausen, 15. Februar: Heute sind hierselbst auf
Zeche Ludwig 54 Mann mit Kündigung überrascht worden, im
Verhälimiß zu der kleinen Belegschaft eine bedeutende Zabl. Außer⸗
dem werden die Schichtarbeiter von jezt an nur zwei Drittel Schicht
derfahren, so daß fich ihr Lohn uͤm ein Drittel verringert —
neche Deimelsberg (vei Steele) hat beut⸗ 72 Mann geküadigt und
dazu 20 pCt. Lohnabschlag eintreten lassen. Auch d'ese Zeche läßt
wöchentlich an zwei Tagen feien. ·—

Das Schwurgericht Marienwerder verurrheilte inn Jahr
1869 einen Mann wegen Brandffistung zu 12 Jahren Zuchthaus.
Durch eine im Ottober v. J. gepflogene Schwurgerichtsverhandlung
ist es nun an den Tag gekommen, daß jener Unglückliche —XW
derutbeut worden war, unschuldig 8 Jahre im Zuchthaus gesessen
dat. Derselbe ist nun freilich auf Befehl des Kaisers freigelassen
vorden, aber freigelassen als ein gebrochener, hilfloser Mann, der
mnfähig ist, sich wieder eine Existenz zu gründen. Wie viele solchert
Fälle müssen noch vorlommen, bis sich unsere Gesetzgeber endlich

von der Nothwendigkeit uüberzeugen, daß der Staat den durch einen
Irrihum des Richters um ihre Existenz gebrachten Unglückuichen
ine Entschäd'gung gewähr .

fSagarlounis. 23. Febr. (Urtheil.) Die heutige Saar⸗
Zeiktung enthält den Auszug des rechtsträftigen Urtheils hiesigen
agl. Landgerichts vom 3. Febr. 1877, wodurch der Reodakteur P.
Sgavid, wegen verläumderischer Beleidigung des Hüttenbesitzers
und Reichstagsabgeordneten Cari Siumm zu Neunkirchen — be⸗
zangen durch einen Aridel in Nr. 4 der Saarzeitung vom 6. Ja⸗
arte. —, zu 150 M. Geldbuße, im Zahlungsunvermögensall
zu einer Gefängnisstrafe von vierzehn Tagen und zu den Kosten
Hecurtheilt, auch dem Kläger die Publikalion dieser Verurtheilung
m Auszug ir det Saarzeitung gestattet.

Been, 17. Febr. Eine denkwürdige Naturerscheinung,
velche seit Langem nicht vorgekommen, wurde so eben dem e dge⸗
nössischen Postd partement mitgetheilt: seit zwei Tagen sind der
St. Golthard uͤd der Simplon⸗-Paß für Räderfuhrwerk passirbar.
Was sonsi gewöhnlich kaum vor Juni der Fall zu sein pflegt, ist
mjo schon im zweiten Wintermonat eingetreten. — Leider hat die
Wassernoth der letzen Tage im Töß⸗Thale auch Menschenleben zum
Opfer verlangt. In Sidwalden wurde der Besitzer des dortigen
Basthefes von den Fluten der Thur fortgerissen, und in der Laad
bersüite:e ein Erdschlipf ein Bauernhaus, wobei 5 Menschen und
15 Stück Bieh ums Leben kamen.
enstesnachrichten.
Der Kreisforst-Assistent Alb. Leuchsenring in Speyer wurde
zum Oberförster in Rev'ere Bienwaldmühle ernannti.
Fur die Redaction verantwortlich: F. XR. Deuet.
— —

Wirklicher Ausverkauf.

Da von nun ab diese Artilecnicht mehr führe, so verkaufe
lolche unter Fabrilpreisen als MPortemonnaies, Cigarrenetuis,
Sofentraäger, Pfeifen in Meerschaum. Holz und Ton, sowie
—A in Kautschuk, Weichselholz ꝛc. Papier⸗
kragen, Slips und Eravatten, Manschetten und
sragenknöpfe, Photo raphie: Rahmen, Fächer,
Mund Harmonikas, 8 Tabaksbeutel Diadems,
sopfreife Brochen Ohrringe, Medaillons, Uhr—

ketten, Rafierpinsel x. xc. —5,
Joh. Weirich.
—⸗ 2*
RheinischerTrauben-Brust-Honig

En sehr gut erhaltenes Pariser ˖
Pia ni no
ist zu vermiethen oder zu ver⸗
taufen bei
Franz Woll.

Die berühmte Schrader sche
Weiße
Lebensessenz
von Apotheker Schrad er, Feuer-
bach · Stuitgart, welche schon Tau⸗
senden, die mit den langwierig

sten und schwersten
HMagenleüden

behaftet waren, allein geholfen
hai und die in den meisten Fa-⸗
milien als diätetisches Haus
mittel ganz unentbehrlich ge⸗
worden ift, wird Jedermann drin⸗
gend empfohlen. Flac. Vark.
— Schrader's —
Traubenbrusthonig
angenehmstes und sicherstes Haus⸗

mittel ge gen Husten.

Zlact. 1 M. bei J. Fried⸗
rich, St. Ingberi.

— — —

— ⸗—
Beste Qualität
Steinkohlen aus den Friedrichs⸗
haler und Altenwalder Gruben
Ladung van 20 25 CEtr. per
Wagen, werden gegen Bestellung
zeliefert. —WW
Zu geneigten Aufträgen en⸗
psiehlt sich bestens 14
G. Eh. Kayser,
Posament'et.

allein ächt von W. H. Zickenheimer in Mainz, dem
eee nAnerkannten ersten Fabrikanten und

rfinder desselben, empfiehlt in fteis frischer Abfüllung unter
Baranie J. Friedrich, St. Inghert.
ö— — — — —
Prämienkollecte

D
Gebetbuͤcher

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*2 582882
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2.
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2
2.2
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22 —

232*

v
—

J

um Ausbau der kath. Kirche
Giefing (Munchen.)
Ziehung am 2æ1. Märe
1877. F
zum Ausdau der II. prot.
Kirche in München
Ziehung am L. Jumnt
1877.
Loose 422M.
bei
HFranz Woll.

fur
Erstkommunikanten
and zu haben bei .
Franz Woll.

*

Eine gut ertauene
Spieluhr
18 Simnae sp elend steht billig

zu verkaufen.
Adr. J Ganion, Station-
draße 17, Mez.
Mehrere Ackerstücke
und Wiesen hat zu
berpachten
Deter Schmidt,
neben der Zir he
Aufklebezettel
100 Stück 30,Pf.
Frachtbriefe
100 Stückh 90 Pf.
u haben bei

E
24
A
F
.
— — r —

Die
Zuch- unch ftein-
deuekerei

Frarakfurter Rorae
vom 23. Fbr. 1877.
— — — —— — —

Qelidsortem. M. Pfg
Pistolen, doppelto.. -- 6.
pistolen.. —— G.
dJollän. 10.I. Stücke. 1665 G.
Randdukaten... 9860-68
20- Prankenstücke. . 1626-80
Englische Sovereigns. 20 37-42
Russische Imperials. 1675-680
Dollars in Gold.. 416-19

— e
dru Licn anatem. Abbild·
reis 1 Mark; erschienen hei
XX Perla —RWBREÜcEOI
eipzig, ist rd allen di
— — vorraͤthig. — Diese⸗
orzůgliche Werk lann allen
dranken, gleichvtel an welcher
crantheit Teidend, umsomehr
Ningen seez wmerbden,
als es betreffen de —A
—A
hai, wie die in dem Buche äb⸗
Jedruckten hreen lanzen⸗
den Atteste —

von
P. X. PPMBETZ
empfiehlt sich zur eleganten An-
fertigung aller in dieseos Fachk
insenlagenden Arbeiten, als
MBet, Oi PCUlũuirs, Lisit
vVertobungs u Adress-
carten, Piccaote, Weine u
. Vuren-Ftiquéttes, Iteclu
naungen u. 8. . u 8. .
Franz Woll.
— — — — —
eAdaifion Srud und Verlag von 6.

.Demetz in St Ingbert.
Hiezu ilustrirtes Sotruntaasblatt“

—

14
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        Sl. Ingberter Anzeiger.
24 1 — 5 1 *
—— 2 — 2* — 2 —— —— —

523 —
der St. Jugberter Anzeiger und das (Z nial wo cheatlicchn mit dem Haudtblatte vetbundene Unierhältumgsblait,Soͤnatags -mit ill srrirtet Arte

tage), g wochentlich viermalz Dienstag, Dounerstag, Samataz uud. Souutag Der · Aboanementapreis belragt vletielfuhelich

Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit“10 Pfa. von Auswarts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeite: Blattschetitedder deren Raum. Recla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
e * * — —⏑⏑ — d — ——— 28
a —X 9 W — * — — — — 38
—2 32. Diienstag, den 27. Febrreeeeee e e 1817
a . * —*

— — —
— ———
Deutsches Reich.

Baerbin, 23. Febr. (Xeichstage) Bei der Präsidenten-

wahl wurden, im Ganzen 296. Stimmeu abgegeben, wovon jedoch
aur 253 giltig warea; von diesen sielen 249 auf v. Forckenbech,
der die Wagl dankend annahm Zum ersten Vicepäsidenten wurde
b.Slauffenkecg mit 210 von 298 abgegenenen Stimmen gewählt
(w. Frantenstein- erhielt 84; vei der Wahl des «Hweiten Vece⸗
didsidenten fielen von 277 Sliimen, wooon nur 210 gültig) 178
duf Fürst Hobenlohe-Laugenhurg. — Die -Wuhstder Schräsafuhrer
erfolgse hierauf Zuurch Acclamation. Eomit ist das Haus con⸗
titnirt.
* Berlin‚ 24. Febr. Der „Neichsanzeicger“ hebt anläßtich
der Entsendung eines britischen Scheffes zum Schutze dere mißhan
delten deuischen? Unterlheauen in Ncaragua, die dant nsmerthe Bereit⸗—
willigleit ßerpor, und der England an einer Stelle, wo d'e deuischen
Kriegsscheffe nicht; gleich bei der Hand war;en, mut seiner Seestreit⸗
macht für die Deutschen eintrat und dam'it den Grundsaätz drr
Sol darität befreundeter Pächte bezüglich des Schutzes ihrer An—
gehörigen in fernen Ländern abermals bewährte.

Berlin, 24. Febr. Dir ‚Köln. Zig.“ schreibt: „Mit
einer uns türzlich zugegangenen Meldung, daß de Russen am letzten
Tage dieses oder au ersten kommenben Momats die Grenze über—
ichreiten würden, stimmt es üderein, wenn die „Norddeutsche All⸗
gmeine Zeuung““ heure' schreitt: „Alle im Laufe dis Tages ein—
jegangenen Nachichter stimmen darüber üderein, daß der Einmarsch
ufsischer Truppen in Ruwäriene, re p. ihr Durchnarsch an de
Dondun, vinnen Kurzem zu erwatten stebt. Gleichze'teg ist auch
qus den an der asiateschen Greyze getroffenen russischen Vorkehrun en
ersichtuch, doß Rußland sich anschickt, die militärische Entscheidung,
sobald fie einmal angerufen werden muß, richt oder wen stens
acht ausschließlech auf dem Balkan zu suchen.“

Auf dem Bureau des Reichtsages hatten ssch bis heute
Mittau 322 Abgeordnete einschreiben iussen, eine Anzahl, die bis
auf den konstiruiteuden norddeutschen Reichsstag »oh niemals beim
Beginn einer Sesöon errescht worden ist. Man muß freilich dabei
in Betracht ziehen, daß eine große Anzehl ron Reichstaas-Mtit—
tzliedern auch dem Abçeordneterhause angekört.

Als Zeichen der Zeit registeiren wir, daß eine elsaß lothen
ingische Korrespondenz der „Köln. Ztg.“ offen und unumwunden
jür die Annexion der Reichsslande an Preußen plaidert.

Im litz ea Kriege gegen, Franfzcich wrrden in einem Depot
u.. A. auch 10,000 Stuück gonz neue sehr sa dat Ventecröbeleaet
ztutet, welche für die frauzösischen Kacubiniers bejtinmt wireß.
Die Woffen siad in diesen Tagen den preuß'schen Kürassierreni⸗
mentern zum Gebranch übrrgeben wordem.

Das „Beri. Tagbl.“ schecibt: In der Dienstagsnummer
nieses Blattes waren wir in der Lage mizutheileu. daß die Ausfuhr
von Waaren ous Deutschland zochAmerita von 82.351,000 Toll.
m Jahre 1875, auf 26,427, 000 Dollats im Jahre 1876 e⸗
follen sei. Trübe, wie dieses Bild eischeinen mag, »gedues nur
cine schwache Vorstellunge von der ganzen viel traurigeten Wahr⸗
geit. Der Export Deutschlauds rach den veteiniglein Staaten von
Umerila betrug in dem J

Jahre 1873. -61,401,766 Dollars,
1874.- 48,909 8582
875 — 32 451, 000 F
1876 — 26,427, 000
dit Jffern über den Erport Ametclos pach Deutschland sind, uns
im Augeunblick nut für, die Jahre 1873 und 1874 zugänghich,
deselbven kew isen aber ‚Adeß sich der amtrikaussche Export nach
derjchland in. ziemlich gieicher Hose erholten, namlich 2*
1873 60, 174,000 Tollars,
1874 — 61683, 381 -,
stan aber ist es eine dekannte Thatsache, daß erst seit 2 Jahren
und ganz besonders seit dem Beginn der Aussteslunz in Pheladel—
ohia der Import von am.rkanischen Waaren nachh Deutschtand

einen unglaublichen Aufschwung gehzoigmien⸗ hat und jeßt aller
Wahrscheimlichkeit nach schon 75,0090 300 —A In
demselben NRaßen, wie wir vbigenas den Vereinigten Staaten
chiden, nimmt die Einfuhr von dort zu. Im Jädre 1873 stand
ynẽ semntor Deutjchtunde xrertta· noch gleich.· Wir⸗ fererrrfur
36 Mill. Doll. Wqgaren und empsingen dafür 61 Mill. Doslars.
zchon das Joht 1874 zeigt eine Unterbilantze Von! ZlMille zu
inferem Schaden. Gegen 44 Milliönen,'die wir exportirten, em⸗
ffingen wir 61 Millionen, und in' diesem Jatzie haben wir sicher⸗
ich dreimal sddiel an Amerika zu bezahler, als! jenes Ichnell auf⸗
»Alühende Land an uns. Solchen Zahlen gegenüder‘ sind asle
Refleltionen überflüssig.
NAusland.

Paris, 22, Febr. (Sor er.)Geein öffnelen sich die
Zalons des deutschen Botschaftshoels in der rus de Lille für den
rsten der großen Routs, in welchen Fürstin Hohenlohe einen' all⸗
ährlich wachsenden, der Elite der Pariser Gesellschaft entletmten
kre's zu vereinigen pflegt. Deim Einp'ange ging ein Diner boraus;
ämnmiliche Minister, mit Ausnahme der Herien Leett Say und
Teisstrene de Bort, die durch auder veitige Obbedenheiten zurück—
zehatten waren, der Gouverneur von Paris, der Seine und Polizei⸗
zräfect waren an der Tafel des Boschäftfers eischienen. Gegen
0 Uhr füllten sich die Säle und naͤch halb 11 Uhr hiellen die
derzozin von Magente am Arme des ihr bis zur Treype entpegen⸗
egzange en Färften Hohenlohe und der Präsident det Republik, von
»er Lo'schofierin threrbietig begrüßt, ihren Einzug. Der Mätschall
Mac Madon, in Cwpil ge!leidet, irug, wie Furst. Hobenlohe selüst,
)e Jusignen des Schwarzen Adlet Ordens.“ Um ihn und selne
Bemahlin gruppirte sih bald ein ausgewählter Cercle, in welchem
man den Köung Franz''d' Assisi von Spaänien, die Herzöge von
Auinale, Nemoaurs, Larochesoucauld, Bifaccio, Decazes, die —R
zotschafter, die Freiherren Alphsns und Gustav v. Rothschild, den
ẽrbprinzen und die Ecbprinzessin Hohenlohe und in der Umgebimg
der Letzteren weeder éäine' auf solchen Soirten seltene Schaar junger
Pädchen, die Töchter der Fürstin Trubetzkoi, det Baronin Behshs
und viele andere, demerkte. Außer den Spitzen der deusschen-Kolonie
jalten sich -aAuch zwer zur Zeit in Paris lebeade Fremde „der Ge⸗
andie ani Madrider Kofe, Graf Hatzfeld und der Geheime Lega⸗
r'ousrash von Bunsen, zu dim' Empfange eingefnuden; dir Finäanz⸗
volt war nicht nur durch die Roihschld, sondern auch' durch die
Felauger, Bischoffsheim, Hirich, Bamberger, Aufm Ort, die Presse
»urch zahlresche einhermische und fremde Mitglieder vertreten.“ Der
Narschall und die Marschallin von Mac Mahon weilten über elne
Ztunde in der Botschaft. Die von dem heitersten Geiste belebte
Zoirce, in der, wie es schien, sehr wenig poritisirt wurds, naͤhm
erst lange nach ein Uhr ein Ende.

London, 23. Ftbre. Oberhaus. Lord Stratheden: und
Famphell kündigt für Moniag eine Resolution au, welche. Maßnah ⸗
nen bea tragt, die geeignet seien, Feindseligkenen ig Europa zu
»echindern, die Aufrechterhaltung der Verträge von 1856, wie die⸗
selden 1871 erncuert worden, zu sichern und die Wodhifahrt der
der. Pforte unterwsorfenen-Wölkers hafteit zu fösbern.

Belgrad, 24. Febre Aus Konstautinöpel wird gemikdet,
daß der Friede mit Serbien auf Grundlage des 8tatus quo antè
beiderseitb angenommen worden ist“ Am, Dienragsoll der Frie⸗
Zensact unterzeichnet werden. C(. 3.)
— Buqarest, 24. Febr. Ueber kine jückische Greuzverlehelg
wird hier in folgender Weise becicheet? Enitke Türkenz? uten sützt
»on xegelwikßegen Sotdaten erschienengistern auf tin·x· Iin d der
Dontciu undpünderten daselbst. Eine“ ihnen entgegelnstsandte Ap-
helung tumänischer Grenzwächtetr nahm 18 düf frischer Ihn er⸗
icppte Plund rer, worninter en Soldal'war, gefangen, Und tbutet⸗
giwi davon, darunter eine. Bcamten aus Rastschuk, werchet: die
Hluͤnderung leitete. J —
OD deæsss.a, 23. Febr. Nich hier eingegangenen Nichchten
sin die Efihrte in de Hcen von' Betaktawa ohne vertee nan—
        <pb n="106" />
        gene Anzeige den Schiffen untersagt. An der Küste zwischen Su-
sum ⸗Kaieh und dem Fort Nilolai sind im Schwarzen Meete Tor⸗
pedos gelegt; die russischen Lootsen siad angewiesen, heransegelnden
Schiffen das Fahrwasser zu weisen. j

Wasbington, 23. Febr. Die Fünfzehner-Kommission
beschloß mit 8 gegen 7 Stimmen, daß die Stimmen von Ocegon
sür Hayes abgegeben seien. (Somit ist Hayes, Kandidat der
Republikaner, auf 4 Jahte Präsident der Vereinigten Staaten vom
4. März an)

f Bei der am 22. d. in Neustadt abgehaltenen Ausschuß ⸗S.
zung des piälzischen Feuerwehr Verbondes wurden solgenden Gemein—
den behufs Ausrüstung von Feuerwehren je 100 M. hewilligt: Edenkoben
Mörlheim, Leinsweiler, Rohrbach Imsbach, Trippstadt, Homburg
und Altleininzen; ferner je 50 Mark den Gemeinden: Grethen
Freimersheim und Semdach. Der nächste Verbandstaz wird im
Monat Juni oder Juli in Zweibrücken statifinden, wobei jedoch nur
eine Delegirten; Vecfammlung heabsichtigt ist,

Speyer, 24. Febr. Unser Landsmann Musik-Direllon
Beorg Vierling gedentt zu Beginn des Monats April wieder ar
den Rhein zurüchzukehren. Seine Rundreise bei den pfälzischen
Musit vereinen — zur Leitung der Vo übungen für bas diesjährige
Musikfest in Kaiserslautern — dürfte dann in Bälde eisolqen. —
Die Summe der zum pfaälzischen Dieustbotenstift geleisteten Beiträze
heträgt nach Ausweis des neussten Amtsblatts 27, 453 M. 88 Pf

(Sp. 3)

F In der Pfalz haben im Jahre 1875 16 kaufmännisch

Fall:mente Patigefunden, im Jahr⸗e 1876 dagegen 31.

ermijhies.
fSt. Ingbert, 27. Febr. Zu den abnormen Wit⸗
terungs verhältnifsen diefes Winters lieferte auch der gestrige Tag
einen Beitrag. Nachdem wir am Vormitteg und über Mittag
starlten Wesiwind hatten, entlud sich zwischen 2 und 8 Uhr über
unserer Stadt, ebeafalls bei stackem Westwind, ein heftiges Ge⸗
wvitter mit einem reichen Nederschlag von Schlossen. Gewißz ene
seltene Erscheinung zu dieser Jahreszeit!
2Auch heyte Abend haben wir in einer Mondsfinstern'ß
eine seltene Naturecscheinung zu erwarten, auf welche wir uusere
Leser wicder dolt aufnmerksam machen wollen.

— —
Fur die Redaction veraniwortlich: FJ. X. Deuetz.

—— α

Bekanntmachung. —9*
Am Dienstag, den 6. März 675
. J., Nachmittags um 2 Uhr
auf dem Bürgermeisteramt wird
das Gemeindeberechtigungsholz
pro 1876,77 öffentlich ver⸗
seigert:

Abtheilung Birkelbach:

1 Sier buchen Scheitholz
55213, „Prügelholz
584, „Krappen

St. Inabert, 25. Febr. 1877.

Das Bürgermeisteranmt:
Euster.

Holzversteigerung.

Mittwoch. den 7. März I. J.,
Mittags 12 Uhr, werden im
Schulhaufe zu Oberwürzbach
nachbenannte Holzsortimente öf⸗
sentlich versteigert;

IJ. Schlag Leichweiherhang:

2 kiefern Sparieu

5 eichen Wagnerstangen 1. Cl.

111, — 2..

2 Ster buchen Scheitholz 1. Cl.

25 ⸗ v 2. v⸗

74 73; Glipfelp ügel.

888 KNrappen.

I. Schlag Zuf. Ergebnisse:
48 kiefern Sparren

44 ,, Gernüststangen.

2 eichen Wagnerstangen 2 Cl.
150 Sier kiesern Buumpfähle8 C.
150, ,„ Truiteln

2 Ster buchen Scheitholz 2. Cl.

12, ,„ Gipielprügel.

4., „Bruügel.

2,„we'che,

d duchen Krappen

6, liefern —

Ommersheim, 22, Febr. 1877.

Das Bürdermeistecamt:
— Wack.
dol wer eg.

Minwoch, den 7, März J. J.,
Nachmittags 2 Uhr, werden im
Schulhause zu Seckendal heim
aus dem dasigen Gemeindewalde
jolgende Hölzer persteigert;

Schlag Alment:

1 Birnbanm Abschnitt 2 Cl.

2 eicden Wagnerstangen 2Cl.

16 befern Sparren

1 elzbeer Wagnetstangen

25 Ster fillten Baun pfähle
11511 Ster buchen Zaungerten

—A

fichten Bohnenstançen 111 Ster buchen Krappen
buchen Bohnenstanzen 850 buchen Reiserwellen
Ster b.achen Scheitholz 50 kiefern
.Stangenpt. Ommers? heim, 22. Febr. 1877.
eichen Prügel Das Bürrcermeisteramt:
weiche Wack.
Bekanntmachung.
Vom 1. März 1877 an vwerden hei der sSteinkohlengrube
St. Ingbert die Kohlen zu folsenden Preisen verkauft:
Förderkohle J. Oualität 130 Mark per 100 Kilogramm
ä II. F 0,95
w III. u⸗ 0,80 — * 4
inschließlich des L dgeldes.
St. Ingbert, den 26. Februr 1877.
Königl. Becgamt St. Ingbert:.
J. Kamann.

Prämienkolleete
zum Ausbau der karh. Kerche
Giefing (Muünchen.)
Ziehvung am 21. Muræz
1877.
zum Ausbau der II. prot
Kirche in München
Ziehnng am 1. Jums
1877.
Loose à 2 M.
bei
BFFrABME WVOMI.

3. Frische Datteln
Wirklicher Ausverkauf. dh . R. 20 soede
Da von nun ab diese v nicht mehr Wre „so verkaufe J. Weters, Si. In bert
olche unter Fabrilpreisenals: Portemonuaies, Eigarrenetuiss
Sosenträger, Pfeifen in Meerschaum. Holz z9 Ton, sowie Die Photographie
Tigarrenfspiben in Kauschut, Weidfelvolz zc.. Papier“ de Gnadenquelle, de
eragen, Stips und Cravatten, Manschetten und Gnadenplatz in Marp'ngen
dragenknöpfe, Photographie: Rahmen, Fächer, und Marpingen siod, für
Mund ,ια Tabaksbeutel Diadems 30 P enni
Kopfreife, Brochen Ohrringe, Medaillons, Uhr g
ketten, Rafierpinsel ꝛc. ꝛc. zu haben bei B. on.
e ig
Joh. Meirich. —u
.20 7 ——A
50-Pfennig-Bazar St. Ingbert.
Neue je dung 38 uz Art. lel. ug schone Gar tenland
»attische Gegenstinde.
IRück nur 50 Pfennicç
Haseler Snaße nehen Schne der Mär!
dittwoch, den 28. Februar 1877, m odern Lokal von
Oberhaufer fur
gesSangs-⸗Concert,—, Erstkommunikanten
ausgeführt von der sind zu ——— Won.
Tyroler Sänger-Familie Mühlböck —5 —
in ihrer Landestracht. 2* erbauene
Eintritt à Person 50 Pf. Kassadffnung 793 Uhr. Anfang * pieluhr
83 Uhr. Programme sind an der Kasse zu haben. 18 Stüde sp elend steht b'lli—
Freundlichst ladet ein zu verkaufen.
Hansl Mühlböck ans Tyrol. Adr. J Ganion, Statien
slraße 17, Wweß.
Aufklebezettel
nod Eug 80pt,
Frachtbriefe
100 Stud 90 pf.
zu haben bei
Franz Woll

in der Nähe meinet Wohnum
zu pachten gefucht.
J. B. Martin.
Gebetbücher

—— — 2
—AXL

Das International Lehriustituut üöbernimmt dio
Vorboreitung 20u den höheren Classen der Gymnasien und
Realgymnasien. zum einjahrigen Miilitairexamen ete.
—- Hsöhere Handelgehuie, deren Absolvirung zum
ꝛinjührigen Militairdions! boroehtigt. — FPenstonat mit
itrenger Disciplin. — Prospoetus daurch dio Direction in
ßBruchsal.
Nedalon Drua uind Veriag von F. X. Temeß in Er Jugbert.
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        In⸗
Den
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8 c52 * s6332355
21358 52 555 2 223358
225 722 3135 32 2258 5
22 2 3 — — 52 5 * * 8 ã —A —
828 2323 — — 255 — 5232 57 * 5 — 3352
1 224 282328 — * —A— * 22 5 —258 2 58233
83 23538 5*5 —552 305 522 5358 57 2325538 * 5752535
22 —*—8 2 —2 3 55 52 2— 5— *— 2522 5525355—
7 * — 8 2 272z25 8 25 —53555 a22 —
ẽ — 8258 —2 53 s 7282 523553355 ——A
— 222 25 — * — E 2 23 — 28* — —v„ S 8
8 22 — 35 3 5 —2 2. — — — — — — 2*
5s— 38 ⸗ —A * — 57 8 222A — 588— e S— ——
— 2 * —8 2235 * 85 S* * — — —
*2 345 » —272 82 *ẽ 2 *.5 255238525 — — 7—E 8322
8 22 5—22 — —— * 235 —E55 — — — 5 y
2 * 2 583 3328 53 3252533 —2328 5*
25 E — w — 22
s535 55837 323— 5* 4853 3235 323
8 553 75 5 756 55 5383582 5235 383 ———
25 353 —5323 5 —5 2523*2238 552235585 —E 58 5*— 5*
32 5 —V —A— qᷓ ⁊ — —— 53 — —A
7 2 5 5 8 5 23 —25 **m* S2 — * 5*—34
5* 2583 5 5* — 58 353 —25 5228383 — 22.
535. 58 58* 55 57 23358333 53837 — 32—2 58 33.8 A—
k—82 —A 223 72534 —— 532222358 — —
22532378 —258 48226 —A— 333333335 53532238
25 S8 —E— 8 3 5215 2325 2 532 8 * — 255 23
55 2*85 2 —* 5526 2 58 — —A — 528 22 S2 * 2
— 35323 3 —533752 — — * 25*—222. 525 72
325 * 8* 2 —3 3 8338
252238 532*58785 32 828 —3265 333223
—z5552 : 33322* 52383 s8383858 s53363 77
8 8555 55 —— 8. 5227255 A)] 58582385
322 ——— s55*. — — — 222 255605 28525
— 53225 2*2 552 573 58 353382823435 —A ——
5 2 558* 525 55558— 2 28555 2* 3 22 5 2
5585 55558235—35 28 55—43535 —— —
— — —E — 5 —E72 — — *
A —8832253 22852 535 —58 258
25355 72527 8 23 —
— —* 282 5*
8 S258
—
— 2233 5232 *
—5223327 5255838 222225 272
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

— —
Dder St. Inzberter Anzeiger und das (2 mal wöhentlich) mit dem Hiuptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint woͤchentlich viermal: Dienstag, Donuerstag, Sanstag nad Sonatag. Der Abs⸗anementspreis beträgt vierteljährlich

l Mart 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfz., von Aas:wörts nit 15 Ifz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neckian:en
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnei.
J —
M 33. Do)onnerstaa, den J. Mazzʒʒ 1877
— —— —
—ꝰ
Deutsches Reich.

Berlinn, 26. Febr. Wie die „Post“ mittheilt, hatten
einige Elsesser Reichstagsabgeordnete am Samslag Nachmittag eine
Audienz beim Reichskazler. —

Berlin, 26. Febr. Tie Dinge im Orient tkreiden der
Entscheidung zu. Keine enzige von den enropäischen Mächten wird
der kriegttischen Altion Rußlands irgend welche Schroanken ziehen,
uud da die russische Armee sich in bestem Zustande befindet, so
wirs der Beginu der Feindseligkestenj denfalls im näcksten Mo⸗
nale erwartet werden dürfen. Was über eine theilweise Mobili⸗
sirung der österreichisch ungarischen Monarchie in Wiener und
Pester Blättern gemeldet worden, wird von unterrichteker Seite
als durchaus unrichtig,, m'ndestens als sehr verfrüht bezeichnet.
Desterreich ist noch nicht aus dem Rahmen des Dreikaiserbündmisses
herausgetreten, und wird das waährs heinlich auch so lange nicht
sbun, als Rußland noch auf die Inter ssen O stetreichs in der
orientalijchen Frage de gebühre de Rücksicht nimmi.

Berlin. Der Enwurf eines Gesetzes vetr. die Festst Qung
des HaushaltsEnats des deuischen Resches für 1877.778 legt jetzt
dor. Das ungedeckte Defizit des Etais be rägt 25,784 007 We.
In den Erläuterungen heißt es: „Der volle zur Dellung der
Ausgaben erforderliche Betrag an Mattikularbeiträren ist nur vor—
läufig in Ausotz vebracht, iudem es den Berathungen im Bundes
rath vorbehalten bleibt, eine Verrnehrung der eigenen Ginnahme u
des Reiche zum Zwed der Herabminderung der Mattikularbeiträge
in Erwägung zu ziehen,“ Man hat alid zu erwarten, daß bei
Berathung des Etotsgeseßes im Bundesräthe dese hier angekün—⸗
diglen wichtigen Beslüsse gefaßt werden, und darf auf den Aus—
gdang gespaunt sein.

Berlin, 27. Febt. Von rusücher Seite soll an mehreren
Orten vertraulich demerkt werden, die gegenwärtige Tage sei äbnlich
derjenigen vom Juni vorigen Jahres nach dem Berliner Memo—⸗
randum, wö Enalands Ablehnung gemeinsamer Sttritte den Krieg
wijchen der Türklei und Serd en zur Folge hatte. Jetzt drode
ein größerer, welchen die Mächte und in erster LZinie Enqgland.
dethindern fönnten.

NAusland.

Wien. 27. Febr. Tie „Politische Correspondenz* erachtet
aach Petersburger Meldungen die Nachricht von einer ünmittelbat
bevorstehenden militäriichen Action Naßlands ebenfalls für verfrüht.
Die Entscheidung hänge vom Eintreffen der Antwort der Geoß⸗
maͤchte auf die Circulardepesche des Fürsten Gortschakoff ab; das
Fintreffen der Antwort des dritischen Tabinets sei jsür Ende dieser
Woche angelündigt.

An den aus Wien nach Peter Sburg gemeldet⸗n Ge—
ruchlen, wonach se tens des Kassers von Rußland der Bejehl er⸗
assen waͤre, die russische Armee solle am 28. er. den Pruth über⸗
chreiten, ist kein wohres Wort. Allerdings erreicht am 28. der
wischen Serb'en und der Pforte bestehende Woffenstilistand, welcher
reiner Zeit auf das russische Ultimaium zu Staude kam, sein Ende.
Indessen ist nicht zu erwarten, daß der Kampf Serbieus mit der
Pforte am 5 März wieder aufgenommen wird. Ti— Nachꝛr chten
üüber die Friedensverhaund ungen zweschen beiden Staaten khauten
zünstig; sollte man dis zum 5. Mär, damit nicht zum Abschlusse
lommene, so würde jedenfalls eine Vetläugerang des Waffenftill
tandes exrfolgen. Die Situalion im Allgeme nen ist unverändert.
die Rückäußerungen der Maͤchte auf bdie russische Circ:lurdepesche
dehen noch aue. Von diesen resp. von der Entwichlng der Dinge
Konstagtinopel werden die dies eitigen, weiteren Daruahmen ab—⸗
ängen.

London, 27. Febr. Wie die „Times“ in ihrer zweiten
Ausgabe meldet, beschloß in Petersburg der Ministerrath un ar dem
Lorsitze des Czaren die Demobilisirung, sobald der Friede mit
Serbien und Montenegro geschlossen sein wird.

Petersburg, 27. Febr. (Orientalijches.) Der „Golos“
ichreibt, der Friedenbschiuß zwijchen der Türkei und Serbien würde

— —,

—
de orientulisch · Frage wieder in dieselbe Lage bringen, wie zur

Zeit der Berlmer Verständ'gung, und ttete dann der Augenb!ick
ein, wo die Frage betreffs Verbesserung der Lage der Christen auf⸗
zestellt werden müsse.

Vermischtes.

* St. Ingbert, 28. Febr. Da gestern Abend das Him⸗
melsgewölbe dicht mit Wolken überzogen wer, so war der erste
Verlauf der Mondsfinsterniß bißs zur gänzl'chen Bersinsterung des
Ptondes nicht zu beobachten. Erst gegen 8 Uht trat der ver—
äaste le Mond, der in einem auffallerd rothen Lichte strahlie, auf
Augenhliche hinter dem z'ehenden Gewölke hervor. Es schien dann,
als ob sich das fsonstie Silberlicht des Mondes in glühendes Kupfer
»erwandelt hätte. Gegen 9 Uhr stälte sich auf seinem linken
Runde ein leuchtender Streifen heraus, der sichelförmig immer
Iößer wurde, bis gegen 10 Uhr auch auf der rechten Seite der
Schatten völlig gewichen war und der Voll nond in ungetrübtem
Blanze struhlte.

fKaiserslauten, 24. Febr. In der heutigen
zeheimen S zung des Stadtrathes wurden unter 11 Bewerbern die
Lehrer Auzust Day von Neuhornbah, Ritolrus NKraus von Roein.
jubern und Franz Hagenbucher von St. Ingbert für die erledigten,
ew. neu errichtenen deei katholischen Schulstellen an den hitsigen
koufessionellegemischten Votlksschulen aewählt.

7TNeustadi, 25. Febr. Wie wir vernommen, werden künf
igen Dieustag die H.H. Bürgermeister Kölsch, Landtagsabgeordneter
J. Ex er und Triftmeister Hofherr von hier eine Reijse nach Mün⸗
chen autreten, um dort für Verlegung des Bezirlsgerichts (Landge⸗
rchts) an hiesizen Platz zu wirken. L. Cilb.

Ludwigshafen, 27. Febr. In feiner gestrigen
Hauptversammlung hat der hiesige Consumverrin beschlossen, aus
dem Reingewinn des zweiten Halbjahres 1876 eine Dodende von
5 pCi. an die Mitgliedet zus verlheilen, außerdem je 50 Martk
dem ziesicen Arbeiterbulduagsverein und den noidleideuden oben—
fränkischen Webern zuzuwenden.

F Theuere Jagden. In Darmsiadt wurde die in der vorigen
Jagdp riode zu 560 fl 960 M. verpachtei gewesene Jagd dies⸗
mal zu 3,015 M. vrrpachtet. Steigerer find einige Herren aus
Deideshein', Foist und Nustadt. — Die Rodesheimer Jagd, welche
—D Pfg. lostete,
wurde am 17. l. M. auf weitete 6 Jahre. ver Jahr zu 1480
M. verpachtet.

r Von der Grenze, 24. Febr. Vor bald acht Tagen wurde
in der Nähe von Werßenburg die Lelche eines schon bejahrten
Mannes gefunden. Derselbe war ein Geschirrhändiar aus Ktatle—
bers (Matzenberg bei Geünstadt) und führte den Namen Muller.
Db ein Unglüdsfall ober eine Gewaltthat vorliegt, darüber konnle
ich noch u'chts Bestimmtes hören. Unmoͤglich wäre fceilich dei den
jetzigen Varhältnissen ein Raubaufail nicht.

Speyec, 23. Febr. (Pf. Ztg.) Es winde die Beo—
bachtung gemant, daß in nenuerer Zeit eine große Ptenge unga⸗
eischer Schweine durch Händler en der Pfalz eingeführt nd nmit
Vorliebe von unsern Metzjern gekauft wird. Du Schweine sind
ehr fett und stUea sich dilliger, wie die bei uns genästeten. Ab⸗
zesehen von der Konkurrenz,, welche den pfülzischen Lanowirthen
darch eine solche Massen⸗Einfuhr frewudläudischet V'ehwaare erwäqcst,
sind es 2 Punkte, die bei diefm Import zu erheblichen Bedenken
Veranlossung geben: Einmal ist die Beobachtung gemacht worden,
daß diese Schweine öfter mit der Klauenseuche behaftet sind, wo⸗
durch sehr leicht Veranlassung zur Verbeitung dieser Seuche unter
unserem Viehstande gegeben werden kann, und anderseits ist es
rine bekaunte Thatsache, daß ungarische Schweine gerne Finnen
und Trichinen beherbergen. Da die Trichinen selbst bei der mi⸗
keoskopischen Fleischbeshau nicht in allen Fällen mit Sicherheit
enideckt werden lönnen, so empfiehlt ez sich, Fleisch von dbiesen

—
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        —A nicht zu kaufen, oder weniagstenẽ durch:
sukochen oder ducchzubraten,“ daß ollnfalls vothav di ne richinen
durch die hohen Hitzgrade mit Sicherheit getoͤdtet werden.

Aus der Oberpfalz wirs der R. Pr.“ Kobe des fol⸗
genden Leumunds und Vermögenszeugn'sses mitgetheitt, wela es
nlängst ein dortiger Do fbürgermeister einem O iseinwohner aus
gestelli bat, der Anstellung im niedern Bahnd'enst sucht?

„Sein Leumuth ist talensvoll und betragenswerih Vermoͤgens⸗
verhaltnisse, Besitztex leine. Doch ledt er in Kontumaziam.“ (Kon⸗
ubrnat I— .. .

ea Deß nigh gefalschie Veiche lassenscheine zu *
und 207 MN. im Ümiauf befinden, ist bekanns und sind auch schon
diesfallsige amtliche Ausschreiben erlassen worden; wie nun mit⸗
getheilt Iisi nungbet au cin gefaschler Nesche lassenscheũ
zu 30 M.vorgetommen und sofort angehalten worden. Seldft ⸗
derstaänbaͤchlest hierüber sofort Anzeige nach Berl'n erstaͤttei worden.

pMa'n hen, 25. Febr. Wegen einer Prije Tabat 60)
enistand in der Nacht vom leßten Samstag auf Sountag unier
den Gaften des Wirshes Mar Graumüller' in der Kochelstraße in
Sendting kine Schladerei deren Verlauf dem Geuannten den Tod
rachie Deiselbe suchte pflichtgemaße den Erzeß abzustelen, wurde
diebei von einem der Raufer am Halse gepackt, gedrosselt vnde durch
inen heftigen Stob guf die Sr. st weggeschleuder. Nach Sner
Bierefunde baunchie der Mißhandene sein Leben aus. Der Thaͤter,
ein Taglöhner und Kolporteur wurde alsbald verhaftet.

..at In Saquar brücden stidte ein Schuhmachergejelle in der
Schißtirunlenhein feinge —R
reln solche Versehungen, daß er Daid darauf farb..

In Griosren gstan gen (Württemberg) hat eine biedere
Schwaͤbin ihrem Manne. dem Eisen handler Freudigmann, Vierlinge
—A gehoten. Der Valter und die K'nder
—miß den Vierlingen ein Dutzend — befinden sich recht wohl,
dagegen, soll die Mutter etwas angegr ffen sein, was ihr solchem
Segen gegenüber gewiß nicht zu verdenken ist. V———

7 Die Franffurter Versichexungbaesellschaft „Providentia“
vertheilt pro 1876 21 pCi., die „Berlinische Feuerversicherungs⸗
Befellschaft“ 28 3Ct. Dividende. — Die ‚Leipziger Bant“ hat
durch Bücherfäljchungen im Lombordgeschäfte, welche sich der un⸗
längkt verstordene laugjährige Beamle Prescher hat zu Schulden
tommen lassen. 183,270 Mi. eingebüßt.

Straßburge: 24. Febr. Durch D'ereltorialbeschluß
wurde dem Theologie-Sludirenden Maiheus aus der Rdeinpfalz das
Kanzehrecht ertheilt.

Die üble Angewodnh⸗if, sich bei— dem geringsten kleinen
Nißet im Ohr sofort mit dem erflen sp'hein Gegenstand, der zut
Hand ist', in das Obr zu fahreu', ist ierder sehr verbreitet. So
rahm auch wie die Post meldet, dor ein gen Tagen ein Kaufmann,
der'in seinem Komptoic saß und arbeitete wobl ohne zu wissen.
dher doch zu Uheriegen', waß'er thate: dase ningkkebrte Ende des
Bleiflifts, mit dem er sich gerade Noilzen machte, und fuht danit
in dan Ohr. Au diefem Bleistiftende defaud sich“ ein tieiner ge⸗
zrtehter Hoͤrntnopf. Dieser loste sich im Ohre los und bliet sitzen.

Hehrere Aerzle haben sich bereits d'e größte Müde gereben, X
kndpfchen aus dent Ohre zu entfernen, es ilt dies abet nicht ge—
uxngen. Dasselbe ist nach Ansicht Des Prsfessors von Langenb⸗c
n kine Verlirfung des Ohres gefallen? die von Außen nicht zu
creichen ist. Inzwischen hat sich eine Eutzündung des Qhres ein ·
estelli, die dem Kra ken de größten Schmerzen verursacht. Sobald
zieselbe einizermaßen gehoben sein wird, joll eine Operat'on vor⸗
enommen werden, die dem vore: wähnten Chirurgen jschon mehrere
Piale gelungen ist. Dem Ktaulen wird das Ohr abgeirhnitren,
ie Verticfung- gebffnet, in die sich der Hornkaopf versentt hat
eßleter entfeint und das Ohr dann wieder ange äht. Des uͤnd
zie schlimmen Folgen einer leinen Unvorsichtigkeit, der sich wodl
von Jeder einmal im Leben schuldig gemagt hat.

77Worinse 26 Febr. deute Nachmittag traf etne Wagen⸗
aduag Eiß aus Interlaten (Berner Oberland) tommend, füt! einen
grauct in. Der C.niner siellt sich auf 2 M. 40 Pig. (Kan
tzi bisliger· dezogen werdey.)

f Mannheim, 27, Febr. Dieser Tage sollte hier einer
rrmen Wittwe wegen 12 fl. 80. tr, rücständiger Zuusen aus 800
I. Cap'tal ihr Häuschen: versteigert me?den, weil ihr von der Kla⸗
gerine das Capitai gekündiut worden wai und diese, trogalles
Flehens sich nicht dazu herbeiließ, drr Wittwe eiren Ausstant zu⸗
ewilligen.“ Die Klägerin beharrte vielmehr darauf, daß die Ver
zeicerung vor fich gehe, dansie bereits schon sür das! zu erfleigerndee
aus einen Mieiher ang nommen hitte. Die Gerichtsdiener standen⸗
a, um die Vollstrecluung nach dem Gesetze auszuführen; der Jawmet
et armen Frau—. die? sich von ihrem Häusswen treunen sollte, wart
zrenzeulos. Da im letztenAugenblick erschien einer unserer ifrne⸗
itischen Mitbürger⸗ und gebot dem Ger'chtsdiener Einbalt, indem
r sich berchk erklarte, die Sdulde zunn übernehme.“ Die Kicgerin
aber bestand auf ihrem Gelde und heute wurde! ihr dasselde vor
dem Notar von dem EChrenmann ausdeirablt. (Tagbl.).

Mauinz. Sammtiche Arbeiter polnischer Nat onalzet sind
hvon den Unternehmern der h esigen Festüngsdauten entlaffen wordem
Fortgesetzte Exzessen seite ¶5 der genannsen Ardeiter sollen die Ur⸗
ache sein — Der „Mainz. Anzed theilt mir, daß die Gemeinde⸗
Imlagen in Mainjg im⸗Jabre 1848 85,000 fl. (60. 600 Wart)
etrug⸗ n, während sie im Jahre 1876 die Hõhe⸗von 628, 470 Ve.
erreiaten. Das ist also mehr als das Zetznfache wie im Jabre 1848.

Erberferd, 223 Febr. Beiseinem aus den östlichen
Provinzen gekommenen' Viehnnnsport ist ein Fall von Rindetpest
oustatirt wotden und ebensondie Austeckung der udrigen Thiete; des
Transports, so daß heute in Barmen, wor der Trausport angehte
ten wurde, die Tödinng von 80 O usen angeordnet werden wiiß .
7In Sachfen ist die Rinderpest iun zwöif Orten aus⸗
gebro hen. — Oe erreich hatn die sächssche und peeußi jiche Glemzr
auf der gesammten Lauge mit einem mil iärischetn Kordon abe
geichlossen.
Hienstes nuchr ichten.

— —— Ad. Wagner von Hirschhorn wurde zunn
Lehret an' der oberen prom. Knabenlehrerstelle z. Otterberg Cuanit.
— Fur die evaction veramworilich: F. X. Ddeue J

2⸗—
Groͤße Auswahl
e⸗n, ẽtöcke und Eigarrenspitzen, per Stucdk
n 50 Pefe unig, —
— Aob. Gohl Drchit.
Vorschuß⸗Verein St, Ingbert“
lelngelragene Geuosse —
Umsatz im Monat Februar 1877
Habheßt
M162996.
70260. 38.
16533. 21.
8385. 92.
8314. 37.
82.40
1223. 88. 1

Frische Datteln
per Pu id M. 1. 20 soeben
engenr ffen bel

J. Peters/ Ei. Ju bettt

De von der Generalversamm⸗
luncç festgefetzte Divibende
pto 18760 von 8 pCt. tann
bon den' daͤzu“ berechtigten Veit⸗
zlhedetn an unserer Kaͤfse“ intn
Anpang genötm ·n weid
Vorschuß Verein Et. Ingberk
(eingeirägene Genossenschafi.)

Soll.
Tono Correuf M. 32267. 14
Wechsel Conto 60012. 55*
hanen und Vereine 524
Fassa: Conto
Tratten· Conto
Stammanheil: Conto
—X
Bewinn · ü. Vetlust ⸗Fonto
Zinsen und Piob. Conio
Sparkossene Conto
Darlehen Conto“

Effecten: Con ive
Dividenden: Conto
Mobilien⸗Coͤnto

Warnung.
e
Id Lerfuchẽ hieruist, Jede tmant
menen Sohne Peter? altf
meinen Namen weder etwad zil
borgewnnoch“ zu leihen, indem
ich keine Zahlung oder Garantie
ür denselben leiste. J
— — Ehristlan Paͤult
602140. 78. in Obervür bach.
edatiion Iud mid Vertag von F. Demeß in Et Ingabern

43 —
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enien beder Art tann aus
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n BDr. Alryꝰ aitinee
bescyriebenen betlverfahren 2
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zuis o n chiene do J
vꝓiyl 308 5 e
eurqch sede vu Audlunq poer
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222 2 5— 583 25283 — 2222 * 2 v
—53333585 5—5833 5582332535388 k B222823 — 228222
333 33 —3333 37 32733738 333388 J—
—A ——55233— 8228 — 8253523
5 455 835 573532—23333 37723 5577 222358 2835 7 —55
523323 — 15235325358 825220 878234
— — 5 232 222753 23 32355 225 T 335557
—35 5— — —3752233 554 2 v 252377 225 2* 525
3 33 377 258338
—— * 3823 * 2 — —*324 —3— J 2 285
— —273232233 528 5252535* z338824
*25 —*5 253 2 3 32277 — * * —zc2 222 8
5*—5 58333 —3353— —553 3223——*3 S —A———
—775253357—3 55335353 33352 22— 2—
— —— — 5552—7 2528 32325 ** — 254 —
T. * * * 8 — 5 — 2 12 82258 j —— —— * 5 —
— —32253258 22823 5523523 A— 5 —83334355*
3223 2433 *525328 533232335 5 335332 —57
T J h —* 130 7 WR 2 — ⸗
sa —833 2 3 3 3 33378
— 5* 5333—8 52 5, 53388 5 .525 523 23 5325 —————
— 583 522322323 — 86 2528 *2328*
58 — 5— 533223323232 535535537 28 5—5—5 2 —3232 —282 12cE
fr 222522 535773 55352 8 — 3575 *s—»23225225
J 27 — AXE ZILS ꝓ2 ——— 88
323 —3 —32— 73553233257— 225552 28 *
2 — A *2 *8* — * — *7* 7 *2 7 * 2—57—*
z
* 24 — — 28 2 * * — —— 2 7
3353333288335 223235231775 2733 72377
252332671 —53855532325 2317 *356227325*
73533357— —253—236822 28 323325
— — 125 35 5255 233 *»— —22 25 *— — * 2222827 *
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* * 67 — —— 5—5 22* 5zx
6
J 8 — —255333
—— — 2.. * 7235553— *—52322334
55 3243 E 53373 52353288 5333*
5 5353 * 25 553 5232 25 82 5*
*8 — * 9 1827 22.252757 253 2 — * 2532 9
——— 52 55 3318 — — 52233 * 25.5. *35 *
2* 27* *25 522 — *
833 58 3 5 25378823
— * * J * 24
—— 33 333 3 3333
—3 2 — 8c8 z2 2237 257227 7
3 634
—— — 22 2 22 552 2 — 5— 222— —
5. 55326— 22 22*222 5 2357 5358588 23252 s23 2
——A — 522 — —— ——— 7 253 822 2 42
3 333 5 3 3353
* ——— —A 222 6 222* 55
2* 5* —— 2 — — 5 * — ⸗⸗ 7 —2 3
5——23223 28588 35333 288 —2258 58 ——— 288
F — 22 25 ——— — — 2 2* —* J 2 7 2 J
7* —54*232222 — r — —— 5234
27—523 7332223533238 — 8—323—25 —333 *
5 5 55 2—c ẽ— 3 —2353 2333
63 *5533732—58322 52— —23—35
5 — 52 252 5255235 kx— — — 2 3— ⏑ O53 —
38 3— ———3 5888 225— —73567
237 3333833—5335368 23 5 2833—3373883
—57— 2— 5 7— 2 — 22 —A— 5835—82262 —x
— 5—252—2328 25373 52 2 552 S 25* 3
252 8253 — 5 S ——— ——57 23.2 5* 2 53
84 ⸗ 72 — 2—533232— 53 —“ 22 222 2235 — * 58 2 —— —2
33; 753s 35 — 33z —63338353.
3 83 — ———
23 36.235 5 35 ——5 8222 5525* 2328*35 2 5233
535 38 * 53327 55 55352 25355 523255 2432
— — 3— 2 —— . 5 — 55 22 328 5

22*
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2222 2 — 57 55338 20 57 26
2352223 28 5.52 22 —5 — 33 — — — 5*82 28
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5222 22 343 25 —— — 2 23.58 55 82 525 22
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⁊ **3 — — — —A 8 5—2*87 55 —— — 3.357 ——
28— 353526553 138 228* 25523 358 83 ——
28 — 2 3— —8 TF
7 55 2.5 —— 5232 —7 3 * — *.5 — 33*3 22 ——
2 88* 7* —5
533638 3 88234
* — — 2 * — *2* 2 — 2 suattu * 2 —B*
75* c 52 78— * *8 2* 8228
382—33 323 33
N2555522232 2 I53 20 — — J3* I
* * 2 — —73 2552 * J 2 00
— 22 * 33 255
222858838 2 EG 5 —
s — —A * —
2 *
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z38 3233 228
2. ——— — 77 8285265
—. ꝛ 2 5 * 525. 52 7 * *
* 38 5 — 53 —77758—
. * — 272 28 —8 — J — 2 2 *
— *522 ——87 — *5 — 25 — 2 — 8
38 5222 * S— —2— —T3 —— 7* 222* 83*2 — 28 2* —3
5 522 355. — —55. 552 — 2.25 23. 2553 2
222 2 9* 325 523 5 ·22 —E— —5s8 2
2 * *

5558* — —— — 233333—8 32 86 53 3585

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5322222 525535 22238325 553335328233953 — 222 723332.23
4 8 52 22 3 — * 2232*578 S2 22. 52 2 222 8 2 322
8 — 224 2835 2. —3 23378* E7 5s55252 55858 3283375*
.2 —— — 225 *5 — 58* —585235333 —722x2
8 32 83— 53823535 —— 76 8
* 25532* 253 2* 2** —s252 53555383 — 27 52272 27
28 52585557 — —225k. 7* 232— 522 33.52. 38 728 7 253 *
24228 5525, —555 57 *32 8252537 22327 z27332537 525337
— 333 S52 285727* 52228 22535535* — —
—A 85 37 233823 c. * 22. * 222235 63 2255c5. 5
cä 222 —.2 2 — —8 —827 S 3 —2532577 2372533*3537 —— —
253238575553 D 253 *23235 55—8 2* A—
—3 F 8 —
5,3323527 5 —225 225 — —A 2833
3231357 2222323 3227 —— 23523 23 733223234 252 23
A 2232 2723 523* *222 33 23232 *2
2855233838 2352385 333353 33357 3233 3238
2 27 * * —322 3 3 25 — 22
— — 2. 2* — 5* — —— öꝛ * J
z 2535—833 D———— ———— 5383
23835 252 *23 M25533238 222 7 33238 2522
* 2355355753*5 — 3 22 — 243 * 27525
22 5 35 —5335 735—3 538 22 513 2283 5*
2·. ñ 2 * * 22 222285 242 52323 *
——— 555634— 323 553532 522
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22555330328 2 255353— — 2 —
322323838083 227 53338733* 2
2— 22533533 252838 2222323 5553538s
A 525382 225 22322 23238458
2833538 222 287 252 2 228 728.
2.32 5282. 2223233 33323 —A 283 25332 52
352823333 3355 23235535 — —— 3275733537
27 *7 — 5 8 22 2322782 —A 523 — *
—5 33383326387
»7 2. 8 3257 52582388 * 2 *32 —— 32858
353385 332 872 2 2. 8 233 255233 X 44 2
57 *3 7236833 83 —A— 3 22 ——A 222 —8 35 — 5
ẽ 7552853 — 53258 — —A 25.,233
5153253328 2283357 —A 72 23.* 22323 2322
* 33 2.* 232232 7 w 2 23522
35535533355 332322858 5533 223 2* 52
— * 227 — * 235 8 332322 2532 5 * 2 ——
522333 —2 —682 2652. 8323 3 22865 — 8 —
— 22— 22 2.8* * 2 ——8 —A 2823835378 * 54
2.,5 55 552 2853 255323 255— 275 52338333
— * 2232 32335735 * 272 2223 27
— 75 33.3. 2*3 — * —— 23232 2 2 2352225 32375
323223 * 338 —
23335332433 5533372533 325287 5333 52833575238
2 —— * 53 —A —— F 3333 * 23538
—58585533 — 7I3 — 33 223 A * 7*
8 —— 232583 —235 132
338 33 58B25 5562 * 6Cr 825 555338
35333 23 — 328 S 333732335333
838 83 3373 252383532358
2 52 7* 2.8 322585 58 23322385
—E 8 2 2* —283353
72832553537 53333 33333
— 225 2 3353355733
2825 35*— 2333235*
—— —6 *
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255 S 23 5257 25 —
5838 3. 35553532 235 S— 28 72
53235—5—67—327 —ãA —— 77
9— 5332 * —*7 27273385255538 D3 —
3 8 3— 335535 X 553 5—355
2229* *23 55355322 — —
—— 32 —A — 282 N8 82 —28
— 5322 2. 923 22 552 3—3522727 —
5582332353 5382 723 525535 2 5
— 2 — 23 22 — 23 5—25 24234 32 —
52——76 33385*58 58 5 7 2*
* 28E35323 88 — 3 *
* * — * 1283352523 X 2
35 3 5 28 8 2— 2—212 32 22532
5a 8 222 2733723 — 3 2— —— — b
5538353272 3—355* *3 * 32 3257 *
5523535* 2. E8279 * * 3 — Sm73. 3 2 *
2353538353 —2* —38233335335 57 8
—— * * ꝛ
3383385 —2823353352535355 —2
2* — —— 52 223 3 3 *
225283 ——— 53338883 552 —2 582
*23823 25573355 523 3333 —
* *2 *
288 232 5352 82833* — 2556 *
535 A —25 —A 2 —
*525322 —— 242 — 3 52 * . — — —— 3
A——— — 33 8527 *2 *
— 222 2—283.532 338 27259 8
— 2532 233355 3353* 2 52 2 86 ——
53 — s—2323585*5 * — 25442 * —
22 3 322337 — —238 2 2 F—
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5 5237 225— 323 5235 5 —A
53223 5223353 —3 3327 — S2 8 38 —8
—z5355 55535555535 5 9 2.2 277
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———23— ——333 33—— 383335 25

232 23 3235 — — 82255 ———23— —2

ä 28 233353 753325— 83323

55531333 —232—3 *535 — 52375537753 2352 *2

* — — — 2 2, 2 2 7
2212 28 222 — 25* — — 83 * —22 8 2

3 * 32555 —222 2 3—2 5—322 3 — 22 26232
S 28*3 — —* 232 * —*—52253 58 3 22
225 85 —25 53 3222 728 8
* 73 —A—— 5— 32 5532832277* * 552 23
2. 23 3 — — —28 8 * —— —
5333532352— 322*58S 58322 X5232 —
— —— 2 2,23 — 2325 32 32.3
33 53 — ——3238 323

* — n —2 *25 — — 52 2

2334333 2333 5* —
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25.3 5238 283 —33*53
2553 258 28233 5253 ——33388335233*2
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——
der St. Ju zberter Anzeiger ind das (4 Ven Haudlblatie verbuaden⸗ Unlerhallungbblatt, (Solnikgsmil Nnsr leter Weil

lage), erscheini woͤchentlich viermal: Ditustag, anueratag, Baustag, iud —— Der Ab⸗Aunement vpreis hettagtvierletsaihrli h

Iutart 20 R.Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfac/ von Aus varts mit 15 Pfa. fur die viergespaltene Zeile Blatifthrift obet deren Raum. Aecla utn
mit 30 Pifq. pro Zeile berechnet.
M34. Sautaa, den s. Marr 41411187.
Deutsches Reich.

Mäünschen, 27. Febr. Vom Kriegsministerium wurde be⸗
stimmt, daß ducch Sicllng von O'fizieren des akliden Dienststandes
à la suite eines Truppenthe ses oder der Armee dieselben, wenn
nicht gleichzetig deren Berufung in ein anderes militärdicustliches
Verhältniß oder deten Belassang in einem fochen verfügt wird,
unmittelbar aus der Akeulderät auszuscheiden haben und daß dem—
gemäß die et vaige Versezung eines Offiers des Beurlauidte stades
der Rejerve oder La dwehr) oder eines Inaktiven zu den k Ja suite
Siehenden. dessen Belaffung auß⸗r Artivrtät mit sich ur'ngt. Sämmt⸗
liche so à la auite gestellien Offisiere stud im Falle einer Mobil⸗
machung und während der ganzsen Dauer des Kriegzszustandes zu
militärischer Dienstleistung verpflichtet.

Muüsnschen, 27. Febr. S. M. der König hat dem Direktor
im Reichsjastizamte Eduard d. Hanauer in Berliax das Komthur⸗
reuz und dem vortta enden Rath im Reichslanzlera ate kaiserlich⸗na
Seheimen Reg'etuns.ah C. Hagens in Berlin das Ritierkreuz
des Verdienstor ens der byerischen Krone verliehen.

Darmstadi, 25. Febr. Die erste Kammer wird, der
„Darmst. Ztg.“ zufole amn 135 März zur Erledigung des erwach—
eren Materials zusammentreten. Hierzu gehören in erster Linie
die Gesetzentwürse in Beireff der Gehalte der Volksschul Lehrer,
der Benutzung von Leichen zu wissenschaftlichen Zwecken auf der
Landes. Unioersinat und der Kompetenz der Grrichte in Strafsachen
in den Provenzen Starkeuburg und Oberhssen.

—AO v röffentlicht im
„Industriell als citn“ einen Parlamentsbrief aus Beilin, in wilchem
ꝛc mitlheilt, daß die Reschslags-Abdgeordneten von Oberelsaß und
dothringen vor ihrer Reist nach Berlin in Straßburg eine Konjes
enz hielten, au der auch der uͤnterelsässische Abgeordnete Heckmann
Stinzy thelnahin. Dollfuß der nicht erscheinen konnte, hatte von
Tannes aus einen Brief gesandt wor'n er sich über die Protesta⸗
ionsfrage aussprah.« Das v reinbarte Prozramm ist sehr einfach.
‚Es eitspricht“, sagt Hert Grad, „den Wänschen unserer Wähler
and des Lauden. Ju zwei Worie läßt es sihh zusammenfassen:
zrinzip elle Peoest nron gegen de Eroberung nud peimanentes Ein—⸗
teten zur Vertheidigung der Jit-resseu der Brvölterung. D'e Sor⸗
je um unsere Jatecessen darf nicht die Gerhissensrage in Verges⸗
senheit btingen.“

Mühlzzausen, 24. Febr. Eine im „Industriell“ ver⸗
offenllichte Note. welche derselde don einem seiner olmarer Kor⸗
tespondenten erhielt, befagt, daß alle Etfaß-TZolhringer, welche, nach⸗
dem sie die französsische Nationalität gewählt hatten, wieder zurück⸗
sommen und sich hier niederlassen, binnen kurzer Frist das Land
su verlassen gehalten seien. In stolmar beträgt die Zahl der Aus—
uweisenden etwa jünf ig. Her in Müdlhausen soden verschiedene
Petsonen, selbst solche, weich. Schweizer geworden sind, auf zefordert
worden sein, abzureisen. .— Frlf. Zig.

NKusland. —
Wien, 28. Febr. De h'erher telegraphirte Mesdung eines
Parifer Blaites aus Konstantinopel, wonath ber Großvrzier und
der ScheikgeulIzianegestützt wären; sindet hier durchäuz keinen
Blauben. In Dden Nuaͤchts itd heute ftun einge jaugenen Rah⸗
chten aus Ko stintinopit, welche voa Fiedensschluß mit Serbien
dunben gebe und den: Abschluß mit Vomenegto in Aussicht stellen,
dird keinerlei Vorqamges Erwähnung gethan, welcher soichen Ge⸗
üchten nur irgend welche Umerlage geben könnte.

Wien, 28. Zebr. Der Pol »Correip.“ wird aus
detersutg telezraphirt: Generel Isnatieff wird sich demndchst
nch Wien, Berlin und Paris begeben. Die Eröffnung der mili⸗
deifchen Action am Ptuth in gegenwesrtiger Jaheenene u wahr
heinlich. Andererseits entjpricht. die Versiowm, daß Rußland' fich
nit einer gemeinsamen Flottendemonsttation begnüge, keineswegs
en russischen Programme..

Beulgrad, 28. Febr. Die in den, letzten Vagen hier vor⸗
lenommenen Verhaftungen sind wegen einer entdeckcen Verschwörung“

— 3
——
erfolgt, deren J'el ein gewaltsamer: Thronwechsel war. Die Revo⸗
utionsgefahr dauect fort, da die Leiter des Komplots bisher richt
erhaftet werden konnten. x
Paris, 25 Febr. (Jung Frankteich amüsitt fiq.) JIn der
olytechnischen Schule gab es dieser Tage einize Unruhen. Einer
»er Zöglinge war, wie seinen Kameraden jschien, von dem Unter⸗
ꝛefehlehober der Austalt übel behandelt worden und um dafüur
sßenugthuung zu nehmen, löfchten die jungen Leute nach dem Abend⸗
ssen die Gasflammen im Speisezimmer aus und zertrümmerten
Dische, Stühle uad Geschirr, damit einen Schaden von 7000 X
3000 Francs anrichten?; ein Aufseher, der den Kopf in dea Saal
teckte, wurde in der Dunkelheit leicht derwundet. Am folgenden
Tage (Sounabend) stellte der Kommandant der Schule, Generaͤl
Zalencon, eine Unsersuchung an, in Folge deren ein Sergeant«
Major, der unbefugter Weise für den angeblich hel⸗idigten Zogling
Zactei ergrffen hatte, degradirt wurde. Nun nahmen sich wieder
ie andern Sergeants-Majors ihres Kameraden an, rissen sich eben⸗
alls einen Galon vom Kragen ab und trugen den Bestraften ir
riunphe in der Anstalt herum. Der offi ose Mouniteur un versel
ind die Estafetie beeilen sich, diesen von dem bonapartischen Gaulois
n die Oeffenttichteit gebrachten, Vorsälle jede erustere Bedeutung
ibzuspeechen. anu Vorabende der Jahresprüfung, sazen sie, siad die
Jolytechniker immer leicht zur Raison zu bringen. — Die Blblit
Jek des berühmt n Feuilletoniften Jules Janin hat im Vertauf ein
zʒesummterträgniß von 82 872 Francs geliefer.
Konstantinopel, 28. Febr. Der Manister des
luswärtigen hat gestern an die Verireter der Pfocte im Auslande
ine Depesche gerschtet, worin d eselben von neuem verständigt
veiden, daß alle in auswärtigen Zeitungen fortdauernd umlaufenden
Herühte bon der Krankheit des Sultans, von einem hebvorstehenden
Wechsel im Großbezierat und bou der augeblich untuhigen Haltung
der Bevölkerung von stonstantinopel jeder Begründung entbehren.
Konfstantinopel, 28, Fehr. Der Waffenstillstandinit
Montenegro ist behufs Weiterführung der Friedensverhaudlußgen
ormell um 20 Tage verlängert und sind entsptechende Weisungen
erlassen worden. Tie mouteuegr'nischen Ftiedeusabgesandten werben
nin öẽreitag hier erwartet.. ...
Kratau. Vieeldungen aus Russisch Prlen besagen, daß die
Truppen Nachschübe und die Seuͤdung vom Kriegsmater'al flͤt die
ckssishe Sud · Acmer auf dirette Weisungen vom Kriegsministertüm
»eschleunigt wurden. Die Reise des Kaisers Alexander nach War—
vdau, Wwelqche hereits aängekündigt war, ist berschoben worden da
ver Czar sich vorher noch in das Lager —EXRX zu degeben
Jewillt ist.
e—— J
— — —
Unsere wirthschaftliche Krifis.

Das ist ein Capitel, wobon jetzt alluberall taglch geshrochen
dird. Denn wie Btei liegt die Geschäfts: und Verkehrsstockung
auf der Gefellschaft, ermat'et den Muth Bieler, ruinirr gar Marche
ind ichädigt jeden von uas medr oder minder. Keiner vill sie mit
»ꝛranlaßt haben und fast alle tragen wir Schitld varan. VJetzt
iber, wo wir in der „Patsche“ sitzen', follte Jeder mithelfen, die
krisis zu beseitigen odee doch ihre schon so lange wirlende Uebel
su mildern. Die Presse in verpflchtet, ducch Auftlätrung 1Ind Be-
ehrung hierin mitzuheifen. ..

Worin haben denn die heftigen S'örunzen unserer wirthschaft⸗
ichen Entwick lung' ihren Grund ? Sind nafere⸗Unfertigkeit. unsere
Benußlucht und das Gründerthuim allein dataß schu'd Oder die
aeutre wirthschaftliche Gefetzzebunz vder die U⸗deiproduction und
die franzötif den Milliarden Wer dentken; Keincz dadon allein,
ber fie alle zusaimmen. Treffend sagt der klat seheude Dr. Hirid
n München darüber in eincin dort gehaltenen Vortrag: „Dies
Zusammentreffen Krisen besd derndet Umstäade ist äußerst mecle
vürdig und ohne Gleichen! Ein großes Volt hat sich, nach langen
nneren Kämpfen, zurnationalen Einheit emporgerafft; erst jetziz
vährend schon längst die Wogen eines gewaltigen Verkehrs all⸗
        <pb n="114" />
        aͤvilicken Länder überfluthen, kommid'eses Bolk zu den ersten
Brundbedingungen moderner Volkswirthschaft, zur Fre zügigkeit und
Hewerbefreiheitk, zur Verchelichungk und Coalitionsfreiheit, zu ein⸗
heinlichem Maß und Gewicht, zu gemeinsamem Handels⸗ und We vfel⸗
lecht, zu den Anfängen ciner wirljamen Rechtshilfe. Aber noch
fehlen andere, kaum mnder wichtige Grundsteine zum Neubau, vor
Allem eine rationell ⸗ Ordnung des Actiens, Baal- und Muͤnzwesens⸗
ein grmeinsames Cipbilrecht. —Eswar ein gioßartiges, aber uner⸗
aͤßliches Experim ent, die ploͤßliche Ueberführung Deuischlands aus
zem Zustand der wirthschaftlichen Gebuͤndenbeit in den der Freideit.
ronnte doch kein Mensch exmessen, ob in allen Kreisen der Gesell ˖
jchafi so diel Einsicht und Tugend varhanden wäre, um das Land
dor den Gefahren eines solchen Uebergangszustandes zu schützen.
Da kam der Krieg, der mil der Niederlage des wirthschaftlich üder—⸗
legenen Nachbats endete und uns mit dem überschäumenden Kraft⸗
gefühl der vollen Einheit eine industriell hoch entw'ickelte Reichs—
Prov'nz und eine uunerbört hohe Kriegsentschädi ung einbrachte!
Sländen wir heute nochmals vor der Annexion ElsaßLothringens
and vor der Eintassirung der 5 Milliarden, so würden wir auf
Beide nicht verzichten, aber dabei etwas vorsichtiger sein als da⸗
vmals, wo uns der Himmel voller Boßgeigen hing. Ich glaube,
vaß wir mit großter Beschleunigung der Nosenausgabe e'nen Riegel
votschieben, die Milliarden im Ausland sicher anlegen und ganz
allmählich zur Verwendung bringen, üdberhaupt jeden Geld; und
Treduuberfluß sorgfältig vermeiden, alsbald mit den letzten Schutz
zöllen aufräumen und durch strenge Normativbestimmungen fücr
Actlengesellschaften unsolie Speculationen im großen Maßstabe un⸗
möglich machen würden.“

Die Revbision nnserer Actiengesetzgebung vor allem mit stren⸗
gerer Hafipflicht des Directoriums und Verwaltungsrathes, wenn
auh niͤcht mit deren solidarischer Hafibarkent, ist allerdings eine
herechtigte und nahe liegende Forderung. Sie allein reicht ader
wahrlich zur Besserung nicht aus. Haben nicht Viele von uns
gegiaubt, wir seien um so viel reichet, als Frankreich an Demisch ˖
iand bezahlen mußte. Sind wir damit nicht zu einer unnatürlich⸗
statlen Production und einer noch tolleren Consumt'on verführt
worden, die uns ehrliche Arbeit verleidete und schwer zu banneade
Laster einbürgerte? Mit dem „Geld unter die Leute bringen“
hätie allseits vorsichtiger vorgegangen werden müssen, z. B. nicht
aͤlle die Kriegeauleihen auf einmal Zeimgezahlt werden dürsen. Das
berleitete zue Speculation, und die meisten Menschen iderstehen
us Swäͤche oder Interessenjagd vicht lange der Versuchung zum
Uebelnhun. Die Haupisoche aber ist: wir verdienten leicht, lernten
diel bedürfen und genießen. enhertheten mit den gestiegen ˖n Preisen
aller Gegen fände das Geld und verlernten, regel näßig, ausdauernd,
gewisfenhaft zu arbeiten. Jeder wollte mohhr verd enen, Millionen
Finzelner richtelen sich auf größeren Genuß und Tausende von
Geschafier auf dahin zerichteten Veibrauch ein. Das Eine st nun
unmoöglich, das Zweite wird nicht verlangt, und Jammer, Vei lust
ist des halb das Resultat. Nicht klagen und weinen, sondern auf⸗
roffen, einschränlken und gedieen arbeiten, das halft allein aus der
schimmen Lage.

Hdren wir auch hierüber Hirih: „Z'eben wir da⸗ Facit, so
besteht der Nachtheil der Krisis nicht blos darm, diß wir Geld
verloren oder Geld, das uns soust sicher gewesen waͤre, nicht ge:
vponnen haben, sondern wesentich darin, daß unsere frühere solide
Productiont weise arhebliche Verschiebungen erfaͤhren, diß ein großer
Theit unserer Industritllen und Ardeiter so vie des Handelsstindes
sich Unternehmungen gewid enet hat, welche an sich in dem beab—
ächtigten Umfang auf die Douer unhaltbar sinn; daß die einwol
geschaffenen Betriedseinrichtungen, als der —luth der Nachfraae die
cẽbbe gefolgt wir, zur Uederprodaction und zut ruindsen Preis⸗

oncurrenz führten; ein Proceß, der noch lange nicht abgeschlossen
ist. Der Nachthen besteht in der ungesunden Verschiebung der
Vermoͤgens⸗und Einko umensverhälinifsfe, resp. der Kauikraft, darin
daß in we'ten Beddilerungekreisen eine über das dauernde wirth·
schaftliche Können weity inausgehende splendide Lebensweise beliedt
Purde nicht allein in den Kreijen der Geldaristokratie, sondern
auch des Arbeiterstandes. eine Vebensweise, die nun nicht menr fort⸗
gesetzt werden kann. Ter Nachtheil besteht dar'n, duß veie ehemals
zuüdliche Exivenzen durch die Ueberspeculation verscherzt worden
sinde, daß Viele „von vorn“ anfangen müssen; daß viele ehte mals
hochgeachtete Leute, wilche der Versuchung nicht widerstehen konnten,
hre Auiorität verloren haben- daß durch die ungausble:bliche Geld⸗
entwerthung, durch die zahlreiche Beispiele versch venderischer Lebenb⸗
weise und allerlei Cortuptonsversuchungen auch die malerielle und
moralische Lage des Beamtenstandes, daß nicht minder die Presse
in hrem Anschen als ehrliche Waͤchterin der offentlichen Reinung
ernftlichen ⸗Schaden gelitien hat. — Die acute Krisis, die mit dem
Wiener Krach in Eeene ging, hat sich in eine schleichende Krisis
nwardeit. DHer Umstand, daß wir jetzt, nach drei Jahren, au
Schritt und Truit uüber Geschäftsstvkungen, von faulen Papieren
und sclechten Coucsen gar nicht zu reden, klagen hören, liefert den

geweis, daß wir mil der unumgänglichen Rüdmärikconcenfrirung“
noch nicht am Ende sind. Und das ist natürlich. Ein Geschafis—
wann, der erst eine Fabrik eingerichiet, ein Waarenlager angechufft,
ine tostspielige Ladeneinrichtung bestritten hat, kann nicht sofort in
ine aud ie Blrancht überuehen, wenn die Kunden ausbleiben; ein
dandwerker, der im Glauben an die Bestä digteit seines Verdienstes
ne Familie gegründet, kann nicht wieder auf die Wanderschaft
sehen Dazu kommt, daß der Measch nie aufhört zu hoffen. Viele,
ie in der Lage waͤren, die Brücke hinter sich abzubrechen, schlagen
ich in ihrer Stellung mühlam durch, immer noch auf die Wieder⸗
ehr des erloschenen Glückes rechnend. Man klagt über schlechte
zesen und wand'lt ducch eigene Schuld anf falsjchen Wegen. A«u
urbeit solech weg fehlt es nicht, sie wird rei blich geboten
ind verhältniß maßin, gegen früher, gut bezahlt; wir kranken
n Beharren beim Falschen, bem Unhaltbaren. Aus dieser schler⸗
henden Krisis lönnen wir nur allmährig herauskommen, mit allet
Horficht und Einschtünkung. Hier kann wur eias auf die Dauer
elfen: tüchtige, wack⸗re, u verdrossene Arbeit am rechten Platze.
Jeder Verfuch, durch gevagte Sp. culatonen das Verlorene weeder
Jerein zu bringen, oder du ch unsi nige Creditoper tionen die Ge⸗
häfte künsti ch zu beleben, muß jetzt in den mieisten Fallen als
det reinste Seibstmord bezeichnet werden. Bessere Zeiten müssen
ud werden kommen, je ruhsger wir das Unvecme dliche kiagen.
Unterlassen wir es name tlich, Gott und die Witt fürt das ver⸗
uutwortiich machen zu woslen, wi; ia u seter ganzen politischen
ind volkswirihichaftlich n Entweckhlung, in unserer früheren Un—
erfah enheit, in dem merkwürdigen Zufammentreffen nich voraus—
gese ener Umstände degründet ist.“

Und. sügen wir hinzu, in bem Mangel an Egergie, thunlichß
rasch umzukehten zu we sec Eiufachheit und hinehendem Fleiß.

(Pf. K.)

—A

Gestorven: am 22. Febr. In Walsheim der 93 Jahre
alte Indalide Peter Narel, vulgo „Engländer.“

F Ludwigshafen,; 1.“ März. Fur die hiefige Actien—
zrauerei sind 2 E'swaschinen besteAt worden,, deren jede in der
Sztunde 5 Centner Eis liefert. Tieslben werden im lonmenden
Mai aufgestellt wer en. (Auch dee Actienbrauereien in Kuisers⸗
autern und Zweibrücken versehen sich mit Esmascinen.)

Saarbrücken, 28. Fevr. Gesteru wurd in dad
ieüge Jumiz rresthaus ein Bergmann von Eloersberg eingeliefert,
beicher der Ausgade falscher 50 Piennignücke beschuldigt ist und
ie Münzen aud selbst angefertigzi bdaben soll. Der Varhafteie
oll früher Goldarbeiter in Oderstein gewesen sein. (S8. 3)

Auasburg, 24. Febr. Das dayerische Minestertum
zes Innern hit den De. Seelyorst, Setreär des Nuruberger
Hew⸗ribe:Museums, deranlaßt, über die Rsullate der Philadelphia
Ausstellung, der er als Jury Mitglied beigewohut hat, in den
zauptsächichsten Städten Bahy⸗tus Voriräge zu halte. Wie die
„All Ziq.“ berichtet, hat er in Augsburg die deuische Ausstellung
n Philadelphia nach Arrange nent uünd Qualitüt der ausgestellten
Hegenstände eiuer schonungslosen Qritik unterworfen. Wohl untet
Ze stoͤrung manver festgewartzeltet Illusionen führ:e er aus, wie
e deutsche Judustrie vicht meht heffen könne, das verlorene Gebiet
jür Massenartikel in Nordamerila weeder zu erobern, vielm hi
inzig das der stunst Industrie an zie Stelle treten könne; daß
é daher für Deutjchland nicht enwa dlos ein wünscheuswerthes
Jultur⸗El⸗ment, sondern eine Frage der wirthschafilichen Ex sten
ei, die Kunst⸗Induftrie, mit Aufwand aller Käfte, wieder au
zie Hoöhe zu dringen, wilche sie in Deuischland jschon ein nal ein⸗
denbinmen hat, und der deut chen Arbet weder den Ruf der
Soudität zu verschaffen, den einzudüßen sie auf dem besten Wege sei.

FMemmingen. Die hiesige Pu verfabrik hat einen
Auftrag auf sofortige Weferang von 17,000 Ctr. Kanonenpulder
in die russisch poln sche Grenze erhalten.

p Hof, 21. Febr. Der 6 jahrige Knabe eines Ardeiter!
wus Trogen wollie am vergangenen Sonntag früd mit seinen Ge—
chwistern dem im Hofer Bahnbafe arbeitenden Vuter das Essen
tingen; unterwegs wurde der Knabe von einer vordeifahrender
Frau zum Mitfahren e ngladen und in Hof am Posistall abgesetzt,
nit der Weisung, hier auf seine Gelchwister zu warten. Stall
)essen machte sich der Kleine, dem die Anlunft seiner Geschwister za
ange dauern mochte, auf den Weg, um ihnen entgega zu gehen
diebei gerieth er an einer Kreuzung der Staalsstraße auf die Schleizn
Straße, durchwaudete die Ocuchaften Zodwißz, Toöͤpen. Juchhoͤh
ind Doienteuth nod gelangte dort in den fürstlich reußischen Wald.
dier zog das acme, zum Tode milde Aind, wie wenn es sich schlafer
en Wwollte, Suesel, Rock und Weste aus, legte sie neden sic
ind schuef ein, und in dieser Lagt wurde es am Dienstat Frut
erfroten aufgefunden.

pFrautkfurt, 27. Febt. Gestern wurde ein —XCVC
welcher seinem Princ pal enen Backirog voll Mehl, ewan8 —X
        <pb n="115" />
        zus Rache so versalite, daß die draus gefertigten Bödchen nich
zu geließen waren, vegen Sachbeschädigung verhaftet. (R. F. V.)
pCoblenza 28. Fehr. Gestern Nachmittag geaen 4 Uhr
orausie ploͤtzlich ein furchtbaer Schnersturm üben das Rheint al
dihrr, der leider in oder kurz vor dem Binger Loch ein schweres
Sqftunglüd herbei chührt zu haben scheint. Ern mit 3200 Cir.
Frucht beladenes Sch ff. das durch einen hosländ schen Remo queut
ju Berg gisshleppt wurde, ist dort gesunlsen, und zwar durch Zu⸗
jammersteig mit eineun ander eu Schleppdampier. (Cobl. 3.)
FAbur, 23. Febr. Ein hiesiger Weinhändler, welcher mit
Sprit, Glycerin ec. Wein fabre rie und das Gebräu für Natur⸗
wpein' verlauft. wurde vom Zuchtpolizeigericht zu zwei Monaten Ge⸗
anguiß und 300 Vit. Geldbuße derurtheilt. Er woll!e sich damit
Aereden. datz er seinen Wein nach Moskau schicke. worauf ihm
der Vorsiende bemertte, er dürfe auch die Russen nicht vergiften.
lebrigens haste er ein Gebrän auch hier ab esetzt und gerade ein
solcher Fall hatte Anloß zum Einschreilen gegen ihn gegeben.

Arbeit⸗Lohn. Aus Bosch um werd der Elb. 3.“
geschtieben? Zur Charalteristik unserer wirthschaitlichen Situation

erdient erwahnt zu werden. daß die Löhne für Tagearbeiten, die
dei uns in der Hausse-Per'ode biz auf 4225 Mait vpro Tag ge⸗
tiegen woren, jetzt in allen unsern größern Etabl ssements und auch
hei kleineren Industrielleun auf 1i,70 — 1.80 Marh, also um mehr
ais die Hälfie der früheren Höhe herabgesunien siud.

fürbeiter⸗Entlassung. Ueber die im Essener
Revier stattgehabten Arbeiter Entlassnngen ist ermittelt, daß im
Banzen einschließlich des Termuns bom 15. Febr. von der 82,000
Heann betrageaden Belegschaft ca. 8600 Maun entlassen worden,
das ist bemneach eiwa .O pCi. der Beiegschaft. Wenn bis Anfongs
April welere Entlassungen nicht statisinden, so wird die dann in
Arbeit dle bende Zahl ungeföhr der vorjährigen gleich sein. Der
Uaterschied wäre demnach nur, daß de Enlassunges in diesem
Jahre 2 Monate früder stattfinden, els 9;wõhrlich.

p Leipzie, 22. Febr. In der Nacht zum 22. ds. starb
nach äugerem Leiden auf Schloß Knauttain bei Leipzig die ver⸗
vwinwete Grofin v. Hodhenthal, deborene Freim v. Berl⸗pich.
In erster Eac vermählt nit Vilhelm V., Kufürst von Hessen
(f 1847), be rathete d'e Verstorbere'm Jahre 1882 den damaligen
kol. söchsiichen Gesandten Gra'sen v. Hodenthal. (Fretf. J.

Beriltin, 26. For. Der Maler v. Zastrow, der 1869
wegen arger Mißhandlung dis Knaben Hauke zu 15 Jahren Zucht ⸗
daus verurtheilt wurde, ist am So utag Nachmutag im Mdabiter
Zellengefängniß plötzli am Herzichlag gestoben.

F Der General⸗F lomarschall Graf von Molkte hat soeden der
Berlagssshandlung Gedruder Paetel in Berlin die Ettaubniß e tdeilt
seine dereits im Februgchefte der .Deutichen Rundschau“ veröffent⸗
üchten .Bilefe aus Rußlaud' auch in einer Separatausgabe erschei
nen zu lassen. — Tiese hochinteressauten Briiese werden demgemaͤß
in kürzestet Zeit in höchst cleganter Ausstattung, die weit Über das
Maßz ves Gewohnlicheu h nausgehen dürft:e, in dem genannnten
Berlage erscheiucn. — Der Gesammte trag des Buches — ohne
Abzug der Herstellungs und sonstigen Kosten — ist für die In
paliden der Kriegtjahre 1870,71 best mint, wir glauben daher schon
jetzt unsere Leser auf das verdienstliche Unterne men besonders auf
metsam machen zu sollen.

Die „Ger. Zig.“ theitt Folgendßz mit: Vor etwa 3
Wochen bekon eine junge Dame p'öslich e ne Entzündung der
Oornheit des Auges urd eine Anschivellung des Mundes, ohne daß
zine Kisache d'eser Krankheits-Erscheinungen irgend vie eifichtlich
zjewesen waͤre. Es wurden alle moͤglichen Ermittelunben und Beo
zJachtungen angestellt, ohne daß man der S che aus den Grund
tam. Endlich fiel es einem Verwand'e: der Kranken ein, doch
aimmal die Stawoll⸗, weiche die jan,e Dame fleißig benutzte, und
über welche sie auch stundenlang tief g bückt saß, untersuchen zu
lassen. Professor L., ein becügmnter Chemiker, leitete die Unter—
juchung und hal in einer rothen Wolle, die igrer schoͤnen, glan⸗
jenden Forben wegen bisonders gefallen hatte, em sehr gefährliches
wift, Nitro Naphtal'n“, gefunden. Jedenfalls haben die Verlaͤufer
leine Ähnung dovon,, welche gesundheus zefährliche Waare sie ver⸗
jaufen; es ist daher um so mehr olhwendig, Kaäufer wie Ver⸗
aufer auf die Gefährlichteit der Wole von vesonders glänzender
Farde warnend aufmerksom zu machen. Wie nachtheilig diese
Sticwollen sind, geht daraus hespor, daß die junge Dame, ob·
wohl schon drei Wochen seit ihrer Erkranlung vergangen, und sofort
mergise Mittel gegen die Vergiftung angewendet worden sind,
aoch immer aicht wieder herzestellt ist. Das oben genannte Blatt
nupft an diese Miltbelung die Warnung vor wollenen Hemden,
welche besonders prüͤchtige, glaͤnzende Farben haben, da alle diefe
Fatben großes Mißtrauen zu erwecken geeignet sind, während man
dei einfachen, stumpfen Farben mit voller Bestimmtheit annehmen
Wane, daß sie keine gesundh itsgefährlichen Stoffe enthielten.

Pras, 22. Febt. Der Glaͤubi geraueschuß der Strous⸗
XXV&amp;&amp; ruckstandigen Lothzne
n Uua 4000 Arbeuer von Montag abd autzuzahlen.

Iwijschen daenna pati und ihrem Delitahiz v—
e Caux sind in Folge der Beziehungen der Sängerin zu dem
Tenorisien Nicolini Zerwürfnisse eingetreten, welche zu einer Ehe⸗
heidungsllage führten. Beide Eheleute haben sich von Petersburg
nach Paris begeben, wo das Verfahren beim Seine⸗Gerichtshof
zereinn eingelesen ist.
poandon, 28. Febr. Aus Dundee wicd der Untergang
zes Dampfers , Spitzdergea“ mit der ganzen Mannschaft gemeldet.
r Eine Geheimschrift far juge, Damen.
rine junge Frau, die erst kürzlich gebeirathet hatte und ihrem
Mannenj den Brief zeigen mußte, den sie abseudele oder empfing,
chrieb einer Freundin die folgenden Zeilen:
„Ich kann mich nicht zufrieden geben, theuere Freundin!
o glulhich fühle ich mich in meirer jungen Ehe,
zis ich in Deinen bewährten, treuen Sreundesbusen,
der siets ien Uebereinstimmung wmit dem meinen schlug,
dae verjsch edenen Gefühle — — — ausgeschüttet habe, die,
nit dem Glücke der allerzärilichsten Liebe
nein be nahe brechendes Herz erfüllen. — — Liebe Freundin,
nein Mann ift der biebenswürdigste Ehemann;
ch bin jett schon sieben Wechen verheirathet — — — und
and noch nicht die kleinste Veranlassung, zu sagen:
dh bereue den Tag, der uns verband. Mein Maunn ist
o pohl von Person als in senem Benehmen nicht etwa
— — — — haäslich, w'iederwärtin, alt und eisersüchtig, kurz
vie jene Ungeheuer, die denken, sich durch Tytannei zu sichern;
zie Ftau — — so ist es sein Grundsatz, — — muß man wie
inen theuceren Buseufteund und nicht etws wie — 7
in Spielze ung, eine gesneine Stlavin behandeln; sie
at mu dem Ptanse gleiche Rechte, und Keines von Beiden,
agt er, muß blind und“ unbediggt gehorchen,
dern Eines dem Andern gefäll'g zu sein streben. — 7
zine unverheirathete Tarte, beinahe siebzig Jahre alt,
ine freundliche, ehrwürdige heitere und liebenswürd ge Matrone,
bie bei üns im Hause; — sie ist in der That der
Trost, die Fteude für Alt und Jung, und nicht so ein —
ssatan, — — — wie die meisten alten Jungfern;
» dern wohlthälig und freundlich gegen die Armen. —
„Ich bin überzeugt, mein Mann liebl nichts so sehr, wie
rmich liebt; — — er hält viel mehr auf mich, als auf
ein Glas, und sein Nausch und seine Trunkenheit — —
denn so muß ich das Uebermaß jsciner Lebe nennen — —
nacht mich oft errörhen über die Kleinheit und Unwürdigkeit
des Gegenstandes und ich wünsche, ich wäre würdiger
des Mannes, dessen Namen ith trage.“ — — — F Um
ltes in einrem Worte zu sagen und um
zas Ganze zu — — — kroͤnen: mein früherer Anbetet
st jetzt mein namufichiger Gatte; — meine Zaͤrtlichkeit
it zurückzelehet und ich hätte — — gaujz gewiü — — nie
— — hane ich auch einen Prinzen geheitathet — —
o glücklich sein tönren, wie mit ihm. — — — . -

Ach, wie bereue ich meine fruͤtere Thorheit!“

„Lede wodl; möoͤchtest Du so glüdlich sein, wie ich un⸗
ahige bin, von mit auders zu sagen, als: ich bin sehr
slücklich“! — — —

Wie liedevoll und zärtlich klingt dieser Beieh! Sollte man
ie Schreiberin nicht für die glücichste aller lungen Gattinen
saltn 5F Wie gauz auders aber gestalte: sich die Sache,
denn man die erfte Jeile liest und dann jede zweite überspringt!
Dienstes nachrichten.
Lehrer Grell in Raiserslauiern wurde vom IJ. Upril 1877 an
»orlaufi ouf 1 Jahr in den Ruhestand verstetzt.
Forstamtsassisteut Wilh. Schroder zu Eimstein wurde zum
Drerförster des Rebiers Reitlerhor (Forstamts Dahn) ernaut.
——— — — —
tFir die Nedocuien veraniworiiie F. X. Deue .
T o aller A 3 wel he von Zeit zu
7 ngri E, Zeiu vou nieressirten
Personen “gegen Dr. Airy's Nimucheilmiethode iosgelossen werden
jat sich dies vorzügliche populat · medicinische Weik und das dar n
esprochene Heilverfahren immer neue Anhänger erworden und in
iner weiteden NKeessen günstigste Aufnahme gefunden, was schon
araus dervorgeht, daß dasselbe bereitß in mehreren fremden
Zprachen gedrudt werden muß'e und schon über 60 Auflagen eto
eot hat. Wir glauben daher auch nur im Interesse ber zahlreichen,
iach Hilfe — Heilunç verlaugenden Kranken zu handeln, wenn
vir ihnen auf Grund dieser Thatsachen und det zahlreichen glaͤn⸗
enden Zeugnisse dieses, nur 1.Park kostende Buch dtiagend jzur
Anschaffung und Darnach ichtung empfehlen. Um nun aber durch
ihnlich detitelte Buͤcher nicht irre geführt zu werden, verlange man
usdrudtich: De. Airy'e Natuthei Imet hde, Qriginal⸗
VX Leipjig.
        <pb n="116" />
        Conventionellee2 6ler buchen —
Hausversteigerung ·. In zpruge
dienstag/ dem 6 3ä wiiche
. des Nachmittags um 2 Uhr ꝑa apben—
i e a n acten7.puden grapben—
Fichneten Hause seldst, wird auf Immereheim 22. gbbt. 1877.
Betreiben“ von Wudwig Beche 73 Vaͤr dermeisteanne
hdld, Geschäfteagent von daßz in Sa
din — —7 62
läubiser von Johanm Joftp A—ITI
Veters, anan von d8 Golzversteigerung.
and Consorte —Wiuwoch, den 7. Maärz Ji,
contraa achmittags 2 Uhr', werden im
Adeif Ebrhardt. Bader, da⸗ uranse u Heckeudal beim
elbst die nachdezeichnete Viegen⸗ sus dem desigen Gemeindewalde
chaft wetzen Richtdezahlung des olgende Hölzer versteigert:
Erwerbspreises zu eigen wicder⸗
verfleigert 7 Schlag Alment:
Pl.⸗Nr. 706 a. und 706 b. 8 1 Birnbaum Abschnitt 2 6Cl.
Dezimalen Flache, eothal⸗ 2 eshen Wagnersangen 2Cl.
tend ein zu St. Ingbert 16 kefern Sparien
— inm Josephsthalgejegenes 1 elzbter Wagneistangen
Wohnhaus mit Stall, Hos, 25 Ster fibten Baump'äbele
Barten und sorstigen Zur 11511 Sier buchen Zung rien
behorden neben N colaus 25, fichten
Jung und Peter Nices. S0 fichten Bohnenflanren
Sauer, kal. Notor. 3675 buchen Bohnenstanzen
Wiederversteigerung. JSun bechen Scheuhotz
Dienstag, den G6. Miarzt. i40 Ztangenpr
J. des Nachmittags um 4 Uqhr 1 eichen Prüget
ju St. Ingbert in der Wirths— 2 5. weiche
ehaufung von Nikolaus S1711 x Zihe budn LKrappen
auf'm Hoschen, wird 87 Be⸗ dr ade Reijerwellen
rei von Pöilip e F
3 5 ——— 1877.
conira Das Büccermisteramt:
Georg Wagner, Schmetlz⸗ Wack.
arbeiter daͤselbst wohnhaft, wegen —
Nichtbhezohlung des Erwe bepreifes
zu eigen wiederversteiger ·
Pl.Ne. 30873. 55 Tezim.
Ader am Schafkeph, Ge⸗
markung von Sj. Inabert,
nebeli Friedrid In fle sch.
Sauer, kul Notar.
Bekanntmachung.
Am Dienstag, den 6. Viärz
s Ir, Nachmiags um 2 Uhr
auf dem Bürgermeisteramt werd
das Gemeindeberechtigungst olz
pro 1876,/77 öffertlich ver⸗
steigert: I
Abtheilung Birkelbach:
11Sier vudden Sidengdlfz
5523,„Prügßelhotj
684 5Kroppen
Si guibent ʒ Fcte i877.
Das Bürgermeistera ut:
Euster..
Holzversteigerung.
Mittwoch. 9 7. März I. IJn
Mitlags 12 Uhr, werden im
Schulhause zu Oberwürzbach
nachbenannse Holzsortimente dfe
entlich verstei gert 5
b. Schlag! Leichweiherhang
,
aicei Weghetnancin . Ehn
ESuer bochen Schathzbn ĩ. Ei
2.,
⸗ Gopfelp. ügel.
Kroppent,
Nlag Zuf. Ergeblisse:
efern, Spefren
Wognerstangend Cl.
fexn Lquwpfaͤhlt 2 C.
KTrultein

50 Sfennig· Bazau 50
Von Sountag ab, fortwährend:
Verkauf ller Art nützlicher und vraktischer
Saushaltungs Gegenstäudee
ais: Wasserflaschen, Eiergesielle Ejsige Oel⸗Salz⸗ und
Pfeffer⸗ Huilliers in Troblae sie llein »L
daffeedeken, Zucker-, Kaffee · n. Theebüchsen, Brodkoͤrbchen,
dosenträger. Foulards, Strümpfe, Socken, Notizbücher.
Bürsten, Kämme, Taschen, Körbchen, Weihkessel, Leuchter,
Becher, Brieftaschen,, Geldbörsen', Brochen, Ohrringe,
Vlesser,. Gabeln, Löffel, Lampen, Blumendasen, Laternen,
handshuhe, Schlüsselhalter, Cigarrenfpihen, Pfeifen, Zucker⸗
posene. Kaffeeseier und sonst noch verschiedene muzliche

Begenstände.

Jedes Stiüclta nur 50 Pfg.
pnr gefollige Ausicht und geneigte Abnahme wird höf hp

gebeten.

—F

Achtunatvoll!—
B. CGrewenig,
Sauttler u. Tapezitrer.
Hauptstraße.

.
—4 i12
Große Auswahl „
Holz Pfeifen, Stöcke und Eigarrenspitzen, per Stuo
50 Pfennig
empfi blt Joh. Gehl, Drehet.
*“ iß 28 chs F de
Anterleibs⸗Bruchleidenden
vird oic, Bruchsalbe von G. Sturzenegger in Herisau Canton
Appenzeile, Schweiz, bestens empfohlen. Vieselbe enthaäͤlt keinerhe?
schädlichen Stoffe und heilt selbst ganz alte Brüche, sowie Mutter⸗
»orfälle in den allermeistein Fällen vo LUfstäendig. Zu be—
ziehen in Töpfen zu Mark 5 nebfl Gebrauchsanweisung und überrasenden
Zeugnissen sowohl durch G. Sturzeneg ger selbfi als durch die Rieder—
lage von Dr. LVB. Strauß, Mohren pothete, Main z. Auch ist Nä⸗
heres zu erfahren durch die Versendistellen von Fr Böhm, Kaiserbs-

ha utern und Carl Malzacher in Carlsruhe.
Epilepsie — Fallsucht — Krämpfe.

Di Stärkung der Nerven ũberhaupt —

Uesce e sau jchreckcheie aller Krar enenendem a r ünn d⸗
losch stte, für Jedermann héeichrver ständlische Betehrunq
und weiset nach zu verlässige Heilung die soeben jn 29.
Ausgatte erschtenyene Broschüre ven Dr. Sart, Königl. Stabs-
und Specialarztef. Eple: sie; Ritter ꝛc. — Amtliche Urkunden über
die bercuͤs erzielter Helresullate werden beidefügit. Die Broschüre
ist grat's u. franco du beziehen ducch die De Stark'sche Ver⸗
lags Expedition in Berlin S. O. Woldematstraße 2
Xr—— Frucht, Brod⸗ uund

Frische Datteln Fleifch Preise da Sin

per — M. 1. 20 soecen Zweibrücken vom 1. Matg.
eingetroffen bii64 4

—X Weizen — M. — Psf. Korn

J. WPeters, StJusbert. 9 M. 57 Pf. Gerste Zreihige

0 M. — Pf. Gerste“ arcih.

o M. — If. Spel, 0 mi.

— Pf. Spelzlern — M. —

Pfg. Dinkel — M.— Pfg.

Mijchirucht O M. — Pf. Hufer

s . 45 pf. Pea

pf. Stroh 4 M 75 pfedͤr.

—R

Weißbrod' 122 Ko. 56 Pf. Korn⸗

brod 3 Ko. 82 Pf. ditio SKo.

35Pf.“ diud 1 Hilde 28 pif.

Gemischibrod 8 Kilo. 97 Pf.1

Paar Weck 190 Gramm 6 Pf.

Ritdfl.“ I. Qualee 60 Pf. 2.

dal 48 pf. aaloft. 18 Pf.

zu haden det Hamfl. 52 Pf. Schweihefl. 66

Franz Woll 5f. Buiter 1M. 25 Pf. per Pfd

77. 3
edaktion Druck und Veriag von F. X. deme 6

7
—*—
        <pb n="117" />
        St. Ingberler AAnzeiger.

Der St. Jugberter Auzeiger und daß (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatie verbundene Unlerhaltungeblatt. Sonntagt mit illnstrirter Eei⸗

age), erscheint woöͤchentlich viermal: Dieustag, Donneréetag, Samstag nud Sountag. Der Abonnementépreis beträgi vierteljahrlich

1 Mark 20 *.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfq., von Außwärtte viit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Kaum. Neciaunen
iit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 3838. SEountaa, den 4. MRarz 1877.

Deutsches Reich.

Berlhin, 28. Febr. Es cnsren wieder Gerüchte über eine
be bsichtiate Verfamelzung der Reichtpost⸗ und Telegraphen ⸗Ver

waltung mit der Eisenbahn-Verwaltung. Das Präsidium des Reichs⸗
eisenbahnamtes soll dem Generalpostmeister ũbertrigen werden. —
Regierungsralh Böttcher in Berlin ist zum Staalscommissär für
die Vermögensbbdertwaltung des Bisthums Trier defignirt.

Berhin, 1. März. Der Schluß des preuß. Landtagea
wird dem Vernehmen nach Sonnabend Nachmittags durch den Vice⸗
oräsidenten des Ministeriums, Finanzminister Camphausen stattfinden.

Berhin, l. März. Graf Harry Arnim hat freses Geleit
erbeten, um vor dem Reichs-Disc plinarhof in Leipz'g am 4. Marj
u erjcheinen. Er. J..

Der Gesetzentwurf zur Reform der Prü'ungen für die deulschen
Aerzte wird jeßt auf Grund der Vorschläge der einzelnen Staaten
un Reschskanzleramt ausgearbeitet. *

Ausland.

Budapelt, 1. März. Erm Brief aus Kon'autinopel, welchen
zer Pester Lioyd (das Organ Andrassy's; verdffentlicht, confanirt
»e riesige Geldnoth des Sultans. Er weist auf die Möglichkeit
einer Abhilse derselden durch russische Subsidien hin und glaubt,
hoß eventuell dadurch eine überraschende Umwälzung der außeren
Beziehungen und inneren Verhältn sse des osmanischen Resches
zerbeigeführt werden konne.

Paris, 1. März. Man dementirt hier auf der russischen
Botschaft die von der „Polit. Korrefpondenz“ angekündigte Reise
des Generals Ignatieff nach Wien, Berlin und Paris.

Frankre ich besitzt zegenwärtig 79 Schullehrer⸗ Seminare
end 16 Normalschulen für Lehrerinnen. Da diese Anstalten offen⸗
»ar nicht hinreichend find, möqhte der Minisler des oöͤffeutlichen
Unterrichts, daß in jedem Departement eine solche Schule für beide
Beschlechter errichtet würde und hat sich vorgenommen, die Depärte⸗
mentalräthe zu Bewilligung für die erste Einrichtung zu veraulassen.

London, 1. Marz. Das Kabinet von St. James fragt
nertraulich dei den Großmaͤchten ag, od jeßt nach formellem Ftiedens⸗
chluß zaischen Pforte urd Serbien nicht der geeignete Moment
Jelommen sei, die Boischafter wieder nach Konftantinopel zurückehren
zu lassen.

washington, 2. Ttärz, Morgents 414 Uhr. In ge⸗
neinschaftl cher Sitzung beider Häuser des Congresses murde Hahes,
zls mit 188 Stimmen gewählt, zum Präfidenten der Vereinigten
Staaten füe 187781 proclamirt.
—4
vermisqchtes. —

f Neustadt, 28. Febt. Von dem am nächsten Sonntag (Heute)
dahier statifindenden Reichmann ˖ Concert vecspricht man sich Außers
atdentliches. Reichmann, der Liebling des Mündhener Thealter⸗
Publiksums und würdige Nachfoliger des Meister Kindermaun, Ftl.
Schefsly die beliebte und berühmte Saängerin der Münchnet Oper,
deren Tdätigkeit bei den Wagnei'schen Bühnenfestspielen in Bayereuth
von der Kritil einstimmig mit hochstem Vob besprochen wurde, und
nann dir vorzügtiche Harfenist Herr Tombo, d ssen Namen writ
uind breit in der Kunstwelt einen guten Klang hat, das sind Kräfte,
zie in ihrer Vereinigung einen seltenen Kunstgenuß erwarten lassen.
Und da auch das Progtamm eine glüdliche Auswahh klassischer uud
noderner Meißer enthalt, so dürste das Conzer, wohl geeignet sein,
uus allen Theilen der Pfalz zahlreiche Kunstfreunde ahznziehen.n

FOHuaardt, 28. Febr. Seit dee h esigen Kuchweih KEnde
tuguss) ist dier ein Mann spurlos verschwunden. Es hai bas
atürlich großes Aufsehen in der Nachbarschaft erregt, und die
denteuerl'chsten Gerüchte wurden laut. Necht viel hätle gefehlt, so
Aaren die nächsten, Angehdrigen fast gelyncht worden. Aufjallend
2. daß auch vicht die geringste Spur don seinem Verbleiden auf⸗
ufinden ist. Vei seinea Vermögentverhältnissen und seiner bekannten
Lebenalust will Rieman⸗ an einen Selbstword glauben; und doch
indet sich rein gar nichts, das auf ein Verdrechen schließen iäst.

Tin großes amerikanisches Blatt hat eine große „Moritat“ fabri⸗
rirt, in der der Verschwundene zerschninten, zerhackt und gebraten
vpurde. Das Blatt mag d'e Verantwortung hiefür übernehmen.
Auffallend ist, daß derartige Verbrechen in Paris, London, Berlin
uind Wien gewiß (1) entdeckt werden, in Haardt ober noch tiefes
Dunkel über den Todten herrscht. (Pf. Ztg.)
Zu der am 22. bis 24. Mai d. J. in Fuͤrth abzuhalle nden
22. allgemeinen deutschen Lehcerverfammlung wird als Vert reter
des pfälzischen Kreitblehrerdereins das Ausschußmitglied J. Traut⸗
nann von Ingenheim abgeordnet. Herr Trautwann hat das
MNandait angenommen, ohne besondere Vergütung von Seiten des
Bereins zu beanspruchen.
FSaweßingen, 26. Febr. In dem benachbarten Plank⸗
tadt spielten am Sonntag Nachmittag zwei Knaben von 12 und 13
Jahren im Garten der Wittie Friedrich Treiber mit einem geladenen
bewehr. Der ältere der beiden, Franz Moos, legt auf den jüngeren
Jalob Treiber auf die Aufforderung hin, er solle nur zielen, das Gwehre
ti nicht geladen, an, zelt, trifft — und das Opfer des unüberlegten
Streiches sinkt, in den Kopf getroffen, soforf nieder. Wen trifft die
Schuld an diesem bellagenswerthen Falle, den undesonnenen Knaben
sder den Erwachfenen, der die gefährli de Woffe nicht besser verwahrte ?
4Mainz. 26. Febr. Ein sehr trauriger Foll ereignete
ich heute Morgen dahier. Als gegen 9 Uhr der Specereiladen
in der Ecke der Kapuciter- und der Wallstraße noch nicht geöffnet,
lopften die Nachbarn an Thür und Fenstern, doch vergebens, da⸗
urch beunruhigt, brach man ein Fenster auf und stieg hinein.
xin durchdringender Geruch und eine kaum zu athmende Luft drang
Aen Eintretenden entgegen und man fand Mann und Frau im
jewußtlosen Zustande im Bette liegend den Mund mit Schaum
ededt, während das zweijahrige Kind noch sich tührte. Die herbei⸗
eeilte ärztliche Hilfe war anfangs fruchtlos und wurden die Leute
n's Spital verbracht. Weruns mitgetheilt wird, wäre versäumt
vorden. ven Gaskcahnen abzuschließen, und sei das Unglüd die
Folge des autgeströͤmten Gase88s8. (Mz. 3.)
f Dortmund, 21. Febr. Die ‚Westf. Zig.“ ist in die
dage gefeßt, über den“ Umfang der Arbeilerentlasfungen auf west⸗
balischor deinischen Kohlengruben d'e genauen Zahlen mitzutheilen.
Die Belegschaft der Steinkohlenzechen des Oberbergamtsbezirks
Dortmund betrug am Schluß des Vorjahres 830,346 Mann. Da—
jon waren biß Ende Januart 4335 Mann entlassen und zum grö⸗
jeren Theil in ihre Heimath nach Hessen, Posen, England, Jtauen,
ic. zurückgelehrt. FZum 15. da. M. war feiner 83460 Bergacbeitern
zekilndigt, von denen jedoch nur etwa 2800 thatsfächlich aus der
Arbet eatlassen worden sid.
„Die Bekeninisse einer atmen BSeesefß,
— so betitelt Erast Wichert seine neueste novellistische Gahe, welche
et den Lesern der „Illustrirten Frauen« Jeitung“ darbietet. Die
elen Vorzüge, welche die früberen Schöpfungen, des als feinfinniger
xrzählet und Luftspieldichter bekannten Autors auszeichnen, finden
ich in dieser neuesten in dollen Maße wieder; der glückliche Hu⸗
nor, den Wicheris Gestalten zeigen, ist nicht einer der geringften
ieset Vorzuge. Die vorliegende Nummer (8) jenes Blattes enthält
nußer der Fortsezung dieer Rodelle einen ausführlichen Aufsfatz
iber die Chokolade von W. Lackowitz, natürwisseuschaftlich und
ulturhistorisch gleich interessant und bea bLteaktwerth! die Fortsehung
Rer vattrefflichen Soge ern von Jacob Falke, wieder in Be—
leisung von Prachtigan Abditdangen, desmal großen Portraits X
niederländischen Meisternz aus welchen die mannigfache Verwendung
er Spitzen au den Trachten des 17. Jahrhunderts ersichtlich ist;
Schweichel's Plaudertien aus der Frauenwelt, welche wieder diei
uus dem Leben und — Sierben der dergangenen Wochen zil be⸗
iichten haben, und moch zahlreiche andere Beiträge. — Die vorher⸗
sehende Moden- Nummer (7) ist, in Voraussicht des nahenden
denzes, gefüllt mit Frühjahrs-Kieidern, »Paletois,⸗Hüten und den
ahllosen anderen kleinen und großen Gegenständen, die zur Toilette
inserer Damen unentbehrlich sind.
        <pb n="118" />
        — inerü Die Liegenschaften lommen
Gantversteigerung. einzeln zum Ausgebote.
Samstag, den 17. März, Der Zuschlag erfolgt soaleich

(nicht. Moniag, den 12., wie endgiltig und wird kein Nachge⸗
früͤher ausgeschtieben) 1877, Nache bot und weder Einlssungs⸗ noch
mitiogs 8 Uhr zu St. Ingbert Abplösungsrecht stattfinden.
im Caseé Sester werden auf, Die nähere Bezeichnung der
Auftehen von Carl Ambos, Ge⸗ju versteigernden Liegenschaften,
schaftsmann in Zweibrüden, als sowie die Versteigerungsbedin-
definniver Verwalier der Gante zungen lönnen beim Versteige⸗
masse des Bades Heinrich Stief rungébeamten eingesehen werden.
in St. Ingbert, vor dem unter⸗ St. Ingbert, 10. Febi. 1877
zeichneien, dazu gerichtlich beauf⸗ Sauer. k. Notär.
traglenek. Notar Franz Sauer
in St. Ingbert, die zur besagten
Gantmosse gehörigenLiegenschaften
im Banne von St. Inabert öf—
fentltch an die Meistbieten den zu
Eigenthum versteigert, als:
1. Pl.⸗Nr. 654, 655, 656 und
1476. 36 Dezim. Fläche
mit Wohnhaus, Scheuer,
Stakl und Waschlüche webst
Zubehör und Garten, bei—
sfammen gelegen zu St.
Ingbert an der Kohl nstraße
auf dem Froßen Flur.
2. P.l⸗-Nr. 1600. 30 Dezim.
Ader auf dem großen Flur.
3. Pl. Nr. 1601. 30 Dezim.
Ader allda.
4. Pl.Nr. 16056. 68 TDejim.
Acker doselsst.
5. Pl. Nr. 16053. 34 Dez.
Acker allda. *
6. Pl. Nr. 160573. 34 Tezj.
Acker allda. .
7. PloHe. 1510. 48 Dezim.
Acker daselbst.
8. Pl. Nr. 1984 3. 41 Deʒz.
Acker auf Rockenthal, mitt⸗
lere Ahnnnrg.
9. Pl. Nr. 2408. 2113 Dez.
Wiese in den Bruchtcch⸗
wiesen

Jeden Sonntag,
Morgens mürbes Backwerk
jum Kaffee, Mittags Oréẽmo
gefüllte Sachen u. feineres
Gebäck in der Conditorei
Ricel.
Sterbekassen-Verein.
ss soll Beschluß gefaßt wer⸗
den, die Eintrittsgelder zu redu⸗
ciren, und zwar:
1. Von 18— 30 Jahren 2 M.
2., 30-2400, 3250,
3. 7 40-250 6 4

Wer Einwand dagegen zu
erbeben gedenkt möge solchen

*
St. Ingbert.
⸗ —4 ⸗

50 Vfennig-Bazar. 50

mnerhalb s Tagen bei
dem Vorstande des Verein—
schriftlich geltend machen.
Der Vorstand.
Mehrere Ackerstücke
und Wiesen hat zu
verpachten
Deter Schmidt,
neben der nir he.
Zu verkaufen:
Feu, Ohmet u. 10 Centne
Rrunkelrüben vßß
aorenz Offner.

—

Von Sonntag ab, fortwährend.
Verkauf cũer LAirt nützlicher rud praktischer
Haushaltungs Gegenstäude ..
sae Rheinischer alz: Wasserflaschen, Eiergesielle, Essige, F 8 und
Pfeffer⸗Huilliers in Drebigestellen, Uhrenhalter, Kaffee retter
23328 Brust Kaffeedecken, Zucker⸗, Kaffee⸗ u⸗ Theebüchsen, Brodkörbchen
—W hosenträger. Foulards, Strümpfe, Socken, Notizbücher
AA)— Zürsten, Kämme, Taschen, Körbchen, Weihkessel, Leuchter.
allein ächt mpaier Gargzen Becher, Brieftaschen Geldborsen, Brochen Ohrringe
Zan enhemerin dviaimd Messer, Gabeln, Löffel, Lampen, Blumenvasen, Laternen
dem gerichtlich anerkannten dandschuhe, Schlüsselhalter, Cigarrenspitzen, Pfeifen, Zucker
flen Fabritamen und Efin⸗ dosen, Kaffeeseier uͤnd sonst noch verschiedene nützliche
der des Trauben-Brust, Begenstände
Honias: Zu haben in 3 ⸗
32. Bu hatünee Aedles Stiiclia nur cñ0 Pg.
Ac gen mit nebi⸗ Um gefaͤllige Ansicht und geneigte Abnahme wird höflich!
38 r —56 gebeten. uannczet
— .EGreweni
Eogg —— Sattler ens
enJ. Friedrich. — Hauptstraße .
ο or
zaseler Straße, 8t. Ingbert. Haseler Straße. 236
— Slraße — — ä.—
— *0 Psennig.- ——85ü ch 50 sennisg. 25
s a ⸗ —2
58 5 77* 83
* in der Haceler Straße *
—E — 8
8 *56
I 8
98 —
1
* *
3
15 8
* E
V
—XR
2
8
2
26 Pfennige. NHaseler dtrasso9 nige O
ge. Aasolor Strassd. Pfennige 8
0o00000000000 000 00000 —XXXXXXC
Icainon nnd umnd Veriag von F. X. Temeß in St Ingbert. ——
Sseiun iuluctrirtes Sountaasblatt“ Nr. 10
        <pb n="119" />
        Slt. Ingberler Anzeiger.

—
— ü⏑ò⏑⏑⏑⏑—⏑⏑—
der Et. Jugberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnersetag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

WMark 20 R.Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pig. pro Zeile berechnet.
4 36. I Dienstaa den Marz 1877.
— — —
Deutsches Reich.

Berlhin. Dem Bundesrath ist der Entwurf eines Gesetzes,
Fetreffnd die Aufnahme einer Anseihe zur Durgführung der all
jemeinen Kasernirung des Reichsheeres vorgeleazt worden. (An
„erschied nen Orten ist das Militär noch bei den Bürgern ein⸗
wartirt.“

Berlhin, 4. Maͤrz. Die Verhandlungen mit Oefterreich
iber din Handelsvertrag begennen in zehn Tagen. Diesseit ger
Commissas ist Geheimerath Huber. Der Bundestath nahm gestern
die Vorlage in Betreff der Kasernrungsbauten in Höze von
168, 200,000 M. an.

Berlhin, 4. März. Der frühere russishe Botichafler in
stonstantinopel, Gencral Ignatieff, ist mit seiner Gemahlin heute
üh hier eingetreffen.

Leipzig, 3. März. Der Reichsd'eciplinarhof bestätigte
deute als oberste Instanz das auf Dienstentlassung des Grafen
darry Arnim, ehemnligen Boischafter in Paris, lautende Urtheil
der Reichsdisc plinarkanmer zu Potsdam. Der Gerichtshof hielt
jierbei den Rechtsgrundsätz aufrecht, daß die Eutscheidung des
Zteafrichters als thaufächliche U terlage jüc den Disceplinarrichter
u gelien habe.

Aus Baden. Nach der Karlar. Zig.“ stünde es fest,
zaß das zur Zeit in Mannheim und Sawezzengen garn souirende
Dragonerregiment nach Freiburg i. Br. verlegt würde, und wäre
erner beabsichtigt, ein Bata:llon des 2. bad. Grennadierregiments
»on Mannheim nach Heidelberg zu verlegen, so daß in Vannheim
ünftig nur 1 Bataillon bliebe.

Ausland.

Paris, 3. März. In hiesigen türkischen Kreisen we'ß man
dben so wenig wie in Terlin von einer dreijährigen Frist, welche
„ie Pforie verlangt habe, und erklärt es für wenig waährscheinlich,
aßz die Türkei in unmitlelbare Verhandlungen min Rußland treten
pürde. Was die Aufforrerung zur Abrüsteng anbetrifft, welche
ie Pforte angeblich an Rußland richten lassen wolle, so steht
rüber noch nichts Bestimmtes fest; doch behandelt man diese An⸗
iahme nicht als ene geradezu unmögliche, weil die Türkei durch
en gegenwärtigen Stond der Dinge ihre Krafte schwinden fühlt
ind an erusten Reformen nicht arbeiten kann, so lange ihre Grenze
zedroht ist. Sie würde daher lieber die Gefaht eines sofortigen
drieges laufen, als der Gewißheit einer verläugerlen Erschöpfuug
hier Kräfte entgegensehen.

Konstantinopel, 2. März. Es ist der Befehl! ergangen,
)iß das serbische Territorium i nerhalb 12 Tagçen von den tkür
ischen Truppen geräumt werde.

Konstanttnopel, 4. Vtärz. Durch ein vom Fürsten von
Zerbien ar den Großvezier gerschietes Telegramm werden die ver⸗
inbarten Friedensbedingungen und Zuficherungen der serbischen
Unterhändler ratificirt. Zugleich wird darin constatirt, daß in
folge der in dem Friedensvertraje enthaltenen Bedinzung des
ztatus quo ante bellum alle frühderen dechte und Prwilegien für
Serbien aufteqget erhalten bheben, das dafüer seinerseits die aus
deu verschedenen Fermans sih ergebenden Verpflichtuugen auf sich
jehme. Dergestalt funrd nunmehr die Bez ehungen zwischen der
Türker und Serbien weder hergestellt.

Warschaus, 3. März. Die Erneuerung und Verschärfung
es Ausfuhr⸗Verbotes für Pferde und Haser seht in Aussicht;
ꝛeue Mobilmachungen sind gleichfalle in Auesicht genommen. Die
Militär⸗JIntendanturschast laäßzt große Mengen von Konserden nach
Betersburg schaffen. J J

Lemberg, 3. März. Die hiesigen polnischen Blätter
zeröͤffentlichen Briefe aus Petersburg, demzufolge dort irnstl:che
Unruhen (2) befürchtet werden, weshald tägliche Verhaftungen uend
deportationen nach Sibirien stattfinden. Die Polizerorgane sind
erdoppelt und Leilitär ist zur direkten Disposition dis Polizei⸗
ninisters gestellt. (Scheinen polnische Senfationegeruchte zu sein,
ne mit großer Reverse aufzunehmen sind.)

— — — —— —
— ——— —— — — 2 2— — — 2020 2—⏑— —
— — — — —
Vermischtes.

F* St. Ingbert, 3. Mätz. Gewerbeausstellung.)
Doat Unternehmen einer Gewerbegausstelung für Erzeugnisse unserer
Stadt: nimmt all jemach eine bestimmtere Gestalt an. Nach Er⸗
edigung der Hauptvorarbeiten hat das Ausstellungs-Comme den 13.
Dai l. J. Sonntag vor Pfingsten, zum Eröffnungbtag der Aus⸗
telung best mut, un d nachdem die diesigen Gewerbe durch Anfrage⸗
nogen zur Aumeldung aufgefordert worden, haben bis zur Melde⸗
jrist am 1. Märtz üder 140 Aussteller ihre Betheiligunz zugesagt.
Außerdem haben einzelne Andere sich zur Enischlußfassung eine
veitere kurze Frist vorbehalten, nach deren Ablauf dann die Liste
der Aussteller zum definitiven Abschluß gelungt sein wird.

Diese für unsere Stadt bedeutend zu nennende Zahl der Aus⸗
deller — in Speyer betrug dieselbe wenig über 150 — ist ein
eifreuliches Zeichen des regen Eifers, mit welchem das hiefige Ge⸗
verbe den einmal gegebenen Gedanken aufgefaßt hat, und ermuthigt
das Comite, mit Lust und Ausdouer die weiteren Vorkehrungen zu
treffen, damit das Werk in jeder Hinsicht zedeihe, zu Nutz und
Ehr der Stadt und des einzelnen, strebsamen Gewerbmannes.
Ueber die mt der Ausstellung verbundene Verloosung wird
demnächst in diesem Blaite ein Weiteres bekannt gegeben.

FZweibrücken, 3. März. Bei den am 12. März nächst⸗
hin begiunenden Sitzungen des Schwurgerichts für das erste Viertel⸗
iahr 1877 werden folgende Fälle zur Verhandlung kommen:

1) Am 12., Morgens 8 Uhr: Anton Nunheimer, 33 Jahre
alt, Tagnet von Alsenborn wegen vorjätzlicher Körperverlttzung mit
ödtlichem Erfolge.

2) Am 13., Morgens 8 Uhr: Philipp Mai, 29 Jahre alt,
Tigarrenmacher in Mannheim, wegen zweier Vergehen wider die
jffentliche Ordnung, verübt durch die Presse.

3) Am 14. und 15., Morgens 844 Uhr: Philipp Ulmer,
19 Jahre alt, lediger Tagner don Haßloch, wegen Todtschlagk
im Sinne des 8 214 d 3 Strafgesetzbuches und underechtigten
Jagens.

4) Am 16., Morgens 811 Uhr: Leouhard Butz, 38 Jahre
alt, lediger Mauerer von Leistadt, wegen vorsfätzlicher Brandstiftung.

5) Am 17., Vormittags 11 Uhr: Elqsabdetha Sauer, 20
Jahre alt, ledige Tienstmagd von Westheim, wegen vorsätzlicher
Tödtung ihres einige Wodhen elien Kindes.

F Wie man dem „N. W.“ mitthein, ist von den beiden des
Mordes an ven Wald- und Jagdhütern Hantrich und Scholl von
Haßloch Verdächhngen der eine, Ziegler, am Samstag aus der Haft
ent!assen, der andere, Ulmer, am gleichen Tage nach Zweibrücken
derbracht worden.

Ederkoben, 2. März. Zwischen zwei hiesigen Männern
entstand kürlich in einer Wirthschaft Streit, der jedoch vorläufig
ils aber vorgestern der eine von ihnen am Brunnen Wasser holte,
vurde et von se nem Gegner wieder geteizt, und als er auf diesen
luging, von ihm'mit einern Vesser augefallen. Ecr erhielt 4Stiche,
von denen einer innere Theile so fehr verletzte, daß gestern schon
der Tod des Getroffenen eintrat. Derselbe ist Wittwer und hinter⸗
äßt 4 Kiuder. Der Thäler ist verhaftet. (G.) *

fGBermersheim, 5, Maärz. Die zur Fertigstellung des
driftten und leßten Bogens der Eiseabahnbrücke nöthigen Gerüste
wurden dieser Tage aufgeftellt und dürfte die Vollendung des
zanzen Brückenbaues in spätestens 6 Worhen zu erwarten sein, so
daß auf die Eröffnung der Linie Germers eim⸗Bruchial dis 15
Mai ficher gerichnet werden kann.

7 Das koͤnial. Bezirksgericht Wwürzburg hat die Studenten
Franz Schierlinger von Würiburg, Karl Krous von Landtzhut,
Bernhard Spatz von München und Franz Fischer von Dresden
wegen Vergehens des Zweikampfes zu je 4 Monaten Festungthaft
verurtheill.

FNuüurnberg. Der sehr fühlbare Mangel an Volksschul⸗
lehrern hat Magistrat und Gemeindekollegium veranlaßte, zu be⸗
schließen daß vom 1. Juli 1877 anfangend, der Anfangsgehal“
        <pb n="120" />
        ines definitiven Lehrers 1440 M. betrazen, nach 8 Jahren auf

1614, rach weiteren 8 Jahren auf 1782, nach weiteren 6 Jaheen

auf 1944, nach abermals 6 Jahren auf 2088 M.- steigen und

aach zurückgelegtem 24.0 Dieustjahr; die höchste Stufe von 2233

M. erreichen soll. Dazu, kommen dann noch die staatlichen Dienst⸗

alterhplagenJd.

fFNeunk4erech an, 2. Wärz. Sämmtliche juege Damen
unserer Bliesstadt sind über folgendes Inserat in Nr 82 der hie⸗
fsigen Saar · und Blteszeitung entrüstet Junggesellen!! Alle Die⸗
jenigen,elche q8 sind und zu hleiben gtdenken, werden zun Bil
dung eines Vereias auf otgen Samstag Abend:-halb 8.1lhrhei
F. Simon (am Bahnbas) ins hintere Zitzmer, eingeladen. Neun⸗
durchen. Mehrere Junggesellen.“

. Die diesjährigen Vtannheimer Pferderennen, welche ursprüng
lich auf den 29. und 80. April festgeseht waren, siud in Rücksicht
auf das Regierungsjubilaum des Großherzogs dem „M.J. zufolge
auf den 6. und 7. Mai verschoben worden.

Ak (Wie die Sulzfelder Schuljugend zu Kaffee und Bretzel
dam.) Badische Blätter ber chten: Guteverwalter M. vom Neuhof
wettete mit Bäckermeister H. in Sulzfeld bei Eppingen 70 Guldin,
daß Letzterer nickt im Stande sei, eine Bretzel von 50 Pjunt zu
daden. Der Backer, auf die Wette eingehend, ließ die Vorderwand
jeines Backofens einreißen, durch Blech ersezen und brahle w'rklich
zine Bretzel sertͤg, die sogar 63 Pfund wog und in einem Wirths⸗
bause zur Schau aufgelegt warde. Um aber die Riesenbretzel prak⸗
hujch zu perwerthen, gab ein Kaufmann, Herr M., 20 Pfund Kaffee
ainige andere Herren bezalten den Zucker und der die Wette ver⸗
ljerende Gutsverwalter lieferte ein ge Eimer Milch, damit die ganze

Sulzfelder Schuljugend, die etwa 890 Köopfe beträgt, in Adtheilunger
von je 50 regalirt werben konnte.“ —

7 Karlhsruhe, I., Maärz. Die „B. L.-Z.“ schreibt:
kin Vorfall, der dieser Tage zwischen zwei Schuülern der hiesig en
Bymnasiums stattfand, macht gaegenwaͤrtig viel von sich reden.
Pach genauen Erkundigungen könnenwir mittheilen, daß in ge⸗
iannter Anstalt, im Folge geringfüglgen Streites, tiner der Strei—
enden plötztich eine kleine Pistole aus der Tasche zog und seinem
Begner in den Rücken schoß.
fDas Berliner Tageblakt“ hat nunmehr noch fünfjahrigem
Bestande die - fürdeutsche Verhältnisse Außerst hohe Aufl age von
30,000 Exr mplaren erreich.

In Faolge Exploñon e'ner Petroleumlampe sind in der
Bemeinde Patta des Raaber Comilais (Ungaen) 4 seinder Iwei
Madchen, im Alter von *4 und 6 Jihren, und 2 Kuaben von
3 und 11 Jahren verunglückt. Drei Kinder sind ihren⸗Wunden
sofort erlegen, ein Knabe liegt hossnungslos darnieder.

Dienstes nachr ichten.

Der Lehramtscaudidat H. Heinzinge aus München wurde zum
Brofesser der feanzöfischen Sprache am Realghennasium eu Speyer
ztuannt. æ
Der Landogerichtsdienet Jakob Falk wurde von Waldfiichbach
nuf Ansuchen nach Laudau versetzt und au dessen Stelle der penj
Ib erfeuerwerlker Chr. Fd. Herrmann von Germersheim, 3. 3.
Verweser der Landgerichtsdienerstelle in Laudau, ernanet.
ur die Redaction verantwortlich— F. X Deme tz.
ᷣä
AAuup.«MlMu Wlhancbht
—27—
1454 3 110.Pl.-Nr. 1174. 21 Dezʒ.
„Licitation. —Garten in den Stauxgärten
Mittwoch, den 21. März neben Jobann Fries und

nachsthin, Nachmittags 2 Uhr Ludwig Kling.
zu St. Ingbert hei Väcker und Bl.eNr. 183493. 1,21
Wirtih Johann Fries wecrden Tagw. Acker in der RNisch⸗
zor dem hiezu gerichtlich beauf⸗ hach erste Ahnung neben
ragtenek. Notar Sauer in St. Steiger Sonn beiderseits.
Ingbert die nachstehend bezeich⸗ gl.xNr. 2400, 2400,
neten Liegenschaften im Banne 2446 und 244622. 838
von St. Ingbert abtheilungs- Dez. Wiese in den Bruch
halber öffeutlich an die Mist⸗ wiesen üder den Bach
zietenden zu Eigenthum ver⸗ strecke d nebea Jodam
geigert namlich: Buttermann.
P e. Alsl. as De ziicNe. 2408. 9310
Acker rechts der Kapelle da Wiese 6den Buche
neben Johann Maher uude bJ— e
α e wiesen neden Nilolaus
pne ν u. II78. Schreck und Versteigerern.
18Dez. Garten in den 8 2392. 428/10 Dez.
Stauchgärten neben Otto deeueben dohann
r. 6.
—— 64 210 Bl.Nr. 14362. 2 Dez.
Dez. Acker auf'm — Flacte, Rein Wohnhaus
Flur I-IV Ahnung neben Ffrüher Brauhaus) mit
Johann Hoger und Franzi Dofraum, überbautem Ging
Jatob 282 pae a 5— Zude
Pl.-Nr. 1803. 41 Dez.. c im elchhen nedben
de allda jl uhuun die her und Johann
neben Urban Jakob. — Vetz Ww.
Pl.„Nr. 1803. 34 Dezim. 16. Pl.Nte. 14484 u. Pl. Nr.
Acker und Wiese am An⸗ 1448b. 11 Dez. Fläche,
delsbrunnen neben Johann Wohnhaus mit Stall, Hof
Brewenig und Erben und Garten an der! Kohlen⸗
Schmelzer.
Pl.eeNr. 2407 und 2438.
16810 Deir. Wiese in den
Bruchrechwiesen üder den
Bach streckend neben Verstei⸗
gerer jelbst.
Pl.eNx. 818. 36810 Dez.
Wiese, in den Großwiesen
neben Konrad Pflug. J
Pl.⸗Rr. 3255, 3256 und
3257. 1,41 Ta, w. Acker
rechts in den Sehen neben
Johann Joseph Petirs.
Pl. Nr. 1114 und 1115.
1,00 Taqu. Acer rechts
der Kapelle neben Johann
Hager und Behr.

sstraße neben Joyann Spohn
und Jacob Kreischer.

Ei enthüme sind:

J. Johann Jos ph Peters,
dauimann in St. Ingbert,

II. dessen mit seiner verstor⸗
henen ersten Ehefrau erzeugten
stinder als:

1. Trerese Peters, Ehefrau
von Johana Span'er, Kauf⸗
mann, beide in Haupistubl

2. Barbara Peters, Ehefrau
don Michael Klug, Gerber, beide
in Homburg.

3. Johann Peters, Kaufmaun
in St Judbert.

4. Joseph Pesers, Gerber
iIIda.

5. Jul‘'aua Perers, ledig,
ninde jahr'ge, welche ihren ge⸗
jannten Vater zum gesetzlichen
Formund und Koprad Pflug,
zchueidermeister in St. Ingdert
um Be svormunde hbat.

III. Das mit seiner bei ihm
vohnenden zweiten Ehefrau Jo⸗
sanna Port erzeugte noch min
e jührize Kind des Johaun
Fojeph Peters, Namens Parie
Peters, welches seinen Valter
zum gesetzlichen Vertreter und
Vermögens Verwalter hat.

St. Inabert, 3. Mätz 1877.
Sauer, t. Rotät.

Bekanntmachung.
Am Dienstag, den 13. März
1877, Nachmittags em halb 8
Uhr werden in der Wohnung
des Adjunkten zu Hafssel dem
Distritte St. Insbert gehörigen
Pappelbäume versteigert.
28 Stück beim Rittershofe u.
23 Stück deim Hasseler Bahn⸗
sofe sagernd, daun werden2
daufen Hacken und Breanholtz
daselbst versteigert.
St. Inghert, 2. Maͤr⸗ 1877.
Das Bürgermesteramt:
Custer.
Sterbekassen-Verein.
Es soll Beschluß gefaßt wer—
den, die Eintrittsgelder zu Tedu—
iren, und zwar:
l. Von 1830 Jahren ? M.
2., 30-240 , 3350,
3. 40-250 — 60
Wer Einwand dagegen ju
rheben gedenkt, möge solchen
innerhalb 8s Tagen bei
»em Vorstane des Vereins
schtiftlich geltend madbten.
Der Vorstand.

in mein Co⸗
Lehrling lonial⸗ und
Kurzwaaren Geschaft gesucht.
Kost uud Logis frei im Hause.
W. Hussong, Blieslaftel.

etüück State
30 I in. Schnappbach. — V——
In der Bierbelle des Wirtbes Herrn Carl
Siegwardt:
Großer Verkauf
nützlicher und prattischex Gegenslände aller Art
Per Stücek nur 50 Psg.
Der: Verfauf dquert nur ·von Mittwoch, den I. bie
Zamstag Abend den 10. März l. J.
tück 2* EStuück
* Mfenuig. Schnappbach. 530 Pfennig.
Redaktion Drud und Weran von Demeß iun E Imcbert.

322 Bog. mit viel. in den Tert
edructen anatam. abbiid.
reie 1Mgrt; exrfchsenen bei
Nichterd Verlagiankale v
ꝛeipztg, ist in n allen 3
andlungen —3— Ü—— *
ee Wert lann allen
ranken, gleichviel an welcher
Franlheit leidend, umfomehr
—A empfohlen werden,
ale Las betreffende Heitverfab⸗
ren fich aie areriaan bewahrt
ez —R g Buche ab⸗
zedruckten zahlreichen glaͤnzen⸗
den 8 — gen

4.
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        4

—A ma
2* 2822 22 822 * *
5— —5 15 —2 *5232338 23 22 752 RE35 82— 22
8 583 5— 23335 I5 335553
2 F — 8 * 2 ? 8 2 T5
— —— —A —F 232 58727 —— — àe
5 —525s 22 —3 —52— 535 — — ——
— 2 8— — —— 558 2z — —53
—— 82* — 8 — —8 ——A —EB *
z5E 5 52 —A — — 5 — ——e A — * ————
— — 52 —— 08 522 835 ——— 52533
s *8 7 3 * 37 * — — 8* — — 88 —5
— — 2 2.38 — 722 —— —— —
53 52c —— — 5*27— —3 85 — ——
2* — 212 5 * —A — ———— —
23355 236— 58 2 —555 —3 z538
—c2 2853 35 *E 55757 3
S5 A— — 225 23*25777 * * ——e— —
— — 2 5552—55 —— 52 —— —85323
— 42 —* —» —— —s —7— ————— ⏑ — ——
5252553 255 — 83 — — — —72 2 — — 2* EO 5
E * *8 * *5 A 2 —
—33 —22352—353387* 3
» 2z23327 3 — —— 5*7 ** 72. *
—— 55 22585 22 —. 8——5* —555 ——— c—Oo 52387 22 3
— — S — 2 2c22* 7 —— —Q —
s 3 3
8 2 3* E — 5 —5 5* * 3 * 8 m
8 3333 —
3
46 — — * * —* * * J 2 — 2 — — — 8—
— ————3832335. 523 E52 22 —— 5*
— — —538333635 — —5 86
2 * 2* S —2 — — j *
3 — 3 3 3* 5 2 —
2—85 55 — — 57— 2 äz ——2 —2 322
2 * — 52 —7 3 — —A — 2
—2 S 8 —— 5— —
2
— 2 . 8* *
215 ———, — — 77
—3 5m382* — —— — 2427 9 22
c 25 22373 2322 —33 33 3
D 2 — 222 57 — —— 58532 3 2— 3z38 —&amp;
E 22 2— EEXA —3 2 22 ESTA — ——— c 2233 —A —
* —* 5 — — 2— —— wE 7 52 5 —28
5 —55 5338 —⸗ 255 25352 — 23553 —245853
25 2 — 55 7—* ẽ 8 2 82 55 55555337 2
* 52 25 3 —— —232 5 — *
5555 553 3252553553 3728228 —
*7 . 8 3 5 S 28
e55 ———— 3552528 * — 25 7 2255 —z2c8——5855 5,255—
257 2555583 — 28
— 78 2588 —25 — —A —522222 * S 0 * * *m — — — 53
AI — ——5*8555 —A
—8 3 —— * *— —* * F 2 525 —525 52 VD — — *
——— — — 2 2 — — — 5—525 — .22 22 3228 — — —85— 828257—222
3
23323255 — 5»28228* — — —A * 5*8*2E —A00 Ek
S35ESC 22 —255 32 — — — 5 57223 —* — — —8
552 —3325 5555235 3 3 *
2* 52 8 22 5 * — 589825 5 —* 8 58 52 — 2
— 2 5*5582 ⸗ 255 53 3838 E388
— — — 352535 5——— —3355258 22355
——283S—5 82258 2332 — 8*
25 255—58 25 * 9 s—255355235 * 8* ẽ 2S2 55 25325
* — —— * — 2 5 — 5* — 5 2—— 2
22 5 E — 2 ⸗ 5 32 * 22 2* — 2325*
—— 25272353 38362328 —————2—2 2553235— —8
* —A — — ——57333333325 5—52
22 7322722 — * — — 525323 — 2853 523 25 —
32 8 525 52 S * ———— 23 * —⸗&amp; 7 * 323 72
2355265337* 25—3535335235355333 32—52238 26 —D—
— —8 525552532— —A —A ———
—— —— ES — 53 2* 32— 225 2232 5232222 q27
» S3 2 E22SSS — —ü —55345— 355 —A —
222 2 — —

—— —— — 22
252252— 52 —23 * 25 — 2 2—8—— 2 u
5 —— — — 25 22 * —8322275 22 8 2 — 24 d
5——55 25553 5 55325kz55555 —5 ——— 2
— — — 2 * — 7 * * —— * —
——— 2 — — 755—3225 5 27 55*255 ——— *8
——— 5353—53—32553 5 555355—5 5 2 —— gůÿ
—5 — 32 820855 55 —24 8 v8 —25,„ 5822
—— —822225 20 35 aa E —5 5 5— —E — 2 2 —252
3 — 53 33353533 532 53 5s23535*35575
9— — 8 * * J * 58 * * —
—A — — 22 552 — 7682 58 * 35323 EI. 55 8
2252532358 55s8 558—3— —32—5 —— 222 z355—5 3
2 55237—83 7 2 5535*—235 52 735435838 5353533728
54. 522 — ẽ—7 SSs53.55 — 5—5 —2— 5——235228 35 *
1 27 52 — — * 9 52 —— 6 2 5 5223 B 22322*22
25 5 —52. — 22 —A— 5 2235558235522 552 22
z35557—7—55158 7—57353 35 — 2535 — 5333
— * 7 2 * *
3533*253333135 88* —————
232 — 2— 225553 2228* 3 275 5—
—8 292 58 — ——— — — —A
327 e⸗ 8 58 —252 —E
2 — —2 —A — — —— 2 — 538* 2532255 229
— —— 3235 —A— 25553 33822——35* —E
5532 2 s82 —R 88 7*23 2 3 ——520—
88387 ——333 — 825 * —2522 285858*
— — 52 5525 83 52555 5 —5333—3 5 5325523 —322
2224228* A 552272 —5*755 — 55— —
55338333 235353535 ——
— * — * — —* 33 — — —8 55 532
— 2, 6255 — —— .5*582 2 25 —7—— —— 886
* — — —A 83838
— —— 285 —5252—556 8 —A — —S — ⸗
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—3B8 &amp; — 55* _ 6 — — 7 —3 S
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2* — —*235242
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— 22 — 5*
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— —527 — —— ——
* 533237 2533585—53—
—5 77253535 —8333 8—83 3
55 53225 —A
52., 533 8
8 — — 20 —S 8
8 —2257 »2522345 *
s 8aAa8332 —58 5 * 5
5825 8 — —————
553332285 32535—2
9288 —— — 25 755 728
—285 —A
233 65855 5253
32526 —A—
2 — — * —
— * 22 —— —
—8 3 2
2 * — 5
Sc7ES 552325 6 26*

72 8 7
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74 * J 2w64
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1888 38 528
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—2 *2 I —A α»
— — 52 — S
—— — 55552 2 —
—— 28 7 5328
—A— —xX— *
5X 2 7 22 5 — S M
2758 —523223 5*
58 2 ⸗n *. 532 85*
— — 2352355
—7 —— 3* —«5 —
5 —52328222 * — 22* 22 23—
2 5*2E8* 328 325 28 55
5—5 ⸗ 2* —S* — 222 DS* 53
53232 —— 52225 8
—2—225* 738375 A —5 25 32
—7* *2— 52 *
55222 2553k73 2 *
—F—— 52 E ⸗6 5* c2*
— 528 —***5 3 8 * —*
z8 3333 338
* 2 —— ——— — 24 2* 7
535328.2 35383258 —553
— — 7 — —— — 5 ä
22—3222 152253 — —
22* 2373 Sx24 *
— ———
2 6352 —

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2

2

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As*
24
        <pb n="122" />
        A —2 28 — 22
225755 228 5
5383255 785337534335 272682
8 2 — 3
23253335383— 833333 33525887 27783833 7758.
532833338* 253— 683837 — — 8* 7535 —585
* 25 —23233355337 3 —3253 22555 * * 225583 3 3838.2538
2 25 —A— 25553538 38 — 355333332335
— * 223223 282*—* 25723283 —A
2 5*223233—3 23333 *33828 235 3338338328
212 — 55.3 —5. 55325 * 53 5322 2322
3338 AA — 38333 32
2 ) 2 2* 222 72 X 3 — — 32 A— 2* 57
z223—283—33355 5555 33577283 2— 252 3 3 * ——
52533*8 2832 5232 32 75 525358275.5
3383535 253335683—23885 2353 5
J * 7 * 27 s —⸗
2113 3258387 — —— 53233238 s25S S. 5935753 2582
— 5*235325 23333538383 A —57855272.33 225
3 *3255 758 33 8 258
33332—8 z 23 8357
2 2.* A— —2 —22 — s7572 S XTI* 225
33— 58 7
2 2382 5 ã· 55 22238 52 5 — 25 * 3 825 2257
cẽ 242 3 —35* — 2852 . 335323 —8 S 3 25533355 3225
5253335872 32. 28 753 — 72 3722225 A
3 2 *2 22 — — 27 225 52 2* 2525
35 553 —5835 58527 25528 5553572 225
— —* x 226235 2 —3737253 2562
36 53553735355 333353533 —2238
— 52 5— * * — *
38355333 5557 — — —3829838 3338
s288533 —58537* 53 — 258335328 — 2555
58832 — — 35335 2 523—57253 22 5 — 22 222
m 22323 5*5557 2235335323323555 53222
—W 533525358— *5323 28 58*
2552335322 2322
2— 23523 *
323335 3733338335
28 355533 —53333835233
2352 — —* —
3383858928 F0888883 38 —2253355557 — 2.2*
8* — S· 2577 83 2 8 8 52. 2 3223 52 237 8
3* 28— 5333533333—8332885*
7 2 2 S —— —A— 52*
2858232 222220 — — * 33258* 2323 2
* —— D5 — 3235 * — 2 —— —— * —ä
— 523282323 255332332 533 — —35, — 3888
7235333 *3 22555223 223 3553 522 553525 28
——— 2* ü —— —
57833535 2287227 5*877 25353 —A ——— — 252522
8 * 2. 2 2 S.* — — 22538* 2 s—
3.2. 57* 53 32 —— —— 2 — 3 5*2
8 257908 —2 2 2 * 22222 —A —X — 2
—252532233 5535833*8* 23252282 *2 257 5333232
23235 28522* —862558538* —— 52372*3
33233533 32333583 327233384 55383223238353 s
52323 2 2 3222* 8 2.. 2 8 *53 — — —
2553 823 3 2553637 — 35838 8327* —F 332 363 33383
2 25237 58752 —— 5555355* 55 35 — 223572 222
52 5255s 557 5283. F 23*875* * 2335 3335358*
2* 5 —Z 5838 —* 2* S3 — 3353537535355 ——
—— 2 * 3 2 3 2 —— —552852538 —A 53233
— * * * — — S2 2212*
—2 — * 3 S 22*
—53 2 ——
* 2 J 8 * 52535855 —— * 37*
* Z2 2 —* 83375* —
— 8* 52358 25273.2
J ———— * 5523 A 8 2 2 3.
522838233237—
2325555352335533
—22222732222

9882 757 6752
28553. 75. 25. 388655753.3583
2* ⸗
5 —35 393
2. 35 2 — 2238239 * — 5227
2728* — — 323222 8 5223
282752 285235233533 A
5253953375 5* 3553385333 —53
*2 F —2 2 333 * — * —
533 5333333; A 2222 2*
—5533—232832383 8 252 2 5* 97
5723 35533 335* 5. 23 22 —— 5233 522* 22
3855— 5827283 2533735 s2
—— 22353 3533535553233 2 *
932. 532 522.2 5 5z32— —A 3
e5227 S * 8 2 2 522 35 522 *.
2532282 55 3—3722353 255. 722 28 2 —
52228 35 83 752328 523732 * —
*3 — 3338* 5232 5533533 238 —
32 —9—
52539*82383 — 35333553355* 2
225842 —A 8 255355 52 * a!
25232322 —18 —38 33283 *85253 3* ? —
⁊ 3255. 53 *52— 2.3 —32 —.5233 —— —3—
——— — 323. * 252 723 333 2 *8
* 22 ZSe 32 22573 23233 52 — *
5. 25385 57 223 23853 2.23 2232 — 5. 2
— 8* * 2 2 2222 25 ——A0 — *
7233 2 5 52322 2 8
2 227 3 252728 8 2 7— — 2
—2 — 57 s23552 2538 —
55338 — —A — —— 22732
22337 7 252 5 233 252
5832 — c6 337 222,38 S2322.
302605 58 —3 2757*5 5503 2232
22152 8 —2 * — 2* 2 — 3 3 2 222*
5232722 22 2 2 — * —267 *
XV —73 23 8227 2253323 5537
— 2 7 —3535* 52322
—2* 72 323322

7727
538 833 —

53 2 —7
25332387 93233 25837 233 7 73
225— 8 2 2 237 23555 8 2— — — 2* 2
25 35362 2.8 s2 2353238 2*.* — 77 8 8
28 —A 53355 83385538* — * *
2323* 253358 5233 25322282 33235833 2*
—— 2 38337 333 5233 58 523335
* 2z325 * — * —— 522 5 —
—2 —A — —A — — 2.27 —— *
3 38333333—33* 8

x 2 — 2 5 222853 * * 82 2

2588 253853 3337 3233333358 878*

272 232.3 —A 25. 258 88 22 5 3 5232

— 538 323253 — —538

555 5—3——353 5. 3 52253522 3253323. 58*

35 —— 8 * 2585*3 2— 235268 5 — 33 —

5 *553 — 7 3 35 2285* M

55 A — 72 2233 — 7 —

57— 5323368 3234 x 35 3 * G 8 28

2 58 27 23288 8 —A — — ——

— 27535 25 * 2 2 * 58

2 * 3823 3 SS . 5553 8

52 —5252 — 232227 S S.2 8 —

3233 —A ʒ —A 5252 38 . 3

2. 33* 88 22 3 52385 32*238 ——R — —25

8 2353553 33 3607322 284 83 33*

„*8 52525383 — 222838* 5 25

255 2 —3* 53 8575 25323* 5282 25 *5 77828

222 c0 3 21225 — 2 — S2 222 —FX

** 22* 23 2— * 383 ——— 35 35* — 2 7 2.. 232

127 223 — 32233 3385 — 58

— * 3 2*85 3*

5 a — * 2 28 c 2 7 ẽ —

555 33 38 252* 223*833. 53

52336 33 —2 *3 5 36 S.58
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        Slt. Ingberler Anzeiger.

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cer Et. Jugberter Anzeiger nnd vas (2 mal wöchenifichs mit dem daupiblatte verbundene Unlerhaltungéblatt. (Senntage mit illustrirter Vei—

kage), erscheint wöchentlich piermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Absunement apreis betragi vierieljahrlich

Marl 20 R.Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswörts vit 15 Pfwfür die piergespalteue Zeile Blattschrist oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
— 37. Donnersstag, den 8. März ——— 1877.
Deutsches Reich.

—München, 5. Febr. Eine heute bekannt çemachte k Ent-
ichließung enthält die Beftimmnungen h nsichtlich der Uebungen des
Beurlalibtensturdes für 1877,78. Die Dauer der Land wehr und
Train Uebungen ist auf 12 Tage bestimmt; sie sollen in den Mo—
naten Aprib, Mai und Jun abgehalsen werden. Dabei wird an—
beordnet, daßadie Interesseaider am messten betheiligten bür—
gerlchen Berufsklassen ber der Wahl des Zip vittes von den
Seneralfemmandos berücksichtigt wenden sollen. Be' jeden Armee—
itips sind zu den Laudwehr Uebungen 100 Lieufenanis aud 6000
Bemeune der Landwahr einzuziehen. — Durch eire audrenk. Ent⸗—
ichließung wird eine Aufbhefserung der Bezüge der Invaliden gewährt.

München, 5. März.. Das neue Hof: und Staatshaud-
yuch für das Königreich Bayern, welches heute (am 8.d. M.)
nusgegeben wird Ist bis auf die letzten Tage ebident gestellt. Dee
frühere Reivenfolse der kel. Aemter und Behörden ist beibehalter;
sum Erstenmaten sind die 10 Oberbahnämter mit ihren Bezirken
—
cůthe, 1Prasident des obersten Gertotshofes, 28 Räthe des oö ersten
Gerichtehofes, 6 Appellationsgerichtepräsidenien,, 8.Direktoren der⸗
jelben Gerichte, 103 Appellanonsgerichtsräthe, 33 Bezirtsgerichtse
direktoren, 251 Bezirksgerichtsräthe, 302 Stadt- und Landrichiet,
1LI Bejirkisgerich:s-Assessoren, 322 Stades und Laugerichts Assef-
joren, und 318 Gerich:sschreiber. — Im Laufe der ächsten zwei
Jahre wird die neue Gerichtsordnung eine umfassend Umzestalfung
unstrer Gersch asprengel verursachen und stehen somit viele Ab
änderungen in dernn neuen Hoh-⸗ und Staatshandbuche wiederum
debor. Decr Abgabepreis pro Exemplar an die durch die kgl. Post
b ziehenden Personen beträgt 0 Mark.

Verlin, 6. März. Die deutsche Reichspartei interpellirt
den Reichtkanzler, od dem Reichstag Vorlagen gemacht werden
jollen über die Aänderung der Gewerbeordnung betreffend das
Lehrlixgswesen, über Mößrege n zur Verlhinderung des Contrakt—⸗
druchs, der Frau'n⸗ und Kinderarbeit, Beschsnankung der Wander-
jager und des Harfirhandels, fowie der Schankw'irthschafien. In
der Frage, betreffend den Sitz des Reichsgerichts, wird die Mino⸗
cität des Bundescaths zum ersten Male das Recht gebrauchen, das
Votum für Berlur zu begründen.

Berxhin, 6. März. Geueral J vatieff veikehrte gestern Vor—⸗
quittag lärgere Zeit im auswärtigen Amte und empfing Nachwittags
z3 Uhr den Besuch des Fürsten Bismarck. Später fuhr deiselbe
peim Kronprinzen usd dem Prinzen Frieerich Karl vor, dinirte
sodann bei dem Botschafter von Oubril und besuchte Abends mit
seiner Gemahlin eine Soiree dei dem brit schen Bollschofter Lord
Russel. Gestern Nachm'tiag empfing die Kaiseren die Fiau General
Imnalieff.

Berhin-6. März, Mittag. General Ignatieff verweilte
heute Vormittag längere Zeit im russischen Botschaftsho el und be—
uchte sodann den Fürsten Bismarck, ber welchem er beute Abend
hs Ubr abermals diniten wird. — De Abreise des Generals
Ignatieff nach Paris ist auf morgen Mittag zwölf Uhr festgesetzt.
Aussfand.

Paris, 4. Mäcz. Bei der letzten Ziehung ergab sich,
»aß die Zadl der Rekruten, die nicht esen und. sreiben lännen,
n einigen Gegenden Frankreichs noch immer sehr derträchtlich ist.
In Tarn und Garonne kamen sechs auf zehn Dienstpflchtige, in
Ardeche, Avty on und Lorere donnte die Häifte ver Leiute weder
esen noch schieiben. Die Departements Toubs, Meurthe und
Mosel finb im Schulunterricht am we'testen: dort kommt nut 1
lir aissender auf 19 Diensslpfuichtige, bier einer auf 17, nach diesen
Departements fsolgen Obere Saone, Jura und Maas.

Belgrad, 6. März. Das amtliche Blatt veröffentlicht eine
ßroclamation den Fürsten Milan, worin derselbe den erfolgien
Abschluß des Friedens verkündet und die Nation auffordert, jetzt
in friedlichetr Arbeit und in brüderlicher Liebe neue Kräfte für den

weileren Fottschrit des Volles zu sammeln. — Einbesonderes
Decret verlänget das bestehende Moratorium bis zum F. Jumi.

Nach der officiellen Zusammenstellung im serbtichen Kriegs⸗
ninisterium sird während des unglücktichen Krieges 80006 Soldaten'
zuf dem Schlochtfelde und im den Spitälern, Festorbeut; 20,000
Berwundete geaesfen.“ 200 Imnval'den“ müssen don der Krlegsver⸗
waltung erhalten werden. Und trotz dieser sür das kleine Landi
nge heuren Opfer gibt es einr Pärtet, welche die Fortsetzungg des
Friegs wünschie! J
i Bermishtess.
fSit. Jugbeist, 7. Maärs. Schon seii eiaiger Zeit
sommen auf der Babustrecke Saargemünd-Bitsch auf anscheinend
merkiar tiche · Weise Fruchtstuͤcke · aus den Packwagen der Eise wee
züge abhanden. Ju, ganz erheblichem Betrage soll, die Verwaltung
ür“ das Entwendet⸗ schon haben aufkommen muüssen. Enolich st
s gelungen, den Dieben' und ihren Helfershelfern guf die Spur
u tommen. Ein Kämer M. aus Ensheim, der wie die Unter—
uchung ergeben' haben soll, in seinem Geschaͤfte don den gestohlenen
Bagaren absetzte sitzt hereits in Saargemünd hinter Schloß und
Riegel. Hoffentlich geliugt ts, auch seine Complicen dingfeft zu⸗
nachen; ; 3

— Wie in den verflossener Jabren hat auch diefeß Jahr die
venéera!dersammlung des Vorschutßz- Vereins auf Antrag des Aus⸗
chusses der gewerblichen Fortbildunasschule dahter 40 Mark über—
v esen. Dieselben sollen im Interesse fleißiger und braver Schuͤler
zar Anscheffung von vecschiedenen Lernmitleln verwendet werdem

— Am Samstag und Sonntag wurden auf den hiefigen
Jagdheftändern gehörigen Jagden von Rubenheim und Herbitßzheim
3 Keuler im Gew'chte von 126, 116 und 76 Pfund, unde1
hache, die 102 Pfund woq, erlett..

Sch audt, 6. März. Soeben trifft die Nachricht von
iner in Bienwaldmühle gestern Abend verübten ruchlosen That
siet ein. Der Forstgeoilfe Meyer saß in der Klein'schen Wirihe
chaft beim Abendessen, als von außen durch das Fenster ein
Schuß auf densel beu abgeseuert wurde, weicher ihn so usglückich
n den Hels traf, daß eer sofort eine Leiche war. Ueder den
Thäter, fowie die Diot. ve zu dieser That ilst zur Zeit noch nichis
betannt.. —W

f Vom Siadtrath in Frankenthal wurde den fünf
Polizeidlenern ein einmaliges Mönturgeld von je 60 M. dewilligt,
hnen dagegen die Verpflchtung auferlegt, sich dei desonderen Ge⸗
egenheiten zu tragende Pickelhauven mit weißen Beschlagen nach
ünchener Muster anzuschaffen. — Die freiwellice Feuerwehr in
Franlenthal hat sich aufgelöst. .

F. Aus Speyer, 5. Marz schreibt die „Sp. Ztg.“: In
der Frühe des gestrigen Tages — 384 Uhr —“ gelang es den
Polizedienern Reiß und Jesier eine Kellerratle e nzufangen, die
chon set längerer Zeit iht Unwesen in Speher treibt. Der Tagner
Brügel ist es, der mittelst einer Strickleiter und sonftiver vorlreff⸗
cher Diebswerlz-ure in 11 verschiedenen Fällen durch die Keller⸗
öcher in die Keller hinabstieg, um Vorrath in seine Scheune zu
ammel.. Nietz er Noth kann ein Stuücklein davon erzählen. Jetzt
hat man den Prügel und wird ihn wohl eine Zeit lang festhalten.
— In der gleichen Nacht hat die Polizei vier Schüler aus der
pierten Classe des Gymnafiums erwischl, die am Hause der Töchter-
chule in sehr humanist; cher Weise iit Schneeballen Feusser ein⸗
varfen. Die jungen Herren hatien irgendwo eine Doppelleiter
»utlehut, mitleist der sie über vas Thot gestiegen waren.

7 In Ladwigsdafen deabsichtigi man den 80. Geburls—
rag des deutschen Kaisers (22. März) sestlich zu begehen. Die
Direltion der pfalzischen Bahnen hat den großen Saal des Direß
sorialgebaudes zur Abhaltung eines Festessens zur Veirfaͤgung ge⸗
nellt.

Vorꝰ dem Pol zeigericht Türtheim wurde der Tagner Jacob
Heißler von Weisenheim a / S. wegen rechtswidriget Sach beschadigung
zu 2 Moneten verurthelt. VDerselhe hatte aus Loeheit scincn
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        rarcen 15 sieben⸗ bis achtjährige Kirschbaͤumchen theils abgebro⸗
hen, theils abgeschnitten.

F ESchuldienst Erledigungen.) Ludwigshafen: Zwei Verweser
deslen, eine kath. und eine prot. Gehalt 1080 M. mit sechsmaligen
Quinquennialzulagen à 90 M. Ferner nach sechs zurüchgelegten
Dienstjahren in Ludwigshafen 180 M. Wohnungsentschäd gung.
Termin 10. März. Dreisen. Kant. Göllheim: Prot. Oberschule.
Behalt 1050 M. 83 Pfg. nebst freier Wohnung oder 205 M.
71 Pfg. Wohnungtentschädigugg. Termin 14 Tage vom 24.
Febr. an. Otterberg: Obere prot. Mädchenschule. Gehalt 1010
M. 83 Pfg. Verpflechtung abwechselnd den Kirchendienst zu verseher.
Termin 4. März. Oberjsülzen: Prot. Lehrerstelle. Gehalt 840
M. Unentgeltliche Versehung des Organistendienstes. Termin 8
Wochen vom 20. Febr. an. Hambach: Kath. Verweserstelle, Gehalt
354 M. Termin 58. Marz.

F Lieutenant Fuß in Würzburg, derselbe, welcher die unter
ihm siehenden Eumfahrig⸗Frei willigen ungeeignet behaudelte und da⸗
durch angeblich Einen derselben zum Selbstmord veranlaßte, isi zu
3 Tagen Stubenarrest verurtheilt worden.

F Die weibdliche Bevölkerung Baherns überwiegt die männs«
siche, und zwar in der Oberpfatz um 20,217, in Unterfrauken
im 19,453, Mittelfranken um 17,854, Schwaben um 17,050
Dberfranten 15,113, Pfalz um 14,640, Niederbayern um 12,551.
Obetbayern nur um 1918, wobei wobl Besaßzung und Studenten⸗
schaft von München schwer in's Gewicht fallt.

FaUm die Mondsfinilerniß genau beobachten zu können,
hatten sich zwei Bewohner Freisings eigens nach München begeben.
Wie man hört, sind deeselben von den Ergebnissen ihrer Mondbe⸗
achtung höchst befriedigt wieder glücklich in ihrer Vaterstadt ange⸗
langt.

Saarbrücken, 7. März. Mit der Einhidung Sr.
Majestät des Kaisers zum Besuche un erer Städte gelegentlich der
Reise ins Reichtland waren die Landtagsabgeordneten unserel
dreises, die Herren Juft'zrath Heyl und Richard Vopelius beauf—
ragt worden. D'eselben suchten zu diesem Zwecke unlängst durch
das Ober Hofmarschall: Amt eine Audienz bei Sr. Majestät zu er—
langen, erh'elten aber die Anwort, daß eine Reise dis Kaisers
aach dem Elsaß noch gar richt fsesigestellt sei. Sollte die Reise
aber stattfinsen, so wüde das Ober-Hofmarschall Amt nicht ver⸗
nehlen, dies den Hecren Abgeordneten mitzutheilen, damit sie recht⸗
eitig dem ihnen gewordenen Au trag nochkommen lönnten. (S. Z.

fF Heidelbers, 2. März. Gestern Abend gerieth ein Mann
in angetrunkeuem Zustaude mit seiner Frau in Zvistigkeit, worauf
er ertlärte, sich zu ertränken und seine Wohnung auch soforl ver—
ieß. Von sesner Frau verfolgt, sprang derselbe durch verschiedent
Straßen und stürzte sin am Lralmen in den Neckar; als ihm Ge—
jahr drohte und das Wasser doch zu kalt und naß schien, shrie
er um Hilfe und wurde durch herbeigeelte Manner weder heraus
zezogen und nach Hause verbracht.

fKönigsserg, 7. März. Johann Jacoby ist gestern
Abeud gesiorben.

zxBern, 2. März. Dem Wintecthurer „Landboten“ wird
elegraphirt: Der Bahnhof in Chaurdefonds steht seit mebreren
Stunden in Brard. Die Gedäulichkeiten sind fast ganz aus Holj.

fF Eine zweite große Stadt Frankreichss, Marseillhe, wird
dinnen Kurzem ebenso von einer Krisis heimgesucht werden wie
dyon. Das Del⸗ und Seifengeschäft liegt gänzlich darnieder, und
ne Deputation, die jüngst aus der Stadt der Rhenemündungen
in der Er⸗Haupistadt Paris eingçetroffen ist, soll denm Mmister des
Janern, Jules Sumon, die drohende Lage der Dinge auseinandersfe gen.

jenommen Ne. 1 und 2 üind 2901 Ster buchen Prügel.
Iecer. 121, eichen Krappen.
St. Ingbert. 7. Maͤr; 1877. 200 buden Reiserwellen.
Dienetag, den 13. Mäͤrzel. Eauer, tal. Rotarc. — ?15 Eßer
J. Hatm tiage 2 udt zu Rodt· WRobilien⸗Terf Agerung. *Nen z!n
hach in seiner Behausung läßt Mittwoch, 14. März nöoch⸗ 73 Si ug
Johann Köhlhofer, Wirth, din , Rachmittags 2 uhr uun68 er —8 ugel.
die nachbeschriebenen, ihm gee dohrbach in seiner Behausung *8 *8 8
hoͤrigen Liegenschafsen im Orte 1ßßt Johann Köhlhofer, n appen.
und Banne von Rohrbat, dfe Wirth in Rohrdoch, die nadbe⸗ Zwe brue V26. gett. 1877
fentlich an den Meistdietenden eichneten, ihm gehörigen Mobi⸗ 3 u n Eebr. 71
n Eigenthum versteigern: ien an den Meistbietenden auf al. Forstamt:
. Pl.e Nr. 7148. 8310 Dez. üiredit versteigern, nemlich: A
Flaͤche mit Wohnhaus, l Pferd1 Rind, 1 Wa⸗ Holzversteigerung
Scheuer, Stall und Hof⸗ gen mit Zugehoͤr, 2 Pflüge,

1*6. aus Staatswaldungen des k.
raum, gelegen an er eiserne und hol zerne —
— Fage i Speeluhr, 1 Ein. Forstreviers Neuhäufsel.

7 schenke, Wirthstische, Stühle, uin Mittwoch. 21. Mar; 1877
Pl.Nt. 744. 7u Dej. Banke, 1 Haufen Dung. Voxrmittags 10 Uhr zu Neu⸗
Garien und Wiese allda. Sliode und sonstige dausßs. häuse·
Zu Bauplätzen geeignet: gerathichaften. Zchläge: Schüßlerwald,
3. Pl.eNt. 1044. 54 Dej. St Ingbern. 7. Mar 1877, Weidenbusch, Ober u.
in der Zwerga dnung. Sauer, kal. Rotär. untgzlembegtor agrans
4. Pl.⸗Nr. 1960004. 34 Dej. TI.SMůSSSSCCSCC eiher, Birkengarten,
— Holzversteigerung Todtenpfuhl und Zuf
—A Staatswaldungen des k. Er gebnisse.
Dez. allda. Forstreviers Neuhäusel 1 e'chen, ð6 buchen, 3 birken,
Pl. Nr. 311 und 312. 53 am Montag, 12. Marz 1877 1 khiefern, 73 fichten
Dez. in der obern Spz. Vormittags 10 Uhr zu Rohrbach. Stämme
Pl. Ne. 2248. 46 Dezim. J. Schlag Rohrbacher 33 ficten Spirren
im Thalyarten. wald. (Frankenwald.) 243 gem. Sieupel
3. PliNe 2280. 37 Deeim. *Sier eichen Werkholz 4 Ci. 24 eichen, 13 buchen Wag⸗
im Thalvarten. V B.. Cl. nerstangen
d. Pi.⸗Nr. 2223. 72 Tej. buchen Scheiholz. 244 iichten Gerüst⸗ 150 do.
allda. eichen tnorr. ren 9 dã Zaun⸗,
10. Nr. im. * andr. o. Bodhnenffangen
o —7 ————e — u. — 33 ce 5625 do.
Pl.Nr. urd Krappen ohnenstaͤngen
1 38 — WB 2. Echlag Rohrbacher⸗ Ster buchen Werkholj
Pim. i221. 26 Vez. wald. 8 do. eichen Zaur prugel
länes des Rohrbacher Wie⸗ (Weingangswea.) 290 ro. buden, 2 do. eichen,
sengrundes. 63 Sfer eichen Scheitholz knorr. 1 do. kiefern Scheitholz
13. pᷣl.Nt. 388. 65 Dezim. 11, anbr.“ 380 do. bugen Stangen⸗ und
henier der Steinfelder Ah. 85 , Frudel u. Kroppen Gipfel⸗, 47 do. sonstige
*ung. 3. Echlag Bottenberg. Prugel
Pl *— 35331 68 D (Eulendorn.) 227 do. buchen, 24 do. sonsi.
3531. d. 43 Stempelstangen. Nrappen
234 14 eichen Wagnerstangen. 300 zuchen Reiserwellen.
ESammtliche Liegenschaften, aus⸗ 24 puchen Kal. Forstamt Zweibrücken.
Redaktion Truck und Veriag von F. x. Temetß in St Inaber

AMainzer
gewässerse Stockfische eben
eiugetroffen bei

J. Friedrich.
in wein Co⸗
Lehrling lonial⸗ und
Kurzwaaren Geschäft gesucht.
Kaft uud Logis frei im Vause
E. V. Hussong, Blieskastel
Urrernineuen erlaubt sich,
einem verehrlichen Publi—
kum die ergebenste Auzeige zu
wa er sich als
chreiner
etiblirt hat, und kittet unter
Zusich⸗ rung guter und reeller
Bedienung um geneigte Aufträge.
Werkstätte ist Haheler Straßt
pormals Ph. Weigand.
G. Kayser, Schreiner

Em draver fleißiger Bursche
wird in die Lehre genommen bei
F. Fricdrich, Bäcer.

—AAAAAüWæÆfÆæ
Ein neuer
Einspänner Wagen
und mehrere Wagen
guten Dung
hat zu verkaufen Frau Dietzler.

Frank furter Börae
vom 6. Marz 1877.
Geldssoriem. . vIfc.
Pistolen, doppelto.. --6.
Pistolen.. —-—- 6.
Hollũn. 10.-fl. Stücke. 1665 0.
Randdukaten... 986066
20- Frankenstüeke.. 1626-30
ꝛnglische Sovereigna. 2037-42
Qussischo Imperials 1675 - 83
Dollars in Gold. 6416419
        <pb n="125" />
        52338222222 n — * —X —2222 w2 *
55353335356538 33 —25—5 5 ———333323—3323233——5— 58 —A —
2—2 8—52 525—852338 22 — ——— 5252*
2 — — — — —2 * e 22 — — —— —
35532838 — — A
—22822. - — —35,3 2 — 585 535332 5— 5— 352 s 5312
— —»z3538333 553 832*
5—35235 75 225 5 —*552 — ——— —— — 32 32 —
235323 2—3— 38——3333 255 533
3 3 3— 33s25 333 255*
—33333—— 2333375 55855277385758 3 3882557
2 5 2 5 2 * —A — ⸗ 2 —**
57584338 53522 —5 3 5 —5583 53—5 5733
—A S 57 657 2 2 2 — 532 — ——A ———— 5—8352— *6 222*
—8— 52 — 2 2 55 58 —A 2 . 322252 — 52222
—583332353 15235328 5*—5— 2523355325* z2. 5 5355383
55 —2 —2.— — 2380 —AS — 23 * * a —
A— — 52 52 2222222 * e
— *2206232 527232353 ——— 55*833232387 s 25 —
— 8352 2 —cn3332. 8 — A 228 54 558
3 7 3 33 — — , SI 53
— 33523753z—— —3 se2
—825332 —— ——
8 2 3— * — A85 2 2 —A 2 23432 5
— 5 — 2 2* 5352 — 2 — 22 — — 22 E2 — —*
5532 s2 —23233 2-—— 8— —3—2 ——— J
— 523— —53—23238
353 25537623 —A 2883338
353255 —
— —
—52—335535 333578 33 333—3—53238 532z703 38327
—2 —* — 2 2 — — 27 — —A — —33 S —
535352—2—232 53682 — 333— 3. 341 5 —A
2 743 *
* 22 222
sz5 3283 8533 2353 35 2*
S322 3 —
* 33 *24 3335 —355 s 2323 55523 2 553
—A 25 22585* 553 8576 —A — 8
5* XAX. ——222 3 2 22 —Ns 8 — 533*225 5 5 c.57
53* — 22 283 3 5— 525227 2 2 * 52533 0 —“ ——— 4 —7
* —3
23 * 22,32 —225352 — 52 2253 * 521 535 * —8
2 — 5328 —n75 28 —22322 7 2 52— 2 — — 2 2
cxẽ * 525 —A 3522 — 5 * — z2z5 53
— — * 28 2 —— 7 22 —ñ— 2 s —— 5
*8* —— 5—2822 55 — 8 S5—2232 —2227 * S — 2 3
25 3735755 »2838 538s5—8538 5333538 ——3353* *
7 2 0 2 * —
598 —A 5z8227 —832350 —22 53 523 2.53288 5255 3 — R
J . 557 82333 — — —556 3535352253 25 2*8*
5—58835 5352 3232822 5223752* .5 53735233575 —
—A 52 22358 a 22 —255 223 A —
5 555328552 525 —A 2553—38 235 2836 285722 —A
* 2 2 — *
52 55352 52285 S8 2* 5325286* — — 51 —A 3833352 2
S5 * —2* 33 22 — 52— z*8* 3 * 2 * 8 522582353525 5
20 8 — 22 28 —E — s232335*3553333* 8 —7
208 3 — 5*2325 ——A e 222 5525757— 2353 32
e 2 3 —A * Ez5—*2 25 7375333352288 23 58
8 — ——2—* * 5 52232822 3 5 Eẽ 3325 A—38.53 2
S * —A — —22 2 2 —A 25325338 —A — —A
2 —5 5S5 · z 55 535—22232 5232 2323857 —X —R 2z253 —2—
2 * —— 0 — — — — —— — 5s2357 50 —2 52522 *
— ——— 22823 33733333553833533* 55s5525335 —
32282* — — — 2* 52353323 — 33 —2 255557 *
53532255383 2* 2*8272 38537855622372357 2 5
12333688 c 53—5253235238537 * 2* 55222355 8 5. 8 5 g 8 ꝙg — 72 —
ẽ —A —2553* 333375835— 2255253 3 *238 5
8 —— 22* 23 * 227 Q. 8 2* 2 238 —— 38— A 8 55
—A A — 5* — —
53 5532 8783 3 ——55 5 6 —A 2258 555358598
55 58553 2—— 3 75—52722 32 ⸗ 28
— * 7 2* ——
* 52 —— 5 55253533 28
—ãA 28 2
* —x

u⸗ 222
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2 22252 533253335353535535 52556 55
*22 ——25—42 353255353 323 525355 325 2 53238 5*22*
—A —— — —A — * 9 82 e 2 * —z223523—
—8 2 22* 55 5353 — 35 52 25587zBR2 522
2* —A— —8 3* — 28 — * — 25 — —
2 * 253335335 22322333 g —
5355 — 2 52 12* — 5 —s5*— 23—
— — — 2 2 5 52 2 252 * 22525 238. * s2 23
3 26 532 — 2 54 2 223533 . 582 —82— *53
5 5835332 — 552853 2 — 21223 — 338 55 *
* * 2 23 —3 2 — — — 223
8 * 5252 2258 5—— 5 25 — 84 25 22
24 an 2 — —— 8 p y — — E * J —
—A — 53383753333533538353325 28
23* 85552566833 2*2 . —k—85238351335 255353—555532
5 525525— 35 58833 —— 532238353555 8s823027 2
3 55555365 23 5232 —B — —23 ——852523528
5252255— —A—— ——— 2* 7—5 —73*7 — 2 5— 822 — 28
253555332 — 23832* 3323 333333 33323333—53373
8 5325 ——3 2 553 6* —Z 22325 25 8 —— 222 —
52.,3 2 7 5 2 — 53252535 29 —A ——— — — — 28252
3* 1352325333
*2 *23222 — — 2 — — 2 — 8
—A — — 23723 232 23528235 98 5 *52 28 *
25 — —A *2 7 —5322533 222 —* AN 5 — 2— 2
5 235 5 7 —5——7222 38 —7 322
—538* —A 2 —E 5 25 2253 75c52 ———— 58
— re⸗ 2 —BR— —8 c 22 52 —J— 2 25 8 —A
—A— 335— 5 2 28835—3—2 5722 2 —2585238 5 58.35 5552
* * 22552225* *8 — — — 522 2—332553* —A———— 52222328
35 —32333 —2—5 22226 257228 255z&amp;E5B 2532353555
2333833833 2323—65353355337 38333
2 — * 8 *⁊ 2 — * 2
z83538325 32 3
—A —5 —X * 22 —A—— 223388 282 — 2228 * 2 8 — — 8
w3822228 — — —3 2288653*23338 55—23560 3553, * 35332 —
——————— 25*55—35355355 53235225 355 877
250 A— 235352327—3384—33 332352
—— — 22258 52 3525 —A —
——— OS M —2
J —E— * 275 —

ẽ

7
7
5
5 22
—2 222
12335358353
——— 225 3252
523275 27 552 325355
582 225533 —5— 32535 22—
8335355335 22 J7 — —
— 7— 52— 55 5* —e 2 — 22 22 53335*
5735233353538 22 3235 552 — —
— —— —55535383 253 2
527324323* 52728 33 z3258* 2538 3 53 535285*
535253—3834 —— 5 —X 2885 38 — 755 — 7 S52 33 —53
2252355 5* —33 2257 372 S2 5 2 —XX 2252 532
533555 55 22 2 2 —A — 522* * 552
—A— 123 2 —A 2 35* 3 —R F 2538— 23 5* 3
57 552235 ITSs 8 337557 23* 325682 * 533552*
8
— 5* 5553338 52 —— 53583*8
5338 — — 53222 22 *52 225 55., 58 5, 35 572
2227 5* 8 532 355* * 222 — — — 77 —
— —— 278 3 3 3323 3 55325* 287 3357 — 5
22 — — 535 5 3 S 2 —5223 2* 7 32335 2 558823 23*
—5*—*5252 2 — 5827 —2 2 A—— 2322833 — 828 25.
5853537 5723 535 3323538 —— 53358 5 52555353
— 52 8 3 — — — S 5 35 2333533338 — * 55332
E 5535578 83533 c— 38 33 335— 3338 33
—225 33533333 2 355 25 — 55* 3 A
2322 335 253232 5 7238 2335 2355322* 533335 2*
2253 Fsα 2237 323235528 —532
8 — 25 55 2 —2 *3 * 2* — — —— —
53353555 533768 3230 — — — 7 35357238* *2
328 2 5 88 5 *25 5z235 —55 252 —— 23 *2 2885528 2
2553 225335555 288 55,34 5264833 — — — *23k83
33658 3513333633 535. 53387 3238328*87 3332 5333 8
2 A 223332 3238 —552222 552 2 —XX 538*8 53
225 AMßA —— 2512 — — — .22 8.3 — — 255
—A 552 — 252* 523 5222355 — 8 22 227 2
— —— 2255 12 —2 —35335358 5255233 2X —— 2
— — —— ——— 0
— 28553 2* 5 — 3 — 25232
* S 22 DE — — 53 3 —2 6827 5*
2233226 27* —— 2 22 5
52653 253533 — —A
54553 2 135 z53352
—
68 55 5525
s555
        <pb n="126" />
        z23553 583*55—*
e 2. — 757
125238 237 3323355 22383
— 37 352. 5.3 ? 8*25 2* 8
2 2 3232 5233 28
253 * 327 —— —— —
2335838338 S
2326 —— 32*
dre 2 2 253 35525* 32
58533583338 8 53 8
253535* 3338—3288
553 83332332—3
ẽ 8 2*27
35232338 33**
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2235 —A 225

3533 5—335558275

32253 *85
5335— 73353533227 —
2385*83338375 ———
*25* —83575

3 *223 *233— 38335—

255 582 —292 38 —54 —

7 2522385* — 2 —
3333. ——

3 25 2555888

* —A 258335555
335532683 8 8
383685337

* —

*532353

2222 —
2227
25588 —
255555 —
252322
— 232 577 —
383282
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2 —
— —25
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⸗ 2* 252
—2224 —27 2 b
258 5 3 3232 2323 28
2252 22228 *2 2 2 —8
— 422523 *22 —s5850 53
2623587 25—3538 3
—— 2234 AS. c
—A — 3 5. 3
325* 35335353323
722 .7* — —2—2*8 2c. *
22785212 R— 3 227
23 53 — 32333333232
2333355 33553 —
—— —— 63 *2.3 7 2— 22
—22857.8 33832538
*2558 323—33388 727
2 5383 —55. 725 *
⸗42235 — 3 5* —F *5
3222* — * *
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—— — —88—77
5 33833 —5
54 25 25 5223 0—07
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— 3328 —2*52 *
223 2 222 ——
8228
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275 7853328
* —5— 25 537
255 2523617
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—22727 23 2725 52
2 77755 82* 7*
—A—— 22 *3
2 —
—326 33— —»5725
822 —52227
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25 232252
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7 2 2 253 28355 *22 78
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2 78— —82832522
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25537 335 355—3335—3
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553 533353253525

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23 3338 — 3 —3854
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* —27 ———
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2 3222262 6 522522223 —
*522552 38 —2352*
*233523 — — ——
235. 3 5—536083 266—
33337 73533—3383 — —
733337 235555233725
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1225 672 5 * *2523 55 ——
25 23 75 — —— 245853375
253 38 — — — 582 2822
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35 3—2—— 2 550 322725.8 35*
283352 21 3227 2320 — 23 — 31 —
522 * 72* — ——— — ,2525 — 2*
22. 558338583 53355353335 22 53—3,35 278 3 220
7 22. 22
23275 E. — — 235 503—, 233 78*
22333 —8 53 3B3— .33—90 288 33 2553
33.2 2327 — —* —2 —— 2723 —A — 703
222 — — 268 227 E——
3323 — 683 —A 553 2 ———
——2 3 ——
2 2* 5232. 7 5.55 22 — 25828 5323
—— 32583583 52883 22 —2 — ——
52832 2 2. 5* 33332 8 — — 27
—
22*7* 55 3287* 23. 232 — 53 32272.
—ãA 235 353 833
— 2 * —E J— —2 * 838 2
2835353 3858 13 —2852 32323 252332 83.
—27 522 22 7 8 —— — —* 3 8 —A — 5
* 255822 C 2 ·55 —*2 — 8522
* — 2 5 22 *7 — — — 27 * — 25358—
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3 a5. 8. 7333 3*32 88
225 23* 3 853 —523 38536 75 222
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7. 7 * 3*2253 93 2 20 220.58 23325
258 82573 5553 752338235 2553253
— 2* —25 —25 268 2 2 X3 8 8 78 235558278
52.2 4 — 32322 25 535567* ——
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        Sl. Ingberler Nnzeiger.
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der Et. Jugberter Auzeiger und das (2 mal wochentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntagt mii illustrirter Eei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dieus tag Donmerstag, Samstag nud Sountag. Der Aboume meuntepreis betragt vierieljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Via., von Auswärts mit 15. Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrijt oder deren KRaum. Mectamen
ν mit 30 Pfgs pro Zeile berechnet. 33

553
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12 38. — — S WSiä —J * Ma 353 * 35*5
Eaxiataa. der 10. aannn 17.

*
V Deutsches Reich.
Manhen, 6. Piäch.Die in mehrere Blatter übergegan⸗
zexe Nachricht, als seien die in der bayerischen Armee für den
Eentritt als Offiziers: Adspiranten geforderlen Bedingunger in
uͤngner Zen in versch edenen Pankten soreit herabgemindert worden,
daß sie hinter den bezügl chen Anforderungen anderer deutschen
kontingente zurückflehen, eutbehrt jeder Begründung. Thatsächlich
zat sich an den bieherigen Bedingungen nichts geäunderte, als daß
o¶ Brogranm füc die Portepe fähnrichtprufu ad bis auf Weiteres
ne Er näß'gung insofern erfuhr, als es nit dem fuͤr die breußische
Arinee gült'gen Programme füc diese Prüfungen in näbere Uber—
instimmung gebracht wurde.

Berlin, 5. Marz. Der dem Reichetan vorgelegte Reichs—
jaushaltsetat enthält eine Erhöhung der Matrikula beiträge um
26,314,931 Mark mit dem Vorbehalt, die Erhöhung der eigenen
Keichseinnahmen in Erwägung zu zieden. Die Ausgaben sind am
.7*4 Millionen köber, die Einnahmen um Sis Mil nen niedriger
zeranschlagt. Der Betrichsfouds für Durchführung der Vünzreform
oll von 53 auf 100 Millio en erhöht werden. (A. 3.

Bertin', 5 März. Der „Kreuzieitung“ zufolge machte
Bismarckz Andeutung auf der vorgestrigen Reschstagssoiree: die
Muͤhte sesen einer aktiven Betheiligung in den Orientwirren ab
eneiat, den beruhigendsten Eindruck. (A. 3.)

Berlbin, 7. März. Der Reichsanzeiger ergreift in feier⸗
ichet Weise das Wort, um wieder einmal einer haarstiäubenden
Cute das Lebenslicht aus zublasen. „Ultramontan⸗ Biäter,“ sagt
et, »gefallen sich darin, die bereits als unwahr bezeichnete Naqch⸗
richt auf's Neue zu verbreiten, daß Se. Majeftät der Kuiser von
Rußland dem General Feldmarschall von Manteuffel den Oberbefehl
einer Sudarmee angetragen habe, und fügen jeßt hnzu, der Flld
narschall habe das Auerbeeten aus zeschlagen, wen er eine ungünstige
MNeinung von der russischen Armee habe. Wier sind zu der Er⸗
läruug ermächtigt, daß Se. Maj⸗stät der Kaiser Aler inder nie⸗
nals dem Feldmarschall don Maͤnteuffel ein Kommando angetragen
at, der letziere also nicht in dir Lage gewesen ist, ein solches
2usaaschlagenn, auch der Feldmarschall niemals ein nachtheiliges Ur⸗
heil über,die russische Armee ausgesprochen hat.“

Man geht vielleicht nicht fehl, weun man annimmt, daß dieses
O menti in gewissem Zusammenhang stht mit den politischen Ge⸗
prächen, welche General Ignatieff gestetn und heuse dier gehabt.
Der rujsische Staatsmann hat sich hier ziem!ich aufgeknöpst gezeigt.
hanz im Sinne der bieher dekunnten russischen Auff ssurgmeint
tx, daß Rußland unter kleinen Umständen abrüsten oder sparer einen
Frieden mit der Türkei schließen werde, bedor nicht die dringeudst
erlangien Reformen mit den entiprechenden Garautien von der
Bforte gegeben seien. In Vergleich zum vergangenen Sommer
jahbe allerdings die e regte Bolksstimmung und das Kriegsgeschrei
m Lande sich etwas gelegt; dennoch jetze man sowohl in Regierungs;
reisen als wie im Volke es als ganz felbstverstäändlich voraus, daß
cagend Etwas geschehen müssez die ganz enormen Kosten der Mobuü—
aachung, die großen p kuniären und maleriellen Opfer, die Rußland
ner its gebracht, erforderten unter allen Umständen einen Ersatz.
tuß and werde wider seinen Willen, »ꝛrzählt in Gewähr maul
er Rationale Zeitung, durch die Macht der Umstände und die un⸗
oiderstehliche Veacht natioualer Bande zu einem eneraischen Vor⸗
schen gegen die Türke: gezwungen. Von einer durch dis Schritern
er Couferenz herborgecusenen Verstimmung gegen Deutschl nu sei,
on einigen dem Deutschthum stets feindlichen —XR
a Rußlaud) weder in ojfic ellen noch in Volkstte sen das Geringste
u bemerkeny; im Gegenthel, man deginne den Vortheil, den Ruß⸗
and aus dem Drei⸗Kaiser⸗Biludniß ziehe, immer miehr einzusehen.
die XXLX Gesinnungen weiche die drei Monarchen
negensentig beseelen, fossen auch in den Nationen selbst Wurzeln und
detschenchen mehr und mehr das vorhandene WMißtrauen. Gerade
m gegenwärtigen Augenblick seien die Beziehungen zwischen Peters⸗
urg, Berlin und Wier die allerbesten. Was die Moͤglichkeit eines

vevorstehenden Krieges betreffen so neige man zur Zeit in Pelert⸗

urg der Auficht zu, daß sich die Pforte zu den v rlangten Kon⸗

essionen entschließen und nicht an das Waffenglück appelliren
verde. Roch bis in die jüngste Zeit habe man in Konstantinopel

n den unerschütterlichen Gluuben gelebl, daß man in einem Ktriege

eden Rußland sch'ieblich doch seine Alliavzen finden werde; es sei

vesenilich das Verdienst Lord Salisbury's, der in Konftantinopel
inser kuter Freund geworden,“ der Türkei hierüber auch den lezten
ldest der Hoffnung zerstört zu haben. Freilich seien die Verhält⸗
aisse am Bosporus völlig unberechenbar; seit der Entthronung von

Abdal Aliz befinde sich Alles in größter Verwirrung, der Staat

vanke in seinen Grundfesten und Niemand tönue fagen, ob die

Pforte das morgen halte, was sie heute versprochen. Rußland

verde den Krieg, indem es nach den kundigsten Versicherungen

cinen materiellen Vortheil suche, wenn es irgend angeht, dermeiben,
hu aber andernfalls mit aller Energie führen. Von den übrigen
tächten erhofft Rußland eine wohlwollende Neutralität; den Demon⸗
trationen der „Pester Softas“ brauche man keinea Werth bei⸗
ulegen. —

Wenn' man nicht wüßte, daß es Geueral Janatieff aus Ge⸗
oohnheit und diplomatischer Aefthelik nicht allzu genau nimmt mit
em, was gemein⸗bürgerlich m Verstand als „Wahrheit? gilt, dante
nan mit diesen Aufschlüfsen recht zufrieden jein. Aulein ganz so
dyllisch dürfte sich wodl das wider Willen“ in den Krieg irei⸗
ende Rußland in der Nähe nicht ausnehmen. Jedenfalls ist eß
ioch necht.festgestellt, ob Janatieff nach London geht und ob er auf
ner Rückreise Wen berüurt. Daß seiner Resse auch finanjzielle

Z ele zu Grusde liegen, hat er hier weislich derschwiegen.

Aussand. I

Stodholm, 6. Märg. Wie in hiesigen Hoflreisen derlautet,
vird der Koͤnig am Schluß dieses Monats inkognito nach Deusch⸗
ind kommen zum Besuch seiner in Heidelberg weilenden kranten
zemahlin. egp

Pest, 6. Mäcz. Gutem Vernehmen nach steht schon in den
üchsten Tagen die Ueberreichung der Antwortsdepesche der Groß⸗
aãchte auf das Gortschatoff's he Cirtularschreiben vom 30. Januar

n St. Petersburg bebor. Uedber dieses Attenstückk sind folgende
*nzelheiten defannt: Die Answorleg werden dem Inhalt nach
ibereinstlͤnmend gehalten sein. Ihr Ton üund ihre Tragweite
dird Rußland nicht nur nicht brüstiren, sondern ihm nach Innen
ud Außen eine Rückzugslinie offen lassen, ohue daß Rußland nothig
atte. feiuen diplomalischen Rückzug offen einzugesiehen. Die
Räachte werden gemeinsam —RX
nd auf sich nehmen. Gleichzerig aber wird in den Depeschen
uch betont, daß bei dem, was sur Besserung des Looses der christ⸗
chen Bebblkerung in der Türkei bereus erreicht wurde, dem Be⸗
iuhen des Autlaudes ein hervorragendes Verdienst zugesprochen
»eiden müsse.

Paris, 6. Maͤrz. Wie in unterrichteten Kreisen verlautet,
ei die Mission des Generels Janat eff nach Paris zuglesch auch
nanzieller Natur. Die Haufer Ephrusi in Paris, Hope in Amsier
am, Varing in London haben sich zu einem Lotserie ⸗Anlehen im
etraxe von 59 Vinl onen Rabel, zuͤm Uedernahmskurse von 60
ereit eitlart, iudem sie sich verbindlich machten, bei guter Aufnahme
er Operation durch daß Publikum, größere Emissionen folgen zu
assen. Rothschild hat seinerfeits jede Betheiligung abgelehnt.
Man erwartet neben Ignaueff auch noch den russijchen Boischafter
n London, Grafen Schuwaloff in Paris. Beide sollen gemein⸗
Hafilich mit dem Fürsten Orloff den Vertrag mit diesen Geld⸗
näqcten ratifiz ren.

VLondon-⸗ 6. März. Man will hier wissen, daß die Reise
Ignatieffs unter Anderem den Zwed dat, von den Kabinenen
ine Zusichetung dahin gehend zu rlangen, daß fie sich nicht actid
n die etwaigen Orientwieren einmischene Ignatteff sJolle daher
uf eine Sicherstellung Rußlands in Form einer regeltechten Neu⸗
ralitaͤtß: Erllaͤrung dringen.
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        Bukarest, 6. Macz. Die Entlafßung des russenfeindlichen
Finanzministers Stouidza ist das Bert des Fiesigen russischen Kon⸗
juss. Es ssehen nuninehrposttive Abmachun gen wijchen Rußland
Und Rumämen in nüchstere Autsi .. 5.

ee n 6 Eacz. Sammutche in —ven Festungen
Warschau, Modlin Nowo Georgehje uad Iwangobod vordandenen
Brudentroins fiud selegrapbischer Oedree zufolge an die allide
rinee abgesandt worden. — Der Besuch des Naisers und dea
Zdrsdigerd ber der Armnden in gun1 g3. Vacze in“ Ausstdtnget
DMumnen.“ Det Zastande bes Obertommeaubesirs Grszfurst Rikolaus
r⸗ ndch o desotgatgerrrgend, Vaß ein Kommandowechfel wahr⸗
scheinlich ist. Der Großfuͤrst⸗Thronfolger gilt als Nachfol er.
n
—⏑
T54 RVermischtes. VVV
F'St. Jagbert, 8NMarz. Wie uns gestern mitgetheilt
wutde,vslie dieser Tage in dem peeuzischen Torfe Neudorf bei
Louisenthal eine scheintodte Frau beerdigt werden. Diesselde war
schon dre Taae ohneLebenszelchen and iman glaubte, sie set eines
ng we Feflorben.“ Schon flaud der Sarg mit det, Todt⸗
* sien Grabe, da“ horte man im Ignern * sseiben Uoͤpfen.
is hzfneten war die Ftau wie er am Leden. Man bra die
— g Pauf adber schon * Stunden dakauf war 'sie wirklich
ie Todte.*
45 *42 Librüg e'n.C(Zuchtpotizeigerichtssüzung von 21.
Fobe) ABe schoa an Sammagen und Mogtagen die Eisenbahe
rece Kaiserdlautetn Reuntinchen befahren hat, oder dei der Ankunst
qnes Abrudzuges auf dem Bahnhofe Homburg anwesend war, hatte
Helegenheit waͤhrzünehmen, daß die in den preußischen Berg⸗ und
—— beschaftigten Arbener, welche, soweit sie der Pfalz
gehören, fich jumeist aus den an der Strede Homburg⸗Kindsba
helegenen Dörfern rectutiren, vurch nichs weniger als gesittene⸗
Venehmen' fich auszeichnen, doß vbielmeht die meisten von ihnen
e — V— johlen und ihre
hiapsflafchen curftren kussen. Vaß das Bahnpersonal 'oft einen
sehr schweren Stand hit, diese Leute welche gewohnlich am Sonn⸗
abend nach Hause lommen. Sonnlag Abends oder Montag früh
aͤbet woörider jur Arbeit fahren, in Ordnung zu halten und Unfng
und Unglück zu verhüten, ist leicht begre flich. So kam am Abend
bes 8 Jan. 'an der Siation Ramstein auf det Vandstuhl⸗Kufeler
Sitete: Sestent dreier Bergloute aus Ramftein in Alter von 2h,
20 und 28 Jahten ein Fall von schwerer Wdersetzlichkeit vor.
Piesciben hatien schon im Bahnhofe zu Landstuhl vor Abgang ihres
dent sich fehr larmend benommen;, dann, nachdem sie in ein
uͤpe eingestiegen waren durch Schreien, Johlen und Herun⸗
flantiten mit ihten Sidken Unfug berüͤbt, audere Passadie e dadurch
zum Verlassen des detreffenden Wagdons veraalaßt und den sie
zur' Nute derweisend. n Jigführer Hoffmenn von Kaiferslautern
mir frcchen Worten abgefertigt. Auch nach der Abjahrt des Zuges
sehien sie tht Larmen fort, und alb derselbe sich der Siation
Ramftein näherte, dffrete einer der Bergleute die Waggonthür und
sptang, während der Zug noch im Gange war, auf das Tritibrett
seraus. Der Zurfuhrer, der die: offene Waggonthür sofott bemerlte,
Ferfllate fich dahin, drücke den auf dem Tritidrett Stehenden in
has Coupe?“ hinein und verw es ihm in angemessenet Weise sein
detlaubtes Thun. Uninittelbar darnuch war der Jig zum Stehen
deloinmen und halten die drel Bergleute ihren Waggon verlassen.
Faum auf den Petton getrefen svo stellie einet derselben den Zuge
uhret in firchen Tcue zut Reden was er miß ihnen woll⸗; auf
deffen Gntgegnung, sie follten fich eutkertien, es woll · Memand
awas mit ihnen odorser aus seiner hinteten Nockasche eine letre
og . Champagnerflasche der vor und schtug damit aach dem Kopfe
des Zugiuhrers, traf ihn jedoch nur auf den Arm, da Jener sich
zucte aud auswich. Die Wiederholung des Schlages war füe die
Begleitet des Angrelfers Verahlaffung. ihrerieits vun ebenfall über
Doffnann herzufullen und gemeinsam mit ihren Sioden auf ihn
oobjuschlagen. Einer gebrauchte sogat ein Messer und bdrachte dem
Hoffmanneinen Mieff riich in die vechte Schuller bei, defsen Heilung
Jo Rage in UAnipruch nahmm. Ein dem Angegriffenen Fi Hiljt
alendet Scheff er, Namens Obethofer, wurde mit S och eben miß
haudelt · und ber Tendt: wachtet Nlee, der den Zugführer aus dem
Ztumpen? herausrerßen wollte kam ebenfalls nicht oh e einige
Schlage davon. Es gab ecst Rahe, nachdemr das gesammte Vahn⸗
—XX herdageeilt war imd die roden Bur sche
inttwaffnet⸗ hatte. Außer dem erwahnen Messerstich waren sonstigt
erhebliche Berichungen nicht votgetommnen. Darqh Urtheil des Zucht⸗
polijelgerichis vahier dom 21. d. Mit wurden die drett Bergleute
cen hämdcen Widerstandes mit Gefangnitz don6 dis zu's
Nonten aud übtrdreb wegen' groben Unfugs mit je 21 Tagen
huft belet. Pf. R.)J.
ve äanchen, 2. Marz. Die deute Pochmiiag in der paen
matifchen Leitang ˖ zur Befoͤr dernag von Depeschen zwischen det
Bdese und dem Telegtaphenzu ußgebdude angestellten Proben habes
ein in jeder Betiehung qüustiges Resultat rratbin.“ Der bon bes

hJugenieuren Felbiuger und Cree pin zir Patis ceserligle Empfange
pparat ditdet den gunzen Tag üver den Anziehuugspunkt des Pu⸗
ztums im Bö seabazar. Jede zur Beförderung von —XV
mehreren Depeschen eingesezte Napf loNlegt je nach der Starte des
Luftdruckes de citea 1000 ieter lan ẽSirckeein 10 bis 20 Se⸗
unden zurück. Im Lokale der Centralstation ist ebeafalls ein Ap⸗
barat von Felbiager und Creepin aufzest ln. In den nächlten
tTagen wird die neue Cinrichtung dem Verkedre übergeben werdn
idnnen ·

— — ellzemeine Rück ang der
JInbusttie in Berbindang mit dem ganz außergewöonlich“ milden
dietjadeigen Winter hat auch unsere hiesigen Sieinko hlengruben
pi A hedlichon Etoschraänlungen·der Qohlea sord · ruug gensthigt.
Bisher war es noch möalich, Entlassungen von Arbeitern zin ged⸗e
zereni Maßstabve zu vermeiden und die vorhaudene Belegschafi der
wruben durch sidtt⸗re Juangriff nahme solcher Arbeiten, bei welches
eine ddet wenigstens nur eine geringe Kornlengewinnung stalifindet,
vetet zu beichaäftigen. Da indessen die Qohleunnachfrage sich noch
mmer ungzünjtiger gestaltet und eine Besserung fur das bevote
jehe ide Frudjahr exst recht nicht ius offen ist, so hleidi gegene
parrjg nichts Andeits siorge als die Arheite rahl zů ver miudern.
damil wenigstens die standige Belegich rjt ousre cheudes? Verdiensi
zehält und ein tageweises völliges Feiern dermieden wird, was
indernfalls auf den meisster Gruben jn mehr oder minder starkem
Maße erfolgen müßte. Von diesem Gesi dispunlle aus⸗hit denn
un auch 'wie wer hören,, die Kal. Beraberwaliung sich m. der
iesigen Kgl. Eisenbahndirektion dihn verstaͤudige, daß mit dem
2. d. M. voꝛlaufig gegen 800 Monn von den Gruben Fried⸗
iSsthal Quierschiedn und Reden-Merchweiler veim Neubau der
Fischbachthal E senbahn Verwendung fiaden; eine weitere Anzahl
bitd noch im Aprif überw esen werden. Die betreffenden Arbeiter.
ast ausschließlich den jüngste Jahrgängen angehörig, werden
Satens der Grauben vorläufig auf 3 Monate beutlaubt.d Sie ver⸗
eaden bei den Eisegbahnbauten unter Fübrung vor Fihrhauern
Vorarbeitern] und Steigern, die gleschialls von den Gruben über⸗
viesen find.Die einzelnen Arbeitestellen (Bahneinschnitie, Tunnel
c.)li⸗gen in unmittelbaret Naähe des Wohnories der überwiesenen
Bergleate. 54 — 6GG. 3.)

In Mannheim kämen jünast jür M. 18 000 Bocteller⸗
attien zur Versteigerung. Der Erlös detrug 11 M., eiwa gerade
o viel, als die Litationslosten bettagen. —— IJ

7 Bei ewwem Fichenverstrich im Burgbernbeimet
temeindewalde wurde ein Stamm, sog. Hollander um 406 Marl
Hertauft, der einen Mossengehalt von 12 Sier hatte.

Vom kabßenbudel wird dem „Bad. Beob.“ gemeldet.
vaß die Prerse fur dad Brennholz sehr gefallen seien. Buchenschen,
rüt welches vor tinem Jahr 12 und 14 M. fuͤr den Sier erlöst
vurden, wird mit 7'uud 8 M. dezahlt.

Frankfuri. 6. Nacz. Gestern Abend um 8 Uhr wurde
nuf der Möͤrfelder Landstraße om Eisenbahnüdergang ein mit zwei
pferden bespanntes Bauernfugrwerl von einem Zuge der Ludwigt⸗
hayhn überfahren. Die Pferde —X
hwer verlehzt. Wie das Gespann üuber die angeblich g schlossene
Barr'ere kam, ist noch ungelöst.

Von Fraulkfuri a. M. bis Straßurg wird rin unter
rdiiches Telegraphencabel gelegt und werden heefür im Etal
438. 000 Mail gesordert. Das Cabel wird von Frankfurt üder
Darm fadi, Mannhein, Narlsruhe und Rastatt gefühtt werden.
rrAus Dessene Darmsftadit, 5. Märj. Der einst
zielgenaunte mederländijche Major Siech, weichet wegen Werbung
Ae hollandesche Kriegsd enste in Darwstadt in Un ersuchung ge⸗
nommen worden war, flüchtete s. Z. nach Sumitea und legte in
Zantat eine Tabalepiantace an, die aut's deste pro:peritte. Wadren⸗
iner momentanen Abwehsenheit des Besihers drangen die Aichinefen.
gegen welche Sted Relruten in Hessea aewocrben hatte, in seine
tzesizung ein, er nordeten Alles, was sich zur Wehr feßte, raublen
e dance Geld, bewegliche Guter, zertrümmer⸗ en, was sie nicht
naiischleppen konnten und sehzien schließlich das Ganze in Brand,
zewiß eine eigenttuͤmliche Inonie des Schicsals. So berichtet der
Rh. H.“ nach einem Privatbrief aus Sumatra.
PGunustatt. In der am 3. d. ftattgehabten Senetab⸗
ersammlung der hiefgen Spar⸗ und Vorsch üdauf, deten Direlior
Zoinmtzienroih Krauß. dekannilich flüchtig ist, wurde vas Defizii
ni 224, 012 V. 02 Pf. angegeben, vd u noch ein muthmnaslichei
Fenuft am Bttidriatheater von 110,887 M. 71 Pj. kommt, si
oß das Gejammtdefhat ta! 888, 000 M. deit dut. Der Verwol ·
nabratt uns namennich det Kaffiet und Konttoteut mubtzenꝰ die
— Gleichgülngkeil in
rcfüllung ihrer Pflichten höcen. Kachd n veser Sturm fich
jaigermatzen gelegt hatie, ging die Versammlung zur Derathung
enee Lu natofeng aunv Lqu datwn uder. Das Defin
vtt ia folgender Weifs gededt werden: 43. vurch den Reserdesonl
ie doo . b. Suiq diet Cinacen dee Mitalieder (M Vortio⸗
        <pb n="129" />
        ooo M.) mit 137, 000 M. o. durba den Ersatz aus der P.
i gsven wiasse min mldmih O0, 0.. welcht 8 Vosten
usammen 43.00 0 M. Pehrogen „d'ese abgezogen von obigem
Defirit lossen noch ein —A 892. 000 M. üheig, welche⸗s
zrch die solidarisch haftbaren Mitglieder noch zu deden wäre.
Weuj d'ese alle ur solpent angenommen wereen · ürde ein
Mitglieb noch 380 M, unchitzohlen haben Drch Linsiimmigen
Btichluß mu. de eii Auttag auf außergericht liche R quidation anze⸗
3 Di Variser, Lost voni 7. d. M, war aus geblieben. Ein

tisenb ibnunen iget die, Swald der Varspriung. Der —
—A ber Gaoͤnh —** Paris und Veaut) v. einer Rau:
rnachine zusaun en und eutgle siez 4 Topte 18 Verivundett
— schwer) sind. die Ppiet der statasroph⸗ß·· .

f Pem Ro heechnilum in Aachen ist dat Problen gestelit
worden, einem in dem Eiablissement det Ryhenakia in Stolberg
odrhau denen. gegen 100 dFuß hoben Fadrilicho rusttin niererulegen.
Die ser Sghor ui ein ist jet mehreten t de
———— jo daß moan, schon widerholt,
raczentlich deim Sfurm, gefürchtet Hhead,ser werde uuistür,e n. Man
vwill aber den Schotn slein nicht stürzen. we4 man mit Recht ürchut,
derselbe wrde in seinem Fall⸗, vexmöge seinex folustalen Läßge,
rie nahestehenveij Fabrikgebaude zertümmern. Um ein Gerüst
darau aufzufhren, ecscheint der oberz Thed in zu verdächtiger Be⸗
schafferdeit uind“ uitzrdeun scheut man die Kollen dafür. Wie iñ
na der thunumelanstrebende wolak Riederzttlegeu? Das ist offtenbar
mehr als“ einé Dictorfrage W.e wix bö u, ist der. Schorustein
frühet schon e umel wegen die er Stellung an feinem Faßze auge⸗
sagt wor en und hat sich danach poaned, geruͤde gerichtet. Für
zine po hlechnische Schule dürfte das Problem auf dessen Löͤsung
dan gespaum sein kann, vidht uninteressant fein. I

Dise Reichspostverwaltung beabsicht gt, künfsig led'glich Post⸗
uaarten auch zur Frankirung der Telegramine zu verwenden und die
besonderen Telegrapeunlarlen zu befertigen, wodurch zugleich einer⸗
eits rine Vereinfachung im? Geschäftohetriebe hecbeigtsübrt, aund re
riis eine Birmis derung. det Kosten für Herstellang von zweierleiĩ
Freimaiken bewikt würde.

pFu- das Tdaler st dö schert das letzte Stundlein auch

—E ersten Anweisungen zu seiner
Finjargung sind bereils erlassen wotden. Das kaiserliche General⸗
Postamt hate nämlich durch das Poft: Amisblatt die Postanstalten
angew:esen. bei den Geldsendungen die Silberihaler aus den J hren
1823 b18 1856 von din Vereinsthalern jenau zu trennen und
zesondert zu verpacen.

In Euwvauawiß ist eine Mutter von sieben Kindern, Frau
Sp'. in ihrem 108. dahre gestorben. Die Decroren uud Apoiheker
habennichts von!ahr verdieut, denn sie hat nie einen Arzt gebraut
ind vie eine, Aczuei vetschludt. Man sagt. es würden viel mehr
Frauen ehrt alt, ats Maͤnner, die altesten Leure dagegen, von denen
man hoͤre, seien zumer Mäunet. Vetheiratheie Ftauen werden in
der Megel älter, aAls unverheirathede; denn, sich wmit einem Manne
zu ärgern, sei weniger lebensgefübtlich, als sich mit aar keinem zu
üegern, — sagt man.

7 C(Was ist des Deutscheu —X NUeber diese viel
gesungene Frage scheinen di— Wienert Behöeden noch immer nicht
echt im Klaren zu sein . denn in ihren Mittheilungen üder die
du Oesterreich abgeschafften“ Auslaänder fiaden wir unter Anderem
x Individuum aus Deutschlandz aus —XR
7 und aus Preugen 14. — Wer etlauben unß au die P. T.
Diener Sicherheitzbehörde die ecaebenste Anftaae 1u richten: .Wo
negt Deuischland??“

Obzrlieutenant Zubovies in Pesttz hal einen Sqhwimme

Apparat Pferde erfunden, welcher den Zwed hat, einer grokeren
oder kieineren Kav. IerierAbiheitung den augendlicklichen Uebergang
Aber inen nicht uverbrüctten Fruuß oder Teich zu eruiöglichen. Der
Appatat desteht ons zwei Taschen aus dutauisiriem Kouijchuk,
welche durch je einen ˖ Schtauch mit pneumatischem Deppelverschluß
nit kondensirner Luft angefüllt werden und welche auf beiden Seiten
zes Sami!s mittels biner enfachen Schnullen Kombination in einien
Setunden“ leicht angebtacht werden konnen- Siud beide Taschen
siuftterr, so wiegen sie zusam men ver Pfuud und sonden, zujammen«
zttollte bequem im Satiel detsorgt werden. Vot einigen Taden
nternhm “Jubovice einen Ritt in die Donau, uIm den Schwimm⸗
ppatote zu“ erpioben. Se ritt auf eir w auogemusterten Ateren
Zoaballei- pferde dom lirken Dsnauufet iu der Nahe der Spiutus«
ee dem Siton. welchen das Thier in 29 Minuien ruhig
irchihwamnne um fig dann auf festen Voden auqelangt. in Galovp
u setzen.
Ar i.“ Die Morquise dom Momiebello, eire —XV
deme Ind am Regligee am Namin ihres Salofzimmetrs und
wollie ay eher enitie den, als ilx Gewand Feuer e nuf ihe · u
dultcu iliz die ammerfrau hervei tnde tiß ide die brennenden
dleder dem Sain ber b BVrandwundeni wacen jo hart, ðbol

zie Tame Tage nadher starc. PpLAMXMAM
Zochter des Borquitis Joseph Perier, des Iphet ber vritf mien
Fasmt Per'er sen. umd war an einen Adleammsug? der Mar⸗
halls Monurdello verheirathet. .d
pDer Suacle“ berichtet jolgen den Unglüdsfall: „Hert M.
Violoncelle sisan der großen OHper in Paris it jeint tner Zeit
an eier ntuundung am feslen aerEm Arzrritth ibn er
olle sich einen Vluͤsegel, an die Innenseite des N serflu els segen.
——— der —X sette sih selbst den Blutegel ge⸗
rauchtt aber de itee daß ihm das Thier aus
n Fongera schlüpit, nden ie Nase in, von wones in den
kẽglund getietd, Tort — — —8* ———
vahrend'der Rranlevergebluhe Ansitengitngen mn hte, un vden Egel
o ð uwerden. Nahden sio derfelbe uvlich vdld essnen, ließ er fich
jallen. Ter Vil eut“ wirrde hizrauf von beftigen Nervenkraͤmpsen
sallen uns sirb, ndem' er den Blutegel bon sich 4db.

r Der onneitanuche Echwimmtünftler Bo d on vot vor
inigen Tagen wieder eiue miert:vürd ge Probe seiner Kunst abgeleut.
Fe darchichwannme, hetlerdeh m't seinein Kautschuk⸗Npparat, den
—X 29 Covre, vou deun Hufen von In
enun, d. h. eine Stnrecke vou 80 Kelojueler, ohre sich einen Kugen⸗
lich Ruhe zu Lönnen. Capinan Boͤyron' begodsich um 3 Uhr
Piorgens in das Wasser‘ und dedachte xm 2 —* Nachmittags in
Nenupel anzulommen. Aber erst um' 7 Uhr 38 Mi uten Adendt
ine er die Sinfen ostlich der Villa Rationole erreiche mgta wid⸗
riger Wind und onlttare Etzoͤmungen' ihr von seiner Linie ab⸗
rängten. Schon bald nach Vegion der Fahrte trieb ihn cine
farte Strünung gegen Sdirt t und jpäter ein Zziemlich heftiger
Wind gegen Ischia. Nleine Dämpfer und eine Menge Boote miit
meritan jchen Fiaggen geshmückt, folgten dem kühnen Schwmmer
zuf seiner Fahrt. Koͤnig Gecior Emanuel und Taͤusende von Zu—⸗
chautra woh ten dem interessanten Scheupiele bi.

4 Zu den Dingen, die in —XX Negelmäßigkeit
viederkehren wie etwa die Feuersbrünste gehören Diamanten⸗ Diebe
Jähle. Die Art der Ausfüdrung it sat immer' dieselbe und dabei
ehr einfach. Nachdem Erkundigungen, sei es außer oder in, dem
dause eingebolt sind, wo die gnädige Frau ihte Schätze zu ver⸗
bahten pflegt, wird ein großes Diner abgewörlet, und wöhrend
de Gesellschaft nebst der Dienerschaft in den Wohnungsräumen
sud, wird das Schlafzimmer vonn Garten aus erstiegen und dessen
aubt, was nicht niete und nagelfest ist. So sind vot ein igen
Tagen für manche Tausend Pfund Sterlinq Juwelen aus dem
JZimmer der Herzogin von Cleveland auf dem Fammien⸗Wodnsitze
Zaͤtile Abbey gestohlen worden. Unter den Schätzen befand sich
in kostbäres Halsbaud, das iht einst die Rönigin gescheult. B.s
ur Siunde weiß man nichts von den Thatern. n

4 Die Zeitungsptesse in Ergland. Dem Newepaper Preß
Direcioiy“ füt 1877 zufolee erscheinen gegenwärtig in dem Ver—
inigten Königreiche 1692 Zeitungen. davon 320 in Londsn, 991
n den englischen Probinzen, 60 in Wales, 164 im Schonland,
141 in Jriand und 29 auf den drit jchen Infeln. Von der
Vehammtzahl sind 146 igtich erscheinende Blatter, von denen 103
Juj Enuland. 2 auf Wales, 18 auf Schottland, 20 auf Itland
ins 2 auf die bruischen Inseln lommen.

Sechs Megen sürnestuch von Eddystone collidirte die
ran dfiche Barke Vtarie“? von Hadre in Ballast auf dem Wege
iach Hayti mit der norw gischen dreimastigen Brigantine Heimdal⸗
iuns ülloa mit, Kohlen en route noch Demetara. Die , Marie“
ant mit ihrem Kapitan, dem Zimmermann, einem Mattofen und
inem Sch fftjunge“. Die zwei Steuerleute, der Steward und 4
Sceleute rden don Hisdale an Bord genommen und nach
Apnoutb gebtacht.

4
Dienßes iachritnten.

Die erledigle Pfarrer Mö hheim im Dekanate Landau ist dem
ßfarrer Adolf Stempel in Coatwig verliehen und durch do Hste
rntschl etzung vom 19. v. R. auf Graͤnd eines Allerhöchsten
hignais von 145 v. M. die Funktion eines weiten Haustpredigers
in der prot. Siod pfarrtitche in Speyer dem zweiten geistlichen
dathe des protest. Kensistoriamt So ver Georg Hieron dmußs Hofet
WDertiragen wotden. *

Zur Bewerbung siud —X gewohalichen
Z. Marz an laufenden Termine dee erled'aten Stadipfarteien
veustadt Il. und II. — .

Der Polizeiauwait Johann Srtlberaagel in St. Ingbert

vurde zum funli. Staatkanwaltesubstituten in Zweibtiden und
er Rechtekand:dat Karh Bettiuger in Ftanlenrtval zum Landge⸗
ichtdassessor in Giuustadt etrnaunt.
WVeisgu: Der Landrichter Adam Schaltz in Pirmasens
mi Aqhuchen in aleichet Cigetchchaft urch Kirchleimbolaaden; er⸗
vanma, der Keatttandidat Kort Gioß, 3. 3. in Speer, zum k.
Relet in daudelt und der funttiomrende Staatt anwaltasubstimt
u Beinitugrrichte Zweibr ucen. Kart Bakier, Aim Landeerichta⸗
gessoe in Landau.
        <pb n="130" />
        — 2,8 44 * Wodnhaus mit Stall, Hos
Licitation. 4 und Garten an der Kohlen⸗
Mittwoch, den 21. März straße neben Jogann Spohn
zächsthin, Nachmittaas 2 Uhr und Jacob Kreischer.
zu St. Inabert bei Käcer und Eigenthümer sind:
Wirth Jorann Fries werden I. Johann Josph Peters,
vor den hiezu gerichtlich deauf· Kaufmann in St. Jagbeti,
fragten k. Rotar Sauer in St, II. dessen mit seiner verflor⸗
Ingbert die nachstehend bezeich⸗ denen ersten Ehefraus eizeugten
neten Liegenschaften im Banne Kinder algs;:775
pon St. Ingbert abtheilungs - 1. Therese Peters, Ehefrau
halber öffeutlich an die Miste vor Johann Span'er, Kauf⸗
bietenden zu Eigenthum ver⸗ mignn, beide in Hauptstuhl ⸗
deigert, nämlich: 3. *2. VBarbara Peters, Ehefrau
pl.Ne. 1131. 36 Der von Michaͤel Klug, Gerber, beide
cker rechts der Kapelle in Homburg. *
neben Johhaann Möyer uud 38. Johan: Peters, Kaufmaun
Witiwe Peters..in St In-abert.
Pl.Nx. 1177 2 u. 1178. 4. Joseph Peers, Gerbei
18 Dez. Garten in den illdaa. —
Stauchgärten neben Otto 5. Juliana Perers, ledig,
Ungewitier. ninde: jährig, welche ihren ge⸗
Pl.Nt. 15198. 64910 zanuten Bater zum geseßlichen
Dez. Acker auf'm großen bormund und Kosrad Pflug,
Flur I-IV Ahnung neben Schneidermeister in St. Ingberi
Johann Hager und Franz zum Beivormunde hal.
Jakob Ehrdardt. e III. Das mit seiner bei ihm
Pl„Nr. 1803. 41 Dez. vohnenden zweiten Ehefrau Jo
kicer allda III Ahnung hanna Port erzeugte noch min⸗
neben Urban Jakob. »erjährige Kind des Johann
Pl.Nr. 1803. 34 Dezim. Joseph Peters, Namens Marie
Acker und Wiese am An⸗ ßHeters, welches seinen Valer
delsbrunnen neben Johaun um geseßzlichen Vertreter und
Grewenig und Erden Vermögens Verwalter hat.“
Schmelzer. St. Inabert, 3. März 1877.
Pl⸗Nr. 2407 und 2438 Sauer, b. Notär.
466l10 Dej. Wiese in den
Bruchrechwiesen über den
Bach streck:end neben Verstei⸗
gerer selbse.
Pl.Nr. 813. 368160 Dejʒ.
Wiese in den Großwiesen
neben Konrad Pflug.
PliRr. 3255, 3256 und
3257. 1,41 Taaw. Ader
rechts n din Sthen neden
Johann Joseph Peters.
Pl.Mi. 1114 und 1115.
1,06 Tagu. Acker rechis
der Kapelle neben Johann
Hager und Behr.
Pl.Ne. 1174. 21 Dezʒ.
Garten in den Staua gärten
neben Jodann Fries und
Ludwig Kling.
Pi.Ne. 183432. 1,21
Tagw. Ader in der Risch⸗
bach erste Ahnung neben
Steiger Sonn beiderseits.
Pl.⸗-Nr. 2400 2400 Ix.
2446 uno 24463. 28
Dez. Wiese in den Bruch
weesen über den Bach
strecend nebea Johaun
Buttermann. —
Pl.⸗„Nr. 2408. 83 N0
Dez. Wiese in den Biuch⸗
rechwiesen neden Nikolaus
Schreck und Bersteigerern.
Pl.Nie. 2892. 428/0 Dez.
Wiejt allon neben Johana
Player u. Joh. Grewenig.
Pl. Nr. 143692. 2 Dej.
Fläche, ein! Wohnhaus
früher Brauhaus) mit
Vofraum, überbautem Gung
und soustigen Zube⸗
höe im Ezzeelchen neben
Peter Fischer und Johann
Betz Ww. ..
Pl.⸗Nr. 1448 u. Pl.Nr.
14480. 11. Dez. Flaͤche,.

5

4.

13

4

15.

*
i⸗ *3
46.

—— S“c”“chnappbach.
Der Waagrenverkauf, per Stück 530 Pfennig, in der
Bierhalle des Herrn Carf Siegwardt, dauert noch über Sonntag,
— d. M.
8Mainzer
gewasserie Stockfische eben
eingerroffen bii
I. Friedrich.
Lehrlin uu wein Ge-⸗

g lonial⸗ und
Kurzwaaren Geschäit gesuchte
Kaost uud Logis frei im vause.
E. V. Sussong, Bli⸗skastel.

*raefuru poier
mit Firma, zu Geschãstsbriefen,
in schõönen verzierten
BSceh riften, “7
Monogra uun nae, Visiten-
ICartomMm eto., werden raseb
ind billig angefertigt in dar
Buch- und Steindruokerei
F. X. Demetz,
F 8t. Ingbert. J

Frucht, Brod⸗ nud
Fleisch⸗Preise det Stabt
Zweibrücken von 8. März.

Weizen 11 M. 68 Pf. Korn
9 Yt. 39 Pi. Gerste Sreihige
0 M. — Pif. Gerste Areih
0 M. — Vf. Spelz O M.
— Pf.. Spelzkern — M. —
Pfa. Dinktel — M. — Pfa.
Mischfrucht O M. — Pf. Hufer
3M. 38 Pf. Heus M. 50
Pf. Stroh 4 M. 75 Pi. Kar
offeln 3 M. 80 Pi. per Etr.
Weißbrod La sto. 56 Pf. Korn⸗
»rod 3 Ko. 82 Pf. ditto 2 Ko.
55 Pi. ditto 1 Kilo. 28 Pi.
Bemischtbrod 8 Kilo. 97 Pf. 1
Paar Weck 190 Gramm 6 Pf.
Ridfl. F. Qual. 60 Pf. 2.
Dal. 48 Pf: Kalbfl. 48 Pf.
hamil. 52 Pf. Schweinefl. 66
Pf. Butter 1M. 30 Pf. per Pfd.
— —
nsgzug
aus den Registern des Standes⸗
amtsbezitkes St. Ingbert pro
Monat Februar 1877.
A Geburten:? .
»3. Febr. Michaeh, Se v.
Aunag Maria Echer, ledig. 6.
Dorothea, T. von Jos. Moetsch.

Phl pp. S. v. Joh. Jungfleisch.

sarl, S. von Vichael Kien. 7.

Johunu, S. v. Joh. Schwar;.

83. Jakob Su b. Daniel Mich.

Bijchoff. Franz, Se d. Theob

Zöhl. 9. Kalharine,“ T. von

Johann Gries. 10. Theresia,

T. v. Anton Schester. Heinrich,

S. ven Friedrich König. 11.

ẽlisabetha, T. v. Jakob Groel.

Johaun, S. v. Joh. Kirchner.

12. Jalob, S. v. Jak. Schmitt.

14. August, S. v. Karl Lanzer.

Joh. Jos. S v. Andr. Klein.

Magd., T. v. Joh. Weidmann.

15. Johann, S. p. Joh. Eler.

16. Julius Ludwig, Soha von

Friedtich Christ. Ederlein. 19.

Rikolaus, S. v. Joseph Rung

Heinr., S. v. Joh. Ad. Benoit.

21. Jakob, S. v. Phil. Weber.

22. Sophia, T. v. Pel. Bril.

Johann, S. v. Johann Bauer.

Nifoalaus, S. von Jakob BRleis.

.Sophia, xX. b. Jos. Ruffing.
24. Marie, T. v. Anton Marx.
Auguft, S. v. Georg Schmitt.
Jakob Ludwige, S. von Lotenz
Schäfer. 25. Marie, T. v.
heinrich Kanz. Mathäus, S.
d. Franz Jos. Neuchtl. Georg,
S. w. Christ. Jantzer. 26. Jos.
S. v. Balthafar Gebhardt. 27.
Maigat., T. v. Hich. Schmitt.
Albett Hrch. S. v. Joh. Thiery.
28. Jodann Peter, S. v. Joh.
Josepo Hellenthil. Ludwig, S.
bon Johann Morlo. Nnugust,
S. v. Carl Umbehr. Ida Ka⸗
rolina Maria, T. v. Paul Heut-
mann Arihur Leder.

B. Eheschließungen:;
3. Jakob Erbach mit Kathar⸗
Zeßler. Jakob Ringle mit
Magdalena Kraus. 6. Johann
Andreas Breit mit Katharina
Zorn. 8. Joz. Jos. Feichtner
mit Elisabetha Schmitt. 13.
Jobann Eberhard Steinmetz mit
Pdaria Nau. Adam Schmitt
nit Barbara Georg. Heinrich
Zpeuglet mit Marg. Schmitt.
darl Danzer mit Nathatina
Pirrung. 24. Jakod GEinmes
mit Henrietie Sqchmitt. *

C. Sterbfälle:

2. Febr. Georg, 4 M. alt,
S. v. Georg Ochs. 3. Peter,
gen. Tavid Scherer, 360 J. alt,
Ehemann v. Katharina Ringle.
4. Barbara Schaeider, 77 J.
alt, Ww. von Jakeb Reumann.
Marg. Bubel, 56 J. alt, Ww.
v. Phil pp Müller. 6. Katha⸗
rina, 11 M. alt, T. v. Georg
Jung. 7. Ludwig, 1 M. alt,
5. von Peter Dielfocrter. 10.
Elisabeiha, 2 J. 7 M. alt, T.

v. Jatob Maurer. 13. Lonise,
2 J. 6 M. alt, T. d. Georg
Zraus. 14. Wilhelm Klät, 53
J. alt, Edemann von Mandalena
Behr. Maria Degch, 80 J.
alt Ww. v. Jatob Hellenthal.
15. Raria, 13J. 11M. allt,
T. von Jedann Paul. Elijab.
Fich, 36 J. alt, Ehefrau don
Johann Schwarz. Karl, 4 M.
art, S. von Johann Heib. 16.
Peter, 1J. 2 M, au, S. v.
Josef Schmitt. 21. Johann,
d M. alt, Sohn von Ludwig
Feichtner. 22. Philpp, 27 3.
alt, ledig, S. d. Jodauu Klein.
24. Catl, 2 M. alt, S. d.
Chrisftian U behend. Johann
Feichtner, 56 J. olt, Wittwer
pon Katharina Klahm. Joseph
Morlo, 48 J. alt, Edemann v.
Helena Hager. Elisabetha Geh⸗
riug, 45 J. alt, Ehefraund.
Philipp Petersha im. Nilolaus,
43J. 4 M. alt, S. v. Nilolaus
Moclo. 27. Magtalena, 17
J. alt, ledig, T. von Georg
Kastel Ww.
Fur richtigen Auczug:
St. Ingbett, 5. Märtj. 1877.
Der Standesbeamte:
Euster.
cdaltion Drud und Verlag von F. x. Demeß in St Ingbert.
        <pb n="131" />
        St. Ingbeiler Anzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblalte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mil illustrirter &amp;ei-

lage), erscheint wöchentlich viermal? Dienstag, Donunerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

1 Mark 20 R.⸗Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Vfa. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

— — — —

439. Sonntaa,⸗ den 11. März 1877.

3—

—— —
αααæOαæ
Deutsches Reich.

Munchen, 8. Ltärz. Das Kulmsministerium hat eine
Entschließkung vom 83. d. M. erlessen, wodurch im Nachgange zur
Enischließung vom 21. Oktader v. Is. angeordnet wird, daß der
Turnunterricht an den Präparaudenschulen und Sch llehrerseininarien
vom Schuljahre 1877,/78 an nach dem neuen Programm zu er—
theilen ist. welcdes Lehrziel, Lehrstoff und Lehrgang dieses Unter⸗
richts regelt. Für jeden Kurs der Präparandenschule wird vorerst
eine, für jeden Kurs des Schollehrerseminars werden zwei Wochen⸗
stunden bestinemt. Für die Lehrerinnen⸗Bildungsanstalten hat es
dei dem im Statut und L hiplan der einzel en Anhlalten fest⸗
zestellten Programme des Turnunuterrichts sein Verbleiben. Die
Anstellu geprüfungen der Schuld'enstex'pettanten und Exspektantinnen
hat fich zu eistrecken: auf die Darlegang der nöthigen Kenntnisse
in Systematik und Methodik des Voltsschulturnes, auf die Dar⸗
legung der praktischen Befähigunqg zur Ertheilung des Turnurterrichte
durch Abhaltung einer Probelektion mit Schülern beziehungeweise
Schülerinnen der Volksschule. Ju das Prüfungszeugniß der Schul—
dienft⸗Exspektansen und Exipeltantin en sind die Emzelnoten und
die Gesammtnoten aus dem Turnen aufzunehmen.

Die Forlschritts parter hat zur Ausgleicuung des D.fitits einen
Besetzentwurf eingebracht, durch welchen die sämmtlichen —A
aus den Kriegen vor 1870 auf den Invalidenfonds angewiesen
werden. Mit Räücksitet darauf, daß der Invalidenfond auch nach
Befriedigung dieser Klassen noch üverflüssige Bestände han, wird
in dem Gesetzentwurf die Tilgung sämmtlicher bereits genehmigten
oder für das nächste Jabhr in Aussicht genommenen Anleihen (zu⸗
sammen 55 Miill. Mart) aus den Biständen des Invdalidenfonds
angeordnet. Dadurch wird der Reichshaushaltsetat von den Zins
beträgen für d'iese Anleihen eutlostet. Da inzwischen die über-
flüssigen Bestände des Invalidenfonds auf 107 WPeill. Mark auch
aintlich berechnet worden sind, köanen dem Antrag finanzielle Ve—
denken nicht entgegengestellt werden. Endlich ordnet der Gesitz nt⸗
wurf der Fortschrittspartei an, daß die Zinsen des inzw schen
durch Zinsenzuwachs von 24 schon auf 283 Peillionen Mar?
angewachsenen Reichstagsgeräudefonds in den Reichshaushaltsetat
einaestellt werden fönnen. Der Gestetzentwurf im Gansen ist ge⸗
eignet, das Reichsdefiztt schon von 25 auf 17 Mill. Mark herab⸗
zumindern. Ein zweiter von der Fortschrutspartei eingedrachter
Antrag, worin der Reich kanzler aufgefordert wird, schleu iust Nach⸗
we fungen üner die Restbestände aus der französischen Kriegston⸗
tribution, sowie dii den sämmtlichen übertragbaren Fonds vorzu⸗
egen, deutet den Weg an, aef dem vach Ansicht der Fortschritiss

vartei die weitere Ausgleichurg des Defires zu bewerkstelligen ist.

tFrankfurt, 6. März. Auf Empfehlung des Vereins

nuum Wohl der dienenden Klasse hat die Kaserin einer wür igen

Dienerin, die seit 43 Jahren dei ein und dersalben Fanube darst,

in Anerkennung ihrer treuen Dienste das goldene Kreug mit einenm

hre Uuterschrift tragenden Diplom verlieh n. Bei der Ueben
ceichung des Kreuzes durch den Direltor des Vereins wannd
aanze Familie wie zu einem Feste versammelt, und wurden des

Jubilarin von Allen die herztichsten Glüdwünsche zu Theil.

Berlin, 6. März. Die durch Uebersendung einer offenen
Posttorrespondenzkarte ausgesprochene Beleidigung ist nach einem
Frkenntaiß des Obertribunals vom 15. Februar 1877 616 offent⸗
iche Beleidigung auf Grund des 8 200 des Strafges⸗ zbuches zu
Ian eigung aufe

Ceder-Ausstellung.) Im September 1877 wird in Berlin
zine internationale Ausstellunge von Lederwaaren ⁊c. statthaben, zu
pelcher Seitens des Königlichen Kriegsministeriums in dankenswer⸗
her Weise das Erercierhaus in der Karlstraße unentgeldlich zur

Verfügung gestellt worden ist — in Erwägung des hohen Inter⸗

sses, welches unsere Mil tärberwaltung naturgewäß an den Fort⸗

chrilten der heimischen Leder Industrie nimmt. Tie nachstehende

Btuppeneintheilung ist vorläufig in Aussicht genommen I. Gruppe?

Maschinen aller Art. II. Gruppe: Rohstoffe and Bedarfsarlikel

ür alle Branchen. III. Gruppe: Gegerbtes Leder. IV. Gruppe:
dederwaaren. V. Gruppe: Miliär⸗Effecten. VI. Gruppe: Eichen⸗
»flanzen, Rinden und Gerbstoffe. VII. Gruppe: Literatur im Ge⸗
niete der gesammten Leder: und Lederwaaren⸗Industrie, sowie Eichen⸗
Zultur. Vorläufige Anmeldungen über die Beiheiligung sowie
berhaupt eiwaige Anfragen sind schon jetzt an das Bureau des
Fentral⸗Verbandes der deutschen Lederinduhtriellen, Friiedrichstraße
143. Berlin 8W. zu richten.

feSchon manchmal hat das unvorsichtige Spielen mit Schieß⸗
vaffen Leid und Unglück im Gefolge gehabt. Ein neuer Foll
rug sich dieser Tage im Kreise Dann zu. Die blühende lebens⸗
rohe Tochter eines dortigen Förlers ist in dem Zimmer be—⸗

haftigt, ivo ihres Vaters Waffen sich befanden, da kritt ein im
dause befreurdeter Lehrer heren, ergreift eines der Jagdgewehre
iud arbeitet an demselden herum. Plötßzlich kracht der im Laufe
efindt che Schuß los und die Kugel saährt dem Mädchen in die
A
und die Aerzte bangen um iht Leben.

f Manchem, der sich noch kein neues Grammgewicht angeschafft
hat, wird es, wie die „Germ.“ sagt, velleicht angenehm sen, zu
jören, deß man als Grammgewicht recht gut die neuen Sqh ide⸗
münzen henutzen kann. Das Einpfennigstück wiegt nämlich 2
Bramm, 3 Zweipfennigstücke wiegen 10 Gtamm, das Ncel⸗Funf⸗
ofennigstück wiegt 2/9 Gramm und das Zehupfennigstücd 4 Gramm.
Wil man unlersuchen. ob ein geschriebenet Brief das Maximal⸗
zJewicht des einfachen Briefes (13 Gramm) hat, so legt man den
Drief in die tine Waagschale, in die andere dagegen 6 Nickel-
rünfpfennigstücke — 2 Fünuf- und ‚8 Zweipfenniget — oder 2
zehnpfenniger. 2 Fünfpfenaiger und 1 Pfennig; in allen drei Fällen
Jat man 15 Gramm auf die Waagschale gelegt. Auf ähnliche
Weise kann, man all⸗ Verdielfachungen der Grammheit zulammen;
setzen.

Seit einigen Tagen weilt ein Gast in Stambul, dessen
Ersche:nen selbst in den Straßen der tkürkischen Residenz, die schon
uu hewöbnlichen Leben der Schauplatz der buntesten, feltjamsten,
iarbenteichsten Kleidertrachten ist, jedesmal Aufsehen erregt. Es
st dies der Häupiling eines in der Nahe von Bagdad ansafsigen
Romodenstammes, welcher vor einigen Jahren, angeblich in Folge
don Bedrückungen der kürkischen Machthaber, auf persisches Gebiet
ibergetreten war. Doch scheint die Herrschaft der Schuten den
roͤhlichen Raubern noch weniger behagi zu daben, als diejenige
ibrer junnitischen Glaubenzgenossen, da sie jeßzt ihren Häupiling
abgesandt haben, um vom Sultan die Erlaubniß zu erbitten, un—
zestraft in ihre füüheren Wohnsitze zurückkehten zu dürfen. Der
Nomadenfürfst, ein etwa 30jähtiger, vollendet söonet Vann mi

Nermisutes.

F Kaiserstauterr. Daniel Schmitt, Aderer auf
dem Daubdornerhof, Gemeinde Enkenbach, erhielt wegen Verlaufé
von verfälschten Nahruagsmitteln auf hiesigem Viciualienmarkte
am 20. und 24. Fedr. d. It. eine Gesammtstrafe von 100 M.
ebent. 20 Tage Haft. Derselbe ließ nämlich auf hiesigem Vic⸗
ualienmarkte an obengenannten Tagen durch seine Magd ein
gemachte Bohnen verkaufen, welche beim Kochen einen nicht an⸗
zenehmen Geruch verbreiteten. Vei naäherer Untersuchung derfelben
zeigte sich, daß dieselben zum größten Theile aus geschnitzten
Dickrüben bestanden, welche aufingen in Faäulniß überzugehen und
deren Genuß der Gefsunt heit schädlich sein konnte.

F. Prinz Wil belem von B den, Bruder des Großherzogs,
jet. 18. Dezember 1829 ist auf der i alienischen Reise, weiche er
nit dem großherzoglichen Paare gemeinschaftlich machte, in Palermo
am Typhus erkrankt.

fFOst hofen (Kheinhessen) D'ie dahier wohnende Feitel
Mayr Wittwe hat lezten Sametag ihr hunderistes Lebensjuhr an⸗
getreten. Dieselbe eifreut sich in tö perlicher und geistiger Hinsicht
noch einer solchen Frische, daß sie ihre Hausbaltungsgeschäfte selbst
zu versehen im Stande ist.
        <pb n="132" />
        schwarzen Augen, Haar und langem Vollbart, trägt einen un ge⸗
heuren Turban von weißem Musselin, reich m't Goldstickerei ver⸗
siert, phanlastisch um den Kopf gewunden. Ein scharlachrot her
Burnus, mit schwarzem Sammt besetzt, wallt um die stattliche
Figur der Arabers und wird in der Milte durch einen Gürtel
von Goldbrocat zusammengehalten, in welchen ein wahres Arsenal
von prachtvoll verzierten, theilweise mit Edelsteinen geschmückten
Pistolen und Dolchen steckt. Der Häuptling reitet gewödnlich ein
müchweises Maulidier, welches übrigens nicht gesattelt, sondern nur
mit ein'gen bis zur Erde reichenden Purpurdecken belegt ist. Sein
Gefolge besteht aus einigen 20 Jünglingen seines Stammes. Wit
man dörl, ist die Pforte nicht abgeneigt, den Wünschen der „Diaf“
(jo heißt der Stamm) zu entsprechen.

PNew⸗Yortt, 7. März. In einem großen Gebäude
auf Bondstreet, welches hauptfächlich von Goldarbeitern und Juw⸗
siern dewohnt wird, brach geftern eine Feuersbrunst aus; der ver⸗
ucsachte schaden wird auf über eine Mill on Dollars geschätzt.

4 Für Tabakrauder ist aus Cuba die angenehme Nachrich
eingetroffen, daß die dieslährige Tabakernte in Vuelta Abajo so
ausgezeichnet und reich ist, wie nie zuvor Duft und Feinheit der
Blaiter finden, dem „Eco de Vuelta Abajo“ zufolge, diesmal ge⸗
radezu ihres Gleichen nicht in der Welt.

Südamerikauische Blätter betichten von der Entdeckung
reicher Petroleumquellen in der argentinischen Provinz Jujuy. Die
Quellen waren den Indianern schon feit lange: Zeit bekannt; aber
der schwarze Theer, in welchem das Petroleum der Erde entströmt,
wurden'cht von ihnen beachtet, höchttens nur zum Anstreichen ihrer
Huttenduch· r benutzt. Als die ersten Peteoleurnlampen in die dortige
Gegend kamen, fiel es zuerst den Leuten dort auf, daß das in

ziesen Lampen gebrannte Oel ganz den Geruch der Masse in ihren
Theergruben habe. Man untersuchte den Boden und fand durch
Zohren die reichsten Petroleumquellen. Die Oelgegend soll mindestens
o reich sein, als die reichste Gegend in Pennsylvanien.
Lienstesnachrichten.

Der V. Staatsanwalt am Bezirksgerichte Frankenthal, Philipp
Flement, wurde auf Ansuchen in gleicher Sigenschaft nach Kaisers—
autern versetzt und der k. Landgerichtsosseffor Rudolf Tillmann in
Bermersheim auf dessen Stelle in Frankenthal befördert.

Die erledigte Function eines kathol. Districts⸗Schulinspectors
für den Kanton Winnweiler wurde dem Districts⸗Schulinspector für
den Kanton Olterberg, Pfarrer Cremer in Otterberg, interimistisch
und die erledigte Function eines tathol. Districts⸗Schulin spectors
tür den Kanton Kandel dem Pfarrer Pal:en in Kandel übertragen.

Der iuterimist. Verweser an der oberen Kuabenschule zu Otter⸗
zerg, H. Blauih, wurde zum Schulverweser au der protestant schen
Schute daselbst, Johaun Dewald zum Verweser an der unteren
salbol. Schuse in Marnnshöh⸗, der Lehrer an der 3. kathol. Schul⸗«
stelle zu Mittelhexbach, G. Geiger, zum Lehrer an der 2. kathol.
Schulftelle, der Lehrer an der unteren kathol. Schule zu Carlsberg,
Ph. Brenneisen, zum Lehrer an der kathol. Schule zu Neukirchen
und der Lehrer Joh. Mees in Kleinsteinbausen zum Lehrer an der
confessionell gemeschten Mittelschule zu Grethen ernanut.
Husmeu⸗ und Brunlerotuoe machen wir auf die
Vorzüglichteit des ächten Trauben-Brust-Honigs von W. H. Zicken⸗
heimer in Mainz, dem gerichtlich anerkannten ersten Fabriikanten
und Erfinder desselben, hiermit aufmerksam. Man beachte die
zetr. Anmonce in diesem Blatte.

Haus⸗ und Güter⸗
Versteigerung.
Dienstag, den 18. VWärzel.
J., Nachm'itags 2 Uhr zu Rohr⸗
bach in seirer Behausung läßt
Johann Köhlhofer, Wirth,
die nachbeschriebenen, ihm ge⸗
hoͤrigen Liegenschafien im Orte
und Banne von Rohrbach, öf⸗
sentlich an den Meistbietenden
n Eigenthum versteigern:
BPl.Rr. 748. 88410 Dez.
Fläche mit Wohnhaus,
Scheuer, Stall und Hof⸗
raum, gelegen an der
—XC
. Pl. Nr. 744. 3777110 Dej.
Garten und Wiese allda.
Zu Bauplätzen geeignet:
3. Pl.⸗Nr. 1944. 54 Dezʒ.
in der Zwergähnung.
Pl.⸗Nr. 1900. 34 Dei.
am Mühlenwaldchen.
Pl. Nr. 17934 360
Dez. allda..
Pl. Ne. 311 und 312. 53
Dez. in der odern Spitz.
Pl.⸗Nr. 2248. 46 Dezim.
im Thalgarten.
Pl.⸗Nr. 2259. 37 Dezim.
im Thaloarten. 7*
Pl.Nr. 2228. 72 Dei.
allda.. U
Pl.⸗Nr. 2275. 49 Dezim.
allda. —
Pi.iNrx. 2280 und 2281.
73 Dez. allda. 1
PleNr. 1221. 26 Dezʒ.
laͤngs des Rohrbacher Wie⸗
jengrundes.
Pl.Nr. 353. 65 Dezim.
hinter der Sttinfelder Ah⸗
nung.

Pl.⸗Nr. 353113. 68 Dez.
allda. ——
Sämmtliche Liegenschaflen, aus⸗
genommen Nc. 1 und 2 find
Aeder.

St. Inabert, 7. März 1877.
Saueer, kal. Notär.

dao ilien⸗Rersteigerung.
Minwoch, 14. März necht⸗
jin, Nachmittags 2 Uhr zu
Rohrbach in seiner Behausung
aͤßt Johann Köhlhofer,
Wirth in Rohrdach, die nachbe⸗
eichneten, ihm gehörigen Mobi⸗
jen an den Meistbietenden auf
Tredit versteigern, nemlich:
1 Pferd, 1 Rind, 1 Wa⸗
gen mit Zugehoͤr, 2 Pflüge,
1 eiserne und 1 hoͤlzerne
Egge, 1 Spieluhr, 1 Ein⸗
schenke, Wirthsrische, Slühle,
Bänke, 1 Haufen Dung,
Stioh und sonstige Haus-
gerdthschaftte.
St. Inabert, 7. März 1877.
Sauer, kgl. Notär.

In der jetzigen oft rauhen und veränder⸗
lichen Jahreszeit ist als vorzüglich bewährtes und beliebtes
Hausmitiel gegen Husten, Heis,erteit, Bru si⸗

z üühh'gonto

x
von W. U. Ziekenheimer in HMainæ,
dem gerichtlich anerkannten ersten Fabrikanten und Er⸗
finder desselben, zu empfehlen. Alle Flaschenfüllungen müssen
mit dem hasdelsgerichtlich eingetragenen Etiquett, der Kapsel⸗
verschluß der Flaschen mit nebigem Fabrikstempel der W. H.
Zickenheimer'schen Fabrik, sowie mit einer aus
—E führlichen Gebrauchsanweisung versehen sein.
* 32 Sieis in frischer Abfüllung vorräthig, Un Fi.
* * (grüne Kapsel) a M. 6, halbe Fl. (gold) a M.
. 3, 14 Fl. (roth) a M. 12, Iss Fl. (weikß)
a M. 1 in St. Ingbert bei J. Friedrich,

— 3 6—

Versteigerung.
Mittwoch, 21. März nächst*
sin, bei Johann Fries dahier,
oaleich nach der Pelers'schen
Zersteig⸗ rung, lossen die Wittwe
uind stinder des zu Schnappbach
zerlebten Maschinenwärters Phi⸗
ipp Günther die nachbezeich⸗
zeten Liegenschaften im Banue
von St. Ingbert der Abtheilung
wegen öffentlich an den Meist⸗
bietenden in Eigenthum ver⸗
steigern: —

1. Pl.⸗-Ne. 1891. 55 Dej.
Acker in der laugen Ah⸗

nung im Rischbach.

2. Pl.Nr. 1836. 75 Dez.
Acker im Rischbach J. Ah⸗
nung. .

St. Ingbert, 9. März 1877.

Sauer, k. Notär.

Ein Buch, welches 68 Auf⸗
erlebt hat, bedarf wohl
lagen keiner weiteren Em⸗
afehlung, diese Thatsache ist ja
der besie Beweis für seine Güte.
Für Kranke, welche sich nur eines
ewährten Heilverfahrens zur
Viedererlangung ihrer Gesund
jeit bedienen sollien, ist ein solches
Werk von doppeltem Werth
und ein; Garantie dafür, daß es
sich nicht darum handelt, an
hren Körpern mit neuen Arzneien
derumzuerperimentiren, wie dies
noch sehr häufig geschieht. —
gon dem beruhmten, 300 Seiten
tarken Buche: „Dr. Airy's Na—
jurheilmethode? ist bereits die 68.
Aufiage erschienen. Tausende
und aber Tauseude verdanlken
der in dem Buche besprochenen
deilmethode ihre Gesundheit,
wie die zahlreichen, daria ab—⸗
sedrudten Atteste ber cisen. Ver⸗
aume es daher Niemand, fich
zies vorzügliche populär⸗medi⸗
rinische, 1 Mark lostende Werk
aldigst in der nächsten Buchhand⸗
lung ju kaufen oder auch gegen
rinsendung von 10 Briefmar ken
1 10 Pfs. direct von Richter's
Verlags Änstalt in Leipzig kommen
zu lassen, welch' Letztere auf Ver-
langen vorher einen 100 Seiten
starken Auszug daraus gratis and
nco zur Pruͤfung versendet.

Urrezeianenn erlaudt sich,
einem verehrlichen Publi⸗
fum die ergebenste Anzeige zu
machen, daß er sich als
Schreiner
et iblirt hatt, und bittet unter
Zusicherung guter und reeller
Bedienung um geneigte Aufträge.
Werkstätte ist Haseler Straße
bormals Ph. Wesgand.
G. Kayser, Schreiner.
Ein draver fleißiger Bursche
wird in die Lehre genommen bei
F. Friedrich, Bäcker.
Zu vermiethen
223 Zimmer bei Schreiner
Vogelfang. ————
Frankfurter Börse
vom 8. Marz 1877.
Geldsortem. M. Fsc.
Pistolen, doppelte.. --6.
Pistolen.. —ẽ—2 6.
Hollän. 10. A. Stücke. 1665 0.
Randdukaten... 960-66
20- Prankenstücke.. 1626-30
Englische Sovereigus. 2037-42
Russische Imperials. 116 75 -80
Dollars in Gold... 416-19

fÆAA
Jeden Sountag,
Morgens mürbes Backwerk
XX
zefüllte Sachen und fei⸗
neres Gebäck in der Con⸗
dikorei

G. Rickel.
Acdainon Arcud und Verlag von v. Femeß in Et Ingbert.
Siezu illustrirtes Sonntagsblatt“ Nr. 11.
        <pb n="133" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.
ker St. Ingberrer Anzeiger ünd das (2 mal wöchentlich) nitt dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungeblatt. (Sonntags mit illustrirter Rei⸗

tage)', erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag nud Sonntag. Der Abbanementspreis beträgt vierieljährlich

1 Aark 20 R.⸗Pfz. Anzeitgen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfhr für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Necla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnei.
440. — —— N Dienstag, den 18. Marz 5. “. 1877.

42

——

— 7— —
—

Aö

ö— — — — — —
— Deutsches Reich.
Maunchen, 10. Marz. Der Nsnig und die Koͤnigin⸗
Mutter, haben mit den kul. Prinzen uad Prinzessinen', dem ge⸗
sammten Hofftaate urnd allen böchsten Hoi⸗ und Staatsbeamten,
jowie de Oijficierscorpa auch de:en heyte Vormittag in der Hof—
sürche zu St. Cajetan ab jehaltenen Todtenamte für König Maox II.
beigewohnt. — In unseren milinärischen Kreises erwartet man für
die nächsie Zeit mehtfache Bejörderungen, naumenthch der Chargen
der Sigabsofficiere, da die desfalls erledigten Sillen in der In—
santeric, Arnllerie und Kavalerie baldigst besetzt werden sellen.

Berlin, 8. Märi. (Alte Thater und Groschen.) Gegen-
wärtig wird versichert, daß eine Außerkurssetzung der Tdalerstücke
devo: stehe, und dirs ous einer Verfügurg der odersten Postbehörde
zesolgert, wilche de Verpacdung der älteren Jahrzänge und deren
jlbsonderung von den jüngeren Jahrgängen dieser Münzen zum
Zwechk hat. Eue solche Anordnung ist aber schon alt, und lange
ehe au eine Riichswährung zu denken war, hatte der Finanz-
Minister angeorduet, daß zunächst die bis 1816 geprägten Thaler,
dann kdie Thaler päterer Jahrgange bis zu einer gewissen Grenze,
sobald sie an öffenniche Kessen eingingen, von diesen nicht wieder
ausgegeben-werden sollten, weil sie durch den langen Umlauf ab⸗
genutzt wären und ihren vollen Werih nicht mebr hätten. Diese
ind ühnliche Bestimmungen sind denn nun auch ou die Recchs⸗
jassen erneut ergang n, und namentlich au di⸗ Bezirlsnost!afsen,
xechen ja die Vermitilung der Geldsendungen obliegt. Wie wenig
chon jezt an die Einz ehung der Thaler gedach wird, das erhellt
vohl aus dem Umstande, daß das Reichsgesetz, welches cestatiet,
die Thaler norddeutscher Währung als Auswechslungee und Aus⸗
gieichunasmünzen auzusehen und zu beha deln, nuch eirem spätern
Beschluss des Bundesratha nicht in Kraft gesezt werden soll, weil
die Zeu dafür noch nicht gekommen war. So wü schenswerth die
inziehdung der Thaler auch wäre, da mit derselben erst d'e
Vdünzresorm canz ins Lehen treten wüede,, so ist doch eine soiche
Außerkerssezung vorerst gar nicht in Aussicht genommen.

Näer deelleicht liegt die deir Sechstelthaler⸗ (Fünfgroschen-)
Stücke, da die Au prägung der diese vollständig erfetzenden 50.
Pfennigstücke eifrig fortgesetzt wird, und sobad d'e erforderliche
Summe be'sammen sein wind, gewiß die Einziehung schnell solgt.
Nuch für die N'chiwederausgade der alten Jahrgänge dieser Münz⸗
tücke ist bereits früher eine ähnliche Auordnung ergangen, wie sie
jetzt füt die Thalerstücke erneuert worden, ohne daß de Einziehung
aerfügt wornden wäre. (Koͤln. 3.)

Berlin, 10. Märit. Wie die „Kreuzzeitung“ ecrfährt, habe
der Kaiser kürzlich das Staatsministerium aufg fordert, ihm einen
Bericht über d'e gegenwärtigen Notsstandsverhältnisse zu unterbreiten,
und wäre demzufolge eine bezügliche Denlschrift zur Vorlegung an
den Kaiser ausgearbeitet worden.

Nusland.

Witen, 10. Marz. Authentisch wird versichert, daß Ruß—⸗
land die Losssagung vom Pariser Vertrag vorschlägt. Ein Berliner
Brief der „Politis en Correspondenz“ constatirt Deutschlands Ge
neigtheit zur Aunullitung des genannten Vertrages. Ein Pelers
purger Brief desselben Otgans sagt, daß die leitendeuden mili—
räcischen Personen gegen den von England oificös gewünschten
Berzicht auf eine Kriegsführung in Asien seien, da die Türlei dort
am Schwächsten sei.

Wien, 10. Marz. Die neue russische Corps⸗Eintheilung gilt
als Vorbereitung für eine ebentuell raschere Modil sirung. — Dat
hochofficidse ‚Journal de St. Petersbourg“ erkläͤrt sichtlich gereizt:
Fentweder zwingen die Mächte gemeinsam mit Kußland die Pforte
oder Rußland thut es allein.“

Paris, I1. Marz. Graf Schuwaloff in gestern nach Lon⸗
non zurückgereist. — Das Ergebniß der Subseription auf die An⸗
elhe der Stadt Marseille ist, daß anstatt 259,000 Obligationen,

— — ———

2
ü
delche verlangt waren, 12,630.000 Stück iu Wirklichteit gezeichnet
ind; bei der Subscription wurden 310 Millaouen Fraucs sogleich
irge zahit. —
Paris, 11. März. Der „Agence Havas“ zufolge hatte
der hiesize Correspoadent der Times heute Vormittag eine Unter⸗
edung mit General Ignaticff, aus- welcher er den Eindruck mit
ich fortgenommen hätte, daß Iqnatieff auf seine Reise nach London
aↄoch nicht defi itiv verzichtet habe.
sonstantjnopel, 9. Märj. In einer heute stattgehabten
Lonferenz der Friedensbevollmächtigten wurden seitens der montene⸗
zrinischen Unterhäudler die Gründe für die von ihnen auf,estellten
jorderungen dargelegt, letztere nüßten fie behufs Herstellung eines
dauerhaften Friedens für nothwendig erachten. Wie versichett wird,
rtiärte herauf dee tüerlbische Minister des Aus värtigen, die öffent⸗
iche Meinung der Türkej machte die Annahme dieser Forderungen
iumöglich. Hauptsächlich soll der Minister der Abtretung von
icsit und des Hafens Spiza, sowie der Vergrößerung Montenegros
iach der albanischen Seite hin seinen Wideirspruch entgegengesetzt
sjaben. Am Samftag sollen die Versprechungen fortgesetzt werden.
Petersburg. 10. März. Gestern fand auf der Zeul⸗
chen Botschaft eine glänzeude Soiree statt, auf welcher der Kaiser,
)er Geoßfürst Throufolger, der Großfürst Wlad'mir, uehrere Minister,
jahlteiche Mitglieder des diplomatishhen Korps, der Aristokratie und
der deatschen Knlonie erschienen.
Präsident Hayes, der neue VereinigteStaaten-Präsident,
rkldrte gezenüber einer von ihm empfangenen Deputation von
Farbigen aus starolina, unter denen sich auch Mitglieder der Legis⸗
atur befenden, er wünsche den Racenunterschied vollkommen auf⸗
geyoben zu sehen. Wenn de Demokruten des Südsens die Rechte
hrer politischen Gegner nicht achtelen, so wäre die Anwendung von
Woffengewatt unvermeidlich. Schließlich befürwortele der Praäͤsi ent
de vorlaufige Beibehaltung des Status qno (des gegenwärtigen
Zuständes) 'n Karolina; bevor er weitere Schrilte thue, werde er
die Sachlage prüsfen.

Vermischtes.

FAus Zweibrücken, 9. Mäarz wird dem „Pf. K.“
geschrieben: Eine fremde Dame suchte heute in den Wellen des
Schwarzbaches ibren Tod. Ihrer Kleidung nach zu schließen, ge⸗
jört sie einer guien Familie an. Hut und Muff ließ die Lebens⸗
nüde an dem Ufer des Schwarzbaches liegen. Die Leiche wurde
in das hiesige Spital geschafft.

fLandau, 10. März. Heute Vormittag gerieth am
Hauptbahnhof ein 19jähriger Badnarbeiter aus Queichheim zwischen
die Puffer zwier Wagen. Schwe'verletzt wurde derselbe auf einer
Tragbahre nach Queichheim verbracht.

F Wie man dem „Tagebl. j. d. Südpf.“ unterm 9. d8.
nittheilt, wurden gestern 2 Einwohner von Schleithal, Namens
Bey (Vater und Sohn), als des Mordes an dem Forstgehülfen
Pdaier dringend verdächtig, verhaftet und, nach Weißenburg ver⸗
»racht. Bay (der Alt'), welcher als Waldfrebler und Wilderer
„etaunt ist, hat jcüher schon einmal einen Augriff auf den dam als
nuf der Beuwaldmühle statouicten Focstgehülfen Kinnger gemacht,
vobei Lezterer wohl nur der Dazwischenkunft anderer Personen
ein Leben zu verdaaken hatte und mit einem durch ein scharfes
Instrument geführten Hieb auf den Arm davon lam.

F Von der Lauter, 7. März. Vor enniger Ze'lt passirte
inem Oelonomen in einem bei Weißenburg gelegenen Orte ein
eigenthümliches Malheur. Der Mann fuhr vor ein'gen Monalen
mit einer trächtigen Siute über Feld und begegnete unterwegs einem
vand enden Menogeriebesitzer, dessen hervorragendes Schaͤrssück ein
Tameel war. Besagtes Pferd schien durch den Anblick des fremd⸗
airtigen Thieres in Angst versetzt zu werden, denn nur mit Mulhe
lonnte es von ploötzlichem Ausreißen abgehalten werden. Der Oeko⸗
nom hatte diesen Vorfall längst vergessen, als er auf sehr un⸗
angenehme Weise wieder daran trinnerte warde. Als nämlich die
        <pb n="134" />
        Stute ihr Junges zur Welt brachte, erwies sich dasselbe als eine
Vlißgeburt und war leblos und hatte den Kopf und den Rücken
eines Kameels. —

4 Der Stodirach von Frankenthall ha die Adbschoffung
des Abhend Elfuhrläutens beschlossen, da der Stadtrath sich von
irgend welchem Nuten dieses altherlömmlichen Geläutes nicht zu
aberzeugen virmochie. Also keine Lumpenglode mehr.

P'Aus Ludwigthafen, 8 Maärz wird dem „R.
Sp. Anz.“ geschrieben: Letziun Mitiwoch wurde hier ein raifinirter
Betrug auszuüben bersuch An den Schalter des hiesigen Post⸗
amtes fam ein Mann und wollte einen Geldbrief einschreiben lussen,
in welchem fich laut Declaration 7000 Mark hefi den sollien.
Während der Schalterbea nte den Brief taxiren wollte, fielen ihm
die defecten Siegel auf und den Brief gutemanderfaltend, gewahrte
er⸗ daß dec Brief statt dea declarirten 7000 Marlk blos Loͤschpapier
znihiell. Der Betrüger, welcher nach der Entdeckung dieses Bauner⸗
streiches entfloh, wurde bereitt in der Person eines israelitischen
Ddandlers ermitelt und verhastet. (Soll auf Verwechslung beruhen.)

Sowohl bei der Reichssbankhauptstelle in München, als in
Frantfurt a. M. sind in neuerer Zeit fatsche 20 Pfennigstücke eine
gegangen, welche von den ächten ziemlich schwer zu umenscheiden
sind und aus Reufilber (Legirung von Kupfer! und Nideh) be⸗
dehen.

7In Stutkgart hat der Schweineschlächter Gottlies
Sreiner, 34 Jahre alt, nach Berabredung mit seiner Frau m't
entsezlicher Kaliblütigkeit zuerst seine vier Kinder, dann seine Frau
durch Strangutation getdotet, sodaim sich selbst zu erbängen ver⸗
sucht; wobei ihm aber der Strick rß und er bewußtlos liegen blieb,
vis die Polizei sich seiter bemächtigte. Als Motiv der schauder⸗
vollen That muß ledeglich eine krankhafte Furcht dor der Zukunft
bezeichnet werden; der Mann war früher Schne'dermeister gewesen,
hatte beim Uebergang zu seinem jetz' gen Geschäfte Verlufle gehadt
und fürchtete, noch mehr einzubüßen; von unmittelbarem Mangel
war in der Familie keine Spur vorbanden.

Karlsrude, 9. Maärz. (Schwurgericht.) Heute wurde
der Obereinnehmer Bauer von Raftatt wegen mehrfacher Unter⸗
schlagung im Amte im Gesammtbetrag von 60,000 De. und Fäl⸗
schung mit fünf Jahren Zuchthaus bestinft.

FAus Wien wird gefchrieben: Eine h'esige Zeitschrift be⸗
rechnet die Zahl der Arbeiter, welche in der österreichischen Haupt⸗
stadt beschäffigungslos sind, auf 11,000, und die halbbeschäftigten
auf 18,000 Personen. Zu der ersten Kategorie gehören insbe—
sondere Manufactur⸗, Halz- und Leder Galanterie Arbeiter, Schlosser,

Anstreicher, Vergolder und Maurer; zu den letzteren Eisenarbeiter
Schuhmacher, Schueider, Goldarbeiter und Buchdkucker,“ Während
in den Jahren 1872478 ewe 10, 000 Tischlergehülfen arbeiteten
sind iehl wenig mehr als 3000 deschaäftigt. Die Nothstands Kom⸗
mission des Gemeinderaths hat nuͤn beichlossen, die Inangriffnahme
einer ganzen Reihe verschied nartiger Bauten zu beantragen.

F Ein Zugführer der Lyon-Mistelmeer-Bahn wollte neulich

ruf der Fahrt zwischen Eannes und Antibes an einer Haltestelle
von zwei berlarbten Individuen im Coupe angefallen worden sein.
Diese hätten ihnn den Schlüfsel zum Geldschrant abg⸗fordert und
inen Sack mit 20,000 Fres. miteenommen. Die Sache lam ver—
dächtig vor und am andern Tage nahm die Po'ize einen Neffen
des Zugfüsnrers in Haft, bei dem fast noch die gauze geftohlene
Summe aufgefunden wurde. J— —
7 dDie in St. Louis eischeinende Westliche Post enthbält
einen längeren Attikel. in welchem sie vor der Auswanderung euro⸗
paischer Arbeiter nach Amerikla warnt und die Noth, die augen⸗
blidlich unter der arbeuenden Ciasse in der neuen Wilt herrscht,
in grellen Farben zeich et. Zum Schruß der Schilderuag hdeißt es
„Seit einiger Zeit nehmen die europärschen Dampfer mehr Passa⸗
giere hnaus, als sie here nbeingen. Bei den schlechten Zeiten
wird der Wunsch nach dem allen Baterlande zurüdzukehren viel⸗
jeitizer, die Autführung ader auch schweeriger. In dieser Flucht
bor dem Hungerlode sind alle Nationen vertreten. Die Bureaur
der Dampischiffiahris-Gesellshaften werden“ täglich von Hunderten
destürmt, die nach Eu-opa zurückzukehren winschen, aber die Mittel
dazu nicht besißen. Viele bieten ihre Dienste an, Ander eversprechen
Zahlung in Hamburg oder Bremen. Die Agenten sind überzeugt,
daß Tausende nur aus Mangel an vöthigem Reifeneld abgehalten
perden, uch Europa zurückzukehren; häusig vertauf⸗n Hndwerker
ihre gesammte Habe, um de Mitek anfzutreiben, mit ihren Familien
nach Europa zurückkehren zu fönnen; alles dies beweist, wie trostto⸗
und srrecklich die Zustände unter dem Handwerker⸗ und Arbeiter⸗
dande in New⸗-York gegenwärtig sind.“
Hienstesnachrichten.

Die Pfatrci Wö th, Decanat Geimersheim, wurde dem Pfarr⸗
anmtscandidaten Karl Butterfaß aus Grünstadt, zur Zeit Vicar ia
Lemberg, verliehen.

Zum Hypothetenbewahrer in Landan wurde der b herigt
Rentbeantke daselbst A. v. Chlingensperg und zum Rentbeamten
in Lindau der Rentheamte Wilh. Faltz in Landstuhl ernannt.

Fur die Kedaction veramworilich: F. X. Deweß.
Hamburg-⸗ Amerikanische Vacketfahrte I Emmenthaler
Acttien⸗Gesellscha⸗ Schweizerkäs
————— soeben eingetroffen bei

J. Peters.

E ornto: Ihr habt
das Gute so nade!
Spitz wegerioh-
—X
allererst seit 1871 geprüft,
allerhöͤchst sanctionirt; rühm⸗
bast bekannt, ficheres, über
allen Ziweifel erhabenes, ge⸗
wiß auch dankhares Mitte!
aegen Brust Hals und
dergepeee Bron—⸗
chial Verschleimung
Husten Catarrh rꝛe. ꝛe.
Die Rejultute sind über⸗
raschend.
Mit Gerruchsanweisung
à Flacon 50 Pfg. l M.
und 1Mart 50 Pfa. in
Sit. Inabert bei Joh.
Friedrich und in der
Fabrit von Paul Hahm,
Dettelbach a. M. bei
Würt:hura.

Der
Schifffar
æ nn huraeæ — New-vorli.
Abfahrten am A., II. 18. und 28. April. Ferner
jeden Mittwoch.
Passage⸗Preise: J. Cujüte M. 500. II. gajüte M. 300.
Zwischendec M. 120.
Nähere Auskunft ert: eil der alleinige Vertreter und Agent J.
DPeters, St. Inabert.
Wechsel nach Amerika werden zu jeder Zeit abge—
geben.
— —77 c6 —
I St. Ingbert—
50- Pfennig-⸗Bazar,
Haͤseler Straße.
Am nächsten Sonutag Schluß des Vetkaufs; von beute bis
zu diefem Tage:
Ausverkauf sämmtlicher Waaren,
per Stibelc zu nur 45 Psg.
Wasserflaschen, Gläser und Silber Blumenvasen
ind neu angekommen. — —
Die Mormser Brauere-Akademie,
dereits von circa 700 Brauern aus len Landern der Erde bejucht,
beginnt das Sommerseinester am 1. Mai. — Programm und
Auslunft ertheilt Die Dir ection
Dr Schneid er.
Redattion ud und Weciag von J. . Nemeß in St Inabert.

riefpapier
mit Firma, zu Geschãsisbriefen,
in schönen veræierten
Schriften,
MonOgra unnae, Viniten-
ICurtom ete., werden rasch
und billig angefertigt in der
Buoh- und Bteindruokerei
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8t. Ingbert.
—— L—
        <pb n="135" />
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3 — 3 23858 3 437733
2* ——232 3 —A— — —2*3 5525 22 —22 553
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e25 225 55377. 3255 353355533 —252—3235*3
78 — 823 2538 —*3c7*27 53533*283 —E 357335 352833
27 5cE3 —35 5 2 — — 2 2 7 — 2 2 2
— 5 83222. —BIS33—.323 7* 22
2 —— *8. *2* * 2222 — 25* — 5* 5
32 D * 2* —2* — — —3— a 5 — X b
—A 25537 25 S 57 253222 7533323553336333 38 —ãA
— ———— 23535 58* 25—3833—20535 ——— ——— 230 8* *
8 *2— 57 3 —22230225* —* 285 S
2733 232 5 — ———— —— 223322 22 —A 7
A 23208 —* 2 2 232 — ⸗ — — —25 43822 —— —A
— — —3 33337 —»53253 — 527337*
—A ⏑— 5 — S2* 25 —— —56 2722 — 8 * 3 5
—2225c8 722 — — 825— 2* c 5 — * * 0
52825 5 25 522——22 5— 533 ——223 385 * 23*
—— — — — — 32 ⸗55 * — 32 — 222 —S —
— *7 35837 —8 5*23335332337 22 5—33337 *
——A 585327324 233353533238 *—385 5
—A — — 25 x*. 42 8 —E— —2 7 — — 4 —
8 23253 8503— 25 — — 8 25353522 —— S —4
2755* 22 —269 2 23* * 2225* 536 2E **4 *
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22 55252552 53232—5 —X — 5—23533533375555 5238258
—A — — —— —A 23*
—A — — 530.22338
25*—25—5 35 53 33—57* — 332233
—A — — — 27 555* —* 22 8375 — 2
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282 26 * *52 52232 — * 55 2 *
2525—23335 252 3 52— 722 1533333
22227 223235 3 525 555
—A — 0 2229 230 8
— 2. U 235
55 525 — 323 — ——233 5555328
33 77 33 36—— —583532248
— 25 — 2560 25528 258* 253 2558 ———
828 6 2222 2—25 ẽ 237c 32522—
8* — 58 2372832 —————3 —— *32 25355
35 —25587 ——— 25535 — 5—32334— 2 —52 53353535338*
ẽ * —3 — — 8 —8 3—
223 82* *253 755F82—3 —2—— —333 2235
52— 52272 75262 —VV——— 522312 —523526255—
55 58 5225 ——
ã * * 53 2522.25 .2 2 2 41288* 3 225 3573
2523 »285 28 5733—57 3 33
—25 23 55 65—23—3 553835— 77 —2——73 —3
—55 42.3c — — 333 558
—7 — 5— 753 753 22 22* 2322 —83 z 3 J3* * 837
585 33285 583. 33 3 3
— 2*82 F —— 268 —23—322 8 —A
* * 22 —2 * 2 2 52 352 * 9 ú a 27 y — 552582 —
s 3 235—238 * *2 2,53533383228 6587 255222 255833
5583 ——32— 32333——35——33——3——3s5—
2 * 2 * 22 —— 3 2 2 55535 5 7 —— 77 32
52 2. 33 35—3—— —3 33
*5* —2 3227532.2 7235 22 —— — 2—— ——3535 33226
ẽ 2 — —23 —52. —3285230235.235 z3527658——533332—
252— 5727 2535135 *22*3 —223 *5823 — 22 53 85
—e—25 555—5—5 3353 325552533225 —
— — —2—83. 22522 8 ——228— 533 82232 2 OE 2522—
— 333 — 33
25 ——BPe 3 w8 ——3533333z33533 53— —835—35285232333
5* —3y 58 5 ⏑ —3— 333235

—
5 27 2525
— —cWD2 —32
— —— 555235 232
5353 585 332 —5378 353573 83533
575 35353 583 5353 22— 555 8 323 5
—2 2.23 2 372 2555 55 552 52 A— 5
3 A *57 22 2 226 32* 8 3855 5233 38.55
3 2 525 255* —— 232 5 222 — 225* 525
5 20 8 * 3*5 2 8222 — 3 53* * 3 —J — 23522 2 35
⸗ —X — —— —2 2222 2 — — —7 e — 3 —A 2
* * —37 —.. —22275 — 2522 — * F
* * 225 29 5258 55—5— 5 25 — 3 2** —
s25 7553 55683 558 57555 7283 525 33555 23535 23355
2— — — 22287 53 5*35 7 — 53
2752575 2323 5 555 — *52 5 53535385 — 2825
25 982 —— —— 2 —5232 8 * 2 — 2 3 * ** 72288
535 555 5523 — —285 2552 327 327 217*235 2222 78* 53
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ę * 53 2333 —2 52252 58 353 25*77. 522 3233 —*
ꝛ 25 22 557 * 22 — 555 7* 53 2322 5 — — 2228 2
* 2 — 2 * — 2 * * 2 * —
—85.5,;33— 553 22 23353 262 A ———— 2552
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F 55 27 225 —— 82 — O 8 2
3 723323533 255 2332. 3208 —— 33 2235 253533235353. 5825
2 22 — — X —A 222 —2 — 2
5—32 2235 55 553 —5263 ——z33525735375 23 225 —A
— —— 232 —3385—3543 525z33335737* * 2255
5255 23. 553 23552333353 23 3 3 3 23
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522 — * 2 23228 —— 2 5*27 2 2
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— A——— 23 5353223325 —3 2 232335 —78531
57 7823 1523 3 55857 —— zz 735 ⁊ 283
* 525*25 3235 222 2*2575 22227 2328958 3223—
—E ——A —« 8 27 S 7 2223 2 222 x* 2 J —
8* —758 22333 — —— 5255 5* 22
2 3258235535053 232356 38325 532 *5381 282333
2 23 —57 *. 3 53 3 2 22 re —— 27 3 — 4 *
2* 5323 —A e 2338 —— — S292 35833. —3830
83—2—5—387355 — 3 3
— 55 — 258285122 2353
25* 5 3
s 83—33353553 523533233582 57337 —33323355
233 453 2— 33 3 36 —
220592 257 922 2 5—538523 8 —* 7 553838
—A 3 * 224251 2 3 222—* — 2 —— * 5 53
— D 5 518533z33552z 5 —35, 27522 2522552387
558 ———— . 23 22*226 —— 55——326 —— * 5
3 —— — 23————22833 3255823 s55 —
325. 3835523235653 25 dan —222 23 —A 2 * * —
32— **—2—— —5—2 3 —A 5 3 22 533 5355 8 8
3838 355332 352 8333 ——338383 —E — *
* 587 23253332533537 3 —5522355535 52383 — 8 22.202
242 XBEAMCLSAESAA SEASMASE »3322 283555 3 3535
8 2 ** 325 255883 238
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333533535533355872538 2829 —2232223 285
2255 353 332533333 2. 6. 323. 5*33323*
8 2 * 5 * 582 3*
240 — 523235 2* — — —
323337 5232383333 5357753— 233338625557 3518*25
——— 2E322. — 23433 22— 22355 5382535* 2
—— 308553355 52282362 — —53 32253523353.73 —
31553332333* 232323583238332 3 33 8
—7 332335533333 355623732575 —
383255 —835353 22283 —2531 53523 2235788 22
65,5* —— — —58 2«4 3 255 — 57 * 5
BSs 322952555233 522355 54323. 5333 5 3552258 2253
8 13373733835 28 323* 2235523 S 275322 —242E* 5·. *
* 332335333335735 ⸗S* — 52538253— 33333367*
255 —* * 2— J 254* 2 * —— —— 7
7 3533 —53338 345 — 5333734323323
24438 32 2333 55522 Aö 32— *5
—838352.2 5 ITS GEGA 22328 —— —5 3 5—3287 — * 72
—— 22237 25235 — 653357223233 S — 7823552535 —7022
5 — 5532— 23233753525— 55355—33598 — —
25 22 22535232 523 2.75 2 2 5 5 53 23222 — —
2 223383885 *5 5257 7 72 *2 7*5. 7 * **7 —
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2 2 223 1223222 2 * — — — * *—
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2— 225323* *3355788 *23 22727 222 2 — 285 —
2 3 25232 — —— 1725 237
555 5682 5 33733238* 2233579 53335355 335332* 5333853
22 *8 —3 23722 535 233683252357— *53333—55,373225
26 — 2 — — 8 252 2 — 527— ——— — 23282
52578 3236 *5 223657555333—53358* * 2852
2277 335327 33535523355352525 —
— 2325—32 532382 2283535532*3288
* 2 27 —A — 2532838333332—5383 *28* — *525
3 5
— * — 2 7 * 7 P *
— 55S 523 * 35532323 53753353 2553* 5——8582337722.5
5 —52— —— — 222 — 25373—235828* 3222.32
* — — — —— 6 8 3 2 2. *
228 3332. 22335—233-25332335 A———
— 7 — —— 50— 55253533353383 S* 25752 —A
—2832 18533 55333z733556558337 5753323321527
* 33 32 2825 735 —22 *5*
222 253332—3—2333337 55375555335 25
—A 325 3833287 220*552 3535 225323735237
E 5 5 * 2 — —*2728 519 5223* 3 * 822 2—z 32 533
— — 3.——52. 58 3 535 23 8 22 255
7* —— 38 2 2. 7 2 — 8 * — 2 2 2 —
4 X 453 32355552533333232 —53333 322235
— 522 72 262— 252233222 52227 23523

58 2332833 5
* *

3* 338. 85. 5753
223 25 3 — * 57275 2
2 * 52 ä— —A z232232 2728
5 235353 2235 55253 —A—

*82338 333 3 28 — 2 28* 3235
2
223 3335 * 2585 28 35 *558233

2553585* — 55337 522023 5223
*23358 — z 2355
1225 * 58— 323323 25 385 *

5323 S 5 — —

— —* 57 835
75zz3388323 73 35233 15552382 73 8
283335 5328 358 —— 528 22887 —

J — *
53 332355325 252 — 5,523 * 38 —A —2
332332353355* * * 22—23357 2 22 2 2

* 2 22 2 *— 3 372238* 25325 7 53 *

533* * 202 327 5332535* — —A 3 7
2228 72672 — G — 2.237 2 — 3 69 3 — 8
135335323333 322 2383 254 23 873553 2

—— 2* 3830373 25753533 2
227 2223 — —5 53323487 5225 — 2. 3 —
235 — 75355558 2—1 52 ——— 38
735 5735 5553 527 52387338 32288 25

— —A — — 2 85 2 2
—* 537 28 2 8.

255553 * 28395338 3538* *
27 353888 953 53237 7* 02*85
27 *253 * 73 — 35, 2 825 F

22825 323 —— —A
2 25* 2523535 323*
2 * 333228 2. 27

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23453 238* 55*
— 73*7 25 53 3 235
2 735 2 5
A 5523* —XFE
X 258 327 8* — 38
— 58 —A 2 * 8
5553233 — 3373323 *
2 53 * 2 837285 2523 323 * 2 —
2 * * — 22 a X 22 * X 2 27
22534 252533 2335 23 25533* 283557
——— 322855 — ———— 2852358
—— 58 533333 33335 j 6
m* 8 2238 3 —I 232333333 83.* 2* *
s * e 233333 22 22 8
2376 73224 35 5 883 7 92 3*3
5322 28 s13338 23533*2 — — 8
2328 28588 2 522393 35383 — 8 2557
— 3233 —A 2325333 288 — 22333 5
3 23233 * E —38 53 S 45
26 — —M * 215355 — 235 2 — 1
S5 22 28 A 22 2 2 22 2.
5233 233*8 2333 —32 327. 27
3 — 238 —Ae 22 22 — 2722
5232 2323 3 2. 5 8523 — 2.3 52 2
J 12338 77 88 —553 85* 25 —5228*
233 33 783352 8382* 723
962 62* 8* — 290 23 8 22 .7 —
8 058* * —— 5 77 2 222 * 8
52 —8 32 — 2 * * 28
32 52325 25 —— 23 222 8 —
55832 255 22 —X 532 73
— 53 75 838 383 1
*8 7 582 8 3233
55 * 232 — 228
* 3. ——
52337 s 338
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        St. Ingberler Anzeiger.

——

— — —
Der St. Jugberter Auzeiger und daß (2 mal wöͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungtblalt, Sonntags mit illustrirter Eei⸗

lage), erscheint wöͤchentlich vViermalz Dienstag, Donuxerstag, Samstag nud Sonnutag. Der Abonnementopreis beträgt vierteljahrlich

1 Mart 20 R.⸗Pfz. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auzwärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Jeile Blattschrijt oder deren XRAXXX
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 41. Dounnerstag, den 18. Marzzz —— 1 7.
— —
Deutsches Reich.

Mänqhen, 12. Lkärz. In unser m Justizministerium ist
man mit den Einführungzgesetzen zut Cvitprozeßscdnung für das
Deu sche Reich lebhaft beschäftiet. Im Laufe dieser Woche beginnen
dert Verathungen unter Zuziehung von Praktikern aus dem Richter⸗
und Arwalistande benreffs der Zwangevollstrecluug in das unbe—
wegliche Vermögen (Sudhastationsverjahren.) Es ist dringend zu
wünschen, daß die schleppende Procedur unseret gegenwäctigen Sub⸗
hastation in kürzeren Fristen beürenzt werde. Es geht dadurch
ein Vierteljahr unnütz und in häufig dem gaten Rechte des Gläu⸗
zigers gefährlicher Weise dahen. (A. 3.)

München, 12. März. An ein hiesiges größeres Bakhaus
gelangte heute Vor nittag ein in Fränkfurt aufgegebenes Telegramm
ohne Unterschrift; welches das gestern von Berlin aus verbreitete
unwahre Gerücht, daß die Vorschläge Rußlands vos der Türkei
angenommen worden seien, bestätigt. Ob man es dier nun lediglich
mit einer Myst filatlon oder mit einer gewinnsüchtigen Absicht zu
thun hat, das wird hoffentlich d'e sofort von dem betreffenden
Bankhaus veranlaßtt gerich: liche Untersuchung herousstellen. Der
Vorgang erregte auf heutiger Boͤrse nicht geringes Auffthen. J

Einem Arnkel der „A. A. Z.“ über die Reorganisationsfork⸗
ichritte der bayerischen Truppen entnehmen wir die uns wenigstens
dis jetzt unbekaännt gewesene Thatsache, daß die Konstruklion der
deutschen Einheitspatrout (Manser), die ja bekanntlich jetzt auch in
Bahern eingeführt ist. eine Verwendung auch für das neue fran
öjsische Insanter e Geweht (System Gras) zuläht, wogegen umge⸗
iehri die Gras Pattone sich nicht in das deutsche Geweht einladen
näßt. — Die Wichtigkeit dieses Vorth ils wird von Niemanden der⸗
tannt werden, der den Krieg praktisch kennen gelerrt hat.

Berlhin, 12. März. Wegen durch die Preffe verüb'er
—X
Jahr Gefängniß und gegen den früheren Legationbrath Graf Her⸗
mann Ainim auf 3 Monat Gefängniß erkannt worden.

Berlhin, 12. März. Der vormalige Legationesekretär Fruhr.
d. Los in Paris wurde (in eontumaciam) deute vom Stadigericht
wenen deeiet Artilel in det „Reichsgloce“, deren Autorschaft ihm
nachgewiesen wurde, zu einjährigem Gefängniß verrrtheili.

Berhin, 13. März. In par'amentarischen Kreisen verlautet,
daß der Chef der Admiral tat Stosch, insosge der Vismard'schen
Nedt vom Sonnabend seine Entlafsung nacgesucht hat. Moltte
wird als Verwittler zwischen Bismarck urd Siosch bezeichnet.

Berhin. 14 Mäiz. (Marme) Der ‚Nat. Zig., zufolge
hatte der Admiralitätssschef Stosch seine Eutlassung eingereicht, der
aiser sich aber über die Annahme derselben noch n'cht entschieden.

Die „Berliner Volkezeitung“ vom 7. ds. wodmet Jodann
Jacoby folgende Worte die Nachrufs: „Der Manu der eisernen
Tousequenz mit dem weichen Kinderherzen, der furch: lose Kämpe,
welcher einst seine dier Fragen wie ein drohendes Menenkel in die
Welt schleuderte und eine gewaltige Bewegung, deren Strom
ahrhunderte alten Unrath forisp elte, in Fluß brachte, der unbeug⸗
jame Pdlitiker, der während eines langen einflaßreichen Lebens als
obisten Wahisp uch seines öffentlichen, wie pr vaten Lebens de
Devise: „Dir selbst gesireu“ dochhielt, — Johann Jacot y ist nicht
mehr. Geliebt von jedem, der ihn kannte, geachtet felbit von
einen erbitieristen Gegnern, verehrt von llen, die unbeugsame
Tharalterfestigleit zu schätzen wissen, dewundert selbst voꝛ. denen.
welche mitten in den Kämpfen des pralktischen Lebens stehend, ihm
zuf seinen idealen Bahnen, wie sie des Denkers strenge Conse quenz
hm vorjzeichnete, nicht zu folzen vermochten, lebte und wirkle er in
seltener Anspruchslosigleit und Uneigennüßigkeit. Streng gegen
sich seibst, doch milde in seinem Zorn, maßboll in jeder Gefühls⸗
regung, doch unbeugsom gegenülber der Gewalt, war diese sokratijche
Natur ein leuchtendes Vorbild in trüben Zeilen, wo die Realtion
das politische Leden in ihren eisernen Klammern hielt, wie in
Tagen der Erregung, wo zersetzende Gährung den klaren Blick des
XV

Wilhelm IV. das mahnende Wort sprechen durfte: „Das eben ist
das Unglück der Könige, daß sie die Wahrheit nicht hören wollen,“
st verssummt.

Ein Berliner Abendblatt fatzt die Lage zusammen in den
Worten: „Die Dinge sehen wieder mehr nach einem' kriegerischen
Ausgange aus, ntürlich nur in dem Sinne eines russtch-türtischen
drieges.“ Die Forderungen Rußlands sind allerdings derart, daß
ie auf Andahme der Maächte nicht rechnen sönnen. Rußland
zerlangt entweder, daß die Mächte nach einer gewessen Frist sich
jerbindlich machen, gemeinschaftliche Zwangsmaßregeln gegen die
Türkei zu ergreifen, falls diese die Reformen nicht ausführt, oder
s8 will selbst an den Pariser Frieden von 1856 nicht fserner gee
unden sein. Die friedliche Sprache des Generals Ignotiew hat
her keine nachhaltige Wirkung ausgeübt, und man erinnert sich
iberdies, daß er nicht in dem Rufe großer Zuverlässigkeit steht.
ja einer Skizze „Aus der Petersburger Gesellschaft“ wird erzählt,
zgnatiew habe den Beinamen „Vater der Lügen“, Personen,
velche aus Petersburg kommen, erllären, man erwarte dort allge—
nein den Ausbruch des Krieges im Mai; Kaiser Alexander habe
zgnati wemit Friedenshoffnungen entlassen, aber seine Gesundheit
ei angegriffen und die Viilitärpartei scheint die Ueberhand zu ge⸗
vianen·

Karlsruhe, 13. März. Der Großherzog und die Groß⸗
rerzogin siad heute aus Italien wieder hier eingetroffen. Die
Nachrichten aus Palermo über das Befinden des Prinzen Wilhelm
auteten im Ganzen besrird gend. 9 Katlsr.Z.)

ausfand.

Wien, 12. März. Die Pforte beruft sämmilich Reserven
der Flotte ein. — Die montenegrinischen Bevollmächtigten sind
Bäste des Staates. — In Boznien werden umfassende Vorkehrungen
getroffen. Alle größeten Orte werden verschanzt, alle Uebergänge
der Save und der Unna befestiztgt.— (A. 3. 7*

Paris, 11. März. Am Diensteg wird zu Ehren des
Benerals Ignatneff ein großes Diner im Palais Elysee staufinden.
Weahrscheinlich wird Jznatieff am Mitiwoch oder Donnerstag ab⸗
reisen.

London, 13. Mätz. Von der' Entscheidung des Minisser-
ralbes hängt wahrsche nlich der Ausgang der orientalischen Krisis
ab. Schuwalow proponirt, die Türkei folle ein Proiotoll mit der
Berpflichtung zur Ausführung der von der Prälininar ⸗Confer enz
perlangten Reformen unterzeichnen. Alle anderen' Mächte sollen
sontrasigniren, von einem Zwang gegen die Türkei oder einer be⸗
stimmten Frist ist leine Rede. Wena England diesen Plan an⸗
nimmt, werden die anderen, Mächtle zust mmen und Rußland demo⸗
hilisicen.
Vermisqhtes.

Zweibrücken,;, 12. März. (Schwurgerichtsverhandlung
der Pfalz J. Quattal.) Angeklagt Arton Nundeimer, 33 Jadre
ait, Tagner in Alsenborn, wegen Körperverletzung mit nachgefolgtem
Tode,, vertheidigt durch den kgl. Aopokal Anwalt Gebhari. Der
Tagner Marnuu Koop von Alsenborn schuldete dem Angeklagten
inen in 4 Termineun zehlbaren Ackrsteigptels. Da er mit den
peiden ersten Terminen im Verzug war, ließ ihm der Ungeklagte
eine gerichtiiche Ladung zustellen, worauf die Zahlung erfolgte.
Mit dem 3. Termine blied Koop wieder im Verzuge. Die ge⸗
ichtliche Ladung und das wiederholte Drengen des Gläubigers
cheint ihn jedoch geärgert zu haben. Am 10, Dezember vorigen
Jahres kam er in die Wohnung des Augeklagten und erklärte
zessen Frau, bis Weihnachten zahle er. Er begab si ) alsdann in
die Kraffi'sche Wirtihschaft, wo man ihm sjdoch anfangs wegen
jemlicher Betrunkenheit nchts verabreichen wollte, spaler aber aus
Furcht vor seiaer Skaudaljucht 2/8 Liter Brannimein vorsetzte.
ẽt suchte nun mit den anwesenden Gästen Händel anzufangen und
vandte sich dabei auch an den anwesenden Augeklagken mit einigen
oottijchen Bemerlungen wegen der Ladung und Forderung. Als
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        diesjer jedoch nicht darauf einging, ging er auf ihn zu und versezzie
ihm einen Stoß auf, die Beust; der Angeklagte stieß nun ebenfalls,
so daß Koop zu Bodeun fiel; Fein zweiter Angriff wurde ebenso
abgeschlagen,, worauf erbalde die Wirt hichaft verließ und mit
den Drohungen, er werdeẽ den Nunnzeimer der ihn geschlagen
habe? todtschießen unter bestaudigem Lärmen uad-Schreien die
Straße entlang ging. Er rief nun seiner Frau, die sich schon
zu Bette geleg: hatte, sich jedoch wieder ankle dete, um ihn nach
Hause zur holen.Derselbe ließ sich auch bewenen mitzugehen 518
fie beide auf denj Heimwege der Ehefrau“ des Angeklagten degegs
neten, die ebenfalls im Begriffe war, ihreuü Mann heimjuholen und
nun Kopp fragte, auf wen sich seine Drohungen bezögen. Nach⸗
dem eres ihregesagt, wollte sie Ahren · Weg · foctfehgen, Mur de jedoch
froz ihres Sträubens von Koop am Arme festgehalten. In
dieseni⸗ Moment trat der Angeklagte hinzu, riß Koop weg und zu
Boden, so daß er auf der linken Seite, das Gesicht am Boden,
iag, kuele si h auf ihn und versezte ihm mehrere Messerstiche in
den Kopf, wobei Koop, ausrief:: „Alleweil hast mir gegeben, das
Blut läuft“ und die Ehefrau des Aagetlagien diesem zurief:
„Auton, was hast Du gethin!“ Darauf elle er seiuet Wobnung
zu. Aerztliche Hufe war erst am Tage nach der, That mönlich. es
rat troßz der soegfältissten Bebandlung und Pflege eine acute
Gehirnentzündung ein, die am 26. Dezember abhin den Tod des
Verlezien zur Folge hatte. Die gerichtliche Obduction und Sectiau
der Leiche ergab am xechten Ohre des Verstorbenen 2 Messe:?e
wunden;; von denen die eine 8 Centimeter tief war. Der Aue⸗
klagte will durch das Vorgehen des Verstorbenen, gegen⸗ ihn und
seine Frau veranlaßt worden sein jedoch nicht mit dem Messer,
sondern mit seinem Pfeifenrohr geschlagen haben. Sein Ruf ist
lein schlechter, währeud Koop als ein-häudelsüchtiger, roher Meusch
bekannt und gemieden war;; Vermözen besaß er feines, was um
so trauriger ist, da er eine Witiwe mit 9 Kenderu hinterläüt.

; Wohrendder kgl. Staatsanwali die Anklage in allen Theilen
aufrecht h'elt und das Vorhandense,u der Nothwehr bestrute, stellie
Advokat-Anwall Gebhartt auf, daß der Angeklagte bei dem in Frage
stehendn Fall überhaupt lein Messer gehabt habe, da er ein solches
überhaupt nicht zu führen pflege. Wohl habe aber Koop sich an
jenem Abend ein-Messer zu Hause geholt und es liege die Ver⸗
muthung nahe, daß sich Koop, als er auf dem Boden lag und nach
dem Aageklagten stach die Verletzungen seldst beigebracht. Wolle

*
Lokal-Gewerbe· Aussteslsung
St. Ingbert.
Wie bereitz bekannt vegeben, wird genannte Ausstellung am
13. Mai 1. J. eröff et werden. Am Schlußtage derselben, m
B. Auni, wird alsdann die
einer großeren Anzahl von auẽgestellien Gegenständen vorgenommen.
Der höchste der hervorgehenden Gewinne hat einen Werih von
M. 300. — Der niederste von M. 8 wenistenk.

Die Ausloosungnebt unter Conirole des Vereins⸗ und det
Ausstellunas-Ausschuss ẽS, sowie des Herrn Bürgermeisters event.
eines Stellvertreterrnrnnn.
WLoose A 30 Pf. sind zu haben bei den Herren Heinrich
Schmidt, Samuel Kahm, Frig Stugmann, Salomon Kammerer
und bei dem Vereinsdiener Kasser.

St. Inabert. den 15. Marz 1877. *2*
Der Ausschuß.—

—X

Mein Bu⸗
reau befindet
sich von deute

an, im unteren Stocke des
Hauses des Hrn. Kaufmann
Bottmann, im Mühlenecke
hinter meiner seitherigen
Wohnung.
2. Rechthosd,
Gtoschäftsagent.

Sνν» Me. in den-
ledradfen anatom, u
dreio nt Mark; erschienen
ichters Berlagtanfialtei
zeipzig, ist in —— allen La⸗
ge ——
arzügliche Werk lann alle
ranken, gleichviel an welche
Krankheit leidend, umfomehr
IA errpfohlen werden,
als Wese dee Heilverfah⸗
zen sich als zuverlassig bewahrt
at, role die in dem Buche ab⸗

ruckten zahlreichen glanzer

—B36——

Der einspannige Warer

gelben Sand vors haus ge

defert zu 50 Pfg. durch
Mikolaus SählI.

man aner annehmen, vet Ungekllagte hade die Vessecstiche beigebracht,.
so habe er jedenfalls einen rechts ordrigen Angriff abgewehrt und
sich sonach um Zustande der Nothwehr defu den- Höchstens könne
man sagen,“ derselb sei cin Angst oder momentanem Schreck über
den Angriff Koepz in⸗ seinet unde semer Frau Vertheid gung zu
weit gegaugen. Dandie Geschworenen- den; Aageklagten der ihm
zur Laft gelegken Handlung für nicht schaldig erklätrten, so wurde
er sogleich in Freiheit gesetzt. J
7Bkie 3kaste, 112 März:.“ Am vorigen Donuerstag bder⸗
urtheitte; das hiestat Polizeigeeicht 14*Sonnkagsschüler von Bier⸗
bach wegen Wirthshausdesuchs zu jer 1u Tag Gefingniß. t
—fAuvue Kaiserslautern, 12. März schreibi die „K. Z.“:
Wae wer haͤren ⸗mwal den auu Samstag zweiauf, dem Hofe eints
keuerbauten Hauses in der Eisenbahestraße befindliche Brunnen
poltzeil'ch geschlossen. Der Grund hiezu soll darin liegen ‚daß
ich dei mehreren Bewohnern jenes Haufes in letzter Zeit Symp⸗
'ome einet Bleivergiftng gezeitt hiben, von denen man vermuthet,
daß sie vomn Genuß von Wasser herrühreu, welches aus den betr.
Brunnen durch bleierne Röhren in das Haus geleitet werd.
Speyer? 18. März. Die Prüfung für Einjährig⸗
Freiwill gehm gestern ihren Anfang benommea. Von' 36 Kau—⸗
daten waren 27 erschienen, 9 zuruck eiretea. Folgende 3 deutsae
Themata wurden zur Auzarbeitung aufgegeben? Weiche schlimmen,
velhe günstigen Euflusse übk die Noih auf den Menschen ? 2.
Was ist von folgendem Wor!e Rückert's zu halten: J
Nie stille steht die ZFieit—
Der Augenbleck entschweht
Nud den du nich“ genutzt
DTDer hast dir nicht gelebt.“,
3. Ueber das Wohlthätige und über das Nachthe'l ge der Fluss⸗.
— Von diesen 83 Tema'a hatten die stauddaten je nach Wahl
zines auszuarbeiten. W
FWuüurzburga,“ 12. Mätz. Durch das hens? in der
Sache gegen Aug. Wannfriede von hier wegen Betrugs (mittelst
Wernfülschung) verküudete Erkenntuiß wurde derselbe zu' 8 Pionaten
Befängn'ß und 1000 M. Geldstrafe, event. weiteren 66 Tagen
Befängniß, fowie in die Kosten des Verfahrens und Strafvollzugs
derurtheilt.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. De u eß. J
—rrrr c

—

Ich habe mir einen gründlichen Ka⸗
tarrh zugezogen, hörr man oft, und fast jeder ist zu
d ejer Jahreszeit meht oder weniger damit befallen,. Selten je—
doch werd einem solchen Katarrh de Bösartigkeit zugetraut,
velche derselbe bei Vernachlärsigung zeigt und es g'idi nicht
venige Fälle wo Lungenschwindiucht und andere schwere Krank⸗
heiten dadarch entsta den sind. Als Schutz⸗ und Vorbeugunge—
mittel verdient der heinisgehe Trauhenn-Beust-
Aonig von W. H. Zickenheimer in Mainz, dem
zerichtlich anerkannten eisten Fabrikanten und Erfinder desselden,
illen empfohlen zu werden, welche an Beschwerden der Aibet
nungtorzan⸗e zu leiden baben 4 da dieser anenehme Saft die
Egenschriten desitze, den Sch'eim zu lösen, die Trockenheit und
dadurch den Reiz zum Husten zu mildera und' zu heden, wodurch
bald ze Befreiug der unangenehmen Zustände erzielt wird
Auch werden die ernähre den und veczauungsbe ördernden Wir⸗
kungen dieses Hausmit'els vieljettig gerühmt und anerkannt.

Der ächse TraubenBruithonig

D wird in grüünen Flajchen verlauft, jede mit Sta—

n oill p'ein verichtossen, weiche nebigen Fabrik⸗

Jeinpel tragen, und zwar Fl. (gold) a M. 3,

Fl. (troih) a M. La, Fl. (we ß) a. M.
1 in St. Ingberwber J. Friedrich.

3558238
2 28 232
23 125*22553
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8 533335
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VDcdamon Drus inn lag von 35. 4. Vemeß in St Inabert.
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255* — 2 58 72 WO 35 ⁊ 22*6 2 53224 522 —I33232 * 3
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2335533553 25533383 223325
333 38 23 36387383 38
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—A — 52 2355c58 5 838872 I— 7 83 5 ————— 353355 25
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2 * 23 —A — 532 523* 3 3 —
52535 352* 2353335357 388
AA — 35533368727 »558 s855535 — 585323 ——
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* 25—3336335355 —— 25 5382722 ——— 2325 ——
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5353323335 2 228 2575253383 2. 0 7 —A
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24 * —— 552825735* 263322 52523 752533*523 27532238
— 5332 358553—5282 7 22 325 33738 73203
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2 — — —T * 227 2 — ¶ — 2— 2 25 2. 9
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53353327 3 28383238 23 —— 2 32338 —
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553 53725353 3535 322*57 583253325 272326 z2332
33 3633674 58 33773
3z*53555355* —V — 2535555 ——
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32317 —2323 6034323 733 2 833 5223 232,53022527 8232
7 222.8232 22323 5 — sñ 7 03283 6 5 — —*5c 3
2 2* —5533855* 2232 — S—S 832 2225 — ——— ——
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21338225 553335 2 —27 558333 53355 *760553 27
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5352383—2 —AV
* 5*25 ———— 22
526*2335 5552 722353
* — 2535823.5 2
— — 93
5258535333388
272 —8 5272 2.3 —225B.
5275338732 —8
55.5 5 —35327 22
zz 22 . 2—8—* 5253
5223 27228 2355
383333522328338
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2353 —52332328— —X—
2 2 —F
5355 —— 3 5 253
— 523255 23223 8
— 233538 A — 22
35 27525 2257
—A — ———— 3
*s—— 3
233333—3327353883
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523 —32533
72*59 2222236 v—
22 — —A — 2 2
KR 2. 5223233 *535
5238853833 —
28 53 3362 338352
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22 — *22
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—53 382. * 2.
5—2555553532232 s
*8233822855
1 J * 223 —
353—3383—3
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823 23755323 — ——
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— ——— 22 25 —22. 77 22 2
2—535 *53323233 —22353537
— 5532 25* —— 2 325— 222
sẽ 732348 3 8*2—8—3233 3 52355
—— 2—7 3 2 * —8
2 *556583— 73— ——52525532227
A * 3 5 — —832533*—322
—F — 3 2707 * 8
537 38 — —A 22.* *2 —*5 22
— —322 68 5 2 7 — —E —32 S.
2 22 5538 — V— 7
* 232 2 5— 32 3321358 *
* 7 —— — 2. * 8 22.3 527 * —3
2 2. 2. 2 588 35 72 2723 — — 2 —— S 2
— —E —— 2352.* — J * * — 32 —
* * S — 82—* * 2E5* 52927 232
225335582 2 2. 534 — 232727
— 222572 32,28322 22023 233822
5 3 3— 32 33———532273
2. 5 —333233632253*
53225. 23 52328283535 5
2236082 25333 2 *572 — —A—
N 25 —2 —52 377
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* 660 22 735 2 — 228—
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12 523 S253838 — 285388 382238
— 5322 2. 7 8 * 52 22 — 222 2 —23 — 222

23227 2 2 2.8* 2. 3 8 57 2

5 * — 222 732355 — 77 — —3 *5 50 * * *

* 522* 225553533 5 225 —235

32325 —— 52353383 —258 38 2832823

—2588 5* 33 8 — *2527 —

— 72&amp;2 5725 25387 323* 2582 5328 5

573323328 22.5353275 2222 275 2753 *

25 A 233253 — A22 —

522 52 1327 5252 „O 5*8 * 22

8 22 * 2235 S * 23 13 3877 * 523

A— 253 25 — 256 32x 53
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2333 53272 52* 52 553238* 2.* 2.2 8

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2*8 *225 3 727 Ac 2 ——

Q 2 23523 — 82* 5 * 2
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5 55383 5. E — . 23

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Vex Et. Jugverter srzelger und daß (2 mal wochectlich) mii dem Bauptblatte verbundene Unterhallungüblati. Sosinlagzs mit illastrixter —X

lagẽ) erscheint. wochentlich nierm alz Dieuskat, Doumerotag, Bamstatz auid Sommte g. Der Abonueent epreie betragt vicleljahrti

1 Mart 20 R. Pfz. Anzeigen werven mit 10 Pla von Aas varts wit I5 Bifa. fur die viergespallese Zeile Blattscheitt „er deren Raum. derla non⸗
n nut 30 Pifs. pro Zeile berechnetz
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Deuisches Reich

Mül a chen. Der Wortlaut der Verordnung über ve U bungen
des Beuet laublenstanbes stnmt im Wesentlich y mit der in Preußen
ecaanzeutu bezüalichen Verjü wrige über in, nuͤt werden bel ucnn
auch Cavaleristen der Referve. Aerzte und Verwaltungkbeamie ein⸗
zernf j n. Uebungen det Landwedr-Infontttie, wozu in diesem Jahre
12. 000 Mann deigezoren werden, baben feit 2873 uicht mehr
datuesunden. Darrale wurden sie au den jewejligen —XR
sigen vor enoinnen; beuer werden die Landwebrleuie in Garnisong
drte beruse. Dadurch wied et auch. mögeich werden, a jenen
Drten, an welchen mehrere Compagnien aletchzeu‘g üder, das
Bara llon zu form ren, und so wetden wir zum erst en Male jeit
iniührung der neven Heeresordnung Landwehrbätaillone auf ben
Srerzierpläßen sehen. Die Einbetufang der Laudwehrleute für die
Ponate April, Mai und Jun wurde durch die Rücksicht bessimmt,
vie. Landwehrmannichafter nicht zur Erntezeit odet wäbrend der
Dauer der rößeren Herbstübungen unter den Fahnen zu sammeln.
Berlin, 13. Maärz. Wie in Reschttagskreisen perlautet, wird
Fürst Bismark bei der Beroihung des Gesezeniwurss beir ffend den
Leichsgerichlesitz füc die Wahl Betlins einiteten.
Blex Lin 14. Marz. (Reichstag.) Lome“, Sombart,
Reichens perger⸗ sprechen über das Riichsgesundhe tsamt, Vetertnär⸗
poltzei Untersuchung der Lebeirsmiitel; Bismarck erklärt, daß die
Reichsteg erung Maßnahmen gegen die Verfälschung der Lebens⸗
mittel, inshesondere des. Weines und Bieres, ir“s Auge gefaßt habe;
sürdas Gesundie teamt seir ein eigenes Labo ätbrium Bedürfnih.
Schroder (Vippstadt: belänupft die Erhöhunu der Besoldungen für
daee VBotichaiter ĩͤn London · und Pelersbdurg Otaa:s tietac v.
Bulod rech sertigt die Positionen n. Das Gehalt des Boisch flers
London habe seit langer Zeit nicht ausgereicht. Die Gehelts⸗
erhöhumg für den Bots after in London wird mit 157 gegen
147 Si mmen cbdelehnt. Fürst Bismarck wünscht dringende man
md at die Ablehnung eines erhöhten Gehalies nicht auch auf Peters-
durg ausd⸗hnen; er sühtt aus, warum hier das bisherige Gehalt
in seiner Weise binreicke. Richter (Hagen) gegen, Unruh (Magde—
bure) für die Echöhurg der Positiön. Fürst Bismarck defürvortet
odies Ibe nochmals, worauf mit 163 zu 148 Stimmen die Aunghine
etfolat. Der Etat der' Justizü rwaltung wird ach ener Anfrage
VYaiquardsend üder den Geschafteplan des Reichsjustizamtes und
det betreffenden Erwiderung des Unter-Staatssekretars Friedberg
—RLE

Berlin, 14. März. In 'der heutigen Reichstags Sitzung
wuide der Antrag Richtet auf die Vorlegung der Nachweisungen
aber · die Restbesiände aus der französischen Kriegscontredution und
der Pauschquanumswirthschaft der Milnärverwaltung, fowie über
den Gesainmtbetrag der Kossenbestände andie Budget!ommission
oerwiesen, nachdem sich der Präsident dis Reichskanzleramis' Hof⸗
—X—
det hierauf fortgehetzten zweiten Lesung dess Etalsß wnscht der Ad⸗
geordnete Dr. Kapp, daß der Reichskommissar alljährlich einen
Beticht über den Siand der Auswanderungen dem Reschstage vor⸗
ꝛgen möse“ wis zugesagt wird.“ Abgeordneter Löwe vetlangt
streugete Controlle über. den Verkanf von Lebenomitteln. Adbgeord⸗
netet Somdart spricht für die Beschaffung bou aus eichenden tech
nischen Hülss nittein für Gesundheits wecle. Fürft Bitmart eil ärt.
die Reigierung habe zunächst Maßnahmin gegen die Berfülschung
bon Lebensmitein, insbesondere von Wein un» Bier, ius Ause
gefaßzt und seien bezügliche Erhebungen im Gange. Ferter betont
der Reichstanzler die Nothwendigkeit, für das Gesundheiusamt ein
migenes Laboratotrium zu errichten ·

Die deutschen Kriegervereine, welche sich seit 18710 über ganj
Deuischland gedildet haben, siud doch in ührem gleichmäßegen Wachs⸗
urn uind in der Herstelleng einer yemeinsamen Organfatihn duf
Hindemisse gestoßen, welche in den ersten Jahten ledhaft desprochen
wutden; es nagten an ihnen gleichzeitig Ultrauontaaismus und
Partilulatismus, die reichtfeindlichen Eleciente, weil man instinkt⸗

wäßzig fülttt. datz der auf, den Schlachtfel dernegefchlossete nb
nit Viut. Httuͤtese Bunde ein startet Agitalionbinitter fu vtet Ve
⸗stigung der einheitlichene Relchtideg abgeben werde. Der gegene
vaͤruͤge Vorort“ der Allgemeinen“ deut hew Kriegerkameradshaste
köln rr'att det einen Aufruf, der“ iich' gus dig Beschicung“ deß in
esem Jahre in Koln frattfindenbet B——— unib seing
Fahne als“ Vertreter der Vaterlandzliebt und der Treue zu Kasser,
Fürst und Väterlaud“offen entfattet *
e
— 4* Ausland. * —
Bat'iß, 14. Marz: Nach einem dim, Joͤura. des Debait“
riiä Lonbon von heüte zügegangenen Telegramm“ wird von gut
interr chieiex Seite veisicherl, daß der gestern persammelte englifche
Lin stertatt der Jdes eines seitent der sechs Großmachte zu haler⸗
cichnenden Prototolle beüglich der orienialischen Frage im Princ y
u estimint habe. Ueber dit dem Protokoll zu gebende Fassuug
verden noch zwischen Lord Derby und Graf Schuwaloff, weitene
krörlerungen gepflogeß. 32*3
Sonn drohn, I2, Maͤtz. Die Rückeht des Grafen Squwaẽ.
off voa Paris hat kür den Augenblick den Schweipunkt der
hwebenden Verhandlurgen nach London verlegt. Daß der rujssische
hotschalter Vorschläge mitigebracht hatz darf nach, der üeulichen,
Nattheilung des Unserstaatsstereiärh Bourke füt sicher gelten. Die
Morning Post? wieldet auch heute, daß ein Cabinetsrath d'eselben“
ofort in Erwägzung ziehen wird. Ein Berlinit Telegramm der
Pall Mall Gazette“, beneichnele am Sagistag,— angeblich auf
usn Detuier die neuen Vorsch age für walisgenee ye
. vae Eur Nerz eeg se oee —D mengn Das
vird aub nöthig sein wenn England seine Einwelli ung ertheilen
all. „Wie weit die Nachricht richtig isft, daß Rußland sich mit der
soßen Auͤertennuag seiner Verdienste für die gute Sache im Pro⸗
toll züfrreden geben will, bleibt abzu vatten. Hier hat dat erxwhnte
Telegramm, werner vervollständigt duich gestrige Pariser Tele ztamme
es „Obseib ce nen recht günstigen Eindruck hervorgetufen. Auch
a Paxis wurden an Samstag Nachmittog offt abär gFriedliche Nach⸗
idten verbreitet, denn auf, hresiger Börse wurde nach ziemlich
lauem Tagebgeschaft in lezter Stunde diel für franzoösische Rech⸗
uung gekauft. Das half die hoffnungsvolle 3 Desiha
Lo'n do n, 14. Päcz. Im gehrigen Miniflertath wutde
die Erörterung des russischen, Protocollvarschlags nicht beendigt.
Aber falt alle Blätter stimmen darin Aberein, daß begründete Aus—
icht auf Englands Beitritt dorhanden säc.
London, 14. März.Tumes“ äußert sich üßer den von
Scuͤwoloff überbrachten vussischen Vorschiag wie joigt; Noch nie⸗
nals sei ein wichligerer Vorschlag Seirenß eines Sigales an den
mnderen gerichtet worden; »wenn durch de Annahme desselbeü das
ufgeben der Vläue Raßlands exlangt werden lönneso existire
ein Hinteichender Grund fürr die Ablehnung, denn“ er' perpflichte
kngland in nichts der Türlei gegenüber und gewaͤhre doch, dert
ezteren eine Gnadenfrist. Demselden Blatt zufolge kautel der
) ubpipassas? die Vächte xeserd ren sich das Recht und die Bqsughiß
iber euit, Action .zu beratheu, die staulfi den joll, wenn die Pfone
den Verpflichtugen ulcht nachkommi, welche ihr durch dje Annahme
der iim Polokoli enthaitenen Reformen aufettegt sindere
—
f Zweibrüchexc, 18. Matz. (Schwurgeticht der Pfalz
QOuatsal.).2. Verbandlung geden Mai Philipp, 29' Jahre altg
Figat reumachet aus Budesheim (Rheinhessen) zur Zeit in Mann⸗
zeim, wegen Preßvergetens im Siune dec 83 130 und 1831-det
eichkstraigesezbuchte vertheidigt durch, den koniglichen Advolat⸗.
Unwoalt Gibhatt. Ineciner am 2.“ Dicember di J. uun Speyer in
der Bierbrauecci Moos und am 3. Decender d. J. zu' Ludwigt⸗

hafen im Gasthause⸗ zum bayerischea? Hof' veranstalteten Arbeiter⸗

ersammlung veriheilte der Ungeklagte unter. die zahlteichen An⸗
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        wesenden ein in Leipzig in der Genofsenschaftsdrucle rei gedrucktes
und von derselben verlegles Flugblatt, welches er sich behufs Weiter⸗
berbreitung hatue kommen lassen und den Titel Agitations-Nummer
führie. Dasselbe-enthielt zwei Aufsäße, die den Thatbestand der
gz3 130 und 181 det RaStr.«“G. B. begründen.“ Der erste Auffatz
rug die Ueberschrift; &amp;, Was wir wollen“ und reizte in einer den
zffentlichen Frieden gefährdenden Weise die Arbeierbevdllerung zu
Bewoltihätigkeiten gezen die übrigen Bevölkerunzsclassen auf; er
bezeichneie die besißende Clofsfe als diejenige weiche die Arbeiter-
zlafse an der Erlangung der politischen und socialen Rechte zus ver
hindern suche, die jegige Heerebeinrichtung als ein Mittel der Kuech
sung und Groberungtsucht, das zugleich Krieg auf Krieg bringe
und alle guten Sitten in ihren Grundfesten exchütterte. Ge nauut⸗
die Justiz im heutigen Classenstaat einen Spett auf ihren Namen.
za. sie in den Handen der privilegirten Personen und Classen sich
befinde, und die Schwurgerichte ein Monopol der desitzenben Classe,
rin Mittel zut Injcenesezung jener schimpflichen Farce der Gerechtig—
deit: der Clossenjustiz. Alßdann ging der Aufsaß auf die Besp echung
der Gemeir justiz als einen Staates im Staate üder und sagte, die
herrschende Minderheit desteuere nach ihr m Gutdünken die beherrichte
Medeheit; vom Schweiße der Arhejer exrichte sie jür die Kinder
ver Reichen Unterrichtqustalten; dem müsse abgeholseu werden, und
diezu sei unerläßlich, die dtonemischen Grundlagen der heutigen
Besellichaft zu andern. Er fuhr dann fort und jagi, in der heutigen
Gefellschaft herrsche der Krieg und das Faustrecht; die Ursache hiedon
dilde die Lohnsclaverei mit ihrem blonomischen Raubbau, ihren
Urbeitermafsacren durch Hunger u. s. w., das Lohnfystem mülse
fallen, die finstere Bastile des Classenstaates; denn der Arbeitoeber
bereichere sich durch die Ardeit seiner Lohnsclaven und begehe ein
Raub an dem Arbeier, was eine Massenverarmung zur Folge habe.
Es hieß dann weiter in diesem Artikel, das Eigenthum fei eine
Lüge far die Mehtzart det Menschen, ein Raud für die Minder⸗
jeit, die Socialdemokralie wolle Eigenthum für Jederman; die
heutige Gejellschaft löfe die Familie auf, Staat und Gesells vaft
wetteiferten heute mit einander, die Vildungsleime in dem Menschen
zu ersticken, die Mebhrheit des Bolkes geistig und körperlich zu ver⸗
jrüppeln, die derrschende Minderheit zu corrumpiren ꝛc. x. Diesetr
Aufsaß war jedoch nicht blos geeignet, die Arbeiterclassen aufzu-
reijen, sondern sucht zugleich Staatseinrichtungen. nämlich die jetige
Heereseinrichtung, die Jastuverfassung, besonders die Schwurgerichte,
den dermaligen Rechtsbesisand des Gigenthumes, sowie den Staat
und die flaatliche Gesellichaft in ihrer heutigen Verfassung verächtlich
su machen. Dazselbe Blatt enth elt ferner auß der Rückseite einen

rιν de schrist sirt ⸗
Izul wei. de Aerenchuite Huenisut Suo iou o
zefuͤhrdenden Weise aufzurtizen, hudem er unter Bezugnahme auf
bas durch die Bauern im Bauerakriege gel eferte Beifp'el die Auf⸗
forderung enthäͤlt, auf dem Wege gemeinsamen Handelns die an⸗
geblichen Ketten mit dem bereits geschmiedelen Schwerte zu zer⸗
hauen und in dicht gebrängten Reihen sich gegen die Feinde zu
erheben, welche dem Ansturm der Arbeiterarmee erliegen müsten.
Dadurch, daß der Augeklagte die fraglichen Agitat'ontnummer sich
aneignete uad dieselden vorsätl'ch öͤffentlich verbreitete, muß er für
den Inhall verauwortlich gemacht werden.

Die lgl. Staatsbehörde, dertreten durch Staatsanwalt Petri,
legte dar, daß die inctiminirten Artikel bezüglich der bestebe den
Staatseinrichtungen schreiende Entfsellangen und Uebertre bungen
enthalten, wodurch d ese Einrichtungen in den Augen der Ardeitet,
für welche die Agikationsnummer daupfsächlich berechnet sei, ver⸗
achtlich gemacht worden seien. Getrade die wundesten Punkte der
bestehenden staatlichen Einrichtungen feien herausgegriffen und als
die Regel hingestellk worden. Beide Artilel hätten aber auch ders
sucht. die Ardeiterbevölterung zu Gewalithätigkeiten gegen die de⸗
fißende Klafse anzureijzen und dadurch den dffentlichen Frieden zu
gefährden. Der k. Advokat⸗Anwalt Gebhart suchte dem enlgeden
nachzuweisen, daß die beiden Artikel der Azitationsanummer, die
LAbtigent nur für die Reichßtagtwahlen berechnet gewesen sei, nur
eine etlauble Kritik und berechtigte Qlagen über die faatlichen
Einrichtungen enthalte, deren allerdeugs übertriebene Sprache dem
Umstaude zuzuschteiben sei, daß sie ein Agisalionsmittel für die
Reichßtagswahlen hatten sein sollen. Uebrigens seien die Artikel
erst in der Pfalz anftößig besunden, aber shHon seit 1873 in an⸗
deren deutschen Staaten gedrucdt und ohne allen Aasstand verbreitet
wor den. Die Geschworenen erlannten den Beschuldigten für schuldig,
sowohl in der Voll-versammlung zu Speher, wie in der zu Lud-
wigshafen je zwei Vergehen in Sinne der 88 130 und 1831 des
XL
deruttheilte ihn auf Grund dessen zu einer Gesammigefängniß raft
don 4 Mouaten und zu den Kosten der Verfahrent, verordnete
zugleich die Vernichtung der beschlagnahmten Exemplate der Agi⸗
tationtznummer.
—XEXVD
gehaltenen, don dielen pfalzischen, sowie von hefsischen and preußischen

Verbereibesitzein besuchten Lohrinden: Markt wurden fast 28,000 Ctt.
zu quten Preisen abgesetzt. Eine Partie von 600 Ctr. fand, weil
zu hoch im Preis, keine Abnahme. —

F Du rt heim, 14. Marr. Die letzlen kalten Tage waren
den Wildschweinen verderblich. Die Jäger benutzten den Spurschnee,
im unter denselben ewas aufzuraäumen. Hier fsolge das Verzeich
uiß der Jagderjolge lzier Tage. Es wurden geschossen: 1 Wild⸗
cdwein, Nadieer Alte Glathütte von Juhus Fz. 1 di. Revier
Jaägerthal, von Oberförfler Ernst, 1dt. Revier Jägerthal, von
Jultus Feß. Undt. Revier Alte Glathürt, von Schlaghüter Heinz,
dt.‘ Rev er Hardenburg. von Friedrich Sahner, 121. Revietr
Weisenheim, vo Gustav Bischoff, 1dt. von Karl Bart. Friüher
vuede ein flartes Schwein im Elle stadter Bann auf freiem Felde
in einem Woffergraben etlegt von Q⸗lonom Hammel. (D. A.)

Speyser. Von den 27 an der Eimiährig ⸗ Freiw ligen⸗
Prüfuug; beih⸗ iligten jungen Leuten wu den 19 zur mandlichen
XXX
fAus der Pfali, LU1 Mirz, wird der ‚N. Fr. Pr.“
zeschrieben: Ueber die Vertheilnag der Gerichtssprenzel respctive
iber die Wahl der künfttgen pwei oder drei Landgerichte zieht
jegenwärtig en männermordendet Kampf durhh die Spalten der
zfalzischen Zeinin jen. Man hört von Derutatio nen, Gatachten.
Bauanerdietungen, auch fehtt es nicht an Vorwürfen gzegen einzelae
Personlichkeizen, doch scheinen im Ganzen die Städte mehr ihr
Interesse in diesem Kampf ums Dasein wahruehmen zu wollen
als daa* des ganzen Landes. De ganze Pfatz zeriãlli in zwei
ratütliche Gliederunz n; de Vorderpfalz und den Westrich; der
Zdaam des Hardigebirges bildet im Ganzen de Schide. Darnach
ist das Narüt lichste und auch das an den Bahnverbindungen am
neisten entsprechende für dede Zonen se einen Gexichtasitz zu
retten.“ GEs tann nun kein Zweifei sein, daß nach Volkszadi und
zage im Wejlrich Kaiserslautern eine dominireunde Lage einnimmi.
Die Alsenz⸗ und Donnersbergbahn würde es ermöglichen, mit diesem
Zprengel zu zleich das ganze Donn⸗rsbergland bis an den Canton
Brünstadt zu vereinigen. Für die Vocderpfalz ist die Wahl schwie⸗
iget. Da feten sich Lud bigshafen, Fraukenthal, Neustadt,
daudau. Wäre es mötzlich der ca. 400,000 Menschea zähleaden
Borderpfalz 1wei Landgerichte zuzu ve sen, so waͤre fuͤr de Süd⸗
fatg Landau der geeignete Pautt, jür die Nordostpalz Franten dal
»der Ludwigshafen. Sphyer darf als Sitz der Reg erung so wie
o nur in weiler Lenie in Betrat kommen. Ecvielie aber die
Borderpfalz nur ein Landgericht, so durften sih als M. ielpuntte
&amp;er Landschaft Landau oder Neustidt empijehlen. Im Uebrigen sei
er bel. dase der Rartheil des das Forum suchenten Publi
ums durchaus kenne Rücksi at auf einzelne Vorihelen:zn dieser oder
ener Stadt vertragen kann. Dem Staate kann es an sih gleich⸗
zültig sein, ob er in X oder in MJeinen Neubaun a fführt; dem
Frieuten und dem Zeuzen aber ist es vom vödsten Juteresse nicht
dcei oder vier Stunden nach seinem Ladgerichte auf dem Wege
jsubringen zu mässen,, sondern so schnell als mz ch nach dem
actütlichen Gentrum seines Ger:echtsspeengels zu gelangen.
fWürzburg, 9 Marz. Voe dem hiesigen Dezirla⸗
zerichte lam gestern ein Fall zut Verhandlung, der in weneren
und we testen Rreijen das all zemeine Interesse zu errrgen geeignet
st. Als Angeklagte erschienen nämlich drei ehemalige Soldaten des
2. dah tischen Art I riecegim ais, welche während der Belagerung
pon Paeris auf dim Gute der Wunmve VPareichall in Fomenah⸗
nux roses die bdedeuiende Summt von hunderniaus⸗nd Franc in
viderrechtlicher Weise an si georoch huten. Bei einer Requisition
Juf Lebens aittel sanden sich in den Kellectäumlichkesen eine unter
Flaschen verborgent Grube, in welcher deei Kiften mit Silber,
Werthaegenstä den und Staatt pipieten im obigen Betrage degraben
vorden waren. Die drei Finder lien sich derleten, den Fund
nicht an die detreffende Stelle abiulitfern, sondern theilten vielmeh⸗
de Papiere, weiche aus franzbsischen Eijenbahnactien, spanischen,
talienischeu Staatspapreren, Loosen u. s. w. bestanden, mit noch
wei Kameraden, um sie um geringes Geid in Deuisch!aud zu der⸗
chieudern. Auf diese Weise ward das Vermbyen der Nadame
Mar⸗schall a1sbald in alle Windrichtungen zerstrent, doch wurden
ach idter Rüdkehr nach Fontenay naiuetich sofort alle Minel ia
dewegung geseß:. die verlorenen Papiere wieder zu etlangen. Gs
zelang deun auch schließlich den eifrigen Bemlizungen derschiedener
Banlhäuser, einen großen Theil der Effecien Vdadame Mareschall
Ddieder zu derschaffen, wahrend ein Mnimum des Gesam utbe trages
ichon im Jahre 1871 von dem einen Soldrien, den die Reue de
fiel, durch dritte Hand und gegen Fnigeld an d'e Eigentdümerin
putückerftattet warde. Witiwe Mireschall in in Begleitung eintß
Herin jselbst in der Verhandlung erschi nen. Die Berhaadlung
vird idr durch einen Doll metjcher derstäudlich gemacht. Da übrigens
»en Soldaten die Verjadrung zu Guie kommen wird, werden die⸗
elben steaflos usgeden, wogegen für die der Heblerei Besch uldigten
vom Eiaatbanwalte zunächst 2— 20 Jahre Gesfangnißste ale, und
        <pb n="143" />
        entsprechend dem mehbrjähriger Verlust der bürgerlihen Ehrenrechte
deantragt ist. Die Urtheilspublie nion erfolgt aͤn nächster Woche.
7 Aus Baden, 13. Marz Darch“ Verordrung des großh.
Min'steriums des Innern ist die Einfuhr von Nindvle jeder Art
und Race aus Oesterreich ˖ Ungarn Urer die badische Grenze dis
auf Weiteres dverbot .
fKarusruhe, 7. Mäcz. Sehr“ pwedmaßin erscheint
dat Verfahren det hiesi gen Ministernums des Innecu, welches ein
Schriftchen autgeben lieb, das eine einfache Viethode zur Prüfnug
der Lebeusmit el auf die in leßter Zeit beider id sehr ausg dednten
Berfälschungen bezeschnet. Es umfaßt diese die Prüfung von Btod,
Dehl, Atdilch, Butter, Wein, Weingeist, Fruchtsaften, Zucker und
Thee. Das Ministerium hat den Polizeib hörden die zur Prüfung
dieser Libenbmittel e fotdetlichen Apparate und Geithschaften, so⸗
wie auch die nötdigen Reagent'en verabfolgen lösser. Jugt wären
etwa nut noch die Nanen der beftraft n Falscher zu veröffentlichen,
wie 8 in einigen Stadten Bay rns mit quten Erfolge gesch'ehl.

In Wasbaden wurde an4. Maärz beim yppell ein del
dem dort garnisonirenden Nufs. Feld-Art.Regiment Nr. 27 n
der 6. Battere dienender Mhier aus Göttingen wegen all zugtotzer
Duminhet ats zum Dilitardienst untauch lich erklärt und e tiessen.

fDie wiestprälische Gemende Alberbkirchen hat ieren
OSjahrien Pfarrer Vohhaus der 75 Jahre lang Seelsotger dir
Bemeiede war, durch den Tod verloten. X —

fBerlin, 10. Marn,. Das hiesige Stabigericht vetur;
cheilte den Schriftseher Walter, elcher angellagt war, durch einen
adfi tlichen Druckffehler in der ,Rat.83* eiune Majestätsbeleidigung
begangen zu baben, zu 4 Pionaten Gefänun'ß. 5

F Die Auspräqgung der goidenen Fünfmarkstücke läßt noch
immer auf sich warten. Jn de Muünzoche vom 23. Febrnar
is 3. Tkärz ist, wie in den vorhergehenden, auf öffeniliche Rech-
vung gar kein Gotd ausgeprägt worden; nur die Hamburger Münze
liefette auf Privalrech ung 7540 Stück Doppelkronen. Vo: Sil⸗
bermünzen wurden nur Zwermark⸗ und Füufzia⸗Pfenpig-Stiicke ge⸗
dragt, letzere, um das Reich daldmögzlichst in den Stand zu setzen,
die alten Thalerstücke zur Einlösung aufzurufen.

FKReich sSchatzicheine. Aus Berlin wird ge⸗—
meldet: 12 Millionen Reichssihatzicheine wurden am Piittwoch in
der Staatsschuldent'lgungskasse in der Oranienstraße verbrannt. Zu⸗
erst warde bie J'entitat der einzelnen Scheine gepüit und dann
wanderten die Papiere in die Flammen. Ueber den Schornstein
war vorsorglich ein Drabtneß g spanat, damit teinec der Zchat⸗
cheine flüchiig werden und wieder in Cirkulation kommn tkonnte.

fQusoniosberg, 12.“ Marz. D'ie Beerdigung Job.
Jocobys fard gestern unter großartiger Betheiligung statt. Schon
am Vormittage waren de Sir ßen sehr belebt und war vor dem
in der Gartenstraße (yinter der Unidersisae) gelegenen Trauerhause
ein dichtes Gedruinge. Vit dem Mittags⸗sturierzuge kamen noch
dele aus pärtige Theiluehmer und verschiedene Deputationen an,
darunter als Adgesandte der Forischritisparter Didert und Bürgers,
alt Vertreter der demokratischen Partei Gudo Weß, eundlich als
Abgeordnete der socaldemotratischen Fraktion Most und Radow.
degen 1 Utt setie fich der Zug in Bewegung; nach einer ziemlich
zenauen Schätung folgten mehr als 5000 Perlonen dem rech mit
Zranzen uund Palmenzweigen geschmückten Sarge, darunter der
Ddit · Bur germeist ·x, Mitglieder des Magistrats aud der Stadtver⸗
ordueten · Versammlung und Vertreter der Unive fitat. In den
Btraßßen, durch welche der Zug ging, bildete d'e Beboͤlkerung Kopf
an Kopf gedränat Spalier dis zum Königtthor. In der Halle
des istae itnichen Ktirchdofs hielt der Prediger Dr. Bamber er eine
Scabrede, in welcher er des Verstorbenen Verd'ensite als Mensch.
Burger und Atzt würdigte und ha mit Spinoza verglich, mit
dem er das ideale Streben nach Wehrheit und Klarheit gemeinsam
zeh abt. Gieich Columbus habe Iccory gegen alle Hindecnisse

jeinem hohen Ziele zugestrebt, das ihm ind⸗ssen gleich Rofes nur
don ferne zu schauen vergannt gewesen. Sein Wirken habe ihm
tin fut alle Jeiten bleibendet Denkmal geseßt. Hierauf wurde die
Sarg uater den rituellen Ceremonien zur Gruft getragen. Obwohl
der Vorstand der Kultutgemeinde das Halten weiterer Reden der⸗
poten hatte, sprachen doch noch nehree von den Delegirten. Zuerft
hielt als Vertreler oer Sozialdemolratie Most eine gerad zu taktiot
Arononirt sorialistische Rede, dann iprach Rackow im Neamen der
olialdemottatischen Urbeiterpatiei, Eaderer für die Demokraten und
Sojialisten Königsbergs, Kröcker fur die⸗nigen Bretlaus, Brauu
jur den Nölner demokratischen Verein, Ecks im Ramen der sosia⸗
istisch gesinnten Ftauen Berlins, Arnold und Herbig im Namen
der hesigen Vereine, Rupp für die schwädische Vollsapartei und
Sonneraann im Namen des Frankfurter demoktanschen Vereins.
danmiliche Vertreter legten Lorbeetkränze auf den Sarg nieder.
Fin don den Demolraten Moanehe'ms gewidmeter Kranzg war leiter
u spat eingetroffen. D'ie Feier endete etwa halb 4 ühr.

f In Jaster dur g gewann ein Bahnhopacmeist⸗r 60. 000
A., verlor aber äber dies ungehoffie Glück den Verstand. Nacht

lein, deß er mehrere Tausend Thaler im Osen verbran⸗xte und
ümmtliche Kleider seiner Familie vernichtete, er— begann sogar in
einen Aufällen auch die Frau zu mßlhandeln, was diese dver anloßte,
nit dem Rest des Gewinues von 52.000 Mart nach Konigsderg
u flüchten.
7Die“ 2N. fr. Pri schreibt u ter'm 12. d. über die gegen⸗
värtigen Winerungkverhältnisse; Die Kaltsezugahme dauert in ganj
rutopa noch an, usd werden heute aus allen Stationes ganz er⸗
dunlich tiefe Tmperaturen gemeide..Die Kalie erstredt sich bis
an die südlichsten Grenzen unjeres Welitheitees Aus Spauien und
janz Italten ,e wie Dalmatien und der Balkan⸗Halb'eujel werden
regative Teinperaturen gemeldet, und sind die Pyrenqen und Apen⸗—
uinenz wie das Balkangebiege überall doy mit Schiite dedeckt; in
dorddeutf land und Minel Europa ist seit drei Tagen überall
serte: es Wener vorhereschend. In Naßlind beerscht abnerm laltes
Veiter; aus Galizien werden hheute über 20 Grad Cefius, auts
„valzeurg 15 Grad, ous Klagenfurth 18 Grad, aus Wrieft 8 Grad,
nus Unzate 8 b:s 12 Grad, a s Boyern 19 bis 15 Grad, aus
er Schrwei, 19 bis 12 Grad Celsjtus unter Mull Lemetet, und
st“no9 keite rasche Aeuderuug in det hertscheuden W.iterung
—XRX
f Eine trie sachnu«ung. Das ‚Handelsblad Pa⸗
dang's? enthait folgende drastische Uebersicht: „Bs jetzt hat der
—
10 000 Bewohner Arschins todizeschossen worden; solglich hat j der
dertelden 1140 fl. getostet, ahne Hinzurechnung des Vannes, welchen
ver unsererseits manchmal in den Kauf geben miußten. Falls wir
ür die verausgabte Summe Grundftücke: zum Presse von 1140
l. per Hektare angekanft hätten, wücden wir weniagstens 40,000
deltaxen Grund und Boden besizen,“ was denfalls ersprießlichet
ewesen wäre als die betreffend à 40,000 Pfffe pftanzer·, welche
och drzu den vösen Fehler besitzen, daß sie todt sind..
. Aus der englijchen Gerichtspraxis. Vor dem Civilgerichts⸗
ofe zu Lescester spielte fich u längst ein sonderbarer Proceß ab,
effes Gegenstand eine Eatschädigungsklage wegen nicht erfüllten
xẽ̃ eberjprecheus bildete. Die Juiy verurtheilte den Beklagten, einen
inverheiratbeten Geistlichn von 65 Jahren, zur Zahlung einer
Abfindun zjumme von 3750 Frts. an die Klägerin, eine Lehrerin
jon 31. Jahren. Sein Verthetdiger hatte einge vandt, daß in dem
orliegenden Falle die Avancen vou der weiblichen Seite ausgegan⸗
jen seien, und verfiel, um den Betrag der zu zahlenden Summe
aö zlichst herabzudrücken, auf enen 1oghst originellen Milderungs⸗
rund, indem er von seinem Clienten behauptete, derselbe huldige
eid 30 Jahten der Gewohnheit, täglich fünf Pillen zu schlucken,
vas die ansehnliche Zffeervon 54. 700 Pill⸗n ergab. Ein Gatte,
essen Ko per durch 54,760 Plllen erschöpft worden, sei offenbar
ein großer Vectust; und in der That toxerte ihn die Jury denn
ruch nus auf den oden angetzebenen Werih don 3780 Free.
Gräne Erdsen. Rach der neuesten vor den Londoner
Zerichten gefubrten Verhandlagen, in welchen zahlreide Chemker
zeugnez ablegten, muß vor dea conservirten grünen Erbsen (in
nnbüchse‘ aus Frankreich kommend) gewarnt werden. Deese
erbsen sind häufig mit Kupfer gesatbt, um den Laufer durch die
rische zrune Farbe zu tauschen. Bei Aindern und kränklichen
Zetsonen kann der Genuß eines einzelnen Gerüchts üdle Folge
vaben, häufizer Genuß eine Vergiftung dewirken. Jedenfalls wird
nan gut thun, sie dor dem Kochen füüchtig abzuwäschen.

——
Far die Redattion verantworitli⸗

a m eß. —
Amalie Haizinget, die allzemein beliebte komische Alte
des Wiener Hofbdurgiheatecs, hat bekanntlich seit einiger Zeit den
Brettern, die ihr, wie deelleicht keinem andern Mimen, die ganze
Welt dedeuteten, Ledewohl sagen müfssen. Das prächtige Porträt
zer alten Dame und die warmempfundenen Worte über ihr Leben
ind Streben in der neuesten Nummer der JAustrirten Ftauen⸗
Zeitung find sür die unzädligen Verehrer der genialen Künstlerin
jewiß don hodem Interesse. In- decselden Rummet finden wie
ine Studie des derühmten Landschaftmalers Ernsi Körner von
)essen ärhplischer Reise, die Mamelukeugräber bei Kairs darstellend,
act aus eigenet Aus dauung dervorgegangenet Beschteibung don L.
dietsch, ein großes Bild von dem Franzosen Renedier, „Dante in
ꝛer Verbannung iam Klostet Avesllana“, an dast sich en kurjet
densabriß dieses größten italienijchen Dichters von dem in Pisa
ebenden deutschen Geichrten Reinhoid Merzdorf anschließt, x. ⁊c.
tuch Nuredin Aga vertäih wieder neue Geheimnisse aus dem
Treiben des türl schen Harems, diesmal den meist harmlosen, oft
über auc, harmdollea Ze twertreib derselden erzaͤhlend.

Die vorhergegangene Moden ˖Rummer (0) desselben Blattet
st diesnal besonders reichhalt: g in Noditäten der Wasche ⸗Confeltion,
»ie delanntlich in Form und Auspaß der Mode nicht weniget
anterworfen ist, als Kleidet, Hüte und Mans
        <pb n="144" />
        Lollal· Gewerbe · usslellung
——— St. Ingbert. I

— 7 2 4 243 322 * —44

Ankerleibs Bruchleidenden
virb oie Bruchsalbe von Goe Sturzenegger in Hieris ann, Canton
Appenzell, Schiweig bestens empfohlen. Dieselbe enthäl leinexrLoi
h'avii hen Stoffe und heiltselbst ganz alie Brüche jowie Muller⸗
hbifälle in den aUlerrm'ensten“ Fallenev o? li st a n dig. Zu be⸗
iehen in Töpfen zu Mark 8 nebfi Gebrauchranweisung⸗ und überraschenden
zeudniffen sowohl durch G. SAu rzen'e gae reselbst. als durch die Nie der⸗
age von Der WV. Strauße Mohrenapothete Maina Auch in No⸗
ades ju erfahren durch die Versendiftellen von Fr Böhm, Ka zůe tc
a uexen und Carl Malzacher in Carlatuhe —

no —

7 Wie berein bekannt zegeben, wird: genannie —X am
13. Mai l. J. eroffnet werden. Am Schlußtage derselben, m
G6. JIunui, wrd alsdann die dr
86 — —
Verloosun
einer:grbleren Amahl von auegeftellien Gegenftünden —
Detr —QXW bervorgehenden Gewinne hot kinen Werih hon
M. 300. - Det, niederste ꝓon M.8 upe ni. fleub. peh
z32 Dir Ausloosung iiebt benter Gonirole dea Vereins ⸗ und des
Ausn lungs · Autjchuff *8. sowie des Heren Bürgermeisters rvent.
tines Sicvertreters. * — — —
dB v— 2 F
— Loose a 30 Pf. sind zu haben bei den Herren Hednrich
S hmidt, Samuel Kahne, Fritz Stugmann Salomon Kammerer
und bei dem Vereinsdiener Käserr. F
St. Jutzbert, den 15. Marz 1877. 35 7
Det Ausschuß.
— — ——— — — — —

— 12824 —— * AA 232 4
»Epilepsie“⸗Fallsucht — Krämpfe.

diStarkung der ven überhaupt RX
Ueber iJe on schiedl chne allet ta laattn gerihernung r hn doe
Iqh ne für Jedermanu neicharperr sna u d'i che Bilehrung
iud weisel nach jneperu j. snrgee He iung die soeben in 329.
iusgabe rjchenene Brosa are ven Dr. St a rit, Konigl. Siabs -
nud Specialarzt s. Eple sien, Rit er x. — Antliche Uetunden übet
die bereris erzielte. He lresunate werden beiefügt. Die —A
sarans u sraned deneches durch die Dr Stark'jche Ver⸗
anß Expedilion. in Berlin S. O. Woldemarstratße 52.

23536

νä.
Die Wormsor Brauer⸗Akademio
hereiis von cireu 700 Bräuern aus Hen Londern' der Erde besucht
beginnf das Sommersemestitt am IPiai —Peor imm und
Auslunft errheilt Die Directn
itat e Dr. SChneide vx.

88

Ü(—WMR

Jowxkures Amerikanische Packetsahrt-
AAcctien⸗Gescllschaft.
Directe
don
chifffc
rerr -RMew-

Ir. Emmenthaler Am Donnerstag 22.
ESchweizerkäß März nächsthin—
——— — Jahrmarkt
tere imn ESt. Ingbert.

Mein 2stöckiges Haus

in der Oberstadi. nick Garten u.

Acderssück in im Ganzen oder in

Theilen zu vetm' eiden, bezie hdar

vis 1. apru

22BB. August.

Abfahrten am A. LI. 18. und 28. April. Ferne r
ieden Mittwoch.
Passage-Preise? J. Cajüte M. 500. II. Cajüte M. 300.
Zuijchendeck M. 1380.. —
Nuaͤhere⸗Auskunft ertteilz der alleinige Vertreter und Agent J.
Poters, Su. Ingbert. Wen
Wechsel nach Amerika werden zu jeder: Zeit abge⸗
geben.

Mein Bu⸗
eau befindet
ä sich von deute
an, im unteren Stocke des
dauses des Hrn. Kaufmann
Bottmann, im Mühlenecke
ziuter meiner seitherigen
Wohnung. —
ανy Bechthold, 14
Befchäftsagent.

327
3 278 —— *
— —
ü0
In allen bedeutenden Musikalien Handlungen vorräthig
O —O Exei piure in 6B Worhen verkuunst
Oceana-WValzer.
7 Fürr Clavier com pouirt und Fru—
eGeeana Renz
gewidmet von Aug. Cahnbkey. Capellmeister im. Circus Renz
-DVDiehser, jeden Abend im Circas Renzmin stürn lichem Bei⸗
fall begrützte Walzer erschien in folgenden 4 Ausgaren?
A. Mit Prachtiuel: Die Künstlerin im Costume (en face,
B. —8 a e⸗ —* J ιιιι α —F 8 Profil,
veuessẽ Aufnahmen.
238 Brustbild derr. Kürnstler n.7
D. Erleichterte Ausgabe mit Medailfson»Titel (Bruftbilb).
» Obglerch letz'ere Ausgabe (D) setr' leicht bearbeiet,ist
das Arraugemen lo glücklich, daß dieser schöne Wulzer selbst
von kleinen Häuden zur vollen Wirkung gebracht werdeun kann.
.VBreis jeder 3 usgabe: Rin I, FO.
Grichestertimmen n abschrift 6 Var)
4 : —— — 3
248 Eben erschies serner α
.* s —
Cli —IIIa
—z77— aus der Pantomime:; J
Ein ehIncaisches Fest.
Grrangitt von Hen. Directot Reutspe 7.
jur Clavier componirt von August Cahubley.
. J J — Preis Nuk. I.-. * F 9
Diese bübsche leichte Polka wird sich ihrer öngenehmen
Melodien wegen ebensobalde Bahn brechen“, als der Oceana⸗
Walzer desselben Componisten. *2 —
4— Gegen Einfendung des Betroges versende ich fränco. Te
Pet. Jos. Tonger, Coölu a. Rh.

— —
*1 Pie —
Such- unch 8tein-
druekerei
FX. PFMET
. Vο: Ihr habi
F F das Gute fo nahe t
Spitzweg erich.
gaft
allererst seit 1871-8eprüft,
allerhöchst lanctionird; zühm⸗
lickst, belannt, sicheres, übet.
allen Zweifel erhabene s, ge⸗
wiß auch dankbares Mitte!
gegen Brust Hals und
Lungenleiden, Bron—
chia Verschleimung
Husten Catarrh rꝛe. ꝛc.
Die Rejultate sind. über.
caschennn.
Min Geirauchsanweisung
à Flacon 50 Pfg. 1M.
und 1Mart 50 Pfg. in
Si. Inabert bei Joh.
kriedrich and in der
Fabrit von Paul Hahm
Dettelbach g. M. bei
Würzburg. *757*

enpfiehlt mch zur qleganten An-
fertigung allet in dieses Fack
einschlaßgenden Arbeiten, ala:
ecliset, CQirculairs, Visit-
—XRXO—
scarten, lucute, Mein- x.
ανεν ι—αιι_αα, ILÑ
nungen u.. . s. .

rucht. Brod⸗und
ẽleisch· Preise der Statt
Z3weibrücke n' vom 15. Marz—
Weizen 11 M. 93 Pi. Korn
9 M. 84 Pf. Gerste Sreihige
—V
v re
— Pf. J Spelzlern — M. *
Pfg. Dinler —, M. —Pfsg
Peijchirucht O R. — Vf. Hafer
i de
Pf. Suoh 4 M. 75 Pf. Kar—
toffeln 3 Me 80 Pf. per CEtt⸗
Weißbrod LVa Ko. 86 Pi. Korn⸗
brod 8 Kö. 82 Pf. duto 2 Ko.
55 Pf. dino 1 Kilso. 28 Pf.
Gemischibrod 8 Kilo. 897 Pf. X
Paat. Wed 190 Gramm ð Pf.
Rindfl. I Qual.60 Pf. 2.
Qual. 48 Pf. Kalbfl. 54 Pf.
mfl. 52 Pf. Schweinejl. 66
Pf. Buner 1 M. 30 Pf. per Psd

4

Der parige Wagen
gelben Sand vors Haus ge⸗
iefert zu 60 Pige durch

Nikolaus Kiehl.
Falnon Drug und Verlag von F. X. Demer in E Ingberct.
        <pb n="145" />
        — —* —— — —— 2* 87 7 367* qe a
1 —— JJ —— 1
ν e— de 8 — n 21 J n c91 2 J.
D——— —V — ¶ 24 ——
9 *
Oer St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal. wöoͤchentlich) mit dem Haupltblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter BEei-
lage), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betraͤgt vierleljährlich
1 Mark 20 R.⸗Pfz. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswörts mit 15. Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclam: en
. xu ve mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

2. i 6 —
— —
deuisches Reich.
B.aEx lin. 14. März. “—Ein Lertartilel der heutigen Pro
vnzal⸗ Corre pondenzꝰ .. uberschrieb ·n Der gewerbliche No hstand
und die Sitaa ehilfe“, enthält auf Grund einer amtlichen Denlschrift
folgende Aussu hrunten: Die Tdätigkeit der Staatsoerwaltung dobe
die Krisis weicntlich geinildert und dreselhennicht in solcher Schärft,
wie in anderen Staateti, herbortreten lassen. Ein gegenüher dem
Staote geltend zu machendes Recht auf Arbeit bei Ausbruch eine:
—öXI größerem bald in geringetem
Umfaͤnge eintrete, sers nicht av zuerkennen. Die Anwendung außer⸗
o:deuitichet Mabnahmen, wie: z. B. Ausflührung von Bauten, die
anßerdein, garlaen qt odert doch zur aunderer Zert exfolgen würde,
müfse sehre hedentlich und gefährlich erscheinen; sie würde ehr beld
Ansprüche gu Len Staat hervorruien, weichen dieser in keinet Weise
gerügen Adunen Dere schon j zt iaut gewordere Ruf nach Umge⸗
staltungder ganzen bestehenden socialen Ordrung würde noch
sterer ertonen je meh die Ragierung unter Auf abe ihrer Grund:
iatze jcheenharxz in avolgendes Drucles von in Voiksversammlungen
zefaßten X-solrtionen fich nuchgiebig erwe se. Tie Regieruung werde
die doxbereiteten und bewill g'en Bauten eifr'g, aber ohne Ueber—
stüczung fortsttzen.“ Der volhwendige Ausgleich zwischen Pro uktion
und Consutmt on habe begonnen; dariu und in der Bese iigung der
eingetretenen Ueberproduttion und Dder Zurückführung der Arb⸗its⸗
Syne auf ein angemessenes Nveau seien die natürlichen Mittel zur
Besundung« dep. wirthschaftlichen Zustände zu erblickn. Die Er⸗
maͤßigung der. Arbeitslo hue verde etfahrungswaßia das Herabgehen
der Preise der Lehensmittel nach sich zZ ehen.“ Auc eine augemessene
Verthe lung der Arhersträsie im Lande weide wieder eintreten.
Diese Rücbiuduug zu:; nopinalen Verhälinissen wülrde unterbtochen
wrerden? wenne gegerwärtige durch außeror venilich⸗ Staatsunter⸗
tütungen in⸗ den -großen Stadten und Industriebezirken⸗ große
Arbeitermassen in Thatigkeil gesezt und dadurch langere Zeu an
ihien jetz gin Aufentha'tsocten sestgehalien wütrden. —
B en: im. 15. Pdärz. Gestern fend bei dem Fürsten Bis⸗
mairt ein parlamenfarifdes Diner statt, ju dem an das Pelsidium
urd die übrigen Veitglieder d s Bureaus des Re chstages Einladung
rgnngen war; Unter, den Theilnehmern befauad sich auch Feldmar-
jchall Graf v. Mollte. Ein bei dieser Gelegenheit gefallenes Wort
des Reichskanzlers cuculert in Reichstagskreisen: „Preußen bedürfe
meyr der German:siruiig als. Deuischland der Borussific runa“.
— Der Kaser hat es abgelehat, idas Demissioasg such des Chefé
der Admiralitäat von Siosch zu bewilligen. Mollie und Karneckt
sind eudaunernd bemüht, einen Ausglerch zwischen dem Reichskanzler
und Siösch herdeizujühren. (Ftr. 3.. 54 . 3
Ausfande. 7
ondon 15. Mäz. Det für heule einbernfene M'nister⸗
ratheist gestetn spät Ahends abgesagt worden, weil zuvor noch ein
weiterer Meinungsaustausch zwischen den Cabineten von London
und Pftersburg staufinden sol..
Stocholm, 18. Maärz, Die Nachrecht, daß der König Os
tar zum Gedurtstag' des deuty he Kaisets in Berlin eintreffen werde
ist- unrichtig. Ter Kön'g. reist erst am 23. d. Abends nach Deutsch
land ab und begibt sich direkt und chne jeden Aufenthalt nach
Heidelberg zu seiner leidenden Gemahlin. 3
Konsta ntinopel, 14. März. Am Sonnabend waten
hier Placate- angeheftet, worin die Zurückberufung Midhat Pascha't
gefotdert und gegen den Freeden mit Serbien, weil dieses Alexinat
de aͤlt, Einjptache erhoben wird.
‚Konstaatinopel, 15. Maärz. Sabvfet Pascha wird
heuke den montei egrinischen Untekhändaͤrn anzeigen, es sel det
Pfotte unmõ, lich, die perlangte Vergroͤgenung des Gebieles von
Monienegtos zuzug stehen, und wird das Maximum der von der
Pforte zu machenden Zugelandn'isse mittheilen. 35
— Warsqhau, 15. Mäcz. Die fürlißcae Flotte ist füfzehn
Segel stark im Hafen von Batum dor Anker gegangen. Die Be⸗

— w⸗e
.
wohnet der nahen russischen Küstenstrede bis Poti siub darüber in
großze Aufregung gerathen und flüchten ins Innier ·.—
Gussische öfterreichische Küstung.) In der politischen Welt
erregen die ·Rüstangen, welche Rußland in Folge der vom Kaiser
Alexander befohlenen Aufstellung von neun weileren Armee⸗Corps
macht, das größte Aufsehen. Die russische Feldarmee wird dadurch
auf eine Stärle von 37 Divisionen gebracht, von denen jede durch⸗
cchnittlich mindestens 16,000 Kombananten zählt, so daß also die
Armee mehr als 600,000 Mann stark wäre. Daß einer solchen
Waffenmacht noch andere Zeele gesetzt sind, als die Vernichtung
er türkeschen Macht in Europa, liegt auf der Hand, denn die
rürkei kann gegenwärtig, da der Aufstand in Bosnien wieder von
deuem entbrannt ist, die Halmung Serbiens trotz des Jriedenschlusses
nach Beginn des Kriege⸗ eine zweifelhafte werden, und die Theil⸗
zahine Griechenlands an dem Kriege bald eine Thatsfache werden
bird, im äußzersten Falle kaum 150. 000 Mann den Russen an der
Donau entgegen stellen.“ Die nun aufgestellie rufsische Armee wird
saher eist dang in Aktion ireten, wenn die Hoffmmg auf eine voll⸗
andige Peutralität Oenerreich Ungarns fich als eine trügerische
rwiesen hat, wie denn auch die rossische Reservearmee. größtentheils
in Congreßpolen ihre Quartiere bejiehen wird. Es it selbstver⸗
ländlich/ doß d'e öster eichische Regierung in Anbetracht einer so
roßartigen Machtentwickelung von Seiten Rußlands micht ruhig
ie Hande in den Schooß legt, webhalb wit denn auch die Ge⸗
üchte von einer im Stillen betriebenen Voꝛ bereitung Oeflerreicht
uf eine in kürzester Zeit volltommen schlagfertig hingestellie Armee
zestätigen hören! Die Wiener Journale sPiechen zwar noch immer
jon dem Dreikaiserbündniß als von dem wirksamsten Pfande des
ur opdischen· Friedens indessen wird zugleich zugestanden daß die
Beziehungen Rußlands und Deutschland⸗ nach woie vor die herz⸗
ichsten sind, was so viel heißt, als daß Deuischland eine Verletzung
der Neutralität von Seiten Desterreichs und ein⸗ Attion gegen Nuß.
and nicht diulden wird. In der That wird die Solidarual der
dabinette don St. Petersburg ünd Berlin in Bezug auf“ die vol⸗
nische Frage in dem Augenblick sich geltend machen, wo Oefler reich
n seinen Maßnahmen gegenüber der Aufstellung einer rufsischen
Armes in Congreßpolen jener Solidarität zu wenig Rechnung tragen
ollte. Man darf daher auf die weitere Entwickclung der Rüstungen
Rußlands und Desterreichs sehr gespannt sein.
Vermischte.

7 In Landau wird zur Feier des Geburistages des Kaisers
ein Bankett am Vorabend, in Kaiserslautern em Festessen am 22.
Marz stattfinden. F

Speyer, 15. Marz.⸗Die diesjährigen Unterrichtscurse
für pfalzeise Hebammen werden zu Würzbürg und Erlangen wieder
am 15. Juli beginnen. Aufnahmsgefuche hiezu sind längsiens pis
zum 15. April nachstlin nebst den vorgeschriebenen Zeugn ssen bei
der k. Bezirksämtern einzureichen. .

fWie die „F 8.“ vernimmt,“ soll das Rechnungkergebniß
det pfälzischen Bahnen dermaßen ungünstig sein, daß der die Zins
zarant e ieistende bayerische Staat: über 800,000 fl. zuschiesen
mußte. Die Eröffnung schlecht rentirendet Linien soll aeben der
Verkehrsstockung dieses über Erwarten üdle Ergebniß herbeigeführt
Jaben. Man sieht mit Spannung dem Rechenschafte bericht entgegen.

—fWärzburg, 14. Marz. In der Untersuchung wegen
durch boyerische Soldaten während des Krieges gefundenen und
antetschlagenen Werthpapiere im Betrage zu 100.,000 Francs, dann
veiter wegen Hehlecei wurde heute vom Beijirkegeticht foigendes
Urtheil gefällt: Koufmann' N. Ebert wurde voön der Anschuldigung
er Hehlerei freigesprochen; Steigelmann wegen Vergehen der Unter,
chlagung im Zusammenflusse mit Hehlerei zu 1 Jahr, Gabler und
Ziez wegen Unterschlagun zu je 2 Mangt Gefängniß verurtheilt,
wegen Hehlere? wurden P eivatier Breunig zu 9, Fint (Bier wirth)
ju 10 und Buchbinder Müller und Beyerlein zu je 1 Monat Ger

— 14

* *8 V
·222 * 2 87 —
        <pb n="146" />
        5
jangniß verurtheili. Der Frau Marechal w rdeũ A⸗ ihr Eigen⸗
jhum bezechneten Ohligstionen sofori —E— —e
* Die des Mordes an dem Forsigehilfen Maiser auf der
Bienwaldziegelhütte verdächtig und verhaftet grwesenen beiden Bo
aus Schleithal sind ihrer Haft autlassen worden.

7 Ein jurger Mann in Hagen, der var 2 Jahren in
Folge Reklamativn vom Pilitarstande befreit wurde. weil er der
ginzige Ernährer seiner ariien Mutter war, ist jeht, laut der Hag
gig.*, auf Veranlafsung der Behdrden doch noqh pur Einstellung
delommen. weil er seine Mutter seither ohne jede Unterstütung ge⸗
lussen het.
4 Die. Versfalschung des Naot bwe43 4 in. Frankreich mil
—QXD arsenithaltig ist, hat so zugenommen, daß
murche Händler jähriich für 8 bis 10,000 Marli davon laufen.
Falle schwerer Erkrankung noch dem Genuß solchen Weines wurden
ia Nonch. S. Enenne und Varis breobachtet; der Oenuß derartigen
Weints dann zuallgemeinet Blutbergistung. sowie besonders zu Er⸗
tranlung der 3 sführen 5—
GEin schores Vermndhinh). Der Tembs? ber'chtet den
*

kod einetz israelnischen Zaufmannk in Avignon; Nament Cremieuxr.
Derselbe hai in seinem Testament 200,000 Francz für“ die israe⸗
itischen Armen der Stadt, 200,000 FIrs. für, arme Protestanten
nd 200.000 Fra. für arme Katholiken an jeder der Pfarren
ntra muros dintet lafsen. Zudem hat er das israelitische Konñsto⸗
rium beauftraat, in seinem Namen und von seinem Gelde ein armeß
Fraelitisches Madchen — und den Munizipalrath, eine arme Katho⸗
itin, jede mit 1000 Frs. aus zustatten.

— 2

—Faur die Redaction verantwortlich: F. X. De u e.
— ——
iHiume v⸗ un d Brustleiden de machen Wwir auf die
Boarzulichteit des Achten Trauben ⸗ Brufte Honigs von W. H.
Zickenheimer in Mainz, dem gerichtlich aner kannten ersten Fabri⸗
Hnten und Erfinder Zeijelben, biermit aufmertsam. Man beachte
die betr. Annonce in d esem Blaite.

oPo 4

——7 74

Urtune claubt. sich
einen verehrlichen Publi⸗
lum die ergebeufte Anzeige zu
machen, daß er sich als
Schreiner
elablirt dat, aund biitet aunter
Zusicherung quter und reeller
Bedienung um geneigte Aufiröge.
Werkftälte ist Haßeler Straße
vormals Ph. Weigandene
G. Kayser, Sdriiner.

in abn 2. J
GEinltaduugg
Da für die inige Cotal Gewerbee lud hellung ein

— — — Vexrzeichniß —A u
der ausgestellten Gegenstände
achefeelig dinde.weihen an Horet-Katender
von hiefigen Gewarbtreibenden beigedrudt. Wwerden
joll,: zum Verkauf hauptsachlich an auswärtige Fest⸗
besucher dienende so lade die hiesigen Geschäfts⸗
sxeibenden, die gelonnen sind ihre Gewerbe nach
iewartz hin u ambfeblen. bostz ein ihre, betr
Annoncen, deren Preia nach Verhäliniß der einzu⸗
nehmenden Groößenbilligst gestellt wird mir von
er an schon gesalligst zugehen lassen zu wollen,
a mit dem Vtuck begonnen wird.
5. 111 —D——

82. 7 E. X. —XX Buchdr. —J
000 —S

8gtrobhüté
am. Waschen und Faeo

nieren werden angenommen bei
u Frau Fischer. J
Mehrere Waren

zuten Dung

jat zu verlaufen

Ish. Seib, Shuhmacher,

wohnhaft bei Gaftwirth Klein.
—

————
— SEtück

eichen Stückholz

at zů verkaufen

Veter Schweitzer, Wirih
St. Ingdert.

22 Dog. Ait vie. b—
edruckten cuaten, Abuilt
reis Mart; erschlenen
xichtere vi ban stalt
z ist — allen Bu
aub en
6 Werk Lann ea
Fanten, gleichviel au weld
ankhett leidend, umsome
83 emn pfohien werde
ais Rae betreffende Hellverfal
ren sich alt e
—X — vie 3 * 33 à
uckten zahlreichen a
zerry— 323 *

— — —
x —VIXS42
2Lehrlinge
welche sogleich Bezahlung erhalten.
verden angenommen in der
Druckerei dieses Blaiten
rAhjahrs· und Sommer Buxkins
exten. und Knaben Anzügen- sowit sammmche
MNeuheiten in Damen⸗Kleiderstoffen,
3 Linons und Jaconnets, uu den billigsten
reisen. — J ö
LKarl Schanok.“

—.
rer Gafahr schürt am besten vor
WVernachläffigung. e
Meist sind Vetnachlasstgungen don· Katarrhen die Ursache
von Nehikopf· und Luagenschwindsucht. Als Scutz⸗ umd Hüllfs
mittel bei Erkaͤltung ist daher der allein ächte TBGInacho
rFrauben-Brunt- Aomige von Wi. H. Zichenheimer
m Maunnz von unschagbarem Werthe-da durch dessen zeitige
Anwendung eine baldige Wiedetherstellung?erreicht und so ein
anges Leiden oder: schnelles Siechthum dermiedenwird. —
Des achte Trauben⸗VrußeHonig, seit 10 Jahren uberall ein⸗
zeführt, vift als das edelfte, rein!e „. mild wirkendstee, dabei im
Gebrauch augenehmsie Hausmittel anerlannt und von ·mehr denn
10. 000. Anertennungen von Jachmannern und Genesener Pes
sonen oller Stände ausgezeichntt. Der ungemeine Ersolg des
achten Trauden · Bruft Honigs hat eine Menge Rachhahmungen
unreeller Winkelfadrikan en hervorgerufen. Man squüßt sich am
desten vor diesen Falsifilaken, wenn man nur lauft in den
autorifirten Depois welche nur allein aͤchte Waare fauͤhren.
Außerdem achte man auf die Original⸗Etiquetse und Stempel,
welche auch auf jeder Gebxauch zanweigung angegeben ftod.
Aille Flaschen sinde mit Meialliapleln derfhlossen,
— welche nebigen Fabrilkstempel tragen, und zwar
*8 Sil. (goid) a M. 3, 34 Il. —I—
Ne E.. Inabext bei J. Friedrich, zu St.
7 *ZJohann bei FJ. P. Dudenhoͤffer und. Karl
Thiriot, in Saarlouis bei F. Altenkirch, inBlieskastel
bei Apotheler C. Richter, in Saargemünd bei Apotheker
d. Zirchnet, in Sulzbach bei Apotheker A. Treffon.
V. I. Zickenbéimer in Mainz,
gerichtlich anerlanniert rester Fabrikam und Erfiader des cheinischen
FTrauben Uruft Honiaß 2 22

——— ——
Lokal· Gewerbe· Ausstellung
S.t. Inabert.—
V— —
i⸗ezbereiiz belannt zegeben, wixd Gz Auiftellung gm
34 .J. erbffnet perden. Am chlußziage derselden, am
né wird alsbanß die
GrIOOSuUmg
— —
einer arbßeren Anuahl von autgefsellten Gegenstanden vorgenommen,
Der hdchste der hervorgehenden Gewinne han einen Werth von
M. 806. —. Der niederste von M. 8 weniesten.
vdie. Autsdofung neht miter Tontrole die Vlteins⸗ und bei
uneee sowie des Herrn Bürgermeisters event.
rines Stelvertzeteg u— 2 4. ι ινν ν
bg Eovse a 30 Pf. sind zu haben bei dem Hexren Heinich
El. Samuel-Kahne Drit Stuzmann, Salomon Kammerer
und bei dem Vexeinsdiener Kasser...

Si. Ingbert, den 18. Narj 1877. —8
*it. 3
αα α Der —XX
Neam 57 T don u. x deme in Et Ingbert.
Fäinu Alluftrirtes Sonntaasblatte Mr. 128
        <pb n="147" />
        8* —. J ngber ler Anzeige x.

— —
wer Et. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöochentlich) mit dem Hauptblatie verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter E ei⸗

lage), erscheint udchentlich viermal: Dienstag, Donuerstag, Samstag aud Sonutag. Der Abonnementépreis beträgt vierteljahrlich

art 20 X.Bfz. Auzeigen werden mit 10 Pfa, von Auswärts mit 15 Pfz. fur die viergesp alte ae Zeile Blattschrist oder deren Raum. Necla nen,
mit 30 Pis. pro Zeile berechnet.
Me 44. * — “ Diens tag den 20. März F 1877

ADSreetE
—ZBWD—
Deutsches Reihc.

München, 17. März. Der Regierungtpräsid-nt der Plalz,
or. v. Braun, ist vor einigen Tagen aus Spey't hier eingetroffen.
Derfelbe hat einen zweimonatlichen Urleub erhalten und benützt
denfelden mit einigen Freunden zu einer heute angetretenen Reife
aach Italien, namentlich nach Rom, wo die Herten in der Ofter⸗
woche sich aufhalten werden. — Die von der Volkepartei heer.
vie sich sic jetzt selbsi nennt, beschlossene Märifeier“ wird nach
deute erlasse net Eiuladung am 24 d3. in der Hermanneh iIle
ttatifinden. Der frühere Landtagsabgeordnete Hr. Kold, der ersucht
wurde. bei dieser Feier die Festiede zu halten, hat dies abgelehul.

Munchen, 17. März. Bezuglich e ner Frühjahrssession

unseres Landtages hört man mit absoluter Bestimmtheit, daß
eine solche nicht statifindet und daß eine Einderufung der Kammern
vor Ende Septenber 3'cht zu erwarten steht. Hinsichtlich des
V'litär· Etats soll dann die nachträgliche Indemniat nachgesucht
werden, deren Gewährung um so weniger zu beanstanden sein
wird, als sich das Militärbudget für 1877, bezw. 1877-78
muge an das von der Kammer für 1876 geuehm'gte anschließt.

Berlin. 18. Marcz. Siosch überre chte gestern dem Kasser
uin Promemoria in seirer Angelegenheit mit Bismaͤrck. Nach der
„Niutionalzeitung“ wird die Beilegung des Conflikts für wenig
wahrscheinlich gehalien, da derselbe auf eine Reihe früherer Borgange
zurückdeutet. — Nach demn ‚Tageblatte ist einem Gesandten vom
Auswärtigen Amt mitzetheilt worden, daß die Erhaltung des
Fredens zwischen Rußland und des Türkel als gesichert derrachtet
verden könne. — Dem Bundesratht liegt abermals eine Streitftage
wschen zwei Bandesstaaten vor, nämlich zwischen Sachsen Weimar
und Preußen wegen Commungalbesteuerung der Thüringischen Gifen⸗
dabn in preußischen Städten. 9

Aussland.

Mau schreibt der Post“ aus Wen vom 16. März: „In
politishen Kreisen geht das Gerücht, man hade die Pforte sondirt,
wie sie sich gegenüder dem geplauten nlernationalen Protocoll zu
⸗rrhalien gedenke. Die Aatwort lautete dahin, daß die Piorie
nur eigem solchen Justru nent beipflichte, welches füt die Türlei
zleichzeitig auch eine feste Bestim.aung detriffs der russischen Ab⸗
rüstung ent jielte, so zwar. daß die russiiche Demobilisiraug der tur
rischen vorautzugehen hätte, da die Pforte weder audere Mͤchte
zedroht habe, noch überhaupt aggresside Absichten habe“.

Pesst, 17. Marz. In unterrichteten Kreisen ist nichts davon
dekannt, daß Rußland die Abdrüstung don einer Abiretung Bess⸗
arabiens abhängig macht. Dieses Gerücht scheint nur zur „Son⸗
ditung“ ausgesprengt. Die Pforte würde keinesfalls geneigt sein,
die Donauinsel als Kompensation an Rumänien zu überlassen. In
tafsischen Zreisen scheint man auf eine gewaltjame Ecschütterung
mn Konstantinopel zu rechnen, welche allerdinge den Vorwand
böte, zum Schuß der Chriften einzuschreiten.

Paris 14. Paäcz. Der Ausschuß zur Untersuchung des
Dilitar · Zustandes im Jahre 1870 fand, daß 150,000 MNann anu
der im Budget angegebenen Zahl fehlten. Wahrscheinlich wird
ue Antlage der damaligen Lriegsbehörde beantragt. ——

Parit, 18. März. Tie „Agence Hadas“ erfaͤhrt, daß die
englischen Vorschläge (die von der englischen Regietung an dem
don Rußland proponirten Protololl vorgeschlagenen Aenderungen
die Zuftimmung Rußland erhalsen haben.) Die Boischafter der
idr'gen Maͤchte erwarten die Ermaͤchtigung ihrer respecuden RNegie⸗
ungen zur Unterjeichnung des Protololls welche vermuthlich heute
der morgen eintreffen soll.

Arbeiter, Meister und Beamten.“ Die Kt. Ztg.“ kann indeß daraus
do v einige, de jetzige Nothlage betreffende Siellen veröffentlichen.
Die darin ausgesprochenen Ansichten des hervorragenosten Industriellen
u Guropa nezmen für Beurtheilung der zahlreichen und bitteren
Anschuldigungen man ver unserer, minder object d denlenden Fabri⸗
'anten und Kaufleute ein bedeutendes Gewicht in Anspruch. Herr
drupp sagt:
Die j zt allzemein verbreitete Geschäftsstille hat bereits viele
xabriken, Hütten und Gruben unseres Landes empfindlich berührt.
Beringe Preise haden geringe Löhne zur Folge gehabt, und dei
inigen Werken ist schon vollstandiger Mangel an Arbeit und da⸗—
urch Stillstand eingetreten. In' den verschtedenen Classen der
Besellschaft gibt es Leute, die irrthümlich die Besserung ihrer Lage
on der Aeuderung der Verfassung der Regierung und der Geseße
erwarten, dabei aber das Wsentlichste dernachlässigen, was in ihrer
genen Gewalt liegt. Fleiß, Ordnung und Sparsamkeit ist der
erste und ficherste Schutz gegen die bellagte Roth, und wo sie
edlen, helfen auch die deste Regierung und die besten Gesetze uicht.
LUmwälzungen jeder Art sind eben so verkehrle Mitlel zur Besserung
»er Lage, als weunn man ein Haus wegen einzelner Fehler ab⸗
prechen wollte. Diuu wird man obdachlos. Man verbessert und
eparirt und erhält das Bestehende. Die angenblicliche Noth hat
hre Hauptursache in den übertriebenen Unternehmunzen der ver—
zangenen Jahre, in einer allgemeinen Berirtung. Der Arbeiter
datte aber für sih dabei zunächst nur einen hõ zeren Lohn erjielt,
ind wenn er ven demselben nicht so viel erübrigt hat, daß er
amit üͤber die schlechte Zeit sich hinweghilft, so hat er damals
einen großen Lohn, der schließlich die Arbeitgeber häufig ruinirte,
eichtsinnig vergeudet und nur fich selbst Vorwürfe zu machen.
Das tann er nur au? gleichen duich Sparsamkeit, Oednung und
Fleiß. Mit Gewalt und Umwälzungen geht das nicht. In den
70er Jahren heben wir das Beispiel erlebt, daß trotz der nie du⸗
jewesenen Hohe der Löhne Bergleute ihce Grube verließen, und
benso Arberet die Fabriken, um die Besitzer zu Unmöglichen Er—
öhungen der Löhne zu zwingen. Das hat keinen Segen gebracht
ind hat auch nur zurückgesührt werden können auf Verführungen
Fxrember, die auch j⸗gt noch fortfahren, um dadarch auch meine
jab it zum Stillstand zu zwingen, und daß nur mit Aufwand
zroßer Kosten dieses Unhil von meinen Leuten abgewm indt wurde,
ndem ich sogar dis von Saarbrücken Kohlen bezog. England ist
ztoß und mä dtig geworden durch Industre, die Acbeiler haben
dann Vereine gegründet und de Arbeit eingestellt. um höhere Löhne
uu erprefsen. Dadurch ist zum großen Theile die Arbeit von
xkngland auf das Ausland übergegangen. die deuische Industrie
jat von diesem Fehler der englischen Arbeiter Nutzen gehadt. Dies
st auch eine Warnungt Die Rachahmung des sHHlechten Beispiels
vürde auch unsere Industrie in's Auslaud treiben. J

Rermischtes.

7 8 veibrüden, 10. Marz. Gestern Abend beging der
driegerverein Zweibrücken im Saale der Jagerslust mit Musit,
besanz und Trinkspeuchen ene gemüthliche Vorfeier zu Kaiset
Wilhel m's Gebuctstag. Gine allgemeine Feier für hier wird dem
Vernehmen nach am Donnerstag den 22. Marz in Form eines
Bankette im Fruchthalljaale abgehalien werden. 3 2

Die Umlagen für Grunddesißer betragen in Kaiserslaulern
357 Procent.

fJu Landstuhl hat sich am 15. d. der 49 Jahre alte
rühere Rentner Julius Didier erfchossen. Muthmaßliche Ursaͤche:
Beldmangel.

f Otterbera, 15. Mäcz. Gestern den 14. ds., Abends
7 Uhr, soll der prakt. Arzt Dr. G. von hier von 5 Burschen in
auberischer Absicht· um sog. Otterb rger Steinbruh angefallen
vorden sein, wobei es ihm jedoch gelang, dieser angenehmen Ge⸗
ellschaft zu eatlonimen. — (Pf. V.)

Fin vrde er Lber die 2Wothlage.

Herr Alfred Kruppy ia Essen hat angesichts der jeß gen social⸗
nokratischen Wühleceien dieser Tige wie der eine einfache und
ernliche Ansprache an die Angehoͤrigen seiner gewerblichen Anlagen,
et Gußstahlfadrik, der Gruden und Duͤlteuwecke erlassen, die nur
pertraulic, und ausdrücklich bejchräntt ist auf den Verband seiner
        <pb n="148" />
        In Folge einer von Kirchheimbolanden ausgegangenen An⸗
regung beabsichtigen mehrexe Gesangdereine aus der Nordpfalz am
ersien Sountag des Monats Juli einen j„Sängerkrien auf dem
Donnersberg“ zu veranstalten. Das Programm soll 2 Gesammt-
Fhöre mit Musikbegleitung und außerdem 5 bis 6 Gruppen⸗ Chöre
umfassen, denen fich dein instrumentaler Vorträg des Kirchheimer
Mußilvereins anreiden dürkte. Bis jetzt haben bexeits 27 Gesang⸗
vereine ihre Theilnahme zugesagt. —

7 Ein für die eee in dem Forstermord auf Bien
waldmuůhle · wichtiger· Votfe wlrdeaus Suetufe 1d bverichtet.
Ein junger Mann von da, der das Gymnasium zu Weißenburg
hefucht, sah in der Bude eines dortigen Trödlers einen Karabiner,
der nn verlennoare Spuren geigte· daß er ganz frifch abgeschossen
war. Kurz ensschlossen, erklärte der junge Mann. die Waffe kaufen
zu wollen, und fragte während des Handels, von wem der Troͤdler
dieselbe gekauft habe: „Am Mittwoch Morgen von einem Schle⸗
thaler Bauern!“ Und Dienstag Abends geschah dieser ruchlose
Mord! Selbstverständlich machte der junge Mensch sofort bei
lompetenter Stelle Auzeige. Sollte, der Morder, so unvdor sichtig
azwesen lein Kaum glaublich) 31 6 J

Speyer. Die Pruüfung für den Einjährig-Freiwilligendier st
haben von 27 jungen Leuten, welche sich derselben unierzogen. 16
bestanden. Von lehteren waren 7. Schüler des Ingenheimer Kna⸗
heninstitnis und 6des Instituts von Bertololy in Frankenthal.
z; Dere Weinschmierer Wanntriede in Würzburgeist nicht
nut zu ß Monaten Gefungnißz und 1000 M. Geldstrafe verurtheilt
worden, sondern muß außerdem die jämmtlichen Kosten des Ber⸗
fahrers tragen, die sich auf-ca. 10.000 M. belaufen.
7. In Paff au wurden am 14. d. 7 Personen wegen Mein⸗
eids zu 228 Jahren Zuch hqus perurtheilt..

7 SFrantfurt M 14. März. Nach dem Borgange
unserer Nachbarstadt Wiesbeden. hat sich auch in-hiesiger Stadt
ein Vexrein gegen. das lästige Hutobnehmen beim Begegnen: aus
der Straße gebildet. Derselbe zählt bereits viele Mitglieder, und

findet sein Besireden all zemein eine günstige Aufnahme. Der
— D
der General⸗Verfammlunge am 9. c. im Saale; des „Eclanger
Hofes“ seine Statuten festgesetzt und den Vorstand, nbeste hend aus
3Mitgl edern, vorerst auf 47 Jahr gewählt. Auch inz Mainz und
Dillenburg haben sich; solche Vereine gebildet, und in Binten ist
ein ähnlicher im Ensstehen degri ffen.

fHagen, 12. März. Die „Hag. Volkezig.“ meldet:
Gestern Nachm'ttag gegen 2 Uht entstand auf' den naheliegenden
dhen ein ziemtich bedeutender Waldbrand, der sich in kurzer Zeit
Ider wehrere Morgen schönen Tannenbestande Ddem Guisbesitzer
Fscher gehörend) ersireckte. Drei Knaben im Alter von 8 bis 11
Jahren⸗weiche das Vergnügen ·des Cigarrenrauchens ungestort in
den. Bergen genießen wollten, hatten durch weggeworfene Striich⸗
hölzer den Brand herbdeigeführt. Rasch herdeieil nde Hütfe that
gegen Abend dem verbeerenden Elewent Einhalt.

F Bremen, 15. März. Kaum sind drei Taze ve flossen,
baß unsere Polizei einem Falschmünzer Comptotte auf die Spur
getommen ist, das fich varveh nlich mit der Herstellung von falshen
53Me Stücken deschäftigt. so ist es ihr, heute abermals gelungen,
rinen ähnlichen Faug zu thun.«“ Die diesmal gefäuglech Eiugezogenen
haben sich haupisächlich mit tleineren Münzen, wie 52 und 105Pfgq.
Stuche, abgegeben, und man hat bei ihnen einen ziemliveu Vorrath
derjelben, ebeu, so. auch die zu hrex Hzrst ang. nöthigen Formen
und. Maschinen vorgefundenn. (6Gsẽr. 3.)*
Dienstesnachrichten ···
Zum ⸗Bezirksarii 4. Kl. in Landau' ist⸗ der prakt. Aczt Dr.
Forard Keller in Edenkoben ernannt worden.“5
Der Rechnungstommissät Wilhelm-Münch in Sp⸗yer wurde
zuf- Ansuchen; in Anerkennung seiner langjährigen treuenn Dienst⸗
istung in den bleibenden Ruhestand versetzt.
. Fur die Redaction veraniwortlich · T

ODe umettz.

Zwangsversteigerung. Stadtrathssitzung
Donner stag,“ den am Mitwoch, den 21. ds. M.
23. März 1877, Morgens Abends um 6 Uhr.
10 Uhrvor dem Stadttt —
hause in St. Jngbert, ver⸗ Tagebordnung:
steigere ich folgende Gegen- A
stände auf dem Wege der 1. Je 8 einer pro⸗
Zwangsvollstreckung bffentlich — niade lermi—
aun den Meistbietenden gegen * Deue 89. gu
8 an gi . 3 Juncker als Schulverweser,
Pferd, 1 Ziege, 2
3*1 2 Versteigerung des Ge˖
Hackenpflüge 1 Kleider⸗ meindeberechtigungsholzes.
— Tische.J Nadt⸗ Realexigenz, der Latein⸗
ee 1Uhr. us schnie pro 1877.
mit Canarienvogel, ver⸗ Den Wer von St. In
1 von St. Ing⸗
schiedene · Bilder und 1.betlerGruͤbe nach Suls
uchenschrank mit Glas- )bach beu.
thüren. .753 10Stt. Ingbert, 18. März 1877.
St. Ingbert, I9. Mär 1877 I. 5
Zaͤßbender, DierBürgertmeist erx
kgl. Gerichtsvollzieher. J Custer. 9—
J. 8St. Ciolina &amp; döôhne,
Ecke der Landauerstraße in Zweibrücken,
empfehlen folsende Ariikel zu den beigefügten Preisen;
80 Cent. breite Kattune d..28 ppf.
80 Cent. Můlhauser) .. 30 ,
55 Cent. gestreifte Kleiderstoffe, Popelint
pe e in ganz frischer Waare à —* 40 2
62 Cent. gestreifte Doppelmix 40
62 Cent.“ carrirte . 45
75 Cent. „ucht farbige Kolsche in guter
*Dualitaãt, blau und weiß cartirt, x 80
roth und weiß carrirkt und bunt
carxirt ẽ....... 37,
Muster stehen franeo zu Diensten, ebenso
werden Aufträge franeo gegen Postnachnahme
versendet.

Tokal· Gewerbe⸗ Ausstellung
V St. Ingbert.
Wie vbereitz bekannt gegeben, wird genannte Ausstellung am
13. Mai J. J. eröffnet werden. Am Schlußtage derselben, am
B. Auni, wird alsdanu die
Verloosunæ I
einer größeren Anzahl von auegestellien Gegenständen vorgenommen.
Der höchste der hervorgehenden Gewinne hat einen Werth von
M. 300. — Der niederste von: M. 8 weniestens.
Die Auslopsung nedt. ünter Conirole des Vereinz⸗ und des
dusstellungs-Ausschuss.s sowie des Herrn Burgermeisters event.
ines Sillvertreters.

Loose àa 50 Pf. sind zu haben bei den Herren Heinrich
Schmidt, Samuel Kahn,, Ffritz Stuzmann, Salomon Kammerer
lud bei dem Vereinsdiener Kasert.

St: Ingbert, den 138. März 18773.
D.er Ausschuß.
57*
Ginladung.

Da für die hiesige Lokal⸗Gewerbe⸗Ausstellung ein
Verzeichniß
der ausgestellten Gegenstände

angefertigt wird, welchem ein Adreß⸗Kalender
von hiesigen Gewerbtreibenden beigedruckt werden
soll, zum Verkauf hauptsächlich an auswärtige Fest⸗
besucher dienende, so lade die hiesigen Geschäfts⸗
—
auswärts hin zu sempfehlen, höfl, ein, ihre betr.
Aunoncen, deren Preis nach Verhältniß der einzu⸗
nehmenden Größ' billigst gestellt. wird; mir von
jetzt an schon gefälligst zugehen, lassen zu wollen,
da mit dem Druck begonnen wird. ——
F. X. Demeétz, Buchdr.
EFXSSS»
edaktion Drudk und Verlag von F. X. Demeß in St F

——
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—5 5235353 — 35 533255 25 ——5 —A
525 2583 55* 6G26 25222 52253 * * — Z 57 2 ——
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8 4. 3— — 2
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33 35 3822323 38 — 5* *2553336 55*
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—*2 725 222 532557* .2 22 1 5 — 3,43 323
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2558 5833 S 33 — 2333 3
22* 8 —— 2 * 9
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522 — 752 —52 22223 22 —— 5 z52
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25—* 27 533 2 3 8 5z338— —— 25 * 58
—— 25 2338E5 —— 523mc85 280 83 e
— 23 77 4
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3833 6 35 *88 28252383 2383
32 — 8* 2* ———— —— — 3 — —E ——
2522355557 335335* 33333338
22325 25. S 3238* —33—5
2 5535735332. 5553* 2*5333*53353 ——
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* 2 — — —* — 23
255323 3383 125533—7353 55272* 25 3535382373238
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523 2 — 7 22 2*
2323258 9 — * 22*238 522722
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2 *5 — — 3 53 *
292322.5 8560 2—2.7*
25259233* —33 322583 3323
2533735* 25235 22233 25328
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322—532— * —5*232 255275 — 2——2323* 842 — 2*
25 3 55 —5* 55323835 3833752 25328 —33*
— — J J —— — 4
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25 358* 2 —235682 —25255 422 2
5 2—53228 82 3235328 z2252255 DD318752
—— —5—3337 —3353333253333 53 2* 23301*
—3 —3 —33 3 —2335328 —— *2513233
2 3252258 *5378* 2277 2323 *222 252
3323 323 8333—3 83338
225353252 2 25353325—2 —— J 22. 2335
p ——33 333 4253385 3523 8
* 32 —— —32 —523 —822425 *»—2— ———
2äz7525 5 z225353235383 853353 335* 2578
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355 * 555—353* 11838528 *
338 53* * — * 2 2 —
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33 17 33323335
— 33 283237. 3 22
23053 32222325 —2 —32277 —
32535* 322235333 375*23328
235385 5333255 s5s— 223 2387 25
2535335 2*3732 — 52558 32832— 325
s — * 2 2 — 2
5255 35435 28 2333 7355335357
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— 2 e ev — 338 *
88328 5254 533*8 533772 25553
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— 22 *4
— 35335 853755553
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s 2 2 5355 868 3233* 3383
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—34
22 83 *35888 255 5 53355323355 ⸗
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21 11120 —8
Dder St. Jugberrer Auzeiger und das (2 mal wöchentlich) it dem Haupiblatle verbusedene Unlerhaltungeblatt. (Sonntagt mil illustrirter X
lage), erscheint wochentlich viermalz: Dienstag, Donxerstag, Samstag naud Sonntag. Der Abounne mentspreis beitagt vierieliahrliq
i iik 2 Rapfz. Anzeigen werden uit 10 Pfa, von AusvArts nit 15Bfs. fur die vierzesp iltene Zeite Blaitschriit oder deren Raum. Aeclamen
——— mit 30 Pfg. pro. Zeile berechnet.
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— J Donnerst d . März6* — —
* — —2 eratag· de⸗s 22 März 5 32* 21 1877.

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WM

An

Einladung zumn Abonnement.

n dem mit dem˖ L. April 1877 beginnenden U. Quar⸗
alt auf den »„St. Ingberter Anzeiger“ mir Illustrir
tenn Eountagsblatt⸗ beehrt sich die unterfertigte Expedition
hee aurwäcitgen Abotznenleu, welche Das Blait' durch dien Past be⸗
sieten, mit der Bitte freundlichst einzuladen, für rechtzeitige Bestel⸗
ang desselben Sorge tragen zu wolleuß. T. 233

Unfsere geehrten hiesigen Abonnenten und die der Umgegend,
vélche das Blatt durch unfere Träger erhalien, —XXV
whe blsber fortgeliesert, wenn' nicht vor Ende dieses Monats ab⸗
destellt wirde —* 6

HIm zatzlrei Tenn Abonnemem ladet höflichst.ein 2
Dae Expedition des St. Jugberter Anzeiger“.

ment vahlt erweitet daß die Stauonen der genannten Bahn an
Drten, wo Reichstelegrephen⸗Anstalten bestehea, auch zu den Tages⸗
eiten mahrend wilcher die Reichtanstalten geschtoffen fiud, Tele⸗
zramme von Jedermann annehmen durfente Den übrigen Voahnen
ist vom Handelsminister aus dieser Veranlassung anheimgegeven,
wegen kex Ausdehnung der Bergunsiigung auf ihre Stationen seine
Vermittelung in Ansyruch zu nehmen.. n,
4347 Umjall. Aus Breslau 16. Märze wird telegrephirte:: Der
gestrige Abendpersonenzug“ der Freiburger“ Bahn ist bei Meltkau
nugleist? Mebrere Versonen“sind verlett. aine todd. νν—

Di.'Srrdubberg vasadn sis, wie dem'Berliner
Fremde:hlatt* mitgetheilt werden isß. in Modkau nöch immer unter
BZewachung im Hotel. Aus sejinen sast' ta,lich an seine Frau in
der Keithstraße dierselbst gelangenden Brlefen ist zu entnehmen, daß
er selbsi, noch nicht weiß,“ wie lange noch diese mit dem rechts⸗
räftigen Urtheil in Wid rspruch fichende Gefangenhaltung, dauech
wird.: Mach. seiner Ansicht wird er nur zu dem Zwede“ zurt
zetalten, um als Zeuge, in einer demunächst zut Aburtheilung det
angenden veiteren Untersüchungssache, bei welget er in keiner
Wense als Angellagtet sungirt, ufzütreten. ,

rParis 11. Marz.“ In dem Dorfe Pora (un Ariege⸗
Departement) sind 7. Hauset · burch zine Lawine verschüttet worden;
20 8 wurden unter dem Schnee begraben; »man hatte geftern
bereits T. Leichen hervotgezogen.

fRom, 15. März. Capitän Bohton hat fich zuͤleßt doch
quch durch die Haifische nicht von dem Versuche abhalten lafsen,
mit feinem pparate die Meerenge von Messina zu durchschwimmen.
Wie'er unterm 10. d. dem „Fanfulla“ selbst zelegrophirte, traf er
Samstag früle, trotz des sehr bewegten Meeres und ten uwn
zou einem Haifische, dessen er sich glücklich erwehrle, belaͤstigt, wobl ⸗
—S— 22

phele wm · Yort, 18. Marz. Der Dampiet Kußland. von
Antwerpeye ist in der detg ngenen Nacht in der Nah von Longt
btanch. gescheitertz“ eh geleng- jedoch, sämmilich? Possagiere und
Mannschaften mit Rettungeboten an's Land zu bringen.n Daz
—A scheint vollständig der⸗
loten; auf Rektung der Ladutig dürfte nur bei baldigem Eintreim
züutigeren Wetters Aussicht vorhanden jein. I

.Meisier Possart trat in Peterbburg als „domlet“
quf, wemige Tage, nachdem das dortige Publikum den gröfnen
Schauspieler Italiens, den berühmten Rossi in der gleichen Rolle
gesehrug! Possart aber Hat über den italienischen Rivalen kriumphirt;
die Petersburger Kritit spricht dem deutschen Darfteller die rich⸗
ligere Auffassung, die schärfere, einheitlichere und geschlossenere
Zeichnung und Ausführung der Rolle, kurzum den Sieg üder den
Italie er uu.

Peutsches Reich. 6
. Berlin, 19. Maͤrz. Auf der vorgestrigen Soiree sprach der
Reichekanzlet die Hoffnung aus. daß der Friede erhelten werde.
Berlin? 20. März.“ Däs Eatlassungsgesuch des Chefs
der Admiralität, Ministers von Stosch; ist gestern vom Kaiser ge⸗
aehmigt worden,: — Die Kaiserm von Rußland wurnd am 22. cr.
zuf der Durchreise hier eintreffen; am selbigen Tage wird Groß
lürfst Constaniin erwartet.c
Wie man höct, hat auf direcie Intervention des Kaufe ra
ich der Marineminister Stosch bereit erklärt, vorläufig seines Amter
weiter zu walten. Der Kaijer soll erllärt haben, daß es ihn tie
hmerzen. ürde wenn er dasgeniale Organisat'onstalent dee
Min siers zu nussen zez vungen wäre.
et Ausland. de e
»Ragusa; 20. März. Es beslätigt sich, daß der Fürst vol
Nontenegrol seine Bepollmächtigken inn Konstantinopet ermächtigf
ha. auf die Abtreiung des Hafens Spizza zu verzichten. Dieselben
oslsen nur au der Forderung des Redeis der freien Schiffabrt au'
dem Bojana⸗Fluß festhalten.

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2 Vermischtes. . 2—8—
7Sit. Jugbert, 22 Viätz. (Gewerbe Ausstellung.)
Finem Gesuche des Ausstellunge-Comité's um Fahrpreis ermöß' gung
fur die Beincher der Ansstelleng wurde Seitens der⸗k. Direktion
der Plalz, Eifenbahnen mit bekanuter Gewogenheit in der Weise
entsprohen, daß während der Ausstellung ein ernfaches 'mit dem
Aus stellungostempel versehenes Fahrbillet ?nach St. Ingbert alt
VSetourbillet gelten wind.“ Die hocht. Bahndirektion hat hiermit
en nuswärtigen Besuchern der Ausstellung eine Fahrtaxermäßiaung
bon 50 Prozent bewilligt. J J
Es w'rd des unsere audwärligen, namentlich u sere vorder
fälzischen Landsleute ermurhigen ,in der kommenden, hoffentlich
ijdnen Fruhliiige zeit, diesmale dem wistuichen Schwerpunkt der
ialzischen J duftrie, dem Giak und Eisen bteunenden St. Ingbert
re Pfingstausfliune zuzuwenden, und die k. Direllon dat somit gu
cbung unserer Gewerbdeausstellung ein Wesentliches begetragen.?«
Au⸗ Ludwagshhasea, 16. März. In der heutigen
Sibung des Stadtralhé wurde der mit Churles de Feral, verern⸗
darte Verttag über die Herstellung einer Pierdebabn in Streben
iesiget· Stadi untetschrieben. Um die angellrebte Ectictung: earer
vcsten Gymnastalklasse dahier zu erreichen, wurde die Verpflichtung
Wernommen, die eiforderlichen 3600 Mark aus der Gemeindelaß
dorers zu zahlen. 33
Ter Kodlenbedarf für die pieubeschen Staatbahnen
in diesem Iihre nicht aus England, sondern aus den sotlesis
Kohlengruben bezogenn werden, um dem Arbesmangel einigerm
ab zuhelsen. V
r (Auace . eipaldepeschen auf ——
graphenllationen.) Der Genetalpostmelster hat nuf Anregung der
direttion der Main Neckat-VBahn das Eelenhahn-Telegravhene Reale⸗

76GElne Rjiesenbrücded Die Cast« River?Brüde
wischen Nerd Yorkennd Bidol'yn, einen der größten: technijchen Vau⸗
verke ihret Art. welche am 2. Januar 1870 begonnen wurde und
m Jahte 1879 dem Berkehr übergehen werden soll, wird durch
hre großartige Dimensionen das alleeneinste Interesse etregen.
Die Kosten dieses Kiesenbauwertet sind auf Nun Millionen Dollars
beranschlagt.
Fäur die Redaction veraniwortlich: F. X. Deu eee
34 22 . J
Für Zeitungsleser
Die beste Ewpfehlurg jzür eine Zehung ist nuzweifelhaft die
der Abonnentenzahl und die fortuesetzte Steiger ung derselben.
Racke-Içende Statistik bietet den sichersten Maaßstab für die
Anerkennnng, welche st y das Bee rlnetKTa u ιν
einen Veilaggen Bersineere Sonntaotblatte und deri

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        illuttririen Wißblatt „I 13 bei dem Zeitung lesenden Pudlikum, betragen hat. Mit dem 1. Februar 1877 ist die Zahl der Ab ˖
Deuschland erworben hat und liefert den Beweis. daß der reich⸗ P bondenten auf mezr als 50, 000, in Sotten fünfziotsusente, gestiegen
joltige Inhalt dieset Zeitung lelbst vieweitgehendsten Anfprüche und hate sich eins weitere ä vis heute forigejeᷣt.
zefriedigi. Auch hat wottz der bulge Abonnementspeeis 8 Wart Berlim 20. Februar 1834758 6. Henninger
28 P.fuee aue 3 Bia Aeð ngewdha latz gtohe Verbreilung 73 accchitiher Bucher · Revi for.
gefoͤrdert, welche das eachstehende bezeugt: Die vorstehendezigenhändige Namens⸗Unterschrift des personlich
Auf Grund der von mir eingesehenen kaufmaiimjch geführun bekannten und in Berlin wodhnhaften derichtlichen Bücher⸗Revisort
dandiungsbucher der Expedition den — Berliner Tagebtan Rudorf derrn Friedrich Hennager wird hiermit beglaubigt.
oe) dier vescheinige ich /hie amituc dDi Adneαιαν “ανν, veölß Berlin, 20, Februar 18773 τWιXheorl
Berliure Tageblut ã αινσνν B un letar
αια Rrzeα]M Die pben anged⸗enlese Steigerung ber Abennentenzahl hat sich
Juni eus aquf, den heut gen Tag fsorigesehn, so daß das „Berliner Tages
ptere* blatiꝰ gegenwaͤrtig in einer Auflage von 531,100 Exemplaren
aber —
* αν

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anyentioneten, dcer imn Sarstenbusch. nieden
peeiεnge —— und Scmied
Dontag, den 8. Aprik nürrhstenn 6. Phr. 83788. 48 Dej.
—D
su Rohrba ch bei Wirth a. am Reichrubraunerpfad ner
—X
hoid, Rechtslonsutent in Starrai Kati Custec
Jughert, in seiner Sinemscanten 7 Pl.- Br. 3789. 49 Den
ais Bevollmächtigter von⸗ Wil⸗ Acter allda, neben vorigem
rin Eheodor, Baͤgmann 2Item 3. ..34
nder in Rohrbach, jeßt inNahece.Au-lanft über die
— wobenhosteen Beriei rungebedisgen zc. vrchann
contta 3I. Boos Gescaftasageut·
—— —— ——— Nu St.Ingbeit.
am, wegen“ Nahtbez ung —
* —S—— — Velar? zachung.
ifferitlich wiederversteigern· vↄä Am Montaug, den 26. d me.
Vi Ri. 68. 8 Vez. Fläche, ERnymitiage um 2 Uhre im
nihaltend ein zu Rohrdach,“ Siadihause kierwerd der Refst
in der Schlawerie:,, neben des Berechtiguogsholzeb pro
Johann Reirer awd Johann 187677 zu herabgeseßten Taren
Ztam gelegenes Wohn aus dersteigert. 647
nit Stall, Hofraum uad Schlag Birkelbach⸗
lonstegen Zub hörden, 5 S19 Ster Hu ven Prugelbolz.
. Zauer, ai. Motr. 467. strappen.
——————— Si. Ingberi, 22. Mar; 1877.
A—— , Dos Bürsermeisteramte:,
—X
rung. cn (2364 Fische
Samstag. den April 1877 Lebende * l e
necn uhr in erwihe .Karpfen)
chaft von Miichart Pun.l Due inde son Ferie in a g ab bei
erAasfendie Eht leute Georg, Louis Beer ur haben.
Ge Schuster UndEtfsa betha
doussaintwon St. JIugrert iwch⸗
gezeichneie Immobilien- auf langa.⸗
——
igl. Notar Sauer Hffenelich, in
digenthum verlie geru iAmlich:
L Pt.Nc, 219 und 220.
7. Dez. Flache mit gwei⸗
stöcigem Wohnhause, Siall,
Hofraum und soustigen Zu⸗
dehörden, gelegen zu St.
Ingbert an der Blieslasteler
Straße neben Franz Keraus
ind Peler Stf's Ww.“
PlieNr. 3768 66 Dej.
Acker auf Scheffelland, eben
Johann Pellenshalterd
dudwig Sqineltet?s Erben.
Pt.⸗Nr. 3697 vnd 88081
31 Dejz. Acker links in den
dasteler Rödern neben
Ril. Suef Wwe ind Valt
wüuchler, Www.
Pl.⸗Nr. B641. 44 Dei.
Acker auf Stheffellacde am
Potheutope, neben Joham
Detkurw u. Georg Kunz Rw.
o. Pl.“Nt. 3567. 25 Dei.

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7TC 2 I2 . OG2L

J. gt. cCiolina&amp; dohno,
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Ecke der Landauerstraße in 3weibrucken,
in piehlen foleende Aruikel zu, deu deige füglen Preisen:
30 Cent. breite Kattune νö Ppf.
30 Cent 5(Mulhäuser) . 80
30. Cent. BPiqué-⸗Kattun —34
55 Cent.““festreifte Kleiderstoffe, Popeline

in gam frischer Waare d 9

——— foirie VDoppelmix ,
? ιt errtrte —
75 Cent. „ ucht farbige: Rlsche in guter
7. Ddualitan, blau und weiß carrirt. 309⸗
7 xoth und weiß carrixt und bunt
* 2* carriri à. e —— ẽ 37 v
Die Preise verstehen sich auf die Elle à 60 Centim.
Master stehen franes zu Diensten, ebenso
verden Aufträge franed gegen Mostnachnahme
versendet.

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Verlaga-von Theobeald Grieben in Berlie, Königgräherster 49
2 8 2 —M * ⸗ 4.
Die diätetische Heilmethode
ohne Anauei und ohne Wasserlur.“ Zur Selbstanwendung aus⸗
fühtlech deschrieden und erläutert nach den Lehrsätzea des Natur
irjes Sarothr Von Dr. Moritz Ayupke. L. Hetlung
der chron ena oder langwiericen inneren und änßeren Krank⸗
heiten unter Heist ˖llung gesunder Säfte und einer kräftiaen Ver—
dauung, verbunden min eimer faßlichen Darlegung der Nutzlosig⸗
leit und weiährl'gkeit des Arzeeigebrauchs. 36. Auflage. 2 M.
IUI. He lung der acuten oder hitzi en Fieber und Entzun⸗
dunze Krankbeiten, Hautaussch äge und außeren Verletzungen.
Nedst den 4weckmähiasten Verhaltungkregeln bei Verziftungen.
25. Aufl are 1 M. 50 Pfh...

Einladung.
Da für die hiesige Lokal-Gewerbe⸗Ausstellung ein
Verzeichnii
doer ausgestellten Gegenstände
angefertigt wird, welchem ein Adreß⸗Kalender
von hiesigen und Schnappbacher Gewerbtreibenden
deigedruckt werden soll, zum Verkauf hauptsächlich an
auswärtige Festbesucher dienend, fo lade die betr. Ge⸗
schaftstreibenden, die gesonuen sind, ihre Gewerbe nach
auswärts hin zu empfehlen, höfl. ein, ihre betr.
Annoncen, deren Preis nach Verhäliniß der einzu⸗
nehmenden Größ: billigst gestellt wird, mir von
jeßt an schon gefälligst zugehen lassen zu wollen,
da mit dem Druck begonnen wird. —I
F. XDemeétz, Buchde.
000·
alion Drua und Versag von gJ. x. Temeß in Et —ãA——
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        522 222 J J *
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135 2533—333 — —
22— 33352725 255 —2235 54 35
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6333 —— *
758 33213 25823 —335 —
88 55— 3285322235 55352 *
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———30 5 0* — —————
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7. 325458 — 33 *2
7 5288
57333— 3582378
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* 7588385 5— 3 —
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—333535232 —2 ——3—— 8
4255 —5553555 533—3—5534———7 —
z3352235 553323252255* 53—85
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3233 33557 222 2525 —5—6 — 2763
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233353533 38575* —37842 *» *—— 5
2 75— 3* * 53 — 2* 22 —
— 553 25755 253 3338 538
s523233 A 22 e 9 57 52 * *2175*
J 222 28222
29 525533357538 3 223535*
5 ——e223 5522887 —— 53352— *3332 —A— ém252
— —7 2* 2555 S 22232 552 —8 2*8 2255355353 ——
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—5535578 63 2 — 3 — —37 2 —5
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20 — —z327—52325* —— *Ez 22
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3 — 538* * — — — 55 18 2* —83
D *z 38* 12238 3* 255* 34 23 38
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5* 3 —325 52385— —883 2322
183 2— —7* 5852*83 — — — 525
7* 38 ——— — — T 25* 3 — — —
—53526— — 33 225 23232
B —A ——— 575238 5* —S 523* —8 *—23228 2358 B3— 2 8
—A — 83 —8 22 —B——— 22 8 2
52235— 235 —22 * —8 ———— S 22EAÆE —
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2 85 * 25 —— ——— 28— —2535 — 3, 53 — 3—3.,32 4 — 22* 2
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——— —2 32353 5. . — —A— — 5 533 *8 * 22
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3 255233233 225
532 735 83 53538 —— — — — 2 2* 77 237
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7 ———————— 22553 53535*2 25 525232 2 2228 *2 253
—53 z235 52 52—2 —A— —53 282. 25*328223232 ẽ 27 22.,8 2
7282 85232— 52 75 22*85 55 m 5 23
— 2 *2 * —A— —— 25 —A . 5*82308 222 82*82233
2 328 35 23383 8 52387 S —S —— 3 *2 2 258 — ——
288 23353 328 — —— —2338 32877 58738
23733 — 322*32. 5 8 2 2233538 F
* 3 7 —A— — S — — 2. cz.—5x27 5* — — —
33357533535577 3733 3 27135337—
5833388 3 Es4 3335222 2. —— 2233523
— 838 *535 3383833 —— ——— 3535
In 3873 — 5333
25 5223 —3 25 333235
52383 237* — 8283
— —— 238E 25985525— — 7
5557323 — *55z 38255 2253
75 32* 225 32 53233 * 2570 ꝛꝛ
*—7 2*52 52322 J J —582 7F 8333— 27
s355333. 2882 —A—
—J 155553334 52252* 53233738— 27
* * 5 — 32328 5232 82 35 23
—V 82232 322 25 * 87 — — 52 752
* —25 22385 882387 2252552
22 3332 2373 2 7223 13—2 25
2 528 — 8727 — ⸗ 552 27235—5 5—7
——— 22553233335 38
— 2*82 253 5252 2 2 *
* 2225 — 7 55 —25 *2 —A
73 F 7s833558325 3233683333352
. 5* — 558 52528 52222836* 222873.
———432. ? 228 575723 8 7 .,27—453285
5335—354555 * — *7 * — 1 222
3 2 2W2772 — rc 2* 2 57 — 2 577 *.
32826 55332335363 1222552248* 5.
2323533213523 252557 32535325235.
—23225 55 77527552 327 — 32* 522325 833
23372 581225 2232323 F 3 —7— 35275 2*
228 —— —22857335323 *j28735 353353
57 248 2213 — *5—2565— 3233523358537
232342237* * 3 —7 2228 4 2232*2 2*2
—*232 —22382525— R7* *5.28 2 * *22
— 21 2— 27 —A— *
2. 32822* — 125353358 *2 —A 2 —— D
22* *2*82258 82 —ã————— — ——
25575 —5* 2722 —25
28552.53— 865— 25388— —A—
33525 25 5 — — 3* 32 —A
— T —— — — 25 — 5— 253 —— * 5324 32
88* 55 5— 525* 5 — ẽ 5
—27 —— * — 28743
6 —2*2 33 2253 1— 28
257 * sc0 —8 2 5538 222
7 8 2382805 528525
2* 2 5. 2328 2 J 5222 2*
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55323, 323832 — ——
23 522—— 60** 2.,2
* 5277— 523 72 7 —*—
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32 522*35. —54 23278 32
2227* 25395 . 332 92*
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213333535 560—
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ker St. Ingvercer Auzeiger und das (2 mal wochentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unter haltungablatt. (Sountagu mit illastrirter KMei
age), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Dounerstag, Samstag aud Sonntag. Der Abonue ment spreis betragt vierieljahrlich
l Mart 29 X.Bf3. Nazeigea weroen init. 10 Pfr. voa Au3 buels nit 15. Pfi. für die viet arso alte ru Zeile Blattschrijt oder deren Raum, Aecla nen

i mit 30 pfa. pro Zeile berechnet.
A 46. eam itag den 24. Man 1877
— ——
Deulsches Reich. be e eeen
Manchen, 19. März.Mehrere Journale melden die
Berlodung der Prinzessin von Asturien, veiw tiwelen Gräfin Gir⸗
geut'z mit dem Prinzen Arnulph von Bayern, dem jungsten Sohne
zes Peinzen Luipeld.. —6üdd. Priy *
Berbin, 19. März. Der Reichsanzeiger“ enthält sol⸗
zende Belanntmachung des Reischekansbra: , Auf Grund der Bir
timmung an 8 57 Ads. 3 der Gewerbtordnung hat der Bundes⸗
rath nachste hende Bestimmungen über den Geserbebetrieb der Aus⸗
lander im Umherziehen erlassen: 1) Aueländer, welche ein Gewerbe
im Umherziehen (8 55 und 56 der Gewerbeordnungh vetreiben
wollen⸗ bedürfen eines Legitimatsonsscheines. Ausgenommen sind
solche Auslaänder, welche ausschließlich den Berkauf oder biniunf
roher Erzeugnisse der Land⸗ und Forstwirthschafte: des Garien⸗
und Obstdaues in gewöhnlichem Gremperkeht betreiben wollen. 2)
Die Ertheilung eines Legitinationsscheiues ist zu versagen, sobolb
sür das Gewerbe, für welches der Schein nachgesucht wird, der den
Verhälinissen des Verwaltungsbezirkeßs der Behörde entsprechendes
Anzohl von Verlonen Leginmationsscheine ertheilt sind. Für das
Gewerbe der Tepibinder, der Kesselflicker der Händler mit Draht ·
wvaaren u«d ahnlichen Gegenständen, darf ein Legitimationsschein
aur solchen Personen eitheilt werden, welche nachwers lich in dem
nachst vorangegangenen Kalendetfehre einen Legitimationsschein fur
dieses Gewerbe erhalten haben. 8) Ausländer; welche entw der
as 21. Lebensjahr noch nicht überjchritten haben5odet durch rthre
Betsöulichleit zu erheblichen polizeilichen Bede len Anlaß: geben,
insbesondere also solche Ausländer, bei welchen einer der im 8 57
der Gewerbeordxzung unte 1bis 4 bezeichneten Fälle barliegt, sind
um Gewerbebetrieb int Umherziehen nicht zuzulassen. Umhernehende
Schauspielergesellschasten sind nur dann zuzulassen, wenn der Unter⸗
nehmer die in 8 32 der Gewerbeornnung vorgeschriebene Eclaubniß
»esißt. 4) Personen, welche den unter Ne. 3 Ärs. 1 bejeichneten
Anforderungen an die, selbstftändigen Gewerbetreibeuden nicht ent⸗
pte en, dürtfen weder als Begleitet (6 62 Ads. 2 der Gewerbe⸗
oronung) zugetassen, noch zu anderen Zwecken mitgeführt werden.
Die se Bestimmung findet auch auf d'e Vezleitung eines ausländischen
hew tbetrtidendee durch einen Auslandet Anwendurg.8) ver
degutimalionsschein gewährt die Befuguß zum Gewerbebetrieb im
Umherziehen in dem Bezirke derjenigen Beboͤrde, welche den Legi⸗
ämationsschein ertheilt hat. Zu dem Gewerbebetrieß in einen
indern Bejitke ist die Ausdehnung des Legitimat:onsscheines durch
)ie zuständigen Vebörden dieses Bezirkeß erforderlich. Die Aus
vhnung wird dersagt, sobald für die den Verhältnissen des Bezils
mntsprecherde Anzahl von Personen Legitimationsscheine dereita er—
heilt oder auf den betreffenden Beziri ausgedehnt sind. Die Be⸗
mmungen des 8 59 Abs. 1 der Gewerbeordnung kommen auch
dier zur Anwendung. Das Recht, einen Auslaͤnder aus den
Bundes ebiete auszuweisen, wird durch diese Bestimmungen
aicht berührt. 6) Die Legitimationescheine werden durch diejenigen
behoͤrden ertheitte, welche zut Erthe lung von Legitimationsscheinen
in Inlaunder ermüchtigt sind. Für den im 8 838 der Gewerbe.
xdnung unter 1 und 2 bejeichneten Gewerbebelried steht die Er⸗
heilug densenigen Nat⸗rbebörden ju, in deren Bezirk der Gewerbe⸗
)eltieb beabsichigt ist. 7) Der Leñitimat onzich in hat das Gewetbe
es Inhabers genau anzugeben.“ Begleitet, deren Mitführung dem
Zahaber gestattet ift, sind darin zu nennen urd raher zu bezeichnnu.
) Fur dae Verzalten des Gewerdetreibenden ist g61 Ker Geweibe⸗
idnung maßgedend. 9) Vorstehende Bistimmumgen kommen vom
Jenuar 1878 ab zut Anwendung. n
Berlin, 21. Matz Mit 2183 gegen 142 Stimmen hat
d ver Reichsiag für Lenpzig ald den Sßedes Reich sge
Ichns eutschieden. Von den pfälzisthen Aogeordneten stunmten
de. Buhl, Jordan und Dr. Zing füc Berlin, Bolza und Dr. Groß
ur Leipzig WSchmidt E Zwbruden] finden wir in der von der
döln. Zig.“ mitgetheiltet Adstimmungliste nicht aufgeführt.) Lat⸗
und Voll sprachen und stimmten für Leibzige“ Der bayerische

BDevollma dtigte, Ministerialrath von Riedel, trat in der Diskusston
dem Serüchte entgegen!‚ als ob die bayerische Reg ierung irgendwie
nit andern Regierungen zu Guusten Leipzigs paltirt oder agitirte
habe, Bahern hake sich dadon fern gehaiten, aber aus eigenem An⸗
riede sich für Leipiig erllätt. Einen politischen Charakter habe die
Frage b slang in keinem Staädium gehabt. Für Bahern feien die
xẽtfadrungen mit dem Reichs: Oderhandelsgericht maßgebend gewesen.
Rꝛeje Erfahrungen müssen in Bahern Leipzig als den geeignetsien Oun
scheinen lossen auch für das Reichsgericht; dies sei auch besuimmendee
'ür die vderbündeten Regierungen gewesen. Die Bedenken dagegen 0
eien unexh blich. ——A noch einnal für
Zerlin eitg. Das Reichsgericht sei nacgebildet Rem französischen
dassationshofe, dieses wie jener siänden ‚zwit den Gesetz gebunghorga⸗
nen im Zusammenhange. Wo diese ihren S'ß hätien, da musse
auch das Reichsgericht siändig sein; ein Partitularismus liege
darin nicht. LO . . .1. 4
Berlin. Die freie volks wirtschaftliche Vereinigung (Abg.
Dr. Ldwe und Gey.) wird im Reichslag demnachst einen Geseß⸗
niwurf, betreffend die Abaͤnderung des Vert inszolllarifs, einbringeane
Derselbe derlangt vom 1. Mai 1877 . ab die Erhebung eines
ẽingungszolles von 78 Pfg. für jeden Centner geschmiedeten unde
zjewalzten Eisens, grober, Eisen⸗ und Siahlwaaren, ganz grober
Bußwijaren, Lokomaliven, Tender, Dampfkessel, E senbahnfahrzeuge
vone Leder? und Po sterarbei und don Maschinen, die nicht lande
pitthschaftlichen Zwegden dienen. Welche Maschinen n'cht zu den
andwiithichaftlien gehören, soll der Bundesrath vestimmen. Ferner94
st ein Unterantrag in Aus sicht genommen, wonach das beantragte
Besetz seldst durch kaiserliche Verordnung außer Kraftgesetzt 25
verden soll, sobald die in andern Landern bestehende Begünftigung
der Ausfuhr durch thatsächliche Ausfuhrprämien in Wegfall gelommen
ein witd. x- gea. 8
Stuttgart, 21. März. Der „Staalsanzeiger? meldet die
Berleihung des Großkreuzes des Ordens der wurttenbergischen ·
droue an den Prinzen Wuͤhelm. altesten Sohn des deutschen Krou⸗
prinzen und an den Prinzen Friedrich Karl von Preußen 43
J ...Ausland. 4 36
Wien 21. Marz. Die „Politische Correspondenz“ meldet
nus London von heute: B's gestern Abend war eine Berstandigung
adix das Prototoll nocd nicht erzielt. Trotz der abmahnenden ..
daltung der britischen Presse glaubte das britische Cabinet dennoch⸗
iue Erwähnung der Demobilifirung der russischen Armee in daß
Drototosl aufnehmen ju sollen. Rußland ist zwar nicht principiel
jegen dat Ausspre hen der Zusicherung, daß es zur Demobilisirung
chreiten werde, meint aber eine solche erst nach dem Perfeetwerden
zes Protokolls abgeben zu lönnen. Dieser. Differenzpuntt ist dee
Bvrund des Aufschubes der Unterzeichnung des Piotokolls von Seiten
Kußlauds und Entlands⸗·c
Dem franzsfischen Volke ist durch den Milliardenabfluße«
nach Deutj Hland das Geld der Weitemn noch nicht ausgegangen2.
In Ma seille siad auf eine von der Stadi aufgelegte Anleihe don
30 Millionen Frapken anderihalb Mil arden gezeichnet worden.
Wie man dem ,Blen padlic“ aus Ma rseille meldet, sollen
in der Gegend von Nizza bedeutende Befestigungsacbeiten in Ann
zeff genommen werden; schon seien zwei Genie Compagunien naqch
Joppel und Lucerom qbeegangen, um wmit ben Vorarbeiten zu de⸗
nen.
Bern, 19. Marz. Die Marzfeier, welche die Jura⸗Fode ⸗
zation der „Juternalionalen Atbeitergestllschaft“ gestern am 18.
Marz, alt an dem Tage des Beginnes der Pariser Kommune,
dier feiern wollte, veranlaßte um 2 Uhr Mittage einen blutigen
A leßen ihrem Festzuge eine
olutrothe Fahne vorantragen, welche „wie schon letztes Jaht bei
derselben Gelegenheun, den, Widerspruch des bernischen Publikums
herausforderle and zu Schlägereien führte. Als sich die Polizei
ur Aufrechthaltung der Rube in's Millel le,en unbe in gütlicher
Weise zur Beseitigung der Fahne mahnen wollte, wandien fich die
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        Demonstranten der Konmune gegen diese und es kam zu einem
Defechte, in welchem auf nSt den Seiten zahlzeche Herwundungen
refolgien. Polizelinspeksor v. Werdt Landiagerlorsoral Lerch und
hier andere Poni isten serielign ebez oder Zweniget derhtdliche Ver⸗
lezungen; von den Jysernatzonolen wourdenzvier welche —IX
rbenfalls Berwundet maren, Verhastetk gegen Abend aber ) nachdem
man ihnen ein — abgenomman, wieder freigelafsen. Die
vffentlihe Versammiung der Internanonalen, welche in der Witib:
aff Jcangros in der Langeasse fartfand — nabm in Folge dieses
Dorgaages rinensehr:ebaften yzum Theit gereizten Charuliet an
und erforderte starke poligeche Ueberwochung.“ Weitere Unotdnangen
sinde int essen so diel unt belannt ift, leine vorgelommen.
(B. Bd. —
αα MααOjficiell )Die· Ploen⸗
verln — den Wafsenstillstand mit Montenegto bis zum 41.
8 &amp; Großvezier benachrichtigte hiervon telegraphisch Den
Fursten Nitita und erließ an die Truppen die entjprechenden Bejehle.
Rermisd tes.

F Ing beru 22. Man. (Gew⸗rte Auest ung.)
Finem Gesuche ded I a onge wan Fahrpreit ermaͤßigung
sur wien Wesucher det Aueffellumge wurde Seitens ber t. Direlt on
der Mfatz Eisenbahnen mit bekannter Gewogenhe't. in der Weise
enisprochen daße waͤhrend der Ausstelluug ein ünfaches min dem
Auin · lun go stempel · versebenes ¶ Fahrv Ier vach St: Ingsbert vg
Reirurbillen delten wirde r Die hocht. Vahndirektion, bai huuemit den
auswareigen Besuchern dit Auestellung eine Fohttarermäßiguge von
z0 Prrlen dewimgt nten t

Es wird dies unfere auswariigen namentlich unsere dorder
pfalische Landsleute er nuthigen“ in drte kommenden hoffentlich
schonen Fruhliugtzeit, diesmal dem wefllichen Schwerpuntt der
pfats hen Juduftrie, bem Glad und Eisen drennenden Si. Jogbert
re Pfingssautflüge zuzuwenden, und die kgl. Direktion hat somit
jur Hebung unserer Gewerheausstellung ein Wesentliches beige⸗
—E — —34 —R ü 1498

PaDien Präharandenfchule Blirsfrastel zäbll im gegeawär⸗
rigen Sqquijohr 0 Shuler 14 medr qls im VBorjuht). In
der Pfalz haben nur die Anstgitn yon Speyer 485) und Ka sers
lauteen (02) mehr Schuler.·

4 Zwieunbrckene, 22. Vanz. Die kgl. Regierung der
Pfaiz hatduch fut das Jahr 167 7 wieder die Erlaudniß ertheiln
zut Veranstalnng einer rgelegentlich ver Preiseveriheilung im kal.
—XX abnuholtenden Verloofung von Pferden. sowie
hon Aandiwvirthschfil chen und gewerblichen Gegenstaͤnden, Es dür⸗
fen 20 000Soofe M8 Mark im Regierungsbeyte der Pfelz aus⸗
gegeben werder, und sind die eiben von der dinmin befreit.

3. 315

f Der Vorschußverein Winmweiler hatie in 1876
einen Gesammtumschlag ven 1,589,992 Piart. 97. Pf. Aus dam
Reingewian voue 6683. Rart· 8 Vf. werden 900Dividende be
abit uund dem Reservefond 1086 Mark 84 Pf. zugewiesen,Der
e wor ingonsen Jahte 8. Diitgitederzahl am Bchiuß
des Jahres 248Die Beneralversammiung von 18. d. beschloß
mit 54 gegen 36 Stimmen den Ankauf eines Bauplatz J zum Zweck
der spätcten Ertichtang eines Koffenge bäͤudes ·.

FNe u st a d t.)Der omach Wünchen entsandten D putation
ift, wie in der jüngsten Stadtrohssigung mitgerheilt wirrden dort
teiner Fusage gemacht orden uWwelche die Deutung zuleße daß
Neustada der Siß eineß der lünftigen Landgerechte werden wüede
Der Juftizminisier vemertte, ar persönlich sei dafürn daß die eßegen
1 Bezirkaͤgerichte auch als Landgerichte hortbestehen d übrigens lasse
sich aüber ben Saß der künftigen Gerichte eist nach Beend gung der
Zorarbeiten, welche noch übereneiũ Jahtebcanspruchen würden, eine
Entscheidung treffen —

Die Durtheimer Feuerwehr feierte am 17. d. ihr 28jahrl⸗
ges Jubilãunc, wobel dem Grunder derfelben, Hetrn Heimich Bart I.
darch den Berirttamtmaun vos Neustadt der Michnelorden IL. Ci.
IXAÆ *

Der: Lumpenlammler Mich. Weißz von Birlenhördt wurde
bom Zuchtpobzeigericht Landau wezgen Beschädigung bon 21 Allee⸗
daumchen zer Siaalestraße don Birkenhördt Bergrabern zu 6 Mo⸗
naten Gefäungriß verurtheilt it et

F (S hubdienstEirledigungeun.) Ausgeschrieben
ist die Lehrerstelle en der unteren protestantischen Mädchenschule zu
Randel. Baotgehalt 1037 Mark 14. PftroAuschlag der Wohnung
im Schuͤlhause 42 Mark 86 Pf.,“Antheibi am Fortbilvungsnuter⸗
richts Honorar 98 Mark, für Beheinmg. 102 Mark. Der Kirchen⸗
dienst,n:st durch die Lehrer geineinschaftlich zu versehen. Termin:
15. April z perföuliche: Gesuchsrinteihunge

FManchen⸗ Wie tegelmaßig in- den leßten Jghren, so
hat auch Jeßt wieder der Vizetönig don Egypten medrere Hundert
Flaschen Solvator⸗ Vier besteilb⸗ In Erlamnen ist am 19. d. die
krich jche Brauerei abgebrannt. ꝛe

fBerlhin, 14. März. Das ‚Verliner Tagebl.“ eählt:
In der Zerstreuung ist einem fruͤhezen Reschssstagke Abgeordneten,
ʒer gestern alg Galt Im. Foyep. deß Ha anwesendizwar, ein son⸗
hetbarer Zwischenlullg pastut. In 3 Unterhaltusn mt eine m
hemaligen Collegen Serttefh, gernzmat ‚plotzlich datß tele zxaphische
Velaͤute vom Präsidentensiß her, das die Abzeprdneten in den —2— —
aal ruft. Der Held uͤnserer Geschichte fenicht der Letzte, der mil
zewohntem Eifer in den Saal ftürzt. um seiner Pflicht nachzukom⸗
men. Leider findet er seinen Plat hbesetzt. »Doh. det Amstano,
hringk ihm voch medt ur Erkruntnitßß der Suuaton. Erst die Frage
nes wirklichen Abgeordneten;“, Wahit denn Frankfurt am Main
lehzt zwei Adgeordnete ?* erinnerte Herrn Sonnemann daran, daßn
re sein Mandat längst abgetrelen hdat. Er mußte es sich schon ge⸗
jall· n·lu ssenydaß ihm · beim Rückzurz einige partamentarij he Heiler⸗
leit uri — geueben werde.“
7 Die Betingefiema des „Berliner Tageblatuie
zab am ·Sonnaben⸗ Abend · zue ·¶ Ermweihung ihres neuen Hauset
n der Jeeusalemerstraße Ne. 48 und des „fünfzigtauseudsten Abon⸗
nenten (das Tageblatt hat diese ded⸗“utenude Kbonnentenzadl erreicht
and iñ somit die gelesenste der Deutschen Zeitungen) ein Feste, an
velchem über 150 Personen: theilnahmen, größtentheils den Berliner
Schrifistell r⸗und Küastlerkreisen, abet: auch dem Reichsstag‘ uad
zer flädicschen Verwaltung angehörend. Unter ben Abgededneten
zefand sich Drz Lowe Calbe, Schneegans, Schmidt-Slestundv.
Ducet, Ndcclen, die kommunale Welte ware vertreten durch den
Dberburgermeister AHobrecht den!. Stadsderordnetenvor steher Dr.n
Steatßzmann und 4 Stadirathen, die schriststellet schen Kreise durch⸗
Nuerbada, Nodenderg; ·Lindau, Sp'elh igen an s. wi, die Redalteune
uind Zeichner der tzu noristijchen Blätterewaren chast? iFämmtlich ra
Derc Tunnel, an welchem⸗das Feft statrfand,war zu diesen Zwed
ehr hübsch dekzricher mit launigen Sinnsprüch“ w und lust' gen Vilde⸗
ereien welche theils auf die Presfe im Allgeme nen“.rheilg. auf
at Tageblots, selbsi Bezug chatteu⸗ Nach der ausgegebenen Parole
„Nähne dich ridlich's wurde Sas sPplendide Madl mit einer Reihe
ʒorwiegend heite rer Neden begleitca. Wad getrunken wu: de ldßt
ich o ohne Weiteres aicht zeststellen ze jedeufalls war es sehr girn⸗·
und enicht wenig45— und was⸗ das Efsen aubelaugt so“ bedarf ers
nur der Nennung des Verfasseruamen dn Hiuster, um jeden Zweifel
an der Vorteefflichkeib zu veseitigen — Gespeochen warde- ojfizell
Gott. jei Dan b enig; aber? Was Wenige' war auch zut
Dr. Marondoastetorauf dennustatser z Dr. Behrendtan Versen auf
die Pusse Hert Nechtsanwalt Schotländer · aus Frautfurt a: M.
rietß den O erbürgermciiser Hobrecht-heben der diese Ehce auf
die Gastgeberableakte. 2. Di. Ottcat Blumenthale gedachte in geistenen
poslen Weisa. des großen intellettuellen? Urd⸗bers des Festes — des
50,000ften. Abountulenn und Rudotf Mosse schloß die Rede der
Zanzel · Borträge-Tis hredeu gab's nicht'!) mit einigen wodlgefügten
Worlen: auf die Gasteroe Wann das heitere und überaus gelungene
Fest Felbin schloßee nn ven wir nicht ermitiein sönnen J
. F Ch'atenau Wodlgenußh., Kldrilich — so erzähb.
niner uxierer Freunde, — saß ich in der W.'schen Weinstubde uu
der Lindenstraße in Berlin und gad mich stillvergnügt meiner Sorte
din; da traten zwfi unserer Nachbarn don jenseits der Vogesen,
nit ðer inen' eigenthümlichen Lebhaftigleit ein. Mit einem, Bon
zoir Monsier“ sießen sie sich an meinem. Tische nieder uad de⸗
tellen eine Fiaschte Wohl gemuth.“ Tem Namen nach vermuthete
ib, daß' der even b⸗sellie Wein, dentschet Rebendlut. sein, müsse,
var aber 'nicht wenig ecstaunt, als, mich das Etiqueite bele hete,
diß et Bordeaut Gewacht sei.‚— Meine gerechtfertigte Reugietde
u befriedigen, fragle ich den Wirthgelegentlche wie wohl dieser
ranzoͤsis x Wein dazu gelommen sein möge einen echt deutschen
Ramen zu führen. Det Wielh gestand Fhelich und off n daß er
z nicht wiff ⸗· wohl aber erliärte sich tiner der beiden Herren
bereit, mir hie über „Extliegfiones“ au geben — und 3var hiehß
er es sich nicht nehmen, dies in, deutscher Sprahe zu thun was
bei einem Framosen“ techt anerlennent zerth ist. „Sitwissen
meine Eir, so gann rr daß Prixi Adalbert aben genall wor
21 Jahr eine Reis nach die Miuttelmeee. So en passant ist ge⸗
ommt diese Prin, auf ein klein Excuzsione, nach Charente, waß iß
wmein Eimath und aben gegommt Logit in eine Vella. .wat, ist
rFigenthum von Evatiste D., ein groß Wein-Negoziant. Monsuun.
Evariste, sagt n Tag der Prine ich will ohen zu trinkea ein
Wain wol vaast ans diese Sien Biafteur Evorisie hat edringi
rout de guits eine solche Wein und als der Prinz hat ausgeteintt,
eine Flasch davuv, geftagt: Monseigneur, wie definden See diese
Wein“f O; aben geantwortel der Prim, man befindel sich zeht—
wotzlgemuth dabei!“. Monßteut Edariste war sehr gludlich —X
und aben erbeten und erhalten“ die Permisston, zu veanen diese
Wein von diese rag an: „Wohlgemuh“ und ift geworden Hof⸗.
lieferant von Monseigneur.“ Als der Peinz aben derlassen Charents
fragte Monsieur Edariste wieder: „Mon prinee war Se jufried
mit ihre Logement de —Ich. befand michn, wohlgemuthe darin
wie det Ihretn Wein,“ aben, geaniwortel der Prim umnd cdeit

E

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        <pb n="157" />
        dieset Jeit, wenn⸗Sie Lommen weine Err nach Charetzis, könne Sie
ses in große goldenc Ketterne iem, Andent an Prutz Adalbert:
Villan Woblgemutine: Dien beine Geschichtertiurmie amich soge -
mutblich: daßiricht naun derste henyp do mtr⸗anis azein Fläschchen
Wohlgemuth zu genehmigenee Als ich andlache ziepisich wolblgemuth
heimwaͤrts ziehe a. wollte da erhob sich nein freundlchet Hesteriten
Ind stellte fich it gls Vertreer, der Hauses Evbariste. D. àCha⸗
ren!s vor und fein Notizbu h hecbotholend ri. tete et mit unwider:.
dehlichetr Zaversi hl. an mich, die Frager: „Meit Erxe wienviel
daif ig Aslir für Sie wohls mut ——
Wien;'78. Maärz. Dit Houved Oberlieutenant: Feodor.
d. Zuvovits, der seinerzeit pul durch seinen grußen Kiit von Wien
aach Pariz von sich reden inacht. hat es, nachdem ihm schon früher,
in Pest ein aͤhnliches Erberment meßzlückt war, unternommen,
geute Nachmittag auf Leinem, Amit einem von ihm selbst constiuirten
Schwimmopparaß. aatsehenen Pferde die große Donau schwimmend
ju aberseheur ·Die Antundigung dieses Bravourstucke hrtte genitgt;
aim sam heutigen Sonntag, trotz des unfreundlichen, regnes ischen
Betteis, Taufende von Menschen au die deiden Ufer dee rehulirten
Denauslate gu loden.j Tie Schwimmtourt sollte Loberhulbe dez
naͤchst der ReschEbrücke defindlichen Comuralbades ihren Anfang
ehinei, währeyd ale wahrscheinliche Laudnugbstelle der Kai auf
dem venpitnn UVscuunterhaib. der Brüch m Ausficht genom men
vwar. In Folge des in den Uetz'en Tagen gefallenen Kegens war
der Wosserstand ein ziemleich hoher und. die Strömung einge be⸗
deutende Uma 3Uhtvegad fich Zubovite zu seinem Pherde.
einem gus der Armee- ausgemustersen Braum von xxwa 13 Fouft
hohe cud einem. Alter von Ab Jahren j Der edle Renuer zis der
dom Aerau um die desche dene Summe:von 80 fl. erworben worden
var, defand sich in voller Marsch: Adjust zung. An den beden
Satulserten maten· etwa· 2aSchuh lauge⸗ und 10*Schuh breite
q varze Qaul chulasch u befestigtea melcht mit Luft gefüllt waren
und die aden eigentlichen: Echwimmaphparot bildeten.: Sons befarn
ich an dem Wierde beinerlei Sicherhtusworkehrung Zubopeis der
ein einfach ß graues Jaquet gleiche; KHole Aud hohe Wasserstiesel
rug, delt ez“ durz vor 33 ÜUhr das Pfeid und ritt zum Wasser.
Unfanglich Ichien⸗ der Gul sich entfcieden gegen eine Schrwimm⸗
wur zu sircubetzc aber einige Spstnstößs vuinde Hiebe veleheten ihn
Alsbeidꝭ gui Besseren. Das Piera sank sJobatd es im Wass cz war⸗
so tief n datßß nur der Hals und stopfe sichlbat blieben. Dem
Reiter teichte das Wasser bis an die Hüfte. Untet lebhaften Zu⸗
iufen. die Zuͤbspitz mit dem Schwenlen de Hutes erwiderte. finerle
er stin Pferd⸗welches zrasch Avon der Sirdmung rfaßt worden
wart geuena dien Mate des Stromiß-ezIn Wemehenete Eutferrtng
—* Veiter, solgten mehrece Boote] dese Auder vereins. Der Rett
zing, anstandloz vor sich. Mangnal wurde das Pierd zwar förm:
X , gewendet . ewann aher Mald wieder die rechtige
Diraͤtion unde genau sieben Minuken nach dem Abriite eireichie
der 443 mit leine n Thiere unmitielbar unter dem letzien Pfenler
der Hrüche pas üfer, wo er von der Men chenmenge mit sürmischem
—XXEV
aschen abaenommen worden maren, schwang sich ein Hufar in den
Saite um den Braunen vaqh dexr eifrischenden Bade our etwaz
warm zu xeiten wäbrend Zubov tg ernen Wagen deftieg und zu
rinem nahegelegenen Depothause fuhr, um dort den Kieiderwechsel
rorzuuehinenn.MN. Ir. Pr.
fWamglermit einer Molfin.) Bei dem Dorfe Salau-im
Departemeni Dordogde: hüteten; am ————— Sonnabend weid
sunge Madchen ihre Schase. ine exfchien eine Wõö fin, trennte
wei Schafe don der Heerde und trieb sie vor ich bex. - Das ⸗Ge⸗
schrei ·der Hirtinnen und das Bellen der ———
einen; Augeublick rutzen,aber: hald detztees seinen Lauf dort, und

zierbei auf ein Junzes sechszehnjaͤbriges Madchen sokend, padcte et
asselbe, warf es In Wadarx unbi her flei schu hun dee eine Wange.
Indessenz stülrminu-Heie vonden Himinnemnt gehegzen Handa herbei,
ind. die Wolfin⸗ letz bon dem, Mädchen, abee Beir dem nächstan⸗v
dorfe angLaugtzx stüt At hh Abe Restie: meih nineandere Schafhoerdenra
das bemettze der. Bauer, Prre Mioetaue beremis: seine reachtzehnünl
ihrigen FXoqhter gul Ddem Felde rarbeiteter Ohne irgende einenandere ni
Wahfe ging, ez aut das Thier zu. das heulend, an ihmg in die Höhe V
prang und nach sener Kehle schnappte. Der starie Mann Packte:v
dre Böͤlfin um den Leib, sie mit nuler Gewalt ansi de Pressende und
varf sich. mitahr zut Erte. Nachdem sie ai⸗hrere Meter hin⸗ undẽ
jergewälzt getang q dem Manne endlich, die wüthrnde Bestie an
»er Kehle zu packen und fest gef die Erde niederzudrücken. Nan—
ief die Todier des Bauern herbei und begarn mit ihrer Hacke den
„chadel des Thieten zu dearbeiten,b dassribg verendeter Moreau
atie, Vei dein eßlichenKampfer nur eine u Hhefährliche Wunde am⸗
Doumen „dec linken Hand und einige Hautabschlürfuugen davonge⸗ .
tragen. Ar⸗uinphirend · id · don · der herbetgelaufenen Menge wie *
ein Wonder; angestamt, zoger aondern Tages mit seiner Beute in
der bächsten Stadt ein, wo ihm von der Behside außet der gesetz⸗
lichen Pramie noch ein Geldgelcheeth: gewährt wurde. Die Relunos
miß von Dder Schnauzt bis zut Schwanzsp zz I. Fleter 70 Centi⸗a
metere und' wog 27 Aailograum.
r Londonz 20. Marre, Abendé Rachh einer Depesche
des Reutertjchen Bur aus aus Habanng wäreaden deutschen Kauf -
euten auf Cuba angezeigt wordenz0 daß sie eine Contribution von*
30 pCt. cn zihlen hätten 4wedriçcenfalls incrhalb 8 Tagen:auf Cd
—XXV
Heneral Ispellite geäußert halte daß diese Abgabe mit der früher
uferlegten· Kriegesteuer nicht ident. sch sei Lnterbreitete der deutsche
consul die Angelendert der Enuscheibung seiner Regierung in
herlin. 7T5
. Fur die Nedartion veraniwertichte J. æ ]—
Fardwirthskag es. .12
—D D ——
in Pahern enthält, folgende Nachrichten aus den Kretfenzu Det
— Februar war don außergepohnlichex. Milde bis zum 22.
an welchem. Tage. die Witterung. umschlug und plöglich enischiedes
—AV———
sich ezn entwideing in den Weinbergen der Pfalge vlühten die
Magdelbaume; selbst Apritosen au Spalieren fingen an zu⸗ blühen,
n geschügten Lagen Haselnußstauden“ und Corneitirsthänz anan er⸗
J von nisteuden vnd Eierlegenden- Bäern Aurßg an' allen
zdetg uund Erden ˖ var der Frühlinge im Begreff kinzuziehrn“, alsß
ine winterlche Schnredece si v über: Feld und Flur“lagette.“ Es
var fein wahtet Giück. daß die Schneedecke sich vildete, denn ohnets
iesetbe hätte der slarke Frost bei 100 bis 1209 A“er: Null unsäg⸗
ichen Schaden-angerichtet. Hoffentlich hat der Schneedhingereicht,
ie Faaten. zu schüßen und desswegean will zur Zeit moch kein Un41
zeil Aus dem kalten Märzanfang prophepeit werdennVielfach iste2
nanaͤgentigt, der Monpefia⸗xrn g: die Echuld deg Umschlags, dert *
Wirtdrung zuzuichreiben. Dieselbe ist jedoch umichuldig daran, dennb
Veseshatte schon —X vorher begonnen. Wahirscheintich ist et, 13.
DCAEXEX
Eismeere losgelüt hade · Und mit der Trift—in. dus atlantijche
Neeerherabaefommeir si xd.· wo fi nur die Luftstronrangeu·entsprechend·
blühlen: *Diese Vermmhung hat den Umstand sür sich, daß det
Wind weistens aus westlicher Richtung gekommen ist ned trozdem
eine bedeutende Kälte in sich arot

Bekanntmachung.
Am Montag, den 26. d. M.
—AI 2 Uhr, im
Stad hause kier, wird der Rest
es Berechtigungsholzesdpro
187677 zu herabgcseßten Taren
dersteigect.. chach 114 —6t
z1u9 Stew buchen Arugelholz. ue eee den
87., Ktravpen —
dit Ingher. 22. viorn is7. Gepexalversammlur?
Das Sagaerpie sierait: in der Wirthschaft deß Kameraden
— 7c—- et. Werbaerder.
ae uun
leesa * Xo. neuer Mitglieder uu
Sautwi —* 751
eiO 28X...

Racer-Térainiz

taqg. ) 25. Rärpe
rchner

Zu verpachten
der Unterzeichnele eine Wies
deinige Morgen Land, hintex
naeuen, Schmelzanlage.
I. A. Fiack Jen.

———

44
—— 5

—
Ich amnpsehle hemit⸗ meine weuanackommenen
frühjahrs und Sommer BKurkins
pen und Nnuabes Anzu geme owie sammliche:nh
deuheiten in Damen⸗Kleiderstoffen,
uen, Linons nid Jaegunetgg, duä den billigsten
RAcha
        <pb n="158" />
        .Bekanntmachung.
In Ausfuhrung eines Stadirathsbe schlusses vomn 22. 1. M.
werden die Steuerpflichtigen hiemit ersucht, drovisorische Zahlungen
auf ihre pro 1877 4u entrichtenden Gemeinde Umlagen zu
leisten wobei die vorjährigen Umlagenzettel vorzulegen sind. Es
ist hiedurch den Zahlungspflictigen Gelegenheit geboten, bis zum
kintreffen der definitiven Hebrollen sich eines Theiles ihret Schul ⸗
digkeit zu entledigen. 8
on St, Ingbert, dem 28. März 1877.
Der Bürgermeister: Der Sinnehmer:“ *
2ιαter. Mergler, Etelloert. —
—A0 —1*2 F — * — . 5. . —
JABt. Ciolina &amp; döhne, —
Ecke der Landauerstraße in Zweibrücken, —
„. emnpfehlen solgende Arikel zu den Ime Preisen⸗ 51 Tausend 51 Tausend
30 Eent. breite Kattune 25 Pf. Abonnenten Abonnenten. *
30. Cent. CGMuülhäufer) ꝛ. .. 80*, — *4 —
80 Cent. Pigqus-Kattun a 34 * 6——7244 4457
55 Cent. gestreifte Kleiderstoffe, Popeline * „B er l ine r Ta g e b l a tt
in ganz frischer Waare 3. 40. g ninie, vaithe nee gut *
iestrei 7 68*.der belletristischen Beilage dem illustrirten Wißblatt
agniste Doppelmir B eageimeu
eseeige rotthe huter Deutschlands gelesenste uund verbreitetste
Qualität, blau und weiß carrirt. à 38038 Zeitung. 7
roth und weiß carrirt und bunt Politische Zeituuug — Berliner Local- und Gerichtszeitung
carrirt ·... 37 3 — Comniimales- Provinzzeitung -Interessantes Feuil-
Die Preise verstehen sich auf die Elle à 60 Centim— Eeton Spannende Romane erster Autoren.— dandels⸗
Muster stehen franed zur Diensten, vbenso Zeitung? nebst vollständ. Courszettel — Unterrichts⸗und
werden Aufträge frane gegen Postnachnahme Erziehungẽwesen — Zahlreiche Specialcorrespondenten —
versendet. ————— Privat· Telegramme —Parlaments -Verhandlungen —
— — — Ziehungs⸗Liste der Preuß. Lotterie — Anzeigeblatt.
Man abonnirt Mne 5 M. 25 Pf.
bei allen Post Jeitungs Memtern Deutschlands.

Dei jrtzzigem Beginnen, des schönen Wettere bringe ich mein
Beschaft in empfehlende Erinnerung und bemerle, daß ich nicht nur
RPhotographien aller Ar
ach Wunsch anfertige, sondern auc alte halbverloschene
Bilder; raup sachsch bestehend in Gruppen und Einzeln nach
jeder beliebigen Vergrößerung auf das Vollkommenste ausführe.

Noch wind bemerkt, daß für den Sommer die dunkle
Witterung, um ein gutes Bild zu erzielen, durhaus keine
nacht beilige Wirkung ausübt.
Das Aielier ist jeden Tag geöffuet und fieht mit Vergnügen
zeff. Aufnanen entgesen. 3 3777 5
am * 242* —* 1 4

*sr * —— am 28
id.

7 Neuer' Verlag' von Theobald Griede n in Berlin,
. AKNonigarätzer Straße x9. 6*
e s 5 pe —*46
Wie erhält man seine Sehkraft?
. Die Krankheiten und Febler des Augs Allgemein saßlich
dargestellt von Dr. Karß. 8. Auflage, mit 29 Abbild. 2M.
. Das für Jedermonn und auch für Aerzte bedeutungevolle
Werk,, von welchem in enem Jahre 8 flarke Auflagen 1dthec
geworden, hat zum Verfasser einen Schüler p. Gratfe's, un
dessen Seite derselle mehrere Jahre wirlte, 5
Inhalt: Vorwork.Blindenstatiftik. Ansteckende Augen
krankhetten. Krankheiten der Lidränder, der Lornhant und
Aderhaut, innere Kranlheiten (grauer, grüner und schwoͤrzer
Staar x.). Berlezungen des Auges, angeborene Erblindung.
Opiische Fehler: das Sehea,“ Kurzsichtiglent, Ueberächtigken,
Schielen, Augenmuskellähmung, Einwärteschielen, Schielope
rat oo cc

Verlag von Theobald Grieben in Berlic, Koͤniggrätzerste. 49

v 894 —428—

Die diätetische Heilmethode

ohne Anzuti und 'ohne Wassertur. Zür Selbstanwendung auf⸗
führlich deshrieben und erläutert nach den Lehriätzen des Natur
arztes Shrotht Von Dr. Moritz Kypke. J. deilung
der chron sen oder langwierigen inneren uͤnd Außeren Krank⸗
deiten unter Herst-lung gesunder Saäste und einer kräftigen Ver—
danung, vecbunden mit emer faßlichen Darke zung der Rutzlofig⸗
keu und Gefadrlicteit des Arz eigebrauchẽ. 36. Auflage. 2 M.
— PU. He lung der acuten oder hitzi zen Fieber⸗ und Entzün⸗
dunze Krankbeiten, Pautaussch äge und äußeren Verletungen.
Nedst den: zwedmäßiasten Verhaltungtregeln dei Vergiftungen.
25. Auflrae. 1 M. 50 Pf.

2 — —— 2 —* — —
— — — — — — —

A UVeoiio: Ihr habt
26 das Gute so wahe
Spitz wegerich.
allererst seit 18717geprüft,
allerhoͤchst dar ctionift; tühm⸗
last bekaunt, fiche res, über
allen Zveifel erhadenes, ge
wiß aucd dankbares Mitte!
gegen Brust Hals und
Lungenleiden, Bronu—⸗
chial Verschleimung
Husten Eatarrhere. 2c.
Die Resuluate sind über
caschend.
Mit Gekranuchzanweifung
Flacon 50 Pfe. 1uM
und 1 Mart 50 Pia. in
8t. Inabert bei, Joh.
Friedrich ad in der
Fabrit von Pauul Hahin
Ddeltridacho. M. bei
Würzburag.

wWrucht⸗/ Brod⸗ und
Fleisch ⸗Preise rer Star
Zweibrüden vom 22. Maij.
Weizen 12 M. 16 Pf. Korn
9 M. 558 Pf. Gerste Zreihige
O M. — Pi.Gerste Artih.
7 M. 70 Vf. Speln 8 Vi,
186 Pf. Spelzletn M.
Pfg. Dintel — M. — pig.
Mischfrucht O M. — Pf. dafer
7 M. 97 Ph. deunb Msd
Pi. Snot 4 M. 75 Pfe Kar⸗
toffeln 3 M. 00 Ppf. per CEtt.
Weißbrod 10 No. 38 Pf. Norn⸗
—DV——
56 Ph. ditto 1Kilo. 28 Pf.
Gemischibrod 8 Kilo. 90 Pf.n1.
Paau Weck 190 Gramm6 Pf.
Rendfl. J. Qual. 60 Pf. 2.
Qal. 48 pi. Kalbfl. 34 Pf.
damfl. 82 Pf. Schweinefl. 66
Pf. Butter 4 M. 28 Pf. per Psd.

x
Einladuug.
Da für die hiesige Lokaͤl⸗Gewerbe⸗Ausstellung ein
.Verzeichniß ·4
2e64445. J —1242
der ausgestellten Gegenstände
aͤngefertigt wird, welchem ein Adreß-Kalender
von hiesigen und Schnapphacher Gewerbtreibenden
beigedruckt werden soll, zum Verkauf hanptsächlich an
auswãärtige Festbesucher dienend, so lade die betr. Ge—
schäftstreibenden, die gesonnen sind, ihre Gewerbe nach
auswärts hin zu empfehlen, höfl.ein, ihre betr.
Annoncen, deren Preis nach Verhällniß der einzu⸗
nehmenden Großẽbilligst gestellt wird mir von
jetzt an schon gefälligfte zugehen lassen zu wollen/
da mit dem Hruck begonnen wird. 1
P. A Demetz, Bitt.
* —— ——
———— — — — ⸗
wedaktion Druck und Verlaq bon

2. ANemetz in Et
Inghoern
        <pb n="159" />
        unt
vn at. Zugocr ter zene Frde wen. Wualtet hauedrdbistk. Gonngetn nit iün strirter a
4 ẽtlcheinl wochentlich diernaali Dieustag, Donnerstag, Samstag und Fotgutag. Det Atzonne mentepreig betraͤgh —EX
X att 20 x*af Aujeigeu werden mit 1V Pfa. bon Auswarts nit 15 Vifz fur die dietaesp Aene Zeile WMaishrijt —R heren aum. Reclam en
—— * * * , wit 20 Nig. pro Zeile hepechueh

37A; F *22
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4. *8 J 459 6 9.
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7 2**

—5 — 3 e, —8 axz 4 . 44 *

5 * J 4 n J v — —

AAß . Soumntag, den 28. Maͤz 41877.
— 7. —— —*— 2* — n

— — —
—
*u25 Einladung zum Abonuement.
Zu dem wit den EApril I877 beginnenden U. Quar—
lale alf deg St. Ingberter Anzeiger⸗ min Illufirir
tem Sonntagsblatte vethri sich diseunitrfertigie Erbednion
hig auiswartigen Avonnenten, welche dus Blait durch die vost he
seden, init der Bine freundlichst einzuladen, sür rechtzeitige Hestei-
sung desselben Sorge tragen ju wollen.53

Unsere geeheten hiesigen Absninenlen und die der Umgegend,
welche das Blatt durch uniexe Träger erhalten, belommen dasselbe
wie bisher sortgetigiett, wenn niet vor Ende dieses Monals ab⸗
bestellt wird. F weit rit ν

Zu zablrei rem Abennement ladet höflichst ein

Die Exneditian des St. Jugberter Anzeiger“.
Feutshes
et i2ꝰε. ν Dae Gehurtaf e eet —9 bit
in ige berangen worden, wpie kaum jehiulze in srüderen Jahren
— aͤuser —— waren bis in die cillegentten Quattiere
inaus raͤch deflagct und geschmädu, die Stigen pud Piähe in
det Rabe des kaiserl. Palasteb seit dem sehen Worden don Kopf
an Konf gedrängten Voltsmengen ürsülst. Vormitiagze fand' r
den meisterr Kirchen Festgottesdienst statt. In hald 10 Ubr' er⸗
solgte die seierliche Auffahrt der conbptnachen damiiu ur Be-
Audwünschuag. wotan sich demnächtt hia degen FUdr bammitliche
ubeige Feratutarer ag iessen; ——
stadnischen Behörden Berlins welche 1* Sitgawunschschreiben und
ine Scheplung von *60. 200 M. al⸗ Restocitrag der FEiadlo zum
—DO—
Ahe wurde das don den heunchen nten gefgeptu Bild Ibder
æicht, darauf pot große Tafel beim ee e 85
der Tag durch eine Ahendagesellschaft5 wojn iber 1 00
kiglghungen ehgg sind. Zuß AlichemIlsumtnalion fieb
nau allecthalden Verberenungen ire
Die Desterteichs uͤnd —ãA anwnoig Kaiser
Buubefpewelegepphisch; die Könjae Bo exus R Belgiens, Spanidzie
e “ — eeee
niß Geteygl Iqtlehtp ist heute szüd Lingetro n, Fruübgerbraꝙt
. —A — eeene an
Berhia 22. Marz. Die Nagricht daß die XRE
Stosch?s angenommen sei, war salsche; dar Slond der Aßgelegeh
deit s folgender: Funtz Bgrte ha an den Kaser hößr dif
Atfairg fine Denlschrift gerichtet, und hiest 33 feinem gerz/chten
Sinne folgend. diesesbe ee * dnr —8
pugeheg lassen. nun destern efegraphitt Pude d wird' Giosa
29 dem Kaiser die Beanlwosiufge der Vismard'schen Dent⸗
Hrift lüberreichen und dieset daun erll über die Angelegenheif ecte
cheiden. F.das
Darmaugdt,“ Vrinz Kaple, de rebhefuogs
—— ,4 —* it et
it 22. Olliobet 18 dermahlfm — 535 Etisabeih von
Breußed) ist cestein Adend gestorbeii. (Mulhinuhiicher Thronfolger
st nuninehr sein altester Sohn Priuz Ludwig von Hessen, geb.
2. Seplembet 18837. loniglich prsußiser —S und
—ARV — — — 24 poueg qgmahlt
—
aien und Irland.) n

.

—X — —————

2732

124

Seriß e2 in gner
8 Verderiuga deg Antzges afar. Is
dieosaeis der —2 beshlon, ri i, nimec die Ve
zehaltung dex zitg ährigen Dienstgeit zu beantragen.

Londo e Der politische Horijont ist vüsterer
ιινιν VDie ÂνιιXαοNtR Augabe. daß die Abzustung dit Haupt⸗
wierigkeit bieten werde, besfatigt sich Nußland weigert Ich.
itmitisten, benor die Veorie Flichen mit WMonteneaxo Auschlossen

habe und e abr uste? Es macht angeblich sogar: die eigene Ab⸗
üstüng von dem Fortschriite bern furtischaͤ Neformen abhangig.
Das britische Kabinet dagegen hesteht nron die Unterzeichnung
eVroiotottz bog der vessi umgen Abruͤstungd zufagte Rußlandu ab
üngig zu mache i, Und somti ündhie⸗ Bethandlungen vorerst run
————— graͤhen . A⸗
vB vIsbnybn, 22. 34 Bdorning Post? schreibt, daß das
otitische Cavinet“ die beftimmie Zusage ver Demobiisirung der
russischen Armee derlange. Dasselbe set zwar gendigtn terub⸗
Aunderten Fafsurg des Protoroͤle aim urfene beirapflihten, Ronne
ver 2* von Abnmuchungen Juftimmmen wodurch
fßland nach d Nuter eichnung bes Protsloles vecpflachta seia
durde, die mrlische! Regierung ee n en
Ruslond zur Demobilisirung einet Amet ihteie Doiln Tele
graph“ und „Standarde sprechen sit in ähnlicher Weise aus.
Tinea! in det Aaftaüe Er Vchwierinteh perde Jeheigre we vact
adurqh gehoben werden kornen, — und, die Zurter
leichzeuig —— Ignatiel hat —— Derby
ne Bespreg ung geh e et2 7258
A — —* ensen den einen Irief von Lart
Miudt ubei die drienlauiche Vragẽ worin . I gesaghe wied
„Indem man sich bemüht,. sür NRußlaud Linddotde hie pun
u bauen, moͤge man Ucht — —V
miget Zeru als Drehbrücke für ben Neher dang ber pei Vrum
denutzen kann. a Vd Meidasser spricht —— — —A
haß Rußland Wwenn an zumnt Ariege schrete allervinhs abetritd
eschlaͤgen werde und noch sdree aehe atg . 6
driczee erbeiden hrde. Ileing Im Inlebeffe der? Heensch.igeeig bnb⸗
— — 7 — — Aedr
Wirns emnbrennt, ber züaitt viir⸗ n sehe ete fiens
B——
——— prrj Ne in denn Piaße ——
— Xeßi j —34 33448 SFe
n cu * — —* —öV ——— ung
*cDer Ifn dẽ SOfle Gibuuis
ern gFing dier Außerlich Jiemlich
vertimgiten sich ian hreur Wet ins-
chaft Darmoilio? ju emen Banulett,
9 rlauf iuhm Amd Uäwelchem Hbrt
— atzen gedie genen Ansprahe des hreisen
raͤisers uf denselden toasticte.“ ndt
* —1 — 3 —X dhat fich ven Dienstag Ubend
g der dhe bes Giti. r Vahnhofet ein 37 unvelahnter
unger Anze ie Echttien getegte? und wurdaͤ detnsetden der
dopf dom Ru bi 7 a 77 **
dant Aom * 2. März.“ (Pf.n.) Wird hente in fast
—EXRXX a e e fefttich brzahgen, so
i scarr Moscher; daeß auqch der kutshen Jugend Gelbgenhet
bgten derdt, den Festtag det Dercischenr Seeiches mit,ufeiern.
Vνα ιν5 Mia-e . Zickuuft anellen Anstaiten purfi
hr *33 Wie vern en einem allgemeinen Wunsche der
I ανιν ju veben, wentn wlr dieziin An⸗
—XR Fumrap J 2 4
Mur e 22. M
ür Einiahrig Jreimilic⸗
v be —
* Eyre
n 7
—
en,
4.

ẽ. Heute Mittag ist die Prüfung
dienst dabier uEnde geyangen.
dieselbe mitmachten, hoͤben 10 be⸗
fung des Vorjuhces har sich bas
n qJud diefer Zeit wuiden ven 44
erllart. — Von den 26 Wechis ·
nadis Mai v. J. 'der prattiftden
rnft vahiet waterzogen erhiellen
und ·6die Note Ul q besta den
Die Sitßungen der Reichs Cholera⸗
12. M Muixe vener Abgehalten urden

—E —
purhen heut⸗

2—1
—
40

m
        <pb n="160" />
        r Dr. HanzWache nhusen in zum herzoglich sachsischer
Hofraih ernannt worden. —

BSertin, 19. Marn Die veuischen Vundesnegierungen
ind dadin übereingekommen,fur den Geoͤrauch der. Reichs: und
Silaatibehdrden ein gleichmähßiges. Papierformat von 33 Cenn⸗
meter Höhe und 21 Eentimeier Breite einzuführen.

pBerlin. kinen Abereifrigen Reichstagswaͤhler verurthe lte
die siebente Criminaldepution des Siadtoerichts in ihrer Sißung
don Dienstag zu einer empfindlichen Freiheitastrafe. Ein Arbeitet
rschien am 10. Januar' im Wahllokale des 229 Urwahikreises,
im für, seinen“ Hasenclever zu flimnen. Sosort wollte er den
Zettel in die Wahlurne werfen, als ihm der Wahl⸗Commissarius
mit der Bemertuag in den Arm fiel, sein Nams stehe nicht in der
Wahllifie, er könne mithin also auch nicht waͤhlen. Wat? ick
nicht waͤhlen ?? fragte Jener zurück, „da müßte ick keen deitscher
türjer nicht ünd!“ — ein raftiger Ruck und der Zettel lag in
c Urne. Der Gerichtshof erlannte jedoch in dieser patriotischen
Beschäftigung eine Faͤlschung im Sinne des 8 271 des Straf·
Jeseßzbuches und veruriheilte den Angeklagten dieserhalb zu einer
Woche G-saängnißß.

pra e u. marr. Der Bischof von Langres, Herr
Buerrin ist gestern Abend um 724 Uht im Nabitelsaale seiner
athedrale, wo er eben zur Feier des Sonkt Josephs⸗Tages einen
Bottesdienst leitete, plößlich gestorben. —A
Jadren eireicht und stand seit dem 3. Juni 1862 au der Spihe
seines Bisthums. y *

4 Das Projelt. die Wüsle Sahara in ein Meer zu verwan⸗
deln, bezeichneie Lesseps in der lehten Sißung der Geographischen
Besellschaft in Kairs ols nicht jo ungeheutt, wie es auf den ersten
did aideine. Sowohl vom Norden in Algerien als vom Westen
—t
Immobiliorversteige⸗ Arbeiter⸗Bildungs⸗
rung.— Verein..
Samstag, den 1. abpril 1877 41 Montag, 26. Paarz im
Nachmittags 2 Uhr 18* Wirth⸗Bereinslota *
chaft von Michael Paul da⸗
dier, lassen die Eheleute Georg Gen cra lwersa minlung
Brefß, Schusser und Elisabetha de 3
Toussaint von St. Jogberl nach⸗ —— 7 Benjamin
mezeichnete Inmodilien auf lang⸗ Franklin
ahrige Zahltermine durch den 3 ——— *3
gi, nolar Sauer öffentlich, in 2 Vorstand J
ctigenthum verfteigern, nämlich: I
I plKre. 2i9 und 220.
I. Dez. Flache mit zwei⸗
dctigem Wohnhause, Stall,
Hofraum und soustigen Zu⸗
dehörden, gelegen zu St.
Ingbert an der Blieskasteler
Strasße neben Fronz Kraut
und Peter St'ef's Ww
2. Pl.-Nr. 23768. 66 Dez.
Ader auf Schiffelland, eben
Johann HOellenthal und
dudwig Schmelter's Erben.
Pl.⸗Nr. 3897 und 3898.
91 Dez Acker linkk in den
Nafteler Roͤdern, neben
Niß. Stief Ww. und Val.
Büchler, Ww.eꝛ
Pl⸗Nr. 88414. 44 Der
Ader auf Schiffelland am
Nothenkopf, neben Johann
Deckarm u. Georg Kunz Ww.
Pl.⸗Nr. 3567. 25 Dep
acker im Gerftenbusch. neden
Peter Custer und Schmied
Jungfleischh.
PlNr. 3788. 48 Dezß.
Adet auf Sagiffelland oder
am Reichenbtunnerpfad ne⸗
ben Johann Jung und
LKarl Custe.—
7. Pl.-Ne. 3789. 49 Dez.
Acker allda, neben vorigem
Item.
Naͤhece Auskunft über die
Bersteigerungsbedingen ⁊c. ertheill
IJ. Boos, Geschaftsagent
zu St. Ingbert.

in der Nähe des Wendkreises sei eine Verbindung, dort mit dem
Mittelländischen, hier mit dem Atlantischen Meere. herzustellen und
der Haupto rt der ganjen Sahara, Timbullu, würde alsdann zu
inein Seebafen werden. Daß Refultat fur den gesammten Handel
mit Centralafrika — würde? dadurch ein unermeßliches sein und das
zanze nordliche Afrika der europaischen Civilisation in einer Weise
ugängig gemacht sein, daß es so zu sagen vollständig zu Europa
ehören wücde. Auf weitece, weder geographische noch wissenschaft⸗
iche Deduet onen ließ sich indessen der Redner nicht ein, so daß das
Hhanze einen ziemlich utopischen Ansirich erhielt. Interessant bleibt
3 indessen immerhin, daß Hert v. Lesseph, jett schon hoch in den
Sechigern, sich nicht allein mit jugendlicher Energie für einen solchen
Blan begeistert, sondern sich auch gewiß. wenn derselbe wirllich zur
Ausführung kommen sellie, pratiisch dabei betheiligen wuͤrde. Und
ann bleibt doch auch, von allen Eontraversen ganz abgeschen, de⸗
nen daz Unternehmen noch zu unterliegen hätte, die Zusltimmung
nen Mannes wie Lesseps immer wchtig denug, um von den Pro⸗
pagatoren wie von den Gegnern Berückuchtigung zu verdienen.
pRreichz⸗Oberhandelsgericht. Der 8 122 der Konlurs⸗
Drdnung bestimmt, daß in teinem Falle der Tag der Zahlungs⸗
instellung auf einen früheren Zeitpunkt als jechs Monate vor der
Zortursordnung festgesetzt oder augenommen werden darf. In Be⸗
iehung, auf diese Best immung hat das Reichs⸗Obe rhandelsgericht
usgesprochen, daß dem Konluͤrsrichter vicht verwehrt ist, zut Er⸗
mittelung der Zahlunsseinstellung auf Thatsachen zurüdzugteifen,
die vor dem sechemonotlichen Zeitraum XEVV
Fur die Redaction verantworilich: F. X. De in e . n
— ——

æ
4 J
Zu verpachten
har der Unterzeichnete eine Wies
ünd einige Morgen Land, hinter
der neuen Schmelzaniagge.“
A. IJ. Siack. sen.

Ein

2stöckiges Wohnhaus
mit Hof und Garten, binter der
tathslischen Kirche gelegen, ist
zu verkaufen.

Naheres in der Erredition
ds. Bl..
— 5 F au
o Uer 3 eugan se awen.
*; de⸗s 734 bdewãa driec
n Br. Aler⸗⸗ Æatur —AXX
Ahriebenen — em
pꝓblen werden Diese in 2*
20 ani —A—
x Sus to Mark
bdurch srb⸗ Sus banbiva obe
BPet von KRigiera Verlags
Nalt in keiyrig zu bez iehen
Ledtere⸗ auf 3
Ri 3ä —* —2
ꝛꝛrs grauuo . wes zur
—X ver sen .

Zu vermiethen
den obein Stoch meines Hauset,
bestehend aus 4 Zimmern, Küche
und Keller, bis 1. Juni bezieh⸗
bar. Auf Verlangen wird etwas
Garten dazu gegeben.

Carl Engael, Koblenstraße.
a v
J. 8t. Ciolina &amp; döhnoe,
Ecke der Landauerstraße in Zweibrücken,

empfehlen folgende Arikel zu den deigefüglen Preisen:

80 Cent. breite Kattune 25 Pf.
30 Cent. GWülhäuser) A.-. 308
30 Cent. Piaqus-Kattun .* 34,
55 Cent. gestreifte Kleiderstoffe, Popeline
in ganz frischer Waare ꝛ. . 0
gestreifte Doppelmix d. 40
crarrirte .d.. . . 455
acht farbige Kölsche in gute
Dualitat, blau und weiß carrirt, à 80
reth und weiß carrirt und bun
carrirt ...... 37,

Die Preise verstehen sich auf die Elle à 60 Centim.

VDtufter fstehen franes zu Diensten, ebenso
werden Aufträge franeo gegen Postnachnabm⸗
bersendet.

62 Ceni. J *
62 Cent.,
75 Cent. —

Die Wormser Brauer-Akademie,
dereus voa circq 700 Brauern aus allen Landern der Erde besucht
beginnt das Sommersemester am J. Mai. — Programm und
Auskunft ertheilt Die Direction

Dr. Schneideor.
Rition Druc und Berlag von F. x Demet in E Ingobert.
Siezn Ju⸗ted Sonntagdala⸗k Næ. 13
        <pb n="161" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Ser St. Jugberter Anzeiger und das (Smal wöchentlichs mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei-

lage), erscheint wöchentlich viermalz Dienstag, Dounerstag, Samstag nud Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

1Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., van Auswärta mit 15 Bij. fur die viergejpaltzue Jeile Blattschrift oder deren Raum, Necla uen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
2 J J— —
M 48. Dieustag, den 27. März 1877
α—,
— t— ——

F
Einladung zum Abonnement.

Zu dem mit dem LJ. April 1877 beginnenden II. Quar—
zale aaf den „St. Ingberter Anzeiger“ mitIllustrir
tenn Sonntagsblatt“ beehrt sich die umerfertigle Expedition
hre auswättigen Abonnenten, welche das Blatt durch die Post be⸗
ziehen, mit der Bitte freundlichst einzuladen, für rechtzeitige Bestel-
sung desselben Sorge kragen zu wolleu.

Unsere geehrten hiesigen Abonnenten und die der Umgegend,
welche das Vlatt durch unsere Träger erhalten, bekommen dasselbe
wie bisher fortgeliefert, wenn nicht vor Ende dieses Movats ab—
cstellt wird.

Zu zahlreihem Abonnement ladet höflichste iinn

Die Expedition des St. Ingberter Anzeiger“.

ihrer Weigerung, die Distrikte von Nikfic, Kucci und Kokalschin
an Monlenegro abzutreten, deffen Bevollmächtigte nunmehr nähere
Weisungen na hgesucht haben.

Rußland schickt (nach der Corrt. Havas) Lebensmittel auf
ein Jahr nach Montenegro; neun Dampfer sind bereits in Cattara
eiugetroffeen.

Peterburg, 24. März. Der Verlauf der Londoner
Verhandlungen und die Sprache der englischen Regierungsblätter,
nerqulatzte die meisten hiesigen Blätter, in entschieden iadelndem
Zinne sich zu äußern. Es wird vornehmlich herborgehoben, daß
oie englische Regierung von vornherein bezwedt habe, Rußland nur
die Wahl zwischen Beschimpfung und Krieg zu iegen. — Eine
Forrespondenz der „Agence Russe“ führt aus, daß die Frage, ob
drieg oder Frieden, gegenwärtig ihre Entscheidung nicht in Helers⸗
zutg, sondern in London finde. Das russische Cabinet sei mit
je nen friedlichen Absichlen bis an die äußerste Grenze gegaugen
und halte dieselben auch jetzt noch aufrecht. Wenn troßdem der
strieg nunmehr ausbreche, so werde die Verantwortlichkeit England
allein zufallen.

Ñntgaun gu
Deutsches Reich.

Berlin, 25. März. Nach dem ‚Tageblatt“ hat Bismarck
xi einem Diner seine besondere Genugthuung darüber auegesprochen,
»aß die Beziehungen Deuschlands zu Frankreich freundnachbarlich
zenug geworden seien, um die Mission des Adjutanten Mac
Mahons, des General Abzoc an das hiesige ka serliche Hoflager zu
rmöglichen. — Der Kaiser wünscht dringend das Verdleiben des
Herrn von Stosch im Amte. — Dem Reichstag wird noch ein
Besetz über die Revision des Serviswesens und die Klassifikation
er Orte zugehen.

Dermischtes.

fSt. Ingbert, 27. März. Der gestrige Tag, der uns
zurch seine milde Temperatur auch daran erinnerte, daß nach dem
Talender der Frühling schon seit ejnigen Tagen eingezogen ist,
drachte uns gegen halb s6 Nachmittags ein schwaches Gewilter mit
urzem Regenschauer.

— In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde der an
)em Otto Weigand'schen Hause befestigte Photographienkasten des
Derra Ollig von Unberufenen geöffaet. Die darin befindlichen
Photographien wurden bis auf wenige alle entwendet.

7 Zweibrücken, 26. März. Am Samstag Nachmittag
tdützte vom Gasthof zum „Zweibrücker Hof,“ welcher ein drittes
Stockwerl erhalten soll, der mit Abbruchsarbeit beschäftigte 18
Jarre alte Plaurer Johann Lauer von Niederouerbach so unglücklich
zuf das Straßenpftaster, daß ihm die Hirnschale jerschmetterte,
vas natürlich seinen augendlicklichen Tod herbeiführte. Durch
diesen Unglücksfall wird die Familie des Angehörigen um so em⸗
findlicher berührt, als das Haupt derselben der Vater des Ver⸗
inqlückten, seit Johr und Tag schwer krank darniederliegt.

kDie Alktien-Gießerei Kaiserslautern, vertheilt für 1876
ine Dividende von M. 5.60 pro Altie. Von dem erzielten Rein⸗
zewinn, welcher sich auf M. 11,537,89 beziffert, wurden M.
3,868,70 zu den statutenmäßigen Abschreibungea verwendet.

T Kaiserslautern, 20. März. Ein Handelsmann hatte
in einem einzigen Viehwagen nicht weniger als 16 Stück Großbieh
jusammengepfercht. Als dasselbe heute von Neustadt hier ankam.,
var eine Kuh krebirt und lag zertreten unter den Füßen der üd⸗
rigen, deren Sitution und Gebahren in dem Waggon sich wohl
)enken läßt.

MNeustadt, 20. März. Wie vorsichtig man in Me⸗
nagecien sein soll, beweist folgender Vorfall: Ein Arbeiter wollte
inem Panther schmeicheln und ein Stück Brod reichen, dieser ver⸗
dand aber deese Güte nicht und schlug mit der Tatze der Art auf
die hingestrecte Hand, daß sie einen Theil ihrer Haut derlor und
erheblich beschädigt wurde.

F. In jüngsier Zeit wurden in München und in Hof
falsche Zwanzigpfennigstücke verausgabt, welche aus
Argentan oder Nensilber und mit eigens gravirten Stempeln in
einen gerippten Ringe ausgeprägt sind. Die cinen derselben haben
das Munzzeichen A (Berlin), die andern das Münzzeichen B(Han⸗
wvber.) Das Gepräge ist dem ächten genau und läuschend nach—
zemacht, und läßt sich als Erkennungezeichen der Unächtheit nur
die gelbliche Farhe des Metallz angeben, welche besonders auf—⸗
'allend hervortritt, weun man das gefälschte Stück neben ächt:
egt. Die Münzverfälschung stellt sich deshalb als eine gefährliche
dar, weil sie einerseitz nicht leicht erkenndar ist, andererseits aber

NAusland.

Paris, 24. Murz. Gut unterrichtfete diplomatische Kreise
erachten das Protokoll fur abgethan. Man glaubt, General Ig⸗
aatieff werde in Wien versuchen, für den Kriegsfall Vereinbarungen
iber die Haltung Oesterreich-Ungarns zu treffeu.

London, 24. März. Die diplomatische Lage ist unver⸗
andert. Die Verhandlungen siad nicht abgebrochen, stocken aber.
Das britische Cabinet wartet weitere russische Eröffnungen ab, die
möglicher Weise nicht vor der Ankunft Ignatiew's in Petersburg
erfolgen werden. Ignatiew äußerte in Paris unverholen seine
Verstimmung über den Mißerfolg der Loudoner Reise, schob viesen
auuf Mißverständnisse des britischen Cabinets, vornehmlih von Seiten
xs Earls v. Beaconsfield, äußerte aber die Hoffnung, pue tout
arrangera, welche Hoffaung hier, wenngleich nicht gänzlich ver⸗
chwunden, doch merklich er chüttert ist. Selbst die Times gestebt,
daß die Autsichten auf das Zustandelommen des Protokolls nicht
hesser geworden, nachdem Rußland den neuen Ton angeschlagen
und gegen die Abrüstung seine verletzte Ehre vorschützte, woraus
der natürliche Verdacht entstehe, daß Rußland nicht sowosl den
Frieden austrebt, als die Schuld an dem Kriege anderen Mächten
ausbdürden möchte. Der Daily Telegraph nennt die jetzige Laze
eine äußerst unbefriedigende. Aehnliche Unsichten herrschen in den
neisten anderen Zeitungen, sowie in Parlamentskreisen. (K. 3.)

Ragusa, 23. Marz. Nach hier eingegangenen Nachrichten
woll eine circa 1000 Mann starke Abtheilung Türken unter den
Einwohnern von Achebo ein Blutbad angerichtet haben, wäre
aber von den Insurgenten mit großen Verlusten zurückgeworfen
vorden. (T. N.)

Ragusa, 24. März. Wie in slavischen Kreisen verlautet,
jade Fürst Nkita von Montenegro ein Ebventual-Bündniß (für den
Fall, daß sein Frieden mit dem Sullan nicht zu Stande käme)
mit dem Miriditenfürsten in Albanien abgeschlossen. Letzterer soll
ich verpflichtet haben, ein Hülfskotps von 8000 Mann zu stellen.

Konstanfinopel, 24. März (via Athen). Die
dufregung wächst in den muhamedanischen Siadtvierteln. Die
lemas drohen mit der Einstellung des Koranlesens und mit der
Schließung der Moscheen, wenn man allzu nachgiebig gegen Mon⸗
enegro sei. Sie vierlaugen die Rückberufung Midhalt Paschas
urd die Beseitigung det Großveziers Edhem Pascha.

Zonstantinopel, 25. März. Die Pforte behaurt auf
        <pb n="162" />
        durch ihre Herstellungsweise eine große Vervielfältigung möͤglich
macht. Nach dem Verfertiger und Verbreiter dieser Falsifikate
wird gespaht.

In Sietten stand kürlich das Leben einer ganzen Familie
auf dem Spiele. Heinrich Bescher I. mit seinen Angehörigen,
Frau und 4 Kindern, wurden am jüngsten Sonntage schon nach
dem Genusse von Sauerkraui nid am Dienstage darauf, nachdem
fie Mittags Mehlknödel zu essen angefangen hatten, von Erbrechungen
und dem hefstigsten Unwohlfein —XW ärztliche Hilfe
wendele das Äeußerste noch ab. Es wird eine Vergiftung ver⸗
muthet, wie und auf welche Weise ist noch im Dunkeln.

FMonsheim (Gessen), 22. Marz. Kaiser Wilhelm ließ
heute seinen Altersgenossen, den hiesigen Ackersmann Jakob Wilhelm.
zu defsen heutigem 80. Wiegenfeste auf telegraphischem Wege be
glückwünschen.

FMainz, 23. März. Am 21. März ist ein schwerer
Schiffsunfall bei Asmannshausen vorgekommen. Das Schiff Ca⸗
roline des Schiffers Strasbürg.r, mit etwa 4000 Centuer Waizen
im Werthe von 80,000 M befrachteh, ist durch Anfahren eines
der sog. Tauecboote der Ruhrorter Schleppdainpfschifffahrts; Ge⸗
sellschaft stark beschädigt, und in gebrochenem Zustande nahezu eine
Stunde unterhalb Asmannshausen fortgetrieben und dort gesunken.

Mainz. Vom Polizeigericht wurde ein hiesiger Schweine⸗
metzger wegen Falschung von Wurst (durch Zusatz von Staͤrkemehl)
zu 100 Mark Geldbuße vernrtdeilt.

f Mainz, 28. Marz. Gestern Abend fanden vor dem „hei⸗
ligen Geist“ und in der Nähe des Schloßplatzes blutige Schlägereien
statt. Da die dabei Betheiligten zum groͤßten Theil den hier garni—
sonirenden Truppentheilen angehörten, so hat die Militärbebörde
Um eine Wiederholung solcher Vorfälle zu verhuͤten, die Anordnung
getroffen, daß dis auf Weite⸗es d'e Calernen von 7 Uhr Abends
an gischlossen bleiben.

Aus Mainz wird der „Magdeb. Zig.“ geschrieben; Die
mmer näher rückende Ausführung der Canalisation des Mains,
mil welcher die Anlegung eines Mainhafens an der jenseitigen Mün—
dung verbunden sein wird, berührt höchst wichtige Interessen unseres
Hafenplatzes in hohem Grade. Schon jetzt ist d'e Güterbewegung
in dem Rhein⸗Main-Hafen an der Gustabsburg weit bedeutender
ais in unserem Hafen, obschon es (ibgesehen auch von der zu re—
gelnden Gebührenfrage) offenbar gleichgültig ist, ob der Uebergang
der Güter aus din Rheinschiffen auf die Bahn oder umgekehrt im

iesigen oder jenseitigen Hafen erfolgt. Die durch jenes Project
eboiene Vervollständigung unserer neuen Hafenonlagen geht indessen
ur sehr langsam von Statten. In Verbindung mit jeunem Projecl
aucht auch wieder das der festen Ueberbrückung des Maines, an
Stelle der fliegenden Fähre, zur Verbindung der rheinhessischen und
der starkenburger Strecke der Staatsstraße von hier nach Groß⸗Gera
ind Darmsladt auf. Bis jetzt standen einem solchen Brücke nbau
ortificatorische Bedenlen oder auch für den Fall des Aufgebens der⸗
elben die Nothwendigkeit e'nes unverhältnißmäßig großen Kostenauf⸗
vandes für die als unentbehrlich erachteten und mit der in einem
zreifachen Rayon liegenden Brüce zu verbindenden Vertheidigungs⸗
verke entgegen. Daß sich zur Bewilligung jener Kosten Regierung
ind Sitände oder (wie bei der Ausführung der Offenbacher Brücke)
die berührlen Gemeinden entscheiden könnten, ist unter gegenwärtigen
Anstanden sehr unwahrscheinlich.

Bonn, 21. Marz. Dee Hilfs postschaffrer Johann Wil—
helm Wolff, dringend verdächtig, 70,000 Mark am 18. November
bd. J. aus dem Postwagen auf der Kolner stehenden Brücke gestohlen
zu haben, wurde geslern Abend hier abzefatßt. Nachdem man ihm
inen Revoider und Stock abgenommen, jand er Gelegenheit zu
· nifliehen. Auf seine Wiedereinlieferung sind 500 Mark, auf die
Wiedererlangung des Geldes ist eise Belohnung von 1800 Mart
ausgesetzt.

Auf der Eisenbahn Waronesch⸗Rostow ist nach eincr tele⸗
graphischen Nachricht unter dem Güterzuge nach Rachitschewan die
Zruͤcie eingestürzt. Die Waggons sind zertrümmert worden; außer—
dem sind drei Menschenleben und mehrere Verwundete dabei zu
beklagen.
Dienstesnachrichten.

Der kgl. Rentbeamte G. Forstmaier von Kusel wurde auf
Ansuchen nach Landstuhl dersetzt und der kgl. Rechnungskomm'ssar
Armin Eichhölz auf das hiedurch erledigte Rentamt Kusel befoördert.

Die kalh. Pfarrei Zeiskam wurde dem Pfarrer P. Rinkes
don Iggelbeim verliehen.

Derdk. Zeichnungslehrer der Gewerbschule Ingolstodt Ludwig
Schönlaub wurde cuf Ansuchen vom 1. April an an die k. Ge—
werbschule Landau in gleicher Dieufteseigenschaft ernannt.

Die erledigte Pfarrei Jettenbach im Dekanate Lauterecken ist
unterm 19. Maͤrz dem Pfarramtskandidaten Nilolaus Oster aus
Obernheim, z. Z. Vitar in Essingen verliehen worden

Immobiliarversteige⸗ Adcker auf Schiffelland oder
am Reichenbrunnerpfad ne
ben Johann Jung und

Karl Custer.

7. Pl.⸗-Nr. 3789. 49 Tez.
Acker allda, neden vorigem
Item.

Nahece Auskunft über die
Berstei erungshedingen c. ertheilt
J. Boos, Geschaftsagent
zu St. Inabert.
Ein Garten
m Kapellenweg ist vom 1.
April ab zu verpachten. Der—
elbe wird auch ganz odec in

Parzellen käuflich abgegeben.
Naͤberes bei Heinr. Laur
Mehrere

128
Bauplätze

in beliebigen Größen in der

Schaafweiherwiese hat zu ver—

taufen
— —

7
——
næzeg.
Freunden und Betannten hiermit d'e schmerzliche
Nachticht, daß mein, seit 24 Jahren in meines verstor⸗
benen Vaters und meinem Hause mit seltener Treue und —
Anhänglichteit in Thätigleit gewesener Gehilfe und Freund
Philipp Schreiner
gebürtig aus Kaiserslautern,
im Alter von 37 Jahren gestern Abend 11 Uhr nach
kurzem, aber schwerem Leiden dem Herrn entschlafen ist.
Die Beerdigung findel Dienstag Nachmitiag um 5
Uhr statt.
St. Ingbert, den 26. März 1877.
R⸗mann Fischer.

rung.

Samstagz, den 14. April 1877
Nachmittags 2 Uhr in der Wirth⸗
schaft von Michael Paul da—⸗
hier, lassen die Ehrleute Georg
Grefß, Schuster und Elisabetha
Toussaint von St. Jngbert nach⸗
dezeichnete Inmobdilien auf lang⸗
jaͤhrige Zahliermine durch den
igi. Rotaͤr Sauer öffentlich in
Figenthum verfteigern, nämlich:

Pl.Nr. 219 und 220.
7. Dez. Fläche mit zwei—
stöckigen Wohnhause, Stall,
Hofraum und soustigen Zu⸗
behörden, gelegen zu St.
Ingbert an der Blieskasteler
Straße neben Franz Kraus
und Peter Stief's Ww.

2. Pl.«Nr. 3768. 66 Dez.
Acker auf Schiffelland, weben
Johann Hellenthal und
dudwig Schmelzer's Erben.

3. Pl.⸗Nr. 3897 und 8888.
91 Dez. Acker linls in den
asteler Rodern, neben
Nik. Stief Ww. und Val.
Büchler, Ww.

Pl.eNr. 3841. 44 Dez.
Acker auf Schiffelland am
Rothenkopf, neben Johann
Deckarmu. Georg Kunz w.
Pl.Nr. 3567. 25 Dez.
Acker im Gerstenbusch, neden
Peter Custer uad Schmied
Jungfleisch.

Pl.Nr. 3788. 48 Dez.

un— erämpfe.

„rkung der Nerven überhaupt. D
eder diese sass schrecschste aler Krautheiten ertheut grüend
huüsch ste, für Jedernann bleihtverständli ch e Belehrung
und weisel nach zuverlhässigee Heilung die soeben in 29.
Ausgabe erschienene Broschüre ven Dr. Stark, Königl. Stabs⸗
und Specialarzt f. Ep lepsie; Ritter ꝛc. — Amtliche Urkunden übe
die bereits erzielten Heilresultate werden beigefügt. Die Brofchür
ist gratis u. franco zu beziehen durch die Dr. Stark'sche Ver

laqs Expedition in Berlin 8. O. Woldemarstrabe 32.
Oftermontag ß Rother Zund 6 eä
—7 samen, Saathafer, Saa
Tanzmusik u e
bei Jakob Quirin, vfiehlt M. Thiery

Nentrisch.

Eranken seder
ooller Ueberzeugun t Antre⸗
ung des bewãhrten
Dr. Airy-a Naturheiimee
eschriebenen Heilverfahrens
fohlen werden Dieses in
als 60 Aufi. erschienene, 300
darke Bugh koßer nur t Mark
st durch sede Buchhanblung ode
dirert von Ricter Verlagẽ
anstalt in Leipzig zu —2
welch“ Letßtere auf Ver anget
anqch einen 100 Sest starken
jug daraus Eratis u. frane⸗
Nrufung

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sind zu haben der Meter ‚u 1M.
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Wagen guten
uazu verkausen
Joh. Klahm,
Joh. Kiehl. hinter der kath. Kirch
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NFedaffion Trud und Verlag von F. X. Demetz in St Ingbert.

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252 852335 5 * 2 2 33 25 — 3232 28 2
5383 5— 75 —5—55 5,3 538553 228825 — 2227* * 2
2 —3353—335 53 —— —23—2 5 *——588 272 2
z355 —3 2—3 8 532 25* 233335338 258 —
—223327 72337 583 322 5328372 —A 535358 552
557355323253585 5533 5855 853 —6 56 57
23 585 83 *2 * —3*88522 —— 5557*. 5 — 5 5* 8
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22z3z — 535852— 2 2328 32328* 232235 —255320335 ——
—— 1— — 532* —X 3353*—333 55 3203 — 3335334
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525*5 25 8 — 253 2 5 * 55. 225 8
O* —2 52225 2338 5338 28 5 —A —— — 9 3
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53255535 2853283 s83583 3232353 —— 2325352 3355 ———
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322 37 — 2 * 8* * — —— 323 — 22 7 555988* 58 — z— —
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5553z333—55 552 5——38862 —55 83383562835 *25833758 555
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2 — —2 E 2 3 7 — 22 * — 2 —
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z25—2c57 —————— 7 3253332 522 53223355* 2538—35725 373
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        St. Ingberker Anzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei-

lage), erscheint wöchentlich Viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

1 Mirt 20 R.⸗Pfz. Auzeigen werden mit 10 Pfq., von Aizwärts mit 15. Pf. für die vierzespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Recla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 49. Donnerstag, den 29. Mazz 1377.
—

Deutsches Reich.

München, 83. März. De Absicht unserer Stauts-
cegierung, die erledigten Bischofssitze von Würzburg und Sp yer
»is auf Weiteres nicht zu besetzen, nachdem die von S. M. dem
dönig für beide Diöcesen ernannten B schöfe in Rom bekanntlich
heanstauder wurden, hat, wie man hier vernimmt, im Valican
irnste Beforgnisse erregt. Es wurde denn auch der Nuntius dahier
heauftragt, Schritte zu thun, daß die bayerische Staatsregierung zu
anderer Ansicht gelangt und neue Bischofskandidaten aufstelle —
allein der Herr Nuntius konnte bisher nicht den geringsten Ecfolg
erzielen, und so werden voraussichtlich die beiden Diocesen jeden⸗
jalls noch für längere Zeit „verwaist“ bleiben.

Die „Frankfurter Zeitung“ Nr. 82 berichtet in einem Leit⸗
artikel die finanziellen Verhältnisse des deutschen Reiches unter
Berücksichtizdzung der Etatsvorlage pro 1877,/78 und sagt zum
Schlusse: „Vorerst sehen wir unz mit einem eigeren Einnahme⸗
Etat von 328,2. Millionen einem Bedürfnißstande von 542,9
Millionen gegenüber. Diese beredten Zeiffern geben uns Anhal⸗
„ankie dafür, wie sich in künftigen Jahren unser Etat etwa gestalten
wird. Mag es auch gelingen, einen Theil der außerordentlichen
Ausgaben in Wegfall zu bringen, sehr groß wird die Ersparniß
)aum wohl sein. Zwischen Ausgaben und Einnahmnen fehen wir
hier einen Unlerschied von 214,6 Millionen, während wir im
Jahre 1876 nur 71,6 Millionen mittelst Matrikularumlagen auf⸗
zebracht haben: Gelingt es daher nicht, die Ausgaben sehr be⸗
deutend herabzumindery, oder namhafte weitere eigene Reichsein⸗
nahmen zu schaffen, so werden wir bald noch ganz andere Summen
mittelst der so wenig beliebten Mattikularumlagen aufbringen
müssen, als diejenigen, welche das gegenwärtig dem Reschstage
ooxliegende Budget den einzelnen Staaten ansinnt. Wie so kommt
es nun, daß in der anfangs so günstigen Finanzlage des Reichs
im Verlaufe weniger Johre ein so wenig erfreulicher Umschwung
ringetreten ist? Die Erträgnisse indirelter Steuern sind bis Ende
1876 nicht zurückzegangen; sie sind seit 1872 sohar noch aprsehnlich
gestiegen. Die Ueberschüsse der Eisenbahnen, des Post; und Tele⸗
graphenwesens haben sich gehoben, der Antheil am Gewinn der
Reichsbant ist neu hinzugetreten. Die Autgaben in der allgemeinen
Reich sverwaltung haben sich nur wenig vermehrt. Es sind zwar
einige neue Reichssämter errichtet worden, aber die Erhfordernisse
derselben kommen bis jetzzt nur wenig in Betracht. Der ganze
Unterschied liegt in den enorm gestiegenen Bedürfnissen der Militär⸗

derwaltung. Gehen wir nur auf das Jahr 1874 zurück. Das
Ordinarium des Militäretals betrug in diesem Jahre 267,1 Piil-
lionen, 1875: 312,9 Mill., 1876: 316,2 Mill. 1877: 325,4
Millionen. Seil vier Jahren hat demnach das Ordinarium sich
erhößt um 58,8 Millionen!; Gleichzeitig finden wir in demselben
Zeitabschnitt folgende Exiraordinarien: 1874: 80,8 Mill., 1875:
465 Mill. 1876: 85,9 Mill. 1877: 52 Millionen. Also wiederum
eine Zunahme von 21,2 Millionen gegen 1874. Ordinarium und
Frtraordinar um haben sich zusammen in vier Jahren um 79,5
Millionen erhöht. Nehmen wir die gesammten Ausgaben für
Militar, Marine, Militär- und Invalidenpension zusammen, so
lommen wir unter Ausscheidung von 21,8 Milltonen, welche 1877
als nachträgl'che Kriezskosten berechnet sind, zu folgendem Ergebnisse:
1874: 410,6 Mill., 1875: 489,9 Mill., 1876: 430,1 Mill.,
1877: 479,8 Mill onen. Nur das Jaht 1876 wesst in Folge
der Abstriche am Marineetat einen kleinen Rückgang auf. Im
Ganzen haben sich seit 1874 die Ausgaben für Militär und Marine
um 68,7 Millionen vermehrt. Diesen 479,8 Millionen Ausgaben
stehen nur eigene Einnahmen von 338,5 Mill. und außerordntliche
Zuschüsse aus früheren Specsalcrediten im Betrage von 58 Mill.
gegenüber. Die Ausgaben der Mil'täre und Marineverwaltung
allein sind daher im laufenden Jahre um 82,8 Mill. größer als
ie sämmtlichen Reichseinnahmen. Wen wundert es hinrnach, daß
s im Reiche an Mitteln fehlt zu produktiven Leistungen, zu Zwecken
er Kunst und Wissenschaft! Der! von Jahr zu Jahr wachsende

Militäretat hat jetzt schon unser Reichsbudget zu einer Versuchs⸗
tat on für die finanziellen Heilkünftler gemacht. Trotz aller Wunder⸗
uteun wird es denselben, wie die vorstehenden sehr einfachen Ziffern
eigen, von Jahr zu Jahr schwieriger wecden, das Gleichgewicht
jerzustellen. Das deutsche Volk wird sich entweder entschließen
nüssen, noch bedeutend größere Summen als jezt alljährlich für die
Armee mittelst Steuern aufzubringen, oder man wird sich endlich
zur Umkehr, d. h. zu einer bedeutenden Reduktion der Dienstzeit
und des Präsenzstandes entschließen müssen. ——
Ausland.

Wien, 27. März. General Ignalieff wurde heute Mittag
1. Udr vom Kaisrr in besonderer Audienz empfangen. Nach der
Audienz, die etwa eine halbe Stunde währte, besuchte Ignatieff den
Brafen Andrassy und verweilte längere Zeit bei demselben.

Petersburg, 27. März. Londoner Meldungen zufolge
soll morgen dort Ministerrath statifinden, welcher von durchschla⸗
zender Bedeutung für die Protolollsrage sein dürfitie. — Aus Kon⸗
dantinopel wird gemeldet, daß die Friedensunterhandlungen mit
Montenegro nicht abgebrochen, sondern nur unterbrochen seien.
Das hauptsächliche Hinderniß bilde noch immer die Forderung der
Äbtretung von Niksic an Montenegro.
Sermischte.

F Aus Neustadi, 26. März meldet d'e „N. Z.*:-Gestern
Abend zwischen 7 —8 Uhr fiel der Fahrmann J. B. Pfaff in der
Nähe des Rittergartens in den hochangeschwollenen Speyerbach und
vurde schon in der Nähe der Keller'schen Mühle als Leiche heraus⸗
Jjezogen. Ein Schlagfluß scheint seinem Leben ein schnelles Ende
gemacht zu haben. Derselbe hinterläßt eine Frau mit sechs un⸗
rzogenen Kindernn

4Zur Warnung für Eliern theilen wir mit, daß am ver⸗
jangenen Freitag das einzige 222 Jahre alte Kind eines Herrn
doffmann in Ludwigshafen rückwärts mit dem Kopf in das siedende
SZodawasser fiel, welches die Magd zum Waschen hergerichtet hatte,
ind sich so sehr verletzte, daß es nach anderthalbstündigen schreck⸗
ichen Schmerzen verschied. Die Mutter, welche ganz in der Nähe
var, eilte zur Rettung des Kindes herbei, wurde aver hierber von
iner Ohnmacht befallen, fo daß ihr die Rettung anmözlich warde.

fAuf dem Bodensee weht seit 25. de. heftiger Föhn.
kin auf dee Fahrt von Hard nach Rorschach befindliches Segel⸗
iff scheiterte. Die Scheffsleute konnten eine Anzahl Bretter
usammenbinden und sich so lange über Wasser halten, bis sie
hurch ein auf der Fahrt von Romanshora nach Lindau begriffenes
hayherisches Dampfboot aufgenommen wurden.

F In Mainz setzte es an Kaisers Geburistag bei einer
Tanzmusik eine großartige Schlägerei zwischen hessischer Infanterie
ind preußischer Kavall rie und Ariillerie, bei welcher viele und
hwere Verwundungen vorkannen. Dem „Irf. Journ.“ wird über
»en Vorfall berichtet: Offiziere und Patrouillen waren machtlos;
eẽrstere wurden sogar verboͤhnt. Verwundungen gab's in Menge;
n's Lazareth wurden über 30 Mann aufzenommen, wovon einet
von der 12. RKompagnie des 117. Regiments) bereits seinen
Wunden erlag. Die Exzesse gegen Offiziere, namentlich auch zwei
dauptleute, die thätlich mißhandelt wurden, haben zahlreiche Ver⸗
jaftungen nach sich gezogen. Die drei betroffenen Truppentheile,
17. Regiment, Fuß Artillerie und Husaren, sind auf undestimmte
Zeit von 7 Uhr Abends in den Casernen consignirt. Das Gou⸗
)etnement geht mit äußerster Strenge vor, und bereits sind gegen
30 kriegsgerichtlihe Verhandlungen eingeleitet.

. Der „Wiener Spaziergaͤnger“ in der „Neuen freien Peesse“
chließt einen Artikel über die Auffüͤhrung von Wagners „Walküre“
a der Wiener Oper folgendermaßen: „De Wagnerianer waren
janz weg vor Entzücken, und ich war auch ganz ent ückt, als ich
veg war.“

f Dreiunddreißig Jahre im Keller. Das Joarnal „Nuovo
Friuli“ erzählt folgende Geschichte: „In Udine unterhielt im
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        Jahre 1844 ein siebenzehtähriges Madchen „Elisabetha Caligari,
ein Liebesverhäliniß mit einem österreichischen Cadetten, Der
Zater war dieser Verbindung entgegen und dadie Tochter feft
zlieb, so Perrte er dieselbe zur Strafe in den Keller ein, wosel bst
ie bis ju seinem Tode gefaugen gehallen wutde. Als er starb,
hererble er das verruchse Henkerameseiner zweiten Tochter, welche
die Schwester im Einverständnisse mit ihrem Manne und der Stief⸗
mutter fernerhin eingesperrt hielt. Dreiunddreißig Jahre schmachtete
das aͤrme Wesen, eine zweite Barbara Ubryl, in dem unterirdischen
Verließe und immer hatten die unnatürlichen Verwandten allen
Nachforschungen dadurch zu entgehen gewußt, daß sie auf die Fragen
nach der Verschwundenen antworteten, dieselbe sei Geisteskrank ge⸗
vorden und man habe sie in riner Heilanftalt untergebracht.
Erst dar wenigen Tagen endlich wollte es der Zufall, daß eine
n der —58 gewesene frühere Freundin des armen Opfers
pieder inmal nah Udine zurück kam und um jeden Preis sichere
Rachrichten über das Schicksal ihrer Jugendfreundin haben wollte.
Sie gab der Familie diesen Wunsch zu erkenen, und da sie hiexauf
pon derselben nur ne unfreundliche Antwort erhielt und man ihr
de einem zweiten Besuche sogar die Thüre vor der Nase zuschlug,
so theilte sie, durch dieses Benehmen stutzig gemacht, gewisse Ver⸗
muthungen und Gerüchte, die schon früher in der Stadt eirculirt
hatten, der Behörde ait, und die Folge hiervon war, daß eine
Imntliche Commission sich in die Behaufsung jener Familie begab
ind bei der angestellten Untersuchung die Elisabeiha Cal'gari in
hrem Kellerloche vorfand, auf einem eleuden, halbverfaulten Stroh⸗
acke liegend, der ihr dreiunddreißig Jahre hindurch als Lager
gedient hatte. Die Arme und Beine des Opfers waren vollständig
rtrümmt und gelähmt, und die Unglücliche, welcht einer wilden
Bestie gleich an Händen und Füßen förmliche Klauen trug, hatte,
vie der Arzt konstalirie, von dem unablaͤsügen Schreien nach Hilfe
Janzlich die Stimme verloren. Mehr als einem lebenden Wesen
zleicht die Unglückliche einem sich bewegeuden Skelette.
Der Coeurbuben⸗Prozeß in Mos tau ist am 15. März
durch den Wahrspruch der Geschworenen beendet worden. Von
den 48 Angeklagten sind 19 (dar nter 4 Frauen) freigesprochen
worden. Aue uͤbrigen (darunter noch 2 Frauen) wucden verur⸗
theilt, 6 Edelleute und die aus Irkutsk sstammende Frau Baschlirow
urr Anftedelung nach Sidirten verbauni, 7 einfach dorthin ver⸗
dannt, 7 einfach dorthin bverwiesen; die anderen gehen theils in's
Zuchthaus, theits in Gefaͤngniß; nur einer lommt mit einer Geld⸗
srase von 100 Rubeln davon. Bei dem ehemaligen Fuͤrsten

Dolgorukow waren mildernde Umstände zugelassen, ax wandert nur
auf 8 Monate ins Arbeitshaus.

fLondon, 20. Matz. Der E'lzug von Schottland nach
dondon ist heute Vormittag unweh Morpeth gutgleist, wabei 5
Personen getöbtet und viele verletzt wurden. (T. N.)

Die erledigte Pfarrei Altenbamberg in Delanate Obermofchel
ist unterm 20. März dem Pfarrer Jozann Lieberich in Olterberg
verliehen worden.

Der protestantische Schuldienst Exspektant Jalob Linn wurde
um Lehrer in Hassel, der bisherige Lehrer an der kath. Schule
u Kandel, Rikolaus Bayer, zum Lehrer an der unteren koufessionell⸗
zemischten Mädchenschule zu Landau, der bisherige insevimistische
Verweser an der kath. Schulverweserstelle zu St. Martin, Konrad
Ddeichmann, zum Schulvbecweser an dieser Stelle ernannt.

Dienstesnachrichten.

Fur die Redaction verantwortlich: F. X. De uetzz.
——ZK—&amp;—&amp;&amp;
Die neueste Nummer der Jllustrirten Frauen⸗Zei⸗
ung (orierteljährlicher Abonnementspreis VUd. 2. 580) enthält: 1.
Ddie Moden-Nummer (11): Moserne Promenaden- und Ge⸗
ellichafts⸗Toiletten, aukgeschnilsene und hohe Prinzeßroben, legtere
nuch für jünge Madchen; Paletots und Frühjahrsmäntel, Hüte,
dandschuhe, Cravaten, Cravatenschleifen, Schürzen, Fächerschnüre,
Fächer mit gestrickter Bekleidung und Kasten mit Malerei. — An
süge, Jäckhhen und Hüte für kleine Maͤdchen. — Verschiedene
Wäsche-Gegenstände für eine Ausstattung mit Bändern umbunden,
zestidtes Haudtuch nebst passenden Bordüren in Kreumstichstiderei,
Deckchen aus Jaba⸗Canavas, Careau und Spitzen zu Beitdecken.
Arbeitslorb, Monozramme, gehäkelte und gestickte Spitzen. —
Ostereier als Boubonnieren ⁊c. ., mit 82 Abbilduugen. »82.
Die Unterhaltungs-Nummer (12): Luise Hensel. Von
Marie Giese. — Auf der Pußta. Von Adolf Dux. — Aus der
Frauenwelt. 8. Von Robert Schweichel. — Um goldnen Horn.
Von Nuredin Agg. 3. Kleidung und Mode. — Verschiedenck:
Literatisches 2c. —Wirthschaftliches: Oster-Eierspeisen. — Brief⸗—
moppe. — Frauen⸗Gedeultage. Ferner folgende Illustrationen:
Luise Hensel. Nach einer Handzeichnung von Witheln Hensel. —
Pferdedieb auf der Pußta. Vou Paul Böhm. — Aus der Frauen⸗
welt. Von Erdmann Waganer.

Pachtversteigerung.
Samftag, den 31. Meärz
aüchsthin, Nachmittags 2 Uhr
u St. Ingbert in der Gro 3.
chen Bierbrauerei wetrden auf
Anstehen von Carl Ambos, Ge⸗
schaftsmann in Zweibrücken, als
Berwalter der Gantmasse des
Fietbrauers Carl Gros in
St. Ingbert die nachdin be⸗
eichneten zur besagten Ganimosse
zehdtigen Liegenschaften auf 1
Jahr oͤffentlich an die Meistbie⸗
enden verpachtet als:
—V—
Ader auf der Hobels⸗Ab⸗
nung.
Pl.⸗Nr. 29941 und 2995.
26923 Dez. Acker in der
Lehmtaut. —
3. Pl. Nr. 4695. 788110 Dez.
Wiese unter'm Wohmbacher
Weiher.
4. Pl. Nr. 39343. 137 Dez.
Acker in der Au-
PlixNr. 2014. 79 Dez'm.
Acker im Rockenthal.
Ingbert, 26. März 1877.
ejer, koal. Notär.
Nerer die
OIsterfeier·
tage
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50 ck⸗

Bierbrauerei St. Ingbert.
Ostersamstag
nstichi des
agerbieres.

I

Danksagung.
Allen utagung un⸗
serm geliebten Sohn, Bruder,
Schvager, Ontel und Freunde
hilipp Schreiner
die letzte Ehre erwiesen, beson⸗
ders dem Kriegerverein und
der Gesellschaft Gemäthlich⸗
keit sagen wir hiermit, kiefge⸗
tührt von der überaus großen
Theilnahme, unfern aufrichtigsten
Kaiserslautern und St. Ingbert,
den 29. März 1877.
Im Namen der trauernden
Hinterbliebenen:
Sermaun Fischer.
ChocoOlIadenm
von Gebr. StollIwerek.
Cõln, empfiehlt
J. —νu. St. Ingbert.
18 Wagen guten Dung
hat zu verkaufen
G. Klein.

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Diejenigen hiesigen und Schnappbacher
Gewerbtreibenden, welche ihre
Geschäfts-Empfehlung
nn den Katalog der Gewerbe-NAusstellung aufgenommen
Jaben wollen, belieben mir solche ung esäumt gefl. einsenden
u wollen.

F. X. Domotz. Buhhdr.
Ein Garten

Osiermontag
Tanuzmusik
hei Jadeß Durin.

»m NKapellenweg ist vom 1.
April ab zu verpachten. Der⸗
selbe wird auch ganz odec in
Parzellen käuflich augegeben.
Näberes bei Heinr. Laur.“

Mauersteine
änd zu haben der Meter zu 1M.
30 Pfa. bei

5 Des Osterfeftes wegen
wird am Sonntag 1. April kein
Anzeiger ausgegeben. Die Abon⸗
nenten des II. Quartals erhallen
dephalb das „Illustr. Sonntags—
dlatt,“ welches mit der Rovpelette:
„In der zwölften Stunde“
von Franz Eugen degiunt,
nit der Samstagsnummer.
Die Exped.

Adh. Kiebl.

Mehrere
72
Bauplätze
n beliebigen Größen in der
zchaafweiherwiese hat zu ver⸗
aufen

Rother und blauer Klee—
amen, Saathafer, Saat—
vicken in guter Qualität, em⸗
ofieblt M. Thiern. Jakob Pfleger.
edaktion Druck und Verlag von FJ. X. Demetz in St Ingbert.

er.
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* 2— m —2 92 — 2* 3
25—38 — * a8 28 23233383
Fa —— * AM — 57 * 2
*;3 5 —— 33 1283 F
8273325 3 2 * —
i —* 3328* ————— * —
—A —2 858 8 3
58343535 2 5 *3 ⸗,62 — 55 2
n 3 — 2. 2 7
37— — 3333 353383
— * 22
— 223 2* 2 8
——— —* 28525 87 —— 8 '
23 w3 — ⁊ 22 3255
—2328 c — 2 — 72 2 58558
24 ——8 — 52 23 2
5. 52553 ise J
8 3* k 2 2 —
4 *377 — 38 8 7*. 22 2 —2 25 00
— 33223855 38553 —A—
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375 2 — J 8 —23. O⸗ 5 55
— —A 5 8 *23 222
. 2. 2 *3 2353835 23 73
— — 26 53557 5
7. 83 5 3453
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        Anzeiger.
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Ber St. Jugberter Auzeiger und das (Wmal wö Hentlich) mil dem Hauptblatte verbuͤndetre Unterhaltungeblatt. Sonnkagt mil illaftrirter Bei⸗

lage)Eerxscheint wöchentlich vViermal? Dieustag, Donnerstag, Saustaz und Sonutag. VDer Abvanementsepreis betragt vlerielfahrlih

irt 20 Kepfz. Anzeigen werzen mit 10 Pf, von Arz vörtz ult 13 Vfre fae die vietes⸗ Aene gzeile Blattf hrir vvea veren Raum. Reela nen
nilt 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M4 50 —— — WEamstag, den EVB. Muryn α 2 —RB— 4877

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— —„üüæöÿ
De”eutsches Reich. U
— Durch e'nen Artikel der Augsb. Abend ztg.“ beillelt! Appell
mn bie bayrische Staatsregierung,? wird diese dringend genahnt
angeüchts des Elends, das entsprungen il aut der durch de Ze⸗·
umstaͤnde herbeigeführten Arbeitslosigkeit, schleunigst alle diejenigen
bffentlichen Arbeiten in Angriss zu nermen, welche als in eine nicht
ferne Zulunft. doch gemacht werden müssen. Dem Verfasser des
Appells“ dünkt'es rathsam, ja geboten, die bayerischen, Kammern
iach Beendigunzt des Reichsstages zu einer kurzen Session ein⸗
zuberufen und ihnen lediglich elnige Gesezentwütse über die Erbau⸗
ang derjenigen Bahnen vorzulegen, welche über kurz oder lang doch
surx Ausführnug kommen müissen. Er fürchtet nicht, daß sich zum
weitenn Male eine Kammer mehrheit fände, welche die Mittel zu je⸗
dem neuen Bahnbau verweigerte. Sie wücde die Wucht der Ver⸗
antwortung, welche sie damit in der jezigen Zeit der Nolh auf sich
gehmen würde, nicht zu ertragen vermoͤgen. Thäte fie es gleichwohl.
sie Prache sich selbst iht Todesurtheil. Daraufhin konne wohl vie
Staatsregierung den Versuch wagen, zumal sie damit einen Act
vohlbemessener Wirihschafts⸗ und Finanzpolitit bethatige. Arbets
rräfte und Materiallen sind in späteren Jahren gewiß nicht mehr so
billig zu erlangen, wie jetzt in der Zeit der Arbeitslosigkent und der
allgemeinen Geschäftsstockurg und die erforderlichen Anlehen belomm
die Staatzregietung später auch nicht mehr zu einem so niedrigen
Kurse, als jetzt dei dem bekannten tiefen Stand aller Börsen werihe.
Diese bedeulenden Vort heile sollte man sich nicht entgehen lassen,
umal wean damit zuzleich die humane Absictht Hand in Hand ge—
hen kann, Hungernden und Darbenden Brod zu schaffen, die Ge⸗
schaͤfte rhätigkeit und das allgemeine Vertrauen zu beleben “
Berlin, 28. März. General Ignatieff ist um dalb 2
Ahe Mittags hier angekommen und begah fich unmillelbar nach
einer Ankunst zu einer Unterredung mit dem Reichslanzler in das
Auswärtige Amt. Wie es heißt, beabsichtigt er, schon heute seine
tückreise nach Petersburh fortzusetzen. J
In der Kapelle des hirsigen lönigl. Schlosses wurde heute
Midlag durch den Scloßpfarrer Dr. Közel die feierliche Einseg⸗
nung des Prinzen Heinr'ch und der Prinzessinnen Charlotte und
Zuise Margatethe (d e beiden ersteren sind Kinder des Kronprinzen,
die letzt re ist eine Tochter des Vriuzen Friedrich KZath) voll⸗
pgen. u
Bertia, 29. Marz. General Ignatieff ist gestern hier
angetroffen und foll — einem üdrigens unverbürgten Gerüuchte
nufolge — heute schon wieder die Reise nach Petersburg fortseßen
wollen. Noch wenige Stunden ehe er Wien verließ, hat er einem
Vitarbeiter der „VPresse“ eine seiner beliebten Untertedungen ge⸗
vahtt, in welcher er du sch folgende M.tiheilungen die Wahrheit
u verhüllen bestrebt war: „Er habe, sagte der General, die Frage
entscheiden wollen, od die Orienifrage eine europäische oder eine
ussijche sei. Das Kabinct' Derdy verfolge keine fystematische Politik,
ondern arut matetielle Interessen und drehe sich jeden Tag. Ruß⸗
and wolle eine Garantie für, die Otieutschriften aus nauonalen
und Jonfessionellen Gründen; aber keine Eroberungen. Seldbst im
etzteren Falle waäre die Abstinenzpolitik En lands vetfehlt. Bezüg⸗
ich der wieder aufgelebten B.deutung des Dreikaiserbundes befrahl,
ꝛezeichaete Janatieff selber diese bis jetzt als eine negalide, et habe
mmer nure zur Vermeidung des Krieges gedient. Od aus diesem
bundniß eine possitive Orientkombination hervorgehen werde, sei
taglich. Aut üder Midhat Pascha ließ sich der General aus:
x sei der Sohn erines Robbiners und einer Tückin aus Wioddin
ind „entbehre des sittlichen Reformernstes.“ In den tückischen
Ptovinzen nehme: die Mißw rthschaft nue immer mehr zu. Alls
draͤnze zur Ensche dung.“ In diese? Mittheilung ist, wie stets
dei Ignatieff, Wahres und Falsches in holder Mischung vorhanden
nad die Stempelung Midhat Paschas zum Juden ist wirklich das
dochte, was det sahrende Diplomat noch deleiset.“ Wir zweifein
adeß leinen Augenblick, daß schon heut daß Urtheil Iznatieff? über
englaud sich wesenilich modiflcitt hat, denn, wie es scheint, hat

—
—
*7

8/:IOSazsssîfvS,SS,âhßmsilPsn/bVMbah
—A— ————————2e ——
auf Anrathen Andrassys das Kabinet don St. James wenigsteng
in einem Punlte schon mildere Saiten aufgezogen, Unftr bewahrne
ziplomatischer Korrespondent schreibt uns daruder wie folgtz
Der englische Ministerrath, welcher heute in London abgehalten
wird, soll sich über die wichtige Frage enischeiden, ob Englaud sein⸗
Focderungen über die Entwaffnung Rußlands aufrecht zu erhalien
jabe. Man enwartet mit Zuversicht in der diplomat schen Weu, daß
ʒiese enalische Bedingung nicht auftecht: echallen werden wird. Es
senihi richtig, daß Ruͤßland sich deren erllart habe, auf Grund
er Entwaffnung zu unterhandeln.“ Im Gegegtheil, Rußland willigt
nicht einmal darein, diese Frage im Prototoli auch nur erwähnt zu
ehen. Desterreich seinerseis besteht edensowenig darouf, daß bich
jeschehe, als etwa Deuischland und Frantreich. England wat bie
jer der einzige Staat, welcher dies Verlangen erortert, und diestz
Jsolirung dürfte sein Nachgeben zur Folge haben.

Dagegen dernimmt ian, daß Graf Schuwalon ermachtigt

putde. Lord Derby mitzutheilen, daß der Cjar berein ist, uͤber de
rẽatwaffnung mündlich Etklärung abzugeben, sobald die Weadung,
velche die Dinge nehmen werden, dem Kaiser Alexander dies ge⸗
iattet., Allein, wenn auch diese Schwierigkeit üherwunden ist, bleibt
joch immer diejenige der gegen die Pforte event. zu ergreifenden
Zwangsmaßregeln bestehen. Rußland will eine diesbezügliche Claufel
mn Protololl sehen, wahrend England sich dessen weigeet und zwar
aus denselben Gründen, welche es s. 8. veranlaßten, dem Berliner
Nemorandum nicht beizutreten.“ Man hat daher alle Ursache, dar⸗
zuf gespanul zu sein, auf welche Weise üͤber diesen Gegenstand ein
kinvernehmen zu erzielen ware ·..
Diese Mutheilung gibt ganz genau die Schlangenwindungen
in, welche die Diplomatie noch zu verfolgen gedenll. Für den ein⸗
achen Mann aus dem Volke genügt aber die —A
niesem Pro et eontra nur Zeit gewonnen und derleddelt werden
oll, bdis die Dinge zum Losschlagen reif sind. (Betl. Tabl.)

Kifsingen, 25. März. Wie der „Fränt. Karie ver⸗
nimmt, wird Fücst Bismarc schon im Monal Mal zur Cur hier⸗
jer lommen. “*2.

Mestz 27. Marz. Die Vordereitungen zum wurdigen Em—
pfange des Deutschen Kaisers haben hier bereits ihren Aufang ge⸗
nomen. Unier Anderen hat der hiesige Gemeinderath 2000 R.
zur Instandsetzang des Treppenhauses und der Empfangsräume des
viesigen Siabthauses bewilligt. Karlsr. 3).
Aussand.

Die wirihschuftliche Lage Frankreichs, srtibt die franz.
dorresp. bdisher en Gegenstand des Neides fur das übrige Europa,
veint jetzt doch auch, wenn die von der Patrie beigebrachten Zife
ern, wie man keinen Grund zu bezweifeln hat, richtig sind, in eine
veniger befriedigende Periode getreten zu sein. Zwar ist das Er⸗
jebsiß der Zölle während der ersten zwei Monate im Vergleich mit
er entsprechenden Perlode von 1876 einigermaßen, nämlich von
38,113,000 auf 839,978, 000 Francs gestiegen; dagegen haben
iber die indirecken Sleuern duxchaus nicht den Erwartungen ent⸗
prochen, zu denen man durch den stetigen Forlschritt der letzten
Fahre berechtigt warz mit Ausnahme des Tadaks sind fie faͤmmt⸗
ich in der Abnahme begriffen. Im Jahre 1876 hatten die indi⸗
eclen Steuern in den Monaten Jannar und Februat 151,8512, 000
Frauls, im Jahre 1877 haben sie nut 136806.,000 Francs er⸗
jseben, was also einen Rückgang von 14,706,000 Francs aus-
nacht. Auf der andereren Seite hatten die Ausfuhren von Golo
iud Silber nach dem Auslande in den ersten zwei Monaten des
origen Jahres 12,749,000, in derselben Periode von 1877 da—
zegen 15,640,000 Fraucs erreicht.

Konig Alsons von Spanien setzt tretz seiner Verlobuug die
dundreise durch sein? Provinzen fort, uͤm seinen geliedlen Umier
hanen Gelegenheit zu geben, sich noch bei Zeiten einen lebendigen
kindruck von seiner Perjoönlichteit zuverschaffen. In Kadix traf er
ie dort ankernde Flotten⸗Abtheilung und brachte bei einem ihm zu
kdren gegebenen Banket dort einen begeisterten Toast auf die englische
        <pb n="170" />
        Marine aus, erinnerte hierbei an seinen früheren Aufenthalt in
dondon und schloß mit dem Wunsche für die Fortidauer der freund⸗
schaftlichen Beziehungen zwij chen England und Spanien. Der eng⸗
—I hoh in seiner Erwiderungsrede hervor, daß
die Armeen Englands und Spaniens beide seiner Zeit für das
Prinzip der Unabyängigkeit getämpft hatten. Als Kuriosum zu die⸗
fen englisch⸗panischen Freundschaftsversicherungen fällt unß gerade
lin, daß anfangs, da die eisten Siurmvoͤgel in der diesmaligen
Drientkeisis aufflatterten, englischerseits ganz erasthaft die Versiche⸗
rung austauchte, die spanische Flotte werde sich der englischen Flotte
sofort zum Schutze der Dardanellen a schiießen. Rur in Folge
dieset fuͤrchterlichen Drohung scheint Rußland bis jetzt noch keinen
Krieg gegen die Pforte unternommen zu daben. (Berl. Tabl.)
Der Umm⸗nudlung der Lateinschulen in Proghym⸗
nafien.

Es wird den meisten Pfalzern noch in Erinnerung sein, daß
vor drei Jahren in den pfalzischen Blaͤtiern die Frage nach der
Umwandlung der Lateinschulen in Proghmnañien angeregt wurde.

Eine Reihe von Siädten nicht nur in der Pfalz, auch im

jenseitigen Bahern bewilligte die eventuellen Mittel für dießen
Zweck, aber die Petition wurde damals — es wurde gerade die
unterste Clafsse angesetzt — an höherer Stelle abgewiesen.
Bekannilich hat nun der Siadtrathe von Ludwigshafen von
Reuem fuͤr eine 6. Classe 3600 M. in das Budget geseßt und
hen betreffenden Antrag auf Errichtung derselben an hohe Stelle
gelangen iassen. .

Ifst es nun auf der einen Seite kaum fraglich, daß ev entuell
dieser Petition auch die damals betheiligten anderen Stadtver⸗
waliungen, so Neuftadt, Frankenthal „Duürkheim, Pirmasens, St.
Ingberi u. A. nachfolgen werden, so fragt es sich auf pädaßozische
didackischem Gebiete, ob diese 6. Cl. sse analog der 1. Gymnasial⸗
Tlasse destaltet werden soll oder ob nicht viel mehr eine generelle
Umwandlung in Proghmnasten am Plaß erscheinn.

Sehen wit Pfalzet uns rings um, so haben Baden;/ Hessen,
Preußen, die Rheinlande, Württembers ibre Proghmnasien, nur
die Pfalz hat ihre mit Bildungestoff Uberladenen und doch keinen
didactischepralktischen Abschluß erzielen den Lateinschulen. Ein solcher
Squler der 5. Clafse lernt drei fremde Sprachen, treibt außerdem
Raturlehre und Geographie, Mathematik und Geschichte u. s. w.
uͤnd erhaͤlt trohdem, trotz 8365 Lehrstunden woͤchentlich keinen Berech
igungeschein5

In Bayern wird, wenigflens an den meisten Lateinschulen,
kein Fronzosisch, keine Nakturlehre, weniger Zeichnen getrieben/ —
aber bei uns trotz alledem — kein formeller und praktischer Ab
schluß. Ueber das Befolgen des multa , non multum sei bier
weiter nicht geredet / J J

Nach mehrjähriger Ueberlegung und Bergleichung dieser
Schulen mit ähnlichen Anstalten in den übrigen deutjchen Staaten
muß man nun zur Ueberzeugung kommen daß die Lateinjschulen
der Pfalz nach ihrem praktischen Werthe; nach der Mühe der
Lehrer und der Schüler, nach dem zu bewältigenden Stoffe nicht
die richtigen erteichenswerthen Resultate liefern. Soll ein Ver ⸗
haältniß herauslommen zwischen Kosten, Mühe und Werth, so
mussen fie modificirt werden.

Um eine Neuordnung noch kurz anzudeuten, so wäre aualog

anderen rheinischen Staatsanstalten die Bifurcation des Unterrichtes
in eine realstische und humanistische Abtheilung von der 4. Classe
an nothwendig. Dort wird die französische, hier die griegische
Sprache bettieben. Alles Uebrige ist wefentlich gemeinsam. Die
neue 6. Classe haͤtie die Aufgabe die formel⸗ logische Ausbildung
durch energische Betreibung der Leckure und durch intensiven Unter⸗
richt in der Mathematit zu erreichen. Für die reale Seite bilden
in der 6. Classe Geschichte, Geographie. Zeichnen, Naturlebre die
zu betreibenden Fächer.
Nuheres wird einem auszuarbeitenden Detailplane überlossen
dleiben müssen. Die Interessenten der Pfalz fuür eine Eutwickelung
der Lateinschulen seien durch diese Zeilen einstweilen darauf auf⸗
merksam gemacht. (Pf. K.)
—A

pgZweibrücen, 28. März. Gastern versammellen sich
F'er die Glaͤubiger der Brauerei unter der Firma C. und F.
Jacoby in Homburg, und einigten fich dieselben dahin, daß dieses
Geschaͤft in eine Aluien⸗Gesellschaft umgewandelt werde und Hert
Ferdinand Jacoby, eine bewährte Kraft, mit deren Leitung betraut

worden soll. (3w 3.)
4 Bei der Frankbenthaler Geflügel⸗Ausstellung wurde
im Ganzen für 8671 M. 66 Pf. Geflügel veckauft nämlich für
1945 M. 25 Ppf. zur Verloosung und fur 1723 M. 40 Pf. an
rivate.
p pMänchen, 20. März. Der Bahyerische Veteranen⸗,
Krieger⸗ und Kampfgenossen⸗Verein, welcher 2035 Verecine mit

33,000 Mitgliedern umfaßt, halt seine diet jaͤhrige Versammlung
am 21. Mam in Reginsburg.
pMünschen., Aus dem Werke „die Generale der deutschen
Armee“ wird ein Sepatat ⸗Abdruck: Baherns Generale? entnom⸗
men, zu welchem Konig Ludwig V. seine Bivgraphie nebst Facsi⸗
mile und Photographie übersenden ließ; die bayerischen Generale
betheiligten sich durch Gewährung ihrer und Aufsiellung bezw. Re⸗
vifion ihrer militärischen Biographien. Diese Blätter, welche in
dur 200 Eremplaren gefertigt werden, sind bestimmt, für Bayerns
Volk und Heer eine bleibende Erinnerung zu bilden an die große
Zeit, die wir erlebten, an eine Zeit, in welcher Vayeins Söhne
sich auf allen Schlachtfeldern mit Auszeichnung schlugen und mit
hrem Blute die Einheit Deutschlande erringen halfen. — Dieser
Tage wurde ein Posibediensteter, welcher mit dem Transport von
Werthstücken von der Stadipost zum Bahnbof und umgekehrt zu
chaffen hatte, wegen Veruntreung eines derartigen Baarbetrages zu
1300. M., in Haft genommen. J
In Ulmm wird am 30. Juni d. J. das fünfhundertjährigt
Jubilaäum der Grundsteinlegung zum Münsterbau gefeiert. Am
Zorabend soll im Münster Händel's „Messias“ aufgefübrt, am
Tage selbst ein historischer Festzug und ein Fischerstechen auf der
Donau abgehalten werden. 3 8
77WUrzbursgs, 27. Maͤrz. Heute Morgen erschoß sich der
Posten vor: der Haupiwache auf dem Residenzplatze. Der Grund
it micht dekannt. — Heute Morgen. wurde auf dem Bahnhofe der
Zugführer Stühlein überfahren und blieb auf der Sielle todt.
Derselbe, verheiralhet und Vater von drei Kindern, wollte zwischea
der Wajen durchgehen und wurde von den Puffern erdrüct..
— GWürzb. Pr).
—7 Berhin. An Kaiser Withelm sind zu seinem Gedurts⸗
jag nicht roeniger als 850 Glüdwunschtelegramme und mehrere
ausend Glüdwunschbriefe gelangt. 3 V—
Wesel, 21. Marz. Auf der hiesigen F stung find
zestern 5. Abiturienten des Reclinghauser Gymnasiums eingetroffen,
Im eine ihnen durch das Gericht zuerdannte se hawochentliche Haft
mjutreten, welche Strafe sie durch Anwendung unerlaubier Hilfs⸗
nitel be ihrem Abiturienten⸗ Examen verwirlt haben. Sie hatten
inen (inzwischen verstorbenen) Ppostboten bestochen, ihnen die Cox⸗
wespondenz des Direciors mit dem VProv nzial⸗Schullollegium aus⸗
uhändigen. 6
4 Aus Altenbeken, 16. März, schreibt man dem Wesif.
Merk.“ 2.Für jeden Landwirth wird es von Interesse sen, zu
rfahren, wie die Eisenbahnen der Landwirthschaft forderlich sind.
deuie gay ein Oekonom in Brakel einen Schafbock auf nach Bennig⸗
ausen, eine Strecke von circa 10 Meilen, und mußte dafür nicht
weniget als 20 Mark zahlen. Ein anfiändiger Reifender zahlt für
zieselbe Strecke 4,50 und ein Schafbock 20 m.....
7 Da das Wirk über den deutsch franzoͤsischen Krieg, welches
der Große Genetalstab herausgibt, einen nicht unbedeuteuden Ge⸗
vinn abwirst, so in die Frage in Erwäͤgung gezogen worden, wie
dieser Geldbetrag am zweckmäßigsten zu verwenden sei. Selbst⸗
verständlich wücde dieser Rengewinn eigentlich der Reichslafse zu⸗
alli, in dieser aber ohne besonderen Nutzen als eine Kleinigkeif
gum in Betracht kommen. Der Reichskanzler hat daher dem
Hundesrath vorgeschlagen, daß wenigstens ein Theil des Betrages
ind zwar vor der Hand 8300,000 Mark zur Verfügung des Kaisert
estelln werden, um eine Stiftung zu errichten, welche im Interesse
Gentcralsstabs selbst und unter Verwaltung des Generalsstabs⸗
Thefs zur Förderung militarisch⸗wissenschaftlicher Awecke und zut
lterstützung dienen soll.
Uluter den Angebinden, welche dem Kaifer zu seinem
Zeburtstage überreicht ourden, glauben wir eines kunstvollen Er⸗
seugnisses der Solinger Induftrie erwähnen zu müssen, und zwat
iner in Stahl mit großem Aufwande von Fleiß und Geschich
riselirten Popierscheere. Unterhalb des Nagels zeigt dieselbe aus
Nr Vorderseite das wohlgetroffene Bildniß Sr. Maͤjestät mit der
orbeerumtränzten Ususchrist: „Dem Kaiser Wilhelm gewidmet zum
80. Geturialage, 22. Marz 1877.“ — Der Nagel selbft wird
bon der Kasserkrone verdeckt, über derselben breitet sich ein Vand
zus mit der Ins rist: „Suum cuique.“ Unter dem Porträt triti
das eiserne Kreuz von 1870 hervor, die Augen der Scheere werden
zurch zwei Schlangen dargestellt. Das obere Blatt ist mit dem
Merkurstab, Arabesken und einem rorbeerumwundenen Schwertt
vderziert, während die Rücheite der Scheere militäͤrische Embleme
aind das eiserne Kreuz von 18183 zeigt. — Das Aunftwerk dars
dem Besten zugezählt werden, was aus unserer deutschen Industrie
—IIV
7 Gegen Zigeuner. Ein probates Mittel, sich die Zi⸗
zeuner vom Halse zu schaffen, hat der Amtsvorstand in Reinicen⸗
zorf, dei Berlin, erdacht. Die an der Dalldorfer Chaufse ein⸗
jenistete Zigeunerbande war mit allen gesetzlichen Mitteln nicht von
zannen zu vͤr ngen. Plötzlich fil dem Am̃tsvorsteher ein, daß daß
Gesetz, belreffend d'e Schutpflichtigkeit der Kinder auch auf die der
        <pb n="171" />
        Zigeunner anzuwenden ist. Er erließ Verfügungen an die Familien⸗
hater, durch welche diese aufgefordert wurden, ihre schuülpflichtigen
dinder zur Schule zu schicken, und als dies unbeachtel blieb, wurden
Strafen festgesetzt. Das wirkte! Eine Familie nach der anderen
zerließ das Winlerquartier, so daß nunmehr die ganze Gegend
yon den ungebetenenen Gästen gereinigt isi. —

FKarlsruhe. Es sind hier falsche öbad'sche Zweimarkftücke
nit der Jahreszahl 1876 und falsche preußische Thaler vom Jahre
862 in Umlauf gekommen. Dieselben bestehen aus Kupfer und
Bleiausguß, sind mit Quecksilber überzogen und sowohl an schlechter
Pragung, leichtem Gewichte, als auch an ihrer Klanglosigkeit zu
uleanen.

.Caunstadt, 25. März. Um das Defizit von noch
112,000 M. zu decken, muß jedes Mitglied der Spar⸗und Vor⸗
chußbank noch 400 Mark eirzahlen, ein schweres Opfer nach dem
chon erlittenen Verlust der Einlagen. *

7 Darmstadt, 28. März. Wie das hiesige Polizeiamt
hekannt macht, hat dasselbe in jüngster Zeit in hiesigen Spezerei⸗
und Colonialwaarenhandlungen e'ne größere Anzahl Proben der
daselbst feilgebolenen Gewürze erhoben und ihre Bestandtheile
hemisch prüfen lassen. Es hat sich hierbei ergehen, daß 46 pCt.
serselben mit mineralischen Substanzen, so wie mit anderen Ein⸗
nengungen zum Theil in bedeutendem Maße verfälscht waren und
janden sich Zusätze von Sawarzmehl., Hülsenfrüchten und deren
Schalen/ Quarzsiuckchen und Stärkemehl: in zahlreichen Fällen
zlieb hei der Untersuchung Eisenoxyd (Ocker) als Hauptbestandtheil
urück. Das Polizeiamt empfiehlt nun allen betheiligten Kaufleuten
aundringlich, nicht nue jede durch Beimengung fremder Substanzen

oslzogene Verfalschung ihrer Waaren zu unterlassen, sondern auch
eim Bezug⸗ für den Detailhandel bereus zubereiteter Spezereien
ich die Ueberzeugung zu verschaffen, daß dieselben richt: verfälscht
ind, da die im Interesse des consumirenden Publikums wie der
rellen Verkäufer eingefüssrte strenge Lebensmittel-Controle mit Nach⸗
ruck weiter geübt, jede Verfehlung zur Bestrafung motirt werden
urd und die Unbekanntschaft mit den Bestandtheilen der abgegebenen
Jaaren auf Seiten des Verkäufers in keinem Falle mehr als Ent⸗
huldigungzgrund dienen kann. Nach 8 8367 pos. 7 des Reichs⸗
rafgesetzes wird das Feilhalten und der Verkauf verfälschter
Saaren dieser Art mit Geldbuße bis 150 Mark oder mit Haft
ftraft. Weainzʒig.)

x Was äin m'icht genug pausirtes Komma anstiften kann, das
eigt folgender Fall: Schickt da dieser Tage ein Herr seine Tochter
u einem Untergebenen mit einem Auftrage, den dieser mit den
Hhorten entgegennimmt: „Was bringen Sie mir Schönes, Fräuleinẽ
Indern Tages empfängt der Fragende und Dieustbereite einen
geharnischten Brief, in dein sich der Herr Papa so galante An⸗
eden als nicht schicklich ernstlich verbittet. Und was sollte der
arme Sünder gesagt haben? „Was bringen Sie mir, schönes
Fraͤulein ?“ Der Betreffende soll sich vorgenommen haben, in Zu⸗
unft das große S richtig zu betonen.

I7 Bei den deutschen Eisenbahnverwaltungen soll man jetzt

demit umgehen, die ersten Wagenklassen ganzlich aus den Bahn⸗
ügen zu entfernen, da sich kaum 1 Procent der Passagiere dieser
Wagenklasse zu bed'ienen pflegt.

F Aus Brussel wird französischen Blättern telegraphirt,
daß der Gesundsheitezustand der Kaiserin Charlotie, Gemahl'n des
anglücklichen Kaisers Tdaximilian von Mexico, sich sehr verschlim⸗—
mert hat. Die Koͤnigin von Belgien bleibt seit zwei Tagen bei
he in Terbueren. Die unglüchliche Fürstin hat jetzt Wuthanfälle
ind zerstört Alles, was ihr in die Hände fällt. Man fürchtet,
daß diesem Stadium der Krankheit demnächft die Katastrophe
solgen werde.

T Blaue Lichtbäder sollen ein Heilmittel für Glieder⸗
chmerzen sein, die von Rheumatismus oder Unfällen herrühren.
Fin Brief in der „Ch'cago Times“ von General Plensanton gibt
Aufschlüsse über die unmittelbare Heilung, welche ein solches Bad
zei ihm bewirkte. Im letzten Oktober verletzte er sich etnstlich, ale
x von einem Train in Philadelphia stieg. Sein Arzt nellie ihm,
obgleich kein Bruch der Rppen stattgefunden hatte, doch langes
Leiden in Aussicht, und da Salbe und Pflaster keine Hilse
drachten, so entschloß er sich zum Gebrauch eines blauen Lichtbades.
Im Badezimmer befand sich ein nach Süden zugehendes Fenster
nit abwechselnden Feldern aus blauem und ungefärbten Glas.
Der General ließ auf seinen entblößten Rücken das volle Sonnen⸗
liicht durch die Glasscheibe scheinen und fühlte sich alsbald erleich—
sert, ja nach ei ner balben Stunde hatten die Schmerzen gänzlich
aufgehört. Gegen Abend kehrten fie in viel geringerem Grade
wieder, so daß er zum eisten Male etwas schlafen konnte. Zwei
veitere Blau⸗Licht⸗ und Sonnenbäder heilten ihn gänzlich, so daß
x nicht die geringste Rücktehr seines Uebels seitdem mehr empfand

Dienstesnachrichten.

Der Studienlehrer an-der Lateinschule zu Dürkheim, A.
Sucrowurde an die Lateinschule zu Homburg berufen und dem⸗
selben die Function des Subrectorats dieser Anstalt übertragen,
die Klaßverweser an der Lateinschule zu Homburg, J. Bieger und
J. N. Groͤl zu Situdienlehrern an dieser Aunstalt ernannt, der
Studienlehrer der Lateinschule zu Neustadt a. d. H., J. Füger,
an die Lateinschule zu Miltenberg, auf Ansuchen versetzt und dem⸗
selben die Function als Subrector dieser Anstalt übertragen.
Gemeine iges.

Eingehen der Wollenstoffe in der Wäsche. Diese häusliche
Angelegenheis hat, seit das Tragen von wollenen Hemden so ziem-
rich allgemein geworden ist, eine größere Bedeutung erlangte, als
rüher,, denn es werden mehr Hemden durch das Eingehen un⸗
hrauchbar, als durch daßs Abtragen. Jede Hausfrau weiß, daß
men wollene Strümpfe und Socken in der Wäsche nicht kochen,
nicht brühen und überhaupt nicht zu heiß waschen, daß man sie
bon heißem Wasser nicht unmitlelbar in kaltes bringen darf, wenn
sie nicht einlaufen sollen. Gaaz dasselbe muß aber auch bei an⸗
deren Wollenstoffen beobochtet werden. Von mehreren Seiten wird
zehauptet, daß die Anwendungen von Seife bei der Wäsche von
Wollenstoffen das Eingehen derselben befördere, und man hat als
Ersatz derselben die Anwendung von Borax empfohlen. Daß Borax
ein sehr gutes Waschmittel ist, besonders für alle feineren Steffe,
vird durch die Erfahrung bestätigt', da man so nur wenig davon
ↄraucht (1u. Loth Borax auf 10 Liter Wasser), und ist die Der⸗
vendung desselben auch nicht kostspielig. Als das beste Mittel,
am einerseitßs das Eingehen der Wollenstoffe in der Wäsche u
v rhüten und andererseits schön rein zu waschen, wird die Anwen⸗
zung von Solmiakgeist, enipfohlen. Die Stoffe wetden über Naͤcht
ingeweicht und am folgenden Morgen so heiß, daß man die Hand
darin leiden kann, gewaschen. Diesem Waschwasser werden aul
80 Liter für 7—9 ir. gewöhnlicher (uugereinigier) Salmialgeist,
den man- in MaterialienHandlungen kauft,“ oder 28 Loth auf
10 Liter Wasser zugesetzt. Da die Seife dabei erspart wird, so
—IVD
verseßten Wasser lassen sich andere, besonders farbige, sehr schön
waschen. Die Gläser, in denen der Salmiakgeist aufbewahrt
wird, müssen sehr gut verstopft gehalten werden, weil sich sonst
der wirksame Stoff sehr rasch verflüchtigt.“ Noch ist zu demerken,
daß hartes Wasser durch den Zusatz von Salmiak weich wird.
60 3 Ostermorgen. e e ν
aw —
Die Lerche stieg am Ostermorgen8*
ee Empor in's klarste Luftgebieet —
Und schmeitert, hoch im Blau verborgen,
125 5 Ihr freudig Auferstehungslied
—AA — Und wie sie schmetterte, da klangen 9J
— 21Es tausend Stimmen nach im Feldde*
Wach' auf, das Alte ist vergangen, FV e
Wach auf. du frob veriünate Welt!“
Wacht auf und rauscht durch's Thal, ihr Bronnen,
Und lobt den Herrn mit frohem Schalzz
Wacht auf im Fruühlingsglanz der Sonnen,
Ihr grunen Halm' und Läuber all' ·
Ihr Veilchen in den Waldesgrunden,
Ihr Primeln weiß, ihr Blumen roth,
Ihr sollt es alle mitverkünden:
Die Lieb' ist stärker als der Tod.
Wacht auf, ihr trägen Menschenherze.
Die ihr im Winterschlafe saumt, ———
In dumpfen Lüflen, dumpfen Schmerzen
Bebannt ein welkes Dasein träumt;
Die Kraft des Herrn weht durch die Lande
Wie Ingendhauch, o laßi sie ein! h ege Ae
Zerreißt wie Simson eure Banddcee.
Und wie die Adler sollt ihr sin.
Wacht auf, ihr Geister, deren Sehnen
Gebrochen an den Gräbern steht,
Ihr trüben Augen, die vor Thränen,
gIhr nicht ves Fruhlings Blätter seht;
Ihr Grübler, die ihr fernverlvren
Traumwandelnd irrt auf wüster Bahn, —
Wacht auf, die Welt ist neugeboren;
Hier ist eͤn Wunder, nehmt es an.
Ihr sollt euch all' des Heiles freien,
Das über euch ergossen ward.
ks ist ein inniges Etrneuen W .:
Im Bild des Frühlings offenbart.
Was durr war, grünt im Weh'n der Lufte.
Jung wird das Alte fern und nah,
Der Odem Gottes sprengt die Gruͤfte, —
Wacht auf! Der Ostertag ist dal
E. Geibel.
— tD — — — — — —r — —— ——
7 Far die Redaction verantworilich: F. X. Demens

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Echlage Pfeiferwald und ei He ss Osternlontag, Nachm. I'Uhr.
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8 ααOν wusispiel in tinem Aufzüge don discher. epe
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118 gem. Stenpelstangen MOV Mινν9ν III9ßGTsCT 37 Vereinsloealeee.
2 eichen Wagnerstangen Posse in Aufzuge von G. Bel hh Bei ungunstiger Wirtetunc
— oden Vot deoste Nur Einaeladene daben Zutritt. Der Vorstand. Abende — *
chen Bohnenstangen — — ———
125 kliefern Zaungerten, 2* menften vu Hhii t Reunion
8 Ster-xecichen J 35. OHIIIIED 1 2 U ES im Vereins locale. ——55336.
7 bvbuchen Zaunprügel 33uvud 33 — Der Vorstanb.
48 kiefern / 43 2hDe 7 Emaillivte
* —* 160 - 3. Meter laung, 61 ddommorkappen —— K 4. —*5
theils zu Stempel geeignei. ochgeschirre
Siter buden 1 22 9 Hermann Fis cher. J in greß er Auswahl ben ..
33 beaget — Otto Weigand.
— 1* Bei ·der Unmasss existirender Olaviersohulen ist
8 es gewiss als ein heraus gunstiges Urtheil zu · be-
— Nioppen trachten, dass die
Iexx 4 88 * *87 373 F 438 4 4 22*
ckitee e Theoretisch praktische Clavierschule
FapJ rũ Kin de
NRohrbach, 26. Morz 1877. derausgegeben von ν ι
Das Bürgermeisteramt 3 —6 * Q 5
irb. Jaevbß. c—H v“läec,
Neuweilerhof . Sewinarmusiklehrer.
Osftermontag: innerhalbh Jahren von imehr als tausemndl Lehrein
6G— für den Unterricht angenommen wurde. was jede wei-
Taunzmufik toro Pmpfehlung unnöthig macht.
heiGasñiwirth Russe. Das I. Heft erschien soeben in 7. Auflage .
—che Aciecricae enthalt: Vorũbungen mit und ohne Stützfinger; 1
eee Oueritage J riernandige Debungsstücke uber das Verkältniss det
Salp atorVier zanzen, halben und viertel Noten zu einander; b Stũcke,
— vom Faß ——— len Verlängerungspunkt betreffend; 4 dito, das Ver-
—— nultniss der Viertel zu Achtel; Alles im Umfange der
ei asn inte C-G. Die ũbrigen folgenden Noten nebst
bausen ins Beispielen. Auftakt, Legato und Staceato
in weiteron5 Uebungsstüfkecnnn.
Gegen Einsendung von Rxk 2 erfolgt frankirte
Zusendung.
Pet. Jos. Tonge,
Ausilcadien- unci Instrumentenhandtung.
CRIn Rh. 83 LGTI.

gur Magenleidende ist
Schrader'8 e
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lein, Diateticum“, dessen Verkauf
durch Ministerialverfae gestattet)
das einzigste und untrüglchste
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Simon, Hombutg. W.
A. Seel, BZweibrücken.

tin Vuch/ welches 68 Auf⸗
Anon erlebt hat, bedarf wohl
agen leiner weiteren Em⸗
fehlung, diese Thatsache ist ja
der beste Beweis für seine Guie.
für Kranke, welche sich nur eines
ewährten Heilverfahrens zur
Ziedererlangung ihrer Gesund-
eit bedienen sollten, ist ein solches
Verk von doppeltem Werth
ind ein; Garantie dafür, daß ec
ich nicht darum handett an
hren Korpern mit neuen Arzneien
jerumzuexperimentiren, wie dies
wch sehr häufig geschieht. —
Bon dem beruhnten, 300 Seiten
iarken Buche: „Dr. Airy's Na⸗
urheilmethode? ist bereits die 68.
Auflage erschienen. Tausende
und aber Tausende verdanken
der in dem Buche besprochenen
deilmethode ihre Gesundheit,
wie die zahlreichen, daria ab⸗
gedruckten AÄtteste beiccisen. Ver⸗
äume es daher Niemand, sich
dies vorzügliche populär⸗medi—
rinische, 1 Mart kostende Werk
baldigst in der naͤchsten Buchhand⸗
lung zu kaufen oder auch gegen
Einsen dung von 10 Briefmar len
a 10 Pfg. direct von Richters
Berlags Anflalt in Leipzig kommen
ju lassen, welch' Letztere auf Ver-
angen vorher einen 100 Seiten
tarken Auszug daraus gratis and
eran co zur Prüfung versendet.

—77

— —— · ——
ꝛ
Diejenigen hiesigen und Schnapphbacher
Gewerbtreibenden, welche ihheee
Geschäfts-»Empfehlung
in den Katalog der Gewerbe-Ausstellung aufgenommen
baben wollen, belieben mir solche ungesäumt gefl. einsenden
zu wollen.
F. X. Demetz, Buhhor.
NB. Ums Mißsiverständnisse zu beseitigen, die
erg. Mittheilung, daß alle Gewerbetresbenden.
auch solche, die nicht ausstellen, inbegriffen sind.
8 Osiermontag
Lagerbier
ger Tanzmufik
Gebrüder Orth J Jakob Quiriu.
ei Rentrisch.
I. MWanl.
Trottoirbesen

—

W ⸗
Ein Garten
am Kapellenweg: ist vom 1.
April ab zu verpachten. Der—⸗
elbe wird auch ganz oder in
darzellen käuflich abgegeben.

RNäheres bei Heinr. Laur

owie alle Sorten
Vinsel u Bürstenwaaren
inpfiehli
Otio Weigand.
Redaklion Drud und Verlag von F. X. Demetz iun St Ingbert.
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        Sl. Ingberler Anzeiger.
—
Der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mal wöchenllich) mit dem Hauptblatie verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonniags mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint woöͤchentlich viermal: Dienstag, Donxerstag, Samstag nud Sonntag. Der Abonnementéspreis beträgt vierteljahrlich

LMark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfau. für die viergespaltene Zeile Blattischrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
4 51. Dienstag, den s. Apiii 177.

*

— —

Deutsches Reich.
München. Im Ganzen haben sich in diesem Frühjahr der
Hrüfung für den Einjährigen-Freiwilligen Dienst in Bayern 187
junge Leute unterzogen, von welchen 87 dieselbe bestanden haben.
Es ist somit zwar eine kleine Besserung im Vergleich zur vorigen
Prüfung eingetreten, immer nodch aber ist die Zahl der nicht ge—
aügend Vorbereiteten sehr groß. Den hoͤchsten Procentsatz der durch⸗
gefallenen (8 und 67 Procent) weisen München nuno Loandshuüt
auf, dann kommt Speyer mit 41 Procent, Ansbach und Würzburg
mit 88 und 36 Procent, Bayreuth mit 25, Augsburg mit 22
indlich Regensburg mit 17 Procent.
Die „Nordd. Allg. Zig.“ schreibt: Neuere authentische Mit—
heilungen aus den Industriebezärlen Wekphalens beftätigen
zie Annahme, daß die Zustände doch nicht so Besorgniß erregend
iind, wie vielfach behauptet worden. Wenn schon die Lage der
arbeitenden Classe in Folge der Arbeitsminderung eine gedrückte ift,
and im Vergleich mit der früheren Schwunghafngkeit dvielleicht als
ine kümmerliche erscheint, so kann doch von einem wirklichen Noth⸗
dande kaum irgend die Rede sein. Die Zustände werden von der
agitatorischen Presse, sowohl von der ultramontanen wie von der
socialdemokratischen, übertrieben. Zur Beseitigung momentaner Vetr⸗
legenheiten hat der Abzug fremder Arbeiter wesentlich beigetragen,
die in die Heimath zurückgekehrt sind, weil sich ihnen keine iohnende
und pafsende Beschäftigung mehr bot. Die meisien dieser fremden
Arbei:er sind abgezogen, ohne Hilfe in Anspruch zu nehmen; nur
ziner sehr geringen Zahl von ihnen sind Reisemittel gewährt worden.
Dagegen hat die Ermaßigung der Fabrpreise auf den Eisenbahnen
für die Abziehenden sehr vortheilhaft gewirkt. Die zurückgebliebenen
Arbeiter haben fast sämmilich wieder Arbeit gefunden, lheils bei
den in Betrieb gebliebenen Etablissements, theils bei Eisenbahn⸗
und Wegebau und zum Theil auch bei der Landwirthschaft. Der
letzteren fehlt es indeß immer noch an Arbeitskräften, weil die Ver—
theilung derselben auf Industrie und Landwirthschaft schon seit lange
eine ungesurde geworden. Sehr bemerkenswerih ist der Umstand,
daß selbst in den letzten Monaten die Zurücknohme von E. nlagen
aus den Sparkassen nicht wesentlich den Betrag der neu eingelegten
Spargelder übersteigt. Die öffentliche Sicherheit ist ungefährdet,
die Bettelei nicht übermäßig, die zur Verftärkung herangezogenen
Gendarmen degeben sich in ihre Standorte zurück. Der Eisenbahn⸗
und Wegebau wird, soweit die Arbeiten vorbereitet worꝛden, emsig
betricben. Der westphälische Provinzialausschuß hat mit anerlennens
werther Bereitwilligleit Mittel bew lligt und die Gemeinden gehen
rüstig mit Neubauten und Revaraturarbeiten vor.

Student in sicherem Zufluchtsorte. Dann aber drang die Kunde
on der Gefangenschaft Kinkel's zu ihm und mit Audern berab⸗
edete er den Plan, den Genofsen aus der Festung Spandau zu
befreien. So kühn, so gewagt', so gefahrlich für ihn selbst das
Anternehmen sein mochte, er ging von der Schweiz nach Berlin,
ließ sich hier an der Universitat als „Student der Medicin“ ein—
hreiben, aber er dachte nicht an medicinische Studien und die
doͤrsäle bekamen ihn kaum zu sehen. Um so thätiger war er ins⸗
zeheim für die Ausführung seines Werken Er datte für seine
Sache Freunde von Einflaß und Reichthum gewonnen, insbesondere
ine inzwischen verstorbene Dame Heine Baronin, und mit ihrer
dülfe wurde die schwierige That der Befreiung in's Werk gesetzt.
dinkel wurde nach London gebracht und Karl Schurz selbsthalte
zegreiflicherweise alle Eile, nach Amerika zu kommen. Dort lebte
x zuerst in Philadelphia und später in Walerlower. Bald trat er
ils Redner und Parteimann hervor; er redigirte später in St.
rouis die Westliche Post“. Schon 10 Jahre darauf, nachdem er
die neue Heimath betreten, wähite ihn Lincoln zum Gesandten in
S„panien; aber der Ausbruch des amerikauischen Befreiungskampfes
ief den neu ernannten Diplomaten aus Madrid zurück. Derselbe
Mann, der eben noch die Nepublik am Hofe des Ercuriais ver⸗
reten hatte, trat als einfacher Soldan in die Reihen der Armee.
Aber er hatte sich bald zum Range eines Generals emporgeschwungen
ind konnie seine Tuchligkeit in einigen Schlachten beweisen. Als
der Krieg zu Ende war, iral er wieder ins bürgerliche Leben zurück
und nahm seine Stellung als Parteimann und Polit ker wieder
nuf. Seine Reden vor freien Versammlungen und im Senat
jaben eine bohe Berühmtheit erlangt und sind in Amerika ir vielen
Tausenden Abdrücen verbreitet. Als unter Granss Regierung die
epublitanische Partei mehr und mehr der Corruption verfiel, war
„churz es, welcher, einer der Ersten, sich zum Anwalt der dffent⸗
ichen Entrüstung machte und im borigen Jahr in Gemeinschaft
nit anderen hervorragenden Politikern den Plan entwarf, aus
)en reineren und gemäßigten Elementen der Demokraten und Repu⸗
lilaner eine neue, de sogenannte Reformpartei zu bilden. Aber
n einer nicht ganz aufgellärten Schwankung kehrte Schurz plötzlich,
ioch vor den Novemberwahlen. zu den Republilanern zuͤrück. XC
S„ hritt koßstete ihn einen Theil seines Ansehens als Parteimann,
at ihm aber nach dem Siege des republikanischen Kandidaten
Zoyes das Portefenille des Ministere des Innern eingetragen. Vor
zicht allzu langer Zeit hat Karl Schurz die alte Heimaih wieder
zesucht und ist auch in Berlin gewesen. Auch er gehört zuͤ denen,
die sich allmahlich aus esöhnt daben mit der neuen Wendung der
Dinge, und der Flüchtling von Anno 1848 gehört zu den warmen
Unhängern des Deufichen Haiferreiss ven 18751

Der erste deutsche Minister in Amerika.

Bei der lebhaften Theilnahme, welche man in Deutschland der
Ernennung von Karl Schurz zum Min'sser des Innern in den
Ver. Staaten zugewandt hat, werden die folgenden Mittheilungen
über dessen bisheriges Leben nicht ohne Interesse sein:

KarlSchurz, früheres Mitgüed des Senats und jt zt
Minister des Innern, ist noch heute, trotz des Antheils, den er
peteits an den Bewegungen der Jahre 1848 und 1849 genommen,
lein alter Mann. Er hat unmitlelbar, ehe er zum Ministet ernannt
vurde, am 2. März seinen 48. G.burtatag gefeiert. Schurz ist
1829 in dem kleinen, 700 Eirwohner zaͤhlenden Dorfe Liblar in
der Rähe von Koln geboren. Ursprünghch sollte er Sprachen und
Zeschichte sludiren, und als studiosus philologiae befand er ũch

Bonn. Aber da drauste die Bewegung des Jahres 1848 durch
ne Welt, und der junge, feurige Sludent war iner der Ersten,
ie sich ihr anschlossen. Er befand sich bei denen, die sich am
jegburger Zeughaussturm betheiligten, und als dann der badische
Aufstond ausbrach, gehörte er zu den Schaaren, die unter Hecker's
Führung den preußischen und badischen Truppen bis zum leßlen
lugenblick Widerstand ieisteten. Als aber am Tage von Rastatt
Alles verloren war, flüchtete er sich verlleidet in die Schweiz. Nie
flucht gelang und eine geraume Weile hindurch hielt sich der junge

— —

Permischtes.
fDer neueste „Staatsanzeiger“ meldet: Der Direk⸗
ion der Pfälzischen Bahnen ist für das prenußische Staats⸗
zebiet die Erlaubniß zur Anfertigung der Vorarbeiten für
ꝛeine Eisenbahn von St. Ingbert nach St. Johann—
Saarbrücken ertheilt worden. (S. 3.)

F Sit. Goarshausen. Am Sonntag wurde in dem
enachbarten Lierschied ein vollständiger Menschenarm aufgefunden,
in welchem ein Zettel hing mit der Bemerkung: „Hier liegt der
lem eines to ten Menschen 1877. Noch war eine lateinische
Schrift dabei, welche durch ihre Kleinheit fast unleserlich war. Ob
)ier ein Verbrechen vorliegi, wird die gerichtliche Unlersuchung
ebren.

f London, 26 März. Spät am Samstag Abend wurde der
ztadtthel nöordich Holborn durch Feuerlärm und bald auch durch
ꝛinen Feuerschein eischreckt, dir auf einen großen Brand schließen
ieß. Im Gefangniß der Grafschast Middie x für schwere Berbre⸗
her war Feuer ausgebrochen, glücklicherweise aber nur in unbe.
vohnten Theilen, der Treimühle, dem Backhaus 2c Nichtedestowe.
        <pb n="174" />
        niger kam die Flamme den Gefangenenzellen nahe, nersprengte tdurch
die diße die Glatscheibeng und Fesehee die Stiatinge in nicht ge⸗
ringe Äugst. Sie zogen 6 Wotschellen und fchrieen um Hülfe.
Draußey sammelte sch mleich ain großer Menschenschwarm, aller ·
vinge aͤußerhalb ber gewaltig hohen Umfaffungsmauer. Sprißzen
varen schneli zur Hand. Ansans ließen si h die Schläuche nicht
zut legen, als Tder Lerst die 11 Spritzen auf die Flammen zu spielen
begannen, da wurden die Flammen schnell gelöscht. Mittlerweile
ußien. aber die Sträͤflinge aus den gefaͤhrdeten Zellen entfernt
werden, unb war in Eile, ehe elu genũgendes Wachicorps der Po⸗
mac derbeigerufen werden Anuie. Eine Zeit lang befanden sich
idige Hundert dieser Menschen, wman laun Wwohl sagen, die gefähr⸗
lichssen mit in London, unter Uufsicht von nur vier Constablern
und einen Wachtmeister — denn die Gefangenwärter hatten. genug
Zu vem Ausschließen der Zellen zu thun. Dant der trefflichen
Dicipiin wurde die ganze Horde unler neues Obdach gebracht, und
als nach Beendigung des Zrandes die Leute wieder in einzelne
Jellen vertheilt wurden, sehlie kein Haupt und es war auch keine
Widerseßlichkeit / vorgelommen.

—
Die. menesten: Nummern der Illustraͤrten Frauen⸗Zei—
Uun gierteljahrlicher Abonnementspteis M. 2. 50) enthalten: 1.
—9 7
Hausversteigerung

Saͤmstag, 7. AUpril naͤchst
hin, Nachmittags 3 Uhr 'bei
ari Best in, St Ingbert
zßt Georg Weiland, Zechen⸗
schmied, in Rohrbach wohnhaft,
sein an der Kohlenftraße in
S. Ingbert gelegenes 2stodige⸗s
Wohnhaus mit Hintergebaude,
Rrunnen. Felsenkeller u. Garten
—VX Zahlungstermine
gffentlich an den Meistbietenden
zu Eigenthum versteigern.
Dadselbe wird — e nachdem
sich Liebhabeꝛ finden — im
BZanzen oder in wei Abthelun⸗
gen abgegeben und kann auch
din zur Versteigerung aus freier
dand gekauft werden.

Naͤhere Auskunft ertheilt Jo⸗
hann Weiland, Schmied in
Si. Ingbert, der das Haus
bewohnt.

Gi. Ingbert, 81. März 1877.

Sauer, kal. Notär.

OhocolIaden
von Gebr. 8tolIwerek,
Coln, empfiehl
J. FPeters, St. Ingbert.
Frischgewasßßlerte
Stochsische
sind noch fortwährend zu boben
dei IJ. J. Grewenig
v
Trottoirbesen
dopwie olle Sorten
Pinsel u Bürstenwaaren
empfiehl
Otto Weigand.
Ein braver fleißiger
Schreinergeselle
kann in Urbeit wreten bei
Münch.
Elversberg.

Mehrere
2
— Bauplätze
Rother und blauer Kiee- in beliebigen Groößen Rin der
samen, Saathafer, Saat⸗ Schaafweiherwiese hat zu ver—
icken in guler Qualtät, em · laufen
pfiehlt M. Thiernw. Jakob Pfleger.
—V Brauer⸗Akademio,
hereiis von circu 700 Brauern aus aslen Landern der Erde besucht,
beginnt das Sommersemester am 1. Mai. — Programm und
Auskunft ertheilt Die Dinrection
DBDr. BGlneider.
Vorschuß⸗Verein St. Ingbert
(eingetragene Genossenschaft.)
Umsatz im Monat März 1877.
doll.
Tonto Corrent M. 167231. 42. M.
Wechsel. Conto . 73843. 89.
—XVX 193052. 39.
Cassa⸗ Conio 838159. 30.
Stammant heil⸗ Conto
Reservefond Conio
Vewinn · u. Verlust⸗Conto
Zinsen und Prov. Conto
Sparkassen· Conto
Darlehen Conto
Effecten⸗ Con to
Dididenden⸗Conto
Accepien⸗ Conto

Hahen.
189140. 40.
54108. 79.
189088. 65.
104861. 88.
2781. 05.
35.
302.
308. 78.
13746. 68.

4291.
—R
6723 68.
910.50.
— V—

M 563629. 73.

Die Moden-NPummer (18): Reue Promenaden⸗ und Gesell⸗
chafts⸗Toiletten, Regenmansel, Umhange⸗, Shawl-. und Fichũ · Man ·
cillen, Paletots mit anfachen und vielsheiligem Rücken, auch Joppen
jur Damen, verschiedene Franzen⸗ Knöͤpfe und Borten flut Kleider
nd Puletois einzelne Kleiderärmel nd Taschen Hute und Fichüs.
Paletots, Kleider und Hüte fur⸗Madchen und Knaben von
2— 7 Jahren, Tragmantel und Tragkleidchen. — Negligo⸗ Waͤsche⸗
vder Ärbeitziorb mit Bunisticerei auf Jute. Hülle flͤr Plaid⸗
Ider Reisctaschen mit Stickerei, gelloppene Sditzen Und Einsäße,
Federblumen. DBunt⸗ und Plaliftichstickereten re. ꝛc. mit 70 Ab⸗
hildungen. Dazu eine Beilage mit 20 Schnitmustern,'8 Aufwin-
ben zu vetloppelten Spißen und verschiede en Namens⸗Chiffren.
3. Die Ünterhaltunge Nummer (14): Die Zumpen⸗Koobruigin.
Bon Marie, von Olfers. — Jugendlieder. Von Emanuel-Geibel.
ie screabische Wallfahrt. Von Schmidt-Weißenfels. —
Franmz Defregger. Von Ludwig pietsh. —. Aus der Frauenwelt.
. Von Robect Schweichel. — Etwas für Leute, die nicht lesen
sanen. Von Eugen Zabel. — Verschiedenes. — Wirthschaftliches:
Mittagsessen füt April. — Briefmappe. — Frauen Gedenltage.
Fernet solgende Jilustraͤtionen: Schloß Lichtenstein. Von Carl
Heyn. — Der Herr Burgermeister. Von M. Groͤnvold. — Win⸗
A in der Seunhütte. Von Franz Defregger. — Ein Kaleader
ur des Lesens ünkundige Hirten in Frankreich.
*
A 41 Ge E
W
Bekanntmachung.
Unter Heutigem wurde mir ene Vorstellung überreicht, inhaͤlt⸗
sich welcher Elisabetha Stolz, Ehefraus des Bergmaunes Jakob
Wagner von Roztbach, die Todesettlärung ihres dezeichneten
ẽhemannes, der als Soldat des kal. baher. 18. Infant.⸗Regimentes
ʒein Feldzug gegen Frankreich uinmachte und seit Deizember 1870
ermuüßt wird, beantragtt.
Es ergeht, demgemaͤtß sm Hinblide auf Art. 6 »dea Gesches
in 2. VDenemnber 17878die Todeserllärung der in Folge des
Zcieges von 1870771, vermißten Perfonen detreffend“ an den
— 80. Mai nahn
versonuch oder schristlich aüf In Vwerichteschreibetei des 39l. Lande
hgerichtes zu melden, Ind werden zugleich alle Die enigen welche
sher das VLeben Desselben Nachricht empfangen haben oder sonstige
Aufschtüsse zu erlheilen wissen, aufgeforderr, bdis zu dem bezeich⸗
geten Taze ebenfalls auf der Gerichtsschreiberei schriftlich oder zu
Prolocoll Mittheilung zu machen.
Si. Ingbert, deun 31. März 18775.
Dert. Landerihier:“
Rönig. *
Bekanntmachung.
Am Montag, den 16. d. M. Nachmnagi um 8 Uhr
im Burgermeistereilolaie zu St. Ingbett werden die Arbeiten
iber Hecstellung der Abtritie im Schulbause in der Unterstadt zu
—A Wenigstnehmenden vergeben.
D Aibeilen sind veranschlagt:
i sür Erdarbeiter zu. 167,44 M.
NMacter und Steinhauer zu. 1405,78 M.
Zimmerleute zu .. 805,81 M.
Schreiner zu . 124,30 M.
Schlosser zu.. 367,70 M.
Spengler zuu 87,80 M.
„ Dachdecer .. 337,390 M.
8. 5 Austreichte.* 248,58 M.
Plan, Kostenanschlag und Bebingungen lönnen auf dem unter
jectigten Amte eingesehen werden.
St. Ingbert, den 2. April 1877.
Das Bürgermeistecami
Custer.
*
Mauersteine
sind zu haben der Meter zu 1 M
30 Pfg. bei
Joh. Kiehl.
riesfpapier
mit Firma, zu Gesohasteshriefen
in schonen vevræierten
Sch riften,
Monogramme, VIsiten
artén ete., werden rasel
und billig angefertigt in der
Buoh- und dtoindruekorei
—AI
8t. Ingbort.

am Kapellenweg ist vom 1.
April ab zu verrachten. Der⸗
seibe wird auch ganz odec in
Parzellen käuflich asgegeben.
Näberes bei Seinr. Laur
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Iamen Iid und Verlag von F. X. Demetz in St Ingbert.
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22 7 257* — 255332332233 —
332 5383 23 5. 75823 5z353275 235535
»3355 33 32233383 533 82—33883
2 2— 3 — —A— — * 52 ?
35—5323 383 —55335 33 42— —3 7253237
— 225. —A — 2 2 * 2 33 — —A
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8 28535 23535 3* —AxX S5 — — 55232 —2
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32 235* 5* 15283253533
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24 223 *5533 253 5— — 553 3 ⸗2322 32ES 223235
25 7 2 **28 2325 3853

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        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Jugbercer Ruzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblait. (Sonniagß mit illustrirter Eel—

lage), erscheint wöchentlich vViermalz Dienstag, Donxerstag, Samstag nand Sonntag. Der Abonne mentspreis beträgt vierteljahrlich

l Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg. von Auswärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M B52. Donnerstag, den 5. April J J igm.
5*
m.
Deutsches Reich.

München, 1. April. Se. Maj. der König hat heute den

Reichskanzler Fürsten von Bismard, welcher mit dem Heutgen sein
52. Lebentjahr zurücklegte, auf telegraphischem Wege mit den
herzlichsten Glückwünschen beehrt.
Gutem Vernehmen nach wird der Kronprinz des deutschen
Reiches im Monat Juli die Juspicirung des 2. dayerischen Armee⸗
corps vornehmen. Hier weilende bayerische Militärs glauben üb⸗
rigens zu wissen, daß den schon früher betonten Wünschen der
deutschen Militärverwaltung wegen Einführung der Picelhaube bei
der bayerischen Armee in nächster Zeit entsprochen werden soll.

Berxhin, 8. April. Die zahlreichen Gerüchte über Bis—
mard's Rücktritt haben vorläufig nur den thatsächtichen Anhall,
daß dem Reichskanzler allerd'ngs ein Urlaub auf ein Jahr ertheilt
ist, den er in diesen Tagen antritt. Er geht zunächst nach Varzin.
Im preußischen Ministerium übernimmt Camphausen, im Reiche be⸗
züglich der auswärtigen Angelegenheiten Bülono, bezüglich der inuern
Angelegenheiten Hofmann seine Vertretung.

Der Wiedereintritt des hochverdienten Ministers Delbrück in
den Reichsdienst gilt eine bevorstehende Möglichleit.

Berlin, 8. April. (Reichskanler.) Die den längeren
Urlaub des Fürsten Bismarck regelnde formelle Cabinetsordre ist
noch nicht ergangen. Alle im Umlauf befindlichen Gerüchte über
den Rücktritt Bismarckt, sowie jene, nach weichen das Urlaubsgesuch
des Reichskanzlers auf obwaltende Differenzen zurückzeführt wird.
entbehren der Begründung.

Ausland.

London, 3. April. Der Text des unlerzeichneten Protokolls
wird dem Parlament am Donnerstag vorgelegt werden. Gestern
Abend ist derselbe auf telegraphischen Weg der Pforte zugegangen,
welche aus diesem Anlaß auf morgen einen Ministerrath anberaumt
hat. Die „Times“ gibt Rußland den Rath, die im Protololl
übernommenen Verpflichtungen zur Ausführung zu bringen; denn
wenn die nunmehr nach Petersburg und nach Konstantinopel ver⸗
legten Verhandlungen scheitern sollten, würde man leicht glauben
tönnen, Rußland habe ein solches Resultat beabsichtigt. Um einen
derartigen Vorwurf zu vermeiden, liege es im Interesse Rußlands,
die Verständigung mit der tkürkischen Regierung möalichst zu be—
chleunigep.

Athen, 3. April. (Küflung.) Das Geseß Uber die Armee⸗
reserve soll unverzüglich in Wirksamteit treten. Drei Uebungslager
werden zujammengezogen. Die Regierung hat 6 Batterienstrupp'scher
Beschütze angekausft. Die Kammern soljsen am 7. Mai zu einer
außerordentlichen Session zusammenireten.

Vermischtes.

F Im Pirmasenser Walde wurden am 28. und 80.
März nicht weniger als 5 Wildsauen erlegt, zwei weitere angeschossen.
Suͤmmtliche erlegten Sauen waren trächtige Bachen, bei denen 17
Junge, 7 männlichen und 10 weiblichen Geschlechts gefunden
wurden.

fKeaiserslautern, 31. Mäez. In der am 27. 1.
M. vor dem kgl. Zuchtpolizeigerichte dahier verhandelten Strafsache
gegen Balthasar Hunzinger, Geschaäftsmann, früher hier, später in
Bermertheim wohnhaft, und gegen Adam Scherer, Schreiner in
Otterberg, wurde heute das Ursheil verlündet; dasselbe erklärt beide
Deschuldigte vier gemeinsam verübter Betrügeteien, den Hunzinger
außer dem einer Unterschlagung und vier weileter Betrugshandluͤngen
für überführt und verhängt gegen Hurzinger, unter Einrechnung
riner vor kurzem çegen derseiben wegen Unlerschlagung ausgesprochenen
Strafe, eine Gefängnißstrase von 6 Jahren und Verlust der burger⸗
ichen Ehrenrechte auf weitere 6 Jahre, geaen Scherer eine Gesammt⸗
zefä ngnißstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten, sowie Verlust der
zürgerl ichen Ehrenrechte auf weitere 22/4 Jahre.

H unzinqger gebörte bekanntlich zu den Fübrern der hiesigen

Ultramontanen und die „Rheinpfalz“ berichtete vor circa 2 Jahren
iber eint fulminante Rede, die derselbe auf einer ultramonianen
Versammlung in Schaidt gehalten, und in welcher er den Servdi⸗
ismus der Nationallideralen? nach Gebühr geißelie. Schon da⸗
mals hatten wir dieser Notiz nichts weiter beizusügen, als — 6
weh! (K. 3.)

fDas Ergebniß der Anmeldangen zu dem Do anersberger
Bezirka⸗Sangerfest ist folgendes: Ihre Betheiligung haben von
28 zugesagt 9 Bereine und zwar Albitheim, Bischheim, Ebernburg,
Nauqenheim, Ordis, Obethausen, Weiteraweilet und die awei
Zirchheimbolander Vereine.

fAlzei, 31, Marz. Ich beeile mich, Ihnen die Mit⸗
heilung zu machen, daß als der Vergiftung der Familie Bescher
n Stetten dringend verdachtig der Schwiegersohn Beschec's, Jakob
Briebe, Backer in Heppenheim, geflern Abend gefaͤnglich hier ein⸗
zelicsert wurde. (N. W)

Speier, 8. April. Am verqgangenea Mitt voch Nacht
wurde dahrer auf dem Bahnhofe ein Eisenbahnwagen erbrochen
und aus einer Kiste ein Quantam Eier entwendet. Hierauf ging
man an das gewaltsame Oeffnen eines Bahnwärterhäuschens, machte
dort Feuer und verzehrte die gestohlenen Eier, nachdem man sie in
riner dort aufgefundenen Pfanne gebacken hatte. Wie wir erfahren,
ollen die Thater in den Ferien hier befindliche Studenten sein.
Der „Reue Sptierer Anzeiger“ berichtet ferner von frechen Buben⸗
stücken, die in hiesiger Stadi verübt werden, und welchen die Polijzei
machtlos gegenüberstehe. Beinahe jede Nacht werden Fensterlaͤden
Abgehängt, Firmenschilde u. s. w. in den Speyerbach oder in die
deller von weiter entfernten Häusern geworsen, Warnungstafeln
an Wegen und Bahnübergängen herausgerissen. Diese fredelhaften
HDandlungen beschäftigten die Polizei schon langer, und endlich
wvurden etliche Musensöhne attrapitt, von denen sich durch die
Untersuchung herausstellen wird, ob sie nicht neben dem Eierbieb
dahl auch die anderen Heldenthaten auf dem sterbholz haben. (Kh.)

Gaiserreife.) Ein Korrespondent der „Saarbr. Zig.“
chreibt: Ich bin der Lage, über den nunmehr definitid deschlossenen
Besuch des Kaisers WilhelUm in Elsaß Lothringen folgende Mit⸗
heilungen zu machen. Am 30. April Nachmitiags Ankunft in
Straßburg von Karlsruhe aus. Am 1. und 2. Marwitb sich der
da ser in Straßburg aufhalten und am 8. über Hagenau nach
Metz fahren, dort am 4. und 5. verweilen und die Raͤdreife über
Saarb ücken am 6. Mai antreten.

Frankfurt, 29. März. Eine diesige Buchhandlung
zeigte jüngst ihren Kunden mitteist Tircular an, sie würde fürder⸗
dia die „Gartenlauber wegen ihrer unchristlichen Tendenz und
weil kei e Aussicht vorhanden sei, daß sie sich in Zukunft bessere,
nicht mehr verdreiten. Eigenthümer und Verleger der Gartenlaube“
haben dieserhalb wegen Beleidigung bei der Straftammer Kloge er⸗
zoben, und steht Termin hiefür im nächsten Vonat an.

Der naͤchste deutsche Lehrertag wird nicht in diesem Jahre,
sondern eist im Jahre 1878 abgehallen. Dagegen findet während
der Osterferien in Berlin ein Delegirtentag zur Erledigung innerer
Angelegenheiten statt.

F Der nächste deutsche Feuerwehrtag wird von 11. bis 13.
August in Stutigart stattfinden und wird bei dieser Gelegenheit
eine Ausstellung von Feuerloͤsch ⸗Requisiten erfolgen.

Anderihalb Stunden von Darmsadi in der Nähe von
Niederramsitadt wurden dieser Tage in einem Granitfelsen ein⸗
zequetscht drei Zühne von einem Mammuth aufgefuaden; einer der
Bacenzaͤhne niegt nicht weniger als 16 Pfund.

7 Durch den vor sturzem aus Philadelphia zurucgelehrten
Bau Insoector Vartels ist die officielle Lifte der prämiirten deutschen
Aussteller nebst Gutachten der internationalen Jury äberbracht
vorden. Der deuischen Abtheilung, welche 1018 Aussteller um⸗
aßte, sind 601 Auszeichnungen zu Theil geworden. hiervon
ommen 582 Autzeichnungen auf Einzeln⸗Ausfeller, 8 Auszeich⸗
nungen auf 73 Tbeilnebmer von Cofüectin-Ausstelungen unß 18
        <pb n="178" />
        Auszeichnungen auf Staats⸗ oder Collectiv⸗Ausstellungen als solche.
—A
x Kürzlich ging duich die Blatter⸗ die Nachricht, daß des
—XXVEXX —e— deai Pflastergeftirrzt und mur
mit Maͤhe in den Marstall zurüebracht worden sei. Die All
gemeine Militärzeitung bemertt im Anschluß an diesen Vorfall:
Belanntlich hat Seime Majestät diesem Pferde, danals, Veranda“
aenannie welchtaner während der Schlacht von Königgrätz ritt, und
dich dem pom frühen, Maungen abt auf der Höhe von Dubd bis
um Nachmittag hielt, worauf der große Rittbis weit über Chlum
ind von da wieder nach Horsiß zurlidgelegt wurde, nach der Enta
qheidungsschlacht von 1866 den Namen Sadowa“ gegeben. In
Bezug auf diesen Riit, auf welchem der Kaiser in das feindliche
Branazseser gerieth, hat Fürst Bismarck nach Mitiheilung, vines
Augenzeugen folgende mündliche Angabe gemacht, der wir hier Raum
geben da⸗ sie ⸗ nicht · allgemein· bekannt geworden ist. Der Koͤnig
— so erzählt der Reichskanzler — hatte seine ganze Aufmerksam⸗
zeit auf den Gang! des Kampfes gerichtet und achtete nicht im
Beringsten auf die dihn dicht umfausenden Granaten. Auf meine
viederholte Bitie, Majestäke möge sich doch nicht so rücksichtslos dem
nbederischen Feuer“ aussetzen, ethielt ich die königliche Antwort:
Der oberste Kriegshert sieht dort, wohin er gehört!“ Erst später
als der König beim Dorfe Lipa persönlich das Vorgehen der Kaval⸗
lerie defohlen hatle und die Granaten wieder dicht um ihn hexum—
ielen, wagte ith's, aufs Neuezu bitten: „Majestät, da Sie keine
Rücksicht auf Ihre Person nehmen, so haben Sie wenigstens Mit⸗
eid mit Ihrem Ministerprüsidenten, don dem Ihr getreues preußisches
Volk seinen König fordern wird; — im Namen dieses Volles bitte
d. betlassen Sie diefe gefhtlich · Sleltee Dar veichte mitder
Rdnig die Hand: Nun, Bismarck, so? lassen Sie uns weiter
ceitende Der Konig· wandte auch wirklich seine Rappstute uud
segte sie in einen soe langsainen Galoppe, gerade als wär's ein
Spazierriit die Linden hinunter in den Thiergarten, Däan zuckte es
nie in Häuden und Füßen' — Sie alle und noch manche andere
Leute⸗ lennen ja den alten heißblütigen Bismarck — ich rit meinen
Dunkelfuchs dicht an die Sadowa heran und versetzte ihr einen
raftigen · Stoß mit meiner Stiefelspitze; sie machte einen Satz vor⸗

* Conventionelle81i — wässerte
Hausversteigerung. Slocksische
Montag; den 9.Aprid nächsie 548 zet
ee —VB —
e i i I J. Greweunig.
Bendex läßte Ludwig Bech⸗
holde, Rechtskansulent ing St.
Ingberh,, in seiner Eigenschaft
VUa Bevollmächtigter von Wil⸗
helm Theodor, Bergmann,
rüher inm Rohrbuch, jeßgt in
Elbersberg wohnhafit.
6ontraa
Peter Kunz, Bnchhaller: in
knsheim, wegen Nichtbezalung
deß Erwerbspreises zu eigen?
zifentlich wiederversteigern u
Pl.⸗Nr. 68. 3 Dez. Fläche,
enthaltens ein zu Rohrbach,
in der Schlawexie, neben
Johann Keßler und Johann
lam gelegenes Wohnhaus
nit Stall: Hoftaum und.
sonstigen, Zub hörden.
Sauer, kal. Notär.

Da mit dem Drud
des Adreß⸗Ka⸗
enders⸗ kommende Wote: he—
zonnen: wird, so ersuche im gefl.
Zußendung der betr. Geschäfts
?zmpfehlungen.
Demeotæe Buchor.

S
ReelIIe Vobenerwer“o,

Vortheilhaften Verdienst u.
zute Provision gewährt ein
iborall gangbares respectables
Jeschafst, fur welches an allen
Drton Agenturen errichtet
—
zu Keiner“ besonderen kauf-
munnisehen Kenntnisse und ist
wuch für Jeden als Nebenge⸗
zchüft leicht. zu führen: Re-
dectanten belieben ihre Adresse
in der Fxpodit. ds. Bl. unter
den Buchstahon HI. L- ab-
ugeben·

—

5 eder
will·r Uebereugun die nwe
ung des ———— bewaͤhrien
r. Alry- ——
xschriebenen Heiixerfahren em⸗
fohlen werden Diesco in uehr
e 60 Ausi fschienene, 00
larke Such kofier ——
— Sughanbiue vder
Areet von Rigter Verlags
nstalt in keipzig zu en
I teta Auf] Ver angen
r⸗ — ge 8 Auũs.
rraus gratiz tauts zu⸗
ru cuq —— —

väris und der König blicktte sich verwundert um. F Ich glaube, er
Jat es gemerkt, aber sagte Nichts:*
An archrichten.
Der Rechtslandidat Jeide —aer ist zum Polizeianwalt
in St. Ingbert ernannd —8
Die lath. Pfarrei Harthausen wurde dem Pfarrer G. Sieg⸗
ried in Breitenbach veriehen.
. die edaction reramvern g. X. D en D
(Eingesandit.)n* J
Der Verein „Gemüthlichkeit“ gab am Ostermontag bei
zut besetztenSaale einetheattalischeAbendunterhaltung unde war
die Aufführung der hierzu gewählten Stücke „Welche von Beiden“
duftspien iae äAct von Fischer, „Monsieur Herkules“ Posse in 1
Uct von Belly im Ganzen eine recht gelungen.
WBor Allen zeichnete sich Fräulaͤn Bernasco als Karoline
'm J1. und als Stubenmädchen im 2. Siücke, durch die fein nüan⸗
irte Behandlung der Conversatien und natürliche Anmuth der
gewegung, aus. *
Auch Fräulein Engel als. Malchen leistete Lobenbwerlbes,
benso Herr Dietz als Seekapitän und Herkules; jedoch möchlen
vir der Regie rafhen, ein und derselben Person nicht zu viele
dollen an einem Abende zuzutheilen, da darunter eine gelungene
Durchfuhrung seht erschwert wird. Dies trat besonders in Dion⸗
ieut Herlules“ herdor, wo wir bei Herrn Dieß etwas mehr Ge·
enkigkett gewünscht hätten. —
Detrr Weirich als Schreier und Herr Schüster als August
ührten ihre Rollen, wie immer glänzend, durch. Als Maus lrat
um erstenmale Herr Schmitt auf die Bühne, dessen Aussprache
inde Bewegunge etwas weniger mäuschinhaft hätte, sein dürfen,
edoch laßt fchon der erste Versüch, bei einiger Uebung, Gutes
goffen. . 4 5 mwan Je J — 5 7 * c * J *
Moͤgte die Gemathlichteit“ auf diesem Wege foꝛtfahren und. uns
als wieder Jun einem gemülthlichen Abend' einsaden, woran“ wiẽ
zur den Wunsch vieler Besucher reihen, daß sich der Hert Wirth
ntschlreßen möge, bei blos theatralischer Unterhaltung Bier anftatt
Wein zu verscheuten. . .. —2

Beti der Vnmasse oxistirender Claviorsetulen al
os gewiss als ein uübeéraus gũnstiges Urtheil zu be-
trachten, dass di 4
Theoretisch praktische Clavierschule
rr Kinderxrx-.
n J herausgegeben von 57.
A—ß Te.
b8Sominarmusikohrer
innerhalb 2 Jahren von mehr als taussend Lehrern
für den Dnterricht angenommen wurde. was jedo wei-
bere Empfehlung unndthig —XR —

Das J. Hett erschien soeben in 7. Auflage und
enthãlt: Vorũbungen mit und sohne —X
rierhandige Debungsstücko ühber das Verkaltais der:
ganzen, halbben und viertol Noten zu einander; 5 Stũcke,
den Verlangerungspunkt betreffend; 4 dito, das Ver⸗
naltniss der Viertel zu Achtol; Alles im Umfange dor
inte C-G. Die ührigen folgenden Noten nebet
bausen iñ b Beispielen. Iuftakt, Legoato und Staccato
in weiteren 5 Uebungsstücken.“
6Gegen Linsendung von Ruk.“ 2 erfolgt frankirte

Zusendung. 7*
Pet. Jos. Tonger,
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— *
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Epilepsie — Fallsucht — Krämpfe.

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ind weiset nach zu verlässsge Heilung; die soeben in 29
Ausgabe erschienene Broschürre ven Dr. Sttar, Konigl. Stabs-
und Specialarzt ft Eh lersie; Ritter ꝛc. — Amtliche Urkuͤnden über
die bereils erzieller Hellresullate werden beigefügt. Die Broschüre
tegratis u. franco zu beziehen d Dr. Stark'sche Ver⸗

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ae Nedaktion Druck und Veriag von grac. ꝛemeß in St Ingbert.
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        J 3 552 3*
2222— 8 *
1 —98 2* *
e 3
— — 333 8 5 558 3 5 3556
3. 55355355333 55 323 33 3 —— ———
— 5323 53333 * 2 —F ———
28358 538 I *
5238 Z2 5 8588 8 —J95 255 5 555 2* 5 vx
5248 * — 5 3 * —— 2 * —2. 23 2 8* 35 * — —
— 336 I533335 2 8437 52237* *8 228 *5 5— 4 ——e—
z 5. 3 A — 3 *833. 2 ——
2 275. 2 232 —— —— * — — 38 28 * — * *
*337 — J— 38353 3338 43335 I5 3235
F 5 8 *52 ——2 5. * * s 87
2 * 55 52 —538328 — 238 — —22 — —* —28 — 5 *
5 7ä 5538 *S 535523* — 337 — — ——
22 —A — 5335 — 8 25 2 355 — T
—2 330 —— — 83253338* 38 7582 32 25533
* —VX 55 2* 23 n —25 * 52 * — 2*
*2N28 — 225 52 7338 * 78* 23 33 3532* 53
7 535 2 2*238 ——— 23*5. ———— —z — *
——— 5— Sa 123 — 2 — *2 — — 2 5 52
—7 25328 —A 2 325 B8 —— W ——* 5833 * E 5
3 8. S 2865 *5 283 523325 57 * — e — *
P 32 2 32 * —— ** — F 25325 2— —*8*
8. 83 387 38332 26 333 25 3332868 Z 38
—A 5 328 283 —55333 as —A *
—8 —3 — —2 E 8 — —A 2 2* * 534
——— —8 — 8255 —? 2 —— — ———— —E —— * —
— — 538533—3 —37 502822 5*353 — 3
262 —3 25 5* 2 —— 825 32337 m33. 6
38 5z3226 3 3 ———— * — 2538
52 5388 ———— S28 2—38 52** 55 5373558555 5
5588 —— ——— —— 7 — z55553— 585 *
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58 558 355555325 2
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33532—8 385 * 8* 2 28 —S 93
834 25 8 —2 3 8 5* * 383 4282 —5 —5*
» — 275 —* X 5 * —S * ——— ——
F 57 338 — 228. 232 z236 ——— »553655
28 R —F ã —— 22 553 6 25 533236 535 7
*8* 27 — 77 S 8* * 7 5—5 2 6
5 23* 55 37555 525383 3453* 55 53—876
— 55 —58 8 —52* 5853 —A 2 7* 8 *
535353253 — 555 3835355 —* —A — *2 5 87 ——
582. 32 62* 25535523553 8 5222 ————
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Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, XI

lage), erscheint wöchentlich vViermalz Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonmementspreis beträgt vierteljährlich

l Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfa.,, von Auswärts mit 15 Pfa, fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet,
AMe B3B3. Daiustag⸗ den 7. Avpviiii 177.
*
. Fürst Bismarck auf Jahresurlaub. J—
Man hielt es für einen Apritscherz, als am Geburtstage des
Reichskanzlers mit Windeseile die Kunde durch die poluschen
Zreise der Reichshzauptstadt lief: „Fürst Bismarck hat seinen Äb⸗
—A
Urlaubs gebeten.“ Und deunoch ist es wahr. Die endlosen
,Friktionen?), über die er sich noch neulich nicht ohne Humor be⸗
llagte, haben auch diesen Grund⸗ und Ecksiein des deutschen Reiches
nürbe gemacht, und um nicht ganz aufger'eben zu werden, zieht
et es vor — sich aus dem Gedränge zu retten. Es sind genau
wei Jahre, daß nach mannigfachen Drohungen mit seinem Rügtrili,
ploͤtzlich in allen Tonarten des officiösen Registers das Scheiden
des großen Staatsmannes aus dem politischen Leben mit einer
Rachdrücklichleit angekündigt wurde, die kaum ausreichende Erklärung
fand durch das angeblich apodiktische Wort des Acztes: Bismarä
lehe in direkter Lebensgefahr, wenn er, der nunmehr Sechzigjährige,
aicht die Arbeitslast von sich schüttele, die ihn zu erdrücken drohe.

Zwei Jahre hat der Kanzler weiter gewirkt — freilich mit
niemlichen Pausen. Denn ex weilte mehr als sechs Udonate des
Jahres fern vom Centrum der Regierungsthätigkeit; wie es scheint
aber, war diese Erleichterung nicht genügend, um dem Kanzler jene
Arbeitskraft und geistige Geschmeidigkeit weder zu verleihen, die
er selbst für unumganglich hält, sollen anders die Staatsgeschäfte
mit jener Regelmäßigkeit und jenem e ergischen Ruck und Zug ge—
eitet werden, die als vornehmstes Erbtheil der preußischen Regie⸗
cunazstkunst auf das Reich überzugehen hatten.

So silehen wir denn heute nach zwei Jahren mühevoller Au—⸗
trengung und vergeblicher Versuche, die Steine des Anstoßes und
Hindernisses aus dem Wege zu räumen, genau auf demselben
Flecke, als in jenen Stunden, da man, seises nach einem Ersatz-
mann für Bismarck auslugte, sei es Norschläge zu einer Orgam-
jation des Reichsmechanismus erörterte, welche den —AV
zroßen Mannes füs seine Schöpfung weniger fühlbar machen sollte.
Heute sagt man — aber was sagt man nicht Üllez! — die Affasre
Stosch mit ihrem eigenthümlichen Abschlusse habe für den Kanzler
das Maß voll und zum. Ueberlaufen gemaht. Das Verbleiben
des Chefs der Marine im Amte, das eigenhänd'ge Schreiben des
caisers an Herrn von Stosch, dessen Wortlaut nicht veröffentlicht
wurde, gewisse Vorlommnisse bei der Audienz, welche dem im Amt
Verbliebenen gewährt wurden, Alles das gibt heuf zu Kommen⸗
raren Anlaßz, welche mit mehr oder weniger Berechtigung mit der
plötzlichen Entschließung des Fürsten Bismarck, die den Kaiser per-
dulich ganz unvordereitet gelroffen haben soll, in Verbindung ge⸗
bracht werden.

Andere wieder glauben ein Necht zu haben, auf die seltsame
»arlamentarische Situation im Reichstage hinzuweisen, um den Schritt
ꝛes Reichskanzlers zu erklären. Der Mangel an einer verläßlichen
Majorität, welche blindlings die allerdings zuweilen dunklen Wege
— siehe das Verhalten des Fürften in der Frage des Reichsgerichts
— der Bismarch'jchen Politik einschtüge, das neue Programm der
Fottschritisportei, das ihn persönlich arg verstimmt haben soll, Alles
das wird gleichfalls herangezogen, um das Entlassungszesuch auch
dem gewöhnlichen Unterthanenverstande begreiflich zu machen, das,
wie es scheint, nicht ohne Mühe durch den Kaifer in ein Gesuch
um Jahresurlaud verwandelt worden ist.

Noch Andere endlich weisen geheimnißvoll auf Rom und die
rlelverschlungenen Pfade der vatikanischen Politik hin zur Erklärung
)es schier usfaßbaren Phaänomens. Unfaßbar, denn diese Beur—
aubung aus Gesundheitsrücksichten, zur Schonung der eigenen
Lersönlichkeit, entspricht allem Anderen eher als der allen preußischen
Beamtentradition. Da heißt es: „Diese Knoden gehoren dem
önige“, and da der Koͤnig die Verkörperung der Vaterlandsidee
arftellt, so war mit diesem Molto auch die unbeschränkle Ergeben ⸗
Jeit ausdrudsvoll gemalt, welche den altpreußischen Geist füt den
Staat in seiner Gesammtheit beherrschte.

Von dieser Ueherlieferung also befre't sich Fürfi Bismard.

und wir glauben nicht zu irren, wenn wir annehmen, daß die
Feinde des Kanilers in zahllosen Ohrenbläsereien gerade daß Ver—
assen die ser Tradition vom miltärisch⸗bureautratischen Stand⸗
dunkt zum Ausgangspunkte von Raͤnken gemacht haben, welche den
Monarchen — als dessen Haupttugend die neidloseste Dantbarleit
jelten darf — schließlich dahin führen konnten, dem Fürsten einen
Arlaub auf Jahresdauer zu gewähren, der ihm unter andern Um⸗
jänden vielleicht doch noch, wenigstenä auf so lange Zeit, im In⸗
eresse des Staatswobles dersaat worden wäre. Glaudt man doch
chon hier und da, daß mit diesem Jahresurlaub die polilische
Jaufbahn Bismarde endaültig abgeschlossen jei, daß er von den
varzinischen Feldern, nach denen er sich begibt,, niemals mehr zur
deitung der Geschäfte zurückkehren werdhe..
Herr Camphausen, sagt man, werde auf Vorschlag des Reichse
anzlers mit der Leitung der preußischen, im Verein mu dem Reichs
anzleramts⸗Präsidenten Hofmaun und dem Staatsminister Bülow,
nit der Leitung der Reichsangelegenheiten betraut werden Von
»er Berafung eines interimistischen Reichskanzlers — man hatte
en Grafen Siolberg, Botschafter in Wien, und den Fürsten Hohen⸗
ohe, Botschafter in Paris, genannt — wäre Abstand genomimen
vorden. Müßig ist es, schon jetzt sich ausmalen zu wollen, welche
Zahnen fortan unsere politische und wirthschaftliche Staatsleitung
inschlagen werre — aber Thatsache bleibt, daß nun mit einem
Schlage dazs Reich in den Fall kommt, zu zeigen daß ed im
Sattel sitzt und reiten kann. Halte ein ploͤzuchet Todesfoll ung
Bismarcks beraubt, wie Italien einst seinen Cabour verloren —
vahrlich, der jähe Zwischenfall hätte uns besorgt machen lönnen
im die Geschicke des Baterlandes. Heute, troß der wogenden „rüd
äufigen Strömung“, wie Bismarck selber die centrifugalen Kräfte
zenannt, welche seit einiger Zeit wieder zur Oberfläche zurückkehrten
ind sich bemertlich machten, heute vollzieht sich bei Lebzeiten des
ßründers dieses neuen Reiches der Uebergang der Gewalten um
Zieles milder und ziemlich schreckenlos.
Es h'eße Deuischland und der Lebenskraft unseres Volles und
riner Staalsidee gewaltig Unrecht thun, wollten wir ob dieser
Vendung unmännlich traüern und klagen, so sehr sie uns auch
nit tiefer Beuubniß erfüllt. So trivial es klingt, auch hier heißt
3:3 Gott verläßt keinen draven Deutschen,“ und mil Bismard.
eei aller Genialität seiner Bezabung und seines Wirkens, hat sich
hwerlich schon die ganze Vollkraft unseres nationalen Schaffens⸗
cranges erschöpft. Die deutsche Ration wird dem großen Manne,
er ihr den Rüden kehrt, jerye dankbare Anerkeunung nie versagen,
die ihm gebührt — aber sie wird auch fernerhin nicht steuerlos
ich Wind und Wellen überlassen, weil der Steuermann die Hande
n den Schooß sinken ließ und sich für' zu schwach erklärte, serner
der überaomminen Aufgabe gerecht zu werden. (Beil. Tagbl.
Peutsches Reich.

Mänchen, 8. April. Mit dem heutigen Tage hat das
Musterungs⸗ und Aushebungseschäft mit den wehrpflichtigen Mann⸗
chaften des Jahrganges 1887 begonnen und hat im erssen Drittel
des Monats Mai beendigt zu sein. Nach den Über die Rekruti⸗—
ung der Armee erlafsenen alggemeinen Bestimmungen kommen gegen
7,000 Mann Aprfangs November zur Einstellung, und zwar
1,200 Mann zur Infanterie und Jägertruppe, 1800 zur Ka⸗
allerie, 150 zur reitenden, 1000 zur Feld⸗ und, 700 zur Fuß⸗Ar⸗
illerle, 400 zu den Pion'eren, 55 zur Eisenbahn ⸗ 40 zur Dudriers⸗
ind 192 zu den Sanitätekompagnien, 412 zum Train, 60 zur
Equitation, 48 zu den Verpflezungs⸗ und 60 zu den Krankenwaͤr⸗
ter⸗Abtheilungen.

Ausland.

Wien, 3. April. Petersburger zuverlaͤsfige Nachrichten consta⸗
iren, daß die Spannung zwischen Londsn und Pelersburg im Wach⸗
en ist, tiotz der Unterzeichuung des Protokolls. Die Rüstungen
»auern fort und beruft sich Rußland darauf, daß daa Prolokoll die
Txecution für zulafsig erachtet; wenn die Pforte die Raihschlage des
        <pb n="182" />
        Protokolls zurücweisi. wird, was in dem Protololl vorgesehen, der
Pariser Verlrag für hinfällis erlaärt. Auch der Petersburger Brief
zer „Politisehen Corresponhem *lautetchehr kriegerisch. Der Bericht
rklaärt Rußland werde nu demobilisiren, wenn die Pforte wirklich
—*8 fuͤr die Durdfuhrungo der Refoewen Viele, was aͤber,
weil dadurch der mohamedanische Janatissmus — *2— kaum
ich ser Krieg oder Garantien seien nach wie vor die Alter⸗
native. Damit stienmi auch die Auffassung der hiesigen Diplomatie
erin. 3
wWien, A. Npũl.·ð Die Pfurke erklarke hier lonfldentiell/ daß
die Annahme' ves Prolokolls absolut unvereinbar mit ihrer Würde
feĩ. Mehrfache Konseilberathungen in Konstantinopel fuhrten zu dem
Beschluß/ eine Role en fan öÑä Srohinahiezu senden. An welcher
der Staudpunkt der Pforte prazisirt und dat Protokoll als unan⸗
chmbar bezeichnet wird. Der Sultan soll seine Einwilliguag dazu
——
W 4. April. Die Mobilisirung der Territorialmiliz
im der Herzegowing ist augtorduet. ziheka !rin sis
po ie pru. Alle hiesigen Blatter zeschaͤftigen sich
ngit der Beurlaubung des deutschen. Rei tzslanzletrsß, und fast alle
and der Ansicht, derselbe werde nicht lange von den Geschäften
sern hleiben. Der orleanestische ESoleil“ sfreut sich über den Rüd⸗
xul. weil er eine Kriegsebentnalitaͤt beseitige.—
d e, 4. üpril. Die Tageblätter bezweifeln, daf
iuama juaireten werde; sie glauben allesauumt an eiaen bloß
pitweiligen Aibschied von den Geschaͤften, bit etwaige —A
wörtigen Politzl seine Wiederlunft erheischen würden. Die meisten
Fialuge außern suich in emer. die großen Thaten des deutschen
Feichslanzlers lebhaft anexlennenden Weise. Der Standardꝰ
spricht die Hoffnung aus, der Fürst werde Deuischland noch lange
Mallen bleiben und die Geschide einer großen Ration, für deren
r ehr als iegend Jemand gethaͤn, aud fernen leitem
dae ln sitein vem Unsande . doß der Flurst don gegenwan
en anet Srhelungeeit gewählt habe, kins ganstige
Rabeherang fur die Erhaliung des Friedens.)
—— —
VBVermischtes.
8aiserblautern, BZ. April. Der hiestge Stabtparl
wird im Laufe dies es Jahres eine desond ere Zierde 6 en, indem
der dußeiserne Springbrunnen weilcher im Jahre' 1872 von der
Firma Grbruder Gienguthe in hochstein miseter Stadt Ichentunge
weist kberlassen worden ist / dort aufgestellt werden soll.
Das dem Hüttendireltor F. CäöEuler in Kaifers!ta niren
verliehene Privilegkum auft eigenihümtiche Konftruttion eines Kamin⸗
ofenz, Schaftofens and Schacht⸗Zentralofens wurde fur FJahrt
beliangert. A 3
7 Mit Vinttiut ves Sommerfahrplans, 15. Mai, wird die
Bahnlinie Germersheim⸗ Bruchsal dem Verkehr übergeden werden.
'Fub wigehafen, 8. April. In der deutigen Sißung
der Handels⸗ und Gewerbekammer füͤr diß Pfalz wurde zunächst der
probñorisch bestellte Setreiãr der Verfammlung vorgestellt und so⸗
hann nach Verlesung pes Proiotkolls voriger Sitzung die Geschäftss
ordnung in Angriff genommen. Die Berathungen endeten mit Fest ·
fdellung dersetben bis auf einige Vestimmungen, welche ihre Erledi⸗
Jung später finden sollen. — Mit dem Anirag Kaiserslautern't,
zas dortige Gremium in drei Abtheilungen zu theilen und drei Ver⸗
seler in die Sitzungen zu senden, erklärt sich die Versammlung ein⸗
timmig einverstanden, jedoch soll der Antiag in anderer Weise for⸗
ulirte und eingehend motwirt in nächster Sitzung nochmals einge⸗
hracht werden. — Eine Anfrage der f. Siaatsregierung über die Schäd⸗
tichkeit der Wanderlager and Wanderauctionen soll, nuchdem die
Bezirksgtemien theils schriftlich, tbeils mündlich ihre Ansichten aus—
gesprochen hatten, von dem Vorstande dahin beantwortet werden,
—X möglichst hohe Besteuerung, Ahnlich wie in Wurtitem⸗
berg, diesen allseitig als gemeinschadlich anerlannten Erscheinungen
entgegen gearbeitet werden koͤnne. — Gegen das Gesuch, welches
Wenioben an die k. Staatsregierung gestellt wurde, ein selbst·
ständiges Gremium dort bilden zu dürfen, hat die Kanmer nichts
einzuwenden, wenn sie auch einem Theil der Motivirung des Ge⸗
jüches sich nicht anschließen konnte. — Nach Eiledigung der Tages⸗
ordnung wurden auf Antrag des Reichstagsabgeordneten Dr. A. Buhl
noch folgende Beschlüsse gefaßt 1) Die k. Staatsregierung zu et⸗
juchen, auf eine enisprechende Erhöhung des Eingangszolles für
ur fremde Weine hinawirten;' jedoch müßte dieser Zoll ein moͤg
lichst stabiler und nicht häufinen Schoankungen unterworfen sein.
2) Da in der nächsten Zeit im —XLL Gesetzentwurf Uber
Arbeitsbücher zur Berathung kommen wird, so nahm die Kammer
eine Resolution an, des Inhalts, daß die Eiaführung von Arbeites
büchern im Interesse des Arbeitgeders wie des Arbeuers liege, daß
in Viesen Ardeitsbüchern! die Enilssung des Ardeiters zu besche nigen
ind auch der Arbeitgeber straffällig zu erlläreu sei, wenn ex einen
Arbeiter einstelle, der sich nicht im Besitze eints Arbeitsbuches be⸗
d terner erllärte die Kammer ihre Zustimmung zu Aborde ·

i he

·ungen der Gewerbeordnung, insofern d'eselben eine straffere Otaa⸗
misanon des Lehrlingwesens bezwecken sollen. Audh diese Beschluͤsse
wurdenmit Einstimmigkeitgefaßt.⸗ Anwes⸗nd vwaren der Herr
Regierungscommissär und 31 Migglieder.

Spey ex ,d. April. Ja die heurme Sihung ves lgl.
Bolizeigerichts waren gegen 60 Personen geladen, um sich wegen
Fisentvendung resp. unbefugten Eishauens auf fremden Eigenthum
ju verantworten. Eine größere Anzahl der Vorgeladenen wurden
zu 1 und 2 Marlohestraft, Mehrere freigesprochtn, und bezüguch
Anderer behufs der Uniterjachungdie Sache vertaut. Die Frei⸗
zesprochenen hatten auf stadtischem Eigenthume, welches zur Zeit
rerpachtet ist, geeist, und bon den Pachtern, denen jegliche Nuß⸗
nießkung. ihres Pachtobjects. zu Gute kbonmte, hierzu Erlaubniß ex⸗
halten. J (Sp. 3tg.)

Mannheim, 1. April. Die „Rh.⸗ u. Neck⸗Zig“ theilt
nit, daß laut Erlaß großherzoglichen Ministeriums des Innern vom
37. mM. ver hiefigen altkathol'schen Gemeinde die staatliche An⸗
xkennung ertheilt wocden is. 4

pManndbeim, 8. April. Bel der geflrigen: Aufführung der
Meistersipger fielen im ersten Act vom Schnürboden einige Funken
ruf die Bühne, so daß sich des Publikums eine große Panik be—
nachtigte und die Vorstellung unterbrochen werden wußle. Nach
janz durzer Zeit jedoch erschienen die darstellenden Künstler vor dem
nzwischen gefallenen Vorhang uand beruhigten das, Publikum mit
‚er Veisicherang, daß keinelei Gefahr vorhanden sei. Ein Theil der Be⸗
ucher hatte indessen das Theater verlassen. Kaum war dieser
Zehteden überstanden, fiel im Parterre ein Herr in Ohnmacht und
außte schleunigft fortgeschafft werden. 8

14 Eine Lawine hat das im bayerischen Hochgebirg zwischen
em Karwenbet und der Soherspitze gelegene Jagdschloß des Herzege
»on Nassau umgerissen und verfchuttet. Da, wo das Schloß stand,
st jetzt Alles eben 150 Schtitte davon ist der Schute thurmhoch
angehäuft, drinnen sind / die Ttümmer dves Schlosses begraben.

pPIreburg im Br, 2. April. Heute Minag ist der
Schneilzug · auf dem Bahnlibergang⸗ zunächst dem Orte Kollmors⸗
reuthe, der nicht abgesperrt war, in eine diesen Uebergang gerade
henützende Schaufheerde g fahren und hat ihrer 45 getödtet und V
io verletzt, daßdieselben, um das Fleisch verwerthen zukbnnen, so⸗
vrt abgesiochen worden sind. Nachlassigkeit des Bahnwärters, der
hei seiner etkrankten⸗Fran in seiner Wohnung gewesen, anstatt den
Aebergang abpuschließen, foll die Ursache des Unglücksfalles sein.

pBomRedar, 29. Maͤrz. Genaue Untersuchungen haben
irgeben, daß bei uns in Schwaben von einer Nothlage der arbeitenden
Bevoͤlkexung im Ernstx nicht gesprochen werden kann. Allerdinge
ind wir uderschwemmi von sogenannien reisenden Handwerlsburschen,
ie aber meistens aus fernen Gegenden hergewaͤndert sfind, um
—V allerlei Mittel angewand, dieser
dandplage zu fieuern, u. A. die Darreichung einer Gabe von Ge⸗
neinde wegen. Seit mon aber ausgerechnet hat, daß ein von

Bemeinde zu Gemeinde Ziehender, der holbwegs gut ju Fuß ist,

nuf diese Arl in unferm dichtbevolkerten Lande tagtäglich sich einen

Thaler ersammeta kann, ist man gegen diefes Mittel stugig ge

dorden. Fur dir Eisenbahnbauten im Lande reicht das Arbeiter

augedot nicht“ aus, es mässen noch einige hundert Italiener be
schäftigt werden. Die Landwirthschaft fiehe sich immer noch un
rschwenglich hohen Lohmn gegenübec; Dienstmädchen und Bedient
steigern täglich noch ihre Anjspruche, wechseln den Dienst aus den
rwolftex Gruͤnden. Wo bleibt da der Noihstand ? Daß eine

Anzahl Arbeiter in Lurusartikeln sich nuch anderer Beschäftigun

unfehen muß, mag für die Einzelnen hart sein, ist aber noch kein

zffeniliches Unglück, zumal die Frage berechtigt ist, ob sie denn
nicht in der Lage waren, früher Ersparnisse zu machen. Daß die

Zeiten vorhei sind, wo ein Arbeiter am Schloßanbau in Friedtich⸗

dafen einen Zehmgutdenschein auf's Butterbrod zu stteichen fich reich

genug fühlte, wo Arbeilgebet, welche am Montag die Arbeiler

Jehentlich um Rückeht zut Arbeit baten, von diesen gröblich ver

hohnt wurden, da jene es votzogen in Droschken von Wirthhaut

zu Wirthshaus zu ziehen — daß diese Zeiten vorbei sind, begründet
noch kauge keinen wirthschaftlichen Rothstand.
pSchlechte Zeiten. Ein Oekonom nahe der Stadl

Stultgart schreibt dem Schw. M.: „Der Artilel Zut angeblichen

Noihlage“ aus Nre. 71 vom Lande, welcher mit meinen Erfahrun⸗

zen vollstandig übereinstimmen, veranlaßt mich, auch einen Beitrag

ur Nothlage in der Stadt zu geben. Zur Beleuchtung derjselben

Folgendes: In Folge der Ardbeitsunfähigleit meines ständigen

Wengartners suchte ich einen hefigen, mit sehr bekannten Arbeiter

aufum in das rücständige Geschäft einzuireten. Ex war bereit,

rlarte aber sofort, um sden vom Gemeinderath veroͤffentichten

Vauernlohn arbeite ec als hiesiger Weingärtner nicht. Er arbeil⸗

in Tagelohn zu 2 Fl. neben 1 Maß Wein, oder aber Kost dazu.

un, mache er es um 1 Fi. 36 Kr. Sdlechte Zeiten? Noth—
age Sglechte Zeiten haben wir Zeitgenossen erlebt. Im Jahr

81647 Brodpreis per 6 Pfund 39 Aar., Tagelo5n für laͤndlich
        <pb n="183" />
        Urbeiter 45 Kr,, heute 1877 Brodpreis 29 Kr., Tagelohn wie
ben 2. Il. Das waxen schlechte Zeiten, namlich 1846, über⸗
haupt in den 8Oer Jahren. Sie waren um so schlechter für den
Arbeiter, als er um Arbeit betteln mußte. Heutenist ihm kein
dohn groß genug. Wenn der Laudwirthschaft nicht die besten Kräfte
durch die Fabrilen entzogen wären, würde um 5 mehr erzeugt werden,
und' die Klage Aber anerhörte Theuerung würde vielleicht ver—
ummen. So viel was den laͤndlichen Arbeiter angeht. Viele
Fabrilen, welche so piele Arbeitskräfte dem Lundbau entziehen,
saben heute den Boden unter den Füßen verloren, denn die Bee
zingungen, unter welchen sie einst bestehen konnten, sind nicht mehr
porhanden. Damals billiges Areal, bill'ge Einrichtung, wohlfeilt
Arbeitsträfte, Breunmaterial, selbst das Capital bereitwillig. Heute
hohe Löhne wegen Lebensmittellheuerung u. s. w. Manche solcher
Fabriken werden noch einige Zeit siechen und dann enischlafen.
Ich komme jeht auf den Nothstand im Baufach. Die Klage, eg
derde nichts mehr gebaut, ist begründet, abet warum wird denn
nicht gebaut? Weil die Reaction auf die Schwindelzeit da ist.
Weil die unerschwinglichen Forderungen der Bauarbeiter nicht mehr
hezablt werden konnen.“ Weil es die Arbeitgeber satt haben, von
bren Arbeitern verhöhnt zu werden, wie ich es mit meinen eigenen
Ohren angehört habe, daß Arbeiter ihren eigenen Meister, der üc
am „blauen Montag“ um Aufnahme der pressantesten Acbeit bat
einluden, ihnen Kegel um einen großen Thaler aufzusetzen, dis der
Zegeljunge eintreffe Zu geschweigen von allen nur denkbaren
Erzessen auf jedem Bauplatz, welche Jeder Bauhert der damaligen
grit kennt. Schlechte Zeiten Ja; theilweise wohl, aber selbit⸗
perschuldet! Es kommt übrigens besser; sämmiliche überspannten
Forderungen und Ansprüche iommen wieder in das richtige Vere
haliniß. Aber nicht schnell. Doch don schlechten Zeiten zu sprechen,
ik Pehertreibung.·..

24* Blin chlag. Bei inem Gewitter in Enkirch am 830. Mär,
schlug der Blitz in einen Laubstrunk, worunter 3 Frauen, welche
im Weinberg beschäftigt waren, Schutz gesucht hatten, Eine Frau
blieb auf der Stelle todt, d'e beiden auderen, anfaugk etwas be⸗
taͤubt, kamen mit dem blohen Schrecken daban. Eine der letzteren
meinte, sie hätte in ihrem ganzen Leben noch nie ein so großel
Feuer gesehen, als in dem kritischen Augenblii.

der speng dez naturbistorischen Museums der Unibver⸗
sicat Wien, Joseph Weese, hat am 831. Marz seine beiden Toͤchter
an Alter von 8 und 14 Jahren erhängt und sich daan unter Mit⸗
nehmen eines Rasiermessers entfernt ohne daß mon seitdem eine
Spur' von thut entdect hätte. Der Mörder zeigte in den leßten
Wochten Spuren von Säuferwahnstiun und war außerdem seit dem
1875 erfolgten Tode seiner Frau slets in depremirter Stimmung.
F. Gin descheidenes Auslommen hat der Chef des Wiener
daufez Rothschild. Dieser Herr bezieht gegenwärtig, wenn
man den öffentlich mitgetheilten Angaben der Wiener Blätter
Glauben schenken will, allein für sich mittelst des lebendigen, befruch⸗
lenden Verkehrs,“ nämlich aus seinen Eisenbahnen, tirca 38 Millio⸗
nen Jahrec Einlommen, während sein weiterer Jahresgewinn aus
Borsen⸗Operationen auf mindesteas über 20 Millionen veranschlagt
wird. Der einzige Wiener Rothschild hat also für sich eine Jahres
Fiunahme von mindestens 60. Millionen Gulden, ber Tug 150,000
Zulden.
—
zeschichtliche Auszeichnung, über die fie verfügt, die große goldene
Medaille San Salvator, verliehen, in Ansehurg semer herrlichen
unstleistungen, seiner Menschenfreundlichlen und seiner oft hetbä⸗
tigten Liebe zur Stadt Wien.

—X
on. SteWalles gelegenen Anwesen ist kürzlich ein kiuderloses Ehe⸗
paat won einer Moörderbande erschlagen und sodann das Haus aus⸗
jeraubt wordea. Der Mann hatte den unter irgend einen Vor ⸗
wand Einlaß begehrenden Mördern geöffnet und war sofort nieder⸗
geschlagen worden; die Frau hatte sich, aur mit Hemd und Unter⸗
rod beileidel, zum Hause hinaus geflüchtet, war aber eingeholt und
ebenfalls ermordet worden. Die Thäter sind noch nicht ermittelt.

Aus Modane wird unterm 81. Maͤrz gemeldet: Im
Mont⸗Cenis⸗-Tunnel ist auf der Seite von Saint⸗Jeau de Maurienne
ein Einsturz erfolgt. Die Züge konnen im Tunnel nicht weiter.
Es wurde dilse begehrt. Der Dienst ist unlerbrochen. Die Te—
tails fehlen noch.

indersegen.) Pennsylvanische Blaͤlter berichten allen
Ernstes, daß John Haffner in Reading vor Kurzem von seiner
Gatlin mit dem fünfundvierzigsten Kinde beschentt worden sei.
Vater Haffner soll diesmal die „Freudenbotschaft“ eiwas „brummig“
entgegengenommen baben,
Zarlsruhe, 1. April, Bei-der geslern stattgehabten
Bewinnziehung der badischen 350 Gulden⸗Loose von 1845 fielen
— D ⏑⏑————
auf 58538, 23870, 156699 und 261923; ie 1000 fl. auf Nr.

7810, 16272, 36848, 57783, 187416, 289186, 280739,
295567, 2955793 807682: 3835483 und 3676366.

fBraunmschweig', 81. März.“ Briver heute stattge
abten Präumienzir hung der Braunschweiger“ 20 Thalet⸗Loose vom
Jahre 1868 fiel der Haupigewinn pon. 240, 000 Mark auf Nr. 14
er Serie 7709, 15,000 M. firlen auf Rr. 20 der Serie 1586,
1200 M. auf Nre 83 det Serit 8884 und 3000 M. :auf Rr. 14
æt. Serie 8o13.
Diensternaͤchrichten.
Der Lehrer Jalsob Schmidle von Hengsberg wurde zum Lehrer
in der prot. Schule zu Maßweiler, der Schuls rweser Jakob Adam
gollenbach von Olsbrücken zum Lehrer an der neugeschaffenen prot.
5chule zu Kreimbach; der interimistische Schulberweser Ludwig
üter zu Niederkirchen zum Lehrer an der oberen prot. Mädchen⸗
ehrerstelle zu Otterberg, der Schulserweser Johann Baptist Dreyer
um Lehrer an der oberen kath. Schule zu Eusserthal ernaumt.

Dein k. Notär Karsch in Kirchheimbolanden wurde gestattet,
en Rechtskandidaten Lurz auf die Dauer von b Monaten vom 9.
M. an als Amtsberweser zu bestellen.

Der «geprtllfte Lehramtskandidat F. Reggel, dermalen Klaß⸗
erweser: an der isolirten Lateinschule zu Miltenberg, iß zur Aus⸗
zilfe im Unterrichte der isolirten Lateinschule zu Neustadt a. H.
ils Klaßverweser beigegeben worden. 3*

Der Gerichtsnollzieher Karl Steidel in⸗Wolfstein wurde aus
Ausuchen: auf die in Neustadt a. H. erledigte Gerichtsvollzicherstelle
ersetzt und der Gerichtsvoll ieherkandidat Nikolaus Büchler, seither
in Grünstadt, zum Gerichtsvollzieher in Wolfstein ernanut.

Far die Redaction veraniwortlich: F. X. Deu e . J
——
Zur Berichtigung.

r. Das beste und eigenste Lob jedes richtigen Kritikers ist
vohl das auf Wahrheilsliebe und strenger Unparteilichkeit beruhende,
nit anderen Worten: Das „gine ira et studio urtheisen.“ Dessen
nag sich vielleicht der Berursene jenes „Eingesandt“ — beireffs der
ehlen · Montag von der ‚Gemüthlichkeit“ gegebenen theatralischen
Ubendunterhaltung bewußt gewesen sein; er scheint es aber mit
einem Kritisiren nicht so genau zu nehmen, denn wie man bei der
geurtheilung der beiden Stücke eine der Kauptrollen miß Still⸗
chhweigen übergehen konnte, ist uns schlechterdings unbegreiflich.
War doch aller übrigen Mitwirkenden Erwähnung gethan, der Dar⸗
jeller dezs Candidaten Maus sogar mit einer Bemerkung beehrt, die
hn zu ernstlichem Schaffen und Streben aufmuntet.

Wir glauben nun. wenn wir das vom V'erfasser des Urtilels
igenthümlicherweise Versäumte nuchzuholen uns erlauben, mit vollem
Rechte sagen zu dürfen, daß die Durchführung der Rolle des Schul⸗
zirtctoren durch Hertn Karl Uhl eine tadellose war. Dieses ver⸗
dändnißinnige, ernstvolle Spiel verbunden mit recht philologischer
Trockenheit mußte bei allen Anwesenden den wohlthuendsten Ein⸗
druck hervorrufen. Kaum mochte ein Anderer gerode dieser Rolle
so vollkommen gewachsen sein

Schließlich erklären wir uns mit dem Wunsche des Keitikus
zanz einverstanden, die „Gemürthlichkeit“ möge auf der betretenen
Bahn fortfahren, durch wiederholte dramat sche Aufführungen Freun⸗
deskreisen angenehme Etheiterung zu vieten; muͤssen aber auch zur
Steuer der Wahrheit unsern speziellen Wunsch beifügen: „Moͤge
zloß kritisiren. wer kann!“

Tro aller An riffe welche von Zeit zu

U. g t Zeit von interessirten
Hersonen “geg˖nDr. Airy's Naturheilmethode losgelassen werden
jat sich dies vorzügliche populür⸗medicinische Werk und das darin
esprochene Heilverfahren immer nene Anhänger erworben und in
mmer weiteren Kreisen günstigste Aufnahme gefunden, was schon
zaraus hervorgeht, daß dasselbe bereitß in mehreren fremden
Sprachen gedruckt werden mußte und schon über 60 Auflagen ers
ebt hat. Wir glauben daher auch nur im Interesse der zahlreichen,
nach Hilfe — Heilung verlangenden Kranken zu handeln, wenn
vir ihnen auf Grund dieser Thatsachen und der zahlreichen glän⸗
zenden Zeugnisse dieses, nur 1. Mark kostende Buch dringend zut
Anschaffung und Darnachachtung empfehlen. Um nun aber durch
ahnlich betitelte Bücher nicht irre geführt zu werden, verlange maa
ausdrücklich: Dr. Airy's Vaturheilmethode, Original⸗
Ausqabe von Richter's Verlags-Anflalt in Leipig.
        <pb n="184" />
        Bekanntmachung.
Militär⸗Ersatzgeschäft für das
Zahr 1877.
Musterung und Loosung der Militärpflich—
tigen, sowie Prüfung und Verbescheidung
der Zurückstellungsgesuche von Militärpflich—
tigen, Reservisten, Ersatzreservisten und
Landwehrmännern.
Nach dem festgestellten Geschäftsplane wird die Ersatzkommission
füür den Aushebungsbezirl Zweibrücken in der
Zeit vom I8. Apral b's einschließlich 255. April nächsthin —
mit Ausnahme des auf den 22. April fallenden Sonntags —
äglich Vormittags um S Ubr und Nachm tiags um 8 Uhr
im Saale des Wirthes Martin Schmidt (Jägerslust) zu
Zweiberücken zusammentreten, um vom 18. April bis ein⸗
chließlich 28. April die Musterung, d. h. die Messung und Visi⸗
ation der Militärpflichtigen, am 24. April die Verbescheidung der
Besuche sowohl der Militärpflichtigen um Zurücstellung, als auch
der Reservisten, Ersatzreservisten und Landwehrmänner um Ver—
sezung hinter den leßzten Jahrgang der Reserve, beziehungsweise
Landwehr, und am 25. April die Loosung vorzunehmen.
L. Zur Musterung haben sich einzufinden:
am Mittwoche den 18. April nächsthin die Mi⸗
litärpflichtigen, der Bürgermeistereien Rohrbach und St.
Ingbertee. ——
am Donnerstage den 19. April nächsthin die
Mil'tärpflichtigen der Bürgermeistereien Ensheim, Ommirs⸗
heim, Bebelsheim und Blietkaste..
am Freitage den 20. April nächsthin die Militär⸗
pflichtigen de Bürgermeistereien Aßweiler, Gersheim, Nieder⸗
würzbach, Niederauerbach, Einoöd und Ernstweiler.
aum Samstage den 21. April nächsthin die Mili⸗
ärpflichtigen der Bürgermeistereien Walsheim, Medelsheim,
Broßsteinhausen, Brenschelbach, Altheim, Mauschbach, Horn⸗
hach, Rimschweiler und Ixheim. V
am Montage den 23. April nächsthin die Mili⸗
türpflichtigen der Bürgermeistereien Niederhausen, Knopp,
Schmitishausen, Reifenberg, Webenheim, Mitteldach und

Zwe brücken.

Zu erscheinen haben alle im Jahre 1857 geborenen Militär⸗
pflichtigen so ie alle Milikärpflichtigen früherec Altersklassen, über
deren Diensipflicht noch nicht definitiv entschieden ist, das heißt
alle Militärpfl'chtigen, welche weder znem Truppentheile zur Ab⸗
leistung ihrer gesetzlichen Dienstpflicht überwiesen, noch zur Ersatz
reserve designirt, auch niddt für unbrauchbar oder u würdig zum
Militärdienste erklärt worden sind, vorausgesetzt, daß die Militär⸗
pflichtigen Angehoörige des deutschen Reiches sind und sich gegen⸗
wärtig im Aushebungsbezirke Zweibrücken entweder dauernd oder
nur vorübergehend aufhalten.

Von der Gestellungspflicht sind entbunden und brauchen
daher zur Musterung misch t zu erscheinen: — J—

1. die bereits als Einjährige oder Dreijährige freiwillig Die⸗
nenden,

—A

8. Diejenigen, deren Gesundheittzustand die persönliche Gestellung
unmönlich macht, z. B. Gemüthskranke, Blödsinnige, Krüppel.

Die Unmöglichkeit des Erscheinens muß jedoch durch ein auf

persönlicher Anschauung beruhendes Anest eines Arztes und

der Gemeindeb hörde bestätigt und muß das ärztlige Zeugniß
aäberdies, wenn der ausstellende Arzt nicht amtlich angestellt
st, von der Gemei debehörde beglaubigt sein. Wer an

Epilepfie (Falljuchh) zu leiden behauptet, hat auf eigene

sKosten 8 glaubhafte Zeugen hiefüe zu stellen.

Diejenigen, welchen entweder wegen Ausbildung für ihren

späteren Lebensberuf oder wegen dauernden Aufenthalis im

Auslande Ausestand für das laufende Jahr oder laͤnger be⸗

willigt worden ist.

Alle zum Erscheinen bei der Musterung verpflichteten Militar⸗
pflichtigen früherer Jahrgänge haben ihre im vorigen oder in einem
früheren Jahre empfangenen Loosungescheine mitzubringen.

Militärpflichtige, welche ungeachtet ge enwättiger Belannt
machung sich zur Musterung an dem oben für die belreffende
Bürgermeifterei, zu welcher sie gehören, bestimmten Tage nicht
dellen oder bei Aufrufung ihres Namens im Musterungslobale nich!
anwesend sind, werden gemäß 8 33 des Reichs-Militärgesetzet
bom 2. Rai 1874 an Geld bis zu 30 Mark oder mit Hafl
bis zu 3Z Tagen agestraft und verlieren die Berechtiguig, an der

zoosung Theil zu nehmen, sowie den Anspruch auf Zurückstellung
ind resp. Befreiung vom Militärdienste. Wer sich der Gestellung
soswillig entzieht, wird als unsicherer Dienstpflichtiger hehandelt,
). h. sofort zur Einstellung gebracht.
U. Zu der am Dienstage, den 24. April nächsthin,
Vormittags stautfindenden Prüfung und Verbeschei—
zung der Gesuche von Militärpflichsigen um Zurückssellung
owie von Reservisten, Ersazreservisten und Landwehrmännern um
Bersetzung hinker den letzten Jahrgang der Reserve, beziehungsweise
)er Landwehr, haben diejenigen Personen, zu deren Gunsten die
Hesuche um Zurückstellung von Militaärpflichtigen eingereicht worden
ind, zu erscheinen, damit die Bezirks Ersatzlommission selbst zu be⸗
irtheilen im Stande ist, ob diese Personen wirklich arbeils⸗, be—
iehungsweise aufsichtsunsähig sind oder n'cht. *
iIII. Am Dienstage, den 24, April nächsthin, Nach—
nittags, werden die Listen gegenseitig mit einander verglichen
ind richtig gestelt.
IV. Am Mittwoche, den 25. April nächhin, findet
von Morgens 8 Uhr an die Loosung statt. Den Militär⸗
flichtigen ist es freigestelli, ob sie zur Loosung persönlich erscheinen
vollen oder nicht. Für die abwesenden Militärpflichtigen wird ein
Mitgl'ed der Bezirks⸗Ersatzlommission das Loos ziehen. ——
Alles dies wird gemäß 8 61 Ziff. 2 der Militär⸗-Ersatz⸗
Irdnung andurch zur allgemernen Kenntnitz gebracht. .7
Zweibrücken, den 20. März 1877.
Der Cipilvorsttzende der Zezirks-Ersatzkommisston
— Zweibrüchen
ae te we Schäfer.. 3
r — v e V. D. 3
Zu verpachten

ein Gartenstück in der: Bahnhoft

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von Gebr. StollIweréek.

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AI. Petera, St. Ingberi.

Motto: Ihr habt
2 das Gute so nahe!“
dpitzwegerioh-
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ellererst seit 1371 geprüft,
allerhochst sancetionirt; rühm⸗
lichst bekannt, ficheres, über
allen Zweifel erhabenes, ge
wiß auch dankbares Mitte!
gegen Brust⸗Hals⸗ und
—7 Bron⸗
chial · Verschleimung
Husten Eatarrh ꝛe. ꝛc.
Die Resultate sind über⸗
raschend.
Mit Gebrauchsanweisung
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Da mit dem Druck

des Adrefßt-Ka⸗—

enders lommende Wode be⸗
gonnen wird, so ersuche um gefl.
Zujendung der betr. Geschäfts⸗
Empfehlungen. —7
Demetæ Buchdr.
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edruckten auatom. Abbilb.,
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ichiers Verlaganait
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aunb x”õ vorraͤthig. — Die set
orzũgliche Werk 85 allen
ranken, gleichvtel an welcher
rankheit Lleidend, umsomehr
Ve enxpfohlen werden,
Að— d e Heilverfah⸗
en sich als eeeen
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ructen —— länzen ⸗
den Atte 62 —

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Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St Ingbert.
        <pb n="185" />
        Sl. Ingbetler Anzeig
— —
BBA——d
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wochentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unlerhaltungsblait. (Sonntags mit illustrirter Sei⸗

kage), erschelnt wöchentlich diermalz Dieustag, Donnerstag, Samstag nud Sonntag. Der Abonne mentspreis beträgt vierteljahrtich

1 Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts vilt 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclanren
—— mit 30 pfa. pro Zeile berechnet.

Ane e
—
54... Soonutag,- den 8. April 1877.

—— oOÇS ĩ
PDeutsches Reichc.
Berlin, 6. April. Faft mehr noch als bei uns im Reiche
hat im Auslande der „Jahresurlaub“ Bismarcks Erstaunen, Auf—
regung und Uedberraschung hervorgerufen. Während in Wien die
Thatsache bis· jetzt · noch mit großem Zweifel aufgenommen und
ichier als Unmöglichkeit dehandelt wied, singt man in Paris Hosian⸗
aah und vreibt sich in Vondon vergnügt die Hände, indem man den
Unbruch einer ewigen Friedensaera prophezeii.
NKussland.
Wien, 85, April. Die montenegrinische Frage steht hoff⸗
nungsloe, da die Pforte allem Anscheine nach schon gar nicht mehr
Herr ihrer fanatisirten Truppen ift, die Krieg forder.
Paris, 5. April. Cassagnac, der bekannte bonopart stische
Agitator und. Abgeordnete, wurde heute vom Zuchtpolizeigericht
vegen Beleidigung der“ Abgeordnetenkammer zu zweimonatlichem
Befängniß und 3000 Francs Geldbuße verurtheilltlt.
London, 5. April. „Morning Post“ will erfahren
jaben, daß die Pforte ihre Bereitwill gleit bekunden werde, unter
Belonung der Autorität des Sultans die von den Machten ge⸗
wünschten Reformen unket Ausdehnung derselben auf das ganze
Reich quszuführen zauch werbde “dieselbe eiten Gesandien nach
Peteraburg senden. behufs Vereinbarung des Modus der gleich⸗
zeitigen Abrülstung.“ Die türlische Regieruͤng sei ferner geneigt, den
Fordernngen Montenegros halbwegs enigegenzukommen. Endlich
werde don der Pforte die Erwartung dusgesprochen werden daß,
wenn sie sich auch jetzt der von dek Siluation gebotenen Noth⸗
denbigleit füge dakqus nicht der Schluß gezogen werde daß sie
itgendwelche Ginmischung im Widerspruche mil den Praͤrogativen
—A—
8 *tipopel, 8. April. Man versichert Rußland
stelle folgende Bedingungen: 1) Aunahme dee Prelot⸗is; 5 Ab⸗
rüsstung;3) Frieden mit Monkenegrs; 4) Sicherfrelkung Dder Chiisten
dot Gewaltthaten; 58) Durchführung der Konferenzrefoemen. Darn
erxst werde Nußland entsprechend der Verwirklichung dieser Punkle
demobilisirem. ö
ImiPperersbutgesst eine Deputalion aus Bosnien ein⸗
zetroffen, werche eine an die Minister der auswaͤrtigen Angelegen⸗
deüen der PariserTrallaimoͤchte gerichtetonn ml zahlreichein Unter⸗
srsen, aus dem BVilajet Prisren bedeckte Biltschetit überbringt.
in derselben heißt ehß . F
schrecklich imd elend ist unsere Lage. Bedrückungen, Ver⸗
solgungen und Qualen find unser Loos seit Jahrhunderten und
hundertfach sind unsete Leiden seit dm Jahre 1767 gestiegen, wo
die türtischen Machthaber unser eigenes Patriarchat in Pecsa (Ipoh
aufgehoben haben. Wir haben seit jener Jeit keine Priefter mehr,
benn man sendet uns aus Caregrad Gonflantinopel) Phaugarioien,
die wir nicht verstehen, die uns berauden und bedrüden, aussaugen
ande verderben. Deren Anforderungen und Gewultthaten brechen
ansere Kraft, denn wir haben außer ihnen noch Tausende ein
heimischer und hergelausener Rauber zu ernähren, aln Mudira,
Muftis, Kadis, Zaptes, Praschalaren, die unser letztes Hab und
But an sich reißen und davontragen. Unser Boden ist fruchtbar;
dir haben“ Feloer und Wiesen, Weiden und Wälder; und —
rotz uuserer schweren Arbeit Hunger, Elend und Noth unser mig
iches Brod. Unser Leben ist eine Reihe von Unglücksfällen und
Schrecknissen. Man schlägt uns, macht uns zu Krüppeln, tödtet
ans; unsere Frauen und Töchter werden geraubt und geschändet.
Der Türte, der ein serbisches Mädchen stiehlt, wird frei vom
Militardienst. Effade Beg Deralowitsch aus Chletow, ein Verwandter
don Akif; Vascha, that 102 serbischen Mädchen Gewalte auz sie
werden alle als seine Frauen gerechneß und: keine wagt es zu hei⸗
athen. Jahr aus Jahr ein ücghen Hunderte unserer Bruder für
zichts und wieder nichts. Uasere Klagen und Zeugenausagen
laben beim Gericht keine Geluung. Im der Stabt tönnen wir une
efahrlot nicht zeigen, denn Steinwurfe begrüden unser Erscheinen.
Die Priester verlassen am Tage nicht ihre Wohnungen, denn sie

riskiren ihr Leben. In die Kirche gehen wir nur des Nachis und
»egraben unsere Todten im Dunkeln; die Leichenzüge werden über—
allen, der Sarg umgeworfen, die, Leiche in den Koth geschleudert.
ẽ.ne Reihe von Mariern und Qualen ist unser Leben von der Wiege
bis zum Grabe. Wir gehen schlafen mit der Furcht, den andern
Tag nicht zu erleben. Die Tyrannei, Vergewaltigung und Rohheit
jaben bereits alle Grenzen überschritten. Auf Befehl Derwisch⸗
Bascha's, der aus Asien und Europa in Mittowicza Baschi⸗Bozuks
usammengezogen, wurden unsere Ansiedelungen in Kossowo Polje
perbrannt, beraubt und vernichtet: 121 Dörfer gingen in Flammen
zuf, 19 Kirchen wurden verwüstet, an 8300 Axsiedelungen wurden
zeplündert und mehe als 2000 Menschen wurden entweber getodtet
oder in die Sklaverei geschleppt.““
Wenn nur die Halfte von dem wahr ist, was in dieser Peti⸗
sion mit so eindringlichen Worten erzählt wird, so genügt es; rum
die türlische Wirthschaft zu kennzeichnen, die fortdaͤuert und fort⸗
Zauern wird trotz den englischen Entrüstungsmeetings und trotz der
platonischen Wünsche, denen die Großmächte in Form von Proto⸗
tollen Ausdruck zu geben für ersprießlich halten.

yerntischte. I
tZweibrucken; 423 üpril. Durch Fahrlässigkeit in
VBerwahrung geladener Schicßwaffen erlitt der hiestge tzgelshe
Zichendiener Ernst eine schwere Zerwundung., Einige bel ihm
veilende Knaben spielten mit einen Neyolden Plozlich entlud
—— wurde von einer Fugel in's Kinn. getroffen
iad ihm mehrere Zaͤhne J— Die Keseitigung der Kugel
oll jedoch gelungen sein, fo daß unmilteldate Lebensgefahr nicht
X
Mäünqhen. Die Ueberschuldung des Biebrauers Ludwig
norr heträgt bei einem Werth seines Änwesens von 206,000 fi.
die Klettigteit von 618 000 f. 7
f. Mumnchen, 2. Aprii. Das Gerkcht eines gräßlichen
Berbrechens versetzt seit heute Voxmittag unsere Refidenzstadt in
ewaltige Aufregung. Wie man sich namlich allgemein erjzählt,
zielt heute Vormittag die, Polizei in einem Hause gn der Nordend⸗
traße Haussuchung und hierbei in einem Kaslen wohl verpadi
ie bereila fiart. in Verwesung uͤbergegangehe Leiche einer Hlieren
Frau, die allen Anzeichen nach ermordet wurde. Den garzen Vor—⸗
miueg arn standen hunde rie von Pruoierigen die ütjche Solnung
deule Nachmiltag warde der Sohn det Eemordelen, welcher siqh
ur Zeit wegen eines Diedstahls in Haft defindet, alz muthmaße
icher Moͤrder mit der Leiche konfromici. —
JDiedenbofen; Gothringe? Ani du. März; wurden
uf Anordnung der hiesigen laiserl. Zollbehörde 1100 Liter mit
huchsin gefaͤrbler Wein durch Audlaufenlassen vexnichte: (D. 3.)
7 Beim Eput⸗ und Crediwerein in Oppeuhei m (Rhein⸗
ssen) wurde, wie der „M. A,“ schreibt, ein Deficn —X 8
D. entdedt. Doch hrauchen —weder Mitgliederguihaäben noch Re—
ervesonds zur Deckung desselben in Anspruͤch geommen zu werden
»an die Caution und das Bermoͤgen“ des Rechners dazu aus⸗
eichen. —0 — J J
Koln, 5. April. Die Wassermassen unseres Rheinstromes
aben in den leßten Tagen abermalis in bedenklicher Weise zuge-
sommen. Steigt der Strom so fort, so wird er auch hier bald
viederum aus seinen Ufern trelen. Die Keller dieler nahe am
sthein belegenen Häufer sind nun zum dritten Male mu Wasser
efüllt. J
FEin erfrorenes Dorf. Aus der Mosdau wird
jerichtet, daß in der Mitte vorigen Monats so furchtbare Schnee⸗
Nrme wütheten, daß ganze Gegenden von jedem Verkehr abgeschnitten
vate. Die qus, niedrigen Hütten, bestehenden Doͤrfer waren bei⸗
jahe ganz in Schnee begraben, und in xeinigen sah man nur die
dirchthürte herausragen. Den Schneestürmen folgte sechstägiger
Froft, der in der Moldau und in der Bukovpina Opfer an Wenschen
ind Thieren forderte. Die Halfte der Bewohner eines lanen
        <pb n="186" />
        Die Reichsdanknebenstelle LTudwigs hafen hatte vom April
1876 bis dahin 1877. dem ersten Jahr ihrer Thatigkeit,, eine
rinnahme von 11,854,145 N. 44 pPpf., eine Ausgabe von
(I 208936 M. 20 Pf. Dieselbe zog ein 1985 Stück Jucasso⸗
Wechsel im Gesammtbetrag von 2,210,310 M. 41 Pf. und be⸗
orgie die Annahm: von 4143 Stück. — Von ihr wurden discou⸗
irt 9,713.768 M. 41 Pf. in 4473 Stück Wechseln mit einem
Ddisconto⸗Ertrage von 16,177 M. 81 Pf. — An Silbermünzen
n Thalerwährung wurden durch sie 1,450,000 Mark aus dem
Berkehr gezogen.

JCDieminger 7fl.⸗Loose.) Meiningen, 8. April. Haupt-
jewinne: Serie 189 Nr. 16 2 10,000 fil., Serie 4463 Ne. 6
V200 fl.

Wien, 3. April. Bei der heutigen Ziehung der Credit⸗
oose kamen folgende Serien heraus; 116 268 293 647 980
(487 23859 2688 2737 2994 3097 3272 3737 und 4150.
Dder Hauptgewinn mit 200,000 fl. fiel auf Serie 293 Nr. 90,
er zweite Gewinn auf Serie 4150, Nr. 5, ein Gewinn von 20,000
J. auf Serie 2088 Nr. 87, je 5000 i. auf Serie 4150 Nr. 88
ind Serie 2688 Nr. 43.

noldauischen Dorfes fand man, als die acte ein wenig nachtieß,
erfroren. Die Dächer hatte der Sturm fortgetragen und die Un⸗
zlücklichen fielen dem Hunger und Frofte zum Opfer. Man kann
sich denken, welche Qualen die Uebriggebliebenen ausstanden, bis
ihnen Seitens der Bebörden Hülfe zu Theil wurde.

CWie sollen unsere Beiten fiehen“) Neuerdings wird, wie
der „Phoͤnix“ berichtet, eine schon lange bekannie Theorie über die
beste Siellung der Betten ernstlich besprochen. Baron Reichenbach
machte darauf aufmerlsam, daß, wenn schon ein Magnet auf sensitive
Perjonen einen Einfluß ausübt, auch der Erdmagnetismus gewiß
zuf das Nervenleben das Menschen wirken müsse. Er glaubt da⸗
her, daß auf der nordlichen Halbkugel Menschen mit dem Kopfe
gegen Norden sich zum Schlafe niederlegen sollten, auf der sudlichen
aber umgekehrt. Der Einfluß dieser Lage soll von großer Bedeu⸗
jung für Blulumlauf sein, ja man will Stoͤrungen im Organismus
allein durch das Wechseln des Lagers curirt haben. Viele Beweise
werden für diese Behauptungen aufgeführt, u ter Anderen der im
Ios. Jahre seines Lebens rerstorbene Dr. Fischweiter in Magde ·
durg, welcher sein hohes Alter dem Zustande zuschrieb, daß er stets
mit dem Kopfe nach Norden geschlafen habe. Die Ostwestrichtung,
d. h. Kopf nach Westrn gerichtel, soll die ungesundefte sein. strank⸗
heiten werden durch das verkehrte Liegen verschlimmert, so behaupten
fleißige Beobachter.

4 Im Jardin⸗des⸗Plantes zu Paris hat sich lürzlich ein
eigenthümlicher Vorfall zugetragen. Zwei mexikanische, im nam⸗
lichen Glaskafig eingeschlossene Schlangen geriethen in Streit, die
groͤßere verschlang plbtzlich den Kopf der kleineren und begann als⸗
dann das weitere Verschlucken. Zum Unglück süur den Sieger in
ziesem seltsamen Kampfe ionnte derselbe nur 40 Centime ter seines
odten Gegners in sich aufnehmen. Bls die Warter hinzukamen,
anden sie die Schlaugen in dieser eigenthümlichen Situation, die
eine zum Drittheil im Körper der anderen. Die Todte wurde
am Kopfe der Lebenden abgeschlagen und hofft man, daß diese den
Kest verschlucken wird. Das Thier hat einen Werth von 500 Francs.

Fedaction veranlwarilich: X X. Dewmentzz.
Sime ira et atucio
oll immer, was dem Einseader der Berichtigung zugeben muß, die
stichtschnur jeder Kritik sein.

Saß dies gegenüber Herr Uhl nicht der Fall war, dessen
Name, denen der Herren Schuster und Weirich wohl angereiht
u werden verdienie, war leider ein Versehen, welches bei Einsender
ucht mit Willen und auch nicht wegen Mangel an Ueberlegung
zorkam, die Schuld er natürlich auf sich nehmen muß.

Eire diesfallsige Berichtigunz wäre schon in voriger Nummer
erfolgt, wenn solche von anderer Seite nicht wäre beschlossen
vorden; hoffentlich ist mit diesem Nachtrag dem speziellen Wunsche
des Einsenders der Berichtigung Genüge geleistet. 2Z.

Tanzunterrichts-⸗Anzeige.

Den verehrichen Herrschaften in St. Ingbert und Umgegend
diene hiermit zur gefl. Nachricht, daß ich am 165. d. Mis. im
Saale des Hotel Larur einen

Tiær-Orrs
erdffne. — Anmeldungen werden jeder Zeit bei Herrn Lehnert
(Holel) und Herrn Pofementier Kayser freundlichst entgegen ge⸗
sommen.

Sonntag, den,8. Avril 1877
Strh⸗Quartett
ausgefübrt von der Gesellschaft Dahm

X

bei
200 Mark
sind gegen erste Hypothele aus⸗
jzuleihen durch
J. Boos, Geschäftsagent,
zu St. Ingbert.

Zu verpachten
ein Gartenstück in der Bahnhof⸗
—X

Naͤheres bei

J. J. Fiack, ser.

⸗eelIer Vobener werb.

Vortheilhaften Verdienst u.
gute Provision gowahrt ein
iberall gangbares respoctables
Jeschaft, fũr wolches an allen
Orten Agenturen errichtet
werden sollen. Ps bedarf da-
mu kKeiner besonderen kauf-
mannischen Kenntnisse und ist
iuch fũr Jeden als Nebenge-
chaft leieht zu führen. Ro-
dectanten belieben ihre Adresso
in dor Expodit. ds. Bl. unter
len Buchstaben H. L. ab-
rugehen.

Dio
Sucohe- unce Stein-
—IXV
vron
P. X DEMETZ

Hochachtungs voll
Carl Jakob,
Tanilehrer in Speyer und Landau
zur Zeit in Zweibrücken.

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fertigung aller in dieses Fach
einschlagenden Arbeiten, als:
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Bei der Unmasse existirender Clavierse hulen ist
os gewiss als éein ũberaus gũnstiges Urtheil zu be-
trachten, dass die
dheeretisch· pProktische Clavierschule

t᷑ Iinder
oaranagegeben von
Rliecdh,
Beminarmusikehrer,
innerhalb 2 Jahren von mehr als tausend Loehrern
vur den Vnterricht angenommen wurdoe, was jede wei-
ero Empfehlung unnöthig macht. —

Das I. Heft erschien soeoben in 7. Auflago und
znthält: Vorübungen mit und ohne Stütæzfinger.; 10
rerhandigse Debungsstücko über das Vorkaltniss der
ganzen, halben und viertel Noten zu einander; 5 Stũcke,
den Verlangerungspunkt betreffend; 4 dito, das Ver-
haltniss der Viertei zu Achtel; Alles im Umfange der
into 0-G. Die übrigen folgenden Noton nebst
ausen in b Beispielen. Luftakt, Legato und Staccato
in weiteren 5 Uebungsstücken.

Gegen Finsendung von Rmk. 2 ersolgt frankirte
Zusendung.

Pot. Jos. Tongor,
MAusiltatien- uUnd Instrumentenhundlung.
CGI Rh. BR MGF.

Frucht⸗ Brod⸗ und
Fleisch⸗Preise der Stadt
Zweibrücken vom 6. April.
Weizen 12 M. — Pf. Korn
) M. 18 Pf. Gerste ZSreihige
M. — Pf. Gerste «reih.
) M. — Pf. Spelz 6M.
— Pf. Spelzkern — M. —
Pfg. Dinkel — M. — Pfg.
Mischfrucht O M. — Pf. Hafer
8 M. 54 Pf. Heu s M. 50
Pf. Stroh 4 M. 78 Pf. Kar⸗
toffeln 4M. — Pf. per Ctr.
Weißbrod 121 Ko. 53B Pf. Korn⸗
brod 3 Ko. 82 Pf. ditto 2 Ko.
55 Pf. dino 1 Kilo. 28 Pf—
Bemischibrod 8 Kilo. 99 Pf. 1
Paat Weck 100 Gramm 6 Pf.
kRindfl. 1. Qual. 60 Pf. 2.
Qual. — Pf. Kalbfl. 34 Pf.
damfl. 82 Pf. Schweinefl. 66
Bi. Butter 1 M. 30 Pf. ver Vfd·

32Bog., mit diel. in den Te
ebruckte n anatom, Abbilb.
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aub Acr es
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druckten zahlreichen en⸗
den 1— —
— 38323 — —
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Tiion Drud und Verlag von F. X. Demeß in St Inobert.
Sierzu Alluftrirtes Zonntaasblatt“ Nr. 18

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        St. Ingberler Anzeiger.
Ber St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sountags mit illuftrirter Bei-

sage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementepreis beträgt vierteljahrlich

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mit 30 Pfa. pro Zeile berechnet.
8 55. Dienstag⸗ den 10. April — 1877.
—
Deutsches Reich. 2*8

—A——
sidenten des obersten Gerichtshofes und Reichsrathe der Krone
Bayern Dr. v. Neumayr den Rothen Adler⸗ Orden 1. Klasse ver⸗
liehen.

— In München waren am 4. April 90 Mitglieder des
Bereins der Lehrer an den bayerischen Studienanstalten versammelt.
Fine von Herrn Subrektor Müller vertretene These, betreffend die
fakultalive Ansetzung einer J. Gymnasialklasse an die ifolirten
dateinschulen, wodurch den diese Anstalt Besuchenden die Möglich-
keit verschafft würde, das Reifezeugniß für den Einjährig-Freiwilligen⸗
dienst zu erwerben, wurde einstimmig angenommee.

Berlin, 7. April. Die „Nordd. Allg. Zig.“ schreibt:
Betreffs der Entscheidung über das Entlassungsgesuch Biemarck's
ei auch heute Zuverlässiges nicht zu hören. Alle aus dem
Rahmen einer Stellvertretung heraustretenden Gerüchte, seien als
unwahrscheinlich anzusehen. — Wenn vielfach davon die Rede ist,
daß der Urlaub nur als mildere Form des definitiven Rücktritts
aufzufassen ist, so trete doch deutlich genug hervor, daß dem Kaifer
Alles widerspreche, was den Anschein eines definitiven Rücktritts
begünstigen oͤnnte. Die Behauptung, daß die Siellverttetung schon
eingetreten sei, ist falsch, da der Reichskanzler keine seiner umtlichen
Functisnen bisher eingestellt hat; auch sind in seiner Umgebung
leinerlei Reisevorbereitungen bamerlt worden.

Trotz des Protokolls will sich in Berlin die Friedenshoff⸗
nung nicht befestigen. Der Post wird heute aus Wien telegraphirt:
Aus Konftantiropel liegt folgende Nachricht vor: Die hervorra⸗
zendsten Militärs erllären sich gegen die Abtretung von Niksitsch
an Montenegro. Dem entsprechend wird wahrscheinlich das Votum
des Parlaments ausfalle.“.“ Die Pforte hält ohne Garantie die
Abrüßtung für unmöglich. Die Absendung ener Gesandischaft
nach Petersburg unterbleibt. Die Mächte haben bereits Verhand⸗
lungen mit der Pforte wegen Annahme des Protokolls eingeleitet.
Braf Andrassy reist am 8. April in Begleitung seines diplomatischen
Stabes nach Terebes.“ Die Nachrichten österreichischer Blätter,
welche der russischen Regierung schon die Androhung der Krie 6
erklärung gegen die Türkei zuschrieben, haben üch allerdings nicht
»estätigt.

Prittheilungen aus Deutsch-Lothringen bestätigen,
daß die acquits à caution fur Roheisen zum Verpuddeln zu 16
his 17 Francs, mindestens ebenso hoch daher die Ausfuhrprämien
jür Walzeisen, Schienen ꝛc. sich stellen. Für Gußwagren kosten
die acquits gegenwärtig 19,80 Francs. Ein Zollsatz von 75
Pfennigen pro Centner würde daher, da mehr Gießerei⸗Eisen nach
Frankreich zu importiren ist, als daraus in der Form von Guß—⸗
waaren exportirt werden kaun, für letztere gleichfalls als durchaus
anzureichend anzuseben sein.

Die Frage der Abrüstung müsse durch ordentliche Botschafter geldst
werden. Amtliche Meldungen über die Enischliekung der Pforie
liegen noch nicht vor.

Bermischtes.

Die „Zweibr. Ztg.“ berichtet aus Zweibrücken, 9.
April: Eine ähnliche Büberei, wie sie bvor einiger Zeit öffentlich
zerüut werden mußte, wurde gestern (Sonntay) früh bei der Ent⸗
eerung des am Hause des Herrn Apotheker Rodrian angebrachten
Zriefkastens wahrgenommen; derselbe fand sich nämlich einige Centi—
neter hoch mit Bier angefüllt. Natürlich waren nicht nur die darin
zefindlich gewesenen Briefe vollstandig mit Bier geiränkt, es hatten
ich auch sogar bei einigen die Marlen sowie das an den Verschluß⸗
lappen befindliche gummi arabicum abgelöst, so daß einzelne
Briefe ganz offen waren. Derartige Rohheiien sind in hohem
Hrade zu beklagen, und es wäre im Interesse des die Postanftalt
zenuhenden Gejammtpublikums nur zu wünschen, daß ein solcher
Bube e'nmal auf frischer That erwischt und dann ganz exempliatisch
nestraft würde.

FNeustadit. Der Gasthof zum „Pfälzer Hof“ ging um
»en Preis von 153,000 Mark aus der Hand seines Gründers,
derrn Auton Hoffmann, in die eines Sohnes deffelben Herrn Wen⸗
nelin Hoffmann, über.

TGrünstadt, 8. April. Der hiefige Gewerbevereia hat
ereits im vorigen Jahre den Beschluß gefaßt, eine Gewerbe⸗ und
Induftrie-NAusstellung für den Canton Grünftadt, verbunden mit
iner Ausstellung von Rohmaterialien, Landwirthschafthchen Producten,
Zost, Wein ꝛ⁊c., sonie einer Verloosung ausgeftellier Gegenstände,
n den Monaten August und September 1877 dahier zu veran⸗
ralten. Die bom Ausschuß des Gewerbevereins betriebene· An⸗
elegenheit ist nun, seitdem sich derselbe zu einem Ausstellungs⸗
omite erweitert hat, so weit gediehen, daß eine würdige Durch⸗
ührung des Unternehmens erwartet werden kann. Denn“? einerseits
arf mit Recht hervorgehoben werden, daß es wenig Districke gibt,
»eie in industrüller und landwirtbschaftlicher Beziehung so Vieles
»ieten, als gerade unser Carton, der auf einem verhaͤlinißmäßig
leinen Umkreis bedeutende Fabriken, lebhaften Engros und Detail⸗
jandel, ausgedehuten Wein⸗ und Obstbau hat. Gerade einzig aber
n ihrer Art wird die Ausstellung in Rohmaterialien werden, an
»enen unser Canton so üderaus resch ist. Mit unserem Sand,
useren Thonerden (Boluz) und Farben sind wir ja weit über die
hrenzen unseres Vaterlandes hinaus bekannt worden; nicht am
venigsten werden sich die Cousumenten des In- und Auslandes
»afür interefsiren, zum erstenmal ein übersichtliches Bild dieser Pro—
zucte unseres Bezuks in der Ausstellung zu finden. Anderseits
ind bei der bekannten Solidität unserer Gewerbsfirmen auch nur
üchtige Leistungen zu erwarten. Zur Betheiligung an der Aus⸗
tellang haben sich 140 Firmen angemeldet und verlheilen sich
neselben auf folgende Geschäftszweige und Producte: Maschinen für
andwirthschaftliche und gewerbliche Zwecke, feuerfeste Kochgeschirre,
risenguß⸗sund Eisendrahtwaaren, Kupfer⸗ und Messingwaaren,
Messerschmiede⸗, Schlosser⸗, Spengler⸗ und Drechslerwaaren, Sattler,
S„chmied⸗ und Wagnerarbeiten, Leder, Tabake, Thonerde und Braun—
ohlen, feuerfeste Thonwaaren, Fahence⸗ und Steinqutwaaren; Bild⸗
sauerarbeiten, Papiere, Druckarbeiten⸗ Buchbinder⸗ und Galanserie⸗
vaaren, Gold⸗ und Silberwaaren, Uhren, Baumwolle⸗ und Strumpf⸗
vebereien, Fahnenstickereien, Putz · und Posamenlirarbeiten, Bekleidungs⸗
jegenstände, Photograph ea, Conditoreiartikel, Lackfabrikate, Holz⸗
ind Polstermöbel, Seilerwaaren, Seife, Kürschner⸗ und Bursten⸗
abrikate, Schuhmacherwaaren, weibliche Handarbeiten u. s. w.
Diese gegen alles Erwarten bedeutende Betheuigung hatte Unfangs
ie schwietige Frage der Beschaffung passender Localitäten hervor⸗
jerufen, allein Dank der Opferwilligkeit unserer Bürgerschaft wurden
n wenigen Tagen Garantiescheine im Betrage von uͤber 4000 Mark
Mart gezeschnet, wodurch es ermöglicht wurde, neben Benutzung
von bedeckten Räumen noch eine Ausstellungshalle hauen zu tünnen

NAusland.

London, 8. April. Der „Observer“ bemerlkt anläßlich
der dem Bureau der „Times“ gistern Nachmittag zugegangenen
Dipesche, wonach die Türkei eingewilligt hätte, abzurüsten und der
Frieden gesichert erscheine, daß der türkischen Botschaft in London
und dem auswärtigen Amte bis in später Nachtftunde keine Be⸗
tatigung derselben zugegangen ist. Die neuesten Nachrichten aus
onstantinopel berechtigen allerdings zu der Hoffnung, die Pforte
werde die Schwierigkeiten nicht durch eine Weigerung, das Proeocoll
in Betracht zu ziehen, vermehren.

Konstantinopel, 8. April. (Londoner Prolokoll.) Reu ⸗
»ers Bureau erfährt: Nach Privatmeldungen erörterte der Große
NKath der Pforte am Sonnabend das Protokoll, ohne einen end-
zülligen Beschluß zu fassen. Die Pforte beanstandet heftig die
leberwachung von Reformen durch Localagenten, weil dies einer
ndlosen Einmischung in die inneren Angelegenheiten die Thüre öffne.
Fbenso sei Schu valoffs Erllärung demüthigend und unannehmbar.
Der Passus UÜber den Friedensschluß mit Montenegro sei unzulässic.
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        xAs ist nun endgiltig beschlossen, die Localiuiten der „Jacobslust⸗
zum Ausstellungslocal zu benützen unbstdem dazu gehorigen Park,
dem die Ausstellungthatge ihren Platz finden foll. ⸗Die Schoöͤn⸗
Jeit dicher weit Uber die Efalz bilannten. Anlonge wird auch gewiß
Zazu beitragen, neben dem Weuistreilz auf dem Gebiete der Industrie
zleichzeilig den Besuchern der Ausstellung andere Annehmlichteiten
zereüen Ju können. So möge denn das schyne Wert zur Ehre
mnserer Stindt zund zum Segen des Gewerbestandes durchgeführt
verden.

pSaarbrüchen, 0. April. (Unglüdsfall.) Heute früh
fand man auf der Eisenbahnbrücke am Schanzenberg den 21jährigen
Sohn des Bahn oarts Blaͤser todt. Dem Unglücklichen waren durch
ven um 1224 Uhr die Brücke passirenden Guüterzug beide Beine
bersahren. Der junge Mann ist daun, da Hulfe nicht zur Hand
war, an Verblutung gestorben. (Saarbr. Zts.)

*VTrier, 6. April. (Anfälle.) Gestern Nachmittag tum⸗
melten sich verschiedene Kinder am Moselquai herum, von welchen
aines, ein Knabe von 6 bis 7 Jahren, in die Mofel fiel und bei
ʒer jezigen reitenden Fluth jedenfalls ertrunken wäre, wenn nicht
auf den Hilferuf von einigenu dort vorbeigekommenen Damen der
benfalls dorxi vorũdergeheude 17jährige Jungling Karl Rubino,
Sohn des Kaufmannes herra Rabino, hinzugeeilt, sich trotz der
größten Lebensgefahr indie Tiefe des Siromes gestürzt und den
Ferungladten gereitet bätte. — Vorgestern Abend hat ein junger
Rand auf der Kheinischen Eisenbahnbei Erdorf, Kreis Bitburg,
ich von dem Bahnzug Uberfahren dassen. Als man die Leiche
ol fand, lag dieselbe auf der üußeren und der Kopf auf der in⸗
eren Seite der Schiene. Aus einer Notiz, die sich in seirer Roc⸗
asche sand, geht hervor, daß er sich das Leben aus Werzweiflung
genommen dbat, denn es hieß dariu: „Müllers Kätt ist schuld
ign! Er soll an der Sauer zu Hause sein. (Tr. 3.) *

Stutigart, 1. April. Eindruch.) In der Nacht
„om Granen Donnergtag auf den Charfreitag wurde in dem
Befchäfte des hiesigen Bantiers G. Sontheimer ein großattiger Ein
Frucßz verübt, indem aus dem Kashsenschranke 22,500 M. in Noten

XEL

Gott dem Allmachtigen hat es gefallen, gestern,
Abend 712 Unr unsern meuern Sohn, Vater, Bruder,
dehwiegersohn und Schwager

Karl Kamann,
hut. UOrubensteiger dulrier,

nach längerem Leiden im 85. Lebensjahre in éin
pessores Jenseits abzurufen.
Diese Trauerkunde theilen wir Verwandten,
Freunden und Bekannten mit und bitten um stille
Theilnahmo.
ze. Ingbert, St. Ingberter Grube, Nũrnberg.,
Odenbach, den 10. April 1877.
Die tiesftraueruden Hinterbläebenen.

Die Béerdigung findet DPonnerstag, den 12.
April, um 9 Uhr Vormittags gtatt.·

Bekanntmachung.4
Unter Heutigem wurde mir eine Vorstellung überreicht, inhalt⸗
lich welcher Elisabetha Stolz, Ehefrau des Bergmannes Jafob
Wagner von Rodrbach, die Todeserklärung ihres bezeichneten
Shemannes, der als Soldat des kgl. baher. 13. Infant.⸗Regimentes
den Feldzug gegen Frankreich miimachte und seit Dezember 1870
permißt wird, beantragt.

Es ergeht demgemäß im Hinblicke auf Art. 6 des Gesetzes
hom 29. Dezember 1873 „‚die Todeserllärung der in Folge des
Zcieges von 1870,/71 vermißten Perfonen betreffend“ an den
Zermißten die Aufforderung sich vor dem S0. Mai nächithen
persönlich oder scheiftlich auf der Gerichte schreiberei des kal. Land⸗
gerichtes zu meiden, und werden zugleich alle Diejenigen, welche
uͤber das Leben Desselben Nachricht empfangen haben oder sonstige
Aufschlüsse zu ertheilen wissen, aufgefordett, bdis zu dem bezech⸗
neten Tage ebenfalls auf der Gerichtsjchreiberei schriftlich oder zu
Protocoll Mittheilung zu machen.

St. Ingbert, den 31. März 1877.

derk. Landrichter:
König.

ꝛer Wurttembergischen Notenbank, 1850 M. in Reichsgold alles
zorhandene fremde Papiergeld wie Schweizer, Oesierreichische und
Französische Noten ae. erste vielen Coupons gestohlen wurden. Die
rffetten blieben von den Dieben unberührt. Daß dieser Einbruch
‚on nicht ganz unkundigen Leuten ausgefuͤhrt sein muß, geht daraus
servor, daß zwei in dem Kassenschrank befindliche Privalcassetten,
benfulis Werthpapiere enthaltend, „unberücdsichtigt“ geblieben sind.
Die Sache macht hier großes Aussehben.

7En, '6. Apru. (Arbeil-Kündigung.) Wie die „Ess.
Bztg.“ vernimmt, haben auf der Krupp'schen Fabrit umfangreiche
Arbeit Kuündigungen stattgefunden und soll das Loos fast ausschließ⸗
sich „Socialdemokraten“ getroffen haben.

Privas. Geinfälschung.) Leser fran,zösischer Blatter
onnen mit Genugthuung verfolgen, mit welcher Strenge in Frank⸗
eich gegen Weinfälscher vorgegangen wird. Ein ueues Beispiel.
Das Zuchtpolizeigericht zu Pridas verurtheilte jüngst die Wein⸗
händler Josserund und Prudot aus Beziers wegen dieses Vergehens
zu 4 Monaten Gefängniß-und 1000 Francs Buße. Das Urtheil
vird in zwei Zeitungen von Privas veröffentlicht und außerdem in
300 Plakaten in den Bahnhöfen der Linie Paris⸗Lyon⸗Mittelmeer
belannt gemacht.
76hristiania, 28. März. Ein großes Unglück hat
äch in der vorigen Woche ouf einer Insel nicht weit vom Aale⸗
und zugetiagen. In einem Haufe, in dessen zweitem Stockwerke
Zchule gehallen wurde, brach Feuer aus „welches erst bemerkt
vurde, als die nach dem Schulzimmer führende Treppe in hellen
Flammen stand. Der Schulmeister und 7 ber Kinder retteben
ich durch ein Fensser, wobei ersterer im Falle beide Beine brach
i6 Kinder kamen im Feuer un urd 4 wurden mehr oder weniger
derbrannt. (H. N)

Karlsruhe, 8. Apil. Bei der heute Statt gefundenen
gerloosung der 4procentigen badischen 100⸗ Thalerloose wurden
olgende Serien gezogen: 1856 677 2346 1469 602 2228 711
035 1964 1321 1656 2387 829 362 2390 1373 1841 276
022 1540 1037 417 1777 38 521 2266 636 835 209 1319.
—— J
Gewerbliche Fortbildungsschule
St. Ingbert.

Der Unierricht beginnt Mittwoch, den 1IB. April I. J.
Abends 7 Uhr und wird die Unterrichtszeit sür das Sommersemester
sesigeseht auf:

Mituwoch Abend vn 729 Uhr
Soemstag Abend von 7—-29 Ubhr
Eonntag Morgen von 28 - 2210 Uhr.

St. Ingbert, den 9. Aptil 1877.

Das Bürgermeisteramt:
Euster.
Aechten

Peru Guano

Superphosphat

Knochenmehl

ei IJ. J. Grewenig
„8*5
—

Einladung

Saämmlliche Consetibirie werden

oͤfl. einheladen, nächsten Sonn⸗
ag den 15. April, Nachmiltags
3 Ubt hei Peter Junag, Wirth,
ich eirfinden zu wollen, um
vegen Abhallung vo Mufik
nähere Rücksprache zu nehmer.

Mehrere Conseribirte.

Mein in den Großgärten ge⸗

legener
Garten
ist zu verkaufen oder zu ver—⸗
miethen
MVh. Weber, Schuhmacher.
— i anocheẽ 75.
Bosartige ee d
und trotkene Flechten, Salzfluß u .
offene Wunden jeder Art werden
icher geheilt durch das berühmte
Schraͤder'sche Pflaster Indian ·
ecter) Paquei 3 M. Apothel.
chrader', Feuerbach⸗e
Stuttgart.

Zu verpachten
n Gartenstlick in der Bahnhof
straße.
nNäheres bei
J. J. Fiack, ser.
nααααXäÄ ααOä
Kedattion Druck und Verlag von F. RX. Demeß in St Ingdoert.
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        3228
83528585 ———
5533 172533383 35
4 p * —B 22 6 — 8
—5282 8. 2355335 —— 58 38 53
— 2 2 223 3532 8 *32 8 3 52 *8 — — 8 * —
353 535533355 533853 82532 8 355333 **22
* — S 2 . 5.8 5 575 * 523
3 3* 35 57 525 2 — * — —A 332
553383 s4s85338 35353 * 323 *3 8534333 3335
2 — 27 * 4 ——588 8 .5 1388 3
3 5 2 555233 35273523 —— 0 — 32558 2 2
W 3 3 5 — E 3 22* S —*
A —— 38555355 258828 5556 5 55333 3387
c * c 322 55— 7 TA2 233 —5332 —A 225* *
— —232335535 —A 3—323 — 2* 35286 22*
—— —*2— — —52* S VD 2 * 7
* 2 — 335 525335——. 522 Q * 5 * — 8 27
——A — 28 — 2 *3 —* —58 —— 8 — —852 —E
8 — 225 — —* * 2 —A 2 2 i 55 23 2
53858 3 s — —3525 25 * 3 32 7 25 * *238
35955 5553533 5 2353833 8z B382x3365 —— 5 5
A 75*285 — —— z82822 — * 58 2523353833
A — 5 — 5525 — 3 533
s —5333 süz 38 3833383 38 4355 37333 8
88 28 * —22 E — *8 ——— 8 —2 E 28 2325
38 8. *2 24 35 5328 —— 2 — 22 —
* 23 A—— 52 — 1555 28 3 *285538 — 278
5 ẽ ——— 35325 * * 38 *2154 25535 E
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3 52838 28 33 3883 3335353 s3 3* 32333855
** * — * 2 * * — —
88s3 33323 5353 233383* 3528338 1s83s835
—— *8 2 2* 263 —⸗ —5 2122 —* —— —8
— 8 — 2 2 —2 —— 2 —— — 8 235 — —
* ⸗ 3225538 —E— 53532232 —— 252 5335 —3*7 —A
32 — 233333,.2* 8 5233 — 52 * —A I
5835— 2853335335773 — 3 * 2 2 BOEC
———— 23—253 — 25383 85 825832
— 522385 5253538 —— — — ——s—— 2 55 — 535
2333283 5555 357 — — 53 2375 25
538 — 693 F 33358 * 4 2 112 — — 5
— * * —A 288 ——— — — B3S —
——— —55* F 2 22 52 25 317 530 8
—— — 32 O 4 222 ——— 52 — — —323* * 32 5 3 —2
5 32 8253 —5 — — 53 — 25 33*
38 252 22 3 8 * E q3 * F —— 2*
— — 2 3 2
2 455833 333332525 — 2 *53 833258 35
*» 22 23 ——A— * — —2 — — * —2 — 2— —52 28
33333533335 25 558 8 55 53 251 3353 353
2333323 2 —8 8/864 z — — — 235 22 * 25 * —*— 533
22583 2322 22 3 2275 2245 53585 55* 522 25 2 333
5—5 3 27375 283 8358 3235 — 3588626 —A 223
8* — —*128 352328 2522 — 25 — — — 332 22
33 328 183 23 3538 —3 50*
—— 8608 328 — S2 35 * 33— 575 J 3 2* e
35 z3825 3335233737 33333 233 33. 5553 82 35
253223 — — 2833 —A * 32555 —— 5533 155 — 22 *
—A 205 2 —I N * — * 2 — 2 5 333383233 —2327* —
— 15— 3323 5224853 55 28e *553 7388 * 5535323233 3535
—A 252z52 53333237 —E 8 153 ——— 2 — 225
33 5333 3208 ——— 33532 — 23 *3357* 088
* 33 —— e 7* 22 — *5 — 25 *
222 — 258 25.5 332 2 2 32— 225 3 3 S2— —* — 8 0
ü ——— — — —A 235722353 8* — —2 —— —A 5342
3s8325237— 353385* *87 88 212* 78 8 55 8
— — D *55 5353 —52X2x — 5 —X 22 — 22 —
2—333 —A— *6ẽ 335 25333 33355322753 523297
225 288 5z73533355 —A —53 238 —7538 583 6*
858c5 38835538* 282 —A— — 2D28 — ——— XI.AÆ 2. ? 82— 2 5
23553 —33332 28 358333 58
* 722 22 — * 2 * * 25 2*
3 —— 2534 — — S 4 2* 2* —* 2 2 25
2*7 z3538358 7337 533 73253 333385 733383353 383 F
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2 233385387 —33833835 55 SSe 2223
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2 55557 ———533 2 722
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22525322225 232 9 220 X
2 — 5 —E —— — — —— — — 8* * 2* —M ¶
3333 3 82 2383533 58 *3535235
— F S * 3 *— 9— * *
5335—5353 285 5527* 255 3833532383 52— ——
2 *55 — 55822 * 2 * 22
— 223 288 —82 — 22 — —z385 57
23883388 3 2 5z35 2375848 — 755 —55283528
—— 5— 72352⸗ — — 22355 3* 252—555 2
z535 85 338353337 2373*228
55 — 3 2 —*c 22 2 2 ——
22 ——255 22—3 55 53323—22 * F —2254— —
53833533535 ——— 8 2354868 38
— 322282 5. 3z2—— —2 —— F 23 28
5323229 532 323 323—— —3383825 —— 536 „88 3328
228 58 * 9 — 52—523835 2* — — 22
z 3373383—333 8 3557353335
33 2 3 8 27 — *8* 55538 * — —F 583* 55*
533835535 »53 533835 6—328 — — 5 —— 5 — —A —
— 2—8s8522 2 57 —— 58 5 833
3338323555233558* —A—— 2, 739 58533**53
—8 2 * —23 * —A —— — 2 — —— * 2 * 2
— 5 3 — 353 733*53 ——— * 55324*8
39735—555 — 52 —— 25533 5—522—245 — 3 52* 5*
—3 — — * 2 — 8522527 — —A — „28E35 — 25853235
—A— — 52522 582 —A ——— —237 — 57 2
— 32 E 5335—2—32 —x —— — —— — 38 5 * ——E
— —V—— —— —25— 553 58
28 — —— —— — 3533— 2581532 * 7 — 5 5 23353 38
3533 —633335333 35557 — 351* 588 355825 ——
25 —22 * — 133233 2 — 2328 8 —2825 *—3——5355 2
—A — — 532334 338*
—532 55532532—28 825 —73 23 53z5333252 27 552
3553 —7333523—8 83 —3— 83 —338366*
z253555—2533 53587 3 3333— 533533 33 8383 33323357
— — 8 2——— — F EE BBRER E
2
8338 2
* * — — —X
35 33 F
252 22 2 2
22 — 55 — 2 — 852
22 2833*53 5 3322833* 387
—A 553353535 O * 3** 553383 ——
2 * — 23532 *273 5355228 5 76
s5 2 ** — 255353233 55 5353287 * 27
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235 55 237 5283 333683 3577 3533735 532387
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        Slt. Ingbeiler Anzeiger.
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ver St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, GSonntazs mit illustrirter Vei.

lage), erscheint wochentlich piermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag and Sonntag. Der Abonne ment spreis beträgt vierteljährlich

i Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswürts mit 15 Pfy. fur die viergespiltene Zeile Blattschrift oder deren staum. Recla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

— —

M 56. n Donmnerstag, den 12. April 3 1877.
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Deutsches Reich.

Berlhin, 10. Apr'l. Die „Post“ hört aus gewöhnlich
zut unterrichteter Quelle: „Der Ka'ser hat das Pensionsgefuch des
Fürsten Biswmarck in Gnaden abgelehnt. Doch wind dem Fürsten ein
ängerer Urlaub bewilligt (bis Ende August). Die Vertretung in allen
Keichsgeschäften erhält der preuß sche Min fter: Vicepräsiden Camp⸗
jausen als ältester Minister. Dem Reichstage geht morgen eine
»ezügliche Melduang zu.“ — Die ‚Rordi. Allg. Ztg.“ widerspricht
uuf das Entschiedenste der Behauptung, daß von Seuͤen des Kaisers
nder des Fürsten Bismarck mit irgend Jemaund über die Nachfolge
m Amte des Reichskanzlers verhandelt worden sei. — Fürst Bis⸗
narck erhielt gestern von dem Konige von Italien eine prachtvolle
ransparente Alabastervase als Geburtstagsgefchent.

Berlin, 10. April. Der Landtagsabgeordnele Cremer,
rüheren Redacteur der „Germania“ (jetzt Redacteur der klerikalen
„Bavaria“ in Würzburg) wurde heute vom Kammercgericht wegen
Zeleidigung des Königs von Bayern zu einer Gefängnißstrafe von
wei Monaten verurtheilt. Das Stadigericht als erste Instanz
jatte auf Freisprechung erkaunt.

Straßburg, 8. April. Wie verlautet, wird der Kaiser
m 80. April, Nachmittags gegen 8 Uhr, hier eintreffen und am
Bahnhofe von Sr. Excellenz dem Ober Präsidenten v. Möller und
Sr. Ercellenz dem Gouberntur v. Schachtmeher empfangen werden.
Der Aufenthalt des Kaisers in Straßburg wird vorausfichtlich bis
um 3. Mai dauern; das Programm ist noch nicht festgeflellt,
edoch wird außer einer größern Truppen⸗Inspektion auf dem Poly⸗
tone bei Reudorf eine Besichtigung der neuen Fortsanlagen vor⸗
eunommen werden. An den beiden Abenden soll eine Festvorstelluag
m Stadttheater sowie ein Ballfest obgehalten werden. Man sagt,
er Kaiser werde sich von hier nach Metz begeben und auf seiner
janzen Reise vom Kronprinzen begle let sein. Am Sliadthause
verden bereits Vorkehrungen zu einer großartigen Beleuchtung
jetroffen.

Metß, 10. Aptil. Die „Gemeinde Zeitung“ bestätigt die
dachricht, daß der Kaiser am 80. April in Straßburg eintreffen
ind bis zum 6. Mai im Reichslande vierweilen wirt Her werden
um uphange des hohen Gastes die umfassendflen Vorbereilungen
letroffen.

Rermischtes.

St. Ingbert. Unser Landemann Josepy Chandon,
der eben in Wien sich befindet, ist von Richard Wagner zu den
Wagnerconcerten, welche nächsten Monat in London stattfinden,
engagirt. Zur Aufführung tommen die hervorragendsten Scenen
und Nummern der Bayreuther Festspiele, und sind hiezu nebst
unserm Landsmann die ersten Krafte, welche in Bahreuth mitgewirkt.
gewonnen. Es sind vorerst sechs solcher Conceri in Aussicht ge⸗
nommen, wofür bereits sämmtliche Karlen vergriffen sind.

Professor Joachim, der groͤßte jetzt lebende Geiger, wirkt eben⸗

falls mit, und Haus Richter, Hofcapellmeister der k. k. Hofcapelle
in Wien, welcher die Festspiele in Bayreuth dirigirte, wird die
Toncerte leiten. Es ist dies jedenfalls ein musikalisches Ereigniß
für London, und vielleicht auch ein Triumphzug der deutschen Musik
in England.

— Zu Mitgliedern des Landesausschusses für das bayerische
Bewerbemuseum wurden aus der Pfalz gewaͤhlt: die Herren Rector
Dr. Kellet in Speyer, Hüttenwerkoesißer Kraͤmer don hier, Fabril⸗
zesitzer Wolf in Zweibrüfen.

tMutterstadt, 8. April. Gestern Mittag, kurz vor
'2 Uhr, stürzte dahier ein neuerbautes Gewoͤlbe ein und begrub in
einen Trümmein den Meister des Neubaues, der durch sofortige
instrengende Hilfsarbeit bald wieder, jedoch bewußtlos und ver
vundet, zu Tage befördert wurde.

7Aus dem Zeller tdal, 9. April meldet die „Pf.

ßB.“: „Unser Thal It seit Kurzem der Schauplatz von Ereignissen,
die in den betreffenden Kreisen mehr oder weniger Sensation erregen.
Die Nachricht von der Arsenikvergiftung in Stetten war auch in
die „Post“ uberRgangea. Geslern Morgen nun legte sich nahe
vei der Stat'on Albisheim ein lebeusmüder Geisteskranker — der⸗
elbe war auch dem Branntwein ergeben — auf die Schienen und
eß fich sodtfahren. Vorher soll derselbe den Tod schon in der
Pfrimm gesucht haben, jedoch vergebens. — Au Osterdienstage
Norgens waren nahe bei der Stalick Harxheim Steine auf die
Schienen gelegt. Der diensthabende Bahnwarter unlerließ es, ehe
»et erste Zug kam, die Bahn abzugehen. So fand denn der
Hüterzug das bezeichnete Hinderniß vor, ohne jedoch Schaden zu
jehmen. Ob ein bloßer Bubensteeich vorliegt — es war in Harx⸗
heim selbige Nacht Ball — oder 6 eine That der Boswilligkeit
zegen den Bahnwaͤrier beabsichtigt war, weiß man nicht. — Vor
lichen Wochen wurde auf der Siasion Harrbeim ein Korb mit
kleidungsstücken und Dürrfleisch als Frachtgut nach Bens heim
ibergeben. Der Korb kam richtig dort an, jedoch ohne einen
Schinken, der in denselben gepackt war. Auch dieses Ereigniß ver⸗
dient veröffentlicht zu werden zu Nutz und Frommen der Schinken
ersendenden Menschheit; dieselbe soll wissen, daß es auch Schinken⸗
iebe gibt, die selbige mit Eisenbahngeschwindigkeil verschwinden
assen. Wo der Dieb in diesen Fall⸗ steckt, weiß man natürlich
nicht; jedenfalls auf der Strede Hatxheim⸗Montheim⸗ Worme
Bensheint. — Noch mehr Sensation als diese Dinge in kleineren
dreisen macht allgemeine Sensation das seit einigen Tagen so
Jünstige Wetter, das der durch den Regen so lange hinausgeschobenen
Saat zu gut kommt; ferner der außerordentuch gule Stand der
Früchte und Reben und der hohe Preis der Kartoffeln, von denen
das Malter zu acht Mark verkauft wird.

Als am 2. da. Mittags der Eisenbahnzug aus Hildes.
heim sich bereits in Bewegung gesetzt hatte, um die Station
Aschersleben zu verlassen, wollte, wie das „Hallesche Tagbl.“
bderichtet, ein Reisender, der sich verspätet, die Reise noch mitmachen
und sprang auf das Trittbrett eines Wagens. Der dienstlhuende
Beamte, welcher den Reisenden an feinem Vorhaben hindern wollte,
wurde durch die Beharrlichkeit seines Gegners selbst umgerissen,
ebenso aber auch der Reisende. Beide geciethen unter die Rader
des Zuges und wurden sofort getödtet.

(Zum Kölner Dombau.) Auf oen beiden westlichen Dom⸗
thürmen sind. wie aus Köln geschtieben wird, die Abeiten an

Ausland.

U.ber den von den Internationalen in Jtalien dersuchten
lufstand wird aus Rom unterm 9. ds. Mis. berichter: Die
zolizei verhaftete am Sonntag in Pontemolle bei Rom 18 Mit⸗
lieder der Internationalen, welche im Begriff waren, sich zu einem
Jaufen zusammenzuschließen. Der Trupp in der Provinz Bege⸗
ento hat sich in zwei Haufen getheilt; der cine derselben, unter
Führung eines gewissen Cafiero. ist in den Flecken Lelino bei Piede
nonte eingedrungen, hat das Gemeindehaus desetzt und das Archid
ungezündet. Der Opinione zufolge wäre dieser Haufen zersprengt
vorden, mehrere Personen, darumer der Anführer Cafiero, wären
erhaftet und viele Waffen weggenommen.

stonstantinopel, 1II. April. D'e „Agence Havas“
eldet: Der Große Raih verwarf mit 65 gegen 18 Stimmen
ede Gebietsabtretung an Montenegro. In der Diplomaten · Welt
bird die Situation aͤußersi düster angesehen.

Nach einer New⸗— Yorker Depesche der „Daily News“
errägt die Zahl der beschäftigungslosen Arbeiter in den Vereinigten
taaten gegenwwärtig 2,000,000, wovon 580,000 auf New York
mmen. Ein allgemeiner Wiederaufschwung des Geschäfts wird
aͤhrend der nächsten sechs Wochen nicht erwartet. Die Löhne sind
ist in allen Beschäftigungszweigen beträchtlich gefallen und neigen
. nmoch immer abwärts. Es werden kenme Eisenbahnen gebaut.
iele Fabriken in New England find geschlossen und über die Halfte
t Arbeiter in dieser Seition feꝛert. In den Bergbau- Diff stten
erricht großer Nolhstand
        <pb n="192" />
        Thurmhelmen so weit gediehen, daß man eine neue, 9 Meier hohe
Tiage auf das Gerüst setzt. Im Jahre 1877 gaedu⸗man den
südlichen Helm um I0und den mördsichen am 80 Fuß zu erhoͤhen und
1880denRiesen bau zu vollenden V82Jahre nach seiner Grundsteinlegung.

ig iz hee. An ven zwei Pfiagftlagen werden über
2000 Sanger aus ganz Baden sich zum Bundesfeste hier zusammen⸗
finden. Die neue stadtische Festhalle, von Professor Durm an dem
freundlichen Sallenwäldchen erbaut, gewährt den gewaltigen Ton⸗
massen volle Entfaltung und einem Publilum von 728000 Per⸗
jonen Platze. Die Preise für das Publikum von1 M. 50 Pfg.
hiß b M. sind im Hinblick auf den Werih des Gebotenen sowie
die großen Kosten mähig gegriffen.

p Lieutenant FZubovices wollte neuerdings die Donau
wischen Ofen und Pesth auf einen ausgedienten Fialerpferd durch ·
jchwimmen. Nicht nur aber, daß der zweimal angestellte Versuch
mißlang, der Reiter schwebte insbesondere bei dem zweiten Versuch
in Aerufler Gefahr. HDas Pferd hekam Nrampfe und Roß und
Reiter derschwanden sammt dem Schwimm⸗Apparat in den Wellen.
Zubovics hat es nur den Matrosen, die ihm in einem Kahne
folgten, zu danten, daß er mit dem Leben davonkam.

pültena, im März. Eine Erfiudung.) Die Betz'sche
Walidraht· Reinigungsmaschine kann den gröberen technischen Erfin⸗
dungen der Neuzeit ebenbürtig zur Seite gestellt werden. Eiufach
sn Zee Consiruckion, diefert dieselbe bei ebenso einfacher Anwendung
Resultale, welche nicht allein der Drabtfabrilation, sondern indirekt
auch demjenigen Theil der Dandwirthschaft, welcher durch die XR
haltigen Abflüsse aus den Mrahbifabriken bisher zu leiden hatte, zu
Hule kommen. Mit Recht dari nunmehr verlangt werden, daß
auf zeder Drahtfabrik, aus welcher noch jreie Säure in die Wasser⸗
aufe oder gar in Brunnen geiangt, eine solche Malschine schleunig
— Die Handele kammer in Altena (Wesl⸗
phalen) hat sich, nachdem die Ze'sche Maschine eingehend durch
Sachverstaͤndige nach Allen Richtungen hin geprüft worden, eifrigst
hemuͤht, diese Maschine sowohl in ihrem Bezirke als auch außer⸗
halb deslelben zur Anwendung zu bringen. Ihren Bemühungen
Rat zu verdanlen, daß der Erfinder und Patenlinhaker Be ß in
S. Ingbert (oayer. Pfalz) sein Patent in Preußen auf diese
Maschine für 40,000 M. vextauft hat. Etva 20 preuß sche
drahifabritanten haben sich zur sofortigen Einführung der Betz'schen
Maschine und zu einer Patenentschaͤdigungsquote von 20,000 M.
nin der Maßgabe verpflichtet, daß auch die übrigen preußischen
Drabtfabrikanten, welche die Maschine einfübren wollen, der ge⸗

roffenen Vereinbarung beitrelen kͤnnen. Der Minister für Handel,
Hewerbe und öͤffenil. Arbenen in Preußen hat sich bereit erklärt,
die weiteren 20,000 M. Aut Sigalsmitteln zuzuschießen. Eine
zentrale Anfertigung der bestellten Maschinen sichert deren solide
und thunlichst dillige Herstellung. In Westphalen, speciell aber in
illena als Vorort, sind in Jolge dessen bereils derarlige Ma⸗
chinen mit bestem Erfolg in Belrieb. Eine Maschine erfordert
inen Kraftaufwand von etwa 103 Pferdekraft. Die Reinigung
des Walzdrahtes erfolgt auf einfachem mechanischem Wege durch
Abstreifung der Schlacken. Zur Bedienung der Maschine werden
n der Regel zwei Urbeiter verwandt, welche in 10 Arbeitastunden
5000 Kils Walzdrabt von 7 bis 8 Millim. Stärle reinigen;
nach vollständiger Einübung dürflen dieselben 6 bis 6500 Kilo zu
einigen im Stande sein. Die Walzdrahtzüge in Altena haben
urchgehends einen raschen Lauf und die diden Drähte werden in
Da gezogen und durch jedesmaligen Zug stark verdünnt, weshalb
zu sich für derartige Einrichtungen nach den gemachten Efahrungen
mofiehlt, den auf der Maschine gereinigten Walzdraht vor dem
ersten Zuge noch eben im Wasser mit einem sehr schwachen Zusatz
bdon Schwefelsäure und demnächst in Kallkm elch einzutauchen. Der
esagte Zusaß von Schwefelsaure beträgt indessen auf 5000 Kilo
Walzdraht nur etwan8 Kilo Säure, ist also verschwindend.
Finen nachtheiligen Einfluß auf die Qualuãat des Drahts übt die
Betz'jche Reinizungsmethode keineswegs, vielmehr verdient hervor⸗
jehoben zu werden, daß gerade die seitherige Reinigung des Walz⸗
eahis weiche nur verguttelst Schwefelsäure und Wasser erfolgte,
etanntlich einen schädlichen Einfluß auf die Qualität des Drahtes
uszuüben vermag, da durchgehends 100 Kilo Schwefelsaͤure erfor⸗
ecuͤch waren, um 5000 Kilo Walzdraht chemisch zu reinigen.
ngeiommen, daß eine Reinigung der geglühten Drähte durch
zchwefelsaure nach bisheriger Art, wenn solche düurer gezogen
rerden, noch verbleiben dürfte, wird durch die vorgedachte mecha⸗
cische Reinigung des Walzdrahtes immerhin eine durchschnittliche
Minder⸗ Verwendung von Säure um 88 dis 90 pCt. auf Draht⸗
jabriken eintreten lönnen, der verbleibende geringe Saure· Verbrauch
‚on 10 bis 15 pCcti. ist ohne erhebliche Kosten und Belästigung
ach der Benützung zu denaturiren, so daß die schädlichen Ein⸗
virkungen auf Wasserläufe und Bruanen vermieden werden können.
x4Ihre dem Erfinder, welcher der umfangreichen Draht⸗Industrie,
mem Theil der Landwirthschaft, aber auch der Gefundheit seiner
Mumenschen einen Dienst erwiesen hat. f. K.) —
Fur die Redaction veramworilich: F. X. Deme J.

—EI
Verlobungs- Anz
Altbertine Kol

geb. Mauer,
Adolf Tci⸗
Bieberaeh St. In
vei vr⸗

Heuie Abend 5 Uhr Großer Anstich von
Jãnisch's Kaiserslauterner
aAfelLagerBier
in der
sarawanserai.-
Spez'alität in Sardellenbrödchen, sieis frische Eülze.
infle marinirte Häringe mit avece.

Mobilien⸗ersleigerung ·
Donnerstag, den 19. April
nächsthin, Vormittags 9 Uhr, in
seiner Wohnung dahier, läßt
Michael Woll, Tuncher hier
die nochbezeichneten zu der zw schen
hm und seiner verlebten Ehefrau
Anna Maria Grepung bestandenen
Butergemeinschaft gehörigen Mo⸗
hiliargegenstande als:
j Zleiderschrank, J Kücher⸗
jchrant, 1runden und 1
dieredigen Tisch, 1 Kom
mode, 1 Nachttisch, 1 Beit⸗
lade, 1 Wiege, 1 Lampe,
1 Ojfen, 1Kohlenkasten
mit Kohlenjchippe und
Schürhaken, Frauenkleider,
Geiüch, Spiegel, Bilder u.
verschiedene sonstige Gegen⸗
stände
oͤffenniich an d'e Meistbietenden
auf Credit versteigern.
St. Ingbert, 11. April 1877.
Sauer, k. Notär.
Einladung.
Alle Gewerbtreibende, die sich
hei der Ausstellung be—⸗
cheiligen, sowie auch Diejenigen,
nelche sich bis jetzt noch nicht ange⸗
meldet, werden ersucht, am Frei⸗
tag Abend 8 Uhr, als am 13.
da. Ju einer Besprechung in dem
obern Lotale des Hrn. Ober⸗
einzufinden.
Vorstand.
O. Schmidt.

Münchener Kirchenbaulotterie
zum Ausbau der zweiten protest. Kirche in München.
10.000 Treffer im Betrage von 240 000 M.

Ziehung am 1. Juni 1877. J
Preis des Looses 2 Mark. —

1 Treffer à o ον οο s a 8οο⏑ 23
3000. 645006.7 à 2000, 8 a 1000, 9 à
500 Markt u. s. w.

Loose versendet gegen Posinachnahme oder baar
Carl Lang, Bankgeschäft, München als General ˖ Agentur
Mmiederverkäuser Rabatt.

»eru Guano
Superphosphat
Knochenmehl
J J. Grewenig.
—XXX Nehenerwerb.
Vortheilhasten Verdienst u.
rute Provision gewahrt ein
berall gangbares respectables —
Jeschaft, fur welches an allen Ein —
Orten Agenturen errichtet Hühner aus
verden sollen. bedarf da- ft billigsi zu verlaufen. Naberts
zu xeiner besonderen kauf- der Erped. d. Bl
mannischen Kenntnisse und ist — —
iuch fũr Jeden als Nebenge- 12- 14 Wagen Dung
chaft leicht zu führen. Re- hat zu verkaufen
ldertanten pelieben ihre Adresse Jos. Flick.
in der Pxpoedit. ds. Bl. unter Mein in den Großgärten ge⸗
der Buchstaben MI. L. ab- legener
zugeben. G
a — — arten
Zwei frischmellige Geisen ist zu verkaufen oder zu ver⸗
hat zu verkaufen miethen
Jos. Flick. Pb. Weber, Schuhmacher.
V eene in Et Ingbert.

Zu verpachten
in Gartenstück in der Babnbos—
raße.
Naͤheres bei
J. J. Fiack sen.

Zu vermiethen
ft eine schöne Wohnung, sogleich
deziehbar, bestehend in Zimmer und
Zuͤche, zu ebener Erde im Hinter—
ebaude meines Hauses auf'm
Hoͤfchen gelegen.
B. Weißgerber.
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        222 28 2228
23 2 2— 52*—5 2223 532——8 22*582 v E
—— ssz 85 55553533 5 23535 3555
3 3 Sca —6— 28 E„ 55 —888 3342 z—85 838 58
—— 5* —2 52* * c* — —5* 5* — 3 * 5 * 8
— —* 2 22 —AA— 2 125 2 S —
2 — — — * 2— 55* s *2552 53252 52235 —5322 *8
53 —— 22 * —aã 8 . 7— ** * — 5522 —22 7 522 —2— 2—
2 — * — — — * 2528 ——— 5 * —— — E 5* .
——— —3— — 5 — ——— —52— 23 3222 — — —— — 59** —
8D.5. 232 —— 8 22* 3——5 58 2552 — —&amp; 26 —
43585223 553 —z583 56* 2580* IS58 6 23
2 532 239 882 5 232 523275 2568* 2 25 X2
* 22* 2 — — 8 * * —— —— —A 3 2— D agcr ⸗ — —
—A —x 2 8 233 *52 — 5 SB38 5 222 2822 — —* *
5 5255 ——8 52 3z3—588 8 .12 —z2352 5323 222 —2
ã 233 —A 233588 38335 — 2 55* — 272— 268 c
557* 55* 255 55 XE 53232 —358 — 25* — ⁊* 53
— 2 — 8 2 — 2* 2 * ——— — —
32.53 35 23525 552283 3583z388 335353 358 *. *
— —— 2* ———— —223233 — 2532 *
2 328333 5383 8 z3—5* 53353553 7538 —
— 85 — — — — — * e
* 5 * 6 58 252 8223242 5532 5 2 5323232 2 3 2
— 83223* 2 — — 5*253337 — —
33 ;733 0538* — — 53335. 13. 3
2535* 22 235 A 2322232 E5555 — —— 2 * Sc 2
—— — ——— 2 3 42 8* — * 2 5822
z25483338 3333535357 3851 42353 —328 282
* * — * 5529 * 209 2 * S *
—E—— z22835532* 2 52323 * 2— 557 — 432 *
——3 5 5555332533 582329 2328 52233 2 24 —
J
— —— —— 258
— J * * * — —5 8 22322 5
2 2) O0ꝰ 2 —A 52 22* z3 523 —— — 32 33
— — — — — 26 S—2 23235 53332 —A
235 33583 56 7* —5
2 28
5333* 222
32323 *2357 333 353338
53535 2 2 53253325* —
* 5z288 55 286 —5z32335* —
— 5 —A———— 5282 82
— 5557 23338 2 — 23853260 353283 —
355 — 755 z333533 3573 2 s55z3832 2
5
S 57 233 85537 255 25 — 58 538333* 2*
257 J — 525 — 2 »2 7 535237— 52 — 525 52
53* — 5355338355 — ——— 283337 525* 5z6 33* 58
5 * 8— 2 7 b 5*

— 1387 228 A 3 53375 25 37 525* 5268 2
— 3385 38832 A— 57
53 —* —A 235533 233 83

* 133333328* —A 2 ——A 3 — * E8355 —X 7
8 — 58 2 —A 23 5255353537 2
wð5 72 * 5555 555355 5 —XM — 8 352 2
2 c2 253328338 — — 52 25333 IEAS 2253323 52
2328 —* 237 3235 — — * 5333 52
532388 3337 2223355 DA38 305 2 2
22 —e— z533535 7 — — — — — 255533 k
3** 55— 3*8 —— A 2 —A 8z8688
7 SsS235 * 25852— 8* 2223 * 5*3 8323 322 8
7 333638 * z5333553 *58
22 753333237 —* 25 28 323228 53355 8
—5 — 3— 2 — — —A — 5 * — *2 — *3*
g 4 3333 583 — 72348 25338 —
— * — c 22 323 2 S —J 55558 5 5
—— ——— 53535 *
38 333 343 5283 — 23522
25* 2527 ãA— 57 —
*2 2226555* —
ñ J — 38*
233* — —
552* 3335533*8
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—8 0— 3

⸗ X —22 2 2 2 u — —— — — 2 4⸗ — —2
5553 23 55853555535353 335—332 53358 3333373355535
2*5583 838 33553873325 55352 5555 3383558,773
828 3 32353*53 3538
— * 3235 3532 63 22
2* —z*2 2D 7 —— Arx 2* * — —A —
5 s55 — 25—233333523288 * 2 83—4—6535385
225515 33555722283 123535533 353253532553327* 33253
— * — 5 —323232 2322 —A —— — —X
5 5 * —553833353325 ——A 2 3—57282 253
S 2 5* 532 823 2252 — ——— — V5 — —A
* — —— — — 2 5. 32282 2232 4 S 5385 — —
55 23—3332373833⸗ 228s 3233338— 833
— — — *z28 8* 3 — — — *
⸗ 5 3 — —3 S23 —R V282⏑2— — 832 —2—58 523 — 238 *2
22 —2 2 8 2557—82 8222 32—3535——252 38352325 522 ——— —
* 2 2382 223—32325 —A 52232 555 —
——— — . z3355658 58 233 33525583 85 53 258328 235355 *
2* 5 — — — 2 353 — 5 — 53 2 —— 35* 524 323
535.5 — —— —23 — 2—— —5383 835 385
—352 5232328 *2 8 43 — 522322 —2—325 35255325—
73 33338 3 3 345
33 33 3 33333 3
B 2 —2 5 2 — —3 28 *2 M
RAEB2 S3S553— 8 —735535353325 28332 —A
x —28 58* — c 222— 532 2 72 353 58 — ꝝ 5232
— e 7— 8R5338SS5S2 .2 223225 2 27c
— 9 —A — — 2*25135723332755* —
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53—ü —337853— 335385 335848—385 3333533333
2 —A — 5* —— — — S — a⸗ —
5238— — —— 535532335385353830
—— 52322 ———— 85
2 332262 — 5252825 582523468 —— 2 * 5 2 32 2 7227
—2558 857 58228 233325353 — —— 8535 2253 585 3355
* — 38— T * 2 — 3 — —3— F
—53553 52 8558 23253— —5325 52 22 1222 5— —32
22582 52 23222 .222 1 .
255523 558 * 25332235 52—23 52 5253535232386 — 28222
—23855 3832335 355535555535333335333335 A
53 3582 A0 83233235 5 233533552 — —
—A 535 —2 8 22252 —— 53 — 25* 25 — — — *
5232 538222 2323* 2 — — — 55353553
52 23235 — 5323 2332 — 53255333 — — — 8* —ãâ——
2 2258 252 28 — 5 22 — 5252 9*. —3— 3 4 * 35
538 — — 9 —A 322 B222298 —— 2 2 S5 38
s28523 3333335 353 33338323 38—8 338 3* 8353235382
— — *
23775353 838323585 —A 5235 z275 55355587
——252355 82433 — 552 535 83 55323583235255 — —
—ã— — 238 535 —22 352 3533533323322 33 58 2
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2832332 — — *7 —— 55 323338 * A —
358352 2223—68 „53552523 —»—53 5587—23235 — —
22 28 — — * 5sM2 —A 55 —— 28323 —A x5 —8 58
—35255 s355538 335335* 55863 85853533333 2——333255535
— — 2 2 8 2
23233 5338 43833337 553383332538
2 2* * 5 * —x *3 — — —2 .2* —
3585 Jaͤnz 33
525537 — 2257 — — —
25553 7 33 228 528333333835* A — ——
55 135325 —s—3 —3733533837 — 523 52252
2553—2 23533 335337333834538 335 7 333* ——
—2228 253 * 2 *2 na * 2* — 2 8
5z23532 —205 —3353335—832*83 2238 3»2832352324 — 2233235 —
55 5—25 ÄBBELEESEX — 53 — 282235 B263 * 55 5755 5
3232335*33375 5*31 s257* 555—558232 8 ——
8 — 22 2 3 2223 * 2 2 — S 22— 8 325
s2323333385353
8 522 55233 25360 —8 —S A33 5 2 22355532 — 2235
2225332 5232—335 * 3232 * 8 5* „23228 32* 558532338—
— 3522— 323332 5333353552533353335523288 —— * 2333
—3 * 222 —
53 3328 23c 2822 328 — 522. 2235558
        <pb n="194" />
        2 25. * 2 2223 2 22
3 —335 2— 33833353— 3 82 3
—3 33 —638
* —3 — 58 — 8 —
—⏑— — — — 333—8 835
* . —— *4 — * * 2
22 ———35*87 — 83 —38—83 3333 332232398*
s25533 338333 — 3 333
— ⸗22.22 * 525 32 S: 27 — 2 5·2.·828 * * .
*5 *552 233 — —55328 25* 22.3 2 5 72 *
3 333 3 —3 —333 537
— *2583 2 5335823 85857* —— 52 22*8* Z285 —AV——
3 — 3 — 2
2355 333 3333 23 3
* 28 —* 2 *8* 22725 ꝑ — —— J. R 22 35
22 —2283 — 28 353 28 — — 2 —A 82*3 2
8355 — 33 27 — — 358. 53 8 ——— 3 2 2 S2 3
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23— 252 83555——3338335 2093533 — —
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333 33332373 5335883355 —73235*335—3 2285 5
5523 *3 3353 —532,5755 7839 —
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35 255 —825 *8 5 252526835 —852—8385 7 2552562
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288 * * 2328833355 3535 33 532332 2
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228 23555353 53353
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—78—3583 3835 —29—323

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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illuftrirter Vei

lage), erscheint wöchentlich vViermal: Diensstag, Donnerstag, Samstag and Sonntag. Der Abonne mentspreis beträgt vierieljahrlich

1 Mark 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfq., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Kaum. Recla nen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.

ou0 —

M 57. F ——— ESamstag, den 14. Apvin 1877.

Deutsches Reich.
Berlin, 9. April. Die von verschiedenen Seiten im Reichs
iage gestellten Anträge auf Aenderung der Gewerbeordnung werden
das Plenum voraussichtlich gleich in den ersten Tagen beschäftigen.
Von einer großen Anzahl von Handwerkern aus allen Toeilen
des Neiches sind Petitionen in derselben Angelegenheit eingesandt
worden, die ungefähr Folgendes verlangen: 1. Jeder Lehrling isl
derpflichtet, seine auf Grund abgeschlossener Kontrakte bestirmte
Lehrzeit durchzuführen. Die Lehrzeit kann, ohne daß ein anderer
gesetzlich feststehender Grund dazu berechtigt, nur unterbrochen oder
beendigt werden, wenn ein Zeugniß des Lehrherrn die legale Losung
des bisherigen Lehrverhälinisses bescheinigt. Ohne ein solches
Attest darf das Lehrverhältniß bei einem andern Lehrheren desselben
Geschäfts weder fortgesezt, noch darf dem Lehrling von irgend
einer Behoͤrde eine Legilimation oals Geselle oder Gehülfe ausge⸗
stellt werden; zur Ueberwachung des Lehrlingswesens sind für
jede Bewerbegruppe behördliche Organe aus Arbeitgebern zu schaffen,
welche aus freier Wahl der Betheiligten hervorgehen. Wo In
nungen bestehen, ist sogar diesen behördliche Befugniß zu über⸗
tragen. An Platzen, wo Gewerbegruppen nicht gebildet werden
önnen, muß wenigstens ein solches Organ geschaffen werden.
Die Entscheidungen dieser Organe müssen definitiv sen, und die
ordentlichen mit Exekutiv⸗Befugniß ausgestatleten Behörden ange—
wiesen werden, diese Entscheidungen zu vollstrecken. 2. Jeder ge⸗
werbliche Geselle, Gehülfe oder Arbeiter ist verpflichtet, eine regel⸗
mäßig geführte gesetzliche Ligitimation zu besißen. Dieselbe muß
bpon den dazu Berechtiglen ordaungsmäßig ausgestellt sein, und ist
jeder Arbeitgeber verpflichtet, in derselben den Antritts⸗ und End⸗
cermin der Arbeit anzugeben. Ebenso muß Stand und Rame des
zur Legitimation Verpflichtelen in derselben enthalten sein. Der—
jenige Arbeitgeber, welcher ohne solche Legitimation Arbeitnehmer
beschäftigt, haftet mit dem Arbeitnehmer solidarisch für den Schaden,
welchen der Leßtere etwa dem früheren Arbeitgeber durch den
Arbeita:Kontratibruch zugefügt hat. 3. Gewerbliche Schiedsgerichte
mit Erekutivktraft sind in allen Orten obligatorisch einzuführen.
Dieselben haben die endgültige Entscheidung über alle zwischen Ar⸗
beitgeber und Arbeitnehmer bestehenden Streitigkeiten, welche aus
den gegenseitigen Arbeitsverhältnissen entfpringen.

Berlin, 10. April. Der Antrag Löwe, welcher eine Wieder⸗
herst lung des am 1. Januar d. J. weggefallenen Eisenzolles im
Betxrag von 75 Pf. pro Centner bezweckt, jedoch mit der Maßgabe,
daß die zur Herstellung von Locomobilen und landwirthschaftlichen
Maschinen erforderlichen Materialien und Maschinentheile zollfre'
aus dem Auslande bezozen werden duürfen, ist Segenstand der Be⸗
athung im preuß'schen Staatsministerium gewesen. Dasselde hat
woran Viele zweifelten) beschlossen, ihn von sich aus im Bundes⸗
cath einzubringen. Auch im Bundesrath soll die Angelegenheit
bercits behandelt sein und der Lowe'sche Antrag im Princip Zu⸗
stimmung gefunden haben. Uebrigens hat der Abg. Stumm zu
dem Löwe'schen Antrage ein Amendement gestellt, nach welchem der
Bestimmung: „Das gegenwärtige Gesetz tritt mit dem 1. Mai
1877 in Wirksamkeit“ hinzugefügt werden soll: „Dasselbe wird
durch kaiserliche Verordnung außer Kraft gesetzt, sobald die in
anderen Ländern bestehende Begünstigung der Ausfuhr durch that⸗
sächliche Ausfuhrprämien in Wegfall gekommen sein wird.“ Wir
find nicht völlig unterrichtet daruber, ob in dem im Bundesrathe
zu erwartenden Gesetzentwurfe das Amendement mit aufgenommen
wird. In diesem Falle würde der Entwurf die vorjöhrige Retor⸗
sonsvorlage unter Beschränkung derfelben auf Eisen im Princip
wiederholen.

Berlin, 11. April. In der heutigen Reichstagssitzung
vurde folgendes Schreiben des Reichskanzlers an den Präsidenten
derlesen: „Berlin, 10. April. Ew. Hochwohlgeboren beehre ich
mich ergebenst zu benachrichtigen, daß der Zustand meiner Gesund⸗
geit mir zu meinem lebhaften Bedauern nicht gestatlet, mich an
den hbeporstehenden Verhandlungen des Reichssstugz uu betheiligen.

Behufs meiner Wiederherstellung hat der Kaiser die Gnade gehabt,
mir Urlaub zu ertheilen, und genehmigt, daß während der Dauer
desselben meine Vertretung in den laufenden Geschäften bezüglich
der inneren Angelegenheiten des Reichs von dem Präsidenten des
RKeichskanzleramtes, bezüglich der auswärtigen Angelegenheiten vom
Staaissecretaͤr v. Bülow übernommen werde.“ Abg. Hänel sprach
den Wunsch aus, daß das Schreiben gedtuckt, vertheilt und zum
Gegenstand der Berathung in einer der nächsten Sitzungen gemacht
werde. Präsident v. Forckendeck verwies auf den Präcedenzfall
vom 17. Mai 1872, damals sei eine weilere Erdorterung an die
betreffende Mittheilung gar nicht geknüpft worden. Das Schreiben
werde selbstverständlich gedruckt und vertheilt werden. Der Äntrag,
dasselde zur Debatte zu stellen, sei übrigens geschäftsordnungsmäßig
durchaus zulässig. — Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden
mehrere Gesetzentwürfe, welche speciell Elsaß Lothringen betreffen
lüber das Wasserrecht, den Kleinhandel mit Spirituosen, das Auf—
suchen von Waarendbestellungen und den Gewerbebetrieb im Umher⸗
ziehen) in erster und zweiter Lesung genehmigt und dann die zweite
Lesung des Reichshaushaltsetats fortgesezt, wobei der Bundes⸗
commissar Michaelis erllaͤrte, die Reichsregierung beabsichtige, einen
Gesetzentwurf über Einführung der Fabrikatsteuer von Brauntwein
anftatt der jetzt bestehenden Maischraumfteuer vorzulegen.

Berhin, 11. April. Darch kaiserliche Ordre von gestern
datirt, wird dem Reichskanzler Fürsten Bismard bis zum Üugust
Urlaub bewilligt. Die Vertretung des Kanzlers ist nach dem Vor⸗
gange der Beurlaudung im Jahre 1872 geordnet; demnach wird
der Fürst in den inneren Reichsangelegenheilen durch den Präsidenten
des Reichskanzleramtes, Hofmann, in den auswärtigen Reichs-
angelegenheiten durch den Staatesecretäͤr v. Bülow und in Preußen
durch den Vicepräsidenten des Staatsministeriums, Camphaufen,
vertreten. Der Kaiser behält sich vor, den Rath des Reichskanzierk
auch während dessen Beurlaubung einzuholen.

Die „Post“ schreibt: Der Kaifer. hat, wie uns erzähll wird,
an den Rand des von dem Fürsten Bißmarckeingereichten Ent—
lassungsgesuches nur das eine Wort geschrieben: Niemals!“

JIu Kreisen, die dem Fürsten Bismarck näher stehen, wird
auch heute noch dersichert, daß die Kanzlerkrisis mit dem Urlaubs
gesuche des Reichskanzlers ihren Abschluß lange noch nicht gefunden
habe. Der Fürst Bismarck — so wird berichtet — habe nur aus
Ehrfurcht gegen den Kaiser sich zur vorläufigen Rücknahme seines
Demijssionsgesuches bewegen lassen, er sei wirklich so krank und
verbraucht, leide so an permanenter Schloflosigkeit, daß nur ein
doͤlliges Ferrhalten von allen Geschäften seinen Zustand ein wenig
erleichtern koͤnne. Namentlich soll die Gemahlin des Reichskauzlers
es lebhaft dedauert haben, daß derselbe bei seinem angegriffenen
nervösen Zu ande auf seinem Dem ssionsgesuch nicht habe bestehen
nnen. Im Uebrigen soll der Reichskanzler beim Kaiser in der
etzten Zeit wiederdolt über „Frektionen?, namentlich von gewissen
dofkreisen herrührend, sich bitter brschwert und dringende Abdülfe
derlangt haben, ja Fürst Bismarcdk soll die Abstellung dieser Uebel—
Jande geradezu für sein Wiedereintreten in den Reichsdienst zur
Bedingung gemacht haben. Während des Urlaubes wird man es
sid nun ohne Zweilfel angelegen sein lassen, geeignete Mittel zut
stonfolidirung der Verhältaisse zu suchen und dis dahin die Stell
verlretungs⸗ resp. Nachfolger⸗ Frage ohne Uebereilung zu loͤsen.

Zur historischen Entwidelung dieser Krisis sei noch bemerkt,
daß der Kanzler sich am Montag aus dem Ministerrath zu einet
einstündigen Andienz ins kaiserliche Palais begab, während welcher
augenscheinlich die obige „vorläufige“ Losung gefunden und be
schlossen wurde. In gewissen Kreifen ift es vielfaͤch bemertt worden,
daß der deutsche Kronprinz zu verschiedenen Malen und in sehr
dringender Weise den Reichslanzler zur Zurücknahme seines Ent
sassungsgesuchs zu bewegen versucht hat. Hievon find nameniliqh
diejenigen überrascht worden, welche bis dadin der Meinung gelebt
hatten, der Kronprinz werde nicht detrübt darüber sein, neue Män—
ner“ an die Spitze der Regierung tresen zu sehen. Der Krömprin—
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        hat bei diesem Anlaß bewue daß ihm Aicht weniger, als dem
Zaiser, darau gelegen, daß Furst Sismarck seinem Amt erhauten
jleibe. Was aber den Staateminister a. D. Delbrück anbetrifft,
vessen Nudiem deim Kalser mehrfach mit Planen in Verbindung
gebracht wurde, diefen verdienten Patrioten Bisbmarés Nachfolger
Derden zu lassen, so sieht fet, daß es ihm an jedem Wuns che dazu
gebricht. Die Freunde des Herrn Delbrück schildern ihn frei von
edem Verlangen, eine wie immer geariete amtliche Thaätlichkeit wie⸗
det aufzunthmen, Er⸗ lebt ven Quellenstudienfunr ein großer;ẽ
vissens haftlichet Werk, welches er unter der Feder hal und das sich
zur Aufgabe macht, ‚„die Geschichte zur Handelspolitik Preußens,
des Zol vereins und des deutschen Reichs“ in ihrer Entwicelung zu
jchildern.

Berkin, 11. April. Der deutsche Botschafteraam · groß⸗
zritannischen Hofe, Graf zu Manster, welcher seit einigen Tagen
hier anwesend ist und in dieser Zeit mundlich genaueren Bericht
uͤber daa Londoner Prolokoll und dessen Zuitandekommen abgeslattet
hat, wird am Samstag sich auf seinen Posien nach London zurückh
zegeben, Graf zu Münster, sowie auch der Staatsminister General
der Infanterie d. Stosch und einige andere Peisönlichlesten waren
pon den kaiseclichen Majestäten gestern (Dieustag) Abend mit Ein⸗
ladungen in den königlichen Palast beehrt worden.

Ausland.

Antwercpen, LI. April. Anläßlich der gestern statt⸗
dehabten Ersatzwahl eines Deputitten, bei welcher der Klerilale
haron Osh mit 460 Stimmen Majorität gewählt wurde, fanden
Abenda Ruhestörungen in den Straßen statt. Mehrere Personen,
darunter ein Poliseiagent, wurden verwundet und 12 Personen
zerhaflet. Die bewaffnete Bürgergatrde ist zur Erhaltung der
Ruhe thätig.

gondon; 11. April. Die Tuürkei beantworiete das Pro⸗
wotoll ablehnend und gesteht die Entwaffnung, sonie die Ahsendung
zines Gesandten nur im Falle des gleichen Schrities von Seiten
Nußlands zu. Der „Times,“ „Daily News? und underen Blüt-
ern meldes man aus Petersburg und Konstantinopel, doß alle Hoff⸗
nung auf Ethaltung des Friedens gejchwunden und das Kriegsma⸗
nifeñ Nußlands am 18. zu erwarten sei. Rur der Berliner Corre⸗
pondent der „Times meldet, daß die Erhaltung des Friedens noch
mecuch seee..

VLondon, 11. April. Die hiesige türkische Botschaft erhielt
den vollständigen Terxt der Adresse des türlishen Parlaments an den
Sultan, welche in dem Saze gipfelt, daß die nürkische Reichsbertre⸗
ung im Vertrauen auf —*F förmlich und einstimmig jede
wie immer geartete Einmischung der auswaͤrtigen Maͤchte in die iu⸗
neren Angelegenheilen des ottomanischen Reiches durchaus ablehnt
und von einer Intervention des Auslandes in das Verhältniß des
Padischah ju seinem Volk nichls wissen will. Dieser Satz soll im
neuesten kürkischen Rundschreiben als leitender Grundton wieder⸗
Aingen. 3
vdie Agence Havad“ me⸗ldet aus Konstantinopel. vom
i0. April d'e Geschaftsträger erhielten heute Mittheilung von
der Enschließung det Piorte, welche das jüngste Rundschreiben der
Pforte bestätigt, worin sie die Durchführung der Reformen ver⸗
Jeißt, dem Protokoll aber nicht beitritt und die Bedin ugen der
crinlwoffnung zurückweist. Die Pforte protestird gegen die Voraus⸗
setzung neuer Metzeleien, welche durch Organisicung der Gendarmerie
perhindert werden würden. — Krieg oder Frieden hänge jetzu von
der Aufnahme ab, welche das fürkische Rundjchreiben von Seite
Rußlands findet. .4— —

Bukarest, 11. April, Hier eingetroffene Nächrichlen signa⸗
nisiren Vorwärtsbewegungen der russischen Armee gegen die Grenze
der Moldau.

Petersburg, 11. April. „Golos? schreibt: Im Falle der
Frneuecrung der Feindseligleiten zwischen der Pforte und Montene⸗
gro, welche einer eutschiedenen Weigerung, die Forderungen des
Hroiokolls zu erfüllen, gleichläme, würde Rußland nichts übrig
hleiben, als die an der lürkischen Grenze zusammengezoger en Truppen
borwättz rücken zu lassen. „Wahrsche'nlich schon nächste Woche
vird Europa klare Beweise von dem festen Entschlusse Rußlands
erhalten, das Ziel zu erreichen, für welches die Truppen an der
Grenze vereinigt wurden.“

Petersburg. Man schreibt aus Kischeneff: Die Zeichen
und Symptome mehren sich, welche auf den immer näher rüclenden
Zeitpunkt einer Aclion deuten. Soeben ist die Anordnung erlassen
vorden, daß allen Commandanten größerer Truß penlörper photo⸗
graphische Aufnahmen von wichtigen Terrain⸗Abschnitten, befestigten
Hunkten und Festungen in Bulgarien, sowie des kürkischen Donau⸗
Ufers zugängig gemacht werden. Es zeigt sich, daß die ruffsische
Zriegsleisung längst auf alle Behelfe für einen Feldzug in Bul⸗
arien vorbedacht hat.Große Kisten mit derlei photographischen
Aufnahmen befinden sich hier im Haup:!quarktier.

zils Symptom der acut gewordenen Situation mag shließlich
noch solgende Anordnung dienen: Hier, in Bender und Tiraspol

vurden im vorigen Herbfte große Baͤdereien errichtet, welche Zwie⸗
sac vorzubereilen haiten. Vis jeht sind Hundertiausende von Pud
Zieses Trockeenbrodes angeferligis worden. Dieser Tage kam die
Drdre, daß alle diese Vorrüthe ohnt Verzug nach näher bezeichneten
Brenzpunkten abzusenden seie.

Was die eigentliche militärische Bewegung betrifft, so ist die⸗
nalbe jetzt wegen der Passionswoche vollständig sistiri. Die Truppen
erbleiben bis zum 10. in ihren bis jett oceupirten Quartieren.
Finem allgemein verbreiteten Gerlichte zufolge soll jedoch nach dem
10. April eine allgeme'ne Vewegung in der Richtung gegen den
Pruth zu staufinden. Jedenfalls find alle Maßregeln geiroffen,
in auf das ersie Signal eine concentrische Bewegung zu beginnen.

Der Truppennachschub war in der letzlen Zeit so groß, daß
nau in Ofsicierstreisen die Totalziffer der „octiven Armee“ bereits
Iz eine weit über ben Bedarf eines Krieges gegen die Türkei
zinausreicheude bezeichnet. Es ist nur zu natrlich, daß man
llerlei Combinanoren an diese Thatsache knüpft, von denen einige
Jjanz und gar abenteuerlich klingen. Das Wahrscheinlichste ist,
zaß men in Petetsburg die Tradition von zweijährigen Kriegen
nit der Pforte nicht wieder aufleben sehen möchte; man bietet eine
Macht auf, welche geeignet ist, in der möglichst kürzesten Zet
zine eclatante Enischeidung aüf dem eveniluellen Kriegsschauplatze
hjerbeizuführen. Die hierfür gemachten Ausgaben sind riesig. Man
chauptet die Mobilisirung der Armte, wie die Anschaffung des
driegematerials und die Erhaltung des Heeres haben bereits mehr
AIs diercundert Millionen Rubel absorbiri. Die seriegtlassen sind
noch immer voll, es lommen aus Petersburg fortwährend große
Suumen. Polit. C.)

RVermischtes.

8S1. Ingbert, 18. April Dar Presbylerium hat gestern
»in im mige beschiossen, bezüglich des hier eingeführlen sog.
zeuen Getangbuches leine Aenderung zu treffen. (w. —
7 Vie „Kaiß. Zig.“ fordert die Gemeindeverwaltungen der
Ffälzischen Slädte auf, eine Adresse an Kaser Wilhelm zu richten:
r moge auf seiner bevorstehendeii Reise ins Reichsland auch der
Bfalz einen Besuch abstatten, dam't die überwiegend nat onalgesinnte
zfalj dem deuischen Kaifer persönlich ihre Verehrung bezrugen koͤnne.

4 Erstein, Elsaß), 9. April. Die Bürgermeister des
Zreises Erftein beschlossen heute Namens des Kreisezs, St Maj.
dem Kaiser Wilheim' bei seinem demnächstigen Besuch im Elsaß
ine Ausfahrt nach dem Od!lienberg nebst Diner auf der Höhe
mzubieten. J

fKusfel, 10. April. In der Nacht vom Sonndag auf
Montag braunten in dem eine Stunde von Baumholder gelegenen
teußischen Dorfe Ausweiler 7 Häuser nebst den dazu gehdrigen
Deconomiegebäuden ab. In den zuerst vom Feuer ergriffenen drei
Häusern giug das gesaminie Mobiliar verloren, die andern Gebãude
onnien noch rechtzeitig ausgeräumt werden. Dem erhaltenen Be⸗
icht zufolge war Hülfe nicht in autreichendem Maße zu Stelle,
nach Baumholder z. B. erst viel zu spät Nachricht gesandt worden,
und es wird dadurch zrklärlich, daß das Feuer eine solche Ausdih⸗
nung nehmen konnte. an. 3.)

Das „Aschaff. Int.Bi.“ bringt nachstehende Ecklärung des
derrn Dr. Kittel: „So seht ich würsche, daß ich Unrecht habe und
nich täusche, will ich vorsichtehalder doch nicht zurüchhalten mit der
Bemerlung, daß das Jahr 1877 ein nasses werden zu wollen
Heint, damit die Leute die noͤthige Feldarbeit nicht verschieben, son⸗
dern jeden günstigen Tag benuten und nicht auf bessere, anhaltend
choue Tage warten.

Frantfurt. Gestern wurden zwei hausirende Fran⸗
os⸗ n wegen Verausgabung von falschen 80,Pfennig- und Thaler⸗
tücken verhaftet.

Der 33jährige Karl Stieber aus Wörthea. Rbh.,
er die Feldzüge 1886 und 1870,71 als Soldat mitgemacht hat,
i jungst arm und gebrechlich, fafi erblindet, aus Amerika zurüd
Jelehrt, wohin er im Jahre 1872 ausgewandert war. Die dffent
uͤche Mildthatigkeit wird für ihn in Anspruch genommen.

Kaffel, 7. Äpril. Ein württembergischer Cavalerle⸗
ifficier, v. Arndoiff, welcher die Wette gemacht hat, mit elnem
ind demselben Pferde in 11 Tagen ven Ludwegsburg nach Schwerin
u reiten, war am 4. de. dier eingzelroffen und hat Tags darauf
einen Rilt nach Hannov. Münden fortgesettzttz.

p'Am zoeilen Oster⸗ Feierlage dagie in Mainz der vierte
dongreß der selbstständigen Schuhmachermeister des deuntschen Reiches.
Die Beachlusse gehen, um Roͤglichstes Verständniß uber die gemein ⸗
chaftlichen Interessen zu erzielen und die gegenseitige Concurrenz
zu regein, 1) auf Zeranstalturg regelwäßiger Wanderversammlun⸗
jen, 2) Verkauf nur gegen Baar oder auf kurze Fristen. Der
ritte Punkt der Tagesordnung bettaf die Concurrenz der „Zucht⸗
aus⸗Arbeit, welche jährlich über eine Mill onen Paar Schuhe
sefere. Man wird gegen die Zuchthausarbeit bel der Regietunz
        <pb n="197" />
        einkommen. Schließlich wurde Gießen zum Voroꝛl fut daß nachste
Jahr gewäͤht 63*
9J * Aushtgung von Nickelmuͤngen — hal, an den deutschen
Nanjftatten ganzlich aufgehott, dagegen warden in def Uetzlen Jeu
in allen 9 Vtünzstätten Zweimatkstüce geprägte gußerdem wurden
nir in hrei Münzltätten Funfzigpfennifüüce üud in einer Zwei⸗
afentigftaͤke ausgeprägt. In naͤchster Zeit beginat die Autpraͤgun
don — — das Golb zu denselben
ꝛen Münsstaͤtlen bereits überwiesen.
7 Vom Wiener Central⸗ Untersuchungsbureaul wurde der Graf
oon Wagensperg, zu Budweis in Böhmen geboren, nach Graf in
Steiermark zustaͤndig, wegen Bettelns mit gebundener Marsch⸗
outt heimoew eshe. J
Durch Pariser Berichie war die Nachricht verbreltet worden,
»aß am 31. v. M. der Mont⸗Cenis⸗Tur nel eingestürzt sei und daß
ogat Eisenbahnzüge in deimselben blokirt seien. Wie nun die Pa—
eis: Lyoner Bahngefellschaft imittheilt, vestütigt eine Depesche des
—A daß nirgends ein Einsturz erfolgte nd dei
ẽ senbahndienst durch den Tunnel nicht die geringste Störung eriitten habe.
ISt. Peterburg, 5. April. Der Prozeß der Soc a—
isten ist entschieden worden und die meisten Augetlagten haben
Strafe erhalten. Unbegreiflich ist es, wie Leute aus der Gesellschaft
aind von guter Erjziehung in ihrem socialistischen Fanalismus
veit gehen dieae sich als gewöhnliche Arbeiter in Fabriken auf
zehmen zu lassen, um das Volk zu bearbeiten. Unter den Verur
heilten befindet sich unter Anderen ein Fräulein Wawara Nilolu-
ewna Batiuschkow. Als Exnkelin eines Senators, Tochter eines
vitklichen Siaalsralhes, Nichte eines General Adjulanten, erhieit
Fräulein Vatinschlow eine auszezeichnete Erz'ehung; sie soll ein
hermizen von 20,000 Rubeln Rente besitzen. Dennoch, fand man
ie baarfuß und in schmußigen Kleidern in einer Fabrik, wo sie den
Weibern socialistischt Schriften vorlas und sie zur Uczuftiedenheit
jegen die Regierung aufhetzte. Wie verlautet, sind in verschiedenen
Stuͤdten neue Verhaftungen vorgenommen worden und siht ein fer⸗
erer Socialisten⸗Prozeß in Anssicht. —75
(Dampfheizung in Amerika.) In den Vereiniglen Staaten
Rordamerikas ist Gasbeleuchtung und Wasserleitung in allen Häu—
ern sämmtlicher Städte längst eingeführt. In der letzten Zest ist
nuch die Dampfheizung ganzer Gebäude vom Keller bis zum Boden
ort immer allzemeiner geworden. In den meisten Städten der
sepublit besitzt die Hälfte der Häuser diese vortheilhafte Eiurichtung

dereits. Eine Gesellschaft, walche —7 sz einem Stadichen des
Staateg Rew⸗Yotk zebildei hat, will die Dampsheigung in noch
e Enbilrgerre und⸗ zunuchst damlt beginnen,
zanze Haäusergruppen mittelst Dampfes zu 333 Zuerst wird die
emeinsame Veheizung einen: bestimnten Rauͤm von eiker halben
Zuadratmeilb umfassen. Von dem Centralheerde lorrden nach pier
haupirichtungen Roöͤhren von vier Zoll im Durchmesser fuhren, von
velchen kleinere, nur einen Zoll im Durchmesser, sich abzweigen
ollen.“*Die gußeifernen Roͤhren werden uner dir Etde anhebracht.
Der Etfinder hofft den Verlust zun Watmestoff auf das geringste
Maß zu beschränken, indem er die Röhren mit einer Umkleidung
von Asbest und Holz versieht. Der gelieferte Dampf kann für
Apparate jeder Art, sowohl für die Beheizung als fur die Küche
)der für andere Zwecke verwendet werden. Durch das Drehen einet
Pahnes wird man allen Räumen des Hauses eine gleichmüßige und
biständige Wärme verschaffen können. Die Kosten des neuen Be—
zeijungsshstems werden nur den dritten Theil derjenigen für den
bis jezt übliche betragen. Die, diesem Zwech dienenden Apparagke,
velche auf den Ausstellungen in Wien und Philadelphia zu sehen
waren, haben bekanutlich erwiesen, daß der Dampf durch sie X
ine englische Meile weit geleitet werden kanng.
GZur Beachtung fuͤr Plütter.) Bei den jetzt immer wärmer
verdenden Tagen ziehen Nachmittags ganze Schaaren Kindermädchen
nit den zierlichen Wägelchen und den Kiadern hinaus ins Freie,
um die Kleinen die frische wohlthuende Lust einalhmen zu lassen.
Vorn auf dem Wägelchen liegt gewöhnlich eine mehr oder weniger
ein geftickte Decke von wesser Farbe, und das Auge des zarlen
Zäuglings ist gezwungen, den, durch die weiße Farbe der Dece
Jervorgebrachten blendenden, sharfen Reflex der Sonnenstrahlen
zuszuhalten. Die meisten Eltern scheinen nicht zu w'issen, daß Dies
ür die Sehlraft des Kindes von den schlimmsten Folgen sein lann
ind bei längerer Dauer und dfterer Wiederholung einen uͤngeahnken
Schaden am Auge hervorbringen muß. Wir machen daher d'ie
kllern zanz besonder? darauf ausmerksam ‚daß gerade die weiße
Farbe diejenige ist, welche sich am wenigsten fücr Decken auf Kinder⸗
vagen eignet. Die beste Farbe ist jedenfalls grün“ oder „blau.“
Diejenigen, denen das Obengesagte nicht einleuchtet, erinnern wir
an die Wirkung des Schnees guft, das Auge eines erwachsenen
Menschen beim Reflex det Sonnenstrahlen im Winler, welche dann
iber offenbar nicht die Kraft entwickeln können, wie im April oder
einem späteren Monate.

—
Bekanntmachung.
Es kommt immer noch vor,
aß die Anzeigen über den Ein⸗
ind Austritt von Dienstboten,
Aufnahme‘' oder Entlassung von
pandlungsdienern Gewerbsge⸗
silfen, Gesellen oder Lehrlinge
zon Fabrikarbeitern oder Tag⸗
oͤhnern, welche hier keinen festen
Wohnsiz haben, unterlassen
oerden.
Dies wird mit dem Bemerken —
ꝛen hiesigen Diensthertschaften Zu vermiethen
ind Arbeitgebern ꝛc. bekannt ge st eine schöne Wohnung, fogleich
jeben, daß gegen jede Unterlaf- zeziehbar, bestehend in Jimmer und
ung nunniehr prospkollirt wird. rüche, zu ebener Erde im Hinter⸗
St. Insbett, 12. April 1877. zebäude meines Hauses auf'm
das Poltzeitkommissariat döfchen gelegen.
Eckerlein. P. Weißgerber.
Von meiner Fignlaufsreise zurückgekehrt, ha de ich das Neuesse in
xEIn
uusgestellt und lade die geehrten Damen von hier und Umgegend
um Besuche freundl hst ein D
Frau Glise Jischer.

Bekanntmachung.“
Auf die Bestimmungen des
dokalpolizeibeschlusfes in Bezug
nuf öffentliche Reinlichkeit werden
zie hiesigen Bewohner aufmerk⸗
am gemacht und wirdgZzugleich
zemerkr. daß gegen jede dergl.
Uebertretung protokollirt wird.
St. Ingbert, 12. April 1877.
Das Polizeikommissariat:
1

— 22
22*

2

NMotto: Ihr habt
—F das Gute so nahe!“
dpitzwegerioh⸗
daft
allererst seit 1871 geprüft,
allerhoͤchst sanctionirt; rühm—
lidst bekannt, ficheres, über
allen Zweifel erhabenes, ge
wiß aucb dankbares Mittel
gegen Brust⸗Hals und
nepedn Bron⸗
chial Verschleimung
Husten Catarrh re. ꝛc.
Die Resultate sind über⸗
caschend.
Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon 50 Pfg. 1 M.
und1 Mart 50 Pfaqa. in
St. Ingbert bei Joh.
Friedrich aud in der
Fabrit von Paul Hahm,
Dettelbacha. M. bei
Würzburg.

Es dürfte für Jeden, na⸗
mentlich aber für Kraͤnke,
welche in Zweibe darüber find,
was sie zur Beseitigung ihret
deiden thun sollen, nicht uninte⸗
ressant sein zu erfahren, daß in
dem Bülchelchen: F
Offener Brief
an Hr. Brninsma
die in dem vielfach angezeigten
Buche: „Dr. Airo's Naturheilme⸗
hode“ abgedruckten Att este naher
desprochen werden. — Wer sich
davon überzeugen will, was Wah⸗
res an den Attesten ist, der lasfe
fich von Richter's Verlags⸗Anftali
in Leipzig obigen Brief kommen,
welche denselben auf Fraucover—
landen aratis u. franco versendet

Frucht⸗; Brod⸗ und

Fleisch⸗Preife der Start

Zweibrücken vom 12. April.

Weizen 12 M. 18 Pf. Korn

9 M. 72 Pf. Gerste Zreihige

0 M. — Pf. Gerste «Areih.

0M. — Pf. Spelz 9 M.

30 Ppff. Spelzkern — M. —

pfg. Dinte M. —Pfo.

Mischfrucht O M. — Pf. Hafer

8 M. 43 Pf. Heu 5 M80

Pf. Stroh 4 M. 73 Pf. Kar⸗

soffeln 4 M. — Ppf. per Cir.

Weißbrod 193 Ko. 68 Pf. Korn⸗

brod 8 Ko. 82 Ppf. ditio 2 Ko.

55 Pf. ditto 1 Kilo. 28 Pf.

— — — 99 dip

34 0 on Paar Weck 190 Gramm oepf.
Zwei Zimmer Rindft. Duat bo ph“.
im obern Stod dat zu vermiethen Quai. 54 Pf. Kalbfl. 54 Pf.
Theobald, aufer Pamfl. 52 pff. Schweinefl. 66
im Ort. Pf. Butter 1M. 36 Pf. pet Pfd

F —W 32
Ein Logis
sofott beziehbar, og Zimmer
und Klüche bestehend, im Augufst
Bernhard'jchen Hause in der
Oberstadt, ist zu vermiethen.
Näh. sagt die Exped. ds. BlI.

—— JA
        <pb n="198" />
        Bekanntmachung.
militär⸗Ersatzgeschäft für das Jahr 1877.
Musterung und Loosung der Militärpflich⸗
ligen, sowie Prüfung und Verbescheidung
der ZJurückstellungsgesuche von Militarpflich⸗

tigen, Reservisten, Ersatzreservisten und

Landwehrmännenr .
Nach dem festgestellten Geschäftsplane wird die Ersatzkommijssion
rür den Aushebungsbezirk Zweibrücken in der
Zeit vom 18. April bis einschtießlich 25. April nächsthin —
mit Ausnahme des auf den 22. April fallenden Sonntags —
äaglisch Vormitiags um 8 Uhr und Nachm tiags um 8 Uhr
m Saale des Wirhes Martin Schmidt (Jägetrslust) zu
Zweibrücken zusammentreten, um vom 18. April bis ein⸗
hließlich 28. April die Musterung, d. h. die Messung und Visi
salion der Militäpflichtigen, am 24. April die Verbescheidung der
Besuche sowohl dec Militsörpflichtigen um Zurücksstellung, als auch
zer Reservisten, Ersaßgreservisten und Landwehrmänner um Ver⸗
eßung hinter den letzten Jahrqg ing der Reserve, beziehungsweise
danddehr, und am 25. April die Loosung vorzunehmen .

I. Zur ;ISI. haben sich einzufinden: I
am Mittwoche den 18. April nächsthin die Mi—
iitärpflichtigen der Burgermeiflereien Rohrbach und St.
Ingbert.
an' Donnerstage den 18. April nächsthin die
Milttärpflichtigen der Bürgermeistereien Ensbheim, Ommers⸗
heim, Bebeisheim und Blieskastel.
am Freitage den 20. April nächsthin die Militär⸗
yflichtigen de Bürgermeistereien Aßweiler, Gersheim, Nieder⸗
würzbach, Niederauerbach, Eindd und Ernstweiler.
am Sainstage den 21. April nächsthin die Mili⸗
ärpflichtigen der Bürgermeistereien Walsheim, Medelsheim,
Vroßsteinhausen, Breus helbach, Altheim, Mauschbach, Horn⸗
hach, Rimschweiler und Irhein.
am VMtontage den 23. April nächsthin die Mili-
arpflichtigen der Vürgermeisteceien Niederhausen, Knopp,
Schmitisdausjen, Reifenberg, Webenheim, Mitteldach und
Zweibrücken.
gu erscheinen haben alle im Jahre 1857 geborenen Mililaͤr⸗

oflichugen sowie alle Militärpflichtigen früterec Altersklassen, über
deren Diensipflicht noch nicht definitiv enischieden ist, das heißt
alle HMilitärpflchügen, welche weder einem Truppentheile zur Ab⸗
reifiung ihrer geseßlichen Dienstpflicht uberwiesen, noch zur Ersatz ⸗
reserve designirt, auch nidt für unbrauchbar oder u würdig zum
Militärdienste erllärt worden sind, vorausgesetzt, daß die Militaͤr⸗
pflichtigen Angehoͤrige des deutschen Reiches sind und sich gegen ⸗
wärtig im Aushebungsbezirke Zweibrũcken entweder dauernd oder
nur vorüber gehend aufhalien.

Von dar Gestellungspflicht ind entbunden und brauchen
daher zur Musterung nascht zu erscheinen:

vie bereils als Einjährige oder Dreljährige freiwillig Die⸗

nenden,

2. die von den Truppemheilen als Freiwillge Engagirken.

3. Diejenigen, deren Gesundheitt zustand die personlicte Geftellung

unmoöglich macht, z. B. Gemüthekranke, Bloͤdsinnige, Krüppel.
Die uͤnmoͤglichteit des Erscheinens muß jedoch durch ein auf
persönlicher Anschauung beruhendes Atiest eines Arztes und
der Gemeindeb hörde bestätigt und muß das ärztlide Zeugniß
uͤberd ieß, wenn der ausstellend: Arzt nicht amtlich angestellt
in, von der Gemeindebehörde beglaubigt sein. Wer an
kpilepsie (Falljucht) zu leiden behauptet, hat auf eigene
Zoͤsten 3 giaubhafte Zeugen h'efüc zu stellen.

diejenigen, weichen entweder wegen Ausbildung für ihren

päteren Lebenoͤberuf oder wegen dauernden Aufenthalts im

Auslande Ausstand für das laufende Jahr oder laͤnger be⸗

willigt worden ist.

Alle jum Erscheinen bei der Musterung verpflichteten Miliraͤr⸗
flichtigen früherer Jahr gänge haben ihre im vorigen oder in einem
ruheren Jahre empfangenen Loeofungasscheine mitzubringen.

Miũtarpflichtige, welche ungeachtet ge enwättiger Belannt⸗
machung sich zur Musterung an dem oben füuͤr die belreffende
Buͤrgerme isterei, zu welcher sie gehören, bestimmten Tage nicht
stellen oder bei Auftufung ihres Namens im Musterungslokale nicht
anwesend find, werden gemäß 8 33 des Reichs⸗Militärgefetzeß
dom 2. Mai 1874 an Geld bis zu 30 Mart oder mit Haft
zis zu 3 Tagen gestraft und verlieren die Berechtigung, an der
doosung Theil zu nehmen, sowie den Anspruch auf Zurüdstellung
and resp. Befreiung vom Militaͤrdienste. Wer sich der Genellung

oosswillig entzleht, wird als unsicherer Diensipflichtiger behandelt,
de h. sofort zur Einstellung gebracht.

U. Zu der am Diensta,ge, den 24. April nachsthin,
Vormittags sunfindenden Prüfung und Verbeschei⸗
dung der Gesuche von Militärpflichtigen um Zurückstellung
owie don Reservisten, Ersazreservisten und Landwehrmännern um
Bersetzung hinter den letzten Jahrgang der Reserve, beziehungsweise
der Landwehr, haben diejenigen Personen, zu deren Gunsten die
Besuche um Zurückstellung von Militärpflichtigen eingereicht worden
and, zu erscheinen, damit die Bezirks Ersaßkommission selbst zu be⸗
urtheilen im Stande ist, obd diese Fiee wirklich arbeits⸗ be⸗
iehungsweise aufsichtsunfähig find oder n'cht. *
iet Am Vn stage, den 24. April nächsthin, Nach⸗
mittags, werden die Listen gegeaseitig mit einander verglichen
and richtig gestellt.

1F. Am Mittwoche, den 25. April nächsthin, findet
»on Morgens 8 Uhr an die Loosung statt. Den Militär⸗
flichtigen ist es freigstelli, ob sie zur Loosung persoöͤnlich erscheinen
vollen“ oder nicht. Fur die abwesenden Militärpflichtigen wird ein
Mitgl'ed der Bezirks⸗Ersaßlommission das Loos ziehen.

Alles dies wird gemäß 8 61 Ziff. 2 der Militär⸗Ersatz⸗
Irdnung andurch zur allgeme,nen Kenntniß gebrach.
Zweibrücken, den 20. Maͤrz 1877. —
der Civilvorsttzende der Bezirks-Ersatzkommisston

Zweibrücken,
Schäfer.

. .. —— J
Heinrich Leonhardt. Nilolaus,
5. von Nitolaus Müller. 26.
friedrich, S. von Joh. Thiery.
27. Jakobina Angela, T. von
Johann Andreas Breit. Katha⸗
ina, T. von Karl Bohn. 28.
Sixtus Anton Albert, S. v.
Albert Schultheis. 29. Ludwig,
5. von Georg Wad. Martin,
5. von Georg Meyer. Jakob,
zohn v. Johann Kreib. 80.
darolina, T. v. Joh. Kipchen. 31.
Beltorina, T. von Georg Bauer.
Maria, T. v. Valentin Weidmann.

B. Eheschließungen:

17. Maärz. Johann Jung
mit Karolina Planz.

C. Sterbfalle:
8. März. Elisabetha Müller,
12 J. alt, Ww. von Johann
„chant. 10. Katharina 4 J.
3M.alt, T. d. Nikotaus Grell.
18. Julius Ludwig, 27 T. alt,
5. v. Friedrich Christian Ecker⸗
in. 15. Maria Katharina
Auirin, 25 J. alt, Eheftau v.
jatob Becker. 16. Heinrich,
M. alt, S. v. Friedr. Koͤnig.
8. Magdalena, 8 J. alt, T.
. Peter Danzer. Anna Katha—
ina Kopp, 81 J. alt, Ehefrau
. Peter Latz. 19. Katharina,
Jahr alt, T. von Balthasat
—XVD
ilt, S. von Ludwig Hoffmann.
3)1. Wilhelmine Klein, 82 J.
Ut, Ehefrau von Georg Osthof.
23. Jalob Schmitt, 27 J. alt,
«Fhemann v. Marg. Jungfleisch.
Andreas, 1J 8M. alt, S.
). Andreas Gansier. 25. Philipp
Schreiner, 87 Jahr alt, ledig.
daihatina Kohl, 39 Jahr all,
Theftau v. Heinrich Baumüller.
27. Johann, 5 M. alt, S. v.
Johann Jungfleisch. 28. Georg,
I3. 8 M. alt, S. v. Peter
-chweitzer. 29. Valentin Stoͤdel
34 J. alt, Tagner. 80. The—
zesia, 11 M. ait, T. v. Adan
dauptinann.
Fur richtigen Auszug:
Der Standesbeamte:
Custer.

ꝛAuszug
nus den Registern des Standes⸗
amtsbezirkes St. Ingbert pro
Monat März 1877.
A. Geburten:
1. März. Marie, T. vor
Adam Grünfelder. 2. Johann
Jakob, S. v. Jalob Hubertus.
i. Barbara, Tochter von Karl
Schweitzer. Maria Amalie He⸗
ene, T. v. Georg Braune. 5.
Beorg Wilhelm, S. v. Wilhelm
Fetzer. Catl, S. v. Carl Zintel.
Johann, S. v. Joh. Lehmanx.
klisab., T. v. Pei. Schweiher.
5. Carl, S. v. Joh. Hoffmann.
J. Johann Jalob, S. v. Jalob
Schweißer. 8. Wilhelmine, T.
von Friedrich Carl Rau. 9.
deorg, S. von Peler Wagner.
10. Lourse, Tuv. Valentin Ost⸗
hos. Louise, T. v. Max Vögele.
LI. Carl, S. v. Carl Jalob
Wagnet. Philipp, S. v. Wilh.
S„chunkt. 12. Michael Ludwig
dermann, S. v. Friedrich Her⸗
nann Laur. Rudolph Balthasar,
5. v. Georg Heinrich Schm'tt.
Thristina, T. bon Peter Busch.
415. Josephine, T. von Joseph
Wagner. Ludwig Rudolph, S.
von Philipp Peter Bernhardt.
Barbara, T. von Johann Kopp.
14. Ludwig, S. von Nilolaus
dück. 15. Anna, T. v. Doro⸗
hea Schwarz. Bardara, T. v.
yranz Schmadel. Geerg, S.
y. Peler Biermacher. Amalie, T.
von Daniel Müller. 16. Johann
georg, S. v. Jodann Friedrich
Schlegel. Ludwig, S. v Jakob
xrFberle. 17. Elisabetha, T. v.
Jalob Kihm. 19. Louise, T
J. Jalob Fucht. Joseph, S.
»on Peter Joseph Fiack. 20.
Thristian, S. von Carl Stein.
Margaretha Kunigunde, T. v.
Johann Heifer. 21. Katharina,
T.'d. Carl Günther. Paulina,
T. v. Michael Bohn. Barbara,
L. v. Georg Schmitt. 22. An⸗
reas, S. von Poter Schmidt.
24. Elisabeiha Maria, T. v.

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— — — — — ——*—
vatnon Drud und Verlag von

F. x. Demeß in St Ingbert.
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        —— : ae F ———
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1.
der St. Ingberter Anzeiger nind das (Z mal wobchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unie altungsblatt. (Sbantaus init illuftrirter Vei

age), erscheint wochenllich viermalz Dieustag, Douuerstag, Samstag und Sountag. Der Abonnementsvrers betraͤgt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts mit 15 Pft, für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Kaum. Neclamen
mwiit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

— —

Me 588. SE ountag den 18. Aprii e 1877.
— — — n F 8 * 5 51 75 *7258 18 *80
Deutsches Reich 6 una deors wird während der nächsten Vfingftfeiertage in Meustadt
I Se m. Des Wisterium detz Jinern herden Ver⸗ tboehalt en. Duogrenmm -Samerege Empfeng und Avenda Fesa⸗
valtungobettd den Reuerlich wieder den strengsten Voilzug der gel- weipe, Sountags Bormittaga Delegirtenderethung. Abends Fest⸗
enden Vorschtiften üher den Gewerbebetried in Umhereieher (Haut sen mut Bankett im Saalbau, Montagt Fruhschophen, Nachniltlags
urer, Wanderlager ec.) eingeschärft und insbesondere in Erinnerung Taonoert auf der Ausustahöhe, Dienstags Frühschoppen, Nachmittage
zebracht, daß Inhaber von Wanderlagern Legitimationsscheine be Ausflug auf die Marburg. V —
gen ¶ wi ssen— uns — daß die ¶ Asst lunt. der Vehilimanibnesaeinc ——Spener. Die talu. Zig.“ will wissen. daß der Spenerer
iehung. weise die Ausu bung des Gewerhebetriebs nicht erfolgen Bischofsstuhl demnäͤchst wieder. werde besetzt werden, und zwar sei
arf so lange nicht die Gewerbesteuer für den belreffenden Geschafts · azu der frühere Seminar-Infpeltor, jehiget Pharrer von Hochdorf,
— Kreisschotarch Ludwig Zauler, auserlehen. jg e
Bertin, I3. Aprit. Die Kreuzzeitung! schreibt: e Haptir 2 ———
23 35 7 jin der Braunschmeiger 20.Thaler⸗Lodse mit 240,000 Marto iem nach
tin mie vieles Bestimmtheit auftretendes Gerücht will — — — 5
* xerenp “ . glüdliche Gewinner ist Strohtutfabrilant Brunner
issen, daß nach' aus Petersburg hier eingetroffenen Mit⸗ tMäan 42 u, 182. Apris. Heme ascie Ge ürtae
heilungen gestern Vormittag dem russischen Geschäftsträger sochgetteisne 88 samimt — der Reis⸗
Eonstantinopel die eisung zügegangen sei, der Pforte von Berlin mach Florenz den hiesigen Bahnhos, —23
en Krieg zu erklären. — Das Platt fügt hinzu: ÄAnder 41Ruu 63
— 7 3 7 blgendes Cirkular an ihre abnehmenden Wirihe exlassen: „Rir
veitige Bestätigung des Gerüchtes fehlt noch. eeeeee — ———— —*
.Gaoltha! Die Fudret der Socialdemotratent haben winen hier mit M. 18neöst 286Pf. Spundgeld her Heltoliter —XRE
songreß auf den 27. big ——— ein berufen. wverden. Es wvedarf wohl keiner naͤheren Ausführung, daß durch
esand⸗ zenannten Preis unsere diesührigen aligemein belaunen Wehrous,
zaben ver Weitem nicht gedeckt werden. Wenn wit trohdem fün
dieses Jahr einen viel geringeren Preis in Ausatß hringen alt er
jen gehabten Auslagen sür die Robmatagrialicn —AI
o wünschen wir hiermit vor Allem den ungünstigen Erwerba⸗
erhaͤltnissen Kechnung zu kragen, iudem wir hoffen, doß der durqh⸗
chuittliche Schenlpreis des Lagerbieres auf 2Pf gro Liter
assen werden: kann. D — 2
In Volge einer in Tauberbischofsheim dorgelommenen Vlen⸗
»ergiftung durch langjährigen Genuß von dem qua der —X
Zolongaro Crebenna ia Frankfurt a, M. ftammenden Schnupftabat
at das Bezirtaann ammtliche Kaufleute. den Umtzbezirtz auf tie
z8 83 und 94 des Pouüjzeistrafgeseßbucheß anfmegljanr gemocht, nach
vel heu das Feilbieten und der Verkauf dieses dabeitate ap
Hollunde?*) besseft wird. .. 7*
,Aus Thierbach i. V. weird gemeldel, daß Jurzlich in
Pausa 83 Kinder in der Schule in Folge dee Hungers oOhnmaͤchtig
amfiebea. Rachden der herbeigerufene Ärzt dies koustatirt, meldeten
ach auf du Frage: werwohl heute noch nichté gegessen, noch
16 Kiuder. ινα, — —D—⏑—,—
Sadarbrüden, 12. April. Der heuie früh 6 Uhr
von hier absgelassene Tzierer Personenzug Ne. 25 fuhr in Folge
anrichtiger Weicheustellung auf Bahnhof TekK1 ex dem gerade zur
Abfahrt dastehenden Güterzug Nr. 806 in die Jlanke. Die Zer⸗
törung zweier Waggons und Beschädigung mehrerer anderer waren
die Folge dieses Zussnmenstoßtt rn eg uge des Personen⸗
sutes hat, einige Beulen äbgekechnek, Niemand Beschädigungen
irliten. J
7 St. Johaun, 12. April. Wie uns soeben' zuderlaäßlich
nitgetheilt wird, ist heute die St. Johamer Vioschenenfabtit der
Herren Gebrüder Kautz sle die Summeé don 300 000 Mart in
den Besitz des Herrn Zarl Karcher hierfelbst äbergeganger.
f CAuch in Zeichen det Zeit.) Auf ein in der Koln. Zig.“
und der „Frank. Ztg.“ inserirtes „Buchhaltergesuch“ erhielt ein
Mainzer Kaufmann nicht weniger als 231* Offterten.
„1, Bexlin. Von dem präsumtiven Erden des fapanesischen
Zaiserthrones, dem Ontel des jezigen Kuifers, wurde unfängin mit⸗
Jgetheilt, daß er sich um die Gunst einer jungen Officierowiltwe
dewerbe. Er war in Japan allgemein beliebt; un so mehr ver⸗
droß es ihn, als nicht er, sondetũ sein Neffe zur Regierung derufen
wurde. Er ging außer Laudez und nach Berlin, woer feit einigen
Jahren lebte und die in Hofkreisen sehr beliebte junge Frau v.
Tettau, geb. u. Brledow, kennen lernte. Die Liebenswürdigken und
die uigidie Freisinuigleit des Prinzen entkräfteten den Widerstand,
velchen Oer Neligionamteriched verursachte Um Ba.

——e

22 BApril Im diplomatischen Kreisen exzähl man,
ie xussische Regierung habe heute beschlossen, in einet Cireularnote
merllären. nachdem die Nobe der Pforte als Ablehnung deg Pro⸗
lolls zu Hetrachun sei und Derbt erklart habe, das Vrotodioll sei
ach Rißliugen der Abrüstungsverfuche jür England hinfälligso
art Kußland genöthlat, gllein vorzugehen, um das was das
Irotslosl als Europag Forderung anerkannt habe von der Tüetej
t erzwingen. Der Pforte werde eine fünftägige Frist gestelli
rden. Wenn, die Anmworl ablchlagig iqutet, solldie Kriegs
Larung am 19. exfolgen. 6t. 31.

Pera, 6. April. Der Speclalcotrespondent det Limes
legraphirt Es ist meine peinsiche Pflicht, Ihnen eine unlängst
on der türlischen Regierung in der Haupissadt selber veruͤdse
räwelthat gu upenne, Die jungen Ssudenten ber Militaͤrschule
ert eichten dee Pforte eine Pelition, worik die Verbamiung Neidhote
urnlonstitutionelgelegnzeichnet und unm seine Rucderufung ersucht
urde Die Siundemen wurden in den Schulhof beordert und
att wurde don ihuen das Geständniß verlangi, wer der Autor der
etition sei, Einer vog ihnem Kamens Ali Nabmi, ein viet ver
rechender zweiundzwanzigjähriges Zogling, trat bor und betannke
ch zur Autoerschast des betrefftaden Schrifistück. Er wurde sofort
rhaftet und nach stattgehablrt Untersuchung in voriger Woche zu
66 Hteder nuf dir Fufsohlen verurtheitt. Er gab unter der
astonade seinen Geist quf. 2 —

Pereributc. 12. Apti. Das Circular, das die Autwort
t Psorte auf das Protolollꝰ enthält, ist heute Vormiltag den
abinet zugestelle worden. Dasselbe iehnt, der Agence Russe“
Abolge, dategorisch die Forderungen der Maale F and macht wei⸗
krea Diskuffionen ein Ende. 4
ReweYork, 12. April. Meldungen aus Havanna zufalge
hielt Generalkapitan Jovellarr von Madrid Jafiralttonen, von
wangsmaßregeln· gegen jene Deutschen, welche die Zahlung der

sußerordentlichen Kriegssteuer Serweigern, abzusehen. 9
Washington, 12. April. Das amerikanische Geschwadet
den europaischen Gemässern hat Befehl erbalten, sih bei Nizza
wereinigen, um nach Konstaitinopel zu Fegeln behufs eventuellen
chußeb der im Orient lebendon amerikanischen Slaatabürgen
—
r atii

5. I diseer 25

——— tu, 12 ischter.

40 Ge t. Johan ier hat J XE 9

ee ges ——— Cigarrenfabrilan

* ⸗V ch garre i

Det 6 — dur ulu — —

Delegi erstü ng d

girtentag des druts mag von —*
        <pb n="200" />
        porigen Jahres hat bereits die Verlobung des Paares Statt ge⸗
funden und, wie man hoͤrt, an hoher Stelle eben so viel Befrie⸗
bigung, als in den Kreisen der anwesenden Japaner boͤsed Blut
gemaͤcht. — Nach der dem Vernehmen nac, in diesem Jahre vor
ich gehenden Verheiralhung wird fich dat junge Paar in Suddeutsch⸗
and für immer niederlassen; der Prim gedenkt nie mehr in seine
Deimath zurüchulehren.

.1 Hagenau, 11. April. Der hiesige Gemeinderath hat
in seiner Sitzung vom 8. 68. sür den jestlichen Empfaug des
Ralfers 8000 Mark bestimmt.

F London. 10. April. Nach dem „Manchester Guardian“
Jaben die Eisengrubenbesitzer Thorneycroft und Comp. die Schließung
hrer Gruben angekündigt. Sie ertlaͤren, die von den Arbeitern
rzwungent achtftündige Arbeitszeit sei für das Geschäft ein Ruis.
Behorren die Besitzer bei ihrem Plane, so werden etwa 1200
Arbeuter und im Ganzen 8000 Menschen außer Nahrung gesetzt.

Einer nrkischen Correspondenz entnehmen wir, daß Briefe
aus Konstaminopel nach Deutschlaud durch die kais. deutsche Reichs
best in Pera besorgt und mit drutichen Reichsbriefmarken frankirt
werden; denselben Marken, die Aberall im deuischen Reiche gelten,
mit Ausnahme der beiden süddeutschen Noͤnigreiche. Der Deuische,
der auf Reisen gewohnt ist, feine dentschen Briefmarken mit sich
u führen, kann damit von Konstantinopel nach Hause franliren;

—EN
Zreiwillig gerichtliche . Acker i 8* Spitz
3 ieben Valentin Decarm.
Versteigerung. z . e.
Samstag, den 5. Mai nachste Acker im Thalgarten neben
hin, Rochminags 8 Uhr zu RKohr ⸗ Johann Hager und Joseph
zach dei Peier Ben der werden Stendt.. 1
dor dem unterjeichneten hiezu 3. Pl.⸗Ne. 2284. 42 Deß.
gerichuich beauftragten k. Rotar Acer allda neben Peter
auf -Anstehen von Elifabeh Würg und Johann Abel.
25* ne wen p . —* * 29 8*
ach⸗ we ase ber⸗ er unten am Ka en⸗
ebien Schneidern Ludwig Klahm, erg neben Valentin Würtz
igenen Ramens und als Vor⸗ und Malhias Gehring⸗
nimderin ihres minderjährigen Pi.⸗Nr. 517. 77 Dej.
Sohdnes Heinrich Klahm mit Cr⸗ IXE
machtigimg des Familienralhes Bender und dem Weg.
die nachhin bezeichneten zu der d. Pl.⸗Nr. 18901. 20 Dei.
wischen den genannten Eheleuten Acer am Glashütterweiher
Ziahm bestandenen Gütergemein⸗ aeben Philipp Wagner.
chaft gehorigen Liegenschaften im Pi.· Nr. 687. 28 Dez.
Banne von Rohrbach oͤffentlich uider ober den Reugärten
in die Meistbietenden zu Eigen⸗ A ebonhe
xm versteigert naͤnlich und Johaan Jarcob.
Ie 475. B6 Dez. Si. Jngbert, 13. April 1877.
zider unten am Kahlenberg ESauer,. l. Notar.
neben Joseph Hartmann
Wittwe.
PicNr. 206. 88 Dez.
icker auf der Platt neben
Jakob Wagner und Peter
denrich .
Pl.⸗Rr. 2187. 38 Dez.
Ader im Thalgarten neben
deter Henrich und Gemeinde⸗
and. m—
Bl. Nr. 306. 70 Deiim.
— —ñ—

—
Bekanntmachung.
In der Stadtrathesizung vom 1I1. bs. ug wurden folgende
Beschlüsse gefaßt:

Fůr Herslellung eines Weges an den Schlacenberg, welche
don Seiten des Distriltes vorgenommen werden soll,
wurde kein Beitrag geleistet.

Zu der projeltirten Pflasterung der Hahsjelerstraße ist die
Jemeindeverwaltung St. Ingbert geneigt Eiwas zu thun.
* wird jedoch vorerst Plan und Kostenanschlag ange⸗
ertigi.

Dar gFeuerlöschwesen in St. Ingbert wird eiuer vollstän⸗
digen Reorganisation Anterworsen und wurde hierzu eine
Fommission bestimmt.

Das noch vorhandene Berechtigungthol; soll um den Preis
von 1,80 Mark per Ster abgegeben werden.

St. Ingbert, den 13. April 1877. »—33

Dat Bürgermeisterami
Custer.

in, Stutigart und Munchen sind diese Zeichen belanntlich werlhlos.

pRew⸗Yort 1II. April. Gesiern wurde unter den
von dem Dampfer der Hamburg⸗ Amerikanischen Linie „Frisia“ ge⸗
andelen Waaren in einem Weinsasse versteckt eine große Kiste mit
Dynamit entdeckt, die in Hamdurg an Bord genonimen worden
var. (Koln. Zig.)

fZwei boöle Drudfehler kamen dieser Tage in einem deutschen
zlatte du Dayion, Ohis, vor. Ein junger Ehemann daselbst
jatte seine etwas bose Schwiegermutter, welche Wäscherin und wegen
hrer Zungenfertigkeit bekannt war, durch den Tod verloren. Am
äage nach der Beerdigung erschien in einer Zeitung des Ortet
olgende Danksagung: Anterzeichnete zeigen Freunden und Be⸗
annten an, dag unsere liebe Mutter und Schwiegermutter, welche
vegen zu starker Austrengung in ihrem Berufe sich eine Zungen⸗
ntzündung“ (statt Lungen) zugezogen, in die ewige Ruhe einge⸗
jangen ist. Wir haben sie „gern“ (statt gestern) beerdiat, und
anen Allen, die ihrem Leichenbegängnisse beiwohnien, hiermit den
debührenden Dank ad.
J LJienstesnachrichten.
Der k. 2. Staaltanwalt am k. Bezirkegerichle Zweibrücken,
Jakob Dauenhauer, ist zum Landrichter in Pirmasens ernannt
vorden.

Münchener Kirchenbaulotterie
zum Ausbau der zweiten protest. Kirche in München.
10 000 Treffer im Betrage von 240 000 M.

Ziehung am 1. Juni 1877..
Preis des Lovses 2 Mark.
Treffer bo öν οο 3,8000542
3000, 6 2 8000, 7 à 2000, 8 a 1000, 9 à
500 Mark u. s. w.
Loose versendet gegen Postnachnohme oder baar
Carl Lang, Bankgeschäft, München als General ˖ Agentur.
Wiederverkäufser Rabatt.

Danksagung.
Für die tröstenden Veweife
der“ Liebe und Freundschaft,
nelche uns durch die zahlreiche
gegieitung der Leiche unsers
jeben Sohnes, Baters, Brudert,
Zchwiegersohnes und Schwagers
Karl Kamann
jegeben wurden, statlen wir
infern kiefgefühltesten Dank ab.
St. Ingbert, am 12. April 1877.
Dile irauernd Hinterbliebenen.
Einladung.
Sammiliche Conscribirie werden
zoͤfl. eingeladen, he u te Sonn⸗
ag den 15. April. Nachmittags
3 UÜhr hei Peter Juag, Wirth,
ich einfinden zu wollen um
degen Abhaltung von Mufik
ur Rückiprache zu nehmer.
Mehrere Conseribirte.
Mein in den Großgärten ge⸗

A
Weiße vebensessen
ein „Diatetieum“, dessen Verkauf
urch Ministerialverfg. gestattet)
—IE
ichste Haus⸗ und Hülfsmittel gegen
Pagenleiden seder Art, selbst
n verzweifelten Fällen. Il. M
Allen sorgsamen Püttern,
deren Kinder schwer zahnen, wer
den die
Schrader'schen electro⸗ moto
rischen
Zahnhalsbänder
er St. 1 M. angelegentlichst ew
fohlen.
Gegen Husten u. Heiserten
bei Groß und Klein gibt es nicht⸗
Besseres als
Schrader4
Malzertraktbrustꝛelichen 20 Pf
Schrader'3
Gummi⸗Bruftbonbons 40 Pf
—ã
Huhneraugen mitiel. 88 Pf
Schrader's
Saucylsaure Nundwasser 70Pf
Schrader8
Salicylsaure Zahnpulvers0P
Roberiꝰs
Streupulver für Kinder 85 P'
Vollsi. Preisliste und Prospec
zratis franco.
Apotheler J. Echrader,
Feuerbach Stuttgat!
Zederlage bei J. Friedrich,
Si. Ingbert. Apoth. Richter
Bliestaftel. W. Simon;
domburg. A. W. Seel
Zweihbrücken.

Garten
st zu verkaufen oder zu ver⸗
miethen
Ph. Weber, Schuhmacher.
Gute Kartoffeln
sind zu daben auf
Triebscheiderhof.
Ein Logis
jofott beziehbar, aus 2 Zimmet
ind Küche bestehend, im August
Bernhard'jchen Hause in der
ODberstadt, ist zu vermiethen.
Nab. saat die Erxryed da. Bl.

legener

miethen
6644
sana. Schreiner.
——
— — — —— — — — — — r —— —
IFainon Druc n Eellag von 5. x· Demet in St Inobert.
Aa Allufrirtea Sonutaadéblatt Nr. 16
        <pb n="201" />
        Sl. Ingberker Anzeiger.

Ter St. JIugberter Anzeiger und das (2 mal wochentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungeblatt. (Sonntagß mit illustrirter Eei—

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donuerstag, Samotag and Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlie—

art 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. fur die viergeso altene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 830 Pfg. pro Zeile berechnet.
—— 59. J J I J Dienstag, den i. alpril J J J J —
— B
Deutsches Reich.
Maäanchen, 14. April. Bei der von k. Staatsministrrium
er Finanzen eingeleiteten Rev sion der Gesetzgebunz über die direlten
Steuern sind auch wegen doöͤherer Besteuerunz der Wanderlager
ud Wanderauktionen entsprechende gesetzliche Beftimmungen in
Aussicht genommen. J

Berlhin, 14. April.“ Der Ausschuä des Bundesraths hat
den Antrag Preußen bezüglich der Eisenzölle angenommen. Der
Antrag geht dahin, Stabeifen, Eisenbahnschienen und-Winkeleisen,
Fisen? und Stahlplatten und Blechtafeln, Weißblech, ganz grobe
Zußwaaren, grode Eisen⸗ und. Stahlwaaren nit Ausuahme von
andwiribschaftuͤchen mit einem Eingangszoll von 78 Pl. für 80
æilo zu belegen. . —

anmusfand.
Pparis, 14. April. Gestern Abend verbreitete sich auf den
Boulebard das Gerücht, die Pariser Weltausstellung sei verschoben
vorden. Jufolgedessen enistaund eine Riesenpaniftt. —
— Sondon, 15. April. Der „Observec“ schreibt: Man
dürse annehmen, daß Englaad den österreichischen Vorschlägen be⸗
Jüglich gemeinsamer Schritle beider Machte zu Gunsten des Friedens
nicht beitreten würde, da die englische Regierung sich leinen zufrieden⸗
stellenden Ersolg davon versprehe. 3

Bukarest, 185. April. Der Kaiser bon Rußland wird
nächsten Dienstag in Kischeneff, dem Hauftquartier der Südarmee,
erwartet. Der Großfürst Nikolaus hält heute eine große Redue
über die Truppen am Pruch abd. .

dus Ceitinje wird gemeldet: Die ganze montenegrinsche
Armee ist zur Grenze abmarschirt; Wulotitsch wurde zum Com-
mandanten fur d'e Herzegowina, der Kriegsminister Plamenaß zum
provisorischen Commandanten für Albanien ernannt.

pera, 14. April. Heute gehen unter Mustapha vier
Panjercorvetien und zwei Kanonenboote nach der Donaumludung.
Das Geschwader im Schwarzen Meere desteht aus fünfzehn großen
Ariegsschiffen, woruater neun Panzerschffe. Da die Dardanellen
nach lehzier Inspection durch die preußischen Instrucieure Blum und
Wendt 'als veriheidigungsfah g besunden worden sind, wird die
Flotie nicht nach dem Mittelmeer gescheckt.

aonstantinopel, 14. April. Der Generalissimas
Abdul Kerim Pascha ist nach Schumla abgereist, um das Kommando
der Donau ˖ Armee zu übernehmen. Der crussische Geschäftsträger
hat bisher noch nicht Anweisung zur Abreise erhalten.

Konstantinopel, 15. April, Abends. Eine russische
Yacht ist im hiefigen Hafen eingetroffen, urn dos Personal der rus⸗
chen Botschoft, sobald Befehl zur Abreise derfelben eintrifft, nach
ODdessa zu befördern. — Die russische Unterthanen in der Türkei
sollen alsdann unter den Schut der deutschen Botschaft gestellt
werden.

Die Kaiserin von Rußland schidte 50,000 Rubel an das
ruffische Comite in Belgrad zur Vertheilung an die nolbleidenden
Serten in Serbien und der Türlei.

Washington, 183. April. Man betta tet hier die Ve⸗
hndlung, welche dem amerilanischen Gesandten in Venezuela zu
Theil geworden ist, (die Regierunz halte demselben seine Paffe zu⸗
teilen iassen), als Kriegegrund und wel dem hiesigen venezuelanischen
Vesandten ebenfalls seine Vässe zustellen.
Armisqhtes.

En.St. Ingbert, 16. April. Am heutigen Tane sind es
25 Jahre, daß die hiesige protestanlische Gemeinde ihren eignen
Beisslichen (Herrn Vicar Hemtz) erhielt und dadurch selbständig,
d. h. von der Pfarrei Neuhäusel, zu der sie bis dah'n gehoöͤrie,
zeirennt und zu einer selbständigen Pfarrgemeinde erhoben wurde.
Vorher waren zu Schnappbach von 1842 ab, jedoch noch unregel⸗
maßig, und dann von 1845 ab hier regelmäßig durch den Geist⸗
ichen von Neuhäusel Gottesdienste abgebalien worden. In dem

surzen Zeitraum ihres 28jährigen selbständigen Bestehens ist die
Bemeinde auf nahe 2000 Seelen angewachsen.
7Eunshbeim, 14. April. (Pf. P.) Seit dem Jahre
1871 kamen auf der Bahnstrecke von Saargemünt nach Hagenau
von Zeit zu Zeit Gepäckstücke abhanden, wofür die Bahndirektion
nach und nach nicht weniger als 80,000 Franck den versicherten
Absendern vergütet haben soll. Trot strengster Kontrole vermochte
nan nie zu entdecken, auf welche Weise sich die Diebe ihre Beute
aneigneten und lange Zeit mußte das Bahnpersonal den Verdacht
ragen. Erst jüngst ergab sich, daß ein Mühlarzt von hier in
Berbindung mit 2' hiesigenstaufleuten mit einem Raffinement, daß
nan kaum bei großstädtischen Gaunern vermuthen kann, von Zeit
zu Zeit wahre Raubzüge auf die fahrenden Bahnzüge veranftaltet
Jatte. Nämlich der Mühlarzt hatte die Frechheit, von Zeit zu
Zeit in den fahrenden Zug einzudringen, der Nachts von Saar⸗
zemünd nach Bitsch läuft, und eine Anzahl von Gepäckstücken
Jecausauschleudern, so diel er gerade mit seinen Helferzhelfern
zasch zut Seite bringen konnte, und unbemertt wußte er sich wieder
u eutfernen, devor der Zug die nächste Station erreicht hatte.
Veönlich wurde dieser grandiofe Raub allerdings dadurch, daß die
BSesq windigleit des Bahnzuges bei der ziemlichen Steigung des
Sahnkoͤrpers eine sehr geringe ist. Zwei hiesige Kaufleute besorgten
odann den Verkauf der Waaten. — Die ganae Dieb4bande sitzt
zun hinter Schloß und Riegeltl.

fF Am Abend des 10. ds. verunglückte nicht weit von der
Station Schwarzenacker der Bahnwart Bachmann, indem ihn beim
lleberschreiten des Gelesses der St. Ingberter Zug erfaßte und ihm
ein Bein abfuhr.

rHombarg. Am vorigen Diendiag wurde ein Konslri⸗
hirter von Wiesbach in der deutschen Straßze dahier von andern
tonjkribirten mißhandelt; derselse soll in Folge davon gestorben
cin. — 6. 3.) *

F Der Baartzahler-Verein in Neustadt hat jur hHerbel ⸗
ührung der Verdesserung des Creditwesens in seiner letzten Ver⸗
ammlung eine Resolution angenommen, in weicher den Gewerbe⸗
re benden und Kaufleuten enpfohlen wird: 1) Feste Preise (wo
jolche noch nicht bestehen) einzuführen; 2) dei Baaczahlung Nachlaß
zu gewähren resp. Zensen bei Credit zu berechnen; 3) vierteljährlich
die Rechnungen auszugeben.

t. Am Palmsonniag wurde der 44 Jahre alte Lehrer Heene
su Haßloch von seiner 89jährigen Eheftou mit dem 20., sage
wanzigsten Buben beschenkt; außer diesen 20 Buben sind auch noch
2 Wiadchen dreser Ehe entsprossen. J

fBom Gedirg, 10. April wird der „Rheinpf.“ ge⸗
chrieben: In der Gemeinde H. wurde in voriger Woche von Sate
des kgl. Rentamt.s eine Killetrevision vorgenommen. Wie man
sört, fand sin flellenweise eine auffallend große Quantität, Tag⸗
dhnerwein“. (Diit diesem verdächlig gewordenen Namen pflegen
ich gewöhnlich die „Schmierer“ augzureden, wenn sie über ihrer
Fabrilation ertappt werden.) Würde das Gesetz derartige unter
Biilhilfe beeidigter und zuverlaässiger Sachverständigen vorzunehmende
amtliche, zu verschied enen Zeiten wiederkehrende Vesitation allgemein
ansidnen, und würden die Namen der „Schmierer? öffentlich be⸗
lannt werden, dann würde gewiß die Fabrication, wenn auch nicht
pollständig aufhören, so doch sehr nachlassen oder wenigstens be⸗
deutend erschwert werden.

F Einem Berichte der kgl. bayerischen Gesandischaft in Paris
an das kgl. Staateministeriun entrehmen wir Folgendes: „Die
dem Jahresberichte pro 1876 angefügten Tabellen lassen entnehmen,
n welch' ausgedehnter We se der deutsche Hilssverein in Paris
yon bayerischen Unterthanen in Anspruch genommen worden ist,
zieselben haben fast ein Viertel sammtlicher Unterstützungen erhalten.
Im laufenden Jahre werden die Ausgaben noch namhafter erhöht
verden, da ungeachtet der wiederholten Warnungen, welche in den
neisten deutschen Zeitungen verbffentlihh wurden, der Zudrang
Arheitsachender, namentlich aus Rheinbahyern nach Varis in stetem
        <pb n="202" />
        Zunehmen begriffen ist. Die meisten dieser Seute Konnnen aus den
hezirisamtern Pirmasens, Hombusg, Bertzabebn, Bweibrücken und
Zusel, sind sellen mit Rasepäfssen —5* , ffondern Mommen eht⸗
wveder ohne Legitimation bber nursimihHeimathscheinen der Bürger⸗
neisterdinter hierher, wo sie, der franzoͤfischhen Shrache micht
mächtiz, sich sehr bnib' in hilfsbebterftige Lage versehl · jehen. Der
dilfsberein wird von solchen Leuten so überlaufen, daß er nur
die n Fußreisen Unfähigen uf, der Eisenbahn zurückbefördert;
e Uebrigen kihalten in der Regel n Vialilum von v PJrancᷣ
—XR stachlen.hiermnit ju Fuß die Brenze zu erreichen. Es
urrfte sich vielleicht einpfehlen, Nin die Zureisen zu bermindern,
die Bürgermeistereien in den besagten 5 Bezirksämtern anweifen zu
assen, hre Angehormen vor Anrrnt Tiner Reife Nach Frantretch
iber die moͤglichen Folgen zu verwarnen.

g dim 18. d. sarb in Wiebaden, 68 Jghte“all, der
—XVo
dabachef beim Prinzen Friedrich Karl im bömischen Feldzug,
187071 Kommun deur des RO. Armeetotps, auls welcher er sich
aamentlich durch sein selbstständiges Eingreifen: dei Mars ia Tour
and ubes Anghaluen BeiBeaune 1La Roblauden großeb Berdienst
ewtth. 23
x ÆmeLhöchst aufregende? Scene Ppielte dieser Tage in Bee re
im Neuh auf dem Hausvoig'eiplae. Ein ungefähr dier. Jahre
des Miud ˖ war Vdrt · Uns ˖ dem Fenster· einer Dachwohnung gestirgen
end Froch ispielend in der Dachrinne un her, so daß zu/ bosürchten
and,, daß zein Herumterstürzen des Kindes jeden Angenblich statt⸗
sinden mustte. »Vald thatte isuh eine nuth Huuderten zähtende
Renschenmenge inngesammeit, und mans derfelben jachten mani das
ißnd dench Hurufen um Kückzugengga bewegen,,alleinecdadselde Ließ
sich⸗sicht · ã oren raind Ipiebete: ruhin Weiter. Endlich, maqh Berlauf
iner halben / Stunde, verschien um Dochfenster eine Frnu, Fedeufalls
die Muiter des Rindes, vend ohrller die, deegroße Gifuͤhr nitht
ahnende Kieinerans Zimmer rhinein .

.Enmn en sech eur) Auf dem Wege nach Roman (Moldau)
hatte fũt nlich· ein· Bnuer, Iwein Ochsen· zu Marlie führsnd,⸗ beit einem
Straßenaujseher nibernachtet. Uls der? Buuer vom Murkten zurück⸗
sehrte kam chmader Straßenaufseher? RAgegen und hud aihn,ada es
ereits dunkel war, en, wiederebeirilemn zu übetnaͤchten. Der
Baner, den FEoiss sürdie Ochsen mitn sich führrend, znohm edas

Auerbteten van. »In der? Nacht uberstel imun der Steaß emrarter
und dessen Weib den Schlafenden, ermotdeten und bernubren:chu
med warfen den Leichnam: an eine Grube. IDas djahrige ⸗ To herchen
des Straße uanjsehers hatte; jedach in⸗der Nacht das Berbr chen antit
— ——

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—XX
Heute Nachmittag 6 Uhr enischlief fanft, nach kurzem
Nrantenlager tzu St. Jugbert im Alter von 64 Jehrimm
unfere innigsst ngeliebte Muiter, Schwiegetmutter und
Großmutter eh ee
Hrau Lina Enders
—* geb, Anhäuser. ——
Werwaddten und Freuaden widmen dicse kraurige
Nachricht, statt besonderer Mittheilung, mit der Bitte um
sille ⸗Theilnabwe J —
den Hiuterbliebenen.
Geræ-q; uud Grunstadte, „den

Münchener Kirchenbaulotterie
jüm Ausbau der zweiten protest. Kirche in München.
10,000 Treffer im Betrage von 240 000 M.

Ziehung am 1. Juni 1877. *
Preis des Looses 2 Mark.
Treffer à 0, G00, 2 a 135, 000, 8 à 8000, 42
v000, 8 a 3000. 7 à 2000, 8 à 1000,9 2
500 Nart u. s. w.

Loose versendet gegen Postnachnahme oder baar J
CEarl Lang, Bankgeschäft, München als General ˖ Agentur.
Wiederberkäufser Rabatt.

Dioe Mormser Brauer-Akademio,
bexeits von circa« 700 Brauern aus allen Läandern der Erde besucht,
beginnt das Sommersenester am 1. Mai. — Programmund
Auskunft ertheilt Die Dinrection

HDr. Schneider.

angesehen, währeud die Eltern es schlafend wähnten und am andern
Morgen frug das Kind seine Mutler, warum sie denn im Verein
mit? dem Vater den Vaur Arschlatzen hätte, und od derselbe etwas
Schlim es angöstalt Mhabe. Dag elende Weib beschloß nun im
Finverständniß inst itren Mamne, den wzigen VBeugen ihrer Blut
hat, das eigene KindJ aus dem VLeben zu schaffen. Siewarfen
zasselbe in den stark. geheizter Ofer und begaben sich hierguf an
zie Straßenarbeit. Einige Stunden darauf passirten Fuhrleute an
dem Wachterhäuschen vorüber. Ditrch“ etnen “eigemhümtichen ˖Braud⸗
geruch auftntettsam geworden, 'öffneten fle gewaltfam die Thür uind
ntdeckten so das entsehliche Verbrechen.

FVEine schau-rliche Katastrophe ereignete sfich am 5. April um
halbe8 Uhr Avends bei Vanschiglhia am' Po in der Nähe von
Tucis.Die Arbeiter deim Brückenbau in Vanchiglia pflesten ge⸗
wöhnlich in einer alten Barke nach Hause zurüchzukehren, welche
hon vfters gefährliche Abenteuer zu bestehen —gehublhattie. Am
zjedachten Abend waren die Arbeiter, welche in dem gebrechlichen
Fah zeuge Platz genommen hatten, an der heitersten Laune und
angen⸗ lustige Vosksweisen. Auf ⸗einmal wurde das Ruder fort⸗
seriffen, die Baiken ging ausemonder und 88 Urbeiter, worunter
ele Familieubäter ftürzten m't dem Schreckensrufe: diamo
nortis (Wir sine odt!“) in den Po⸗Strom. Es wurden zwar
ofort aͤlle Anstrengungen' zu ihrer Reitunz gemacht und es, geläng
is 10 Uhr-Adends 30der · Verunglückien aus den Fluthen zu
etten, aber 8 wurden:; von der Stromurg, fortgerissen und gengen
ammt den-2-Ruderern- elend zu Grund.. —

i Einwahres Paradles für Niudern muß daß Dorf Hau v⸗
xio terte in Northumberland sein. Nach dem Berichte xiner ärzt ⸗
chen Zeltunz iisterdafelbst seit 20 Juhren kem Kiud gestorben.

f Ein Konstantinopelet Telegramm des .Manchefter Quaidinne
herichtet über eine Feersbrunst in“Stambul am D'enstag Abend,
yarch welcht zwischen 800 500 Häuser eingeüscheit wurden. Das
reuer brach egen *1 Ahr Abends im griechischen-Vrettel utzen
Ztambul aus und'griff eiunsch nich ver Himelfeite zu um ie
vurde erst getgschials rs das nürkische Quaartier auf dem Gipfel
rreichte. Oeffeutliche Gebllitde wurden micht Jerstört.

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Faur die Redaction veraniworilhch: F. X.D enne 4. haer7*
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Mein Wohnhaus Gute Kartoffeln
in “den Gidßgärten, sowie Nnd ug osth
mehreie — riebscheiderhof.
Bauplatze e
in der Schaafweherwiese hat zu VMotio: Ihr habt
vertaufe 2. das Gute so nahe!“
Jakob Paeger. Spitzwegerioh-
Jägerslust. daft
Der Unierzeichntte beehrt ã91 allererst seit 1871 geprüft,
mnzwze: gen, daß wähtend der allethöchst sanelionirtz rühm⸗
Tonserihron kalte u. warme last bekannt, fiche des, dũber
Zpeisen, spowie aech billiger allen Zweifel erhabenes, ge-
Mittagstischvercvreichtwird. wiß auch :danfbares Mittel
Zweihbt ucken. Ka.* April 1877. gegen Bruft · Hals⸗ und
Martin Echmidt, Lungenleiden. Bron⸗
tustrger Jäger: chiat ·Verschleimung
— — Husten Catarrh re ꝛc.
8—10 Wagen Dung, Die Resultate sind aber-
qat zu vetkaufen “raschend. *
Jakob Hooß, Bergmann. Mit Gebrauchsanweisung
IFlacon 860 Pfg. 1M.
and 1Mart 50 Pfag. in
S. Ingbert bei Joh.
Friedrich aud in der
Fabrit von Paul Hahmua,
Deftelbacha.M. be
WMirrhura.

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Buch- unch Stein-

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F. X. DEMETD
ꝓnpfiehlt sich zur eleganten An-
æertigung aller in dieses Fach
inschlagenden Arbeiten, ala:
ecrhset, Oi rotlινι, VS—
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Vaaren⸗Etiquettes, Reèsi-
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Ein Logis
fofort beziehbar, aus 2 Zimmer
und Nüiche bestehend, im Augesst
Bernhätd'schen Hanse in der
Iberstoͤdt, ist zu vermiethen.

Näh. sagt die Exped. de. Bl.
amnon Iud und Letrag von . . Demnenßn in We⸗
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2* * — A 2 * 2223 2 * 5 38 35232758
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37 3533383 125 37 2238 2 12377
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283435 7—3333 —355333 35333
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3 3283 33232 75 38358 32332233
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. 22222 227 2225*2553 42558338—3325 2212
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2 —— —— —A — 2 228 2 25 5 234
— 523333355 533323338 385333338
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2 33—33335— 3
—39— —77*

232983333332335 330— —3

22 2522823 22—2522 322. 55* *
233 3 352 3533738 5353523c5333225 2
2 —258 2323 2328 — 8 —A— 27
— — — 25 32 —832232 7 — 3
53583333332233338 GS233— 238 — *
8 633333335
C— —— * 23 3 775 735— *
5533 52 — —A— 252 2
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s—33375—5 733533 3555—8338
z36353—3332056358 353332338353
s53832 —3 5352385233232 53 9025 Q 81728
2 5 2*. 558 5 2328228232
7332 5— — — 2 2 — — * —— —
2323 55 2353 332325 —— 5532332332333

— 823223 53 352 3 7 7 75522 282773522 223725
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5353 222.3 233z2.475*

38 7 — 2 7*
8338s553253333233533533 53233582.,53. 88
558333838 3, —55—33—585*
— 2—243—5332353553333
2 — — — — — 22 552233 25333
22* 2382. 22. 55,5— 2223 98 2223 72 553258
25575 35555258 2367—7 —8 3235. — 223335
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832333 3 33358 228257* 5533333388235 22
—— 35333333535855 83323273 33833582
3* — ——— —* 2 — 2328* — 25353
—— 5523 2 2 222535 8.5523

233 cẽ —53232832— * 83 33—5235—7 2
—— — * 2 3 2 582 — —3 — S
—5 2. 2* — 2 2 25 2 —A — — —3
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—23333—2 235 3333335
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3*53533 555323 25s55 3——35323 533725 23 7*
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25833 2332*3373837 2222 3 35358

* 58 *53053 222 v 5232 8 3252— 2 ——

3 2 —3 38 2, 23 5—222272 252
585 55382 23533 — —— 53 7853352—22227
—23 — 5283 35 832 2 * — 2532333
53—3 535—35358355 3235353355 23223 2 57335

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        Sl. Ingberler Anzeiger.
LL
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlichj mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblait, (Sonntags mit illustrirter Kei⸗

age), erscheint wöchentlich viermal z Dienstag, Donnerstag, Samstag und Souutag. Der Abonnemeuntspreis betragt vierieljahrlich

Dart 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 19 Pfa., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren KRaum. Aeclamen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnte.
⸗ ασ
4 60Dovunerotag- den 10. eipcri 7187.

Deutsches Reich.
München, 17, April. Die kürzlich erfolgte Anordnung
zur Pragung von Fünfmarkstücken in Gold soll nach neuerer Au⸗
Idnung vorerst nicht zur Ausführung gelangen. Ob eine so kleine
Boldmünze ersorderlich iit und zweckmäßig sein werde, darüder sind
zie Ansichten sehr getheilt und giaubt man, daß dies die Sistirungs-
naßregel veranlaßt habe und nochmalige Erwägungen Plaz greifen
verden. — Der in Folge der kriegerischen Zeitverhältnisse ein⸗
jetretene Rückgang der Kurse fast aller Papiere hat auf den Kurs
er dayerischen Staatspapiere und unsere Pfandbriefe einen weit
zrößeren Einfluß geübt, als in früheren ähnlichen Fällen und als
nan erwarten konnte, denn es sind insere Papiere in den letzten
Tagen um 228 Procent gefallen, obwohl nomentlich hinsichtlch
er Pfandbriefe durch Ankauf großer Posien vieles geschehen ist.,
am das Fallen der Kurse derselben zu verhüten.

Bei der Beschäftigung mit der Frage, in welcher Weise man
en gesteigerten Ansprüchen, welche die Militärverwaltung an das
Reich stellt, auf die Dauer gerecht werden will, ohne alle anderen
Zweige der Verwaltung zu veecnachläjsigen, kommt man in den
tegierungslreisen immer wieder auf den Tabak als das geeignetsle
Objett einer höheren Besteuerung zurück. Man hat sich in der
etzteren Zeit wiederum eenstlich mit dieser Frage beschaftigt, und
»a man gefunden hat, daß eine irgendwie nennenswerthe Erhöhung
her Besteuerung nach „Morgen“ mit Tabak bebauten Landes den
mländischen Tabakbau vollständig ruiniren würde, man aber
andererseits nicht gewillt ist, durch einen hohen Eingangszoll bei
unveränderter inländischer Steuer einen Schutzzoll für den Tabalbau
zinzuführen, so ist don gewisser Seite der Regierung die Einfüh—
ung des Monopols nahe gelegt worden. Wie wir nun aber aus
zuter Quelle erfahren, hat man in den Regierungskreisen nicht die
jeringste Neigung zur Einführung des Monopols, dagegen soll
man sich mit im Hinblick auf die erwähnten Schwierigkeiten, welche
ich einer Erhöhung der Steuer, resp. des Zolles auf Rohtabat
entgegenstellen, entschlosseu haben, dem Bundesrathe und dem Reichs⸗
age die Einführung einer Fabrikatsteuer auf Tabak vorzuschlagen.
l ber d'e Modalitäten und über die Höhe dieser Steuer verlautet
noch nichts; auf jeden Fall aber dilrfte die Einführ ng einer
olchen Steuer mit zahlreichen Unbequemlichkeiten für diesen Indu⸗
driezweig verbunden sein.
Ausfand.
Wien, 17. April. Die „Polit. Correspon.“ meldet aus
hetersburg vom heutigen Datum: „Der taiserliche Geschäftsträger
n Konstantinopel, v. Relidow, ist angewiesen wordey, am 19. d.
ibzurcisen.

Pest, 16. April. Berichte aus St. Petersburg betonen
instimmig, daß keine Hoffnung auf eine Vermittelung mehr zu
rwarten ist, in welcher Form dieselbe auch erfolgt. Der Czar
eist am 19. d. wahrscheinlich zur Armee ab. Das Kriegsmanifest
oll erst von Kischeneff aus erscheinen. In maßgebenden Kressen
laubt man, daß wenn der Krieg vicht mit ein oder zwei Schlägen
rasch beend'gt wird, eine Lokalisirung desselben unmoͤglich bleibt.

Paris, 17. April. Industrie und Handel stocken und
ille Welt ist in Mitleidenschaft gezogen, auch in Frankreich, das
isher noch Fam besten gestellt war. Das „Journal des Debats“
widmet diesem ,Marasmus“ heute eine eingehende Betrachtung,
un die Ursachen desselben nachzuweisen. Eine dieser Ursachen sei
ʒie immer brennender gewordene orientalische Frage, die dem civili⸗
irten Europa seil 1815 schon ungeheure Summen Geldes gelostet
zat; die zweile Ursache das Gründerthum, das in jungen Industrie⸗
ändern wüthete und sich die Yankees zun Muster nahm, das in
rinem Jahre 11,000 Kilometer Eisenbahnen baute und damit in
Wahrheit eine der größten Ausschweifungen beging, zu der ein
Lheil des Geldes in Europa aufgetrieben wurde. Auch die Staaten
Züdamerikas liehen enorme Summen in Europa auf, um Eisen⸗
ahnen in wüsten Landstrichen zu bauen. Europa stürzte sich dann
nach dem Kriege kopfüber in den Schwindel: die Ueberschätung

des Werthes da fünf Milliarden in Deuischland, die Speculation⸗
raserei Oesterreichs, die tollen Speculationen Englands, das alles
stuweltbekannt. „Frankreich“, fügt das „Journal des Debats“
jinzu,„war stets kiüger und zurückhaltender als seine Nachbarn;
iber setzt einen Weisen mitten zwischen Ueberspannte und er wird
anfehlbar von der Uebetfpanntheit angesteckt und in die Folgen der
sartheit verwidelt werden. Es ist daher gar nicht zu verwundern,
daß unsere Aussuhr stockt, der Eisenbahnbetrieb nachläßt und wir
infangen zu ahnen, daß die neuen Steuern uns schwer aufliegen
ind unsere Production schwer bedrücken.“ Die „Debats“ schildert
»ann die Bedeutung der nicht privilegirten, aber hitzigen Gesell⸗
ichaften, welche der Bank von Frankreich Concurren; machen und
s gut und nur zu gut verstehen, die Capitalien aus dem ganzen
Lande auszupumpen und so der Bank von Frankreich den bessern
Theil der Werthe vorweg zu nehmen und um die Bank eine Leere
zsu bilden, in der dieselbe in ihrer Majestät ruhig ihront. Dat
„Journal des Debats?“ schließt seine Beirachtung über die volls⸗
virthschaftliche Lage mit der Bemerkung: „Die Stockung der Ge⸗
chäfte ist eine Thatsache; niemals vielleicht haite die Welt den
*rieden mehr nöthig als jetzt, um aus übertriebenen Operationen
ich loszureißen, eine allgemeine Krisis zu beseitigrn und zu einer
olideren industriellen Lage und zum Gleichgewichte zu gelangen.
deider aber stand der Frieden kaum je auf schwächeren Fuüßen. Die
LInsicherheit der internationalen Beziehungen kommt zu so vielen
niederdrüchkehyden Ursachen hinzu, und die Folgen davon sind geradezu
inberechenbar.“·

London, 17. April. „Standard“ bespricht die möͤglichen
Folgen eines russisch-türlischen Krieges und ist der Ansicht, daß ein
kroberungskrieg nicht geduldet werden würde. England koönnte die
Kussen auf beiden Ufern der Donau sehen, ohne einen Finger zu
ühren. Wenn jedoch Oesterreich und Deutschland gegen die An⸗
veseaheit der Russen in Bulgarien protestiren und England' auf⸗
otdern würden, diesen Protest zu unterstützen, so wäre letzteres bei
einem Interesse, an Rußland nicht die Herrschaft über den Bos⸗
porus einzuräumen, gezwungen, der Aufforderung Folge zu leisten.

Konstantinopel, 16. April. Der Kriegsminister hat
die deutschen und österreichischen Lieferanten zur schleunigen Zu⸗
sendung ihrer Waaren aufgefordert wegen demnächstiger Verlehrs .
beschraäͤnkung auf der Rustschuk⸗Krakauer Strecke.

Warschau, 17. April. Aus Petrsburg hier eingetroffene
Berichte besagen, daß für heut eine Kundgebung des Czaren zu
erwatten steht, entweder in Form eines Manifefiese, in welchem
Rußland feierlich die Berantwortung für das vbevorstehende Blut-
dergießen ablehnt oder in Form einer an die Türkei gerichteten
rochmaligen Anfforderung, die gleichzeitig als Kriegs-Erklärung zu
gelten hätte.

rr
Rermischtes.

f In der letzten Polizeigerichtsitzung in Dürkheim wurden
9 Dürkhemer Wirthe, die bein Ausschenten ihrer Getränke sich zu
leiner Gläser bedienten, zu einer Geldstrafe von je 8 M. ver⸗
irtbeis; ein anderer Wirth wegen desselben Reates zu 2 M.
Dieser kam deshalb itwas besser weg, weil er bei Begehung der
fraglichen Uebertretung erst 2— Tage Wirih und in seinem Geschäft
noh nicht so bewandert war. Ferner wurden zwei Dürkheimer
Wirthe, der eine, weil die geseßlich vorgeschriebenen blechernen
Maße, die er im Vesitz⸗ hatte, schon seit sieben Jahren nicht mehr
derificirt waren, und der andere, weil er gar keine Bleche im Be⸗
sitze hatte, zu ebenfalls je 83 M. verurtheilt. Auch wurden die
nicht deristcirten Bleche, sowie sämmtliche unrichtige Gläser, die
zum Theil No weniger hiellen, als fie nach ihren Aichzeichen zu
jalten hätten, confiscirt.

7 Aus Landau, 14. April meldet der „Eilb.“: Gestern
Nachmittag fiel das Zjährige Knäbchen des Herrn Kaufmann Kohl
bvon der Waschbrücke in die Queich. Besinnungslos wurde es von
einer elwa 30 Schritte unterhalb auf einer Brücke befindlichen
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        Frau herausgezogen und sofort in die Behausung des Herrn Dr.
P. gebracht, veffen Bemhungen? es Rath kumec Zeit zgelang, das
ind wieder inz Leben zurüdzurufgen.
fFeHaßloch, 14. April. Micht das 22, Mrimd werde in

der Osterwoche dem hiesigen Lehrer Heene geboreun, sondern das
flehbemebnte. Hierbon befinden sich 11 (arunter 9 Söhne und 2
Tochter) am Leben und bei guter Gefundheit. (P. P.)
J PSpenyer, 17. April. Heute Motggen starb hier der
Buchd puchzreibestzer Ludbwig Gilarbone, 52 Jahre alt, am Lumgen⸗
schlag.

ß Saarbrücken, 17. April. Vor einigen Wochen' wurde
wie wir Pberichteten ein Bergmann von Albvera borg, Welchar im
Berdacht stand, falsches Geld verausgabt zu haben, verhaftet, so⸗
dann Aber wieder freigelassen. Wie die „Saar⸗ nd Blieszig.“
bct, sind dem Beireffenden vorgestern, mit Begleitschreihen det
Deren Bberprolurators zu Saarbrücken, die beschlagnahmten fünf
oepfennigsnuick; zerschntten- von der Kgl. Mümz PDireltion zurüd-
gegeben wocden, welche dabei ausdrüchlich bemerlt, daß die für
. geheltenen Geidstuͤce aͤcht seien, ur wären dieselben mit
Quedßiber in Berührung eelaamen. 466aarbr. 3.)
ppeUkin, I2. April. Bor dem hiesigen Schwurgerichte
ftänden heusedie beiden Kerle, weiche por einigen Wochen nacht⸗
ncher Weile das Haus des Sindtjchultheinen Heim in Kirchbeim
u. T. in die Vuft sprengten. Die Unterhuchung ergab, daß die
Ugihatnicht mit Dyhnamit, sondern mit Sprengpulder verübt wurde,
das die Burschen von⸗ einem ambewacht auf der Straße sieheuden
XRV hatten. Beide Angellaggen murden zu je 14
Dahren Zuchthaus zund nzum Berxlul der Pbürgerlichen: Ehvenrechte
verurtheili.

Main 3, 14. April. Die Nachricht' einigor Blatter, das

die Untersuching wegen Sec Miletarerjesse an Naisers Geburistag
niedergeschlagen sei dis auf jene wegen —A
zatfch, indem das militaͤrgerichtüche Verfahren nuoch voll stär dig im
Zuge öst nd in diesen Tagen noch: wedtere Vethaftungen erfblgten.
Verwundele beherbergt das Vozareth noch: 140pder 18 Mann, von
denen fedoch auch die Schwerverwundeten nun außer! Lebeusge⸗
fuhr findd.
—Berltn, 14. April. Nach Bettlimmunggn des Reichs
kanzlers sollen fammiliche Reichsbehdrden bei Neuanschaffungen von
Actenpapier ein einhzeitliches Papiersormat einführen, welches im
rinschiuß in eine entsprechende unter den saäͤmmmichen Bandes
regierungen gelroffene Vereinbarung auf 33 Centimeter Söhe und
—— festgestellt worden i.

FESu. Louis, (Rordamerika) 11. Apruu. Heute Nacht
gegen halb 2 Utzr brach Feuer in dem großen Southern Hotel
aus,weicheo für sich allein eine ganze Straßeninsel bildet und in

Bekanntmachungen.

sechs Stockwerken Räumlichkeiten Für über 700 Gäste enthält.
Das Feuer zeigte sich zuerst in ben Vorrathskammern im Erdge⸗
schoß, trenne 0 dann aber⸗ mit rasender Schnelligkeit durch
die Schachte der Elebatoren (Hebemaschinen) zu den oberen Stod ⸗
werken hinauf, so daß binnen zehn Minuten das ganze Gebäude
mit Rauch und Flammen erfüllt war. Am jchnellsten wurde dat
sechste Siockwerk erfaßt, wo die Mägde schliefen; Alles stürzte, von
den qualmenden Flammen erstickt, an die Fenfter and gegen 20
Personen, meist Frauen, fauden hren Tod, indem sie aus der
schwindelnden Hohe hinab auf das Pflasfser sprangen. Die Feuer⸗
wehr war gleich zu Anfang zur Stelle, aber obwohl man mit
Feuersprißen nur wenig helfen konnte, so gelang es doch, durch
Leitern und Stricke eine Anzahl Menschen dem drohenden Verderben
zu entreißen. Frauen und Kinder sprangen in ihren Rachtkleidern
auf die unten ausgespannten Tücher und wurder so meist ohne
groößere Verletzung gerettet. Eine Stunde nach dem ersten Sicht⸗
barwerden der Flammen war schon das ganze Innere ausgebrannt
und die ihres Haltet beraubten Umfassungsmauern flürzten zu⸗
sammen. Jeztzt bezeichnet nur noch ein Truümmerhaufe die Stätte,
wo vordem der stolze Bau sich erhob. Im Ganzen sind nach der
geringflen Schätzung 50, nach der höchsten 100 Personen um't
deben gekommen. Der deutsche Consul Dr. Gerlach brach ein Bein,
als er aus einem der oberen Stockwerke heraussprang, eben so eine
Zchauspielerin. Fast ohne jeden Schaden sind die Bewohner der
mieren Stockwerle davon gekommen. Der Werth des niederge⸗
braunten Hotels wutde quf4 Mistlonen Mark geschäßgt.
Geweinnutziges.

— Bemußzungder Eisenbahnen vund Telesraphen
durch die Feunerwehren. Anläßlich des jüngst stau⸗
ehabten Vorsalle, daß die Feuerwehren Münchens von einem
dierzu Nechtberufenen bei Ausbruch eines unbedeutendes Brandet
in Bruch nach leßterein Orte telegraphisch berufen wurde, wird
hon Seile der Generaldirektion — Teiegraphenabiheilung — sämmb
lichen k. bayer. Teleguaphenstationen die betreffende auf die Be—
huͤhung des Telegraphen Bezug Hahende Vorschrift in Erinnerung
zebracht, weiche, lauter: Staats⸗ uud Bahntelegraph dürfen bei
BZrandfällen für Feuerberichte oder Millheilungen zu Löschzwecken
zurch den Zertreter des Bezirksamts oder der Gemeindebehörde odu
zurch den Coumandanten der Feuerwehr unentgeltlich beuützt werden.
Die zu besördernden Mittheilungen werden dem Stationsvorstande
chriftlich uͤbergeben, der für underzügliche Beförderung als Dienst⸗
jache zu forgen hal. Die Annahme, Befördexung und Zustellung
hai auch außer der geschäftämaͤtßigen Dienstzeit bei Tag wie bei
Nacht undberzögert zu exfolgen. Ist die Beförderung agus irgend
eintin Grunde ucht sofort thuulich, so ist der Aufgeber hiervon zu
verständigeny.

den Meistbietenden zu Eigenthum
herst eigern ꝛ
Pl. Nr. 205. Ungefähr 4
Deg. Flaͤche, Lin einstöckiges
Wohnhaus mit Siallusg
und Hofraum, an der
Bliet lafteler Sttahze neben
Joseph Jene und Verstei⸗
gerern felbst.
Si. Ingbert, 18. April 1877.
Sauer, kal. Rotäar.

XXEEX
I in Sandstein und Marmor
werden an efertigt bei
Eagenthau &amp; ICreahe
— Zweibrücken.
Bekanntmachung. mertsam gemacht, daß nach Ver—
Um dem dvon Jahr u Jahr ardnung vom 4. Januar 1872
miner mehr uderhande nehmenden in den Jagdrevieren auffchtslot
Ausheben der Vogelnesier ent⸗ umherstreifende Hunde don der
gegenzutreten, werden die Freunde Jagdausilbungsberechtigten ode
der Siagvogel und überhaup von ihnen aufgestellten Jaodauf
Asle, weiche sich für den Schutz sehern gelödtel werden dürfen.
der Vöͤzel inleressiren, gebeten, Si. Ingbert, 19. April 1877
darauf achten und ihre bezüglichen Das Vd nanarr
Wahrnehmungen zur Kenntniß *Avaerlein.
der Polizei dringen zu wollen. 5—777
Wenn die Eltern, Lehrheren cc. 5 Gartenstühle
hre Kender bei ihren Ausgängen empfehit
ofters ermahnen keine Vogelnester rn Dereum, Shreiner
aufzusuchen urd sie überhaupt *
von dem Herumtreiben in den Mein Wohnhaus
Waldern abhalten, so wird die! ijn den Großgürten, sowi
gewißz bald gute Folgen zeigen. mehrere
Si. Ingbert, 18. April 1877. B sätz
Das Polizeikommissariat: aup ätze
Eckerlein. in der Schaafwerherwiese hat zu
CIIXICIIT«o vertaufen
eranntmachung. Jakob Pfteger.
Da schon oͤfters beobachet — — c7
wurde, daß Hunde ohne Aufsicht,. 2 möblirte Zimmer—
auf hesigem Felde u. im Walde, sofort beziehbar „sind zu dver
rej herumschwärmen, so werden miethen.
die Hundebesitzer dacaut aui⸗ ——— sadt d'e Exped. döo. Bil

——————
Hausversteigerung.
Samfrag, den 26. Upril
nächsthin, Nachmittagg 3 Uhr
bei Michael Paul zu St.
Inagbert, lassen die Eheleute
vudwig Merker, Schneider⸗
meister, und Etisabeth Gressung
in St. Inabert die nachbezeichnete
Liegenschaft im Baune St. Ing⸗
beri oͤffentlich an die Weistbie—
tenden zu Eigenthum versleigern
naͤmlich:
Pl⸗-Nr. 440. 38/10 Dezim.
Fluche, ein zu St. Ingbert
in den Gassengärten ge⸗
legenes Wohnhaus mit
Backküche und Hofraum
neben August Müller.
St. Ingbert, 15. April 1877.
Sauer, kal. Notär.

Bekanntmachung.
Es wurden Klagen laut ber
die Verunreinigung der öffent ·
sichen Spaziergänge; insbeson⸗
dere über den vom Bahnhof
rach der Gasfabrik, ieben der
Fisenbabhndamm hinführend. Weg
Im Betretungsfalle oder au
Anzeige hin, wird gegen dieje
nigen, welche sich solche Verun⸗
reinigungen zu schulden kommen
lassen, unnachsichlich profocolljct.
St. Jagbert, 18. April 1877.
Das Polizeitommissariat
Eckerlein.

Hausversteigerung.

Samstag, den 238. April
nächsthin, Nachmilkags 4 Uhr
beie Michael Paul zu St.
Ingbert, lassen, die Eheleute
Joseph Theobald, Küfer, und
Margaretha Henrich in St.
Ingbert folgende Liegenschaft im
Banne St. Ingbert össentlich an

Bereund
ann abgefahren werden, auf der
Bouftelle von.
Julius Grewenig
am Bahnhof.
—S———8— — —— — — —— —
Redalion ud und brlag von F. x. Demet in St Ingbert.
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        X 2
— ——
z3252 25338336 335 38335323 533333— —3 3
383358335— —— 33 333s8337383333—33328
— —2873573 388 ——— 2385
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— 531338 — — —83— 83 58535855 7 8
33
237 —5 3255——227 7 33535.8 558 287327 2242 —53338
2sz35333768568 FI 53 8
c
3333 3238 * 338333 ⏑—
— 338228 335375 53335 33352533 A
22 8823 5583—55* 53 X2— 22 2358 5253 32332* 25733535
52285—33358 IJs 338 77 3333333338 535
57535633828 385383 3
3 3333337 3 —33337
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82853—3 3735825 5 3333 ——87 53 —323353358
3235— * — 2w8RA 758 * 2 55c2 —
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22.35 282 *823 222 355 826823 323583422383
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        St. Ingber ler Anzeiger.

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21—
Ler St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblait, (Sonntagt mit illustrirter Vei-

age), erscheint wöchentlich yiermal: Dieustag, Dounerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementépreis beträgt vierteljahrlich

Marl 20 R.⸗Pfz. Anuzeigen werden mit 10 Pfg., von Auzwärtz mit 15 Pfi. für die viergespaltene Zeile Blattschrijt oder deren Raum. Necla nen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M GI. aunstaa- den 21. averii 1377.

—X
Deutsches Reich. e
München. Das Finanzministerium hat im Einverständnisse
nit den übrigen Minssterien behufs Etzielung eines gleichmäßigen
Berfahrens bekannt geseben, daß die im kaufmännischen sowie
ionstigen gewerblichen Verlehre von Pribaten mit den Staats- und
inderen oͤffentlichen Behörden und Anftalten üblichen Eingaben und
Torrespondenzen, insbesoudere Anzeigen, Geschäfis Empfehlungen,
Brofpette und Preiscourants, Bestellungen und Offerten von
Wagaren oder Dienstleistungen, Submissionen, Accordanerbieten, An⸗
iragen und Reclamationen ꝛc. als „Schriften“ im Sinne der
Ztempelordnung vom 18. Dezember 1812, 8 7. Cl. J. Ut. a.
aicht zu erachten seien und dader stempelfrei belassen werden dürfen.
Bleiches gilt von din Beilagen solchet Eingaben, sofern erstere nicht
wie beispielsweise die Quittungen über Zahlungen aus öffentlichen
sassen vermöge anderer gesetzlchen Besuimmungen schon an und
ür sich der Stempelpflicht untcꝛliegen. — Im Uebrigen, namentlich
also in Bezug auf Angebote und Gesuche wegen stauf, Tausch,
Berkauf, Pacht oder Miethe von Immobilien und gleichgeachteten
Kechten, dann in Bezug auf Gesuche um Erhöhung vereinbarter
Acco:dsummen, Entbindung von Verträgen und Freigabe der Cau⸗
—8 Ablauf der Haftzeit bleiben die bisberigen Bedfimmungen
nbæ Hrafth.
Berlhin, 11. Apr's. Heute ist an den Reichstag eint
Zetition der Bergisch Märkischen Eisen? und Stahlwaaren-Fabrika ten
„elangt, unterzeichnet von mehreren Industritllen, welche folgendes
Betitum an den Reichstag stllen:

„Bei Wiedereinführung der Eisenzoöͤlle müssen wir eine Thei⸗
ung der früheren Position 60. 2 des Zolltarifs in 4 Klassen
nit verschiedenen Zollsätzen fordern, wobei theilweise eine Ernied⸗
rigung, wo erforoerlich eine Erhöhung des ursprüglichen Satzes
intreten würde. Die Bildung der 4 Klassen schlagen wir in
olgender Weise vor: a. für folgende Gegenstände einen Satz von
Mark und zwar: Ambose, Schraubstöckt, Winden, Schppen,
fannen, Wagenfedern u. s. w.; b. Gegenstände mit mindestens
Mark zu vrrzollen, als Drahtgewebe, Fallen, Nägel, Aexrte u. s. w.;
. Gegenstände, welche mit 5 Mark zu verzollen sind: Alle ange⸗
ührten Sachen verkupfert, verzinnt odet verzinkt, Schlösser, grobe
Messer, Beile, Sensen, Sicheln ꝛc.; d. Gegenftände mit 8 Mark
u verzollen: Degenkliugen, Feilen, überhaupt alle Werkzeuge aus
Stabl. allez pro Ceutner.

Wie das Justizmnisterium gegenwärtig mit Eingaben und
betitionen weßnen der Vertheilung der Landgerichtssitze destürmt
vird, so belagert man das Kriegseministerium und das Reichs
mzleramt seitdem der Kasernirungsplan der Militärverwaltung
jekannt geworden ist, mit den verschiedensten Gesuchen. Für viele
leine Städte ist das Verbleiben der bisherigen Garnison allerdings
jeradezu eine Existenzfrage, aber auch reiche Handelsstädte sehen
ine beabsichtigte Verminderung ihrer Besatzung nicht mit Gleich⸗
ältigleit an. In den letzten Tagen weilte hier z. B. eine De
—XVX
aehreren Stadträthen, welche die Verlegung eines Theils der Gar⸗
ison nach Heidelberg abzuwenden versuchen wollee. Schwerlich
hird den Hetren das gelungen sein, denn die Belegung der schönen
Iniverfitätsstadt mit einem Insanterie-Bataillon entspricht den
Wünschen der Behörden ebenso, wie der studirenden Jugend, so
aß sie sicherlich richt trüdgängig gemacht werden wird. Ebenso
vie Heidelberg soll bekanrtlich auch Bonn nach dem neilen Plane,
ieben dem Könias-Husaren-Re.giment, Jefanterie-Garnison erhallen.
Kaum glaublich! Die Mittheilung des Pariser Figaro, be⸗
reffend den Rüchkauf von Lothringen durch die Legiti—
nisten war insofern nicht aus der Lust gegriffen, cls die Anhänger
jes französischen ‚„Roy“ in der That wenigstens den Versuch eines
olchen Geschafts beschlossen hatten, als die Nachricht von dem
Rücktritißaeßsuche Bismarck's in Varia hefkannt wurde. Dieselben

hoff'en, wie man der Koͤln. Z.“ schreibt, mit kennzeichnender Ver⸗
»lendung, daß die ullramontan⸗realt onäre Partei in Berlin ans
Kuder kommen und diese ihre Zustimmung zum Verkauf von
klsaß:Lothringen zeben werde, damit der Roy dieses Land als
Morgengabe mitbringen und so den Thron besteigen könne. Es
lingt sehr toll, aber die Legitimisten haben andere Ideen von der
Welt als liherale Menscherkinder.

Berlin, 17. April. Nach dem heute vom Reichstag ge⸗
aßten Beschluß, mit welchem sich auch der Kriegsminister von
damecke zufrieden gab, wird in dieser Session nicht der ganze
vesetzentwurf über die allgemeine Casernirung des Reichsheeres (au
velchem Behuf eine Anleihe von 168 Millonen M. aufgenommen
verden soll) berathen werden, sondern man wird nur jene Casernen⸗
auten herausgreifen, welche zunächst im Nechnungsjahr 1877/78
vorbereitet oder begonnen werden sollen; es find das Casernen für
25 Bataillone Infanterie, 26 Batterieen und 22 Schwadronen
Favalerie, deren Kosten eiwa 44 Mill. Mark ausmachen würden.
Im Jahrt 1877/78 würden davon aber nur etwans Millionen
Mark ausgegeben werden, da meistentheils erst die Vorarbeiten zu
nachen sind

Berlhin, 18. April. Die ministerielle „Provinzial⸗Korre⸗
pondenz“ schreibi; Die Qrientfrage sei zu einer entscheidenden
Vendung gelangt. Angesichts der schroff ablehnenden Erklärung der
Bforte sei jede Hoffnung auf einen Erfolg weiterer Verhondlungen
zeschwunden. Wenn somit der Kriegsausdruch nicht mehr zu ver-
chieben sei, werde das gemeinsame friedliche Streben der europäi⸗
chen Mächte gewiß um so enischiedener dahin gehen, eine irgend
velche weitere Ausdehnung des Krieges in jeder Weise zu verhüten.
- Das Blatt bespricht ferner den Gang der Reichslagsverhaudlun⸗
jen und glaubt, der Schluß der Session könne selbst unter Verzicht
iuf die Erled'gung mehrerer wich'igen Votlagen kaum vor Mitle
zes Monats Mai erfolgen. Die Reise des Kaifers nach Wiesbaden
ürfte, falls die Witierung es gestattet, geaea Ende dieser Woche
tfolgen.

Ausland.
Wien, 17. April. (Pf. 3) Oesterreich mobilisirt zwei Ar⸗

netkorps und beruft die ungarischen Honbeds ein. Erzherzog Al⸗
hrecht wird das Ober⸗Kommando des Beobachtungsheeres uberneh⸗
nen und am 21. nach Siebenbürgen abte sen. 67)
Wien, 18. Apeil. Die „Politische Cotr.“ meldet aus
Bukarest von heute; Die rumanische Regieruag hat die Concen⸗-
ritung vor 10,000 Mann jzum Schutze der Haupistadt gegen
inen allfälligen Haadstreich seitens der irrequlären türlijchen
Trupphen beschlossen
Wien, 18. April. Der Handelestand in Odessa ist auf⸗
zefordert worden, die im Hafenzollawt lagernden Waaren sofort zu
»eziehen. Der Landsturm des Rayons Odessa wird organisirt.
In Rumänien sind alle Urlauber und Reservisten einberufen worden.
Die serbiß! e striegspurtei regt sich. Der türtisch-serbische Korflikt
hat bereits drohende Dimensionen angenommen. — 485,000 Perser
mit 50 Geschüzen stehen an der Grenze (A. 3.)

Paris, 17. April. Der Herzog von Dicazes theilte in einem
Jeute Morgen statt zehabten Ministerrashe mit, daß ihm von Berlin
uind London die ausdrüdliche Versicherung friedsertiger und versöhn⸗
icher Stimmung Deutschlands gegen Frankreich zugegangen sei.
Diese Versicherungen sesen direlt durch den deutschen Botschaf⸗
er, Fürsten Hohenlohe, bekräftigt worden.

London, 17. April. Im Unserhaufe erklärte der Unter⸗
taatssekretär Bourke auf Anregung Sandford's, die Neuiralität Ru⸗
näniens sei weder im Pariser noch anderen Verträgen garantirt.
Pumänien werde amtlich Fürstenthum Moldau⸗Walacgi gdenann—
        <pb n="210" />
        und in den Beziehungen zu andern Määͤchten als Theil des für⸗
tischen Reiches angesehen. 2 4

London, 18. April. Ruhland teigeswegz der Neutra⸗
litat Englands schon vbllig sicher. Zwischen Derby und Schuwalow
hat hierüben ein Meinunghaustoufch sigtigefundon. welcher das ge—
wunschte Resultat nicht ergab. Lord Derby ertlärte, doß er sich
gendihigt sehe, die Aufmerkfamkeit des rüssischen Botschafters aus
den Rachtragsbertrag zu lenken, in welchem England, wie die au⸗
— E—
Integriht der Pfarte, u herhürgen, —— — erwiderte.
dase Rußland jq nicht daran denke, in der Türtel Eroberungen zu
moqhen worauf Lord Verbh replicirte, daß dieser Vertrag auch die
Turkei vor jeder fremden Aggression schütze. In Folge dleser Rede,
deren Ernst'man iricht berkennt, sagt man, habe Graf Schuwalow
seiinge Ftise nach Pelersburg angekündigt.

Belgrad, 17. Apris. Der russische General Fadefjeff.
der bekannie Veifechter des Projecis einer füdslavischen Conföde⸗
rclien mit einem rusßschen Prinzen untetr dem Prorectorat Rußlanda.
itz gestern üher Vaßalg hier ange lommen. Sein Auftreten mocht
— E. 3)

Bukarest, 18. Aprci. Es ist Befehl exgangen, alla jeno
FZelegramme aufzubhalten, in wolchen Truphenbemegungen gemeldet
werden. Zwischen dem Garatztientächten unde deren helesigen diplo⸗
matischen Vertretern findet eine lebhafte Correspondeng üher die
Rumanien. Apesichts der bevorstehzr den Ereignisse anzurathende
Heltung satt Kelge der Garapttemachte ertheille bisher ihrem
ũgenten hestimmte Instuuctionen. Rumanien fermulirte, bisher
eine Eptschlichzugg aoch nich.

Boa rum a,, 18. April, Der kürlische, Generalstab ißd gestörn
zu Schiffe hier eingettoffenn und badatet sich zutz Weite rueise nach
ruftschul vog. —A

Tubtscha, 18. Apriß. Zyei weue türkifche Monitors sind
an der Vondumündung vor Anler gegangen.

Wusts chunb, 18. April. Dar. hiesige xussische Eonsul erhielt
Wäsung, sich zux-Abreise, bereit zu balten, Der, Generabissimus
der rürtischen Armee, Abdul Kerim Pascha, ist in Begleitung van
uchmed Ejub Poscha hier eingetroffen und reist heute nach Silistria
weiter. — 70 Krupp'sche Geschütz sind hier cingetroffen.

Aus Warsichau wirde berichtet, daß die doztigen Bar mher⸗;
33 Fhwelenn den Auftrag erhielten,, sich zux, Südatciee zu ben
gehen.

Warfchau, 18. Mrik, Abends. Soeben wird⸗ die am Frei⸗
tag früh bevorstethende Ab reise des Czaren hierher signalisfirt. Ja
seiner Begleitung befinden sich die Primen, der Kriegsminißer,
Beneral Ignat eff A. (ob Fürst Gortschaboff, ist nicht festzuftelben.
De Korr.) Das Kriegsmanifest wird unmittelbar nach der Rückkehr
des Kaiseis aus Kischeneff, der dord nur kburze Zeit bleibt, von Mos—
au aus, wohin sodaun vec Czar geht, erfolgen und sonit das Da⸗
sum der alten Residenz iragen. Der General⸗Gouverneur von Polen
Graf Kotzebue ist zum Empfange des Kaisers nach Kischeneff gegan—
gen. Die Gouverneure von Odessa und Kiew find gleichfalls zur
Empfangnahme neuer Ordres. hinbefohlen. Sämmtliche polnische
Bahnen erhielten Befehl, das Telegraphea- und Bahnpersonal zu
verdoppeln und sich auf Nachtdienst:; einzutrichten. Es soll eime täg
liche Ueberm'ktelung genauer für die Oeffenil'chkeit bestimmter Nach⸗
richten vom Krie, sschauplatz an das Ministerium und an dee Pr sse
durch den Generalstab ins Leben gerufen werden.
Pelersburg, 18. April. Der Kaiser und der Großfürst⸗
Thronfokger treten am Freitag früh die Reife nach Kischeneff an
ind. werden Montag Abends daselbst eintreffen. — Die Corre⸗
spondenz der „Agence Russe“ hebt hervor,, im Protokoll sei wohl
der Fali, daß die Pforte innerhalb einer bestimuten Frist die
Refoxmmaßrecela nicht zut Ausführung gebracht habe, vorgesehen,
aber nichts für des Fall bestimmt, daß die Pforte die perempiorische
Ablehnung des Protokolls selbst eintre'en lasst. Letzteres sei angen
sichts der von England abgegebenen Declaration anullirt. Der
bon den eurspadischen Mächten auf der Cenferenz zu Konstantinopel
derjolgte Zweck bleibe aber nichtsdestoweniger vollkommen bestehen,.
Rußland, dessen Hände durch die von der Pforte erllärte Ableh—
nung frei geworden seien, werde bestrebt sein, diese europäische
nufgabe gegeaüber der Pforte zu erfüllen. (Also immer wieder
der Versuch, Rußland als Mandatar Esropas, hinzustellen. während
eg nicht den Schein eines Mandats hat.).
R,uß land, hat in Polen zur Deckung der Grenz gegen
Oesterre'ch vier Arme-corps mit den. Stäben in Warschau, Lubl'n,
Radom und Zytomir aufgestellt. Dad Grenadiercorps, das ur⸗
spriglich zur Suͤdarmee adrlichen soltte, bieidt. ebenfalle cin Polen,
jor daß dort eine rusische Armet, von ann ähernd 140,000 Mann
'oncenirirt ist. Oestexreich“ hal,, troßdem diese Aufstellung eine

mposante genannt werden kann, bisher keinerlei Gegenmaßnahmen
getroffen. Es faßt die Truppenaufstellung in Polen nicht gerade
als gegen Oesterreich gerichtet auf, da sie sich durch die Verhältnifse
in Polen bis zu cinem gemissen Grade von selbst erklärt. Selbst⸗
zersiändlich hat Oesterreich sich übeigens für jede Eventualität des
Drientkrieges vorgesehen. In serster Liie lommt natürlich der
Süden in Betracht. Es ift gegen värtig Alles so weit vorbereitet,
daß innerhalb 14 Tagen ein österreichisches Corps von 80,000
Mann über die Save gehen könnte. Den großen Feldübungen
n Siebenbüegen lagen Voraussetzungen zu Grunde, die im Ver—
laufe des Krieges früher oder spaͤter sich verwirlktichen werden.
Dia Abreise des Kaifers von Rußland zur Armee ist einem
Pefersburger Telegramm zufolge gestern (am 18. d.) erfolgt und
tünde somit sein Eintreffen bei det Aemee am Samsilag zu erwarsen;
leichzeilig dürfte auch das russische Kriegsmanif⸗st zin erwarten
ein, don defsen Ton die Meldung aus Petersburg im vorgestrigen
Blatte einen Vorgeschmack gegeben hat. Die Türkei wird darin
us der Sündenbock bingestellt werden, der das friedliebende Ruß⸗
land so lang reizte, bis es nicht mehr! anders konnte, als zu den
Waffen zu greifen. Der Fürst von Rumänien wird den Czaren
vahrfcheinlich persönlich in Kischinew begüßen und vdann seine
nilitärisch ziemlich unbedeutende Armee zu der russischen stoßen
assen, da man einen Donauübergang der Türken bei Kalafat als
kriegsfall zu betrachten gesonnen ist. Bel dieser Belegenheit wird
stumänien Üher ein Menschenalter hinaus zertreten werden, Ruß—
and gibt ihm daftir, wenn Alles gut geht, die Freiheit von der
ürkischen Vasallenschaft und, von dem nominellen Tribut an die
Pforte, wogegen es das Jürflenthum auch von der Donaufeite her
est zu umarmen gedenkt. Die charmanteste Wendung der russischen
Zdlitel besteht aber⸗ darin, daß dar keine Kriegserklärung an die
Pforte etfolgen solb, was ja gegen den keidigen Parifer Nertvag
und gegen den onglisch franzosisch österreichischen Tripelvertrag wäre;
NRußland geht einfach als executorische Macht, als europäische Gen⸗
darmerie nach Bulgarien, um im Ramen der Maͤchte die Conferenz⸗
beschlüsse und das Protokoll“ durchzuführen. Europa muß sich
eientlich dafür bedanken, daß das humane Rußland den andern
Mächten die Mühe erspart ihre Wünsche persönlich zu realisiren,
daß es Geld und Trndpen für die allgemeine Civilisation opfert.
Vermisaijtes.
Höheindd., 13. Ahr'l. Heute wurde in hiesiger Ge.
meinde ein ächt patriotisches Fest gefeiert.“ Galt es doch den drei
aus hiesiger Gemeinde im Jahre 1870 gefallenen Kriegern, nämlich
den beiden Brüdern Jakoh und Peter Woll und dem Jalot Trum.
Die gauze Gemeinde nahm Theil an diesem Feste, und an keinem
dause fehlten Fahnen und Kränze.“‘ Der Kriegerverein und die
Ortsbürger dahier errichteten nänlich den genannten Gefallenen ein
Dentmal, das auß einem der sihönsten Plätze des Ortes steht und
Jeute eingeweiht wurde. Dasselbe besteht aus einem einfachen rothen
Sandstein, welcher recht schön gearbeilet ist. mit einem aus der
Lang'jchen Fabrik in Gießen bezogenen sehr schönen Kreuze. Schon
in der Frühe verkündeten Böllerschüffe den Beginn der Feier. Von.
10 Uhr an zogen die auswärtigen Vereine, von allen Seiten kom—
mend, vom hiesigen Kriegerverein mit Musst ahgeholt, in's Dorf
ein, nämlich die Kriegervereine aus Heltersberg, Schopp, Pirma⸗
ens, Waldfisobach, Wallhalben und Zweibrücken. Eine solche Men⸗
chenmenge war noch nie im Dorfe. Um 22 Uhr bewegte sich ein
großer Zug mit Musil vom Schulhause ab auf den Festplatz vor
das prächtig geschmücte Dentmal. Der Nereinsvorstand Friedrich
Woll dahier begrüßte die fremden Festgäste und brachte ein Hoch
auf dieselsden aus. Der hiesige Verein sang dann ein Lied, worauf
dehter Baum eine Auspracht hielt, das Denkmal enthüllte und der
Bemeinde übergab. Unter unendluhem Jubel und Böllerschüssen
fiel die Umhüssung. Sodann h'elt Herr Villo, Vorstand des Kampf⸗
zjenoffenvereins Zweibrücken, eine wohlgelungene Festeede und brachte
ein Hoch ouf Ihre Majestäten den deutschen Kaiser und den König
von Bahern aus, in das sämmtliche Festgäste begeistert einst mmlen.
Der hiesige Vercin trug dann abermals ein Lied? vor. Lehrer
Baum hielt wiederhold eine Ansprache, in welcher er besonders die
zroßen Berdienste des deutschen Hetres in den Jahren 1870471
gedachte, und brechte ein Hoch auf dasselbe aus. Mit Musik pog
der ganze Zug durch den festlich geschmückten Oct und dann in den
Specht'jchen Saal. Musik, Reden und Toaste wichselten bier ab
und verschönerten das Fest. Gegen Abend lehrten die Fremden zu⸗
rüd in ihre Heimath, und werden dieselden gewiß woch recht lange
an die frohen Stunden denken, denn idie Ortsbürger ließen es an
Nichts fsehlen, den Fremden den Aufenthalt dahier recht angenehm
zu machen. Reunion im Spech''chen Saale beschloß in passender
Weise den Abend dies s herrlchen Tagges. (w. Z.).
rNeustadt, 12. April. Der deutsche Kriegerbund, dessen
Haupisitz sich im Berlin befurdet, ist in Folge der unablässigen Be⸗
        <pb n="211" />
        mũhungen des hiesigen Kriegervereins dah'n bestimmt worden, seinen
*. Delegirientaqg während der Pfingstfeietroge in Neustadt im
Saalbau abzuhalten. Aus allen, auch aus den entferntesten Gauen
Deutschlands sind bereite Gäste angeinelden,“ welche die Feiertage
r der sonnigen fröhlichen Pfalz, in der herrlichen Natur unserer
Stadt verleben wollen. Viele höhere Offiziere und Poersönli hleiten,
nter ihnen Generallientenant v. Stodmar⸗ haben beresns ihr Er—
cheinen zugesagt. Die Kriegerpereine der Pfalz und der Saar⸗
Jegend, insbesondere der Verein St. Johann-Saarbrücken, werden
corporo erscheinen, so daß es, besonders nacht ven Erftihrungen
an früheren Delegirtentagen nicht zu hoch gegriffen sein wirs, wonn
vir die Zahl der Gäste auf 8—10, 000: Nann anschlagen. So
xek wir über das Programm' des Festes in Erfahrung bringen
onmen, ist dasselbe vorläufig dahin festgesetzt, daß Samstag, 10.
Nat, Nachmittags Empfang der Gästs und Vereint und Abendée
Festlneipe stattfiadet. Am ersten Pfingfttage von Morgens 9 Uhr
ib Delegirtenberathung, Abend« 7. Uhr Festessen im Saalbau,
voju. auch die hiesige Bütgerschaft. geladen wird. Aim zweilen
Feiertag in den verschiedenen Gärten und Wirthschaften Früh
choppem. Rachznitiags großes Concerl. in den Aulagen · auf der
Lugausta⸗Hoͤhe, am dr'tten Tage lameradschafikichet Frühschoppen,
Rachmiltags gemeinsamer Ausflug nach der Maxburg. Die Fest
nusik wird von der Militärmusik-Capelle des 60 Regiments unter
hrem Capillmeifter Thormann gestellt.
* In juüngster Zet ließ die tgl Ortrittegierung der Pfalz Er⸗
jebungen pflegen über das Einkommen, das die Volksschallehrer
zurchf Berrichtung des niederen Kirchendienstes beziehen. Dabei
nurde befonders Bedacht genommen, ob der Lehrer im Genusse
wer der Meßuerer angehörigen Wohnung sich befiudet. Das Re⸗
ultat dieser Erhebungen, welche höchst. wah« sheinlich von sanemt
han streicregierungen gepflogen wurdem dient dem kbnigh Staam⸗
anisterium zur Vorlage An d'ie Kammer behufs der Kicchend enst⸗
eage der Volksschulehre.
FSchaidt, 16. April.“ Am daßigen Vahrübergang lief
mit einem Wagen bespauntes Pferd über die zugezogene stette
das Fuhrwerk mit Fuhrmanun, welchef qguf dam Wagen saß
ud betrunken gewesen sein sollz wurde nur durch das xascha Ein⸗
gzeifen eines Ressenden vor dem daherbraußenden Bahnzuge gerettet.
Nas sieht, auch aus diesem Falle, wie mangelhann vdie. Ketten
arrtiexen sind. —
Frankentdal, 17. April. Tagner Prügel ven
Speyer, dex vor kurzem dort einige freche Ein brüche varübte, wurde
xute durch das Zuchtpol zeigericht wegen IB derartigen Fälbe me
mJa ren Zuchthaus bestraäffttt. J
f. Bei der am Samstag dem 72 Aprike, stattgehabten Ver—
Sigervng des zu erbauenden meuen. Schultauses zu Erfweiler —
weranschlagt zu 27,800 Mark — —nder beinahe 4008Û Mact
Age hoten. — —VV—
fMäünchen, 16. Apritt Das Ministeriunn des Innern
äßt eins Warnung vor dem Gebrauich von Valllleiderstoffen, auf
alchen sich ein glänzender, meist silbep⸗« oder goldfarbigen Metall
aer Glasstaub (sozen. Kry tallstaub) befiudet. Dieser Kihftallstaub
esteht. aus einer auf mechanischem Wege zu fehr feinen blatt—
grmigen Theilchen verarbeiteten Legirung von Kupfer und Zinn
nit außerst feinen scharsen Kanten und Spezen. Beimr Tanzen ꝛc.
oͤsen sich diese Theilchen los und bohren sich in die Haut ein,
verden auch,, da man sie einathmet, den Athmungsorganen sehr
gefaͤhrlich. F
FMäangen« 18. April. Unser verdienstvoller Mitblleger,
»et durch seine Kunstunstalt in den weitesten Kre fen rühimlichft bea
annte Hofrath Hanfstängel, ist heutz Vorniittag, imn 74 Lebens
ahre gestorben. Er war vor 10 Tagen aus Rige heim ekehrk
ind hatte- ein Herzleiden mitgebracht, das rasch in schlimmfter
Heise verlief. — Eine Anjahl Buͤrger unseren Stadt hat, eine
csingabe an den Magisttat mit der Bitie, um Gestattung der facul⸗
atiben Feuerbestattung vorbereüet, und eße wir deselbe zur
Anterzeichnung öffentlich aufgelegt werden. J
fMünschen. (Ernteaussichten.) GeneralSekretär Müller
chreidt über den Stand der Getieidr, daß die Nachrichten allent⸗
alben sehr günstig bauten; schwache Saaten haben sich den Winter
der erholt und der im vorigen Herbste spärlich aufgegangene Klee
at sich gut bestockt und vetspricht eine normale Eroter VDer Reps,
vo er nicht in nassen Feldern steht, hat nicht gelitien und stehtt
raͤftlg und üppig. Die Wiesen sehen: besonders gut aus! fier
ounten des Winten? Uber gut bewüssert verden Der Schrecken
eß Futtermangels ist gewichen, an⸗ einzelnen. Orten wiad boereits
zras in Wiesen gemäht. Der Jahrgang. hat bis jetzt diel Aehn⸗
chteit mit dem von 1842: milden Winter „spaͤtes Fruͤhjahr, am
. April noch Schnee. Es ist darauf hin ein trockener und heißer
ꝰommer gefolgt, wit feuchtem Herbstt. Die Wintergetreide gediehen
tbr guk, auch die Kartoffelernie; dagegen waren die Futterfelder
nfangs Juni sdiml'ch ausgebrannt und die Sommerge treide gering.
fWurr 46 u.r 44 17. April. In den. lezteu. Tagen wueben

hier mehrere Kleiderdiebstähle in Häusern verübt, und es ist bei

der großen Menge von Bettlern, welche im den Hansern herum⸗

treichen, ganz besondere Vorficht nöthig. Wie wenig aber das

Herede dieser Leute von mangelndem Verdienst begründet ift, Jeigen

die Schaaren don: Itallenern, welche hier im VBahnhof ankommen

und in Deutfschland arbeiten. Auch aus Muͤnchen und Stuttgari
wird die Ankunft vieler Jialiener gemelden, Wet daher Herum⸗
streichernn ein Almosen gibt, der unterstügt nicht die Notthj fondern
die Liederlichkeit: Ein Musterexemplar eines soichen Stromers kdam
uns neulich zu Gesicht. Derselbe war, wie er erzaͤhlte, in Duis⸗
burge in Arbeit, hatle glänzenden Verdienst und lebte wie ein

Graf, d⸗ h. er putzte durch, was er verdiente Er wurr entlassen

und trieb sich bereits zwei und ein halb Monale in Deutschland

jerum, vom Fechten lebend. Er hatte von seinet verheiratheten

Schwester auf dem Lande Geld erhalten, um sie besuchen zu konnen,

am schon betrunken zum Eifenbahnwagen und verschleuderte das

Beld in leichtsinnigster Weise. Er rühmte sich, Socialdenokrat zu
sein und beklagt sich. daß man die Williarden in Berlin getheilt
und ihn um seinen Antheil gebracht hade. Die meisten dieser
Herumstreicher mögen vorz diefem Schlage; sein. Flesßige und
ordentliche Arbeiter erhaltembei uns überall lohneuven Verdienst.

tDie in Mannheim deranstalteke Sammlung zur Jubi⸗
äuntsstiftung des Geroßherzogs — etwa 20,000 M. — hat von
der Aachen Muünchener Feuerderstchatungsgesellschaft den an sehnlichen

Beitrag von 53000 M. erhalten.

k Berlin. Der „Wossischen Jeitung? wird mitgetheilt, daß
die auch, denz ihr nach anderen Zeitungen gebrachts Nachticht vou
der Verlobung des hür weile den, Prinzen von Japan mit einer
deutschen Dame sich nicht bestätige.

f Ein abenteuerlcher Odenslauf.) Der Kaiser hat vor
durzem einem wegen Desertion ju achtjährrser Festungsstrafe ver⸗
artheilt gewesenen, derhällaißmäßig noch jungen Mann begnadigt,
dessen Desert'onsgeschichte eine so interessante ist, daß sse au dieser
Stelle Platz finden müge: Diefer Maun war 1870 zum Militar
ingezogen worden und m i demselben nach Franlreich gegangen.
Dort gerieth er in ftanzostsche Gefangenschaft und ließ sich darauf
»eilommen, zur Verbesserung seines Looses in die französische Armee
einzutretem Er hatte, aber danit einen sehr verfänglichen Entschluß
zefoßt; bei Unterdrückung des Kommuneaufstandes ging sein Ba—
aillon zu den Kommunisten über und unser Landemanu wurde
zafür, gleich seinen Kameraden, zu 7fähriger Deßportation nach
Aigier verurtheilt. Die Veiden, welche er dort erduidet, waven
lxchthare; nach einiger Zeit gelang es ihm jedoch zu entfliehen
wed sich nach Eentral ⸗Afrike zw wenden, wo er zwei Jahrs lang
ils Diener eines Missionärs ein freilich auch nicht viel besseres
deben ührte. Die Hoffnang, nach Europa zu kommen, gab er
aber nicht auf; er schlug sich auch glücklich bis Alexandria durch
uind gelangte von dort auf einem Schiffe, durch Arbeiten die Ueber⸗
'ahrt verd enendenach Vriest. Ju Europo gingexs ihm freilich
unächst auch aicht viel besser; seiad Bemühungen um Arbeit waren
ergeblich und so wanderte er“mühselig von Almosen sein Leben
ristend, bis nach der Schweiz, wo er aufgegriffen und wegen
Bogabondirens über die deutsche Grenze gebtecht wurde Hier
rwartete den Deserteur das Vilitärstrafgesetzbuch; mit acht Jahren
Festungshaft sollts er einen unbesonnenen Schritt büßen. Nach
weijähriger Festungshofl aber verschaffte, wie gesagtt, ein Gnaden⸗
alt des Kassers dem für sein Verg/hen Vielgesiraflen die Freiheit,
und der vielgeprüftz Dulder Odysseus erholt sich min als Land⸗
virih von seinen Irrfaährten, auf denen Klima uͤnd Leben zweife
einer Constitution arg zugesetzt habert. J

F Sit. Amacien.“ Dem-Eis. Journ.“ wird aus St.
Imarin vom 10. geschrieben? Seit 8 Tagen- durchziehen käglich
INunderte von Italie erne, von der franzdsischen Grenze kommend,
unsern Ort. Dieselben kammen von den franzoͤsischen Festungs⸗
zauten au der nahen Grenze, von welchen im Ganzen über 2000
Urheiter im Laufe von 8 Tagen entlassen wurden. Ob diese
Enttassung nur die italienischen Arbeiter betrifft, oder ob die
Festungsbauten necht mehr so deschleuntgt fottgeführt werden sollen,
'onate man biher nicht erführen.“ ——

Die Leistungen franzoösischer Batter in der
Ausdeckung der unsinnigsten Nachrichten sind zu belannt als doß
man hierüber noch v'iel Worte verl eren lönnie. Mib Geographie,
Geschichte, ja, zuweilen auch mit dem gesumden Menschenderstand
ichan gewisse. französische. Blärter auf stetem Kriegsfuße.Die
eueste Dummheit hat nun die Pariser „Estafette“ losgelassen. Sie
chreibt · , Man kundigt eine slavische Bewegung in Boͤhmen an.
Bor einigen Wochen hat der Fürst Bismarck dem Großherzog von
Adenburg ein Projelt mitgetheilt, welches auf die Annexion Sachsents
an Preußen hinausttiuff Böhmen würde dem deutschen Bunde
rinverleibt umde; der Nonign von: Surhfem solle den Thron von Böhmen
hesteigen. Man miff alsoe vernmchenz daß dee böhmischen Unruhen
durch deutfehe Intriguen hervorgerufen findee —zuchus isrso
dumm — es findel dach sein Publilum.
        <pb n="212" />
        fpIn Konmotau aucde ein Lithograph und in Karbiztz
zwei Burger wegen Banknotenfaälschung verhaftet. (R. fr. Pr)

47 Am 28. v. M. ssüczte in Tirazpol in Rußland die
Naserne ein, wobei 7 Soldaten des Beuder'schen Regiments er⸗
schlagen und 9 mehr oder weniger schwer verlehzt wurden. *

In Ro m ist gegenwaͤrtig der Löwe des Tages ein Fran⸗
zistaner⸗Monch, Fra Guͤbanni. Derselbe beitzt eine der prächtigsten
Tenorstimmen, die man sich denken kann, mit der er auch sicherlich
auf der Bühne großes Gluͤck machen würde. Verschiedene Impre⸗
furii versäumten es auch nicht, dem Franziskaner, als fie von dessen
jensationellen Stimmitteln hörten, die nlänzendsten Anerbietungen
zu machen. Die Kunde von dem Tenor und den Unterhandlungen,
delche bezweckten, denselben aus dem Schooße der Kirche loszulösen,
fom endlich dem Papste zu Ohren. Er ñeß den Sänger zu sich
rufen und bot ihm eine ansehnliche Entschädigung dafüt an, wenn
Fra Giobanni den Gedanken an ein Auftrelen auf einer Bühne

ahren lasse. Der fromme Franziskaner blieb dem Papste getreu
ind singt seither in der Kilrche Delle Stemmate, in deten kleinen
RKaͤumlidhkeiten sich stets eine riesige Menschenmenge drängt, um den
euen Rubini zu hören. Die Anhänger des Papstes sind auf die
Erhaltuag ihres neuen Airchensängers nicht wenig stolz, während
die meht weitlich Gesinnten es beilagen, daß dei den jeß gen ton⸗
armen Zeuen ein so herrliches Talent sich in einem Kloster
degrabe.

Philadelphia, 15. April. Der von Savannah
nach Nassau bestimmte Dampfer Leo ist am Freitag waͤhrend e ines
heftigen Sturmes auf See herbrannt. Drei Passagiere? und 18
von der Mannschaft, welche sich in die Boote einschifflen, sind
wahrscheinlich umgelommen, 18 Personen hatten fich auf ein Ret⸗
tungsfloß begeben und sind von einen vorüber fahrenden Schiffe
auigenommen und in Sav innah gelandet.

Far e Lecbaction verantiworilich: F. X. Demenß.
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—82 Dereum, chreiner. Bauplätze I
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verkaufen 22
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2
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das Gute so nahe!*
dpitzwe gerioh
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allererst seit 1871 gepꝛüft,
allerhöchsi sanctionitt; vühm⸗
liast bekannt, sicheres, ũber
allen Zweifel erhadenes, ge—
wiß auch dantkbares Mitte!
gegen BruftHals⸗ und
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Husten Catarrh ꝛe. ꝛc.
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10 M.. 21Pf. Gerste Zreihigt
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d M. — pf. Speiz 0 M
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Pfg. Dinkel — M. —
Meischtrucht O M. — Pf. Hajte
8 M. 8 Pf. Heu 5 WM. 50
Pf. Suoh 4 M. 75 Pj. Kar⸗
toffeln 4 M. — Pi. per Cit.
Weißbrod 120 Ko. 60 Pf. Korn—
brod 3 Ko. 86 Pf. ditto 2 Ko—
58 Pf. ditto 1 Kilo. 29 Pf.
Gemischibrod 3 Kilo. 1 M. 83 Pi
Paar Weck 190 Gramm 6 Pf
Rindfl. 1. Qual. 60 Pj. 2
Onal. 54 Pf. Kalbfl. 54 Pj
amfl. 532 Pf. Schweinefl. be
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ganzen, halben und viertel Noten zu einander; 5 Stũcke,
den Verlangerungspunkt betreffend, 4 dito, das Ver-
haltniss det Viertel zu Achtel; Alles im Umfange der
Quinte C- G. PDie übrigen folgenden Noten nebst
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eentlion Sruck und Verlag von F. X Vemehß in St Ing—

424
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich vViermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag nuud Sountag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

l Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclanen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
AMgß 62. — E »8 J 1877.

— &amp;
—F

—
Deutsches Reich.

Mäünchen, 18. April. Wie man uns mittbeilt, hätte die
Verwaltung der Staaiseisenbahnen im letten Jahre zwei Millionen
weniger an die Centcalstaatstkasse abgeliefert als im vorangegan⸗
genen. Auch die Forsten sollen einen sehr großen Einnahme Aus⸗
fall haben. (F. 3.)

Mänchen, 18. April. Der bayerische Episkopat wird bei
dem bevorstehenden Bischofsjub'läum des Papstes. durch zwei seiner
Ditalieder vectreten sein; duich den Hrn. Bischof Frhrn. v. Leonrod
in Eichstädt, der Anfangs Mai, und den Hrn. Bischof v. Senestrey
in Regensburg. der eiwas später nach Rom abreisen wird.

Berlin, 19. April. Dem Reichstag ist heute der Gesetz⸗
entwurf betr. die Erhebung einer Ausgleichsabgabe von 75 Pf.
jur den Centner (für Eisen- und Stahlwaaren) zugegangen.

Die „Kreuzzeitung“ schreibt: „Se. NMojestät der Kaiser und
tönig wird dem Vernehmen nach morgen die Reise nach Wiesbaden
antreten, wo ein etwa achttägiger Aufenthalt beabsichtigt ist. Am
28. April gedenkt Se. Majestät in Karlsruhe einzutreffen und von
dort sich für mehrere Tage nach Elsaß Lothringen zu begeben. Die
Rückkehr des Kaisers und Königs nach Beclin dürfte bald nach
dem 5. Mai erfolgen.“

Hamburg, 19. Aptil. Der Kronprinz und die Kron
prinzessin sind heute Rachmittag 2*4 Uhr in Beglettung des
Prinzen Wilhelm h'er eingetroffen und von der zahlreich versam⸗
melten Bevölkerung mit enthusiastischen Zurufen begrüßt worden.
Die Stadt prangt im reichsten Flaggenschnuck.

Wie wir hören, wird kein Offizier der deutschen Armee die
Erlaubniß erhalten, sowohl im russischen als türkischen Haupt⸗
quartier den Feldzug mitzumachen. Der dem deutschen Militär⸗
devollmächtigten in Petersburg atlachirte Major Liegnitz hat die
Ordre erhalten, auf seinem Posten in Petersburg zu verbleiben.
Daß der Militärbevollmächtigte General von Werder den Kaiser
Alexander begleiten wird, kann nicht Wunder nehmen, da Genetal
von Werder direkt dem Czar attachirt ist. Bei dieser Gelegenheit
jei bemerlt, daß eine Anzahl von militärischen Abenteurern sich in
sKonstantinopel angefurden hat, um in der tkürkischen Armee Dienste
zu nehmen. Das Seraskierat weist indessen alle derartigen An-
erbietungen ab, selbst wenn sie von glänzenden Empfehlungen be⸗
zleitet werden. Nur Aerzte sind engagirt worden, aber auch diese

unter keineswegs günstigen Bedingunzgen. Es ist deshalb angezeigt,
daß sich diejenigen unserer ehemaligen Offiziere ꝛc., denen entweder
ber unruhige Geist der alten „fahrenden Landsknechte“ innewohnt,
oder die eine allzugroße Portion Türkenfreundlichkeit besitzen, sich
borher schon von Haufe aus mit den türkischen Behö der in's Ein⸗
bernehmen setzen und nicht auf's Gradewocl nach Konstantinopel
u kommen und in bittere Noth zu gerathen.

NAusland.

Wien, 18. April. Einer londoner Meldung des ‚Fremden⸗
blatt“ zufolge soll das dortige Cabinet m't der Pforte verhandeln,
um eine etwaige Beschießung Odessas abzuwenden. Die Erhaltung
der Stadt liege im commerciellen Interesse Englands.

Bukarest, 20. April. Ein eben erschienenes Decret des
Fürsten befiehlt die Mobilisirung des stehenden Heeres und der
Territorial⸗ Armee nebst ihren Reserven. Auch die Milizen und
die Burgergarde sollea activirt werden.

Konstantinopel, 19. April. Dem russischen Geschäfts⸗
träger ging ein Telegramm zu, wonach Justructionen für ihn auf
dem Postwege abgesendet wurden; voraussichtlich dürften dieselben
die Anweisung zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen und
die Copie eines russischen Rundschreibens an die Maͤchte eathalien.
Die Angelegenheit bezuͤglich der Behandlung der rujssischen Unter—
khanen während des eventuellen Krieges ist noch nicht geregelt:
Rußland will dieselben unler den deuschen Schutz stellen, während
die Pforte, wie es den Anschein gewinnt, deren Ausweisung be⸗
—RXXX

Die Pforte hat, wie man hört, Rumänien telegraphisch an⸗
gezeigt, sie besetze Kalafat sofort, wenn die Russen den Pruth
iberschreiten.

Sermischtes.

F In Landau in der Stoͤpel'schen Bierwirihschaft hat am
8. d. ein dort in Arbeit gestandener Italiener au einem Landauer
kinwohner seine Langfingerkunst ausgeübt, dessen Tasche um die
Bürde von 275 M. erle'chtert und sich damit französisch em⸗
ofohlen. J

Der am 15. Mai in Kraft tretende Sommerfahrplan soll
nancherlei Veränderungen und besonders für die Linie Germersheim⸗
dandau⸗Zweibrücken bringen. Auf ber genannten Strecke werden
wei Schnellzüge eingelegt werden behufs Herstellung einer direkten
Herbindung mit dem jenseitigen Bahern. Der im vorigen Sommer
im 1 Uhr nach Arnweiler abgehende Zug wird bis Zweibrücken
ortgesetzt werden.

F Die „N. Würzb. Z3.“ erfährt, daß die Ankunft des Fürsten
Bismarck in Kissingen für den 30. April in Ausfsicht ge⸗
ommen sei und daß am 26., wenn möglich, spätestens 29., die
eierliche Enthüllung des ihm dort errichleten Monume ats vor sich
zehen werde.

Köoͤnig Ludwig von Bay ern hat dem Fürsten Bitmarck
für seinen Aufenthalt in Kissingen wiederum Equipage, Pferde,
Dienerschaft ec. zur Verfügung geftellt.

fKarlsrube, 18. April. In Folge der noch immer
andauernden Geschäftsstockung, sah sich die Maschinenbau⸗Gesellschaft
darleruhe genoöthigt, ihr Beamten⸗ und Arbeiterpersonal noch weiter
zu vermindern. (B. B.)

tDie Maunnheimer Schweinemetzger (mit Ausnahme von
weien) haben den Preis des Schweinefleisches von 75 Pf. auf
70 Pf. per Pfund herabgesetzt.

fCannstadt, 13. Aptil. Gestern wurden zwei Keller auf
Inordnung der Staatsanwaltschaft versiegelt; es soll diese Maß—
egel mit der Erkrankung vog mehreren Personen, welche von dem
ius diefen Kellern bezogenen sogenannten „Wein“ getrunken haben,
usammenhängen. (Fr. 3.)

Sulzbach, 19. April. Gestern Abend bald nach 8
Uhr erscholl hierselbst Feuerlam. In decr oberhalb des biesigen
BZahnhofes gelegenen Glashütte der Herren Vopelius (Firma Eduard
Bopelius) war Feuer ausgebrochen und zwar in dem Bau, worin
ih die Strechöfen, das Schneidhaus und das Packhaus befand.
Obschon die Löͤschgeräthe und delfende Hände schnell zur Hand
varen, so konnte von dem ausgedehnten Gedäude doch r ur wenig
nerettet werden. Der günstigen Windrichtung ist es haup'sächlich
zu danken, daß das angrenzende, die Glasdfen enthaltende Gebäude
nicht auch von den Flammen ergriffen wurde. In dem abgebrannten
Bebäude befanden sich „roße Vorräthe, welche theilweise zerstört
vurden. Ob und für wie lange eine Unterbrechung der Fabrikation
ntreten wird, läßt sich jetzt noch nicht übersehen, denn die Brand⸗
hätte ist woch nicht zugänglich. Die Thätigkeit der Spritzen dauerte
bdis ein halb 12 Uhr. Heute Morgen rauchten die Trümmer
noch. (Saarbr. Ztg.)

4 Mit dem 1. April ist in Frankfurt eine Milcherei
ins Leben getreten, die haupisächlich Milch für kleine Kinder
iefert. Der Mangel an solcher rafft bekanntlich die meisten Kinder
chon im ersten Jahre hinweg. Unter Mitwirkung und Aufsicht
)er Aerzte wird die Anstalt nur das geeignetste Bergdieh halten,
eine viel Milch gebende Kühe, sondern solche, die werig aber gute
Milch liefern. Das Heu sogar wird aus der Schweiß bezogen.
— Aehnliche Anstalten bestehen bereits in Stuttgart, München ꝛc.

F Ein freches Bubenstück hat einem Gariner in der nächsten
Umgebung Leipzigs nicht weniger als 500 der besten vierjährigen
Tamelien gekostet. Wie festgestellt worden ist, ist das Wasser, mit
em der Gärtner seine Lieblingspflanzen begoß, mit Schwefelsäure
zetränlt und dadurch eine Vergiftung der ehemals so reizenden

α
        <pb n="214" />
        Anlagen herbeigeführt worden. Man hat keine Spur von dem
Thäter. —*

4 In Poli bei Greiz drana ein schlanker Mensch wit blon⸗
dem Schnurrbart Abends um die siebente Stunde in die Wohnung
es Amsrichters Sch., warf desses Ehefrau nieder, hielt ihren
stopf zwischen seinen Veinen fest und schnitt ihr das schöne blonde
haar ab. Als der Amtsrichter heimsam, war von dem Räuber
seine Spur mehr da.

* (Bedentlichet Tauschhandel.) Die,Tem. Zig.“ schreibt:
Fin Beamter, der kürzlich nach qner andern Stadt versetzt wurde,
nahm, als er abre'ste; in der Zerstreuung anstatt seiner Gattin
ein junges Mädchen mit. Der Valer des Letzteren aber packte
die verlassene Gattin-zusammen, Uberbrachte. dieselbe Lem zerstreuten
Mann und sauschte für sie wieder sein Töchterchen ein. Daß
dieses Tauschgeschäft nicht obne einige sehr effeltvolle Seenen · ab⸗
lief, versteht * wohl von selbst.

f In Petersburg hat eine Gesellschaft von Deutschen am
l. April den Geburtstag des Fürsten Bismarck gefeiert und dabei
me ziemlich bedeutende Geldsumme- zusammengeschossen zur Grüu⸗
zung eines ausschließlich für Studenten deatscher Herkunft bestimmten
ia aard Stipendiums au-det- Unibersilät. Dotpat. —

f (In die Luft gesprengt.) Am 6. August 1876 verließ ein
Dreimaster, „Great Queensland“, die Themfe, um nach Melbourne
— Anderem aus 5000 Tonnen
Zchoefel, ein paar: Dutzend Faͤffern Salpeter, mehreren Tonnen
Patent⸗Schießpuiver, einer Ouantität Patronen, vielen. Fassern voll
Spiritus, zweihunder Tonnea Eisen und hunderifünfzig Tonnen
ohenanntem ˖ Pedblepulver. Wenn es jeeine Ladung gegeben hat,
ꝛinen Schiff in einer Sekunde in Atome zu zerschmetliern, so war
es dieset Die geringste Unvorfichtigkeit, der geringste Unfall mit
Feutr oder Licht mußte zu ciner augenblicklichen schrecktichen
atastrophe führen. Richtsdestoweniger wurden auch noch Passa⸗
giere angenommen. Fünfunddreißig waren dumm genug, eine dohe
Summe für das Vergnügen zu bezahlen, ein paar Monate lang

eharrlich auf einem Pulverfasse zu sißen, das jeden Augenblick in
die Luft fliegen konnle. Auch die Maͤnnjchaft bestand aus fünf⸗
inddreißig Köpfen, und so fuhren sie denn in den Canal hinaus.
Zechs Tage nachher sprach ein Schiff die Vorüberfahrenden, sie
paren eben daran, den Canal zu verlassen und ins Allantische
MNeer hinausaufahren. Seitdem hat man nichts mehr von Ihnen
Jehört. In Melbourne ist das Schiff nie angekommen, dagegen
durde vor einigen Tagen ein Lebensretter“ mit dem Namen des
Schiffes bei Fowey Hafen in Cornwall aufgefischt und unweit des
deuchtihurmes des Lizard-jand man ein zweites derartiges Instäu—
nent mit einigen Stücken von einer Schiffswracke verbunden. Das
ste Alles und mehr wird man wohl schwerlich je hoͤren oder sehen
ban diesem Pulverfasse, das eincs schoͤnen Tages aufflog und
siebenzig Menschen mit einem Schlage in den Himmel förderke. dJ
74,500,000 Glatzköpfe.) Am vergangenen 25. Februar ist
der Staatsminister von Nepal (Indien), Sir Jung Bahadur,
Jestorben, und wurde dann seine Leiche am 1. März zusammen
nit den drei lebendigen Frauen des Verstorbenen verbrannt. Gleich
sach dieser Verbrennung erließ nun die Regierung des Landes den
Befehl, daß alle ihre mäunlichen Unlerthunen von sieben Jahren
n und weiter als Zeichen der Trauer für den Verstorbenen ihre
döpfe glatt, zu rasiren urd sie ein volles Jahr hindurch kahl zu
ragen haben. Da sich in Nepil bei 1,300,000 Mannspersonen
„efinden, so kann man sich leicht denken, wie zufrieden die dortigen
Zarbiere mit diesen Erlasse der Regierung waren. Aber auch die
»rschiedenen Lehrjungen Repals jubelten über diesen Erlaß, da sie
zua sicher sind, daß idre Meister sie ein volles Jahr hindurch nicht
‚eim Schor fe werden nehmen köanen.
Aienstesnachrichten.
Die prot. Pfarrstelle zu Lambsborn wurde dem Pfarrer K.
dAlug. Mugler von Reichenbach derliehen. Der Pfarrer Joh. B.
zehrig in Rodalben wurde auf Ansuchen der Funktion eines lath.
distrikteschulinspektors für den Kanton Pirmasens enthoben und
iese dem Pfarrei Job. Fr. Hoͤffler in Ferbach übertragen.
αισαα ααXσXÄο
2 —

MW222———— »
S2 s 2— —
F 50. Yfennig ⸗Bazar Z
—2 Zt. Ingbert. 58

Neue Sendung von nützlichen S
ind praßtischen Haushaltungs und anderen werthvollen
dienlichen Gegenständen ist wieder angekommen zu nur

11150 Pfennig per Stück!!!
Emmil Grewvenig-

Münchener Kirchenbaulotterie
zum Ausbau der zweiten protest. Kirche in München.
10.000. Treffer im Betrage von 240 000 M.

Ziehung am 1. Juni 1877.
Preis des Looses 2 Mark.
1 Treffer à 60, 000, 2 a is Ooo, 83 8s000, 4 2
— EXV a 1000, 9 2
FG Mort u. s.w.
Loose versendet gegen Posinachnahme oder baar
Carl Lang, Bankqeschaft, München als General ˖Agenkur.
Wiederverkäufer Rabatt.

ei
Cafseler Pferdemarkt·
Loose à 8 Mark.
Ziehung am 30. Mai,
Münchener prot. Kirchenbau⸗
Loose'a 2 Mark.
J Ziehung am 1. Juni,
Stuttgarter kath. Kirchenbau⸗
Loose à TMark.
Ziehung am 3. September,
sind zu haben be Irxranz Woll.

Grabmonumenté
in Sandstein und Marmor
werden an efertigt bei
EHagenthavu &amp; IXSrũühe
Zweibrücken.

Gewerbe⸗-Ausstellung.
Da mit dem Drück des Adreß-Kalenders begonnen wurde, so
;xrsuche höfl. alle Diejenigen, welche ihre Geschaäfts-Empfehlungen
noch aufgenommen haben wollen, um gef. sofort. Zufendung der⸗
selden. — Der Preis stellt sich je nach der Groͤße der Empfehlung,
bon 8 M. ( Seite), x M. (Ißs Seite), 6 M. (20 Seite) bis
12 M. ( Janze Seite.)
F. X. Demotz, Buchdtr.
Mein Wohnhauss7e
nher Großgärten, sowie Jmit Firma, zu Gesohastsbriefen,
nehrere
2* in schônen veræierten
Bauplätze —

in der Schaafweiherwiese hat zu Monograuime, Visiten-
vertaufen artæom ote., werden rasch

———— nd binig angolertigt in dor

ißl Buch- und Steindeuokerei

Harkenstühle briod vn wen

inpfiehlt F. X. Dom tz.
A. Dercum, Schremer. 88. Ingbort. — —
Zedalfion Ii Ii elag von J. X Demes in St Ingbert.
Hiezu „Illustrirtes Sonntagsblatt“

Die Wormser Brauer-Akademie,
ereits von circa 700 Brauern aus allen Landern der Erde besucht,
zeginnt das Sommersemester am J1. Mai. — Programm und
Auslunft ertheilt Die Direction

DI. Shneidorp.
J
7

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9
0*
35
eauuz

ANr. 17.
        <pb n="215" />
        Slh. Ingberler Anzeiger.

— —

——3m—55—

— ——
ü——⏑ ——— — —
der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblati, (Sonntagt mii illustrirter Vei⸗

age), erscheint woͤchentlich viermal ꝛ Dieustag, Donnerstag, Saustag and Sonntag. Der Abonnementéepreis beträgt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Aazwaärts nit 15 Ify. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. NAeclamen
mit 30 Pig. pro Zeile berechnet.
M6838. —W —RE

———

Deutsches Reichee

Berlin, 19. April. Die Ausicht preußischer höherer Mili
ärtz, die Russen würden an der Douau keinen leichten Stand
zjaben und der Feldzug für sie kein sehr rascher Siegeslauf sein,
scheiut auch in Wien getheilt zu werden. Ein von dort datirter,
inscheinend sachkundiger Artikel in: dem heute ausgegebepen Hefte
zer Preußischen Jahrbücher spricht sich in diesem Sinne aus
Doch gibt man sich auch in antirussischen Kreisen nicht den Er⸗
vartungen hin, welche ein englisches Parlamentamitglied, das
zeulich dier durchreiste zu hegen schien und nach welchem die
Türkei durch ihre Siege die Welt überraschen werde. Rußland
auß sich auf eine hactnückige Devensive Seitens der Türkei gefaßt
nachen, und die Hoff ung seiner Chauvinisten, dem Feinde ein
584 beizubringen, wird sich schwerlich erfüllen. Aber daß der
chließliche Ausgang des ungleichen Kampfes ein für Rußland
zuͤnstiger sein werde, wird hier wenigstens kaum bezweifelt. Opti⸗
niftische Vergleiche in den Blättern mir den Ereignissen der fünf⸗
iger Jahre kehren mehrfach wieder, vergessen aber den Lauf der
Dinge nameutlich seit der Beldung des Drei⸗Kaiser · Bundes, dessen
Folgen bald wieder hervortreten dürften. Die Wiener officiösen
Tortesponder zen bereiten mit jedem Tage deutlicher auf ein öster
reichisches Eingreifen vor, welches Oesterreichs Interesse wahrnehmen;
iber Rußland jedenfalls nicht hindernd in den Weg treten werde.
eber Englands voraussichtliche Haltung wird natürlich viel com⸗
oinirt.

Das ‚N. W. T.“ bringt die übrigens von keiner andern
ZSeite bestätigte Neldung, daß sechs Brücken übrr den Pruth ze⸗
chlagen sind und eiunzelne russische Truppentheile sich schon in Ru⸗
aämen befinden. Ferner wird ein Zusammenstoß der Türken mit
zen Rumänen bei, Kalafar gemelden, weil die erst ren oberhalb dieser
Stadt die Dongu übeischreiten und die ,‚Widdin beherrschenden
Bunkte der rechten Stromseite besetzen wollten. Auch diese Nachricht
edarf nkoch der Bestätigung. Dagegen wird die totale Niederlage
und Unierwerfuug der Pitiditen in der südlichen Herzegowina be—s
täliget; das betreffende Gefecht dauerte zwei Taze. Die Kämpfe
un Nilsitjch Hhaben noch nicht begonnen, doch steht die Vorhut der
Montenegriner bereitt am Eingang des Dugapasses und es wird
port voraussichtlich zu harten Kanpfen kommen.

Wiesbaden, 22. April. Der Kaiser ist heute Morgen um
Uhr hier eingetroffen. Zur Begrüßung Se. Majestät hatten sich
um Bahnhoee erngefunden die Großherzogin von Baden, der Land⸗
zraf von Hessen, die Gräfin Fürstenberg und die Spetzen der Be⸗
sörden. Se. Mahestät fuhr durch die festlich beflaggte Stadt nach
dem Schlosse. Tratz des starken Schneefalles hatte sich eine große
Menschenmenge zur Bewillkommnung eingefunden. Am Sounabend,
»en 28. April, Mittags 12 Uhr, begiebt sich der Kuaiser mitielst
ẽxtrazuges von Wiesbaden über Frankfurt und Heidelberg nach
darlsruhe, wo der Antunft um 8 Uhr 40 Minten entgegengesehen
wird. Am Sonntag, den 29. April, wird der Kaiser der Feier
zes 25jährigen Regierungsjudiläums des Großherzogs von Baden
deiwohnen. Am Montag, den 30. April, verläßt er Karlsruhe
und begiebt sich über Appenweiler nach Straßburg, woselbst die An⸗
unft auf dem Stadtbahnhofe um 2 Uhr 50 Minuten eifolgst.
Empfang und Begleitung finden auf, der Reise pach Karleruhe
richt stait. *

Straßburg i. E., 21. April. Nach den nunmehr ge⸗
roffenen Dis posittonen wird Se. Majeftät der Kaiser Wilhelm am
. Mai, Nachmittags 5 Uhr, hier eintreffen.

Aussand.

Wien, 21. April. Gestern fand bei Erzherzog Albrecht
an großer Marschallrath statt, an welchem der Kriegsminister, der
Lhef des großen Generalsiabes und sieben Coinmandirende Generale
heiinahmen. Es verlautet von guter Seite, daß in diesem Con-
eil die Möglichkeit einer Modilisirung und einet Ollupation Bos⸗
niens, sowie einer etwaigen Armee-Aufstellung auf dem Plateau
»on Siebeubürgen m'litärisch-technisch erörtert worden sei.

. Pest, 21.. April. Aus der Umgebung des Grafen Andrussy
wird gemeldet, daß zwischen di⸗sem und dem Erzherzog Albrecht
vezüglich uaseres Verhältnisses zu Rußland, beziehungsweise des
ociental schen Krieges ein volles Einvernehmen hergesiellt worden ift.
Paris, 23. April. Wie die Agence Havas“ meldei,
erderte die Pforte Rumänien, unter Berufung auf den Vertrag von
1858 auf, sich mit ihr ‚wegen Vertheidigung des von xussischer
Invasion bedrohten rumänischen Gebietes“ zu verständ gen.
Semlin, 21. April. Russische Emissäre suchen in Serbien
das Kriegsfeuer zu schüren und die Bevölkerung fuͤr kine suündigung
des eben geschlossenen Friedens mit der Pforte zu gewinnen. Gleich.
zeitig werden offen Freiwillige für die in Boßpien unter dem ser
bischen Obersten Despotovich fechtenden Insurgenten geworben.
Konstantinopel, 21. April. Es ist noch unentschieden,
ob Sultan Asbdul Hamid zur Donau⸗Armee abreisen werde, weil
man defürchtet, daß während seiner Abwesenheit die Haupistadt
leichtlich der Schauplatz von Ruhestörungen werden könnte.
Konstantinopel, 22. April. Auf das russische Kon⸗
sulat in Kars ist ein Angriff gemacht worden. Der russische Konsul
bon Erzerum hat sich nach Kars begeben.
Petersburg, 22. April, Abends. Das russische Rund⸗
ichreiben, welches Rußlands Vorgehen rechtfertigen soll ist den
zunopäischen Höfen noch nicht übergebern; dies wird aber voraus
sichtlich morgen geschehen, einen Tag vor dem Erscheinen Zes laiser⸗
lichen Manifestes und der Kriegberklärung. Wie die „Agence
Russe“ meldet, wird die Musterung der Truppen durch den Kaiser
aim Dienstag in Kischeneff statifinden.

Vermischtes.
7Si. Ingabert, 28. April. Wie wir hoöͤren, wird seitenz
jer städtischen Verwaltung eine Deputstion an die Direktion der
ßfalz. Bahnen abgehen, um an genannter Stelle sich für die Inte⸗
essen der Stadt in Betreff des Neub aues des Bahnhofes zu be⸗
nühen. Wir sind üb rzeugt. daß sich dieser Schrilt des allgemeinen
Zeifalls der hiesigen Bevölkerung zu erfreuen haben wird.

8 St. Ingbert, 283. Apeil. EEingesandt.) Es gereicht
uns zur Freude, an dieser Stelle koustatiren zu konnen „daß der
musikalische Theil der gestrigen Abendunterhaltung des Musik⸗
»ereins?“ ein recht gelungener und allgemein defriedigender war.
Die Klavierpioͤcen waren sehr ansprechend und de Chöͤre wurden
recht gut gesungen. Uebrigens möchten wir den Sangern das
weite Lied — „St lle Wasserrose“ — zum nochmaligen Vortrage
m nächsten Concert empfehlen. Ein von Hra. Seiter gesungenes
died fand reichen Beifall. Besonders aber war' es ein von dem—
elben auf der Ocarina unter Klavierbegleitung vorgetragenes Pot⸗
vourri — tine Novitat im Programm, — wodurch er die lebhaf⸗
este Anerlennung erntete. Eine don Hr. K. Schuster vorgeführte
omische Scene erregte die größte Heuerkeit; selten wird aber auch
in Dilettant die Rolle des Siiefclputzers Sirobel drastischer und
humoristischer durchführen, wie er es that. — Hoffntlich hat der
aun folgende Theil der. Unterhaltung, das Tanzen, wenn es auch
anr nach den Klangen des Ktlaviers geschehen konnte, bei Damen
und Herren eine angenehme Fortsetzung des musikalischen Theils
gebildet und hilft dazu beitragen, den Abend einige Tage in guter
Erinnerung behalten.

— Die Siadt Homburg laäßt ein Schlachthaus bauen.

f.Am Freitag ist eine Frau von Rimschweiler mit
ihrem Kinde vetschwunden. Am Samsiag hat man die Leiche des
dindes im Hornbach aufgefurnden. Wahrscheinlich hat auch die
Fraa den Tod in diesem Bache gesucht und gefunden.

f Landstuhl, 20. April. Schueidermeister Krupp von
hier begab sich vorgessern Abends in den Kaufladen des Herrn
dellbach, wo er einen Ladendiener traf, der sich mit mehreren Re—
volvern beschäftigte. Einen derselben wollie dieser dem Krupp als
hesonders gut gearbeitet zeigen; er spannte den Hahnen, fast im
aämlichen Augenblicke entlud sich aber auch der Revolver. Di—
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        ugel drang in die rechte Seite des Kruppe so daßs dieser be⸗
wußtlos niedersanl und nun in nicht anbedeullicheg Weise darnieder-
liegt. —— 86. B.) *
FeS peyer. Die Kheinpfalz“ eldet qus iche lter Quellet,
daß der Pfarrer und Kreisscholarch Zeller für dey Speyerer
Bischofsstuhl in Vorschlag gebracht sei.
PAmmontatwassfer der Gatfabriten.
Piose Krodet, macht im. „Schlesjschen Landwirih“ darauf auf—,
merlsam, daß das bis jetzt zum großrtz Theili unbenutzt bleibenden.
VRaawosser, einen nicht unerheblicheun landwitthschaftlichen Werth ala
Dungmittel habe. Das Gaswasser der Leuhtfabtilen ist nämlich,
je nach der Beschaffenheit der vetwendeten Steinkohlen, eine mehr
der weniger verdunnke Auflösung von kohlemsaurem Aminonial
mit eh geringer Beimen gung von Schwefelammonium unter,
chweftich! saurem Ammoniak und Theersubstanz. Qbwohl nun

Ammoniaksalze ale alleinige Düngung der Felder niemals dauernd
nit Erfolg günstig angewendet weeden können, so sind doch die
Baswasser mindestens hoher Beachtung werth. Genauere Versuche
ind in England ausgeführt; am lohnendsieng zeigte sich die An⸗
vendung auf Grasländereien und fär Getreide, wodei es theils
direkt, theils nach Saäitizung mit Schw felsäure auf den Acker
gebracht worden war. Die mitgetheilten Refultate beziehen sich
edoch⸗ nur auf, die einmalige oder fut, Getreide selten w edrrbolu
AJawendung. Otzne. Zufuhre von; Mineralsuhstanzen, würden dae
Erfolge bei sortgesetzter Anwendung abnehmen, Im Durchschnitle,
Jeben 500 Pfund Gaswasser auf den Morgen verwendet bei Hafer
»on dieser Flache einen Mehrertiag von 200 Pfund Körnern und
100 Pfund Stroh. 7— J

Für die Redaction verantwortlich: F. ». Den⸗

Bekanntmachungen.

Bfieskasteler Straße neben
Joseph Jene und Verstei⸗
geretn felbftft...
Zi. Ingbert, 18. April 1877.
ESauer, kal. Rotär.
33 —
Mein Wohnhaus
u des Großgartem, sowie
nehrare; 3— “
Bauplätze
in der Schaafweiherwiese hal zu
rettauhfenn
DJakob Pfleger.
Garlenstühle
empfsehltt ·
IJ. Dereum, Schreiner.

—(Cansseler Pferdemarkt⸗

w —F — — —— se pPs Mark. — — J J
* M Ziehung am 80. Mai,
Miünchener prot. Kirchenbau⸗

. ereh . Feec J
J * ⸗ Ziehung am 1 Juni, 353
„*Stuttgarter kath. Kirchenbau⸗
okLoose aà JIMarff.

.3Ziehung am 3. Sevptenben..
sind zu haben bei Franz Woll.

Hausversteigerung.
Samfrage den 28. April
raͤchtthm, Nechmitiags 8 Uhe
zei Vichael Praul zu Si.
eebeni lessen. die Steleute
dudwig Merker, Schneider⸗
meister und Elisabeth Gaetgung
n St. Jnabert die nachbeze ichnete
diegenschaft im Baune St. Ing⸗
diee Affentlich an. die Aeistbie
aden zu Eigenthum versteigera
vamnlichen 57
Pl Nr. 440. 898110 Dezim.
Flache, tin zu Ste Ingbert
ben Gassengärten ge⸗
legenes Wohnhaus mit
dacktuche und Hofraum
neben Auguft Müllec.
t. Ingdert 15. April 1877
Eaner, kgl. Notät.

Hauspersteigeruug
amstag, den 28. April

nachsthin. Pachmittaga 4. Ubr
bei Michael Paul Sti.
Ingbert, lassen die El eleute
Foseph Theobald, Kufer, und
Hargaretha Henrich, in St,
Ingbert folgende Liegenschaft im
hanne St. Ingbert oͤsentlich an
den Meistbielenden zu Eigenthum
ersteigern;

Vl.Nr. 205. Ungefähr 4
Dez. Fläche, ein eirstöckiges
Webnhause mit Sieclunge!
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Ausverkauf musik. Instrumente
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dahier hat in Folge schwerer Erkranlung des Hereu Onrl Lavur
dissen Instrumenten⸗Lager „Arion“ zum Ausverkauf
ibernommen und empfiehlt aus demselben unter vortheilhaften
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liebten amerikt. Harmoniums iu allen Größen.

Neustadt a/D., im April 1877.

—AX J
in Sandstein und Marmorr
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Zweibrücken.

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Ziehung am 1. Juni 18773.
Preis des Looses 2ꝰ Mark..
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Nachrichten aus Amerika.
43 &amp; 44 Chatam Str., New-Vork.
Diese Zeitung erscheint monatlich in New-⸗Yoch- und- enthält
die Nomeu der Deuifschen, welche in Amerika sterben, sowie die
Pamen der deutschen Soldaten, bie während des amecikan' schen
drieges von 1861 bis 1865 gesorben sind⸗ Ferner allgemeine
interessante Nachrichten cus Ameril. *
Spezialität der Redaktion: Aufsuchung Verschollener, Bee
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—— 5333 553833 532 3
22 3* — ——— 2*83 — 33 75 15 *88 *
7* — * 33— —33253 2c ———— —S— * c225225 X 25 *
333483525 3 23 ——3 232 28222 253333333
353 —433337 3— 23*53 —3838
3 3
— J 22 7 —— 55 2 82325. — 7— —A 2 *
33323 353875 25 532385725—258— ——2 7* — 225 —82
* —— * ——— ——

— —— 33 333
28 —M 0— 2 * — S—32259033 583235 ——
53522 23 ——82 825 52355 3 —z3533823 — *4

328 3,55355232235 —F 25 835 53823322355 —88 — 2

*82 —223846 228333532 —523332 —5334. 3333225 23532*
5 — 2232* 253z3235 7332 32228 22 —— —2583535
A3 283 33583 zs6

2*
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— * —
842 279 —— —
—M 855 55235 2
—5538556535 28338 555
—R 25325 235583 22 A 3285
5537523 — 5867 5 2552 2528
3 82 8 F * 7 12 ——
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5558 353558 — 55 — 228* ——— — be 557
855528 352 A 5
585 —— 0 —— ——— 547: 22*
c 58 —3 * — 7537 F&amp; 2 —— 532 2
7287 38383 353374 258 8523 25533 3288
αα 3253
22 — 7 53* e — * —— —A 2 28 * —— ** — — 52
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——— ——— —»—s * —z2333 * — —* * — 2 *5 *
——— 25 R 2 58.. 8 —— 25 533 2 823
F — — 2*75 — —J— 2 25 552854 2 9 —23
22 52 S 32232* 22 —— ——57 —33 2.2 7 ———
—8 s8532 — — —— *
2 832337 2887 ——— 225 —
s5563335 — ⸗ —— 5 38
J— 2828 22 2 2177 52 F 8
58 25 3357* 223—8 — 22*
25 3522 S7 — E * —28 5 —— —— c
— —— 2 84.8 558 ——2
3553745 5 538 53 .55 3z33EkS A — 52
228 — 2* — 8 E 3 5 322
— 25 —8 55 5 * —— — — 33 3
3133—23353 — 33*283385* 35
253256 275 —— ——— 36
2 28353 21333 — — 38 53553 333 — 8
* 13883343 — 332 2535 383 38 8 *
35 —— 2 —— 5833535* 87
* 43* 9 2* E 28 * 324 8*
* 2 58537ẽ8 35 5352858 —55
* 5 * 3* 285 —82 28 —F—
55 X 52586 53583 —
J—
2555 3.2 —
25 2 — 25 —2
38 —A —
s555353
8S
2
2 ——
2555533 35 25
4 *8 * — 83 3
s33552 153383 32 *832
235 z235533 — 7 1 2685 23
5 2 27— * — EA. * —AA
2 8— —— —A 50 — 1535
5083 38 8 5353525 22 33383353
28 6 13275
52 22 5 *
528 — 228 25283
28 573357 2555 52528528 532 223838
233 352235813533 233353 635 253335335
7 —533—252834 — 325235 2588 2352533*533
— 23338*55 33353
J —— A——
25* *4 383 353233 — 222 33537325 5232238238
—3*5 52252 232 Ss2 353533855333 —— —
— ——— 8 — z23553228*
— 22238 * *58 —3 *3 2* 8
7.8 3513 ———— p3 — 2528 325* 333 5 —— 5 252
3 55. — 384 332308 — 428383353 — 3 8 18222
F *8 * 2 * —— A — 58
8383231 33883835 a 22 5
25835* z32 *53 7535 2552 s333332853 —5 252322237
333254 50: sz35552 353358 3z15 152353 5353534
4
23535*35393535 335 383 S7 *
2252 35503333837 3232 *
22 53558 23 2 * v
A 85825 553235
3 3333
2* —e —
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        3
4
6

24

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—

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——
—
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78* * 27. 2 23257
25—84388 2232322 737828 — 783—3. 5 23,3. 7 2338*2
—J 55582*323 3338333 — —838
—8* *7 5 J —— — 237323 2 2 22* 2* 2* — — —A *
*8 22 5229322353 5333865 325 8 3723233228
122222. 7 2 2 33 * 528222 * 282 — —— — 3 23 c
3. 22*3 33 552 324 5*2 R3 55 72 22252* 8
—A 222 2* 22583 325 22 —— 3 2.32
2 * 3 —2 —*— — 8 — Ag ————
3 28 33. 3 3338 —273333 —5335*83355
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33— 33333833 —S 33258 283232*
—B — 2 * — n
5822 235 — 33573 23— 82285 53 3283533 —8—723 2758
323 3— 383 ——33 2233 2233
2 —3 255 — * 5435 * 53 2238277 * *335— — 8
32 2553 333333
—— R 536 222 —* 8 — —188 232 2537
28—. 5—35533503333 2550559335,35332325* 358 35338
23 —33 —3 —33 ——33 3857
— 22 —— — * 72 — 2 57 2.“ 743 5222. . 3
— ——— 258 23233 2223 *38
2355 2—3362 523835 23 523 32 232 2535 32352*
6* D8 322339 252 52253852 789232827— 5 222
—23 —382 3233— 33338 133235 2.—7 52 8*
3 32 — 3* —— 523335 23352 3823238 4425 5722
— 352 — 35227—253 538335 23322—3 — 33 29892383 532375
—“ * 22 —2 — 25
—8 83 —8332 3 23 —— 8 23538383
— —
*23* —A — 532 5552. 5 2 2353
—3 2—— —233— 232383383 5223 3235
232—532 5232— B—85 23555* *
2238 — 52233
5223235— —23 53233*8355338332
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21335— 5335*53 5333*
5358 332 2—3535333335*
23. — 2* —212152 23233
3333 3 5333337237 237575
222 — 3 5372 2533 3 53237
p 3
25 232323235 — * 3 233382
7 7 1 73
2352 — 2 532 57555 53 82
5377337 3—1137 223373
— 22 2238335223 232
25 Z —2 —2 — 22 *5 — 325
533388 333222283 2
— 73 —268 58337 385
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32 253 5355 538*
253 7523885 — 228
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153255335358
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355 352358 *538* 22252 3 J — 8 *
—A 2 35353* 8 953 2555—385 F
2. * xX2 *52. 23 33
2 —92 8 —9— 2. * 2 52588 *
3 333 332773 253233253 2 —— 2 4
5 —— — 3333383 —5—
27* A 2 3233 —2 27535323* 8
158973 2223 23533385 233 JF
— — — — —— 8 2225. 55 2* F — ügauu
— 722 5 2* 27 2 — 2 —A ———— 9—
—— —— 2 832557 353552— F 2 J
853 283 mS2 53583* — ———— 2
8 2 2 * c⸗ 22* 2 23 33
533535 253232 5355325333 — 3223
2348 —* 22 3 25 — —2 28 0 T.
223 —3 525377 —— — 25332333 F 57
* * — E 87 —29 525533 J
8864s8 7*8 —A — — 2857
— 2 —5333 3z3 57 22 28
— 743 m53 —A — 3
— ñ5 6 2 53.2 7* —8— 52 — — *
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2. 8 2 2 2 338 335
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2528 — 58323. 28* — 3 3832
8 2 2. 2237 2 5
*335385 * 232323 — 33533638
*
22 2235 28 5623235 — 3383
22 225 — 8213 —— 2 3
* 2. — 72 — 23
2 55* 3*8 3333*38 — 233 535 J—
52323 —552* *885 A 5
5333 5 2332* — 3 52252
* —A 7 55
2 2 22

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333 — 333 8—33 3 3 53 73223*
— * 2

—732 5—335—73——33——833352372 7 —A
—— —

22 23 85 2. 52 * — 3 2 * S 23845 3
333 35335833333338—3
23* — *S v0ä — — 2532 8 32 22 22* 522
—832 3 ——33333333253 338*2382 *
— —533353833533353 6333*3333357
3 222 22 7 —— — 2
5353832 233833233—333* 3233852 13
22 2303 22535538722 23333 25—2*
3 526 z2 3333333333 33533333333
—— — 2 222 2 2 —XE S. — *5* 2 22 2 3
— 3 —22 * 3 5233 —A— 38 2 z233237
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2. 5538 363 335*38638353558533335 285
3. 33 33202— 2833538333 5373237— 23532.*
2 33323093 2233 3333 7—3872223 223
— 2* * 2 2 2 —252 8 2*252

2 * 2 2 * —22 — — —
* 338 32 33325525333258 733632338227*
2 32353232 553535333 333333—8883
* —332. 355— 3 —3—333323572
2 — 280 n 323, 535 —5828324 ——S * —
5225533. * 22133037 22353522395*

8355728 385853388 5535733233233 8
2 — 2. 534 2 X —A — —88 ——
s 3238 583 33383873 5353335 33332353——5—3 26
3 353 3233 832533 3—3322332 — * 7

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        Sl. Ingberler Anzeiger.

cer St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblait, (Sonntags mit illustrirter Eei⸗

lage), erscheint woͤchentlich viermal: Dienstag, Douuerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementépreis beträgt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auzwärts mit 15 Pfa. für die viergefpaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
8 64. Donnerstag, den 26. April 1877.

Deutsches Reich.

München, 23. April. Der dem Großen Gexcralstabe
tiachirte Hauptmann Euzen Keller des bayerischen Generalstabes
wurde dem XIV. (wtadischen) Armeekorps, bezw. der 28. Division
(Karlsruhe) zur Dienstreistung zugetheilt; Hauptmann Keller ist der
erste bay rische Offizier, der in Baden Militärdienste leistet.

Berkin. Die Beziehungen zwischen Deutschland und
Frankreich sind auf dem besten Wege sich antenehmer als seit
dangem. zu gestalten. Dem Geueral Marquis d'Abzac, welcher
unserm Kaiser zu dessen Geburtstage die Glückwünsche des Marjchall
Mac Piahon überdrucht hatte, ist, wie der „Post? telegraphirt
pird, der Kronenorden erster Klasse verliehen worden. Es ist dies
zugenscheinlich mehr als ein bloßes Höflichkeitszeichen und so wieder ·
holen wir, wenn Frankreich nur aufrichtig will, so kann es in
hen kommenden politischen Wirrsalen an Deutschland einen durchaus
dienftfreundlichen Nachbar haben. (Berl. Tabl.)

Ber!in, 24. April. Der ‚Reichsanzeiger“ meldet: „Nach⸗
dem die russische Reg erung die diplomatischen B-ziehungen zur
Pforte abgebrochen hat, ist der russische Geschäfteträzer“, Herr v.
jtelidoff, am 23. d. M. von Konstantinopel mit dem Botschafts⸗
und Konsulatspersonale abgeresst. Auf Grund einer für diesen
Fall unter den Kabineten von Berlin und Petersburg getroff uen
Äbmachung ist nunmehr die Vertretung für die Interessen der rus—⸗
äschen Unlerthanen an die kaiserl'che Botschaft in Konstantinopel
und die deutschen Consulate in der Türkei übergegangen. Die
raiserliche Regierung hat sich bereitwelligst dieser Aufgabe unler⸗
jogen und damit gera dem zwischen Rußland und Deutschland
destehenden freundschaftlichen Verdältnisse einen neuen Ausdruck
zegeben.“

Berlin, 24. April. Die „Deutsche Reichs-Correspondenz“
meldet htute: „Da die Haltung der englischen Regierung, welche
Rumänien als einen Theil des türkischen Reiches erklärt hat und
Desterreich Ungarn zur Action gegen Rußland drängt, der russischen
stegierung großes Mißtrauen einflößt, so hat letztere beschlossen, die
Ditseeküsten in Vertheidigungszustand zu setzen und die baltische
Flotte auf den Kriegsfuß zu stellen.“

Straßburg. Das Re'se Programm des Kaisers ist nun⸗
mehr festgestellt. Die Ankunft in Sicaßburg eifolgt am Dienstag
den 1. Mai, Abe ds 5 Uht. Abends Musit auf dem Platz vor
vem Theater und um 9 Uhr großer Zapfenstreich. Am 2. Miai
große Parade, hiecouf Vesichtigung der Citadelle, des Müpsters,
der Universitgt und der Thomaskerche. 8 Uhr Fackelzug der Stu⸗—
denten. Am Donnerstag, 3. Mai, Besichtigung einiger Forts,
Abends Beleuchtung des Münsters und seiner Umgebung. Am
Freitag, 4. Mai, Besichtizung der anderen Forts, Abends Fest⸗
vorstellung im Theater. Die Abreise erfolgt am 5. Mai, Morgens
393 Uhr, und trifft der Kaiser Nachmittagz 433 Uhr in Mezz ern,
⸗ↄon wo die Rückreise am Mittwoch, den 9. Mai, früh 9 Uhr,
and zwar über Saarbrücken, Homburg, Mannheim und Darmstadt
tfolgen wird. Einen Aufenthalt in der Pfalz wird der Kaiser
nach diesem Programm nicht nehmen.

Ausland.

Wien, 24. April. Die „Polit. Corresp.“ mildet aus
Bukarest vom 24.: Die russische Armee hat in der letzten Nacht
in drei verschiedenen Punkien den Pruth überschritten. Schon am
21. da. Abends passirten 1200 beritlene Kosaken Kitila bei Bu—
tarest nach Kalafat gehend. Ein rumänisches Cavalerieregiment ist
nach Kalafat abgegangen. Hier ist d'e Aufregung ausf's Höchste
zestiegen.

London, 24. April, Abends. Im Oberhause erklärte
dord Derby, er habe ein Telegramm erhalten des Inhalts, daß
Ioo Russen in letzter Nacht die rumänische Grenze überschritten
zaben.

London, 26. Aptil. (Oberhaus.) Lord Dirby constatirt,
ꝛaß nach einem eingegangenen Telegramm 17,000 Russen die
Srenze letzte Nacht überschritten haben.

Zum Gesandten der Vereinigten Staaten von Nord⸗Amerika
in der Schweiz ist Georg A. Schneider, ein Deutscher, ernannt
vorden. Schneider ist gebürtig aus Pirmasens und gehört zu den
politischen Flüchtiincten des Jahres 1848. Er war bereits früher
Beneral Consul in Schweden vnd ist jetzt Banldirektor in Chicago

PeterEburg, 24. April. Das Manifest des Kaisers
Alexander lautet:

„Unsere treuen Unterthanen kennen das lebhafte Interesse,
welches Wie bdeständig den Geschicken der von der Türkei unter⸗
drückten christlichen Bevölkerung gewidmet haben. Unser Wunsch,
das Loos derselben zu verbessern und zu gewährleisten, wird von
der ganzen russischen Nation getheilt, welche sich nunmehr bereit
eigt, neue Opfer zu bringen, um die Lage der Christen in der
Balkan-Yalbinsel zu erleichten. Gut und Blut unserer treuen
Unterthanen ist uns immer theuer gewesen. Unsere ganze Regie⸗
ung bezeugt die beständige Sorgfalt, Rußland die Wohlthaten
»es Friedens zu erhalten. Diese Sorgfalt hat uns unaufhörlich
eit Beginn der traurigen Ereignisse in Boßnien, der Herzegowina
ind Bulgarien beseelt. Wir hatten uns vor Allem das Ziel ge⸗
teckt, auf dem Wege friedlicher Verhandlungen und im Einvber⸗
ehmen mit den europäischen Großmächten, Unseren Alliirien und
Freunden, zu einer Verbesserung der Lage der Christen im Orient
u gelangen.

„Zwei Jahre hindurch haben Wir unaufhörlich Anstrengungen
zemacht, um die Pforte zu Reformen zu veranlassen, welche die
Christen in Bulgarien, Bosnien und der Herzegowina sicher siellen
sonnten vor der Willkür der Localbehörden. Die Ausführung
zieser Reformen ging in absoluter Weise aus den früheren Ver⸗
aflichtungen herdor, welche die Pforte feierlich dem gesammten
kuropa gegenüber eingegangen war. Unsere Bemühungen, obwohl
interstützt durch diplomatische Vorstellungen, welche in Gemeinsam⸗
eit mit anderen Mächten gemacht wurden, haben indefsen das ge⸗
vünschte Ziel nicht erreicht. Die Pforte ist unerschütterlich ge⸗
»lieben in kategorischer Zurückweisung jedweder Garantie für die
Sicherhest der Christen; sie hat die Beschlüsse der Conferenz von
Fonstantinopel ahgelehnt, welche von dem Wunsch geleitet war,
alle möglichen Vittel der Versohnung anzuwenden, um die Pforte
ju bewegen. Wir haben den anderen Cabinten vorgeschlagen, ein
Specialprotokosl abzufassen, welches die wesentlichen Bedingungen
der Conferenz in sich begreift und die Pforte aufzufordern, sich
iesem internationalen Acte anzuschließen, welcher die außersten
Bienzen unserer friedlichen Forderungen bezeichnete. Unsere Er⸗
vartung indessen hat sich nicht erfüllt. Die Pforte hat dem ein⸗
Ummigen Wunsche des christlichen Europa nicht nachgegeben, sie
nat den Beschlüssen des Prototolls sich nicht aageschlossen.

„Nachdem Wir so alle friedlichen Bemühungen erschöpft
jaben, sind wir durch die hochmüthige Halsstartigkeit der Pforie
zenöthiet, zu entsche denden Acten überzugehen. Das Gefühl der
Billigkeit, das Gefühl unserer eigenen Würde legt uns dies gebie⸗
erisch auf. Durch ihre Ablehnung hat uns die Pforte in die
Nothwendigkeit verfetzt. zur Waffengewalt unsere Zuflucht zu nehmen.
Muf das Tefste überzengt von der Gerechtigkeit unserer Sache und
ndem Wir in Demuth uns der göttlichen Gnade anvertrauen,
assen Wir unsere kreuen Unterihanen h'erdurch wissen, daß der
Augenblick, welchen wir voraussahen, als Wir jene Worie sprachen,
auf welche ganz Rußland mil so großer Einmüthigkeit antwocteler).
daß dieser Augenblick nunmehr gekommen ist.

„Wir hatten die Absicht ausgesprochen, selbststäändig zu handeln,
obald Wir es für nothwendig halten sollten und die Ehre Ruß—⸗
ands es erfordern sollte. Indem Wir heute den Segen Gottet
zuf Unser; tapferen Armeen herabflehen, ertheilen wir Ihnen den
Befehl, die Grenze der Turkei zu überschreiten.

Gegeben Kischeneff 12. (24.) April des Jahres der Gnade
1877, im 28. Jahre Unserer Regierung.

gez. Alexander.
VY Im vorigen Jahr au Moßnkan
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        ⸗Vermischtes.

F Ein heftiges Gewitser entlud »sich am 22. d. Abends über
Zaisersla utern; dem Blitzen und Donnern folgte ein
wolkenbruchartiger Regen: mit Hagel. /

Landau, 24. April. (C. A.) In der heutigen Zuchl⸗
»olizeigerichtssitzung wurde der Oberkellner des Gasthofes zum
„Schaf“ in Edenkoben, Karl Heinrich Müller, genannt Häring,
aus Idstein (Kreis Nassau), wegen Majestätsbelidigung zu drei
Monglen Gefangniß und den Kosten verurtheilltt.

7 Vom 1.Juni an wird uncer der Redaltion des Herrn
ckzmil Sommer in Edenkoben unter dem Titel „L'Interproͤte“
eine franzoͤsische Wochenschrift erscheinen, die einen ganz neuen Zwed
derfolgt Annlich das autodidaktische Studium der franz. Spracht
mf Grund der Tages Literatur und Zeitungs-Leklüre. Voraus
gesezt In dabei nur die Kenntniß der Hauptredetheile: der regel⸗
nasßigen und unregelmäßigen Zeilwörter, der Für⸗ und Binde—
vörter, sowie des gewöhnlichen, in den elementaren Uebungsbüchern
vdrtonnnenden Wortvorraths. — Der vierteljährliche Abonnements⸗
preis ist auf 1 M. 50 Pf. festgesetzt. I
uf Muünchen. Der König hat genehmigt, daß die 88 23
und; 72 des Nocmativs über die Bildung der“ Schullehrer in
Dayern vom 29.September 1866 folgendermaßen abgeändert
verden: 823. Das Schuljahr beginntemit dem I16. Oktober und
schließt mit dem 31. August. Außer den hiedurch sich ergebenden
derbstferienfinden noch Osterferien Statt. Dieselden beginnen am
-Freitag vor dem Palmsonutag nach Beendigun. des vormittägigen
Anterrichts und dauern bis zum Sonntag nach Ostern einschließlich.
Der Fastnachtsdienstag: ist; ebenfolls vom Unterrichte frei zu geben.
Desgleichen fann für die: Abhaltung eines Maifestes und für die
Ausführung eines gemeinsamen Spazierganges uunler Begleitung
ines: Lehrers je 1 Tag freigegeben: werden. Im Uüebrigen darf
der Unterriht nur an Sonn⸗ und Feiertagen und an den politischen
Festtagen unterbrochen: werden. Das Aussetzen einzelner Unterrichts⸗
ILO—
füllen odrr(sonstigen Verhinderungen einzelner Lehrer ist von der
Aufsichtsbehörde für die erforderliche Stellvertretung Sorge zu
—
nit dem 8. Auçuft. Das Weitete analog wie oberx.
IJ Karktsruhe, 20. April. Nach mehrmonatlicher Ab⸗
wesenheit und seither überstandener schweren Krankheit ist Prinz
AX—
7Frankfurt, 21. Aug. Dieser Tage spielten auf
einem vberhalb der alten Brücke, vor dem Bootshause des Ruder—⸗
lubs liegenden Floß drei Knaben, im Aller von 5, 7 und9

Jahren, wobei der Jüngile von ihnen ins Wasser fiel. Die
eiden älteren Buben versuchten denselben herauszuziehen, stürzten
sann aber selbst in den Fluß und brachten sich nur mit Mühe
rußer Befahr. Der fünfjährige Junge war inzwischen durch
mehrmal ges Uuntersinken bewußtlos geworden ünd kam nicht meh
mpor, war aber unter der Wasseroberflüche in ziemlicher Rähe
zes Ufers noch sichtbar. Ein Lbetheiligter 18jähriger Bube, der in
der Nähe gespielt und den Vorgang mit angesehen hatte, sprang
serbei und holte fühn und geschickter als die andern' Jungen das
ertrunkene Kind aus dem Wasset hervor. Er und ein Kamerad
don ihm, ebenfalls 13 Jahre alt, machten nun Rettungsversuche,
tellten das hewußtlose Kind auf den Kopf und wirthschafteten mit
zemselben so lange umher, bis dasselbe in der That wieder zum
deben kam, wonächst es von einer hinzugekommenen Frau seinen
kltern überbracht wurde.

F (Frankfurter Schleppschifffahrtsgesellschaft. Aus Manm
Jeim, 20. April, wird geschrieben: Gestern sank im hiesigen
Rheinhasen das Schleppfcheff „Frankfurt Ne. 5“, welches an einem
an der Quaimauer befestigten, gegen:eärtig unter Wasser befind
lichen eisernen Ring anstieß und dadurch einen so bedeutenden Led—
erhielt, daß sich der mitilere Ladraum mit Wasser füllte. Der
dierdurch verursachte Schaden beträgt gegen 25,000 Mark. Ee
st dies seit einem Jahre der üunfte bekanut gewordene Fall, daß
Schiffe an der hiesigen Quaimauer durch die gegen alle Erfahrunf
nicht in die Mauer eingelassenen, sondern um 13 Ceutimeter üben
die Mauer hervorstehenden Ringe Leck bekamen.

f Ju Dässeldorf hat sich ein Verein gegen Kleider—
duxus gebildet, der beicits aus 276 Mitglieder besteht. Unter
esen befinden sich 66 Damen.

Ir Für das Original-Abschiedsgesuch des Fürsten Bismaré
nit dem Marginalbescheide „Niemals. Wilhelm“, das dem Arch'be
es Staatsministeriums einverleibt worden ist, hat, wie das „Berl.
Tagbl.“ aus guter Quelle weß, e'n englischer Authographenhändlei
/5,000 Mark zu bieten die — Unverfrorenheit gehabt. *

Cine Ohrfeige als Dividende) Die Waitzener Spatkasse
eriheilte dieses Jahr keine Tividende. Das gefiel dem Alt onar
Manßbarth ganz und gar nicht; er begab sich in die Sparkasse,
oo er sich vor dem Beamten Csisson wegen des Unterbleibens der
Div denden-Beriheuung in sehr harten Ausdrücken erging. „Na,
venn Sie denn um jeden Preis eine Dividende haben müssen —
»a haben- Sie eine!“ erwiderte Csillon und gab Manßdarth eint
challende Ohrfrige. Das Waitzener Bezirksgericht taxirte diest
Dividende mit 830 Gulden, de Csillon als Strafbetrag erlegen
nußte.

7
Ausverkauf musik. Instrumente
zu Neustadt aH.

Die
Pianofortehandlung v. Wilhelm Braun
ahier hat in Folge schwerer Erktrankung des Heren Carl Laur
ssen Instrumenten-Lager „Arion“ zum Ausverkau
berrommen und empfiehlt aus demselben unter vortheilhaften
Bedingungen und unter Garautie zum Einkaufs
preis Pianino's und Tafel Klaviere renommirter Fabriken.
Stutzflügel von Raps, sowie eine schöne Auswahl der be—
iedten amerik. Harmoniums iu allen Größen.

Neustadt q/ O., im April 1877.

Nachrichten aus Amerika.

43 &amp; 44 Chatam Str., New-vVork.

Diese Zeitung erscheint monatlich in New Yock und enthäll
die Nameu der Deutschen, welche in Amerika sterben, sowie die
stamen der deutschen Soldaten, die während des amecrikan schen
Trieges von 1861 bis 1865 gestorbden sind. Ferner allgemeint
interessante Nachrichten cus Amerika.

Spezialität der Redaktion: Aufsuchung Veischollener, Be—
chaffung von Todtenscheinen, und Auskunftertheilurg über Ame—
rila u. s. w.

Preis per Jaht 4 Mark, portofrei.
Probenummern 10 Pjfennige in Postmarken.
Zur gef. Beachtung — Zu beziehen durch den Verleger, Wm. Raich, Post⸗VBox 5590
Unterzerchneter theit andurch seinen werthen Kdden mit, daß in New-NYork, vder die Herten Vertzeter:
ee bei Baarzalung, das heißt wenn gleich *t Joh iu du Hoͤppingen, Wäürttembetg.
3 H. ring, Gießen, Hessen.
bei Fmpfang der Waare bezalt wird, Jacob Zahm, — Rheinbahern.
Procent Rabatt gewaͤhrt. Ferd. Bornemann, in Bergen bei Celle, Hannover.
Achtungsvollst Th. Schneider, in Engen, Baden.
J. H. cIaur, Gerber. Colporteure gegen hohe Provision werden verlangt.
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St Ingbert.

— — —
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        231
2382 v
35381567 —W
—5288 —A 52*
253 — 839 S4 8528
*»58222 * 2* 5 —255 22224
58 523 * *52 — 2.
56 23— 25 3 ES 2553 8 *
5 — 28—28* 55583—5* 23153355
13835 c9—* 233335 587 —XL 53355353 *
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52 2325 3 —
22238* A— 23252 252555
3338355532538 —z335335232
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53 8—253 58358285 233833 -355*223233825
2 5 *232 2. —25772 — 25335 2* * 3—
32585 3253 3*5 3835—55 52253 35532 3332
—A 8* 5282* 282 — 5822 23278
25335 5323 22 27 — — — 5 2 * 2332 2
332——3 333 3383
2 8 — 2 *
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— — * 555—8533*5 — 3* 25 255 3*22523 28
25583. * XIS 322 23 4233 1322 7 323 528
—— 28 53833337
233 373835 3332538 523253 353392333*23353
— —A * 53 558232 2
— ——— —A 82273 325
2352 2 53335383733 532. 2 933
*5282322 32538
3 2* S 5 * — 5 8
3331388 233233235
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—A 2 55375233.28 22. *2 275
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7 — 7Wh 2 22 &amp;2 —0 27 * 2.8 22827 3.
—535——35322382383 2203338 —
53338553332 *28 *35 — *3* 525 3 2
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Ler St. Ingberter Anzeiger und daß (2 mal wöchentlich) mit denn Haupiblatte verbuzndent Unterhaltuntüblatt. Sountagt mitiI ustrirter Rob
sage).erscheint wöchentlich viermal? Dieustag, Donnerstag, Saustag und Sonutag. Der Abonne mentepreis veträgt vierteljahelich
Marh 30. R. Pfa. Auszeigen werden zuit 19 Pfg., voi Auzwarts Git 13 pfr. fur die vigtagesp zltene Zeile Zlatischrift vder dererr Raum. Werla men

mit 30 pfg. pro Zeile bexechnet. — —
Ra6Gh5. 2Eamstag⸗den as. Avrnn 44877.
— — ——— ——
* Deutsches Reich. : e wie wir wernehmen,»der Nonignein Hodauf den chohen Ristererden

Au's detPfarz, 28. Aprit GPf. N.)n Das Meich istraf⸗ und auf das Wohl der gesammten Ritterschaft ausbrachte. Dem
zesetzuch pestimm in F b5, daß Keinder umer 12. Jahten wegen Publikum war in herlömmlicher Weꝛse der Zutritt zum Bankette
hlet Handlangen nicht strofrethilich belan twerden sonnen,s Diese Jehflatlet und hatte sich dasfelbonsehr großer Zahl eingefunden.
Vestimmung hat schwere Mißstände zur Folge; es mehrtenesich nan B rLim, G4. Ipril. Reichstag. MDere Antega; Richter's,
menttch die durch Kinder begangenen Diebstähle, zumalles leineswega wonach woin L. April abaalle Hefionengvom; Indaijden, Die Aaus
mmer delauo, andere Perfonen, wie g. B.-die Glterm als⸗Austefter den Jahren nor 18705 hergühren auf zoen Reichsz Junalidenfond
der rechte wdrigen Handlungen zu erweifen und zur Sirafe zu diehen. u Aber nehmen sindewirdi mit großer, Mafjoritat angeusmmen. Der
Fin großer Theit der von den Kindern begangenen ·vechtäwidrigen Jdönigreiche Beern wird, alljährlich eine sitn Verhältniß. zux 6
Handiungen bliel dethalb ohne jegliche Ahndung und geftaltete sich erung- stehende Summe zu m daesemgwecke Kherwicsen. FX Hierguf
u tiner Verlodung, solche Handlungen zu wiederholen.“ Diesem olgt Fortsetzuug der Bexathungedes cMalitärbudgets, wyhei —2
Mißstand nun sollte durch einen im vorigen Jahr vom Bundesrath ordernng dver Regierung pon 648180 M für 41220 next —5— ⸗
und Reschstag beschtossenen Zusatz zu dem 8 55gesteuert werden, mairnfteslen enchmigt. wird. Feldmars chall, Molttezhob die Rosh⸗
pelcher vefagi, daß gegen“ Kinder unter 12 Jahren, die- fich rechs: vendigleitadieser Stellen- heimot Andobenerltadabei Ich ithejiil hie
vbidriget Handlungen schudig gemacht haben.nech Maß zabe der hoffnung uud den Wansch aute dauernden Frieden, gber die u⸗
andesgesetzlichen Vorschriften die zu vihrer Befserung- und-Begauffich- der'icht ttzeile ich nicht. Glücklich werden die Zeiten sejn po hie
jgung geeigneten Maßrtegelnagetroffee werden ·sönnen und lanobe⸗ egierungen nicht mehr: in derage seim merden Dden, größten Theil
soundere ihre Unterbringung in eine Erziehungẽ und Vesseruugsanstalt ler ahrer Cinnahmen« zurndverweudenn,zhlos zur. Sicherung ihrer
erfolgen kann, nachd medurch Beschluß ·der Vormundschastsbehöde kristenz.wo die Megierungen nicht nur, sopdern nuch Sie Voller
h»ie Vegehung der Handlung festgestellt. und die. Unterbringung fürr ind Pasteitm sich üͤberzeugt; Haben werden, daß der glückhichste Kreg
zulässig erklärt worden“ ist. Es fehlt an solchen Anstalten in Bahern ehr kostelnals dernFriede; dennen materielle Güter piit —XX
nicht, die Pfalj hat eine solchein Speier. Somitsollte nan mei- ebeu zu erkaufen, Lann- fein Gewinn sein; (Lehhaftes Brapo). Was
nen, der Vollzug des Zusetzes zu 8 55 könnte beir uns nicht uauf lledem entgegensteht ‚ä das ist daß gegenseitige Mißtrauen, und
Schwierigke ten stoßen. Und-doch ist, wie wir hören,“ Das der Fall arin liegt: eine stete ande große Gefahr. Ich wmieine die friedliche
zewesen und ist es noch. Die Schwierigkeiten sollen ssich zunächst endenz Deutschlands hiegt. so Fimn der Nashwendigkeit hegründet,
Faraus ergeben haben, daß Zweifel darüber erhoben wurden, wer aß nachgerade. die ganze Welte davonzuüberzzugt sein wmühßle, *
zur Fafssung des bezüglichen Beschlusses kompetet sei, daß: Vangel vir läunen nicht verklengen, daß namentl chebei zunsern wellichen
iner Vollzugsinstruttion behauptei wurde 26. 2c. Und ale verschie- Kachbarn ein starkes Mihtrauengegen ans herxscht. Wean Sie
dene Behörden, welche von derleiSkrup'eln weniger geplagt waren, die frauzösischen Blätter lesen, welche jehzt; den Ton angeden, so
tliche Kinder in die Spe erer Anstalt ˖einlieferten, wurden diese, wie iaden Sie darin eine Arogze Abneigung gegen uns. Igh will nicht
wir hören, wieder fottgeschickt. “ Der Sachverhalt im Einzeluen ist son dem- Hahn und Spott; reden; was die Presse eben Hicht dus⸗
ans im Augenblick noch nicht näher bikannt; wir wollen daher Zanch pricht, ist die Besorgnißz daß, wachdem Frankreich so ofl und
kein absprechendes Uith il fällen, sondern hiermit de Sache nur viederholt über das shuächere Deutschland hergefallen ist, nun das
angeregi haben. Wo immer die Schu d liegen mag, im höchsten darke Deutshland auch ohne Grund ijber Fraukreich herfallen Dnnte.
Grad bedauerlich ist? es j denfallz, wenn ein Gesetz, nach welchem daraus erklärt sicht dab Riesenarbeit, die Fraakreich vollführt hat,
man · wegen schreiender Mißstände Johce langegerusen hat, thatsäch⸗ ndem es in eiper zturzen Reihe von JZahren mit großer Sache
lich wirkungslos bleibt, wel irgendwo im Vollzugsotganismus eine enuntniß nud. Energir die Reorgauisation seiner Armee bolsendet
Schraube Ios ist. Die Schraube anzuziehen, dazu, dächhten wir, hat, daraus erkärt sich, daß ein unverhältnißmäßig großer Theil
zehdrt nicht piel. )er franzoͤsischer Armes zwischen Paris und unserer Greuze heht,

».München; 21. April. Da mit Einführung der Reichs; namenilich Kapallerie und Artilletie, ein Lerhältniß, welches nach
ciilprozeßordaung das min dem L. April 1870 in's Leben getufene neiner Ueberzeugung früher oder später einzal, zu einer aus⸗
Geriqchtsvollueherinstitut. eine wesentliche Abänderung erleidet, so leöchtnden Maßregel von unsered Seite sühren wird, Gott!dort!)
werden- don ·nunan wirkliche Gerichtsvollzieher aus dem Stande In Frankresch sind alle, Parleien, sien mögen sich impolit schen
der noch vorhandeuen geprüften. Gerichtsvollz'eher⸗Candidaten gicht deben moch so heftig belaämpfen, darin einig, Alles zu e
mehr ernannt werden. Die durch Todesfälle oder anderweitig — vas jür die Aruuee geschieht, während, wit hier müubsam⸗ um kleine
ergebenden Eeledigungen werden nur mehr mit Verwesern bes V *rᷣtats: Positionen rechten. In. Frankreich nist die Armee der Lieb⸗
Die mit Genehmigung Sr. Maäjestät des Königs aufgestellten Ver ing der Nation, ihr Stolz, ihre Hoffnung; ihre Niedexlage hat
weser von Gerichtsbollzieherftellen daden nach Anordnung des fön'gl, nan ähr, längst verziehen. 1Ich will nicht sagen, Doß man, uüͤnsexer
Justizauinisteriums eigene, mit ihrem Namen, sowie mit der Bezeich Urmee ihre Siege dereits veegessen hätte, aber wenn man bei der
nurg Gerichtsvollzieher Verweser“, versehene Dienstsiegel zu führen; ächsten Veranlassung dieselbe; Leistung noch einmal von ihr fordern
— Durch ollerhöchste Entschließung vom 10. 1. M. ist die Bewaff vird, follte man nicht zu kärglich jein mit Bewilligungen, die! es
nung der Fußaitillerie mit dem aptirten Gewehr A 69 und dem »er Armet ermoöglichen, sich unter den jeßigen schwierigen Verhält⸗
aigehoͤrigen Yntagan unter Adleging des Artillerie ⸗ Faschinenmessers zissen fortzudilden. Es scheint mir, daß unsere Nachbarn bei einem
genthmigt worden. üunfligen, Kr'eg in den Massen, in einer Aberwaltigenden Zahl, die

—Munchen, 24. April. An unserem k. Hofe wurde- hentg, koatscheidung suchen werden; wir verlassen. uns mehr auf die sorg⸗
as. St. Georg · Ordens⸗Riterfest, in sehr glänzender Weise geseiert ältige: Ausbiidung unserer Truppen. In Ainem Punkte sind uns
nter dem Vorsiße dez Kömgs, des Ordents Großmeisters, wurdt a die; Franzosen ganz entschieden —XV namlich darin, baß
wuerst ein Kapitel abgehalten, in welchem einige Ocdens Promotioney ie bereint imFtjeden die Cadres fur., die Kriegsformationen be·
und die Wahl zu den Ordensämtern vollzogen wurden. A jtzen. Es wird Ihuen znun hier eine, Maßregel vorgeschlagen,
12 Uhr erfolgke danin der feierliche Zug zur k Hoskapelle, wobei velche—freilich nur im geringen Grade den Mangel bei zins ver⸗
das, in den Residenzhöfen versammelte, sehr zahlreiche Publikum, pessert, aber uns doch die Anterstützung gewährt, daß sie ene An
hen König; mit den hetzlichssien Zurusen begrüßte.“ Während det ahl Offigere hrüher in dier Stellung hineindringt, rwotlche sie im
hochamter erhielten drei Ordens⸗Randidaten domdem Koönig nden driege eimunehmen haben. . Wenn der Oiffizler pꝓizzlich aus einem
Ritterschlag. Det Gottesdienst nahm volle 2.Stunder nin Ausprucht anz anderen Wirkungskreise herausgerissen wird, um seine mili—
bdald nach Beindigung desselben fand dann ⸗ im prachtvoll geschmüdten arischen; Funltionen zu übernehmen, so jsttes ja klar, doß er im
weitßen Saale der k.: Residenn das Ritter-Vaukett Uatteebei welchem asten Augenblich nit einer gewissen Befangenhejt im Befehlen auf—

⸗ * 7 —
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        critt und eine Nachlassigleit im Gehorchen die Folge ist, die sich
hald von oben nach unten verbreiten dürfte. Das brauchen Sie
irklich wicht zu besorgen, daß die dreizehnien Hauptleute jpalieren
gehen (große Helterleiij. Ich empfehle Ihnen die Annahme der
Hosition. (ebhaftes Bravo.) 5—

Berriin, 24. April. Ueber die Ernennung des Prinzen
Reuß zum Botschafter in Ronsiantinopel schreibt die, Vost“: „Wir
gestehen, daß es uns ein überaus wohlthuendes Gefühl ist, einen
Diplomaien in aonftaninopel zu w'ssen, der dem perfiden Intriguen⸗
pile der englischen Vertreter vollauf gewachsen ist, von dem wir
sicher sind, daß er im Chaoß der orientalljchen Wirren die Inte⸗
ressen des Christenthums und der Menschlichteit mit fester Hand
Jertreten wird und der den Dreileiserbund, das segendreiche Werl
seines großen Kaisers, in den bevorstehenden Krisen vor Gefahren
redlich schützen wird.“ Die „Post“ schreibt fernen: „Wr eifahren,
daß auch die übrigen Großmächte, natürlich mit Ausnahme' Ruß
lands, sich antschlossen haben, wieder Boischafter nach Konstantinopel
zu senden, wie dies England bereits gethan hat. Der Entschluß
enifpricht der vollig neuen Situgation⸗, welche inzweschen ein⸗
getrelen isl.* —*

. 7 . 2438 Ausland. 4
Wien, 285. April. Rach dem Fremdenblait“ kehrt der
osterreichische Voischafter Graf Zichh demnüchst nach Pera zurück.
Die Abreise/ des Sultans zur Ärmee gilt als deschlossen. — Nach
der „Deuischen Zeitung? Jeigte die Pfotte Serbien an, daß fie
jur Vertheidigung der Donau serbisches Gebiet bei Kladowa besehzen
müsse. Der Erzberzog Wilhelm und nicht Albrecht ist nach Croatien
—VV find die Russen in Reui —XX
— D— Die Faͤhrien ter
Dampfer auf der unteten Donau sinð eingestellt. Der erste Zu⸗
sammensloz wird bei der Brücke von Barboschi erwartet. Rach
Berichten aus Varna wird die Landung türkischer Freiwilliger in
der Krim vorbeceitet..

Wieren 28. April. Die Abenddblaͤtter IX
richt, daß die Rumaänen Kalafat und Giurgewo räumem, die
Tucken über die Donau ˖ feßten und Streifcorps zur Zerstorung der
Tommunicationen landeinwärts schicien. Nach eiaer Depesche der
Preffe“ aus dem Kaulasus tüdt die rujsische Armee auf der ganzen
Front von Achalzych bis Eriwan gegen die Geenze. —

Wren. 26. April. Die „Polit. Kort.“ meldei ˖ aus Bu⸗
karest vom 268.7 Gestern besetzten 15.000 Russen die Eisenb hu⸗
drũde bei Bardoschi, 50, 000 standen schon auf rumänischem Voden
ind sind in Galatz eingerlidt. Ein siarles Korps bewegt sich gegen
Hobrudscha. Es steht nun fest, daß die Truppenbewegung übet
den Pruth schon vor vier Tagen begonnen hat....

Paris, 28. April. Die „Agerce Haba?s meldet: Die
Pforte richtete an die Mächte eine lange Circulardrpesche als Ant⸗
Tort auf das russische Manifest und die Circulardepesche des Fürsten
Vorischaloff. Die Pforte qucht darin nach uweisen, daß die Türkei
Rußland in keiner Weise zum Kriege gereizt habe; sie er naert an
die Anstrengungen, die ste gemacht, das Loos der Cheisteun zu ver⸗
bessern und den Forderungen der Mächte Gerüge zu lesten, und
fugt hinzu, daß ffie den russschen Antrag () nicht verstehen könne
und daher den Pariser Vertrag anrufe und an die Varmiitlung der
Barantiemächte appellie.

Die Angaben über die Stärle der an der Donau concentrirten
rkischen Armee lauten sehr widersprichend, doch dürfte dieselbe
die Zaͤhl von 110,000 nicht wesenilich übersteigen. Die russische
Surammee soll dagegen 280,000 Mann stark sein. Trotz dieser
ddeulenden Uebermocht werden die Russen kene leichte Aufgabe
haben, da die Schwierigleiten, welche ihnen das Terrain bieitt, seht
zedeutend sind. Schon der Vormarsch bis zur Dor au und der
Aufmarsch der russischen Armer, um den Ucbergang über dieselbe
zu bewerkstelligen, ift kein leichter, und doch bildet er ja nur das
Zorspiel zu dem eigentlchen Kriegsdramg. Die Haupischwierige
seilen bieten die türkischen Iepre an der Donanu und im nörd⸗
lichen Theil Bulgariens und vor Allem der fast unzugängliche Bal⸗
lan. Hier hat die russische Armee Gelegenheit ihre —XV
ju beweien. So hohes Lob man ihr spendet, so fieht doch auch
die türlische Armee, namentlich die Infantetie, in der Ruf, ganz
leidlich geschult und ausgerüstet zu sein, und sie kämpfen für den
haͤuslichen Heetd, ihr Kampfesmuth ist erhöht durch den Gedanlen,
der Islam stehe in Gefahr, und der religioöse Fanatismus ist noch
mmer der tefflichste Verbündete großer Armeen gewesen. Die
Russen haben mith'n wenigstens teine Ursachevorzeitig zu krium⸗
phiten, dean obd ihnen das Vordringen gegen Kounstantinopel von
der asiatischen Seite her leichter werden —II
froglich sein. In Rußland macht man sich denn auch keine Illu⸗
fion über die Geoße und uͤber die Beschwerden des Kampfes und
die lange Verzoöͤzerung der Nriegterklärung findet dadurch leicht
Berständniß. 7 8*

Aonstantinopel, 25. April. Gerüchtweise verlautel
bou einem Scharmützel bei Kars an der asiatischen Grenze. Von

len türkichen Journalen wird behaupiet, Suleimann Pascha habe
nach Zurückwerfung der Montenegriner den Duga⸗Paß passirt und
efinde sich auf dem Wege nach Nitfic, —

Petersburge 24. April. Das Cireularschreiben det
Fürsten Reichskanzlers Gortshakosff an die russischen Botschafter in
herlin, Wien, Paris, London und Rom lautet wie folgi:“ Das
niserliche Kabinet hat seit dem Veginn der orientalischen Kriese alle
Miittel seiner Gewalt erschöpft, um unter Mitwirlung der Groß⸗
nächte eine dauerhafte Pazification der Türhkei herbe zuführen. Alle
iu Folge des zwischen den Kabineten der Mächte hergestellten Ein⸗
erflandnisses der Pforte nach und nach gemachten Vorschläge sind
edoch auf unüberwindlichen Widerstand gestoßen. Das am 19. 31.
MRärz d. J. in London unterzeichnete Prototoll war der letzte Aus.
zruck des Gefammtwillens Europrs.Das kaiserliche Kabinet hatie
dazu als zu einem Versöhnungsversuche die Haud geboten. Das⸗
elde daue durch eine dem Protololl beigegebene Declaration von
demselben Tage die Bedengungen bezeichnet, welche, wenn sie loyal
und aufrichtig von der rürkischen Regierung augen ommen und aus⸗
zefühtt wurden, geeignet waren,“ die W'ederheistellurg und Befesti⸗
jung des Friedens herbeizuführen. Die Pforte hat mit einer aber⸗
maligen Ablehnung darauf geantwortet.
Diese Eoniualität war von dem Londoner Protololl richt ing
Auge gefaßt worden. Enropa hatie, indem es seine Wüascht und
Inischüeßungen sormulirte, sich darauf beschraͤnlt, zu bestiamen, daß
e Grosmachie salls sie in der Hoffnurg sich getäuft sehen sollie,
die Pforte die zur Verbesserung der Lage der christlichen Bevoölte⸗
tung bestimmten und einmülhig als füc die Ruhe Europas als un—
tläßlich erachtelen Maßregeln mit Energie zur Ausführung dringtu
u jehen, sich vorbehielten, ge aeinsam die Mittel zu bezeichnen,
velche sie für geeignei halten würder, das Wohl der Bevölkerung
und die Interessen des allemeinen Friedens zu sichenm.

So hauten die Kab nele den Fall vorausgesthen, daß die Pforte
die Versprechuugen nicht erfüllen wür de, u elche. sie machen würde,
aber nicht den Fall,, daß die Pfotte die Forderungen Europas
urückwensjen wütde. Zur gleichen JZeit ist durch die Deelaration,
delche Lord Derby zu dem Protololl abgegeben hat, constatirt wor⸗
den, daß, da die Regierung Ihrer Mojeftät der sönigin von Eng⸗
and nur im Hinblick auf die Interessen des allgemeinen Fr'edens
d die Unserzeichnung des Protololls gewellizteälte, es sich bon
vornherein perstünde, daß iu dem Falle, wo der Zwec nicht etteicht
vwücde, nämlich die gegenseitige Abrüstung und der Friede zwischen
stußlund und dee Türkei, das Protololl ais aull und nichtig betrachtet
verden sollte. * ——

Di Ablehnung der Pforte und die Molive, welche ihr zu
Brunde liegen, lassen kbeine Hoffnung, daß die Pforte den Wünschen
und Rathichiägen Europas eutgegenlommen werde uund schließen auch
ede Garantie dofür aus, daß die für die Verdesserung des Looses
der christuchen Bevoͤlkerung ins Ause gefaßten Reformen zur Aus⸗
hrung glangen. Se machen auch den Frieden wit Monlenegro
ind die Aussführung der Bedingungen unmönnlich, unter denen die
Abrüstunz und Pocification derbeigesührt we den könnte. —

Unijer desen Umständen ist jedes Gelingen eines Ausgleichuugs⸗
derjuches ausgeschlossen und es dleidt nur die Altetnatde, entweder
den Zustand der Dinge foridauern zu lassen, welchen die Machtte
mii jhren Interessen und denen Europas für unverträglich erklär!
saben, oder zu versuchen, durch Zvangsmittel das zu erreichen,
vas von der Porte auf dem Wege der Verständigung zu erlan⸗
zen den einmüthigen Austiengungen der Maͤchie nicht gelungen ist.
Htein etdadener Herr hat beschlossen, das zu untecnehmen, woju
Se. Mojestat die Großmächte aufgefordert hatte, in Gemeinschaft mit
hm thätig zu sein. Se. Maj stat hat seinen Aemeen Befehl go
zeben, d'e Grenzen der Türken zu uberschreiten. Sie wollen diesen
—XE bei welchet Sie bi⸗
Ilaubier sind. Indem mein erhabeuer Herr diesen Scheittthut,
erfüllter eine Pflicht, welche ihm durch die Juiecessen Rußlands
auferlegt ist, dessen friedliche Entwiceluag durch die beständigen
Wieren im Orien gehemmt wird. Se. Mojestät hat die lIeder⸗
zeugung, zu gleicher Zeit den Anschauungen Euxopas zu entsprechen.

cgeʒ.) Gort:choloff.

Petersaburg 25. Aprl. Dee Regierungebole verös⸗
enticht einen kaiserlichen Befehl, wodurch das Gouvernement Bessa⸗
abien, die Küstendistricie, die Gouvernements Chetfon und Taurien
ind die Halbinsel Krim in Kriegszustand eitlärt werden· — Die
Helduag answaärtiger Blälter, daß die Frage, ob ein Morotorium
zu gewähren sei, in Erwägung gezogen werde, wird von untertich
er Seile alz unbegründel bezeichnet und es wird ausdrücklich
se vorgehoben, daß zu solchen Maßnahmen leine Vecanlassung vor⸗
iege.

Moskau, 26. Aptil. Der Magist at bewilligte xach Ver—
zffentlichung des Mauifestes 1000 Betten fuͤr Verwundete sowie eine
hanion Rubel zut Pflege. Nachmittags 2 Uhr fand in der Kreml⸗
deihedtale und in allen Kirchen ein felerlicher Gotlesdienst stall.
alle Kirchen waren von Andächtigen überfüllt.
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        Permischtes.

tSit. Ingbert, 26. April. Das Projelt einer hiesigen
Local⸗· Gewerbe⸗ und Industrie Ausstelluns sangt immer mehr an
ine gregfbarere Gestalt aazunehmen. Bereits ist als Eröffnungs⸗
zan der Ausstellung der kommende 13. Mal festgefetzt. In an⸗
gestrengtester Weise ist das Comite thätig, um die nöethigen Vor⸗
Jereitungen zu treffen. Der Verlauf der Loose nimmt einen er⸗
irenlichen Verlauf. Die Ausstellunqs: Objelte siud theils fertig
zestellt, theils gehen sie rasch der Vollendung entgegen. Die wenig
Saumigen mögen sich. daran ein Vorbild nehmen und ihrerfeins
alle Kraͤfte anspannen, um sich am edlen Wetikampfe zu betheiligen.

Nach Allem ist zu erwarten. daß die Ausstellung reichlich
besehzt wird, und zu hoffen, daß sie erfreuliche? Zeugniß giht von
hiesigen Gewerb⸗ und Industr'efleiß. Der ArbeiterbilduigasVerein
aber, der die erste Auregung dazu gab, wie diejensgen, die un⸗
mudlich an deren Becw'rklichuug arbeiteten, mögen sich des Werkes
freuen, das unserm Gewer bestande wie nicht minder unserer ganzen
Siadt zum Nutzen und zur Ehre gereichea wrd. —

18peher 28. April. Die Studenten Gelbach uad Beyer
von Epeyer waren in die Sizung des lal. Polizeigerichtes geladen,
m sich wegen Sachbeschädiguug— Unfugs und resp. Eerentwendung
ia der Charwoche ds. Is. zu verontworten. Es ist die Sache,
welche seiner Zeit so del Staub aufwirbelte. Es waren 19 Zeugen
zeladen, wovon nur Wenige, selbst nach dem schärfften und sorg⸗
saltigsten Verhone die Beschuldigten belasteten. Ta, einer der
hauptbelastungszeugea Qrentheisehalber nicht erscheinen fFoante, und
der Zeuge Bente durch die Zeugenauksagen als Milbeschuldigter er⸗
schien, dieser sich aber nicht freiw Llig als Beschuldigter constitu tte,
jo wurde die weitere Verhandiung in die Sißung dom 2. Dai
nachsthin vertagt, in welche Benite nun ebenfalls als Beschuldigter
jeladen werden wird. * —

Am 1 Mai beginnt weeder? die Ausgabe. der: waͤhrend der

Winteemonate sistirt gewesenen pialzisch · badischen Rundr: eisebillete.
FHeidelberge 21. April. Einer amilichen Belannt
machung jufolge wird stodt. meol Oscar Schellenberg von Mann⸗
heim, 22 Jahre alt, seit dem 12. d. M. Nuchts, vermißt. Die
cifrigsten Na hforschungen nach seinem Verbleibe haben bisher noch
leine zuverläsfigen Anhaltspunkte ergeben.
7Manndheim, 24. April. Der hiesige Kamirfeger W.
Lenhardt blieb, als er gestern in einen Kamin unterm —XC
eingefahren war, flecken und war— dem Ersticunrbtode nahe, von
dem er durch richtneitige Intervention Neiuer Gehülfen und dis Die⸗
aerß der Hetren Ciolina glüdlicherweift geretiel wurde. —

FMannuheim, 25. April. Das Coasortium lieferungs⸗

lustiget hiesiger Handelsleute, weiches vor einigen Tagen de Reise nach
Zischeneff angetreten, w'rd deinächst, ohne das Reiseziel erreicht zu
Jaben und underrichteter Di⸗ge, wieder in unsere Stadt zurückehren.
Der Einblick in die Vieferungsverhälinisse, welchen die Hetren unter⸗
wegs gewonnen, soll dieselben bewo zen haben, den aus den Liefce
ruagsgesskäften zu ertzoffenden Gewinn und die damit verbundenen
Wefabben din russischen Lieferanten allein zu üretlassen.

Berlin, 23. Aptil. Die offisids bedierte Wiener
Montags ⸗Revue“ läßt sich von dier als Beitrog zur Geschichte der
letzten Kaaslertkrisis folgende Aneldore schre ben: ,Vor ungefähr
wei Monaten machie Fürst Bismarck. der Kriserin Augusta aus
irgend welchem conventionellen Grunde die Anfwartung. Als cr
don der Kaiscrin kommend die Trepp hinabstieg, begegneten hm der
Zammerbert Ihrer Majestät Graf X., weilcher an dem Kanzler vo⸗
aberginz, ohne ihu zu drüßen. Fürst Bismarck ließ sich stehenden
Fußes beim Kaiser melden, der ihn huldvoll und gütiz wie immer
cnpfing, besorgt nach dem Grunde des außergewöhnlichen storrment
des Kanzlers fragend. „Moajestät,“ erwiedert: dieser, ich bin es
gewoͤhnt, in denjenigen daufern, in welchen ich verlehre, von der
dienerschaft gegrüßt zu Derden.“* Die Di netschaft Ihrer Majeftäl
der Kaiserin scheint audere Weifurgen zu haben, wen'gstens hält
der Kammerhert Graf XR.. welcher mir soeben auf der Trez pe zu
Ihrer Majestät begeguete, es mit seiner Pflcht vereinbar, dem eisten
Hrinister seines Königs die schuldige Achtung zu versagen.“ Wie
laulet, erließ dec Kasser höchlichst indigniri joiort die eutsprechen⸗
den Weisu gen an den Hosstaatft..

(Ein Tapferet von Mars⸗la.Tour.) Bel der Besichhtigung,
die jungst der Kaiser über die drei Landwehr⸗Kompagnien abhielt,
suchte sich, wie die Kreuzeitung erzählt, der oberste Kriegsherr
alle d ejenigen Landwehrleute aus, weiche mit dem Eisernen Kreuze
decorirt waren, und richtete an diefelben Fragen und Bemerkungen.
Unter Andern auch an einen Wehrmann, der durch seine hünenhafle
Bestalt schon ein Schreden für den Feind sein mußte. „Wo haben
Sie sich das Krevz verdient!“ frogte ihn der Kaiser. „Bei Mars⸗
sa⸗Tour, Ew. Majestat.“ — Ma Wohlgefallen blieb das Auge
des Monarchen auf dem stattlichen Landwehrmann ruhen. „Ich
muß Sie doch schon einmal vesehen haben,“ bemerkte der Kaiser.
Ja woedi. Raiestat, ich fahre in Berlin den Bierwagen.“

Aus Paris, 28. April wird geschrieben: Die Gräfiu
Prebois, eine Dame deutscher Herlunft, deren Salon unter dem
daiserreich ein Mitielpunkt der eiegarien Welt von Paris waren,
hat sich gestern in ihrem in der Tvenue de la Grande Armée
Jelegenen Hotel mit einem Revolverschuß entleibb. Seit mehreren
Fahren verwitswet, war die erft Z8jaͤhrige Gräfin im Begriff, zu
iner Iweiten Ehe zu schreiten. Vorgefliern empfiag fie nun von
hrem Braͤutigam einen Brief, demzufolge dieses Projelt einen
nufscheb erleiden sollte; sie erblidie datin eine verhüllte Absage,
eilte nach ihrem Schlafzimmer, ergriff einen geladenen Revolver
ied drucke denselben genen ihre Stirn ab. Die auf den Schuß
Jerbeigeeilte Dienerschaft jand nur noch eine Leiche.

7 Giaemarck und Thiert.) Paris, 16. April. Unter den

ahlreichen Glücwür schen, die Thiers zu seinem achtzigsten Geburis⸗

age schon gestern empfing, befindet sich, dem Figaro zufolge, auch

ein soscher des Fürsten Biamorck. Her Thiers der dies selbst

inem Reporter des Figaro mittheilte, erzählte demselben eine Anel⸗

ole aus der Zeit der Versailler Friedensuuterhandlungen vos 1871.

Frbefand sich mit Bismarck in einem schlechtgeheizten Hotelzimmer
ind datte sich in dreistündiger Unterredung jcier heiser tgesprochen.
Dda fagie Biamarck zu ihm: „Sie sind erschöpft; ruhen Sie sich
auf d'esem Sopha zwei Stunden aus und nachhber werden wir
weiter iprecher.“ — Und Sie serbst “ fragte Thiere —,„Ach,
ich bin an die Strapazen geroöhnt und finde doch keine: Ruhe.
Vährend Sie schlaten, werde ich einige Geschaͤfte ecledigen.“ Hert
Thiers legte sich nieder und begann kaum einzuschlummern, als ihm
herr v. Bisciarck. damit er fich nicht erkälie, jorglich einen schweren
HZelzmantil auf die Beine legte. Zwei Stunden spater wurde die
Antrhandlung wieder aufgenommen- und h rr Thiers erwirkte
chi⸗lich jür Frankreich die Festung Belsort. Beim Unterschreiben
jagte Bismarch: „Es giht doch nur zwei Menschen, mein lieber
Dderr Thiers, welche es wirklich gut mit Frankreich meinen, das
sind S'e und ich.“ — „Wen der Herr lieb hat, züchtigt er,“ mur⸗
melie Thiers. *

r Phitfadelphäa, 18. April. Entsetzliche Stürme waren
letzte Woche au den Küsien südlich von Chesapeake. Ueber 20 Schiffe
scheilerten und 100 Menschen kamen um.—
Fur die Redaction veraniworilich: F. X De me.
nÑtetelcetttÄlaαJ
unter den Tausenden von Geschenken und festlichen Beranstaltungen zu
dem 80. Geburkstage Sr. Majestät des Kaisers, verdient folgender Vorgang
desonders hervorgehoben zu werden, da durch denselben nicht dem Monarchen
direkt, sondern seiner Armee zur Feier des Tages ein Geschenk gemacht wurde.
kurz vor dem 80. Geburtstage Seiner Majestät trat in Berlin ein
Comite zusammen — bestehend aus dem General der Infanterie z. D. von
Etzel, Geheimen Rath Bitter, Rittmeister a. D. von Deder, Fr. von Dreyfe,
Toͤmmerzienrath Herz, G. von Glasenapp, Commerzienrath Gruson, Freihert
von der Heyot, Chef⸗Redalteur Dr. Kleike, Ober-VBürgermeister Krausnick,
Professor Dr. von LTaͤngenbeck, Dr. L. Naumann, Chef⸗Redalteur Pindier,
Zanquier S. Sobernheim, Feldprobst Dr. Thielen, Geheimen Commerzien⸗
aih R. Warschauer — um zu Zeichnungen für ein Armee-Geschenk aus
—XEL Geburtalages Seinet Majestät aufzufordern. Es han⸗
zelte sich um die Berbreitung einer Denkschrift, welche von höheren Offi⸗
ieren bearbeitet wurde aue deukwürdigen Daten aus dem so thatenreichen
eben des Kaisers in präcisester Form zusammenstellt und alle Orden, Ehren⸗
eichen und Denkmunzen. sowie die Regimenter Seiner Majestät verzeichnet.
Einen besonderen Werth erhielt diese Dentschrift dadurch, daß Seine
—XV bwage ner wiederhoiten Revision unterworfen und mit
elen Ergänzungen versehen hatte, sowie durch die Ausschmückung mit einem
usgezeichneten Bilde Seiner Majestät in Victoria Format, dessen Original
zuf Allerhöchsten Befehl im Adnigl. Palais durch len Hofphotogravhen Hr.
danfstaengel aufgenommen wurde.
ues dien iaßl die Dentschrift fur die Armee besonders werthvoll er⸗
heinen und etß war gewiß eine gluckliche Idee, einen so hohen Festtag durch
gerbreitung dieser Schrift in der Armee zu feiern. Auf die ergangenen
lufforderungen hin, wurden denn auch von der Deukschrift, deren Preis bei
d großer Auflage auf nut 50 Pf. festgestellt werden konnte, über 23,000
rrempiare gezeichnet, so daß voriaufig jeder Soldat von Seiner Majestät
eutschen Rogimentern (7 Infanterie⸗ und 5 Cavallerie ⸗ Regimenter, darunter
e ein bayerisches, wurttembergisches, sächsisches und badisches) ein Exemplar
rhalten kann und noch 7000 Erempliare zur sonstigen Vertheilung dleiben.
Seine Majestät der Kaiser hat das Ihm am Morgen Seines Geburts⸗
ages durch Seinen Vorleser, den Geheimen Hofrath Schneider Überreichte
Eremplar gern entgegen genommen umd sowohl die Idee zu dem Armee⸗
Beschenk, als auch die Ausfuhrung derselben gebilligt.
umn nuumehr möglichst jeder Compagnie, Etcadron und Balterie des
ganzen deutschen Heeres noch eine größere Anzahl von Eremplaren über-
deisen zu koͤnnen und da die Subscriptiͤonslifle bisher bei der nothwendigen
hermeidung der Oeffentlichkeit und bei der Kuͤrze der Zeit nur in beschianl⸗
estem Maße circuliren konnten, es aber unzweifelhaft außer den bisherigen
deichnern noch viele Patrioten im Lande gibt, die sich gern an einem solchem
Ar mee Geschenkaus privaten Kreisen betheiligt hättlen, und sich auch jett
och betheiligen werden, in bestimmt worden daß bis zum 20. Maid.
och Zeichnungen angenommen werden. Listen zum Eintragen der Zeich-
mungen werden franco übersandt und sonstige nähere Auskunft ertheilt durch
as Mitgued des Comites, Herrn G- von Glasenapp in Berlin, Pots⸗
amer⸗Siraße 54. Wit konnen nus wunschen, daß auch recht viele unserer
zeser sich an einem so patriotischen Unternehmen, welches ein beredtes Zeugs -
—I die Sympathien unsetes Volles für die Armee ablegt. betheiligen
modchten. —
7 — BCAXAXä
2* — ——
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        Zur gef. Beachtung /
Anterizeichneter theilt andurch seinen werthen Kunden mit, daß
— Bagrzalung,des cheiht wient gleich
bei Empfang der Waare bezalt wird,
ð Procent Rabatt gepährt. 7 aͤn
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Müunchener Kirchenbaulotterie
zum Ausbau der zweiten protest. Kirche in München
10,000 Ftefser im Betrage von 240 000 / M..
Ziehung am I. Juni 1877. li—
* Preis des Looses 2 Mark
1Treffer &amp; 0, 000,. 2 2 Iοο 3 à οοα—
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Logdse verlendet gegen Postnachnohme- oder baat 3
Earl Lang, Bantaeschäit, München als General- Agentur.
Wie dervierkänuser Raboatt.“

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zu Neustadt a HhH.
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Pianofortehandlung v. Wilhelm Braun
dahier hat in Folge schwerer Erkranlung des Heren Carl Lavir
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ube rrommen und empfiehlt gus deinselben unter vortheilhaften
Bedingrengen und unter Garantie zum Einkaufs
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Stutzflügel von NRaps, sowie eine schoͤne Auswahl der he⸗
liebten 4merik. Harmoniums iu allen Größen. 53.—
NMeustadt ca , im April 1877. —

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Bekanmtmachung.
oMDie Felrtauben sind waͤhrend
der Saatzeit, Jund zwarn don
heute bis 30. Mai esngelchlossen

un halien. ö
St Ingbert, 26. Aprii 1677.
Das Polizeitommißsfaridqt
Eckerlein.
Verehrliche Damen u.
Herren,

welche dem begonnenen Tanz⸗
Cursus noch beitreten wollen,
werden höflichst gebeten, ihre
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Mondag ergehen zu lassen.

Achtungsvoll

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— —58 37
Fe79 5* 2332 Fleisch⸗ Preise der g Stabt
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Dlese Zeimng erscheint monats ch in New Hock und enthält 30 89 Pf. ee ee

die Nameu der Deutschen, welche in Amerka sterben, sowie die 8 — 8. ise pe
Nameu der deutschen Soldakten, bie währerd Des amiegilan schen 9 3 — bar —
srieges von 1861 bis 1865 ugestorben sind.“Ferner ollgemeine 5 pee e 5
interessante Nachrichten qus Amerika.— . 9 — M.— MPfs.
38 der Redottion: Nuffnchung Verschollener, Be⸗ dsginnnno m. hre
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        Sl. Ingberler ZAnzeiger.
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Oer St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illuftrirter Bei⸗
lage)90 erscheint wbchentlich vkermal: Dieustag, Donuerstag,- Samstag und Sonnutag. Der Abonne mentévpreis veträgt vierieljahrlich
r Marlk 20 R.⸗Pfa. Auzeigen werden mit 10 Pfh., von Auswärts mit 15 Pfz. fut wie viergespattene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclam en
3 · A 24 mit 30 Sfa. pro Zeile berechnet.
—9 T trrn h ee rit eettrrez va e n ez 17 8 —4 nie J—
AS 66. Sonntag, den 29. April J 1877.
W
Deutsches Reich.

Bexltiu, 26. April. Der Reichstag erledigte heute den
Neichs daushalis Etat im 8. Lefuͤng. Bei der Generaidiskuffton hielt
Jörg eine laͤngere Rede über die allgemeine Lage. In der Spezial⸗
diskussion betonte Lasker das vollfte Veritrauen aller Parteien zu
vet Polhikedeß Reichskanzlers. In der Rede Moltke's habe er
duch!nicht eine bedingte Drohung gefunden, dieselbe bekunde viel⸗
mehr' die eminente Friedenspolitik Deutschlands; ebenso beruhigend
sei für ihn die Sprache Bismarcks gewesen.“ Deutschland werde
jeiner Friedensmission stets eingedenk dleiben; man“ wisse dieselse
burch Bismarck hinteicheud repräsentirt. zi.

Graf Moltke: Da wiein Name in dieser Debatte wiederholt
genannt worden ist, so erlauden Sie mir nur zwei Worte. Ich
danke dem Herru Abg. Lasker, daß er meine neuliche Rede richtitg
berstandein und daß er den Sinn meiner Worte kesser erklärt hat,
als ich es vielleicht selbst vermocht hätte. Wenn ich gesagt habe,
daß betrachtliche Theitender französischen Armee an unserer Grenze
stehen, so hätteich hinzufügen sollen, daß im Gegensatz davon
uasere Regimenter gleichmäßig durch das ganze Reich vertheilt sind.
Wenn Aich gesigt hade, daß daher früher oder später eine aus:
gleichende· Maßregel Anfererfettrs zu treffen fei 7fo *habe ich diese
nut uils soiche bezeichnen wollen, die durchaus keinen offenstven vder
aggrefsiven Charutter trägte“ Und ich habe im Eingange meiner
Rede gesagt; daß ich unsere Politik so verstehe, daß sie not hwendid
eine friertiche fein muß, gohne daß man deshalb auf jede Aktions
freiheit versichle.“ Ledhafter Beifal.)““ eαν .αν

Berlhien. Her!“ Demokratß Höolthoff und der Socialdemokrqgt
Liebknecht haben im Reschstag den Untrag eingebracht, an dem
Reichs lagswahlgeseh folgende Aenderungen anzubringen: Die Stimm
zettei sind in gestempelten Couverts abzugeben, die Waͤhl ist auj
einen Sonnic mzuberaumet.“ Ferner solle ink Strafgesetzuch dintet
g 107 ein Poardgrah Angeschaltet! werden; welcher mit Gesängniß
von wenigstens ——— durg Anerbieten,
Versprechen oder Gewähreñ van Gefchenken“ oder Vortheilenoder
durch Androhen von Nachtheilen Jemanden veim Wählen beeinflußt
ein Beamter oder Ardeitgeber, der das gegen seine Ardeiter thut,
ssoll mindestens 8 Mouate dekommen.'Endlich solle der Reichskanz—
ier aufgesordert werden. dem Reichstag bei seinem nächsten Zusanmi—
mentritt ejnen Geschentwurf vorlegen zu lassen, durch welchen Um—
fang und' Zahl Dder Reichstagswahltrejsse nach dem Ergebniß der
leßzlen“ Vollszählung geregett wicd.
Ausland.

—A V — meldet:
Die Tarken wollen durch Serbien marschiren und Kladowa beietzen.
Der Ministeiraih beschloß, dagegon zu protestiren, ebentuell mi⸗
Waffengewall sich zu widersetzen.
onstantinoper, 26. April. Ein Telegramm von
Hassan Paschu, dem Commandauten der Batiimer Division GBatum
— —
vom 26. meidet: Tie Russen sind am 25. zwei Stuuden dou'd

4 gerichtliche 1 vaeuer ann und als Por—
—NA nüunderin äühres minderjährigen
Vers eigexrung., cne dued girmn wi Fu—
ESamstag, dem 5. Mai nachste. moaͤchtigungen detz Familienrathes
bu RNachminags 3 Uhr zu Rohr⸗ dir nachhin bezeichneten zu' der
ach del Peter P en der werven wischen den genannten Eheleuten
ber vom interzeichneten hiezu diaͤhm hestandenen· Gütergemein—
—J beauftragten 1. Rotar schaft gehörigen Liegenschaften im
uf Anstehen, von Elisabeth tzanne! don Rohrbach öffentlich
Zies, ohne Gewerbe in Rohr- an die Me stbie ter den zu Eigen⸗
bach Wiltwen deß vaseibst ver⸗ thuim versteigett wamlich
sebten Schneiders Ludwig Kahm 1. Pl. Nr. 478. 36 Dez.

Grenze vorgerückt. Sie wurden durch die Turken aufgehallen. In
dem gestrigen Kampfe verloren die Russen 800 Mann. Heute
vird der Kampf e Die furkische Flotte bombardirt
Thefketil. —
Vermischtes8s.

St. Ingbert, 28. April. Die vom Stadtrathe ge⸗
vählte Deputation (Hr. Bürgermeister Custer und die beiden Hr.
Adjunkten P. J. Woll uͤnd Greß); welche berufen war, der Direb⸗
ion der Pfalz. Eisenbahnen die Wunfche unserer Stadt in Betreff
»es Reubaues des Bahnhofes darzulegen, hatte sich gestern zu diesem
Zehufe nach Ludwigshafen begeben.“ Sie ist mit den besten Nach⸗
chten zurückgekehrt. Von Herrn Direktor von Jäger freundlichst
mpfangen, erhielt sie die seste Versicherung, daß von Seiten der
ditelnion Älles aufgeboten werden würde, um den Wünschen der
Ztadt St. Innbert in Betreff des Bahnhofes zu entsprechen- Um
inen Anhalispunkt über Größe und: Umfang des neuen Bahnhofes
in geben, theilte er der Deputation mit, daß der Bau desselben
u 650, 000 M. veranschlagt sti. Was den weilern Bau der Bahn
netrifft, so wirde nach den Mittheilungen des Herrn Direktors
on Jäger der Unterbau der Strecke von heer nach Saarbrücken
ur zwei Geleise angelegt, vorläufig jedoch, aber so!“ rasch *als
nögüch, mit einem Geleise in Betried gesetzt, was voraussichtlich
chon im Laufe eines Jahres geschehen könne. eet —

— Weilche Bedeutung der prwpi etbtirten Bahnlinie
»on heer snach'Saarbrücken für die Rentabilität der
Pfalz. Bahnen rüberhaupt beizulegen rift rgeht aus dem von der
Direttion dieser Tage dperöffentlichen Geschaäftsherichte pro 1876
serdor. Die betreffende Stelle in demselben lautet ꝛꝛ

*Wir wollen“ nicht amtertassen, daraui hinzuweisen, daß der
Zohlenvertehr!Uber wien.pfalzischen Linien unserrs Erachtens noch
stiner Steigerung fähig ist, welche ihn dem Güterverlehre allmählich
vieder ebenbitttig steilen onute⸗ Wit haben hierbei das süddeutsche
Absaßzgebiet im Aate,“wo die Saarkohle sicher noch über Holz und
Tocf, böhmische und sächsische Kohle den Sieg ertingen witd, der
zurch die fo beträchtliche Abtlirzung des Weges aus ven Treichen
vaargruben in' das Herz von Süddeutschland via Saarbrücken⸗
Su. Ingb kir tBweibrücken-Landau⸗ Hermersheim⸗ Bruchsal wesent⸗
hich exleichtett' werden wird.* Es können 'auf diesem Wege leicht
noch 7 bis 8 Millidnen Teutner Kotzlen gewonnen werden, und
venn dies gelingt, so dürften die schwierigsten Zeiten ur die pfäl⸗
ischen Bahnen vorüber sein. —A

Fur die Redaction veraniwortlich: A.* Deme ß.
m
Antereaauni .7

iat dio in der heutigen Nummer unserer Seitung sich befin dende Glücks-
Anzeige von Samtei Heckscher senr. in Hamburg.-Dieses Haus hat aich
urckꝰ zeine prompte ùnd verschviegene Auszahlung der hiet und in der
Imgegend gewonnenen Boetruge einen dermassen guten Ruf· orworben,
iasc Sir Jeden aut dessen heutiges Inaerat achon an dieser Stelle auf-
vmerkaam machen.

Acker unten am Kahlenberg
neben“ Joseph Hartmann
Willwe. u
PoeNr. 206. 38 Dez.
Acker auf det Platt ncben
Jalob Wadnerund Pettr
henrich ·
Pl.Rr. 2187. 38 De—.
ncker im Thalgarten neben
Peter Henrich und Gemeindẽe—
and .
4. Pl. Nt. 306. 79 Degm

.. Alker in der obern Spitz
neben Valentin Decarm.
5 PtNx. 2216. 49 Dezʒ.
Acker im Thalgarten neben
Johann Hager und Joseph
Stendt. 25 8
Pl.⸗Nr. 2284. 42 Dejʒ.
Acker allda neben Peter
Wurß und Ichann Abelt
PlMr. 4883.* 29 Dezim.
Ader unten am' Kahlen-
beta neben Valentin Würtß
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        und Mathias Gehring.
Pl.Nr. 517. 77 Dei.
Ader allda neben Johann
Bender und dem Weg.
Pl.Nr. 1891. 29 Dez.
Acker am Glashütterweiher
neben Philipp Wagner.

.0. Pl.Nr. 687. 28 Dez.

Acker ober den Neugärten

neben Johann Oberhauser
und Johaan Jacob. *

St. Ingbert, 18. April 1877.
Sauer, k. Notär.

* * *

Licitation.

Dienstag, den 15. Mai nächst⸗

hin Mittags 1 Uhr zu Rohr⸗
hach bei Johann Abel, Bäcker
werden vor dem unterzeichneten
hiezu gerichtlich beauftragten k.
Notär die nachbezeichneten zu
der zwischen Jalob Allmanns⸗
berger Ackerer in Rohrbach
und seiner berlebten ersten Ehe⸗
frau Maria Henrich bestandenen
Gütergemeinschaft gehörigen Lie⸗
genschaften im Banne von Rohr⸗
bach adtheilungshalber öffentlich
an die Meistbietenden zu Eigen⸗
thum versteigert, als:

1 Pl.Nr. 3313 und 58490.
56410 Dejz. Fläche, ein zu
Nohrbach gelegenes Wohn⸗
haus mit Keller, Hof, Gar⸗
sen und sonftigen Zubehörden
neben Johann Michaeli
und Michael Schüßler.
Pi.⸗Nr. 478. 32 Sez.
Ader unten am Kahlen⸗
derg neben Nikolaus Würtz
Wittwe und Georg Bohnert
Ekrben.

Pl.⸗Nr. 586. 61. Dej.
Acker im Reiche rsbruch ne⸗
ben Jakob Zimmermann
und Johann Michaeli;
Pl.⸗-Nr. 569. 34 Dez.
licker allda neben Gemeinde⸗
land und Valentin Boh⸗
nerts Erben:
Pl. Nr. 960. 446/10
Dz. Acker in der Haselheck erste
Ahnung neden Urban Jacob.
Eigenthümer sind: Jalob All⸗
nannseberger, pens. Bergmann
und Acketrer in Rohrbach und
dessen mit seiner verlebten ersten
Ehefrau Maria Henrich erzengten
Zindern, als: 1. Johann All⸗
mannsberger, Bergmann; 2.
Anna Allmannsberger, Ehefrau
pon Karl Rohe, Bergmann; 8.
Katharina Allmansberger, Ehe⸗
frau von Johann Noll, Berg⸗
nann; 4, Jakob Allmannsber⸗
ger J. Bergmann; 8. Jalob All⸗
mannsberger U., genannt Jakob
und 6. Nitolaus Allmannsber⸗
ger, beide Letzteren noch minder⸗
sahrig, welche ihren genannten
Vater zum gesetzlichen Vormund
und Michael Henrich, Schuhma⸗
her, zum Nebenvormunde haben.
Alle in Rohrbach wohnhaft.
St. Ingbert, 28. April 1877.
Sauer, kal. Notax.
Freiwillig gerichtliche
Versteigerung.

Dienstag. den 15. Mai

aächsthin, Nachmitiaas 8 Ukr au

dohrbach bei Joh. Abel,

zaͤcker, werden vom unterzeich⸗

zeten, hiezu gerichtlich beauftragten

Notar durch Katharina Ruf ·

ing, ohne Gewerbe in Rohr⸗

ach, Witiwe des allda verlebten
zergmannes Johann Klahm,
la heseßliche Vormunderin ihrer
rite demselben erzeugten noch
ninderjährigen Kinder Ludwig,
Maria, Johann, Wilthelm, Mi⸗
hael und Margaretha Klahm
nit Ermächtigung des Familien⸗
athes die nachbezeichneten zum
ersönlichen Nachlasse des Johann
dlahm gehörigen Liegenschaften
m Banne von Rohrbach der
ibsoluten Nothwendigkeit wegen
issentlich an die Meistbietenden
uu Eigenthum veisteigert, nämlich

1. Pl.-Nc. 281. 42 Dez.
Acker in der Kirkeler Dell.

2. Pl.-Nr. 593. 39 Dez.
Acker in den Seyen.

3. Pl.Nr. 1339. 19 Dez.
Wies im Altenthal in der
Brückwiese.

1. Pl.Nr. 8353. 21 Dezʒ.
Acker auf der Königswiese.
Pl. Nr. 1880. 13 Dez.
Wiese im Loch.
Pl.Nr. 1962. 69 Dez.
Acker im Mühlenwäldchen.
Pl.⸗Nr. 262 . 48s10
Dez. Acker in der Kirkler⸗
dell.
Pl.Nr. 94414. 38 Dez.
Acker in der Haselhech 1.
Ahnung.

St. Ingbert, 28. April 1877.

Sauer, kal. Notär.

Fur Magenleidende ist
Schrader's
Weisse Lebensessene
ein, Diateticum“, dessen Verkauf
durch Ministerialverfg. gestattet)
das einzigfte und untrüglichste
haus⸗ u. Hüulfsmittel. FI. 1M.
— —
leidende
Schrader's
Malzextract-·Brustzeltehen

20 Pf.
Schrader's Cummi- Brust-
Bonbons 40 pf.

FIũr sch wer —I
Kinder
Schraders elektromotor.
Zahnhalsbänder
2 1M.

Schrader's Hühneraugenmittel
85 Pf.
Schrader's Salichlsäure Mund
wasser 70 Pf.
Schr ader'sSalichlsäure Zahn⸗
pulver 50 Pf.
Roberis Streupalver für
Kindec 35 Pf.
Vollst. Preislisten u. Prospecte
gratis u. franco.
Apothelker J. Schrader,
Feuerbach· Stuttgart.
Niederlage bei J. Friedrich
in St. Ingbert. Apotheker
Richter, Blieskasiel. W.
Simon, Homburg. W.
A. Seel, Zweibrücken.

Aufforderung.
Am Sonntag, den 18. ds. Mis., Nachmittags zwischen 4
uind 5 Uhr wurden zwei junge Mädchen auf dem Wege von St.
Ingbert nach Elversberg von zwei Burschen, die mit mehreren
Anderen in der Nähe der Obermühle am Wald gestanden waren,
zerfolgt und in empörender Weise insultirt. Da die beiden
Zurschen allem Vermuthen nach von St. Ingbert selbst sind und
x bis jetzt nicht gelungen ist, deren Namen zu ermitteln, so er⸗
zeht hiermit an Jedermann, der Anhaltspuntte zur Ermittesung dieser
Zuͤrsche zu geben vermag, die Aufforderung solche dem k. Polizei⸗
inwalt in St. Ingbert oder mir mitzutheilen.

Zweibrücken, den 27. April 1877.

Der k. Untersucungsrichter:
atz.

&amp;
Gewerbe-⸗MusstelIung.

Das Comite gibt den verehrl. Ausftellern hiermit belkannt,
daß die größeren Ausstellungsgegenstände im Laufe des nächsten
7. und 8. Mai, die kleineren am Vormittag des . Mai
in das Ausftellungslokal (Saal oder Halle) einzuliefern find, damit
am letzteren Tage die Gegenstände geordnet, beziffert und in den
Katalog eingeschrieben werden können.

Weitere Auskunft ertheilen die Gruppenvorsteher H. Schmitt,
Zöhl, Brunion, A. Beer, S. Kahn, Günther und
-zchlick.

VNMB. Um einem falschen Gerüchte zu begegnen, wird hier noch
zrinnert, daß nach den Statuten nur solche Gegenstände zugelassen
verden, welche in der Gemeinde St. Ingbert gefertigt sind.

St. Ingbert, 28. April 1877.

Der Vorstand
Schmitt.

ILX
XRXX
der aat.
— — — — — —
Einla dung zur Bothæeiligung am die
GQewinn⸗-Ohanden
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-
Lobterio, in welcher ũber
I. 4 70, OOO MArIc
XXARXX

Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld-Lotterie, welche plange-
mãss nur 70, 500 Locse enthalt, sind folgende: pämlich 1 Gewinn ev.
375,000 Mark, sↄpeciell Marx 250,000, 125, 000, 80,000,
60,000, 50,000, 40,000, 36,000, 4 mal 80, 000 und
25,000, 4 mal 20,000, 28 mal 15,000, 12, 000 und
IO, O00, 23 mal 8000 und 6000, 56 mal 5000 und 4000,
206 mal 2500, 2400 u. 2000, 415 mal 1500, 1200 u. 1000,
1358 mal 500, 300 und 250, 25061 mal 200, 150, 138, 124
und 120, 14839 mal 94, 67, 55, 50, 40 und 20 Mark
und kommen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur
siceheren Entscheidung.

Die er ate Gevwinnziehung ist 4 mtlIich festgestellt, und
Xostot hierzu J
das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

se dri ur 3 Reichemant, —
das viertel Originalloos nur 1Ijs Reichsmark,
and werden diese vonn Stante garantirten Original-

Loose (keino verbotenen Promessen) gegen frankirte Fin-
sendung des BRetrages oder gegen Posstvorschuss
nach den entserntesten Glegenden von mir ver-
samndlit.

Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-
Loose auth den mit dem Staatswappen versehenen Original Plan
gratis und nach stattgehabter Ziehung S0fort die antliehe
ziehungsliste Umnn gefordert zugesandt.

Die Auszablung und Versendung der Gewinngolder
erfolgt von mir direct an die Interessenten Promt und
unter atrengster versechwiegenheit.
* Jede RestelInung kann man einfach anf eine Pont-

einIungelarte machen.
Uan wende sien daher mit den Ausiragen
der nahe bevorstehenden TZiehuug halber
—AXX —
I5. Mquài d. J.
vorirauensvoll an
Samuel eokscher sente.,
Banquier und Weéechsel-Comptoir in IIAamb urg.
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St Ingbert.
Biezu „Illustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. 18.
        <pb n="229" />
        8* —. Ingberler Anzeiger.
eÿ
αÔãææä àααæ.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntagß mit illustrirter Eei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementopreis beträgt vierteljahrlich

lMark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfqg., von Ausvärtz mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattichrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
43 67. Dienstag den 1J. Mii J — 1877.
— —e—e—

— — —

———

Deutsches Reich.

München, 29. April. Zu der heute in Kissingen statt⸗
findenden feierlichen Enthüllung des Bismarck-Denlmals war von
doct aus der k. Staotsminister des Aeußern, Hert v. Pfreifchner,
eingeladen worden, es kounte derselbe aber, da er sich von seinem
Unwohlsein noch nicht ganz vollständig erholt hat, der Einladung
nicht entsprechen. Startsminister des Innern, Herr von Pfeufer,
hat sich bereits nach Kissingen begben.

Aussand.

Wien, 28. April. Der W'ener „Presse“ wird aus Wla⸗
dikawkas telegraphirt: „D'e Russen überrunpelten bei Kars die

lürkijchen Vorposten urd machten 200 Gefangene. Ziwei türk sche
Schwadronen kurdischer Reiter gingen zu den Rufsen über. (Die
urden sind, was man so sagt: „unsichere Kantonisten.“) Z8Zwanzig
ütkische Ortschaften, dem Verhungern nahe, ergaben sich den Kussen.“
— Die Abreise des österreichischen Botschafters nach Konstantinopel
oll nicht eher erfolgen, als bis Prinz Reuß sich auf seinen Posten
degiebl.

Pest, 28. Aptile In hiefigen —(allerdings magyarifchen)
Areisen wird versichert, daß das Wiener Kabinct rundweg abgelehnt
habe, auch nur offtz dzsich als neutral gebunden zu etllären. Man
würde seibst einen Durchzug der Türken durch Serbien nicht als
inen Friedensbruch seitens der Pforte befrachten, da Serbien ein
ntegtirender Theil des fürkischen Reiches ist. — Die türkischen
Softas, welche angeblich auf des Sultans Befehl von Rustschuk aus
zurückkehren sollten, kommen nun doch nach Pest, wie es hesßt, auf
hesonderes Betreiben der Pforte, welche sich offisiell entschuldigt, daß
sie auf Privatleute wie die Softas keiren Zwang ausüben könne.
hier in Pest werden großartige Vorbereitungen zum Empfange der
Softa-Deputation gemacht; die Budapester Bürgerschaft wird sie als
„Ehrengäste“ dehandem. In allen ungarischen Provinzstädten,
D die Deputat'on bis jetzt paisirte, fanden begeisterte Ovatio⸗
nen ftatt.

Paris, 26. April. (Nochmals Moltke.) Gambettas
Republique francaise kammt noch einmal auf die Rede des Grafen
Moltke zurück, um ihre Landsleute gegen den Vorwurf zu verwah⸗
ren, daß sie Deutschland verspotteten oder gar geringschätzten.

. ... Die Wahrheit ist, sagt die Republique, daß wir in
Frankreich, wenn wir uns mit Deutschland beschäftigen, nur eine
nützliche Belehrung suchen. Seit 1815 haben wir vierzig Jahre
lang weiter nichts gethan, als das Genie der Literatur Deutschlands
gepriesen, seine Philosophie erläutert, seine gelehrten Entdeckungen
populär gemacht. Und was war unser Lohn? Deutschiand war
uns feindlicher, als zu irgend einer andern Zeit, und überzog uns
mit dem verderblichsten Kriege, den wir seit vier Jahrhunderten zu

hestehen hatten. Jetzt haben wit unsere gunze Aufmerksamkeit auf
uns selbst konzenrirt. Müssen wir nicht Alles bei uns von vorn
anfangen ? Wenn Herr v. Moltke das gut kennt, wie wir durch
den Krieg von 1870 gebeitet sind, so muß er wissen, daß wir nicht
dieselben heute sind, wie vor 6 Jahren. Wir haben Auderes zu
thun, als uns über Deutschland lustig zu machen, und wir habin
in einer herten Schule gelernt, das gewappnete Deuischland des
Feldmarschalls v. Moltke nicht gering zu schützen ... Eine andere
NRote schlägt Edmond About im XIX. Siöcle an. ... „Einstweilen,
schreibt er, und bis wir uns ausschließlich vnd ohne Hintergedanken
den Arbe ten des Fricdens wid nen können, giebt es eine franzö
äsche Armee. Eine kleine Armee, minder zahlreich, minder stark
urd nicht so verschwenderisch ausgestattet, wie Herr v. Moltke vor⸗
Ziebt, aber patriotisch vom Wirbel bis zur Sohle und iu aller
Euhe entschlossen, fuͤr die Vertheidigung des Vaterlandes zu flerben.
Offiziere und Soldalen sind bescheiden, wie Leute, die eben erst
besiegt worden sind, und stolz, wie Leute, die morgen vielleicht
Mähiyrer sein werden. Unler den drei⸗ oder vierhunderttausend
Rann, die sich um die nationale Fahne schaaren, fande man weder
,inen Anmaßenden, der sich das Unmdgiche zutraut, noch einen
Muthlosen, der sich vor der Erfüllung seiner Pflicht scheut. Herr

v. Maltke Uderschäthzt die Opfer, welche unser Vaterland seit sieben.
Jahren für seine Armee gebracht hat; aber die Opfer, welche un⸗
ere Armee für das Vaterland bringen will, wird er nie überschätzen.
1870 liegt weit hinter uns. Nicht, als ob die französische Regie⸗
zung diese Zeit verwerthet hätte, wie Herr v. Stein die Jahre von
1806 bis 1813: aber Frankreich ist besser, gesünder und stärker
zeworden. Gs kennt sich genauer und ist auf Alles gefaßt. Eine
neue Invasion würde es nicht nur weniger unvorbereitet finden,
'ondern auch sicherer seines guten Stechte. Das Bewußtsein unseres
Iurechts hatte eineu großen Antheil an unsere Niederlage und das
heste Mittel, gute Soldaten zu haben, ist eine gute Sache. Darum
ind wir beinahe gewiß, daß ein wahrhaft verstängiges Volk nie⸗
nals datan denken wird, mit uns ohne gerechten Grund Händel zu
uchen. Frankreich aber ist fest entschlossen, Riemand anzugreifen,
ede Gelegenheit, selbst zu einem gerechten Streit, zu vermeiden und
ich ruhig zusammenzuziehen, wie das ruhigste und fsanfteste
iller Thiere, der Igel.“ — Der Allerweltsnarr „Figaro? will in
xtfahrung gibracht haben, daß die Pforte dem Exmar'schall Bazaine
)en Oberbefehl üder ihre europäische Armee mit der Würde eines
Zerdar-Ekrem a getragen hätte. Bazaine hätte zunächst mit feinen
Waffengefährten. Rücksprache nehmen wollen und seine Antwort stehe
och aus: Bojaine' sollte bekanntlich schon im Karlistenkriege als
Ibergeneral der spanischen Armee engagirt werden. Der Figaro⸗
Witz ist also nicht ganz originell mehrh.

VLondon, 25. April. Der „Globe“ bespricht spöltisch den
römmelnden Ton des russischen Manifestes, „hinter dessen Maske
ich Pläne schändlicher Selbstsucht bergen“. Der Krieg könne scharf
lud kurz entscheidend verlausen; es sei aber wohlgethan, der That⸗
'ache in's Gesicht zu schauen, daß wir vielleicht an der Schwelle
von Ereignissen stehen, wie sie Europa seit der vereinten Bekaͤmpfung
ranzösischen Ehrgeizes nicht gesehen habe. Moltle's Rede sei ein
jöchst besorgnißerregendes Vorzeichen für die „Nichtlocalisirung“ des
drieges. Tie „Pall Mall Gajette“ beurtheilt das Manifest des
daisers ähnlich; das Rundschreiben Gortschatow's sei gleich der
Rede eines schlauen Advokaten und diene zur Verwirtung.

London, 29. April. Es heißt, daß die englische Re⸗
zierung entschlossen sei, eine Flotte nach Alerandria zu senden.

Belgrad, 28. April. Die Gerüchte die Androhung einer
ütlischen Besetzung Kladowas werden offiziell dementirt. (Wie man
jört, will die Pforte die Neutralität Serbiens nur unter der Be⸗
ingung respekliren, daß die serbische Regie rung garantert, daß auf
erbischem Boden keine Freiwilligenbanden gegen die türkische Armee
Jebildel werden.)

Moskau, 28. Apsil. Die hiesige Kaufmannschaft hat eine
Million, die Kleinbürgerschaft 25. 000 Rubel zur Unterstützung der
Berwundeten und ihrer Familien angeboten.

Kischeneff, 27. Apris. Großfürst Wladimir ist hier einge⸗
roffen. General Tschernajeff bat sich heute bei dem Höchstlomman⸗
direnden gemeldet.
Vermischtes.

F St. Ingbert, 80. April. Je näher der Tag der
Fröffnung unserer Ausstellung rückt, desto mehr häufen sich die
Arbeiten des Comites. Am Saustag-Abend wurde von demselben
das Programm der Erdffnung festgesetzt und zugleich ein Delorations⸗
Ausschuß gebildet. Vas Programm wird nun jsofott gedruckt und
vann unter das Publikum gebracht werden. Dem Dekorations⸗
JIusschuß liegt die nicht unwichtige Aufgabe der Ausstattung der
rokalitäten od, um schon durch das äußere Arrangement den Ein⸗
Ruck auf den Bejucher zu einem angenehmen zu machen.

Der Katalog wird erst festgestellt werden, wenn Anfang nächster
Woche die Ausstellungs Odjette an ihren Platz gebracht sind. Wie
nan im Allgemeinen sich die Er fahrungen aus andern Ausstellungen
o viel als möglich zu Nutzen macht, so ist man auch besonders
zarin, daß dem Kataloge ein Adreß⸗Kalender hiesiger Firmen bei⸗
gegeben ist, dem Vorbilde anderer pfälz. Städte gefolzgt. Im In⸗
        <pb n="230" />
        Hegenstäͤnde vorgenommen wird und die Genehmigung zum Absatz
von 10,000 Loosen à 1M.ertheilt. Ferner hat die Direction
ʒer pfälzischen Bahnen für die Besucher unserer Aussellung eine
Fahrpreis ermäßigung zugestanden und zwar in der Weise, daß ein⸗
ache Fahrbillele nach Grünstadt am Tage der Ausgabe oder am
zächstsolgenden Tage zur freien Rüdfahrt Biltigkeit haben, wenn
hieselben im Ausstelluugslolal⸗ selbst, nach Lösung einer Eintritis⸗
arie, auf der Rückse te mit dem Stempel des Ausst⸗lungs Comites
ersehen worden sind. —
Die neueslsen Nummern der Illustrirten dFrauen⸗
Zeitung Gierleljährlichet Abonnementspreis M. 2. 50) ent⸗
salten: J. Die ModeneNummer (15): Promenaden⸗Anzuge
nit Ueberkleidern und Paletots. Garnirte und ungarnirte Hüte.
Seidene und gestrickte Tücher, Sonnenschirme, Handschuhe und
Travaten. — Änzüge für Knaben und Mädchen. — Beischiedene
seiticte Dechen ausj Leinwand und Canevas für Tische, Büffet und
haffetschränke. Handtücher mit Kreuzstichsticerei und Turchbruch
nebsi vielen Bordüren und Fronzen. Grundmuster und Spitzen
ür gehäkelte und gestrickte Tücher, gellöppelte Spitzen. FiletVor⸗
üre mi Ausfuͤhrungen des Zackenrändchens; nebst 78 Abbildungen
and einem großen colorxirten Modenkupfen. — II. Die Unter⸗
daltungs⸗RKummer (16): Die Lumpen-Königin. Bon
MNarie von Olfers. Fortsetzung. — Frauenchiemsee. Von Karl
Sleler. — Italiensche Sraßensugend. Von M. Evers. —. An
den Ufern der Habel. Von Oscar Schwebel. — Am goldnen
dorn. Von Nuredin Aga. 4 Toileite und Bäder. — Aus
udapest. Von Adotf Dux. — Noch ein Bauernkalender. Von
cugen Zabel. — Wirthschaftliches. — Verschiedenes. — Brief⸗
mappe. — Frauen⸗ Gedenkiage. Ferner solgende Illustrationen:
Fraͤu Irmintrud. Von Hermann Kanlbach. — Itolienische Straßen⸗
sugend. Ven C. Fröschl. — Havellandschaft. Von v. Hofelich.
Enn Bauernkalender. — Aiquilletles. — Verlobungskarte vom
Jahre 1800. VV
Far vie Rebaction veraniworilich· F. x. Te mne ..
—
Gewerbe-AMusstelluusz. Zur gef. Beachtung!
Das Comite gibt den verchrel. Ausftellern hiermit belannt, unter Necee wen aldurd seinen wetden n mit, daß
daß die größeren Ausstellungsgegenstände im Laufe des nachstenNe bei Bagrtzalung, das heit wenn glech 7
7. und So Mai, die kleineren am Vormittag des ꝰ. Mai * 6 W bezalt wird
jn das Ausstellungslokal (Saal oder Halle) einzullefern sind, damite R mpfaug er aare beza wird,
am letzteren Tage. die Gegenstände geordnet, deziffert und in den v3 Procent Rabatt gewährt.
atalog eingeschrieben werden können, Achtungsvoslst
Weltere Auskunft ertheilen die Gruppenvorsteber H. Schmitt, J. H. Taur, Gerber.
Qöhl, Brunion, A. Beer, S. Kahn, Günther und
Schlick.
NB. um einem, falschen Gerüchte zu begegnen, wird hier noch
erinnert, daß nach den Statuten nur solche Gegenstände zugelassen
werden, welche in der Gemeinde St. Ingbert gefertigt sied.
Si. Inghert, 28. April 1877.

Der Vorstand
Schmitt.
Ansverkauß ust Instrumente
zu Neustadt aH.

Die
Pianofortehandlung v. Milhelm Braun
dahier hat in Folge schwerer Erktankung des Herrn Carl Lauur
vessen Instrumenten⸗Lager „Arion“ zum Ausverkauf
sibernommen und empfiehlt aus demselben unter vortheilhaften
Bedingungen und unter Garantie zum Einkaufs—
preis —— und Tafel Klaviere renommitter Fabrilen,
Stubflügel von Raps, sowie eine schöͤne Auswahl der be⸗
nebten amerit. Harmoniums-iu allen Größen.

Neustadt ajP., im April 1877.

doll.
Fonto Corrent M. 138408. 15.
Wechfel Conto 32727. 69.
Banken und Vereine, 125195. 02.
Fassa:Conto 110145 50.
Stammantheil-Conto,
Keservefond⸗Conto
Zinsen und Prov. Conto 734. 85.
ZparkassenConto 10386. 88.
HarlehenConto 7018.
effecten: Cor to 10915.
Dividenden⸗Tonto, 96.
Tratten⸗ Conto 1242401. 20. 11286. 60.
M. 437217. 44. M. 457217. 44.

Haben.
39548. 01.
56979. 33.
177765. 54.
105645. 37.
868. 25.

42.
389. 69.
9137. 25.
5583. 40.

—— 22⏑⏑
Zum Namensfeste
3 8 mal Hoch!
unserm Dirigenten
O.....

Wider den Aber⸗
glaubeun
auf dem Gebiete der Gejund⸗
beitet flege ist schon viel ge⸗
schtiebden. Aber noch nie
erschien ein für Kranke so
nützliches Werk wie das große
Krankenbuch „der Tempel der
Gesundheit.“ Leset es, Ihr
Leidenden und Kranken, ed
Jeigt Euch den Weg zur
hülfe. Für 1 M. von E.
5hlesinger, Berlin S.,
Neue Jacobstr. 6 zu bejiehen

Münchener Kirchenbaulotterie
„zum Ausbau der zweiten protest. Kirche in München.
10,000 Treffet im Betrage von 240 000 M.
Ziehung am 1. Juni 1877.
Preis des Looses 2 Mark.

1 Treffer à 30,000, 2 a 15 000, 8 à 8000, 4 2
Suqo, 6!ò. οο Sa 000, 9 4
500 Marteu. s. w.

Loose versendet gegen Postnachnohme oder baar
Carl Lang, Bankqeschäft, München als General ˖ Agenkur.
Miederberkäufer Rabatt.

F———
Bosartige geschwüre, naß
und troclene Flechten, Salzfluß u.
offene Wunden jeder Art werden
icher geheilt durch das berühmte
Schraͤder'sche Pflaster (Indian
eꝓcter). Paquei 3 M. Apothe
Achrader, Feuerbach⸗
s5tuttgart
— — — — —— — —
Fedaition Scud und Verlag von F. X. Demet in St Ingbert.
        <pb n="231" />
        ——58 585 —525——8 32355 5555333 2232328235 53 5 2385238
— * mC . 5
235 55 83 —33 533 55 55 3* — 337 52
* * — F * * — 8* — 7
* — ES— — — —7 — — —— —— ã
8 38 333 52353333;:5235 3332368
J 2 x * 77 — * — 2
55 883833—3323 5— 235883355 533 —7 5—25——338—3— 333582
—235 535 —22272253 55325535 z53 23—28 273*5
— 5333 3335335 37335 333 *225 ————
* * 2* 2* 2 3 2*2. — c28523 2 * *
5* — 252*553 3 535 58 3 53 * 532*2 33 32 BS5
J — —E 2 ——
753-28 3 —83——32 —25828 3537323333532355 5s528 35
8 — — ————— 3 55327* 2 — —25 55225 —— m212
77 * 2 — — 32225 225 8 —28 — 25
32 23 33 33333 3833 3238
s 3 ——8 835* 7*
—35356 3 ——33 233 .255235* — 28523
* J 2* — 3 —6 ** * * 0
s — —2⏑ 3332—
52 35 33 55385383 —5 58 5—255555* 2S5c8 — —
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23833577 353 3 3338 3 388
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5838 33238385535335 733 —33838333858
23323 38 —*82 3—— —3333— — ————2—32233—3——
3423 23 33 533 6887
D X 2 2 J 2 3 —3— * 2* —— ——
2353 2355—3 — 5—832328 3 5528 23824 78 2.5 358 * 558
— 2336538385233827
2 5k7k5 23— 2 — 21 5 —— —23 585 —38 — —
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25588 3835 233 35 3353355 33353 3833 233 85 275
A— 522 3* 225z23 851783 48538 55833835 532—
58 ag — 27 —A 22 3 * 2 * — »*7 2 75 — *
55— 5355 332 —A 52573 38352 225 532 2353
— —82 — — — 52 * R A —A— — —522 —252
—— — 2585* 25 —MX 5 5388 59 — 52 ——
———— 5322 55*3523 55333 858 33.5383
9 553533263 2 —— — 2—5655 252 523535
2—22232332 —8* — —
—— — 25 50 5—255 5 522275* — 33232
— 1 E — — 53283 582 82*— z8?3339.
—* — * — — * 7 — * * ⁊
25258—., — 225 122 5c352*8 28 55 5—3 903 8* 52883
—A ——— — 23 58* — —53523 52322323253 —X 2 ẽ
55*283*8537 — — 5852328 5225 72 255 ** 22
553——33 5 —528 32882 .355 35 55535 53753
z553 5— —328 38 335s—35—555* ——æ5 525—8
53— **2 —* F 5 * — — 2 5* — * 2
—5355335335. 55357 53 35355—585 3523378
— 353 3 —32—3 *s33 535 33383838
2——3 2— ——5— 53728 —525555 52282
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        St. Ingberter Anzeiger.

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68.

Donnerstag, den 8. Mai 1877.
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Zeutsches Reich.

Berlin, 28. April. Die Reichsregierung legt großen
Werth darauf, daß der Reichttag die vom Bundesrath gemachte
Vorlage, betreffend den Bau der Bahn von Peterschen nach Bouß
und Völklingen wegen der strategischen Wichtigleit dieser Bahn noch
in der Session erledigt. Diese Bohn soll Moltke, als er von
ausgleichenden Maßregeln gegen Frankreich sprach, mit im Auge
zehubt haben. Die „Kreuzzeitung schreibt: „Was die sonft in
Aussicht estellte siäkkere Truppenbewegung Elsaß-Lothringeus an⸗
langt, so wird dieselbe möglicherweise im Laufe der nächsten Mo—
nate wohl, aber nicht sofort erfolgen. — In Reichstagekreisen
wird auf die Annahme des Patentgeseges en bloe hingeacbeitet.
— Fübrst Bismarck wird sich, wie es heßt, im Laufe der nächsten
Woche über Berlin nach Varzin begeben. (GSef. Z.)

Berlin, 1. Mai. Der Reichstag hat heute den die Ver⸗
vendung eines Theils des Reingewinns aus dem Generalstabswerk
aber den Krieg von 1870/71bett. Gesetzentwurf in 1. und 2.
Lesung mit geringen Aenderungen angenommen.

Berlin. Die Regierung geht mit dem Gedanken um, einen
Ueinen Eingangszoll auf Vieh vom Auslande einzuführen. An—
geblich hofft man, durch eine derartige Maßregel der Ausdehnung
der Rinderpest vorzubeugen und zu verhüten „daß krankes Vieh
nach Deutschland eingeführt werde. Es wird nämlich die Befütchtung
laut, daß bei dem jetzt ausgebrochenen Krieg zweschen Rußland und
der Türkei die Rinderpest möglicherweise große Dimensionen an⸗
nehmen könnte.

Das Geschlecht derer v. Arnim ladet zu einem außerordent⸗
ichen Familientage auf den 8. Mai in den Berliner „Kaiserhof“
»in. Wie verlautet, will man versuchen, durch eine Eingabe
an Allerhöchster Stelle die Rückkehr des Grafen Harry zuer—
nöglichen.

Straßbura. Feldmarfchall v. Molike und der Krieas⸗
ninister General v. Kameke begliten den Kasser auf seiner Reise
m Reichsland.

Strtaßburg, 1. Mai. Der NKaiser ist heute Nachmit⸗
iag kurz vor 5 Uhe unter dem Donner der Kanonen und dem
Belaute der Geocken bei prächtigem Wetter hier eingetroffen.
Am Stadtbahshofe und in den zur Präfectur führenden Straßen
jatte sih eine geoße Vollsmasse aufgestellt. Der Kaiser wurde mit
degeistertem Hochrufen empfangen. Alle öffentlichen Gebäude und
gdiele Privathänser sind reich und festlich geschmückt, Der Festungs⸗
zouverneur General v. Schachtmeyer und der Oberpräsident b. Möller
varen dem Kaiser nach Kehl entgegengefahten. Die Bahnhofhalle
var in ihrer ganzen Ausdehnung mit Flaggen und Tannengewin⸗
nen reich geschmückt. Der Empfangssaa! im Bahnhof war voillstän⸗
nig neu hergerichtet, mit goldgemusterten Tapeten und einem präch—
igen Teppich ausgestaltet worden. — Die Schulen waren, die
Mädchen auf den Klederstaden, die Knaben auf dem Broglieplatz
aufgestellt. — Im großen Saale des Erdgeschossez des Bezitksprä⸗
idiums erwarteten den Kaiser die Civilbehörden, der Bischof mit
dem katholischem Klerus, die protestantische Geistlichkeit, der Ober—
tabiner, die Universitätsprofessoren ꝛc. ꝛc.; im oberen Sicck der
dandesausschuß und die Milgliedet des unterelsässischen Bezirks.
ages.

Mestz, 29. April. Der Gemeinderath von Metz hat die
on dem Bürgermeister-Stellvertreter zum Empfang des Kaisers
derlangle gewiß bescheidene Summe von 4000 Mark einstimmig
abgelehnt. Ebenso wurde die Betheiligung des Gemeinderathe
zeim Empfang des Kaisers abgel-⸗hat, wie auch die Ermächtigung
sür den Bürgermeisterei-Berweser, im Namen des Gemeinderaths
zu erscheinen. In einer gestern Abend stattgehadten Versamumlung
von eingewanderten Deutschen wurden die erforderlichen Mittel zu
einem Fadelzug und Festbankelt durch Subscription aufgebrucht und
zugleich der Entrüstung Ausdruck gegeben, welcht der Beschluß des
Vemeinderaths, der die einfoche Pflicht der Hoflichkeit außer Ach
zelassen, unter den 2000 Deutfschen in Metz hervorderufen habe.

Aussland.

Wien, 30. April. Hier einlaufende Telegramme vom
Driegsschauplatze besagen, daß die rumanischen Truppen neuerdinge
Kalafat wieder besetzt haben. — In hiesigen politischen Kreisen
kursirt die Nachricht von einer Kriegserklärung Rumäniens an die
Pforte.

Wien, 1. Mai. Pester Blätter melden, daß die Entfaltung
der Prophetenfahne unmitteldar bevorstehe, und die Nachricht wird
destätigt durch offizisse Noten der hiesigen lkürkischen Botschaft, wo⸗
nach die Entfaltung der Fahne mit dem Glaubensfanatismus nichts
zu thun haͤbe, sondern nur die Hebung des Patriotismus bezwecke.
Des Sultans Reife nach Schumla ist bevorsichend. Klapka geht
als Muschir und erster militärischer Rathgeber mit. Zahlreiche
Räuberbanden ziehen ir den von den Truppen verlassenen Theilen
Rumaäniens umher und bedrohen namentlich die Juden.

Loöondon, 30. April. Abends. Ein zweites Blatit der
untlichen Zeitung veröffeutlicht die aus Windsor von heute dalirte
Proclamation der Königin, durch welche stricte unparteiische Neutra-
ität in dem russisch-ürkischen Kriege verkündet und allen Unter⸗
hanen anbefohlen wird, dieselbe zu respeltiren.

Budabest, 30. April. Aus Rumänien kommt die Mit-
heilung, daß die Regierung eine Suspendirung der Verfassung und
Lnabhängigkeitserklärung beabsichtige. — Das Organ der „koniglich
ungarischen Spezialinteressen“ der „Pester Lloyd“ wendei sich gegen
die Nachricht von einer Vereinbarung Oesterreichs und Rußlands
Jegen die Türkei und sagt: „Rußland mag immerhin ein Interesse
iinden, solche Nachrichten zu verbreiten, aber hier glaubt Niemand
2aran, weil Niemand daran glauben kann. Ein Zusammengehen
Desterreich- Ungaras mit Rußland in der Orientfrage ist einfach
unmöglich und Umögliches wird auch Andrafshy nicht durchführen
önnen. Ohne Oesterreich Ungarn kann aber derzeit die Orient—
politck üherhaupt nicht geführt werden und wer Rußland über den
opf des Grafen Audraßfy hinweg eiwas verspricht, wird sein Ver⸗
prechen einfach nicht halten können.“

Rermischtes.

Homburg, 2. Mai. (Homb. Anz) Heute wurde einer
der wenigen noch übrigen Veteranen von 1812/1815 beerdigt. Bei
dem Leichenbegängnisse dieses 86jährigen Gteises, Johaun Collingro,
betheiligte sich der hirsige Kampf. enossenverein, diessen ältesftes Mit—
zlied er war, außerdem viele andere Personen.

4 Die pfalz. Kampfgenoss nschaft feiert am 10. Mai (Christi⸗
dimmelfalert) auf dem Donnersberg in Erinnerung an die am 10.
Mai 1871 in Frankfurt erfolgte Unterzeichnung des deussch fran—
zösischen Friedensvertrags em Friedensfest.

F Zum Besucke von Frankreich, Velgien und den Rhein⸗
Jgegenden werden vom 1. Mai bis incl. 80. September 1877
Rundreisebillete Ludwigshafen — Ludwigshafen, jedoch nur für
die erste Classe lautend und in Coupon-Buchform hergeüsellt, veraus—
zabt, giltig auf 30 Tage. Die Reise kann beliebig über Weißen⸗
»urg oder Lauterburg — Straßburg — Avricouti — Paris —
Brüssel oder Nemutr — Lüttich — Spaa — Verbviers — Herbes-
thal — Köln — Koblenz — Bingen oder Ems — Wiesbaden
— Mainz oder in umgekehrter Richtung ausgeführt werden.

FMünchen, 30. April. Das Finanzministerium bringt
die Beschte bung des Gepräges der goldenen 5 Maarkstücke zur
zffentlichen Kenntniß. Dieselben tragen innerhalb des aus einem
Jachen Stäbchen und Perlenkreis bestehenden erhabenen Randes auf
der einen Seite über dem Reichsadler die Umschrift —XLE
Reich“ nebst der Jahreszahl, und unter dem Reichsadler die In—
chrift „5 Mark,“ auf der andern Seste das Bildniß des Landes⸗
jerru, sezw. das Hoheitszeichen der freien Städte mit der ent—
prechenden Umschrift und dem Münzzeichen. Sie haben einen
Durchmesser von 17 Millimeter und sind im Ringe mit gan!
zlaätsem Rande ohne Verzierung gevräat.
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        f Durch eine Entschließung des Staatsministeriums des In⸗
nern jür Kirchen- und Schulangel genheiten vom 19. April d. J.
wurde beftimmt, daß mit Beginn des Schuljahres 1377 -78 und
ebenso noch mit Beginn den Schuljahres 1878 —5 79 folche Schüler,
welche das 12. Lebensjahr- erreicht haben oder noch im Laufe des
hetreffenden Kalenderjahres erreichag werden, das 14. Lebensjahr
aber noch nicht überschritten haben, unter der Voraussetzung in den
oriilen Kurs ber neu organisirten Sealschule eintreten zu lassen,
daßz sie in der Anfnahmsprüfung die bisher für den Eintritt in
den: uniersten Gewerbschulcours geforderlen Vorkenntnisse nachzu⸗
veißen · vermnögen.

pHeidelberg, 23. Apr'l. Am Samstag Abend,, den
I4. daB.. besuchte der. Taglöhner H. von Neuenheim die Fr
Restauratjon daselbst und wollte schließlich deim Bezahlen im be⸗
trunkenen Zustande sein Guthasen in Abzug bringent· Dies Wir⸗
hin, hierüber erzürnt, packte denselben am Kopfe, schlug ihn mehr⸗
maltz an einen bölzernen Pfeiler, so daß der Hirnschädel sprang
ind der Mann im Verlauf von 24 Stunden seinen Geist aufhab.
Die Wirthin wurde in gerichtlichen Gewahrsam verbracht.

F Mannheim, 28. April, Die Leiche des seit mehreren
Tagem vermißten Stad. bheol. Schellenberg ist im Neckar, gefundea
worden. ꝛ

Prön Mainmz ist der Tempel der „Loge zur Eintracht“n
zänzlich niedergebrannt.

peißerankfur, A5. Apcil. Auf dem heule zu Ende
gegangenen Pferdemarkt, wurden ungefähr 600 Pferde väerkauft,
on denen 436 im Werihe vnn 856,663 M. protokollirt wurden.
Daa, billigste Pferd. wurde mite 88 M., das ihenerste, mit 4580
Me bezahit. Getauscht wurden für 14.880 M. Pferde. —43*14

Fhn Bauer in Gtäveneck, Amt Weilburg GRassau)
sand, beim. UAbreißen feines Sialles 20,000 fl. in Silbex⸗ und
Boldmünzen. . * J—

fBeruling 80. April?“ Der Abg. Löwe (Calbe) siel heute
m Reichstag so unglückich, daß er sich einen Bruch des linken
Oberarmes zuzog.

7 Rastatt, 24. Apr'l. Gestern Nacht 11 Uhr baben die

dlosterfrauen den hiesigen Ort verlassen, um sich nach Oesterreich
u begeben. —
7 Paris, 26. April. Dir Gexrichte verurtheilten einen
Berber Ramens Boudier zu ocht Tagen Gefangniß. Derselbe hatte
am 4. April auf dem Boulebard St,. Michel gerufen: Es lebe
)er Kaiser!“

feEinsenglischer Dampfer, welcher ohae die Rothwendigen
horsichtsmaßregein in den Hafen von Kertsich (einer russischen
Ztadt am Schworzen Meer) einlieft, stieß auf Torpedos, welche
xplodirten; das Schiff wurde zertrümmert, Mannschaft und Ladung
rngen unter.

7. Odesisa, 28. April. Bei Krementschug in dir Daiepr
ausgetreten und hat diese Stadt völlig überschwemmt; fast sämmt—
iche Vewohner, an 20,000, sind obdachlos.

Ei'n den höheren Ständen angehöriger Einwohner von Mo s⸗
au, der ungenanntebleiben will, hat dem Kriegs-Minister 100,000
Rubel zur Verfügung gestellt, die zur Vertheilung an dasjenige
Zataillon oder Regiment (mit Einschluß der hinterbliebenen Fami
en der Gefallenen) bestimmt sind, von welchem das erste türkische
zeschütz erobert werden wird.
Dienstesnachrichten.

Der kgla Gerichtsvollzieher Friedrich Römmich in Edenkoben
wurde auß Ansuchen seiner Stelle enthoben. Dem kb Gerichtsvoll⸗
ieher Adam Köbig in Homburg wurde der geprüste Gerichtsvoll⸗
iehersKandidat Karl Eichner: aus Waidmohr auf ein weiteres Jahr
ils Amtsverweser beigegeben.

Fur die Redaction verantwortlich: F.

— —
— AIZF—————
Interess ana
st diq in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich befindende Glücka-
Anzeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sich
iureh seine prompte und versechwiegene Auszahlung der hier und in der
Iingegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
lass wir Jeden aut dessen heutiges Insqrat schon an dieser Stelle auf-
merksam machen.

— ⏑—

—
Gewerbe⸗MAusstelIung.
Das Comile gibt den verchrl. Ausstellern⸗ hiermit bekannt,
daß dier größeren Ausstellungsgegenstände im Lause des nächsten
und 8Vrai- die kleinerem am WVormittag des 9. Mai
in das Ausstellungslokal (Saal oder Halle) einzuliefern sind, damit
amletzteren Tage die Gegenstände geordnete, beziffert und in den
Qacalog eingeschrieben wezden können. J
Weiters Auskunft ertheilen die Gruppenvosteher H. Schmitt,
Köhl, Brunion, A. Beer, S. Kahn, Günther und
Schlick. J
B. um einem falschen Gerüchte zu begegnen, wird hier roch
»rinnert, daß nach den Statuten nur solche Gegenstände zugelassen
verden, welche in der Gemeinde St. Ingbert gef'rtigt si d.
St. Inghert, 28. April 1877.
Der Vorstand
J Schmitt.

11
Haup-Giewvimnmn Die Gewimne
ev. Zarantirt
275, 000 Mani der 8,α.
Tinaune zur Ræeit heiligung an die F
Gewinn-Obanocon
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-
Sotterio, in welcher über
. 30 7T —
s cher gewonnen werdem miüssen.
Die Gewinne dieer. vortheilhaften Geld-Lotterio, welohe plange-
nüss nur 79,500 Locse enthalt, sind folgende: nämlich 1 Gewinn ev.
375. 000 Mark, speciell Mark 250,000, 125, 000, 80, 000,
30,000, 50,000, 40,000, 86,000, 4 mal 30,000 und
25,000, 4 mal 20, 000, 28 mal 15,000,. 12, 000 und
10,000. 23 mal 8000 und 6000, 56 mal 5000 und 4000,
206 mal 2500, 2400 u. 2000, 415 mal 1500, 1200 u. 1000,
1358 mal 500, 300 und 250, 25061 mal 200, 150, 1838, 124
und 120, 14839 mal 94, 67, 55, 50, 40 und 20 Mark
und kommen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur
Sicheren Pntscheidung.
Die er ste Gewinnziebung ist amtlieh festgestellt, und
kostet hieran
das ganze Originalloos nur 6 Roeiehbsmark,
das halbe Originalloos nur 3 RBeichsmark,
das viertel Originalloos nur LIjs Reichsmark,
und werden diese vomm Stante garantirten Original-
LOGSe (keine verbotenen Promessen) geg frankirte Kin-
sendung des Betrages oder gzegzen Postvorschuss
elbhst nach den entferntesten Gegenden von mir ver-
—XX
Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-
oose auch den mit dem Staatswappen verschenen Original Plan
gratis und nach statt gehabter Ziehung so fort die amtliche
iehungsliste Unausgefordert zugesandt.
Die Auszahlung und Versendung der Gewinngelder
erfolgt von mir direct an die Interessenten Promt undd
unter strengster versehwiegenheit.
Tede ieste IInn kann man einfach anf, eine Post-
binzahlungskarte machen.
an wende sien daher mit den Anstrügen
der nahe bevorstehenden Zltehunug halber
bis zi un
1I5. Mqaui d. J.
rertrauensvoll an
samuel Heckschery sene.,
Banqduier und Wéchsel-Comptoir in IIamhurg.

ö— — — — — — —
Casseler Pferdemarkt-Loose
a s3 Mark.
Ziehung am 80. Mai.
Münchener prot. Kirchenbau-Loose
a 2 Mark.
Ziehung am 1. Juni.
Stuttgarter kath. Kirchenbau⸗Loose
a Mark.
Ziehung am 3. September.
sind zu haben bei FIrauz Woll.

Mehrere Wagen guten
zal zu verkaufen
Wiltwe Hien
Uhlmeng.

Da der Druck des

— Adress-Kalenders

ommende Woche geschlossen wird,

o können Geschäfts-Empfehlungen

nur noch bis Montag, 7. Mai,

ungenemmen werden. Um Jrr—

hümern zu begegnen erkläre

viederholte daß allen Ge—

verbtreibenden, ohne Aus⸗

ahme, die Annoncirung im

sdreß⸗Kalender gesiattet ist.

Demetz, Verl. des hies. Anz.
— — ——
Redainen iid uind Veriag von F. X. Demeß in St Ingbert.

Ein braves, fleißi⸗

ges Dienstmäd⸗
chen wird gesucht. Wo? sagt
die Expsd. d. Bl.

— BJw

— ——⸗
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        — 2 22 242 22 2—8— 8
2553——383 ——83
— 25 728 6.
* *
35338 58 5233 5*
25 *2.2 2 853 3
2 2 *
3 25 3598 2
22 — — —
585518 —853 532*8 5*
8 2 88 8 252 2
535 2823 333353 853
22 2522 25 * 3
5——c83 2252 138 *
TB 5S3 5323 —xX
55 3 33 28— 3355383 527 757
5* * 5322 55—8855 2422
— k22 —252253 — — — ——
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552 *22 — — 5 * — 2—
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33587 5354335835
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28—7 233557—555 2 53 5*
15 23332332. —S —1
2 5—38 3 — 721522 5c
—
S 2*5 ———— 22832 — 2—
5 22 2 5275 228* 3J
2 3835 — *38 553532*
33——83333833
2 ——23 522 —5
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8 —232— 8 28 —
——
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A ——— 53 5 28
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2 5 535— 2— 2
5335533 —233332383 P 2 — —
——— — 2 —22 —F * 5258— 2 322 75
2. X 233 322 352 83 23 535 3
5232 5825533 5535363 2
55353338 73353 5352 38 — —
—— 52 F 2 7.2
35 33325 338 — 2 , 32
335255833828 —3.5 2. ——
335385 *38323 523 855386 532233
—— 22.8* 28 — —— 555
223. —— 3— — 3 7338*
a 57 ——— 5 —c 3805 —
322 — — D —— 3
5555383832* 27 —2 —538 3532
—2c2 —2 229 „— 25 32228 *
233853 33 3 3338
5335 56583* 8 — 222 —2 *
33* —38532 —*38388
—2 —2 2 — 2 — — IJ
38 3 4 555 78535533382355* 3558
— — 2 2— 32535 — 32 27 2 *
O 22 22 — 2 3 55835 —2 *23
333 4 3 58333
33 368 3835 ——— 28 3E
5 23 255 3 :X. 53 —
—* 223 2 H9 * *28
322—3z3835 5 2532 23
— F 28 88
*2 — 2 AsADye
22 55 9
22 553—5— — »5 55264 2 —388
325 8283 * 37 — 4. — —
—A 7 — 222 2. 7 226 7 — 7
257 5 58 — 2 t S * 25 ⸗·
25323235 27 232* 2 * — — 2 — 7 2
5822—33 * —53*283e3 7 23 —. 2* 5**
2 —— 234 5 55 5752 5 * —SA— — 8 —
s 232555 — — A8 — —78383
53 2 57* 3 — —A — — F 55 588 51
2. — — A —34 233 — —S—— 5*2538*
25. 358 3 252 725 5378 383833835 * —2222
552556—83 — 25 —— 2 ————
— —— — 5 5825. 2 — 8 3
* 523——2826 328 —— — 2 2 25332— 23 2
53 555 EIM 3 E7—. — * 7 2 — — — 2 — 558— 228 —58 —8— * *7
5— 5835352 8 533 23 272 — * —538* 25522 352 — — —58
5 333883838 53833 53533 5 2833 333— 33 2853*
S —— 3 523 —6—* 5. 3* 5 —*—3233 3227 — 8
* — 332. 3 * ——53 — * * 2 7 —X — 2* — 2
A— * 2 33 2 5 — * 3327* — —— *
A 8w 8 1253 38375 238* 5 —— —
9 35 3285* 53 —8355 233 38333 * 35537
*2 2.* 24 5. 3. 5. 25 * 3
53 5. 533 233228 33 — 323 32 5 46 55 2335233
— —M 58835 * 2535 3332 32 — 3523 582 22.5 — ———— 553. 22 2 ——
— — 5z2 428323 — 353 2538335 2728 2* c
** — 8— 3 7 * — 1 — * 2 2 2 *
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—* —3— 722 2 — 222 * F 2 T. 5 ? nne
* 7 — I87388 32533358335 —R ——— 25838584 43532 23832
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2 — —— —X 3— 5 2 2 — 2
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2528 8 29 386 55 3568 3553553 33
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2 2* —
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F — 5535835555 58* *22 S * 2* ——
— —28252 535357 ——A 8 2 22253
2* 222922 — — — 22 S5 22 —2 —
553 »3 8
—8 * 28 T — * 2
232385—26* —— · zc2 55* 53— 5*552 — —225
—— — ·2* 7 E ——— 28 325* 2 3*8 533
25358333 2 s— —583353555 s2*8 7— 78—c58
8 * * — 7 —— —
5538322333 — 5823— ——*85 52 * 834 37 *8
953353 — — 22— 3588 53* *—*77 „82 522
*»578 —5*58 ——333—385 332 — 355
2*23 —*552 2* 25* z3255227 *283 3* 322
2 8* 2z885 * 2* 2 — — 8 —— — —A
5vESETIS E 322 5 —23 33 58 5 *38 33358 ————
2 9 —25 * — 225 2 502 3 3—8 63 —— 8z2 7 — 2327 32 22 7
2 — — — 35 * — * —— 8 *
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? * — *2 —— —523—53 —EX 2 525 2
823 —* 572 68 —5538—. 33 3552 530 248
822 *—332333525223 — — 2355 5—388 2 3 88
* 2 7 4
2235 553 33387 2 8
234 . 28 —A —— 5555325 2355333 78. —5353
8 — 2 2 2 * — *
233383 * —A 755 —585325358 55258 3283553355
8 — * * —
— 8 2 283 225 5552325 22 233—33333
—225—28 5532377* ——— ——53255 5283* * 5*33383338
5222 58 5 — 325 — — 2 *55 —— — — — * 2 * — —
580 —5358633335 85s5353333 A ——23388
J — — * * —A— 22535 *2 —2 —— *
* 3 — 22 * — — —. ——
—— —— 3352775—5333335 5555535332 583329 322
32 —z6h 55 5655 — —— 25553525 — 5——
2222 8 —2 9 —3 8 3 — 22
3 —25 — — 6822
7 5 5222 —352233
25c 8.2 552
—
— ——
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der St. Ingberter Auzeiger und dN536 mal wbchentlich) mit dem Hauytblatte verhundene Untexhaltungsblatt, GSonnlags writ ——

age), erscheint wöchenflich viermal: Dieustag,Dongerstag, Za⸗ und Konntag. Per Abonanement opreit bet gt vlerteljahrlich

deart 20 R.⸗Pfz. Auzeigen wexden mit 10 Pfa von Ausmäris mit 15 pfz. für die viergesp zltene Zeile Blaͤttchrist oder pertu Ralm. Aecla men
J mit 30 Pfa. pro Zeile berechnel. J
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48 69. . Samstag, den 8. Mii ια 1877.
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Deutsches Reich.

Manchen, 1. Mai. Ucber die Landwehrübungen im Bezirke
des 2. Armeekorps hört man, daß dieselhen in der Starke von
i00 Offieren und 6000 Mann in Amberg, Bamberg, Bayreuth,
urnberg, Neuburg; Wul zburg, Girmerstheim, Lar dau und Zwei⸗
hrücken ain 3. Juni zu beginnen und am 16. deffelben Mona:s zu
deendigen find; wo mehrere Kompugunlen denselben Uebungzort ha⸗
hen, ·önnen dieselben in Bataillone zusammengestellt werden. „Die
u den Uebungen einderufenen Offinere und, Untetoffinte re haben
hon am 4. Jum in den beareffenden Neburchorten tinzutreffen.

Berlhin, 2. Mai. Die „Propinziale Cortespondenz gbt die
Rede' Tabkera wieder, welcher dieser dei der draten Lisung des
Ziats über die auswärtige Politik Deuischlands hielt und die sich
daranschließende Aeußerung Moltke's. Sie bemerlt dabri: Durch
die weilere Erwägung des; Wortlauts der Rede des Grafen Moltte,
sowie durch die vorflehrnden Erldulerungen ist die lebhafte Be⸗
srnhigunge, welche sich zumal in Franfreich an das Hervortreten
des berühmten Feldherrn zunachst geknüpft hatte, einer ruhigeren
und richtigeren Beurtheilung gewichen, um so, mehr aber ist zugleich
die wurlliche, hohe Bedeulung der Aeußerung als einer exusten
Friedensmahnung zur Geltung gelangt. Nicht um einer augen⸗
didlichen parlamentarischen ⸗»Wirkung willen hat der lonft so zurüd⸗
haltende Feidmarschall die Rede gehalten; als er das Wort, nahm,
wußte bereits Jedermann, doß die Budgelforderung, um die es sich
dandelte, auch ohne besondere Anstrengungen bewilligt werden würde;
Denn er trohdem an diese Mehrsorderung anknüpfte, um einen
Blick auf unsere militärische Lage zu werfen, so geschah es offenbar,
um vor Deuischland und vor Europa bestimmt und klar auf die
Thatsachen hinzuweisen, welche uns ungeachtet der unzweifelhaften
Friedenstendenz unserer Politik doch fort und fort zur größten mili⸗
särischen Wachsamteit und Vorsicht auffordern. Die Thatsachen,
welche er angeführt hat, sind von keiner Seite bestritten, v elmehr
durch mannigfache zuverlässige Ang!ben beftätigt worden; die Be⸗
deulung derseiben zutreffend zu würdigen, ist unbestritien Niemand
herufener, als Graf Vtoltle. Wenn er vor Europa der Ueber⸗
seugung Autdruck gibt, daß Ausgleichmaßregeln von unserer Seite
jrütjet oder spaͤter geboten sind, so kann es nicht fehlen, daß diese
Antundigung gerade in ihter Bedeutung für die turopäische Friedens⸗
politik die tichtige Beurtheilung und gebührende Beachtung finde.“

Berline Unmittelbar nachdem die neuliche Rede des
Brafen Molile im Reichstage dem Fürsten Bismarck mitgelheilt
worden, hat derselbe, wie offizids geschrieben wird, dem Grafen
seine volle Uebereinstimmung mit dessen Aeußerungen zu erkennen
zegeben. Was die von dem Chef des Generalstabes in Aussicht
denommenen Ausgleichungsmaßregeln betrifft, so ist anzunehmen,
daß die Reise des Kaisers nach Ellaß⸗Lothringen mit der schließ⸗
lichen Feststellung derselben im Zusammenhange fieht.

Berlir. Dem Prinzen Lu'pold von Bahern wurde
vom Kaiser das Großkomthurkreuz des Hausordens von Hohen⸗
ollern verliehen.

Der Verband der deulschen Architelten⸗ und Ingenieur⸗ Vereine
Jat sich au den Riichstag mit der Bite gewandt, derselbe möchte
die Sorge für Erforschung und Erhaltung der deutschen Baudenk—
maler als. eine Pflicht des deutschen Reiches anerlennen und demgemäß
auf Maßregeln hinwirken, die eine einheitliche, planmäßige Leitung
der auf Erforschung und Erhaltung der deutschen Baudenimaͤlet ge
richtele Bestrebungen unter Aufsicht des Reichs, sowie die Bewilli⸗
zung von Reichsmitteln zur Fördetung derfelben in Aussicht nehmen.
Im Reichshaushalts⸗Etat sollen fortlaufende Geldbewilligungen zur
383— det dezüglichen Unternehmungen gewährt werden. Der
Vorstand ehbt herbot, daß der zur Zeit aus 23 deutschen Architelten
und Ingenieur⸗Vereinen mit nahezu 6000 Mitgliedern bestehende
Berbond seine Mithülfe freudig zur Verfügung ftellen wird.

Straßburg, 2. Mai. Die Parade der Truppen vor dem
caiser verlief bei schorstem Weiter üußerst glänzend. Die Kopf

— 2 —
—
an Kopf gedraͤngte Menschenmenge empfing pet Haser, der nach
der Parade den Münster und die Uniyersität hesuchte, —36
ununterbrochenen Jubelxufen. . 28236
Aussand.

Bienz Mai. Mor Politischen Korrespondenz wirch aus
Bubkarest vom! heut'gen Tage telegraphirt c Der hiefigen Regierurg
ist die Minhellung zugegangen, daß die Türken die rumanischen
Zriegsdämpfer Fulgural“ und' Stefan Celmates weggenommen
haben. Seit heute werden alle disponiblen Truppen wieder noch
talafak dirigirt. — Die Kammern werden heute und worgen die
Zriegesubsidien votiren und olsdann geschlossen. — AusoGaleg,
Braia und Giurgews treffen massenhaftfluͤchtige Familien mit
—

Waen,L Mai. Der „Politischen Korrespondenz“ wird ous
Bukarest vom heutigen Tage weiter gemeldet: Das hiefige bulgarischt
Zomitee hat eine Prollamation an die bulgaxische Bevolkerung erlassen,
jn welcher sie dieselbe auffordert, zur Erhebung bereit zu sein, so⸗
hald die Kufssen die Donau übderschritten haben würden. Hie
Tdte der russischen Armee wird morgen in Buseo erwertet.
— Rustschük aus werden starke türlische Truppenabtheilungen,
aligst per Bahn nach Varna befördert, um von dord aus per Damp⸗
er nach der Dobrudscha dirigirt zu werden.
— Wien, 2. Mai. Aus Giurgewo wird gemeldet, daß der
Aufmarsch der türkischen Armee in der Dobrudscha durch Fouxage ⸗
mangel uUnd unfahrbare Straßen sehr ersawert wird. Die wrkische
Regierung läßt deshalb jchleunigst Lebensmittel in Rumelien⸗ an⸗
—— Berfsendung an die Dobrudscharmee.
Versailles, 1. Mai. Das heute vertheilte Gelbbuch uum⸗
aßt auf 5330 Seiten ausschleeßlich Aktenstüke, welche sich auf die orjen⸗
alische Frage beziehen. Sämtliche Depeschen des Herzogs Decazes
zezeugen den lebhaftesten Wunsch der franzosichen Regierung,es in Ueber⸗
instimmung mit den übrigen Mächten den Frieden zu erhalten.
Fine Cittularnote vom 25. April bedauert, daß die Pferte das
Protololl, wilches ihr noch ein ehtenhaftes Mittel an die Hand gab,
die obschwebenden Schwierigkeiten fräedlich zu lösen!, zurückgewiesen
Jjabe. Weiter heißt es dann in diesem Attenstück: Nachdem so
ziel Anstrengungen gemacht sind, die Entwickelung, welche jeht Plat
Jegriffen hat, zu verhindern, haben wir nur noch unseren fehen
Pillen, den gegewärtigen Verwickelungen fern zu bleiben, augzu⸗
prechen. Wollen Sie also laut und bestimmt erklären, daß die
Zolitik Frankreichs darin destehen wird, die absoluteste Neutralität,
jewährleistet durch die gewissenhafteste Zurüdhaltung, zu, wahren.
Der einstimmige Wunsch des Landes und seiner Vertreter, unlere
Entfernung vom Kriegsschauplaße und endlich die Natur unserer
vesentlichsten Intressen — alles dieses trägt dazu bei, uns eine
derartige Haltung aufzuerlegen; wir werden dieselbe nur an dem
Tage ändern, wo neu eintretende Umstände uns gestatten würden,
in einer gemeinsamen Aktion Europas die Rückkehr des Friedens
vorzubereiten und zu erleichtern.“

Der franzosische Thron scheint doch eine höchst kräftige Au⸗
siehungskraft zu haben, denn troßzdem die Aussichten des jungen
Prinzen Napolton auf diesen Theil der Hinterlofssenschaft seines
VBaters sehr zweifelhafter Natur sind, so meldet sich doch schan jetzt
ein Konkurrent in der Person eines dis jetzt in der Verborgenheit
delebt haber den älteren Bruders. Wie dem „Berl. Tgbl.? aus
Amerita mitgetheilt wird, soll nämlich Louis Napoleon, als er im
Jahre 1837 nach dem Puisch von Straßburg in Amerila lin der
Stadt St. Domingo de Nitheroy) ankam, von seinem Kinde, einem
Sohn von 6 Jahren mit Voraamen Anton Tiber, begleitet gewesen
ein. Diesen Sohn ließ er, als er ein Jahr spaäter nach Europa
zurücklehrte, dort; derselbe legle den Voternamen ab und lebt noch
aus Anioine Tibre in jenet Stadt. Derselbe will nun jetzt als
altester Sohn Nopoleons III, seine Rechte geltend machen. — Wenn
es fich nicht um eine amerikanische Ente handelt, so dürfte der
Pratendent wohl in eine Kategsrie mit Nauendorff, mit Pugatscheff
uad mit dem vor einigen Jahren plötzlich aufgeiauchten und ebenso
        <pb n="238" />
        238
schnell wieder perschwundenen Sohne des Herzogs bon Reichsstadty
zu stellen sein? * —A 4 3 * *

Zod on Das Kriegsministetium soll alle Vorbereitungen
zetroffen haben, um thigenfalls unverzüglich 30, 000 Soldaten
25,000 aus Ergland, 25, 000 * aus Indien) nach Aegypten zu
jenden. Das Commissariat und das Sanitaäͤtswesen sind vollständig
io Bereitschaf.

321 1 malt Nach hier eingegandenen Rachrichten. hat
am Gonntag der erste Angrifs der' Insurgenten auf' die türkische
Vorhui im Defilé Vifina bei Nevesinse siattgefunden, wobei 15
Tucten getödiet sein sollen. — In Bosnien und der Herzegowina
virbt die t tische Behörde unter · der muselmannischen Bevollerung
Maͤnner im Alter von 16-60 Jahren zum Kriegsdienst, an.
Die türkischen Oonaufestungen.
Die Reihe der türkischen Donaufestungen beginnt mit Widdin,
einer Siadr mit 20, 000 Einwohnern;mit bastjonirter Umfassung.
und einer starken Citadelle. Widdin gegenüaer liegt auf dem wa⸗
lachischen Ufer Kalafat, durch verschiedene Gefrchte 1868/854 belannt
deworden. Die folgeaden. ALlein eten befestigten Plätze Rahowa, Nis
iopolis (1810 und 1828 von den Russen belagert und genommen)
haben keine weitere Bedeulung, als daß sie ejnen Uebergang über,
Jen Strom im Beieiche ihrer Kanonen zu hindern vermögen. Die
weite große Festung ist Rufischuch mit bastionirter Umsössung und
Filadelle. Auf. den die. Stadt rings umgebenden dominirenden
Hohen wurden 1853 detachixte Forts gebaut. Die Stadt zählt
30,000 Einwohner und liegt an der Muͤndung des Lom. — Ge—
genüber Fiegt die rasch sich aufschwingen de. Handelsstadt Giurgewo
it I5, Oo0 Einwohnein. Rustschuck wurde 1810 von den Russen
erst nach langer Belagerung und, wiedertolten Stürmen genommen;
dagegeni 1828. und 1829 gar nicht angegriffen; die Feftungswerke
maßlen zusolge der Bestimmung des Friedens von Adrianopel (1829)
geschleift werden Zwijchen Rustichucd und Silistria. liegi Turtuta
gegenüder von Oltenita und der Dembaritza ⸗Mündung. Hier ist
— fest, so daß ein günstiger
ebergangepunki sich bietet, den die Russen auch 1810 und 1829
benutzien. “ 18539 aber gingen die Türken über die Donau und
schlugen die Ruffen bei Oltenitza. — Siltistra, die dritte große
Donaufestung, zählt 80,000 Einwohner und liegt auf e'nem nörd⸗
lich in die Donau hinausgrefenden Vor prunge, Die Umfassung
is bastionirt, seit 1849. wurden 12 detachirte Werte angelest;
die Befestigung soll in der neuesien Zeit; bedeutend verstärkt
und verbessert worden sein. In den Jahreu 1778, 1810, 1829,
1353/54 belagerten die Russen Silistria, nahmen es aber nur 1828
Die heldenmuthige Vertheidigung 1854, deren Seele. der Preuße
Grach war, lebt noch in aller Munde. — —A—
salaras. — ——
vVon Silisiria abwärls beginnt jener Theil der kürkischen Zer—
theidignugslinie, der disher am schwächsten und am meisten vernach⸗
laͤssigr war, und dem deshalb jetzt besondere Sorgfalt zugewendet
wird. Die Plätze des türkifchen ufers Cernowoda (am Eadpuukke
der Eisendahn nad des Trojanswalles, welche beide anch Kustendsche
an das Meer ziehen), Hirsowa mit bastionirler Umfassung, Matschin
mit eben solcher und einer Eitadelle, Jsatischiz und besonders Tultscha
wurden neu befestigt. Auf dem linken Vonaͤuufer liegen die Städte
Braila, mit 30,000 Einwohnern, ban Maischin durch einige Jus ln
getrennt, ehemals eine starke Festung, deren Werle set 1829 ge⸗
schleift find; Galocz, eme offene Handelsstadt mil 80, 000 Einwol,
nern; ferner im Landstriche, melcher 1856 durch den Pariser Frie⸗
den von Rußland an die Moldau abgelreten wurde: Reai, unfern
der Pruthmuündung, mit einigen Ujeröcfestizungen, ebenso Ismael,
gegenüber von Tultscha, mit 26,000 Einwohnern und Kilia. mit
8000 Einwohnern.
SHinter der Donaulinie liegen die beiden machtizen Festuggen
Schumla, am Fuße des Balkan, und Varna, an der Küste des
schwarzen Meeres. Im Verein mit Silistria und Rustschuck bilden
sie ein gewaltiges Viercck, das sich recht wohl mit der weiland öster⸗
reichischen Festungsgruppe in der lombacdischen Ebene vergleichen
jäßt und den russischen Heeren viel Zeit und Blut kosten wird,
wenn die türkijschen Feldherren es nur einigermaßen auszuzützen ver⸗
stehen. Schurla ist das Hauptbollwerk der Turlen und wurde
noch niemals von den Rufsen eingenommen, opwohl dieselben 1810,
1811 unn 1828, unter der Oberleitung des Czars Nilolaus selbst,
pergebliche Anstrengunuen machten, es zur Kapitulation zu zwingen.
Die Stadt mit ˖60, 000 Einwohnern ist ohne Umwallung und einer
reigend schönen Gegend in einem bufeifensörmigen, von steil abfallen⸗
den Felswaänden einseschlossenen Thallessel am Fuße einer Gedirgs⸗
zruppe, wetche durch den Kamisch afluß vom eigentlichen Balkan ge⸗
irennt ist. In einem Abstande von etwa 1200 Metern umziehen
verschanzte Linien die ganze Stadt, welche unter Benützung der
großen natürlichen Tertainvortheile eine große Stärke eihielten;
000 Meler vorwärts dieser Linie befinden sich zahlreiche detachirte
Werke.

Varna mii 2000 Einwohnern liegt zwischen dem“ Meere und
em schmalen, aber 3 Meilen langen Dewno⸗See und ist namentlich
zadurch wichtig, weil es der einzige gute Hasen an der ganzen
nkischen Küste des schwarzen Meeres ist. Seine Hauptstärke be⸗
»uht auf der Lage inmitten der Gewässer und fumpfigen Niederun⸗
jen; die Höhen, welche es in weitem Abstand umgeben und für die
ufftellung der gezogenen Geschütze gute Positionen gebildet hätten,
ind mit vorgeschobenen Werken gekront worden, so daß die Festung
ruch im modernen · Sinne stark zu nennen ist. Die Umfassung ist
aftionirt; die Stadt besitt ein Kastell. Im Jahre 1828 verthei⸗
»igte der Kapudan Poscha Izzed Pascha die Fesiung 8 Monate lang
apfer gegeu⸗ die Russen, bis er infolge des Verxathes des Stadi.
ommandanten Jussus Bey, der die Stadt übergab, zur Kapitulation
ewungen wurde. Feldmarschall Diebitsch trot 1829 bon hier aus
einen waghalsigen Zug über den Balkan au. Im Orientkriege 1884
ammelten sich hier die alliirten Flotten und Heere zur Expeditien
jegen die Kiim.
Sermischtes

— F AKarfserstdutern, 2. Mai. Die heutige General⸗
yersammlung der⸗Kammgarnspinnerei, hat die 1876er Dividende
ws. 180 M. per Aktie von 1000 fl., atso auf ca. 7 Us Lo, fe⸗
gesetzt. Eine Aktie wurde zu 1840 M. versteigerl. ———
Das sogenannie Blaumachen führte einen jungen und kräaͤf⸗
igen Mann, einen Maurer aus Winzinges, zum Selbstmorde. Am
Montag Abend beganner im trunkenen Zustand mit seiner Schwester
inen Streit, der so ausartete, daß Nachbatsbhilfe und Polizei requi⸗
irt werden-mußte. Der rasend. gewordene Mensch schug alle Mo⸗
Jel zusammen Unde drang mit einer Axt sogar: auf den Adjunkten
zes Ortes ein.“ Am Dienstag wieder ruhig geworden, bereute er
zie That, allein: die Arbeit wollte ihm nicht zusagen. Die Dro⸗
jung des Adjuntten, daß! er diesmal einen längeren Arreft bekom⸗
nen werde, wie in kinem früheren Falle, bruchie ihn des folgenden
Tags in eine solche Furcht, daß er um 4 Uhr des Mittags seine
Urbeit“ verließ und sich auf seinem Speicher erhängte.

Waldsre, 2. Mai. Gestern Nochmittag hat sich ein dem
Yranntweintrinken ergebener Mann im Rhein ertränlt; dessen Leiche
vurde alsbald geta det. — In verflossener Nacht haben besondeis
nedere Gewässe, wie der Klee durch den Frost bedeatenden Schaden
eliten; die hö eren waren mehr durch den Wind geschützt. (Rh.)

p' Munchen, 1. Mai.Bei der heutigen Gewinnziehung
es bayecischen Prͤmienanlehens fi⸗el der Hauptgewinn von 175.000
J. auf die Obligattonsnummer 17,17 1 28.,000 fl. auf die Obli⸗
atibasnummer 84,830, 10,8500 fl. auf die Osligationsnumwer
35,718, 2800 fl. auf die Obligationsnummer 44,7183.

Mannheim, 1. Mai. Derx gesirige erste Tag des
Masmarktes war ziemlich belebt, es sind. sa viele Pferde zum Markt
— DD
—EDDD —
stangebracht wotden, die Preise sowohl von Pierden als Rindvith
ind dieses Jahr —R

Saarbrücken. Ueber die stratchische Bed. utung der
Mosel Vahn sagt die „Nat. Ztg.“ Die Moselbahn wücde, auch
vor Bollendung des Kochemer Tunnels für die II
von Infanterie sehr wichtig sein, da die letztere vor dem Tunnel
russteigen, die Länge drsselben auf der Chaussee zurüdlegen und
in 'dem andern Ende wieder einsteigen lönnte. Was aber die Nuß
armachung der Bahn besonders verzögert, das ist die Frage, wie
dieselbe durch Kobdlenz geführt werden soll.“ De Stadt perlangt
n ihrem Inferesse eine Durchbrechung der Festungs⸗Werte, welche
nilitar schetseins nicht für erforderlich exachtet wird. Es handelt
ich also“ darum, wer die Mehrlosten für die von der Stadt ge⸗
vünschie Trace tragen soll.

Die Meinung, daß die Herstellung einer Schienen Verbindung
—0 sen
ann nur von Jemanden herrühren, der den militarischen Dingen
Tend ist. Das Gutachten des Griafen Moltte und des Kriegs⸗
ninisters lautet im entgegengesetzten S'nne. Die Anregung zut
derstellung dieser Verbindung erfolgte im Jahre 1874 von der
ayerischen Regierung mit der Anzeige, daß die Zinsgarantie gee
jeben und der Bau don der Pfälzer Eisendahn-Gesellschaft beschlossen
ei, es aljo nur noch auf. die Verstandigung mit der preußischen
skegierung aulomme.

pSaarbrücken, 8. Mai. (Saarbr. Z.) Die Anwesen⸗
eit des Kaisers in unserer Saar-Dopp istadt wird, wie jeht
estsieht, doch nicht langer dauern, els wie anfänglich durch das
ffinelle Programm mitgetheilt ward. Se. Majestät wird deinnach
n Bahnhof nicht verlassen und findet dorsselbst Enpfang und
dejeuner statt. Die Empfangsfeierlichkeilen sind in einet gestern
ruf dem hiesigen Landrathsamte, unter Vorsitz des Regierungẽ⸗
zräsidenten von Wolff stattgehabten Versammlung vorldufig wit
olgt projectirt: Bei Aulunft des Kaiserlichen Zuges Begrüßung
5r. Majestät durch die Spitzen der Staats und Gemeindedehorden ·
        <pb n="239" />
        Dipulafionen der Nachbarstädie 2c., Aufstellung der laͤnns des Ge⸗
eises Spalier bildenden Kriegervereine und auf dem Perron der
onstigen Corporationen.e. SexMajestat werden eine. beson ders. hiezu
zu errichtende; den Blick n die Siadie emogishende Estrade be⸗
sreten und die Aufstellung-der iin Rondell vor dem Statisnsgebäude
anw esenden Vereine2: Corporationen, unter letzteren namentlich dz
Depulationen sammtlicher Grubenbelegschaften mit ihren Musikchören
in Augenschein uchmen. Auch die städtischen Schulen sollen, soweit
möglich, im Rondell Aufstellung finden. Im aAihrigen sollen aber
in üezierem, sowte auf dem Bahnhof nur die durch besondere Karten
legitinirten Personen in beschränlter Zahl-Zutritt erhalten. Zur
VFrlangung derartigen Karten, het man sich an das. Landrathsamt
und die beiden Bürcermeisteceiämter zu wenden. Auf dem Bahm
hofe wird außer der oben erwähnten Estrade auch noch für Damen
eine ciren 800 Personen. fussende, Tribüne, errichtet. Die übrigen
berets begonnenen Arbeiten auf dent hiefigen Bahnhog,n um den
uberdeckiten Perron jarseinen große, geschmuͤckte Empfangshalle zu
herwandeln, sowie um die Wartefäle und andere Räumlichtelen
ur das kaiserlͤche Dejeuner, würdig, herzurichten, nehmen ruͤstigen
Fortgang.. Rach gesche hener Begrüßung werden Se. Majestät und
—R— dazu hergerichteten · Raumlichteiten
auf dem Bahndof ein Dejtuner“ einnehmen „urdum 12 Uhr *
Minulen dier Weilerrelse über Neunkiczhen ußd Bingerbrück ch⸗
ktretenn.... I 4 .

Unsere Leser wird es bei dicet Gelegenheit gewißz auch inle⸗
ressiren, daß während der Auwesenheit des Kaisers in unseren
Stüdten von den Sitat onen, der Saarbrücker⸗ Und RheinsNahe-Bahn,
owie den; Genachbarten, Slotiaiten der, Pfalzer⸗ und Reichs: Bate
Billele mi HO o Fohrhreiser mäzigung, ausgegebenn gwerden.
eschieht dies in der Form daß ein einfahes Villet auͤch zur fresen
Rückreise von hier nach den betteffenden Stationen oben genanwer
Bahnen berechigggg. 34

Der Krieger- Verein unserer Skadt feiert ain D
Mai, dem Tage der Anwesenhett Sr. Majestät des Kaisers, das
Fest seiner Fahnenwelteunde attherdemfin detr hier“ an. demse iken
Tagt Versammlung der Vereine des XXII. Bezirls statt, an welcher
ich sammiliche Nachbar⸗Kriegervereine bethetligen werden, Um 8
Morgens findelauf dem Schloßplatze hier der feierliche Alt der
Fahnenweihe statt. Um 10 Uhr' Abmarsch des hiesigen und der
eingeladenen Kriegervereine, um auf dem Bahnhof, behuss Begrüßung
Sr. Majestät des Kaisere Spalieraufstellung zu nehmen. Nach
Abfahrt des Kaiserlichen Zuges findet Festzug durch die Straßen
heider Städke und dauit das Bez'rksfest'im Garten des alien Kasinos
hier statt., Im Falle urgünstiger Witterung finden Felilichkeiten
u wetschiedenen Vokalen-statt A

Defshau.“ Der Werth der Brillanten und Edelsteine,
welche die jüngst mit dem Erbprinzen von Mecklenburg-Strelitz
oermahlte Prinzessin Elifabeth von Anhalt-Dessau unter den Hoc⸗
zeiisgeschenken erhielt, wird von Kennern auf weit über 450,000
Mark geschätzt.“ Hervorzuheben dist zunächst das Geschent des
Schwiegerpaters, Großherzogs von Mecklenburg ⸗Sirelitz, welches in
cinem⸗ meisterhaft gefaßten Brillante Diadem bestand, ferner ein
halsbaud von Smaragden und Brillanten, Geschent der Schwieger⸗
mutter, und ein Strauß von Brillanten zum Vorstecken, Gischenl
des Braͤuligams. Grdbl.)

7Am 24.Rpril siarb zu Basedow bei Malchin in Medlen⸗
—R
hor sechs Jahren dielgenannten „Kutschke⸗Liedes“. —
Krihard Wagner ist vor einigen Tagen nach England
aufgebrochen; er wird, in London 6große Concerie geben.
fParis, IL. Mal.“ Diesen Mittag um 2 Uhr fand eine
dundgebung von den Stude ien auf dem Platze der Sorbonne statt.
Professor Saint Rene Tallandier hielt auf höhere Weisung keine
Horlesung. Auf dem Platze vor der Kirche der Sarbonne waren
— mit
Pfeifen und Rufen:? „Weg mit den Jefuiten! Weg mit Dupan⸗
oup!“ empfangen wurden. Die Polizei schritt ein, aber Verhaf
sungen wurden nicht dorgenonwuen. ——
.7 Bggdad, 2. Mal. In' vergangener Woche sind hier
264 Personen an der Pest gestorben; ouch in Teheran ist dieselbe
aoch im Zunehmen. F

—Ueder die Fahne des Propheten schreibt man einem Wiener
Blait: Die Nachricht, daß der Sultan demnäaͤchst die Fahne des
Propheten zu entfalten gedenke, läßt es nicht uninterefsant eischeinen,
wieder einmal Naheres über digse Fahne zu erfahren. Dieselbe
ist von schwarzer Farbe, ungefäht zwei Ellen lang, bei anderthalb
Ellen breit und war ursprünglich ein Thürvorhang in dem Gemach
nischa's, der Lieblingsgattin des Propheten. Als Mohamed in
diesem Gemache auf dem Sterbehetle lag und seine Feldherren, die
ben in einen Kampf gegen einige heidnische arabische Stämme
iehen mußten, zu ihm kamen, um sich von ihm zu derabschicden,
Jab der Sterbende ihnen den Vothang seines Gemaches als Kriegs
ahne mit, damit die Gläubigen bei deren Anblick fich daran er⸗

nnera, daß: sie sür. Got und den Propheten lampfen. Seither
vardees zum Gebrauche, daß die Khalifen, wenn sie in's Feld
ogen, immer diese Fatne (Sandschak Scherih) vor sich her wehen
iegen. Später wurde jedoch bestimmt, daß dieselbe nurt daun n
ven Krieg mitgenommen werden soll, wenn er des Glaudens wegen
Jeführt, wird. Natürlich stand und steht es noch jedem Khalifen
rei jeden Krieg zu einem Glaubenskriege zu erklüren. So wehte
iese Keliquie 1683 auch vor den Mauern Wiens und einige Jahre
— V— sich in
Zesden Fallen nicht im Mindesten“ um den Islam haändeltt.“ Was
ziejer Fahne eigentlich ihre Zauberkraft verleiht, das ist der Glaube,
daß ein Jeder, der in äͤhrem Schatten kämpft und fällt, als Mär⸗
yrer (Scharhid). gestorben ist, dem die Himmelspforten offen stehen.
Hiesmal soll d'e Ealfaltung bieser Fahne besonders feierlich geschehen.
Es heißzt nämlich, daß Abdul Hamd sie entfalten und dierauf
dem Scheik⸗ ul⸗Islam übergeben, der mit derselben auf goldgezirtem
Pferde durch die Straßen Konstantinopels reiten, wäbrend der
Sultan mit gezüchtem cSchwerke und. cbenfulls zu Rosse neben ihm
anheisprengen vird.“ Beiden voraü werden Ulemas schreiten und
dem Bolke verllinden, daß der Glauͤbenstrieg Oschihas begonnen
zabe. Von Konstantmopel soll dann die Fahne nach der Donau
ebracht verden, um von Scheik:ul⸗ Is!am' iũ den bevorstehenden
Schlachten geschwungen zu werden.“.
* n — — —
J J Gemeinnütziges. J e
» Berichluß vonn Einmachgläsern, ach“ Äder—
mann'g Ill. Gewbztg.) Man verbindet die mit Eingesotlenem ge⸗
füllten? Gstt stau — oder Poergameupapiet vblos mit
angefeuchtetem we ßen Schreibpapier, welches kurz nach dem Vex⸗
va de mit einex, mäßig dicken Lösung von arabischem Gummi in
Wasser überpinfelt wird. Nach dem Eintrochnen der Gummilösung
sind alle Poren des Popieres vollkommen verschlossen und ein Ein—
dringen der Luft, in Das Glas somit unmöglich gemacht, was, wie
bekanntetweder? durch. dus thierische Membran noch durch vegetĩ⸗
barisches Pergament erreichbar ist. Für 5 Psg. Gummi genügt
zum, Uederpinselu von- 30 bis 40, Gläserverschlüsfen. . 872
—— — ———
Fur die Redaciion veraniwortlich? J. X. Deme t.
—— * — E——— —
Unter den Tausenden von Geschenken und festlichen Veranstaltungen zu
dem 80. Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers, verdient folgender Vorgang
besonders hervorzehoben zu werden, da durch denselben nicht dem Monarchen
direlt sondern seiner Armee zur Feier des Tages ein Geschenk gemacht wurde.
Kurz vor dem B0. Geburtstage Seiner Majestät trat in Berlinnein
Comile zusammen — bestehend aus dem General der Infanteris z. D. von
xtzel, Geheimen Rath Bitter, Riltmeister a. D. von Dedcker, Fr. von Dreose,
eaere Herz, G. von Glasenapp, Commerzienrath Gruson, Freiherr
on der Hehok, Thef⸗Redakteur Dr. Kletke Ober⸗Vitr germeister Krausnick
Frofessor Dr. von Langenbeck, Dr. V. Naumann, Chef⸗Redalteur- Pin dter
ganquier S. Sobernheim ,Feldprobst Dr. Thielen, Geheimen Gommerzien⸗
ath R. Warschauer — um zu Zeichnungen für ein Armee⸗Geschenkaus
geranlassung des 80. Geburtstages Seiner Majestät aufzufordern. Es han⸗
elle sich um die Berbreitung einer Denkschrift, welche von höheren Offi⸗
ieren bearbeitet wurde, alle denkwürdigen Daten aus dem so thatenreichen
Leben des Kaiserz in präcisester Form zusammenstellt und alle Orden, Ehren-
seichen und Denkmunzen, sowie die Regimenter Seiner Majestät verzeichnet.
Einen besonderen Werfherhielt. diese Denkschrift dadurch, daß Seine
Majestät sie Selbst früher einer wiederholten Revision unterworfen und mit
ielen Ergänzungen verjehen hatte, sowie durch die Ausschmückung mit einem
rusgezeichneten Vilde Seiner Majestät in VictorisFormat, dessen Original
zuf AÄllerhöchsten Befehl im Königl. Palais durch den Hofphotographen Hr.
Hanfstaegel aufgeno mmen wurde... 2
Alles dies läßt die Denhschrift fur die Armee besonders werthvoll er⸗
cheinen und es war gewiß eine gluückliche Idee, einen so hohen Festtag durch
Verbreitug dieser Schrift in der Armee zu feiern; Auf die ergangenen
Aufforde rnngen hin, wurden denn auch von der Denkschrift,'deren Preis bei
o großer Auflage auf nur 55 Pf. festgestellt werden konnte, Aüber 28,000
xrxeinplare gezeichnet, so daß vorläufig jeder Soldat von Seiner Majestät
—R ——
e ein bayerisches wuritembergisches, sächfisches und badisches) ein Exemplar
erhalten kann und noch 7000 Exemplare zur sonstigen Vertheilung bleiben.

Seine Majestät der Kaiser hat das Ihm am Morgen Seines Geburts⸗
zages durch Seinen Vorleser, den Geheimen Hofrath Schneider Üüberreichte
Fremplar gern entgegen genommen und sowohl die Ider zu dem Armee⸗
Beschenk, als auch die Ausführung derselben gebilligt.

Um nuumehr möglichst jeder Compagnie, Escadron und Baiterie des
zanzen deutschen Heeres noch eine größere Anzahl von Eremplaren über⸗
isen zu können und da die Subscriptionslifle bisher bei der nothwendigen,
termeidung der Oeffentlichkeit und bei der Kurze der Zeit niur in beschränk⸗
estem Maße circuliren konnten, es aber unzweifelhaft außer den bisherigen
Zeichnern noch viele Patrioten im Lande gibt, die fich gern an einem solchem
Ärmee⸗Geschenk aus privaten Kreisen betheiligt hätten, und sich auch jeßt
noch hetheiligen werden, ist bestimmt worden, daß bis zum 20. Mai'dg.
noch Zeichnuͤngen angenommen werden. Listen zum Eintragen der Zeich
nungen werden franco übersandt und sonstige nähere Auskunft ertheilt durch
das Mitglied des Comites, Herrn G. von Glasenapp in Berlin, Pots-
damer⸗Straße 54. Wir können nur wunschen,daß auch recht viele unserer
Leser sich an einem so patriotischen Unternehmen, welches ein beredtes Zeug ·
Noe die Sympathien unferes Volles für die Armee ablegt, betheiligen
möchten. —

àäÑAseMWor OOWoMt
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        Gewerbe⸗a uss eIur-.
Das Comite hibt den vorehrl! Ausflellern hiermit bekannt,
daß. die gröheren Ausstellungsgegenstände im Laufe des nächsten
J.ind s Mai, die kleineren am Vormittag des 9. Mai
jn das Aupefiellungelokal (Saal oder Halle) einzulsefern sind, damit
am letztexen Tage. die Gegensiande geordnet beziffert und in den
Katoloo reingeschrieben werden onnen. .
Weitere Auskunft extheilen die Gruppenvorstehet S. Schmitt
Kahl Brunion, A. Beer, S. Kahn, Günther und
Echlic..
escu uUm einem falschen Gerlichte zu begegnen, wird hier noch
erinnert, dasß noch den Statuten nur jolche Gegenstände zugelassen
arden, welche in der Gemeinde St. Ingbert gefertigt si d.
St. Inghert, 28. April 1877. IJ
Der Vorstand
ESchmitt.
—sI1TG rr.
Bonntag, q ai 1877
“ 2—“ . *
Lbai⸗ustrꝛc·.
Geschäftls Empfehlung.
Einem hiesigen und quewärtigen Publikum beehre ich mich
hiermit ergebenst anzuzeigen, daß ich mich unter Heutigem am bie⸗
figen Plaͤbe als —
Horn- und Holzdrechsler
niedergeloffen habe. Es wird stets mein Beflreben sein, me ne ver⸗
ehtten Gönner durch prompte und reelle Bedienung zuftieden zu
slellen und zeichnet
hochachtungtbo—˖
W. Striely,
neben Herrn L. Müller, Gerber.
— — — —
Ameee Instrumente
zu Neustadt a Hh.

* * Die * J ⸗
Pianofortehandlung v. Nilhelm Braun
dabier hat in Folge schwerer Eilrankung des Hiren Carl Lauir
dessen Juftrumeuten-⸗Lager Arion⸗ zum Ansverlaul
iberrommen und empfiehlt aus demfelben unter vo rtheil haftern
Bedingungen und unter Garantie zum Einkaufs—
preis —E Tafel Klaviere renommirter Fabrilen,
Trutzfiünel von Raps, sowie eine schöͤne Auswahl. der be⸗
siebten amerik. Harmoniums iu allen Größen.

Neustadt aP. im Aprit 1877,;.

Johten Nordhauser Kornbranntwein
r teinreid.
—— *,
—XW to ær· II O. 4
beginnt mit Ziehung 1. Classe ais 222. Hamhburg. Stad

Ario, 790500 Loose, 42, 000 Gewinne, omn Aastę E
Aehmigt munmned garantirt 5
Gewinne 0⏑ 260000 126,000,
30, 000, 6o dod, 40000, 36000 3 à 30000 MN. ee.
Hierzu versende Originalloose — e
Ganze Salbe BViertel Achtel

6 Narx, 3 Mart, 7TM. 50 Pf. 158 Pr.—
gegen Einsendung des Vetrages und gegen Postvorschuß. *
gebder Spieler erhaͤlt die amtlichen Gewiunlisten u
Pläne gratis. *—3
Milh. Basilius

vom Staate angestellter Hauptcollecteur in
Braunschweig —— —
Münchener Kirchenbaulotterie

zum Ausbau der zweiten protest. Kirche in München.
10.000 Trefser im Bettage von 240000 M.

Ziehung am U, Juni 1875.

MPreis des Looses ⸗ꝰ Markf

1 Treffer Vo ü i οο 8 —οο 44

5000, 6 4 5006, 7 à 2000 8 à 1000, 9 à-

7 5300 NMort u. s. w ·.. —

VLoose versendet gegen Postnachnahme oder baar **

Earl Lang, Bankgeschaäft, München als General ˖ Agentur!

Wiederberküufer Rabatt.

Sonag, 6. ßi So)Jounntag, 6. NMai
Freimusi mun«ei
e ee der Iet des Freimusil
nfanterieRNRegim. i

in ee es het P. Schweitzer
Eintritt 50 Pfg.
Peter Jung.
Gule Setz⸗ und Eßkartoffeln
liefern wir zu M. 4,50 hierher.
Bestellungen können hei Hen.
Rodenbusch und Frau Ww. Wei⸗
land (Ort) gemacht werden.
Gebr. Döerr.“

Ein großartiger Erfolg
itt es ohne —&amp; wenn don einem
Buche WAn ee erschienen find und
um so großartiger ist derselbe, wenn
bies troß gehäfsiger A pie moglich
war und in na rzen 7

Zeit wie solches der Fall bei

ein inaee vbe?

—

2A:cpe Naturhailmeihnde

empfiehlt sioh zur eleganton An-
fertigung aller in deses Fach
einschlagenden Arbeiten, ahn:
ecsel, Cireulairs, Visit-
Vortobungs u. Adrese-
rarten, Placate, Hein- u.
aunren⸗ Etiquettes, Rech⸗
nungen tea. s8. . te. . .

Kinder⸗ Alhum.
Leine und. leiohto Tanre mit Fingorsata obne
VOotavenspannung
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EHB A NEGRE.
Op. 23. eleg. ausgestattot M. 1. 60.
Moleher Beliebtheit sich dis Necke'schen Com-
positiopen bei jugendlichen Claviersplelern orfreuen,
beweist am beten sein Op. 7. „Festgeschenx (12
TRnzo in1 Hefto M. 1. 60.) welehes innerhalbe8
Jahren nieht weniger als 184uflagenerlobto. Wah-
rend dieses Werkchen? eien 6-8. monatlichen Un-
terricht bediugt, iet Necke's U
KRinderA ur
mehwn· fur Anfanger borechnet, cund jeder seissige
Schmer st im Slando nach ꝰmonatiehom Unterrient
die darit. enthaltenen Tanze vom Platt 2u gpielen,
auon ist wohl koins Sammlung von Original-Tanzehen,
pesaer: wio diese geeignet, Schũlern auf angenonme
und Ieiehte Meise. festen Valt boizubringen.
EGegen Pinsendung des Betrages erfolgt frandirte
Zuseudung. J J
Pet. Jos: Tonger,
AMAunixalien- u ειοMnätenhandtung.
C ä Hs.

Dies vorzugliche populär⸗

— Werk kann mit
Recht allen Kranken, welche —
dewährte Heilmittel zur Beseitigung
ihrer Leiben anwenden wollen, dringend
zur Durchficht empfohlen werden. Die
darin abgedruckten Atteste beweisen dic
aAngerordentiichen Leilersolge und Vp
eine Garantie dafür, daß das Ber⸗
trauen nicht on wird. Obiget
Aber vod Seiten starke, nur 1 Märk
ostende Buch ist in jeder Buch handlu
vorräthig, wird aber auch auf —
birect von Richter's Verlags⸗Anstalt
in Leipzig gegen Einsendung von 10

mR Mä ⏑AA⏑ò.—

Frucht⸗, Brod⸗ und
Fleisch⸗Preise der Stadt
Zweibrücken vom 3. Mai.
Weizen 13 M. 80 Pf. Korn
11 M. 99 Pf. Gersse 2reihige
0 M. — pPf. Gerste «Areih.
0 M. — Pf.‘ Spelz 0o M.
— Pf. Spelzkern — M. —
Pfg. Dintei — M.— Pfs.
Mischfrucht O M. — Pf. Hafer
—
Pf. Stroh 4 M. 80 Pf Kar⸗
toffeln 4 M. 20 Pf. per Etr.
Weißbrod 195 Ko. 68 Pf. Korm
brod 3 Ko. 96 Pf. ditto 2Ko.
64 ppf.“ dino 1ile. g2 pf.
Gemischtbrod 3 Kilo. 1M. 11Pi.
Paar Weck 190 Gramm 6 Pf.
Rirdfl. 1. QDual. 66 Pf. 2.
Quai. 54 Pf. Kalbfl. 84 Pf.
Jamfl. 52 Pf. Schweinefl. 66
f. Buiter 1M. 40 Pf. per Pfd.

ebemann und die
Dame voun Welt,
beide sollen die Pflege ihrer
Gesundheit nicht vergessen,
denn ohne Gesundheit' keine
Schönheit! Schwer oder leicht
Kranle, Alle leset das große
Nranlenbuch: „Der Tempel
der Gesundheit.“ Es wird
dienen, das Leben zu verlän⸗
gern. Für 1Mark von E.
Schlesinger, Berlin 8.
Neue Jacobstr. 6, zu bezieben.
bnag von . i Ino⸗
        <pb n="241" />
        St. Ingberler Anzeiger.

Ber St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich Viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vieriteljährlich

1 Mark 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
MS 70. J Sonutag, den 6. Mai 1877.

Deutsches Reich.

München, 8. Mai. Die Abberusung des h'esigen päpst⸗
lichen Nuntius Bianchi destatigt sich; an seire Stelle soll der jetzige
Secretär der Propaganda, Aloisi Masella, treten.

Berhin, 8. Mai. Der Reichssstag nahm heute in erster
und zwerter Lesung die Gesetzvorlage über den Bau einer Eisenbahn
von Teterchen bis zur Saarbahn an, genehmigte die durch die Er⸗
richtung eines Patentamtes veranlaßte Nachtragsforderung und die
Controle des Reichshaushalts für die Periode vom 1. Januar
1876 bis Ende März 1877. In dritter Lesung wurde genehmigt
das elsaß lothringische We nsteuer-Gesetz und der elsaß lothringische
Haushalt; ferner der Antrag Bedcker Loskers bett. den Zeugniß
—X——
bdem Generalstabswert über den Krieg von 1870 und endlich das
Patentgesetz. Bei letzterem wurde auf Antrag Laslers das zweite
Alinea des 8 2 gestrichen, wonach im Auslande amtlich heraus⸗
gegebene Patentbeschreibungen den öffentlichen Druchschriften erst
nach drei Monaten seit dem Tage der Herausgabe gleich stehen
sollien. Alles übrige wurde nach den Beschlüssen der zweiten Lesung
angenommen. J

Straßburg, 3. Mai. Morgen Mittag kommen die
staijerin und die Großherzogin von Baden hierher, um der Fest⸗
vorstellung im Theater beizuwohnen und werden am Samstag früh
wieder abreisen.

Straßburg, 4. Mai. In einer Audienz beim Kaiser
dankte der Landesausschuß durch seinen Präsidenten Schlumberger
jüe die neuesten Beschlüsse der Regierung bezüglich der Rückkehr
Ausgewonderter, drückte den Wunsch aus, daß mit der Rückkehr
auch die Straflosigkeit, beziehungsweise die Aushebung det aus⸗
Jesprochenen Verurtheilungen verbunden sein möchte, dankte ferner
sür die Erhebung des Landesausschusses zu einem gesetzgebenden
störper, und drüdte zugleich die Ueberzeugung ans, es werde in
kicht zu ferner Zeit möglich sein, die Einrichtungen des Reichs⸗
jandes zu dessen weiterer Selbstständigkeit als Bun desstaat, mit
Straßburg als Laudeshavptstadt, innerhald der Reichsverfassung zu
entwickeln.
Ausland.

Wien, 2. Ma'. Aus Budarest wird der „Polit. Cort.“
zemeldet, dem Anscheine nach werde der Hauptstoß der Russen
Jegen die Donaumündung in der Dobrudscha erfolgen. Die Türten,
don der Witterung begünstigt, verstärken eifrig die Stellungen an
der Donau und werden den Russen hier mindestens mit 150,000
Mann entgegentreten. In Galgtz ist ein russisches Stadtcommando
errichtet, welches trotz Einsprache des Corßsularcorps die Schifffahrt
auf der unteren Tonau untersagte.

Wien, 2. Mai. Ein Telegramm der „Deuitschen Zig.“
meldel die Durchbrechung des russischen Centrume in Asien und
die Zurüdwerfang des linken russischen Flüzels. Griechische Banden
and in Thessalien tingebrochen.

Wien, 2. Mai. Nach polnischen Blättern genehmigte der
Sulitan die Bildung einer polnischen Legion aller Waffengattungen
mit der polnischen Fahne.

Wien, 8. Mai. Offizids wird erklärt, daß die Regierung
in der Beantwortung der Orienipolitik⸗Interpellafion alle Besorg⸗
nisse zerstreuen wird, welche auf eine etwaige russisch österreichische
Kooper tion Bezug nehmen.

Wien, 4. Mai. Die „Politische Correspondenz' meldet
aus Bukarest: „Vor Braila erschien nur einn türkisches Kanonen⸗
poot, welches, nachdem es blos zwemmal gefeuert hatie, durch die
russischen Batler en brennend zum Rückzug ge wungen wurde.“
MRussische Meldung.)

Pest, 3. Mai. Aus Koustantinopel verlautet, daß die Pforte
zegen Deutschland sehr ausgebracht ist, weil es in der Ernennung
des früher in Petersturg gewesenen Prinzen Reuß zum Botschafter
in Konstantinopel eint russeufteundliche Kundgebung Deuischlands
sieht, welche sich gegen die Türkei richtet. Es heißi, das deutsche

— — —
Kanonenboot „Meteor“ solle nach Konstantinopel gehen zum Schutz
des russischen Votschaftsgebäudes.

London, 83. Mai. Einer Konstantinopeler Depesche von
dloyds zufolge stünde die Ankündigung des Blokadezustandes für
die Küsten des Schwarzen Meeres unmittelbar bevor. — Ein rus⸗
isches mit Salz beladenes Fahrzeug wurde auf der Fahrt nach
stonstantinopel von den Türken aufgebracht.

London, 3. Mai. Ein Telegramm an Lloyds aus Sulina
»om 30. Aptil meldet: Die Donau ist unterhalb der Pruthmündung
rurch Torpedes gesperrt; alle donauaufwärts gehenden Fahrzeuge
werden streng zurückgewiesen. Der Sulinahafen ist frei.
Rermischtes.

Der Brandkafsenbeitrag für das Jahr 1876 ist auf 16Pf.
sür 100 M. Versicherungskap tal festgesetzt; außerdem werden weitere
5 Pf. als Vorschuß für das Jahr 1877 erhoben.

F Mainz, 1. Mai. Gestern starb zu München Dr. Franz
Zitz, 72 Jahre alt, einer der hervorragendsten Führer der Bewegung
des Jahres 1848 im Großherzogthum Hessen. Die Jahre 1848
und 1849 fanden ihn in der hessischen Ständekamner, im Vor⸗
parlament, in der constituirenden Nationalversammlung als thätiges
ind für die Rechte des Volkes entschieden auftretendes Mitglied.
Fine glänzende Existenz opfernd, führte er die rheinhessischen Streiter
ür die Reichsversassung 1849 in den Kampf nach der bayerischen
Rheinpfalz. Die folgenden Ereignisse verschlugen ihn nach Nord⸗
amerika, wo er später in New- Yorl mit Fr. Kapp einen geachtelen
daltpunkt deutschen Wesens schuf. Müde und körperlich gebeugt
urückkehrend, hat er, die neuen Verhältnisse als Benugthuung nach
inem bewegten Leben schätend, einen weiteren Antheil an d'en
Angelegenhesten feines „beiß geliebien Deuischland“ doch nicht mehr
u nehmen vermocht. Er. J.)

F In Paris ist ein neues journalistisches Unternehmen auf⸗
jetaucht, das in textlicher Beziehung und in Ansehung der typo⸗
Jraphischen Ausstattung, so weit Gutenberg's Kunst reicht, schwerlich
einetgleichen hat. Auf schwarzem Papier in keuerrothen Typen
sedruckt und mit zahlreichen Emblemen des Tod.s geschmüct, praͤ⸗
entirt sich das Journal L'Autre Monde“ in appetitlichster Weise
ils Spezial-Organ für abgeschiedene Geister. Dem Aeußeren ent⸗
pricht der Inhalt. Das Blatt schließt sich der Form nach genau
in die größeren Pariser Journale an, enthält Leitartikel, Local-
stuchrichten, Feuilletons, Kammerberichte, Inserate u. s. w., Uülles
»em Geschmacke und dem Interesse der Seligen entsprechend. Für
die lebenden Bewohner unseres Planeten kostet eine Nummer 25
Teutimes; die Todten erhalten offenbar FreieExemplare. Abonne⸗
nents werden in den Katakomben jederzeit entgegengenommen. Das
Feuilleton der neuesten Nummer des Blattes hat den bezeichnenden
titel: „Lo diable chez le roi de Prusso“. Auch im Grabe
önnen die Franzosen Gravelotte und Sedan nicht verschmerzen.

4 In einem fahrenden italienischen Bahnzuge flog vei der
Ztation Cancallo in der Provinz Caserta ein Waggon in die Luft
ird zwei Bahnbedienstete verloren dadurch das Leben. In einem
Lastwagen des Zuges defand sich eine von Turin kommende und
an einen Eisenbahnbau Unternebmer Neri in Solafra adressirte
Ziste, welche der Angabe nach Quincailleriewaaren enthalten sollte,
in Wirklichkeil aber Dynamit für Sprengarbeiten enthielt, der sich
entzundete. Der Waggon wurde vollständig zerrissen und seine
Wände auf die Weite eines Kilometers zerstreut; die beiden Bahn⸗
ediensteten warden verstümmelt und unkenntlich in ein nabes Feld
Jeschleudert.

75 sRedacion veramworilich:
———
ist die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sieb befindende Glücks-
Ineigeo von Samue Heéckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sich
lurch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworbon,
lass wir Jedeon auf desson heutiges Inserat schon an dieser Stelle aus
verkaam machen.
        <pb n="242" />
        * * * J
Licitation.

Mittwoch, den 28, Mai
nächsthin, Nachmittags 8 Uhr
zu St. Ingbert bei Miichael
Paul werden vor dem unter⸗
eichneten, hiezu gerichtlich beauf⸗
ragteneAute Notar die nachbe:
eichneken zum Nachlasse der in
St. Jngbert verlebten Eheleute
Nikolaus Legner und Katha⸗
tina Ochs Zebörigen Liegen⸗
chaften im Banne von St.
Jugbert abtheilungẽhalber öffent⸗
ͤch an die Meistbietenden zu
Figenfhum versteigert nämlich:

I. Pli⸗»Nr. 1144. 35110

Dei. Acker rechts der Kas
pesle neben Johann Kodnig
und Karl' Huther. —
2. Pl.Nr. 4247.* 30 Dezʒ.
Ader guf der Hobelsah⸗
nung. 5

3. Pl.⸗Nr. 4415. 48 Dej.
Wiese im Allmend obler der
Nachtweide neben Johanu
Hager Wittwe und Franz

Srel.

Eigenthümer sinde die Kinder
ind. Erben der genannten Erb—
lasser als:

1. Peter Legner, Puddler in
St. Jugbert. 2. Gertraud Leg:?
ner, Dienstmagd in Paris. 3.
Franz Legner, Bergmann in
Dannville in AÄmerika.!43 Mag—⸗
alena Legner“, Ehefraus von

yakob Warken, Puddlec, beide
St. Ingbert. 5. Katharina
egner, Ehefrauvon Adolph
einhauser, Puddler, beide in
denttisch.* 6.“ Anna Kohbler,
uinderjäͤhriges —Kind der in
„t. Ingbert. verlehten Eheleute
akob Hohler, Schmelzarbeiter
———— Reprä⸗
entaͤnt dieser seiner Mutler.
St. Ingbert, 4. Mai 1877.
Sauer, k. Notär.
onntag, 6. Mai
vIetiee
ei xd. Schweitzer.
M
Erklärung.
Die Unterzeichnete nimat Alles
vas. sie Ehrenrühriges gegen
Fatharina Wellner, Chefrau
on Johaun Hager, Schmelzer
n St. Ingbert, ausgesagt haf,
zjermit reumüthig zurück und
rklärt, duß ihre gemachlen Aus—
agen vollständig aus der Lust
egriffen sins und bereut solche
Ausssugen überhaupt gemacht zu

MIGôtel Laur.
S,”νι”Xαα, Aαν . Mι σα
aun 8 A— 4— 8 J 9 *
Mai Mustt.

—4

—2*
die Glewimnmne
—XXVX

Haupt-Ge vnν—

— —
..4 8V.
375. 000 Me-
n Iriaduns Zur Betheéiligung X die —
Gewinn-Obhandon·
der vom Staato Hamburg garantirten grossen Geld-
Lotterie, in weleher über
, O00 FIArIs
sicher gewonnen werdem müssen.
Die Gæewinne dieser vortheilhaften Geld-Lotterie, welehe plange-
mãss nur 79,500 Locso enthält, sind folgende: näümlich 1Gewinn ey.
375,000. Mark, specieli Mark 250,000 126,000 80,000,
60,000, 50,000, 40,000, 36,000, 4 mal 30,000 und
25.0005 4 mal 20,000, 28 mal 15,000, 12,000 und
10. 000, 28 mal 8000 und 6000, 56 mal 53000 und 4000,
2ob mal 2800, 2400 u. 2000, 415 mal 18000, 1200 u. 1000,
1358 mal 500, 300 und 250, 25061 mal 200, 150, 188 124
and 120, 14839 mal 94, 67, 55, 50, 40 und 20 Mark
Gd Fonmen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheéilungen zur
sicheren Pntscheidung. r 7
Die er ate Gewippziehung ist 4amtlIieh festgestellt, und
Kkostet hierzu . *
das ganze Originalloos nur 6 Reichsmarxk.
das hUalbe Originalloos nur 3 Reichsmark,
das viortel Originalloos nur 11j2 Reichsmark.
und verden diess vomm Stante garantirten Original-
LOose (keine verbotenen Promessen) gegεν frankirte Fin-
sendung des Betrages oder gegen Postvorsehuss
Met vach den entrerntesten Gegenden von mir ver⸗
XX * n ꝑ
dedor der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original
Loose vuch den mit“ dem Staatswappen versehenen Original Plan
gratis und nach stattgehabter Ziehumg sofort die amtliche
iehungsliste Unausgefordert zugesandt.—
Hie Ausrahlung und Versendung ädoer Cewinngelder
erfolgt von mir direet an dio Interessenten Promt und
initer btrengster verschwiegenheit.
—p Jede RostelIIung Fann man einfach anf eine Post-
einzahlungskarte machen. —2
heg Man wende sich daher mit den Aufträgen
ser nahe bevorstehenden Zienunug halhber
His Zzunnn . 3 —
135. Mqui d. J. *
vrertrauensvoll amn VV—
*
—E
Qaναν vnd Wechsel-CGomptoir in Hamburg,.
U—
66000

4

aben.
Maria Schwan,

Winwe von-Johann Heinrich.

Gule Setz⸗ und Eßkartoffeln
jefern wir zu M. 4,50 hierhet.
gestellungen können hei Hrn.
dodenbusch und Frau Ww. Wei⸗
ind (Orh) gemacht werden.

Gebr. Dänrc.

28 3
*. —
Préunden, Bekannten und, Nerwandten hiermit
dis traurige Nachriebtt, dass heute Nachmittag4
ur unser Heber Gatto, Vater, Grossvater, 8Schwieger-
rater, Bruder und Onkel J W
38hannes Grewenig
nach kurzer Kranlcheit, im Alter von 60 Jahren
gantt in dem Herrn entsehlafen istft.
Die Beéergigung fudqet, Montag Vormiltag halb
10 Uhnm statt... S6 J
7. nebort, den 4. Mai 1877. *
ν ieο’ο.

—D—

Das Comite gibt. den verehrl. Aussiellern hiermit bekannt,

daß die größeren Ausstellungsgegenstände im Lauf? des näbbsten

J und 8 Mai, die kleineren am Vormittag des 9. Mai

in das Ausstellungslokal (Saal oder Halle) einzulefern sind, damit

am letzteren Tage die Gegenstände geordnet, beziffert und in den

atalog eingeschrieben merden lhnnen. —

Wöeeitere Auskunft ertheilen die Gruppenvorsteher H. Schmitt,

hl, Brunion, A. Beer, S. Kahn, Günther und

Echlick. . —ν — 3*22 1,1*

NB. Um nu faschen Geruͤchte zu begegnen, witb hier noch Diese Zeirung erscheint monatt ch in New-Pott und enthalt
erinnert, daß noch den Statuten nur solche Gegenstände zugelassen ie Nameu der Deutschen. welche in Amerita sterben, sowie die
wad ne welche in der Gemeinde St. Ingbert gefcriigt sied! — der —3 die Whee aaee
—— 55 1, 8 * rieges von i geslorben sind. Ferner allgemeine
5T— Juabert, 28. April 1877. Der Vorstand e heeemenhus dinensta
— —— —Is mpfehl ————— Spezialität der Redaktion: Auffuchung Verschollener, Be—

g —50— chaffung von Todtenscheinen, und Auskuͤnftertheilung über Ame⸗
Heh hasts Empfehlung. ich mich aita u. . o.
SFi hicigen und auswatuigen eee Preis per Jahr 4 Mark, portofrei. B
—A daß ich mich unler Heutigent am hie— Probenummern 10 Pjfennige in Postmarken.
igen Plaße alh FJu deziehen durch den Verleger, Wm. Raich, Post⸗ Box 5690.
Horn⸗ und Holzdrechsler in Nav-Nort, oder die Herren Vertretet. 4 in
niedergelaͤssen habe. Es wird siets mein Benteben sein, me'ne ver⸗ — — Würitcimberg.
ehrten Gönner durch prompie und⸗·reelle Bedienung zufrieden zu 2. ing * R ub —
en eh ehiee Jacob Zahm, Rheinheim, hein ahern.
en und zeichnett —B0 Ferd. Botnemann, in Bergen bei Celle, Hannover.
O — W. dtriely, Xh. Schneider, in Engen, Baden.
.4 nehen Herrn V. Mülles Gerber. .Colporfeure gegen hohe Pcovision werden verlangt.
amen d elle von 8. X. Demeß in St Ingbert.
Bieznu „Illustrirtes Sountagsblatt“ Nr. 19.
        <pb n="243" />
        St. Ingberler AAnzeiger.

cer St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal, wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhallungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerrtag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentopreis beträgt vierteljahrlich
1 Mart 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit, 10 Pfaa von Aaus vörts mit 15 Pfi fur die vierzespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclanen

mit. 30 Pfg. pro Zeile berechnet ··
48 71. Dieustag, den 8. Mai — 1877.
und wolle er unsere für Glauben, Kaiser und —X den
dampf ziehenden Truppen segnen.“

Quariror, 6. Mai. Es wird versichert, daß die Eaglänber
Vorbertitungen ireffen, um am Eingang des Suezkanals ein Lager
u errichten.

Deutsches Reich.

Berlhin, 6. Mai. Die Pforte hat hier amtlich erklären
assen, daß sie in Folge der Vorst⸗Uung der deutschen Regierung
die Maßregel betreffs Ausweisung der russischen Unterhanen aus
der Türkei zurückziehhe unddas Protectorat der deutschen Vertretung
aͤder, die tussischen Unlerihanen, Anstalten und Interessen anerkenne.
Sie dehalte sich jedoch vor, in 'einzelnen Fällen verdächtige Indi—
vidnen auszuweisen oder aus vom Feinde bedrohten Punkien zu
entfernen. Personen, die im amtlichen zussischen Dienste gestanden
haben, sollen binnea tirer noch zu bestimmenden Frist das Land
verlassen. ——

Mez, 7. Mai. Dit Parade ist bei günstiger Witerung
glänzend verlaufen und wurde der Kaiser überall jubelnd empfangen.
Die Haupistraßen der Stadt sind großartig dekorirt.“

NAusland. WMW
Wiem, 5. Mal. Die Traktatmächte hoben gegen die Sper⸗
—XV

Wien, 5. Mai. Hier heißt es, daß die rumänisch-russische
Zonbention in einem geheimen Anhange Rußland verpflichtet, mit
aAller Macht für alle militärischen und diplomatischen Eventualitäten
einzustehen, welche Rumänien infolge des Durchmarsches der Russen
erwochsen könrte. — Aus Giurgevo wird gemeldet: Eig türkischer
Monilor nahm bei Magurelli elf griechische Getreideschiffe fort. —
Ddessaer Verichte besagen, daß das Bombardement von Kars am
heutigen Tage heginnen foll.

Loud'on, 5. Mai. Frankreich soll, wie versichert wird
deabsichtigen, falls der Kedive seine Truppensendungen nach der
Türkei fortsetzt, seinerseits Truppen behufs einer Olkupation des
Ldandes nach Egypten abgehen zu lassen.

London“, 6. Mai. Reuters Bureau meldet aus Konstan⸗—
unopel, kleinere russische Truppenabtheilungen bätten die Denau
uͤberschrititen. Anderweitige Beftätigung fehlt.

Konstantinopel, 5. Mai. Eine Depesche Mulhtar
Paschaßz vom 3. ds. meldet: In Folge des letzten Gefechtes vor
Kars mußten die Russen ihr Lager um 8 Mieilen zurückverlegen.
Sie campiren in der Gegend von Ardahan. Diese Positon wurde
indeß noch nicht angegriffen. — Der Commandant von Batum
meldet vom 3. Mai: Einkleines Gefecht mit den Russen ist un⸗
günstig ausgefallen. — Die Journale fordern alle Türken zur
Zeriheidigung des Vaterlandes als Soldat oder durch Geldspenden
auf. — Der Sultan hat den Titel „Verthe diger des Glaubens“
mgenommen. — Der Finanzminiser soll, um Geld zu beschaffen,
nach London gehen.

Die „Wiener Prisse“ bringt ein russisches Telegramm aus
Wladikaunkas vom 4. d.: Gestern haben bei Kars abermalige Ge⸗
fechte stattgefunden, die zur vollständigen Cernirung von Kars
führten. Die Türken flüchteten theils in die Festung, theils auf
der Straße nach Erzerum. Ein Pack von 24 Geschüten hat Auf⸗
tellung vor Kars genommen. Die Eröffnung des Vombardements
wird morgen (5. Mai, Georgstag) erwartet.

Moskau, 3. Mai. Heute Vormittag wurden die Stände
dom Kaiser, der gestern Abend h'er eingetroffen und von der
taiserin empfangen worden war, in feierlicher Audienz empfangen.
Um 1 Uhr fand Parade statt. An die Stände richtete der Kaiser
olgende Worte: „Vor sechs Monaten sprach ich hier die Hoffnung
zuf eine friedliche Lasung der orientalischen Frage aus. Ich wollte
dat theure Blut meiner Upterthanen bis zum Aeuß.rsten spaten.
Doch waren meine Bemühungen vergeblich. Gott () hat es
unders gewollt. Mein Manifest aus Kischeneff hat dem Reiche
dertündet, daß der vorausgefehene Moment kingetreten ist. Ganz
Rußland, Mostau voran, antwortete meinet Erwartung enisprechend.
Heute bin ich glücklich, daß ich gemeinschaftlich mit der Kaiserin
den Moskowilern für Ihren ducch die That dewiesenen Patrio⸗
tismus danken kann. Diese Opferwilligkeit übertrifft meine Er⸗
wartungen. Wolle Gott uns helfen, unsere Aufgabe zu erfüllen,

9 ermischtes.

F St. Ingbert, 7. Mai. Wir wollen. heute von einem
akie des Unverstandes au?s dieser Stelle Notiz nehmens, vielleicht
»aß Wiederholungen dadurch gesteuert wird. Es —vbetrifft das
Zerunterreißen der öffentlichen, die Ausstellung und deren Verlauf
Jetr. Plakate. Es ist anzunehmen, daß solches nur von Kindern
aus Unverstand geschehen ist und geschehen kaun. Wenn darum
dieselben zu Haust und in der Schule' kcnstlich Fewarnt und auf
das Ungebührliche uͤnd Verwerfliche dieser Handluͤng mit dem ge⸗e
hörigen Nachdruck aufmerksam gemacht werden, so dürfte sich wohl
olche für die Zukunft nicht wiederholen, um so mehr auch dann
roch, wenn alle Erwachsenen, besonders auch unsere Polizei mit
vücksicht. auf deu gemeinnütz'gen Charakter der Ausstellung gegen
ziese Bubereien kräftig einschreiten. Denn unsere Ausstellung ist
vie nichts anderes angethan, das hiesige Klein-Gewerbe nach
Außen löblich bekannt zu machen und wird sicher der Stadte eine
roße Anzahl Gäste zuführen. Dies letztere um so eher, weil die
Direktion der Pfälz. Bahnen in anerkennenswerthester Weiße wich⸗
tend der Dauer der Ausstellunz von allen pfälz. Stauonen nach
dier eine Fah taxermäßigung von 50 Procent eintreten läßt.
Siehe Pragramm)

F Saarbrücken, 7. Mai. Die Vorbereilungen zum Em⸗
»fange Sr. Majestät, des Kaisers nehmen in unsern Städien
üstigen Fortgang. Die Räumlichleiten des Bahnhofes legen ihr
Festgewand an, Guirlanden, Kränze und Floggen werden in
Staund gesetzt. Die baldachinähnliche Estrade über dem Haupt⸗
unnelportale, welche der Kaiser betreten soll, ist im Gerüste vol⸗
endet und kann nunmehr bekleidet werden. Vereine und Corpo⸗
»ationen hatten au' erordentliche Sitzungen, um Alles zum festlichen
Aufzuze zu rüsten und auch mancher ehemalige Krieger setzt seine
Irden und Ehrenzeichen in Stand, hoffend, daß auch auf ihm ein
Blick des kaiserlichen Kriegsherrn falle. Leider sind diesmal' nur
Wenige auserwählt, den hohen Herrn von Angesicht zu Angesicht zu
ehen. Die wenigen Karten, über welche das Landrathsamt und
die Bürgermeistereien verfügten, sind bereitz alle vergeben und
nuß en viele Wünsche unberücksichtigt bleiben. (S. 3)*

Straßburg, 4. Mai. Es ist richtig eingetroffen was
nancher der die Straßbucger kennt vorausgesagt hatte. Nach der
rsten Fahrt des Kaisers durch die Stadt, und besonders nach
zer großen Parade, ist erst recht geflaggt und geziert worden, wie
zies auch früher bei dem Besuche Napoleous III. der Fall gewesen
ein soll. Der „Industriet Alsacien? gesteht sozar zu, daß seit
er Proclamirung der Republik 1848 Straßburg in solchem Fest⸗
chmuck nicht mehr ges hen worden ist. Den engenehaisten Eindruck
zat sicherlich der Kaiser von seinem Ausflug im Landkreise zur
Besichtigung der Forts gewonnen. Seit Karl X. soll kein Sou⸗
deränt, wie die Elsässer sagen, so herzlich empfangen worden sein.
die ganze Stadt kam in Aufregung, als die Cavalcade von 300
steitern aus dem Canton Schiltigheim und etwa 850 herrlich ge⸗
hmückte vier˖ und sechsspännige Wagen mit Bauernmädchen in
en verschiedenen Dorftrachten jubelnd, singend und Tücher schwen⸗
nend den Kaiser in die Stadt zurückbegleiteten und dann vor der
Jräfektur defilitten. Auch der heutige Empfang beim Besnnch der
SZüdforts soll nicht minder herzlich und üderraschend schön ge⸗
pesen sein.
nteressant
st dio in der heutigen Nummer' unserer Zeitung sich befindende Glücka-
inzeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sich
lurch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
lass wir Jeden aut dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle auf-
nerksam machen.
        <pb n="244" />
        Local⸗Gewerbe Ausstellung. Sornmeor- Ruxim
Abonneneskarten à FD. uing auf diehanze nach den neuesten Mustern empfiehlt billigft
Dauer der Ausstelung, sind zu haben bei den Gruppenvorstehern P. Zepp.
H. Schmitt, Köhl, Brunion, A. Beer, S. Kahn, ——— — — *2
ß *
Gincer ie suenAusverkauf musik. Instrumente
Gewerhe-⸗AM usstellung. u Neuftadt aH
Das Comite gibt den verehrl. Ausstellern hiermit bekanut, 3
daß die größeren Ausstellungsgegenstände im Laufe des nächften Ddie
7. und 8. Mai, die kleineren am Vormittag des 9. Mai Pianofortehandlung v. Wilhelm Braun
in das Ausst⸗ lungslotal (Snal oder Halle) einzuliefern sird, damit hier da n Folse sweter Etrantung des Heren Gari Lavu—
am letzteren Tage die Gerenstände geordnet, beziffert und in den Asen Infiruͤmenten Lager Arion⸗⸗ zum Ausverkauf
Katalog eir geschrieben werden lönnen. S. Schin iberromnen und empfiehlt aus demselben unter vortheilhaften
Weitert Ruskunft gtheisa de Gruppepronsteher H. Schmitt, Bedingungen und unter Garautie zum Einkaufs—
— 4 A. Beer, S. Kahn, Günther und greis —e* und Tafel Klaviere renommirter Fabrilen,
VB. Um einem falschen Gerüchte zu begegnen, wird hier noch Sindtnae den ade opr —— Auswahl der be—
erinnert, daß nach den Statuten nur folche Gegenstände zugelassen — Aprit 1877
wverden, welche in der Gemeinde Et. Insbert gefertigt sind. n
St. Ingbert, 28. April 1877.
Der Vorstand
I Schmitt.
Geschäfts-Empfehlung.
Einem hiesigen und auswärtigen Publikum beehre ich mich
hiermit ergebenst anzuzeigen. daß ich mich unter Heutigem am bie⸗
— d H 13d ch
xiedergelassen habe. Es wird stets olzore sein, me'ne ver⸗
ehrlen Gönner durch prompte und reetlle Bedienung zufrieden zu
flellen und zeichnt Docdhachtungsvoll J
*. W. Strioly,
—nmneben Herrn L. Müller, Gerber.

Deutsehꝛe Tepferdestuo
Drgan für Töhpfer, Porzellan-und Oten AX
Zierier und die änmit verwandten Industriezweige

BHerausgegeben von Er nat Haupt.
Verlag: Exrpedition der „Deutsehen Töpferreitung
(Ernst Haupt) in Naumburg asßs.

Erscheint allo 8 Tage. Abonnementspreis pro Quartal
3 Mx. — 2H. öster. Wahrung. Bestellungen nehmen alle
Buchhandlungen des In- und Auslandes. desgleichen alle Post-
anstalten an.

Annoncen werden die dreigespaltene Peétitzeile oder deren
Raum mit 20 Pf. berechnet. Die Aufgabe kann direkt oder
durch die Annoncen-Pxpeditionen von Rud. Mosse, Haasen-
stein &amp; Vogler u. s. w. erfolgen.

Fingeiragen im Postzeitungs-Catalog, 5. Nachtrag, Nr.

14644.*

Ausser Aufsatzen aus der Feder grösstentheils praktischer
dMitarbeiter bringt die Wochenschrift Abbildungen von Bren-
dfen, Schlemmaschinen Aufklärung ũüber Glasur u. s. W. und
Achan Probenummer ratigendfrana«eo zru Diensten.

IILX
garam tirit
der Staat.
— — — —. — — AßAMA—“geeegegege— —
IIXLX —X Ræetheiligung an die
Gewinn-Ohancden
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-
Lotterio, in welcher über
—
2 FIIII. 470, O00 FHaric
sicher gewonnen werdem müssen.

Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld-Lotterie, welehe plange-
mãss nur 79,500 Locse enthalt, sind folgende: pämlich 1 Gewinn ev.
375, 000 Mark, speciell Mark 250,000, 125, 000, 80,000,
60,000, 50,000, 40,000, 36,000, 4 mal 30,000 und
25,000, 4 mal 20,000, 28 mal 15,000, 12,000 und
10.000, 28 wal 8000 und 6000, 56 mal 5000 und 4000,
206 mal 2500, 2400 u. 2000, 415 mal 1500, 1200 u 1000,
1858 mal 500, 300 und 250, 25061 mal 200, 150, 138, 124
und 120, 14839 mal 94, 67, 55, 50, 40 und 20 Mark
a Kommen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur
siceheren PEntscheidung.

Die erste Gevinpziehung ist amtliceh festgestellt. und
kostet hierzu

das ganze Originalloos nur 6. Reichsmark,
das valbe Originalloos nur 3 Reichsmark,
qdas viertel Originalloos nur 132 Reichsmark,

md. verden diese vonn Stante garantirten Original-

LOOSE (keine verbotenen Promessen) Fegen frankirte Ein-

gendung des Betrages oder gegen POStvorschuss

nach den entserntesten Gerenden von mir vor⸗

—XRX

Jeder der Betheiligten erhält von mir neben se nem Original-
Loose uc den init dem Staatswappen verschenen Original Plan
Fratis und nach statt gehabter Ziehung sofort die anitliche
iehungsliste Unnusgefordert zugesandt.
hie Aucablung unä Versendung der Gewinngelder
xfolgt von mir direet an die Interessenten Promt und
unier atrenster versehwiegenheit.

-Jecde Resté IImng kann man einfach anf eine Post-
PnnIngs arte machen.

r⸗ Nan vwenae sieß daher mit den Austrägen
ser nahe beroratehenden Ziehnug halher
ois ZTumi

I3. Mqc d. .
vertrauens — —
ammel fleckschery senc.
gZanauier und Woehsel. Comnptoir in Hamhurg.

— — — — 9
— Motto: Ihr habt
⁊* das Gute so nahe!“
dpitzwogerich-
daft
llererst seit 1871 geprüft,
allerhöchst sanctionirt; rühm⸗
lidst bekannt, ficheres, über
allen Zweifel erhabenes, ge—
wiß auch dankbares Mittel
gegen BrustHals und
ingeeder Bron—⸗
hial· Verschleimung
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Die Resultate sind über—
raschend.
Mit Gebrauchsanweisung
à Flacon 50 Pfg. 1M.
uind 1 Mart 50 Pfg. in
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hat zu vermielhen
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Wiederaufleben der gunkenen
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Gute Verdauung, starke
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allen Lenden. Das große
drankenbuch „Der Tempel
der Gesundheit“ ist für1
M. von E. Schlefsinger,
Berlin 8., Neue Jalobstr. 6
Kozrzi⸗Hey
— —

Des Christi⸗Him⸗

melfahrtfestes wegen

vird der St. Ingberter Anzeiset

schon morgen, Mittwoch. ausge⸗

geben.

Anzeigen beliebe man

schon heute einzusenden.
Die Exvpedition.
⏑⏑ ⏑—[
———— — —— — — c—
F eecmes in St Ingbert.
        <pb n="245" />
        228 22.2 2 82
—A— 2 3 2 5 2 25223 2 —
* 55 — —5—22282 —A—— 155358 5225 *55565335
533 — 3235333358 7535335 2382—2378 530 255
5 — 2 S
555 * 52 3226 2338 * 822 — 22 7 5*828
—A — 8 —* —3— 8 23222 — * 52 522 * ⁊ * 2
— —* 2 — —228 —A — — 552233 —.25 232228 2258
228 * — 523 —5m3 2 — 52 32 — 53553338
20 * 52238 22 —2264 —5. —A 3825 S24 55 Ss
—9 2387 * E 82 *
2z253 5 23 383 ——3333535385 5333223323 68254
2* — — 25 — 7— 323323 *22 825355328 ————
7* 35—5—58352833— 2 —8—338 6333 533— 52253232
2 3 * ß —XRI 2 8 2
5355 8 3335 238358* 884 ———2 2882 5 —A
553 — 33233—3858 3 333 — 535333 5573523—28 ——
55 * 7— ** 58* 2—
53852 552 —3332355 253335358 28535338585 383338
—* — —322 0 ESITIAR. a 520 225 — — 522 —
— — * — .* —2 —— — 2 57 82 52
S585 7 332 275— * E 2 2* — 53 2 285 * —— 2255
3 52 ———6 25257 — * 2 2 I52 —958 — 5528
2 —2 — * — 2 0 — — 228* ——— 28285 — — *
— z 5338 3 3 387
* J T * 2 J —
53533—358333335355 —223 —335 — 3238—3555323 5232553
—— 2 2 2235 5522252 555 22 D—28 8 258 —22 36 8
585352 —28351 — — — — 5655 85 22532 — 9 —
8 33333 3 3733338 36
—2 * 328 532 8
3338377 353733332523 233337233 —33 55 533*
3 55 522 2383 323252 5—«—2 3 532 3— —258* 2z2222 53, —5852
33 *5335523333837 —— ⁊
5753523*53 — —A————— 238353533226 328 S—5*
2 — — 2 22 2* * 8 J
— 5353535353853 33333385
533 2 81 25 5 5328 —A — —32327 3 33 555 538423352
2235 ——— ** * *
* 822
— — 235558
— 232224 22 9 38 — —— 83
533 5533585 325 28* 52 5* 533368—86 252 &amp;X23572
583 8823 2 — 52325235855 — —
8 —55 222 28— — 3 —338667 2z2*88 2255368
585 —E 2522 — —A 2 222 * — *9
s3 3375555 253265 2733 33832 328
5 —jccas 5 —28 3 2—6 * * — ** S
55 655788 67535 3 353—335
55 —7— 25 * 2 * *28 8338 5332 8** — 332
22253*23 523 2Sa ——3— 26
— — ——s55 555853 5523 s527— — ——3 8
⸗ 533 55 8 2 222 7 8 X
—A 228 828 2328525 25 * 528332238358 35 —.35 .*
55 55— 53—— 55 5—252 2—526 222— 8255 —832 7 52323* *2833323223
8 2533552385 53824 553 8 — *22 83 . 3 32 3B5—3586223
55 5»353355 *83238 57 ——z35 5 —5—35———2—35553—33 272
—A —A — —55 8 2 — — E— *
5 — — 22 2 2 7 —E 2 2 22 8
2;3 252 22 *—5.2 — 22 * 2585 22 —* — —— * 5
æ2——— 557— 852 2 ——— —A 322 * — —5 —87 23—5—28328
— 528 258533 25 312332 —— — 2
— — 2,. 23 —3—535— ——5—827 —————
———— —35——5 232— 83233838
2 — 28 7 z. — — 2 8 232 55— —2 2 —88
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2. AS ——33 3z38— 55238333
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88 * —* ——— —28 5 8 —A —— —
—3733 —332382;, —223 5533—5—82 35 —23.2827 — 5* 855222
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3 8 — —27 —— * —— 5 5* 2 2 * —
2 3
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55 2532525S5 58 2 555 5 —

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2 225 — 82 —AAX *
z — — — 2*
555 2 35 —A —A 22553855 35833 5853
2868727 —58 535 255535353 5 52353585 32538 3382 535 853233333
5535 5 825 2588 zis 558s 532858 583 73353 3373383
33 8 —* 2835 253 HEk 4355383 225 —— 55 253352
2 * — 8 2 A—— 22 2 *53 m—2
* 2 —— 5 2z2*8235 355 523 55 —7 5
37 — 32 2313735333 — 8 585—537 —— 58 55 773538383
23 555 575 5535323 5 — 55 5552* 5* — 538
7 8
3 23 387 233 ze 6255387
* 55357865 52333-2553 e 28* 22 583 555 —58 5222382
2 9 * 2*.5 — 22 5 2 *
5 333 33367583 2 —V———— —2z26 53855 524272*
7 *
488 87* 5532257255 553 z355322. 6733 33858 5525578
— 7 452 — 35735 3833 3 ⁊ ·* —A 2 — 5 —— 22 22*
73 3 535315333 3532 — —
255 353 523*55385 352 353833525 522 355* 33522
*7 3 — — 5* 22 2325 —A 5 5*8323 222
7 —E — — * 58225653 25* 2 5355 65 * 222225
32165 2 2 5*32 32 — —— 02 * A—
2 24095 2**7 —25806 J1 —3 2 — — 29 “7 25823 2*
233 —88237* — 252 58553 383**8*
z85533285 22533232 3535538755353555 — —
J * ** 322 58* 22 2 28* 5 —
32 2 5332— 5338 3—35232 55 — 3 , 35**
c — *8 — *22 55253153873 52 5325 2 — 3
* 2 * 228 28 — 1* —— — *—2 5 — *8 — 3 — 322 — 2
E * S 5* 3— 2 2 * 8 5 * —3 — — 2 23—
2 —28355 2 8 2 22 — — 52, 532 85335*55
e z 58
35383 3337 222333 3375 53883352335* 3583
55 8 582 5* 5335 557 *»5 5333383325 ——
—A — 55 — — —25 *28 20 326 * 323
2 22* 2232335 3358 —422 — 228
5A 52 58 * A
22 ä!F
2 2 2— ⁊ 2222
— 32 52BI322 325— 33353 22 32
5 —55223282 353555 —355 523383335535355 53355 525 — —
2535 33353 35 335—36 335325 2236835
5 * 533 * 23 — ⸗ —— — — —
25338-325 55335 373 533—4—335— 322533 —53383 263727
27 — 53255 —2 23 — * * 253 — 22— — —— ——
7 —29 — 7 — — — * 82 2 — — ·
—A 2 355 55585.23272 5555 322 53835 * 5335
8 T« S * —2 XAE *— — —
5— ——— 2 * 2 2 8 * 2 —— 22 2 28 2 2
8333 753533 —— —z88—33332223 83338 3 58 —535*
* 2 —22 * 255
58 38353 —5, 38 3323835*83 ———8 3 73383 52358
S* * 5353323 5z38232 —7 2 2829 a52 — 238 E — 42—323
3 33 335353 3333 23535 62333. 5331255
—* 3 2 * 53225 — 2 2 52 2 — * 3 2 2 E
—2 22 5 —282 5333222 78 — 2127 ——*— 32 228
— —x 3522 —————— —A 2 26 55 3255 3
5 3 22 2 —A 8 8 2 — 33 * * 5 35 —E—
———— 25328 333853 33328 338333752
2 522 — — —2 ——— —5— 252 325342 53 *
2328 35 2222 5232 552353555 285 —*
2z225*238 * 32 23 — 8 2— 3 —57c 25
33353838 58188 353832 355532 33355 55383338 253533836
— 2535323 3 — 22222923 2 — 32 .5 58
3 —A—— 222 * — »3z5268 22853 4 — 2* 2—— 3*1— 2 5224
58235 *352 2535355 25555 258 2353 5585—283 53 23258
* —— —
—38—53822 83355 333835 2—8253258 51 XEX — 4
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        St. Ingberler Anzeiger.

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zer St. Jugberter Anzeiger und das (Z mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei.

sage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Marl 20 R.e Pfg. Anzeigen werden mit. 10 Pfac van Auzwärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Kaum, Necla men
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
77
— — — —5 . — ——
72. Donuerstag/ den 10. Mail * 37 J I1877.
Deutsches Reich.

Aus Metz, 6. Mai, schreibt man der „Straßb. Ztg.“, daß
der Empsang des Kaisers in Metz nitt minder imposant—eher
noch glänzender war, als in Straßburg. Man ‚weiß, daß es im
Bemeinderath. Beansandusige rines für die GEnpfangsfeier zu be⸗
vlligenden Creditz gab, und versichert dazu, daß der größte Theil
der Metzer Geschäftswelt mit jenem: Votum des Gemeinderaths
aichts weniger als übercinstimme. Darauf hin bildete fich, natürlich
mus Einge panderten', ein KTomlte zut Beschaffung der Miltel für
die würdige Ausschnückung der Straßen vom Bahnhöf zum Bezirks—
präsidial-Palaste, wodurch in wenig Tagen ctwa 7000 M, auf—
Jebracht wurden. Man erjzählt sich allgen ein, daß auch E'nhei—
nische si h splendid an dieser Sammlung betheiligten, wohl weil
sie es mit der: Schicklichkeit und guten Lebensart für übere' nstim⸗
nend, auch im praktischen Nutzen der Stadt Metz gelegen hielten,
uu einem dem deutschen Reichsoberhaupte geziemenden Empfang bei—
zutragen. Aus den zusammengebrachten Mitteln wurde die Strecke
zour Bahnhof· ab in veine· glänzen de · Ehreupforie· verwaudelt. · Der
tuͤrmifche Charakter der demn Kaifer in Metz gewordenen Be⸗
rüßung hielt derjenigen; in Straßburg vollständig die Waagẽe.
Das Gewpge und Gedränge'in den Straßen währte bis zum späten
Abend.In-dem Absteigequartier des Kaisers waren zum Empfang
nit den Spitzen der Justiz- und Verwaltungsbehötden der Bischos
don Metz, Dupont des Loges, daun der Präsident des Bezirkslages
don Lothringen, Notar Adam anwesend. Der Kaiser wurde von
dem Bischof geziemend begrüßt und unterhielt sich kurze Zeit mit
demselben. Rotar Adam sprach seine Freude über des Kaisers
Ecscheinen in Metz qus,, von dem er hoffe, er werde der Stadi
ind dem Lande zum Heile gereichen. Der Kaiser erniederte, wenn
voir recht berichtet murden, daß der gute Wille der Bevölkerung
u solchem Endzwedce viel werde beitragen können. Späler empfing
der Kaiser den Bezirkotag noch abgesondert, bei welcher Gelegenheit
stotar Adam d'e beiden Wunsche formulirte, daß die Rücklehr der
Optanten erleichtett und bezw. des Fortgebrauches der französischen
Sprache entsprechende Maßregeln getroffen werden wöchten. Der
aiser erwiederte, daß ja bezüglich der Optanten, die zurückzukehren
vünschen, schon Vieles geschehen sei. Abends waren eine Anzahl
Räuser im Inuern der Stadt reich und geschmackoboll beleuchtet.
Dem militärischen Zapfenstreich war ein Fackelzug verschiedener
Vereine vorhergegangen.

— 5 14

Aussand.

Paris, 7. Mai. Die Antwort Englauds auf das lette
cussische Rundschre ben machte in Versaslles einen so tiefen Eindruck,
oaß heule allgemein die Ansicht herrscht, Englands Eintritt in die
Attion stehe üahe bevor.

Konstantinopel, 5. Mai. Edhem Pascha erklärte in
er fürkischei Kammer, die Pforte sei nicht in Verlegenheit wegen
er Mittel zur Fortführung des Krieges. Was Griechenland an—
pelange, so könne man außer Sorge fein, da die Haltung Enzlands
ie griechische Neutralität vollkommen verbürge.

Petersburg, 7. Mai. Ein Telegramm an den Kriegs⸗
ninister aus Tiflis meldet, daß bei der Armee nichts Neues vor⸗
gekommen; das Unwetter dauere fort.

— Vermischtes.
2St. Ingbert, 9. Mai. Die Eröffnung unserer
ocal⸗Gewerbe-Ausstellung wird also wirklich nächsten Sonntag,
den 13. ds., wie bestimmt war, vor sich gehen.

Die schönen Räumlichkeiten des Oberhauser'fchen Lolales, weun
ie auch nicht die notzige Ausdehnung besitzen, um Produkte der
siesigen Großindustrie in ergiebigen Maße aufnehmen zu können,
zergen jedoch eine Menge gediegener Repräsentanten des Kleinge⸗
verbes, welche uns ermuthigen, unsere Nachharn auk Nah und
Fern zum Besuche der Ausstellung einzuladen. Sie mögen kommen
and schen und wir hegen die Zuversicht, daß sie manches über⸗

raschend solide Werk unserets Gewerkfleißes vorfinden und als
iolches anertennen werden. ι

Mnsern Pfälzer Mitbürgera. ist die Herreise noch dadurch be⸗
oudets nahe gerückt, daß einfache Eisenbahubillete nach St. Ing⸗
ꝛert, hier; gach Löfungs eltjer Ausstellungstaxte (80 Pf.) yn der
——— sommnais deeout⸗
villete Geltung haben. u eιν. —

— Prirmassenm 3.! Der Sohn des hiesigen Mehlhändlers
F. Levy hat? den T. Preis der. Mannheimer Pferdemarkt Ver⸗
loosung, einen eleganten Bierspanner int Werthe von 7000 M.,
ge ACnnen. Das Loos hatte der glückliche Gewinner zum Geschenk
rhalten.

F Die in Pqu dation getathene Leinenzwirnere Otterberg
vird von ihrein dermaligen Eigenthümer in eine Baumwollespianerei
imgewandelt wit einem Kostenaufwand von einer halben Million
Mark: 4838 21

INeͤstart. An Pfingsten werden hier die Delegirten
»es „deutscheg Hriegerbundes“ tagen; das Ehrenpräsidium führt
Beneraslieutenant v. Stotkmak“ Am Samstag findet der Empfang
)er Gäfte Statt, aui Sonntag und; Momag die Berathungen,
enen“ sich Concerte, Bankett und fonstige Unterhaltungen an«
chließen, wozu die“ Kapelle des 60. Infanterie⸗Regiments aus
Veißenhurg bestellt ist; für, Dienstäg“sist ein Ausflug auf die
Narburg und für Mittwoch ein solcher auf das Schänzel in Aus—
icht genommen. —7

.Annweitler, 7. Mai Gestern stürzte ein Gymnasiast
bon Speyet auf der Burgruine Trifels so unglücklich, daß er sofort
todt bliehß. 6. A.) *

x—Frankenthal, 4. Mal. Dem Fährmann an der Sand-
hofener Ueberfahrt war gestern der Transpott einer Schafheerde
ber den Rhein übergeben und Zrachte er die erste Abtheilung glüc
ich an's diesseitige Ufer. Bei der wiederhohlten Ueberfahrt sprang
in der Mitte des Rheins ein Schaf in das Wasser und die Ue—⸗
hrigen folgten blindlings dem gegebenen Beispiel. Mit ungeheuerer
Anstrengung gelang es endlich dem Fahrmann mit Hilfe des in der
Fähre anwesenden Schäfers ein Schaf zu erhaschen und in dieselbe
zu ziehen, was erwirkte, daß die übrigen Thiere gleichfalls ergriffen
und noch iu rechter Zeit iu Sicherheit gebracht werden konnten.

F Speyer, 7. Mai. Der Landrathsabsch'ed für die
Pfalz ist h'er eingetroffen und hat u. A. auch die Genehmigung
der drei weiteren weltlichen Kreisschulinspekioren gebracht.

Wuürzburg. Einem hiesigen Blatie zufolge ist der Wein⸗
chmierer August Wannfried wegen Meineid am 830. April Abends
per Droschle in die Frohnfeste überführt worden.

FStraßburg, 5. Mai. Der Kaiser hat 8000 Mark
jur Bertheilung an hülfsbedürftige Straßburger und andere reiche
Geschenke an wohlthätige Anstalten gespendel.

F Metz, 7. Mai. (Brand der Kathedrale.) Unsere
chöne, altehrwürdige Kathedralkirche ist von einem schweren Brande
zeimgesucht worden. Gestern Abend fand zu Ehren der Anwesen⸗
Jeit des Kaisers festliche Beleuchtung der Kathedrale und auf der
Plattform des Thurmes großes Feuerwerk statt, welches einen
orachtvollen Verlauf nahm. Um 4 Uhr heute Morgesn aber er—
önte plötzlich die Feuerglocke und stand der Dachstuhl des Mittel⸗
chiffes in Flammen und brannte vollständig ab. Die verbrannten
Balken stürzten durch die Decke der Kirche; doch gelang es der
Anstrengung der Löschmannschaften, welche Spritzen auch im Innern
des Domes aufgestellt hatten, dem weiteren Umsichgreifen des
Feuers Einhalt zu thun. Wadrscheinlich war ein brennender
Feuerwerkskörper auf das Dach gefallen und hatte dasselbe, vom
scharfen Winde gefacht, entzündet. Der Kaiser und der Kronprinz
waren heute Morgen auf der Brandstelle. — Der Dom ist Staats—
eigenthum. Die Wiederherstellungskosten werden wohl von Land
und Reich gemeinschaflich getragen werden..

7 Köln, s Mai. Ja dem Processe des Finanzministers
Camphaufen gegen den Fabrikanten Baare erkannte das Zuchtpolizei—
        <pb n="248" />
        zericht den Augellagten der öffentlichen Beleidigung schuldig und
berurtheilte ihn eine Geldstrafe von 500 Macrk,, sowie Publikati on
zes Urtheils in der⸗, Wistphälischerr“Zeitung“, der „Düffeldorfer
Zeitung“, der „Elberfelder Zeitung“ und dem Düsseldorfer Anzeiger“
auf Kosten des Verklagten.
pWiesbaden, 5 Mal In Mittelbeim explodirte ein
Dampftessel in einer chemischen Fabrit. Drei Menschen todt, die
Zahl der Verwundeten ist noch nicht ermittelt.
3 7Oi naber üch, 80. April. Seit acht Tagen passtren mit
den erstenMorgenzügen der Cöln⸗Mindener Bahn grose Geschütze
von Kenpyhp in Essen unseren Bahnhyf, um nach Bremerhaben ge
jandt zu werden, von wo aus sie durch Schiffe nach Rußland
weiter besördert werden.

——
Dienstesnachrichten. 6
— Die Administranon der Pfarrei Ramberg wurde dem Caplan
von Meckenheim, Martin Günther übertragen.
—— — — J — —— — —
Fur die Redaction veraniwortlich: F. R. Demeß. J
Socal⸗ Gewerbe⸗· Ausstellung.
Abonnementskarten à TM. Zültig auf die ganze
Daues der Ausstelung; sind zu haben bei den Gruppenvorstehern
OriSchmitt, Nöhl, Brunion, A. Beer, S. Kahn,
—BGuünther und Schlick.
B30oOrIMCBI- xĩmm
—
P. Zopp.
ö— — — — — — — —

Pauptgewinn ev. Act. 3 IGDUuO, ICObVbo, I0bvv
8 —23 — *xGlück u. Segen cc. xcc..

Praͤmie 250 600.. durch Betheiligung Im Ganzen betragen
Bew. 125000, 80000, an der vom Staate garau⸗ die Gewinne über 7
30000, 50006, 409000, tirten interessauten Millionen 470000 M.
dododod, 3oo, οο großenWWreeichsmünze.

Hamburger Geld Lotterie

welche nur 79,800 Loose enthält und in welcher in wenigen Monaten
in 7 Abtheiluugen im Ganzen 12000 Gelde Gewinne, unter welchen
die obigen großen Hauptgeldtreffer, sowie sonstige großen Haupt · Geld·
Bewinne sicher gewonnen werden müssen.

Zu der demnächft stattfin denden Gewinnziehung der ersten Ab-
theilung, zu welcher ein ganzes Originalloos uur 6 Mark,
ein haͤlbes nur 8 Maͤrk ein viertel nur 1M. 530 Pf.
tostet, bitte, um alle Aufträge ausführen zu thunen; die Bestellungen mir

vor dem 18. Maisd. J.

mit dem baaren Geld-Betrag oder durch Posteinzahlungskarte einzu⸗
senden; auch sende ich folche durch Postnachnahme. —

dDie sammtlich mit dem Staatswappen versehenen Ori-
ginalloose und die amtlichen Gewinnlisten und Gewinn—
gelder sende ich prompt und verschwiegen.

Laz. Samis. Cohimn.
Haupt⸗Comptoir. Hamburg.
α
35 1 e
—4
Nachrichten aus Amerika.
13 &amp; 24 Chatam Str., New-vork.

Diefe Zeimng erĩcheint monatlech in New-PYock und enthält
die Nameu der Deutschen, welche in Amer'ka sterben, sowie die
Rameu der deutschen Soldaten, bie während des ameiikan schen
Zrieges von 1861 bis 1865 gestorben sind. Ferner allgemeine
interessante Nachrichten aus Amer ka.

Spezialität der Redaktion: Aufsuchung Verschollener, Be
schaffung. von Todtenscheinen, und Auskunftertheilung über Ame⸗
eita u. s. w. J

Preis per Jahr 4 Mark, porlofrei.

Probenummern 10 Pfenn'ge in Postmarken.

Zu beziehen durch den Verleger, Wm. Raich, Post⸗ Rox 5590.
in New-PYork, oder die Herren Vertꝛeter:

Joh. Wilh. Borneman,, Göppingen, Württemberg.
). Töring, Gießen, H ssen.
Focob Zahm, Rheinheim, Rheinbayern.
Ferd. Vornemann, in Bergen bei Celle, Hannover.
Th. Schneider, in Engen, Baden.

Tolporlteure gegen hohe Peovision werden verlangt.

— — — — —

Tabelle zur Bestimmung der deutschen Holz—
zewächse nach dem Laube von Dr. A. B. Frank. Leipzig
ßerlag von He Schmidt untz C. Günther. Preis 30 Pig., ir
Parthieen nur 20 Pfg
Auf Veranlassung medrerer Padagogen ist diese Tabelle heraus—
Jegeben worden, weil eine solche bis jetßzt in keinem Lehrbuch existirt.
die Tabelle ist eben so gut für Anfänger, wie für weiter Vor—
jeschrittene nützlich und anregend, das Büchlein wurde sofort in
nehreren Sctuien eingeführt, der ganz beizl linge Preis exrleichtert
zie Einführung.

* — —
Interessamnt
st die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich befindende Glück,
Anzeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat gieb
lureh seins prompte und verschwiegene Auszahlung der hier and in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworbon
lass wir Jeden auf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle auf
nerksam machen.
— —

Geschäfts⸗Anzrige.
Meinen werthen Kunden hiermit die ergebene Mittheilang.

daß ich von heute an das F J

Tüncher- und Anstreichergeschäft

auf meinen all inigen Namen übernommen habe und wie biher

weiter betreibe. m

Sl. Ingdert, den 8. Maĩ 1877.

Hnupt-Glewinal Glücks⸗ Die Gewinnen
— Anze i ge. garantirt

375, 000 Marx der Staat.
— — — D— , —

BEinladung æur BRetheiligung au die

G6ewinn⸗Ohancen

der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-

Lotterie, in welcher über

7 DI. A703, OOO HarIx

sieher gewonnen werden müüssen.

Die Gewinne dioser vortheilhaften Geld-Lotterie, welehe plange-
mũss nur 79, 500 Locse enthält, sind folgende: nämlich 1 Gewinn er.
375. 000 Mark, speciell Mark 250,000, 125,000, 80,900,
60,000, 30,000, 40,000, 36,000, 4 mal 830,000 und
25,000, 4 wal 20,000, 28 mal 15,000 12, 000 und
lO.O00. 23 mal 8000 und 6000, 56 mal 5000 uund 4000,
206 mal 2500, 2400 u. 2000, 415 mal 1500, 1200 u. 1000,
1358 mal 500, 300 und 250, 25061 mal 200, 150, 188, 124
und 120, 14839 mal 94, 67, 55, 50, 40 und 20 Mark
und kommen solche in wenigen Monaten in 7. Abtheilungen ⁊ur
sicheren Entscheidung.

Die er ste Gewinpziehung ist 4wtlIich festgestellt, und
kostet hierzu

das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,
das balbe Originalloos nur 3 Reichsmark,
das viertel Originalloos nur 12 Reichsmark,

ind werden diese vonn Stante garantirten Original
Loose (keine verbotenen Promessen) geg frankirte Din-
sendung des Betrages oder gegen Possstvorsehuss
nach den entsfernutestein Gegendem von mir ver-
amcdi.

Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original -
loose auth den mit dem Staatswappen versehenen Originas Plan
gratis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtliche,
ziehungsligte Unnusgeford ort gugesandt.

Die Auszahlung und Versendung der Gewinngelder
erfolgt von mir direct an die Interessenten Promt und
unter strengster versehwiegenheit.

P Tede RestelIInng kann man einfach“anf eine Post-
einzahluungstkaarte machen.
VUnu wende sieh daher mit den Aufträgen
dernnahe bevorstehenden Ziehnug halber
bis Tunn

14. Mqcit IC. J.
verirauensvoll an
Samuel hechsehery sent.,
banduier und Wechsel Comptoir in Ham burg.

— — 2—‘ —————
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in St Ingbert.
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z3355 53538 — — 55555 577 2 582 36
z8855 25235 355 z235558 223 335 3333735 —
5** 2 5563 — —— 8 2 52 222356 25223* — 85 533575— 5*
——2222 — 573 5 — 522 5732 ——3 2 z22358 58
282 — 8 * —z28322 —8 *— 55 5388
533 5
— 2 5655—5 35—365— —— 52 2
—555 2—57 * GGGOF 2222 * — *—8 — 25 2 —— —8*
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J 55565.57 578 5 525383 325 5 2332322 2855 8*
5553z3832523 535 —A— 55 *583255 —5*5385 8 3253*6 22
37538 8 5 253238 3333 13583233 *
3333553 755 388 — ———— DS —— 3528 —— ——
25
5283 —— — 55 — ———— 2 — — 3272758 5 —
—. 8 Eẽ — 2* — — * 52322 2 — — 5
* 338 — — 0 5—2 3883 —
3 335 3 3 33 3
3 3 5 —35835382838538
7 32s3 33357
552352355 ———3 358 5 558 — 33387 — 5523
52 326 33 38—8 2535335586552
25 — 75 233833258 24 555* 5*325 7 8
—2 5z0* 23355 — 5 —2 5 — * 5 S55 5 835 — z233 538 —
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5 —* * 222 22 — * 32— —M ——— 2 —2 5
225 —3. 2 22 2 — * * 5— 38232 5377 ———
2 3. — 5 5*8 25253 235 58 35* z538233 ———— — 3555
21 2 35 857 5 238336 E2— — ——— Ee B
E — * — —W

— 52 12
582583323338 —2 ⸗—
* 2 2 * —*
23553 3335 3833 7æ5 55 5383 578 7 5 78
* — 2 — — j * * — 2. T J * — — 3
28 ——— 72 — 3..*8* 84
3855 535287 42567 —
5EBES— 538 2226 — 8582826
27 — 5783 2325 —A — 75333*
* w 2 3 — — — — 27—223 52 I
—z756 —5 52858 —A— 275 *538* De— 22
553*538382 3 8 53 33*82
23z52 C * * * —252 — 2— — 2 *
— 2 a *5 3522832 — ————
8 —m5—5225 2 —J J5 5s 5883 —2583*
235 — — 85 — — —A 57 85
2 * * —2*22 23 — 55c5 5 245 *22 — —
T — —8 —222 — 3—*3
»2z2553 5 — 32 8 c 5652 TZS232
322 — 83 2 4 * —z 52 — — 523 *I3R
55335323832—— — *2572 23 5232 E
332383— 522* —c— — — — . 24 — 3*
B8355— — — 5328* ———— —— 28258 5
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c— *25525 — *— —— 239 22—* 3535 5S *
— — — — 55 28 — »27 5 »8
—55755353 5—353 553 322 333 57. 53
238532 —— — —583 83 38* 5 5 202
—»2853852 2 REB2 538323 78335365* 2282
2255 2 *5 . —— 2335 52— 258 58622
538.5 52* E 2 —A —35225333 53505
— 53.c.27 —A— ẽ 55
— —55555 627 ——2 3* —AXX 2
55.235535853 — ——— 535 —285— —25 56053 *
* 2 2 —3 555352 — — 2 2 —— 2 D2*
— 28 55 — 2 328 * * 2
* 2 55855 —53 833 35 — 252238*
2 25528 23223—8—

*
355
S 58 5332
2 — — be
d — 5 325 *
— 2 2 283
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55532 5z38 838
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335 533 5255 25 54 22 ———
— 83535 333333 5 353 78 38*
33533555 333 27 7—2323 837
283552 ———
533533338 38732338 3355 534 ——
2 * — —— 2z235— — *
— 3 33 * —— 327 5 — 3325 — 2535
* * 22 — 335 — 2 —— 3 323 8 —— 5 3288 4 —

* 8* ————— — 7252 3— 53355353 —35 27— 55 —23283865 SS —
22 —3— 558 7 — —— ;7522 * S 2 — 22 *
5 55 8 3 * — 5235 23 22
13533 3635 ——— 25335333 33 33333 5
* * 3 — 7 3 133 ⁊* 2 —8
23 335388 258 353 3
— — 22 ** — 2 6 2* 22 — 2 2—— *8* — 22

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—3 25 7* 2* 52* 52* 3535. 53833— 8

7 2325555 3333355 378* 355 2323 — —

—8 — —— — 4 23235 253235 8 7 23 5355

7 — 22** 58 R.* 2 —— 2 —— 2* * W —Xä
—R ** 82327 — 2 — 25 3335523 2 2 383 —ẽ ⸗
EF 287 —— 5333 — 2* 7 *853
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*5 —— 32 —3 8 2 5 —* — 22 — 333233 2— — — —
—— — — 8 353538* 33377 2322 *2* 5533

*832 3358 2 2535853 283 ẽ —— — — 53288 —

85 —— 2 — 532 * 32 — 753233 J— 58 Z
— — — * * * —A 55 3326 —2752
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2 2* —— — 2 * 25 2 — — 8 — * 233 2
333383253 2535 — —— „5285 ** — 8

* —3 — 337— 22 * —2 2260 5 27
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2* 2857 2* — — — —X z583 28 75 3128
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g 28333385 3325553 525 — ————
2822 7228 — —— 558 5753 5 —828 8*
2 —A—— 22 5335 — 3 — —823325 88 —
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22 —A— — — — c 53822 *8 * E
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p * * 35538 5 55 8 5555 328 V
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J 52 2 S —— 5.5 —E F S8 — *
J 2 24 3 23 — — * 2 — 82

35 *86 57322 3 *52 38 * —*— ———

— 55 — 28 2335 53 3258 32* 2

* 323* * —— 3833 ——— 335328 33

5553 538 533 5 35* 3 338— *
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8232 — 3*233 — 8 5 232335 353334 323 825*
22 2 — 28 ——558 52532 3385 837 382
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— 25 2 5 * 32322 58c65 — 3 —— —
M 538 35 23838 — — 288 2285
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522 55557 5333558
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—5527 *2 * 5* —— — 5*3 23522 273 —
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J—— 2 5*338 83323
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ð *25— — — 72 — 2 * — E
23 323— 7 2.22* —A 8 2323 7.235* —25238. *
2323 333333632
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* 585222 * 833 235 2 —
52 332385
7228 —223228 522.5
—— J— 57 —J *
*85 8* 25858
325* —22 — *
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29

55233558393385 3
— 3 3 55
— — . 238 — 558573 27 5
2 223ñ 25253 5— —8——3577 552392 5 7— 52 *
798 — 3 — * — 7 2. 3 * 223 3*53253 57223
3. BR 2523 535 — 8 557 5 72.2 — —
—— 858 8 —5733 526565 8 ———— 13222 8
—A —2 28222— —282 F 53 —
Isg3
*525* —5 — —F — 24 8.
——2338—83638 333
832335 —3233 5 3—58 2 25* 5 33— *5335 2 58233
143 75—3— —3 — 333——3832 v—237* 525223 2 58 235 7 6
z 34 2* —— 25 * —— 335* 27 2* 2. —
——— 4. 2 82 22.2* 25 * 2 — — — 2 0 3 —F — 25
— 22 — — —E —7 — — * ——
22.87 — 8 5 2 2* 2
2523 223 3 —3 8338838 2.55 53 ——— 0 — 224 38 3535
— — 2325.2 5— 8 822 278* 52 —222 58235
22 32——2383 3 535 32——5335 338 —— 522230
32.5 *35 J * —x 52 028 — —— 53 2395
— * — * 52 —* * 5. —
25733 38 5333 3 — — ——
5323813283 2 28* 5323 —— 3333 * 33
2. * 2* 8 7— — 2 * 22
2283 *833 3782 * 3 83 22
255 5 7 3 3 5—52223—325 3532328 2
23223833 32. 3 253 q5 2. 5 —2838 * 52327
133333233* —5 — —3* 3833335383
—35— 33—33— 25 s8 —— 235
*233 —3 —3 555335*5*
28 2562.37—38732 .5 3353883 358 2833 2 9
5853— —35323 *5 333373 —3—333333
2 2 5 2 * 2 J —— 3
— — ——5— —233553 33*33*5* 32.3 2322EBB B3 3533

—

22722 25 38388
538 578 s5532 33—35 5335
58 55 3
5S. 5 522 223372395 2812
⸗ 5523 — 3533245 *
— 28 223 —— 285
— —— 223838832325
325 262* 228523 — ——
2 2 2 77 232 220 56*32 2 23 *
233. 52 3 —352 587 5362.8 23*275 —
— 288 2 2223
52 —3 RBB* 2 35 82326 —Ar
——
2583 752 23333 53 338 153
— 352— 23332373 —522 8 8
33323383 33333 5*2 —833652
282. 3333 823323 25333 2
— —
A — 33832 *83 X Ss 5723*23 F
52 5 323 3.3 — 32 —A—
A —5553—5 253383 3682 25358
5328 32 8 22 2 * —2 E 52 222
* 2 s 33,*8* 3538 2 — —
w 2 0323252 2 2.3 2 S25 87
20 3— — 2* — —— . —
·5233. 23 * 53223523 5373 222
2*233 2.3 255 —„523 —
22823342325 2 25 8
* B——883 223 72350 52*25
38 3 2235 225. 2 — 5 58
72. ——22 3228 * 2—3 8* * *
——— 258
757 2532073 25623 —
*E36 2538 583 27
*» 7 2
— 2 223 58—7 8 2598
2 —A —— 556 —22235
* *52 2232 ⁊ —2522
532 3233325 22822

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2 3500 578 3 —SeS — — — —
—5898 333283 *s5. 35.3 58 5333*8
23282322338 255 32835338 323 35
* * 535 *23 * 2*583 — — 357
* 2 2 3835* 22732.2 —25 222532 —8
782 8 * 2532 2 8 2.2.* 32.2. 2 25 7 —A——
2 S S28. — 32 57 ue 2726 * —— 2
5. 4 ——X 32 288 2 53 2 2 * —— 2
2 — t 52538 22860 — *
28 3335525355 25323333 32
3 — —33 s5*2 55 3——25533 25 29
8 *7* — IXMXXX — 8 — — 2258
»333 3*3 223 —388238 28
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82* 9 2 23 —3235335238 2 ** 2 23 J 3.2 7
3 æ. 2 7* 53223 3 22 3253 2.2 * *32 2*
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— e⸗ — 22 287 25 235 S. 2527
525* — 7* 855** ——2227 * —A 2 E
5 333338 2223 *237533 35323
53 23. 5 * 72... 33 2 — N8 E 735
— —— — —722 258 — — 38
—— 238 2 7 — cqꝛ * 2 — 2 22 * *8
55 3828353333* * * 8 J
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227 8 ⁊ 2222 37 223 2 2
32383333333333* 52 3385 332382
S. 2 222. 22 2 3z 3 — 33783
—* 2 * 2 — 2 —3** 2 — 52 522
227 —82 2 * 2:2 * 3 2 22 2* F — * 285
27 2 22 —— 2 — 83 28

53 48 5

F * 2z2352 23 26 S 2 7 22*37 *2 322

2 ——— —5833 33532833327 3 322
82 —z5333 3 3333335 s 22 — — 83
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        <pb n="251" />
        Sl. Ingberker Anzei
Anzeiger.
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her St. Jugberter Auzeiger und das (Z2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illuftrirter Eei-⸗

läge) 9 erscheint wochentlich ÿpiermaal: Dieustag, Donnerstag, Samstag nud Sonntag. Der Abonnementépreis beträgt vierieljährlich

J Mark 20 R.⸗gfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclam en
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
7

* —
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20

SEonntag,- den 18. Wai . 118877.
——
Deütsches Reich.
Bexlin, 9. Ma'. Die „Provb.⸗Corresp.“ schreiht Miste
Juni werde die Reise des Kaisers nach Ems, im Laufe des Juli
poraussichtlich eine solche nach Gastein erfolgen. Fch
—3 Berlin, 10. Mai. Kaiser Wilhelm ist heute früh Punkt
Jalh 7, Uhr auf dem Potsdamer Bahnhöfe wohlbehalten eingetroffen
und hat sich im oöffenen Wagen sofort in das Palais begeben. Er
wurde vom Publikum in den Straßen lebhaft begrüßfßt.
sstand
Wien, 10. Mai. Aus Galatz vom heutigen Tage meldet
die Polit. Korr.“, daß diesen Morgen 800 Kosaken auf Barken
don Braila übder die Donaun setzte, um Chiacit zu regkognogziren.
Belandet nhießen sie auf eine größere Abtheilung Beschi⸗Bozuts.
Es entspann sich ein lebhafter Kampf, welcher um Ii Uhr noch fort
dailerte. — Auf beiden Seiten waren Todte und Verwundete. Drei
russische Kanonenboote, sind von der Pruthmündung nach Braila
abgegangen. Die Russen bereiten hier einen Brückenschlag über die
Donau vor. 3. 3 We ae
oüdorn, 10 Mai. Reuter's Bureau meldet aus Malta:
Det Herzog von Edinburg ist an Bord des Panzerschiffes Sultan“
nach Kreta adgegangen und begibt sich von da nach dem Suez⸗
canal. — 24 3
Polnische Agitaloxch hatten am 4. ds. eine Versammlung in
Lem berga n welcher. die Polrtik der Polen imtürkisch ruisischen
Frsesn sestgesteln wurde.Es wurde dort der Beschluß gefaßtn
hem gaͤnzeu ehemaligen Könihreich Polen Filialcomites zu gründen,
mit dem Zweche, ein poluisches Armeecorps anzuwerben.Die
Freiwilligen versammeln sich in Kars uad die polnischen Agitaioren
zeben sich der Hoffnung hin, eine Armee von mindestens 80,000
Mann zusammenzubringen. 6000 Manu sind hereits nach Kars
abgegangen, und in kurzester Zeit dürfte Graf Plater Namens des
geheimen Nationalcomites mit einer Proclamation an die Polen
hervortreten. Von einer Insurgirung Polens wurde mit Rückicht
auf Oesterreich vorläufig abgesehen. Pian will die österreichischen
Brenzen nicht beuntuhigen, da man polnischerseitz die ernste Übsicht
hat, mit Oesterreich in Frieden zu leben, denn, das Endziel der
polnischen Bewegung ist die Errichnung einer Habsbucgischen Se⸗
uidoͤgeniuur in Polen mit dem Bruder des Kaisers, Erzherzog
Karl Ludwig. J —
Nach, einem Telegramm des Großfürsten Michael vom 9. Mai
aus Tiflis bes zten am 6. Mai unter gleichzeitiger Vorschiebung
liegender Detachements das Regiment Grabbe und sechs Sotnien
Kosaken die Siadt Kagizman ohne Kampf. Ja der Stadt wie
im ganzen Sandschal ist unsere Verwaltung eingesetzt worden. Die
Zinwohnet erklärien ihre Unterwerfung. Am 8. Mai wurde durch
den General Scheremtjeff mit dem Tever'schen Dragoner⸗Regiment
und drei Sotnien Kofalen eine Recognoscirung nordwestlich von
stars ausgeführt. Beim Zurüchttehen in ihre Stellungen hatte
die Colonne einen lehhaften Zusammenstoß mit feindlicher Tavallerie
und ver Bataillonen Jafanterie, die aus Kais ausgesallen waren.
Cine Schwadron Dtagoner und zwei Sotnien Kosalen drängten die
feindliche Caballerie hinter die Bydiktschai⸗Berge, wurden aber beim
weiteren Vorgehen von verdeckten türkischen Batterien und dvier
Bataillonen aufgehalten. Hierbei wurden auf unserer Seite durch
Artilletiefseuer ein Dragoner verwundet, zwei Pferde getödtet; durch
Bewehrfeuer zwei Offiziere, fieden Gemeine und ein Kosakenpferd
verwundet. Der Verlust der Feinde scheint sehr groß zu sein.
New⸗York, 10. Mai Wie hiesigen Zeilungen aus San
Ftankisco gemeidet wird, erhielien die in amerilaneschen Gewaässern
zefindlichen ruffischen Krie goschiffe Befehl, sich' zum sofortigen Ab⸗
zang nach Europva bercit zu balten.

F Weisenheim sa. S., 9. Mai. Gestern Nachmittag
zreignete sich hier auf öͤffentlicher Straße der Fall, daß der Sohn
pon Bernhard Daut seinen Vater derart gestochen hat, daß an
einem Kufkommen gezweifelt wird. Derselbe traltirie vorher ihr
Pferd derärt, daß ein Haufen Menschen zusammen liefen. Diese
That ˖ auf öffentlicher Straße zeigt eine Verwahrlosung des Gemüths,
vie sie selten bei Kindern gefunden wird. Wie wir von anderer
Seite hören, ist der Vater lebensgefährlich verwundet, der Sohn
lüchig. D. A.)
FAus Bayern, 6. Mai. Ein drastisches Recept, den
Breis der Lebensmittel herabzudrücken, haben die Weilheimer er—
unden; es wird nämlich von Weilheim berichtet, daß dort ein
Brandbrief an den Magistrat gerichtet wurde mit der Bemerkung,
aß, „wenn Brod und Bier neuerdings aufschlagen würde, Brand
gestiftet werde.“— Die Bierbrauer wurden vorgeladen und hitrvon
)erständigt mit dem Bemerken, daß eintretenden Falles der Magi⸗
trat auf Grund des Reichsgesehes für allenfallsigen Schaden keine
daftung habe.... ι.
FGDie Einflihrung eines einheitliche Tarifsy stems
n Deutschland, hierfür den internen Verkehr der bayerischen Staats⸗
isenbahnen beir.) Mil dem 1. Juli l. J. triti für den internen
HerkehrIAder bayerischen Staatsbahnen das für die Eisenbahnen
Deutschlands verabredete! Tarifsystem in Wirksamkeit. Der neue
Tarif hat für eine Anzahl wichtiger Artikel. wie Getreide, Eisen,
Düngemittel, Salze u. s. w. bedeutende Ermäßigungen im Gefolge,
nthalt indessen auch mäßige Erhöhungen der Grundtaxen für Eil⸗
ind Stückgüter, dann die Wagenladungsklasse, B und den Spezial⸗
arif L.aDie in den meuen Tarif der bayerischen Slaatsbahnen
ur Einrechnung tommenden Einheitssätze (Grundtaxen) und Ex⸗
ʒeditionsgebühren sind folgende:
.7 Warlpfennige
pro 100 Kilogr. u. Kilom
Finsätße:
2,20
46
hos
rs
3

itgut
Studgut
—X
—XL
stlasse 3
Spez'allarif
,384
F —R 7

Vom gleichen Tage an wird für den gesammten Verlehr von und
zach den Bizinalbahnstationen neben den aus dem allgemeinen
Tarife nach der wirklichen Entfernung sich ergebenden Tapen noch
in besonderer Zuschlug zur Erhebung kommen, welcher für 100
dilogramm Eilgut⸗ 12 Pf., Stückgut⸗ 10 Pf. und Wagenladungs⸗
üter 6 Pf, beträgt.

fSaarbrücken, 9. Mai, Mittags. Der Kaiser wurde
nei seiner heute Vormittag erfolgten Ankunft so enthusiastisch wie
ei seiner Rückkehr im Frühjahr 1871 aus dem Felduuge begrüßt.
lußer den Mitgliedern der Staals- und Stadtbehörden waren die
riegervereine besondecs zahlteich vertrelen. Auch das rheinische
llanen⸗Regiment Nr. 7 war am Bahnhof aufgestellt. Nach ein⸗
tündigem Aufenthalte zur Einnähme eines Vejeuners reiste Se.
Majestät nach Mainz weiter. Die Spitzen der reichsländischen
Behörden, welche den Kaiser bisbhierher begleitet hatten, kehrten
iach Meß und Strußburg zuruke.

Femt an miheeti in.“ Die Einfuhramerikanischen Fleisches,
velche namentlich in England bereits große Ausdehnung gewonnen
ncit⸗ beginnt sich auch in Deutschland immer mehr einzubürgern.
Epa ht quch am hiesigen Platz eine Firma (stiebiger un. Comp.)
den Verkauf dieses Artileia-übexnommen und wird demselben ohne
Zweiftl in hiesiger Gegead binnen kurzer Zeit ein bedeutendes
Absatzgebiet verschaffen. Das betfrefsende Fleisch ist ohne Knochen
in Blechbüchsen zu 2, 4, 6 und 14 Pfund verpacht und; von so
⸗otzüglichem Geschmach, daß es als Delicatesse sehr bald ein be⸗
iehter Artikel sain mird

Leru isates. —
ESpeier. Der Stadtrath hat den Anfangégehalt der Lehrer
auf 1200 M. festgeseßt mit der Bestimmung, daß derselbe alle 8
Jahre um 66 M. sieigt. bis die höchste Sife erreicht ist.
        <pb n="252" />
        Stuttgart; 8. Mai. Gestern Abend fiarb hier der
Major a. D. von Schiller, Enkel Schillers defsen Mannesstamm
damit erlischt.

x Einziehungen von Wechseln durch die Post. Vei der Ein⸗
ziehung von Wechsel durch die Post (vermittelst Postauftrags) ist
die Vorsicht zu beobachten, lediglich quittirte Wechsel abzusenden
und nicht etwa fie an die mit der Einziehung zu beauftragende
Postanstalt zu giriren. Kürzlich ist es erst wieder vorgekommen,
daß ein auf eine Firma in der Rheinprobinz gezogener Wechsel
zoh einer in der Rähe Berlins ansässigen Fabrik der Post zum
Einkassiren übergeben, lediglich jedoch an letztere girirt worden war.
Bei der Vorzeigung erklärte die bezogene Firma, daß sie Zahlung

zu leisten außer Stande, weil der Wechsel nicht quittirt wäre. Da
zie Post selbst nicht Quitiung leistet, so wurde der Wechsel pro⸗
estirt dem Ausstelier zurückgesandt, der nun von der vorerwähnten
Fabrik die Erstattung der Prozeßkosten mit Recht fordert.

PLondon, 8. Mai. Das gestrige erste Richard-Wagner⸗
Foncert in der Albert Halle war von 10,000 Personen, darunter
die Herzogin v. Edienburgh und andere Mitglieder der kgl. Familie,
hesucht. Wagner wurde enthusiastisch empfangen. Er leitete den
ersten, Kapellmeister Richter den zweiten Theil des Programms.
Dasselbe umfaßte den Kaisermarsch und einzelne Nummern aus
sienzi, Tannhäuser und Rheingold. Frau Materna aus Wien
rntete stürmischen Beifall.

E 12— ẽ
Hausversteigerung. Bierbrauerei St Ingbert.
Samstag, den 19. Mai

nächsthin, Nachmittags 8 Uhr zu
St. Ingbert, bei Johann Adam
Beck Wittwe, läßt Peter Lei⸗
ninger, Bergmann in St.
Ingbert folgende Liegenschaften
im Banne St. Ingbert öffentlich
in die Meistbietenden zu Eigen⸗
hum verfteigern nämlich:
Pl.⸗Nr. 373. 3 Deʒ. Fläche

Woynhaus mit Hofraum,

Stall und Keller, gelegen

auf dem Hahnaceer in Si.

Ingbert, neben Jalob Allar

und Adolph Jungfleisch.
Pli⸗Nr. 3819. 32 Dezim.

Acker auf Schiffelland neben

Peter Weiser und Johann
Seel. 17 3 33
St. Ingbert, 11. Mai 1877.
Sauer, k. Notär.
. V— F * J

Lager-Bier
— BSeusser.

Die Gesundheit gleicht
der —8

Erst wer sie verlor, weiß
hren Werth zu schätzen. Wen
ine langwierige, schmerzhafte
drankheit plagt, wer gegen
rgend ein Leiden Hülfe
ucht, der lese das großt
drankenbuch‚Der Tempel der
vesundheit“, welches für 1M.
on E. Schlesinger, Ber
in 8., Neue Jacobstr. 6, mu
erichen ist.

Dioo
Such- undd Stein-
drueler oi
. X. DEMAETZz-
2auptgewinn ev. . 3 ISOOO, 12000, 10000
375 000.. Glück u— Segen 33—

Pramie 230000. durch Betheiligung Im Ganjen betragen
Bew. 125000, 80000, san der vom Siaate garan⸗ die Gewinne über
30000, 50006, 400001 tirten interessauten Millionen 470000 M.
30000, 25000, 20000,.0 großen .Reichsmünze.

Hamburger Geld Lotterie
welche nur 79,800 Loose enthält und in welcher in wenigen Monaten
in 7 Abtheiluugen im Ganzen 12000 Geld⸗Gewinne, unter welchen
die obigen großen Haupigeldtreffer, sowie sonstige großen Haupt-Geld-
Bewinne sicher gewonnen werden müssen.

Zu ver demnächst stattfindenden Gewinnziehung der ersten Ab-
heilung, zu welcher ein ganzes Originalloos nur 6 Mark,
ein halbes nur 8 Mark, ein viertel nur 1M. ”50 Pf.
ioftet bitte, um alle Aufträge ausführen zu köunen, die Bestellungen mir

vor dem 18. Mai d. J.
nit dem baaren Geld-Betrag oder durch Posteinzahlungskarte einzu-
enden; auch sende ich solche durch Postnachnahme.
dDie sämmtlich mit dem Staatswappsen versehenen Ori-
zinalloose und die amtlichen Gewinnlisten und Gewinn—
zelder sende ich prompt und verschwiegen.
Laæ. Samins. Cohm,
Hauvt⸗Comptoir. Hamburg.

mpfiehlt aieh xur eleganten An-
ertigung aller in dieses Fach
inschlaßenden Arbeiten, als:
echsel, OQirculuirs, Visit-
Vertobunusss u. Adrese-
rarten, Pluccte, Wein- u.
acuren⸗ Ftiquettes, Rectu-
nungen u. s. w. u- 8. .

— — 9—
E
Ae Franco· Verlangen
erhalt Jeder, welcher sich von
Jem Werthe des illustrirten Vuches:
Dr. Airy'a Naturheilmethode (00.
Aufl) Uberzeugen will, einen Ausjug
zaraus gratis und franco zugesandt
zon nicter's beriags· Austalt in Leipzig.
dein Krantker versfaume, sich den

Auszug kommen zu lafsen.

De veruhmte Schrader' che
Weiße vebensessen;
ein „Diäteticum“, dessen Verkauf
urch Ministerialverfg. gestattet)
st das vorzüglichste und untrüg-
ichste Haus⸗ und Hülfsmittel gegen
Magenleiden jeder Art, selbft
n verzweifelten Fällen. Fl. 1WM.
Allen sorgsamen Müttern,
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Frucht⸗, Brod⸗ und
Fleisch⸗Preise der Stadt
Fweibrücken vom 11. Mai.
Weizen 13 M. 38 Pf. Korn
—D
d M. — Ppf. Gerste Treih.
) M. — pf. Spelz 9M.
52 Pf. Spelzkern — M. —
pfg. Dinkel — M. — Pfg.
Hiischfrucht O M. — Pf. Hafer
3 M. 87 Pf. Heu s M. 80
pf. Stroh 4 M. 80 Pf. Kar ˖
soffeln 4 M. 30 Pi. per Ctr.
Weißbrod 123 Ko. 63 Pf. Korw
zrod 8 Ko. 93 Pf. ditto 2 Ko.
—A
Bemischtbrod 8 Kilo.1 M. 10 Pf.
Paar Weck 100 Gramm 6 Pf.
Kirdfl. 1. Qual. 66 Pf. 2.
Quai. 60 Pf. Kalbfl. 54 Pf.
Dmfl. 52 Pf. Schweinefl. 66
Bf. Butter 1 M. 40 Pf. ver Psd.

3
325233
35552

*

1

Sonniee
F *

J Sonntag Morgen —
würbes Backwerk,
Mittags

à Ia Vanille-KEis
und
eianetes Backwerk
'nConditorei
— Riccer.
m ¶mer

*3
18*
setane Drue eld voe in ictert.
Siezu IAlluftrirtes Sonntaasssblatt“ Nr. 20.
        <pb n="253" />
        Ungberher Anzeiger.
der BDt.AIngberter Anzeiger und das (2 mal wöoͤchenllich) mit dem Haupiblaite verbundene Untenhaͤllungsbbatt. Sonntagtß mit illustrirter Vei—

sage), erscheint wöchentlich vlermal: Dienstag, Donuerstag, Samstag und Sonntag- Der Abonane meutspreis beträgt viertelsahrlich

Mart 20 R.Pfy. Anzeizgen werden mit 10 Pfg., von Auzwärts mit 15 Vf . qJur die viergeso dteuer Zeilt Blattschrift oder deren Raum. Necln mnen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
75. . Dienstag, den 15. Mai'

Ix
— — — —

— — —
Deulsches Reich.
— München, 12. Mai. Im Spätsommer dieses Jahres
wird sowohl die, diesrheinische, Hals die pfälzische protestantische
GBeneralsynode einberufen werden. 26 *

Beirlin, 43. Mai. Der russische Botschafter in London,
Hraf Schuwoloff, ist heute Abend 8 Uhr hier eingetroffen und im
hotel Royal abnest'egen.

.Ausland.

Kattsbad, 12. Mai. Es faud h'ier eine mehrstündige
Konferenz zwischen dem hier zur Kur befindlichen österreichischen
steschs Kriegeminiter GrafenBylandl R dem bohmischen VLende s
mmandirenden Grafen Philippowich und mehrerenduderen Gene—
ralen statt, in welcher 18 sich um die Evenkualitäten einer partiellen
Mobilmachung gehandelt haben soll.

London, 12. Mai. Nach einem hier eingegungenen Privat⸗
ilegramam hat in Peru ein großes Erdobehen stattgefunden, durch
ddelches die Stadt Jquiquä fast hänzlich zerstört worden ist. *

Einer miederdrückende Ruchricht kommt' aus Eugland. Wie
in Londoner Telegramm' meidet, haben die Schissbauer im Clyde⸗
Distrilt ihren Arbeitern mitgetheilt, doß sse am 19. ds. entlafsen
verden würden. In Folge vessen werden gegen 30,090 Arbeiter
Hne Beschäftigung sein. — Es ist nicht bekannt, daß etwa Lohn
reitigkeiten zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern des
IAhde- Distriktes in letzter Zeit ausgebrochen waren. Die Einsiellung
her Beschäfnigung scheint somit keinen Streik der Arbe tsherrn dar—
zustellen, sondern macht eher den Eindruck, als sei sie vntec dem
Druck der pol tischen Verhältnisse erfolgt, die auf Englands wirth:;
schafilichem Leben im Augeublick stärker lasten, als in irgend einem
underen europäisch m Staater

Galaz, 11. Miai. Der russische Konsul zeigte heute den
Tonsulalen der übrigen Mächke an, daß die Schifffahrt auf der
Donau auf Befehl des, russischen Oderkommandirenden verboten
vorden sei.

Bukarest, 12. Mai. Nicht Giurgewo, sondern Oltenitza
varde vorgestern von den Türken bombardirt. — Kalafat ist jetzt
nit einer Armirung von 20 schweren Geschützen und der nölhigen
umänischen Bedi-nung versehen worden. — Ümtliche Berichte aus
Braila bestätigen, daß geftern Nachmittag von russischen Granaten
ꝛin türkischer Monitor in die Luft gesprengt wurde. Nach offi⸗
iellen Schätzungen verlaren die Türken dabei 200 Mann und4
chwere Geschütze; der gleichfalls getödtete lürtische Schifffkommandant
var Kessim Bey, einer der tüchtigsten Untergebenen Hobart Paschas.

Bukarest, 13. Mai. Die Türken versuchten heute Nacht
ei Oltenitza zu landen. Der Versuch wurde aber durch die Gegen⸗
vehr rumänischer Truppen vereiteit.

Petersburg, 12. Mai. Kaiser Alexander verfligte,
daß alle wehrsähigen Prinzen des kaiserlichen Hauses sich einer der
Operations Armeen, sei eß an der Donau oder im Kaukasus, an⸗
hhließen sollen, um dort gleich anderen Offizieren Dienst zu thun.

dokale augekommen, hieltb Hert Pcofessor Schlisck eine kurze Au—⸗
prache. in welcher er die Anwesenden legtaͤßte Und dann⸗ hem Satz,
daß des Menschen Werth in seinen Werkemnand Leiftußgenlioge,
zu erläutern und begründen suchte. Zum Schlusse danlte ex Fer
hiesigen, Stad vermaltuug daß sie durch ihre Auwefenbeit das Fest
»erhertlichen heife; Brsonders aber sagle er Kerrn Bezirlfanumann
Damm Dank für das freundliche Wohlwollen, mit dem er ver Ein⸗
adunge dier Ausstellurg zu zeröffnen, nachlomme, r5

Nachdem Herrn Bezirksamtmann Danm der Schlüssel zum
usftellungs Kotal übexreicht war, sprach dieser warme Worte der
Inerkenmung dem Arbeiter⸗Vildungs-Berein, der die erste Anregung
ur e sre bekundet habe daß sein Streben
zin auertennenswerthes fen In beredter Weife hod er. sodann noch
)en Natzen der Gewerbe:Ausstellung besonders für das Kleim-Gewerbe
rvor wit sp zieller Bezisehung auf die Verhältnisse in unserer Stadt
ind erllaͤrte —zum · SchlusseIdie erste Gewerbe⸗ Ausstellung in St.
Ingbert“ für eröffnet, Während er sich nun mit den Mugliedern
es Stadtrathes uünd des Ausstellungs · Comiten in die Ausstellungs⸗
aäͤumlickeiten begab, jangen die artiven Mitglieder des Mußfikvereins
inter Orchesterbegleitung zwyei Lieder. — Des Mittags wereinigte
in Festessen eine große Anzahlz der Festtheilnehmer im Gasthauͤse
zur Post“, esenso Nuchmitiags ein Concert: in der Grewenig'schen
Bartenwirthschaft.

Der Besuch der Ausstellung selbst war gestern Nachmltag
in sehr lebhaster. Wie wir hörten, wurden weit über 8300 Ein⸗
riltstorten gelöst. Sie verdient aber auch, daß fie von Jederman
zier besucht wicd, denn was sie bietet, wird von den Wenigsten
rwartet. Nur Worte der Anerkennung und größten Befriedigung
sörlen wir von denen, die sie besuchten. Auch Herr Bezirksamimann
Damm spiach sich in hohem Maße lobend darüber aus. So gibt
ie erfreuliches Zeugniß davon, daß in unserer Stadt neben einer
Broß Industrie, die weit über die Grenzen unseres Vaterlandes
sinaus bekannt ist, auch das neben jener wenig beachtete Klein⸗
Zewerbe verstäudnißvolle Pfleger und eifrige Förderer hat, deren
Jodukte auf der gestern eröffneten Ausssuslung getrost in Con⸗
urcenz lreten dürfen mit denen anderer pfälzischen Städte. Der
Arbeiterbildungs Verein aber, der die erste Anregung zur Ausstellung
zab, wie alle Diejenigen, die unermüdlich an deren Verwirklichung
irbeileten, mözen sich heute ihres Werkes freuen, das unserm
Bewerbestande, wie nicht minder uuserer ganzen Stadt zum Nutzen
und zur Ehre gereicht.

f. Als Zeit sür das Pfälzische Musikfest“, welchez
»ieses Jahr in Kaiserslautern stattfindett, soll der Anfaxg Juli
in Aussicht gerommen sein.

F Am 8. Mai Nachmittag befand fich der Bürgermeister von
Altentkirchen auf der Jagd; während er einen Schuß auf
inen Rehbock abfeuerte, plaßte der Lauf, der Büchse und riß ihm
die linse Hand ab. Nach zwei Stunden fand man ihn im Blute
liegen und nicht weit davon den erlegten Rehbock.

7 In Ansbadch wurde am 6. Nai ein Bubenstreich schlimmster
Art im dortigen Schloßtheater verübt,, indem dus Hauptiohr der
Basleitung über dem Gasomeler abgeschnilten und faͤmmtliche Hähne
an den Beleuchtungs-Röhren gebffnet wurden. Glücklicherweise war
in den Nachme ttagsstunden noch eine kleinere Probe angesetzt, bei
velcher Gelegenheit man den Theaterraum voslständig mit Gasluflt
zesättigt fand, die Ursache alsbald entdeckte und Abhilfe traf.
doffentlich gelingt es, dem Verbrecher, der großes Unheil hättke
Jerbeiführen können, auf die Spur zu kommen.

Der Moselbahn-Tunnel durch den Koche mer Berg
stujetzt in seinet ganzen Lange, 4200 Meier, durchbrohen. Der
Tunnel ist bis jezt der längste in gaaz Deutschland. Die Mosel⸗
zchn wird bekanutlich in strategischer Beziehung von großer Be⸗
denturg werden. Die Unternehmer des Tunrelbaues haben ihre
Arbeiten zwei Monate früher feitg, als ihnen der Termin ge—
tesllt war.

Fur die Redaction veranwortlich F.xV0

—
RPermischtes.

*Sit. Jugbert, 14. Mai. Bei recht lebhafter Be⸗
geiligung der Bevölkerung fand gestern die Eröffnung der hiesigen
vewerbe Ausstellung staltt. Zur Feier derselben war die Stadt auf's
Schönste beflaggt. Am Festzuge, der am Ausstellungs-Lokale Auf—
tellung genommen hatte, detheiligten sich außer dem Ausstellungs ;
Tomite und den Ausstellera unser gesammter Stadtrath und ver—⸗
chiedene Vereine: Arbeiterbildungs: Verein, Feuerwehr, Kriegerverein
uind die activen Milglieder des Musikvereins. Unter Vorantritt
)er Fellmusik (Lindner'sche Bergeopelle) und eiver Anzahl Knaben
ait bayerischen und deutschen Fahnen und Schärpen setzte sich
»erselbe kurz vor 11 Uhr nach dem Bahnhofe in Bewegung, um
sier Herrn Zezirkzamtmaun Veam m von Zweibrücken zu empfangen.
luf die Einladung des Comites hin hatte es nämlich diejer über⸗
ommen, die Ausstellung zu eröffnen. Wieder vor dem Ausstelluncçs
        <pb n="254" />
        Mobilien⸗Versteigerung.
Mittwoch, den 16. Mai
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr im
Sterbhause an der Schafgasse
in St. Ingbert lossen die Erben
der daseibsi verlebten Eheleute
Johann Adam Rung und
nna Wellner die zu deren Nach⸗
laß gehoͤrigen Mobilien, worunter
amentlich:
lAleiderschrank, 1 Küchen⸗
chrank, 1 vollständiges Bett,
Betüch und sonstige Haub⸗
und Küchengeräthe abthei⸗
sungshalber oͤffentlich an
die Meistbietenden versteigern
St. Ingbert, 18. Mai 1877.
Sauer, k. Notär.
Holzversteigerung
aus Staatswaldungen des k.
Forstreviers St. Ingbert.
IL——
Mai 1877, Vormittags 10
ubr zu St. Ingbert.
Schläge: Rehthal, Prachi, Zoll⸗
scheid, Nesselsdell und
Zuf. Ergebnisse.
42 eichen, 187 buchen, 1
haiubuchen, 6 ahorn, 6
hitken, 2 kirschbaum und
1 kiefern Stämme;
)aspen Sparren und 740
gemischte Stempelstangen;
cichen, 27 buchen und
haiubuchen, 49 ahorn, 9
tirschbaum und 93 erlen
Wagnerstangen;
Ster eichen Werkholz;
vbuchen, 6 do. eichen,
2 do. ahorn, 16do. biilen,
und 2 do. weiches Scheil⸗
holz;
Ster buchen Kloßholz;
„Sltangen⸗,
470 do. Gipfel⸗ 2183 do.
Astprügel, 58 do. eichen,
283 do. dirken, 3 do. kiefern
und 19 v0. weiche Vruͤgel;

149 Sier buchen, 45 do. eichen,
birken und weiche Keappen,
1100 buchen Reiserwellen.

e. Forstamt Zweibrücken
Soeben eingetroffen in der
Earawanserai:
Neue

2
Matjeshäringe.
Am Pfirostmontag —
De rus ũ Ic
Jak. Quirin
J Rentrisch.
Zwetschen
(dürre)
»er PP 22 Pf. bei 5 PM. 1
wo pfiehlt
be Moritz Haas
Oberstadt.

Geschäfts-Empfehlung.
Ich zeige hiermit ergebenst an, daß ich in meinem elterlichen
hause neben Herrn Kaufmann Gottmann mein Geschäft als
Metzger
angefanzger habe und de⸗
müht sein werde, meine
stunden mit guter Waare
u hedienen.
Joseph Schwarz.

— —
Geschäfts-Empfehlung.

Ich zeige hiermit ergebenst an, daß ich die
kñclerei u. Wirthschaft
von Peter Lang neben der kath. Kirche
abernommen habe und bestrebt sein werde gute und schöne
Backwaaren, sowie pogaguiche Getränke zu halten. —

Auf Verlangen wird auch Mürbes gebacken.
Mich dem Wohlwollen eines geehrten Publikums bestens em⸗
pfehlend, zeichnet
Hochachtuns kvoll
Darl Sohwmitt.

Korkspähne
um Feueranmachen sehr gee'gnet
ver Pfund 18 Pfg.
u haben in der Korkstopfenfobrik
von P. J. Woll &amp; Sohn.
Reisstrohbesen
zu haben bei
F. Foos.

Münchener Kirchenbaulotterie
zum Ausbau der zweiten protest. Kirche in München.
10.000 Treffer im Betrage von 240 000 M.
Ziehung am 1. Juni 1877.

Preis des Looses 2 Mark.

1 Treffer A 30,000, 2 a 15.000, 3 à 8000, 42
5000, 62 83000. 7 à 2000, 8 a 1000, 9 4
500 Mart u. s. w.

Loose versendet gegen Postnachnahme oder baar
Earl Lang, Bankgzeschäft, München als General ˖ Agenlur.
Miedervberkäufer Rabatt.

emperl ver Ge⸗
sundheit.

Das große Kranlkenbuch,
welches diesen Titel führt,
zat für alle Kranken, wie
nuch ihr Leiden heißen moöͤge,
in Wort des Tro es und
ein Beispiel der Heilurg.
Preis 1 M. bei E. Schle—
inger, Berlin 8., Neue
facobstr. 6

PlIan
vom 19. u 1877.

Ein braver Bursche
vird in die Lehre genommen und
rhält sogleich entsprechende Zah⸗
ung.

Demek, Buddr.

Faur-

ür Augen- und Gehoörkranke.

Der Unterzeichnete ist zu St. Jugbert, Motel Laur
donnerstag, den 17. Mai von 1-5953 und zu Zwei⸗
hrücken Deutsehes Haus a. d. Bahm, jeden
donnerstag von 84 -1224 Uhr zu sprechen.

Dr. Elvenioh, Specialarzt
in Laiserslautern.

Abfahrt von St. Ingbert nach Zweibrücken und
Homburg:
418 76 9830 1208 510 780
Abfahrt von Zweibrücken nach St. Ingbert:
74 97 1110 6 857.

Abfahrt von Homburg nach St. Ingbert:
420 621 918 1100 366 986

Abfahrt von Schwarzenader nach St. Ingbert:
440 726 9148 1153 6 16 968

Abfahrt von Zweibrücken nach Pirmasens⸗

Landau:

516 720* 1210 517 822

Hauptgewinn ev. Mt. 3 IIShOOO, 12000, 10000
Wih —2 Glück u— Segen —*
Prämie 250,000. durch Betheiligunug Im Ganzen betragen
gew. 125000, 80000, in der vom Siaate garans die Gewinne über
30000, 50000, 40000, tirten interessauten Millionen 470000 M.
30000, 25000, 20000, großen Reichsmunze.
Hamburger Geld Lotterie
welche nur 79,8500 Loose enthält und in welcher in wenigen Monaten
in 7 Abtheiluugen im Ganzen 12000 Geld⸗Gewinne, unter welchen
die obigen großen Hauptgeldtreffer, sowie sonstige großen Haupt · Geld·
Gewinne sicher gewonnen werden müssen.

Zu ver demnächst stattfindenden Gewinnziehung der ersten Ab-
theilung, ju welcher ein ganzes Originalloos nur 6 Mark,
rin haͤlbes nur 8 Maͤrk, ein viertel nur 1M. S0o Ppf.
koflet, bitte, um alle Aufträge ausführen zu köunen, die Bestellungen mir

vor dem 18. Mai d. J.
mit dem baaren Geld-Betrag oder durch Posteinzahlungskarte einzu-
jenden; auch sende ich solche d— Postnachnahme.

Die saͤmmtlich mit dem Staatswappen versehenen Ori-
ginalloose und die amtlichen Gewinnlisten und Gewinn—
gelder sende ich prompt und verschwiegen.

. BAma. Oohi,
Zaupt⸗Comptoir. Hamburg.

Abfahrt von Homburg in der Richtung nach
Ludwigshafen:
618 817* 1141 219 640 928
Abfahrt von Landstuhl nach Kusel:
as8 9 412 9.
Abfahrt von Kusel nach Landstuhl:
520 960 112 542
Die mit * bezeichneten Züge sind Schnellzüge und führen nur
— Woagen 1. u. 2. Clasfe.
Nedaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in Et Ingbert.
        <pb n="255" />
        *
— 222
— 2—
5 — 5353853335 3838
* ES530 2 75* 3 23858 ..
5 53283* —A —
8 22523 —— 535* 8 * 8
2 3—* — 5583538 553555 53555
—— 3 3* — *8 * 232833368* 3532 5—5 52238
— * — —AX 22 5828 55 x2653235 — 22
—2 22353 —3 5 272 —2 —— — — — ð 5 2836 22⸗
33335 —53 3287537 — 322 225 5553 55 55*
553222532823 3 2* J 23882 268 5s32295333 —3 55*
5*5 * 23 S 25 —A 25 NBX5. 5 328* 2335* 2
C 383253 58 2* 55353538 ——— —— — —2 28
22353—6 — 3333253556 325538 5352 33553 53 * 33
—383536 838 33323*6233338 335 3 35338 8.28
2 55332* — 275 * —* 353358 — 5332338 — 5*52.5*
35355333 25523854* 22523 335 2337* —32335—2
563723568 2 5333335585 5522 32337 * 22 * —32237335
5553,555 O 33 525538 55* 553 32285 — 85
5353335338 * 82 2 522352385 26 55522 57552335
28 323223 * — — 25 2 327 J —8 * A 3 — 25328* — 52223
»3335 573022 557553 53 253 383838333
—— 2538238 235. 1335
35387 38833 55838 2253 5 333 .1255353 —
—A 338353535 82 55253260 e22 538* »*5. 33 22 8
5 E 5536383— —z—z0 7 22 5535335538 2 8 57—
* — — s8 2 * S — 22 * —25333r 33453 27* 8
ẽ 2 ——— E 238258 *5 „752 2 — —— 282*
——— 25525*8 * 522* — — —2 —— — 22823333 3z34 5 *—
—— — 233382323853 — 122 —„5832 — 32 —— 22 — 8
38523 28 — — 8*2387 23353233333537
—23*83 s5 3 —752735788 55337
— 55 —ER 23535 — 38 —55— 6 2223 — 23—52
—A z5 3338363*5 —A 23 — 55— 3752533 385
—B 3 32 — * 28—* *
38 —z23838338 * 2383553 35253 553 333 28*
7 35355555333387 z23385537 73242 755
5283832253* 3— —— .12 2 — “525* 522
2* ——— 7 — 2525 * * 22
3—2 —z58 — *8 22 * 2 — 2
— 0 —A 5323 5783683 dv —
—X —12 ——
— —— — 25322 2c22282
22z2323 2326
3 32
— 235327 *
* 2 2— A 2— 5252 58
2 2* 22 22 — *2552 * JISS e4, 5*5

2 2834 552 55 —A — —— ———— —X 2 8 * j
5553——5 2*8 —00 3352385,323328 — 2 —1
353 —— 25523 5s3—55585 * 33833337738555 ̃ — ⸗
222 * 2 2322 8* —22522 2 22 — 2 2 8 * —*
2,33 552 J ———— —e— 87 2525 535 1228 5—332 — —7 2 —— — 5

3 r 62 8371 * — 53 * 35 —A 222 2 8 3
—A —— 2 5* 525 —2.23 35 — 8

2525—S3,— 5288 * 5 — — ————— —— 2533 S
— — —— —— —A— 34 E — — 25323232 2 2 2 3
2323 —— 582 3. W 2 — —————— s —5c2 —— *
3 2 —222228 58 85 3 557 2 288235 8 538*
5 55352335535 25325 232832 585 3 3524 25—3z—8—8 72 *
—2 2 — — 22 S —222*5 A B 26c6 3
25 ——8353 *2222 5 8 z5. 58 5628 2222 2 25
5 2* 58 22 5 32 27 SS —2 7 — 23255
— 52— — * 3 8 2 2 258 25 53 2
— 33 323335886 33325332

2 8 8 22 — ——*

283285653 — 55 8372k — 253528223 822 —
53552533 2337* — 55z333z32238585585* — 55 5*3238 *
55 —— ——2325855 2 2 — 2*3 5888 23235 2233 8
—A — —— * z228238 — 52 5882532323 — 82 S*8 —8

2 25 * — 2209 E — — 23 — 2*— 4
— 22 *2258 F 322 28 22 2 — —x822282 —— —

ẽ —B — 5J—232— 282336 22332227
* 8 22 R,2 —z32822 23— 52532 —A s5 5 —
2531 3 3373 —538 5375335 33355
55—223235 A —— S2*3 20 —33 25 ÿ—58535 —
N—222 6 —2 22 5927 32 2 222 3232*5 2 3 2* xv 8
—»533 8*5 53—2353838 3833873 — — 59583 —A

2 * —“ * 2* 3 2 525 95

— 53323582 55S155 : 3833235333323235*88 225826
5352332388 23332 33358 33s32553 5*8—242562888
2 3 * 8 — S 2
266802—3338 53535360 —X —522322 59 2 *52 *— 2
—2 — — — 222 8 —23238 na 2* 322
8 —A — —A—— 2 8 — 2 —⏑ —

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3258 33535 553253585 328 V A —A —A ——
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37 7233* 55 525377 25 —A —
58 327 23 2 —A 226 52
77 333 2523 2533268 252
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55 55 — 522 2 322555322353— 2
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2722728 3583Z3388 2 33353888
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532333 —A 2 29 3337
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— — 583785 2333 —2323753358
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53535* — 8 235558
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255 25533 3238 23735
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* 2 — 2.3 2338 22322 2323
22335 33 S — 352.2 78 58333 23—888 3
— 2 2 28 38 558* — 728 ——A 5535213
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*325353* 53 552 *355 33887 25 333—55—5 3 —
233 — 33 6838333—557— 8
— 25263 , 8. 6 828 — — 55358
2 — — 2* — — —— 2353 5.5 *553313
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3 33325 7* 25 788 33872 2 *2
22c 2 2 52* ———* 2 23 573z353231*
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8 3 2* * 552552 5 52
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328 * 152*737 552 2535
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        St. Ingberler ANnzei

Zer St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, GSonntags mit illustrirter Vei—

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstagz, Donnerstag, Samstag und Sountag. Der Abonnementsopreis beträgt vierteliahrlich

Adartk 20 R.-Pfz. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 13 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet. J J
a * —
M 76. Donuerstag, den 17. Mai it ιιν 1877.
—„WM
Deutsches Zeich.

Berlhin. Im Bundesrath ist man jetzt ernstlich damit
»eschäftigt, einen Modus zu finden, nach wilchem eine genaue
Statistik des Waarenverkeihrs in Deutschland aufgestellt werden könnle.
Die Lösung dieser Frage ist allerdings schwierig, indeß hat die
Statistit eine so eminente Bedeutung, daß wan wohl mit Bestimmt⸗
— Die Schutz⸗
zöllner werden heute in Seck und Asche trauern, denn auch die
Nordd. Allg. Zig.“, welche fich ihnen seit einiger Zeit zugeneigt,
and ihre Sache geführt hat, ist in das Lager der Gegner üder⸗
zegangen. Das Blait veröffentlicht nämlich eine Zusammenstellung
der Ausfuhr belgischen Eisens nach Deuischland, welche belgischen
Quellen zu danken ist. Danach fiel die belgische Kusfuhr von
1,329,000 Kilo im Jahre 1874 auf 1,426, 000 in-1875, auf
1,887, 000, in 1876 und 1,887. 000 in 1877, stets das 1. Quar—
ial des Jahres gerechnet. Die prenußische Ausfuhr- zach Belgien
betrug im selden Zeitraum 1876 Kilot: 8,812, 009 und slieg 1877
auf 11,853, 000. Von geschlagenem, gezogenem und ewalztem
Fisen stieg die preußische Ausfuhr nach Belgten von 27,876im
l. Quartal 1874 auf 266,649 Kilo im Jahre 1877. Mit 'diesen
Zahlen ist das Verlangen von Ausgleichezöllen gründlicher als je
porher widerlegt.

Berhimn, 15. Mai. Der „Staats-Anzeiger“ zeigt amllich
an;, daß der König dem feitherigen Botschafter in Konsiantinopel,
Freiherrn v. Wecther, den Schwarjzen Adlerorden vetrliehen hat.

NHusland.

Wien, 15, Mai Dem „Tageblatt“ wird aus Cettinje
»om 14. berichtet:: Die Festung Krstac ist von dem montenegri—
nischen Commondanten des cherzegowinischen Torps, Vukotits eng
eingeschlossen. Die Miriditen unter Führung ihres Häupilings
Prent haben die Türken aus Oros wieder vertrieben; dabei fand
ein blutiger Kampf statt, in welchem ein ganzes Wataitlon Türken
aufgerieben sein sol. Prenk wird voraussichtlich ein starkes Corps
in die Ebene hinunterführen.

Paris, 15. Viai. Der türksche Minister des Aeußern.
Safvet Pascha, soll geäußert haben, die Pforte werde, falls Eng—
rand seine Neutralität aufrecht eihalte, sich direkt mit Rußland zu
zerständigen suchen und in diesem Falle würde Bulgarien vicht nur
ↄolle Autonomie, sondern Rußland auch die Abtretung einiger Theile
Armeniens erlangen. (Dieser Drücker auf Lord Derby dürfle schwer⸗
ich den erwarteten Erfolg haben.)

Paris, 15. Mai. GBörseunachricht.) Der für die Freunde
ↄ»es lokalisirten Krieges zufriedenstellende Ausgang der englischen
Parlamentsverhan? lungen hat das hiesige Geschäft nicht aus der
Zethargie aufzurütteln vermocht, der es mit sehr vorübergehenden
Unterbrechungen stit Beginn des Monats verfallen ist. Die Be—
orgnisse des Marktes gelten zur Abwechslung wieder einmal
Zerbien, welches in den Strudel des Donaukriegs gerissen zu werden
und nun Oesterreich selbst das Schwert aus der Scheide zu ziehen
droht. Die Stimmung bleibt eine gedeückte und die Umsätze
chrumpfen imnmer mehr zusammen. Schluß sehr still: 30 ige
RKente 67.55, 3001 e 102. 65, Italiener 63,50, österr. Goldrene
2432, Türken 8.20, AMeghpier 163, Banque ottomane 321,
Banque de Paris 910, Mobilier 122, spanischer Mobilier 403,
Zuezaltien 608, österr. Bodenkredit 442 ditio Staatsbabn 487.
dombarden 145.

Brüssel, 14. Mai. (Scheinheuchelei.) Eine Petersburger
Torrespondenz des „Nord' führt aus, Rußland verfolge im gegen⸗
värtigen Krieg als einzigen Zweck die Verbesserung des Looses
ser chruisttich n Unterthanen der Pforte. Wenn Rußland beim Aus
ange des Kampfes umfassendere, und namentlich wirksamere Garan⸗
ieen für die Verbesserung verlangen sollte, so dürfe Europanicht
in angebliche ehrgeizige Absichten Rußlands denken, welche man
hm ohne Grund unterstellte. Rußland werde nach dem Kriege
inen neuen Beweis seiner Mäßigung geben, indem es mit den

Mächten über die Bedingungen zu Rathe gehe, welche der Pforte
aufzuerlegen seien, um neuen Greuelthaten vorzubeugen.
London, 155 Mai. Die „Times“ meldet, daß die tuͤr⸗
bischen Kommandanten in Bulgarien und der Dobrudscha den Auf⸗
rag erhielten, falls Rückzug nothwendig werden sollte, alle türkischen

Städte zu zerstzren. Sämmtliche Mächte, England inbegriffen,

zrotestirten durch ihre Konsuln gegen derartige Kriegführung. Allein

»hne viel Erfolg. Die ürlkischen Befehlshaber versprachen blos,
»ie fremden Unterthanen rechtztitig zu warnen und zu benachrichtigen;
m Uebrigen aber wurde die Maßregel aufrecht erhalten.

Belgrad. (riegs-Partei.) Die Nachrichten aus Belgrad
auten beunrnhigend: die Kriegspartei scheint die Oberhand zu be⸗
zalten. Indeß soll, laut der „France“, Fürst Gorischakow dem
Fuͤrsten Milan schriftlich bemerkt haben, daß, wenn Serbien in's
Felde rücke, dies gegen den Willen der russischen Regierung. Heschähe,
oelche jede Verantwortlichkeit für eine solche Poljtik Serbiens ab—
ehne. Der Grund, weshalb Rußland Serbien,abräthe iift . Iauut
Nachrichten aus anderer Quelle, die Rücksicht guf Oeslerreich; Ruß⸗
and will in Folge der Haltung von England und in der Neber—
jeugung, daß VDeulschland neutral bleiben werde, so lange Frank⸗
reich nicht zu den Waffen greift, Oesterreich nicht reizen.

Konstantinospel, 15. Mai, Piorgens.In der Dob⸗
üdscha, wohin ein:ruüͤssisches Cotps bestchend aus Infanterie,

Lavalerie und Artillerie nach Ueberscheeitung der Donau bei Pot⸗
»achi (7) eingedrungen ist, kam es zum Kampfe. .

Ueber den Kampf bei Vatum, dessen glücklicher Ausgang beide
Theile, die Russen und die Türken, für sich in Anspruch nehmen,
iegt der französischen Press. folgende amtliche ürkische Millhellung
or:;:

„Der Muister. des Aeußern an die kaiserlich osmanische Bot⸗
chaft in Paris. Pera, 12. Mai, 5 Uhr 50 Minulen Abends.
Die Russen haben gestern 4n groher Zahl in der Umgegend von
Vatum die Vorhube der türkischen Hulfstruppen angegriffen; es
ntspann sich ein Kampf, welchet 81 Stunden dauecte und' mit
»et vollständigen Niederlage des Feindes endete. Der Verlust der
sussen beläuft stch auf mehr alß 4000 Mann; der unhrige ist
»erhältn ßmäßig wenig beträchtlich“

Dem „Journ. dis Deb,“ seinerseits ist folgendes Telegramm
nus Pera, 10. Mai, 10 Uhr 15 M. Nachts, zügrgangen;

„Die Nachricht von einem bedeutenden Erfolg der Türken bei
Batum wird bestätigl. 4000 Russen wurden außer Gefecht gesetzt;
die Freiwilligen aus Lasistan haben drei Sturmangriffe abge—⸗
chlagen.

Ueber dasselde Gefecht meldet der Berichterstatler des „Daily
Telegraph“ aus Batum vom 11.: „Etwa um 5 Uhr diesen
MNorgen rückten die Russen, welche sehr verftärklt worden waren,
nit Feldbatterien vor und machten einen wüthenden Angriff auf
die Höhe, welche Batum von der Landseite vertheidigen und die
nit Baschibozuks besetzt waren. (Diefe Bezeichnung ist nicht ganz
„enau, es ist Localmiliz gemeint.) Die türkischen Truppen waren
n ihrer gewöhnlichen wirksamen Weise auf den Abhängen dieser
dügel verschanzt und eröffneten auf die anrückende Colonne. ein
chrecklichs und wohlunterhaltenes Artillerie⸗ und Gewehrfeuer,
velches die Russen im wörtlichsten Sinne niedermähte. Sie fielen
zu Hunderten auf der Ebene unter der türbischen Position, und
vährend ihrer Versuche gegen dieses Feuer vorzugehen, machte
ine Abtheilung türkischer Infanterie und Cavallere unter dem
Schutze des dichten Waldes auf der Bergseite eine Flankenbewegung
jegen die russische Colonne und brachte ihnen große Verluste bek
za die Russen auf ganz offenem Terrain standen ünd nur fechten
oder fliehen kounten. In Kaurzem war der Platz, wo dieser
Flankenangriff stattfand, m'it Todten und Verwugdelen bedeckt,
aber der Feind brachte schnell Verstärkungen heran und die Schlacht
vard mit großer Entichlossenheit wieder aufgenommen. Mehrere
Stunden lang wurden die Angriffe auf das wüthendste fortgesetzt,
och gegen Mittag ließ ihr Artilleriefeuer allmählich nach und zu⸗
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        leßt zogen sie sich mit betraͤchtlichen Verlusten zurüd. Ich selbst
var Augenzeuge dieses wichtigen Gefechtes von Anfang bis zu
nde und sann bezeugen, daß die turkischen Truppen mit bewun⸗
ernswürdiger Tapferleit fochten. Sie hatten indessen während
ines großen Theiles des Kampfes den Vortheil ihrer verschanzten
Stellung auf der Höhe, und diesem Umstande ist es zuzuschreiben,
haß ihre Verluste im Vergleich mit dem des Feindes unbedeutend
waren.“
Vermischtes.

58eidelberg. Am nächsten Samstag, 19. Mai,
Abends halb 10 Uhr, findet eine Beleuhtunz des Schlosses, ver⸗
anstaltet von „Verein fuͤr Schloßbeleuchtung, statt.

Berlin, I1 Mai. Heute findet sich in den Familien⸗
nachrichten“ der Areuzzeitung“. die Anzeige von der Verlobung
der verwittweten Baronin v. Tettau, geborene Baronin v. Bredow,
mit vem am hiesigen Hof sfich auihaltenden Prinzen Kita Schira
Zawa von Japan.

London, 13. Mai. Richard Wagner empfing
im Samstag während des äußerst zahlreich besuchten dritten Con⸗
*tis die peisdulichen Gluckwünsche des Prinzen von Wales zum
Frfolge seines Unternehmens.

Fur die KRedacnon veransworilich: F.J. Demeß.
Aiterarisches.

Unter den mancherlei literarischen Novitäten der jüngsten Zeit
st unstreitig keine so sehr geeignet, das Interesse des größeren
und namenilich des jüngeren Publikums auf sich zu lenken, wie
rin neues, nach ganz eigenartigem Plane eir gerichtetes und vom
1. Juni an in Edenkoben in der Rheinpfalz wöchentlich ein Mal

Hausversteigerung.
Samstago, den 19. Mai
aächsthin, Nachmittags 8 Uhr zu
St. Ingbert, dei Johann Adam
ged Winwe, laͤßt Peter Lei⸗
ninger, Bergmann in St.
Ingbert folgende Liegenschaften
n Banne St. Ingbert oͤffentlich
an die Meistbiclienden zu Eigen⸗
hum versteigern nämlich:
——
Wohnhaus mit Hofraum,
Slall uxd Keller, gelegen
auf dem Hahnader in St.
Ingbert, neben Jatob Allat
und Adolph Jungfleisch.
Pl.⸗ Nr. 8819. 32 Deirim.
Acker auf Schiffelland neben
Peler Weiser und Johann
Seel.
St. Ingbert, 11. Mai 1877.
Sauer, k. Noltäaͤr.

Agenten⸗-Gesuch.

Ein Sitaats-Effecten-Geschäft
n einer der groöͤßten Staͤdte
deuischlands fucht thyätige Agenten
jegen 10 pCi. Provision. Of⸗
tlen sub. H. 01807 befordert
zie Annonecen Expedition
ou Saasenstein &amp; Vogler
mn Hamburg.

— —

Ein großartiger Erfolg

N Zweifel, wenn von einem

che —8 erschienen sind und

im so großartlger ist derselbe, wenn.
rongehasger Angriffe möglich

war und in einer so kurzen

gañ, vie jolcher der Fau bei

ö Buche: *
airs Naturb-eimethoe
Dies vorzugliche populär⸗

—— Werk kann mit
Fiecht allen Kranken, welche —
Kewihrie Heilmittel zur Beseitigung
hrer Leiden anwenden wollen, dringend
uͤr Durchsicht empfohlen werden. Die
sarin abgedructen Aiteste beweisen die
inßerordeutlichen Heilersolge und ane
ine Sarantie bafür, daß das Ver⸗
rauen nicht getäuscht wird. Obiges
jber bod Seiten starke, nur 1 Rark
ostende Buch ist in jeder Buchhandlung
sorrithig, wird aber auch auf Bunsg
irect von Richter's Verlags⸗Anstalt
Leipzig gegen Cinsendung von 10

Fri sarten à 10 VUf. versandt

Am Pfivostmontag
TAIZIMSI
bei Jak. Quirin
Rentrisch.

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geeignete
Wohnun
hestehend aus 2 nung
Zesler und Speicherzimmer hat
sojort zu vermiethen
P. Schmidt,
neben der kath. Kirche.

Der Lebemann nund die
Dame vou Welt,
beide sollen die Pflege ihrer
Gesundheit nicht vergessen,
denn ohne Gesundheit keine
Schönheit! Schwer oder leicht
Zranke, Alle leset das große
Zrankenbuch: „Der Tempel
der Gesundheit.“ Es wird
dienen, das Leben zu verlän⸗
gern. Für 1 Mark von E.
Schlesinger, Berlin 8.—
Neue Jacobstr. 6,. zu bezieben.

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Korkspähne
um Feueranmachen jehr geeignet
per 5 Pfund 15 Pfg.
u haben in der Aorkstopfenfobril
hn P. J. Woll &amp; Sohn.

nter dem Titel „L'Interproͤte“ in franzssischer Sprache er⸗
cheinendes Blatt, welches sich zur Aufqabe · setzt, die Tages⸗literatur
ür ein frischeres und lebensvolleres Sprachsiudium zu verwerthen.
ind durch die überall beigefügte Text und Worteiklärung nicht
Jur der lernenden und fludirenden Jugend ein ebenso neues wie
rfolgreiches und anziehendes, hauptsächlich auf lebendige Woribe⸗
eicherung abzielendes Hilfsmittel bei Erlernung des Franzosischen,
ramentlich für das Selbststudium, zu liefern, sondern auch allen
Freunden der französischen Spraͤche zur fortgesetzten Uebung eine
noglichst erleichterte und interessante Leciüre zu bieten. Schüler
ind Schülerinnen, wie nicht minder junge Damen, werden — wir
ind dessen gewiß — künftig mit Vergnugen nach dem Interdroͤte
zreifen, der ihnen neben dem besonderen Reize, den namenllich dem
Rrnenden die Lectüre der bete. fremden Sprache sieis gewährt,
ugleich alle Annehmlichkeiten eines gediegenen, unterhaltenden wie
clehrenden und auch das Neueste aus der Politik umfassenden
Journales bietet und werden namentlich alle Tiejenigen, inelche sich
uf Examina's vorbereiten, reichen Nuten aus demselben schöpfen.
Dem neuen Blatte dacf hiernech bei dem Umfange, in welchem die
ranzösische Sprache hei uns von Jung und Alt, von Hoch und
qieder cultivirt wird, ein um so reicherer Erfolg in Aussicht ge⸗
IElt werden, als sranzösische Blätter durch ihren überaus hohen
Zreis und oft theilweise ungenießbaren Inbalt, sowie schwierige
Zerständlichkeit fast vollständig ausgeschlossen sind, während der
Interprète vermoͤge der Aberall beigefügten Erläuterungen sozusagen
don Jedermann mit Nutzen gelesen werden kann, und sei daher das
neue Journal, dessen Abonnementäpreis nur 1 Mark 50 Pfennig
pro Quartal beträgt, der Aufmerlsawmkeit des Publikums hierm
uuj's Angelegentlichste empfohlen.

Geschäfts-Empfehlung.

Ich zeige hiermit ergebenst an, daß ich die
BRckerei u. Wirthschaft
doen Peter Laug neben der kath. Kirche
ibhernommen habe und bestrebt sein werde gute und schöne⸗
Backwaaren, sowie 35 Getränke zu halten. —

Auf Verlangen wird auch Mürbes gebaden.
Mich dem Wohlwollen eines geehrten Publikums bestens em
pfehlend, zeichnet
Hochachtungkvoll
Oarl dohmitt.

St. Jugbert.
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Bildhauer in Lauterecken,
empfiehlt sich in allen in sein Geschäft einschla-

genden Arbeiten, vorzüglich
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schiedene Grabsteine in Sandstein und Marmor,
von mir gefertigt, die ich zur gefl. Ansicht em⸗
ofehle.

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Ich zeige hiermit ergebenst an, duß ich in meinem elterlicher
hauĩe -. Herry Kaufmann Gottmann mein Geschäft ols
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angefan zer habe und de⸗
wüht sein werde, meint
Zunden mit quter Waar—
Die Bade-Anftalt ist eröffnet. u edenn
Die Bad nit J. aiste fn e Joseph Schwarz.
Incine li lud &amp;Lerlag von F. XSZemerß in EIngbert.
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        253 32 2
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5355 55 5535 83 *57 55583 7338 28 — 8388 538
555 58 323 52 8 5—552 23 7802 — 58 38
—— 53 — 27
555 853 8357 33 —— —— — 2 3168 387
2 — 2 —J 5.2 — 8 5* 22 .42 S23 258
52 2 28 ⁊ —8 287 552* 3 —Z * F
58.22 — 2 5* ð * 50 — 5 —— 283 * 222 22*
55 332355 — — 5552 867 338585 283 2335 — 55 73557
2 ——
53 2258325 — 2 5. 25—5 28 a3 28233. 22 243222 —558
535 553 533 228833 37375* 2232383 56558
3 —A — *3 53 z228552 — 532 23* 223235 8
8s—255 — —— 2358233 22 —23258 223353 523—
272 283355533—352* 53 A *525336 337
—A 1553988 —2—53 558 * 59** — — 28 — — 53258 —538
22 2128 — — —— 2 1 25 5* 34 J 35 —
3 2 20 53353357 —8 52382* 532 —A * 72. 28 23. 2 —
A 27 33536 35353545355 5855 T* 285 2220 232
2 A— — 25258 2* 25 22 — — 3 2 232
532 75528 25358552 2252 2—375 5*528 2327838 52385 233
3823 3 — 22225 * 2 * 22 3* * 2
* — — —— 355382 332238 58*
— —— 555 *2555 5237 7 —55* 2235
2 525 5 — * — —358 2 5*25* — 2822
— 553522*3 2 52. *8 8 24 ——— — — — ———
531 33 —383 —33.7 z253578 3
—A— 75335. —3383 — —S —
—A —53527238 z215355 83 32332323555 *58 25*3
2223832 23 5233* 500 — * — 325 — 538 8523 35 32—
* 5255386 3 t 33 7855 33 5 5
533 3 — 72 —255 397 53352376 263 2338
2583 535 5355 5 58 233338 5283 —13238 *
22 * 5526 — 5 2 33455* 2B228
2
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25 3523 2
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22. 5382 —A 2
222 24 3* — c
2 — 8 — ——227 — 3 —2 — 3 —
—E 2 2 323 Z —— 5928—
3 zass 832533 53
22 282 eaeax —25 —— 2
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532553 3238 35537 5 —AI 533535832 58 ———
255 35 32285. 32288 3. 52 8 —538355 5523 53353335
8 2 22 8 8
35353385 55 5383 —528338 *5553 38353 2545333
53 22 —A 555 ẽ —FA z25082 — — 22 — —
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—R — —— — 2857 255 z3387 2552 —
* —— — 2 25 2— —82— 2 —
35 5353 3358 358288 zt 3*3 23385 2353325
3 — S ck‘—25 * 2 * — 3 ——53 2S—2 * 8 ?
325 —A — —A— — *8 2532 x* 535 235
—— * *22 — — 78* * * — * —— — — 4 224
A 233523 2 —— * —2*28 — * 83235338
5 —— 58525 —A 22 552533 222.3878 * *
5625333 38333 —368325 s5533373 373833383338*
25328 3V 5328 332. ẽæ 5 8 —2 15 —82222 525 —— — —— —
* —A— 8—5 32 3B— 5 3222 232225 5 * 22 2 55 2 28
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— 2353— 3 —53225 II — 90 9 3 * 7 222 250*
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—A — — —550632 * DAV 2 —AA * 3 *
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25 8 * 8 — 2 25222 — 8 33 2 —2 2* 555 —
—* 22 7 — 2* 5* — —* 28 2 2 — 7
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* *5328 533 — 1**— 386 555 — 58
* 28 5 —277 52
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—20225 —A 52532
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358 — — — 23855 555333533223 28222 2
3225* 52368 335 3 23728 282 2353 5223 —523 535
z222 285237 82235 — 5 33353333537 —A 35
33333382 283 355533 * 255 23225 52586558 —A— 2*
389 — 8 B
———— 555332333 3535735 388383 3353 5355*
2255 23852 262 * 87* 2 —2.222385 2222
2 E 223253 * — * * 53, 3 3 272 3 55 *—5 —
* 253525 372227 5s 3253253 22328 —— 22
— 22 5 28 3 8* 2 —X 5 * 22 82 23 2 5
8 5353383355 A— —— 2s82353538 283 —
——A 2332 5353335* 532327 5338 3325386 7833 18
25555 57 525*5 A 38
35s5353335555 3283383 —— —— 338 222 — — —— —72
33383*535335333 32337375 A ——— 9855 ẽ 34* 53
—A — — ⸗0 —X 2 255* * — R —— 3852 * 1 53 5* 87
232 * GH — 38 2 5*232 8 20 * — 8* 2 —2 238588 2222 — 3
— —22055 * 3523323 25* 2333337 535223 533323 338
—A z3858* — —— —A — 3553373537 — 3225 223285 6532
3533 5 — 588 5 7 33s63 2 2 5 2
253335—33335 585383* 2335230333 7 55755537— —526 W
5535335333* — 328 3 38*87 8*
— —— 223 3236 3353235323 233535— 35 53 3325 532
322 *35 —— — — — 58
337335—36 —s2 163* 223553333 5 53 258
3356838—385 53 353133727283325 — 33
——X — —— 5 22255 — 2822 3 3357 — 3252 533
2 5227 —28256 285—8 52753 8 5232 —A — * *2
s—223 233 226 3 252 * 3 2 S — 2 — 3* —Z
2 —822 2* 2 — 2 * * 52
SE33 S0523 3 3 8 ** 53135357—233
— — 50— 5333328 3353535232
—A 23 3 523232352 22287 52
—4* 2553 538
—A—
228 232 —2 *
5as 555 535 23573 38
5528 335 535 25238 52
z5 3533 33 7333535
5253 573 33325385373
3* . 523 603 28 53
355 253 235855 2. ⸗5—53
z5585325 3223258 —F
5—2558 5 —3— — — 5
S 22 52 5—3323 55 0
— — 3837832
ð8 2 58 —— —A 2233
53223238 25257 258*
332258 553325 —5368
— 53355 523533853
53278 4332338833
5332375— 25287358 —A
8 4 — 52 222*3
35 3 —— — 53335355*
A— 3 —83282 —
* 8 —F * 28

5 322 222 z 5
28 —* 3832 35
53532 5— 585335557
257—22 232 53332555
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——83 232 2753 — — 23 583553*83585
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— 53575 36 5 383333 83553533
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        8* t. Ingber ler Anzeiger.
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der St. Ingberter Tuzeiger und das (2 mal woͤchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungtblatt, ESonntagt mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint wöchentlich vViermaalz: Dienstag, Donnerstag, Samstag aud Sonntag. Der Abonmementsepreis beträgt vierieljahrlich

l Martk 20 R.⸗Bfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswörts nit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclanmen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 777. 2amstag/- den 19. Mai 1377.
Deutsches Reich.

Mäünmnchen. (Patentgesetz) Das vom Reichstage in jüngster
Zeit berathene und vom Bundeszrahe nach den Beschlüssen des
Reichsstages angenommene Patentgesetzt tritt mit dem 1. Juli 1877
in das Leben. Was die zu dieser Zeit bereits besteheuden, auf
Brund landesgesetzlicher Bestimmungen ertheilten Patente angelangt,
o bleiben fie nach Maßgabe diefer Bestimmungen bis zu ihrem
Ablaufe in Kraft; eine Verlängerung ihrer Dauet findel nach Ein⸗
zritr des neuen Gesetzes nicht mehr statt. Dazegen kann der In⸗
haber eines bestehenden Patentes die Eitheilung eines neuen Paten⸗
ses nah Maßgabe des Reichsgesetzes beanspruͤchen. Die Prüfung
der Erfindung unterliegt daun dem durch das leßterwähnte Geset
borgeschriebe en Verfahren und wird das Palent ertheilt, wenn die
Eifindung zu jener Zeit, als sie im Inlande zueist zeschützt wurde,
eine nene war. Hieju bemerkt der „Arbeitgeber“ treffend: Wer in
dieser Beziehung (d. h. bezüglich der damaügen Neuheit seiner Er⸗
findurg) nicht ganz sicher ist, wird gut thun, sein Patent sofort,
uso noch vor dem 1. Juli, und zwar auf die längste Dauer ver⸗
ängern zu lassen.

Berlin, 15. Mai. Die Neue „Reichszeitung.“ schreibt:

Die Nachrichten vom Reichskan,ler lauten seht ungünstig; sein
Befinden soll so schlecht sein, daß man an seiner Rückkehr zum
Winter durchaus zweifelt und selbst für den Fall, daß sie erfolgt,
zlaubt, es werde sehr bald zu einer neuen Krifis kommen, da keine
jeiner Bedingungen erfüllt werden würde.
NKussand.

Wien, 16. Mai. Neutrale aus Asien siammende Eonsular⸗
zerichte bezeichnen die dortige Lage der Türken als günstig und
egen der Gatzrung im Kaukasus für die Zukunft eine aroße Be⸗
»eutung bei. Die Nadrichten der „Ag. Habvas“ von einem Ein-
jall in die Dobrudscho sind entscheden erfunden und nichts andereß
als ein in Peta verbreiletes Gerücht. Die Insurreltion in Bosnien
vachst. Despotovich erließ an alle Bosniaken einen Aufruf, in's
Rationalheer einzulrelen.

Paris, 12. Mai. (Memoireneines Kriegs3⸗
minisst er s.) Der verstorbene Marschall Randon in den
echsziger Jahren Kriegsm'nister des Kaisers Napoleon III., hat
Denkwürdigkeiten hinterlassen, von denen soeben der zweite Band
itschie en ist. Ein hiesiger Correspondent der .M. 3.“ entnimmt
demfelben über eine der bedeutungsvollsten Ep soden unserer Zeit
'olgende für den kürftigen Geschichtsschreiber nicht un inte ressante
Aufzeichnung: „Die Schlacht von Sodowa war bon den Preußen
am 3. Juli Nachmittags gewonnen worden. Am 8. „dem Tag
der „patriotischen Aengsten, we er später genaunt wurde, begab
ich der Minster des Aeugeren, Herr Drouyn dell Huys, vor
einen Kollezen zum Kaiser und verlangte dringend, daß die Kam⸗
nern sofort einberufen würden, um die nöthigen Subsidien für die
Mohilmachung der Armee, mit welchen man dem besiegten Oester⸗
ceich zu Hülfe kommen milsse, zu bewilligen. Der Kaiser erklaͤtte,
daß er diese Anschauuig theile und als der Ministerrath zusammen⸗
petreten war, begann sogleich die Verhandluag über diesen Vor—
dlag. Der Antrag des Herrn Drouyn de l'Huys, welchen der
driegsminister (der Verfasser der Membiren spricht von sich in der
atetten Person) nachdrücks'ch unterstützte, wurde angenommen und
nan beschloß demnach, daß der „Moniteur offitiell' vom nächsten
Tage ein Decret enthalten sollie, durch das der Senat und der
eseßg bende Körper im Dringlichkeitswege einbetufen würden. Allein
der „Monittur“ vom 6. brachte ein solches Decret nicht. Am
Abend des 5. hatten der Prim Napoleon und die Herren Rouher
und v. Lavalette im Verein oder eirer nach dem andern beim
kaiser die groͤßten Ansttrengungen gemacht, um die Einberufung
er Rammern zu verhindern. Als der Marschall diesen Umschlag
n der kaserlichen Politik erfuhr, rief er bitler: „Wir find es, die
bei Sadowa geschlagen worden sind!e Man machte shon damals
ur Rechtfertigung dieses neutralen Verhaltens in einem Augenblick,
»a alle klar bückenden Patrioten die Nothwendigkeit einer ent⸗

chiedenen Aktion hätt⸗ n erkennen müssen, einen Grund geltend,
)er seitdem oft wiederholt worden ist. Der Kriegsminister, sagte
nan, hätte dem Kaiser unumwunden erklärt, daß wir nicht kriegs⸗
ereit wären. Wenn der Marschall diese Worte gesprochen hat,
o hat er sich nur streng an die Pflichten seines Amtes gehalten
ind eine elementare Wahrheit ausgesprochen, da man in der That
richt binnen vierundzwanzig Stunden don Friedensfuß auf den
driegsfuß übergehen kann. Thalsache ist aber auch, daß er sich im
Stande erklärte, binnen einem Monat 450,000 NMann nach Abzug
der Armeen von Afrika, Mexiko und Rom unter den Fahnen zu
hereinigen und auf der Sielle 80,000 Mann in Bewegung ju
etzen, worauf der Minister des Außern, der von der momentanen
erschöpfung Preußens volltemmen unterrichtet war, noch erwidert
jatie: „80,000 Mann! Das ist zu viel: 40,000 genügen. Mil
anseren Feldhültern allein wäre es auch gethan!“ Die legten Worte
varen nicht etwa der Ausdruck einer lächerlichen Prahlerci, sondern
vollten nur sagen, daß die bloße Erklärung Frankreichs, es mische
ich und nöͤthigenfalls mit den Waffen in den Streit, bamals ge⸗
nügt hätte, um die ganze Sachlage zu verändern. Fuͤnf Tage
päter, am 11. Juli 1866, unternahm Herr Drouhn de l'Huys
inen neuen Versuch. Ec überreichte dem —X
iber die von dem Berliner Kabinet vorgeschlagenen Bundesreformen
ind wies nach, daß, wenn diese Reformen durchdrängen, ganz
Deutschland von Preußen absorbirt wäre 3 er beantragte demnach,
dieser Macht durch eine militarische Demonstration Einhalt zu ge⸗
hieten und, wenn dies nicht genügte, mit einer bewaffneten Ver—
nittlung in den Weg zu treten. Ein anderer Minister (wahr⸗
heinlich der Verfasser selbst), welcher in Erfahrung gebracht hatte,
aß zur Zeit des böhmischen Feldzuges aur zwei preußische Regi⸗
nenter in der Rheinprovinz geblieben waren, die man unablässig
nit veränderten Numn.ern auf der Eisenbahn hin und herfahren
ieß (c1), um au eine stäckere Truppenmucht glauben zu lassen,
jatte dem Kaiser noch vor der Niederlage dir Oesterreicher vor⸗
zeschlagen, fünfzigtausend Mann in Metz zusammenzuziehen; es ist
eitdem von allen Seiten anerkannt worden, daß diese Demonstration
jenügt hätte, um Preußen in seinem Siegeslauf aufzuhalten. In
iuer Note zu dem lzleren —A Marschall Randon
iuf das Zeugniß des Fürster Bismard sfalbst, welcher viel später
m deutschen Reichstag eingestanden, daß Frankreich nach der Schlacht
von Sadowa die preußische Armee durch Aufstellung eines tingigen
dorps am Rheine hätte zwingen können, alle ihre Erfolge in Oesier⸗
eich im Stich zu lassen und Berlin gegen einen kombinirten Angriff
er französischen und der sfüddeunchen Truppen zu decken. Der
daiser Rapoleon zeigle also schon im Jahre 1866 denselben Wankel⸗
auth, wie spater im Jahre 1870, und vielleicht war es die Reue
ider das in dem ersten Falle Verfäumte, die ihn in dem zweitem
u dem entgegengesetzten Schlufse drängte, der für ihn noch viel
erbängnißvoller werden sollte.
Paris, 16. Mai. Der Präͤsident der Republit hat heute
Morgen an den Ministerpräsiedenten Jules Simon folgendes Schreiben
zerichtet: „Als ich den Bericht des Journal Officiel über die ge—
trige Sitzung las, bemerkle ih mit Erstaunen, daß weder Sie aoch
der Justizminister von der Rednerbühue aus diej nigen Grunde zur
Beltung gebracht hatten, welche die Abschaffung eiaes vor weniger
ils wei Jahren auf Dufaure's Vorschlaz angenommenen Preßge⸗
etzes hätten verhindera können, eines Gesetzes, dessen Anwendung
Sie selbst noch kürzlich von den Gerichten verlangt hatten. Sie
jätten diese Pflicht um so weniger verabsäumen dürfen, da Sie
ind der Justizminister dieselbe noch gestern Morgen im Ministecathe
ibernommen hatten. Es war schon erstaunlich genug, daß die Kam—
ner ein ganzes Gemeinde Geseß berathen und sogar manche Beslim⸗
nungen hatte annehmen können, deren Gefährlichleit Sie selbsi im
Ministerrathe dargel'gt hatten, ohne daß der Minister des Innern
Simon) sich an den Verhandlungen betheiligt hatte. Diese Haltung
wingt dem Munisterpräsidenten die Frage auf, ob er sich den hin⸗
ichenden Einfluß bei der Kammer ju be vabren gewußt hat, um
        <pb n="262" />
        selne Ansichten zur Geltung zu bringen. Eine Auseinanderfe zung
ist in dieser Hinsicht unvermeidlich ⸗ venn wenn ich auch nicht, wie
Sie, dem Parlamente gegenüber virantwortlich“ bin, din ich
ã doch Frankreich gegenüber, mit dessen Geschik ich mich jetzt mehr
denn je beschäftigen muß.“ In Fdotge dieses Briefes reichte Simon
in Ennafsungsgesuch ein, welches angenomnen wurde. Dem Bei⸗
spiele des Minister⸗Praͤsidenten folgend, verlangte darauf das ganzt
unifterium seine Enilafsung. Der Herzog d Audiffret⸗Posqu ier
nd Herr· Duclere Kepubiikaner) hatten heute Nachmittag eine Zu⸗
sammentanst mit ·dem Marschall · Praͤsidenten. J

LSondon, 14. Mai. Scaßkanzler Northcote erklärte im
Unterhausedaß England den Orientwirren gegenüber fich absolut
Feurcal verhalten würde, so lange nicht die speziellen Interessen
kuglonds·, beispielsweise der Weg nach Judien, in Fragt komme.
Derselbe Minister sagte, daß Rußland berechtigt sei, egyptische Häfen
mu bloliren, da Esypien ein Theil dea türtischen Reiches sei.

London, 16. Mai. Zwischen Pforte und England
chweben Verhandlungen über eine ebentuelle Besezung der Jnsel
reia durch englische Truppen. Die. Pforte verlangt als Gegen⸗
eistung von England betraͤchtlichen Geldvorsa üsse.

Seit einiger Zeit tauchen in Rom, wie es scheint, wieder
adenenerliche Geructe über cine angebliche neue Trentins⸗Ugitation
i Ee wurde allen Ernftes von tinem Circulat Menoiti Garr
zaidi's gesprochen, welches er angeblich an die höheren und einfluß
reichsten Mitglieder jeiner Partei gerichtet hätte, um dieselben
nuzuforderne sich mit ihm zu einem leßzten Versuche zur „Befreiung
Subiirols“ aufzuraffen. Man sprach von geheimea Anwerbuugen,
Waffen⸗ und Vunition ⸗Sammlungen und sogar von der Organi⸗
irung eines von Mexnotti Garibaldi zu befehligenden Freicoipk.
in welchem ein Ginfall in Südtirol unternommen u. sa we, mil
nem⸗ Worte, die Trentino⸗Frage“ auf's Tapet gebracht werden
soll. Auf Grund verlaßlicher Infsorwationen darf nun versichert
derden, daß alle Diese Gerüchte auf⸗ geringer · thatsachlicher Grund⸗
age beruhen. Ob das erwähnte oder ein ahnliches Circular Menotti
Iribaldis oder auch sonstiger Fuͤhrer existirt hat, bleibe dahin
gestelltz aber von geheimen Werbungen und Waffensammlungen war
noch leine Rede. Kein vernünftiger Iteliener⸗ mag gegenwaärtig an
die famose Trentino Frage“ oder gar an einen Putschdersuch
denken, aber freilich die unvernünftigen“ Italiener find nicht alle
Zeit sehr disciplinirk gewesen, und man ihut in Oesterreich sehr
vohl daran, die Augen in Wälschtyrol ofsen zu halten.

Konstantinopel, 15. Mai. Die Corresp. Havas“ meldet:
Die iurtische Escadre bombarditte den Kriegshafen Suchnm ˖ Kaleh.
Belandete Türlen schlugen die Russen. Die Türken blieben Herren
der Position. Die Rachbarbevboölkerung schloß sich den Türken gegen
die Kussen an.

Aeber das Capitel von der persoͤnlichen Freiheit in der Tür⸗
ei schreibt ein Konstantinopeler Korrespondent des — sonst: sehr
russisch gesinnten — Pariser „Figaro“ seinen Blatte folgendes:
Die griecischen und katholischen Kirchen in Konftantinopel sind
jebffnet, die öffentlichen Ceremonien voll ehen sich ohne die geringsten
Storungen, die christlichen Priester verlehren in den türkischen
— V ruhig als ob sie auf dem Boulevard
MNontmartre, spazierten. Was man vom „iürkischen Fanatismus“
und von der Gesahr eines „Wassacre“ schreibt, ist altes Zeug und
vie ich der Wahrheit gemäß erllaeen muß, durchaus unwahr. Wenn
die Dinge im Innern des Landtes andert sein sollten, werde ich
Ihnen das eben so offen berichten, aber ich muß vorläufig gestehen,
daß ich, der ich England, Belgien und die Schweiz gesehen habe,
F, die Lander, welche am meisten wegen der Freiheit berühmt
sind,“ deren sie genießen — daß ich kein Land gesehen habe, wo
ine mehr obfoluie individuelle Freiheit zu trffen ware als hier.“

Rürf'guk, 11. Mai. Der Untergang des türlischen
Monilors Lufti Djebel war ein rein zufälliges Ereign'tß und wurde
ineswegs, wie flawische Quellen berichten, durch russische Kugeln
eranlaßt.“ Es scheint, daß ein Feuerwerler an Bord mit der · Zu⸗
dereitung pon Patronen beschaftigt war, als sich eine derselben
nisud und die entsetzliche Explofion veranlaßte, der das schoͤne, für
3,200,000 Mark in England gebaute Schuff, der Besehlshaber
Hasim Bey und die ganze Mannschaft, mit Ausnabme eines Lotsen
dum Opfer fielen.

Peterzburg, 15. Mai. Tschernajeff wird ein Commando
jn der Kaukasus⸗ürmee erhalten; von einer Anstellung desselben
in der Donau-Armee war nicht die Rede. Fadejeff ist hierher
zurückgelehrt; über dessen Verwendung ist nichts bestimmt.

Petersburg, 16. Mai. Fünf türk sche Panzerschiffe haben
vorgesiern Suchum Kale bombardirt. Die Stadt hat gelitten.
Fin Landungsversuch der Tuͤrlen wurde durch 3 Compagniten und
2Geschütze zurückgewiesen.

Ueber den Aufmarsch der Russen an der Donau schrebt die
Wiener ,Moniags ˖ Revule“: Derselbe vollzog fich-bisher mit
Kucksicht auf die Bewegungskraft und Leistungsfaähigkeit der Truppen
sceend ven aumlichen, klimatischen und —XEXX

Verhaltnissen im Allgemeinen rasch und grordnet. Der liuke Flügel
der Sudarinee, welcher aus demt 7. Armeecorps Ganeczly mit dem
Corpsquartier Kilia und dem 11. Armeecorps Schichaffeky mit
dem Corpzquartier Galatz gebeldet ist, hält das Donau-Delta vom
Schwarzen Meer über Kilia, Jemael, Reni, Galaß bis Braila
einschließlich der Pruthe und Serethmündungen besetzt. Die Reserve
dieses Flügels — 9. Armeecorps Krüdener — rückt von Leowa
im Pruihthale abwärts gegen Rent und Galatz und wird theil⸗
weise an der Donau schon oangelangt sein. Das Centrum — be⸗
dehend aus dem 8. und 12. Armeecorps Radetzly und Wanoffsky
— welches sich theils mit der Eisenbahn, theils aus der Straße
bon Jassy über Roman, Fotlschan. Buzen und Urziiceni vorwaͤrts
zewegie, iagerte vor Kurzen mit der Vorhut⸗Division Dragomiroff
des 8. Armeeckorps bei Banjasa, nördlich von Bukarest und edürfte
seßt zwischen Giurgewo⸗Ollenitza an der Dongu und Utzieen
Banjasa an der Jalomnica und Vumbovica aufgestaffelt sein. Die
sesetben des Centrums — 18. upd 14. Armeecorps Hahn und
Zimmermann — hatten vor einigen Tagen Wiscencw erreicht und
efinden sich jeßt mittelst der Eisenbahn auf, der Fahrt nach der
Donau; sie dürfien eine Stellung in der Gegend von Bukarest
Arziceni, zwischen den Flüssen Dumbovica und Jalomnica nehmen.
Der rechte Fluͤgel des Heeres, aue der rumänischen Armee unter
dem Oberbesehl des Fürsten Karl gebildet, hat das 1. Armeecorps
Zes Generals Lupu dei Krajowa und Kalafat. das 2. Armeeconps
des Generals Radovici bei Bukarest und Giurgewo stehen. Diefe
wei Armeecorps, welche die Stärle und Zusemmensetzung. der
uffischen Heecestheile haben, repräsentiren eine Gesammistärke von
72,000 Mann. Das Haupfquartier des Füriten Karl wurde in
Butarest, das große Hauptquartier des Greßfürsten Nilolaus in
Plojeschti etablitrtt.

Der Stamm der Abchasier (Ostküste d·s schwarzen Meerk)
eiwa eine Viertelmillion Köpfe zäblend, groͤßtentheils Muhamedaner,
'osll sich gegen die russische Herrschaft empört haben. Hiemit dürfte
das Erscheinen türkischer Kriegsschiffe vor Suchumlale und Gudanty
jusammenhängen. Offenbar sollen diese die an der abchasischen
zuͤste errichtelen zahlreichen russischen Forts beschießen und so den
Jusständisches Hilfe leisten. Gewinnt der Aufstand an Kraft und
Ausdehnung, so kann er für die Verbindung der in Türkisch Ar—
nenien operirenden rujsischen Armee mit Rußland sehr bedenklich
derden. Auf der andern Seite des Kaukasus, im Terekgebiet, war
eulich schon ein Aufstand ausgebrochen. Russische Berichte sagten
seilich, er sei rasch unterdrüct worden ; indessen kann man den⸗
elben nie recht trauen; leicht tkann er, nachdem nun asuch die Ab⸗
Hhasier sich erhoben haben. auf's Neue starker emporlodern.

Vermischtes.
f—Kaiserzßlautern, 16. Mai. In der heutigen S'tzung
des Polizeigerichtd wurde das Urtheil gesprochen, in einer Beleidi⸗
Jungöklage des Redackeurs der „Pfalz. Post,“ Otto Fleischmann
Jegen den Redocteur der „Kaisersl. Ztg.“, Hugo Weise. Der
herklagte wurde der Beleidigung des Klägera durch die Presse
dater Annahme m'ldernder Umstände für schuldig erklääxt und zu
iner Ge!dstrafe von 3 M., sowie zu den Kosten verurtheilt.
Außerdem wurde die Publikation des Tenors des Erkenntnisses in
er Karsersl. Zig.“ angeordnet. Ale strafmildernd nahm das
vericht die durch die Fleischmann'schen Schnadahuüͤpfl, welche eine
gerhoͤhnung der liberalen Reichstags ⸗Abgeordneten enthielten, er⸗
'olgie Provocation an, welche den Verklagten zu der incriminirten
chirfen Erwiderung veranlaßt hatte, und es sprach in der Moti⸗
itung des Urtheins ausdrüdlich aus, daß allerdings die Verfer⸗
tigung solcher Poesien keine eines Geistlichen würdige Beschäftigung
seĩ und daß, falls die durch das Schnadahüpfl verhöhnten pfäl⸗
ischen Abgeordneten gegen Fleischmann Klage erhoben. hätten.
icherlich eine gerichtliche Bestralung desselben erfolgt wäre.
Gaisrsl. 3.)
pPirmasens, 14. Mai. Vorgestern wurde hier eine
hochzeiteseier in höchst trauriger Weise gestoͤrt. Die Muiter der
hraut, Frau N., hatie eben das Glas ergtiffen, um mit den an⸗
deren Hochzeitsgästen auf das Wohl der Neuvermählten zu trinken.
als dasselbe idrer Hand entglitt und sie, vom Schlage gerüͤhrt,
auf den Stuhl zurücksank. Wie wir hören, ist der Zustand der
Betroffenen noch sehr besorgnißerregend. (P. A.)
FEdenkobea, 12. Mai. Einem armen Manne von
hier wurden vor einigen Tagen in einem tleinen Wingert, wohl
jeinem einzigen, an ungesähr 250 Stöoden die Reben mit den
Schenkeln vollständig abgeschnitlen. Der Eigenthlümer hat dem
Smdeder des Thaäters 100 Miark Belohnung öffentlich versprochen.
Gheinpf.)
pPSpeyer, 16. Mai, Geftern Abend kum Prinz Oscar
von Schweden aus Heidelberg hierher und fuhr nach Besichtigung
des Domes wieder dahin zurück. — Der qu. Untersuchungsrichter
Virnhaum ist gestern hier gestorben (VPf. 3.)
        <pb n="263" />
        fHof⸗z 142 Mei. Ein grausiger Doppelword hat gestern
Nacht unsere Stadt in Aufregung versetzt. Der schon seit längerer
Jeit als Verschwender erklärte Seilermeister Heinr. Schmidt, Vater
sehrerer erwachsenen Söͤhne, erschlug in deren Abwesenheit mit
inem Beils seine Frau, so daß derselben der Schädel gespalten
var. Roch Heschehener Unthat iengte der Morder seinem im Blute
wimmenden Opfer die bezirlsgerichtliche Versügung, sesre Er⸗—
larung zum Verschwender, auf die Brust, nebenan ein Gesapgbuch
und erhängte sich alsdann an einem Ballennagel im Zimmer.
f. Parlstein,es. Mai. In der Fastnacht entfernte sich
der Sohn des hiesigen Hirten aus einer Gastwirthschaft, in welcher
ihm kein Bier mehr verabreicht wurde, mit der Drohung, er werde
»en Parksteinern eiwas anthun, daß sie gewiß un ihn denken würden.
Der Meunsch verschwand und ward von, da an nicht mehr gesehen.
Da fiel vorige Woche beim Wosseraufziehen ein Eimer in die große
Fisterne/ aus welcher Alle ihr Wosser nehmen.Beiw Suchen des
Fimers stieß man anf einen weichen Gegenstand, defsen Geruch
aAlsbald nichts Gutes ahnen ließ. In der That war es der in
aͤnzlicher Veswesung befindliche Leichnam des oben angeführten
Menschen. Er lonnte nicht aus Unachtambeit hineingelonwen sein,
da bie Cisterne zugedeckt ist; er mußle also den Declel hinwegge⸗
Foben und, äbsfichtlich sich hineingestürzt haben. Die Drohung
esselben ging also in Erfüllurg; alle Bcäuer haben ihr Wosser
nuß dieser Kisterne und halten den Winter durch ihr Bler daraus
gebraut. Alle feindem gebrauten Biere wurden bereiis polizeilch
derstegelt und werden ausgelossen werden; der Schaden ist zin
mormer und die Bräuer werden ihr Leben lang daran denken
f München. Im Hofsdrauhaus, welches am 14. d. eröffnet
ourde, bostet der Liter Sommerbier 26 Pfqa. —
Amberg;, 14. Mai. In der Igl. Gewehrfabrik wird
seßt an die Herst lung der vom letzten Landtage bewilligten 583,000
Stuck Mausergewehre füt die boyerische Infanterie gegangen. Die
Betriebs verdälinisse sind so geregelt, daß die Fertigstellung von etwa
150 Stuck Gewehren näglich mögl'ch ist. Die Leitung der Anstalt
ruht seit Begiun dieses Jahres zunächst in provisorischer Eigenschaft
n den Händen des Hanpitmanns Fischbach, der schon eine lange
steihe von Jahren seine Thätigkeit der Fabrik widmete.
f Aus Frankfurt'a. M. schreibt man: Ein Gast, der
n einer hiesigen Wirthschaft ein vollständig ungeniebbares Beefsteak
erhielt, wollte dasselbe gegen ein⸗ andere Speise zurüdgeben, ollein
ein Wunsch wurde von dem Kellner wie von dem Gastwirth mit
zem Bemerlen: was Jemand beltellt habe müsse er auch essen, schnöde
uruckgew'esen. In demselben Augenblicke rief der Herr einen vor ˖
ibergehenden Dienstmann herein, gab ihm das Beessteak mit dem
Beifügen zum Essen, daß er für diese „Arbeit“ von ihm 2 Mark
rhalten würde. Kaum hatte jedoh der Dienstmann das Essen
dersucht, als er aufstand und sagte: ‚Mein Herr, ich verdiene
war recht gern Geld, denn ich hobe eine große Familie, aber diese
2 Mark kann ich nicht verdienen.“ Sprachs und verschwand unter
»em Hohngelächter der Anwesenden über das verblüffte Gesicht des
Wirths und der gleichfalls verdutzten Kellner.
fFrankfurt, 14. Mai. In der Dresdener Große'schen
Blockengießerei erfolgte, wie das „Meißner Tageblatt“ berichtet,
im 5. d. der Guß der größten von den zehn Glocken, die in der
zenannten Gießerei für den Kaiserdom zu Frankfurt a. M. bessellt
ind. Sie wird etwa 290 Centner wiegen. Das Metall dazu
m Werthe von 16,000 Thalern ward zum größten Theil aus
ranzösischen Geschüten und aus dem heim Brande des Domes
jeschmolzenen Metall der früheren Glocken genommen. Die Glocke
vird die Inschrift: „Gloriosa nominor, Guilelmus imperator
lono detit“ und auf der einen Seise das Frankfurter Stadwappen,
uuf der andern den Reichsadler und den Namen des Gießers
eigen.
f In einem Mainzer Spiewoarengeschäft ist man dieser
Tage einem großarligen Betrug auf die Spur gekommen und sind
nicht allein ein Ladenmädchen urd ein Commis dieses Geschäftes,
ondern auch verschiedene Personen von Mainz, im Ganzen zehn
Bersonen beceitz in Untersuchungshaft gezogen worden.

LEin reicher Kaufmann von Lyon hat der türkischen Bot⸗
chaft in Paris 10,000 Fr. mit den Worten übersandt: „Um zur
Bertheidigung der Sache der Türkei zu dienen.“

7Konstantinopel, 4. Mal. Der erst neuerdings durch
inen graͤßlichen Brand verwüstete griechijche Stadtiheil Fanar ist
im vorigen Freitag wieder dat Opfer einer Feuersbrunst gewesen,
ie im Konat des ökumenischen Paitiarchen ihren Anfang nahm.
stahe an 1200 Hauser sind dem verheerenden Elemente unterlegen,
arunter etwa 200 Steinbauten, der Rest kleine, von armen
Briechen bewohnte Holzhaͤuschen. Tausende von Unglücklichen sind
»adurch ihrer ganzen Habe beraubt worden; leider war auch der
berlust mehreter Menschenleben zu beklagen. Der Btand ahrte

on 2 Uhr Nachmittage bis um 4 Uhr Morgens; während der
racht strahlte der Himmel in blutigrornhem Glanze und die lodernden
lammen, mit schwarzen Rauchsäulen untermischt, gewährte tinen
hauerlich imposanten Andlick. Die türkische Feuerwehr hat sich
ut Ruhm bedecktz leider war es ihr trohß Aller Unstrengungeit
cht beschieden, der Macht des Feuerk eder Einhalt zu thun, als
se die in der Niederung am Goldenen Horn gelegenen Straßen
iedergebrannt waren und die steilen Berge dem zerstörenden Ele⸗
nense ein natibliches Hinderniß darboten.

f Der Newyoik Herald berichtet; daß am 11. April beim
ollamte in Newyork ein Faß, welches ang⸗blich Wein enthielt, be⸗
astandet wurde, indem nämlich die Zollbeamten, als sie ein mit
m Dampfer Frisia aus Hamburg angelangte Weinsendung unter⸗
ichten, bei inem der Fässer einen Verdacht erregenden Inhalt
rmutheten. Einer der Beamten, welchem die Katasirophe von
zremen in Ermnerung kam, gab Auftrag, das verdächtige Faß
rit Anwendurg aller Vorsichtsmaßregeln zu offnen. Nachdem dies
schehen, sand mon wirklich in demselben eine Art Höllenmaschine,
imirch ein Kistchen von Blech, welches auf ollen Seiten mit
einen Ep'tzen versehen war urd eine Quantitat Dynamit enthielk,
mügend um ein Haus in die Luft zu sprengen. Die Zollwächter,
elche das Faß zuerst un tersuchten, sind nur durch ein Wunder
aem schredlichen Tode entgangen, wenn man bedenkte, daß sie,
n den Spund zu öffnen und einige Reife zu beseitigen, das
aß mit Hammerschlägen bearbeiten mußten, wodurch leicht dine
xplofion des Dynamits hätte herbeigeführt werden können. Bis
zinist noch nicht bekannt, wer das Foß, welcheß nach deiner Ad⸗
esse nach Hutington (Indiana) bestimmi war, abgesandt hat.
Man fragt sich, ob es nicht eiwa in der Absicht an Bord der
5risia gebracht zurde, um diesem Dawpfer dasselbe Schicsal zu
ere ten, welches im veiflossenen Jahre der „Mosel“ zugedacht
bar. Es wäre d'es eine entsetzliche Katastrophe gewesen, denn die
Frisia führte außer der Mamschaft 272 Pofssagiere au Bord.
die amerikanischen Behörden haben eine Untersuchung dieses Vor⸗

alles eingeleitei.

frEinklagbarkeit von Dividenden. Es
eine sehr wichtige Eutscheidung des Reichsoberhandelsgerichts in
Zachen der Einklagbarkeit von Dividenden ergangen. Nach der⸗
elben derechtigt die Feststellung und Genehmigung einer Bilanz
ioch niat den Anspruch auf die in derselben eiwa berechnete Divi—
»ende. Das Reichsoberhandelsgericht hat nämlich angenommen, daß
zie Auszahlung einer zu Unrecht festgestellten Dibidende gleich sei
ver verbotenen Rückzahlung eines Theiles der Einlage. Vorstand
ind Gesellschaft sind demnach, wenn sich herauestellen sollte, daß
ie genehmigte Bilanz falsch war, nicht nur berechtigt, sondern
erpflichtet,, die Auszahlung der nach einer solchen falschen Bilanz
erausgerechneren und genehmigten, aber filtiven Dividende zu der⸗
sindern.

Dienslesnachrichten. —
Der Forstmeister Aug. Bolz in Pirmasens wurde seiner Bitte
ntsprechend auf das erledigie Forstamt Donauwoͤrth verseßtzt.

Der bisherige Lehrer an der kath. Schule zu Eschringen,
dudwig Kaßenberger, wurde zum Lehrer an der unteren kath. Schule
u M'ttelberbach, der Lehrer Johann Gaffga in Riedelberg zum
dehrer an der kalh. Schule zu Eppenbrunn, der bisherige inseri⸗
nistische Verweser der obern kath. Schule zu Bundenthal, Schul⸗
zienstexspektant Eugen Walther, zum Lehrer an dieser Stelle ernanni.

Fur die Redaction verantworilich: F. &amp;X. Dene.
T II A welche von Zeit zu
ro u er ugri Zeit von interessirten
Jersonen gegen Dr. Airy's Naturheilmethode losgelassen werden
jat sich dies vorzügliche populär⸗medicinische Werk und das dariu
esprochene Heilverfahren immer nene Anhänger erworten und in
mmer weiteren Kreisen günstigste Aufnahme gefunden, was schon
araus hervorgeht, daß dasselbe bereits in mehreren fremden
A
ebt hat. Wir glauben daher auch nur im Interesse der zahlreichen,
nsach Hilfe — Heilung verlaugenden Kranken zu handeln, wenn
vir ihnen auf Grund dieser Thatsachen und der zahlreichen glän⸗
eenden Zeugnisse dieses, nur 1 Mark kostende Buch dringend gur
Unschaffung und Darnachachtung empfehlen, Um nun aber durch
ihnlich betitelte Bücher nicht irre geführt zu werden, verlange maa
zusdrücklich: Dr. Airys Naturheilmethode, Original⸗
dusgabe von Richter'g Verlags⸗Anstalt in Leipzig.

— 2 s „ ;“ ꝰ)z ꝛêʒÂX— ecz .æ
        <pb n="264" />
        St. Jugbert. —
Geschäfts-⸗—Emnpfehlung
ADAM BOCR.
Bildhauer in Lauterecken,
empfiehlt sich in allen in sein Geschäft einschla—

genden Arbeiten, vorzüglich 283
GrabadlomIa mιeν'
in Sandstein und Marmor
in neuen und geschmackvollen Mustern in
eleganter Ausführung bei billigen Preisen
und prompter Bedienung.
.Auf dem hiesigen Kirchhofe stehen ver⸗
ichiedene Grabsteine in Sandstein und Marmor,
von mir gefertigt, die ich zur gefl. Ansicht em⸗
pfehle.

—
Geschäfts-Empfehlung.
Ich zeige hiermit ergebenst an, daß ich in meinem elterlichen
Hause neben Hexrrn Kaufmann Gottmann mein Geschäft als
Metger
angefanzer habe und de⸗
müht sein werde, meint
funden mit guter Waare
zu bedienen.
Joseph Schwarz.
ö— — — —

Rinder⸗s Album.
Lleino und leichto Tanzo mit Fingersate ohne
Ootavenspannung
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EERMAhbhl EGREkEkE.
Op. 23. eleg. ausgestattet M. 1.50.
Welcher Beliebtheit sich dis Necke'schen Com-
positionen bei jugendlichen Clavierspielern erfreuen,
beweist am besten sein Op. 7. Festgeschenkt (12
Tanze in 1 Hefte M. 1.50.) welches innerbalb3
Jahren nicht weniger als 18 Auflagen erlebte. Wah-
rend dieseõs Werkchen einen 628 monatlichen Un-
——
Lindeær-A I 2
mehr für Anfaänger berechnet, und jeder fleissige
Sclrũler ist im Stande nach 2monatichem Unterrickt
die darin enthaltenen Tanze vom Blatt zu spielen,
auch ist wohl keine Sammlung von Original-Tanzchen,
besser wie diess, geeignet, Schülern auf angenehme
und leichte Meise, festen Takt beizubringen.
Gegen Linsendung des Betrages erfolgt frankirte
Zusendung. — J
Paet. Jos. Tonger,
Musißlien- und Instrumentenhundtiung.
CGIM Rh. 3ZILIoOf.

Münchener Kirchenbaulotterie
zum Ausbau der zweiten protest. Kirche in München.
10. 000 Treffer im Betrage von 240 000 M.

Ziehung am 1. Juni 1877..
Preis des Looses Mark.
1 Treffer a 50,000, 2 a 15 000, 3 à 8000, 4 à
5000, 6 3000, 7 à 2000, 8 a 1000, 9 4
AO0 Mart u. s w.
Loose v riendet gegen Postnachnahme oder baar
Carl Lang, Vanbkyeschaft, München,
oder die Vertriebsstelle für die Pfalz:
Julius Coldschmit,
Spedileur in Ludwigshafen a Rhein.
——

—

— —6 eæl EERAI G.
beginnt mit Ziehung 1. Classe die 272. Hnmhurg. Stadt·
Losterie, 79. 500 Loose 42. 000 Gewinne, Vom Stanteé ge-

nehmigt und garantir--

Gewinne: 375.000, 250,000, 125,000,

80,000, 60,000, 40000, 36000, 3 à 30000 M. ⁊c.
Hierzu versende Originallooshsee

Ganze Halbe Viertel Achtel

6 Mark. 3 Mark, 1M. 50 Pf., 75 Pf,
zegen Einsendung des Betrages und gegen Postvorschuß.

Jeder Spieler erhält die amtlichen Gewinnliften u.

bläne gratis. .

Wilh. Basilius,
vom Staate angestellter Hauptcollecteur in
Braunschweig. 34
0020077
Deutsehs Topferzeitun
Organ für Topfer, PorzellIan-und Ctenfabrikanten,
Ziegler und die damit verwandten Industriexnweige.

Heôrausgegeben von Prnat Haupt. —P

Verlag: Expedition der „Doutsehen Töpferzecitung.
(Grnst Haupt) in Naumburg asd. e7

Erscheint allo 8 Tage Abonnementspreis pro Quartal
3 Mx. 2f. öster. Währung. Bestellungen, nehmen alle
Buchhandlungen des In- und Auslandes. desgleichen alls Post-
anstalten an.

Annoncen werden die dreigespaltens Petitzeile oder deren
Raum mit 20 Pf. berechnet. Die Aufgabe kann direkt oder
durch die Annoncon-Lxpeditionen von Rud. Mosse. Haasen-
stein &amp; Vogler u. s. w. erfolgen. W

Pingetragen im Postæaeitungs-Catalog, 5. Nachtrag, Nr.
14644.

Ausser Aufsutzen aus der Feder grösstontheils praktischer
Mitarbeiter bringt die Wochenschrift Abbildungen von Bren-
dfen, Schlemmaschinen Aufklärung üher Glasur u. s. w. und
gtehen Probenummer gratis und Frané;o au Diensten

Geschäfts-Empfehlung.
Ich ze'ge hiermit ergeberst an, daß ich die
Baclerei . Wirthæschaft
von Peter LTang neben der kath. Kirche
übernommen habe und bestrebt sein werde gute und schöne
Backwaaren, sowie pogugtche Getränke zu haiten. —
Auf Verlangen wird auch Mürbes gebacken.
Mich dem Wohlwollien eines geehrlen Publikums bestens ewm
pfehlend, zeichnet
Hochachtun, evoll
IU —
Carl dohmitt.
Am Pfingstmontag
AEIBMVSIC
Jak. Quirin
F Rentrisch.
7 SEin brabes, fleißiges
Dieustmädchen für sos. ges.
Wo? sagt die Exbed. d. Bl.

A4AMEBFROGFRIGO.
Den verehrlichen Mitgl'edern
der „Harmonie“ zur gefäll gen
Kenntnißnahme, daß von heute
(Samstag) ab das Vereinslecal
in die Räumlichkeit meiner
Zarterwirthschaft verlegt ist.
Julius Grewenia.

* * 8*
Erfolae allein entscheiden!
Wenn je durch eine Heilmethode
glänzende Erfolge erzielt wurden,
so ist dies: Pr. Ary's Heilmethode.
dunderttausende verdanken dersel⸗
ben ihre Gesundheil, durch sie wurde
vielen Aranken, wie die Atteste be—
weifen, auch da noch geholfen, wo Hitfe
nicht mehr möglich schien. Es darf da⸗
her Jeder sich dieser bewährten
Methode vertrancusvoll zuwenden.
Räheres daruber in dem vorzugl.,
lurirteu, 04 Seiten starken Buche?
Dr. Airy's Naturheilmethode, 90.
Anflage. Preis 1 Miark, Leipzig,
Richter's Verlags-Anstait, welche

das Buch auf Wunsch gegen Einsen⸗
dung von 10 Briefmarten à 10 Pf.
dvirect versendet.

Gin Blick in die Zu⸗
kunft

ist uns leider nicht —R
Und dennoch lächelt dem
schwmer Kranken eine freund⸗
liche Zukunft voll neuer Kraft
und Gesundheit entgegen,
wenn er das große Kranken⸗
buch: „Der Tempel der Get
sundheit“ liest. Moͤge jeder
Leidende dies vortrefflicht
Werk von E. Schlesinger,
Berlin 8., Neue Jacobstr. 6
für 1 M. Leziehen.
Nedamen Drud und Terlag von w. xX Demetz im Et JIngebert
        <pb n="265" />
        St. Ingberler ZAAnzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Oounerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentspreis beträgt vierteljährlich

1 Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

— — —

M 78. Sonntag, den 20. Mai i7

— —
Deutsches Reich.
München, 17. Mai. Der König hat dem kgl. sächsischen
Kriegsminister, General der Kavalerie, v. Fabrice, das Großkreuz
des Militär-Verdienstordens verliehen.

Berlin, 15. Mai. (Garnisons-Verstärkung.) Das „Berl.

Tagebl.“ schreibt: Von unserem militärischen Berichterstatter gehen
uns folgende interessante Bemeikungen in Betreff der Frage der
Garnison⸗-Verstärkungen in den Reichslanden zu: Gegenüber den
vielfachen Gerüchten, die über Verstärkung der Truppen in den
Reichslanden cursiren, erfahren wir aus guter Quelle, daß über
haupt nur eine Verstärkung der Garnison von Mez in's Auge ge—
faßt worden ist und voraussichtlich auch durch eine Infanterie⸗
Brigade ausgeführt werden wird, doch ist bis jetzt höheren Orts
noch nicht festgeftellt worden, welche Rezimeuter hierzu verwendet
werden sollen. Von einer Dislockrung von Kaballerie nach Loth⸗
ringen und dem Elsaß oder sogar Formirung einer neuen Kavallerie⸗
Division ist in maßgebenden Kreisen überhaupt nicht die Rede ge—
wesen. Frankreich hat zwar in der Nähe der deutschen Grenze 13
stavallerie-Regimentet und wird vielleicht schon 24 Stunden nach
der Kriegserllärung im Stande sein, 24 Kavallerie-Regimenter
über die Grenze zu werfen, um Meßz zu isoliren, doch bedingt dies
eben weiter nichts, als daß Meg im Frieden schon so ausgerüstet
wird an Befatzung, Proviant und Armirung, daß es nach 24
Stunden mit allen Kriegsvorbereitungen, die auf Verbindung mit
dem Raeiche hasiren, fertig ist. Mit Zuhülfenahme der baherischen,
württenibergischen, badischeü hessischen und westlich des Rheines
garnisonirenden Kavallerie-Regimentern sind wir jedoch auch im
Stande, schon nach 8 Tagen 30 Kavallerie-Regimenter in den
Reichslander zu vereinigen. Eine Vermehrung der Kavallerie an
der Westgrenze des Reiches erscheint viel weniger nothwendig, wie
die der Garnison Metz an Infanterie und Fuß-Artillerie, von welch'
etzterer Waffengattung dieser bedeutende Plaß nur das 12. Regi—⸗
ment hat, somit mindestens noch eines Regimen:s bedarf, um die
zute Bedienung des Artilleriematerials zu sichern. Bei der all⸗
zemeinen Beurtheilung der Armeedislocation Frankreichs muß vor
ullem in's Auge gefaßt werden, daß Frankreichs günstige Lage es
ermöglicht, die Truppen so zu vertheilen, wie es zu einem Kriege
gegen Deutschland vortheilhaft erscheint; denn nur von hier kann
ihm Gefahr drohen, während bei Deutschland drei verschiedene
Kriegsschauplätze denlbar sind und es sich nicht empfiehlt, alle
Truppen nur für den einen derselben im voraus zu dislociren.
Deutschland muß nur bemüht sein, alle Garnisonen durch Eisen—
bahnen mit den Haupistrecken zu verbinden; das würde die Mobil⸗
machung bedeutend beschleunigen. In Frankreich g'bt es eben keine
Varnison, die nicht Eisenbahnstation ist, und das ist das nicht zu
unterschätzende Werk des früheren Kriegsministers de Cissey.

Stuttgart, 17. Mai. Heute fand in der Ständekammer

die Debatte über die Gesandtschaften statt. Es wurden sämmtliche
Forderungen bewilligt. Ministerpräsident v. Mittnacht trat besonders
warm für den Gesandifschaflsposten in Mänchen ein: mit Bayern
habe Württemberg viele Interessen gemeinsam, welche zu vertreten
die Regierung dem Reiche gegenüber berechtigt, dem Lande gegenüber
Nerpflichtet sei.
Nussland.
Wien, 18. Mai. Die „Presse“ meldet aus Jassy: Eine
Division des 11. russischen Armeccorps üÜberschritit die Donau
wischen Braila und Maschin und hehecrscht mit ihren Geschützpo⸗
sitionen den Donauarm von Matschin. Ein fliegendes russisches
Corbs recognoscirt seit einigen Tagen in der Dobrüdscha.

Paris, 17. Mai. In einer gestern Abend von ca. 250
Mitglieder der Linken dind äußersten Linken besuchten Versawmlang
worin als erster und einziger Redner Gambetta auftrat, wurde ein
Antrag auf jolgende Tagesordnung einstimmig angenommen: „Die

Kammer wird nur zu einem solchen Cabinet Vertrauen haben,
welches frei in seinem Handeln und entschlossen ist, die republi—
lanischen Grundsätze zu befolgen, die allein die Ruhe im Innern
und nach Außen garantiren können.

Des Abends hieß es am Boulevard, Herr von Fourtdu sei
»eauftragt, mit den Herren Depehre und Lareinth ein neues Mi—
nisterium zu bilden, welches sogleich beim Senat die Ermächtigung
nachsuchen werde, das Abgeordnetenhaus aufzulösen. Einem aͤnderen
Berüchte zufolge soll der Marschall die Absichht haben, die Kammer
unächst auf einen Monat zu vertagen. Paris ist vollkommen
ruhig. Die Abendbörse allein war ungewöhnlich bewegt und die
Baisse machte beträchtliche Fortschritte: Sprocentige Rente 101.60,
Italiener 62.50.

Bersailles, 17. Mai. In der Deputirtenkammer bean⸗
ragt die Linke, das abgetretene Ministerium zu interpelliren.
Der Minister Christophle weigert sich zu autworten, Sevor er sich
nit senen Collegen verständigt. Die Kammer beschließt gleichwohl
die sofortige Diskussion. Rachdem Gambetta die Interpellation
ntwickelt, beantcagt derselbe die bereits gemeldete Tagesordzung.
Diefelbe wurde mit 355 gegen 154 Stimmen angenommen, worauf
ich die Kammer bis morgen vertagte.

Paris, 17. Mai. Das neue FCabinet ist folgendermaßen

ronstituirt: Broglie, Präsident und Minister der Justiz, Fourtou
Minister des Inneren, Caillaur, Finanzminister, Paris, Minister
)er öffentlichen Arbeiten, de Meaux, Minister der— Landwirthschaft,
Beunet, Unterrichtsminister. Das Entlassungsgesuch der Minifler
des Auswaͤrtigen und des Krieges ist nicht angenommen. Das
Marineministerium wird interim'ftisch versehen.
— Konstantinopel, 17. Mai. Ein amtliches Telegramm,
velches die Einnahme von Suchum⸗Kale und die Erhebung der
scherkessischen Landesbewohner bestätigt, meldet zugleich die Nieder⸗
netzelung der Garnison und Verbrennung der Stadt. (Aus Wien
vird berichtet: Berichte vom asiatischen seriegsschauplatze machen
es wahrscheinlich, daß das Dorf Suchum⸗Kale sich in den Handen
der Türken befindet während die Russen das Fort Suchum Kale
vertheidigen.)
Bermischtes.
Neustadk, 17. Mai. Der „New-Staatsztg.“ entaimmt

die „Vürgerztg.“ nachstehende Notiz: „Anton Arent, geboren 1804
n Reustadt an der Haardt, ist am 16. April hierselbst gestorben.
832 verließ er in Folze seiner Betheiligung an dem Hambacher
Fest aus politischen Beweggründen sein Baterland und kam nach
New: York. Hier etablirte er ein Wein- und Liqueurgeschäft und
vurde in kurzer Zeit einer der größten Wein⸗Importeure, 1847
hetrieb er eine einträgliche Weinhaudlung, bis er sich 1837 von
den Geschäften zurückzog. Er war ein Mitglied der Husarencom—
vagnie A. des 4. Regiments geworden und organisirte 1849 die
Lomp. C. (Dragnner), die jetzt die Bezeichnung Separate Troop
Favalty führt. Unter dem Commando des Col. Yates wurde er
um Hauptmann erwählt. Seit er sich von den Geschäften zurück—
Jezogen hatte, führte er ein ruhiges Leben, im Winter in seiner
Ztadtwohnung, im Sommer auf seinem Landsitz in Dobb's Ferry
am Hudson. Zuletzt war er Director der Germania Fire Infu⸗
rance Co. Seit seiner Auswanderung hat er Europa nur einmal
desucht; das war 1872, als er seiner Gesundheit wegen nach Karls—
»ad ging. Er hinterläßt drei Töchter und zwei Söhne.

F Bei dem jüngsten Remonten⸗-Ankauf in der Pfalz wurden
von 379 gemusterten Pferden nur 5 für tauglich befunden und
war stellten Zweibrücken 1Chevaurxlegers-Pferd, 1 Artillerie⸗-Pferd,
Pirmasens 1 Chevauxlegers-Pferd, Homburg 2 Chevaurlegers—
Pferde. Ein brauchbares, dreijähriges Pferd konnte wegen Preis-
orderung von 1200 Mark nicht angekauft werden. Ursache der
        <pb n="266" />
        Zuruckweisung bildeten folgende Mängel: Nerbrauchte Vorderfüße
und falsche Stellung derselben, schlechle, theilweise auch abgenützte
dintertheile, Spath und Gallen, Senkrücken, schwache Rücken, zu
sange und zu weiche Fesseln, bel einigen Pferden gänzliche Ab—
nüßung auf allen vier Füßen. Ein Theil der Pferde hatte zu
gemeinen und schwerfälligen Vau. Mil' Mindermaß kamen 128
Pferde zut Musterung.

pFrankfurt,a. M., 14. Mai. In einem Preßprozeß
gegen die „Frankfurter Zeitung“, wegen Beleidigung des Generals
eWeider Tdieser sollte auf einem Hoffeste dem Großherzog von
Zaden anläßlich eines Confliktes mit dem General v. Bonin gesagt
haben: „Kal. Hoheit, hier haben Sie nicht zu befehlen!“) erkannte
Zer Gerichtähof, daß der Angeklagten der Wahrheitsbeweis nicht
abgeschaitien werden könne und deshalb der Großherzog von Baden
tommissarisch zu vernehmen sei.

hren Verflͤhrer, einen griechischen Officier, erschossen. Das Madqhen
hurde verhaftet und vor die Geschworenen gesteilt. Diese sprachen
ie aber frei und das Publikum, welches den Gerichts saal umdrängt
hatte, begleitete die Freigesprochene unter stürmischen Ovationen
nach Hause.
— — —— — —
Fur die Redaction verantworilich: F. X. Deme v.
Die neuesten Nummern der Illustrirten Frauen⸗
Zeitung Gierleljährlicher Abonnementspreis M. 2. 80) ent-
salten: J. Die Moden⸗Nummer (17): Gesellschafts-⸗, Reit⸗
ind Haus Anzüge, hohe und ausgeschnittene Taillen, Paletots und
—X Prinzeßform, Hüte, Cravaten,
dragen und Manschetten, Taschentücher und Sonnenschirm⸗Behang.
galetois und Hüte für kleine Mädchen. Jahrestleidchen, Schürzen,
Matrosenkragen, verschiedene Unterröcke, Corsets, Untertaillen, Bein⸗
leider, Hemden urd Strümpfe. Reife-Udenfilien,, Kragenschachtel,
dorbtasche, Schreib⸗ oder Sammelmabppe, Schutzdecke, Edbrett,
Briefmarlenkästchen, Erker mit reichem Gardinen⸗ und Portieren⸗
Arrangement, Kleedlatt-Tischchen und Gartenstühle mit Kreuzstich-
sickerei auf Leinewand nebst verschiedenen Mustern, gehakelte und
eklöppelte Spitzen, Einsäße und Spizen in Tülldurchzug ꝛc. ⁊c.
nit 78 Abbilduͤngen; dazu eine Beilage mit 22 Mustern für Filet⸗
huipure, Spitzenarbeit und Stickere auf Tüll mit Mullauflage,
3 Arrangementä zu Gardinen und Roultaur, ferner 10 Schniti-
nustern, 2 Aufwinten zu geklöppelten Shtzen, verschiedenen Muster⸗
orzeichnungen, Nameuschiffren und 2 Alphabeten. U. Die Unter⸗
daltungs-Rummer (I18): Die Lumpenlönigin. Von Marie
‚on Olfers. Fortsetzung. — Jugendlieder. Von Emanuel Geihel.
3.4. Vom alten Berliner Theater. Eine Skizze von George
diltl. — Im Englischen Garten zu München. Von K. A. Regnet.
Aus der Frauenwelt. 5. Von Robert Schweichel. — Am
Joldenen Horn. Von Nuredin Aga. 4. Toilette und Bäder. Schluß.
Briefmappe. — Frauen-Gedenlkiage. Ferner folgende Illu—
trationen: Caroline Doebbelin. Nach H. W. Tischbein. — Im
knglischen Garten zu München. Von F. Schider. — Aus der
Frauenwelt. Von Erdmann Wagner. — Kapiolani, Koͤnigin der
Sandwids-Inseln. — Etella Gerster.

Coblenuz, 16. Mai. Im Unfang voriger Woche hatte
ꝛin junger Mann auf einer Kegelbahn das Unglück, beim Kegeln
nen Splilter unter einen Fingernagel zu stoßen. Die an sich
nicht bedeutende Verletzung hatte leider den Eintritt der Mundsperre
ur Folge, die den Tod des Verlezten am Montag herbeiführte.

pPLondon, 18. Mai. Das gestern Abend Statt gefun⸗
dene (vierte) WagnersConcert eifreute sich gleich den vorhergegangenen
eines sehr zahlreichen Besuches. Dies will nicht wenig sagen, wenn
moan bedenit, daß am selbigen Nachmittage ein Concert der Phil⸗
harmonischen Gesellschaft Statt ——XO—
n der großen St. James-Halle vor einem dicht gedrängten Publi⸗
fum spielte, gleichzeitig beide italienische Opern gut besucht waren
und die Albert⸗Halle, in der die Wagner⸗Concerte Statt finden,
iber 10,000 Menschen, somit die Bevölkerung einer ansehnlichen
sleinen Stadt zu fafssen vermag. Unter den Zuhörern haͤtten sich
diesmol wieder der Prinz von Wales, die Herzogin von Edinburg
und andere Mitglieder der koͤniglichen Familie eingefunden. Heer
Unger litt leider an Heiserkeit, Frau Materna und Herr Hill aber
glänzten wie nur je durch die Kraft ihrer Stimmen und Pracht
hres Vortrages. Auch die Leistungen des Orchesters fanden ge—
techteste Anerkennung.

p In Athen hat vor Kurzem ein junges Mädchen aus
iner vornehmen Familie, Frl. Canavassoglou, auf offener Straße

uct

ee—
Licitation.

Sengscheid, Wittwe des verlebten
Johann Peter Eich, als gesetzliche
—X
Eich, Ackerer in Ensheim als
Beivormund.
St. Ingbert, 16. Mai 1877.
Sauer, k. Notär.

Die Bade-Anstalt ist eröffnet.
J · Grewenig Ww.
Neuweilerhof.
Pfingstmontag
TAnzmusiIc
wozu höoͤflichst einladet
Russe.
Vin braves, fleißiges
Dienstmädchen für sof. ges.
Wos? saat die Erved. d. Bl.

Montag, 4. Juni naäͤchst⸗
hin, Rachmittags 8 Uhr in
Sengicheid im Wohnhaufe
der Versteigerer, wird vor dem
damit gerichtlich beauftragten k.
Notar Sauer in St. Ingbert,
das nachbezeichnete zum Nachlasse
des in Sengscheid verlebten
Aderers Johann Peter Eich
zehörige Wohnhaus im Banne
don kusheim, der Abtheilung
wegen, oͤffentlich an den Meist⸗
zielenden zu Eigenthum persteigert,
zamlich:

Pl.⸗Nr. 7541. 22 Dejim.
Fläche, Wohnhaus mit
Feller; 2 Ställen, Scheuer,
Schweinställen, Schoppen,
Breunhaus und Hofraum,

Pl.⸗Nr. 7540 2. 272410 Dez.
Garten dabei, das Ganzt
zelegen im Orte Seng⸗
scheid neben Christian Eich.

Eigenthümer sind die Kinder
und Erben des verlebten Johann
Peter Eich, als:

1. Johann Eich, Ackerer in
Sengscheid.

2. Margaretha Cich, gewerb⸗
lose Ehefrau von Joh. Bulter⸗
mann, Schlosser, beide in St.
Ingbert,

Z. Heinrich, 4. Peter, d. Jakob
ß. Kalharina und 7. Karl Eich,
diese 5 noch minderjährig, ver⸗
reten durch ihre Muttet Mar—⸗
gareiha Schmelzer, Ackersfrau in

—AE —
Wirthschaft
Emerich.

Hensser'sches Lagerbier,
aiserslauterer Lagerbier,
F Pilsener.
detziere aus der Actiendrauerei
—X
J Sonntag Meoorgen
mürbes Backwerk.
Mittags
à la Vanilsle⸗Eis
und
geeignetes Backwerk
in der Conditorei
G. Rickel.
pfingssonntaa, den 20. Mai
Frrvᷣbtaun⸗ moeiner

Sonntac. den 20. Mai
*Tnr
Frucht⸗, Brod⸗ und
Fleisch⸗Preise der Stadt
Zweibrücken vom 17. Mai.
Weizen 13 M. 29 Pf. Korn
10 M. 75 Pf. Gerste ZSreihige
0 M. — Pf. Gerste Areih.
d M. — Ppf. Spelz 0 M.
— ppf. Spelzkern — M. —
pfg. Dinkel — M. — Pfs.
Mischfrucht O M. — Pf. Hafer
8 M. 71 Pf. Heus M. 30
Pf. Stroh 4 M. 30 Pf. Har ⸗
offeln 4 M. 20 Pf. per Cir.
Weißbrod 19 Ko. 62 Pf. Korn⸗
drod 8 Ko. 90 Pf. ditto 2 Ko.
60 Pf. ditto 1 Kilo. 30 Pf.
Gemischtbrod 3 Kilo. 1M.7 Pf.
Paar' Weck 100 Gramm 6 Pf.
Rindfl. 1. Qual. 66 Pf. 2.
Quai. 60 Pf. Kalbfl. 84 Pf.
Jamfl. b2 Pf. Schweinefl. 66
Hf Butter 1590 80 n ver Vid.

A Hoch.

Ausstellungs⸗
Macaronen
ind über die Feiertage und wäh
end der Dauer der Ausstellung
u bekommen in der
PDonditorei G. Riclel.
*
—

Ein einstöckiges reuerbautis
sog. doppeltes
Wohnhaus woju J einladet
in den Großgätten, mit 2 Man⸗ Eberhard
ardenzimmer, Keller, Werlstätte, Zu vermiethen
Zztallung, Hofraum, Garten mit ein Logis bestehend aus 2 Zim⸗
rufendem Brunnen ist aus freier mer, Qüche, Keller, Hofraum
ind zu verkaufen. mit Dunggrube und Schweinstau
Gevorg Jung, Bergmaunn. bei Joss. Soch im Ort.
„s — — — —
Tedaen Dcia uub berlag von F. X. Temeß in St Ingbert.
Siezu Illustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. 21.

Der Pfingstfeiertage
vegen erscheint der nachste An⸗
zeiger an Donnerstag.
        <pb n="267" />
        St. Ingberler Anzeiger.
—
Cer St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntagt mit illuftrirter Vel

lage), erscheint wöchentlich vViermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

1 Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfs. für die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 79. Donnerotag, den 214. Mai 13377.
— —
Deutsches Reich.

Mänchen, 20. Mai. Die Eisenbahn;Expeditoren haben
an die zuständige Behörde ein Gesuch eingereicht mit der Bitte
um Verleihung pragmatischer Rechte und um Einvierleibung der
Theuerungszulagen in den Gehalt. Die statuzmäßigen Postexpe⸗
diioren beabsichtigen nunmehr auch ein analoçes Gesuch zu instruiren.

Berlhin, 20. Mai. Die Ausrüstung und Bexwaffnung
des deuischen Landsturmes soll ähnlich derjenigen der preußischen
Landwehr von 1813 eingerichtet werden. Als Bewaffnung erhalten
die Mannschaften die in den Beständen vorhandenen nach Einfühtung
des Mauser⸗Gewehres disponibel gewordenen Zündnadel⸗Gewehre
und als Belleidung eine Blouse, ähnlich der der meclenburgischen
Truppen.

Berlhin, 20. Mai. Die Vorgänge in Frankreich lehren
auns, auf der Hut zu sein. Die militärischen Ausgleichs maßregeln
welche Feldmarschall Mouke so emsig für Eisaß Lothringen detrieb,
obwohl sich, wie man behauptet, der Kaiser nur schweren Herzens
eatschioß, seine Zustimmung zu geben, gehen jetzt ihrer Ausführung
entgegen. In den ausschlaggebenden Militärkreisen ist beschlossen
worden, zunächst, und zwar nicht im Herbste erst, die bestehenden
Garnisonen in Elsaß-Lothringen zu verstärken, sowohl durch Comple⸗
tirung der bisherigen Kadres, als auch durch Heranziehung von
Infanterie- und Kavollecie Regimentern aus den altländischen Pro⸗
binzen. Ferner ist nach der gewonnenen Ueberzeugung bei der
Reise des Kaisers die Formation des elsaß-lothringischen Armee⸗
korps beschlossen worden. Das ist die Neuformation des loth—
ringischen Infauterie Regiments Nr. 97, des unterelfässischen Regi⸗
ments Nr. 98 und des oberelsässischen Regimenis Nr. 99, des
lothringischen Infanterie · Regiments Nr. 128, des elsaßlothringischen
Infanterie Regiments Nr. 129, des untereifässischen Regiments Nr.
130 und des oberelsassischen Regiments Nr. 131, der dazugehörenden
Truppe von der Artillerie, von den Ingenieuten und dem Train
und die Neubildung von vier elsaß lothringischen Kavallerie⸗Regi⸗
mentern, Ulanen und Dragon'rn. Es soll ferner ein lang gehenter
Wunsch des Kaisers zugleich zur Erfüllung gebracht werden, nämlich
die Neuformirung von zwei Garde Kavallerie-Regimentern, eines
bierten Garde⸗Ulauen-Regiments und eines zweiten Garde-Hufaren⸗
Regiments. Das Alles hat der Berliner Correspondent der Neuen
frelen Presse erfahren und unsere eigenen Informationen stehen dem
nicht entgegen, obwohl unserr Officiösen diese Dinge nicht Wort
haben wollen. Aber diese Aermste sehen eben nur so weit, als
man ihnen zu sehen gestattet. Etwas fragwürdiger erscheint uns
ein Brief, den Fürst Bitmarck an Graf Moltle gerichtet haden
soll, als man ihm dessen so viel besprochene militärische Reichstags⸗
rede telegraphisch mitgetheilt. Dieser Brief lautet nämlich nach
demselben Gewährsmann wie folgt:

„Lieber Moltke! Meinen herzlichen Dank für ein rechtes
Wort zur rechten Zeit; ich bin ganz und gar mit Ihnen einver⸗
standen; erwägen Sie mit dem König und Kamele, was Sie für
noͤthig halten, und zögern Sie keinen Augenblick, denn wer kann
uns verdenken, daß wir uns zur Zeit mit Regenschirmen versehen ?
Man gewennt ja wohl auch in dem Maße die Achtung der Leute,
indem man sie schlecht behandelt, und was kann uns Frankreich
gegenüber Liebenswürdigkeit nützen? Man kann einen Hammel
mit Hafer füttern, es wird kein Vollblut, die Franzasen leine ver⸗
nünfugen Menschen. Je länger ich in der Politikt arbeite, desto
ziringer wird mein Glaube an menschlisches Rechnen. Rechnen
wir auf den schlimmsten Fall, einen neuen Uebecfall, und wir kön⸗
nen uns nicht verrechnen.“

Wir möchten nicht die Bürgschaft für den Wortlaut dieses
—AV
prechen scheint, welche in Folge der neuesten „französischen Palasi—
revolution“, wie Thiees den Sturz des Ministeriums Jules Simon
bezeichnet hat, zwischen Frankreich und Deutfchland sich über kurz
»der lang entwickeln dürfte. n GBerl. Tagebl.)

Berlin, 20. Mai. Fürst Bismarck ist heute hier ganz un⸗

» erwartel eingetroffen. Wie lange er bleiben wird, darüber derlautet
nichts. Man bringt sein plößliches Erscheinen natürlich in Ver⸗
zindung mit dem Minsterwechsel in Frankreich. Der Verkehr
wischen Friedrichzruh und der Wilhelmstraße war in jüngster Zeit
ehr rege.
Ausland.

.Wien, 19. Mai. Nach einem Münchener Telegramm des
Fremdenblatts“ werden zu den militärischen Ausgleichsmaßregeln
ür Eljaß⸗Lothringen auch bayerische Artillerie und Cavallerie heran⸗
ezogen.

Wien, 20. Mai. Die „N. Fr. Pr.“ bringt heute die
Mittheiluag, daß Munitiondtransporte für die rusfischen Truppen
—
iber oͤsterreichisches Gebiet gegangen seien. Sie nimmt an, daß
zies mit Wissen der Regierung geschehen sei, und richtet daher an
ieselbe die Frage, wie das zu der vor acht Tagen erlassenen Neu⸗
ralitaͤts proclamation stimme.

Die Vorgänge in Frankreich, die der Entlassung des Mini⸗
leriums gefolgt sind, ertegen vatürlich eia großes Aufsehen in
janz Europa. Für die innere Politik Frankreichs werden sie ziem⸗
ich allgemein als Vorboten eines Staatsstreiches betrachtet, nach
Außen hin bedeuten sie die Lockerung der guten Beziehungen
wischen Deuischland und Frankreich. Der Präsident der fran⸗
õsischen Republit wird die Kammern nur deshalb vertagt haben,
im desto ungehinderter die weiteren Schritte und Maßregeln zur
siederhaltung der repudlikanischen Partei unternehmen zu können.
Daß diese Maßregeln nicht den Clerikalen, sondern den Gegnern
erselden gelten, liegt auf der Hand, und eben deshalb weil die
nüchste Eniwickelung der Verhältnisse in Frankreich auf eine Ver⸗
tarkunz des ultramontanen Einflusses abzielt, so wird man leider
zur zu sehr berechtigt sein, eine Störung des bisher freundschaft⸗
ichen Verhältnisses zwischen Frankreich und Deutschland muthmaßen
u müssen. In diesem Sinne wird denn auch die neue Wendung
zer Dinge in hiesigen und parlamentarischen Kreisen aufgefaßt.

Bukarest, 19. Mai. Nachdem die Donaustrecke von Reni
»is Braila befestigt und mit 24pfündigen Batterien armirt ist, so
daß ein Durchbruch der Türken an dieser Lin'e nicht zu besorgen,
beginnen die bihher an der Donaumündung concentrirten Russen
nach der oberen Donau abjzurũcken mit Zurüdlassung von 7 Regi⸗
mentern Jufanterie, 8 Regimentern Cavalerie, 11 Kosakenpulks,
3 Feldbatterien und einem Sappeurbalaillon. Die Bewegung der
cussischen Armee gehl gegen Oltenitza, Simnitza, Giurgewo.

Konstantinopel, 20. Mai. Der Scheich ül Islam
Ixroclamixt den heiligen Krieg gegen Rußland. Durch Erlaß des
Sultans werden aud die Nichtmuhameder der Kriegsdienstpflicht
interworfen. — Am Freitag sind 4 Transportschiffe, 4 Panzer⸗
regatien und 1 Aviso mit 10,000 Mann, 8s Batterien und 50,000
ßewehren nach Suchum Kale abgesegelt. Fazly Pascha übernimmt
das Comando des kaukasischen Expeditionskorpe. Schamyl's Sohn
zefehligt die aufständischen Tscherkessen.

Die Zahl der von den Türken in der Donau gelaperten
Schiffe übersteigt 200. Die Schiffe waren im Ganzen mit etwa
29,000 Hektoliter Getreide beladen.

Nach einer Meldung der „Prefser aus Bukarest wurde
ein Zusammenstoß zweier Essendahnzüge durch falsche Weichenstellung
jerbeigeführt und haben dabei 16 Personen den Tod gefunden. —
Der rusfische General, welcher bei dem Unglücke nachst Piteschti
»en Tod fand, hicß Globiuskoi. Er commandirie die Truppen,
welche bei Tucn⸗Severin Aufstellung nehmen werden.

Ardahan, (lleine Festung nötdlich von Kars, am Kur)
ist am 17. Mai vom General Loris-Melicoff eingenommen worden.
Nach dem russischen Bericht hätten die Türken, als die Verthei⸗
digungswerle durch die Arlillerie erschüttert waren und die Rufssen
sum Sturm schritten, die Flucht ergriffen, wobei sie von der Reilerei
verfolgt worden seien. Den Verlust der Russen gibt Loris-Melikoff
zuf 235 Todte und Verwundete, darunter 5 Offiziere an, die der
        <pb n="268" />
        Türken auf 800 Mann; erbeutet wurden in Ardahan 82 Kanonen,
sowie große Vorräthe von Proviant und Munition. —W

Petersburg, 28. Mai. Aus Sotschi, 22. Mai, wird
gemeldet: Bei Ardelar ist ein heißer Kampf mit den angreifenden
Türken entbrannt; seit 10 Uhr wird ein sehr lebhaftes Bombar⸗
dement unterhalten.

ienste in Mutterstadt heimkehrle. Sofort trat derselbe für seine
Mullter ein und mischte sich in den Streit und als ihn sein Vater
im Halse vackte und schüttelte, riß er sich los, eilte in das Neben⸗
imuer, holte die geladene Flinte und schoß sie dem Vater in den
Initerleib, welcher sogleich niederstürzte und nach wen'gen Minuien
den Geist auf.ab. Der Jammer der Mutter, die vor ihren Augen
den Sohn zum Vatermörder werden sah, kann man sihh denken. Der
Sohn aber, der jetzt verzweifelnd ausruft: Was hab' ich gethan!
kann mit allen seinen Klagen den Gemordeten nicht mehr in's
deben zurückrufen. Wir aber haben den traurigen Pfingstbotschaft
nichts veizufügen, als: Gott bessere es und präge durch'seinen Geist
das vielfach so gering geschätzte fünfte und sechste Gebot den Herzen
p'eder ein“! — 557

RAermischtes.
Dien Pf. Post, schreibt: Bon der pfläzischen Ludwigsbahn,
20. Mai⸗ Ein schreuͤliches Verbrechen ist heute in der an dem
Bahnhofe Mu tierrest a dit liengenden Restauration verübt worden.
Der dortige Restaurateur Hick war aus geringfügigem Anlasse mit
seiner Ehefrau in einen Wortwechsel gerathen, als, der Stiefsohn
desselben, der eiwa 18jährige Jacob Mohr, eben aus dem Gottes

W

—ñ — *
Mühlen⸗Verpachtung
Das dem Koniglichen Berg
fiscus gehörige, in dem Dorfe
Sulz bach bei Suaarbrücken in
der Ruhe der Esenbahnstation
gelegene Mühlenbesitzthum, be⸗
dehend in: 3.
1. Mablmühlt, welche durch
Wasser und Dampf be—
trieben wird.
Wohngebäude mit Bäcerei⸗
einrichlungg.
Betrieda und. Deconomie⸗
Gebant
Mühlensraben nebst Wiese,
Gärten ꝛee. 46
joll verpachtet, werden.
Verschlossene und versiegelte
auf die Bedinzungen gegründete
Anerbieten sind pottofrei bis zum
8.Juui er.
hierher einzusenden.
Die Bedingungen liegen auf
dem Bureau. der unlerzeichneten
Berg⸗Inspection zur, Einsicht
offen, koönnen auch in Abschrift
gegen Copialgebühren bezog n
werden.
Weitere Auskunft auch über
die Ertragssähigkeit wird auf
der hiesigen Berg Inspeetion er⸗
theilt.
Sulzbach, den 16. Mai 1877.
Königliche Berg Inspee
tion V.
Bekanntmachung.
Gestern Abend um 11114 Uhr,
wurde an der Rosenthal'schen
Wirthschaft eine silberne Ey ⸗˖
linderuhr mit Kettchen ge⸗
funden.
St. Ingbert, 22. Mai 1877.
Das Polizeitkommissariat
Eckerlein.·
Ein Arbeitsgehilfe
sucht Kost und Logis. Nä—
heres in der Exped. d. Bl.

—XC
Wirthschaft
Emerich.
Heusser'sches Lagerbier.
Kaiserslauterer Lagerbier,

Pilsener..
Letztere aus der Actierbrauerei
Kaiserslautern.

Musikalist

heatralische
Abendunercyalklung,
am Sountag, den 27. Mai, Abends Ss UÜhr genau,
im SASAL&amp;A dos HArn. G. Iung.
— zum Benefiz der Ausstellung. —
Gegeben von den Activen des „Musikvereins“, der „Ge—⸗
müthlichkeit“ und des „Arbeiter-Bildungsvereins!».
Eintritt 30 Big. die Ferson.
Programm folgt. * —

* Für Leidende! *

Damft jeder Kranke, bevor er
zine Kur unternimmt, oder die
—D auf Genesung schwinden

sßit, — ohne Kosten von den
durch DPr. Airy's Heilmethode erziel⸗
ten uͤberraschenden Heilnngen über⸗
seugen kann, sendet Richter s Ver⸗
ags⸗Anstalt in Leipzig auf Franko⸗
Berlangen gern Jedem einen „At⸗
test⸗ Auszug⸗ 60. Aufl.) gratis
und franto. — Versaume Niemand,
fich diesen mit vielen Kranken⸗
derichten versehenen „Auszug“
Mmmen azu lafsen.

Münchener Kirchenbaulotterie
zum Ausban der zweiten protest. Kirche in München.
10,000 Trefser im Betrage von 240 000 M.

Ziehung am 1. Juni 1877,. —
Preis des Looses 2 Mark..
Treffer à 6,000, 2 a 15 000, 3 à 8000, 42
3000, 6à 23000, 7 à 2000, 8 a 1000, 9 4
500 Mark u. s. w.
Loose v riendet gegen Postnachnahme oder baar
Carl Lang, Bankeeschäft, München,
als General Agentur,
oder die Vertriebsstelle für die Pfalz:
Julius Goldschmit,
Spedileur ir Ludwigshafen a / Rhein.
Wiederverkäufern Rabaitt.“

Bosartige Knochen⸗ u. Fuß⸗
* geschwüree, nasse
und trockene Flechten, Salzfluß u.
offene Wunden jeder Art werden
sicher geheilt durch das berühmte
Schrader'sch: Pflaster (Iäian

Pflaster , Paquet 3 M. Apothek.
Schrader, Feuerbach—
Stuttgart

Bie Gesfundheit gleicht,
der Heimath!
Erst wen sie verlor, we f
hren Werth zu schätzen. Wer
eine langwierige, schmerzhafte
strankheit plagt, wer geger
rgend ein Leiden Hürf
ucht, der lese das groß
drankenbuch‚ Der Tempel du
hesundheit“, welches für 1M
on E. Schlesinger, Ber
in 8., Neu⸗ Jacodstr. 6, zu
ithen ist.

E.
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3 357 5233 7335
* —— — — — 25 22 1
— — 2525.537
— * *

5383323 338 33583 725335 — J— A

ẽ2 * 35 8* 52328* * 32 *52 —8828 3 3 2

*53 * 22353 2 35.3332 2232827 27523 2 2
225—,337232 33227 A 5 *83
2—28833 2 2322 251335 2838828 * * 2
*252232233 223— —623532 83238* ĩ —

5 21558 55 232 928 5222333

—— — — — 65 — 8 —— —A

8 285328 8 332605 35323 852

* 5 —3 5 *

1555223538 5325* 823 533388838

2 85522323 8* — ——A —

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— 5 — 23333 5*22255 2 5 * *82 55 . —
— *53353 5* 25 52328 —
—A— 2382354232* 3553552338 3323 *53
I233 3533 555323533353 232. 55—à 553 3—
53 2453 2. 22* * * 3 3 52* 275253
7 2 223 — 323 * * 5*723
127 52325553— — 7 8 * 8 — 2 2 2 27
3533853338 3 2 33 8
23.3 52 333 —52332 252 32557
2353338835
* 22 25.*53 3.3 328 523 5535385 223 523—
— —— S* z333333833533337233
35532333353335*55558528 53332—2868238 *
723 55333337— 3
*2 —8 — 2 5* 232738 23
3333833338 572535538 22537
2. 228 2323 — — 83 *
53 —8335833—3335 2.* *5825 338 — 32873
3333—238 —B
* 2 * — 7 2 2
5—553 28* — 582. — 7 52
8 8 * 23 2T —2288
338727 —A 358 352833 * 308235 3S22
2353—2 5873353 223 —35 2 25388 — 23 3
25332 532583 5335555 25. 5333256 5 *
3235 * — — y 25322 · 2 —
2 — S. A c 5377 2.2 — * *—
3 438 2237 2235 13
3833 2322325 55385 8— ⸗3. 735565 3
2523 223 3255 — 2 25 22
3z32333 333333 3 5232 25 5 —13

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        Slt. Ingberler Anzeiger.

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Ler St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungeblatt, (Sonntags mit illustrirter Vel—

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstaz, Donnerstag, Samstag und Sountag. Der Abonne mentspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclanmen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 80. Samstag, den 26. Mai J B 1877.

— —

Deutsches Weich.

Mänchen, 23. Mai. Prinz Karl von Preußen mit
Hefolge ist soeben hier eingetroffen.

Aus Berlin, 22. Mai, meldet man der „Allg. Zta.“:

Es verlautet, daß ein Antrag Preußens an den Bundesrath bevor⸗
teht, die Uebertragung gewisser preußischer Stempelsteuern auf das
Reich ia Erwäqung zu nehmen und durch eine Commission tech⸗
aischer Delegirter der einzelnen Bundesregierungen ein entiprechendes
Stempelsteuergesetz unter Verüchsichtigung der Steuergesetzgebung
aller Bundesstaaten ausarbe ten zu lassen.

Berlin, 23. Mai. Mit der Anwesenheit des Fürsten
Bismarck hat sich ein überaus geschäftliches Treiben im Auswärtigen
Amt entwickelt. Der Fürst arbeitet viel und anhaltend mit seinem
Sotne, dem Geafen Herbert, und dem Legationsrath v. Honstein,
woraus sein persönliches Engreifen in die Geschäfte zu erkenuen ist.
Mit allen deuischen Botschaftern herrscht ein reger Depeschenverkehr,
besonders lebhaft, wie men hört, mit der italienischen Regierung.
ks ist davon die Rede, daß der diesseitige Botschafter in Rom,
Hert v. Keudell, welcher sich bereits auf Urlaub bifinmet und sich
in der Nähe von Wien auf dem Lande aufhält, in Kurzem auf
jeinen Posten zurückkehren würde. Wie lange Fürst Bismarck in
Berlin verweilen wird, ist, wie bereits gemeldet, noch völlig unbe—
stimmt. Es ist in diesem Jahre ein längerer Aufenthalt des Fürsten
in Kissingen beabsichtigt, wie es heißt, sechs Wochen; auch ist nicht
ausgeschlossen, daß der Fürst, falls er sich wohl befindet, nicht direkt,
nach Varzin gehen, sondern etliche Wochen im bayherischen Hochlaude
oder in den österreich soen Alpen zubringen wird. — Die Anwesen⸗
heit des Grafen Schuwalow in Friedrichsruh und Berlin bildet voch
wwer den Gegenstand lebhafter Unterhaltung in unseren politischen
Kreisen. Der Graf scheiut in ziemlich weitem Umfange Eroͤffnungen
über die Verbältnisse in London çgemacht zu haben, bei denen die
Hhaltung des östereich schen Botschafters Grafen Beust jedenfalls eine
dedeutende Stesle eingenommen hat.

Berlin, 23. Mai. Die offiziöse „Prov.⸗Corr.“ schließt
ne übersichtliche Darstellung der dem letzten Ministerwechsel in
Frankreich vernusgegangenen Umstäaden mit folgenden Sätzen: Die
Vertagung der Kammer;, der vielleicht eine noch nalige vierwöchent⸗
liche Vertagung folgen werde, könne nach Lage der Verhältnisse
nur die Enleitung zur Auflösung der Kammer und zu Neuwahlen
jein, wobei die alten Parteien und zugleich die Ultraämontanen die
im vorigen Jahre verlorene Herrschaft wieder erriugen wollten.
Die Einflüsse und Umstände, unter welchen die merkwürdige Wendung
in Fraukreich eingetreten sei, hätten namen'lich unter den obwaltenden
ruropäischen Verhältnissen die ernste Beachtung von allen Seiten
auf die weitere Entwickelung der neuen Krisis lexken müssen.

Der Kaiser gedentt am 5. Juni der Jubelfeier des Königs—
Grenadier Regiments in Liegnitz, am 10. Juni der Stiftungsfaer
des Lehrbatarllons in Potsdam beizuwohnen und dann am 13.
Juni die Reise nach Ems anzutreten.

Berlhin, 23. Mai. Direkte Nachrichten aus Athen wissen
nichts von etner bevorstehenden Kriegsertlärung an die Türkei und
vezweifeln deselbe stark. Das Gerücht scheint aus einer mißver⸗
tandenen Ansprache des Ministers enistanden zu sein, der die er⸗
legten Studenten beschwichtigen wollte.

Mainz, 18. Mai. In der heutigen Sitzung des großh.
Obergerichts wurde Herr K. Pröll, Redakteur des „Mainzer Tag⸗
bdlatis“, wegen Beleidigung des Bischofs und des Dr. Moufang
zu einer Gilostrafe von 600 M. verurtheilt. Das Bezirkssiraf
gericht hatte eine Strafe von 200 M. erkanut. (Frtf. J.)

NAuslaud.

Wien, 23. Mai. Die „Corresp. generale autrich“ meldet:
Das Petersburger Cabinet stimmte den Anschauungen der öster—
zeichischen Regierung zu, daß die Behinderung der Dampffchifffahrt
uuf der Donau nur so lange dauere, als die m'luarischen Opera⸗
onen dies unbebingt erforderlich machen. Die Zustimmung der
Pforte steht noch aus, weil Graf Zichy die diesbezügliche Note erst

getzt übergeben kounte; doch ist kein Zweifel, daß auch die Pforte
den Anschauungen des Wiener Cobinets beipflichten wird. 8
Paris, 23. Mai. Die Baissepariei berbreitet, England
jabe, auf Dikraelis Betreiben, den Vorschlag einer anglo⸗russischen
Berständigung behufs Lokalisirung des Krieges abgelehnt, dagegen
ei ein Einvernehmen zwischen England und DOefterreich für gewiffe
Fälle zu Stande gekommen. (Die Erfindung ist so ungeschickt,
daß nur sehr zarte Börsengemülher ihr zum Opfer fallen loͤnnen.)
Paris, 23. Mai. Rach der „Indep. belge“ soll Don
Tatlos verhaftet und angewiesen worden sein Frankreich zu ver⸗
assen. (Die spanische Regiernng hat sich bei der französischen über
einen Aufenthalt in Frantreich beschwert, weil sie Grund zu haben
zlaubte. er benütze ihn uar zu Umtrieben gegen König Alphons.)
Eine schärfere Verurtheilung des Vorgehens des Prasidenten
)er französischen Republit, als ihm Seitens der gisammien eng⸗
ischen Presse zu Theil wird, kann man sich 'kaum denken. Es ist
ezeichnend, daß selbst Blätter, wie der „Slandard,“ welcher daß
epublikanische Regime und Jules Simon insbesondere verabscheut,
aicht anstehen, zu erklären, daß Mac Mahon einen sehr unklugen,
venn nicht gar höchst gefährlichen Schtitt gewagt hat. Allein den
emerkenswecthesten Artikel enthält der „Economist“. Derfelbe
nacht um so mehr Endruck, da das genannte Blati stets mit der
rößten Mäßigkeit sich ausdrückt. Das Blatt fürchtet, daß das
onstitutionelle Leben in Frankreich gefährdet sei. Dann heißt ez
vörtlich: „In tiner Neuwahl liegt nicht viel Gefahr, allein man
nuß mit Recht befürchten, daß Aergeres im Hintergrunde sich
irgt, und daß Mac Mahon eine Bahn eingeschlagen hat, auf
velcher ein coup d'état der einzige Ausweg sein wird. Diese
Furcht gab wahrscheinlich den Worlen Gambetta's ihre Bitterkeit,
As er ein Tadelsvosum gegen Mac Mahon wegen seines incon⸗
titutionellen Vorgehens beantragte, obgleich gerade diese Sprache,
ie wir unter den gegenwärtigen Umständen nicht tadeln ldnnen,
dielleicht für die Rathgeber des Marschallz als Entschuldigung
ienen wird, auf ihrer gefahrlichen Bahn zu beharren. Ein weñeres
Inheil des von“den Wiarschall eingeschlagenen Verhaltens ist es,
aß ducch dasselbe die Gefahr eines auswältigen Krieges für Frank⸗
tich vergrößert wird. Odgleich der Präsident es für nöthig ge⸗
alten hat, zu versprechen daß er eine ultramontan⸗ Polink nicht
egünstigen wird, so haben doch ultramontan⸗ Rathgeber und eine
zattei, die sich auf die Ultramontanen flützt, üder ihn die Herr⸗
haft erlangt. Und diese werden versuchen, Frankreich für ihre
inenen Zwecke zu benützen. Solch eine Regierung wird Frankreich
iel eher in einen Krieg stürzen, als eine Partei, die wirklich die
vesinnung Frankreichs repräsentirt, und die keine eigenen finsteren
Ziäne hegt. Es ist Grund vorhanden zu fürchten, daß an diese
Minoritäts-Regierungen die Versuchung eines auswartigen Krieges
erantreten wird, um ihre eigene Partei zu consolidiren, allein
iese Regierung wird noch die besondere Versuchung haben, den
Fehler des deutsch französischen Krieges zu wiederholen, um die
iltramontane Macht in Earopa wieder herzustellen. Wir koͤnnen
nur gegen die Hoffnung hoffen, daß dem aufrichtigen, aber politisch
inwessenden Soldaten, der jetzt Frankreich regiert, in irgend einer
Weise begreiflich gemacht werden wird, wie schändlich niederträchtig
rin Versuch ist, eine ganze Nation in ihrer Politik zu betrügen,
und wie groß die Gefahren sind, in welche er durch seine Thorheit
»as Land stürzt. Wenn ihm sein Gewissen nicht erlaubt, Frank⸗
reich mit der vom Volk gewählten Majorilüt zu regieren, dann ist
s seine klare Pflicht zu resigniren und die Natton „sowie deren
Parlament ihren eigenen Weg gehen zu lassen.

Vondon, 283. Mai. Nach einem Spezialtelegramm des
ürlenfreundlichen Daly Telegraph sind die Tuͤrken bei Batum ein⸗
geschlossen. Ihre Situation erjscheint sehr gefähcdet.

London, 23. Mai. Der Manchester Guardian meldet,
die aufständischen Tscherkessen hätten den gegen sie gesandten russischen
Benetal Raschaff geschlagen. Ein am Freitag gemachter Verfuch
er Russen, die Stadt Suchum Kaleh wiederzunchmen, ist vollständig
        <pb n="272" />
        ehlgeschlagen. Die nahe bei Karß belegene Redoute Emiroglu wird
pon 30,000 Ruffen belagert.

ndon, 23. Mai. Die Times erfährt, daß die serbische
Regierung den Beweis erhielt, daß ein russich österreichisches Ueber⸗
nsommen bestehe, durch welches sich Rußland verpflichtet, in
Serbien zu Zwecken der Kriegsführung nicht einzurücken.
Butarest, 28. Mai. Der fürkische Gouverneur von Tuli⸗
scha hat angeordnet, daß die Stadt im Fall eines russischen Ein⸗
narsches gänzlich eingeäschert werde. Die bulgarischen Einwohner
vurden landeinwärts getrieben, um zu verhindern, daß sie sich den
Russen auschließen.

In Oltenittza sind am 20. Mai die ersten rufssischen
Truppen Morgens einger ückt und übernahmen die von den Rumänen
zrrichleten Batterien. Die Türken haben, obwohl sie von ihrem
dager und ihren Baͤtterien Oltenitza dominiren, weder von Turtukaj
mus noch durch die anwesendeun 3 Monitors den Einmarsch behelligt.
Der rumänische Divisionsgeneral Manu ritt mit seinen Ojfizieren
den russischen Colonnen entgegen. Nachdem die Russen alle Posi⸗
lionen beseßt hatten, maischirte um fünf Uhr früh die Division
Manu ab.

Dem „Daily welegraph“ wird aus Batum gemeldet, daß die
sur Recht und Humanität kämpfenden Russen — nicht die Turken
ringsum furchibar wüthen, alle Doͤrfer niederbrennen, Greise,
Weiber und Kinder hinschlachten.

Eine Belanntmachung Osmann Pascha's befiehlt fämmtlichen
Einwohnern von Widdin, welche sich nicht für längere Zeit ver⸗
proviantiren können, binnen 8 Tagen die Stadt zu verlassen.

Konstantinopel, 23. Mai. Aus Anlaß der Ginnahme
bon Suchum ⸗Kale hat der Sultan eine Anzahl Strafgefangener,
welche zwei Drittel ihrer Straf,eit überstanden hatten, begnadigt;
die Mehrzahl derselben tritt nun in die Armee ein.

O'defsa, 22. Mai. Man erwartet in den nächsten
Tagen wiͤchtige RMachrichten von der 2. Armee
unter Befedl des General Semeka, dessen Hauptquartier Odessa
ind uner dessen Konmando das 7. und 10. Arme⸗torps seht in
Silarte von enwa 65,000 Mann. Dieser Gencral hat die ebenso
ehrenvolle als schwierige Aufgabe, ähnlich der des General Fallen⸗
in im Kriege 1870, die Küsten des schwatzen Meeres zu schühen.

gemberg, 28. Mai. Am 1. Jini wird, aller Personen⸗
und Güter⸗Bahnenverkehr in Rumänien auf eine Weise suspendirt
werden, um den Rest des Belagerungsgeschützes an de Donau zu
affen. VVV—

ig —XE „ 20. Mai. Der Kaiser reist am 21. d. zuc
Donau⸗Armee ab und temmt am 26. oder 26. Mai daselbst an.
Der Großfuͤrst⸗Thronfosger und Großfürst Sergej beglelen den
Zaiser.

Pederzburg, 21. Mai. Zwei Telezramme des Ober⸗
ommandirenden der aukasusarmee vom 19. und 20. ds. be⸗
tätigen, daß die Küstenpunkie des rusfischen Kaubkasien von den
Türken bombardirt werden, und melden ferner, daß die Türken an
einzelnen saustenpunkten ehemalige Auswanderer aus dem Kaukasus
sanden ließen, um die Bebolterung Abchasiens aufzuwieg ln. Es
purden russische Truppen dahin abgesandi. Unter den bei Aida⸗
han Gefangenen befindet sich ein Pascha.

Petersburg, 21. Mai. Der Kaiser von Rußland wird
waͤhrend des ganzen Arieges in Rumaänien oder Südrußland bleiben.
Der Uebergang über die Dondu wird in Gegenwart des Kaisers statt⸗
nden. Außer den bercits offiziell genannten Personen, welche den
taiser begleiten, wird denselben noch eine Stobswache ungeben
ganz in der Weise unseres Kaisers 1866 und 1870), welche ge⸗
Ilden wird aus 100 Mann, unter dem Kommando von 3 Oifi⸗
zieten und aus den aus jedem Garderegiment ausgewählten Mann⸗
schaften. Aller Wahrscheinlichkeit nach reisen die Kacserin und die
Bemahlin des Großfursien Thronfolger mit dem Kaiser ab und
begeben sich nach Livad'a. Daß der preuß sche Militärbevollmächtigte
Benerallieutenant von Werder (1866 Oberst des Garde⸗ Füsilier—
Regiments) nach Plojesti mitgeht, ist bestimmt, höchst wahrscheinlich
verden aber auch die Botschafter sich dahin begeben.

Aus Petersburg, 23. Mai, wird solgende offiziöse
scotiz kelegraphisch verdreitel? „Hier liegen bis jett le ne bestimmten
Mildeilungen vor, daß Serdien seinerseits zum Kriege schreiten
dolle. Rußland hat es an dem Rathe, vom Kriege fern zu bleben,
nicht fehlen lassen. Zu eiuem Zwange hat es keine Veranlassung.
Sein Abrathen war klac und bestimmt, denn es liegt nicht im
Interesse Rußlands, an seiner Seile sich ein revolutionaäres, pan
labistisches Freischaarenthum etabliten zu sehen, dem Vorschub zu
leisten man in Vetersburg sicher nirgends gewillt ist.“
Vermischtes.

p Aus einem Bierleller in Speiet wurde in der Nacht voa
Sonniag auf Monntag 5 gefüuͤllte Bierfäßchen, Käase, Wurst und
Zrod gestohlen. Auf den Tisch hatte einer der Diebe geschrieben:
ESEriemer Kinner haben Durst.

⸗»Muünchen, Mitte Mai. Endlich scheint so eine Art
ʒommer eintreten zu wollen. In dieser Jahreszeit wachsen aber
zetanntlich nicht nut Kräuter und Kartoffel, jondern auch Congrefse,
VBersammlungen, „Tage? und Zusammenkünfte aller Art. Daß da
die Sozialdemokraten nicht zu Hause bleiben lönnen, verstehl sich
bon selost. Sie treten aber diesmal nicht als Partei auf, sondern
lediglich als Unterdrückte. Wo irgend eine Anzahl solcher Unglück⸗
licher ein bestimmtes Gesellschaftslolal hate, schicken sie tinen Dele⸗
zirten zum Kongriß nach Gotha—⸗ Der jzungenfertige Schrififther
diefer, präsumtiver Vertreter der Haupt⸗ und Residenzstadt München
in Berlin, muß sich begnügen, einstweilen als Abgeordneter jler
den Unterpollinger nach Gotha zu gehen. Ihn mit den geeigneten
Nufnägen zu verlehen, war neulich sozialistische Abendversammlung.
Zuvoörderst sol er verlangen, daß jahrlich wenigftens einmal ein
servorragender Redner, womöalich Reichstagsabgeordneter, nach
Sbdeuischland reise (also ein Nerddeutscher), um die Principien
)es Programms zu besprechen. Egentlich nicht schmeichelhaft für
Irn. Kiefer, der in Programmptinc pienbesprecherei doch selbst
Hervorragendes leistet. Leßterer außerte auch eirige Zweifel an
Fer „Rensabilität“ solcher Apostelfohrten, der Antrag wurde abes
ngenommen. Weiter verlangt der neue „Zeitg ist“⸗Redacteur
olgende Kleinigkeit: „Aufhebung des Systems der verjinslichen
SJats und Gemerndeschuiden.“ Aufheben kann man nun ein
System eigentlich nicht, sondern nur beseitigen. Aber auch die
teseit gung saäͤmmtlicher Staats- und Geme'ndeschuldien ist, wenn
Herr Kieser das in Gotha besorgen soll, ein schöͤnes Stück Arbeit.
H uchlicher Weise will der Zeitgeistumaun nnr, daß der Congreß sich
zegen das System des Schaldenmachens ausspreche. Die Herren
aben unter sich wohl wichtigere Dinge auszumachen, denn wegen
'olcher Resolutionen eigens nach Gotha zu reisen, wäre doch gar
u großer Luxus. Ja wenn Schulden dadurch, daß man fich
„gegen sie ousspricht“, auch schon bezahlt wären! Ohne Gemeinde ⸗
Hhuiden gäde es wahrscheinlich noch sehr wenig Krankenhäuser,
Wasserleitungen, Brücken u. dal. Auch hat man es biceher als ein
Zachen der beginnenden Civilijation betrachtet, wenn China, Japan
der ein ähnlicher Staat zu einem Culturzweck ein Anlehen zu
Stande brachte. Vom Unterpollinger aus soll nun aber sozusagen
das ganze Weltprincip umgelehrt werden, was man diesem Wirths
Jaus von außen nie zugetraut hätte. Das Bemerkenswerthesie ist
ie Monvirung des Antrags. „Zeitgeist“ meint nämlich: wenn
er Slaat „die Erträgnifse der productiven Unterneymungen später
erechter dertheilt,“ dann werde Jeder seine Arbeit und sein Geld
invetzinslich hergeben. Ah! Die Volksstaatsschulden würden sich
iso von den irtzigen nur dadurch unterscheiden, daß man keine
Zirsen bekommt,, welch' hübsche Idee übrizens die Speniet und
fürten auch fton cehadt haben. Alte Leute, Wittwen u. dgl.
erweist der sozialistische Antrag auf — Staatspensionen! Also
ein Erspartes mehr, über das sich testamentarsch verfügen läßt,
ein serbststäudigeß Vermögen des Einzelnen, sondern lauter Unter⸗
zützung und Almosen. Für die jungen Leute würde der Staat
zuf diese Art ein Zachthaus, für die alten ein Spital. Wem das
zefällt, der beauct ja nur dei nächster Gelegenheit sozialistisch zu
vählen. Er hat dabei noch die Bernhigung, daß das Staals und
Gemeindeschuldenmochen troßdem ruhig fartgeht.

FErtangen, 20. Mai. Gestern Abends zwischen 9 und

10 Uhr entstand auf dem Kirchweihfestplaz ein Tumult, welcher
Irößere Dimensionen anzunehmen drohte. Arbeiter hatten die an⸗
vesenden Studenten insultirt, letztere zozen hierauf ruh'g ab, und
asi als die Arbeiter diese bis in die Stadi verfolgten und die
Jusulten fortsetzten erfolgte in der Hauptstraße der Ruf: Burfchen
Jug! Der bedeutend angewachsene Mens henstrom wälzte sich auf den
Markplatzund postirte sich vor dem Rathhaus, wo von den Stu⸗
enten die Freilassung eines wegen Unfugverübung festgenommenen
Sludenten derlangt wurde. Der Aufforderung des Herrn Bürger⸗
meisters zum Auseinandergehen wurde eist Folge geleistet, nachdem
zer ärgste Tumultuant aus der Mitte der Studenten weg verhaftet
vorden. Ein Polizeidiener wurde hiebei so verletzt, daß er vom Platze
getragen werden mußte.

Berltir. Zu viel des Gulen! könnte unser Kronprinz
zusrufen, der bekanntlich vor vier Wochen in Hamburg gewesen
st und dort die glänzendste Aufnahme gefunden hatte. Damal⸗
hat aus einer scherjhafien Unterhaltung des Kronprinzen die Mit⸗
heilung gebracht, „daß ihm alles Gute und Schöne in Hambuig
wiesen, aber kein — Hamburger Rauchfleisch vorgesetzt sei!“ Der
ronprinzlichen Küche sollen in Folge dieser Notiz nicht weniget
ia 38 Siũud grobe Rauchfleischsendungen aus Hamburg gemacht
worden sein.

Berlin, 21. Mai. Das aus mehreren adeligen Damen
bestehende Comite, welches zu Beiträgen für russische Verwundete
nffordert, wird bei der großen Masse der hiesigen Bevblkerung
venig Glück mit seinen Sammlungen haben. Bei aller Abneiguns
degen das türkische Regiment herrscht dier im Buͤrgerthum dod so
ses Mißtrauen gegen Nußland. dessen Rristokratie fast leinen
        <pb n="273" />
        Deut für die deutschen Verwundeten im Jahre 1870/71 hergegeben,
»aß man sich nicht darüber wundern kann, wenn die Bewohner der
Ddauptstadt des deutschen Reiches sich dem Aufrufe gegenüber kühl
zis ins Herz hinein verhalten. — In mil täriichen Kreisen ver—
lautet, daß das achte württembergische Infanterieregiment Nr. 126
in Folge der Dislokation der deutschen Truppen in Elsaß-Loth-
ringen nach Zabern in Garnison kommen werd.

4 Das bei der vorigen Weinprobe des deuischen Neichstages
o sehr beborzuzte s Stuck (400 Liter) 1728er Stein, Kabinets⸗
vein des ehem. großh. toskanischen Kellers zu Würzburg — das
uur in dem bekannten Rosenwein des Bremer Rathskellers einen
Revalen hat — ging durch Kauf in den Besitz des Weingutsbe«
ißers A. Wilhelmi in Hattenheim so /Rh. über.

4 Die unterirdische Telegraphenleitung von Berlinn nach
Dduln ist der Firma Felten u. Guilleanme in Koͤln seitens des
Beneral⸗Postmeisteis Stephan zur Ausführung übertragen worden.
Die Linie wird über Potstan, Magdeburg, Braunschweig, Han⸗
nover, Minden, Müster, Wesel, Düsseldors nach Koöln geführt
werden. Die Strecke Berlin⸗-Potsdam, wurde von derselben Firma
‚origes Frühjahr gelegt, die Strede Potsdam-Magdeburg soll diesen
Herbst und die Strecke Magdeburg:Koöln naͤchsies Frühjeihr gebaut
werden. Augenblicklig sind die Linien Halle-Leipzig und Halle⸗
Mainz im Bau, die Strecke Halle Leipzig wierd diese Woche vol—
lendet, so daß Leipzig schon unterirdisch mit Berlin telegraphisch
zerbunden sein wird. Die Strecke MainKassel Halle wird bis
Mitte Juli vollendet sein. Es wird auf dieser Strecke durch⸗
ichninlich täglich eine deuische Meile Kabel verlet. Zur Feststel⸗
lung des Grabens sind über 600 Urbeiter thätig, eine Graben-
maschine, wie solche versuchsweife auf der Strecke Berlin-Hamburg
oon der Firma Siem⸗ns u. Halske verwendet wird, läßl sich wegen
des steinigen und felsigen Bodens, der größtentheils auf der Strecke
Mainz Halle vorkoimt, nicht verwenden, da die Grabenmaschine
nur in leichtem sandigem Boden mit Erfolg benutzt werden kann.
Das im vorigen Jahre von Berlin nach Halle gelegte Kabel gibt
in electrisher, beziehungsweise telegröphischer Beziehung die vollste
Bifriedigung; in Folge dessen ist der General- Postweister Stephan
auch an den weiteren Ausbau des Telegrabhennetzes herang treten.

In Wien waurde bei einem Pferderennen ein Offizier,
Lieultenant Graf Wurmbrand, sehr schwer verletzt, indem er mit
jeinem Pferde stürzte und die nachkommenden Reiter, die Gefahr
niweder gar nicht oder zu spit merkend, über ihm zusammen⸗

uͤrzlen.
r Das „Tagblatt? verichtet aus Bucharest: Durch den
Tinsturz der Aluta⸗Brücke seien 5 Bahubeamte getödlet, die rus—
sischen Operationen jedoch nicht beeinträchtigt worden.

Maischnee. Aus Tirol, Salzburg und Obersteyer
wurde unterm 16. d. Mis. an die Central-Anftalt für Meteorologie
berichtet: Seit gestern Morgens haben sich in den meisten höher
gelegenen Orten der Alpen ziemlich bedeutende Schaeefälle eia—
gestellt. Die Höhen sind überoll mit Schnee bedeckt, in den Thä—
lern schmilzt derselbe und ist mit Regen gimscht. Die Schneegrenze
ist bis zu fünfhundert Metern herabgerückt. Die Temperatur ist
im Durchschnitte bis zu —- 3 und 4 Grad Cols. gefallen. Frost
wird keiner gemeldet und ist außer theilweisen Baumbrüchen durch
das Schneegewicht keix Schaden in der Kultur zu beohachten. Das
Baromeler ist seit gesiern Abend im raschen Steigen und verspricht
heiteres Wetier. — Die gemessenen Niederschlassmengen sind ehr
hedeulend und betragen an manchen Stationen bis zu 40 Milli-
meter innerhalb 24 Stunden.

4 Der Erzbischof Checa von Quito (Rpiblick Ecuador) wurde
am Charfreitag, als er die Messe zelebrirte, durch Strychnin', das
ihm in den Meßwein geschültet worden war, vergiftet. Als Thäter
wurde ein Offizier von den Truppen Ventimilla's ermittelt.

f GEine Episode des Krieges. Bucharest — schreibt ein
Correspondent des „Daily Telegraph“ — genoß vorletßzlen Sonntag
die angenehme Ueberraschung, eine weitere prächtige russische Kaval⸗
leriebtigade durch die Umgebungen der Stadi marschiren zu sehen.
Tin Husaren-Regiment wurde von einer jungen russischen Dame,
in der vollen Uniform des Regiments und auf einem prachtvollen
Rosse sitzend, geführt. Man sagte mir, es sei die Fürstin Demi⸗
doff, Tochter des Ehrenoberst und Inhabers des Regiments, der
jährlich 10,000 Rubel dafür ausg bt. Nemals habe ich ein rus⸗
äsches schweres Elite⸗Kavballerie-⸗Regiment so gut beritten gesehen.
Die Don Kosaken machten besonderen Eindruck auf die weiblichen
Zuschauer durch das außerordentlich gute Aussehen der Männer,
die meist blond sind, klassisch regelmäßige Gesichtszüge und fchöne
uhletische Figuren haben. Ihre Musik besteht aus Cymbalen und
Vogelpfeifen, welche Instrumente einem Chor von etwa 30 Sängern
die melancholische unvernünftige Melodieen, aber recht harmonisch
singen, accompagniren. Die Kosaken sind auf bloßen Ponies be⸗
zitsen, aber diese Thiere sind hart wie Eisen, schnell und zahm wie
catzen, obwohl sie nur mit einem einzigen Zaum geritten werden.

F In der Albert Halle in Süd-Kensiüglon zu London

'and am Montag Abends das erste der von Richard Wagner an⸗
ekündigten sechs großen Concerte statt. Der Erfolg war ein glän⸗
ender. Die große Halle, die nicht weniger als 12,000 Personen
aßt, war trotz der hohen Einlrittspreise nahezu gefüllt, und unter
dem Auditorium befanden sich, außer den meisten Celebritäten auf
em Gebitte der Musik, die Herzogin v. Edinburgh, Prinz Leopold,
PrinzesfirLouise und andere Mitglieder der lönigl. Familie. Das
Jeuische Element war natürlich vorwiegend. Aber auch die englische
Zevölkerung stellte ein sehr zahlreiches Contingent aufrichtiger
Wagner⸗Enthusiasten. Wagner wurde, als er am Dirigentenpult
erschien, mit großem Inbel begrüßt. Nicht minder stürmisch wurden
zerr Wilhelmi, der Chef d'attaquo des gediegenen, 200 Mit—⸗
lieder zählenden O chesters, und Frau Friedtich Materna begcüßt.
das Programm eröffnete mit dem grandiosen „Kaisermarsch“, dann
olgten Auszügßge aus „Rienzi“ und „Tannhäuser“, die, von Frau
Naterna und den Herren Unger, Hill und Chandon, sowie dem
Irchestee musterhafi ausgeführt, enthusiastischen Beifall ernteten.
der zweite Theil des Concertes bestand aus den wirlsamsien Ab⸗
chnitien aus der Oper „Rheingold“, die abir trotz ihrer gediegenen
kxecution unter der Leiturg Hans Richter's weniger Eindruck zu
nachen schienen. Die Soli lagen in den Händen der Damen
Materna, v. Sadler-Grün, Waibel, Exter und den Herren Unger,
Hill, Chandon und Schlosser.
(Dr. Engländer, Anglo-Amerik. Correspondeny).

fLondon, 22. Mai. In Hull explodirte gestern ein
um Auffteigen fertiger Bollon, der von einem Windstoß einer
Basflamme nahe gebracht wurde. Viele Menschen waren in der
stähe; 60 wurden leicht beschädigt, 26 schwerer, unier ihnen 6
efährlich.

F (Ein gewalltiger Cyclone) Die Stadl Galveston in
dexas wurde vor Kurzem von einem Wirbelsturm von unerhoͤrter
yeftigkeit heimgesucht. Obwohl er nur 10-15 Minuten dauerte,
erftörte er eine große Anzahl von Gebäuden, unter deren Trüm⸗
neru mehrere Personen begraben wurden. Dieser Cyclone war
nisetzlicher als jener von 1875.

F Etwas sNenes im Weltverlehr ist die Einfuhr von Pferden
zus den La⸗Ptata-Staaten nach Europa. Is Frantkreich soll ein
Transport von 100 Pferden angekommen und von denselben die
zälfte für die Armee angekauft worden sein. Die Pferde laufen
einem Theile Südamerikat wind in den Pampas umher und
inzelne Besitzer haben große Heerden. Futter und Pflege werden
»enselben nicht zu Theil; ersteres finden sie das ganze Jahr im
Freien und an lehztere sind sie nicht gewöhnt. Ob der Seetransport
iuf so weite Ferne lohnt und ob gerade Pferde durch den Trans-
zort nicht leiden, ist eine Frage, d'e sich erst durch die Erfahrung
nststellen wird. (Zeitscht. d. landw. V.)

f Ueber das Ausblasen der Petroleumsflamme erläßt ein fach-
undiger Industrieller folgende Mahnung: „Wenn es richtig ist,
zaß unler Hundert Reunundneunzig die Lampe von oben ausslasen,
o ist es eden so richtig, daß diese Neunundneunziz der gleichen
Bfahr ausgesetzt sind, die dem Hurderisten weklich passirt, sich mit
Hetroleum zu verbrennen. Wenn der Oelbehälter weiter binunter
eer ist, so ist nämlich zu ristiren, daß der leere Raum in Folge
der Wärme des Oels mit Gas, ganz gleich wie Leuchtgas, gefüllt
st; trifft eßs nun, daß der Docht im Brenner etwas zu schmal und
die Röhre nicht ganz auszefüllt ist, so bläst man die Flamme
durch den offenen Raum hinunter, das Glas zersprengt den Oelbe⸗
zälter, und das übrige heiße Oel fängt Feuer, ergießt sich über
d'e Kleider, Möbel und Zimmerböden und das Ende ist, was die
Zeiturgen fast alle Woche aus allen Theilen des Landes zu berichten
haben. — Will man eine Petroleumflamme ohne Gefahr auslöschen,
'o drehe man den Docht auf die Höhe der Roͤhrte hinunter, aber
aicht weiter, sonst r'sslirt man, daß die Flamme in den Oelbehälter
ommt und wieder eine Explosion verursacht; dann blässt man sie
von unten durch die Zug!löcher einfach aus. Das Petroleum ist
n kaltem Zustande ganz ungefähtlich, und man kann es mit Zünd⸗
jölzchen nicht anzünden; erwärmt man es auf die Grade, die es
n ein paar Stunden in der brennenden Lampe erhält, so darf man
aum mit Feuer in die Näbe kommen.

Hienstesnachrichten.

Ver Lehrer Karl Wolf in Brüͤcken wurde zum Lehrer an der
satholischen Mittelschule in Rh inzabern, Lehrer Xaver Pfeiffer in
Rheinzabern zum Lehrer an der oberen Knabenschulstelle, Schul⸗
berwefer Jalob Kapper in Weisenheim a. B. zum Lehrer an der
ath. Schule zu Rheinzabern und der Schulbverweser Daniel Ehnes
u Niederbexbach zum Schulverweser an der kath. Schulverweser⸗
t Ue in Schifferstadt ernannt
—XAXXXXX
st die in der houtigen Nummer unserer Zeitung sich befindende Glücke-
mzeigo von Samues Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sich
surch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
lass vir Jeden auf dessen heutiges Inaerat schon an dieser Stelle auf-
norkaam machen.
        <pb n="274" />
        Mühlen-Verpachtung.

Das dem Königlichen Berg—
fiscus gehörige, in dem Dorse
Eulzbach bei Saarbrücken in
der Rahe der Essenbahnstation
gelegene Mühlenbesitzthum, be⸗
stehend in:

1. Mablmühle, welche durch
Wasser und Dampf be—
trieben wird.
Wohngehäude mit Bäckerei⸗
einrichtung.

Betriess- und Oeconomie⸗
Gebäude.
Mühlengraben nebst Wiese,
Gärten ꝛ2ꝛc.
joll verpachtet werden.
Verschlossene und versiegelte
auf die Bedin ungen gegründete
Anerbieten sind portofrei dis zum
8. Juni er.
hiecher einzusenden.
Die Bedingungen liegen auf
dem Bureau der unserzeichneten
Berg⸗Inspection zur Einsicht
offen, können auch in Abschrift
gegen Copialgebühren bezogen
weiden.
Weitere Auskansft auch über
die Ertragsfähigkeil werd auf
der hiesigen Berg Inspeelien er—
theilt.

Sulzbach, den 158. Mai 1877.

Königliche Berg Juspee

tion V.

Garten-
Wirthschaft

Emerich.
Heusser'sches Lagerbier.
Kaiserslauterer Lagerbier,
F Pilsener.

Letztere aus der Actierbrauerei,

Nalserslautern.

De Unterzeichnete hat ihre
Wiesen und Klee—
äcker für die diesjährige Ernte
zu verpachten.
Frau Joh. Hager.
Sonnteg, den 27 Mai
— ver

28 E —E— *2 —
Aummn . 3 14. Luni c.
beginnt mit Ziehung 1. Classe die 272. Ham burs. Stadi.l
Thiterie, 190,500 Loose, 42, 000 Gewinne, I Siaate g-—
nehmigt und garantirt.
Gewinne⸗e O 6000 1256, 000,
80,000, 60, 000, 40000, 36000, 3 à 30000 M. ⁊c.
Hierzu versende Originalloose
Ganze Halbe Viertel Achtel
6 Mark. 3 Mark, LM. 50 Pf., 75 Pf.,
gegen Einsendung des Betrages und gegen Postvorschuß.
Jeder Spieler erhält die amtlichen Gewinnliften u.
Pläne gratis. .
Wilh. Basilius,
vom Staate an⸗ fellter Hauptcollecteur in
Branu“chweig.

—
—
sar

mit
Harmonie-Musik
und hochf einem
Lagerbier
Beter 5chweitzer.

bei

AIaupeeGewi umn
eV.
375, 000 Maru

Glücks- Liĩe Glewinune

Anzeige.“ arantirt der Staat.
Prste Zichung:

IB. . IA Aini.

FEinladung zur Bet heiligung an die
Gewinn-Obhancen
der vom Staato Hamburg garantirton grossen Geld-
Lotterie, in welcher über
—3
II. A, PPGOO FIABIc
si c her gewonnen werden müssen.

Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld-Lotterie, welehe plange-
mãss nur 79, 500 Gewinne enthält, sind folgende: nämlichl Gewinn ev.
375, 000 Mark, speciell Mark 250,000, 125, 000, 80,000,
60,000, 50,000, 40,000, 86,000, 4 mal 30,000 und
25, 000, 4 wal 20,000, 28 mal 15,000, 12,000 und
10,000, 23 mal 8000 und 6000, 56 mal 5000 und 4000,
206 mal 2500, 2400 u. 2000, 415 mal 1500, 1200 u. 1000,
1358 mal 500, 300 und 250, 25061 mal 200, 150, 138, 124
und 120, 14839 mal 94, 67, 55, 50, 40 und 20 Mark
und kKommen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur
si cheren Entscheidung.

Die er s te Gowinnziehung ist 4mtlIich auf den

1I3. u IJ. Iuni d. .

fest gestellt, und kostet hierzu

das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das halbe Originalloos nur 3 Reichsmarß,

das viertel Originalloos nur 142 Reichsmark,
und werden diess voimn Stante garantirten Original-
LOOSe (keine verbotenen Promessen) gegen franlkirte Hin—
sendung des Betrages oder gegen Postvorschuss
zelhst nach den eutserntesten Gegendenm von mir ver-
samndt.

Jeder der Betheiligten erhält von mir neben set nem Original-
Loose auch den mit dem Staafswappen versehenen Original-Plan
gratis und nach stattgehabter Ziehung sofort die nntliche
ziehungsliste Uunnugeforcdtert zugesandt.

Die Auszahlung und Versendung der Gewinngelder
erfolgt von mir diroet an die Interessenten Promt und
unter strengster verschwiegenheit.
deJede BæstelIInnz kann man einfach anf eine Post-

einzalilngslaarte machen.
MMau wendiée sieb daher mit den Aufstrügen
vertrauensvoll an
Samuel Heckschery senb.,
Randuier und Woceheel- Gomptoir in IIammhurg.

10 i. 82 Pf. Gerste Sreihige

0 M. — Pf. Gerste Areih.

D M. — Pf. Spelz 10 M.

17 Pf. Spelzkern — M. —

Pfg. Dinkel — M. — Pfs.

Mischfrucht O M. — Pf. Hafer

3 M. 44 Pf. Heu 5 M. 80

Pf. Siroh 4 M. 80 Pf. Kar ⸗

roffeln 4 M. 80 pj. per Ctr.

Weißbrod 12 sto. 62 Pf. Korn⸗

hrod 3 Ko. 90 Pf. ditto 280.

50 Pf. ditto 1 Kilo. 80 Pf.

Gemischlbrod 3 Kilo. 1M. 7 Pf.

Paar' Weck 190 Gramm 6 Pf.

Rindfl. 1. Qual. 66 Pf. 2.

Qual. 60 Pf. Kaldfl. 54 Pf.

ZJamfl. 82 Pf. Schweinefl. 66

Pf. Butter 1M. 30 Pf. ver Pfsd.

X
huf Franco-Verlangen
—R erhalt Jeder, welcher sich von
em Werthe des illustrirten Buches:
Dr. NAiry's Naturheilmethode (80.
Aufl.) überzeugen will, einen Auszug
baraus gratis und franco zugesandt
bon Kichier's Verlags Anstall in Leipzig.
Zein Kranker versäume, sich den
Auszug kommen au lassen. —

n. — —Z
Eine gosdene Schatz-
kammer
der Gesundheit, der Wieder⸗
genesung für alle Leidenden,
welches auch ihre Krankheit
sei, ist das große Krankenbuch:
„der Tempel der Gesundheit!“
Möge es Jeder lesen, der
einer Hülfe bedarf. Für 1
M. von E. Schlesinger,
Berlin 8S., Neue Jacobstr. 6
zu beziehen.

Münchener Kirchenbaulotterie
zum Ausbau der zweiten protest. Kirche in München.
10.000 Treffer im Betrage von 240 000 M.
Ziehung am 1. Juni 1877.

Preis des Looses 2 Mark.

Tr⸗effer àA 30,000, 2 a 153 00 3 à 8000, 42
3000, 6 à 3000, 7 à 2000, 8 a 1006, 9 4
500 Martk u. s. w.

Loose variendet gegen Pestnachnuhme oder baar
Cart Lang, Bankaeschäft, München,

als Gentral Agentur,
oder die Vertriebsstelle für die Pfalz:
Julius Goldschmit,
Spedileur in Ludwigshafen aRhein.
Wiederverfäunfern Rabaht.

yf
L.ꝰ FRX 3. —
Pranzosisches Journal für Deutsche, mit überall beige-
fücten Text- und Wort-Prklärungen.
Neuestes und virksamstes Hilfsmittel bei Erlernung der
französischen Sprache, namentlien für das Selbststudium und bei
Vorbereitung fut Eramina's (Binjubrig-Preiwillige), zugleich eorleichtertste
und erfolgreichste französiseche Lectüre für Jedermann, sowohl für
jüngere wie ältere Kreise und die Familie. Inhalt: Tagesgeschichte,
elegramme, belletristische, poprilar-wissenschaftliene und vermischte
Suf-atae, gediegene Novellen und Skizzen, interessante Processe ete. ete.
Fochentlich eine Nummer. Bezug durch die Post und alle Buchhand-
lungen, sowie direct. Preis nur M. 50 Pf. por Quartal, Ahbonne-
minis für den Honat Juni à 50 Ptx. hei der Post —
rIG ιssig. utit
Pdenkob'en, i. d. bayr. Rheinpfal-. Fleisch⸗Preise der Stat
. Zweibrücken vom 24. Mai.
Die TDoæmcditiéon. Weizen — M. — Vf. Korn
Redaision Srud umn Verlad von F r. Temeß in St Inaner
        <pb n="275" />
        8* l. J ngberler —Wee

— —

—⏑ —
der St. Jugberter Anzeiger und das (Z mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungeblatt, (Sountagt mit illustrirter Se

age), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Dongerstag, Samstag nuud Sonutag. Der Abouuementspreis beträgt vierteljährlih

1 Mark 20 R.⸗pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfs. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Aeclamen
mit 30 Vfg. pro Zeile berechnet.
M 81.

Sonntag, den 27. Mai

1877.

— — —
— ⏑⏑ ——
Deutsches Reich.

Berlin, 24. Mai. Fürst Bismarck nebst Familie ist
heute Abend nach Kissingen abgereist.

Mählhausen, 21. Nai. (Aufregung.) Die politischen
creignisse welche sich letzter Tage in Frarnkreich vollzogen, haben
zier große Sensation gemacht, bei dielen Schreden hervorgerufen.
Die Nachricht von dem Sturze des Ministeriums Simon fiel wie
eine Bombe in die Stadt und als dann die Neuigkeit sich ber⸗
breitete, de Broglie sei der Nachfolger Simon's, da schien es, als
väre die Bombe geplatzt. Weches Gewicht die Mülhauser Be⸗
pölkerung dem französischen Staatsstreich beilegt, zeigte sich am
besten beim Erscheinen der Tagesblätter. Wie zur Zeit der großen
Aufregung während des Krieges waren die Druckereien von Menschen
zelagert, die sich Zeiturgen kauften; selbst die Schnellpressen arbei⸗
seten viel zu langsam, um die verlangten Blätter rechtzeitig zu
liefern, und doch war es für die meisten Käufer kein freudiges
Ereigniß, das ihnen die Zeitungen brachten. Bestürzung und Zorn
leuchteten aus den Uugen fast aller Leser. Die Versicherung, daß
der Kabinetswechsel keinen Ginfluß auf die äußere Politik Frank⸗
reichs haben werde, hat für die Elsässer keinen Werth, es ist die
innere Politik, welche umgestaltet werden soll, für die man sich h'er
so lebhaft interessirt. Ein clericales oder monarchisches Regiment
wvird die meisten in Frankreich lebenden Elsässer wieder ihrer alten
Heimath zuführen. J

Die „Nordd. Allg. Ztig.“ enthält folgende Mittheilung aus
Metz, von weicher sie allerdings selbst bemerlt, daß sie für die
kinzelheiten der Darsiellung nicht einzustehen vermöge: „Zwei Of⸗
ficiere von der hiesigen Besatzung waren am zweiten Pfingstfeier⸗
jage in Cidil nach dem benachbarten Nancy gereist. Der Himmel
weiß, wie es gelommen, daß die beiden Herren als deuische Officiere
erkannt wurden, — genug, im Nu stand ihnen eine große Volks⸗
nenge, darunter viele Soldaten, so drohend gegenüber, daß die
Officiere für ihr Leven desorgt sein mußten. Sie bemerken auf
der Strafe einen Tramwaywagen, eilen schnell nach demselben hin
and klären mit wenigen Worten den der deutschen Sprache mäch⸗
ligen Kutscher über ihre gefährliche Situation auf. Der brave
Mann haut auf die Pferde ein, schnellt rollt der Wagen dahin,
zefolgt von einer heulenden Menge, unter der französische Soldaten
zesonders durch Geschrei und wüthende Geberden sich hervorthaten.
Der Tramwaywagen langt am Umspaunungsplatz an, die Pferde
sind bereits müde, der Kutfcher strängt sie schnell ab, spannt frische
Pferde dor und will gerade weiterjagen, als die tober de Rotte den
Wagen erreicht, den Pferden in die Zügel fällt, die Stränge durch⸗
schneidet und nun in das Innere des Wagens dringt. Die vor:
zersten der Anstürmer sind Soldaten. Französische Officiere gehen
oorüber,, sie erfahren von den Wüthenden, wem der rohe Angriff
zilt; die Offiziere gehen theilnahmslos vorüber! Die beiden Opfer
der ‚Revanche“ sind in fürchterlicher Weise zugerichtet worden;
der eine Offizier befindet sich in einem Zustande, der das Schlimmste
hefürchten läͤßt. So ist mir von einem Augenzeugen, einem Deuischen,
herichtet worden, der leider nicht im geringsten Stande war, für
die beiden Mißhandelten schüzend einzugreifen.“

Ausland.

Pest, 24. Mai. Gerüchtweise verlautet, Oesterreich beab⸗
ichtige Bosnien, Serbien und die Herzegowina in eine Secunda-
genitut für Erzherzoz Friedrich, Neffen des Erzherzogs Feldmaischall
Albrecht, zu verwandeln.

Paris, 24. Mai. Der „National“ meldet: Zwei Polizei⸗
agenten begleiten Don Carlos, um sich zu versichern, daß er das
ranzofische Gebiet verläßt. General Charette, der ehemalige Com⸗
nandant der päpstlichen Zuaven, hat den Prätendenden bis zum
Bahnhofe begleitet. Die legitimistischen Abendblätter erwähnen der
Abreise des Don Carlos nicht.

— Eine große Anzahl radikaler Blätter in Paris und den Pro⸗
sinzen wird gerichtlich verfolgt. — Alle Gerüchte von einer Ver⸗
taqung der Ausstellung von 1878 werden formell dementirt.

4

(Frankreichs Politikt.) Aus dem gestrigen Artilel
der „Provinzial ˖Correspondenz“ über die jüngsten Vorgänge in
Frankreich nimmt die „Nordd. Allg. Ztig.“ Beranlassung, hetvorzu⸗
heben, es sei wohl nicht ohae Absicht, daß die wiederholten Ver⸗
icherungen der französischen Regierung über ihre friedlichen Ab⸗
ichten von der „Prob.Corresp.“ nicht erwähnt worden seien. Ihre
krwähnung ohne jede weitere Bemerlung hätte wie eine Art ver⸗
rauensvoller Bestätigung ausgesehen und irgendwelche Beleuchtung
in die Eroͤrterung nationaler Bedenken diue ugefuhrt. Vorläufig
oll nur das Eine als unzweifelhaft gelten, daß die deutsche Regie⸗
nung der weiteren Entwickelung der Dinge in Frankreich und den
Symptomen ihres Zusammenhanges mit der internationalen, und
nebesondere der klerikalen Politik, die ernsteste Beachtung widme.
Die Beflifsenheit, mit der man von Paris aus die friedlichen Ab⸗
ichten der jetzigen Regierung versichere, löͤnne nicht über das Miß⸗
rauen hinweghelsen, das sich an die Einflüsse und Umstände knüpfe,
unter denen die neue Wendung zu Stande gekommen sei. Man
visse nicht, ob an der neuen Regierung der Orleanismus oder der
AIltramontaniamus stärker betheiligt sei. Jedenfalls sei Orleanismus
nit Ultramontanismus eine sehr bedenkliche Mischung hinsichtlich
)er Zuversicht auf friedliche Absichten.

Seraing Gelgien) 24. Mai. Eine vor kurzem erfolgte
heilweise Arbeitseinftellung der Kohlengrubenarbeiter hat die Her⸗
endung stärkerer Militärabtheilungen veranlaßt. Die durch die
Kuhestörer gesperrten Straßen wurden von der Reiterei frei ze⸗
macht, wobei mehrere Personen verwundet wurden; auch wurden
einige Verhaftangen vorgenommen.

London, 24. Mai. Ein Spezialtelegramm deß „Daily⸗
Telegraph“ meldet: Gestern begann eine große Schlacht vor Batum.
Die Russen waren verstärkt durch 20,000 Mann, welche sie von
Urdahan herangezogen hatten. Großfurst Michael füdrt persönlich
zen Oberbefehl. — Die ruffische Cavallerie rückt von Ardahan bis
Pennek vor. Der linke Flügel der Russen avancirte von Tyhel bi—
Zaratilissa. —

London, 24. Mai. Ein Sensationsgerücht der „Dailh⸗
New? will wissen, daß im rothen Meer vier russische Dampfer er⸗
schienen feten.

Konstantinopel, 23. Mai. Die Kammer verlangt
die Vecsetzung des vormaligen Großveziers« Mahmud Pascha in
Antlagezustant. Der Commandant von Ardahau wird vor ein
riegs gericht gestellt.

Keonilantinopel, 24. Mai. Eine Deputation von
Zofta's ging in die Deputirtenkammer und verlangte die Ent⸗
affung der Minister. Die Debatte war so stürmisch, daß der
Präsident genöthigt war, die Sitzung aufzuheben. Die Softa's
zingen darauf zum Paldis des Sultans.

Odesfsa, 24. Mai. Aus Tiflis verlautet, daß in Surom
'in Georgien) furchtbare Exzesse gegen die dortigen israelitische Bevöl⸗
kerung statifinden. Sechzig Wohnhäuser von Juden, sowie die
ARD
grundlos beschuldigt worden, ein Christenkind geraubt zu haben.

Petersburg, 22. Mai. Der Aufstand der Abchafen
wächst. Der ganze Küstenstrich von Suchum Kaleh bis Kubansk
ist in den Händen der Jasurgenten, die durch türkische Streifkorpt
derstäckt sind; letztere organisiren weitere Korps der Aufständischen.
Die Küstenpunkte bis Grigorjewsk sind bedrodt; Beamte und Ein⸗
vohner fliehen; viele Orte stehen in Flammen und die Kommuni⸗
ationen sind auf der ganzen Strecke bedroht. Auf das Ernsteste
zefährdet, theilweis auch bereits okkupirt sind Suchuk, Gagra,
Ardler, Kubensk, Lasarewek, Tuapse, Olginst, Michailowsk, Djubah
und Grigoriewst. Von Rostow und Stawrapol nähern sich rus⸗
ische Truppen in Eilmärschen dem Gebiete der Aufstände. Der
Babnprivatverlehr im Süden ist auf das geringste Maß beschränkt.

„ermischtes.

fIn Kaiserslautern hatte ein Bürger für Ab—

tretung eines Grundstückes an die Stadt neben anderen Vergütungern
        <pb n="276" />
        auch die ganze Stadtwaldjagd mit dem davorliegenden Felde auf
ledenslänglich in unentgeliliche Pocht verlangt. Um dem Stadtrath
die Sache plausibel zu machen, schrieb er in seinem Anerbietungs⸗
zriefe woͤrtlich: „Die Sache wird ja nicht so lange dauern; denn
ich bin ja schon ein alter Kerl: die Stadt würde deshalb ein
zutes Geschäft an mir machen.“ Begreiflicherweise erregte das An⸗
erbieten große Heiterleit im Stadtrathe, der sich jedoch nicht ver⸗
anlaßt sah, darauf einzugehen.

7 Eine 7Ojährige kindisch gewordene Wittwe ohne Kinder aus
Nörtkel hat zwei Tage vor Pfingsten ihrem Leben durch Erhüängen
ein Ende gemacht.

7. In einem Brauhaus in Augsburg. wollt“e kein Gast das
Biex aus einem eben angestohenen Faß trinken, es roch so start
und, eigenthümlich. Der Wirth versuchte das Bier, rümpfte die
Nase und schüttelte den Kupf: „Dase weiß der p!“ Er stach ein
anderes Faß an: derselbe unbestimmte aber edelhafte Geruch, und
ebenso bei den splaenden Fassern. Niemand kam hinter das Geheim
niß. Da exhielt ein Brotverkäufer tine Sendung Brot, die ebenso
coch' wie das Bier und ebenso unanwendbar war, und nun klam

man dahinter, daß die Broisäcke in einem Eisenbahnwagen befdbrdert wor
den waren, ber mit Carbolsääure desinficirt war. Die von ñuswärtt
—DV
gibt nun Prozefse mit der Bahnverwaluung.
A Ddie Stagtsschuldenverwaltung zu Berlin gibt bekannt,
daß in neuerer Zeit falsche Reichskassenscheine, und zwar
in Stücken zu fünfzig, zwanzig und fünf Mark, zum Voischein ge—
kommen sind und sichert demjenigen, welcher einen Vecfertiger oder
wissentlichen Verbreiter solcher falschen Stücke der Polizei nachweist,
eine Belohnung bis zu 53000 M. qu.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demegz.

Interessant
ist die in der houtigen Nummer unserer Zeitung sieh befindende Glücks-
Anreigo von Samuei Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sieh
lurel seine prompte und versechwiegene Auszahlung der hier und in de—
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
lass wir Jeden auf dessen heutiges Inaerat schon an diesor Stello auf-
nerksam machen.

—

Mobisliar⸗RVersteigerung.
—A
. J., des Nachmittags um 2
Uhr zu St. Ingbert, in der
Hehausung der Wwo. Stief
m Mühleneck, lassen Louise
Antz, gewerblos alda geichie—
ene chefrau von Hrch. Scherff
Spengler, derzeit im Zuchihause
Faiserslautern, und Letzterer abe
heilungshalber folgeade Mobilien
auf Credit versteigerr::
1. Kleiderschraut, 2 voll⸗
ständige Betten ‚ Tische.
Stühle, Getüch, Küchenge⸗
jchirr und sonstiges Haus—
geräthe. *4 30
Sauerx, k. Notär.
—A
Harmonie-Musik
ausgeführt bon' der Musik des
30. Infanterie Regiments in
EGSaarlouis.
Entree nach Belieben.
Peter Jung.
De Unerzeichnete hat ihre
WAWiesen und Klee⸗
äcker für die diesjährige Ernte
ju verpachten.
Srau Joh. Hager.

Mobilien⸗ 4 Zrnin Bieeng
reibti mit Aufsatz,
Versteigerung. Tische,Stuhle, Bilder,
Mut o che den 6. Juni Speegel, Schränke, 1 Com—⸗
nächsthin, Vormittägs 9 Ubr in mode, beiserner Osen und
der Wohnung des Erblassers sonstige Haus- und Küchen⸗
werden die zum Nachlafse des in geräthschaften
St. Inghert verleblen. Gruben⸗ öffentlich an den Meistbietenden
steigers C. Martm Kamann versteigert. 7
zehörigen Mobilien, worunter 244
e Si. Ingbert, 26. Maĩ 1877
Hertn⸗ und Frauenlleder, Sauer, k. Notar.

Fur Mageuleidende ist
Schrader's
Woeiso Lebensessene
—
durch Ministerialverfg. gestattet)
das einzigfte und untrüugl chste
haus⸗ u. Hülfsmittel. FLIM.
Für Srust⸗ u. Husten⸗
leidende Schrader's
Malzextract-Brustzeltehen

20, pf.

Imn mibrusthonbons 0 pf.
Fur schwer zahnende

5Kinder
Schraders elektromotor.
Zahnhalsbänder

a 1M.

EHat
eev.
375. O00 Max.

ücks⸗
ige.

Die Glewinne
zarantirt der Staat.
Prste Ziehung:
IB. u. 14. Iumni.

dühneraugenmittehe. 33 Pi.
Zalichlsäuremundwasser7 oPf.
—AI
Rober!ß Streupalver für
NKindec 35 Pf.
Vollst. Preislisten u. Prospecie
gratis u. franco.
Apotheker J. Schrader,
Feuerbach⸗Stuttgart.
niederlage bei J. Friedrich
in St. Ingbert. Apotheker
Richter, Blieskastel. W.
Simon, Homburg. W.
A. Seel, Zweibrücken.

Linladung zur RBetheiligung an die
(Gowinn⸗Ohangen
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-
Lotterie, in welcher über —
—E
II. 470, OOO MarIc
siceher gewonnen werdem müssen.

Die Gewimne dieser vortheilhaften Geld-Lotterio, welehe plange-
mãss nur 79, 5900 Gowimneo enthalt, sind folgendo: nümlichl Gewinn ev.
375.000 Mark, speciell Marx 250, 000, 125,000, 80, 000.
60,000, 50, 000,:40,000, 86,000, 4 mal 30,000 und
25,000, 4 mal 20, 000, 28 mal 15,000, 12,000 und
IO.00. 23 mal 8000 vnd 6000, 56 mal 5000 und 4000,
206 mal 2500, 2400 u. 2000, 415 mal 1500, 1200 u. 1000,
1358 mal 500, 300 und 250, 25061 mal 200, 150, 138, 124
und 120, 14839 mal 94, 67, 55, 50, 40 und 20 Mark
und kKommen soleche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur
sicheren Entscheidung. —

Die er ste Gewinpziehung ist a m tIieh auf den

13. unmd IJ. Iumũ d. J.
festgestellt, and kostet hierzu
das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,
das valbe Originalloos nur 3 Reichsmark,
das viertel Originalloos nur 114 Reichsmarß,
und werden dese vom Staate garantirten OMOriginat-
Loose (keine verbotenen Promessen) Fegεν »irto Ein-
sondngg des Retrages oder egen Postvorsohuss
nach den entserntesten Gegenden von mir ver-
XXX

—D——
Loose aueh den mit dem Staatswappen versehenonm Originat Plan
gratis und nach stattgehabter Ziehang sofort die XX
Ziehungslisto Unausgesordert zugesandt-

Dis Auszahblung und Versendung der Gewinugeldor
arfolgt von mir direct an die Interessenten Promt und
unter strengster Vversehwiegenheit.
mJede Restelinng rann man einfach anf eine FoAt-
nανναο machen.
ny Man wencde sieh daher mit den Auftrâagemn
vertrauens voll am
Samueh Hecksssche sente.,
Banduier und Wachsel-Comptoir in Uamhurg.
F — 2*
—

Musikalisch-

theatralische
Abendunterhalkung,
am Sonntag, den 27. Mai, Abends Ss Uhr genau—
im SAaAMle e ISIrn.. G. IuUng
— zum Benefiz der Ausstellung. —
Begeben von den Activen des „Musikvereins“, der „Ge—⸗
müthlichkeit“ und des „Arbeiter⸗Bildungsvereins“.
—J— un mn
Waldmorgenliede .. E. Köllner.
Es zog die Freude“ .. Silcher.
Dearinga⸗Dnuettt. ..8. 8
Warum bist du denn so traurig?“ Vollstlied.
Vater Noa (Solo)..... . Schulze⸗Weida

L. —
EturmbeschwörungDürrner.
Dearina Solo
Der Soldat... . Silcher.
Der erste Liebeskuß.. . C. Kuntze.

111.
Der gerade Meg ist der Besto.
Lusñtspiel in 1 At von Kotzebine.
Eintritt 50 Dfg. die Verson. *
IFaiien u elaße . FTemes in St Ingbert.
RUur— nfankhltatte Nr. 22.

—— ——7222———0
        <pb n="277" />
        Sl. Ingberler Nnzeiger.

——

—— ⸗⸗
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntagts mit illustrirter Bei-

age), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

WMark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg. von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 82. Dienstag, den 29. Mai 7 187.

— —
— öRR—
Deutsches Reich.

Berlhin, 25. Mai. Die Abberufung des bayrischhen Gesand⸗
en am hiesigen Hof, Frhrn. Pergler p. Perolas, wird bestätigt. —
Der Justizautschuß des Bundesraths beschloß heute einstimmig kei
zem Bundesrath die Ablehnung des vom Reichstag beschlossenen
Besetzentwurfs in Betreff des Zeugnißzwanges zu beantragen.

Berlin. In letzter Woche sind verschiedene unbestimmte
Undeutungen in die Oeffentlichleit gedrungen von Aeußerungen,
die unser Feldmarschall Moltke kürzlich über den voraussichtlichen
Berlauf des russischetürkischen Krieges in einem diplomat schen Cirkel
zemacht hat. Graf Moltke befand sich auf einer diplomatischen
Zoire, als ihn ein bekannter Staatsmann ziemlich resolut zum
Sprechen bewog, indem er direkt fragte:

„Herr Feldmarschall, es gibt Leute, welche an ein rasches
Ende des Krieges glauben, welche sich einbilden, daß Rußland ein
zlückliches „Sadowa“ erringen wird, sobald seine Truppen nur
ie Donau überschritten haben. Was 'halten Sie von dieser
Ansicht?“

„Es ist nicht die meinige,“ antwortete Moltke, „See wissen
zesser als ich, was die Diplomatie kann und will, aber vom strate⸗
zischen Gesichtspunkte beurtheilt, bin ich jetzt, wie schon immer, der
Meinung, daß wir uns vor einem Kriege befinden, der eben so
ange als langsam sich abwicdeln wird. Es wird sehr viel Zeit
j)ergehen, bebor die Russen, krotz all' des Guten, was man von
drer Armee wie von einzelnen ihrer Führer zu sagen weiß, die
Türken besiegt haben. Allerdings präsentirt sich diesmal die Cam-
»agne für Rußland günstiger als im Jahre 1828, aber Rußland
vird sehr viel Glück, fehr viel Geschick, sehr viel Geduld und sehr
ziel Geld brauchen, um über se'ne Feinde zu tiriumphiren. Ich
jabe keine Illusionen, und Diejenigen, welche an einen schnellen
Bormarsch auf Konstantinopel glauben, werden sich wohl schließlich
zazu verstehen müssen, ihren Hoffaungen Zügel anzutezen. Auch
vin ich überzeugt, daß man im russischen Haupiquart'er gleichfalls
davon überzeugt ist, welche Schwierigkeiten und Hindernisse zu be⸗
vältigen sind und wie langsam dieselben bewältigt werden können,
he ein entscheidender Sieg fällt.“

Die in letzter Zeit im Verkehr vorgekommenen falschen
Reichstassenscheine zu fünfzig, zwanzig und fünf Mark
naben das General-Postamt peranlaßt, strengstens die Scheine,
oelche den Verkehrsanstalten zuklommen, zu prüfen. Die Beamten,
pelche solche Scheine annehmen, siad zur Ersatzpflicht verbunden.

Ausland.

Wien, 26. Mai. Telegramm des „Neuen Wiener Tag⸗
nlattes“. Pitesti, 26. Heute Vormittag eröffneten die rumänischen
Batterien ihr Feuer gegen Napolis. In Kalafat sind weilere drei
ufsische Batterien angelangt. Die türklischen Batterien in Rahowa
vurden von den Russen demontirt. Gestern stanonade zwischen
Widdin und Kalafat.

Wien, 26. Mai. Griecchenmand schloß einen Vertrag
etreffs Lieserung von Waffen, Munition und Panzerschiffen für
den Betrag von 20 Millionen ab. Seine Beziehungen zuni kürki⸗
hen Gesandten sind thatsächlich abgebrochen, De Äbberufung des
ürkischen Gesandten steht bebor. Dad „Tagblatt“ kündigt an:
Jtalien treffe Vorkehrungen zur Einschiffüng von Truppen.
WVaris, 25. Mai. Marschall Mac Mahon bejuchte heute
ie Arbeiten zur Weltausstellung auf dem Marsfelde. Er erklarte,
ner Zwech seines Besuches sei, jene Gerüchte Lügen zu strafen, welche
jon der Vertazung der Ausstellung gesprochen hatten. Die Ans⸗
kelluxg fügle er hinzu, würde sicher im Mai 1878 eröffnet werden.

Paris. Drei Correspondenten fremder Blätter, deren
Depeschen dem neuen Ministerium feindlich waren, haben, so meldet
ie „France“, den Wink erdalten, daß sie demnäͤchst ausgewiesen
orrden würden.

Von dem vielbesprochenen Vorfall von Nanch glaubt das
CIX. Siecle“ nach zuverlässiger Quelle folgende Darfteung geben
u tönnen: Am Pfinostmontag waren zwei dreußische Offigier« don

der Metzer Garnison nach Nanch gekommen, um dort den Feiertag
uu verbringen. Sie waren in Cevil gekleidet. Bei einem Posten
vorbeilommend, machten sie sich lustig und sprachen dabei ziemlich
aut deutsch. Zwei Elsässer, die ihnen gefolgi waren, hatien ihre
Worte verstanden und stellten sie deshalb zur Rede. Es bildete
ich bald ein Auflauf, in den sich auch mehrere Soldaten von dem
Wachtposten mischten. Da die preußischen Offiziere sich erkannt
ahen und ohne Zweifel fürchteten, daß ihnen übei mitgespielt werden
önnte,, flürzten sie sich in einen eben vorüberf.hrenden Tramwah—
Vagen. Eine gewisse Anzahl von Individuen lief dem Wagen
jach und schrie dem Kutscher zu, er selle halten; dieser aber hieb
nuf die Pferde ein und hielt erst an seiner nächsten Station. Die
Bolksmenge war inzwischen angeschwollen. Als die Offiziere aus⸗
tiegen, wurden sie mit Geschrei empfangen und zerzaust; es ist aber
nicht wahr, daß ihaen eine ernstere Mißhandlung zugefügt worden
»äre. Nur verlor der eine von ihnen im Gedränge seinen Hui.
Lolizeiagenten kamen herbei und konnten die Offiziere nebst eirigen
er Ruhestörer vor den Centralcommissär führen. Die beiden Offi⸗
ere baten diefen dringend, der Sache weiter keine Folze zu geben;
ie fürchtelen Strafe zu erhalten, da sie ohne Erlaubriß nach Nauch
lommen waren. Der Commissär willfahtte ihnen und hielt es
nter diesen Umständen für das Beste, alle Theile wieder zu ent⸗
ssen, nachdem er nur an die Insultanten eine sirenge Vermahnung
erichtet hatte. Kein Blatt von Nanch that des Vorfalls Er—
vähnung, der ganz unbemerkt geblieben wäre, wenn die deutsche
dresse fich nicht seiner bemächtigt hätte. Es ist also falsch, daß
ie Offihiere gräulich mißhandelt worden wären und der eine von
jnen sich in dem bedenklichsten Zustande befände; es ist ebenfalls
alsch, daß fran ösische Offijiere, nachdem sie im Vorübergehen von
dem Hergang Kenntniß erhalten, sich gleichgültig entfernt hätten.

—In Rheims sind, wie die „Defense“ meldet, dieser Tage
nehrere Personen verhaftet worden, weil sie vor dem Stadthause
und der Unterpräfestur die Ruse: Nieder mit Mac Mahon! Nieder
wit den Pfaffen! ausgestoßen hailen.

Zukunfts-Pläne. Der ‚Patrie“ zufolge läge es im
Zlane der republikanischen Führer, unmittelbar vor den allgemeinen
Vahlen, die Jederman für unausbleiblich hält, in dem Augenblicke,
»a der Marschall Mac Mahon ohne Zweifel mit einem Manifesi
jervorlreten würde, diesem ein von allen Gruppen der republi—
aneschen Partei genehmigtes Manifest des Herrn Thiers entgegen⸗
ind so den Letzteren offen als Candidaten für die Prasidenischaft
rufzustellen. Gambetta sei mit diesem Plane vollkoamen einber⸗
kanden urd weide in dem ganzen Feldzuge mit Thiers Hand in
dand gehen.

Bukarest, 26. Mai. Nach hierher erfolgter Anmeldung
verden am 14. und 15 Junt von Berlin 8 Züge von je 20
Bagen mit Geräthschaften zur Pflege der Verwundeten expedirt
verden, welche das Berliner Central⸗Comite zur Pflege Verwundeter
mn Felde der Gesellschaft des rothen Kreuzes zur Verfügung gestellt
at.

Bukarest, 26. Mai. Die Russen sprengten heute Nachmit⸗
ag mit Torpedoschaluppen den größten der türkischen Donau-Moni⸗
ors in die Luft. (Die Torpedos waren in derselben Nacht von
wei russischen Marine-Offizieren im Donau⸗Kanal von Maischin
elegt worden.)

Rustschuk, 26. Mai. Heute früh um 9 Uhr eröffnete eine
umän'schen Batterie bei Giurgewo das Feuer gegen Rustschuk. Die
zroße Schanze auf dem Savy nahm dasselbe iebhaft auf; noch
eEtzt donnern die Geschütze. Der Regen strömt vom Himmel herab.
Um jenfeitigen Ufer bemerlt man Cavallerie, unter dieser Kosfacken.
In dem Augenblicke, wo ich dieses Telegramm absende (zehn Uhr
Morgens) hat das Feuern nicht aufgehört.

Konstantinopel, 25. Mai. Die Regierung veröffent;
icht über die gestrigen Vorgänge in der Kammet Folgendes; In
Folge der durch den Fall von Ardahan entstandenen Beunruhigung
erschien eine Deputation von aus der Provinz Ardahan stammenden

— ———
        <pb n="278" />
        Bewohnern Konstantinopels in den Kammern. Dieselbe erklärte
ihre Bereitw'lligkeit zu allen Opfern und ließ es sich angelegen
sein, die ernstliche Aufmertfamleit der Kammern auf die Lage der
ileinasiatischen Armee zu lenken. Ausa der Mitte der Kammern
wurde der Deputation begreiflich gemachte duß Sie Regierung nichts
bernachlasfige; die Armee sei der Gegenftand der größten Sorgfhit
des Sultans. Der beste Dienst für das Vaterland sei jetzt, volles
Vertrauen in der Hingebung und Selbstverleugnung der Regterung
und edie Verlreter der Nationzu zeigen.Darauf zog die Deputa⸗
ion mite deu zahlrtichen⸗Vollasmasseunn, die sich bis zu den Saal⸗
hüten ahr⸗ ungeschlossen: Hatten, wieder ab unter dem Rufe: Es
lebe der Sultan!

Anders lautet der Bericht des Wiener „Tageblatt.“ Diesem
zu folge wären die in Konstantinopel stattgehabten Demonstrakionen
durch die Kammer selbst veranlaßt worden, weil ihr vor Kurzem
musgedrückter Wunsch bezüglich eines Ministerwechsels und der Ver—
hängung der Anklage über-Mehemed Damat Pascha und den
Zriegsm'inister Redif Pascha, sowie hinsichtlich der Zurückberufung
von Midhaf Pascha unberücsichtigt geblieben sei. Der Veschluß
wegen VBeranstaltung der Demonstration sei in einer Moschee gefaßt.
Mn beflrchies die Softas würden trotz des Belagerungszustaudes
den Sultan und die Regierung zu ftürzen suchen. J

Konfktantlnopel, 26. Mai. Das Bombardement der
ussen gegen dit Fortz von Kars hat nachgelassen. Die Russen
dringen unausgesetzt in der Richtung auf Erzerum vor. Eine
—VVVV———
der dlinke bei —
Beuerat Dewel, dessen Corps Ardahan nahm, bereits angeschlossen.)

Nachtichten- aus Eupatoria (Krim) zufolge sind die
meisten der' besihenden Klafse angehör'gen Fam'ilien nach Simfero⸗
pol und, anderen im Innexen gelegenen Städie geflühtet. Die
Zerkaufü laden sinb geschlossen, die Rhede leir, die Handelsschiffe
find abgesegetz und die tleineren Fahrzeuge theils versenlt oder
irocken gelegt worden. In der Stadt herrscht ein fühlbarer Mangel
an Lebensmitteln. J

Petersburg, 26. Mai. (Feste Freundschaft.) Die Agence
Russe“ bezeichnet die Zeitungs meldungen, daß Rußland die Karpathen⸗
päffe zit beseten heabsichtige, als völlig unbegründet; diese Gerüchte
siellen nur darauf ab, die ausgezeichne:en Be⸗iehungen zwischen Oester⸗
reich und Rußlaud ju trüben.

Petersburg, 27. Mai. Die Nachricht, daß ia Polen
foridauernd Haussuchungen wit Verhaftungen stit finden, wird von
nformirter Seite für unbegründer erklärt. Seitens der polnischen
Bevölkerung liegt zu Ausnahmsmaßregeln nicht der gerinaste Anlaß

hor. — Von Wien aus hler und auswärts verbreitete Gerüchte
wonach gelegentlich der Reise des Czaren nach Plojesti eine Zusam—
nenkunft desselben mit dem Kaiser von Oesterreich an der öͤsterreich⸗
ussischen Grenze stattfinden sollte, wird von unterrichteter Seite für
unbegründet bhezeichnet.
Bermischtes.

73 weeiebreaürcken 26. Mai. Heute verschied hier im
83. Lebensjahre an Altersschwäche der Appellationsgerichtsrath
Hermann Fitting.— (3w. 3.)

f Dem Hültenwerlkvireltor F. C. Euler in Kaiserslautern
wurde ein Palent auf einen e genthümlich konstruirten Zimmerofen,
genannt „Pfälzer Ofen“, für 15 Jahre ertheilt.

F In Duͤrkheim ging eine Frau auf den Markt und ließ
einen Säugling all in in der Wohnung zurück. Als die Fran nach
einiger Zeit wieder nach Hause kam, fand sie ihr Kind' mit Bliut
hedeckt. Die Wohnuing der Frau befindet sich namlich an einem
Bach, in dessen Nähe es nicht an Ratten mangelt. Diese lang
zeschwänzten, eckelhaften Thiere hatten das arme, hiflose Kind über⸗
fallen und jämmerlich zugerichtet.

F Gold berg. Gcfährlicher Sprung.). Ja einer der
retzten Nächte traäumte dem NRährigen Sohn: eines h'esigen Tuch⸗
adrikanten N., er würde von e nem andern auf der Strate be⸗
indlichen Schulgefährten gerufen. Im Schlaf befangen sieht der
dnabe auf, eilt an's Feuster, öffnet dasselbe und — springt ein
Stockwerck hoch h'nab in den Fabrithof. Die inzwischen erwachte
und zum Tode erschrockene Multer eilt die Treppe hinab, in der
TFurcht, ihr Kind unten mit zerbrochenen Gliedern wieder zu finden.
Da kommt ihr der Kleine, der bei dem Rufprall erwacht und dann
bon dem Hofwächter zur Thür geleitet worder war, munter und
zesund entg gen und legt sich ruhig slafen. Der Kunabe-hat
seinen Schaden davongetragen, er weiß abec auch gar nichts von
dem Vorfall.
Dienstesnachrichten.

Befördert wurden: der kgl. Landgerichtsassessor Paul Loben⸗
hoffer in Neustadt zum 2. Staatsanwalt in Zweibrücken, der f.
Staatsan valtssubstitut Alfred Pauli in Frankenthal zum —A
richtsassessor in Neustadt und der Landgerichtsschreiber Jakob Bickert
in Winnweiler zum Landerichtsassessor in Germersheim.

Ernannt wurdem: der k. Landgerichtsschte ber Phil'yp Ham⸗
mersdorf in Berçzabern als solcher nach Kandel und der k. Laud⸗
ger chtsschreiber Martin Reifsinger in Landau als solcher nach Neu⸗
stadt.

Fiür die Redaction verantwortlich: F. X. Deme z.

— ——
VdMdô ä äMeeeeeeeeciueWte WiuhheeWeseen
ssü ä.öäαäαιι
αι
Moßisiar⸗Versteigerung.
Samstaq, den 2. Junj
i. J. des Nachmittags um 2
Uhr zu St. Ingbert, in der
Behausung der Ww. Stief
im Mühleneck, lassen Louise
Antz, gewerblos allda geschie—
dene Etzefrau von Hrch. Scherff
Spengler, derzeit im Zuchthause
Naiserslautern, und Letzterer ab⸗
heiiungshalber folgende Mob lien
nuf Credit versteigern:
1 Kleiderschrank, 2 voll⸗
stündige Betten, Tische,
Stühle, Getüch, Küchenge⸗
schirr und fonstizes Haus⸗
geräthe.
Saucr, k. Notär.
Mehrere Wagen guten
Wiesendünger
werden unentgeltlich abgegeben.
Wo? sogt die Exped.ds. Bla!

Wider den Aber⸗
glauben
auf dem Gebie'e der Gesund⸗
heitẽ flege ist schon viel ge—
schriebhen. Aber noch nie
erschien ein sfür Kranke so
nützliches Werl w'e das große
straukenbuch „der Tempel der
Gesundheit.“ Leset es, Ih
Leidenden und Kranken, es
zeigt Euch den Weg zur
Hülfe. Für 1 M. von E.
Schlesinger, Berlin 8.
Neue Xacobstr. 6 zu beziehen.

Münchener Kirchenbaulotterie
zum Ausbau der zweiten protest. Kirche in München.
10.000 Treffer im Betrage von 240 000 M.“
Ziehuug am 1. Juni 1877.

Preis des Looses 2 Mark.

1 Treffer A 50,000, 2 a 15.000, 3 à 8000, 42
5000, 62 006, 7 4à 2000 8 4 1000, 9 2
500 Mort u. s. w.

Loose veriendet gegen Postnachnahme oder baar
Carl Lang, Bankgeschäft, München,
als Generol Agentur,
oder die Vertriebsstelle für die Pfalz:
Julius Goldschmit,

Spedileur in Ludwigshafen a Rhein.
Wiederbertsöofern Roaballftf.

⸗wDes Frohnleichnams⸗
estes wegen, erscheim der „St.
Jugberter Anzeiger“ morgen
Mittoch) und sind Annoncen
sür diese Nr. spätestens bis
norgen Vormitlag einzureichen.

Die Exved.

—XE
deginnt mit Ziehung J1. Clag Amhurg. Stadt-
TLoOiterie, 79,500 Loose. 42. 000 vom Stiante ge-

nehmigt und æc TFTI. — 7*
Gewinne: 875. 000, 6,000, 125,000,
30,000, 60,000, 40000, 36000, 3 à 30000 M. ꝛc.
Hierzu versende Originalloose
Ganze Halbe Viertel Achtel
6 Mark., 3 AMark, LM. 50 Pfk. 78 Pf.
zegen Einsendung des Betrages und gegen Postvorschuß.
Jeder Spieler erhält die amtlichen Gewinnliften u.
Pläne gratis. ..
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nt⸗x Haupteollecteur in
“hwoeiq.

Bierbrauere

⸗
ongbert.
*
VVV

Am?
—IXX

—EXX
xOsenthæa
IBei ungünstiger Witterung im Wirthslokal.
Fkedaktion Druck und Verlag von F

Pomone 2u

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1.
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        200
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3 832*53
S- —53285
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83 32352

2252 —3
3 **5255
5 28 545
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A———
55 325 *
— —— 22
23* — m2
—s*5—432
8258 5*5
3335s3355
—23532 —2 55328
55333535 360
*8 — — — 38
—s35*255
5835 53228.
25735823333*
7 2
3555733 *
——55522 8
25333323 55*
J ——
— —

⸗
2 —
2
*
2
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—E —.2 —8
22 53255—2555— 2232224
— 2 02 —* — — 2222 222 —
5255 33 753* 2 53 5355 —5— 535 232585 38
35833235 33—27 333357 5535883 5
— ** — — * 2 — *
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88336833 3283323 2335 38233
3352335 52 23*83523 5323 3327
38 5 — 5z7735338 9 * 8 222
522385552 29223 2 3 * 8
2 25355 —22—2358* — 53 —
2 2255 2332252 — —29 *55
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8* 25688227 53388. 32
2* — 5 5 38 55 F
2* *5285 2 25353 6355 28
558 25365223 — 255332*923
2533
*
887* 233 5;2 5832 — 5 —22
353 333385 25523 A
— 252*
7 —832 — 88
2 —A— 2538 55 *
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z*3 28*23 *2 — 32253855 — 2 —
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* * — ⁊ 28832 5*5 5
e 5252857 2 — — * 8 3 8
— — ⸗
5253 22375 33358 — 2288
358657 3725355 27558
7333 J 3
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3 — *
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2 2*55*33635 2 558 F *
S—58 25*5533323583 238373 235
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2 2 335333332 5555 2 588 *
——— 552532 8325 5 2 JF
9 . 2. * 25538
33555353533 5233 32353887
2553535354548 5255523 25235553
5 7 23 553835 25358
— 373 523 35353233 2
53 5 255 * 2
237533 37*5
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327 N 22 23 386 061

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e4 St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungtblatt ¶Spnutans min illu ftrirter Rei.

age) erscheint wöchentlich viermalz Dieustag, Donunerstag, Samstag und Sonntag., Der Abomue mendapreid; Seir agi vieretechrug

Warlk 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. für die viergespaltene Jeilt Blattschrift ader/ deren Kaum, Meelnmen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
24 * — 234
. . . α;
M 83. :. Donuers tag⸗ den 31. Mai ιααινα 1877.
u ereeut etsez. F —
Deutsches? Reich34 ungescheut den krassesten Egoismus zurt Schau zu tragen !Aber
Aus Mangzch en 26. Viai, schreidt man dem“ Frkf. J.“-Lfur die Britten heidt es8, Ja, Bauer. daz ist ganz waß anderz!⸗
„Det bahrische Londtag wird auf den 15 Juli einberufen werden. — 54 * Beri Tagebl.)
Diese Nachricht muß um so überraschender wirken, als die im ver V Ausland. 34
zangenen Winterdurch einzelne Zeitungen. Zewandecten Notizen, Wien,, 26: Mal. Griechehland bestellte in den Gewehrfab⸗
pelche der Regierung die Absicht eimet ee aterd des riten in Steyer 36,000 Gewehre, in drel Monaten lieferbar
dandtags unterschoben, sofort officiell dementirt wurden.“ Die Dauer Wien, 28. Mai., Suletiman, Pascha ist angewiesen worden
diefer Sommer-Session soll sehr kurz sein; man taxir sie vorläufig dfort zur Verproviantirung nach Nifsitsch zu marschiren. —. Nach
auf vierzehn Tage. Der Kriags: minister braucht Geld, und sobald er „Deutschen Zeitung“ ist eine Verschwoͤrung unter den russischen
daffelbe bewilligt ist, wird das boyerische Parlament wieder geschlossen. Tscherkessen aufgedeckt worden; die Patronen wurden entkörni ge⸗
Daß es damit solche Eile hat, gibt zu denken, da der Laudtag je unden; ein Oberst wurde cassirt, 80 (4) Offiziere in Krajowa
ohnehin spätestens Ende September zue Bera hung des Budgeis ν ιR οι νιR ”ι νιιιι ge⸗
inberufen werden muß.“ xacht. J se
n, vnde rt Mai.. Die Nachricht über die Absendung 2Wien, 281. Mai. Die „Preffen⸗Melwek auts Kalafat:
nnese deutschen Panzetgeichtsabers kudis tiltkischen Gewäffer hat Vestertß Abehd“ 8 Uht hat die Kanonadeq seiteng der Rumanier
zwischen volle Beft aligunge grfunden;“ motgen, aäm 28. Mai, egen Widdin begonnen. Fürst Karl isn in? den Ballerien an—
Rachmittogs 2 Uhr;“ werden von Wilhelms haven aus fünfr zgroße vesend:. Die Türken“ haben iebhaft exwie dert. In Widdin ist
deutsche Panzerschiffe und vier kleinere nicht gepanzerte Kriegsschiffe Feuer ausgebrochen. —
n das Aegäische Meer absegeln, fo daß sich dann mit dem Meteor, Wien, 28. Mai. 450 serbische Freiwillige, die nach Ru⸗
welcher sich bereits vor dem jz1 BοBι deuischen Botschaftar bewohnten nänien wollken, sind von dvy oͤsterreichischr ungarischen Behörden in
wu sischen ·Botschaftshotel am Bosporus befindetz II6. dertsche Kriegzz Disows festgehalten zund ait dem Dampfer Tisza nach Belgrad
chiffe au⸗ dein nürkischen Ufern zum Schutze der Person unde des urück ebracht · worden.n Det türkische Commandant voa Adalaleh
Zigenthums deutschet Unterthanen kreugen werden. Den Oberbefehl vird die donauabwärts gehenden Schiffe revidiren und falls die
iber das gesammtę Geschwader hat. der Contre-Aomiral Batscht dadurg underdächtig ift, bassiren lassen. In Konstantinopel giaubt
ibernommen. ... nan Beweise zu· haben daß Ardahan. durch Verrath den Russen
— Seit einigen Tageawird in der diplomatischen Welt in zleb⸗ n die Hame gelichen u orden ist.—
zafter Weise wieder die ungetrübte Freundschaft der Drei⸗Kaiser⸗ — ESon dom, 28.. Mai. Nach Spejial-Veldungen der Times
nächte ganz besonders betont. Es scheint/ daß diefe Herborziehung jat Moukhtar Poscha nach Konstantinopel kelegrapht, er müsse
pes bei Vielen schier in Vergessenheit — gerathenen Bündaisses sich ich hinter Erzerum zurückziehen, weil die Passe des Soghanli ·Dag
auf Mntheilungen stürt, welche Fulst Biamard persönlich ber seinet zon den Rufsen umgangen und seine Aemee somn in Gefahr sen,
üngften Anweserheit iu Berlin einigen Bot chastern gemacht hat, hon Erzerum abgeschninen zu werden. Der — —5—
zie er damals zu längeren Bespcechungen empfing. Man behaupte narschirt südlich von Käghishman. — Dagegen ist die ganze Nufie
ogar, der Kanzler habe mit Nachdruck die Bethcuerung wiederholt, es Kankasug, sowie die Straße von Wladikawkas nach Tifig in
zaß in dem be onnenen 8J y Irbede der deutschen we artischen Händen.
egierung auf Seiten Rußlands stehen, wie er dies auch bereits J 48 ün.
* Grafen Schuwaloff gegenüber in Friedrichsruh kundgegeben; Fr, on don⸗ 28 Vai. Der Speriallortpon dent des Daily
F ——3 EAo— del⸗graph meldet, die Beschießung von Batum durch die Russen
Angesichts dieser Betheuerungen ist Niemand mehr hier eines ete 9 63 e bge
waigen unfreundlichen Jat-ressenzusammenstoßes zwischen Oesterreich . ebenso eisolge gewesen ee diejenige von Kars. Die bei
—S utn Wndn eenedti Tsqertesen schlugen die ihnen entgegengeschickten
i * irelte militärische Intervention Oesterreich;« —
We t died uir verfrüht. eey und ee Lopdom, 28. Mal. Per Standard“ erhält:holgendes
ind darin einig, zunächit die Ereignisse ruhig abzuwarten und nichta eeen aus Konstanfinopel: Vor Kars vderloren die uffen
aßt voraussehen, daß binnen hier und kurzer Frist Ereignisse dein⸗ bereits — Manuu —
reten werden, welche beide Staaten vecanlossen; könnten, diese ab⸗ Wie der „N. Fr. Pr. aus Konst anttnopel geschrieben
vartende Haltung aufzugeben. J vitd,, hätte ein französischez Consortum der Pforie ein Ungebot
Diese beglaubigte Anschauung erleidet leine Beeinträchtgung on 40 Millionen Francs für das Recht gemacht, unter Benützung
purch die offizidse Wiener Meldung, daß das viel verbreitets der-türlischen Bergwerle Scheidemünzen von geringem Gehalte zu
Berücht, wo ach gelegentlich der Reise des Kaisers von Rußland brägen und auszugeben.
ach Plojesti eir? Zusammenkunft desselben mit“ dem Kasser zvon Der Ausstand der Tscherkessen nimmt großartige Verhältnisse
Desterreich an der ostetreichisch- rossischen Gtenze staufinden in.“ Rußland sendet dur Betambfung desselben 30,000 ann ve
sollie, von unterrichleter Seite als. unbegruudet bezeichnet wird,. tärkungen, deren Hauptquartier in Wladilawkas scin wird. —
Ebeaso unglaubwürdig erscheint ins aber auch das Hirsch'sche Tele⸗ Fin dus Petersburg am 27. in Paris eingetroffenes offizibses
zramm, nach welchem die Abherufung des Grafen Beust von seinem Telegramm meldet, daß gestern Morgen zweinernsthafte Kampfe,
Botschafterposten in London demnächst bevorstehe. Es ist wahr, der kine in der Umgegend von Vatunr, der andere zwischen Olti
man sugte neuerdings diesen ränkesüchtigen D plomaten als geistigen ind Erzerum, begonnen haben. Der General Loris Meitow be⸗
Urbeber einer geplanten Liga au den Hranger gu stellen, welche hligte die Truphen zwischen Olti und Erzerum. Sein linker
Ftankreich England und Oehlerreich gegen Deutschland und Ruß Flügel wurde durch unregelmäßige Truppen und einige“ persische
aud in die Schrauken fordern solle, Allein, wirz, glauben, 'daß Freiwill'ge verstärkt. — Eire Depesche Muklhar Pascha's vom 25.
Braf Beust, als ein: gebranntes: Kind zu sehr das Fener gescheut 5. meldet das Vorrücken der Russen von verschiedenen Seiten und
jaf⸗ um sich solche tolllühne Phantasiestücke zu gestatten. Jedenfallz erichtet zugleich von kleinen Gefechtew,“ welche zu Gunsten der
dären dis Engländer wenig geneigt, auf solche Hirngespinnste einzu. Türken ausgefallen seien. — Eine Depesche von Remters Burecau
Jehen. Sie sind prattischer und' ihr, ministerielleg Organ-eder. ug Erzetum 27., meldet: Die Türken“ haben heute: in einer
Standard, erklärt ohne Ecrö:hen, Wenu audere Mächte dasei Stärke von 2 Resimentern Cavallerie und 2 Batterien,1 Reg'ment
eharten das rlische Reich zu theilen, werden wir den Theil ussen und'1 Batlerie bei Magharadjk, 16 Kil. füdlich von Kars
women den wir brauchen und denselben gegen- die ganze Welt uitfernt, angegriffetk. Die Russen sellen in dem Gefechte gegen
»ertheidigen.“ Es sollten nur Nicht-Engländer einmal vagen, so 50 Todie und Verwundele beitores hahen

42*
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        Rermischtes.

*Vom Rhein. Wenn im vorigen Jahre die Kieferwal⸗
dungen bei Speyer von dem Raupenfraß sehr zu leiden hatten, so
ind heuer die Eichenwälder am Khein von diesem Uebel wvielfach
Jeimgesucht. Wahrend die erstea zarten Knospen und Blätter vom
Maifroste verdorrten, so ist das folgende Laub meistens schon halb
bon den Raupen gefressen, und bei einem Gange unter den Eichen
wird man beständig von dem Kothe der gefräßigen Raupen beregnet.
Fs geschieht aber auch Nichts um die Raupennefter frühzeitig zu
entfernen. Manche Garten⸗ und Feldpflanzen werden wieder, wie
poriges Jahr, die Folgen davon zu fuͤhlen haben, besonders Kraut
und Rüben. Auch die Engerlinge zeigen sich wieder vielfach, da
für die Vertilgung der Maikäfer meistens auch Richts geschehen ist.
— Die Sezpflanzen für Dickrüben sind sehr schön und das Setzen
hat schon begonnen. Auch die Tababspflanzen entwickeln sich sehr
wut. J (Kh)

Muünchen, 283. Mai. Gestern verschied dahier im 79.
debensjahre Th. Lachner, der Aelteste der berühmten Musilerfamilie.
Er ließ sich bereits im Jahre 1815 hier nieder, bekleidete die Or⸗
ganistenstelle bei St. Peter eine lange Reihe von Jahren wurde an
Stelle Kalchers Hoforganist und war Correpetitor am lgl. Hof⸗
heater. Ais Mufitlehrer war er wegen seiner Tüchtigkeit allgemein
eachttte.
ge Saarbrücken, 27. Mai. Eine exemplarische Strafe für
ine brutale That wurde gestern am Zuchtpolizeigerichte einem Berg⸗
manne W. aus Eppelhorn zu Theil. Derselbe stieß im April d.
J. einem dortigen Lehrer auf öffentlicher Siraße, ohne jegliche

Beranlassung, ein Messer in die Schulter, so daß der Verlezt
nehrere Wochen zu seiner Heilung bedurfte, und beinahe dem Tode
nahe war. Den rohen Angreifer trifft eine Gefangnißstrafe von
1 Jahr.
FGroßrederchingen in Lothringen, 24. Mai. Ein
Uct der Rohheit, der seines Gleichen sucht, ist am Abende det
Bfingstmontags hier passirt. Dem Strumpfweber J. R., angeblich
u eswas angetrunkenem Zustande auf dem Heimwene bexgrxiffen,
ben von der Straße abbiegend, wurde von einer aus einer Ede
jervorspringenden Persoir eine Masse ins Geficht geschleudert die
Renfelben sofort derartig schmerzte, daß er zu Boden fiel. Dann
aahm der unbekannte Bosewicht ein Streichholz hervor, zündete ez
m und hielt es den vor Schmerz sich am Boden wälzenden
an's Gesicht, worauf dieses hell aufbrannt· . Wahrend R. mit den
dänden die Flammen zu löschen suchte und am Boden fortkroch,
diederholte sein Peiniger das Experiment mit dem Streichholz noch
weimal und entfloh dann. Schwer im Gesicht und an den Händen
derbrannt, wurde der Verletzte auf seinen Hülferuf aufgefunden und
—R
so zugetichtet, daß ärztlicher Seits an der Wiederherstellung der
Sehkraft gezweifelt wird. EGEsrg. 3.)*
Fur die Redaction verantwortlich: 8.Demeß.
Annteressunv —7—
ist dio in der heutigen Nummoer unserer Zeitung sich befindende Glüek
Anzeigo von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sieh
lurek seine prompte und verschwiegens Auszahlung der hier und in de
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
lass wir Jedon auf desson heutiges Inaerat z2chon an dieser Stelle auf—
merksam machen.

— ——
— —
Mobilien⸗
Versteigerung.
Rittwoch, den 68. Juni
nächsthin, Vormittags 9 Ubr in
der Wohnung des Erblassers
werden die zum Nachlasse des in
St. Ingbert verlebten k. Gruben⸗
qeigecs C. Martin Kamann
zeheͤrigen Mobilien, worunter
nameatlich *
decen⸗ und Frauenlleider,
Zeitung, Weißzeug,1
—zchreibtisch mit Aufsatz,
Tische, Stuhle, Bilder,
Sp'egel, Schraͤnke, 1 Com⸗
node, leiserner Ofen und
sonstige Haus⸗ und Küchen⸗
geräthschaften
zffentüch an den Messtbiet enden
weisteißger .. 3333
St. Ingbert, 26. Mai 1877.
Sον . Notar.

Frische Hefe
octwährend zu haben in der
Bierbrauerei Heusser.

. VDeute Frohrleichnamstao) — J 9
Concert der Heinitz-Kapelle
unter Direktion ihres CapellmeéistersWittig
in der Oberhauser'schen Bier⸗Halle.
Antang 3 Uhr.

r

uf Franco- Verlangen
2 erhalt Jeder, welcher sich von
dem Werthe des illustrirten Buches:
Dr. Airy's Raturheilmethode (90.
Aufl.) überzeugen will, einen Aaszug
araus gratis und franco pglandt
zon Kichier's Verlags· Austalt In Ceipzis.
dein Kranker versäume, fich den

XX

XXXX
rarantirt der Staat.
Prste Ziehung:
IB. u. 14. Juni.
inladung zur RBetheiligun; an die
Gewinn-⸗Obancen
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Gold-
Lotterie, in welcher ũhber X
I. 4360. 00 0 Maru
slieher gewonnen werden müssen.
Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld-Lotterie, welche plange-
mãss nur 79,500 Gewinno enthält, sind folgende: nümlichI Gewinn ev.
375, 000 Mark, speciell Mark 250,000, 125, 000, 80,000,
60,000, 30, 000, 40,000, 836, 000, 4 mal 30, 000 und
25, 000, 4 mal 20,000, 28 mal 15,000, 12,000 und
IO, OOO. 238 mab 8000 und 6000, 536 mal 5000 und 4000,
206 mal 2500, 2400 u. 2000, 415 mal 1500, 1200 u. 1000,
1358 mal 500, 300 und 250, 28061 mal 200, 150, 188, 124
und 120, 14839 mal 84, 67, 55, 50, 40 und 20 Mark
und kKommen soleche in wenigen Monaten in 7e Abtheilangen zur
XRXX WW
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153. umd IJ. Jumè d. J.

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Loose (seine verbotenen Promessen) ggεν franlirto Ein-
sendung des Betrages oder gegen Posstvorschuss
zeihet nach den entserntesten Gegenden von mir ver-
van dt.
Jeder der Betheiligten erhält von mir neben setnem Original-
Loose aueb den mit dem Staatswappen versehenen Originaf Plan
zratis und nach stattgehabter Ziehumg sofort die amtliche
dichungsliste Unnusge fordert zugesandt.
Die Auszablung und Versendung der Gewinngeldor
arfolgt von mir direet an die Interessenten Promt und
unter strengster verschwiegenheitt.
F— Tede RestelInng xann man einfaeh anf eine Posit-
einzahlungskarte machen.
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2324 3
553z8s553—s33533 535
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— 5—z 7z5— 55 —83338
—5858—5235358835
S5 50588 328383
z23227832332257
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525552353* 223233
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252
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* 282
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— — E7555333353 —23,3 E—
— 2585 2 s 3562* S 8 2 8
222 ——— 0 ———— — 320 —— —
* 53352222 5zB88 — 2528 s * —A——— 2325 *
532 555553553* — 535383563 A——— —
535 528522 23 5 5533235* 82 J 5532755 — 58 8*2
323 5*2 338338758833 33 3835333585 5333333
2 * 2** —* 7 27 58 — J.55 * 2 I⸗
* * 3 — * —— S S e 228538 53 — 8385
2 523555 28 E 32. —D —— * — —A —E—
2 7 55353 — 322325. 438 3 — 2 22 — —— 222 * —— — —8 22253*
—— — 53 —8 —8 —z52325 52 222 857 * 222 — —8 — — 5
—A———— 5758 —A 253 82565325 7452
3 25323835— —, 2553 78558238 3552527 —— — 22233
38 333 333375 5573353573 33357— 38 3326
52 53— 5583 223 32835355 A87 55xz35535577 —— ERI..
—— 2* 355 888 25322 ⸗ —AX 2538865 —
* —— — 2 —5 2 2525335 Be 8 7x 277 2232
822 —*8 — — 24 s852 ——— 272 * 5—28* — 55 8 28
7 22 *2* * 2 23 — 3. 5 32 8 2552 S * —— 525— — — 5
— 2 222 1832— 58235* — 32322* *23 — 3222 — —3
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lage), erscheint wöchentlich viermalz? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sountag. Der Abonnementépreis beträgt vierteljahrlich

1 Marlk 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 fg. für die viergefpaltene Zeile Blattichriftder derer Raum: Reela men
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 84. — — — Samstag, den 2. Jurrn.. 1877.
Deutsches Reichc.

Mäünchen.. 29. Mai. Die bayhecischen Kammern der Ab⸗
geordneten und der Reichsrälhe wurden auf den 2. Juli nächsthin
einberufen. Dienk. Einberufungs- Ordonnanz wird demnächst er⸗
scheinen. Vorlagze der Staatsregierung: Forderung der nothwen⸗
digen Mittel zur Anschaffung von Gewehren cc.
——München, 29. Mai. Nach einem Telegramm der „Allg.
Ztg.“ ous Gastein wird der Deutsche staiser dort am 12. Juli
ankommen und hat bereits seine Wohnung bestellen lassen.

Berlhiu, 30. Mai. Die osfficiöse:, Prov, Corrispondenz“
jchreibt am Schliusse einer Besprechung der von dem Landtagsab
geordneten Dr. Virchow kürzlich im hiesigen Bezirksverein gehaltenen,
auf den russisch⸗ürkischen Krieg bezüglichen Rede: Die Bestrebungen
der deutschen Polit'k, die nach dem letzten Kriege Ansdruck und
feste Grundlage in dem Dreikaiserbund gefunden, bewährten sich
auch in der jetzigen schwierigen Krisis als eine Bürgschuft friedlicher
Vermittlung weit über jenes engere Bündniß hinaus. Wenn un⸗
geachtet des wirtlichn Ausb uches des fürhischerussischen Krieges
die Aussichten für Erhaltung des europäischen Friedens in den
letzten Wochen eher gestiegen als verringert seien, so habe die
deutiche Politik hieran ihren redlichen Antheil. In diesem Be⸗—
wußtstin and in dem darauf beruhenden Vertrauen werde sich das
deutsche Volk nicht birren lassunun.

Berlin, 30. Mai. Das „Armee Verordnungsblatt“ ent⸗
hält die keiserliche Cabinetsordre: vom 25. Mai betr. die Verstär⸗
tdungz der im Reichsland garnisonirenden Truppen. Im Eingange
der Ordre heift es: „Nachdem ich während meiner Abwesenheit
im Reichslande mich überzeußt habe, daß die zeit'ge Besatzung des—
jelben den Anforderungen des Friedensdienstes aicht zu genügen
pernag, beistimme ich: Außer Dislocationen der bereils im Reichs⸗
and stehenden Truppen sind aus preußischen Garnisonen verlegt
das Jufanterie-Regiment Nr. 29 nach Metz; das Dragoner-Reg.
sr. 13 und das Ulanen-Regiment Nr. 7 in Cantonnements
zwischen Metz und Straßburg; das rheinische Jägerbataillon nach
Zabern; der Stab und das erste Bataillon des rbein'schen Fuß
Artillerie-Regimenis nach Metz.“

Mezß, 27. Mai. Die am Pfingstmontag in Nany vorge—
lommenen Mißhandlungen hiesiger Officiere bildet gegenwärtig das
Tagesgespräch. Von französischer Seite wird behauptet, daß die
Mßhandelten, deren Verletzungen übrigens nicht gefährlich sind,
durch heraussorderndes Benehmen den Pöbel gereizt hätten. Was
daran Wahres ist, wird die Untersuchung ergeben, welche bereits
lingeleilet wurde. Daß übrigens unter der Bevbölkerung der ftan⸗
ösischen Nachbarstädle seit einiger Zeit eine erregke Stimmung herrscht,
donnten sämmtliche Tour' sten bestätigen, welche in den leßteu Tagen
aach Nanch oder Pout-àA- Dousson kamen. In letzterer Stedt wurden
J. B. au Pfiagstsoantag zwei harmlose junge Leute von Metz, welche
eine ihnen befreundete Familie besuchen wollten, vom Bahnhof an
ꝛon einer schreienden und johlenden Menge mit Steinwürfen verfolgt,
j daß sie nur durch Polizesten geleitet in das von ihnen bezeichuete
haus gelangen konnten. Letz res wurde dann von dem Poͤbel den
ganzen Tag über belagert und trotz der aufgestellten Polizeiwache
mit Steinen und Koth bomdardirt. Auf dem Rückwege wiederholten
sich die gleichen Szenen. Etwähnt muß übrigens werden, daß die
Bolizeibehörde kräftig einschrilt und daß die bessere Bevölkerung die
porgekommeuen Ausschreitungen allgemein bedauert. (S. M.)

Ausland.

Paris, 29. Mai. In den Tagen zwischen 15. 20. Juni,
also bald nach dem Wiederzusammentritte der Fammern, will der
Marschall Mac Mahon die jährlich große Revue der Garnison von
Paris im Boulogner Waldchen vornehmen.

In Parris sind die unheimlichen Gerüchte an der Tages—
xdnung. So scheint man dort die Nachricht verbreitet zu haben,
daß ein Attentat auf den Marschall Präsidenten entdeckt worden
ei. Der offizielle Telegraph berilt sich, die Meldung zu dementiren.
Im Uebrigen erschöpft man sich in Versuchenn, dem Staatsstreich“

Mac Madhons mit Hinfe dralonischer Handhabung der Gesetze lange
Lebensdauer zu verschaͤffen. So hat der Ministerpräsident Herzog
von Broglie ein Rundschreben an die Genetalprokuraloren gerichlen,
in welchem ausgeführt wird, der Marschall Mac- Mahon-habe bei
Inaugurirung der neuen Richtung seiner Politik dem Umsichgreifen
radikaler Theorien Einhalt ihan wollen, welche imverträglich seien
mit dem inneren Feieden und der Größe Frankreichs Der Mimister
ordert die Generalproluratoren auf, ihre Wachsamkeit und Energie
zu verdoppeln, um den Gesetzen Achtung zu verschaffen“,welche die
Moral, die Religionund das Eigenthumeinsbesondere gegen die
Aagriffe der Presse schüßen sollen. Besonders sei den Kundebunden
ju Gunsten der Kommune und den Beleidiguügen des Staals⸗
berhauptes entgegenzutreten.“ Ebenso sei die Verbreltung falscher
Rachrichten zu ahnden, welche darauf abzielten die zffentliche Mei⸗
nung zu verwirren, das Land zu beunruhigen und den Glauben
ju erwechen daß in Frankreich eine Partei erxistire die frevelhaft
genug seit, einen Krieg herbeiführen zu wollen. Die Lüge wüffe
»esttaft werden, unter welcher Form sie auch aufirete. Sieh! siehn
Der Herzog von Broglie hat sich sonst doch recht gut mir kleinen
Verstößen gegen die absolute Wahrheit zu befreunden gewußt.
Freilich war er damals in der Opposition und nicht im Besitze der
Macht, wie jetzt. Das strenge Regiment,“ welches jetzt auf einmal
Aber Frankreich tommt, hal indeß auch sein“ Gutes: Gestrenge
Herren regieren bekanntlich nicht lang.

Loudon, 29. Mai.“ Große Ausregung herrscht in Eretaͤ.
Am Sonntag' fand eine Versammlung don Rotabeln in Retimo
statt. Dieselbe deschsoß einen Protest gegen die türkische Herrschaft
und Bwaffnung des Volkes. Es wurde an die britische Proteklion
appelirt und Gladstone zum Fürsten von Creta ausgerufen.

London, 29. Mai. Dem „Siandard“ wird aus Belgrad
elegraphirt, daß Serbien zum Kriege entschlossen seĩ, sobald die
rassische Armee den Donau Uebergang vollzogen habe.“ B

. Loudon, 29. Mai. Der Spezialkorresondent des „Daily

Telegroph meldet, Massa Pascha habe mit 8000 Türken die Festung
Ardahan wieder gewonnen. Die Verluste seien auf beiden Seiten
zroß. (Hleichzeitig ergeht ein Telegramm aus Petersburg, welches
'akonisch besagt: „D'e Wied reinnahme Ardahan's durch die Türken
st erlogen.“)
2ondon, 80. Mai. Der „Morning Post“ zufolge hatte
)ie Pforte sich jetzt doch dazu entschlossen, Ausläuder in ihten Dienst
zu nehmen, und stünde eine Anzahl englischer Offiziere im Begriff,
in die türkische Arcmee einzutreten.

Der „Francais“ meldet: Es bestätigt sich, daß die Türkeen
m Befitze fast der abchasischen Küste sind. Dann wird der „Times“
»on der kautasichen Küste gemeldet, aufständische Tscherkessen hätten
Zie Militärstraße von Wladikawkas nach Tiflis besetzt.

Telegramme von der DonauArmee constat'ren die durch

segengüsse hervorgerufenen Ueberschwemmungen und Eisen bahn⸗
heschudigungen, wodurch die Truppenbewegungen verhindert werden.
Auch vom Kaulasus wird über Regengüsse und Unierbrechung der
Fommunicationen berichtet. — In Orsowa internirt gewesene ser⸗
b'sche Freinillige, 120 an der Zahl,, sind durch Honvedsoldaten
an das jerseitige Ufer befbrdett worden. — Auf Befehl Osman
Pascha's ist die Donau bei Adakaleh neuerdings gespertt.

Konstantinopel, 27. Mai. Briefe aus Erzerum
melden den Zustand der türkischrn Armee als wenig erquucklich.
In Kare soll es an Lebensmitteln fehlen und der Typhus herrschen,
es fehle an Heilmitteln. — Auf der hohen Pfotte“ ist man mit
der Haltung des Prinzen Reuß sehr wenig zufrieden. Der—
elbe hat nach den ersten nothwendigen Besuchen seinen Wohnsitz zu
Bujulden, dem Sommerpalais der russischen Botschast genommen
und im Namen der deutschea Regierung die Nichtzuiassung deutscher
Staatabürger zum osmanischen Dienst — mit Ausnahme von
Aerzten — gefordert. — Türkische Nachrichten bestätigen die Vor—
üglichkeit der russischen Reiterei im Aufklärunasdienst
        <pb n="286" />
        stonstantinopel, 29. Mai. (Verschwörung.) Hier
wurde eine Verschwöͤrung enideckt, deren Zweck die Absezung der
Dynastie Osmann war. Es haben zahlreiche Verhaftungen statt
gefunden und wurde ein großes Waffendepot aufgefunden. Viele
Jungtürken sind in dolge dieser Enldeckung geflohen. —

Petersburg, 80. Mai. Großfürst Wladimir ist
gestern zur Donauarmee abgereisst. Demnächst begibt sich auch
Prinz Sergei Maximilianowitsch ins Hauptquartier. Die Konstan⸗
linopeler Nachricht über die Wiederbe setzung Ardahans durch die
Türken ist unwahr.

Rermischtes.
3weibrücken, 28. Mai. (Zuchtpolg. Verh.). Ver⸗
handlung gegen Elisabeth Scherer, 42 Jahre alt, ledige
Diensimagd aus Höhmühlbach, Kantons Permasens, wegcen mehr⸗
facher Betrugshandlungen.
Die Beschuldigte, eine untersetzie, fette podeunarbige Weibs⸗
person, wurde im Jahre 1860 wegen Prellerei zu 9 Monaten
Gefängniß, im Jahre 1865 wegen fahrlässiger Tödtung ihres neu—
geborenen Kindes zu 3 Jahren Gefängniß und im Jahre 1869
wegen Diebstahls zu 14 Tagen Gefängriß verurtheilt. Ihr Ruf
ist demnach ein getrübter. In der Woche nach Pfingsten vorigen
Jahres traf der Portier am Bahnhofe zu St. Ingbert, Peter
Schmidt, 34 Jahre alt, die Beschuldigte auf dem Perron des ge⸗
nannten Bahnhofes. Dieselbe war lurz vorhec aus ihrem Dienste
dei Gäriner Jakob Schäfer in Zweibrücken ausgetreten und haite
einen andern Dienst in St. Ingbert augenommen. Da sie aber
hier zu spät eintraf, so hatte sich die betreffende Herrschaft bereits
tine andere Magd genommen und wollie sie deshalb wieder nach
Zweibrücken zurückkehren, weshalb sie sich an den Bahnhof in St.
Ingbert zurückverfügte. Als Portier Schmidt hier aus ihrem Munde
das Vorstehende erfuhr, dingte er fie als Magd, da er eine kranke
Frau und jfünf kleine Kinder hatte. In August darauf starb seine
Frau und behielt er nun die Beschuldigte als Haushälterin bei
sich. Schon während der Krankheit der Ehefrau Schmidt sprach
die Beschuldigte oöftet davon, daß sie Geld ausstehen habe und
dabon kommen lassen wolle, damit die kranke Frau in ein Bad
gehen könne und wieder ganz gesund werde. Später, nachdem die
Frau gestorben, erzählle sie dem Portier, sie habe früher von einem
Manne, mit dem sie in intimen, von Folgen hegleiteten Beziehungen
gestanden, 385 fl. belommen und dieses Geld, das inzwischen auf
1824 fl. angewachsen jei, in Mittelbrunn durch den dorligen
Bürgermeister an einen Ackersmann ausleihen lassen; der Bürger—
meister selbst sei Bürge für das Geld. Zuzleich machte sie dem
Portier das Anerbieten, sie wolle ihrem Schuldaer das Copital
kündigen und ihm selbst Geld leihen, da ihm die Krankheit seiner
Frau viele Kosten verursacht habe. Portier Schmidt war hiermit
einverstanden. Tags nach diesem Zwiegespräche kam sie vom Mark:e
nach Hause und gab itrem Diensthertn einen Brief zu lesen, den
fie soeben von der Poft erhalten haben wollte. In dem Briefe,
der angeblich von einer in Kaiserslautern wohnenden Schw'ester
der Beschuldigten herrührte, stand zu lesen, duß diese mit ihrem
Ehemanne nach Speter gereist sei, um ihren dort wohnenden Oukel
den Pfarrer Jakob Scherer, zu besuchen. Einige Tage darnach
brachie die Beschuldigte ihrem Diensthetrn einen weiteren Briej
bon der „Schwester“, worin diese mittheilte, daß sie m't ihrem
Manne den „Onkel“ in's Bad nach Wiesbaden begleitet habe.
Vorher habe der „Onkel“ zur Bestreitung der Kosten aus seinem
Vermögen 5000 fl. erhoben. In einem bald folgenden Brief war
der „Onkel“ im Bade selig verstorben, und zwar mit Zurücklessung
eines Vermögens von 85,000 fl. Ervbberechtigt hieran war, wie
die Schwester schrieb, sie selbst, dann die heutige Beschuldigte urd
eine Stieffchwester der Beiden, die angeblich in Contwig wohnte.
Dies galt jedoch nur von dem baaren Gelde, wie in dem Briefe
weiter stand; von dem Mobiliarvermögen sollte die „St'efschwester“
Nichts bekommer, dies sollte vielmehr zu gleichen Theilen den beiden
rechten Schwestern zufallen. Dies Alles war, wie in dem Vriefe
stand, „notariell gemacht'. Zugleich dersprach die Schwester, nach
St. Inabert zum Besuche zu kommen, sobald sie einer Pflicht der
Dankbarkeit durch eine Reise nach München mit ihrem Manne zur
Bestellung eines Grabsteines genügt hätte.

Die „Schwester“ war inzwischen glücklich in München an—
gekommen, allein dori passirte ihrem Ehemanne, wee sie schrieb,
ein Unfall, indem er durch einen Sturz von der G sthoftreppe sich
so schwer verletzte, daß er in einem weiter folgenden Briefe bereits
gestorben war, zum Glucke nicht, ohne der Schwester „Alles ver⸗
schrieben zu haben.“ Letztere schrieb zugleich, sie werde nach Be⸗
uirdigung ihres Mannes nach St. Ingbert kommen und dort bei
der Beschuldigten und ihrem Dienstherrn, dem Port'er, bleiben.
Alles, was sie besiße, solle dunn diesen Beiden so gut gehören, wie
ihr selbst. Rach nun weiter folgenden Briefen haite fich die Schwestet
genöthigt gesehen, zur Heilung eines plötlich aufgetreienen Fußübels
sich nach Bayreuth zu begeben, wo sie sich bei dem Landrichter ein⸗

logirte. Hier erschien eines Tages ein gewisser Fingerhut bei ihr,
ein Anverwandker der verstorbenen Ehefrau des Pfarrers und Etb
ynkels Scherer aus Speier, der von dessen Nachlaß 14,000 fl.
zeanspruchte und zum Beweise einen Akt, gefertigt durch einen
Tölner Notar, producirte, den aber die Schwester nicht anerkannte,
weshalb es Prozeß gab. Dabei stellte sich nun beraus, daß Finger—
hut, dieser abscheuliche Mensch, den Akt gefälscht hatte, wofür aber
die gerechte Strafe nicht ausblieb, denn er wurde sosort vor die
„Assisen“ in Bayreuth gestellt. Bei der Verhandlung felbst konnte
aber die Schwester nicht zugegen sein, da sie inzwischen wegen ihres
Fußübels aach Bamberg gereist und ihr dort der Fuß abzenommen
worden war. Der „Herr Staatsprokurator“ hatte ihr aber dahin
telegraphirt, daß der böse Fingerhut sieben Jahre bekommen habe.
Nachdem nun so angeblich der Erbschlei her Fingerhut seinen
dohn einpfangen hatte und der bedrohte Theil der Erbschaft auf
diese Weise glücklich gerettet war, schrieb Portier Schmidt einen
Brief au die „reiche Schwester“ und gab ihn unter der Adresse
des k. Landrichters in Bayreuth zur Post. Als er hierauf keiue
Antwort erhielt und Dies seiner Haushälterin mittheilte, brachte
hm diese bald darnach einen Brief, von der „Schwester“,, worin
ziese bat, nicht mehr unter der Adresse des k. Landrichters an sie
uu schreiben, da sfie wegen allzu hohen Kostgeldes nicht mehr bei
ziesem wohne und jetzt in Bamberg sich aufhalte. Die Beschuldigte
reredete run den Portier, mit ihr nach Bamberg ju fahren und
die Schwester selbst aufzusuchen, da diese ju mögnlicher Weise in
Folge der Operalivn sterben könne. Der Portier, dem Dies gut
erschien, nahm sich einige Tage Urlauß — es war Dies Anfangs
November 1876 — und ttat mit seiner Huushälterin die Reise
zach Bamberg an. Daselbst angekommen, erkund'gte er sich auf
dem Polizeiamte, im Spital und bei verschiedenen Aerzten nach
der Schwester seiner Haushälterin, welche angeblich Maria Elisa-
zethar Scherer hieß, konnte aber nirgends über dieselbe etwas er⸗
ahren. Die Beschuldigte erklürte ihm nun, Das sehe ihrer Schwefler
zleich, sie bdleibe nie lange auf einem Plate, vielleicht sei fie aber
zuch von einem Arzte verheimlicht worden, da sie so sehr reich sei,
»der wohne in e'nem Privathause. Der Portier wollte nun sofort
nach Bayreuth fahren, um dort weitere Erkundigu⸗gen einzutziehez,
alleinedie Beschuldigte wollte davon Nichts wessen, und so fuhren
Beide nach St. Ingbert zurück. Der Portier reiste aber bald
arnach alltin nach Bayreuth und zog dort Erkundigungen ein. Der
.Landrichter erklärte ihm, daß niemals eine Frauensperson, Namess
S„cherer, dei ihm gewohnt habe und daß er den seinerzeitigen Brief
es Portier an den Stadtmagisttat abgegeben habe, der aber eben
o wenig wie er selbst, von der fraglichen Frauensperson Etwas
visse. Auf der betreffenden Gerichtskanzlei, wohin sich der Portiet
runmehr verfügte, um über den eist vor Karzem mit sieben Jahren
destraflten Urkundenfälscher Fingerhat Aufschluß zu erhalten, wurde
hm das betreffende Veszeichnß der leßzten Schwurgerichtsfälle vor⸗
zelesen und seibst zu lesen gegeben, woraus er ersah. daß ein Indi⸗
oduum Namens Fingerhut überhaupt nicht vor Gericht gestanden
diel weniger eine Bestrafung erlitten hatte. Der betreffende Be⸗
aate sprach dem Portier hegenüber, der Dies gar nicht begreifen
'ounte, de Vermuthung aus, daß die Schwefier se ner Haushälterin,
auf deren Briefe er sich berufe, sich wohl in der Bezeichnung des
Berichts geirtt haben müsse. Kurzum, Portier Schmidt mußte
aunverrich'eter Dinge die Heimreise antreten. De Beschuldigte, der
er jetzt Vorwürfe wegen den vergeblichen Reisen machte, berief sich
auf die Briefe, indem sie sagte, diese seien doch da und ihre Schwester
schreibe keine Unwahrbeit; Schmidt werde erstaunen, wenn er sie
iehe, was Das für ein We'bsbild sei. (Fortsetzung folgt.)
fVom Lande. Die Rohheit und Verw'ilderung greift
imner mehr um sich! In der Nacht vom 27. auf den 28. d. M.
wurde dem protest intischen Lehrer in Duttweiler der von ihm sohr
chön angelegte Schulgarten fast ganz demolirt, die Blum nbeete mit
einer Hacke zersiört und die junge Pflanzung arg verwüstet. Die
Gemeinde läßt auf ihre Kosten dem Lehrer den Garten wiedether⸗
stellen.

In Bergzabern verurtzeilte das Polizeigericht einen
Mann aus Mühlhosen wegn Einfangens einer Nahtigall zu 20
Mk. Geldbuße.

Aus Frankenthal, meldet die „Rhpf.,: Ein neuer
Industriezweig ist hier aufgetaucht. Seit wenigen Tagen ist an
hiesigem Platze ein neues Etablissement im Betriebe, das mit zu
den interssantesten hier gezählt werden darf. Das neue Geschäft
defaßt sich mit der Herstellung von Uhrgläsern mittelst Maschinen.
Der Gründer des Geschäftes, gleichzeitig Erfiander der bei dieser
Fabrikaon in Anwendung kommenden Maschinen, Herr Spanier,
Mechaniker se'nes Faches war seit seinem Hiersein mit der Construk⸗
ion der Hilfsmaschinen beschäftigt. Derseibe war ftüher in einem
Etablissement in Lothringen, wo die Uhrengläser⸗Fabrilation jedoch
nur per Hand betrieben wird, thätig. Bezüglich seiner Erfindung
wurden Herrn Spanier früher und jetzt noch schöne Anetbieten ge⸗
nacht, nachdem die Sache jedoch so weit gediehen, gedenll derselbe
        <pb n="287" />
        4 * e ι -yι uues Olud
wünschen, um so mehr, als wir uns durch wirklich üderraschende
Resultate von der Zwecmäßigkeit der Erfindung überzeugt haben.

77Burbach, 80. Mai. Gestern kurz vor Millag wurde
auf hiesigem Bahnhofe das 12jährige Mädchen des Weichenstellert
Retscherding von einer nach der Hütte rangirenden Locomotive er—
faßt und ihm beide Beine abgefahren. Außerdem eelitt das Kind
eine schwere Kopfverletzung und rinen Bruch der rechtent Hand.
Gestern Nachmittag wurde das verunglückte Mädchen aͤmputirt Und
joll sich hente früh noch am Leben befunden haben.

In der Gimeinde Hagenbach haben Scharlach und
Halsbräune seit Januar viele Opfer gefordert. Erkrankungen kamen
bis jetzt ungefähr 200 ver. Gestorben sind 60, 85 Knaben und
25 Maͤdchen.

Augéeburg. Das alte historisch⸗berühmte *Hotel zu den
drei Mohren“ das nach dem Tode des vorigen Besitzers Deuringer
einzugehen drohte, wird am 9. dieses Monats, int glänzender
Ausstattung erneuert und erweitert, wieder eröffeet werden. Das
alte Haus zu den drei Mohren hat seine eigene Geschichte, die eng
mit der Geschichte, der alten Reichsstadt Augsburg vrwebt ist. Hier
in dem Haufe am Weinmankt saß zu Anfang des 16. Jahrhunderts
das alte Patriziergeschlecht Herwart, später ging der Bau in den
Besitz der dicht daneben residirenden Famile Fuzger über, und noch
jezt wird in dem Hause jener Kamin gezeigtin welchem der alle
Fugger vor den Augen des ihn besuchenden Kaiser Karl V. ein
Bundel kaiserlicher Schuldscheine, die eine Million tepräsentirten, zu
Thren seines Besuchs gleichmüthig verbrannt haben soll. Ju 1723
ging ein Theil des Gebäudes in Flammen auf, und die Fugger
verlaufien sodann die Brandstätte an Audreas Wahl, der das uis
bald weltberühmt werdende Gasthaus zu den drei Vohren auf den
Trümmern aufbaute. Et war das äne glückliche Unternehmung,
die bald einen europdischen Ruf genoß und bewahrte und je dem
Zeisenden von einigen Ausp üchen so geläufig war wie das Fugger⸗
jaus und der golde e Saal. Die höchste Blüthe erreichte das
Hotel unter seinem vorletzten Besitzer, Jobhann Georg Deuringer.
Sein Weinkeller war der Gegenstand des Neides, das Ziel der
Sehnsucht der gewiegtesten Kenner, denn neben den Weinen naus
dem fernen Süden, die er zum Theil persönlich in nimmermüdem
Eifer der Verborgenheit entzogen und zu Preis und Ehren gebracht,

lagerte hier das edle Rebenblut aus den Keillern gesstlicher und
weltlicher Potentaten, mit denen er in Tauschhander ftand. Aus
diesen Qu⸗llen gossen auch die Herren Bundettagsgesandten den
Trank der Labe als Balsam auf ihr bundeszerrissenes Herz, als
sie im Sommer 1866 Frankfurl räumten. Ein Jaht später bewohnte
Rapoleon mit Eugenie auf seiner Reise zur Entrevue in Salzburg
das Hotel, und er war bis jetzt der letzte Souderän, dessen sotgen
müdes Haupt hier ruhte. GBeil. Tgbl.)
tAus Baiern. Eine Krolodiljagd im bairischen Hochze⸗
pirge dürfte auch noch nicht dagewesen sein! Am Immenstädter
Maimarkte ist eins der dort zur Schau gestellien Krokodle — das
Irößte, 4 Fuß lange — durchgebrannt und hat eine Schwimmtour
unternommen. Der Eigeathümer verspricht dem Glüdlichen, welchem
der Fang dieses Reptils gelingt, eine hohe Belohnung; er gibt
ꝛabei folgende Verhaltungsmaßregela: „Das Thier ist nicht giftig
und kann ohne Gefahr am Genick und Schweif gehalten werden
Bis zur Abholung möge man dasselbe in lauwarmem Wasser baden
und mit rohem, in Sireifen geschnittenem Fleisch füttern.“
Saarbräcken, 81. Mai. Auf dem um 10 Uhr
i3 Min. her von Bingerbrück ankommenden Güterzug 8311, welcher
auch Personen defördert, trug sich ein Unglück zu. Als der 3 ig
nämlich auf der Statizn Friedrichsthal aukam, sand man eine Seilen.
hür eines Waggons dritter Classe zerschmeilert. In dem leeren

Toupee fanden sich die Ledertasche und sonstige dem Bergboten von

Neunkirchen gehörigen Sachen vor. Wahrfcheinlich ist der Mann

im Tunuel zu Bildstockh zum Coupee hinausaestürzt, zwischen Thüre

und Tunnelwand gerathen urd zerdrückt worder. Es wunden von

der Station sofort Leute abgeordnet, welche nach dem Verunglückten
sehen und ihm wo moͤglich Hülfe bringen sollten. (S. Zig.)
.Straßburg. Unter der Garnison von Diedenhofen ist
die Trichinenkranlheit ausgebrochen. Zwanzig Soldaten haben in
das Lazareth verbracht werden müssen
rEiserne Bahnschwellen. Nach den Mit—⸗
deilungen rhein scher Blätter ist vor Qurzem in Preußen eine für

die Eisenindustrie unter den heutigen Verhaͤltnissen sehr erfreuliche

ninisterielse Anordnung ergangen. Nachdem das Resultat der mil

isernen Eiserbahnschwellen in umfassendem Maßstabe angestellten

hersuche ein durcaus günftiges gewefen ist, hat nämlich der Handelt⸗
ninifier Dr. Achenbach die unter Staatsverwaltung stehenden Eisen⸗
zahnen angewiesen, nunmehr eiserne Schwellen in größerer Aus⸗
hnung zur Anwendung ju bringen.

.Konigsbergl. Pr. In vor'ger Woche sind hier von
dußland angekommene 200 6Etr. gerauchertee Schweine⸗Schinken
on einem russischen Geschäftsmanne für den sehr billigen Preit

oon 90 Pfennig pro Pfd. freihandig verkauft worden. Man mein
allgemein, die Waare habe ihren Weg verfehlt und sei, statt nach
hrem eigentlichen Bestimmungsorte, dem Kriegsschaupiatze, hierher
derschlagen worden. (K. s8. 3.)

7Die „Posener Ztg.“ meldet unter dem 28, Mal: „Ein
entsetzlicher Unglücksfall hat sich gestern Mittag 1184 Uhr in der
'atholisch⸗ n Kirche zu Wreschen ereignet. Ein kalter Blitzschlag fuhr
während des Gottesdienstes, kurz nachdem der Geisftliche Januß die
danzel verlassen hatte, in den Thurm, zertrümmerle das Dach, an
rinzelnen Stellen die Mauer, die Gesimse und die Scheiben in den
obersten Feastern, tödte;e vier und verletzte 40 Personen.

F Seltene RNaturerschenung. . Ueber Brünn und
Umgebung ging am 18. Mai' Nachmittfags“ ein Wolkenbruch mit
Haget nieder. Eine hierbei beobachtete merlwürdige Erscheinung
war das Hetabfallen von schwarzen Bohnen, Dattelkörnern und
Samenköcnern des Johann sbrodbaumes, welche von der Mehrzahl
der Bewohrerschaft als Manna“ angesehen und nach dem Ge—
vwitter eifrigst gesammelt wurden. Abergläuvbische knüpften an diese
Naturerscheinung fofort die verschiedensten Auslegungen, die Einen
erklärten dieselbe als ene gute Vorbedeutung, die Anderen wieder
erblidten darin ein shlimmes Anzeichen. Die narürlichste Erklärung
dieser Erscheinung ist darin zu finden, daß ein orkanartiger Sturm
iese Samen in füdlichen Ländern (Afrika 7) aufwirbelte und rach
Norden irug. In-der Gegeud von Brünn begegnete der mit dem
Irkan ziehende gewitterschwere Wolkenzug dem dort herrschenden
'alten Sübostwind. Durch die Vereinigung beider Windströmungen
nit verschiedener Teu peratitt erfolgte die Hagelbild ing und damit
rer Niederschtag auch der m tgeführten fremden Körper.

fEin Herr speiste dieser Tage — wie „Föv. Lapok“ erzälen
— in einer Hotel-Restauration zu Pest; als er seine Rechnung
»eglichen hatle, war ihm wicht ein Kreuzer Kleingeld geblieben, so
»aß er dem Kellner das übliche Batschisch nicht auf dem Tische
urücklassen konnte. Der Ganymed schien dese Vergeßlichkeit übel
su vermerten und sagte höhnsch: „Der Kellner ist in die Rechnung
nicht einbtzogen.“ — „Ich hab' auch keinen Kellner gegessen“,
antwortete der Herr und ging seiner Wege.

f Diesen Herbst wird die schwedische Universität Upssala ihr
400jahriges Judelfest feiern, wozu große Vorbereitungen gemacht
verden.

FNeapel steht unter dem tiefen Eindrucke zweier Selbst⸗
norde, welche am 17. d. zwei der dort gen höbsten Aristokratie an⸗
zehörenden Familien in Trauer und Betrübniß versehten. Es
zaben Carlo Marulli, der Herzog von San Cefario, und der junge,
erst einundzwanzig Jahre alte Graf Enrico Muscessola von San
dugerano ihrem Leben gewastsam durch die Kugel ein Ende gemachl.
lleber die Ursachen, welche den Herzog, einen der angesehensten
Männer Neapels, Präsidenten des Rudererklubs und des Whistklubs,
zusgezeichnet durch das Großkreuz des Januar usordens und des
airischen Michaelordens, und Inhaber einer Reihe anderer hoher
Orden, in den Tod trieben, verlautet bisher nichts Bestimmtes,
wogegen man weiß, daß es unglückliche, hoffnungslose Liebt war,
welche dem jungen Grafen den Revolv'er in die Hand drückte.

F. „Grand Bourbon“, der schönste Baum in der Orangerie
zu Versailles, ist vor Kurzem eingegangen. Der Baum erreichte ein
Alter von 445 Jahren.

F(Eine Lufiballonreise über des —R Der berühmle
Aeronautiler Jacobi, der Genosse des berühmten Sivel, ist mit dem
Lufischiffer Flamarin und dreien Begleitern über des Ozean in
echzig Stunden mit einem Luftballon geflogen. Donnerstag den 26.
April verließen die Kühnen um 4 Uhr früh Philadelphia und
lantten um 5 Uhe Abends am Sonnabend den 28. April in
der Bretagne wohlbehalter: an. Der Ballon war mit einem Appya⸗
rot, erfunden von Flamarin, und einer leichten Dampfnmaschine
von fünfzehn Pierd lräften versehen. Gegen den Wind fährt der
Ballon nicht, läßt sich jedoch steuern. Die Reifenden überstanden
einen fürchterlichen Stuti und entgingen dem Untergange nur durch
Jacob.'s Muth, der während des Sfurmes einen Leck im Ballon
mit bewunderungswütdiger Wagkalsigkeit zunähte.

IXandwirthschaftliches.

Stand der Saaten, Im Regierungsbezitk Trier hat
die milde Witternng der Winkermonate auf die gesammte Vegetalion
dinen günstigen Einfluß ausgeübt. Die Wintersaaten, Wiesen und
leefelder stehen überaus üppig, und berechtigen zu der Hoffnung
auf eine gute Ernte. Auch die Rapssaat, für welche der einge—
retenen Froͤste halber bereits Befürchtungen gehegt wurden, hat sich
recht erfreulich entwidelt. Mit der Fruhiahrsackerbestellung ist in
den Thalgegenden allgemein begonnen, in der Eifel und auf dem
dochwalde ist diesellle heilweise durch Frost und Schneefall, theil-
veise durch den anholtenden Regen verzögert worden. In den
Weinbergen hat der Schnitt und das Binden der Reben schon seit
ziniger Zeit begonnen, und ist groͤßkentheils beendigt. Die Slöcke
        <pb n="288" />
        eigen in Folge des gelinden Winkers gut entwichelles gesundes
doiz. Der Stand der Obssbaume laäßt auf eine cünstige Obsternte
soffen. I0 F
die Ectien vanbvortlich: ic 1
nruesten Nummern der Ihlustrurten Fraue n⸗
Zeitung (Gierleljührlichet Abonnementepreis M. 2. 50) ent⸗
Jalten: J. Die ModenRumner (I 9): Gesellschafts⸗, Pro⸗
menaden⸗ und Hauskleider, Huͤte, Sonnenschirme, Filethandschuhe,
Frabalen, Untetröcke, Morgenkleid und Kleiderärmel, Küte und
Hauben fuͤr ältere Damen. Anzüge sür junge und kleine Mädchen.
Tableldecker, Tischtücher und Servietten mit Kreuzstichstickerei, ver⸗
schiedene Muster für Decken, Gardinen nnd Rouleaux, Plaidtütle,
Toilenen⸗Necessaire, Bett⸗, Wiegen oder Kinderwagendeck⸗, gebät lte
Spitzen, Durchzug⸗ urd Durchbruchmuster. Außerdem ist dieser
NRummer, neben den gewohnten kolorirten Modenkupfer, ein Extra
platt mit Prustern altdeutscher Leinenstickerei, gesammelt von Dr.
Julius Lessing, Direltor de? deutschen Gewerbe⸗Museums, beige-
geben. U. Die Unterhabtung 3-Nummer (20): Die
VFumpenkönigin. Von Marie v. Olfers. Fortsetzung. — Jugend⸗
ũcder. Von Emanuel, Geibel. 8. — Aecyprische Tänzerinnen.
Von Adoilf Ebeling. —' Vom alfhen Berliner Theater. Eine Stizze
don George Hilil. Forisetzung. — Dos Ma lehen. Von O.

Mobilien⸗
Versteigerung.
Mirtwod, den „. Juni
aãchsthin, Vormittugs 9 Ubr in
der Wohnung des Erblassers
werden die zum Nachlasse des in
St. Ingbert verlebten k. Gruben⸗
fleigers C. Martin Kamann
gehorigen Mobilien, worunter
ramentlich
hderrn⸗ und Frauenlle der,
Zettung, Weißzeug,1
Schreiblijch mit Aufsatz,
Tische, Stühle, Bilder,
Sp egel, Schränke, 1 Com⸗
moͤde, heiserner Ofen und
sonstige Haus-⸗ und Küchen-
geräthschaftn*
öffentlich an den Me stbietenden
versteiger . 7*
Siu. Ingbert, 26. Mai 1877.
Sauer, k. Notar.
Heu⸗ und Ohmetgras⸗
Versteigerung.
Samstag, 9. Junn nächst⸗
hin, Vormitiags 9 Uhr zu Eus—
heim in der Wirthschaft von
Wilhelm Quirin Wittwe, lassen
die Wittne und Kinder von Hin.
Franz Adt, weitand Fabrilant
und Bürgermeister von Ensheim,
das dies jaͤhr ige Heur und Ohmet⸗
gras von ihren m Banne Ens⸗
deim gelegenen Wiesen öffentlich
auf Credit versleigern.
St. Ingbert, 31. Mai 1877.
Sauer. k. Notär. 4
Frische Hefe
fortwährend zu haben in der 4
Vierbrauerei Seusser

Best 1. Emmenthaler
Schweizerkäse
empfiehlt
3.h. Friedrich.
— ——

kin großartiger Erfolg
5 es ohne 88 wenn don einem
uche NaAnflagen erschlenen sind und
um so großartiger ist derselbe, wenn
dies trotz gehässiger Angriffe möglich
— war unmd in einer so kurzen —
Zeit, wie solches der Fall bei

dem iuastrirten Buche: F

airV's Ma- I—οR
Ares vorzugliche populär⸗

medieinische Werk kann mit e
Keecht allen Kranken, welche
dewihrte Heilmittel zur Beseitigung
ihrer Leiden anwenden wollen, dringend
huͤr Durchsicht empfohlen werden. Die
bdarin abgedruckten Aiteste beweisen die
außerordentlichen Heilerfolge und sind
ine Garantie dafür, daß das Ver⸗
rauen nicht getäuscht wird. Obiges
eber boo Seiten starke, nur 1 Mark
ostende Buch ist in jeder Buchhandlun
zorräthig, wird aber auch auf g
zirect von Richter's Verlags-Anstalt
n Leipzig gegen Einsendung von 10

Briefmarken à 10 VPf. verlandt.

Ber ebemann sund die
Dame von Welt,
heide soslen die Pflege —4—
Gesundheit, nicht vergessen,!
denn ohne Gesundheit keine
Zchönheit! Schwer oder leicht
Zranke, Alle leset das große
Zrankenbuch: „Der Tempel
der Gesundheit.“ Es wird
dienen, das Leben zu verlän⸗
zern. Für 1 Mark von E.
Schlesinger, Berlin'g.
Neue Jacobstr. 6, zu bezießen

* J
*2
2 *

— 2 ——9
—

—
2
3
—

283
2

æ
8

*
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25
—F
5
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*2
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22
—
—— — ——

*

Fryrn. von Reinsberg Dürtingsfeld. — Berschiedenes. — Wirth⸗
haftliches: Der Juni in dec Küche. — Briefmappe. — Frauen⸗
Bedenkiage. Ferner folgende Illuftrat'onen: Spruchbild. Von
F. E. Soepler. — Heimtehr von der Frühmesse. Von W. Am⸗
herg. — Aegyptische Tänzerinnen. Von Gustav Richter.

—
U F A , welche, von Zeit zu
Lrotz u er ugri e, Zeit von nieressirten
Jersonen Jegen Dr. Riry's Naturheilmethode losgelossen werden
jat sich dies vorzügliche populär⸗medicinische Werk und das dar!n
esprochene Heilverfahren immer uene Anhänger erworben und in
nmer weit ren Kressen günstigste Aufnahme gefunden, was schon
araus hervorgeht, daß dasselbe bereits in mehreren fremden
zprachen gedruckt werden muß!e und schon über 90 Auflagen ers
ebt hat. Wir glauben daher auch nur im Interefse der zahlreichen,
ach Hilfe — Heilunc verlaugenden Kranken zu handeln, wenn
pir ihnen auf Grund dieser Thatsachen und der zahlreichen glän—
enden Zeugnisse dieses, nur 1 Mark kostende Buch driugend jzut
Unschaffung und Darnach ichtuug empfehlen. Um nun aber durch
chulich betitelte Bücher nicht irre geführt zu werden, verlange maa
zuͤsdrücktich: Der. üiry's Naturheilmethode Hriginal ⸗
Ausgabe von Richtr's Verlogs;Anflalt in Leipzjig.
C. F. Deiler's Oeldruck-Prämienbilder!

N benste hender
Prmden⸗
Bon

PraämienSchein,
sedoch nur für Abonnenten dieser Zeitung.
Nr. J. Deiker, Wildkatze mit Fasan.
ssstatt 12 M.) nur 3 Zark.
Prachtvoller Oelfarbeadruck in 13 Farben.
40 Ctm. hach, 36 Cim. breit.
Nr. II. Deister, Fuchs im Dohnen⸗
. stieg. statt 12 M.) nur 3 2W.
In 45 Farben .
Begenstüch zur Wildkatze, ebenfalls Oeldruck
in gleicher Schonheit und Größe.
Diese beiden von dem berühmten. Thier⸗
malex, Deifer ausgeführten Oeldrucke, bilden
ine prachtvolle Zimmerzierde.
VB. Außerdem tritt eine Ermäßigung
ein, sobald die geehrten Abonnenten mehr
als 'ein“ Expl. bestellen, wie folgt:
War liefern dei Abuahme von
Nr. 1/11 austatt für 6 M. mit — 5 Mark.
Nr. IIin 2 Expt. anstati für 12 M. m. »9M.
Rr. I/ Iin 3 Expl austat für 18 M.m. -13 M.
Leipzig.
H. Schmidt S E. Günther,
Vrerlagshandlung.

ist dach gesche—
hener Uunterschrift
ber Buchhandlng.
zu übersenden,
Die geehrten
Post ⸗Abonnenten
wollen sich mit
Dothegung dieses
Scheines an die
nächste Buchhand⸗
lung oder an. die
Verlugshandlng.
wenden. Auch
werden von der
letzteren Brief:
narken als Zah
lung angenom⸗
men.
NB. Das Ge⸗
wünschte wolle
durch Unterstrei⸗
chen der Num⸗
mern bezrichnet
werden.

Der Unlerztichnete bestellt bei der Buch—
handlung resp. —
. Sehmidt FO. Günther
in Leipzig
die Nummer —— —
Ort u. Wohnunsg: Name und Stand:

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eginnt mit Ziehung 1. Claffe die 272. HUamihurg Stadit-
Cotterie, 719.500 Loose, 42,000 Gewinne, O Stante Ee—

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Hierzu versende Originalloose
Ganze Halbe Viertel Achtel
6 Mark., 3 Marß. TM. 50 f. 756 Pf.,
egen Einsendung des Betrages und gegen Postvorschuß.
Jeder Spieler erhält die amtlichen Gewinnliften u.
Pläne gratis. —*
Nilb. Basilius.
vom Staate ar Zestellter Hauptcollecteur in
ecnichweig.
ι
Feissor Trus Ind Beñnag von . 4- Demet in St Ingbert.
        <pb n="289" />
        St. Ingberter AAnzeiger.
—
— —
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) neit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei—

jage), erscheint wöchentlich vpiermal: Dienstag, Donuerstag, Samstag nud Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

i Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg: yro Zeile berechnet.
M 85. E Sonntag, den 8. Juni 1877.

Deutsches Reich.

Berlin, 29. Mai. Die Maiore vom Generalstab v.

dignitz, v. Villaume und Graf Wedell erhielten vom Kaiser die
Erlaubniß, sich dem russischen Hauptquartier anzuschließen.
Berlhin, 30. Mai. Die sogenannte militaäͤrische Aus⸗
zleichungsinaßregel ist nunmehr vom Kaiser genehmigt. Die vom
26. Mai datirende Cabinetsordre ist von dem Kriegsminister unter
dem 28. Mai publ zirt. Die Maßregel hal nicht entfernt die Aus-
dehnung, welche die Gerüchte der letzten Monale ihr zu geben bes
lissen waren. Sie besteht lediglich darin, daß 5 Balaillone und
2 Cavallerieregimenter nach dem Reichsland disloeirt werden. Es
werden nämlich nach Metz versetzt: 1. Die bisher in Coblenz und
Diez stehenden 3 Bataillone des rheinischen Infanterie-Regiments
Nr. 29, 2. das bereits in Pfalzburg und Zabern stehende braun⸗
schweigische Infanterie:Regiment Nr. 92, wofür nach Zabern das
in Wetzlor stehende rheinische Jügerbataillon Nr. 8, nach Pfalzburg
ein jetzt in Straßburg stethendes Bataillon des 1. rheinischen Inf.⸗
Keg. Nr. 25 rückt, 8. das erste Bataillon des rheinischen Fuß—
Artillerie-Regiments Nr. 8, zur Jeit in Coblerz. Dins ergibt,
wenn wir die Dislocation innerhalb der bereits im Reichsland
ehenden Truppen außer Betracht ziehen, eine Gesammtverstärkung
von 5 Bataillonen (3 Jafanterie-, 1 Jäger- und 1 Fußartillerie—
Bataillon.) — Dazu kommt dann das Schleswig Holsieinische Dra⸗
Joner⸗-⸗Regiment Nr. 3, gegenwärtig in Flensburg und Hadersleben,
rend das rheinische Ulanen⸗Regiment Nr. 7, gegenwärtig in Saar⸗
otlcken. Diese beiden Regimenter beziehen Cantonnements zwischen
Metz und Straßburg. — Die Veistärkung ist also in dem Umfang
erfolgt, wie sie in parlamentarischen Kreisen bereits im vorigen
Winter besprochen wurde. Man wußte dort, daß es fich lediguch
um zwei Infanterie-Regimenter zur Vermehrung der auch für den
Friedensdienst ungenügenden Garnison von Metz und um einige
Savallerie⸗Regimenter handle. Höchsten Otts fcheint die Entschei—
pung lediglich deshalb verzözert zu sein, weil man ungern dazu
chreitet, den alten Garnisonorten ihre Truppen zu nehmen und
den Corpsverband zu stören. Alles, was sich an diese Maßregel
an Gerüchten über einen Kampf zwischen der Militarpartei und
zer Friedenspartei knüpft, gehört in das Gebiet der Erfindung.

Berlhin, 831. Mai. Dem Vernehmen nach tritt Prinz
Friedrich Karl am 2. Juni eine vier bis sechswöchentliche Reise an,
als deren Ziel Schweden bejeichnet wird.

Die „Nordd. Allg. Ztz.“ schreibt offiziös: „Zu den Dislo⸗
ationsbertältnissen der nuch Elsaß Lothringen bestimmten Garnisons-
verstärtungen demerkt das gestern zitirse Tableau in Bezug auf
nie künftige Garnison der beiden Kavalerie Regimenter nur: Can—
onnements zwischen Metz und Straßburg. Wie wir vernehmen sollen
eide Regimenter auf St. Avold, Falkenberg, Pfalzburg und Saar⸗
emünd vertheitt werden. Ver theilweise Aufschub dis zum nächsten
iruͤhjahr beruht darauf, daß in den betreffenden Ortschaften nicht
berall genügende und gesurde Stallungen vorhanden sind. Weitere
Dislokationen sind vorbehalten.“

Ausland.

Paraise, 31. Mai. Die „Agence Habvas“ meldet aus
Dadrid: Die Verhandlungen zwischen Deutschland und Spanien
»czü lich der Heranziehung der auf Cuba domicilirenden Deutschen
ur Kriegsfteuer sind zu einem besderseits befriedigenden Abschluß
Jebracht.

Paris, 31. Mai Wie die „Liberte“ berichtet, fand am
Dienstag eine Besprechung zwischen Thiers und Gambetia statt,
vobei dieselben übereinkamen, ihre Anstrengungen zunächst darauf
u richten, daß der Senat nicht seine Zustimmung zur Auflösung
ʒer Deputirienkammer gebe. — Es wird sehr bemerkt, daß Fürst
dohenlohe und General Cialdini, die Botschafter Deuischlands und
Jtaliens, dieler Tag bei Thiers speisten.

Paris, 1. Juni. Gegenüber den Gerüchten über den
kücktritt des Marschalls Mac Ätahon schreibt der ,Moniteur“:
Es sei nicht einzusehen, welche Gründe den Marschall bestimmen

y
lönnten, seine wiederholt ausgedrückte Absicht, vor Ablauf seiner
Amtsperiode (im Jahr 1880) nicht zurückzutreien, zu ändern. Nur
venn beide Kammern gegen ihn wären, würde er Anlaß zur Prüf⸗—
ing der Frage haben, ob er seinen Posten aufgeben souͤe. Ueb⸗
ꝛigenz hofft der „Moniteur“ auf ein (für die sog. Conservativen)
zünstiges Ergebniß der künftigen Wahlen.

Ein Brief des französischen Generals Gallifet bielet den Ne⸗
»ublikantrn einen Beistand von unerwarteter Seite an. Derselbe
st an Duclerc, den Vicepräsident des Senats gerichtet. Der
Beneral, der in Dijon commandirt, spricht sich in diesem Schreiben
nit großer Energie gegen die „Staatsstreichgelüste gewisser Ehr⸗
jeizigen“ aus und erklärte, er werde die Verfassung bis aufs
iußerite vertheidigen. Ein⸗ ähnliche Erklärung gab bekanntlich nach
em 24. Mai 1873 der General Wimpffen ab; er wurde sofori
zußer Dienst gestellt und ist heute noch nicht wieder verwendet
norden. In den Kasernen gährt es bedenklich, das gestehen selbst
ie confervativen Blätter ein, indem sie noch strengere Isolirung
er Truppen vom Volke verlangen. Die Militärgeistlichen, die in
zredigten gegen die Kammer sprachen, wurden tümultarisch unter⸗
rochen; Soldaten und Offiziere wiesen bonapartistische Zeitungen,
ie man ihaen austheilte und in welchen zum Staatsstreich aufge⸗
ordert wird, mit Entrüstung zurtic. Das 114. Regimentist
pegen „schlechter Haltung“ von Paris nach dem Departemeni
deurx⸗Sevres versetzt worden und muß zu Fuß nach seinen neuen
Zarnisonen marschiren, während die dortigen Truppen per Bahn
nach Paris befördert werden. Jedenfalls, meint die Ft. 3.*
jaben die letzteren besser gebeichtet als die ersteren. aꝛ

London, 81. Mai. Der Berichterstatter des Dailh⸗
kelegraph im kleinasialischen Heerlager der Türken berichtet tele⸗
raphisch, daß am Dienstag ein zehnstündiges Gefecht vor Batum
jattgefunden habe, in welchem die Russen geschlagen worden seien.
luch in der Naäͤhe von Karikilisso sei es zu einem Kampf gekommen,
ꝛer für die Rufsen ungünstig ausfiel. Die Rufsen zogen sich in
er Richtung auf Taschlilar zurück.

VLondon, 31. Mai. Nach einer Spezialdepesche der Daily
sdews aus Konftantinopel wurden in den Dardanellen ein rufsisches
ind drei Schiffe unter falscher griechischer Flagge von den Türken
zelapert.

Konstantinopel, 31. Mai. Die Wiedereinahme Ar⸗
»abans durch türkishe Truppen wird offiziell bestätigt.

Vermischtes.
fZweibrücken, 23. Mai. (Zuchtpolg. Verh.) Ver⸗
jandlung gegen Elisabeth Scherer, 42 Fahre alt, ledige
Dienstmagd aus Höhmühlbach, Kaniona Pirmasens wegen mehr⸗
acher Betrugshandlungen. (Fortsetzung.)

Inzwischen hatte sich in St. Ingbert das Gerücht verbreitet,
paß die Haushälterin des Schmidt in Balde eine sehr grose Eeb⸗
chaft machtn und ihren Dienstheren heirathen werde. Es wurde
n Folge Dessen von einem Rentner in St. Ingbert dem Portier
in Haus zum Ankaufe angeboten, das zu erwerben der Portier
ich auch geneigt zeigte, wobei er jedoch dem die Verbandlungen
inleitenden Geschaͤft⸗manne erklaͤrte, daß er einen endgiltigen Ent⸗
hluß hierüber erst nach Erledigung der Erbschafts⸗Angelegenheiten
assen koönne. Demnächst traf ein Brief von der „Schweister“,
ind zwar diesmal datirt aus Ingolstadt, ein, worin diese die ver⸗
jeblichen Reisen des Portier und seiner Haushälterin bedauerte,
cdoch die baldige Erledigung der Erbschafts⸗Angelegenheit in Aus⸗
icht stellte. Die Beschuldigte vertröstete den Portier wegen der
on ihm gemachten Ausgaben damit, daß sie sagte, sie habe dem
tZurgermeister von Mittelbrunn „Ordre“ geschickt, er solle ihr dort
zusgeliehenes Kapital auftündigen; davon werde sie ihn schadlos
alten. Ginige Tage darnach üdergab die Beschuldigte dem Portier
wei neu angelommene Briese zum Lesen. Der eine war anscheinend
von der „Frau Bürgermeisterin“ in Mittelbrunn, welche mitlheilte,
aß der Schuldner in Mittelbeunn das Darlehen zurüäͤbezahlt habe
        <pb n="290" />
        und das Geld an die Schwester in Ingolstadt geschickt worden sei,
veil deren Kranlheit so viel gekostet habe. Der andere Brief war
hon der Schwesier“ aus Ingolstadt, worin diese den Empfang
zes Geldes anzeigte und versprach, wenn sie selbst nach St. Ing⸗
zert komme, werde fie alle gehabten Auslagen doppelt ersttzen und
das aus Mittelbrunn erhaltene Geld zurückzahlen; der Portier
möge sich noch etwas zedulden und, wenn er Geld brauche, in
St. Ingbert 200 fl. leiben, spöter könne ja Alles mit Leichtigkeit
hezahlt werden. Schmidt folgte di sem Ratthe, indem er den Ge⸗
schäftsmann,, der wegen des Hauskaufs bei ihm gewesen war, um
ein Darlehen von 200 fl. ersuchte mit der Begründung, daß die
Erbschaft schon viel Reisen und Kosten verursacht habe und er des⸗
halb, sowie zur Lebsucht nothwendig Geld brauche. Besagter
Beschaftsmann brachte am andern Tage 360 Mark in das Haus
des Schmidt und befragte die Haushälterin über die zu erwartende
FErbschast. Die Auskunft, welche er erhielt, befriedigte ihn voll⸗
kommen; denn er zählte das Geld auf den Tisch und ließ sich
von Schmidt und dessen Haushälterin hierüber einen Solawechsel
ausstellen. Er gab das Geld um so anstandsloser hin, als ihm
auch einige Briefe von der „Schwester“ vorgelegt wurden, woraus
herborging, daß der Haushälterin eine reiche Erbschaft bevorstand,
als ferner das Bahnhofpersonal in St. Ingbert, bei dem er Er⸗
undigungen einzog, selbst datan glaubte, daß der Portier durch

ine zukünftige zweite Frau bald ein reicher Mann sein werde.
(Fortsetzung folgt.)

4In Laschen bei Neustadt wurde am 27. Mai auf An—
regung des Grafen von Leiningen ein Kriegerverein gebildet; dem⸗
cen traten sofort 81 Personen als Mitglie der bei.

p'sudwigshafe'rn, 81. Mai. Gestern Abend kurz vor
1 Uhr halte Einsender dieses Gelegenheit, ein niederfallendes
Neteot zu beobachten. Dasselbe hatte dem Anschein nach die Große
ines Kindskopfes, war von prachtvoller, intensiv blauer, in's
Hgrüne schimmernder Farbe und bewegte sich in der Richtung von
s. O. nach S.W. Größe nund Glanz nahmen beim Nahen zur
Frde mehr und mehr ab. Die Erscheinung war ungefähr 5 Se—
unden sichtbar. (Pf. K.)

p Rach einer Mit:eheilung des Handlungshauses Jul'us Gold—
chmit in Ladwigshafen ist die Ziehung der Münchener prolest.
dirchenbau⸗Loose vom 1. auf den 5. Juni verschoben woeden, an
welch letzterem Tage dieselbe unwiderruflich stattfindet.
IIIPESSAB.
et dio in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich befindende Glüeks-
zeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sich
iurcuꝰ geins prompto und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Betrüge einen dermassen guten Ruf erworben,
la I Jeden uf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle auf-
nerksam machen.

— ———

Mobilien⸗
Versteigerung.
NMirtwocd, den 6. Juni
aächsthin, Vormittags 9 Ubr in
der Wohnung des Erblassers
werden die zum Nachlasse des in
St. Ingbert verlebten k. Gruben⸗
steigers C. Martin Kamann
zehorigen Mobilien, worunter
namentlich:
derrn⸗ und Frauenlleider,
Zettung, Weißzeug, 2
Schreibtisch mit Aufsatz,
Tische, Stühle, Bilder,
Spiegel, Schränke, 1 Com⸗
mode, leiserner Ofen und
onstige Haus⸗ und Küchen⸗
geräthschaften
offentlich an den Meistbiet enden
versteigert.
Si. Ingbert, 26. Mai 1877.
Sauer,. k. Notar.

Best Ja Emmenthaler
Schweizerkäse

A 7
IIXR
ev.
375. O00 MpIc

Glücks
Anzeige.

Dĩe Glowimnne
rarantirt der 8taat.
Prste Ziehung:
LIX. uu. 14. Iumni.

Einliadung zur Betheiligung an die
Gewinn-Chancen
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-
Lotterio, in welcher über
———
sicher gewonnen werden müssen.

Die Goewinne dieser vortheilhaften Geld-Lotterie, welche plange-
mãss nur 79, 500 Gewinno enthält, sind folgende: nämbch1 Gewinn ev.
375,000 Mark, speciell Mark 250,000, 125,000 80,000,
60,000, 50,000, 40,000, 86,000, 4 mal 30,000 und
25,000, 4 mal 20,000, 28 mal 15,000, 12,000 und
10.,000, 23 mal 8000 und 6000, 56 mal 5000 und 4000,
206 mal 2500, 2400 u. 2000, 415 mal 18500, 1200 u. 1000,
I358 mal 500, 300 und 250, 25061 mal 200, 150, 138, 124
nd 120, 14889 mal 94, 67, 55, 50, 40 und 20 Mark
und kommen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur
si cheren Pntschéidung.

Die er ste Gewinuziebung ist àmt Iäich auf den

13. und Id. Jumi d. I.
festgestellt, und kostet hierzu
das ganze Originalloos nur 6. Reichsmark,
das halbe Originalloos nur 3 Reichsmark,
das viertel Originalloos nur 192 Reichsmark,
und verden diese vom Stante garantirten ONMiginal-

LoOose (keine verbotenen Promessen) gegen sranlcirte Eimn-⸗
sendung des Betrages oder gegen FOStVOrSCIIBSS
ehet nack den cutserntesten Gegenden von mir ver-
—XX

Jeder der Betheiligten erhält von mir noben vʒeinem Original
Loose auch den mit dem Staatswappen versehenen OriginalPlan
grutis und nach stattgehabter Ziehung XEEL
ziehungsliste Umnugαν ri zugesandt.

Pie Auszausung und Versendung der Gewinngelder
erfolgt von mir direct an die Interessenten Promit X
unter strengster versehwiegenheit.
ed BRostelIInug kann man einfach anf eine Post-

Eir n IlungskKarte machen.

Man wende sieh daher mit den Austrigen

verira uensvoll an —

Samuel Hechkschey sen.

Banduiær und Weéecheal-Comptoir in Hamhurg .

rucht,, Brod⸗ und Pf. Sitoh M. 30 Pf. Kar⸗

kleisch⸗ Preise der Stadt offeln 4 M. 80 Pf. ver CEtr.

zweibrücken vom 1. Juni. Weißbrod 149 Ko. 62 Pf. Korn⸗

weizen 13 M. 04 Pf. Korn brod 83 Ko. 90 ppf. ditto 2 Ko.

(0 . 72 Pf. Gerste Zreihige 60 Pf. ditto 1 Kilo. 30 Pf.

d M. — Ppf. Gerste 4reih. Bemischtbrod 83Kilo. 1M.7 Pf.

0 M. — pf. Speiz 10 PR. Paar Weck 100 Gramm 6 pf.

17 pf. Spelzkern — M. — Rirndfl. 1. Qual. 70 Pf. 2.

pfg. Dinfel — M. — Pfg. Quꝛal, 60 Pf. Kubfl. 54 Pf .

bounschsrucht O M. — Pf. Hafer, Zamfl. 70 Pf. Sdweinefl. 66

οι S pf. Hen 5 300 vf. Butter 1M. 80 Bf. ver Pso.

— — — — — — — — 77 — —
Fedaien ud u erleg voß demeß in St Ingsbert.

Hiezu „Juustrirtes Sonntagsblatt“ Nr. 28.

mpfiehlt

Wiesen- umnd Fe— Erte-
Verpachtung,.
Montag, 11. Juni, Morgens 9 Uhr zu Aßweiler
laßt Peter Rinck von da, die Ernte auf 25 Morgen 1. Qual. Wiesen
iud Rleeäckern in verschiedenen Loosen durch kgl. Notar Wiest
in Blieskastel auf Credit versteigern.

Vorschuß-⸗-Verein St. Ingbert
(eingetragene Genossenschaft.)
Umsatz im Monat Mai 1877.
8oll.

Fonto Correut M. 132829. 95.
Wechsel: Conto .47452. 738.
Banten und Vereine, 170601. 04.
Tafsa⸗Conto 73674. 21.
Zinsen und Prov.⸗Conto 584. 98.
Effecten⸗ Conto F 171.
Stammantheil-Conto, 90. 60.
Reserdefond⸗Conto
Sparlassen⸗Conto 7360. 68.
Dividenden⸗Conto 48.
DarlehenConto 4426.
Accepten⸗ Conto „2361. 68.
Gewinn⸗ u. Verlust⸗Conto 604. —.

M. 442204. 87.
        <pb n="291" />
        W J 6
——⸗ ui 246 0 n * F u * i wp J er
J—— — ⸗ 2 U u 1 — J
s.S
———

5
Ser St. Ingberter Anzeiger und das 2 wal wöchenilich); mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaliungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei—

lage), erscheint wöchentlich viermal : Dienstag, Dounerstag, Samstag und Sonutag. Der Aboune mentepreis beträgt vierteljahrlich

iMarl 20 R.⸗Pfg.. Anzeigen werden mit 10 Pfg.; von Auzwortz mit 15 Vfz. fur die viergespattene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclanten
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 86. W

Dienstag, den 83. Juni

I8.

——
Deutsches Reich.

München, 1. Juni. Der deutsche Kronprinz wird in
diesem Jahre die vertragsmäßize Juspeltion beim zweiten bay⸗rischen
Armeekorps, und zwar in der fräutischen Schweiz um Ebermann⸗
stadt uad Stre tberg, vornehmen. (6. 3.)

Berlhin, 2. Juni. Das Reichspatentgesetz ir it belannt⸗
lich am 1. Juli d. J. in Wirksamkeit, und damit geht das bisher
den Regierunzen der einzelnen deuischen Staaten zustehende Recht
der Erlheilung von Erfindungspateutn auf das Reich über, zu
welchem Zwecke das Reidpatentamt eingesetzt wind. Da die Prüfung
bon Patentgesuchen bisher mehrere Wochen zu beanspruchen pflegte
und daher jetzt noch eiakommende Gesuche um Erfindungspatente
nicht gut mehr vor dem 1. Jult zur Erledigung kommen würden,
so haben mehrere Regierungen der Einzelstaaten, um »den Gesuch—
dellern vergebliche Kosten zu erspaten, die Anordnung getroffen, daß
oom 1. Juni ab keine neuen Gesuche mehr zur Prüfung angenom
men werden.

Nach dem zwischen der badischen und der Reichsregierung ab⸗
geschlossenen Vertrage über weitere Eisenbahnberbindung en zwischen
Baden und Eisaß Lothringen sollte die Eifenbahn von Alibreisach
aach Kolmar spatestens bis zum 1. Mai d. J. fertig gestellt und dem
Beltieb übergeben sein. Es war dies iedoch nicht zu bewertsielligen,
da der Bau der auf gemeinschaftliche Kosien herzustellenden Rhein⸗
brücke sich verzögerte. Die Verwaltung hofft jedoch, den Beirieb
der ganzen Linie mit dem J1. Oktober erbffum zu können.

ANusland.

Wien, 2. Juni. Offiz'öse Kreise tragen eine leise Ber⸗
stimmang gegen Rußland zur Schau, weil dieses angeblich bereits
die Unadhängigleit Kumäniens garantirt habe und weil durch so
einseitiges Vorgehen in dieser Weise, welche die schließliche Eatscheidurg
der Mächte im Vorhinein binde, die Inierressen Oesterreichs und der
Donau gefährdet erschienen. (Wird wohl so böse nicht gemeint sein.
In Oesterreich beuzt man sich stets den bollzogenen Thalsachen.)

Wien, 8. Juni. Die „Montagsrevue? ist in der Lag⸗,
den Gerüchten von österreichischen Militäärausstellungen auf dag Gedt.
schiedenste zu widersprechen.

Budapest, 2, Juni. Dir Pester Lloyd bestätigt, daß der
Grenz; Kordon gegen Serbien und Rumaänien hin verstärkt worden
sei, ohne daß eine Mobilciachung verfügt wucde. Auch die Pester
Blaͤtter legen Gewicht auf die Gerüchte, welche russische Friedens—
bestrezungen signalisirten. Dieselben werden zurückzeführt auf russische
Versuche, größere Lieferungsabschlüfs rückgängig zu machen.

Paris, 1. Juni. Beim Empfang einer Studenten⸗Depu⸗
iation eroͤrter:e gestern Gamb⸗tta die Edenkualität, daß für den
Fall, daß Marschall Rac Mahon zurücktreten sollte, Thiers als
Caudidat für das Amt des Vräsidenten der Republik aufgestellt
würde. (T. N.)

Paris, 2. Juni. Ver Pträsident des hiesigen Munizipal⸗
raths, Bonnet Duverdier, ist in der Nacht von gestern zu heute
verhaftet; man erwartet die Auflösung des Munszipalraths; selt
jame Gerüchte durchlaufen die Stadt.

London, 2. Juni. Die „Times“ melden: Sobald Serbien
den Krieg beginnt, oder rumenische Truppen die Donau überschreiten,
wütde O sterreich die Donau⸗Fürstenthümer besetzen. Der Czar
wünsche den Frieden und würde sich nach dem ersten russischen
Siege dazu bereit finden lessen. Eine neuͤe an England gerichtete
Rote Gortschaloff3 spreche sich gleichsals dahin aus
Bukarest, 1. Juni. Mehrere russische Moni'ors ver⸗
uchten heute Nacht die Einfahrt in die Donau bei Sulina zu
orciren, wurden aber nach einem achtstürdigen Geschützkampfe mit
inlischen Monitors und Strandbatlerieen zurückzewiesen.

Aus Rumaänien iungst zurückgekommene Pertsonen er—⸗
hlen, daß die Ueberschwemimungen on der Donau so droße Ver—
erungen angerichtet haben, daß von einer eigentlichen Action der
Rossen bor Ende Junj kaum die Ride san r

— M

—
Petersburg, 1. Juni. Die W'edereinnahme von Arda⸗
han durch die Türken ist und bleibt erlogen, es liegen bestimmie
Anzeichen vor, daß das offisielle an die Botschaft abgesandte iürlische
Telegramen „Ardahas sei genommen“ in die Weif gesandtiwuede,
ohne daß vom Kriegsschauplatz irgend eine Nachricht hierüber
angelangt war.

Vermiscqhtes.

tBruchmühlbach, 81. Mai. Gestern Nachmiitag 28
Uhr kam über die Gemeinden Mühlbach und Hauptstuhl-ein so
tarker Hagelschlag, daß sämmktliche Kornfeider, welche in üppigfter
Bracht stauden;, sotal: darn'eder geschlagen wurden Issdaß die Be⸗
vohner nicht wissen, woher ihr Brod furs nächste Jahr nhmen.
Zum erstenmale hatten die Bewohner beider Gemeinden das Ungtück,
eit zweie Mexnschengedenken so Etwas zu erleben. Es wäre daher
cecht. erwünscht, wenn diekgl, Negierung diesen Gemeinden mit
Unttrstützung entgegenkäme. P gtg

Aus Speyer, 2. Juni Aschteibt die Speugig⸗:
Bestern Vormittag war die Frau eines hiefigen Einwohners in der
Waschtüche beschäftigt. Ihr Iio jähriges Rochterchen hnen Fich
um sie herum. Wohrend einer nur secundenlangen Abwesenheit
der Mutter stürzte das Kind in einen mit Wasser gefüllien Zuder.
Als die Mutter zurückkehrte, fand sie eine Leiche. Das Kind war
in dem Wasser erst'cit.

r7München, 2. Juni. Vom Güterzug (ohne Befhrderung)
Nr. 741 sind in der vergangenen Nacht bei Oberndorf (ber Immen⸗
tadt) 9 Güter wägen abgerissen, fuhren mit immenser Zahrgeschwindig⸗
eit durch die Siation Waltenhofen nach Kempten zurück, zertruͤm⸗
nmerten in Kempien die Mauer des Sachbahnhofes und fieien fast
alle in den Stadtgraben, bezie hungewe se an die unten vorüber⸗
ührende Straße, so daß die Ladung der Wägen; Wein, Getreide
. umherliegt und einen wilden Chaos von Trümmern, untermischt
nit Holzspluͤtern, bildet. Der Wagenwärter blieb undersehrt (der⸗
elbe fsoll geschlafen haben). Die Wagen sind sämmtlich defekt.

F Mainz, 30. Pai. Wegen der Erzesse am diesjährigen
aisersgeburtstage sind 18 Militärpersonen zu Festungsstrafe der⸗
urtheilt und sofort nach Ehrenbreitstein, resp. Erfurt abgefuͤhrt worden.

fIn Berlin starb ein sechs Monn alles Kind plötzlich
beim Durchstechen der Ohrlaͤppchen, nach Ansicht des herbeigerufenen
Arztes am Stimmritzenkrampf.

fBitsch, 30. Mai. Der Verlheidiger von Bitsch, Oberst⸗
ieutenant Bouequet, ist am 6. Mai in —
Farmaux, kaum 58 Jahre alt, gestorben.

Paris, 2. Juni. In dem Erbreßzuge, der in der⸗
zangener Nacht von Calais nach Paris ging, wurde ein großer
Betrag — angeblich 6 Millionen — ilalienischer, ägyptischer und
iaderweitiger Werthpipiere, die von einigen Londoner Bankhäusern
in verschiedene Pariser Häuser gesandt wurden, gestohlen.

F In Rocdford Gllinois in Amerike) hal sich unlangst ein
nisetzliches Unglück ereignet. Die Kuppel des kuum bollendeten
Rathhauses stürtte plößlich ein und begrub 25 Personen unter ihren
Trümmern, von welchen 12 getödtet, die andern gefährlich der—

wundet sind.

—ñ ——

XXX

st die in der heutigen Nummer unscrer Zeitung sich befindende Glücks-
Anzeige von Samuel Heckscher sent in Hamburg. Dieses Haus hat ich
lurch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in de—
Imgegend gewonnenen Betrüge einen dermassen guten kuf erworben,
lass wir Jeden auk dessen heutiges Tuscet schon an dieser Stelle kuf.
merksam machen.

oFie in unserem heutigen *sane besin dsiche Gewinn·¶ MHeilung det
Herrn Laz. Sams. Cohn in Hamburg ist ganz besonders zu beachten.
Dieses weltbekannte Geschäft besteht weit über 80 Jahre und hat den bei
him Betheiligten schon die groͤßten Hauptgewinne von Mack 860,000,
270,000, 216,000, 225, 000, 83000 I80.000, 156,000, ostmals 152 000
180,000, 90, 000, jehtr häufig 78,000, 60,000, 48,000, 400006, 36,0900, a,
c. ic.. am 16. Mai dieses Jahres schon wieber den glücklichen Gewinnern
        <pb n="292" />
        im Koönigreich Bayern die große Prͤmie von 252,400 Mark und vor Kurzem
benfalls die große Prämie von 246,000 Mark ausbezahlt, wodurch viele
Leute zu reichen Capitalisten geworden sind. Es sind nun wie der für einen
lleinen Einsaß große Capitalien zu gewinnen bis zu ev. 875,000 M. Auch
dezahlt dieses Haus durch seine welverbreiteten Verbindungen die Gewinne

Bekanntmachung.
Die Verifikalion der Maße,
Bewichte und Waagen wird dieses
Jahr vorgerommen werden, wie
olgt::
Mittwoch, den 6. und Don⸗
nerstag den 7. Juni für die
VSewerbetreibenden im 1. Viertel.
Freitag, den 8. und Samstag!
den 9. Juni, für die im 2.1
Viertel.
Montag, den 11. bis ir clusive
Donnersstag, den 14. Juni, für
die im 3. Viertel.
Freitag, den 15. uad Sams⸗
ag den 16. Juni für diejenigen
des 4. Viertels und I
Montag, den 18. Juni zu l vermiethen
Schnappbach. * eire Vohnung, bestehend in 1
St. Ingbert, 4. Juni 1877. Zimmer, Küch“, Keller u. Speicher
Das Polizeitommissariat! bis Juli beziehbar.
Eckerlein. Jakob Hooß im Steinbruch.

Best Lͤa Emmenthaler
⸗ * *
Schweizerkäse
mpfiehli J. Friedrich.
Wiederaufleben der gesunkenen
Lebenskräfte.
Gute Verdauung, starke
Nerven, häfltige Lungen,
reines Blut, gesunde Nieren
und Leber, regelmäßige Haut
unct onen, Befreiung von
allen Leiden. Das große
rankenbuch „Der Tempel
der Gesundheit“ ist für 1
M. voun E. Schlesinger,
Berlin S., Neue Jakobstr. 6
in beziehen.

Gluck und Segen bei Seoyn!
bewährte sich wiederum ganz ——— denn jetzt, am 16.
Nai, wurde schon wieder laut amtticher Ziehungsliste, bei
nir gewonnen und den glücklichen Gewinnern im Konigreich
Bayern von mir ausbezahlt: V

Hae grosso Loos, namlioh dio grosse Pràmio von
252,400 Mark auf No. 3183,
und erst vor Kurzen 35334
das grosse Loos, nemlich dio grosss Prämie von
246,000 Mark auf No. 456.
Ueberhaupt habe ich in dem letzten Jahre den bei mir Betheiligten
die Summe von weit über F
Prlillion Mark,
und in kurzen Zeiträumen außer zahlreichen sonstigen großen Hauptge⸗
vinnen folgende große Prämien meinen Interessenten laut amnitlichen
Ziehungslisien baar ausbezahlt Mark
öαα ο αο 2ν· ο, 182, 000, 180.000
36000, eh 132, 000, 156, 000, 120 000 2. *
hodurch ieine Firma mit Recht überall alsßs die
evyr⸗ 2*
Allerglücklichsle
—XR J
Die vom Staate Hamburg garantirte und interefsante große Geld—
otterie, in welcher die Gewinne im Ganzen F
aiber7 Mill. 470,000 Mk. deutsche Reichsmünze
eiragen, enthält nur 79, 500 Loose und werden in wenigen Monaten
a 7Abtheilungen im Ganzen 2, o00 Geldgewinne sicher gewonnen
aämlich: J großer Haupt⸗ Gewinu und Prämie ev. 375,000
ecie M 230, 000. 125,6000, 80. 000, 60, 00
öν,iοο, 80000, 25, 00 pete Gewiune von
20,000, 15,000, 12,000, 10,000, 6000, 5000,
(ooo. 2460, 2000, 1500, 1200 20 *.
Die Gewinnziehung der 1. Abtheilung ist amtlich auf den
13. und 14. Juni d. J.
zestgestellt, zu welcher
Ein ganzes Original⸗Loos nur 6 M.
Ein ßarße Original-Loos nur 8 M.
Ein ertei Briginat Loos nur 1M. 30 Pfs.
ostet. Diese mit Staatswappen verfehenen Original-Loose
eude ich gegen Einsendung des, Betrages oder gegen Postvorschuß
elbst nach den entferntesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
ofott zu, Ebenso erfolgen die amiliche Gewinnliste und die Ge⸗
pinngeider sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig
en prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin⸗
ungen udberall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnort
—
Jede Bestellung auf diese Original⸗Loose kann
ẽan auch einfach auf eine Posteinzahlung skarte
Vn
in Hamburg.
nuvbe Gomoptoir. Bank umß Mechsel⸗æGGeĩchnit

in jedem Orte aus. Da durch die getroffene großartige Einrichtung in Ver⸗
mehrung'und Vergrößerung der Gewinne eine große Betheiligung zu erwarten
st, möge man dem Glücke die Hand bieten und sich vertrauensvoll an die
Firma Laz. Sams. Cohn in Hamburg wenden, bei der man gewifsen⸗
Faft und prompt bedient wird.“

Vine RBlume
auf das Grab vou

Fy. Emma Ehr-

—XI

Pine weisse Rosenblüthe

Warf die Lieb' in Deine Gruft
schlummere, wie von Huld and Güte
Lingewiegt, in ihrem Duft!
die verwes' auf Deinem Herzen,

Ruhig, wio Dein Aug' entschliet,

Als cin Engel Dich den Sehmerzen

Deiner letzten Stund' entrief.

Weihend senkten sich die Blüthen-
kronen

Vie von einer weichen Himmelsluft
geküsst,

—Ja des Himmels Mild und Priede
wohnen

Da, wo Du der Bngel Unschuld bist.

8t. Iugbert, don 4. Juni 1877.

Rubig schlummere Deine Hülle,
Ind aio Sommerluft des Thals
Wehe leiser um die Stille
Deines frühen Todtenmals.

Cineo junge Lerche sechwinge,
Wenn der Lenz dies Thal berzieht
Sich von Deiner Gruft und singe
Dir ein Auferstehungslied.
ztrebt zu höherm Lebenstriebe
Aueh dio Blumenseele fort:

6, dann spricht ein Pfand der Liebe
Noch zu Dir oin holdes Wort,

4
3

Wiesen- und MIe Drute-
Verpachtung.
Montag, 11. Juni, Morgens 9 Uhr zu Aßweiler
laßt Peter Rinck von da, die Erute auf 24 Morgen 1. Qual. Wiesen
xnd Kleeäckern in verschiedenen Loosen durch kgl. Notar Wiest
in Blieskastel auf Credit versteigern.

— B —— — — —

Uamunpt-Gtew ĩ n

ie Geinne
rarantirt der Staat.
Prste Zichung:
IS. u. 14. Iumi.
Einladung zur Betheiligung an die
Gewinn⸗Ohanden
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-
Lotterie, in welcher ũber
—3 *
iĩlI. 470, 00 FHaris
sicher gewonnen werden müssen.

Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld-Lotterie, welehe plange-
mãss nur 79, 500 Gewinne enthalt, sind folgende: nümlich 1 Gewinn ev.
375, 000 Mark, speciell Mark 250,000, 126,000, 80,000,
60,000, 50,000, 40 000, 86,000, 4 mal 30,000 und
25,000, 4 mal 20,000, 28 mal 15,000, 12,000 und
101000. 23 mal 8000 und 6000, 56 mal 5000 und 4000,
206 mal 2500, 2400 u. 2000, 415 mal 1500, 1200 u. 1000,
I358 mal 500. 300 und 250, 25061 mal 200, 150, 188, 124
und 120, 14839 mal 94, 67, 55, 50, 40 und 20 Mark
d kommen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur
sicheren Pntscheidung.

Die er ste Gewinnziehung ist amt Ilich auf den

1I3. und IJ. Jumẽ d. J.

festgestellt, und kostet hierzu

das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das dalbe Originalloos nur 3 Reichsmark,

das viertel Originalloos nur 193 Reichsmark,
and werden diese vomm Stanate garantirten Original-
LDose (keins verbotenen Promessen) gegen sranlcirte Fin⸗
sendung des Betrages oder gegen PoOSstvorsehuss
ibet naek den entrerntesten Getenden von mir ver-
dt.

Jeder der Betheiligten erhält von mir neben setnem Original·
oose aueh den mit dem Staatswappen versehenen Origina- Plan
gratis und nach stattgehabter Ziehung so fort die amtliche
ehungsliste unnusgesfordert zugesandt.

Die Auszallung und Versendung der Gewinngelder
erfolgt von mir direet an die Interessenten Promit und
unter sStrengster Vverschwiegenheit.

, ι—uug rann man einfach anf eine Post-

einzahlungskarte machen.

d. nan wencde sieh daher mit den Auftrügen
rer—ranensoll XR

damuel Heokschey sen.“
tanquier und Wechsel-Comptoir in HUIäamhurg.
——— — — — — — — 7—
Ii Iind eiag von F. Xx. Temeß in St Ingbert.
        <pb n="293" />
        22* 22 * * u

557 33 533 53 5833 553585 32355 3338383 3232 5., 52 53832

2028 53 55 — I5 3 53 5 5582 5 65—5 5335—82

723 73.33 5338 573 375823 553 5——3338378
. — 2 — — * — —

255 625383 53 585 s5s ss85 53—5 32323

2 7 2 ——— — *22 — 2282 —* —2 * —

J 253552358 25 52532323 — *2 52* 52 23580 5—5358
— —— — — 283235563 55 — —57535 *5532223328
s33 533358357 5537383*—743 2535 — ——
8 * 2 —
z55 5— ——323. 3—2332 ——38255 53 6 3
—*EI58 75 8 7 2. 5 3 89 —51325 2232 2553
D237* —V 206 2 2* —72368 3*5 z23832 5 ⸗

* 2 233 755 —— 83 — — ——
582 7585B5S5E — — —— 2238 —5 — 2 8 222 2* 5352 z28223
25535 *5258 22385— 533555 556 2223
3 553735225 533 33s5*28—338 335333 6533 33335*
2 88 4
535853353533—55 55 5—5 533385558—55535358 558 8— 5552338
— —— —B——582 55333 —“ .— —22235835
555333 Ez2522 2222 — — 32333332828 —
— ẽ 25—3z—353 25275 — ————— 555562F 8117 72 8332353533532
38860 — 2335783 5325 — — 2352*228
2 8 —A 325 — 5** 2 2 — 2* 53253 552322232 25
—— 582 — 5 5*2 53 — 2 A —e .. 22 222E32 7—*582
533333557 28 2 53333—83335853 223 35 37353

2 — 22 — *2 —— A — * 53
5 338 EAM TA S 22385533. 55 25 83 —A—— — 555253865
—— ——— 24 —4223 25022 S 32052* m„ mSm —
— 3—3 ——5c8 263 —
— t 2 2 — — —2— *
—22532 2T5737 58*27— —— —23 ——833838 —2335335532
55585 — — ——5 222 52 — —
333 —353—338 333—
A —A———— *3885 ——533033333— 53 2385 *
—— 22 2 F 2 — 7 2 *
55 58 —5— 5 wEBο —5—82383
— —
e 2 2

5 2—2 52334 —23—35522322* ——

—38 — ⁊ —— * — 8 —*

— 333—3 333533535 5355356856

2 * 52—3— ——5 —3— 3833523535 —55323535533 2
2 e2 5754 — — *222 k—* — 8 2 58 2 —

85 — —— —————

* —2 2 —

—AV —A A s52283285æ0 —83
S z25—3—2—25223 *583235327 3882* — ——

5* 2 7 —
5—2 2228553 55 ————— — ——
—53 — X 2 3E57 S 88 —A 58 22237 8
2* —252 —A 228 —A— S 2 * 2532382—
323 2 5552 —A— — 31535335353532
3 2 — — — 25 * — 2

35 2335538333 3 3523 255 5552583
8 8222 *

33 3 3 3338

— — 3 2 * 23 325358
X * 6 — 2 —— 22 2 — 25225 555 — *

28 * — —3 2 2* 753233
7 —A — — r 2 2 —— — 3* — * 22 — 5
2 33333 8 334337333.3*
3 3 ü33 33325
—8 5 — — * 22 2* 222558 8 2 78 2 585 uge
55 55257 2 ————53* —3323522* —
— 32 — 22 265 60 8 825 2 2* * — —
—2 6 23255., 7——5—2532 c.2 —A — 52532833 753255
S22 S — —; — — — 85 3 — 23223 F 55

82 7 V * ẽ 2 8
5* —c6 —282335323222 0 03.535 2323583555 *3 389
——30 — 2338 5* —53 5—53——3325 — 555* 33235235 85
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2 7 2 3 52 —A — 8cc* ⁊ — E Ek—2225 8
2g 383382 A—
* — — 8 cc 2 3 532
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33 5 5 56 5558 * 38 — 3 —
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—⏑ 3 — —5

222 A— 22 2232
* —2 — 2 2 22 53 —3 5—* 3 522
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— 232 2353 55 5 —A — — * * — 2 222225 22
285 333353 253 853835 32 5—8 838*x 5* 1. —
*2725 55s33324 553 35533 53723 — 52 5—5337—2 58 2238 238
*2* 5—32 25 5— 37584 * —522338 5 —
* * —8 * — 652 8
s 558 53337238575 —333557353 3—3 53833583 627 5573 35
—2 — * * ⸗ — 22222 — 3 * * 8 S*
— 225 55 O — 3 — — * 22 22828 * 2 — * 0
5z55 6—— 5, 33 —— z2 —233323 2338 223
— .* * p
255 552—* 33———2 2 33555—385 3872355 5557
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53255 2835353 . 5 3—— —3 —5— —3 5352 3 —A —
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357—2513838538 3z33533— 83285 — 53222357 Ä33303
——225 55225 *2553 5 —3535575553 — —A ———— 525 ñ 22
— ——— 52 532333235 335 23235338 —233323 —
3 335 33353353 328
2512 —* *8 2 —5225 2 78 —A * S — 552 8 i
53833355 83333335 555 3337 A 25628383 535
3 *
s 253 —353 —3 —325655 —3—2 2—. 5 — 33
—A —32533 5*—— —5585 — — z225 53
3583—0 ——323 ——— 38
35355 25 —F 533—3 — 38533378 3 —553 3528 532. 23
k2—3322 — 2—3— 5835—224 8 8* 335 * Z2023
*»55282—33023335 — 552 3283 — 5 333358328 ———
äs — 333 33833838
22 35 758 — —— .—. 60 0 55
22 2 2 522 7 2* 5 — * 2 2 —* 2—* —
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— 232358
22 25 3238 35
32 23 28232 3 1385326
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2833*3 333 — 2555 — 55357 * —
7 333 5525 * 2365235
2 —2 * 2 — Z 3— 7 —
—A * 3288533 8s355 526 —J—
3* 333828 3 *5 — * : 2 5325 55
23 33 2 554 2 2 438633 —— 338638 358
255223 3* 525 * 3465 3533755 8 553523, 555 *
2.* 23325 228 556 F 3 384 . 3 — 22*
* *602* 542 — 33* 257 * — A — * 5538 *383 2 22
c 3325333535 533 2533 28 255* 238.7 233323
282 224 8 2853.. 25 3 — — 20* —558 355337—
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        Si. Ingberler Anzeiger.

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er St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirtet Bei—

iage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

1Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Ausmärts mit 15 Pf;z. für die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfa. pro Zeile berechnet.
M 8ST. * —E den 7. Juni 1877.
Deutsches Reio.

Darmstadt, 5. Juni. Die, Darmst. Ztg.“ meldet, daß
sich das Befinden des Großherzogzs seit gestern verschlimmert hat
und der Krauke in Folge des hohen Schwächezustandes zu Bette liegt.

NHusland.

Der kürzlich verhaflete Päsident des Pariser Gemeinderaths
Bounet-Duverdier steht unter der Anklage, den Präsidenten der
Republik geschmäht und die in der Versammlung zu St. Denis
Anwesenden zum Bürgerkriege aufgereizt zu haben. Der „Bien
publie“, welcher Herin Bonne'-Duverdier (einen 1848e5 Rad'calen,
oon Haus aus Arzt und während des Kaiserrcichs auf der Insel
Jerfey in der Verbannung lebend) zu seinen Mitarbeitern zählt,
»emeitt: „Die Regierung braucht ein rothes Gespenst Ohne ro hes
Gespenst kann man keinen Druck auf die Wahlen üben. So fabri⸗
rirte sig das zweste Kaiserreich aus cinigen Prrasen und dem so—
zgenanuten Complott von Blois ein rothes Gespenst für das Plebiscit
vom 8. Mai 1870. Herr Bonnet-Tuverdier, sazte man sich,
wird ein prächtiges roches Gespenst abgeben; die Wahlagenten
hrauchen dann nur zu sagen: Ihx seht, Paris ist noch immer die
Tommune; wenn da nicht eine Hard von Eisen herrschte, dann si
Alles verloren! Aber diese Mittel sind jeßt gründlich abzenützt.
Die Bauern lassen sich nicht mehr so leicht durch die Vrohungen
der Beamten einschüchtern. Das rothe Gespenst, min dem man sie
schreckte, haben sie uie zu Gesicht bekommen, wohl aber und ganz
eibhaftig die Preußen. Dies hat sie skeptisch gemacht; fie trauen
nicht mehr den Leuten, die sich ihnen als Relter aufdrängen; sie
nmollen stimmen, wie sie es verstehen und nicht nach dem Befehl
der Gendarmen und Pfarrer.

London, 4. Juni. Daily Telegraph meldet, daß am ver⸗
zangenen Donnerstag 4000 Cirkassische Recker unter Mussa durch
ein russisches Corps bei Beklialimed umzingelt und aufgerieben
wurden, nur 200 entkamen; Mussa selbst wird vermißt. Mukhtar
zat dadurch fast seine ganze Cavallerie eingebüßt; sein Haup!quartier
ist gegenwärtig in Zivin. Die Russen stehen bei Olti.

London, 4. Juni. Mussa's Bernichtung wird durch den
„Standard“ bestängt; darnach überschritten die Russen die Kauly—
derge und nähern sich Oiti; eine andere Kolonne von 5000 Mann
avancirt von Hassankale gegen Erzerum.

Ein Telegramm des Obercommandirenden der Donau-Armee
meldet: Alles steht, gut. Gestern haben die Türken Kalafat ver—⸗
geblich bombardirt. Heute wurde an der ganzen Donau entlang ein
pereiuzeltes Geschützfeuer unterhalten. Bei Rustschuk werden große
Bewegungen dis Fe'ndes beobachtet. Bei Nitopoli errichten die
Türken neue Batlerien. — Die rumänischen Bahnen sind sammt⸗
lich wieder beir ebsfähig.

Cettinje, 5. Juni. Seit heute früh sind die Montene—
zißer mit den Türken im Kampf Die Türken sind dis Kutosen⸗—
at zurückgedrängt und verloren 300 Mann. Der Verlust der
Montenegriner ist noch nicht festgestellt.
XCX
Jermischtes.

Landau, 4. Juni. Im Walde von Niederhochstadt
ereignete sich am Samstag Abend ein trauriger Unglücksfall, über
den uns folgende Mitthe lung gemacht wird: Der Pächter der
doctigen Jagd, Wirth Schunk von Niederhechstadt, befaad sich an
enem Abend geren halb 9 Uhr auf dem Anstand am Saume des
Niederhochstadter Waidez. In einiger Entfernung war der 66 Jahre
alte Tagner Joh, Adam Preßler mit Schneiden von Weiden be⸗
chaäftigt. Schuͤnt glaubte zu sehen, daß dicser ein Gewehr auf ihn
anlegte und schoß in Folge dessen seinen Schrotlauf Jauf Preßler
ab, (Nach einer andern Version habe Schunk überhaupt nur in
den Büschen etwas sich bewegen gesehen und ohne Weites darauf
zefeuert. Es scheint dies auch wahrscheinlicher, da Preßler kein
Gewehr bei sich Jatte uud Schunk uns von verschiedenen Seilen
als ein etwas unvorsichtiger Schütze geschilderi wird.) Preßler er⸗
dielt die ganze Laduang in's Geficht, beide Augen wurden ihm aus⸗

geschossen und ist derselbe gestern Nachmittag seinen Wunden erlegen.
Schunck hatte unverzeihlichet Weise von dem Vorfall keine: Anzeige
gemacht und so blieb der arme Verwundete die Nacht über liegen,
bis er Morgens aufgesunden wurde. Schunk hat sich dem Gerichte gesiellt.
Redactivn veroriraritie 7
IIXX
st dio in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich befindende Glücks-
Anzeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sich
lurech seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermasgen guten Ruf ęrworben,
lass wir Jeden auf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle 4uf
merksam machen
in anserem heutigen Alatie besinduiche Gewinn⸗ilugeunung der
derrn Laz. Sams. Cohn in Hamburg ist ganz besonders zu heachten.
Dieses weitbekannte Geschäft besteht weit über 80 Jahre und hat den bei
hm Betheiligten schon die größlen Hauptgewinne von Mark' 360,000,
70,000, 246, 000, 325,000, 188 000 180,000, 156,000, ostmals 152,000
0.000, 90,000, sehr häufig 78.6000. 60, 000, 48, 000, 40 000. 86. 000,
c. ꝛc., am 16. Mai dieses Jahres schon wieder den glücklichen Gewinnern
m Königreich Bayern die große Prämie von 252,400 Mark und vor Kurzem
benfalls die große Prämie von 246,000 Mark ausbezahlt, wodurch viele
dente zu reichen Capitalisten geworden sind. Es sind nuͤn wie der fur einen
leinen Einsatz große Capitalien zu gewinnen bis zu eb. 875,000 M. Auch
ezahlt dieses Haus durch seine weitverbreiteten Verbindungen die Gewinne
n jedem Orte aus. Da durch die getroffene großartige Einrichtung in Ver⸗
nehrung und Vergrößerung der Gewinne eine große Betheiligung zu erwarien
st, möge man dem Glücke die Hand bieten und sich vertraäͤuensvoll an die
Firma Laz. Sams. Cohn in Hamburg wenden, bei der man gewissen
haft und prompt bedient wird.“
Gewinnliste
der Verloosung der Gewerbe⸗-Ausstellung in St. Ingbert
am 6. Juni 1877.
Nr.

35 ein Stuhl. JNr. 1184 ein Gummibaum.
67 ein Nahkistchen. 1189 ein Schweizerhaus.
84 eine Pfeife. 1280 zwei Blumenstöcke.
93 ein Kochapparat. 1351 eine Pferdedecke.
98 ein Zuber. 1387 ein Stricklörbchen.
113 ein handbe'l. 1582 ein Stock.
151 ein Stuhl. 1584 ein Stock.
167 ein Wörterbuch. 15886 e'n Messer.
172 zwei Flaschen Rum. 1604 ein Stahl.
178 zwei Blumenssöcke. 1698 ein Bügeleisen.
215 ein Taufkleidchen. 1707 ein Kistchen Cigarren.
250 ein Stuhl. 1768 ein Schweizerhaus.
293 ein Paar Handschuhe. 1779 ein Sopha, ein Sessel,
387 eine Pfeife. ein Auszugstisch.
113 eine Garienscheere. 1821 ein Trockengestell.
132 eine Koppe. G1862 ein Cigarrentisch.
434 ein Zuber. 1884 ein do.
179 ein Schreibbuch. 1988 ein Nähkistchen.
521 ein groß. u. Ukl. Licht 2021 ein Schrtibbuch.
589 eine Pfeife. 2040 ein Bügtleisen.
384 ein Taschenmesser. 2238 ein Kistchen Cigarren.
708 ein Kistchen Cigarren. 2252 tin Cdiffonier.
784 ein Handkeil. 2282 ein Trodengestell.
305 ein Teller und ein 2313 eine Kappe.
Peefferstreuer. 2341 ein Trocdenzestell.
822 ein Leuchter. 2435 ein Fußsack.
337 eine Pfeife. 2486 eine Kappe.
389 ein Deckelglaz. 2573 ein Butterfaß.
988 ein Trockengest ll. 2645 ein Kaffeebrenner.
999 ein Stuhl. 2698 ein Taschenmesser.
1006 eia Gummibaum. 2738 ein Kistchen Cigarren.
1024 ein Gummibaum. 2895 ein Stock.
1051 ein Stuhl. „2829 eix Medaillon.
1113 zwei Löffel. „28346 cine Brieftasche.
1120 ein Gummibaum. 28960 eine Waschleine.
1151 ein Schlachten-Album „29099 ein Uhrenhalter.

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        Vr. 3017 ein Trockengestell. Nr. 4128 ein Kistchen Cigarren
3107 eine Waschleine. 1195 eine Waschleine.
3117 ein Kistchen Cigarren. 1249 eine Pferdedecke.
3136 ein Kochapparat. 4283 ein Naͤhtischchen.
3170 ein Stock. 1295 ein Fußieppich
3172 ein Leuchter. 1300 ein Kaleidoscop
3248 eine Axt.. 1312 ein Taschenmesser
3271 eine Mappe. 4314 ein Handbeil
3313 ein großes und ein 13185 ein Taschenmesser

tleines Licht. 1322 ein Frauenhut
3313 ein Kistchen Cigarren. 1348 eine Pfife
3340 eine Pftife. 1352 ein Kindeikleidchen
3373 ein Pfeilerschränkchen. 4356 ein Etagere
3398 ein Strickkoͤrbchen. 4367 ein Cigarrentisch
3412 ein Kochbuch. 1374 ein Dutzend Löffel
3429 ein Bügeleisen. 1380 zwei Serviettenring
3466 ein Pflug. 1383 ein Taschenmesser
3494 ein Taschenmesser. 1398 ein gehäkeltes Knder⸗
3567 ein Handbeil. kleidchen
3574 ein Taschenmesser. 4514 zwei Flaschen Pfeffer⸗
3396 ein Garderobehalter. münze
36085 ein Stuhl. 1526 eine Pfeife
3654 eine Pfeife. 4554 eine Naqtuhr
3665 ein Trockengestell. 4575 ein Stock
3711 eine Waschleine. 4614 ein Taschenmesser
3712 eine Kappe. 4618 ein do.
3727 eine Waschleine. 1656 ein do.
3798 ein Garderobehalter. 4703 ein Dengelhammer u.
3810 ein Paar Handschuhe. Stock
3847 ein Taschenmesser. zwei Flaschen Doppel⸗
8862 ein Chaise-longue. lümmel
3893 ein Taschenmesser. 47385 ein Bücherschrank
4069 eine Kappe. 1739 eine Waschleine
1094 zwei Flaschen Magen 4791 eine Gartenscheere

bittet. 4828 ein Etagere
4104 ein Bügeleisen. 4875 ein Dedelglas
4106 ein Sdcreibzeug. 448989 ein HMuchen Cigarren
Ha up-Senn
ev..
875. 000 Mari.

Glüucks-
Anzeige.

Dĩe GCewinne
rarantirt der Staat.
PBrste Zichung:
IB. u. 14 Annß
— — —
Einladung zur Betheiligung an die
Gewinn-Ohancen
der vom Staate Hamburg garantirten grossen Geld-
Lotterie, in welcher ũber
7 MiII. 470, O060
sicher gewonnen werden muüssen.

Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld-Lotterio, welehe plange-
mãss nur 79, 500 Gewinne enthält, sind folgende: nämlichl Gewimnev.
375,000 Mark, speciell Mark 250,000, 125,000, 80,000,
60,000, 50,000, 40,000, 836,000, 4 mal 30,000 und
25,000, 4 mal 20, 000, 28 mal 185,090, 12,000 und
10, 000, 23 mal 8000 und 6000, 56 mal 5000 und 4000,
206 mal 2500, 2400 u. 2000, 415 mal 1500, 1200 u. 1000,
1358 wal 500, 300 und 250, 25061 mal 200, 150, 138. 124
und 120, 14839 mal 94, 67, 55, 50, 40 und 20 Mark
aund Kkommen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilangen zur
sicheren Entscheidung.

Die er azte Gewinnziehung ist 4mtlich auf den

I13. u IJ. Iunmo d. T.
festgestellt. und Kkostet hierzu
das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,
das balbe Originalloos nur 3 Keichsmark,
das viertel Originalloos nur IIis Reichsmark,
und werden diess vomm Stante garantirten Original-

LoOGOSEe (keine verbotenen Promessen) gegen frankirte Tim-
sondung des Betrages oder gegen Postvorschuss
selbst nach den entserntesten Gegendem von mir voer-
smndt.

Jeder der Betheiligten erhält von mir neben setnem Original-

Loose auch den mit dem Staatswappen versehenen Original Plan
gratis und nach stattgehabter Ziehung Sofort die amtliche
Zichungsliste Unnugefordert zugesandt.

Die Auszahlung und Versendung der Gewinngolder
erfolgt von mir direcet an die Interessenten Promt und
unter strengster verschwiegenheit.
Jcde BestelIung kann man einfach anf eins Post-

einzalalungskaarte machen.
y, Man wenéde sieh daher mit den Aufträügen
vertrauensvol Aan
ssamuel Hecescher sen.,
Banduier und Wechsel- Comptoir in ITIam hurg.
—— — — —1
Redaktion Druck und Vorlag yon

15 hiermit nochmals die
2
röffnun
meiner goguung in
empfehlende Erinnerung.
J. Grewenig Ww.
Alle Dieieni⸗
zen, welche For⸗
derungen an die
Ausstellung zu machen haben,
werden ersucht ihre Rechnungen
im Laufe dieser Woche bei Hrn
Hrch. Schmidt einzureichen.
Das Comite.
—AXX
wurde am 5. Juni eine Hunds
veit sche von der Paul'schen
Zegelhütte bis zum Hause von
Peter Weißgerber.

Der redliche Finder wird ge⸗
beten, solche in der Erxvedition
ds. Bl. gegen eine Belohnung
ibzugeben.

Zu vermiethen
ike Wohnung, bestehend in 1
Zimmer, Küche, Keller u. Speicher
is Juli beziehbar.
Rakob Sooß im Steinbruch

Eis
ist jeden Morgen zu haben bei
Rud. Munzinuger.
Heilbar
ist Trunkwahnsinn und zu be—
seitigen Trunkenheit mit und ohne
Wissen; glaubhafte Atteste stehen
mir zur Seite und leiste für den
Erfolg Garantie. Man
wende sich an Th. Lo-
netz Iy, Droguen⸗- u. Kraͤuter⸗
handlung in Grünberg in
Schlesien.

— Franeo· Verlangon
erhalt Jeder, welcher sich von
dem Werthe des illustrirten Buches:
Dr. Airy's Naturheilmethode (00.
Aufl.) überzeugen will, einen Anszug
daraus gratis und fraxuco zugefandt
von Kichter's Verlags· Anstalt in Leipzig.
Rein Kranker versäume, sich ben
Auszua kommen au lassen.

Glüuck und Begen bei Cohn!
bewährte sich wiederum ganz prrzugn denn jetzt, am 16.
Mai, wurde schon wieder laut amtlicher Ziehungsliste, bei
mir gewonnen und den glücklichen Gewinnern im Königreich
Bayern von mir ausbezahlt:

Das grosse Loos, namlioh dio grosso Prämie von

252,400 Mark auf No. 313.
ind erst vor Kurzem

das grostse Loos, nämlioh dis grosso Prämie von

246,000 Mark auf No. 456.
Ueberhaupt habe ich in dem letzten Jahre den bei mir Betbeiligater
die Summe von weit uͤber F
Aillion Mark,
und in kurzen Zeiträumen außer zahlreichen sonstigen großen Hauptge—
winnen folgende große Prämien meinen Interessenten laut amilicher
Ziehungslisten baar ausbezahlt: Mark
366,6000, 270 000 225,000, 182,000, 180, 000
156,000, haufis 162, 000, 150, 000, 120 000 .4
wodurch meine Firma mit Recht überall uls die
Allerglücklichste

vekannt ist.

Die vom Staate Hamburg garantirte und interessante große Geld—
Lotterie, in welcher die Gewinne im Ganzen
ber 7T Mill. a470,000 Mk. deutsche Reichsmünze
betragen, euthält nur 79, 500 Loose und werden in wenigen Monater
in 7 Abtheiluͤngen im Ganzen 42,000 Geldgewinnt sicher gewonnen,
nämlich: 1 großer Haupt-Gewinn und Prämie ev. 375,000
MRespeciell M 230, 000. 125,000, 806,006, 60, o00
0,000 ,40,000, 30,000, 25, 000 viele Gewinne von
20.000, 15,000, 12,000, 10,000, 600d6000

4000. 24600, 2000, 1500, 1200 .
Die Gewinnziehung der 1. Abtheilung ist amilich auf den
13. und 14. Juni d. J.
festgestellt, zu welcher
Ein ganzes Original-Loos nur 6 M.
Ein — Original-Loos nur 8 M.
Ein viertel Original-Loos nur 1M. 30 Pfg.
kostet. Diese mit Staatswappen versehenen Original⸗Loose
ende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschuß
elbst nach den entferntesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
ofort zu, Ebenso erfolgen die amtliche Gewinnliste und die Ge—
winngelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig
en prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin—
»ungen überall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnort
usßereblt erhalten.
Jede Bestellung auf diese Original⸗Loose kann
— auch einfach auf eine Posteinzahlung okarte
nachen.
Ramn
in Hamburg.
aii νοÊν. Ranf und Wechsel⸗Geschäft
—MPoemoetz in Snaqbert.
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        *

— —
— * 3
* x
z35z3833 285. 58323 5338
225258 53383833 z*82. 3 — 3583
822 * 32575 * 44
2255 8 —*—— 5 —A 52573535 8 —
22 2535335 —A » 25 5 55 s853855 — —
* 5 528 * 98 35 257 25588 2 *B8225 3223*88* 5 es· 253
5 85* sV5 83337* S 323753338 2282375 5 85572
22 * 82 D 5 —A 3 —8 58 8 — *83
5s8 385 7* 332855253 7235358 5 —
* —8R —— — — —* *2* 8 * 7
— 5 2 55 — 353253 5 —3 5853.5 52. ——2 5 Z * 2 ——
A *58 328 5233 355335 7 —
* * Ss 2 * —3— 2 — —
8 7 — — 84 —A —2 5 F 25558 2 8 *
38 — 52 8 3 —Âͥ s— 5 72 72 —A 7 5—225 — 0
o 8 2 8 * 8 22 2868 —A 2 S — —
85 — 5582338 —A— 25535328 — 7
5 *2 —— ——— — — 3532 — X
— 5 —A— 880 *—,583583575 52355 5278 52
— — 8— 2 3· —eA — 22 —— S ⸗ů 82 8 2 52238
54 — * 52* 8* 2 8* 2 —— — 232 2* — *
—— z38 J 328 358*
—A — 33 2833 53 * * 228 22 223* 35
58s5 537 25 33 2258 383 888
5222 2 23525 —A 3225 —— —A 255 55* 28
53 55 288 333333533 5280583 5355355 56 —F
⸗ 2 2 2 * * —B— * 25 22 — * — —XR — æ 2
—22 2 — * 7 555332327 — .5538 2 — —
—A s828 85533* —— 525323 32 55 2 23*
5 * 8 —* — 3*2838 3* — * — —A 725 2 * —
—— 2 2* Ss — — 2253227 5232552 —A W — 22 25
322 aw O S 2z 5—522 — — —8 — — — —A
*758 —x55 5 55535725323 55 3 z235255 5* 5228 O. —53823
—— —8 E F —A —— —5885333 52— ** —A ——
53 0 — 2 5828 5.5 — 225 2235 — 8 5
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22 — — — 3 —A— 3386 O 5526 55 275 5* D 6 58
7 25532325 5 25 8 522—2*2 2 26 —
—BB6 —56 55 552 525382357 22
zß 382835 533553556 *5
8 2 2 * n o — 2 22 —
—55 2 * *28 —5558* 25 55
—A — 6 35 5556535
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85 55
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—

35355 5* 555355553

— 529 8 5 A

25255 53*5385333,2 5 — 5355555 ẽ

——— —33883 —A 523 55
— 2 —2532242 2 533535 5358 2

—A —8353528 * 552 2 Ssñ —5
—A 00 —ãA S 32 —628 S 8 55
15 53 5— 28 32 52326 8 55838 8
— 2 73 58* —3 2 82 — — * — —38 — 8

8* — 22 382* — — ẽ
—V 22 — 8 — —* * J

— — — 522802 —3 2 2 7 23 88

* — * 55535237— — .„25 *5
5558 5— 33 3 3357 235 —W 55 288
23—* 7 7 — 2 E — —— — 9 25 * 78
537 55 M — 5338515 — —— 2358 —
8 533 —2553332 ————— 55 852322 53282 5* 8
—A —— 338322—335555 52 — 35838 58
5235 5 3433 ———— 5353835 32 275 s828 03—6
25333 — 533 7 —— ——— 35 ——
2 — —8 — 2 2 *

85337 2383 7253732 — — s 325 5*28 537838

223338 824 22352383 25528355232. 255383 „353 5655
2
—2 5 3 552 — .—52282 — 25 2 —2 3
573238 82 2353837 533* 752533 3352 * 58
—2575 — 5785 — 555235 —355 —538 *
— 8* — — 25 —25 5 8 — —3— 225
5253327c6 328538* 5527 ——238357 22 2222 233*
s85355 3— —— 257z723523 33323 2753835 527*
533533 25558 6 553 *I38
5235*25 282 S 8 ** — 55 52 S *

2 * — — — 2 —20 T 2 2 *
213330368360 sss** — 23328 5832 25*8
— 5 5*55 —— — O S 3532335355325 23887 33

55 4365553533533 5 33365338383 23588
— —3 235 552535
2 256688 ZSBGAZ 223582
2066858 5 55— —32332365338
—— 222 22
——— — 22*

8 *—2 22 ⸗4 24 z 2222 2
5— 55 85 —323 5— 5 3558 — 5— 2833553 3 3232 2838 828
* S —F 5228 — —5—352 2* 2 58 2
* * 5 555 82 53555 2 —A 5— 5V⏑3 —5835 83 — 55
* — — — 3 5552 5 84 —— * 23 2
35 — —2 —ERE 5 5*6 2 * 7 —— 22 — —E 7
2 — 242 233 33 *8 —3 2* 5 * —2 — 5.2 4
599 * —2 —22 2 223283* 535 23 23*
8 55 3 8 25 5 2 —B 2 — 5 55
añ 2 38 — 7 »3322— —8 8—5355528 325 22 —A
8 092 23 2 22583 —5 052 3 — 238 — 225 55 8
58224 33 32 *8 * 8 ẽ 8 — 228 225 ——20
2 —E : 653 758* J — — 222 8 —8 — 263 52 2 222* S2*
52 53505 — 82 — 355 * *2683— 3 255 33* *
822 753 338 —— — 88* —— 22 B —R
— —F 2 29 S 28 — * — — 58 * 25 — — 32 *5
—z555205 —5 53 5 2 —353588333 —25 555 3835717—
1 8 2*. 5 8 — — 8 5
55836—338 5333 —53853 83333553 5 8338 288 33
—222 52 23 28 — —* 8 —5354335235 — *22 123*22
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Eẽ * — 238 2 9 — ———— 832 ———— v2. 3 * c
2532 ——35 335— — ——2— ——3 —5——5— 222533*
— * —8 — — 2 — — 2223 — —2 25*56 — — *—257
53—5—5553833 52343333383 3383356 — AV— *44
5333—33 2553 3 33 13523
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3 5 27
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5855 * 323365833233 23 552 7
2282 — —— —
838575 323357553333. 3255 555
37
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—A — 5425 522 —
—— ——— 33536 2— 233 5
53 2335 3553275355 825352233
3 380 33 3
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der St. Ingberter Auzeiger und dee (2 mal wöchentlich) wit dem Haupiblatte verbundene Untertalkungsblatt, (Sonntagt mit illustrirter Seibn

age), erscheint woͤchentlich viermal? Dienstatz, Donnerstag, Samstag nud Sounutag Der Abonnemerntsepreis beträgt vierteljahtlich

Wark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswaärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Rauin, Neckamen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
88. Zamstag/⸗ den . Juni — atee 1877

Deutsches Reichh.

Mänchen, 8. Juni. Ob «der Kronprinz des deutschen
steiches auch im heurigen Spätsommer bayerische Truppen und
ventuell welche Abtheilung derselben inipiziren wird, darüberist
nis jetzt noch gar nichts destimmt und sind die desfallsigen Zeitungs⸗
aachrichten mindestens noch sehr verfrüht. — Man glaubt an⸗
jehmen zu dürfen, daß der bevorstehende Landtag nur 2, höchstens
3 Wochen beanspruchen wird. In der That wird es möglich sein,
n diesem Zeitraume den Mlitäretat zu erledigen, zumal es sich
a hiebei nicht um die Bewilligung des Gesammtbedarfs für die
Irmee handelt — derselbe ist im Reichsbudget festgesetzt —, viel⸗
mehr nur um die Feststellung und Genehmigung der einzelnen
Ftals innerhalb der von dem Reichsorgane für die bayerische Ar⸗
nee bestimmten Gesammtsumme. Nach Erledigung des Militär⸗
tats durch die Kammer wird die Verlagung desselbene bis gegen
Fade September bis zu dem Zeipunkte, wo die Vorlage des Bud⸗
gets für d'e nächste Firanzperiode zu gescheheen hat« erfolgen. —
der Stadtkommandant von München, Genecalmajor von Ysenburg,
jeht Mitte dieses Monats in Urlaub und wird die Führung der
Stadtkommandantur dem Generallieutenant Horadam, Inspekteur
her Remonte⸗Inspektion, interimistisch übertragen werden. — Die
elegraphische Mitiheilung eines Blattes, daß im Staatsministerium
det Aeußern dahier ein Wechsel bevorst he, wird als völl g unbe⸗
grürdet ertlärt.

—München, 5. Juni. Die vom Kriegsministerium für das
. Armeekorpẽ angeordnete Generalstabe ⸗Uehungsreise wurde ver⸗
chobek und fiudet erst nach den Truppen ;Uebungen unier Leitung
yes Generalstabs-Chefs genannten Korps, Herrn Oberstlieutenant
d. Angstwurm, statt. —

Berlhin, 6. Juni., Der russische Botschafter am großbri⸗
annischen Hofe, Graf Schuwaloff, ist gestern Abend hier einge⸗
roffen und reisst heute Mittag nach London weiter. Auh der Bot⸗
chafter v. Oubeil wird von Petersburg demnächst hier zuzückerwartet.

Ausftand.

Pari's, 6. Juni. Marschall Mac Mahon hat sich mit
einer Gemahlin nach dem Schlosse La Foret begeben.“ Die für
den 17. Juni beabsichtigte Revue der Pariser Garn'son soll ver⸗
choben werden, da durch das Zusammentreffen derselben mit der
Biederöffnung der Kammern die Befürchtung veranlaßt wurde, daß
Demonstrationen vorkommen könnten.

Paris, 6. Juni. Graf Hatzfeld ist hier eingetroffen. —
kin hier verbreitetes Gerücht, Gambetta sei nach Belgien abgereist,
im sich einer Gerichtsverfolgung wegen der Rede vom 2. d. an
zie Studentendeputat:on zu entziehen, entbehrt der Begründung.
Es heißt, Gambelta unterlasse auf Thiers Anrathen die beabsichtigte
Jaitationsreise.

Paris, 6. Juni. Ungeach!et der Haltung der legitim'stischen
Atgane wird die Majorität des Senats bestimmi für die Auflösung
otiren. Die Linke wird geheime Abstimmung verlangen.

London, 5. Jani. Im einer Depesche Lord Derby's an
)en britischen Botschafter in Paris, Lord Lyons, betreffend: den
jon Lesseps gemachten Vorschlag, den Suezcanal zu neutralisiren
heißt es: Die britifche Regierung brachte zut Kenntniß des russijchen
Botschafters, Grafen Schuwaloff. daß sie jeden Versuch, den Canal
u blockiren oder die Schifffahrt auf andere Weise zu hemmen, als
Drohung gegen die britsche Herrschaft in Ostindien und als eige
edeutende Benachtheiligung für den Welthandel ansehen würde.
Deshalb sei ein jeder Schriti der Art underträglich mit der Bei—
ehaltung der passiven Neutcalität von Seilen Englands. Eine
Jeiche Erklärung sei auch der Pforle und dem Khedive zugesiellt.
kngland fei fest entschlossen, nicht zu gestatten, dah der Canal der
Schauplatz von Kämpfen oder anderen Kriegboperalionen werde.
Dem Reuter'schen Bureau“ zufolge wären heule mehrere türkische
hanzerschiffe von Kreta nach Alexandrien abgesegelt, um den Trans⸗
yort des aͤgyptischen Contingents zu decken.

Lütfich, d. Juni. Der König ewpfing unter Anderen

n
J

Deputrte und den Provinzialrath. Er betonte dabei wiederholt die
schwierige Lage Belgiens. Die früheren Garanlieen des europäischea
Bleichgewichtz seien weggefgllen. Belgien müsse selbst seine Unab-
hängigkeit und seine Nationalität sichern, und sei die Regittung
daher genöthigt, aeue Kredite zu Vertheidigungszwecden zu verlangen,
Also Mehrausgaber für's Militär.) 75558
Brufsel, 6. Juni. Der „Moniteur belge“ schreibtez Es.
ei nicht Gebrauch, die Anlworten des Königs auf Ansprachen bei
fficielen Empfängen zu veröffentlichen. Die dem König vonnden,
Zeimngen zugeschriebenen Aeußerungen bei dem Feste in Lüttich seien
ingenau und unvollstaändig wiedergegeben. Der König habe thate
ächlich, ohne Beunruhigung an den Tag zu legen, sein festes Ver⸗
rauen ausgesprochen, daß Belgien die Schwierigkeiten der gegene
värtigen. industriellen Lage und andere eiwaige Schwieriglesten
nuthig überwinden werde.

Konstantinopel, 6. Juni. Tin Regierungstelegramm
nus Mostar, 5. Juni, meldet Gestern faud einerheblichet Zu⸗
ammenstoß in den Defileen von Krstac stalt. Die dottvers
chanzten Montenegriner einschließlich der Insurgenten der Herze⸗
zowina, ca. 16,000 NMann wurden von Suleiman Pafcha aus
hren Stellungen verdrängt und nach einem über sechs Stunden-
arernden Kampfe in die Flucht geschlagen und verfolgt..Die
Berluste des Feindes sind sehr beträchtlichh.

Aus Konstantinopel, 6. Juni, wird det Koͤln⸗ Zig.“
lelegraphirt: De Pforte hat an ihre Vertreter im Auslanden ein
stundschreiben versandt, welches heute den. Regierungen der Mächte
nitgetheilt werden soll. In demselben erheht he Einspruch gegen.
die Unabhängigkeitserklärung Rumäniens und belont, sie seloͤst habe
ederzeit Verträge, welche Rumãniens Stellung zu ihr regelten, an⸗
rlannt, Rumäniens Rechte und Priwvilegien geachtet; mit dem
Fürsten und seiner Regierung im besten Einvernehmen gestanden.
Selbst noch beim Veginnedes jetzigen Krieges mit Nußland habe
Fürst Karl von Kumänien erklärt, ex gedenle nicht, sein Verhalt⸗
niß zur Pfoite, wobei Rumänien sich wohl befinde und werde
eine Vafallenpflicht gegen die Pforte nach wie vor erfüllen. Dec Fürst
jabe sein Wort nicht gehalten. Rußland, das alle Ptovinzen und
Kasallenstaaten der Pforte aufgewiegelt, habe auch Rumänien zu dem
Schritte der Loesagung getrieben, gegen welche jetzt die Pfotte auj Grund
der bestehenden Verträge bei den Mächten auf das entschiedenste protestire.

Konstantinopel, 6. Juni. Ein Telegramm Suleiman
Pascha's meldet, daß von Gago aufgebrochene kürkische Truppen
ach erbittertem Kampfe gegen 6000 Montenegriner, welche derdutrt
vurden und beträchtliche Verluste erlitten, sich mehrerer montene—
rinischer Stellungen, namentlich der bedeutenden Befestigungen um
dristalie bemächtigten. — Eine Depesche des Kommandanten von
Zkutari Alifaib Pascha meldet gleichfalls die Einnahnie mehrerer
wontenegrinschen Positionen. — Das Bombardement von Giurgewo
vird fortgesetzt.

Aus Cattaro, 8. Juni, wird der „Pol. Korr.“ gescheieben:
Bestern überschritlen kückische Truppen von Spuz die monlene—
zrinische Grenze und besetzten die Anhöhen von Maljat und Vis—
ꝛcica, ohne auf Widerstand zu stoßen. Fürst Nikolaus, diesez
Borrücken der Türlen nur als eine Demonstration ansehend, zog
rotzdem einen Theil des füdlichen Armeecorps aus BielLpaviice
zegen den mit 24,000 Mann zwischen Nevesinje und Gacko stehenden
Dsman Pascha, welcher den Duga-Paß bedroht, an sich. Trotz
der Schwächung seines Cocps griff der in Albanien kommandirende
Petrodic heule am frühen Morgen d'ie am Maljat-Hügel stehenden
Türken an, schlug sie auf's Haupt und verfolgte sie in der Richtung
don Kulosebina. Viele hundert abgeschnittene Türkenlöpfe bezeichnen
diesen montenegrinischen Sieg.

Von dem Ueberfall, dessen Opfer 4000 sscherkessische
Reiter geworden sein solln, bringt der „TDailh Lelegroph“ in
eiver Depesche aus Etzerum vom 2. d, folgende nähe e Beschreibung:
„Ich habe das schredlichste Ere'gniß dieses Krieges zu melden.
Vor zwei Nächhtten erhielien 4000 Mann tscherkesische Havalleri⸗
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        unter dem Kommando von Mussa Pascha Befehl, ohne Unterstützung
‚on Infamerie oOder Artillerie nach Kars aufzubrechen. Nahdem
sie ein beträchtliches Stück Weges zurüdgelegt hatten und ermüdet
waren, wachten sie in Begly Ähmed, einem in der Ebene gelegenen
Dorfe, Halt für die Nacht. Mittlerweile schickten die Russen, welche
durch Spione von der vertheidigungslosen Lage der Tscherlessen
Meldung erhalten hatten, insgeheim eine starke Abtheilung aus,
in fie anzugteifen. Behufs wirksamerer Durchführung des Planes
nahmen die russischen Kavalleristen Infanteristen in den Sattel,
und dergestalt wurde besagtes Dorf mitsammt den darin ruhenden
Ticherkessen in nächtlichem Dunkel umstellt. Run begann der An⸗
rifs. Sowie die Tscherkessen ihre verzweifelte Lage entdedten,
vurden die Dorfbewohner von ihren Führern des Verraths an⸗
ellagt und einige russische Spione, die unter ihnen entdedt wurden,
sofort erschossen. Der stampf eutspann sich hierauf mit großer
Wunh. Die Angegriffenen, welche von den Deepositionen der an⸗
greifenden Macht gar keine Ahnung hatten, fochten mit um so
grdherem Nachtheile, da' sie vollständig überrascht waren. Ob zwar
jre Zahl durch das wohlgesielte Feuer der russischen Infanterie
rasch zusammenschmolz und jede Aussicht auf ein Entkommen ihnen
durqh die russischt Kavallerie abgeschnitten war, weigerten die Tjscher⸗
tessen doch entschieden die Uebergabe. Entschlossen, ihr Leben theuet
zu verkaufen, sollen sie Mann an Mann gelehnt, mit dem Muthe
Fer Verzweiflung gefochten haben. Es war umsonst. Der Kreis
der einschließenden Russen wurde immer enger und ihr Feuer immer
ddilicher. Dessen ungeachtet letzten die Ueberlebenden den ungleichen
Zampf mit einem als wunderbar geschilderten Heldenmuthe fort.
Ihre einzigen Waffen waren WinchesterGewehre und Säbel. Sie
fielen, wo fie gestarden haiten. Zuletzt drängten die Ruffen mit
Beschrei auf die Ueberlebenden ein, es folgte ein allgemeines Nieder⸗
meheln, Pardon wurde nicht gegeden. Nur der zwanzigste Theil
don allen 42000 Tscherkessen soll dem Blutbade entkommen sein.
Mussa Pascha befindet sich unter den Vermißten. Es ist dies ein
urchibarer Verlust für die Türken, da Mukhlar Pascha's Kavallerie
'etztbeinahe vollständig vernichtet ist. Er selber befindet sich in
Sewin auf dem Wege nach Kogriskoi. Die Russen rücken in
nehreren Kolonnen vor, um ihn abzuschneiden. Der Mangel an
aballerie wird ihn hart in's Gedränge bringen. Kars ist noch
nicht eingenommen, aber vollsiändig eingeschlossen.“ —J—
Athen, 6. Juli. Hier herrscht große Aufregung auf die
Nachricht, auf die noch unverbürgte Nachricht hin, die Türken hätten
vas Kiofser Rangano, an der griechisch⸗ürlischen Grenze, überfallen,
zußgeraubt und sämmtliche Moͤnche erschlagen.

ermiscᷣteee..

f Zweibrüsdten, 23. Mai. (Zuctptzg. Vech.) Ver⸗
zandlung gegen GElisabeth Scherer, 42 Jahre alt, ledig⸗
diensimagd aus Höhmühlbach, Kantona Pirmasens, wegen mehr
sacher Beirugshandlungen. (Forisezung.)

Ein'ge Tage nachdem dieses Darlehen lontrahirt worden, lam
ein Brief von der Sqwester, datirt aus Speier, worin diese die
Beschuldigte und den Portier etsuchte, am zunächstfolgenden Montag
Ddormittagt 99 Uhr zu ihr nach Speier an den dortigen Bahnhof
zu kommen. Schmidt juhr deshalbd mit seiner Haushällerin nach
Speier und traf daselbst zur richtigeun Zeit ein, allein die Schwester
var nicht am Bahnhofe. Die Haushälteein meinte nun, wahr⸗
scheinlich sei ihre Schwester gendthigt gewesen, in Wie baden den
Toderschein des Erblassers zu holen und habe sich dudurch eine
neue Verzögerung ergeben. Der Portier wartete mit der Beschul⸗
digten biß zum andern Tag; als die „Schwester“ auch jeßt nichl
lam, ging er auf das Polizeibüreau und befragte sich nach ihr,
jorschte auch nach dem Pfarrer Jalob Scherer, der in Speier ge⸗
vohnt haben sollte, lonnte ader keinerlei Auskuntt erhalten. Da
die Hauthälterin ihm gesagt hatte, daß die Frau des Pfarrers,
rine geborene Fingerhut, in Speier begraben sei, so ging er auf
ʒen Kirchhof, um auch dort Nachforschung zu halten. Der Todten⸗
gräber fand in seinen Büchern wirklich einen solchen Namen bor.
Auf der Polizei erfuhr der Portier dann aber, daß diese Person,
on der ein Grabstein nicht mehr vorhanden war, nicht eine Pfarrers⸗
zrau, sondern Köchin gewesen sei. Als jetzt der Portier in Zweifel
uͤder die ganze Sache gerieth, verschwor sich die Haushälterin hoch
und theuer, daß Alles, was sie gesagt, wahr fei und ihre Schwester
srine Lugen schreibe. Der Porlier mußte wieder resultatlos heim⸗
reisen, nachdem er noch einen Geschaftsmann beauftragt halte, Fol⸗
gendes in eine Speierer Zeitung einrücken zu lassen:

Eine sehr gule Belohnung Demjenigen, der mir dorüber
sichere Mittheilung macht, in welchem Hause der hiesigen Stadt
ein Herr Jalob Scherer, angeblich protest. Pfarrer, zuletzt oder
früher gewohnt hat und in welchem Hause sich dermalen eine ge⸗
wisse Maria Elisabetha Scherer, eine Anverwandte des vor⸗
genannten Jakob Scherer aufhält.“

Vorstehendes erschien auch in Nr. J der Speierer Zeilung
ben 1877, allein es gelang Niemanden, die Belohnung zu ver⸗

renen. Einige Täge darnach, es war inzwischen der Monat Januar
877 gekommen, lam ein Brief von der „Schwester“ aus Kreuz⸗
ach, inhaltlich dessen sich noch weitere Erben, nämlich „eine Schneiders⸗
rau und ein Schuhmacher, gemeldet hätten, wodurch dꝛe Sache
pieder in die Läuge gezogen werde. Der Portier forderte nun die
zeschuldigte auf, sie möze sich um Geld an die Frau Bücgermeisterin
n Mittelbrunn wenden, von der die Beschuldigte ihm erzaͤhlt hatte,
aß sie jeder Zeit Geld erhalten loöͤnne. Die Beschuldigte versprach
Des und erzählte ihm einige Tage darnach, die Frau Bürger⸗
neister habe ihr sagen lassen, sie werde ihe Geld in 8—14 Tagen
dicken, wenn der Kohl verkauft sei. Die Zeit ging herum, die
Frau Bürgermeister“ schickte aber Nichts. Statt Defsen klam ein
ztief von der „Schwester“, datirt aus Mittelbrunn, wonach diefe
aselbst angelommen sei. Nun schien die Sahe endlich zum Ab⸗
hluß zu gelangen. Schmidt ließ sich Urlaub geben und rüstete
ich zur Abfahrt nach Miftelbrunnn.
urz vor Antriit der Reise nach Mittelbrunn erhielt die Haus—
älterin von einem „fremden Mann“ ein Schreiben, wonach die
„chwester in Mitlelbtunn „Alles verkauft habe und eilends nach
Vorms abgereist sei.“ Schmidt und seine Haushälterin fuhren
run statt vach Mittelbrunn nach Worms, konnten aber die, Schwester“
icht ausfindig machen und fuhren wieder zurück. In Landftuhl
iegen Beide aus, und Ersterer ging allein nach Mittelbrunn, weil
zie Beschuldigte sich we ger:e, dahin m'tzugehen, indem sie sagte,
je brauche dem Bürgermeifter nicht nachzulaufen; wenn sie iht
zeld nicht bekomme, verklage sie ihn. Als der Portier zu dem
Zürgermeister nach Mittelbrunn kam, hörte er hier, daß weder diefer
och seine Frau jemals Briefe an die Beschuldigte geschrieben oder
ur diese Geld ausgeliehen haben oder Bürge geworden seien. Der
zürgermeister gab ihm den guten Rath, d'e Sache zur Anzeige zu
ringen. Als Schmidt nach Landstuhl zu seiner Hauzhälterin
uruckkam und ihr vorhielt, was er gehört hatte, war sie sofort
nit der Antwort bei der Hand, der Bürgermeister jage allerdings
sichts, weil er Bürge für die Schuld sei. Beide fuhren nun
vieder zusammen nach Hause. Nach einigen Tagen kam ein an⸗
seblicher Brief vom Bürgermeister in Nünschweiler, den die Be⸗
huldigte für ihren nahen Verwandien etklärte. Nach d'esem Brief
ollte fie zu einer Besprechung nad, Zweibrücken allein in d'e
»eintz'jche Wirthschaft kommen. Sie fuhr aber mit Schmidt
‚ahin, ließ diesen in einer andern Wirthschaft warten, trank ruhig
in der Heinß'schen Bierbrauerei ein Glas Bier und kehrte dann
zu Schmidt zurüch, dem sie erzählte, der „Onkel aus Nünschweiler“
jei da gewesen, kdabe aber in Folge eines erhaltenen Telegrammß
ofort in Gej häftsangelegenheiten nach Saargemünd abreisen müfsen.
Zugleich übergab fie als angebliches Geschenk des „Onkels“ dem
„chmidt 4 Thaler, welches Geld sie verher in St. Ingbert auf
en Namen des Schmidt hinter dessen Rücken zu einer „Fahrt nach
Zweibrücken in Erbschaftsangelegenheiten“‘ geborgt hatte. Beide
uhten nun wiedeer, wie schon djiters nach Hause. Einige Tage
»arauf kam ein Brief von der „Frau Bürgermeister von Nünsch⸗
veiler“, wonach ihr Mann in Saargemünd einen Proceß belommen
jabe wegen einer Branniweinlieferung, dort aber kranl geworden
ei und nicht fort koöͤnne. Schmidt machte nun seiner Haushälterin
den Vorschlag, er wolle mit ihr nach Saargemünd reisen und den
Bürgermeister auffuchen, damit er doch endlich einmal in der Sache
lar sehe. Dies geschah denn auch, aber weder die Polize: noch
onst Jemand in Saargemünd wußte Etwaßs vom antn Herrn
Zürgermeister von Nünschweiler“. (Schluß folgt.)
rKKaiserslautern, 6. Juni. Ein ganz verlom⸗
nenes Individuum, Faulstich mit Namen, schoß sich gestern, um
chueller aus dem irdischen Jammerthale in das „bessere Jenseits“
u ftommen, mit einem Pistol in den Mund. Er scheint dar'n
iber noch nicht genug Erfahrung gehabt zu haben; der Schub
erschmetterte ihm zwar die Kinnlade, der freiwillig gesuchte Tod
st aber bis jeßt noch nicht erfolgt; der schwec Verletzte liegt viel⸗
nehr im Spital. (K. 3.
f Neustadi, 4. Juni. Ein Criminalfall, mit sehr be—
lagenswerthen Umsländen verknüpft, gibt hiec vielen Stoff zum
hespräch. Vor mehreren Tagen geriethen hier zwei Frauen auf
—XV
vodei eine die andere, welcht letztere ihrer Niederlunft nabe stand,
u Boden warf. Die Folge war eine frühzeitige, äußerst schwier'ge
heburt, welche Kind und Mutter, wenn wir rechl berichtet sind,
‚as Leben kosiete. Die Angelegenheit beschäftigt nun dad Gericht
ind ist die schuldige Frau in Untersuchung. Zwei Famililen, beide
nit mehreren Kindern noch geringen Alsers, sind hierdurch in
chweres Leiden gestürzt und gibt der Fall wieder eine neue War⸗
rung, welche Schmerzen und Schrecken ungezügelte Leidenschaft
dere'ten kann.
Von 55qhstadt a. A. wird der ‚Nürnb. Presse“ ge⸗
chrieben: Etrlauben Sie mir, Sie von einer ganzen Reihe von
Jerengeschichten in L. in der Nähe unseres Städchens zu benach—
ichtigen. Sin beiralhsfähiger Mann wollte dort die Tochter eines
        <pb n="301" />
        Dekonomen heiraihen, was jedoch die Eliern derselben verwelgerten
Um sich nun zu rächen, soll die Mutter des Heirathskandidalen 4
Stuͤck Vieh von diesem Oekonomen verhert haben, welche ungefähr
oor 14 Tagen zum Fallmeister wanderten. Anstatt daß der Oelo⸗
nom zu einem Bieharzt geschickt hätte, ließ er von verschiedenen
Hexenmeistern stinen Stall enthexen, das heißt, von Hexen reinigen,
am dadurch noch weitcre Unfalle zu vermeiden. — Ein alter Mann
don demselben Ort wollte des Nachts don einer Hexe gedrückt
worden sein und glaubte in derselben eine Frau vom Orte mit
zwei Töchtern erklannt zu haben. Die ene Tochter fei vor der
Thüre gestanden, allenfalls andere Personen abzuhalten und die
andere, wenn die Kräfte der Mutter nicht ausreichen sollten, dieser
behülflich zu sein. Ein junger Mann, welcher ein Verhältniß mit
einer dieser Tochter hatte, gab auf das Gerücht hin, daß sie eine
Hdexe sei, dieses Verhältniß auf. — Einem jungen Ehepaare sollen
nach Ausspruch des dortigen Hexenmeisters J. zwei Kinder verhert
worden, ued zwar soll die Mutter des Mannes hier die Hexe sein.
Dat Interessantesße jedoch bei dem ganzen Hexenspuk ifn,daß
der Hexenmeister J. sich selbst nicht von Hexen defreien kann. So
iedt er z. B. sein Getreide von seinem Boden auf einen anderen
durch die Lüfte wandern; seine Schweine (sie belommen nur mäß ges
Futter) würden, da sie verhext seien, nicht fett; der Büttner hai
die Reife an Butterfaß gezähll, weshalb das Buttern weniger er⸗
giebig ausfällt und dergleichen Unsinn mehr. ——

Maunheim, 4. Juni. Die Polizei nahm auf dem
heutigen Wochenmarkie eine Gewichtsrevision des daselbsi zum Ver⸗
kauf gebrachten Brodes vor und entdeckie eiue größere Anzihl zu
leichter Laibe, in Folge dessen die gebührende Bestrafung der Ver
kaäufer erfolgen wird. Bei einzelnen Laiben beirug das Minder⸗
gewicht 200 Gramm. Ebenso machte d'e Polizei die überraschende
Futdeckung, daß die eine Waagschale der auf dem Maikt aufe
gestellten Fischwäage zum Nachtheil der Käufer um nicht weniger
als ein halbes Pfund zu schwer war. Die greigneten Maßregeln
zur Abhilfe wurden sofort getroffen. —XV

F Am 3. d. entgleiste in Befigheim ein von Heilbronn
dommender Personenzug. Der Heizer wurde sofort getoödtet; der
Lolomotiveführer Körner kam mit einem Bruche des rechten Ober⸗
schenkels daron.

Im Palais⸗Royal ⸗Theater in Paris gelangte kürzlich
ein neues Stück von Duru und St. Augnan-Choler, betitelt: „La
boito à Bibi“ zur ersten Aufführung. Stücke dieses Theaters
haben das Privilegium, der Kritik nicht unterworfen zu sein. Man
fragt nicht, ob sie gut oder schlecht, sondern nur, ob sie lustig oder
langweilig. „La boite à Bibi“ ist nun womöglich noch unzu⸗
sammenhaͤngender, unwahrscheirlicher und toller als die gewöhnlichen
Farcen, an denen sich das Publikum dieses gallischsten aller Pariser
Theater ergötzt; allein die Nov'tät ist von einer lärmenden Lustig⸗
keit, doll amüsanter Quiproquos, possenhafter Situationen und ge⸗
wagter Witze und gefiel darum volllommen. Die Handlung des
Stuͤcket ist eine etwas minder abgedroschene, als die der gewoͤhn⸗
lichen Palais-Rohal Theater⸗ Possen. Die Baronin Groslay hat
ich einen reichgeschritzten Schrank mit künstlichem Schlosse bloe zu
dem Zwicke machen lassen, ihren Geliebten Artbur darin au ver—⸗

decken, wenn' der Baron unbermulhet heimkommt. Der Schlosser
Fassapoule, der an dem nüßlichen Möbel mitgearbeitet hatte, erfand
afür die familiäre Bezeichnung: „hoite à Bibi“. Run ist aher
Fräulein Verandah, eint Chansonetten⸗ Sängerin in Arthur verliebt
ind sehr eifersüchtig. Der Sqlosser, der ihr den Hof macht, hat
ht das Geheimniß der boits à Bibi verrathen, und sie weiß auch,
äãr wen der Schrank gewacht ist. Arthur soll eine reiche Erbin
deirathen. Um das ju verhindern, ersinnt Verandah einen kühnen
Ilan. Der Baron Groslay ist einer ihrer zahlreichen Verehrer.
Zie verlangt von ihm als besondere Gunst den Schlüssel der boite
Bibi Der Baron beeilt sich, ihr denselben zu bringen. Worauf
it gerechnet hat, ist eingetroffen: Urthur hat sich eben im Schranke
zefunden und kann nicht heraus. Am Abend aber soll er den
Verlobungs-Kontrakt mit der ihm von feinem Oheim zugedachten
crbin urterzeichnen. Der Oheim sucht ihn an allen Eden und
ckuden, allein der Abend verstreicht und die Verlobung findet nicht
tatt. So hat Verandah ihren Plan ausgeführt; Arthur heirathet
hließlich do h, aber das ändert an dem gegenseitigen Verhältniffe
aller Personen nicht das Geringste. ... Fuͤr Farcen dieser Art
ürfte das deutsche Publikum troß alledem wohl noch zu zartnervig sein!

F Eine teuflische That ist am 16. d. M. von Bergleuten
in den Kohlengruben in Streator, Ill., welche zu einer Arbeiter⸗
Verbindung gehören, gegen ihre, nicht zu decr letzteren zählenden
Mitarbeiter, die an Stelle der strikenden Freunde der Ersteren be⸗
schäftigt worden waren, verübt worden. Die neuen Arbeiter sollten
urch Gist beseitigt werden, welches man in ihre Speisen warf.
30 davon erkrantten auf den Tod; man befürchtete anfänglich,
»aß sehr viel? davon sterben würden, doch blieb der diabolische
gergiftungs . V.rsuch glüchlicherweise ohne das beabsichtigte Refultat.
äkinige von den Veigiftelen schweben jedoch noch immer in Lebens⸗
gefahr.

edactiu verantwortlie *

M2
Intepessant a73
st die in der houtigen Nammer unserer BZeitung sieh befindende Glücko-
Anzeigo ron Samue Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sich
lureh seine prompte und verschwiegeno Auszahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
lass vir Jedon aut dessen heutiges Inserat schon an dieser Stello auf-
peraam machen.

Die in unserem heutigen Blatte befindliche Gewinn⸗Mittiheilung des
derrn Laz. Sams. Cohn in Hamburg ist ganz besonders zu beachten.
Dieses weltbekannte Geschäft besteht weit über 50 Jahre und hat den bei
hm Betheiligten schon die größten Hauptgewinne von Mark 860,000,
270,000, 246,000, 225,000, 183000 180, 000, 156,000, ostmals 152,000
150.000, 90,000, sehr häufig 78,000, 60,000, 48,000, 40, 000, 36,000, 4,
c. ꝛc., am 16. Mai dieses Jahres schon wieder den glücklichen Gewinnern
im Konigreich Bayern die große Prämie von 252,400 Mark und vor Kurzem
benfalls die große Prämie von 246,000 Mark ausbezahlt, wodurch viele
deute zu reichen Capitalisten geworden sind. Es sind nun wie der für einen
leinen Einsatz große Capitalien zu gewinnen bis za ev. 375,000 M. Auch
zezahlt dieses Haus durch seine weitverbreileten Verbindungen die Gewinne
in jedem Orte aus. Da durch die getroffene großartige Einrichtung in Ver⸗
mehrung und Vergrößerung der Gewinne eine große Betheiligung zu erwarten
st, nog man dem Gluücke die Hand bieten und sich vertrauensvoll an die
Ffirma Laz. Sams. Cohn in Hamburg wenden, bei der man aewissen⸗
zaft und vrompt bedient wird“

—
2
Stadtrathssitzung
am Montag, den 11. Juni 1877
Abends um 7 Uhr.

Betreff:

. Herste lung det Bahnlinie Lutz
lirchen⸗ Saargemünd.

2. Die aus Gemeindekassen flie⸗
zenden Bezüge der Schullehrer.

z. Reparalurarbeiten am Schul⸗
hause zu Schnopphbach.

Abhör der Gemeinderechnung
pro 1876.

q. Abboͤr der Rechnung der Gab⸗
Anstalt pro 1876.

z. Alignement. (Treppenderleg⸗
ungen.)

—— zu Schnapp⸗
ach.

St. Ingbert, 8. Juni 1877.
Der Bürgermeister:
Euster.

Zu vermiethen
—X
Zimmer, Küche, Keller u. Speicher
ois Juli beriehbar.

Jakob Hooß im Steinbruch.

Ich empfehle hiermit meine neu angekommenen
eHBSI. Leinen
zu Herren⸗Anzügen.

Karl Schanok.
Eine neue leichte

Danksagung.
Unsern herzlichsten Dank, Alleu
Denen, welche bei dem uns so
chwer betroffenen Todetfalle un⸗
erer innigst geliebten Emma,
cht Beileid so freunt lh zu Theil
wverden ließen.
St. Ingbert, 6. Juni 1877.
Die tiefgebeugte Familie:
Ghrhardt: Jochum.
—
Heilbar
st Trunkwahnsinn und zu be⸗
eitigen Trunkenheit mit und ohne
Wissen; glaubhafte Atteste stehen
nir zur Seite und leiste für den
Erfolg Garantie. Man
vende sich an Th. Ko-
netz Ky, Droguen⸗ u. Kräuter⸗
handlunge in Grünberg in
Scchlesien.

Halb.Chaise
und eine neue PreI (Jagb⸗-
wagen) hat zu verkaufen
L. Reinhart, Wogenschmied,
Zweibrüden Fruchtmarkstr.

vis-d-vis dem Pfalzer Hof.

ßriefnapier
mit Firma. z2u Gesohàstsbriefen,
in schöônen vereierten
Sonriften,
Momogrami me, Visiten-
ICartou ete., werden raseb
und billig angefertigt in der
Buoh- und Steindruokorei
FF. X. Pemetæ,
8t. Ingbert.

2FAr Leidende! «
Hamit jeder Kranke, bevor er
eine Kur uͤnternimmt, oder die
— auf Genefung schwinden
Aßt, 7 ohne Kosten von den
durch Dr. Airy's Hellmethode erziel⸗
ken überrascheuden Bellungen Uber⸗
83 kann, sendet Richter's Ver⸗
agã⸗ Anstalt in Leipzig auf Frankso⸗
Verlangen gern Jedem einen „At⸗
test⸗Auszug⸗ (160. Aufl) gratis
und franko. — Versauume Riemand,
—* diesen mit vielen Kranken⸗
erichten versehenen „Auszug“
kommen aB lafsen.

An alle Kranken!

Leset das große Kranken ⸗
buch „Der Tempel der Ge⸗
sundhe't!“ Es werden darin
deine Geheimmittel empfohlen,
pielmehr auf eine Heilmethode
hingewiesen, die schon Tau⸗
jende gerettet hat. Durch E.
Schlefsinger, Berlin 8.,
Reue Jalobsir. 6 für 1M.
zu beziehen.
        <pb n="302" />
        IXXXXRX
—8 eoV —
375. O0000 Maru

Glücks-
Anzeige.

Die Gewinne
rarantirt der Staat.
Prste Ziehung:
IX. u. 14. Iuini.

* — 227
Amn LX&amp;. IA. ILuUni c.
oedinnt mit Ziehung 1. Classe Aie 272. Hamburs. Stadt-
Loiterie, 79500 Loose, 42, 000 Gewinne, voin Stante ze⸗-
nebumigt und garantiri
Gewinne: 375.000, 250,000, 126,000,
30,000, 60,000, 40000, 36000, 3 à 30000 M. ⁊c.
PSierzu versende Originalloose
Ganze Halbe Viertel Achtel
6 Mark. 3 Mark, 1M. 50 Pf., 75 Pf.,
zegen Einsendung des Betrages und gegen Postvorschuß. I
gJeder Spieler erhäit die amtlichen Gewinnlisten u.
Pläne gratis. 6
Milh. Basilius,
a vom Staate angestellter Hauptcollecteur in
8* Braumschweig . ————
CT

EinlIa«xl ung zur Retheiliguns an die
Gewinn⸗Ohancen
der vom Staate Hamburg garantirten grossen, Geld-
Lotterio, in welcher übher
7. MII. 470, 000 MarIc
saicher gewonnen werdem misse. J
. Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld ILotterie, welehe plange-
mãss nur 78, 500 Gewinne enthält, sind folgende: nümlicdl Gewinn ey.
375,000 Mark, »peciell Mark 250,000, 125,000, 80,000,
60,000, 50,000, 40 000, 86,000, 4 mal 80, 000 und
25,000, . 4. mal 20,000, 28 mal 15, 000. 12,000 und
10. 000. 28 mal 8000 und 6000, 36 mal 5000 und 4000,
206 mal 2500, 2400 u. 2000, 415 mal 1500, 1200 u. 1000,
1358 mal 500, 300 und 250, 25061 mal 200, 150, 188, 124
und 120, 14839. mal 94, 67, 55, 50, 460 und 20 Mark
und kommen soleche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur
sicheren Entscheidiunggg.
J DPie erSte Gewimziehung ist a mt li eh auf den
9— 13. und IJS. Jumi d. ..
festgestellt, und Lostet hierzu J
das ganze Originalloos nur 6. Reiehsmarß,
das halbe Originalloos nur 3. Reichsmark,
das viertel Originalloos nur 114 Reichsmark,
und verden diese vVom⸗ Stante garantirten Original-
Loose (xeine verbotenen Promessen) gegν frankirte Kin-
seög des Betrages oder Fegen Posstvorschuss
G qer entfern ι Geι ο m αν-
smndlt.
Teder der Betheiligten erhält von mir neben se: nem Original-
Loose auch den mit dem Staatswappen versehenen Original Plan
gratis und nach stattgehabter Ziehung sofort die XRRX
Ziehungsliste UnIgeforelert zugesandt.
Die Auszablung und Versendung der Gewinngelder
erfolgt von mir direet an die Interessenten Promt und
unter atrengster versehviegenheit,3..
bJæde Beste IInng kanu man einfaeh anf eins Post-
TEA einzahlungsek arte machen. in 7
an Man wende sien daher mit den Austrägen
verirauens voil Aam J— a
Samuel hecksehey sen,
Banquier und Weéchsel-Comptoir in HUamburg.

— *—

Gluck und Segen bei Cohn!“
bewährte sich wiederum ganz — denn jetzt, am 16.
Vtai, wurde schon wieder laut amtlicher Ziehungsliste, bei
mir gewonnen und den glücklichen Gewinnern im —
Bayern von mir ausbezahlt:
Das grosse Loos, nämlich die grosse Prämis von

252,400 Mark auf No. 313,

und erst vor Kurzen

dabß grosso Loos, nämlich dis grosse Prämie von
246,000 Mark auf No. 456.
Neberhaupt habe ich in dem letzten Jahre den bei mir Beiheiligien

die Summe von weit über .

1. Million Mark,
und in kurzen Zeiträumen außer zahlreichen sonstigen großen Hauptge⸗
winnen folgende große Prämien meinen Interessenten laut amtlichen
Ziehungslisten baar ausbezahlt: Mark
öοο 7αο 2ασ· οο, 182, 000, 180, 000.
136.000, pease 152, 000, 156, 000, 120 000 4
wodurch meine Firma«mit Recht überall als de

3 M *
— — 698 2
Allerglücklichsse
bekannt istt.

Die vom Staate Hamburg garantirte und interessante große Geld
Lotterie, in welcher die Gewinne im Ganzen F
uber 7 Biu A70 000 Vr. deutsche Reichsmünze
betragen, enthaͤlt nur 79, 50 0 Loose und werden in wenigen Monaten
n 7 Abtheilungen im Ganzen 42, 000 Geldgewinne sicher gewonnen
nämlich: Jgroßer Haup leGewinn und Praämie ev. 375,000
Nepeciel V 230, 000. 126,000, 80000, 60, 00,
50,000, 40,000, 30,000, 25, 000 vpiele Gewinne von
20 00018,000, 12, 000, 10,000, 6000, 6000,

5000. 2400, 2000, 1500, 1200 . 3.
Die Gewinnziehung der 1. Abtheilung ist amtlich auf den
13. und 14. Juni d. J.
festgestellt, zu welcher 2
Ein ganzes Original-Loos nur 6 M.
Ein —8 2 nur ß8 M.

Ein viertel Original-Loos nur 1 M. 50 Pfg,
kostet. Diese mit Staatswappen versehenen Original⸗Loose
sende ich gegen Einsendung des Belrages oder gegen Postvorschuß
selbst nach den entferntesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
sofort zu. Ebenso erfolgen die amtliche Gewinnliste und die Ge⸗
wiungelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig-
ten prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin⸗
dungen überall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnort
rusberablt erbalten.

Jede Bestellung auf diese Original-Loose kann
un auch einfach auf eine Posteinza hlunaskarte
machen.

Fahr-

Pplan
877.
Abfahrt von Si. Ingbert nach Zweibrüscken und
. - Homburg:7
—— 416 75 980 1218 310 788.—
Abfahrt von Zweibrüscken nach St. Ingbert:
74 97. 1110 6 87.
Abfahrt von Homburg nach St. Ingbert:
J 420 621 9168 1140 5656 9368
Abfahrt von A nach St. Ingbert:
* 440 726 90 1158 616 9428
Abfahrt von Zweibrücken nach Pirmasens⸗
—8Bandau:
Bię 72ö 12ο 5 832.
Abfabrt von Homburg in der Richtung nach
Ludwigshafen:
E Gis 8g1x 1151 2180 640 926 J —
Abfahrt von Landstuhl nach Kusel: Frucht⸗, Brod⸗ und Pf. Stroh 4 M. 80 pf. Har⸗
6 s 9 42898. Fllsdeisch· Preife der Start loffeln 4 M. 80 Pf. per Ett.
Abfahrt von Kusel nach Landstuhl: Zwelbrücen vom 7. Juni. Weißbrod 120 Ko. 62 Pf. Korn⸗
320 980 112 343 Weizen — M. — Pf. Korn drod 8 Ko. 90 Pf. ditto 2 Ko.
— — 10. M. 67 Pf. Gerste Areihige 60 Pf. due dure
in St. — 0 M. — Pf. Gerste 4reih. Gemischtbrod 8 silo. 1M.7 Psp.
—43234 Iosß eec 2 Domburg und 3 e . Zeer Wen 100 öramm. 6 gyp.
3s6 gei 13 —* 11 Sf. Spelzlern — M. — dirdfl. 1. Qual. 70 Pf. 2.
W Ppfg. Dinkel — M. — pis. Qaal. 60 Pf. Kalbfl. 354 Pf.
Die mit * bezeichneten Züge sind Schnellzüge und führen nut Mischfrucht M. — Pf. Hafer damfl. 70 Pf. Schweinefl. 66
Wagen 1. u. 2. Classe. 8 M. os Pf. Heau 5 Me 80 5pf. Butter 1M. 06 Pf. per Psd.
— Fscdatltson Frud md Wersag von F. Temes in St Inabert.

vom 4..
        <pb n="303" />
        *

—
Der St. Ingberter Anzeiger und das (Z mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei—

mge), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donuerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne meuntspreis beträgt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfq. von Auswärts nit 13 Pfs. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 89. —5 Sonntag, den 10. Juni

177

æ-
Deutsches Reich.

München, 7. Juni. Die R. N. schreiben: Man spricht
diex vom dem Einiritle dez Herrn Staufenbeng in das Ministerium
aind von Auflösung der Kammer nach der kurzen beborstehenden
Zulisession.

Bexrlim, 6. Juni. Die Türken häufen besonders starke
Massen im Süden Montenegro's an und sollen dort an einem
Puukte sogar die Grenze überschritten haben. Damit beabsichtigen
sie wahrscheinlich Niksik und den Duga⸗ Paß in sofern zu degagiren,
daß die Montenegriner genöthigt werden „ von dort Truppen gegen
ihre albanische Grenze zu weifen.

Berlin, 7. Juni. Der „Staats-Anzeiger“ meldet Folgen—
des: „Die Feierlichkenten, unter welchen am 180 b. M. der Vurch⸗
schlag des Tunnels der Moselbahn bei Cochem, des größten derartigen
Bauwerkes Deutschlands, erfolgt ist, haben wie wir hören, in
würdigster Weise ihren Abschluß durch die in Anerkennung der hohen
Bedeulung des Werkes für' die Wohlsart der Mosellandes und die
Zukunft des Reiches ertheilte allerhöchste Ermächtigung gefunden, diesem
Tunnel die Bezeichnung „Kaiser-Wilhelm Tunnel“ beilegen zu dürfen.

NKusland.

Wien, 6. Juni. die „Pol. Korr.“ meldet aus Galatz
vom 6. ds.: Der Kaiser von Rußlaud. der Großfürsl⸗Thronfolger
und die Großfürsten Wladimir und Sergei nebst dem Fürsten Gort⸗
chalaff, den Staatsräthen v. Hamburger und Jomini sind mit
großem Gefolge heute Mittag in Barbosch eingetroffen und haben
aach halbstündigem Aufenthalt ihre Reise in der Richtung auf
Braila fortgesetzl. (Am 7. trafen sie in Plojesti ein.) — Dieselbe
Korrespondenz meldet aus Caltars von heute: Ein gestern bei
Abaljat Statt gehabtes Gefecht endigte mit dem vollstäudigen Rück-
zuge der Türken; letztere hallen 700 Mann Verlust, die Montene⸗
zriner nur 80. Seit gestern wird in der Gegend von Krstac ge⸗
ämpft. Von türkischer Seite verlautet, Ali Saib Pascha, der mit
10,000 Mann in Älbanien operire, habe die Montenegriner voll⸗
tändig geschlagen (7) und die Anhöhe von Danilograd besetzt.

Rom, 7. Juni. Der Papst hat dem Marschall Mac Mahon

as Großkreuz des Piusordens derlichen.

Konstantinopel, 7. Jum Die Pforte traf nach einer

Neldung der „Agence Hadas“ Maßregeln zur Vermeidung jedes
donflictes im Suez Canal. Dessen Durchfahrt wird frei sein, nur
Schiffe mit russischer Flagge ausgenommen Es mwird versichert,
zaß die Pforte an das Cabinet don Athen eine Note zu richten
eabsichtige, um über die Rüstungen Griechenlands Aufklärung zu
derlangen.

er selbst am folgenden Tage von der Haushälterin ihre Ansprüche
m ein Vermbgen von etwa 80,000 fl. hatte mündlich bestätigen
assen, derselben 2856. Mark aus, und zwar gegen einen
Schuldschein, dahin lautend, daß ste — die Elisabetha Scherer —
ind der Portier Peter Schmidt von Sender unter Solidarbür g⸗
chaft der Eheleute Eisenhut für baar geliehenes Geld, sowie füͤr
ꝛewilligte Provision 316 M. (also 69 M. Provision ), zahlbar
nit 6 pCt. Zinsen von der ganzen Summe, schuldig geworden
eien. Mit diesen 256 Mark kehrte die Beschuldigte zu Schmidt
urück, und letzlerer befriedigte hiermit verschiedene Gläubiger, na⸗
nentlich auch zum Theil den auf Zahlung drängenden Geschäftsmann.
Am folgenden Tage erschien der Gendarmeriesergeant von St.
Ingbert im Bahnhofgebäude daselbst und stellte die Haushälterin
iber die Erbschaftsgeschichte energisch zur Rede. Da gesiand bieselbe
in, daß Alles er lo gen sei und daß sie selbst alle Briefe ge⸗
hrieben habe. Sie wuͤrde verhaftet und gestand nun ein, daß sie
ei verschiedenen Leuten in St. Ingbert theils Geld, theils Waaren
ich hinter dem Rücken des Schmidt, bald in dessen angeblichem
luftrage, bald unter Vorgabe ihres baldigen Reichthums erschwindelt
zatte. Die von ihr selbst vorher geschriebenen Briefe hatte sie
edesmal beim Nachhausekommen vom Narkte mitgebracht und dabei
ingegeben, daß sie dieselben von einer Boͤtin, bald von einem Knecht,
ald von der Post erhalten habe. Der Porlier hatte in ihre An⸗
aben keine Zweifel gesetzt und vdis in die letzte Zeit selbst an das
Borhandensein einer Erbschaft geglaubt. Er schlägt seinen Schaden
iuf etwa 500 M. an. Die Beschuldigte wurde wegen Betrugs
um Nachtheile des Geschäftsmannes in St. Ingbert, des
kaufmanns Sender in Bruͤcken und verschiedener anderer Personen
n die bereits mitgetheilte Strafe von 8 Jahren 6 Monaten Ge—
ammtgefängniß verurtheilt. Was nun das Moiiv betrifft, das
ie Beschuldigte bei ihrem großartigen Schwindel leitete, so gab sie,
ierüber befragt, an, sie könne Das nicht sagen, sie habe es eben
inmal gethan. Offenbar aber ging ihre Absicht dahin, den Portier
„chmidt vor Entdeckung ihrer Lügen und durch dieselben zur Ver⸗
helichung mit ihr zu bringen. Es braucht wohl kaum beigefügt
u werben, daß der „Pfarrer Scherer“ sowie die „Schwester“ Uber⸗
Jaupt nie existirt haben, und daß die übrigen Personen, welche die
Beschuldigte auf der Buͤhne erscheinen ließ, wie die verschiedenen
Zürgermeister niemals mit derselben in Berũhrung gekommen fird.

fErlenbach, (Kanton Otterberg), 5. Juni. Ein —X
Linwohner gerieth heuke Morgen mit seinem Sohne in Streit, ber
ʒellagenswerlhe Folgen hatte. Nachdem der Vaiter ursprünglich den
Zohn mit einem Pistole bedroht, wurde ihm dasselbe von einer
»ritten Person entrissen. Darauf ergriff der Sohn die Waffe und
euerte einen Schuß auf den Vater ab derselbe verwundete nicht
nur den Vater schwer am Arme, sondern verletzte auch noch eine
abinter stehende dritte unbetheiligie Person am Brige. Det Thater ist
erhaftet (G. 3..

F Diedenhofen, 4. Juni. Unler der hiesigen Garnison
zrassirt die Trichinose sehr siartk. Die Zahl der erkrankten Sol—
aten, welche dem Lazareth übergeben wurden, beträgt über 90.
Wie die „Straßb. Z.“ hört, trut die Krankbeit glüclicherweise ge⸗
inde auf und es steht zu erwarten, daß nur Wenige derselben zum
IOpfer fallen.

rWünchen. Der Kronprinz und die Frau Kronprin⸗
essin des Deutschen Reiches sind dem Kunstgewerbeverein als Mil⸗
glieder beigetreten. Der Ausschuß desselben ließ die betreffenden
lufnahmsurkunden in besonders reicher kalligraphischer Ausstuttung
jerstellen, und sind dieselben bereitz nach Berlin abgesandt worden.

f. In Franzensbad weilt jetzt als Kurgast eine Dame,
—RIV genannt zu werden ver⸗
ient. Man schätt sein Vermögen auf 600 Millionen Piaster.
Im Hotel Post, wo die Dame adstieg, zeichnete sie ganz bescheiden
hren Ramen: „Frau Sofie Spartali, Kaufmanns⸗Gattin aus
Zmhrna“ ins Fremdenbuch.

Zermisqhtes.

Zweibrück een, 28. Mai. (Zuchtplzg. Verh.) Ver⸗
andlung gegen Elisabet b Scherer, 42 Jahre ali, ledige
dienstmagd dus Höhmühlbach, Kantons Pirmasens wegen mehr⸗
acher Betrugshandlungen. (Schluß.)

Jetzt sagte der Porlier seiner Begleiterin bestimmt in's Gesicht,
»aß er Älles für erlogen halle, worauf fie sich aber, wie gewöhnlich,
uf ihre Briefe derief. Sie fuhren wieder nach Hause und nahm
ich der Portier vor, in der Sache noch einen letzten Gang, und
ind zwar nach Nünschweiler, zu machen. Ehe er aber Dies thurx
onnte, hatte der Geschäftsmann, der die 360 M. geschossen, an⸗
gefangen, auf Bezahlung zu drängen, weil die Sache so lange zu
einem Abschluß kam. Sqhmidl schrieb deßhalb an feine in Schö
enberg verdeirathete Schwester einen Brief, worin er sie unter
Nittheslung feiner Erbschaftshoffnungen bat, ihm durch Vermittlung
hres Mannes ein Darlehen oh i fl. zu beschaffen. Mit diesem
Briefe schickie er am 18. Februar abhin seine Haushälterin zu
einer Schwester, welch' letztere ihten Mann zur Beischaffung des
beldes vermochte. Dieser, ein gew sser Joseyh Eisenhut, ersuchte,
amentlich bewogen durch die den Auͤschein der Wahrheit tragenden
Angaben der Beschuldigten, den Kaufmann Ferdinand Sender von
zZrücken um das verlangte Darlehen, und dieser händigte, nachdem

Dckon verantvortlich: F. x D
        <pb n="304" />
        Die in unserem heuligen Blatie befindliche Gewinn⸗Mittheilung des
hderrn Laz. Sams. Gohn in Hamburg ist ganz besonders zu beachten.
diesez weuͤbekannte Geschäft besteht weit über 50 Jahre und hat den bei
hm Betheiligten schon die größten Hauptgewinne von Mark 360,000,
270,000, 246,000, 328,000, 183 000 130, 000, 156,000, ostmals 152,000
᷑ 80 8b, eht väufig 78.00, 60, o00 18,000. 40 000. 86,000, 8,
c. ic., am 16. Mai dieses Jahres schon wieder den glücklichen Gewinnern
im Konigreich Bayern die große Prämie von 252,400 Mark und vor Kurzem
benfalls die große Prämie von 246000 Mark ausbezahlt. wodurch viele

0⸗
„Nordstern
Lebens-⸗Versicherungs⸗Netien⸗Gesellschaft zu
Berlin.
Wir haben Herrn Emil Grewenig, Sattiler und Tape⸗
zierer in St. Inubert eine Agentur übertragen.

Pio Direction.
General-Agentur für das Rõonigreieb Bayern
E. Degen, München, Von der Tannstr. 17/2.
Unter Bezugnahme auf obige Anzeige erlläre ich mich hierdurch
zur Annahme von Bersiherungen und Ertheilung seder gewũnschten

Auskunft bereit.
St. Ingabert den 6. Juni 1877.

..* Emil Grewenig,
—00 Sattler und Tapezierer.

Gluck und Segen bei Cohn!
bewährte sich wiederum ganz porzuglich denn jetzt, am 16.
Vtai, wurde schon wieder init amtlicher Ziehungsliste, bei
mir gewonnen und den glücklichen Gewinnern im Koönigreich
Bayern von mir ausbezahlt:

Has grosso Loos, nämldioh dio grosso Prämio von

252,100 Mark auf No. 313,
ind erst vor Kurzen .5 4 4.
das groco Loos, nämlich die grosso Präümie von
246,000 Mark auf No. 456.
VUeberhaupt habe ich in dem letzten Jahre den bei mir Betheiligten
sie Summe von weit uͤber F
rillion Mark,
und in kurzen Zeiträumen außer zahlreichen sonstigen großen Hauptge⸗
vinnen folgende große Prämien meinen Interessenten laut amllichen
Ziehungslisten baar ausbezahlt: Mark
öö 7ο οο αεα οο, 182,000, 180,000,
156,000, haufig 162,000, 150,000, 120 000 *. x.
vodurch meine Firma mit Recht uberall als die
Allerglücklichste J
ʒekannt ist.
Die vom Staate Hamburg garantirte und interessanie große Geld-
dotterie, in welcher die Gewinne im Ganzen J
arοιιο . deutsche Reichsmünze
hetragen, enthält nur 79,5300 Voose und werden in wenigen Monaten
n 7 Abtheilungen im Ganzen A2, 000 Geldgewinne sicher gewonnen,
aämlich: Jgroßer Haupt⸗Gewinn und Prämie ev. 375,000
hiehecien M 20 ο,2ö 000, 80. 00, 60, 00,
50,000, 40,000 30,000 j 25,000 viele Gewinne von
öο9οο, 12,000, 10, 000 6000, 5000,
5000, 2400, 2000, 1500, 1200 ꝛ. ꝛc.
Die Gewinnziehung der 1. Abtheilung ist amtlich auf den
13. und 14. Juni d. J.
estgestellt, zu welcher
Ein ganzes Original⸗Loos nur 6 M.
Ein ßarne OSriginalLoos nur 8 M.
Ein viertel Original⸗Loos nur IM. 30 Pfgs
ostel. Diese mit Staatswappen versehenen Original⸗Loose
ende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Poͤstvorschuß
eiost nach vn entferntesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
ofort du Ebenso erfolgen die amnliche Gewinnliste und die Ge⸗
pinngeider sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig;
en prompt und verschwiegen . Durch meine ausgebreiteten Verbin⸗
ungen überall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnort
usbezahlt erhalten.
Jede Bestellung auf diese Original⸗Loose kann
nan auch einfach auf eine Posteinzahlung skarte

r
auvtGComptoir, Bank un Wechsel⸗Geschaft.

eute zu reichen Capitalisten geworden sind. Es sind nun wie der für einen
einen Einsatz große Capitalien zu gewinnen bis za ev. 875,000 M. Auch
zezahlt dieses Haus durch seine weilverbreiteten Verbindungen die Gewinne
n jedem Orte aus. Da durch die getroffene großartige Einrichtung in Ver⸗
nehrung und Vergrößerung der Gewinneeine droße Betheiligung zu erwarten
st, möge man dem Glude die Hand bieten und sich vertraͤuensvoll an die
irma Laz. Sams. Cohn in Hamburg wenden, bei der man gewissen·
aft und prompt bedient wird.“
——
Eine Parthie
20 leinene und baumwollene Schürzenzeuge
à 40 Pf. per Elle,
ä schwere Siamoãse ( Hausmacher) à 40 Pf. per Elle,
um rafch damit aufzuräumen, empfiehlt
J. Friedriob.
——
—X .uni .
innt i Ziehung 4. Clast die 272. Aampur Stndi·
icerie, 93506 voose, 42, 000 Gewinne, Vo mn Stauto ge9
nehmigt und garautirt,
Gewinne: 318.000, —A 1265,000,
30,000, 60,000, 40000, 36000, 32430000 M. ꝛ⁊c.
Hierzu versende Originalloose
Ganze Halbe Viertel Achtel
6 Mark, 3 Mars, 1M. 80Pf., 75 Pf.,
egen Einsendung des Betrages und gegen Postvorschuß.
Jeder Spieler erhält die autlichen Gewinnliften u.
Plane gratis. ..
WMilb. Basilius,
vom Staate angestellter Hauptcollecteur in r
Braunschweig. J
——25——7
E in 8s

Den Klee
von 1 Morgen Acker und das
Gras von 2 Beet Wiesen hat
zu verpachten
Lorenz Offner.
Die Karlsruher Brod⸗
fabrik

sucht für ihr gutes, nahrhafles

Fornbrod außerhalb Karlsruhe

solide Wiederverkäufer.

*
ist jeden Morgen zu haben bei
Rud. Munzinger.
Eine neue, leichte
Halb Chaise
und eine nuue PrECI (Jagb⸗

wagen) hat zu verkaufen

L. Reinhart, Wagenschmied,

Zweibrücken Fruchtmarktiste.
vis⸗a-vis dem Pfalzer Hof.

Von E. Her ring in Elber⸗
jeld bezichen:

Selbsthilfe
in plötzlichen Unglücks- und
Krankheitsfällen,
herausgegeben von Dr. Pint-
aoVv—Aus, pract. Arzt in
Ketzin.

Auf zahlreiche practische Er⸗
ahrungen gestützt, bietet der Ver⸗
asser in klarer, Jedermann ver⸗
tändlicher Weise eine Anleitung,
vie plotzliche Unglücks⸗ u. strank⸗
seitsfälle bis zum Einschreiten deb
Arztes zu behandeln sind. Be⸗
onders in Orten, wo ein Arzt
nie sofort zur Stelle sein kann,
ollte dieses Buch in keiner Fa⸗
milie sehlen.

Preis 1 Mark.

Den Belrag biltet man in Brief⸗
marken einzusenden.
Wiederberläufer erhalten Rabatt.
Zu vermiethen
ein LTogis, bestehend in 9 Zim⸗
mer, Garten, Keller u. Speicher,
welches sogleich bezogen werden

lann.

Nähere Auskunft darüber er-

itbeilt die Erved. de. Bl.
——22

Oe betühmte Schrader'sche
Weiße Lebensessenz
ein „Diäteticum“, dessen Verkauf
urch Ministerialverfg. gestattet)
s das vorzuglichste und untrüg-
ichste Haus⸗. und Hulfsmittel gegen
Magenleiden seder Art, selbst
n verzweifelten Fällen Fl. 1M
Asen sorgsamen Müttern,
eren Kinder schwer zahnen, wer⸗
»en die
SZchrader'schen eleciro⸗moto—
rischen
Zahnhalsbänder
er Et. ĩ M. angelegentlichst em⸗
fohlen.
Fegen Husien u. Heiserlent
ei Groß und Klein gibt es nichts
Besseres als
Malzextraktbrustzelichen 20Pf.
ummi⸗Brustbonbons 40 Pf.
ühneraugenminelt 85 Pf.
ʒalichlsaute Mundwasser 70f.
Salichlsaure Zahnpulverdo Pf
Roberl's
Streupulver für Kinder 35 Pf.
Vollst. Preisliste und Prospect
ratis franco.
Apotheler J. Schrader,
Feuerbach Stuttgar!.
niederlage bei J. Friedrich,
51. Ingbert. Apoth. Ri chter
Zliestastel. W. Simon.
homburg. A. W. Seel
zweibrücken.
Acdainon Drudh und Verlag von VJ. X. Demeß in St Ingbert.
Biezu „Illustrirtes Sonntagsblatt“ Nr. 24.
        <pb n="305" />
        n F AV— — — XV

A GG d . D5. — V

X * 6 ih 92654—
J — 4 er —v W n 7. 318

— — n i 21 L—AMAA rx Gi..

* . 4 7

— ——

— — — —

— ——
— — — — —
⸗XOX
ker St. Jugberter Anzeiger und deas (2 mal wöchentlichj mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblaii, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

age), erlcheint wöchentlich ÿBiermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementeépreis belrägt vierteljährlich

wMark 20R.Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 13 Pfa. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile herechntt.
R eutt kin Dan e 1 4* 4
— — —

Feutsches Reich.

Münmqhen,O. Juni. Die Gewehrfabrik in Amberg hat nun,

nachdem die sür Preußen übernoumenen 100 900 Gewedre abgelieferl
ind, zur Herstellung der für den Kriegsbedarf, der bayerischen Armee
noch sehlenden 53,000, Gewehre zu schreiten; diese Schußwaffen
werden bekannilich nicht. nach dem Systenn Werder, sondern nach
dem verbesserten use. des deutschen Armecegewehres (Ldaufer)
hergestellt. Da die masch'nelle Einrichtung schon vorhanden ist, kann
fort mit der Fabrikation begonnen werden und find die Be—
riebsberhältnisse so geregelt, daß käglich 150 Siück,; der ganze
Bedarf somit in Jahresfrist, fertig gestellt werden lönnen.
*Nicht nur wenn es sich geradt um Wahlen handelt, sondern

sort uud fort müssen die socalen Hirngespinnste bekämpft, muß dem
Volke nachgewiesen werden, was der communistische Volkestaat. mit
einer „Coopexativ-Produktion“ und besonders mit seiner angeblich
gerechten“ Vertheilung der Erträganisse für ein Uading ist. Wird
doch schon jetzt darüber gestristen, ob der Arbeiter nach seiner
deistung, oder nach seiner Anstrengung bezahlt, werden soll!“ Der
gesch ckie Zuschneider, der durch einen einzigen Kuck seiner Scheere
ʒZem Gewand einen Schwung zu geben weiß, den ihm Niemand
rachmacht, wäre also am Ende schlechter, daran, als irgend ein un—
vissender und. roher Mensch. der einen Schnappkarren zu fullen
Jat. Nein, so. verschieden die Indiv du n sind und ewig bleiben
werden, so verschieden werden auch ihre Leistungen sein und die
Resultate, die sie damit für sich erzielen. Dem Charakter der
——
viegen; die cooperative Produltion die Antheilschaft kann Platz
greifen, wo sie hinpaßt. Eine Schablone läßt sich nicht für alle
Verhältnifse aufsteller und vor⸗ Allem ist die menschliche Gesellschaft
ein Strafarbeitshaus. Nur wer Aussicht hat, die Früchte seines
Fleißes und seines Schaffens auch selbst genießen, verwalten und
dererben zu können,nur der Bürger. der hergebrachten sittlichen
Weltordnung ist im Stande, einen Siaat zu bilden, zu stützen und
zu vertheidigen. Die jüngsten blutigen Auftritie an der böhmisch⸗
daherischen Grenze liefetg ainen xaurigen Beweis, wohin es lommt,
wenn die Massen so ganz dem Einflusse fremder Hetzer überlassen.
werden. Nicht Angehdrige der Fabrik in Asch, sondern Zugereiste
waren ez bie! Dem rechtzeitigen Friedensschluß zwischen Ardeitern
und Arbeitgebern verhinderlen. Es ist doch klar, daß bei allge⸗
meiner Geschäftslosigkeait nicht die Löhne der früheren Zeit bezahlt
werden lonnen;, die Zinscuberluste an Materialien und stillstehenden
Maschinen sind so, daß sie die Erübrigungen besserer Jahre mit rapider
Schuelligkeit auf zehren. Auch das Arbeiten auf Vorrath kann natürge;
—J——— Daß die Verhältnisse so schlech!
zeworden sind, entsprinut allecdings aus der früheren Ueberproduk.
sion und aus den politischen Verhältnissen, einen Theil der Schuld
stagen aber auch unsere deutschen Arbeiter selbst. Der künstliche
soclale Kriegszustand, in den sie sich hineinschwätzen ließen, läßt
kein rechter Gewerbeleben aufkommen, die Freudlosigkeit und Ver—
issenheit dielet Arbeiter zeigt sich natürlich auch an der Qualitäl
der Produkte. Es ist in“der Thal traurige, wie dec Besteller in
nanchen Gewerbzbranuchen bedient wird. Wer wundert sich da
noch über unsern Durchfall in Amerika; viele Industrielle sind sehr
roh darübder, daß sie sich an der nächsten Weltausftellung nicht zu
acheiligen btauchen.“ Niemand hat Lust, sich für sein Geid zu
argern; da legt sich das Capital lieber auf Zinsen, für die ja doch
die Gesammtheit der Steuerpflichtigen aufzukommen hat. Wenn die
deutschen Socialisten noch nicht bald einsehen, daß sic sich nur ins
igene Fleisch schneiden, so wäre das ein schlimmes Zeugniß für die
Intelligenz unserer Nation. Ganz anders der franzbsische Arbeiter!
Der Franzose bleibt, selbst wenn er der rothen Parthei angehbrt,
doch immer noch Patriot usd wird n'cht vaterlandslos. Immer
st ein gewisses Ehrgefühl in ihm Jebendig. Sein praktischer Ver⸗
tand sagt ihm, daß, wenn das arbeltende Volt um eine Stufe der
Wohlfahrt und des Einflusses höher steigen soll, auch die Arbeit
m Werih zunebmen muß. Daher ist in Frankteich auf gewerb⸗

lichem Gebiet in Aufschwung, ein Wetilanpf zun bemexken, über
den unsere After-Rationalkonomen die sich nur vom äallgenieenen
Tlend' etwas versprechen, freilich. die Achsel. zucken. Jaßeß gibt
deute, welche ein Geschäft mit Vergnügen vuinsten helfen, Is meht
Bour geois⸗ Existenzer zu Grunde gehen, meinen sie, desto cher perden
die Voltsstaatherrlichteitene anbrechen. Da findet freilich
itation und jeder. Porlchlag ein Vublitum, enJνν en
Ng Noqhse aber doch wenigstens das Landvolk den alten
stuf seines gesunden Menschenverstandes wahren und den rtisenden
„Principien⸗Entwicklert? den Rücken kehren.
aAusland.
Wien 9. Juni, Dis „Polit. Corresp.“ meldei aus Catiats
uont 9. Bei Korjenitz wird seit gestern gelämpft. Die Türlen
reffen Anstalten, Niksitsch von Krstac, und Muratovic aus zu ver⸗
roviantiren. Aus Bukarest vom 9. d.“ In dem Städtden Doro⸗
anag in der Moldau fand am B. eine hestige Judenheße stait.
Hiele Juden wurden detödtet, die Häuser geplündert. Desgleichen
vurde in Jassy Nachts das Judenviertel in Zrand gesteckt wobei
4 Häuser verbranngten. Die Regierung hat ejne strenge Unter—
uchung angeordnet. 7575 J
— Paris, 9. Juni. Der franzdsische Botschafter am Deutschen—
dofe, Marquis Gontaut-Biron kehrt morgen auf seinen Berliner
Posten zurüukc.
vondon, 9. Juni, Der Spezial. Correspondent der Daily
Newt“ im russischen Haupiquartier meldet: Moulhtar Pascha ist
mit seiner Armee von Kars wie von Erzerum abgeschnitten Seine
aufgefangenen Depeschen beweisen die Unmögllchkeit, diesen Plaͤtzen
zu Hülfe zu ko nmen. Erzerum ist ohne Lebensmitiet, Peniab ver-
lassen, und das nunmche eingeschlossene Kars gewährt nur noch
Jalbe Rationen. Die türkischen Desertionen sind zahlreich; die
Deferteure erzählen, daß die Krupp, schen Canonen ohne Schwanz⸗
tude. sind. · Moulthar Paschaꝰs Armee ift vollstandig vhnr Dißse
iplin und demorglisizi.. Die Kussen rücken überallsiegreich Xvar.
dobart Pascha nerließ mnit einem Gesthwader Varna. ar geblich um⸗
Idefsa zu bombardiren.
In Konstanten oprl lähmd die leidige Geldupth.
ede energissheAktion. Nach Reldung dortiger iee die a
Fifianz Kommission der Deputirtenkammer den Gesehenwuͤf betreffenda
die Aufnahme eintt Zwangsanleihe von 5 Millionen Pfund durgs
AUuagabe eines amortisirbaren verzinslichen Papiers aucenommen *
Deei Millionen hierbon seien durch Verdoppelung der Geundfeuer, w
wei Mill iduen durch Reduzirung der Beamtengehältet. gefichertge
Das ist eine schnurtige Barantie? — denn diese Gehaster find be⸗
anntüch seit langem unbezahlt. Aber man weiß sich doch auf der
Iforte zu helfen.Nach einer Meldung des griechijchen Journals
„Metharythmissis“ hat die Regierung die Sequestrirung des unc
neweglichen Vermoͤgens des Depuirten Banker Zoograͤphos der ee
ich nach Variß begeben hat, angcordnet. Das ist also der staatlich
xganisirte Raub! Man verfällt aber auf noch andere Aushilfs⸗
nittel. Die Regierung beschloß nämlich die Abtragung der Blei⸗
ächer von den Moscheen, Vädern und öffenllichen Gebäude, um
sie zur Anfertigung von Kugeln zu verwenden. So sind' schon
mehrere Moscheen ihres Daches entblößt. Edenso werden die Kaudet
laber, Lustres und andere Gegenstände von Silder in den Moscheen
zu Staatszwiecken requirirt werden. Es war schon die Rede davon.
die Silbergeräthe der Kerchen zu requiriren,“ doch ging man hier—
»on aus leicht begreiflihen Gründen jür den Augendlick wieder ab.
kin⸗Gleichns ist es mit der Militärdiensipflicht der Chr'sten. Die
riechijchen Journale und Patriatchate gaben der Regierung zu
oerstehen, daß die Christen niemals einwill'gen werden, ihre mil⸗
arische· Laufbahn mit einem „heiligen“ Kriege (Religiodettregt) gu
nauguriren, da nach der vom Sultan erlassenen Proklamalion au
die nach Cirkassien abgegangenen Soldaten der gegenwärtige Krieg
elnen politischen Chatakter verloren habe und für die Mohamedaner
ur ein zum Ruhm des Islams unterr. nir Geleg geworden
ci. Nach diesen Einwendungen seitens der Christen entsdlok sid
        <pb n="306" />
        die Pforte, die Lösung dieser bedeutungevollen Frage flir den Augen⸗
zlicd zu dertagen und sich momentan mit der Einhebung der Militär⸗
steuer (Bodel·Aakorieh) zu begnugen. — *
Petersburgg, 9. Juni. Ein kaiserliches Dekret rotmirt
die Zahl der zur Completirung der Armee und Flotte für 1877
Auszuhebenden auf 217,000 Mann.

An der Donau stehen die beiden feindlichen Heete zum Kampfe
hereit. Rußland verfügt dort über eine Heeresmacht von 250,000
Mann, die Türkei über 180,000 Mann, von denen ein guter
Theil zur Vertheidigung der Donaufestungen bestimmt ist. In⸗
wischen beschießen die rumänischen und türkischen Batterien sich
zegenseitig. Die Nachricht, daß die Türken mehrere russische Schiffe
in Brand geschossen, scheint durchaus übertrieben zu sein. Wie
zer „Nationalzeitung“ aus dem russischen Hauptquartier gemeldet
vird, beschossen die türkischen Batterien gleichzeitig die Siellungen
zei Tuͤrn⸗Magurelli, Islasch und Giurgewo. Die Kanonade dauerte
nehrere Stunden, blieb aber erfolgloz. Bei Gutgewo wurden
droßdem gegen 50 Proiektile geworfen, die in de Stadt fi⸗len.
Nur zwei im Hafen liegende Schiffe und zwei Kasernen wurden
leicht beschädigt, die rusffische Artillerie erwiederle das zwecllose
Feuer nicht. Ein kailerlicher Ukas befiehlt, daß zur Completiruug
des Heeres und der Flotte eine neue Rekrutirung von 218, 000
Dann vorgenommen werden soll. Die letzte Ausbebung fand im
Dezenber d. J. statt und führte der Armee 180,000 Mann zu.
7mischtes.

F SEine am vergangenen Freitag in Neustadt abgehaltene
Burger⸗Versammlung genehmigte einstimmig die Aufnahme eines
Anlehens von 150,000 M. behufs Ausführung der Zule tung von
Quellen aus dem Elmsteiner Thalt zum bereits vorhandenen Hoch⸗
reserdoir der städtischen Wasserleitung.

FKKitßingen, 5. Juni. In der Umzegend von Markt⸗
hreit wurden die Spuren einer Falschmünzerbande entdeckt, welche
30.⸗Pfennigftucke aufertigt. Die gefalschten Stücle bestehen aus
einer Mischung von Blei urd Nickel.

fMäünchen, 7. Juni. We der Augsb. Abdztg. mitge-
theilt wird, wird d'e am 5. d. Rts. stattgehadte Verloosung der
II. protest. Kirchenbauloose don mehreren Beiheiligten aus dem
GBrunde angefochten, weil nach der erfolgten Serienziehung bei der
Bewinr stverloosung die gezogenen Seriennummern wieder in das
hetteffende Rad zurückverbracht wurden, mithin gleiche Serien⸗
aummern öͤfters, zum Nachtheile der unter sich zum Spielen bestimm⸗
sen 260 Serien aus dem Rade kamen.

7 Mainz, 7. Juni. Heute früh gegen 5 Uhr kam ein
ilterer Mann zu dem Posten an der preußischen Hauptwache und
berlangte von diesem erschossen zu werden, da ec sein Leben satt
habe. Der Posten jagte den Mann jedoch fort, worauf dieser au
den Rhein ging und mit dem Rufe „Halt mich, oder ich bringe

GCrossor Ausverkauf.
Einem geehrten Publilum von Si. Ingbert und Um⸗
Jegend, zeige hiermit ergebenst an, daß ich von heute an,
Amzugs halber,

T sãmmtliche Waaren
pedentend unter dem Kostenpreise verlause.

Si. Ingbert, den 12. Jusi 1877.

Max August.

cine Stelle fucht, eine solche zu
vergeben hat, ein Grundstüsck zu
verlaufen wünscht, ein solches zu ka ufen
beabsichtigt, eine Wirthschaft,
ROeconomiegutzec. zu pachten
jucht, eine Heiraunh ankrüpfen will, eine Geschäftsem⸗
pfehtung zu erlassen gedenkt — überhaupt zzz
Insertionszwecken
8 a
Rath bedarf, der wende sich vertraäuensvoll an die
Dentra IAnnoncen-Exnpeditlon von
. L. Daube &amp; 86 Maundhen,
velche sing die prompteste und billigste Bedienung zut
Aufgabe macht.
Bureau: Winden mischeratro,. BX.

Tedaklion Drud und Wrlag von

nmih um“ sich von dem Gütertraject der Taunusbahn in das
Wasser stürzte. Als der Selbsimorder die nassen Fluthen um sich
pürte, schrie er laut um Hülfe. Doch ehe diese herbeikam sank er
unter und wurde erst eine halbe Stunde später als Leiche wieder
aufgefischt. Der Maun soll in einer hiesigen Fabrik beschäftigt
Jewesen sein. —

FBraunschweig, 1. Juni. Mil großer Schnelligkeit
)erbreitete sich heute Nachmittag die Kunde, daß zwei hiesize
Waisenknaben in der Braunschweiger Lotterie das große Loos ge⸗
vonnen baben, welches soeben gezogen worden ist. Kürzlich hat
er Kollekteur D. einen Gewinn von 89,000 M. in der Lotter'e
jer onnen, und es kamen in Folge Dessen die zum Ziehen der
roose verwendeten beden Waisenknaben zu ihm, um ihre Glücwünsche
datzubringen. Die Jungen erhielten, wie Das so üblich, ein Geld⸗
jeschenk, aber auch zugleich ein achtel Loot zur jetzigen Lotterie, das
ie zusammen sp elen sollten. Wer will es nun den Kindern ver⸗
denken, daß sie dies Loos täglich mit zur Zehung bringen, können
ie doch wo möglich sich selbst einen Gewinn aus dem Glücksrade
siehen! Und sie haben ihn gezogen! Als sie heute Mittag das
zroße Looß aus dem Rade nahmen, konnten sie gleich im Saslse ihr
Anrecht auf den achten Theil desselben geltend machen.

fFBraunschweig, 6. Juni. Gestern Mittag gegen 184
Ihr waren die Mutter, und die Sqwester des Möbelhändlers Löhr
in der Güldenstraße damit heschäftigt, das Pfiittagessen auf einer
Petroleummaschine zuzubereiten. Sie gossen, wie man annimmt,
aus der Flasche Petroleum hinzu, ohne vorher die Flamme g'löscht
zu haben. Hierbei schlug die Flamme in die Flasche und das
Feuer ergriff die Kleider der beiden Ftrauen. Ehe noch Hülfe ge⸗
eistet werden konnte, hattea sie bereits derartige Verletzungen davon⸗
jetragen, daß die Mutter bereits Nachmittags 4 Uhr starb und an
svem Aufkommen der andern Frau gezweifelt wird.

fWie man der Wiener „Preffe“ aus London wieldet,
jätten die dottigen Richerd Wagner⸗Konzerte troßz des überaus
darken Besuchs mit einem Defizit von 20,000 fl. abgeschlofsen.

FZur Waryukg. In Folge der Ermittelungen des
seicht: Gesundheitsamts ist den Spetialregierungen mitgetheilt wotden,
aß in neuerer Zeit Gummiwaaren als Spielzeug für Kinder in
ven Handel kommen, welche eine beträchtliche Menge Zinkoxyd
ind, so weit sie bunt mit Farben bemalt sfind, aud Biei und
dupfer enthalten. Die Specialregierung ist ersucht worden, vor dem
Antanf dieser Gegenstände wegen ibrer Gefahrlichteit zu warnen
ind zugleich die Gewerbetreibenden auf die Bestimmungen des
S„trafgeseßbuches aufmerksam zu machen, welches den Handel mit

zolchen Gegenständen m't Strafe belegt.
Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Deme zz.

Ich mpfehle hiermit meine neu angelommenen
EI. Leinen
zu Herren⸗Anzügen.

Larl Schank.
Gute Eßlartoffeln
Triebscheiderhof.
Heilbar
st Trunkwahnsinn und zu be—⸗
eitigen Trunkenheit mit und ohne
Wissen; glaubhafte Atteste stehen
mir zur Seite und leiste für den
ẽĩxffolg Garantie. Man
vende sich an Th. Ko-
aetzy, Droguen⸗ u. Kraͤuter⸗
jandlung in Grünberg in

Schlesien.

Der Jadhtgang

8G6 des „St.

Ingberter An⸗

iger“, Hauptblatt und Uater⸗

Jaltungöblatt“, gegen gute Be—⸗

jahlung wird zu kaufen gesucht.
säheres in der Exped. ). Bl.
Eine zu jedem Geschäftsbetriebe
zeeignete
Wohnun
jestehend aus 2 nung
deller und Speicherzimmer hat
ofort zu vermiethen
P. Schmidt,
neben der kath. Kirche.

r.pel der Ge⸗
sundheit.

Das große Krankenbuch,
welches diesen Titel führt,
hat für alle Kranken, wie
auch ihr Leiden heißen möge,!
ein Wort des Troseb und
ein Beispeel der Heilurg.
Preis 1M. bei E. Schle⸗
inger, Berlin 8., Neue
Jacobstr. 6.

Zu vermiethen
ein Logis, bestehend in 9 Zim⸗
mer, Garten, Keller u. Speicher,
welches sogleich bezogen werdten
ann.
Nähere Auskunft darüber er
theilt die Exped. ds. Bl.
5. x. Vemetz in St Ingbert
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        22232 2588
2 3 2 — * 23 — 7— —A — 25
z—55 238385525 3525 *23255 55335 55233 332383 132
558 5255333 53333 25 —— ——— 8 — 53372 7 55
325 —A 28 28 55 *358 8 5— 8 —— 2 — 2528 — 7
X — — c ——————— 268 2 22 * 2 533 552— *
s 8— J — ä — c 22 * 2 7 —
3 3338 5853 3335855583 3235*
* 8* —5 SE 282 — 50 —28— 7— —J 3 22 24* 22 — —
— — 2373z37855—85 3377 z343 533 23322
2583 5233323 *5333533 —838 23832 538 35333—7 —858 7335
3 373222 8 523325 —32c — —24 23 53828 3 s *
2 333c7* —— —— —5—22 58 E22355535 57—*—
—A 58 28 265 0 35 553 3225353 3 353 255 26 ẽæa2 55
—— 2 — — —8 722 3 — 2 sS83
— 5 —26 * 52 75 —— 25855 *
*55 — 2235*8 222338 — — 28 32 53 — 25
* * 82 * 2 * 282
2352. 2253 —35286 z2268202 5E 5 x52352 ẽ E —
25352358723 —J ——5—2— 58333 725 5* 2325 3255
—— — 3383355 3333138332333 5 *333355 — 57
—2* * —A 33 — 2 2 — * * J — 5 —
3334 382 22383 88 15 355358
22 2 2 4 525 224 —X —— — 33 ———
—A 2 52 223232. S 52 2 232 25 327 35*
2543528 4538823 z333838 383—3238 5 5283
75333335s53s833233 335* 433—453 35323343 22*
32* — —5 Q253*2 5* —2 — . — — — —. — * 8 *— 2 85Ex *
225 c*zA — —532 2 2 2 ʒᷣde 2 —A 2 S 5
2 —— * 22 — —3232 — 22
— —E 28522 — 2535 — 2538 25533
82 3232225253553 2 2335s 53 3 *5232035835835 ——
— * —— * 2* — — — ——— D
*25352225 38286 — —— 85868 —
33 — 2533232 533 33BRXB3 M
sS 3223—3838 3222 AEQSEAS 5 3 —
E *
— 5823 ——— 53258 * —2 2 322222 22.2 — — 23282 75
253— I 3———388ö5—5 3 342 58
—2X 7 — * —533228 —— 22* —2 23 * J *
2333 532 555 *22725 2 — 525 523 5 —ú*ñ— —́ g 2 *
283 5355 2238 5 535—— ——— . —2——232—338383 5355
38553 —5— 55253 3 2232 2252———55 52538
3327 2 35 — 8
sz325535 355 6368 3 — — —3 5 33838
33282725 523 253 — 5353— —3——3 5———2555 2 52 *
— — 5—8 322 325 — 52 5 8 — c 2—252 —
2 322 54 3 — * — — 25 5 223E
2337655 5725 32 F 355323230 — 33523*2
2 —* * 2
8Ja 6 338 33332337
2 2 2 — —5*— — 82 — 5 —3 2 *
53 ——222872 — 2 5 5 35 25 720 8 2 3 a8 8 —
eä.— —23285 — 50323 2232335—-582 * * 532368
— 3553 3833385 — 3333 3333 38852
22 —28 ——3553522 555 5—22 2355—5*553 5323532 —A
—5—838—3—.3 25—53*363383 33538533233855328532
2 58282 223 — 28 5222 — * Eæ—552 283EkSICXSS — — 5
522323—5*5755 —A 6 57
—A 2 —A— 225 — 332232 —* —Iz3c552 —53285
23523,3233357 — ——
— 72 —— —— — —3— 25435 — — — —25228224 8
— —— 53 —— —
E 8 S 2 B3 SZBS 222 *52 5225 —
—— — — — — — 22 5328*
— 255 8 2 —— — 22522—232222 S —A —A 23
2 32 —————3————3 3835323
2* — —5 ———2—8253⏑ 5323;533323238 —535 —225
22 5— —?3 85 2* 53353 Z7 — 2 ——— 38
23*25 2.3 —MA 28 25 223 ñ*0 * —E 2325 2
533 —333—235 2233 35 — 365563
z58ß —0⏑ ——35— — 3335335 35 53285 2238
* 2 2 — — * * 2* —28
55 3535 52 5 26

3 F 22 5 323 255 5552
55355 z 755 5 5535335——3—5 52—56553 55
5537 A 5 —z—5 5535 —5—2—— 55 B—
585825 — 535 58 —58333 565 ẽ —552853 3725
2335 * * 82* 2335332 5602 — 6 —2* 53233
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5. 528—7 525 . 2 825 . —5S2553833532335 552 55337 528338
3533 25 78.5 335 73233336 —58 35533 — —
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ez3583 555225 583 3533833385272835333553 77533 z5833335
5555 352355* 7— 533 5538 53*553z355 53— 7253578383855
——— 3333 833388
α D * 2— 28 — 2 2 8 55832332 5
383 53 ee 383353*
255 350 22 2 T * * 225 —
78 — —*25835 A
55377 3823233 258 528533335733327 — —
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2* 8 —— — — 2 —J— — —m— — 555 —⸗ 7 —A 23238
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z—D2 —A —833 53553852233858 238—35 5 828
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2 2528 — 553365868 538235333335
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2352 233 8 2 e z2585 6 750 9 E
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222 3 35* 52 2 522 422 535 22 22
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*555— 523 3535 5365 5538 3255 35356 —* 55232833528 25233288*
—2V0 535 — 53235 3z58235 5— —55558235
——— — — 2 8 1— 5 25 * 58 28288 —
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s753 225 328 27 3353383 557 2222 738333388 33833
5332333. *z5857 2 5353838582 — * 58253253335* 222588
22323 2 5382 2 55—— 852 5 2 2325 J 232283
53 5352.52 353—5 5 2 52 7538 —233 —53 —*—22
2353 *»2232383 — 22* 30 —A 535 28323 — —A —— — —z»2152
2 * 3
DS E ẽ 2352358 52833 7568 82 223755 533222835
228835 * * 365 —3 — — ——ãA— — 8
233 —3835353—5353 525 2 52 5x552 552 3855222288*8 s—5028
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— 2 — —3 — ð* * * * 2 —*— 2* 2 3 3
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2. —— * —3 — *
2653— 5358333 s52353535* 33 — — 333258
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—2.8738 7732 5—53333.28 z ,— —— —2
— 22 —AV —— — 571 3825833,535335383 52522
5353 3333— 2533 73535820

5333353255 2258 X 2 D2—88 ——— 2* * * 2 7,
—3 2 — 5 * — —A 8
—3335—33335 333855355 ., 323——2 53753238
I 53 485333522353837 —— —
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3 33 333 6 83 5
3235325*2 —3383383 03 33 9 * —I —
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3—3— —23— 33— — ———62
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22 825 38 — * * 558 522833 —EA 7
5 2 — 22 —8* 3 2 328 ——
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— 75. 557 — 2333* — 35353 727
—— 2 23 22557 2 — 8 2838 3 52
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533833 2335 ——
—553 5335 ——
252 2 5572 2353822
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233—3 ——3835 3335—8 3338 6
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3 38 523323—88
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        St. Ingberler Anzeiger.
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der St. Ingberter Anzeiger und das (Zmal woͤchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, GSonntagt mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Douxerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentsopreis beträgt vierteljahrlich

1 Marlk 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg. von Auswäris nit 13 VPfs. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 91. Donnerstag, den La. Juni

6

Deutsches Reich.

München, 11. Juni. Es ist, wie wir vernehmen, bereits
als bestimmt anzunehmen, daß die jseierliche Eroffnung des Land⸗
sages am 2. Juli ni ht durch den König, sondern durch einen der
gl. Prinzen erfolgen wird und sonach auch diesesmal, wie bei
ꝛinigen vorhergegangenen Landtagen kine Thronrede nicht gehalten
verden wird.

Berlin, 12. Juni. Gegenüber den Meldungen ver⸗—
hiedener Blaätter von der Ausrüstung eines zweiten deutschen
Evolutions Geschwaders, erlsärt die „Nordd. Allg. Ztg.“e fei
veder an eine Indienststellang von fechs bis sieben neuen Kriegs⸗
jahrzeugen, noch an die Ausrüstung eines zweiten Evolutious—
Geschwaders gedacht worden; auch eine spezielle Anordnung in
Betreff der Nichtbeurlaubung seepflichtiger Mannschaften exiftire nicht.

Berlin, 12. Juni. Das „Tageblatt— will aus zuber⸗
assiger Quelle erfahren haben: Die belgische Regierung hat ihren
Wesandlen bei den auswärtigen Höfen ein Ruudschreiben übersendet,
durch das ausdrücklich de Redewendungen, welche die Zeitungen
dem Koͤnig der Belgier anläßlich seines Aufenthalies zu Lüttich in
den Mund legten, als unrschtig bezeichnet werden. Es wird in
dem Rundschreiben auseinandergesetzt, es sei falsch, daß der König
die Solidität der europaischen Garantien bezweifle, welche von den
zuropä schen Mächten zu Gunsten der Unabhängigkeit Beigiens über
nonmmen seien. Diesbezüglich herrsche in Brüssel nicht die geringste
Beunruhigung über die Zulanft Belgiens. VDemnach könnle der
König auch nicht einer derartigen Empfindung in Lülttich Ausdruck
gegeben haben.

SZüurst Bismarck hat in Kissingen keineswegs diejenige Ruhe,
deren er bei Antritt seines „Urlaubes“ so bedürftig schien. Der
Telegraph, der von Kissingen direct mit Berlin in Verbindung ist,
ist fast den ganzen Tag uͤber in Thätigkeit. Zehn Slunden Ar—
beit des Tages über soll nichts Seltenes für den Kaniler sein,
den neben der orienlalischen Frage noch die immer ernster werdende
Lage in Frankreich in Anspruch nimmt. Daß Fürst Hohenlohe
dem letzten Empfange bei Mac Mahon sich fern hien, laßt sich nur
u leicht erklären. Der deutsche Botschafter dürste sich in einem
Hause, das zut Zwingburg des Ultramontanismus geworden, kaum
dohi fühlen.

Darmstadt, 13. Juni. Großherzog Ludwig Ul. (geb. 9.
Juni 1806) ist heute Vormittag halb 11 Uhr in Seeheim sanfi
derschieden.

dolonnen aus Erzerum, Zivin und Bardeß von den Russen wider⸗
tandslos verlassen. Ein türkisches Streiftorpy unter Hassan Bey
iberschritt russisches Gebiet an der Grenze be Achalzich, nachdem
es ein entgegenstehendes russisches Korps geschlagen hatte.

Athen, 11. Juni. Reuter's Bureau meldet: Die National⸗
versammlung von Kreta beschloß, nachdem die Pforte ihre Forde⸗
rungen abgelehnt, ihre Rechte mit den Waffen zu vertheidigen.
Es stehe ein allgemeiner Aufstand bebor. Auch in Epirus seien
einzelne Aufstände vorgekommen.

Sit. Petersburg, 1I. Juni. Nach russischen offiziellen
Berichten ist die türkische ürmee bei Zenin vor Etrzerum 50,000
Nann stark. — Die „Russische Petersburger Zeitung“ leiht den
Erwartungen Ausdruck, welche sich an den Donauubergang knüpfen.
xFin neues Ultimatum vor dem Uebergang an die Türkei zu senden,
vürde den Muth der letzteren nur heben. Das Schicksal der Mol⸗
au und Wallachei wird endgiltig nur hinter dem Baltam eni-
chieden, dort befindet sich noch der Schlüssel zu einer vollständigen
Befreiung Bulgariens, Bozniens, Serbient, der Herzegowinag und
der andern chriftlichen Provinzen der Türkei. Na h Erfüllung dieser
lufgabe erst kommt die Reihe an die eigenen Interessen Rußlands
und daun eist wird das große Wort ausgesprochen werden, welches
das historische Schiksal des Slaventhums bestimmen muß.

Vermischtes.

FSt. Ingbert, 18. Juni. Heute Mittag nach 12
Uhr hatten wir etwa einen, . Stunde andauernden Gewittersturm
mit Hagel, der jsedoch keinen besondern Schaden berursachte.

,Ensheim, 9. Juni. Heute schlug der Bliß bei hef⸗
igem Gewitterregen in der Nähe des Dorfes in sechs Telegraphen⸗
tangen und spallete dieselben der ganzen Länge nach.

F Vor die am 18. ds. Mis«. unter dem Vorsitze des k. Ap⸗
»ellation gerichtsrathes Hessert ia Jweibrücken beginnende Schwur⸗
Jerichtsession des II. Quartals pro 1877 sind folgende Personen
ur Aburtheilung verwiesen. 1. Wölfling, Johann Philipp 40
Jahre alt, Tagner von Heiligenstein, wegen vorsätzlicher Brand⸗
tiftung. Verhandlung am 18. Juni, Morgens 8 Ubr. 2. Mohr,
Jatob, 17 Jahre alt, Kaufmannslehrling in Mutterstadt, Sohn
»es verstorbenen Lehrers Adolph Mohr zu Freinsheim, wegen Todt⸗
chlags. Verhandlung am 19. Juni, Morgens 8 Uhr.

f In HÄoringen hat sich am 9. Juni ein Bauersmann
Namens Brenner, mittelst einer Sense den Hals abgeschnitten⸗
derselbe war schon lange Zeit geisleskrant.

f Berlin, 11. Juni. Der Reichsanzeiger“ schreibt: Nach
amtlichen Nachrichten hat am 5. Juni in Yolohama (Japan) eine
Schlägerei zwischen Matrosen des deuischen Kriegsschiffes „Elifabeth“
ind französischen Seeleuten Statt gefunden, wobei von den letzteren
in Mann geltödtet und ein zweiter toͤdtlich verwundet wurde. Die
Zerausforderung scheine von franzdsischer Seite ausgegangen zu sein.
ẽ8 sei dasür Sorge getragen, daß die Untersuchung des bedauer⸗
ichen Vorfalles eingehend und unparteiisch erfolge.

Reichs⸗Oberhandelsgericht. Zwei „edle Seelen“ offe abarten
n erinem Rechtastreite ihre Beschäftsgehe:mnisse. Der Eine ist
Weinhändler, der Andere ist Weinfabrikant; Beide wohnen in
Korddeutschland und der Kläger forderte den Kaufpreis für 6000
riter Wein, wogegen der Andere einwendete, es sei ihm gar lein
Wein geliefert worden sondern ein Gebräu, bestehend aus Grüne—
erger Gewächs (schrecklihhen Angedenkens ), Wasser und Trauben⸗
ucher. Der klagende Weinhändler bestritt dies gar nicht, bewies
iber, daß der Verklagte gerade diese Mixtur bestellt habe, weil er
araus die sehr beliebten Ungarweine fabticire. Natürlich wurde
inter solchen Umständen der Käufer zur —AV
von 30 Pf. pro Liter () verurtheilt. Dabn hatten freilich die
Zuhörer die lebhafte Empfinvung, ez sei Schade, doß die Siaats⸗
nwaltschaft leine Noliz nehme von solcher schamloser Verfälschung
von Nahrungqsmitteln.

Ausland.

London, 11. Juni. Die „Times“ berichten von e'nem
Seegefecht, welches in oder vor der Sulinamündung stattgesfunden
habe, und bei welchem drei tussische A
Broße russische Truppenmassen tonjentriren sich zweschen der Aluta
und Vede.

London, 12. Juni. Bel dem gestrigen Diner der
Schneidergilde berüßrten Lord Salisbury und Lord Derty die
Rolhwendigleit eine Politik des Friedens zu verfolgen. Derby
sagte, Endland muüsse bereit sein, seine Interessen zu dertheidigen,
wenn dieselben angegriffen würden, aber das größte aller britischen
Inleressen sei der Friede. — Midhal Pascha war zugegen.

Bukarest, 12. Juni. Mojor Friedrich von“ Kraut
wurde gestern im Haup:quartier zu Plojesti als der Spionage ver⸗
»achtig erschossen. Zwei andere Perfonen, Oesterreichere, ebenfalls
derdächtig, wurden verhaftet, aber von der österreich schen Regierung
rellamiri.

Konstantinopel, 11. Juni. Gestern hat sich die
danonade zwischen den Positionen von Giurgewo und Rusischuck
diederholt. — Vom asiatischen Kriegsschauplaß liegen keine Neuen
—VR— steht noch vor Erzerum. —
die hiesigen Zeitungen sind aufgefordert worden, ihre Sprache
jegen Griechenland zu mäßigen.

onstantinopel, 12. Juni. Die russische Avant⸗
surde räumte Olti; Penek wurde nach Entisendung dreier üürkischer
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        pgemberg, 9. Juni. Die Stadt Trembowla wurde
gestern von einer schreclichen Feuersbrunst heimgesucht. 92 Häuser
find sammt der, Kirche abzebrünnt.

JVon dem, was ein r ussfüssch er Magen leisten kann,
entwirft der Correjpondest eines Wiener Blaties nachstehendes
drastisches Bild, fül dessen historische Treue einzustehe/ wir ihm
sralich überlassen müssen. Eine großere Gejsellschaft, so erzaͤhlte
er, in welcher sich elliche russische Unteroffiziere befanden, debaltirte
dieser Tage in: Bularest uber die Verschiedenartigkeit der „Geschmacer“
ind enugbs sicht endlich⸗Aber eiae Wette, zu deren. Ausführung
rinr der⸗ Soldaten auf, der Stelle schritt. Auf dem Tisch, an
welchem die Gesellschaft saß, befand sich ein gläserner Fidibusbecher,
sur Halfte gelüllt. mit. Cigartenen den, Ajche und dalbverlohlten
Zundhoͤlzchen. In dieses angenehme Mischmasch schüttelte der Russe
Haprils⸗ Pfeffer und Salz, goß Bier, Branntme'n und; Eisig dazu,
verzierte das Ganze mit Käse und Käserinden, und verspeiste das
netarsige Gericht mit sichtlichem Behagen. Sodann strich er den
Betrag der Wette ein und that, als wenn nichts besonders vor⸗
gefsen ware. Trotz der nahen Kriegsbedrängniß sprach doch ganz
Bukarest am. nächften Tage von dem muthigen Russen und dem
Straußenmagen desselben.

ebvexfall eined Eisenbahnzuges) Aus Phila delphia
vird unterm 4. ds.“ gemeldet: „Auf der St. Louis⸗ und St.
Francisco⸗Eisenhahu⸗ 186 Meilen westlich von erstgenannten Orte,
lockerte eine Fäuberbande am Sonntag AÄbend die Schienen, fügle
sie aber wieder in solcher Weise ein, daß ein nahender Zug un—
hedingt den Damm hinunterstürzen mußte. Die Naͤcht war dunkel
und regnete, Ein Etzug naherte sich um 81 Uhr und der
dolomotivführer, Hindernisse erblickend, wendete die Bremse an, aber
zu spüt. Die Lokomotiber und der Gepäckwagen. stürzten den Damm
ihunler“, eing Distauz von 40 Fuß. Der Lokymolivführer, der
heiger wn ein Pofsagiex wurden gelddiet. Die Räuber feuert⸗n
hre Pisto en auf den Zug eb, saher als sie dann sahen, daß ex
für ihre Zwece nicht hinreichend zertrümmerl sei, fuchten sie schnell
das Weite
— — —

Dienstesnachrichten.

Se. Majestät der König haben die katholische Pfarrei Iggel⸗
heim dem Psaxrer; Philipp Eenst Hasse in Esthal allergnädigst
Abertragen. J

Se. Nai. der König“ haben die 2. profkestantische Pfarrftelle
in Neustadt a. H. und die 8. Protestantische Pfartstelle daselbfl
dem Pfarrer Karl Friedrich Wilhelm Straub zu Ellerstadt aller«
znädigst verliehen.

Die geprüfte Lehrerin Phil ppina Graß aus Feilbingert wurde
ur Vehrerin auf die erledigte protestantische Schulverweserstelle zu
Odernheim, der interimistische Verweser an der katholischen Schule
‚u Neuburg, Schuldienstexsp.ktant Georg Bappert, zum Schulverweser,
der Lehret Christian-Zimmer in Wilgartswiesen zum Lehrer an
der oberen confessionell gemischten Schule zu Nußbach, und — der
intecimistesche Verweser der katbolischen Schulverweserstelle zu Spes ·
hach, Schuldienst-Exspektant Jakob Moritz, zum Schulberweser
ernannt.
—— —— — — — — — —
Fur die Kedacion verantwortlich: æ.* De me tz.
Trotz aller Angriffe,
g 5 Zeit von interessirten
Bersonen *gegen Dr. Airy's Narurheilmethode losgelassen werden
Jjat sich dies vorzügliche popular · medicinische Werk und das darin
esprochene Heilverfahren immer neue Anhänger erworben und in
miter weiteren Kreisen günstigste Aufnahme gefunden, was schon
haraus hervorgeht, daß dasselbe bereits in mehreten fremden
Sprachen gedruckt werden mußte und schon über 90 Auflagen ere
lebt hat. Wir glauben daher auch nur im Interesse der zahlreichen,
nach Hilfe — Heilunç verlaugenden Kranken zu handeln, wenn
vir ihnen auf Grund diefer Thatsachen und der zahlreichen glän—
enden Zeugnisse dieses, nux 1.Mark kostende Buch dringend zur
Anschaffung und Därnach achtung empfehlen. Um nunaber durch
ihnlich betiteln Bücher nicht irre geführt zu werden, verlange mag
zusdrücklich:“ Der. Airy's Raturheinmen ho d'e, Original⸗
Ausgabe vonNichter!k Verlags⸗Anflaltin Leipzig.
—
— —
Stadtrathsbeschluß
i ni — 575
14Bezüglich der Herstellung · dar Baͤhnlinie von Laußlixchen
nachBlieskastel. hat der Siaͤdtrath beschlossen, das Gesuch
des Stadirathes von Blieskastel nicht zu unterstützen, indem
es nur wünschenswerth erscheine. direcie Züge zu bekommen.
Die aus Gemeindekassen fließenden Bezůge der Schullehrer
unmrechnungdes Guldens zu 1,80 M. — wurde bis
auf Weiteres vertagt.
Der Giebel am Schulhaufe zu Schnappbach wird mit
Ziegeln gedeckt.
Die Rechnung der Gasanstalt —V— und
sann innerhalb 14 Tagen auf dem unterfertigten Amte
eingesehen; werden.
Der Stadtrath hat Antrag gestellt, daß der Abtheilungẽ⸗
nterricht in St. Ingbert aufgehoben werde.
Für einen unbemitlelten Schüler der Baugewerkschule in
Kaiferslautern zum Besuche des Wintersemesters wurde der
Beitag von 170 Mark bewilligt.
St. Inabert. den 13. Juni 1877.
Das Bürgermeistecamt
SEuster.

Bekanntmachung.
Für die Stadt St. Ingbert
wird ein Aichmeister aufze⸗
tellt. Bewyerbez wollen sich in⸗
nerhalb 14 Tagen. beim unter⸗
erligten Amte anwelden.
Ste Ingbert, 13. Juni 1877.
Das Bürgermeisteramt:
Custer.

——

AUa⸗-
ILEI

pr

7
Col. 9 m/m.
ber Stück 20 und 22 Mk.
Otto Weicgand.
Sonntag. den 17. Juni 91—
Harmonie-Musik

7
Bekanntmachung.
Es ist schon öfters vorgekommen, daß ing , welche an
ihren Wohnhäusern, die außerhalb des Alignemenis sich befinden,
Reparaturen vorgenommen haten, wegen nicht gemachter Anzeige
orototoslirt wurden.

Die Hauebesitzer werden hiermit aufmerksam gemacht, daß
rechtzeitig die Anzeige zu mochen ist und zwar;

I. Die an der Kaiserstraße wohnenden Besiter haben dies
bei dem kgl. Straßen und Flußbauamt in Ka'serslautern zu thun.

2 Zie am der Distriktestraße wohnenden Besitzer haben ihre
Gesuche beim kgl. Vezirksamte Zweibrücken vorzubringen und

3. Die an den Gemeindewegen und Gemeindestraßen liegenden
Befitzer haben ihre Anlräge bei dem unterfertigten Amte vorzu⸗—
bringen.

St. Ingbert, den 13. Juni 1877.

Das Burgermeisteramt:
Custer.
Ie i ee on J. x. Demeß in St

der BrauereSit Ir.
Anfang Nachmittagßs 3 Uhr.

232
2* 5

——————

224

Matjeshäringe
eent Stüch 20 Pf.
J. Peters.
AAIVVICCC.
Heilbar
st Truntwahnsinn? und zu be—
eifigen Trunkenheit mit und ohue
Wissen; glaubhafte Atteste stehen
nir zut Seite und leiste für den
krfolg Garanthe. Man
wende sich an h. Lo-
neitzkKy, Droguen⸗ ü. sträuter⸗
handlung in Grünbeta in
Schlesien.
An alle Kranken!

Leset das große Kranken⸗
buch „Der Tempel der Ge⸗
sundhe't!“ Es werden darin
keine Geheimmittel empfohlen,
vielmehr auf eine Heilmethode
hingewiesen, die schon Tau⸗
sende gerettet hat. Durch E.
Schlefinger, Berlin 8.,
Neue Jalobstr. 6 für 1M.
zu bezichen.

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7 7 e Ingberter Anzeiger und das (2 — wRit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblati. 27
* Acin wbchentlich iermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abomnemeutspreis hetrdat viert * —
20 R.-Hfe. Anzeigen werden mmit 10 Plac von Auswarts it 13 Pfs. kur dee viergelbaitene Geile Blaitschrist oder deren Raum, Meciamen
Maend adiz. Arzetgen zereen mi mit 80 pfa. pro Zeile berechnettt

452
α—
, “ 33 8
M 92. — ⏑ — — — Samstag, den IG. Juni νν er et .de 1874.

ve z3 F p..... —— u es ee e tirn 9 —6
ν.—
Deutsches Reich. ,

Muünchen, 18. Juni.“ In gut unterrichleten Hreisenhält
nau die Ernennung des Regierungsprüsidenten“ von? Unterfränken
Hrafen d. Luxhurg zum Gesfandten in Berlin als demmaͤchst bevor⸗
tehend c. .2 2
herder wie in unf:ren mililaärischen Kreisen versichert wirb, entdehrt
die seit einigen Jahren wiederholt und neuerdings zuerst durch
die „Augsb. Postzig.“ verbreitete Nachricht, daß zwei neut bayerische
Naballexie ⸗Regimenter und zwar Husaren errichtel werden sollen,
dann daß die Mittel hiezu in dem den Kammernealsbald vorzu⸗
— ———
Begruͤndung. Es bietet der Etat nur die Mittel für die bayerische
Armee in ihrem dermaͤligen Bestande, nicht aͤber noch für zwei
weitere Kavallerie⸗Regimenter. *

Berlin, 12. Juni. In einigen Tagen tritt der ungarische
Reichstag wieder zusammen und es wird dann aus Anlaß der piel⸗

—X
mischen Scenen nicht fehlen. Die weit überwiegende Mehrbeit; des
Reichstages ist fest entschlossen. Oesterreich zum Kriege gegen Ruß—
land zu drängen bezw. zu zwingen.“ Hinter dem Reichstage steht
das magyharische Volk, das durch die leidenschaftlich erregte-Presse
zum Zampfe gegen die russenfreundliche Partei in Wien und den
südlichen Ländern der ungarischen Krone angefeuert wird. Wie
nan aus Peste meldet, geht die Majorität des ungarischen Ab⸗
zjeordne:enhauses mit dem Plane um ,‚ dem-Ministerium Tisza die
Steuern zu verweigern, um es dadurch zum Rückiritt zu zwingen,
da man von der gegenwärtigen Regierung doch keine Aktion gegen
Rußland erhoffen zu können glaubt.: Uebrigens beabsichtigt die
magyarifche Partei im Reichstage noch Anträge bezüglich der Mobi⸗

lisirung der Honvedarmee einzubringen. 53 pe

Berbin, 13. Junk. Der „Reichsanzeiger“ enthält eine

Bekanntmachung des Reichskanzlers vom 12. ds. betr. die Ausgabe
pon 20 Millionen Mark unverzins icher Schatza we sungen ,‚wovon
10 Millionen eine dreimonatliche Umlaufszeit vom 12. Juni bis
12. September, 10.Millionen eine viermonatliche Umlaulszen vom
J. Juni bis 9. Oclobee haben. —

Berlin, 13. Juni. Die „Provinzial ⸗Coxespondenz“ schreibt

am Schlusse eines kurzen Resumes»: der Kriegsporgänge? dir letzten
Wocht: Inzwischen ist die friedlicheLage unter den europäischen
Mächten noch bestärkt durch beruhigende Versicherungen, welche Ruß⸗
land neuerdings der englischen Regierung gegeben hat und wodurch
die Besorgnisse wegen Beeinträchtigung der englischen Juteressen
eitent Ruflands noch entschiedener als bisher beseitigt wurden.
Die russische Regierung machte von den betreffenden Erklärungen
auch den übrigen Mächten Mittheilung. — VDer Aufenthalt des
daisers in Ems wird der „Prov.Corresp.“ zufolge sich bis Ende
der ersien Juli Woche erstrecken. Der Kaiset wird dann vermuthlich
zum Besuch nach der Insel Mainau und Mitte Juli nach Gastein
iich begeben, von wo derselbe etwaß am 10. UAugust nach Berlin
urückzulehren gedentt eẽ·.

„Darmstadt, 11. Juni. Seit voriger Woche fehlt der hie⸗

ige Kriegsraih W. Derselbe war Rechner verschiedener meluärischer

Fonds. in weichen bei einer jn voriger Woche borgenommenen Visi-

at'on sich ein Manko von 20,000 Gulden vorfand. W. verwaltete

eit den Uebergang dies hessischen Mililerwesens an Preußen die
zessische Kriegatasse und soll in cinem hinterlassenen Briefe zugestanden
aden, daß er schon im Jahre 1867 die fehlende Summe aus der

Kriegslasse genoinmen und später den Defekt aus den Beständen

der verschiedenen von ihm verwalteten Fonds gedeckt habe. Rur

urch eine 10 Jahre lang fortgesetzte falsche Buchung war es moͤglich,
das Defizit so lange zu verheimüchen. Die Sache erregt allgemein

)as peinlichsie Aussehen. * —
Darmstadt, 18. Juni. Das Regierungöblait publicirt

nie Verlundigung des Regierungkantrittes des Großherzogs Ludwig IV.

Aussand.
Wien, 18. Juni. Die Reise des Fürsten Milan nach
        <pb n="314" />
        Permischtes..

p um 242 d. Vomntgogi 10 uhr, wird J pfalz Müllerber
hand in —B———————— Generolvecsammlung abhalten.

pDin rih in Imi⸗. Der Stand der dulder ist in
diesem Jahre so schon wie felten. EAi⸗ drachten neulich die Nach⸗
richt von einer Geistenähre mit 17 Noͤrnern in der Zeile, theilen
Sie heute Ihren Lesern mit von einen Kleestäͤngel, der aus einen
Fledacerhinlet der Saline genommen ist und 1. Meter 80 CEim—
von der Wurjel aufwarts mißt / und von einem gleichfalls in hie⸗
iger Gemarkung gewachsenen Kornhalmen don V Meter 82 Cint.
dange. ( D. A.)

D sX ιαö. Juui- Heute. Morgen. a4wischen. 7 und
b Uhr ertschlus dahier der Blitz den Aderer B. Huber. Er eilte
dom GFelde, wo er mit Maͤhen beschäftigt war, mit zwei Begleitemn
nach Hause, um den nahenden Gewitler zu entgehen. Ganz nahe
en Dorfe waf ihn ein Blitzstrahl und töͤdete ihn sofort, während
seine Begleiter der eine vor, der andere hinter ihm hergehend
wit demn blosen Schrecken davon kamen. —

Gernertheim, 183. Juni. Gestern starb' ein im
Feeien arbeitender Maurer in Folge des Sonnenstiches. — Der
Rhein ift in Folge der starken Regngüsse in anhaltendem Steigen.

pFranfkfart, 11. Juni. Um verflossenen Samstag

rug sich hier, wie die .Didaskalia“- meldet, der wahrscheinlich in
den Thealer⸗ Annalen poch nicht dagewesene Fall zu, daß wegen
Mangel an Beiheiligung keine Thealervorsiellung stattfand. Es
veten nur pwei Karien verkauft worden. vin u

p. Qarlgrute, 12. Juni. Gestern Nachmittag fand beim
Baden im Rhein bei Maxau ein junger Mann, aus Diceden ge⸗
burlig, durch Ertrinken seinen Tod. Vom fiädtischen Bad aus
preng derselbe einige Mal in den freien Rhein, biß er zum
Schregen der Nahestehenden unversehens nicht wieder zum Vor ·
schein kam.

IrDarmfadt, 11. Juni. Der tagliche Anzeiger schreibt:
Die gefaͤhrliche Erkrankung unseres Großherzogs hat den Schleier
zehoben, der hbis jetzt über eine persönliche Angelegenheit Allerhöchst⸗
desselben gelegt war. Wie wir von verläßlicher Seite erfahren, ist
zurch Miltheilung an die großherzogliche Familie wie durch Vor⸗
stellung vor dem Hofstaat erklärt worden, daß Se. Koͤnigl. Hoheit
eit neun Jahren mit Frau von Hochstadten (dormals Fraulein Appel)
morganatisch verbeirathet sind.“ — Schon vor m hreren Jahren
vprachte die Main-Zeitung die Nachricht, daß Seine Koͤnigliche Ho
heit der Großheczog eide morganatische Ehe mil Fränlein Appel,
gewesene Ballen Taͤnjerin am Hoftheater, eingegangen habe; daimals
vurde die Nachricht dementirt, jtt wiederholt das Blatt diefelse
mier Bezug: auf jene frühere Notiz.

pherlin, 12. Juni.- Heute Nochmiftag halb 2 Uhr entlud
sich hier ein jo schweres Hagelwetter, wie man es seit Menschenge⸗
enken nicht etlebt. Eisklumpen wie eine Wallnuß so groß fi len
hernieder; auf den Straßen, in den Restaurants und öffentlichen
Harten wurden die Glaskandelaber massenhaft zertrümmert. —
Nehnlich lautende Nachrichten liegen auch aus Köln vor, woselbst
zer Hagelschlag namenilich an den Fenstern der Häufer und Krrchen
roßen Schaden anrtichtete. UAn den Gebäuder der Centralwerlstätten
Aeia wurden etwa 10,000 Scheiben zettrümmert.

7 In Leipzig fiel ein 13 Monate alter Knabe zum Fenster
hinaus drei Stodwerle hoch auf die Straße, ohne sich erheblich zu
eschädigen. 5

In dem Docrfe U nier⸗Thomenau bei Lundeuburz trat
in junger Familienvater beim Verlassen des Beites in eine Nadel
and statrb deu Tag darauf an Blutvergiftung.

JIs dem Vorse Bozwa bei Horzowitz in Vöhmen siad am
3. d. 25 Wohnhäuser sammt allen Wirthschaftsgebauden abgebrannt.
Fine achtzigjährige Frau und ein dreijähriges Nind sied im Feuer
amgelommen.

Aarau, II. Juni. Aargauer Blätter erzählen solgende
heldenmüthige That eines Mädchens: Letzten Samstag Vormittags,
aus der Eisenbahnzug mit den freiburgischen Eisenbahnpilgern gegen
ie Sialnion Niederwyl heranbrauste, wurde ein Pferd scheu und
zrang, eine daselost bsindliche Barriere dur hbrechend, mit dem ab⸗
gespannten Wagen auf das Bahngeleise ein. Der Tochter deßs
Zahnwaͤrters, die daseibst den Dienst versah, gelang es noch Pferd
und Wagen ab dem Zugsgeleise zu bringen; da fällt im Moment,
vie dir Zug da ist, ein Kind das auf dem Wagen gesessen, auf
hie Schienen. Mil Entfetzen sieht das Zuge personal, unvermoͤgend,
was zut Berhütung des Unglücs zu thun, dem grausen Schan⸗
spiele zu. Ein Ausgendlick noch ud das Kind ist zermalmt — da
ftürzt fich das Mädchen die Signalflagge bei Seite werfend, das
eigene Leben nicht achtend, rasch enischlossen hinzu — das Blut
starrt den Zoschauern, denn sie glauben Beide unrettbar berloren
ein rascher Sprung und Beide, d'e hochherzige Retterin und
das Kind sind gereltet.

4(Russen und Preußen). Das ‚erl. Tagbl.“
zübl folgende Aneldote, die ihm von einem Augenzeugen mitgetheilt

vorden ist. Der Prinz Friedrich Karl wohnte bei seinem Aufent⸗
jalte in Rußlard einem Mandver russischer Truppen bei Die
Jataillone der Garbe defilirten an ihm vorüber. Er beobachtete an
qnen Alles mit peinlicher JZufmerlsambeit. Die Blikke dee ihm zur
zeite haltenden Generdie“, weiche von dem Wunsche beseelt waren,
in Uriheil aus seinent· Munde über den Werth des Truppentheils
u vernehmen, dingen an seinem Auge. Der Prinz errieth ihre
seugier. Meeine Herrn“ wandte — er sich zu ihnen, lassen Sie
ie Mannfchaften einmal laufen.“ Det Befeht wurde gegeben und
er Feldmarschall zog seine Uhr. Nach einigen— wohlgezählten
Ninuten sprang er pidtzlich vom Pferde, hielt einen der am mun⸗
ersten trabenden Soldaden, welcher durch jseige besonders kräftige
hestalt auffiel, im Laufe auf nud legte sein Ohr an dessen Brusi.
dasselbe wiederholte er an einem zweiten, nicht minder traftig aus⸗
chenden Mann-, sodann an einem dritten und wohl noch. waͤhrend
ez Manbvers ein halbeß dutzendmal. Sodann wandtie er sich gegen
zie rusfischen Offiziere. „Meire Herrn,“ sprach er, ich bin weit
avon entfernt, Ihre Soldaten herabzuwürdigen, indessen gestatten
Sie mir, daß ich den unserigen den Vorzug gebe ß.
77336ur Ehre Gottes.“ Im Jahre 18380 wurde
u Maderid ein merkwürdiges Altenstück gefunden, in welchem
zie Opfer der Inquisition stalistisch nachgewiesen find. Nach dem⸗
iben fielen durch Torquemado 105, 288, unter Cisneros 51167,
inler Diego Percz 84,052 Menschen als Opler dieses schredlichen
werichts. Die Zahl der Personen, welche unter den früheren In⸗
suisitionen im Kerter schmachteten, wird auf 3,410,215 angegeben;
abon wurden 81,912 lebendig verbrannt, eine weit grbhere Zahl
am durch Martern aller Art, durch Krankheiten in den scheußlichen
Befängnifsen u. dgl. ums Leben, 281,450 mußten auf Lebenszeit
zuße ihun. Durch die Inquifition sind 500,000 Familien der⸗
richiet worden und Spanen hat sie zwei Millionen seiner Landes ⸗
inder getostet.

pEin anerbdrtes Verrechen, Untee dem

kitel; „Ein Mann an e'n Bahngeleise gebunden“ bringt das
Deily Tourier Journals don Lomsvelle Kentucky) die Rachricht
‚on einem grausamen Verbrechen, dessen Opfer ein Franzsse Namens
Jugust Gartner wurde. Dieser begab sich nach Lousbesle, um
zor eine Beschaftigung zu suchen. Da er fehr wenig Geld besaß,
eschloß er, den Weg zu Fuß zu machen. Abends 10 Uhr, als
hariuer läugs der Bahntrace in der Nahe von Henryville wanderte,
vurde er bon drei Individuen angefallen, welche von ihm Geld
erlangten. Er anlwortete, er sei sehr arm und habe blos ein ge
Dollar, welche er sparen müsse, bis er einen Dienst gefunden habe.
Diese Antwort rührte die Rauber keinebwent, sie stuützten sich auf
Harthner, warfen ihn zu Boden und nahmen ihm das Wenige ab,
as er besaß. Nachdem di:s geschehen war, folgte, we das ame⸗
itanische Journal weiter erzaͤhlt, eine entsetzliche Scene: Ungeachtet
es Flehens des Unglückichen banden die Banditen denselben mit
inem Stirick an die Bahnschienen fest und entfernten sich hierauf.
Man kann sich wohl die Qualen vorstellen, welche der Unglüdliche
duldele DEi Racht war siockfinster, es regnete in Strd. nen, Nie⸗
nand war in der Rähe, der Hilfe br'ngen lounte. Endlich nach
aft üdermenschlicher Ansirengung gelang es Gartner, sich theilweise
us seinen Banden zu besreien, nur das linle Bein konnte er nicht
obmachen. Er mochte etwa eine halbe Stunde auf dem Geleise
jelegen haben, als der Pfiff einer Lokomoltive erscholl, das Lärmen
s heranbrousenden Zuges übertonte das Hülsegeschrei des Unglüd⸗
ichen. Er schloß die Augen und ergab sich in sein Schichjal. Bald
iber stieß er einen Schmerzeusschrei aus und — die Maschine hatte
hm das Bein zerma!'mt. Sobald der Train vorüber war, schleppte
ich Gartner einige Schritte weiter und verlor dann das Bewußt⸗
ein. Bei Tagesanbtuch wurde der Bedauernswerthe von mehreren
Zersonen aufgefunden, welche ihn aus seiner Ohnmacht erwedlen.
zc hatte noch die Kraft, eine Schilderung des Vorgefallenen zu
seben, und starb dann nach einigen Augenbliden. Die Municipalität
on Henryville setzte einen Preis von 1000 Dollar für die Er⸗
zreifung der drei Räuber aus. Drei des Verbrechens Verdacht'ge
vurder verhaftet.

Der Getreidehandel Chicago! 5. Ja jedem
Frühjahr verläßt eine Flotte von Getreidebeladenen Dampf erschiffen
ie üfer des Michigan, un ihten Weg über den Huronen⸗ den
Frie den Ontariosee und den St. Lorenzstrom nach Europa zu
ehmen. So groß wie in diesem Jahre wat die Zabt dieset
ZSchiffe noch nicht, welche Getreide don Chicago nach Europa suhrten.
27 große, dreimastige Dampffchiffe bringen ungeheuere Getreidemassen
nach London um dem Mangel abzuhelfen, der durch die Sperrung
ver Donauhäfen und des schwarzen Meeres entstehen koͤnnte.

paürasthiche Sauglinge. Es ist bekannt, daß
Fisenbahn⸗Reisende es nirgends lieben, wenn die Coupees, in welchen
ie sahren, bis auf den leßten Sitz besetzt sind. Ebenso lieben es
iele icht in Coupees zu sahren, in denen sich Säuglinge befinden,
ie entweder durch Weinen, oder andere natürliche Vorfaͤlle unange⸗
irͤzmm werden lönnen. Diese beiden Erfahtungen benüßze nevestens
        <pb n="315" />
        ir nckijcher Nudufteielle eꝛ Dm Enstlihe Gaäuglinge“ für Eisen⸗
cy⸗ Reisende *anzuklindigen: »Der Preistarif“ fuͤhrts sluaf Classe
uud z1. Gewohnliche Reiselinder, die aus Furcht zu *7 sceinen
unh die wan in die Jaiche Reden kann — 16 Sqhi z 25 nicht
u aut, aber —8 und uͤnerträglich Weinende —2 Saidine,
3. Vollständige Schreihaͤlse, mit durchdriugender Stimme, eine ganj

Octave füllend — 2Pfe Sterling; 4) deeselben, steis beret zum
Repetiren — 2 Pf. Sterling 6 Schillinge, und 6. die erste Qua⸗
itat, fortwaͤhtaden Schereien— sühig Bbeppf, SleclingetWahn
chesnlich werden sich die —A dig wit Stzuglingen
reisen, in der unangenehmen Lage befieven, I'ttfahren, daß man
hresLeeblinge blos füf mit e e Nautschukt überzogent,

mechanische Sirei⸗ Appuͤrate· Eeste

Daz tosten die Kriege der leßtens, 28 Jahre vem Nationak⸗
dermögen der alten und Reuen Welt aͤn Blut und Gut 7. Der
dondoner, Economist“ bringt einen statistischen Aufsaßz, der“ odige
Frage behandelt. Die Ergebnisse als richtig dorausgesezzt, würde
ich Folgendes herausstellen. Die zwölf Kriege, die hier in Betracht
ommen, losteten durch Tod vor dem Feinde oder in Folge von
Frtrantungen 1,948,000 Menschenseben,, also etwa die Hälfte der
Bepbikerung des Londoner Weichbildes. An Geld erforderten sie
einen KRuswand von 48 Milliarden und 260 Millionen Mark
2 Milliarden 413 Millionen Pfd. Sterl.), eine Summe, die dem
acht bis zehnfachen Betrag der Jahreseinkünfte der sämmilichen
zuropaischen Staaten, sowie Nordamerikas gleichkommf. Der Ver—⸗
'afser gelangte zu diesem Resultate durch folgende Zusammenstel ⸗
ungen: J —

Menschenverlust: 1. Krimktieg 780,000 Mann, 2. Jialie—
rischer Krieg von 1889 48,000, 8. Schleswig-Holsteiniger strieg
864 3000, 4. Nordamerikanischer Vürgetkrieg: der Norden,
80,000, der Süden, 250 000, 5. Deutsch⸗Oefferreichischer Krieg
i866 45, 000 6.- 10. Expeditonen nach Mexlo, Cochinchino,
Mtarotto;, Paraguay, ⁊c. 65 000. 11. Deutsche Franzosischer Krieg

870714 Srankraich, 165. 009, Deuischland 60,000, 12. Bul⸗
ran Sercbischer Ain fland 2e odb. Fasawhneni dag oho eanhe
stosten: 1. Arimkrieg 8349,000, 000 Lstri., 2. Jlalienischer
drieg von 1889 60,000 0000 33 Schledwig⸗ Holsteiniger Krieg
00, 000 4. Rordamerikanischer Bürgerkrieg: der Norden,
240, 000, 000. der Süden 460, 000. 000, 8. Deussch Oesterreichilscheg
drieg 1866, 66,000, 000, 6. - 10. Expeditionen nach Mexiko
cochinchina, Marolko, Paraguay ꝛc. 40,000,000, 11. Deuische—
anzoͤsischer Krieg o Frankreich· Deutschland 500,000,00 0
2. Sulgarisch Serbischer Aufstand Fusammen“? 2,413,000,000
stel. Welches gewechtige stummberedte Plaidoyer gegen den Krieg
ieat in diesen kolossalen Ffferns
a i⸗ Pedaction verantwortlich: F. X. D ⸗
liothek für Jäger und Jagdfreunde, derausgegeben
von C. E. Freiberr dvon Tungen. 1. Heft: Jagde
ystorische Rückbblide von Dr. J. Foichtinger. 50. Pfennige
Leipzig. Verlag von Schmidt und Gunther.
Diese, Biblwothet“ erscheinte'n zwanglosen Heften in der Staͤrke
on je 268 83 Druckbogen im Preise zu 50 Pfennig pro Heft.
Fedes Heft wird eine oder mehrere vollsiandig abgeschlossene Ab⸗
»audlungen enihalten, so zwar,“ daß sämmtliche Abhandlungen zue
ammengestellt eine erschöpfende Jagd⸗Bibliothel bilden. Die The⸗
naia zu den verschie denen Abhaudlungen sollen saͤmmilichen Geb'eten
zer Jagdkunde entnommen werden: Th. Gischichie der Jagd, wozu“
nuch Biographien berühmter Waidmänner und Jagdschrifisteller
jerechnet werden; 2) Naturgeschichte des Wildes; 83) Jagd und
Fang deßs Wildes; 4) Hege ‚des Wildes, Wild ucht und Wilb⸗
jenutzung; 8) Die zur Ausübung der Jagd nothwendigen Hilfs⸗
nittel: Woffen, Pulver und Blei ꝛc., 6) Hund züchtung, deren
krziehung Dressur; 7) Jagdverwaltungtkunde“, Jagdgesetzgebung.
kine Anzahl bedeutender Mitarbeiter haben ihre Unterstützung zu⸗
esaqt? so daß diese Bibliothek gewiß eine, Jierde der Jagdliteratur
verden wird.
*
—

ausgeführt von der Lindine r'schen Kapelle
ꝛei IJ —— I. Oberhauser.
CK. F. Deiker's Oeldruck-Prämienbilder

Sonniag Nachmittag von —
daße

Nebenstehender
XC
Bon

Prämien⸗Schein,
edoch nur für Abonnenten dieser Zeitung.
Nr. J. Deiker, Wildkatze mit Fasan.
(tatt 12 M.) nur 3 WMark.
Prachtvoller Oelfarbendruck in 13 Farben.
40 Ctm. hoch, 36 Cim. breit.
Nr. II. Deiker, Fuchs im Dohnen—

stieg. (tatt 12M.) nur 3 M.

In 15 Farben.
Begenstück zur Wildkatze, ebenfalls Oeldruck
in gleicher Schönheit und Größe.
Diese beiden von dem berühmten Thier⸗
naler Deiker auszeführten Oeldrucke bilden

ine prachtvolle Zimmerzierde.

VB. Außerdem tritt eine Ermäßigung
in, sobald die geehrten Abonnenten mehr
als ein Expl. bestellen, wie folgt:
Wir liefern bei Abnahme von
Nr. J/1I1 anstatt für 6 M. mit — 5 Mark.
Nrt. I/ILin 2 Expl. anstatt für 12 M.m. *9M.
Ktr. I/II in 3 Expl. anstati für 18 M.m.*13 M.
deipzig. J

S. Schmidt &amp; E. Günther,
Verlagshandlung.
Der Unterzeichnete bestellt bei der Buch⸗
jandlung resp.
U. Sehmidt &amp; O. Günther
in Leipzig

swrnach gesche⸗
Jener Unterschrift
er Buchhandlng.
u übersenden.
Die geehrten
Post ⸗Abonnenten
vollen sich mit
dorlegung dieses
Scheines an die
nüchste Buchhand⸗
ung oder aa die
Verlagshandlng.
wenden. Auch
verden von der
letzieren Brief⸗
narken als Zah—⸗
lung angenom⸗
nen.

————
NB. Das Ge⸗
wünschte wolle
zurch Unterstrei⸗
hen der Num⸗
nern bezrichnet
verden.

die Rummer
Ort u. Wohnung: Name und Stand:

Lorlad den 18. Juniel. J.—
Jahrmarkt
zu St. Inabert.

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Benn je durch eine Heilmethode
glngende Erfolge erzielt wurden,
o ifi dies: Dr. Airy's Heilmethode
dunderttausende verdanken derfel⸗
en ihre Vesa adeeit, durch sie wurde
nelen Kranken, wie die Atteste be⸗
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Nethode vertranensdvel zuwenden.
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Or. Airy's Raturheilmethode,
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Richter's Verlags⸗-Anstalt, weiche
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»ung von 10 Briefmarken àu 10 Pf.

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Den Betrag biltet man in Brief⸗
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J Verwandten Fteunden und Bekannten die schmerze
liche Mittheilung/ daß heute Nacht unser innigst geliebxt
Buher/ Sohn Bruden, Oulel und. Schwager cu
— V 16t 4 — o 2.32 * *
6ustav Dic
32 3324 Düttenbeamte,
im 49. Lebensjahre nach kurzem Krankenlager sanft ent⸗
schlafen ist.
——— ——
Ef. Inghert. St Jo ann Fsserzautern u
I 9 — —— —30 —R *58
Zweibruůcken den Id. gunt' 1877298 een
0 DDie tieftrauern d HGinterbliebenen,
Die Beerdigung fiudeh morgen —
minag um: 4 Ubre stalt,
—V———

R.. e n 7 *

836 7T143. 4
Gegeuwärtig: 55,000 Abonnenten!!
——— 7 —W
Berliner Tageblatt
mitden Beiblätlern:;4
„Berliner Sommtagsbliati u. IIIustrirtean
Wãtæ viatt VUILIC 3
Reichhaltigste u. billigste deutsche Zeitung
Politische Zeitugg⸗Berliuer Lokal⸗ und G⸗e richtszeitung
Commumales Provinzzeitung F. Interessantes Feuib⸗
leton Epannende Romane erster Autoren · ⸗NSHandels⸗
zeitung nebst vollständ. Courszettel — Unterrichts⸗ und
Erziehüngswesen — Zahlxeiche Spezialcorrespondenten —
Privat⸗Telegramme — Parlanients⸗ Verhandlungen —

Ziehungs⸗Liste der Preuß. Lotterie — Anzeigeblatt,“
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Akonvuomontg⸗ Sche in.

An daß Kaiserl. Postamt zu —

Der Unlerzeichneie abornnrt hiermit auf das —

—9 „Berliner Tageblatt

neist 23233

1. „Berliner —— Witzblatt OIRe

pro III. Quartal 1877 jür 5 Mari 25 PC.

Ort: —— Name des Bestellers:

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*21 — 8* 22
5
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— —*

*

Deutsefe Tspferzeitung ·
Drgan für Topfer- PorzelIIan-und Oftenfabrikanten,

egler und ie damit verwandten Industriezweige.
erausgegoben von Prust Haupt.
Verlag: Rxpedition der „Doutschen XREVE

C(Crnst Baupt) in Naumburg a/8.

Erscheint allo 8 Tage. Abonnementspreis pro Quartal

31Mx. 24. oster. Wahrung. Bestellungen nehmen alle
Zuchhandlungen des In- und Auslandes, desgleichen alle Post-
anstalten an. J

Amorcen werden die, dreigespaltene Petitzéile oder deren
Raum mit, 20 PI berechnet. Die Aufgabe kann direkt oder
eh: ie Amoncen-epeditionen von Rud. Mosse, Häasen-
gtein ꝓ. Vogler u. 8. w. ertolgen. —

— Nachtrag, Nr.

I46

Ausssr. Aufsutzen aus der Feder grösstentheils praktischer
Mitarbeiter bringt die Wochenschrift Abbildungen von Bren--
gfen. Schlemmasehinen Aufklãrung uũher Glasur u. s. w. und
tehen Prohenummer grat is und francd zu Diensten.

Redaktion Druck und Verlag von

2 — Vxxs 5 B*7 . 33* — 8
4 qd
—X
Einem gechrien Publilum pon St- Inobert und Um⸗
gegende zeige hiermin ergebenst an, daß icht vou heute an,
Umzuas halber/ M ——
mmtliche Waaren
vbedentend unter dem Kostenpreise verlaust. 3
eien ven 12. Ip 38
Max August. 3
—
I ———
0. obert, S. v. Peter Grieß
28. Maria, T. v. Idh. Franz
Palmni. Wilhelm, S.»v. Wilh.
Kotl. Peter Joseph, S. v.
Peter Eder. 29. Ludwig. S.
v. Pet: Schmelzer. 80. Marja
Zarolina, T. von Mich. Ochs.
g1. Jos.6. v. Jos Telempel.
B, Ebeshiisßyngenz
A. Mai. Johann Beder mii
Maria Hüther. 8. Joh. Ludw.
Spaniol min Elisabetha Kuhn.
15. Joseph Theodor Ehrhardt
mit Magdalena Micharli. 17.
Joseph Steinfelz mit Katharina
diehl. 18. Karl Thierp mit
Matiq. Reidelstuͤrz. 22. Franj
Best mit Kaihar Pelers. Gtorg
melzer mit Anna Siol Jal.
Schmiti mit Appolonia Lang.
BPhmpp Perrrchem mi Evn
— Heinrich Frigdrich Rup⸗
pert mit Maria, Thomas.
C. Sie gbfalte:
3, Mai. Mario, 9 M. alt,
T. v. Wilhelm Erb. Katharina
Bed, 30 J. alt; Wwe v. Ph.
Ehrhardt. Ludwig, 3 Tage alt,
S. Pon Ludwig Stenger. 4.
xtfisabeiha Aulenbach. 62 J. alt
Ww. von Jakob Lembert. 5.
Johann Grewenig, 60 J. alt,
chemann v. Juliana Loßz. 7.
Johann' Jqkob Stieß, 53 J. a.
Ehemann von Maria Latz. Karl
Schöff.er, 37 J- alt, Ehem. v.
Elisubeiha Schneider. 8. Jalob
Theis, 42 J. alt, Ehemann v.
Maria, Bohrmann. Barbara
Wagner, 39 J. alt, Ehefrau v.
Joseph Schmitt. 14. Peter
Michael, 4 M. a., S. v. Niich.
Seibert. 16. Andreas, 12 St.
alt, S.. von Franz Schneider,
Maria Feichtner, 41 J. a. Ehef.
o. Peter Ewerle. 21. Kotha⸗
rina, 2 J. ait, T. von Jalob
Nothof. 22. Nikol., 1 J. alt,
5. v. Franz Ganster. Georg,
1 J. 4 M. alt, S. von Peter
MNiefet. 28. Jakob, 8 Monat a.
5. v. Joh. Weber. 25. Marg.
Preßmann, 80 J. alt. Jalob
Friedrich, 1J. 8 M. alt, S.
v. Karl Couturier. Elisabetha,
6 M. alt, T. v. Adam Beder.
27. Johann. 4 M. alt, S. v.
Johann Kirschner. 28. Karl,
15 J. alt, S. v. Jalob Urschel.
Jakob, 6 M. all, S. v. Peter
Scherer.
Fuͤr richtigen Auszug:
St. Ingbert, 9. Juni 1877.
Der Standesbeamte:
Custer.

ucht⸗rod⸗ ui.
Fleisch⸗Preise der Stadt
Zweibrüchen vom 14. Juni.
Wenen 12 M. 75 Pf. Korn
10 M. 44 Pj. Gerste Zreihige
o“ M. — pi. Gerste «*reih.
——
— Pf. Spelzlern — M. —
Pfg. Dintel — M. — Pls.
Mschfrucht d M. — Pi. Hafen
8 M, 47 Pf. Heu 5 W. 80
Pf. Stroh 4 M. 30 Pf. Kar
offeln 4 M. 60 Pf. per Ctr
Weißbrod 1 Ko. 60 Pf, Korn
prod 8 Ko. 88 Pf. ditto 2 Ko
58 Pf. ditlo 1Kils. 30 Pf.
Gemischibrod 8 Kilo. 1M.4 Pf
Paar Weck 190 Gramm 6 Pf
Rindfl. 15 QOhal. 70 Pf. 7
Qual 60 Pf. Kalbfl. 5* Ppf
Zamt 70PfrSdhweinefl. 66
f. Butter 1M. 20 Pf. per Pld.
Auszug? —
aus den Registern des Standes⸗
amtsbezirkes St. Ingbert pro

Monat Mai 1877.

A.- Geburten:

1. Mai. Valentin, S. von
Philipp' Jung.“ Anna Vaatia,
T. von Darid“ Ohnesorg. 3.
Johann. S. v. Johann Rinder.
3. Lath, Sohn v. Jakob Koch.
starolina, T. v. Geoig Jung. 4.
dina, T. v. Franz Jos. Haas.
Juliana, T. v. Jalob E fler. 6.
Joseph, S. von Georg Zintel.
Mathilde, T. v. Friedrich Eeher.
7. Pagdalena, T. von Jatkob
Bausr. 12. Bertha, Tochter v.
Franz Foos. 14. Magdalena,
Tochter v. Nilolaus Ripplinger.
Maria Elisabetha, T. v. Joh
Jos. Wagner. 15. Phillpp, S
o. Franz Schneider. Andreas,
S. v. Franz Schneider. 16.
Magdalena, T. v. Georg Gries.
Frieda, T. v. David Kahn. 17.
Zatharina, T. v. Jos. Matheis.
ari, S. v. Karl Theodor Nei⸗
ninger. 18. Elisabetha, T. v.
Joseph Abel. Johann, S. p.
Wendel Schmitt. Bernhard, S.
b. Aunna Leichner, Ww. v. Paul
Rees. Josepy, S. von Kirl
Uhl. Anna Mathilde, T. vo⸗
Phil'pp Klinck. 19. Miolaus,
S v. Nitk. Kunz. 20. Heinrich,
S. v. Georg Biermacher. 21.
donisa, T. v. Jalob Wolf. 23.
Auna, T. von Johann Hautz.
datharina, T. v. Georg Scholl.
Zatharina, T. v. Joh. Keßler.
Johann, S. v. Johann Jung.
arbara, T. v. Joh. Paul. 25
Jakob.S. v. Friedr. Anstadt.
F. XDemetz in St Ingbert.

ü—
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        S : ι J νανα J. p:.
M * 43 α, 5 3 * W—
vwae8 MLL t * * —
— ; IV. F. ⏑ 7 *
ae St. Jugberter Auzeiger vm das (2 mal woͤchenilich) mit dem Hauplblatie verbundene Un“ — . Ablalt, (Sonniagut wit ixter Bed—
nage), erscheint wdchentlich vlermal: Dienustag, Donnerstag, Sametag nud Sonutag. Der Abonunementéepreis betrãgt vierteljahrliq
4 Marhß 20, R.⸗Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfg., don Auswaäris mit 15 Pfs. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, RNeclam en
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M93. a Eountaa den 17. dumi * J 21877.
— —
Deutsches Reihh.

Mäünchen, 14. Juni. Nachdem durch die Erbauung einer
festen stehenden Eisenhahnbrücke über den Rhein die Festung Ger⸗
mersheim bedeutend sowohl an strategischer als taktischer Wichtigkeit
zewonnen hat, soll beabsichtigt sein, noch einige Vorwerke über die
letzige Fortslinie hinaus und zwar hauptfächlich in westlichet Richt⸗
ung zu erbauen. Die Ecrrichtung einiger solchee vorgeschobenen Werke
wird sowohl gegen ein Bombardement der Stadt und Festung selbst,
wie auch zum Schutze der Eisenbahnen Germersheim⸗Landau und
Speyer⸗Lauterburg⸗ Siraßburg für nothwendig gehalten. Weiter
sollen sämmtliche Vorwerle durch Schienengeleise mit einander ver⸗
bunden werden.

Berlin, 14. Juni. Der „Reichs⸗Anzeiger“ theilt das neue
Programm der kaiserlichen Reise mit, wongach die Abfahrt von
Berlin morgen Abend um 9 Uhr 45 Minuten, die Autunft in
Ems übermorgen Vormitags um 8Uhrr 10 Minuten Sialt findel.

7Aussand. V
Vere i, 12. Juni.“ Telegramm des Tagblait“ aus Thurn-
Severin: Die Rossen scheinen den“ Donau⸗Uedergang auch in
hiesfiget Gegend zu beabsichtigen. Die Türken find hierauf vor
obereitet und lonzentriten Truppen an der Mundung des Timol.

Der Kaiser von Rußland ist leicht erlrarkt und in Folg

dessen wurde seine angelündigte Reise nach Bukarest verschoben.
AD auf⸗
gehalten. So ist wegen angesagter grober zufsischer Militartram⸗
porte die Sperrung der Bahnlinien Butarest —Turn ·Severin für
den Privalverlehr bevorstehend. Der Durchzug tussischen Militara
durch Serbien wirb setzt vffenkundig vorbrretter In Serbisch⸗ KNladowa
wird der General · Intendant des neunten russischen Armeekorps er⸗
warlet. Lebteres soll bei Slaina koncentrirt werden. Dort stehen
dereits 28,000 Mann welche die kleine Walachei ottupiren sollen.
Es scheint daß die Russen den Uebergang über die Donau aucqh
in der Nahe der serbisch-turkisch osterreichischen Grenze, bei Thurn⸗
Severin, versuchen werden. Die Türten sind bierauf vorbereitel
und lonzentriren ihre Truppen an der Mundung der Timek. Den⸗
noch demonstrirt man auch in andren Gegenden sehr eraftlich und
ss ist es ganz glaublich, daß gestern bei Getschei gegenüber von
Braila. eine xussische Batterie errxichtet und die ersten Geschutze pla⸗
citt worden seien. Jedenfals dementirz man russischerseins das
Berücht von der standrechtlichen Erschießung des Herrn v. Kraut,
jenes angeblich deutschen Offisiers, der in Plofefti festgenomme ,
vorden war.

—* —
—

ee ecmishte.

f Neust adi, 10 Juni. In den letztverflossenen Tagen
haben wir die Macht der Concurreng in einer Ari kenuen gelernt
die auch in anderen Studten der Pfalz eine Beachtung finden
durfte. Die Bäcermeister unserer Stabt waren in den Vreisen des
ersien Nahrungsmittels — vb. derabredet ober nidu — ziemlich
einig. Vor Kurzem stand das Brod hier den Getreide⸗ und Mehl⸗
preisen gegenüber nach allgemeinem Urtheil ziemlich hoch, das ge⸗
mischte zu 4 Pfucnd kosteie 66 Pf. dae schwarze zu 6 Pfund
80 Pf. Eben wollten die Bäcker diesen Preis noch um 10 Pf. er⸗
hoͤhen, als ein Müller bei det Stavi ane Vaderei errichtete und
die Preise auf 60 Pf. resp. 72 Pf. herabsetzte. Wirthe und Private,
ohnehin über jnen hohen Preis entrüster wiesen darauf hin alles
Brod zurück, welches mehr kosten sollle. Heute lesen wir schon in
den Localblüttern, daß einzeine Backermeistet, getrennt von ihren
Tollegen demischtes Brod ju 64 Pf. und schwarzes zu 86 Pf. der⸗
daufen. Wird am diese Preise noch ein Gewinn erjielt, der gewiß
jedem Gewerbbmann gegonnt wird, so ist dem Publicum klar dagelent,
was in diesem Geschaft seither berdient wurde. Jedenfalls ist unsert
Stadt jenem Müller⸗Bäcker einen besonderen Dauk schuldig.

r Iun der Gemarkung von Schweigen fell das Wetter von
——A degleitet war, groste Ver⸗
deerungen angerichtet haben; im den Weinberaen Fei düe unn

——
geschlagen. In Rinuthal MWerfluthete daß schlammige Wasser der
QDueich viele Wisen und verursachte auf diese Art großen Gcqhaden.
Auch von Annweiler, sowie von Wachenheim und Deides heim wird
uber Wetterschaden gekiogt .

Der bayerische Ort Cham geichnete fich auch im vorigen
Jahre wieder durch feinen Eier⸗Export aus, indem nicht weniger
als 18,293,000 Stück verschidt wurden.

S t. Io danin, 15. Juni. Gestern Nachmittag gerieth
auf dem hiesigen Bahntzof — öostlicher Flügel ecste Weiche — der
Schaffner Dankert beim Herabspringen Zud einem XXEXV'
die Räder, wodurch ihm beide Oberschenkel überfahren und ab⸗
zequetscht wurden. Der Unglücliche lebie troß der gräßlichen Ver⸗
ietzung noch kurze Zeit, dis ihn der in Folge Verblutung ein⸗
tretende baldige Tod von seinen Leiden erlste.

7Suliburg, 11. Juni. Letzte Woche ereignete sich hier
Ner gewiß einjzig dastebende Fall, daß sich ein LLiahriger Knnabe er⸗
zängte, veil er in der Schule am zwei hinunter kdam.
, VRainaze I8. Juni. Durch Urtheiu der Kassations hofen
vurbde das gegen einen diefigen Schwetnemeßger in Sache der Bei⸗
nischung voun Karioffelmehl zur Wursfi ergangent Urtheil erser und
weiter Instanz (200 M. Geidstrafe) besttigt. Damit iß alsoe
ntshieden, daß das Zusetzen von Kariohfelmehl in die Wurß
traibar ist. 2 3
fNeuß, 12. Juni. Zwischen Gubidrath und Nosellerheide
wurden heute Nachmitlag ein junger Mann aus Gohr und wel
pferde vom Blit erschlogen · 177—
fBerlin, 12. Juni. Die der Koln. Zig.“ entnomnmene
Nachricht, daß Feldmarschall Weangel sehr krank seĩ und man für
ein Leben die groͤßten Besorqnisse habe, ist nicht eichtig, dielmehr
rirtut sich Wrangel der besten Gesundheit 5
Bertin, 12. Juni. Heuie Nachmittag 520 Uhr wurde
das Urtheil in dem Procek gegen den Reichstagsabgeordneten Bedel
vegen Beleidigung des Fursten Bitmarg gesprochen MDaejelb ·
rautet neun Monat Gefängniß. 5
rBerlin 183. Juni. Der durch das gestrige Hagelweiter
angerichtete Schaden wird auf 1 Million Marlk geschaͤͤht.
fEine Bleibergiftung mit todtlichem Autgange, die
ürzlich eine Boerliner Famclie in die tiefste Bettübniß verseyt hat.
Zerdient die Beachtung des Publikums, weil fie zeigt, wie dorsichtig
in jeder sein muß der irgend mit Blei zu' whun hatn In der
Anhalistraße wohnt ein Blumenhaändler F., desfen Sohn ein be⸗
reits erwaqhsener braftiger Mensch, mit dem Winden umd Arrauniren
ber Bouquett beschaftigt war. Ploͤßlich wird der junge Mann vleiqh
and immer bleicher, mußte sich legen und flarb. Der Arztton⸗
tatirte eine Bleivergifiung. Der junge Mensch hatte die Gewohr⸗
Jeit gehabt, die Bleistreifen, mil denen die unleren Enden der Bou⸗
suets umwickelt und befestigt werden in den Mund zu nehmen· unb
uhrte so das toͤdtliche Gift in sich über.
fAMÆola, 12. Juni. Einem elsaffer Fabrikanten, welcher am
10. Juni den Abends gegea 11 Uhr don hier abgehenden Schnell⸗
ug benußle, um nach Belgien zu fahren, ist ein boͤser Streich ge⸗
pielt worden. Genannter Herr, welcher? allein in einem Coupe
aß. bermißte bei der Aukunft in Herberthal, dis wohin ec Veschiesen
jatte, sein Handgepock, welches er bei sich sührte und einen Werth
von etwa 100, 000 Franken enthielt. Es hatte fich ein Dieb unter
dem Schuße der dunleln Racht auf den Zug geschlichen und den
est Schlafenden zu berauben gewußt. Den sosori angestellien Nach⸗
jorschungen der Eifenbahnbeamten in Herbeßthal besonders dem
rnergischen Einschreiten deß Babnhoft⸗Inspeelors Hartung daselbst,
st es jedoch gelungen, die Gegenstaͤnde dei Station Allenet, in eine
decke liegend, undersehrt wiederzufinden. Der Passagiet ist somit
nit bloßem Schrecken davongelommen. Den Died hat man noch
nicht, doch liegt die Vermuthung nahe, daß irgend ein Industrie⸗
titter von den Werthstücken Kenntniß hatle und dem Hexrn nachge⸗
eist ist, um die erste beste Gelegenheit wahrzunehmen, walche ihm
enn allch in etmas leichtfertizer Weise gebblen wurd⸗

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        Ein —X dor der diersten
tationn dese Stadit e Zunächst ð wird
ein junges Mäbchen 5 — —E 88 —
Taschenuch voc sde nnn —AIA Prafid.
Angeilagte, Elise F., Sie sind Jus Rio Janeino nach Berlin ge-
tommen und wodnen hier mitceiner Freundin sammen. Nach
der Anklage haben Sie dieser Freundin ein Poetemonnaie mit 80
Mart, gud der Flgidtas che geltohlen. Was riab Sie. zu. diesen gr
loses Vondlung. RugejherrsebdrIaise): Die— Ne drn *
n en Honoee Haben Sic sich ut das Geld Eb
waaren gekauft — Angell.: Ach nein; ich hab⸗ meine, Schneiderin
bezahlt. ⸗¶ e Und das neunen Sie Noth? Wovon ernähren
—A Angetr I¶ nahe Slrohhue. VPros. Reicht
—AXXX Angell. ymite gehr
14ke Nicht ganz; ich verdiene noch —— ——
VDomit denn Angell.Gdgernd): ¶ Mit Platun· Fraͤs.:
So, so! Hatten Sie schon Conflilte mit der Sittenpolizei?“ —
ungelli eifriger Neia, Har Prastdent: Ich tzabe n,mit bdrer Silte
moch mie retieci zu thum grhabe Mrusen Will'sIlmew XRI
War wotaden: r cicsen erste Vial mildermit Ihnen werfahrence und
nach dem Antrage des Staatsanwalis nur: auf vier: Wochen Ga-
fangnis nerkennen. Erscheinen Sie zjum Riweiten· Male an dieser
Stelle wchen Sit enꝑe Richter andes.⸗ Sir sind eutlassen!
α

erDer Mecichasdiente fühtn einen werschmitzt aussehenden Menschen
LL— —XEED
ainn Präftiouacas, Sie msind aageltagt Dom⸗ Ostbahnmnof ydrei
Tmer Nohlen⸗ gestohlen zu⸗ habemu⸗ . ai Pur ä—
Saas Wein id bitten daef,— Herr Prüsedent, des stimmt nich.
—XV
Jucas: Wenn.ick Witten darf. Herx Präsedente- mümlichdes
r⸗oaAdch: »Wie ind uffii Ofmnahnhoft kam, Da schimbten mis ern baar

Jungens Kohlehnopser“. Um sIGSdaderlor zu tyztralen, ßeite id
p oore ma Reabien sqmmeike die Jungene mit. Stucen
vir die Kindegkd —* 4 rissen fie ags. Wie ick nu
tumtere steigevin die oach ven —— wat A Kohlen
iff die Straße da in liegen; di in eiñer vlos darůͤber stol⸗
hern, und da langtdick se von dort-und nahm sie mit. —

NPraß: Drei Centner Kohlen nahmen Sie wohl in der Westen⸗
tasche mit d Nein, ich will es Ihnen besser agen; Sie haben extra
den et sulauragt rn — D—
a nicht so 555 41
9 Angell.: Wenn ick vitlen darf, Herr VYrastedent, des ist möqlich;
aher vet die Hige is mein Gedächtniß immer 'n bislen konfuse.
7. Pru Bier Ronete j Gefangntß werden· t piäαXÛlbdô
viedex upffuschen. denamiener führen ie den ng!zeten pt.
Praf.: Angeklagtex Hoffmannn, Sie sind angeklagt, dem Ren
daurcieur S. waͤhrend der Nacht aus dem Vorgarten seines Hauses
inen Blumentopf gestohlzn zu haben. Geben Sie das zu? —
Angell. (zuct. die 477 Ich habe nischt zuzugeben Herr Azesser
tahl wie ene Kirchennigul. — Präj. 8 Frage eb Sie den
Bluͤmentopf. gestohlen hoben, ja, 8 nein Angekl.? Ja, Herr
Azesser; abers war man blos k Kaltug. BRPzdaß.; Ganz recht:
en imn Werthe don fünfsehn Mark. Sis sind bereits neun—
nmal vordestraft und werden als Rucfalliger qut einer Strafe von
echs Monaten Gesangniß belegt. — Angekl.: Bitte Herr Azesser!
von Nucsal kann hier zar keene Fede dich sins . — Fras. (lauert
n den Alten): Sie 63 jchon —* wegen Betrug, Unter⸗
chlaguag, Perle tuug Jum NMeineid, Urkundenfälschung und Korper⸗
zerlehzung. Ist die Liste nicht vang genug? — Angekle Alle
Achtͤng Das is se. Aber Herr Azesser, T. vor einem Rüudfall
uf Kohlus werd' ick mir wohl hütes. — Er wird abgefuͤhrt,.

3Betl. Tagebl.)

2un — —
Grnsnersteisct cTIobort· Ca⸗
Drknvdtage den ud. FJun 38 biĩ I *
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I Inbert in der G rp Lichen —
ed mah Ften omeeper Sinde Sonab . 220 MRt
rina Peters, Witswe von ar Otto Weitaud.
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Ohmtigraßz von ungeführ — r464f
Morgen Wiese im eet Limburg. —X
—VDää— L,Quatitͤt·
zastrigcem i i , ινν» P. Zepp.
St. Inghert, 14. In 2
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.. ν nebst. .3
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.ODrt: eak —32* Namedas BVeftellers;

25

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Iuα Zntaatkblatte Nr. 26
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        St. Ingberler Znzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unkerhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Vei⸗

age), erscheint wöchentlich vpiermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonnutag. Der Abonne mentspreis beträgt vierteljahrlich

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mit 30 Pfga. pro Zeile berechnet.
6 94. I VE Dienstag⸗ den 19. Juni U 1877.
—

—— — —

PDeutsches Reih..

München, 17. Juni. An die Sielle des zum bayerischen

yesandien in Berlin bestimmten Regierungspräsidenten Grafen
uxburg in Würzburg soll der Staatsrath und Regierungspräsident
Fer Pfalz v. Braun versetzt werden.

München, 16. Juni. Wie in Geschäftskreisen versichert
vird, soll bei den Verhandlungen übec die Reform unserer Steuer⸗
Jesetze, speziell des Gesetzes über die Kapitalrentensteuer, auch die
rinführung einer Coupondsteuer in Anregung gebracht worden sein,
roch ist vorerst nicht bekannt, ob und mit welchem Erfolge dies
eschehen ist. Soll die nächste Steuer einen erheblicheren Ectrag,
ils bisher liefern, dann freilich müßte das betreffende Gesetz einer
unfassenden Umgestaltung unterzogen werden.

München, 16. Juni. Der Landtags-Abgeordnele Fehr.
Hafenbrädl hat seinen Austritt aus der ultramontanen Kammer⸗
raltion erklärt. Andere Extreme dürften diesem Beispiel noch
olgen.

— Berlin, 16. Juni. Wie aus Ems telegraphisch gemeldet
vird, ist der Kaiser heute Vormittag 91. Uhr bei sehr schönem
MWetter wohlbehalten daselbst eingetroffen. Derselbe wurde von der
ahlreich versammelten Einwohnerschaft und von den Kurgästen
enthusiastifch begrüßt und begab sich im offenen Wagen durch die
nit Blumen und Flaggen geschmückten Straßen nach dem alten
duthause, wo Wohnung genommen worden ist. Die Kaiserin traf
zeute Mittag zu einem kurzen Besuch des Kaiser⸗ ig Ems ein und
ehrte um2 Uhr nach Koblenz zurück. Auch Prinz Karl von
Breußen ist im Laufe des Vormittags in Ems eingetroffen. Des—
leichen der österreichische Botschafter Graf Karolhyi.

Aussand.

Paris, 17. Juni. Gambetta wurde gestern, nachdem er
ztunden lang auf der Tribüne bei furchtbarer H'tze so zu sagen
Satz für Satz gegen die böswilligen Unterbrechnngen der Rechten
jelämpft hatte, am Buffet des Abgeordnetenhauses von einer Ohn⸗
nacht befallen, welche ihn trotz der Bemühungen der herbeigerufenen
Uerzte eine gute Viertelstunde lang gefangen hielt. Des Abends
dar er aber schon volllommen wieder hergestellt und nach Paris
urückgekehrt, wo er seine Freunde in den Bureaus der ‚Republ'que
rancaise* empfing. Von der Pöbelhaftigkeit der bonaparristischen
zlätter mag es einen Begr'ff geben, daß eines derselben, der „Pelit
Fahoral“, diesen Unfoll auf „einen uamäßigen Genuß gesstiger Ge
ränke“ zurückführt, den „die hohe Temberatur oder alte Bierstuben⸗
dewohnheiten erklären mögen.“

Paris, 17. Juni. Von den neun Vureaurx des Senaies
ind 6 für die Auflösung der Deputirtenkammer; man glaubt, daß
)er Senal am Mittwoch über die Auflösung beschließen wird.

In Frankreich sind die Würfel gefallen. Der Min sster
es Innern, de Fourtou, benachrichtigte die Deputirtenkammer, daß
zer Präsident der Republik dem Senate seine Absicht, die Kammer
rufzulösen, mitgetheilt habe. Damit ist die Frage in Fluß
jebracht. Man hat also nicht einmal die Budgetverweigerung abe
jewartet. In einer Freitag stattgehabten Vecsammlung der Mit⸗
ieder des linken Centrums des Senats wurde einstimmig be—
hlossen, gegen die Auflösung der Kammer zu stimmen. Das war
vorauszusehen — allein die Auflösung wird trotzdem bewerkstelligt
verden. Gleichzeitig gibt sich die Regierung alle Mühe, die bürger⸗
ichen Kreise für sich zu gewinnen. In einer durch die Journale
eröffentlichten amtlichen Note werden die Behauptungen „ütelwol—⸗
ender“ Preßorgane, daß durch die Modifikation der Politik vom
6. v. M. Handel und Industtie eine Störung erfahren bätten,
urückzewiesen. Zugleich wird unter dem Hinweis auf Einzelheiten
etdocgehoben, daß die 1876 in Frankreich eingetretene Handels⸗
risis eine allgemeine aus ganz Europa ausgedehnte gewesen sei.
Indeß seien begründete Anzeichen für eine in verschiedenen Handels—
wesgen eintretende Besserung vorhanden, namenilich auf dem Finanz⸗
aarkte, quf dem Gebiele der Bauinduftrie, der Raffintrien, des
honer Seidenhandels und der Metallindustrie von St. Etienne.“

Die Krise scheine demnach in der Abnahme begriffen und es sei
zestattet, zu hoffen, daß die Befestigung der Ordnung und der
Friedens ein baldiges Wiederaufblühen der Geschäfte herbeiführen
verde. Gibt Gott noch eine gute Ernte — so thut er dies sicher
nur um zu zeigen, daß ihm der Staatsstreich vom 16. Mai an—
genehm und lieblich däucht.

London, 16. Juni. „Staadard“ berichtet von der
vadsenden Kälte der Beziehungen zwischen der Pforte und dem
nglischen Vo schafter Lahard. Der Großvezier beklagt sich über
rayards Hochmuth, dieser darüber, daß seine Rathschläge mi ch t
»Folgt werden, oder daß die Pforte ihre Versprechungen nicht er⸗
üllt. Aus Allem geht hervor, daß die Pforte in England nicht
nehr ihre werthvollste Stütze findet, daß sie vielmehr ihr Augenmerk
n erster Linie jetzt auf Deutschland gerichtet hält. Wenn die Zeit
ür Friedensvetmittelungen gekommen sein wird, ist unstreitig Fürft
Zismatck der Mann, in dessen Händen die meisten Fuden für die
rutscheidung zusammenlaufen, und diese Vermittelung wird man
mrufen. Der Verkehr zwischen dem Großvezier und der deutschen
vesandtschaft ist schon jetzt ein sehr lebhafter. Der Sultan ist in
gedrüchter Stimmung.

London, 16. Juni. Nach einer Mittheilung des, Guardian“
»erpflichtete sich Rußland, Konstantinopel im Falle siegreichen Vor⸗
dringens nicht zu besetzen; die Entscheidung über sein Schicksal
'oslle eventuell durch ein europäisches Friedensprototoll festgestellt
verden. —E J J

Konstantinopel, 16. Juni. D'e Pforte hat sämmt⸗
iche Armee⸗Kommandanten angewlesen, das rothe Kreuz der Genfer⸗
Sanitäts-Konvention auf das Strengfte zu respektiren. 1F

Das ‚Neue Wiener Togeblatt“ bringt folgende Meldungen:
lus Kladow, 16.: Der Bau von Batterien bei Kalafat dauert fort.
Das Tel⸗graphen und Postbuteau ist nach Galerza verlegt. Nach
Zetate find 5000 Mann abgegangen. — Aus Krajowa? Gesiern
ind hier d'e ersten russischen Truppen eingetroffen. Nach der Timok-
NRündung sind 6000 Mann, nach Turnu-Ptagurelli find 10,000
bmarschirt. In Turnseverin und Umgebung ist Seilens des Kriegs⸗
ninisters die Ankunft von 12,000 Mann angemeldet „für welche
zie Behörden Vorsorge treffen sollen. — Aus Bukarest, 17., wird
emeldet: Gestern machten die Türken von At Jalanka aus eine
zewegung. Sie wurden von den Rumänien in Linperceni bei
dalafat bemerkt; deren wohlgezieltes Batteriefeuer die Turten zum
tückzuge zwang.

Aus Montenegro wird über Ragufa berichtet: Die Festung
diksift ist gestern durch 8000 'mit Lebensmitteln bepackten
Iferden verproviantirt worden. Mehemed Pascha ist von den Mon⸗
enegrinern bei Rssina⸗Glavitzo vollständig geschiagen worden. Diese
nerjolgten ihn, brannten okie fürkischen Dörfer im Bezirk Wasose⸗
bitsch (an der Ostgrenze von Montenegro) nieder. Montenegro ist
oleder frei von den Tüurken.

Braila, 16. Juni. Gestern rückten russische Vorposten
uf dem rechten Donquufer gegen Matschin vor. Zugleich recognos⸗
irten drei russische Kanonenboote den Matschinkanat bis unte die
ürkischen Kanonen. Die Türken gaben jedoch kein Lebenszeichen
yon sich.

Bermischtes.

fFSt. Inmgbert, 18. Juni. Zu der heute unter dem
PBorsitze des kgl. Appellationsgerichtsrathes Heinrich Hessert begon
nenen S.ssion des pfälz. Schwurgerichts (II Quartal) wurde aus
dem Kenton St. Ingbert Herr Johann Wannemachet,
ckerer von Onmersheim einberufen.

F Vas Zuchtpolizeigerich Zweibrücken verurtheilte am
4. Juni den Tagner Thomas Scheid auz Neidenfels zu einer
Besängnißstrafe von 4 Monaten. Scheid hatse am 21. März an
er Distriktsstraße nach Münchweiler 15 Kirschbäumchen gewallsam
ibgebtochen, so daß die Krone der etwa 2 Meiler hoden Bäumchen
theilweise noch lose an den Staänmchen hingen, theilweise ganz ab⸗
        <pb n="320" />
        gebrochen in dem Straßengraben lagen. Vielleicht ist die Mitthei
dung dieser Strafe geeignet, Andere von ähnlichen Ausschreitunger
abzuhalten. 3 *

f In Kaiser sSlautern hat in der Cigarrenfabrik von
—,
stellt. (Haben bereits wieder angefangen.) F

fIn Schmalenberg, wurden am 18. Juni drei junge
Manner, welche sich kurz nach 12 Ahr auf dem Wege noch ihrer
Arbeit — Straßenbau — befanden, ganz in der Nähe des Dorfes
auf der Straße so unglücklich vom Blitz getroffen, daß der eine todt
und ver andere besinnungslos liegen blieb, während der dritle blos
gestreift wurde, was hoffentlich ohne weitere nachtheilige Folgen
sein wird ··

F Als ein günstiges Ergebniß der Viehzucht, schreibt das
„F. Tabl.“, glauben wir mitlheilen zu dürfen, daß ein Ruchheimer
Zeconom gestern an Herrn Metgermeister Lösch in Worms einen
Mastochsen um 416 fl. verkaufle und Abends führte ein Mann⸗
heimer Metzger einen Farren vom Wolff'schen Gut um den Preis
bon 623 He. ab; beide Thiere waren auch wirklich colossale
Eremplare.

f In Dannen fels, ist unterm 10. Juni eine Hand⸗
werlsfran von Drillingen, 2 Mädchen und 1 Knaben, glücklich
entbunden worden.
Der „Rhypf.“ meldet man aus Otterstadi, 12. Juni:
Fine Frau von hier, 89 Jahre alt, Mutter von 6 noch nicht er⸗
wachsenen Kindern, suchte im benachbarten Wolde Gras. Vom
Waidschütz erlappt, shrang fie mi aller Kraft davon, belam aber
einen Schlagfluß und ist in Folge davon gestorben.

fSpeier, 16. Juni. Die Hauptprüfung an den Schul⸗
lehrerseminaren des Kreises, woelche zuzleich die Austritteprüfung
für“ die Zöglinge der II. Carse bildet, wird für das karholische
Semnar Speier am 18. Juti Jl. Is., des Vormittags 8 Uhr; für
das protestantische Seminar Kaiserslautern am 1. Augustel. Is.,
des Vormittags 8 Uhr, je an den Sitzen der betceffenden Se miraren
ihren Anfang nehmen. Nach jeweiliger Beendigung diefer Prüfvng
werden gleichfalls am Sitze der Seminaren die Aufnahmsprüsungen
in die Schullehrer Sem'naren und zwar für die Anstalt zu Speyer
am 26. Juli, des Vormittags 8 Uhr, für die Anstalt zu Kaisers
lautern om 9. Augaust, des Vormittags 8 Uhr, eröffnet werden.

7 Aus Düfsfel dorf ist seit letzten Sonntag ein dortiger
Finwohner mit 900,000 M. verschwunden. Viele in Mitlleiden⸗

schaft gezogene Häuser schauen ihm wehmüthig nach.

FParis, 13. Juni. Bei Woutiers en Tarentaise in
Savoyen, wurde ein Dorf durch einen Bergsturz fast gänzlich zerfiört.

Cine bilabephira⸗Pramiitung. Aul
zuchhändlerischen Kreisen geht uns folgende Mittheilung zu“ Die
Bazar⸗Actien⸗Gesellschaft weist im Buchhändler⸗Bötsenblatt vom 1.
Juni wiederholt darauf hin, der Bazar sei „die einzige Modezeitung,
velche auf der Ausstlung in Philadelphia prämiirt ist.“ Darauf
st einfach zu bemerken, daß überhaupt gar keine andere Moden⸗
eitung auẽgestellt war. Ferner wird in den offentlichen Blättern
die Prämiirung des gegannken Blattes mi folgenden Worten an⸗
gekündigt: Laut der beim Reichskanzleramt eingegangenen offiziellen
zaiste der auf der Ausstellung in Philadelphia prämiirten Zeitungen
st dem Bazar, „als der tonangebenden, reichhaltigsten und prabk
schsten Moden⸗ und Musterztitung von der Jury die Verdienst
nedaille zugesprochen worden.“ — Nach dem soeben erschienenen
Weltaussiellungsbetichte (Gutachten der internationalen Preisrichter
Wber die Ausfellungsgezenstände der preisgekrönten deuischen Aus
biller, zusammengestelll Seitens der Reichscommif sion lautet jedoch
in Wirklichteit der Ausspruch der Preisrichter: Being useful inlu-
ztrated periodical (, Bazar“) established 1860, zu deutsch: Eine
brauchbare illustrirte Zeitschrift („Bazar“) gegründet 1860. —
Run wird wohl Niemand einem industriellen Unternehmer das Recht
absprechen, in dem Urthe'l der Jury ein ehrenvolles Zeucniß fuüͤr
den eigenen Werth zu finden; im höchsten Grade unberechtigt muß
es jedoch erscheinen, dieses Urtheil nach Belieben umzuwandeln und
in dasselbe hyperbolische Lobsprüche hineinzutragen, von denen in
W.rklichkeit kein Wöichen gesprochen worden. (Berl. Boͤrsen Zig.)

Die Modenw'selt(bierteljährlich 1M. 25 Pf.) und dit
Ausgabe detselden mit Uaterhaltungsblatte, die Illustrirte Frauen⸗
Zeitung (vierteljährlich 2M. 50 Pf.) bieten in ihren neuen Nummern
rieder eine Fülle dübscher neurr Moden und Handarbeiten, letztetes
glatt dazu in seinem unterhaltenden Theile, neben vorzüglichen
Illustrationen,, eine Novelle der belieblen Schriftstelletin Marie von
Siferz, Beiltäge von Adolf Ebeling, Jalob Falke, Emanuel Geibel,
Otio Gumprecht, Georg Hiltl, Ludwig Pietsch u. d. J. Ein an die
Abonnentinnen gratis ausgegekenes Extras- Blatt brachte 98 Muster
Atdeuischer Leinenst ckerei, herausgegeten von Julius Lessing, den
Direktor der Saommlung des Deutschen Geweibe⸗Museums. Die
Auflage beider Blätter hat die anfehnliche Höhe von 245,000
Fremplaren erreicht.

—

— —

Aufforderung.
Wer an den Rachlaß des F
berstorbenen Hüttenbeamten Hrn.
Gustav Zix dahier eiae Forde⸗
rung zu machen hat, wolle die⸗
selbe binnen 8 Tagen bei dem
unterzeichneten, mit Errichtung
des Inventars beauftragten kgl
Notat anmelden. Ebenso werden
Diejenigen, welche an besagten
Nachlaß fällige Zahlungen zu
machen haben ersucht, dinnen
gleicher Frist foltze an den Unten⸗
jeichneter zu berichtigen.

Si. Ingert, 18. Juni 1877.

Sauer, k. Notär.

Badewannen
in Zinkblech
für Erwachsene, sowie für Kinder
bei

bn —ine Stelle fucht, eine solche zu
vergebhen hat, ein Grund itücck zu
verlzufen wünscht, ein solches zu kaufen
beabfichtigt, eine Wirthschaft,
⸗ — wOeconomieauit xc. zu pachten
sucht, eine Heirath anknüpfen will, eine Geschäftsem—
pfehlung zu erlassen gedenkt — überhaupt zu
Insertionszwecken
Raluthebedarf, der wende sich verkrauensvoll an die
Central-Annoncen-FExpedition von
G. L Daube &amp; 6o. in Munchen,
welche sich die prompteste und billigste Bedienung zur
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Die
Buch- und 8tein·
dunueoker eĩ
von
P. X. DEMETZ
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fertigung aller in dieses Fach
einschlagenden Arbeiten, als:
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Lcarten, Placute, Veine ui.
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Seit 15. Juni wohne ich bei
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Organ sur Tõopser, Porzellan- und UOftensa hrikanten,
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Herausgegeben von Prust Haupt.
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Erscheint alle 8 Tage. Abonnementspreis pro Quarta
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Buchhandlungen des In- und Auslandes, desgleichen alle Post

anstalten an.
Annoncen werden die dreigespaltene Petitzeile oder derer
Raum mit 20 Pr. berechnet Die Aufgabe kKann direkt oder
qurch die Annoncen-Expeditionen von Rud. Alosse, Haasen—
stein &amp; Vogler u. s. w. erfolgen.
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Erst wer sie verlor, weif
hren Werlh zu schätzen. Wen
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jucht, der lese das groß
Kränkenbuch „Der Tempel dern
Besundheit“, welches für 1M.
ou E. Schlesinger, Ber
in 8., Neue Jacobsir. 6, 3à
Fezichen ist.
        <pb n="321" />
        52.5 55
9 *
333 3883. *7
5355 3 358* 33333—
* 4 —
53282 *35 55 * 2 8 S 338
23533*5 —A — 5 525288
5 28. —— —— — —7 * —— 253528
337 A 233*63535*
9 ———— 5 — 2383323833 8 3288 28 2538 75232
823 53*82 — —38 22* — 1333 27522 233382*
—A o— 3357 5* 53 7 155388 —A—
8 —2 — 5 * 2 — 58 * 2*
—M— —— 3 5 2 33557 —553322 25 — — 2 268 —
383 83 8 *3358 2323 ——— 22 333 2235 25853
5588 — — —* 5— — 2522 2 23*3 22 . . 7D 35
26 2 25 26 2 *2* 8 523 233238 R28 28 8 8
232 52 * 32 — —8 * e— 2 232275 — — —— 25 523 325 * — —
— 73 5TTQR 32 33 ——8— 267 833582*
25 — 33532 25* —z, 3 —5 57 32 —— — 23 2 23
224 2 8.* 25825 38*333 28 82 — 8 3532332 —
585537 25 z355335353 22 — —A 333333 — 2z32583
8 — 253⸗7 778833 — — 3332 3 5552 — * 3227*3 523
—A—— 3— — 385 33335338 53732 553237323 —25
2228 — :— 88 534 23 27835 523 2 35 28 72 353582
— 2 2 2 2 55 2 28 —2 3 * 2 3 333523323 327 2
c2 525 35 —A —8 * 3 88 25 — — —A 3
2*2 3 38 353236 238
8583357 2 — 3 — 3 2 S S72 2 533533 25 3* 3
21557 *3— 252323327 22 322 2 35633 O 25233
525 328 — 22 8 * N 8 2 * 2222
253 2 2 26 5 — 32 —— 2*
3 32 3
53 — 25 ã 5*22535 2333 6E 38
—X A—— S222 25233 — 355438337 8 — 5238 0 —
———— — 2 * — 223 2553 —— 8 222 2 * —— 22
2 533522 —— 5 52286 58 —A
A 28 533 6635
225— 2268 533272332 287 53365 —— ——A—
22 35*52 * 2**58 2—1* 523 22 * 8 3
23433833 9 32 *235 —233 — — — — 5
3 — 353 2— — 23 5— z22522
2 2352328 2328* 28333238228 28
—
5388 533 3202*
38 8 * —
285 3323 55582
553252 22.2
22323262
1
— 2
— F ——
BS22 —5B. 355 3 — 2
52 825223 * 2 523 23 J
81 »35 733585 535 3373—32358 3333548
— 27 — 22383 Ez— 3 —AA 5—222 * 223 A
53 — 3 35 5 5 223 — — 2 *z55
237 58238 533283 233 33558 —z235*238
2* * 228 53 *5 82 58 5353238835333 5253332
32* — 2 — —— —— 8 — ——— *
2538 22 2533383 — 27 —A 5283333
233 * 3 *2 s388 2 32 23,23757 22222 22
* 2 — 1 m32 2 5*6 2232 — 3228 — — 4 7
* 52 7 3 2 —2223 —5222 *555538 08 — 523325*
7 325 7 72232 —A 557—3 573823 — 3* *32282383
— * 8 * 85 2 o* 2 — * 8 * — e 322 — —
* 8 325 5 5228 ————— 82 22 * r
. 3353 324 32333 —335353 523 233738332
8 — 2 — —2 — * — 38 2 — — — ——
28.33 6 8 * 52*2c38333 22 — 22 2352 23
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555 58* 2558 3 *e3235
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533 2. ae z755 25733333383335*6—33588 9 233552
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535 333 — —3337—533333 368353 V78—5535
— — 2 ⁊7 2322 * 225 7 28 78 7— 8 85* 22
8 — 23* * — 143 72 -— —2—2328 65 ——A — — * 2822 ——
—308 222 5323535232538 ——3 —33 3 283765533
558 * 2335234 —A——— 1338233 — —
533. 333 38 323383 —73 343533335 G 535
— * * 8 — —X* * 5 * 3
3333285 33383533* 3533855855 263
33 2 2 S8
25 5

233. 383525 836 5338338
F — 52 2* 2 22222 *
A * 58 3385323 35 3238 65555335
s 2853 35357 35 —55333 73 35 75 5355533535 5—55
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523255 53357 —A — 23 5 2 5235 28
27 22 3233355 5 225 2*26 2 2 2 522 55*2 F 55
—3 258 3355* 2. ẽ 325520 32 225282 2253. 2336 77
2275 252 23523255 552 55 55 553573553 242
— 28— 7 4 58 2225 —2232 3 2833233383 28*
55 3522 253 3233 — 523 2 3 555 * „3327
3532 33239 525 53.5355 73 35 23 3535336 *.53
3325 5822 3278 5 53528535 58 22z—8 4 55 222*. 323
. 33—558 —— —ã— ——— 532 57 —5333338555
55533 55255* 2 — * 3 3232252 2 2* 22 ——
A——— — 3535 25235233535 —5 25 55* 25455333
S29 —25525 * ẽ 23 5 — 5 5223 —22 24 z2*8e2 5 *
* 2 23 —z35 58* 3 3— 27 2222 — — —8 3 3 2
—XEVC —22 25535 357 55*5 22 2 53686 —* 2 32
22 8 2 29232 2220 28 58282338 22 2 2 2 2222 5354
— —E — 2522 2 ————— — 3 58 —34—3238825 3
8 22 503 22 2 E 22 3 2 3 52232523 25 —
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        Slt. Ingberler ZAnzeiger.
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der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wochentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblait. (Sonntags mit illustrirter Bei-
age), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentspreis beträgt vierieljahrlich
wart 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswäris vuit 15 Pfz. für die viergefpaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum, Reclamen

mit 830 Pfg. pro Zeile berechnet. *
a1. quxunun 17.
I Dounerstag, den 21. Juni
Einladung zum Abonnement.

Zu dem mit den 1. Juli 1877 beginnenden III. Quar⸗
ale auf den „St. Ingberter Anzeiger“ mit „Illustrir⸗
sem Sonntagsblatt“ beehrt sich die unterfertigie Erbedition
hre auswärtigen Abonnenten, welche das Blatt durch die Post
zezichen, mit der Bitte freundlichs einzuladen, für rechtzeitige Be⸗
tellung desselben Sorge tragen zu wollen.

Diejenigen Abonnenlen, weiche das Blatt durch die Austraͤger
kommen, wird dasselbe fortgeliefert, wenn nicht ausdrücklich ab⸗
estellt wird.

Zu neuem Abonnement ladet höflichst eiin

Die Expedition des SEt. Ingberter Anzeiger“.
Deutsches Reich.

Mänchen. Eine Frage von ungemeiner Wichtigkeit für
ille diejenigen, die vor Erreichung des milltärpflichtigen Alters aus
Deutschland nach Nordamer'ka ausgewandert sind, ohne aus dem
ꝛeuischen Staatsberbande förmlich auszuscheiden, isi dieser Tage vor
)em obersten Gerichtshofe des Königreichs zur Entscheidung gekommen.
Die bayerischen Gerichte haben nämlich disher alle diej⸗ nigen Personen,
velche sich noch im bayerischen Staatsverbande defanden, ohne
Rücdsicht darauf, daß dieselben später nach fünfjährigem Aufenthalt
n Nordamerika durch Erwerb der dortigen Staatsangehörigkeit aus
em deutschen Staatzverbande ausgelchieden waten, wegen Verletzung
der Wehrpflicht bestraft, wenn dieselben sich nicht zur Erfüllung
der Militärpflicht siellten; wahrscheinlich von der Meinung ausgehend,
zaß eine Correctur dieses offenbar mit dem deutsch⸗ amerikanischen
Siaatsvertrage über die Staatsangehörigkeit vom Jahre 1888 in
Widerspruch stehenden Verfahrens der allerhöchsten Gnade vorbehallen
leiben müsse. Auf eine in der jüngssen Zeit gegen ein Urtheil
ines bayer schen Appellationsgerihis eingelegte Nichtigkeitsbeschwerde
Jat nun aber der oberste Gerichtshof am 4. ds. entschieden, daß
rühere deutsche Staatsangehörige, welche sich zur Zeit der Erreichung
)es militärpfischtigen Alters noch im deutichen Staatsverbande he⸗
fanden, später aber nach fünfjahrigem Aufenthalte in Nordamerika
die dortige Staatsangehörigkeit erworben haben, wegen Verletzung
der Wehrpflicht nicht mehr bestraft werden dürfen, auch dann nicht,
venn der Erwerb der jenseitigen Staatsangehörigleit erst uach der
durch ein Rechtsmittel augefochtenen Verurtheilung in erster Instanz
erfolgt sein sollte. (N. C.)

B'erüin, 18. Juni. Französische Censur. Ein
demerkenswerthes Ereigniß ist die hierher gemeldete Thatsache, daß
die am Sonnabend hier ausgegebene „Nordd. Allg. Ztg.“ in Paris
on den dortigen Behörden confiscirt und schon vorher jedes auf
yen Inhalt dieses Blattes bezügliche Telegraum an der Ausgabe
dehindert wurde. Als Grund hierfür wird uns der Leitartilel des
genannten Blaltes von diesem Tage gemeldet. Nun müssen wir
jestehen, daß wir diesen Leitartilel von A bis zum Z durchgelesen,
ider nicht das geringste darin gefunden haben, was zu einer der⸗
attigen Moaßregel der französischen Behörde Veranlassung geben
'onnte. Seine Spitze kehrt sich fast ausschließlich gegen die Ultra⸗
nontanen und er schließt mit folgender Mahnung: „Die Gefahr
wvürde aber in erster Linie und mit ungetheilter Wucht das dentsche
keich bedtohn, denn Deuischland ist nach dem Zeugniß des Vatican
)et Hort und die Stütze der neuen Weltordnung. Deutschlands
Ittila ist der Feind, dem der nächste Kreuzzug gelten follte, und
Deutschland muß darum vor Allem auf der Hat sein, wenn der
Vatican erst zum Hauptquartier einer Streümacht von 12 Mil—
lionen wirklicher Soldaten gemacht sein follte.“ Daß ein solcher
Artitel zut Coufiscation unseres offiz ösen Blattes führen konnte,
ciefert den Beweis, wie sensibl man augenblicklich in Paris ist
und wie selbst solche oder gar nicht provozir / nde Aeußerungen dort
ju den strengsten Maßregeln gegen die Preisse und ihre Freiheit
ühren dönnen. Wie tief und nachhaltig aber solche lleine un—
dedeutende Dinge heutzutage in Frankreich einwirlen, das beweist

erner noch die Pariser Boͤrse, welche in dieser Maßregel fofort
inen bedenklichen Moment, einen casus belli zu erblicken schien
ind mit einem Heruntergehen der Course und matten Notirungen
ndete. Es muß doch sehr schlimm stehen bei unsern Nachbarn
enseit der Vogesen, wenn ein mäßig gehaltener Artikel schon solche
Wickungen hervorzurufen vermag.

Ems, 19. Juni. Kaiser Wilhelm befindet sich im besten
Wohlsein; derselbe setzt regelmäßig seine Bruunenkur fort und
nimmt täglich die laufenden Vorträge entgegen. Gestern 'machte
Seine Majestät eine Spazierfahrt nach Lahnstein. Morgen wird
der Kronprinz hier erwartet.

Ausland.

Wien, 18. Juni. Die heutige ,Morgenpost“ enthalt eine
Driginal · Mittheilung aus Rom, wonach die römische Kurie definitis be⸗
chlossen hat, ein Konklave zur Papstwahl für den Fall des Todes
Pius IX. in Nizza abzußalten. Die meiste Aussicht soll Kardinal
Sacconi haben.

Paris, 19. Juni. Die Erregung in Paris dauert fort;
zie Boulevards waren gestern wieder äußerst stark besucht, doch unter⸗
lieb jede Kundgebung. Der Auflösfungs;Ausschuß des Senats
ernannte nach der heutigen Sitzung de Ventavon zum Vorsitzenden
ind Clement zum Schriftführer. Nur zwei Mitglieder der äußersten
stechten, de Franclieu und de Lareinty, sprechen sich gegen das
dabintit bei der Wahl des Auflöfungs-Ausschusses aus. Die Auf⸗
dsung ist jedoch als gesichert zu betrachten. Die Mehrheit für
ieselbe wird nach jetziger Schätzung zwischen 10 bis 26 Slimmen
zetragen.

Paris, 19. Juni. Gulem Vernehmen nach beabsichtigt
Larschall Mac Mahon, gleich nach erfolgter Auflösung der Kammer
ein Manifest an die Nation zu richten.

Versa'itlea, 19. Juni. Die Deputittenkammer hat die
jon den drei Gruppen der Linken aufgestellte Tagesordnung, welche
klärt: das Ministerium habe nicht das Vertrauen der französischen
station, mit 363 gegen 158 Stimmen angenommen.

Loudon, 18. Juni. Der Daily Telegraph meldet, nach
»er Einnahme von Ardahan hätlen Kosacken au 800 Männer,
Weiber und Kinder gemordet. — Fürst Bismarcdk hätte, nach dem⸗

lben Blatt, zu Odo Russel vor seiner Abreise nach Kissingen
esagt, England solle doch einfach Rußland beim Wort nehmen nnd
s wie Deulschland machen, keine Verbindlichkeiten eingehen und
»en Verlauf der Ereignisse abwarten.

London, 18. Juni. Nach einer Meldung des Standard
durde der französische Consul in Alexandrien, Baron Ballot, ver⸗
jaftet. Derselbe soll angeblich in eine Verschwörung gegen Mac
Mahon verwiceelt sein. (7) GB. T.)

London, 19. Juni. EEnglische Anleihe) Wie der „Neuen
jrankf. Zeitung“ von London miitgetheit wird, ist dort die Auf—⸗
egung einer Anleihe zu gewärtigen. Es wird vorausgesetzt, daß
die aufzubringendem Gelder zur Verwendung für militärische Zwecke
est mnt sind.

Ein Telegramm der „Neuen Freien Presse“ meldet aus Bu⸗
arest: Die Türken haben hinter Maischin Verschanzungen errichtet,
um den Russen daselbst den Uebergang über die Donau zu ver—⸗
vehrea. Die Russen befestigen die Umgebung von Satunowo, die
Türken dagegen Isaktscha.

Zara, 19. Juni. Die Türken sied mit drei Colonnen in
Nontenegro eingedrungen, die eine über Orzdrinik nach Dersno,
zie andere im Zetathale Bogelic, wo die Montenegriner Proviant
ind Munition aufgehäuft haben und wo seit gestern gekämpft
vird. Das Haup!quarlier des Fürsten befindet sich in Oranidol.

—

*2
Vermischtes.
Sit. Ingbert, 20. Juni. Die schon seit 83 Tagen an⸗
zauernde Gewitterschwüle ließ schon gestern, mehr aber noch heule
ARu Ausbruch eines Gewitlers erwarlen. Mit einer Heftigleit hat
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        sich denn auch heute Nachmittag zin solches uber unserer Stadt ent· im Damme stäntz unter Wasser, —A über den Rohrbach wurde
laden, daß wir desselben noch lange gedenken werden? Von Westen veggerissen. Vom Damme 5 gesvahrte das Auge. ober⸗ und
lommend war gegen 3 Uhr der ganze Horizont von einer bleigrauen unterhalb desselben eine weite Wasserfläche, die die Heuernte dieseß
Wolkelmasse uͤberzogen.“ Blitz aus Blitz * Donner auf Donner Jahres zum großen Theil mit sich Fortführte vder vetnichtete. —
jolgten sich ununterbrochen. Eimwolkenbruchartiger. Regen, etwa Auch in den uns benachbarten preußischea Orten soll dat
id Minuen lang von einem starken Niederschlag von Hagel unter - Wetler arg gehaust und großen Schaden angerichtet haben. Näheres
hrochen, goß eine Stunde lang herab. Hauptsächlich hat der ehlt uns noch darüber.
Westen; und Norden der Stadt und der auf diesen Seiten liegende FSt. Ingberit. In der Sitzung des Schwurgkrichts«
Theil der Gematkung von dem Unweiter gelitten; der Osten und ofes zu Zweibrücken, vom 18. Juni wurde der 40 Jahre alte
Suͤden haͤtien nur einen starken Regen.“ I Tagner Joh. Phil. Wöl fling von He'ligenstein der ihm zue
Ein Rundgang durch die Stadt überzeugte uns, daß der ver⸗ dast gelegten vorfätzlichen Brandstiftung und des Betrugsversuchs
urfachte Schaden ˖ ein sehr beträchtlicher sein mausß⸗In. seiner To- don den Geschworenen für schuldig befunden und zu einer Gesammt⸗
zalität wird er sich erst später feststellen lassen. Hauptsächlich juchthausstrafe von sechs Jahren, zum Verlust der bürgerlichen
vurbe der Schaden durch die ströcienden Wassermassen, verursacht, Threnrechte ꝛauf die Dauer von fünf Jahren und zu den Kosten
obwohl auch die Pflanzen durch den Hagelschlag gelitten haben. es Verfahrens verurtheilt.
Rinnen und Mulden, in denen man sonst kein Wasser findet, — In der Sitzung vom 19. Juni desselben Gerichtshofes
lichen reißenden Bergbächen, die niedrig gelegene Umgebung über⸗ vurde der Kufmannslehrling Jakob Monhr, 17. Jahre alt,
Juthend; und mit Gexöll und Schlamm bedechend. In der Kohlen⸗ don Mutterstadt wegen der Körperverletzung mit tödtlichem Erfolge
straße stand wehr ats fußhoch das Wasser. In vielen Häusern durch Erschießen seines Stiefpaters Mar Hickh) unter Lnnahme
waren die Keller und die unteren Wohnungstäume gänzlich mit n Idernder Umstände zu zwei Jahren: Gefängnißstrafe verurtheilt
Wasset, angefüllt, Eine Ede des Hauses pon Wagner Herzer ind über den 27 Jahre alten Ackerer Joh. Kaiser von Martins-
ist eingestürzt, ob durch das aus den Stauggärten in großen Massen dhe, der vorfützliches Körperverletzung mit tödtlichem Erfolge an
herunierströmende Waffer oder durch einen kalten Blitzstrahl, ist jeklagt, unter Annahme mildernder Umstände eine Gesängnißstraft
noch nicht festgestellt. Glaͤcklicherweise wurde von der Familie Nie- von sechs Monaten verhängt.
mand beschädigt. Um aber einen Unglücke vorzubeugen, wurde der Kaiserslautern, 16. Juni. Der feit einigen Tagen
Kirchshofssweg an der Einsturzstelle durch eine Barriere abgesperrt. lüchtige Rentamtsgehilfe E. von hier hat si h bei Ludwigshasen in
Auf dem Friedhofe hatte das Wasser eine scha erliche Verwüstung Kkheine ertränkt; seine Leiche wurde bei Worms gelündet. —
angerichtet. Hinter der Kopelle hatte es eine 5 —6 Fuß tiefe und Bestern Mittag um 8 Uhr slürzte sich ein in den hiesigen Bahn⸗
breite Rinne gerissen. Grabsteine waren umgestürzt, die Einfassung verlstaͤtten beschaftigerenlediger Arbeiter Spentler: Michael Frank
de ee und mehrere Särcge blosgelegt. — uiß Franlenthal, unter den von Hohlpe ier anlommende n. Zug und
J — i Anblick g⸗waͤhrke ein Leichenzug von Schnapp⸗ ieß sich von vemselben überfahren. In Folge der erlittenes Ver—
vch der — Unwetters in cinen Hause der Kohlene etzung trat sofertiger Tod ein. 27 J
strahe Schutßz suchte. Die Beerdigung konnte auch nach vemselben 7 Gestorben: in Kaiserslautern der Lehrer Jakod Krell,
der Verwüstungen auf demselben halder nicht mehr vorgenommen nicht ganz 58 Jahre alt.
werden, und mußte die Leiche vorläufig in's Spital verbracht werden. 7 Dus Zuchipolezeigercht KRasn fer sla'u beren hat unterm
Aw allgemeinsten ist die Verwüstung im Gehnbachthale und 29. Mai entschieden, daß die Lapins oder wilden Kaninchen zu den
An“ den Schantgärten.“ Die“ ganze Fläche, der Schankgärten und agdbaren Thieren gehören, deren Einfangen kediglich den Jagd⸗
Schankwiesen gch einem weiten See, der aus dem Gehnbachthale erechtigten zustehe, so daß das Ernfangen durch Dritte, Nichtbefugle,
onui Linem reißenden Strome gespeist wurde. Da der Vöhlen, einen Jagdfrevel bilde.
ver“ unterhalb der neien Schmelz unter dem Wege durchführt, durch fSaarbrücken, 20. Bei dem heute gegen Minag
Schiamm und Heumassen, welche das Wasser mit sich führte, thel. zusgebrochenen Gewitter hat der Blitz in der Nähe von Fechingen
weise — „ so staute sich am Wegdamme in den Schank- ing schlagen, wobei, wie wir hören, ein Junge getödtet, ein Mann
garten das Wasser bis zu einer Höhe von 10 bis 15 Fuß. Der derketztu. ein anderet Mann, ein Grenzaufseher, beidubt worden sein soll.
Dohlen droht seinem Einsturz, die Brücke über die Gehnbach ist F Ein merkwürdiger Fall ereignete sich in Kafstelram 6. de.
weggetissen. Wo heute Motgen das Auge fruchtbare Gärten, Früh, während des heftigen Gewitters. Ein Blitzftraͤt fuhr mem
Acker⸗ und Wiesenflächen sah, ist heute Abend Alles zerstört. Ein Urbeiker in die Hosentoschesam Bein herab und' riß Sttunipf und
rraurlger Anblick! Auch der Rohtbach wat ausgetretin und über⸗ Stiefelsohle mit fort. Der Mann war“ betäubt,“ kam aber nach
fluthele größtentheils das Thal, das abgemähte Gras mit sich tinigen Stunden zur Besinnung und befindet sich bis auf ge⸗
führend,, das noch stehende mit Schlamm überziehend. Der Pfade chwollene Beine wodl.

T
. 96 *22 134 * —
Stadt Saargemünd. Für Tauben- und Hühner-Liebhaber!
Bekanntmachung. v umeheichate bn am Feee)na g, den 22 Jun imn
Der Buürgermeistetr der Stadt hause des Hra. Qurl Schiaitt rüher Laug) Bäder
Saargemünd benachrichtigt hier⸗ und Wirth in St. Ingbert, den Verkauf einer großen Aus⸗
durch die dmn tete vahl Tauben und Hühner ab. 8T
Ackerssleute und Viehhändler, daß M PBRGs 3.
der durch Verordnung des Hrn. 5 J— M. Biron aus Mainz.
Bezirks⸗Präsidenten von Loth⸗
cingen bewiligte Viehmarkt,
nunmehr hier Statt finden wird
und zwar den (eirsten Mittwoch
eines jeden Monats und das 1.
Mal am Mitiwoch, den
4. Juli 1877. r
Dieser Markt wird auf dem
Jewoͤhnlichen Fruchtmarkiplatz ge⸗
halten.
Die Pol'zei wird die Ord⸗
nung aufrechterhalten und Kaufer
sowie Verkäufer in Schuß nehmen.
Die Herren Bürgermeister
werden ersucht Vorstehendes in
ihren Gemeinden bekannt machen
zu lassen.
Der Bücgermeister:
L. Gruͤmbach.
2 M 2
Mafieshäringe
der Stud 20 Pf.

Herz. Braunsch. Landes-Cotterio,
vom Stante genehmigt und garantirt.
Dieselbe besteht aus 83,000 Original-Loosen
nnd 43,500 Gewinnen.
Daupittreffer: 450,000, 300, 000, 150,000, 75,000,
50,000, 2 à 40,000, 1à 36,000, 3 à 30,000
Mark, u. s. w.
Die erste Ziehung findet statt
am 19. und 20. Juli 1877,
zu welcher ich Original-Loose
GAnze-, Halbe, Viertæl, Achtol,
16 Mark 8 Mark, 4 Mark 2 Mark
gegen Einsendung des Betrages oder, Postvorschuß versende.
Jeder. Speeler erhoͤlt Gewinulisten gratis.
Wilh. Basilinus,
Dber-Einnedmer der Braunschw. Landes-Lotterie
dn VBraunschweiq.
empfiehlt

Heilbar
ist Trunkwahnsiun und zu be—
eitigen Trunkenheit mit und ohne
Wissen; glaubhafte Atteste stehen
nir zur Seite und leiste für den
krfolg Garantie. Man
wende sich an Th. Ko-
netzy, Droguen- u. Kraͤuter⸗
handlung in Grünberg in
Schlesien.

— — — — — — — ——

Lin großartiger Erfolg
F gyyn Ineteb wenn don einem
che NAusiagen erschienen find und
um so großartiger ist derfelbe, werm
oß trotz gehässiger Ant zif moglich
war unbd in einer ß urzen —
gn n ie der en da 5
bem ilnstrirtn Buche⸗
Airv's Maturseiimeihode

Dies vorzügliche populär⸗

eehe Werk kann mit

Recht allen Kranken, welche
Jewührte Heilmittel zur Beseitigung
ihrer Leiden anwenden wollen, dringend
uͤr Durchsicht empfohlen werden. Die
zaxin abgedrucktten Alteste beweisen die
rde ee Heilersoige und find
ane Garantle dafür, daß das Ver⸗
rauen g 38 wird. Obiges
Wer bod Seiten sarke, nur 1 Mark
ostende Buch ist in jeder Zugtapiunt
vorräthig, wird aber auch aitf Wunf
irect von Richter's Verlags⸗Anstalt
Leipzig gegen Einsendung von 10

Drieimarkten à 10 Ni, versandt.
J. Peters.
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537 53536332 53838538 55 86538 53333383 —A
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8 52 235 — 5. 5023 —— 523 „I225857
— 2 3 38* 255 —522553635333 22 — 38 5253
7 —— 5 533223* —— — 283354 22273788
»573333333 —8 z 533
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33838 358 — 636333
23346535273—3523535 35 358 ————
— —— — —3 —52 *
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8 — 535328. 5

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5 2* 5555* —5*
——— —— 353537 5838323*
— 22378 — * ——— *
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— — 15533333 35
2 ——— 7 555338 „88
23558 323* 3 352 82 — 3353 r — 32
—— 5 z353533 35 5323 — JIE 3
2 — 5* — 8 2 * 2 * 83 2
—337 2282 9 *5 35 832 35 88 —
333738 33255 33733 * —— ——— 852 5355 885255
2535 33888* 373353 — 5 555855 —— 2 3
——A— 523* — —— 3 2352* A 23258 3 — — — —3— 3 *
32 25 753 382 372823 5553285 —
212 8 5538 2322 ——— * — 28— A 235 *2
—— —55555 325533 —— 2 55375 8 —— 553358
8 5538 ——— 535385 288 8 3387 —87 ————
2538535 3* 583 33 3353823 23832 —25 5
232 8 525 3335537 133538 753 5* 5858535 —*
2 ——ù — 232838 — 5533 5832 3253 388 * 55338
—55— 2 — z532 J * 32257 * 3 57 B 5*5 53332
* 33238 38 —E z35753*8 2* —— — 852 — B * —— 578 1
35 — — 25 — 733323 3235 — 2 3552535
232225 53 —s * —— 8 32*87 —32— 58 785* ——*— ———— 338 2*3
32333* — —288 * —— —337 52838 c2 — *2* 3* —
— 38 7325223 2289 353235 3 2337 — 55832
— 5S5 255 52235 85 5 3** 255 ——
27— 255— 323 32 35 2688 z5285 — 555 3 25
* 5 — 3553355 — 1258238 —— ———— —A— —48 5
21*2335 5233388 239 235355 ——A 823 552353 —3 — 252
58 53585538 A 3778 —z8532 52333 553528 S 8 S553 228
58 2252 552538 * 5537 2333383 — 835* *528 5.
ẽ 8 — 333 — —5 27 38388 —
—— —— —— 2 7 z *
2233 36337 ——— —355 35353353
55 37335535* 2. 53 558 53252 533
ꝛ 235330 — 2*
355358 353535* 73
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8 —— 23854535
— 37 — —— —E
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5237 23
32 —
33333 58s33
3 25 2 832 * 5373
3833 6333352358 25323323
5220 287335533535533 —A 258* 5337738373*
—235353,5838 155333357 2535 3828 533353 258
A 733 222 5335355355 42433382 122333533—
553535 — 25 —2 — —— 5352—* — 82 25532353 523*27
2328 7528 22 — —2 *—*533 22 —E— 5* — 2332 2 238 3
3 28 58 —— 2z2355335 2533533533 —F — *
E —A — 588* 3 RX * —A * 353 8522 529 158233
— sm2 — 3 2 5355 333 — 2 * — 2128325 22
—A 53*2 * —A— 253 * O 2 383 8323828 5332
—* 25 5 —2 —* — 520 3 282 2 225 — 3 8223
78 25 5723222364 2*5 — * 2 2 * 88. 33883223 22— —
53553533 S 85 83 * — * 5 25 2257 25 28323 — —7285
* I5E23 — * *2 — —— 2 23325 23 8 ——
232385 323822 532232 25 23 22 3—5255288 8458 4352
— 22 * z 253 153228* 3335335 6 —
255652 2323237 — —833322 25 52 33285 832222 2328
5323 —— *23 822 225 752 8 O45 23 XXXAS
8 335 3333. 355 —— * 23 5253 35553
2322 — 535 —532 — 523 583 * 2 2,280 * * —5555— — 3
— * 2 318 ——— 0 * S24 2 3 * — M — 8 —
—735 37 832333
—* — 4 25* 2
3 853353535357 33343 453 338335*
8337 2553 33 3*23 33 5— * —33333530283
53333 7838 33 5 53f 2533 33—33
73333337
522 . 37* — 28 8 2— 3 2* 2* — —— 8 2
533 55333588 8335333 5553535 3533735333455
3 322 — * E 22 2 2 5m9 —— — —A 8* — —— —
8 * 82 3235333 236 23338 — 72
— 125 *5325 2553335 223522308 9322 1524
5 A — 33833358 22 58
»532 *57 —— 4 — 238 —35 — 125 2 3* — E
— *Sa
72382 52 5 33583358 235 5— —2
5533333 38 32
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zer St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchenllich) mit dem Hauptblatte verbundene Unkerhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei-

age), erscheint wöchentlich vlermal: Dieustag, Donxerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentspreis beträgt vierteljährlich

DNarlt 20 R.⸗Pfz. Anzeizen werden mit 10 Pfa., von Auswärts mit 13 Pfa. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfa. pro Zeile berechnett. J
Mi96. Eamitag · den 28. Juitt 4487.
Einladung zum Abonnement.
Zu dem mit den J. Juli 1877 beginnenden III. Quar⸗
ale auf den „Et. Ingberter Anzeiger“ mit „Illustrir
dem Sonntagsblatt“ beehrt sich die unterfertigie Expedition
hre auswärtigen Abonnenten, welche das Blatt durch die Post
„eziehen, mit der Bitte freundlichst einzuladen, für rechtztitige Be⸗
dellung desselben Sorge tragen zu wollu.
Denjenigen Abonnenlen, weiche das Blatt durch die Austräger
dekommen, wird dasselbe fortgeliefert, wern nicht ausdrücklich ab⸗
zestellt wird. —7* z
Zu neuem Abonnement ladet höflichst ein —
Die Expedition des „St. Ingberter Anzeiger“.
Deutsches Reich.
München, 18. Juni. Der Landtagsabgeordnete Dr. Rittler
hreibt zu dem bevorstehenden Landtage: „In 14 Tagen tritt der
ayerische Landtag zusammen, ohne daß man eigentlich recht weiß,
varum. Die ina Aussicht zenommenen Berathungen sind verfassungs⸗
semäß nicht erst jetzt nothwendig geworden; konnte und wollte man
je aber bis zu den Hundstagen verschieben, warum denn auch nicht
32.8 Wochen länger? Der Zusammentriit der Kammer fällt offenbar
in die möglichst unzünstigste Jahreszeit, und gerade darum fragt
nan sich mit Recht, ob nicht irgend etwas im Hintergrunde liege,
as heute noch geheim gehalten wird. Zwar sind die Gerüchte,
velche in verschiedenen Blättern auftauchen, kategorisch dementirt
oorden und hat man officiös die Nachricht verbreitet, der Landtag
herde unach eiwa 8 Wochen vertagt werden, um gegen Ende Sep⸗
ember zur Beraihung des Budgets wieder zusammenzutreten. Allein
s frägt sich gleichwohl, ob und in w'ie weit man solchen Ver⸗
zcherungen trauen kann. Die Spaltung' im patriotischen Lager
t nun einmal da und kann es sich des alb für das Mini—
terium nur noch darum handeln, zu erfahren, ob dieselbe in der
dammerfraktion Wurzel gefaßt hahe. Hierzu aber kommt die Juli—⸗
Session ganz recht und ist für uns keinen Augenblick zweifelhaft, daß
»ad Min sterium darnach seine weiteren Maßnahmen treffen wird.“
Mäünchen, 20. Juni. Durch Erlaß des kgl. Staats-
minister ums des Inneren werden die Kreisregierungen, Kammern
3:s Juncren, beauftragt, den Voranschlag der Kreissgausgaben und
kinnahmen für das Jahr 1878 mit Begutachtung der etwa weiter
m die Landrathsversammlungen zu bringenden Berathungsgegen⸗
tände bis zum 31. Juli ds. Is. an das Min sterium in Vorlage
u bringen. — Wie wir dernehmen, hat Frhr. v. Ow hereits den
Vunsch geäußert, „man möge ihn nicht mehr zum Präsidenten der
damm.er der Abgeordneten wählen, doch hoffen seine politischen
Fteuude, daß sie ihn veranlassen können, daß er das unter den
»bwaltenden Parteiverhältnissen sehe schwierige und jedenfalls nicht
eht angenehme Amt eines Kammerpräsidenten nochmals annehmen
verde. — In Folge des für die Eisenbahnen Deutschlaads verab⸗
edeten einheitlichen Tarifsystems gelangen vom 1. k. Mis. au neue
katifvorschtisften und Tarife für den internen Güterberkehr der kgl.
ayer. Staatsbahnen in Wirksamkeit und werden damit eine ganze
steihe bitheriger Speciallarife aufgehoben. Der neue Tarif haͤt
ür eine Anzahl wichtiger Artikel, wie: Getreide, Eisen, Düngmitiel,
Salz u. s. w., bedeulende Ermaßigungen im Gesolge; es enthält
erselbe indessen auch mäßige Erhöhungen der Grundtaxen für Eil⸗
und Stüdhüter.
Ausland.

Wien, 21. Juni. Wie die „Presse“ erfährt, entbehrt die
sachricht, daß Osterreich bei der Pforle zu Gunsten von Montene—
ito interveniren werde, jeder Begründung. — Das ‚Neue Wiener
agblatt“ will wissen, daß österreichischerselts eine demnächstige
Acupation türkischer Gebiet Aiheile (in Boznien und der Hecze⸗
jowina) in Aussicht genommen sei. Dieselbe soll bezwecken, Mon⸗
enegro zu degagiten, da eine direkte Intervention Oesterteichs zu

Gunsten Montenegro's unthunlich sei. Eine Bestätigung dieser
Rachricht liegt nicht vor.

Ein Telegramm der „Neuen Freien Presse aus Ragusa
neldet: Vor der Verproviantirung von Nikfic gelang es Suleiman
Pascha, die Montenegriner bei Presjeka zum Kampfe zu zwingen
and sie zu schlagen. Am Soantag forcirte der Muschir die Defüeen
bon Ostrog und drang fortwährend käwmpfend in Montenegro ein.
— Aus Rusischul wird demselben Blatte gemeldet: Bei Simnika
ind nur wenige russische Truppen und gar keine Verschanzungen
ichtbar. Obwohl das Wasser sinkt; find das Uferland und die
Infeln doch noch theilweise überschwemmte oder versumpfi. Man
rxwartet hier keinen Uebergangsversuch und wendet daher der Gegend
ʒei Turn · Magurelli und Islas mehr Aufmerksamkeit zu. — Pera,
19. Juni. Zwei russische Corvetten kreuzen bei Cap Matapas
an der Südspitze von Morea. u

Paris, 20. Juni. In der gestrigen Kammersitzung ge⸗
angte zur Mittheilung, der Kriegsminister habe der Budget⸗RNom⸗
nission angezeigt, dat Artillerie⸗Komite habe ein neues Kanonen⸗
nodell adoptirt, und ein Theil der von der Regierung verlangten
209 Millionen Franes solle zur Fabrikation dieser neuen Kanonen
yerwendet werden. Der Bericht kündigt außerdem an, daß der Bau
der Befestigungen an der Nordgrenze von Dünkirchen bis in die
ßegend von Chimay begonnen werden soll. Die Budget-Kommission
zat die Votirung der geforderten 209 Millionen einstimmig beantragt.

Versaitbles, 20. Jani. In der heutigen Situng detz
Senats wurde der Bericht des Senators Depeyre über den Antrag
es Präsidenten auf Auflösung der Deputirterkammer verlesen. Derselbe
chließt zu Gunsten der Auflösung. Die Dringlichkeit wird angenommen,
iber auf Antrag der Linken wird die Discussion auf morgen vertagt

London, 19. Juni. Der Standard meldet, die Friedens⸗
zarlei in Konstantinopel würde täglich stärker. Der Großvezier
und Safvet Pascha hätlen dem Boischafter Layard wiederholt er⸗
lärt, fie hätten den Krieg nicht gewünscht und wären nur durch
die von Midhat Pascha fanatisirte Bevolkerung dazu gezwungen
vorden. Mehemed Ruschdi Pascha steht an der Spitze der Friedens⸗
artei. Er jucht Fühlung mit dem deutschen Boischaster zu gewinnen.
Dennoch ist momentan die Kriegspartei noch in der Mehrheit. —
Die Russen ändern ihren Kriegsplan in Kleinasien und beschränken
ich vorlaufiz auf die Belagerung von Kars.

London, 19. Juni. Die zweite Standard⸗ Ausgabe
neldet, der Czar werde ˖ aulaßlich des DonatUeberganges in wenigen
Tagen ein Manifest erlassen. — Die Pforte sendet Truppen⸗Ver⸗
tärlungen zur Timok ˖ Mündung, da man einen Uebergangẽversuch
dei Kladowa erwartet.

London, 20. Juni. Wie der „Times“ heute telegrophirt
vird, stehen 28,000 Russen im westlichen Theile der Wallachei
um Dongauühbergange bereit. Die Tüͤcken haben gute Positionen
vestlich von Sevrin inne und ihre Voposten bis Yenikan vorgeschoben.

London, 20. Juni. „Standard“ beßätigt, daß die Russen
yon Penhak retiriren. — Fürst Milan mußte aus seiner Unler⸗
redung mit dem Czar die Ueberzeugung gew'nnen, daß Serbien
ieutral bleiben müsse, „die Passivität solle jedoch deim Friedens—
chlusse belohnk‘ werden.“ — die Kriegspartei in Grie healand fängt
an, die Oberhand zu gewinnen.

London, 20, Jun'. Wie „Daily Tel⸗graph“ meldet,
jaben die Russen den Versuch gemacht, das Fort Tamar bei Kars
zu stürmen. Derselbe mißlang jedoch, ihr Bojonnekangriff wurde
aach hartnäckigem, äußerst blutigem Kampfe zurückgeschlagen .

Giurfhewo, 20. Juni. Der Cjzar ist in Giutjewo beim
deutschen Consul abgest'egen. Große Truppenmassen sind in der
Nähe der Stadt gelagert; man erwartet stüadlich den Uebergang.

Turn⸗Severin, 20. Juri. Trozß allen offijibsen Leug—
nens concentrirt Serbien dennoch Truppen. Bei Negotin siehen
5 Milizbataillone, die Truppen am Timok sind stärker als das
dorps Osman Paschas, das bei Widdin, Florentin und Bre⸗—
Jowo steht.
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        Plojesti, 19. Juni. Der Czar dußerte gegen Fürst Milan
jein Bedauetu, daß Serdten sich aus politischen Moliven jeder Altion
anthalten muffe, doch wurden die Friedenzsegnungen durch kemerlei
Nachtheile aufgewogen werden, die aus der Fnaktivtät erwachsen
honnteg Alle guffländistzen Ticherlefsen, Lie üyr die Hande der
Russen“ fallen, werden kriegsgetichtlich, dahegei die gefaugenen
Nizams (türkische Vinientruppen)* als Kriegszefangene behandelt.
De VFiutritt des Don Carlos in russische Diensie ist erfunden.
Konfantäinopel, 18. Juni, Die Pforte hat an
hee Verlreler im Auslande in Angelegenheit. der Ginfer Konvention
die nagsolgende Note gerichtet: In Folge det Bemuhungen der
jasserlichen Regierung, um mit Bezug auf unsere Amdulanzen die
Erfetzung des „Rothen Kreuzes“ durch den Rothen Halbmond“
zu erreichen wurden Zwerfer daruber raunt vbwir die Oenfer
tonwension zu achten dereit find. Um in dieser Beziehung jedem
ißverstandmisse dorzubeugen, erllärt die kaiserliche Reglerung daß
isprechend jener Konbention, der sie jeinerzeit zugestimmt Hhat, das
Mothe Kreuz“ von den oftomanischen Armeen bei jeder Gelegenheit
mit Der groͤßten Gewissenhaftigleitn geachtet werden wird, daß in
biesem Sinne lautende Instruktionen bereits an die Truppen etgangen
sind und waß die Gesellschaft zur Unterstützung verwundeter Krieger,
velche den Rothen Halbmond“ als Abzerchen suͤhrt in Wirklich⸗
zeitrnichts Anderes! als der ˖orientalische Zweig der Gesellschaft des
Mothen⸗ Kremes“nist. 35* AN. qft. Pri)
—D dielbesprochenen
cenen: Reermirung »von 218, 000 MNanna wird von untertichteter
Sene bemerlt daß es sich daber aecht zumeine exceptionelle, sondern
um die jahrlich !wiederkehren de Aushebung bandie, die wie gewoͤhnlich
quilr Voraas angelimdigt mrd festgesetzt werde. Die Ziffer sei groͤßer
ais lun dorigen Jahr, weilrman bei⸗ der abgekürnen Dienstzeit jest
nahegu das Haxriamin der juhrlichen, zwischen 190,000 und 220,000
DNann bettagenden Norm erreiche.

Petersburg, 20. Juni. Oifizielles Telegramm- auts
Plojesti vomnL7SDdäGestern landeten 200 Türken bei“Turn⸗
Nagurellitr nuchmenweidendes Vieh mit sich fort, »welches ihnen
—XV — »rnjfische⸗Truppen wieder Abgenommen
vurde. Oier Türlen zogen osichs mit einem Verluste von 8 Mann
surich. Nufrujfischer Seite wurde 1. Ulane und 1 Kosak ver⸗
Miindet. — Lirutenant;Puschischin, welcher einen Torpedokufter
dei dem Angriff nuf die mürkischen Monitors be Sulinaneomman ⸗
dirte, wutde von den⸗ Tütken efangen. — Nachrichten aus Mon⸗
renegro zufolge, drang Sukeiman Paschasbei Niksic, welches er der⸗
htobrantirte, vor.!. Bei· Vassosevits und Spuz schlugenedie Montene⸗
deiner? die· cTürken zurüulkc.

MPeterbburg, 20. ODifieiclles Telegramm aus dem Haupt⸗
quattier vm⸗ Kautafus Mazta 19. Juni. Am⸗17. Juni wurde
das Bombardement gegen die Fortzs Kanadagh und Arab Mukhlis
vont Kats erdffnet und wird moch j tzt und zwar von acht Bat⸗
letirene mit 22 Geschützen und- Mörfern, fortgesetzt. Unser Verlust
an diesen beiden Tagen besteht in s Todten und 14 Verwundeten.
dius Kars erfahren wic, daß der türkische Verluft am 15. d.
200 Todie und 280 Verwundete betragen und daß der Kampf an
diesem Tage auf die Garnison bon? Kars einen entmuthigenden
Findruc gemacht habe. — General Tergubassoff ist von Seidckan
m der Kichtung auf Keprikeff (Köprükoi ) vorgerückt. General
Alchafaff hat die Distcicte von Offchemt,chiri und Mokwa reloznoscirt,
aber keine türkischen Truppen gefunden. — Unter den: empörten
Abchastern sind Zerwürfnisse enistauden.

—
Wrermischtte8ssss.

pBerichtigung. Jn dem „St. Ingbert, 20. Juni“
dalirten Bericht über Idas Gewittee in Nr. 95 an dieser Sielle
unseres Blattes ist ein sinneütstellendet Druckfehler ein zelaufen und
soli eb in dem 3. Absatz dorten in der 4. Zeile heißen statt —
der Verwüstungen auf denselben halber —: „Der Verwüstungen
auf dem Friedhofe halber.“

I3Zweibrücken, 20. Juni. Für den am Sonntag den
8. Juli d. J. dohier stattfindenden 5. Pfaͤlzischen Feuerw: hrtag
ist solgendes Programm festgesetzt: Morgens 9— 10 Uhr Empfang
der Delegirlen und aukwärtigen Feuerwehren am Bahnbofe und
Beleitung derselben in die Stadt; 311 Uhr Hauptversammlung
des pfälzischen Fruerwehrverbandes im Fruchthallsaale; Mittags
i ühr Uebung der Zweibrücker Feuerwehr; 1 Uhr Znug durq
die Haupistraßen der Stadt; 2 Uhr Miltagstisch im großen Saale
des Zweibrückerhofes, 4 UÜhr Gesellige Unlerhaltung in den
Schmidt'schen Park, bei ungünstigem Wetter im „Deutschen Haus“.
— Der Feuerwehrtag hat zufolge Beschlusses der Hauptuersammlung
des Jahres 1875 dien Charakter einer Delegirtenversammluug er⸗
halten. Fuͤr die Bahnfahri gewährt die Direktion der pfaäͤlz. Bahnen
den sich legitimirenden Feuerwehrmännern elne Fahrtaxermäßigung
von 5090.

4 Dem „Frankenth. Tagebl.“ wird mitgetheilt, die Olreltion
der pfälz. Bahnen beschäftige sich mit dem Plan der Einsuhrung von

Sonniagsbilleten (Reiourbillete zu einfachen Preisen) zunächst anf der
daupistrecken, wie solche auf der Heff Ludwigsbahn schon Jahre lang
mit qutem-Erfolg* destehen · J ——

Dem Berichte über Bein Stand des pfälzischen Feuer wehr⸗
perbäandes, währende der Werwaltunge periode 1878 - 1877
st zu entnehmen daß der Verband bem Beginne der Verwaltunge.
derrode im September1875, 67 Feuerwahren mit ⁊und 8800
Mann ersten und 8600 Mann zweiten Aufgebotes (Hilfsmann⸗
chaft), zufammen 12,400 Mann umfaßte, welde 160 fahrbare
Maschinen und 59 Handspritzen bidienten. Im Laufe der Ver⸗
waliungtperiöde traten dem Verbande 19 Feuerwehren bei. Zu—
ammen 86 Feuerwehren mit 10,400 Mann; dann mit 183 fahr—
zaren Spritzen und 68 Handspritzen. Von den Städten der Pfal;
aben heute · noch · teire ·vrganifteteFenerwehren? Kirchheimbolanden
Aggersheim Otterberg, Hornbach und Obermoschel und von den
Landgemeinden mit mehr als 2000 Einwohner die nuchfolgenden:
Mutiexstadt. Bellheim. Friesenheim Lachen, Weisendeim a. S.
Iggelheim, Oppau. In Schifferstadt, Aldersweiler, Rheinzabern
and an einigen anderen Orten ist für das Zustaudekommen feuer⸗
wehrmäßig orgänifirter Corps Aussicht vorhanden. Die 5. Haupt
jerfammlung des Verbandes studet Sonntug den 8. Juli in Zwei ⸗
rücken“stait, wobel vuch die Wahl des Ver bandzausschufses aui
der Tagesordnung steht. J

Munchen, 14. Juni, Aus England berichlet man don
timem sehe einfachen Mattel,welches in diesen gewitterschwülen
Tagen die Milch vor dem Sauerwerden bewahren soll zman werjt
ein paar Salzidrner, einen Ragel oder ein jonstiges kleines Stüͤd
Fisen hinein.

f In Hof wurde vor ungefähr drei Wochen deni Stadt
magistrate ein Zeitel zugeschickt, n welchem gedroht wurde, Hof an
pier· Ecken vmzuzünbenwenn⸗ nicht“die fremden Atberter aus Hoj
brief, in welchem Auftuht und Zerstbrung, Mord und Braud in
Aussicht gestellt wirn, wenn dieje Ausweisung der aus lãndischen
Arbeitet nicht innerhalb 14 Tagen geschieht. Der Brandbrief
chreiber soll entdeckt seie.
7Wurzburg, 10. Juni. Das Verzeichniß der Studirenden
in dem soeben ausgegebenen Per'onalbestand der Julius-⸗Marmlians⸗
Univetsiät im Sommersemester 1877 weist 965 Jamatrikulirt
ind 7 bedingt Vorgemerlle auf, also 972, hiezu koammen noch 84
Hörer, wilche, ohne immalrikulirt zu fein, die Erlaubniß zum Be⸗
uche der Vorlesüngen erhielten. Gesammtzahl sonach 1006 Studirende
unter ihnen 456 Medicinrnre.

7 Dem Magistrate Würzburgewurde von dem dortigen
Mühlarzt B. die Zumuthuag gemacht, ihm seine 46jätzrige —*
zalfie aus Petersburg, wo diesßelbe bei einen vorjährigen Besuch—
we felsohne mit Zustimmung ihres Ehegespons, eine Kammerjunfer⸗
telle aunahm, wieder zu verschaffen. Selbstderständlich wurde eip
—ID

Zum Ka: Tsrruh er Schützenfest ist den Schüßen au)
den pfalzischen und had schen Bahnen eine Verlängerung der direkten
Retourbelete vom 23. Juni bis 2. Juli einschließlich bewillig!
worden.

Fechingen, 20. Jani. Heute Morgen gegen 11 Uhr
wurde der Steueraufseher S. von hier nebst seinem Sjährigen Sohne
auf dem Wege von hier naqh Bliesransbach auf offener Straß
vom Blitz erschlagen. Beide waren sofort todt. Einem Dritten.
det sich dabei befand, einem Arbeiter von h'er, wurden beide Füße
vom Blitz gelähmt. Wie wir ferner hören, soll auch in der Ent—
heimer Fabrik heute Korzen ein Ardeiter durch einen in Folge
des Unwetters von einem Dache herabstürzenden Steine erschlagen
worden sein.

Saargemünd, 20. Juni. Gestern Abend um halb
7 Uhr wurden an dem kleinen Bahnübergang bei Welferdinger
don der Lecomotive des Metzger Personennuges drei Kinder von 8
bis 11 Jahren erfaßt und sortgeschleudert. Zwei derselben sollen
ehr erhebl ch verletzt sein. — Vorgestetn Abend wurde auf der
Strecke zwischen Farschweiler und Beningen, ebenfalls an einem
lebergang, ein Mann überfahren, der sofort iodt blieb. Ob derselbe
reiw lig den Tod suchte oder durch Unvorsichtigkeit auf's Geleise
am, konnte bis jetzt nicht festgestellt werden. (Saatg. Zig.)

4 Dusseldorf, 15. Jun'. Ein selisamtes Unglüch
viderfuhr laut dem „Düss. Anz.“ gestern Nachmittag einem Mann⸗
uuf der Ratingerstraße, der an einem Fenster eine Bardiene auf⸗
zätgen wollte. Er bekan das Uebergewicht und blieb im Fallen
nit dem goldenen Ring an seinem Finger in einem Hacken hängen.
Die Wucht des Falles wurde dadurch gebrochen, allein der Finger
purde dem Unglücklichmim total aus der Hand gerissen. „Die Sehne
ing“ — so schreibt das genannte Blatt — „wie ein Bindfaden
aus der Hand hervor.“

p'In Dortmund wurde ein Knecht, der ein Pferd miß—
handeite, von lezterem mit den Zuhnen erfaßl und so arg zugerichtet,

daß fein Leben in Gefahr schwebt.
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Braunschweig, 183. Juni. In der Stadt Seesen
schlug während des gestrigen Schützenfestes ein Blig in dan Festzelt
anter die dort⸗ befindlichen Personzn. Vier/ davone, wurden sofori
etodtet, 2 zeitwise gelaähmt. Unter den Getödteten befinden sich 9
Brirder, Zwillinge, welche an dem Tage, ihren 838. Geburistag feierlen.

fLondon, 16. Juni. Durch den Streike der Kohlen
zruben⸗Arbeiter in West-Lanceshire sind circa 80,000 Personen be⸗
haftigungsloß geworden. Von dieser Anzahl sind 20,000 Kohlten⸗
ruben · Arbeiter, und die anderen Personen, die durch die Arbeits⸗
instellung in den Kohlengruben ĩn Mitleidenschaft gezogen worden.
Ihne ihrer Arbeiter um⸗ O. pCt. herabzusezeu, gegeben. Vorlqufig
A noch wicht die Mmindeste Ausficht nuf eine Einigung vorhanden.
Eine für das Eisendahnwesen wichtige und von dem Reicht
cisenbahnamt sehr günftig aufgenommene! Eifindung, die bereit
atentirt ist, wird jetzt wie die IVosse gtgenniminheilt, von de—
Zotadomer Bahn · teiner genauen Probe untetzogen. Det Appare
iatden Gwech, die aisher nn⸗ den Bahnbartieren am häufigster
atgekommenen Unglücsfalle dadurch zu verhüten, daß der Waͤrter
zwungen wird, dieselben immer beim Passiren der Züge zr
ließen. Der-Apparat besteht in einer Controluhr, welche unte
n Schienen angebracht ist und mit der Barriere in Verbindun—
ht. Jeder. Aber die Uhr hinweggehende Zucg wird durch eim
dreibvorrichteng genau aufge zeittnet, fobaid die Barriere ge
lossen · wird. Hat ver Watter durch Hrichischliehen “seine Pflig
qt · xfüllt, so bemerlt“ die Uhr dies ebenfalls durch ein Zeiche
ie Beamten lönnen fo genau feststellen, dei welchem Zuge d
arriere offen oder geschlossen swor und welll er Warter nicht zr
rlässig ist. Die Contrsoluhr ist seit 8 Tagen in Friedenau, w
er Erfinder wohnt, augebracht und Hewährt sich, wie man hört
Der Il cken Amstettt enn im Oberwienerwald ist am
17. d. von inem großen Brandungluͤck heimgesucht worden. Nach⸗
nittags 2 Uhr entstand, wie man sagt, beim Fässerpichen im Brau⸗—
hause Feker, das bis nach 11 Uhr Nachts wüthete und 112 Ge—
züude derzehtte. Es sollen drei? Feuerwehrmänner verunglückt sein,
doch steht rdas noch nicht feftt.

f, SinHeldenmaädchen. Temesvarer Biatter mel⸗
deten kürztich, daß Im 18. d. vin der Meierei der Temesvarer
Schulschwestern ein Stier seinen Wärtet- getödtet. Die „Tem.
Ztg.“ bringt Zun Rine autheintische Darstellung des Aragischen Vor—
alles. Nach derselben war der Getoͤdtele ein ältlicher Mann, nicht
er eigentleche e Wãrter des Thieres, sondern erst vor einigen Tagen
jur Ausdelfe An der Meirteiz nus Baiern ingetroffen. Obwohl
zot der Wildheit des Thieres gewarnt, dieß er irotz Abreden eines
dort bediensteten Gyerihyamoser Bauernmädchens den St'er in den
Hof hinaus und führte mit der Peitsche mehrere Hiebe auf seinen
Zopf, was zur; Folge hatte, daß der auf ihn lorstürmende Stier
ihn niederrannte und mit den Vorderfüßen auf dessen Brust kaeend,
ihm mmit dem ** furchtbare Stoͤße versetzte.“ Das Madchen,
velches Zeugin diesed grauenvollen Vorganges: war, suchte · das Thier
zuerst durch Geschrei und Schwenken eines Tuches zu verscheuchen,
allein der Stier. nahm keine Roliz davon und begann sein Opfer
m Hofe herumzuwälzen. Und nun nahm die Heldenmüthige einen
Zampf auf, der wohl selbst in einer fspanischen Stierkampf⸗-Artena
nicht seines Gleichen fiden dürfte. Sie füllte ihre Schürze mit
ztoßen Bruchstücken von Ziegelsteinen, ging auf den Stier loz und
chlug demselben die Steine einen nach dem andern mit aller Kraft
auf die Schnauze. Einer dieser wuchtigen Schläge traf so gui,
daß das Thier den Körper des Manres losließ, sich hoch dufbäninte
ind daunn auf feine Feindin losstürzte. Das Mädchen gab zu
Protokosl, daß sie diesen Augenblick für ihren letzten hieit; irotzdem
vollte sie aber nichts unversucht laffen, um ihr Leben und das—
enige des Mannes zu reiten, der in Blut gebadet auf dem Boden

ag.“ Sie rannte gegen ein kleines in der Umfassungsmauer an⸗
jebrachtes Pförtchen, welches zum Glücke ossengelasfen worden,
qᷣlũpfte hinaus und schlug das Pfoörtchen rasch hinier sich zu. Als
»as vütheude Thier sah, daß hm seine Feindin entschlüpft sei,
ließ es ein Gebrülle aus und kehrte zu seinem Opfer zurück, dasselbe
vieder auf dem Boden herumwälzend, bis es in die Nähe des Pfort⸗
hens, tam Nun sprang das Madchen, das Rettungswerk noch
mmer nicht aufgebend, wieder hervor und machte, mit einem großen
Steine versehen, einen plötzlichen Angriff auf den Stier und schlug
renselben so kräftig auf die Rafe, daß das Thier von Schmerz
uußer fich ein paar Schr'tte zuruͤcwich. Diesen Augendlick benutzte
jas Heldenmädchen, ergriff den Mann bei den Füßen und zoz ihn
jurch daz Pförtlein ins Freie. Der Stier aber kehrte plotzlich in
xn Stall zurück, von wo bald darauf das Brüllen der Kuͤhe ver⸗
ieth, daß das Unthier nunmehr an ihnen seine Wuth auslasse.
In die Kühe zu retten, eille das Mädchen nunmehr in den Stall,
anhdem fie ihre Schürze wieder mit Ziegelsteinen gefüllt hatte,
chlich sich unter den Bäuchen der Kühe an den Stier heran und
ersuchte ihn durch Schlaäoe in die Nose an seinen Plaß im Sialle

u bringen, was ihr denn auch nach unsäglichtr Mühe gelang.
jm Augenblicke aber, wo sie dem Stier die Keite über den Kopf
verfen wolltee bemerkte derselbe leine T und senkte die Hör⸗
er, um nach-Werselben zu, stoßen. Da in hrer hoͤchsten Gefahr,
hwang sie sich blißschneli auf seinen Rücken und ehe dak Thier
ich noch auf der Boden strecken konnie, um seine Bürde ubpu⸗
jreifen, hatte sie ijhm die Kette um din Hals geworfen und auch
inige Male um dl Hörner geschlungen, so daß die Bestie nun⸗
nehr machtlos war. Das Mädchen sprang nun herab und kilte
35
nuhungen nicht mehr zu retten war. Die e Stierlampferin j
zht in Temesviur die — * Tade An —3
F Der Haͤndel mi frschein amerikanischen Fleisch: nanmt immer
srößeren Aufschwung, seit dem das Gefriek'ystem sich als vorireffliches
Erhaltungsmittel d sselben bewährt hu.“ Die Dampschiffe, deren sich
it Engläuder zum Trausport des-Fleisches bedienen, qinde in
vesrieclam.neii mit Hormetsch· durch Wolle und Holzsägespahnen
vet stopften· Wanden· verwandelt. In diesen Kammern sind Eis⸗
loͤcke aufgestellt, über welche ein beständiger Luftzug geleitet wirde
Das Fleisch, in Stücke zerlegt und in Leinwand gewickelt, ist in
en KKammern aufgehängt. Die Tex peratur dit Aufbewahrungs⸗
äume, wird gleichmäß gfast unter Null erhalten. In Liberpool
gmon zin der vergangenen Woche 1200 Tonnen frischen amerilanischen
Fleischez an. Neue große Sendungen werden erwariet ‚um dem
nelseitigen Begehren nach diesem wichtigen Nahrungsmitlel zu genügen.
luch auf den französischen, nach Amertkas gehenden Schiffen,werden
ett solche Abktühlungtkammern eingerichtet,um für Frankreich
diesen Handelszweig gleichfalls nutzbar zu machen. — ——
fGegen Jasetkltenstüche.“ Von werschiedenen Seiten
ortnan Ihon uwieder üͤher Ungluasfaälle betichten die durch dan
Nichtbeachten von Infettenfiechen entstanden sind. Ea follte doch
stiemand verfäumen, bei einem irgendwie gefährlich scheinenden Stich
ofort ärztliche Hülfe in Anspruch zu nehmen, da die Wirlung
ieser Gifte off in 24 Stunden den Tod herbeiführt. Befonders
efährlich sind Stiche auf Finger, welche mit Ringen versehen sind,
ofern »man dies Finge nicht gleich abzieht. Dunch die Ein⸗
hwulstt w rd dit Mut odungszusiand nut gesteigert eGeten das
zuden gewöhnlicher ——u u* ist ein Anfeuchten mit Salmial⸗
eist sehr wirksam, man sollte deshalb ein kleines Flaͤsch hen davon
tets zur Hand haben. ανut rε)α

Dienstesnachrichten.
Der kathol. Pfarrer Ernst Ripplinger von Rheinzabern wurd⸗
sum Deean des. Capitels Germerbheim ernau. 672

Landwirthschaftlichs·.
Vortheilhafte Benutzung des Straßenstaubes. In der trodenen
jahreszeit sollte sich jeder Landwirth eine Quantität. diesez Mate⸗
ials verschaffen, da er bei unbedeutend nKosten sich mit großem
Jortheil zut Vermehrung und Verbesserung des Düngers bennzen
üßt. In die Hühnerställe eingesteeut, liefert er einen dem Guano
in Werth jest gleichkommenden Dünger, ohne dessen unangenehmen
Veruch zu besizen. Zum Einstreuen in die Abtritie benugt, zer«
lört er die Gerüche und bindet die gesundheitsschädlichen Gase,
ebenbei einen ausgezeichneten Dünger darbietend, der dein Guano
und anderen theueren Düngstoffenein nichts nachsteht.
Um aus Hühner- und Taubendung Guano zu bereiten, ver⸗
ahre man auf folgende Weise: Man nehme ein altes: Faß, bringe
ine 3—85 Centimeter dicke Lage Straßenstaub auf den Boden,
jarauf eine Laze Huhner · oder Taubeumist, dann wieder Staub
t. s. w. Ist det Straßenstaub lehmhaltig, so sollte die Lage des⸗
Aben gleich stark wie die des Düngers, ist er dagegen von san⸗
iger Beschaffenheit, doppelt so stark sein. Je dünner die einzeinen
Jagen der beiden Stoffe gemacht werden, desto werthvoller wird
jer daraus erzeugte Dünger. Wenn die Höähnerflaͤlle regelmäßig,
pie es die Reinlichkeit und Gesundheit der Thiere erfordert, aus—
sepugzt werden, so läßt sich auf diese Weise in einem Jahre eine
iemli se Quantität des besten, fast dostenlosen Düngstoffes bereiten.
Wird dann der Juhalt des Fafsses auf einer Tenne zu Pulver ge⸗
doßen, so läht er sich wie Guano und anderer künstlicher Dünger
n Garten und Feld vecwenden. Er wirkt besonders günstig auf
Burzelgewächse, aber auch auf Blumen, Gemüse, Getreide und
Biesen. —Schwache Saaten im Früdjahr damit bestreut, erholen
ich oft auffallend, besonderd wenn die Anwendung unmitielbar vor
inem Regen gesch'eht. Es ist gewiß seltsam und von keiner be—
anderen Jntelligenz zeugend, daß manche Landw'rthe bedeutende
zummen für künstliche Düngstoffe ausgeben, mit denen sie noch
azu haufig betrogen werden, weil denselben werthlose Stoffe wie
Zand, Sch verspath, Steinkohlenashe u. s. w. beigemischt sind,
Ahrend fie die dor ihrer Nase liegenden und oft ihre Nase litzelnden
Dungstoffe entweder gar nicht, oder in ganz angeeigneter Weise be⸗
meen. Es gilt dies besonders von den menschlichen Auswurieljoffen,
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        die durch ihren hohen Gehalt an Stickstoff, Phobphorfäure u. J. w.
die kraftgsten Nährstoffe für den Pflanzenwucht enthalten und durch —
Einstreuen von Straßensftaub, Gyps oder trockener Erde, wodurch
die widerlichen und ungesunden Gase absorbirt und gebunden werden,
auf die einfachste Weise nußbar gemacht werden löͤnnen.
Der Siraßenstaub liefert übrigens für sich allein ein gutet
Materal zur Verbesserung des zähen Lehmbodens, sowie der nassen

talten Feldern vnd eben solcher Wiesengründe. Da er meist einen
zuten Antheil Kalk urd ihierische Auswurfstoffe enthaäͤlt, so ist seine
Dirlung jugleich eine düngende. Daß das Bestreuen der Gemüse
ind Repspflanzen mit Straßenstaub ein Mittel gegen die Erdfloͤhe
st, dürfte bekannt seien.
WWWrauen dor fer Blätter)
J F Fur vie Redaction verantwortlich F. X. Deme . *i

—
C
Ztadt Saare rand. 93 vn. äs
Bekanntmachung. Limburg Kä e
Der Burgermeistat der Stadt ppfiehlt bini ualiladt
Saargemünd benachrichtigt dier· impfi illigst V.Jepp.
durch die denen —8 — — pp·
Adersleute und Viehhändler, daß — 2323
der durch Versrdnung des Hrn. Matjeshäringe
Bezirls⸗Praͤfide nien vonLotd⸗ per Stüch 20 Pfi.
ingen dew lligte Viehmarkt. mpfiehit
nunmehr hier Statt finden wird
und zwar den eisten Mitwoh
tines jeden Monats und das 1.
Mal am Mitftwoch, den
4. Juli 1377.. st Trunkwahnsinn und zu be
Dieser Markt wird auf dem eitigen Trunkenheit mit und ohne
gewohnlichen Fruchtmarliplat ge⸗ Wissen; glaubhafte Attesie stehen
halten. nir zur Seite und leiste für den
Die Polizei wird die Orde brfolg Garantie. Man
nung aufrechierhalten und Käufer vende sich an h. Ko-
sowie Verläufer in Schutz nehmen. notzcy, Droguen⸗ u. Krauter⸗
Die Herren Bürgermeister Jandlang in Grüunberg in
werden ersucht Vorstehendes in Schlesfen. —
ihren Gemeinden belauni machen —
uu lafsen. 2jeld ist zu bezichen:
Dor Büegermeister: 5
Gruͤubach. e Selbsthilfe J
iti plötzlichen Unglücks- und
Krankheitsfällen,
herausgegeben von Pr. Fint-
nehovius, pracs. Arzt in
53 Ketzin.

Auf zahlreiche practische Er⸗
fahrungen gestützt, bietet der Ver⸗
fasser in klarer, Jedermaun vert
fändlicher Weise eine Anleitung,
wie plötzliche Unglücs u. Krank
Jeitsfälle bis zum Einschreiten des
Arztes zu behandeln sind. Be—
sonders in Orten, wo ein Arzt
nie sofort zur Stelle sein kann,
sollte dieß 5 Buch in keiner Fa⸗
milie sehlen.

Preis 1I Mark.
Den Betrag bitten man in Brief⸗
marken einzusenden.
Wiederverläufer erhalten Rabatt.

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rom Btante genebnaigit uail garantirt.
Dieselbe besteht aus 83,000 Original-FLoosen
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60,000, 2 à 40,000, 3 à 36,000, 3 à 30,000
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am 19. und 20. Juli 1877
zu welcher ich Original-Loofe —
Ganzæ- Habæ- Viertæl, A40htæ
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gegen Einsendung des Betrages ↄder Postvorschuß versende.
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2* Wilh. Basilius, 2* vx
Ober-Einnedim er der Braunschw. Landes-Lotfterie
ain Braunschweig. —

öàä

785* 2
8 2 520
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2

Einladung z:m Abonnement
auf das
Tageblatt für die Südpfalz.“
Zulr das mi dem 1. Juli beginnende VI. Quartal erlauben
vir uns zum Abonnement etrgebenst einzuladen.
Das „Tageblatt für die Sü'pfalz“ erscheint täglich mit Aus⸗
nahme der nach Sonn⸗ und Feiertagen folgenden Tagçe. U

Die wichtigsten Vorgange auf dem Gebiete der Politik und
des offentlichen Lebens bringt dat „Tageblatt“ so ras wie nur
—X
wissenswerihesten Ereignissen, besonders in der Pfalz, wird eine be⸗
sondete Aufmerksamleit gewidmet werden- Außerdem bringt dak
Tageblatt“ landwirthschaftliche und gewerbliche Aufsfätze und Notizen,
Handels- und Volkswirthschaftliche-, einen 8öchentlichen Bericht der
Frankfurlet Börse, eine Courstabelle der besonders in hiesiger Gegend
Jangbarsten Effecten. Verloosungen, einen Versteigerungskalender zc. ⁊c.

WMit dem ‚Tageblatt“ ist wöchentlich dreimal das Unterhal—
ungsblait: „Der Erzähler“ verbunden. — Durch ausze⸗
väbite Erzählungen, Romane und Novellen, Gedichte, Miscellen,
Räthsel und Charaden ꝛc. ⁊c. wird sich der „Etzähler“ die Gunst
seiner Leser und Leserinnen zu erhalten suchen.

Der Abonnementspreis für das „Tageblatt für die Südpfalz“
mit der Unterhaltungsbeilage „Der Erzähler“ beträgt durch die
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Blattes eignet sich dasselbe ganz besonders zur Veröffentlich von
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Bergzabern, im Juni 1877.

Die Redaktion und Expedition des „Tageblatt für die

Eudofatz.“ C. 8chtitt.
Nedaktion Druck und Verlag von g. x. Demetz in St Ingbert.

—9
Große Preisherabsetzung
Wegen Aufgabe meines Engros Geschäftes verlaufe vom
8. Juni bis 21. Juli zu folgenden bedeutend herabgesetzten
Preisen:
*4 breite achtfarbige rosa und lila Cattune für Bettüber
züge, die Elle (60 Centlmeter) à 24 pf.
aol breite ächtsarbige Pique Eattune, feinster Qualiilat, die
Elle à 30 Pf.
oj breite ächtfarb'ge Eretonnes fuͤr Kleider fe nster Qualit.
— die Elle stait 830 zu 22 Pf
614 hreite ächtfatbige Bettzeuge (ett⸗Ueberzüge), die Ell
zu 25 und 36 pi
Guten Barchend füt Betten, die Elle à 30 Pf.
3 Ehllen breites gutes Betttücher Leinen, die Elle 75 Pf.
früherer Preis 1M.
Es dürfle sich sobald nicht wieder Gelegenheit bieten, guke
Waaren zu solhhen Preisen zu bekommen, wobei ich j doch be
merte, daß ich des raschen Umsatzes wegen Muster von dieser
Artikeln nicht sende. die kleinsten Aufträge aber bestens effektuire
W. Fuhrländer Nachfolger, Zahrgasse 85,
Frankfurt a. M.
        <pb n="331" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage), erscheint wöchentlich vViermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgi vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. fuür die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Necklamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 97.

Sonutag, den 240. Juni 1877.
—
*
Deutsches Reich.

Berlin, 21. Juni. An Ssfelle des bisherigen Komman⸗
deurs der großherzoglich hessischen 25. Divifsion, Prinzen Ludwig,
etziacn Großherzogs von Hessen, ist dessen ältester Bruder „der

or Prinz Heinrich von Hessen, bisher Kommandeur der

Xuvalerie-Brigade in Trier, ernannt worden.

NAusland.

Wien, 21. Juni. Es ist eine doppelte Action in Aussicht
genommen worden, nämlich die Aufstellung einez Beobachtungscorps
in Siebenbürgen mit der Front gegen Rumänien und eines eben⸗
jolchen im Süden gegen Serbien und Bosnien. Serbien ist aber
dabei recht eigentlich mehr genannt als gemeint. Ueber den Com—
mandanten dieses Corps werden verschiedene Meinungen laut und
eine Entscheidung ist bisher jedenfalls noch nicht getroffen worden.
Baron Rodich, der bekannte geistige Urheber der dalmaliner Kaiser⸗
reise, soll als Slavenfreund aus Courtvisie gegen die Türkei durch
Mollinary erseht werden, doch glauben Wenige hieran. Wahr—
scheinlich ist es, daß Rodich im Suͤden und Mollinary in Sieben⸗
bürgen commandiren wird, oder auch Mollinary im Süden, wobei
hm dann Rodich an zweiter Sielle beigegeben werden wärde. Der
Finmarsch ist nicht unmittelbar in Ausficht genommen, sondern
nur der Aufmarsch der betreffenden Truppen. Deshalb glaubt man
auch vorlädufig das Ersuchen um formelle Einwilligung der Türkei
aoch unterlassen zu dürfen.

Paris, 21. Juni. Das „Joucrnal officiell“ veröffentlicht
ein Dekret, welches den Finanzminister zu der Veranstaltung einer
Ausgabe von Schaßzobligationen mit langer Sicht ermächtigt. Diese
Obligationen sollen auf 500 Frics. lauten, 20 Fres. in halb⸗
jährlichen Raten zahlbare Zinsen tragen und im Wege der Ziehung
jurückgezahlt werden. Der Ertrag soll zur Einlösung der Ver—
flichtungen des Staats verwendet werden und die Ausfuͤhrung von
offentlichen Arbeiten sicher siellen. Die Obligationen werden von
Jeute ab zur Disposition des Publikums gefielll. Der Emissions
turs ist 470. Die im Jahre 1870 kreirten Schotzbons werden
zei der Subslription in Zahlung genommen.

Paris, 21. Juni. Der Seaat hat die Discussion über
die Auflösung der Kammer noqh nicht beendet und hat sich bis zum
Freitag vertagt.

London, 21 Juni. Der Spezialkorrespondent deb Globe
meldet aus Pera: Die Wiedereinnahme Bajasids durch die Türken
sweeine vollzogene Thatsache. Mehr als 2000 Russen fielen.
Gleichzeitig erfochten die Türklen einen Sieg dei Wan.

Eine Nachricht über Konstantinopel, 21. Juni sagt:
Es bestätigt sich, daß Suleiman Pascha die Pässe von strog (im
Norden) überschritten hat. — Aus dem Lager des Fürsten Nikita
bei Ostrog, 20. Juni wird gemeldet: Die Montenegriner zogen

fich weiter hinter Debeligrim (im Süden) zurück. Seit Sonntag
wird gekämpft zegen die Türken, welche gegen 40 Bataillone und
20 Kanonen und 8000 Pferde stark sind. Der Kampf dauert
seit Sonntag bis heute ununterbrochen und unentschieden fort; doch

unter Ali Saib in Uebermacht und, wie es scheint,

eil. Auch die Verluste der Türken sind sehr groß.

en luelisches Schiff auf dem See von Skutati hat dasvon
den Montenegrinern besetzte Fort Shabljak beschossen.

Vermischtes.

fSt. Ingbert. Kürzüch wurden von der k. Gruben—
ꝛerwaltung dahier zwei selbstwirkende Feuerlöschapparate, Extink
eurs nach Zuber angeschafft. Einer derselben wurde vot einigen
Tagen in der früheren Coaksanlage der Herren Lamarche und Schwarz
iner Probe unterzogen. Diese ist, wie wir hören, zur größten
zufriedenheit ausgefallen, und hat sich der Ertintleut als ein wick
amer und zuberläfsiger Feuerlöschapparat gezeigt. Derselbe ist ein
wa 70 bis 80 Centim. hohes cylinderförmiges Gefäß, das inch.
jüllung 100 Pfund wiegt und von einem Mann⸗ leicht in zwei

Riemen auf dem Rücken getragen werden kann. Die Füllung
besteht in 35 Liter Wasser, Jus Hfund doppelt kohlensauerm Natron
und 1 Pfund Schwefelsäure. Der Ausfluß der Füllung geschieht
durch einen Schlauch, den der Träger mit der rechten Hand lenkl.
Der Strahl hat eine Tragweite von etwa 18 Meler,

Um die Wirkung des Extinkteurs zu erproben, war auf dem
oben genannten Plaßze ein anfehnlicher Haufen dürrer Holzscheite
und Ueberreste von Harzfässern, Alles gut mit Harz gesättigt und
so ein ausgezeichnetes Brennmaterial, aufgeschichtet und in Brand
zefetzt worden. Bald siand die Masse in heller Flamme. Der
Erlinkteur wurde jeßt in Thätigkeit gesetzt und schon nach wenigen
Augenblidden war die Flamme dedämpft. Die Wirkung war eine
iberraschend schnelle. Da das Innere des Holzstoßes dem Strahle
weniger ausgesetzt war, so konnte auch dort die Gluth nicht voll⸗
dändig gelöscht werden und setzte sich darum nach einiger Zeit das
Banze wieder in Brand. Dreimai wurde der Extinkteur gebraucht
und immer war die Wirkung dieselbe vorzügliche. Die beim Be⸗
pritzen der Brandobjekte erjielte Kohlensäure ist es, welche durch
momentanes Absperren der äußern Luft das Feuer erstickt. Eine
Wiederentzündung kann nicht mehr leicht vor sich gehen, weil in
Folge des im Wasser aufgelösten Natrons die bespritzten Theile mit
einer dünnen Kruste überzogen werden.

Der Haupwerth des Extinkteurs liegt darin, daß durch ihn
rasche und wirksame Hilfe leicht an jede, auch sonst schwer zugüngige
Brandstelle gebracht werden kann. Es können dadurch Brände leicht
m Anfarge erstickt oder auf ihren Herd beschränkt werden. Sehr
deeignet ist der Appacat darum für Fabriken großere Werlstatten
und allein stehende Gebäude!

Aus Ensheim, 20. Juni meldet die „Pf. P.“: Heute
ereignete sich in der hiesigen Fabrik ein schrecklicher Unglücefall.
Ein neuer Schleifstein, der zum ersten Male in Gang gesetzt wurde,
jersprang, und einem Arbenter, einem Familienvaler, wurde von
einem Steinsplitter der obere Theil des Kopfes der Art zerschmettert,
daß der Mann nach wenigen Stunden starb. GPf. P.)

F. Der Stadtrath in Landstu heil hat die Erbauung einer
Gasansialt für Landstuͤhl beschlossen.

fF Aus Lambrecht, 20. Juni meldet die „Pf. Z3tg.:
Heute Nachmittag wüthete zwischen hier und Reidenfels ein furcht⸗
bares Gewitter. Die Schlossen bedeckten Fuß boch die Felder,
Wassermassen schwemmten das Heu und die ẽkrde herab und schwollen
in dem Thale zu einem mächtigen See an. Hier mußte mehrmals
Sturm geläutet werden. Der Nachmittagszug aus dem Westrich
erhielt wegen Unterspielung der Eisenbahn eine bedeutende Verspätung.
Die Verheerungen in der hiesigen Gegend sind sehr ftark. Der
Speyerbach wälzt seine rothe Fluthen rauschend das Thal hinaut

und hal auch bei Neustadt die niedergelegenen Geläͤnde überschwemmt.

f Aus Kaiserslautern, 21. Juni schreibt die „Pf. P.“
Bestern Nachmittag wurde die Leichenfeier des verstorbenen kathol.
Ldehrers Krell von hier in unliebsamer Weise gestört. Während der
Sarg vor der Thüre stand und die versammelten Lehrer einen
Thor sangen, schlug der Blitz in das Trauerhaus. Die zerschmet⸗
eiten Ziegeln prasselten herab, ein Theil der Anwesenden wurde
bon dem Luftdruck zu Boden geschleudert, die Kinder schrieen, die
Aebrigen standen vor Schrecken bebend und jeichenblaß; kurzum es

war eine unbeschreibliche Scene. Glücklicher Weise wurde kein
weiterer Schaden verursacht und kam die Trauerversammlung mit
dem Schrecken davon.

fDer „D. A.“ berechnet den durch das Gewitter am 18.
d. in Deidesheim und Forst angerichtelen Schaden auf
l Misllion Mark.

fF In Neustadt wird am nächsten Sonntiag den 24. Juni,
Vormittags 10 Uhr, die erste Del egirtenver sammlung des Berbandeß
der pfälzischen Gewerbvereine für 1877 abgehalten werden.

FIn Iggel heim hat sich am 19. Juni der schon ziemlich
zejahrte Ackerer G. L. Brendel in Anwandlung von Trübsinn in
seiner Wohnstube am Nleiderschrank erhängt.
        <pb n="332" />
        x Die Schützengesellschaft in Speyer hat sich bereit erklärt,
das im Jahre 1879 stattfindende Schützenfest des badisch⸗ pfälzisch⸗
mitelrhemischen Schützenbundes gnzunehmen.

AusHesse * 19. Juni, (Pf. K.) Auch in der Pfalz
wird won vielen Einsichuͤgen einer raschen Wiederbewaldung aller
der Waldstriche das Wort geredet, welche eine traurige, unsere
dandwirthschaft, Wohlstand und Gesundheit schädigende Waldmiß—⸗
jandlung während mehrerer Jahrhunderte nöthig erscheinen läßt.
Zestimmte, von einer großen und wichtigen Industrie, der Leder⸗
industrie und den Gerbereien, getragene Wünsche fordern besonders
die Sermehrung der Eichenschäiwald-Kullur, da der zur Lederfabri⸗
sation erforderliche Bedarf an tanninhaltigen Materialen, namentlich
in Lohrinden, durch die inländische Produktion bei Weitem nicht
gedeckt werde und die Uberaus günstigen klimatischen und Boden⸗
herhaältnisse von Deutschland d'eser Kultur einen guten Erfolg ber⸗
sprechen. Thatsache ist, daß jährlich mehr als 13 Millionen M.
srr⸗auslandische Spiegelrinde in Deutschland verausgabt werden,
also soviel Geld I in's Ausland wandern muß. Ohne dem
Merkontilfyste m anjuhlingen, kann man hier doch die Frage aufwerfen:
Bettragt unser Forfitutfur nicht eine Vermehrung der Eichenschäl ·
Palbungen? zumal durch diese sich ein Gewinn, eine Verbesserung
der Waldboden⸗RKeintense erzielen läht7 Nicht zuletzt bei der Ant⸗
wort darquf ist zu eͤwögen, daß die Lederindustrie in Deutschland

belrächtlich ist und ihre Hebuug cine Stärkung der Steuertraft und
hes allgemeinen Wohlstandes zur Folge hat. Nach vorliegenden
nsen Nachtichten dat z. B. das ganze Königreich Württem⸗
derg nur 1051 Hektaren, mit Eichenschälwald destockt, Bayern
z0, 096 Hettaren, wovon nur 8593 Hektaren, welche Staatsforst sind,

dessen ha 37,499 Hektaren Eichenschälwald— Im Ganjen sind ca.
150,000 Hektaren Schalwald zur Zei in Deutschland vorhanden,
uind unser Gerbereibetrieb braucht weit mehr, auch wenn das
merikanische Hemloclleder keine mißliche Konkurrenz bietet. Man
neht, Deutschland ist längst nicht mehr so waldreich, wie Tacitus
es schildert, und ein Stück davon könnten die Menschennerven und
die Gewerbe, von heutre doch recht nöihig brauchen.

Ma'nn heim. Der hiesige Gasthof „Zum Pfälzer Hof“
darf giltige Eisenbahnbillete nach verschiedenen Richtungen hin
ibgeben.

Ein riesiger Bergsturz.) Dem Gaulois“ wird geschrieben:
„Die Gegend von Sainie⸗-Foy im Canton Bourg⸗Saint⸗Maurice
n Savoyen ist gegenwärtig der Schauplatz eines großartigen Natur⸗
creignisses. Ein diesen Ort dominirender Berg zerbrödkelt sich voll⸗
ständig und stürzt in ungeheuren Bruchstücken in das Thal herab,
po er Alles verschlingt, was ihm im Wege steht. Ein Weiler
st bereits gänzlich zerstört, eine Brücke fortgerifsen und die Felder
nit Steinhaufen bedeckt, welche die Saat ganz vernichtet haben.
Der Bergsturz dauert noch ununterbrochen fort und es läßt sich gar
nicht voraussehen, wann das schricliche Ereigniß ein Ende nehmen
verde. Zur Zen als ich meinen Brief schreibe, werden vielleicht
schon zehn Orischaften von den Erdmossen vers hlungen n Q⸗
Betdse welches dieser Bergsturz hevorbringt, ist f
dermindert sich von Zeit zu Zeit, hört aber nie ganz auj, —
nan kann es auf drei Meilen Entsernung hören. Cäcklicherweise
sttbis jetzt noch kein Menschenleben zum Opfer gefallen, aber die
ateriellen Verluste sind unberechenbar.

Fur die Redacuon verantworilich F. X. Dem e.
— —— — — ———— —

*
——
rthschafts⸗Eröffnung.
Einem geehrten Publikum von St. Ingbett und Umgegend
Jiermit die ergebene Anzeige, daß ich nehen meiner Metz gerei eine
Reftaurgtion nebst Bier⸗ und
Wein⸗VWirthschaft
eröffnet habe. vabe7
Es wird mein Beftreben sein, nut gute
Speifen und Getränke zu verabreichen und
durch prompte und reelle Bedienung meine Kunden

Begenwärtig: ve, OO0 Abennenten!!
Berliner Tageslatt

„Berliner Sonntagsblatt u. JIIustrürtes
Witabiatt, ULIX

mit den Beiblättern:

AX
unn! Zu irecht zahlreichem Besuche ladet höflichst ein
—Agt Muller, Metger.

Reichhaltigste u. billigste deutsche Zeitung
Politische Zeitung — Berliner Lokal- und Gerichtszeitung
— Communales“ — Provinzzeitung — Interessantes Feuil⸗
leton — Spannende Romane erster Autoren — Handels⸗
zeitung nebst vollständ. Courszettel — Unterrichts⸗ und
Erziehungswesen — Zahlreiche Spezialcorrespondenten —
Privat-Telegramme — Parlaments⸗Verhandlungen —
Ziehungs⸗Liste der Preuß. Lotterie — Anzeigeblatt.

Herz. Braunsch. Landes-Lotteério,
rom Staate genenmn igt umnd garantirt.
Dieselbe besteht aus 83,600 Original⸗Loosen

und 43,5600 CGewinnen.

Haupttreffer: 450,000, 300,000, 150,000, 75,000,

0, 000., 2 4 40, 000, 1 2.36,000, 3 à 30,000

Mark, u. . w.
Die erste Ziehuug findet stat
am 19. und 20. Juli 1877,
zu welcher ich Original-Loose ⸗
Ganι IBaIbeęæ- Vieærtæ AcChtæl-
TFMec mrt. Mart 2NMark
gegen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß versende.
DZeder spiltr erhaut Gewinnlisten gratis.
Wilh. Basilius,
Ober-Einnedemer der Braunschw. Landes-Lotterie
in Braunschweig.

ö——
Abonun ⸗wantgs Zchein.
An das Kaiserl. Postamt zu — —

Der Unlerzeichnete abonnsrt hiermit auf daß
4
„Berlinor Tageblatt
nebst

Berliner Sonntagsblatt; und Witzblatt VDILRKRe

bro III. — 1877 für 5 Mark 25 PF.
Ort: Name des Bestellers:

— —

— — — —

MMC —

—— ⸗ —I '“

rodos Aneigeo.
Am 22. d. M. Abends
12Uhr, enilchlief nach acht⸗
wöchentlichem schweren Leiden
unseren lebe Tochter und
Schweste
Alma Wornschein.
Diese Trauernachricht allen
Freunden und Bekannten.
ODie Beerdigung findet
Sonntag den 24. d. Nach⸗
mittags um 3 Uhr statt.
Mitrtel-Berbach.
Die tranerndem
Hinterhliebenen,

Bonner Fahnenfabr'
in Bonn.
Ballons, Lampions, Feuer⸗
werkskörper, Pechfackeln.

—

J

Frucht⸗, Brod⸗ und Pf. Stroh 4

Fleifch Prreise der Siadi boffeln 4 M. L5 4gJl. .
Zweibrücken vom 21. Juni. Weißbrod 194 Ko. 60 Pf. Korn⸗
Trunkwahnsinn und zu be— Weizen 12 M. 25 Pf. Korn drod 8 Ko. 90 Pf. ditto 2 Ko.
eitigen Trunkenheit mit und ohne 10 M. 82 Pf. Gerste 2reihige 60 Pf. ditto 1 Kilo. 30 Pf.
Piffen; glaubhafte Auteste stehen 0 M. — Pf . Gerste 4reih. Bemischibrod 3 Kilo. 1M.5 Pf.
nir zur Seite und leiste für den o M. — pf. Spelz — M. Paar Wec 100 Gramm 6 Pf.
dieg at c“ — vt, Speltern — M. — firdfl. 1. Quel. 70 Pf. 2.
α. Droguen u Krauter⸗ Pfg. Dinkel, — M. — Pfg. Qual. 60 Pf. galbfl. 54 Pf.
sandlung in Grüunberg in Mischfrucht 0 M. — Pf. Hafef hamfl. 70 Pf. Schweinefl. 66
Schlesien. M. 71 Pf. Heu b M. 80 Pf. Butter 1 M. 30 Pf. per Pso.

sedauion Dru und Berieg von FJ. X. Demeß in Et Inpberi.

Siezu Illustrirtes Sonntagsblatt“ Nr. 26.
        <pb n="333" />
        St. Ingberler Anzeiger.

Peα
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungablatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

ige), erscheint wöchentlich vViermal: Dienstag, Donxerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfs. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

— —

M 98. — Dienstaa, den 26. Juni 1877.

Deutsches Reich.

Mäünchen, 22. Juni. In einer in den nächsten Tagen
tattfindenden Sitzung des Staatsrathes wird der den Kammern
ꝛorzulegende Militärekat zur verfassungsmäßigen Erledigung ge⸗
·.3.5 7&amp;Xx jn hier wohnenden Landtagsabgeordneten ist von

Veneral⸗Man wiederholi versichert worden, daß außer dem
—* 16.i0t den Kammern vorerst keine weitere Stzungsvorlage
ugehen wird. Mnuwie wir vernehmen, wird die Wiederwahl der
isherigen beiden“Präsidenten und der Sekretäre der Kammer der
AIbgeordneten Seitens der dermaligen Kammermajorität keinerlei
Schwierigkeiten bieten, wobl ader dücrfle das hinsichtlich der Zu⸗
ammensetzung des ständigen Ausschusses, namentlich des Finanz-
nubschussez der Fall sein. In dieser Bezichung dürfte besonders
zie Wiederwahl des Abg. Domkapitulars Dr. Schmidt — seit
iner Reihe von Jahren Referent über das Kultusministerium —
innerhalb der patriotischen Kammerfraktion auf Opposition sioßen.

(Fränk. K.)

Berlin, 21* Juni. Wir wir hoͤren, hat der Bremer Senat
vegen der ganz unerkorten Behanolung, welche einem der geachtfesten
bürger der freien Hansastadt von Seiten der Russen in Rumänien
u Theil geworden, das auswärtige Amt in Berlin ersucht, mit allen
Ditieln auf eine Genugthuung von Seiten der russischen Regierung
irwirken zu wollen. Das auswärtige Amt hat bereits über den
Thatbestand auf telegraphischen Wege genaue Erkundigungen einge⸗
ogen, wird aber sch verlich im Stande sein, eine Bestrafung der
Miltärbehörden, welche die Verhaftung der Spionage verdächtigen
bersonen vorgenommen, veranlassen zu koönnen. Immerhin wird
ne energische Reklamation von Seiten der Reichsregierung das Gute
iben, daß küuftighin die russischen Behörden in der öehaudlung
utscher Unterthanen eine größere Vorsicht anwenden werden.

NKussand.

Paris, 22. Juni. Das Zuchtpolizeiger'cht bestätigte das
atlentuniß der ersten Instanz gegen den Praside ten des Pariser
*emeinderaihs, Bonnet Duverdier, welches denselben wegen Be⸗
eidigung des Marschalls Mac Pabon zu 15monatlichem Gefängniß
ururtheilte.

Paris, 22. Juni. (Nach Paris — nat Sedan.) Der
LTelegraphe“ schreibt: Herr General Trochu hat den Staaisstreich
m 16. Mai mit einem sehr scharfen Worte be,eichnet; er sagte:
HDas ist der Marsch nach Sedan.“ Und er erzählte dazu, wie er
u Chalons dem großen Kr'echssrathe beigewohnt habe, in welchem
ie dechangnißzvolle Wahl getrossen ward, ob man nach Paris oder
h Sedan marschiren solle. Der Marschall Mac Mahon ar
amals in Zw'espalt zwischen seinem Patriotismus, welcher ihm rieth,
uf Paris zurückzugehen, um die Haupiftadt zu decken, und seiner
irgebenheit an die Interessen der karserlichen Dynastie, welche ihm
vechot, den Kaiser in die Stadt zurückzuführen, wo dessen Anwefe heit
unleidlich geworden war. Der Marschall Mac Mahon jzeigte sich,
vie er in kritischen Lagen zu sein pflegt, heftig und unenifchlossen
ugleich, tapfer im Herzjen, aber furchtsam in Gedanken, qouf seine
— zeßihe Net?het nicht recht wissend, wo sie liege. Der General

—8 de iür den Rückmarsch auf Paris. Er ist mehr ein

23n der That, mehr militärischer Kritiker, als
rmee Commandant dieses Mal aber sah uud rieth er das Richtige.
der Marschall Mae“ Mahon war für den Augendlick üderzeugt
ind begann die Bewegung nach der Haupistadt. Aber unterwegs
iel er wieder in den Einfluß der bonapartistischen Umgebung zurück;
dert Rouher holte ihn ein, machte ihn irre in seinen Entschließungen,
ind man bejchloß den Marsch auf Sedan. Das Weilere ist be⸗
aunt. Nun wohl, sagte der General Trochu, das ehrliche Zusammen⸗
ditlen mit einem republikauischen Ministerium wäre der Marsch
uf Paris gewesen; der 16. Mai war der Marsch nach Sedan.
dis Mansber ist dasselb, dir Erfolg wird derselbe sein: der Herr
larschall Mac Mahon wird genöthigt sein, das Commando einem
indern zu übergeben.

London, 23. Juni. Nab einem Telegrauum der T'mes“

ist in Konstantinopel das Gerücht einer großen türkischen Nieder⸗
lage auf dem asiatischen Kriegsschauplaße verbreitei. Officielle
Depeschen schildern die Niederlage der montenegrinischen Truppen
als entscheidend; den eingeschlossenen Truphen Nilitas bleide nur
Uebergabe oder Tod übrig.
London, 23. Juni. „Daily News? melden, daß ein
Uebergang auf Booten bei Golatz vollbracht sei und die Truppen
den Marsch auf Matschin gerichtel haben. Nicht ein einziger Russe
steht westlich von der Aluta. Die Nachricht von der Wiedernahme
Bajazids ist unwahr. ⸗
Endlich scheint es an der Donau zu ernsten Vorgängen ge⸗
kommen zu sein. Aus verschiedenen Quellen liegen Meldungen vor,
nach denen der Uebergang über die Donau durch die Russen bei
Galatz in Szene geseßt wurde. Zunächst meldet die Agence Habas
aus Bceaila vom 22. Juni. Kbends: Russische Truppen sind in
Stärke von etwa 6000 Mann bei Galatz über die Donau gegangen
Die türkische Garnison von Matschin ieht sich zurück.“ Nach in
Wien eiugegangenen Nachrichten aus Braila von gestern haben
twa 3000 Russen in der vergangenen Nacht von Galaß aus die
Donau überschritten. Die Kofaken, die Pferde und Geschütze
vurden auf mit Schutzvorrichtungen verschenen Flößen, die In⸗
anterie auf Barken übergesetzt. Nach der Landung duf dem
ürkischen Ufer schlugen die Russen nicht die Richtung längs der
Donau ein, sondern zogen sich hinter Bergen hinweg in das Innere
des Landes, nachdem sie sich uach hartnäckigem Kampfe mit türkischen
Baschibozuks der Matschin beherischenden Anhoͤhe bemächtigt hatien.
Der Kampf währte vom frühesten Morgen bis Mittags; die Ein⸗
iahme von Matschin dürfte nahe bevorstehen. Endlich erhält auch
das Wiener Tagblatt ein Telegramm aus Galotz über das Ueber—
chreiten der Donau durch eine russische Abtheilung:, In der Nacht
»om 21. zum 22. d. fetzten 6000 Russen mit 8 Gefschützen von
zier aus üher dee Donau nach dem Dorife Zaloka über, hoben die
ürkischen Außerposten auf und erstürmten die rürkischen Stellungen
in der Richtung von Maischin, hierbei auch eine türkische Batterie
erbeutend. Der Kampf dauerte von drei Uhr Morgens bis 11
Ahr Vormittags, wo die Tüeken sich auf die Flucht begaben. Die
Russen machten viele Gefangene, erbeutelen auch türkische Geschütze.
Der Verlust der Turken ist uoch nicht bekannt die Russen hatien
benfalls deträchtliche Verluste.“ (Damit ist also der Anstoß zu
iner kräftigen militätischen Initiciiye an der Donau gegeben und
nan kann sich auf ein enercisches Fortschreiten der Atsion ge⸗
jaßt machen.)

Cettinje, 23. Jani. Nach sechstägigem unausgesetzten
Fampfe und einem Verlusie von 7000 Mann und einer großen
Denge Waffin ging heute Suleiman Pascha auf das linke Zeta⸗
ifer über, um sich wit Alt Saib bei Spuz zu vereinigen.

Konstautinopel, 28. Juni. Eine Depesche Mutkhtar
Paschas vom 21. d. meldet: Die türkischen Truppen schlugen die
Russen bei Elbaz. Die Russen erlitten nach längerem Kampfe große
Berl uste und traten, von den Türken verfolgt, in Ugordnung
den Rückzug an — Oificiell wird bestät'gt,daß das türkische
Lorps von Wen am Montag die Russen schlug. Die Letzteren
elitken große Verlusle und flüchteten nach Bajazid, das von den
Tütken noch an demselben Tage cernirt wurde. Außerdem wird
oersichert, Muthtar Pascha befinde sich in Taihopja in der Um—
gehung von Delibaba.

RVermiscqhtes.

T St. Ingbert. Die Kirschen, welche anuf'm Freinsheimer
Kirscheninarkt am letzten Sonntag zu 8 und 14 Pfg. per Pfund
verkauft wurden, kosteten hier 30 und 35 Pfg.

f Bei der anm Sonntag im Stiftssorste St. Urnual abge⸗
haltenen Treiblagd auf Wildschweine hat Herr Theodot Lamarche
eine Bache erlegt; außerdem sind zwei Frischlinge von diesm Früh
jahre eingefangen worden.

tAn⸗ dem Zellerthal wird dem N M? zäzrichtet
        <pb n="334" />
        daß am 20. ds. M. ein starker Hagelschlag at den Weinbergen, und
Doͤstbaumen· und Aeckermn der Geinelnde Zell, Haxrrheim und
Niefernheim seht bedeutenden Schaden gethan dat:

TAMunchen, 23 Ihni Gestern Morgen- ereignete Jich
im Hofraum der Faserne an der Türkenstraße gelegentlich einer
krerzirübung der Unfall, daß ein“ Soldat von einem' Hintermann,
velcher sein Dienstgewehr angeblich aus Versehen statt blind mit
uiner scherfen Patrone geladen hat:e, in den Rücken geschossen
wught und gaugenblicklich lode blieb. Der Thaäter wurde sofort in
Haft genyommen.

FFrankfurt, 21. Juni. Der Aufsichtsrath der neuen
Thealer · Altien· Gesellschaft hat den bisherigen Leiter des Hoflheaters
u Manaheini, Herrn Otto Devbrient, zum Inlendanken des hiesigen
Theqtexs gewählt. Diese Wahl ist von dem Magistrate genehmigt
vorden.

5. Der Tischlergeselle Thierols in⸗Berr liͤn, welcherden
Zeldbriefträger Killmer ermordet hat, ist dringend verdächtig, auch
den miysterioösen Raubmord an der Wiltwe Sabatzky begangen zu
haben. In einem Verhör hat Th. auf den bestimmten Vorwurf
es Untersuchunzsrichters, er müsse den Mord an der Ftau v.
Sabatzkh begangen habene, mit ruhiger Miene wörtlich erklärt:
Det tann find, aber Sie können mir jar nischt bewe'sen?. Die
secherchen sind in vollen— Gange, es haben bereits veele
Vernehmungen“ stattgefunden, bei denen namentlich die Aussagen
me Madistratsbeamien von groß r Bedeutung sind. Derselhbe
atie nämlich am Tage der That Nachmittags einen Mann aus
Zem Sabahzky'schen Laden treten sehen und dies der Kriminal⸗
Polizei nach Bekanntwerden des Mordes gemeldet. Der Verbrecher
s nun mit dem. Beamten lonfrontirt und von letzterem mit aller
Heftimmtheit erklärt worden, daß Th. mil der von ihm gesehenen
Person große Aehnlichkeit, nur daß diese damals einen Bart ge⸗
ragen habe. Der Räuber hat ferner mit frecher Stitn die Er⸗

klärungen abgegebek, er habe den Sriefträger Killmer von 7 Uhr
früh ab verfoigt und zu dieser Zeit fei der Entschluß in ihm ge⸗
reifl, ihn zu ermokden.

Die „Neus freie Presse“ bringt in ihren Feuilleton vom
16. u. 17. Juni „Hriefe Nichard Wagner's an eine Put nacherin“
die von einem Ankographenhändler ausgeboteu und von der Redaktion
des genannten Blattes angekauft wurden. Ihre Echtheit steht daher
nicht wohl zu bezweifeln. Sie datiren aus den Jahren 1864 —
68 und belreffen Bestellungen, die der große Musler bei einer
PBiener Putzmacherin machte, sowie gelesstete, beziehentlich nicht ge⸗
ieistele-Zahlungen dafür. Als ein kleines Probchen aus diesen
jüc die Lebensweise Wagner's sehr charakteristischen Briefen sei hie⸗
zur eine einzige Rechnung angeführt im Betrage von 3010, sage
)reitausend zehn Guiden für Atlas in allen Farben zu: Bettdechen
Schläfröcken, Hosen, Stiefel, dann ein Spitzenhemd zu 400 fl. ꝛc
Wie wahrhaft lumpenhaft bescheiden war dagegen Schiller, dessen
Barderobe für ein gauzes Jahr (1802) nui 75 Thlr. betrug
Freilich war das auch kein Richard Wagqner!

F Ein Orkan von furchtbar verheerender Wirkung hat am 5
Juni Monnt Carmel, ein an der Cairoz und Bincennes
Bahn liegendes, 3000 E'nwotzner zählendes Stadtchen in Illinois
— 300 000 bis 500, 900
Doll. angerichtet. Kirchen, öffentlicht Gebäude, Geschäfis und Wohn—
häuser wurden zu Hund rten von der Gewalt des Orkans in einem
rinz' gen Momente eingerissen, als wären sie aus dem gebrechlichsten
Maͤterial. Nicht weuiger als 20 Personen fanden den Tod unter
den Trümmern, während Hunderte schwere Verletzungen davon trugen
Vleich nach dem Einsturz der Gebände brach an mehren Punlten
gleichze'tig Feuer aus. Die Flammen vollen deten das Zerftörungt.
derk, viele Leichen Getödeter verbrannten. Männer, Frauen und
Zinder wurden in vielen Fällen 400 Fuß weit fortgeschleudert. Es
sud nicht wen'ger als 70 Familien obdachlos.

—

Wobitien Versteigerung Gang neben dem Hause u.
Monkag, den 2. Julr Garten, gelegen an der Soeben eingetroffen:
nächsthin, Votmittags 9 Uhr, Bbueskanelerstraße zu St. Dattolna per Pfd M. 1. 40 Pf
dahier in der Aene da an 38— i 33— — R
assers Gustav Zix, im Leben Schmelzer und Peler Uhl. M. 3
8 Her werden die Eigenthümer find die Kinder —SS ———
u dessen Nachlasse gehötigen des Erblassere als: naadeinussep. Pf. . — o 5.
obiliargegenstaͤnde, worunter IJ. Jatkob Schuster, k. Gruben · Earanusse pr. Pf. R. —50 3
zeran, seier a Et Zubert; ————
adeauh, 1 Chaee e Gie n eennau dr v
(Landauer), 1 Jagdwagen, von Jakob Hay, Trahtzieber Marle B. Guillou &amp; Cie. per Dose
d Zwel⸗ und 1Einspänner— — F Sh — ehe * 5
Wagen, 1 Schlitten, Chai⸗ Anna Schuster, Ehefrau Pelliors freres pt. .
— J Fuierscheid- 'on Ludwig Siolz, Bergmann eree —838—
maschine, 20 Centner Heu, allda; Hebrüder Stollwerd in Coöln.
ßTentner Stroh, 1 Deci⸗ 4. Ludwig Schuster, früher v—, Sit. Ingbert.
malwaage, 1 Cossenschrank, — — in St. Itzeert jetz! J
Waffenschrant und einige ue belannten ohn⸗ und F—
bWasenshantun in lufenthaltsort abw send, welcher elen godrundernng
*51 35 * ir wohnen jetzt in dem Hause
IieSuhle, Spiegel, einen Beuder Jilod Schuster des Heten Schreiner Vogen
Dilder, Herren u. Frauen⸗ um Curator hot. — 6 ogelsang.
e deee Weheng, * Anna Matia Schuster. Ii r f, Bügleri
in sosuige Haus .unde Ehesrau von Jalot Greft, n datharima demnve enz
uchengeräihschasten notidführer in Vesou in Front Bonner Fahnenfabrik
offentlich an den Meistbietenden Lich. a in Bonn.
beifteigern. Si. Ingbert. 24. Jußi 1877.5 Ballons, Lampions, Feuer-
———— 25. Juri 1877. Sauer.tk. Notär. werls koörver. Pechfackeln.
ESauer, k. Notar.
* * *
— 0
Licitation.
Donerstag, den 10. Juli.
nächsthin, Nachmittags 4 Uhr zu
St. Ingbert in der Amisstube
des Anterzeichneten, hiezu ge⸗
richtlich beauftragten Notars wird
pot demselben die nachbefchrie—
zere zum Rüclasse des in St.
Ingbert verlebten Materialver⸗
wausersgehilfen Jakob Schuster
gehörige Liegenschaft in; Banne
von St. Ingbeit der Abtheilung
wegen öffentlich an den Messten
zielenden zu Eigenthum verfleigert
aämlich:
Pl.Nr. 41420 und 414b. 11
Dezim. Fläche, Wohnhaus
mit Hoftaum und Zugehör,

9

De Belletage des Gustav
Zix'schen Wohnhaujch
mit Stallung und Barten ist zu⸗
sammen oder getrennt gleich zu
vermiethen, auch konn daß ganze
Haus mit Hoß, Hiutergebäude
und Garten im Ganzen vermiethe
werden.

Reflektanten belieben sich ar
Herrn Notar Sauser oder di—
rect an den Untkterzeichneten
wenden.

Louis Kautz, Kaufmanr
in St. Johann-Saarbrücken,
Haupt⸗Vormund.

*

Heilbar
ist Trunkwahnsinn und zu de
seitigen Trunkenheit mit und ohnt
Wissen; glaubhafte Atteste stehen
mir zur Seite und leiste für den
Erfolg Garantie. Man
wende sich an Th. Ko-
netzaly, Droguen⸗ u. Kräuter⸗
handlung in Grünberg in
Schlesien.
Wider den Aber⸗
glauben
auf dem Gebiete der Gesund⸗
—VDD
schtieben. Aber noch nie
erschien ein für Kranke so
nützliches Werk wie das großt
Krankenbuch „der Tempel der
Gesundheit.“ Leset es, Ihr
Leidenden und Kranken, ed
zeigt Euch den Weg zur
Hülfe. Für 1M. von E
—chlesinger, Berlin 8.
Neue Jacobstr. 6 zu beziehen.
Rechnungen
zu Jedermauns Gebrauc

in Ys, 4 und !2 Bogen
ind vorräthig in der

Dreu r Iö. Blatfteo.
Iedanen ad uimd Verlag von F. X. Demeß in St Ingbert.
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        — 2 2222322 590
— J 22 3 28 53 *
8 2 8338 328323—32358 38 38 25553 E 2
22 253378 555 55138* 532256 —3— 538 2833 5z528 745
3383333 — 2326 323 z5s3 23853 631
333232 —555 53383555 13 3333245
* — 7 2— ß —— — 38 — — * * 4 * 8 *» —
539 — 28 523332 235 2* —58 5 226 2572 8 8388 S 5 54 . 24
3*5 5523539 22 * — 6 — 222 2238—38 22 — *7
— — —252 3 2577 —X 282 —52 5239 — —32 —— —
—— 2 52 5*3 — * J * —28 —3583 32 55 *
258 28 33355—* 532 63333 53358 ——53 *332 T5 8338 *
5—22327333— 33—35567 38337 783 3333332 58 25
28 * 7 ——* 2 A * —
—338385 *823B322 53— 8 S838..7 58284 —
J 2 3333563 — —3 —— 2252— 22 723 2308
——— — 38 5—55 —33233453 583 32*
—A—— 33 38* 8—38 5353333 33 224 *
* 88 3 8 —* 2 2 75 — —— —7
2333 52352 525355 3 333 —354 ————
* 3 3 * —3333 353335 533*3 33535 58 39
23 —232 5—8 2. 2—322 273 352287 255*3 3 *23. 3 n 25 —— *
323838 3 3 3* —323*15
338 23352 ——7——— 3 3—8333 533 5— — 53334
* —353—82 2 333 5— 5383383 —3 8353 41
— ——— 33 3—3338
335548*82* 33335323 33373
— 333 3— — 3 385 3—33383 — —3323 —53
53,— —A — 2 2 *5 5. 2* S32 322 2* 53 — 3 — 5332377 28
*
23223*8 77 — 328— 5 2 52 5328 87555 A 22 *
282 2 B 2 —2 3222.2 4 332* 2. 26“333 — —X 2
25 22 — 4212 — — 2623 S a 5— 5 9
55145355 25* j — 8 —A ——— —A *
d — 25 —— 3235 53278 — ————— — —
33335 82260 — * —— —
2 22 —6
235528 32*
2 2
2 278 232355
53732 532* 27 2 *
82532535 3 3 —5 —
72 — — 5 5 — 2 7 2 —
12 —A—— — 22 r 9 *25 2
550 *3 2332 553 5 58 272 5 J
25 8 —2 5 2 2, 533 —
53 32— 35 58633335 3353 3533875
55552335 5 783 2378 — 25388 35 — 253. —253535 3
2 522 8 8 — — ⏑⏑ —8
z28 857 232 28222 8 ——— 352 * 2 2 8 2 55 28 *
—A —— 83838 — 2 * 2 25 — 523 25 286 *
33358 ———— 27 85 52 385355 23755 5
58 5233 —F— —— — 2— 24 — 23* — 555 2 3 7 8 ?
55332 26 5* 57 5* 253. —8 285 3 ——— — 383 33*
— — — — 8XIAXx —2385 288 2 —8233 —
53*3 135553555 53* 5523 —2 5*838 35333 —— 8
8* a 22 — — * — Z— * mn — — * m * —
32 * —3 8— 23 3 S —xAx 35 — 7*— x 2* S **
7 23555558 ES3B3B2 2 22232 —322* — 7 245 J.
53534533355 — S526 232 35535585 — 7
0 —A— Sœ 22 — * — —A — — 2 * 232532* —i
2* — 3833—28 8 25* — 828 255252 53 3 *
232 37 333 35* — 555 2 375 —A 53323 — 5833.
2 — * — —
—— z33 3 — 2253 —38 38332 —eS 12
— IE — 587. *37 33386 —s2 72 2358 5
* 8* 2 39 25 —A 228 — 2 3 — * 536 — 225— 22 — 23355 2
3 3255 222 z335228 38 ——
2252 * — 723 — — 32 5327 25 2 ——— A83 2 23258 222 — 3J—
75 5 36 25335 2573 3823 —A 283523 3278 —A
— 2 —æ— 2 — ———57 *22 2 — — —3285 3 8 — ꝛ 8 5 . 5832
2238 —A—— 22* 28285372 —A— —— — 4
* 4 —— *3232 2522 252 —— 2 — 3325253333 EE. *
3328333357* 232 5333 A— 2233 385248 333352* 598
3
— — — 43 32 2 *2 5 —A 185 —522 23. 22 S 5
23 532268
253535323 222337 —F 3 6 87 — — *i
15 *58 5 33353 38525338534 55585 855355
5 — * ** 2*
3s333353753387 5525332 65
33723357 A
3 2 3 — 53—
33236265358

2
—X 353385
2835 —22 753* 132
3 22 z —83 23 85* ——— —2
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223282 3338 . 238* 8 58
8338 333 88 253 *—33
* 9 — —
4 98 2 535 525353 3228 5 5 * — — 24 2 —
8 53832 333538 3833333358* 5537
555 15353 253 253 3 33*33853333 8 ——
23 5 — 2* 8 8* 5 — —A — 3325
—E — 8 232 3 8 —* 3258 * —2 —* 583332
* 2 * —22 40 2 5524 7825 — * ——
—*5—55 35557 5575 325 45335333855* * 3285338
* — — 57 2 8 —A —22 57 2 F— —— 3 8
3*34228 4365 — 333235
* æ — F 3 *

5 5353338 753383 5 z333332553 5333527— 2332485
22538358 538 2* 35 23285 58353333 1s83358
257 322 232323 — 58533325383 225 5

—35 2 733 35 3 825585533* c 88 2 22 5c388
22323 333*23 75 —220 3233 —— —* —28
— 2 22 385255 5 *28 2 28 333828* 2 53527
S— - J * 2552 * — 2 —
35238333283 A—— 15538338533333 ——— 855
7*85 —Xd 55358 53268 58* 223332333— 3 53
——— — — 2 3 * 2 2 — 5353223 — — 7 — *228
— 253 33 3 55. s255338
32353323383 328 3535 23525 23323 —7 33*53*
—53 35 —A — —A — — 5s3837535327 325
323325753 33—3537226 *2 *83325
* * 2 — — 3 8 653 25 32* 2 23 —
2 * 5 5 F — * 3* 2
*O — 225 —A —— 253 —— — 2—22
* 2 —Æ *25 — 5 23
3 57533833—23537 — ——
2 3— — —— 2 2538375 — 5 * *
43327337 23353 232533557753 37 —
225 —25*8 5560333 3223 »329
* — — 2858 3 —A .
*5336 55— 523 585335 253 23833
ö. 8 —————
7 *8 222 3* 2 —A
222 —— 2 — 58532375*
552.5 353 3z73838 —A—— — ——
65338, 33 353 3233*5 5 5333 3335
——— —8 2 — 7*7 — 3 — 34
*1 —A —— — 2532323 5 25356383
* s 353386— 2655 832553536 25 28 * *32
73* —— 338338 —A —— 53222 — 2323122323
*73 85 —58* — 23 522 2** 528 53532
2 ac EB3 5 2a28 V — — — *8 2222
258 ⁊ 35 555532557 — * 733
2 32 2*
— ⸗ 735 38333353 5585* 535 558 *2
—12 3278 25 333555 3332 23553535235 33 5*323 3225
7 —225 225* * —A —23523 * 2 4
538* 5327 3522 — 3268533533—
35* 288 2 258s32833548 —— — z553 3283 *38*233338
— —2 — F 553— — 484 —
— 328 — 360858 A— 288878 —A 2 5 2 5
A 333386* 4 55238 33553
— , —* — — — —2— F —2 7 22
32352 233 —A , 7282— 35385 5358 5 37238383535 2 3532
535 3 * 2 —A —2. 5z 533 —X 3 22 353 —
22 F OS — — * 2252382 —V * 8 * 33 22
538 I8212 * — 325532 — 2*55338323 5553353 * 32 * 8
—— 8. — * 2 232223 22 22352 3520
— 362 — 00 * 5 323 — 28582 2535 12323 5332828
5—8 2362 23 2.8 52 25822 mR282 3z283252 225353 —A 533
23 — 7725 385 332322 5133 55538—533— 3853833353 23
— 22 2323 8 ⸗ 23 —38 — — 328228 353238235 — 323 —3 — 2426
258 *7 38 z3383832 285 — 55 5 ẽ —A — A
— Sc3 — * 8 33258 — — — —
8 28 22 —— 239 8 —— — —A —— 532283 223*
—— 36 552828 ẽ — 3283355 238 55 25223 — ——
2232* 5536 335385 25262885 * A z252 526
— — α — 8 3 S8 5 — 7 — — —
38332.3 23343335 z83353423333835635 22
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3533557335 —2 5855528 —V
2. ⁊* * *
23338343338 5383 45632*
15 23 25 —
223 383 2533
—— — —
        <pb n="336" />
        222 2
28523 78 3555283
7 23833823 3523 *
3 8 283 87 22223535. 538352255.
— *2 —— 22 8 —A —— — * 8353233433
533553853838 2. 3. 36 2383 245 335335
A 2333553 25533; 9 83532533233983 5565 22373333333 *85352
— — — *—* 3 3333327 55823 25323
2 · — 238 zr * 2
283283233 . 23 3228* 2852 35 57588 523 522
2833588 8 2533—8333 32288
—— — 2 2 475 — — —
— z33533 353533 3353832732 23 5333272 55. 2823
5537 353353 —z55 8533 32s5238 38 — — —A—
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1182337—32 5233 3838 38 —3382 51 **
. 2572603583 2252535 58 87
07 32332 132353 * —— —3 2
1 245 2838. —
5s58284 3 828
698 ĩ 3 53533538 8 322533— 8æ3853
6 8 * 2 2——— 2552323*873
2523 223085 —A 2585323
*2 2 ———— 2258*33333 —A— 1838
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2 538 SE8 2 2 —8 2 23 8
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3553 335 528323285 385338 83383
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* 2 5 —* 2 2— 2232308 2 — 2 2 3
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55223 53 3—2332275* 2303335 8* 5 25
5225538 2325385237 * 25525328 * 8 7*
— 33 53353355 52555* —28— *23—
53*8 — — 5 27 —
22 223 52385 —255 2755 2323 5133—
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33 32353 8 553 35 3238 5335*23385 31
23 23. 3 5* 92*5* 23862333 *
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3359823 28335 22338333 15723
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— 338 5333258 58838
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        St. Ingberler Anzeiger.

— —
der St. Ingrerter Auzeiger und das (2 mal woͤchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, GSonntaut mit illu strirter Eei

lage), erscheint wochentlich viermal: Dieustag, Doumerstag, Samstag und Sonntag. Der AUAbonnmne ment spreis betragt· vierteljahrliq

1 Warl 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts nit 15 Pfz. fur die viergesp altene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
miit 30 Bfg. pro Zeile berechnet
Mr o98. onnereiag der e. zauacm rn,

—
Einladung zum Abonnement.

Zu dim mit dem 1. Juli 1877 beginnenden III. Quar-
jale auf den St. Ingberter Anzeiger“ mit, Jünfirir.
temm Sonntagsblatt“ beehrt sich die unterfertigie Expedition
ihre auswärtigen Abonnenten, welche das Blatt durch die Pofi
beziehen, mit der Bitte freundlichs einzuladen, für rechtzeitige Be⸗
dellung desselben Sorge tragen zu wollen. 5

Denjenigen Abonnenlen, welche das Blatt durch die Austrager
bekommen, wird dasselbe forigeliefert, wenn nicht ausdrücklich ab⸗
hestellt wirdrnr.

Zu neuem Abonnement ladet höflichst ein *

Die Expedition des St. Ingberter Anzeiger.

Regiments Nr. 69: Plojesti, 24. Juni. Auf allerhöchften Befehl
habe ich die Ehre, Ew. Excellenz zu melden, daß Dero Rjaͤsanschem
Regimente zu Theil wurde, am 10./22. Juni bei Galaß die Donau
zu überschreiten, als erfter Truppentheil dec russischen Armee auf
eindlichen Boden zu treten und nach glorteichem Kampfe die erste
Verleihung des St. Georgs · Ordens sowohl für die Officiere aiß
für die Mannschaften zu verdienen.“
Aussand. I

Wien, 26. Juni. die „Polit. Korr.“ meldet aus Bu⸗
larest vom deutigen Tage: Hirsowa ist von den Türken geraͤumt
und von den Russen besetzi. Giurgewo ist durch das türkische
Bombardement arg beschädigt. Heuie fand auf der ganzen Donau⸗
inie eine furchtbare Kanonade statt. Rustschul und Widdin brenuen.
Gortschaloff mit seiner ganzen d plomatischen Kanzlei ist hier ein⸗
aetroffen. Bis j⸗eht find 28,000 Nann ve Braila übergeseßt.

Paris, 25. Juni. Grevy verlaß heute in der Kammer
iach einer kurzen patriolischen Ansprache das Auflösungsdekret. Kein
Dinister war anwesend. Die officiosen Journale bezeichnen den
14. Okltober als den Tag der neuen Wahlen. Am Tage der
zroßen, auf den 1. Juli angesezten Truppen⸗Revue wird der Mar—
schall Moc Mahon eine Proklamation an das Land richten.

London, 25. Junl.“ Der „Standard“ meldet, daß Der⸗

wisch Pascha die Russen dei Batum angegriffen und geschlagen habe.
In seiner zweiten Ausgabe bcingt er das telegraphisch gemeldere
Berücht, Fürst Nilita sei von Soldaten ermordei. 9
Belgrad, 25. Juni. Der Prasident der Serbischen ge⸗
lehrten Gesellschaft,“ ein gewesener liberaler Minister, erklärte gestern
in einer politischen Rede, daß Serbien an der Seite Rußlands
kämpfen müsse, um den russischen Feldzug zu einem slabischen Krieg
unter der Führung eines slabischen Kaisers zu machen. (A. Z.)

Russt schuk, 25. Juni. Gestern umn helb 4 Uhr begannen
die Russen aus 9 Batterien die Beschießung Rustschuls. Die Turken
quben geanwortet, bis das feindliche Feuer na hließ. Um 7 Uhr

Iwiegen die Russen, während die Tücken bie Kanonade bis nach
) Uhr focetseßten. Die Russen haben viele Schüsse in die Stadt
nicht dlos in die Feftungswerke) gesandt, und namentlich auch das
Thristenviertel heimgesucht. Das englische und das fran,dsische
Tonsulathaus sind getroffen worden. Von Consularcorps ist Rie⸗
nand, dagegen sind 100 Civilpersonen, daruntet Frauen und
Zinder verwundet oder todt. Ein Wilitär ist iodt, drei verwundei.
Sr. 3.)5

Konstantinopel, 26. Juni. Der Minister des Aus⸗
wärtigen hat unterm 24. d. an die ossmanischen Vertretungen im
Auslande ein Telegramm gerichtet, in welchem er auf Grund der
vom Kaukasus eingegangenen Nachrichten von den durch die Russen
zegen die Civilbevöllerung verübten Grausamkeiten Kenniniß gibt,
)ieselben eindringlich schildert und am Schlusse sagt: „Wir unter
zreiten dem Unwellin und der Verurtheiluag des gesammsen Europa
diese Verbrechen, welche mit laltem Blut⸗ und überlegt bon den
Agenten einer Regierung befohlen sind die sich für die Verthei⸗
digerin der Grundsätze der Civilisalion ausgibt und noch bei
Belegenheit der in der Bulgarei gegen den kaiserlichen Willen von
einer verzweifelten Bevölkerung verübten Repreffalien die offentlicht
Meinung gegen uns im Lichte von Barbaken erscheinen zu lassen
suchte. Riemals werden die iaiserlich⸗ Regierung und unsere lohale
Armee sich mit solchen Verbrechen beschmutzen; ebenso werden unsere
Bevölleruagen die Grundsätze der Hummmat int die Gesetze des
Krieges, die in so kühner Weise von dem Feinde unseres Landes
verletzt worden, streng beobachten.“

Nach der Wiener „Polim. Corr., sind 60,000 Russen in der
Dobrudscha eingerüdt; die Annahme, der Houpischlag an einer anderen
Stelle geführt werden soll, würde durch diese immerhin ziemlich
inbedeutende Machtenlfaltung bestätigt. Turkischerfeits soll die Absichi
bestehen die Dobrudscha ganz zu raumen und die eingedrungenen
Russen dem Außeist ungesunden CTlima zu überlassen, das rascher
unter ihnen aufraumen wird, als Geweht und Qibien

Deutsches Reich.
Munchen, 25. Juni. Der Reichstag hat in der Sitzung
nom 19. April e1. Irs. auf Grund des Berichtes seiner 1. Abthei—
ung über die bei Prüfung der Wahlverhandlungen wahrgenommenen
Berstöße gegen das Wahlreglement vom 28. Mai 1870 beschloßen:
„den Reichstanzler zu ersuchen, daß in geeigneter Weise auf Ab⸗
lellung der bei den Verhandlungen über die Wahlen der Abgeordneten
worlommenden Maͤrqel hingewiett werde“.Nach Inhalt des gedachten
Berichtes find als haͤufig wiederkehrende Verletzungen gegen die
einschlagenden Vestimmungen insbesondere folgende heivorgehoten:
1) Bei vielen Wahlerlisten war die Bescheinigung des Gemeinde⸗
rotstandis darüber, daß und wie lange die Auslegung geschehen,
zu vermissen (5 2 Abs. 8 des Reglementz). 2) Die Berichtigungen
der Wähletlisten sind dfters nur durch Streichungen von Einschrei⸗
dungen ohne Angabe der Gründe am Rande der Liste bewirkl
vorden. Einige Wädhlerlisten waren gar nicht abgeschlossen, bei
inderen war die füt den Abschluß bestimmte Frist nicht innegehalten,
zjin und wieder sogar der Abschluß vor Beginn der Aus egung
daliri. Das 2. Exemplar enthehrte oft auch der amtlichen Be—
cheinigung der Uebere nstimmig mit dem Hauptexemplar (53 4 Abs.
1u. 2, Anlage A,. 8) Sehr häufiz entbehren die Wählrlisten
und die Gegenlisten der Unterschriften des Wahlvorstandes, oder sie
sragen nur die Unterschreften der Wahlvorfteher, nicht auch die der
Protolollfüh er und Beisißer (ß 18 Abs. 8). 4) Ungiltig erklärte
Stimmiettel sind dem Protokolle nicht beigefugt, oder wenigssens
uicht mit forilaufenden Rummern versehen worden; auch hat man
uwe len unterlassen, die Gründe anzugeben, aus denen die Un—
giltigkeitserkllärung erfolgt ist. (ß 20 Absatz 1.) Das Staats⸗
ministerium des Innern gibt Vorstehendes zu dem Ende bekannt,
zamit bei küaftighin vorko umenden Wahlhandlungen solche Mängei
vermieden und die maßgebenden Bestimmungen in korrekler We⸗
nusgefuͤhrt werden.

Munchen, 25. Juni. Wie die Süddeutsche Presse“
neldet, hat sich der Minisierpräsident, v. Pfretzschner, nack Kissingen
uegeben, um den Reigskanzler, Fürsten d. Bismarck, im Auftrage
es Königs zu bearüßen.

Berlin, 25. Juni. Der „Reichsanzeiger“ veröffentlicht die
meiden Entwürfe eines Apotheker Gefetzes. Wie wiederbol bemerkt,
suder erste in Gemaßheit des Bundesraths⸗Beschlusses vom 22.
dedruat ausgearbeitet, wahrend der jwette huf der Dentschrift be⸗
uht, in welcher das Reichskanzlecant die Ecwägungen für und
egen eine Reform auf der in dem Ausjchußberichte vorgeschlagenen
hrundlage zusammengestellt und die Gründe dargelegt hat, welche
afür zu sprechen scheinen, die Reform unler Festhallung des vom
hßundeßrath gebilliglen Konzessionsprinzipz auf einem von den Nor—
aativbestimmungen theilweise abweichenden Wege zu vollziehen.
„Berlhin, 26. Juni. Bei der Zeichaung auf die 42 Mil—⸗
nen 4procentige Reichzanleihe sind dis jetzt circa 200 Millionen
ezeichnet. ..

Berlimn, 26. Juni. Der Generaladjulant Graf Adlerberg
dlete im Auftrage des Kaisers von Rußland folgendes Telegraum
in den Feldmarschall Grafen Moltke, als Chef des Riasan'schen
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        nischtes?
7w— J deeageze des Schwut
gerichiz der * Is ß auf Montaß den
34. Depteinbete d εενννν rMpellationsgetichtsn
rath Herr —* Jum Frasidenten betjelben ernannt.

F Ueber das am 15. Juli in Zaiser autern stott ˖
findende pfaltise Musiksest wind der 33. geschrieben: Der
Sisamgscho ꝛbesteht auua 800Sungee mnde Saageriunen, die Solo⸗
Pputthrewbefitden fichean dem Hunden obgendes Tütnnichst Kelannteu
Mümsttece FansSolnns wom Theater: ine Kassel Sobran, Herr
Gum vom Hoftheater in Mannheim — Tenor, Heurr. Fischer nom
α ανDie Quchelex- Biale tunahat
deerdet don Maunnh'im unter Beziehung noch anderer
e Instruentalisten — im Ganzen 70 Nenn —X
Iommen. Auch für den zweiten Tag sind geoßartige Tonwerke,
önr Eει zif Brehoer n Aussicht geromen.
·rxreo Wilhel m — yoa Neustgdt und Emil Biehel
dent ani Snen saaetatten Vancurrepz⸗
——

vossen. 9 i x— u νν
nzehathsotübennt

— ————
—9* mia aeo
Vom Gebir g, vean pf.“a.“ ———
daß von, den ——— vier Weinfabriten seit 15
ipestio d. RIh hrei Hestg abelt — — unde zwar, in
* her Heoluchmell der Sicuttsngionedet Vetats Edaͤtoben,
Wlhhe Grfe ede midar Sieutte Pisazh α Meant
ve uengdiette Fobrete vasuhte toß wvw eget Belastung das
Wef I8 heiteden, vegllireebet nur Michstin; vAndem selt
dg roeß e ee

de V d aab hend ih men habte —* we 2 vasn uν
neaee a bwignehs sib n wurdenam 22. Junk der Schmied
. ver dunstennerd degetug wirhenenn — ——

iterarisches. ⸗
¶ rer unzer n Eden kobém in der bayer.
heinpfalz udtet —— neues,
vchtautlichte1 Mal zercheinende Hitot in frauzͤgscher Sprache inz
uben, waͤches sich zur Aufgabe Jetzt die Tgeduiterglur und Zei⸗
ungslectüre dem Studium der främosischen Sprache dienstbar zu
nachen, und dessen befondere Ewrichtung daher füt Diejenigen unserer
oelche sich mit Celexnung des Franabfi chen Seschätti gen oder
in sPorigesehen Tebang, cint ensprechende Lectute sucen, nicht ohne
In teresse einav ditfte. Auf, Grund. dieser xrbe sondern Eigrichtuug
hird namuch bei dem neuen Blatte nut die Kenatniß der Haupt⸗
edetheile (Cegelwmüßigen und nnregelmaßigen Ze twörier 2c.), sowie
αιν Uebνugs And Ueberst zungebucherr vor⸗
amune en⸗ Wortvorrath⸗ vorautgesetzt, während allo gwenfa ge⸗
hräuchlichen Wörter sich in einem; auf der vierten Seite Jeder
Nummer ·beigedrud ten · alphabetischen Woriverzeichuisse-erkläct finden,
ind trägt daͤher der „Interpaée als wirklicher Dolmetscher, seinem
Titel enliprechtidende Schlüssel ges Sohenenen —B
g jedem Exemplare beipheh. Vor Allez sind jedoch in dieser Be—
iehuptg zdie aur Fuh⸗ —*— teg ndebrachten etldirternden An—
ne fungen. hervoꝛzuht en An Welchene dir. —X e standniß am
fie sten gxschweren· ot Rdendarten ümd BGlisltesemen ijtt Ertlarang
ünden sa daß dr Inte pidtenn eigentlich poif Jedenn, der anit die
snen gaupielemente der Sprache igne hate gelesen werden kande
zDeagß meut Blatt beio a dierdurh, die Vortheile einez Ppral⸗
er niaie chisbifenutiets mi den Aimehmwilicht'llen einer frijschen,
ebensvollen und mantigfaltigen Journalltctüre zu verindewelche,
ieben dem Neuesten, aus d Bereiche der Polit kʒutechaltende
ꝓdFelzhr 3 is ͤt eiristisbenn pohuigen Ndanen und
33 7r e tugeer Glricetswerhand⸗
ungen ⁊. belen ι τνιαασ
X sofort. Thedseinent erlienErscheinen überall in gan
Deulschlandi sowierin Oesterreich und sogx immBußlandengefurden,
anuebeften für den prallifchenc Werih: des menen Undernehmens aund
nagnim Vieere Richturigalleiahalhenbe steheade Bedudnißeun
955 8* — — *
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23 283. 5Z5328533535383*2* 523 8 2508 * 0
—2 —AA— 3 α —— 7 25 2 2
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s 53355 3533 23333* 13
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        St. Ingberler Anzeiger.

Ler St. Ingberter Anzeitzer und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei—

sage), erscheint wöchentlich vViermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sountag. Der Abounementspreis beträgt vierteljahrlich

mWark 20 R.⸗Bfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts mit 15 Vfr fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neciamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

An —
— ZZZW

M 100. Samstag, den 30. Juni

1877.

—

— M
Deutsches Reich.

Mäünchen, 27. Juni. Kaum daß kürz!ich die Nachricht,
eß würden in Bayern zwei neue Cavalerie⸗(Husaren-)Regimenter
errichtet, als unbegründet sich erwiesen hatte, wurde durch mehrere
Blätter wieder die Naͤchricht verbreitet, daß unter Aufhebung von
jechs Jagerbata llonen zwei neue Infanterie ⸗-Regimenter errichtet
würben; es ist aber auch diese Nachricht ganz grundlos. — Wie
wir vernehmen, hat Herzog Karl Theodor in Bayern dem Fürsten
Bismarck für den Fall, daß er nach beendeter Cur in Kissingen
Aufenthalt im bayetischen Oberlande nehmen wolle, das Schloß
Tegernsee anbielen lassen; doch soll die Absicht des Reichskanzlers,
in's baherijche Hochgedirge zu kommen, wieder aufgegeben sein.

Aus Bayern. Bei den Socialdemokraten herrscht
großer Jubel über den Wahlsieg, den die Partei in einem Berliner
Wahlkreis errungen hat, wo ein gewisser Hasenclever dem Cend:⸗
zaten des bürgerlichen Fortschritis auf's Haupt schlug und für die
rothe Fahne überhaupt fast um 3000 Stimmen mehr abgegeben
wurden, als das letzte Mal. De sogenannte „Haupistadt der
Jutelligenz“, wo in dem bedrohten Bezirk mehr als 10,000 Wahl—
zerechtigte, troßz der ihnen bekannten Gefahr, dennoch zu Hause
dlieben, hat sich also elend blamirt, der Berliner Weißbierphilister
deht an politischer Sildung und an Pflichtgefühl den Bürgern
oieler süddeutschen Slädte entschieden nach, das ist jetzt erwiesen.
Fortwährend nergeln und raisonniren, allenfalls auch faule Witze
machen, das ist die Staͤrke dieser „Siebengescheidten“. Der so⸗
zenaunte Fortschritt aber, der die Bäume mit der Wurzel ausreißt,
hat durch seine Verhöhnung und Berdächtigung der gemäßigt
Denkenden nichts wester erreicht, als daß der Elel an öffentlichen
Angelegenhe'ten wähst und den staats⸗ und ordnungsfreundlichen
clemerten alle Ermunteruang, alle Thatkraft entzozen wird. Hundette
ind Tausende, um deren Haut und Besizz es sich doch auch handelt,
legen die Hände in den Schooß, gleich fatalistischen Türken, die
hr Schicksal erwarten. Die Commune und der Volksstaat wird
aun deshalb allerdings nicht entstehen, aber wenn der bornirte

cadikale Spießbürger sein Selbstbestimmungsrecht so nachlässig aus⸗
ibt, wird ein Anderer die Sache in die Hand nehmen, und das
—
Jlauben, daß mit ihrem leßten Berliner Sieg die Revolution einen
Schritt vorwärts gemacht hat, so irren sie sich. Dec Reaction
wird d'eses Wahltesultat zu gute kommen! Es beweist, daß beim
allgzemeinen Stimmrecht und selbst beim allgemeinen Wahlrecht, wie
s für den bayerischen Landtag besteht, nicht viel Besseres heraus
lommt, als eine karrikirte Standesbertretung. In Bayern haben
vir unverhältnißmäßig viel Geistliche in die Kammer bekommen; in
Sachsen und nun auch in Bertin bemächtigen sich die Handarbeiter
der Wahlurne, um des Parlament zu einer Vertretung ihrs
Standes zu machen. In den früheren parlamentarischen Körper—
schaften, nach den alten Wahlnormen, waren die verschiedenen Stände
auch bertreten, jedoch in ihrem nutürl chen Verhältiniß zu einander,
e daß keiner überwog. Und zu dem Prine'p der Veriretung nach
Ständen wird man früher oder später zutüdkehren. Die Sturm⸗
läufe der Socialdemokraten im Norden, die lierikale Mandatzgier
im Süden wird wisentlich dazu beigetragen haben, der bürgerlichen
Vesellschaft dieses Bdürfniß klar zu machen. Und darum sagen
wir: Socialisten und sog. Forischrittler, ebenso auch klerikale Wühlee,
kurz Alle, welche einem gemaäßigten und vernünftigen liberalen Streben
entgegen sind, arbeiten nur für die Reoction. — U⸗brigens ging
es bei der Hasenclever'schen Wadl selbst toll genug zu; maan warf
mit Phrasen herum, deren sich die Rothen bei uns doch schämen
vürden. Nanientlich wurden Socialisten und Nichtsocial sten als
Re „Hungrigen“ und die „Satten? gegenüder gestellt! Die Lasten
und Nahrungssorgen, unter welchen Tausende von ehrlichen Familien⸗
»ltern seufzen, existiren also nicht jür baterlandelose Vurschen. die
ediglich heute da, morgen dortagitiren“, und sich eigemuch ua
—
en Versammlungsgesthzen ein Schnippchen schlagen. Hat man doch

sogar in München den wirklich frevelhaften Versuch gemacht, von
ꝛinem angeblichen „Nothstande“ zu reden. Angesichts der Ver⸗
lilgung sämmtlicher Salvatorvorrälhe dinnen wenigen Tagen ist
man aber doch wieder davon abgestanden. Aber abgesehen von
München scheint es den „Hungrigen? auch anderwücie nicht ganj
chlecht zu gehen. So lkündigt der neueste „Nürnberg⸗ Fürther
Zocialdemoltat“ an: „Großes Sommerfest der Acrbeiter Nüruberg'a
m Cafe Reutersbruunen“! ferne. „Felfenkeller⸗Partie in Wimmer«
Felfenkeller“; „Flügelkränzchen in Wiesenhain“; „Gartenfest im
Hurggärtlein mit bengalischer Beleuchtung“; „Metzelsuppe im Con⸗
umazgarten“; „Weißweine im Johannisschlößchen“ u. s. w. Aus
loßem Hohn wird man dergleichen doch nicht in das socialdemo⸗
ratische Oegan einrücken, wenn nicht auf ergiebige Theilnahme
ius diesen Kreisen zu rechnen ist? Man wird den Arbeilern gewiß
eden quten Tag vergönnen, den sie sich antzun lönnen, nur sollen
ewisse Führer nicht so unanständigen Hungerschwindel treiben. Im
Rüncher Ze tgeist kündigt „Bürger Bruius“ die Feier seines Geburts⸗
estes an, welches in einem Wirthshaus der Gabelsbergerstraße von
Nachmittags 4 Uhr an beginnt. Das scheint nicht nur ein ehren⸗
verther“, sondern auch ein „gemüthlicher“ Brutus zu sein. Möge
er sein erfreuliches Wiegenfest unter dem Schuß des Casarismus
doch oft begehen.

Zerlhin, 26. Juni. Dem Bundesrath ist eine Vorlage
iber den Bau einer besonders auch für militärische Zwecke wichtigen
Bahnlinie zugegangen. Es handelt fich um eine neue Bahnlinie,
velche nicht nur Metz mit Saarlou's direkt, sondern auch durch
)en neuen Anschluß an die Saarbahn über diese und die im Bau
Hesindliche Feschbachthalbahn mittels eines zweiten Schienenwegs von
Torcelles⸗ Neunkirchen nach der Rhein⸗-Nahebahn, somit zwischen
Metz und Mainz, und dann durch die Saar⸗ und Moselbahn eine
ꝛirekte Verbindung mit Koln und Koblenz herstellen soll. Die
rosten für den Bau der Bahn sind auf 6, 400,000 M. veranschlagt.

Wie wir hören, sollen säm ntliche im Bau befindliche Bahn⸗,
eziehungsweise Ergänzungsstrecken in Elsaß Lothringen neun an der
Zahl noch im Laufe dieses Jahres eroͤffnet werden. Ddie wichtigsten
dieser Linien sind die von Kolmar über Neu- nach Alt⸗Breisach mit
MAaschluß nach Freidurg im Breisgau. Drei neue stehende Rheiu-
prücken zwischen Batel und Breisach gehen ihrer Vollendung ent⸗
gegen.

Berlin, 26. Juni. Nach der Vossischen Zeitung werden
im Laufe dieses Sommers höhere Offiziere des Generalstabes die
Bahnstrecken und das vorhandene Material und Personal in Bezug
auf Quantilät und Qualität einer Prüfung unterziehrn. Die
uletzt vorgenommene Inspicirung hat ergeben, daß die deuischen
cijenbahnen bei einer regelmäßigen, nicht beschleunigten Mobil—
nachung Eisenbahn vaggons dritter Classe in genügender Anzahl
zesizen, um die Truppen in diesen und nicht wie bisher theilweise
n offenen Gepädwagen zu befördern. Eben so hat sich herausge⸗
tellt, daß ein ausreichendes Unterbeamtenpersonal an Schaffnern,
Heizern ꝛc. vorhanden ist. Es wird beadsichtigt, an allen wichiigsten
Lceuzungspuncten Verpflegungsstationen für Truppen anjulegen und
dieselben mit dem nöͤthigen Material zu versehen, so daß bei Mobil⸗
machungen ohne Zeitverlust diese Auftalten in Betrieb gesetzt werden
oͤnnen um die durchpassirenden Truppen zu speisen.

Berhin, 27. Jani. Die „Provinzial:Korrespond enz“
chließt ihren Bericht über die Beraihungen des französischen Senats
zetreffend die Auflösung der Deputirienkammer mit folgendem Saße:
„Der Auflösungsbeschuß wurde der Kammer am Montag, 28. d.,
mitgetheill. Sie hrennte sich unter dem Rufe: ‚Es lebe die Repu⸗
»lit!“ von der einen Seite, „Es lebe Frankreich!“ von der andern
Seite. Die weitere Eutscheidung ist nun in die Hand des fran⸗
zösischen Volkes gelegt, eine Entscheidung, wie sie von gleich großer
und weitteagender Bedeutung, seit den Wahlen zur Nationalver⸗
jammlung von Bordeaux nicht Statt gefunden.“

Berlinm, 27. Juni. Mit den sortschreitenden Erfolgen der
russischen Waffen in Kleinasien und an der Donau und Angesichts
        <pb n="342" />
        der großeren Wahrscheimichkeit, daß die Türkei schließlich von den
Kussen zermalmt werden wird, hat sich der euaopaãischen Diplomatie
vieder eine große Ruhrigkeit bemachtigt, zumal nicht blos im Lon⸗
boner Cabinet ein großeb Mißtrauen gegenüber den wiederholten
Verficherungen Rußlands hertscht dasseibe ewolle keine Gebietser⸗
weiterungen machen. Aber selbstefür den Fall, daß Rußland weder
da eine dauernde Occupation Bulgariens, noch an eine vorüber⸗
gehende Besetzung Constantinopels denkt, werden doch eine Menge
Fragen auf dem Gebiete der hohen Politik entstehen, welche nicht
tinseitig, sondern nur auf internationalem Wege geregelt werden
naen“ Dahin gehört vor Allem aber die bulgarische Frage,
die Frage von der Freiheit der Meerengen, also die
freie WDirchfahtt · des Bosporus und · der · Dardanellen·. Rußland
detlangt natürlich die letztere, um mit seinen Kriegsschiffen jeder
Zein die Position nehmen zu können?, die seinen Juteressen am
neisten entjpricht. während England die b serigen vertragsmäßigen
Bestima ungen aufrecht erhatten wissen will. Wos sodann Bulzarien
anbelrifft, so hat belannlich Kaiser, Alexander sich periönlich dafür,
verbürgt/ daß Rußland diese Provinz nicht zu erwerben trachte.
Die Frage ist aber aicht minder wichtig, ob Bulgarien zu eintm
selbsislandigen Fürstenthum erhoben und von der Türkei abgetrennt
werden soll. Im letzteren Fall wäre über das Schickfal der
europaischen Tuͤrkei enijchieden, denn ein durch türkisch Altserbien
vergroͤßertes Serbien/ ein selbsiständiges Rumänien mil der Dobrudscha
dereinigtnein durch Epirus, Thefialien. Albanien vergrößerles
Griechenland lassen von der Türkei so wenig übrig, daß die Herr⸗
schaft des Sultans in Constantinopel nur noch der Diecretion jener
jeibststandigen Staate uͤber lasien bliebhee .
Berltin. Die von dem Congreß der Industriellen in Frank⸗
furt a. Me beschlossene Petition an den Kaiser soll durch die HH.
Krupp· und Staub alz Deputirte des Congresses überreicht werden.
In der gegenwärtigen schutzzöllnerrschen Bewegung in Deutschland
dal fich wiederholt das Bestreben geztigt, die Person des Kaisers
den Sireit der handelspolitischen Parteien hineinzuziehen, durch
die Hilfe des Monarchen auf die Zollgesetzgebung einen Einfluß
usiben welcher bei den beiden Factoren der Reichegesetzgebung
Bundesrath und Reichstag nicht zu erlangen war. Am weitesten
ging schon im Jahre 1875 jene schutzzoͤllnerische Adresse Batmer
Fabrikanten, welche dem Kaiser einen directen eigenmoöͤchtigen Ein⸗
griff in die Zollgesetzgebung und som't thatsächlich einen Bruch der
Reichsverfaffung zumuthete. In vorsichtigerer Weise sind derartige
Bemuhungen seildem wohl weiter angewerdet worden. Es lonnte
daher nicht überraschen, daß auch die zu Frankfurt versammelt ge
wesenen schutzzöllaerischen Industriellen über den Vundesralh und
den Reichstag hinweg das Ohr des Kaisers für die geforderte
Untersuchung der Lage und Bedürfnisse der Industrit zu gewinnen
suchen. Die ihrem Beschlusse bocangestellten Ecwägungsgründe
machen der Regierung und dem Reichstane in scharfer Weise den
Forwurs, daß sie-—die thaisachlichen Verhältnisse der deutschen
Industrie, den Einfluß der unserem Vaterlande eigenthumlichen
Institutionen und die sonstigen für die Entwickelung der deutschen
Frwerbsthätigkeiten maßgebenden speciellen Factoren viel zu wenig
— dieser Verurtheilung des Bundes—
raihs und des Reichstags wollen unsere Schutzzöllner begre flcher
Weise mit diesen Factoren nichts mehr zu thun haben.

Die Deutssche Reichsb anke übernimmt jetßt auh für
hre Giro⸗Konden die Einholung des Aecepts von auf Baulplatze
gezogenen Wechseln, desgleichen die Abhebung von Orig nalwechselu
gegen Vorzeigung von Duptikaten oder Kopien an Banlplötzen.
In beiden Fallen: ist der Aufirag unter Benutzuag der lostenfrei
zchältlichen Focmulare unmitlelbar an diejenige Bankanstalt, welche
die Accepleinholung, resp. Abhebung besogen soll, srantirt abznsenden.
An Gebühren sind für jeden Wechsel unter 10,000 M. 50 Pif.,
jür jeden Wechsel von 10,000 M. und darüker 1 M. dem Auf—⸗
rage baar oder in deutschen Postfreimarken beizufügen.

Die Nachricht von dem Auftreten des Kartoffel Käfers bei
Müäühlheima. Rh. hat dem Minister für die landwirthschaft⸗
ichen Angelegenheiten, Dr. Friedenthal, Veranlassung gegeben, sofort
die energischsten Maßregeln zur erfolgreichen Bekämpfung des
zefährlichen FJuselts anzuordnen. Der Regierung sind die ersorder—
uͤchen Mitlel zur Ausführung der Vertilguͤngsmaßregeln überwiesen
und geraue Nachforschungen uͤber die Enschleppungsart angeordnet.
ils Sachverständiger ist fofort der Prof. Dr. Gerstäcker von Greifs⸗
dald nach Mühlheim entsandt worden, um den Kafer genau zu
hestimmen und Denluell den Behörden mit dem nöthigen sachver⸗
ständigen Beirathe zur Hand zu sein.

Ausland.

Wien, 27. Juni. Meldungen der Politischen Corre⸗
pondenz“: Cettinje, 26. Juni. Heule jog sich die ganze Macht
der Türkea nach Podgoritza zurück; gestern fand die Vereinigung
der beiden montenegr'nischen Heere am Kosov lug statt. Zwischen
Hlaninica und Sputz befinden sich keine Türken mehr.

In demselben Augenblick, da die Schreiben von Gra Verd
ind Fuͤrst Gortschakoff zur Beruhigurg der Gemüther wegen etwaiger
haterer Verwickelungen veröffentlicht werden, ihut sich an einer
nderen Slelle eine Perspective auf, welche den Ausblick auf einen
VDeltbrand*“ gewährt. Der -Kölnischen Zeirung“ wird ein vor
durzem geschriebener Brief des Czechenfuhrers Rieger mitgetheilt,
n welchem die Ueberzeugung ausgesprochen wird, daß Rußland
jen Krieg nicht begonnen hat, lediglich um 4 Millionen Christen
wder Bulgarei zu befreien, „sondern seine Absicht war, den
OOjahrigen gordischen Knoten zu durchhauen und alle unter dem
remden Joch schmachtenden Slaven zu befreien.“ Rieger faährt
ort: Seit dem Anfaag dieses Jahres waren es hauptsächlich die
zechen, welche unter unseren unglücklichen slay schen Brüdern die
zidilisation und den politischen Geist verbeceiteten- Deshalb halten
hie auch auf unser Recht, die panslavistische Bewegunge wentgz sie
Osserresch ausbricht — und dies wird turze Zeit nach dem
lebergarg der Russen über die Donau geschehen — in die Hand
a nehmen.“ Demnach können wir für, die nächste Zeit auf inte—
essante Erscheinungen in Oeslerreich“ gefaßt sein. Die Vertreter
er „Civilisation und des politischen Geistes“ werden es im Falle
affischer Siege an Rodomoniaden sicher nicht feblen lassen. Schade
urn daß ihnen nicht auch die entsprechende Truppenmacht zur Ver⸗
ügung steht! Wir halten die Lebenskraft der österreichisch⸗ungarischen
Ronarchie doch für noch stark genug, uni der panslavistischen Be⸗
oegung? innerhalb der Grenzen ihres Reichts Herr zu werden. Im
lebrigen sollten die Herren Czechen bedenken, daß Deutschland bei
er ebenluellen“,Befre:ung“ der unter österreichischem Joch schmach⸗
enden Slaven“ auch ein Wörlichen mitzusprechen hätte. Und wie
es Wörtchen lauten würde, kann nicht zweifelhaft sein. Der
eutsche‘ Reichskanzler hat oft genug in Gesprächen betont, daß
Ddeutschland zu einem act' ben Eingreifen in die orientalischen Händel
uur dann Veranlassung haben werde, wenn seine eigenen Interessen
»urch dieselben gesährdet würden. Zu diesen Interessen rechnet er
—0 schen Monarchie.
Das deuische Volt denkt in diesem Punkte genau wie der Kanzler.
)err Rieger kann also mit Sicherheit vorhersehen, an welcher
—D Befreiungs“ ⸗Träume gründlich schei⸗
ern würden.

Cattaro, 27. Juni. Die Türken lagern zwischen Spuj
ind Podgoritza, die vereinigten Montenegriner hinter Orjaluka dei
dumoni, — Bukarest, 27. Juni. Das ganze rechte Donauufßfer
son Hirsowa bis Tultscha ist von den Russen besetzt. Es geht das
herühr, die Russen passicen die Donau bei Sstowa (zwischen Rust⸗
huk und Nitopolis).

Sondou, 26. Juni. Die „Times“ schildert die Kriegführung
er Türken als einen Hohn auf alle Zivilisation. Russische Ver
hundele werden schauerlich zetstümmelt. Moukhtar behanptet wie⸗
erholt, am 21. einen großen Sieg erfochten zu haben. Bei Souchi⸗
— der türkische Sieg den
tussen 3000 Mann an Todten und Verwundeten.

Die englische Regierung, welche von dem Zusammensturze des
zmanischen Reiches immer mehr sich zu üderzeugen scheint und wohl
ühlt, duß selbst einz Befetzung Konstantinopels durch engliche Truppen
in dem Laufe des Krieges nichts u ändern vermag, ist daher auch
ifrig bemüht, schon jett eine Verständ gung über die Frage, was
us Konst ntinopel und Umgebung werden soll, mit den europäischen
Mächten herbeizuführen, nalürlch in dem Sinne, daß Korstantinopel
nter den Schutz der europäischen Mächte gestellt und zu einer freien
Ztadt erklärt wird. Daß die Mächte sich in diesem Sinne einigen.
hernt sehr wahrscheinlich zu jein.

Eehwanberung in Amerika. Der New-Yorher
Herald' hat sich die Mühe genommen, Erkundigungen über dit
Tinwanderer“ einzuziehen, welche jetzt mit den europäischen Dampfern
n Rmerika eintreffen. Er ist zu der Ueberzeugung gekommen, daß
ije Einwanderung von Handwerkern, Feldarbeitern und Taglöhnern
ↄ zu fagen ganz aufgehört hat. Fast alle ZwischendecPassagiere,
ie in Rew⸗Hort anlommen, siud schon früher in Amerika gewefen,
zänfig betreiben diese Leute einen Schmuggel im Kleinen, der ihnen
venn nichts mehr, so doch freie Reise abwitft. Handwerker, wern
e eiwas verstehen, finden ihr Fortkommen augenblicklich besser ijn
zuropa als in Amerika, uad Lungeschickte Handwerker können in
merita kaum das Salz zur Suppe verd'enen. Oft benutzen auch
zeute, die vor Jahren eingewandert sind , die gegenwärtigen wohl⸗
rilen Fahrpreise, um das Land ihrer Geburt noch einmal zu be⸗
uchen. Andererseits kommen eute von Europa, von England
Friand oder Deutschland herüber, um längst ausgewanderte Ver⸗
bandle noch einmal zu fehen. Kurzum die Eirwanderung in dem
Siune, wie man früher davon sprad, hat, so zu sagen, ganz auf⸗·
sehört und es müssen gauz andere Umslände eintreten, als fie jehi
nAussicht stehen wenn sie sich je neu beleben soll. —

RVermischtes.

pHhHomburg. Der Gaͤntproceß zwischen zwei Bürgen

on Großbundenbach ging am letzien Mitswoch vor dem k. Land
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        t
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r

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3

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4

hn das Ganschen etwa 160 Bm— V ——

FeAm 21. Juni wurden von Flamer s he m' die ersten
neuen Kartoffeln aus den Mannheimer Markt gebracht.

p'Frantenthalz 26. Juni. Wie dem Frk. T.“ mit⸗
zetheilt wird, wurde gesteru im Rheine, in der. Nähe von Rhein⸗
zürtheim ein seltener Fang gemacht. Es ist dies ein prachtvolles
rremplar von einem Stör im Gewicht von über 80 Pfund. —*

Speier. Der am 26. 8. gestorbene Subrektor und
Brofeffor Friedtich Fahr hat dem hiesigen Waisen-, Diatonissen⸗,
tzarmherzige Schwestern⸗ und Fröbel⸗ Hause je 100 fl. und dem
Zürgerhospitale 1000 fl. testamentarisch zugewendet; aus den jähr—
ichen Zinsen der letzteren Summe? soll ein awürd ger Schüler der
viesigen Gymnasien unterstützt werden. 9

aiffingeu, 25. Juni. Nicht nur Diplomaten und
Minisier verlkihren bei Fürst Bismarck; in den letzten Tagen waren
de ed. Diruf sen. und der hier zur Kur weilende Dichter V.
J. von Scheffel Tafelgäste auf der Saline. Der Fürst soll so
Feiterer Laune gewesen leia, daß die Gesellichaft nicht aus der
roͤhlichsten Stimmung herauskam.

München, 26. Juni. In Kleinhesselobe wurde dieser
Tage ein außerfi frecher Betiler arretirt, welcher von Tisch zu Tisch
zing und denen, welche ihm Almostn perweigerten, Drohungen,
Hie. So, Ihtr gebt mir Nichts ?. Gs kommt jetzt bald unsere
Zeit, da werdet Ihr betteln, wir werden es Euch dann zeigen“
J. ool. entgegenschleuderte. Derselbe, cin Schneidergeselle Namens
Dax Hörylein aus Thliringen, wurde vom Stadtgericht zu zehu
Tagen Haft verurtbeill. 2

pSaarbrücken, 27. Juni. Herr Harry Kaulitz, der
ugendliche socialdemokratische Agikator, welcher nebst seinem Collegen
dackenberger in letzter Zeit zahlreiche Versammlungen in der hiesigen
Vvegend abhielt, ist gestern Abend in der Wendel'jchen Wirthschaft
zu Malstatt, wo ebenfalls wieder eine socialdemokratische Vecsammlung
dattfinden sollte, verhaftet und in das hiesige Justizarresthaus ein·
gebracht worden. Die Festnahme erfolgte auf Befehl des Unter—
uchungsrichters, weil Kaulitz in früheren Versammlurgen in emer
zen oͤffentlichen Frieden gefährdenden Weise verschiedene Bevölkerungen
egen einander öffentlich aufgereizt und entstellie Thatsachen öffentlich
chauptet habe, um dadurch Staaiseinrichtungen verächtlich zu machen.
88 130 und 181 des St. G.⸗B.). Desselben Vergehens wegen
Inde der Freund und Genosse Kaulitz', der Agitator Hadenberger,
„om hiesigen Zuchtpolizeigericht (Appelltammer) vor Jahr und Tag
zu 1 Jahr Gefängniß verurtheilt. Gegen Kaulitz soll übrigens
auch Seilens des Herra Buͤrgerme sters von MalstattBurbach Straf ⸗
antrag wegen Beleidigung gestellt worden sein. (Saarb. 3.)

F Koun, 28. Juni. Gestern Morzen zwischen 812 und
d Uhtt ist die Gegend zwischen Aachen und Köln von einer starken
Erdetschütterung heingesucht worden.

1Berliner Witzblätter berichten, daß in Haspe in Rücksicht
auf die traurige Lage der Stadt (wo der Bürger bei 30 Thilert
Staais · Einkommensteuer 180 Thaler Kommunalsteuer bezahlen müsse)
die dort bestehende Geselljchaft „utt“ sich aufgelöst habe, da bei
viesem Un lück der Vaterstadt jeder Uik aufhören müsse.

Genetal⸗Lieutenaat v. Arnim 7.) Am Sonnlag früh
wurde in Potedam einer der ältesten Veteranen, der General Leute:
dant v. Arnim, begraben. Die allerletzten Augenblicke dieses im
82 Jahre verstorbenen und lange beitlägerig gewesenen alten Hestn
varen wirklich mehr als originell. Er klingelte nämlich seinem Diener.
Dieser stürzt ins Zimmer und fragt: „Exzellenz befehlen ? „Fried⸗
ich, jehzt sahre ich ab!““ Svrachs und fiel todt zurück auf die
Kissen.

fz In Bozen wird seit dem 18. Juni vor dem Schwurge⸗
richt der Proceß gegen Henrty Perreau, genanut de Tourville, ge⸗
ührt, der angellagt ist, im Sommer vorigen Jahres seine Gattiu
Madeleine, geborene Miller, ermoidet zu haben, indem er sie in
der Nate von Trafoi von einer hohen Bergwand hinabstürzte. Der
Angeklagte, zu Valencienncs in Frankreich geboren, aber in Eng⸗
and naiurausirt, war schon gleich nach dem Tode seiner Gattin in
Untersuchung gezogen, wurde jedoch, weil keine genügenden Beweise
„egen ihn vorlagen!, wieder auf freien Fuß gesetzt, bis er, nach
Auüͤffindung schwererer Inzichten gegen hn, späler auf's Neue in
Englaud verhaftet und nach Oesterreich ausgeliefert wurde. Die
Antlageschtift in welcher behauptet wird, daß de Tourville die Mutter
seiner ersien Frau ebenfalls ermordet habe, um sich in den B.sitz
hon deren Vermögen zu setzen, führt als Motive dieser neuen Un⸗
that gleichfalls den Umstand an, daß er das Vermögen. seiner
reichen Frau sich anzueignen wünschte.

Sqchhwerin, 21. Jun. Man schreibt der „Post“:
Fin schreckliches Unglück hat sih diese Nacht in dem Dorfe Horn⸗
aten bei Ludwigtlust zugetragen. Daselbst ist rämlich ein Gebäude
niedergebrannt und haben dabei dreizehn Personen ihren Tod in
den Flaminen gefunden. Das Dorf gehört zum Domanialamt Grabow,
welches heute Morgen sofort eine Commission nach der Unglücks⸗
Fätte absandte.“

s. don einem furchtbaren Brande heimgesucht. 25 PYauser liegtu
n Asche, 65 Familien sind obdächlos, 1 Person ist in den Flammen
mmgekematen, viele haben Arm⸗ und Veinbruͤche erlitten —
ꝛerletzt durch einstürzende Giebel. Die Entstehungsursache dres
grandes ist roch nicht mit Sicherheit ermittelt.
FIn der Kopelle des erzbischöflichen Palais in Paris fand
im 25. d. die Bermählnug; des Fräulein Fel cie von Gontaut⸗Biron,
der jüngeren Tochter des franzöfischen Boischafters am Berliner Hofe,
nit dem Grafen Liede kerke-Beaufort statt. Der Herzog Decazes,
Fürst Hohenlohe und mehrere andere Diplomaten wohnten der
frietliskeit bei. Der deutsche. Kaiser uund die Kaiserin Augusta
jatten den Vicomte von Gontaut-Biron telegraphisch beglückwünscht.

Paris, 24. Inni, (Vopoleonische Propaganda.) In
Fontalnebleau erscheint uͤrler dem Titel: , L'Empire“ eine Wochen⸗
hrift, welche sür ein Jahresadonnement von 7 Franks eine Pholo⸗
raphie des kaserliden Prinzen im Werthe von 8 Franks als
Iräm'e bietet. Der France bemerkt: Warum nennt das Blatt Napoleon
zugen Louis Jean Joseph-Feine Hoheit den kaiserlichen Prinzen“?
fanweder er ist pur ein im Auslande lebender französischer Bürger
der, da er großjährig und sein Vater, Kaiser Napoleon III. todt
st, er ist Seine Majestät der Kaiser Napoleon IV. Exc kaun sich,
henn es ihm gefällt, Prinz Napoleon Eugen oder Graf Pierrefonds
ennen; aber ser sollte nicht gestatten, daß man ihn fälschlich als
en kaijerlichen Prinzen bezeichnete. Nennt sich etva der Grof Cham⸗
— Chambord oder der
tönig Heinrich V.

p Der Tagearbeiter Verstappen wurde von der Zuchlpolizei⸗
ammer, weil er am 21. Mai in der Rue Beauburg im halbtrunkenen
Justande zu den Vorühergehenden wiederholt gerufen hatte: „Mit
em Chambord, dem Grafen von Paris und dem Mac Mahon
verden wir schon noch fertig werden und ihnen ihre Rechnung
resorgen 1. zu einem Monal Gefängniß vermrtheilß. —

PLyon. Der Lyoner ‚Monitenr des Sois“ äußert sich
iber die Geschästslage der Seidenindustrie wie folgt: In den
jabriken sowohl in Lyon als am Rhein ist die Tendenz eine bessere
ewo den. Ju Croix⸗Rousse ist eine Anzahl von Webstühlen
ieder in Beweguog, namemlich für farbige Taille-Stoff⸗. Man
ihlt daß die trüben Ausfichten abnehmen. In London sind! seit
ehn Tagen bedeutende Posten abgesetzt worden und ohne Zweifel
erden wir die gute Wirkung dieser Räumung der englischen Ent⸗
epots bald verspüren. Die Fabriken sind unstreitig in einer
Fesseren Lage, als vor einem Jahr um diese Zeit.

J Monaco. Im hiesigen Kursaal ereignete sich vor eniger
Zeit ein eigenthümlicher Vorfall. Eine Anzahl von Pelgern, größten⸗
heils auz Euglaund und Itland, waren auf dem Wege nach Rom
ort angekommen, und viele derselben begaben sich aus Neugierde
n den Kursaal, um den Spielern zuzusehen. Ein enthusiastischer
zilger wollte die Gelegenheit nicht versäumen und begann eine
zredigt über die Sünde des Spielens. Da sich persönlicht. An⸗
ägl'chterten in seine Rede mischten, ersuchte man ihn, sich zu ent⸗
ernen, ader er lehnte es mit der Erklärung ab, daß er eine Mis⸗
son vom Hinmel habe, um Monaco von diesem Laster zuͤ reinigen.
die Spicker wollten ihn jetzt hinauswerfen, aber der Prediger zot
zötzlich einen Revolver hervor und feuerte auf den Entrepreneur,
·bite ihn aber giücklicherweise. Als Herr Blane, der Eigenthümer
es Sp elhauses und selbst ein ergebener Sohn dec Kirche, hörte,
aß der Exzedent ein Pilgeesi, verzichtete er groß üthig darauf,
yn der Polizei zu überliefern, und etlaudte ihm, in sein Hotel
arück; ukehren vnd mit seinen Mitgenoffen nach der Heiligen Stadt
idzurei en.

f Schornsteine aus Papier. Mit einer Erfindung, die schon
eit Jahren in Amerika und England praktisch verwerthet wird,
ämlich: Schornstteine aus Papier herzustellen, ist, wie einem schle⸗
schen Blatte aus Breslau derichtet wird, vor Kurzem auch in
deutschland der eiste Versuch gemacht worden, welcher sich glänzend
ewährte. Au der Außenseite des rechten Seitenflügels ist in dem
grundstück Ohlauer Stadtgraben Nr. 16 ein solcher eiwa 50 Fuß
oher Schornstein aufzesetzt worden. Durch Imprägnirung der
zZapiermasse mittelst einer chemischen Substanz wird die erstere un⸗
erbrennbar gemacht, und da solche Schornsteine nicht, wie Eisen
em Rost ausgesetzt, ferner weit leichter als solche von Eisenblech
ind dabei um ungefähr die Hälfte belliger sind, dürften sich die⸗
elben auch hier bald Eingang verschaffen.

Acs bewahrtes Vorbeugungsmittel gegen Entzündung des
halses und der Athmungsoraane, mit denen gewöhnlich die für
dinder so ledensgefährliche Halsbräune ihren Aufang nimmt, em-
fiehlt eine Mutler tägliche Ausspülungen des Mundes und des
aljes und zwar Morgens und Abends mit Salzwasser. Seitdem
zeses Mitlel, das unstreitig sehr billig ist, angewendet wird
die Familie Rube vor katbartalischen Affectionen der Kinder.“ hat
Fur die Redaction veraniwortlich F. X Demeß.
        <pb n="344" />
        Mobiliar⸗ und Im⸗
mobiliarversteigernng
Samstag, den J. Juli l.
J. des Nachmitiags um 2 Uhr,
du St. Ingbert, in ihrer Be⸗
hausung auf der Meß, lassen
Eheleuie Johann Feß, Schmelz⸗
arbeiter von da, öffentlich zu
rigen versteigern:
1 Kle:derschrank, Getüch,
Tifche, Stühle, Bänke und
sonfügesWirthschaftsgeräthe.

Sodann in passenden Parcellen:

Pl.Nr. 2863. 12610 Dezim.
Fläche, enthaltend ein zu
St. Ingbert, auf der Meß,
neben Fak. Selgrad, Jos.
selemmer und We. Fickaget
gelegenes Wohnhaus mit
Pflanzgarten und soastigen
Zubehörden. 6

Bis zum Verssteigerungstage
werden die Parcellen auch aus
freier Hand verkauft.

Das Nähere auf dem Ge⸗
schaͤsts Vurcau L. Bechth old
in St. Ingbert.

Sauer, k. Notaͤr.
Bekanntmachung.
Am Samstag, den 7. Juli

nächtihin, Nachmittagc um 3
Uhr wird auf dem unlerfertigten
Umte die Herfiellung von ca. 300
Meter. Kalkstein⸗Rinnen
pflaster auf dem hiesigen Got⸗
sesacker öffenllich an den Wenigst⸗
nehmenden vergeben.

Si. Ingbert, 28. Juni 1877.
Das Bürgermeisteramt:
Euster.

757

De RNelletage des Gustav
Zi x'schen Wohnhauses
nit Stallung und Garten ist zu⸗
ammen oder getrennt gleich zu
ermiethen, auch konn das ganze
hdaus mit Hof, Hiutergebäude
ind Garten im Ganzen vermiethet
verden.
Reflektanten belieben sich an
derrn Notar Sauer oder di⸗
dect an den Unterzeichneten zu
venden.
Louis Kautz, Kaufmann
in St. Johann Saarbrücken,
Haupt⸗Vormun.d.

Ein großartiger Erfolg
ist es ohne gyyeer wenn von einem
Buche NeaAnsiagen erschienen sind und
am so großartiger ist derselbe, wenn
ien wrot gehassiger Angriffe möglich,
war und in einer so kurzen
Zen, die jolches der Fau bei ß
—RXX
r. Airv's eimelnode

Vies vorzugliche populär⸗

mebicinische Werk kann mit

Recht allen Aranken, welche —
aahrte Heilmittel zur ——
irer Leiden anwenden wollen, dringen
——
arin abgedruckten Atteste beweisen die
Rßerordentlicen Heilerfaige und find
ine Garantie dafur, daß das Ver⸗
rauen nicht getäuscht wird. Obiges
Iber boo Seiten harke, nur 1 Mark
oftende Buch ist in jeder Buch handlung
‚orrathig, wird aber auch auf Wunsch
zireet von Richter's Verlags⸗Anstalt
in Leipzig gegen Einsendung von 10

Brieimarken à 20 Vf. versandt.

*

Heilbar
st Trunkwahnsinn und zu be
eitigen Trunkenheit mit und ohne.
Wissen; glaubhafte Atteste stehen
nir zur Seite und leiste für den
krfolg Garantie. Man
vende sich an Th. Ko-
net zky, Droguen- u. Kräuter⸗
jandlung in Grünberg in
zchlefien.

Soeben eingetroffen:
Dattelua per Pfo M. 1.40 f.
PriIZzenS-Mandelm per Pfd.

M. 1.50 Pf.

Tasel⸗Rosimnen p. Pfd. M. 1. 20

Feigen per Pfd. M. —50 pf.

HaßelIniusse p. Pf. M. — 50 pf.

XER

Ditronat per Pfd. M. 1. 60 Pf.

Citronen per Stück 15 u. 20 Pf.
Sardimes à lHuile

Marle B. Guillou &amp; Cie. Fr *

. Pelliers frères per Dose

M. 1.30

Hummerm in Dosen best M. J.

ODhocoladenm aus der Fabrik von

Gebrüder Stollwerck in Coln.

. PoteBnS, St. Ingubert.

Aer Lebengann und die
Dame von Welt,
beide follen die Pflege ihrer
Gesundheit nicht vergessen,
denn ohne Gesundheit keine
Schönheit! Schwer oder leicht
Kranke, Alle leset das große
KZrankenbuch: „Der Tempel
der Gefundheit.“ Es wird
dienen, das Leben zu verlän⸗
gern. Für 1 Mart von E.
Schlesinger, Berlin 8S.
Neue Jacobstr. 6. zu bezieben

Herz. Braunsoh. Landes-Lotterie,
vom Stante genehmigt und garantirt.
Dieselbe besteht aus 83, 000 Original-Loosen
und 43,500 Gewinnen.

Haubitreffer: 450,000, 300, 000, 150,000, 75,000,
50. 000. 2 à 40,000, 12 36,000, 3 à 30,000
Mark, u. ĩ. w.

Die erste Ziehung finde! statt
am 19. und 20. Juli 1877.

zu welcher ich Oriainal:Loose

Ganze, Halbe, Viertel. Achtel-

16 Mark 8 Mark, 4 Mark 2 Mark

gegen Einsendung des Vekrages oder Podtvorschuß versende.

Jeder Speler erbält Gewinmiisten gratis.

Wilh. Basilius,

Ober-Einnehme'r der Braunschw. Landes-Lotlerie
in Brannschweig.

Arbeiter-Bildungs-Verein.
Sonntaß den 1. Juli, findet eine
Waldparthie
jm Mühlenthale stalt. — Abgang vom Vereinslolale aus
nach der Vesper.
DDie Mitglieder haben ihr Vereinsabzeichen mitzubringen.
Der Vorstand.
Für Fuhrleute:

Die Anfuhr von ca. 150 Cubikm. Stammholz aus
—E
wald und Neunkirchen ist zu vergeben.

Offerten werden bis 6. Juli angenommen von

C. Kausch,
Holzhandlung in Neunkirchen.

Große Preisherabsetzung.
Wegen Aufgabe meines Engros Geschäftes verlaufe vom
8. Juni bis 31. Juli zu e bedeutend herabgesetzten
Preisen:

z4 breite ächtfarbige rosa und lila Eattune für Vettüber
züge, die Elle (60 Centimeter) à 24 Pf.
s. breite ächtfarbige Pique Eattune, feinster Qualitat, die
Elle à 30 Pjf.

5. breite ächtfatb ge Eretonnes für Kleider fe nster Qualit.,
die Elle stait 30 zu 22 Pf.

6 breite achtfarbige Bettzeuge (Bett Ueberzüge), die Ell—
zu 25 und 36 Pf

suten Barcheud für Betten, die Elle à 80 Pf.
3 Ehlen breites gutes Betttücher Leinen, die Ell⸗ 75 Pf.
früherer Preis 1M.
Es dürfte sich sobald nicht wieder Gelegenheit bieten, gute
Waaren zu solchen Preisen zu bekommen, wodei ich jedoch be
nerke, daß ich des raschen Umfutzes wegen Muster von dieser
Artiteln nicht sende, die kleinsten Austräge aber bestens effektuire.
W. Fuhrländer Nachfolger, Zahrgasse 85,
Frankfurt a. M.

I'Interprèbte.
fFranzõsĩsches Journal fũce Deutsche
mit üherall beigeftigzten Text- u. Worterklürungen.

Neuestes und wirksamstes Hilfsmittel bei Erlernung der
ranzösischen Sprache, namentlich für das Selbststudium und
dei Vorbereitung auf Examina (Linjahrig- Freiwillige); zugleich
xleichtertste und erfolgreichsto französische Lectüre für Jeder-
mann, sowohl für jüngere wie ältere Kreise und die PTamilie.
nhalt: Tagesgeschichte, Telegramme, belletristische, populär-
vissenschaftliche and vermischte Aufsätze, gediegene Novellen
ind Skizzen, interessante Processs etc. Wöchentlich eine
Fummer. Preis nur 1 M. 50 Pf. per Quactal, direct umter
Band 1 M. 65. Inserate (à 30 Pf die 88paltige Zeile) dureh
che weite Verbreitung des , Interprète* ũber ganz Deutschland
und Oesterreich von besonderer Wirkung.

Edenkoben. Die Exnedition.

HDieo
Zuch- unch Stein-
—IX
P. X. DEMEUNI

10 M. 27 Pf. Gerste SNreihige
0 M. — Pf. Gerste «creih.
0 M. — pf. Spelz 08 M.
42 Pf. Spelzkern — M. —
Pfg. Dinkel — M. — Pig.
Mischfrucht O M. — Pf. Hafer
7 M. 98 Pf. Heu 5 WM. 80
Pf. Suoh 4 M. 30 Pf. Kar⸗
soffeln 5 M. — Pf. per CEtr.
Weißbrod 19 Ko. 59 Pf. Korn⸗
»rod 3 Ko. 87 Pf. ditto 2 Ko.
58 Pf. ditto 1Kilo. 297 Pf.
Bemischtbrod 3 Kilo. 1M. 4 Pf.
Paar Weck 190 Gramm 6 Pf.
Rinddfl. 1. Qual. 70 Pf. 2.
Qual. 60 Pf. Kalbfl. 54 Pf.
hamfl. 70 Pf. Schweinefl. 66
Pf. Butter 1M. 40 Pf. per Pfd.

empfiehlt sich zur eleganton An-
fertigung aller in dieses Fack
ꝛinschlagenden Arbeiten, als:
uechset, Ci rculuirs, Visit
Vertobungs u. Adress-
varten, Placate, Wein- u.
acuren⸗Etiquettes, I ecis
A . —.
ö—— —X u
eisch⸗Preise der Stadt
weibrücken vom 28. Juni.

Meizen 12 M. 27 Vf. Korn!
IITAIhlad von 5. TTmm̃etz in Et Innsert.
        <pb n="345" />
        St. Ingberter Anzeiger.

— — —
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illu rirter Ke

lage), erscheint wochentlich vpiermal Dieustag, Donneretag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Rart 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts mit 15 Pfs. für die viergespaltene Zeile Blattichrijt oder deren Raum. NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

— — —

M 101. 9— Sonntag- den 1. Ju1i * 1877.
— ü
— —

—

Deutsches Reich. I
Berhin, 28. Juni. Die keiden im russischen Haupt⸗
uartier onwesenden Offiziere des deutschen großen Generalstabs be⸗
nichten hierver über die große Truppenzahl, welche die Russen auf⸗
geboten und durch die neuen Zuzüge von Truppen immer noch
ermehrt wird. Die Türken würden selbst dei den größten An⸗
nengungen dem mächtigen Feinde zum Opfer fallen müssen. Vor
allen Dingen wird in dem Berichte lobend hervorgehoben, mit
pelcher Ruͤhe und Sicherheit, ohne jede Ueberstürzung der russische
Beneralstab zu Werle geht; nur die Verproviantirung der Armee
zietet sehr große Schwierigleten dar. Ein neues russisches Armee⸗
rorps, bestehend aus der 1., 2. und 8 Grenadierdivision und der
14. Cavaleriedivision, steht zum Einmarsch in Rumänien bereit
hat ihn vielmehr schon begonnen), ein weiteres Armeccorps soll

demselben auf dem Fuße fsolgee. GEr. 3.)

Aussand.

Wien, 28. Juni. (Abgeordnetenhaus.) Der Miuister⸗
Präfident Fürst Auersperg deantwortete die vom Abg. Hoffer und
Sen. eingebrachte Interpellalion dahin, daß weder eine Anregung
eitens Deutschlande zu einem Schutze und Trutzbündniß mit Oester⸗
reich aubcegangen, noch überhaupt etwas Aehnliches erfolgt sei, und
daß demnach auch eine Ablehnung nicht habe Statt finden können.
Die Regierung sehe auch heute keinen Grund, aus ihrer Neutralität
mn irgend einer Richtung berauszutreten. Auch bis heute seien ihre
Beziehungen zu den auswärtigen Mächten dieselben geblieben, und
zb diege lein Grund vor, die Wehrkraft des Reichs zu mobilisiren.
Sollten indß Ereignisse eintreten, welche eine Verslärkung der
Truppen an den Grenzen det Monarchie als nothwendig erscheinen
lassen würden, so behalte sich die Regierung, nicht im Widerspruch
mit ihrer früheren Erklärung, sondern in deren Ausführung, vor,
auch innerhalh der Grenzen der Neutralität jene Maßregeln zu
treffen, die der Schutz der unmittelbaren Interessen der Monarchie
in deren Grenze erheische. Der Umstand, daß die Regierung diese
Maßregeln bisher als unndthig betrachtet habe und dieselben mit
Berucksichtigung der finanziellen Verhältnisse auch in diesem Augen⸗
zlick noch zu entbehren vermöze, sei eine Bürgschaft dafür, daß sie
dieselben weder vorzeitig, noch in einem größeren Ausmaße ergreifen
werde, als die Nothwendigkeit erfordere: „Nicht mehr und nicht
veniger.“ In diesem Sinne erkläte die Regierung, daß der Kaiser
iich bis jetzt nicht bewogen gesunden habe, militärische Maßregeln
anjuordnen. (Lebhofter Beifall.)

Wien, 28. Juni. Dem ‚Tageblatt“ wird gemeldet: Aus
Bukarest: Die Türken raumen Czernawoda und Medschidje (Dobtud-
scha). — Aus Rustschuk: Nikopolis steht in Fiammen. Der
gestrige Uebergang des Großfürsten Nilolaus ersolate in der Nähe
der Insel Rardin.

Wien, 28. Juüni. Die Politische Correspondenz“ meldeh:
Sämmiliche noch in der Herzegowinag befindlichen regulären türlischen
Truppen, einschließlich der bei Metkovich steheunden, erhielten Ordre,
aach Albanien abzurücken, wohin auch sämmtlichet Proviant aus
den Magazinen von Bie.kovich bis Mostar gebracht wurde. — Die⸗
jelbe Cotrespondenz meldet aus Bukarest von heute: In diesem
Uugenblicke ist das vierte russische Armeecorpß über Volgrad im
cinmarsche nach Rumanien begriffen; auch andere große russische
Truppeanachschübe bewegen sich seit einigen Tagen über Plojesti
nach Slauina und Giurgewo.

Bukarest, 28. Juni. Die „‚Presse! fordert, der Fürst möge
nus eigener Initiatibe die angeklagten Eximinister vor den Kafsations
hof slellen, da die Kammer auseinanderging, ohne einen bezüglichen
Beschluß zu fassen. — Man behauptet, Prinz Napoleon werde ein⸗
rreffen, um am Feldzuge theilzunehmen. (Ist wohl, wenn über⸗
haupt wahr, Prinz Lulu gemeint und nicht sein pulverscheuer Oheim
Prinz Jerome).

Batkacrest, 28. Juni. Ein Telegramm deß Großfürsten
Nicolaus vom 27. d. meldet: Heute, den 27. Juni, dei Tages⸗
minbruch ist das 8. Armeecorps, welchem die 14. Division voraus⸗

zezogen war, bei Simnißa (gegenüber vom Sistowa) über die
Donau gesetzt. Die Schlacht dauert fort. Nilblis, von uns bom⸗
ardirt, dreunt. — Die Trupzen des Generals Zimmermann find
nszesammt bei Galatz über die Donau geganges und halten Ifalt⸗
cha, Tultscha und Hirsowa besetzz. —
Giurgewo, 28. Juni. Nach zuverlässigen Angaben find
zis jetzt drei Divisionen an den bekannten Punkten bei Simnitza
n der Nähe der Infel Wardin, also östlich von Simnißa⸗-Sistowa,
jzber die Donau gegangen. Der Großfürst Nitolaus perjsonliqh
eitete den Uebergang. Der Czar hat sich nach Turnmagurelli
westlich von Simnitza) begeben, man dat dort den nächsten Ueber⸗
jang zu erwarten. Darauf deutet auch bereits das Bombardement
von Nikopoli. .47
Dem Uebergang der Russen bei Simnitza ging in aller Frühe
eine Kanonade längs der ganzen Donaulinie zwischen Turnu⸗
Maqurelli, Flamunda und Simnitza voraus. Bei Flamunda und
Turnu⸗Magurelli, wo der Czar zugegen war, mißlang der Versuch
des Uebergangs; dagegen gelang er bei Simnitza, wo zuerst die 14.
Division in Schiffen übersetzte. Bei Flamunda sollen die Russen
roße Verlufte erlitien habe. — Nachdem nun dieser zweite Ueber⸗
sang der Russen über die Donau gelungen ist, werden sie mit ihrer
Zzauptmacht sowohl von der Dobrudscha wie von Sifiowa her gegen
zas Festungsbiereck vorrücken, während ihr rechter Flügel die Auf-
jabe erhäll, Oemann Pascha in Widdin im Schach zu halten.
Petersburg, 29. Juni. Telegramm des Obercomman⸗
irenden der Südar nee aus Dratsch 23. Jani: Die schwie rige
AJufgabe des Donauubergangs ist vollzogen, Sistowa und die um⸗
ebenden Höhen sind in unseren Händen. Zuerst setzte die Division
es Generals Dragonuroff mit Gebirgsartilletie üͤber. Am 27.
Ibends befanden sich bereiis jenseits der Donau das 8. Corpt und
zie 4. Schüteenbrigade. Jetzt überschreitet die 838. Division den
Strom. 9
Athhen, 29. Juni. Die „Agence Habas“ meldet: Die
riechische Regierung legte auf Ersuchen des russischen Gesandten
93 in Corsu ausgeladene Kisten mit Munition, die für Prevesa
estimmt waren, mit Beschlag.Der turkische Gesandte protestirte
agegen und ertlärte, ein fürlisches Kriegsschiff werde nach Corfu
ehen, um die Munition zu holen. Die griechischen Panzerschiffe
Georg“ und „Olga? erhielten den Befehl, sofort den Piraeus zu
erlassen und sich nach Corfu zu begeben, um die Neuttali at dieses
Zebietes zu vertheidigen.
Wermischtes.

Si. Ingbert, 30. Juni. Gestern Abend wollte Joh.
Pauli von Oberwürzbach die Deichsel eines mit Heu beladenen und
m Wege stehenden Wagens des Leonh. Schnebel von dorten auf
zie Seite drücknn, damit der Großvater des Pauli vorbeifahren
önne, wobei der Wagen des Schnebel, der an einer bergaufwärts
ehenden Stelle stand, in Gang kam und dem 224 Jahre alten
Zoͤhnchen des Schmelzarbeiters Joh. Grill von Oberwürzbach üiber
Zrust und Kopf ging, daß dasselbe augenblicklich odt war.

7 Der 12jahrige Sohn des Viktualienhändlers Brodesser
n Frankenthal hat am 26. Juni den Glährigen Knaben des
Tünchers Rösel, der in den Kanal gefallen war,: unter eigener
debensgefahr aus dem Wasser gezogen.

P'InSchifferstadit zing am 26. Juni früh 11 Uhr die
Mutter von drei Kindern aus dem Hause, um ihrem an der Eisen⸗
zahn arbeitenden Mann das Mittagessen zu bringen. Die drei
dinder waren unterdessen sich selbst überlassen. Gegen /212 Uhr hörte
er Nachbar plötzlich den herzzerreißenden Ruf: „Vaterle, Vaterle,
ilf,“ und kurz darauf lief ein dreijähriges Mädchen çanz in
Flammen eingehüllt, unter Weheklagen auf die Straße, Hilfe juchend.
die Kleider waren schon saumt und sonders verbrannt bis auf die
gindchen des wollenen Hemdes, das noch zugekndpft war. Das
dind hatte trotz rascher Hilfe bereits schwere Braudwunden erlitten
ind stard nach fünfstündiger Qual.

—O —

*
        <pb n="346" />
        f Das bei Vurrweiler gelegene Froͤhlich'sche Landgut
—XEVV abgehaitenen Versteigerung durch
derrn Abdolf Gerard, Naufmann, in Speyer wohahast, um 18,200 M
rrworben.

Forhheim. Baierische' Späße. Im Wirtshaus in
Holdersbach saßen neulich Abends drei Bauern beim Bier und waren
uter Laune.Einer sagte: „Jetzt machen wir einen Hauptspaß
ver noch im die Wirthschafi kommt, erbält Lð Prugel auf den — —“.
Hesagt; geihon.. Der Exste, der lam, war ein Bauer aus Wimmelbach:
x wurde auf die Bank gelegt und ihm 15 „übergehauen“; der
Zweite war ein Mann aus Hesdorf, dem Gleiches geschah, und
Zeiden fagle man, um 10 Uhr gibt's Bier. —Nun kam der
Drutt.xin Maurer aus Hemhofen, der wollte Bier aber keine Prügel,
er schlug gewaltig um sich, half aber nichts, er kriegte statt 16 Prügel
25 und follte sich auch noch vedanken. Das that er aber nicht und
bekam noch 18 Prügel. Krieqchend entfernte er sich, lag 10 Tage
krank zu Bette und Leß sich mit 130 Gulden abfinden. Der
Himmel behüte Jedermann vor solchen Späßen

FBerlfin.« Eifernes Pferd. Wie die Voss. Zig.“ mittheilt,
wurbe am Sonnabend Vormittag- das „eiserne Pferd“, eine neue
iinnreiche Reitmaschine, von seinem Etfinder, Herrn Fr. Nitzsch, im
Barien von Hagen's Sommertheater auf dem Gesundbrunnen einem
sereise von Technikern, Vertretern hiesiger Maschinenbauanstalten und
—X seine Leistungsfätzigkeiten produzirt.
Zwischen zwei B Meter hohen Rädern befindet sich das Pferd, auf
velchemn der Reiter fitzt· und durch das Bewegen der Beine in Art
des enhlischen Reiters die Bewegunge welche die Geschwindigkeit
eines schnell rappenden Pferdes ereicht, mit Leichtigkeit hexvorbringt.
Das eiserne Pferd bewegt sich ebenso leicht auf Landstraßen wie
auf· dem Pflaster?-Besonderes Intetesse erregte auch die leichte
dentbarkeit des Pferdes in kürzesten Krümmungen bis zur Orehung
im einen Punkt.Der · Erfinder gedenkt, wie die genannte Zeitung
zinzufügt, dieses Pferd ˖namentlich auch für Dienstmänner zur leichteren
BZesorbetung von Gepäck und in⸗fernerer Perspektive auf Grund
des erprobten Prinzips als Droschke. der Zukunft! einzuxichten.
2In wie frivoler Weise zuneilen. Aerzte ans ihree Nachtruhe
gestoͤrt' werden das zeiat wieder einmol der folgende dem B. T.
on glaubwürdiger Seite mitgetheilte Fall:Kürzlich wurde ein
Berliner dielbeschäftigler Arzt⸗ als er, müde nnd matt von dem
auft eibenden Tage⸗ und Abendwerte sich zur Rube. gelegt hatte,

nitten in der Nacht herausgellingelt und fand fünf Straßen weiter
einen Patienten dem — garnichts fehlte, außer daß, wie seine
Frau dem Doktor unter Schluchzen herichtete, er eben geträumt hätte,
aubstumm geworden zu sein !“ — Bei solchen Gelegenheiten müßte
es den Aerzten gestaltet sein, eine Zecht gepfefferte Straftare zur
AUnwendung zu bringen.
pRKarlsruhe, 27. Juni. Der Delegirtentag deß
badisch-⸗pfalzisch⸗mittelrheinischen Schützenbundes hat als Festott des
naͤchsten Verbandschießens Sepee ye r gewäblt.
Gestern Abend gegen 10 Uhr wollten sich zwei Ulanen
durch einen Spazierritt von der Kaserne aus nach Uekingen ver⸗
znügen. Da— sie es nicht jür rathsam hielten, die Stadtthore zu
passiren, zogen sie vor, den naberen Weg über oder vielmeht durch
die Mosei einzuschlagen, was ihnen auch ohne jeglichen I ge⸗
sang. Wie man hört, brachen sie lange nach Milterna t von
lletingen wieder auf, um auf dem gleichen Wege nach ihrer Kasernt
zurückzukehren, was aber nur dem Linen derseiben gelang, während
der zweite in wahrscheinlich etwas angeheitertem Zuftande in der
Mosel ertrank. Die Mütze des Ertrunkenen nebst dem todten Pferde
wurde diesen Morgen am rechten Moselufer aufgefunden, nicht aber
dessen Leche. (OD. 3.)
7In Koönigsbera i. Pr. hat es in der Nacht zum
vorigen Freitag — gefroren! Wie die Konigsb. Hartung'lhe
Zeitung“ mittheilt, ist der Schmut an niedrigen Stellen am Freit ag
früh sieif gefroren und das Gras auf den Wiesen dick mit Eis
bezogen gewesen. Und das in der Nacht des Sommersolstitiums!
F.Zu einem Geistlichen in Quiney, Ill., kam vor einigen
Tagen ein junges Paar welches getraut zu werden wünschte. Nach⸗
dem die Trauungs-Ceremonie vorüber war, gab der glüdliche Bräu⸗
igam dem Geistlichen einen 20. Dollarschein und ersuchte ihn, seine
Hebühren mit 8 Dollar in Abzug zu bringen. Ueber dieses reich
siche (7) Honorar erfreut, beeilte sich der Geistliche, dem jungen
cThemanue 17 Dollar zurüdzugeben, worauf das Pärchen sich ent⸗
erme. Noch mehr aber erstaunte der arme Diener Gottes als er
on einem Kaufmanne ersuhr, daß der Zwanzige Dollarschein falsch
sei, und als ihm zum Ueverfluß noch seine Köchin mittheilte, wie
die junge Frau als sie aus dem Hause des Geistlichen gekommen
war, in einen Winkel zwischen zwei Nachbarhäusern getreten sei,
ihr Brautkleid ausgezogen und sich ais ein junger Manu entpuppt babe.
Fur die FKedacuion verantworilich F. X. De in e v. J
. Anzoœigo-
Wahrend meiner Abwesenbeit
von hier wird Herr Knappschafts—⸗
atzt Dr. Ruprecht meine
Praxis versehei. IJ
St. Ingbett, 80. Juni 1877.
Dr. Erhardt.

Mobilien · xc.
Montag; den 2. Juli
zaͤchsthin, Vormittͤgs 9 Uhr,
hahier in der Wehnung des Erb⸗
lassers Gustav Zix, im Leben
Hüttenbeamter hier, werden die
u dessen Nachlasfe gehbrigen
Mobiliargegenstände, worunter
namentlich:
2 Pferde, J Kuh, 1 Chaise
Landauer), 1 Jagdwagen,
2 Zwel⸗ und 1 Einspänner⸗
Wagen, 1Schlitten, Chai⸗
sengeschirre, 1 Futterschneid⸗
vö 20 Centner Heu,
3 enlũer Skroh. 1Deckh
nalwaage, 1 Cassenschrant,
Waffenschrank und einige
Bewehre, 1 Pianino, Bücher
Tische, Stühle, Spiegel,
Bilder, Herxen⸗ u. Frauen⸗
kleider, Bettung. Weißzeug,
sowie sonstige Haus⸗ und
Auüchengeräthschaften
uffentlich aun den Meistbietenden
verstägern .
St. Ingbert, 28. Juni 1877.
ν Sauer.t. Notar.
Morgen. E

Soeben eing etroffen;
Dattelii per Pfo M. 1.40 pf.
Prinzess-andelm per Pfd.

M. 1. 50 ppf.
rTAfeI-Rosinenm p. Pfd. M. 1. 20
eigen per Pfd. M. —50 pft.
Iuselmusse M. — s0 pf.
2araniuase pr. Pf. M. — 50 Pf
Ditronat per Pfd,e M. 1.60 Pf
Ditronen ver Stück 15 u. 20 Pf.
Sardimes à LlHuile

Marle B. Guillon &amp; Cie. 7 Dose

M. 1.
Pelliers frères per Dose
. M. 1.80
Fummernm in Dosen best M. J.
Mocoladen aus der Feht von
vebrüder Stollwerck in Cöln.
TyGCOBS. St. Ingbett.

Bekanntmachung.
Am Samstag,, den 75 Juli
üchsthin, Nachmitiags um 8
Ahr wird auf dem unterfertigten
Amte die Herselluiig von ca. 800
MNeter Kalkstein- Rinnen
pflaster auf dem hiesigen Got⸗
sesacker oͤffenllich an den Wenigst⸗
nehmenden vergeben.
Si. Ingbert, 28. Juni 1877.
Das Bürgermeisteramt:
J Custer.
Sonutag, den 1. Juli 1877
Harmonie-Musik
ausgeführt von einer Abtheilung
der Ulanen⸗Trompeter zu
Saarbrücken, wozu ergebenst ein⸗
ladet Eberhard.

De ntliche

Anerkennung.
Die Herren Gebr. Helsen⸗
thal, Vaurermeister hier, haben
mir einen Backofen gebaut, der
sich in allen Veziehungen als so
ausgezeichnet bewaͤhrt und Vor⸗
züauches leistet, daß ich Veran⸗
iasseng nehme, mich oͤffentlich
daruber auszusprechen, und die—⸗
selben meinen Herren Collegen
bestens un empfehlen. —
Michael Haas, Bäaͤder.
Heilbar

ist Trunkwahnfinn und zu bde—
seitigen Trunkenheit mit und ohne
Wiffen; glaubhafle Atteste stehen
mir zur Seite und leiste filr den
Erfsoig Garanthe. Nan
wende sich an Th. Ko-
netzky, Droguen⸗ u. Kraͤuter⸗
—
Schlesien. *

Herz. Braunsoh. Landes-Lotterie,
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Die erste Ziehung findet siatt
am 19. anuο S ο. Juli 1877,
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Wilh. Bafisiusßs,
Ober⸗-Einnedmer der Braunschw. Landes-Lotterie
in Braunschweig.

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—

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atnen Druck und Veriag von F. xX. Demeß in St Ingbert.
Siemn ZAlluftrirtes Sonntaasblatt“ Nr. 27.
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        St. Ingberter AAnzeiger.

der St. Ingberter Antzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei—

age), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Sanstag nud Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

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mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
48 102.

Dienstag, den 8. Juli 1877.

— — ——
Deutsches Reich.

Berhin, 1. Juti. Fürst Bismark ist um 1234 Uhr Nachts
uus Kissingen hier eingetroffen.

Wie aus Darmstadt gemeldet wird, ist Prinz Heinrich von
dessen in's russische Hauptquartier gereist, um dem Kaiser Alexander
Re Thronbesteigung des Großherzogs Ludwig IV. anzuzeigen. Prinz
Alexander hat sich zum gleichen Zweck zum Kaiser von Oesterreich
zach Wien begeben.
NAusland.

Wien, 26. Juni. Das ‚Wiener Tagblatt“ meldet aus
eladowa: Das neueste russische Corps ist von Turnu- Pdaqgurelli
cius in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ebenfalls über die
donau gesetzt, die Kosoken theilweise schwimmend. — Es geht das
ßerücht, daß Sistowa in Flommen stehe. Zwischen Kalafat und
giddin fortdauernde lebhafte Kanenade. — Die „Presse“ meldet:
daiser Alexander ist mit allen Großfürsten und seiner ganzen Su te
im Donnerstag Nachmittag in Sistowa eingetroffen und wurde von
er Bevölkerung und der Armee enthusiastisch empfargen. Der
daiser beritt das Schlachtfelb und belobte die Armee, worauf er
ach Simnitza zurückkehrte. Der Hauptübergang über die Tonau
ei Simnitza dauert ununterbrochen fort.

Wien, 30. Juni. Telegramm der „Deutschen Zig.“ aus
konstantinopel vom 80. ds.: Em ktürkisches Geschwadet von 10
Schiffen ist vor Kanea angekommen. — Die Reserve-Armee von
Zofin hat sich in Bewegung Leseßzt.

Wien, 2. Juli. Das „Tajgeblatt“ meldel aus Rustschuk,
jaß die in Westbulgarien zetstreuten türkischen Truppentheile fich
zuuf die Linie Tirnowa-Sofia zurückziehen, wo ein Armee; Corps
ur Bewachung des Balkanpasses zusammengezogen wird.

Paris, 1. Juli. Heute hat, wie jedes Jahr, im Bou⸗
ogner-Wäldchen die große Revue statigefunden. Das Welter war
rächt'g, die Zuschauermenge sehr groß. Es ereiznete sich nichts
Zesonderes.

Konstankinopel, 1. Juli. Schamyls Sohn ver äßt
Femnächst den Kaukasus, als alt ver Offizier in die anatolische
lrmee eintre end.

Bukarest, 1. Jali. Der Wiener „Presse“ wird von hier
emeldet: Die Russen drangen unter Vorpostengefechten von Sistowa
is Tirnewa vor. Drei rürkische Monitors liefen in die Sulina—
—XV

Montenegro ist seit Dienktag von den Türken vollständig
eräumt. Das ganze Zelathal ist, wie H. T. B. meldet, ein
—X
die Zahl der Verwundeten ist enorm. Auch der Verlust der
Nontenegriner, welche viele Waffen und Pferde erbeuteten, ist sehr
roß. Sie hofsen auf Ersatz aus der pon türkischen Truppen völlig
atblößten Herzecowiug. Die „Polit. Corresp.“ meldet aus Cattato
jon gestern, Mehemed Ali Pascha griff die Montenegriner in der
dahia Moratscha an, wurde aber von drei montenegrinischen Batail⸗
oren mit erheblichen Verlusten bis Kulaschin zurückgeworfen.
„ämmtliche noch in der Herzegowina b findliche reguläre kürkische
Truppen, einschließlich der bei Metkowich stehenden, erhielten Ordre,
jach Albanien abzurücken. Ebendahin wurde auch sämmtlicher Pro⸗
iant gebracht, der sich in den von Metlovich bis nach Mostar hin
igelegten Magazinen besand.

Peterzßburg, 30. Juni. Offizielles Telegramm an
yen Kriegsminister aus Simnitza vom heungen Tage: Nachdem
m 25. Juni General Loris Melikoff den Feind bei Zewin auf
)essen hinlere Positionen zurückgeworfen hatte, gingen de Russen,
im nicht dem Feuer aus dem befestigten Lager des Feindes aus⸗
efetzt zu werden, Nachts in ihre Positionen zurück. Die Truppen
aͤmpften heldenmüthig, erlitlen jedoch wegen der Uebermacht des
jeirdes große Verlustee: 6 Offiziere todt und 24 verwundet, 850
XV
von einem zehnfach überlegenem Feinde eingeschlossen ist, verlautet,
jaß olle Maßregeln zum Entsotze getroffen sind.

Je entschiedener die Russen vorgehen, desto zahmer werden die
kngländer. Die englische Presse bespricht die Proclamation des
daisers Alexander, welche die unverhohlene Loslösung der Bulgarei
von der Türkei vertündigt, mit der äußerster Zurüdhaltung. Die
Ansicht, daß Rußland die Erschließung der Dardanellen als einen
reiner Siegespreise fordern wird, wird täglich allgemeiner, ebenso
iber auch die Ansicht, daß England dagegen nicht kriegerisch an—
ämpfen kann. Einen Ersatz dafür würde man in Egyplen suchen.

Petersburg, 2. Juli. Oificiell wird aus Simnitza ge⸗
weldet: Der Bau der am 28. Juni begonnenen Brücke über die
Donau sollte gestern vollendet wenden; die Brücke wurde aber in
rolge eikes in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni ausgebrochenen
Sturmes fortgerissen, 26 Pontons sind versunken. Die Brücke
wird dah⸗r erst heute Abend fertig.

Rermischtes.

f Sit. In gbert, 2. Juli. Wie wir hören soll während
hes heftigen Gewitlsers am Sonntag⸗ Nachmittag der Blitz in die
Fabrik von Weyland, Meunth und Comp. eingeschlagen und einen
kamin umgeschleudert, glücklicherweise aber sonst keinen weitern
SZchaden angerichtet haben. —

Zu derselben Zeit wurde in der Rischbach an der Wohnung
hes Stcigers Sonn von zwei fremden Personen ein Einbruchs-
versuch gemacht, indem sie mit Gewalt und unter schweren Drohungen
zegen einen im Hause anwesenden 12jährigen Knaben und die
Magd die verschlossenre Hausthür zu sprengen suchten. Noch recht⸗
eitig wurden sie in ihrem bösen Vorhaden von herbeigee'lten Leuten
zus dem Josephsthale gestört. Der eine von ihnen entkam, während
er andere festzenommen und von der Gendarmerie hier über Nacht
estgehalten wurde.

— Die Betriebseröffnung der Bahnlinie von Frankenthal nach
Freinsheim w'rd im Lause des Oltobers stattfinden; zur Zeit schweben
ioch enige Expropriationsprozesse; im Anschluß an diese Linie
vird gezinwärtig eine kleine Schleifbahn, 1,18 Kilometer lang, vom
zahnhofe Fraukenthal bis zum dortigen Kanghafen ausgesührt und
hon demnächst dem Betriebe übergeben. — Im Beu befiadet sich
nie Bliesthalbahn: Bliescastel-Saargewünd in Verdindung mit dem
Zau eines 2. Geleises Zweibrücken⸗Bliekcastel. Dieselde soll im
Dez. 1878 fertig gestelln werden. Die Grunderwerbsverhandlungen
ind derzet noch nicht vollständig zum Abschluß gebracht. — Der
Bau der Stiecke St. Ingbert-Saarbrücken w'rd in nächster
Zeit in Angrff genommen werden. Den Bau der ganzen Strecke
vird d'ie pfälz'sche Ludwigsbahn übernehmen, sie beträgt 12,68
dilometer. Die definitive Prosekt'rung ist seit einiger Ze't m Gange.

F Zweibrücken. Die Actioaäre des hiesigen Gaswerkes
rhalten für 1876 auf d'e Actie von 100 fl. eine D vidende von
22 Mark.

FHomburg, 30. Juni. (H. A.) Letzten Donnerstag
vurden vom ukel. Landgerichte dahier mhrere Eltern, deren Hinder
ich eine Auzahl unentschuldigter Schul-Verfäumn sse zu Schulden
ommen ließen, zu Gefängnißstrafen von 8 und 14 Tagen ver—⸗
irtteilt.

F Die Gemarkung Waldhambach, Kanton Aunweiler,
st kürzlich durch Gewitter mit Hagelschlag hert tetroffen worden.
Die Weißsrucht hit sehr gelitien, das Korn ist garz ruinirt, ebenso
die Weinberge und viel Heu ist weggeschwemmt worden.

F Die seitherige Zwirnfabrik von W. Wiertz in Kirrweiher
vurde von Hren. Sebast'an Lederle in Ludw asbafen, früher Prä—
ident der Handelskammer in Ludwigshufen, käuflich erworben.

Hr. Mayer von Speierbrunn hat am 20. Juni im
Revier Iggelbach einen 250 Pfd. schweren Hirsch erlegt.

F Schützenmeister Heinrich Niedettöser von Edentkoben
jat in Karlsruhe auf der Ssand Ehrenscheibe mit 5 Schüssen 83
Ringe erzielt, ein vortrejfliches Resultat, da 100 R'nge das Maxi⸗
num sind. Pochmayer —us Kaiserslautern hat 82 P., Köth aus
dudwigshasen 73 P. geschossen.
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        Landau, 2. Juli. Die Genarkungen von Rhodt, p Von Ries, 24. Juni. Der Postbeamte Keller nann, der
Hainfeld und Edenkoben wurden gestern Nachmittag durch einemit nahezu 40,000 M. unterschlagenen Geldern vor 4 Wochen ver⸗
schweres Hagelwetter hemgesucht, bei welchem Schlossen bis zur schwand, ist endlich in Paris aufgegriffen und dieser Tage mit dem
Jroße vo n Taubeneiern fielen. Nach einer Vierkeltunde laden die bei ihm noch vorgefundenen Gelde im Betrag von 20,000 Mte.
Schlossen an einzeinen Siellen zrei Finger hoch und soll der dae an das Bezirksgericht Donauwörth abgeliefert worden. (Stutig. Tg.)
rurch angerichtete Schaden le der ein sehr beträchtlicher fein. pAmerika. Ein Brief, welcher 40 Jahre auf der

aFrankenthal, 29. Juni. Als heue Morgen zwischen 6.Post gewesen, ist unter folgenden Umständen reclamirt worden:
ind 7 Uhr die Insassen des latholeschen Schwesterkhauses sich in der Brief enthielt einen Schein uber ein Deposit von 360 Dollar
dem Frühgottesdienste befanden, wurde auf die mit zwei Kindern usgestellt von der Omandoga Banh zu Syrccuse, New York, und
Alein iem Hause anwesende Schwister Thadäu ein Mordversuch ge- vurde. von dort im Oktober 1835 von Win. N. Gardner an
macht und derselben zwei Stichwunden beigebracht, die jedoch glüc⸗ einen Bruder Palmer Gardner in Detroit, Michigan Terr tory“
licherweist beide nicht lebensgefährlich stad. Trotdem die That ubgesandt. Der Brief wurde damals in Tetroit nicht verlangt
am hellen Tage Leschah und das Haus in einer beleblen Straße und dasger an die „Dead Letter Office“ in Waßhington und von
iezt gelang es dem Thäter, welcher als eine halbvermummte Mann s⸗ dieser-zurück an den Postmeistrr in Syracuse gesandt. Dieser ver—
person beschrieben wird, zu enstonmen und konnte bis jetzt noch keine mochte den Absender nicht zu finden und sandte den Brief nach
Spur desselben ermittelt werd en. Das Misser, mit dem die That er „Dead Letter Office“ zurück, woselbst er bis zum Cenlennial
zeschah, wurde im Hause gefunden und ist dasselbe, wie bereins unter atten Briefen liegen blieb. Der Brief wurde nach der Welt⸗
efigest-llt wurde, vorgestern Abend von einem fremden Frauerzimmer au⸗stellung geichsckt und dort von einem Freunde des Adressanten
zei dinem hiesigen Messerschmiede gekauit worden. VMößeres den demerkt, der desen darauf oufmerksam machte und die Reklamirung
BZemühungen der Polizti recht bald gelingeb, den Thäter zu ermitteln de, Briefes nach vierzig Jahren veranlaßte. Herr Palmer Gard⸗
ind Licht in die grausize That. welche die Gemüther in nicht ge⸗ der, jeht in Burlington. Wis., wohnhaft, bat den Brief nunmehr
cinger Aufregung hält, zu bringen. (Fr. W.) erhaͤlten. Das Porio für den Brief betrug zur Zeit als er nach

. Würzburg, 29. Juni. Gestern Abend hergiftete sich der Ausstellung geschickt wurde, 28 Cents.

m Bade mittels Morphium ein Studirender der Med'icin aus —FJu Br'aunschweig wurde ein stonditor, welcher zu

Zweibrücken: Bei seinen Kleidern sand wan eirize Abschiedsztilen den Bonbons Schwerspath verwendet hatte, wezen Betrugs zu 14

in seine Eltern und Geschwister: Was den Unglücklichen zu diesem Tagen Gefängniß und 100 .Me. Geldduße verurtheilt.

Schritte getrieben, ist noch unbekannt, auffllend aber, daß es kurz — —

hor dem Besuche seines Vaters geschah, der den Sohn nun ais 8 Dienstes nachrichten. F 8

Zeiche wiederfend. — (N. Frkf. Pr.) Polizeianwalt Jul, Zöller in Kalserslautern wurde zum funct.
pIn Frankfurt würde in Auftrag des Reichkanzler-Amtes Staatsaawaltssubstituten in Frankenthal ernannt, Polizeianwali

ein Fremder, der sich füc eigen Major ousgidt, unter der Ber Smil Rörig von Kirchhe mbolanden wurde auf Ausuchen in gleicher

schundigung des Land⸗Friedenhruches verhaftet,, und dessen Papiere Eigenschaft nach Kaiserslautern versetzt. M

mit Beschlag belegt. Fur die Redaction veraniworilich F. X. Dem e tz.
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Mobiliar⸗ und Im⸗
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Samstag, den 7. Juli t.
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—22 5 322 2 J *2532338 5 5*s28 5 — 5252885 —
—— 2M355382 323553 2058333*53 3355355 33355—5738*
52 ß— 3338 * 22 352 *238 ——— — 2 2338 ———
55 333*82 233338360 53353833333533 ——A——
25 525— 283 — — 12382 38832583 238 5 3 5 d *
— 2337 3333833328 3333573335333737553 —
æ⁊ 535 3532286. 33 3553233333557 588 522233
25 22 — 525*32 2⸗
* 128 —* * * 55 238 2.25— 53558 *5* ——
— 58 528035333 J. 5533 S 5 282 3735558775 X
3* 2 232 52— 255 2 3 —*3 553323 25223 —
2 328338 —E —— 7 * — 28 2323255 ——— 5 —A 2
3 Z383 3527 5 23833755
58255 —A 38 3226 35323358 252 855 53332
— 22 2 —— — 383. 32 szS8 738 —38 2358 — 7 19133 2* *7
25 33532 25335735538 —5 3 23383 —
5* 3233353—53355 533833 33 S5 258* 53235358 8
1338 —— — 532 5223 52222 55735538* 423 *2 555* 4
——
2252 *2 *225 2 535333558 8 —237 — 2 28 —3
322* 2. *3 —2323*3 5835323 532 9 — 222 23 288
sges 8 J——
— 3 28 3523758 23527 353255** 53 ——
3353383 52 253853838583* 33353 — 22328* age 8
832— 3322 —* 2 X 833 335 s 32775 5333. 323
533 —2 —— —— 22 53 — 3233 — 838 252338 —32325
32 38535333537 3— 255
—z3585 —7253335685 523 J8258535 2 22035 8
— — 53 2* * * 2* 2 — 58322 —ä——
5573327 73338 — 23638733733 — ⏑⏑——
254 52 5 533325 * 282 * 2.3 — 9 —*
5338 75533533 —
2W 52*8 532335538 523
37
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        St. Ingberler Anzeiger.

cer St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wo hentlich) mit dem Hauptdlatte verbuadene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mii illustrirter Bei

age), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Douuerztag, Sanmstag und Soautag. Der Aboaaementspreis beträgt vierteljährlich

Mart 20 R.⸗Efg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auzwarts mit 15 Vf. fuͤr die viergespallene Zeile Blattshrift oder deren Raum, Neclanen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
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Donnerstag, den 3. Juli —1 1877.

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Deulsches Zieich. J

München, 2. Juli. Der Landtag ist ceute Mitiuag im
luftrage des Königs durch den Prinzen Luitpold feserlich eröffnet
vorden.

Mäünchen, 3. Juli (Abgeort netenkammer.) Zum Präsi
enten wurde Frhr. v. Ow gewählt mit 78 Stimmen gegen 74,
ie auf Frhrn. v. Stouffenberg fielen; zum Vizepräsidenten Abg.—
„. Kurz ebenfalls mit 78 Stimmen gegen 73, die auf Schiör flelen.
Bei der Wahl der Schriftführer (Jrg, v. Soden) gab die Linte
veiße Zettel ab.

München, 2. Juli. Bis dicsen Abend hatten sich bereits
41 Abgeordnete angemeldet, so daß nur noch 15 fehlen. — Der
haupt Militäretat pro 1877/78 ist bereits heute an de Kammer
selangt. Er entziffert einen Jahresbedarf von 42,772 240 V.,
un 1,326,008 e. mehr als im Jahre 1876. die dem Etat
u Grunde liegende Formatioß — 16 Inf. Reg., 10 Cav.⸗Reg.,
0 Jäger-Bataillone — ist dieselbe wie bisher.

Verlhin, 2. Juli. Fürst Bismarck wird wahrscheinlch
jegen Ende dieses Monats das Bad Gastein besuchen. Voraus⸗
ichtlich trifft er dann mit dem Grafen Andrassy daselbst zusammen.
—Der britische Botschafrer Lord Odo Russel kehrt heute Abend
zieher zurück. Der Empfang des neu ernaͤnnten türkischen VBot⸗
chafters Saadullah Bey beim Kuiser findet bereits in dieser Woche
tatt. (A. 3.)

Berlin, 3. Juli. Die Zeschnungen auf einen Theilbetrag

n 43 Millionen Mak der auf 77,731,821 Mart fixirten neuer
ꝛutschen Reschsanleihe haben das Resultat ener achtfachen Ueber⸗
eichnung ergeben. Der Emissions Cours von 94,60 Procent hat
abei wohl ebenfowenig wie die Bemefsung der Einzahlungsfristen
is ein anregendes oment wirken können. Dem jetzigen Cours
rer franzbsischen fünfprecentigen Rente zu Grunde gelegt, übersteigt
er Cours der Reichsanleihe jenen um circa 12 Procent. Die
tinzahlungefrist ist nut bis Ende August ausgedehnt wocden, die
jer Appoints von 200 und 500 Mark muß schon am 9. Juli
esch hen. Unter nicht besseren wirtjschaftlichen Verhätaissen auf ;
jelegt, als die waren, u lec denen im Juli 1876 die vierprocentige
)reuß sche Anleihe von 100 Millionen Mark zur Subser p.ion ge⸗
racht wurde und keinen bdeutenden Erfolg erzielte, hat die esste
—X Deutschland eine gute Aufnahme gefunden. In
et Creditwücdigleit, das hat jüngst das englische Finanzb!att, der
Economist“, zugestanden, fiedt Deutschland in der ersten Rihe der
uropäishen Staaten. Je weniger es als Creditbewerber am auz—
vartigen Geldmarkt auftritt, je mehr es bestrebt ist, bei Bedarf an
Vas heimische Capital zu appelliren, desto gesicherter ist es in kri⸗
ischen Zeitläuften vor der Gefahr der Rückströmung der eigenen
Berthe und desto mehr wird vas Moment der Sparsamteit und
beschränkung in der Finanzgebahrung in den Vordergrund treten,
aas der preuß:schen Finanzwerthschaft Hren Ruf gebracht und nicht
enig zu der Machtstellung Preußens beigetragen hat.

Ems 2. Juli. Gestern ist der Kriegöminister von Kameke
ner angelommen und zur kais. Tafel geladen worden. —XRX

Nusland.

Wien, 2. Juli. Eaglische striegsschiffe haben zum Schutzz
er Europäer vor Küstendsche Siellang genommen. — Die deutjche
Mittelmeer ⸗ Floue ist bei der Insel Syca konzentritt. — Ezyplen
at sein Hifskontingent erhöht. (A. 3.)

Wien, 2. Juti. Der Aufruf des Zuren an die Bulgaren
af hier maßgebenden Octs, wie sch aus zuvetlässigster Quelle er⸗
thre, tief perstumt. Man kann sich nicht mehr verhehlen, daß
arin nicht die früher angekündigte zeitweilige Besetzung, sondern
ine endgültige Losreißung von der Türkei angekündigt wird; eine
lbsicht, die man in Petersburg früher feierlich in Abrede stellte.
die letlen Telegramme von der Donan lassen den Hauptübdergang
s don den Tuͤrken bis jetzt erfolgreich erscheinen. Die Pforte

sandte an ihre Vertreter“ neuerdings Berichte über die barbarische,
den Bestimmungen des Völkerrechts Hohn sprechende Kriegsführung
—X— Einascherung der Stadt Rustschut, die mit der
Festung nicht zusammenl egt, könne durchaus nich“ militaͤrisch ge⸗
rechtfertigt werden. Tesgleichen me!det Mehemed aus Montenegro
don Greueln, welcke an dem türkischen Darfe Ischuturz verübt
vorden sind. Miehemed schlug die Montenegriner am 23. Juni
u der Moraischku; sie ließen 500 Todt⸗ so wie viele Munition
aud Waffen zurück. Die lnkische Hauptmacht steht acktiondfertig
an den Gränzen Montenegros bei Podgorißa. Die „Pol. Corr.“
st der Aasicht, daß ein Theil dieses Corps nach Konstantinopel
ungesch fft worden wäre. Begabsichtigt war dies allerdings. Das
zleiche Blatt meldet aus Razusa die Verbindungsstraßen mit Tre—
inje sesen mit Ausnahme der nach Ragusa führenden von den
Arfstandizen besetzt, welche allerlei Greueithaten an der Bevölkerung
pvrübte!.

Wiemn, 8. Juli. Dem „Tagblatt“ wird' aus Turnseverin
Jemeldet: In der Nacht auf Sonntag überschritten die ersten 2000
Mann Rumanen die Donau bei Ccate, in der Nähe von Widdin.
Von Känpfen hierbei verlautet nichts, doch werd bei Florentin
ein Gefecht erwartit. Bei Gruja wird eine Brücke gebaut für den
lebergang der ramänischen Haup:macht. Bei Turnu⸗-Magurelli
„jfirten 60, 000 Russen die Vonau umer heftigen Kämpfen und
zroßen Verlusten.

Die „Presse“ enthält die Meldung aus Bularest: Nach dreie
achem heftigem Zusammenstoß beseßten die Russen die alte Charen⸗
tadt Tirnowa (Stadt in Bulgarien, zwischer der Donau und dem
Balkangebir,e, jedoch den. letzteren näder gelegen). Fürst Tscher⸗
aski richtete sosort daselbst eine russische Post· und Telegraphen⸗
Berwaltung ein. Bei Wolkowo, an der Mündung der Donau,
dil ja Arm, sind 7 rürk sche Monitocs eingetroffen.

Budapest, 2 Juli, Bela Herzberg, Kriegscorrespondent
und ungarischer Unterthan, wurde in Bukarest vor ein Kriegsgericht
gestellt und erschossen.

Die bonapart stischen Agenten, welche auszukuadichaften suchten,
ob der Vatican sie bei den bevocstehenden Wahlen unterstützen
wücde, erhiellen, wie der „K. Z.“ aus Rom geschrieben wird, eine
ausweichen de Autwort. Der päpstiche Stuhl will, nachdem er die
Lage Frankreichs geprüft hat, in dem bevorstehenden Kampfe für
eine Partei b.soaders einireten „ sondern nur dahin wirken, daß
ner Kirche ergebene Aogeordnete gewählt werden, gleichvel welcher
»olitischen Richtung sie angehören mögen.

Konstanfinopel, 8. Juli. Der Kr'egsninister Redif
Pascha ist nach Schumla geceisl. — Dile bei Sewin stehenden
Truppen haben die Offeusive ergriffen and sollen in der Richtung
uuf Kars vorrücken.

Eia Versuch, welchen der russische Gererol Kalabalai⸗than
yon Eriwen aus unternahm, um Bajasid zu entsetzen, ist gescheitert.
diese russische Colonne wurde namlich dei Karnuceh, nördlich von
dajasid, voa den Türken, die uner Faki Pascha von Wan her
zetommen waren, geschlagen und zum Rückzug nach Orsoff über
die russische Grenze gezvBungen.

Ein russisches amiliches Telegrammn gefteht jtzt zu, daß das
zgegen Batum entsendete russische Corps bisher nicht nur keinen
Erfolg erringen konsate, sondern sich sogar zurückziehen mußte; dies
vird mit den Worten ausgedrückt: „Nachdem Derwisch Pascha
»edeutende Verstärkungen erhallen hatte, sah General Oklodsch'o sich
ewozen, seine Kräfte in vortheilhafterer Posit?on zu concentriren.“
Die Türten waren nämlich am 24. Juni von der Tefeusioe zur
Offensive übergegangen; der Angriff der Türken wurde zwaͤr, wote
der russische Bericht sagt, unter großen Verlusten derselben zurück—
zeschlagen, aber — die Russen concentritten sich schließlich rück⸗—
varts, nach Mukhästade.

Konstantinopel, 1. Juli. Eine Depesche des Com⸗
nandanten von Sucham Kaleh melder: „Am Miltvoch wurden die
Artischen Truppen, die bei Tischumtschara Besestigungen errichtelen,
        <pb n="352" />
        bon 15,000 Mann Russen angegriffen. Der Kampf dauerke den
hanzen Tag hindurch; schließlich wurde der Angriff der Russen durch
die kürlischen Truppen, die Verstärlungen erhielten, und durch das
Feuer der Panzerfregatten abgeschlagen.“

Nauble die Erinnerung an den Tag, an welchem er vor 50 Jahren
sern⸗ und mittellos in die Fremde gegangen, nicht würdiger feiern
zu lönnen, aus durch eine Anzahl wohlthätiger Stiftungen, darunter
eine Summe von hunderttausend Rark, womit er eine Pensions⸗
ttiftung für seine hiesigen Fabriken gegründet hat, aus welcher be⸗
dürstige, arbeitzunfäh g gewordene Bedienstete und Arbeiter wie deren
dinterblebene einmalige oder periodische Unterstützungen erhalten sollen.

FpNach dem „HRteichsanzeiger“ hat der nach Mühl heim
·ntfandte Prosessor Gerstäcker das vorgefundene Insekt mit Sicher⸗
zeit als Coioradokäfer bejeichnet. Die Nahforschungen über die
Fiuschleppungsart des Insektes haben bis jetzt zu keinem Resultat
geführt.

f Der Procß Tourville in Bo zen hat nunmehr bereits 7
Berhandlungstage in Anspruch genommen. Die eiagehende Zeugen⸗
vernehmung hat im Wesentlichen nichts Neues ergebtee, was füt
»der gegen den Angeklagten besonders ins Gewicht fiele. Am
Montag hat der ganze Schwurger'chtshof zur Vornahme det Augen⸗
scheins die Resse nach Trafoi, dem Ort der Thit, angetreten. Der
gerichtshof hatte beschlossen, den Angeklagten nicht metzuführen,
Tourville bat, mitgenommen zu werden. Der Präsident beruhigte
hu jedoch mit den Worten: „Sie können si her sein, daß ihr Ver⸗
heidiger keinen Umstand, der zu ihren Gunsten spricht, unberück⸗
ichtigi lassen wird.“ Ju Meran wird übernachtet. Dienstag
vird die Fahrt von Meéian bis Traioi fortgesetzt. Do nerstag
»rfolat die Rücfahrt, Freitag werden die Grrichtsärzte verno nmen
ind Samstlag die restlichen Stücke des Beveisversahrens erledigt.
Zonntag und Montag findeun die Plaidoyers statt, so daß voraus⸗
ichtlich am Dienstag 3. Juli, die Fällung des Wahrsptuchs er⸗
olgen wird.

fBozen, 2. Juli. Der Proztß Tourville gelangle heute
jzu Ende. Die Geschwornen erkannten den Angeklagten mit 11
eyen 1 Srmme der Ermordung seiner Ehefrau schuldig, und der
Herichtshof sprach die Todesstrafe aus.

paris, 80. Juni. In Angouleme und Umgegend
ibeiten die großen Fabriken seit dem 16. Mai täglich nur noch
5 Siunden, in anderen Fobrikstadten ist die Arbeitszeit ebenfalls
abgekürzt worden, da die Geschäfte vollständig darnieder liegen.
Fur die Redacion verantworilich F. X. Denezßzß.

Rermischtes. —

4 Aus Neustadierhielt die k. Regierung der Pfalz für
das Dienstbo enstift 3000 fl. von einem ungenannt sein wollenden
Pfaͤlzer“ überschickt. Durch diese hochherzige Gabe ist der statuten⸗
mäßig aufzubringende Capitalstoc jron jeht erreicht, so daß schon
im nächsten Jahre das Dienßbotenstift seine Wirsamleit deginnen
sann. Selbsiverständlich ist dadurch die Annahme werterer Beiträge
nicht ausgeschlossen.

Elmistein, 2. Juli. (Pf. Zig.) Der am 29. Juni
bom Waldauffiher Mathias Mayer von Spierbrunn im Neviere
Iggelbach geschossene Edelhir ch war aus dem vom k. Oberfoͤrster
diihbrecht zu Johanniskreuz angelegten Hirschzarten verlaufen. Es
war Dies das Haupt einer schon seit mehreren Jahren geheglen
dirschfamilie und erfreute sich bislang der Schonung der Waidmanner.

FBennfugen, 1. Juli. Heute Naht ereisnete sich hier
ein gräßliches Ungiück. Ein 16 Jahce altes Dienstmädchen saß
Abends in ihrem Zimmer bei einer Petroleumlampe und nähte.
Bon des Tages Arbeit ermüdet, wurde sie von Schlaf überwättigt
und stieß dabei die Lampe um, die sofort die Arme mit Oel über⸗
goß und in Brand setzte. Schreiend vor Schmerz eilte sie ous
hrem Zimmer um Hilfe zu suchen, die ihr auch sofort wurde, doch
halte sie schen so schwere Brandwunden erlitten, daßl sie heute
Nachmittag dveischied. (2. A.)

FFuͤr das am 17. und 18. Jali in Gemersheinm ab—
juhaltende 25. Jahresfest des pfätz. Hauptvereins der Gustav⸗
Adolphs-·Stiftung haben die prot. Geisilichen: Stadtpfarrer Bopp
zus Straßburg, Stadtpfarrer Specht aus Durlach, Kirchearath und
Siadipfarrer Dietz in Bieberich und Mitprediger Rtzert aus Darm⸗
fadi die Allerhöchste Genehmigung erhalten, als Festredner auftreten
zu dürfen.

4Speier. Die nächste Einjährig- Freiwilligen- Prüfung
wird kommenden Herbst hier abgehalten. Zulassungsgesuche sind
bis 1. August bei der k. Prüfungskommission datzier einzureichen.

—FAugsburg, 28. Juni. Herr Finanzrath Riedinger

—

Mobilien⸗Versteigerung.
Montag, den 9. und
Dienstag, den 10. Juli
nächsthin, jedesmal Vorm ttags 9
Uhr beginnend zu St. Ingbert
im Sterbehause wird die Ver⸗
steigerung der zum Nachlasse des
n St. Ingbert verleblen Hütten⸗
beamien Gustav Zix gedörigen
Mobilien fortgesetzt und lommen
zum Ausgebote
am Montag Vormittag
die dieszährige Klee⸗, Korn⸗
und Kartoffelernte von meh⸗
reren Aeckern im Vanne von
St. Jngberh;
inige Centner Kleeheu, Stroh
und Hafer, eine Parthie
Brennholz, verschiedene Bul⸗
—V—
und 1Pfuhlpumpe, Küchen⸗
zeschirr, Porzellan, Gläser,
Flaschen ⁊c. ⁊.
Nachmittag:
3 vollständige Betten mit
allem Zubehör, Weißzeug
und Getüch, als: Tafel⸗
jücher, Servietten, Tisch⸗
tücher, Leintücher, große u.
tleine Bettziehen, Teppiche,
Herrn⸗ und Frauenkleider.
Sienstag Vormittag
Rothwein und Weißwein in
Flaschen urd in Fässern,
Mineralwasser, 7 Gewehre
und sonstige Jagdrequ siten,
Bücher, darunler Meyer's
Conversalionslexicon u. der⸗
schiedene andere Werle, 1
Regulator, 1 Pendule. 2

silberne Leuchler, Schmud⸗
zachen, goldene Taschen⸗
uhren und verschiedenes
Silbergeschirr, als: Vorleg
öffel, Eß- und Kaffeelöffel,
Peesser und Gabeln 2.. ⁊c.
Nachmittag:
Pianino, 1 noch ganz
neuerfeuerfester Cassenschrauk
Seccetät, 1 Bücherschrank.
1 Waffenscharkk, mehre e

Kleiderschränke, nußbaumene
ind ardere Tische, Pfeiler⸗
ommode, Rohrstühle, Nacht⸗
lische, 1 Küchenschranb, 2
Sopha's, 1 Polstersessel,
2 Rohrsessel, Spiegel in
Bold: und Holzrahmen,
—A

Ingbert, den 3. Juli 1877.

Sauer. k. Notar.

Haasonstein &amp;
Vogler.

Lrste unid älteste
IXYXORX
tiomn
Prankfurt am Main
22 Göthentutæ ææ
Igenturen in: Cassel, Gies-
jen, Darmstadt, Mannheim,
Carlsruhe, Wiesbaden.

3
21

—
M
Geschäfts-Empfehlung.
Andurch die ergebenste Anzeize, diß ich mein Geschäft als
—
angefangen habe und alle in diese Branche einschlagenden Arbeiten
prompt und billg besorge.
Einer geneigten Kundscha't sieht entgegen
Wendel Kohler,
wohnhaft bei Pet. Schhmelz'er, Hufschmied.
*
I' Interprète.
Franzõösisches Journal füfg Deutsche
mit nbera l beigeftügten Text-u. Worterrlürungen.
Neuestes und virtvamstes Hiifsmittel bei Erlernung der
ranzösischen Sprache, namentlich für das Selbstetudium und
ei Vorbereitung auf Pxamina (Linjahrig-Freiwillige); zugleich
eichtertsto und erfolgreichsto französische Lectürs für Jeder-
mann, sowobl für jüngere wie altere Kreise und die PFamilie.
Inhalt: Tagesgeschiehte, Telegramme, bpolletristischos, popular-
issenschaftuche and vermischte Aufsütze, gediegene Novellen
ind Skizzen, inteéeressanto Processe eéto. Wöchontlich eine
Vummer. Prois nur 1M. 50 Pf. por Quactal, diroct unter M x
qand I M. 65. Inserato (à 30 Pf die 38paltige Zeile) durch onner Fahnenfabrir
he weite Verbreitung des „Interprète“ über ganz Deutschland uBonn—.
ind Oesterreich von besonderor MWirkung. Ballons, Lampions, Feuer⸗
Pdenkoben. Die Fxpedition. werkskörper, Pechfackeln.
— ————— — — — — —
sedainen id uind erneg en . T. Lemeßz in St Ingbert.
        <pb n="353" />
        228
A—
s 335338 533 2 z385 338—
333832 833 33 3 1323 1355
—2 *22 22832 2228 ——— — 2 73 —* 227 525 B55
8 5538533 — ——— —5 8 23822 — —23*5.
255323568 — —— 53—35 35 —E 22 122* * 27
2—E— 33 383538 *m3533237 7 338 7 22372 —— 85 v
22 2 3582 23 16. —E— 2 J3256
5 7 — — 8 55 3253377 5 38 —————— 5 2222 52383—
—28 22332 2353835 33335 383 53 2383385 5333
3328228 533552 —* 4 *225 3—
* 2 35 5* —X 35232533* 4228 2 78328 3BB82 —
— 2 —8* — 5 — * — 2 —
I — 3 — — 25 358 33833 15 3
2 m— — * S 2022 ———— — 2 X 32 2* 8
25 8 »5338335333 E— 823322* 283383535 2 * 2
2 — — ——— 2* 3 —
S 52238 —— ——— EI 3523335 æ858223 —
27 —3385 3383322338 25 a533 23232 32238382323 28
—— — 2533 — 333 33385 2123.8 52333 28532 3538
2235 583538 —— 2523235 5335588357 3337 *3 5325 —A
55 5“„6 5233232 22525 N ES 332 532 — —. 2* * *83 —
32 3530 35323 5337 2335333 5ß533 7—85833
5—8 3575 535375. 335535 2358 —235538 5532ãñ53 58 —3
— — Z3 222265 33 85* 7
— 3 5 — 358s8233323 5383 —— 523233 5033 —23 *, 335
533 283 — — 33353 53838 ——
32527 528 238 88 8 32 3 * 32523223 — —
——— ——e— J—
—2 — T 28* — 2 F 554 —8
* 22 52 32* 282.5 22 —— ——— 222 822 — 5 5
38*8 2*335 8 mZDZD32 222 3 —8 2 3858*2*7 *83
333 —
8* — 253 22232 22 5*7 38
8238 523*8,6 382 22 32 * —A—— 222
2 — — — 532 5 2 O 52535 552
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5363433337538 — ———
23 —— * m 2 4
525353 31538
—A—
2
p

3
* — 22 2* 28 — 7 53
82385883 5255 32 25232 32835333233353537333 3533 53 s5
5355353 5»5233 238 53385 53——3353 333274——3 82833 78
5*7 535 53833 — — 22 232332224 23268 —— — —M
553 33838 3335538 33835—32— 5233 25358
22— 2 — 2 27 — — *2555 2* 7*57— — **
3 33 53333 33 33 54
5z—5 —235 58B85238 388253326523535 2 323.5 E52 5*
—3— 1 2* 58* — 83222 2 — 5 327
5355 —3325 33585— 333—33243533—3353 83538 537 *
J 38 — E 252 22 222 2* — 32383—3 53382* * 7
* 2 —2 — E53223 — 2 2 2223232 53582 — 3 2 9 —
322335 2727233 33335———3333335 —33333 5555 25 83
2 2* — 372&amp; 25 — 373 * *
33 3338 2338333 335 3383 3333 —333333 8333 272
2 * —2 — 2 —3323 —— 82 7 322 53333335 * 2* 2352
—2 5373 553335533532 33535235332—35323 53832538* 38 5* S
—4— 223 — 22358333 553333 *8*25 *23 2 22. 3233 —7 **
52 35835 2335 33533 —33333283333 233338 35
—2 —* — 2 57 12 223 5534542 3 —— — —— *
* 2 7 2 335823 20 2 3 783 —— 8 232 225* 5
——38523 3333333——3823393 3333 z *2553 63 33
7223. —3355 — —5— —33——333—3—3338 760. 35
2 5 S— 2832 * TS 5S32 385228 ——— 5
n 27 8253 333 3255— —32—23533287 — 2 55245332 58 5
—E 39 5235 32 — 23*2 ***2
323 8 — 22 zZüäüä 532 23 7282 33 532 —222 432 3* 8 22 52
s—34333 — —323235 —3—835335 ——223333 ——35*57
33 2—233 — 3533383 -5232323 23233 5232 3523353587223 38 — 233 —*7
—A —A 2 * —— 535 5 —8 *2 2.2 25 22
— —— 326 283SESAS 3—

* 223
2 325252 —
5585 V I 23282
2 53 *
2 — 2 52 2 ————— 5825*5 2;2232
— 9 7 arn 2 — 2 5222 2
A 38— 2 * —* 2 28 28 28 2
— 7 3 *5* 2 — * 2832 58805 5 22 *
7 22 ——A c·— 2857 —8 52 2* * — 3233 * — B2 22
35 3 253* S— 235 czE5 522 25— 5 20 —— 5528
—2— — * — J F — —2 25 28 * 57— 3 5 83* ⸗ 8* 8* TIJ 8 225
s 38 —A 5533 —538 55333 —* 5583 55*
* 9 2. * 2 22 — — .752
z385833383 53533 333383 FI 338 367
J 255 2363 56 —33235 338 25 32535 82 238384
3 75 —&amp; 25335373 3033 5358 5553827 ——— 58367 8
2 383 23 5233 3322 —383 32337
3 555 — 23 * * 2 — 225 * 38 52B37 253285 52
— 23*76 22 5 53 32 4088 — —— 235 755
z A 222 —— 2 E * 5 A— 376. —— 955
s855 355535 —328323 O 52532* 2552 5383 2538 —338 —2
22 22 33.5238738 22 8 22602 —A 5 528 5z2338 *
23553 25 A 2.53 228 5* 25 5 5 5 238
2232 3 533 2533555 * 2223 2 7 S 3 * .8 — * 2
— — 2233465 355 52 25322* — e 5 22 — —AX *
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der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wö hentlich) mit dem Haudtblatte verbundene Unkerhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Be—
lage), erlscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Dannerstag, Sanstag und Sountag. Der Abonnementspreis beträgt viertetjährlich
l Marl 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärtz mit 15 Pfij. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. ꝓpro Zeile berechnet. r

App--lÊÛ

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Deutsches Reich. —17

Mänchen, 3. Juti. Bei der in heutiger S ßzung der
AÄbgeordueten: Kammer staftgefundenen Verloosungz der Adihe lungen
rhielten in der 2. die Liberalen mit 13 geten 10, und in der 5.
und 7. mit 13 gegen 9 St. die Major tät, in der 6. ist Stimmen⸗
zleichheit, während in der 1. 8. und 4. Abtheilung die Klerikalen
die Mehrhiit bes zen.

München, 83. Juti. Tas dem Landtage übergebene
Militär-Vudget schließt sich hinsichllich seiner Eintheilung in Kapitel
aund Titel genau dem Etat für die Verwallung des Riichsheeres an,
so daß der Vergleich beider Etals ein sehr einfacher ist. In dem
diesmaligen Budget ist auch insoferne eine Aenderung gegen früher
eingelreten, als de bei einzelnen Posten vorlommenden Rückeinnahmen
anter den rigerren Einnahmen der MilitäreBerwaltunge welche ver
Ceutralstaatskasse zufließen, nicht mehr bei den betreffeaden Kapiteln
aorgetragen, sondern in übersichtlicher Zusammenstellung aufgeführt
ind, wodurch in rechnerischer Beziehung eine größere Klarhe t und
Uebersicht gegeben ist und die Referais-Arbeit erleichtert wird.

Berlin, 3. Juli Im Reichsjustizamt sollen im Aaschluß
in den fertiggestellten Entwurf einer Gebührenordnung für den
Cibilprozeß demnächst auch die Gebührenordnungen für das Kon—⸗
ursvecfahren und den Strafprozeß ausgearbeitet werden.

Bertdiin, 4. Jali. Es dürfte gerade jetzt von Interesse
jein auf die Erkläͤrangen hirzuweisen, welche bezüglich der Ausführung
der Justizgesetze der Justizminister Leonhardt, s. Z. gemacht hat,
und welche, so viel wir wssen, noch nicht öffentlich bekannt geworden
ãnd. In der Justizmission des Reichstags richtete der Abgeordnete
rasker die Frage an die Regierungskomm ssarien, wie man sich die
ünftigen Gerichte, Amtsgerichte, Lond- und Oberlandesgerichte nament—
ich in Bezug auf ihren Umfang zu denken habe, und ob in dieser
Beziehung Uniformität zwischen den einzelnen Bundesstaaten zu
erwarten sei. Darauf erwiderte der Justizin'nister Lonhardt unter
Vorbehalt der endgültigen Euifchließungen des p eußischen Stauls—
ministeriums Folgendes: Er gehe davon aus, daß die Oberlandes—
jerichte Provinzinalgerichtshzöfe sein werden, Nach den Erfahrungeu,
velche man in den Rheinlanden und in Hannover gemacht habe,
rage er kein Bdenken. die Sprergel der Odberlandesgerichte auch
aach Piillionen zu bemessen. Was die Landgeringte betreffe, so beab⸗
ichtige er große Gerichtstörper zu bilden, etwa von der Größe der
n der Rheinprovinz bestehenden Landzgerichte, mit einer Bevölke⸗
zungszahl von 250,000 bis 500,000 Seelen. Ausnahmen hiervon
würden immer zu muchen sein. Für Amts⸗-Gerichte, welche vom
Sitze des Landgerichts allzuweit entfernt seien, könne durch detachirte
Senate nachgeholfen werden. Was das Verhältniß der Amtsgerichte
zetreffe, so gehe ex davon aus, daß die Amesrichter thunlichst nicht
solit sein sollen, sondern daß de Amtsgerichte, soweit die Ver—
ältnisse dieses gestatten, mit 2 Amtsrichtern zu besetzen seien. Die
Amtsgerichtssprengel werden also in der Regel größer sein, als die
Z. in Schleswig⸗Holstein, Hannover, Nassau bestehenden Bezirke
E VVVV
Bevollmächtigte v. Los erklärte damals, daß auf jeden Regierungs-
zezirk mit einer durchschnittlichen Seelenzahl von 600,000 bdis
300,000 etwa vier bis 8 Landgerichte mit der entsprehendeu Zahl
)on Amtsgerichten für Baiern treffen, während die Oberlandeszerichte
nehrere Regierungsbezirke umfassen lönnten, wie dies theilweise schon
jezt mit den bairischen Appellationégerichten der Fall sei. Auf
wveitere Fragen des Abgeordneten Lasker erwiderte Justizminister
deonhardi, daß er es fuͤr wünschenswerth erachte', soweit die Ver:
jaltnisse es gesflatten, mindestens zwei Antsrichter an einem Orte zu
haben; es sei ferner nicht ausgeschlossen, detachirte Senate mit
Amtsrichtern, die nicht am Orte sind, zu besetzen, erwüuscht sei es
edoch, daß die Richter des det ichitlen Senatz am Otte seien.
Im Interesse Elsaß⸗Lothrtingeng trat damals Abgeordneter v. Putt⸗
amer für kleine Amtsgerichtssprengel auf, auf welche das Interesse
es rechtsuchenden Publikums verweise. In Bezug auf die bevor⸗
tehenden Votlagen, welche die deutschen Regierungen ihren Spezial⸗

landtagen behufs Organisation der Gerichte zukommen lassen werden,
dürften obige Mittheilungen wohl als beachtenswerth erscheinen.

Berhin, 4. Juli. Die „Nortd. Allgem. Ztg.“ meldet,
daß Kassel als Sitz eines Oberlandesgerichts sür den Regierungs
beziet Kafsel, Frankfart als solcher für: den Regierungsbezirk Wies⸗
baden und einige andere Gebietstheile in Aussicht genommen sei.

— Die ‚Nordd. Allgem. Ztg.“ bestäligt, das preußische Ministe⸗
rium habe beschlossen bei dem Bundesrath ein Pferdeausfuhrverbot
zu beantragen. Das Verbot solle sich nicht auf eine bestimmte
GBrenze richten. Der Grund der Maßregel sei, daß der Bedars
der Armee an Vierden nicht durch eine zu starke Ausfuhr, besonders
bezüglich der Qualität, geschwächt werde. Die Beschlußfassung des
Bundesraths dücfte durch vertrauliche Verständ'gung bereits vorbe⸗
reitet fin

Berlin, 4. Juli. Die officiöse „Provinz. Corresp.“ re—
producitt die Schlußworte des Tagesbefehls des Marschalls Mac
Mahon an die Pariser Truppen mit dem Hinzufügen: „Auch diese
Worte lossen den gauzen Ernst der jetzigen Lage der Dinge in
Frankreich erkennen.“ — Dir „Provp.⸗Corr.“ zufolge gehl der
daiser am 9. Juli nach Coblenz und von da nach einem Besuche
»ts Großherzogs von Hissen am 11. Juli rach Mainau. Mitte
Juli erfolzt sodann die Reise über München und Saliburg nach
Bastein zu einer dreiwöshentlichen Eer. In der zweiten Woche
des August trifft der Kaiser voraussichtlich wieder in Berlin ein.

NKussland.

Wien, 4. Juli. Es bestätigt sich, daß die Russen von
Biela zurückgeworfen worden sind. Redif Pascha besteht entschieden
auf der Fortsetzung des Krieges im Widerspruch zu Sasdei, der
eben so wie der Sultan den Frieden mönhte, aber ohnmächtig ist.
Aus Asien lanten alle Nachrichten günstig für die Türken. FB

Wien,- 4. Juli. Ein Telegtamm der „N. Fr. Pr.“ aus
Varna vom gesttigen Tage melden: Redif Pascha ist hier ringe—
roffen und reist morgen ins Hauptquartiec. — Das österreichische
uind das französische Consulat in Rustschuk haben durch das vor—⸗
zestrige Feuer der Russen arg gelitien, — Russisch? Jufanterie ist
zestern auf det Insel Ramaza, gegenüber Russschuk gesehen
vorden.

Prag, 4. Jul. Die Bohemia veröffentlicht unler hoch⸗
Affiziösem Zeichen aus Wien eine Mittheilung, welche die angebliche
dandidatur des Prinzen von Hessen Darmstadt als Fürsten von
Bulgarien mit Eutschiedenheit dementirt, gleichzeitig aber auch von
oit rceich scher Seite den Beginn der wmilitärischen Aleion in nahe
Aussicht stellt.

„Paris, 1. Juli. Der orleanistische „Soleil“ erhält eine
Zuschrift, in der zu einem einigen Vorgehen der Anhänger des
Brafen Chambocd und des Prinzen von Orleanz in dem künftigen
Wahlgange aufgefordert wird, da alle Konservativen gegenüber der
Rührigkeit der Bonopart'sten und der Entschlossendeit der Republi—
aner eng zusamme: halten mühten. Offen wird darauf hingewiesen,
»aß die Person des Marschalls bei aller Attungswürdigkeit nicht
dedeutend genug sei, um das Legitimitalsprinzip aufzuwiegen. Und
Aals Vectreter dieses Prinzips müßten in erster Linie die Prinzen
don Orleans angesehen werden. Darauf autwortet der „Soleil“:
„Die Bonapartisten werden in den Wahlen erklären, daß sie den
Pdarschall bis zum Jahre 1880 unterstützen und dann, wenn
nöglich, das Kaiserreich wiederh'rstell n wollen. Nichts hindert die
Royalisten, ihrerseits zu erklären, daß sie den Marschall bis zum
Jahre 1880 unterstützen und dann, wenn möglich, die Monaichie
wiederherstellen worden. Wir gehöten zu denen, welche den Schriti
vom 5. August (den Besuch dis Grafen von Paris in Frofchdorf)
Jebilligt und feitdem auch nie bedauert haben. Was imner qu⸗
chehen möge, dieser Schritt wird früher oder später seine Früchte
tragen. Wenn wir also von Monarchie sprechen, so kann damit
nur die erbliche und angefstammte Monarchie gemeint sein,.“ —
Der „Temps“ hält seine Mutheilungen über immer mehr zu Tage
retende Differenzen zwischen der legitimistischen und bonapartistischen
        <pb n="356" />
        Fraklion des Ministeriums aufrecht. Ueberbauph ist jetzt in den
Kundgebungen der angeblichen Freunde des Marschalls Mac Mahon
nitgends mehr von der „Gefahr der Gesellschaft“; von dem „Schutze
des Bestehenden“, von der „Autorität des WMarschalls“ die Rede,
sondern mit dürren Worten von der Wiederherstellung des Kaiser⸗
reichs oder des Königthums, von zwei Dingen, deren jedes das
andere ausschließt. So weit steht man schon, ehe die Wehlen nur
noch ausgeschrieben sindd.

Paris, 4. Juli. Die Herren Ruiz Zorilla, Munoz und
Lagunero sind mit dem gestrigen Schuellzuce der Ostbahn unter
ponigeilicer Bedeckung an die Grenze gebracht und in Avricour!
auf freien Fuß gesetzt worden. Dies ist das klägliche Esde der
Tomplottriecherei, in welcher sich der „Moniteur nasverfel“, der hier
jedenfalls nicht das Organ des Herzogs Decazes gewesen sein konnte,
seit vier Tagen gefiel. Telegraphischer Meldung aus Straßburg
zufolge sind die drei Spanier heute früh dort eingetroffem.

Zondon, 3. Juli. Der Daily Telegraph meldet: Die

Russen seien gezwungen, die Belagerung von Kacs oufzugeben.
Sie befänden sich auf der Linie in Armenien auf dem Rüchzuge.
Schon gaben sie den Jaghaulidag auf, und suchten sich mehr in
alexandrapol zu konzentriren.
Die Absendung der englischen Flotte nach der Besita⸗Bai
wird don den dosdoner Blättern ais zin durch die Umstände dri gend
gebotener Schritt bezeichnet. Nachdem Rußland den Donauüber:
dang glucklich begonnen, liegt die Möglichkeit gar zu nahe, daß ed?
n“ seinen übetwächtigen Heereskräften das schn ächere Heer det
Gegners eatweder in offener Feldschlacht vernichte oder mit Hinter
lafsung einer für die Bewachung des türk schen Festungsveredes
genũgenden Truͤppenmacht gegen die Hauprestadt des Reiches vor—
Ade. Der „Daily Telegroph“ erhebt sich zu der destimmten Ver⸗
sicherung, daß England entflossen ist, sich nicht uͤberraschen zu
lafsen, daß es den Schlüffel der Dardanellen nitht preisgeben wird,
und daß das Schlußwort der oxrieutaischen Frage, nämlich Konstam
nnopel, nicht der Gnade eines bloßen Zufalla anheimgestellt werden
soll.“ Das Erscheinen der Flotte in der Besila⸗Bai ist demselben
Slatie zusolge allerdings nur eine Vorsichtsmaßregel, die von den
Verhältnisien dringend geboten wird, mag aber immerhin als eine
hoöͤfliche Erwiderung duf den Derauübergang der Russen und
As ein neuer Factor in dem gegenwättigen Stadium der orien
talischen Frage“ aufgefaßt werden.

o ad dn, 4. Juli. Daily-Rews meldet, daß vor der Au⸗
kunft der russischen Truppen in Sistova die bulgarische Bevölkerunç
alle türkischen Häuser und Moscheen zerstörte und plünderte.

Burarest, 4. Juli. Ein neues Schutze und Trutzbündniß
Numäniens mit Rußland ist abgeschlossen. Dasselbe bezwecht nicht
nur die äußere Unabhäng'gkeit, sondern auch di jenige ds Fürsten
Farl von der Bevormundung durch d'e Parteien im Innern des
Landes. Die Konsolidirung der Zustände soll mit Hülfe der krie⸗
gerisch disziplinirten Armee durchaejetzt werden. (Staatsstreih?) —
Gerüchtweise verlautet, das die Russen die Stadt Medi dje befetzen.
Die Geistlichteit in Bulgarien heißt die Russen überall feierlich
willkommen und formulint kereits kirchenrechtliche Forderungen in
Bezug auf die künftige Stellung der bulgarischen Kirche.

Pera, 4. Juli. Der Statthalter von Sistowa stellt der
Uebergang der Russen von Simnitza aus so dar, daß der Ferud
an einer von nur einer Compagn'e schlecht bewachten Stelle auf
300 Barken zuerst 2000 Mann Aber den Fluß gesetzt und danu
noch Verstärkungen nochgezogen habe. Er, der Gouverneur, habe
die Russen angegriffen, ihnen 4000 Mann geltödtet und 24 Ka—
nonen in den Fluß geworfen. Schließlich seien die Türlen aber
dennoch zum Rüchzug geröthigt worden. — Der englische Bot—
schafter Lahard hatte heute eine Audienz beim Sultan.

Der Spezialcorrespondent des „Standard“ im Haup'quartier
der türkischen Armee in Asien, der Augenzeuge der „Schlacht be
Sewin? gewesen, erslattete solgenden Bericht: „Ich sah die rus
sischen Stre'tkräste, 16,000 Mann stark mit 24 Kanonen, zum
Ungriff vorrücken. D'e türkische Streitmacht zählte 10,000 Manx
mit 8 Geschützen, aber der numerischen Schwäche wurde durch die
Sorgfalt, mit welcher die Positionen verschanzt und befestigt wor
den, das Gseichgewicht gehalten. Die Russen eröffneten ein hef⸗
tiges Geschüßteuer und lancirten dann sechs Angriffskolonnen gegen
deu linten nntischen Flügel. Die türk schen Kauonen wurden gut
hedient und das Kleingewehrfeuer war concentrirt und verheerend.
Aber⸗ und abermals ruͤckten die russisch en Kolonnen wit der größten
Bradour zum Angriff vor, indeß nur um zertrümmert und besieg!
zurückzuweichen. Der Kampf endete um 10 Uhr Abende, wotauf
fich die Russen endgiltig zurückzogen. Die kürkischen, Vetluste über—
steigen nicht 500 Mann, während die der Russen auf mindestens
3000 Mann zu veranschlagen sind.“

gonstantinopel, 8. Ini. Der Ministet des Jeußeren
Safvet Pascha, hat an die Vertreter der Pforte im Auslande;
folgende Miltheilussg gerichtet: Das Pariser Journal La France“
ffentlichte am 21. Juni eine Note. welche der rumänische Mi—

nister des Auswärt'gen Cogalniceanu am 15. v. Mis. an die dip⸗
somatischen Agenten der Großmächte in Bukarest gerichtet haben
sfoll, worin behauptet wird, daß die türkischen Obermilitärbehörden
und Truppenbefehlshaber den Befehl erhalten hatten, rumänischen
Soldaten ggenüber keinen Pardon zu geben. —Sie werden er⸗
sucht, dieset Behauprung, welche eine Beschimpfung der türkischen
Armee enthält und das Gehässige und Unredl'che solcher willkür⸗
lichen Behauptungen hervortreten läßt, das enischiedenste und be⸗
stimmteste Dementi entgegen zu setzen. Mit derselben Bestimmtheit
dollen Sie det unwürdigen Beichuldigung desselben Blattes ent⸗
gegentretep,“ daß das cittassische Corps und nürkische Freiwillige
Hdirten, Frauen und Kinder niedergemetzelt hätten. Es ist noth⸗
wendig, datz das unparteiische Europa die verleumderischen. Beschul⸗
digungen erfahre, zu welchen die Regierung der vereinigten Fürsten⸗
chümet „hrem Souzerün gegenüber sih nicht scheut, ihre Zuflucht zu
nehmen.

Konstantinopel, 8. Juli, Abends. Bel Sistowa fand
—V Bataillonen ein Kampf
ftati, wodei die Tuͤrken Sieger blieben. Der Kampf bei Alasch⸗
zerd war mit so großen Verlusten für die Rufsen vrbunden, daß
sie genörchigt waren, die Bel gerung dvon Kartz aufzuheben; auch
her Sudum-Kaleh sind Raffen neuerdings geschlagen. — Die
Azence Havas“ meldet: „Der Versuch der Ruffen, bei Tokrakan
äbet de Donau zu setzen, sei mißlungen. Zahlreiche Truppen
seien nach dem Krie sschauptaz abgegangen. Demnächst findet eine
Rekrutenausloosung stati.“ — Eia Telegranimdes Gouverneurs
bon Erzerum meldet, daß die Russen aus Kar'kalffa vertrieben sind.
velches die Türken ebenso wie die umliegenden Poßtionen befetzten.
Die Türken ergreifen die Off nsive und bete:ten einen Angtiff aul
Poti dor.

Vermischtes.

pLandau, 4. Zuli. (L. A.) Auf hierher gelangtt
Anzeige, daß in det Nacht vom Samstag auf Sonntag in —X
ein Diebstahl mittelst Einbruchs bei einem Schuhfabrikanten ver⸗
abt worden sei, ist es der Thätigleit der hiesigen Gendarmerie ge⸗
jungen, zu ermitteln, daß ein junger Mann am Soantag 10
Pair Schuhe für 6 M. in einem hiesigen Pfandhause in Versatz
gegeben und sodann zwei Säde mit 94 Paar Schuhen auf dem
Ssbahnhose als Passagiergut aufgegeben hatte, welche mit Beschlag
belegt wurden; der D'eb aber ist entlommen. FB
In Folge anhaltender Geschäftsstockkung und Lohnherab⸗
sehung beginnen in Hof die Arbeiter unruhig zu werden. Die⸗
seiden haben in der letzten Zeit außerhatb Hofs Versammlungen
urter freiem Himmel abgehalten. Sit Kurzem sind an den Magistral
Droh⸗ und Brandbriefe — angeblich „von Arbeitern — gelangt,
a Tenen alle mözlichen Schandthaten! in Aussicht gestillt find,
weun nicht Arbeit und Verdienst geschafft würde uad namentlich
die aus Anlaß der Bahnhofverlegung in Hof zusammengestroͤmten
öhmischen und italienischen Arbeitermassen entfernt würden. Um
für alle Fälle einigermaßen vorbere tet zu sein, hat num auf Au⸗
»rdeung des Magistrats die gesammte Hofer Feuerweht mehrert
Wochen lang Nachtwachen zu halten, und seitens des dortigen
Bez'rkzcommandos erging an eine Abtheilung Hofer Reserv sten der
Befehl steter Bereitschaft zu allenfallsiger Dienstle stung.

In München geht min mit dein Gedanken um, i2
Jahre 1879 oder 1880 abermals eine internationale Kunstausstellung
abzubalten.

FHeidelberg, 4. Juli. Der Staatsrechislebrer Geh.
Rath Zöpfl ist heate Racht gestorben.

In Straßburg faud man einen 73jährigen Greis in
jeiner Wohnuug durch 3 Hammerschläge geidotet. Der Moͤrden
hdatte, um den Glauben an einen Selbstmord zu erwecken, dem
deichnam nachträglch mit einem Rafirmesser den Hals durchschnitten
iad dem Gemordeten das Rasirmesser in die Hand gesteckt. Ein
Zufall fübrte zur Entdeckung des Thälers, eines eingewanderten
deutschen Schusters.

F Von dem Aufenthalt des deutschen Kronprinzen in Stet⸗
din dei Gelegenheit der Judiläumsfeier des Grenadier Regiment?
Friedrich Wilhelm IV. am 29. Juni werden mancherlei hübsche
Zuge mitgetheilt. Einem Krieger, der als seine frühere Garnison
polsdam angegeben hatte, bezeichnete der Kronprinz sih lachelnd
als Ooch Poiesdamer.“ — Von dem Bejsuche, welchen der Kron⸗
pring auf dem Festplatze der Unteroffiziere und Mannschaften ab
ttantete, werden dec „N. St. Z.“ verschiedene Einzelheiten mitgetheilt.
Jeder Soldat, mit dem ir sprach — und es waren decen nich
venige — wurde von dem Kronprinuzen gewaltsam auf die Banl
—V—— fitzer
leiben solle, mit dem ganzen Gewichte seiner Perjsonlichteit unter⸗
ützte, indem er sich tüchtig auf des Grenadiers Schultern legte
zrreichte er seinen Zweck jloͤstverständlich aafs Beste. Einen Sol⸗
daten fragte er, ob er schon beim vierten Seidel sei, und als diefei
Aberlid angab. er wäre schon beim fünften. antwortete er: AUr
        <pb n="357" />
        so besser.“ Zu einem Gendarmen, der sich durch einen sehr langen
Vollbart auszeichnete, sagite er, indem er seinen eigenen Bart
möglichst lang dehnte: „Da kann ich doch nicht mikommen.“ Einem
rüheren Königsregimentler, der jetzt Beamier ist, machte er es
zum Vorwurfe, daß er nicht schwimmen koͤnne, denn wer weiß,
ob wir nicht heute auf der Fahrt nach Gotziow über Bord fallen.“
Wer aus diesen Worten Hoffnung schöpfte, daß der hohe Gaf an
der Fahrt nach Goßlow doh noch cheilnehmen werde, täuschte sich.
Die: Fahrt nach Gotzlow mußte ohne den Kronbrinzen Stait finden.
— Von der Inspellion der Kriegervereine erzählt man sich, daß
der Kronprinz einen etwas bele'bten Herrn, als ihm diefer, befragi,
dei welchem Regimente er gedient habe, zur Antwort gab, „bei den
aeumärkischen Dragonern,“ wieder gegenfragte: „Glauben Sie wohl,
daß Sie Ihr Pferd heute noch tragen könnte?“ Einem Vereinz?
mitgliede, welches im letzten Kriege Armee Lieferant gewesen ist,
warf ex lächelnd das Scherzwort hin: „Nun, da wird' wohl Etwas
Abrig aebleeben sein.“ Am längsten unterhiell sich der Kronpring,
det abgesehen von den eisernen Kreuzen auf die Retiungs⸗Meduillen
vesonders fuhndete, mit Herrn Rehbein aus Auclam, welcher der
einzige im Kriege zum Kruppel Geschossene war, der bei der In⸗
peltion erschienen. Gelegentlich der Feier haben bekauntlich mehrere
Auszeichnungen Siatt gesunden. Die Dekorationen heftele der
stronprinz den Betreffenden jelbst an die Unfform. Bevor er Dies
zei dem Vinsildirektor „Vater Orlen“ that, der den Hohenzollernschen
H mrorden erhlelt, fragle der Kronprinz ihn erst, od er (.uf Or⸗
lin's linke Brust deutend) da noch Platz habe. Erst als Herr
Orlin mit den Worten „Es geht noch Kaiserliche Hoheit“ de
Frage bejaht hatte, heftete der Kronprinz ihm den Orden an.
Spaͤter verlangte er ven Papa Orlin noch eine Cigarre, war aber,
als ihm diese gereicht wurde, doch vorsichtig genug, noch zu fragen,
ob sie nicht eiwa aus Vierraden staume. Nach dem Diner im
Offizierstasino schmauchte der Kronprinz im Garten sein gewohntes
urzes Pfeifchen.

F.Die Einnahmen von Zöllen und gemeinschaftlichen, Ver⸗
zrauchtsteuern, sowie anderer Einnahmen des deutschen Reichs für
——
haben ertrogen: Zölle 146,235, 107 Maͤrk NRuen⸗ Zuaetsteuer
56 387,866 Mark, Salzsteuer 41,605. 228 Mark, Tabatsteuer
1,408,029 M., Brannweinsteuer 68,466,824 M. ebenne
aAbgaben von Brannswein 161,373 M., Braustener 22,631,384 M.,
ebergangsabgaben von Bier 1, 159,252 M. Zusammen 343, 042, 1388
M. Wechselstempelsteuer 8,896,04 1 M., Reichspost⸗ —
graphenverwaltung 146,818,776 M., Reichseisenbahnverwaltuig
—13, 318, 267 M. ———

f Gon Ame:sen getödtet.) In einem nabe bei Koltwiß
in Preußisch · Schlesien gelegenen Walde wurde füngst ein auf einem
Ameisenhaufen liegender Arbeiter gefunden. Derfelbehatte sich in
runkenem Zustande dort niedergelegt, um seinen Rausch aris zuschlafen.
Die gefraßigen Wald Ameisen machten fich über den hilflos Daliegenden
und zerfraßen ihm das Gesicht, die Zunge und den ganzen
Ubrigen Körper. Vorübergeheude funden endlich den beklagenzwerlen
Menschen in feinem entsetzlich n Zustande und schafften ihn in seine
Wohrung, wo er bald darauf seinen Quoslen erlag.

fWGerktteidiger⸗ Honorare und Gerichtskosten) Dem Verthei⸗
ziger des Henry de Tourbellets Dr. Markbreiter aus Wien war,
venn es ihm gelänge, ein freisprechendes Urtheil zu erz'elen, ein
honorar von etwa 50 000 fl. zugesichert, welche Summe bereits
mn einem Wiener Bankhause deponirt war. So ist das Honorar,
velches dem Vertheidiger Ofenheims Dr. Neuda versprochen und
uuch wirklich im Betrage von 40,000 fl. ausgezahlt wurde, noch
ibrrtroffen worden. Da die Geschworenen ader den Angeklazten
derurtheilten, so tritt eine Klausel in Kraft, in Folge deren Dr.
Marlbreiter nur die Hälfte der obengenanrten Summe — immer
och ein ganz schönes Honorar — erhält. Die Kosten für diesen
Prozeß werden sich überhaupt ungeheuer hoch belaufen. So erhielt
der zweite Dol netsch, Herr Lederer aus Wien, für seine Bemühungen
Vorhinein eine Entschädigung von 500 Mark, Eesatz der Reise⸗
osten nach Bozen, täglich 10 fl. an Diäten süe den Aufenthalt in
Bozen und überdies die Zusicherung einer größeren Renumeration
aach Abschluß der Verhandlung.

f Ein rührendes Veispiel von der Treue eines Hunden
esen wir im „Independant de Deuai“. In Nimes siarb vor
etwa acht Tagen ein Fleischergeselle. Derselbe besaß eine große
Bulldogge, und während der Dauer der Krankheit'bar das Thier
nicht aus dem Zimmer seines Herrn zu entfernen. Es lag dicht
neben dem Bette, wies jedem die Zähne, der es vertreiben wollte,
und verschmaähte zugleich jede Nahrung. Auch auf den Kirchhof
olgte der Hund der Leiche und war nur mit großer Mahe von
dott zu verjagen. Als einige Tage darauf der Todiengräber eine
ue Gruft auswersen wollte, bemerkte er in dem Grabhügel des
Fleischers ein tiefes und einen Vieler breites Loch und darin, voll.
dmmen enttraftet, den Hund des Verstorbenen. Von Witleid er⸗
riffen, benachrichtigte er die Ver vandien des Tobien und diese

nahmen das Thier mit nach Hause,, aber“ von Neuem verschmähte
hasselbe jede Nahrung und anderen Morgens fand man es sodt
an der Thür liegen. ve 4.
M&amp; stau,4. Juli. Dr. Sttousberg ist zug der Schuld⸗
zaft entlassent und befindet sich wieder im Hausarrest in Hoiel
Dusseaux. Die Falliterllärung ist durch die belteffende Kommijssion
innullirt. Wie es heißt. kame in den nächsien Tagen der ander⸗
veitig gegen Dr. Strousbeg ersolgte Ürtheiisspruch auf Landes⸗
perweisung zur Ausfütrung. ..
7 Die Baumwollspinngreider v. John Roberifon u. Co.
in Gla s gow ging am 28. v. M. icenweise in Flammen auf.
Die Fabriß, eine der größten in Schottland, umfaßt ejnen Flaͤchen⸗
raum von s Aecres, enthielt 25,000 Webstuͤhle und 60, 00 Spin⸗
)eln und PBeschäftigte 2000 Arbeiter. Nur der Flügel, in welddem
ich di'e Weberei befand, entging der Zerstörung. 09 Arbeiter
ind durch das Feuer vorübergehend beschäftigungslos geworden.
Der angerichtete Schaden wird auf circa 80 000 ost. geschatzt. —
Zu gleicher Zeit brannte die Zwirnfabrik der Herren B. Clark u.
To. in Paisley total nieder. Schoden Lst. 18,000. F
7Sbmuggehbei. —* Zoll beamien ionfiszirien in New⸗
Hork an Bord des Hamburg˖x Dampfes , herder“ Spizen und
andere Arlikel im Werthe von mehrereti Tausend Dollars. Die
xᷣchmuggler, eine Familie Rothstein aus Polen, machten als Grune“
de Ueberfahrz iat Zwischendeck. Als Ir Zollmspelioe Ihsapmidn das
Bepãck der Passagiere untensuchteensvecte er in einem ver Koffer
inen doppelten Boden Und, imter demselben versteckt, mehrere Packet
er feinsten Spißen. Ver Eigenthümer des Koffers, Abraham Roth⸗
tein, behauptet kein Wort Englisch zu verstehen. Der Werih der
onfiszirten Waaten: wurde auf 10,000 Dollar Gold geschatzt.
Muthmaßlich waren die Sachen für ein fashioaables Putzwaarenge⸗
chäft bestimmt.

f Die ausführlichen Berichte, welche jetzt über die Erdbeben

vorliegen, die im Frühjahr in Südameérika statigefunder
jaben, lassen ersehen, daß dieselben mit ungewöhnlich großen Ver⸗
usten an Menschenleben und an Gigenihum verbünden waren.
scicht weniger als 11 Städte und Döorfer liegen fast gänzlich in
suinen, 600 Personen kamen um, und der Gngerichteie Schaden
vird auf 20 Millionen geschätzt. Die: Erderschütterungen wurden
ängs der ganzen Küste von Peru und Chili, von Callao bis Co⸗
juimbo verspüͤrt. Der an den Werften und Lichterfahrzeugen an⸗
zerichtete Schaden wird sich für die nächste Zeit als ernfilliche Er-
chwerung dec Verscheffung von Guano erweisen. Die Vetlufte
ind großer als diejenigen, wovon die Erdbeben von 1868 begleilel
varen. Da eine kleine Stadt jm Inneren vollstandig erstort
vurde, so stellt man in Peru die Theorie auf, daß die örsqhüt⸗
erungen nicht submarinen Uriprungs waren, sondern unter dem
Festland entstanden, und daß der Mittelpunkt derfelben der an der
üdlichen Grenze von Peru und Bolivia gelegene Vuscan Ilaga
jewesen sei. In Callao herrschte panischer Schrecken unter den
kinwohnern und Hunderte flohen per Eisenbahn nach Lima.

f Aus Philadelphig, 21. Juni, meldet ein Telegramm
er „Times“ üüber die von Indianern ausgegangenen Mordthaten
n Idaho. Angefangen hatte ein Weißer. Er ödtete einen In⸗
nianer und büßte sammt drei andern dafür m't dem Leben. In⸗
)ianer und Weiße griffen nun zu den Waffen; erstere waren in
der Ueberzahl und würheten nun in dem Thale mit Mord und
grand. 29 Weiße wurden geloͤdtet, die übrigen flohen. Die In⸗
ianer waren anfangs 200, später 1300 Mann stark; auf ihrer
Zeite fiel ein Häuptling, „Weißer Vogel“ genannt, mit seiner
Familie. Die ausgefsandten Truppen nebst bewaffneten Pflanzern
gelen in einen Hinterhalt, Oberst Perry und die Hälfte feiner kleinen
Nannschaft kam um, die anderen eniflohen. So weit geht die be⸗
zlaubigte Mitthe'lung. Nach den jüngsten Berichten ieisteten die
Weifen noch Widerstand. Die gesammte Küste des stillen Oceans
st in Aufregung gekommen, da Generaa Howard nurt 800 Mann
vur Versügung hat; doch ist von San Francisco her Hülfe ver⸗
langt worden und man hofft auf bald'ge Bezwingung des Aufsiandes.

1 Die Hungersnoth in der Provin;z Shantung (China)
ist noch nicht gehoben, und man befürchtet, daß Hunderttaufende
der ECinwohner dem Hungertode erliegen werden. Auch in Corea
herrjhᷣt Hungersnoth; dazu hat sich in Folge der Aussetzung von
einer groß⸗n Anzahl Leichen die Pest geselli. Wie bereits srüher
hat man sich auch jetzt wieder an Japan um Lebensmiltel und
Medika nente gewandt.

n Dienstesnachrichten.

Der Friedensrichtet Bollinger zu Habsburg wurde in gleicher
Figenschaft an das Friedensgericht Hagenau, der Friedensrichter
dühl zu St. Avold in gleicher Eigenschaft an das Friedensgericht
düningen uad der Friedensrichter Simson zu Saarburg in gleicher
üigenschaft an das Friedensgericht Habsheim verseßt. — Dem laiserl.
Friedensrichter Roßmann zu Saargemünd wurde die nachgesuchte
ẽkᷣnllassung aus dem Justizdienste des Reichlandes ertheill.
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        Gemeinnützigee.

Verhütung der Quaͤlereien unsecer Hausthiere durch Jusellen
stiche. Unsere sämmtlichen Hausthiere, vor Allem abr die Pferde,
jeiben in gegenwärtiger heißer Jahreszeit unter den Stichen der sie
helästigenden vielttlea Arten don Inseklen oft so ensfetzlich daß
oele an den Folgen dieser Stiche erkranken. Zum Schutze der Thiere,
de i. zur Abhallung der Insekten giebt es derschiedene alte und
eue Heittel.“ Bon den bewährtesten lassen wir h'er welche folgen:
1) Man merge Tischlerfirniß, Wildkatzenschmalz und Wermuthsuft
ju gleichen Theilen. 2) Man nehme ebenso Knoblauch und Attig⸗
iraut stoße Beides durch einander, press· den Saft aus urd lasse
denselben unter Zusatz älter (ranziger) Schmeere in einer Pfanne

arägeln. 8). Man siede grüne Tanenzapfen mit Virlengipfeln
ind Knoblauch in Wasser. 4) Anisol — Terpentinol — Petro⸗
eum — Benjzin' — roher Fischthtan — Absud von Wallnußblättern
md Saft von Kürbisblättern — jedes für sich angewendet, sind eben⸗
alls erproble Mittel. Alle die vorbezeichneten Mittel werden mit
inem⸗ Tuch⸗ oder Flanelllappen, aar jenen Körperstellen der Thiere
ingerieben, von denen sie die Insellen nicht leicht vertreiben lonnen.
Wir rathen im eigenen Interesse der Thierbesitzer, sich des einen
ader andern Mittels zu bedienen. Die Kosten stehen in gar keinem
Berhältnisse zu dem Nutzen, der daraus entspringt. Vorzüglich möch⸗
en wir den Fischthran empfezlen. Vom Auisöl reichen einige
Tropfen.

—
Angverkauf.
Das von Herrn Schultheistz wieder übernommene Lager
verkaufe ich, um zu räumen, zum Selbstkostenpreiß.
T CůAXcCLSSSVn.

9 ** i
Große Preisherabsetzung.
Wegen Aufgabe meines Eugros Geschäftes verkaufe vom
8S. Junj bis 831. Juli een bedeutend herabgesetzten
e. Preisen 2
oä breite ächtfarbige rosa und lila Cattune für Beitüber
Wuge, die Elle (60 Centimeter) à 24 Pf.
s. breite ächtfarbige Pigue Eattune, feinster Qualitäͤt, die
s4 breite ächtfazb'ge Exretonnes für Kleider fe nsier Qualit.
u e die Elle stait 80 zu 22 Pf
s,. hreite ächtfarbige Bettzeuge Gett-Ueberzüge),“ die Ell—
7 423 zuu 25 und 836 Pi
Guten Barchend für Betten, die Elleà 80 Pf. —
3 Ellen breites gutes Betttücher Leinen, die Elle 75 Pf.
ues früherer Preis 1M.
Es dürfte sich sobald nicht wieder Gelegenheit birtene, gute
Waaren zu solchen Preisen zu bekommen, wobeiich jrdoch be
merket, daß ich des raschen Umfatzes wegen Muster von dieser
Artiteln nicht sende, die kleinsten Aufträge aber besters effektuire.
W. Fuhrländer Nachfolger, Zahrgasse 865,
Frankfurt a. M.

„Deutsefs Töpferzeitung.
Drgau für Toöpfer, Porzellan-und Ofenfabrikanten,
Ziegler und vie änmit verwandten Industriezweige.
Reorausgegeben von Er nast Haupt. —
Verlag: Expedition der „Deutschen Tõpferæac itumng
C(Exnst Haupt) in Naumburg as8s.

Erscheint alle 8 Tage: Abonnementspreis pro Quartal
3 Mk. — 2f. öter. Wahrung. Bestellungen nehmen alle
Buchhandlungen des In- und Auslandes, desgleichen alle Post-
anstalten an.

Annoncen werden die dreigespaltene Peétitzeilo oder deren
sRaum mit 20 Pf. berechnet. Die Aufgabe kann direkt oder
lureh die Annoncen-Expeditionen von Rud. Mosse, Haasen-
‚tein &amp; Vogler u. s. w. erfolgen.

Lingetragen im Postzeitungs-Catalog, 5. Nachtrag, Nr.
146431.

Ausser Aufsatzen aus der Feder grösstentheils praktischer
Mitarbeiler bringt dio Wochensehrift Abbildungen von Bren-
fen, Schlemmaschinen Aufklärung ühber Glasur u. s. w. und
tehen-Probhenummer gratis und franéo zu Diensten.

Heilbar
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Für Leidende! *

Damit jeder Kranke, bevor er
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rest⸗Auszug⸗ (180. Aufl) gratis
und franko. — Versäume Niemand,
fich diesen mit vielen Kranken⸗
berichten versehenen „Auszug“
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30,000, 2 à 40,000, 1 à 36,000, 3 à 30,000
Mark, u. s. w.
Die erste Ziehung findet statt
am 19. ujnd 20. Juli 1877
zu welcher ich Original: Loose
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Wilh. Basilius,
Ober⸗-⸗Einnedhmeéer der Braunschw. Landes-Loklerie
in Braunschweig.

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wovon eines sozleich bezogen
werden kann, sind zu vermiethen
bei Reidiger

im Müdleneck.

An alle Kranken!

Lesei das große Kranken⸗
huch „Der Tempel der Ge⸗
fundhest!“ Es werden darin
keine Geheimmittel ewpfohlen,
dielmehr auf eine Heilmethode
hingewiesen, die schon Tau⸗
jende getettet hat. Durch E.
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Von E. Herrig in Eldher⸗
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Krankheitsfällen,
jerausgegeben von Dr. Fint-
gehovius, pract. Arzt in
Ketzin.
Auf zahlreiche practische Er⸗
ahrungen gestützt, bietet der Ver⸗
afser in klarer, Jedermann ver—⸗
tandlicher Weise eine Anletitung,
vie plötzliche Unglücks u. Krank⸗
Jeitsfälle bis zum Einschreiten des
Arztes zu behandeln sind. Be—⸗
onders in Orten;, wo ein Arzt
nie sofort zur Stelle sein kann,
Das Buch der Liebe. dllte J Buch in keiner Fas
Treuer Raihgeber für junge nilie sehlen.
Fheleute, von Dr. Becker, 15. Preis 1. Mark.
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ind sichet verpackt R. Jacob marken einzusenden.
Buchhandlung in Magdeburg. Wiederverkäufer erhalten Rabait.
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Rcdamcen VDruck und Vecsag vonm iFy. Xx. Demeß in St Ingbert.

Frucht,, Brod⸗ und
Fleisch⸗Preise der Stadt
zweibrücken von 5. Juli.
Weizen 12 M. 18 Pf. Korn
10 M. 25 Pf. Gerste Sreihige
) M. — Ppf. Gerste «reih.
m. — pf. Speiz — M.
— gyf. Spelzkern — M. —
Ifg. Dinkel — M. — Pls.
Rischfrucht O M. — Pf. Hafer
»M. 82 Pf. Heu 2 M. 50
Zf. Stroh 2 M. 50 Pf. Kar⸗
offeln 5 M. — Pf. per Cir.
Weißbrod 14 Ko. 58 Pf. Korn⸗
rod 8 Ko. 87 Pf. ditto 2 Ko.
38 Pf. ditto 1 Kilo. 29 Pf.
Bemischibrod 8 Kilo. 1M. 2 Pf.
Paar Wed 190 Gramm 6 Pf.
kRindfl. 1. Quat. 70 Pf. 2.
Avali. 60 Pf. Kalbfl. 54 Pf.
hamfl. 70 Pf. Schweinefl. 66
Bj. Bulter 1 M. 24 Pf. per Psd.

Der Unterzeichnete ‚. Sonntag, den 8. Juli bei
h — g den ge⸗ gümstig er Witterung
hbrien hiesigen Bewohnern und 242
der Umgegend im Harmo nie · Musik
Zimmertapezieren. eiJak. Schmitt
P. Kaser, in Sengscheid.
rchbinder &amp; Tapezierer.
Wer an die verstorbene
Ww. Kung, resp. deren Erben
noch eine Fotderung zu machen
hat, wolle dieselbe innerhalb 8
Tagen bei dem Vormnrde Joh.
Weber, Bergmann, geltend
machen ..
—BBMÆWœÆœsefe2 E
        <pb n="359" />
        —— 726 u— ,e J —3 7 —W
531 49110 T —2111 —10

—— 8 EGDRIL 3.c —M—W. —3 e
— 0 — 3

—————— ⸗
— —
er Sie Jugberter Aneigerual .Is vitl wöchentlich) mil dem Vauptblatieverbundene Unkerhaͤltungkblatt, (Sonntagt mit illustrirter Vei

lage), erscheint wöchentlich viermal? Dieustag, Douckretag, Samstag und Souutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteliahrlich

J Vtart 20 R⸗Pfgr Amzeigen werden mit 10 Pfa von Auswaris nit 15 Pfa. für die viergespaltene Zeile Blaitschrift oder deren RXaum. Neclamen
mit 80 Pfg. vro· Zeile berechnet.
228
r
a*
—AV
Deutsches Reich. —

Münqhein, 4. Juli, Laut Mittheilung der einschlägigen
Ministerien werden der Kammei folgende Gesetzentwürfe unterbreitet
verden: a. ein Gesetzeütwurf, die Abänderung. des Art. 2 des
Beßetzes voin 10. Jule 18658 die Abkürzung der Finanz-Periode
heir. b. eiu Gesetzeniwueß, / den Haupterat der Mili är⸗ Verwaltung
sür die Zeit vom 1. Imuar bis 31. Marz 1877 and für die
Berisde 187778. — Ferner wird die Militärverwallung die
technungsnachweisungen pes 1672 bis 1875, sowie übet den gußer
xdentlichen Heilitareredit und die Qoßten des Krieges 1870/71 und
das Ministerium des Imnern die Nachweisungen der Straßen⸗
Brücken und Wasserbauten pro 1875 vorlege.
Serrdiinn, 4. Juli. Die officiösee, Provinzial: Correspondenz“
zedenlt heute in einem Artilet Die deutsche Industrie und die
Reichssregierung“ der geulichen Versammlung deutscher Industrieller
iSrantfurt. a. M. Belonntlich glaubte diese Versammlung von
der Annahme ausgehen zu üssen daß in maßgebenden Kreiseũ
der Regierung und des Reichtigget bie thatsächlichen Verhältnisse
icr Induftrie nicht genügend bekafsmi seten odet geiwlitdigt werden,
und beauftragteè diß Männer, welche tin der Spihze des Verbanden
ehen, thre Auffassungene und Auträge Sr. Maj⸗ dem Kaiser üin
einer Petition vorzulegen. Dazu bemerkt nun die „Prop.⸗Gorr.“
Bei der Bedeutung. dex Interessen und dem Gewicht. her Namen,
welche in der Versammlung vertreten waren, so wie andererseits
ei der gewissenhaften und unbefangenen Theilnahme, welche der
daiser und seine Regierung der —S—— Wahrung der
Nonaten Arbeit ibnnen kann er aicht sehten doßn die in Nede
hende Nandgebung erneute ernste Erwägungen in Betreff der Gbet
Atragton· umfassendett Prüfung und Untersuchung verunlofst. Die
Prov.»Corr:“ derweist dunn uuf die Erklärung, welche det Neichs⸗
naleramtsprasident Hofmann gelegentlich des Varnbuler'scheil Un
aget iim Reichetag abgab und hebt daraus schlietlech folgend
telle hervor 2. Wir werden so schloß der Vertreier der Reichs
iernug, unser Vestreben nalurgemäß dahin richten, die österreichisch
egierung zu bewegenz datz fie ihre Eingangszolle wenigstens bit
dem Bettage der denschem da wo eine Paritat überhaupt nad

e der Verhartniffe angezeigt ist berabjetze. Wir haben dabe
r wohl im Augt und duͤrfen icht veoe sen, deß wir Frautveich
genübec nach dein Friedensvertrag In die Clausel der meist bed
naftistein Nenndern gehunden sid, dotz wir atfo den Handesadew
ag Vicht dlos min Vatervesch, sondern unch mit Frarkreich abe
Iließen. Wir vge sehr wotl, welche Verantwortung dimü
Erbunden ist, deß it n Vrefet 7 vorgehen⸗, uber ich glaube,
— ⏑ ⏑ —
deuittuch ahr die Wechaitdlunten hergntreten und Iwellenz, duß wir
R sor führen werdene, daßz Die delitsthe Indusirie durunter uicht
leiden wird· F *.
Bertleisn „M, Juli. Die Frage der Errichtung von Kontrol⸗
Etatiouen zur Adwehr gegenüber din Bersalschungen der Lebens⸗
9 schesnen Ietzt in Jin nmen zu sollen und dürite die hiesigen
ezitssvereine nach ven Ferlen vorzugsweise veschaftigen. Der
iub ver Landwirthe, welcher nuch diefer Rich!ung din pelitionirend
die Initfatide ane hut, defindet sich darin im Einllang mit Ten
heuischen Landwirthschafteruth, welcher in seiner belannten Eingabe
in das Reichkauzleraint gleichfalls auf die Nothwendigkeit Hhinge⸗
wesen hat, „in jedem größetin' Ort, mindestens aber?in solchen,
— olheten orer chemische Inflitute befinden, Untersuchungs⸗
v it deteldeten VBocgftanden zu errrichten, in welchen das
ublikum die Untersuchung gekaufter Waaren gegen 'ein geringe!
Enigeld bewirken lassenkann“. Diese Staͤtionen müssen ebentuel
e ernse ven uteen sehen und so dotirt sein, daß sie selbs
in Slande Id us den aufläden Proden ju entnehmen, um edier
elben einer Untersuchung zu entwerfen. Das Resuliat der Unter
uchung wäre “alsdann unveröffenilichen, gleichzeitig in Betrugs⸗
illin auch dem Stagsamvalt nebft denjenigen Momenten, werche
lur Begründung von Kriminaluntersuchungen erforderlich sfind, an⸗

— —
juzelgen und das Publikum zu warnen. Es lonnten diest Pru⸗
uncgen allerdings nur dann filt den Kriminalrichter von Werth sein
venn die Sachverständigkeit und Ehrenhaftigkeit des Untersu chenden
ibet jedem Zweifel erhaben, und wenn die Untersuchung seibst unter
Amftanden bewirll würde, die jeden Jerihuum, jede Verwechfelung,
Umterschiebung rꝛc. ausschlichen.
—AX Remonten
m Bereich der königlichen Kegierung zu Potsdam sind, wie folgt,
anberaumt worden: den 9. Juli in Prenzlaut, den 10. Julb in
Angermünde, den 16. Juli in Oranienburg den 17. Juli in Tem⸗
plin, den 19. Juli in Siraßburg (Atermark. den 20. Juli in
Fürsteuwerder, den 3. August in Lindow, den T. Auguß in Witnt⸗
loch, den 6. August in Meyenburg, den 8. August in Pritzwalk,
den 9. Auguft in Perleberg, den 10. August in Leinen, den 18.
LAugust in Havelberg, den 14. August in Kyriß, den 18. Auguf
Peustadt a. d. Dofse, den 16. August in Reu⸗Ruppin, den 15.
August in Nanen, den 18. August in Rathenow, den 20. Au uft
in Brandenhurg, den 28. August in Treuenbtießen, den 1. 3
hember in Bectkow. und den 11. September in Wrizen. —
Straßbutg, 8. Juti. Der Oderpräsident verfügte bie
Auiterdi dckung detz Industriel Alsacien“ von Muhaufen wegen
Verbteltung deuishfeindticher Gesinnungen und Agitation gegen die
Zugetzörigteit Eisaß Lothringens zumn Deutschen Keiche nachdem
viderholte Warnungen ftuchtlos geblieben seien. (Man hat diesem
Drgan gegenüber wahrlich çcenug Langmuth walten lassend.
Aussand.
Parists, 5. Juli, Heute, fand auf. dem Mont Saint
Michel die Kroͤnung der Statu⸗ des heiligen WMichaet Shait. Kar⸗
dinal Bonuechose, acht Hischofe, General Tharetie mit dem Bonner
er päpstlichen Zuaven, der Präfekt und die Unterpräfekten, alle
Zivile und Militärbehörden sowie eine große Anzahl von Pilgern
vohnten der Feierlichteit bei. Das Sauvax Rome ab la Franeo
vurde von den Pilgern vielfach gesungen. — Minintet de Meeur
zesichtigte die Arbeiten der Kirche des heiligen Herzens auf Morumrirte.
Lond oag Jali. Die verschiedensten Berichlerstatter
ziesiger Blätler melden aus Nleinasien Abereinstimmend, das die
sussen wiederholt schwete Niederlagen erlitien hätten und auf ihrer
anjen Linie sich —AA durch verfol⸗
ende Turlen. Her Eussag Kars joll beberstehen. Die aq⸗
ichsche Niederlage bei 55 war gawaltig. — 3—
vird destätigl, daß die Kussen Jum weiten Mal bei Bjela
arien) und atich dei Sintukgi erlicigaMlagen warden 2 Die
dachricht von der Sefegury Deondwrs vaorch Vie Russen ist falsch.
Lemberg, 3. Juli. Bei 18 Hörern der hiesigen theols⸗
nij chen ealulic wurden hheule Hauaranisiauan Noxgenanumn u
habei mehrere Koretspondenzen und Broschüren squiausstischen Inbains
nit Bean belegt. In den Gezirben daueen Ddie Alntersuchumgen
vcgen soꝛiullftifcher Umttiebt fort.. *N. Rr.)
Bwrod y; V. Jull. Mean mesdet ain Nußlandeeme neut
Aushebung und Aufftelluug weier meuer NMotus. Der Guüterver⸗
ihhr Muf der NKeewer Vinie uche: wegen Truppentramspocten
leltweilig æin geftellt. t. —A— R.Fr. Mr.)

9. * —RA
Bermischtes8s8.

f Den Besuchern des am 15. und 1IG. Juli in der Kädtischen
tuchthalle zu Kaisarslauttern stattfindenden Musitfestes werden
zegen Borgeigung der ·Concertbillete an Den · zsälzischen Giseabahn⸗
ssen emfache Fahrtatten saämmtlicher Wagenklassenausgegeben
rerden, welche zur freien Rücfahrt mit Giltiglelt vom FSö. bis inel

7. berechtigen. Ebenso erhalten aus Anlaß des Verbandstages der
ralzischen Feuerwehten ͤn gwebrihken nisorvirie Feuerwehrmännet
afache Fahrbillete mit sreier Rücdfahrt., welche jür den 7. 9
X 9. Giltigkeit haben. —JXX 37 32 *7 *

NAmvd mitze vr, 4. Inl. ꝛHente Blitueo L:Vhr ag⸗ ein

schweres Gewiltte⸗ Mit Katkem Hagelf vlag über unsere Gemarlung.

— 22*
        <pb n="360" />
        Die Schlossen fielen in der Große von —XV—
man gestern Abend noch ganze Haufen Sliegen sehen konnte. Den
meisten Schaden richtelen sieran der beinahe reifen Gerste an. (Ktz.)

VIn stadtischen Irrenhause au der Waiseubruͤcke zu Berlin
pielte sich Dinstag Vormittags halb 11 Uhr eine höchst aufregende
Siene ab. Eine siebzigjährige, an Versolguugswahnsinn leidende
Icre erschien ploͤtzlih auf dem funf Stoch hohen Dach des Hauses,
daß sie durch eine Luke vom Boden aus erreicht hatte. Ein Wärter
solgie ihr um sie zu retten vergeblich, er mußle fie loslofsen,
enn er Kicht in die Tiefe mit ihr stürzen wollte. Mit Entsetzen
sahen die Passanten von der Straße aus den Kampf der Irren
mit dem Earier und Jedermann · glaubte als die Erstere sich mit
Bewalt lotriß und in die Tiefe stürzte, daß sie zerschmettert auf
den Siraßenpflaster liegen bleiben würde; doch dem“ wur glück⸗
licherweise nicht so. Der Hausvater der Irrenanstalt, ein besonne⸗
ner Mann, ließ, als er den unvermeidlichen Sturz voraussah, acht
Warter vor/ dem Hause antreten, die eine sogenannte, Turnetdede“
ausgebreitet an Henleln in den Haänden hielten und so⸗ die Jere
hbei ihrem; Sturze in dieselbe auffiagen. Aucha nicht ein Haar war
gekrümmt, Den Dachboden hattedie Irre dadurch erreigget, daß
gexade Bedienstete mit dem Waschetrodnen auf dem Boden beschäf:
gt waren und die Thür desselben in Foige dessen, offen stand.
—A Ahrem Sturze, noch daß sie überhaupt
auf dem Dache gewesen, sie klagte nur wiee Jonst über die Menschen,
die sie überau verfolgen. 9

pBSozende 277Juli. Grozeß Tour o ill e) Der Jer⸗
hheidiger Dre Martbreiler, wieldete gegen das Todesurtheil die Nich
— V —*

pp'aris, J. Juli. Der Pariser Gemeinderathz beschaf—

ligte sich in sseiner gestrigen Sißzung des Weiteren mit dem Problem
der Leichen verbrennung. Erentschied, im Prinzip drei Preise, die
vorlausig auf 28, 000 rs ooo un 10,000 Fr. angesetzt sind,
fur die beste Art der Ceichenverbrennung aushuschreiben, welche ins⸗
esondere solgenden Bedingunden zu igenügen hätte: Die Sloffe
müssen. ohne Geruch, Kauch ooder schaͤdliche Gase in Asche ver⸗
wandelt werden; das Verfahren maß ein rosches, nicht ju kostspiez
siges sein und den geißlichen Ceremonien aller Belenntnisse keinen
Eintrag hun·. Der Art. 15 der Vorlage, welche dies besagt, ist
—— die übrigen Acilel sind an den Ausschuß vere
viesen. ———

*

7.Geschafts⸗ Empfehlung
* Andurch die ergebenfle Anzeige, daß ich nein Gaschaft als
y —A—

angefangen habe und alle iu deefe Branche einschlagenden Arbeiten
prompt ued dillig besorge. *

—R geneighen Kundschaft sieht entgegen
J A.* * J * 8 Wendel Kohler,

F vwohnhaft bei Pet. Schmelzer, Hufschmied.
Programmo BhVIOCVM. Beginn des
gratis duren —————— Wintereurses
ũe Ditection. I. Marehinenbauschuse. 15. October.
vorunterriebt Irei.
..56
—— — —

—— — —

Herz Braunsoh. Landes Lotteri&amp;e,
rom Bbtaate renehmigt uud XXXX
Dieselbe besteht aus 83,000 Original⸗Loosen
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50. 000, 2 à 40,000, 1 à 36,000, 3 à 30.000
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J am 19. vnd 20. uli 1877,
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GBRSS, HaIbeæ, Viertel, Achteæl-
TTa e Wert 2Waark
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Wilh. Basilius,
Obert Einnedimer der Braunschw. Landes-Lotterie
in Braunschweig. *
— — — — — —
Ardatioe rud umd Verlag von

fNew⸗York, 4. Juli. Hestige Stürme haben in den
Vereinigten Siaaten am Sonnabend und Sonntag gewuͤthet und
moße Zerstoͤrung berursacht. In Ohio und Indiana wurden 16
hersenen. geiddietß Ein Eisenbahnzug auf der Pauhaidka⸗dinie,
Dhio, wurde vom Galeue herabgeschirudert und umgestürzt. Auch
in der Nähe von Philadelphia war der Sturm sehr heftig und
in Mann wurde getödtet. Große Beschädigungen erlitten nament⸗
ich die Orte in den Staaten New Yort, New⸗Hampshire, Delaware,
inoit Jawa und Kansas.
pPanteeiHumor. Ein Mann in Cincinnati schnitt
ich jüngst den Hals ab, weil er Thuͤr an Thür mit einem Cornet⸗
Wlelanlen wohne. Die Jury hielt Leichenschau und gab das
hewdict ab: verechtigter Selbstmord.“ — Der „Deutsche Korre⸗
pondentꝰ in⸗ Baltimore schreibi: „Ein reicher Baltimorer —R
icigt, einen Preis für diejenige deuische Zeitung auszuͤsetzen
velche seit den letzten sechs Monaten nicht weniostenß einmal die
Silelle aus dem „Faust citirt hat:
Nechts Bess'res weiß ich mir an Sonn⸗ und Feiertagen,
gils in Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei,
Wenn hinten weit in der Türkei 7
Die Voöoltker auf einander schlagen ⸗·
Wir fürchten, der Mann muß seinen Preis behalten. — In Neenah
reobachteie ein Jadianer ⸗Madchen auf's Genaueste den Proceß des
MRareus der Mehlfässer in einer Mühle. Audern Tags stahl das⸗
eibe Schablone, Pinsel und Marktopf und schmücktte ihre weiße
Wolldecke mit den Wocten Nimberlyes Choice.“ So paradirte sie
aun feelenvergnügt durch die Straßen, zum Ergötzen Aller, aber
jum Entsetzen des Müllers Kimberly,“ eines Junggesellen, der für
jolche „Choice“ dankt?“ — Thos Nato, ein wegen Einbruchs ver⸗
haftet zewesener Gentleman? in San Franzizko, hat das County
uf L. 5000 verklagt/ weil der Gefangnißarzt ihm einen Zahn
chlecht gezogen hatte, so daß er Mato) entsiellt bleib en werde.

42. nesnechz ᷣtenn. .
Die : proꝛestandisch⸗ Plartstelle · zu Hermereberg wurde dem
Pfarramiscandidaten O, Veuller aus Altleinincen, die prot. Pfarr⸗
elle zu Weilerhach den. ꝑᷣjarxamiscandidaten E. Blaul aus Franken⸗
hal verliehen. J
Fur die Redaction verantworilich F. X. Da m .

une Sstellle bucht, eine solche zu
— vergeben hat, ein Grund st üsck zu
Wor vertaufen wunscht, ein solches zu kaufen
s deaobfichtigt, eine Wirthsschaft,
BOeconomiegut xx. zu pachten
sucht, eine Heirath ankuüpfen will. eine Gesschäftse m⸗
pfehlung zu erlaffen gedenlt — überhaupt zzzz*
Insertionszwecken
Rath'ebedarf, der wende sich vertrauendvoll an die
DenteArDDεçÂ Iα —QN von .—
Daube &amp; Co. n Munohen,
welche sig die prompteste und billigste Bedienung zur
Aufgabe macht.
ean: Windenmaceheratr. 5.

onnag, 8. Julun ri cher Au⸗ Ein braver Jun e,
ich von Kaiserslauterer rer die Bäckerei erlernen geg
EDV E bonn sogleich eintreten ber

dei KWearl Lgrmitt⸗ Jos. Fries sen.
neben det katbalischen Kirche. —
æ7J Heilbar
st Trunkwahnsinn und zu, be⸗
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Schlesien.
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Donner Tabhnensfabril
Bonn.
Ballons, Lampions, Feuer⸗
werkskörper. Pechfackeln.
. x. Demeß in St Ingbert.
Sieru Allustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. 28.
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        — — heꝛ —1 ditu ni e24y
23 W 24 e **8* p 452 zepeeß — —
3 —9* F 2236 wr f ear — A
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* meg 1 DD
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ir St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei—

ige), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnement oͤpreis betraͤgt vierieljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrijt oder deren Raum, Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
R 106. Dienstag, den 10. Juli 7 U 1877.
—

Deuisches Reich.
Muünchemn, 7. Juli. Wie wir veruehmen, hat Se. Maj.
er König aus den Staatsmifteln zur Förderung und Pflege der
unst 10,000 Mark für Herstellung eines Tenkmales aus Marmor
ur Erinnerung an die Vereinigung der Lutheraner und Refor—-
nirten der Pfalz in der St. Marlinskirche zu Kaiserslautern ge⸗
zehmigt.
NAusland.

Wien, 6. Juli. (Steuer-Exekutionen). Als Illustration
nserer wirthschaftlichen Zustände mag die traurige,, amtlicherseits
onstatirte Thatsache dienen, daß in der Residenzstadt allein rund
0O0,000 Pfändungsaufträge wegen rückständiger St uern erlassen
jorden sind. Von dieser Summe kamen im vorigen Quartal
36 Prozent zur Ausführung, d. h. es fanden 68,000 Zwangsver⸗
aufe statt.

Wien, 7. Juli, Abends. Meidungen des „Neuen Tag⸗
tatt“: Kladowa, 7. Juli. Flüchtlinge aus Widdin berichten, daß
ie Stadt beinahe zerstört sei, das Handelsviertel, das österreichische
sonfulat und ein Hotel seien abgebrannt. Euglische Officiere unter
)sman Pascha sollen die Operation leiten, auch in Florentin und
jregowa befänden sich englische Officiere. — Aus Iztzkany bei
zimnitza wird gemeldet: Gegenwärtig wird von russischer Seite
„auptsächlich Artillerje über die Donau befördert. Man schätzt die
zürkische Armee auf der Linie Rustschuk-Widdin auf 168,000 Mann.

London, 7. Juli. Nach einer Depesche der Dailh News
zefinden sich die Russen auf dem halben Wege nach Tirnowa,
velches die Türken erst verließen, dann aber wieder besetzten.
daiser Altxander wiederholte in einer Unterredung mit Oberst
Wellesley die Zusicherung, welche er im vorigen Herbst in Livadia
dord Loftus gegeben. Die Russen, sagt er, würden Konstantinopel
nuur besetzen, um die Türken zu zwingen, die russischen Friedens⸗
edingungen anzunechmen, welche in der Befreiung Bulgariens und
einer bedrückten Bewohner gipfeln. Wolle England die Besctzung
donstantinopels verhindern, so müsse es die Pforte zwingen, Frieden
uu schließen, sobald die Russen in Adrianopel eingezogen sein werden.

London, 7. Juli. Nach einer Meldung des Reuterschen
Buredus aus Erzerum vom 6. dieses Abends über die gegenwärtige
Stellung der beiderseitigen Heere, befände sich der rechte Flügel der
äürkischen Truppen dem linken russischen Flügel ber Ufschekilissa
—0
12,000 Mann starken russischen Korps bei Ardahan gegenüber.
Die Avantgarde Mukhtar Paschas sei 14 Meilen von Kars entfernt.

London, 7. Juli. Nach einer Privatmittheilung der
Dailh News habe Abdul Kerim Pascha an den Sultan telegraphirt,
r gedenke einen Plan auszuführen, nach welchem kein Russe leben⸗
»ig über die Dongu, zurückkehren werde. Der Zustand in den
Provinzen ist ein schecklicher. Mord und Todtschlag zwischen Bal⸗
aren, Tartaten und Tscherkessen ist an der Tagesordnung. —
Die deutsche Flotte segelte von Port Said nach der syrischen Küste.

Bukarest, 7. Juli. Der angeblich von den Russen er⸗
chossene ungarische Kriegskorrespondent Bela Herzfelder lebt muntet
uind gesund hier im Hotel Boulevard. — Der hiesige Metropolit
veihle heute im Beisein des Prinzen von Hessen, des Generals Ig
alieff, des rumänischen Fürstenpaares und einer großen Menschen⸗
aenge feierlichst den von dem moldauischen Adel gestiftelen Ambu⸗
anztrain vor dem Senatsgeböude ein.

Bukarest, 8. Juli. Die Russen sollen nunmehr Tirnowa
esetzt haben. Offizielle Berichte melden: 400 Tscherkessen er⸗
nordeten bei Küstendie 60 Christen. Der russische Kaiser besuchte
n Begleitung des Obersten Wellesley Simnitza.

Konstantinopel, 7. Juli. Ein Telegramm Mulhtar
Pascha's vom 6. d. M. meldet: Die kürkische Armee ist fünf Weg⸗
tunden vor Kars eingetroffen. Der Weg nach Karg ist frei. Die
duffen zogen sich hinter Karz zurüch, Großfürst Michael ist nach
Tiflig abgereist. — Einem Telegramm des Gouberneurs von Erze⸗
um vom 5. d. zufolge, sind die Russen aus Uischekilissa und Ipek

dertrieben worden. — Tin Telegramm des Kriegsminister Redif
Pascha meldet: Die Russen versuchten am Dienstaz bei Silistra
auf Barken über die Do⸗au zu setzen, wurden jedoch zurüctgedrängt.
Nach amtlichen russischen Angaben hätten die Russen bei dem
Donauübergang dei Simnitza folgende Verluste erlitten; 6 Offi⸗
riere und 289 Soldaten todt, 398 Soldaten verwundet, 88 ver⸗
nißt (d. h. wohl ertrunkten). — Ein rufssischer Bericht meldet, die
Stadt Biela, am rechten Ufer der Jantra, sei am 5. Juli von
ussischen Dragonetn besetzt worden und am 6. sei russische In⸗
anterie nag gerückt. Ob diese Truppen am linten Ufer hinauf⸗
narschirten und über die Brücke gingen, um welche neulich gekämpft
vurde, oder ob sie am rechten Ufer hinaufmarschirten, ist nicht gesaat.
Nach einem Telegramun des „Golos“ aus Bukarest vom 7.
»38. ist Tirnowa am 6. von den Russen eingenommen worden.
An dem Kampfe waren auf russischer Seite zwei Cavallerie⸗ und
wei Infanterie-Divisionen, sowie eine Schützenbrigade betheiligt.
Don drei Seiten eingeschlossen, räumten die türkischen Truppen
Tirnowa, von der russischen Cavalerie verfolgt. Die Stadt wurde
on den Russen besetzt.
Petersburg, 7. Juli. Die von türlischer Seite seit den
Sefechten bei Sewin verbreiteten Nachrichten neuerlicher Siege
MNoulhtar Paschas, der Entsezung von Kars, der Wiedereroberung
Urdahans und der Ausbreitung des Aufstandes im Kautasus sind
erfunden.
Petersburg, 7. Juli. Telegramm des Oberbesehls
jabers der Kauklasusarmee vom 6. d. M.: Gestern ist die Eripau⸗
dolonne in der Umgegend von Jadyrs angekommen, um ihren Pro⸗
iant und ihren sonstigen Kriegsvorrath zu vervollständigen. Von
hort rücht dieselbe zum Entsatz von Bajasid ab, wo unsere Garnison
ich bis jetzt gegen zwanzig türkische Bataillone und 10,000 Mann
seiterei, welche sie eingeschlossen haben, gehalten hat.

— *
Vermischtes.

F Kaiserslautetn. Der Stadtraih hat am 6. b.mit
3 gegen 11 St. einen Straßendurchbruch an der Schloßmühle
zwischen Café Carra und Wächter) behufs Erzielung einer näheren
Jerbindung zwischen dem Schellerplatz und dem Fackelrondell be⸗

lossen.
— F. Neustadit, 5. Juli. Die herrschende außerordentliche
Jlaue im Weißhandel hat sich auch bei der heutigen Dürr'schen
Beinversteigerung kundgegeben, da um solche niedrige Preise der
Zuschlag ersolgte, daß man staunen mußte. Die 187 8er kosteten
iur 210, 215, 260 und 290 Mark, erreichten also nicht einmal
ie Hälfte, was sie früher gegolten hatten. Ein 1876er kam auf
350, die besseren 1874er auf 315, 400 und 455 Mark.“

Speier, 7. Juli. Gesern Abend gegen 10 Uhr ging
er badische Bahnwärter Senger, — ein Kind auf dem Arme —
n etwas angeheitertem Zostaade über die Eisenbahnbrücke nach
)ause. Auf dem bad'schen Ufer gerieih er in einen dort ausge—
zrabenen Weiher und ertrank sammt seinem Kinde.

Speier, 7. Juli. Die Summe der Beiträge zum Pfälzischen
d'enstbotenstift ist nach Ausweis des neuesten Amtsblattes von
16,561 M. 45 Pfg. auf 51,774 M. 30 Pfg. gestiegen.

F Mentz, 7. Juli. Die „M. Z.“ meldet: In unsere Nach⸗
zarstadt Pont ˖ à-Mousson ist heute Nachmittag in einer Papier⸗
nschs Fabrik der Dampftessel geplatzt; zwei Personen wurden ge⸗
lödtet, drei schwer vervundet. Das Gebäude mit den Vorraͤthen
—A
Fur die Redaction verantwortlich F. X. Dem ek.

Die in unserem heutigen Blatte befindliche Gewinn⸗Mittheilung des
herrn Laz. Sams. Cohn in Hamburg ist ganz besonders zu beachten.
Dieses weltbekannte Geschäft besteht weit über 80 Jahre und hät den bei
Im Betheiligten schon die größten Hauptgewinne von Mark 860,000,
70, O00 240000, 228, 000, 188 000 180 bod, id6 dode, ofimals 1880006
0/ 000, 90,000, jehr häufig 78, 000 60 000, 418, dod, 40,000, 36, dod 4,
ic. ꝛxc., am 16. Mai dieses Jahres schon wieder den glücklichen Gewinnern
        <pb n="362" />
        im Konigreich Bayern die große Pramie von 252,400 Mark und vor Kurzem
ebenfalls die große Prämie von 246,000 Mark ausbezahlt, wodurch viele
deule zu reichen Tapitalisten geworden sind. Es sind nun wie der für einen
seinen Einsaß große Capitalien zu gewinnen bis zu ev. 376,000 M. Auch
hezahlt dieses Haus durch seine weitverbreiteten Verbindungen die Gewinne

in jedem Orte aus. Da durch die getroffene großartige Einrichtung in Ver—
mehrung und Vergrößerung der Gewinne eine große Betheiligung zu erwarten
st, möge man dem Glücke die Hand bieten und sich vertrauensvoll an die
Firma — Samf. Cohn in Hamburg wenden, bei der man gewissen
saft und prompt bedient wird.“

—2

* * *
Licitation. , Stadtrathssitzung
am Donnerstag, den 12. Juli,
Donnerstag, den 26. Abee 7 uß
Jul nächsthin, Mittags 1 Uhr r.
m nachstehend bezeichneten Hause,
m St. Ingberter Eisenwerk wer⸗
den vor dem unterzeichneten, hiezu
gerichtlich beauftragten k. Notare
die nachhin bezeichneten, zu der
erst- und zweitehelichen Gulerge⸗
neinschaft des in St. Insbert
Ferleblen Wirthes Joseph Morlo
zer Abtheilung wegen, öffentlich
in den Meistbietenden zu Eigen⸗
hum versteigert, nämlich:
pl. Rt. 2328. 4840 Dez.
Fläche, Wohnhaus u. Hof⸗
raum und
Pl.⸗-Nr. 2839. 7810 Dez.
Gharten beim Haus, das
Banze gelegen in den Bruch⸗
rechgärlen zu St. Ingbert,
neben Ludwig Morlo und
Joseph Neumann Wittwe.
pᷣl.⸗Nt. 2149. 83 Dej.
uͤcker in den Dudmweiler
Roönern neben Gebr. Krämer
und Peter Behr.
pl Nr. 2028. 618010 Dez.
Acker auf dem Andelsberg,
neben Johann Reidiger
deiderfeits.

Figenthümer sind:

J. Helena Hager, Wirthin in
St. Ingbert, Wittwe 2. Ehe
des Verstorbenen;

I die zweitehelichen, in der
Ehe mit seiner hinterbliebenen
Wutwe erzeugten Kinder dessel⸗
hen, Namens Maria und Karl
Morlo, beide noch minderjahrig,
welche ihre vorgenannte Mutter
zur gesetzlichen Vorn ünderin nund
Peter Toussaint, Wirtih daselbst,
um Beivormunde haben;

III. Die Kinder eister Ehe des
Verstorbenen mit Elisaberh Hager,
as:

i. Joseph Morlo, Puddler in
St. Ingbert,

2. Elisabeth Morlo, minder⸗
zährige, durch die Ehe emanci⸗
purte Ehefrau von Peler Waͤgrier,
Dachdecker allda, zugleich deren
gesetzlicher Curator,

g. Kathatina Morlo, minder⸗
ährig, welche Ludweg Morlo,
Schmelzarbeiter in St. Ingbert,
sum Vormund und Joseoh Hager,
Pubdler allda zum Beivormund
hat.

Si. Ingbert, den 8. Juli 1877.
Sauer. k. Notar.

Tagesordnung:
1. Erriytung einer Faßaich⸗
anstalt.
2. Adhör der Gemeinderech⸗
nung pro 1876.
8. Heimathangelegenheiten.
b. Besetzung der erledizten
Maͤdchenschulstelle.
5. Anschaffung von Schulsub⸗
sellien.
6. Herstellung einer Brücke
in der Gehnbach.
Sit. Ingbert, 9. Juli 1877.
Das Bürgermeisteramt:
Custer.
Zu verkaufen
aus freier Hand:
1Pferd, 1 Ziege, 1 Char-
a-bane, J leichter Einspãn⸗
ner-Wagen und Pferdsge⸗
schirr
Jakob Stief.

Der empel der Gert

sundheit.

Das große Krankenbuch,
welches diesen Tilel führt,
tat für alle Kranken, wie
auch ihr Leiden heißen möge,
ein Wort des Tro es und
in Beispiel der Heilung.
Preis 1 M. bei E. Schle⸗
singer, Berlin 8., Neue
Rnenaßstr 6

Ein braver Junge,

rer die Bäckerei erlernen will,

kann sogleich eintreten bei
Aos. Fries sen.
.

aAuf.
Das von Herrn Schultheiß wieder übernommene Lager
verkaufe ich, um zu räumen, zum Selbstkostenpreis.
—XXLEXVEV

Herz. Braunsoh. Landes-Lotterio,
vom Stante genehmigt und garantirt.
Dieselbe besteht aus 83,000 Original-Loosen
und 43,500 Gewinnen.

Haubitreffer: 450, 000, 300,000, 150,000, 75, 000,
50, 000, 2 à 40,000, 1 à 36,000, 3 à 30,000
Mark, u. s. w.

Die erste Ziehung findet statl
am 19. und 20. Juli 1877,

zu welcher ich Originol-Loose

Ganze, HalIbe-, Vièerte«l, Achtæe-

To Marf 8Mart,. 7WMark2 WMaark

gegen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß versende.

Jeder Sp'eler echält Gewinnlisten gratis.

Wilh. Basilius,

Ober-Einnehme'r der Braunschw. Landes-Lokterie
in Braunschweig.

Glück und Segen bei Cohn!
bewährte sich wiederum ganz porzugu denn jetzt, am 16
Diai, wurde schon wieder laut amtlicher Ziehungsliste, be
mir gewonnen und den glücklichen Gewinnern

im Königreich Bayern
von mir baar ausbezahlt:
Das grosso Loos, nämlioh dis grosse Prämio von
252,400 Mark auf No. 313,
und ebenso vor Kurzem
das grosso Loos, nämlieh dis grosss Pràmie von
246,000 Mark auf No. 456.
Ueberhaupt habe ich in dem letzten Jahre den bei mir Betheiligte
die Summe von weit uͤber F
Million Mark,
und in kurzen Zeiträumen außer zahlreichen sonstigen großen Hauptge
winnen folgende große Prämien meinen Interessenten laut amiliche⸗
Ziehungslissen baar ausbezahlt: Mark
36000270 60 22ö 600, 182, 000, 180, 000
156.,000, haufis 152, 000, 150,000, 120 000 . 3*
wodurch meine Firma mit Recht überall als die
9 ⸗5 *
Alllerglücklichste

bekannt ist.

Die von der resp. Landes⸗Regierung garantirte und interessante groß
Geld⸗Lotterie, in welcher die Gewinne im Ganzen
aͤber s Nill. A90, 000 Mk. deutsche Reichsmünze
betragen, enthält nur 83, 000 Loose und werden in wenigen Monaite
in 6 Abtheilungen im Ganzen 48,500 Geldgewinne sicher gewonnen
nämlich: 1großer Haupte-Gewinn und Prämie ev. 450, 000
M., speciel M. 800, 000, 150,000, 75,000, 50,000
nehrere Gewinne von 40,000, 36,000, 30,000, viele Gewinne vo
00o, 20 000, 18, 000, 15, 000, 12,000, 10, 000
8000, 6000, 56000, 4000, 3000, 2900, 1500
1200, 1000 ꝛc. ic.

Die Gewinnziehung deer 1. Abtheilung ist amtlich auf den
19. und 20. Juli dieses Jahres
festgestellt, zu welcher

Ein halbes Original-Loos nur 8 Mark,
Ein viertel Original-Loos nur 4 Mark,
Zwei achtel Original⸗Loose nur 4 Mark,
tosten. Man kann nach Belieden ein halbes oder ein viertel oder zwe
ichtel Original⸗-Loose, oder wenn gewünscht wird, auch ein ganzes Ori⸗
inalloos bekommen. Diese mit dem Negierungswappen versehenen
Original⸗Loose sende ich gegen Kinsendung des Betrages oder gegen Post
vorschuß selbst nach den entferutesten Gegenden den geehrten Auftragge
bern sofort zu. Ebenso erfolgen die amtliche Gewinnliste und die Ge
winugelder fofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig—
ien prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin
hungen überall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnor!
rusbezablst erhalten.
Jede Bestellung auf diese Original-Loose kam
an auch einfach auf eine Most einzahlung skart
»
8. C0Nn
n Hamburg.
·ytoir, Bank und Wechsel⸗-Geschäft.
— ———
Ax. Demek in St Inabert.
        <pb n="363" />
        7

*
vàꝛ
Q⁊

—

—A —

22222— 5—23323533532852—8

538323
5 * 2 5 52 —

58555 2 — — 8 2* 59 de

2 —— 2 352 B82 —— —EE— *

— 2 9 * * 2 — — 535588 2

8 58 259 5 2—c5533

* * * —A —* E * *

85 59 2 5 — — 2232 * 532B5B28
353 22373 4375353333 22333
2 222 * — — —x —

— ———
555* 8 — 32* 22 223—3z7*—E 5858

— 332325 — 732329 5536 c55337

J — 2.
353555 5332 3373538——

25337 33 8

—3 8 * α —

S — 3 —— 28358225* —8 558683
233—58 32889 ———— —A —— 288 22
52335 A 325*5 2235 ———
—E 25325363238 ——32—382535 s7

9 ð —A — 53 — 5522 7 55525— 8

—2828 25528 522222 — 7
25755 3235 338z —33833858537
—3829 —33 252 —2233238 —*— 5855—22352

253—55 7 —22557 — — 8553

— 25333 73357 —— ——————
7 —5 — 22 522525552 * 2 —
3255 —* —— — —A — 8 —
8 ⸗— 2* —224 52 522238*
528 * * 8B383335573332 — f———83552
* — 8 8 2 2* D *
33 —33 —A— 352—32— 333
5*52 35 — 82— EAS 3355523237 5252
23 23 53 5335 258 7* 32227 *2245
223 3535555—533335333733536 55253
22— 250 5337 5385z235333335333325
——53 3 30333528 —3552 5 823E7 —
5 J 3z5 2 * —E — — —*

258 35

t

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X — 8
755235 33 *88
—* 8 *
2335 222 5
33335355238
—c—5—282 55
55 —
3 * —2
552383 5333355
2353 22238383
2 ——
32335532324
*3 * ẽ
3833838385 8
2 5868783
* — 7— 5 25
5335535388
3 2 2535 5 *
32335325 5 —
13337553378*
17 355337
125535545253
—35852335* 3
5335—75s3858358
32* 8 3*8
2535 z28 *
— VT * 3—
5535555 ů
322 53—556428
1223335
553533
83220

*a
—22
355s555583338
— 2 52 **
— 5—zcm65 — 2
22 A 238 338 555435
— * 7* —3 E —— 2.2 —— — — S*
235331 55 28 2 —* —5233 —** 25 3 35822
3522 25335381 —AVV z255 555 —383
* 7 — — —— — **
F —A —2 —8 — — — —*8 — S2* — —
33 7718* 3z2 FJ — —9— 53 323233 — 5353— 533
s5 355 555333335 25322 —— 27 s33
7 25
5338* 283832335 2555 853575 38 3383335325
* ——— *
3345 *832733 77228 25558355 139 335253258
—3368 23335—88 538 5 23535 z355 53537 238735
22275 8 3222723 255 8 5323255 2 6578 2553233 523
2 2,2* —— —— * 8 L3 8 22 7 32 —* 22 8 2
3* 5*58 525— 85 —— 58 334 0 — — — —238553735
58 *4 231 7 262338 —A — 253834
3 C 52 — 2533 3 25 5225 5 5
2 22 3822 2 — * 2602. 2 — 23525 t⸗ — — 8
3 — 822 538 5 3 — — 582 * — 3 3 ———— EISE.
365 82557 55 33532 8 35333387. 255 z3333358
5288 —z833— *255 22362 32335 5*8 8 8B3233 3355— 2
— 5 “ * — 275 — —* ——
— 73863. *8386 5 2553 33 2 333337
3z3S53 233525 7 12 252 — 2 — — 2352 —
—53 33 575 —583 c2 7265255358 · 23522 —A —
* —2 723 585 222 533— ꝛ — * 5325 523 —— Eö — *
F 2 *5 — 8 22 5 . 4 5 22 — 2353364 23 323384 5
— — vet 2823 32 AA — —— — 2232 235 33
—— 383337383338 25343360 — 56
; 3557
232 * — — 53553533555 255
— 22725 315225853 22 52 52252— Bt5 7 *A 3
328333337 e— 550353 33262332
— —— 5832—2 252 * 23 255 —— *
25538 8236 3533735 5 8 2 —
ö 3338257 33833
*2 —S
— ——35 989

2225582234
2222 22
5 5335 553 5333 5335383234 3553253238
—uB2522 23252 —A — 5* 5335 —5533558 825 —
1223235355 88 —3 3 55 2 222 5253 — *330 ⸗555
—— — —5553587 — — 6 28 5 28 82 25828
s—7323855385325 23*58 A —32535282 — —
— 3 * 2 — — — — 25 — * —
585.— —2 c — 522 — * O 2 2 —X 28 ⸗
—553882 237 2 — 32 2 S 82 — — 2 —5 an * 222
ãM —A 52 724 — — 53 — 3 2 2 7* 0¶ —* 2533538
—22 * —530 *228— — 2 * 2 2146 8 —K — 8
53532333258 — — * 233385 57 — 532 532338.
* 5852 * — 22 — 2 2 3 — — * 22
— 5338s83535353 2552 25522 538 2 5335 2 23 — — 85533*8*
—A —8— —— —— z33z388 5. 7—3334 3883328—5535
— — * 20 235 82 — .587 7 202 28
— 3 53 3 28 * 32—* * — —— 8 *
——— 5 *2* — ãa ⸗ — 2 * — — 22 5
328 22 252282 —2 *24* 3 * —5
— 5s55235333 A —— — 3 57 3322 3338 2122222
—A — 8 * — — —S— 2 7 5 2232 53886 58322 6 —25588
—852523 — — , 3z33 25 2355 —2838 533 8285 32* 3233
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        Sl. Ingberler Zenzeiger“
zir St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöhentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntagt mit ille Krirter Se—

age), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

mart 20 R.Pfz. Auzeigen werden mit 10 Pfq., von Auswärts mit 15 VPfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum. Necla men
mit 30 Pfg. vro Zeile berechnet.
B 107. J Donnerstag, den i12. Juli 00 I 17

deutsches Reich.

Berlin, 10. Juli. Die Einziehung der preußeschen dem
rhalerfuße angepaßten Kafsenanweisungen fteht bevor, nur ist ein
termin dafür noch nicht angesetzt. Dagegen fehlt es nicht an
ortgesetzten Aufforderungen, diese Pap ergeldzeichen umzuwedseln.
Zclost die früher außer Kurs gesetzten Geldzeichen des preußischen
Ztaats können hier in Berlin umgewechselt werden.

Berlhin, 10. Juli. Das Reichspatentamt hat in einer an

gleichartigen Behörden des Auslandes gerichteten Zuschrift die
zrundsätze seines Verfahrens ausinandergesetzt und zugleich den
Wunsch ausgesprochen, mit den Patentbe hörden des Auslandes in
Herbindung zu treten, um die Beschlüsse und Entscheidungen auf
m Gebiele des Patentwesens sowie die Veröffentlichungen paten⸗
aitter Erfindungen gegenseitig auszutaus hen. Vom Patentamt soll

„Patentb'att“ veröffentlicht werden. —

Vem 16. bis zum 23. Juni hat die Re ich b ank für 8,168,198
N. Goldbaaren, aber keine Goldmünzen angekauft; die Ausprägung
a den deutschen Mänzstädten beschränkt sich auf Goldmünzen und
weimarlstücke, die der Doppelkronen erfolgt auf Privatrechnung.

Iu welchem Umfange gegenwartig in Preußen der Staats⸗
misenbahnbau betrieben wird, erhellt aus der von lomperenter Se'te
vocliegenden Mittheilung, daß im 1. Qaartal d. J. 17,601,888
N. im zweiten Quartol 38,598,444 M., demnach im erflen
Semester 81, 100,332 M. an solchen Mitteln verausgabt sind, welche
er Staatseisenbahn ˖ Verwaliung an außeretaissmäßigen Mitteln,
ilso aus Aaleihen, zur Verfügung gestellt find. Daneben laufen
niejenigen Mitteln, welche der Staatshaushaltsetat im Ordinarium
d im Extraordinarium für Eisenbahnzwecke auswirft.

söln, 10. Jali. General Grant ist hier eingetroffen.

Metz, 7. Juli. Nahdem unsere Stadt mit einem Gürtel
n starken Forts umgeben ist, von welchen das letzte zu Woippy
einer Vollendung entgegengeht, ist man auch darauf bedacht, die
herbindung derselben mit enander und namentlich dem großen
krerzierplatz zu erleichtern. Zumal vom Fort Queulen (Göben) aus
onnte man nur auf einem erheblichen Umwege nach dem letzteren
Platze gelangen. Es wird daher eine Straße von Sablon aus bis
in die Seille, über diese eine Brücke und dann weiter eine Straße
nach dem Fort erbaut, wofür die Festungsbauverwaltung das nöthige
Terrain von etwa 70 Aren um den Preis von ungefähr 7000
Naik erworben hat und die Arbeiten noch in diesem Sommer
musgeführt werden follen. (BZig. f. L.)

Ausland.

Wien, 10. Juli. Der Kaiser Franz Joseph reist morgen
iach München ab. Die Begegnung mit Kaiser Wilhelm ist bis
ur Rückkehr aus Gastein verschoben. — Erzherzog Wilhelm ist zur
Iuspection nach Ungarn abzercist. (A. Z3.)

Wien, 11. Jali. Dem Telegraphen« Correspondenzbureau
wird aus Konstantinopel vom 10. Juli gemeldet: Mukhtar Pascha
in Kars eingerücht, nachdem er fich mit der Garnison von
dars eine Stunde von der Festung vereinigt hatte.

Prag, 10. Juli. Ein Wiener osfficiöser Brief der „Bohe⸗
nia“ konstatͤrt die Zustimmung und das Embersftändniß sämmtlicher
Mächte zur Besetzung Bosniens und der Heczegowina durch öster⸗
eichische Truppen.

Ppest, 10. Juli. In hiesigen Militärkreisen verlautet, gemäß
mes Uebereinkonmens zwischen der Pforte und Oestereich sei die
Occupation Bosniens und der Herzegowina nahe bevorstehend, nach⸗
dem die Türken das Land geräumt haben würden.

Paris, 9. Juli. Im lezzten Ministerrath ist Leschlofsen,
ie offiziellen Kandidaturen von 25 Arrond ssements untec frühere
deputitie der konservativnn Gruppen zu vertheilen. — In gouver⸗
nementalen Eirkein wird von einer Reise des Marschalls Mac
Nahon nuch dem Loite-Deparlement, die er Ende dieses Monats
antreten will, gesprochen. — Die „Franec“ meldet, daß die Militär⸗
Keserbsten zusammenberufen werden sollen zu den Terminen. an

velchen man ein Manifest des Grafen Chambord oder der Prinjen
yon Orleans gegen die Bonapartisten erwartet.

Paris, 10. Juli. Dem Vernehmen nach ist über alle
Freimaurerlogen in Frankreich eine Untersuchung verfügt worden.
In den amtlichen Kreisen glaubt man, daß fast alle geschlossen werden,
da der Vatikan sie als seine schlimmsten Feinde betrachtet.

Bel grad, 9. Juli. Die serbische Regierung hat in Varis
eine Anleihe von zwei Millionen Dukaten abgeschlossen. — Fürst
Milan inspicirt bei Newotin id'e Truppen des Generals Horvatic.
Der Allianzvertrag mit Rumänien ist am 4. de. abgeschlossen, der
Zeitpuntt der Kooperation auf Mitte August festgesetzt worden.

Aus Bukarest, 9. Juli, wird gemeldet, daß Quarlier⸗
nacher der russischen Garden dort eingetroffen seien. In aller
Stille ist alfo auch die Garde, wenigstens iheilweise, mobilifirt
vorden. Es gilt offenbar, nicht blos die Lücken auszufüllen, weiche
der Feldzug reißt, sondern die Operationsarmee so zu verstärlken,
daß sie ausgiebige Schlagge führen kann. Die Kämpfe an der
Jantra sollen den Russen viele Leute gekostet haben.

Petersburg, 10. Juli. Die Agence Russe“ meldet, daß ein
Zündniß zwischen Rumänien und Seibien alt nicht geradezu un⸗
nözlich etscheine. wenn nun auch ein solches zu Stande kommen
allte, so könne dadurch nichts in den guten Beziehungen
dußlands zu Oesterreich verändert werden. — Derselben Quelle
ufolge wäre die Tragweite der Anwesenheit der englischen Flotte
n der Befika⸗Vai durch beruhigende Erklärungen der englischen
Minister im Parlaͤmente vermindert.

Vermischtes.

fSi. Inabert, 12. Juli. In der gestrigen Polizeige⸗
ichtssitzung dahier wurden 2 Arbeiter aus Sulzbach, welche am
Sonntage vor 8 Tagen in der Rischbach allerlei Unfug trieben und
n ihrer Trunkenheit sogar einen Einbruchssbersuch machten, ziu 10
cesp. 5 Tage Haft verurthellt.

f Auf dem Felde beim Breitensteiner Forsthaus (bei
Reustadt) am Waldrande ackerte ein Wildschwein ein größeres Stück
dartoffel um und war auf diese neuen Früchte so gierig, daß es
am Freitaqg morgen todt auf dem Platze seiner Unthat gefunden
wurde.

fxAus der Vorderpfalz, 8. Juli. Dieser Tage kam
ꝛine Haustrerin aus dem Wistrich zwischen Impflingen und Ingen⸗
hdeim im Straßengraben mit Zwillingen nieder. Sie hatte sich uͤber
den Zeitpunkt, wo sie Mutierfreuden erleben würde, verrechnet.
Die Geburt ging aber nichts destoweniger so glücklich von statten,
daß die Frau sofort ihre beiden Sprößlinge in der Schürze nach
Impflingen zu dirigiren vermochte.

fSaarbrücen, 10. Juli. Sämmiliche Kassen im
Ressort der Königlichen Regierungen und der unter staatlicher Auf⸗
icht stehenden Institute sind in Folge eines Cirlular⸗Eclasses des
Finanz⸗Ministers vom 1. d. M. angewiesen worden, die unter ihren
Zeständen befindlichen, sowie die bei ihnen ferner eingehenden
/0 Thalerstücke nicht wieder zu verausgaben, sondern in möglichst
abgerundeten Beträgen, kassenmäßiç verpackt und bezeihnet, an die
nächstgelegene Kaiserliche Posttasse gegen Ersatz abzuliefern.

— In dem benachbarten Orte Rußdütte ist letzten Sonntag
Abend um 624 Uhr einem Eisenbahn Arbeiter, Namens Mum,
velcher mittelst Dynamits in der Fischbach wahrscheinlich fischen
vollte, durch das zu frühzeitige Expsodiren einer Patrone die linke
Hand jecschmettert worden. Das zerschmetlerte Glied wurde dem
Verunglückten gestern hier amputirt. Es ist dies eine abermalige
und eindringliche Warnung an alle nichtberechtigte Fischlustige, sich
bei ihrem verbotenen Gewerbe explosiver Stoffe zu bedienen.

(Sbr. Zig.)

FQuebec. Ueber die große Feuersbrunst, welche am 21.
Juni Si. Johns in British Amerika zerstörte, liegen jetzt eingehendere
Berichte vor. Es verbrannten: der gesammte Geschaäftstheil, das
Zollamt. dee Haupthost. das Rathhaus. 6 Bankgebäude, 9Holels
        <pb n="366" />
        3 Theater, die 600-Fellowhalle, 4 große Vergnügungglolkale, 18
Zicchen, 7 Zeitungsgebäude, das Waisenhaus, die Taubstummen⸗
Ansicitcund mehrece taussad Privahahfer Dit Zahlg der Dobach⸗
jofen erreicht 80000; deg Schaden wird auf, 8 bis 10 Millionen
Dollars gefchätztz von deen iwa 5*Millioncht durc Versicherung
gedeckt sind. Die Zahl der Vernuglückten ist bedeutend. Etwa 12
deichen Verbrannter sind bereits idegtificirt worden. Zur schnellen
Verbreitung des in einer Dampflesselfabrit entstendenen Feuers trug
der Umstand bei, daß in der Nähe der Brandstätte viele Holzhäuser
ichhefanden. Die Opfecwill igkeit; in den benachbarten Städten iss
sehr groß? Deutsche sind unter den Betroffenen nur sehr schwach
bertreten.

FEin fünfzigiöhriger Proce ß. Im. Jahre
1803 heirathete ein reicher Irländer, Dauiel Clark in Philadelphia,
ejne Ftauzösin, Fräulein Julie Carriere. Die Ehe war von. einem
taiholischen Priester eingesegnet worden. 1824 starb der Gatte
und Ueß eine Tochter und große Besitzungen in New-Orleans zurück
Die Ehe war geheim gehalten worden, deshalb w'idersetzten sich dit
Testamen isvollstrecker den Ansprüchen der Tochter Myra Clark,
deren legitime Geburt sie bestritten. Seit fast einem halben Jahr—
hundert wurde die Angelegenheit verfolgt, durch alle Wechfelfälle
in dem' Leben der Tochter des Erblassers ließ diese sich nicht ent—
muthigen, ihr Recht zu vertheidigen, auch nachdeni alle Advokaten
ihre Sache aufgegeben hatten. Unerschrocken kämpfte sie, um die

NRechtmäßigleit ihrer Geburt festzustellen und in den Besitz der Güter
ihres Vaters zu gelangen, welche bie Stadt New Orleans seit den
Tode desselben« zurückgehalten hat. In dem verflossenen Mona
endlich entschi⸗d der Richter Billinßzz von dem Gerichtshof für Lou—
siaua, daß Myra« Clark, verehelichtes Gaines dien rechtmäßige Tochter
D. Clarka und somit die Erb'n seiner Güter sei. Mis. Clark
Gaines, welche jetzt 70 Jahre alt ist, kommt dadurch in den Besit
eins Vermögens von 40 Millionen Dollars.
Fur die Redaction verantiwortlich F. x. Demet. * J
Die in unserem heutigen Blatte befindliche Gewinn-Mittheilung de—
Hherrn Laz. Sams. Cohn in Hamburg ist ganz besonders zu beachten.
„Dieses weltbekannte Geschäft besteht weit über 50 Jahre und hat den be—
ym Betheiligten schon die größlken Hauptgewinne von Mark 360,000
270,000, 246,000, 225,000, 188,000 180,000, 156,000, oftmals 158, 000
30. 000, 90, 000, jehr haufig 78,000. 60, 000, 418, 000, 40 000 88, 000.
ꝛc. ꝛc., am 16. Mai dieses Jahres schon wieder den glücklichen Gewinnern
im Königreich Bayern die große Prämie von 252,400 Mark und vor Kurzem
ebenfalls die große Prämie von 246,000 Mark ausbezahlt, wodurch viele⸗
Leute zu reichen Capitalisten geworden sind. Es find nun wie der für einen
kleinen Einsatz große Capitalien zu gewinnen bis zu ev. 876,000 M. Audh
bezahlt dieses Haus durch seine weitverbreiteten Verbindungen die Gewinn
in jedem Orte aus. Da durch die getroffene großartige Einrichtung in Ver—
mehrung und Vergrößerung der Gewinne eine große Betheiligung zu erwarter
ist, möge man dem Glücke die Hand bieten und sich vertrauensvoll an di
Firma Laz Sams. Cohn in Hamburg wenden, bei der man gewissen
haft und prompt bedient wird.“

inntmä 54 en 3
Bekanntmachungen ·“ Stückholz, J
Abfallholz und Spähne
hat zu verkausen
N. 0odenbuseh.
AUnserm Meister Heinrich
Behr zu seinem heutigen Na⸗
menstage ein 14
dreifach donnernd Hoch!
Ch. Sch. u. N. O.

Glück und vSegen bei Cohn!
bewährte sich wiederum ganz porzuguch denn jetzt, am 16
Mai, wurde schon wieder laut amtlicher Ziehungsliste, be
mir gewonnen und den glücklichen Gewinnern

..im Königreich Bayern
von mir baar ausbezahlt: J F ———
Das grosso Loos, näümlioh dio grosso Präàmio von
28352,400 Mark auf No. 313,
und ebenso vor Kurzem J J J
das grogss Loos, namlioh dis grosso Prämis von
246,000 Mark auf No. 456.
VUebecthaupt habe ich in dem letzten Jahre den bei mir Beiheiligten
die Summ⸗ welt über ——
Atillivn Mark,
und in kurzen Zeiträumen außer zahlreichen sonstigen großen Hauptge
winnen folgende große Prämien meinen Interessenten lautamtliche
Ziehungslisten baar ausbezahlt: Mark d n
360,600, 270 000. 225, 000, 182,000, 180, 000
156.000, gaufis 162, 000, 150, 000, 120 000 .
wodurch meine Firma mit Recht überall als die
⸗ **
Aller glücklichste
bekannt ist. J
Die von der resp. Landes⸗Regierung garantirte und interessanie groß
Geld⸗Lotterie, in welcher die Gewinne im Ganzen
über s Mill. 480,000 MEk. deutsche Reichsmünze
betragen, enthält nur 83, 00 00 Loose und werden in wenigen Monaier
in 6 Abtheilungen im Ganzen 48,500 Geldgewinne sicher gewonnen
nämlich: 1 großer Haupt-Gewinn und Prämie ev 450, 000
M., speciell M. 300, 000, 150,000, 73, 000, 80, 000
mehrere Gewinne von 40,000, 36,000, 30, 000, viele Gewinne vo
21,000, 20,000, 18,000, 15,000, 12 000, 10,000
3000, 6000, 5000, 4000, 3000. 2900, 1500
1200, 1000 ꝛx. ꝛ..
Die Gewinnziehung der J. Abtheilung ist amtlich auf den
19. und 20. Juli dieses Jaßres
festgestellt, zu welcher
Ein halbes Original-Loos nur 8 Mark,
Ein viertel Original-LSLoos nur 4 Mark,
Zwei achtel Original-⸗Loose nur A Mark,
kosten. Man kann nach Belieben ein halbes oder ein viertel oder zwe
achtel Original⸗Loose, oder wenn gewünscht wird, auch ein ganzes Hri⸗
ginalloos belommen. Diese mit dem Negierungswappen versehenen
Original-Loose sende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Post
vorschuß selbst nach den entferntesten Gegenden den geehrten Auftragge⸗
bern sofort zu. Ebenso erfolgen die amtliche Gewinnliste und die Ge
winngelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig⸗
en prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin
ungen überall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnort
864a4klt erbalten.
Jede Bestellung auf diese Original⸗Loose kanr
man auch einfach auf eine Post einzahlung skarte

Conventionelle
Hausversteigerung.
M'ontag,“ deu 30. 1. M.,
»es Nachminags um 2 Uhr, zit
St. Ingbert, in der Wirthsbe—
hausung von Jotzann Joseph
h einrich, wird guf Betreiben
bon Urban Jaeob Bürgen
meister und Gutsbesiger in Rohr⸗
vach wohnhaft
gegen
Beßtz Kopp, Birgmann, und
bessen Ehefrau Catharina Betndt,
heide in St. Ingbert wohnhaft;
beger Nirroerinug des Erwerbs
preises zu eigen wiederversteigerte
—
59 Dez. Fläche, enthaltend
ein zu St. Ingbert, auf'm
Hobels, neben Ww. Jacob
Wagner und' Peter Nüller
gelegenes Wohnhaus wit
steller, Hof, Garten und
Ackerland. J
Sauer.dk. Notar.

Ein großartiger Erfolg
ist es 98 — wenn von einem
—A
um so großartiger ist pe wenn
dies troß gehäsfiger Angriffe möglich
war und in einer so kuxzen
Zeit, wie solches der Fall bei
dem illnstrirten Buche:
nurbeisnetee

Aiĩri

Dies vorzugliche populär⸗

3 Werk kann mit
Riecht allen aranken, weiche 5
benahrie Henumittei zur Beseiigunge
ihrer Leiden anwenden wollen, dringend
eeee empfohlen werden. Die

in abgedruckten Atteste beweisen die
— Beilersolge und find
eine Garantle dafür, daß das Ver—
rauen nicht getäuscht wird. Obiges
Aber b00 Seliten starke, nur 1 Mark
lostende Buch ist in jeder Buchhandlung
vorrathig, wird aber auch auf Wunsch
direct von Richter's Verlags⸗Anstali
in Leipzig gegen Einsendung von 10

nar r“——n à 10 Neä. perontt
Fine goldene Schaͤtz⸗
kammer

der Gesundheit, der Wieder⸗
genesung für alle Leidenden,
welches auch ihre Krankheit
sei, ist das große Krankenbuch:
„der Tempel der Gesurdheit!“
Möge es Jeder lesen, der
einer Hülfe bedarf. Für 1
M. von E. Schlesinger,
Berlin J., Neue Jacobstr. 6
uu 6eriehe—

*

„Heilbar
ist Trunkwahnsinn und zu be
seitigen Trunkenheit mit und ohne
Wissen; glaubhafte Alteste stehen
mir zur Seite und leiste für den
Erfolg Garantie. Man
wende sich an Th. Ko-
nmetza yr, Droguen⸗ u. Kräuter⸗
handlung in Grünberg in
Sschlesien

22823
22
*5

*

3*

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in Hamburg.
GanbtEomvtoir. Banf und Wechsel-Geschäft
—

—

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IDemek in Et Ingbhert.
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        —*22282 2 —X—— —X 22228 *
—R —2 — õ— 2 2 ——
5s3353555 5233“58 —J 538 5 535 52323 38 2 3538 38
— 888 5 * * 2 J * 22 — 8 J 8
—55 55 653 —— 5528 2 33 3333
5228* 8 28 3e 5 *323 53825 * —5382
55338738 355— —3 3 5383 3533 28233 38 33387587
2 535323 89 212 2 22 .* 4 — —25 — 42
322 * * — — — 5 253223 — — 268 2
55——2233 —5535 533 523 —555— 553 2325 5555 55 5 8*2
— 25335 523287 28 —2 . 52 52328 2632 —s —A —
— * — * F ** * *
55 ——85 532323 S58 55— — 33 3875. —« 0 3— —856
222 3 S 52 2 — 538532 28* ——33 2——— 22 32— ——533
⸗ 232 — — 3 55Sc— ————— »53 538 5—5—255527—
——— ———— — 55 553686353
537 E5 755 33 22 z5*2 *525 * 88*537 32 82 60
— 57235725 3 —.. —5 25 553 — 332 35353— 53 55 S —— 8
* — 2* . 255 2 z23285 9 — 2 —2323 2 * 5* —E — —
5755133 *353358 35 3 — 3—35538 53362
* 3 ⸗ð — B. 8 4552 2 5— 2 3 5322757 * * 3
3242 2 3 — 57—2257 32 — 2*38 —2536 * 322
ä z — 285 32 32523 2 5 55323
5253 3 538* 3 55 233357* 48* 53 5*553—8282
233533233 5*—2 58 333836 3233751534 83 2333—*
33532553 558— 25335328 *23*2 53338 32 — 352532357
5—c—3522 52525 2 53222 583 535 83384 52553 3 —*323553
ß w —* 4 2* * * 133 * J 2 —E — 24
—5735233 35322 835333 5 — 158683 53
—A——— —22 — — 25— — —A — — 5*8 5
253237 5—3. — ——— 3 ——3 ——— 53—23— —3222—32327
338 — 3333334 353— 3344
— 7 — ꝑ t
z8 3 3 3 33 33 355—33
— 2532 7523 *2 35 3 223856
25 * —2 * α— — ——2 22 — 8 —* * * — 2
— — z232325 S25 565E568
7 3
—
558
— 2
575
3252 533332 23
535. 3 23 258
277 H 8 8 285
255 A 55 75 23
— 2353 * —A 2235
33 — 55 3 55358 72
3532* 2 22 3 23 8 —— 238
— 557
—— 55 53355 583 382 18*
—— 3 —8 A 53* 2 5338 — —
2533 283 * 8 — 2— 3225333 5538
52 55 *53 * 32 —8 —— 233 3 533 1
5335357 5 5 S 25 3 —— »w7 ——— 24
53732 —8 — 2* — 2 ———— 55 — — —— 44
— 5* 8 2 5 3 . — — * 25 38..
—2 —8 — 22 —— 50 *220 * —A 2 32 — — — — *
73 75333 — 2 — 27 . 53 2 — — — * 3267
2225 —— 3 5 * * —— 2 372 2 z333— 3 58
35 Ez3— 58* —— —— —F 2555 * 55 *33 38 2
5 253353 272 * 33363 58— — 2233* 52 ——— 5*81
——— 33851 52 252 * 2 — 52 — * 5 —— 2* —8
552* — t —58 2 * 33 222 557 25 2 —2 — 155 3 32* 2
—323*77 — 22 2555237 —— — — 54 — 8
665 —— 755 53— ẽ 337 ———
252 z —5 — — 325436575 23 * 878 253 —— we 258*
53357 3332 37 553 255 —775* 533537 —353 *
— 23223 d) 5— 353 25 535323 33338* I32* 5
538 3585* 5227
2258 29 ——— 233338 55 53225 —— 353
133 ———— 3* 5z323* 355335 ——— 33* —
27483 53837 53234 —— —E *
—555 za 537 3 ——— —— —
5 —— — 27 52252553 *2 535335 5 5238 23
⸗ 588 —— —— — * 3 — 37— 23
53 —— —— — 5262* — 257 7 588
3 — 58 s73557 33
53*6 355 385533 5328 23233287 25 *
526 — 2 —*8 —A . 8 A 3 257 — G
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253353* 5225 8
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.2.5 5353 353833753555—. 23535 *5353 23 —533 5338
32z5 55533—33 —*85 A 83 33 — —3 5
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— — — 3*8 582 22232*2 — 00 — —23222 32 —————
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z3—5 4 233— 83—3—33 5338833 —775 5 ——3383— 83
8 — — —3 2 —* — * 522 85 —A— e⸗ — — D
343*5 3773315— —5— 353333 —53335237 8
9 25 58353 323235 55—383 —3 2—3 —0 335 3275
858 3 58 3888 —5533 —7533 3358 8 66
852 —5 538255— 8453* 58646 22z2 33 5—5 35532357 —A *
3 8 —4 33333——73 5
552 30 — 2 *. 8 5 5 —A—— —** 55
—XVA 388 25 — 2 3* cc2 — 25 57 3 3238 5* pe ——
55 A2 —A — 2 ——— — 3*
— 2 2* 2 3222 23 —*24 2 —A — —8 22
26 3 32*5 — — O — —A —
2 —52 25 82 2M255 22338 52 23327553 —
5 —. * — 2 5 — — 8* * —R
58 5553333355338 —55332535 53835 2532 —— —25355 535 327
55 555535 32335331535253 55 —3—3 ——3535
— —— — — 5 8557 8 5353 25 EES 39
XA 2855— .0oO — 3322 525 23 — —8 — — 85
z258 42352* *—*— —2 3 23— 523 55325 ——
z358 33573553335233533 ——25—33383 333383 8335*
55 —5—75383—35335 8833 EB32S 2*z 5328325 c8
3 33333 3333733333 —
ß * —28 —— — — — 9* 52 2
— 5*83553 5* 8852 ——— —— 383 —23
—.8 53825786 5382 223 —5 —2 325 2723235
* * — — *E —— — 82 53— »23 D2.2 22* 5 8288
— — 35 —535533— —35336
— 325323 2235—525 8* * 53 — 37
2 s— —A———— —2 — — O 3 2*2
2223 5—22 5 —55233 —⏑ —— —257 52— 5228* ——— —
22 2— — 25582252 —— 3 3 — E72 E 25 — 22 53E2
3 259 — —235665 2 2 2 — — —2 22 * 557
8 2550 30 * 2 —

52 22282 * 2 *
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53 3 33 38338 3888 2886533883358
25 2 2 8 236666 — 38 2
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512*82353 —A 335 5*3 59 2283 28 32258 23.3,3338
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5 53 5247 —2332 23553 2235 —— 222 55822 —— —
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        St. Ingberler Anzeiger
Anzeiger.

u St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterkaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Zei⸗

age), erscheint wöchentlich vlermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljähxlich

Rartk 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrist Ader deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
amstag, den 14. Juli 1877.
B 108. Samstag, den —
— — —

Deutsches Reich. —8

Mänchen, 10. Juli. Der deuische Kaiser begibt sich am
6. d. M., Vorm. 1034 Uhr, auf einem Dam pfboot von Mainau
och Lindau und von da mit der Babhn über Kempten nach München
Ankunft gegen 324 Uhr.) In Rosenheim wird im Badehotel
hachtquartier genommen; den andern Tag um O9 Uhr reist derselbe
shber Kufstein und Wörgel weiter nach Lend, von da Nachmittag
zuu Uhr mittelst Extrapost nach Bad Gastein (Anlunst Abend 6
Uhn).

München, 10. Juli. Der Finanzausschuß der Abgeord⸗
eienkammer erledigte gestern den Militäretat und das dazu gehö—
ige Finanzgesetz. Auf erneuten Aatrag des Kriegsministers wurden
ach dessen nochträglicher, ausführlicher Begründung und wegen
zlechstellung des bayerischen Contingents mit dem übrigen Reichs⸗
en auf Antrag des Referenten Frankenburger die früher gestrichenen
Mittel für 2 weitere, also nun 18, Hauptleute bewilligt. Die
einmaligen Ausgaben wurden, wie sie von der Reçieruung poslulirt
oaten, bewilligt, jedoch wurden die Erlöse aus Grundstücken, welche
ich die Militärverwaltung für Bauten zu gut rechnete, dem Staats⸗
ier:-Kaufschillinggfonds überwiesen, wodurch der Staatskasse 87, 005
N. zu gute kommen. M. C.)

München, 11. Juli. Die nächste Sitzung der Abgeord⸗
etenkammer ist auf Freitag, 13. Juli anberaumt. Zur Verlesung
ommt die schon mitgetheilte Interpellation wegen der Häusersteuer;
zann folgt die Beraihung der Gesetzvorlagen über den Hauptetat
er Mililätverwaltung bis 31. März 1878. Der aulographirte
zericht des Finanzausschusses über diesen Hauptetat ist jetzt vertheilt
wotden. — Was die Verwendurg der durch Abstriche erzielten Er—
bigungen zu 40,972 M. betrifft, so geht der Antrag des Aus—
chusses dahin, daß dieselben zum Zwecke der besseren Verpflegung
nbdesonderen Fällen verwendet und die Posilion Cap. 12 Tit. 5
Victualien⸗Verpflegung“ um diesen Betrag erhöht werden soll.
Wie der Bericht mittheilt, wurde im Ausschusse noch angeregt, daß
auch jenen Soldaten, welche freiwillig in Urlaub gingen, sowohl
ür die Reise vom Garnisonsort in die Heimalh, als für die Rück—
reise die Wohlthat der halben Fahrtaxe billiger Weise zu gewähren
ei, und wurde ein desfallsiger Antrag in Aussicht gestellt. Diese
Anregung fand Zustimmung und wurde von einem Autrag und
beschluß deshalb abgesehen, weil einerseits der dabei betheiligte Ver⸗
icter der Verkehrsanstalten nicht anwesend war, andererseits der
Priegsminister erllärte, dahin wirken zu wollen, daß dem auch von
hn gebilligten Wunsch entsprochen werde. Es wurde vorbehalten,
en Gegenstand bei der Budgetberathung weiter zu verfoigen, falls
whis dahin nicht erledigt se'n sollte.

Mänchen, 11. Juli. Wie mir von wohluntferrichteter Seite
atgelheilt wird, ist die Wiedereinberufung des Landtages zu einer
orwiegend finanziellen Session auf Mitte, spätestens 20. September.,
xjchlossen. Auch wird dem bis dorthin zusamaentretenden Landtag
von der Staatsregierung eine die Reform des bayrischen Steuer⸗
eesens betreffende Gefetzesvorlage zugehen, so daß die Herbstspvund
dinterderhandlungen unserer gesetzgeberischen Faktoren nicht allein
eht umfangreich, sondern auch, und dieses ganz besonders, für den
ahrischen Staalshaushalt und das mattrielle Wohl des Volkes
on höchstem Interesse sein werden. GSFrk.. K.)

Mürnmnchen, 11. Jul'. Der Kaiser von Oesterreich wird
norgen früh aus Wien hier eintreffen zur Geburtsfeitt der Prin⸗
essin Gisela. — Der bishetige Geschaäftsträger Bayerns in Paris,
deheimer Legationsrath v. Rüdhardti, wird in den ersten Wochen
uz August hier eintreffen, tinige Wochen hier verweilen, und am
. Seplember den Gesandtischaftsposten am kgl. preußischen Hof
bernehmen.

Berlhin, 11. Juli. Die „Provinzial-Corresp.“ schreibt
tzuglich der Reisen des Kaisers: Vie Rückreise von Gastein erfolge
umuthlich am 8. August über Salzburg und die Ankunft in
zetlin am 10. August. Im Laufe des genanaten Monatis gedenke

der Kaiser den Uebungen des Gardecorps und im September den
großen Mansvbern am Rhein beizuwohnen.
Berslin. Die Hauptihäugkeit der deutschen Munden erstreckt
sich gegenwärtig auf die sich großet Beliebtheit erfreuenden Zwei⸗
narkstürke; seit dem 21. April werden an Silbermünzen diese
illein ausgeprägt; bis zu diesem Termine wurden auch noch Fünfzig⸗
»fennigstücke ausgeprägt; Zwanzigpfennigstücke sind seit dem 18.
Jannar nicht mehr, Endnartftücte und Fünfmattstüͤck- in diesem
Fahre überhaupt nicht mehr ausgeprägt worden. Von Goldmänzen
ind in den letzten zwei Wochen, über welche Nachweise in dem
Centralblatt fuͤr d.s deuische Reich“ vorliegen, nur halbe Kronen
usgepcägt, in dan Wochen vorher auch viele Kronen. Doppel⸗
ronen sind im Laufe dieses Jahres überwiegend nur für Privat⸗
rechnung, also auf Bestell ung, ausgeprägt. 7*
Ausland.

Wien, 11. Juli. Die „Polit. Corr.“ meldet aus Bukare,,
nach glaubwürdigen militärischen Quellen soll der Uebergang der
umänen über die Donau am Donnerstag um 12 Uhr auf zwei
Zunkten oberhalb und unterhalb Kalafat erfolgen. Der Fürst
aͤhrt persönlich das Commando. Zwei vorerst unglaubhafte Sen⸗
tionsnachrichten melden, daß der russische Thronfolger von inem
enstlichen Unfalle betroffen und der Seraskier Redif in Schumla!
estorben sei. Von der Donau liegen hier nirgends neuere Nach⸗
ichten vor. Kars ist entsetzt. Die Ruffen räumen allerthalben in
Usien das kürkische Gebiet. Die gestern in hiefigen Bläitern ver⸗
reiteten Nochrichten, der Hafen Klek sei der türkischen Armee behufs
drankentransports geöffnet worden, ist erfunden. Die Tuͤrkei
jat einen solchen Antrag nicht gestellt. Klek ist der kürkischen, wie
er montenegrinischen Armes verschlossen.

Paris, 11. Juli. Der österreichische Diplomat, Baron
Falice ist in besonderer Mission in London angelaugt. — Ein
Telegramm aus russischen Quelle behauptet, der in Schumla be⸗
jadliche türkische Kriegsminister, Redif Pascha, sei dort an e'ner
Bergiftung gesto ben. Sein Nachfolger sei der Marineminister
steouf Pascha.

London, 8. Juli. „Die Thatsache“ — schreibt heute der
Observer“ — „läßt sich nicht leugnen, doß die Absendung unscrer
Flotte rach dem Eingang zu den Dardanellen als ein Fingerzeig
pienen soll, daß unter gegebenen Umständen unsere Panzerschiffe
nach dem Bosporus beordert werden können. Emfacher gesprochen:
vir wollen Rußland die Ueberzeugung beibringen, daß, wenn das
Kriegsglück Konstantinopel gefährden sollte, unser Gesqhwader durch
hdie Dardanellen fahren und sich am goldenen Horn vor Anker
egen wird und daß wir zur besseren Ausftihrung dieses möglichen
Zweckes einen Sammelpunkt für unsere Fahrzeuge gewählt haben,
vo sie gewissermaßen unserem Gefandten zu Pera auf Sprechnähe
u Befehl stehen. Wenn das nicht die klare Bedeutung der von
Sirt Staffotd Northcote gegebenen Antwort auf Sir Wufrid Lawe,
ons Frage ist, so haben die Worte aufgehört, einen verständlichen
Sinn zu besitzen.“

London, 11. Juli. Dem ministeriellen Standard wird!
elegrophirt, in einer Üaterredung Lord Odo Russels mit Fürst,
Bismarerklärte Ersterer, England werde hiemals eine rus⸗
ische Olkupation Konstantinopels gestatten. Fürst Biemarck erwiderie
harauf, er hielte gerade die Okkupation für das schnellste Mittel
‚um Friedensschlusse.

London, 11. Juli. Daily Telegraph meldet, daß der
ussische linke Flügel ijn Armenien einen leßten Versuch machte,
Ismail Pascha auf türkischem Gebiete zu schlagen. Dieser Versuch
nißlang und die Russen mußten das von ihnen okkupirte türkische
Territorium räumen. Mouthtar Pascha seinerseits steht nur noch
zine halbe deutsche Meile von Kars. Die Betagerung ist voll—
tändig aufgehoben. Die Ruffen sind in vollem Rückzuge auf der
Jjanzen Linie.

Bukarest, 10. Juli. (via Czernowitz.) Das nächste Ziel
der russischen Operalionen ist Rustschut, auf welchts der Angriff
        <pb n="370" />
        zu Wasser und zu Land erfolgen vird. In Giurgewo ist Alles
dazu vorbereitet. Zwischen Gortschakoff und dem Großfürst Ober⸗
lommandanten fanden lebhafte Erörterungen über die Einbeziehung
Serdiens in das militärische Operationsgebiet statt. Eine mächtige
Partel dringt beim Czaren auf Ignorirung des österreichischen
Widerspruchs, Gortschakoff dagegen betont, daß Oesterreichs freund⸗
liche Neutralitat momentan das Wichtigste sei und um jeden Preis
erhalten werden müsse, sowie daß die Menschenopfer, welche bei
der Umgehung der iürkischen Positionen durh Serbien erspar!
werden könnsen, in keinem Verhältniß ständen zu den Nachtheilen
einer feindlichen Haltung Oesterreichs. Gorlschakoff gab seinen
Ausführungen Nachdruck durch Vorlegung von Depeschen Novikows,
der melder, daß Andrassy ihm erklärt habe, Oesterreich werde
unter keinen Umständen die Ausdehnung des Krieges auf Serbien
dulden.

Die russische Militärverwaltung macht alle Anstrengungen, um
den bei der Intendantur entdeckten Mängeln nachzuforschen. Bei
einer unweit der Station Radelnajo an der Odessa-Bahn statt⸗
gefundenen Untersuchung hat sich nach dem „Golos herausgestellt,
daß gegen 120,000 Pfund Heu fehlten; auch bei dem Korn ist ein
bedemendes Manco vorhaͤnden, so daß man den Gesarimtbetrag
auf 200, 000 Rubel beziffert; unten den Zwiebacken follen sich
gleichfalls groͤßere Partien befinden, die gänzlich unbrauchbar sind;
fie find eniweder von Außen angebrunnt, aber inwendig roh oder
jchmußig, oder mit Asche und dergleichen gemischt. Großes Auf⸗
sehen erregt auch das bedeutende Deficit von 194 Mill. bei der
bom Finanzministerium befonders patronisirten Gesellschaft des gegen⸗
seitigen Credits, welche sogar eine Zeit laug den Gouverneur der
Bani, Herrn Zamansty, zum Direktor hatte. Die Untersuchung
ist eingeieitet. Die Gerüchte vom Rücktritte des russischen Finanz⸗
ministers Reuterer erneuern sich. Die Concurse mehren sich in
Rußland in geradezu schreckenerregender Weise.
Vermischtes.

4 Wie der „P. Anz.“ meldet, findet die projeltirie Gewerbe—
und Indnstrie-Ausfiellung in Pirmasens wegen Mansel an
Betheiligung in diesem Jahre nicht statt.

7 Speyer. Die k. Regierung der Pfalz hat dem zwölf—
jährigen Sohn des Händlers Theodor Brode sser in Frankenthal,
welcher am 26. v. M. den sechsjahrigen Knaben Adam Neeser
unter eigener Lebensgefahr aus dem hochangeschwollenen Rheine rettete,
die offemliche Anerkennung ausgesprochen. (Pf. 3.)

FMünchen, 11. Juli. Ein eutsetzlicher Unglücksfall hat
sich heute Morgen 624 Uhr ereignet. An der Heßstraße stürzte das
dem Privatier Joseph Bauer gehörige neu erbaute und bis auf den
nneren Ausbau vollendente Haus Nr. 66. an der freistehenden
Westseite zur Hälfle zusammen, schlug das Kellergewölbe durch und
heßrub unter den Trümmern vier arbeitende Frauenspersonen, wovon
—A einen Mann. Der bedrohlich
niedethängende Dachstuhl, dessen Herabstürzen jeden Angenblick u
befürchten war, hielt anfänglich die Arbeiter zurück, sich der Unglücks
städte zu nahen. Erst nach 9 Uhr wurde er zum Fall gebracht
und stuͤrzte in tausend Stoͤcken zerschellend donnernd nieder. Nan
hegann das Wegräumen der Trümmer, aber erst nah sechsstündiger
strenger Arbeit gelang es — fünf Leichen herauszuziehen. Daß
jeichnsinnige Baufuͤhrurg das große Unalüd herbe sührte, ist außer
Zweifel.

feLandshut, 5. Juli. Auf dem gestrigen Wochenmarkte
dahier hat beim Auszahlen der Berkaufssumme ein Oqse seinem
ihn treuios verlassenden bisherigen Besißer, einem Bauern, eine
Hundertmarknote verzehrt.

f Aus Baden, 8. Juli. Juwel er Goldschmidt von Mann⸗
heim hat an dem Fabrikanten J- C. Wolf in Pforzheim einen
Nachfolger“ bekommen, indem derselbe am 27./28 vor. Mts. nach
ẽntdeckung mehrfacher Betrügereien aus Pforzheim flüchtig gegangen
nb viele Goldwaaren mitgenommen hat. Auf Ansuchen der Pforz
heimer Gerichtsbehötde wurde Wolf aber in Rotterdam, wo er sich
schon etwas zu früh für sicher hielt, festgenommen und behufs der
Erlangung feiner Auslieferung nunmehr das gesetzliche Verfahren
eingeleitet. Die von Wolf mitgenommenen Goldwaaren sollen in
Bremen angehalten jsein.

pSaarbrücken, 11. Juli. Gestern wurden vier Bursche
aus Fischbach bei Dudweiler ins hiesige Justizarresthaus eingeliefert,
welche dir Theilnahme an einer Messeraffaire beschuldigt sind, der
dort'in der Racht vom letzten Montaq auf Dienstag ein Menschen⸗
leben zum Opfer fiel. (Saarbr. Ztig.

f In Frankfurt schlug ein Stallknecht den Affen feines
Prinzipas mit der Reilpeitsche. Dieser verstand die Neckerei unrecht,
riß sich von seiner Ketle los, sprang seinem Quäler auf den Kopf
und zerkrahzte ihn derartig, daß die Wunden nicht unbedenklich sind;
gleichzeitig biß er ihm in den Arm, wodurch eine solche Verletzung
nent, daß die Aufnahme ins Hospital erfolgen mußte.

f Die groke Eisenfirma C. F. Buderus in Neuwied ha
fich gerdthigt gesehen, ihre Zahlungen zu suspendiren. Die Firme
nahm eine sehr bedeutende Stellung ein, sie war Besitzerin großer
düttenwerke und unterhielt ausgedehnte Beziehungen, denen ent.
pprechend die jezige Zahlungsstockung auch ziemlich weite Kreise in
Pritleidenschafi zieht. Als betheiligt werden vornehme Kolner Häuser
und Institute bezeichnet, ferner die Mitteldeutsche Creditbank zu Mei⸗
ningen. Die insolvente Firma hat bei ihren Gläubigern ein
Moratorium nachgesucht. Es finden gegenwärtig unter den Gläubigern
Verhandlungen statt, von deren Ausfall es abhängt, ob dat
Moratorium bewilligt wird oder nicht. (Fr. J.)

— Ein einzelner Lehrerverein, der zu Kafssel, hat sich kürzlich
die Müte nicht verdrießen lassen, eine Tabelle zusammenzustellen
nus der die Gehalter der Volksschullehrer in den haupisuchl chsen
zeutschen Städten ersichtlich sind. Die größten Städte, wie Berlin
und Hamburg, zahlen die höchsten Besoldungen, verlangen aber auch
dem entsprechend die besten Leistungen. In Berlin steigt das Gehait
hon 2235 bis 3240 M., in Hamburg beginnt der junge Lehrer
nit 2250 M., das Maximum, welches er erreichen kann, ist leider
nicht angegeben. Franlfurt a. M. zahlt 2150 bis 3500 M., dat
Maͤrximum ist in 20 Dienstjahren erreicht, und die Peusionsver,
zältnisse sind besonders günstig. Die sächsfischen Städte Leipig
und Chemnitz zablen 1650 bie 8000 M., Bremen 1500 bis
2700, Mainz 1828 bis 2814, Freiburg 1946 bis 2776, München
1927 bis 2593 Mark, außerdem baierische Staatszulage von 94
his 564 M. Verhältnißmäßig am schlechtesten scheinen die Lehre
in einzelnen rheinischen Industriestädten zu stehen. So ist z. B
in der Tabelle für Duisburg ein Minimum von 1200 und ein
Maximum von 2400 M. angegeben. Die ländlichen Gemeinden
ind nicht berücksichtigt, wäre das geschehen, so würden sich noch
veit groͤßere Differenzen ergeben haben. Die schlechten Landschul
bter Gehalter gelten übrigens nicht allein für die armen Gegenden
der östlichen Provinzen Preußens. Wie wir aus einer der jungften
Berhandlungen des Gothaischen Landtags ersehen, betragen in dem
leineswegs unbemittelten Herzogthum die Besoldungen der Volksschulb—
—E
ind 1050 M. und steigen nach 51 Dienstjahren auf 1030
1260 und 1650 M., Wohnung inbegriffen.

p Seltene Ehrlichkeit. Vor etwa acht Tagen trat i⸗
Themuitz in ein Bankgeschäft eine dem Bürgerstande angehoͤrige
Frau und theilte mit, daß sie den Wunsch hätte, ein früheres Un—
recht gut zu machen, sie habe naämlich dvor 16 Jahren in diesem
Heschaͤfte Slaatspapiere verlauft und, nachdem sie die in Dukaten
rhaltene Summe zu Hause nochmals nachgezählt, gefunden, daß
ije zwei Stücke zu viel erhalten habe; seiner Zeit wäre ihr dieser
Belrag sehr zu Statten gekommen, da sie gerade in Geldverleger⸗
heit, heute wäre sie nun jedoch in der Lage, ihr damaliges Unrecht
wieder gut zu machen. Als ihr hierauf erwidert vurde, daß sie ihr
Geld kuhig wieder mitnehmen solle, da fie im entgegengesetzten Falle
auch nichts herauserhalten hätte, wurde die Frau ganz aufgereg
und bestand nun darauf, daß sogar auf den Betrag der 2 Ducaten
Aso auf 19 M., die Zensen und Zinseszinsen zugerechnet würden
Um die Frau zu deruh'gen, wurde ihr endlich der Wille githan;
ie bezahlte für die 2 Dukaten über 40 M., welcher Betrag vom
Thef des Hauses einer armen Familie zugewandt wurde. Die
Frau aber derleß nunmehr beruhigt das Comptoir.

f Berlin, 10. Juli. In einigen Monaten wird hier tir
wissenschaftlich geleitetes Institut zur Unsersuchung von Nahrungs
miteln auf Fälschung einger'chtet.

Hamburg, 9. Juli. EEine Thomas⸗Kiste in Hamburg.
Zu den unnatürlichen Verbrechen, welche sich neuerdings hier und
anderen großen Städten in erschreckender Weise häufen, isl nur
zei uns auch eine Art Thomas Affaire gekommen, deren Zusammen⸗
zang und Moltive bis zur Stunde noch in ein geheimnißvollet
Duutel gehüllt find. Die uns durch eingezogene Eckundigung be·
annten Details sind allerdings unheimlich und traurig genug, um
— Uhr
and die Frau des Todlengräbers Windwehen auf dem St. Jalobi⸗
dirchhof eine kleine, in Zeilungẽpapier gehüllte Kiste, die von un⸗

hetannter Hand dort hingestellt sein mußte. Vermuthend, daß es
sich hier um den nicht seitenen Fall der Aussetzung eines früh ge⸗
hornen Kindes handle, beordete sie das Dienstmaädchen, die Kiste
nach dem Garlen zu tragen. Bei ihrer Zurückkunst meldete daß
Madchen ihrer Madame, daß auf der Kiste etwas geschrieben stände, wo⸗
rauf Frau Windwehen sich nach dem Garten verfügte. Auf die
diste war ein Zettel geklebt, folgende Juschrift enthaltend: „Lieber
dari! Bei meiner Durchreise übersende ich Dir eine kleine Ueber—
raschung. Brief folgt nach. Dein Heinrich.“ Frau W. rief ihren
2öjährigen Sohn Karl Florenz hinzu, der die Kiste in das Treib⸗
haus nahm, um sie dort zu offaen. Die Kiste war mit einem Tau
irruzweise zusanmengebunden, durch den Deckel und dar linke
Sellenbtett waren zwei große Nägel geschlagen. Der junge Mann,
ichtz Bofes ahnend, loͤsie das Tau von der Kiste, als plotzlich ein—
        <pb n="371" />
        R

A

s

48

furchthare Explosion statifand, dergestalt, daß das Dach des Treib ·
haufes und alle Fenster desselben zertrümmert wurden. Der junge
Windwehen selbst erlitt sehr erhebliche Verletzungen, die, wenn auch
nicht wodtlich, doch den allgemein geachteten Jurgling acbeitsunfähig
machen. Die Kiste enthält einen einer Pistole ähnlichen Apparat,
Pulber und Hagel. Ueber die technische Konstruktion der Kiste
fehlen bis jetzt noch weitere Angaben, ebenso fehlt jede Kunde über
die Persönlichkeit des Attentäters. Der Bezirlskommissar, Herr
Wiederkehr, dann Herr Inspektor Schröder haben eine Localbesichti⸗
zgung vorgenommen, Herr Dr. Kraft den Patienten unterfucht; die
Zifle ist der Staatsanwalischaft übderliefert. (Gamb. Zig.)

pForbach, 7. Juli. Das Amisblatt für den Bezith
Lothringen veröffentlicht die seitens des Herrn Oberpräsidenten ver⸗
fügte Namensänderungen von 90 lothringischen Gemeinden, mit
den Anfügen, daß fortan nur noch die deutsche Benennung zur
Anwendung zu kommen hit. Im diesseitigen Kreise heißt darnach
das seitherige Brulange — Brülingen, Dostry — Destrich und
zuisss — Sülzen.

pBerfälschung von Nahruagsmitteln. Aus
einer bom deutschen Landwirthschaftsralh an das Reichskanzleramt
gerichteten Dentschrift, betreffs der Verfälschung von Nahrungsmitteln
ünd folgende Mittheilungen von besonderem Interesse: Die Ver⸗
dünnungen der Milch durch Wasser sird bekanut. Tas Quantum
Wasser, welches allein in Berlin als Milch verkauft w'rd, berechnet
sich auf 3—54 Millionen Liter, der Consum an Milch auf 36 s
Millionen Liter, d. h. 88.3 Liter pro Kopf. Dem Mehl fetzt
man Schwerspath, Gyps, Kreide, Marmorstaub hinzu. Dem Brod⸗
teig wird Alaun und Kalkwasser beigemengt, um das Brod weißer
zu machen, und Jaloppenwurzel, um die verstopfende Wirkung des
Alauns zu heben. Schlechler, verdorbener Kaffee wird gesärbt,
sogar mit giftigen Farbstoffen. Im Siampfkaffee finden sich
Tuͤhorien und Roggen. Im Cichorienpulver hat man wiederholt
Oder, Eisenoxyd, Ziegelmehl, im Cichorien-Kuchen mitualer alten
Naffeesaz, Baumrinde, ja Erde nachgewiesen. Zur Checolade⸗
Bereitunge verwendet man mitunter anstatt der theutren Cacao
Bohnen als Zusatz Peru⸗Balsam oder Storar, anstatt des Zuckerẽ
Neiasse⸗ Syrup oder Stärke. Zur Vermehrung der Masse fügt
man derselben Mehl von Getreide, Hülsenfrüchten, Kastanien, ge—
pulverie Cacaoschale, Gummi⸗Gips, Kreide hinzu. Anstatt der
Tacao⸗Butter, welche man aus der Wasse entfernt, wird Shmalz,
Feit und Pflanzenöl genommen. Gewürze werden in großem Maß—
fabe mit mineralischen und organischen Substanzen verfälscht. Um
Haumbl zu imitiren, versüßt man gemeines Rüböl mit Bleimitteln.
Schlechter Eisig wird oft mit scharfen, brennenden Gewürzen so
scharf gemacht, als wäre er abgezogen worden. Welhhe eklen Stoffe
zuͤr Butterfabrikation genommen werden, ist bekannt: Schmalz,
Talg, gekochte Kartoffeln müssen mitunter die Moasse vermehren.
Um Liqueren Ansehen zu geben, werden lebensgefährliche Färbe
mittel angewandt. Zur Wurstfabrikation müssen scheußliche, un⸗
genießbare Abfälle, Fleischreste und Stärkemehl dienen. Man hat
sogar die feine Farbe der Cervelatwurst mittelst arsenikhaltigen
Añilins hergestellt. Am übelsten aber ergeht es den Weintrinkern.
Aus Wasser, Kartoffeln, Gerstenmalz, Rohtczucker, Hefe, Weinsäure,
Weingeist, Malvenblüthen, Veilchenwurzeln, Hollunderblüthen, Tan⸗
ain, Weinstein, Rosinen, Kind-Gummi, Himbeersaft, Hopfen, Tama
rinden, Melassensyrup, Glycerin, jungen Rebenblüthen ꝛc. werden
Hunderle verschiedene Weine ohne e'nen Tropfen Naturwein fabri—

Ausverkau
ru 1
Das von Herrn Schultheiß wieder übernommene Lager
oderkaufe ich, um zu räumen, zum Selbstkostenpreis.
R. AcICOPMII.
SEonntag, den 15. Jut, Nachmittags 3 Uhr
Concerider hiesigen Stadtkapelle
in der
Gartenwirthschaft
der
Bierbrauerei St. Ingbert.
Der zweite Stock
neines e bestehend in ! Rechnungen
6 Zimmer, Küche, Keller, Speicher
Mbis Okiobet beziehbar zu der⸗
miethen.
Auf Verlaugen kann auch etwas
Harten dazu gegeben werden.
Mich. Haas.

zu Jedermanns Gebrauch
in Ys, Ua und *a Bogen

ind vorraͤthig in der
Druckerei ds. Blattes.

tirt. So viel ist nach einem Vortrage des Chemikers Dr. Zinrel
gewiß, daßz, um saures Bier trinkbar zu machen, Pottasche, Kall
oder Kaagensalz verwendet wird, welches gefaͤhrliche —XWXC
exzeugen kann.
Dienstesnachrichten.

Der Lehrer an der kathol. Schule zu Schwauheim, Georg
Braun, wurde zum Lehrer an der kathol. Schule zu Hornbach, der
nterimist. Verweser Phil. Deibel zum Lehrer an der protest. Schule
in Brücken ernannt, der kathol. Lehret an der unteren confessionell⸗
——— den bleibenden
Rtahesiand versetzt, der interimist. Verweser der protestant. Schul⸗
derweserstelle zu Darnenfels Emil Walther, zum Schulverweser, der
interimist. Verweser an der kathol. Schulverweserstelle zu Boben⸗
heim a. Rh. Pet. Bardents, zum Schulverweser ernannt.

Fur die Redactnon veraniwortlich F. X. Deme— —

Die neuesten Rummern der Jilustrirten Ir,auen⸗
Zeirung Gierteljährlichet Abonnementspreis M. 2. 50) In
dsterreich fl. J. 60 Oe. W., in der Schweiz Fr. 3. 3.] ent⸗
haälten: J. Die Moden Numnmer (25): Sommer⸗Toiletten
jür Damen, junge Mädchen und Kinder, einzelne Ueberkleider, Tuni⸗
fas, Jaden, Kleiderröcke und Kleiderärmel, Shawl⸗Mantille, Cra⸗
vaten, Hüte, Shawl als Kopfhülle, Armband, gestrickte Halbhande
huhe, Morgenhauben, Taschentüscher. Kleider, Jacken, Schürzen
und Corset für Kinder von 3—7 Jahren. Lätzchen, Jäckchen und
Ztiefelchen für Babies. Fensterblende, Durchzugarbeit in Tüll,
Decte, Buntstickerei. Stizzenbuch mit Malerei. Toilettenkissen.
Flechtarbeit mit Stickerei. Kreuzstichstickerei für Decken, verschiedene
Fraugenabschlüsse sur Decken auf Java⸗Canevas, gehäckelte und
Jestrifte Sp zen ꝛc. ꝛc. mit 74 Abbiidungen und einer Beilage mit
s Schninmustern, verschiedenen Muster-Vorzeichnungen und Namens⸗
hifften. U. Die Unterhaltungs-NRummer (26): Ein
Hadchenräthsel. Novelle von Ida von Düringsfeld. — Der
Flüchiling im Keller. Nach einer lateinischen Kellerinschrift von
Alexander Kaufmann. — Fanny Janauschel. Von W. Anthony.
Der Friedhof von St. Peter n Salzburg. Von C. R. Struwy
— Zur Natlurgeschichte der Landparthien. Von Richard Schmidt⸗
Tabmnis. — Am goldnen Horn. Von Nuredin Aga. 5. Liebe.
Berlobung, Heirath. — Verschiedenes. — Wirthschaftliches: Der
Juli in der Küche. — Briefmappe. — Frauen⸗Gedenktage. Ferner
pᷣlgende Illuftrat onen: Fanny Janauschek. Von C. Kolb. — Die
AegidiusKapelle und die Kapelle des heiligen Maximus am Fried⸗
hof zu St. Peter in Salzburg. Von Paul Burmeister. — Eine
zZandpartie. Von Erdwann Waaner.
ne in unerciit ulenlatte refindliche Gewinn⸗ inheilung det
derrn Laz. Sams. Cohn in Hamburg ist ganz besonders zu beachten.
Dieses weltbekannte Geschäft besteht weit über 50 Jahre und hat den bei
hm Betheiligten schon die größten Hauptgewinne von Mark 360,000,
70,000, 246,000, 225,000, 188,000 130, 000, 156,000, oftmals 152,000
150.000, 90, 000, jehr häufig 78,000, 60,000, 48,000, 40, 000, 36,000, a,
c. ic., am 16. Mai dieses Jahres schon wieder den glüdlichen Gewinnern
m Königreich Bahern die große Prämie von 252,400 Mark und vor Kurzem
benfalls die große Prämie von 246,000 Mark ausbezahlt, wodurch viele
deute zu reichen Capitalisten geworden sind. Es sind nun wie der für einen
leinen Einsaß große Capitalien zu gewinnen bis 34 ev, 876,000 M. Auch
Fezahlt dieses Haus durch seine weitverbreiteten Verbindungen die Gewinne
njedem Orte aus. Da durch die getroffene großartige Einrichtung in Ver⸗
nehrung und Vergrößerung der Gewinne eine große Betheiligung zu erwarten
si, möge man dem Glücke die Hand bieten und fich vertrauensvoll an die
firma Taz. Sams. Cohn in Hamburg wenden, bei der man gewissen-
saft und prompt bedient wird.“

Große Preisherabsetzung
Wegen Aufgabe meines Engros Geschäftes verlaufe vom
8. Juni bis 31. Juli zu solgenden bedeutend herabgesetzten
Preisen:

s. breite ächtfarbige rosa und lila Eattune für Vettüder
züge, die Elle (60 Centimeter) à 24 Pf.
8,4. breite ächtfarbige Wique-Eattune, feinster Qualitaͤt, die
—
s,. breite ächtfarb'ge Eretonnes für Kleider fe nster Qualit.,
die Elle stait 30 zu 22 Pf.
s. hreite ächtfatbige Bettzeuge Gett⸗Ueberzüge), die Ell⸗
zu 25 und 36 Pf

Guten Barchend für Betten, die Elle à 80 Pf.
3 Ellen breites gutes Betttücher Leinen, die Elle 78 Pf.
früherer Preis 1M.
Es duürfte sich sobald nicht wieder Gelegenheit bieten, gute
Waaren zu solchen Preisen zu bekommen, wobei ich jedoch be—
merke, daß ich des raschen Umsatzes wegen Muster von diesen
Artiteln nicht sende, die kleinsten Aufträge aber bestens effeltuire.
W. Fuhrländer Nachfolger, Zahrgasse 865,

Frankfurt a. M.
        <pb n="372" />
        Conventionelle Bekauntmachung. Sonatag. den 18. Juti
Hausversteigerung. De Sieneth de Sgng. Harmonie ⸗Musik
Heontag, den 0. 1. M., dert hat in seiner Sitzung vom in der— Heusser'sven Garten⸗

»es Nachmittags um 2 Uhr, zu 12. Juli l. J. folgende Beschlüsse wirteschast. —GEintritt srei.
St. Ingbert, in der Wirthsbe- gefaßt: F.'J. Koch.
aen po dnn Jen 1. b ¶woaichorduung fest · Soeen eischsen in neuer Auflage?
einrich, wird auf Betreiben gestellt. 82 64
hon Urban Jacob,, Bürger— Die Gemeinderechnung pro Die Brautnacht
meister und Gutsbesitzer in Rohr⸗ 1876 geprüft und liegt vn Tomp Mane? —838 eßs Rill
bach wohnhaft diese 14 Tage lang zur Frzählt von Letzterem im Kreise
gegen Einsicht auf dem Blrger⸗ seiner Kaͤmeraden.
Georg Kopp, Bergmann, und meisteramte offen. Franco Zufsendung gegen Cin⸗
dessen Ehefrau Catharina Berndt,“ Der Vorschlag zur Be⸗ endung von 53 Pf. in Reichs⸗
deide in St. Ingbert wohnbaft, etzung der erledigten Näd: Vriefmarken durch R. Jacobs
vegen Nichtbezalung des Erwerbs⸗ henschulstelle gemacht. Buchhandlung in Magadeburg
zreises zu eigen wicderversteigerb: Die Anschaffung von Sub⸗ 7
pᷣl. Nr.4070 /3.a u. 40 70 8 b. jellien für zwei neu zu er⸗ Heilbar

59 Dez. Fläche, enthaltend rich endeSsSchulen genehmigt.

ein zu St. Ingbert, auf'm Für Herstellung von Büücken

Hobels, neben Ww. Jacob und Wiederherstellung der

Wagner und Peter Miüller Wege enlsprechender Credit

gelegenes Wohnhaus mit eröffne!. —

rller, Hof, Garten und Si. Ingbert, 13. Juli 1877.

Ackerland. Das Bürgermeisteramt:

Sauer, k. Notar. Custer.

Ludwig, S. von Georg Jung.
9. Anna, Tuv. Heinrich Jung.
10. Ludwig, S. v. Jak. Amann.
14. Friedrich, S. v. Jak. Meß.
Elisabetha, T. v. Peter Zintel.
15. Georg, S. v. Peter Jofeph
stempf. Joseph, S. voa Peter
Buhmann. 16. Karolina, T.
von Nikolaus Steinfelz. 18.
Peter, S. v. Joseph Wagner.
Karl, Sohn von Jakob Engel.
Heinrich, S. v. Franz Dengel.
20. Jakob, S. v. Joh. Zintel.
—ADD
zerber. Elisabetha, T. v. Con⸗
rad Schoppé. 22. Elisabetha,
T. v. Peter Nothof. Friedrich,
3. von Georg Zeller. Joseph,
Sohn v. Heinrich Kneib. 24.
Ddaria, T. v. Louis Siegwardt.
26. Anna Maria, T. v. Heintich
dindinger. 27. Johann, S. v.
Nilol. Zimmermann. Charlotte
Maria, T. von Heinrich Behr.
28. Wilh im Ludwig, S. von
Christan Hainz. Heinrich, S.
von Jakob Hooß. 289. Maria,
T. v. Sebastian Keßler.

B. Eheschließungen:

7. Juni. Georg Adam Siener
mit Maria Agnes Knott. 14.
Ludwig Jakob Traub mit Maria
Feichtaer. 19. Christian Kling
mit Karolina Leiner. 26. Jakob

Keßler mit Maria Badar.

st Trunkwahnsinn und zu be—
eitigen Trunkenhert mit und ohne
Wissen; glaubhafte Atteste stehen
nir zur Seite und leiste für den
rfolg Garantie. Man
vende sich an Th. Ko-
uetzly, Droguen⸗- u. Kräuter⸗
yandlung in Grünberg in
Schlesien.
Ein Blick in die Zu⸗
kunft
ist uns leider nicht vergönnt.
Und dennoch lächelt, dem
ichwer Kranken eine freund—
liche Zukunft voll never Kraft
und Gesundheit enigegen,
wenn er das große Kranken
buch: „Der Tempel der Ge
sundheit“ liest. Möge jeder
Leidende d'ies vortreffliche
Werk von E. Schlesinger,
Berlin S., Neue Jacobstr. 6
ziir 1 M. beriehen

Gluch und Segen bei Cohn!
bewahrte sich wiederum ganz ag denn jetzt, am 16.
Mai, wurde schon wieder laut amtlicher Ziehungsliste, bei
nir gewonnen und den glücklichen Gewinnern

im Königreich Bayern
⸗on mir baar ausbezahlt:
Das grosso Loos, nämlioh dis grosso Prämis von
28352,400 Mark auf No. 313,
ind ebenso vor Kurzem
das grosse Loos, näâmlich die grosso Prämie von
246,000 Mark auf No. 456.
Ueberhaupt habe ich in dem letzten Jahre den bei mir Betheiligten
»ie Summe von weit uͤber R
Million Mark,
und in kurzen Zeiträumen außer zahlreichen sonstigen großen Haupige—
vinnen folgende große Prämien meinen Intereffenten laut amtlichen
Ziehungsliften baat ausbezahlt: Mark
éöοο, 27ο ο ↄσ 600, 182, 000, 180, 000.
156,000, haufig 1582,000, 150,000, 120 000 . 2tc.
wodurch meine Firma mit Recht überall als die
Alllerglücklichste

O. Sterbfälle:

2. Juni. Emma, 24 J. alt, T.
v. Franz Ik. Ehrhardti. 3. Philipp,
20 Tage alt, Sohn von Franz
Schneider. 4. Georg Schmitt,
59 J. alt, Ehemann v. Barb.
Selzer. Anna, 18 T. alt, T.
v. Johann Hautz. 6. Wilhelm,
20 J. all, S. v Peler Schmitt.
7. Friedrich, 2 M. alt, S. v.
Johann Thiery. 11. Marga⸗
retha Morlo, 40 J. alt, Ehefrau
von Karl Jene. 13. Sophia
Wolf, 30 J. alt, Ehefr. v. Pet.
Jung. 15. Gustav Zr, 49 J.
alt, Wittwer 1. Ehe von Anna
Haase, 2. Ehe von Amalie Kautz.
Karl Deckarm, 68 J. alt, Ehe⸗
mann von Angelika Brahyher.
Philipp, 4 Mon. alt, S. von
Johann Jungfleisch. El sabetha
Renn, 68 J. alt, Wittwe von—
Paul Maier. 16. Franz, 61
J. alt, ledig, S. v. Jak. Grell.
17. Karl August Günther, 69
J. alt, Ehemann von Sophia
Reppert. 18. Ludwig, 17 J.
alt, S. von Peter Blaumeister.
20. Elisabetha, 29 J. alt, ledig,
T. v. Christian Kaiser. Anna
Warken, 38 J. alt, Ehefrau
von Peter Legner. 21. Philipp
Christian Trier, 57 J. alt, Wwr.
von Kath. Zengerle. 22. Peler,
4 T. alt, S. v. Jos. Wagner.
23. Karolina, 1M. alt, T. v.
Franz Jos. Hias. 25. Maria,
1 T.'alt, T. v. Louis Siegwardt.
26. Adam Reinhard, 28 J. alt,
ledig, S. v. Heinrich Gaß.

Fuͤr richtigen Auszug:
St. Jugbert, 11. Juli 1877.
Der Standesbeamte:
Custer.

Frucht⸗, Brod⸗ und
Fleisch⸗Preise der Stadt
Zweibrücken vom 12. Juli.
Weizen 13 M. 16 Pf. Korn
11 M. 09 Pf. Gerste Sreihige

0 M. — Pf. Gerste Areih.
10 M. — pf. Spelz — Mi.
— gf. Spelzkern — M. —
Pfg. Dinkel — M. — Pfgs.
Htischfrucht O M. — Pf. Hafer
7 M. 45 Pf. Heu 2 M. 50
Pf. Stroh 2 M. 50 Pf. Kar⸗
offeln 5 M. — Pf. per Etr.
Weißbrod 19 Ko. 60 Pf. Korn⸗
brod 3 Ko. 90 Ppf. ditto 2 Ko.
60 Pf. ditto 1 Kilo. 80 Pf.
Gemischibrod 8 Kilo. 1M.5 Pf
Paar Weck 190 GrammeG6 Pf.
Rindfl. 1. Qual. 70 Pf. 2.
Qal. 60 Pf. Kalbfl. 54 Pf.
Hamfl. 70 Pf. Schweinefl. 66
Pf. Buiter 1M. 20 Pf. per Pfd.

bekannt ist. —

Die von der resp. Landes⸗Regierung garantirte und interessante große
Seld⸗Lotterie, in welcher die Gewinne im Ganzen F
uiͤber s Mill. 480,000 Mek. dentsche Reichsmünze
betragen, enthält nur 83, 00 00 Loose und werden in wenigen Monaten
n 6 Abiheilungen im Ganzen 48,500 Geldgewinne sicher gewonnen,
ämlich: Lgroßer Haupt-Gewinn und Prämie ev. 450,000
M., speciell M. 300, 000, 150,000, 75,000, 50,000,
nehrere Gewinne von 40,000, 36,000, 30,000, viele Gewinne von
21000, 20000, 18,000, 15,000, 12,000, 10,000,
3000, 6000, 5000, 4000, 3000. 2900, 1500
1200, 1000 ꝛc. ꝛc.

Die Gewinnziehung der J1. Abtheilung ist amtlich auf den

19. und 20. Juli dieses Jahres
festgestellt, zu welcher
Ein halbes Original Loos nur 8 Mark,
Ein viertel Original-Loos nur 4 Mark,
Zwei achtel Original-Loose nur 4 Mark,
kosten. Man kann nach Belieben ein halbes oder ein viertel oder zwei
ichtel Original-Loose, oder wenn gewünscht wird, auch ein ganzes Ori⸗
inalloos dekommen. Diese mit dem Negierungswappen versehenen'
Original-Loose sende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Post
‚orschuß selbst nach den eutferntesten Gegenden den geehrten Auftragge—
zern sofort zu. Ebenso erfolgen die amtliche Gewinnliste und die Ge—
vinngelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig
en prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin-
ungen überall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnort
usßeaablt erhalten.
Jede Bestellung auf diese Original-Loose kann
ian auch einfach auf eine Posteinzahlung skarte

*
Auszug
aus den Registern des Standes—
amtshezirkes St. Ingbert pro

Monat Juni 1877.

A. Geburten:
2. Juni. Johann Nikolaus,
S v. Rikolaus H'en. Jofeph,
S. v. Peter Ma'hieu. Karolina,
T. d. Heinrich Klahm. 3. Nitol.
S. v. Claudius Morlo. Wil⸗
helnina, T. v. Ludw. Schwen—⸗
der. 4. Nitkolaus, S. v. Peter
s Theobald. 53. Magdalena, T
6 ir, Bout ß ghechseleGescha ». Johann Jung. 6. Kotharina
HauvtGomptoir, Bank und ween Vann uh ieearin
Nedaktion Druck und Verlag von &amp; X. Temeß in St Ingbert.
        <pb n="373" />
        Znzeiger.

4

Ser St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatie verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Kei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnement spreis beträgt vierteljahrlich

1Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg. von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 110. DDiriewsstag den 17. Juhnn 18817.
—— —
Deutsches Reich.
Die bielannke Häusersteuer⸗Interpellation der Abg. Franken⸗
zurger und Gen. wurde in der Abg.Sitzung vom 13. d. seitens
des Finanz ninisters v. Berr eingehend beantwortet, und zwar in
zer Hauptsache dahin, daß über die Anwendung des Häusersteuer—
gesetzes bei örtlicher Revision der Steuer eine besondere Instruktion
nicht ertheilt worden sei, daß er bezüglich der in der Interpel⸗
lation aufteführten Klagen 1459 ohne aktenmäßige Einsicht das
Statt gehabte Verfahren nicht mißbilligen könne, und daß hinsicht⸗
äichtlich des Klagepunktes 10 (Gutachten des Obertaxators weitere
Erhebungen würden veranlaäßzt werden.
München, 14. Juli. In der heutigen Sitzung der Ab⸗

zeordnetenkammer waren am Ministertische der Minister des Aus⸗
wärtigen v. Pfretzschner, der Finanzminister v. Berr und der Kriegs—
minister von Maillinger. Dr. Ratzinger ist nicht anwesend. Abg.
Freytag verliest eine Interpellation, den Bundesrathsbeschluß be⸗
üglich der Niedersetzungg einer Commission zur Vorberathung eines
Gesetzentwurfes wegen Einführung einer Reichs-Stempel⸗ und Erb⸗
chaftssteuer betreffend. Minister v. Pfretzschner beantwortet dieselbe
»zahin, daß ellerdings auf Antrag Preußens eine Commission von
Sachverständigen verschiedener Bundesregierungen ernannt sei, welche
diese Fragen, die Uebertragung der Spielkartenstempel, der Urkundeñ⸗
tempel und der Erbschaftsstener auf das Reich zu prüfen hätte.
Bahern habe sich ablehnend zu diesem Antrage verhalten, „indefsen

jabe der Bundesrath am 25. v. Mis. den ersten Äntrag Preußens
in etwas modificirter Fassung angenommen. Boyern werde jedoch

seine Interessen nach besten Kräflen wahren. Es folgt die Fort—

etzung der Berathung und Beschlußfassung über den Rilitäretat.

Abg. Dr. Friedrich Frank bringt zwei Klagen eines Landwehr⸗

anterofficiers über nichtgezahlte Reisegelder bei der diesjährigen

kinziehung, ferner über Verköstigung während der Dauer der Land—

wehrübung vor. Der Kriegsminister sichert strenge Untersuchung

u. Referen Frankenburger bemerkt anläßlich einer Frank'schen

Aeußerung, welcher vou jüdischen Lieferanten sprach, die Qualität

der Menage erscheine ihm doch unabhängig von der Confession des
Lieferanten zu sein, das müsse der Herr Vorredner doch selbst am
zesten wissen. (Große Heiterkeit.) Abg. Hegele wünscht, daß der
Bau der Commandantur für Ulm in Neu⸗Ulm statifindet und nicht
in Uim. Der Kriegsminister erklätt, daß es wohl kaum möglich
ein werde, die Wünsche von Neu-Ulm zu befriedigen. Ohne weitere

Distussion werden darauf alle Titel der beiden Etats nach dem
Ausschußantrage genehmigt und schließlich das ganze Gesetz bei
Vamensaufruf einstimmig (148 Stimmen) angenommen. Dec Prä—
sident vectagt darauf die Sitzung big heute Nachmittag 42/023 Ühr.
Dder Landtag wird sonach noch heute geschlossen.

München, 14. Juli. Bei der Eröffnung der Abendfitzung
er Abgeordnetenkammer verlas der Minister des Innern, v. Pfeufer,
ine Botschaft des Königs, durch welche die Kammer vertagt wird.
Die Sitzung wurde hierauf mit einem dreimaligen Hoch auf den
stönig gefclossen,

Berlin, 15. Juli. In verschiedenen Bezirken Preußens
vird gegenwärtig für die Absendung von Massenpetitionen an das
Idgeordnetenhaus betreffs Abschaffung der M aigesetze agitirt.

Es sind Unierhandlungen angelnüpft worden, um eine Aen—
derung der mit Württemberg abgeschlossenen Militär⸗Konvention
u erzielen, da die bisherige Einrichtung, wonach der oberste Befehl
ꝛes württembergischen Armeekorps zwischen dem Kriegsministerium
ind dem General-Kommando getheilt ist, zu vielen Uebelstaͤnden
Jeführt hat. Auf beiden Seiten hat sich das Bedürfniß zu einer
Uenderung herausgestellt und es ist daher mit Sicherheit auf einen
uufriedenstellenden Verlauf der Verhandlungen zu rechnen.

Antivari, wo bereits 10 andere urkische Schiffe siegen. Diese Schiffe
sollen bestimmt seia, die unter Suleimannn Pascha stehende Division
einzuschiffennnn.

Wien, 16. Juli. Das „Tageblatt“ meldet aus Rasgrad:
Der Bahnverkehr zwischen Rustschuk und Rasgrad ist am Freitag
durch rufsische Vorposten unterbrochen wor den, welche sich dem Bahn⸗
diper bei Wetova näherten. Die Kosacken sireifen bis Chelitzkoi z
die Türken bezogen eine feste Stellung bei Beilakbi. 35

Paris, 14. Juli. Abends. Die meisten Abendzeilungen
nelden, es sei wahtscheinlich, daß die Neuwahlen für die Deputirten⸗
'ammer auf den 14. Oktober anberaumt würden. — Der Appell⸗
jof hat die Verurtheilung von Bonnet ˖ Duberdier, ehemaligen Praͤ⸗
aidenten des Parifer Geurcinderathes, zu 15 Monat Gefängniß
nestätigt.

Paris, 14. Juli. Nach der „Estafetle“ wird sich die
Kegierung, da die Kammer vor ihrer Aufloösung sich geweigert, die
»irekten Steuern zu bewilligen, an den Staatstath wenden, damit
ieser ihr die unegatbehrlichen Credite zur Verfügung stelle. In
ꝛiefem Falle würde auch die für Augusi angekündigie Sefsion der
Beneralräthe vertagt werden.

Paris, 14. Juli. Das „Memorial diplomatique“ meldet
sjeute, daß sobald die russische Armee den Balkan glücklich über⸗
chritten hätte, Fürst Bismarck, im Einvernehmen mit den anderen
hroßmächten, einen sechswöchentlichen Waffenstillstand vorschlagen
verde. In bestunterrichteten hiestgen deuischen Kreisen weiß man
aichts von diesem angeblichen Plane des deutschen Reichtzkanzlers
ind erklärt ihn für absolut erfunden.

London, 14. Juli. Die „Morning Post? erklärt, es sei
inrichtig, daß Fürst Bismarck gesagt hade, die Besetzung Konstan-
inopels durch die Russen sei für Deutschland gleichgiltig. — Die
ussischen Panslabistenkomitees fordern laut die Ernennung Tscher⸗
najeffs zum Kommandirenden der Kaukasus-Armee.

London, 14. Juli. Nach einer Depesche der „Daily News“
vurde die russische Uebergangsbrücke bei Simnitza theilweise zerstört,
vodurch eine große Verzözerung im Nachschub der Truppen eintritt.

London,; 14. Juli. Der Dailh Telegraph meldet, daß
die Tüiken von Widdin aus beginnen, offensid vorzugehen. —
Zine starte Truppenmacht konzenirirt sich auch bei Kezanlik (im
Balkan bei Tirnowa), man will veisuchen, die Russen zu umzingeln.

Aus Bukarest schreibt man der „Nat.Ztg.“: „In den
bisherigen Gefechten jenseits der Donau, namentlich um Biela sind
unter den todten und verwundeten Officieren überraschend viele
Engländer entdeckt worden. Die tütlischen Dispofitionen nach der
einmal stattgefundenen Versäumniß der Abwehr des Donauübercçanges
lassen die russischen Generalstab sofficiere vermuthen, daß höhergestellte
militärische Rathgeber aus der englischen Armee bei Redif Pascha,
der sich gegenwärtig neben Abdul Kerim in Schumla installirt hat,
Tinfluß fanden. Doß englische Officlere in den türkischen Lagern
in Kleinasien eine große Rolle sp'elien, steht ganz außer Zweifel.“

Ragasa, 14. Juli. Tie Montenegriner haben wieder die
Offensive ergriffen und die Türken bei Tara geschlagen, wobei sie
300 Mann Verlust hatten. Zwischen England und der Pforte
chweben Verhandlungen darüber, in Galipon eine englische Flotten⸗
lation zu errichten.

Cettinhe, 14. Juli. Der montenegrinische Heerführer
Seco Pecavecs schlug die Türlen an der Tora, besetzte sechs Dörfer
und brachte den Türken große Verluste bei.

Konstantinopel, 15. Juli. Ismail Pascha und Fait
Pascha treffen Vorbereitungen zur Ueberschreilung der russischen
Gienze in der Richtung auf Eriwan. Die Russen fahren fort, sich
aördlich von Kars zu conzentiren. Die bei Bajazid stehenden
cussischen Truppen leisten noch Widerstand.

General Tergukasoff meldet, daß bei dem Rückzug seiner
Colonne nach Bajasid „diese Stadt dermaßen zerstört und durch
aulende Leichen infieirt erschiene“, daß ein weiteres Verbleiben der
Trubpen daselbst sich als unmöglich heraus sellte.“

NAusland.
Wien, 14. Juli. Nach einem Telegramm der „Polit. Korresp.“
ius Ragusa vom heutigen Tage hat Lin türkischeez Geschwader,
elches aus 17 Schiffen bestand, Badug passirt mii dem Kurse nach
        <pb n="374" />
        Die Verluste der russischen Armee in A s
9 rmen i
auqh an Oficieren mussen enorm gewesen sein, denn An —7*
san u. R., gemeldet, daß zur — —— g J
—S e —8 von gedem Garderegiment —*
git cis Combagnie: Commande enn e
—8 pe gnie⸗ Commandanten nach Kleinasien abgeschickt
ꝓermisqchtes.

7 Parustade 14. Juni. In der Sitzung des Handels⸗ und
— — Neustadt vom 9. ds, wurde eine Zuychrift des
doͤndelzralhs Speyst verlesen, betr. Unlerzeichnung dder Ünterstuhung
iner Eingabe an die phal fhe Handels und Gewerbetammer um
Erhoͤhung des Eingangszolls auf ausländische Tabake und Beseiti⸗
gung der inlandischen Morgenfteuer. Angesichts der vorauszufehenden
vse lyßigleit einer Agitalion um Erhöhung konnte sich das hiesige
Bie gn nicht entschließen, das Shriftstück des Speyerec Handels⸗
rach⸗ Zu uuterzeichnen. Das Gremium sprach aber seine Geneigt⸗
heit aus, allenfallfige Anträge, dahingehend, daß bei der Morgen⸗
enern Rüchsicht auf Bodenbeschaffenheit und Ernteausfall zu nehmen
ein und Trieichterte Zahigngibedingungen eingeräumt. werden / zu
unterstüten, (Bürg. 3.).

ZörDrener, Otrr Gericht sh of,“ sagie der Ar-
heiten · W. am Dießstog 10. Juli vor. der bekaunten Hausfriedens⸗
zruchs Deputation in Lagerhause in Berlin und nahm gravitõtisch
e miagchan Pioß. Dort sollte er 63 wegen Ha u 3
srredensbruichs— nuter ganz: eigenthümlichen Umsländen
heranwortenn. Lossen wir ihn selbst n 1

T Hexrr Staatsanwalt wenn Ihre —— —— hat un
Ih juter Freind sagt zu Sie Sie sollen ihm hesuchen un Kind⸗
oosen mit feiern, un er laßt Brauntwein holen un en Achtel Bier
un wir piejeno Sechs ansechzig un sind janz fidel alle zusammen.
jann er mir dafor denunciren 'un is det en Hausfrieden bruch, un
etnich jemin von ih v 6 eHhr utzimne,

Prr se Sie sind ja auch nicht beschuldiet, Branntwein und
BZierabei dem Zeugen gettunten zu haben, sondern — — —

ei dig ja, sehen, Se, da haden Set jä.
Pra se Unterbre hen Sie mich micht, sondern, hören Sie zu.
Angek!. Ist jut, Herr Staaisauwgait.
ras. fortsahrend; Es if zum Strei zwischen Ihnen ge⸗
lommen, wie die Anklage behauplel, und Sie sind daber von dem
Zeugen aufgefordert worden, seine Wohrung zu verlassen und
daben dies micht gelhan. Wie verhält sich die Sacht? *

An geUr.: Konnt' ich ia jar hich. Hören Se doch man
blots zu, Herr Praͤsendent, denn werden Se ja Alles jenau erfahren,
ch muß Sie doch von Anfang an, wie die, Sache war, erzählen.
Aijo. wir spielten Sechsunsechsrig un waren janz uuftig, un feine
Frau sagt noch, wir sollen, man nich so ville drinken, und da sagt
wat von Bemogeln un in die Karten sehen, un ick sage, er hat
ne Zwangzig gemeldet ohne de Dame, un dadruff hat er mir, und ick
hm wieder, un denn mischten sich die Andern drin un denn schm ssen

sie mir xaus, un ick kriegte mein Jeld och nich w'eder. Weiter
gt mischt. 2

Die Beastungs zeugen lassen sich aber ein wenig auders über

ie Sache aus, nameutlich meint der Kutscher Schin., dereit gegen

den Tngeklagten gewandt: Na Willem, det laß man sind, bemogelt
zast Du ihm, na, un denn, zum Präsidenten gerichtet, Haue hat
er nich wenig gekriegt, aber bloß weil er nich jehen wollte, wie ihm
det der Eduard, wat der Kindtoofsvater is, und der voch draußen
is, jesagt hattee. 3. 4558

Gegen den Angeglagten wird auf eine Geldstrafe von 20 Mark
erlannt.

DDet heeßt,“ erbffnete er dem draußen harrenden „Kindtoofs⸗
valer? „wenn Du widder mal toofen läßt, denn kannst De Dir
mam ooch en andern Esel aucsuchen, als mir.“ „So“, sagie der,
det hab ick ja noch jar nich jewußt, det Du so'n — kluger Mann bist.“

Einfalschete Berliner in Wien. Vom Komunul⸗
zad in Wien — so erzählt die dortige Presse — fuhren während
der letzten Tage in früher Vormittagsstunde die drei einzigen Passa⸗
ziere, die vor dem Frühstück Erfrischung in dem Wasser der Donau
jesucht hatten, auf dem Vorderplatz eines Tramwaywagens herein.
Fin D'cker hatte den zweisitzigen Schattenplatz ausschließlich in An⸗
pruch genommen, ein Dünner moquirte sich hierüber mit verständ⸗
ichen Blicken und allerlei Brummtönen an dem sonnsceitigen Sitze
ind ein Anspruchsloser erwartete stehend den Ausbruch eines feind;
ichen Geplaänlels. Und das blieb richt aus, und zwar eröffnete
»er Dicke in forcirtem unangenehmen Berliner Jargon das Gefecht,
ndem er, um sich nichts zu vergeben, geradeaus vor sich hinsprach:
„Ist das eine Bade-Anstalt! Das Wasser schlammig wie, eine
— ——
ines Schnupfluchs, Alles schäbig, karg und schmutzig. Da badet
nan in Betlin anders! — „Sie haben sich wohl eine Larte zweiter
dlasse genoinmen,“ das thut man als Fremder nicht,“ entgegrete
der Dünne, und dann werden die Wasser in den Spreebädern auch
sewöhnlich so schmutzig sein wie der Fluß.“ Mann kam zum Karl⸗
heater. W'ien ist doch mit den Theatern ärmlich bestellt, in
Zertin haben wir achtundzwanzig.“ — ‚Von denen sind fünfund;
wanzig bankerolt.““ Am Donaulanal bemerkte der Berliner, wenn
Jan schon einen solchen Bach von der Donau habe hereinleiten
vollen, hätte man ihm wenigstens ein gerades Bett geben sollen.
Juzwischenhaite sich der Wagen gefüllt und der ernsiliche Streit,
der überden Stubenring sich entspann, fand sein interessirtes
Zuhlikum. Die Differenz zwischen Wien und Betlin war nahe
Zaran in Thäilichteilen auszuarten. Der Dünne macht die b'ssige
tzemerkung: „Wenn Sie zu alledem ein Berlinet wären, aber
venn Sie reden, wie Ihnen das Maul gewachsen ist, hört man
inmer die Mutterlaute von der rauhen Alp durch.“ Ich vermuthe,
nein Herr, Sie sind ein — Schwabe, die sind immer die „ürgsten“
zerliner!“ schloß er mit Entrüstung. Der Dicke machle ein einiger⸗
naßen überraschles Gesicht: „Freili bin i von Ulm!“! Höhnisches
helächter: Ein Ulmer Berlirer! Aber dem Dicken ging nach einem
Noment der Uebercaschung auch ein Licht auf, er drehte seine ganze
Frout dem Gegner zu: „Wic Wiener kenne ja das Schwäbische
juet! he! Woherd Von Geißlinge!“ Neues Gelächter. Ein
Zeißlinger Wener! Aber jetzt machten Beide Froat gegen die
dacher:“ Stueggert ischt doch am schönschze. S' Bohneviettel soll
lebe, wo der Schoppe 10 Pfennig koscht!“ Allgemeine Heiterkeit
und Abfahrt der versöhnten Gegner.

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*— 25
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358 2533 —— ——— 5 5538 83 52252 58
35323353 354 588 33 2329
53383* 5328 — —— ———— 2 —z5 —— 728 ———
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335358355 — — 2 58 3358 53 824. — —— 55
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118343368 33355325238 385333
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53552275* 825. 338383 — — ——— 52I82
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82 22 S 232 58* 83 5 2398
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338— 23 2.*55 7. 233 2256 2
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        Slt. Ingberler Anzeiger.

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der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

age), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.Pfg. Anzeizen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M. 114.“ Donnerstag, den 19. Juli

isyns.

—— —

Deutsches Reich.

Berlien, 17. Juli. Die „Norrd. Allg. Zig.“ erfährt
uverläfsig, daß die im Bau befindlichen zwei Panzercorvetten die
damen „Bayern“ und „Sachsen“ erhallen werden. Letztere werde
im 21. Juli in Stettin vom Chef der Admiralität, General Stosch,
zersöntich die Taufe erhalten; erstere könne erst in einigen Monaten
ur Taufe in Kiel bereitgestelll werden.

NHusland.

Wien, 17. Juli. Der „Presse“ zufolge gab die Regierung
son Oesterreich⸗ Ungarn auf Rumän'ens Anfrage, ob Oesterreich
jsegen die Ueberschreitang der Donau durch zwei rumänische Armee⸗
otps etwas einzuwenden habe, folgende Antwort: Oesterreich wolle
ich nicht in die militärischen Dispositionen Rumäniens einmischen,
s gebe aber auf dem rechten Donauufer absolut kein Gebiet zu
Froberungen für Rumänien.

Paris, 16. Juli. Es spuken wieder allerlei Staatsstreich⸗
erüchte. Man erzählt, im Elhsee herrsche die Absicht, wenn die
Wahlen schlecht ausfallen, einen halben Staatsstreich zu machen,
iie Kammern nicht einzuberufen und eine beschränkie Mil'tärdictatur
zie 1880 einzuberufen. Sucht man der Sache wöglichst auf den
hrund zu gehen, fo findet sich als das Wahrscheinlichste, daß aller⸗
ings einzelne, besonders clericale Köpfe in der Umgebung des
Marschalls schon jetzt an eine gründliche Wahlniederlage glauben,
aß sie den Plan einer Militärdictutut ausgesonnen haben und daß
ie versuchen, den Präsidenten der Ropublik für eine solche zu ge⸗
vinnen. Daß dieselbe im Jahre 1880 zu einer unlösbar ver⸗
vickelten, gesetzlich gar nicht zu entwirrenden Lage führen würde,
st den Herren wohl nicht unklar, aber darauf kommt es ihnen
uch nicht an. Sie gedenken selbstverständlich das Staatsstreichsystem
880 weiterzuführen und wollen vorläufig den Marschall so weit
n ihre Pläne verstriken, daß er aicht mehr rückwärts kann. Doch
lauben wir nicht, daß dieser sich bis jetzt auf derartige Projecte
ingelassen hat. Sollten die Wahlen conservativ ausfallen, so heißt
s, würde Mac Mahon selbst unmittelbar vor dem Ende seiner
herrschaff eine Aenderung der Verfassung beantragen; wenigstens
ꝛxwarten die Royalisten das von ihm.

London, 16. Juti. Der Korrespondent der Daily News
m russischen Hauptquartier (Archibald Forbes) telegraphirt, daß
venn d'e Türken keinen ernstlicheren Widerstand leisten, als bisher,
»ie Russen binnen 4 Wochen vor Konstantinopel stehen könnten.

London, 16. Juli. Die zweite Ausgabe der Times be—⸗
ichtet aus Pera, daß kürkische officielle Berichte die Thatsache be—
tritlen, daß die Russen den Balkan bereits überschritten hätten und
chon zwischen Janboli und Adrianopel ständen. Nur einzelne
ẽclaireurs hätten sich vorgewagt und diese wären mit leichter Mühe
urückgetrieben worden. (Russische Berichte sprechen von 18 Batail-
onen, welche den Balkan üderschritten, und die sind schwerlich so
—XV

Von der Donau, 186. Juli, Morgens. Die türkische
Festung Nikopolis gegenüber von Turnu-Magurilli ist heut früh
mter Kooperation des russischen Corps Krüdener und rumänischert
Truppencorps von den jerseits der Donau von Sistowa und Plewna
wus operirenden russischen Truppen genommen worden. Damit ist
ver hochwichtige Brückenshlag über die Donau bei Turnu-Maqu;
elli — Nilopolis gesichert.

In dem Kainpf bei Nikopolis, der den ganzen Tag über
vährte, sollen zwei Paschas und 6000 Mann reguläre türkische
ruppen von den Russen gefargen worden sein.

Pera, 17. Juli. Eine offizielle Kundwmachung, welche an
die Einwohner von Konstautinopel gerichtet ist und den Uebergang
er Russen über den Balkan bei Hainboghas betrifft, fordert dazu
wuuf, ruhig zu bleiben und die Regierung zu untkerstützen. Ferner
st ein ermuthigender und patriotischer Aufruf erschienen, der dazu
wuffordert, den Brüdern, welche als Krieger im Felde stehen, zu
dilse zu eilen und sich in die Zahl der Vertheidiger des Vater⸗
sandes aufnehmen zu lassen, um den eingedrungenen Jeind zurück⸗

zuwerfen. Die Minister halten unausgesetzt Tag und Nacht Sitz⸗
ingen auf den Secraskierat und sind darauf bedacht, die stom⸗
nandanten der Armeccorpa in Verbindung zu halten; sie entfalten
hätigen Effer, um alles das vorzubereiten und auszuführen, was
ür die Bedürfnisse der Armee erforderlich ist.

Konstantinopel, 17. Juli. Hier herrscht große
Bestürzung und Erbitterung zegen Abdul Kerime. Man' begreift
nicht, wie der Balkan unvertheidigt sein konnte. Der Marine⸗
Ninister Reuf warf sich vorgestern Abend dem vom Balkan hervor⸗
zringenden Feinde mit großer Entschlossenheit entgegen und kämpfte
cestern mit ausgezeichnetem Erfolg, da er den Feind weit zurück⸗
varf. Heute Vormittag indeß wird gemeldet, die Russen selen in
Jamboli. Daher befürhtet man, Reuf könnte umgangen und im
tücken angegriffen werden. Bis zur Stunde wird im Balkan hart⸗
zäckig gekämpft. Der Erfolg ist ungewiß und der Besitz der Pässe
cheint den Russen noch streitig gemacht zu werden.

Rermischtes.

Winnweiler. Auf dem Verbandstage der pfälzischen
Forschußvereine kam auch die Angelegenheit des Quirnbacher Vor⸗
hußvereins zur Sprache. Herr Levy theilte darüber mit, daß der
zerein mit 18 bis 20 Mitglieder entstanden sei und daß die seit⸗
jerigen Mitglieder meistens dem Bauernstande angehörten. Den
zetreffenden stand es frei, ihren Austritt zu nehmen, wann es ihnen
zliebte und ihr Slammcapital zurückzuziehen. Da sie den Beruf
msich gefühlt, Geschäfte in Werthpapieren zu machen, wurde be⸗
hlossin für 4000 Dollars Michigan, 2000 Mark Oesterr. Bank
nd für 2000 Mark Deutsch-Oesterr. Wechselbank Papiere zu kaufen.
das Geld hierzu wurde zu 6 pCt. zusammengeschafft und zu dem
wöchsten Curs gekauft. Der Vermögensfond des Vereins war in
'olge dessen scheinbar erhöht. Der Gesammischaden dieser Ope⸗
aztionen beläuft sich auf eine so hohe Summe, daß die Mitglieder
icht nur keinen Stammantheil zurückbekommen, sondern auch, wenn
as Gericht nicht Anders entscheidet, jedes Mitglied, da solche nur
och 18 zählen, ca. 15 — 1600 Mark nachzahlen muß. Auf das
Zermözen des Aufsichtsrathes wurde Beschlag gelegt. Außerdem
»erlor der Verein 3000 Mark in Folge eines einem Minder⸗
ihrigen gegebenen Credits. (Nach der ‚Pfälz. Volksztg.“)

In Bergz abern ist am Samstag der frühere Herausgeber
»es „Südpf. Wochenblattes“ F. A. Blandk gestorben.

FMäünchen, 16. Juli. Zum Vollzuge der Bestimmungen
er 88 24, 89, 46, 47 der Schulordnung für die Studienanstallen
ind der 88 22 und 37 der Schulordnung für die Realghmnasien
m Kön'greiche wurde vom k. Kultusministerium angeordnet: Wenn
ich Schüler an einer Studienanstalt oder einem Realgymnasium
iner Aufrahms- oder Nachprüfung unterzogen haben, so ist in das
son ihnen bei der Anmeldung zur Prüfung vorgelegte letzte Jahres⸗
der Abgangezeugniß, bei Privatstudirenden in die vorgeleglen Zeug⸗
zisse über genossene Vorbildung einzutragen, ob sie die Pruüfung
estanden haben oder nicht. Wurde ein Schüler auf Probe auf⸗
senommen, so ist nach Ablauf der Probezeit in den bezeichneten
Jeugnissen die erfolgte definitive Aufnahme oder Zurückweisung des⸗
elben vorzumerken.

— Die ersten 530⸗Pfg.⸗Stücke neuerer Prägung wurden heute
jier ausgegeben. Dieselben haben zur besseren Unterscheidung von
»en 10-Pfa.⸗Stücken auf beiden Seiden einen Eichenlaubkranz, wodurch
zas Reichswappen auf, der einen und die Schrift „50 Pfennig“
nuf der andern Seite kleiner sind, als auf den bisher geprägsen
Ztücken.

fSaarbrücen, 16. Juli. Vor Qurzem ließ sich ein
siesiger Taglöhner beigehen, einem Soldaten des hier garnisoni⸗
enden Ulanenregiments çegen Versprechen von 10 Thalern zur
Desertion behülflich zu sein. Er lieh dem Flüchtling nicht nur
wilkleider, süt welche die Rüchsendung versprochen wurde, sondern
rrachte den Mann auch persönlich nach Forbach, von wo deilelbe
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        dann in's Ausland flüchtefe. Bis heuie hat der Taglöhner aber
weder die zehn Thaler noch seire Kleider erhalten, wohl aber mußte
er sich vorgeflern vor dem Zuchtpolizeigerichle wegen Hülfeleistung
zur —28 (S 141 d. Sir.⸗ G.B.) verantworten, und wurde
zuf Grund seines Geständnisses und der Zeugen⸗-Aussagen zu dem
gefetzlich zulässigen niedrigsten Strafmaß von drei Monaten Gefängniß
berurtheilt43

71Ren. As. Juli. Am Samstag ist das drovisorische
Dach der Kaihedrale als ferlig übergeben worden und ist die
seit Sonatag in allen ihren Theilen dem Gottesdienste er—⸗
bffnet.

F Straßburg. Die Zabern⸗Schlettstadter Bahn wird An⸗
faugs August zur Erbffnung gelangen. Miit diser interessanten
VBogesenbahn wird dem allgemeinen Verkehre eine überaus fruchtbare
und reiche Gegend erschlossen.

JMannheim, 14. Juli. Heute Morgen wurde am Nedar⸗
eingange in die Stadt wieder eine Milchvisitation vorgenommen
und dabei beträgliche Quantitäten gefälschter Milch weggenommen.

J ( Mh. Anz.)
7SFrankfurta. M., 13. Juli. Unseren Mezgern ist in
seler Zeit von Bayern, naclentlich von München aus eine nichl
q unterschätzende Konkurrenz erwachsen. Die feineren Fleischsorten.
zefonders Lenden, werden billiger angeboten /und finden willigere
Kehmer, als von den einheimischer Metzgern geschieht. Diese jetz!
schon fuͤhlbare Konkurrenz dürfte jedoch fich demnächst noch meht
Jeigern, da die Münchener Aktiea-Schlächterei cben im Begriff sieht,
zin Haus dah'ier zu laufen und eine ständige Filiale ihrer
Fleischwaaren dahler zu errichten.

pueckermünde. (Ger Blitz im Schiff.) Am 12. Juli
kam die vom Blitz beschädigte deutsche Brigg „Anna“, Kapitän
Stack, aus Ueckermünde (von Glochester nach Riga mit Salz be⸗
smmt), auf der Rhede von Helsingör an. Der Bliß hatte am 6.
zuf. der Nordsee das Schiff längz des Großmastes getroffen, war
Im Fuͤße vesselben duürch“ dasß Eude einer Stange abgesprungen
und in eine der Pumpen gefahren, hatte dieselbe zersplittert und
war auf den Boden des Sgiffes gegangen, wo er sich in zwei
Sitahlen theilte., Jeber dieser Strahlen gruͤb sich mitten durch die
Salz Ladung des Schiffes — nach hinten einen so großen
Tunnel, daß ein erwachsener Mann hindurch kriechen konnte.
1.Eine fürchterliche Tragödie. In Balabou
Ederies in Ungarn hai dieser Tage eine cçanze Familie ein gräß⸗
sches Ende gejunden. Der Knobe des Schankwirths Kohn trug
am 4. d. Miq in einem sogenannten ‚Viertel“ Sp'ritus in den
ellet; der Kutscher ging ihm leuhlend borau; da glitt der Knabe
aus, der Spirilus spritzte in die Höhe uad fängt von der Kerz⸗
Feuer. Der Knabe, der für den mit Stroh gedeckten Keller fürchtet,
iit mit dem „Viertel“ in die gewölbte Küche. Da ihm die Hände
hereils verbraunt waren, warf er das Scheffel in die Küche hin,

vo sofort die Kleider der Dienstjmagd Feuer fingen. Auf dat
dilferufen der Magd kam die Gattin Kohns heraus, die nun eben⸗
allz von den Flammen ergriffen wurde und ebenso wie die Magd
ammerlich verbrannte. Auf das allgemeine Weherufen ftürzten
nuch die Kinder heraus, welche sofort in den Flammen zu Grunde
zingen. Und als ob des Unglücks noch nicht genug wäre, eilt
schließlich der Kutscher mit einem Viertel Spiritus herbei, das er
älschlich für Wasser hielt, schüttet dasselbe in die Flammen, welche
auch ihn ergreifen und den übr'gen Leichen beigesellen. Als Kohn
auf die Schreckenskunde aus dem Bade nach Hause eilte, hatte er
keine Familie und keinen Deinstboten wehr.

FParis, 15. Juli. Das Pariser Zuchtpolizeigericht ver⸗
handelte gestern wieder gegen zwei Individuen, welche sich der Be⸗
ieid' gung des Präsidenten der Republik schuldig gemacht hatten.
Der Kellner Franz Layer rief in der Rue Sainse⸗Anne auf offener
Ztraße: „Dieser Mann von Sedan! Dieser Mac⸗Mahon! Der
Berräther! Die Memme! Der Tischlergeselle Boutard war im
Faubourg Saint⸗An:dine mit einem Stadt-Serganten in Streit
setathen und sagte: „Sie werden mich nicht verhindern, zu erllären,
jaß Mac Mahon e'n Schwein ist!“ Beide wurden zu je 1 Monat
hefängniß und 100 Fres. Strafe verurtheilt. In einem Wirlhs⸗
jause der Gegend von Amiens haite ein Mann, der auf den poe⸗
ischen Namen Racine hört, noch gröbere Schmähungen gegen das
Staatsoberhaupt ausgestoßen. Zu einem Maler, der ehben damit
zeschäftigt wat, das Conterfei des Marschalls an die Wand des
Wirthshauses zu malen, hatte er gesagt: „Wie kommen Sie auf
die Idee; einen solhhen Bummlir zu verewigen, einen Schuft, der
ein Lebtag nichts gethan hat? Bei der nächsten Gelegenheit werde
ich ihm den Kopf abschneiden oder dafür sorgen, daß er ihm ad⸗
geschnitten wird.“ Racine kam gleichwohl bei dem Gericht von
Amiens mit derselben Strafe von einem Monat Gefängniß davon.

Schnelle Reise. Der Dampfer „Loudoun Castle“, der
nit der ersten Ladung Thee aeuen Gewächses am 3. d. M. dan
dankow iu London ankam, hat den Weg in 88 Tagen und 11
Ztunden zurückgelegt. Dies ist die schnellste Reise, die je rin
Schiff von China nach England gemacht hat.

Eardie Vedaction ventrawortlich . X. Demex. 9

J Dienslesnachrichten.
Der Kreibbaureserent für das Ingenieurfach bei der kgl.
Regierung det Pfalz, Kammer des Innern, Oberbaurath Georg
davale in Speier, wurde seiner Bitte entsprechend, under wohlge⸗
jälliger Anerkennung seiner Jangiährigen, mit uuermüdlichem kifet
und Treue geleisteten Dienste in den dauernden Ruh,stand verseßt
und der Vorstand des Straßen uad Flußbauamts Speier, Herr
Bauamtmann Morgens, zum Baäurath bei kgl. Regierung der Pfalz
ernannt.

Der Kreisbauassessor F. Feil wurde zum Bauamtmann für
Fluß⸗ und Straßenbau in Speier ernannt.

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2 75753 253 32 —— — 255 2388., 222 258686
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2 233 535— —33 —382223283 33 —5—3 2383
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zer St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unter' iltungsblatt, Gonntags mit illustrirter Bei⸗
age), erscheint wöchentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentspreis betragt vierteliahruich
Martk 30 R.⸗Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts vit 15 Vfz. für die viergespaltene Zeile Blttichrist oder deren Raum. Neclamen
77.757 27 j Bur . NAr7 , 750

mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
44 112. * I Samstag, den 21. Juli J— it —28 1877.
—BRSSSERÜR/RÚR
— — —

—
Deutsches Reich.

Mäünchen, 17. Juli. Der Rönig hat für die nächsten 3
zahre zum Direltor der polytechnischen Hochschule den ordenilichen
zrofessor der Geschichte, Dr. Kluckhohn, und zu dessen Stellver⸗
reter den derzeitigen Direktor, ordenilichen Professor der Poeysit,
dr. v. Beetz, ernannt.

Berlin, 16. Juoli. Wie dem „Deutschen Montagsblatt“
uus Varzin gemeldet wird, bekommt dem Reichskanzler Fürst Bis⸗
narck die Kifsinger Nachkur dieses Mal um so vortrefflicher, als
r, dem Rathe seiner Aerzte folgend, auf seinem hinterpommer'schen
xuskulum wirkl'ch Siesta halt und sich so wenig als möglich
Alten nach Varzin kommen läßt. In der That foll der telegraphische
gerkehr pwischen Varzin und dem auswärtigen Amte noch in keinem
zahre so wenig belebt gewesen sein, als heuer. Bis jetzt sind die
dispositionen dahin gefaßt, daß Fürst Bismarck nach einem sechs⸗
voͤchentlichen Aufenthalte in Varzin sich zur Nachkur nach Gastein
egibt.

Berlhin, 16. Juli. Der in den diesjährigen Reichstags⸗
gerhandlungen wiederholt zur Erwägung gestellten Frage, ob eine
Ihänderung des 8 33 der Reichsgewerdeordnung, wonach Der—
enige, welcher Gast⸗, Schankwirthschaft, Kleinhandel mit Spirituß
ind Branntwein betreiben will, der Erlaubniß bedarf, in dem Sinne
jebolen und zweckmäßig erscheine, daß entweder auch,die Erlaubniß
um Belrieb der Gastwirthschaft von dem Nachmeise eines vor⸗
andenen Bedürfnisses abhängig gemacht werde, oder, daß das Recht
ur Ausübung der Schankwirthschaft, beziehungsweise des Klein⸗
andels mit Sp rituosen nicht mehr als in dem Rechte zum Betrieb
er Gastwirthschaft enthalten angesehen werde, soll jetzt preußischer⸗
eits näher getreten werden, zu welchem Zwecdkee die Bezirksre zierungen
nit statistischen Mitiheilungen beauftragt worden sind. Wenn sich
ie Getränkeverkaufsstätten seit Anfang 1872 vermehrt haben, so
d anzugeben, ob und edentuell aus welchen Gründen die Vermehrung
ils eine durch die obwaltenden Verhältnisse gerech fertigte anzusehen
st oder nicht. — In Gemäßheit des Reichsgesetzes vom 21. bv.
M. (von dem Bau einer Eisenbahn von Teterchen bis zur Saar⸗
‚ahn 2c.) ist seitend des Reichskanzleramtes die kaiserliche Genéral⸗
ireltion der Eisenbahnen in Elsaß; Lothringen beauftragt worden,
von der zu erbauenden Eisenbahnstrecke Teterchen⸗BousHostenbach
nuch denjenigen Theil audzuführen, welcher auf preußischem Gebiete
iegt, und die Generaldirektion wird in Folge Dessen unverzüglich
ut den erforderlichen Vorarbeiten beginnen lossen.

Berlin, 17. Juli. Das Ereigniß des Tages ilt der
vSeitens der Russen mit großer Bravour auscgeführle Coup bei
leberschreitung des Balkan. Schon vor drei Wochen meldeten wir,
aß die Russen mit Umgehung des türkischen Festungsvierecks den
dalkan passiren und über Philippopel, Adrianopel, auf Konstantinopel
»omarschiren würden. Die „Nordd. Allg. Ztg.“ meint, daß die
ussische Ossensive erst dann kräftig unb mit Erfolg südlich des

galkan fortgeführt werden lann, wenn die eben durschrittenen Pässe
enügend stark besetzt sind und einen festen und sicheren Rückhalt
ieten. Bei der Entschlußlosizleit und Unfähigkeit der unteten
führer der tückischen Urmee sei es sehr zweifelhaft, ob die Heeres
eitung in Konstantinopel ihre Dispositionen dahin zu treffen im
Stande sein wird, daß der Vormarsch der Russen gegen das
Raritzathat aufzuhaltien sein wird. Die Besetzung vor Nikopolis
it für die gesanmten russischen Operationen nach dem westlichen
zulgarsen von hoher Wichtigkeit. Nach einer Meldung des Bureau
Airsch erfolgte der Uebergang über den Balkan auf zwei versch'edenen
zunkten; den Schipka-Paß benutzten die Don'schen Kosaken und
eitenden Batterien, ein nur den Balkanbewohnern bekannter Saum⸗
fad diente der Jusanterie zum Uebergang. Eski⸗Zagra und Zeni—⸗
zagra befinden sich im Befitz der ruffischen Truppen, die russfische
sadallerie streift auf der zur Bahnlinie Philipoppel-Adrianopel füh——
enden Straße. Der Bau einer Schiffbrücke nach Nikopolis hat be—
onnen; der Zarwird zur Besichtigung derselben erwartet.

Zerlin, 18. Juli. Bei hiesigen Geschäfishäusern sind

in dea letzten Tagea Nachrichten aus Petersburg eingetroffen,
vonach die immense Stockung aller Geschäfte sich jeder Beschreibung
ntziehe. Der Fremdenverkehr habe fasi ganz aüfgehörk, die Hotels
tehen leer, trotzdem man in Petersburg jetzt mit Marls, Francz
ind Gulden recht billig leben kann. Die Ernte⸗Aussichten, die in
der benachbarien Propinz Preußen nur als mittelmäßig bezeichnel
verden, seien für Rußland günstig und werde es an Getreide
uicht fehlen.

Man schreibt der „Nat. Zig.“: „Als im vorigen Jahre die
oreußische 4proc. Anleihe nicht voll gezeichnet wurde, ist dein gegen⸗
iber der glänzende Ausfall der Subscription auf die Pariser Kn⸗
eihe (die weit dilliger war) hervorgehoben worden. Es ist daher
aur billig, aͤuch eirmal ein anderes Bild nicht mil Stillschweigen
u übergehen. Die deutsche Reichsanleihe, 4 Proc. ohne Pari⸗
Umortisation à 94,60 aufgelegt, wurde 8 Mal gezeichnet. Gieich⸗
eitig offer'rte die französische Regierung 4 proc. Schatbons inner⸗
jalb 80 Jahre al pari verloosbar à 94 und das „Bulletin
inancier“ muß nun melden, daß die Anleihe nicht gezeichnet wurde
ind der Finanzminister sich genöthigt sah, den groößten Theil à
32,80 Proc. an Rothfchild zu verkaufen. 0

Mehrere ehemalige preußische Offieiere haben neuerdingßs
die Erlaubniß erhalten, in die russische Arnmee einzutreten. Aller⸗
zings ist dabei zu bemerken, daß dieselben mit guten Empfehlungen
ersehen und der Landessprache machtig waren. Weun man jedoch
zedentt, daß bei Ausbruch des Krieges unterschiedslos alle Gefuche
hemaliger deutscher Officiere behufs Zulassung zum russischen Krlegö⸗
ienst zurüdgewiesen wurden, kann man nicht umhin, auzunehmen,
aß die Gerüchte begründet sein müssen, welche einen bemerkbaren
Uangel an Ojficieren infolge der rücksichtslosen Erponirung der⸗
elben behaupten.

Darmstadt, 16. Juli. Den Anstrengungen der Polizei
st es, wie die Mainztg.“ hört, gelungen, den vor einigen Wochen
vegen bedeutenden Kassendefekts durchgegangenen Kriegsrath Wie⸗—
zand in Newyork festzunehmen. Derselbe hat die Ruͤckreise über
)en Ocean nach Darmstadt bereits unter gehöriger Bewachung
ingetreten.
Ausland.

Wien, 17. Juli. Der italienische Gesandte fignalisirte
ein Rundschreiben zur stennzeichnung der vollen Loyalnät und
Friedendliebe seinet Regierung. — Eutgegen anderweitiger Nach—
ichten bleibt dem Balkan⸗-Uebergang gegenüber die neutrale Haltung
Desterreichs unverändert. (Allg. Ztg.

Paris, 17. Juli. Seit einigen Tagen sind die Beziehungen
Zesterreichs zu den heiden anderen Kaisermächten, Rußland und
Deulschland, wieder um Vieles gefestetet. Man kann behaupten,
daß, so lange Graf Andrassy am Ruder bleibt — und er stehi
nugenblicklich in höchster Gunst bei seinem Souverain — das quie
kinvernehmen der drel Kaisermächte verbürgt ist. Die deutsche
diplomatie war in jüngster Zeit überaus thätig, um dieses Ein⸗
jernehmen zu erhalten und zu konsolidiren.

Paris, 18. Juli. Wie man hier behaupten hört, beab⸗
ichtigt der Minister des Auswärtigen, Herzog Decazes, der keines⸗
vegs mit der jetzigen Regierungspolitik einverstanden ist, aus dem
dabinet auszutreten. Dieses soll auch der Grund sein, daß er noch
nicht bereits nach Paris zurückgekehrt ist. Es befüätigt sich, daß
er Minister de Fourton die Präfekten angewiesen hat, alle Arbeiter-
versammlungen ohne Ausnahme zu verbielen.

Paris, 18. Juli. In den Hallen, also im Herzen von
Paris und an derjenigen Stelle der Hauptstadt, welche vielleicht
am aufmerkjamsten von der Polijei bewacht wird, wurden gestern
vährend der Marlzeit von mehreren Individuen Photographieen
des ka'serlichen Prnzen unter die Bauern und Gemüsezüchter der
Umgegend vertheil:. Diese Photographien hatten das Format von
Briefmarken: in der Mitte das Porträt des Prätenden n schwarzem
frack und weißer Cravatte, darüber in einem Medaillon ein N
mit einer Krone und der Inschrift: Empiro Francçais, darunter die
        <pb n="382" />
        Worte: Napoldon IV., Emporeur. Viele von den unfreiwillig
Beschenkten haben, wie der „Mot dOrdre“ meldet, das Bild unter
zen Augen der Geber zerrissen und mit Füßen getreten; das Blatt
Jellt aber darum nicht minder den Polizeiprafecten Voisin zur Rede,
pie er eine solche aufrührerische Propaganda auf offener Straße
dulden konne. .*

— Heute wurde in der Rue Monimartre, also wiederum in
der belebtester Straße von ganz Paris, ein Individuum verhaftet,
welches sich im offenen Wagen langsam durch die Menge fahren
ieß und dabei eine große Fahne schwenkte, auf der die Worte zu
jesen waren: Vivo Napoléon IV! Vivo PArméo! Tout pour lo
beuplo!

London, 18. Jull. Wie „Daily News“ bestätigt, ist
—XV Armeecorps des Großfürsten
Wladimir ist bestimmt, Ejub Pascha im Schach zu halten. — In
Konstantinopel wird eine Ministerkrisis erwartet. Der Sultan ist
jum Frieden geneigt. Namyk Pascha erhielt Instruktioren in diesem
Sinne. Die Jungiürlen opponiren dagegen. Layard. der englische
Boijchafter unterstützt die Friedensströmung. Südlich des Balkan
dehen bereits 20,000 Russen. Der russische Vortrab besetzt schon
Wwel Eisenbahnstalionen zwischen Adrianopei und Jamboli.

SgVSondon, 18. Juli. Nach dem Daily Telegraph maschirt
Mahmud Ali Pascha in Eilmärschen von Sophia den Russen in
die Flanke.

London, 18. Juli. Der Spezialkorrespondent des Stand
ard meldet aus Stambul, daß die Softas die Entfaltung der heiligen
dahne verlangen. Der Sullan beschloß mit diesem Manifeste noch
u Warlen, dis die Russen näher an Adrianopel herangerückt sein
arden. — In Klein⸗Afien nahm Moulthar Pascha den Vormarsch
zis jur russischen Grenze wieder auf. Man erwartet eine große
Schlacht ndrdlich von Kars.

go n don, 18. Juli. „Daily Telegraph“ meint, das In⸗
lerefse Englands und anderer Machte erheische, dem weiteren Vor⸗
dringen der Russen gegen den Bosporus enischieden entgegenzutreten.
Auch nur eine zeitweilige Besetzung Konstantinopels durch die Russen
ürde ein iddiucher Schlag für Cunland sen.

In England scheint die Ueberschreilung des Balkan durch die
Rufsen eine vligahnliche Wirkung herborgerufen zu haben. Man ist
noch ganz ersiartt. Der .Slandard“ schließt eine Bejprechung
dieses Vorganges mit der Verficherung, England werde einer Be⸗
rohung Konssantinopels durch die russische Armee gegenüber nicht
possiv bleiben and eine Besetzung Konstantinopels durch die Russen
hiemals zugeben. Das liefe also auf die von unserem Londoner
dorrespondenten seit geraumer Zeit angekündigte Besetzung von
Balipoli, wenn nicht gar Konstantinopels, durch englische Truppen
hinans. Wie man uͤbrigens aus Wien schreibt, waren die Meldungen
der englischen Blaͤiter über eine englandfeindliche Stimmung in Kon⸗
stantinopel wegen des Erscheinens der britischen Flotte in der
Besikabai nichts als ein geschictes Preßmanoöver, dazu bestimmt, die
wirklichen Beziehungen ischen dem Kabinet von St. James und
ber Pforte nicht vorzeitig zu enthüllen. In Wirklichkeit aber sind
diese Beziehungen nach wie vor recht gute. Von türlischer, also
in diesem Falle besonders glaubwürdiger Seite erfahren wir, daß
in Pfortenkreisen jeßzt weniger denn je eine Verstimmung gegen
Engiand vorhanden ist, und daß isch die beiden Staaten jedenjalls
in besserem Verhältnisse zu einander befinden als zur Zeit der Kon⸗
dantinopeler Konferenz. Dem entspricht auch die Thatsache, daß
wischen Lahard und der Pforte Unterha dlungen wvegen Errichtung
iner englischen Flotlenstation in Galipoli stattfinden. Diese Unter⸗
jandlungen dürften unserer Information zusolge in den nächsten
Tagen dementirt werden, was aber nichts daran andern wird, daß
sie ihre Forisetzung erfahren. Im Augenblicke sollen noch Schwierig⸗
iten vorhanden sein, weil die Pforte weitgehende Bedinaungen

ftellt.
Die boenischen Aufstärdischen siad von Ismei Pascha bei
Streditz geschlagen worden; eine große Anzahl derselben wurde
dei Kobath in den Sair⸗Fluß getrieben; die übrigen entflohen in
den Maroilitzer Wald. In eanem Tagesbefehl des Gouverneurs
hon Bosnien wird die Schoxung der Gefangenen und Verwundeten
anempfohlen und ferner eingeschärft, daß die Kirchen heilig gehalten
und nicht beschossen werden sollen.

Suczawa, 17. Juli. In der Nähe von Plojesti, bei Flo⸗
rescht, werden Vorbertitungen für ein russisches Reservelager von
80,000 Mann getroffen. (N. W. A.)

Qonstantinopel, 18. Juli. Man verbreitet hier,
Abdul erim Pascha sei angeblich ermächtigt gewesen, das Vor⸗
—FfVI unwichtige Balkanpunkte nicht zu verhindern,
im auf diese Weise vor Euroba den Beweis zu führen, Rußland
Ziebe nicht blos nach Bulgarien, sondern auch nach Konstantinopel!
Wohl ausgesonnen! ... Allah, erhalte mix meine Ausrede.,)
Rermischtes.
S54 A4642* 18. Aull. In der beutigen Sitzung

deß hiesigen Polizeigerichts kamen u. A. folgende Fälle zur Abur-
theilung:

iꝰ Gottfried Priester, Fuhrmann von Lautzlirchen, Johann Mas⸗
ing, Fuhrmann von Herbitzheim, Peter Rittner, Dienstknecht in
dedendalheim und Jakob Fries von Ommertheim wurden wegen
S„chlafens auf ihrem Fuhrwerke zu je 8 Marl Geldfstrafe verur⸗
heilt. 2. August Baum, Fuhrmann von Altenwald und Carl
Zuhn, Megger von Sulzbach erhiellen wegen schnellen Fahrens 3
Mact Geldsuͤrafe. 8. Georg Hohlwesck und Valentin Deckarm von
Rohrboch, winden wegen Unfugs mit 1 Mark Geldstrafe belegt.
1. Andreas und Johann Gries von hier, wurden wegen nächtlicher
Ruhestbrung mit jen1 Tag Haft bestraft. 8. Joh. Jos. Brauer
hon hier, Joseph Flosch 4. Johann Gebhardt von Hassel bekamen 1
Tag, und Heinrich Deutsch von Dudweiler 6 Tage Hast, wegen
Anfugtreibenz zugesprochen. 6. Peter Stephan, Korb⸗ und Stuhl⸗
nacher, wurde wegen unbefugtem Krebsen zu 2 M. Geldstrafe ver⸗
artheilt. 7. Jakob Schmitt, Dienstknecht auf dem Ensheimer Hof,
rhielt wegen Dienstentlaufens 10Tag Haft. 8. Johann Greß,
Zimmermann, und Franz Zimmen mann von hier bekamen wegen
nichterscheinens vor der Erfatzlommifsion 83 Mart Geldstrafe. 9.
daniel und Heinrich Feß, Johann Deutsch, Jakob Altpeter von
Zischmisheim und Jak. Schunk von Bäckweiler wurden wegen Un⸗
ugs mite3, 2 und 1 Tag Haft belegt. 10. Peter Würz, Berg⸗
nann von Rohrbach wurde Unfugs halber zu 1 Tag, und wegen
Dienstbeleidigung des Gensd. Brück und Weber zu 2 Tagen Has—
rerurtheill. 11. Paul Karmann von Ommergsheim bekam wegen
chnellen Fahrens 1 Tag Haftstrafe. 12. Heinrich Hactz gen. Hary,
ʒeter Pauli, Peter Schmitt und Peter Heib, Schmelzarbeiter von
Obetwuͤrzbach wurden wegen groben Unfugs die beiden ersteren zu
J u s Vdie lehteren zu 3 Tg. Haft verurtheilt. 13. Mathias Maron
‚on Gbitelboen wegen Mißhandlung zu 8 Tagen Hait, Peter Ost⸗
jof, Valentin Derschang, Jakob Krauth von Hassel angeklagt des⸗
Ahen Reats wurden zu 3 M. und wegen Unfug mit 1 Mark
heldstrafe delegt, und Johann Wachs von bier, ebenfalls wegen
ünfug, erhielt 8 Tage Haft. 14. Peter Göhrlinger, Tagner von
knsheim, wegen Feuerpolizei⸗Contrabention wurde mit 3 Mark
heldstrafe belegt. 15. Katharina Hiem, Ehefrau von Peter Hiem,
Z„chuhmacher von hier, wurde wegen Entwendung von Genußmitteln
nite 1 Tag Haft bestcaft. 16. Friedrich Zimmermann, Wirth u.
gäcket von Hassel, wegen Nichterscheinens als Zeuge, erhielt 2
art Geldsttafe. 17. Joh. Richaeli, Bergmann von Rohrbach und
Friedrich Jungfleisch von hier, wurden wegen Unfug, ersterer zu 3
etzterer zu 6 Mart Geldstrafe verurtheilt. 18. Peter und Georg
Wolf bon Rentrisch wurden wegen Mißhandlung und Unfugs zu
2 Tagen Gefängniß und zu 6 und 3 Martk Geldstrafe verurtheilt.
19. Bahnhofaufseher Hauc von hier, wegen Beleidigung der Ehe⸗
frau Johann Haas, Christian Schmitt, Maurer von hier, wegen
Beleidigung des Polizeikommissärs Ecerlein, wurden mit je 6 Mark,
ind die Ehefrau des Thierarztes Assel von Eusheim wegen mehr⸗
facher Beleidigung der Kath. Jungfleisch und deren Vater von da
mit 9 Mark Geldstreafe belegt.

pKaiserslautern; 12 Juli. Die genaue Revi⸗
zon der hiesigen Rentamtskasse soll ergeben haben, daß der in
Moörms als Leiche geländete Oberschreiber E. nicht weniger als
17.800 M. uuterschlagen hat, welche sein Principal ersetzen muß.

— Auf dem Verbandstag der piaͤlzischen Genossenschaften in
Winuweiler am 12. da. hat der Verbandsdirektor die Mit⸗
heilung gemacht, daß * Vereine in 1876 Verluste gehabt haben,
nämlich: Bliebkastel 7731 M., Kandel 2764 M.. Obermoschel
1964 M. und Dahn 719 M.

—In einem Wingerhin Edenkoben sollen, wie der ‚Ggwi.
nitgetheilt wird, beceits reife Trauben zu finden sein.

5Die von Grundeigenthümern an der Bahnstrecke Freins⸗
deimeFrankenthal gegen die pfälzischen Bahnen angestrengten
Hrozesse wegen höherer Entschädigung für die abzutretenden Grund⸗
ucke haben unterm 17. Juli ihre Erledigung gefunden. Das
Appellalionsgericht in Zweibrücken hat sämmtlichen Appellanten
öhere Entschädigungsbeträge zugesprochen, als in den angefochtenen
Ariheilen des Bezirksgerichts Frankenthal zuerkannt worden waren.
Damit dürften die letzten Hindernisse, welche der Vollendung der
jenannten Strece im Wege standen, beseitigt sein.

FSpeier, 18. Juli. Soeber ist der Jahresbericht deß kgl.
ayer. SchullehrerSeminars zu Speier und der demselben zuge—
heͤllen . Präparandenschulen zu Blieskast-l, Kirchheimbolanden und
Speier Uüber das Schuljahr 1876847 erschienen. Wir ersehen aus
demselbem, daß das Schullehrer ⸗Seminar im untern Curs von 30,
obern Curs von 28 Zoöglingen, die Präparandenschule zu
Blieskastel in den drei Cursen bvon zusammen 71, die zu Kirchheim⸗
holanden von 53 und die zu Speier von 74 Schülern besucht waren
Im Schullehrer-Seminar. beginnt d'e Jahresschluß- und Austritls⸗
hrüfung am 18. Juli, die Aufnahmeprüfung am 26. Juli.

p'München, 17. Juli. Ueber die in den lehzten Tagen in
diel abgehaltene Versammlung deutscher öffentlicher Feuerversicherungs·
Anfsalen hallen wir von dort folgende Mittbeilung. Die Ver—
        <pb n="383" />
        rammlulg bezeichnete durch ihren Vorsitzenden, Generaldirellor v.
hůlsen in Merseburg, als eines der wichtigsten diesjahrigen Ereignisse
n Gebite des offentlichen Versicherungswesens den glücklichen Abschluß
der diesbezüglichen Gesetzesrevision in Bayern. Die Versammlung
hahm mit lebhaftem Interesse Kenntniß von den durch die igl.
Drandversicherungs · Kammer in Munchen ausgearbeiteten Karten und
Plaͤnen, welche die Vertheilung der Bauartslklassen, die Zahl der
Zrandfalle und der beschädigien Gebäude, dann die Groͤße der
geleisteten Entschädigungen — prozent· und bezirlsweise — stellen,
Ind wurde der Wunsch ausgesprochen, es möchter auch die übrigen
dinstalten, sofern sie hiczu das erforderliche Material besitzen, zu
ühnlichen Ausarbeitungen IXLX
Rachweise, welche u. A. guch die Bauarisklassen, d'e im Gebäude
eiwa vorhandenen feuergefährlichen Anlagen, die erhoͤht feuergefähr⸗
liche Bedachung, dann die Lage insbesonders feuergefährlicher Orle,
ndlich die Versicherungs⸗ und Entschädigungs ˖ Summe für jedes
heschadigte Gebäude enthalten, wurden als wichtige Behelfe für die
Beurtheilung der Klassen erklärt. Die Versammlung hält nicht da⸗
für, daß die unzweifelhaft fortschreitende Verbesserung der Bauart
nd des Löschwesens zu einer erheblichen Minderung der Brand ⸗
schaden führen werde, sie glaubt vielmehr, daß die Vergroͤßerung
dee Gebaudelomplere, dann der komplizirten Fabriks- und Wirtschafts
hetrieb einer derartigen Minderung entgegenwirken.

PWürzburg, 26. Juli. Der wegen Benugs (durch
Weinfaͤlschung) auch in 2. Instanz verurtheilte Weinhandler Wann⸗
fried hat, ohne die Nichtigke tabeschwerde e nzulegen, seine Strafe
bereits angetreten. M. C6)]

7 Pforzheim, 14. Juli. Heute Vormittag warf eine Frau
hei Euͤtingen ihre 3 Kinder ia die Enz. Dieselbe war im Wochen⸗
zeit schwer ertrankt und beging wie man hört, die unselige That
in der Hiße des Fiebers. Das lleinste 14 Tage alte Kind wurde
lebend von Leuten, die auf dem Felde arbeiteten, aus dem Wasser
gezogen, zwei wurden vermißt. Ein viertes Kind, daß größte hat
sich den Händen der ohne Zweifel irrsinnig gewordenen Frau ent⸗
rissen. Letztere wurde sofort in ärztliche Behandlung genommen.

4 Reunkirchen, 17. Juli. Gestern Morgen erhängte sich
zu Nleinheil'genwald ein noch schulpflichtiges 12jähriges Mädchen,
Delches stark an Blutandrang litt, in einem Anfall von Geistes-
derwirrung. (S.⸗ u. Bl.⸗Z.)

VDarmstadt, 16.Juli. Nachdem erst vor einigen
Wochen ein Kafsenbeamter nach Verübung einer bedeutenden Ver⸗
untreuung flüchtig gegangen ist, erregt ein weiterer derartiger Fall
ein noch viel größeres Aufsehen. Der betreffende Beamte, ein
hochbelagter Greis, der in den ersten Ges⸗llschaftstreisen der Residenz
zu verkehren pflegte, hat die von ihm verwaltete sehr bedeutende
asse schon vor 2 Jahren seinem Nachfolger überliefert und trat
außer Attivitat; die erst jett vorgenommene genaue Prüfung der
Bucher hat den angeblich sehr bedeutenden Defelt — man spricht
von 70000 fl. — außer Zweifel gestelli. Geriqtliche Unterfuchung
ist eingeleitet, die Detinirung des betreffenden Beamten angeordnet
ind zur Deckung des Defells Vermoögenẽbeschlagnahme verfügt.
Die vergefundenen Werthpapiere reichten hin, um die Staatskasse
für ihren Anspruch zu befriedigen. Grkf. 3.)

IMarnz, 18. Juli. Heute Vormittag um 9 Utrr fand
die Ueberführung der Leiche des Bischofs v. Keiteler aus dem bischöf⸗
lichen Hause nach dem Dome unter kolossaler Betheiligung des
Publikums Statt. Der Zug bildete sich aus den Schülern der
natholischen Schulen, den Waisenknaben, den Mitgliedern der katho⸗
lischen Vereine und den Bauhandwerlsmeistern des Domes, ferner
nur den Geistlichen und den anwesenden fremden Bischöfen und
schließlich den Anverwandten des verstorbenen Bischofs und den
Pililace und Zivilbehö den. Der Hofmarschall Westerweller verlrat
den Großherzog, Ministerialrathz Weber war im Namen der Re⸗
jierung anwesend. Der Zug trat durdh die Willigispforte in den
Dom cin. Im Dome angelangt, wurde die Leiche auf den im
Mitlelschiffe errichteten Katafalk aufgestellt und das Benedictus ge—
sungen. Hierauf begann das Requiem, dem sich die Trauerrede,
die feierliche Einsegnung und Beisetzung der Leiche in der St.
Marienkapelle anschlossen.

4Ein preußisches Gericht scheint jetzt den Vorgang des öster⸗
ceichischen Gerichtshofeßs in dem Prozeß Tourville nachahmen und
rei der Verhandlung über einen Brudermord, der in der Nähe
einer Muhle bei Siegburg im Rheinlande begangen sein soll, den
Schauplatz der Frevelthat aufsuchen zu wollen. In der Eroöffnungs⸗
sigung des Prozesses, die gestern (7.) der Schwurgerichtshof zu
adln abhielt, legte nämlich der Oderprokurator Stuationspläne
ber den Ort der That und über die Mühle vor, erklärte aber,
,daß dieselben v'elleicht nicht ausreichen möchten, da es sich im
horliegenden Falle um eine genaue Kenntniß des Terrains und der
Finrichtung der Mühle handle.“
ulwesen.
Ins Technikum zu Mitweida
Oßtern das erste Jahrzehnt seines Bestehens

ir Sachsen hat diese
beschlossen. Wie ein

Blick in das neueste Programm dieser höheren Fachschule für Ma⸗
chinen⸗Ingenieure, Werkmeister ec. zeigt, lann die Anstalt mit den
erzielten Resultaten vollständig zufrieden sein.

Die Schülerzahl betrug im vergangenen Schuljahre 418.
Inter den Geburisländern der Schüler war fast ganz Europa ver⸗
reten, dann aber auch Norde und Südamerika, Java in Afien,
Fapland in Afrika. Dem Alter nach zählte die Anstalt je einen
Schüler von 48, 40, 89, 37, 36 Jahren, je 2 von 38, 32, 81,
30 Jahren, 3 mit 29, 4 mit 28, je N mit 21 und 26, ferner
12 mit 23, 20 mit 24 u. s. s. bis herunter zu 16 Jahren. Von
den Eliern sind ihtem Stande nach 60 Fabrikanten, 50 Fabrik⸗
zirectoren, Ingenieure und Werkführer, 58 Gewerbtreibende, 40
daufleute, 60 Occonomen u. s. f., 99 endlich sind Beamte in
Tivil⸗ und Staatsdienst.

Die Diplom⸗Prüsung für Maschinen˖Ingenieure ist von 6,
die Reife⸗Prüfung für Maschinen⸗Ingenieure von 8 Schülern ab⸗
zelegt worden. Die von diesen gelösten Constructions-Aufgaben sind
m Programm angegeben und dürften besonders Fachmänner fich
zieraus ein sehr günstiges Urtheil über die Leistungen der Anstalt
vilden lönnen.
andels⸗ und Verkehrs-Nachrichten.

Aust der Vorderpfalz. Die „Sächsische landwirthschaftliche
Zeitschrift“ dringt in No. 7 wieder ein Beispiel, wie die „Sächfischt
HZiehversicherungsbank in Dresden“ die Beschädigten abzufertigen
»ersteht, so wie darüber, daß die Geschäfte derselben für die Ver⸗
icherten noch nicht besser geworden sind. Im März 1877 wurden
ur angemeldete Schadenfälle nur eine Entschädigungssumme von
354 pCi. statt statule ngemäßer 75 pCi. gewährt, die Entschädigung
iber für eine am 7. Februar 1877 getödtete Kuh im Versicherungs⸗
verthe von 800 Merk., wie folgt, bemessen: 54 pCt. von 800
M. — 162 M. hiervon noch ab als Erlss aus dem überlassenen
Fadaver 25 pCt. der Versicherungssumme () Sist 75. M., Porto
M., also eine Netto;Enischädigung von — 86 M. — 284
»Ct. Dem Verficherten bleibt der Trost, daß er nicht allein rein⸗
gefallen ist und daß er eine Nachzahlang zu erwarten hat, we un
am Schlusse des Jahres das durchschnittliche Geschäftsergebniß ein
esseres isi. Die Gesellschaft arbeitet aber, zlücklich über ihre Resul⸗
‚ale, weiter und hofft noch recht Viele zu beglücken. Dies zur
Warnung für d'ejenigen pfälzischen Viehbefizer, welche bei dieser
gank versichert sind oder versichern wollen. In Hessen ist dieser
Besellschaft die Concession entzo en worden, und bei uns jollte
nan damit doch auch nicht länger säumen. (Pf. K.)

Getreidebericht. Die Ernte hat nun in verschiede⸗
nen Ländern begonnen. Es ist nicht möglich, sich jetzt schon ein
laces Bild hierüber zu machen; immerhin aber wird bei günstigem
krntewetter die Anficht, daß von der Winterfrüchten ein befriedigen⸗
er Ertrag zu hoffen sei, im Allgemeinen nicht umgestoßen werden.
In Frankreich scheint man mit dem Resultat der Ernte weniger
sufrieden zu sein und es hat sich in Folge deffen die Tendenz im
Betreidegeschäst wieder etwas befestigt. Auch in England zeigte sich
vessere Kauflust, was hauptsächlich von den schwächeren Küstenzu⸗
uhren herrührt. Belgien und Holland hatten ziemlich regen Ber⸗
lehr und die Preise konnten sich behaupten. An den norddeutschen
ßläßen war zwar eine feste Haltung vorherrschend, doch fanden,
zjamentlich im Termirhandel, mehrfache Schwankungen statt. In
Desterreiche Ungarn sind die Angebote noch sehr schwach, da die
Producenten noch zu fehr mit der Ernte beschäftigt sind; die Stim
nung war aber troßdem flau, da die Käufer zurückhaltend sind
ind neue Waare abwarten wollen. (S. M.)
Landwirthschaftliches.

Das Eierlegen der Hühner. Aus dielen
Wirthschaften werden fortwährend Klagen darüber laut, daß nicht
zur im Winter das Eierlegen der Hühner ganz aufhört, sondern
)aß die Hühner überhaupt zu wenig legen, also keinen Ertrag
zringen; der Grund hierfür kann einmal darin liegen, daß die
hühner überhaupt zu alt sind, um reichlich Eier zu legen. Wie
nan allgemein annimmt, hat die Heunne in ihrem Eierstode in
under Zahl 600 Eierchen, welche sie entwickeln und legen kann.
zon dicsen legt sie im gewöhnlichen Verlauf des Lebens im ersten
Jahre 20, im zweiten 120, im dritten 185, im vierten 114. In
en folgenden vier Jahren nimmt in jedem Jahre die Zahl der
fier um 20 ab und im neunten Jahre legt die Henne im günstigsten
Jalle nur noch 10 Eier. Eine Henne, welche älter als 7 Jahre
I, tann nicht mehr vortheilhaft zum Eierlegen verwendet werden.
die Hauptursache des schlechten Eierlegens liegt aber sehr oft darin,
»aß manche Hausfrauen zu stark füttern. Je schlechter die Hühner
egen, desto mehr füttera sie, ohne aber dabei zu bedenlen, daß
die Hühner schlieslich gemästet werden, zu fette Hühner aber voll⸗
tändig aufhören, Eier zu legen. Nicht selten liegt der Grund des
hlechten Eierlegens aber auch in der Fütterung. Die Hühner
ollen sich den groößten Theil ihres Futters vor der Scheune, auf
        <pb n="384" />
        der Düngerstätte, im Grasgarten 2c. selbst sucher. Das zu her⸗
breichende Futter besteht hauptsächlich aus Gerste, resp. Gersten⸗
shrot mit Kieie vermischt. Gutist e8 diese Sache mit Butter⸗
mich anzurühren, Ein Zusatz von Buchweizen und Hafer ist auch
zu ewpsehlen. Endlich auch kann die Ursache des Nichtlegens der
hühner darin liegen, daß sie an zu großer Kälte leiden. Eine
alte Bauernregel sagt: Daz Hhuhn will warme Füße haben, sonst
legi cs nicht.“ Durch die Anbringung der Hühnerställen in den
Rindvieh⸗ oder Schafstaͤllen sucht man ihn n die entsprechende Wärme
zu geben Kann man dies nicht, so bringt man, wenn es anfängt
jall zu werden, Pferdedung in dag Hühnerhaus, ungefähr 0.,60
m. hoch und bedecdt diesen gut mit Siroh. Alle 4-5 Wochen
wird frischer Dung eingebracht. Die Sitzstangen werden ca. —X
hoch uüͤber dem Dünger angebracht. Dieses einfache Mittel, welches
dielfach angewandt wird, zeigt stets guten Erfolg. und errescht man
zurch dasselbe, daß die Hühner auch den Winter über legen.

Zum Schlusse sollen hier noch die Kennzeichen einer guten Henne
Zhigen. Eine solche hal mittlere Größe hohen dicen Kopf, lebhafte
Augen, rothen Kamm, dunlelgelbe, vorn aschgrau angelaufene Beine
ind keinen Sporn. Als sicherste Nennzelchen“ einer gute Legehenne
'ührt man folgende an: Sie muß scharlachrothen Zamm, scharlach⸗
oihe Kehllappen, mattweiß gefärbte Ohrlappen, blumenkohlformigen
Steiß haben. Derselbe muß, wenn die Henne eine gute Legehenne
ein soi, mit feinen seidenartigen Haaren dicht beseßzt sein, welche
inr Kugel oder Artischocke gieichen. Bei solchen Hühnern ist der
sintere Theil des Unterleibes gewoͤhnlich nahe an der Erde, so daß
as Gefieder auf derselben geschlepph wird, und im Hoͤhepunkt der
degezeit ist dieser Hintertheil des Bauches borslenartig aufgesträubt.
Hhehn die Henne im Eierlegen zurüd, so ninimt auch der Federstrauß
ine geringere Fläche ein. Andere Keunzeichen einer guten Lezehenne
ind von geringerem Werthe.
Fur die Redaccion veramwortlich F. *» Demn e .

—— —
Wiederversteigerung.
Montag, 6. Nugust l. I
»es Nachmittags um 2 Uhr, zu
St. Ingbert, in der Wirthsbe⸗
zausung hon Mich. Paul, läßt
heter Schwarz, früher Mehz⸗
jer und Privatmann von da
gegen
Sophia Degel, ohne Gewerbe,
in St. Ingvert wohnhaft, Wwe.
des daselbst wohnhaft gewesenen
ind verlebten Bergmannes Jalob
Dehs, als Theilhaberin der zwi⸗
chen ihr und ihrem virlebten
Ehemanne bestandenen Güterge⸗
meinschaft wie als gesetzliche Vor⸗
mündetin ihres mit demselben
erzeugten noch mi orennen Kin⸗
des Namens Gertraude Ochs,
wegen Nichtbezahlung des Er—
verbspreises zu eigen wiederder:
eigern:
Vvl. Nr. 878. 88 Dezimalen
Ader in Dillmesflur, neben
Sustab Zix und Erben
Dörtr.
Sauer, k. Notär.
Sonntag, den 22. Juni
z Brod⸗ und
eisch⸗Preise der Stadt
c eter Jung· zZweibrücken vom 19. Juli.
Tagl konnnen noch. Weizen 14 M. 04 Pf. Korn
30 ESchoppen Milch 13 w. in pf. Gerste Sreihige
abgegeben werden bei d M. — pf. Gerste Freih.
M. Thiery. 0 s. — Pi. Spelz — vi.
Eine FJ — Pf. Shpelzkern -M. —
linderlose Familie — r *
ucht ein Mädchen aus bra. 28 pf * — qn
der Famslie von 16 bis 18 bf Sich —* 20 pf auꝛ
Jahren in Dienst, am liedslen el'é r p q
Waisenlind und vom Lande. n SDeihbrod Ich go. da pf. Norn⸗
Wo? sagt die Erded. d. Bl. Fod 84o0. Oo Pf. dillo 2 Ko.
Das Buch der Liebe. 6 Pf. ditto 1 Kilo. 88 Pf. Deutscheꝰ Tö
Treuer Rathgeber für junge BSemischtbrod 8 Kilo. 1M14. Pf. 6 geF etze 8 Töôpferzeitung .
xv aeetein üan De Dö örnn s dh. tn — —
Aufl., versendet gegen Einsendung dindfl. 1. Quat. 70 Pf. 2. Herausgegeben von Prnast Haupt se
zon1 Mark in Briefmarken frco. Aunal. 60 ppf. Kalbfl. 54 Pf. Jerlag: Pxpedition der „Deutschen rToprterzeitung
and sicher verpackt X. Jacobs damfl. 70 Pf. Schweinefl. 66 (Ernst Haupt) in Naumburg ass
Huchhandlung in Magdebur g.¶ Pf. Butter 1M. 10 Pf. per Pfd. EPrscheint alle 8 Page. Monnemeatepreis pro Quartal
Ges chaͤf 8 Em ehlun 3 Mx. — 21. öster. Wäßrung. Bestellungen nebmen alle
g. guchhandlungen des In- und Auslandes, desgleichen alle Post-
Einem geehrten diesizen und auswärtigen Publisum zur gefl. anstalten an.
Notiz, daß ich mich als Annoncen werden die dreigespaltene Peétitzeilo oder deren
—— 280p Zaum mit 20 Pf. berechnet. Die Aufgabe kann direkt oder
9— I J— lurch die Annoncen-Expeéditi d
zier — und 853 — allen in dess — e Ven von Rud. Mosse, Haasen-
Hlagenden Arbeiten, sowohl in Gyps- als Cement Ver— e ,,—
putzen, ebenso werden alle ee aufs Vesie ausge⸗ Angetragen im Postzeitungs-Catalog, 5. Nachtrag, Nr.
ührt unler Zusicherung raschen und billiget *BBW AIusser Aufsätzen aus der Feder grösstentheils praktischer
Alois Sieber, itarbeiter bringt die Wochenschrift Abbildungen von Bren-
wohnhaft in dem Peter Weißgerber 'schen Hausfe zfen, Schlemmaschinen Aufklärung über Glasur u. 8. w. und
auf'm Höjchen. Stehen Probbonummer grat'is und Franeéo zu Diensten.
Icaiion cud und Verslag von F. X. Demeß in St Inabert. —

— 2
4 Schreinergesellen
iud ein Lehrling Vvesucht von
Di. Müller in Altenwald
(früher Schnappbach).
        <pb n="385" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wochentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

age), erscheint wochentlich viermal : Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementsopreis beträgt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anuzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 113. Sonntag/- den 22. Jui J 1877.
—
Deutsches Reich.
Berlin. Die Commission zur Berathung des preußischen
Antrags wegen der Reichsstempelsteuer wird am 80. Juli unter dem
Vorsitze des preußischen Finanzrathes Girth zusammentreten.
Ausland.

Wien, 19. Juli. Aus türkischer Quelle verlautet, der
Minister des Aeußern Savfet Pascha sei gestürzt worden, weil er
ich geweigert, die Vermittelung neutraler Mächte anzurufen. Der
Sultan ist überaus kleinmüthig. Er hätte bereits Schritte im Sinne
des Friedens gethan, wenn er nicht die Ueberrumpelung Konstan⸗
iaopels durch die britische Flotte behufs Verhinderung eines direkten
Friedens mit Rußland furchtete.

London, 16. Juli. Wie Pall Mall Gajzeite wissen will,
vare plötzlich das weitere Vorrücken der Rufsen in Bulgarien aus
olitischen Gründen eingestellt worden.

London, 19. Juli. Die Times meldet, daß bereits 45
russische Bataillone den Balkan überschritten haben. Die Russen
dehen zwischen Kesanlik und Schipla. Der Kampf dauert fort. —
In Kleinasien steht Vtuthtar Pascha 10 (englische) Meilen östlich
jon Kars, die Russen stehen 12 (englische) Meilen von Sufatyenikoi.

London, 19. Juli. Nuach Daily News ist die Dobrudscha
zollständig verwüsiet. — Die Schlacht bei Nikopolis war die
lutigste des ganzen Krieges.

London, 19. Juli. Nach dem Daily-Telegraph ließ Gene⸗
al Loris⸗Meliloff 21 Kurdenhäuptlinge nach kriegsrechtlichem Spruch
ꝛrhangen. Darunter befand sich der Sohn des türlischen Generals
Diaffis.

Die „Polit. Coiresp.“ enthält folgendes Telegramm: Aus
Buktarest vom 19. ds.: Die Türken haben Tschernawoda ver⸗
zrannt und sich nach Silistria zurückgezogen. Tschernawoda wurde
jon den Russen besetzt, welche sich auch der Eisenbahn bemächtigten.

Die „Agence Havas“ meldet aus Konstantinopel: Abdul
derim Pascha soll abgesetzt und als Oberbefehlshaber durch Osman
Pascha ersetzt jein. Der Kriegsminister soll ebenfalls adgesetzt
vorden sein.

stonstantinopel, 18. Julsi. Von Küstendsche haben die
Kussen Besitz genommen. Somit ist jetzt die ganze Dobrudscha bis
sum Trajanswall, einschließlich der Eifenbahn in ihrem Besitz.) —
Hobart Pascha soll die nach Batum gesandte Escadre commandiren.
— Der Justizminister Hassin Pascha und der Divisionsgeneral
Savfet Pascha sind heute nach Adrianopel abgereist.

Madrid, 18. Juli. Die Regierung wird demnächst 10,000
Mann nach Cuba senden.

———
Bermischtes.

f St. Ingbert, 20. Juli. Der Bäcer und Krämer
sudolph Daniel Cunz von Rohrbach, wurde durch Urtheil des
izuiglichen Zuchtpoltzeigerichts Zweibrücken am 18. Juni l. J. wegen
Berletzung feiner Ehefrau mittelst eines Revolberschusses zu Z Jahren
uind 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. Dieses Urtheil, gegen welches
Tunz Berufung einlegte, wurde jedoch von k. Appelationsgerichte
n Zweibrücken aufrecht erhalten.

fSt. Ingbert. De nach der Kaoisetslauterer Zeitung
auch in der gestr. Nummer unseres Blattes enthaltene Notiz, daß
er Vorschußverein Blieskastel pro 1876 einen Verlust von 7781
M. gehabl habe, soll, nach Mittheilung der Zweibruder Ztig. ganz
rrig sein, indem der Vorschuß-⸗Verein Blieskastel laut feiner am
März d. J. veröffentlichten Bilanz einen Reingewinn von 7838
Mit. 65 Pfo. erzielie und auf die Stammanthee 800 Dividende
ezab lt.

tZweibrücen, 19. Juli. Wirth Schunk von Nieder⸗
zochstadt, der am 2. v. Mts. den 66 Jahre alten Küfer Preßler
uus Unvorsichtigkeit erschoß —, wurde von dem hiesigen Zuchtpoli⸗
aigericht zu 3 Monaten Gefangaiß verurtheilt.

Speier, 10. Juli. Gesiern Miitag erschoß sich in seiner

lasse ein 18jähriger Gymnasialschüler. Das Motiv des Selbsi⸗
mordes soll falscher Ergeiz sein, indem derselbe seine KNlasse noch
einmal repetiren sollte. Gh.)

t Mannheim, 16. Juli. Heute Vormittag sollte im
Hafengebiete ein Arbeiter wegen Diebstahl verhaftei werden, er ent⸗
lief dem ihn festnehmenden Schutzmann, sprang nächst der großen
Schleuße in den Kanal, kam aber nicht mehr an die Oberfläche;
jeine Leicht wurde bald darauf aufgefischt.

. Saarbrücken, 20. Juli. In der Nacht von vorgestern
nuf gestern wurde zu Göttelborn, Kreis Otiweiler, vor einem
Wirthshause, nach vorhergegangenem unbedeutendem Wortwechsel,
in Bergmann von einem Taglöhner erstochen. Der Thäter hat
ich heute selbst dem Gericht hier gestellt, und will in der Nothwehr
ilso gehandelt haben. Der Getödiete wie der Mörder sind ver⸗
jeirathete Leute, ersterer Vater von einem Kinde, letzterer von vier
ꝛindern.

F In der Verfälschung von Lebensmitteln spielen u. A. auch
die sogenannten Gesundheitsweine, als Malaga, Madeira, Portw ein,
Ungarweine, eine Rolle. Eine an die Behörde erstattete An zeige
enthüllte das Geheimniß der Fabrikation derselben in einer der
dunstweinfabriken Berlins. Von den großen Vorräthen des Kunst⸗
veinlagers ist nach den Etiqueites je eine Flasche mit Beschlag
elegt und chemisch untersucht worden, wobei sich ergab, daß sammi-
iche Weine aus Spiritus, einer Zuckerauflösang und aus verschie⸗
)enen Medikamenten je nach dem Geschmack, den der Wein nach
zem Etiquett repräsentiren soll, bestehen. Namentlich ist viel Ge⸗
vürz in der Flüssigkeit enthalten, dagegen auch nicht ein Tropfen
atürlichen Weins. Um einen recht großen Absatz dieses der Ge⸗
undheit keineswegs zuträglichen Getranks zu erzielen, haber die
Fabrikanten zu einem neuen Zugmittel ihre Zuflucht genommen;
ie haben nämlich in verschiedenen kleinen Städten Auktionen ver—
instaltet, auf denen ganz erhebliche Quantitäten verkauft worden
ind. Ob die Untersuchung auf Betrug oder auf Verfälschung von
Betränken nach 8 367 Nr. 7 St.G. B. zu richten ist, wird sich
aus dem Beschluß derselben ergebhen.

Eine Shlacht im Gerichtzsaala Aus Palermo
vird geschrieben: Wie füdliches Blut kochen lann, dasur wurde ein
Beweis vor dem hiesigen Korrektions-Tribunal geliefert, als dieser
Tage irgend ein unlergeordneter Fall wegen falscher Zeugenschaft
jor Gericht zur Zerhandiung kam. Es herrschte starker und leiden⸗
chaftlicher Widerspruch zwischen den beiderseitigen Zeugen. Eben
og sich der Gerichtshof zurück, um eine Beeidigungs⸗ Frage in Be⸗
'athung zu nehmen, als ein Entlastungszeuge dem Marchese
»Angelo, der als Belastungszeuge fungirte, vor dem versammelten
Publikum eine schallende Ohrseige verjetzte. Das aber gab erst
zas Signal zur allgemeinen Prügelei. Einen Moment später, und
die eine Hälfte der Zeugen lag der anderen buchstäblich in den
aaren. Sessel, Leuchter, Tintenzeuge, Tischbeine flogen durch
en Raum, und das Kruzifix selbst mußte es fich gefallen lassen,
o lange hin⸗ und hergeschleudert zu werden, bis es in Stücke ge⸗
jangen war. Mehrere Personen wurden übel zugerichtet, darunier
amentlich der Advokat Barbalonga, der Thürhüter und der Gerichts⸗
ekretär; der Staatsprokurator donnte sich nur mit Muhe in einen
Seitensaal retten, während einem Richter, der den Kopf aus
»em Berathungszimmer herausstrechte, um zu sehen, was es gäbe,
ofort ein wuchtiges Tintenfaß an den Kopf flog. Erst nach einiger
Zeit konnten herbeigerufene Wachen die Ruhe vieder herstellen.

F Wie man der ‚Wiener Abendpost“ aus Petersburg,
chreibt, hat Rußland selten eine so reiche Ernte gehobt, wie in
iesem Jahre und ist der Bedarf der ausländischen Märlte an
ussischem Getreide im Steigen begriffen. Jedoch find die Eisen⸗
ahnen nicht im Stande, die ihnen zugeführten Massen von Getreide
u befördern.

Der Ciar und türkische Kriegsgefangene. Vor einigen Tagen
ließ sich der Czar nach Tijche alle türtischen Kriegsgefaugenen vor⸗
        <pb n="386" />
        führen. Eine Wache russischer Infanterie mit aufgesteckten Balo⸗
neiten und geöffneten Pairsntaschen bildete einen Kreis um »die
Befangenen, welche ohne Zweifel glaubten, daß sie herausgeführ!
wuͤrden, um erschossen zu werden, und daß ihr letztes Stunblein
geschlagen habe. Der Kaiser, begleitet von seinem Dragoman,
mischte sich unter fie, plauderte jamil ar mit ihnen und richtete Fragen
an diesen oder jenen. Die Nizams antworteten ihm mit großem
Freimuthe. Sie sagten ihm, daß sie seit den letzten 26 Monaten
nicht einen Pfennig Sold erhalten hatten. Auf des Kaisers Frage
ob sie mit ihrer Beköstigung zufrieden seten, erwiderten sie, daß fie
in ihrem ganzen Leben niemals so gut gelebt hätten, und einer
ver Barschen fügte hinzu, er sei herzlich froh, zum Gefangenen ge
macht worden zu sein, deun er fei des harten Lebens und keiner
Befoldung müde. Die Offiziere der Suite vertheilten Cigaretten
nier die Gefangenen, weiche dieselben mit der vollständigsten Ge—
müthsruhe an den Cigarren im Munde der Offiziere anzündelen.

nehmen wir nachstehende interefsante Daten; Beford ert wurden, und zwar
Im internen Verlkehr 12,154, 063 Personen, 16,844, 140 Klgr. Gepäck 890
Fahrzeuge, 878,780 Stuck Thiere 82609252,075 Klgr. Guter einschließlich
der Regiesendungen; im direlten Verkehr (mit anderen Bahnen) 295,388 Per⸗
sonen, 4181,0600 Klgr. Gepäck, 69 Fahrzeuge, 120,802 Thiere, 1,906,958,650
lgr. Güter; im Transit⸗Verkehr 509,041 Hersonen, 845,650 Klgr. Gepäck,
182,009 Thiere und 391848,840 Klgr. Güter. Im Vergleiche mit dem
Vorjahre 1874 wurden im Jahre 1875 1,055,892 Personen, 316,942 Stuck
Thiere und 82,792,760 Klgr. Guter mehr, dagegen 172.918 Klar. Gepuck
und 227 Fahrzeuge wenig er befördert.

Munchen, 18. Juli. Die selbstständigen Telegraphenstationen in
Bayern sind ermächtigt worden, vom J. August J1. J. an in Vertretung der
Drispostanstalten Beträge auf ostanweisungen, deren Ueberweisung auf tele⸗
graphischem Wege siattfinden soll, nach Orten in Bayern, dem Reichspost
debieie oder Wurttemberg, wo Telegraͤphenstationen bestehen entgegenzu⸗
nehmen. Die Annahme solcher Anweisungen hat jedoch nur dann stattzu⸗
finden, wenn die Postschalter geschlossen, dagegen vie Telegraphenstation zur
Benutzung geöffnet ist. — 77—

Die bayerischen Kaffenanweisungen (zu 50, 5 und 2il.)
werden nur noch bis 29. September d. J: eingelost.

rüur die Redaction verantwortlich F. X. De me 5.

Verficherungswesen. Welche achtunggebietende Stelle die
Lebensversicherung heute im wirtschastlichen Leben der großen Kultur⸗
vdlker einnimmt, zeigt das von Jahr zu Jahr um viele Millionen
wachsende Versicherungskapital der Jebens Versicherungs⸗Anstalten. Am
Schlusse des Jahres 1875 waren bei den 54 Deutschen Gesellschaften
2288 Millionen M., bei 106 Englischen Gefellschaften 7462810 Mil⸗
lionen Mark, bei 12 Französischen Gesellschaften 10949110 Millionen
Mark, bei 45 im Staate New⸗PYork zugelassenen Gesellschaften in
Amerita 76882110 Millionen Mark, bei allen Gesellschaften dieser
bier Länder zusammen 18 3338710. Millionen Mark Kapitalien auf
den Todes- und Lebensfall versichert. Von dem gesammien Ver—
sicherungebestande der 34 Deuischen Gesellschaften fallen auf die
zinzelnen Deutschen Gesellschaften sehr ungleiche Untheile; z. B. der
geößten Preußischen Gesellschaft, der „Germania“ in Stettin, gehörten
Eude 1875 allein 128,052 Personen an, auf deren Leben bei
dieser Gesellschaft Kapitalien im Gesammtbetrage von 207,8483,446
Maͤrt und 108,708 Mark jährliche Rente versichert waren.

Handels⸗ und Verkehrs-Rachrichten.

Munchen, 17. Juli. Die Bayerische Hrpotheken · und Wechselbank,
sowie die Notenbank geben Folgendes belannt: Laut Bekanntmachung des
Rteichskanzlers vom 7. Juni 1877 hat der Bundesrath den Aufruf und die
xinziehung der mit der Firma der Bayerischen Hypotheken⸗ und Wechselband
umlaufenden, das Datum 1. Juli 1874 iragenden granen Einhundert⸗
mtart⸗ Roten mit folgenden Maßgaben angeordnet: Die aufgerufenen Noten
sonnen (vom 1. Juu d. J.) bis zum 81. Dezember 1877 nach Wahl des
Prasentanten bei unsern Kassen gegen Baargeld oder gegen Noten der Bayer.
NRotenbank umgetauscht werden. Der Umtausch erfolgt bei unsern Hauptkafsen
in Muͤnchen und bei den Filialkassen der Vayerischen Notenbank in Augs—
hdurg, Kempten, Lindau, Rürnberg, Wurzburg und Ludwigshafen a. Rh.,
jowie bei der als gesetzliche Einldsungsstelle fungirenden Frankfurter Bank in
Frankfurt a. M. sofort, bei den Agenturen der Bayerischen Notenbank mit
Wweilagiger Einldsungsfrist. Nach dem 31. Dezember hören die bezeichneten
grunen Hundert · Mark⸗Noten auf, Zahlungsmitiel zu sein; sie behalten jedoch
die Krafi einfacher Schuldscheine, als weiche sie von unseren Haupitassen in
Munchen und von der Einldsungsstelle Frankfurt a. M. bis zum Ablauf des
Jahres 1880 eingelbst werden. Die am 81. Dezember 1880 nicht zux Ein

osung gebrachten Noten sind auch als einfache Schuldscheine präkludirt.
Muünchen, 18. Juli. Den nun vorliegenden Zusammenstellungen
aber die Freqaenz der bagerischen Siaals-Eisenbahnen im Jahre 1875 ent⸗

—
HAarmonie Musik

Einem geehr⸗
ten Publikum zur
Nachricht, daß
ich mich mit der Anfertigung von
wattirten Unterröcken
und Bettdecken (ouverten)
beschäftige. — Auch werden
Sonnlag, den 22. Juli, Rach zunge Mãdchen
mittags 3 Uhr zum Nahenlernen ange⸗
— J nommen.
—B—— Maria Abel geb. Roth,
is Vh. grr chen Garten. auf der Meß wobhnhaft.
ine un günmtiger Wiunerung Im hiesigen Arresthause wird
Entro sun dn 223 Holz zum Kleinmachen
ntr „Nichtmitgl. 25 Pf. angenommen.
— Der Vorstand Ein neuerbameßs
WBil f Wohnhaus
Bücher verkau auf dem St. Indgberter Eisen⸗
Mayer's Converfations werk, an der Kaisecstraße ge⸗
Lexikon, 1871. Ausgabe, legen, ca. 25 Dez. Fläche ent⸗
complet (13 Bände und 2 haitend, hat aus freier Hand zu
Subpplemente) verlaufen
Schloffers Weltgeschichte Matthias Grill.
neueste Ausgabe von 18780, Wohnung zu vermiethen
M 12 Werk Johann Hellenthal,
Sothe Hmmt erke, Bäcker und Müller hat den un—

*27 leru Stodh seines an der Haupt⸗
SSammtliche Buͤcher sind siraße neben Conditor Rael ge—
eleg, gebund, u. ganz neun. A legenen Wohnhauses nebst Spei⸗

Naͤheres bei cher und Kelier, soglrich beziehbar
ßt zu vermiethen.

Hei dur Täglich könnnen noch
ist Truntwahnsinn und zu be⸗ 80 Schoppen Milch
seitigen Trunkenheit mit und ohne Mabgegeben werden bei

Ei L is Wissen; glaubhafte Ahesh stehen M. Thiery.
mir zur Seite und leiste für den
in ogi Erfoig Garantie. Man Re nungen
mit 2 Zimmer und Küche, nebst wende sich an Th. Ko- zu Jedermanns Gebrauch
Schweinstall und Dungplatz hat metzky Droguen⸗ u. Kräuter⸗ in hs, *a und 10 Bogen
zu vermiethen zandlung in Grünberg in sind vorräthig in der
F. J. Koch. Schlesien. Druckerei ds. Blattes.
—— —— —— — — —— — — 7 0
Iseiie ie nd elag on . L. Temeß in St Ingbert.
Siezu Illustrirtes Sountaasblatt“ Nr. 80

Lrieger⸗Verein.

in der Heusser shen Gartenwirthschaft,
ausgeführt von der apelle der „Heinitz⸗Grube“,
wozu höflichst einladet
J. P. Loobh.

— Beginn des

gratis durch / MIFTVEIDA- Gααιν /Wintercurses

dis Direction. Moucaokinenbauschule. 15. October.
Vorunterricht frei.

eine Stelle fucht, eine solche zu
vergeben hat, ein Grundück zu
perlaufen wünscht, ein solches zu kaufen
beabsichtigt, eine Wirthschaft,
Oeconomiegut xc. zu pachten
sucht, eine Heirath ankuupfen will, eine Geschäfts em⸗
pfehtung u erlassen gedenkt — überhaupt zu
ansertionszwecken
Rath bedarf, der wende üch vertranensvoll an die
CentralAMunoricen — von
.. Daube &amp; Co. in Munchen,
welche sih die prompteste und billigste Bedienung zur
Aufgabe macht.
BZurecau: Windeumaecheratr. 5.

— — —
Der untere Stock
meines Hauses, bisher von mei⸗
nem Sohne Davbid Kahn bewohnt
ist bis zum 1. October d. Is.
deziehbar zu vermiethen

W. Kahu⸗
        <pb n="387" />
        St. Ingberler AAnzeiger.
.

der St. Jugberter Duzeiger und das (2 mal wo Hentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntagt mit illn rter Bei-

lage), erscheint wöchentlich viermal? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlic⸗

JMark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 114. ——— DDienstaa, den 24. Juii IJ 1877.

Deutsches Reich.

Aus Berlin, 19. Juli, schreibt man der „Allg. Ztg.“:
Noch ehe die Sachberständigen⸗Commission zur Eroͤrterung. des
teichastempelsteuer⸗Projecis auch nur zusammengetreten ist; scheint
man sich selbst in denjenigen Kreisen, aus denen die Anregung
desselben hervorgegangen ist, überzeugt zu haben, daß die sachlichen
Schwierizleiten, mit denen die Ausführung des Plant zu kämpfen
jaben wird, sich als unüberwindlich erweisen. Am steuerpolitischen
dZorizont tritt nach dem Zeugniß kundiger Beobachter das Tabak⸗
zeuerproject wieder in den Sehkreis. Der Vorschlag, den Reichs⸗
rinnahmen durch die Echöhung der Tabalzolle und in Verbindung
damit auch der Tabalsteuer aufzuhelfen, war im vorigen Winter,
wie erinnerlich, an dem Veto des Reichskanzlert gescheitert. In—
wischen wird die Frage der Erhöhung der Reichteinnahmen in der
nächsten Session eine sehr viel dringlichere Form annehmen, wenn
auch nicht für die Reichsregierung, die sich darauf berufen kann,
daß der Reichtlag die Wahl hat, entweder die Matricularbeiträge
u erhdöhen, oder neue Reichsseinnahmen zu beschaffen. ...

Berling, 21. Juli. Zur Lehrlingsfrage geht
vem „Pfih. Beob.“ folgende Mittheilung voa vielleicht nicht un⸗
zedeutender Tragweite zu: Einen nicht uninteressanten Pafsus dal
der General ˖ Posidireltor in die SubmiffionsSbedingungen dei Post
bauten aufnehmen lassen. Es wird den sich meldenden Unter⸗
aehmern zur Pflicht gemacht, nur sol he Gesellen anzustellen, welcht
sich über eine ordnungemäßig zurückgelegte Lehrzeit ausweisen können.
Der praltische Generalpostmeifter hat hier der Loͤsung der Lehr⸗
ingsfrage einen Impuls gegeben, der von weittragender Bedeutung
ein kang.

— Anlaßlich des Ablebent des Bischofs von Rainz, Freiherrn
„. Ketteler, werden in allen katholischen Gemeinden Deutschlands,
uhnlich wie bei dem vor drei Jahren erfolgten Tode des Abgeordneten
». Mallinckrodt, Trauergottesdienste veranftaltet werden.

fuslsand.

Wikben, 21. Juli⸗ Die Offizidsen setzen auseinander, Kon⸗
zantinopel falle ebenso sehr in die Interessenspäre Oesterreichs als
n die Englands.“ Oesterreich könne nicht dulden, daß Konstan⸗
linopel selbst zeitweilig; in Befitz irgend einer europäischen Macht
jalle. Die durch-den Krieg geschaffenen Umstände seien nur pro⸗
disorifch. Desterreich habe deutlich erllärt, ohne sein Zuthun dürfe
uͤber das Schicksal keines Orientdorfes entschieden werden. Je
Irößer die Zurückhaltung während des Krieges, desto nachdrüdlicher
werde es bei der Schlußabrechnung mitsprechen.

Wien, 21. Juli. Die „Politische Korrespondenz“ meldet
mus Vukarest vom Heutigen: Das Korps des Großfürsten⸗ Thronfolger
delagert Rustschuk, dessen Beschießung unverzüglich beginnen wird.
Das neunte russische Armeekorps rückt gegen Widdin vor. Dem
dorps in der Dobrudscha wird schweres Belagerungegeschütz nachge⸗
chickt. Die vor Hirsowa biz zur Mündung frese Donau wird zum
Transport von Kranken und von Verwundeten benutzt. — Die
„Polit. Korresp.“ mieldet serner aus Belgrad von heute: Die
Stupschtina ermächtigte die Regierung zu allen durch die Lage
erforderten Schritten. — Der Zar beglückwünschte den Fürsten
Milan zu der reservirten Haltung Serbiens. Aus dem gleichen
Anlasse wurde auch Rstic vom Fürsten Gortschakoff beglückwünscht.

Wien, 21. Juli. Der „Presse“ wird aus Konstantinopel
jemeldet: Die Festungen in Bulgarien und Rumelien, selbst Adria⸗
nopel nicht ausgenommen, sind nicht in vertheidigungsfähigem
Zzustande. Auf den Wällen von Adrianopel fehlen die Kanonen,
die auf verschiedenen Bahnhöfen stehen. Die Türken arbeiten fieberhaft,
in das Versäumle nachzudolen.

Aus Prag, 19. Juli, meldet man der „N. Fr. Pr.“:
Zämmtliche bulgarische Studenten an der Prager Universität er⸗
ielten vom „Revolutionscomite“ Auftrag, unberzüglich in die
deimath abzuteisen und einzurüchen. Den Briefen lagen je 100
id 200 Rubel bei. Die Mehrzahl der Studenten ist heute ab⸗

gereist. Aehnliche Weisungen sollen auch an die bulgarischen Siu⸗
denten au den anderen österreichischen Unibersitäten ergangen sein.
Zast in allen Departemenis haben die Poligei Kommissaͤre die
Vorsteher der Freimaurer⸗Logen vor sich kommen lassen und die
Mittheilung der Mitgliederlissen und Auslunft über die Zusammen⸗
eung der Vorftände begehrt. Aber fast Uberall weigerten fich die
Vorsteher, diesem Verlangen zu entsprechen, und wandien sich sofort
in die republikanischen Ausschüsse der Rechtsgelehrten. Das wird
hner ader wahrscheinlich sehr wenig helfen; dermuthlich dürfen faf
ille Freimaurer Logen in Frankreich geschlossen werden.

Loudon, 21. Jut. Der , Economist“ beanlworier in
ꝛinem bemerlenswerthen Attilel die Frage, ob England Gallipoli
zesetzen solle, verneinend und erklärt, daß England bloß ein ein⸗
iges absolutes Interesse besitze, nämlich die Sicherung des Weges
nach Indien; diesen zu vertheidigen, möce schon Englands Kräafte
iberaus anstrengen, und gefährlich wäre es, anderwärts dieselben
zu vergeuden. Der „Sp ctator? erllärt ebenfalls, daß ein activen
Vorgehen Englands Wahnsinn sein würde, waͤhrend „Telegraph“
ind „Morning⸗-Poste für eine sofortige Intervention find. Der
„Standard“ für eine Metzelei der Christen in Konfiantinopel. —
Die drei Truppenschiffe, weiche von der Admiralität Befehl erhalten
jaben, in Portemouth bis Mittwoch segelfertig zu sein, gehen nach
Indien, um, wie in jedem Jahr, die abgelosten Truppen nach
xẽngland zu transportiren. Mit dem russisqheturkischen Krieg hat
hre Absendung nichts zu schafffgee. 68x. 3..

London, 21. Juli. NVach der Times hätien die Kussen

bei der Einnahme von Pikopolis nur 2000 Gefangene gemacht.
Berüchtweise verlautet, Mahmud Damat Pascha sei aus —XV
tinopel geflüchtet.
. S2ndon, 21. Juli. „Daily Newa“ gibt ein Gerücht
aus Bukarest wieder, nach welchem zwischen dem Cjar und Fürf
Vorischatoff bezüglich des lünftigen Friedens Mißhelligkeiten be—
tänden. — Großfürst Michael verlegte sein Haupiquartier naqh
Bornari. General Loris.Melikoff ging nach Tifiis. — Ismau
Pascha, der in Mussin steht, erhielt den Befehl, in Rußland ein⸗
zufallenn. J 37

Konstantinopel, 22. Juli. Mehemed Ali Pascha, der
an Abdul Kerim's Stelle den Oberbefehl üder die Donau-Armee
übernimmt, ist nach Schumla abgereist.

Petersburg, 22. Juli. Offiziell wird aui Tirnowa,
19. d., gemeldet: Der Schibkapaß wurde heute durch das Orlowsche
Regiment und zwei Geschüte genommen und besett. Am 17.
lämpfte das Orlowsche Regiment mit außerordenilichem Muthe
zegen 14 Tabors Türlen, verlor 100 todte und 100 verwundele
Soldaten sowie 2 todte und 5 verwundete Offiziere. Am selben
Tage besetzte General Gurko Kazanlyk und Dorf Schibka. Am
9. nahm das Orlowsche Regiment die Offensive wieder auf. Die
dürken ergriffen aber die Flucht. Ohne Kampf, sogar ohne
5chuß flohen sie westwärts, 8 Fahnen und 8 Geschühe, sowie
Waffen hinterlassend.

New⸗York, 21. Juli. Seit mehreren Tagen streilen die
Beamten und Maschinisten der Baltimore Ohio Bahn. Der Züge⸗
jerlehr ist völlig eingestellt. Die Bundestrnppen stellien die Ordnung
vieder her und verhafteten die Führer. Seitdem ist der Siren
iberall verbreitet, und es hat sich eine allgemeine geheime Verbin—
dung der Eisenbabnbeamten herausgestellt. Der Eisenbahnverkehr
in Pennsylvanien und Ohio ist gestört, nehrere Regimenter Miliz⸗
ruppen sind zum Schutze der Bahnlinien herbeigeholl. Die Truppen
n Baltimore wurden durch eine Voltsmenge ven 5000 Rann
angegriffen und mehrere Soldaten verwundet. Die Solbalen
euerten, 10 Aufrührer sind getödtet, 30 verwundei. Der Pobel
zerstörte den Bahnhof und das Telegraphen⸗Bureau.

New⸗York, 283. Juli. Pittsburg ist in Händen 8000
Strikendetr. Am Naqmittage des 21. d. feuerte die Miliz auf
die Ruhestörer, wobei eb 20 Todte und 29 Verwundele gab. Der
Bahnverkehr in ganz Pensylvanien ist zerstort. Vom 22. d. (Sonn.
        <pb n="388" />
        ag) Abends wird gemeldet; In der Racht zum Somnilag fanden
alere Liusschreiuungen stait.z— Die Aufstandischen bemächtigten sich
zer Gewehre und Geschütze * und feuerten aa Eisenb ahn⸗Wagen,
—— dberdleichen das Maschinenhaus, wo die Wiliz verschanzt
war. Der erste Versuh der Milin, das Maschinenhaus zu ver⸗
lassen, mißlang, der zweite gelang indessen, aber 30 Mann blieben
odt und viele wurder verwundeß. Der Sberif von Pittaburg ist
petddtet. der, Miliz Ganeral Pearson ist verwundet. Die Milia
ͤbertrat das xechte All·ghany Ufer von ben Aufständischen verfolgt
und zerftreut. 125 Maschinen und 200 Wagen sind zerstört. In
pitieburg herrscht voͤllige Knarchie. 7557 J

Pitisburg, Stadt in Penjylvanien, am Ohio. Einer der wich⸗
igsten Fabrit⸗ unb Handelsvrte · der Bereinigten Staaten ·beson ders für
xhlen⸗, Glas⸗ und Eisenprodultion; Schiffswerfte, bedeutende Dampf⸗
siehrt, auch wichtiger Markt für Petroleum. Bevolkexungẽ zahl rirca
20,000 Seelen.)

1

7Landmu, 23. Juli. In vergange ner Nacht fand k
der Gartenwirthschaft von Metzget auf dem Horst eine Schlägerei
zwischen Soldaten statt, wobei ener der Streitenden so schwer der⸗
vindet wurde, daß ex heute früh starb. Dem Wirthe wurde eine
große Anzahl Stühle und Bänke Jertrümmertz Die Unterfuchung
ist im Gange. * Eilb.)

. Wadaufsseher Seiler von Rodal ben hat am 21. d. im
Pirmafenser Revier, Abth. Birker, einen 130 Pfd. schweren Keuler
etlegt. 1 etet a— —2
* In' der Näht pon Bingen ist rürzlich ein Foͤrster don
Wilddieben erschossen worden. 5 c. —

7 Wie die in Hamburg erscheinende Lithographia mittheint
mußten zwei· framostiche Aussleller in Farbendruch die bei. der
AIusstellung in Ph'ladelphia erhaltenen Preise wieder gbgeben. weil
zewisen wurde, daß ein Theil ihrer Waaren von einenn Bexliner
hause gedruckt watr.
Vermischtes.
17 3 we'llb't ü chen 20. Juli. Gestern Nachmittag gegen
3 Uhr wurde etne eigenthümliche Ratarerscheinung hier beobachtet.
Line Art: Windhose 33 sich oben in der Luft Aber dem west⸗
lichen Theilt anserer S ade, die sich gleich einer wirbelnden dünnen
Eaule von Westen nach Osten und wieder zurücbewegte und dann
ich auflssend Vleich einem ungeheuern Kittul davonzischender
Echlangen zerborst. 2
aiferbla urerun.« Der Stadkrath hat die Umlagen
bto 1877 auf 1835 — fest zeleßt 50 oweniger, als an Vorjahr.

Dienstesnachrichten.
Die kathol. Pfarrei Bann, Bezirksamts Homburg, wurde dem
zuf d'ese Pfruͤnde noch von dem derstorbenen Bischof v. Haneberg
ernannten Priestet A. Graf, 3. Z. Pfarrvicar in Bann, verliehen
Der bayer. Rechtsconcipient Delninger wurde unter Erkennung
um Intesdantur Assessor beim 15. Armeecorps in den preußschen
ꝛiitarverwaltungsdieust aufgeunommen. J
— In die Redaction deraniwortlich F. X. Demt.

44 18 . 8B e remrd
NLicitation. agin vof
Samstag, den H. —2 d 38 a lann läglich
—XXV Nachmitlags 24 Uhr I00. Liter Milch zu
u Si. Ingbert bei Schreiner 18 Pfg. pro Liter
S hme er werdet vor dem rantoSit. Ingbert abgeben.
miterzeichneten. hiezu gerichtlich Zefällige Offttter nrmmt die
en X3 rirped. ds. Blattes entgegen.
ezeichnelen Liegenschaften im CCC— ——
von S Ingbert der Der untere Stock
Abihellung wegen oͤffentlich an neines Hauses, bishet von mei⸗
sie Meistbielenden zu Eigenthum nem Sehne David Kahn bewohnt
berfieigett namlih; 3 st bis zum⸗1. Octobet d. I⸗
— Ito Dee. Flaͤche, deziehbar zu vermiethe
Wohnhaus nit Stoll. Keller . Kahn.
ind' fonftigem Zugehör;
Pl.Nr. 406 ilzk* Ldsrd Decim.
Hofraum, n Antheil;
Pl.⸗Ni. 4068 Idao Decim
Pslanzgatien daben; 3*
Pldx. 403 u. 4020, 46s10
TDecime Wiese hintet dem
dDaufe und 24
Pi. Nt. 332 44 Dec. Garien
unter'm Blietkasteler Weg,
dem Haufe gegenüber.
Alles gelegen in der Siadt
St. Ingob ert neben Johann Jo⸗
seph Feichtner und Adam Schmitt,
rben. 63
TEigenthäͤmer sind 5*
IJ.“ Jaiob Muller der Junge,
S huhmocher;
2. defsen großlähriger Sohn
Wilhelm Müller, Schuhmacher; FLA
3. dessen beide miuderjährige 5 Heilbar
Soöͤhnt Johann Muller, Schmelz⸗ st Trunkwahnsinn und zu be⸗
arbeiter, und Joseph Muͤller, eitigen Trunkenheit mit und ohne
Schuhmacher, welche ihren Vater Vissen; glaubhafte Atteste stehen
—A und nir zur Seite und leiste für den
Johann Schmelzet, Schreiner krfolg Garan tie. Man
Jum Beivormunde haben. Alle wvende sich an Th. Ko-
in St. Ingbert. 3 netzlay, Droguen⸗ u. Kräuter⸗
St. Ingbert, 21. Juli 1877. Jandlung in Grünuberg in
mauer, kgl. Nolar. Sdöhlesien.
— b natie IJ lr 77T—
Iternational Institut.

u
Gecschäfts⸗ Empfehlung.
Einer: geehrlen diesigen und auswaͤrtigen Pablitum zur vesl
— —

PpPSer
hier etablirt habe ud ompfehle mich in ällen in dieses Fach eia⸗
shlagenden Arbeiten, sowohl in Gyps als Eement Ver⸗
puthen, ebenso werden alle Neparaturen aufs Beste, ausge—
jührt unler Zuficherung raschet und billiger Bedienung. 7
a ·Alois Sieber,
wohnhaft in dem Peter Weißo e r ber schen Hauit
—— .auf'm Höfchen.
Frankenthaler Actienbier
hbei Karl Engel.

— —

—
— 236
„Germania“,
Cebens · Versichc gs· Attiengesellschaf.

ttin.

—
Brund⸗Capital. 4
Angesammelte Reserven Ende 1876.
Zen Eröffnung des Geschäftes bis

Ende 1876 bezahlte Versicherungs⸗

Summen — —6 * 0 27,376, 446.
Versichertes Capital Ende Juni 1877 217835,787.
Jahres⸗Einnahme an Prämien und 3*

Zinsen.. 2 8,431130.
Im Monat Juni sind eingegangen: 7

884 Anträge aafff 3,165,830

Die mit Gewinn⸗Antheil Versicherten treten in den
Bezug ihrer Dividenden bereits nach zwei Jahren und
haben in keinem Falle Nachschußzahlungen zu den bedun⸗
genen Prämien zu leisten.

„Prospecte und Antrags⸗Formulare gratis durch der
Agenten

M. —XRWDE
273α

AHõhoreo Handelsschule mit der Bæerecehtiguug zum
binjahrigen Militärdieust. Vorbereitungs- Anstalt zum einjah-
rigon Militairexamen, Polytechnikum, —* oete. (ũher B ouni i
800 Candidaten bestauden). Lateinische tudien. — Pensionat v
dit stronger Disciplin. — Prospectus dureh die PlIroction 8 2 Zhotograp
n XRXXXXR M 62356. S t. J V b ert 24. Juli 1877.
I ees on eecmes in St IInobert.

Rutit!h ulcl
        <pb n="389" />
        5 5
3 5—582253 5 —25
3 BE 5583 — — 55*3*7 75
*5138 2355358638* 3s538 333
* 72* — *7* —A— —— 2 32
—8 853—3823356 z 3 *SS *8
227 * My— 28 J 325* — 127 F
78 373428 ——— 3333
2 25 7* 32323328 72 *353. 5 3 53 *
8* 215353553*5535 —— —334
„* * 52275
8 38 3 38*
222387 238 25533 SzSm z
—558 285 5357 — — 88532
——— 2 *2— — 2 22 — 22 53 2 *
—. 253353 —E 322257 I336s35 35
—535. 5557 — —— 2 5373 23,58328 53 853*8 2
256 ẽ * 2 27
333 737
323 337 5 353 5—8338 77
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227 ẽ »331232 5—*8 — 3— 2*
*25553 75 s223237 —73—3 2735337* 7
—28 3 353
52* 538553535332358 2525855 —A—
5—22—2* —A —— —
—— 3 5232 3 J —— —323235
7— 7 —8333—3237— —8 373
2 553355533388 5353—3632225 3
F — 58 —— 2
553553 —A ——— 23 *55— — 2*
* 5523333* E5 355 ——** ecn E wa
—522823565 53—

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3 328— z38,.
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55 88538383 683— 2523 ———— 5

5* 5538 35 zs —38353 32 53833. 3275

——— 2 8*— —— —JF ——— — 8233 *

52 878 738 38 2— 23587 52 75235538 52 2

555 5375 — —— 3 z2355535535— 8232052.*83 — —

2* 8 * * — — J —— —
—B—— — —— 333282352 253565 7528 355332353
2 E * ——— 25 27 BS* 22 523 — 22* — 5 *

55 — 227 555 * 55 * —— — 328
3337 333 33343387
—535273* G52 V 7 — 5*233355* —5—22 5327575382 —A
— 3 —2 c 84 ——— 53* * 3 —

J S ** *ẽ — 23 2 — — 225 57 — F
383—3 85383333333 35335 —A—— 533
533*2535 832 223*38 5838 23 355
22 2 7 3 7 iĩ—*

2 722 . 33, *27 F —2* — D40 8 2 *
155355333 35333 —37557 8 33353 —58
386 —53 — — z38 —3———33322 355 32588
**82 —z55 — 3253 ABIS 555 *2588 8
* 83 ——— 253. —2 5EB —232 28 5855
— —— —A— —— 5235 — —A* 5f5287* 22—85
78 —33523322 222 — 532 238 * 388* 2 522 z8
—A — —z—S 233 —8 2533 —8333271 25 22322
— ———— 328 5 5* *32. ——52 832 2 —7 232 555
BR5* 8 — * —— —— — — 3 32 — ua 3e35 25 2
— — ——— 2 ——E2 ⸗ 53554 22 372* 5
—— 2 — * — —4 — 2* —s 8 3 — — *8 9 5* *2
8 a 3 53— 5333778
22 73 276 —*253 32352358 322 5* — 2682
TEOVMLSSS- —— —53522 —[ 25 5B2 —
20 528 2573 556 24 E *8 5 32 38 5
S —
—— 83 — —

S —
22 —* 7
2 —s ——
52 8 —— — 2 2
z253383 2 2 * *7 38
ss 32325332 357*8
5258 ——— ——— ———
2 3333 5325 3* 35.53 * 55 232*
338335533 5ñ3* —— 3323 83 — 32*
222 —2 5 N25 * — — — *5 8
3;35533 838 23353 —53 28—3 3335 I 33 5538
52334 * 5 2533 3838 —8 8
33533:358 38 — — — 35.25 535 —— —
22 * 232 8 2 — — 35 —— — 4232 3 221
— ——— 36 S* 527 5* 5582 3— 2 * —A Eẽ·
3 2* 3 — 1 Ma⸗· 28233232 ——— —A — — — * 2 2
2 2* ——A 3 * 5 288
—— 35238 —2 52 * 23 3 — 83 533523— — ——— —Z—
— z5533— 227 45 32 * * —A — ——A— — — * 2* — 2
52 —* — 22 —A 58 * 27 *8 O 8* * B2* ——
* 255335 E— 3 2223 —*2z 52 S 3838388 2. ——
222 3 2538 —A ———— 322388 —A —— 652 2*
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5*5 — 3533836 —— 88
22236 — 25552733 25k27 2 *22552 —278 222
22 ——A 2272 8 S* æ 3 * —A 33355 t*
35323 225E. *2 5238 —— 23 —— 3z3253277 28* *
5338* * 2 88 E 2222 z52 —8 152 S 2
7533383 5887 *32 552 3 8 5232 2258 c33 — 5 S 2
2 * —— *S85 4 ——A 2 32 822* 525 —AA 33
2 — —S —A— — — 50 2 — 2 575 *53* *
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2 —77 238 —— — 7883— 2 5 2 235 ———— 22 — 22
s73787453 — 2533 325368
2 22 25 —— kBF * — —— — 7* 823 —
—»533 15232 32758335 53 35235 5 8 *2*283 5 228
— 5355 *253338388 53 32 235 23332553 22 52* 88 J—
* 7 —*38 2 * — 235 2z2
1874838 ——— 385 — —56
8 3333253 5383 32 23*8 583538* 2 57
* 35 25* 22 —— 268 5 8 852
— — 228 2* 22 2 . 322 * * * 52 *
55 2 2 —A — —A— 2353 —A
——— 22 585 8 3 *25 —5 * 262 323 ES8
53 2 533328 222
7z3 7
—e — 78533 552355*
— 285 23 253535
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2 82338 20 2 *
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53833383558 835
3. 3233383 3355—3 35 — 33657 53383
— s * —38 —
535 823333 38 7
20 ——3 — —5 5338—35353 8 —
5520 33 33 —3533 55362
—A— 28 8 — 2352 —A5*8
588—333315333532 S53355—3 532383 33222
22 2 53523 333235 3525 522233253 —— —A
—— 7.2 52— 2—— 23253 255
—1 550 —— —33. 3— — —3—3 222
— 22 2 2 52 B22 —
— 22333323 33 33 3333 383
Q —— * —22 *8* — 5 — — — 23—
2 32 23 253 ——* —2 —8 33 *7
32 23** »532356 — 588 33336— 233832
55 2583 83333 —33337 3— 5— 2325535 533 53535
* 22 2825 2 — 5— 58 25 —
—R 25 5 2553325 25 383— 5 2— 22 9 22 * 2 *22
* * — 27 82 —A — 3 2222 228 ae
— 2 22 3 — QQ27 288535223 — 5* —8*
258 15* 558333355 153282 225 25358 —22— — —58*
3 353 23.27 323555 *2583 38 7548 28 —2—32535 *53333
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B. 2—3355 353235 3332333835853535323 58235 5—58 2223
7 83——333—333 —335 5378
82 —* 7 32 3 2*7 4m2 8 533 * 52.22 3*
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6833523—5 —7——22333553*
—— *2738355
23532824* 525 3 —827 5—25322 2583
* 3 25*8 m3 2 — 3 — 358522
225 5223 588 z242 5223258 7
— —A — —* — ——— *
—2 3 7 23353755 8 S 228 7
3233 2 5 532387982 5
3233 8S. *8 * 257* * *
52353—353383385528 *232. 53 2
3225333338352338 7—838322
3232278 527332. 3 * 3 223
332 83233
22522233 2282 222 23232
3 3338.5 2—232. 222 —
7 —A —722.53 — 272 583
27 533 524855 23*8
— — 2 8 22
2257333928* 2 3* 22235. 7
2552j,53332*723532 2 — 2* — 7
S3 8 —A— 55 357

*
2 222 5325223.229 J.
z3323383535 838 83533352 82j
232 — 2 —2
5333 83 353333—33337 8 9
257 —— *53333 53533238233 Gu
23222.,5 53 2 I 235 58235578 3 2
7 33 — 3 A
28537 — —
32838333325 —83 555 52835555 5
3z228 25525 —— 5733553 6 2 7
28 — 2 — — 8 J 2* — 2
— — 2 38523 — 8 * 3J
523 33333335 33*—6532 33553555 232
222 5285 —* 5883 25 — * *
3333 935523 23 —2
* — —7 ———— 323
3253833323253—333 23352338335 122
2 5 232 52 — — 2 30 —— 8 c⸗ 7*
53 23 3—— 2—382383 8 33 8
— 23523428 25 283 335537 8
2 3 2 —— 22 — — ZF og 8
523358 223,5323332 223523332693— 7 5* —
—5— —3 323 38333328— 2
d 333 5238 525
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*5 233228 2553382 —8 3*33 7325 3 3 —F
2. — * 28
332383 2 322
* *27 — * 2 8 — AX2 —EA 8
33333 33 23585 2555535 27
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22555985 5353 2368* 225. 25. E. —E

23 28 22 —22 ã5222 — 238
53*83 22 —— 55* 5 2 2 2 52 602
8 73 22 * 2 —2 28 22 d
23333 33258

2 8 2 8 — * 307

2* — — —223—. — 907

—— * 252 3 2 Wh — 22 8

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52⸗ * 22 5325 IJ — 2 2 25 583 sS * c
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23 53338 50 3682 2z2583 232 258 332*

* 288228 2253 5583 22 222 552 55876
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        Slt. Ingberlker Anzeiger.

————
e äꝰ
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöoͤhenilich) mit dem Hauptblatie verbundene Unterhaltungseblati. (Sonntagt mit illustrirter Vei

age), erscheint woͤchentlich viermal: Dienstaz, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfy. fur die viecgespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

M 115. Donnerstag, den 26. Juli

1877.

Fur die Monate August u. September
ann auf den „St. Ingberter Anzeiger“ bei allen Post⸗
mstalten und unsern Zeitungsträgern, sowie bei der Expe—⸗
ition abonnirt werden.

Desterreich entschlossen, Bosnien und die Herzegowina zu ollupiren,
wenn England Truppen in Gallipoli ans Land setzt.

London, 25. Juli. Die Times⸗ exfährt aus Malta,
die englische Flotte in der Besikabai habe die Ordte erhalten, in
durzem nach Gallipoli abzugehen. Die Tocystische Presse fährt
jort, auf eine rechtzeitige Besezung von Gallipoli zu dringen.

Bukarest, 24. Juli. Gutem Vernehmen nach wird der
Czar in den ersten Tagen des August in St. Petersburg erwartet.
Er begibt sich von dort alsbald nach Tiflis und ins Lager der
aukasischen Armee nach Alexandrappl.

Die „Polit. Corresp.“ meldet aut Cettinje: Die Mon⸗
enegriner erstürmten am 22. ds. die derschanzten Hohen von
Trebesch, weiche Position sowohl die Festung als die Slabt Nicsic
ominirt. Das Fort Gorjarnopoliski capitulirie nach kurzer Be⸗

dießung, es wurden darin 53 Nizams gefangen. Am 23. d.
vurde auch das zweite Fort Rahovaß bei Nicsie genommen und
abei 30 Nizams zu Gesangenen gemacht.

Nach einem amtlichen cussischen Bericht aus dem Hauptquartier
Tirnowa vom 20. Juli sind drei Passe ũber den Balkan (bei
-—chipka und Jahiny) in dem Besiß der russischen Truppen. Ein
ünkischer Bericht gesteht zu, daß die Russen auch Kalifer und
darlowo (beide im Tundscha⸗Thal westlich von Kesanlyk) besegt
saben und auch Esk sagra behaupten. Die Bewohner der von den
tussen zunchst bedrohten Bezirke flüchten sich massenhaft nach Adria⸗
iopel und Konstantinopel. Suleiman Pascha und Reuf Pascha
eiten die zum Schutz von Adrianopel getroffenen Vorkehrungen.

Eriwan, 21. Juli. Das Vordringen der Türken gegen
Igdyt hat hier eine derartige Pank hervorgerufen, daß die Siadt
iahezu gantlch verlassen ist und fost saͤmmtliche Bewohner nach
vrusien flüchten. Die Tartaren des Bezittks zeigten eine bedent⸗
iche Stimmung. Mulhtar Pascha befestigt die Bergpässe in der
ähe von Ardost.

Dem „Reuter'schen Bureau“ wird aus dem Hauplquartier
uthtar Pascha's gemeldet: Die Rüssen seien nach einer
„on 8 Regimentern Cavalerie und 8 Geschuͤtzen gegen die Armee
Nukhtar's unternommenen —XRXX zurückgegangen,
hr Lagergeräth sei nach Dijannishdash und Alexandrapoi zurück⸗
ransportirt.

New-⸗York, 24. Juli. Der Streik der Eisenba hnbeamten
zjewinnt noch immer an Ausdehnung. In San Francisto und an
anderen Orten herrscht große Besorgniß. Washington, Philadelphia
und Baltimore werden durch Bundestruppen geschützt. Die niederen
Vollsschichten sympathisiren mit den Streikenden. Man befürchtet,
)aß die Ruhestörungen eine ernstere Gestalt annehmen werden.
Hier in New VYork bewacht die Milij den Ärsenal, die Bevölkerung
nsultirt die Soldaten. In einer gestern hier abgehaltenen Volka—
ersammlung wurden sehr erregte Reden gehalten. Es wurde be⸗
hlessen, ein Monstre⸗Meeting abzuhalten, um den Sympatleen der
zZebölkerung süur die Streikenden Äus drudk zu geben, — In Reading
Pennsylvanien) greff die Menge die Milißtruppen an, welche Feuer
aben und 7 der Aufruhrerischen todteten und 25 verwundelen. Die
Menge bemächtigte sich des Zeughauses. Auch in Harrisburg sind
kKuhestoͤrungen vorg-kommen. Die Regierung hat deßhalb befohlen,
Hanzerschiffe zu armiren. Die Truppenkonientrationdauert fort.
Die Gouverneure der Oststaaten haben ihre Unterstützung angeboten

Deutsches Reich.

München, 28. Juli. Das tgl. Kultusministerium hat zum
HDoslzug der Schulordnung für die kgl. bayer. Realschulen die Dis⸗
iplinar · Satzungen jür die Schüler der Realschulen mil dem Beifügen
tlassen, daß dieselben sofort mit Beginn des neuen Schuljahres von
»en Reltoraten den Schülern in feierlicher Weise bekannizugeben sind.

Die Socialdemokratie und die Arbeitgeber. Kein
iderer Vorwurf setzt die Socialdemoltatie dermaßen in Entrüstung,
vie der ihr seit einigen Jahren vielfach gemachte: daß sie großen
AIntheil habe an der Noth der Zeit, die noch immer kein Ende
ehmen will. Eine chemische Analyse zu geben, wieviel Procent
Zchuld auf den Geschäfistaumel der Gründerzent kommen und wie—
„iel auf andere Dinge und Menschen, maßen wir uns nichl an,
jalten aber mit voller Zuversicht die Behauptung aufrecht, daß die
mhaltende Stodung von Gewerbe und Handel zum Theil, und
war zum groen Theil, hervorgegangen sein muß aus der social⸗
scmokralischen Aufwiegelung. Denn bekannt genug ist es doch, daß
diele, die ehedem für eigene Rechnung großen Unternehmungen vor⸗
danden, diese nur darum in Ackiengesellschaften umgestalteien, weil
ie es müde waren, Tag für Tag mit Arbeitern zu verkehren, von
enen sie für „Aneigner fremden Verdienstes, Preller, Blutsauger,
Zlusmacher, Leuteschinder, Umsonstfresser ꝛc.“ gehalten wurden.
giele Industrielle scheuen ausgedehnte Geschäfte und beschränken sich
uuf das Rothwendigsie, weil, je mehr Alrbeiler sie anstellen, desto
nehr Austsicht ist auf Hader und Verdruß. Wie sollte auch der
Unternehmer jene dem Erfolg so noͤthige Arbeitsfreudigkeit, welche
eim Arbeitnehmer methodisch untergraben wird, sich selber bewahren,
venn von der anderen Seite sein Thun gar nicht einmal als ,Arbeit“
etrachtet wird ? — Karl Marx erkläri in seinem Werke zwar, daß
jem einzelnen Capitalisten leine Schuld beizumessen, daß er vielmehr,
»lange die jetzige Productionsweise bestehe, gezwuugen sei, an der
Selbstoermeh ung des Capitals durch den Profit theilzunehmen,
seil ersonst selbst zu Grunde gehe. Dies hindert indessen viele
ʒocialdemotraten keinen Augenbũd, jeden Arbeitgeber als Aussauger
inzusehen. (S. C.)

NAusland.

Wien, 24. Juli. Der ‚Neuen Freien Presse“ wird aus
jaßfy vom 22. ds. gemeldet: Unter den für die russische Armee
eestimmten Viehtransporten ist die Rinderpest in verheerender Weise
usgebrochen.

London, 28. Juli. Daily News bestätigt d'e —X
getliner Tageblatt, nach welcher Fürst Gortschaloff Material zu
mer Note sammle, um zu beweisen, daß England nicht nach den
Ztundfätzen handle, welche ihm die Neutralilat vorschreibe. Die
kussen hoffen Adrianopei Anfang August zu etreichen. Fürst Bis⸗
natt soll fuͤr Anspruch Rußlands auf Freigebung der Dardanellen
intreten. In Armenien soll furchtbare Anarchie herrschen. Alle
Sbitäler sind ohne Medizin und ohne Aerzte,

London, 23. Juli. Wie die Times wissen will, werden die
iussen in zwei Kolonnen vorrücken, von denen die Eine nach Gaͤllipoli,
e Andere nach Konstantinopel dringen soll. Die Einwohnerschaft von
hilippopel wandte sich butend an den Sultan wegen Abschlusses
ines Waffenstillstandes. Die Pforte beschloß die Entfaltung der
eiligen Fahne, sobald die Russen vor Adrianopel stehen. In
idrianopel herrfcht grenzenlose Pank. Bulgarien wird ganz revo⸗
nionirt. — In Zleinasien erhielten die Russen Verstaͤrkungen.
ãie überschritten von Neuem die Grenze bei Alexandrapol und er—
aiffen abermals die Offensive.

London, 24. Juli. Nach einer Times⸗Debesche wäre

Vermischtes.

fF Neustadt, 23. Juli Der Stadirath hat in seiner
jeutigen Sitzung beschlossen, die saͤmmtlichen Ardeiten der Herstelluug
iner erweiterten Wasserleitung den Herren Jooß Söhne u. Comp.
nn Landau, welched von der ursprüngiich veransch agten Summe von
81,000 M. auf 110,273 Mark heruntergeboien haben, mit der
Bedingung zu übergeben, daß die zu verwendender stehend gegossenen
doöͤhren von dem Werke der Herren Bocing zu Hallberg⸗ Huͤtte (bei
Zaarbrücken) zu beziehen fiud und daß daß Angebot noch um
500 M. ju ermäßigen sei.
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        NQindenheint, 283. Jull Diesen Morgen Hat sich der
hiesige Burger Peles Bendor III. 46 Johre dltæ Aderamann; auf
einem erhaugt. Als Motiv wird —— Krank⸗
heit angegeben·.. 7 38 J gg W.)

Obermasel, 28. dte Ein Sodhnchen der Ebeleute
Ludwig Pavl von hier fiel vorge brn, in einem Audenblicke, wo es
nicht eobachtet war, in einen Zuber in der Kuͤche weicher mit
Zouge gesullit gewesen sein dollz und fand seinen Tod.“ (R. W)

pepeen A. Jul,— Gestern-Rachmittag erschoß üch in
der Rahe der hictigen Rüeinanlage, im Wasser stebend, der sechs⸗
sehnjahrige Kaufmannslehrling Hugo Zimmermann augs dem Groß⸗
ogihum Hessen, zur Zeit sich in Spher aufhaltend. Das Motiv
ene —ä———
Zer Unglüdliche wurde laba!d von einem hiefigen Piduicr⸗Rnter
officjer aus den Wasser gezogen, war aber schon todt.

— Lager Lechfeide, 28. Juli. Nachdem das 2. Feld⸗
Artillerie-Regiment nach 17tägiger Anwesenheit im Lager morgen
sene Schieß aͤbungen dertndint haben wird/ trin selbes den Ruͤck
morsch in feinet Gabnisoneni— an. und Iwar dvie · J. Feld⸗ unddie
iende Abthellung; per? Fußmarsch rach Würzburgg, dir 8. Feld⸗
Abthellung per Fußmarsch: nach Utm⸗ und von da per Bahnd nach
Landau im derPfal⸗

— Sbehen! frühe?8. Uhrnist!in
her Sendlanger stratze diec Maneree ines · ih Athruch vwefindlich eit alten
Hauses einge stirzt. Ein ganzes Väckerperfonal, 10 Personew, if
heschanet; A dabon find ere 3: noch libend irifgeimmden. — In
Folge Umbaues des Wachs gedet Ebentdaerem Honsiß.in — de
adlingergasse erfolgte ern Giusticiz desselben⸗ wodutch· ein Tuglohner
Georg Bauerd geloͤdled⸗ 20 schwer und 3 beicht verwundet? wurden

paschaffenburn, 24 Fulie Heute; Morgen schlug
in Baben hausen an den Erecnerplatz der Blißz in das Dragoner
Regimente Gin; Ram⸗ und jwer Ppᷣserde siad vodt, etwa zwarz'h
Wonn gelähtn und · beiubt⸗ —
pSaarbrinche n 28. Julß Gestern Abend fanderm
der Wende uchen⸗ Wirihjchaft zu Malstatke eine⸗ speia demolratische
Bersammlung statt, in wacher · der Agitator Hocktnberger iütber Libe⸗
lismus⸗sprach: Als: Rebner: sich in höchst aufreizender Werjse
aber die Ausbeutung des Arbenerftandes durch diee ansern Gefelk⸗
schaftsllasfen auslteß, wurde er durch den persontich in der Bet⸗
sammlung anwefenden Landrach Herrn von Geldern verhaftel und
binh einen Genbarnen ins hiefige Arresthans verbrachr:· (s3)
77Bf or gzh e m 22. Juli. In dem benachbarten Torfe
Ispringen wurde in der Nacht vom 18. auf den 19. da. Me ein
schwerer: Diebstahl·vermittetft Einbruchs · in der Wonnemng des dor⸗
ihen Geistuichen Herrn Mi Frommel der zur Cur auswärtsse war,
verlbl. Entwendet wurden 1000 N. in Gold und Popfrergeld,
Silbergeschlrr, Kleider und Weißzeug und außerdem noch veer Stück
nordeimnerilarische 1888er Bonds zu je 1000 Doll. und ein Stück
zu 500 Doll. so daß der ganze Betrag det Eutwendeten vsich uuf
Awa 20000 M. beleuft“ Der That ist nach dem gerichtlichen

Nusschreiben ria großer, starker Raan mit dunklem Haar, im
iiler von 85 bis 20 Jahwn,e ve wdchtg. Fur die Habhaftmachung
Dessi lben, fowie dar eniwendeten; Gegenstände, ist eine Belohnung
ven 1000 M. und eine solche vdon KOO M. bei theilweiser Be⸗
schaffung des Gestohlenen zugesagt.

Wurz en bvei Leipzig) AxZuli. Unsere Siadt ist seit
rinigen Togen in große Aufregung versetzt worden, indem durch
deg Genuß des Fleisches einer milztranken Kuh weit über hundert
Personen, erkrautt und. dason hbereite fuuf gestorben sinb. Die
Jerichtliche Section der drei Leichen er dies Blutvergiftung. Die
Zatl der Kranken mehrt sich ven Stiunde zu Stunde und es sind
die drei Aerzte in Wurzen Taz und Nacht ununterbrachen thätig,
An den Meßgern, die das Fieisch verkaufteir, würde —
deühn· worden sein, wären sie nicht in die —A
hHercchtigkeit gefallen und sie und deren Personal bis zum L⸗hrlinge
erhaitete und in Untersuchttug gepommen worden.

VV— Dienstesnachrichten. —

WVei Landgerichteschreiber Nöolausß Gtau ir Landstuhlwird
degen nachgewiesener durch 160perllches Leiden! herbeigeführter
LWansteslinfä higken· g22. It. D. deb IX. Beilayen zur Vetfassumgs
nkunde, unter allerhöchster Anerkennung der mit Eifer und Treue

eleisteten Dienste, auf allerunterthäni st gestelltes Ansuchen in den
hsee —

Versetzt wurden die Landgerichts'chreiber Heinrich Schultz von
Zermertheinn nach Landau und Jakob Schaub von Dahn nach
Bergzabern .
9 — in
durkheim zum Landgerichtsschreiberein Winnweiler.

Der. gfprufte Rechtskandidat Anton Föoß aus Gollheim wurde
lt Umeraehiaschreibet an dem Igl., Bentksdericht. Landau vestellt.
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Zeirath. Fortiezung —Das Zimtmer⸗Aquarium: Von Max Holborn. 3.
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der Küche. — Briefmappe. —Frauen⸗Gedenltage. — Ferner folgende Illn⸗
ieationen; Cäcilia de Arrom(Fernan Caballero). Nach dem Bilde von g.
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2 8. 52538* D. . 382287 — 5 7—7
2 —z55 . * *222 * —A 3 228 2*
23323 *5322 *5. 25255— 53788 25. 3 7
23 252 s7776 ⸗— 287— — 5*38 —— *

2 — 5

23 353333 33531382
— 2z333 895. 72635* ——82,;—522

22 —ã— 8
525363 27* — * 2 22.2 533 3**
—A — 5 22332 —

—552—5 273 — ————
22 —8 *7* 2 222352 — 2 232 8

3 * — 2538 355 285. 7 3
2 52 2 252 55.38 238532 233232

2*23 23 2333352273
e2 7 — * 2 * — —

* * 52 5588 553 538 5

272 5 28 527 2» 685512 333522
2522 2355 33 533 —4355

2 2 22523232 —*
2 — 232553 33 53 22532222722

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——0 282. — 22 58
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38 * 83 — * 2 7 —A——— —
d 23 2 82737 2 555 23 2
* 25522232—325— 382 — —53352558
— * 2. 59 — —7* 38 E72 —58
35 — S* — 2 2 — * — *
——
— —57— 2. 2.5 523552 vxñv * 2 —B2. 73 Fc 0
329 55383233355S52 * 83 322222 *888*
8 — — 2 22 EVA 9
253353 55535* 383 — 25 333538 — 533
2*3333 53532382 225— 332 2258 233523
—F — s5355 —33 23331323252 33353
5235 533.2 55725. 2B523 53. 5.33 3235
13355 s 33353828 —235383 85323353
235 D228 8272 — — 860 55 23 ——
12 23 2 — 52 — 215 5222.
33338 5 22238 33
*82 225 5 5232 — 87 222222 258
5 —* —— — —A 2 2 — * 2 3
32353 5328238 —A —— 235
5732823 73232388 —A —A 2236
J8535 232 22882 522 5238 255 235558
55 2353222 2* 278 2353 3
35 *5 73373335385 2233 33523 5882*
* 2 552 2 —— 226 —————
253 233 33253326 5223*3323833 7328 7533
—— 542—57 * —3— — — —m. — *
3535 33833 553 —58—35338 35358 223382 1
52 33 5833 38338 5333 *»5333 183
e 2 *8
5 * — — 2535 2 —— 2 73 —
S 4 —— —— 2550“ a82.2 5 m» 223 — 8 22— 3 12
*8: 7 2222 —* 23 8. 2. 33 3 137
2* 38 33238377 2252. 2 1355533 2 5352 —m 24
⸗53 5 3B35233*
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        <pb n="395" />
        St. Ingberler Anzeiger.
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ker St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöhentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

zage), erscheint wöchentlich viermalz? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

iMarlk 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts nit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

— —

M 116. J Samstag, den 28. Juli —2 * 1877.

FZur die Monate August u. September
lann auf den „St. Ingberter Anzeiger“ bei allen Post⸗
instalten und unsern Zeitungsträgern, sowie bei der Expe⸗
ition abonnirt werden.
Wanderlager, Waarenauctionen und Jahr-⸗

marktströdell.

8.0. Die Frage der Wanderlager und Waarenauclionen beschäftigt
noch immer eine sehr große Anzahl deutscher Handels- uud Gewerbe⸗
ammern. Es wird veelfach geklagt, daß das Publikum bei diesem
ʒeschäftsverlehr meistens übervortheilt werde, da der innere Werth
der Waaren nicht sorgfältig geprüft zu werden pflege und die
Tauschung, die hier sy leicht mönlich ift, in der Regel erst bemerlt
verde, wenn der Verkäufer nicht mehr in Anspruch genommen werden
onne. Als Ursache des Ueberhandnehmens dieses gewöhnlich im
Amherziehen betriebenen Geschaftsperkehrs bezeichnet man hauptfüch—
ich die nettere Gesetzgebung und nameuntlich die Vorschriften des
Hesetzes über die Freizügigkeit vom 1. November 1867 und die
Bestimmungen der Reichsgewerbeordnung vom 21. Juni 1869
zurch welche die früher bestandenen Beschränkungen im umherzie hen⸗
jen Gewerbebetrieb im Wesentlichen aufgehoben sind. Viele Kam⸗—
nern verlangen eine Abänderung der Gesetzgebung. Die Mehrzahl
rwartet eine Besserung nur von gerechter Besttuerung der Inhaber
dn Wanderlagern mit den höchsten Gewerbesteu⸗rsotze und von
deranziehen zu den Gemeindeabzaben, sowie von slrenger Ueber⸗
vachung. Esge Minderzahl von Kammern hält ein Fesetzliches
kinschreiten für unnöthig und betont, daß nicht durch Gesetze, sondern
aur durch Belehrung und befsfere Gewöhnung des Publikums den
Dißständen, die bei dem Daruiederliegen des gewerblichen Verkehrs
mpfindlicher alß sonst hervortreten, abgeholfen werden könne. Der
daufer müsse von der Unsitte lassen, auf Grund marktischreierischer
Anbpreisungen von Händlern, die sich nur auf kurze Zeit am Ort
rufhalten, Waaren zu kaufen, von deren Güte er sich durch den
Augenschein nicht genügend überzeugen kann oder in e'ner Ver⸗
teigerung auf Grund eines glänzenden Anscheins Waaren zu kaufen
iher deren inneren Werth und Gehalt er kein Urtheil hat und
eine Bürgschaften beanspruchen kann. — Von verschiedenen Seiten
vird auch darauf aufcerksom gemacht, daß sich von den Wander⸗
agern und Waarenauctionen meist nur die mittleren Klassen täuschen
assen, denen man doch ein besseres Verständriß ihrer eigenen Inte⸗
zessen zutrauen, sollie, während auf den Jahrmärkten in der Regel
)en untersten Klassen ein noch viel schlechterer Waarenaus chuß vor⸗
jelegt oder marktschreiey ssch angepriesen wird, ohne daß man da⸗
zegen gesetzlich einschreiten kanan.

Das Hilfsmittel gegen schwindelhafte Wanderlager, Waaren⸗
uctionen und Jahrmarklströdel ist Belehrung und Gewöhnung des
hublikums an Wirtschaftlichkeit und an ein vernüuftigeres Kaufen
ind Verbrauchen. Man gedenke, daß das sheinbar Billige oft am
heuersten ist. Benlamin Frauklin, dem wir so vele goldene Sprüche

„erdanken, läßt in seiner Schrift „der arue alte Richard, oder
Mintel reich zu werden“ einen alten Vater Abraham dei einer öffent⸗
ichen Verste gerung von allerhand Kaufmannsgut, und Galanteric⸗
paaren auftreten und vor dem Ankauf von billigen Waaren mit
Agenden Worten warnen: „Ihr nennt diese zu versteigernden Dinge
üter; aber wenn Ihr nicht auf Eurer Hut seid, so werden fie
ir einige unter Euch zu Uebeln werden. Ihr denkt, sie werden
oohlfeil, vielleicht wit unter ihrem Werth weggehen; allein wenn
ir sie nicht unentbehrlich braucht, so werdet ihr fie auf jeden Fall
u theuer bezahlen. Denke an das, was det arme Richard sagt:
daufe nur, was du nicht nöthig hast, so wirst du bald das Nöthige
erkaufen müssen. Viele haben sich blos durch wohlfeiles Einkaufen
1 Grunde gerichtet!“
eutsches
Munchen, 22. Juli. Zwei Arlikel der „Allgemeinen Zei⸗
unq“ über die Finanzlage von Bahern tragen so deullich den

5

Stempel amilicher Veranlassung auf der Stirn, daß sie allgemeine
lufmerlfamleit verdienen. Ihre nächste Aufgabe war, den lächerlich
ibertriebenen und vielfach Irrthümer enthaltenden Jeremiaden ent
Xsenzutreten, welche über denselden Gegenstand ein uliramontanes
Organ, das Regeusburger Morgenblatt, zu Markt gebracht hatie;
ind, sowert es sich um die Rechtigstellung dieser Irrthümer handelt,
rauchen wir nicht darauf einzugehen. Was dagegen die künftige
Steuerpolitik betrefft, so deutet der Artikel einen Plan an, die fuͤr
das nächste Budget noͤthig werdende Ausgleichung zwischen Aus—
zabe und Einnahme durch einen Zuschlag zu den bsherigen Personen⸗
axen auf din bayerischen Eisenbahnen wenigstent theilweise herbei⸗
uführen. Es wird richtig hervorgehoben, daß die betreffenden Sätze
u Bayern bedeutend geringer sind, als im übrigen Deutschland,
iud daß sie aug, zu den Tarifen für das Passagiergut in keinem
ichtigen Verhältniß stehen. Ist dies wirklich der Gedanke der
nayerischen Finanzpolitil, so wird derselbe, wie wit glauben, eine
ahere Prüfung recht gut aushalten. Man sieht nicht ein, wes⸗
salb der bayherische Staat inseiner Eigenschaft als Eisenbahn⸗
nternehmer billiger transport'ren soll, als das uübrige Deutschland.
die Differenz ist, genau betrachtet, ein Geschem, welches die
zesammtheit der Steuerzahler dem die Eisenbahu benutzenden Publi—
um macht und das sowohl den Bahern als Nichtbahern zu Gute
ommnt· So lange die Rente, welche unsere Eisenbahnen abwerfen,
hren früheren günstigen Stand auch bei dea nie rigen Personen⸗
jeldsäßzen bebauptete, mochte man ape als eine immerhin doch
ucht alle Steuerzahlet als solche treffende zulässige Erleichterung
msehen, aber seindem wir durch die neluen höchstens auf einem Um⸗
vege durch die erhöhteSteuerkraft sich bverzinsenden Eisenbahn⸗
nlagen eine sich stets mindernde Verzinsung in Aussichi haben,
egt deia Grund vor, andere Saͤtze als die anderer Bahnen zum
achtheil der Staatslasse aufrechtzuerhalten. In dem beireffenden
Theile der Darlegung wird als Ergänzum dieser Maßregel die
kinrichtung einer vierlen Wagenklassen die man bisher ia Bahern
icht hat, besprochen und die voraussichtlichen Ergebnisse der —XRX
Naßregel naurlich einer näheren sachverständigen Einzelbrüfung
orbehalten.

Berlin, 28. Juli. Die Verfälschung der Lebensmittel,
vie sie in neuerer Zeit wieder feslgestellt worden, wird vermuthlich
ie Reichsgesetzgebung demnächst beschäftigen, und wenn auch von
ec Reichsregierung in dieser Beziehung die Initiative nicht ergriffen
verden sollie, so wird es an darauf bezüglchen Antiägen von
steichslagsmitgliedern nicht fehlen. (K. 83.)

Berlin, 25. Juli. Am Schlusse e'ner übersichtlichen Dar⸗
lellung der Kriegsereignisse der letzten Wochen heißt es in der
Provinzial⸗Correspondenz“: Die Entfaltung der Fahne des Pro⸗
heten, welche für den Fall der Bedrohung von Konstantinopel
eabsichtigt werden soll, um die Mohamedaner zum Kampf gegen
ie Ungläubigen aufzurufen, könnte möglicherweise den Einspruͤch
»er neutralen Mächte hervorrufen.

Der „Reichsanzeiger“ veröffentlicht eine kaiserliche Vecordnung,
velche die Eröffnung der elsaß-lothringischen Begzirkslage auf den
20. August und den Schluß auf spätestens den 1. September fest⸗
sehzt. Die erste Sitzungsperiode der Kreistage beginnt am 6. August,
die zweite am 10. August, dee Dauer einer jeden beträgt höchstens
ünf Tage.

Nuslaud.

Wien, 26. Juli. Wie man der „Köln'schen Zeitung“ bon
dier meldet, hat die vierte rumanische Division des Generals Mann
hei Ncopoli über die Donau geseßt.

Paris, 25. Juli⸗“ Aus außerordenllicher Quelle verlautet:
Füest Gortschako vermächtigt' die diplomatischen Vertreter Rußlanda
ei den Großmächten zu det formellen Erllärung, daß Rußland jede
Idee einer direkten Verständigung mit der Pfotte zurückweise. Es
leibe fest bei seinem Programm, welches die europaͤische Garantie
der die schließliche Lösung der Frage auf das Einvernehmen mit
        <pb n="396" />
        Alen Mächten. Die Erdffnungen machten namentlich in London
den besten Eindruck.

Londor, 25. Jali. Seit drei Tagen fanden nach dem
Feniral. News biutige ãampfe nahe bei Austschul- statt. Nach
—XXO Ruffen fliehen, allein die türlische
NReiterei versäumte die Verfolgung.

Jo ndon, 25. Jali. Standard meldet, gestetn hätten die
Ruffen begonnen, die Außemverke Silistrias zu beschießen. Die
ruisische Renea hat viele Kranke. Rach der Niederllage bei Plew⸗
Ja ecliririenn die Rufses aach Nlopolicicsss ee
Dffteiell wird aus Tirnowa vomn 224 gameldet Generallieute⸗
nant Sadilder griff am 20. mit der ersten Brigade der 5. Diviston
Plewna don der noͤrdlichen Seite an der Angriff wurde von der
ziiichen Seite durch das Kostroma'sche Regimen und 8 Geschütze
tarstützt wißlang jedoch. General Schilder⸗Schuldner zog sich
zuf die Chaussee nach Bjela zurüd. Am 21. wafen Verstärlungen
Am denen Zeit gelaffen wurde, sich zu erholen. Die Türken sind
in Plewna verblieben. Der russische Verlust beträgu: 2 Obersten,
12 andere Offiziete todt, 1 Generol und 86 Andere Oifiziert ver⸗
wundet, det Berlust an Mannschaften 1878. Nähere Details sind
noch micht betkaunt. Der Verlust an Lavallerie und Artillerie if
inbedeuiend.

Deeolnischen Zeitung“ wird aus Konstantinopel 24. da
gemelden: In Afen rücden die Rufsen von Ardahan aus auf der
Sitoße nach Olti wieder vor.

Die Pol. Cotresp.“ meldet aus authent'scher Quelle aus
as i flan vinopel vom 28. d.: Die Berhaltaisse sind hier seht
hedrohlich Der Leganoussekretar der ·deutschen Botschaft, Hieschfeln,
velger vor kurzem nach Butgarien entfendet wurde, weldet dem
Veinzen Reuß, daß die chrifiche Bedolkerung von Jemzagra von
den Türken mossakeirt wur de. Dem griechischen Gesan len, Con⸗
duriotis, ging“estern ein Telegrammaus Eavarna zu, welches
sauiete; Im Augesblice werden hür und ⸗auf eine Stunde Ent·
vernung von Balzik, bit Chriflen etwürgt. Keine mensjchtiche Ret⸗
ee enh.win moegenwirdalles vorbet sein. Zeigen Su
e Depesche · allen Voischaftern.“ Der uach Varna abgehende
lohdvampfer suhr in Folge defsen Baltet an, um etwa dort sich
infindende Fluchtlinge daufzunehmen. Der endglische VBonchaftet
Lohaed hat jo rasch als möglich ein Ariegsfchiff dorthin beordert.
Der Suian ist dnch den Bericht Namyt Paschas, welcher den
Bestand der Armee durch Desertion und sranthelt un 40,000 Mang
verrin gert bezeichnet/ in die krübste Suümmung versetzt. Mehemed
un, welchem der Sultan der Commande persdulich uͤbertrug, hat
sich gur Orlentitung auf dem Kriegeschauplatze eins achttägige Frift
Welemn. Suteiman Paschaist mit 21, 000 Mann und 2000
Pferden in Adrianohel eingetroffen. Die Pfoete hat die Nachricht
halten, doß drei ardßere englische Transportschffe mit Truppen,
Aanfig win der Vestimmumg noch Ancona, unterwegs seien.
Deas Wiener „Fremdenblatte meldet aus Konstantinvppel:
Nachtichten aus Philoppopel bestätigen nicht nur, daß der Schipla⸗
hash sondern daß alle Debouchees der Balkanübergänge im Besitze
er Russen find. — 2000 verwundeie Türken sind in Philoppopel
ringelrsffen. — Hier seyt man die ganze Hoffnung auf einen Sieg
der Donauarmee. J

Amerita. Der Strike der Eisenbahnb diersteten in
hen Berein. Staalen nimmt, den neueren Nachrichten zufolge, immer
mehr ein communiftisches Gepräge an. Während die Strikenden
arsprũnglich, um ihre Forderung eines hoͤheren Lohnes durchzufetzen,
fich mit dem früher schon erfolgreich angewondten Mittel e'ner
Bahnblokirung begnügten, haben sie jetzt zur Plünderung und
Brandstiftung ihre Zuflucht genommen. Die paar hundert Bahn⸗
rbeitet von denen der Strike in Scene gesetzt wurde, verschwinden
hereils gänzlich unter den Taufenden der aus dem Abschaum der
zroßen Sltädte retrutieten Raufbolde, die den zur Wiederdherstellung
der Ordnung aufgebotenen Milizen mit den Waffen in der Hand
Troß bieten. In Baltimore griff, wie schon erwähnt, am Freitag
Abed ein 8006 Kopfe starker Volkshaufen mit Steinen und Feuer—
waffen die Miliz an, als sie von ihrem Arsenal nach der Station
TFanmdben marschirte, stedte hierauf die Eisenbahnfstation in Brand,
welche halb eingeäschert wurde, demolirte das Telegraphenbureau
and riß die Schienen auf. Gleiche Scenen ereigneten sich in Pitts⸗
burg, dem Hauptfitze der pennsylvanischen Eisenindustrie. Die Nacht
bom Samsiag auf Sonntag war für die friedlichen Bürger daselbsl
hesonders gesaͤhrlich. Eine Abtheilung Miliz war zum Schutze der
Bahngebaude innerhalb derselben auf, estellt. Der Pöbel feuerte
auf die besetzten Gebäude und brachte gegen den Locomotivenschuppen
sogar eine Gatlingkanone in Anwendung. Die Wiliz erwidrite
43 Feuer, machie hierduf einen Ausfall aus dem Schuppen und
feuerle auf die Angre fer. Sie wurde muerst zurückgeworfen, machte
aer einen neuen Ausfall in geschlofsenet Colonne und marschirte
nach dem Arsenal am Alleghanyflusse. Es heißt, daß in dem
ampse 30 Personen getddtet und biele verwundet wurden. 70
docomotiven, 250 Waggons und der Maschinenschuppen wurden
nn. dDer angerichlete Schaden wird auf 2 Millionen Dol—

aru veranschlagt. 1000 Mann der Miliz von Philadelphiad trafen
am Samsiag Machmittag in Pitiaburg ein und begaben sich nach
zem Platz wo sich die Stritenden verdarrikadirt hatten. Auj
ihrenn Wege dahin wurden sie wmit Steinwürfen angegriffen und
euerten auf ihre Angreifer“ Die Strilenden murden wüthend und
plünderten, nachdem sie große Verstärkungen erhalten, mehrere
Waffenladen, wodurch sie in den Besitz einer Anzahl von Waffen,
vwie dreier Karonen gelangten. Herauf suchte die Miliz Zuslucht
n den Locomotivenschuppen, wo der Pösbel dieselben belagerte.
Die Miliz vos verschiedenen Theilen Pennsylvaniens marschirt nach
dem Schauplaz der Unruhen. — Der Ernst der Lage hat in
iner am Sonniage abgebaltenen Cabinetssitzung Ver andassung zur
Zrörterung der Frage gegeben, ob es im öoffentlichen Interesse ge⸗
zoten erscheine, die Staaten Maryland, Pennsylvanien und Wess⸗
irginien in Belagerungszustand zu erklären. Sollten sich die Mi⸗
izen unfähig erweisen, binnen Kurzem geordnete Zustände zu
haffen, so wird, wie englischen Blättern telegraphirt wird. der
Belagrungkzustand erklärt uud zur Wederherstellung der öffentlichen
Zicherheit ein Aufgebot von 78,000 Freiwilligen, wie waͤhrend
es letzten Krieges, erlafsen werden
Vermischtess.

—4 3 wer ber üche n. Der Stadraih beschloß einstimmia, daß
die derschiederen hiestgen? Kirchweihen nur noch in diesem Jahrt
abgehalten werden dürfen, für die Zubunft aber zu unterbleiben
haben. Der Stadtrath ging dabei von der Anficht aus, daß die
ogen. Kirchweihen, welche früher nicht bestanden und sich erst in
aeuerer Zeit mißdrauchlich eingehürgert haben, der Mehrheit der
Beddlkerung zum Nachtheil gereichen. (3v. 3.)

FKandel, 25. Juli. Gestern Abend nach 9 Uhr enilnd
sich über Kandel und Umgegend ein schweres Gewitter, welches sich
der Gemeinde Erlenbach befonders heft g zeiglte. Der Bliz schlug,
ohne zu zünden, in einen Siall ein, tödtete die unt.r der Stall⸗
hüre stehende Hansfrau und 3 Sinc Rindvieh. Das kleine Kind,
welches die Frau auf dem Armen hatte, blueb merlwürdigerweise
rang unbeschadigt.

J Laundau, 24. Juli. E. A.) Geftern hot der Her
uffessor ¶des hiesigen Lamndgerichta im Keller des Külers Jalob
Beger in Siebeidingen von sämmtlichen Fässern Weinproben ge⸗
Dnnmen, um solche auf“ ihre Neinheit peüfen zu lasser. Die Ver⸗
ulassung dazu ist daß derselde durch rinen Weinkommissionar aut
bnigsdach Wein nuch dem Badifchen Verka uft, von wo die Anjeig
angelausen, daß derjseibe wie schwarz gefärbt aussehe. Ob, und
zuech wen eint Fälschung des Weiner Statt gefunden hat, wird
die Untersuchung ergeben.

rLandän, 24. Juli. Der „Eilb.“ berichtigt die gestrige
Pritth ilung über die Schlägerei in der Metzger'schen Wirthschaft
auf dea Horst dahin, daß der am schwerften Verletzte nicht gestorben
ift, sondern nur vrhättuißmäßig beichte Wunden davongetragen hat.

Frankenthal. Die heurige Schlußprüfung des Ba—⸗
derlehecurses findet am 31. Juli in der Kreis⸗Armen⸗ und
ranlenanstalt dahier statt. Jene Badergehilfen, welche den Lehr
eurs nicht besucht haben, aber auf Grund der 88 23 und 24 der
Veracduung von 1868 die Prüfung mitmachen wollen, haben fich
mit den vorgeschriebenen Zeugnifsfen am 831. Juli in der genannten
A:stalt vorzustellen.

Auch eine Seltenheit. Ein dem Wirth und Landwirll
Christian Roff in Fußadnheim gehöriges Mutterschwein,
Yorlshire Race, warf dieser Tage 22 Junge, wovon 17 lebend
uud 5 todt zur Welt kamen.

pAus der Pfalz. Vor ein'gen Tazen kam in Hanhofen
ein Kind zur Welt, dessen Hände je 6 Finger, unb dessen Füße jt
s Zehen zeigten. Auf ärztlichen Rith wurden die überzähligen
Finger abgenommen, während die Füße unverändert blieben.

7 Groß⸗Umstadt, 24. Juli. Heute Vormittag entlud
sich über unserer Stadt ein heftiges Gewitter. In der Nähe des
Zimmerplatzes wurde ein mit Holzipalten beschäftigt gewesener
Heann vom Bltze getroffen und war sofort eine Leiche. Er hatie
iich unter einen Nußbaum gestellt, in welchen der Blitz einschlug.
Die Kleider des Unglücklichen waren ihm förmlich vom Leibe ge⸗
rissen, so daß die Leiche fast nackt dalag. Soeben erfahren wir
daß in dem benachbarten Richen auch zwei Personen vom Bliß er
chlagen und eine andere schwer derl⸗ht worden seien. (Odw. B.)

fAus Elsaß. Die neuen Bahnlinien Zabern Wassehn
—öAV
geben werden.
fMainz, 24. Juli. Das Do capitel hat den Dom
apitular Dr. Moufang zum Bisthumsverwefer ernannt.

Biebricha,. Rh., 24. Juli. Gestern Vormiltag wurde
wischen Mainz und Castel das Kabeltau durch das Rheinflußben
zelegt und dadurch die unteriedische Telegraphenverbindung Mainß
Frnkfurt⸗Kassel⸗Rordhaufen ⸗ Halle-Berlin vollendet. Der Legung
dohnten Se. Excellenz der Herr Generalpostmeister Stephan, Herr
        <pb n="397" />
        guilleaume aus Adin, der Leiter des Unternehmens, sowie mehrere
Phere Postbeamte bei. *

7Dresden.“ Eiielleitsfolgen.) Die Familie eines
qhtestschen Gutebefitzerz ist in grotze Betrübniß versezt worden durch
zen Tod ihrer einzigen Tochter, einer blühenden jungen Dame von
i8 Jahren. Seit langerer Jeit bei einer defreundelen Familie in
Dreeden lebend, und zwar Zwecs ihrer weiteren Ausbildung, halte
sie troß dringenden Abrathens ihrer Umgebung und ohne Wissen
zer Eliern sich der Eitelleitssucht nach einer recht eugen Taille hin⸗
egeben. In der Steigerung dieser Modethorheit hatte sie eß in
setzter Zeit bit zu der fast anglaublichen Enge von 40 Centimelern
zebracht, ja die Schnürmieder mußten für sie ertra angefertigt
verden. Durch diese Abnormität, bei sonst breitem dollem Wucha
hrer Figur, erregte felbstverständlich allgemeines Aufsehen, ebenso
iber auch durch ihre krankhaft bleiche Gesichtssarbe und sichtbar
eidenden Zustand. Mit der Famllie in Dresden hatte sie nun vor
Zurzem eine Erholungsreise nach einem Olljeebäde augetreten da
rifft plötzlich die telegraphische Nachricht don idrem Ableden bei
den Eltern ein. Die bedauernswerthe Selbstquälerin ist mährend
zer Table d'höte von einem momentanen Bchlagamfall getnotet
orden; der entsetzlichen Zusammenschnürung von Magen, Lungen
ind Leber vermochten diese edlen Organe nicht länger Widerstand
u leisten. Wir bezweden mit dieser ausführlichen Schildetung der
raurigen Benebenteit gleichzeitig eine ernste Warnung vor diefser
bdrichten Verunstaltung werblicher Schönheit, der leider noch von
„ielen Angebörigen des schwächeren Geschlechts auf Kosten voun
Zeben und Gefundheit gehuldigt wird. *

JeEin Läpziger Blatt bringi folgende originelle Reclame:
Fanft, 2. Theil. Faust, schlummernd im Palmenhain des Sehers
alchas, Wieseuthorstraße 17. (Neben ihm der schadige Rest eines
f. Lagerbier in 10 Pf.) Fritz Ariel:

Er schlummert süß, er ahnt die Kunde,

Tie durch ganz Leipzig geht von Mund zu Munde. —
Frwache, Faust! Van heut' an reichen wi
Borzũgtichs echt · Zertster Bitterbier, *7
Ddrðed uxd stiune! — fuür der Nickel weil —W
(erwachend): 9*
—XED

Für zehn Pfenn'ge. O mein Schmerz,. mein hechster,
Ift endlich auch herschwurden! Fritz Ein Jerbster!

Berfin. Ein wvffendarer Drucsehler hat zwei hiesige

Blatter sehr in Harnisch' gebracht und fie vtranlaßt, sich icht
Mman auf die uuderäußerlichen“ M.nschenrecht?, sondern auch auf
en bornehmsten Paragraphen der preußischen Verfaffung zu berufen.
In einer dom koniglichen Polize-Präfi ium unterzeichneten Bekanni⸗
rachung um einen Verkauf ausrangirter Bekleidungsstücke der
Schutzmannjchaft· die an den Messtbietenden abgegeben werden
llen, findet sich nämlich ein Passus, der folgendermaßen lautet:
Die cemaͤß den Bedingungen einzureichenden christlichen P: eis⸗
fferten sind bis zum 26. Juli et. abzugeben.“ Es ist aber augen⸗
cheinlich, daß dier ein Druckfehler eine heitere Rolle gespielt hat,
d die Offerien nicht den christlichen?, sondern nur den schrift⸗
jchen* Charorter tragen folten. Mithin ware das koenigliche Polizei⸗
Prasidium von der schweren Anklage, die Verfassung, die alle
hreußen vor dem Gesehe für gleich eiklärt und die Beeintraͤchtigung
hrer Interessen wegen konfessioneller Untersch ede verbieten, außer
icht gesetzt za haben, freizusprechen. Eine Verfassungsberletzung
negen alter getragener Kleidungsstücke wäte auch zu lomisch.

f Ein großariiger, in dieser Weise wohl noch nie dagewesener
zchwindel in von einer Berliner Firrma, im Spandauer.
iraßenviertel, ausgeführt worden. Zwei Brüder betrieben daselbst
in Engros · Waarengeschäft, hatten ein stets gefüllies Lager von
Stückwäaren und verschafften sich von geschäftslastigen Fabrilanten
n dieser stillen Geschäftszeit durch ihr „reichhaltiges Lager einen
Fedeutenden Waarenkredit. Eines schoͤnen Morgens blieb aber das
seine Engroshaus geschlossen. Die Gläubiger, ängstlich geworden,
ien das Local durch die Behörde öffnen, aber, welche Freude,
zas prächtige Lager wenigsiens war noch gänzlich unberührt, glatt,
srotzend, in bester Ordnung. Schon glaubte man, daß den soliden
Zeschafizinhabern ein Unglück passitt sei, man suchte, man überlegte,
ind einer der Creditoren nahm denn auch, wie um sich wenigslens
in seiner unbedingten Deckung zu trönen, ein Stücder schöͤnen
Drare von einem Regal herunter, aber — merkwürdig — wie
var ihm denn, das faßte sich ja so papieren an und war so leicht,
leim Fweifel mehr, man hatie es hier nicht mit einem Wagren-
jallen sondern nur mit einer Altrape, mil einem aufgeputzten Papp⸗
aflen zu thun. Eine sofortige genaue Durchiuchung des Lagets
rgab denn auch, daß alle die schön aufsgepußien Stücke Waaren
nchts als Papptarions in Form von Waarenstücken, deren Rücken
der Schaufeite vollständig von einem schönen Muster von neueflem
Ztoff bellebt und so aufgestellt waren, daß jedem Eintretenden nur
niese Seite sichtbat war. Tas vorgefundene kostbare Lager war
Als Vapye, nichts alß Poppe! Die Behörden werden aber hoffentlih

den „genialen Herren“ auf die Spur zu kommen wissen und ihnen
zann für. idre Galamentearbeiten einen Lohn anqgedeihen lassen, der
icherlich vicht von „Pappe“ isht.

F D er gabratte ne Mospte. „Idc war früher mal
Ibdeter un seit die Zeit hab' ick ne hesondere geidenfchaft for
Runde,, namentlich wenn ei Modse sind,“ so äußerts sich der ein
penig schiefgewachsene Arbeiter da Wilhelm Wansleben vor
en Stadlgericht in Besrhiengund führte damit jeine glänzende
Hhextheidigung eiin.

Präs. »Aber die Anklage wicst Ihnen vor, Sie hätten den
hund des Fräulein Laura aus der Hausthür weggelockt, an sich
enommen und dann nachdem Sie ihn getsötet, gehraten und auf⸗
egessen d
Angekl. Ick. Herr Alluwarius, ich? Wowär ic denn,
ind dit können Se mir och in Ernstnich zutrauen. Det ick den
Nops an mir gelockt habe, det is och nich wahr. Sehn Se, de
dunde haben mir alle so jerne, un da is er zu mir gekommen;
kuhab ihn wezqejagn, aber dit war nischt, er kam doch widder.
Un wie ick u Hanfen bin, wer war da? mein Mopß.

Pras. Sis bestreiten also auch, den Hund gelödtet und ver⸗
ehrt zu haben.

Angetlt. Ick dhue keenen Menschen wat, um wie viel we⸗
niger det niedliche Thierken. Un Hundefl esch is sonst meine Pas⸗
ion och nich. Bei dem hartnäckigen Leugnen des Angellagten
verden die Zeugen vernommen und sagen aus wie folgt: J

Fräulein Laura P., 38 Jahr alt (im August werd ich 39,
29.), evangelisch. Sehen Sie, Hert Staattanwalt, es war
chrecklich, meine arme Lilly weinte so jämmerlich — —

Präf. Wer ist Lilly?

—Zeugin. Nun, meine Lillh, mein Hündchen, sie konnte
weinen wie ein Mensch und sich freuer. —

Präs. Ecsählen Sie zur Sache.

Zeugin. Ja, der Mensch griff so entsetzlich hart nach meiner
Lilly, und da schrie fie, und ich mußle das mit ansehen, und lief
venn Menschen: nach. Der rannte aber davon und jeitdem hab' ich
sie nie wieder gesehen. F

Präsf. (zum Angekl.). Sie hören nun, daß Sie doch nach
dieser Aussage den Hund westohlen haben. 8

Angekl. Voriäufig weeß ick von nischt, ick bestreite Allens
uin fordere den Jejenbeweis. ——— a

Der Angeklagte zieht aber andere Saiten auf, als der Zeuge,
Arbeiter Sch hereingerulen wiͤ⁊dd.
tAngekt.Hegr Gaichte hof, ick protestire dajeien, det Sch—
zexnommen wii1id...

Präaͤp. Warum? 2 *

Angekl. Weil del meis Freind is und der selber von den
dund mitjejessen hat. *

Präs. Sie gestehen also jetzt tin d

Angekl. Nech janz. ——

Der Zeuge Sch., „Freind“ des Angeklagten, wendet sich an
esen direlt mit den Worten: Laß doch man sind, Fritze un
reite nich immerzu. Du hasi Dir den Mops jebrabdes und jeschmeckt
at er Dir och. Ja, Herr Präsident, Allens wat wahr is, jedahn
zat er't, wenn er och mein Freind is.

Den Schuldigen irffft eixe Gefängnißstrafe von v'er Wochen.

„Vier Wochen sor so'nen kleenen Mops,“ sagte er beim Hi⸗
zausgehen.

‚Ach. meine arme, atme Lilly,“ jammerte Fräulein P., „hätte
ch doch nur ihr Fell zum Andenken!“

F Basel, 21. Juli. Nach einem Telegramm des „Schweizer
holksfreunda“ ist bei Colonbier (Kanton Neuenburg) die Reblaus
ufgetreten; die belreffende Parzelle ist vorläufig sequestrirt. Das
idgenössische Departement des Innern hat zwei Experten an Oert
ind Stelle gese det.

F Cincinnati. Die wegen Verg'fiung ihres Bruders zum
dode und später zu lebenzlangem Kerker verurthrilte Satah Victor
zat, nachdem sie bereits einige Jahre im Gefängnisse verbüßte, um
Jollstreckung des Todesurtbeits nachgesucht. Diese oft tagelaug wei⸗
iende Delinquentin führt zur Begründung ihret Gesuches an, daß
ie ja nie zur Unwandlung ihrer Todes⸗ in eine Kerkerstrafe die
zustimmung gegeben. Die Entscheidung über diesen seltsamen
fall kommt dem Suprewe-Gourt des Staats zu.

Hienstesnachrichten.

Der baherische Richtscand'dal E. Dümmler zu Zweibrüden
st zum Advocaten im Bezitk des kaiserl. Appellationsgerichts in
Toln.ar und zun Anwalt bei dem kaißerl. Land gericht in Mülhausen
rnannt worden.

Der interimist. Verweser der prot. Schulverweserstelle zn Becher⸗
zach, Ludw. Muhlberzer, wurde zum Lehrer an der prot. Schule
u Fifchboch, Lehrer Joh. Ludw. Henrich in RNiedergailbach zum
de rer an der kath. Schule zu Gershem, der inlerimist. Verweser
an der unteren kaih. Knabenschule zu Ramstein, Exspectant Johann
Muy, pum Schulverweser ernannt.
        <pb n="398" />
        Handels⸗ und Verkelrs⸗RNachrichten.

Frankfurt, 22. Juli. Die Ernte ist dermalen in
der Main⸗Ebene im vollen Gang und man hort allenthalben nur
Zob. Korn is sehr gut ausgefallen, Weizen und Geiste stehen
vortrefflich, Hafer wird ein geringeres Ertragniß hiefern. Die Kar—
toffeln stehen vorzüglich, die Futterpflanzen, hie und da freilich etwat
von Inselten heimgesucht, sind sonst ausgezeichnet gerathen. Der
Wan hat unter den günftigsten Verhältuissen verblüht und sind die
Frocht· Ansätze reichl' ch vorhanden. GrJ.)
Wahrend man in Deutschland eine eute Milt lernte verzeichnet,
besagen die neuesten dei dem Aderbau⸗ und Handelsministerium
uͤhes den Stand der Ernte⸗Aussichten in Italien eingt laufenen Be—
richte, daß die bereiis erzielten und die noch zu hoffenden Ergebnisse
forifahren, beinahe in ganz Italien günftig zu sein. Die Weizen⸗
Ernle erfüllte nur in wenigen Provinzen nicht d'e gehegten Er⸗

wariungen, ist aber sonst im Allgemeinen befriedigend ausgefallen.
wie denn auch die Preise, abgesehen. von einigen Schwankungen,
Aalionar verblieben. Der Weinsiod und der Olivenbaum siehen
vielversprechend, und blos die beiden Provinzen Catania und Palermo
machen eine Ausnahme, indem die gedachten Wein- und Oelpflanz⸗
ungen selbst durch die übermäßige Hiße und Trockenhe'n zu Schaden
famen. An vere nzelten Oertlichkeiten in der Lombardei vnd im
VBenenanischen haben auch Unwetter die Weinberge hart getroffen.
In den Provinzen Bolognu,. Parma und Reggio-Emilia klagt man
uͤber Mangel an Regen, unter welchem die Vegetation von Hanij
und türtischem Weizen arg leidet. Die Reisernte dagegen verspricht
gut auszufallen. Eine gute Erute kann man überall brauchen.
Fur die Redaction verantwortlich F. X. Deme ß.

—

— —

Conventionelle
Hausversteigerung.
Montag, den 30. 1. M.,
des Nachmittags um 2 Uhr, zu
St. Ingbert, in der Wirthsbe—
hausung von Jodann Joseph
h einrisch, wird auf Betreiben
von Urban Jacob, Bürger⸗
meister und Guisbesitzer in Rohr⸗

bach wohnhaft

gegen
Georg Kopp, Bergmann, und
dessen Ehefrau Catharina Berndt.
heide in St. Ingbert wohnbaft
wegen Nichtbezalung des Erwerbs
dreises zu eigen wiederversteigert:

Pl. Rir. 4070 182 u. 40 70 3 b.

59 Dez. Flache, enthaltend
ein zu St. Ingbert, auf'm
Hobels, neben Ww. Jacob
Wagner und Peter Nüller
gelegenes Wobuhaus wit
secller, Hof, Garten und
Ackerland.
Sauer, t. Notar.
363
Gewerbe⸗Loose
1000 Gewinne im Werthe von
30,000 Mark.
Ziehung am 830. Aug.
per Loos 3 Mark.
I——
Gewerbeverein-Loose
Ziehung im September.
per Loos JMark.
Nuͤrnberger
(German. Museum) —X
Ziehung am 1. Dezemb.
per Loos 3 Mark.
Ulmer
Münsterbau Loolse
Ziehung am 17. Dezemb.
per Loos 1 Martk
sind zu haben bei
F. Woll.
0.
Soeden aischien in neuer Auflage: —
Die Brautnacht
der Comptesse von C. und des Ritt⸗
meisters von S.
Erzählt von Letzterem im Kreise
seiner Kameraden.

Franco Zusendung gegen Ein⸗ l
jendung von 53 Pf. in Reichs⸗
Briesmarken durch R. Jacobs
VBuchhandlung in Maadebura.

3

2 3 Ein Hof
Geschäfts Empfehlung. W bei Zweibrüchen kann täglich
Einem gethrten diesigen und answärtigen Publikum zur gefl — fge Milch zu
Notiz, daß ich mich als g. pro Liter
6yPSer franco Si Ingbert abgeben.
hier eiablirt habe und empfehle mich in allen in dieseß Fach eine Gefällige Offerten nimmt die
schlagenden Arbeiten, sowohl in Gyps⸗ als Eement Ver⸗ Exprd. ds. Blattes entgegen.
puten, ebenso werden alle Reparaturen aufs Befte ausge⸗
ührt unter Zusicherung rascher und billiger Bedienung.
Alois Sieber,
wohnhaft in dem Peter Weißgerbe: »jchen Hauiĩt
— auf'm Höichen.
Pferde⸗ und Viehmarkt
XXXARO—
Der nächlle Marlt wird Mittwoch, den 1. Angust
IS77 abgehalten.
Der Bärgermeister:
L. Grumbach.

Ein großartiger Erfolg
ist es weifel, wenn von ein
834 I erschienen it 7
um so großartiger ist derselbe, wenn
dies trot gehäfsiger Ingre mẽglich
— war und in einer so kurzen
Zeit, wie solcher der Fau bei
dem in⸗srirton Buche: *
Ur Airvꝰs —XEE

Große Preisherabsetzung.
Wegen Auigabe meines Engros Geschäftes derloufe von
8. Juni dis 31. Juli zu solgenden bedeutend herabgesetzten

Preiseu?
s4 breite ächtfarbige rosfa und lila Cattune für Bettüber
züge, die Elle (60 Centimeter) à 24 Pf
64 breile ähtfarbige Pique Cattune, seinster Qualitaͤt, di⸗
3 c. a 30 Pi
s,. breite ächtfarb ge Eretonnes für Kleider feinster Qualit.
die Elle stait 30 zu 22 Pi
oha breite ächtfarbige Bettzeuge (Beti-Ueb⸗rzüge), die Ell
zu 25 und 36 Pp
Huten Barchend für Betten, die Elle à 80 ppf.
3 Etlen breites gules Betttücher Leinen, die Elle 75 Pf.
fräherer Preis 1M
Es dürfte sich sobald nicht wieder Gelegenheit bieten,, gutt
Waaren zu sol Len Preisen zu bekommen, wobei ich j:doch be
merke, daß ich des raschen Umfatzes wegen Muster von diesen
Arüiteln nicht sende, die kleinsten Aufträge aber bestens effektuire
W. Fuhrländer Nachfolger, Zahrgasse 85.
Frankfurt a. M.

Dies vorzügliche populär⸗
medicinische Werk kann mit
— Recht allen Krauken, welche —
dewuhrie Heilmittel zur din —
ihrer Leiden anwenden wollen, dringe
— Durchsicht empfohlen werden. Die
arin abgedruckten Atteste beweisen die
anerordentlichen Feilersolge und *
eine Garantie dafür, daß das Ber⸗
rauen nicht getünscht wird. Obiges
Aber 600 Seiten starke, nur 1 Mark
kostende Buch ist in jeder Buchhandlu
vorradͤthig, wird aber auch auf og
bdirect von Richters Verlags⸗Anstali
in Leipzig gegen Einfendung von 10
Brieimarken à 10 Vi. versandt.

Heilbar
ist Trunkwahnsinn und zu be—
seitigen Trunkenheit mit und ohne
Wissen; glaubhafte Atteste stehen
mir zur Seite und leiste für den
Erfolg Garantie. Man
wende sich an Th. Ko-
met zly, Droguen- u. Kraͤuter⸗
handlung in Grünberg in
Schlesien.

eine Stelle sucht, eine solche zu
vergebep hat, ein Grundlück zu
verlaufen wünscht, ein folches zu kaufen
beabsichtigt, eine Wirthschaft,
—— —BDOeconomiequit ⁊x. zu pachten
sucht, eine Heirath aukzüpfen will, eine Geschäftsem—
pfeblung ju erlassen gedenkt — überhaupt zu
Insertionszweckken
— — — —
Rath bedarf, der wende sich vertrauensvoll an die
Centural-Annoneen Zxpedition von
G. L. Daube &amp; Co. in Mundhen,
welche sich die prompteste und billigste Bedienung zur
Aufgabe macht.
Bureau: Winden ianehereatre 5

Bonner Fahnenfabrilb
in Bonn.
Ballons, Lampions, Feuer⸗

werkskörver. Vechfackeln.
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mit Firma, z2u Geschãstsbriefen.
in schönen veraierten
Schriften,
TOnograui mme, Visi teu-
artom ete., worden raseb
und billig angefertigt in der
Buch- und dteindruckoroi
F. X. Oemetæ,
—A
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FSedafnon Drud und Verlag von F. X. Demetz in St Ingbert.
        <pb n="399" />
        t. Ingber ler Anzeiger.
— —
Ler St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, GSonntags mit illustrirter Bei⸗

kage), erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounnementspreis betragi vierteljahrlich

1 Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg.. von Auswärts nin 15 Pfa. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
ö I17. Sonntaa, den 20. Juli 1877.

Deutsches Reich.

Manchen, 26. Juli. Bom deutschen Kaiser wurden nach⸗
stehendes bayerischen Offizieren Orden verliehen und zwar: der
Kronen⸗Orden 2. Kl. dem Generalmajor A. v. Heinleih, Komman⸗
deur der Besatzungsbrigade in Metz, den Obersten H. Heilmann
und J. Graf d. Joner Tettenweiß, Kommandeure des 4., bezw. 8.
Infanterie-Regiments; den Obersilieutenant K. Frhrn. v. Groß⸗
schedel und A. Frhrn. v. Poellnitz derselben Regimenter und dem
Major F. Blume des 2. Fuß-Art.⸗Regimenis der Kronen-Orden
8. KRlasse.
Ausland.

Wien, 25. Juli. Das Auswärtige Amt verständigte die
beiderseitigen Ministerien, daß auf der Grundlage der zwischen
Oesterreich und Ungarn getroffenen Vereinbarung der Äbschluß
eines Handelsvertrags mit Deutsdland keine Ausfichien habe.

London, 26. Juli. John Bright (radicales Parlaments⸗
mitglied) mißbilligte in einer destern in Bradford gehaltenen Rede
jeden Versuch, Rußland an dem Vordringen auf Konstantinopel zu
verhindern: es würde dies ein unrechtes Versahren sein und nuͤr
bazu beitragen, den Ktrieg zu verlängern; Eugland sei überdies
ohne Bundesgenossen; ein derartiges Auftreten würde eine europäische
Coalition prodociren, welche das Land demüthigen werde. — Lord
Hartington (Wigh) welcher gestern auf dem Baukett der Fischhändler
die orientalische Frage besprach, protestirte ebenfalls gegen eine
ubereille Einmischung Englands in den Krieg: Englaud muͤsse nicht
gltin eine strenge, sondern auch eine leidenschastslose Neutralitat
aufrechterhalten . —

London, 26. Juli. Eine Depesche des „Dailh Newe“
meldet, daß die Russen zwischen Rustschuk und Osmenbazar geschlagen
worden seien·· V

London, 26. Juli. Nach dem „Daily Telegraph“ fand
nahe bei Rasgrad ein hestiges Treffen flatt, in welchem die Russen
zurückgedrüngt wurden. Fuad Pascha leitet die Verfolgung. —
Nahe bei Jambota steht eine beträchtliche tütlische Macht zum An—
griff bereii. Mehemed Ali Pascha hiell eine begeisterꝛe Anrede an
die Soldaten. — Aus Kleinasien erfährt das Blaft, daß Diemil
Pasaa von Batum aus im Begriff stedt, die russische Grenze zu
überschreiten.

Sichumla, 84. Juli. Hier sind am Sonnabend Mehemed«
Ali Pascha, Namyl Pascha und Strecker Pascha angekommen, ersterer
mit der weitestgehenden Vollmacht ausgestattet. In Siatasica bei
Tirnowa wurde die gesammte türt sche Vevdlkerung in die Moschee
zesherrt und lebendigen Leibes durch die Bulgaren verbrannt.

Bemerkruswerih ist, daß das rusfische Hauptquartier von
Tirnowa nach Bjela zurückverlegt wurde wohl in Folge des
von Osman Vascha bei Vlewna errungenen Siegs.
RVermiscqhtes.

f Neustadt, 26. Juli. In einer unserer Nachbargemeinden
irregt dos räthselhafte Verschwinden eines der angesehensten Bürger
tineg schon in ziemlich hohen Jahren stehenden Mannes und Familien
hauptes, die tieffte Theilnahme. Derfelbe fehlt nunmehr etwa drei
Bochen, ohne daß trotß der sorgsamsten Forschungen sich eine
Spur seines Verbleibs gefunden haͤue. Derselbe ein Fabrikant,
nar dehufs Abschluß einer größeren Lieserung mit mehreren Ge—
haftssreunden nach Nürnberg gereist. Nach Beendigung der
Angelegenheit nahmen die drei Freunde den directen Weg nach der
deimath, der Vermißle aber reiste allein üer Stuttgart, woselbss
Rein einem guten renommirten Gasthof logirte und die meisten —
gicht alle — seiner Kunden besuchle. Plötzlich blieb er aus —
nd seitdem wangelt jedes Zeigen seines Lebens. Der Gedanke
m Selbstmord sowie an eine heimliche Entfernung bleibt völlig
usgeschlossen. An Geld hatte der Mann ca. 2300 M. bei sich.
die große Familie und die Gattin des Verschwundenen sind in die
öchste Betrübniß versetzt. (N. Bürgerztg.)

F Das Zuchtpolizeigericht Kaiserslautern hat am 24.
d. den Kauf⸗ und Handelsssmann Elias Simon von Eisenberg, 48
Jahre alt, wegen am 9. Mai d. J. vor dem Landgerichte Gollhe im
geschworenen Meineides zu 2 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ver⸗
lust der bürgerl. Ehrenrechte verurthein.

* Munchen, 26. Juli. Heute Vormittag fand im Schwur⸗
gerichtssaale dahier unter dem Vorsitz des Gantcommissärs, Bezirke-
zerichtsrathes Reißenbach eine Bersammlung der Glaͤubiger (5. Classe)
der Adele Spitzeder stait, welche naq Vorschlag des Gantcommissaͤrs
beschloß, die der Gautmasse neuerdinds zugefallenen 60,000 M. nicht
zleichheitlich zu vertheilen, sondern in 1200 Loosen zu 50 M. unter
die Gläubiger zu verloofen. Im Falle einer gleichheitlichen Ver
theilung träfen auf ein Guthaben von 108. fl. nur 60 Pig.

FSaarbrücken, 27. Juli. Gestern Vormiit ag sollten
zier zwei Gefangene aus dem Atresthause dem Untersuchungsrichter
vorg. führt werden. Da ihre Vernehmen nicht sogleich stattfinden
'onnte, wurden sie gefesselt in dem Zeugenzimmer des Zucht polizei⸗
erichts untergebracht. Nach Entfernung des Transporteurs sprang
»er eine Gefangene, ein mehrfacher schwerer Diebstähle angeklagter
Anstreicher aus der Pfalz, nachdem er sich auf bisher noch nicht
azufgellärte Weise seiner Fesseln entledigt hatte, aus dem ca 20 Fuß
Johen Fenster ia den zwischen denm Landgerichtsgebäude und der
Schloßkirche befindlichen Hofraum, sprengte das Schloß der nach dem
Schloßberg führenden Thuͤr und enlfloh. Der andeie Gefangene
»etheiligte sich an diesem gelungenen Fluchtversuche jeines Genoffen
aicht und wurde noch gefesselt im Zimmer vorgefunden. F

. Die k. preußische Bergwerksdirektion in Saarbrücken häl
gegen sozialistische Wüblereien folgende Ansprache an ihre Bergleute
erlassen: WW

Bergleute der Königlichen Saarbrücker Gruben! So zialdemokra⸗
ische Agitatoren versuchen es in neuester Zeit wiederum, ihre Lehren
m hieligen Bezirke zu verbreiten. Unter dem Vorgeben, für Eure
Rechte zu kampfen und Eure Wohlfahrt zu foͤrdern, suchen fie mit
drahlerischen Worten und unerfüllbaren Versprechungen trücerische
Ddoffnungen in Euch zu erweden, Euch in ihre Netze zu ziehen und
die Herrschaft über Euch zu gewinnen. Um ihr Spiel, den ge⸗
waltsamen Umsturz der bestehenden Ordnung, zu erreichen, scheuen
sie sich nicht, mit Wort und Schrift die bewährtesten Grundlagen
unseres Staatslebens zu untergraben, die segenereichsten, zu Eurem
Wohle in hiesiger Gegend geiroffenen Einrichtungen zu verhoͤhnen.
Wit wissen wohl, daß die weitaus groͤßte Mehrzohl von Euch sich
von soschen Täuschungen nicht verblenden läßt, die statt der ver⸗
meintlichen Besserung Eurer Verhältnisse nuͤr zu Eurem Unglück
ühren können. Gleichwohl halten wir es füt unsere Pflicht, aufs
Findringlichste vor der Betheiligung an den sozialistischen VBersamm⸗
lungen, vor dem Lesen der fozialistischen Blätler, dor den Besuche
derjenigen Wirthshauser, wo solchen verwerflichen Bestrebungen Vor⸗
ichub geleistet wird, zu warnen. Mit unnachfichtlicher Strenge
werden wir gegen Diejenigen einschreiten, die uasere Warnung nicht
hören. Wer sich an den derderblüchen Bestrebungen betheiligt, ist
nicht wütdig, ferner unserer Belegschaft atugehdren Konigt. Berg⸗
werka⸗Direkt on.

F Metz, 26. Juli. Gestern standen nicht weniger als sechs
Angeklagte zugleich vor den Afsisen und zwar: 1) Friedrich Din⸗
jof, 34 Jahre alt, früher Rangirer in Saargemünd, geb. zu
dufflen, zuletzt Dienstknecht zu Ensheim; 2) Friedrich Wilheun
Fischet, 27 Jahre alt, geb. zu Goch, früher Rangirer zuletzt
Fabrikarbeiter in Saargemund; 3) Jacob Rausch, 30 Jahre ait,
geb. zu Meitlach, früher Rangirer in Saargemünd, zuletzt in Mett⸗
ach; 4) Johaun Mack, 28 Jahre alt, geb. zu Bliesmengen, früher
Rangirer in Saargemünd, zuletzt Fabrikarbeiler in Steinbach; 5)
Peter Markowiz, 48 Jahre alt, Krämer und Wirth, geb. in Ormes⸗
ꝛeim, wohnhaft zu Ensheim; 6) Caspar Markowitz 46 Jahre alt,
serämer und Wirlh, geb. zu Ormesheim wohnhaft zu Ensheim.
— In den Jahren 1873 — 1877 wurde auf dem Bahnhofe zu
Zuargemünd und von da auf der Strecke nach Suaralben eine ganze
        <pb n="400" />
        Reihe, zum Theil sehr erheblicher Diebstähle verübt, ohae daß es
den selbst verschärften Vorsichimaßregeln der Eisenbahnverwaltung
ond den Bemühungen der Polizeibehörde gelang, über den Verbleib
der gestohlenen Güter irgend welche Anhaltspunkte zu erlangen.
Nur soviel wurde klar, daß bei Ausführung der Diebstähle mehrere
Personen derart beschaftigt sein mußten, daß dieselben nach einem
pᷣlane bandelten, daß dieselben des Absatzes ihrer Beute gewiß sein,
und daß dieselben, wenn nicht Eisenbahnbeamte selbst so doch X
den Verhaltnissen vertraut waren; mehrere Diebstaäͤhle wurden näm⸗
uch während der Fahrt Abends berubt, ohne daß das Personal
des Zuges sofort Wahrnehmungen machte, und war die Ausfuͤhrung
ur da der Weise derkbar, daß der Dieb unter dem Schußte der
Dunkelheit und dei geringer Fahrgeschwindigleit in Folge Steigung
des Terains auf den Zug auffprang und nach Herabwerfen eines
Frachistückes sich wieder entfernie; auf diese Weise wurden am 9.
Mai 1875 zwei Ballen abgeworfen, was jedoch von den Bahn⸗
beamten bemerkt wurde, die die Ballen wieder aufnahmen, während
der verwegene Dieb in der Dunkelheit enktkam. Zudem verfuhreß
die Diebe mit solcher Frechheit, daß fie in drei Tagen drei Diebstähle
vollführten. Erst im Jahre 1877 gelang es, Licht in die Sache zu
dringen und die Thaterschaft folgender Diebstähle zu constatiren: 3.
i2 Siüc grauschwarzer Perlal Werth M. 316,80; b. Krystall
sur M. 36; 0. rothwollene Decken im Werthe von M. 84;3; d. 1
VBallen Leiren, Werth M. 468,32; 0. ein Ballen Wollentuch,
werih M. 527; 1. am 12. Januar d. Is. 29 Stück Lustre und
Kleidungsstück im Werthe von 1660 M. 28 Pfg. Im Verlauf
der wegen letzteren Diebstahls gepflogenen Recherchen gelang es nun
auf Grund der Aussagen eineb gewissen Johann Klopp, auch wegen
ber uüͤbrigen Diebstähle Anhalispuntte zu gewinnen und stellte sich
wirklich heraus, daß während der Langsamfahrt des Güterzuges
einer der Diebe den Zug bestieg, die Ballen herauswarf, die dann
bon den Anderen aufgenommen worden. Die beidea Angeklagten
Markowitz wurden als die Anstister zu den Diebstählen bezeichnet,
uind wurden in deren Häusern die gestohlenen Sachen verwerthet.
Umfaffende Haussuchungen ergaben günstige Resultate und ließen
sich im Laufe der Uniersuchung die Angeklagten Dinhof, Fischer,
XXX Geständnissen herbei. Es steht demnach außer
Zweifel, daß dieselben sich zu fortgefetzteu Diebstählen verbunden
hatten, während die beiben Markowitz immer die Hehler abgaben
Ind die gestohlenen Waaren um Spottbreise ankauften. Die Herren

Beschworenen erklärten die saͤmmtlichen Beschuldigten unter Annahm
mildernder, Umstände für schuldig, und veruriheilte der Gerichtshof a.
den Dinhof zu 5 Jahren Gefängniß, b den Fischer zur gleichen
Sirafe; o. den Rausch zu einem Jahre Gefängniß; d. den Mad
ebenfalls zu einem Jahre Gefängniß; o. den Peter Markowitz zu
5 Jahren, und k. den Caspar Markowitz zu 4 —— Tꝛ

Paris, 18. Juli. Gegen das Tabakrauchen der Jugend
ist beim französischen Parlament von Seite eines Vereines eine
Hetition eingereicht, worin beantragt wird, all en Burschen unter
i6 Jahren das Nauchen auf öffentlichen Plätzen bei Strafe zu
derdieleg. Als Grund hiefür wird auf den uachtheiligen Einfluß
des Rauchens auf die Gesundheit junger Leute hingewiesen. Ein
ühnliches Rauchverbot würde sich auch bei uns empfehlen

Paris, 285. Juli. Heute Nacht brannte im Faubourg
Saint Antoine das zur Zeit von der Ex⸗Kaiserin gestiftete Waisen⸗
haus Saint Eugenie so wie eine benachbarte Sägemühle ab. Der
angerichtete Schaden wird auf 400,000 Fr. geschätzt. Die 150
jungen Mädchea wurden alle geretlet. — In Perpiznan ist eine
Dyaamimpotronenfabrit in die Luft geflogen. Drei Leute wurden
dabei gelödtet.

FrEine Blutszene spielte sich dieser Tage vor dem Kreisgericht
in Merseburg ab. Dort stand der bisher unbescholtene Böttcher⸗
meister Hahn aus dem nahegelegenen Dorfe Geuza vor dem Richter⸗
tollegium, angeklagt der Widersetzlichleit gegen seine Dorfbehörde,
die ihn wegen der verweigerten Entrichtung des ortsüblichen Bei⸗
rages zum Nachtwächtergehalte auspfänden wollte. Die Zeugen be⸗
täugen durchweg die GBehauptungenmder Anklage. Das Urtheil
autet dem entsprechend auf 3 Monate Gefängnißhaft. Angeklagter
zeschuldigt die abgehörten Zeugen des Mein eids, und noch ehe ihm
zieser Vorwurf verwiesen werden kann, stößt der Mann sich ein
Stielet tief durch die Brust, so daß derselbe bluttriefend bald oha⸗
nächtig zusammenbricht und schließlich mittelst Siechkorbes nach dem
Zrankenhause befördert wird. Hier erllärt Hahn, daß er mit dem
esten Vorsatze zum Termin gegangen sei, im Falle seiner Ver⸗
artheilung mitten im Gerichtssaale sich zu iödten, daß er deshalb
Tags vorher sein Testament gemacht habe und lebend — nach
seinem Dorfe dennoch nicht zurüdkehren werde.

Fur die Redaction verantworilich F. X. Deme zß.
———
empfiehlt

Peter JZepp.
Wohnung zu vermiethen
Johann Hellenthal.
Bäcker und Müller hat den un⸗
lern Siodk seines an der Haupt⸗
straße neben Conditor Ricel ge⸗
legenen Wohnhauses nebst Spei⸗
cher und Keller, sogleich beziehbar
zu vermiethen.
Rechnungen
in js, Na und ig Bogen
sind vorräthig in der
-e i de. Blattes.
Frucht⸗ Brod⸗ und
Fleisch⸗Preise der Stadt
Zweibrücken vom 26. Juli.
Weizen 18 M. 26 Pf. Korrn
9 M. 51 Pf. Gerste Sreihige
10 M. — Pf. Gerste «reih.
0 M. — pf. Spelz — M.
— ppf. Spelzlern — M. —
ppfg. Dintei — M. — Ifs
Hischfrucht O M. — Pf. Hajet
sN. 28 pf. Heu 2 M. 80
Pf. Snoh 2 M. 20 Pf. Kar⸗
—D Cir.
Weißbrod 122 Ko. 62 Pf. Korn⸗
brode 3 Ko. 36 Pf. ditto 2 Ko
38 Pf. dito 1 Kilo. 29 Pf
Vemischibrod 3 Kilo. 1 M8. Pf
Paar Weck 190 Gramm 6 Pf
Rindfl. 1. Qual. 70 Pf. 2
Quel. 6d Pf. galbfl. 66 Pf
Damfl. 70 pf. Schweinefl. J
If Bauer 1 M. 10 Vf. per Psd.

Mobilien⸗Versteigerung.
Samstag, den 4. Auguft
nöchsthin Mittago 1 Uhr zu
S Ingbert beim Eisenwerk in
ihrem Wohnhause lassen die
Wiliwe und die ersie und zweit⸗
ethzelichen Kinder des dahier ver⸗
jedien Wirthes Joseph Morlo
bezie hungsweise deren Vertreter
die zu dessen Kachlaß gehörigen
Mobiliargegenstaͤnde der Abthei
lung wegen offentlich an die
Meisibietenden versteigern, dat
runter namenilich:
1 Ziege, 1 Einschenke, 1
Bierpumpe, dann Schränke,
Tische, Stühle, Baͤnke, Bet⸗
tung, Weißleug, Kuͤcenge⸗
schirt und sonstige Haus⸗ und
Wirihschaftsgeraͤthschaften.
St. Ingbert, 26. Juii 1877.
Sauer, !l. Nolär.
Versseigerung einer
Bierbrauerei.
Montag, den 13. August
näͤchsthin, Nachmittags 2 Uhr
in der Wirthschaft von Ludwig
Weirich zu St. Ingbert läßt
Jafob Boo s, Geschäftsagent
allda, als Bevollmächtigter des
m Si. Ingbert wohnenden Bier⸗
brauers Georg Peters difent⸗
lich an den Meistbietenden zu
Eigenthum versteigern, was folgt:
Fine unter Plan 808212
und 509 zu St. Ingbert
in der Gasse gelegene Bier⸗
drauerei mit Wohnunas⸗

rdumen, Hofgering, Felsen⸗
keller nebst Fässer darin,
Garten und sonstigen Zu⸗
behörden, zusammen eine
Fläche von 18 Deec. ein⸗
nehmend.
Da obiges Geschaft sehr prak⸗
isch und gut eingerichtet ist
und sich auch einer entsprechenden
Zundschaft erfreuf, so wuß es
einem tüchtigen Bierbrauer ge⸗
ingen, mit bestem Erfolge zu
operiren.
Bis zum Versleigerungstage
tann obiges Etablissement auch
auch aus freier Hand verlauft
werden.
Ueber alles Weitere und Naͤhere
zetreffs der Condit'onen ⁊c. gibi
Aufschluß
J. Boos, Geschaͤftsagent
zu St. Ingbert.
Berichtigung.
6
Die in Nummer 107 u. 116
dieses Blaties angekündigte am
Montag den 30. 1. M. bei Jo—
hann Joseph deee rich dahier — —
abzuhaltenden iederversteigerung
zuf Betreiben von Urban Jakob, * Heilbar
Butabesitzer und Bürgermeister ist Trunkwahnsinn und zu be⸗
in Rohrbach gegen die Eheleute seitigen Trunkenheit mit und ohne
Beorg Kopp, Bergmann und Wissen; glaubhafte Atteste stehen
datharina Berndt in St. Ing⸗ mir zur Seite und leiste für den
zert nimmt nicht um 2 Uhr Erfolg G arantie. Man
dndern um 4 Uhre Nachmittaas wende sich an VTh. LRKo-
hrea Anfang. metzaly, Droguen⸗ u. Kräuter⸗
Si. Ingbert, 27. Juli 1877 handlung in Grünberg in
Samer, kal. Notär. Schlesien.
ITamne e bemes in St Indgsbert.
Siezu „Illustrirtes Sonntarasbatt“ Nr. 31.

— —
        <pb n="401" />
        ht. Ingberler Anzeit
Anzeiger.
ö77T AI)CC
der St. Ingbereter Anzeiger und das (S mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte werbundene Unterhaltungsblait, (Sonntags- mit illusteirter Vei⸗
age), erscheint wöchentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis belrägt vierteliährlich
Mark“80 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg. don Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blaitschrift oder deren Raum. Neelamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnei.
M 118. Dienstag, den 81. Juli I 1877.

— —
— — —
Der Arbeitsmarkt.
8.0. Von der Bleierzgrube in Bleialf'(in der hohen
Fifel zwischen Prünn und St. Vith) ichreibt man uns: „In hie⸗
iger Gegend, und besonders auf hiesiger Grube, welche 700 Ar—⸗
zeiter beschäftigt und weit mehr beschäftigen lönnte, ist Arbeiter⸗
nangel, so daß Arbeiten, welche früher durch starke Jungen besorgt
vurden, den Hauern selbst mit in Accord gegeber werden müssen.
xFs ist zwar' eine jährlich wiederkehrende Erscheinung, daß im
Frühjahr eine Anzahl Leute abgehen und im Herbste wiederkehren,
illein in diesem Jahre verlassen die Leute besonders leicht ihre
Arbeit; wenin dieselden auch anderwärts nicht mehr verdienen als
jier, so finden sie leichtere Arbeit. Auch von Forstbramten höre
ch, daß es an Waldarbeitern fehle. An reisenden Handwerks—
urschen fehlt es nicht, man kann jedoch Schneider, Schriftsetzer,
Fommis ꝛc. nicht ohne Weiteres als Bergarbeiter gebrauchen.“
Gegenüber den v'elen wahrheitswidrigen Mittheilungen über
ne Lohnverhältnisse auf den Saarbrückner Gruben mögen nach—
lehende, auf rechnungsmäßigen Grundlagen beruhende Mittheilungen
—AD
22,000 Mann (ausschließlich der Grubenbeamten) stellle sich von
zanuar bis Mai 1877 der Arbeitsverdienst durchschnittlich
auf 1 Mann auf 1 Mann
und 1 Schicht und 1 Kalendertag
Januar auf 2,99 Marl. 2,25 Mark.
Februar, 2,97 , 227— J—
MNärz 2,96, 2,28
upri, 2,98, 217
. Mai, 298 2205
58 sind' dabei die sämmilichen Arbeiter — auch die zahlreichen
ugendlichen —, bei der zweiten Art der Berechnung sogar die
rankon mit eingerechnet. Greift man nur die Hauer, also im
Wesentlichen die verheiratheten Bergleute, heraus, so hat der Ver⸗
ienst auf 1 Hauerschicht betragen:
m Jasnar 8,86 Mark.
Februar 3,328,
atz 8323200
April 3,33,
.Mai 3338
Bon diesem Verdienst kommen bei Arbeiten unter Tage die Kosten
»eß Lampenöls mit höchstens 10 Pfennigen auf die Schicht in
Ubzug. Bringt man auch noch die Beschaffung von neuen Gezähen,
die der Arbeiter sich selber stellen muß, mit jährlich böhstens 10
Mark und die statutenmäßigen Beiträge zur Knappschaftskasse mit
nonatlich 8,500 Mark in Anschlag, so stellt sich beippielswe se im
Monat Mai bei 23 Arbeitssch'ichten der baore Lohnverdienst für
einen Hauer durchschnittlich auf etwa 70 Mark uünd für einen Mann
der ganzen Belegschaft von 22,000 Mann auf etwa 62 Mark. —
x6 stehen hiermil die Löhne im hiesigen Bezirk ungefähr auf der—
elben Höhe wie zu Anfaag des Jahres 1872, aber immerh'n noh
im 10 -3 12 Vrocent zöher als vor dem französischen Kriege.

Deutsches Reich.

München, 28. Juli. Gestern Vormittag fand in der
Residenz unter dem Vorsitze dis Prinzen Luitpold eine Staats-
cathssitzung sliatt und wurde in derselben der mit der Kammer jüngst
sereinbarte Gesetzentwurf heüglich des Militäretats verfassungs
näßig erledigt, so daß das betreffende Gesetz alsbald wird publicirt
perden können; zur Anwendung ist dasselbe aber bereits durch die
nm den letzen Tagen erfolgten Beförderungen in der Armee gelangt.

Berlin. Nach einer Meldung der „Kreuzzeitung“ ist der
gesetzentwurf beireffs Rebsion der Gewerbeordnung, welcher von
vem Reichskanzleramts-Präsidenten Hofmann für die nächste Reichs⸗
agssession in Aussicht gestellt wurde, im Reichskanzleramte bereits
um Abschluß gebracht und soll nunmeyr den einzelnen Bundes⸗
egierungen zur Kenntnißnahme zugehen. Wie bekannt, wird sich
er Eniwpurf vorzugsweise mit dem Lehrlinggwesen, der Frauen—⸗

— r

und Kiicderarbeit und der Errichlung von) gcreübliche z Shseds-
zerichten beschäftigen. Es wäre zedenfalls sehr zwedmäßig, wenn
ie Vorlage, auch in ihrer gegenwärligen noch nicht definitiven
Vestalt baldmögzlichst verbffentlicht würde, damit das Publikum
velegenheit fände, seine Anschauung über die einzelnen, in das
praktische Leben so tief eingreisenden Fragen zu erklennen zu geben.
Ausland.

Wien, 28. Juli. Midhat Pascha ist gestern in der Nacht
hier eingetroffen und hatte heute Vormittag eine Besprechung mit
»em hiesigen türkischen Botschafter Aleko Pascha. Die türkischen,
Hacht „Izzedin“ soll ihn, so heißl es, in Triest abholen

Wien, 28. Juli. Meldungen des „Tagblatts“: Auf Kreta.
and bei Rethymno ein blutiger Kampf siatt. Der Aufstend ge⸗
vinnt an Ausdehnung. — Ragusa: Der Fall von Nicsic wird als
ahe bevorstehend betrachtet. r

Wien, 29. Juli. Die als officiss geltende, Montagsrevue“

hreibt: „Die ungarischen Minister Tigzzagund Szelle sind hierher

erufen, um an einem Ministerrath theilzunehmen, welcher erwägen

ird, ob nicht der Augenblick gekommen sein, aus der bisherigen

Jassivität herauszutreten und durch wenigstens theilweise Mobili⸗

rung der Armee die militärische Bereitschaft Oesterreichs herzu⸗
fellen. Der Neichskanzler Andrassy, welcher diesen Schritt für

othwendig erachtet, denkt dabei nicht an eine Aenderung der ösier⸗

eichischen Politik, welche nur auf die Wahrung der Interessen

er Monarchie Bedacht nimmt. Die Anwesenheit Midhais hängt

akeiner Weise mit den bevorstehenden Maßnahmen zusammen.

die österreichische Politik perhorrescitt jeden Gedanken einer Be⸗
tzung türkischen Gebiets, kann aber niemals zugeben, daß eine
eue Oidnung der Dinge ohne ihe Zuthun oder gegen die von ihr
reltend gemachten Interessen geschaffen werde.“ (Letzterer Satz faäͤllt

hwer in's Gewicht; es scheiut, daß das Vorgehen der Rufsen in
Zulgarien und die von ihnen dort vorgenommene Organisution
)er Verwaltung, so wie namentlich der mit früheren Abmachungen
m Wederspruch stehende Uebergang der Rimänier über die Donau
n Wien bedenklich für die Interessen Oesterreich ⸗Ungarns ange⸗

ehen wird. Vorderhand erscheinen die in Aussicht gestellten Maß—

egeln nur als eine Warnung an Rußland.)

Wien, 30. Juni. Mddhat Pascha erklärte einem Redak⸗
eur des „Wiener Tageblattes“, die Türkei denke nicht an Frieden
ind werde den Krieg bis auf's Aeußerste fortführen. Erst bei dem
ẽrscheinen des Feindes vor Konstantinopel werde sie die Inter⸗
ention der neutcalen Mächte anrufen.

Bukarest, 29. Juli. Die vierte rumänische Division
inter General Manu hat die Donau überschritten, um Nitopolis
u besetzen, wo bereits die Fahne der fünften rumänischen Regi⸗
aenter entfaltet ist.

Konstantinopel, 29. Juli. Silistra widersteht den
issischen Angriffen. Ere in der Richtung auf Varna marschirende
assische Kolonne wurde in Basardschik aufgehalten. Bei Rasgrad
rlititen die Russen schwere Verluste, die Tuürken hatten 100 Todte
ind 200 Verwundete.

Turin, 29. Juli. Prinz Amadeus sprang gestern von
einem Wagen herab, dessen Pferde scheuten unn zog sich eine schwere
dopfverletzung zu. Die Nacht war ruhig, die Besserung isi an⸗
jaltend.

New York, 28. Inli. Der Bahnveikehr ist auf mehreren
Linien des Westens wieder im Gange. Bundestruppen und Miliz
tellen heute den Verkehr mit Pitlsburg auf der Eisenbahalinie
Jaltimore⸗Ohio wieder her. In Pennsylvanen ist der Strike der
hvrubenarbeiter im Zunehmen begriffen. — Die Miliz von New⸗
Jort ist entlassen worden. In Johnston (Pennshlvanien) wurden
50 Unruhestifter berhaftet.
Vermischtes.
f Zweibrüden, 27. Juli. Das Ministerium hat sicherm
Bernehmen nach die Bewilligung einer Geldlotterie zum Ausbau der

—X—
        <pb n="402" />
        katholischen Kirche und zum Baue eines katholischen Pfarrhauses in
Zweibrücken für das Königteich Bayern ertheilt.

Durkheim,“ 20. Juli. In der gestrigen Polizei-
gerichissitzung wurde Anna Müller, Ehefrau von Valentin Schmidi
bon Dürkheim, die ihre zwei Kinder im Alttern von 9 und 12
Jahren mit schmutzigen, verlumpten Kleidern und voller L. in
die Schule jchickte, wegen Vernachlässigung der schuldigen Pflege
mit 10 Tagen Haft bestraft. (D. A.)

Weustade, 28. Juti. Die „Bürgerztg.“ schreibt: Ueber
das Schidssal des vermißten Mannes, dessen wir neulich gedachten
ist nun etwas Licht aufgedämmert, aber ein sehr trauriges und noch
burchaus trübes. Auf die Kunde von der Ländung der Leiche
eines Mannes aus dem Rhein bei Gemersheim, die abir bereits
als unbekaunt begraben worden, deren Signalement indessen einiger⸗
maßen zutreffend war, begaben sich Angehörige desselben dorthin

und identificerten nach aufgefundeaen Anzeichen den VLeihnam ui
den des Verm'ißten. Von Geld, Uhr Kette, Ring ꝛc. fand sic bei
dem Aufgefundenen nichts meht vor, nur sein Taschenmesser war
in den Kleidern aufgefunden worden. Die Annahme eines an ihm
derübten Verbrechens muß vorläufig noch aufrecht erhalten bleiben;
wo, wie und von wem es aber geschehen, darüber mangelt es bis
jetzt an den noͤthigen Anhaltspunkten.“

f Eine kühne Bootfahrt. Das kleine Seegelboot „New
Badford“, welches vor länger als einem Monat Massachusetts in
den Vereinigten Staaten verließ, um eine Fahrt über den Allan⸗
ischen Ocean zurückzulegen, und auf welchem sich nur der Eigen⸗
hümer Mr. Thomas Erapp; und dessen Frau befanden, kam am
letzten Samstag glücklich in Mounts Bai, Panzance iu Cornwall,
an. Die beiden Ressenden sind wohl, aber sehr ermüdet durch die
49ltägige abenteuerliche Seefahrt. Das Boot ist nur 20 Fuß lang.

* 2 *
0
Licitation.
Donnerstag, den 16. Aug.

nächsthin, Vormittags 11 Uhr
zu Heckendalheim bei Wittwe
Zu qh h eit werden die nachdin be⸗
eichneien Liegenschaften im Banne
don Heckendalheim vor dem unter
geichneten hiezu gerichtlich beauf⸗—
iragien k. Notar der Abtheilung
wegen öffentlich an die Meisi⸗
hielenden zu Eigenthum verstei⸗
zert, nämlich:

i. Pl.⸗-Kr. 192. 46 Dez. Acker
oben an den Kiefern neben
Irhann Kempf und Johann
Zuchheit's Kinder;

di Nr. 1649. 380410 Dez.
Acker am kleinen Bannstein
neben Jacob Wirt und
Anstößern!

Il.⸗Rr. 178. 67 Dez. Acker
oben an den Kiefern neben
Johann Moler Wittwe;

Blanr. 1037.9 Dezim.
Pflanzgarten in den Gersten⸗
garten neben Peter Walle
uͤnd Andreas Beresheim.

Eigenthümer sind: 1. Peter

Walle, Bergmann in Hecden dal—

heim wohnhaft; 2. die minder⸗

jahrigen Kinder der verstorbenen

Maria Walle, Ezefrau erster

The des auch verstorbenen Schmelz⸗

mbeiters Peiler Blaumeiser,

dis: a. Susanne, b. Margarethe

Blaumeiser, bertriten durch Jo⸗

hann Blaumeiser, Schmelz

arbeiter, als Haupt⸗ und obigen

Peter Walle als Nebenvormund;

saͤmmtliche in Heckendalheim

wohnhaft; 3. Susanna Walle,

Ww. 2. Ehe des genannten Pet.

Blaumeiser in Heckendalheim; 4.

MRatie Wolle, genannt Marianne,

Fhefrau von Andreas Vogelge—

sang, Ackerer in Reichenbrunn;

5. Anna Walle, Ehefrau von

Nikoleus Eich, Schmelzarbeiler
in St. Ingbect; 6. Elisabetha
Walle, Ehefrau von Georg
Slandi, Taguer in Heckendalheim.
Ss. Ingbert, 20. Juli 1877
Sauer, k. Noltar.
* * *
6

Licitation

Donnersdtag, den 16.
August nächsthin, Mittags 12
Uhr in Hechendalheim bei
Wittwe Buchheit werden vor
dem unterzeichneten hiezu gericht—
lich beauftragten kgl. Notar, die
nachhin beztichnelen zum Nachlasse
der in Heckendalheim wohnhaf⸗
gewesenen und verlebten Schä⸗

terseheleute Paul Blaumeiser

und Margaretha Sonntag ce—⸗

hörigen Liegenschaften im Banne

von Hedendalheim der Abtheilung

wegen öͤffentlich an die Meistbie ten⸗

den in Eigenthum versteigert, als:

1. Pl.eNr. 1071. 46 Dezim.

Ader hirter dem Viertelchen

neben Georg Hartz und

Paul Blaumeiser's Erben.

—A

Acker im Allment neben

Nikolaus Buchheit und fol
gendem Item.

3. Pl.⸗Nr. 1211. 40 Dezimal.

Acker allda neben vorigem

Item und Peter Schmitt.

4. Pli⸗-Nt. 1227. 89 Dezim.

Acker allda neben Nikolaus 24
Buchheit und Aadreas Mohr Licitation.

5. Pl.Nr. 1232. 39 Dejzm Samstag, den 18. Angisi
Acker allda neben Johann aächfthin Nachmttags 4 Uhr zu
Walle und Katharine Blau- St. Ingbert bei Peter Jun'g
meiser's Erben. m Ec werden vor dem unter⸗
6. PlNt. 1233. 89 Dezim eichneten haezu gerichtlich beauf⸗
i. Acker allda ebenso begrerzt. regten k. Rolar die nachbin be⸗

7. Pl.⸗-Nr. 11. 7 Denmalen eichneten zum Nachlasse der in
Garten im Ort, neber NRk. 51. Ingbert verlebten Eheleute

Becker und Georg Harz — Joham Rung, weiland Polizei

der Länze rach in 2gleiche diener, und Eĩ sabeth Weber

The le geheilt — dievon gehörigen Liegenschasten im Banne

d'e Hälfte neben Nkolaus bon St. Ingbert der Abtheilung

XC wegen öffenil'ch an die Meiste
Eigenthümer sind: bielenden zu Eigenthum versten
1. Das einz'ge Kind und Rengert, nämlich:

präsentant des verstorbenen Soh⸗ i. Pl.Nr. 331114. 12

acs Nikolaus Blaumeiser, weilard Dez. Fläche, Wohnhaus,

Schmelzarbeiter in Hechendal eim Stall, Schoppen, Hofraum

Namens Johann Blapmeiser. und Garten, geleren am

minderjährig, vertreten durch seirÄ Hahnacker zu St. Jugbert

Mutter, Katharina Dury, al— neben Peter Jung, Wittwe

Hauptvormünderin, Winwe don und Wittwe Strinfeld;

soskolaus Blaumeiser und heutige Pl. Nt. 331213. 32640

Fhefrau von Johann Woll, Tag Dez. Acker aufs'm Hahn—

löhrer, durch Letztern als Mit ackt neben vorbeschriebenem

dotmund und Joh. Blaumeiser, Hause und Winwe Stein—

Steinbrecher, als Nebenvormund feld;

zertreten, olle in Heckendalheim. Pl.⸗Nr. 8508. 26 Tez—

2. KatharineBlaumeiser, Dienst Acker in der dritten Pfuhl
magd, Wittwe von Cbhristian wieserahnung neben Johanr

Ehtmann, jetzt Ehefrau II. Ehe Grehsen und Jobann Weick

von Wilhelm Koch, Taglöhner mann;

in Hickendalheim. Pl. Nr. 3625. 338/10

3. Das einzige Kind und Re Dez. Acker am Forellen
präsentant des verstorbenen Soh— weiher neben Ludwig Feicht
des Johann Blaumeiser, weilard ner und Johann Jojept

Schmelzarbeiter in Heckendalheim Uhl Wittwe;

Namens Margarelha Blaumeiser, PleNr. 3333. 27. Dez

ninderjährig, vertreten durch ihre Acker auf'm Hahnacker neben

Mutter Chdatlolte Hochländer, Bernhard August und An—

Wittwe von Johann Blaumeiser, ftößern;

us Harptvormünderin, sie jetzt Eigerihümer sind: 1. Johann

n üppenbrunn wohnhaft und Rung, Zimmermann in Kaisers

urch nechgenannten Johann La- autern; 2. JosephRung, Schmelz⸗

troix alz Nebenvermund. Narbeiter in St. Ingbert; 3
—————— ——— — —— ——— —
Fedalnon Iud und Verlag von F. x. Demet in St Ingbert.

Maria Nung, gewerblose Ehe—
fcau von Georg Ochs, Schmelz⸗
arbeiter, beide in St. Ingbert;
4. Elisabeth Rung, minderjährige
durch die Ehe emancipirte Ehe⸗
frau von Jakob Andres, Berg⸗
mann, zugleich ihr gefetzlicher
Curator, beide allda; 5. Jul'ane
und 6. Nikolaus Rung, diest
beiden minderjährig und vertreten
durch Johann Weber, Bergmann
in St. Ingbert, als Vormund
und Nikolaus Gries Blechschmiet

allda, als Beivormund.

St. Ingbert, 27. Juli 1877.

Sauer, kal. Notäer.
Vorlobungs -Anzeigo.
Anns Zepp
Karl Kopp
Verlobte.
gt. Inghert Homburg
im Iuli 1877.

83
Brannsehv. Lamndes-
Lotterie.

Haupt Gewinne event.
430000, 300000, 1350000,
75000, 50000, 40000 ꝛc.
Ziehung am
13. u. 14. August d. J.

Hierzu versende

Original⸗Loose
Ganze Halbe Viertel Achtel
32 AMA. 16 A. 8M. 4M.
gegen Postvorschuß oder gegen

Einsendung des Betrages.
Jeder Spieler erhält Gewinnliste

gratis!
Vith. Busitius, Braunschw.
Obereinnehmer der Braunschw
LandesLotterie.

*

Heilbar
ist Trunkwahnsinn und zu be—
seitigen Trunkenheit mit und ohne
Wissen; glaubhafte Atteste stehen
mir zur Seite und leiste für den
Erfolg Garantie. Man
wende sich an Th. Ko—
metzlcy, Droguen⸗ u. Kräuter⸗
handlung in Grünberg in
Schlefi⸗en.
Rechnungen

in js, tja und Bogen
sind vorräthig in der

Druck⸗r⸗ei ds. Blattes
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5583 57 8323 2, 2 238 2757 — 223 52252852 A
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3 85.2 * 57 3 *S 5327 285382 S —
z2 —2332—9 222 2 — 522353 3523 7
— 22—* 52 —— —— 3

52553 25 33253332 —
* — — 5 —

2325528 3355 23585853 —

5 —23883 5355* 55* 553 32238 —
582 2 Sju2s 2538 53 3535586

22382 2 2328 535 — 53 062
z585233 3238 —558 —*7 3373822
3282 55. 3533 58 22833 332*388 9
* 52528 332 3 535 . 5723
——ãA— 2 22.2 2537* 35
* *2
33 * * 8* Ke X 222 ß
*327373 7727 —A

2 — 2 * ————

5222232 — 7r52358 2

7 7 — 2* 2 2—2* 352253

3
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3 7 21
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3 455.
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— 83 *52
3883* 227
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2 —
79 7535
72 7 3
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* 22.
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*8 —— — 532
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7 5 —823533 5885
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F— 23
——— ——
*832 5273 2328 57 —*
3 22
— 8713 ⸗
— —— *35375
2548
8 5232
—— 23*
3373333 37443 5233
325 e 785
⸗ *
637 *
—
7 * 22383 3353588
288 3233 28
2523
u. **7 9—
e e ——— 227* 5
* —I 9 z3325
2
wD —1333 ———
38 a S 25353538
— — —2 ——
25 8 7
—77 ——
F 25.
833
828
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2
3
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        Sl. Ungberter Anzeiger.

—A Anzeiger und das (2 mal wochentlich) mit dem Hiuptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfs., von Auswarts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blaitschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 119. Donnerstag, den 2. August 1877.
— —

—
Deutsches Reich.

München, 27. Juti. Ju militärischen Kreisen tkriit
remlich bestimmt das Gerücht auf, daß der preußische Militärbevols
mächtigte, Major v. Stülpnagel, in bayerische Dieuste übertreten
uind Commandeur des Leibregiments werden soll.

Berlin, 31. Juli. Die hiesige türkische Botschaft ist er⸗
nächtlgt, die aus einem Wiener Blaite in hiesige Zeitungen über⸗
zegangene Nachricht von eiuem unter der christlichen Bevblkerung
jon Jeni⸗Saghra uud Kabarna angerichteten Blutbade formell als
uinbegründet zu erllären, mit dem Hinzufügen, daß dieser Nachricht
einige dort vereinzelt vorgekommene Ermordungen als Grundlage
zedient zu haben scheinen.

Berlin, 31. Juli. Die „RNordd. Allg. Zig.“ erfährt aus
nester Quelle, daß die militärischen Maßnahmen, welche ciwa seitens
)er österreichischen Regierung beschlossen werden sollten, einen nur
eschränlten Umfang haben und sich auf vier Divisionen erstrecken
werden. Von Seiten Oesterreichs werde damit in keiner Weise ein
Berlassen der bisherigen neutralen und reserbirten Haltung beab⸗
ichtigt, noch weniger würden diese, sowie etwa noch folgende An⸗
xdnungen die vortrefflichen Beziehungen berühren, welche zwischen
)»en Höfen von Wien und Petersburg bestehen.

Köln, 31, Juli. Der Kölnischen Zeitung wird aus Kon⸗
tantinopel vom 31. telegraphirt, daß bii Jeni Zagra, wohin sich
»e Russen von Karabunar zurückgezogen hätten, eume große
53chlacht stattgefunden habe, in welcher die Russen total
jeschlagen seien. Nähere Details fehlen noch.

Magdeburg, 31. Juli. Geheral von Blumenthal
zat anläßlich der Feier seines 50jährigen Dienstjubildumg von dem
daiser und der Kaiserin, dem Kronprinzen und der Krorprinzessin,

)en Großherzogen oon Baden, Hessen und Sachsen⸗Weimar, sowie
on einer großen Anzahl hervorragender Persönlichkeiten Glückwunsch⸗
Telegramme erhalten. Die Uniberfität Halle übersandte dem General
as Doktor-Diplom.
Ausland.

Bad Gastein, 8315 Juli. Kaiser Wilhelm reist am 7.
August ab und trifft folgenden Tages in Ischl mit dem Kaiser
von Ossterreich zusammen.

Wien, 31. Juli. Das „Tageblatt“ meldet aus Bukarest:
Bborgestern soll am Lomflusse bei Rustschuk zwischen dem Großfürsten⸗
khronsolger und Achmed Ejub Pascha eine Schlacht stattgefunden
jaben. Letzterer soll geschlagen worden sein, und hätten die Türken
30 Geschütze, 10 Fahnen und 5000 Gefangene verloren.

Wien, 31. Juli. In dem heutigen großen Ministerrath,
ei weschem der Kaiser den Vorsitz fübrte, wurde beschlossen, wenn
ie Ereignisse den Gang nehmen, der vorauszusehen sei, zunächst
vier Divisionen zu mobilisiren, drei Divisionen, also ein Anmee—⸗
orps, gegen Serbien, eine Division in Dalmotien aufzustellen.
den Ze ipunkt, diese Mobilisirung formell au zusprechen, witd der
daiser für geko nmen halten, sobald Andrassyees erklären wird,
»em heute die Zustimmung der Miinister gegeben wurde, so daß
eine Minister⸗Kouferenz mehr nöthig sein wird. Jene vier Divi—
ionen werden nach erfolgter Mobilisirung 80,000 Mann mehr als
ezt start sein. Für Ändrassy's Politit wurde in allen Phasen
ne vollständige Billigung des Ka'sers und die Zustimmung beider
tegierungen ausgesprochen,

Wisen, I. Aug. Die Journale melden übereinstimmend:
der gestrige Ministerrath beschloß weder eine allgemeine, noch eine
zeilweise Mobilisitung. Andrassy, dessen Politik vodständig gebilligt
vurde, erhielt nur die Ermächtigung, ebentuell eine Verstärkung
et an der Südgrenze bereits echeloirten Truppen eintreten zu
assen. Gleichze g wurde bezüglich der auf etwa 25 Mill'onen
hulden vranschlagten Kosten einc allfälligen Mobilisirung der vier
—X Unterhandlung gepflogen.

Paris, 31. Juů,“ Die Gerüchte von demnächstigen Ver—
IXX diplomatischen Vertretung Fraakreichs sind, dem
NMoniteur“ zufolge vollständig unbegründeil.

Konstantinopel, 30. Juli. Amilich wird gemeldet:
Die Montenegriner wurden bei einem am Donnerstag unternom—
nenen Angriff auf Nicsie mit großen Verlusten zurückgeschlagen.
Gegen Sil istria zu sind die Russen neuerlich zucückge viesen worden.
Konstantinopel, 8i. Juli. Aarifi Pascha (Minister
des Aeußern) gab seine Entlassung. Als Nachfolger ist Midhat
einstweilen nicht zu erwarten, sondern Server oͤder Kadri, welche
deide eine bestimmt ausgesprochene politische Richtung nicht haben.
Vorläufig lauten die Bericht? von allen Kriegsschauplätzen bor—
refflich. Suleiman verlor nicht, wie irrthümlich gemeldet, zehn
danonen, sondern eine fleine Truppe, welche einen Balkandaß allzu
zartnäckig vertheidigte und von den Russen umgangen wurre.
Ueber die entfetzlien Graussa mkeiten, welche die Rüussen
n Nikopoltis verübteu, meldet ein Correspondent der „N. fr.
br.“: Von Augenzeugen, die gleich nach der Einnahme von Niko—
nolis die unglückliche Staͤdt besuchten, erhalte ich über die Gräuel,
ie von den russischen Soldaten begangen, über die Grausamkeiten,
die an den Einwohnern verübt wurden, detaillirte Berichte, welche
vahrhaft schaudererregend sind. Die ersten Kosalen-⸗Abiheilungen,
die nach der Uebergabe der Festung in die Stadi eingerückt waren,
ingen sogleich damit an, mehrere Mohamedaner, welche sich zufällig
n den Straßen befanden, niederzustechen. Aus Furcht vor der
leichen Behandlung schloß fich der größte Theil der Tücken, und
Jauptsächlich die Ftauen, in ihre Häuser ein und weigerten sich,
die Thore den Siegern zu öffnen. Sofort wurde zum Sturm
jegen die Häuser geschritten. Die Türten leisteten einen berzweifelten
Widerstand, und Hous um Haus mußte erobert wirden. Den
janzen Tag des 16. dauerte das Schlachten in den Straßen der
Zradt, und unter das Klirren der Waffen und Krachen der Flinten
nischten sich das Gestöhne der Verwundeten, das Wehklagen der
Frauen und das Geschrei der Kinder. Alle Mäu er, die Wider—
sand gele'stet, wurden niedergemetzelt, die Frauen wurden erst ge⸗
händet und daun ebenfalls getödtet und die Kinder lebendig in
die rauchenden Trümmerhaufen geworfen. In einem Stadttseile,
vo der mehr fanatische Theil der Bevölkerung wohnt, ist nicht ein
Zaus unversehrt geblieben und kaum gibt es einen Einwohner, der
nicht mißbandelt worden wäre Dan wurde auf ausdrücklichen
Befehl des Generals Krüdener die Stadt der Plünderung pteis—
egeben. Um acht Rubel konnte man ein Paar Ochsen kaufen,
Silber⸗ und Goldgegenstände wurden zu Spottpreisen an die Juden
erkauft, da bekannttich den russischen Soldaten verboten ist, Gegen⸗
tände mit sich zu tragen. Mit den Büchern und Manuscripten,
die vorgefunden worden waren, wurden Scheiterhaufen errichtet, die
sann in Brand gesteckt wurden, während daneben die Soldalen sich
nit Rochin betranken. Ich bin weit entsernt zu glauben, daß die
ürlischen So.daten in Rußland anders gehandelt hätten, wenn sie
)as Glück gehabt hätten, die Russen zu besiegen; aber ich frage
nich vergeblich, weichen Vortheil uns denn eigentlich daun der Sieg
er Russen breingt, wenn wir berurtheilt sind, diese Iben Gräuel, die—
elbe bestialische Art Krieg zu fuheen, mit anzusehen. Es blutet
inem das Herz, wenn man fieht, mit welchem frevelhaftem Leicht⸗
inn Tausende von Menschen geopfert, die Ersparniße jahrelangen
Fleißes und Arkeit in einer Minute vernichtet werden. Europa
aber sieht eleichgiltig diesem wüsten, wilden Treiben zu.
Washington, 81. Juli. Der Streit kann als beendet
betrachtet werden, obwohl sich auf den westlichen Eisenbahnlinien
noch einige Streikende hefisden.
— ⸗ — —————
Vermischtes.

FLandan. Der am 80. Juli hier verstorbene k. Rath
deller hat unserm Bürgerhospital 10,000 Mark vermacht.

fLandau, 30. Juli. (. A.) Die Dienstmagd Kugher,
pzahde don dem geistakranlen Vischoff iebenegesahcng verle tzt wurde,
st am vergangenen Freitag gestocben. Bischeff der s r
daft befindet, erzählt, die seugler habe ihn geieizt, hah aed
Sichel nach ihm geschlagen, und Hhu nit zinem Stein geworfen,
        <pb n="406" />
        en er dann ergriffen und ihr auf den Kopf schlug. Er wird ohne
Zweifel nach beendigter untersuchung nach Alingenmünster verbracht
werden.

p PSpey er. Am 9. 1. Mts. wurde dem kal. Bezirtsamte
Zaiserßlautern ein falsches Zwanzigpfennigstück übergeben, welches
n Trippstadt vereinnahmt worden war. Dasselbe besteht aus Neu—
ilber und ist mit nachgemachten eigens gravirten Stempeln gepraͤgt.
Ddas Gepräge ist dem der Achten Müngen so ähnlich, daß das
acliche Zwanzigpfennigstüct beinahe nur an der gelben Farbe als
salsch erlannt werden kaunn. Da dererlige gefälschte Münzen in
zroͤßerer Anzahl im Verkehre vorkommen, so wird das Publukum
Ziermit vor deren Annahme gewarnt.

Aus der Pfalz. Der König hat genehmigt, daß die
Stadtgemeinden der Pfalz an Stelle der im 84 Abs. 3 der
llerhochsten Verordnung Iber dee Dienstkleidung der Gemeindebe—
amten und der zu polizeilichen Verrichtungen verwendeten Gemeinde⸗
dedienstelen der Gemeinden in der Pfalz vom 4. August 1869 be⸗
stimmien Kopfbededung für die Polizeimannschaft einen Hilm in
der für die Sendarmerie vorgeschriebenen Form einführen, auf
vachem jedoch statt des baherischen Wappens das Gemeindewappen
ind siatt des gelben ein weißes Metallbeschläge anzubringen ist.

7M etz, 26. Juli. Oberstlieuienant Alexonder Frhr. v.
Pollnitz⸗ vatailionskommandeur im bayerischen 8. Infanterieregiment
st heute früh 6 Uhr ganz psolich am Hirnschlag gestorben.

f Eine Falschmuünzerbande —ooo——
sal ealdeckt und verhaftei. Einet der Verbrecher hatte fich ge⸗
nuchtet, wuͤrde aber in Mosbach ermitlelt und zur Hast gebracht.
7. In der Nacht vom 18. auf 19. Juli wurde im Pfarrhaus
— pringen, Amis Pforzheim, eingebrochen und Geld, Werth—⸗
opiere ꝛc. im Gesammtwerthe von ca. 25.000 Mark gestohlen.
Der Dieb wurde n Sliuttgart durch e nen Pforzheinier Polizei⸗
tommissär festgenommen. Derselbe befand sich noch im Besitz des
zroßtern Theils des Gestohlenen. J

Suz. Kreis Cebweiler, 26. Juli. Heuie brannle hier
bon 10*44 Uhr Morgens bis 8 Uhr Nachmittags das Etablissement

der Firma David Bioch u. Söhne, Seidenspinnere: und Zwirnerei.
Das eigentliche Fabrikgebäude mit Maschinen ⁊c. ist total einge⸗
aschert: 68 Fabrikarbeiter würden dadurch momentan brodlos. Die
abscheinrichtungen und die Bereitheit der Zuschauer zum Löschen
—ehen zu wünschen uüͤbrige Die zum Löschen kommandirten Militär⸗
annschaften dagegen arbeiteten vortrefflich. Das Eiablissement in

—D — — — — ———
bersichert. Zwei Civilpersonen wurden durch herabfallende Gegen⸗
tände am Kopfe verletzt.

Der Spielpachter L. Blance, berüchtigten Homburger Aa⸗
gedenkens, ist im Bade geut in der Schweiz gestorden. Er hinter⸗
läßt ein Vermögen von 75 - 80 Millionen Francs.

— Nicht mehr an den Kopf schlagen. Bezirksarzt Dr. Hesse
in Ziitau veröffentlicht in den „8. R.“ Folgendes: „Den Aerzten
ist bekant, daß Professor Dr. Wenphal in Berlin durch Klopfen an
die Köpfe von Meerschweinchen bei— diesen Epilisie künstlich erzeugt
jat. Dr. Restel in New⸗Pork veroffentlicht jetzt einen früher gee
unden 24jährigen Mann betreffend, bei dem sich ebenfalls durch
Zhlage auf den Kopf, ohne daß diese sonst Spuren hinterlassen,
Tpilepfie entwickelt hat. Dr. Nestel füzt die Bemerkung bei, daß
solche Jusulte im Kindesalter wohl öfters die Entstehungsursache
ür die Epilepsie abgeben möchten.“ Dr. Hesse nimmt, dies ver⸗
zffentlichend, Veranlassung, Eltern und Lehrrer wiederholt
Ir den Schlagen der Kinder an den Kopf (azu diesem
gehören auch die Wangenn) zu warnen.

F Zur Gefsundheitslehre— Dr. Niemeyer erklärt
daz Wesen des sogenannten Sonnenstichs, richtiger „Hitzschlages“,

als Folge des unterlassenen fleißigen Trinkens und ge ßelt die Thor⸗
heit, daß mn glaube, auf Fußwanderungen die Erhitzung nicht
dit Wasser belämpfen zu dürfen. Beim Mililär ist mam bekunntlich

uch schon dahin gelangt, daß das — früher „offiziös“ verbotene —

Trinken auf Märschen jetzt ausdrücklich befohlen wird. Von aaderen

hHewohnheiten, welche Dr. Niemeyer betämpft, sei hier nur die, die

Linderwelt betreffende, hervorgehoben, welch in der „Verpackung“

n Federbetlen besteht und durch Unterdrückung der Hautausdünstung

Tankmachend wirkt. Unzählige Beispiele dieser Unsitte begegnet man

uf Promenaden an den Kinderwägen, in welchen die unschuldigen

Würmer bei einec Sonnengluth von 2009 und einigen darüber unter

Federbetien schmoren müssen. Ferner bezeichnet Niemeher dieses

Rechtwarmhalten“ auch im Sommer als eine Ursache der gerade

n dieser Jahreszeit oft massenhaft aufiretenden und leicht tödtlichen

zinderdurchfälle. Unzweifelhaft fest stehe es, daß ein großer Theil

der Kinderkrankheiten durch uͤbeririebent und unverständige mütter—
liche Vorsichtsmaßtegeln erzeugt werde.
— — — — —
Fur die Redaction verantwortlich J. XR. Demetz.

—

[

Versteigerung einer
Bierbrauerei.

Montag, den 13. August
nächsthin, Rachmittags 2 Uhr
in der Wirthschaft von Ludwig
Weirich zu St. Ingbert läßt
Jatob Bo oß Geschäftsagent
allda, als Bevollmächtigter des
in St. Ingbert wohnenden Bier⸗
hrauers Georg Peters vffent⸗
lich an den Meisibietenden zu
Eigenthum versteigern, was folgt:

Fine unter Plan 5082
ind 509 zu St. Ingbert
n der Gasse gelegene Bier⸗
brauerei mit Wohnungs⸗
umen, Hofgering, Felsen⸗
jeller nebst Fässer darin,
Barten und sonstigen Zu⸗
hbehörden, zusammen eine
Fläche von 18 Dec. ein⸗
aehmend.

Da oͤbiges Geschaft sehr prak⸗
isch und gut angerichtet ist
und sich auch einer enisprechenden
Kundschaft erfreut, so muß es
inem süchtigen Bierbrauer ge⸗
ingen, mit bestem Erfolae zu
operiren.

Bis zum Versleigerungstage
kann obiges Elablissement
uch aus sreier Hand verlauft
werden.

Ueber alles Weitere und Nähere
zetreffs der Condit'onen ⁊c. gibt
Aufschluß

J. Boos, Geschäflsagent

zu St. Ingbert.

Vorschuß⸗Verein St. Ingbert
leingetragene Geunossenschaft.)

E B
Rranmnsehvu. Lamdes
LOterie.

Haupt Gewinne event
150000, 300000, 130000
75000, 50000, 40000 260
Ziehung am
13. u. 14. August d. J.

Hierzu versende

Original⸗Loose
anze Halhbe Viertel Achta
32 M. 16 M. 8M. 4M
gegen Postvorschuß oder gege⸗
Einsendung des Betrages.
Jeder Spieler erhält Gewinnliß

gratis!
iIh. Basitius, Braunschw
Obereinnehmer der Braunschw
Landes-Lotterie.

Umsatz im Monat Juli 1877.
Soll. Haben.

zonto Correut M. 156180. 45. M. 109767. 51.
Wechsel Conto 3807. 63. 50546. 76.
Janken und Vereine, 162985. 07. 181310. 04.
rafsa Conto 100437. 46. 120383 00.
zinsen und Prov. Conto 696. 72. 242. 96.
Fratten Conto 1812. —. 807. 77.
rzffecten Conto F 1040. 15.
ztammantheil-Conto, 1353. 88.
deservefond⸗Conto
zewinne u. Verlust: Conto 302. —.
zparkassen⸗Conto 69896. 63.
dividenden-Coruto F 48.
HDarlehen Conto 3245. —
Keferbefond⸗Conto II, 2361. 68.

M. 473904. 99.

3073. 65.
F 56. 25.
M. 473904. 99.
Umsatz im Juli 1876 M. 437.531. 40.

*

Heilbar
ist Trunkwahnsinn und zu
eitigen Trunkenheit mit und ohne
Wissen; glaubhafte Atteste stehen
mir zur Seite und leiste für den
ẽrfoig Garantie. Ma'
vende sich an Th. Ko-
netz ay, Droguen⸗ u. Kräuter
handlung in Grünberaur
Schlefien.

Bekanntmachung.

Bei heißer Witterung müssen
ie Straßen dreimal täglich —
Morgens zwischen 8 und 9,
Nittags zwischen 12 und 1 und
dachmittags zwischen 5 und 6
Uhr — mit frischem Wasser be⸗
zossen werdeu.

Gegen Säumige wird unnach⸗
ig lich protocollirt.
zi. Ingbert, den 81. Juli 1877.
das Polizeikommissariat

se RaAxlein.

Zu vermiethen
st nach Belieben der obere Steck
neines Hauses und im 2. Siod
2 Zimmer und 1 Küne
Deßgleichen vermiethe ich auch
in meinem alten Hause 2 Zim—
mer im unern und 2 im obern
Stock, welche sich zu jedem Ge—
schäflsbettieb eignen. — Alles
kann sofort bzogen werden.

Ein braver Bursche
wit den vöthigen Schulkenntnisse
wird als Lehrling angenomm'—
G. Klein. in der Druckerei dz Bl.
TIAr n le oe . x. Demetz in St Ingbert.
        <pb n="407" />
        — — S55882 — 3528 5
253 5525 2—2 32 52*575352 5
—5— 2 — 2—285 2 55z 5325555333. — s —8 52236 SO 3
553853—5585*235535 0 3 336*2375 —— 5285 5*9
— — —55953—32355283—3—85 —A—
— — —2333 —* * * SWO —A —— —S — Bæ72 8 ——— —
5335—3 3 85323* 23 — 252532388 — ——
53233555353 8535S2 8 12538378 — 33— —225——
23323 —5225 58* * 7 —825532 S — 55e —5635*835
2383* 232335 — 8 —2 2 2 * 5353 52—53 F — ———
*V B2 — —— — 23 25252 S 3 — — — 83 553 2
— z33225 — 23 —22 33 —z33523235 7537 — 53322— —
255353538 2227 — — 57 55333—353351 — — 358* 255
— — 2— —22 —— — — * ———

558 * 8 5 828 2 3 * EI52 WMD 9 * 55*
8235 * —582—56328 * 2535 8 —A —— —«S553
3 523828 —52 Os583—2333 —z53332583 35855

— — 8* 28 22 5* JD— 328 S 5 5553 23 9
3 A — 8* — —A—3 2 88 5323 78 74
* — B — o 8 2 * 2 * — — * 529

— A22 — * 253*562 —35 — —— — ——
25327.22 253 *335 — 5573385 2558—572 525855
— — 55 5353 221 —252 22—23 8 5 5 ——————— 2 —5 7233
— 25 —5 2 * —223822 —52238 —

— —238 —EM— j — * —5 2 228* 8 *
5333338 33. ẽ 5573332535 3335332——338322
8 3 8 5 að S — — — 2 — * 33 — 2* 22 —*3 2
232824—22 — — 3 —— 78 5325 z82824 333—3586*

— 35628* 2— —52 58, 585 —5322 —223255 21222 —z8382 5
282 — 2 2* ———— 823232 23 5 53825338—2383 * —
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        Sl. Angberler Anzeiger.

MW222—
er St. Ingzberter Anzeiger und das (S mil wo hentlich) mit dem Hurptslalte verbuadene Uaterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
age)/ ericheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sountag. Der Abounementspreis beträgt vierteljährlich
ari 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfs. fur die viergespaltenẽ, Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen

mit 830 Pig. pro Zeile bercchntt. J

2
M 120. — J J Samstag, den 4. Aus ust — —8* * 1877.
Armuth und Bettelei, wahre und falsche
—775Wohlthätigkeit.

8. Ol'Aus Annaberg meldetdas „Wochenblatt,“ daß infolge
zs außergewöhnlichen Undrangs von Beitlern; namentlich sogenannter
armer Reisender,“ ein dortiger Bürger folgende Ersahrung machte.
nnerhetb 16 Taͤgen bot er 18 Betilern, welche ihn ansprachen,
ler gesunden, kraftigen Burschen, Arbeit an und zwar eine sofort
ia beginvende: Rasen ausstechen vor dem Hause, wofür täglich 1
— außerdenu Frühstüch, Mittags⸗
d Abendbrod. Was geschah aber auf dieses gute Anerbieten ? —
heu jenen 18 Leuten nahm nur ein Einziger an usded eser Eine
ar ichon am nächsten Tage verschwuudren.

Tem Annaberger Bürger kann man nur æin herzliches Bravo
arufen, daß er diesen Versuch gemacht und das Ergebniß der Oef⸗
entlichkeit nicht vorenthalten hat. Der Vorgang bestätigt, was seit⸗
jahrzehnten so vielfach anderwärts, namentlich durch gemneinnützige
eine, wie z. B. den Berliner „Verein gegen Verarmung,*. die
Iohannesbrüderschaft des Rauhen Hauses in Horn bei Hamburg.“
uch viele staatliche Armenbehörden festgestellt ward:r daß die Muild⸗
häligkeit vom großen Publikum in eider nicht blos ganz nutzlosen,
udcen geradezu schädlichen, unsittlichen Weise geübt wird. Turch
lusstreuen kleinet Gaben wird keineswegs der Armuth entgegenge⸗
rTbeitet, sondern lediglich die Arbeitsscheu, der Bettel und das
Strolchenthum groß gezogen. Wer eine gedeihlich wirkende Unter⸗
zützung gewähren kann und will, sei was er spendet noch so viel
der noch so wenig, muß die wahrhaft hilfsbedürftige. Armuth
rufsuchen, und wenn er das nicht recht anzufangen weiß, so
tag er dabei Aerzte, Geistliche, Lehrer ꝛc. oder gemeinnützige Ver⸗
ne zu Rathe zichen. Was sich uns in Straßen und Häusern
itelnd entgegendrängt, verdient durch die Bank keine Unterstützung.
desto mehr der Hilfe Bedürftige und Würdige gibt es unter denen,
ie ihre Roth n'cht durch Worte oder Geberden ausdrücken. Gesetzt
edoch, unter hundert Straßenbettlern wären zwei oder drei wirklich
aterstützungswerthe, so werden diese auch ohne Deine und meine
habe nicht verlommen, weil sihh nun einmal das Almosengeben
uf's Gerathewoht der Masse, namentlich den Frauen, nicht aus⸗
cven läßt. Oft ift ja bei dieser Art von Almosengeben unzweifel⸗
saft wahre Güte d'e Triebfeder, wohl noch häufiger aber spendet
nan, um die lastige Heimsuchung los zu werden, oder um vor den
igenen Kindern oder anderen Leulen nicht hart oder gar arm zu
ijcheinen, oder aus Gedankenlosigkeit oder aus Besorgniß vor
Frobheiten, auf dem Lande zuweilen aus Farcht vor rachsüchtiger
zrandstiftung. Gegen die Letztere gibt es, sollle man meinen,
men wirksomen Schild, odet vielmehr zwei Schilder: das eine
iefert jede Feuerversicherungsanstalt, das andere lautet: „Mitglied
es Vereins gegen Verarmung“ vnd ist von dem betreffenden Ver⸗
ine gegen einen mäßigen Jahresbeitrag zu beziehen. Beide Schil⸗
zer nebtneinander an der Hausthür angebracht werden ihre Wer⸗
ung schwerlich verfehlen.

Gern sei hier zugestanden, daß es jedem nicht ganz Herzlosen
afangs Ueberwindung kostet, d'e Bitte um eine tleine Gabe abzu⸗
eisen. Hat er sich aber erst klar gemacht, daß er durch solche
heindare Barmherzigkeit nur das Lotterleben fördert, so wird er
ald davon abstehen lernen.

Zum Schlusse mag hier angeführt sen, was uns vor Jahren
in Mitglied des italienischen Parlaments in Rom über den Genen⸗
and gesprächsweise sagte und weiter ausführte, als hier thunlich
t: Glauben Sie mir, unter den vielen wunden Stellen an un⸗
cem herrlichen Lande ist die Bettelei eine der bösesten, ein rechtes
Seilenstück zum Rauberunwesen, sogar theilweise Vorschule für dicses.
Bie bet jenem in Lumpen gehülllen Weibe, welches uns soeben
ien Arm mit einer ekelhasten Wunde entgezenstreckte, von der mix
n Arzt versicherte, daß sie schon seit geraumer Zeit tünstlich offen
chalten werde, um Almosen zu eischleichen, so wird einer der gar⸗
Gsten Schädein an unserem socialen Köcper, der Bettel, fort urnd

ort erhalten durch' die von“allen Klassen geübte und don keiner
Bolizei gestörte falsche Mildthätigkeit. “ *
Die Greuel des Kriegss.
.. Unter Stromen von Blut hat einst der Halb mond seinen Ein⸗
zug in die Länder der Christenheit-gehalten, und Stxbme von Blut
sostet esihn schritiweise aus Europa wieder hinauszudrängen, da⸗
nmit die unter seiner Fremdherrschaft seufzenden Völler sich selbsl
und der Gesittung wieder gegeben werden. Die Erloͤsung Bul⸗
Jariens ist heute von denselben entsetzenerregenden Greuelthaten
hegleitet, wie vor einem Halbjahrhundert die Erlssung Griechens
lands. Die Alien unseres Geschlechtes erinnern sich noch, wie auf
die erste Kunde vom Aufstand in Morea die Christenmehzeleien in
Koustantinopel begannen, wie der Sultaun selbst sich am Änblick deg
aufgelnüpften Patriexhen, der griechischen Kirche weidete und
essen Leiche in's Meer schleppen. üieß. Kehnliche Greuel
reignetein sich an v'elen Otten, zumal nachdem die rusũsche Kriegs⸗
erklärung an die Pforte erfolgt war, zu Cydonza und Smhrno,
nuf Cypern und auf Creta. Aber mil gleicher Wildheit und Er—
itlerung rächten sich die Griechen an ihren bisherigen Unter⸗
»rückern, wo fie die Gelegenheit dazu fanden. Als am 5. Oktober
821 die Banden des Kolokotronis der Stadt Tripolitza sich be·
nächtigt hatten, richteten sie ein furchtbares Blutbad an, jeder
Vinkel wurde nach Opfern durchsucht, kein Stand, kein Allter, lein
ßeschlecht verschont; wer nicht sein Leben theuer an die habsüchtigen
dlephtenführer zu verkausen wußle, erlag der Wuth der Griechen.
Zierundzwanzig Stunden, rühmte sich Kolokrotonis, thätig gewesen
u sein und erst in der 20. etwas Brod gegessen zu haben. Drei
Tage währte das Brernen, das Plündern, das Morden. Kinder
ind wehrlose Greise wurden vor dem Abzuge niedergemetzelt. So
agen die Leichen gehäuft, daß Kolokrotonis p̃ferd „von den Mauern
eis zu den Palästen nicht den Boden betrat“. Man gibt die Zahl
»ex Umgekommenen auf 8-10,000 an; Kolokotronis selbst rechnete
ie in Stadt und Umgegend auf 32,000. Diesilbe Wildheit eines
eine Kette eudlich zerbrechenden Volkes zeigten die Griechen au
eindern Orten: als sich Nabarin ergab, wurde der größte Theil der
Zesatzung, dem Vertrag zum Trotz, unter nichtigem Vorwand
niedergemacht und ein Rest auf die Felsen von Sphalteria ausgesehzt,
vo sie den Hungertod starben. Aber das folgende Jahr war durch
)ie blutig räbbende That von Chiss bezeichnet. Kapudan Pascha
rschien vor der blühenden Insel mit 46 Schiffen und 7000
andungstruppen. Die Haupisiadt wurde niedergebrannt, alle Ein—
vohner getödtet oder zu Sclaven gemacht. Nach Verkündigung
iner Amnestie fielen die Türken über die sicher gemachten Land—
ewohner her und mordeten so fürchterlich, daß das Meer weithia
ine blutrot e Farbe annahm. Selbst die Kranken in den Spi—
älern wurden niederg hauen. Von 100,000 Griechen wurden nur
0,000 gereltet, auf 28,000 schatzte man die Ermordeten, 47,000
vurden auf die Sclavenmärkte von Konstantinopel, Alexaudria und
Tunis gebracht. Aber aus diesen Blutthaten erwuchs die Freiheit
non Hellad. Noch sind die Spuren der fürchterlichen Verheerung
auge nicht getilgt, doch die Bedingung des Wiederauflebens, die
Brundlage einer bessern Zukunft ist geg ben, überall sind die Au—⸗
änge erner neuen Gesittung, einer den europäischen Völkern eben—
»üttigen Cultur erlennbar. Die Wildheit ungezügelter Leidenschaft
sat den Boden bereitet, auf dem wieder die Bluͤme der Menschlich⸗
eit erblühen sollte. Das Eine, daß auf den edeln Säulen dis
Parthenon das Zeichen des Halbmonds verschwunden ist, sagt alles:
nach grauenhauften Schichsalen ist das der Barbarei entrissen und
er Zultur wiedergeschenkt, vom Fremdjoch befreit und fich selbst
urückzegeben worden. Jetzt braust der Erlösungssturm durch das
ulgarische Land. Entsetzliche Gräuel von Seiten der bisherigen
derren, wie von Seite dir die Ketten zerkrechenden Sclaven werden
jemeldet und auf noch enltseßlichere darf man gefaßt sein: möge aus
dieser Blutsaat gleichfalls eine bessere und gesichertere Zukunft her—
norgehen. Die heultige Generation ist dem Untergange geweiht,
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        chlechter den Gewinn haben. Der Unthaten wird kein Ende sein,
sie werden sich mit der Naturnothwendigkeit immer wiederholen, so
lange der Islam qhristlichen Völkern sein Joch aufdrückt. Erst
dann ist den Gräueln in Bulgarien ein Ende gemacht, wenn das
Zand ebenso den Bulgaren gehört, wie heute Griechenland den Griechen.
Ueber die Ereignifse auf dem europaischen Kriegsschauplaß seit
der Schlacht bei Plewna gibt die Kolnische Zeitung? folgende
Nebersicht: Osman Pascha hat seit dem 20, Juli eine Re'henfolge
don Siegen davongetrager, deren Bedeutung eine sehr erhebliche ist.
Am 20. fand der russische General Schildner Sculdner bei seinem
Ungriff auf Plewna ganz unerwarteter Weise eine tinkische Streit⸗
nacht bon mehr als 20,000 Mann vor, die ihn mit einem Ver lust
don mehr als 2000 Mann zurücwarf. An den folgenden Tagen
wurde zu Ungunsten der Russen weitergekämpft; inzwischen bekamen
heide Theile Verftärlung und am 26. entbrannte aberwals eine
wuͤthende Schlacht, in der d'e Russen abermals bedeutende Verluste
litien. Der ruffischen Heeresbleitung schienen einerseits Nicopoli
ind die Bruͤcke von Sistowa bedrosyt zu sein, da Osman Paschas
Zorhut den Feind bereits bis zur Bruͤcke von Bulgareni am Osma⸗
fluß verfolgt hatte und andererseits wollte man sich um jeden Preis
Plewnas bemächtigen. Es wurde daher der Donaubergong der
Rumanen veransialiet, den man Oesterreich zu Lebe gern vermieden
hätte. Ob sich nun das westbulgarische Coips der Türlen, das
nan mit Hinzurechnung der eingetroffenen Verstärkungen auf 50,000
Mann schätzt, diesen Anftrengungen der Russen gewachsen erweifen
wird, möge dahin gestellt bleiben, jedenfalis hat Osman Paschn
vurch die am Samstag ausgeführte Erstürmung von Lowat den
Plan, sich min Mehemed Ali zu vereinigen, erfolgreich begonnen.
gin der Nacht von Donnerstag auf den Freitag brach er von
pᷣlewna auf, trieb während des ganzen folgenden Tages die Kosalen
por sich her und begann am Samstag Morgen den Angriff auf
dowah. Dort hatten die Rufsen sich in einer halbtkre ssörmigen
Stellung zwischen der Stadt und dem füdwestlich davon gelegenen
Dorfe Leven verschanzt und dazu eine große Anzahl Geschütze in
Hofilion gebracht. Das Treffen begann mit einem zweistündigen
uriilleriefeuer; als aber die russische Infanferie einen Versuch
machte, die türkischen Geschützftände von der Seite her zu fassen,
führte auch Oëman Pascha feine Infanterie⸗Reserven 'n's Feuer.
Nach einer sechsstündigen Schlacht, bei der es mannigfach zum
Dandgemenge kam, gaben die Russen Lowatz verloren und zogen sich
zunehmender Unordnung auf Tirnowa zurüd. Bei der Ver⸗
solgung fiel ein ganzer Artilleriepark, zahlte'sche Munition, Waffen,
Zelie und Monturstüche in die Hände der Türken. Wie telegraph sch
derichtet wurde, soll Mehemed Ali gleichzeitig von Eli Djuma aus
mit 60,000 Mann gegen Tirnowa aufgebrochen sein, und wiewogl
bielleichi der türlischen Offensive, lelbst wenn Mehemed Ali sich als
üchtiger Führer erweisen sollte, nicht allzuviel Energie zuzut: auen
ii so ist es doch immechin möglich, daß es gelingt, die über dein
Fallan gegangenen Russen vom Hauplcorps abzuscheiden. Tie
Russen sind überhaupt in der letzten Zeit vom Glücke verlassen
vorden. Auch jenes Treffen in der Nähe von Rasgrad, bei welchem
Azig Pascha fiel, ist ungünstig für sie abgelaufen. Aziz P. scha
jatte mit drei Bataillonen in der Richtung nach Scherkdi hin eine
Recognoscirung unternommen und den Feind dreimal geworfen.
Als er aber ein viertes Reserebataillon ins Feuer führen wollte
ind nur noch fünfzig Schritte vom Feinde entserrt war, krachte
ine Salve uͤnd sireckte ihn zu Boder. Auch Faick Pascha wurde
oAwundet, führte aber trotzdem das Treffen siegreich zu Ende. Einst
weilen gilt das russische Haup'quartier Tirno a als der Zielpunkt
der türkischen Operationen. Südlich vom Ballan hahen die Russen
ine kleine Bewegung nach rüchwärts ausgeführt, ohne dazu that:
jächlich genöthigt worden zu sein. Nach dem „Daily Telegraph“
gdeht der rechte russijche Flügel in Kaksene, das Centrum in Esti⸗
jaghra und der linke Flügel in Kesanlyk. Die Türken sollen ihren
rechten Flügel in Jenisaghta, ihr Centrum mit dem Hauptquartier
Sudeimans in Adrianopel und ihren linken Flügel in Derbend
Tirnowa haben, welches nicht mit der gleichnamigen Stadt noͤrdlich
som Balkan zu verwechseln ist. Mit welcher Vorsicht übrigens
manche Kriegsnachrichten aufzufassen sind, geht daraus hervor, daß
zie über Wien gemeldete Niederlage Suleimans, bei der er 10
Zanonen verloren haben sollte, nach der Times einzig und allein
auf einer müßigen Erfindung beruht. Zu einem größern Treffen
ei'es südlich vom Baltan noch gar nicht gekommen. Suleiman
Pascha habe nut einen zwar unbedeulenden, abec glüdlichen Vorstoß
liher Karobunar hinaus unternommen. Vielleicht beruht die aus
Wien telegraphirte Nachricht des „N. W. Tagebl.“, wonach Achmed
Fjub an 28. d. am Lomflusse bei Rustschul vom russischen Groß⸗
ürsten Thronfolger mit einem Verluste von 80 Kanonen, 10
Fahnen und 5000 Gefangenen geschlagen worden sein soll, auf
Finen besseren Quellen.

— —

Mänchen, 4. August. Wie wir vernehmen, ist den Gene—
alen die Weisung zugegangen, daß sie, auch wenn sie sich außer
Dienst befinden, die Uniform zu tragen haben und C'ivilkleider nur
»ann anlegen dürfen, wenn sie in Urlaub sind oder einen Land⸗
rufenthalt genommen haben. — Die Minheilung, welche dieser
Tage die „Augsb. Postzig.“ aus München brachte, daß der k.
zreuß. Mililärbevollmäch igte hier, Oberstleutenant v. Stülpnagel,
Tommandeur des bayer. Infanterie-Leibregiments werden solle, dürfte
nach dem, was man in militärischen Kreisen hört, jeder Begtün—
dung entbehren.

Nürnberg, 1. August. Aus München geht uns die
Nachricht zu, daß der Krorprinz von Deuischland beabsichtige, zur
Jubilaumsfeier des Germanischen Museums nach Nürnberg zu
sommen. (N. Pr.)

Berlin, J. August. Nachdem das Reichs-Juftiz-Amt im
Ma' und Juni d'e Vorarbeiten für die Gebühren Ordnung im
Tevilprozeß deendet hat, ist nunmehr auch ein Entwurf der Ge⸗
»ühren⸗Ordnung in Konluresachen ausgearbeifet worden. An diest
ALrbeit wird sich unmittelbar die Ausatbeitung eines Entwursß der
herichtsgebühren in Strafsach u, sodann eines Entwurfe der Ge⸗
vühren sür die Gericht vollziehung in allen Sachen und schließlich
ines Entwurfs, betreffend die Arwaltégbühren schließen. Naqh
krled'gung dieser einzelnen Theile der Gerühren⸗Ordnung beabsich⸗
igt das Reicht ⸗Justize Amt, die Bearbeitung des Gntwurfs einer
Strafvoslzugs⸗Ordnung vorzunehmen. Erst dann wird man az
—AXXXDOO
zens ist, wie bereits betont, dese durch die geschäftlichen Verhalt
nisse gebotene Verzögerung der Reform der Altiengesetzgebung nicht
zerade zu beklagen, da eine Anzahl eiuschlägiget rechtlicher Perhaͤlt⸗
nisse gleichsam noch in cinem Gährungsprozeß begriffen ift.

Zarlsruhe. Der Kaiser wird den großen Herbsimanddern
zes badischen Armeecorps anwohnen. Er trifft am 16. September
hier ein und hält Tags darauf große Parade über die versammelten
Truppen bei Muggensturm ab. Am 18. September Mandver der
Truppen gegen tiuen markirten Feind; am 20., 21. und 22.
Manöber der beiden Divisionen geüen einander. Während der
anöver wird der Kaiser hier im großherzogl. Schloß wohnen.

Ausland.

Mien, 1. August. Die officiöse „Wiener Abend poft druch

die Bem.rkungen ab, mit welchen d'e gestrige „Nordd. Alg. Zig“
die Maßregeln begleitete, welche die österreichisch-ungarische Regierung
um Schutz der in der oriental'schen Frage engagirten Interreffen
er östecreichisch ungarischen Monarchie einzuleiten gedenkt. Daß
„jfic bse Wiener Blatt beztichnet somit die Auffassung der „Nordd
Aulz. Zig.“ als die richtige.
Wlen, 1. August. Privatnachrichten melden, doß Tirnowa
ynon den Türken wiedergenommen sei. — General Klopka reist
heute nach Ungain. Er rühmt die Bravour dir türkschen Trappen
und die Energie der neuen Führer gleichmäßig und hält das jenseit
des Balkans stehende russische Corps (Gurlo) für verloren. Aus
Budarest hier angekommene Augenzeugen erzählen Rühmlichstes von
der Tapferkeit und Toder verachtung der türlischen Soldaten. Tür⸗
rische Gefangene mußten oft deßhalb von den Russen gefesselt werden,
veil sie, obschon entwaffnet, sich auf die Russen warfen. — Der
hiesiee türkische Botschafter und Midhat Pascha haben aus Kon⸗
stantinopel noch keine Mekdung von Aar'fi's Rücktritt erhalten.

Salzburg, 1. August. Ka'ser Wilhelm wird am 7. d.
M. hier entreffen und am 8. nach Ifchl zur Begeanung mit dem
aiser von Oesterreich fahren.

Paris, 29. Juli. Die Freimaurerloge „La Parfaite
Igalits“, die ihre Zusammenkünfte in dem Lokal des „Großen
Otient“ in der Rue Cadet hielt, deren Mitglieder aber fast sämmi⸗
lich der Gemeinde Montreun-sous-Bois angehörten, ist auf Befehl
des Polizeipräͤfechten geschlossen worden. Dasselbe Schicksal erfuhr
die Freimaurerloge „L' Auqusie Amitié“ in Condom (Gers.Depat⸗
ement).

Paris, 31. Juli. Wie offirielle Berichte aus Konstantinopel
nelden, wird der Sulian sich nun doch wahrseseinlich uach Adria—
nopel begeben, um den Oberbefehl über die Armee zu übernehmen.
— Die Stadt Mühlhausen im Elsaß hat dem republikanischen
Wahlcomite von Paris eine Million zur Verfügung gestellt. Die
Helder, welche Rothschild an das conservative Wahlcomite ablieferte,
vurden keineswegs don ihm hergegeben, sondern von Geschäfts⸗
'reunden, die sie ihm zur Uebermittelung an den Ausschuß über⸗
ceicht hatten. Die Rothschilds steuern, wenigstens offen, keinen
Sous bei, da das Princip des Bankhauses von jeher war, sich
nie in die Politik zu mischen. — 2500 Elsaß Lothringer machten

gestern eine Wallfahrt nach der Capelle des Sacre-Coeur auf Mont⸗
martre, wo zwei Predigten, d'ie eine in deutscher, die andere in
ranzösischer Sprache, gehalten wurden, in welchen man natürlich
auf die kürzeste Vergangenheit anspielte. Das Sauvez Rome et
la Prances wurde ebenfalls zum Besten gegeben. Die Aqitation
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        —— w'eder im vollen Gange.

Die Neue Zürücher Zeitung enthält nachstehende Bemerkungen,
welche darauf hinzudeuten scheinen, daß man iv der Schweiz Ge⸗
fahren von den französischen Festungsbauten an der nordwestlichen
Grenge bisorgt: „Zwischen Montbéliard und dem be Damvat nach
Frankreich hinüberragenden Stück Schweizergebiet sind etwa vier
Befestigungen errichtet wo den, wovon namentlich zwei die Schweiz
interessiren, die auf dem Lomont, der Forisezung des zwischen
dem Pruntruterland und Delsbergerthal gelegenen schweiz rischen
Gebirges, stehen, rechts und links von der über das genannie Ge⸗
birg von Blamont über Pererre Fontaine und Montecheroux nach
St. Hippolyte führenden Straße. Diejenige rechts befindet sich
mndesahr 4 Kilometer, diejenige links etwa 8 Kilometier von der
Sqhweijergrenze entfernt. Obschon noch nicht vollendet, sind diese
Werte dereis mit mehr als 8000 Mann besetzt und mit eiwa 100
Geschützen armirt; die Vollendungsbauten werden mit großem
Fifer betrieben. Ihre Bedeutung scheint zunächst darin zu bestehen,
die genannte Straße Bliamont⸗St. Hippolyte über den Lomont und
die Siraße von Pruntrut über Pierre Fontaine nach Pont de Roide
ind die von Norden nach Blamont führenden Wege zu beherrschen
und so den Bormarsch einer seindlichen Truppe durch das Defié
don Pont de Roide und von da gegen Besancon oder Ponsalier
u h'ndern. Im Anfang des Jahres 1871 spielte diese Straße
eine ziemlich wichlige Rolle, indem der preußische General Debschiß
duf derfelben vorrückte. Es tönnte aber auch mit Hülfe dieser
Feslungen ein Durchmarsch über Sdweizergebiet gegen Basel er⸗
jeichterr werden. Jedenfalls werden wir unsere Grenze in jener
Begend weder besetzen, noch vertheidigen können, dalls unsere Neu⸗
rautat verletzt werden sollte; die Geschutze der franzoͤschen Fetrungen
wuͤrden nicht ermangeln. unsere zunächst der Grenze sfehenden Truppen
urückzutreiben. Auch der moͤzliche Fall einer Bllagerung dieser
Festungen dürfte füt das so nahe gelegene Schweizerzebiet schwere
—XV Dies dürste ungefäer die Bedeutnag
weser Feflungen für die Aufrechterhaltung der schweizerischen Reu⸗
ralnat sein, der Gegenstand bat mit Recht die Aufmeiksamleil
der Bundes⸗Versammlung auf sich gezogen.“

Sendon, 831. Juli. Im Parlamente wurden weitere diplo⸗
matische Schrifistücke üder von den Russen verübte Grausamkeiten
dorgelegt. Eine Depesche dis britischen Consuls aus Schumla vom
A.ꝰ Juli berichtet: Die Russen reizen die Bulgaren zu den schreck⸗
uichsten Mißhandlunzen der Muselmänner auf. Unter Anderem sei
vorgekommen, daß den Letzteren die Augen ausgestohen und die
Augenhöhlen mit Brod ausgefüllt wurden. — Eine Depesche des
briuschen Botschafters an Lord Derby vom 24. Juli meldet: Der
Sulian richtele ein Schreiben an Layard, wodurch er den Wunsch
ausspricht, die König'n V.ktoria mögze ihren Einfluß bei dem rus⸗
aschen Kaiser dahm geltend machen, daß die schrecklichn Grausam⸗
eisen der Russen gegen Männer, Weiber und Kinder eingestellt
dutden. Er koönne nicht glauben, daß dec Kaiser von Rußland
nen Krieg zu führen wünshe, welcher die Ausrottung seines Vo.les
hezwede und einen Raubzug zleiche. — Eine Depesche Layards
vom 18. Juli berichtet: Die von den Consuln bestätigten Nach⸗
richten über Niedermetzelungen beruhen ohne Zweifel auf Wahrhei,
obgleich er es für monlich halte, daß Manches darin übertrieben
i Eine Mittheilung des englischen Mil tärbevollmächtigten auf
»em asiatischen Kriegsschauplatze; Kambell, bestätigt die Nachcicht
über die Massacres in Bajagid, erklärt dagegen die Meldung über
die Grausamkeiten in Ardahan für unwahr.

London, 1. Aug. Nach Mittheilungen der „Timez“ sind
alle Nachrichten vom Kriegsthealer den Türten darchaus günst'g.
Die russische Situation wird als eine höchst kritische bezeichnet;
nicht nur ist die Armee am und südlich vom Balkan von vier
Seiten bedroht und eine Katastrophe in größerem Maßstabe moͤglich,
sondern auch die Truppen in der Dobrudscha sind stark gefährdet.
Das 9. Armeecorps, ducch eine dre'malige Niederlage geschwächt,
vird als kampfunfähig bezeichnet. Nach einer Prittheilung des
Telegraph“ waren die Siege Osmans entscheidend. 8000 Russen
iseben sodt, 16,000 verwundet. (Das wäre das ganze Armee⸗
rpe! Vielieicht blieb nur der General Krüdener übrig!!)

London, 1. Aug. Der „Telegraph“ meldelt in se'ner
weiten Auszabe, daß südlich vom Balkan die Türken unter Sulei⸗
man Pascha einen Sieg erfochten haben; die Russen zogen sich, von
ZSuleiman verfolgt, gegen den Balken zurück.

Butkarefi, i. August. Das Kotps des Geseral Krüdener
vurde vorgestern bei Plewna unter riesigen Verlusten aus seinen
Bofitionen delogirt und bis Karadal zurückzeorängt. Mehrere Au⸗
zriffe auf Silistria durch die russische Dobrudscha-⸗Armee wurden
zleichfalls blutig abgewiesen. Die Einschließung Rustschuls erscheint
n Folge fortwährender Beunruhigung durch fliegende kürkische
Lolsunen tinthunlich. Der Czarewitsch verlangt unablässig Ver⸗
zärkangen. Generai Gurko's Korpz wurde durch Mehemed Ali
ind Reuf Pascha über das Thalbecken von Kajanlik umgangen,
ie Rückzugslimie ist ihm abgeschnitien. Seleimann Pascha mar⸗

Kolonnen von Schumla und Rasgrad her angeblich über Oschuma;
Osman Pascha dringt über Lowcza und Selvi mit dedeutenden
Zraften vor, um einen konzentrischen Angriff auf Tirnowa zu be⸗
verlstelligen. 27

Peterbburg, 1. August. Offic'ell wird aus Tirnowa vom
31. Juli gemeldet: Gestern griff General Baron Krüdenet aber⸗
mals Piewna an, aber ohne Erfolg. Näheres darüber ist nicht
belannt.

New-York, 1. Aug. Die Streikenden fahren fort, an
verschiedenen Punkten der Eisenbahnlinien in Columbia, Newe Yort
und Ohio den Verkehr auf diesen Linien zu stödren. Die Milizen
haben deshalb den Befehl erhalten, die Bewegungen der Eisenbahn⸗
üge zu schützen. In den wesilichen Staaten sind viele Streikenden
ind die Haupturheber der Ruhestörungen verhaftet worden.
— uen
Vernc8. J

Landau. Nicht 10,000 M., sondern so diel Gulden
hat der verstorbene Rath Keller dem hiesigen Bürgerhospital
dermacht.

F Speyer. Die Anstellungsprüfung für diejenigen Schul⸗
zienstexiprctanten, welche im Jahre 1878 aus den Schullehrersemi-
zarien entlassen worden sind, sowie für jene, welche sich dieser Prü⸗
ung in früheren Jahren nicht unterziehen konnten oder sich der⸗
elben wiederholt zu uͤnterziehen haben, nimmt am 21. September
. J., Morgens 8 Utzr, im hiesigen kgl. Schullehrerseminar ihren
Anfang. Gesuche um Zulassung zu dieser Prüfung sind, mit den
Zeugnissen der k. Local- und Districts-Schulinspecloren versehen,
durch die lezieren längstens bis 1. September i. Is. bei der lgl.
Regierung der Pfalz, K. d. J., eiazureichen.

Mänchen, 27. Juli. Das Ergebniß der mit den Wehr⸗
Fflichtigen des Jahrganges 1876 vorgenommenen Prüfung in Bezug
nuf ihre erlangte Schuibildunz ist folgendes: Oberbayern, Zabl
er Wehrpflichtigen 2429, mit mangelhafter Schulb lduug 28 —1,2
pCt.z Riederbahern 2323, mit mangelhafter Schulbildung 321,8
pCt; Pfalz 2104, mangelhaft 25— 1,2 pCt.; Oberpfalz 1970,
mangelhaft 37 1,9 pCt.; Oberfranken 1857, mangelhaft 8 — 0,4
»Ct.; Mittelfranken 1978, mangelhaft 4* 0,2 pCt.; Unterfranken
2070, mangelhaft 14 0.7 pat. und Schwaben 2013, mit
nangeihafter Schulbildung 8 0,1 pCt. Schwaben weist somit
die geringste Zffer der Wehrpflichtigen m't mangelhafter Schul⸗
pildung auf, hietan reihen sich Mittel-, Ober⸗, Unterfranken, dann
Dberbayern und die Pfalz, hernach Niederbayern; das ungünstigste
Kesultat trifft auf die Oberpfalz.

Mänchen, 31. Juli. In Röhrennach im bayerischen
Wald; wurds vor eilichen Tagen ein Austtagsbauer beerdigt, der
»as seltene Alter von 119 Jahren 4 Monaten urd einigen Tagen
erreichte. Noch kur; vor seinem Tode lecte der Mann Wegstrecken
on 2 Stunden cehne Unterbrechung zurück.

Mannheim, 31. Juli. Heute Nacht wurde auf dem
Schienengeleise oberhalb Friedrichsfeld ein Soldat des hiesigen In⸗
ianterie-Regiments in der Mitte entzwei gefahren; die Leiche wurde
heute Nachmiltag in das hiesige Militärlazareth verbracht. Ob
hdier ein Unglüsfsfall oder ein Selbstmord vorliegt, wird die einge⸗
leilete Untersuchung ergeben.

f Mainz, 29. Juli. In den lehzten Tagen sind zwei Ge⸗
cichtsentscheidu gen erfolgt, die auch für we'tere Kreife nicht ohne
Jateresse sind. In Budenheim schoß Einer zweschen eine Gruppe
‚on Tanzenden hinen und schoß einem Anderen das Auge aus.
der Beschädigte strengle Civilkllage an und das Gericht erkannte
hm d'eset Tate 12,000 M. Entschädigung und 400 M. Cur⸗
osten zu. Das wird ohne Zweifel Manchen vom Messerstechen
ind dergleichen besser zurückhalten, als einige Wochen Haft. —
der andere Fall behandelt die seiner Zeit gemeldete Schießerei von
dost ꝛeim. Ein Mädchen, dem ein nisederfallendes Seschoß einen
Zchadelsprung verursachte, irug als bleibenden Nachtheil Taubheit
in einem Ohre davou. Der Militärfiscus hat dafür 10,000
Mark sammt Zinsen vom 15. November 1875, die Kosten beider
Instanzen und sämmtliche Carkosten zu bezahler, Das wäre diel⸗
eicht auh der richtige Weg, um ein Mittel zu entdecken, wie die
Jvilbevoölkerung dor den überfliegenden Kugein an Schießplätzen
Jesicherl wird. Man bleibe von den Aecern und klage auf Scha—
denersaßz. (Germ.)

pP'Frankfurt, 80. Juli. Gegen den hier versuchten Fleisch⸗
nufschlag der Metzzer hat sich nicht allein ianerhalb dieses Hand⸗
verts seldst, sondern auh im Kreise des Publekuns eine gesunde
seaction geilend gemacht. Die Consumenten drohen die Kundschaft
aufzugeben, falls die Fleischlieferanten auf dem erhöhten Preis be⸗
ehen. Die Folge ist, daß die Megger ihrem eigenen Beschluß
zum Trotßz das Fleisch zun feitherigen Preis geben.

F Von einem Augenzeugen wird der „Kaisl. Z.“ mitgetheilt,
»aß am Mittag des 30. Juli bald nach dem Eintreffen des von
Mainz eiagefahrenen Zuges auf dem Main⸗Nelar⸗-Bahnhofe zu
Franifurt a. M. ein Eisenbahnunglück dadurch statigefunden babe,
        <pb n="412" />
        maßig drei Viertel aller Raucher dunkele Cigarren vor, und alle oie gieuw
maßig und schön gefaärbten. Hieraus ist die Einführung künstlicher Färbe⸗
mitlel wie Havana⸗Braun“, „Saftbraun“ u. s. w. entsprungen. Ein hie⸗
siger Fabrikant, Hr. F. W. Haase, erwirbt sich um die Consumenten das
Verdienst, fie durch eine eigene kleine Schrift von diesem nicht unbedenklichen
Verfahren zu unterrichten. Der amtliche Medicinal⸗Chemiler Dr. Janke hat
gefunden, daß z. B. das Havana⸗Braun aus einem Farbholz⸗Extract in ver⸗
unnler AmmoniaiLösung besteht. Das ist nun zwar der Gesundheit nicht
hesonders schadlich, aber doch auch nicht sehr appetitlich, und gewährt jeden-
fails fur die Fabrikation ein Mittel, schlechter Waare den Ansirich von guter
zu geben. Im Anschluß an diese Enthullung regt Hr. Haase weiter an, ob
an nicht auch erdlich aufhören sollte, gewöhnliches deutsches Kraut auf den.
sisten ais von Havana, Vortorico u. j. w. stammend, betrũgerisch heraus⸗
— uustreichen. Nat. Zts.)
Handels- und Verkehrs⸗Nachrichte. —
Bremen, 26. Juli. In der deutschen Cigarrenindustrie hat — ö— n — — ——
neuerdinge das Dunkelsarben des Deckblaites um fich gegriffen. Während. FJur die Redaction —EXD s

daß der von Aschaffenburg kommende zug hochst wahr scheinnu,
Foige unrichtiger Weichenstellung auf den bereits im Bahnhofe
ehenden Mainzer Zug einfuhr. Der Locomotivpführer des Aschaffen⸗
hurger Zuges soll getödtet, vom uübrigen Zugpersonal sowohl, wie
bon den Passagieren der beiden Züge mehrere theils schwer, theils
leichter verwundet worden senn.

Breslau, 1. Aus. Man spricht hier von dem Fallis⸗
sement eines großen Kaufmannshauses. Die Passiven sollen mehrere
Hunderttausend Mark betragen. Außerdem haͤben Wechselfälschungen
Betrage von 200,000 Mark stattgefunden, welche die erfsten
Breslauer Häuser stark in Mitle denschaft ziehen.

— Zúßt—SSES —
Wiederversteigerung.
Montag, 6. Nugustel. J.,
des Nachmittags um 2 Uhr, zu
St. Inabert, in der Wirthsbe—
hausung von Mich. Paud, läßt
peter Schwarz, früser Mitß
ger und Privatuann von da—
gegen ⸗·27
Sophia Degel, ohne Gewerbe,
in· St. Jugbert wohnhaft, Wwe.
des daselbsi wohnhaft gewesenen
und verlebten Bergmannes Jakob
Ochs, als Theilhaberin der zwi⸗
schen ihr und ihrem verlebten
Ehemanne destandenen Güterge⸗
meinschaft wie als geseßlicht Vor⸗
münderin ihres mit demselben
erzeugten noch mi orennen Kin⸗
des Namens Gertraude Ochs,
wegen Nichtbezahlung des Ecr—
werbspreises zu eigen wiederber⸗
—RXXVDD
Pl.⸗Nr. 873. 85 Dezimelen
Acker in Dillmesflur, neben
Gustav Zix und Erben
Dorr.
Sauer, k. Notär.
Ein ganzes
Wohnhaus
in passender Lage wird zu miethen
oder zu kaufen esucht.
Mich. Schmelzer,
Fabrikant.
Sonnag, den 5. August 1877
M vWVMVX r sĩIc
bei Peter Schweitzer
Wirth.
Sonntag, den 5. August 1877
Freimusik.
Anfang 8 Uhr. — E krée 50 Pf.
Peter Jung.

ilitar·Concert,
ausgeführt durch 13 Mann von der Musik
des 2. Fußartillerie-Regim. in Metz.
Samstag (heute) Abend von 7 Uhr an im großen Saale.
NMNorcen (Sonntugqo) Nachmittag von 3 Udhr an, bei gün⸗
tiger Witlerung im Garteunlokale, andernfalls im großen
Saale beii ae
Terel. ChEIIAMISCB.

* ⸗
6 Für Leidende! »
Damit jeder Kranke, bevor er
eine Kur imternimmt, oder die
Hoffnung auf Genesung schiwinden
läßt, sich ohne Kosten von den
durch Br.Airh's Heilmethode erziel⸗
ten üderraschenden heilnugen über⸗
z kann, sendet Richter's Ver⸗
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test⸗Auszug“ 60. Aufl.) gratis
und franko — Verfäume NRiemand,
fich diesen mit vielen Kranken⸗
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erschienenen Lieder von dem heliehten Componisten
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J O00 SOS
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Nr. 1. „Auf Ihrem Wege da möcht' ich geh'n,“
2. „Ewig.“ Unter die goldenen Sterne,,
3. „Zum Wald. Da drausssen zum Wald?e
Preis joder Nummoer mit apart gedruckter (doppelter)
Singstimme, olegant ausgestattet, mit dem Portrait
des Opernsängers Dr. Franz Krückl à M. 1.-.
2zusammen in 1 Hefte M.2c-
aↄrregen gegenwürtig unter dem gesangliebenden Pub-
likum nicht geringes Aufsehen, und mit Recht, denn
zeit geraumer Zeit erschien, was Solo-Gesang anbeé-
langt, nichts so reizend, einfach Melodiereiches. Der
tüglsiche Begehr dieser Lieder bezeugt auch hinläng-
füch die Anerkennung des Publikums. Herr Opern-
zunger Dr. Franz Krückl, welchem dieses Opus ge-
widmet ist, bringt es wiederholt mit grossem Applaus
zum Vortrag; abher auch wenig geübte Sanger werden
damit reussiren.
JGesgen LFinsepdung des Betrages erfolgt frankirte
Zusendung.
—
Es ae
V 7 I
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Weizen 18 M. 59 Pf. Korn
10 M. 36 Pf. Gerste Zreihigt
0 M. — Pf. Gerste sxreih.
d n. — If Spelz 08 wi.
— Pf. Spelzkern — M. —
Pfg. Dinkel — M. — Pfgs.
Mischfrucht O M. — Pf. Hafer
—
Pf. Stroh 2 M. 20 pf. Kar⸗
soffeln 5 M. — Pf. per CEtt.
Weißbrod 144 Ko. 63 Pf. Kornm⸗
»rod 3 Ko. 87 ppf. ditto 2 Ko.
58 Pf. ditto 1 Kilo. 29 Pf.
Bemischtbrod 8 Kilo. 1M 7. Pf.
Paar Weck 190 Gramm 6 Pf.
Reindfl. 1. Qual. 70 Pf. 2.
al. 60 Pf. Kalbfl. 66 pf.
»ʒamfl. 70 Pf. Schweinefl. 66
Pf. Buttet 1M. 10 Pf. per Pfd.

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150000,300000, 130000,
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Ziehung am
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Obereinnehmer der Braunschw
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— — 2—„—‘«, —‘“, — —
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        St. Ingberler Anzeiger.
— —— ⸗⸗— —
Der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage), erscheint woͤchentlich viermal: Dieustag, Donxerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementépreis beträgt vierteljahrlich

1 Mark 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg. pon Auswärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclainen
mit 80 Pfa. pro Zeile berechnet.
M IAiꝑ. Eonntag, den 8. Augusi 1877.

ᷣα
—— —

Arbeiter und Proletarier.

8. O. Die Führer der Socialdemokratie lassen es sich ange⸗
legen sein, die Begriffe „Arbeiter“ und „Proletarier“ mit einander
zu verquicken. Und doch, welch' himmelweiter Unterschied besteht
wischen diesen ! Wer arbeitet, der ist ebenso wenig ein Proletarier,
wie sich Derjenige, welcher faullenzt, zum Arbeiterstande rechnen
darf. Spricht man vom Proletarier, so oenlt man an korperlich
und wirthschaftlich heruntergekommene Leute, welche einst der Ar—
deiterklasse oder irgend einem andern Stande angehoͤrt haben mögen,
jetzt aber der Gesellschaft zur Last fallen und daher von dieser als
Bürde hetrachtet und behandelt werden. Man spricht nicht nur
pon einem Arbeiter⸗·, sondern auch von einem Handwerker⸗ und
Fabrikanten⸗, sowie von einem Gelehrten⸗ und Adelsproletariat.

Belkennt also Farbe, ihr Führer der Socialdemoktatie! Ver⸗
sündet laut, daß ihr euch auf solche Existenzen stützt, welche nichts
zu verlieren haben und daher erst beim Umsturz gesellschaftlicher
Ordnung zu gewinnen — hoöoffen! Schreit hinaus in's Voll, daß
Alle, welche auf anderen Lebensbahnen gescheitert sind, hinter euch
dehen! Der Ruf „Neder mit den Palästen,“ welcher letzthin
vieder in einer socialdemokratischen Zeitung ertönte (der Chemnitzer
Freien Presse“) wird dann verständlicher sein. 7

Habt ihr aber das Visir eurer Mannen gelüftet, dann wird
zuch die Gesellschaft nicht zögern, Stellung zu nehmen. Ihre Boll⸗
werle sind zwar stark genug, um euch eine Zeit lang gewähren zu
lassen; da fich aber doch dieser oder jener Stein lockern möchle,
wenn ihr nicht unterlaßt, gegen den Bau anzuflin men, den die
Hesellschaft auf tausendjahrigem festem Untergrunde aufgefübrt hat,
so fönnte sie sich — wie sauer es ihr auch auch ankommen dürfte
— doch vielleicht entschließen, einst aus der Defensive herauszu⸗
reten! Uns wäre dies entschieden zuwider. Wir sind der Ansicht,
doß ein offensibes Vorgehen des Staates gegen die Socialdemokralie
einerjeits die Gegner wichtiger, als sie sind, erscheinen lassen, an⸗
dererseits aber denselben Ursache zur Aufretgzung und zum Widerstande
gegen die staatliche Ordnung geber würde.

Eines aber unterlaßt, ihr Nebenbuhler des Catilina! Bleibt
eurer Farbe treu und hoͤrt auf, die Manner der Bluse mit dem
blutigen Roth zu beflecken! Wer die Gelegenheit, die Kraft und
die Tugend besitzt, sich oder auch eine ganze Fam'lie mit den
Früchten seiner Atrbeit zu ernähren, wird zwar die Schäden der
besteteuden Gesellschaftsordnung nicht übersehen und gern mit Hand
anlegen, um die Wunden des Staates zu verbinden oder die
Quellen zu verstopfen, aus denen neucs Unheil entspringen könnte.
Boll Dank für das, was er hat, verachtel er aber die Pläne Derer,
welche die Gesellsyaft, als deren rüstiger Mitarbeiter er berufen
wurde, in ihren Grundfesten zu erschüttern streben. Daher klinge
laut in alle Lande: „Arbeiter und Proleiarier sind nicht Eins
die Arbeiter, hie Proletarier!“

Deutsches Reich.

Mun ven, 1. August. We von beflunterrichter Seite
aitgetheilt wird, wird der deuische Kronprinz wie im vorigen Jahre
o auch heuer wieder die kombinirte Kadallerie: Division der Sirau⸗
bing inspiziren und zu diesem Behufe in Regensburg Quartier
nehmen. In letzterer Stadt wird der hohe Inspelteut voraussicht
lich am 30. Auzust Abends 8 Uhe 19 Minufen eintreffen, am 31.
August und 1. September die Besichtigung der Division vornehmen
und am 2. September Morgens 5 Udr 15 Minulen Regensburg
wirder verlassen.

Köln, 29. Juli. Im Saale des VaudevilleTheaters fand
heute eine von der socialdemokratischen Partei einberufene, zahlceich
desuchte Versammlung mit solgender Tagesordnung flatt: „Die be⸗
dorstehende Steuerreform im deutschen Reiche“ und im Anschluß
daran: „Die Uebernahme des Feuer Verficherungsswdesens durch dat
Keich als Steuererleichteruig und zur Berme dimg biner Tabat
and Biersteuer oder ähnlicher indirtclen Steuern.Der Rferent,
steichstags-Abg ordneter Rittinghausen, wies auf einen Ausspruch
des Fürsten Reichtkanzlers hin, wonach die gegenwärlig bestebenden

Neichssteuern unzureicheud seien und daher eine Steuerreform noth⸗
wendig erscheine und empfahl die Uebernahme des gesammten Ver—
sicherungs·Wesens durch das Reich, um durch die hieraus zu er⸗
zielende Einnahme die Matricular⸗Beiträge entbehrlich zu machen
und zugleich der Einflihruag verschiedener projeclirten Steuern zu
entgehen. Das Ergebniß der Debatte war die einstimmige Annahme
des nachstehenden Entwurfs zu einer Petition an den deuischen
Reichsstag: „Die unlerzeichneten Bürger von Köln und Umgegend
prechen vor dem deutschen Reichsstag den dringendsten Wunsch aue,
daß bei der bevorstehenden Reform der Reichssieuern vor allem die
Uebernahme des Feuer⸗Verficherungs⸗Wesens durch das Reich, und
die Beschaffung einer Einnahme bon 20 bis 25 Millionen M. durch
eine zweckmäßige Einrichtung dieses Zweiges des öffentlichen Dienfteß
in Erwägung gezogen und durqggeführt werde.“
Ausland.

Nach rufsfischen Blättern ist der von Moßkauer Einwohnern
ausgegangene Vorschlag freudig begrüßl worden, an den Deuischen
daiser eine Dankadresse zu richten für die Haltung desselben in der
orientalischen Frage. Mostauer Fabrikanten beabsichtigen, dem
aiser Wilhelm ein prächtiges Album mit Ansichten von Moskau
zu übexreichen, und Damen sind mit der Anfertigung eines Musters
uu einempraͤchtigen Teppich besgäftigt, den sie dem Fürsten Bis⸗
narck zu verehren gedenken. Die Sympathie Moslaus für die
deutsche Nation kommt täglich zum Ausdruck.

Rew⸗York, 2. August. Die hiesigen Bürgee haben ein
Sicherheits: Comite gebildet. Die Hoffnung, daß es mit den Unruhen
ju Ende sein werde, hat sich nicht erfüllt. In Leranton wurden
zestern Kechestöret gewaltsam zerstreut. Bei Wilkesbarre wurden
yon steikenden Arbeitern Eisenbahnzuge angehalten; auch an mehreren
inderen Orten fanden aufständische Zusammenroitungen statt. Naqh
der Grafschaft Lujerne sind 2000 Milizen zut Wiederherstellung
der Ordnung abgesendet worden.

Vermisqchtes.

Si. Ingbert, 3. Aug. In der Sitzung des hie—
igen Polizeigerichts vom 25. Juli kamen u. A. fsolgende Faͤlle zur
Abursheilung:

1. Jakob Coulorier, Händler von Bliesdalheim, wegen groben
Unfugs zu 6 Mark Geldstrafe. 2. Johann Kropp, Tagner von
54. nappbach, wegen Ruhestörung zu 1 Tag Haft. 3. Peter Dill⸗
offer, Tagner von Erbach, wegen Bettels zu 10 Tagen Hast. 4.
darl Ruffing und Jalob Schutt, beide von Seugscheid uünd Jos.
Schmitt, Schmelzarbeiter von hier, ersterer det Mißhandiung und Unfugt
ind die beiden lezteren wegen Unfug zu 5 und 10 Tagen Haft. 5.
dudwig Kihm, Jakob Schmitt, Christian Kopp und Johann Joseph
Schmitt von hier, wegen Entwendung von Kirschen zu je 8 Mart
Beldstrafe und 1 Tac Haft. 6. Johann Albrecht, Tagaer von
dassel, wegen Diebstahls zu 2 Tage Gefängniß. 7. Jakob Kropp
jon Hermersberg, Johann Kipper von Queidersbach, Johann Breit
hvon Ersheim, sämmttich z. Z. in Schnappbach, wegen groben Un⸗
ugs zu 3 und 1 Tag Haft. 8. Johann Georg Wagner von hier
vegen Beleidigung des Rangirers Franz Kempf von St. Ing⸗
zert zu 4 M. Geldstrafe. 9. Maria Eckeert, Tochter des Mich.
kückert von hier, wegen Beleidigung zu 4 M. Geldstrafe. 16.
klisabethe Koch und deren Dienstmagd Maria Haus von Neuhäusel
vegen Feilhaltens gefälschter Milch zu 8 M. Geldstrafe. 11. Mar⸗
zarethe Schafer, Wittwe von Johann Kraut, wegen Nichtanhaltent
sum Schulbesuch zu 1 Tag Haft. 12. Jakob Welsch, Dienstlnech!
on Ball weiler, wegen Schlafens auf seinem Fuhrwerk zu 8 M.
Veldstrafe. 18. Friedrich Schwarz von Neuhäufel wegen desselben
Reates zu 3 M. Geldstrafe.

Herrnsheim bei Worms wurde von einem schweren
Brandunglück betroffen. Am 31. Juli Abends brannte das Haut
s Boͤders Bardon vollständig nieder; am Vormittag des 1.
Jugust waren die Leute noch auf der Brandstätte beschäftigt, die
Trümmer wegzuräumen und das immer noch nicht ganz ersticktte
        <pb n="414" />
        Feuer vollends zu dämpfen, als dasselbe durch den jich erhebenden
arken Westwind auf's Fus angefacht wurdet, Fer ee
Funken von der vn n ein heßenübetlicgenßes Haus trug
Vald stand dieses in Flgmmen Ind det bektige, Wind trieb die
Fmun min nasender Eile weitlte, ünde weltere Vhs gitfe Naus
Worma und den Rachbarorten kau, standen schon 88 Wohnhäuser
(mit den Scheuern ꝛc. etwa 80 Firste) in Brand. Es kostete
Mühe genug, bei der furchtharen Gluth und dem geringen, nur
sus den Vrunde zu sEbpfende Wassetbdotrath das Feültr ore
G vanbe zu befhet den und' die ubtsgen gutFetlen!“ Geckticht weise
hatf ver am Abendeingetretene flarke Regen zum Loͤscheil tgiebig
mit. Mehr als 2000 Leute sind oddachlos, viele konnten sie micht
retlen; ee wenigften sind verfichert Birlde · Gaben⸗ um der · Roth
wenigsseps einigermaßen zu steuern und den Betroffenen wieder qus
dde Beikde zu helfen, werden dort sehr willkommen seintcιαν—

DdDaoas Landgericht Ludwigshafen verurtheilte die beiden
Heßger Remmele und Eckert wegen Beimengung von Stärkemehl
———— 30 M. Ein weiterer Metzger
bin de gegeni Nichibeachtung.
eee Fleischbeschau zu 20 verbrigeilt...
— N ünmnchen“ 1. g 5 — wurde der bieherige Kasstet
—
Vaig beahastef nd in die, diesige Frohnteste gebraͤctt, üalet det
uͤnschuldigung bet Unteischlaguũg anderuauter Vereinsgelder.
I Au letzten Jutz. Rachmiltags— um LUtzr, brach in der
Schtuct des Schafwirthaa und Oeconomen Hünerfauth in Nisederz
b89 sug de Feuet gug. welches mit räsender Schnelliakeis üm sich
riff And' die besagte Scheuer nebst daran befindlichem Stall 8
Schoppen, sowie eine Naͤchbarscheune in Asche legte. Cixca 6000
Barben Frucht p und Njunge Schweine mit verbraͤnnt. —
Spun 20. Juli. Zibei Enwohner von Oberdollendorf
führten seit Jahren einen Proceß um einen zwischen ihren Grugd—
uden stehenden Birnbaum.“ Bei dem schweren Gewitter au 24.

ds. fuhr ein Vlitzstrahl in das Stxeitob ject und spaltete es von
der Krone bis e in 3 g Iheñe, jedem der beiden Par⸗
teien eine an uf r —5 — werfend. 6G⸗ B8.)
FMit der uee enlde en Stadt im bezw. unrer dem
Genfer Seerist gg Es har damit solgende Bewandtniß:
Im Kankon Waadi waͤr man erbdst gegen die Miteidgenossen im
Kanton Genf. weil sie durch die am Ausfluß des See's ausgeführ⸗
ten Wasserbauten das Ablaufen des Rhonewassers beeinträcht igen
nadt daer Ridetg vis Sers bis zu Anktefut vire Userbewohner we⸗
nruhigtichein Vbhe zistutckfllifher affein.· Die Waabtldirder belangten
duisiber den Kanton Genf“ ohne“ nütk vorher — in
Gut⸗ vetsucht zu haben, vor das Bundesgericht, um durch dieses
die⸗Quoie · der⸗⸗materiellen · Veranilworilichtein festsetzen zu lassen,
welche den Genfera für die aus dem angedeuteten — e
ich!erstbeuben Unzukömmlichkeiten aufzubürden sei. . — fand en
ein derartigez Verfahren nicht nach ihrem Geschmac und rächten fich
dadurch, daß sie von den Gemneinden Morgens und St. Preck im
Waadiland die malitiöse Aneldote von der Auffpürung einet unter⸗
jeeischen Stadt ——— zum Hohne hinzufügten, die Ent⸗
decker hänten ganze Tonnen Oel auf den See gegossen', uim die
vorgeschichtlichen aee auf dessen Grunde besser sehen zu koͤnnen.

Dienstesnachrichten.

Bex Regierungsrath Fehr. v. Maillot de la Treille in Speyer
wutde seiner Bitte enisprechend: unter? wohlgefälliger An erkennung
seiner Kaagiährigen m'te anermüdlichem Eifer und Treue geleisteten
Dienste mit' dem Titel eines k. Regierungsdirectors in den danern⸗
den Ruhestand versetzt, der Bezirksamtsassefssor Geib in Germersheim
um Regierungsassessor in Speyer, Regierungsaccessist und —XL
Secretär Wagner zum Bezirtsamtsassessor in Germersheim ernannt.
23Zur 'die Redaction veraniworilich F. X. Dem eß.

——

ö— —

—
Versteigerung einer
Bierbrauere.
Aantat den 18. August
zachsthin Nachmiltägs 2. Uhr
9 der Wirthschaft voy Ludwig
Weirich zu St. JInusbert laͤßt
Jalob Baq o 3.. Geschästs agenl
Ilda, als Bebollmächtiglter des
in Si. Ingbert wohnenden Vier
5 Georg Peters öffent:
ijche au den Meistbietenden zü
atn versteigeriz, was folgt:
Esne unter Plan 082

und 809. zu St. Jaͤgbert
in ι. Gosse gelegene. Riex⸗
drauerei mit Wohnungs⸗
raumen, Hofgering, Felsen⸗
keller nebst Fusser darin,
Gatten und sonstigen Zu⸗
behörden, zusammen eine
Fläche voin 18 Dec. ein⸗
nehmend. ,

Va oͤbiges Geschaft sehr prak-
ig und gut eingerichtet ist
ind sich auch einer enisprechenden
dundschaft, erfreut so muß es
cinein tüchtigen Bierbrauer ge⸗
Augen,mit bestem Erfolge zu
iperiren.

Bis zum, Vorfleigerungstage
Gnne obiges Elablissement
v aus jreier Hand verlauft
werden · 58
Neber alles Weitere und Nähere
betreffs der Condik onen ꝛc. gibt
I. Boos, Geschaftsagent
iju St. Ingbert.
Ein gaujzjes

Wohnhaus
mpassender Lage wird zu miethen
oder zu kaufen cesucht.

Mich. Schmelzer,
Fabrikate

pProgrammß SIOovu Besinn aes
gratis —E DD——— Wintereurses
dis Direction. Maschinenbauschule. 18. October.

Sonntag, den 6. uugust 1877

Itreimusik.

Anfand 3 Uhr. — Eulrbe 50 Pf—
Veter Jung.
—* — — 7c—
Iptérnationa Institut.

Klee⸗u. Haferverkauf.
Den Klee und Hafer, in der
Nähe feiner Wohnung stehend
verkauft ——
E. M. Laur.

Aohero. Handelsschule mit der Berechtiguug zum
vnjahrigen Militärdienst. Vorbereitungs-Anstalt zum einjub-·
cgen Militairexamen, Polytechnikuni, —D
800 Candidaten bestauden). Lateinische gtudien. — Pensionat
mit strengor Disciplin. — Prospectus durch dis Direetion
D FHRrirl. UV 62356.

—R zweite Schur von zwei
—— Nlee, gänz nahe
ze der Stadkt, ist billig gegen
hacir zu vergeben.
Auch ächte neue Holländische
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n Sauee „ la Plewna“ in
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Deßgleichen vermiethe ich auch
in meinem allen Hause 2 Zim⸗
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jchäfisbetrieb eignen. — Alles
tann sosort bezogen werden.
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323
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150000,83000 00, 130000,
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13. u. 14. August d. J.

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Jeder Spieler n Gewinnlisite
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Obereinnehmer der Braunschw
VLandes Lotterie.

Zur Besorgung
aller Austräge in wie
außerhalbe der SEtadt
bringe mich in empfeh⸗
lende Erinnerung.

Adspogevpph
C. Oh. —X

Haasenstein &amp;
Vogler.
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3— tiomn
Frankfurt am Main

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Agenturen in: Cassel, Gies-
sen, Darmstadt, Mannheim,
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Annoncenꝰ aller Ard, Stehen-
Kauf-, Verkauf-, Heirat hs- Agen-
tur-Gesnehe ete. in alle Blatter
und Pachzeitschrifton der Wolt
besorgen wir ohne alle Neben-
chsten.

Spscialitũt: Aussehliessliehe
Rèegio aller grösseren Schweizer,
patiser, Russischen, Englischen.
Hollandischen Insertions⸗Organe

* J
Erklärung.
Ich erklaͤre hiermit“, daß das
Berücht, welches über meine
Bade⸗Anstalt
schon länast verbreitet ist, eine
wahre Lüge, sage Luge ist, da
ich nur ein Zimmer halte für
Ve, mir ärztlich angewiesenen
Häder, und stets getrachtet habe,
mir die wohllöbl. Badegäste durch
die reinste u. sorgfältigste
Bedienung zu erhalten
J. Grewenia's Wittwe.

*
„Heilbar
ist Truntwahnfinn und zu be⸗
seitigen Trunkenheit mit und ohne
Wissen; glaubhafte Atteste stehen
mir zur Seite: und leiste für den
Zrfolge Garantie. Man
venden sich an ha EKo««
netz key, Droguens u. Krautes
Jandlung in Grünberg in
Schlessen. *
NRedasmn Drug und Verlag von F. X. Demeß in St Ingbert.
Hiezu „Illustrirtes Sonntarkbatt“ Nr. 32.

47‘—

2314

XR — *

43 —F 324
2 —
12 23
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        J 5 2 d —, VV — — 3* —D
t n e r 2 J 3 n cqh er.
— — —— * 7 a
— 844 — —— »WM 0;
8 ⸗ — —* V— Me —
5 iB — 2 A 4127 —— 2 42
* — — 7 * — 7—*
der St. Ingberter Anzeiger und das (Amal wöchentlich) mit dem Hauptblatie verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter · Rei⸗
lage), erscheint woͤchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentspreis beträgt vierieljahrlich
1 Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Kaum, Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
Mei22.. Dienstaa- den 7. Augunn 1877.
Der Arbeitsmarkt.
S.O. Aus Breslau schreibt man uns: „In Schlesien legen
pie Arbeiterverhältuisse zut Zeit noch sehr ungüuftig.Tie Haupt
weige urserer deimischen Jadustrie, die Kohlen⸗ und Tisenproduction
Oberschlesien und Watdenbura) und die Weberei (Hiittel- und
Viederschlesien) liegen fast ganz darnieder. Zum Glück sind die
krnteaussichten in den meist ackerbautreibenden Leßtgenannben: Be⸗
sitlen sehr güastig und theilweise, z. B. in der Graffchaft Glatz,
ogar vorzügsiche. In den Arbeits!bhnen steht aber die Grafschaft
veit hinter den anderen Gecenden Schlesiens zurück. Die meist
Beberei treibende Bevölkerung darbt und huugert. Für ein Stück
Leinwand, das für Langenbielau gearbeitet wird; gab es in regu⸗
üren Zeiten 6 Mark und darüber Lohn, heut echaiten die Weber,
ie oft 3—4 Meilen zur Ablieferungeftelle wandern müssen, 2
»is 213 Mark pro Stück und dabei wird ihnen noch eine bestimmte
dieferungtfrist vorgeschrieben, so daß sie jetzt nur 2 Stück per Woche
iefern dürfen, gegen 324 Stück in früherer Feit. Eine größere
Fabrik bei Neurode, die 200 Handwebe- und eine Anzahl Maschinen
vebstühle enthaͤlt, hat längst den Betrieb auf 20 reducert, und
»eabsichtigt, im August ganz aufzuhören. Die Fabrikation von
Betliner Doubie's ist in der gunzen Grafshaft mangels genüũgenden
Absatzez fast gauz eingestellt worden, die Preise find sehr gejunken
und der Verdienst deshalb sehr gering. Auch die Glasfabrikation
ind die Glasschleiferei, die in der Gegend von Schlegel und Reie
netz Tausende ernährte, stockt; letztere besonders wegen der durch
)en Krieg verbinderten Ausfuht nach Rußland. Dagegen beginni
ein neuer Industriezweig, die Fabrilat'on von Heiligenbildern, in
Keurode zu blühen; die dortige Fabrik beschäftigt bereits circa
200 Personen und exportirt —XE
and Rumänien. — Großer Geidmangel macht sich überau fühlbar
und zwingt fortwährend Geschäfse, die ihre Gelder augendlicklich
aicht flüssig machen können, die Zahlungen einzjustellen.“ 37
Aus Waldenburg schreibdt man uns: „Die Porzellan⸗
Industrie—liegt hier nochh immer darnieder und der Betrieb der
»eiden Fabrilen ist auf Us besch änkt. Der Kohlenversandt ist leb⸗
jafter, die Halden sind iherlweise versendet, doch zu Preisen, daß
entfchieden an der Förderung eher zug setzt als verdient wird.
Das Walzwerk der Antonienhülie in Oberschlesien ist kalt
sst Ut und sämmtliche Arbeiler dessuben entlassen worden. Viele
deute gerathen hierdurch in g:oße Roth.
Aus Wülfrath wird uns von einem Arbeiter berichtet:
„Die Weberei, resp. Handweberei- hierselbst war seit einem Jahr
iad länger außerordentlich flau, besonders in seidenen und halb ·
eidenen Stoffen, so in facounrten, couleurten und auch glatten
Stoffen. Der Weber erhielt meistens die Weisung, fünf Wochen
in emem Stück zu arbeiten; wer eher fertig war, mußte dement⸗
prechend warten; ein fleißiger Arbeiter hatte daher nur während
oder *s der Zeit Verdienst. Daher konnte mancher Famuen—
Aer nur mit genauer Noth durchkommen. Seit 6—7 Wochen ist
ein merklicher Ausschwung zu constatiren, namentlich in Elberfeld⸗
Zarnien, Langenberg zc., besonders in ganzge und halbseidenen
Regenschirmstoffen, Satin ꝛc. Dagegen sind die mechanischen Webe⸗
eien mit Dampfbetrieb, die im letßzien Jahre vollauf zu thun hatten,
eit 8 Monaten auf 34 Arbeitszeit bescheäntt, so die mechanischen
Fabrilen in Wülfrath, Sonborn und im Wuͤpperthale. Die Ver
extiger von wollenen und halbwollenen Artikeln al⸗« Westen⸗ und
Mobeistoffen, wie auch Decotationsstoffen sind seit laͤngerer Zeit
zut beschäftigt gewesen und haben vielfach für überseeischen Expor⸗
tarbeitet. Die Bandweberei und Wirkerei in Barmen, Ronsdorf—
rangenberg x. liegt noch immer sehr darnieder; augenblicklich zeig
ich eine kleine Besserung. Die PosamentireArbeiter habra seit
aͤngerer Zeit vollauf zu thun, besonders für Militär-Effecten und
ut englischen Bedarf. Tie Kalksteinbrüche bei Dornap machen
iemlich gute Geschafte, namentlich aber die Kalköfen; dagegen ist
)et Versandt von Kalkstein nach den Gesenhüttenwetken sehr gering,
weil der rheinisch-wesiphälische Hüttenbetrieb seht darnieder liegi.

«

Vom Arbeiter wird gegenwärtig mehr verlangt, bessere, solidere und
Brima⸗Arbet gegen geringeren Lohn als frühec. — Was den
Z„tand der Erute betrifft, so war die Heuernte in Quantitat und
Zualilät sehr gut. Der abgemähte Roggen liegt in den rechts⸗
heinischen Kreisen des Reg'erungsbezirks Dusseldorf noch überall
auf, den Feldern, die Kartoffeln verlangen aͤllenthalben sehr nach
rocknerem Wetter.“

Deutsches Reich.
München, 5. Augusi. Bel der in Kassel stattgefundenen
krprobungen der verschiedenen Eisenbahn-Bremsshstemne wurde die
von dem bayerischen Maschinenmeister Hebberlein erfundene Bremse
ils die am schnellsten wirkende,“ einfachste und geeignetste für den
Bahnbetrieb bezeichnet. Somit hat die deutsche Erfindung über
ene der Englander und Amerikaner den Sieg davongetragen.
e e teechen Ausland. . * F
Wien, 4. August. Die „Politische Kortespondenz“ meldet
us Petersburg vom 4. d.: In zFolge eines aus dem Hauptquar⸗
er der Operationsarwmet in Bulgarien eingetroffenen taiserlichen
ltas wird die unberzügliche Mobilisirung des gesammten Garde⸗
orps und mehrerer Armtedivisionen angeordnet. Der groöͤßere Theil
es Gardelorps und einige Armeedidißonen müssen jofort zur Ope⸗
atiousarmee nach Bulgar'en stoßen, der übrige Theil der neumo—
ailisirten Truppen geht zur Verftärlung der kaukasischen Armee ab.
Wien, 4. August. Da Nachrichten vom Kriegsschauplatze
ind spärlich. Selwi soll von den Russen aufgegeben sein und
zimmermann die Dobrudscharäumen, um die Armee des Groß⸗
ürsten Nikolaus zu verstärken. Midhat, der mit dem Sultan
ollstündig ausgesöhnt ist, bleibt hier in einer Vertrauensstellung.
Alle anderslautender Mittheilungen sind, wie ich aus erster Hand
erichten kann, erfunden. Der Regierung aus Peiersburg zugehende
Rittheilungen, melden großartige Truppennachschübe. — Daͤs N.
B. Tgbl.“ meldet aus Rasgrad, 3. ds.: Adil Pascha besetzte, von
zowatz kommend, ohne Gesecht Selwi bei Tirnowa.4000 alba-
ische Reiter sind zut Verstaärkung Osman Pascha's in Plewoa ein⸗
et offen. — Aus Bucharest wird demselben Blaitte telegraphirt:
Die Kanonade zwischen Rahowa und Beket dauert noch fort.
luf sämmtlichen Bahnen der Moldau und der großen Wallachei
st wegen der Truppentransporte der Personen⸗ und Guterverlehr
ingestellt. — Minister: Präsident Bratianu wird heute aus dem
ussijchen Hauptquartier nach Bucharest zurückkehren. —
Die „Times“ meldet aus Porismouth, daß dort ein Be—
ehl der Admiralität eingetroffen sei, zwei Truppenschiffe bereitzu⸗
jalten, um am 11. d. M. weilere 3000 Mann Truppen nach
em mittelländischen Meer einzuschiffen. — 3*3*
Bukarest, 4. Aug. Aus Tirnowa wird gemeldet, daß
Zerichten des Generals Gurko zufolge die Türken dor der Räu—
nung der Städte und Dörfer die Christen umbringen und sogar
bendig begraben. W J
Konstantinopel, 4. Aug. Die Pforte forderte die Chefs
er christl chen Gemeinden auf, eine aus Christen bestehende Miliz
u organisitren, welche gemeinschaftlich mit der Gendaͤrmerie die
ffentliche Sicherheit auftechterhalten joll.
Konstantinopel, 3. August. Ein Erlaß des Sultans
eft den Gehalt aller Beamten um die Hälfte, bis zur Beendigung
»es Krieges, herab. — Der rusfische Dampfer „Conftantin“ erschien
im Freitag Nacht vor Chilios am Bosporus und feuerte enige
Z„chüsse ab, entfernte sich jedoch alsbald weeder.
Petersburg, 5. August. Einer Depesche des „Galos“
us Kürüldara vom 4, d. zufoige hat Multhtar Pascha seine über⸗
lüssige Batage nach Kars zurückresendet. In dem türkischen Laget
t die Differtetie ausgekrochen. Der englische Militarbevollmächtigte
demball ist in Folge eines Zerwürfnisscs mit Muthtar Pascha nuch
kczerum abgereist. Die Positjonen der beiderseitigen Atmeen sind
inverändert.
        <pb n="416" />
        wermischtes. V3 —
St. In gbe 5838 Jug. Wie ne —8 mitge⸗
heilt wird, enistand am Sonntag, den 39. . Mis.Adends gleich
nach AO Nhrein dem Boeclauslotale⸗t es z Jatkob
Wagner zu Rohrbach ein Brand, wobei ammtliche Waaren zu
dernnde gingen, der Schaden am Hause felbst aber nicht besonders
— —— eim Loschen enrrgisch Hand
nulegten MDann brannten am U d. Mis. die Wohnhauser
den pri armen Leuien im Orte QOumersheim etwa au⸗ Halfte ab⸗
Webei nin mallein⸗ gu Hause anmefendes und im Betie liegendes
bjahriges Naͤdchen nurt mit Muͤhe gerettet werden lonnte z dagegen
hanen aber wei. Feuexwehrmanner das Ungluck von einer Leiter
u Eern und sich schoer zu beschädigen, sbesondere soll einer
Diffalben mehrere Rippen jerbrochen hoben. 4
Zweibrücken, 6. Aus. Bei der Pramien Lollerie zu
MWũnsien des Ausbaues der kath. Kirche sowe des Baues eines
saih. Pfarrhauses dahier werden die Loose nicht in fortlaufenden
Rummern, sondern in: Sevien autgegeben. Der tath. Fabrilrath
w halie jenen Modus anwenden wollen, das Ministerium⸗ hingegen hat
sich fut viefen enischieden.
n Nehe Suadirah hon gaißens1autetn hat fütn die dies ·
Itttieet Sedanfeier 100 fl. fowie den Fruchthallsaal nebst Beleuch·
ung vewilligt. 6 F
In Lud wigs ha fen wurde ein von einem Handels⸗
mnn e Manersiadt etenfter S thfe geshia vtrte verve ra · m· dur h
den die Fleischbeschau audüͤbenden Thierarzt die Lungenseuche con⸗
statirtawutde. g Et wüͤrfte deahalb;: Metzgerrz und Oclonomen bem
NAalaufe vbon Bieh⸗Vorsicht anzurathen sein. — Der von Ludwigs⸗
yafen »ftuchtig gegangene Banlt iener Pricabs wurde in· Bogen⸗bei
SirdubingNriver Heimoth) aufgegriffen. Er habte 1100 Marl
Baaken und einige Wechsel bei sich. 3
IIn Vies in gen stoͤrzie om 30. p. M.ein junge Frau
beim Kirschenbrechen in Folgen eines Astbruchs aus einer Hoͤhe von
14 Meier von einem Baum und war augenblidlich todt.
73In Bo vn h ei m cbei Ftankfurt) wurde ein Einwohner
w verhaftet wel chet fetachtjahriges Sbhnchen.as einer Nene an;
Rhdesqhloffen 7r in vemn Keller gefsperrt hatte. Votübergehende wurden
gurch das Wimmetn des Kleinen auf die: Sache aufmerkiam.
— 30 Aug.' Prinz Gustav von. Wasa cVater
— — Sachsenwelchet in Pilluz schoan einge Zent
q rang ant varniederbag,/ uist heule ceftorben.u*
9 Bad Landed, 4Aug. Genetalfeldmarschall d. Stein⸗
—AA 27. Dez⸗ 1796, also Aber 80 Jadre alt, ist heute
VRacqht plotzlich cestorben ·· I 4
im sein Lokal von dem Besuche von fogenannten teisena
ei den Handwerksburfchen⸗ und ahnlichen Fechibru dern zu defre en, hat
det· Gastwirih R. in Rixdorf ein probates Mittel erfunden.vAuf
riner Auktion kaufte er nea alten Rock und Hela eines: Gens«
harmen und vräsemirte nun diese Gegenftände detartig an einem
seiner Fensser⸗ daß, von! auhen gesehen, Jeder einen Wachter der
Vormser Atademie *
ae .. ur V
Landwirthe, Bierbrauer und Muller
droi im Wesentlichen getrennto, gtets stark besuchte Fachlehr-
stalten (im Jahr 1860 begrũndet), beginnt das Winterse
mester api 1. November. — ucführliche Programme,: und
Bnherichte ind unentgeltlich vᷣu beriehen dureh die Direction
Tr ScChnæider.
Fsee⸗ u. Haferverkauf.
Den Klee und Hafer, in der!
Nähe feiner Wohnung ftehend,
berkaufiGE. M. Laur.
Buchen Spaͤhne
find zu verlaufen bei F
h. Munzinger 4
v — — 1
Heilbar
ist Truntwahnsinn und zu be—
seitigen Trunkenheit mit und ohne
Wiffen; glaubhafte Alteste stehen
mir zur Seite und leiste für den
Trsoig, Garantie. Man
wenbe sich an h. Ko-
netzlcy, Droguen⸗ u. Kräuter⸗
handlung in Gr ünber'g in.
Schlesfiien. I

F X
Brannsehvi. Landes-
Luotterie.
Haupt Gewinne ven
150000,300000, 130000,
s000, 50000, 40000 ꝛc.
Ziehuog am
13. u. 14. August d. J.
æç
Vierzu versende
Original· Loose I
Qanae Lalbe Viertel Atlitol
—
Jegen Postvorschuß oder gegen
Einsendung des Betrages.
Jeder Spieler erhalt Gewinnliste
agratiso??
vUnꝭ Busi lius. Braunsehw.
Dberennehmer der Braunschw⸗
—X

——

aAtion Druck und Verlag von

Irdnung zu erbliden glaubt. Seit dieser Zeit haben zut Freude
Res Schiaukopies die nerwünschien Besuche vollstaͤndig nachgelafsen.
vIDurch die Blauer geht * Anzeige, überschrieben „Zur
Beachiung für Alle Ein Ichone Geheimniß. sehr start zu werden“,
ind uiuterzeichnet „M. — worin gesagi wird,
haß man fur 1 Wie bas Geheimnißzerfahe, allgemeine Keaft usd
Starke zu erlangen. Ein Einwohner von Koln sandte die verlangte
Zumme an den ꝛc. Müller und erhielt dafür in einem unfrankirtea
Fouvert folgenden gedruckten Zeitel Um starke zu werden “ Man
nehme eine Flasche guten Roihwein »1 vergrabe den Wein in die
erde in einen Ameisenhaufen und!lafft den Wein ein ginzes Jahr
Rarin. Dann nehme man den Wein wieder heraus und trinke
uweilen · etwas davon * jo wird man Kräfte belommen die mit
Berwunderung zunehmen. MC. Muller in Erfurt.“ Der Betrüger
jat diefen Wisch noch mit dec Aamertkung Nachdruck verbaten“
dexlehen.

F Die Neue Zuricher Zig. berichtet: Ein Laͤusanner Pen⸗
jonat, das die Ferienzeit in Zehsia, oberhalb Aigle, zubringt. beab⸗
ichtigte am 29. Juͤ eine Autfahrt und mchte sich trotz des un⸗
ünstigen Wellers auf vier Wagen in fruher? Morgenstunde auf des
Weg. Zwischen Leysin und Sepy. wo ez steil dergab geht, warj
der eine der Wagen, der keine Sperrvorichtung gehadt haben joll.
am. gZwei der Mädchen (aus — und Hannover), blieben todt
zuf dem Platze und zwei andere sind schwer verletzt. 7.

x Eme merkwũ dige WeiteEin in Liverpooĩ wohnen der sohe
eicher. Englandet dat um eine Summe von 50,000 Lft. (1,250, 000
yreine Wette proponitt, welche auch gehalten wurde, daß er zu
fuß io einem Zeitraume von 6 Jahren dom Tage seiner Ahrzise
erechnet, folgende Wanderung machen werde: In Calais ange⸗
ommen, werd er durch Frankceich, Heuischland, Nordrußland und
Zibixien nach China gehen von dort durch Jud'ien“ Persien und
Züdrußland sch nad Konstantinopel' hegeben und hlerauf über
Briechenland ünd Italien nach Frankreich uxückkehren. Der Unter⸗
zehmer dieser Wein hat bereiiz am 1. do. Mis. seine; Reisersute,
veiche einige Aehnlichtkeit mit der in der gJobsiode? dernt jungen
zaron Ohnewißz vorgezeichneten hat angetreten und soll nach den
Bestiinmungen der Weite am 1. Juli 4883 in L very ol wieder
ie gewichtigie Frau der Well dürfte unläugst in Vetnon
Jo. Wiscoasin, gesiorben jein. —Ihr Nime war Mi; Rault Ven⸗
Farny Wall ce.. Da sie früher viele Jahre hindurch
nit Circus⸗ und soͤnstigen Schaugesellschaften gereist; war sie im
— geworden. Seit einigen Jahren ledte
ie is. Schoß ihrex Familie. Sie hafte cin Altet von 64 Jahren
rreicht, war 7. Fuß 4 Zoll groß und wog bei ihreun Tode 886
pfu d. Es erforderte die vereinten Krähte von 8 Mannern, um
zen Saig in dag Grabeh'natzzulassen. Sie war eine drave Frau
iud zartüche Mutler, und stard in der ganzer, Gegend in hoͤher
Ichtunge

Tg„Fur vie Acacien veraniworiuch J. X. De m eg.

αι ιαιπασαα,
3
—XX
Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitiheilung
daß heute Nachmittag 53 Uhr unser theurer Galtte und
Bater
Bornhard Bornschein ,
nach kurzem Krankenlager ünerwartet schnell versch'eden ist
Die Beerdigung findet Minwoch Nachmittag 4
Uht statt.
Minelbexbach, den 61Auertt 1877.
J nterbliebenen.
—— 77
4

C— PE.

Am 1. August Nachmittags
wurde auf der Distriltsftraße von
St. Ingbert nach Hecendalheim
in Notizbuch derlorer. Der
nedliche Ueberbringer. an die
Frpeb. ds. Bl. erhält eine Be⸗
sohnung über den Werth des
If elchens.

1
J

Ein ganzes
Vohnhaus
in passender Lage wird zu miethen
oder zu kaufen cesucht.
Mich. Schmelzer⸗
Fabrikant.
— —
—
Rechnungen
u Jedermanns Gebraud
in ijs, und Us Bogen
ind vorräthig in der

αi be. Blatted

Ein braver Bursche

mi den nöthigen Schullenninissene
pitd als Lehrling angenemmen;
in der Druckere ds. Bl. Abn
v. X Demeß in St Inodert.
        <pb n="417" />
        —A
2 323 8335
2 3 235
23235223 2— z553 2
v 5255533375 3 —— A—
222 — —— —— 2z2233 233*5
— 33 52 2 — 0 — —— — s4
24 285 —e— — 7558. * 53233*2* —58 z 37 P
555353 538 5325 —3777633 * e
—A —— 35533 —325538 —323438 533326337 335
—xXX — *28*5 —— 7722 —— .* — 88 338 78
—5 35 — —— —7*2 —XX&amp; 235283 222 —A 57 25
8 2 22 — 2* 22 — ——— *2 ⸗ 2233 *
—— 23552 255 23238 — 33233
— —33 88* 3s3555333 38* 38
——— ——— — ——— — 53322 56
7 —7 —— —— 5253238 c55 7 2z85833 2
* —— — 8 —A — 53— *2233353 2136
3—53 ———— . 35 32 —*25338 717 8*
5 —z—8* —— — — — 2523328 5 —
——— —— —— 57 —7 33353883 5ñ 5— 535.25
A 233225 88 2528 — 2822833
— 35233 55 3z3855z32 33 3*9 —
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        St. Ingberler Anzeiger.

Ler St. Ingberter Anzeiger und das (MA mal wo hheatlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

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mit 30 Pfifg. pro Zeile berechnet.
M 123. Donnerstag, den 9. Augqust 1877.

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Der Arbeitsmarkt.
8.0. Dem „Geweirkverein“ wird berichtet, daß die Arbeiter⸗
oerhältnisse in Sorau, Nicderlausitz, in den meisten Zweigen
sehr gedrückt sind. Am schlechtesten besinden sich daselbst die Stuhl⸗
arbeiter (Weber, Tuchmacher). Die mechanische Weberei beschäftigt
jast ausschließlich weibliche Arbeitskräfte und gewährt nur niedrigen
dohn. Dabei sind die Lebensmittel theuer und die Miethen hoch.
— In Rostock wird das gänzliche Darniederliegen der Schiff⸗
saahrt und des Schiffbau's beklagt. Auf Sch'iffswerften, welche
rüher über hundert Gesellen beschäftigten, finden nur noch einige
Wenige Arbeit. Infolge dessen liegen auch die meisten anderen
Beschäftszweige darnieder. Die Maschinenbaufabriken stehen fast
still. Auch auf dem Lande gibt es so viel Arbeitskräfte, daß nur
noch 1,80 bis 2 Mark pro Tag und halbe Kost gegeben wird,
während früher b's 4 Mark neben gauzer Kost gezahlt wurden. —
AUuch auf der Insel Zingst bei Barth i. Pr. wird über da: Dar—
niederliegen des Scheffsbau's geklagt. Der Lohn der Schiffbauer
daselbst beirägt 2,60 Mark pro Tag. Glücklicherweise haben die
meisten Männer Gelegenheit, zur See zu gehen und hierdurch für
hre Familie zu sorgen. — Die Arbeiter in den opt'ischen Fabriken
von Ratheno w sind rege beschäftigt und verdienen wöchentlich
12-20 Mark. Auch in den übrigen Erwerbszweigen fehlt es
nicht an Arbeit. — Die jüngsten Berichte der großen Berliner
Maschinenbauanstalten lauten vicht erfreulich. Das Jahr 1876
haͤhlt für den Maschinenbau zu den ungünstigsten. Während Borsig
i875 166 Locomotiven baute, sank seine Production 1876 auf
30 Locomotiven. Aussichten auf besseres Geschäft sind nicht vor—
handen. — Dagegen sind nach dem Bericht der Offenbacher
dandelskanmer in den Jahren 1875,76 nicht weniger als 85 neue
Fabrikgebäude aufgeführt worden, ohne daß während dieser Zeit
rgend welche nennenswerthe Geschästsstockungen Platz gegriffen haben.
— Der preußische Handelsminister hat kürzlich die Erweiterung des
hafens von Ruhrort genehmigt. Die Kosten des großartigen
Werkes, welches eine Zeit von 8—12 Jahren erfordern wird, sind
auf 3,200,000 Mark veranschlagt. Der Hafen hat besondere Be—
deutung für den Kohlenexpoit nach Holland und Belgien. — Aus
oyck wird berichtet, daß die Ostbahudirection 500 sglesishe Arbeiter
herangezogen hat, um den dortigen Arbeitermangel zu dechen. —
In den Cigarrenfabriken von Delmenhorst brach schon vor län⸗
gerer Zeit ein Streik aus, der dadurch Erledigung fand, daß neue
Arbeiter für die streikenden eingestellt wurden. Die letzteren haben
indessen den Ort nicht verlassen, sondern gefallen sich in bitteren
Angriffen gegen die neuen Arbeiter, wodurch diese fortwährend zur
Nothweht gezwunzen sind. Die hieraus hervorgehenden Schläge⸗
reien baben zu gerichtlichen Untersuchungen Anlaß gegeben.

Aus Frankreich wird berichtet, daß sich die Direclionen
»et Nord- und Ostbahnen bereit erklärt haben, den mittellosen
Deutschen, welche der Pariser Deutsche Hilfsverein in die Heimath
zefördert, halbe Fahrpceise zu gewähren, wie dies bereits vor dem
—D
3200 Landsleute über die Grenze. — In Englaad haben sich große
Arbeitermassen, auch die Bergleute von WestLarcashire, mit erheb⸗
ichen Lohnreduchonen einverstanden erklärt. In Staffordshire sind
veitere Hochöfsen ausgeblasen worden. Man beadsichtigt aber da—
ielbst eine Verlängerung der jetzt üblichen Arbeitdzeit. In Man—
hester ist der Streit der Tischler noch immer nicht beendet. In
Weston errangen die Bauarbeiter Lohnerhöhung n. In London
treben die Maurer nach Erhöhuag der Löhne und Verminderung
der Arbeitszeit. Das Baugewerbe ist im Allgemeinen in reger
Chatigkeit. In Cornwallis ist die Lage der Bergwerksindustrie
ehr gedrücht, so daß viele Bergarbeller sich nach anderen Beschäf⸗
igungen umsehen. Die Schiffbauer am Cliyde verharren noch
mmer im Streik. — In Süd⸗Australien wird fleißig an
ieuen Eisenbahnen gebaut. Ja Neu⸗Südwales hat die
Jesetzgebende Versammlung 100.000 Lstr. zur Förderung der Ein—

vanderung bewilligtt. — Am Cap der guten Hoffnung
verden tüchtige Eisenbabnarbeiter gesucht.
Deutsches Reich.

Berlin, 6. August. Nach dem Reichsmünzgesetz ist be—
anntlich das Maximum des auszuprägenden Silbergeldes auf 10
Mark für den Kopf der Bevölkerung festgesetzt, der Betrag des
Nickel· und Kupfergeldes soll das Zweiundeinhalbfache der Be—
»ölterungsziffer nicht übersteigen. Für das Sitbergeld ist nun
nach dem letzten Prägungs-Answeise vom 28. Juli die Maximal—
zrenze beinahe erreicht; es betrug nämlich bis zu diesem Termin
ie gesammte Ausprägung von filbernen Fürf-, Zweimark-, Mark⸗
50 und 20 Pfennig-Stücken 406,555,497 M. und 80 ppf. Da
das deuische Reich am 1. December 1875 eine Bevölkerung von
12,752,554 Seelen aufwies, so fehlen an der zehnfachen Ziffer
aur noch etwa 20 Millionen M. Unter diesen Umftänden istes
erklärlich, daß die Ausprägung von Silbermünzen gegenwärtig fast
janz eingestellt ist; nar an den neuen 50 Pfennigfiücken wird noch
ortgearbeitet. Uebrigens kommt von dem überhaupt in Umlauf
efindlichen Silbergeld ein Betrag von mehr als 10 Mark auf den
dopf der Bevölkerung. Man denle nur an die vielen Millionen
von Thalern und Fünfgrosch⸗nstücken, die noch nicht aus dem Ver—
ehr gezogen sind und auch wohl sobald nicht vollständig heraus—
jezogen werden. Von Nickel und Kupfermünzen sind zusammen
etzt etwa 45 Millionen Mark ausgeprägt, doch siockt auch hier die
veitere Ausprägung, da man sich aus den Klagen der Gewerb—
treibenden über den Ueberfluß an Kleingeld wohl überzeugt haben
vird, daß hier die Maximalgrenze wohl etwas zu hoch gegriffen
var. Von älteren Kupfernünzen sind bekanntlich nur noch die
rinpfeanigstücke und die Zweipfennigstücke einzelner Staalen im
Berklehr. An Goldmünzen werden in einigen Munzstätten noch
mmer Doppelltonen, Kronen und halbe Kronen geprägt, doch haben
ibcrall ArbeiterEntlassungen vorgenommen werden müssen, am
neisten hier in Berlin, wo wegen mangelnder Beschäftigung zum
zroßen Leidwesen der leitenden Beamten die tüchtigsten, diele Jahre
zang in der Münze beschäftigten Arbeiter entlassen werden mußten.

NAusland.

Bad Gastein, 7. August. Kaiser Wilhelm ist heute Nach⸗
nittag unter Hochrufen der zohlreich versammelten Curgaͤfte nach
Salzburg abgereist. Der Kaiser sagte dem Bürgermeifter beim
Abschiede: er hoffe, im nächsten Jahre, wenn es Gottes Wille sei,
vieder zu kommen. (Ist Adends 794 Uhr in Salzburg eingetroffen.)

Ischl, 7. August. Der Kaiser von Oecsterreich fährt morgen
»em Deutschen Kaiser nach Strobel entgegen. Die Ankunft der
deiden Monarchen in Ischl findet morgen Mittag statt, von wo
Nachmitiags ein Ausflug nach Hallstadt unternommen wird,

Wien, 7. August. Der „Neuen fr. Pr.“ wird aus Bu—
harest vom 4. d. gemeldet: Gestern Abend von Vjela angekommene
IAfficiere erzählen, daß Mehemed Ali und —58 Pascha ibre
Bereinigung bei Tirnown vollzogen und daß sie den Russen eine
Schlacht geliefert haben. 15,000 Todte und Verwundete. — 120, 000
Mann der kaiserliche Garde werden demnächst hier erwartet. —
Der Kaiser befindet sich seit Mittwoch in Graieschi.

London, 7. August. Ein Seegefecht hal bei Tultscha nahe
der Sulinamündung stattgefunden. Sieben russische Kanouenboote
vurden von türkischen Panzerfchiffen angegriffen, ein russisches
danonenboot sank und ein anderes wurde an's Land getrieben.
die Russen versuchten einen Angriff mit Torpedos, allein Netze
derhinderten die Wirksamkeit derselben. Die Türken verbrannch
das gestraudeie russische Kanonenboot. (Fr. 3.)

Pera, 7. Aug. Die Russen vereinigen ihre Streitkräfte an
ꝛet Lomlinie. Südlich vom Balkan steht kein Russe mehr; auch
jalten sie den Schipka-Paß nicht bewacht. Die Türken haben
däinkibi besetzt.

Konstantinopel, 6. Aug. Die Wiedereinnahme Jeni⸗
Saghra's und Kasanlyk's durch die Türken wird bestätigt. Die
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        Russen halten jedoch den Schipka-Paß noch besetzt. — Vom asia⸗
tischen Kriegsschauplatz wurden nur unbedeutende Gefechte ge⸗
meldet.

hatte für das Fest seinen Schloßgarten zur Verfügung gestellt und
herkehrie während der ganzen Feier auf's Leutseligste mit den
Fefltheilnehmern.

pAm Abend des 8. ds. Mis. entstand in Oberfimten
Streit zwischen Burschen' von da und solchen von Erlenbrunn.
Dabei wurd einer derselben, Ziegler von Obersimten, der Sohn
und Ernährer einer verwitiweten Mutter und mehrerer Geshwister,
so schwer verwundet, daß er andern Morgens starb. Thäter soll
ein Bursche Namens Müller von Obersimten sein; dieser sowie die
mitbetheiligten Brüder Löfler von da sind verhaftet.

FFrankenthal, 5. Aug. Ein preußischer Divisions⸗
auditeur wurde am 1. ds., Mis. Morgens 9 Uhr in Ludwigs—
hafen, als er auf die Reise sich begeben wollte, von einem Koffer⸗
sräger in zudringlicher Weise angesallen, doch das Gepäck tragen zu
dürfen. Der Auditeur gab diesem Drängen nach, fand aber nach
Abmeldung des Zuges, daß der Kefferträger vershwunden war und
nach längerem Suchen und Rufen kam ein anderer Mann und
übeibrachte den fraglichen Koffer. Das hierdurch erweckte Miß
lrauen beflätigle sich in dem sofort entdeckten Verluste eines matt—⸗
goldenen Medaillons mit 9 ziemlich großen, einen größeren etwas
dunkelgrünen Smaragd umgehenden Diamanten — Werth 4800
Mart — befiedlich in einem roihledernen, innen roth mit Samm
und Atlas gefüttetten Etuis. Da an dem Kaffer keine Spuren
hvon Gewalt ersichtlich, so scheint der Diebstahl mittels falschen
Schlüssels ausgeführt worden zu sein. (FJ. W.)

Das Realghmnasium Speyer zöhlte am Schluß des Schul—
ahres 1876,/77 88 Schüler. Alle 11 Schüler des Oberkurses
erhielten das Absolutorium, deßgl. 8 Kandidaten des Ingenẽ?eurfacht
und ein Karlsruher Polytechniker, welche das Ministerium zur Prü—
füng zugelassen haͤtte.

Vermischtes.
3weibrücken, 7. AÄugust. Die hiesige k. Studien⸗
Anstalt zählte bei Beginn des soeben zu Ende gegangenen Schul⸗
jahrs 218, am Schluß 208 Schüler, 29 mehr, als im Vorjahr;
havon tkreffen auf die Lateinschule 116, auf das Gymnasium 92.
Sämmiliche Schüler der Oberklasse haben des Absolutorium erhallen.

F Die königl. Studienanstalt Kaiserslautern zählte im
Schuljahr 1876/77 220 Schüler (165 in der Lateinschule, 55 im
Gymnafium), jene von Landau 310 (in der Lalteinschule 201,
im Gymnasium 109).

Airchheimbolanden, 6. August. Eine gestern
Nachmittag dahier statigehabte Gemeinderersammlung, welche von
ciwa 80 bis 60 Personen besucht war, hat die dom Stadtrath
beantragte Aufnabme eines Anlehens von 25.000 M. einstimmig
angenommen. (M. W.)

p In Reustadt haben in letzter Zeit zwei „Spitzeder“ ihr
Wesen getrieben, und zwar, da die Dummen bekanntlich „nicht alle
daden,* nicht ohne Erfolg. Die E'ne, ein Frl. Striby, ist in
Zudwigshafen verhaftet worden, die Andere, Ottilie Flick, hat sich
in Gant erklären lassen. Die „Neust. Zig.“ kann über d'e Affäre
noch nichts Bestimmies mittheilen, doch meint sie, es dürfte so viel
gewiß sein, „daß in Neustadt und der Umgegend sehr bedeutende
Shnnmen verioren werden, und zwar meistens von angesehenen
Feuten, die aus Lüsternheit nad Wucherzinsen in die Falle gingen.

rLachen, bei Neustadt. Am Sonntag wurde unier
großer Betheiligung die Fahne eingeweiht, welche Se. Erlaucht Graf
Max v. Leiningen, Guisbesitzer bier, dem hiesigen Kriegerverein,
dessen Vorstand er ist, zum Geschenk gemacht hat. Die Ueber—
reichung geschah durch die Frau Gtäfin. Das gräfliche Ehepaa—

Für die Redaction veraniworilich F. RX. Deme.

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Moßilien⸗Versteigerung.

Samstag, den 18. August
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552358 — 58 —A ————
27 57855 — 2 — 227355
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2 2 8* —228 *253 22 838523
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— 72533323 —233835355 35322833
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55233 5352753568* 33 25587
2533 2 55 —32328* 5555533
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33 33 33 333 328
— 2 2 2 7 8 — — 8 2 2 — 22 32 52*5 22
D52 — 2 —A — * 3 3— —X — —
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*25355583 82 333237—2,53553 55—353833338 255832373
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        St. Ingberler Anzeiger.
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der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungeblatt, (Sonntags mit illustrirter Beei⸗

sage), erscheint wöchentlich viermal? Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

.Maxl 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pf. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
Me12538. eountag/ den 13. augunn 117.
—
Deutsches Reics

Manchen, O95 Auguft.“ Nach der nun abgeschloffenen
slechnung ũber die Erträge der dayerischen Staats:Eisenbahnen im
Jehr 1876 ist der Budgetansatz für die Reineinnahme (rund
30 700,000 i.) vis auf etwa eine Million erreicht worden. Es
si dees dei den jchlechten Zeit⸗ und Verkehrsverhältnissen, dann
zet dem Umsitand, daß mehrere neue Bahnstreden, deren Erdffnung
m vorigen Jahre in Aussicht und deren Erträgriß daher mit in
tzerechnung ge,ogen war, dem Betrieh verspätet übergeben werden
nußten, immerbin ein eifreuliches Refultat. — Auch in diefem
Jahre sind die Ertraͤgnisse der Art, daß man hinter dem Budget
usatz nicht zurüczubleiben hofft. (6. N.) 3

—Maunchen. Die „NN.“ schreiben: Unterm 14. April .
J. wurde vom k. Staatminifsterium der Finanzen (F.⸗M.⸗Bi. S.
WoO) belannt gegeben, daß die im kaufmaäͤunschen und fonstigen ge
verblichen Verkehre von Privaten mit den Staals⸗ und anderen
Mfentlichen Behorden und Anstalten üblichen Eingaben: und Corre⸗
pondenzen, insbesondere Anzeiger, Geschaͤftsempfehlungen, Pro' pelte
ind Preiscourants, Bestellungen und Offerten von Waaren oder
Diensileistungen, Subar: ssionen, Avisbriese u. Fj. w. — ebenso die
Zeilage solcher Eingaben — stempelfrei belassen werden dürsen.
dochdem wir die eigene Ersahrung gemacht, daß nicht einmal alle
Stellen Kenntniß dvon dieser Entschliekung haben, exachten: wir es
ur angezeigt, das Publikum von dem Bestehen derselben zu unter⸗
ichten, um es dadurch vor Zeite und Geldverlust zu schüßean.

Bexbin, 10. Auguf. Die Kaif r⸗Jusammenkunst in Jichl
t dvorüber. Berxeits gestern (9.) Vormittag ist Aaiser Wilhelm
oieder abgereist. Ueber seinen Aufenthalt in Ischl melden die of⸗
—XX
sfoßes Galodiner beim Kaiser Franz Joseph stait, der seinen Gasi
zer sönlich zu demselben abholke. Außer dem Gefolge deß Kaisers
Bilhelm waren zur Tafel auch diele andere hervorragende Persn⸗
ichkeiten geluden. Um 6 Uhr fand vor dem „Holel Elisabeth“
roße Auffahrt zum Ausfluge nach Halstadt statt, von wo man um
zalb 10 Uhr Abendé zurückleyrte. Kaifer Wilhelm suhr mit der
daiserin von Oesterreich, der Kaiser von Oesterreich mit dem Grafen
Stolberg und der Kronprioz NRudolf mit dem Grafen Perponcher.
dei ihrer Ankunft wogte vor dem mit Fahnen geschmückten und
danzend erleuchteten . Hotel Elisabeth' eine dechte Meuschenmenge,
velche die beiden Monarchen mit sympaihischen Zurusen begrüßte.
Der Nurpark war mit Lamp'ons prachtoell erleuchtet und zwei
dopellen spielten in demselben. Eine Reunion beschloß den
Adend. Um Donnerstag früh neun Uhr hat Kaiser Wilhelm,
vie jchon bemerkt‚ die Rückreise angetreien. Kaiser Franj
Joseph hegleitete ihn bis Ebensee. Der Abschied des Kaiseas Wil⸗
selm bdon dem Kaiser Franz Joseph der Kuiserin Elisabeth und
»em Kronprinzen Rudolph war ein sehr herzlcher. Ueberhaupt
rat wähtend des ganzen Zusammenseins das aufrichtigste Einver⸗
nehmen beidet Monarchen zu Tage. Soweit die officiellen Mel⸗
ungen. .

Ausland.

Wäen, 9. August. In Hofkreisen wird verschert, Rußland
jabe, durch den deutschen Kaiser nicht die Erlaubniß zur Passage
durch Serbien erbeten. Neue, an Herrn von Bülow (1) unterwegs
wo gelangte Dispositionen (von wem 7) haben diese Unterlafsung
deranlaßt. Man wollte eine voraussichtlige Ablehnung Oesterreichs
richt provociren. Dos Ergebniß der Entrebue in Ischl ist die Neu⸗
efestigung des Dreikaiserbundes und die Uebereinlunft der weiteren
kinhaltang strengster Reutralieät. An den Kaiser von Kußland
vurde ein chiffrirtes Telegramm aufgegeben? In der Handelabertrage⸗
Angelegenheit ist eine Einigung vordereitet.

Wien, 9. August. Die „Polit. Corresp.“ meldeh: Berichten
us Berlin zufolge hätte Schit Ali, der Emir von Afghaniftan,
iem Drucke der Vollsftimmung nachgebend, den heiligen Ktrieg
zegen England proelamirtt. 77 —

g
—

Paris, 9. August. Marschall Mac Mahon begiebt sich
am 17. d. nach St. Etienne zum Besuche der dortigen Manu—
aeturen. Thiers geht zur Badecur nach Dieppe.

London, 9. August. Oberhaus. Der Premierminister
dord Beaconsfeld erklaärie: „Im Anfang des russisch- türkischen
rieges lündigle England seine strenge, aber bedingte Neutralität
an. Die Bedingungen sind in der Note Derby's vom 6. Mai ds.
I8. niedergelegt. Die russische Antwort lautete vorsöhnlich und
reundschaftlich, Es ist kein Grund zu zweifeln, daß Rußland die
Jedingungen bedbachtet. Die Aufrechthaltung jener Bedingungen
Englands Politit··..

VPermischtes.

Die Erdffnung der Feldjagd für das Jahr 1877 ist
üt Feldhühner und Wachteln auf den 16. August, für Hasen auf
»en 15. Sept. festgesetzi. (Sp. 3.)

fLandau. Die hiesige Gewerbschule war im abge⸗
aufenen Schuljahr von 1653 Schülern besucht, von denen am
5chluß noch 136 vorhanden waren; die mit derselben verbundene
ewerbliche Fortbildungsschule zählte in ihren drei Abtheilungen
klementarabtheilung, Fachabtheilung und Zeichnenschule) zusammen
45 Schüter. Mit dem neuen Schuljahr wird die hiesige Gewerb⸗
qhule in eine fechseurfige Realschule umgewandelt.
7 Munchen,é 7. Uungust. Der Fremdenverkehr ist in hie—
iger Stadt so spärlich, daß wmehrere Gasthofbesitzer ihre leeren
XXXXXXVXVX

7Landsahut, 8. August. Vorgestern fanden drei Hand⸗
verlaburschen ine der Nähe der Straße zwischen Landshut und
Ziecht ein Poquet2000 M. in Obligationen enthaltend.““ Die
jinder drachten die Papiere zum Bankier Böhm, bei dem sich auch
m anderen Tage die Eigenthümerin meldete. Dieselbe hatte die
bligationen in die Stadt mitgenommen, um nachfehen zu lassen,
d die Nummern noch micht gezogen seien, und fie dann auf dem
eimwege verloren. Die redlichen Finder hatten, wie sie selbst be⸗
anuten, kenen Kreuzer Geld mehr und waren über den Finderlohn
hr erfreut. 2 WM.A.)
fOr. Ritcolaus Thoemes in Stultgart, welcher wegen wissent⸗
icher Hilfe leistung bei dem zu Marpingea durch angebliche Mutter⸗
ottekerscheinungen verübten Betruge zur Untersuchung vorgeladen
st, jordert in der Germania? alle diejenigen auf, welche äußere,
re soare, beweisbare Thatsachen, duffallendeoder wunderbare
deilungen 2c. die sich als Folge der Marpinger Ereignisse dar⸗
'ellen, kennen und vor Gericht bezeugen wollen, dieselben zu seiner
denntniß zu bringen. Die Marpinger Affaire wird in der nächsten
Session im Abgeordnetenhause sestens des Centrums zum Gegen⸗
tande einer Interpellatou qemocht werden. (cilb.)
7Frankfurte S. August. Gestern wurde ein junger
Mann verhaftet, der aus der Kafse seiner Eltern 400 M. genommea
hatte. In dem Zeitraum von zwei Stunden, wwischen der Ent⸗
deckung und der Verhaftung, hatte er schon 100 M. vorausgabt.
fUeber zweibeinige Koloradokäafer wird aus Köln
olgendes gelungene Histörchen gemeldet: Am vergangenen Dienstag,
noch ehe der Morgen im Osten heraufzudämmern begann, krochen
or einem unserer Thore mehrere Geftalten auf Händen und Füßen
n einem Kartoffelfelde umher, machten in dieser Stellung die
Zirducher aus, sammelten die Knollen in kleine Behältnisse und
eerten diese, so oft sie gefüllt waren, mit großer Eile in dastehende
Zacke aus, um dann sofort wieder die liegende Stellung anzu⸗
ehmen und zwischen den Furchen umher zu kriechen. Die Säcke
baren nahezu gefüllt und, wie es schien, sollte noch eine leßzte
Sammlung begonnen werden. Eben sah die Sonne mit ihten
rsien Strahlen neugierig dem Treiben der Burschen zu, da mit
inem Male stürzie eine Anzahl Gärtner, die bis dahin sich ver⸗
‚orgen gehalten, herbei, jeder dewaffnet mit einem derben Prügel;
die Tinheimser der Kartoffeln versuchten zu enifliehen, allein ver—

*

— dg —— —*
        <pb n="424" />
        gebens. Bald waren sie eingeholt, und einer der Gariner rief:

„Wadd, ehr Colorabelebvere, mehr solle üch de Striefe ob der

Puckel mach!“ da kann sich Jeder denken, wie's weiter gegangen

ist. Die Ackersleute hatten seit einiger Zeit die Beobachtung

machen müssen, daß ihre Felder, die sie im Schweiße ihres An⸗
gesichtes bepflanzt und gefiegt hatten, zur Nachtzeit von Dieben
desucht worden waren, da maz man sich nun die Prügel vorstellen,
welche sie den Spitzduben angedeihen ließen. Durch schwarze und
blaue Streifen dürften diese „Coloradolaser“ sür die nächste Zeit

—IIR

f Ein Advocatentrach ist in Wien im Anzuge. Soeben
ist über das Vermögen von nicht weniger als 14 Wiener Advo⸗
zaten die Concurseroͤffnung im Zuge. Zwei Rechtsvertreler () sind
in eine derart'ge Noihlage gerathen, daß die besser sttuirten Advo⸗
cadten unter sich eine Sammlung eingeleitet haben.

— f Uebertriebener Gehorsam. Der „Magyar
Hirado“ erzählt die folgende, kaum glaubliche Geschichte: Ein in
der Naͤhe von Großwardein stationirtet Honved⸗ Husarenrinmeister
trat dor einiger Zeit in das Wachzimmer, und da er einen gemeinen
Husaren als Arrestanten auf der Pritsche liegen sah, erlundigte er
sich nach dem Vergehen des Arrestanten. Die anwesenden Husaren
antworieten, der Ärrestant habe einen Kameraden bestoblen, und
dafür büße er nun. Der Rittmeister erwiderte hierauf., Das ist
rines der schändlichsten Verbrechen; jolche Kerle muß man hängen.“
Dit diesen Worten entfernte sich der Rittmeister, die zurüchgedliebenen
Husaren aber betrachtetendie Worte des Rittmeisters als Bejehl
und dängten den Arrestanten sofort. Der hiervon benachrichligte
Rittmeister ließ wohl sogleich den Strick durchschneiden und der
Arrestant kaiu auch wieder zum Bewußisein, doch hatlte der Letztere
bei der mit ihm vorgenommenen Operation irgend eine innerliche
Verletzung erlitten, so daß er nach 14 Tagen starb. Run befinden
sich der Ritimeister und die übertrieben gehorlamen Husaren in
Untersuchung.

p. Die franzesische Regierung hat, wie dem „Figaro“ aus
Genf gemeldet wird, zweiunddreißig dortige Juweliere wegen Rüch
stellung enormer Sun men velangt, um welche sie seit Jahren die

franzosifchen Zollämter betrogen haben. Es handelt sich um nicht
veniger als vier Millionen Franis. Man sagt, daß der Unterschleif
von einem Beamten eines Genfer Hauses angezeigt worden sei,
welcher für sein Schweigen 60,000 Francs begehrt hatte, die ihm
aber abgeschlagen worden waren.

7 Am 23. d8. Mis. haben wir wieder eine tolale Mondfinster⸗
niß, ähnlich der, welche wir am 27. Febr. d. J. beobachtet haben.
Die Finsterniß beginni am 23. August, 8 Uhr 80 Minuten Abends,
erreicot ihren Höhepunkt um 11 Uhr 48 Minuten und endet Morgens
2 Uhr 46 Minuten.
Nienstesnachrichten.
Der Polizeianwalt Aug. Zahn in Dahn wurde auf Ansuchen
jn gleicher Eigenschaft nach Dürkheim versetzt und der geprüfte
Nechtseaudidat Phil. Janzer in Lahnsfeld zum Polizeianwalt in
Dahn ernonnt.
* XV
Handels⸗ und Ferkehrs⸗ZRachrichten.
Getreidebericht von auswärtigen Handelsplägen. Die Einheimsung der
Ernte macht in Folge der veränderlichen Witierung überall nur langsame
Forischritie und es sind deshalb die Berichte über die Ergebnisse derselben
seute uoch nicht ganz zuverläffig; soviel steht übrigens fest, daß, obgleich man
ich in vielen Gegenden zu großen Hoffnungen hingegeben hat, das Resultat
mmerhin im Großen und Gauzeu ziemlich befriedigend ausfallen wird. Es
hängt natürlich noch mit davon ab, ob die noch ausftehenden Früchte in tro⸗
tenem Zustande eingebracht werden und die Qualität dadurch unbeschädigt
zleibt; denn es ist eine längst erwiesene Thatsache, daß man mit einer in
Quanlität geringeren, dagegen in Qualität guten Ernte weiter kommt als im
entgegengesetzten Falle. Jin Getrei degeschäft ist nun fast durchweg eine
waltere Slimmung eingetreten nud dieselbe wird sich in nächster Zeit um so
veniger wieder befestigen, als die Leiftungsfähigkeit der verschiedenen Export⸗
nder bedeutender zu werden scheint wie im vorhergegangenen Jahre. In
Zngland war der Berlehr ruhig und Verkäufer mußten billigere Konzessionen
tellen; dagegen konnie sich in Frankreich die feste Tendenz eher behaupten,
da namentlich die Produzenten sehr zurückhaltend bleiben. An den nord⸗
deutschen Plätzen war das Geschäft in effectiver Waare, troß rücgangiger
Preise, still uͤnd auch im Terminhandel zeigte sich geringe Kauflust. Die
aus Anlaß des landwirthschaftlichen Ministeriums in Preußen stattgehabten
Erhebungen der diesjährigen Ernteergebnisse werden in den nächsten Tagen
um Abschluß und zur Oeffentlichkeit gelangen ·
Fur die Redaction verantwortlich F. X. Temezg.

1 Solländische T—.4 F..
Kronra. PLnternational-Institut.
2 Hoôhoro Handelsschule mit der Berechtiguug zum
Voll * Häringe dinjahrigen Militardienst. Vorbereitungs-Anstalt zum dim
emnpfiehlt rigen Militairexamen, Polytechnikum, Eisenhahndienst ete. (ũber
IJ. Peters, St. Ingbert. 300 Candidaten hestandem). Lateinischo Studien. - XV
Weohnunge veranderung nit * Disciplin. — Prospectus durch die PIreetlon
Hiermit die ergebene Anzeicçe, in Tr;ειαl-. A 62356.
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Zweibrücken vom 9. Aug.
Weizen 12 M. 32 Pf. Korn
08 M. 36 Pf. Gerste Zreihige
8 M. 33 Pf. Gerste Treih.
10 M. — pf Srei; 08 M.
20 Pf. Spelzkern — M. —
p“— Dimei M. — pfzoq.
Mischfrucht O M. — Pf. Hafer
—
Pf. Stroh 2 M. 20 Pf. Kar⸗
joffeln 4 M. 60 Pf. per Cit.
Weißbrod 1 Ko. 60 Pf. Korn⸗
brod 3 Ko. 80 Pf. ditto 2 Ko.
54 Pf. dino 14ailo. 27 Pf.
Bemischibrod 8 Kilo. 1M. —Pf.
Paar Weck 100 Gramm 6 Pf.
Rindfl. 1. Qual. 70 Pf. 2.
Qual. 60 Pf. Kalbfl. 70 Pf.
Hamfl. 70 Pf. Schweinefl. 70
Pf. Butter 1 M. 20 Pf. per VRid
edallion Dina umd Verlag von J. X Demeß in St Ingbert.
Hiezu Illustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. 38.

2
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        S. Ingberler AAnzeiger.
der St. Jugberter Anzeiger und das (Z mal wöcchentlich mit dem Haupiblalte verbundene Unlerhaltungsbiall,. (Sonntagz wit illustvirter Bel⸗

lage),, erscheint wöchentlich viermal Dienustag, Donnerstag, Samstag und Sountag. Der Abonnementspreis beirägt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. für die viergespaliene Zeile Blattschrijt oder deren Raum, Neclamen
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Me1266. Direndtaa den 13. Augutt 117.

— ——— — —

— —*
Der Soeialismus und der gesunde Menschen⸗
verstand. J

8.0. Viele Socialisten haben fich allmählich in die feste
Aleberzeugang hineingearbeitet, daß auch die schäcjste Kritit ihrem
System nichts anhaben könne, daß ihre Gegner entweder Dumm⸗
zpfe oder Heuchler sein müssen. Es— gibt unseres Wissens drei
Standpuntte, von denen aus man den Socialismus wirksam be⸗
tämpfen kan.—

Die erste feste Grundlage bietet die Religion dar. Weder
zas Christenthum, noch irgend eine andere Religion werden, so
ange sie die Gemlither eines Volkes veherrschen, das Aufkommen
c glaubenslosen Materialismus dulden, welcher das Gemüihsleben
ind somit alle höheren Ziele der Menschheit auf die -ozenanute
Nogenfrage zuxücksühren will.. 5

Ber zwele Standpunkt ist die Wisseunschafi, vor Allem di⸗
Potionalolonomie. Aber ist der Einfluß der Wissenschaft auf die
Dauer gewaltig, unwiderstehlich, so wird er für die Bedürfnisse
x Augenblichks häufig nur ein geringer sein, zumal in aufgeregter
eiten, wie es die gegenwärtige in wirihschaftlicher Beziehung ist.
in Stelle der freien, unbefaugenen Forschung drängt sich alsdann,
»en· urtheilslosen Massen als sogenannte populäre Wissenschaft au⸗
zepeiesen, das Parteiprogramm, und die in die einsamen Studir⸗
Amer zurückgescheuchte Wissenschaft kann nur noch in beschränkter
Weise ihren befruchtenden Einfluß auf die öffentliche Meinung be⸗
saupttn. Die Geschichte lehrt auf jeder ihrer Seiten, daß sociali⸗
tifche und communistische Staatsformen durchaus nichts Unerhörtes
ins, daß sie aber immer nur auf der untersten Entwickelungsstuft
ines Voltes vortoinmen, mit steigender Culturverschwinden und
don den später einzeln wieder auftauchenden Socialisten (welche
wunderhaterweise alsdann jeden Gegner gernals Reactionär, be⸗
jeichnen) lroß mancher Rückschreckungsversuche noch niemals dei einem
civilisirten Volke wieder haben eingebürgert werden lönnen. In
unserem heutigen so derwickelten Verlehrsleben würde auch nur an⸗
aaherungsweise Guͤbergem inschaft erst dann möglich sein, wenn alle
Menschen Engel oder wenigftens von der Nächstenliebe so sehr durch⸗
orungen wären, daß die Kluzen, Fle:ßigen; Stacken zu Gunsten
hder Dummen, Faulen und Schwachen freiwillig auf jeden Vorrang
berzichteten. Ernen solchen freiwilligen Verzicht halt Nemand für
noͤglich, der die menschliche Natur kennt, und doch — was find
Nationalokonomie, Geschichte, Philosophie und alle Staats- und Ge⸗
iellschaftswissenschaften momentan gegen die gewaltigen Lungen und
nen Zungenschlag eines wohleingeüblen Volisredners!

Wir bauen daher vorzugsweise auch auf die dritte und nichl
am wenigsten wirksame Position zur Bekläupfung des Socialismus,
den von aller Wissenschaft abstrahirenden gesunden Menschenverstand.
Wir haben von einfachen Arbeitern, mit denen über allgemeine
Fragen keine Verständigung möglich war, weil der socialistische Zu—
lunft sstaat schon fix und fertig vor ihren Augen dastand, z. B.
iber das Lehrlingswesen, aber auch über viele andere brennende
Fragen, die verständigsten Ansichten gehöct. Ueber die Frage, wie
aus unserem irdischen Jammerthal ein himmlisches Eden zu jchaffen
ist, kann auch der Gescheidteste den Veistand verlieren; daß adber
in unseren gesellschaftlichen Einrichtungen bei gutem Willen Vieles
detbessert werden kann, lehrt der Augenschein jeden Tag.

bis 100 Ainder, 95 je 100 bis 120 Kinber, 83 je 120 bis
150 Zinder, 33 je 180 bis 180 Kinder und 14 Stellen über
200 Kinder. In den gröheren Städten wurden vom 1. Juli 1876
bis Ende Jun 1877 294 Stellen offen, 176 derselben wurden
nun wieder besetzt, so daß 118 Siellen offen blieben. Im Vor⸗
jahre waren nur 260 Siellen erledigt, 187 Siellen aber wieder
besetzt worden, so daß nur 73 Siellen offen blieben. Der Lehrer⸗
mangel hat also selbst in größeren Orten zugenommen. *
J Aussand.

. Waen, 12. August. Das Tagbl.“ meldet aus Konstan⸗
linopel: Ein Theil der Armee Suleiman Pascha's ist in den
Baltanpaß Selimno Marareta eingedrungez, um über Lebrowa
(Gabrowa?) gegen Ternowa vorzurücken. —Dit bieher im⸗Nau⸗
kafus operirende türlische Corps ist von dort abgezogen, was durch
die Uneinigkeit der muhamedanischen Stämme daselbst veranlaßt
sein soll. J

Paris, 12. August.“ Das Amtsblait emhält eine Ver⸗
ordnung, wodurch wegen des Auftretens des Coloradokäfers die
Ein⸗- und Durchfuhr von Kartoffeln aus Deutschland verboten wird.
Das Berbot erstreckt sich auch auf Laub, Säde, Fäfser und andere
zur Verpackung dienende Gegenständez:

Die Bonapartisten sind der Wiederherstellung des Kaiserreiche
so fsicher, daß sie sich nicht einmal die Muͤhe geben, ihre Pläne
geheim zu halten.l Einer ihrer hervorragendsten Führer hat einem
Finanzmann, der nicht zinmal zu den Bonapartisten gezähit: werden
lann, acht Briefe des Marschalis Bazaine an seine Pariser Freunde
gezeigt, in welchen derselbe sehr präcise Rathschlage für den Fall
ertheilt, daß die Regierungsgewalt einen Moment erledigt würde,
oder provisotisch neu besetzt werden müßte. Der Exmarschall spricht
mit sehr geringem Respell von Herrn v. Mac Mahon und scheint
ha, wenn nicht als einen diretten Gegner des Empire, so doch
als eine lästige Persönlichkeit zu betrachten, die man zu allererst bei
Seite schieben müsse. Bazaine räth, den imperalifüschen Staats⸗
treich genau nach demselben Recept zu machen, nach welchem: der
16. Mai gemacht worden ist: man consignire dad Militär in den
dasernen, bis die Scene in Versaille vorüber ist, und noch einige
Tage länger, und warte ab, ob die Republikaner ‚auf die Straße“
gehen werden. Sie werden es wiedet nicht thun, glaubt er, und
dann ist der Streich gespielt?. Für die Armee glaubt der Mann
don Metz garantiren zu köunen, doch ist zu erwarten, daß die Er⸗
nerungen von 1870 in manchem Soidaien und in manchem Offizier
eine gewisse Abneigung gegen Bazaine hervorrufen durfien.

—London, 1I1. August. Im Oberhaus erklärte Lord Derby
auf eine Anfrage Colchester's, daß die von auswaͤrtigen Zeitungen
»erdreiteten Gerüchte, nach welchen die englische Politik in der
Drientfrage darauf gerichtet sei, auf eine Theilung der Türkei zu
varten und an derselben theilzunehmen,“ jeglicher Begrüudung
ntbehrten.

Die Wiener „Presse“ enthält folgendes Telegramm aus Kon⸗
tantinopel: Von der griechischen Regierung sind 6 Batterieen
drupp· Geschütze und 16,000 Hinterlader angekauft worden; letztece
ind bereits in Griechenland eingetroffen. — Die Mannschaften eines
Tabors (Bataillons) türkischer Truppen haben den Vormarsch nach
Adrianopel verweigert, weil ihr Sold im Rüchsande sei und fie
nicht mit Winchester Büchsen ausgerüstet wären.

In einem Telegramm schildert der Corresponden der Daily
News“, Forbis, die Lage auf dem —nlgarissch en arlegs
chauplatz in folgender Weise: Die Russen geben für jetzt die Idee,
hen Krieg südlich vom Balkan zu sführen, auf, und 'werden sich
rür dieses. Jahr damit begnilgen, sich in Bulgatien zu halten. Ein
unmiltelbares Ergreifen der Offensive sei ihnen unmöglich, da sie
hierzu 100,000 Mann brauchen, welche wohl kommen, aber auf
d'e man warten muß. Ueberall zwingt die Situalion die Russen
etzt zur Deffersive, zudem leidet die Atmee bedeutend durch Krank⸗
jeiten und sonderbarer Weise seien gerade in der Umgebung des
Tzaren alle Adjutanten bis auf einen krank; es sei keine Aussicht

De”utsches Reich.

Mäünchen, 11. August. Rachdem für die Generäle der
baherischen Armee für den Truppendienst die bekannten Federhüte
außer Kurs gesetzt sind, etwas Anderes aber noch nicht — nach
5 Jahren? - an deren Stelle gesetzt ist, wurde vom Kriegs—
ninisterium bestimmt, daß die Generale und hböheren Stäbe bei
den größeren Truppen⸗Uebungen die Schirmmütze zu tragen haben.

Ueber den Lehrermange! in der Provinz Bran—⸗
endburg sptechen folgende Zahlen: Von 1604 Stellen (in
336 Ortschaften) sind 418 ungenügend besetzt, d. h. von un⸗
Keigneten Personen verwaltet. Tabei haben 148 Stellen je 80
        <pb n="426" />
        auf eine enischeidende Schlacht in nächster Zeit. — Die „Times“
berichtet in zwei Correspondenzen dieselben Thatsachen und kommi
zu den nämlichen Schluͤfsen? die Russen hatten endgiltig den Plan
jüdlich vom Balkan noch in diefem Jahre zu lämpfen, aufgegeben
und auf⸗ eine entscheidende Schlacht sei vor dem September nid
zu rechnen, da die Russen auf Verstärlung warten und die Türken
entschieden in der Defensive beharren. Osman und Mehemed Ali
schaffen sich befestigte Lager in Plewna und Rasgrad. IJ
Aus Armenien. Nach einer Meldung Ismael Paschas
dom 6. ds. haben die Türken nach der Wiedercinnahme der Ort⸗
schaft Massun die russische Grenze überschritten und rückten von da
auf eine Entfernung von zwei Stunden weiter vor.
Dats „Reuter'sche Bureau“ meldet aus Erzerum vem 10.
ds.: Ismail Pascha steht auf russischem Gebiet bei Zayagla, 6
eilen von der Grenze. General Tergutassoff hat sich nach Ratzaf
Agdie zurücdgezogen, nachdem zwei Dorfer in Brand gesteckt waren.
In dem leßten Scharmützel bei Djelikedik erbeuteten türkische Ir⸗
deguläre 2000 Schafe, 140 Pferde und Lagergeräthschaften.
Athen, 1I. Aucust. Fortwährend rücken von hier Trupper
unter begeisterien Zurufen, Gesängen und Blumenspenden der Be—
vdlkerung nach der Grenze. Der König wird bei Lamia Truppen
inspiciren. Die Einberufung der zweiten Reserve steht bevor.
NAus Athen gehen der „Allg. Zig.“ solgende Nachrichten zu:
.Die Aufregung ist eine unzeheuere. Die Mobilifitung ist bevor⸗
ftehend, und man hofft bis Ende September eine Truppenmach
vdon 25,000 Mann kriegsbeteit zu machen. Griechische Offi, ere
haben in Steyer lin Oesterreich) Snyder ˖ Gewehre eingekauft. 16.000

Stück sind bereits auf dem Wege hierher. Auch in Franlkteig

verden Gewehre eingekauft. Der fürkische Admiral Hafsan Pasche

reuzt mit einem Theile seiner aus 15 Kriegsschiffen bestehenden

Facadre, welche in den Häfen von Kreta stationirt, an det Südküste
—— In Krela stehen 14 Baiaillone Türlen und 8000
aptiehs.“ *
Vermischtes.

F Wie das „Fr. W.“ meldet, wurde dieser Tage in Flomera
heim eine Frau don ihrem zweiundzwanziesten Kinde glüdlich
exntbunden.

Saarbrücen, 11. August. Ein frecher Diebstahl
wurde gestern Nachmittag h'er im Ehrenthal verübt. Dem inda⸗
liden Huter des Kriegerfriedhofes dort wurde nämlich ein verschlos⸗
sener Glaslasten erbrochen und daraus eine große Anzahl photo⸗
graphischer Aufichten des Ehrenihales, der Denkmäler auf dem
Spicherer Schlachifelde ec. gestoblen. Die gestohlenen Photographien
haben einen Werih von über 50 Mark, den der arme Invalide
aus seiner Tasche erseßen muß. Möge daher Jeder, welchem unter
perdächtigen Umständen Photographien, wie die oben angedeuleten,
zum Kaufe angeboten werden, sofort der Polizei Anzeige machen.
damit die Ergreifung des frechen Diebes gelingt.

4 Laut Verordnung des Herrn Präsidenten von Lothringen
findet die Erdffnung der Feld und Waldjagt im Bezirle Loth—
ringen am Mittwoch den 29. Augustel. J. statt.

Far die Redaction veraniwortlich FJ. X. Deme z.
——⏑ ··
222
Licitation.
Mittwoch, den 29. August

aaͤchsthin, Nachmittags 5 Uhr zu
St. Ingbert bei Kaspar Schwar
werden vor dem unterzeichneten
hiezu gerichtlichen beauftragten l.
Notat die nachhin bezeichneten
zum Nachlasse der in St. Ingbert
derlebien Eheleute Jos. Schmitt
weiland Erzgräber und Barbara
Wagner gehoͤrigen Liegenschaften
im Banne von St. Ingbert,
namlich:
pl.⸗Nr. 311. 4 Dezim.
Fläche, Wohnhaus mit Stall
und Hofraum und
Pl.⸗Nr. 313. 10 Dezim.
Pflanzgarten. ä
Das Ganze gelegen am Blies⸗
dasteletr Weg zu St. Ingbert
neben Philipp Weiland und
voseph Stolz. —
q Pl.⸗Nr. 4116. 37810 Dez.
Acker hinier'm Hobels neben
Johann Schweitzer und
Marx Deffland.
Pl.⸗Kr. 4107. 70 Dej.
Acker auf'm Hobels neben
Georg Jurg und Philipp
Weiland. —
Pl.⸗Nr. 856. 4810 Dez.
Wiese unterm Forellenweiher
neben Philipp Weiland und
folgendem Stüc.
PlieNr. 3556. 310 Dezʒ.
Wlefse allda neben vorigem
Stücke und Joseph Stolz.
Figenthümer sind:
L. Natharina Schmitt, Ehefrau
don Johann Werle, Tagner in
Neunkirchen:

u 3. Barbara Schmitt, ledige
großjährige Dienstmagd in Reun⸗
lirchen;

83. Johann Joseph Schmitt,
Bergmann in St. Ingbert;
4. Jakob und 5. Johann
Schmitt, beide noch minderjährig
und vertreten durch ihren Vor—⸗
mund Peter Wagner, Schlosser
in Rohrbach und obengenaunten
Johann Joseph Schmitt als
Nebenvornund.
St. Ingbert, 12. August 1877.
Sauer, kal. Notör.

ee.
Verwandien, Freunden und Bekannten hierwit die
ichmerzliche Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen ge-
fallen hat, unsert vielgel ebte Gattin und Mutter
Sophie Hoos sevp. Lindor
nach langem Leiden in einem Alter von 89 Jahren gestern
Morgen 5 Uhr zu sich abzurufen.
St. Ingbert, 4. August 1877.
l Um slilles Beileid vilten
1 Die tieftrauernd Hinterbliebenen.
1 Die Beerdigung findet morgen, Mitlwoch, Nachmit⸗
tag halb 3 Usr statt.
Koͤnigliche Lakteinschule
St. Ingbert.

Das Studienjahr 1877,78 beginnt Mittwoch, den 26.
September, an welchen Tage im Amtszimmer des unterzeich—
neten Vocstandes der Anstalt die Inscripsion der Schüler vorge—
nommen wird.

Als Normalalter zum Eintritt in die unterste (I.) Laleinclasse
ist das vollendete neunte Lebensjahr festgesezt. Die Aufnahmt
in dicse Classe ist durch eine Prüfung bedingt, in welcher sich der
Schüler über ein für die vierte Classe der Volksschule genügendes
Maß von Kenntuissen in der Religion, im Deutschen und im Rech
nwen auszuweisen hat.

Der neu aufzunehmende Schuler hat bei der Anmeldung seinen
Geburts und Impfschein, sowie seine früheren Schuls oder Stu—
dienzeugnisse vorzulegen.

Nach den bestehenden Bestimmungen darf die Oeffentlichkeit
und allgemeine Zugänglichkeit der Anstalt durch das Schulgeld
n'cht beeinträcheigt werden. Dürftigkeit und dadurch bedingte Zah
nngsunfähigkeit gewährt daher einen Anspruch auf ganze oder
heilweise Befre'ung vom Schulgelde. Unbemittelte Schüler werden
ebenso auch durch unentgeltliche Stellung von Büchern und Schreib—
utensilien gerne unterstützt.

Die Aufnahms- und Nachprüfungen finden am 27. und 28
September statt. — is

St. Ingbert, den 14. August 1877.

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Bierbrauerei St. Ingbert. der donsgtihe Susrectot
Mittwoch, den 18 August, Nachmittags 3 Uhr anfangend, CC—— c —cc5c757

Concert der hiesigen Stadtkapelle Sedan! Sedan! Sedan
Fahnen waschaächt! Ballons, Lampions, Fett
in der sopfchen Transparente, Pkrver. — Vreit
—L
Gartenwirthschaft. Bonner Fahnenfabrik, Boun a. Rhein.
— ⏑—— — — —— — —— — — — ——— ———— — — — 23
Redainon Txud und Verlag von F. x. Demeß in St Ingbert.

Ein Mädchen
welches kochen kana, findet gute
Stelle gegen hohen Lohn im
TFafs Etrafciburg, Metz.
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Bohnenschnitzler
Burken˖ u. Krauthobel
Dampf Kartoffel sieder
Fliegenschränke
Servirtische

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Otto Weigand.

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3 * 2
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— 1378 2 — e89 3. 23 2* —
JJ
* — 4 7 2
— 533*38 5828 * 38 8
8 2* 2 728 22 —— 2* 2232
2*23 353 23 . 222 8 2
⁊ 23233 3253237— 3. * 5 288
333883 — 85257 35383
——
123 323355 *88 —3 — 35 28
,23223 322 6 ——9 — * 5 2553
J 5358 3335 — 5 ——— 53
355 —A *. ——— * s5. 3. 23 5823
—*2 53355 —— 258 ——
x —— —. 5 937 —— 235
3 — — 2233 882 —8 5c
23 88 3338 21555 538 2528 *
7 2533 883 53 2277 — 752 —
* v. —n 5223 3383 2 8 * 252 8 A
—A—— 28 7383 8332 738 353273
222 55338 3353 233 228 ——
29 28 We *8 235535 *
2
8 528* 8 8 387 227 323
243 183758 3
323 533 *8 38 3 *
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*33386 —A
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53 5327

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        gberler Anzeiger.
24

der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntagß mit illustrirter Bei⸗

age), erscheint wöchentlich vlermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementépreis beträgt vierteljahrlüch

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 127. Donnerstag, den 16. August * 12377.

Deutsches Reich.

Munchen, 14. August. General v. d. Taun reist am 8.
Zeptemhex auf besondere Einladung des Deutschen Kaisers zu den
evorstehenden Mandvern bei Köln, Karlsruhe und Dresden. Auch
der Kriegs⸗Minister Maillinger und der Militär⸗Bevollmächtigte v.
Stulpnagel werden denselben beivohnen. —

Sämmtliche in München resp. in Bayern befindliche militär⸗
flichtige Russen erhielten von der rufsischen Gesandischaft in München
zen Auftrag, sich sofort bei ihren resp. Ersatzbehörden in Rußland
zun stellen. Die in München lebenden Künstler und Studenten
werden hauptsächlich von diefer Maßregel betroffen. ———

Berhimn, 13. August. Der Reichskanzler forderte das
Gesundheitzamt zur Untersuchung der Verfälschung allgemein ver—⸗
bieitelet Nahrungsmittel und Gelränke, besonders des Bieres und
Weines, in den Großstädten aus. — Heute ist eine chinesische
Besandischaft. hier eingetroffen. — (A. 3. )M5.

ee ustand.*

Paris, 14. August. Wie der Liberte aus Varna gemel⸗
det w'rd, ist Prinz Hassan mit 30,000 Mann im Anmarsche gegen
yen rufsischen Generat Zimmermann, dessen Korps geschwächt ist.

London, 14. August. Die „Times“ meldet den Ab⸗
schluß einer türkischen Anleihe von 2,500,000 Pfd. Sterling. —
Ddie Vertagung des Parlaments wird fich bis zum 80. October
ersttecer.

Das Wiener „Tagblatt“ meldet aus Osman Bazar
oom 12. d.: Suleiman Pascha dringt in nordöstlicher Richlung
iber Kesanlik vor und besetzte gestern Abend auch den wichtigen
Jalkan-Paß bei Ferdischlo (aus der Straße nach Elena).

Konstantinopel, 14. August. Depeschen Mehemed
Alis melden nur ein unbedeutendes Gefecht dei Rasgrad. — Sulei⸗
man Pascha fährt fort, die von den Russen geräumten Balkan⸗
zörfer zu besetzen und besetzte auch den Paß von Kesanlik. Die
Rufsen befestigen Schipka. — Von Asien nichts Neues gemeldet.
Der linke russische Flügel besetzte Kasuan. Die Kosaken recognos⸗
riren bis in den Distriet von Alaschgirt.

Pera, 13. August. Der deutsche Frauenverein wird ein
Hospital mit rothem Halbmond errichten. Die Russen haben Ba⸗
sardschik geraumt, wo Hassan Pascha einrückte. Gestern sollen die
Türken in einer Schlacht bei Rasgrad 5 Kanonen genommen
jaben.

Aus Warsihau schreibt man der „Ostsee⸗Zig.“: Die an⸗
zeordnete vollständige Mobilmachung hat in der dem Militärdienst
urchwegs abgeneigten polnischen Bevölkerung allgemeinen Schrecken
jervorgernfen. Wer von den zur Aushebung notirten jungen
Zeulen irgend entkommen kann, der flieht bei Nacht und Nebel aus
bußland, um sich der Aushebung zu entziehen. Es ist sogar vor⸗
nkommen, daß ausgehobene Personen auf ihrem Transporte nah
Warschau aus den Waggons gesprungen sind und den Tod gefunden
jaben. Das jatzt zur Aushebung kommende erste Aufgebot der
dandwehr umfaßt alle diejenigen waffenfähigen Personen, welche
in den letzten drei Jahren bei der Rektuten⸗Aushebung übergangen
vurden. Sie sind in den Jahren 1835, 1854 und 1853 ge⸗
ͤdren und haben mithin ein Alter von 22 bis 24 Jahren. Die
Zesammtzahl dieser Landwehrmänner beträgt im Königreich Polen
eiwa 95,000, von denen jedoch nur 8400 zu den Fahnen berufer
verden sollen.

Petersburg, 14. Augnst. »Oifiziell. Gom'i Studen, 13.
Juli. Gestern griff kürkische Cavallerie, 700 Mann stark, Schidiny
xi Rasgrad an; dieselbe wurde durch eine Schwadron Husaren
surlickzewiesen. Ju Ende des Gefechts dam noch ein russisches Ba
naillon mit 2 Geschützen an. Die fürkische Caballerie, welcher an⸗
heinend · Infanterie und Artillerie folgien,“ zog sich zurück. D—
Berlust der Russen betrug 1 Offiziet und 4 Soldaten iodt, 2 O
iziere und 9 Soldaten schwer berwundet.

Vom Orientkriege.' „Nichts Neues von der Donau“
Swenige kleine Scharmützel abgerechnet, wiederholl sich seit einigen

Tagen diese Nachticht in beständiger Weise. Und wenn nicht alle
Anzeichen trügen, so wird auf weitere Tage hinaus diese gleichmäßige
Mittheilung kaum eine Aenderung erfahren. Nicht nur die Befieg⸗
ten in der Schlacht bei Plewna bedürfen der Zeit, um ihre Ver—⸗
luste zu ersetzen, die vollsiändige Unthätigleit der Türken deutet
darauf h'n daß auch sie härter mitgenommen worden sind, als
ursprünglich wohl zugegeben worden. Eine Londoner Spezialdepesche
heilt mit, daß Großfürst Nikolaus sich einer hohen Person gegenuüber
zußerte, er hoffe in eiwa 20 Tagen, wenn er 250,000 Mann
herangezogen habe, die Operationen wieder aufzunehmen. Diese
Uebermacht, wenn nicht schlleßlich die ürsprünglich gemachten Fehler
in der russischen Heeresleilurg besserer Führung Platz machen, muß
den Türken auf die Dauer verderblich werden. Auch der „Stan⸗
dard“ ist dieser Ansicht, wenn er über die gegenwärtige Siuation
auf dem europäischen Kriegsschauplatze schreib!!

„Wenn keiner der drei ottomanischen Generäle irgend eine
Offensiv⸗Bewegung machen kann, müssen die Türken trotz ihrer be⸗
wundernswürdigen Kampfeigenschaften, insbesondere hinter Verschan⸗
jungen wie diejenigen bei Plewna und Rasgrad, auf die Länge
zeschlagen wenden. Wenn den Russen Zeit gerug gewährt wird,
verden sie im Stande sein, eben solche überlegenen Streitkräfte inß
Feld zu stellen als diejenigen, welche die Nordstaaten gegen den
Süden in den Schlußjahren des amerikanischen Bürgerkrieges auf⸗
boten. Im Stande zu sein, starke Positionen zu vertheidigen, ist
sehr nüßlich, aber ein Feldzug kann aicht durd eine rein defensive
Taktik gewonnen werden, insbesondere, wenn die angreifende Partei
im Stande ist, ein numerisches Uebergewicht von Truppen dagegen
zu führen. Solllen die tückischen Generale unbeweglich bleiben,
werden sie nach einer Weile eingeschlossen merden wie Bazaine in
Meßtz, mit wenig Hoffnung auf Entsatz und mit der Erkenntniß,
daß ihre Hülflosigkeit dem Feinde gänzliche Freiheit läßt auf die
Haupistadt zu marschiren ꝛ..

Rew⸗PYork, 14. Augast. Nach Zeitungsmeldungen aus
Galveston (Texas) erzwangen sich mexilanische Marodeurs in der
Stadt Riogtande den Zutritt in's Gefangenenhaus, schossen die
Richter und Wächter nieder und befreiten zwei Gefangene. Hierau'
tehrten sie, von den sie verfolgenden Bundesttuphen unerreich
über den Rio Grande zurück.

Vermischtes.

fPirmasens, 13. August. Heute ist der Ingenieur
Ldindemann, der seit Jahr und Tag energisch fur die Hersiellung
einer Wasserleitung sür hiesige Stadt in's Zeug gegangen, aus
Eugland zurückgekehrt, wohin er sich, und zwar mit Erfolg,
zur Beschaffung der noöͤthigen Geldmittel gewendet hatte. Die
Zosten sollen sich auf ca. 600,000 M. belaufen und es ist der
ziesigen Stadigemeinde freigestellt, sich unter vortheilhasten Bedin⸗
zungen zu einem Drittel an der Unternehmung zu betheiligen.
Wegen der in Ausführung begriffenen Umpflasterung der städtischen
dauptstraße sollen die Arbeiten der Röhrenlegung in dieser Straße
sofort vorgenommen und schon morgen damit betonnen e *
6G..A
F In Pirmasens besteht ein Vogelschutzverein; derselb
feierle vorigen Sonntag seine Fahrenweihe. Die Fahne, die aul
sch verer grüger Seide mehrere eingestickte Vöogel und die Worte

„Bogelschutzverein Pirmasens“ trägt, soll 860 Mark koösten ().
FMünchen, 13. Aug. Kaspar Braun, der Mitbegründer
der „Fliegenden Blätler“, welcher heute die Feier seines 70. Ge
hurtstages beging, hat wegen seiner Verd'enste um die Wiederer⸗
weckung der Kunst der Xylographie GHolzschneiderei) von Seiner
Maj. dem KHonig das' Rirerkteuz 1. Klasse des B.rdienstorden?
vom hl. Michael erhalten. e ,
7 Aus Baden, 14. Aug. Bei der Reparatur eines Dache
in einem Dorfe des badischen Schwarzwaldes wurden von dem
chigen Besitzer des Hauses, eiunem armen Polizeidiener, 30,000 fl.
»aares Geld unter einem Dachsparren gejfunden, ein netler „Fang“
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        für einen Polizeidiener. — In Bruchsal hat man eine Falsch⸗
münzerbande entdeckt und die dabei betheiligten Personen dingfest
gemacht. — Alt⸗Oberbürgermeister Thiele vbon Heidelberg hat
ju Gunsten der höheren Töchterschule dort unter dem Namen
Thiele⸗Stiftung“ 80,084 M. 50 Pf. vermacht.

F Mannheim, 183. Aug. Ein hiesiger Metzzer wurde am
Samsiag durch die ihm drohende Untersuchung seiner Wurst, welche
nachweislich stark cebindemittelt war, deratt in Schrecken verjetzt,
daß er seinen ganzen Wurstborrath (ca. 2 Centner) ia den Necar

it Aus Hefssen. TDie nächste Wanderbersammlung badischen,
pfaͤlzischer und hessischer Lehrer wird in Jugenheim a. d. B. am
25. August staltfinden.

7 Die „Frankf. Zig.“ bringt eine Mittheilung, die mit einem
merkwürdig schlauen Rath schließt: Eia Fall wunderbarer Rettung
wirb aus Großgerau gelegentlich des jungsten Eisenbahnunfalles
herichtet: „Ein Pofsagier legte, um zu schlummern, seine Beine
auf die Sitzbank. Durch eine heftige Erschütterung erwedt, nahim
er zu seinem übrigens freudigen Erschrecken war, daß ducch die
Zugentgleisung die beiden einander gegenüber befindlichen Sitzbänke
jo dart aneinander geschoben waren, daß nicht ein Kartenblatt da⸗
zwijchen Raum gehabt haätte. Hatte er die Beine nicht erhoben
gehabt, so wären sie unfehlsar abgequetscht worden. Es wird über⸗
haupt als Vorsichtsmabregel anempfohlen, bei beborstehenden Eisen⸗
zahnlatastrophen wenn noch möglich die Beine auf die Bank zu
jiehen. — Wenn schon, dann schon! Da lasse man doch li bet gleich
dorher halten und aussteigen.

7In Vailbingen a. d. Enz ereignete sich am 8. August
ein fuͤrchtbares Unglück. Ein mit Ablkochen von Dispich be·
caftigtet Schreiner wurde durch die übergelaufene Wichse, die in
Frand gerathen war, schwer verleßt. Zwei gleichfalls in der Küche
anwesende Frauen scheinen durch den Qualm fsofort erstickt worden
pu sein und verbrannien vollständig, so daß von ihrer Kleidung
nur die Schuhe übrig blieben.

In Hamburg herrscht die größte Entrüslung über die Ab—
sicht eines dortigen Theaterdirektors, der Adele Spitzeder ein Gast⸗
spiel zu gewähren. Am 15. August soll sie in Damm's Tivoli
ais „Deborah“ debutiten und außerdem noch als, Maria Stuart“
sam 19. dz.) und alb Marquise de Pompadour im „Nareciß“ (am
23. d.) aufireten. Armer Mosenthal, arner Brachvogel, äemster
Zchiller! Die Direction hält es übrigeas für angemessen, aus
diejer Veranlafsung eine beträchtliche Erhöhßung der Eintrittspreise
einireten zu lassen. (Wie wird das Publikum die Theater und
Fiuanz⸗Künstlerin empfangen ? Hoffentlich nach Gehühr)

Die Neigung, unsere neuen Reichsgoldmünzen den älteren
Goldsiucken (Friedrichsd'or Napoleonsdo't u. s. w) entsprechend zu be⸗
seichnen, hat, einen für Handelskreise nicht uninteressanten Proceß
derurfacht. Ein Gutsbesitzer kaufte von einem Pferdehändler seiner
Gegend ein gutes Pferd, den Preis des Thieres normirte der Ver⸗
laufer auf 200 Reichsd'or, eine Offerte, welche der Kaufer denn
auch acceptirte. Der Händler erhielt von ihm an festgesehten Zah
lungstermine baare 200 Zehnmarkstücke. Der Verkaufer refüsirte
jedoch diese Summe als nur die Hälfte des Kaufpreises darstellend.

Anter einem Reichsd'or sei ein Zwanzigmarkstück zu veestehen, der
däufer habe also nicht 2000 Mark, sondern 4000 Mark zu zahlen.
— Der Kaäufer erkennt die Deduction des Verkäufers nicht an
ind hat es bereits zu einer Klage kommen lassen. Vorausfichtlich
vird eine Beweisaufnahme darüber erfolgen, was man in den be«
reffenden Handelskreisen unter Reichd'or versteht.
Dienstesnachrichten.

Die Verwesung der prot. 1. Pfarrstelle zu Otterberg wurde
bis zum 16. Oktober nächsthin dem auf diese Pfarrstelle ernannten
Pfarrer, derzeitigen Dekan in Glanmünchweiler, Eugen Ernst Vogt,
zie Verwesung der Piarrei Dannstadt dem Pfarrer Münch in Ruch⸗
heim und die Versehung der Pfarrei Karlsberg dem Pfarrer Feder⸗
ichmidt zu Tiefenthal, in Semeinschaft mit dem derzeitigen ständigen
Vilar Weber in Wattenheim, übertragen.

Der kaiserl. Friedensrichtet Kefsel zu Busendorf ist in gleicher
Figenschaft an daz Friedensgericht Saargemünd verseßt worden.

Emil Wolffhügel wurde zum Ersenbahndirecior in Straßburg
nit dem Range eines Regierungsrothes ernanrt.
Au uucned
vanderls⸗ und ZSerkehrs⸗RAachrichten.

Munchen, 13. August. Ueber die Ernleausficht en ouhert
das neue Heft der Zeitschrift des landwirthschaftlichen Vereins in Badern
Die regnerische Witterung des Monats Juli hat die günstigen Errteaussichten
iwas herabgestimmt, namentlich was die Wintergetreide anbelangt, deren
Wialitdu jedenfass etwas vermindert wurde. Wir haben große Stregen
detreide in verschiedenen Theilen Bayerns gesehen, die von Rogen niede
jebeugt waten uͤnd aussahen, wie wenn man mit einer schweren Walze
zaruber gefahren wäre. Sommergetreide, Hafer und Gerste, dehen an vielen
Orlen u leichten Boden, wo ihnen der Regen nicht mehr zu gut kam, wo
ie schon zur Reife neigten, als die ersehnte Feuchtigkeit ankam, recht gering
und unbefriedigend. Trozdem glauben wir bei unstrer Ansicht beharren zu
durfen, . die Ernte eine gute, aber mittelmäßig ift. Die Kartoffeln fleben
zur Zeit allenthalben in seltener Fulle. Leider bemerk. man auch fast Aberal
inen Anfang ver Kartoffelkrankheit. Bleibt die Witterung fortwährend —X
ind warm, so ist eine Ausdehnung der Krankheit zu fürchten. Triit jedoch
rokene Witterung ein, so wird der Weiterverbteilung der Kraulbeit Ein⸗
jalt gethan.

— — —— — — — — — AMXe&amp;æÆsA
Rir vie Redaction veranlwortlich nee k.

Seit Anfang April erscheint wöchentlich in Dresden. herausge-
geben von De. victor Böhmert und Arthur von Studnitz, die
ESEveial⸗Correspondenz“, Organ des Centralvereint für das
Wohl der arbeitenden Klassen. Der Certraiverein, welcher Maͤnner
er verschiedensten politischen und kirchlichen Richtungen umfaßt,
bill mit diesem Unternehmen keine Geschafte machen, noch irgend
velche Sonderinteressen veriolgen, sondern einem großen humanen
Zwecke dienen und zur Verbreitung gefunder Anschauungen über
zie Arbeiterfrage und nachahmensswerther Einrichtungen für Her⸗
tellung des socialen Friedens beitragen. Die Social⸗Corcespondenz
srebt ehrlich und ernsthaft, auf Seilen der Arbeitnehmer wie der
Arbeitgeber, den Sinn für Gerechtigkeit und Billigkeit zu pflegen.
Zie kann bei jämmtlichen Postanstalten zum vierteljährlichen Abon⸗
semenispreis von 1,60 Mark bezogen werden. Die seit dem 1.
Fuli erschienenen Nummern werden nachgeliefert. Wir legen unsern
JIsern dieses gemeinnützige Unternehmen an das Hetz!

Wormsler Atademie
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Landwirthe, Bierbrauer und Muller
drei im Wesentlichen getrennte, stets stark besuchte Fachlehr-
anstalten (im Jahr 1860 begrũndet), beginnt das Winterse-
mester am 1. November. — Ausföhrliche Programme und
Bericuto cind unentgeltlich zu bezieben durch die Direction
Dr. SCHHRæIidAV.

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vergeben hat, ein Grundt ück zu
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beabsichtigt, eine Wirthschaft,
BOeconomiegut ⁊c. zu pachten
sucht, eine Heirath anknüpfen will, eine —A
pfeblung ju erlassen gedenlt — überhaupt zu
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Ratkh bedarf, der wende ⁊rauensvoll an die
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* —8— —8022 2—*22 —382833 82* — 2235 *82 5 22— S 5
52525 —z—358 38 5222 255323 z25382 38 3832353
* 522325258 — 25523 28 58 23258272 22* 2335
—2— An 3* 325253—s353 323—326383 25 25 *
2 —xs85 —A n23 — B 28 —
— — 52 8c —7* 35 5223 252732838* 5 7 —55622
333 33333 5763 387
6535 —3332378 353233535* 28383 7833 —
2 3238 5538 —— 55333224 2482 3522* 8 553383833 *
ẽ 2223838 523 5357 —26 52 5355 833 53325853
— — 2 555335 223333356 2535735333 5. * 323283 a5
3355335 — — 5
* S »3 —— * 2* — 5 *
5255532383 30 552358 2233 5333283
Súm—3 225— 258 55233653* —XX 582 25 — 2 25*
* — — 65332 2357335838 z35528375 53
22 2 — 2224 2523328 357 8 J — — 22
52222 25 2. —— 23 55 22 z352332 — 59222—
z2535*5 32 5255252865 *8 52 —E — z35535253
ẽ 35335533 5354 ——— 4 7 —
——3 2 —— — — 525322 * — 22 3 23 ——
3527 *252383 336355 5553258 424 33352333
25755 — — —I 38888 —1552 55 —5257 28 2323
52 755535552 77 5885 3235338* 5535 53353 35 *
222 —— —— 2232 *53 3232 832* 22332 5533 55833 58
—2— 3 — 88* 5522835 52385 — 22 522 225— 565353 3332
55 —”E2 . *»—5 8 522—25 3 —— — z33328.5533 532385* —— —
28352 2525353533 2532588 53358 —*— 22*,5 5338* 32
255 53228 22 23523 2 — 33 5228* —A— 223*
5 — — S — 3* 832782 255532 —5882 — *
583* 7355337— 4s52585323 253538* 2553555353* 553235 38
— *5 55 5522 — aS3e22 AI —5358 J— — 252
*235 553332 J —— 55322 5555
2 36 55 53 222358 38723 535.523 —* 52 282
ã 3 25*2 —X 55357 55423835 — wo 35, 573535
4 3532333 2* 53808 257 5535383 2252* —A
2 —— 52528 355 — —A— 55353553222 22 2 —5z2388
5355* 8 *27 s753338 5338535 m55 373838 5323
— 272283 — — — 255 258 —
3 232237533 558 — 5x5333552 75 S „75 27
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St. Ingberler Anzeiger.
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ser St. Ingberter Anzeiger und das (S mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaliungsblatt, Gonntagt mit illustrirter Beu
age), erscheint wöchentlich vlermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonndag. Der Abonue mentspreis betraͤgt vierteljahrlich
1 Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts-mnit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet. s

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M 128. J Samstag, den 18. August J 2 1877.

Brandeolleetien.

Fast allwöchentlich liest man in den Tagesblättern herz-
zerreißende Schilderungen von dem Zustande armer Leute, welche
——
durch Brandunglück verlvren haben und dem Mangel peeisgegeben
sind. Daran räher sich Aufforderungen zu Gaben und Hilfleistungen.
Gewöhnl'ch sind es Beamte und Pfarrer des Orts, welche sich au
die Spitze der Sammler siellen müssen. Es kann nicht oft genug
daran etinnert werden, daß Pfarrer und Beamte eine noch viel
chönere und dankenswerthere Pflicht erfüllen würden, wenn sie ihre
ammtlichen Gemeindeangehörigen auf die Wohlthaten der Versi—
herung aufmerlhjam machen wollten. Brandcollecten wirken
oft geradezu demoralisirend; fie ertödten den Versicherungstrieb und
erregen Unmuth bei solchen Personen, welche Jahr aus Jahr ein
Prämien für Versicherung gegen Feuersgefahr zahlen und außerdem
auch noch Beiträge zur Feuerwehr des Orts leisten müssen. Der
Oberpräfident von Elsaß- Lothringen hat vor wenigen Monaten in
dieser Beziehung folgende zeitgemäße Bekanntmachung erlafsen:

Bei Seiner Majestät dem Kaiser sind wiederholt und bis in
die neueste Zeit aus Elsaß Lothringen A träge auf Bewilligungen
hon Unlerstützungen zur Wiederherstellung abgehrannter Gebäude
einzegangen, bei deren näherer Prüfung sich ergeben hat, daß diese
SGebäude entweder überhaupt nicht, oder nicht in ausreichendem
Maaße gegen Feuersgefahr versichert waren. In solchen Fällen
soll nach den hierüber erlassenen Allerhöchsten Bestimmungen aus
Staatsfonds nichts mehr gewährt werden. Die Besiter von Ge⸗
däuden werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie in ihrem In—
seresse für eine ausreichende Versicherung ihrer Gebäude zu sorgen
haben.“

Wir erinnern bei dieser Gelegenheit an einen schon vor meh⸗
ceren Jahren vom bayerischen Ministerium des Innern und des
Handels ergangenen Erlaß gegen Brandbetteleien, der folgender⸗
maßen lautet:

„Die Theilnahme an der Mobiliar-Feuerbersicherung scheint
im Larde noch immer eine sehr beschränkte zu sein, denn fast bei
jedem größeren Brande tritt die Thatsache herver, daß nur eine
kleine Minderzahl der Beschädigten einer Mobiliar Feuerversicherungs⸗
Gesellschaft einverleibt war. Tiese Thatsache hat ihre sehr bedenk—
lichen Seiten; einestheils zeigt sie, daß die Bewohner besonders
des platten Landes die Northeile der Mobiliar⸗Feuervetsicherung
noch nicht gehörig begreifen, und anderntheils verleiht fie den
Bränden in vollswirthshaftlicher Beziehung eine weit verheerendere,
die einzelnen ökonomischen Existenzen im gesteigerten Grade gefähr⸗
bende Wirkung. Die Betheiligten greifen in solchem Falle in der
Regel zu dem Mittel, das öffenlliche Mitleid anzurufen und sich
die Etlaubniß zu einer Sammlung in größerem oder geringerem
Umfange zu erwirlen. Wenn auch eine solche Sammlung zu dem
Zwecke veranlaßt und zulässig sein mag, um die ersten aus einem
solchen Brandunglücke hervorgehenden, selbst bei entsprechender Ver—
sicherung der Immobilien oder Moblien nicht zu vermeidenden
Verlegenheiten in Beschaffung der Kleidung, Wohnung, Unterkunft
der Abgebrannten zu beseitigen, so ist es darum nicht minder ver⸗
werflich, derartige Sammlungen, wie bisher geschehen, als ein
cegelmäßiges Mittel der Ausgleichung der durch die Brände erlet—
enen Vermögensbereluste zu betrachten. Auf diese Weise wird die
Indolenz und der Mangel an Intelligen; prämiirt und der vielfach
unverkeunbaren, jedenfalls aber für den wirthschaftlichen Aufschwung
höchst bedenklichen Tendenz eines Theiles der Bevöllerung, sich,
ttatt der eignen Krafl und Thäligkeit zu vertrauen, auf fremde
Hilfe zu verlassen, in bedauerlicher Weise Vorschub geleistet. Hier—
nach erscheint es im eigensten Interesse des Landes geboten, die
Bewilligung zu Sammlungen aus Anlaß von Brandfällen für die
Zukunft thunlichst zu beschränken und hierfür auf die Verbreitung
der Theilnahme an den Modbiliar-Feuerversicherungs-Austallen mit
möglichster Eindringlichkeit hinzuwitken“

Deutsches Reich. —

In Würzburg werden auf Weisung von München die Gemächer
der königlichen Residenz zur Wohnung- für den deutschen Kron—
prinzen bei seiner demnächstigen Inspeknon in Bereitschaft gesetzt.

— Ulm, 14. August. Heute wurden auf dem hiesigen, Güter⸗
Bahnhof in mehr als 100 Fässern 1,800,000 Chassepot⸗Patronen unter
der Adresse des griechischen Kriega-Ministeriums verladen. Sie ge⸗
jörten zu der in Frankreich gemachten KriegsBeute und sind an
Briechealand verkauft worden. G. Schn.⸗P.)

Berlhin, 15. August. Der „Kreuzzeilung“ zufolge hat
ich die Prinzessin Elisabeth, zweite Tochter des Prinzen Friedrich
ftarl, mit dem Erbgroßherjog von Oldenburg vecbobt. 5*

Berhin. Wesentliche Forischritte in der Durchführung der
deutschen Münzreform lassen sich aus den Mittheilungen über die
ẽdelmetallbewegung am Londoner Markte während der ersten sieben
Monate des laufenden Jahres ersehen. Die so oft getadelte Zöge⸗
ung bei Abstoßung der disponibela Silbervorräthe scheint in letier
Zeit von der Reichsregierung in der That aufgegeben zu sein.
Denn allein im Monat Juli ist für 1,729, 750 Pfo. Sterl. deutscheß
Zilber nach London gegangen, während die Gesammtsumme des seit
)em Beginne dieses Jahres dorthin ausgeführten Silbers sich auf
7.490,830 Pfd. Sterl. beläuft, gegenuͤber einer Einfuhr von nur
338,462 Pfd. Sterl. Hand in Hand damit geht die Einziehung
der preußischen Silbermünzen. Entsprechend der Menge des naqh
England ausgeführlen Silbers haben auch sehr bedeuiende Bezüge
an Gold von dorther stattgefunden; es werden als in der Zeit
dom 1. Januar bis Ende Jull dieses Jahres nach Deuifchland ausgefüͤhrt
angegeben 5,8345,345 Pfd. Sterl, waͤhrend amgekehct nur 412,818
Pfd. Sterl. Gold aus Deutschland nach Englandgegangen sind.

Allmälig fängt man auch auf dem Gebiele des Volksschul⸗
wesens an, innerhelb des deulschen Reiches keine Grenzen zu kennen.
NRachdem durch Verfügung des Ministers der geistlichen ec. Ange⸗
legenheiten vom 23. April 1875 die mit einem Qualifikationszeug⸗
niß der wissenfchaftlichen Prüfungskommission zu Leipzig versehenen
—An Preußen
Anspruch auf Anstellung erlangt hatten, ist durch Verfügung des
Zultusm'nisters vom 5. Juni er. den Regierungen die Ermächtigung
ert eilt worden, Schulamtskandidaten und Lehrer, welche ihre Be—
ähigung für das Volksschulamt durch Zeugnisse außerpreußischer
Krüfungsbehörden im deutschen Resch darthun, im diesseitigen
Schuldienst provisorisch anzustellen. Allerdings müssen diese Lehrer
zine spätere zweite Prüfung dann vor einer preußischen Prüfungskom⸗
mission ablegen.

Mannheim, 185. August. Eine gestern Abend hier ab⸗
zejaliene Versammlung von Socialdemokralen beschloß, ein eigenes
ocialdemotratisches Blatt für Mannheim und die Pfalz zu gründen.
Durch freiwillige Beiträge und Zeichnung von Antheilscheinen sollen
die Mittel beschafft werden, und wenn's datan nicht fehlt, soll das
neue Blatt noch in diesem Herbst in die Welt eingeführt werden.

NAussand.

Wien, 14. Aagust. Bei der neuesten gebolenen Gelegenheit
lehute sowohl Oesterreich als Deutschland die von Eugland ge⸗
vünschte Initiatwe zu einer Friedensvermittelung abermals für so
lange als inopportun ab, als nicht mindestens der eine Theil sie
provocire. (A. 3.)

Wien, 14. August. Wie aus Butarest h'erher Hemeldet
wird, ist General Ignatieff nicht krand, sondern in Ungnade ge⸗
fallen. (A. 3.)

Wisen, 14. August. Die „Polit. Cotr.“ bringt eine offen⸗
bar auf österreichischen Consularberichten beruhende Darstellung der
Tscherkessengreuel in Kawarna, welche den Beweis führt, daß Schlaff⸗
heit kürkischer Behörden mitschuldig an dem Gemetzel ist. Kurt
Mehemed Ali schlug den Griechen vor, sich durch ein Losegeld von
50,000 P astern von den Tscherkessen loszukaufen. Während der
Berhandlunzen begann das Gemetzel. Getödlet wurden mehr als
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        1000 Personen, geraubt 80 Madchen. Die eingelei tete Untersuchung
ft eine Komddie, da 100 am Blutbad betheiligte Tjcherkessen den
Muiessariff Ali Bey begleiten, um die Schuldigen aufzusuchen und
Zurt Mehemed Ali auf freiem Fuß blieb.

Der „Ordre“ kundigt an, daß er in den nächsten Tagen eine
fehr bedeutende Arbeit des Obersten Baron Stoffel, des ehemaligen
Nilitarbevollmachtigten am Berliner Hofe über die Besorgnisse eines
Zriegs mit Deuischland verbffentlichen werde.

ZSondon, 185. August. Wie dem „Reuterschen Bureau“
aus Konstantinopel vom heutigen Tage gemeldet wird, hat die bei
Hagdad stehende Armee in der Staͤrle von 35,000 Mann Befehl
erhalten, nach Konstantinopel zu marschiren. Dieselbe wird ihren
Weg durch das Euphranthal nehmen und soll in Bagdad durch
Miliztruppen ersetzt werden. Im Falle einer Kriegserllärung seitens
Serbiens, soll die Pforte beschloffen haben, sich in der Defenfibe
zu halten. Aus Schumla wird dem genannien Bureau gemeldet,
daß eine Recognoßcirungdabtheilung gegen Aüstendsche vorrückte und
diesen Ort von den russischen Truppen geräumt fand. Dieselbe
narschirte von dort nach verschiedenen Richtungen vor, ohne auf
cussische Truppen zu stoßen.

Butarest, 16. August. Von den ruffischen Batterieen bei
Slobosia aus wurde gestern Abend Rufstschut beschoffen, woselbit eine
Feuersbrunst ausbrach, die Mitternacht noch andauerte. Seit heutt
sruh 5 Uhr beschießen die Türken Giurgewo; von den Russen
wurde das Feuer bisher nicht erw'dert.

Konstantinopel, 15. August. Eine von der Regie⸗
rung veroffentliche Minheilung constatirt, doß die Russen Jenisagra,
xdinagra, Kesanlik und die übrigen von ihnen beseßten Orischaften
diesseiis des Balkans geräumt haben.

Reuters Bureau meldet aus Erzerum, 13. August:
Bestern trafen 4 Bataillone mit Cavalerie und Artillerie als Ver⸗
fiackung der Ruffen bei Za'm ein, wo gleichzeitig die Colonne
Melikoffs eintraf.

Peterbburg, 15. August. Die Nachricht von der Mo⸗
hilifirung der gesammten rusfischen Atmee wird durch das striegs
ninisterium officiell für unbegründet erllärt: mit Ausnahme eines
Theiles der Garde und der Linie, deren Mobilisirung bereiis
fruͤher in Aussicht genommen wurde, werde kein weiterer Truppen⸗
Heu mobilisirt; keine einzige Compagnie babe ihre Garnison
derändert.

Vom Kriegsschauplatze werden für die nächste Zeit wichtige
Nachrichten nicht etwartet, wie es scheint, und so beschäftigt sich
die geche Presse der verschiedenen Laänder wieder mehr mit den
zinschiägigen diplomatischen Fragen. Eine Correspondenz aus Oester⸗
reich vom 14. d. M. in der „Allg. Z.“ glaubt, daß in Rußland
ich bereiss der Wunsch eines ledlich ehrenvollen Friedens rege.
urjlich tauchte aus Konstantinopel die Meldung auf, daß die
Pforte zu einem Separatfrieden geneigt sei; nun taucht, so schreibt
zie Correspondenz, „diefelbe Geneigtheit auch im russischen Lager,
undchst freilich nur in der russischen Presse auf. Die russischen
Flatter erinnern die Regierung — die offenbar erinnert sein will
vdatan, daß Europa auf die Erschoͤpfung der beiden Kriegfüh⸗
renden speculire, um ihnen dann den Frieden vorschreiben zu lönnen;
die Blatter mahnen deßhalb die Regierung, nicht zu warten, bis
ihhre Armee wirklich erschoͤpft sein werde, sondern Frieden zu
cließen, so lance sie noch über eine frische Armee gebiete.“ Der
Torrespondent meint, solche Aeußerungen in russischen Blaͤttern
seien mindestens von bemerkenswetiher „ympiomatischer“ Bedeutung,
nd er halt dafür, daß, wenn man sich auch noch kürzlich vor dem
Worte „Separatfriede“ vielfach entsetzt habe, sich die Verhältnisse
doch bis heute schon wesentlich geändert hälten, „und schon hört
man haufig die Aeußerung, daß Oeslerreich dem siegreichen Rußland
manches hatte derweigern müssen, das es dem besiegten oder einem
Rußland, welches zum mindesten nicht im Stande war, die Türkei
niederzuwerfen, zugestehen könnte.“ Ein Separatfriede würde ‚heute
ür Europa min er gefährlich sein als vor Wochen, und die Mächte
ürfien, ohne den Vorwurf der Friedenestörung auf sich laden zu
wollen, kaum mehr ihn zu hindern geneigt sein, da ein solcher
Friede doch noch immer gar keinem Frieden und der Fortdauer
des Kosalen⸗ und Nizam⸗e Gemegels, das den Namen Krieg gar
nicht verdient, vorzuziehen wäre. Wir geben hier selbstverständlich
nur die Anschauungen wieder, die in unseren officiösen Kreisen im
Schwange gehen“. Andererseits aber begegnet man auch der ganz
entgegengesetzten Auffassung, Rußland denke gar nicht an Frieden,
ein Friede mit blos scheinbaren Ergebnissen wäre eine nicht wieder
zutzumachende Niederlage für die innere und äußere Macht der

russischen Regierung.

Rermischtes.

F Zweibrücken, Unter'm 4. April 1875 wurde der
als stäändiger Arbeiter bei der Actiengesellschaft Eisenwerk Kaifers⸗
sutern bajchaͤftigte Taglöhner Theob. Kratz von Elmstein, dermalen
Saiserzlautern wohnhaft, dadurch verlezt, daß bei'm Transbort

eineß mit Steinen beladenen Wagens auf einem dem Eisenwerf
ehörigen Geleise die Brücke, auf welcher dasselbe angebracht war
asammenbrach, den genannten Kraß an die Böschung drückte, und
hin, abgesehen von ein'gen kleineren Verletzungen, einen doppelten
Bruch des rechten Schenkelknochens verursacte, so daß derselbe heute
roch nicht ohne Beihilse dritter Personen das Bett verlassen kann.
Iuf eine von Kratz erhobene Klage verurtheilte das kgl. Bezirks⸗
sericht Kaiferslautern unter'n 7. Febrnar d. J. die genanpte Uc⸗
iengesellschaft zur Zahlung einer Entschädigungssumme von 10,8985
M. 87 Pteg. inci. der Proceß⸗, Experten⸗, Doctor⸗ und Apotheker⸗
osten, neb Zinsen aus dieser Summe zu 5 pCt. vom Tage der
Zliage, 11. December 1875 an. Gegen dieset Urtheil ergriff die
allgemeine Unfallversicherungsbank Leipzig, bei welcher das Eisen⸗
veri Kaiserslautern versicherl ist, das Rechtämittel der Berufung
ind kam die Sache in der Sitzung des lgl. Appellationsgerichtä
zahier vom 1. 1. Mis. zur Verhandlung; es wurde in deiselben
hie zu leistende Entschädigunggfumme im Ganzen auf den Betrag
don 10,595 M. 88 Pfg. festgesetzt; anch wurde der appellantischen
Zank die Koftea der Appellinstanz zur Last gelegt. (Pf. V.)
fDie Schüler des oberen Kurses des Lehrerseminars in
ZRaiserslautern haben bis auf einen das Zeugniß der Reife er⸗
halten; neu aufgenommen in die Anstalt wurden 40 JZöglinge.

FNeustadt, 14. Aug. Ueber die Schwindeleien der
heiden Putzmacherinnen Striby und Flick erfährt man wenig positive
Minheilungen. Zu constatiren ist nur die Thatsache, daß die Pas⸗
ᷣben kaum höher als 100,000 Mark sich belaufen werden. Merk⸗
vürdig ist, daß weniger das Landvolt, sondern mehr die benach⸗
darien Städte, ja selbst Speier und Mannheim ein bedentendes
Tontingent nach Wucherzinsen lüsterner Giwmpel geftellt haben.

FDie am Sonntag in Ebernburg versammelt gewesenen
Ausschüsse der Verschönerungsvereint der Pfalz und des Rahethales
haben die Abhaltung einer Versammlung in Neustadt a. H. im
daufe des Sepiembers 1877, ferner ein eipheitliches Zusammen
Jeben der genannien Haupt- sowie der Lolalvereine, endlich die
usführung von Verschönerungen am Rheinzrafenstein, nomentlich
die Berbindung zweier dortiger Felsen durch tine Brücke, beschlofsen.

pDie Rechnung der Frankenthaler Gefluüͤgelausstellung
chließt bei einer Einnahme von 53356 M. 34 Pf. mit einem
Saat Ueberschuß von 280 M. 28 Pi.; hiezu kommt noch der
Werth der sür die Auestellung angeschafften Käfige mit 1096 M.
13 Pf., so daß der Gesammtgewinn 1376 M. 71 Pf. betragt.

pDie Verwaltung der Frankenthaler Kreis · Armen und
Zranken Anstalt hat kürzl'ch eine trächtige Kuß um 700 M. ver⸗
anft, ein Preis, bei wel hem den Feeischkonfumenten e'n gelinder
czchauder überläuft.

(Schuldienst-Erlediguungen.) Zu Oppar,
Zanton Frankeythal, 2 prot. Verweseifiellen (an der gemischten Vor
ereitungs⸗ und an der prot Maͤdchenschule.) Gehalt 340 M.
Frgänzungszuschuß 90 M., Theuerungt zulage 135 M., für ab⸗
vechstungsweisen Unterricht an der Foribildungsschule im Winter
15 M., für Schulsaalbeheizung 00 M., Sa. 900 M; außerdem
freie Wohnung und Leistung der Penfions und Wittwen Kaffe⸗
Beiträge durch die Gemeinde. Termin: 831. Aug. Perfonlich
hJesucheinreichung.

fEine Pfalzer Erbschaft. Mit dem croßen 150
Dislionen Dollat Prozeß verhaält es sich des Näheren so:

Der Oberst „Henth“ Beder wanderte im Jahre 1741 über
Notterdam mit dem Schiffe „Molly“ nach Amerika aus und starb
afeldst im Jahre 1801 oder 1802 als Junggeselle. Beder foll
leißig und sparsam gewesen sein und ein bedeutendes Vermögen
xwocben haben, welches er zum großen Theil in Grundeigenthum
ralegte. Er soll unier Anderem einen Strich Landes erworben
saben, auf welchem späterhin Becherville in dem pensylbanifch⸗
zeuischen Countyh Berks entstand; außerdem soll er einen großen
dandsirich an der driiten Straße in New York, und in Philadel⸗
hia das Land zwischen 4. 5.. Gieen und Vine Sitaße., durch
welches die Yort Avenue führt, besessen und 16 Segelsqgiffe geeignen
jaben. Ferner soll er bei seinem Tode mehr als 3,000, 000 Dol⸗
ar in verschiedenen Banken und Sparbanken deponirt gehabt haben.
Dieses ganze riesige Veemd jen soll er num seiner Schwester Anna
Facbara Mandler in Kirchheinbolanden in der Rhinpfalz vermacht
saben. Diese Schwester hatte zwei Söhne, Nimens Ludrig und
heorg, denen zwar der Reichthum belannt war, die aber nach dem
Tode ihrer Eliern nie den Versuch machten, in den Besitz des
stachlasses zu gelangen. Nach und nah gerieth angeblich die ganze
Ungelegenheit bei der Ma dler'schen Familie in Vergessenheit und
ur hier und da hörte man noch die alten Mitglieder von dem
reichen Oheim in Amerika eczählen.

Im Jahre 1829 wurde jdoch die Familie wieder daran er⸗
nnert, als ein Brief von einem gewissen Henry Burlhard von
Hhiladelphia in Kirchheimbolanden eintraf, durch welchen dieset
ine Vollmacht von der Familie verlangt, um die Ecrbschaft den
Zenth Becker erheben zu können. Diese Vollmacht wurde aus
        <pb n="435" />
        gefertigt und einem jungen Manne aus dem Orie mitgegeben, da⸗
it er dieselbe dem Burkhard überbringe. Wie versichert wird,
desteht eine beglaubigte Abschrift dieser Bollmacht, welche vom 209.
Septiember 1829 datirt und von allen damals lebenden Erben des
Henry Bicker zu Kirchheimbolanden unterzeichnet ist.

Die Vollmacht wurde später von den Erben vergessen, welche
mn der Meinung waren, daß nichts dabei herausgekommen sei.
Später wanderten Nachlommen der Mandler'schen Familie noch
Amerika aus, wußten aber ebenfalls nichts von dem hinterlassenen
Reichthum des Henry Becker, bis im Februar 1876 eine Karten⸗
schlägerin einer Frau Hammetschmidt in New York sagte, doß ihr
ein großes Vermögen zukomme und aud, zufallen werde, wenn sie
ich nur gehörig darum bemühe.

Dadurch wurden die Mandler'schen Nachlommen an die Becer'sche
Erbschaft erinrert und schließlich beschlossen dieselben, womöglich
hre Ansprüche zu betreiben. Sie haben e nen Advokaten angeftellt
und behaupten, sich im Besitz von allerlei wichtigen Dolumenten zu
befinden, welche dem Prozeß eiue für sie günstige Wendung geden
muͤßten. Sie wollen übrigens die Dolumente nicht sehen lassen
umd namentlich sind sie keineswegs bereit, anzugeben, ob sie im
Bisiß eines Testamentes oder von Besitztiteln, Depositenscheinen rc.
jeien. Die angeblichen Erben sind: Peter Hammeischmidt in der
Stadt New-York; Eichhorn, Seifensieder in Williamsburg; Peter
Wilhelm, Barbier, und G. B. Staudinger, Kraͤmer, in der Stadt
New-NYotk; Beyer und Mitchell iu Union OHill, New-Jerseh.

Macht. aus Amerika.)

In Würiburg werden auf Weisung von München die
Bemacher der kol. Nesidenz zun Wohnung für den deutschen Kron⸗
prinjen bei seiner demnächftigen Anwesenheit zur Inspeltion in Be⸗
ceilschaft gesetzt.

Warzburg, 15. August. Vor eiwa acht Tagen wurde
der Besitzer eines hiesigen Kohlengeschaäftes, C. Müller, wegen
Wechfelfälschung in Haft genommen. Gistern wurden auch sein
Vater, der Agent Müller, sowie ein Handlungsreisender in die
Frohnfeste abgeführt. Die Wechselfälschungen sollen, so viel jetzt
dekannt ist, die Summe von 50,000 M. übersteigen. — Gesiern
Mittag kam auf der Fistung ein sehr bedauerlicher Unfall vor.
Beim Ueberfahren der Brüde am Höchberger Thore mit einen be⸗
ladenenen Munitionswagen brach diese durch und Wagen, Pferde
und Mannschaft fielen in die Tiefe, wobei zwei Soldaten todi
blieben und mehrere schwer verletzt wurden. Ein Mann retiele
durch einen Sprung in den Graben. Der Führer des Wagengz
am mit dem Pferde, auf dem er saß und in den Graben fiel.
anberlezt davon.

fSaacbrücen, 16. Aug. Zwei wandernde Schmied⸗
zesellen wurden gestern Nachmittag durch den hiesigen Gendarmen
zerhaftet, weil sie in mehreren Häusern unter Trohungen gebettelt
hatien. In einem Privathause der Wilhelmstrabe hier trat der
zine ungestüm ein und verlangte barschen Tones e'ne Porton ge⸗
bratenes Kalbfleisch mit Salat und Aartoffeln. Als man's ihm
wbschlug, wurde der Strolch so frech und ungezogen, daß er gewolt
sam aus dem Hause entfernt werden mußte. Aehnlich benahmen
heide Burschen sich in der Vorstadtsiraße bei einem Klenpner und
wahrscheimich auch anderweilig, bis es gelang, sie hinter Schloß
und Riegel ju dringen. Es muß noch bemerlt werden, daß einer
der beiden äußerst kräftigen Strolche eine monagtliche Invaliden⸗
Pension von 21 Mart bat und die Denkmünze von 1870/71

taͤgt. (Saarbr. Zig.)
Saarbrüden, 16. August. Die zuchtpolizeigerichtlichen
Berhandlungen gegen die socialdemokralischen Agitatoren Raulitz
and Hadenberger gingen heute Mittag 124 Uhr zu Ende.
Das vffsutliche Ministerium trug nach ausführlicher Begründung
der Aufiage gegen jeden der Beschuldigten auf eine dre'jährige
Befängnißfirafe an. Die Verlündung des Urtheils ersolgt am

nachsten Samstag nach Beendigung der Handelsgerichtésitzung.

(Saarbt. Ztg.)
Sigmaringen. Zwei kurz nacheinander belannt ge⸗
wordene Funde von Giild magen hier Aufsehen. Der erste Fall
dieser Art betrifft den Polizei- und Ortsdiener Walter in Ober⸗
schmeien, einem Dorfe, eine Stunde von hier, welcher bei Reparatur
sanes Wohnhauses unter einem Balken verst dt verschiedene Geld⸗
sotten, in Goldstüden, Gulden, österreichischen Zwanzigern ec. de⸗
dehend, endedie, deren Gesammtwerth anfänglich zu 4000 fl.
mgegeben, später auf 1700 Mark und schl'eßlich aus lauter ab⸗
leshätztem Geld nur jum Gold- resp. Silberwerth angenommen,
uf ea. 600 Mart sich reducirte. Rentabler stellie sich der zweite
Fund heraus, wo die Erben des kürzlich verstorbenen Schreiner⸗
neisters Fidel Nahr bei Oeffnung eines Kastens, dessen Schlüssel
der Versiorbene nie von sich gab, unter Handwerlszeug und Nägeln
tc. ꝛc. 25,000 Mark in Rapoleonsd'ore, verfollenen Couponsé und
gamentlich Kassenscheine der Spar⸗ und Leihlasse hier vorzufinden
werrascht waren. Der Verstorbene scheint sich diefen Vorrath, von
velchein seine Angehörigen leine Ahnung hatten, als früherer

Theatermeister, woneben er die Schreinerei mit Fuhrwerk belrieb
und daher verschiedene Einnahmen hatte, allmaͤhlig angesammelt
zu haben.

Der Sveialistenführer Guflad Kamm in Neumünster
Holstein) ist unter Hinterlassung vieler Schulden verschwunden, seine
Familie ohne alle Mittel zutüclassend.

4Hamburg, 11. August. Von hier schreibt man dem
„West. Nerlur“: Welch schädlichen Einfluß die Tingel⸗Tangel
auf die gesellschaftlichen und sittlichen Verhälinifse ausüben, scheint
auch den hiesigen Behörden jetzt klar geworden zu sein. Diese
rüher hier so zahlreichen „Gesang ˖ und Musik: Hallen“ sind meisten⸗
heils aufgel oben und die wenigen noch vorhandenen unter so scharfe
Tontrole gestellt worden, daß den Wirthen wie den Sängerinnen
die Lust zum Geschäft von selbst vergeht.“

Der Schulrath in Romester, New-PYork hat ein Beispiel
don Haß und Abneigung gegen die Teutschen dadurch gegeben,
saß er unter dem Deckn'antel der durch die Zeitumstände gebotenen
Zparsamkeit mit 11 gegen 5 Stimmen beschloß, den Unterricht in
er deutschen Sprache in den öffentlichen Schulen abzuschaffen und
die hierfür angestellten Lehrer zu entlassen. Unter den Schul⸗
ommissären, welche für diesen Beschuß simmten, waren leider auch
wei Deutsche Namens Weil und Felsinger.

f In den Ver. Staaten gibt es 33,000 Advbolalen. Davon
zefinden sich 5914 im Staate New ; York. 83452 in Missouri,
3253 in Piunsylvanien, 2628 in Illinois, 2683 in Obio, 1684
in Indiana, 1562 in Kemuly, 1270 in Massachuseits, 1115 in
Talifornien. Von den Städten besihen New⸗PYork 1286, Phila⸗
delphia 992, Chicago 629, St. Louis 694, San Francisco 438,
Brootiyn 429, Bofion 342, Washington 870, New Orleans 310,
Fincinüali 295, Clebeland 2866. Die Gesammtzahl der amer⸗
anischen Advokaten ist sonach um 8000 Mann gidßer als die
zanze Bundesarmee. In ganz Deuischland beläuft sich die Zahl

der Advokaten nur auf 5500 bis 6000.
fEineigenthämliches Wettrennen. In New—
York trat kürzlich ein elegant gelleideter Mann in einen Juwelier⸗
aden und fragte, ob er nicht einige Becher besichtigen koͤnne, d'e im
Zchaufenster standen nnd von Silber und mit Gold ornamenkirt waren.
Der Juwelier reichte ihm einen und sagte: „Das sind Wettrennen⸗
zecher.“ — „Wettrennenbecher? Was bedeutet das ? — Das sind
Becher, die Derjenige erhall, der im Wettrennen den Preis erringt.“
— „Nun, wenn das so ist, so will ich für Einen rennen!“ sprach
der Mann und war mit einem Sotze sammt dem Becher aus der
Thür. Der Juwelier „startete“ ebenfalls und jagteb ihm nach,
aber an der naächsten Straßenede entschwand ihm der Renner aus
dem Gesichte.
4 Washingtor, 12. August. General Gibbon hatte an
der Spitze von 182 Mann Bundestruppen und Bürgern am 9. d.
einen härinäckigen Kampf mit Indianern bei Helena Montano,
wobei zwei Offiziere getödtet wurden. General Gibbon nebst vier
Difizieren wurde verwundet. Von den Soldaten und Bürgern sind
30— 100 Mann verwundet oder todt. Die Indianer wurden
chließlich gezwungen, sich zurtidzuziehen und wird deren Verlufi
nuf 100 Mann geschätzt. — Einer Depesche aus Panama vom
3. d. zufolge sche terte der Dampfer Eten“ von der Pacific Steam
Nuvigativn Company om 15. Juli 78 Meilen nördlich von Val⸗
paraiso. Es waren angeblich 160 Personen an Bord, 48 davon
erreichten dis zum 18. Iuli das Festland, 20 retteten sich auf
nahe Felsen. Das britische Kriegsschiff „Amethyst“ ging, um
dilfe zu leisten, dahin ab, konnte sich aber wegen des slürmischen
Wetters den Felsen nicht nähern. Aus Mangel an Lebensmitteln
kemen mehrere auf den Felsen um, die Ueberlebenden flürzten sich,
um ihrem Leiden ein Ende zu machen, in's Meer; von diesen
wurden nur 3 Personen geret‘et. Die Zahl dir Umgekommenen
wird auf 100 angegeben.
Die Auswanderung von den Ver. Staaten nach
Ausiralien ninmt immer größere Dimensionen an. In den letzten
zwei Monaten sind über tausend Persogen ausgewandert. Amerika
scheint demnach aufzuhören, das Eidorado der Einwanderung
u sein.
ιαααιιOUαOαα—
Handels⸗ und Verkehrs⸗Nachrichten.
München, 10. August. Die seitherige Abtheilung J der Regie⸗ und
Materialverwaltung der Generaldirektion der Verkehrsanstalten — Betricbs.
abtheilung hat künftig die Brnennung: Billetenverwaltung der
. b. Staatseisenbahnen“, die Abtheilung I die Benennung: Regiever—
waltung der Generaldirektion der k. b. Verkehrsanstalten, Betriebsab⸗
heilung zu führen. In den Kompetenzen der beiden Verwaltungen triti
leine Aenderung ein.
Munchen II. August. Die Vereinbarung eines einheitlichen Ueber⸗
rinkommens flir die Behandlung der Verschleppungen von Gütern und Reise⸗
gepack fur ein möglichst ausgedehntes Verkehrsgebiet ist vollzogen. Dieselbe
war seit lange als ein durch die derzeitigen Verlehrsverhälinifse geschaffenes
BZedürfniß anerkannt.
        <pb n="436" />
        Die bahyeriscchem Qassenanweisungen
(Ssaalspopiergeldj zu 50, 5 und 2 fl. werden nur noch bis 29.
Septemoer l. J. eingelöst uͤnd sind nach Ablauf dieser Frist gänzlich
werthlos.

Wohl der arbeitenden Klassen. Der Certralverein, welcher Männer
der verschiedensten politischen und, kirchlichen Richtungen umfaßt,
will mit diesem Unternehmen keine Geschaͤfte machen, noch irgend
welche Sonderinteressen verfolgen, sondern einem großen humanen
Zwecke dienen und zur Berbreitung gesunder Anschauungen über
die Arbeiterfrage und nachahmenswerther Einrichsungen, für Her—
stellung des socialen Friedens beitragen. Die „Social⸗Correspondenz
strebt ehrlich und ernsthaft, auf Seiten der Arbeitnehmer wie der
Arbeitgeber, den Sinn für Gerechtigkeit und B'lligkeit zu pflegen.
Sie kann bei jämmtlichen Postaustalten zum vierteliährlichen Abon—
nemenispreis von 1,60 Mark bezogen werden. Die seit dem 1.
Jali erschienenen Nummern werden nachgeliefert. Wir legen unsern
Osern dieses gemeinnützige Unternehmen an das Herz!

— 3 .F Gemeinnützziges. —
* a7.

Behandlung neuer hölzerner Fässer zur Aufbe vabrung von
Weinund Mossf. Neue bölzerne Fasser ertheilen dem Wein und
Most, bekanntlich einen schlechten Geschmack und führen auch wohl
anzliches Verderben herbei. Man beugt dem vor, wenn man de
—* mit einer Sodalösung auslaugt. Für ein Faß von 60
diter genügt 1 Pfund krystalisirtes kohlensaures Natron. Man
röst dieses Salz in Wosser, fülli das Faß halb voll, rollt es eine
Zeit lange, füllt es dann danz voll und laͤßt es 12 bis 14 Tage
fiehen. Die Lauge ist dann bꝛaun gefärbt und wird abgelaffen.
das Faß abermals mit Wasser gifüllt, einige Tage hingestellt und
dann ausgespült. Jetzt hält sich der Wein in einem solchen Fess
bortrefflich.

J

JIhkustrürte Frauen⸗Zeitung. Von den beiden neuesten
Nummean dieses Blattes (Preis vierteljährlich 2. M. 50 Pf.) lin Oester⸗
reich fl. 1. 60 Oest. W., in der Schweig Fra 3. 35] enthäli die Moden⸗
Rummer (29) in ihrem Hauptblatt neben einer großen Anzahl einfacher und
eleganter Kleider und Toilette-Gegenstände eine Äuswahl besonders reizender,
leichter Phantasie-Arbeiten, während die Beilage außer 16 Schnitimustern
noch verschiedene Muster⸗Vorzeichnungen und ein Alphabet altdeutscher Buch—
ttaben für die jetzt beliebt gewordene, farbige Leinenstickerei bringt. In der
darauf folgenden Unterhaltungs-Rummer (30) reiht sich an die Fortsetzure
her Novelle Ein Mädchenräthsel“, von der verstorbenen I da von
Düringsfeld ein tiefempfundener, Nachruf an Ottilbie Wilder—
muth von der ihr persönlich bekannten Eim m a VelEy, mit dem Portraii
der Heimgegangenen; darauf folgt eine Besprechung des Stieler'schen Pracht⸗
verkes Biunder aus Elsaß-Lothringeg“ mit einer Bildprobe
und eine prächtige, lebensvolle Zeichnung Paul Meyherheim's aus
dem Berliner Zoologischen Garten mehrere Affen mit dem ihre Behausung
heilenden Ameissenbären spielend, von erklärendem Text von F.
dichterfeld begleitet; den Beschluß bildet die Biographie eines bisher
wenig gekannten Tiroler Schrifistellers aus der Zeit vor dem 305jährigen
striege, Hippolyfus Guarinonius, von Adolf Pichler,
die Briejmappe und sieben Gedenktage berühmter Frauen
aus der ersten Hälfte des August.

Fur die Redaction verantworilich F. XR. Demet.
ZJunuternational⸗Lehrinstitut in Brus sal. — De
IV. Kiasse, deren Absolvirung zum einjährigen Militärdienst be—
rechtigt, zählte dieses Jahr 12 Abiturienten. Säwmtliche haben
die in der Anslalt selbst abgehaltene Prüfung bestanden.

—
Seit Anfang Apris erscheint wöchentlich in Dresden, herausge-
deben von De. Victor Böhmert und Arthur von Studn'itz, die
Eoeial⸗ Corr espondenz“, Organ des Centralvereins für das
Schnanybacher Kirchweihe.
Sonntag, den 19. uü. Mon
nag, den 20 August Radmittags

Harmonie⸗ Musik,

J Abends

BALL,

Michael Schnéider.

—— 19. Aucnsi
Harmonie-Musik
bei Peter Junug.
Ein Mädchen
welches kochen kana, findet gute
Stelle gegen hohen Lohn im
Cafée Etrachurg, Metz.

glut franco⸗Verlangon

erhalt Jeder, welcher fich von

dem Werthe des illustrirten Buches:
Dr. Air's Naturheilmethode (50.
Aufl.) überzeugen will, einen Auszug
daraus gratis und franco zugefandt
von Kichterꝰs Veriags· Anstalt in Leipzig.
Kein Kranker versaume, fich den
Auszug kommen zu lafsen.

q

„I

Programmeo
gratis durch
die Direction.

——— — Beginn des
3A - Gaenen). MMWintercurses
4oschinenbauschulsle. 185. Oetober
Sedan! Sedan! Sedan!
Fahnen waschächt! Ballvns „Lampions, Fett
töpfchen, Transvarente, Feuerwerkskörver. — Vreis
listen gratidß. — J
Bonner Fahnenfabrik, Bonn a. Rhein.

Vorunterricht frei

*2* —
J* 2

2. 2 2

532 55 5
—585 —
5388 24
5 2 2*
22*2
282*

2732—

3 372823
373553
5352

25535
222

*258 7

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—RX

— ————
In callen bedeutenden Musikalionhandlungen

——

vorräthig!
Im Verlage des Unterzeichneten erschien soeben
in Neuer Ausgabe:
IA polie Tleur du Bohemien. —8 —
RERrilIantoe DPantasie —J t
. u Interprèto.
PhANOFORTE französisches Journal füg Deutsche
von mit — e e u. Worterklürungen
J questes und wirksamstes Hifsmittel bei Erlernung der
7T H — qhoOom EFTGMASSOC franzdsisehen Sprache namentlich für das —— unẽ
op 78. Preis: M. 2.50. bei Vorhereitung auf Pxamina (Linjuhrig-Freiwillige); zugleiet
Diess riemlich schwere aber sehr dankbare LKla- erleichtertsto und erfolgreiclste französische Lecture fũr Jeder
vier⸗en oiten vira von jedem etwas geühten Kla⸗ mann, sovohl für jüngero wie altero Kreise und die Familie
ierspielet gerne vorgetragen verden. Seit Jabren Inhalt: Tagesgeschichte, Telegramme. belletristische, popular
in Beounttüuck Von ahnlich durchschlagen- vissenschaftlicho and vermischte Aubhatze, gediegene Noveller
demn VDifolge erschienen sein. 5 und Skizzen, inteéressanto Processo — ———
Gegen Finsendung des Betrages erfolgt franco Nummer. reis nur M. 50 Pt. per Quartal, diroct unte
— zand 1 M. 65. Inserate (&amp; 30 Pf. die 8spaltige Zeilo durc
Peft. Jos. Tongeh, Koln. a. WUß. — —— „Intorprète“ über ganz Deutachlan
343 und Oesterreich von besonderer Wirbung.
α, Pdenxohen. i εσιιον-
———— ——— — — — — Zt— —— —— — — —— —
IFiie eso non 7. Demes in St Ingaboert
        <pb n="437" />
        —E J — 84 2 — n —4α 323 —X * —3 . 8 A —8
— —I — V — — 212 4424* J * * 7.. X *
* — HM5 2 2
—J — 27 —2 —— 0
VDer St. Ingberter Anzeiger und das (-mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt; GSonntags mit illustrirter Bei⸗

lage)erscheint wöchentlich viermalz Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

1 Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. fuür die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet. —9

—

——s[⏑ vpp
5 129 — Sbunlag: den 18. August 1877.
8 » ανα xαν α uaαν — —————— —— i
— —— — *— — —— ———r — — — — — ———
—— 4 2w42 S2

a J d 3. *39 9Br

— Deulsches Reihcgg.

Bex IiI Aug. Dex: Kreuzieitung“ zufolge hat sich
die Prinzessin Elisabeth, zwaite Tochted des Prinzen Friedrich Karl,
mit dem Erbgroßherzog; von, Oidenburg verlobrůν

—Berlin, 16. Aug. Gutem Vernehmen nach hätie sich auch
die Prinzessin Marie,-älteste Tochter des Prinzen Friedrich Karl,
verlobt: und zwar mit dent Erbprinzen von Schaumburg⸗Lippe, gen
boren am 10. Oktober 1846, Major beim 2. Westfälischen Husaren⸗
Regiment Nr. 11. Es heißt, die Verlobnng werde am künftigen
Sonntag gleichzeitig mit jener der Prinzessin Elisabeth bekannt ge⸗
macht werden. —2

ANusland.

Wien, 16. Ang. Die „Presse“? meldet qus Bukarest?
Die Aufflellung der xussischen Armee erstreckt sich gegenwärtig über
Bulgareni, Tirnowa, Pakioei bis Rasgrad. x, Dieselbe Zeitung
meldet aus Ragusa; Die Aufständischen unler der Führung von
Babics und Bonaventura haben durch 5 Tage mit den Türken bei
Creipotot gekämpft. Letztere wurden vollständig geschlagen und ver—
loren 1000 Mann sowie große Massen Waffenund Proviant:
Von den Aufständischen wurden die Städte Pelrovatz und Kljutsch
in Braud gesteckt rx Dss „Tagdblatt“ bexichtat aus Otmanbazar
bom 15. d. Heute wurden die türkischen ⸗Vomwosten bei Mesrowa
durch 8 russische Bataillone angegriffen; die Rassen wurden zurück⸗
gedrängt und erlitten erhebliche Verluste durch Heckenfeuer⸗ Sulei⸗
man Pascha hat Keslobci bei Elena nördlich vom Balkanbesetzt.

Wien, 16. August:“. Eine Circularnote der griechiichen Re⸗
gierung begründet ihre Rüstungen miße den Gefahren, welche ihren
Staatsangebörigen durch den Türkenfanatismus drohen. (Fr. 3.)

Paris,, 14. Aug.““In französischen Blätlern taugen steta
von Neuem abenteuerliche Berichte über deunsche Kriegsrüstungen und
aungeheure Truppenansammlungen inn den⸗ Frankreich benachbarten
Probinzen auf. .Dem in“ Lyow erscheinenden ,Salui Public“ ent⸗
nehmem wirr nrun machstehende Mittheilungen.zMau wersichert uns,
daß Deutschland, wegen der Unbeständigkeit der französischen Dinge
besorgt, odes aus irgend welchem anderen Anlasse in EisaßLoth⸗
cingen Kräfte angehäuft habe, welche die zugestandenen Zahlen des
ordemlichen Æffektivs übersteigen. Ebenso wärte zugestanden und
so zu sagen festgestellt, daß, ohne die Armee von Metz Leinzube⸗
greifen, von den Ufern der Mosel bis zu den Straßen längs dem
Xbein · Marna-Kanal. Unde endlich, an den strategischen Punkten Ka⸗
datt, Mainz, Karlsruhe, von dem Großherzogthum Baden-bis zu
den, ꝓerschiedenen Greuzen, der Schwez., des Schwarzwaldes⸗ und
des Rheins drei Armeekorps aufgesteut sind. Dies ist nicht alles.
Es soll unter den tüchtigsten Soldaten, Korporalen und: Uniteroffi
zieren, außerhalb der activen Kadres eine geheime Auswahl ge—
troffen worden sein, um die Qualitzt der gegeüwattigen Armee zu
erhöhen, denn die im Budget vorhergesehene Frieder zarmee hat an⸗
scheinend seit mehr als 8 Monaten uad namemlich- seit zehn Wochen
zu eristiren aufgehoͤrt, um dem Kriegsfuß Platz zu machen. Um
jusammenzufassen, das im Hindlick uf HIchwicrigs Ereignisse zur
Verfügung stehende Effectiv würde geßenwärlig pwijchen Köin, Trier,
Luxemburg und der ganzen Rheinlinishollständig, wennuennotbthut,
binnen vier Tagen, sich auf 1,200,000 Manni belaufen.n Außer⸗
dem sind die Festungen für weittragende Geschützeeingerichtet uund
mit Lebensmitteln versehen, welche der langen Daue— jeder Belas
gerung -trotzen. Die Einzelheiten pieser vielfachen Veriheidigung
ermönlichen jede Entfaliung der Festungs- oder sonstigen Artillerie
und dienen allen ihren Zwecken. Schließlich würderes scheinen,
als ob die Politit keineswegs dieser großen Entjaltung von Krästen
und Moterial fremd wäre.“ — Die Unrichtigkeit der Angaben des
französischen Blattes springt jedem, der die Verhaltnisse auch nur einis
germaßen kennt, sofort in die Augen. ; Indeß schadel es nicht, wenn
den Franzosen cesagt wird ‚n.daß wir ziemsich seriid sindAsiengu
empfangen. Ein sehr kundiger Mannz iue Meh Kal moch por. 8
Tageñ versichert, daß, wenn don Berlin ein Telegramm ankomme,

—
2177 —

J u —

der Feind sei inMars la Tour, die Kanonen auf dem St. Quen⸗
tin im Zeitraum einer Stunde fertig seien zum Schießen.
Konstantlnopel, 16. August. EGinem Telegramm Derwisch
Paschas aus Batum vom 14. zufolge, hat derselde eine russische
Redoute eingeuommen, welche den linken Flüg el seiner Armee beun⸗
ruhigte. Die Russen hatten einen Verlust von 200 Todten. — Depeschen
aus der Herzegowina melden, daß die Insurgenten an mehrerten
Bunkten geschlagen. wurden. — In Adrianopel wurden 40 Bul⸗
garen gehenkt. —

Konstantinopel,IG. August. Die Russen fahren fort,
über die bei Pyrgos unweit Rustschul errichtete Brüde Truppen,
namentlich Artillerie, zu befördern. Inder Umgebung von Ras—⸗
grad' wurden am 14. d. recognoscirende russische Truppenabthei-
lungen mit großen Verlusten zurückgewi esen. Der Balkanpaß von
dainboghaz ist von Suleiman Pascha nunmehr vollständig befetzt.
* Er zerum', 15.. August. Das Centrum der rujssfischen
Armee empfing bedentende Verstärkungen und hat eine Offenfidbe⸗
vegung begonnen. Der Vormarsch. des Generals Tergukossoff an
die Grenze wurde von Ismael Pascha aufgehalten.

— ue, Vermischtes. —
om bu v. In Aden -78 Gemeindene des Bezirksamis
JZomburg wurden ims Jahre 1876 299,698 Mark Umlagen fir
Semeindezwecke erhoben. Das sind 2398 Projent“ ˖ der Gesammt⸗
daatssteuer mit Ausschluß der Kreisbeischläge. Am wmeisten belustet.
and die Gemeinden Lambsborn mit 10807 Reichenbachsteegen mit
22, Mittelbrunn mit 91 L.Bechhofen mitr887 Beeden⸗Schwarzenbach
mit 500, Madenbach und Oberberbach mit je 481, Kleinonweilee
nit· 478, Kirlel⸗ Neuhäußel mit 4413 und Steinwenden mit 405
Vrozent Umlagen. In Homburg wurden 280 und in Landstuhl
194 Prozent erhoben. Von den übrigen 66 Gemeinden des Be⸗
zirkzs haben
300 - 400 0, . .3447
200 -800 .
—ä
2 bis zu 100 000
erhoben. Blos zwei Gemeinden — Niedetmiesau und Mbermiesau
7T sind in der glüdlichen Lagendeinerler Umlagen erheben zu müfsen.
Anter“ den vocbezeichneten⸗Auflagen esind die Distriktslasten nicht ein⸗
hegriffen.v. Diese betrugen für das Jahr 1878, 4im Kanton Hom⸗
hurg 134 60, Landstuhi 52 00 uͤnd Waldmohr 51 00 der
Staatsfleuer⸗ 34 — —V — —EX A.⸗
In Kaiferblautern wird der Sedan⸗-Tag (Sonntag
2. Sepi.) durch musikalischen Frühschoppen im Wächter'schen Garten
und Fest⸗Bankei im Fruchihallsaale gefeiert. werden 3. bei letzterem
virken 10 Gesangrereme und das Stadtorchestet · mit:Allen Den ·
enigen, welche, die Feldzügt pon 1866 und 18707 1. emwedir als
Tombattanten oder als Sanitäter mitgebracht haben, ist freier Ein
ritt zum Banket gewährt.“2
AVον dem Handelsezund Wewerbegremium Kirchheim dolanden
vurde an den Vorstand der Bayerijschen Notenbank., für die Pfalz
n⸗ Ludwigshafea: das Ansuchen cgestelli, die Errichfung einer Agen⸗
kur dieses Instituta⸗ in Kirchheimbolanden veranlassen zu wolen,
um⸗ auch diesen Platz in das große deuische Banknetz aufgenommen
zu sehen. Wie man uns versichert, soll diesem Ansuchen in Lud⸗
wigshafen ans das entgegenkommenste entsptochen worden sein.
123.FWie rentabel die Geschäfte der Carrousselbesitzer sind, durfte
daraus hirvorgehen, daß in Edeen kob beem, der Markstand fuͤr ein
Farroussel auf ein Jahr mit 208 M.bezahlt wurder
Sud wigshrageu, L7. August.“ In gestriger Polizei⸗
erichtssitzung wurde der Weinhändler Ludwig Brunn zu 150 M.
Beldbuße, ehentuell 42. Tagen Haft a verurtheilt und⸗ zugleich die
Bernichtung don etwa O. Fuder Kunstwein“3die bei ͤhm mit Be—
chlag belegt waren, verfügt, Eaist dab⸗ die⸗ höchfe Strase auf
velche Nach Lage der Sache und unferer gegenwärtigen Gesetzge bung
tkannt werden konnte.
        <pb n="438" />
        Das „Ir. Tgbl.“ meldet: Lambsheim, 14. Aug.
Gestern entgleiste dei Freiusheim auf der eben im Fertigstellen be⸗
griffenen Bahnstrede Freinsheim⸗Frankenthal ein Grundzug wodurch
wei Arbeiter siark beschadigt sein sollen.

Speyer, 15. Aug. Die pfälzische Generalsynode wird,
da die uðthigen Vorbereitungen nicht früher beendet sein werdeu,
wahrscheinlich eist im Monat November einberufen werden.

Funsere Kinderwagen. Auf allen oͤffentlichen Prome⸗
naden und Spielplähen kann man diese zierli hen weißglanzenden
orbwägelchen mit den gleichfarbigen zusammenllappbaren Verdecken
aus sogenanntem „ameranischem Ledertuche“ sehen und man mag
sich über die holden Kinderkspfchen recht innig freuen, die unter
den schützenden Dächern hervorlugen. Allein die zarten Wesen alth⸗
men in diesen Wägelchen Gift und Tod oder schweres Siechthum in
des Wortes verwegenfier Bedeutung ein. Von den verschiedensten
Städten, so aus Celle, Lüneburg, Stromberg vom Rheine her,
dringen Nachrichten in die Oeffentlichkeit, daß eine ungewoͤtnlich
große Zahl an sich gesunder Kinder unter Erscheinungen erkrankten,
welche auf eine mehr oder weniger chronische Bieivergiftung schließen
lassen uuußten. Detr Verdacht lentte sich auf diese Kinderwagen, als
auf die eigentliche Krankheitserregung und gab dem Reichsgesund⸗
heitsomte endlich Beranlassurg, der Sache väher zu treten. Die Er⸗
gebnisse der angestellten chemischen Untersuchutza waren denn auch über ⸗
raschend genug, nicht weniger als 42,7 pCt. metallischen Bleies
waren jenem amerikanischen Ledertuche beigemischt. Aus einern 10
Gramm wiegenden Stüch des genannten Stoffes warde ein Bleikorn
don 14,17 Frawmm gewonnen! Als am 24. Juli dieses Jahres ein
Stuͤd des bezeichneten Stoffes der Wirkung direlter Sonnenstrahlen

ausgesetzt wurde, loͤste sich der brüchig gewordene Anstrich ab.
WDehn Han nun bedenkt, eine wie verhältnißmäßig aroße Zeit des
Tages die Kunder während des ersten und zweiten Lebensjahres
gerade in solchen Wagen zuzubringen gezwungen find, so leuchtet
die Groͤße der Gefahr, der sie ausgesetzt sind, von selbst ein. Wir
müsfsen daher die: dringendste Warnung vor dem Gebrauche dieser
giftaushauchenden Waͤgelchen hier an die Mütter und Pflegerinnen.
chten. Die nämliche Vorsicht muß aber auch bei dem Anlauf

j
Todes-Anzæο-.
Freunden und Bekannten hiermit die Trauernachricht,
daß gestern Nacht unser liebes Soͤhncheu

Carl Samsel
in dem zarten Alter von 180 Monaten nach ach!tägigem
schweren Leiden in ein besseres Jenseits abberufen wurde.
St. Ingbert, den 18. August 1877.

Die trauernden Eltern.

Die Beerdigung findet morgen (Sonntag) Nachmittao
um 8 Udbr flatt.

IIC

ausgeführt von der St. Ingberter Stadtkapelle

in der Heusser'schen Gartenwirthschaft.
—A
Meutsche Tepferee
Orgam fur Topser, Porzxellan- und IXLAVLLX
ZISxler und die ünmit vervandten Induatriex weige.
Herausgegeben von Braust Haupt.
Vorlag: Erpedition der „Doutsaehen Tõpfserreitung
Ernst Haupt) in Naumburg a18.

Lrscheint alle 8 Tage. Abonnemoentspreis pro Quartal
3 MAx. - 21. deter. Wahrung. Bestellungen nehmen alle
Buchhandlungen des In- und Auslandes, desgleichen allo Post-
anstalten an.

Annoncen werden die dreigespaltene Potitzeils oder deren
Raum mit 20 Pf. berechnet. Die Aufgabe —XVXEX
durch die Annoncen-Expeditionen von Rud. Mosso, Haasen-
ztein &amp; Vogler u. s. v. erfolgen.
a6Pbetraen im Postzeitungs-Catalog, 6. Nachtrag, Nr.

a.

Lusser Aufsatzen aus der Feder grösstentheils praktischer
Mitarbeiter bringt dio Wochenschrift Abbildungen von Bren-
Sfen, Sehlemmaschinen. Aufklarung ũber Glasur u. s. vw. und
itehen Probenummer gratis und franéoo zu Diensten.
Icdaimen Drugã und Lerlag von

bon ähnlich angestrichenem Kinderspielzeug der verschiedensten Art
angewandt werden, und wi⸗ konnen unsere Verwunderungen da⸗
rüber nicht unterdrücken, daß das Reichsgesundramt diese so nahe⸗
iegende Frage nicht gleichsalls in den Bereich seinet Untersuchungen
zezogen hal. Wie manchem Kinde mag nicht schon mit dem Weih⸗
zachistische der Keim zu einer chronischen Bleivergiftung mitgegeben
vorden sein!
rrf estegeten.
Dem Notar Aug. Wiest in Blieskastel wurde auf sein Ansuchen
zestattet, den geprüften Rechucandidaten Theod. Ruff aus Kaisers⸗
dulern auf ein Jabr als Amtsverweser zu bestellen.

—MXWlre
Hardeis⸗ und 70 richten.

In den Werlstatten der Wrliner Maschinenfabriken
herrscht jet wieder regeres Jeben, nachdem in Folge eines Abschlusses, na⸗
nenilich in der Bomig schen Fabrik fur die Arbeiter wieder volle Beschäfti⸗
zung eintritt. Den dis jezt gehaltenen und fast den alte sten Jahrgaͤngen
angehdrigen Arbeitern, welche schon seit Wochen feiern, ist die trostreiche Mit⸗
heilung geworden, daß fie von jezt ab wieder an ihre Plaͤtze treten kLonnten
und Arbe it erhalten würden.

— Fur de Redaccion verantwortlich . x. nex

J A iff welche von Zeit zu
Lrotz u er ugri e, Zeit von interessirten
Perfonen Jegen Dr. Airy's Namucheilmethode losgelossen werden,
jat sich dies vorzügliche populat · medicinische Werl und das darin
Hesprochene Heilverfahren immer neue Anhänger erworden und in
mmer weiteren Kreisen günstigste Aufnahme gefunden, was schon
araus hervorgeht, daß dasselbe bereits in mehreren fremden
Sprachen gedruckt werden mußle und schon uüber 90 Auflagen ers
lebt hat. Wir glauben daher auch nur im Interesse der zahlreichen,
nach Hilfe — Heilung verlaugenden Kranken zu handeln, wenn
wir ihnen auf Grund dieser Thatsachen und der zahlreichen gläͤn⸗
genden Zeugnifse dieses, nur 1 VMart kostende Buch driugend zut
Unschaffung und Darnach ichtung empfehlen. Um nun aber durch
jhnlich betitelte Bücher nicht irre gefuͤhrt zu werden, verlange man
ausdrücklich: Dr. Airys Raturheilmethode, Original⸗
Ausgabe von Richter's Verlags Ansiolt in Leipiig.

* 4
Frankfurter D VEssig-Essenz
Beahutzmarko.)
in Flaschen à 1M. empfiehlt angelegenilichst. Jedermann lann
sich daraus augenblidlich durch Verdünnung mi Wasser, nach Ge⸗
drauchsanweisung, billigen und wohlschmeckendsten Essig bereiten,
welcher damit eingemachten Früchten und Gemuüse außerordenlich
her Verderben schüht. Die welnbelannten MPickles verdanken ihre
halibarkeit ausschließlich dem dazu verwendeten gleichen Essig.
Um vor Täuschungen bewahrt zu bleiben, beachte man obige
Schuhmarke auf dem Siegel der Flasche.
J. Peirers, St. Ingbert.
Tuchtige Schmiede u.
Mieter
fuchen
Gebr. Lüttgens,
Burbach a. d. Saar.

Danksagung.

Hetzlichen Dank allen lieben
Verwandien, Freunden und Be—
Lannten für die Theilnahme bei
der Beerdigung unserer theuern
Bottin und Mutter Sophie
3vos geb. Linder.
St. Ingbert. den 17. Aus. 1877.
Derx trauernde Gatte u. Kinder.

Frucht⸗, Brod⸗ und
Fleifsch⸗Preise der Stadt
Zweibrücken vom 18. Aug.
Weizen 12 M. 19 Pf. Korn
Os M. 48 Pf. Gersie 2reihige

u8 M. — pf. Gerste Lreih.
0 M. — pj Spel; 07 M.
91 Pf. Spelzlern — M. —
Pfg. Dinlel — M. — Pfg .
ajchfrucht 8 M. 86 Pf. Hafer
7 . 21 Pf. Heu 2 M. vbo
Pf. Stroh 2 M. 20 pj. Kar ⸗
sosjeln 4 M. — ypf. per Cn.
Weißbrod 1 Ko. 60 Pf. Korn⸗
zrod 3 Ko. 79 Ppf. ditto 2 Ko.
53 Pf. dino 1 Kilo. 27 Ppf.
Gemischtbrod 3 Kilo. 1M. —Pf.
Paar Wed 190 Gramm 6 Pf.
Rindfl. 1. Qual. 70 Pf. 2.
Quei 60 Pf. aalbfl. 70 Pf.
hamfl. 70 Pf. Schweinefl. 70
vf. Vuner 1 V. 20 Pf. pet Psd

Haasenstoin &amp;
Vogler.

Prsto und ãltesto
Ammnomes-Expedi-
tion
Frankfurt am NMain
22 G6G6theptuta 22
Agenturen in: Cassel, Gies-
zen, Darmstadt, Mannheim.,
Carlsruhe, Wiesbaden.
ιααOα

Annoncen alller Art, Stellen-,
Tauf-, Verkauf- Heiraths-, Agen-
tar-Gesnehe ete. in alle Blatter
and Pachzeitsehrifton der Wolt
besorgen wir ohne alle Neben-
xosten.

Specialitãt: Aussehliessliche
öRegie aller gröeren Schweizer,
pariser, Russischen, Englischen,
Iolndischen Insertions-Oræxane

J. x. Vemet in St Ingbert.
Siezu „Illustrirtes Sonntagsbiatt Nr. *2
        <pb n="439" />
        — — — ——

— —
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter BVei⸗

age), erscheint wöchentlich viermalz Dienstag, Dounerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentspreis beträgt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts wvit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, NReclamen
mit 30 Pigq. pro Zeile berechnet.
M 130..

Dienstag, den 21. August

grn.
Deutsches Zeich.
München, 17. Aug. S. M. der König hat den Oberste
rofmarschall Frhrn. v Maljen beauftragt, bei dem deutschen Kron⸗
zrinzen während dessen Aufenthalts auf den k. Schlössern zu Würzburg.
uind Regensburg die Honneucs zu machen. Im Gefolge des
dronpringen werden Oderst v. Mischke, Hauptmann v. Phulste'n,
henerallieutenant v. Gottberg, Genetalmajort v. Wichmann, Oberst
. Xylander, Oberstlieutenant v. Unruhe, Oberstlieutenant v. Stülpnagel,
Mitimeister v. Ryvenheim und ein bayer scher Ordannanzoffizier sich
jefinden. W

Berlain.“ Die „National:Zeitung“ will erfahren Jaben,
aß dem Reichstag bei seinem nächsten Zusammentritt der Gesetz
entwurf über Aufnahme einer Anleihe zur Durchführung der aul⸗
zemeinen Casernirung des Reichsheeres wieder vorgelegt weiden soll,
och in einer in' manchen Rihtungen hin veränderten Gestalt. —

Berhin. Demnaächst soll in Verlin der soe alistische Kalender
sür das Jahr 1878 „Der arme Konrad“ ausgegeben werden.
Neben diesem o'ficiellen Parteikalender existirt noch ein zweiter
dalender, der Bracke'sche „Volkslalender“, der als Priva tunter⸗
nehmen von dem socialistischen Reichsstagsabgeordneten Bracke in
Braunschweig ausgeht. Beide Kalender sind im letzten Jahre iu—
40.000 Exemplaren abgesetzt worden.

Ausland.

Wien, 18. Aug. Die „Polit. Korrespondenz“ meldet aus
Bukarest vom 18. d. M.: General Gurko aäußerte sich dahin, daß
»ie Positionen der Rufsen von der Donau bis zum Schipkapaß so
tark jeien, daß die Türken einen Angriff nicht wagen würden.
Beide Armeen verichanzten sich fortwährend, die Türken hätten sich
zamentlich bei Plewna stark defestigt. Doch sei de Lage Osmann
Zascha's eine schwierige, da die zahlteiche Kapalerie der gegen ihn
teeuden 80,000 Russen seine Verbindunz mit Sofia vollständig
anfserbreche und Mun't'ons⸗ und Lebensmistel-Convois abfange.
Die Verpflegung seiner Truppen sei daher sehr erschwert. Die Ruf⸗
en wütden d'e Operationen vor dem Eintreffen der ganzen la ser⸗
ichen Garde nicht aufnehren, was eine Pause von zwei bis drei
Wochen gewärtigen lafse. Tie Russen hätten keineswegs die Dobrud⸗
scha geräumt, im Gegentheil werde das Korps des Generals Zm⸗
nermann fortwährend veistärkt und sei im Begriff, wieder die Of⸗
ensive zu ergreifen.

Wien, 20. Aug. Der „Presse“ meldet man aus Konstan-
inopel: 10,000 Türken lardeten am Freitag bei Küstendsche, um
jegen die befestigte Stellung der Russen bei Tschernawoda ju marschiren,
zjegen welche gleichzeitg. über Kaczemack 8000 Tücken vorrückten.
Das „Tagblatt“ meldet das nämliche und fügt noch hinzu: Das
3000 Mann starke Corps sei ein egyptisches Corps, weiches ein
deservecorps unter Raschid Pascha bei Basaroscheck hinter sich
tehen habe.

Ueber die Stellungen der russischen Donau-⸗Armee wird vom
Daily Telegraph aus Wien berichtet:

Rechter Flügel: 9. Korps in Trstenik 16000 Mann; 4.
Korps in Poradim und Vladina 20, 000 Mann: 32, Division
»es 11. Koirps in Tschausch- Mahala 6000 Mann; 4. rumän'sche
Ddivision in Mahalii aun der Osma 10,000 Mann.

Centrum: 14. Division des 8. Korps in Selbi und Um⸗
zebung 10,000 Mann; 9. Division des 8. Korps in Gabrowa,
Drenswa und Tirnowa 10,000 Mann; 11. Did sion dis 11.
dorps in Kozaraviza an der Straße von Tirnowa nach Osman⸗
azar 10,000 Mann; Division des General Gurto zwischen Gabrowa.
cravna und Schipka 16,000 Mann.

Linler Flügel: 12. Korbs in Kadikdi und Umgebung auf der
Straße von Rustschut nach Rasgrad 24,000 Mann; 13. Korps
u Kaceljew und Tscherklopna auf der Straße von Rustschut nach
Litno.pa 24,000 Mann. Zwei Kavallerie-D:visionen gegen Ras—
grad und Osmanbazar 6000 Pann.

Besammtstand 152.000 Mann. Alz Verstärkungen werden

»rwartet 20,000 Rumänen, 24,000 Mann des 10. Korps und
10,000 Gardes, zusammen 84,000 Mann.

Der Abmarsch der Gardedivision aus Warschan, welcher schon
inmal angeordnet und dann wieder hinausgeschoben worden ist,
jat in Warschau, wie wir auf speziellem Wege erfahren, am Freitag
»egonnen und wurde geflern fortgesetzt. Am Tonnerstag fand
Feldgoltesdienst und die Einsegnung der Truppen statt. Dem Ver—
iehmen nach wird die Garde auch nach beendigtem Kriege nicht
nach Warschau, sondern nach Petersburg zurückehren.

Peter 41 urg, 19. August. Auf Antrag des Großfürsten
Kikolaus ist jetzt noch Befehl zur Mobilisiruag von zwei Grenadier⸗
ivisionen und einer Kavalleriedivision, die früher zum Grenadier⸗
orps gezählt wurde, ergangen.

Vermischtes.

* Die erledigte Stelle eines Hypothelenbewahrers in Zwei⸗
rücken wurde auf Ansuchen demek. Rentbeamten Karl Bouda da⸗
elbst verliehen und der Oberzollinspeltor K. Merk in Furth auf
Lufuchen in gleicher Eigenschaft nach Kaiserslautern versetzt.

Speier. Für das Schuljahr 1877,78 beginni der Unter⸗
icht an der Frauen-Ardeitsschule dahier am 1. Oktober. Der
Interricht zerfüllt in drei Curse: für Weißnähen, Kleidernähen und
Raschinennähen. Außerdem wird in jedem Curse Unterricht im
zeichnen und in der gewerblichen Buchführung ertheilt. Das
7„chulgeld für die drei Curse beträgt 35 V., für einen Kurs 15
N., die Gebühr sür Benützung einer Nähmaschine M. Am 1
Atober wird neben den früheren drei Cursen noch ein selbstständiger
qZtick Curs eröffnet; das Schulgeld für dessen Benutzung wird noch
ekannt gegeben werden. Anmeldungen zue Aufnahme sind bis
ingstens 20. September bei dem Bezirksamte Speier schriftlich
nzureichen.

. Speyer. Di⸗ „Sp. Zig.“ meldet: Unter dem Namen
Pfälzische Aussteuer-Anstalt“ hal sich kürzlich auf Anregung und
uter Lettung des Hrn. Regierungspräsidenten von Braun ein
Jerein gebildet, mit welchem wir die Leser dieses Blattes einst⸗
veilen bekannt machen wollen, da dieser, wie wir zören, schon in
ächster Zeit seine T äligkeit beginuen soll. Nach den vorliegenden
Ztatuten setzt die Anstalt sich zum Zweck, die Verheirathung und
Bründang einer selbststäudigen Exiskkenz für Mädchea und junge
Hänner dadurch zu begünstigen, daß sie den Theilnehmern auf
»em Wege einer alljährlich unter denselben zu veranstaltenden Ver—
oosung für den Fall der Verheirathung ein Capital von mindestens
300 Matk zur Verfügung stellt. Dies soll in folgender Weise
rreicht werden: Jedes Mitgled zahlt jährlich einen Beitrag von
M. Aus sämmtlichen Beiträgen werden nach Abzug der nur
inbedeutenden Kosten für Einkassirung und sonstige Verwaltungs⸗
susgaben Gewinne von je 500 M. gebildet, so daß also auf'je
00 Theilnehmer durchschnittlich jährüch ein Gewien von 300 M.
rifft. Um jedoch den Zwech, welhen die Arftalt sich geseßzt hat,
nuch wirklich zu erreichen, zahlt sie diese Gewinne nicht sogleich
uus, sondern deponirt sie bei einer öffentlichen Sparkasse mit Zins
ind Zinsezzins, bis die Person, welche den Gewinn gemacht hat,
ich verheirathet. Wer sich bis zu seinem 40. Jahre noch nicht
zerheirathet hat, erhäll alsdaan seinen Gewinn mil den inzwischen
rufgelaufenen Zinsen zur freien Versügung. Es koöͤnnen also alle
Unverheiratheten beider Geschlechter, welche noch nicht 40 Jahre
ilt sind, an der Austalt theilnehmen. Der Verwallungsausschuß
jat sich bereits gebildet und besteht außer dem Hrn. Regierungs-
)räsidenten von Braun aus ven Herren Landrichter Fries, Bärger⸗
neister Haid, Adjunlt Lichtenberger, Adjuntt Merbel, Kaufmann
ösinger und Consistorialrath Wand.

FSaarbrücken, 18. Aug. Dem sochen — 12 Uhr
Nittags — verkündeten Urtheile des hiesigen Zuchtpolizeigerichis
jegen die beiden Sozialdemokraten Kaulitz und Hackenderger sind
eht umfangreiche Erwaͤgungsgründe angeschlossen, Kauliz wird dar⸗
nach mehrfacher Vergehen gegen die 88 110. 1830. 181. 186 und
        <pb n="440" />
        189 des Strafgesehzes für Überführt erklärt, jeder der Beschuldigien
tiner Gesammisirafe von zwei und einem halben Jahr Gefang⸗
gh zur solidarischen Tragung der- Kosten verurtheilt und in den
Beleidigungtfallen des Kaulitz den Klagern die Vublikationsbefugvihß
gestattet. 24— —— *
8 Johann, 20. Augusi Auch dem vierten Redacteur
———
seinen Vorgangern nur eine kurze Wirksamkeit beschie den: Gestetn
Pinag Uhr, gerade wahrend, er zu Tische saß, wurde er ver—⸗
sasftet und in das Untersuchungägefäangniß nach Saarbrücken. abge⸗
sührt. Wie wir horen, soulen nerschicbene Artikel der Ne. 6 und
Vea Volksstimme“ Ursache der Verhaftung gegeben haben.
————

die Jahlungen eingestellt. Die Passtven sollen 600,000 M. be⸗
tragen. Der gegerwärtige Aufenthalt des Banquiers jst nichtt bekannt.
7 Berluin, 18. Aug. Gegenwärtig verweilt hierselbstdet
Polizei· Praͤsdem vong Manchen, Ftor. v. deilitzsch, jnd nimmit mit
ein regsten Interef⸗ eingehende Kenntniß von den hiert bestehenden
ciurichtungen: heuse Morgen besichtigte er u. A. unter Führung
des Polizei⸗Präsidenten v. Madai die hiesize Feuerwehr.
— 7Paris, 18. Rug. Der berühmte Arzt Conneau, der
Jugendfreund und Leibatzt Nopoleou's DI., ist auf der Infe!
Torsies gestorben. J
7 der, Konig vbn holland hällt fich zur Zeit in Paris auf,
am miat einer im voripen Winter an det französischen Oper im
Daag engagitten Sängerin eine morganatische Ehe einzugehen.

Mobilien⸗Verstei⸗ sige zu Si. Jugberi difenilich an
gerung. zu Eigenthum
Dienßfage den 28. August * 253
nachsthin, Nachmittags 2 Uhr zu vę 64 und 65.24
aphabach. in der. Wohnung di Flache worauf ein
a Kecuitenten Iaßt Jahann F . Ingbert ar der
sohlhofer, Aterer in Rohr⸗ aiserstruße gelegenes zwei
wegen Umzug seine jämmi⸗ ain Wohnhaus mit
a sesrasande ofen —;Sä und allen zu deren
an ie Dasbieunden ver - —A
deigern, woruneer emtai 9 *
Iwrachtige Auh, J Riud, —*2* oriv
ein pauner Me 4 — —
och brauchbare Wagenrader, * henlbier· gaeller Scheuer
Scghiebiarren, Heuleitern, all, Brennhaus, Hoi,
—S en ger
—— — —B———
eine haerne Eghe, 2 Ader auf der Hobelsahnung
pflüge, ca. 40* Cennet n eee „dorunter
dan Spieluhr wit Zasten, uind datin dennduchen 31
—— — Lagerfassern neben
en es diercheige Oynen— ihesn Frden—
hras von 8 Morgen Wiesen VlNe. 2994 und 20995.
und die Kartofseln auf he 2,6895 Tagw. Adet in der
Mortgen Ader. Ledmkaut nebta Pichael
Zleich darauf laßt derselbe Thiery und Jodann Joseph
sein Haus und . Morgen Adet Heuntich, in wei Adihei⸗
un dJguhre meifibietend vet⸗ 35 lungen;; —
pachten. 8. PleNc. 4595. 78*10 Téʒim.
En Ingbert, 21. Auaust 1877. Wiese unter'm Wohmdacher
Zauer, t. Rotar. Weiherz
Reẽ tien⸗Versteigerung. Pl.Nt. 3934. 23. 1 Tagw.
Mittw o c̃, 399. Auůg. nach⸗ 37 Dezim. Acker in der
hin, Mittags 1.Uhr zu St. Au neben Gebdrürer Dört
Fugbert im Sterbehause werden und Johann Adam Bed
die zum Nachlasse der dabier Witwe;
aleben Ehel ute Jos. Echmidt PleNx. 2014. 79 Tejim.
cktzgräber und Barbara Wagner Ader im Rockenthal neben
Jehorigen Mobiliorgegenstände det— Friedtis Neumann.
Abtheuiung wegen dffentlich ann Das Haus vut Felsenkeller
den Letzie und Meistbietenden, omunt als Ganzeb, der Ader
zersteigett, albß uiter Ziffer 2 hier oden in zwei
leiderschtark, 1 Kom⸗ Ahenurgen und die üdrigen
ede i cheen Sragns hefen einzeln zum Au!-
Wanduhr, 8. vollständige zedzte.
Vellen, Tische „EStühle, ———
dante und joustige Haut⸗ udaultig und findet. tein
and Küchengeräthichaften. Lachgebot nod ——A
Siu. Ingbert, 29. August 1877. Ablssfungkrecht statt.
Sauoer, kgl. Notör. Die nähere Beschreibung der
Gautverheigerung Leeheae e
Montag, den 24. Sepieinb. ingen —X seinnid e
1877, Nachmitlags 2 Uhr zu —2* Versteigeruũ —8 3
— in F VBroeischen ingesehen werden. udeanuen
ierdrauerei werden auf Be—⸗ mittelbar nagt dieser Giüi
sreiben veon Karl en Ge⸗ *— d
chaftsmann in Zveibtücken, als Wirigschasisbetriebe gebdrigen Ge⸗
zefinitider Verwalter der Gant⸗ genstande —V
masse des Bierbrauers Karltzros Bänte, dapin vii T
in St, Ingbert ie nachstehend vort⸗Faͤlchen * ee e
hezeichneten zu dieset Masse ge Die Inmodilien e 83
hörigen Leegenschaften im Banne dahlun. —XL pri
n Ineh 8* dem den — — uchen
ich beauftraglen lgl. u. Ingberi. 18. August 1877 .
a — 48. 3 * Gebr. Lüttgeus,
Redallion Druc und Lerlag von J. X. Demeß in St Ingbert.

D
Allen Freunden nnd Bekahnken die traurige Nachricht,
daß unsete liebe Schwester, Schwägerin und Tante
‚athilde Chier
im Alter von 23 Jahten, nach kurzem aber schwrrem
Feiden, am 19. Uugust in Metz, sauft in dem Herrn
entschlafen ist. J
Si. Ingbert. Reß, vu ii8g.
Daie trauernden Sinterbliebenen

80.
Verwandurn, Freunden und Bekannten hicemit die
ichmerzlihe Nachricht, deß es Gott dem Allmächtigen c⸗⸗
fallen hat, unsere ingiest geliebte Muttet
Föarolina Kittor seb. Haldy
nach langem Lesden in einem Alter von 63 Jahren gestern
Morgen 8 Uhr zu sich abzutufen.
St. Ingbert, den 21. August 1877.
Um stilles Beile'd bitten
J Die — Rinterbliebenen.
Die Beerdizung findet Mutwoch Nachmittag um 81
Urr flatt.

Sedan! Sedan! Sedan!
Fahnen waschächt! Balkons, Lampions, Fett⸗
töpfchen, Transpareute, Feuerwerkskörper. — Preis

isten gratis. F 4 3.
Bonuner Fahneufabrik, Bonn a. Rhein.

Wormser Academie
für 8

Lapndwirthe, Bierbrauer und Madller
drei im Wesentlicheu getrennte, stets stark besuchte Fachlehr-
anstalten (m Jahr 1860 begründet), beginnt das Winterse-
mester am 1. Novemher. — Ausführliche Programme und

Berichte sind unentgeltlich zu beziehen durch die Direction

or Sneider.

—AI
k es ohne e wenn von eirien
aiche NRxliagen erscenen Kad und
- so großartiger in derselde, wenn
trot er Augriffe wbglid
var und In einer so kurzen
Jαα
—XRXLXII
iro —E — —
ies vorzuglicht· popre·
medicinische Werl kann writ
Recht alrn Kranken, welche
Awubrie Heiltrtel zur Reseirigeeng
Irer deiden anwenden wollet vringend
ur Durchficht epfoblen werdekꝛ De
zarin abgebruckten Arteste dewelsen die
aphererdeatucen deilertolgr and find
mine Sarantie dasür, deß das Ser
rauen nicht S— wich. Obsaes
Wer bod Seiten arke, sur 1Rart
vsiade Vuch itt in stder
zoxr dthig, od aber ich ar Vunsch⸗
sirect von Richter!s —
—A
Dyec marin n id vs. veranbt.
— — — —
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        ⸗2 XV S 222 222 — 288283822222 —2 c 2
a üe se eezzes p2338723
* —38— —7*5 2382—— 55* 8 v 2 7*
2 8 3 5373 35 —
—— 33 3333 236
— ——
8 — —e 2—* — — 2 — 2 58 X 8 — —38
s 3 38—2673 2 3*
3 —ãA— ES 575 2333 52255325825* * 2 J *8
3 3 72*
* 53 522 T
—5— — 3 33533225 333832 246233
——23 32— 333 7355 522535535—22
3
2. 332 — ———7——582 532 — 00 — — —A
3
53333——2—2 3 33* A 33383
3 —. 376
2 —* ⸗ — — 22 —8
77 3323 33833 33
3 — * *8 5 * —— * —8
—— —7 50 S8572033 * *
— ——— —— 33 7 3—8—
3 — — —
35753 7 333 —3333 33 357
EEELESA ESBBAAASEAEZE z35323—
22
7
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* 3233533855358
* — — — 2 — »22

— 7 52533328 BB82 E
— — 2 2 * —— 215*7* e D3236
8 22 — —— — — 5282

25325 — — 552533 253582 3I3558332 5
2 2 — — . S 34 — 7* ——x46 —A — m
—— 21535 2333— 22* SKAs A 5353253853535
2382 A 5373333338 ; 5558 ——
3822 F. 525 5572 653 552 253225 527 525 58 — 573—3*
*583* AX v 4 2 —— — — 5 — z2332 ——

—AA ———————— 25238 552886 —A 835375 2385*

S uwv 8 —. — 2573* * * — 653 — 8 *— 27 S
3 3 — 528238 37323353735 8*8
——— — — —J— 338733385558 53*
58 — 5557 — *— 3734 5355552 22* * 383233*2533388 —
—223 7555238 33333 25232 2222* — 528

53226 532353785 * ——— 23552—888 2
cẽ 22 560 —3383535 2z63 *7 4 — —82 3z5 5455 5*53
32 35 723833 — —
J — 385 3235 53313
E 5225225 55 2—55 z38338535 —A— — 522 84 2*

— 328335 23225 2535352883 25602* 3383577 5
3358 72573 2318228 s853335* 5388233 kS *
37353*252355 1333332383 3*233356838
1583 532355332353* 5253883258 5533 5582233 55832853
* 3 2328 18 ——— 7 —— —— z 7*
v 5556 * 2 3 25 3— 3* v 7 —— 5 — — 82855

—X 7 5* 222 5622 2 5—.52235 2 *7 3
** — z 5228 202* — 55E3 Aœæ —A *
ẽ —2 5327— x53 — 5 *84 32 * 3 — 55
5325535 8622— 1252 528 ————— —5—8 * k528
7
535 3525 —5*2533858333 5571502 28
22 EXIͤTSS — 323—
**8 —— — 3858 585
E — —52228 —*
23533253537 *
23355553533—
25583322

—⸗ — 282 3 *
e
3 . 2 —* —53
232 52—58338 528 52523835 55335
* * * 7 — *
—X— 3222 2. 8* s7228 —A——— —— — 52*
⸗ —A— 325 35 — 50 — — 5 —— —
225 2257 — 3 — 258 225 2*533 27*
22 55533533 282 533353* 53 ⁊ 32525— S 55 3
2 * 12 —32 326 —„ V 22 *
278385 25555 55 23323532 58 5223377 ——
2233 5*2 * 8*— —E 533 —28 833 f0à —— * 25358
* 4 532z83* * 552 32 — —72832 — — 2558
2 *8* —A 83365 ;z2358 33 2532 —
327 2375 * 5 2 — * 2 1825
35 333583 *3* 3 ——— 5538235 3
28333 23 87 33338 Is
— S5. 57 27272 272 853 z55 z28
28 73353, 535 —2*2 228228 2323 — 2 5
— 28 Ec8 22 5 * 22 55583 3232
S — 22 255 * * 3
725358 ——— 353 3773 z525853 52
75. 7838 — — 35355 152583533.* 3338
T2 * ———— 2* — * 2* 22 2 —XRX *25 *
5532355 3568 78 2535 358 — 2 58555 Z 235
323778 5 255353 2253253 ——— A s —
535558* 3.5322 285 258 — 7 *5*222 22 55 —52
2553533583 3538278 — —— 533. z58522
*53. 53 5 52 3—27 2 2* 5 *558 5——
— * 28* ð ——— 22 s 35 8 — 575388 8
23 5833838 se 328 3832.53 32 —853
35322852 26325*8 2285—833 832
· * — 2 2 * 2 7 —3*
s28 — 57* r 531 S 2*
72
2 22 —2—2
4 —— 22
¶ä/ — 22 2
2 ISBR2BESB2
— 3
25 — — —— 72 5
558 — 628 8 3232235 *5
388 5 —3 —
24 5528 — 5 —e— 58 *
82 ———— *
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* 2 —5 8— * 2 35 * 3
.32 ———— 125578 s65—3333—533 *8*
—A 55 5553232. z355533 —833 328
2585342 ——3355235 3 62
228286 7 232 3333 38
333 3 333 3. 23*
35533833 253 3 33 3
— 2 2 e : * 5 * 53235 5*E5
2532333 5333 7 33352335
2 —845 52 3233225 — 5227 *
5 222 372232 c283—5— 2223537— 35*s5*5*575335
—— — i 25528 —E 8* 582 * — — * —* —
2 5532 X 2220 — 2536 25 225* 25 — 2
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228 —. *
— 0 —— ——— 33535323586 *332338
5 333 5233*23283
⸗ F — 5 9* —AOOOD 3 — * — *
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555 7553 523*8 35* — 7 383 38 388
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        22* — —U
1223 355 52 8 — — * *22 ⸗ * —
s33 5*23333385533553575
* * 3 D 38 * —8 8 * *ꝛ 232.
8 2538232328* * 587 9 E.—283 2533332302 —A 5
a523 3 *3 2282* —28 —5— *28 252 27 —
— — * —— 2* ——5* — 2. 3 252 —8 2 573242 322 2
——— — 232223* — — —23423 —3 5 3 223
3 8 — — S 22 2532 2 —3— 2225 —8 *
8 z3 3353653
— — * 2 — J * —2 3
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5 23328227 3338358 — —— 5528
7 5—58353 53 —8358 22.2. 3 2. * —F 25 2— 3352233
5 537 2. 33 5535 — ——ãe———— * — 7* 3 2 —A 2
— —— 235285 Se6 22
z 23533385 52553 335* 283*5
2* * 2* 2 2. . —8* 1 —S.
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* 58 553 —858263 2 2*. * 8— 2 28 573 223
— —3 v 253 * 2 — —A — — 2 ———
32538 2253*223 323988 2* — 85 38525 — m38238.
35*52333353— 223 3—285 3838 7—8 67355353—
—— 225 5333 5— 3555 8 —8 —— 23*2* 236
25 33332 2 3 8278327
—— 2 85.2 — z5.53 2 —2 522228933 88387238
——e S*77 —0—— 28533 5*223533—53352538
53823322 — — —A — 2835323
——8,,873 — 533553753555853*5235* XX
8253535323 23 *32.3 2 57 2235—5323
—— ẽ 5* 52328 —A ———
— — 5335332328 538— 22237 z52338353353323
2 85 3333 322373 2 5253* 223 *
23533338332335——3333 84 —5335 333833332333*
22 5583 2 2222— 33—3— 5———3—533585
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—A * 50* Ty e —— — — —
— 32.3 2323 —7850523558*
2 * 2 — 7575 —— 22.3 —d835 —8
— 2258 — — 2823 335535*
2 * s —A — * — — — ——
—— 3533 73255——5355335 28
222329 —A 3 —— 3 32
255 5 2 *—* —— —A 23*——85
*2322385 858 5* 2522 572 2405 ——
* —3* —2 7 —— 27 —* 522 *
2 2 2 — D 2 — * J 2.
23. —.* ä 28* * — 2322 — — 25
5 3737 223333828 28;33333382587
2523383 5275357 z382858 5 33 —2—353325
2223 22 —8 3 27 5—532.23
3*232272 23238 283335 53233523355
582222* 2558 825u 582* —235.555755
2.57 * 2325853 22 —D— 28 5553222 23555
—528 2 — 38 —— 53722. —A —
252 — 3 on 2. 2* 2*7 — 28 2. 5 2* 2 23
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5 255533 2553838 53,3
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* —A 2, 235.* —232333582. 32 83 853
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35 33*835338 255285 8883833
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— 3538333 5s 223 2335 33 52323338
2733233.53342 283 8358333888
—3—83233 22 23533355
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— 3 552868 5552 B 2272
332 33333 53833383 79333
—A — 5 —A 55335 2333.
2.2 * 2 — „— 2333* v D ——2
58397— 525253233335 s52365588
3*8 858532372 2 33 —A 2
38 38 32333 Z5R8 3535572382
2 * 2 89 2 —A—— 752 55 277
55 33 333 333 3 38
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Z25 823 2223 5. 253 — 5233*5*
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        St. Ingbe rler Anzeiger.
— —
Cer St. Jugberter Anzeiger und das (Wmal wö hentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich vViermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis beträgt vierteljährlich

Mark 20 N.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts viit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
—X — J Donuerstag, den 23. August J J J J 1877.

äαäæà.ᷣQ α

Dentsches Reich.

Mäünchen, 21. Aug. Sacherem Vernehmen nach soll der
bahyerische Landtag auf' den 27. Septen ber wieder eiunberufen

erden.
⸗ Mänchen, 21. Aug. Der Kriegsminister Generallieutenant
„Maillinger, welcher den bevorstehenden größ ren Truppenübungen
in verschiedenen Gegenden des Landes bimoynt, wird auch während
seiner Abwesenheit von h'er sein Portefeuille forlführen. Bei den;
ziesjährigen größeren Uebungen soll Obersten, welche Regiments⸗
ommandeure sind, die Führung von Brigaden prüfungsweise über⸗
tagen werden.

Berlin, 18. Aug. Der „»Magdeb. Zig.“ wird von hier
— V Schloß
habelsberg dem disherigen dayerischen Gesandten Pergler v. Per—
slas ertheilt wurde, nahm, wie man hört, der Kaiser Veraalassung,
ich in höchst befriedigker Weise über das gute Einvernehmen zu
jußern, in welchem Bayern zu Preußen und den ürigen Bandes-
daaten seit Begründung des Reiches gestanden hat. Indem der
Monarch hetvorhob, daß der langjährige Vertreter Bayerns durch
eine im Bundesrath entwickelte Thätigkeit hervorragend mitgeholfen
hdabe, diese guten Beziehungen zu pflegen, erinnette er sich der
Imtiatihe des bayerischen Königs in der Jahren 1870 und 1871
sur Wiederherstellung des eiwigen Deutschlands mit der Ernennung
hes preußischen Königs zum deutschen Ka ser. Ter Monarch gab
sich der freadigen Etwartung hin, das Intimitätsverhältniß mit
Baͤyern werde nicht blos fortdauern, sondern je länger Zesto schönere
Früchte kringen.“ Wie man der „Wes.-Zig.“ berichtet, erhielt
Frhr. Pergler v. Perglas anläßlich seiner Abberufung eine hohe
zreußische Ordens⸗Auszeichnung.

Berlin, 21. Aug. Der Kroapriaz wird voraussichtlich
im nächsten Sonntag Abends seine Reise nach Bayern antreten.

Berlin, 21. Aug. Fürst Bismarck, welcher gestern Abend
noch den Minister v. Bülow und den Gesandten von Radowitz em⸗
pfing, hat sich heute Nachmitiag nach Babelsberg zum Vortrag
n Kaiser begeben.

NKusland.

Paris, 18. Aug. Der General⸗Commissär für die Aus—
tellung, Krautz, richteie an die auswärtigen Vertreter ein Rund-
chreiben, in welchem er anzeigt, daß der Ausstellungspalast auf
zem Marsfeld in seinen wesentlichen Theilen am 15. September
jollendet sein wird. Die Architekten und Ingenieure der fremden
Tommissionen könen sodann ihre Jostallations⸗Arbeiten auf den
ür sie, bestimmten Plähzen beginnen.

In Folge der Ruͤstungen Griechenlands sind zahlreiche
Briechen aus Odessa als Freiwillige nach Athen abgegangen.

Es ist ein charakteristisches Zeichen,“ schreibt man der „Pol.
orr.“ unterm 1. ds. Mis. aus Salonichi, ‚„daß die tür—
ischen Militärbehörden schon an dem Puntte angelangt sind, wo
ie, um der kürkischin Armee neue Verstärkungen zuzuführen, d'e
Befängnisse zu leeren beginnen. Unter der hiesigen christlichen
Bevölkerung mußte es die größte Bestürzung hervorrufen, daß die
rürkische Reg'erung die im vorigen Jahre wegen der Ermordung
der Consuln zu zehn-⸗ und fünfjähriger Kerkerstrafe verurtheilten
drei Rätelsführer: Pestimalzis-Amusagas, Dulzades · Mehemet ˖ Aga
und Kurdalis von Weoddin, wo sie ihre Kerkerstrafe abbüßen sollten,
hierher bringen und vorläufig in Fresheit setzen leß. Auch die in
den hiesigen Gefängnissen untergebrachten Sträflinge, welche die
hälfte ihrer Strafe bereits abgebüßt haben, sollen entlassen und,
wie man versichert, nach Dede⸗Agassch oder Konstautinopel dirigirt
werden, um dort in die neu zu formirenden Balaillone eingereiht
iu werden ·.

Ragusa, 21. Aug. Außer dem Forl Tschudjeliza, dessen
erftürmung bereits gemeldet wurde, haben die Montenegriner jetzt
nuch sämmtliche außerhalb Nilsic gelegene Verschanzungen nach hef⸗
igem Bomdardement eingenommen. Fürst Nilita hat die Besatzung
Niksie's zur Uebergabe der Festung aufgefordert.

Konstantinopel, 20. Aug. Nach einem Telegramm Me—⸗
hemed Ali P schas wurde gestern bei Yaghiseler in der Umgebung
don Djuma ein den Türlen gürstiges Gefecht geliefert. Bisher
st noch keinerlei offizselle Depesche veröfsentlcht, durch welche die
Nachricht von der Vereinigung Suleiman Paschas mit Mehemed
Alibestätligt würde. Ein Telegramm Muthtar Paschas bezäffert
zen rujsischen Verlust in dem bereits gemeldeten Treffen am letzien
Samstag auf 1500 Mann, abgesehen von mehreren Gefangenen,
den türkischen auf 117 Todte und 342 Verwundete.
Vermischtes.

F Einem Enwohner von Kandel ginzen sechs Stück
Schweine von bedeutendem Werthe zu Grunde. Die Todesursache
dürfte dem Vermuthen nach in dem Genusse von unter das Futter
zelommenen Giftpflanzen, vielleicht sogenannten „Nachtschatten“, zu
suchen sein. Bestimmt konnte dieselbe nicht festgestellt werden.

F Von der Blieæs. Ein frecher Diebstahl wurde: vor einigen

Tagen in Walsheim von einem durchreisenden gut gelleideten Schuͤh⸗
nachergesellen aus Zweibrücken verübt. Der junge Mann hatte beim
Wirth Krämer übernachltet. Am andern Tag wußte er sich in den
Biehstall des Bürgers Peter Zihm zu schleichen, und von da mit—
lelst Erbrechens einer Thüre in die lerre Wohnung, wo derselbe
M. 18, eine Uhr, einen goldenen Trauring, ein goldenes Kreuz
nebst Kette und einige seidene Tücher sich aneignete. Einige Stunden
nach der bösen That wurde er in Saargemünd verhasftet. Der
junge Dieb war auch, wie heuligen Tages Mode ist, mit eiuem Re⸗
polver versehen. Von den gestohlenen Gegeuständen fand. man
noch bei ihm einige Tücher und M. 12. Den Trauring und das
Kreuz wollte er in die Saar geworfen haben.
—7 Pirmasens, 20. Auz. D'e Abhaltung der Bejirks—
hierschau dahier mit Preisvertheilung x. ist definitiv auf Montag
den 3. Septenber d. J. festgesetzt. Die Producten: und Geräthe—
Ausstellung wird am Sonntag den 2. September schon eröffnet
ind zwar im oberen protest. Schulhause gegenüber dem Exsrc'erplatz.
Dajselbst sind auch die Verloosungs egenstände zur Einsicht ausgestellt.
Zur Vertheilung kommen 50 Preise mit Fahnen und Ehrendiplomen,
and zwar 1. zehn Preise für Zuchtstiere von 45 bis zu 15 M.'
2. zehn Preise für Zuchtkühe von 36 bis 8 M.; 8. zehn Preise
ür Zuchtrinder von 34 bis zu 5 M.; 4. drei Preise füt Schweine⸗
'assel von 15 bis zu 9 M.; 5, drei Preise für Mutterschweine
yon 15 bis zu 9 M.; 6. drei Preise für Ziegenböcke von 8 bis
zju 5 M.; 8. vier Preise für Schafsböcke von 15 bis zu 9 Me.;
9. vier Preise für Schhafe von 7 bis zu 3 V. Außerdem erhält
seder Führer eines prämiirten Thieres ein entsprechendes Trink⸗
geld. Die Transportkosten für das Vieh auf der Eisenbahn werden
aus der Bezirkscomitelasse bezahlt.

Ein kinder⸗ und vermözensloses Ehepaar in Schiffer—
tadt lag fseit längerer Zeit krank, er an der Auszehrung, sie am
Magenkrebs. Voe 8 Tagen starb der Mann. Zwel Tage darauf
vurde die Frau die in der Fieberhitze ihrem Krankenlager eniflohen
war, in der Nähe ihres Hauses in einem Brunnen todt aufgefunden.

FAus Dörrenbach, 18. August schreibt man der „Pf.
P.“: Unter den nandcherlei Abnormitäten des heurigen Jahrganges
dürfte auch zu vereichnen sein, daß schon seit Anfang dieses Mo—
nats die unsern Weinbergen oft großen Schaden zufügenden Staare
in bedeutenden Trupps sich zeigen. Wenn diese Schaaren ihre
jetzigen Standorte längere Zeit bis zum Herbste beibehalten und
nicht früher weiter wandern, so wird mancher Wungert emileert sein,
ehe der Besitzer zum Herbsten kommt. -— Die Traubeunkrankheit
hat keine Fotischritte gewacht, vielmeht sich jehr gemindert. Es
könnle bei anhaltend euter Witterung immer noh ein zemlich
guter Wein erzielt werden und braucht nämlich nicht mißtrauisch zu
ein, daß Obstwein mit Traubenwein gemischt wird, sintemalen das
Obst, das schon hiezu verwendet wurde, durhgängig fehlt. Wenn
keine „Apotheke“ dazu kommt, so bleibt diesmal der Wein echt.
        <pb n="444" />
        In Oppau ist am 17. August ein Kind im Alier von
b. Jahren, das ohne Aufsicht im Hof verweilte, in den daselbst
befindlichen Pfuhlloch ertrunken.

F'Aus Hannover schreibt man der „Pf. 3.“: Mit großer
Theilnahme wird man gewiß in der Pfalz und besonders in sta
serslautern die Trauernachricht vernehmen, die ich Ihren heute
mittheilen muß. Plötzliy und unerwartet starb am 15. d. Vit.,
nochdem er eben erst von einer Erholungsreise in seine Heimath
zurüdgekehrt war, Herr Hofcapellmeister Karl Ludwig Fischer aus
Naiserslautern im Alter von 61 Jahren. Die Pialz durfte ftol,
fein auf diest Celebtitat, von der jüngst noch da; in Letpeig er⸗
scheinende musikalische Wochendlatt, dei Besprechung feiner gelegentlich
der im Frühjahr dieses Jahres st ttgehabten Tonküuftlerversamm⸗
lung zur Aufführung gelommenen Werke, geschrießen hat: „Deutsch⸗
land besitzt manchen Dirigenten, der sich durch Umsicht und Beson⸗
nenheit, manchen der sich durch hinreißenden Schwung hervorthut;
aber eine solche Verb ndung von ruhiger Sichetheit und unwider⸗
stehlicher Belbung, wie wir sie an Herrn Hofe:pell re ster Fescher
bewundern, ist wahrlich selten.

Kafsel, i8. Aug. Vor der Strafkammer des hiesigen
Nreisgerichtes stand heute ein 26jähriger Fuhrmann aus Helsa
(Oreis Kasseh), welcher eine 76 Jahre alte Frau lebensgefahtlich
mißhandelt hatte, well sie wiederholt seine Pferde behext babe?.
Tuch hatte der Bursche sie mit dem Tode bedroht, wenu sie ihm
aicht ols Ersatz innerhalb dreier Tage ratenweise 700 Thaler
herbeihere*, die er dann um Mitternacht im Stalle holen wolle.
hor Gericht wiederholte der wegen kö.perlicher Verletz ing und Er⸗
pressung Angeschuldiate seine WBehauptung, daß das „Beheren“
wirtlich flattgefunden und daß die Alte dies auch — wahrscheinlich
um weiteren Prügeln zu entzgehen — eingesta:iden babe. Das
Tallegiunt ließ indessen die Thatsase“ nicht ala Enischuldigung
gelten und erkannte auf eine dreiutona liche Gefangnißstrafe.

4 Bettlergeschäfts Ertrag. Man schreibt uns
aus Verlinz VBor einigen Tagen spielte sich hier bei einem Haus⸗
besitzer der K. Straße folgendet kleine, nicht ganz uninteressantet
Vorfall ab. Es klingelt eines Morgens ein großer, starker Mann,
bine um Almosen für sich und seine „hungernden“ 5 Kinder. Aul
die Frage, warum er nicht arbeite, wendete er Vergeblichkeit sein.r
Bemuͤhungen ein und nimmt, als ihm der Hausherr Acbeit im
Sarten anbietet, diese an, erhält Frühstüc, Mittag⸗ und Abend⸗
brod, and schließlich 20 Groschen baar. Beim Anblick der 2 Mark
sagte er dem Arbeitgeber in schtoffem Tone: „Was — zwei Mark —

Fin solches Lumpengeld verdien' ich, wenn ich zwei Stunden betile
uind Sonntags das Doppelte“; — sprach's, ging und kehrte nie
wieder, obwohl ihm der Herr Aufangs Arheit für eine Woche am
geboten hatte“

Aus Hainichen schreibt man uns: „Der hiesige Anzeiger be—
richtet folgendes: Bei einem am Sonnabend hier aufgegriffenen
Veitler, der seit dem 20. Januar d. J. nicht gearbeitet hatte, fand
man 39 Pfennige in den Taschen, im Hofenbund aber sorgfältig
eingenäht 100 Mart in Gold und 8 Maͤrk in Silber.“

pSiamesen in Schlesien. Aus dem NKoͤnigreich
S'am find ac vergangenen Sounabend zwei Primzen von Geblu
ind 7 andere Fürstensöhne in Begleitung von je einem Auffeher
mn Orte Lähn bei Lövenderg in Schlesien angekommen. Die 9
Jünglinge sind in der Absicht nach genanntem Orte gekonmen, um
u der höheren Lehranstait des Herrn Pastor Pischer europäiich⸗
Fultur, christliche Sitte und deutsche Wissenschaft kennen zu letnen.
Anfänglich soll Herr Pischer Bedenken getragen haben, diese lern⸗
egierigen Indier in feine auf streng christli econservativer Grund⸗
age beruhende Austali aufzunehmen; die Vortheile, welche jene
Zoͤzlinge ihm und der Stadt Lähn in sichere Aussicht stellen, mögen
sudeß zu Gunsten der Aufnohme jenet Eleven entschieden haben.

f—Heuie Nacht — vom 23. auf den 24. X
otale Moöondsfinsterniß von 11 Uhr bis 12 Uhr
50 M.; Beginn der Fiusterniß um —10 Uhr.

Fur die Redaction voramlworilich F. XR. Deme ß.

Seit Anfang April erscheint wöchentlich in Dresden, herausge ·
geben von De. Vicior Böhmert und Arthur von Studniß,, di⸗
Eoeial⸗Correspondenz“, Organ des Centralvertins saͤr da
Wohl der arbeitenden Klafsen. Der Certraiberein, welcher Mänder
der verschiedensten politischen und lirchlichen Richtungen umfuht
vill mit diesem Unternehmen leine Geschafte machen, noch ügend
pelche Sonderinteressen verfolgen, sondern einem großen humaren
Zwecke dienen und jur Verbteitung gesunder Anschauungen üben
zie Arbeiterfrage uns nachahmeneweriber Einrichtungen für Her
Jellung des jocialen Friedens beitragen. Die Social- Correshondenz
zrebt ehrlich und ernsthaft, auf Seiten der Arbeitnehmer wie der
Arbeitgeber, den Sinn für Gerechtigkeit und Billigkeit zu ppegen
Sie kaun bei jämmtlichen Postat stalten zum vierteljührlichen Abon—
Jemedispreis von 1,60 Mark bezogen werden. Die seit dem 1
Juli erschienenen Nummern werden nachgeliefert. Wit legen unsetr
Isern dieses gemeinnützige Unternehmen an das Herz!

Tôtel Laur.

Diejenigen Herrn, welche bei der Circulation der Liste zu dem
am Samstag, 25. August (Geburts⸗ und Ramens
tag unfseres allergu. Königs Ludwig II.,) staufndenden

Festelsen
unwissentlich überse! en Worden sein sollten, und sich dabei bethei⸗
ligen wollen, sind höflichst gebeten, mir inre freundliche Zusage brt
laͤngstens Freitag Abend gesl. zulommen laͤssen zu wollen.
Hochachtungsvoll
ZZricdt. Sehnert.
ÿ
In allen bedeutenden Musikalienhandlungen
vorrãthig!
Im Voerlage des Unterzeichneten erschien soebenp
in Neuer Ausgabe:
Ia bolle Fleur du Bohemien.
ERrillante Pantasie
für
PANOFORTE
von
ThRGCOdCOP EKTGZ᷑RBBSC.
Op. 73. Preis: M. X
Diese ziemlich schwere aber sehr dankhare Kla-
vier⸗-Composition wird von jedem etwas geũhten Kla-
vierspieler gerne vorgetragen werden. Seit Jahren
dũrfte kein Bravourstũck von ahnlich durebscehlagen-
dem Erfolge erschienen sein.
Gegen Finsendung des Betrages erfolgt sfraneo
Zusendung.
hPet. Jos. Tepsen, Hösn. c. Rß
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F Ind Illan von F. X. Demesß in St Inagbert.

Ausverkauf.
Wegen Aufgabe des Geschaͤsts werden
sämmtliche fertige Möbe“
unter dem Preise ausverlauft bei
* —A
Sedan! Sedan! Sedan!
Fahnen woschächt! Ballons, Lampions, Fett
töpfchen, Transparente, Fenerwerkskörper. — Preis
listen gratis. J
Bonuer Fahnenfabrik, Bonn a. Rhein.
Ein fe iger Geselle vird Ein, braver, junger
—ã
nommen bei treten bei Messerschmied Zeit
Schuhmacher Möllendick. linger.
Auch kann ein braver Junge
bei demselben in die Lebre ein—
treten.

*

Heilbar
ist Trunkwahnsinn und zu be
seitig n Trunkenheit mit und ohnt
Wiffen; glaubhafte Atteste stehen
mir zur Seite und leiste für den
Erfolg Garantie. Man
wende sich an Th. Ko-
uetzxy, Droguen⸗ u. Krauter
handlung in Grlaberag ir
Schlesien.

— —

Rechnungen
zu Jedermanns Gebranuo
in js, a und Bogen

sind vorräthig in detr
Druckerei ds. Blattes
        <pb n="445" />
        222—

2 28 25232 253535 55— —32—582

—XV 525 —23223383 5335 —8——32 22 2 ——— 2

535 522355 535 3323235 3353833 223385 32388 33833383385

555 5 — Ss —K —VV —2—— 23 32 —I —

s322 33325 5833 —— 33 —53335535

* 8 2 25* — — „— 2 2*252 —2 53

SS52 32* 852 358 — —— F 2* 3* * * 32568*

525 7—3358385 358335 3233332353 5355* — — 533 A
——— 2 — * —A — —5 — * S7* 5 — — 8 *

*22 —— 3537 3883838 ·237 23323 7438288 2

—M * —338— S— 2*9 2 R38—— 2 3 *— — — 2

—3 2882. 5588 —2341833 3 5323 235538333265

S—22 * TD 2 * 5— — 2 — 8 8 J

528 55585 2 — —3 378 —3338 3 *

555 236 38 53528 *83383 2,27* —

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Macrk 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswäris mit 15 Pfs. fur die viergespaltene Zeile Blattschrijt oder deren Raum. Neelamen
mit 30 Pig. pro Zeile berechnet.

Ait
M 132. 7 J DSDaustag⸗ den 25. August J J —* IJ 112377.
α α
—E——
Deutsches Reich. α

Mäünchen, 21. Aug. Se. Maj. der König hat zusolge
lerhöchster Entschließung d. d. Linderhof den 11. d. M. die Be⸗
vaffuung der Jufanterie und Jägerbataillone des 1. Armeecorps
nit Infanteriegewehren M. 71 nach Maßgabe deren Fertigstellung
Jenehmigt und das Kriegsministerium zum Erlasse der hierwegen
ihigen Vollzugsbestimmungen und Instruktionen ermächtigtesn

Mänchen, 21. Aug. Zufolge der von dem kgl. Ratt Dr.
ned. Karl Pajet aus amilichen Quallen hergestellten Statistek der
ur Ausübung der Heilkunde in Bayeru nichtapprobirten Personer
Pfuscher) beirägt die Gesammtzahl derselben nach der neuesten
Aufnahme 1896 (1064 Männer und 332 Weiber), d. i. um 134
neht als am Schlusse des Jahres 1874. Die Maͤnner haben um
97, bezw. 153. die Weiber um 37. bezw. 87 zugenommen. Auf
ie einjelnen Regierurgebezike vertheilt sich die Zahl der nicht
wpprobirten Heilkünstler in folgendet Weise: Niederbayern 301 (1.
511875: 239); Schwaben 253 (im Vorjahr 231); Oberboyern
311 6. B. 210); Oberpfalz 194 (. V. 163); Mittelfranken
46 (. V. 149); Oberftanken 127 (i. V. 130); Unterfranken
125 (. V. 102); Pialz 389 6. V. 38). Im Verbhäöältniß
zur Einwohnerzahl haben Niederbahern, Schwaben und die Ober⸗
Falz die meisten nicht approbirten He ikünstler aufzuweisen und ist
viesen Regierungsbezirken seit 1374 eine fehr bedeutende Zu⸗
aahme eing etreten.

Wärczburgz, 21. Aug. Am 27. August wird der Kron⸗
orinz des deutschen Reiches hier zur Inspektion der hier garaiso⸗
nenden Theile des II. bayerischen Armeeloips eintreffen und sich
bis zum 29. d. in Würzburg aufhalten. In der kgl. Residenz,
velche der Krorprirz auf besondere Einladung unseres Königs
udwig bewohnen wird, sind bereils alle Appartements zur Auf⸗
—V0— speziell die
hoin Kronprinzen zu beziehenden Raumlichkeiten der Residenz zu
den schönsten und an Ausstattung reichsten Lokalitäten des ganzen
Febäudes. Die Stadt Würjburg wird dem Kronprinzen eine große
ẽhren⸗Festlichleit vranstalier, aun deren Ausführung bereits die
ottschied usten Vereine ihre Mitwirkung zugesichert haben. Der
Zro prinz wird hier vom Obersihofmarschall des Königs, Frhr.
. Malsen, empfangen, welchir während dessen Anwesenhe:t dahier
die Honneurz machen wird. Die Truppen⸗Inspektion und die
Manoͤber finden am 28. d. M. statt und ist zu diesem Zwecke
dereits gestern auch das 2. Balaillon des 9. Jufanterie⸗Regiments
zug Germersheim hier eingetroffen. — Gleichzeitig bere tet die
Stadt Würzbdurg eine möglichst großartige Begehung der Scedans⸗
seiet bor und zwar wird in diesem Jahre ein allgemeines Volkefest
ben Tag selbsi auszeichnen, während für den Vorabend ein Fest
banleti projeltirt ist.

Bertin. Wie man der „Koͤln. Zig.“ mittheilt, hat der
Reichskanzler den Director des Reichs Gesundheitsamtes, Geh.-Rath
Dr. Struck, beaustragt, unter Mitwirkung des Vorsitzenden des
Reichz ⸗Just'zamtes, Staatssecretär Dr. Friedberg, einen Gesetzent⸗
wurf zur Adbhilfe gegen die Verfälschung und gesundheitswidrige
Anfertigung von Nah: ungse und anderweitigen Gebrauchsmitteln
miszuarbriten. Es darf mit Bestimmtheit erwartet werden, daß der
Fatwurf den Bundeßraih und den Reichstag in der bevorstehenden
A

Berlin, 20. UAug. Auf Grund einer Verständigung mit
Rem Reichsjustizamte wird jetzt Seitens der Generalpostverwaltung
in Gesetzenswurf ausgearbeitet, welcher eine übänderung der deuischen
Wechselordnung in dem Sinne bezwect, daß die Postbeamten, welche
die der Post zum Incasso übergebenen Wehset präsentiren, eventuell
berecheigt sind, Wechselproteste rechtsgiltig auszunehmen, wenn sich
in dem Orte, wo der Wechsel zahlbar ist, zur Aufnahme von
—X (Rechts⸗
mwalte und Gerichtssekretäre, bezw. Gerichtavollzieher) nicht be⸗
iinden. Der Gesehenlwurf soll dem Bundesrathe und demnächst
dem Reichstage in der nächsten Session vorgelegt werden.

»,Dexlhin, 20. Aug. Alle aus Rußland,“ vornehmlich aus
Pelerbburg hieher gelangende Nachrichlen, stimmen in der überaud
rostlosen Lage der Geschäfte, welche in Rußland herrscht, überein.
AIus den vom Finanzministerium publizirten Zollisten von 1. Januar
his zum 1. Juni ist zu ersehen, daß die Einfuhr bedeutend ab⸗
zenommen hat. Die Mehreinnahme bestand nur aus 4 Pud Raf⸗
inade, 1481 Pud Fische; sowie aus Stabeisen und Steinkohlen,
Der größte Ausfall kommt auf Baumwollengespinste (anderthalb
Millionen Pud), Leinwandfabrilate (für mehr als eine halbe Mil⸗
ion Rubel), Salz (390 Millionen Pud), Del (eine halbe Million
Pud).“ Champagner wurden 360,000 Flasqhen wen'ger eingeführt,
ils in derselben Periode des Vorjahres. Der Export hat sich da⸗
gegen bedeutend gehoben, an Cerealien allein um beinahe 4 Millionen
Schäffel, dann 55 Millionen Grad Spirituosen, 292 Millionen
Sandzuder, über 8 Millionen Pud Viehtalg. In Folge der Sper⸗
uung der russischen Südhäfen sind aber für Hanf, Leinwand,
Iblher, Eisen, Ausfälle eingetreien. Die geringe Einfuhr hängt
auch mit der bedentenden Echöhung der Zollspesen zusammen, in
Folge deren die ausländischen Waaren auf das doppelte gestiegen
find. Grktf. Ztg).

Berlhin, 22. Aug. General Washburne war geftern beim
Fürsten Bismarck, bon welchem er sehr herzlich empfangen wurde,
und fuhr sodann mit demselben, dem Staats-Minister d. Bülow
und dem amerikanischen Gesandien Davis zur Tafel nach Babels
berg. Das Kaiserpaar empfing ihn mit besonderer Auszeichnung
und sprach iym w'ederholt Dank für seine Bemühungen zum Schutzt
der deutschen Reichtangehöͤrigen in Paris während der Belagerung
und der Communezeit aus. Der Kaiser versprach die baldige
Ueberreichung seines Porträts. (Dem General Washburne wollte
der Kaiser wegen seiner besagten Verdienste ein kostbares Andenken
pben; Washburne lehnte Das mit Rüchsicht auf den amerilanischen
Brauch ab und bat den Ka'ser um dessen Porträt.)

Berlin, 22. Aug. Der Feicht⸗Anzeiger“ schreibt:
„Die kaiserliche Regierung hat, wie wir erfahren, Veraulassung ge⸗
noumen, auf Grund der ihr vorliegenden amtlichen Berichte über
die gegen russische verwundete und gefangene Soldaten von tüͤrlischen
Truppen verübten Grausamleiten bei der Psorte die Bestimmungen
der Genfer Konvention vom 22. August 1864, welcher die Türkei
hekanntlich im Jahre 1865 beigetreten ist, in Erinnervrg zu bringen
und gleichzeitig bei den übrigen europäischen Mächten angefragt,
ob dieselben ähnliche Schritte in Konstantinopek thun wollen.“

Der Großherzog von Baden wird den Manövern deß 7.
Armeecorps beiwohnen und im Schlosse Brühl Wohnung nehmen.
— Von italienischen Offizieren werden den. Herbsimanovern des
Garde ⸗Korps bei Berlin beiwohnen der Oberst vom Generalstab
Corvetio und Hauptmann Bisetti vom Genie;Korps.

Hussand.

Wien, 22. August. Die „Presse meldet aus Bukarest:
Die Nachricht, daß der Schipla⸗Paß von den Russen geräumt
worden sei, beruht auf Erfindung; der Paß ist durch 25 kleine
Redouten befestigt und mit Neun-⸗Pfündern armirt; die dafelbst
stehende russische Schützenbrigade ist auf mehrere Wochen verpro⸗
viantitt. Rassim Pascha hat sich in der Richtung gegen Schipka
n Bewegung gesetzt. Das bei Basardschik flehende türlische Korpt
erhielt bedeutende Verstärlungen und rückt gegen die Dobrudscha
bor, um General Zimmermann zu bedrohen. Größere türkische
Infanterie-Abtheilungen aus Plewna haben am 20. August zum
zweiten Male einen Angriff auf Tutschenitza gemacht, wurden aber
durch lebhafles russisches Geschützfeuer zum Rückzuge gezwungen.

Kossuth's neuester Aufruf an die Ungarn liegt heute vor.
Derselbe behandelt die drientalische Frage uud verlangt eine Allianz
Oesletreich Ungarns mit der Türkei auf Grund einer vorhergängigen
eierlichen Verpflichtung der Pforte, daß die von Euroya geforderten
—X
werden durchgejührt werden.“ Wenn Oesterreich im Besitze einer
olchen Verpflichtung der Pforte ist, solle die Allianz abgeschlossen
        <pb n="448" />
        veroen, jedoch blos zu dem Zwecle, um Rußland zum Friedens⸗
chluß zu zwingen. So khnne man einen doppelten Ecfolg erzielen:
den Frieden und die Resormen. Es ist nicht viel Wahrscheinlich⸗
eit vorhanden, daß Koffuth's Vorschlag von den Leitern der oͤster⸗
reichischeungarischen Politik berüchsichtigt werden würde. *8

Paris, 22. August. Der gestrige Ministerath beschaftigte
ich mit den Seitent der Prafecten eingelaufenen Derichter über
ve Froffaung dex Generalrathe (gleich den Landrathen in Bayern),
zie alle eine auherordentliche Erregung der Geifler und vielfach
Jürmischa Zwischenfalle melden. Man spricht von Befedlen an die
Prafecten, jeden Generalraͤth sofort zu schtießen, der sich mil der
dolinit und mit Debatten über den 16. Mai beschäftigt.

pereroberg; 28. Ang. Amtlich wird aus Gorni⸗Sluden
Haupiquartier) von 21. d. gemeldet: Heute fruͤh griffen vierzig
Falaiflone under der Führung Suleimann Paschas den Schiplka⸗
he aa, wurden iedoch wiederholr zuradgesvblagen. Der Kawp
dauerie fort ungeachtet der bercits cingebrochenen Dunkelheit. —
uieichzeitig find die Jürlen von Lowischa her gegen Selwi vorge⸗
mar; Minags degonn bei unserer Avantgarde in der Stellung
SZalwi das Gewehrfeuer; der Ausgang dieles Gefechtes ist noch
nicht belamt.

Fin amiliches Telegramm aus dem russischen Hauptquartiet
om 22. August Nachmittags sagt, daß der Kampf um den
Sqaipta⸗Paß— welcher am 21. früh Morgens begonnen hatte,
Aunterbrochen fortwaͤhrte bis zum Augenblich, wo das Telegramm
vᷣging. Die Lurlen fiürmien immer wieder mit frischen Truppen
daden aber von den Ruffen stets unter großen Verluß zurück
peschlagen. — Von den anderan Theilen deß bulgarijchen ser eas·
aupiszes melden die neuesten Derichte nur unbedeutende Gefechte.

Sa. Petersburg, 22. UAugust. Bei der dewmnaͤchfligen

Nettulenausbebung im ganzen Ldande sollen ausweismäßig 760,000
Mann sich siellen. Doch sollen bis Ende Mai nur 436,000 Mann
wugehoben werden.

De Hongersnoihein Zengalen droht allarmirende
Dimensionen anzunehmen. In Madras fürchtet man, daß Millionen
don Menschen dem Huagerlode exliegen werden. Ein in der Times“
abgedrudler Privatbrief aus Banguͤlore vom 22. Juli außert sich
iber baa Unglüdkwie solgt: Diese —— ist ein fürchter⸗
iches Unglück, und warum die Bevbilerung Englands nicht irgend
velche Hufe sendet, ist im Suden Indiens ein Wunder für Alle.
Man kenin sich keinen Begtiff davon machen, was ein Regenmangel
n drei Saisonz hür Indien bedeulet. Es bedeutet einfach Tod
ur viele Tausende. Die gegenwäctige Huagersnoth ist eine zehn⸗
al Udlimmere alz irgend eine der bisher dagewesenen. Tausende
find bereits verhungent, und wenn der Regen ausdleibt, wie d'ies
leider zu befürchten ist, werden Millionen sterben. Ich glaube nicht,
zaß die Regierung den Druck, der auf ihre H'lfequellen ausgeübt
wird, ertragen lann. Es scheint ein grausamer Spott zu sein, daß
kngland für die Bulgaren und andere Geld sammelt, während
seͤne eigenen Untersharen zu Tausenden Hungers sterben. Ein
Flãchenraum größer als ganz Frankreich ist mit Entvölkerung
bedroht.

Kew⸗Yortk. Ueber die Kosten des amerikanischen Eisen⸗
bahnstreils schreibt die Newyork Worlid“: „Es ist keinahe geuau,
u sagen, wenn man den Verlust der Streikenden au Loͤhnen
dechnet, sowie Derzenigen die von ihnen zum Streik gezwungen
vurden, und Derjenigen, die durch den Streil indirelt deschäftigungs⸗
lot gemocht wurden, ferner die durch Unterdrückung der Uncuhen
ftandenen Kosten (einschließlich des Solds, Transports und der
Berpflegung der Miliz und der regulären Truppen), sowie den
wirllichen Verlust an Eigenthum (in Pittsbutg) auf 1,300,000
Pfund Sterling geschaͤtzt — daß der Streik und die Aufstände dem
Jirde Aood, ooo Pjund Sterling gelostet haben. Dieser Betrog
ist gleihbedeutend mit einer totalen Mißernte des Tabals im ganzen
Zande für ein Jahr. Ein Pfandleiher in Pittsdurg, dessen Ge⸗
IIXVV Pobel geplündert wurde, verlangt eine Ent⸗

dadigung von 8000 Dollars. Ein leitender Anwalt hat die Stadt
zenachtichügt, daß ihm Ansprüche im Betrage von 156,000 Döollars
zur Eintreibung übergeben worden seien u. s. w. Ein Pittsdurger
Fournal schaht die Verbindlichkeiten des Landes auf 113 Dollars
sür jeden Waͤhler. Die jährlichen Steuern in Pitt-burg werden
don 300,000 Dollact auf 1,200,000 Doll. erhöht werden müssen.
Hit ndern Worten: jeder Steuerzahler in Pittsburg wird für die
nächsten 20 Fahre seine Steuerlast verdoppelt haben.
Ueb⸗r Verfälschung der Nahrungs und Genufi⸗
mittel.
Von Dr. M. Jakobsthal.

Die Rothwendigkeit, der immer mehr überhand nehmenden
Bersalschung der Rahrungs⸗ und Genußmittel in geeigreter Weise
ntgegenzutreten, beginnt endlich in unserm Vaterlande einzuleuchten.
Jo den groͤßeren Siaͤdten find theils Berathungen im Gange, in
relcher Veise diesem Unwesen, welches dagz Publikum in kaum
siaußucher Weile schadigt, gesteuert werden kann, theilb sind bereitt

Kontrolstationen errichtet, welche mit der Ueberwachung der Be—
kehesgegenstaäͤnde betraut sind.
In Endgland wurde schon im Jahre 1862 von Parlamen
in Gesetz erlassen um den Verfälschungen zu steuern, doch eist 10
Jahre später, nach Erlaß einer neuen und verbesserlen Parlaments-
icte. .tdulteration of Vood and Drugs Act*, trat jenes in so
lern erst in Kraft, als in jeder Grafschaft und den groberen Städten
Themiter angestellt wurden, welche die Untersuchung der Nahrungt.
mintel auszuführen haben. Dem Beilpiele Englands folgten in
rnerkennenswerther Weise Bayern und Sachsen. Ersteres errichtete
eispinlsweise auf Staotslosten die wissenschaftliche Station für
Zraue rei, Weihestephan, welche sich mit der Prüfung der in
Bayetu gebrauten Biere beschäfgngt. In der Haupistadt des Lan—
des werden seit einigen Jahren die Nahrungsmittel polizeilich über⸗
vacht und den chemijchen Stationen zur Untersuchung Aberwiesen.
50 wurden im Jadbre 1875 nach der Denkhschrist des deutschen
zandwirthschafis roihs an das Riichskanzler ⸗ Amt 839,816 Unter—
uchungen von LeLensmitteln dorgenommen, 4727 an Brod, 9301
in Bier, 97782 an Milch uad 14506 an Sleisch, die übtigen an
joustigen Verkehrsgegenständen. 272 Berkdäufer wurden in Folge
dieser“ Untersuchungen dem Staatsanwalte zur Verfolgung äbet⸗
wiesen. In anderen größeren Städten, Bayerns, wie Augsburg
und Nürnderg, Hnd ebdenfalls Einrichtungen getroffen, der Rah
unqsmittelverfalschung kräftig entzeg nzutreten. Von dier Thäugkeit
Sachsens betreffs der Nahrungsmittelkontrole will ich nur erwahtuen,
daß in Tresden und Leipzig hemische Stationen besteden.
FBoher kommt es nun, daß den häufigen Verfalschungen und
Betrügereien ein so großartiger Sp elraum gegeben ist, daß in so
schamloser Weise die Käufer von Lehensmitteln getäuscht werden
Ich moöchte das hausige Borkommen der Beteügereten auf 2 Ur—,
achtu zurückführen: erstens auf das Publilum, zweitens, und zwar
dorzugsweise, auf die mangelhaften Kontroleintichtungen. *
Das Publilum selbst ist schuld, daß es so hintergangen wird,
bwohl es sich sehr wohl bewußt ist, daß die gelauften Waarch
zer Echtheit häufig enibehren. Sollue cs nicht beispielsweise jeder
dausfrau auffallig erscheinen, daß die gesto ßzenen Spezexei—
vaaren, wie namentlich Zimmt und Pfeffer, wesentlich billiger der
auft werden, als in dem Zustande, wie sie der Kaufmann bezieht?
Ind dennoch wird nach wie vor gestoßener Zimmt, da neben wenig
Zimmt eine bedrutende Menge von Mehl, Ockererde und Ziegeb⸗—
vehl enthält, gekauft. Es soll allerdiags nicht verlangt werden,
daß Jemaund, sobald er eine Fälschung in einer Waare muthmaßl.
diese zur Untersuvung schidt, doch wäre es nicht nur zwecent⸗
prechend, sondern gerade im Gesammtinteresse nothwendig, daß deun
ustehenden Behörden, namentlich der Polizei, Faͤlle von ellatanten
zälschungen belannt gemacht würden. Doch das Puduikum ist inj
hzroßen und Ganzen zu bequem, als daß es sich der Mühe unter⸗
iehen sollle, an richtiger Stelle klagbar zu werden. Im engften
Zusammenhang mit der Bequemlichkert det Publikums stehen die
nangel aften Controleinrichiungen. Die Revision eistrect fiq
nesstentheils nur auf Milch, Buttet und Fleisch, während die dei
leberwachung sehr bedürftigen Getänke und Spezereiwaaren gar
iicht oder doch äußerst selten ins Auge gefaßt werden. Und diejt
luterlassung ist meines Erochtens in der Hauptsache dem Publikum
ur Lost zu legen. Unzweifelhaft würden jchon längst Untersuchungs
umter Seilens der Behörden gegründet sen, wenn ihnen haufigz
Anzeigen don Fälschungen gemacht worden wären. Doch wo leir
Zläger ist, ist auch kein Richter.

In den Städien, welche bereits Controlstationen besitzen, ge⸗
chieht die Controle in den meisten Fällen Seiltens der Polizei.
Diese Proxis hat sich bisher gut bewahrt. Wünschenswerth ist &amp;
rur, daß die Revisionen in energischfter Weise ausgeführt werden,
senn bei einer schlaffen Ueberwachung würden die Händler in ge⸗
visse Sicherheit gewiegt, hr bisheriges betrügerisches Treiden don
deuem beginnen. Der teelle Kaufmann und Fabrikant wird dieses
Brüfunge verfahren geweß mit Freuden begrüßen, indem dadurch die
jewissenlose Concurrenz mit gefülschten Waaren wesentlich vermin
zert werden wird. Erwähnensswerth wäre noch, daß der Verkau
von Kunstfabrikater, wie 3. B. Kunstbutter und Ktunstweinen, durch
die polizeiliche Controle keine Beschränkung erleiden soll, nur ist
der betreffende Fabrikant oder Händler derpflichtet, dieit Waaren
picht als echte auszugeben.

Es erübrigt nut noch, den Lefern in lurzen Amrissen dorzu⸗
ühren, in welcher Weise die wichtigsten Nahrungs- und Geuuß⸗
nittel verfälscht wetden. In welchem Grade die Milch mit Wasset
zerdünnt wird, dürfte wohl hinlänglich belonnt sein. Ag de
—XEI
welches allein in Berlin als Milch verlauft wird, auf 824 Hin⸗
ionen Liter, der Consum an Milch auf 3714 Millonen Liter, d. i.
38,3 Liter auf den Kopf. Daß Butier seht häufig mit jremden
Feiten, und, um fie jchwerer zu machen, mit Wasser, ja sogar mi
-hwerspath und Bleipräparaten versetzt wird, ist durch diele Uater⸗
uchungen festgestellt. Ich selbst hotte kürjlich Gelegenheit, eim
Zutter zu untersuchen, die bucch Wasser verfälscht war, es fanden
        <pb n="449" />
        ich über 17 Prozent darin. Dem Mehle sezt man Schwerspath,
Zreide und Gyps zu, schlechtet oder verdorbenes Mehl erhält bis⸗
deuen, um ex desser erscheinen zu lassen, Zufätze von Aiaun und
upferbitriol. Wie Wurst derfälscht wird, dat fürzlich eire in
Offenbach vorgenommene Uatersuchung ergeben; eine bei 23 Meßz⸗
gern vorgenommene Prulung von Fleischwürsten ergab, das wur 4
don ihnen unv rfälschte Waare besaßen, während die Wurst von
17 mehr odet weniger mit Stärkenchl vermischt war, 2 aber gat
keine Fieqchwurst hattan. Verdorhener Kaffee wird häufig gefärbt,
das Kaffepulver mit Cichorie vermijcht, diese weder mit Ocererde
und Ziegelmehl versitzt. Zucker erhält zuweilen Zufoͤtze von Staͤrki⸗
mehl. Nicht selien — auch der Thee Falschungen autgesttzt, diese
erstreden sich haupfächlich auf die Verwendung von schon gebrauchtem
The, der getrodnet dem frischen zugegeben wird. In wahrhaft
schamloser Weise werden Gewürze, namtutlich Pfeffer und Zimmt,
gefalscht, eisterer durch Gyps und Miehl, bletzterer durch Odererde
id Zegelmehl. Nach einer Bekanntmachung des Darmflädter
Poliznamis wurde eimittelt, datz gelegentlich ivet Uniet suchung
aner großen Anzohl Proben von Gewürzen aus dorigen Geschaften
jast die Haͤlste, 46 Prozenj derselben mit mineralijchen Substar zea
zum Theil in bedcutendem Maße verfälscht war. Um eingemachte
Frachte, wie Gurken, Bohnen, Erbsen, lange Zeit frisch und grün
Ju erhoalten, werden dieselben deim Ermkochen mit einer Lösung
don upfervitriol getrankt, namentlich soll diese Praxs der den
pᷣfeffergurten gehaud habt werden. Doß im Essig oft wenig Essig⸗
Ahbee, dingegen genüend Schwefelsäure und Salzfäure nachgewi⸗ sen
picde durfie den Haussrauen zur Warnung dienen; den geringen
dehalt des Esfigs an Eifiafaure sucht wan zuweilen auch durch
Fusah icharfer Pflanzenstoffe, wie Jugwer und Pfeffer zu verdeden.
wir wen wir nun noch eiige Worte dem Bier und dem Wern.
Daß wir jrtzt so selten reines und gutes Bier trenlen, dürfte jeder
Diecteinter rfahren haben. Um den Geschmack des Bieres zu
berbefsern, erdoͤli es manche an gud für sich unschad iche Stoffe wie
Glycrrin, Auis, Corlander u. P. w., doch auch solche, die auf die
Gefundheit nochtheilig wirlen, wie Quassia und Kockelslörner. Daß
Zusaͤtze on Suychnin und Brucin vorkommen sollen, dücfte wohl
rist naqhzuweisen seia. Im großartigsten Maßstabe wird die
Falschung arit Wein betrieden. Weine, die keinen Tropfen Reben⸗
saft uthalten, werden aus den verschiedensten Substangen hergestellt
ind gehen als Nalurweine in den Handel. Die rothen Bordeaurx⸗
weine erleiden haufig durch Färbung mit Fuchsin eine Fölschung,
wuhrtud hisher in den Ahrweinen dieser Farbstoff noch nicht nach⸗
Iwiesen i.

Die eben engefühhrten Beisp'ele von Versoͤlschungen der wich⸗
rigflen Rahrungs; und Genußmittel zeigen wohl zut Genüge, in
wie rafsniiter Weife das Publikum hintergangen wird, und stellen
in als Rothwendigleit hin, diesem betrügerischen Treiben mit allen
zu Gebote stehenden Mitteln entgegenzuarbeiten. M. Ztig.)
—
RVermischtes.
fZweibrüden, 21. Augs. Die Schwurgerichtsder⸗
handlungen der Pfalz für das III. Quortal 1877 werden Montag,
den 24 September, des Morgens un 8 Uhr im Justizgebäude zu
Zweibrüchen untar der Leitung des k.Appellationsgerichtsrathes
August Schuler ihren Anfaug aehmen. 5*

Bon der Hlies wird der Ropf.“ wilgeihrilt, daß in W.
ein junger Mann, welchat sich mu seun alten Eltern überworsen
haite, in der ersten Hitze seine Acktrr um 2100 M. an einen
dandelsmann verkaufte. Audern Tags reute ihn der uͤbereilte
Handel; aber die Reue allein machte denselben nicht rüdgänzia, es
dednrfte dazu vielmehr einer Abstands,⸗⸗Summe von 400 M.
In wie weit bei diesem Handel der Anftand gewahrt wurde, mag
dahingestellt bleiben.

In Homburg wird dat Gekurls⸗ und Namenssest Sr.
Majestat des Koͤnigs außer in der herklommlichen Weise noch durch
Reunion im Weber'schen Garten (Beginn 25 Uhr) sowie durch ell⸗
gemeine Beflaggung gekeiert.

rKaiserslautern, 19. Aug. Der hiesige Consamverein
dielt gelterz eine Generalvetsammlung ab, in welcher für das erste
Halbjaht 1877 Rechnung erstattet wurde. Hiernach wurde ein
eingewinn von 1608 M. 89 Pf. erzielt. Die Zahl der Min
Jieder stel, wohl in Folge einer sehr eiftigen Agitation, von 290
auf 272. Beschlossen wurde, eine Bäckerei zu errichten und daftur
1000 M. bestimmi. Zugleich wurde beschlossen, daß auch an
Vichtitglieder Waaren abgegeben werden. (Pf. 3.)

FShpeier. 19. Aug. Emer Zusammenstellung der Frequen
dar Studienanftalten der Pfalz bei Schluß des Schuljahret 30
arnehmen wir solgendes: Sdeier eine Gesammtschülerzahl von
le Gymmgfium 168, Laleinschule 234), Landau 810 (Gymna⸗
lum 199, Fateinschule 201), Kaiserblautern 220 (Gymnasium 55,
zZateiaschuie 103), Zwebrüchen 208 Gnasrn 92, Lateinschule
A6), dredt 187. Frankenthal 140, Grünstadt 133, Pirmasent
12, Edenloben 103, Winawriler 103, Durkheim 101, Germetß;
nim 100, Ludwigthasen 97, Bergzjabern 83, Homburg 81, Land⸗

zuhl 74, St. Ingberl 71, KAusel 66, Kirchheimbolanden 56,
Aunweiler 42, Blieskastol 20. — Die Gewerbschulen warer be⸗
ucht? staiserslautern von 334 Schülern, Landau 136, Speier
118, Zweibrüden 100 und Neustadt 77 (ausschliaßlich 22 Schülern
der beiden Haudelskurse).
7 Quiarnbach, 22. August. Bezüuͤglich des hiesigen Preit⸗
rarktes am Montag den 27. d. M. ist man vielfach der irrigen
Meinung, derselbe finde Nachmitiags Statt. Dem gegenüber ist
u bemerken, daß die Auswahl der preiawürdigen Thiere schon
Morgens um V Uhr beginnt und daß die Preisbewerder ihre
Thiere zu dieser Zeit auf die dasür bestimmten Plätze gebracht
haben müssen. Da auf dem hiesigen Marlie Thiere der Glau⸗
Race aus den Bezirken Kusel und Homburg lonlkurriten dürfen
und ouch die Summe der zu verihrilenden Preise eine beträchtliche
st (ca. 1300 M), so darf man erwarten, doß die Aussiellung
ine sehr große sein und ein getreues, sehenswerthes Bild unserer
chönen Viebzucht bieten werde. (3. 3)

F Narnberg, im Aug. Die Theilnahme an der AUusstel⸗
ung bon Atbeiten der wvervielsaltigenden Künfte im Baherischen
Bewer bemuseum ist zine ujber alles Erwarten große gewdrden.
alle Kur sttechnilen sür Verbieljguigung wie Buchdruck, Holzschnitt⸗
ruck, Metallmpendruck, Steindruck Giatplattendruck sind vom 15.
Jahrdundert, bezüglich don hrer Entftehung oder Erfindung in
jeschichtlicher Folge durch de besten Acbeiten dis auf die neueste
Zeit hexab prrirelen, in Ergeugnissen. welche Deutschland ihre Ent⸗
tehung veidanlen. — Für die Apparate, Maschinen und Pressen
st ein dejon eter Raum eingerichtet und an bestimmten Tages—
funden werden diese Arbeitsmaschinen in Thötigkeit fein. Auch
ine in Deutschland zum ersten Male arbeitende Setz und Ablege⸗
maschine füt Schristensatz wird ausgestelll. Tabei hat eint sorg⸗
ält ge Watl unter den Ausfiellungssarbeiten und unter den Aus⸗
tellern hatigefuuden, so daß nur gute Leissungen ausgestellz sind.
Der Kataleg. welchet schon nahezu im Druck vollendel ist, wird ein
leines Prachiwerk mit zablreigen künktlerischen Beilagen bilden,
velche die verschiedene Versältigungsaxter zur Anschauung bringen.
Am 2. Seprember d. Is., Vormitiags 10 Uhr findet die feiarliche
kroͤffnung der Ausstelluug statt.
Wes, 21. August. Heute Vormitiag wurde ein frauzs⸗
ischer Notar, welcher eine große Summe veruntteul hatte, als er
aum mit der Eisenbahn hier angelangt war, in der RoͤmerStraße
»on der Polize', dem Signalement des telegraphischen Stedbriefes
zemäß, eilannt und zux Haft gebracht, um an Frankreich ausge⸗
ufert zu werden.

VDortmurb a8. Aug. Der‚Weflph. Zeilung“qu⸗
olge brach heulte Mittag in der 3che „Borussia“ bei Marlken ein
Buubenbrand aus. Von der beim Ausbruch des Feuers in der
Brube befindlichen Belegschaft sind bisher vier kodt zu Tage be⸗
drndert; eif sind noh in der Grube, wahrscheinlich ebenfalls todt.
Dee brenneude Siclle wurde sofort abgeraumt, so daß die Anlagen
elbst außer Gesahr iind. Der Betrieb wird wahrscheinlich morgen
pi der aufgenommen werden können.

Vor einigen Tagen spielten in Dresden mehrere Knaben
n einer Straße der Nustadt und warfen dabei einen Gummiball
zuf einen Balcon unter die auf demselben kefindlichen Blumenstöcke.
kiner der Knaben rief darauf einem auf dem Balcon stehenden
)ertn zu, ihm den Ball doch wieder herunter zu werfen, erhielt
ber zur Antwort, daß Derjenige, welcher den Ball hinaufgeworfen
abe, ihn nur oden wieder abholen solle. In Folge dessen rief
un der Knabe zu dem Baleon hinauf: „Ja, die Reichen mausen
Alles weg, und wenn der Ball nicht gleich wieder berunter lommt,
o lommen Steine hinauf.“ Diesen Worten folgte alsbald auch
zie That und das Haug wurde von den Rangen mit Steinen bom⸗
ardirt. Die Phrose vom Diebstahl der Reichen hat bereitz iu
den Gemüthern vieler Kinder Wurzel gefaßt und treibt schon neue
deime! Welq herrliche Saat muß hieraus aufgehen!ilud gillt
zicht auch von den Socioldemokraten: „As ihren Früchten sollt
Ihr sie erlennen“?

fPostanmeisungtverlehr mit Frankreich. Vom 1. September
). J. ab sind, noch dem Reichs u. Staatsanzeiger, sammiliche
ranzosische Post anstalten ermächtiat, Postanweisungen aus Deutsch⸗

and auszuzahlen und Postanweisungen nach Deutschland anzunehmen.

f Paris, 21. Aug. Herr v. Rudhart, bisher bahetischer
Zeschaftsträger in Paris, wurde bel seiner Versehung als baherischer
Besandter in Berlin zum Kommandenr der franzdsischen Ehrenle⸗
zion ernannt.

* Die Eroͤffnung des Testamenis der Madame Tourville fand
im 4. August in Londan statt. Dasselbe ist vom 11. Rovember 1873
zatitk, und das hinterlassene Personaldermögen bewegt sich unter
0,000 Lstr. Außer einigen Legaten, darunter 500 Lstr. an ihre
Zofe Sarah Clopinson, vermacht die Verstorbene je 10,000 Lsir.
un ihre beide Schwestera, Mes. Marie Ann Cork und Mrs. Eli⸗
abeth Thompson, und den Rest ihres Vermögens ihrem Gatten,
denrty Djeudonné de Tourdille, der bekannilich wegen ihrer Er⸗
nordung in Oesterreich zun Tode derurtheilt worden.
        <pb n="450" />
        Gemeinnütziges.
Condensirte STier. Vor Kurzem ist in Passau in Bayern
eine Fabrik zum Condensiren der Eier errichtet worden. Die Eier
werden forgfältig ausgelesen, getrocnet und dann in ein feinel
Mehl verwandeu, worauf sie, zum Export sertig, in Zinnbüchsen,
genau so wie die moderne condensicte Milch, verpackt und versen⸗
del werden. Nach den Urtheilen der Professoren Pettentojer und
Liebig bilden dieselben ein fehr werthvolles Nahrungsmtuel. In
neuerer Zit sollen sie für den Gebrauch von Seiten der deutschen
Reichsarmee in Vorschlag gebracht sein, weil diese condensirten
Eier so wenig Raum beanspruchen und doch eine große Masse
Nahrungsstoff enthalten. WV
Schon jetzi fiaden diese condensicten Eier⸗vach England hin einen
gesuchten Absatz.

Handels⸗ und Verßehrs-Nachrichten.
Munchen, 20. Aug. Von den unterm 7. d. Mis. publizirzen Er⸗
ganzungen zur Posttransportordnung Bayerns vom J. Janunar
1876 sind folgende hervorzuheben: Wenn Abonnenien die Lieferung ein⸗
jelner ihnen fehlenden Zeitungsnummern ec. welche ihnen schon einmal ge⸗
iefert wurden, oder welche fie nicht rechtzeitig rellamirt haben, verlangen,
jo ist fur das dieserhalb an die Verlagsposihandlung zu richtende postamtliche
Schreiben das Franco von 10 Pf. zu erlegen. Fahrpostsendungen an Adrese
aten, welche sich an einem Postorte nur vorubergehend aufhalten, koönnen auf
derlangen deß Absenders auch bei der Ortspostanstalt in Empfang genommen
derden . Dieses Verlangen ist auf der Adresse durch die dem Bestimmungs⸗
Irt deutlich beizusezende Erklärung „postla gernd“ zu erlen en zu geben.
Poftlagernde Fahrpostsendungen fur am Postorte siändig fich Aufhaltende
onnen som it nicht anfgegeben werden.)
Fur die Redaction verantwortlich J. X. De uue z.
ααÇÊOαααα
ι

— c v⸗ 4
St. Ingbert.
Sonntag, 26. August, Abends halb v Ubhr
Abendunterhaltung
zur Feier des Geburts und Namensfestes Sr.
Maiestät des König8s8s.
im Sälchen des Kameraden M. Eberhard.
Die Miiglieder mit Fam lien ladet hierzu freundlichst ein
Der Vorstand.
Frankfurter *M Essig-Essenz
sSchutamarxkeo.)
in Flaschen à 1 M. empfiehlt augelegentlichtt. Jedermann karn
sich daraus augenblickllich durch Verdünnung mit Wasser, nach Be⸗
brauchsanweisung, billigen und wodlschmedendsten Effig bereiten,
welcher damit eingemachten Früchten und Gemüfe außerordentlich
vor Verderben schützt. Die weltbekannten Pickles verdonlen ihre
Halibarleit ausschließlich dem dazu verwendeten gleichen Essig.
Unm vor Taͤuschungen bewahrt zu dleiben, beachte mon obige
Schuzmarke auf dem Siegel der Flasche.
3ZPeiers, St. Ingbert.
—
In allen bedeutenden Musikalionhandlungen
vorrãthig
Im Verlage des Unterzeichneten erschien soeben
in Neuer Auagabe: 2.
La bpolle Fleur du Bohemien.
EBrillIa nte Pantasie
für
DANDCFORTE
von
PDHeoOodor ruusse.
Op. 738. Preis: M. 2.50.
PDiese ꝛiemlich schwero aber sehr dankbare Kla-
vier⸗Composition wird von jedem etwas geũbten Kla-
vierspieler gerne vorgetragen werden. dSeit Jahren
dũrfte kein Bravourstũck von ahnlieh durchschlagen-
dem Prfolge erschienen sein.
Gegen Finsendung des Betrages erfolgt sraneo
Zusendung.
het. Jos. Tonger, Köfln. a. Rh.

Sedanfeier.
Alle Freuude der Sedanfeiec
werden zu einer Besprebbung auf
Samstag, den 28. ds.
Abends 8RUhr in
Seiter's Sälchen
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M 133. Ft Eonntag⸗ den 26. Auausi

1877.

rekept AMatcbkw “
. Deutsches Reich.
Mäünchen, 23. August. S. M. der König hat für 1877
den philologisch⸗gebildeten Lehrer der neueren Sprachen. Jos. Stein⸗
berger am WilhelmsGymnasium in München und Alphons Mayer,
uin der Gewerb⸗ und Lateinschule in Denkelsbühl Reisestipendien von
je 900 M. behufß ihrer weiteren Auabildung in Engiand, dann
dem Philologen Dr. Ph. Thielmann, Siudienlehrer in Speyer,
rin Reisestipendium von 2160 M. zum Besuche des archäologischen
Instituts in Rom und seiner Filiale in Athen verliehen.
Berlhin, 28. Aug. Der Kaiser wird auf der Reise zu den
rheinischen Mansvern von der Kaiserin, den königlichen Prinzen,
der Kronprinzejsin und der Prinzefsin Charlotte, den Großherzögen
yon Baden, Mecklenburg, Oldenburg, den Fürsten von Schaum⸗
ourg⸗Lippe und Lippe⸗Detmold begleitet sein.
Berlin, 28. Aug. Fürst Bismarc ist heute Nachmittag
2 Uhr mit feiner Gemahlin und Tochter sowie beiden Söͤhnen auf
der BerlinAnhalter Eisenbahn abgeresst, um sich nach Gastein zu
zegeben. Seit Jahren sah der Fürst nicht so wohl und kräftig
aus wie jetzt. Ziemlich bestimmt auftretende Gerüchte, die immer—
jin Etwas für sich haben, wollen wissen, er werde nicht aus
Bahern scheiden, ohne den König Ludwig gesprochen zu haben, der
eine solche Zusammenlunft seit Jahren wünscht. Den Spätherbst
soll Fürst Bismarck in Varzin zu verbringen beabsichtigen.
Berlhin, 24. Aug. In dem Augenblid, wo die kürken⸗
jteundliche Presse den deutschen Vorstellungen in Koustantinopel
wegen der Grausamkeiten türkischer Soldaten jede Bedeutung adzu⸗
prechen versucht, weil der deutsche Reichskanzier „nur“ die Genfer
stondention der Pforte ins Gedächtniß zurückgerufen habe, nimmt
der sonst so schweigsame „Deutische Reichs-Anzeiger“ das Wort, um
zu konstatiren, daß die deussche Regierung „auf Grund amtlicher
Berichte über die gegen russische verwundete nund gefangene Sol⸗
daten von turkischen Truppen verübten Grausanileiten“ die Genfer
ronvention angerufen habe. In sehr treffender Weise hat der
Reichskanzler sich der Türkei gegenüber nicht auf die Rücksichten
der Humanität oder auf Sähe des Völkerrechis berufen, sondern
anf eine internationale Stipulation, welcher die Türkei als Mit⸗
zlied des europgaischen Konzerts feietlich beigetreten ist. In der
Benfer Konvention hat die Türkei sich freilich nicht ausdrücklich
erpflichtet, verwundete oder gefangene Soldaten nicht zu mißhan⸗
)eln und umzubringen. Aber die sämmtlichen Stipulationen der
donvention gehen von der Voraussetzung aus, daß der Feind in
dem Augenbhick, wo er verwundel wird, oder eilrankt, aufhört,
Feind zu sein; nur der hilfebebdürftige Mensch bleibt übtig. Dem⸗
jufolge werden alle Anstalten und Personen zur Verpflegung der
Verwundeten und Kranken für neutral erklärt; sogar jedes Privat⸗
jaus, in dem ein verwundeter Soldat gepflegt wird, ist nach Artikel
5 der Aondention unter dem „Schutze“ derselben, die Einwohner
»on Einquartierung befteit. Nach Artikel 6 sollen die verwundeten
and ertrankten Krieger aufgenommen und verpflegt werden, zu
velcher Nation sie auch gehören mögen. Wie die Türkei diese Ver⸗
flichtungen erfüllt, ist belannt geuug, und desdalb werden sich die
ibrigen Neutralen, welche ja auch Mitinteressenien der Genfer
donvention sind, der Einladung nicht wohl entgiehen lönnen, sich
dem Vorgehen des Prinzen Reuß anjusdließen.
Aussand.
Wien, 23. Aug. Die „Politische Korrespondenz“ will in
ẽrfahrung gebracht haben, daß der österreichijche Boischafter in
donstantinopel augewiesen fei, sich dem Vorgehen des deuischen
Botschafters bezüglich der don kürlischen Truppen gegen russische
Berwundete und Gefangene verübten grausamen Handlungen an—
uschließen. Aehnliche Schritte seien auch von Seiten des ilaüenischen
dabineis in Konsiantinopel unternommen.
Wien, 28. August. Es sind abermuls neue Amendements
u der Adresse des galizischen Landtages an den Kaifer eingebracht
vorden. In denselden wird gesagt, ein Bündaiß Oesterreichs mit
Rußland müsse perhorreszirt werden; das Wiederaufleben volens

sei ein Erforderniß des Wohles der Monarchie und des europãischen
Friedens. Sollten diese Amendements der Adresse einverleibt
verden, so dürfte der Kaiser die Annnahme der Adresse verweigern
ind der Laudteg aufgelöst werden.

F. Wien, 23. August. Die „Neue freie Presse“ meldet
us Plewna vom 21.: 6000 Russen mit mehreren Baͤtterien de—
ouchirten heute auf das Plateau zwischen dem Wid⸗ und dem
Isler⸗Flusse, in der Absicht, die Verbindungen der türkischen Ar⸗
nee bei Plewna mit Sophia zu bedrohen. Nach mehrstündigem
dampfe wurden die Rufsen von Hassan Pascha mit bebemenden
Beclusten zurücgewiesen.

Bukarest, 23. August. Die Russen sollen gestern zehn
AX Schipkapaß zurückgeschlagen
jaben. Ebenso soll eine unter dem persönlichen Commandé Osman
baschas bei Leiwi vorgenommene siarke Recognoscirung von den
ttussen unter Führung des Fürsten Mirski zuruckgewiesen worden
ein. Die Türken hatten auf beiden Schlachtjeldern große Verluste
erlitten.

Konstantinopel, 23. August. Der Gouverneur von
Adrianope! meldet, daß mebr als die Halfte aller Juden in Kasan⸗
iyt von den Bulgaren ermotdet worden seien.

Petersburg, 23. August. Amtlich wird aus Gorni⸗Suden,
22. ds. gemeldet: Den letzten Nachrichten zusolge fuhren die Russen
'ort, die tütkischen Angriffe auf den Schipla⸗Paß zurückzuweisen,
Beneral Radetzky rückt zur Unterstüzung heran. Der gestern an⸗
getrelene Vormarsch der Türken aus Lowischa gegen Seibi IX
estellt, heute früh aber von Neuem aufgenommen worden. Rus⸗
ische Truppen haben die Nosition von Selbi besetzt. Vor Plewna
Jalles ruhig. Aus der Riqtung don Rustschuk, Rasgrad,
Z„chumla und Eski Dschuma her machsen die Türken Versuche, die
ussische Vostenkette zu unterbrechen
Vermischteee.
- Bei dem Feuerwehrf este in Zweibrücken wmachte ein
Feuerwehrmann von da Scandal und insultirie den ihn zur Ruhe
erweisenden Gendarmerie⸗-⸗Wachtmeister thaͤtl ich. Das Zuchtpolizei⸗
zericht verurtheilte ihn dafüt zu 1 Monat und 6 Tagen Ge⸗
angniß. J

f In Neustadi sieht das Schuͤtzenwesen in Flor; die
zortige Schlutzengesellschaft zahtt 202 Milgüeder, die hoͤchste bis
etzt erreichte Ziffer.

ftMünchen, 21. Auguft. (Militarbezirkagericht.) Se⸗
ondelieutenant Lorenz Brunner bom 8. Jagerbataillon zu Strau⸗
ing hatte im Dezember v. J. auf einen don ihm ausgestellten.
Wechsel von 600 M. über seine Unterschrift und die einen Kame⸗
aden des Secondelieutenants v. Gorup, der sich als Bürge zeich⸗
zete, die Worte gesetzi: „Auf Ehrenwort,“ und zwar gegen den
usdrücklichen Willen des Bürgen Gorup. Unter einen anderen
Vechfel über 8500 M., den Brunner dem Privatier G. Hofmann
n München für ein Darlehen von 5880 M. auf zwei Monale aus⸗
tellen mußte, setzte er den Namen des Lieutenanis d. Gaußler als
Zürgen ohue defssen Wissen. In Unterjuchungshaft genommen,
zruch Lieutenant Brunner aus und wurde im Aprilel. J. in Bu⸗
arest aufgegriffen. Privatier G. Hofmann bekam sein Geld von
inem Verwandten Bruanert. Lieutenant Brunner wurde zu zwei
Jatzren sechs Monaten Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust ver⸗
artheill.

fMunchen, 20. Angust. Am 16. d. Mis. sollte die de⸗
aunte Dachauerbant ⸗ Inhaberin A. Spitzeder, zum ersten Male feit
drer millionmörderischen Laufbahn in Damms Theater auftreten.
Da mag es denn angezeigt sein, schreibt der Niederbairische Ku-
ier,“ darauf hinzuweisen, daß diese Rückkehr zur Kunft Thaliens nur
ine scheinbace ist, um die Wiederetabliruag einer Dachauerbank in
damburg zu maskiten. Es ist namlich eine Thatsache, daß von
Rünchen troß alledem bereits wieder namhafte Summen in den
Schoß Adelens nach Hamburg fließen und daß die alten Weider.
        <pb n="452" />
        welche ihr dereinst so viele Gelder zugetrieben, wieder in dieser
Weise thätig arbeiten. Unslaublich, aher wahr.“

pSrra sib ur g. Wor einigen Tagen perffentlicht⸗ das
uuabhängige Comite“ für die Wasserbeschädigten seiuen Rechen⸗
schaftsbericht, aus welchem hervorgeht, daß dasselbe im Reichsland
und in Frankreich die sehr respectable Summe von 569,767 Fr.
30 Cent. wobei Straßburg mit 412,779 Fr. 60 Cent. betheilig!
ist, für die Wasserbeschädigten gesammelt hat. Die Vertheilung
erfolgle meiner Ansicht aach in sehr practischer Weise. Es erhielten
vamuch: die notorisch Reichen nichts, die Prittelleuie 28 PCt., Mie
Tagnet und kleinen Handwerker 60 pCi. die unbemittelten Bauern
757 pCi. und die notorisch Armen 100 pCt. des Eingebußten
ersetzt.

f Warnung fur Sdanhkwirthe. Ein vor dem Friedensrichter
in Mülhausen (isaß) vorgekommener Fall ist auch anderwärts
von Interesse. Vor diesem Richter erschien letzten Freitag ein
Schan wirthe welcher gegen einen 17haͤhrigen Burschen eine For⸗
derung für Zeche im Betrage von ca. 8 Mark einklagte. Der
Wirth war so vorsichtig cewesen, auch die Mutter seines Schuld⸗
ners ju laden, um fich eine bessere Aussicht guf Bezahlung zu ver⸗
schaffen. Er hat aber damit, wie man zu sagen pflegt, das gute
Geld dem schlechten nachgeworfen; denn der Richter erkläcte ihm,
daß Wirtheschulden gegen Minderjährige gar vicht eintlagbar seien,
was der Klager als alier Wirth, ganz gut wissen tönnte. Wie
der eigentliche Schuldner, so srien auch dessen Eltern oder Vor
munder in solchen Fällen ohne Haftbarkeit. Schantwirthen, welche
die Gewohnhein haben, jungen Leuten Credit zu schenken, mag
dieser Rechtsfall zur Warnung dienen.

Dorfmund, 23. Aug. Die ‚Wesiphälische Zeitung“ meldet:
Die Rettuugsarbeiten auf der gestern Mittag plötzlich auf unbelannte
Weise in Brand gerathenen Zeche „Borussia“ sind in der Naat
beendet worden; im Ganzen sind bei dem Unfall 15 Personen
ums Leben gekommen. Heute ist der Betrieb der Grube wieder
aufgenommen .·

Ein originelles Gesuch um Erlsheilung eines Jagdscheines
ist von dem Küfter einer naheliegenden kleinen Dorfgemeindt bei
der detreffenden Behdrde in Berlin eingegangen. Als Moliv, daß
er im Juͤterefse seines Schulamtes eines Jagdscheines bedürfe, führt
er aus Er habe Gelegenheit, von Jagdberechtigten eingeladen zu
werden und sei ihm dies um so gugenehmer, da die Gemeinde zu
arm sej, um für den Unterricht in her Naturgeschichte Abbildungen
der Thziere anpuschaffen; es sei ihm so Gelegenheit geboten, die
Thiere zu schießen und sodann an der erlegten Jagdbeute den Kindern
in der Schule die noölhigen Explitationen machen zu können. Der
Behorde sind die Motjde nicht recht glaubhaft erschienen und ist
— — detzhalb auf sein Gesuch — beschieden worden.

F Parid, 22, Aug. In Arcachon und Umgegend wüthete

gestern ein furchtbarer Ortkan. Ueber 300 Schiffe verschiedener
Größe wurden vernichtet und das ganze Ufer verwüstet; bis jet
fand man zwei Leichen, die eincs Heren Wustemberg aus Bordeaux
Ind die eines Seemannes. Orei andere Personen? darunter ein
Helgier, werden vermißt. In Bordeanx wülhete der Orlan auch,
itwurzelte Baume, riß Ducher herunter und richtete andere Ver⸗
heerungen an. Viele Personen wurden verwundet.
—pAlexrandrien, 23. Auguft. Auf dem französischen
Zriegeschiffe Corezer beach waͤhrend der Fahrt von —X
Sue nochdem Abdeu passirt war, die Eholera aus; 50 Leute von
der Hemannung starben und 130 sind noch krank an Bord.
Die Noͤnigin von Madagekar hat durch öffentliche Bekannk⸗
wachuug alle Sklaven der Jusel in Freiheit gesetzt. Durch einen
im Jahre 1865 mit England geschlossenen Vertrag verpflichtete sie
sich, deur Kaufe und Verkauf von Sklaven aufhören zu dassen. Da
aber die Madagassen den Vertrag größtentheils umgingen, indem sie
borgaben, ihre Silaven seien noch vor der Ver:ragszeit gekauft
worden, jo hat die Königin obigen thatkräftigen Schritt gethau.
andels⸗ und Verkehrs-Nachrichten.

Bom i. Oli. d. J. an beginnt auf dem Staatsgute Schleißheim
ein neu exrichleter unentgeldlicher Unterrichtskursus sür Branmitweinn⸗
herenner, der sich auf 2 Monate erstreckt. Der betreffende Theilnehmer
muß das 18. Lebensjahr zurückgelegt haben und mindestens schon einen
inter hindurch in einer Branniweinbrennerei beschäftigt gewesen sein; auch
dunen mehr als 8 Schlller nicht aufgenommen werden. Bewerbungen find
palestens bis 15. September L. J. bei der lgl. Staatsgutverwaltung Schleiß⸗
heim einzureichen.

For die Redaction veraniwortlich F. X. Deme .
Seit Anfang April erscheint wöchentlich in Dreaden, herausge⸗
geben von De. Victor Boöhmert und Arthurt von Studnitz, die
Soeial⸗Correspondenz“, Organ des Centralvereins für das
Wohl der arbeitenden Klassen. Der Certralverein, welcher Maͤnner
ber verschiedensen politischen und kirchlichen Richtungen umfaßt,
will mit diesem Unternehmen keine Geschafle machen, noch irgend
welche Sonderinteressen veriolgen, sondern einem großen humanen
Zweche dienen und zur Verbreitung gesunder Anschauungen über
die Arbeiterfrage und nachahmenswerther Einrichtungen für Her
Jellung des socialen Friedens beitragen. Die „Social⸗Correspondenz
rebt ehrlich und ernsthaft, auf Seiten der Arbeitnehmer wie der
Arbeitgeber, den Sinn für Gerechtigkeit und Billigkeit zu pflegen.
Sie kann bei jaͤmmtlichen Postanstalten zum vierteljahrlichen Abon⸗
enemspreis von 1,60 Mark bezogen werden. Die feit dem 1.
Juli erfchienenen Nummern werden nachgeliefert. Wir legen unfern
defern dieses gemeinnützige Unternehinen an das Hertz!

——
Bekanmmachung.
Der Distrilisraih des Kantons
St Ingbert hat pro 1877/78
Stipendien zum Besuche der
streisbaugewerlschule in Kaisers—
lau tern, sowie der Frauenarbeits—
schule in Speher bewilligt.

Diejenigen, welche ein solches
Stipendium benützen wollen, ha⸗
ben ihre Gesuche bis Montag,
den 38. Septemberl. J.
bei dem kgl. Bezirksamte Zwei⸗
brücken einzureichen.
St. Ingbert, 24. Anaust 1877.

Das Bürgexrmeistexamt
¶uster 2*

— —

fr Leidende! a
Damit jeder Kranke, devor er
eine Kur unternimmt, oder di
offnung auf Genesung schwinden
raßt, sich ohne Kosten von den
urch Dr. Aixyla Heilmethode erziel⸗
den uderra schenden hellungen uber⸗
Jeugen kann, sendet Richter'n Ver⸗
—E in Leipzig auf Franko⸗
—, gern Jeben einen „At⸗
reft⸗Auszug⸗ I60. Aufl.) graus
und franko — Versaume Niemand,
— diesen mit vieler Zranten⸗
erichten versehenen „Auszug
— nn 40u LIaßßen.

Wormser Academie
füuüree—
Landwirthe, Bierbrauer und Muller
rei Im Wesentlichen getrennte, stets stark besuchte Fachlehr-
netajten (im Jaur 1860 begrundet), beginnt das Winterse-
mevter am 1. November. - Ausfuhnrliclio Programmo unô
Berichte sind mnentgeltlich zu beziehen durch die Direction
Dr. BCHhMASGOAowV.
Sedan Sedan! Sedan!
Fahnen waschächt! Ballons, Lampions, Fett
töpfchen, Trausparente, Feuerwerkskörper. — Preis
listen gratid.
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M 134. Dienustag, den 28. August 3 ** 187.

Deutsches Reich.

München, 25. Kug. An Se. Maj. den König sind heute
mläßlich seines Namens- und Geburtsfestes Glückwunschtelegramme
xc. vom Deutschen Kaifer, dem Kaiser von Oesterreich, dem König
on Würt!emberg, dem König von Saqsen, dem Reichstanzler
Fürsten v. Bismardh ei' getroffen. (M. C.)

München, 28. August. Von der 33,000 neuen Gewehren
4,71 sind, wie wir bernehmen, von der k. Gewehrfabril in Am⸗
zerg nahezu die Hälfte bereits fertig gestellt und soll mit der Ver—
heslung derselben an die Abtheilungen des J. Armeecorps, zunächst
in die diei Infanterie Regimenter dahier, gleich nach Beendigung
der Herbstmanöber begonnen werden. (Abdz.)

Wärzburg, 285, August. Gestern lamen die für den
»eutschen Kronprinzen während seines hiesigen Aufenthalts bestimmte
Dienerschaft und Küchenbediensteten, 65 Maun stark, ferner 20
Pferde und 3 Wagen von München hier an. Die Arbeiten zur
Wiederherstellung der Gemöcher in der Residenz sollen sehr um—
jassend sein und einen Kostenaufwand von nahezu 50,000 M. er⸗
ordern, da in Folge des langjährigen Nichtgebrauchs sich vielerlei
Schäden zeigten. (W. Pr.)

Berlin, 26. Aug. Da die parlamentarischen Körper⸗
chaften Preußens und des Reichs sich in ihren nächsten Sessionen
mit sehr wichtigen Gegenständen, welche auf die kommunalen Ver⸗
hältnisfe vicht ohne Einfluß sind, wie z. B. mit dem Unterstützungs
vohnsitz, der Gewerbeordnuntg, der Städteordnung, dem Kommunal⸗
teuergesetz rc. zu beschäftigen haben werden, so haben mehrere
Städlehrge den Beschluß gefaßt, vor dem Zusammentritt der par⸗
lamentarischen Körperschaften zur Berat ung über diese Gegenstände
äich zu vereinigen. Seitens des Vorsitzenden des hannoverschen
Sfädlevereins, des Stadtdireltors Rasch in Hannover, sind bereits
dle nothwendigen Einladungen ergangen. Gleichzeitig wollen sich
auch die Städtetage mit der jetzt auf der Tagesordnung stehenden
Frage der Verlälschung der Lebensmittel, beschäftigen. H'ierüber
wird wohl dem Reichstage eine Legion von Petitionen zugehen.

Ueber den Stand der Eisenproduktion in verfcie⸗
denen Ländern cibt eine officiöse Notiz folgende Auskunft: In
England waren Ende des vorigen Jahres von 962 Hochöfen noch
531, in Belgien von 54 noh 17, in Luxemburg von 28 noh 8
im Beitieb. In Deutschland sollen von 465 Hochöfen Ende 1876
Aber die Hälfte im Betrieb gewesen sein und durch Konkurrenz
and die Üeberfüllung des inländischen Marktes die Preise noch
weilet ged: ückt haben. Wenn man erwägt, daß die Zahl der Hoch-
zfen Ende 1876 in England 962, in Nordamerika 718, in Deuisch⸗
land 465, in Oesterreich Ungarn 180, in Frankreich 150, in
Belgien und Luxemburg 77 betrug, welche die Hälfte mehr an
Roheisen produciren können, als bis jetzt der Bedarf eines Jahres
gewesen ist (im Jahre 1873 ist beispielsweise der Bedarf auf 28
Millionen Pfund geschätzt worden), so tritt klar zu Tage, daß ein
allgemeines Prosperiren der Hochöfen-Industrie vorläufig nicht zu
erwarten steht. Eine Abhilfe ist höchstens zu erwarten von einer
haldigen und allgemeinen Einführung des eisernen Eisenbahn⸗
Oberbaues. Im Uebrigen zeigt diese Zusammenstellung, daß die
Ueberproduction von Roheisen keineswegs in Deutchland allein,
sondern gleicherweise in all den genannten Ländern stattgefunden
hat. Damit ist aber auch zuglesch erklärt, daß die Ktrise, an
welcher diese Ind ustrie krankh, durch eine Wiedereinführung der
Tisenzölle nicht zu beseitigen ist. Bisher versäumte die „N. A. Z.“
keine Gelegenheit, den Eisenindustriellen die Liberalen als Leuie zu
denur eiren, die für die praktischen Bedürfnisse der Industrie kein
VBerständneß, überhaupt von der realen Lage keine Ahnung hätten.
Jetzt verlu det sie, an det Hand sehr beredter Zahlen genau das—
jelbe, was die Liberalen seit Jahr und Tag als den wahren Grund
der Kalamität der Eisenindustrie bezeichnet haben. Die Eisen
ndustriellen ihrerseits verbreiten — um dies bei dieser Gelegenheil
u erwaähnen — immer auf's Nene die Nachticht, daß dem Reichs⸗
rnage in seiner nächsten Session abermals eine den Reklamationen

der Eisenindustriellen nachgebende Retorsionsvorlage gemacht werden
olle. Die'e Nachricht ist aber, wie die „N. L. K.“ ganz richtig
zemerkt, schun aus der einfachen Erwägung als gruadlos zu be⸗
eichnen, daß. man vor dem Abschluß der Zollverhandlungen mit
Desterreich in den Kreisen der Reichsregierung selbst über die weiter
eiwa nothwendig werdenden zollpolitischen Maßregela kaum ein
vollständiges Uetheil haben kann,
Ausland.
Pest, 25. Aug. Die meisten ungarischen Blätter sind äußerst
ndigairt darüber, daß Oesterreich sich dem deutschen Proteste gegen
ie Greuel der Türken angeschlossen hat. Nur der Lloyd recht;
ettigt diesen Schritt dadurch, daß Oesterreich dem DreiKaiser⸗
Zündniß angehoͤre.

London, 26. August. Das Reuter'sche Buteau meldet
us Konstantinopel von heute: Eine Depesche Suleimann Pascha's
neldet, daß 2 Hauptfort« des Schipka⸗Passes von ihm genommen
vorden seien. Nach einer weiteren Depesche aus Adrianopel soll
Zuleimann auch ein drittes Fort genommen und bereits auf Ga⸗
zrowa einen Angriff gemacht haben. — Ferner liegen Nachrichten
zor über einen großen Sieg Mukhtar Puscha's im offenenen Felde
zei Kurukdara, wobei angeblich 4000 Russen außer Kampf gesetzt
ind. Nähere amiliche Nachrichten sehlen noch. m

Konstantinopel, 25. Aug. Das Gefecht bei Eski⸗—
Dschuma ist für die Russen ungemein blutig verlaufen. Auf dem
Schlachtfelde sind russische Getödtete in großer Zahl gefunden
vorden. Die Türken erbeuteten den Wagen mit dem Tischgeschirr
ind dem Gepäck des russischen Throufolgers.

Rah einem St. Petersvurger Brief der „Wiener Abend⸗
yvost“ gehen am 10. September die letzten Abtheilungen der Garde
nach der Donau ab. Das Moskauer Grenadiercorps zog zu der
m Ganzen um 100,000 Mann verstärkten Kaukasus-⸗Armee ab.
Die zwungsweise Uebersiedelung der Kaulasus-Völker in“e flache
dund ist schon im Zuge.

Petersborg, 25. Aug. (Offiziell.) Gorri⸗Studen, 24.
Aug., Mittags. Gestern früh griffen die Türken mit starken Streit⸗
räftlen den Schipka⸗Peß sehr hestig von drei Seiten an. Unsere
Lruppen schlugen alle Augtiffe zurück. Als erste Verstärkungen
erschieven mit Kosalenpferden deritten gemachte Schützen. Abends
im 6 Uhr wmal eine ganze Schützenbrigade mit 6 Kanonen ein,
welche sofott an dem Kampfe Theil nahm. Abends um 9 Uhr
zrsflürmten die Schützen die Höhe vor unserer rechten Flanke. Es
entspann sich ein verzweifelter Kampf bis Mittetnacht, wo die
Mondsfiesterniß eintrat und nur noch die Kanonade fortdauerte.
Unsere Truppen behaupteten alle Positionen trotz der numerischen
leberlegenheit des Feindes und eines mörderischen Kreuzfeuers.
Wir haben vier Tage lang die ganze Armee Suleiman Paschas,
»hne Schlaf und warme Nahrung zu genießen, bekämpft. Bettäͤcht
iche weitere Verstärkungen sollen in der Nacht eintreffen. Gorni⸗
Ztuden, 24. Aug., Abends 9 Uhr. Heute beschränkte sich der
dampf auf eine lebhafte Kanonade. Die linke türkische Flanke
nit zwei unferen Rücken bedrohenden Geschützen ist aus threr Stel⸗
lung vertrieben. Nach Zurückweisung der fürkischen Angriffe gegen
Ajaslar am gestrigen Morgen wurden unsere Truppen am Nach⸗
nittag durch starle türlische Streitkrafle gezwungen, sich auf die
Position von Sultankioi zurückzuziehen. Bei Lowatsch und Plewno
hat keine Bewegung des Feindes stattgefunden.

Peterbburg, 26. Aug. Nach einer im „Russ. Indaliden“
yröffentlichlen daiserl. Vetotdnung vom 16. August fsollen den
»eiden Festungs⸗Infanterie:Regimentetn Tunaburg und Bobruis!
b Bataillone entnommen und in Reserve-Bataillone transsormirt
verden; aus 12 Reserve-Jufanterie-Bataillonen soll die erste Re⸗
erve⸗Infanterie-Dibision gebildet werden.

Petersburg, 26. August. Amtlhch wird aus Gorni⸗
Studen von heute gemeldel: Der Kampf um den SchipkaPaß,
der gestern früͤh Ühr w'eder aufgenommen wurde, dauert nun
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        schon den fünften Tag mit gleicher Hartnäckigkeit fort. Die Rus⸗
A
ihre Stellungen. Heute sand General Doroschinofy den Heldentodl.
nachdem er während der 3 ersten Tage die Vertheidigung des Pas⸗
ses geleitet hatute.
A
Vermischtes.

fSt. Ingbert, 27. August. Heute morgen früh wurde in
inen Hofe hier ein in hiesigen Diensten stehender Maschinenführer aus
Ostpreußen todt aufgefunden. Derselbe soll sich mit Andern Adends
jorher im Brantweintrinken geübt haben. Die Nacht brachte er
uinler freiem Himmel zu und wird wahrscheinlich ein Schlaganfall
ihn gerddtet haben. Derselbe soll übrigens ein braver, sparsamer
Arbeiter gewesen sein.

— Fin in Spiesen wohnhafter Schlosser, Vater von 8
Kindern, welcher bei dem Bergmanus-Balle in Heiniß gestern
Sonntag) betheiligt war, stürzte während des Tanzens todt zu⸗
sammen, vermuthlich in Folge Schlaganfalls. “

Lounisenthal, 26. August. Großes Aufsehen erregt
hier das Verschwinden eines 185jährigen Mädchens. Dasselbe,
einer braven Familie von hier angehörig, war seit dem 18. d.
M. auf Besuch bei Verwandten in Großhlittersdorf, welche es am
20. wieder verließ, ohne hitrher zu seinen Eltern zurückzulehren.
Alle Bemühungen haben bis jetzt noch zu keinem Resultat über den
Berbleib des armen Kindes geführt, und sene tiefbektümmerten Ver⸗
vandten fürchten, daß ihm ein Unglück wiederfahren, oder ein Ver⸗
hrechen an ihm verübt worden ist.

7 Edenkoben. Der Stadtrath bewilligte zur Sedanfeier
einen Beitraa von 100 M.

F In Speier sah man vor einigen Tagen eine größere
Anzabl von Leberwürsten auf dem die Stadt durchfließenden Speier⸗
zach dahinschwimmen. An einer Mühle wurden nicht weniger als
52 Pfund dieser Waare aufgefischt,: deren sich der detreffende
bindemittelnde Metzger wohl aus Furcht vor der Strafe zu ent⸗
ledigen gisucht hatte.

FF Aus der Pfalz. Die längst erstrebte Tarifeinheit der
deuischen Eisenbahnen wird in allernächster Zeit zur Thatsache werden.
Auf einzelnen Bahnen sind die nach dem neuen System gebildeten
Tarife bereits zur Einführung gekommen, die Einführung gleicher
Tarife für den pfälzischen Localverlehr und für den Verlehr mit
den Nachbarbahnen ist bereits publicitt; auch dürfte anzunehmen
sein, daß die Umgestaltung der Tarife für die direkten Verkehre der
pfälzischen Bahnen in Anzriff genommen ist und daß deren Ein⸗
führung dielleicht noch im Laufe dieses Jahres zu gewärtigen sein
wird. Da es hinlänglich bkannt ist, welchen Werih es für das
die Bahn benützende Publikum des Gewerbe⸗ und Handelsstandes
hat, daß die Guͤtersendungen direck von der Aufgabe-b 8 zur Be
timmungsstation ohne Vermittlung einer Zweischenstalion befördert
werden können, einestheils weil die darch die Unschreibunz der Sen⸗
zungen nöthige Zeit gewonnen wird, anderntheils die hiefür in Anrech⸗
nung kommenden hohen Gebühren (pro Wagenladung von 200 Centner
hetragen dieselben 10 — 12 Marh) erspart werden, so rathen wir
unsern Geschäftsfreunden an, entweder der Bahndirektion direkt
»der den Expeditionen der pfätzischen Stationen dee Wünsche auf
Finrichtung direkter Tarif? so rasch als möglich bekannt zu geben.
Wir wissen aus eigener Erfahrung, daß die Bahndirektion bemühl
ist, jedweden Wunsch in diser Richtung gebührend zu berücksichtigen.
Wo beieitz direkte Frachtsätze vorbanden sind, werden diefselben

vohl erhalten bleiben. Aber es erscheint nothwendig, daß die
Bütergaltung und diejenigen Stationen, für welche man direlte
Frachtfätze haben möchte, bezeichnet werden. (pf. 3.)

IIn Mannheim würden letzten Samstag 200 Liter
Milch, welche gar zu argz mit Wasser verdünnt war, weggenommen;
erner einem Bäcker 38 Laib Brod, zu denen verdorbenes Mehl ver⸗
vendet worden war.

Mainz. Vor einigen Tagen saß ein Bäuerlein aus
der Pfalz im Wartesaal 3. Klasse im Bahnhof der Ludwigsbahn.
Der Landmann hatte verschiedene Einkäufe gemacht und war i8
desonders ein großer Topf mit Senf, der ihm nicht wenig zu
chaffen machte. Noch saß der Bauer in si niger Betrachtung auf
einer Bank als sich die Flügelthüren des Wartesaals öffneten und
der Portier mit sonorer Stimme „Einsteigen in der Richtung nach
Woems, Ludwigshafen, Mannheim“ ausrief. Das Bäuerlein packte
rasch seine Siebensachen zusammen, nahm vorsichtig seinen Senftopf
nit beiden Händen, stürmte an den Zug, aber noch ehe er den⸗
elben errrichhe, lag der Senf auf dem Boden und der Bauer in
einem Sonntagssiaat mitien drin. Langsam echob sich der Land⸗
nann blickte wehmüthig erst den auf d im Boden schwimmenden Stnf,
dann seinen Habitus an, raffte nun, um keinen zu großen Verlust
zu erleiden, den Senf mit den Händen vom Boden auf und ftrich
diesen in eine Scherbe des zerbrocheren Topfes und wollte damit
in den Wagen einsteigen. Die im Coupe befindlichen Pafsagiere
rückten, als sie den über und über beschmutzien Bauer einsteigen
sahen, in eine Ecke zusammen und protestirten heftig gegen den
Findringling. Schließlich mußte der Bauer sihh fügen und einer
gründlichen Reinigung unterzieben, ehe es ihm vergdunt war nach
seinen heimathlichen Gefilden „wo ihn noch eine keifende Gattin
erwartete“ abzureisen.

F In Steben (Oberfranken) hat ein am 22. August aus⸗
gebroche ser Brand 32 Häufer und 59 Scheunen und Nebengebäude
zerstört.

s f Coloradokäfer. Als das Post Amt von Glaszow
dieser Taze die Sendungen von Amerika sortirte, wurde ein ein⸗
faches Pächhhen, das eine oben durchlöcherte Zinnbüchse enthielt,
gefunden. Bei näherer Prüfung fand sich, daß es voll von leben⸗
den und todten Coloradokäfern und Heuschrecken war.

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Fur die Redaction verantworilich F. X. Demeß.

Seit Anfang April erscheint wöchentlich in Dreaden, herausge⸗
gzeber von De. Victor Böhmert und Arthur von Studnitz, die
Social:Correspondenz“, Organ des Ceatralbereins für das
Wohl der arbeitenden Klassen. Der Centrarberein, welcher Männer
zer verschiedensten politischen und kirchlichen Richtungen umfaßt,
vill mit diesem Unternehmen keine Geschifte machen, noch irgend
velche Sonderinteressen veriolgen, sondern einem großen humaren
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25 58 35333555 52832 763386 255 33 3533253375
2 Es 5s833533 5s82333232 32590 555 553 — —— 5

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Ler St. JIugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntagt mit illustrirter Sei⸗

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—E 135. Donnerstag. den a0. August J — 1877.

eααιιιαα

Deutsches Reich.

In unseren diplomatischen Kreisen macht die Nachricht, daß
zer druische Botschafter in Par's, Fürst Hohenlohe, am 13. Sep⸗
ember einen dreimanatlichen Urlaub antreten werde, großes Aufsehen.
Der Boischaster wird also während der für die innere und vielleicht
nich für die duß re Politik Frankreichs entscheidenden Zeit der
Reuͤwahlen zur Deputirtenlammer nicht auf seinem Posten sein.
Die Offizissen werden natürlich nicht ermangeln, einen zureichenden
hrund für die Abwesenheit des Fursten Hohenlohe ausfindig zu
machen; in Wirklichkeit aber scheint uns in der Beurlaubung des
eutschen Botschafters ein gan; unzweideutiges Mißtrauensvotum zu
iegen, welches sich gegen die der franzosischen Regierung zuge⸗
chtiebenen Absichten richtet.

Ausland.

Wie dem ,Deutschen Montagsblatt“ aus Paris telegraphirt
wird, hat der am Sonnabend stattgehabte Ministerrath beschlossen,
Zambetia wegen der in Lille gehaltenen Rede in Anklagezustand
zu versetzen und alle Journale zu verfolgen, welche seine Rede ab⸗
zedruckt haben. Diese Maßnahme hat in Paris um so größeres
Aluffehen erregt, als man dort glaubt, daß damit nur der Anfang
aner ganzen Reihe von Einschüchterungsversuchen gemacht werden
oll. Demselben Blatte eninehmen wir das Folgende: „Ein großer
Theil der eben wieder bei ihren Regimentern angekommenen Reser⸗
Aiften ist sosort wieder in die Heimath entlassen worden. Den
Anlaß zu dieser Maßregel kennt man nicht geuau, man vermuthet
edoch allgewein cin Wahlmanöver dahinter, indem die Regierung
ille vom Dienst befreiten Reservesten durch ihre Eatlassung zu Dank
u verpflichten“ hofft. In Lyon scheint man den Theil der Reser⸗
zisten nach Hausfe geschickt zu haben, welcher republikunisch ist. —
Yburbaki, der ebenso wie Ducrot zu Gewaltmaßregeln geneigt ist,
will die republikanischen Elemente seinem Armeecorps moͤglichst fern
alten.“

Ein schweizerisches Blatt läßt sich von Paris aus versicherr,
die nahe an der schweizerischen Grenze aufgeführten französischen
Festungswerke seien erst in Angriff genommen worden, nachdem eine
BZerständigung zwischen der französischen Regierung und dem eidge⸗
abssischen Bundesrathe darüber erfolgt sei. Diese Nachricht ist um⸗
omehr anzuzweifeln, als unter den schweizer schen Blättern, welche
auf die Gefahr der fragl'chen Festungswerke aufmerksam machten,
auch das eigene Organ der Bundesregierung, der „Bund“, sich be⸗
fand. Außerdem ist nicht anzunchmen, daß die schweizerische Bundes⸗
cegierung sich auf eine „Verständigung“ eingelassen hätte, welche
der Regierung des Deutschen Reiches allerdings Anlaß zu der
Untersuchung geben müßie, ob nicht die vertragsmäßige Neutralität
der Echweiz dadurch als lhatsächlich derletzl'zu betrachten sei.

Die Lage auf der' Insel Kuba foll fuͤr die spanische Regierung
rine vichts weniger dals günstige sei. Der) militärische Befehls
haber, General Martinez Campos, dat dem König eine Depesche
zesandt, in welder · er viesem die Aliernalive slellt, entweder noch
30,000 Mann Truppen nach Kuba zu senden, oder sich zur An⸗
erkennung der Unabhängigkeit der Insel zu entschließen. Es wäre
jür Spanien wohl das Klügste, die kosibare Insel an Nordamerila
zu verkaufen, ehe sie sich aus eizener Kraft der spanischen Herrschaft
entzieht.

London, 28. Aug. Der britische Botschafter in sonstan⸗
inopel, Layard, wurde vom Großvezier benachrichtigt, es sei, um
waigen Wiederholungen von Bestimmungen der Genfer Konven⸗
ion durch türkische Truppen vorzubeugen, befohlen worden, daß die
zezüglichen Bestimmungen der Konvention ins Türkische überfetzt
ind unter die ottomanischen Truppen vertheilt würden. Ebenso
eien alle erforderlichen Anordnungen getroffen, um fernere Aus⸗
—* der Tscherkessen und anderer irtegulären Truppen zu
erhüten.

Ueber den Kampf um den Schipka-Paß wird unterm
20 Uugust aus dem russischen Hauptquartier Gorni-Studen Fol⸗
endes gemeldet: „Seit gestern Mittag und heule unterhielten die

u

Türken nur ein schwaches Feuer gegen den Schipkapaß. Unsere
Zoldaten behaupten alle Positionen. Die Türken setzen sich auf
en benachbarten Bergen fest und löjen einander fortwährend im
dampfe ab. Sie bringen Wasser, Proviant, Patronen und Gebirgs⸗
jeschütze auf Lasithieren heran, und zwingen, wo letztere aicht pas⸗
iren können, Bulgaren zum Schleppen.“ — Die „Ag. Havb.“
zrfährt aus Konstantinopel, 28. August: Suleiman Pascha sei
illerdings noch nicht Herr des Passes, doch habe er sich der Ver⸗
chauzungen am südlichen Eingang desselben bemächitgtt.

Ein Telegramm der „Times“ aus Schumla, 28. August sagt:
Suleimann Pascha erstürmte vmn Montag (27. August) nach neun⸗
—X

Aus Armenien. Am 25. Augusfst verfuchte Muthtar
Pascha bei Kürükdara die Russen zu umgehen, jedoch ohne Erfolg.
isiltapa und Baschkadyllar blieben in türkischen Handen. *

Auf dem asimisden Kriegsschauplatze haben die Russen eine
stiederlage erlitten. Ein Telegramm Moukhtar Poschas vom 23.
. meldet eine große Schlacht in der Ebene von Kars bei Yedikler.
die Türken griffen zunächst die Hügel von Kisil an und nahmen
sieselben in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend. Ein von
zad ran lommendes russisches Korps wollte Sonnabend Morgens
ie Hügel wieder nehmen, der Kampf nahm dorauf größ⸗re Proe
ortionen an und dauerte bis 5 Uhr Abends. Die ganze Ebene
on Kars war ein ungeheures Schlachtfeld, mehr als 200 Kanonen
tanden im Feuer, drei Angriffe der Russen gegen die Hügel von
disil wurden von den Türken zurückgewiesen, die Türken blieden
derren des Schlachtfeldes. Moulhtar Pascha schlägt den Verlust
ʒer Russen auf 3—4000 Todte an und beziffert den Verlust der
Türken auf 1200 Todte und Verwundete. General Ali Pascha
ind ein türkischer Oberst sind verwundet. Der Komandant der
russischen Kavaller'e, General Zozowajoff, ist gefall en. *

—BXBRy— ——————c———
Vermisqhtes. U ——

F Das landwirthschaftliche Fest für den Bezirk Homburg wird
im 20. September in LKandstuhl abgehalten. J

Aus dem Kanton Waldfischbach wird der „Pf. P.“
zeschrieben: Am 20. d. Mis. früh 7 Uhr brach in einem Neben⸗
zjebäude der an der Wallatb gelegenen und zut Gemeinde Hecschberg
gehörigen Konradsmühle Feuer aus, das bei einer mehrsründigen
Dauer einen Schaden von über 7000 Mart an den Gedanlich⸗
eiten und einen solchen pvon 2400 Mart an den Mobiliargegen⸗
tänden verursachte. Die Entstehungsursache des Feuers ist ün⸗
»ekannt, und ist jedenfalls auf irgend einen unglücklichen Zufall
urückzuführen. — Fast wäre den Bewohnern unseres Kantons—
auptortes Waldfischvach ihre diesjährige Kirchweihfreude in etwaß
zestoͤt worden. Die guten Leute sollten auf bezirtsamtliche An⸗
ordnung ihr Kirchweihfest ohne Tanzmusik abholten, wußten aber
zas kgl. Bezirksamt zu veranlassen, der harten Befehl, der gewiß
nicht ohne Grund ergangen war, zurüdzunehmen; für die zur
Bürgermeisterei Waldfischbach gehörige Gemeinde Burgalben soll,
vie man hört, das Tanzverbot aufrecht erhalten wecden, was unter
der tanzlustigen Jugend gewiß manch?s sauere Gesicht absetzen wird.

fFKaiserslautern. Auf das Preisausschreiben des
»fälz. Gewerbemuseumz-Vereins (zeschmackvolle Ausführung von
Nähtischchen) wurde den HH. Ch,. Niederhöfer Söhne in Eden⸗
oben der erste und Herrn Möbelfabrikanten Hönig in Kaiserklautern
der zweite Preis zuerlannt. Die Preise werden aus den Zinsen
der Stistung eninommen, die König Ludwig bei Gelegenhen der
»fälzischen Industrieausstellung im Beirage von 10,000 Guiden ge⸗
nacht, bestimmt zur Hebung der Kunstgewerbe, und deren geeig⸗
e— Verwendung dem jeweiligen Reg'erungtpräͤsidenten über⸗
lassen ist.
Pirmasens, 27. August. Ja der Nacht vom Sonntag
zuf Montag wurden auf der Straße von hfier uach Simten wieder
nehrere Alleebdäumchen von ruchloser Hand abgebrochen. Möchte
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        es doch gelingen, den oder die Thäter zur wohlverdienten Strafe
zur Anzeige zu bringen. . G. A.)

pMalkammer, 26. Augul. Heute früh wurde mit der
Zchelle offentlich belannt gemacht, daß sfämmtliche Einwohner Ma'⸗
sammers aufgefordert sind, um 8 Uhr auf dem Platze vor dem
Semeindehaus sich zu versammeln, um eine Frau aufzusuchen, welche
schon seit Freitag ohne etwas vorher zu fagen oder Lebensmittel
nitzunehmen, verschwunden sei. Dieselbe wurde dann Mittags
ganz entkräftet aber noch lebend in einem Erlenbusche in der Naͤhe
zes Dorfes, auf der sogenannten Lohwiese, aufgefunden. Vieselbe
vollle sich durch Verhungern den Tod geben.

'Saarbrücken,; 21. August. Am 13. d. wurde auf
der Straße von Lauterbach nach KNreuzwald an einem Schmied
in entsetzlicher Mord begangen und heute ist es, wie die „Saarbr.
Zig.“ miͤttheilt, schon gelungen, den Mörder, einen 35jährigen
Zergmonn, Namens Joseph Batong von Lauterbach, festzunehmen.
Derfelbe war nicht, wie man anfanglich annahm, nach Lothringen
geflüchtel, sondern srich sich seit dem Tage der That in der Gegend
„en Saariouis umher. Am Sonntag sehzrte der Mörder, wahr⸗
cheinlich um sich mit Geld und Nahrnng zu versehen, nächtlicher⸗
vrile wieder nach Lautecbach in seine Wohnung zurück. Es ent⸗
ging dies aber nicht der Wachlamteit des in Lauterbach stationirxten
Vendarmen. Mit großer Raschheit und Umsicht und unter Bei⸗
Jülfe von braven Quisbewohnern, umstellte er das Haus, drang
F dasfelbe und nahm die Verhattung und Fesselung des aufangs
frech leugnenden und sich sträubenden, dann aber zitternd in sein
Scidsal sich ergebenden Mörders ver. Heute Morgen wurde
ZJaiong in das hiesige Justizarrestgaus eingeliefert. — Der Getödtete
heißt Scherer, ist Schmied und Vater von 8 Kindern. Er soll
in braver, fleißiger Mann gewesen sein. Am 12. o. wollte er
in Kreuzwald ein Guthaben von 200 Mark eincassiren. Der
Moͤrder, ein Abelbeleumundeter Mensch, welcher in der Nähe des
Scherer wohnie, erhielt hiervon Kenntuiß. Er lauerte im Walde
die Heimkehr des Scherer ab und überfiel ihn hinterrücks, mit
cinem furchtbaren Stich in den Nacken sein Opfer niederstreckend.
Als der Gefallene sich dann auf der Erde wälzte, durchbohrte ihm
der Unmensch noch mit drei Messerstichen die Brust. Letzteres ge⸗
schah wahrshe nlich aus Wuth darüber, daß der Mörder in den
Taschen des Ueberfallenen nicht, wie er gehofft, Geld fand.

Scherer halie naͤmlich in Kreuzwald von seinem Glaubiger kein
Zeid erhaͤlten, sondern war auf später vertröstet worden. Dem
Morder hat also seine Unthat nicht den geringsten Vortheil gebracht!

F Pa ssau, 28. Aug. Zu Ehren des Geburts⸗ und Namens.
estes Sr. Majestät des Königs ist faft jedes Haus der Stadt durch
eine Fahne geziert; außer der Menge von Privahäusern sind anch
alle ftädtischen, königlichen und bischöflichen Gebaͤude geflaggt.
Amschönstenund reichhaltigsten prangt wohl
ie Kesidenz des Bischofs. Hoch oben auf der Mitte
des Giebelfeldes weht die deutsche Fahne, links und rechts von ihr
uf den beiden Seitenflügeln des Gebäudes ragt je eine bayerische
Fahne in die Lüfte. Sehr reich ist die Facade ves Gebäudes mit
lauweißen langherabwallenden Tücheran, in deren Mitte wieder die
eutschen Farben prangen, geschmück.

p. Die „N. Fr. Pr.“ schreibt über einen Orcan. der am 22.
8. in und um Kufstein wüthete, folgendes: „Der Orcan brach
wischen 5 und 6 Uhr Nachmittags mit dem Anzuge eines Ge—
vitiers los. Er kam vom Westen her und hat namhafie Beschä⸗
gung verursacht. Von dem erst vollendeten Bahnhofsgebäude
burde ein Blechdach abgehoben und auf ein etwa 50 Schritt ent⸗
erntes, im Baͤue befindliches Wohnheus geschleudert, auf welchem
je auf dem Gerüst befindlichen Arbeiter ereilt worden sind, von
enen drei Monn sofort getödtet, ein Mann mit den fliegenden
Zalten über die Fahrstraße in den Innfluß geworfen und andere
rbeiter mehr oder weniger beschädigt wurden. Im Siädichen
hurden viele Dächer abgedeckt und über Häuser bingetragen, schuh·
aicke Bäume gekn dt und entwurzelt, wodurch Wege und Straßen
infahrbar wurden. In dem nahen Dorfe Zell wurde der viele
dlafter hohe Thurm sammt dem gemauerten Giebel gänzlich demclirt.
zn den Waldungen und Objtaärten richtete der Orcan arge Ver—
seerungen an.

p'Wien, 27. August. Die ungarischen Bahnen sind über⸗
säuft mit Gütersendungen. Die ösßserr. Staatsbahn allein läßl
äglich von Buda-Pest allein 600 Waggons ab, Sachverständig—
axiren den Werth der fäglichen Getreideaussuhr auf 19s Millionen
Huͤlden. Der Pesier Getreideumsatz während der verflossenen Woche
etrug 104,000 Metercentner und 35.000 Centner Terminwaare
Jaupisächlich Weizen. (Fr. 3.)

Fur die Redaccion veraniworilich F. X Demeng.

Mitbürger!

Der 2. September steht wieder vor der Thüre.
Allerorts, wo deutsch⸗gesinnte Herzen schlagen, regt man
sich, diesen Tag festlich zu begehen. Auch in unserer Stadt
gibt es wahre und echte Patrioten. Alljährlich am Sedan⸗
sag baf sich ibr Patriotismus gezeigt.

Sonntag, den 2. Sevptember 1877
Streich-Quartett
reich·Quartoett,
ausgeführt von der berühmten Kapelle ‚Wie—
singer“ von St. Johann-Saarbrücken
zur Eĩnmnweihung meines neu errichtelen Saales
Mittaes don 8 Uht ab: CTTCOELERIV.
Eutré 25 Fbe ige.
Abends von 8 Uhrt ab: ILI..
Entré 1M. 28 Pf.
— Für gule Speisen und Genänke ist bestens gesoragt.
Schaidt, den 29. August 1877.
bObhristian Rausch.
Programme THCOMXIOCVM. Beginn des
gratis durch MIFVXVEIDA - . Wintereurre
die Direction. Moerhinenhauschule. 15. Oetober

Mitbürger von St. Ingbert u. Schnappbach!

Bethätigt auch in diesem Jahre Eure nationale Ge—
sinnung! Zeigt, — für
die großen Errungenschaften, welche die Jahre 187071
gebracht haben! Beweis't, daß Ihr ehrliche Freunde seid
unseres lieben, großen, deutschen Vaterlandes! —X
dies dadurch, daß Ihr Euch zahlreich an der Sedanfeier
hetheiliat!
Programm.
Am Vorabend:

— Vorun⸗ ↄrru:ii uen
Sedanfeier.

Böller schießen.
bors gühr Fackelzug durch die Straßen der Stadt
nach dem Kirchhofe an die Graber der Gefullenen und zurück nach
Grewenig's Bierkeller, wo Concert stattfindet.
Am Jesttage:
Tagreveille. Böllerschießen.
Ibdeda 8 ur. Reunion im Oberhauser schen Saale.

—
2*

⸗ 2 8
Erfolge allein entscheiden!

5 Wenn je durch eine Heilmethode c
Aenere — erzielt wurdan,
o ifi dies: Dr. Airy's Heilmethode.
hunderttausende verdanken dersel⸗
Fen inre Gesandreit, durch sie wurde
bielen aranken, wie die Atteste be⸗
weifen, auch da noch gedolsen, v⸗ tzuft
algi mehr moglich schien. Es ;
der Jeder sich dieser dewa hrues
Methode vertrautnevol zuwenden
Raheres daruber in dem v⸗
nrairirien, 201 Seiten starlen Bucht
Dr. Rirxyss Naturheilmethode.
Aaslage. Preis 1 Nark, eg
Kichters Veriagt-Anstalt, weich
bas Buch auf Wunsch geg Eis sen·
dunag von 10 Driefmarken ð 10 Vsj

vwercenhbef

Die Mitglieder des Krieger⸗
vereins, sowie der freiwil-
ligen Feuerwehr stellen sich
zum Fadelzuge am Samstag
Abend um 8 Uhe vor dem
Vereinslocale des Krieger-Vereins
(F. Oberhauser) auf.

Anzug der Kameraden: Mütze,
Berensabzeichen, sowie sämmt⸗
liche Orden.

Zugleich bitten wir Euch, Mitbürger! auch durch
—AXXX Hauser Eure Theilnabnie an der vater—
saͤndischen Feier kundzugeben.

HVas Comité6.

Der Vorstand.
—— — — —— — —555ccr 777 777 ——
ITA I olag von F. X. Temet in St Inabert

X
5 w)

— *

—
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        —»2
532 523 52338
82 58335353333233*
28 —z353 55233 3 5 *
A 3533 71 523538 d28
28 224 528 2833 2z2525 5833 5553 95 538 72353 2522
5355 388 —A — *38 75283 536 2333533353853
—— 2* 8 —*7 — A— 585. —— 5* 2—58355—5 52
358253 38383 352 z355 533783 7133326433 233 383 23258
c * 5 8 b — — * 5. * 8 52 22522
23 — * 232* —3— 2 — 23853E-232 252
— * ——— 3 28 —3 — * —A 2 82 * — * 2Bc7
58 2—37* 8253*. 423 s833—8 2532856385 s
— * 8 —2288 — 5 * 223 *
8538 s538 2332 s83*5 33533333* 555383 3836*
2752 — 2* — — — ——— 3 527 —— 7* —A 285* 5 2*8
* 2 8 55 9 — 55258 —A 23* 58*6 32
z24 8 — 8 3 — de 282 —5 *5 .2 * 22 72 2 * 228
*228 „83 3535 58 222335 25 — 32533532 —EA
3355 5538— 5383 *3 328 s5s5 — — —253* 83532,—533
* 8 222 * — — 0 — 52 * — 23 — — —A
—A 22 2 2 22 232— 328 3 22 — 522* 9 5 * *8 ?
* * * — 5223 2822 5z5583-48—8* 5 5583 —5 *
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282 2* —M — —e— 233 —A — 8 — —
— 22 * 8 — — 582 —A—— 58 2 —283553537
S 223 3 25 —* —A—— 225 —— —— 55533
52 — 5785 2338 28533 8333853 2565 5335 723 *2532 55
* 2 2 — —
2255 3355* 232533535 282 55838s6285. * 25 25 *
— 82332* 2 225 22 6E 5c242 325383228 755 8
—8 — — —* * 52 5 — 27 *8 2— EZEE—
3*5 —A 2825 55 WM 2* * a — 25 22 83 53 —A —
—c5 E —A ——— ———— — 558* k525525 —
z5 262 2 233 — 2 2 558E z2555 855 2*7. — z33— — 328275*
2585 55 2322 23523 * — z35338 3333355538k—333753
532255 222 228.5 558 8 2536 5s25354325809 5553533833572
AS s 24 5 *252*53 F —7T02365* 5 5s335
238 5322*25 333335 338—383* 5224 d38 2 2635— 3325
235 —A— 2555 5322 » 2 s 88 230 5
5325z53333— 38355 533355 52 235 5323
. 5205*8 * —A ——— 53 525 S 5* —X 522*
53555 38385 556 45 8 55583 258335323383 537
2 55 5728— —— F — 25523285 — ———— 5353—2
52 —8 — *2 ——
— 53535528 3558 z4 53583* 85533720 535
——5 —2 —— 5533558 2* — 5 — 2 —222 * 29
2 8 — — at —2 — S2 c 272 8322 38— 5
* 22 2 322 23 Ze 5 234 * * 222 533 —A 2
—5553535 —A —— —53 5553— —A [ 255 223—50 55 338
* 5* 235 * XEA — — *
2 S6 23. 2.8 53838373 525 * —535 233-553 2* —3223 5
e E 22 2552* : ? — 2—8225 2 *— —52 9 * —22 * 2
553*28 5333835—33855 — —— — —13537 88
* —— 57 57 2 — 535 * ⁊ 2 * 5252 *
5—z —55355 535078 55 553523233237 325338833558 38334 322
37 —338 5s 523333885—353 87 882
— 2 57 ao — * *
s33538 * 58 5 ; —5325537 — 2522 322* — 2 —— 2 253233 2
23555 723.727 335 —33853335334353333 8* 2 283 23 333
—J 55 25255325 3 37 23
5355533 A
525333 3 33 32 — —— 538 333
— — 8 7 *895 —2 — 2 *—53 —E — * * T7 8 *
*X5 * 2 22 23 253835 — 2— 25 — — 0
35 22— — 55 —— 33355 3535— c35533 5255—3362225 8 2
2 2* 53** 238 *322 53E — 522222 ——— —
53 * * — — * 32 2 * 552 85 —3 3 — 2 —A — 8 8
253—z55 38338—382——28383 33
2 —* 2 85 — 2 S 57 * — 2 *8 2 — —XE — 3 7
5*287 2 — 2 2 8 586 * —22232 — 282 —A
2 * 25222 55*35 222885 — —— * 22 * — *2532
2353 5 —3355 333353 23532 52 322 25 52382
v4 * * * — —2 — 28 — — 2* —*
—133838 367 23
* 2* 255 5 — l * 2 — 5 —
222 85 ** 2 — 2— 2 — e —8 —A — — —A
—283 e
* — 225 7872* s252223 255* 2*22 3 235 *
38338 —
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33335
S EI8 8

—227
—A —— 2
533575 23238 —222—
2385 522 355 5 3 —
— 25535 — 33 A
—————— 52353 523 * 555333323583 55532 5822225
2538383 3232325 — 153335698* — 555 553335323535
273 5* — 23 —A— * — 22 85 8 83 28* 5233
—8 3 386* — — — 32855 —— 2 53335325387 5225
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2325 ——— 23 33 7 336
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5— 2257 8 5* 2.5 3E75 88* — — 222 7 2 2 385 52*25 22 5
— —2386 2 —2532* 552375333357 275553753 333535
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—A 335 2* AA —— — II —— — 5688352233
2332323237— 52 58233 —J33265335 2255 — 22235
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257 53532 5238 38333852 555 M2 338283
z233225 3 2 — — * 2 522 352—82 E 2 3 2
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* * —55522 5232 — 327 32327 *28 3 * —
53352335* 3 55 5532 25553
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23 .23* * —22— 25* 222 325 2 22 —5452— 3 235
558 228 3 55 253225 — — 283525 5 *
s 3 — — 5 33357533738353
33333533 538
——— —— 32 — —— * 2 * A 22 3 2 * —— 2*
—255—5— 63 5238 33 333
— 225 522 523 —223
2—2 3 238 333533563235
25— 45232 2588 ———
5 *
23223 3*
2 5— 2—5222855— —AA 233
2 —2222 — 5282 * B822 2552 8 5
35 525 33s5555 33333337533358 583 38535
—3 5333365 5 —8 233353 3535
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235358333 55 25 288252
335323 345323888353
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538 32 225355528 338— 335533 2*8

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5 525 53333 35533585

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— * — — — 9 25335 * —— 2

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        St. Ingberler Anzeiger.
Ler St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

sage),erscheint wöchentlich blermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentspreis betragt vierteljaͤhrlich

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mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 136. Samstaa, den J. Sepicber J 1877.

Deutsches Reich.

Nürnberg, 29. Aug. Soerben, kurz nach 4 Uhr, st der
Deutsche Kronprinz hier angekommen. Unter Zujauchzen der Menze
jährt derselbe nach dem Hotel „Bay rischer Hof.“

Beilin. Nach der „Köln. Ztg.“ müssen die Vorarbeiten
zum Reichshaushalts-Etat bis zur dritlen Septemberwoche abge⸗
schlossen sein, damit sich im Oktober der Bundesraih m't den
einzelnen Etatsgruppen beschäftigen kann. So viel man hört, wird
der nüchstjährige Reichkhaushalt Etat keineswegs so große Umge—
stallungen mit sich bringen, wie der diekjährige, welcher die Neu⸗
ordnung des Reicht kanzler-Amts und die Errichtung des Reiche⸗
Justizamts in sich auf. unehmen hatte. Dagegen erweisen sich die
Arbeitskrafte fast aller Reschs Centralbehörden als nicht ausreichend
und es werden vielfsach Mehzrforderungen nach dieser Richtung hin
nicht ausbleiben. Namentlich werden das Reichs⸗-Justiz- und das
Keichẽ · Gefundheitsamt neue Bewilligungen beantragen und das
etztgedachte Amt diese in einer umfassenden Denkschrift begründen.

Das am 25. August ausgegebene Reichsgesetzblait enthält e'ne
Verordnung des Ministeriums für Landesvertheidigung vom 10.
d. M., welche die Ausführungsbestimmungen zum 8 18 des Wehr⸗
gesetzes enthält. Nach 8 18 des Wedtrgesetzes können nämlich jene
Wehrpflichtigen, die zwar nicht zum eigentlichen Kriegsdienste, wohl
aber zu fonstigen Dienstleistungen für Kriegszwecke, welche ihrem
zürgerlichen Verufe entsprechen, geeignet sind, im Kriegsfalle zu
solchen herangezogen werden und zwar bis zum vollendeten 32.
Ldebensjahre. Hierüber sind neue Bestimmungen ergangen.

Aussand.

Wien, 27. August. In Nonstantinopel scheint man nicht
geneigt, die europäischen Reklamationen gegen die an russischen Ver⸗
wundeten begangenen Gewaltthaten stillschweigend hinzunehmen.
Die Pforte erklärte vielmehr bereits, daß sie gesonnen sei, gegen
die Reklamationen Einwendungen zu erheben, und, wie Graf Zichy
nach Wien berichtet hat, dieselben mit einem ausführlichen Rund—
scchreiben zu beantworten. In deser Note wird sich die Pforte
—X
krieg proklamirt und so alle Leidenschaflen der Bevöllerungen wach
zerufen habe. Dann soll im Rundschreiben bekont werden, daß
curopa über türkische und russische Gräuel lediglich gleichwerthe
Belege besitze und daß demnach beide nicht stattgefunden oder beide
wahr sein müßten. In europhdischen (euglischen) Dokumenten seien
die furchtbarsten Gewaltthaten von Bulgaren und Kosaken konstatirt
worden, und vollgültigere Beweise besitze keine europäische Macht
über türlische Ausschrestungen, die keineswegs in Abrede gestellt,
bielmehr lebhaft bedauert, aber auch damit entischuldigt werden
sollen, daß sie zumeist blos Atte der Vergeltung gewesen seien. Im
Uebrigen wird die Pforte entschieden erklären, daß sie die Bestim⸗
nungen der Genfer Konvention rückhallslos anerkenne und nie daran
dedacht habe, sich von denselben loszusagen. Man darf wohl ge⸗—
panut darauf sein, wie Europa diese hohe, selbsibewußie Holtung
der Pforte aufnehmen wird.

Das „Wiener Tagbl.“ meldet aus Belgrad: Der Ausmarsch
ꝛer serbischen Armee soll am 831. d. erfolgen. Die serbische Re—
dierung frahte bei dem russischen Obercommando an, ob sie General
Fadejeff engagiren solle. Die Antwort laulete berneinend. Wie
derlautet, bereitet die Pforte ein Ultimatum in Betreff der Haltung
Serkiens vor. Vorläufig haben die Truppen in Widdin Befeh
thalten, an die Timolgrenze zu marschiren. Aus Novibazar sind
reits türk sche Truppen an die serbische Grenze abmarschirt. —
Der Justizminister Gruics hat seine Entlassung gegeben.

Pest, 28. August. Ein hochofficioser arlilel des Pester Lloyd
agt: Bei Plewna und am Schipkapaß haben der Cjar und der
hanslabizmus eine entscheidende Niederlage erlitten. Durch die
Art ihrer Vertheidigung habe die Türkei ein unverwüstliches An⸗
necht auf die Beruüͤcksichtigung Europas erworben. Der Momem
at Intervention sei noch nicht gekommen; wie aber auch die Kriegs⸗
vürfel fallen mögen, alle uͤrsprünglichen zerstörenden Plaäne gegen

die lünftige Gestaltung des Orients müssen defin'tiv fallen und auf
Feformen zurückgegriffen werden, zu weichen die Pforle ehtlich beteit
st. Die Fortfuhrung des Krieges sei zwedlos. Selbft ein Wecsel
des Waffinglücks 180ne die europaischen Mächte nicht bestimmen,
andere Bedingungen zu sanktioniren, als heute schon formulirt
werden könnten.

Paris, 29. August. Gambetta und die Republique fran⸗
raise“ haben noch zur Stuͤnde keine Vorladung erhalten; aber nach
dem „Francais? wird ihnen die'elbe noch heut zugestellt werden.
Da die Nede, sagt dieses Blatt, in einer Pr'vawerfammlung ge⸗
halten worden ist, so beruht das Vorgehen auf der Verdffentlichung
und Geambetta wird demnach' als Mitschuldiger des Blattes oder
der Blätter verfolgt, welche zuerst seine Rede au dit Oeffentlichkeit
gebracht haben. Der „Francais“ glaubt ebenfalls. daß der Prozeß
schon in den ersten Tagen des Septenber zur Verhandlung ge⸗
langen werde. J

Das Schwurgericht der Haute Sadne hat den Gärtner Bauk⸗
mann, welcher am 2. Sepslember 1872 den deutschen Statibnsvort
ttand Frärck in Boitweiler umbrachte,, „mit Rücksicht auf das
malellose Votlebea und auf die guten Diensizeugnissc des Angekiagten“
jreigesprochen. Der Thatbestand des Verbrechens ist fo lgender;
Line Gruppe von Deutschen fingt auf deutschem Boden ein deutsches
Kriegelied. Eine Gruppe von Franzosen antwortet durch ein fran⸗
oͤsisches Kriegslied. Es entwidelt fich ein Streit, bei dem einem
Deutschen die Gurgl durchgeschnitten wird. Der französische Thäter
ist gestandig und wird 5 Jahre nachher vor ein französis ches Schwur⸗
zericht gestellt. Wenn letzteres, den politischen und „patriotischen“
Besichtspunkt im Auge behaltend, den Angeklagten unter Annahme
aller möglichen Mildecrunggzmomente — was übrigens durch die
Anträge der Staatsanwalischaft schon vorbereitet war — mit einer
Junz gelinden Strafe abgefertigt hälte, so würde die vielgeprüfte
und oft be viesene deutsche Odjectivität sich das vielleicht zurechtge⸗
egt und erklärt baben. Die Anschauungsweise aber, welche in der
Nänzlichen Freisprechung und dem dieselbe begleitenden Beifalle des
Puklicums zu Tage trift, wollen wir lieber nicht zu erkläten versuchen.
Als gegen Ende 1871 der Ermordupg des Deutichen Demmler
und der Verkrüppelung des Deuischen Krafft gleichfalls die Frei⸗
prechung der Thaͤter erfolgte, konnte man darin allenfalls noch die
etzten Erscheinungen der Sturmfluth des Krieges erblicken. Aber
jeuse J Je schwerer die Schatt en sind, welche von dirart geri Ein⸗
zelerscheinungen auf konventionelle Phrasen und in die Zuikunfst fal⸗
en, desio mehr möhten wir den Vorwurf der Aufreizung und eine
deutsche Betheiligung an etwaiger Verantwortung vermeiden. Wir
tehen also fur jetzt schweigend vor dem Widerspruche zwischen
Wort und That, zwischen den freundlichen Worten der Einladung
zur Industrieausstellung und dem Spruche der Geschworenen der
daute Saöne.

London, 29. August. „Reuters Bureau“ meldet aus
stonstantinopel: Gestern richtete die Pforte neuerdings eine Note
an Musurus Pascha, in der sie ihn auffordert, Esglands Aufmerk⸗
jamleit auf die Rüstungen Griechenlands zu lenken und zu erklären,
die Türkei werde im Falle einer aufständischen Bewegung in ihren
zriechischen Provinzen ihre Truppen nach Athea marschiren lassen,
im das Uebel bei der Wurzel auszurolten; England möge der
zriechischen Regierung Vorstellungen machen. Letztere hat der für—⸗
ischen Regierung eine Note zugesteltt, worin sie derselben ihre
eriedlichen Gesinnungen versichert und das Versprechen gibt, wenn
nothwendig, gemeinsam mit den türkischen Truppen, das Räuber⸗
unwesen an der Grenze zu unterdrücken. — Eine fernere Meldung
pvon „Reuters Bureau“ lautet: Der Abschluß der neuen türkischen
Anleihe ist noch nicht zu Ende gebracht. Die .Banque ottomane“
hat ein Syndicat gebildet in Betreff eines Vorschusses don einer
Million Pfund auf das Erträgniß der neuen Anleihe.

Allem Anscheine nach befindet sich der Schi phapaß noch
immer in den Händen der Russen. Die Verlusie der Tuͤrken in
Folge der unausgesetzten Stürme auf die russischen Stellungev
        <pb n="462" />
        sollen sich auf 10,000 Mann belaufen. Vie Neue Freie Presse“,
die schon einige Male die Einnahme des Passes gemeldet hatte.
reitkläri heute diesen „fruchtlosen moͤrderischen Kampf“ für ein
„geradezu verzweifeltes Unternehmen“, und setzt noch hinzu, daß
a fur diefe nutzlose Aufopferung“ der braven und tampfgewohnten
Regimenter des ehemaligen herzegowinischen Corps „keine Bezeich⸗
nung gebe, fie stark genug zu derurtheilen“. Das türkenfreundliche
Blan spricht damit nur die Ansicht der Wiener maßgebenden mili⸗
lärischen Kreise aus, in denen man bei aller Bewunderung der
Tu hügkeit der russischen und türkischen Soldaten nicht einig werden
tann, wem auf dem Gebiet strategischer Ungeheuerlichkeiten der
Preis gebühre.

Ein Telegramm aus dem rufsfischen Haupfquartiere vom 28.
uugust sagt: Gestern Abend hörte das Gewehrfeuer im Schipka⸗
Passe beinahe gänzlich auf. Heute früh war Alles ruhig. Unsere
Truppen behalten ihre Positioner. Die Türken, welche sich hinter
hen umgebenden Bergen verborgen halten, stehen in weiter Ent—
fernung von den Batterien. General Nepoloitjchitzty wurde nach
hemn Schipka-Paß gesandt, um die Lage zu beächticen. Die Ge—
sammtzahl der Verwundeten vom 21. bis 27. August betrug 2480,
darunler 95 Officiere. Die Zahl der Todten ist noch nicht be⸗
dannt. Die Aerzte und das Sanitätspersonal arbeiten ualer dem
thätigen Beistand des rothen Kreuzes die ganze Zeit mit großer
Selbstaufopferung. Die Verwundeten werden ununterbrochea aus
Gabrowa weggebracht und es verlassen heute die letzten den Ort.
Gezgeun Plewna und Lowatsch ist Alles rubig.

Noch sind die Türken nicht Herren des Schipka⸗Passes; das
gestern mitgetheilte Telegramm der „Times“ war eine falsche Nach⸗
icht. Ein am 28. August in Konstantinopel eingetroffenes Tele—
aramm Suleimann Pascha's meldet, daß mehrere rufssische Angriffe,
welche bezweckten, die von den Türlen besetzte Höhe Alikeri Zebel
zur Linken des Schipka Passes wiederzunehmen, von den türkischen
Truppen unter großen Verlusten auf russischer Seite, zurückgewiesen
purden. Die Angriffe gegen die russischen Befestigungen werden
forigesetzt. Suleimann Hascha sagt, die Türken hätien 2000 Ge—
wehre erbeutet und die Russen hätten 3000 Todte. GHat er sie
gezuͤhlt ) Von den Verlusten der Türken sagt er nichts. — Ein
in Petersburg ous dem Schipka⸗Paß eingetroffener amtlicher Bericht
dom 28. August sagt, in den türkischen Angriffsbewegungen se
allmählich das Eintreten einer gewissen Erschlaffung unverkennbar;
die bisherigen Sturmversuche der Türken hätten keinen Erfolg
gehabt.

Vom Kriegeschauplatze geht uns auf außergewöhnlichem Wege
eine Miltheilung von so bedeutender Tragwei:e zu, daß wir sie
nur mit aller Reserbe hier wiedergeben. Danach sollen Aeußerungen
hochstehender Persönlichkeiten im russischen Hauptquartier eine große
Sehnfucht nach Frieden dokumentiren. Ein ehrenvoller Friedens—
vorschlag würde günstige Chancen der Aufnahme finden, wenn der ⸗˖
selbe den russischen Reformwünschen in der Türken und dem Schutz
der türkischen Christen Rechnung trüge. Man sagt: man habe sich
uüber die Lebensfahigkeit der Türkei getäuscht und sei gelkäuscht
orden. Eine Nation, die sich mit den Waffen in der Hand be—
haupten kann, sei noch nicht verurtheilt. General Ignatieff soll
das Hauptquartier verlassen. — Soweit unsere Miittheilung. Uns
will e8 ganz zweifellos erscheinen, daß die Sehnsucht nach Frieden
im russischen Hauptquartiere in diesem Augenblicle nut von nicht⸗
militärischen Personen gehegt werden kann. Und andererseits muß
es den im Hauptquartier an esenden Diplomaten, selbst wenn sie
zu raschem Friedensschlusse neigen sollten, doch klar sein, daß das
desqlagene Rußland bei einem von ihm immerhin erbetenen Frie—⸗
densschiusse nimmermehs dir Garantien erreichen kann, von denen
eben die Rede ist. Sonach bleibt es immer noch u erfindlich, von
wem diese befremdenden Aeußerungen gethan sein können. Das
Wahrscheinlichste dürfte sein, daß eine hier und da — vielleicht
gar von dem menschenfreundlichen Kaiser Alexinder bei der Nach⸗
richt von einem großen Verluste — gethane vereinzelte Aeußerung
zu einer Bedeutung aufgebauscht worden ist, die ihr kaum zulommt.

(Berl. Taabl.)
Bermisqhtes.

Zweibrücen, 30. Aug. Im neusten Militär Ver
ordnungsblatt lesen wir: „Se. Maj. der König hasen sich Aller-
gnädigst bewogen gefunden, am 16. d. dem —QXW
Friedrich v. Krieger des 1. Inf.Regim. König für den am 9. v.
Ht. bei Errenung eines Knaden vom Tode des Ertrinkens bewie—
jenen Muth Allerhöchst ihre Anerkennung aus zusprechen.“ Hr. v.
Krieger ist ein Sohn des Hrn. Kirchentaths Kriegec dahier.

Zweibruͤcken, 30. Aug. Das hier in Garnison sle⸗
hende 58. Jagerbataillon wird am Freitag, den 7. September von
hier nach Metz abmarschiren und am 23. September wieder hier
eintreffen.

FDer Stab und 2 Batterieen der 2. Feldabtheilung werden
nächsten Monkag von Landau abmarschiren, un sich über Zwei⸗
zruden nach Metz zu den Uebungen zu begeben.

7sRaiserstautern, 27. August. Heute stürzte sich
ein fiebertranier junger Arbeiler aus dem dritten Stockwerke des
Hospilals herab und blieb sogleich eine Leiche.

4 In welchen Verhältnissen sich manche pfälzische Adelsfamilie
u Ende des vorigen Jahrhunderts in Folge dec französischen Revo⸗
ution befanden, zeigt der nachstehende Brief eines Grafen von
deiningen, welcher sich nebst der Hochzeitsweste, einer Geldbörfe
und einer Briesnosche desfelben als Turiosität auf der Geruünn⸗
tkaditer Indusirie⸗-Ausstellung befindet. Dasfelbe lautet: „Mein
ijeber Herr Latermann! Ich habde eine Bitte an ihn, ich hoffe er
vird es mir nicht vor übei nehmen, sei er doch so gat und lehne
er mir doch nur zwei Gulden, ich weiß er ist mir ein guter Freund
und ich hoffe er wird mir auch helfen ich werde es ibm so wahr
aAs Gott lebt werde ich es ihn gewiß wieder mit Dank zuschicken,
— Freund Georg
Graf Leiningen-Westerburg. Grünstadt, 20. Juni 1793.

FHaßloch, 27. Aug. Unsere Lente sind mitten in der
Tabalsernse, welche hener hier quantitativ und qualitativ vorzüglich
zut aus fällt. Der Morgen Land giebt durchschnitilich 280 - 280
Büschel, gedörrt etwa 10 Centner. Obenan ist dieses Mal der
Fruͤhtabak, der nicht besser hätte gerathen können; die Blätter sind
don seltener Größe uud Feinheit. Der später gesetzle Tabak konnte
sich der großen Feuchtigkeit wegen nicht so ungestört entw'eckeln,
veshalb derselbe heute noch nicht reif und auch in der Größe zu⸗
rück ist. Bei der vorzüglichen Witterung, deren wir uns seit acht
Tagen erfreuen, läßt sich hossen, daß auch dieser Tabak einen reichen
xrtfrag hinsichtlich der Menge liefern wird, jedoch bezüglich der
Häte wieder himer dem erstecen etwas zurüchstehen. Gegea die
rüheren Jahre ist heuer hier ein Drittel wen ger Tabak gebaut
vorden. Immerhin werden hier 3000 bis 4000 Centver trockener
Tabat auf den Martt gebracht werden können. — Als Folge des
d lange geübten Unfugs der Neustadter „Spitzederei? gehen hier
iber 40,000 Ma⸗k verloren, um welche zwei Familien gebracht
verden, welche als hiesige Agenturen der Neustadter Gauner-Drillinge
zu betrachten sind. Diese zwei Familien hier, vertreten durch die
resp. Weiber, nahmen, verlockt durch die hohen Spesen, 12- 14
»Cl. Geld auf zu 63 Procert, wo sie es bekamen, und leisteten
Bürgschaft. Jehzt bleiben sie hüngen und verlieren ganz oder faß
ganz ihr Hab und Hut. Rhpf.)

'Saĩ. Johann, 24. Aug. Die Si. Joh. Z3.“ berichtet:
Der laiserlich deutsche Generalconsul Günther von Bultzingslöwen
zu Souraboya auf der Insel Tara hat die Nachricht hierher ge⸗
angen lassen, daß daselbst eine Wittwe Steenkamp mit Hinterlassung
eines Vermögens von ungefähr 800,000 fl. verstorben sei. Dieses
Bermögen fällt an deutsche Verwandte in Bayern, Würtemberg und
Rheinpreußen und zum Theil auch nach St. Johann uad Umgegend.
Söô jallen auf einen hiesigen arwen und braven Familienvater
36—40,000 M., und gelangt diese Summe demnächst zur Aus—⸗
zahlung.

Der „Magdeb. Zig.“ schreibt man aus Saarbrücken?
Am 16. und 17. August fanden vor dem hiesigen Zuchtpolizeige
richt die Prozeßverhandlungen gegen die beiden verhafteten Sozial
rmokraten und Redakteure der hier erscheinenden „Freien Volls⸗
timme,“ Kaulitz und Hackenberger, Statt. Die Anklage richtete
ich auf Vergehen gegen die 88 110, 130, 181, 185 und 187.
Die Leiden noch jungen Männer hatten in ihrem Saarrevier eint
ungemein rührige Agitation für ihre Partei begonren. In Ver⸗
ammlungen wurde der wüthendste Klassen aß gepredigt und Alles
geihan, um die Arbeiter mit ihrem Loose unzufrieden zu machen.
Zaulitz forderte sogar in einer Versammlung zu Quieischies mit
dürren Worten zur Revolution aus. Achnlich wirkten Beide in dem
Blatte „Volksstimme,“ welches von Artikeln mit Ausfällen gegen
die bestehende Ordaung. die Staatsregierung, Behörden und Privaten
scmlich strotzte. Eine Anzahl Reden und Zeilungsartilel der beiden
Agitatoren waren deßhalb inkrimirt. Gegen die Beschuldigten lag
in erdrückendes Beweismaterial in Stenogrammen, Zeugenaus⸗
agen und Druckschriften vor. Am gravicendsten gegen sie sprachen
iber ihre beschlagnahmten Korcespondenzen und im Geiängniß auf⸗
zefangenen Briese, in welchen Theilung der Güter uund Einführnag
der We bergemeinschaft, sowie Umsturz alles Bestehenden als Ziele
der socialdemokratischen Bewegung hingestellt und den Gegnern blu⸗
ige Rache angedroht war. Der Stcafantrag ging auf 3 Jahte
zefängniß. Das Uetheil, welches em 18. Ausßust verkündet wurde,
autete, wie schon kurz erwähnt, gegen jeden der Angeklagten wegen
nehrfacher Vergehen wider de 88 110, 180, 131, 186. 187 dis
Straftesetzbuches und S 21 des Preßeseßzes auf eine Gesammige⸗
—XEVVVD— und
Publitat'onsbefugniß betreffs der erwiesenen verleuniderischen Belei⸗
digungen. Beide Verurthcilie haben sofort die Berufung an die
zoctettionesse Apelllammer angemeldet.

f Bölklingen, 30. Aug. Seit Freitag Adend wird ein
hier wohnender Metzger, Namens Friedrich Kramer, vermißt. Der·
melbe war am 24. d. M. mit einer ziemlich bedeutenden Geldsumme
nach Saarlouis gegangen, um in dortiger Gegend Viehkäufe

7
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        machen, und ist noch am Freitag Morgen in einem Saarlouiser
Wirihshaus und Abends an der Fähre zu Ensdorf gesehen worden,
aber nicht nach Hause gelangt. Entweder ist demselben ein Unglück
widerfahren oder an ihm ein Verbrechen verübt worden. Der Ver—
mistte ift untersetzter Statur, hat einen schwarzen Schnurrbart und
war mit brauner Hose, einem rothgestreiften und einec blauen
seittel bekleidet.

Mänchen, 27. August. Der Getreidelransport aus
Desterreich hat in den letzten 8 Tagen einen rapiden Aufschwang
genzmmen. Hauptsächlich sind bisner Süddeutschland und die
Schweiz als die bedeutendsten Käufer aufgetreten. Die an dem
Trport betheiligiken Bahnen haben alle Vorbereitungen zur Auf⸗
IIII Wagen⸗stontingentparkes getroffen, welch letz⸗
erer nur aus dem Grunde noch nicht in Verkehr gesetzt wurde,
weil die baherische Staatsbahn und die dsterreichische Westbahn
den Verkehr bisher mit ihren Wagen anstandslos bewältigen konnten.

FWärzburg, 28. Aug. Der Kronprinz des deuitschen
Reiches hielt heute Vormittags die Inspektion über die hiesige
Sarnison cuf dem Kugelfange ab. Nachmittags besuchte er meh⸗
rere Kunstsammlungen und die Antiquitätensammlungen mehrerer
sunsthändier und machte mehrere Einkäufe. Auch besuchte er den
Friedhof, woselbst er auf der Gruft des am 23. Februar 1878
derlebien Generais Freiherrn v. Hartmann einen Lorbeerkranz
niederlegte.

p'Vom Starnberger See wird geschrieben: Die

Ansicht, daß der verstorbene Schriftsteller Haclamder ein be⸗
deutendes Vermögen hinterlafsen habe, ist eine vollständig irrige.
Der Verstorbene hat über seine Vermögensverhältnisse und Be—
siehungen zu seinen Verlegern seiner Familie gegenüber ein merk⸗
würdiges Stillschweigen berobachtet. Es siellt sich jetzt erst heraus,
daß er von den Buchhändlern auffallend niedrige Honorare bezogen
hat. Der Mann, der drei Veileger bereicherte, hat nichts hinter⸗
jassen als ein Haus in Stutigart; seine Villa bei Leoni (am
Sliarnberger See) mußte bereits verkauft werden.“
317 Stuttgart, 27. August Heute Nacht um 1 Uhr
verhaftete der Polizeiwachtmeister von Cannstatt auf hiesigem Bahn⸗
hofe einen eniwichenen Postbeamten aus Kempten (Bayern), als
derselbe im Begriff war, mit dem Schnelljuge Wien — Paris abzu⸗
reisen. Derselbe hatte in Cannstatt logirt, Kleider, goldene Uhr
und Handkoffer gekauft, in welchem sich baar 81. 000 M. vorfanden,
die er in Kemplen unterschlagen hat.

Sicherer Weckapparat. Uhrmacher Sauer aus
Mmuühlheim am Rhein hat einen neuen Wedaphparat erfunden, dessen
gaͤuiewerk nicht mehr wie bei den bisherigen Wecker⸗Apparaten durch
ine Feder, sondern durch ein Gewicht ausgelöst wird. Das Ge—
wicht und der mit demselben in Verbindung stehende Hebel sind
derart angtordnet, daß das Läutewerk nicht eher zu läuten aufhört,
als bis man sich zu dem Apparate hinbegeben und das Gewcht
an einen an der Uhr angebtachten Hocken aufgehängt hat.

Straßßbürg, 28. Aug. Die Erdffnung folgender drei
elsaß⸗lothringischen Eisenbohnstrecken zum kommenden 1. Ottober
giit nunmehr als vollständig gesichert: 1. Steinburg⸗ Buchsweiler,
2. Mutzig: Rothau, 8. Redinge Remilly.

pMez. In wenigen Tagen beginnen die mehrwoͤchentlichen
HDerbstmanöber in unserer Umgebung, welche hauptsachlich auf der
ofllichen Seite der Stadt vor sich gehen. Während deser Zeit
vird aber auch die Festungsartillerie praltische Uebungen anstellen,
und zwar liegt denselben die Idee zu Grunde, daß die westlichen
Forts Alvensieben, Friedrich Karl und Kameke von eiwa 7 Regi⸗
Rentern mit 400 Kanonen belagert werden. Zu diesem Behufe
werden Batterien und Erdaufwürfe errichtet und wird ein interes⸗
jantes Geschüßfeuer stattfinden. (3. f. L).

f Ein großer Proceß ist in Frankfurt a. M. in Vor⸗
heceituug. Ver frühere österreichische, später französische Haupt⸗
mann z. D. Geyeng, welcher zeitweilig in Frankfurt als Privat—
nann lebte, wurde voc eiwa zwei Monaten plötzlich verhaftet.
Derselbe sollie als Correspondent sranzoͤsischer Blätter und im Auf-
rage hochstehender Tiplomaten und Militärs des Auslandes Ge⸗
heimnisse der deutschen Armee zu verrathen versucht haben. Die
ursprünglich auf Grund des 8 94 des Strafgeseßbuches eingeleitete
Untersuchung ist jetzt beendet, und demnächst wird die wegen Landes⸗
verraihs und verfuchter Bestechung von Officieren der Armee erhobene
Anklage vor der Strafkammer zu Frankfurt a. M. zur Verhandlung
ommen. Von der Vertheidigung ist ein umfangreicher Entlastungs:
eweis vorbereitet, in dem viele hochstehende Personen der deutschen
und französischen Diplomatie eine Rolle spielen.

FIn Unterhausen wurde der „Cobl. Zig.“ zufolge vor
venigen Tagen ein Pferd von Bienen getödtet. Auf seinem Weid⸗
jange beim Hause gelangie dasselbe in die Nähe des Bienenstandes,
voselbst es zur Adweht der anfänglich kleingen Belästigungen den
Huf gebtauchte. Der Hufschlag traf aber endlich den ganzen Siod
und infolge dessen stürzten sich die gereizten Jusassen auf das Pferd,
das Tags darauf verendet am Platze aufgefunden wurde.

f'In Berlin wurde der Kaufmann Wald und dessen Ehe⸗

rau, welche sich mit Weinfabrikation befaßlen und ihr Erzeugniß
Gemisch von Wasser und Syrup mit Spiritus verseßt und mit
lethet parfümirt, das als Malaga, Madeira, Porwein ꝛc. ver⸗
auft wurde) zu je * Monaten Gefängniß und' 600 Mark Geld⸗
buße verurtheilt.

Madame Aristarchi. In einem —X
ervorgehoken, daß Madame Aristarchi, welche eine Hauptetoppe des
zurch russisches Geld geleiteten Verraths innegehabt zu aben scheint.
ine Tochter des früheren preußischen Ministers v. Bonin ist. Dazu
emertit der „Pest. Li.“: „Das ist gar nicht auffallend, denn die
ingebliche Madame Aristarchi, die Verbannie, ist eben nicht eine
Tochter des Generals v. Bonin, auch nicht die Gattin des ehe⸗
naligen Gesandten in Berlin, Aristarchi Bey, sondern die Gemahlin
ibe Bruders Miltiades. Von Aristarchi Bey, dem früheren Ge⸗
andten in Berlin, erzählt die „N. Z.“ eine pikante Geschichte.
Zein Schwiegervater, General v. Bonin, war an schunddem Gold
chr wenig reich, desto reicher dagegen au heirathsfähigen Töchtern.
xines Tages fragte ihn der türkische Gefandte, ob er die Hoffnung
egen dürse, Schwiegersohn Sr. Excellenz zu werden. „Mit Ver⸗
znügen,“ erwiderte rasch und freudig der General; „wie Viele
dünschen Sie?“ General v. Bonin hielt nämlich den fesgeschmückten
ürtischen Diplomaten für einen Muselmann. „Excellenz, ich bin
chrift,“ bemerkte Aristarchi Bey. „Das ist dumm,“ soll der wadere
Heneral enttäuscht und ärgerlich replicirt haben. Aber besser eine,
As keine, der General v. Bonin gab Aristarchi Bey eine Tochter.

— Wiener Blaätter erzählen solgerde Aeußeruns, die Kaiser Wil⸗
elm in Ischl gethan haben soll. „Mit jedem male“, so ungefähr
ollen des Kaisers Worte gelautet haden, „wo ich Oesterreich von
euen gesehen ist mir's lieber geworden, und der Gedanke, daß
as Deutsche Reich mit diesem Nachbarlande dauernd nicht blos
Frieden halten, sondern in herzlicher Freundschaft leben wird, macht
nir meines Lebens letzte Jahre zu recht glücklichen.“

4 In Genf hat dieser Tage ein 21 Jahre alter italienischer
dellner Ramens Joseph Nezi den Herrn des Hotel de la Metro⸗
»ole, Bauer, wo er 4 Tage vorher engagirt, dann aber entlassen
vorden war, nach einem wegen Lohnforderung des Ecrsleren ent⸗
landenen, mit Thaͤtlichkeiten verbundenen Wortwechsel erstochen.
Jcezi ist verhaftet.

PNRew⸗Yorlk. Humor im Gerichtshofe. Vor den deuischen
ßolizeirichter Oulerburg in New-York wurde dieser Tage ein im
dotei, Mutter Grün“ aufgegriffener deutscher Landstreicher ge⸗
racht, der dem Richter auf seine Fragen in folgender Weife ant⸗
vortete: „Was für ein Landsmann siud Sie?“ — „Auch ich war
n Arlkadien geboren.“ — „Wovon leben Sie?“ — „Bei einem
Wirthe wundermild, da war ich jüngst zu Gaste.“ — „Wo wohnen
Sie?“ — ‚Die Erde ist meiner Füße Schemel, spricht der Herr.“
— ‚Clerk,“ sagte der Richter, „se icken Sie diesen Bummler auf
30 Tage nach der Insel.“ — „Erlauben Sie!“ rief der Land⸗
ireicher: „Willst Du mir geben drei Tage Zeit, bis ich die Schwester
dem Gatten gefreit, ich lasse den Frrund Dir als Bürgen.“ —
Der Polizeirichter fragte laͤchelnd: „Also Sie haben Bürgschaft ?
— „Ja,“ versetzte der Tramp. — ‚Wer ist es?“ — „Ich gebe
Ihnen die Bürgschaft von Schiller.“ — Der Zorn des Richters
Relt vor diesem Galgenhun.or nicht Stich, er gab den Strolch
rei, und da er einen Gebildeten in ihm erkannte, fragte er noch⸗
nals nach seinem rechten Namen, um vielleicht Etwas für ihn thun
u können. „Namen nennen mich nicht!“ rief Jener, verbeugte
ich und war verschwunden.

Neues Mittel gegen Brandwunden. In einer Ver⸗
ammlung der „Massachusetis Dental Societie“ in Salem, Mass.,
istatte te kürzlich Dr. G. F. Waters einen Bericht über ein von
hm entdecktes Heilmittel für Brandwunden und Veibrühungen. Er
hauptet, daß die Anwendung von doppelt kohlensaurem Natron,
elches man in jeder Haushaltung autrifft, den Schmerz sofort
um Aufhören bringe und genugend sei, oberflächliche Brandwunden
nnerhalb weniger Stunden zu heilen. Um die Wirkung des Heil⸗
nittels zu zeigen, tauchte der Dokltor einen Schwamm in lochendes
Vasser und drückte lehieren über dem Haudgelenke aus; das Wasser
loß übet das Handgeleuke und verursachte eine beinahe zwei Zoll
orrite Brühwunde um dasselbe. Dann tauchte er den Schwamm
ochmals in kochendes Wasser und hielt ihn eiwa eine halbe Menute
est gegen das Handgelenkt. Dann streute er doppelt kohlensaures
datron auf die Wunde, leg!e einen angefeuchteten Leinwandstreifen
arüber und wie mit einem Zauberschlage verschwand das Geschwulst.
Am nächsten Tage war die Verbrühung mit Ausnahme der Stelle,
zuf welche der Arzt den Schwamm angedrüchtt hatte, so gut wie
eheilt, nur eine geringe Rothe der Haut war noch wahrzunehmen.
die Wunde am oberen Theile des Handgelents, weiche unter an⸗
)eten Umständen eine offene, sehr schmerzhafte gewesen sein würde,
Jeilte, obgleich doppltlohlensaurez Natron nicht von Nenem appli—
irt, sondern nur die feuchten Umschläge fortgesetzt wurden, schon
nach ein paar Tagen.

f Ueber den Coloradokafer schreibt man aus Dewitt
Nebraska), Saline County, 17. Juli: Bei dem lebhaften Verkehr
        <pb n="464" />
        zwischen den Vereinigien Staaten und Deutschland untexliegt es
einem Zweifel⸗ daß mit den Spede Schmalze und sonstigen Tonnen
der Koloradokäser. so wenig vereinzelt in Deutschland äingeführt
vetden wird als um das Jahr 1790 die amexikanische Ratte;
aber so wird er sich nicht verbreiter wie diese, weil ex (ähnlich
dem deutschen Sonnenkälbchen) nurein heißes sonnises Klima liebt,
aber keine Nässe, wohl aber bei dem Durchwintern einen Kältegrad
von 20 Grad Reaumur, wie jüngst von 1876 auf 1877 einer
war, getrost durchmacht, Hier vertilgt man den Koloradoläfer in
jolgender Weise Man nimmt eine Quantitat Pariser Grun, lösi
solches in Wasser auf, und bespritzt mit einer Gießlanne Brause)
den Ader. Nach einmaliger Verdauung schrumpft de Larve mumien⸗
artig zusammen und jrißt nicht mehr. Wiederholl man das Ver—⸗
sahren einige Male, so ist der Ader frei. Ich sah den Erfolg voll⸗
inmen. Dabei wuchs das Kartoffellraut fort, die Kartoffel nitt
nicht, veifte, war vollkommen gesund und gut, denn die Larve

rxiecht nicht in die Erde, io wenig krank als gesund, sie entwiden
ich auf der Karioffelpflanze selbs oder im 4 sonsiwie. Be—
Herki wurde hier in Rebraska ein häufigeres Auftieten des Käfers
in die Sitaͤdie als im pffenen Felde, das warum i har, die
mmerilanischen Holzhauser unigeben mit Kisten jnd Kosten aller
Art, sind dem Käfer zum Eierlegen ebenso beguem als der hlesigen
aUbekannten Wanzge. Vogel, Huͤhner, Enten, Ganse habe ich mie
Zoloradoläfer und Larven iressen sehen, man sagt. sie scheuen sie.
dach der Vergiftung sind meine Leinen Küchlein Wochen dindurch
wischen den Karioffeifeldern berumgelaufen, ohne zu erkranten.
Ddas vergiftele Kraut fütter man aber nicht / man jeßt es faut
verden oder pfluͤgt es unter. Uehrjgens bemerke ich noch, daß die
amerilanische Ackerbauzeitung von Milwaukee, Illmois, sagt der
Pfau sej der beste Rejniger der Kartoffelfelder von dem fraglichen
Insekt. J
Faur die Redaction verantwortlich F. X. Deme .

Crescenz⸗ und Möobel⸗ L. Den auf (a. 16 Mor⸗
gen wachsenden Ohmet, 2.
Versteigerung. den auf circa 2 Morgen
Dienstads, 4. Septeinb. wachsenden Klee und 3. die
1877, des Morgens 10 Uhtr, auf 16 Morgen wöochsende
auf der zur Gemeinde Goe elbach Wartoffeln und ferner 1
zebbrigen Alte uwoogsmüh· Ppferd, 2 Kuhe, 1 Rind,
ie, laͤßt Hert Ludwig Munm⸗ I vollfiändige Wagen und
zinger, früher Bürgermeister, allerlei Fuhr⸗ und Ackerçe⸗
jegt pee Zweibrücken räthichaften.
wohnhaft, die Crescenz von ca.
834 Morgen, Nogelbacher Bannes, J dandstubl, 30. Migus. s7
spwie die nachbeschriebenen Mo⸗ F. G. Sartorius,
dilien versteigern, als: l lkal. Nolär.
Königliche Tateinschule
—
St. Ingbert.

Das Studienjahr 1877/78 beginnt Mittwoch, den 26.
September, an welchem Tage im Amtszimmer des unterzeich⸗
geten Vocstaades der Austalt die Inscription der Schüler vorge⸗
nommen wird.

Als Normalalier zum Eintritt in die unterste (J. Laleinclasse
ist das vollendete neunte Lebensjahr festoesetzt. Die Aufnahme
in diese Clafse ist durch eine Prüfung bedingt, in welcher sich der
Schüler über ein für die vierte Classe der Voltsschule genügendes
Maß von Kenntnissen in der Religion, im Deutjchen und im Rech⸗
xen auszuweisen hat.

Der neu aufzunehmende Schüler hat bei der Anmeldung seinen
Geburts- und Impfschein, sowie seine frührren Schul- oder Stu⸗
dienzeugnisse vorzulegen.

Nach den bestehenden Bestimmungen darf die Oeffentlichkeit
und allgemeine Zugänglichkeit der Anstalt durch das Schulgeld
n'cht beeinträchtigt werden. Dürftigkeit und dadurch bedingte Zah
inngsunfähigkeit gewährt daher einen Anspruch auf gauze oder
deuweise Bifresung vom Schulgelde. Unbemittelte Schüler werden
—X
atensilien gerne unterstützt.

Die Aufnahms- und Nachprüfungen finden am 27. und 28.
Sepiember statt.

St. Ingbert, den 14. August 1877.
Der königliche Subrector:
LCCI.

— si g sy 3
in Flaschen à 1 M. empfiehlt angelegen lichst. Jedermann kann
ch daraus augenblicklich durch Verdünnung mit Wasser, nach Se⸗
brauchsanweisung, billigen und wodlschmeckendften Essig bereiten,
velcher damit eingemachten Früchten und Gemüse außerordentlich
vor Verderben schützt. Die weltbekannten Mickles verdonken ihre
Haltbarkeit ausschließlich dem dazu verwendeten gleichen Essig.

Um vor Täuschungen bewahrt zu bleiben, beachte man obige
—A——
F J. Peters, St. Ingbert.
In allen bedeutenden Musikalionhandlungen
vorraãthig
Im Verlage des Unterzeichneten erschion soohen
in Neuer Ausgabe:
La bollo Flour du Bohemien.
ErilIIamnte Dantasie
e
pPANOFORTE
0n
TheoOdoOonm ETGCSSe.
Op. 7383. Preis: M. 2.50.

Diese ziemlich schwere aber sehr dankbare KRla-
vier⸗Composition wird von jedem etwas geübten Kla-
rierspieler gerne vorgetragen werden. Seit Jahren
Jürfto kein Bravourstück von ähnlich durchschlagen-
dem Erfolge erschienen sein.

Gegen Pinsendung des Betrages erfolgt franco
2Zusendung.
Pot. Tonger, Kösn. a. Xh.
—
—— *
Sedanfeier.

für Leidende! *
Damit jeder Kranke, bevor er
une Kur uͤnternimmt, oder die
doffnung auf Genesung guinden
ißt, sich ohne Kosten von den
urch Br.Airha Heilmethode erziel⸗
en überraschenden Heilnngen über⸗
eugen kann, sendet Richter's Ver⸗
agõ· Anstali in Leipzig auf Franko⸗
ree gern Jebem einen „At⸗
est⸗Auszug“ (160. Aufl) gratis
und franko — Versäume Niemand,
aich diesen mit vielen Kranken⸗
erichten versehenen „Auszug“
Immen zu lassen.

Die Mitglieder des Krieger⸗
vereins, sowie der freiwil-
ligen Feuerwehr stellen sich
zum Fackelzuge am Samstag
Abend um 7. Uhr vor dem

Vereinslocale des Krieger⸗Vereins
(F. Oberhauser) auf.
J. Anzug der Kameraden: Müße,
Verensabzeichen, sowie sämmt⸗
liche Orden.
Der Vorstand.
u Jedermanns igen
in s, a und 3 Bogen
ind vorräthig in der
T ba. Blattes.

MLI.
Sonntag den 2. und Mon⸗
2g, der 3 September
Tanzmusik.
Dienstag, den 4. September
Streicheoneert, Amerikanisches
ausgefuhre von der Kapelle des kgl. 8. Jägerba⸗ Auskunfts-⸗Bureau J
. taillons aus Zweibrücken. 18 &amp; 418 Chatham Street,
unter Direction des Capellmeisters Rixuer. —
Anfang halb 3 Uhr. — Entré 40 Pfennig. Specalität: Aufsuchung
2 Berschollener und Beschaffung von
Von heute an und waährend der notariell und consularisch beglau⸗
Kirchweihtage digten Todtenscheinen, fowie all⸗ Derh —
—F aemeine Auskunftsertheilung über er heutigen Nummer
Nürnberger Erportbie AImerita. unseres Blaltez liegt eine Ab—
Vmn. Raisehi, Notar, bilung des Coloiadolafers“
vom Faß und in Flaschen. —
— 7 Kedalion IArnd imd Verlag von F. X Demeß in Et Ingbert.

Mye
        <pb n="465" />
        4 c 3 OC
82—7 —E 72424 — 9— 74 —0 — . 4 — 32*
der, St. Inugberter Anteiger uind das (2 mal wöchenllich). mit dem Haupthlatte verbundene junter haltungsblati. Sonniags mit illustrirter Bei⸗
sage), erscheint wöchentlich niermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntaäg. Dei Abounementspreis beträgt vierteljährlich
1Vtarl 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärtgz it 15 RPfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pis. pro Zeiie berechcet. ιαα 6
M 137. J — Sα— ben 2. September J 441877.

——— —
X a E88 9
Sedanl— ——
4 —A 8 — 23 ee h
A
— IN wy i de
Sind auch Tausende gefallen, Wahrend wilde Türkenschaaren,
Rußten Tausende ex bleichen —A J Und der Russen Parbarei
e
Blut. und Leichen J. da grausem Kriegsgejchrei
Blorreich strahlen ihre Stirnen Weil im Osten, weil im a
euchtend nun von Ruhm und Glanz! Der Empdrung Fkammen drohn!
?wig prangen ihre Ramen Stehen furchtlos Dentschlands Stämme,
dehr und stolz im Siegerkranz! Finig um den Kaiserthronl J
2 2 —8 V J ——
3— bᷣart 3 JI533 eee dge jetzt jedem Feinde
eutschlands Zwisten rhauen:; er den Krieg voni Zaune bricht/
kinigkeit und Lieb beglücken 4 I. Donnernd wird ihn niederschmettern!
Bieder Deutschlands schöͤne Gauenl kines Sedan Strafgericht!
And des n 3 Krone 4. R 3 Osten, ob vom Westen
Zabt Ihr wieder hergestellt: J Die Gefahr auch kommen mag:
Broß ist Deutschland wie vor Zeiten Deutschland wird dem Feind dereiten
Friedenshort der ganzen Wellt. kinen neuen Sedantag!

2.
Sedan! Siegestag von Sedan,

Brößter Tag der Weltgeschichte!

Wie der alten, so der neuen,

ZTag der vlutigften Gerichte!
— in Staub zertrümmert,
Tiej jmn Staub sein Kajserihren
Und besiegt der große Prahlet —
Deutichlands Feind Napoleon!
Freventlich yeraufbeschworen
Ward der blutigste der Kriege
Hon dem Feind, der stolz schon träumte
don dem größesten der Siege.
Deutschlund wollt' er niedertreten

Ohite Grund und ohne⸗ Recht,

Vollte schmachvoll tief erniedern,
Deutschlands friedliches Geschlecht!

1

Sohne, Und drohen einst Gefahren wiebernec Druit it Dank antSedantage
eee e In ee Pr 853 nicht erzitter! Denkt 7 tapferen Befreier,
Standen kühn im blut'gen Kampfe, An der Einigleit det Deinetun . Ihre gtoßen Thinent kündete · J
Froß als Helden, groß als Sieger! Bird der Feinde Macht zersplitternr Jn. Durch,die schonste Siegesfeier
NRicht der Jammerruf der Muiter, Finig, einig, ünig bleibt Den Begrunderi deutschet · Einbelit
Nicht der Bräute Wehgeschreih Finigkeit die Losung seißß... — Den Vertheid'gern deutscher Ehre
Fieß jie wanken, bis vortlunger W inigkeit wahrt 214 r — — De ee en E
Nings: Das Vater landeifst frei! *..Finigkeit macht groß und freil HSeutt Hoch vom Fels ium Dc“O —
Lbonnerens qui den-ISt. Ingkerter Anzeiger · Ein Theile der ruzmäuischen Truppen ghat bei Karubia die Donau
ür den Wonat September werdin bei allen Postei assirt. Sobald die Bruͤde bouflandis hergerichtet ist, wird der
anpeuen ünd in der Exp. de. Bi. augenommen. F Fürst nit dem Groe der Armee folgen. Rumanien —8 Ruß⸗
7 n —7 and keine Militärkonvention abgeschloffen und wird eine solche auch
— nicht abschließen, 8— seine Irdidgeent. unter seinem Fürsten,
venngleich es im Einklang mi der ufsischen Armee operiren wird,
ewahren.

Wien, 30. Aug.“' Das Freindenbiatt! erachtet es für un⸗
nöglich, daß Serbien auf der schiesen Ebene Hall mache, und sagt.
daß Niemand, am wenigsen Oesterreich⸗es den Türken verwehren
verde, ihre Feinde auch auf serbischem Gebier zur Rechetischaft zu
iehen.

Paris, 30. Jucust. Gambetta gudeder Gerant der , Repu⸗
zlique francaise“ sind auf naͤnssen Freitag bor den Untersuchungs⸗
ichter ————

Paris, 80. uugust. Gerüchtweise veriautet, daß Thiers
ie Dgtiheidiguug Gamdetias wor dem Zuchtpalizeigericht— in Lille
wernehmen Wwerde z— jedosp, waͤre es, Iweistihaft , ob, dos Wericht
Thiers als Vertheidiger zulassen werde. (Nach det Koln. Zig.⸗
verden Greby und Allon die Vertheidigung Gambelta's uͤber⸗
nehmen.)

DVon der rufsischen Armee, die am Lom steht, sowie von dem
Torpe des Geuerals Jimmermann iñ der Dobrudscha vwerben n
leinne Recognoscirungagefechte gemetdet; es liegen darüher zur
Zeitenuz russasche BZerichte vor, und da Haben türlich die Kuffen
mmer gestegt. — Bei. Plewna⸗ und Lowaisch aues uhigee

Kofttgantinopel, 29. August. Die Angriffe Suleiman
—XXEVD— Schipta⸗ Passes werden
ortgeseht. 2* 28 235. . *24

Peterabzug, 80. August. Oißcielles Teiegrarum aus
Borgi⸗ Studen, n, Abends. Auf dem Sithipkapaß
st Allez tuhig. Keine g —I
Stetangen; es ist, ugewiß, ob sie einen neuen Ängriff vorhereiten,
‚urücgehen oder eine Umgehung beabfichtigen. Aufklaͤrung darüber
vixde a zultzestet Zeit exwattet Unser Vetlust diß zum 28. Abends
elragk an Verwundeten 98 Sfficiere und 2633 Soldaten. (Todi⸗
derhen nicht angegeben.

tsches Reich.

Dexr Reichzanzeiger“ veroͤffentischt di, von Sr. Maj.
dem Ha und dn zu Gase su am z. 353 9*
bogene Aonjesstong⸗ Un unde, betreffend den Bau und Betrieb
ꝛiner Etfenbahn vo n St. Inghhett nach. Si. Jo—
gumEaͤgrbrugend bunch die Ifdtczihe Lunwihüi hu Gt.
Die Gesellschaft, welche anch die Erpropriations⸗
zefugniß auf preußischem Gebiete enthält, ist verpflichtet,
oie Bauprojecte, welche der Genehmigung des preußischen
händelsmitiisters unterliegen, mit ihunlichser Beschleunigung
ur Vorlage zü bringen nach Fertigstelleng derselben mit
dem Bau sofork zu beginnen uno denselben in der kuͤrzesten
Frist zu Ende zu führen.„ Die Gesellschaft hat ferner die
von ihr für die neue Bahn anzuftellenden Bahmpärter,
Schaffner ꝛc. vorzugsweise aus den mit Civilversorgungs⸗,
ʒe. Cibvilansiellungsberechtigung entlassenen Pilitars, soweit
ae das 35. Lebendjahr nicht überchrtten haben, zu
vählen. Bei Beseßung der, unteren Begmienstellen innet⸗
jalb des preußischen Gebiets wird bei fonst gleicher Qua⸗
gfikation aͤuf die Bewerbungen preußischer Unterthanen be—

Stottgazt, 80. Aug. Dem „Schwäb. Merk.“. zufolge
34 heute ein Sanitaͤtszug von. 18 Wagen abgesendet, welchet sür
dhe besuͤmmt ist. Die Konigin wird denselben in Uint be⸗
ichligen.

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        VWermischtes.
f3weibrücken, 28. Aug. Der Director unserer Ac⸗
tienbierbrauerei Tivoli wollte gestern den Dampfhanen an der Eis
maschine dffnen, als der Dampf dier Maschine in Folge einer de⸗
m gewordenen Stelle eindrang und den Direckor und Heizer schwer
verletzte.

F Der Mediziner Rübel aus Oberstaufenbach,
Zanton Wolfstein, ist laut Mittheilung desselben an die Kaisers.
Zig.“ als kais. ottomanischer Miliärchirutg 1. Klasse nach Kon⸗
stantinopel gegangen.

7Winnweiler, 27. Aug. Ein Unglückefall hat gestern
unseren Ort in Erregung versetzt, indem das dreijahrige Söhnchen
des Forftwarts Kunh im Gerbereianwesen des Hrn. Baus in den
Weichkasten fiel und ertrank. gecaeez

Im Bahnhofe von Schifserstadit rettete am 28. dse.
der Porlier mi eigener Lebensgefahr ein zehnjähriges Mädchen,
velches in höchster Gefabhr war, don einer daher brausenden Loco⸗
notive übecfahren zu werden. w

Saarbrücken, 31. August. Auf der landwirthschaft-
lichen Ausstellung des Rheinischen Gauverbandes IX, welche gegen⸗
wärtig zu Saarburg stattfindet, sind unter Andern p mrirt worden
mit dem ersten Preis: der hiesige Gartenbau Verein für ein Sor⸗
iment aus gestellter Gemüse, und ferner Herr Weinhändler Mertes
m St. Johann für ausgestellten Saarwein (Crescenz des Weiuberges
der Frau Wittwe Neinhard aus Saarburg).

dDie Nachrichten aus Amerika“ enthalten solgende

Namen der in Amerika gestorbenen Pfälzer: Jacob Augustin, 48
Jahre, aus Wachenheim, gest. am 5. Juni, New⸗ Orleans 3 Jo⸗
eph Bücheler, 28 Jahre, aus Wernersberg, gest. am 26. Juni,
Ibiladelphia; Marie Boffinger geb. Leininger, 60 Jahre, aus
Steinweiler, gest. am 12. Juni, Cincinnati; Catharina Drescher,
rus Asselheim, 64 Jahre, gest. am 23. Juni, New Yort; Johan⸗
nes Hoffmann, 67 Jabre, aus Steinweiler, gest. am 17. Juni,
Finciünati; Elisabeth Catharina Jaeger, geb. Schuber, 69 Jahre.
rus Arzheim, gest. 2. Juti, New Orleans; Margaretha Keiper,
ib. Schantz, aus Grünssadt, gest. am 16. Juli, New York; Ka⸗
harina Lamb, 70 Jahre, aus E), gest. am 15. Juni, New, Pork;
dicolauus Oechssner. 54 Jahre, aus Edenkoben, gest. am 19. Juni.
Ldudlow (wurde ermordet); Elisabelh Rülberg, geb. Schneider, 41
Jahre, aus Gauersheim, gest. am 2. Juli, Willamsburg; Friedrich
Schneider, 33 Johr, aus Contwig, gesi. am 5. Juli, New Yort;
Friedrich Schulß, 63 Jahre, aus (), gest. am 25 Juni, Cincin
nati; Becnhard Wagner, 44 Jahr⸗, aus (), gest. am 30. Jun
Ph'ladelphia; Martin Werlein, 53 Jahre, aus Rbeinzabern, gest.
am 1. Juli, Nw Orleans.
2247 Der Mormonen⸗Prophet Brigham Young ist am 29. Aug
in der Salzstestadt an einer Unterleibsentzuündung gestorben.

Fur die Redaction veran iwortlich J. X. Deme ß.
Kifßü Vorschuß⸗Verein St. Ingbert
Mitbürger ! 36 5— rschuß Ver 1 g
Der 2. September steht wieder vor der Thüre. —
Allerorts, wo deutsch⸗gesinnte Herzen schlagen, regt man
äch, diesen Tag festlich zu begehen. Auch in unserer Stadt
gibt es wahre und echte Patrioten. Alljährlich am Sedan⸗
tag hat sich ihr Patriotismus gezeigt.

Umsatz im Monat August 1877.
8Soll. Haben.
Fonso:Corrent: Conto M. 170577. 47. M. 195377. 13.
Wechsel: Conto 63808 57 60937. 01.
darken und Vereine, 270342. 68. 243500. 30.
Fassa⸗Conto 113372. 1⸗ 116767. 09.
Zinsen und Prov. Conto 1001. 1 332. 80.
Tratten Conto 1818. 56. 2618. 37.
ẽffecken⸗ Conto 3868. 35. 3888. 05
Stammantheil: Conto *80. 60 83. —.
seservefond⸗ Conto * 14. —
Bewinn⸗ u. Verlust⸗ Conto 302. —.

Sparlossen⸗Conto 332883. 20. 4886. —
Darlchen Conio 13845. — 1705. —
M. 630118. 75. M. 630118. 75
Heute Sountag. 2. September

nonie

Peter Jung.

Rechnungen
zu Jedermannus Gebrauch

in Vs, *a und 3 Bogen

sind vorräthig in der
Druckerei ds. Blattes.
Frucht Brode und
Fleisch⸗Preise der Stad!
Zweibrücken vom 80. Aug.
Weizen 11 M. 31 Pf. Korr
08 Vi. 30 Pi. Gerste Sreihigt
7 M. 37 Pf.. Gerste Areih.
5 M. 52 Ppf Spelz 07 M.
86 Pf. Spelzkern — M. —
pfg. Dintel — M. — Pfo.
mijchfrucht O M. — Pf. Hafer
6 M. z1Ppf. Heu 2M. 40
Pf. Snoh 2 M. 20 pf. Kar—
toffeln 2 M. 50 Pf. per Cn.
Weißbrod 1 Ko. 66 Pf. Korn
brod 3 Ko. 77 Ppf. ditto 2 Ko
32 Pf. diuo 1Kilo. 26 Pf
Gemischibrod 3 Kilo. O M. 98Pf.
Paar Weck 190 Gramm 6 Ph
Rindfl. 1. Qual. 70 Pf. 2.
Quoi. 60 Pf. Kalbfl. 70 Pf.
amfi. 70 Pf. Schweinefl. 70
Ri. Vutter 1 M. 20 Pf. ver Psd

Mitbürger von St. Ingbert u. Schnappbach!
Bethaätigt auch in diesem Jahre Eure nationale Ge⸗
iinnung!“ Zeigt, daß Ihr ein dankbares Herz habt für
die großen Errungenschaften, welche die Jahre 187071
gebracht haben? Beweis't, daß Ihr ehrliche Freunde seid,
unseres lieben, großen, deutschen Vaterlandes! Beweis't
dies dadurch, daß Ihr Euch zahlreich an der Sedanfeier
betheiligt !
Program nmmn.
Am Vorabend

Böller schießen.

Abends 8. Uhr Fackelzug durch die Straßen dir Stad!
nach dem Kirchhofe an die Gräder der Gefullenen und zurück nach
Brwenig's Bierkeller. wo Eoncert fiattfindet.

Am Sesttage:

Tagreve?sle. Böllerschießen.

Abede s uhr. Zeunion im Oberhaufser'shen Saale.

Zugleich bitteu wir Euch, Mitbürger! auch durch
Bessaggung der Häuser Eure Theilnahme an der vater⸗
ländischen Feier kundzugeben.

*
Berichtigung.
Die in Rr. 136 diestes Bl.

ausgeschriebene Crescenze und
Mobiliarversteigerung Munzin⸗
ger, finder nicht Dienstag, 4.
ondern
Freitag, 7 Septemb.
us der Alteuwoogsmühle,
demeinde Kogçelbach, des Mor⸗
zens 10 Uhr statt, wobei zur
Bersteigerung gelongen:
1 Pferd, 2 frische Kühe,
1 Rind, 2- 300 Centner
Heu, 8- 400 Cenm. Strob,
AFuhrrwagen, 1 Hexelbant,
Eggen, Pflüge und allerlei
jonstige Fuhr⸗ und Aderce⸗
räthjchaften.
Landstuhl, 31. August 1877.
F. E Sar“ orius,
kol. Notär.

J F
76

— — — ——
8 * 8358 2
3 83258535 53*

33383 33353

38* — 51 32 q
*8 8.

—

———
ahtion Vrud und Verlag von F. X. Temeß in St Ingbert.
Bi⸗na Allusrirtea Sonntaakkia

—XII
        <pb n="467" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.

zdu St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntagt mit illustrirter Vei⸗

age), erscheint wochentlich pViermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anuzeigen werden mit 10 Pfg., von Auzwärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
IBF 138. Dienstag, den 4. September 1877.

ααα

Deutsches Reich.

Munchen, 31. Aug. Der Kronprinz des Deutschen
heiches, welcher gestern Abend in Regensburg eintraf und cuh
ortselbst in der allerherzlichsten Weise empfangen wurde, wird heute
ind morgen den Uebungen der bei Straubing konzentrirten Kavalerie⸗
division beiwohnen und hiermit die diesjährige Insp zirurg bayr scher
kruppen abschließen. Die Inspizirung anderer bayrischer Truppen⸗
heile, namentlich der 58. Brigade und resp. 3. Division wird durch
»en Prinzen Luitpold von Bohern in seiner Eigenschaft als General⸗
njpekteur der bayr schen Armet erfolgen und S. K. H. sich hiezu
in 12. September nach Oberfranken begeben. Unser Magistrat
jat in heutiger Sitzung beschlossen, daß am Sedauntage alle städ⸗
ischer Gebäude beflaggt und auch die Privaten. zu gleichem Vor⸗
jehen aufgefordert werden sollen. Bei einer zur Feier des Tages
on Sedan morgen Abend Statt findenden Festversammlang im
rolosseum werden einige der hervorragendsten Mitglieder der könig⸗
ichen Hofbühne mitwirken. An der Spitze des Feftkomites siet
inser erster Bürgermeister, Herr Dr. Ehrhardt. — Unsere beiden
hemeindelollegien ließen dem Leibarzt des Königs, Herrn Geheim⸗
ath Dr. v. Gietl, welcher vor einigen Tagen sein 50jähr'ges
dottorjubiläum feierte, in ehrender Anerkennung seiner vieljährigen
ühätigteit als Arzt in unserem allgemeinen städtischen Kranken⸗
jause, eine prachtvoll ausgestattele Vankes⸗ und Glückwunsch ˖ Adresse
iberreichen.

Ausland.

Paris, 1. Sept. Der deutsche Botschafter, Fürst Hohen⸗
ohe, hat gestern seinen regelmäßigen Herbsturlaub angetreten und
ich zunachst nah München begeben. Fürst Hohenlohe wird nicht
nehr als 5—6 Wochen von seinem Posten abwesend und zu den
Wahlen jedenfalls auf denselben zurückgelehrt sein. In seiner
Abwefenheit führt gewohntermaßen der Botschaftsrath Graf Wes⸗
xhlen die Geschäfte.

Nachdem Marschall Mac Mahon und jeine Manister bei ihren
steisen in den Provinzen die Friedensschalmei geblasen, wird jetzt
der Spieß umgekehrt und dem gläubigen Landvolk durch Vermit⸗
selung eines officrösen Blattes erzählt, daß Deuischland einen neuen
Angruff auf dieses friedliche Frankreich im Schilde führe. Die
sdutzanwendung daraus ist natürlich, daß der innere Hader zu
chweigen und Alles blindlings dem Marjchall zu solgen hat.
Benn die Männer des 16. Mai zum Zweck ihrer Wahlmanöver
auf solche Weise nit dem Feuer spielen zu dürfen meinen, so ist
zas ihre Sache; nur mögen sie sich nicht wundern, daß dergleichen
kxperimente nicht gerade zur Beseitigung des in Eurova gegen sie
gehegten Mißtrauens dienen.

Konstantinopel, 1. Sept., Abends. Ein Telegramm
Asman Pascha's meldet: Nach mehrstündigem Kampfe am Feeitag
rstürmten die Türken bei Pilishaz (Pishaz), füdöͤstlich von Plewna,
rei russische Verschanzungen. Die Russen wurden gänzlich geschlagen
ind deroutirt, teotz der erhaltenen Verstärkungen von 30,000 Mann.
die türkischen Verluste sind gering gegenüber den russichen. —
fin Telegtamm Suleiman Pascha's vom Donnerstag signalisirt
einerlei neue Begebenheiten. Der Geschutzkampf und das Gewehr⸗
euer dauern am Schipkopaß sort. Die Türken behaupten ihre
dtellungen.

Petersburg, 1. Sept., Mittags. (Officiell) Heute
Rorgen um 9 Uhr griffen die Türken von Plewna aus unsere
hositionen bei Pelischat und Scalitza an, wobei sie bederntende
Streitmacht entfalteten. Um 10 Uhr Morgens fand eine lebhafte
danonade und Gewehrfeuer Statt. Im Schipkapaß heerscht voll⸗
landige Nuhe. Allem Anscheiu nach ist die Armee Suleiman
hascha's in Folge einer Reihe erfolgloser mehrtägiger Angriffe stark
pheniser. Alle Balkanpässe sind, wie früber, von den Russen
esetzi.

Petersburg, 1. Sept. (Officiell) Gorni-Studen, 31. Aug.
bestern griffen die Türken die Avantgarde der Rusischuler Colonne
in, welche sich hierauf von Sadina, Karraschankoi und Chaidarkioi

auf die Haupiposition zurückzog. Weitere Nachrichten sehlen. —
heute Morgen um 9 Utzr griffen die Türken von Plewna aus
insere Positionen bei Bellissed und Zgalitza, indem sie bedeutende
Streittrafte entfalteten, an. Morgens um 10 Utr entwickelte sich
ine heftige Kanonade und starkes Gewehrfeuer. — Am Schipta⸗
»aß herrscht vollständige Ruhe, allem Anschein nach eine Foige der
von der Armee Suleiman Pascha's gemachten erfolglosen mehrtägigen
Angriffe. Alle Ballanpässe sind wie früher von den Russen beseßlt.
— Geageral Leonow telegraphirt Nachmittags 8 Uhr: Mehrere
Angriffe der Türlen wurden heldenmüthig zurückgeschiagen. Nach
iner zweiten Deptesche war der gesirige Kampf der Avantgarde bei
karaschankoi seht hartnäckig. General Leonow vehauptete sich gegen
2.000 Türlen mit geringer Macht zwölf Stunden lang. Das
Dorf wurde sechs Mal genemmen uad wieder verloren. General
Leonow wich, zuletzt gezwungen, Schritt für Schritt zurück und
raf Abends um 8 Uhr, alle Verwundete, 400 an der Zahl, mit
ich nehmend, bei der Hauptposition ein. Heute, bereits seit Vor—
nittag, ziehen die Türken bei Gabowa und Popkoi bedeutende
kräfte zusammen. Gleichzeitig konzentrirten sich acht türkische Ba—
aillone mit Kavalerie auf der Chaussee zwischen Rustschuk und
dasgrad und begannen den Vormarsch auf Kadikoi. Weitere
details fehlen.

Vermischtes.

St. Ingbert, 3. Sept. Das Sedanfest wurde auch
zier wieder wie in allen andern deutschen Städten festiich begangen.
Die Einleitung des Festes am Vorabend erfolgte durch Zapfenstreich
der hiesigen Berglapelle und Bollerschießen. Gegen halb 9 Uhr
hin bewegte sich ein ünposant aussehender Fackelzug vom Ober
Jauser'jchen Lokale aus unter Begleitung des hiesigen Kriegervereins,
der freiwilligen Feuerwehr, des Arbeiter⸗Bildungs- und Musikvereins,
der Harmonie-Gesellschaft, der Beamten und schwacher Bet heiligung
»er Burgerschaft nach dem Friedhose an die Gräder der im Jahre
870 für's Vaterland gefallenen Krieger, wo, nachdem der Nusik-
Zerein das altdeutsche Grablied von Silcher gesungen, der
dorstand des hiesigen Kriegervereins, Herr Fischer, die ent—
prechende Festrede hielt. Aledann unter den Klängen der Musik
Zug nach dem Grewenig'schen Garten, wo bei Bier und Musik
»er Abend in gefselliger Vereinigung verlief. — Am Morgen des
Festtages felbst fand Tagesreveille der hiesigen Bergmusit unler
Böllerschüssen statt, Abends sehr zahlreich besuchte Reunion im
Oberhauser'schen Saale, wo Gesangsvorträge und Musik mit Toasten
auf Kaiser und Reich, den König, den Kronprinzen und Fürst Bis⸗
mark abwechselten. Auch der gefallenen Helden wurde ehrend ge⸗
dacht. So verlief der Abend ohne störenden Mißton. Zu dedauern
st nur, daß die Beflaggung der Häuser aun diesen Tagen eine sehr
härliche war, und wäre es sehr zu wünschen, daß dieses deussche
Fest uus Alle als deutsche Brüder und Bürger gemeinsam in Ein—
racht vereinte.

tZweibrücken, 2. Sept. Seit frühestem Morgen schon
defindet sich die hiesige Einwohnerschaft in der grßlen Ausregung:
Die am Friedensfeste, 12. März 1871, gepflanzten beiden Linden
in der neuen Vorstadt, die Kaiser und die Koͤnigs-Linde genannt,
vurden in vierflossener Nacht von ruchlosen Händen durchschnitten.
Die Entrüstung über diese Frevelthat ist in der ganzen Bevdlterung
zleich stark und hat das Bürgermeisteramt nur dim ollgemein aus.
jesprochenen Wunsche Ausdruck verliehen, wenn es, wie der Leser
nus der betr. Anzeige in diesem Blatt ersehen wolle, die Summe
on 1000 Mark fue die Habhaftwerdung des Thäters aus⸗
etzte. Ob Parteihaß oder Büberei dei diesem Fredel die Hand
zefuhrt, wird unsere thätige Sicherheitsbehörde wohl herauszufinden
vissen. — Von dem einen am Boden liegenden Baume — der
indere hängt noch in seinen Bändern — war gegen Abend kaum
nehr eine Spur zu sehen, denn Jedermann woͤllte sich ein Er—
nnerungszeichen davon aufbewahren und nahm sich ein Reisig davon
nit nach Hause. Zweibr. 31i8.)
        <pb n="468" />
        Frankenthal, 1. September. Gestern Abend wurden
in einer hiesigen Reftauranon ð5 Fusser Bier, ca. 500 Liter haltend,
velches in Saͤure übergegaͤngen war, sowie ein Faßchen mit ca 50
diter grfälschten Wein ppolijeilich unler Siegel gelegt. Das Bier
war aus dem Kanton Gollheim importirt. (FIr. W.)

pMeßz, 28. Aug. Gestern wurden die neu erbaute fran⸗

zösische Grenzbahn, welche von dem benachbarten Pagny über Mars⸗
a Thur nac Conflans und-Jarny, größtentheils die franzößische
Brenze entlang geht, erdffnet. In Pagny schließt sich diese noue
Bahn an die Linie Metz Naucy, in Jarny an die Linie MezzVer⸗
dunn an. —

Fr die Redaccion veramwortlich F. X. De me 5.

— 221442
Licitation.

Freitag, den 21. Sept.
achsthin, Vormittagz 10 Uhr
u Ommersheim bei Wwe.
Peter Berger wird vor dem hiezu
zgerichtlich beauftragten k. Notar
Sauer in St. Inobert die nach⸗
hezeichnete zum Nachlasse des zu
Ommersheim verlebten Lehrers
Bernhard Walter gehorige
diegenschaft im Banne von Om⸗
nersheim der Adtheilung wegen
gffenilich au die Meistbietenden
zu Eigenthum versteigert näümlich:

Ppl. Nr. 58. 12 Lezim.

Fläche/ Wohnhaus, Scheuer,
Stollund Hofraum uud
Pl. Nc. 32. 12 Dezim.
Pflanzgarten dabei, das
Ganze gelegen im Orte
Ommersheim neben Georg
Berger und der Ort⸗straße.
Eigenthümer find die Kinder
des Erblassers —— —
Xaus dessen etstet Che mit Bar⸗
bara Groh, als:
A Elisabeth Walter, ohne Ge⸗
werbe in Ommersheim, Wwe.
von Jakob Toussaint.

2. Katharina Walter ohne Ge⸗
werde astda Wwe. von Mathi as
Schmitt.

Z. Maria Katharina Walter,
zgewerblose Ehefrau von Paul
Weidmaun, Schuhmacher, beide
in Blickweiler wohnhaft..
B. us dessen zweiter Ehe mit

Margaretha Harßz:

4. Peler Walter, Zimmermann
n Ommersheim.

. die Kinder und Repräsen
tanten der verstorbenen Anna
Barbara Walter, lebend Ehefrau
des gleichfalls verlebien Schmie⸗
Zes Johaun Grauvogel in Om⸗
mersheim als: ——
a. Maria Grauvogel, gewerb⸗
—I—
Schmelzarbeiter, beide in St,
Ingbert; ———

B. Eluͤabeth, genannt Bethchen,
Grauvogel, Näherin;
c. Nilolaus Grauvogel, Schmied⸗
aesellz .
I. Katharina Grauvogel, Dienst⸗
magd ud

GElisabeth, genannt Lischen,
Brauvogel, Dienstmagd, Letztere
bier noch minderjährig in Om⸗
merzheim, welche genannten Peter
Walter zum Vormund und Peter
Brauvogel, Schmied in Ommers⸗
heim zum Beibormunde haben.

St. Ingbert. 3. Sept. 1877,
Sauer, t. Notär.
Gantversteigerung.
Montag, den 24. Septemb.
877, Nachmitiags 2 Uhr zu
St. Ingbert in der Gros'schen
Bierdrauerei werden auf Be⸗
reiben den Karl Ambos, Ge⸗
chaftsmann in Zweibrücken, als

definitiver Verwalter der Gant⸗
nasse des Bierbrauers Karl Gros
nn St. Ingbert die nachstehend
Nezeichneten zu dieser Masse ge
origen Legenschaften im Banne
don St. Jugbert, dor dem hie⸗
zu gerichtlich beauftragten ksl.
Notär Franz Sauer, im Amis⸗
itze zu St. Ingbert öffentlich an
die Meistbietenden zu Eigenthum
zersteigert, nämlich:
1. Pli⸗Nr. 64 und 66. 24
Dezim. Fläche, worauf ein
zu St. Ingbirt an der
Zaiserstraße gelegenes zwei⸗
sföckiget Wohnhaus mit
Brauerei und allen zu deren
Betrieb gehörigen eist vor
venigen Jahren neu herge⸗
Allien Ein⸗ und Vorrich
iungen, sowie Gähr⸗, Malz⸗
u. Schenkbier⸗Keller, Scheuer,
Stall, Brennhaus, Hofi,
deller und Gatten; ferner
Pl. Nr. 41894. 57 Dez.
icker auf der Hobelsahnung
mit Felsenkeller, darunter
und darin befiudlichen 31
Stück Lagerfässern neben
Wilhelm Chandon.
Pl.⸗Nr. 29942 und 2995.
2,695. Tagw. Ackerin der
Lehmkaut neben Viichael
Thiery und Johann Joseph
Henrich, in zwei Adth i⸗
lungen;
3. Pl.⸗Ni. 4595. 78*/10 DTejim.
Wiese unter'm Wohmbacher
Weiher;
4. Pl.-Ne. 3934. 18. 1 Taquw.
27 Dezim. Acker in der
Au neben Gebrüder Dört
und Johann Adam Beck
Wittwe;
5. Pl.Nr. 2014. 79 Dejzim.
Acker im Rockenthal neben
Friedric Neumann.
Das Haus mit Felsenleller
ommt als Ganzes, der Acker
unter Ziffer 2 hler oben in zwei
Abiheilungen und die übrigen
diegenschaften einzeln zum Aus⸗
Jedote.
Ter Zuschlag erfolgt sogleich
udgiltig und fiadet kein
Rachgebot nod Einloͤsungs oder
Ablösungerecht staftt.
Die nähere Beschreibung der
ju versteigernden Liegenschaften
'owie die Versteigerungsbeding⸗
mgen koͤnnen bei dem uuter⸗
eichneten Versteigerungsbeamten
ingesehen werden.
Üamiuelbar nach dieser Güter⸗
versteigerung kommen alle zum
Wirthschaftsbetriebe gehoͤrigen Ge⸗ st Trunkwahnsinn und zu be—
Jenstände als: Tische, Stühle, eitigen Trunkenheit mit und ohne
Bante, Lampen, Gläser, Trans- Wissen; glaubhafte Allteste stehen
port⸗Faßchen ec. zum Ausgebote. nir jzut Seitte und leiste für den
Die Immobilien werden auf drfolg Garantie. Man
Zahlungslermine, die Mobilien vende sich an rTh. Ro-
segen Baarzahlung versteigert. netzty, Droguen⸗ u. Kräuter⸗ Hiezu als veilage
Si. Ingbert, 18. August 1377. andlung in Grünberg in „Uuebersicht der Aufstellung det
Sauer i Rolar. Sbllesien. detischerussischen Armee.“
IFainer ind erieg von . . Temeß in St Ingbert.

yvveihrucken.
LandwirthschaftlichesFest.
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        — 8I
2 22
8*2 — 332 —
355323 5 833 553
5 335 56833338 73838
53 55537573573 3353 3535 55353 53 2335 52332
*232223 825 — —— ẽ⸗ 2* 8B5. 3 54. 3 —*2234 2 2
*2 5232 532 2 8a 3 —2 25258 — 2582 2325 5m7
5333 25 325382 — 52 5* 5 —333 2 * 8 —
325 3 228838 5* 2 8 333 27
828 25 8 —2388 —S 3 — 38 355
* t⸗ S 2 — 25522 232 * 222 — 4 S * S 255 2242 5 *
—A S8 — — 1 —53 —322.4— P 22
5 —5 33 —53—3 3 32225 —A6 253533 5353
— — ——— —2532 8 52* 55 5 8* 823 — 3 S3*
28 — 22 — — 5828 2 582 k3 — 53 S * 22 282 —2 53. 5 *55 58
5 —8 — * 222 — 8 *z2253 48. —— 2 ⸗
38 383 736 ——
——* S28 — ñ 8** * —— S 2 8887 28 2*
2 8 *858 15* 5528 822332558 8 2 z25833232 I38s3333233
252 7* 2z22 32* — — —255 353353325 „— I32—
—— 22 52c 2 5522 5*255 2 3853722 5 22355
257 3 22537 5 23537 53223 5283 2— 8253.7345 333583834
2 83 —X 238 2 55—2 53*55 725353 * . * 25 —1 82 7 —
53 8 3 23 2 * 2258233253 52 5225551 355 3* 23490*
— —— 7323555 83,553333 2NB855 55— —A— 23033 —38
553 253 2588 333383338 5—875 —— — 337553853
2 * — —8 * F * *2 — — * 2
285 3333235 33 35833*3583 5 8
— — 3336—323338* 333
* 3 * 33 222 —24 3 855* 3 ——
35* 3657 33 487* 3 3 35
ã 28 8322 * —— —— — 5322327 *2 — y 2. *
—* — * 8 2 — 2 —A —E —8 —A— a
5255,88 8523 e e 5
5—*2555 5—382 38333835 —53335733*137*857— 255656
————— — 53 I55s353753538 — 235 7 225 —
2685 3333333 586
— 5c6 ⸗3255855 23382336 ..
* 23352 33—32 232532 *
2552 5238 5z58282
5IS 92 2 2
22 32
— — —

*
— 2
5523 38323* 22 — 3 55
2 —— 23372 ! 5 * 26 —
— 2 2 2 55 — —— * 2*
55 55335— 38. 5—863 33333323 5 20 z0 —
33 3333533385 z3 8 438 3858
52 —— 2 2 * 2— 232 ——
2 53 333331 33 —3 3 523 337
* 22 255 —55 — 5335— c4 8 7
—2 5 —5 322— — —55 ——55355 82 — 58 262
22 22 — —— z25525 c82 8 — —57 3
38 52——52352 52383225 2533558275 538 * 552 —
2—55 3758 — ——z82 38—333238 — —
— —5838287 —5333357855—338s332 63 2583
3— 8 ——A 2 —2 —A — —53 3 — — 8 3
z*2332383335 3 3 —383223 555
* ——335—2z 328 2583 5 322—3575 ——— .
5 53334—335 23365528 — —
8 5322338232 — 833 — 3 —533335355 5335 *8536
8 3835 333 32388
S556 2835—38383. 5— 32533 383288* 33 332388
—— — 52 2 325.7 2 2552 4 — * 233 S
*8 353533333238 2335 353—383 38 53235
51 —57 — ——— 5——5383 —
ẽ — 3535 833—3
⁊ 27 5* * 28 8 — —8— * S —2 2 235532
— — —A — ——————— — 82 —35 — *
—A— —2—z*5353—2———2. 2—3535 755 53 — *—33——32— ——
—5— —A 2 c * 31 * — * 2 8
⸗ 33—3 z6
552552—8 85358 —A ———— 8 533323 —
52 2857 383,33 253 —— z—2— 38 —A— —X 5 8
——— 2833335 53 z238 — 22 — j
55 —253 —8337 z2 268955 *
528 225 3 5

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5 2228 5 2— *5—22
35323 5335537— s *85 5—5* 83— —2228 5*
— 525357* z 5 —23 55 83 55 3 3 2
—E 5532 2223 —5 25832 —— 2 25 38
2582 — M— 2 — — *525 2*6 * 8 75.2 — 7 5S
55223 A 383.523 7 — — 553 —— *5 — — —*2
125335588 s56332233355 — 8223— * 3222 F 52
7 8 2 —— 5228 2520 — 28 —* * 5S —A —
s 73 333—35—3533383—323* 22253 53
— 2* 224 8* * —*——3 258 82 — — 3 7* 5
* —A———— —A—— IFEM 35 2 22 2 223 *
— 3383—83 3533353 — —
— — 25 — —*52 —— 3 — 223 2* 5 5 25 — —
276 3 37* 2358 5 35 28 555
— 353 5— —2 * 5 2. 28 7
257 32735—23 3353533328 — 33555*5 28
33 3 —A— 355—585
—V 5706 583525 —1333882 5835
— 2528322 E 52682 35385 23 28 A 22 2 —— 2 55 5
— 2233 355 —* 55223 25 2 25 2 22 2 222 833 522
—2 —A ————— 2* F. —35325*
522 2 — — 5 22 —5 7—2533 73 S. 5. 27 —
— — — — 257 55*85 22 — 255 5355 22228 53
—A —522 5533 ——— 2 * — 5 — — S. 5 8
—— * 283255 —688 2* —— 3 5 5 5535* —52552253
5355373333556* 23257 32553—8338 253*8 57352238
Rꝛ 52 y *
J 35238 8 353353338325353 —— — — 3 I I
23* 5335783357—33308 352 33 3—22 25
—— 2 — 2 21 * 2* * 3
1733 ** 585 2*2*7 3*62 525338 s52* — 7323—32 12332
ẽ ——— — 1552383535 a* —A — 88 2 * 323 3 — —* —
30 2 2 *2 352 2885 23 80 385 . —S
J —z8 —S*8 * 7—5 257557* 325 z 55*5 335536862
* — 833253238 — —* — 7382 54
32 382822 * 586 2.2258 2 —
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2* ——— 73. —
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3 J 33352 32 8
———— 2. ——— — 9— S3 *
— * .* —t 8 2 22
25838 S 2535 z3255 2—3333
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2252 —c 22— 24 *8 8 F 224 —53 ——
27 — —— 232 32 52355532 — 722
· —— — S 8 3 —— — 8 *
—3383325 —5* 35 225 7333———
—8 135 — — — 3— 3522 2245 *82 * 22
9 2* 223535 3 —222k5 8 2 855 —58 7*8 *2823 —— 12
353 *82 . — 32 — 2258 —— 7831 —R 2350 83 — — b 8 2
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22 — — — — 886 —5. 2 8 * 8 3,8O 32 3 8
55, 73533385777 23335573 538 58336533632833 333333357
3 333
— —— 27 5532 4232 33 —7388 — —
„53 353538588 336
553572225254 3338338 — — 27322322 22285*
3383535335* 2382 53337* J I
8 222— ——— 2 3— 3 57 83* 2 —a 7 2*
222 a — —225 5 32 —J —— — 58 38 9 *27 23—
— 72 322 22 —z8342 A 32,2 3—2 53282 533335538 *
583532 2332738 28 2 2 2 323 520 22—2&amp; 532 255 2253
5238232 28* —A — 82 — — 3. — 22
5S8 33383338 333233338 ———— 53333733
— 8 — — * * ⁊
5233325 335553 3533 23538
3
—A — — ——
25724 833
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—⸗
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        * — 822 — 2 c⸗ d —
4. 255, 32223 . 328. a8 553 — 833383
2358537 2*53562 33332328332222 5253—5. 38 —28
25 d a 3* 338
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2 1255788339 25 *5 523. 23 5* *22 æ3823 2 58
— 5252 5. 5. 2* * 2. J 2372 — 3 * 3 25 *
* 252228 9272 2*2 — 3* X —— 2* — * S 3 —8
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——
2 *—* 8 * — —BRB 2 7 — — — 27
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— 555323 —3233233 2373225 — — 0 — 32322
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2 22252 —Ax * *22 2* 22 535258090 —555 3 —
— 5— 353833 333583333.258 —38 53533 5828
2.* 25 37* —3837235 *5 2. * * ñ 35 2 5 — —7
— — — —*— 322 2* ⁊ 2* 8 S
55353 3—83 875 588 2255 23357
23 *æ55 8 25 —A 2535 35323 2—23æ 8334522
— 322. 22 535333 32 2. * 33353
2—222 52 —— 83582 60 323 73 58338
235* 233235 z352353385 7323 33233 8352523 —A
28 2382 A 35 2325283 332 237 2 *538*
S5 22 5353235323225 3 —— —z5 5332338 5252
58 332533 255——338 33 3255 z28353 532535
—A 2z28 533355 7225 5587283 *3258*
5 525 5 8 2
33 325553 83533—3383 68 2255 528 5353553 22227
* 3858 55532233 525—3323373 28— 25255* » 2. 3 3 23 23525
* n 222235828* *7 ec 2 2 — 5235* 222253
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233—5333 3355*

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33 225 53
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— 2 —8 52322.*323 5312
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2*83 *2 7 — Sm55538 —A 8
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3 52 25*23 3* — — — 5353323853—
32 235223 * 23232 *2— 58. 32333533538
23227 252 55533 A — 5338*7
5555255 52. J 37 2 2 32. 85. 3 533573 *
2 553 253323333 * 232383255 —ã— — 25 328
5353283 522225 263—3323 7 233523758
2. 2 3 28353 555853
ã 325253323 55335333 55373 7 298 525.2*
— — 223223 332532828* 23325333
333533* 847 235 88 2* 5353 238*
2223282 —A —— — A 535 33*8238 5332368
333333*5655332 . 2 253233 23 383
25 23 555323 — 35253375 8 22*253
—8* S * * —A 53* 25553083 35238* —
——ã— — 3347 552528 —F 575835 *2
—A 523 — 523 * 22 235 —3 — 2—
5823323 52225 3 5 5322.23 * 3 535335253332
35 22.2. 2553 55 723 57 53 225 —53*
83223322— 2253 — * 22 — 3 —
38382 v S.—ã 2 2 —S 2 — — 28 *8
18 33 5 3 28 525255 — —A 22232
2533232 * 2522 72 55 5355 a2
3232 235338 5253235* 23 53532*89
* * 25 782 —E —23 5* 22 —
* — 2 8—2 2 255558 S * 8— 9 5322
2 E 52233533 2 2357 2 5 572 338
* 5* 5523.23 — 7 — —33 — c. 227 M
2233 772282 —232233 * 252*55 —
233 33 — 23223 53538 3 23535
23235 5532 8 —A 53 525.2 235
D* 20* — 5222 * 25222 22 —A 7* 2. * —
*2 25 2* 2 3 * 5. * — — 5253 22
* * 325 2. 30* —— — — 3— —2
7* 23* 2582 32* 29* 2* ———
322 3.* 22 5s32 * 22 * 38
28 32325385 347 2859 22 24
— 3 3 357 253
2 5535353535
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        St. Ingberler Anzeiger.
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Ter St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblati. (Sonntags mit illustrirter Veie

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnement spreis beträgt vierteljahrlich

1Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswäris mit 15 Pfg, fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclame.
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
————
8 139. Donnerstag, den 6. Septenber J . ꝓꝛ 1877.

—A—
Deutsches Reich.

Mänchen, 1. Sept. Se. Maj. der König hat genehmigt,
daß der vom protestant'schen Oberkonsistoriun vorbereitete Eutwurf
einer Verordnung über Taufe, Konfirmation und kirchliche Trauung
oie über Führung der Kirchenbücher, der bevorstehenden protestan⸗
zuischen Generalsynode in Ausbach in Vorlage gebraͤcht werde.

Berlin; 1. Sept. Von Seiten der Reichsregierung ist die
trenge Revision der Maße, Waagen und Gewichte, wie sie in
Preußen bei den Gewerbetreibenden gehandhabt wird, auch den
äbrigen Bundesstaaten wiederholt angerathen worden und es hat
die Vornahme der Revesionen namentlich in den Kleinstaaten zu
den überraschendsten Resultaten in unerfreulichstem Sinne geführt!
Die strengste Anwendung der Strafbdestimmungen wird, wie man
hofft, bald den hervorgetretenen Uebelständen für die Zukunft vor⸗
eugen.

Berin, 3. Sept. Tas vom Reichskanzleramt angewie⸗
sene Paufchquantum der Fahrgeldentschädigung der deutschen Privat
hbahnen, für dꝛe Falherten der Reichstagsabgeordneten in der dritten
Legislaturperiode vom 14. Februar bis 121. Mai d. J. beträgt
66,000 M. und ist nach der früher getreffenen Vereinbarung fest⸗
zesetzt, nach welcher für den ersten Monat 80,000 M. und für
jeden angefangenen halben Monat 9000 M. berechnet werden.
Die 38 betheiligten Privatbahnen vertheilen den Betrag nach
Berhäliniß der bei ihnen durchfahrenen Kilometerzahl, zu deren Fest⸗
stellung jede Benutzung einer Abgeordnetenkarte voin Zugpersonale
tapportirt werden muß.

Aus Beilin, 2. Sept., wird der „K. Z3.“ geschrieben:
Der Telegroph hat uns heute von Neuem bezeugt, daß der Sedan—
ag nuumehr in ganz Deutschland, zumal in allen seinen königlichen
ind fürstlichen Hauprstädten, als Nationalfest gefeiert werd — in
München eben so gut we in Karlsruhe ec. Der allgemeineren Be⸗
heiligung aller Siände des Volks, die heute herdorgehoben wird,
ist wornl auch der Umstand zu Gute gekommen, daß daß Fest dies⸗
nal auf einen Sonn'ag fälle. Die Flagge, welche den Berlinern
die Aswesenheit des Kaisers in seinem Palais verkündet, weht
heute nicht uber den Linden, seine kaiserlichen Berufspflichten haben
ihn in die west ichen Reichetheile geführt. Deß das deutsche Fest
horwaltend ein Fest des Friedens ist und nun immer mehr als
solches auch äußrlich sich ausgestaltet, bemerlt heute u. A. auch
die „Nordd. Allg. Ztg.“: „Wir jeiern,“ sagt sie, „unsere Errun—⸗
genschaften und daaken der Vorsehung für das solide Gedeihen des
Deutschen Reiches, welches undekümmert um Neider und unverstän⸗—
dige Thoren ruhig auf der Bahn der Freiheit und der Ausbildung seiner
Institulionen fortschreitet, sind aber fern von Groll und Scheelsucht gegen
den Nachbar, dem wir im Interesse der Civil sation und der allgemeinen
Wohlfahrt das Beste wunsen, wenn wir auch aus bekannten
Gründen fort auernd gezwungen sind, die Ereignisse jenseit der
Vogesen mit gespaunler Aufmerlsamkeit zu verfolgen. Möge es
der französischen Nation gelingen, von dem ulttamontanen Joche
sich zu befreien und für fich jene Form des staatlchen Daseins zu
finden, welche de Parteien zu versöhnen und uur mit dem Gedanken
an die innere Entwicklung zu erfüllen geeignet ist; ek wäre das
mit die beste Bürgschast sür den dauernden Frieden mit Deutschland
und muß der innige Wunsch jedes Menschenfreundes sein.“

Ausland.

Paris, 1. Sept. Der „Francais“ schreibt: „Durch das
Preßgesetz von 1849 ist es verboten, Berichte über den Proceß
Gamdetta zu veröffentlichen.“

Paris, 2. Sept. Die „Agence Havas? meldet: Der Tag
der Wahlen füt die Kammer ist auf den 14. Oktober festgefetzt.
Das betreffende Dekret wird am 20. d. M. erscheinin.

Paris, 4. Sept. Der Tod Thiers' erfolgte gestern Abend
um 6 Uhr 10 Min. durch einen Schlaganfall, nachdem er Morgens
aoch in destem Wohlsein spazieren gegangen war und sich mit
seiner Umgebung über die bevorstehenden Wahlen lebhaft unterhalten

. RF 23 I 1411
hatle. Nach dem Frühstück irat ein sich fortwährend steigerndes
Inwohlsein ein. —F

Die Wiener „Presse“ meldet aus Sistowa vom 3. d.: Rus⸗
ische Cavalerie (Vorhut der bei Korabia über die Donau gegangenen
umänischen Truppen) nahm gestern bei Gornje Dabnik einen tür⸗
ischen Provianttransport von 80 Wagen. Die rumänischen Trup⸗
jen bilden den äußersten rechten Flügel der russischen Aufstellung;
ieselben haben die Bestimmung, die Verbindung von Plewna gegen
Westen und Südwesten abzuschneiden (woraus hervorgeht, daß es
»en Russen, troß aller gegentheiligen Behaupungen, bisher doch
ioch nicht geluugen war, Osmann Pascha's Verbindung mit Sophia
ꝛbzuschneiden). — Geuneral Depp, welcher die befestiglen Stellungen
»on Tirnowa bis zum Schipka⸗Paß besichtigt hat, meldet, daß alle
Punkte mit Proviant sowie Munition reichlich versehen, und daß
Tirnowa und der Schipka-Paß vor einem directen türkischen Au⸗
griffe gefichert seien. J ne

Bukarest, 3. Sepki. Vor einigen Tagen trafen sämmtliche
»eim Großfürsten Nikolaus akkreditirter fremden Offiziere hier ein,
im sich für die bevorstehende Winterkampagne auszurüsten. Die—
elben sind gestern nach Gornii Studen zurückgekehrt. Man schließt
daraus auf emen bewegten Wintecfeldzug.

Nach einem amtlichen Telegramm aus dem russischen Haupti⸗
quartier hätten die Generäle Imeretinsky und Stobeleff am 8.
September Lowatsch erstürmt. Genauere Angaben fehlen. 9

Sistowa, 2. Sept. Wie erst heute bekannt wird, haben der
hier im Lazareth liegende Major Villaume und Graf Wedell, die
heiden deutschen Generalstabsoffiziere im russuchen Hauptquartier von
Zornit Studen am 18. August, als dem Tage von Gravelotte,
vom Großfürsten den Wladimir Orden erhalten, eine hohe Aus⸗
eichnung, die mit Rücksicht auf die Wahl des Tages ganz beson⸗
deres Aufsehen erriglt.

Konstantinopel, 83. Sept. Die Pforte notificirte deu
Mächten, daß sie, wenn Serbien wieder losschlage, dasseibe bei'm
Friedensschluß nicht so behandeln werde wie im letzten Jahre.

. (A. 3).

Konstantinopel, 3. Sept. Die türkischen Truppen
zaben jetzt auch Suchum-Kale verlassen und gleichzeitig 3000 Be⸗
vohner des Kaukasus, welche auswandern, nach der Türkei über⸗
zesührt. Suchum⸗Kale war det einzige Punkt, den die Türken
noch au der Küste von Abchasien festüehalten hatten, bis es mög⸗
lich war, auch ihre letzten Truppen einzuschiffen.
Vermisqtes.

F St. Ingbert, 4. Sept. Wir haben in der letzten
stummer unseres Blattes eine gedrängte Darstellung des Verlaufes
der hiesigen Sedanfeier gegeben. Nachtraglich ist uns eine aus—
ührtichere Besprechung derselben zugekommen, wir wollen sie in
tücksiht darauf, daß diefes Fest in diesem Jahre, gigenüber den
Vorjahren, in größerem Umfange gefeiert wurde, unseren Lesern
nicht vorenthalten.

Am Vorabende verkündeten gegen 7 Uhr über die Siadt
hin donnernde Böllerschüsse den Beginn des Festes. Kurz nach 8
Ahr vewegte sich unter den rauschenden Klängen der hiesigen Berg—
apelle von dem Vereinslokale des Kriegervereines aus ein impo⸗
janter Fackelzug durch die Sttaßen der Stadt nach dem Kirchhof
an die Gräber der Gefallenen. Dort gedäachte der Vorstand bes
seriegerveteins Hert Fisscher mit wenigen, aber ergreifenden Worten
den auf dem Felde der Ehre gefall nen und dort ruhenden Kriegern,
owie der barmherzigen Schwestern, die ihrem edlen Beruse, der
pPflege det Berwundeten, zum Opfer gefallen waren. Nahdem der
Musilverein ein altdeutsches Grublied von Silcher gesanzen und
die Musik einen Trauerchotal intonirt halte, begab sich der Zug
zurück nach dem Bierleller von Grewenig, woselbsi die Theilnehmer
—A—

Der eigentliche Festtag des 2. September wurde mit Tagre⸗

veille und Bölletschießen, das den ganzen Tag über fortdauerle.
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        eingeleitet. Die Straßen der Stadt waren mit Fahnen in deulschen
und bayerischen Fahnen geschmückt. Abends 8 Uhr fand im ge—
räumigen Oberhaufer'schen Saale Reunion statt, die überaus zahl⸗
reich besust war und einen würdevollen, der Feier des Tages
entsprechenden Verlauf nahm. Die Stadimusik spielte eiwa ein
Dutzend Musilpiecen. Der Musikverein sang mehrete Vaterlands⸗
lieder mit einer Präcision und Innigkeit, die den lebhaftesten App⸗
laus hervorrief. Auch der Ardeiter⸗Bildungs. Verein trug ein pat⸗
riotisches Lied mit anerkennenswerther Fertigkeit vor. Abdwechselnd
wurden einige der Bedeutung des Tages enisprechende Chorlieder
zesungen. Die Reihe der Ansprachen und Toaste eröffnete Hert
Thierarzt Weigand; er brachte ein Hoch aus auf den deutschen
Kaiser als den Wiederhersteller des deuischen Kaiserreiche. Herr
Pfarrer Krieger exwähnte, daß es heuer gerade 100 Jahre hnd,
daß die Pfalz mit Bayern vereinigt wurde und schloß mit den
Worten: „Bayern und Pfalz, Gott erhalts“ und einem Toast auf
—AII
in laäͤngerer und gediegener Ansprache einen Toast aus auf den
Kronprinzen des deutschen Reiches, als den Sieger von Weißenburg,
Wörth, Sedan und den Bezwinger von Paris. Herr Subrektor
Barnikel gedachte in sinniger Weise der Dichter und Sanger
der deutschen Freiheits und Vaterlandslieder, welche in ihren
Liedern die Träger der nationalen Idee waren und nicht wenig
zu den Erfolgen von 1870/71 beitrugen; er schloß mit einem Hoch
auf den deutschen Gedanken. Herr M. Beer ehrte das deulsche
Heer als den stätksten Schutz des Reiches gegen äußere und innete
Feinde. Herr Posamentierer Kaiser ließ die deulsche Einheit hoch
leben. Den Schluß der Toaste machte Herr Gschäftsmann Booa;
er pries den Fürsten Bismarck als den größten Diplomaten unserer
Zeüs, der das Steuer des Staatsschiffes mit sicherer Hand leite
und schloß mit einem Hoch aui Bismarck.

Es drängt uns zum Schlusse unserer Darstellung noch zu er⸗
wähnen, daß dieses patriotische Fest, bei dim alle Kreise der hie⸗
sigen Bevdlkerung vertreten waren, in vollster Harmonie — denn
nicht ein einziger Mißten trat störend dazwischen — vor sich ging
und daß auch Viele dem Feste beiwohnten, die sich früher, von
undeutschen Elementen in ihren Ansichten irre geleitet, scheu zurück.
gezogen hatten. Mögen diese Männer an jenem Abend die Üeber—
deugung mit nach Hause genommen haben, daß die Feier des 2.
September einzig und ollein den Zwech hat, die Erinnerung
wach zu halten an die glorreichen Waffenthaten des deuischen Heeres,
der Freude über die Errungenschaften der Kriegsjahre 1870/71 den
zebührenden Ausdruck zu geben, aller der Faltoren, welche uns die
nationale Einheit wiedergegeben haben, mit dakbarem Herzen und
mit inniger Verehrung zu gedenken!

fSpeier, 81. Aug. Die Prüfung für den eipjährig⸗
freiwisligen Dienst wird am Montag 22. Octoder, Morgens 8
Uhr, im Saale des Wittels bacher Hofes dahier hren Anfang nehmen.
Zur Theilnahme an derselbea haden sich bis jezt 30 junge Leute
gemeldet.

Arbeiter⸗Bildungs⸗
Verein.
Montag, 10. Sepiember,
Abends 8 Uhr
Generalversammlung
im neuen Lokal, Saal des Herrn
Lehnert.

—A
Walzenmacher
findet dauernde Beschäftigung in
einer Tafelglasfabrik in Oesler⸗
reich. Offerten unter „Bene—⸗
diethütte“ an die Expedit'ou
dieses Blattes
Gegenstand:
1. Aufnahme von Mitgliedern.
2. „Rück- und Ausblice.“
3. Besprechung über das Stif—
tungsfest.
Der Vorstand.

Ein großartiger Erfolg
st es 99 — wenn don einem
Vuche 9 An lagen erschtenen find und
am so großartiger ist derselbe, wenn
oa trot gehäffiger An— zige moöglich
var und in einer urzen
Zeit, wie solches der Fau bei
de⸗ XRXX
Amerikanisches
Auskunfts-Bureau
43 &amp; 45 Chatham Street,
New-vVork.

Specalität: Aufsuchung
Verschollener und Beschaffung von
notariell und consulatisch beglau⸗
digten Todtenscheinen, fowie all⸗
gemeine Auskunflsertheilung über
AImerika.

VWVm. Raich, Notar,
Posthox 5590, New-Vork.

Airyæ N-—I————

Dies vorzugliche popular⸗
medicinische Werk kann mit
—. Kecht allen Kranken, welche —
vahrie Heilmittel zur Befeitigung
ihrer Leiden anwenden wollen dringend
— Durchsicht empfoblen werden. Dir
arin abgedruckten Atteste beweisen di
iaßerordentlichen Heilerfolge und finl
ine Garantie dafür, daß das Ber—
rauen nicht getauscht wird. Obigel
iber b00 Seiten starke, nur 1 Wari
ostende Buch ist in jeder Duch handlunc
⸗orrathig, wird aber auch auf Wunse
ireet von Richter's Verlage⸗Anstai.
in Zeipzig gegen Einsendung von 10
Briefmarken àI0 f. benaut.

—

Speyer, 4. Sept. Gesstern wurde der durch seine diel⸗
ꝛerufene Thatigkeit als Geschäftsagent in weiteren Kreifen bekannte
Herr Jörns von der Gendarmerie festgenommen, als er eben im
Begriff war, sich in der Schwarz'schen Wirihschaft mit einem Schoppen
Bier zu stärken. Heute früh wurde er geschlossen von Gendarm
Landeck nach Fraukenthal abgeführt. Warum?e wird die Gerichts⸗
perhaudlung ergeben.

FWorms, 4. Sept. Vom 1. bis zum 31. August d. J.
wurden in dem hiesigen Hafen 888,876 Kilo Zweischen und
76,500 Kilo Nüsse verladen. (W. 3.)

Wiesbaden, 3. Sept. Der Verbandstag der deutschen
Genossenschaften ist heule von —AR
des Casino eroffnet worden. Die Versammͤung zähit gegen 350
Delegirte aus allen Theilen Deutschlands und wurde baͤr der Er—
offnung vom hiesigen Ober-Bürgermeister begrüßl.

FBasel, 30. Aug. Vor dem Jakobsdenkmal fand man
zestern Morgens den Leichnam eines achtz hnjährigen Mädchens,
velhem der Kopf, die Fuͤße und Hände abgeschnitten und noch
onstige entsetzliche Versltümmelungen zusefügt waren. Die Einge—
veide waren aus dem Leibe herausgerissen, die eine Hand war

dis auf eine Entfernung von sechs Schrüten deschleudert; der Kopf
war hinwegetcagen, Kleidungsstücke, sogar Hemd, fehlten vollständig.
Die ganze Stadt ist in Aufregung wegen dieser That.
Man telegraphirt aus Pest h. 1. Sept.: Heute Nacht 11
Uhr brach in Ofen Feuer aus, das bis zum grauenden Morgen
16 Häuser total in Asche legte, fünf weitere stark beschädigte.
fStockholm, 27. Auz. Aus einigen nordländischen
Provinzen wird bereits starkes Scheegestöber gemeldet, so aus
Trarstrand, wo die überraschten Bewodner am 19. Morgens nicht
nur die Bergspetzee, sondern auch die Felder mit fußhohem Schnee
dedecht fanden, der jcdoch den Saaten wenig Schaden zufügte.
London, 29. August. Bon allen Seiten lommen Nach⸗
richten über das Unwetter der letzten Tage. Die Thäler in Süd⸗
Wales haben stark gelitten. Zvischen Swansea und Cardiff bietet
das Land auf — eilenweite den Aublick eines großen Sees und
Regen fiel in einer Menge, wie seit vierzig Jahren nicht. Menschen⸗
eben find nicht verloren gegangen, wohl aber ine bedeutende Menge
Sigenthums. Zwei Eisenbahnbrücken über den Ely fin fortgerissen
vorden. In Bridgend kam eine Masse Vieh um, einem Manne
attranken füuf Pferde. Die Ernte ist an manchen Siellen vof—
zändis überschwemmt. Die um Schloß Cardiff. das Besitzthum des
Marquis of Bute, herumliegenden Ländertien stehen unter Wasser.
Aehnliche Berichte klommen aus Schottland, namentlich aus den
Brafschaften Fife und Elackmannan, Ledder sind hier auch Menschen⸗
leben zu beklagen. Im Dorfe Till coulhy am Devon, einem
Nebenflusse des Ford, ward die Brücke sottgeschwemmt, und ein
Fabrikant, sowie zwei junge Mädchen ertranken. Ja den Kellern
der Stadt Alloa steht das Wasser sechs Fuß tief. Es ist zu
fürchten, daß die Unglückenachrichten sich noch mehten werden, da
ꝛin starler Ouwind anhielt und viele Heringsfischer auf See waren.

Die kgl. Präparandenschule zu Blieskastel
eröffnet das Schuljahr 1877/78 am 416. Dktober naͤchsthin.
Aufnahmegçesuche sind bis zum 1. Oktober bei dem Haupbslehrer
obengenannter Anstalt einureichen.

2* 52
2*5 587 8928 2r ¶x
—
5858 88 7223
*2537 2532232— 25
2.. 2 59 2. 735 55538 8
363535
328 3
23555 23 21225
— 22. 222
237 75857
— 7 —
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8

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7

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24
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8.*
81

*

Heilbar
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seitigen Trunkenheit mit und ohne
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3 — — 8
5 3 233222358 *28 122753 F F
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2 2752 3. 2 — 8. 2523 2.5
— ** 5 8 —— —3 222
2 ** —— 32235 5553353
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2 8 38 5.325. 33 55
25532 25. 32 — 532 *
2583. 55385 5385838
5733 A
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5433358 285 28
22 2535 3983
3*2338 — 87 38
32 2853323 385
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5632 8* — 22 535 537
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8 —* 232725* 8
* 2 *22237 7
3* F 2332 D
3533 3535 5
382535 3332533327
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32322 — 25235 7583
— 3257233 *
7 —— —
33 3238
25 — 2 — 737
3232—835
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333333857
23353332*7
2523353 8
2533337338
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3353335352

535833 88

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        <pb n="475" />
        Sl. Ingberler Zenzeiger.

— —
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt. Sonntags mit illusrirter Bei⸗

lage), erscheint wochentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abounementspreis beträgt vierieljährlich

i Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts vmit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen
mit 830 Pfg. pro Zeile berechnet.
140. Samstag, den 8. September 1877.
— — — — —⏑—⏑ —
—
Verfälschung und Verschlechterung der anima-⸗
ischen Nahrungsmittei.
Von Alb. Frank.

(Pf. K.) Vor nicht langer Zeit brachte ein geschätztes Familien⸗
lait (die Gartenlaub⸗) eine vorzugliche Abhandlung betreffs der über⸗
zandnehmenden Fälschung von Lebens nnd Genußmitteln. Der Ver⸗
asser betont mit Recht, daß einerseits die Polizei strenger lich moͤchte
agen: consequenter) einschreiten, andererstits das Publikum seldst
ich mehr vor den Betrügern schütz n müsse. Die Ursa hen dieser
ocialen Krankheit hat er mit Sachkenntniß und Geschich nachgewiesen,
iber er hat unernähnt gelassen, welchen Nachtheilen die Consumenten
mimalischer Nahrungswittel vielfach ausgefetzt find. Die Wichtig⸗
reit dieses Gebietes wird heute noch vielfach unterschäzt, während
zor tausend Jahren schon der Genuß des Fleisches von kranken
Thieren verboten war.

Die Ansichten über die Schädlichkeiten der „Fleischkost“ sagt
Zeheimrath Gerlach in seiner so betitelten Abhaudlung, wechselten
nit den Moden. In uralter Zeit, als man eben nur wußte, daß
die Thiere krankd werden und sierben, stand es allgemein fest, daß
yas Fieisch erkrankter Thiere nicht genossen werden lönne. In der
Mitte des 8. Jahrhundert, nach Einführung der Sittengerichte,
purde das Fleisch kranker und verendeter Thiere verboten. Später
ahmen sich die weitlichen Betörden mehr um die Sache an und
jzor der Milte des 16. Jahrhunderts ad kamen Verordnungen über
zen Genuß des Fleisches von keanlen Thieren immer mehr zur
dufnahme in die Marktordnungen, so daß Ende des 18. Jahr⸗
junderts der Verkauf des Fleisches kranker Thiere mit schweren
Strafen belegt, i. J. 1899 vom Senate in Venedig sogar bei
Todesstrafe verboten wurde.

Als dann später eue Art empirischer Thierheilkunde sich ent⸗
vickelte, lernte man Fälle kennen, wo Fleisch von kranlen Thieren
»hne Nachtheil genossen wurde, und da man einsah, daß man früher
u weit gegaugen, fiel man jetzt (besonders in großen Städten wie
Paris) in's andere Extrem, so daß sogar Fleisch aus den Abdede⸗
zeien zum Verkauf gelangte.

Auf diese Weise dur erte sich die Annahme von der absoluten
Anschädlichkeit dieses Fle sches bei uns ein, indem man glaubte,
daß jede Schäolichkeit durch die Zubereitung auf dem Feuer und
in den Verdauungswegen beseitigt werde. Man nahm sogar die
Aaasfresser als prysiologischen Beweis an.

Ecst in neuerer Zeit wandte man bei uns der Sache mehr
Aufmeitjamteit zu, und zwar gab hierzu das Auftreten gewisser
trankheiten des Menschen Anlaß, wie Trichinosis, Baundwurmseuche,
Milzbrand ꝛc.; die durch den Genuß des Fleisches von Thieren
detanlaßt wurden, welche an solven Krankheiten litten. — Als
päter die fortgeschrittene Heilwissenschaft viele noch unbekannte Ge⸗
ahren ahnte, fiel die Erforschung dieser Art von Schädlichkeiten
zer rasch sich entwickelnden Thierheilkunde zu.

So entstand die wssenschaftliche Veterinärpolizei. ——

Obwohl nun die Regierungen sich der Sache eifrig annehmen,
o fehlt ihren Maßregeln doch vielfach der Erfolg, da nicht überall
die geeigneten Organe vorhanden sind, um eine geregelle Vickualien⸗
eschau an der Hand der bestehenden, oft recht maugelhaften Gesetze
hit Nachdruck zutr Geltung zu bringen. Leider scheinen auch beute
noch an maßgebender Stelle die Aufichten über die Schädlichleiten
der Fleischlost ‚mit den Moden zu schwankep.“

Aber nicht die Gesetze und die ihre Ausführung überwachenden
Irgane tragen allein die Schuld: die träge Gleichgiltigkeit des
Bublikums bietet den Verkäufern solcher Nahrungsmittel die beste
Zelegenheit auf Kosten des Gemeinwohls betrügerischerweise sich den
Säckel ju füllen. Die bestehenden Gesetze, mit aller Strenge gleich⸗
näßig gehandhabt, würden, wenn die berufenen Beamten und das
zublikum die Uebertreter unnachsichtlich zur Kenntniß der Behörden
rächten, und wenn die Richter nicht zu milde in Unwendung des
gesetzes wäcen, Vieles, gar Vieles an diesem Krebsschaden“ zu
eilen vermögen.

Ich will nur einige täglich vorlommende Mißstände beim
Fleischconsum anführen, und wohl jeder Leser wird die Wahrheit
des Gefagten in der einen oder anderen Weise haben erfahren müfsen.

Beim Fleischverkauf im Laden besteht der Beirug wohl haupt⸗
achlich darin, daß geringeren Qualität statt der besseren oder daß
Bferdefleisch für Rindfleish, Ziegen⸗ für Hammelfleisch, Rindfleisch
ür Dammwildpret, Katzen für Hasen⸗, und Hunde⸗ für Schweint⸗
leisch verabteicht wird!

Die Unterscheidung des untergeschobenen und des echten Fleisches
st oft sehr schwierig, was den Händler, der das recht wobhl weiß,
zu dieser unverschämten Prellerei ermuth'gt. Derselbe Schwindel
wird mit den Fetten dieser Thiere getrieben.

Eine Niederträchtigkeit ist besonders auch der Verkauf und die
Berarbeitung des Fleisches von Thieren, die durch anstedende Krank⸗
jeiten oder durch Gift umgekommen sind.

Am meisten wird bei den Fleischwaaren gesündigt, die ganz
der theilweise zubereitet in den Verkauf kommen: bei den verschie⸗
venen Wurstsorten, weniger bei Rauch und Dürrfleisch. In den
neisten größeren Wurstgeschäften werden bedeutende Mengen ameri⸗
anischer Speckseiten verarbeitet, die billiget, aber oft auch die Träger
er gefürchteten Trchinen sind. Wenn nun die Abwesenheit gesund⸗
eitsschädlicher Veränderungen, wie Fäulniß, Ranzigkeit, Finnen,
Trichinen etc. m't Bestimmtheit constatirt wäre, so läge darin nichts
Tadelnswerthes, allein man fabricirt die Würste nicht nur aus Spech,
nan bedarf auch mageren Fleisches dazu, und in der Art, wie
ieses beschafft wrd, liegt das Strafbare: der Wurstfabrikant —
h meine nur den unehrlichen — kauft selbst oder läßt eine sogen.
Burstkuh kaufen: eine wahre Jammergestalt, von sehr hohem Alter,
ehr geringem oder keinem Nahrwerth, abgemagert bdis zum Skelett,
zewohnt von allen möglichen Parasiten, behaftet mit allerlei chro⸗
nischen oder acuten Krankheiten, wie Wassersucht, Tuberculosis ꝛc.
dieses Thier nun ohne Auffehen an den Ort seiner Verarbeitung
u bringen, ist in den Städten, der wachsamen Polizei wegen nicht
mmer die leichteste Aufgabe, auf den Lande aber meistens ganz
ingefährlich. Mit Hilfe des durch die Erfahrung ausgebildeten
„charfsianes gelirgt es solchen Metzgern nur zu oft, die Polizei zu
äuschen. Hat man nun das Opfer an Ort und Stelle verbracht
ind geschlachtet, so wird das Fleisch von den Knochen losgeldst
„ausgebeint“) und sodann „verwurstelt.“ — Ist aber das Thier
jor Krankheit und Elend nicht transportfähig, so wird es von den
Unterhändlern schon auf dem Lande geschlachtet, ausgebeint und in
rgend einer Trughülle an seinen Bestimmungsort eingeschmuggelt.
52 gibt Unterhändler, die die Sache gewerbsmäßig betreiben und
abei ein sehr gules Auskommen finden. Schreiber dieses hatte
helegenheit, zu beobachten, wie der Besitzer einer der größten
7chlächtereien solches Fleisch nur mit etwos Stroh überdeckt in
den Theil seines abgeschlossenen Wagens berlud, in den noch Schafe
ind Kälber in nicht allzuzarifühlender Weise eingezwäugt wurden.
Abgesehen von der Thierquälerei läßt fich leicht denken, in welch'
appetitlichem Zustande das Fleisch angelangt sein mag.

Da nun aber bei dem Ungesetzlichen dieses Verfahrens immer
zie Gefahr der Entdeckung der allerd engs sehr billigen Material⸗
zezugsquellen zu befürchten steht, so suchen sich die saubeten Patrone
zurch List und Bestechung zu helfen. Sie ziehen den Fleischbeschauer
erst nach erfolzter Schlachtung bei, nachdem sie zuvor etwa kranke
ind anstoͤßige Thele mit großer Geschicklichteit beseitigt haben, wo⸗
ur fälschlich gefunde Organe von anderen Thieren der vorgeschrie⸗
zenen Besichtigung unterbreitet werden.

Ist dieses Verfahren zu auffällig, so maht man durch allerlei
dunstgriffe die Veränderung unkenutlich und sucht den Defekt als
in Leiden unbedeutender Natur darzustellen, das die Qualität des
Fleisches wenig oder gar nicht beeinträchtige. Ja, selbst die rohesten
ind abscheulichsten Mittel werden nicht gescheut, indem man, um
as eigentliche Leiden zu vertuschen, sogar dem lebenden Thiere
illerlei Verletzungen beibringt, wie künstliche Knochenbrüche, das
Hherbringen fremder Körber in den Schlund u. s.f. (Fortsetzung
        <pb n="476" />
        Deutsches Reich.

Manchen, 4. Sepi. Als Tag des Wiederzusammentritts
des Landiags ist zur Zeit der 27. dieses Monait/ in Ausficht ge⸗
nommen. , .2

Sertin, “6 Sepie Deute wrat in Veipzig der deuische
Apoiheker⸗Verein zusammen, um zu dem beidenfeit; Dem Friuuhsommer
demn Bundesrathe vorliegenden Gesehentwürfen über die Regelung
des Apothelenwesens Stellung zu nehmen. —A—
sehen, daß sich diese allgemeine Versammlung wie die vorausgegan⸗
fenen der neinzelaen Vandeßvereine, ziemlich einstimm'gfürzdie Hom
geichskangleramte machts eigenen Intentionen dausgearbeitete ·Vorlage
nit hrem⸗Peinziperbet Kealtonzesfion aqussprechen wird. Anträge
zuf Podifilation einiger Bestimmur gen dieser Vorlage sollen gestellt
ind dann wahrscheinlich auch argenommen werden. Die Betheili⸗
zung der hiesigen Upothekerbefitzer an der Leipz'ger Versammlung
reviel bedeutender als in früheren Jahren. ιιαινSν

WVon den neuen Bahnsireden in Elsaß⸗Lothringen werden bis
um 1. Oktober spatesters die folgenden drei dem Verkehr über⸗
geben: Die Sadbahnen 1. von Mutzig nach Rothau in den Vo—
gesen, westlich don Straßburg, 2. von Sternburg bis Zabern nach
Zuchsweiler nordwestlich von Straßburg, ˖8. die wichtige Verbin⸗
zungtbahn von Reding bei Saarburg nach Remilly, durch welche
die Sirece BaselnStraßburge Metz eine sehr erhebliche Adkürzung
tfährt.. 33 —

i v In dem gegen die „Kolnische“ und Allg. Zig.“ ger'chteten
Irtikel des Schwäbischen“ Merkut aus Bayern über die öffentliche
Reinung in Süddeuischland der orientalischen“ Frage gegenüber
heißt es: Es ist eine, wenn auch noch so keck vorgetragene, doch
weifellose Unwahrheit, zu behaupten, man intereffire siih allgemein
Suddeutschland „in so deutlich hervortretender Weise für die
krfolge der Türken.“ Wir wollen nicht behaupten, daß die An⸗
rengungen unserer türkenfreundlichen Blättet ohne alle Wirkung
jewesen seien; sie haben“ einen Theil des Pablikums irregeführt
und demselben einen blinden, durch nichts gerechtfertigten Russenhaß
auͤngeflößt; die für jeden Kenner der Geschichte lächerlichen Schlag
vdlie von fürkischen , Reformen“ und⸗, panjlavistischem Mosskowẽeter⸗
chum“ sind nicht ohne Wirkung geblieben. Wir constatiren aber,
ß es jenen Organen“in alle Weite nicht gelungen ist, ihre An⸗
chauung als allgemeine Ueberzeugung zut Anerkennung zu bringen;
dielmehr tann man höchstens behaupten: ein Theil der süddeutschen
gebbllerung sei von tatiischen Sympathien erfüüllt 5 aber mindestens
——XX—— gewiß ein mindestens gleichwerthiger
Then der süddeutschen Bevolkerung weiß, daß die Türkei als
theokratisches und darum reformunfähiges Staatswesen durch eine
seit Jahrhunderten aufgehäufte Blutschuld an den von ihr unter—
jochten Völkern dem Weligerichte verfallen ist, dessen einzelne Alte
jeit einem Jahrhundert sich in mehr oder minder; großen Zwischen⸗
umen an jenem Staatswesen vollziehen.“

F aAusland.

Paris, 5. Sept. Det Marschall Mac Mahon traf diesen
Morgen um 9 Uhr wieder in Paris ein und wohnte dem Minister⸗

athe am, in welchem Thiers Todtenfeier auf Samstag 121 Uhrt
Midags im Invalidendome, der bisher nur Militärs offen stand,
auf Siaatolosien beschlossen wurde. Die Lesche soll hierauf nach
dem Kirchhofe Pere Lachaise gebracht werden..
Paat ink, 5. Sept. Ein von der Linken des Senats an
die Nation gerichtetes Manifest ertheilt dem verstorbenen Thiers
hohes Lob und fordert Frankreich auf, bei dieser Gelegenheit seinen
souveranen Willen mit Einmüthigkeit und Feltigkeit durch die Wah⸗
len zu delunden für die liberabkonserbative KRepubitt
gen don, 5. Sept. Nach dem „Standard scheinen die
Russen sich für den Winter-in Bulgarien einzurichten. General
Richter-laufle in Bukarest Kafernenmaterial für 200,000 Maun.
wodbon die Haͤlste für Bulgarien bestimmt ist.
Die „PHelit. Corr.“. meldet aus Belgrad vom 3. Sep⸗
amber: Die Miliz des ersten Aufgebots erhielt Marschbefehl und
muß bis zum 13. d. in die Concentrirungsotte einrücken. Für
das zweite Aufgebol der Miliz ist Marschbereitschaft angeordnet.
Das ODbercommando der Armee übernimmt Fürst Milan selbst.
(Als großer Kriegsheld ist er gerade nicht bekannt. Vielleicht denkt
er, ib wird keine harten Nüsse zu kn. cken geben d.
Butarest, 8. Sept. Im russischen Hauptquartier ju
Gornii⸗Situden soll eine deprimirte Stimmung herrschen. Der
GBroßfürst außerle einem fremden Militärattachee gegenüber: Wir
werden noch einen äußersten Versuch machen. Man haͤlt daher
den Angriff auf Osman Paschas Positionen für bevorstehend. In
der Armee herrscht ebenfalls Unzufriedenhzeit. Einzelne Truppen⸗
— Czars und des Groß⸗
fuͤrflen iin Lager gerufen: Gebt uns ardere Generale.
Nus guter Quelle gehen dem „Verl. —A
sischen Truppentransporte folgende Miltheilungen zu:
Das gesammte Gardekotps soll bis zum 27. September in
Bukaresi eingetroffen sein, an welchem Toge der Kaiser eine Revue

Wer die Truppen halten will. Erst mit diesem Zeitpunlie alfo
vird die Heranziehung der für nöthig erachteten Nachschübe an die
Donau als beendigt angesehen werden konnen. Es wird mithin
wischen dem Mobilmachungabefehl. und dem Eintreffen der Garde
auf dem Schauplaß aihrer Wirlsamkeit der Zeitraum. don vollen
acht Wohen iegin und dies ist aller dings leine ĩmponirende Leistung
fat die erste Truphe. des Kaiserreiches, für deren rasche Schlag⸗
ertigkeit schon seit Monaten die nöthigen Schritte vorbereitet waren.
Jedenfalls muß dem Mangel an Babnlinien wie an Verlehrsmitteln
die Hauptschuld zugeschrieben werden, daß aber steht auch fest, daß
die Erwarungen, —welche man an die Raschheit der Mobilifnung
der Garden gelnüpit hatte, sich nicht' ganz realisirt haben, weil der
Apparat, welchen das neue Landwehrsystem erforderlich macht, noch
der Uebung entbehrt.

Aus Konstantinopel wird unterm 5. Sepi. gemeldet,
daß alle türkisch n Corps ihre Offensivbbewegungen fortsetzen, Spe⸗
ziell aus Rustschuk wird berichtet, daß der Commandeni deser
Festung, Achmed Pascha, am 3. de. neuerdings die Russen bei
dadekeri (Kadikdi ) angegr'ffen und zurückgeworfen habe; dieselben
ätten: 1000 Mann, die Türken pur 150 verloren⸗ — Vom
S„ch pra⸗Paß wird amflich gemeldet, Sule mann Pascha beschieße
vort fortwährend die Befestigungen der Russen. Eine nichtamtliche
stachricht, daß dort wieder eine heflige Schlacht stattgefunden habe,
st von sonst keiner Seite bestätigt; vielleicht ist das Atrtilleriege⸗
echt zur Schlacht aufgebauscht worden. — Ueber die Einnayme
on Lowaisch liegt folgender amtliche Bericht aus dem russischen
dauptquartier vom 8. ds. vor: „General Fürst Imeretinsly be⸗
uchtez, daß er am 3. nach zwölfstündigem Kampfe Low ꝛtsich einge⸗
rommen hat ungeachtet der natürlichen Stärke der Position, welche
soch durch Befestigungen gehoben war und des hartnäckigen Wider⸗
fandes von fürkischer Seite. Held des Tages war General
5kobeleff I. Die Höhe des Verlustes steht noch nicht fest. Unter
en Berwundeten befindet sich General Rasgildiajeff.“ Dieser
sclion war, der Wiener „Presses zufolge am 1. September ein
Zorstoß vorangegangen, welchen die Türken 20,000 Mann start
zegen Selwi machten, welcher jedoch abgewiesen wurde.
goustantinopel, 5. Sept. D'ie ehemal'gen Comman⸗
janten des Schipkapasses, welche ihre Positionen (im Juli) ohne
jenügenden Widerstand verlichen sollen verhaftel und vor ein Kriegs⸗
ericht gestellt werden.
Vermischtes. —

7Rbodti, 4. Sept. (Enpfehlenswerthes Curiosum für
gereine.) Der Kr'eger Verein dier hatabeschlossen, dag zu seinen
eweiligen Versammlungen bendthigte Nereinslokal einer Concurrenz
mittelst Versteigerung auszusetzen. Dieser Beschluß kam gestrigen
Tages zur Ausführung und hat das hübsche Resultat gebracht, daß
—V 120 M.
‚om Steigerer zu empfangen bit. Den Sieg errang Herr Löwen⸗
virth Joh. Wittmnann. 6.).

ꝓp'Aus dem Weinlande, 4. Sept. Die Aussichten aus
inen quten Wein im heurigen Jahre werden immer betrübender.
die Nächte kalt, die Tage düstec und kühl; lein Wunder, wenn
da die Trauben im Allgemeinen nicht zur Reife gelangen vollen.
Aber auch die Quantität wird nicht so erschrecklch groß, wie man
»ermuthel; denn die Traubenkraukheit und Fäule machen bei
diesem ungünstigen Wetter die besten Fortschritte. Man soll eben
nie den Tag vor dem Abend loben.

4 Frankenthal, 81. Aug. Die verschiedenen Warnun⸗
jen, weiche in der jüngsten Zeit gegen die weißen Lederdecken der
dinderwagen veröffentlicht wurden, haben den Einsender dieses ver⸗
mlaßt, eine Prüfung derselben vorzunebmen, welche folgendes Re⸗
ultat irgab: 1DIDecimeter des betreffenden Stoffes wurde der—
rannt und lieferte 5 Gramm Asche, in welcher die einzelnen Blei⸗
ügelchen mit dem bloßen Auge deutlich wahrzunehmen waren.
sachdem die Asche nochmals zusammengeschmolzen und dann ausge⸗
baschen war, ergab sich ein Rücstand pon 1,5. Gramm oder 80
Ch. reines Blei, was bei einem Flächeninhalt des Verdedes von
30 DDDezimeter 90 Grumm Blei ergibz. Wenn nun auch im
nunfisgsten Folle dies für die Gesundheit der Nle nen nicht in dem
Maße nachtheilig ist, wie &amp; verichiedene Male dargestellt wurde,
so dürste doch unter allen Umständen von dem Gebrauche derartiget
Wagelchen ganz entschieden abzurathen se n. EGr. W.)
17Speyher, 5. Sept. Dem Vernehmen nach wurde zum
Studienlehrer an dem hiesigen kgl. Gymnasium an Stelle des an
ae Wilhelmsgymnasium versehßten. Professors Hundsmanu Hert
Heinrich Rubner von Hof ernannt. 3 4Pf. Zig.)

pDas Staatsm'nisterium des Innern veranlaßte das Bave⸗
rische Gewerde ⸗Museum“ durch den Selretär desselben, Dr. Seel⸗
horst, Vorträge über die Weltausstellung in Philadelphig, unter
Zuhvennon des Mimfteriumg in einer Anzahl von Stadlen Bayerns
alicn zu lossen. Rochdem nun dem Mnisserium Bexicht ůber
diese Wandervortrüge erftattet worden ist ,hat, dasselbe, laut Mini—

—D — 8 —
21*— 438
        <pb n="477" />
        sterialreskript mit Befriedigung Keuntniß hiervon genommen und
gleichzeitig 1300 M. als Zuschuß aus Centralfonds bewilligt, um
dicse Porträge ihe mehreren pon Hexrn Dr. Seelhorst noch nicht
oesehien Sladten fortsehen zu konnen. Es soll hierbe! namevtlich
die Pfalz berxügsichtigt werden, da unsere Kreistegiernng schon früher
daß Ersuchen gesleslt ünd zunächst die Stadte Katfettstautern wei ·
zrücken, Pirmasens, Frankenttal, eventuell auch Neustadt und Speyer
iij Vorschlag gebracht hat.6
Mänchen; 81 Aug.“ Vorgesttin fund einmit· seinem
Eteweib auf Wanderting hierher begriffener armer Eisenbahnarbeiter
uus Oderfranken in der Gegend von Bichl (bei, Benediltbeuern) auf
der Landftraße einen erhebl chen Geldbetrag (14,000 Markh) und
saäumte nicht, den Fund bei der Ankunft dahier bei der k. Polizei⸗
direktion unangetastet zu hinterlegen ·—
Die Fruchtpreise tommen in's Sinken. So wird aus Vil s⸗
dofen (Bayern) berichtet, daß auf der dortigen Schranne am
20. Aug. der Weizen per Doppelhektoliter um 4 M. 57 Pf. ge⸗
callen ist und auch das Korn eine weichende Tendenz bekundete.
— Da werden wir wohl auch endlich einmal ein Herabgehen des
Brodpreises registrirea können.

F Baden, 3. Sept. In vergangener Nacht ist auf der
ziesigen Promenade ein bedeutender Diebstahl im Uhrenlager von
Schwan derübt worden. Der Dieb ist über das Glasdach an den
Zerkaufsbuden gestiegen, durch das benachbarte Magazin des Bijouterie⸗
ndlers Maicellini (welcher vom Dieb merkwürdiger Weise ver⸗
schont blieb) in das Schwan'sche Verkaufslokal eingebrochen und
hat Taschenuhren im Gesammtwerth von 25.000 Mark gestohlen.

tIn Dären ihtein falscher Fünfzigmärkschein angehalten
worden. Er ist täuschend gut nachgemacht; nur die Farbe des
Drudkes ist mehr bräunlich als schwärzlich und das Wasserzeichen
aicht klar..

7 In der neuesten Nummer der „Gartenlaube“ ist Folgendes

zu lesen: „Eine Mutter von 5 Kindern, die Fraͤu eines armen
zeutschen Lehrers, welcher bei einem sehr getingen Einkommen seine
zahlreiche Fam Le kaum ernähren kann, bittet um eine abgelegte
RNähmafchine; die Redaction der „Gartenlaube“ wird etwaige An—
erxbieten gern annehmen.

fMausefallen für Briefe, so bezeichnet drastisch,
ider nicht mii Unrecht das „L. Tagbl.“ die Drucksachen unter
Schle'fe oder Kreuzband, in welche sich leicht und oft Briefe
chieben, die schließlich ganz verloren gehen, ist der Empfänger der
hetreffenden Kreuzbandsendung nicht xücksichtsvoll genug, die einge—
ichobenen Briefe der Post zurüchzugeben. So wurden vor einiger
Zeit in einer Leipziger Kreuzbandsendung nicht weniger als sieben
Zriefe gefunden, welche sich unter die Schleife geschoben hatten.
Am Leipziger Hauptpostamte ist ein besonderer Kasten für Kreuz⸗
bandsenduͤngen angebracht, welcher mit den Briefkasten in keiner
Berbinduug steht. Würde überull eine solche Trennung hergestellt,
so würden die obengedachten unangenehmen Zufaälle, wenn auch nigt
zanz aufhören, so doch sich vertingern.

kBerlin, 8. Sept. Ein Fabrikant in der Dresdener
Straße, welcher gemahlenen Pfeffer und eben folche Cassia vera
(Zimmet) fabricirie und in großen Mengen an Detaillisten absetzte,
war von einem entlassenen Arbeiter denuncirt worden. Die Staats⸗
auwaltschaft stellte sosort Ermittelungen an, welche die Angaben
des Arbeiters bestätigten. Eine Commission begab sich nun in die
Geschäftsräume des Fabrikanten, versiegelte den gesanmiten Waaren⸗
voralh, die Geschäftsbücher, schiotz das Geschäft und untersagte den
Weilerbeirieb der Fabrikation. (Kecht gur! Wenn es nur überall

geschähe! Es floriten dergleichen Geschafte noch eine Menge, und
aicht hlos in Berlin.)

Die Brandchronik von Böhmen nimmt seit einigen Tagen
erschreckende Dimensionen an. Nachdem am 25. d. M. in Tachau
aber 100 Häuser ein Raub der Flammen geworden sind, wird
bom 27. aus Ronow bei Rimbura gemeldet, daß dort über 40
Zauser sammt Nebengebäuden eingeäfchert wurden. Leider kanen
hierbei auch drei Kender in den Fiammen unm.

x In Wien ist der letzte Sproß eines Geschlechts gestorben,
dessen Adel sich an die Erreliung des Kaisers Mox aus Todes.
gefahr knüpfl. Den Weg von der Martinswand herab zeigte dem
schon derzagenden Kaifer einst ein Bauernknabe, und als Hollauer
bon Hohevfeljen“ kum er nach Wien. Vor eirigen Tagen wurde
der Leßte des Namens ju Grabe getragen, und in jeinem Stamm⸗
haus in Wien wohnt jetzl Fanny Elsler, die chedem so gefeierte
Zanzeriin. —

fIn Efsathz in Ungaru wurde in einer der letzten Nächte
die Stadtkasse, welche mit dem Steine, an dem sie befestigt, war,
sechs Tentner wog, gestodlen. Sie enthält 5800 Gulden.“ Unter
den dieses Diebstahls Verdächtigen soll sich auch ein Stadtrepraͤfen⸗
lant besindeen.

f Man scheint den Verübern des großen Raubes von Wetth⸗
badieren auf dem Weg von London naqh Paris auf der Spur zu
— ———
8T

ein. Am Donnerstag stand vor dem City Polizeigericht im
Mansion Hounse ein Franzose Ramens Cbarles Martin alias Mar⸗
tineaun, unter dem Verdacht, an dem groben Diebstahle von aus⸗
andefchenn Bondernenint. Gesamntbetruge von 70,000 Pfd. Sterl.
weicher in der Naͤcht dis 1. Juͤniaufl der⸗ Eifenbahntahrt von
dondon nach Paris veruͤbt wurhe. Retheiüngt gewesen zu fein. Der
Angetlagte dersuchten vor einigen Tagen zwei russische Bönde in
Besroge von je 100 und 60 PidSit. bei einem Goldwechsler in
Zondonzu verwerthent; wobei⸗aber entdeckt wurde, daß dieselben
—— gestohlenen Effekten bildeten. Nach Vernehmung
iniget Belastungszeugen wurde die Verhzandlung behufs Beschaffung
vtiterer Beweismomente vertagt. 57 J

ni Fign'H'oorin (Holland) sollte neulich ein junger Mann vor
der Milisär⸗Kommifsionbehufs der Aushebung erscheinen. Statt
seiner dam ein Attest des Arztes, in welchem erklärt war, der ge⸗
dachte Jüngliag ser zu dick,‚ als das er sich vom Platze bewegen
öznnte. Man drehte also den Spieß um, die Komm'issson resp. ihr
irztlicher Beiralh begab fich zu unserem Helden, Nach einer kurzen
Auterfuchung stellte der Miütärarzt dem jungen Manne ein Zeuguniß
aus, daß er 260 Kilogramm wiege und deßhalb zum Militärdienst
untauglich saeee. —

7 (Zum Nithilisten⸗Proceß.) Unter den 198 Per'onen, weilche
zei dem bevorstehenden großen Prozeß der Nihilisten in Peters⸗
hurg vor Gericht gestellt werden, befinden sich 82 Edelleute, 17
gewesene Beamte, 7 gewesene Offi,iere und 83 Prieste.

In einem russischen Dorfe bei Pensa eischienen küczlich zwei
gäuerinnen mit ihren Männern vor dem Gemeindegericht, um
Jegenseitig wegen schwerer Verbalinjurien Klage zu führen, Das
bäre nun nichts merkwürdiges, denn dergleichen lommt überall vor,
ber hier war es der Anlaß zu einem unbergleichlichen salomonischen
Artheilsspruch. Das Gemeindegericht resolpirte: da die Beleidi⸗
zungen der Klägerinnen gegensestig gewesen, die eine zwei, die
indere drei Tage für die Gemeinde arbeiten zu lassen; die werthen
xkhemänner aber, da sie es nicht verstanden, ihre Frauen in ge⸗
söoriger Zucht und Ordnung zu halten, mit fünf Ruthenhieben d
Herson zu regaliren. .

7 Provrantpreife im russischen Lager. In einem
zrief des russischen Rittmeisters Pelechin aus dem Lager von Rust⸗
huk ist u. A. zu lesen: „Wir Officiere der Süd-Arme kämpfen
rtwährend mit dem größten Mangel an den primitivslen Lebens-
edürfnissen. Es sehlt uss an Salz, Brod, Zucker, Thee u. J. w.
Wenn aber die gütige Vorsehung Gottes uns endlich einen Marke⸗
ender sendet, so müssen: wirs sfür die schlechteste Prodiantwaate
inen enormen Preis bezahlen. Domit Sie Sich hiervon eine
Idee bilden, will ich Ihnen beifpielsweise anführen, daß ein Pfund
Zucker mit 1 Rubel 75 Kopecken (2fl. 20 kr. österr.), ein viertel
ßfund schlechter Thee mit 8 Rubela (4 fl.), ein Laib Brod mit
50 Kopeien (80 kr.) und eine Flasche Bier mit 2 Rubel (2
L.60 kr.) bezahlt werden muß. Wir würden glücklich sein, wenn
uns die Städie statt des Geldes Proviaut in natura senden würden.“

pNew⸗York, 3. Sept. Ein großes Feuer hat in
dale's Pianoforie Fabrik in h'esiger Stadt stattgefunden. Die
Fabrit und mehrere anstoßende Gebäude branuten nieder. Eine
zroße Anzahl Menschen soll umgekommen sein, uach einer, ver⸗
muithlich übertriebenen Schätzung sogar 100 Personen, 20-2 30
Denschen sind verletzt worden, während sie aus den oberen Fenstern
prangen. Eine Maͤschinen⸗Spritze mußte von der Feuerwehr auf⸗
Jegeben werden, weil die Hitze zu gioß wurde. Schl'eßlich wurde
man des Feuers Herr, indem man Wasser aus dem Hudsonflusse
jum Gebrauche der Spritzen pumpte. Der Schadin (es brannten
38 Haäuser ab) wird auf 1,550,000 Doll. angegeben.

Rach Berichten aus Utah ist die Verwaltung der Mor—
monenkirche in die Dände von zwölf Aeltesten, den sog. „Aposteln,
übergegangen, von denen sich zwei gegenwärtig in England auf⸗
halten. — Rod einer Depesche der, Times“ hat Brigham Ybungs
Tod wenig Aufregung in der Salzseest adt verursacht. Sein Nach⸗
olger wird nicht underzüglich gewählt werden, wahrscheinlich wird
s sein Sohn, John Young, weirden. Allgemein wird geglaubt,
Beigham Youngs Tod werde den Verfall der Mormonenkirche in
Iias beschleunigen.
—ẽ4
α— Handels« und Berkßehrs⸗Nachrichten,
Der neueste Wochenausweis der dxutschen Kei 26an!l laßt eine
edeutende Zunahme des Geldbedarfs erkennen, indem die Kassenbestände
ich um 220 Millionen M. derringert, der Wechsel-Vorrath um 114 Millionen
R., der Lombard⸗Bestand um 5 Millionen M. und der Notenumlauf um
24 Millionen M. zugenommen hat. Die gleich zeilige A der läglich
alligen Berbindlichleiten um 26 Millionen M. ibt zu der, Vermuthung
Anlaß, daß nicht bios die Bedürfnisse des Ulnmo sondern noch andere Fak
dren m der obigen Geftaltung des Bank⸗Siatus beigetragen haben. Die
rntziehung der Vaarmittel scheint hauphsachlich auf Giro⸗Gonti erfolgt zu sein,
nweicher Beziehung man der Berliner Bant⸗Firma Mendelssohn u. Cie.
einen hervorragenden Antheil an der indeiretenen Veränderung zuschreibt,

———
—
        <pb n="478" />
        adem dieses Haus a conto des russischen Vorschuß⸗Geschaftes wahr einli im — —

37 y e 5* jt hricheinlich bis — und nimmt im —X —I
Fur Re Redackion verantworilich F.XA —— 989 J
— Wilhelim Tschirch'⸗ neuesie größere Composi⸗

tion für Solo, Männerchor und Drchesier: „Eine Sangerfahrt

naf dem Rheine“, —XXV im vergangenen

Winter von der „Liedertafel“ mit so vielem Beifoll zur Aufführung

gebracht wurde, ist nunmehr bei Conrad Gloͤser in Schleusingen

iim Musilalienhandel erschienen. Das frische Leben, das alle 12

PNummern des Werkes durchweht, die anspre hende Gefalligkeit der

Melodieen, die ungekünstelte Einfachheit der Harmonisirung —

Tschirch ist darin ein Meister — die dem Sänger das Einstudiren

nicht zur Plage, sondern zum Vergnügen macht, dazu die vom

Dichter mit vielem Humor ausgestaltese F'gur des mßverstehenden

Engländers, seldst der Reiz, mit welchem eine auch nur in der

Phantasie uniernommene Fahrk, auf dem vom Zauber der Sage,

der Geschichte und einer wurndervollen Natur umwobenen valerlan⸗

zischen Strome auf das Gemüth jedes Deutschen einwirkt, werden

das Wert sicherlich zu einem in den Kreisen dir deutschen Mäner⸗

zesangvereine mit Vorliebe gesungenen machen. Kraft und Humor

dechseln in anziehender Weise, die Fahrt erstreckt sich von Main

Seit Anfang April erscheint wöchentlich in Dreaden, herausge⸗

geben von De. Vicior Böhmert und Arthur von Studnitz, die
Edeial⸗Eorrespondenz“, Organ des Centralvereins für das
WVohl der arbeitenden Klassen. Der Certralverein, welcher Maͤnner
der verschiedensten polnischen und kirchlichen Richtungen umfaßt,
vill mit diesem Unternehmen keine Gescheafte machen, noch irgend
velche Sonderintetessen verfolgen, sondern einem großen humauen
Zwecke dienen und zur Verbreitung gesunder Anschauungen über
Fie Arbeiterfrage und nachahmenswerther Einrichtungen für Her⸗
ellung des socialen Friedens deitragen. Die „Social⸗Correspondenz“
trebt ehrlich und ernsthaft, auf Seiten der Arbeitnehmer wie der
Arbeitgeber, den Sinn fürt Gerechtigkeit und Billigkeit zu pflegen.
ZSie kann bei saͤmmtlichen Postatstalten zum verteljährlichen Abon⸗
dementspreis von 1,60 Mark bezogen werden. Die seit dem 1.
Juli erschienenen Nummern werden dachgeliefert. Wir legen unsern
Jsern dieses gemeinnützige Unternehmen an das Herz!

—D

— ———

4
zinger. 6. Katharina Barbara,
T.'v. Georg Best. Josephing,

T. von Jodann Flätchen. 7.

Johann, S. v. Johann Peiers.

3. Charlotta, T. von Johann

Adam Veith. Jatob, S. von

Johann Joseph Theobald. 9.

Fohann Joseph, S. v. Johann

dam Reif. Peter, S. v. Joh.

Wachs. Heinrich, S. v. Mich.

Fe chtner. 10. Elisabetha, T. v.

Rerkolaus Kihm. Anna, T. v.

Beorg Steinfelz. Franz, Sohn

on Franz Wagner. 11. Anna

datharina, T. v. Johann Karl

Zz huster. 12. Jalob, S. von

Peiet Probst. 18. Peter, S.

zͤn Joseph Rohe. Anna Ma—

ia, T. von Bernhard Keßler.

gottfried, S. bon Jakob Kleer.

Peter Josehh, S. v. Johann

deunnerknecht. 14. Johann Jos.,

5. von Nelolaus Stief. 15

Friedrich Karl, S. d. Friedrich

Friedrich. 16. Margaretha, T.

. Georg Gehring. 17. Philipp

dudwio, S. v. Heinrich Burkey.

8. Katharina, T. v. Johann

deih. 18. Wilthelm, S. von

Maria Bohnert ledig. Marga—

etha, T. von Johann Bastian.

klijabetha, T. v. K. Schwarz.

19. Wilhelmina, T. v. Philipp

attniß. 20. Albert, S. von

Valentin Derschang. 21. Kaco

lina, T. v. Heinrich Laterner.

22. Karl, S. von Georg Adt.

Maria Magdalena, T. v. Chri

tina Weber, ledig. Ottilh'a,

T. v. Philipp Scheimeister. 23.

GBertrauda, T. v. Jakob Eller.
24. Georg, S. v. Jakob Andres.
Friedrich, S. v. Friedr. Kiehm.
carl Nikblaus, S. v. Andreas
dopp. Georg, S. v. Adam
Frei. 27. Johnnn, S. v. Joh

Fuchs. Theresia Augustina, T.
b. Emil Grewenig. 28. Mag⸗
dalena, T. v. Adolph Filipowitz.
30. Katharina, T. v. Heinrich
Wagner.

B. Eheschließungen:

7. August. Peter Heinrich Latz
mit Maria Heinrich. 9. Karl
Naiser mit Margaretha Nau.
21. Johann Thum mit Maria

Sries. 30 Phlipp Hien mit
Maraarelha Jacob.

C. Sterbfähle:

1. August. Anna, 2 J. 4
M. alt, T. v. Nitolaus Redel.
2. Margar tha, 1 J. 3 M. alt,
T. v. Peter Jung. 2. Johann
Joseph, 3 M. alt, S. v. Georg
Wagner. 3. Joseph Stolz, 35
J. alt, Ehem. v. Magd. Bedr
3. Ludwig, 2 Id 9M. alt, S.
a. Valentin Osthof. 4. Friedr.
Thristian, 8 Tage alt, S. v.
Friedrich Hippchen. 4. Joseph
Detemple, 56 J. alt, Ehem. dv.
Johanna Klein. 4. Kath. Grün,
17 J. alt, Ww. v. Ludwig Keß⸗
ser. August, 6 M. alt, S.
). Karl Lanzet. 6. Magdalena
deichner, 80 J., Ww. v. Rik.
Waguer. 7. Nikolaus, 9 M. alt,
5. v. Nikolaus Stolz. 8. Maria,
T. v. Julius Köhl. 10. Barb.,
5 M. alt, T. v. Fr. Schmadel.
Anna Maria, 1 J. 20 T. alt,
T. v. Johann Relz. 12. Jalob,
5 T. alt, S. v Jatkeb Emmes.

3. Sopia Linder, 39 J. alt,
Ehefrau v. Kerl Hooß. Jaleb,
3 M. alt, Sohn v. Friedrich
Jungfleisch. 15. Heinrich, 9
D. alt, S. v. Adam Schenlel⸗
derger. 17. Karl, 1 J. 8 M.
alt, S. v. Peter Samsel. Eli⸗
'abetha, 4 J. 5 M. alt, T. v.
Jakob Gehring. 18. Heinrich
Johann, 10 M. alt, S. von
deintich Johann P iers. 20.
ꝛarolina Haldy, 63 Jahr olt,
Ww. von Daniel Ritter. 22.
Louise, 1M. 9 T. alt, T. v.
Jokob Werner. 24. Maria
Ripplinger, 35 J. alt, Ww. v.
Jatob Bender. 25. Georg, 16
J. 10 M. alt, S. v. Nikolaus
Jung. Nikolaus, 13. 1M.
alt, S. von Peter Gehring. 26.
Margaretha, 88 J. alt, ledige
Tochter von Christ. Jungfleisch
31. Johann, 3 M. alt, S. v.
Wendel Schmitt. Joh. Peter
Jakob, 2 M. alt, S, v. Chrift
Werner. Albert, 12 T. alt
S. v. Valentin Derschang.

. Fur richtigen Auszug:
St. Ingbert, s. September 1877
Der Standesbeamte:

In allen renommirten Musikalionhandlungen
J vorrãthig!
Neuestos beliobtes dalonstuck
von
Fritz Spindler:
Frühlingssänger im Walde.
Brittlaunte Idutle
—X
DANOFGORTE
componirt.
Op. 801. Préis: M. 1.50.
Gegen Finsendung des Betrages versende ich franeo.
Pet. sos. Tonger, Kösn. a. R.
—9 — —
Frankfurter 75 Essig-Essenz
sSehutamarxkeo.)
in Flaschen à 1 M. empfiehlt angelegenilichst. Jedermaun kann
sich daraus augenblicklich durch Verdünnung mit Wasser, nach Se⸗
brauchssanweisung, billigen und wohlschmeckendsten Essig bereiten,
welcher damit eingemachten Früchten und Gemusse außerordenlich
hee Verderben süht. Die weltbekannten Pickles verdanken ihre

haltborkeit ausschließlich dem dazu verwendeten gleichen Essig.
Um vor Täuschungen bewahrt zu bleiben, beachte man obige
Schutmarke auf dem Siegel der Flasche.
J. Peters, St. Ingbert.
Wormser Academie
für
Landwirthe, Bierbrauer und Muller
ĩrei im Wesentlichen getrennte, stets stark besuehte Fachlehr-
anstalten (im Jahr 1860 begründet), beginnt das Winterse-
mecter am 1. November. - Ausführliche Programme und
Berichto sind unentgeltlich zu beziehen durch die Direction
T. ESν.
Auszug
aus den Registern des Standes
amtsbezirkes St. Ingbert pro
Monat August 1877.

J * n XF
* Erfolgt alltin eutscheiden
UUν⏑ —— —
5Benn je durch eine Heilmethode C
lanzende erteig erzielt wurden,
3 ist dies: Dr. Siry's Heilmethode.
dunderitausende verdanken dersel⸗
den ihre Gesundtzeit, durch sie wurde
dielen Kranken, wie die Atteste be⸗
weifen, auch da vog gebelsen, wo Hilse
rigt mehr möglic scien. Es darf da⸗
er Zeder sich dieser dewihrten
Methode vertrauensvos zuwenden.
Raheres dariber in dem vrorzugt.,
unaritten, 204 Seiten starlen 38
Dr. Airyis Naturheilmethode.
Laslage, Preis1 Mark, Leipzig,
—XXC Berlags⸗Anstalt, weiche
ras Buch auf Wunsch gegen Einfen⸗
dung von 10 Briefmarken à 10 Pf.
drect versendet

A. Geburten:

1. Auguft. Clara Augusta,
T. v. Carl August Günther. 2.
ẽlisabeiha Friederila, T, von
Joh. Jolob Peters. 4 Jalob,
. v. Jalkob Muüller. 5. Char⸗
lonne, T. v. Georg Feichtner,
Maschinenführer. Elisabetha Ama⸗
lia mma, T. v. Rudolph Mun⸗

14
—

Custer.
ö—— —— — — — — —— — EäXRXNECEZCCe—E—«—
Fedainon cud und Verlag von F. X. Demet in St Ingbert.
        <pb n="479" />
        St. Ingberler Anzeiger.

—
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöochentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage), erscheint wöchentlich viermal? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljahrlich

1 Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswarts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 141. Sonntag, den 9. September 1877.
Verfälschung und Verschlechterung der anima⸗
lschen Nahrungsmittet.
Von Alb. Frank.
(Fortsetung.)

Leider gelingen diese Kunststaückchen viel zu häufig, da den
meisten empirischen Fleischbeschauern alle Kenntnisse zur bestimmten
Beurtheilung aller derartiger Fälle mangeln, so daß sie sich von
den Vorspiegelungen der oft sehr redegewandten Schlächter über⸗
toͤlpeln lassen. Falls jene in der Geschichte dennoch ein Haar finden
sollten, so sucht man sie durch Geschenke zum Schweigen zu bestimmen
was zwar nicht immer, aber doch viel zu oft gelingt. Und wenn
ja das Gewissen sich regt, so hat man den Trost, daß das Fleisch
ja ausgebeint und noch dazu nicht einmal in dem der Aufsicht des
betreffenden Besichtigers speciell unterstellten Bezirk verwurstelt werde

Daß vieles Fleisch von dieser Sorte zugleich mit solchem besserer

Qualität im Laden ausgehauen wird, dürste mancher Con⸗
jsument und manche Hausfrau genugsam erfahren haben. Die meifl
berechtigten Klagen, msbesondere wegen übermäßiger Knochenzuwage,
finden vorzugsweise in den erwähnten Mißständen ihren Grund, da
die Knochen des zur Wurftfabtikation verwendeten einen Thieres
mit dem Fleisch des zum Aushauen bestimmten anderen als Zuwagt
milverkauft werden müssen!
Mit beregtem Versahten find aber nicht alle Arten erschöͤpft,
wie das liebe Publilum um Geld und Gesundheit gebracht wird;
noch unzählige andere Methoden kommen — und gerade nicht immer
in den kleinsten Geschäften — zur Anwendang.

Häufig — besonders im Sommer — werden alle nicht mehr
zum Aushauen im Laden geeigneten Fleischtheile, Fleisch von allerlei
Thieren, besonders Pferdefleisch, und kranke Organe zusammen ver
arbeitet, welche im Wurstinhalt zwar unkenntlich, aber nicht un⸗
schädlich gemacht werden. Ebenso werden alle verdorbenen, nicht
mehr verläuflichen Wurstwaaren wieder unter den Wurstteig gearbeitet.

Wahrlich, lieber Leser oder schoͤne Leserin, weun Ihnen der
Inhalt mancher mit wahrem Behagen verspeisten, vielleicht gar
noch aus einer berlihmten Stadt verschriebenen Wurst bekannt waͤre,
Sie würden sich versucht fühlen, denselben aus reinem Respekt vor
der Waare dem hl. Ulrich zum Opfer zu bringen.

Von der neuen Art Bindemittel zu reden, halte ich für über⸗
lässig; nur sei kucz bemerklt, daß, ehe Stätkemehl, aufgeweichte
Semmel und andere Stoffe als solche bekannt waren, man recht
gute, fest und nicht zu kurz gebundene Würste kaufen konnte, ohne
daß man sich bei ihrer Herstellung eines anderen Bindemittels de⸗
dient hätte als unseres heimischen Wurstfadens. Wenn nun der
Fortschritt zur Entdeckung anderer Bindemitiel geführt hat, so war
dies eine nothwendige Folge der Verwendung von alletlei verdorbenen
Fleischwaaren; am wenigstens aber darf es der oft beschuldiaten
eigenartigen Beschaffenheit des sonst guten Fleisches auf's Kerbholz
geseßzt werden.

Wie sehr übrigens die Verwendung kranken Fleisches in Städten
überhand genommen hat, mag aus dem Bericht des Fleischercon⸗
zresses in Bremen entnommen werden, wonach zuverlässigen Angaben
sufolge über die Hälfte des in Berlin verzehrten Fleisches von
heimlich eingeführten kranken Thieren stammt.

Auf eine andere, weniger schädliche Att wird das Publikum
betrogen, indem der Wurftmasse übermäßig viel Wasser zugesetzt
wird, das als Beschönigung wieder die Rolle eines Bindemittels
abernehmen muß. Allerdings befördert ein kleiner Wasserzusatz den
Zusammenhalt der Fleischwuüͤrste wesentlich; wenn aber, wie es jetzt
an der Tagesotdnung, so viel Wasser in die Masse gearbeitet wird,
daß oft über ein Drittel der Wurst nach dem Kochen aus Wasser⸗
vblasen besteht (da hierbei in Folge ber Gerinnung des Fleischeiweißes
das zugesezte Wasser wieder ausgeschieden wird), so geht dies über
die Grenze des Erlaubten und ist als gemeiner Betcug zu bezeichnen.
In den kleineren Provinzialstädten findet man diese das Ge⸗
meinwohl schadigende Genußmitlelverderbniß am wenigsten, mehr
schon auf dem Lande, noch mehr in grökeren und am meisten in

Fabrikstäͤdten Die Ursache dieser steigenden Entwickelung des Un⸗
fugs ist in der zu gelinden Handhabung der gesetzlichen Vorschriften
durch die Polizei, in dem Bildungsgrad des Technikers und sonstigen
Berhältnissen zu suchen. (Schluß folgt.
DZeutsches Reich.

Berlin, 6. Sept. Es wird behauptet, schreibt die „N.
L. C.“, daß in der nächsten Landtagssession eine Resolutlon betreffe
Aufhebung der Staatslotterie beabsichtigt werde. Unzweck⸗
naͤßiger würde der Zeitpunkt zu solchem Vorgehen sicherlich nicht
gewählt werden können. In einem Augenblicke, wo wie es
heißt, dem Staate ein sehr erheblich größerer Beitrag zur
Anterhaltung der Volksschule zugemuthet werden soll, ihm eine
kFinnahme voncund 214, Millionen Mark entziehen zu wollen, wäre
doch eine etwas wunderliche Faninanzpoltik, es sei denn, daß die
Antragsteller einen rationelleren Ersatz zu bieten wüßten. Leider
ist dazu aber gar keine Aussicht vorhanden.

Ausland.

Paris, 6. Sept. Die Liberte bringt folgende Mitiheilung:
„Die Herren Bacthelemy Saint⸗Hilaire, Calmon, Mignet und
Jules Favre haben gestern Abend dem Polizei-Präfekten die Be⸗
zingungen mitgetheilt, unter welchen Frau Thiers die Mitwirkung
der Regieruang bei Thiers' Begräbnißfeierlichkeiien annehmen werde:
ꝛs siad unter andern folgende: Die Unkosten für die eigentlichen
Leichenfeierlichkeiten bestreitet Frau Thiers selber; Frau Thiers
glaubt freie Hand bei Feststellung der Anordnung des Zuges be⸗
halten zu sollen. Die erste dieser Bediagungen wurde von der
Regierung für unannehmbar erklärt, da nach altem Herkommen es
Pflicht der Regierung sei, bei Leichenfeierlichkeiten dieser Art auch
die Kosten zu tragen. Auf der anderen Seite hielt sich die Regie⸗
zung nicht für berechtigt, die Ausführung der Decrete fallen zu
assen, welche bei allen officiellen Feierlichleitn die Ordnung der
Festzüge seststellen. In Folge dessen ward beschlossen, daß, wenn
Frau Thierßs von ihren Bedingungen nicht abgehen zu sollen ver⸗
meine, die Regierung an der Begräbnißfeier für Thiers sich nicht
betheiligen, sondern sich begnügen werde, ihm die militärischen
Ehren zu leisten, zu welchem sein Rang in der Ehrenlegion und
seine Eigenschaft als gewesener Praäsident der Republik ihn berech⸗
ige. Da heute Frau Thiers erklärt hat, sie halte es für unmög⸗
lich, von diesen zwei Grundbedingungen abzugehen, so haben die
Minister diesen Morgen den Beschluß gefaßt, das Dekret vom 5.
September, welche diese Feier offitiell ordnete, für nichtig zu er⸗
lären.“ Gestern stellte Frau Thiers dem Präsidenten des Staats-⸗
zaths die Altenstücke ihres verstorbenen Mannes zu, welche beson⸗
dere Bedeutung für den Staat haben. Der Generalrath von
Paris und der Generalrath des Seinedeparlements beschlossen,
Thiers“ Begräbnisse beizuwohnen und ihre Kollegen zur Mittheil⸗
rahme aufzufordern. Die Geschäftsleute der Rue Croix des Petits⸗
Fhamps beschlossen, am Begräbnißtage sämmtlich ihre Läden zu
cließen.

Paris; 6. Sept. Gambetita wird am Dienstag vor dem
Zuchtpolizeigerichte erscheinen. Der Marschall empfing heute den
neuen Gesandien der Vereinigten Staaten von Nord-Amerika. Et
vurden dabei die üblichen Höflichkeitabezeigungen ausgetauscht.

London, 6. Sept. Die rufsenfreundlichen Daily News“
adeln bitter den russischen Generalstab und befürchten eine gänzliche
Niederlage, wenn keine Aenderung stattfindet. Im Schipkopaß
jalten die Russen ihre Stellungen inne, aber die Türken auch die
hrigen. Die Russen wuürden somit den Paß nochmals erodern
nuüssen, wenn sie den Balkan überschreiten wollen. Die serbischen
Truppen sollen angeblich nun doch sofort die Grenze überschreiten,
and zwar in zwei Korps, eines zu 20,000 Mann unler Horvatovicz,
das andere unter Leschjanin. Die Russen vefestigen ganz Ardahan,
welches jetzt eine offene Stadt ist.

London, 6. Sept. Die ‚Times“ melden: Die Herdbst⸗
regen begannen in Bulgatien und stören die Kampagne. Die Russen
saben die ganze obere Lomlinie aufgegeben. In Folge der Nieder⸗
        <pb n="480" />
        lagen macht sich ein Geist der Insubordination im russischen Heere
henerlbar. Die Soldaten schreien: „die schlechten Geuͤerale müssen
forn⸗ s00 Zodlinge der russischen neee een Officier⸗
flellen, um Lucken inn der Armet qudzufüllen. Ein · tuͤrkisches Korps
marschirt von —J auf Biela. —

LTondon, 8ð. Sept. Londoner Journale erachten den Fall
von Lowaisch als ein ernstliches Mißgeschick fur die Türkei. Die
Times“ fordet England auf, mit der Zustimmung der anderen
Zeutralen Mächte zu interveniren. Die Mediation önnte auf. den
Vorschlaͤgen der Stambulet Conferenz bastren. u

Bukurest, 6. Sept. Der Großfurst Nilolaus verlegte
heute sein Hauptiquartier von Gorni Studen westlich nach Aulgart ai.
Hier ist das Gerucht verbreitet. daß der Czar sich nach einer ersten
erden Schlacht wieder nach Petersburg zurück begeben wird.
(Aheh Bei Petroschani zwischen Rustschuk und Sistopg wirde ein
neuer Brückenschlag vorbereitet.

KEonstautrnöpel, b. Sept. Offieiell) Der Sultan
hat x daß das Kriegsgericht erst nach dem Kriege zur
Fallung des Urtheitz gegen Abdal' Kerim und' Redif Pascha,s sowie
indere Angellagte, welche inzwischen in die Verbannung nach Lem—
nos gebrqcht wrden iusemnenttnn sollnmo e
ae eri bee pel, TeSeht. Ein TJelegramm Wehemed
Ali Paschas aus Kechlowa von gestern melden? Sar imn zwef
Colsnnen unter den Vesehlen Faub Pascha und Sabit Pashha ge⸗
cheilte Corps Achmed Ejub Paschas grif, das zwölfte rüssische
Corps an, welches durch eine diesseits des Lomflusses aufgesiellle
Dibifion unterstützt war. Die Russen wurden geworfen und giagen
Aber' den Lom zurüick, die befestigten Positipnen in. der Umgegend
Zechlowas verlaͤssend. 83000 Russen sind hei dem Kampf außer
Gefecht gesetzt worden, währende die Türlen nur 200 Toͤdte und
700 Vetwundete verloren haben. 6 2

Wiese turkische Nachricht dürfte mit um so großzerer Vorsicht
aufzunehmen sein, als die bei den Boischaften eingelaufenen, jowie

den Wiener Blaͤttern vorliegenden striegsnachrichten bis zum 6. d.
M. übereinstimmend melden, daß seit Montag bei Schipka, Plewna
und an dem linlei Lomufer wi carrer Macht getampft wird. Die
Tulten greisen uberatt uu ẽdoch diegt ein Erfolg! nirgends vor.
Mehemed scheint nach dem Sirge bei Zarahasansty die Russen durch
dorhutlanpfe amoberen Lom getaunschd und ohne Widerfland die
dauptmacht nordwäris Jwischen Rustschuk und Bjela geschoben zu
haben, so daß er die Haupistraße beherrscht und auf Rustschuk ge⸗
qüttt zwischen der Donau und der russischen Armee steht, die Brücke
bon Pyrgot und die russische Stellung bet· Bjela bedrohend. ¶ Ober⸗
ienik war ag Dierhag Iunr betelts ittt den Hakden der Turrken.
Den, Stacdarde metvet auß russischer Queller Die Sclacht
bei Lowaischwurde von den Türken begonnen, welche, durch den
darken Zuwachs ver Rufsen vor der Stadt beunruhigt, dieselben
vüthend angriffen. Die Russen schlugen neun hintereinander folgende
Angtiffe det Tulken zurüch, trieben letztere endlich in “die Stadt
und drangen mit ihnen in dieselben ein. Rach furchtbarem Straßen⸗
lampfe wurden die Türken an der Stadt vertrieben und relitilen,
bon General Slobeleffz Cavalerit, die ein I Hluthad unter
e anrichige erolgt, s großer Undedhuigeaaun
— —
Vermischtes.

7 St. Johaun, 7 Sept. Wie wir hören, wird der zu⸗
tünstige Redafseur“ des hiesigen Sozialisten- Blattes „Freie Volls
simnne? Hert Dreeßbach, nicht hier seinen Wohnsiß aufschlagen,
jondern das Blau pon Mannheim aus redigiren und hier durch
Tolporteure verbreiten lassen.

Frantfürt, 6. Sept. Die hier tagende Hauptver⸗
sammlung der epangelischen Gustab⸗Adolf⸗Stiflung beschloß heute
die Zuwendung der großen Liebesgabe von 17000 M. an die Ge⸗
meinbe Donaueschingen.
——— r e— — — — Ú F r mq— — * — AsAA
gZur die Redaction verantworilich F. X. De mne .
Einlsadung.
Sonntag,/ den 16. ds. M. findet
b *
der freiwilligen Feuerwehr
dahier im Oberhauserꝰaenen Saale statt, wozu die ac⸗
iwen und passiven Muingtieder hoflichst eingeladen find.
G lr die getiven Mitgliedet W. ,60.
Entrs zassee i
Das Crào.

— 7 Letzterr drei noch minderjährig
Licitation. — 3 ihre —**
Dienstag, den 25. Sept. als gesetzl'che Vormünderin umd
nächsihin, Nachmittags 8 Uhr zu Peter Fempf, Berxgmatin als
Sa. Ingbert bei Ph. Emrich, Zeibormund; Alse in St. Jug⸗
werden vor dem unterzeichnelen, dert wohnhaft. 53
diezu gerichulich beauftragten dol. St. Ingberi. 6. Sept. 1877.
Rolar die nachbeztichneten zu der Sauer, t. Nolat.“
ʒwischen dem in St. Ingbert Keiter-—Ri 3
berlebten Bergmonne Heiuxich Arbeiter⸗Bildungs⸗
Fempf und dessen hinterblie Verein. e
dea Wane Geiuaud Quirin Montag, 10. September,
Ae eemcatan —— 8 * lu— J
hoͤrigen Liegenschaften im Baune eneralversammlun
bon St. Ingbert der Abtheilung m neuen * des aung
wegen vffentlich an die Meillbie⸗ — —
jenden zu Eigenthum verßeigert 55 J
nämlich3. Gegenstand:
IPlNr. 1409240, 8si1 —1. Aufnahme von Mitgliedetn.
Dez. Flache, Wohnhaus 2. Ruück⸗ und Ausblicke.“
mit Stall, Keller und Hof⸗ —A
raum; tungsfest. J
— 27840 Der Vorstand.
da nie -1mι—ι
lMr. 1410, 27 Dezim.
. acio, 2v an. Austkunftsæ Bureau
Das Ganze gelegen am Schaf⸗ 48 8 48 uatham dtreet,
weider im Josephsthal zu Si. New-orkh.
Ingbert neben Johann Kreischer Specialität: Aufsuchung
inr Jakob Brauer. Verschollener und Beschaffung von
2 Pl.⸗-Nr. 1892, 5010 aotariell und consularisch beglau—
Dezim. Acker oben an der bigten Todtenscheinen, sowie all⸗ — —
Trift nveben Jakob Brauer emeine Juskunftsertheilung uͤber 79 ppf. Spelzlern — M. —
—A pfg. Dimei — M. —Ffs.
kigenthümer sind: -. Raleh, Votar, dschtrucht d M. — Pf. Hafer
Wertraud Quirin, ohne Ge⸗ ar 3590. Nev-Jorx. 6 sun 22 Pf. Heu 2 M. 40
werbe aͤn St. Insbert, — hb Pf. Sitoh 2 M20 Pf. Kar⸗
Wittwe des Verlebten; Heil ar tdffeln 2 M. — Pf. per Etr.
J. deren win dem Verlebten Truntwahnsinn und zu be⸗ Weißbrod Anha Ko. 56 Pf. Korn⸗
erzeugten Kinder als; eitigen Trunkenheit mit und ohne re F brod 8 Ko. 77 Pf. ditto 2 Ko.
1. Kalhorina Kempf, gewerb⸗ Wißssen; glaubhafte Atteste stehen Frucht,, Brod⸗ und b2 pf. ditto i Kilo.26 Pf.
lose Ehefrau von Jalob Brauer, nmir zur Seite und leisse fuͤr den ZRleisch· Preise der Stadt Gemischibrod 3 Kilo. O M. 97f.
Schmelzarbeiler, erfoig Garantie. “ Man Zweibrücken vom 6. Sepi. Paar Wech 100 Gramm6 Pf
2. Joseph Kempf, Bergmann, vende sich an Th. ico- Weizen 11 M. 04 Pf. Korne Rirdfl. 1. Qual. 70 Pf.2.
3. Moria Kempf, Dienfimagh. netzKy, Droguen- u. Kräuter⸗ dg MN. 40 Pf. Gerste 2reihige Qual. 60 Pf. Kalbfl. 70 Pf.
I. Feriraud, 5 Jodann und handlung in Grünberg in 19 M. — f. Gerste 4 Hamfl. 70 pf. Schweinefl. 70
8. Peter Kempf. Schlesien. 0 . — Pf Srelz 07 M. “Hf. Butter 1M. 25 Pf. ver pid
Asmon Drug und Verlag von 8. X. Demeß in St Ingbert ··
7 FV Siem Allustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. 87.
        <pb n="481" />
        St. Ingberler Anzeiger.

—
zer St. Jugberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblait, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

age), ericheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beirägt vierteljahrlich

lMarl 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfzs. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

—M—— ———CCC—

4 142. J Diienstag, den 11. September 758* — ꝝ 1877.
4 V— ima-⸗8Gs ist klar, daß die Anstellung solcher Personen ohne Sachkenntniß,
Verfalschunggn ——e— der anima A ed zur nothwendigen
—** Frank. Folge haben muß. Gerade hier, wo es der Beamte mit Leuten der
Sdluh ) jeriebensten Sorte zu thun hat, wo ein Fehlgriff oder Nachlässigleit
4 3 ine Summe von Elend im Gefolge haben iaun muß derselbe durch
Stellt man nun einen Metzger dieser Sorte ubn das uur inabhangigkeit persdaliche Uchnag —X——
assige seines Verfahrend zur Rede. so erhätt man mast die dn — —Aa—
che Antwort, datz das Fabrilat für die äcmere Klasse best. mmn reilsverderber von Provesson ihn nur einmal zur RNachficht zu bewegen
ei, die für wenig Geld viel Waare kaufen wolle. Es laͤßt sid ewußt, so ist er ihnen schon mit Leib und Seele derfellen und dehe
erder wicht laugnen. daß darin viel Wahres liegt (vol. Reuleaur h. hmm, wenn er nicht mehr nach ihrer Pfeife tanzen will. Denug.
die Berechtigung zur Ausbeutung und hromishen Vergiftung dieser jation und als deren Folge Amlsentsetzung und Sqhande drohen
Flasse läßt sich aber durchaus nicht daraus folgern, zumal der hm — der Fiuch der eh Ihut) —*
Wehrzahl derselben die schlechte Beschaffeuheit und der sheun Wir haben Gomlob unter uͤnseren empirischen Fleischbeschauern
»er verwendelen Waare gänslich unbelannt ist und sie sich somn vohl noch richt diele echrenwerthe Leute, die unbeeinflußt jedes Ver
nicht selbst vor den schadlichen Einflüssen qu qützen vermdgen. zehen vor den Richterstuhl bringen, aber hier kann die Anlklage oft
Det gibt aber ferner dem übrigen Publikum die Garantie, daß is aicht genügend begründet werden, da die Gesebgebung lucenhast i,
nicht für theueres Geld aug mit solchet Waare bedient wiend! -und es erfolgt entweder Freisptechung oder eine sehr gering Strase.

Es ist gicht meine Absicht, alle Dehrugaates auf dietem detztere sleht oft in gar keinem Verhaͤliniß zu dem Schaden der Confu⸗
nete vorzuführen; die wenigen hier angeführten alltäglichen Fälle menten und dem sehr erheblichen Gewinn des Fleischers, der natürlich
verden dem Leser genũgend Sioff geboten daben Pum Rachdenten im Vertrauen darauf bei nächster Gelegenheit wieder sündigt.
ibder das Thema: „Mensch gib Geld her!“ oder „Mundus vult (?) Eines der wirsamsten Mittel gegen diesen Frebel gegen das
lecipi.· ichinenepidemle ich die Fleischer daher auch gewaliig sträuben, it die Ade boz

ie unlängst im Reichslande vorgekommene Trichinen epidemie in Stlachtwieh zum Verlanfe
ind die in Wurzen bei Leipzig durch den Genuß des Fleisches von —— Einrichtung ermoglich eine leichte
ranlen Thieren erfolgte Erkrankung von 200 Personen, welche ye lontrole, fördert die Reinlichkeit und vermindert unelr anderm die
Menge Vienschenleben gekostet hat, bilden die traurigste Illustration — — — —
uu diesen Ausführungen. So sind von 128 Personen, welche durch hen in hier ut du uee.
en Genuß und die Berührung von milzbrandtrankem Fleisch er⸗ Manche gesce durhtt d dem Gesagten zu St. Vegetarius
ranlten 67, „also mehr als die Halfte gestorben. In d Zeit hworen wollen; aber abgesehen davon, daß bei diefenm auch nicht
raum 1864 -74 incl. fand man 744 Schweine mit Trichinen — —— * —b
ehaftel; es wurden 600 hiervon nach erfolgter Untersuchung vom von iso schunn bogh dicht gZur Chre den id Fischer
henusse ausgeschlossen, wätrend bei dem Reste, der nicht de vie der Fleischbeschauer muß auerkannt werden, daß 6 uniet ihnen
iutersucht war, das Vorhandensen von Deithinen erst nach etaen ——— — —— —2*
Insection constanirt wurde was die erholgre che Wirtung 682 die Wichtigkeit ihres Berufes erkennen und mit den Leuten
nothmondgteit eiuer geregelten Fleischdeschau dut —— der beschriebenen Sorte keinerlei Gemeinschaft haben wollen.

Nicht minder geführlich ist der Lonteren dorstung zufolse der Wollen wir also die Redlichen dadurch unterstüzen, daß wir
Benuß des Fleisges von „perlsüchtigen ünee e. insern Bedarf an Fle'schwaaren nur aus Riederlagen von anrkannt
n hierdurch —A A eninth oresten ue zutem Rufe beziehen, und wollen wir die Ausführung der Sanitäts⸗
ei Thieren sicher dieselbe Krankheit, und bei dem Menschen höchß piheierleichtern durch anne hhollie dungunt beobachtein
oahrscheinlich die Schwindsucht erzeugt wird. Die bayer. — — J— — — schuen we
pt im ganzen Lande statittische Erhebungen angestelt un elbst uns mehr vor derlei betrügerischen und gesundheitsgefuhrlichen
Ausdreiiung dieset Krautheit lennen zu lernen. Ich beae 9 Menschen, als die Peltzei mit all' ihren Maßregeln und die Behoörden
u irten, wenn ich behaupte, daß mehr als 5 pCt. sammtlichen rch ellenlange Berichle zu thun in Sanre sn Gesehaebung
Schlahtyrehes an dieser Krantheit leiden. EHkei st da ohnmächtig, wenn das Publikum seine Mitwirtung dersagt

Wenn wir nun fragen, was die vorerwaͤhnten Schandlichkeiten — ——— Publitum un —B
tmdalicht, so werden wir saden , dat eimedstheils die demressenden zörden aus ihrer beschaulichen Gleichgiltigkeit aufgerüttelt werden
esetzlichen Vorschriften oqh Vehsach wbeliemin, besegders g iner Sache gegenüber, durch deren Vernachlässigung schon Hunderte
u gelind sind, daß sie aber andernth.ils von den nen — ee uee eeee dundn
anen oft nicht mit der nothigen Saqtenntniß und Umsicht. vin zufrie den, wenn es mir gelungen ist, durch ufdeclung der oft mig
iber mit um so mehr Gemüthlicteit vd ghne apdba jeahnten sqändlichen Betrügereien die Gesundheit und die Kasse des
verden, daß ferner der großte Theil des Publiklums in direlter fers vor ber hatsugt saichet udnhl arbeitenden Gesellen zu schuͤtzen.
derlennung seines Interessens diese Organ⸗ wenig oder gar nicht Denjenigen meiner verehrten Leser aber, die sich für die Sache mehr
interstützt, vielnehr, besonders auf dem Lande, denselben ofl geradezu nteressiten, empfehle ich die Abhandlung des G.heimrathes und Direk⸗
utgegenacbeitet. * ois am Veretiuärinstitut zu Beclin, Dr. Gerlach über „die Fleisch

Zar Ehre det meisten süddeutschen Regierungen muß bemerlt ost des Menschen“ welcher ich einen Theil dec geschichtlichen
oerden, daß besonders in neuester Zeit der Sache große Aufmerk⸗
amkeit geschenkt wurde, wie dies eine Masse praktischer uad un. Listisq ——— dãq —WM
rraktischer Votschrifien bekunden. Ob diese Behörden aber genügend Beu sches 5 ich.
denniniß habtn, wie selbst die energischesten Voischriften oft voll⸗ München, 8. Sept. Se. Maj. der König begab sich
ogen werden muß ich bezweifeln. vstern nach Hohenschwangau, wo Ihre Majestat die Konigiae Mutter
Ich beinerten daß am meisten gefehlt wird bei der Auswahl seite ihr RNamenssest feierle. — Der Kronptinz des Deutschen
nr empitischen Fleischbeschauer. Diese recrutiren sich leider allzu Reichs hat anlaßlich der nunnehr zu Ende geführten diesjahrigen
usig aus Personen, die fehr abhängig sind, da das ihnen übder: Jaspicirung der Truppen in Würzburg Vamberg, Nürnberg uund
magene Amt, besonders auf dem Lande, nur wenig einttäglich ist. er Cavalette Dibision bei Straubing, owohl binsichuc der Führung
In manchen Gemeinden wird diese wichtige Function als Versorgungs⸗ der Truppen als deren Leistungen und tactischen Ausbildung nach
vsten jür die ihnen zur Last liegende Personen benützt, und nicht eder Richtung hin seine vollste Zufrieden heit ‚und Anerken nung in
eten sind Nachtwächter, Todtengräber Hitten 2c damit betramn. iner der bayerifchen Armee höchst ehrenden Weise kundgegeden
        <pb n="482" />
        München, 8. Sept. Der Landtag ist auf den 27. Sep⸗
lember einberufen.

Muünchen, 9. Sept. In Folge des Ergebnisses der neueten
Schatzungen bezw. Falionen kann, wie wir hören, der Ertrag einiger
Steuergallungen, vamentlich der Einkommen⸗- und der Hausersteuer,
n das Budcet für die nachste Finanzperiode mit namhaft hoͤheren
Ziffern eingestellt werden, als es im Budget für die laufende
Finanzperiode der Fall war. Abg. Frhr. v. Stauffenberg wird
auch wahrend des bevorstehenden Landtages den Kammersitzungen
nicht regelmäßig beiwohnen könuen, jedoch zu wichtigeren Ent⸗
scheidungen immer hierher kommen.

London, 8. Sept. Rach den „Times“ war die Schlacht
hei Lowaß ein furchtbares Blutbad. Auf einem Raum von 50
Fuß Länge und 20 Fuß Breite lagen die rürkischen Toden und
derwundeten sünf Fuß tief. Die Russen hatten dieses Mal
weniger verloren, weil die Augriffe sehr geschidt gemacht wurden.
Die Berluste betragen vielleicht 1000 Mann. Ulle türkischen
Generale erhielten Befehl aus Konstantinopel, sofort überall anzu⸗
greifen, bevor die rujfischen Veistärkungen ankommen können.
Jondon, 8. Sept. „Central News“ berichtet: Die Turken
griffen von Poredin aus die Kussen an uad vertrieben dieselben
nach heftigem Kampfe aus Lowatz.

London, 10. Sept. Pribatnachrichten aus Sisto vom 9.
September melden: Heute früh begann der Angriff auf Plewne
don allen Seiten und dauerte den ganzen Tag. Gegen 6 Uhr
Abends war Plewna in russischen Händen. Die Türlen gingen in
großer Unordnung zurlick. Ihre Veiluste sind bedeutend.

Die Wiener Presse“ meldet aus CCttinje vom 9. d.:
Bestern Nachmittag griffen 53000 Türken von Podgoritza aus die
Südgrenze Montenegro's an, wurden jedoch mit großen Verlusten
bis Podgoritza zurüchgeworfen. — Grstern Nachmittog find die
Montenegriner in Rilsik eingezogen. Die Fürstin Milena und der
Thronfoiger sind bereits dahin abgereist.
—A
pKaiserslautern, b. Sept. Hier wurden gestera der
einem Bäder 50 Larb Brod, die, obwohl sie noch gauz frisch
waren, doch schon bedeutendes Mindergewicht zeigten, confiscirt und
an die Armen vertheilt.
rLandau, s. —A ein starker
Hageljchlag in den Gemarkungen Edenloben, Ma'kammer, Diedes
seld, Hambach, Kirrweiler, Groß und Kleinfischlingen großer
Schaden angerichtet. (C. A.)
Fur die Redaction verantwortlich F. X. Deme ß.
Die zur Vertheilung kommenden Preise find folgende:
J. 10 Preise für 4322jährige Stuten, welche das erste
Mal trächtig gehen:
70 Mark, 6. Preis 90 Mark,
508 7. , 70
30 8. . 60
20 , 9. . 50
20 —10. * 40 u
zusammen 990 Mart.
II. 10 Preise für Stuten, welche früher schon einen —X
erhielien und mit einem Fohlen vorgeführt werden:
1. Preis 100 Martk, 6. Pres 50 Mark,
2. 9055 7. 354556
3. 80 s. 7 355
4. 70 98. — 306—
5. 60 10., 25
zusanemen 585 Mark.
III. 12 Preise für Stutfohlen:
1. Preis 90 Mark, 7. Preis 35 Mark,
2., 80, 8. 80 4
3. 70, 9. 25,
4. 60 5 10. 5 20,
5. — 50 a 11. — 20 —
6. 40— 12. 20
zuisammen 840 Mark.

Mobiliar⸗Versteigerung.
Mittwoch, 19. 1. Mis.
des Vormittags um 9 Uhr, zu
St. Ingbert, in ihrer Wohnung,
läßt Frau Marr August, Han⸗
delsfrau von hier, wegen Wohnsitz⸗
deraänderung ihre fämmilichen
Hausmobilien u. Waaren vorräthe
oͤffentlich auf Credit versteigern,
worunter namenilich:
5 vollständige Betten, 1
Tanapee, 1 Fauteuil, —1
Pfeilerschränkchen, 1 Com⸗
mode, 4 Tische, 12 Stuühle,
—V
hen, Bütten, Oefen, 1
—XV
und sonstiges Küchengeschirr,
fertige Kleider, Bohnen,
Erbsen und Linsen, 1 La⸗
deneinrichtung und sonstige
Gegenftande.
Aus Auftrag
Das Geschäftsbureau
E.Bechthold. St. Insbert.

Danksagung.
Für die sag —
deichenbegleitung meiner unver⸗
Jeßlichen geliebten Gattin Elisa
zeiha R'pplinger, geb. Nickes
owie für die rührenden liefer
zreifenden Trauergesänge der
Zänger des, Eafinos“, sowohl
im Grabe, als auch im Trauer—⸗
zjottesdienste, sage ich h'emil
neinen tiefgefühlten Dank.
St. Ingbert, 11. Sept. 1877
Peter Ripplinger
Schuhmacher.
Warnung.
Ich ersuche hiermit ug
meiner Frau Katharina Grob
geb. Hauck weder auf meinen
NRamen etwas zu dorgen noch
ju leihen, inden ich keine Zab⸗
iung oder Garantie für dieselbt
leiste.
Schnappbach, 11. Sept. 1877
6. u JIshaun Grob.
ESIICII Rech
—AI 1 möbl. Zimmer Re nungen
debndenun sost, in einem in e, und Bogen
Privathause. sind vorräthig in der
i sagt die Etp. ds· Bl. Druckerei ds. Bla“8.,
geute Abend von 5 Uhr ab:
Wormser
Lagerbier⸗Austick
vom Faß

IV. 6 Preise fur Hengstfohlen:
1. Preis 70 Mark, 4. Preis 40 Mark,
—A 5. 30,
3. 50, 6., 20
zusammen 270 Mark.
V. Für Weitpreise
im Betrage von 8 bis 16 Mark nach dem Ermessen der Commis
sion, sowie für Medaillenn.8 187 Mark
Summa aller Preise 2572 Marl
Für die Bewerber sind nachstehende Bedingungen festgesetzt:
die Mutterstuten mussen von Haupt⸗ und Erbfehlern frei
gut gehalten sein, von Beschalern des —X
gehen und das vierte Jahr bereits zurücgelegt haben;
nur solche Fohlen können concurriren, welche von Hengsten
des Landgestütes abstammen. H'erdei wird besonders bemerlf
daß Stute und Hengstfoblen vor zurückgelegteu
weiten Lebensjahre nicht zur Preisbewerbunt
zugelassen werden;
bon den zur Concurrenz destimmien Pferden muß nachge⸗
wiesen nerden, daß fie ansässigen Personen der Pfalz ange
höten, was durch ein Zeugniß des weene —X
amtes bei der Experten⸗Commission nachzuweifen ist.
Speyer, den 24. August 1877.
Nöoniglich Bayerische Regierung der Pfalz,
Kanmer des Innoern.
In Vertretung des lal. Negierungs⸗Praͤsidenten:
v. Lamotte.
Schild.
— — — — — ——c7 —
ecemes in St Nnaobert.

bei M. Paul.
Wohnungsveränderung.

Von heute an befindet sich meine

parberéi und Drudkerei
im Hause des Herrn Offner, gegenüber der Lateinschule.

M. RVund.
Die Preisevertheilung beim pfaͤlzischen Land⸗ J
gestuͤte pro 1877 betr.

Die Verlheuͤung der Preise an die Eigenthümer der schoͤnsten
in der Pfalz gizogenen, sowie zur Nachzucht verwendeten Pferde
wird für das lausende Jahr Sonntag, den 30. September
I. Vormittags 11 Uhr, im Geslütshose zu Zweibrücken
statifinden.

Die Musterung und Auswahl der zur Preisbewerbung ge⸗
brachten Pferde wird am vorhergehenden Tage, Samstag, den 29.
Seplember l. Is., durch die hiezu ernannte Commission vorge⸗
nommen werden.
        <pb n="483" />
        258 s 8 35
858 233 2822523 58 2 2 —

52353 52832825 22555355388 z38585 5* 2 383 5* 538 5 8

535 323333 33353 33533 3587 —8533 37 * 55

— 23 . 2 ——2—8 8——2233 25 —2— 8 7 3 8 223 — 22 3 5

—— — 522 3z3355 523— 8 8 222 88 —A ————

22 28 25 —2348 58* 8 32 7

—322 8*—553253 * — — s—s 5 5538 —— 2

2z38* 38* 22 232 52 23 —A e⸗ 5*9 ẽ e — 28 9

25 2 285335327 8 5 32* 273 * 7 2 3 — * — — — 5 8 —

352 233533855 555375533 5253538 —— 328335 337 2.

58 J ⁊ 3
5 8 A 2*5 * S k J * —
— — s 8üRB2 — 20 — 222 2 ⸗—29893 5535

355 335355 23533333 383 83 38 3383 3358*

—— —383— . 53 — —— —— ———85 5 — —2 28

5*. B82 25 3 — 8 7 —— 2 22* — —38. S 2

2 —25 2 22 2 2 22 2 3 8— * 229 2*

52 2283832 332 553 2535 53 225 — 25 22 —z.2B7

— 22 73 — *22 — —— — 2 —2*

* *58 5* — 9 —VVO— — 29 — — 8* — DSRa

7 2 S 7.2 D 2 8 28222 2* 33 27

5232 ẽ 3538 2852322 7 —A — —— —2355 3 ——— 22533*

725 3333858 —5— 3 3 3 33

255 3353333 3333855 3—3—533233 832333333

——5 52538 838533222 5532 —252—283532 —z27 53335*

5235 3352 *3 55 523 755— —3 —8 5 ————

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St. Ingberler Anzeiger.
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der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblati. (Sonniage nit illustrirter Vei⸗

age), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierietjährlich

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mit 80 Pfg. pro Zeile berechnte.
9 7 — ⸗
M 143. Donnerstaa- den 138. Seytenbler 414114118177.
. Deutsches Reich.
Maunqhen, 10. Sept. Im heute noch auszugebenden Gesetze
ind Verorduungsbiatt Nr. 40 wird die revidiite Bauordnung
xkannt gegeben ẽ. 775*
München, 11. Sept. Der Erzbischof von München ist
eute mit den Sterbsakramenten versehen worden.
Aussand.
Wien, 11. Sept. Oijfizielle wie Privat-Nachrichten die
ais heute Mitiag reichen, bestätigen,“ daß es den RNussen bisher
nicht gelungen ist, Plewna in ihre Gewalt zu bringen. 33
saruüs, 11. Sept. In der heutigen Sitzung des Zucht⸗
oolizeigerichts in welchet dis Anklage gegen Gambetta- zur Verhand·
ung kommen sollte, ist Letzterer, unter der Erklärung, daß sein
der heidiger krank sei, nicht erschienen. Der Gerichtshof verurtheilte
ernuf Gambetia wegen ungehorsamen Ausbleibens zu 3 Monoten
Hefängaiß und 2000 Francs Geldstrafe. Wahrsceinlich wird
Hambeita Oppositlon erheben, und wird die Vechandlung dann
schon in der nächsten Sitzung Statt finden. Es wird erwartei,
daß der Prozeß wieder vor dieselbe zehnte Kammer kommen wird.
Das Wiener „Tagblatt“ meldet aus Schumla vom 10. d.:
Die türtischen Offensivbewegungen sind vorläufig eingestellt. Das
— DD—
vorden. Am linken Üfer des Lom sind Ostriza, Ablawa und Opaka
in tückischem Besitz. Bei Pollomarka finden täglich Kanonaden statt.
on stanttnopel, 10. Sept. Daß Rilfuͤsch sich mit einer
garnison von 500 Mann am Samstag sich an die Montene⸗
zriner ergeben hat, wird amtlich semeldet. J
—
er Grenze von Serbien haben Befehl, sich bereit zu halten, um
m Falle der Theilnahme Serbiens am Kriege sofort in dieses
dand einzurücken.
Washhington, 11 Sept. An die Stelle Brigham Young's
st der Prasident John Taylor zum kirchlichen Oberhaupt der Mor⸗
nonen ernannt.

——

— ——
Vermischtes.

Zwelbrückhen, 8. Sept. Von hier schreibt man der
Bf. V.“: Die Schaadthat, welche in der Sedansnacht an den
xriedenslinden hier verabt wurde, hält die Gemüther noch in be⸗
jändiger Etregung. Die Belohnung von 1000 M., welche ur⸗
prünglic dem En:decker ausgesetzt war, soll durch verschiedene
ceiwillige Beiträge auf 1700 M., nach einer anderen Version
ogar auf 2000 M. gebracht sein und wenn nachstehendes Gerücht
ich bewahrheitet, nicht ohne Ersolg. Ein Jäger des hiesigen Batail⸗
ons soll nämlich auf. dem Marsche nach Met dem Auditeur zu
Brotokoll gegeben haben, er sei nach dem Zapfenstreich ausgestiegen
u einem Sielldichein mit seinem Mädchen. Bei dieser Gelegenhrit
ei er, selbst unbemertt, Zeuge gewesen, wie zwei Maänner das
Zubenstück verübt hätten. Ueber dir Arbeit sei dem einen, den er
u kennen glaubte, die Mütze vom Kopfe gefallen, wobei er deutlich
dessen kahlen Kopf gesehen. Furcht vor Strafe habe ihn bisher
ibgehalten Anzeige zu machen. — Ich habe dem hinzujzufügen,
aß man den. Kahllöpfigen offen bei Stand und Namen nennt und
aß derselbe auch schon verhört worden ist.

7 Kaiserslantern, 11. Sept. Die „Pf. Vollsztg.“
chreibt: Die chemische Unter uchung des hier gebrauten Vieres hat
ereits mit dem Fabrikate von 10 Vrauern begonnen, das Resullat
st uns jedoch noch nicht bekannt. Die chemische Analhse von Lebens⸗
nitteln ist übrigens mit nicht unbedeutenden Kosten für die Stadt
erknüpft, indem z. B. diese 10 Prüfungen 74 Mark kosteten. —
Nachdem am letzten Freitag eine bedeutende Quantität zu leicht
efundenen Brodes confiscirt worden war, wurde gestern wieder ein
dorb boll confiscitt ind unter die Armen vertheilt... —

x Aus der südlichen Vorderpfalz, 7. Sept., wird dem
Kur.“ gemeldet: Diejer Tage wurde in einem gewissen Orte, der

horläufig ungenannt bleiben möge, bei einem Wirih ein Faß Wein
uinter gerichtliches Siegel gelegt, in Folge einer Anzeige auf Weiu⸗
erfälschung. Der Wein soll übrigens nicht eigenes Produkt des
Wirthes, sondern von auswärts bezogen worden seins

FNeustadt, 10. Sept. Unsere Siadt beherbergt zur
zeit unseren berühmten Landsmann den la'serlichen Admiralitäis⸗
ath und Direktor der Sternwarte Herrn Neumayer in ihren Mauern⸗
Derselbe befindet sich auf Besuch bei seinem Bruder, dem Herrn
dotar Neumayer, und gedenkt sich von hier aus nach München zu
dem Kougreß der deutschen Naturforschet zu begeben.

7 Die pfälzische Generalsynode soll am 11. November nächst⸗
sin einberufen werden. An dem 19. September wird der größte
Theil der Mitglieder der genannsen Synode in Reustadta.d. H.
u einer Vorbesprechung zusammentreten, in welcher die eiwa zu
dellenden Anträge vereinbart werden sollen. Zu dieser Vorverfsamm⸗
ung sind diejenigen Synodalen eingeladen, welche entschieden auf
em Boden der freifinn'gen Grundsaͤtze der Vereinigung vom Jahre
818 bestehen.

— Dirmstein, 11. Sept. Heute fand d'e Trauung des
ayerischen Gesandten in Berlin, Herrn v. Rudhardt mit Frau d.
Zutzlacher dahier statt. V

F Speyer, 10. Sept. (Sp. 3.) Die Gründung der
Zfälzischen Aussteuer ⸗Anstalt hat auch außerhalß unseres Kreises
rielfach großes Interesse erweckt, wie verschiedene an den Ausschuß
zelangte Zuschriflen von außen (z. B. von Berlin und Köln au
zeweisen. In hiesiger Stadt hat die Anstalt bereits über 120
Theilnehmer gefunden. In den übrigen pfälzischen Städien wurden
ürzlich 28 Agenturen errichtet, und diese haben ihre Thätigkeit
zereits begonnen.

F Speyer, 11. Sept. Herrn Bisthumeverweser Domprobst
Busch wurde von Sr. Maj. dem König anläßlich seines 50jährigen
Zriesterjubilaums das Ehrenkreuz des Ludwigsordens verliehen;
‚asselbe wird dem Herrn Domprobst am 13. d. als dem Jahres⸗
age seiner ersten priesterlichen Anstellung in feierlicher Weise vor
dem versammelten Domkapitel überreicht werden.

f Die Kaufleute der Pfalz werden im neuesten Amisblati
zewarnt, 1. Patent-Birkenölbalsam von Alwin Nieske in Dresden,
Balais Guttenberg (attestirt von Dr. Theobald Werner zu Breslau
als uaschädliches, eine Losung von südamerikanischem Birkenmark
enthaltendes Haarfärbemittel); 2. Haarhersteller von Bernhard Ptetzold
1. Cie. in Dresden, zu beziehen. Gegen diejenigen, welche die
ingeführten Mittel feilhalten, wird auf Grund der 88 324 und
326 des Strafg. vorgegangen. —

F Bei der Sedanfeier in München, die durch Vorträge
‚on Sängern des k. Hoftheaters verherrlich! wurde, unterlegte Herr
Nachbaur, welcher die Romanze „Da stolzes England freue Dich“
nn meisterhafter Weise vortrug, der auf stürmisches Verlangen
pviederholten Schlußstrophe folgenden Text:

„Wer ist der König, hochgeehrt,

Der in der Zeiten Drang

Mit deutscher Treu' das Bruderschwert
Im heil'gen Streite schwang ?

Wer ist es, der mit mächt'gem Streich
Besprengt das Kaisergtab?
Wer ist es, der dem jungen Reich
Den Imperator goab 5—;

Du stolzes Bayern freue dich,

Dein König, hoch und ritterlich,

Dein König, dein König:

Dreceer deutsche Ludwig hoch!“

(Allgemeiner, kaum enden wollender Jubel.) reyr

FMuünchen, 8. Sept. Der Eigenthümer der unlängst
ei Benedicibeuern von den armen oberfräntischen Webersleuien
donrad aufgefundenen Papiergeldsumme ist nun in der Person eines
heulieferantensohnes ermitlelt. Derselbe hatte beim Remontendepot
n Benedictbeuern Geld einkassirt und den in Papier ausgezahlten
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        Beirag sammt dem Notizbuche verloren. Die redlichen Finder,
velche aus Murnau lamen, wo sie vergeblich Arbeit gesucht, erhielten
30 Mark Finderlohn. (Hätte auch splendider sein dürfen.)

Muhlhausen, 7. Sept. Am letzten Dinstag wurde ein
14 Jahre altes Madchen, welches in einer hiesigen Fabrik an
siner Kamm⸗Maschine beschäftigt gewesen, von der Maschine an
den Haaren ersaßt und ihm dat Haar sammt der Kopfbaut weg⸗
gerissen. Das unglückliche Mädchen. bietet einen entsetzlichen Anblick
Ind leidet große Schmerzen. Wie seine Mitarbeiterinnen sagen,
dar das Kind bei der Arbeit eingeschlafen.

Mainz, 7. Sept. Das der Koln · Düsseldorfer Dampf ⸗
schifffahrts⸗Gesellschaft gehöͤtige Passagierboot „Gutenberg“, welches
hon Koln nach Mainz fahren wollte, rannte gestern Abend bei
Walluf gegen die dori befindliche sog. Krippe und setzte sich sofort
est. Auf dem Schiffe befanden sich ca. 400 Personen, die es im
Rheingau, eine Wiesbadener Gefellschaft, welche von einer Ver⸗
znügungstour zurückkam, aufgenommen hatte. Die Passagiere, im
ersten Augenblick verwirrt, riefen nach Hilse, rannten auf dem Deck
umher, wie besessen, wurden auch alsbald von Sch'ffern, welche
nit ihren Kähnen anfuhren, gerettet, so daß kein Menschenleben
zu beklagen ist. Der Bug zeigte bei naͤherer Untersuchung ein be⸗
deutendes Led, so daß, als das Schiff geräumt war, das Wasser
schon ca. 8 Fub in demselben sta d. Wer die Schuld an diesem
Falle trägt, ist bis jetzt noch nicht aufgeklärt.

4Ein hübsches Notariatsgeschäfichen wird aus dem Kanton
Wallis gemeldet. Der Rotar, welger das Testament des in Leut
verstorbenen Spielpächters Blanc aufzusetzen hatte, soll hiefür nach
dem gesetzlichen Tarif nicht weniget als 40,000 Francs bezogen
haben. Dem Kanton falle eine Erbschaftesteuer von 200,000
Francs zu.

JAm 7. September find bei Zermatt bei Besteigung des
dyßkamm zwei Engländer, Lewis und Paterson, mit ihren drei
Führern, Gebrüder Nnubel, durch den geborstenen Firn in den
Abgrund gestürzt und alle fünf glesch todt geblieben.

Wris, 6. Sept. Gesiern hat sih ein junger Mann

»eulscher Herklunfst, Ramens Max Klein, vom Triumphbogen uu
en Elhsäschen Feldern heruntergestürzt und blieb auf der Stellt
odt. Klein, 24 Jahte alt und einer achtbaren Familie amgehörig,
Jatte sich auf Reisen in den Tropenlandecn ein schleichendes Fieber
ugezogen und neigte in der Ueberzeugung, daß seine Krankheit un—
he ibar sei, zur Melancholie, die ihn wohl schließlich zum Selbst⸗
nord getrieben haben mag. Zu Füßen des Monuments las man
nur noch einen formlosen Fleischllumpen auf.

Gemeinnütziges.

Verzierungen an Waänden, Decken und Möobeln.
Zchon seit langem ging man mit der Idee um, einen Ersatz zu sinden fin
ie zerbrechlichen sehr schwer anzuheftenden und so leicht zerstörbaren Ver⸗
jerungen aus Gypsmasse an den Deden und Wänden von Wohn⸗ nund
esellschaftsräumen. Kurzlich ist es gelungen, eine Masse aus Papierbrei mit
inem Leimzusatz herzustellen, welche nicht allein jedem Witlerungseinflusse
rotzt, sondern sogar mit der Zeit härter wird, sich leicht schleifen läßt, so
aß jedes Colorit mit Leichtigkeit anzubringen ist. Dabei sind die Verzierungen
nur 7/10 so schwer, als entsprechende aus Gyps. So wiegt eine Rosette von
irca 600 Mni. Durchmesser, einigermaßen voluminös ausgearbeitet, in Gyps⸗
nasse ungefähr 6 Kilo und bedarf es zum Zwecke ihres Festhaltens an der
Decke, wie wohl jedem Stuccateur bekannt sein wird, großer Muhe und
lusdauer.

Dieselbe Rosette, in Papiermasse ausgeführt, wiegt kaum !/4 Kilo und
st ungefähr in fünf Minuten mit Hilfe einiger eiserner Häckchen festgeklebt
Durch einen zweimaligen Anstrich vermag man ihr ein reineres Weiß zu
zeben, als es die feinste Gypsmasse besitzt, und kann deshalb natürlich je
iach der Form der Vlumen ⁊c. auch mit allen möglichen Farbentönen be—⸗
deckt werden.

Die Anwendung der Papiermasse ist jedoch nicht nur auf einen Punr
eschränkt geblieben; man verfertigt heuie aus derselben die prachtvollsten
Möobelverzierungen, welche durch ihre Elasticität und Festigkeit den Vorzug
jor allen geschnitzten Holzsachen verdienen und schon dadurch, von ihrem bil⸗
igeren Preise abgesehen, dem Holzbildhauer eine gefährliche Concurenz er⸗
ffnen. Eine einzige Form genügt, um hunderte der schönsten gepreßten
Abgüsse hervorzubringen. Dabei lreten selbst die feinsten Fasern von Blättern,
Blumen ꝛc. bewunderungswürdig scharf hervor. Unter Anwendung dieser
Masse sind die kühnsten fast unmöglichen Formen an Möbeln ꝛc. herzustellen.

Fuür die Redaction verantwortlich F. X. Demesß.

Mobilien⸗Versteigerung. Arerik. Fleisch (corned beof)
pe amst a Mwrer 15. in Dosen,
Zachmittags 1 Uhr in seinem di » ni
e de dehier laht Ludwis nnib
Vogelsang, Shreiner bier, russische Sardinen,
die in seinem Magazin noch Sardellen,
oorräthigen Möbel, worunter Holländische Häringe,
— * sake, Vellnod Frische Citronen,
eiderschränke, Bettloden,
Nacht⸗Tische, Commoden, edeh und
Wdeschufche. Pieilerschranke, aselnüsse
Wiegen, Stühle ⁊c. empfiehlt
ferner ältere, Möbel, J. Peters, St. Ingbert.
Betten und Bettzeug, die s8z Xxr5 —*
Janze Schreinerei-Einrich⸗ Ein möbl. Zimmer,
sumg mit Werkzeugen, vor⸗ das sogleich bezogen werden kann,
rälhigem Werkholz ꝛc. öf⸗ dat zu ver gziethen
—XVVVVV—— Ferd. Ritter, Budbinder.
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St. Ingbert, 11. Sept. 1877. 2 Zimmer
Sauer, k. Notär.
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Alle, die an den Nachlaß des
in Sti. Ingbert wohnhaft ge⸗ 2* Heilbar
wesenen und verlebten Wirthes st Trunkwahnsinn und zu be—⸗
ind Bäders Johann Grewe, eitigen Trunkenheit mit und ohne
nig jr. rechtmäßige Forderun⸗ Wissen; glaubhafte Atteste stehen
gen zu machen haben, werden mir zur Seite und leisste für den
Fermit höfl. ersucht, ihre Reche Erfolg Garantie. Man
nungen im Laufe von 14 Tagen wende sich an Th. Ko-
oon hiute mir einreichen zu netzly, Droguen⸗ u. Kräuter⸗
vollen. handlung in Grünberg in
L. Bechthold, Sescaftsaaent. Schlesien.
Das Neueste in
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Berliner Zeitung
mit dem Unterhaltungsblatt der Berliner Zeitung.
Erscheint täglich (auch Montags).
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dofnachrichten, Personalien, Nachrichten aus Magistrats⸗ und Stadtverord⸗
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chweigische und Hamburger Lotterieliste, Standesamtsnachrichten,
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Tmon I im Veras von v. x. Demer in E Inabert.

Name:?
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2—z 5353 2572335 3355— 8233 25233 557 58 2— 5f85 7
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35s8553 353838335 23—333338 585332
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5532 53 5222 — 222 22229 —3333327235 z8388 3232385324255
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32* 2 52 53858553 22353 * 23 277475
33232 555 53557 253252 235335— z55 —
327233—2235 252 2—25 825 333 25575 —— 25 * 53533355
255383533 263538353 38 333 2332588 s5s 38
8335—283523 3 — — — 5283533 — ———
* 33354 27335 *
—2— S n E 228 — 8 * 2 2524 25* *8 35
555 553585 52532382 532 —*8 3634 s
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——— 3533 — 53 8333438 53553835
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— 2328 237* 8 2 2B2 22 353— — J33537
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        * 2583 288
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533 5322 552 3353z53334383333323337 5258 ꝛ 258
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52 3 28337—5—— 638* — ———— 2333353353235
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3 — 33835353833 53
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5533857 283332 553333553* *
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2 *223533238 83 3
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        St. Ingberler Anzeiger.

— — —
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—— — —
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöoͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblätt. (Sonnlags mit illustrirter Bei⸗

age), erscheint woͤchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag aud Sonntag. Der Abounementepreis betraͤgt vierieljahrlich

Aarl 20 R.⸗Pfg. Wazeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts nit 15 Pfg. für die vierzgespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
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187.
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Friede ernährt, Unfriede verzehrt!

8.-0. Dieser alte deutsche Kernspruch sollte mit goldenen
zelkern Uber allen Werkstätten und Fabriken angebracht und dadurch
dem Arbeiter mit dem Beginn eines jeden Tagewerks in Erinnerung
ebracht werden. Wer socialdemokratische Blätter obne Kritik liest,
znnte auf den Gedanken kommen, daß nur Unfriede Rahrung gebe
ind die sociale Wohlfahrt erhöhe. In Wahrheit ernährt der sociale
zrieg aber nur die socialist'schen Agitationskassen. Tausende von
orern und Lesern müssen jährlich zur Unterhaltung von agitato⸗
ischen Rednern und Schriftstellerr beisteuern. Dieser modernste
z7Üwerbszweig kann allerdings nur bei der Fortdauer des socialen
Unftiedens gedeihen, aber die Massen als solche koͤnnen sich m't
ieser Steuer für die socialistische Agitation und mit der Unzufrieden⸗
eit über alles Bestehende noch kein Brod und keine bessere Zukunft
chaffen. Der Aberglaube an das Heilmittel eines socialen Krieges
ind an eine neue Gesellschafisorzanisation kann einen Theil der
golksmassen wohl kurze Zeit hindurch bethören und zur Bildung
von Secien in socialistijichem Sinne verleiten, weil an die Sielle
zner religiösen und politischen Begeisterung zeitweise auch eine so⸗
jalist sche treten kann; aber schließlich wird der gesunde Menschen⸗
zersand doch zurückkehren und der Wahlspruch „Friede ernährt,
Unfriede verzehrt“?, der als eine Erfahrung von Jahrtausenden im
hollsmunde fortlebt, auch in den Herzen des Volkes wieder Wurzel
assen.

Die Arbeiterbewegung hat jedenfalls das Gute, daß sie die
Frörterung aller auf das Wohl der Arbeiter bezüglichen Fragen
nachtig anregt und ein besseres Veiständniß der Rechte und Pflichten
on Arbeitgebern und Arbeitnehmern anbahnt. Die Arbeiter müssen
cdoch in dem berechtigten Streben nach Verbesserung ihrer Lage
pie andere Klassen auch Lehrgeld zahlen und auf dem Wege von
em Jerthum zur Wahrheit, von der Unbildang jzur Bildung durch
ie Stufe der Halbwahrheiten und der Halbbildung hindurchgehen,
ais fie zum Selbstdenken und Selbsthandeln kommen und sich daran
ewöhnen, auch andere als socaldemokratische Zeitungen und Schriften
u lesen. Das Verluingen nach wirklicher Belehrung wird ihnen
chon kommen. Wenn nur wirkliche Vollsfreunde n'cht versäumen,
vurch Wort und Schrift ihre Pflicht zu thun und insbesondere ssvch
uuch in der Localpresse an der Prüfung der Arbeiserinteressen un⸗
Jarteiisch zu betheiligen. Dabei werden allerdings Thatsachen immer
Uagender wirken, als Grunde.

In einer sehr nachahmenswerihen Weise beleuchtet in dem uns
ugegangenen „Schweidtaitzer Stadtblatt“ vom 2. September in
Jolksfreund dea unheilvollen Einfluß des socialen Uafriedens
wuf die Entwicklung der Gewerbe mit folgenden Bemerkungen: „Wir
rinnern nur an das Eingehen der blühenden Pflug'schen Waggon⸗
fabrit in Berlin nach einem monatelangen Streilk. ee
at durchschnittlich 2000 Arbeiter beschäftigt und jährlich AMis 22
Rillionen Mark Löhne ausgezahlt. Als ihr aber durch die maß—⸗
osen Forderungen ihrer Ardeiter die Concurrenzfähigkeit benommen
purde, zog sie es vor, die Fabrik zu schließen, die Arbeiter zu ent⸗
assen und Grundstücke, Maschinen, mit Allem was drum und dran
änzt unter den Hammer zu bringen. Es sind dadurch 2000
itbeiter brodloz geworden odet mußten sih minder lohnenden Be⸗
tieben zuwenden, und ich zweifele sehr, ob auch Einer von ihnen
ei den socialistischen Agitatoren neues Brod gefunden hat. Ein
weiter Fall hat sich vor nur wenigen Monaten in unserem Nach⸗
athreise ereignet, wo ein bedentender Fabrikant sich in Folge -socia⸗
istischer Drohbtiefe veranlaßt sah, sein Geschäst aufzulasen und da⸗
urch in einer ohnehin arbeitslosen Zeit Hauderte von Arbeitern
eschäftigungslos zu machen. Als drittes ganz besonders lehr⸗
iches Beispiel der Folgen sccialistischer Hetzereien führe ich die
hließung der Deter'jchen Cgarrenfabrik in O,lau an. Auch
reses dislang friedliche, gewerbfleißige Städtchen hatten die Herren
vcialissen als neues Bersuchsfeld zur Ausfaat ihret Unfriedens⸗
ehre erloren, sind aber bei Herrn Deier an den unrechten Mann
—XD —

Fabrik schloß. Nun wird für 200 brodlos gewordene Arbeiter in
ocialistischen Blättern nach Almosen gebettelt, das andere beschäf⸗
sigte Arbeiter ihrem Verdienste abdarbea sollen. Das also sind
die ersten Etappen auf dem Wege zum —XVXX
demolratischen Zukunftsstaat! ?“

Deutsches Reich.

Muünchen, 9. Sept. Die Allerhöchste Enischließung, wodurch
der im Juli vertagte Landiag auf den 27 d. M einberufen wird,
iegt jetzt vor. In so fera ist der g wählte Termin prattisch, als
er vor dem in der zweiten Woche des Ollober abzuhaltenden soge⸗
iannten Oktoberfest, das immer einige Störung der Geschäfle
zerursacht, der Abgeordnetenkammer mehr als eine volle Woche Zeit
äßt, um die Arbeiten in Gang zu bringen. Zu den unerquicklich⸗
ten Aufgaben der Session gehören die ultramontanen Wablbe⸗
chwerden, in denen einfach die alten, mehr als genug wiederlegten
rrigen Grundsätze und Behauptungen aufgestellt werden und woͤmit
zie Herren auf der Rechlen füglich ihre Gegner diesmal hätten ver⸗
chonen können, da die Erneuerang der Wahljurispruden; und Be⸗
veisführung vom vorigen Jahre nur boöses Blut machen wird, ohne
der Kammermehrheit das Geringsie zu nutzen.

Berlin, 10. Sept. Für die in den ersten November⸗
agen hier in Berlin zusammentretende Kommission zum Zweck der
Beatbeitung eines Gefetzes gegen die Verfaͤlschung der Nahrungs⸗
nittel sind, wie der Koln. Zig.“ geschrieben wud folgende tech⸗
nische Mitglieder berufen wocden: Geh. Regierungsrath Professor
hofmann (Berlin), Geh. Hofrath Professor Fresenius (Wiesbaden),
Beh. Sanitätsrath Dr. Varrentrapp (Frankfurt a. M.), Professor
Dr. Knapy (vom Polytechnikum in Braunschweigh. Im Reichsge⸗
undheitsamt wird ein erster Entwurf ausgearkeitet, an dessen Hand
iese Kommission berathen soll. Sobald diefelbe zu einem Resultate
zelangt ist, werden, durch das Reichsfustizamt berufen, Justiz⸗ und
Berwaltungsbeamte hinzutreten, um den Entwurf für den Bundesß—
nath fertigzustellen. Der öffentlich ausgesprochene Wunsch des
Direltors des Reich-Gesundheitsamis um Zusendung von Waterial
ider die bezüglich der Nahrungsmittel ⸗Verfaischung odemachten Wahr⸗
nehmungen, beziehungeweise Vorschlage zur Äbhulfe hat anfänglich
'n erweitertem Umfang Erfüllung versprochen. Einsenduneen von
Behörden und Instituten aus allen Theilen des Reiches lassen noch
mmer auf sich warten. Es ist dies um so mehr ausffällig, als
die Klage uͤber verfälschte Nahrungsmittel allgemein derhreilet und
aberall gleich lebhaft isi.

Berlinn, 12. Sept. Der „Provinz.⸗Corresp. zufolge er⸗
rolgt die Rückkehr des Kaisers nach Berlin nicht vor Mitie Ockober.

Welch' betrübende Folgen d'e traurige Lage der preuß i⸗
chen Lehrer in immer weilerem Umfange nach sich zieht,
rgibt sich aus der Mittheilung der Magdeburger. Zig.“, daß in
degierungsbezirk Merseburg im vorigen Jahre und im ersien Vierlel
ieses Jabres troß mancherlei Schwierigkeilen, welche die Regierung
n den Weg legt, nicht weniger als 103 Lehret den Bezuͤk ver⸗
afsen haben, um nach Sachsen (6), Anhalt (19) oder überhaupt
n's „Ausland“ jit gehen. In andere preußische Bezitke gingen
twa 60, davon 24 nach Wesifalen und der Rheinprovinz, waͤhrend
26 ihr Lehramt gärzlich niederleaten. Am 1. Januar d. J. waren

179 Stellen unbefeßzt.
NAusland.

Man schreibt dem „Berl. Tagebl.“ aus Wien: Die russische
Kriegsführung wird auch jetzt, wo fie die „politischen Gesichs—
punlte“ fallen gelassen hat, in den mil jarischen Kreisen Oesterreichs
ucht beifällig beurtheil. Man nennt dieselbe, wie früher cine
„politischen, so jett eine „moralische“, indem es den Russen nut
)a rum zu thun scheint, den Eindruck der erlillegen Niederlagen an
Itt und Stelle zu verwischen, nicht aber nach rein militärischen
Regeln vorzugehen. Nur dadurch erklärt man sich, daß die Russen
egen Osman Pascha und Plewna eine große Uebermacht entfolim,
vaͤhrend sie Mehemed Ali gegenüber, der doch die türkische Hauvre
        <pb n="490" />
        armee füͤhrt, schwache Kräfte ins Feld stellen. Einen moralischen
Bvefolg magen se naqh hiesigen Unschauungen hei Plewua erreichen.
aber die Entischeidun liegt nicht dort und wird wicht gegen
Danan erfochten. Naßgebend, blejbl der Often Bulgarientß und
das Festungs Viered, und' so lange die Ruffen nuch dieser Seite
jin keine durchgreifenden Erfolge ertingen, erachtet man die mili⸗
järische Lage nicht wesentlich aerändert. Im Gegensatze zu den
Nuffen werden nun die Monenegriner die „polttische Kriegführung“
heobachten missen: Mit dem Falle von Nilsit haben die Czerna⸗
gorzen diejenige Grenze erreicht welche sie ihren Operationen nach
Rorden hin giehen müssen. Wie sehr sich auch die Lage verandert
hat gegen früher, so sieht doch auch heute noch fest, daß Oesterreich⸗
sngarn die Horzegowind oder auch rur einen wesentlichen Theil
derselben dem Fürsten Nikita nicht in die Hände fallen lassen will.
In Cettinje weiß man das wohl, und daraus erklätt es sich auch.
daß das montenegrinische Haupiquartier bereits überall hin melden
— Festung
gehörige Thal, das, nebenbei bemerkt, eines der wenigen fruchtbaren
Thöler der Herzegowina ist, zu sichern, um dann die Operationen
gegen Sputz, also nach Süden, resp. nach Albanien hin, mit der
Hauptmacht des Fürstenthums aufzunehmen. Oesterreich hat, Dank
der statigehabten, Verständigungen““ mit; seinen Verbündelen und
namentiich mit Rußland, nicht mehr viel gegen eine bescheidene.
Vergebßerung Montenegros, oder, wie es offiziell heißt: geren
reine mäßige Entschädigung für die großen Austrengungen Mon⸗
lenegros“ einzuwenden, nur darf diefe Eatschaädigung nicht in der
Herzegowina gesucht werden? In Folge dessen erachtet man im
Haupiquartier des Fürsten Nilita weitere Bemühungen in der Herze⸗
gowing als vergeblich, und wird nur darnach trachten, größere
Streifen Landes von Albanien in Besitz zu belommen.

Wien, 11. Sept. Wie der „Deutschen Zeitung“ gemeldet
wird, refusre Gortfchakoff neuerdings jede Mediation. Er würde
deulscherseils in dieser Haltung unterslützt. In Gastein, wo der
Dreilaiserbund neu gekraͤftigt werden soll, wird Bismaͤrcd Andrassy
für seine Mediations Anschauungen zu gewinnen suchen. Der Kaiser
hon Deutschland habe jüngst geäußert;““„Meia Neffe wird nicht
eher Frieden schließen, bis er sein Ziel erreicht hat

Wien, 13. Sept. Die „Politische Correspondenz“ meldet:
Die dereinigte russisch⸗rumämsche Armee erstürmte Grivica „ die
stärkste Position Osmann Pascha's bei Plewua.

Paris, 12, Sept. Der „Republique fraucaise“ zufolge
wird Gambeita gegen das Urtheil des Zuchtpolizeigerichts Einspruch
rrheben; bei der weiteren Verbandlung sollte ihm Allou, ein ent⸗
schiedener Anhanger der republikanischen Pattkei, zur Seile stehen.

Das Wiener „Tagblatt“ will wissen, daß die ruffischserbische
TFonbention für Serbusen vortheilhaft () sei. Dasselbe beziehe
monatlich 4 Millionen Francs und außerdem werde Rußland bei
den Friedensschlusse dafür sorgen, daß Serbien einen Gebieiszu⸗
zuwachs erfahre. Von russischer Seite werde ihm der größte Thell
Vu.Serbiens über Prischtina hinaus, sowie der Kreis von Nisch
bia Sofia zugesichert, jedoch dürfe Serbien keine Hoffnungen auf
nur den geringsten Theil von Bosnien hegen. Die Action Ser⸗
diens solle am 20. September begienen. Fürst Milan werde am
18. September nach Alexinatz abteisen; in seinem Gefolge werde
sich ein Flügeladjutant des Czaren befinden.

Die , Central News“ meldet aus Bucharest vom 12. Morgens:
Die Russen erstürmten gestern nach überaus glänzender Gezenwehr
der Türten und mehrmaligen Rüchschlägen Grivsca.

Ein russischer Bericht sazt; Bei der Erstürmung von Lowaisch
am 3. September wurden 2 feindliche Fahnen viele Waffen,
Patronen und Munitionskasten genonmen.“ De Rufsen haben
2200 lurkische Todte beerdigt; außerdem wurden noch viele Türken
hei“ der Verfolgung durch“ die russische Cavalerie niedergemetzelt.
Der rusfische Verlust überstieg nicht 1000 Mann.

Nach der ersten Schlacht bei Plewna schon sagte der Corre⸗
spondent der Daily News“, daß die russischen Soldaten sich
esdenmüth'g schlugen, daß aber die Generaͤle ihre Pflicht weder
annien noch haten, und ertheilte' den guten Ralh, den Soldaten
Alles zu überlassen, die Generale möchten aber alle miteinander zu
den Koffeehäusern von Moskau und Petersburg zurücktehren. Da
sie nicht freiwillig gehen, gidt man ihnen jetzt den Laufspaß. So
rfährr die „D. Z.“, daß Generallieutenant Pusanoff, Chef der
30. Inf.Div, Generalmajor Porochweikoff, Chef der 17. Inf.⸗
Div. Generalmajor Nonogliansti, Commandant der 1. Biigade der
8. Inf ·Did. und Generalmojor Lykoff, Commandant dec 1. Bri⸗
zade der 2 Inhß.Div., dou ihren gegenwärt'gen Posten entheben
nd den Ersaßztruppen einverleibt wurden. Als Gand der Entlas
sung werden „Gesundheitsrücsichten“ angegeben. Was den Gene—⸗
ral Pusanoff angelangt, so ist det Correspondent der Daily News?
in der Lage, den Grund der Entlassung anzugeben. Pusanofi⸗
rin aller Nann und einer der reichsten Grundbesitzer Rußlands,
dessen Laufbahn eine lange ehrenvolle war, wurde nach Rußland
sutudgeschickt amach wegen Feigheit. Wite es scheint, waär er bei

Plewna gar tilcht asf dem Schloqhsfelde erschieyen und tiroßdem
vdom Schrecen ergteffen, ohne Halt bis Bulgarien geflohen:
gn Abdrelandpel fin 57 Bussates burch den Strang
hingerichtet worden.
Die Sodi Chitcago hat angeubligtich waeder ainen shwaren
X
Sabinge⸗Banke, die bedeutendste und dis dahin für am sichersten
ehaltene Sporban idte Zahlungen eingestellt. Unter den 16,000
Depositaren, welche der Bank nahezu fuünf Millionen Dollats an—
zeriraut hatten, befinden sich sehr viele Deutsche. In den Dedeschen,
welche über diesen harten Schlag Aubluaft geden, wird der Fall
deiterer sechs Sparbanken als nahe bevorst hend gemeldet. Der
erste Direktor der Bank, Namens Taylor, hat durch betrügerische
Manpulationen den Fall hekbeigeführt, fich aber der Strase durch
die Flucht entzogen. J
Ein Besuch bei Gambetta.

Der Redalteur der „Dresd. Nachr.“, Dr. Biereh, hat Gam⸗
betla einen Besuch abgeslaitet und derichtet darüber in seinem Blatte
Jes Ausführlichen. Wir entnehmen dieser Mittheilung das Fokgende:
Das Vorzimmer Gambetta's glich bei meiner Ankunft dem Em—
fangs-Salon eins Ministers oder Kanzlers. Es liegt zu ebener
erde nach einem Garten 'in der Chaussee FJAntin. In demselben
dause befinden sich die Redaktionsräume der von Gambetta redi⸗
zirten Zeitung „La Republique“ francaise.“ Das weite Gemach
dar min etwu 40 Menschen gefüllt, es glich einem Bienenstole;
ich stand inmitien von Senatoren, Diputirten, Journalistea, Be—
am!en aus verschiedenen Ministerien, sobie zweser Deputationen aus
der Provinz. Letzlere kamen in Wahl . An elegentzeiten, sie statteten
Rapport ab von der Stimmung des Landes, sie hollen Jystruktionen
rin, wie die Wahl-Agitationen in Fluß zu bringen oder zu steigern
ei. Man'sah Leute aller Stünde, von dem Senator von Frant-
leich bis zum einfachen Gesellen!“ die Arissokratie, Bourgeoisie und
der Arbeilerstand, Stadt und Land, Militär wie Civit war ver—
reten. Ebenso innunigfaltig war das Kostüm der Wartenden.
Als vorsichtiger Mann hatte ich mich à la Parisienne m't eißem
zeuen Frack kostümirt — die zahlreichen B'ousen Mänrer, die in
zem Botzimmer neben deu vornehmen Herren en robe warteten,
helehtten mich, daß diese Vorsicht zu meit getrieben war, zu einem
Demokraten iommi man in jeglichem Gewande. Gambetta war so
jöflich, mich als Auslünder zu bedorzugen; einer seiner zahlreichen
Sekreiäre sührte mich nach kaum einer Viertelstunde Warten in sein
Einpfangs · Kabinet. Es ist ein imposantes Quadrat, geschmückt
nit einigen Kunstwerken in Bronze; ein in der Mitte stehender
zroßer Tisch ist bedekt mit Zeinungen, Broschüren (auch den
Deutschen Jahrbüchera“), Karlen aller Arte; längs den Wäniden
aufen grau gepolsterte Sophas — Alles verkündet din einzigen
Zweck des Gemaches, hier dereinigen sich bei einem Manne, der
hon einmal mächtig in die Geschide seines Vaterlandes eingegr ffen
Jat, und der best mint scheint, dies zu wiederholen, die Diahte der
Politik. Gambetta empfing mich in einfachem Hauskleid: eine
urze, dunkelblaue Hausjacke ließ das ansehnliche Embonpoint des
Poi titers in bedenilichein Grade hervortreten; violette Hausschuhe
eigten trotz ihrer Goldstickerei, daß Gambetta eine Hausfräau fehlt,
die ihren Mann sich nicht in schlechter Farben-Jusammenstellung
tꝛeiden ichzt. „Die Politit ist meine Frau — meinte im VLarse
)es Gesprächs Gambetta — ich habe keine Zeit, mil einem ir⸗
zischen Engel mich zu beschäftigen,“ Fast' kam es mir vor, als
mierviewte Gambetta mehe mich, als ich ihn. Seine erste Frage
par“ nach der Stimmung des deutschen Vorles gegen Frankreich.
Ob Deurschland einen Krieg würsche? Ich versicherte ihm, daß
alle denkenden und ardeitenden Menschen einen Eroberungskrieg
berabscheuten, daß Deutschland den Frieden wolle, aber auch einig
sein werdee, wenn man seinen Besitßstand in Frage stelle. Das
Treiben der Kriegs⸗Partei fiude im deuischen Vote keinen Wider ⸗
hall. „Und wie ist de Stimmung Deutschlands gegen Bis marhẽ
Ich 3be mich redlich bemüht, Gambetta hietüber iwahrheltszetzes
aufzuklären. Gambeita war im Allgemeinen wohl orientiw. Er
wie alle Frauzosen hatten Bbmarck fur ein eaormes Genie; der
Zrund davon ist ein spec fish franzofischet: Bismacrchk dat Frank⸗
reich Jedemuthigt —— wer das fertig gebracht hat, hat ch! auf
rinen Peßein Tempel der Unsterblichteit adonnirt. Daß es neden
Bismarck so etwas wie ein opferwilliges deunches Volk gibt, daran
Futi kemm Framose. Gaumbenia wollie wissen was Bismard wot
ijt ein Gediet der Thaͤtigkeit in der inneren Poluik zuncchst sich
nussuchen würde; denn doß ernach dem unbezriedigten Verlauf
des ,Kulturtkampis“ und des, Reichs Gisenbahn-Projelts“? sich auj
etwas Neues stürzen werde, um seinnn Stern nichn derdunlieln zu

lassen, war Gamsetia klat, Gambett seind ets seitfam, daß —V
das deuische Volt so gouldig din dielen Vertlitzungen seinet Frer
heit seit 1866 gefallen lassi. Err in Frankrelich wollen dieden
diederholle Eemehrtere Moale, und ich becle ah dinuzufügen, daß
nir dishet jeder Franzose das gefagt hat. Aber vie sranzosijgtn
skltungen 72 ,Wir ind durch ae Weanchen dacu gendihngt. Ge
        <pb n="491" />
        st eine Schraube ohne Endt... Wir Franjosen sind reicher als
——
icht bdin. ——

Ueber die franzöfischen Socialdemokralen sprach sich Gambetta
mut großer Seelentuhe aus; trotz det Verdrechen der Communarden
hedene bdie Sozialdeinskratie in Frantteich“keine so gtoße Giftihr
e n Teunschland, sie sä hier micht so awanifirt wie in' Dennschen
and, der franßdfische Arbeiter sei rrhiger, besonnener, Richt so
phantastifch / und namentlich sei er porriotisch gesinnt. Vonnden
denschen Socialdemolraten kam das Gesprach mittelst einer selt⸗
samen Wendung auf die deutschen Fürsten. Gambetts war über
deren Charalter und Qualitäten, ihre Politik und ihre Verwandt⸗
chaften vortreffrich instruirt. ...Er war“ überzeugt, bombenfeft
— D— 363 republikani⸗
schen Deputirlen mindestenz 400 in die Kammer wählen erde,
trotz aller Wahl ˖ Beeinflassungen. „Und danu? Was wird Mac
Maͤhon thun?“ „Ah, c'est Finconnu!“ „Glauben Sie an einen
Staatsstreich ?“ — „Nein, er wird es nicht wagen. Er schickt
feine Minister fort, um selbst bis 1880 Prösident bleiben zu kön⸗
den. Uebrigens hat Mac Meabon beute bereits vie Verfassung
berletzt. Er mußte bis zum 2. Seprember die Neuwahlen zur
Depuiirten · Kammer ausschreiben. Diesen Term'n hat er versäumt
Ich erinnert⸗ Gambetta daran, daß der 2. September ein verhäng⸗
difvoller Tag für Mac Mahon sei: 1870 habe dieser bei Sedan
sich die becühmse. ‚Wunde“ zugezogen, 1877 habe er die Verfeusfuug
berwundet. Gambetta meinte läcelnd: die Wunde, de Mac Ma—
hon 1877 der Versassung geschlagen, sei bedenklicher dals die er
1870 bei Sedan erhalten. Ich jagte Gambetta, daß er eds übel
empfinden würde, einige Zeit im Keikert zubringen zu müssen.
„Woll möglich — aber nicht lange. Man wird mich bald holen.
Dieser Prozeß gegen mich veweist nur, wie dumm fie sind. Ihre
Dummheit übersteigt noch ihre Böswilligkeit. Das Gespräch,
innerhaib dessen Gambetta seuꝛe Zuversicht auf einen Sieg der Re⸗
publt wiederholt betheuerte, schweifte von deim Septennat Mac
Mahon's auf das gleichzeitig zu Ende gehende militärische Septen⸗
aat Deuischlands. . Wir trennten uns in der Hoffgung deß
dann gleichzeitig eine Abrüstung beider Länder möglich sein würde.
Ich warnte Gambetta vor den Folgen, welche ein Triumph der
Zriester⸗Partei für die Echaltung des Friedens nach sich ziehen
würde. Er drückte seine Untipathie gegen dieses Regiment eus.

Die Unterhaltungsart Gambetia's ist eine höchst angenehme,
dequeme und dadei stets heraussordernde. Als das Gespräch auf
die Türlen kam, „deren Siege für Fraukreich so vortheilhaft ge⸗
wesen“, hockte er auf dem niedrigen Canapee, die Beine beinahe
dekreuzi wie Osman Pascha vor Plewna. Seine Geherden sind
ehhaft, sein einziges Auge funkelt ununterbrochen, wozu das Glad⸗
Auge ia seiner Ruhe einen seltsanten Gegensatz abg bt. Gambetta's
allzu korpulente Erscheinung würde ohne den dunklen Volldart und
einen ilalienischen Typus eher einen behäb gen Gewürzkramer
ahnen lassen, als einen zo energischen Staatsmann.
Vermischtes.

O St. Ingbert, 18. Sept. Heute fand das Leichenbe⸗
zaängmiß des Hrn. C. M. Laur, Rentmner, Erüher Besitzer des
FZafihoses Hotel Laur) sialt, welcher am Diensiag Mittag noch
frisch und gesund, am Nachmittag desselben Tages in Folge Schlag⸗
mnfall in seinem 68. Lebensjahre gestorben. Der sehr große
Leichenzug bei welchem alle Stände und Pattheiea verireten waren,
hekundet, daß derselbe in gufem Ausehen stand. Obgleich kathol.
Tonfession wurde er durch den protestantischen Geistlichen beerdigt,
da die lath. Geistlichkeit die Beecdigung verweigerte, weil Herr
daur s. J. die Adresse an Dollinger unte:zeichnete. — Friede seinece
Asche!

Die Bahnlinie Freinsheim-Fraukenthal wird mit Beginn
»es Winterfahrpians (15. Oktober) dem Verkehr übergeben werden.

— Ein Methodisten; Prediger batte sih beigchen
lassen, in einer südpfälzischen Gemeinde ein Kind zu taufen. Auf
die Beschwerde des betr. Pfarrerz hin wurde dem Prediger seiteus
des . Bezirlsamts für den Wiederholungsfall Einschte!utig angedröht.
DerPredizer“ wandte sich darauf an die Regierung; diefe entschied
m Sinne des Beziksamis, darauf hinweisend, daß den Melhod sten
die in der II. Verfassungs-Be lage vorgeschriebene ẽk. Genehmigung
nur dffentlichen Religionzübung fehle. *4

7. Zum Fall sement Fuld in Frankfurt sa. M. Nach
authenischen Mittheilungen“ der „Protestliste“ wird das angebahnte
ürrangement der Firwa zu Stande kommen. Die Verbindlichkeiten
imn Frantfurter Platze betragen, det genannten Quelle zufolge, ca.
,800, 000 Vꝛ., denen an Ausstäͤnden ca. 600,000 Me gegeaüber⸗
dehen. Wie das „Frantf. Journ.“ erfährt, verlieren allein Pariser
Agents de Change 194 Mill. Ft., ein einziges Berliner Haus
Mill. ꝛe. —
Unlängst traf bei einem Gericht in Darmstadt folgender meht
vie originelle Leumundebericht ein? Rubrikant lebt mit seiner
Frau in ehelicht Berbindung, sowohl gemeinschaftlich wie thalsächlich“.

Im Jahre ANXs beirug die deufsche Handelsflotie im Ost⸗
eegebiete 1904 Segelschiffe, 127 Dampfsch ffez im Nordseegebiete
2472 Segels und 182 Dompscheffe; im Ganzen 4748 Schiffe
nit einer Bemannung von 42,862 Mann, darunter von Preußen
3254 Schiffe.

Wohl selten wird einer Muiter das Glück zu Theil, das
ju diesen Tagen eine Witiwe in St, Gallen genoß, die, im Jahre
1797. geboren-und also jetzt. 80 Jahre zählend, jünost ihre 183
dinder gesund und munter um sich versammelt sah. Das älteste
zer Kinder hat 60 Jahre hinter sich, das jüngste zählt deren 40;
ille 12 zusammen weisen die schöne Zahl von 607 Jahren aus;
nit der 80jährige Mutter an der Spigtze repräsentirt dieser seltene
Familientisch 687 Lebengjahre; aus Ämerika, Rußland, Belgien
ind Deutschiand wallfahrteten die Kinder zum glücklichen Mutterherzen.

. Paris, 11. Sept. Die, riesige mechan sche Holzschneiderei
jon Leclere und Lefebre in Dieppe steht in Flammen; die Lösch-
nannschaft von Rouen wurde nebst 200 Mann Soldaten mit einem
Extrazuge nach Dieppe gefchafft.

FAls Thiers Präsident der Republick geworden war, ließ sich
eine Gaͤtm durcous nicht bewegen,“ von iyren kleinbürgerlichen
dewoͤhnheiten abzugehen.“ Tes franöfischen Staatsoberhauptes
eingebildete Gemahlin genirte sich durchaus nicht, mit ihrer Köchin
u Markte zu wandern und dort die Einkäufe seibst zu machen.
xs war das persönliche Erscheinen der hohen Dame aber keines⸗
vegs blos Capcize; Thiers lieble die Speisen seiner Heimath, der
Jrovence, bei waͤsem mehr, als der üpp'gsten Pariser Cüne rafsfinirte
zrzeugniss, und so hielt sin seine Gattin verpflichtet. für des Ge-
nahls besondern Geschmoͤk zu sorgen. Diese Kleinbürgerlichkeit
inderte indeß die Frau Präsidentin nicht, im Salon gleich einer
Zöuigin zu tepräsentiren und unter Umständen ihre Gewalt fühl⸗
zar zu machen. Man erzählt von einem Prinzen des Hauses
Irleans, daß er im Norzimmer einer Fürstin der Frau Thiers
zuf die Schleppe trat, vhne sich zu entschuldigen. Bald nachher
cevanchitte sich Frau Thers; sie ignorirte bei einer Soirée des
inhöflichen Pt'nzen Gattin auf eine Weise, daß die tief Verletzte
hren Wagen befahl uud in höchster Entrüstung nach Hause fuhr.

r Die französischen Blätter beschäftigen sich mit einer ziemlich
tandalöser Episode aus der Vergangenheit des Generals Ducrot.
Dieser fromme Degen war; nämlich seiner Zeit in Algerien mit
zer Tochter eines angesehenen, zeichen Eingeborenen, einem Fräulein
nischa, legiltim vor dem Kadi verheirathet. In den Jahren 1847
»is 1849 wurden aus dieser muhamedan'schen Ehe ein Sohn und
zine Tochter geboten. Allein als der Hauptmann Ducrot, damals
Vorsteher des militärischen Verwaltungs-Bezirklsamis von Sur⸗el⸗
Bazian, zum Bataillons Chef befsrdert wurde und nach Frankteich
urückkehrie, machte er von den Clanseln des damaligen franzoͤsischen
Rechts Gebrauch, detleugne'e die“ Mutter seiner beiden Kinder und
yecheirathete sich in der Folge mit einer Katholilin. Der heutige
Marschall Canrobert muß sich noch wohl daran erinnern, wie der
zamal'ge Oberst Canrobert das Betragen des Bataillons Chefs
Ducrot enischieden tadelte. Der Schwiegervater Ducrots wurde
inter noch unaufgellärten Umsländen getödtet. Heute existirt unter
jen algerischen Tiralleurs von Constantine noh ein eingeborener
Zoldat,“ der den Ramen Aischa-Ducrot führt.“ Die Intelligenz
esselben ist ällerdings wenig entwickelt“, allein dies muß der Ver—
weiflung zugeschtieben werden, in' welcher seine Mutter, als sie sich
»erlassen sah, einen Selbstmord⸗Verjuch und einen Mordversuch an
heen beiden Kindern beging. Dieses Vorkommniß, das man in
der Armee kennt, ist natüclich nicht geeignet, bei den gemeinen Sol⸗
zaten und bei den Subalkeru⸗O fizieren das Ansehen Ducrot's zu
ecrögen.

f— Der „Wh'tehall Review“ zufolge hat die französische Regie⸗
rung soeben ein furchtbares Geschütz, Kanonen-Revolver, genannt,
idoptirt! Die Eigenthümlichkeun dieser“ Waffe besteht in ihret
Fähigleit, 80 Granoten, jede ein Gewicht von eiwas über ein
ßfund,' welche in 24 Sitücke zersprinsen, in der Minute guent⸗
aden. Der „Ktanonen⸗Revolder“ kann beicht; in Aktion gebtacht
und die Schußweite mit großer Geschwindigkeit bestimmt werden,
und et erft rinmal gerichtet, kann er ohne das mindeste Zurück⸗
pralleaͤ abgefeuert und durch die Akiion der Zapf.nschraube ge⸗
pendet werden. Seine zerstörende Wirkung dann somit gegen
Truppen, in Kolonnen und deployirend, ausgeüht werden. Er be⸗
zinnt wirksom zu werden bersider Schußweite von über 8000
Meter.Dee ersie Lieferung dieser fucchtbacen Waffe an die frun⸗
dsische Regierung ist haupgaͤchlich jur“ den Gebrauch der Marine
zestiumt. Die Kandnen können von' den Bollwerken der Schiffe
ibgefeuert werden und sind gegen feindliche Torpedohodie bestimmt.
In dreser Form ist das Gewicht des Geschüßes nur da. 700
pfund, aber als Feldgeschütze bringtsier der erforderllche Ertra⸗
pparat auf «a,16,00; Pfund. Zur Vedlenung der Kanone
ind nur zwei Mann erforderlich. Wie die „Wyhitehall Review“
rfahrt, kaufte die türkische Regieragg 5 oder 6 dieset eanonen⸗
Tevolber“, aber da sis außer Stande ist Zahlung zu leisten, sind
de Kanonen woch nicht abheliefert marden.
        <pb n="492" />
        x Gestorben in Columbus (Amerita) Veter Emit Ambos,
ein geborener Zweibrücker, der im Jahre 1882 im Alter von 18
Jahren nach Nordumerika ausgewandert war. Er grundete in
Zelumbus eine Conditorei, die er mit großem Nutzen betrieb. Im
Jahte 18534 gab er dieses Geschaäft auf und beiheiligte sich bei
riner Maschinenbau⸗Gesellschaft; seit 1866 war er Prasident der
bon ihm gegründeten Nationalbankt.

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lage mii i2 Schnittmustern, verschie dene Mufter⸗Vorzeichnungen und Ramens⸗
Fhiffren; ferner ein colorirtes Modenkupfer. 2. Die Unterhalt ungs⸗
ummer (34): Ein Madchentäthsel. Novelle von Ida von Dürings⸗
seid. Forisetzung. — Friederike Bethmann. Von Wilhetm Anthony.
us dem Thierleben der bayrischen Alpen. Von Kar! Stielex. —
Ein arabisches Gala⸗Diner. Bon Adolf Ebeling. — Einiges über Pilze.
Von Maxr Holborn. — Verschiedenes. — Briefmappe. — Frauen⸗ Gedenl⸗
age. — Ferner folgende Illustrationen: Friederike Bethmann. Portrait. —
cFin Gruß uber den See. Von W. Freh. — Ein arabisches Gala⸗Diner.
Von Adolf Böhm.

Fur die Redaction verantwortlich J. X. Deme h.

Dienstesnachrichten.

Die Pfarrei Biesingen wurde dem Verweser derselben, Johanes
Baptist Waffenschmidt, die Pfarrei Clausen ihrem Administrator
Johannes Knoll verlieden und der Neopresbyter Müller in Eschbach
zum Kaplan in Ruppertsberg ernamnt.

Der Lehrer Jacob Keßier in Hasel wurde zum Lehrer an der
tatholischen Schule zu Eschringen, vom 15 October 1877 an
rnannt.

Aufforderung.
Mittwosch, 18. 1. Mis. Alle, die an den Nachlaß des

des Vormittags um 9 Uhr, zu n Se. Ingbdert wohnhaft ge⸗
St. Ingbert, in ihrer Wohnung, vesenen und verlebten Wirthes
laßt Frau Marx August, Han · nd Bäcers Johann Grewe
velsfrau von hier, wegen Wohnsitz⸗ uin sere imaß ge Forderun⸗
»eränderung ihre fämmtlichen n zu machen daren werden
Dausmobilien u. Waarenvorräthe ermit hofirsucht, ihre Rech
Ffentlich auf Credit versteigern, ungen im Laufe von 14 Tagen
vorunter namentlich: an“ hene mir cinreichen zu

5 vollständige Betten, 1 dollen.

—X8 SBechtbold/, Seschastcaaent

j ränkchen, om⸗ — — —— — IäEXäXCäCXFE

beruanone smerit. Fleisch (corned beeh)

Waoschtisch, 2 Nachttisch⸗ in Dosen,

den, Bütten, Oefen, 1 Jardines à l'huilo,

üchenschrant, 1 Kochheerd russische Sardinen,

und sonstiges Küchengeschirr,, Sardellen

fertige Kleider, 8 Zolländi dri

krisen und Linsen, 1 La⸗ dolländische Häringe,

deneinrichtung und sonstige Frische Citronen,

Begenstände. Krachmandeln und

—A Haselnüsse
Das Geschäftsbureau empfiehlt

L. Bechthold., Si. Ingbert. J. Metors, Si. Ingberi.
J. ST. CIOLNNA&amp; SOHNE.

Mobiliar⸗Versteigerung.

Einladung.
Sonnutag, den I6. ds. M. fi der
er alljährliche
der freiwilligen Feuerwehbr
dahier im Oberhauser“sehem Saale statt, wozu die ac⸗
iven und passiven Mitglieder höflichst eingeladen sind.
Entrsé * die I Mitgueder . gua—
Das Commando.
Frankfurter — Rx Essig-Essenz
(Schut⁊marLe.)
in Flaschen à 1 M. empfiehlt angelegentlichst. Jedermann kann
sich daraus augenblicklich durch Verdünnung mit Wasser, nach Ge⸗
zrauchsanweisung, billigen und wodlschmeckendsten Essig bereiten,
velcher damit eingemachten Früchten und Gemüse außerordentlich
vor Verderben schützt. Die weltbekannten Pickles verdanken ihre
daltbarkeit ausschließlich dem dazu verwendeten gleichen Essig.
Um vor Täuschungen bewahrt zu bleiben, beachte man obige
Schutzmarke auf dem Siegel der Flasche.
J. Peters, St. Ingbert.
»nntag, den 15. Sept.
10nIC
MNeter Jung.
Geldbörse gefunden
auf der Straße nach Schnapp⸗
dach. Von wem? sagt die Exp.
98. Bs.

zweibrücken, I
(Ecke der Landauerstraße),
empfehlen ihr complett sortirtes
Herbst⸗- und Winterlager.
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Sonntag, den 16. Seplember,
Lachmitlags 4 Uhr
Beneralversammlung
im Vereinslokale (F. Oberhauser).

Tagesordnung:

Rechnungsablage.

Neuwahl des Vorstandes.

Ein möbl. Zimmer,
das sogleich bezogen werden kann,
dat zu ver niethen

Ferd. Mätter, Buchbinder.
Winter⸗Hantel
in Fammgarn, Diagonal und Double nach den
—E
Paletot- und Havelok-Regenmäntel;
grosse Damen-Ohales u. Kopftücher;
fertige Sisz⸗, Stepp⸗ und garnirte Auterröcke:
FEBRVXäGM EAVSERXLEIEEBM
in Filz und aunderen Stoffen.

erner eine reiche Auswabl

Frucht-⸗, Brod⸗ und
Fleisch⸗Preise der Stadt
Zweibrücken vom 13. Sept.
Weizen 11 M. 37 Pf. Korn
8 M. 59 Pf. Gerste 2reihige
o M. — ppf. Gerfie reib.

0 M. — pPf Srxkelz 07 M.
34 Pf. Spelzkern — M. —
Pfg. Dinkel — M. — Psg.
Mischfrucht O M. — Pf. Hafer
—
Pi Snohr2 M20 pf. Kar—⸗
offeln 2 M. 20 Pf. per Cir.
Weißbrod 123 Ko. 56 Pf. Korn⸗
»rod 3 Ko. 77 Pf. ditto 2 Ko.
52 Pf. ditto 1 Kilo. 26 Pf.
Bemischtbrod 3 Kilo. O M. 97Pf.
Paar Weck 190 Gramm 6 Pf.
kirdfl. 1. Qual. 70 pf. 2.
Qual. 60 Pf. Kalbfl. 70 Pf.
amfl. 70 Pf. Schweinefl. 70
Pf. Butter 1 M. 25 Pf. per Vsd.

Fedaltion Drud und Verlaa von F. xX. Demetz in St Ingbert.

Hroßes Fager
7 net. Dru sseler Teppichen,

n—

4 *
3.

Die k.. 6varandenschule r Blieskastel
röffnet das Schutjahr 1877778 am 16. ktobor naͤcsthin.
Anufnahmeçesuche sind bis zum 1. Oktobet bei dem Haupilehrer
pbengenannter Anstalt einzureichen.
        <pb n="493" />
        Anzeiger.
Ler St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheini wöchentlich viermal ꝛ Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

1 Mark 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Nectamen
mmit 30 Ifsg. pro Zeile berechnet.
M 145. J J 9 J Svonntag, den 16. September 1877.

ö— ü—
Deutsches Reich.
München, 13. Sept. Dem Vernehmen nach wurde der
Oberappelrath Behringer zum Minifterialraih und die Appellations⸗
räthe Kastner und Brunhuber zu Oberappellräthen, sämmtlich im
Justizm'nisterium, befoͤrdert.
Ausland.

Wien, 13. Sept. „Tagblatt“ meldet aus Schumla vom
12.: Türkische Cavallerie recognoscirte bis 123 Stunden von Bjela,
ohne auf Russen zu stoßen. Nach Erstürmung des Foris Bostepe
wischen Travna und Gabrowa ist Suleiman Pascha ungehindert
rach Norden vormarschirt. — Offizieller Versigerung zufolge ist
bdie Gefahr für Plewna beseitigt.

Wien, 183. Sept. Die „Polit. Corr.“ meldet aus Cet⸗
inje vom 12. d. a Bei Jezero fand ein größeres Gefecht statt, in
velchem die Montenegriner glänzend siegten; eine Abtheilung des
ürkischen Corps wurde abgeschnitten. um 8. cc. fand ein Treffen
hdei Pharmaki Dinos statt; die mit Uebermacht angreifenden Türken
wurden nach sechsstündigem Kampfe mit großen Verlusten zu cückge⸗
worfen und darauf noch weiter verfolgt. — Dasselbe Organ meldet
uus Belgrad vom 13.: Der Abmarsch des regulären Militärs aus
dem Lager von Topschider nach Alexinatz hat heute begonnen; von
hier ist der ganze Fahrpark sammt den Munitionscolonnen nach
er Grenze abgegangen.

Pest, 13. Sept. Dem „Pester Lloyd“ wird heute aus
Bukarest gemeldet: Ueber die tumänischen Verluste bei Plewna zir⸗
duliren die beunruhigendsten Gerüchte. Man sagt, daß der vierte
Theil der Armee bereits kampfunfähig geworden sei. Indessen
uchen offizioͤse Blätter das Jammern und die Klagen durch Er⸗
aͤhlung von beispiellosen Heldenthaten der rumänischen Armee zu
etäuben. Augenzeugen behaupten, daß die ganze rumänische Armee
zufgerieben werden wird, wenn nicht in ein bis zwei Tagen die
Entscheidung fällt. Man schätzt die rumänischen Berluste in den
ersten drei Tagen schon auf 6000 bis 7000 Kampfunfähige. Die
Pethode mit welcher die Rumänien, deren Mangel an soldatischen
kigenschaften den Russen wohl bekannt ist, ins Treffen gebracht
wurden, ist folgender. Nachdem sie ins Vortreffen kommandirt
waren, wurden die Dispositionen so getroffen, daß die russischen
solozen und ihre Artillerie auf den das WideThal begrenzenden
döhenzügen hufeisensörmig im Rücken und, an den Flanken der
stumänen aufgestellt wurden, so daß jede retrogade Bewegung ab⸗
solut undenkbar war. Ein verwundeter rumänischer Offizier erzählt:
Wir hatten die Alternative zwischen der Möglichkeit und Gewißheit,
die türkischen Kugeln kömiten, die russischen Kugeln müßten uns
reffen; wir wählten das kleinere Uebel und gingen mechan sch ins
Feuer, um erst zur Besinnung zu klommen, als die türkischen Ge⸗
choffe unsere Reihen niederstrckten.

Marschall Mac Mahon wurde bei seiner Ankunft in Borde⸗
rzux in einer nicht mißruverstehenden Weise empfangen. Waährend
er aus dem Schiff stieg, ertönte aus der am Quai versammelten,
über 20,000 Röpfe zäͤhlenden Menge der einzige, immer wieder⸗
zolte Ruf: Es lebe die Republick! Die Polizei wollie den Leuten
das Maul siopfen, aber es ging nicht; es gab Speltalel, der eine
Berhaftung zur Folge hatte.

Die ‚„Petite Republique francaise“ gibt folgende Aufschlüsse:
Ddie provisorische Vollstreckbarleit des am Dienstag gegen Heren
Sambetta par défaut gefällten Erkenntnisses ist gestern, den 12.
September, eingetreten. Das Urtheil wurde gestern früh den HH.
Bambetta und Murat zugestellt; eine Stunde späler war die Geld⸗

trafe provisorisch und unter allem Vorbehalt erlegt. Nun hat
derr Gambetta 5 Tage Zeit um Oppofition gegen das Urtheil zu
erheben, was also im Laufe des Montags geschehen wird; binnen
)rei weileren Tagen wird er dann die Vorladung zu einer neuen
Berhandlung vor dem Pariser Zuchtpolizeigericht erhalten. Die
Opposition jowohl, als später die Appellalion und Richtigkeilsbe⸗
chwerde haben hinsichtlich der Feeiheitestrafe suspensive Wirkung
and die provisorische Vollstreckbarkeit gilt nur für die Geldstrafe.

Herr Gambetta ist auf freiem Fuße und wird auf freiem Fuße
bleiben.
London, 13. Sept. „Morning Post“ meldet: Die Ad⸗
miralität hat den Bau von 30 Torpedoschiffen angeordnet.
Endlich treffen bestimmiere Nachrichten über die Haltung
Nehemed Ali Pascha's ein, die begreiflicher Weise für den
zegenwärtigen Verlauf der Kriegsereignisse von entscheidendster Be⸗
»eutung sein mußte, da der türkische Oberbefehlshaber bei einiger
Daßen kräftigem und raschem Vordringen nicht nur im Stande
var, alle etwaigen Erfolge der Russen über Osman Pascha zu
aralysiren, sondern sogar die ganze russische Rückzugslinie auf das
rnftlichste zu bedrohen. Die jeßt einlaufenden Rachrichten lauten
ahin, dak in der That Mehemed Ali Pascha nicht ruhiger Zu⸗
hauer geblieben, sondern den günstigen Augenblick richtig erkannt
sjat. So meldet die „Patrie“, daß der rechte Flügel der Türken
im 12. d. schon in Pyrgos stand; die Russen hätten die dortige
tzrücke abgebrochen und eine neue zu Petrocheni über die Donau
eschlagen. Die Türken hielten folgende Linie, von der Donau an,
nesezt: Damogila, Batiuca, Koprinca, Kraranka, Draganovo; ihnen
egenüber halten sich die Russen in der Richtung von Mecka,
Obirtenik, Bjela und Tirnowa, seit drei Tagen weiche der Groß⸗
ürst Thronsfolger vor Mehemed Ali zurück; er soll schon 4000
Soldaten und eine große Menge Ausrüstungsgegenstände verloren
aben; die Lage der Russen wäre darnach eine sehr kritische und
ine für sie verhängnißvolle Entscheidung zu Sefürchten, weun Os⸗
nan Pascha sich in Plewna noch einige Tage hält. Eine weitere
Depesche aus Bjela vom 11. ds. meldet: Eine ununterbrochene
deihe von Gefechten hat seit dem 5. d. M. an der Lomlinie flatt-
zjefunden. Das Heer des Großfürsten Thronfolgers hat schließlich
ille seine Stellungen aufgeben und sich hinter die Jantra zurück⸗
jsiehen müssen. Das Heer Mehemed Ali's ist weit stärker, als man
es im russtschen Hauptquartier angenommra hat, und außerdem
ind die türlischen Truppen vollständig frisch; irreguläre Cavalerie
derbindet die verschiedenen türkischen Heeresabtheilungen. Seitdem
zer linke Flügel der Russen in der Richtung auf Parapan zurück—
Jeworfen, ist Pyrgos für letztere verloren; sie haben bereils alle
Anhöhen des linken Ufers des schwarzen Lom aufgeben müssen.
EG. 3.)
Petersburg, 13. Sept. Amtlich wird aus Pradim vom
2. September, 10 Uhr 40 Minuten Abends, geneldet: Gestern
zeschoß die russische Artillerie von Tagesanbruch bis 3 Uhr Rach⸗
nittags Plewna. Darauf wurde der Sturm unternommen. Am
Abend wurden drei Redouten auf der Südfronte durch General
Zkobelew genommen; ferner die große Grivica⸗Redoute durch Gene⸗
zal Rodionow, welcher hierbei leicht verwundet wurde. Der Kom—
mandeur des 17. Infanterie⸗-⸗Regiments, Flügeladjutant Schlitter,
ind der General Dabrowolsky, Chef der dritten Schützenbrigade,
ielen. An den Sturm auf die letzte Redoute nahmen 6 Bataillone
Kussen und 1 Bataillon Rumanen Theil. Zwei türkische Fahnen und
unf Geschütze wurden erbeutet. — Heute, am 12. September, mit
Tagesanbruch ertönte wiederum auf der ganzen Linie eine starke
danonade. Die russischen Truppen stehen angesichts der türkischen
Befestigungen auf den gestern eroberien Positionen. Die russischen
Berluste des gestrigen Tages betragen allein an Verwuadeten Über
3000: die Anzahl der Todien ist noch nicht sestgestellt.
Bermischtes.

Am Donnerslag Nachmittag halb 12 Uhr ist in der wohl⸗
gefüllten Scheune des Ackersnmannes Pfaff in der Oselbach ober⸗
jalb der Bahnbrüche (hart an Zweibrücken) Feuer ausgebrochen,
aß die Scheune sammt Wohnhaus verzehrte, weil kein Wasser zum
röschen der rasch herbeigeeilten Feuerwehr zur Hand war. — Wie
zas Feuer entstanden, ist noch nicht bekan.

F Aus Landau sind, zufolge einer Zusammenstellung des
,L. A.“, in den letzten 40 Jahren 1356 Personen nach Amerika
usgewandert. Landau zählte als Festung kaum üher 6000 Seelen.
        <pb n="494" />
        Die Lost zum Auswandern hat in der Neuzeit übrigens jehr ab⸗ 1
genommen.

7 Die istael. Gemeinde in Frankenthal ließ ihrem
dehrer und Vorbeter Herrn J. Singer von hier vergangenen Frei⸗
ag Abend vor Beginn des isr. Neuiahrfestes am Jahrestag jeiner
hiesigen 28jährigen Thätigkeit, in Anerlennung und Würdigung
Ferseiben durch den derzeingen Vorstand einen silbernen Pokal mit
intsprechender Inschrift nebst ansehnlichem Geldgeschenk überreichen.

7 In M echners heim ereiguete sich am letzten Fceitag
der mertwürdige Fall, daß eine Frau Witwe Bischof während des
—XD Schlage getroffen wurde und sogleich todt
hlieb Man fand fie knieend Ind die Hände auf dem Grase
iegend. Am namlichen Tage Morgens fand man den Bleicher
Jacob Planz von da im Bleierhäuschen zu Mechtersheim ebenfalls
hom Schlage gerührt, er wurde im bewußtlosen Zustande nach Hause
ebrtacht, wo er alsbald verstarb, ohne doß seine Befinnung zurück⸗
gekehrt war.

Nudesh eim, 10. Sept. Das beständig trübe, nicht
felten kalte Wetter, derbuͤnden mit anhaltendem Regen, trübt die
Herbstaussichten inmer mehr. Die Trauben sind sehr volllommen
Ind namentlich in jüngeren Weinbergen in großer Zahl vorhanden;
aber zur Reife und Veredlung fehit die Sonne. Die Rohfäule
zgreift ziemlich start um sich. Einen giten Wein haden wir für
diesen Herbst nicht mehr zu erwarten.

pSaarbrücen, 14. Sept. Vorgestern wurden von der
Polizei bei saͤmmilichen hiefizen Metzgermeistern, sowie bei zwei
aufleuten Proben von Wurft entnommen, um solche in Bezug auf
Berfäͤlschuug zu untersuchen. Das Resultat der besfallsigen chemischen
Antersuchung ist, wie wir hören, daß in der Wurst von 8 Meggern
Zusaͤtze von Starkemehl constatirt wurden. Sämmtliche übrige
Proben dagegen enthielten rein⸗ Fleischsubstanz. Die 5 Metzger,
welche sich des Mehles wahrscheinlich nur als Bindemittel“ be⸗
dienien, find bereits dem Polizeirichter denuncirt, und haben sich
demnächst wegen Uebertretung des 8 267 Al. J des Strafgesttz⸗
huches zu verantworten, der da also lautet: „Mit Geldstrafe dis
u 150 Mart oder mit Haft wird bestraft, wer verfälschte oder
derdorbene Getränke oder Eßwaaren, insbejonbere trichinenhaltiges
Fleisch feilhält oder verkauft. (S. 3.
⏑—— — — — —

Fur die Redaction veraniworilich FJ. X. Demeß.

Beachtenswerthe⸗ Notiz für Zeitungsleser.

Einen schlagenden Beweis dafür, wie sehr Gediegenheit, Neichhaltigkei
und unparteiische Behandlung aller Zeitfragen geeignet sind, einem journa⸗
aistischen Unternehmen Agemeine Anerlennung zu Rwerben und zu sichern,
iefern die außergewdhnlichen Erfolge der in Berlin seit 6 Jahren bestehenden
zdeitung: „Berline: Tageblati.

Die gegenwartige Abonnentenzahl dieses Blaltes betragt 57,000, eine
Ziffer, welche bisher in Deunschland von leiner Zeitung auch nur annaͤhern d
rreicht wurde. NRur in England und Amerika bestehen einige Zeilungen,
helche eine ahnliche Verbreitung besitzen.

N7Der reilche irnd interefsante Inhalt des „B erliner Tagebbatt“
aebst dessen Gralis ⸗Beilagen „Berliner Sopnagablatte und dem
llustrirten Witzblatt u rt ist aber auch volllommen dazu geeignet jelbst
en weitgeendsten Ansprüchen des geitungslesenden —XX jeder
tichtung hin volllommen zu genügen.

Der politische Theil des Berliner —A zahlt die hervor⸗
agendsten Publizisten zu seinen Mitarbeitern und wird von Speziallorre⸗
pondenten auf dem Kriegsschauplatz und an allen wichtigen Plaͤtzen stets mit
den neueften und zuverlässigsten Rachrichten versehen. Aß desonderer Vorzug
uUrfte noch die ee zu beachten sein, daß das Berliner —A
vei seiner entschieden beralen Tendenz nach jeder Richtung hin unabhängig
st, und sich durch keine Parteirücksichten bei der Beurtheilung politischer und
national⸗ ͤlonomischer Fragen beeinflussen läßt, sondern dieselben lediglich nach
inem eigenen über den Parteien stehenden Ermesfen beleuchtet. — Nachft
en umfangreichen Lolalnachrichten, welche alles Wissenswerthe Uber die Er⸗
ignisse in der Reichsshauptsiadt in wohlgefichteter Form bringen, enthält das
Berliner Tageblatt“ eine alle Zweige des Dandels umsassende Han⸗
delszeitung? mit ompletem Kurtzzettel der Berliner Börse, die vollstaͤndige
Ziehungsliste der preuß. Staals Lotterle ꝛc. — Eine besondere Zierde des

dlaites bildet das Feuilleton“, in welchem die neuesten Romane unserer
fien Schriftsteller, wie Spielhagen, Gutzkow, Aug. Becer, Alfred Meißner ꝛc.

Aufnahme gefunden haben. — dur daß tonmende Quartal hat das „Ber⸗
siner Tageblatt“ Verthold Auerbach'k soeben vollendeten Roman aus

em Volksleben unter dem Titel Landolin von Reutershoͤsen“ erworben,

velcher fich den früheren Werien dieses gefeierten Dichters wurdig anschließt
ind ebenso wie desselben Auiors Varfüßle“, bald Gemeingut des deutschen
helkes werden durfte. — Sodann finden in diesem Theile des Blattes
heater, Kunst, Wissenjchaft durch Originalkritilen und Verichte sorgfältige
Zeachtung. Die besondere Sonntagibeilage „B erliner Sonntagsblatte
ringt vornehmlich kurzere Rovellen, Humoresken und Skizzen, überhaupt Ar⸗
ikel belehrenden und unterhaltenden Inhalts. Schließlich erhalten dio Abon⸗
enten ves „Berliner Tageblatt“ jeden Donn. rstag das meisterhaft
ustririe Witzblatt ult, welches durch seinen frischen Humor fur die Er⸗
deiterung der Leser sorgt. Nach Aufzahlung dieses reichhaltigen, den Abon⸗
zenten gebotenen Lesesoffes ist die soiossale Verbreitung des Berliner

Tagebltatt! erklärlich und kann eine weitere Zunahme der veser wohl mit

secht erwartet werden. Der Abonnementspreis ist als ein sehr maͤßiger zu

hezeichnen; derselbe betragt fur alle 8 Blaͤnter zusammen nur —A

yxxd Quarial inllusive Poliprovision.

Mobilien⸗ersleigerung· wöffentlich an die Meistbietenden
Montag, 24. Sepiember u Eigenthum versteigert, nämlich:
rächsthin, Vormittags präcis 9 1. 4 Dez. Wies in den Ham⸗
Uhr in der Gros'schen Bierbraue⸗ mersgaͤrten,
tei zu St. Indbert läßt Karl 2. 14 vez. Ader am Geisen⸗
Ambos, Geschäftsmann in Zwei⸗ rech,
hrücken, als definitiver Verwalter 8. 9 Detz . Wies in den All⸗
der Gantmasse des Bierhrauers mentsgaͤrten,
Fart Gros in Si. Ingbert, 4. 258 Lezim. Acker auf der
die zu dieser Masse gehbrigen Schloßheck,
Mobiliargegenstände als: 3. 6510 Dez. Wies am Thal⸗
Selreiar, Canapee's, 2 po⸗ chesberg,
Ae Schränte, Commoden, 3. 20 Dej. Ader im hintern
Nacht⸗, Näh⸗ und Waschtische, Pittersfeld,
Stuhle, Spiegel, Bilder, eine 7. 29. Dez. Acker hinter der
und große Vorhänge, Figuren, Ziegelahnung,
berschiedene Nippsachen, Fisch⸗ 8. 53 Deꝛim. Acker oben am
dein⸗ und Handtücher, Ser⸗ Markweg,
dietten, ferner 2 Fuhrwagen, 9. 53 Dez. Wies in den Ham⸗
dKarren, 1 Fuhrsaß, eine mersgärien,
Partie Stroh und Somet, 2 10. 38 Dezim. Ader im Hacken
feine Chaisengeschirre ꝛc. ꝛc. feld,
versteigern. 11. 48 Dezimalen Ader bei der
Unminelbar darauf deginnt die Hohleiche,
bereite angekündigte Immobiliar- 12. 26 Dezimalen Acer in den
Versteigerung. Uehren,
Si. Ingberi. 14. Sept. 1877. 11 Dez. Acker in den Rärz⸗
Sauer, kgl. Notär. viend
wiiss — Dezim. Ader in der —— — — —
Freminig gerichtliche dudectaen Geschaͤfts⸗Anzeige.
ersteigerung. Eigenthumer find: Johann —48
—A da 28. Sept. Maxkowitz, Tagner u Ens -· Erlaube mir die ergebenste Anzeige zu machen, daß ich am
nächsthin, Votmittags 10 Uhr zeim, und dessen mit seiner ver⸗ hieligen Platze eine
u Ensheim, bei Peter Dort sordenen Ehefrau Katharina Hefen-Fabrik
Ferden vor dem hiezu gerichtlich dang erzeugten Kinder als: * 5
beauftragten l. Noitar Sauet in 2 Barbara Marlowiz, ledige verbunden mit
Indhert, die nochtehend Fabrilarbeuern, Brandwein⸗Brennerei und Essigsiederei
jeichneien Liegenschaften im ber Waria Marlowitz, gewerb⸗ fortan fur eigene Rechnung bemreibe.
v en Fuhen uit Er, e Ehenan von demrich Quien, t Ihert dan 14. Supt. 1877.
XEV Familienrathes — — Mi SJαιια.
III mer II cciag von F. xX. Demes in St Ingbert.
Diezu Illustrirtes SEonntaaeblatt· Nr.

Aufforderung.
Alle, die an den Nachlaß des
in Si. Ingbert wohnhaft ge⸗e
wesenen und verlebten Wirthes
Ind Bäckers Johann Grewe⸗
nig jr. rechtmäßige Forderun⸗
gen zu machen haben, werden
diermit höfl. ersucht, ihre Rech⸗
nungen im Laufe von 14 Tagen
von heute mir einreichen zu

F Hohen Feiertags we⸗wolen
gen, bleibt mein Geschaft E. Bechtbold, Geschaftsagent.
Montag, den 17. ds. Ein möbl. Zimmer,
das bogleich bezogen werden kann,
geschlofssen. hat zu ver niethen

Jos. Beer. Ferd. Ritter, Buchbinder.

— — — —
        <pb n="495" />
        St. Ingberler Anzeiger.
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblait, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

1 Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrijt oder deren Rauum. NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 146 Dienstag, den 18. September 1877.
22„———

Deutsches Reich.

Berlin, 15. Spt. Gegenüber den Meldungen auslän—
aischer Blaͤtter über angebliche Einflüsse der deutschen Regierung
ze dem Entritte Rumäniens und Setbiens in die Aktisn wird
bie „National⸗Zig.“ in die Lage versetzt, mitzutheilen, daß alle der⸗
atigen Unterstellungen durchaus unrichtig sjeien. Die deutsche
Regierung habe sich zu keinerlei Beeinflussung weder in Rumänien,
soch in Serbien im Sanne der neuesten Entschlüsse dieser Staaten
Jerbcigelassen und stehe den Schritten dieser Staaten wie allen
Hherhandlungen, die etwr darüber g pflogen worden, absolut un⸗
etheiligt gegenüber.
Ausland.

Wien, 18. Sept. Der „Deutschen Zeitung“ wird aus
Bukarest gemeldet, daß Osman Pascha am Freitag einen glänzenden
Sieg gegen den linken Flügel der Rufsen errang, bei welcher Ge⸗
iegenheit die Russen allein 18,000 Gefaugene verloren haben sollen.
Im Dreicck Simnizza-Alexandria-Giutgewo werden für 200,000
Mann Winlerbaracken erxrichtel. Der Bau der Bahnstrecke Simn tza⸗
Frasesotti wird eifrigst betrieben.

Wiäen, 18. Sept. Die „Presse“ meldet, daß die Russen
orläufig die Offensive gegen Plewna eingestellt hätten, bis ihre
zigenen Verstärkungen eintücken werden, welche jedoch nicht früher
als in etwa 14 Tagen eintreffen können.

Wien, 15. Sept. Ein ojßzielles Telegramm der „Polit.
Cotresp.“ aus Bukarest vom 15. d. meidet: Nach dem letzten Kampfe
Jei Plewna hißten die Numänen die Parlamentärflazge auf und
ꝛatsandten Abtheilungen auf das Schlachtfeld, um ihre Gefallegen
aufzulesen. Die Türken schossen jedoch auf die San'tätsoffiziere
ind wödteien zwei derselben.

Eine Depesche des Wener „Tagblatt“ meldet, daß die rus⸗
aische Geheimpolizei ein nihilist sches Complott zut Ermordung des
cussischen Kaisers im Hauptquartier entdeckt habe.

Paris, 15. Sept. Nach einer den Journalen zugegangenen
ficiösen Mittheilung sind die Wahleu zur Deputirtenkammer desiniv
zuf den“ 14. Octkober anberaumt.

Paris, 153. Sept. Der „Temps“ versichert, deß das
Wahlmanifest ds Marschalle Mac Mahon schon fertig redigirt und
—V soll
gleichzeüg mit dem Dekret, welches die Wahler zur Wahlurne ruft,
beröffentlicht werden.

London, 15. Sept. Dem „Standard“ wird gemeldet:
In Folge der Unterschätzung der türkischen Streitkräfte auf ihrem
dechten Flügel ergriffen die Kussen mit 16 Bataillonen Infanter'e,
ß Regimentern Kavallerie und 4 Batterien die Offensive gegen
die Hohen von Jatrigia und dos Dorf Tata, wurden aber zurück⸗
geschiagen. — Dem „Daily Telegroph zufolge wird Serb' en nicht
inter Rußland, sondern selbstständig neben demselben gegen die
Türken kämpfen.

London, 15, Sept. Nach den „Daily News“ sind die
ürkischen Postlionen in Plewna fest und ist die Garnison auf zwei
Monale verproviantirt. Stobeleff behauptete die am Dienstag ge⸗
wmmenen Redouten nur 24 Stunden lang. Die Türken vertrieden
hn wieder daraus und nahmen nach sechs Angriffen auch die
Hrivitzaredouten. Unter starkem türkischem Feuer wurden die Ruffen
bei Dobnik geschlagen. Sie verloren 9 Kanonen und mehrere
ausend Mann.

London, 15. Sept. Der „Globe“ erfährt, daß 25,000
Türlken zwischen Nisch und Sofia konzenttirt werden, um sofort bei
serbischer Kriegserklacung in Serbien einzurücken.
»Konstantinopel, 15. Sept. Aus Schumla wird ge⸗—
meldet, Osman Pascha habe am Dienstag (2) die Russen bei Dohnik,
wischen Plewna und Sofia geschlagen und 9 Geschütze erobert.

Konstantinopel, 15. Sepi., Agends. Eine Depesche
Mehemed Ali's von heute meldet: Gesiern wurden die Russen, 22
Baiaislone Infanterie, 3 Regimenter Kavallerie und 66 Kanonen
dark, geschlagen und nach Sinan zurückgeworfen. Die türkischen

Qolonne vestand nut aus 12 Bataillonen, denen sich sodaun 6
andere im Verlaufe des Kampies answlossen.

Petersburg, 16. Sert. Telegramm des Großfursten Ni⸗
dolaus aus Poradim vom 15. ds.: Gestern besichtigte ich den
zanzen Tag die Posit onen, wählte neue Stellungen für die Bat—
erien aus und recognoscirte die Dispositionen des Feindes, fand
daher keine Zeit zu telegraphiren. Am 183. ds. den ganzen Tag
und am 14. bis Abends 6 Uhr beschossen unsere Batterien Plewna.
Die Türken erwiderten das Feurr nicht; sie scheinen die Munition
sür den Fall einer Wiederholung des Sturmes zu sparen. Am
14. Abends eröffaeten die Türken ein heftiges Feuer gegen die
Briv tza Redoute, griffen dieselbe später an, wurden jedoch unter
Mitwirkung unserer und- der rumänischen Referve zurückgeworfen.
Die ganze Affaire dauerte 3)4 Stunden. Heute fahren wir fort,
die seindlichen Besestigungen zu beschießen.

Die Stadt Phewna brennt. Nachrichten vom 14., Abends,
zufolge passirten seit dem 7. ds. die verschiedenen Verbandsplätze
289 verwundete Offiziere, 9482 Soldeten. Todt find gegen
3000. Es ist noch nicht möglich, die Zahl derselben genau anzu⸗
Jeben. Der Gesammtperlust beträgt gegen 800 Offiziere und 12,500
—A
Offiziere und 3000 Soldaten todt und verwundet. Die Stim⸗
nung unserer und der rumänischen Truppen ist ausgezeichnet. Die
ungen rumänischen Truppen kämpfen vortrefflich.

Vermischtes.

fFLudwigshafen, 16. Sept. Auf dem Bahnhof von
Dppenheim, wo der um 1 Uhr 47 M. Nachmittags von hier ah⸗
zehende Personenzug sich mit einem Güterzug kreuzt, ging gestern
Rachmittag eine Frau noch über das Geleise, als eben der Per⸗
onenzug einfuhtr. Sie wurde von der Lomotive erfaßt und im
Nu zu einer unförmlichen Masse zusammengequeischt. (Pf. K.)

Bei den Manövern der 2. bayerischen Div sion ereigneten
äich einige tragikomische Fälle: so wollte ein Ehepaar bei Ankündi—
zung der Einquartirung à Jla Bulgarien Alles im Stiche lassen
und sich mit den wenigen Kostbarleiten, nebst Vieh ꝛc. in die Wälder
üchten. Andere frugen in vollem Ernste, ob es denn wahr sei,
daß der Bayernkönig mit dem Russen gegen den Türken ziehe.

f Rosenheim, 14. Sept. Ein an die Redaktion des
Rosenheimer Anzeiger“ gerichteter Brief stellt in Aussicht, daß in
naher Zeit in zwei Bauerndörfern linkz und rechts des Inns die
,friedenstiftende heilige Schaar“ (so nennt der Brief die Haber⸗
eldtreiber) ihre Thätigkeit wieder aufnehmen werde. Nach Rosen⸗—
jeim, heißt es dann weiter, werden die Haberer sich wahrscheinlich
uiiccht mehr wagen, well der letzte Versuch, der gegen unsere Stadt
zerichtet war, sehr schlecht für die Unruhestifter ausfiel.

7 Fur zukünftige Techniker finden wir in neuesten Programm
»es Technikums Mittweida EsSachsen), der bekannten
söheren Fachschule für Maschinen-Ingenieure, Werkführer, folgenden
eherzigenswerthen Satz: „Wie das Studium jeder Wissenschaft nur
zann von Erfolg sein kann, wenn es mit Ernst getrieben wird,
o verlangt auch das Studium der technischen Wissenschaften, daß
Derjenige, der sich ihm widmet, dies auch voll und ganz thue.
Fleiß, Ausdauer, der feste Wille, vor keiner Schwierigkeit zurück⸗
uschrecken, und besonders regelmäßiger Besuch der Unterrichtsstunden
ind es deßhalb, die wir Jedem, der eine technische Schule besucht,
nicht dringend genug anrathen können, da sonst an keinen Erfolg
heim Studium zu denken ist; von Denen, welche die hiesige Anstalt
u ihrer Ausbildung wählen, müssen wir Dies durchaus verlangen.
die Zahl von über 400 Schülern zeigt am besten, wie ernst die
Anstalt ihren Zweck verfolgi.“

Aus Schlesien, 9. Sepl. Ja Striegau ist vor einigen
Tagen eine Arbeiterverjammlung aufgelöst worden. Das ist nichts
Neues. Neu aber war die Veranlassung. Der dort anweseade
Zozialdemokrat Schunacher aus Holstein hatte nämlich, veranlaßt
durch die Aeußerung, „die Sozialdemokraten trieben die Massen zur
        <pb n="496" />
        Rebolution heran,“ es flir eine Ehrensache gehallen,“ öffentlich
ju erklären: „Ja, die Sozialdemokraten wollen die Redolution!“
Damit aber fand er selbst im eigeren Lager keinen Anklang, und
unter dem Rufe: „Das geht zu weit! Das wollen wir nicht!“
drangen seine eigenen Parteigenossen auf den Agitator ein. Der
Trumut wurde so arg, daß der Vertreter der Polizei die Verfamm⸗
lung auflöste.

PHamburg, 11. Sept. Die Norddeutjche Affinerie
(Silberschmelze) ist ein Raub der Flammen geworden. Durch die
Zerflsrung der Affinerie sind für den Augenblick ca. 180 Arbeiter
drodlos geworden. Versichert ist die Affinerie bei 29 verschiedenen
meist englifchen Compagnieen im Gesammtbetrage von 41,0 Million
Marl.

r Ein schrecliches Ungl üd ereigneie sich dieser Tage im
Formazzathale litalienische Alper). Der Syndik don Fruttwald,
Herr Anderlini, begab sich mit seiner Schwester und seiner Braut
um Tosafall. Auf dem Heimwege stürzte von den Haͤngen des
vosodino plötzlich eine Felsmasse nieder und zerschmetterte den

Stadtrathssitzung
am Donnerstag den 20. S.pt.,
Abends um 5 Uhr.
Tagesordnung:
I. Lasernen ⸗Anzünder zu
Schnappbach.
Die Handhabung der Le⸗
densmittelpolizei und die
Bekämpfung der Lebens⸗
mittelderfaͤlschung.
Berifilation der Standes—
akten des Jahres 1876.
Beränderung der Trippe
am Hause des Wirthes
Hoͤlzheber zu Schnappbach.
5. Heimathangelegenheiten.
St. Ingbert, 17. Sept. 1877.
Das Bürgermtisteramt:
Euster.

Alle meine Ausstände
sfind direkt nur an möich zu jzah—
len, indem ich Riemand andert
bis jetzt Vollmacht ertheilt habe.
St. Ingbett, 18. Sept. 1877.
Jak. Stief.
Heilbar
st Trunkwahnsinn und zu be⸗
eitigen Trunkenheit mit und ohne
Wissen; glaubhafte Atteste stehen
nir zur Seite und leiste für den
ẽrfolg Garantie. Man
vende sich an Th. Ko-
netz Ky, Droguen- u. Kräuter⸗
jandlung in Grünberg in
Schlefien.
Allgemeine

—
d Be—⸗

reunden
Ir Abreise nach —8 ein zu Irdermange ebr
herzliches Lebewohl! 5 ee Is 50 Pf.
Et. Inobert, 17. Sept. 1877. Saqhe und Steindruck erei
Georg Peters jun. i. X Demetæ.
J.8S. CIOEIINA&amp; SOMBNE,
Zweibrücken,
(Ecke der Landauerstraße),
empfehlen ihr complett sortirtes
Herbst- und Winterlager
in den neuesten Damenkleiderstoffon
( Natelassé u. Neige);

— Winter àaäntel —
in Rammgarn, Diagonal und Double nach den
modernsten Formen;
Paletot⸗ und Havelok-Regenmäntel;
grosse Damen-GQhales u. LOPItiũcher
fertige Jislz⸗, Itepp- und garnirte Lnterröcke
ERVIGAEÆ EBEAASRXLEIBEEBM
in Ins und anderen Slioffen.

ferner eine reiche Auswahl

Hroßes Lager
rofe — J

in

Syndik und seine Schwester in gräßlicher Weise. Beide waren
jofort todt. Die Braut kam fast unverletzt davon.

pLondon, 13. Sept. Ein enisetzlichet Schifftzusammen⸗
ftoß ereignete sich Dienstog Abend auf der Höhe von Poriland
(Dorseth re). Das Schiff Avalanche“, mit Passagieren auf dem
Wege von London nach Wellington in Neuseeland, stieß, mit dem
ameritanischen Schiffe „Forest“ aus Windsor (Nova Scotia) in so
heftiger Weise zusammen daß es unver züglich sauk. Es befanden
sich im Ganzen 100 Personen an Bord, darunter 63 Pohssagiere,
ind von diesen sind, so vel man weiß, nur drei Matrosen gereitet
vorden. Dir „Foreft“ erlitt ebenfalls totalen Schifforuch, hielt
sich aber noch einige Stunden über dem Wasser, so daß drei Boote
derabgelassen werden konnten, in welchem die 20 Kopfe zählende
Mannschaft Platz nahm. Zwei Boote verungbhückten, während die
Infassen des dritten, 9 an der Zahl, von Fischerbooten aufgenom
Nen und nach Wehymouth gebracht wurden. Der Zusdmwenftoß hat
somit 108 Menschen das Leben gelostet.

Issir die Nedacnion verammortlich F. X. Deme.

Zum Abonnement empfohlen:
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mit dem Unterhaltungsblatt der Berliner Zeitung.
Erscheint täglich (auch Montags).
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Durch rasche Berichterstattung, Zuverlässigkeit, Uebersichtlichkeit
und leichte, anständige Form der Darstellung wird sich die Berliner
Zeitung auszeichnen. Tie politischen Fragen werden wir von
inem wahren liberalen Standpunkte, frei von allem Clique⸗ und
Parteiwesen besprechen; in den vollswirthschaftlichen und commu⸗
zalen Fragen wird die Hebung der Woblfahrt des Volkes unseæe
Richtschnur sein.
— a) Politischer Theil : Leitartikel
Täglicher Inhalt ——⏑⏑ ⏑— — ——— 28—
Nachrichten aus dem In⸗ und Auslande, DSepeschen. b) Lokaler Theil:
Hofnachrichten, Personalien, Nachrichten aus Magistrats⸗ und Stadtverord⸗
getenkreisen, Gerichtszeitung, Vereinszeitung, Tagesneuigleiten, Verbrechen, Un⸗
zlücksfälle Feuerbericht, volizeibericht. eR Feuilleton: Sheater, Mufit,
Zunfi Literatur, Plaudereien, Novellen. A) Handelszeituug: Worsen⸗
Resume, Firmenregister, Patente een Voee Pro⸗
elenderichte Courszetiel. E) Vermischtes: Theater⸗Repertoire
mit Besetzung, Concerte, Wochen⸗Theater⸗Repertoire (täglich), Sehenswür⸗
digkeiten, muthmaßliche Witterung, Wilterungsbericht der Sternwarte, Ther
momeler⸗ und Barometerstand, Wasserstand, Vereinskalender, Auctionskalender,
isenbahn⸗ Dampffchiff⸗ Pferdebahn⸗ und Omnibus-Fahrplan, Briefe au
den ARedacteur, Freindenliste, Preußische, Sächsische, Braun⸗
schweigifche und Hamburger Lotterieliste, Standesamtsnachrichten,
dirchenliste, Briefkasten in Fra und Antwort, Humoristisches ꝛtc.aꝛc

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An das Kaiserl. Postamt n
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Berliner Selcungem dem Unterhaltungsblatt der
erliner Zeituug
(Nr. 5710 im 11. Nachtrag der Zeitungs⸗Preisliste pro 1877)
pro 4. Quartal 1877 für beifolgende 8 Mark 60 Pf.
Ort:

Name:

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68
I.44
233
22

7 8
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29232
2238
2558
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428
37 2.
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25
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Redaktion Twuck nud Verlag ven F. X. Demeß in St Ingbert.
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        5 22
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S Z38 — —A ——
A 33255 53335538 —85 8832
2 5323 2 53287 55335325 836 82823 253 5825
3 3553 375335* 55 553 535 5255353558 73358
— 727 *5 5 532255 — —5 82 —— —— 8E7— 8
5 5355 *8*248 —A 72 55 s2 55335 z23235325 *—
8 23825 282 75533335358 2 325 523 A—————
2 3224 — 825235 3585233232 — 222 52 —83,328253 — —
35 7—5655 33533355355* 268 28 333 388—8 3
2 — * 2 — — — — 2 —— —2 —
3 2 —52 8—52535 z3338 3 s 235835 ——35225822
3558 6535 353355 38 38 z 83333 —
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5553 23383 8 — 3
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F * * 8
—7 35283283 3233553323—583 8 2533125333 357k358* 58
55*8 3232335338 —53353353* 2 3333343—3833
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— A — 5227 3 2
25 252222— —3533333338238 55 B555.53 533555—5*553
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* — 53 — — 525 32*3 *
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z5255867 —A——— 552558 55 775563 — ————
—B ——23 1733* —1232358 —F538 222 * 753 — —53583
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— 22 522 —3 a 22
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752 525 2 335 5— 8 88 — 2
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5558356 5332 —AI 5858 —3 55385—285553
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53822 —2323523—385 5 22 52538 3535 55 5533 58338
55883235* — — 33 23853553 8 335353*3 553735256
2 3 — 7 2 Ez — —7 25 85 —A
—— 22 5 7 42 S 2⸗49 2 23 2385 888
555538 3575652383333 58 5— 52 533832 3333 —55382528
—38—333385* 23333353833552533535 —
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— 28583335 I — 538
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— 32 —5335 7 —25 3833353 ——— 5225 ——— 53585
555 —7S5 —5383355— 28355—552 —25853 55333233238
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2 58 5833338363383585 —332 332535 38
25* 2 27 8 — 53 Sz53 336* 5683555 58 3z3*53 — 8 5328322
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A 2z22—553553—35 2228 238 * — —22,70 78—
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5 25 35 5 5 3 ——A 5285 * 2532223 2 32 2 —A—
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3 —63 335 — 8553 3833535332333

2 2 —25 2523522 555828 — 28 5 27535

7 2* 33525323 ͤ5 3585 5833325 53285 532 528

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363 —X —A — 225 — 33 ———— 7 22 8252328 —8
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5532355232333 533— 5583383 5375 50 5 352 32

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83

55582293
2 5358 5335555525
4 ——— 52 — —— —25E
23 5 555583 3308335 ——
22 * 25—2 2 —8 * 2 ——
* 322 83 8 5 5z5537 75 — 82
55 3 3 73523535 5 25 22 535
— 5388 — 3 5558 25 28 533 28383232358
* —— 5 2 — * 52 —— —
5339 5553385 6 33 z38325322 38 —s 323333357
28 55335 .3 22 2*28*8 —3 z5585—335536
585 25 52 5*7323 55 832 53 5535325
2222 22 — 8 — —8 ——— 82 322 —8* ———3234
32538 555855 5328 53233c355 5 A —— ————
27 ——2 5 2 —E —
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ẽ 7 735 332 234383353 3233533534255 558 22335
2* — 2 582 22 2 —A ——— * 32 — 28 38
—A 32 — 5— 2 * 532 3 —A —A
F 325 — — — —* — 222 2 222 *2 25533223
36* . 33358 5 82 23 2388 — —s 8 5532332
J 535852 87 — 8* 52 * — 5 22 — XÜREISS 2 8 — E —
21 2535 358. 5535 — —A 5545 — 33535
— 57 —V 2 — 225 225 sñ 2* 2 22 25 *
2 — 7332—57 5353852355 58 — 23 53 22 5 32 3 2365522
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— — 2 — 2 5353*55833 352528 — 32 — —48
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* 250 333 32548 ñ 2532232738 238356 253 225368
2 — 555 —3 8 5 wr 5 QRg 2 ——
35323328 2 37 23:. —22 —A
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        —
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522 22238522 255 5528 —. 3 3 —22
— 83 — 322 — * — 55 32 727
2 — ———83338
25 ———5 7 825 — 8 —2838—23275*
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* 2 * 5355 5* 82* 2
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57323*8* 57* 53373 35 3 55322. 2 —
23325 57 352 352.2 288* 71235 22 *
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55355233233 58222333
382527* 23* 235323 3—7383253
288 55533* —
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22..
— —
        <pb n="499" />
        Stl. Ingberler Anzeiger.
—— —
Ser St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags milt illustrirter Bei⸗

lage), erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donunerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis beträgt vierteljährlich

1 Mark 20 Re⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 13 Pfzg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrijt oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnte.
M. 147.. Donuerstag, den 20. Septembe 1877.
— — — —
Deutschlauds Gewinn beim Orieutkrieg.

Es ist uns Deutschen schwer geworden, bei der Veischieden⸗
artigkeit der Ansichten, ber dem voliständigen Gegensatz, der sich in
Wünschen und in der Parteinahme für Rußland einerseits und die
Türkei andererseits offenbart, an jener Objektivität festzuhalten, die
sich an nüchterner Beobachtung der nockten Thatsachen, vor dem
endlichen Ausgang des gewaltigen Riugens am Balkan genügen
lähßt. Die Ruͤssenfurcht und d'e Türkenfreundlichteit liegen tag—
aglich im Kampfe, nicht blos in den Organen der deuischen Presse,
sondern auch in oͤffenilichen und privaten Versanmlungen, wo die
Schlachten wenigstins mit Worten mitgeschlagen wecden. Selbst
die Kriegsber chterstattung leidet unter dieser einseitigen Parteinahme
und gestattet dem tuhigen Beobachter kaum einen r'chtigen und un⸗
getrübten Einblick in die Entwickelung der Thatsachen. Auf der
einen Seite wird der russische Czar beschuldigt, mit Verletzung aller
Gesetze des Volterrechtes, unter eitlen Vorwänden einen in friedlicher
Talickelung begriff nen Staat mit einem lange Zeit durch die ge⸗
zdässigsten und medrigsten Intriguen heimtückisch vorbereiteten Kriege
üͤberfallen zu haben, lediglich um selbstfüchtigen Eroberungsgelüsten
zu fröhnen und die Herrschaft des Slaventhums bis an die Gestade
des Bosporus auszudehnen. Von der anderen Seite wird aui die
detroitete Paschawirthschaft in der Türkei hingewiesen, die alles
wirthschaftliche Gedeihen in den ja reich von der Natue ausgestat⸗
veten Laͤndern, welche der Herrschaft der ottomanischen Pforte unter⸗
worfen sind, unmögzlich macht, auf die unerträgliche Lage die Auf⸗
mertsamkeit gelenlt, in welcher sich die christlichen Völkerschaften be—
finden, die dem Sjep'er des Padischah gehorchen müssen, und dabei
hetont, daß diesen Zuständen ein Esde gemacht werden müsse.

WVielleicht wücde ein schneller, enischeidender Erfolg der rus⸗
sifchen Waffen, wie er nach der Einnahme Ardahans und nach dem
leichten Uebergange der russischen Arrzee über die Donau erwartet
puide, dicsen Widerstreit der Meinungen schnell beseitigt und zu
Bunsten der Russen entschieden haben. Nachdenr aber d'e über—
raschende Wendung des Kriegsglücks zu Gunssen der türkischen
Truppen sowohl auf dem asiatischen Kriegẽschauptatze als auch in
Bulgarien und am Balkan den Beweis geliefert hat, daß einerseits
die ru sische Kraft bedeutend überschätzt, andererseits der angeblich
kranke Mann“ virl zu gering geachtet wurde, ist jene einseitige
Polemit so sehr in den Vordergrund getreten, daß sie eine objet—
iͤbe Betrachtung gänzlich bei Seite zu schieben droht. Und doch
siemt es getade Teutschlaud, und nicht blos der deutschen Staats⸗
beitung, welchert voraussichtlich bei den dere nstigen Fricdens-Vec—
handlungen, wie auch nunmehr der endliche Ausgang dieses blu⸗
gen Krieges sich gestalten möge, eine maßgebende Nolle zufallen
wird, sondern auch dem deusschen Volke, äch eine nüchterde,
weder durch Sympathien noch Antipathien beeinflußte Beurtheilung
ↄorzubehalten, die lediglich die eigenen Interessen ins Auge faßt.

Und da müssen wir denn wiederholen, bei allen Sympathien,
welche der heldenmüthige Wid'erstand einer Nation gegen den An⸗
zruff des Stärkren stets ainflööͤßen muß, daß in der That die Zu—
stände in den Ländern der ottomanischen Pforte, und zwar eben⸗
sowohl die politischen, als die finanziellen und wirthschaftlichen,
auf die Dauer nicht haltbar waren, und daß es allerdings die
Auigabe der europäischen Mächte hätte seinen üssen und noch fein
mußte, die Zustände in irgend einer Wese im Interesse der Civi—
lisation einer Aenderung besiehungsweise einer Besserung entgegen⸗
zuführen. Das weiß aber Jeder, daß nach einem endlichen Siege
der Tuͤrken ohne Zuthun der europäischen Mächte eine solche durch—
greifende Aeaderung nicht eintreten würde, da nach den unpartei⸗
ischen Berichten kompetenter Kenner der Zustände im Orient es dann
am allerwenigsten den Reformtürken bvon der Schule Midhat Pa⸗
schas gelingen würde, einen ernstgemeinten Wechsel in dem altlür—
lischen Regierungssystem durchsetzen.

Auf der anderen Seite aber sind wir der Ansicht, daß Ruß⸗
land, welches in seinem eigenen Inneren noch gar viele Entwicke—
lungsstadien durchuumachen hah, um auf die Höhe eines wirklich

ivilifirten Staates zu gelangen, wie er den berechtigten Anforde⸗
ungen des neunzehnten Jahthunderts entspricht, nur im Sinne
iner historischen Mession berechtigt scheinen konnte, die Türkei mit
drieg zu überziehen, keineswegs aber, um feine Herrschaft an die
Zlelle der türlischen zu sezen. Und schon aus diesem Grunde
rauchen wir uns nicht allzusehr zu grätnen, daß es den rufsischen
Urmeen nicht gelungen ist, in einem fortlaufenden Siegeszuge bis
nach Konstantinopel vorzudringen und das Krenz auf die Sophien⸗
Moschee zu pflanzen. Es kann uns nur mit Genugthuung erfüllen,
daß, welche Wendung das Schlachtenglück auch noch nehmen möge,
Rußland seine Eroberungsziele nicht erreichen wird, die in ihren
veiteren Konsequenzen aun dem deuitschen Volke hätten gefährlich
verden köanen, und daß andererfeits dem Areopag der europäischen
Mächte unter allen Umständen eine maßgebende Stimme bei der
Irdnung der türkischen Zustände eingeraäumt sein wird, was in
»em gleichen Maße schweilich der Fall gewesen sein würde, wenn
stußland von einem unwandelbaren Kriegsglück begünstigt worden
väre.

Für Deutschland insbesöndere ist es bei allem Mitleid, welches
vir für die bedauernswertheun Opfer des bluigen Krieges em⸗
pfinden, von Interesse, daß Rußland aus diesem Kriege geschwächt
servorgehen wird. Wenn auders ein Ausspruch richtig ist, dea
Fürst Bismarck während seines diesjährigen Aufenthalts in Kissingen
Jethan haben soll „daß Europa auffünfzig Jahre hinaus
zor jeder Gefahr eines russischen Krieges gesichert
ei“, so theilt der deutsche Reichskanzler unsere Meinung. Man
vird dem deutschen Volke fernerhin nicht mehr mit dem Gespenst
iner französisch⸗ russischen Allianz bange machen können, und der
stückschlag auf unser Militärbudget wird schließlich nach dieser
Wendung der Dinge auch nicht ausbleiben können. So gelangen
vir denn zu dem Resultat, daß schon der bisherige Verlauf des
rienkalischen Keieges, wenn derselbe auch noch mancherlei Wechsel⸗
älle dacrbitten sollte, und in Folge des energischen türkischen Wider⸗
tandes unzweifelhaft eine Berlängerung erfahren wird, der deutschen
Mcation eine Aera des Friedens verbürgt, welche, um wahrhaft
gensreich für ihre Entwickelung zu sein, von den Regierungen und
den Parteien nur zum freheitlichen Ausbau unserer verfassungs—
näßigen Eintichtungen benutzt zu werden braucht. (Berl. T.)

Deutsches Reich.

Berlin, 17. Sept. Der für die bevorstehende Landtags⸗
ession vorbereitete Eutwurf eines Einführungsgesetzes zu den Reichs-—
ustizgesetzen wird sich nicht auf die Organisation der Oberlandes—
zerigte und der Landesgerichte beschränken, sondern auch alle durch
die Aufhebung des Obertribunals nothwendig werdenden Auord—
zuugen umfassen. Ein anderer Entwurf dieser Vorlage ist schon
eit längerer Zeit ausgearbeitet und wird derselbe nunmehr behufs
Botlegung an das Staatsmin ster um einer Umarbeitung unterzogen.
Nusland.

Wien, 18. Sept. Die „N. Fr. Pr.“ meldet aus Kon—
tdantinopel vom 17. ds.: Nach dreitägigen Kämpfen wurde der
Zchiptapaß voa den Russen vollständig verlassen und von den Türken
»esetzt. — Die „Presse meldet aus Bulacest: Füt einen etwaigen
Winterfeldzug werden bereits alle Vorbercitungen getroffen. Ja
Matschin, Hirsowa und Nilopolis werden zu diesem Behyfe Ver—
flegungsvorräthe angesammelt.

Pest, 17. Sept. Dem ‚Pester Lloyd“ wird in einem
Wiener Briefe folgende angeblich verbürgte Aeußerung des Fürsten
zikmarck gemeldet: „Entweder haben wir roch vor dem Winter
Ren Frieden zwischen Rußland und der Tärkei oder nach dem
Winker einen allgemeinen Krieg.“ Nahh anderen Mittheilungen
esselben Blattes aus Wien und London soll Deutschland nach den
Borgängen bei Plewna geneigter sein, Vermitlelungevorschläge zu
nachen, die vom Fuürsten Bismarck auszugehen hütten, 'weil die
Beziehungen zwischen Nußland und Eagland gespannt sind
        <pb n="500" />
        Pest, 17. Sept. Das Telegramm des Großfürsten Nikolaus,
in welchem er sagt: „Ich fand keine Zeit zum Telegraphiren!“ hat
in Petersburg ungeheure Aufregung herdorgerusen. Die Polizei ist
zu verdoppelter Aufmerksamkeit gezwungen.

Pest, 18. Sept. Zur Feier der türkischen Siege wurde
heute dem türlischen Consul ein Fackelzug dargebracht. Die Stoadt
war glänzend beleuchtet. Es herrscht ein ungeheurer Jubdel.

London, 17. Sept. Den ‚Dailh News“ wird gemeldet
Christic, der serbische Agent in Konstantinopel kdabe noch nicht seine
Passe verlangt. Serbiens Mitwirlung am Kriege sei verschoben
worden. Die Szenen um Plewna am Dienstag und Mittwoch
waren entsetzlich. Skobeleff allein verlor 53000 Mann und fast
alle seine Offiziere. Er hätte mit Versfärkungen seine Position
halten können; seine Mannschuft leistete Wunderbares. Suleiman
hbewirkte seine Vereinigung mit Mehemed Ali.

London, 17. Sept. Der „Times“ zufolge verfuchten die
Türken in sieben Sturmangriffen vergeblich die Grivitza Redoute
wiederzunehmen. Sie wurden mit einem Verluste von 10,000
Maun zurückgeschlagen. Die bis dahin ausschließlch von den Ru⸗
ninen vertheidigte Redoute wird jetzt ouch von Russen oklupert.
In Bulgorien dauern die von den Türken begonnenen Hinrichtungen
noch fort.

Konstantinopet, 18. Sept. Nachrichten zufolge setzt
Chevlet Pascha seinen Marsch auf Plewua fort. Die Russen im
Schiptapasse erhielten frische Berstärkunzer. Der Sultau ließ Os⸗
man Paschq zu seinen Erfolgen deglückwünschen.

O San an Pascha meldet Folgendes: Die Russen, welche
die Redouten östlich von Plewna otkupirt hatten, wurden von den
Türken wieder bverdrängt und zogen sich in Unordnung zurtick; sie
derlorea 800D0 Todte und Verwundete; drei Geschütze und große
Wassen Munition fielen den Türken in die Hünde. Somit sind
die Russen bei ihten Angriffen vollständig geschlagen, ihre Artillerie
richtet gegenwärtig nur noch ein sehr shwaches Feuer auf die Stadt.

Eine Depesche Mehemed Ali Pascha's dom 185. Sept.
meldet: Assaf Pascha, der am Donnerstag mit 12 Bataillonen
aus Kischlowa vormarschirt war und Sinank oi besetzt hutte, wurde
am Freitag vom 12. russischen Korps, welches 32 Bataillone In⸗
santerie, 2 Kavallerieregimenter und 64 Geschütze stark war, an—

gegrifsin. Nachdem von Kischlowa her 6 Bataillone zur Unter
stützung gifendet waren, wurden die Russen mit großen Verlusien
zurückgeschlagen und bis Banilalow verfolgt. — Nach einem weiteren
Telegramm Osman Paschas wird der Berlust der acht russischen
dolonnen, deren Angriff aus Plewna zurüchgeschlagen wurde, aul
15. 000 Mann geschäßt.

Vermischus.

fBei der Grundstcinlegung des Nationaldenkmals auf den
Niederwald that der Kaiser den ersten Hammeischlag mit
folgenden Worten: „Wie mein hochseliger Vater das Dentmal auf
dem Kreuzberge, so weihe ich diesen Stein den Gefallenen zum
Andenken, den Lebenden zur Anerkenaung, künftigen Geschlechtern
zur Nache ferung.“

F Adele Spitzeder wird in Quargu's Vaudevilletheater
in Berlin in nächster Woche ein auf 10 Abende berechnetes Gasp
piel unternehmen. Heir Ouarg gibt der Spitzeder kein festeß Ge⸗
halt, wohl aber die halbe Einnahme, dagegen hat er die Preise
auf das Sechsfache erhößt (3 Mark) und hofft dadurch drillauße
Beschäfte rotg der „schlechten Zeit“ zu erzielen.

7 Einem Schuhmacher in Berlin wurde kützlich ein ein
zelner Stiefel, welcher an seiner Kellerthüre hiug, geslohlen. Bat
darauf fand er auf der Kellertreppe einen mit —8 geschriebrnen
Zettel folgenden Inhalis: „Wenn Se nich den andern Stiehb«
ooch 'taushängen, det wir ihn stehlen können, denn schlahen Win in
die Nacht Ihnen alle Fensterscheiben in!“

FVon einem Alie unerhörtet Kohhest berichtet der Roͤpabh
tain de Seine⸗et· Marne: Seit dem 8. September, erzählt e⸗, em
pfing Frau Thiers, wie man sich denten kagun, ohne Untetlaß
Beileids: Telegramme, »Briefe, ⸗»Adressen, Blumenkränze u. s. 7.
Ploötzlich meldet sich der Briefträger mit einem rekommanditih
Schreihen, welches er dem Reglement gemäß der Adressaten selbs
überreichen muß. Frau Thiers bescheinigt den Empfang, X
den Brief und liest auf einer Visitenkarte: M. la Marquis des
Roys, und darunter mit Tinte geschtieben: Enfin!!! (Endknh h
Dieser Ehrenmann hat der Natioalversa „mlung von 1871 umd
natürlich der Rechten angebört.

— Für die Redachion veraniworilich F. Demeß
οααôÔÔασä
Anzeige.
Samstag, dea 29. September
nächsthin in der Wirthschaft von
Peter Dörr in Ensheim
äßt der Unferfertigte darch Hru.
Sauer
Pl.⸗Nr. 176. 177, 178, zu⸗
sammen 1 Tauwerk 8 Dezim.
Wies in der Hohleich (in der
Nähe von Ensheim),
Pl. Nr. 7043, 7044, 7045,
zusammen 21 Dez. Wies im
Bruch (Ensheimer Thal) öf—
fentlich auf Eigenthum der⸗
steigern.
Ensheim, 20. Sept 1877.
eter Görlinger,
Schuhma her.
— Eiäügenthümer ist zu
jeder Stunde bereit, genannte
Wiesen mit einzusedben.
riefpapier
— — — mit Firma, zu Geschàãftsbriqfen,
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find zu bei Monogrammne, Viniten-
J. Hager, NMetzger. Aarteænm ote., werden rascb
mnete Eida in meinem und bilIlig angæertigt in det
D hause din Buhlenea iñ Buoh- uud Steindruokorei
zu vermielder. —A
Joh. Reidiger. 8t. Ingbort.

Lrioger·Verein.

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Deutsches Montags-Blatt
Chefredactour: . Verleger? Ber bn
Arthur Levysohn. Rudolf Mosse. 1877.
LAMarIx 50 P. prOoO Quartal.
Ersche:nt jeden Monteg Morgen, auch außerhalb Berlins
am Montg.
Als die unterzeichnete Verlag handlunsg am 1. Juli d. J. mit dem
„Deutschen Montags⸗Blati“ vor das Publikum trat, glaubie sie
wohl mit dieser Schöpfung einem dorbandenen Bedürinisse zu entsprechen
aber sie ahnte nicht den
außergewöhulichen u. geradezu sensativnelleu Erfolg
mit dem das ganze Unternehmen gleich von seinem ersten Auftreten an aü—
eitig begrüßt wurde. Nicht nur, daß die ersten Autoren Deutschlands dem
Verleger und Herausgeber des „Deutschen Montags⸗Blatt“ ihre Mitwirkung
bereitwilligft zur Verfügung stellten, sondern auch die Theilnahme der Lese—
welt begleitete das ganze Unternehmen in ainer von Rummer zu Nummer
sich steigernden Weise, wie fie in Deutschland bisher und auch im Ausland
nur publizistischen Leistungen ersten Ranges zu Theil ward.

Das „Deutsche Montagsblati gibt die von den meisten Zeitungb⸗
esern bisher an jedem Montag ungern dermißtk Kunde von den neuesten
—
geitungs⸗Redaktionen, eingetreten find und die dem Blatte durch zahlveich⸗
Spezial⸗Korrespondenten telegraphisch zugehen.

Dem feuilletonistischen Theil wird im ‚Deutschen Montage
Blatt eine besonders vorzügliche Pllegt in xrigineller Weise zu Theil.

Als Mitarbeiter sind sür dieses

politisch⸗literarische Wochenblatt
die hervorragendsten schriftstelle rischen Und dolitischen Krafto Deutjchlanda gu
wonnen, neben Autoren wie
Gutzkow, Spielhagen, GErnst Dohnn, Rodenberg, Hant 82*
Anzengruber, Rosegger, K. F. Frauzos, Wachenhusen, ein,
Goldbaum, Landsberg, Wellmer, Herwia Dohm, L. Habnt, 0
v. Leixner u. s. w.,
APolititer nie
Lowe⸗Calbe, H. V. orr im, Schnecgaut, Braun⸗Wiesbaden vrt wi
und Mannerder Wisfensj 7 wie
Letther * Vogel, Dr. Bbuner, Dr. Zacobsen, Da
tinde u. s. w.
die in anregender und gegisethenr Frrm di⸗ brlehrende Unterhalteug b
einer disher in Deutschland nicht gekannten Art cultiviren.
Alle Postanstalten dets —28 Reichs, sowie saͤmmtliche Bgri⸗
lungen des In⸗ and Auslandes nehnen Abonnements jederzeit entgegen.
Die Verlagshandlung des „Deutschen Montagséblatten“
Rudol Mosso. Berlin W.

Binjahriges Militairexamen.

Die Absolvirung der VI. Classe des Internutiona l-
Lehrimstitats berechtigt zeit 4 Jahren schon zum
einjahrigen Militairdienst. Dieses Jahr haben sümmtliche
I2 Abiturienten dis in der Anstalt selbst abgelegte Prüfung
bestanden. — Gutes Pensionat. — Prospectus durch die Di-
wetion in Bruchsal (Badem).

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538555 * 2335239 2. — — —
5—33823338 s—z83332338 3338
——J 2327 *5832* 2 2. 2 *2 2526 252
2 25 *
2 568326 3828538 *3 572 22253332
2 7 222 23 — — A5* * — 2 * ⁊ *2. 2 24
—5532 28 2253 76322 52 —A —
5. — 533 — 5333—3333335 58
3 —c. * — 325 5*5 32 55—32525
288 2 53 3 32 152 55335—2777583
* —322353 — 223 * — —— 2 22 232.2 22
— JI 2 2 *25 2—2673 — *52 * 2. 2. 2. 23. *
2325 — —A 3278 77 — —
2 52 25—2857 7 * 22 22 S *42 — 233 —
2 —53 23753 — 53226
2— * 572 * —— — — * — * * 36
27 33355 55 ——— —55 * 5825
——SWs—22E53 * — —— 575 333531733
*85852383 2 525— —5 55 —55 532325 n72
231352 533552383 5233 385—5537
— 22353537 23 525822 757
—2 5e25

74
38
55
7 F
— ——
13 ?
433639
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38
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53273*83
2 — — — *
7.7* 5538*
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*
233535333558
8873
3555333
838388*
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232 7388
— —3—
—333
3—2536 —8
533563
3 223 53585
2*

ze 3833 353 3538782833. 3537
.. 3333 33833
23975 833 *820587 5 —6 307238
* 772— * æ
—
2* . —22 5523 2—*5 202
—3555335 A
* 753 —3—338
78 25 235 323
22 —8 537* 78 38
* 8 82 2 2 2 283322 —
568 585 8227 —A
—5,3325 7—3553—238322
33 538 5652*
a 2808353 22 8*
—28 3. 52 9
3*5 3. — 232 *72
*227 7 327
— 7 23 *
5 2 —
2 2—2 555 2
22 252225 8
32385*8222
5253 2*
3. 3 83— 5
———
85. 723 - S“⁊ * 8
28 * 37 *
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33 2. 2. 5 (607 — 2826 8
2 * 2522 2 * 5 — — 22 *
233 33833 —A 85 2
23 ———A * B88773 2 S2 2. — 22 2 5
— —— 2223 — 2 58* —7223— *7 32 7F27 ——
—— — 2 2* — 25325323 —5 2858 225 ——
75 8. 25,333353385 2723 * 75523 353268 *
3 —2568 *z7 25 2527 25 2532 3 * —
227 2. * * 5323. — 8 —— 8 5ñ28
—S 2325 22775 2 2 2 —2 32 * * 23 22
22 22 75 —— —A 222 25522
23268 ——7 3 5523 —3 533858373 —— 5353
23. 28 — —3 — —
7238 235*2325 8893c3 25838 52273
— — — 35 *8227
—A 23227 38* —*2 8225 —E 25 —
2 — — —523——283 2 * * 27* 27
z *5*75 838 3 vo 88
S 22 8 * 3 3. 5 2. 8 *
—88 25 2. 5 7 25 32. 2 22
— 33 * 2 2322 2 2 — — — —3 —— 2 2 *
2* 25 —37223.35 — 23 —A
2 39 5 5 3535 —23. *55 ——52332
* — * 25Sk2 —238 * 32 2 2e 0
5833532. 25 —38 — . 5 3* — 3— 223
22852 2 3 823 —2 * 22 —
A 23 7553 35 —33653333532 3
25 — 9 —A j 1*
25809 — 22233 375733 x) 57
5258 — 73 2 268 73 — — 532
2* — 2 32 mS. * R 282 23 * —* 23.
* 5* 5 B 37553 37* 77*
— 5 2783.58 z2233232. — 22.
355 5333 252.32* 2533
8 — 2582.*3 3 53 3223 3
* T23.227 287 252232— D 2
327 587 —D ——— 282
233 7 —— 13 5337—233 3
— —3 553833 5 —A 2 —228
— 7273 — ——— 3 2352.835 2 —
—2 332353—5 73 32 5553
— 2 32 3 —534 * ———

2.
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—
—2—2
—
X
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        St. Ingberler Anzeiger.

ker St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, GSonntags mit illustrirter Vei⸗

age), eascheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

Mark 20 R.Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfa. fur die viergespaltene Zeile Blatischrist oder deren Raum, Necklamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 148. I «amstag, den 22. September e 1877.

— ——————— — —

Einladung zum Abonnement.“

Zu dem mit dem J. Oktober 1877 beg'nnenden IV.
Quartale auf den

„St. Ingberter Anzeiger“

mit
3Illustrirtem Sonntagsolatt“
bitten wir diejenigen unserer geehrten Abonnenten, welche das Blatt
dyrch die Post beziehen, um frühzeiige Bestellung desselben, damit
keine Unterbrechnng in der Lieferung eintritt.

Diejenigen Abonnenken, welche das Blatt durch die Austräger
»tommen, wind dasselbe fortgeliefert, wenn nicht ausdrücklich vor
Schluß dieses Quartals abbestellt wird.

Das Unlterhaltungsblatt des Anzeigers beginnt im neuen Quar⸗
ale mit dem sehr spannenden Romane von F. ICIInC:

„Die Geheimnmisse der Refidenz“ »4
Nachtstücke aus dem Leben.
Preis und Erscheinen des Blattes bleiben unperändert.
Zu recht zahlreichen neuen Abonnement lades höflichst ein
Die Expedition des „St. Ingberter Anzeiger.“

Ausland.

Salzburg, 19. Sept. Fürst Bismarck, welcher gestern
Abend 8/2 Uhr hier eintraf, wurde von dem Grafen Andrassy
am Bahnhof empfangen und auf das herzlichste begrüßt. Graf
Andrassy begleitete den Fürsten iz das Hotel Europa, wo Beide
noch gestern Abend miteinander konferirten. So viel bis jetzt
derlautet, soll Graf Andrassy bereits heute wieder abreisen, während
Fürst B'smarck erst morgen Salzburg verlassen würde.

Paris, lI9. Iee Morgens. Das von dem ‚„Journal
fficiell“ heute publicirte Manifest des Marschall-Präsidenten bringt
in Erinnerung, wie er von seinem Amtsantritt an sich an die Ge—
mäßigten aller Parteien gewandt und sich bemüht habe, die Ord⸗
nung im Jnern und den Frieden nach Außen zu sichern. Da diese
ꝰoppelte Wohlthat durch die radikale Kammer in Frage gestellt
chien, habe er von seinem konstitutionellen Rechte Gebrauch gemacht
und eint neue Berufung an das Land gerichtet. Der Marschall
tellt entschieden in Abrede, daß er die Republik stürzen wolle,
udem er sagt, er werde ihr, die ihm anvertraut worden sei, Achtung
nerschaffen. „Ich erwarte von den Wählern zur Kammer, daß sie,
ich über den Streit der Parteien erhebend, vor Allem das Land
im Auge behalten, um einem Mißbrauch meines Namens vorzu⸗
»eugen.“ Wie bei den letzten Wahlen werde er Kandidaten be⸗
‚eichnen lassen, welche allein berufen seien, sich dieses Namens zu
hedienen. Er werde den Aufforderungen (Eommations) der Dema⸗
zogie nicht gehorcen, vielmehr auf seinem Posten bleiben. Seiner
Politil feindliche Wahlen würden den Konflilt noch ernster machen
und eine allen Inter ssen schädliche Agitation hervorrufen. Wenn
aber die Wahlen günstig ausfielen, so würden sie den Einklang
unter den öffentlichen Gewalten wieder herstellen. Das Manifef
chließt mit einem Appell an das Vertrauen bdes Landes.

Paris, 19. Sept. Der Minister des Innern hat den
Präfccien den Vefehl eriheilt, das Anschlagen eines jeden Wahl⸗
nufrufes zu verbieten, worin der Regierung kriegerische Absichten
unterstellt werden oder gesagt werde, daß der Wahlkampf, wie ihn
die Regierung führe, den Frieden gefährden könne. Die Ver fasser
olcher Wahlaufrufe sollen überdies sofort gerichtlich verfolgt werden.

—London, 19. Sept. Der Spezial-Korrespondent des „Daily
Telegraph“ in Plewna schildert die achttäsigen Kämpfe daselbst.
Pach seiner Angabe haben 3000 (7) Bombeu in Plewna eingeschlagen.
Mehrere Paschas sind schwer verwuͤndet, namentlich Riza, Bay, der
Adjutant Osmann Paschas, ein ungarischer Oberst, und Ibrahim, der
stommandant der nöcdlichen Redoute. Im Uebrigen waren die
ürkischen Verluste nicht sehr bedeutend. Es treffen bald türkische
Berstärlungen in Plewna ein.

London, 19. Sept. Nich der „Times“ finden rings um
Bjela ernste Kümpfe statt, die aber bisher resultatlos verlaufen
sind. Skobeleff ist in Bukarest angekommen.

London, 19. Sept. Nach' dem Standard ist das Haupt⸗
quartier des Kaisers nach Sistoro verlezt. Das 4 und 8. rus⸗
sische Korps marschiren nach Bjela.

Die „Times“ bemerkt über die gegenwärtige Lage vor Plew⸗
na: „Für die ottomanische Sache ist jetzt jeder Augenblick werth⸗
vosl. Niemand als Osmann Puascha kann sagen, wie lange er
joffen kann, einer Belagerung zu w'derstehen. Es hängt ebenfo
diel von dem Zustande seiner Manitions- und Proviantmagazine,
ils von der Geschicklichkett seiner Ingenieure und der Standhaftig⸗
'eit seiner Scharfschützen ab; aber keine belagerte Armee ist zu
rüh entsetzt. Mehemed Ali und Suleimann Pascha sollien, wenn
ie diesen strken Stützpunkt füür die Sache des Islam retlen wol.
en, mit je em Säbel, mit jedem Bajonnet, üher die sie gebielen
Danen, an die Ufer des VBd eilen. Dafür, daß sich Mehemed
Ali zu regen deinnt, sind schon einige leichte Anzeichen vorhanden.
Er hat wenigstens 130,000 Mann unzer seinen Befehlen. Wenn
er mit diesen enen kräftigen Vorstoß wagt, sollie er in zehn Tagen
vom Lom am Vid sein und die 80,000 Mann vor sich herjagen,
welche der Zesarewilsch wie einen dünen Vorhang längs der Jan⸗

Deutsches Reich.

München, 17. Sept. Ende dieser Woche wird unser
Ministerium wieder vollzählig beisammen sein und hat dann noch
Jerade acht Taze, um die letzten nöthigen Berathungen vor dem
dandtagszusammentritt zu pflegen. Die Anzahl der Gesetzesbor—⸗
agen wird eine unbedeutende und die Budgetber athung vorerst der
dauptgegenstaud sein. Für d'e laufende Finansperiode ist der
durch die Getreideconjuꝛctur und die Einflüss⸗ des Krieges auf
toncurrirende Verkehrsrege unçceheuer gesteigerte Gütertransport
durch Bayern eine sehr erwünnschte Ueberrachung, und dabei
sommt die Richtigkeit der Politik, die Ostbahn zu erwerben, beson⸗
ders glänzend zum Vorschein, da in früherer Zeit die beiden
zroßen Bahncomplexe si h bei den aus diesem Trausport erwathsen⸗
den Vortheilen Concurrcnz machten. Von je her war die Getreide⸗
desörderung und ihr Unfang für die bayer'schen Bahnen das Kenn⸗
seichen eines guten oder schlechten Geschäftsjahres, und was wir
ett sehen, laßt mit einer gewissen Beruhigung an den Jahresab—
chluß denken. Bei der großen Ausdehnung, welche das baherische
Staatsbahnnetz jetzt hat, spielen die Einkünfte aus dieser Staats⸗
mstalt keine geringe Rolle im Budget. Neben den Einnahmen da⸗
aus ist es bekanntlich der Reichthum an Staatswäldern, welcher
en bayerischen Finnanzen zu e ner soliden Unterlage dient und der
nuf der neulich in Bamberg gehaltenen Versammlung deutscher
forstwirthe manchen deutschen Landsmann mit amilichem Neid erfüllt
saben mag. Zwar vermögen weder Eisenbahnen noch Forsten dem
Finanz-Minister die Sorgen von der Stirn zu scheuchen, welche
nich der bestgelungene Steuerreformplan mit sich bringen muß,
iber jedenfalls blden sie eine feste Grundlage, und daß es mit dem
Lredit unseres Staates noch wohlbestellt ist, lehrt ein Blick auf
ꝛen Curszettel, narürlich an der Stelle, wo die Ernst- und aicht
ie Spielpapiere stehrm.

Berlin, 19. Sept. Be, üglich der Conferenz des Fürsten
Bismarck mit dem Grafen Andrassy zu Salzburg schreibt die offi
aöse „Provinzial-Coricsp.“: Es muß'e für die beiden Staatsmän—
ner, deren inniges vertraueusvolles Einvernehmen seit einer Reihe
von Jahren so erheblich dazu beigetragen hat, die gemeinsame
holint der drei Kaiser für den Frieden Exropas zu exrfolgreicher
ßeltung zu bringen, gerade uater den augenblitlichen Verhältnissen
on größtem Werth sein, sich über die Metiel und Wege zur wei⸗
eren Durchführung ihrer großen Aufgabe vertraulich auszujprechen.
jürst Bismarck wird- voraussichtlich nächster Tage in Berlin ein⸗
reifen und vor seiner Weiterrcise nach Varzin einige Tagehier
etweilen.
        <pb n="504" />
        ra dorgezogen hat. Sowie fein linker Flügel Tirnowa passirt,
vürde er nicht blos die 15,000 Mann delogtten, welcht gegen die
Diraßen der Balkanpäsfe zerfircut steheit? sondern auch die Verbin⸗
dungen des 8. russischen Korps abschneiden, welched mit emigen
Diljadetachemente den aSchiplapaßn halt.“ Er wlrde auf diefe
eise Suieimann Pascha den WegNöffnen, der mit verkehrtem
Figenfinn enischlossen scheint, nicht über eine der vielen Straßen
zu ziehen, welche ganz unveriheidigt sind, derin seine berichtete Be
vegung auf Gabrowa ·erweift · sich jetztsr als einsn blose Relognon
zirangis Wenn sich Suleimun und Mehemes veteinigen konnen
ien l30,000. (7) Manwn in die Ebrne bringen. OsmanPafcha
hat in Plewana wenigstens 50,000 Mann. Die ganze unter d m
Zefehle des Zars in Bulgarien sichende xussijche Armee zaͤhlt nicht
nehr als 150,000 Streitbate. Es ist eine große Gelegenheit für
die pPuomanischen Befehlshaber, wenn sie sie nur zu faffen *ver -
Jehen. Aber die kaiserliche Garde wird in vierzehn Tagen in
dewner sein. Es iist noch Zeit, abet keiue 34 berlieren.“

Die Bexichte englischer Correspondenten über die Art und
weise der russischen Kriegsfühtung. die übermäßige Selbftüber⸗
Fahung der Generale· Offielerer und Soldaten. die zur Verachtung
es Feindes und damit zu zahllosen Schlappen führte, über die
Thatenlosigkeit und den Lurxus des Stabes geben den englischen
danuern fortgeseht zu einer schaͤrfen Kriike der leitenden rujsischen
xcẽeise Betaniaffunge Sv zdgert die „Jimes“ nicht. ein dutr Thenl
e⸗ Mißgeschicks ee —VDO
Aangsten Erfolgen· vor Plewna heimsuchtt, der personlichen Stellung
er Ciaren zur Laft zu legen.. Wie ein Coͤrrespondent berichtet.
var am —————— Ptewna am 1Id. zur größeren
daquemlichkeit des Naisers an günstiger Stelle eine Triblüne er—
cichtet worden. Die, Times“ bemerkte dazu:: Eine große Schau⸗
ribne nuf dem Schiachtfelde ist die überraschendste det vieleñ
Judcuseinrichtungen.. die dem Krlegswesen hinzugefügt wotden. Seit
zene Zeiten des Xertis ist dergleichen nicht mehr“ vor eko *men.
Aber die ganze Maßregel paßt auf das schönste zu den 3
Sie ist· ganz in Uedereinstimmung mit auderen Maßrezeln der uf⸗
ischen Heereskeitung, die sich mehr durch hohe Titel, als durch Fä⸗
zigkeit auszeichnete.“

In Bukawest und Petersburg' steigt die Erregung in
Folge der Hiobaposten, welche der Großfürst über die Schlachtiage
son Plewnasals dfficielle Bulletins versendet. 16,000 Todte und
Berwundele — dieser enoeme Verlust, den der ruffische Heerführer
angefleht, trägt in unzählige Tamilien Trauer und Ber weiflung.
In Bularest appellirt man an den Huinmel. Am13. Sepiembet
sind die vom Bolke verehrten; Reliquien? des heiligen Demetrius
us der Metropolitankirche gehoben und durch die Stadt getragen
vorden. Eine Unzahl von Priestern ginge den Reliquien voran.
Der greise Meiropolit Calinic schrint im prachtvollen Ornate an
der Spiße des Zugets einher, und jchließlich wurden um Sarkophage
des rumauischen National⸗Heiligen Gebeten verrichtet, auf daß der
Hert“c vollführe, was den russischen Generalen nicht gelingt.

Konstamtinopel, 18. Sept. Die „Agente Havas“?n mekb⸗
dete Man versichert, die durch die Türken eingenommenen Befefti⸗
Jungen im Schipta⸗Paß seien heute von den Nussen wiederkrobett
Pordenz. bei Plewnandauere der Kampf fort.

Voͤn'der ruffischen Grenze.
Warrsschau, 14. Sept.“ (Orig. Korrespe des Framk. Kin)
Die: Erfahrung,: welchs die deutsche: Armee im großen Kriege von
1870. gemacht hatz daß namlich auch“ die reichllchste Privath'lfe nur
bon sekundärem Werthe für eine Armee im Felde sein wird; be⸗
dätigk sich auch m n gegenwärtigen Donaufeldzuge. Die russische
Gefellschaft luht es sicherlich- nicht man⸗ Beteitwill gkeit fehlen, die
unbegrenzte Opferwilligkeit Einzelner und der Kommunen' und: Kor⸗
porationen hat Hunderte von Lazarethen, ganze Sanitätszügen und
Appurate⸗ geschaffen, Tausende von fleigen Händen sich dienstbar
gemacht, eine Organisation hervorgerufen, die an umfänglichem
Wirken ⸗ihres Gleichen sucht und welcher das Pudlikum bereits die
angeheure Summe von 17 Miulionen Rubel zur Berfügung gegeben
hat und dennoch — das Resultat ist durch die Schwierigkert der
Umflaände hinter den Erwartumgen geblieben,“ noch ehe die Haupu
schlachen Heliefert undedie Hauptaufgabe an die Gesellschaft des
stoihen · Kreuzes herangetreten ist. Den Hilfequellen des Staates!
ist also wiederum udie Lösung der wichtigsten Aufgabe: verblieben.
Die Verlust und: Krankenlisten Teisen bisher eine Zahl von crca
16,000 Verpflegungsbedürftiger auf, alfo etwa eine 53— welche
den Opfern des einzigen Tages von Gravelotte entspricht. Aber
schon hier erweisen sich, obwohl diese Zadl ihrer Eutstehung nach
ich auf eine Periode von meht als 4 Mogale vertheilt, allt An⸗
Zaiten als ungenügend. Hören wit den Nothtufß einer russifchen
Zeitung, der „Petersb. Nachr.“: „Die Miutch; welche von der
Reglerung und durch Privatwohtthätigkest beim Beginne des Krieges
. ftaänden Kund welche so reich ichienentzaben fich als

durchaus unzureichend erwiesen, selbst für die nothwendigsten Be—
»ürfniss)ꝛ. Wie sich herausstellt, ist das Sanitätsperfonal derartig
veschrankt, daß nach größeren Gefechten die Verwundeten drei und
mehr Tage ohne Verband und! ohne Speise und? Trauk legen
leiben. Der Transport der Blessitleit verfolgieauf · gewöhnl chen
—XV
»on Stroh gewähren. Auch die Unverwundeten, die Soldaten sind
bel datan, deim' es fehlt ihnen an dem Nothwendigsten. Unser
daufmannsstand ist weit davon entfernt, seine Anfgabe zu erfaffen;
leine Verldufrt Deri snöthigen Bedurfniffet, leine ⸗Marketenden ba
inden sich Heit der Armee!“

Der Oberbürgermeister von Odessa, wohl bekannt m't diesen
Uebelständen, und gewellt, denselben entgegenzutteten, hat mit Eifer
und Selbstaufopferung den Versuch gemacht, eine geregelte und so
willkoimmene alsdillige Nichfuht allet wünschenswerthen Bidüsefnifse
'ns Leben zu rufen. Er erh elt die Erlaubniß, einen Waggon
äglich, welcher den Zügen sür die Armee angehängt wirdmit
Vorraͤthen zu beladen, welche den Truppen zum Einkaufspreise üder⸗
assen werden sollten!“ Abert—sollte man dstiglaubetr — souohl
die russischen, als auch-Die rumanischen Bahngeselljch iften erheben
iür diese Transporte die Spesen als Eilgut, also doppelte, und
»as Allertollfte inn, deß die neugebackene dulgarische Verwaltung des
Fürsten Tscherkastfe gar' einen Eingargszosl von 40 put. dom
VWerthe forderte. Nunmehr muß der thätigz und wohlwollende
Unternehmer sich lin einem tangen Telegraimin an den Großfürften
Dbergeneral wenden, daßsolchem Widerstun gesteuert werde! In
wischen aber zieht er es dor, den schönen Tabatan der Donan
derbrennen und die übrigen Waaren verderbent zu lafsen, ehö er
Frachi und Zoll bezuhlt, die steum 100 pCt. übertheuert, und
ür 50,000 Rubel Waaren; lagertr auf dem Risiko⸗Conto der guen
Bürger von Odessa!

Das Geuftt internationale Comlte des rothen Kreuße!
hat an“ das russische deß gleichen Nanens die Anfrage gerichtet; ob
:s wahr sei, daß die russischen Solvarent Befehl! hämen, den rothen
dalbmond der türkischen? Sanitätstreppen! nicht zu beachten. Du
—
und beionte, daß bereits durch Armee Befehl vom23. Juni dem
russischen Herre dieschat sster Beachteag n dedet obigene: Zeichens an
Stelle des Kreuzes anbefohlen fs.

Das pielfich bercits angeküudigte Einrüden der Garden
nuf dem Kriegsschaupha ist jedenfalls irrig. Damit können
aur d'e Sp'tzen der Kavallerie gemeint sein. Die Jafanietie lanr
nuf keinen Fall vor Ende September die Donau schlachtbereit über⸗
chritten haben (was ader nach den vorläafizen Dispositionen gai
ucht geschehen soll), denn die letzten Garde⸗Regimenter haben erst
im 9, jesp. 10. Septe aber Petersburg und Warschau verlassen.

Die Regierung läßt mit großem Eifer eine Anzahl neuer
dampf⸗Torpedo⸗-⸗Schaluppen zum Gebrauche an den
Dusee ⸗Kuͤsten herrichten. Jedes dieser Boote erhält eine Maschine
von 6 Pferdekrafl. Schon sind 10 Boote fertig. Ueberhäupt
berden die Vertheidigungsmaßregeln an der Ostfee auffällig de—
chleunigt.

Duit am 12. in Rußland verbreitete Nachricht von der Einm—
nahme Plewna?s, die als außer Frage stehend und darum
Is uunbezweifelt galt, verursachte in den militärischen Kreisen eine
i berijche Aufregunz und viele alte und junge Soldaten soh man
ich die Hände schüneln vor Genugthuung und Freude. Nur die
Zolen verhielten sich, wie stetzs, ruhig und theilnahmslos. Daß
ennoch ein polnischer Korre pondent in österreichischen Blaͤltern ver⸗
reiten konnte, in den poinis hen Städten sei illuminirt worden,
heruht aus einem JIrrthuim. Illuminirt wird hämlich in Rußland
ind Polen recht oft, da wir noch drs prächtige Institut der „Galc⸗
besitzen, deten — irre ich nichl — etliche Dußend im
dalender verzeichnet siehen. Dieselben beziehen sich eist auf Familien⸗
este des Hoses, wie Namens⸗und Kibnungslage ec. An solchin
Tagen schwelgt nun die Beamtenwelt in gebotenem Jubel und
dDienstfreiheit, und die hausbesitzende ehrsame Civilbevditerung folgi
zd nfalls einem Zuge von (durch die Behörden wohl tegiürirler)
doyali ät, die jedoh nur des Abends sichtbar geinacht zu werden
pflegl durch eige Reihe talggefüllter Blumentöpfe, deren Flammen,
die Rinnsteine entlang, die Straßen in hellen Reihen zieren. Ein
solcher Galatag nun moag wohl jenem Telegramm zu Gedalter ge⸗
tanden hab⸗ . (Der 12. war“ bekanntlich der Namenstag do
Tzaten. D. Red.)

Unsere Postvier waltunn'g', die sich seit den Feiten Fatha⸗
rina's eines nefen Schlofes zu erfreuen schien, muß irgend einen
Anstoß erhalten haben, denn belihr foll — man dente! — dch
—XX—
eht bescheidene Neuerung. Bis! heute nämlich ist noch das us
fangen eines Geldbriefes von der Post eine mühßelige Operauen
ie jedenfalls mehrere Stinden, vft auch 2-3 Fage dauern kons
Der Wlückliche,“ dem vielleicht ein hämischer! Geselle etliche Ropelen

zusendet Kdens die Summe ist bhne' Einsfsuß), muß sich dirsönlich
Ider Vostanstalt (der? sa, denn auch upiete aroßen Städter, wie!

4
        <pb n="505" />
        Peterbburg, Warschau ꝛc. haben nut eine Postanstalt) begeben; aber
hei Leibe ichts ohne dien gesetzmäßige Legitimation. Ditse hesteh
in wbinemtfelerlichen Atlest des Hauswirihs daß derletteffende
auch angemeldet ist. Dies Doktimernte ader bedarf wiederum der
degitimcion durch den Chef der Polizei: in“eigenen Haͤnden! Dann
iist kann man darauf rechnen,' vor dem“ Postbramten als der Reich⸗
tige zu“ gelten, und dann erhalt man den Briese, den aber der
Beaumte“ erst felbet oͤffnet, domit wir dauz sichet gestellt werden.
Bon diesem geradezien albernen Trödel will uns die BVerwaltung
defreien, denn fortab“ soller Brlefe untet 100 Ruͤbel Werth dem
Adreffäten ins Haus gebracht werden. Aber — nun tomnidas
Hakchen — nur solchen Sterblichen, die Kaufleute siud, undaucqh
d'esen nur, wernn ihre Handschrift der Post belannt ist. Post⸗
Anweisungen oder Post-Vorschüsse find natürlich voöͤllig unbekannt
im Keiche aller Reußen.

k 308 ibrüden Is Sept.“ Das ach“ nächster Wontag,
den 24. 1. M. zusammentrettinde Schwürgerict fur das 8. Viertel⸗
ahr 1877 Worsiß⸗nter Hert Appellrarh Schaitr)wird sich mit
der Aburthestung von4 Faͤllen Ju befassen haben, Er sinb nam⸗
lich verwiesemt ugh konimihte zuK Verhondiung: I Am“24). Mor—
ens 8 uhr? Chtitt'an Mutzr, 20 Ialf von
Dbersimten wehgen borigtiiche. zret n nachgtfolgtem
Tode des —B valt Shifstdte 2. Am 28.
Deraus 8 Ahrt Igto Waustere 2837 alt 8 rhrauer von
—— e — —
zoh wiorgens 8 Uhr: Zalbievoriß 103. alteladerer? und dessen
Edefrau Auna Maria Peter, 86 J. alt, beide in Altdorf (Kantons
Toenkoben) wohnhaft, wegen gemeinschaftich veruͤbter vorsätzlcher
Denne 3 Vertheidlger: fur den Ehemann: Lawalt Sqhmidt,
für wid Fraum Auwalt Frenckel 4. Katt Phillpp Chriftlac Schetn
233J. alt, früter Schulverweser, sodann Postgehilfe zuletzt ohne
Gewerhde, in Frankenslein wohnhaft, wegen u dehstschung und
Betrugt; Vertheidiger: noch nicht bestimmit. F

Ans vnassger Queue erfehren wir, daß ded' boderis hen
Staaiebahn von Seite der Kaiserin Elisabethbahn pia Simbach
ein· Geireide⸗ ec. Verkehe von nicht wen'ger als 800,000 Wagen⸗
ladungen pro 1877/78 av'firt istt! Von der bayerischen Baäbnver⸗
valtung sind alle erforderlichen Anstalten getroffen worden, diesen
wohl seiten erhötlen Mossentransport zu bewälligen

F Der Generalfeldmarfchall Graf Moltke hat am 12. d.
uit ftinen beiden Adjutanten Oberst de Claer und Hauptmann v.
Butkdie Drückerei der Köluischen Zeitung““ eineß Besuches ge⸗
wardigt. Nachdem er sich die Zimmer der Redakteute besehen und
mit dem Senior derselben, Herrn Brüggemann, einige: Worte aus⸗
getauscht hatte, betrat er den großen Setzerfgal, in welche n gerade
das ganze Personal in Arbeit war. Wahrend er ducch die Reihe
der Regale schtin und dald bei diesem, bald bei jenem Kasten dem
Setzet zuschaute, waren sechs Mann damit beschaftigte in aller—
Geschwirdigkeit einen Satz herzustellen,“ det dem berühmten Gaste

frisch aus der Presse überreicht werden sollte. Binnen 5 Minuten
war dags“ Werk fertig gesetzt,“ korrigirt und milteist der Rolle ge⸗
gedruckt. Das erste“ Eremplar wurde den eee nee
worauf vuch das ganze Gefolge mit Abdrüden versehen wurde. Der
Sruß, den der Oberst de Claͤer uner allseitigem Beifall laut vor⸗
— ——
Dem General-Feldmarschall Herrn Grafen Moltke
am 12. Sept. 1877,
Hed und Dark Dir, Schlachtendeter
Daß Du dvuch veiuns erschienst
And auch unsere wackern Streiter
Inspizirst und ihren Dienst.
Ja, die tleinen Bleisoldaten
Sind, verhunderttausendfacht,
Wohlgefuͤhrt / und wohlderachen
Auch ne respektabte Macht.
Täglich ziehl ihr Kriegsgeschwader
Tap'er aus zum Geisterstreit,
Ihre großen Hinterlade
Schießen tausend Meilsn weil
Schau' im Kasten hier dit Letter!
Einzeln ist sie wohl ein Zwetg
Doch im Chor ein Siegsgeschmettet:
Freiheit, Licht und
. Die: Typogroͤsen “·
der M. Du Mon: Schaudergeschew Offtzicx
— in Köln...
—I——
eachtenawerthe Bekanntmachung; Das Betieln minmte in xeugtet
Zeit so abethund, daß es der Polizeiddrwaltung nmnatohhtch it, mit
dan ihr jn Gebole stehenden sträͤfien dem —XXRL
daleraDieselbe sieht sich daher deranlaßt', die Milwirlang der
Einwahrershoft in Kaipruch zu nehmed' indem Ke bittet“, ieden

gelller ohne Ausnahme abzuweisen. In dieser Maßregel liegt
eine Insumbisat weit seder wirklich ee — —
Polizeibehörde sich zu melden braucht, um die ——— ——
jützung zu erhalten. Dagchen wud duürch das unterschiedslofe
Beden —— privater 905d ein Beitler: Proletariat groß gezogen und
leihige Arbeitet in Velhuchung deführ. Wie lucignv das Geschast
ur einen Betiler in unserec Stapt ist mag man daxaus entnehmen,
vaßß kürlich ein um BUhraus der Correctionsanstalt entlafsener
taugenichts um 1013 Uhr bereits 8 M. 80 Pfg. zusammengebel⸗
elt hatte. Die Polizeiverwaltung hält sich überzeugt es nur
iesek Hinwerses ouf“ die Unzweckmaßigleit und Gefaͤhrlichkeit des
ystemlosen Gebens bebarf, um ihr für die' Zukunsi den Beistand
r Gumohrerschaft bei Untetdrusrung der Vetielel zu fichern.
Naulenilich hoffen wir, daß auch der weibliche Thesf der Bevölkerung
das Bedenkliche großer Bereifwilligkeit imn Geben einsehen und das
eichigerührte Herz den berhüngnißvoll ·n Mitled verschließen wird.“

fnch ein Zeicheen der Zeit! Die Beriiner „Staals⸗
bürgerzeitung“ vom 8. Sept. enthalt wörtlich folgende Anzeige:
Ein reijendes Madchen 18 —— und läuft.
st an Kindesstatt gegen eine dentssdadigurg, die den drei alteren
Hheschwistern zur Ausbildung dienen soll zu vergeben. Offerten
ic.“ — Dießer Skandal bedarf keines Kommentars.

f Ein bdeklageüoerthes DOpfer einerchen so un⸗
chönen als gefährlichen Mode ereignete sich dieser Tage in Berlin
ei der Siegessaäule auf dem Königeplotz. Am Arme eines Offigiers
roinenirte eine junge Dame um die Reliefs herum. Beim Herab⸗
teigen von den Steinstufen hlieb sie mit einem ihrer Stiefelabsätze
ängen und stürzte hinunter. Leichenoblaß und bewußnos blieb die
dame auf der Erde liegen, sie hafte ein Bein gebrohen und mußte
zu Wagen in die Slädt gefchaffn werden. Ihr Begleiter war bei
ʒem Versuche, ne zu halten, auch zu Falle gelpymmen, Zlücklicher
Weise aber ohne sich zu verlezen. »

Es ist endlich, Gott sei Dank, Aussicht vorhand n. daß
die Sech ie ppee abgeschaffte wird: Wir! wüͤtden dies der Herzogin
von La Tremouille zu verdanken haben.“ Dieselbde hatte kürzlich“
den guten Gedantken, zu' dem Nennen beĩ Patisz ganz ked undz
jerausfordernd in kurzen Kleiderge zu rschemen. Vjelleicht macht.
inmal Eine Schwalbe den Frühling. Wer nicht gerade an Klump⸗-
üßen leidet, sondern ein nestes Fuüßhen zeigen kann, wird den“
miodefruhuing schon dern mismahenc

Eine Pillen-Autorital. Hert Hollowah in London,
vo der stärkste Juferent Englands, schreibt cinem englschein Ree
zakteur:“ „Es war am 18. Oltober 1887, als ich zum ersten Male,
inserrrte. Meire Pillen und Salben wollten anfänglich nicht ziehen.
czs war meiae Gefchäftsregel, was ich sparen donnte, in Anzeigen.
u stecken. In dem Jahre 1842 perausgabte ich schen 5000 Pfd.
St. fur Inferate, im Jahre 1845 wat ich auf 10,000 Pfd. SEt.
zestlegen. In dem Jahre derx großen Ausstellung, 1851, veraus⸗
abte ich dafür 20,000 Pfö. St, 1855 30,000 Pfd. St. und
— DDD————
altangswaßregeln sind in alle Sprach?n des Kominenis und fast“
g olle Zungen Asiens ũbersepi⸗
Dienstesnachrichten

Caplan Joh. Firker in Oberlustadt wurde zum Pfarrverweser
daselbst ernaunt Caplan.F. Kunz in Germershejm, zum Caplan
n Offenbach, Coplau Jos. Kuhn in —2 zuin Miilitakcoplon
n Germerbheim. Caplan Ferd. Christ in Gexmersheim zum Cap⸗
an in Otlerstadi, Caplan Friedt. Scharffenberger in. Deideshein
—
Laplan in Kirrweiler, Priester dederer zum Coplan in Edetheim,
Reopresbyler Al. Weiß von Kacsecslautern zum Coplan in Gerwers⸗ d
deim Neopresbhiet Hemt. Schön. von Landstuhl zus Caplan in
Mecke ahern. Reoprezbytet Ede Mautet von Getmershelin zum Cap⸗
lan in Wehher, Neoptesbytet“ Georg Schneider von Edenkoben
in.“
Aue Eisaß VFothringen

F Der Loandderi chizyro sident Hofinger in Mühlhaufen' ist zum
Staͤalsanwalt beiꝰ demn Reichzoͤberdaudelsgericht und der —XD
zraͤsident Lantz in Peeß zum Landgerichtapräsidegten in Muͤhldausen
rnanint worden. Dem Friedensrichter Roßmann in Saargemünd
st die —B — — — aus dem Justazdi⸗nste des Reichs⸗
andes etihesis wocrden. Verseßt wurden die Friedensrichteir. Kuͤhl
von St, Avold un das Friedensgericht in Hüningen, Bollinger:in
enen e e gebeeee de dehenan.on von Sucn
zurg an das ee Habeheim KLessel von Busendorf
in „das Friedensgericht in. Sauxgemünd. — Der Rechlscandidat
Fugen Dummler in Zweibrüchken wurde zum Advolkaten im Bezirk
des Appellationbgerichts Colmar und jum Anwalt bei dem Land·⸗
richtijn Müuhlhausen ernannt.
— ——

die NRedackon —EE JJ. X Demeß.
        <pb n="506" />
        ⸗⸗ * 20 0 *

Königliche Lateinschule

St. Ingbert.

Das Studienjahr 1877/78 beginnt Mittwoch, den 26.
September, an welchem Tage im Amtszimmer des unterzeich⸗
neten Vorstandes der Austalt die Inscripfion der Schüler vorge⸗
nommen wird.

Als Normalalter zum Einktritt in die unterste (I. Laieinclasse
ist das vollendete neunte Lebensjahr festhesetzt. Die Aufnahme
in diese Classe ist durch eine Prüfung bedingt, in welcher sich der
Schüler über ein für die vierte Classe der Volksschule genügendes
Maß von Kenntnissen in der Religion, im Deutscheu und im Rech—
wen auszuweisen hat.

Der neu aufzunehmende Schüler hat bei der Anmeldung seinen
Geburts⸗ und Impfschein, sowie seine früheren Schul⸗ oder Stu⸗
dienzeugnisse vorzulegen.

Nach den besiehenden Bestimmungen darf die Oeffentlichkeit
und allgemeine Zugänglichkeit der Anstalt durch das Schulgeld
nicht beeinträchtigt werden. Dürftigkeit und daducch bedingte Zah⸗
lnngsunfähigkeit gewährt daher einen Anspruch auf ganze oder
beilweise Befre ung vom Schulgelde. Unbemittelte Schüler werden
ebenso auch durch unentgeltliche Stellung von Büchern und Schreis—
utensilien gerne unlerstützt.

Die Aufnahms- und Nachprüfungen finden am 27. und 28
September statt. J

St. Ingbert, den 14. August 1877.—

Der königliche 5ubrector:
EBATiLEI.

—

* — —
Frankfurter OR Essig-Essenz
Behutamarko.)
nn Flaschen à 1 M. empfiehlt angelegen'lichst. Jedermann kann
ich daraus augenblicklich durch Verdünnung mit Wasser, nach GBe⸗
—XV—
velcher damit eingemachten Früchten und Gemüse außerordentlich
vor Verderben schützt. Die weltbekannten Pickles verdanken ihre

daltbarkeit ausschließlich dem dazu verwend ten gleichen Essig.
Un vor Taͤuschungen bewahrt zu dleiben, beachte man obige
A———

2* 3J. Peters, St. Ingbert.

22

— — r —

2* —— 3
58 *2 —232——
* 6*4
2277* N *
* —
—
7*82
—
—**
7
*
77
3J

5**

Crieger·Verein.

*

Heilbar
st Trunkwahnsiun und zu be—
jeitigen Trunkenheit mit und ohne
Wissen; glaubhafte Atteste stehen
nir zur Seite und leiste für den
xfolg Garantie. Man
vende sich an Th. Ko-
met , Droguen⸗ u. Kraͤuter⸗
jandlung in Grünberg in
Schlesien.

Amerikanisches
Auskunfts-Bureau
48 &amp; 45 Chatham Street,
New-vVork.

Specialität: Aufsuchung
Verschollener und Beschaffung von
iotariell und consularisch beglau—
higten Todteuscheinen, sowie all⸗
gemeine Auskunftsertheilung über
Amer'ka.

Vmn. Raĩceh, Notar,

Posthox 3590, New-Vork.

Rechnungen
zu Jedermanns Gebrauch

in Ys, a und 2 Bogen
jind vorräthig in der

Druckerei ds. Blattes.

Frucht, Vrod⸗ und
FleischPreise der Stadt
Zweibrücken von 20. Sept.
Weizen 11 M. 82 Pf. Korn
08 9. 73 Pf. Gerste Zreihige
7 M. 83 Pf. Gerste Freih.
7 M. 02 pf Spelz 07 M.
32 Pf. Spelzkern — M. —
Pfg. Dinkel — M. — Pig.
Mischfrucht O M. — Pf. Hafer
7 M. 10 Pf. Heu 2 M. 40
Pf. Stroh 2 M. 20 Pf. Kar⸗
toffeln 2 M. — Pf. per Ctr.
Weißbrod 19 Ko. 57 Pf. Korn⸗
brod 8 Ko. 78 Pf. ditto 2 Ko.
52 Pf. ditto 1 Kilo. 26 Pf.
Bemischtbrod 3 Kilo.O M. 97Pf.
Paar Weck 190 Gramm 6 Pf.
Rindfl. 1. Quat. 70 Pf. 2.
Qual. 60 Pf. Kalbfl. 70 Pf.
)amfl. 70 Pf. Schweinefl. 70
Pf. Butter 1 M. 25 Pf. per Pfsd.

α — E 8 —E x.

In allen renommirten Musikalienhandlungen
vorräthig!

Nouestes beliobtoes dalonstucdk

—

Sritz Spindler:
Frühlingssänger im Walde.
Briltante Tdullte
pNFoRTE
OP. 301. M. 1.50
Gegen Linsendung des Betrages versende ich franco.
pet. dos. Tonger, Köln. a. Rh.

Sonntag, den 23. Seplhemher,
Abends 8 Uhr im Verein?⸗
lotale

Stiftungsfest
wozu die Mitglieder mit Familie
ireundlichst eiageladen werden.

Der Vorstand.

Ein junger Mann
iuct Kost und Lozis, am liebsten
n einem Privathause. Nähere
Uuskunft eriheilt die Exp. d. Bl.
Amerik. Fleisch

(corned bees)

per Tose M. 250

Picklos Mixed

oon Batty &amp; Comp.
per s Pintbottles M. 1. -
mpfietlt

J. Peters, St. Ingbert.

5Ein fleißiges Diensi⸗
maädchen für häusliche Arbei—
ten wird gesucht. Wo? sagt
die Erv. d. Bl.

J

Einladung zum Abonnement
auf das

Tageblatt für die Südpfal

Tageblatt für die Südpfalz.

Für das mit dem 1. Ocitober beginnende 4. Quartal erlauben wir uns
zum Äübonnement ergebenst einzuladen.

Das „Tageblati für die Sudpfalz“ erscheint täglich mit Ausnahme der
Sonn⸗ und Feiertage.

Die wichtigsten Vorgänge auf dem Gebiele der Politik und des öffent⸗
lichen Lebens bringt das „Tageblatt“ so rasch wie nur irgend möglich zur
Kenniniß seiner Leser. Den interessanteslen und wissenswerthesten Ereignissen,
besonders in der Pfalz, wird eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden.
Außerdem bringt das „Tageblatt“ landwirthschaftliche und gewerbliche Auf⸗
sätze und Notizen, Handels- und Volkswirthschaftliches, einen wöchentlichen
Bericht der Frankfurtep Börse, eine Courstabelle der besonders iu hiefiger
Gegend gangbarsten Effecten, Verloosungen, einen Versteigerungskalender ꝛc. ꝛc.

Mil dem „Tageblatt“ ist wöchentlich dreimal das Unterhaltungsblatt:
Der Erzähler“ verbunden. — Durch ausgewählte Erzählungen, Romane
ind Novellen, Gedichte, Miscellen, Räthsel und Charaden ꝛc ꝛc wird sich der
— —

Ter Abonneincentspreis für das „Tageblatt für die Südpfalz“ mit der
Unterhaltungsbeilage „Der Erzähler“ beträgt durch die Post bezogen im
ganzen deutschen Reich

vierteljährig nur 1J M. 10 Pf. excl. Postaufschlag.

Alle Postanstalten und Postboten nehmen Bestellungen an.

Das „Tageblatt“ wird nicht nur im Bezirk Vergzabern, sondern
in der ganzen füdlichen Pfalz und im angrenzenden Elsaß gelesen, weshalb
sich dasselbe ganz besonders zut Veröffentlichung von Anzeigen aller
Art eignet und wird hierfur die 40gesp. Zeile oder deren Raum mit 10 ppf.
berechnet.

Bergzabern, im September 1877.

Die Redaction u. Exped. des Tageblatt für die Südpfalz.
C. Schlitt.
— »——————————— ————————————————————v“——————————————————
4 — gq
Redaktion Truck und Verlag von F. X. Demeß in St Ingbert.
        <pb n="507" />
        35
—

—

*
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— — —

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Cer St; Ingberter Anzeiger eye e mil pochentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage), ashem iobchentlich viermalz Drienstag Mrreexotag⸗ xRXRamzstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierleljährlich
Mart 20t R.iPfte t Anteigen wevdoi mit 10 SWisag., hon Augwaͤrte mit 1ß Pfs. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen
- mit go Pig. pro Zeile berechnt.
Va .
—
—*
N6
Deutsches Reich. 7
Munnchen, 20. Sepl! Dir Kongreß der Aerzte und Na—
urforscher wahlte: Kafsel zum Ort der nachsten Versammlung, Zum
Vorstand wurde GeheimratheStilling; gemühlt.Professor Peiten⸗
ofer übergab das Prästdinm an Herzog Kart Theodor von Bahexn,
velcher die Versammluug begrüßte Und beglückwünschte uad hierauf
in Tängerer Rede deren Bedeutung und, Zwech besproch.
Bekitli w 2ο SαAnlußlich der, sich widersprechenden
Zeitunzsangaden- über die Rücklehr. cdeg deutschen Paßzergeschwaders
nach den hermischen Gewässetnur bemerkt dier,Nordd. Allg. Zig.“
die Mittheiluntz der Elbeiß: Zigetn, wonach itn den nächsien 8
Tahen darüber Eutscheidung getroffen, werden soll, ob das deuische
Reschwader zirrückberufen wirdo oder ob sein Verbleiben im Mittel
mteer auch ferner Keboten erscheint, dürfte eire zutreffende sein.
u Straßburg, 17, Sept.“ Der Bau eines neuen. Forts,
miweit der Kirche von Muͤndolsheim, soll, der „Straßb. Zig. zuz
ioge noch in diesem⸗ Jahre: nbegonnen werden. Stroßburg wird
omit von 14 Forts umgeben; 12 sind fertiggestellt, das dceizehnte,
»eim Altenheimerhof, erhebtsich immert mehr und mehr aus dem
oden und sieht seiner Vollendung in Bälde entgegen.
ANustand. e
Wien 10, Sept. Die vffleidfe, Wiener Abendpost“ sprich!
Anficht aus, Rußland werde selbst im günsligften Fall auf ein
zicte Defensive beschrnkt und als deren äaußersten Ziel die Be—
uptung der gegenwärtigen Stellungen, mit Ausnahme des Sch'nla⸗
jasfes ünd Tirnowas, zu betrachten fein: n
Wien, 20. Sepf Nach dem, Pester Lloyn“ ist ein eigen
indiges Schreiben des Katsers Alexander an den Kaiser Fran
soseph unterwegs. — Die beiden Kanzler verlängerten ihret
sufenthalt in Salzburg, wo neuerdings auch Graf Münster einge
toffen ist (also dowhrhe Die erüchte, Uber das Verlangen oder di
— einch Woffenstulft adavorschlags ind unhe gründet. (A. 31)
St zute 20. Sept. . Graf Andrassh ist von den
fürsten Biemarch und seinen Söhnen an den Bahnhof geleitej
Jeute Nachmittag 2 Uhr nach Wien abgereist. Der UAbschied wor
aͤngemein herzlich. Fürst Bismardk reist vermuthlich morgen ab
wahrend dessen Fautir mhhc.. hhierchderkleidter gr
uetis, 10. Sepk“? Das heute im Amiéblatt erjchienene
Manisest des Marschalle Mic Mahon hat in Paris Den schlechtesten
Eindruck gemacht. Obgleich man nach seinen letzten Reden in Tours
erwarten konnte, daß er den Rathschlägen der clerical⸗bonapartistischen
Partei gennaß sich in · seinenl Manifeste Ruße est stramm. zeigen werde,
—AD—
klären, daß, went bas Laud sich nicht vor ihn beugen ollte, ein
Couflitkt fortdauern werde, der diesem schon Hunderte von Mill. ge⸗
kostet hat. Das Manifest das seid heute Morgen an allen Mauern
angeschlagen ist, findet zahllose Leser. Kber fast airgends wird
eine Bemerkung laul, und wenn man nicht sähe, daß es den Leuten
im Innern kocht, so koͤnnte man glauben, daß sie das Manifest des
Marschalls ganz gleich ültig lasse und sie nicht fühlten, wie demüthigend
es für eine Nation, ist, wenn ein gewähltes Staatsoberhaupt so
sprechen darf und kanꝛ V
BParis, 21. Sept. Die „Republique Francaise“ veröffent⸗
licht eine Art Manifestwelhes von einer Anzahl republilanischer
ehemaliger Deputirten aus Paris undden; Departements an die
Franzosen gerichtet ist. Dasselbe stellt sich als, eine gründliche
Widerlegung˖, des Manifestes des“ Marschall⸗Präsidenten:. dar.
welches Puakt r Punkt kritisch beleuchtet wird.
—London, 20. Sept. Die englische Presse verurtheilt ein⸗
stimmig auf das Schärfste Mac Mahon's Manifest als, ein unkluges,
unconflitutionelles und anmaßendes Parteimanifest. (Fra 8.)e.
“r Konstantinopel, 193Septnn Ein Telegramm Sülei«
nang Paschas vom 18. d. bestätigt, daß die Befestigungendes
Svel Ritias um Schipka⸗Pat nach nue Gstünbiget zHesetzung von
den Russen zurüclkerobert wörden, sind. Die Türlen wurden von
J

32*
—AV —
58
— ——

den Russen, welche Verstärkungen erhiellen, heftig angegriffen, muß⸗
en den Sveli Nikolas raumen und sich hinter ihre ersten Ver⸗
chanzungen zurückziehen. — 7

Der Kampf, durch welchen die Russen“ den Nikolaiberg am
Schipla Paß wieder einnahmen, dauerte 9 Stunden; die Türken
ießen, nach russischer Angebe, 2000 Todie zurück.

Schumla, 19. Sept. Die Russen haben jetzt auch das
rechte Ufer des Banitzla-Lom geräumt und stehen bei Kaprivca und
Balabanlat. Votgestern haben die Türken Kajrkisj nach kurzem
—
Bexmischtes.
7 Die Kreisversammiung, dis landwirthfschaftlichen Vertins der
Pfalz findet am 18. Oklober im Zwelbrücken Statt
—9 ukze sens, 18, Sept. Gestern Nachmittagwergtftete
ich An hier qͤnfässiger Tüncher O, K, ürittelst Schweinfurter Grün.
krotz der angewaudten Gegenmüͤtel, konnte detseide nicht —derettet
verden, so daß er heute früh unter furchtbaren Schmergen starb.
Der Grund zu diesem Selbstmorde ist wohl in den zerrütteten Ver⸗
mögensverhältnissen des Betreffenden zu suchen. (Pf. 3.)
Pirmasens, Die hiefige- freiwillige Feuerwehr hat
äch aufgelgst p das Burgermeisteramt um Bildung einet ꝓfchr
IJeuermehr angtgongen. ι .A
iy egrgege 20 Sept —— — — schreibt:
„Die gestern im Saalban gehaltene Vorbesprechung von freisinnigen
Abgeordneten war eine vertrauliche und entzieht sich demnach einer
ausführlichen Berichterstattuiig. So viel indeß virlautet, beruhen
Ale Beschlüsse, die von den zahlreichen Anwesenden einstimmig ge⸗
faßt wurden, auf dem Grunde der Unionn vonig 18168αh
wollen —5 nten der Pfatz nicht, aber gauch nicht weniger.“
—— —*9— — Sept! Der Seltenheit
wegen hanh uß xine Jogdhündin des Ioech Ochsen⸗
vitthes gestern ach gon lebendige Junge geworfen hat.
4 Wien, 20. Sepi. Die ,Presser meldet aus Bukarest:
Bei Charkow sließ ein Guͤterzug mit einem anderen Zug, welcher
Berwundete ee re wobei vlete Personen · uas
dLeben kaͤhen und mehrere Waggons zertrümtnert wurden
fAus Lyon wird —* daßauf mehreken Pimtten des
Forez, besonders im sneiee ein Erdbeben verspürt wurde.
Die Heerden wurden wild unde die Einwohner stürzten entjetzt aus
den Häufern, In den Sables —B ————
nit dumpfem Rollen uͤmd mehreren · Tohrn wiel Katonenschüsse·he⸗
»bachteiz in Saiut' Romain deOrfer wurden Fensterfcheiben gzer⸗
»roch en, das Wasser itn den Bächen“schien zu kochen-ur h.iw. Das
Erdbeben wurde über die Berge' det Auqgbergnerhinaus bis Cler⸗
nont: Ferrand verspürt.

7 Das Testament Brigham PYoungs ist, den amerikanischen
Nachrichten zusolge im der Salzseestadt in Gegenwart aller Weiber
ind. Kinder des Verstorbenen eroffnet Und verlesen worden. Sein
Vermögen im ungefährten Betrage von zwel-Mtilllonen Wollars soll
einctz Verfügung zufslgeunter seine (jezt noch lebenden) 17 Frauen
ind ünf ung. sechsng Kinder gleichmaßig vertheilt? wetdetnnze beson⸗
ee aber vermacht er verschiedeneHalufer zru seiner
»rsten Frau Amelia J. A. den, Amelia Palace“,ein großes und
prächtiges ‚Modernes Gehäude. Die; Verlesuag des Testaments
purde don der Menge det anwesenden? interessictell Personen gut
aufgenommen...4

fGPrompte Antwort)) Vor den Richter von Bow⸗
treet zu Newyork wurde ein Vagabund mit 'einem maͤchtigen
chwarzen Bart gefübrte Nachdem der Richter einen Blich in die
Atten gethan, wandte er sih mit den Worien zu dem Angeklagten:
Jegegnarn obiuhn quß Ihr Gewissen. ebenso schwatz sein
wie Ihr Bar Wohl enigednete der Wagablain wenn
nan das Gewissen nach dem Bart mißtusoe hat Ew. Ehren gar
iu bih

AA nn die Redaction veran
        <pb n="508" />
        22
57
—
8
25*

Bekanntmachung.

Die Vulverfabrilanten Gebrüder Martin von Si. Ings⸗
bert haben bei der unterjertigten Behörde um Genehmigung zur
Frbauung eines gweiten Puloermagazins und eines heizbaren Rau⸗
mes zum Verpacken von Jagdpulver neben dem ihnen gehörigen
Puldermagazine auf den Vrant fiuden Plan-Nro. 8180 bis incl.
Jiao im Distrikte Schafskopf Bann don St. Ingbert gelegen,
nachgesucht. J

Dies wird gemaäͤß 8 17, Abs. 2 der Gewerbe⸗Ordnung für
das densche Reich andurch zur allgemeinen Kenntniß gebracht mit
zer Aufforderung etwaige Einwendungen oegen das bezeichnete Pro⸗
Jekt innerhalb einer unerstrecllichen Frist von 14 Tagen entweder
dei der unterfertigten Behörde, oder dei dem Bürgermeisteramte
St. Inobert vorzubringen. Von einer Beschreibung und Zeichnung
der projettirten Anlage, sowie von einem Situalionsplane kann,
owohl bei dem Burgermeisteramte als bei der unterfertigten Be⸗
—X werden.

—A 17. September 1877. J

önigliches Bezirkdamt:
Echae fer
.n.

erogramme TBFCMNIOVM. Besxlun dee

gratis dureh MIXXVEIDA -. Mintereurses

die Direction. Maschinenbuuschulo. 15. Octobex.
vorunterrichut trei.
— —
Deutschlande
gelesenste und verbbreitetste Zeitung.
—— — — —
Berthold Auerbach's

zisher noch nicht verdffentlichter neuester Dorfroman: F
Sandolin von Reuntershöfen“
erscheint im Laufe des Oltober in den Feuilletonspalten des F
Berliner Jage blatt“,
worauf wir die vielen Verehrer des derühmien Dichters besonders auf⸗
mertsam machen. Der Name des Dichters überhebt unß jeder besonderen
Empfehlung dieser neuen Schöpfung, welche, ebenso wie desselben Autorß:
Barfuͤßle? Gemeingut des deutschen Volleß zu werden verspricht.
Das „Berliner Tageblatt“ entspricht nach jeder Kichtung allen
Auforderungen, welche an cine große deutsche Zeitung geftellt werden
dnnen. Aue Gebiete des oͤffentichen Lebens Polinitk und Vollswirth⸗
chaft, Handel und Industrie, Theater, unst und Wissenschaft finder
chnellste und treffende Behandlung .
Spezial⸗Korrespondenten auf dem Kriegsschauplatz,
und auf wichtigen Plätzen und in den verschie densten Zweigen bedienen
das ‚Berliner Tageblatt mit den neuesten und zuverlassigsten Nachrichten.
Das „Berliner Sonntags⸗Blatt“
redigirt von Dr. Oscar Blumenthal,
— enthaltend: Novellen, Auliurbilder, Biographien, Humoreslen, Miß
ellen, Mittheilungen aus Hauswirthichaft und Gewerbe, —
owie das iliustrirte Wochenblatt uͤnr Humor und Satire:
—
redigiri von Sie gmund Haber,
bilden werthvolle Graiis⸗Beigaben
Das „Berliuer Tageblatt“ besitt gegenwartig über
57,000 Abonnenten,
und diese fortgesetzt steigen de Zahl bezeugt am sichersten die Gediegenhei
Ind Reichhaltigleit seines Inhalts.

Abonnements auf das Berliner Tageblat“ nebst deßsen Bei⸗
blãtter Berliner Sonntagsblatt? und DLX werden zum Preise von
5 Mark 25 Pf. ur alle drei Vlauer zusammen,

jederzeit bei allen Post⸗Anstalien angenommen.
Die Expedition des „Berliner Tageblatt.“

— — — ——
Die neuesten Herbstfagons in
Horron· HfAuten

. Berliner Wintermützen
sind soeben in großer Auswahl eingetroffen bei

Ferwann Fisoher.
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Iss md uneren Sioffen.

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Un das Kaiserl. Postamt uu X
Unterjeichneter abonnirt auf 1 Exemplar deß 3*
Bæerliner rTageblatt
nebst „Berliner Sonntagsblatt“ und VUI. Kæ—
pro 4 Quartal 1877 und übersendet beifolgend den Abonnemenlspreis
hon 5M. 25 Pf.
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Brandwein⸗Brennerei und Essigsiederei ———— anen
ortan für eigene Rechnung beireibe. Hause im Muhleneck ist
Si. Ingbert, den 14. Sept. 1877. zu vermiehen
Miohael heIzer. Joh. Reidiger.
eemes in Et Inobert. *
Auusrirtes Sonntæ⸗blatt“ KNr. 50

Muf die Annonce des Hien.
A Jakob Stief vem 18.
—AD mich
deranlaßt, zu erwidern, daß die
Ausftände des seither zwischen
nir und Heren Stief bestandenen
Beschaftes in Gegenwart det be⸗
jellten Liquidators getheilt wur—
den, und alle diejenigen, deven
ich Circulare zugesandt habe. bei
Dermeidung doppelter Zahlung
nur an mich zu zahlen haben.
St. Ingbert, 20. Sept. 1877

—Xo —
——
        <pb n="509" />
        St. Ingberler Anzeiger.
der St. Jugberter Anzeiger und das (2mal wöchentlich) mit dem Haupiblatie verbundene unterhaltungsblait, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

age), eascheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pig. für die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 150. I Dienstag, den 25. September J 00 — 1877.

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Einladung zum Abonnement.

Zu dem miu dem L. Oktober 1877 beg'nnenden
Quartale auf den J

„St. Ingberter Anzeiger“

mit

„Illustrirtem Sonutagsblatt

bitten wir diejenigen unserer geehrten Abonnenten, welche das Blatt

burch die Post beziehen, um früdzeinge Bestellung desselben, damit
ane Unterbrechung in der Lieferung eintritt.

Diejenigen Abonnenken, welche das Blatt durch die Austräger
ockommen,, wird dasselbe fortgeliefert, wenn nicht ausdrücksich vor
Schluß dieses Quartals abbestellt wird.

dDas Unterhaltungsblatt des Anzeigers beginnt im neuen Quar⸗
ale mit dem sehr spannenden Romane von P. RIiIncK:
mis d Die Geheimnisse der Residenzz/
Rachtstücke aus dem Leben. re
Preigs und Eischeinen des Blattes bleiben unverändert.
Zu recht zahlreichem neuen Abonnement ladet höflichst ein
Die Expedition des „St. Ingberter Anzeiger.“

Das Cericht kestätigte hierauf einfach das Urtheil', wodurch Gam⸗
helia und Murat ju drei Monaten Gefängniß und 2000 Francs
B⸗eldbuße verurtheilt worden. Gegen halb 4 Uhr verließ GBam⸗
Hella das Gerichisgebäude und fuhr in seinem Wagen nach Hause,
während die Zuschauer Hochrufe auf ihn ausbrachten. GE. Z3.)

Jondon, 22. Sept. „Doilh Telegraph“ und , Standard“

nelden übereinstimmend, Mehemed Ali habe einen großen Sieg bei
giela errungen. Die Russen wurden vollständig geschlagen und
»etloren 12,000 Mann. Die Schlacht dauerte den ganzen Tag.
Im Schipkapasse ist Alles ruhig. Beide Theile behalten die inne⸗
Fehabten Pofitionen bei. Alle kürzlich verbreiteten Gerüchte über
Friedensvorschläge sind vollständig unbegründe . 55. J

Lo don, 23. Sept. Reuters Bureau meldet aus Konstantinopel
bom 283.: Der Kampf Mehemet Alis an dex, Jantra war nicht.
entscheidend.

Noch v'erlägigen Kämpfen bei Tschairkidi wurde die Ar⸗
mee des Großfursten⸗Thronfoigers von Mehened Ali am 22. Sept.
‚ollständig geschlagen. Der Verlust der Russen wird auf 4000
Todle und vensodiel Verwundete angegeben. Bjela (an der Jantra)
oll noch in russischea Händen, das russisch e Hauptquartier aber
noch Sistowa zurückverlegt sein. Auf der Donau wurden schon
eit einigen Tagen Pontons in die Gegend von Sistowa gebracht
t den Fall, daß der Rückzug der russischen Armee über die To⸗
iau nothwendig werden sollie.

Aus Plewna wird gemeldet, daß Osman Pascha in der
stacht vom 20. auf den 21. September die Grivitza⸗Redoute wie⸗
zer zu dehmen versuchte, jedoch nichts ausrichten tonnte.“ Am 19.
Jatten die Russen mit 12 Bataillonen wieder einen Angriff gemacht
Näherrs wird nicht angegeben), der aber auch erfolglos blitb.
Theitet Pascha, der sich mit Osman Pascha vereinigen soll, war
am 21. Sept. bis auf 5 Stunden vor Plewna vorgerückt.

Im SchipkasPaß haben die Türken die Beschießung der
cussischen Befestigungen auf dem Nicolausberg erneuert; sie haben
i 14 Mörser in Positon gebracht.

Konstantinopel, 24. Sept. Ein Telegramm Mohemet
Ali Paschas vom 23. meldet: Am Mittag des 21. entbrannte ein
Jeftiger fünsstündiger Kampf. Die Türken rückien bis an die feind⸗
chen Verschanzungen vor. Die Nacht bendiete den Kampf. Die
Berluste der Russen übersteigen um das Doppelte die tütkischen.

Cheftet Pascha telezroph it aus Orthanse vom 22. d.: Die

Division Hufti Paschas schlug gestern die 15 Bataillone, 3 Regi⸗
enter Kadallerie und 8 Geschütze starlen Russen, und rückte heute
n dem 2 Stunden von Plewna gelegenen Dinik ein. J
Der Petereburger Korrespondent der „A. A. Zta.“ erzählt
in einem Bericht aber die gegenwärtige Stimmung in Außland,
decr Generalgeuvern'ur von Polen, Graf Kotzebhue, habe vor dem
driege, als mon ihm den Oberbefehl in Bulgarien anbot, eine
Icmce don 600, 000 Mann verlanat, worauf der Antrag zurück⸗
Jezogen worden sci. Heute habe die Stimmung vollständig um⸗
jeschiagen und man komme zur Einsicht, daß der „akkurate Deutsche“
decht gehabt habe. Der Korrespondent schreibt weiter: „Man muß
Jeuge der maßloßen, alles Glaubliche übersteigenden Zuversichtlich⸗
cit und des grenzenlosen Uebermuths gewesen sein, die sich während
Jes ledten Winters und Frützlings bei uns breit machten, um die
Niedergeschlagenheit and Verbitterung ganz verstehen und voll wür⸗
igen zu können, die sich seit den letzken sechs Wocen der leicht⸗
etligsten und hochmüthigsten Gesellschast des gesammten noͤrdlichen
Furopa's bemächtigt haben. Wohin man immer den Blick wendet,
sberall Befürchtungen vor einer roch lichtloseren, unbehagl cheren
zukunft, überall die Klage über den unerträglichen Druck, der auf
handel, Verkehr und Kredit ruht und selbst die Segnungen einer
anerwartet günstig ausgefallenen Ernte in Frage gestellt hat.“

Deutsches Reich.

Berlin, 22. Sept. Fürst Bismard ist heule Mittag in
Berlin eingetrossen.

Ueber de Vermuthungen, welche an die Begegnung des Fürsien
HBismarck init Graf Androssy geknüpft werden, wird der „Magde⸗
zurger Zeitung“ aus Paris selegrophirt, daß nach den dem fran⸗
ösischen Auswärtigen Amte zugegangenen Berichten die Salzburger
Begegnung wesentlich iolgende Konsequenzen hatte: 1. Der orien⸗
alische Krieg bleibt nach wie vor lokalisirt. 2. Oesterreich und
Deufichland bewahren Rußland gegenüber eine freundliche Neutreli⸗
sãt, indem sie bestim ntere Abreden von dem Gang der Kregser⸗
aguisse abhüngig machen. 8. Die Stellung Andrassys, welche vor
einigen Wochen erschüttert war, ist jetzt fester als je.

ANAusland.

Budapest, 22. Sept. Ein officisser Wiener Brief des
Pester Lloyd konstatitt, daß in Salzburg die vollste Uebereinstim⸗
mung der deiden leilenden Minister in Auffassung und in Beur—
theilung der europäischen Lage noch allen Richtungen hin außer
Zweifel gestellt wurde.

Paris, 22. Sept. Das heutige Amisblatt veröffentlicht
aunmehr die Dekrete wegen Berufung der Wählerkollegien zur
Wahl der Depulirten auf den 11. Oklober und betreffend das Zu—
sammentreten des Senats und der Deputirtenkammer am 7. Nov.
zu einer außerordentlichen Session.

Paris, 22. Sept. Der Proceß Gambetta, der heute zur
Verhandlung lommen sollte, hatte nur wenige Schaulustige nach
dem Justipalaste gelocht, dagegen waren Stadiserganten in Menge
bor demseiben aufgestellt. Vor Eröffnung der Sitzung erschien
Murat, der Gerant der Republ'que Francaise“, auf der Bantk der
Angeklagten, wätrend Gau. beita im Cabiutt des Ger chtsschreibers
die“ Erdffaung abwartete, welche um 11*0 Uhr erfolgte. Det
kleine Saal war alsbald mit Zuschauern gefulli. Gambeita tral
eine Minute vor der Eröffnung in den Sal und nahm an der
Seite seines Vertheidigers, Allou, Platz. Nach Verlauf der üblichen
Vorfragen erklärte Gaͤmbelta, er übernehme die Verantwortlichkeit
für seine Liller Rede, glaube jedoch, daß dieselbe polilischer Art sei
und also vor den Assisenhoh gehöre; die Frage selbst zu entw ckeln,
überlasse er seinem Beitheidiger. Allou übernahmn hierauf das Wort
und sprach fast zwei Stunden lang, um die Unzuständigket des
Zuchipolizeigerichts in dieser Sache zu beweisen. Die Staatsbehoͤrde
dehauptete die Zustaͤndigkeit des Gerichtes. Als sie geendigt hatte,
berwarf das Gericht den Antrag auf Erklärung der Ünzuständigkeit.
in Anbelracht, daß das Oeffentliche Ministerirm die Klage nur au
Beleidigung gestellt habe. Allou erklärte im Namen der Angeklagten,
daß digse in contumaciam gegen sich verhandeln lassen würden

— —

Vermischtes.
fSt. Inobert, 24. Sept. Zu den heate ihren Anfang
nehmenden Sschwurgerichtsverhandluncen wurde aus dem hiesigen
        <pb n="510" />
        Tantone als Hauptgeschworener Herr Kaufmann Wilh. Chandon
jun. einberufen.

*Zweibrücden, 232. Sepi. Brkanntlich erkrankte Anfang
ds. J. ein Schreinermeister zu Pirmasens an Bleivergistung, her⸗
vorgerufen durch langjähriges Schnupfen eines in bleihaltiger Zinn
folie verpackten Tabakes der Fabrik „J. Walter u. Cie.“ in God
ramstein. Durch Urtheil des tgl. Zuchtpolizeigerichiss Zweibrüdcen
vom 7. l. M. wurde der leitende Fabrilant der genantten Firma
zu M. 330 Geldstrafe und in die Kosten verurtheilt.

F Laut einet Anzeige in der Kaiserslauterer Zeitung wurde
am Sonntag bei Wirth Bang in Otterbach ein großes Fisch⸗
essen von lebenden Karpfen abgehalten. Guten Appetit!

Landau. Die hiesige Gasbereitungs Gesellschaft zahlt
ihren Aktionären pro 1876/77 9 pCt. Der Gaepreis beirägt
b M. 30 Pf. per 1000 engl. Kubikfuß.

F Neustadt. Auf den Gesammtbetrag des städtischen An⸗
lehens von 140,000 M., sind hier nur 26,000 M. gezeichnet
worden.

f Waldsee, 20. Sepl. Wit dem Verkaulen der Glotz; oder
Fabrikkartoffeln wurde in den letzten Tagen dah er begonnen und
wurden per Ceutner zuerst mit MeI. 40, dann mit M. l. 50 be⸗
zahlt. Sie sind durschnittlich sehr mehlig und auch für den Tisch
geeiguet, desonders wenn man die etwa geringeren Abfälle sür das
AV
10 Reihen eines Ackers ungefähr 30 — 40 angesteckte Kartoffeln.

was dei den vielen guten wenig Schaden macht. Mauche Leut
tlagen über zu geringes Ergebniß. Rolhe Tischkartoffeln wurden
mit 2 Mark bejahlt. Bis jeßt hat man dahier niht Ursuche wegen
des Standes der Kartoffeln etwa unzufrieden zu sein. (Rh.)

FNexwæm-Yori, 21. Sept. Die durch den anhaltender
Regen hervocgerufenen Ueberschwemmungen raben in Chattanooga
w'e in dem Thale des Blackwarrior (Alabama) die Baumwollernt⸗
bern chtet. Gegen 30,000 Ballen sollen zerstört sein.

* Aus Philadelphia, 19. Sp'e. wird telegraphirt
Diensiag Nachtzs rahmen 13 maskirte Männer Big Epring't
Station auf der Union⸗Pacific-Bahn, 162 englische Meilen östlich
Theyenne, ein, zwangen den Siationsvorsteher ein rothes Lich
(Gefahrsignal) auszuhängen, und als der östlich gehende Expreßzug
angekommen, beraubten sie ihn um 100,000 Doll. Niemand ward
derletzt. Heute wurden Reiter zur Versealgung ausgesandt. Dit
Beselljckaft hat 10,000 Doll. als Belohnung für die Gefangen-
ahme der Rau ber ausgesetzt.

fAmerikanische Firigkeit. In Kalisornien geh
Allls rasch. Kürzlich ward auf dem Wege nach San Juau Nevado
der Postwagen um 5 Uhr Morgeuns um dreitausend Tollacs beraubt:
um sieben Uhr ward eine Belohnung aaf die Entdechung der
Thäter gesetzt; um zwölf Utze waren dieselben ermittell; um zwe
Uhr Nachmittags war das ganz; Geld wieeder zur Stelie gesch fft
em fünf Uhr wurden die Räuber erschossen und ums sechs Ubs
wurden sie begraben.

Bekanntmachung.
Rachdem die bisherige Jei⸗
tungs-Abonnements Pe
riode mit 830. September
zu Ende geht, wird darauf auf⸗
mertsam gemacht, daß für Zei⸗
rungen, die nach dem 30. Sept.
hei der Post bestellt werden, und
m deutschen Reichspostgebiet aus
Württemberg erscheinen, ein Zu⸗
schlag von 10 Pf. per Exemplar
bon der Postanstalt erhoben
wird.
Au die Annonce des Hen.
Jakob Stief vom 18.
September 1877 sehe ich mich
veranlaßt, zu erwidern, daß die
Ausstände des seither zwischen
mir und Heren Stief destandenen
Geschaftes in Gegenwart des be⸗
stellten Liquidators getheilt wur⸗
den, und alle diejenigen, denen
ich Circulare zugesundt habe, bei
Bermeidung doppelter Zahlung
nur an mich zu zahlen kaben.
Jaghei, 20. Sept. 1877.
Michgel Schmelzer. l

Die driste Schur eines
—M
Kleestückes
(in der Nähte des Bah—. hofes) zu
vergeben durch
J Heinrich Laur.
De ganze obere Stock meincs
Wohnhauses nebst 2 Man—⸗
sarden ist zu vermiethen und
'ann bis 1. Okiober bezogen
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st Trunkwahnsinn und zu be—⸗
eitigen Trunkenheit mit und ohne
Wissen; glaubhafte Atteste stehen
nir zur Seite und leiste für den
krfolg Garantie. Man
vende sich an Th. Mo-
netzIay, Droguen⸗ u. Krauter⸗
sandlung un Grünberqg in
Schlesien.
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in Ijs, 4 und !2 Bogen
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Druckerei ds. Blattee.

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Zeitungg auszeichnen. Tie politischen Fragen werden wir von
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rzalen Fragen wird die Hebung der Woblfahrt des Volkes unsere
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74413 a) Politischer Theil : Leitartilel
Täglicher Inhalt Taged ebersicht ansche vg
Rachrichten aus dem In⸗ und Auslande, Depeschen. b) Lokaler Theil:
dofnachrichten, Personalien, Nachrichten aus Magistrats- und Stadtverord
ietenkreisen, Gerichtszeitung, Vereinszeitung, Tagesneuigleiten, Verbrechen, Un⸗
lücks fälle, Feuerbericht, Polizeiberich. E) Feuilleton: Theater, Musit,
dunst, Literatur, Plaudereien, Novellen. ) Handelszeitung: Vöorsen⸗
Resume, Firmenregister, Patente, Concursnachrichten, Pen Pro⸗
uctenberichte, Courszettel. e) Vermischtes: Theater⸗Repertoire
mit Besetzung, Concerte, Wochen⸗Theater⸗Repertoire (täglich, Sehenswur⸗
igleiten, muthmaßliche Witterung, Witterungsbericht der Sternwarte, Ther⸗
nometer⸗ und Barometerstand, Wasserstand, Vereinskalender, Auctionskalender,
kisenbahn⸗ Dampffchiff⸗, Pferdebahn- und eeehe Briefe au
en Nedacteur, Fremdenliste, Preußische, Sachsische, Braun⸗

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* 82
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—2— 522 —A
5323.52* *
—22* 25225 * 23
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— 5535 — —— 5838 53 32 —————— — 8232322533
5 7 553 2 5538 3 2 222 2322 * 5* AA
2 5 55358 — 335 32 533 —2235 5282225* 5322 —A
2* —8 — — S 3 * — —8 —
5 2 —22 * 8 s322 55 7 ——— —A 53383237722
22873389 333535 87 22 2358 33583 235 258 — —
— 8 5 8 2 235 3
** — 52 555 5283372 3* 2232—8235 338 32 323
2353253* —E— 5533585238335 5 21253233 S 55333.33235 32
532338232 —* — — 53 25 5553355 335323555 5552382
—s352 5253 8.2282 252 5* 3 73 — 58533 35* —252 2
5335535332855 5535s5585553383 — 528232 — 3288 —E
83* —A — — 3735 71355555
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523233 5755 —323 2 2233*553882
2 — 23 * 257
7882 2323 22 7 2853228 —
—— 5*823527 — * 222 555
5227 2 27 277 S223 8 23
— 5 3 523 32 57523825
237 — . 22 5 * 2222 — 33388 281
2326 —58 J —A ——2335 5382
—A — 77 * 75 3 * 8 3. 538
222. 2 523 7 2* 58 2
5255 2 53 * 2 20 78 — 2
8 —A 252 —— 3 2
22225 222535 7 * 2 3533*231 *
212 — —AA 238 2. 28 833 — — — 8
70752* * 9323 734 22322 *
—782 232332 —* 22 3323328
233 333 —A ————— — *553258
252.3 — 2282 *85 —2— ——
* 3768 2247 92 73 — 2332
85757 8 55 —2 332 22732322
2 d 22 325 32 — 5 5232
—A—— 2312 2 7 *22 2, * 24
J a 1722368338 — 275* * * 252558*
2 3 22253
388* — 15 22 52*3531
2 2255 22
55335 535 A —
2 333735
Z35327 5 —— — —
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        Sl. Ingberler Anzeiger.

— — —
ker St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonniags mit illustrirter Bei—

age), eascheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonunementopreis beträgt vierteljahrlich

i Marl 20 R.Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 13 Pfs. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M —151. Donnerstag, den 27. September 1877.
Deutsches Reich.
München, 28. Sept. Ver bikeherige Legationsrath bei
der bayerischen Gesandtschaft in Berlin, Herr Reither, der zum
Beschäfisnnäger Bayerns bei der französischen Regierung ernannt
purde, ist aus Berlin hier ein etroffen und wird sich nächster Tage
nach Paris begeben.

München. Die Einstellung der diesjährigen Rekruten hat
jei unseren Jufanterie Regimentern am 6. November zu erfolgen.
Bei jedem JInfanterse Bataislon sind 190, bei jedem Kavallerie⸗
Kegiment mindestens 180 Rekruten einzustellen.

Berlin, 24. Sept. Die Präaung der Silbermüpzen soll
nit Ende d. J. auf allen deutschen Münzstätten eingestellt werden.
Damit hat die Durchsführung des deutschen Münzsystems im Wesent⸗
ichen ihr Ende erreicht, und zwar erhebl'ich schneller, als man in
Aussicht genommen hatie. Man hatte sich hierfür einen Zeitraum
don 10 Jahren als nothwendig gedacht; indessen d'e achzig oufge⸗
tellten Pägemaschinen, die in neun deutschen Münzen unaufhörlich
irhe'teten, haben kaum sichs Jahre zur Durchführung ihrer Riesen⸗
uigabe gebraucht.

Stuttgart, 25. Sept. Der berühmte Kliniker Geh. Rath
Brofessor Wunderlich, ein geborner Würlemberger, ist heute n Lepzig
erstorben.
Nusland.

Paris, 24. Sept., Abends. Das Komite der Rechien
jat ein Wahlman fest erlassen; in demse!ben werden die Gefahren
es Radikalismus und der Revolution dargelegt; die Rechte erklärt,
ie wolle mu dem Lande Ordnung, Freiheit, Sicherheit und die
Forschristte welche der Friede bringe, und fordert schließlich die
Wahler auf, dim Appell des Marschall-Präsidenten zu eulsprechen.

London, 24. Sept. Ueber Stimmung und Gesundheits⸗
ustand des russischen Kassers treffen von den verschiedensten Seiten
zeunruhigende Berichte ein. Sie entstammen möglicher We se bdlos
enliebsamen Gerüchten, denen es jeit den Niederlagen von Plewna
n Bukarest und im russischen Haupiquart ere die schwere Menge
riibt, dürfen aber doch nict ganz mit Stillschweigen übergangen
verden. Die Melancholie des bedauernswerthen Menarchen hat —
ↄ wird versichert — in den letzten Tagen einen besorgnißerregenden
Brad erreicht. Seine Schlaflosigkeit quäll ihn mehr als je, beein⸗
rächtigt jeine Gesundheit, druckt auf seinen Geist. Er brütet den
zrößten Theil des Tages schweigend vor sich hin, hört zuweilen
vichtige R.pporte ansch ineud theilnahmlos an, meidet seine Um—
jsebung und perst oft allein, während er bisher in Gesellschaft
eines Stabes gespeist hatte. Serne Leibärzte, auf deren Rath
r die quolende Stille von Petersburg mit dem Lärm des Kriege-
chauplotzes dertauscht hatte, dringen jetzt auf seint zeitweilige Eut⸗
ernung. Um diesem einem gefälligen Vorwand zu bieten, sei die
daiserin zu einer Reise nach Rumänien bewogen worden. Ihr
HZemahl werde nicht umhin können, ihr entgegenzureisen, und wenn
t nur einmal die Donau hinter sich habe, werde er leichter be⸗
dogen wiirden können, sih mit der Kaiserin nach Livad'a oder
inem sonstigen Ueberwint rungspunkte zurückzuziehen. Thäte er
—XED Shhlimmste für ihn zu besorgen. Dies
ind Aeunlighes wird hierher gemeldet. Ob mit Recht oder Unrecht,

äßt fich her nicht ermitteln. Die Stimmung des Grafen Schu⸗—
valoff (russticher Botschafter in London) wird ebenfalls als eine
nehr gedrücke gescildert. Es begreift sich. Er nar von Aufang
in gegen diesen jammervollen Krieg, that sein Möglichstes, um
Janatieff entgegemuarbeiten, ließ es an Woarnungen nac Peltersburg
icht fehlen und fühlt als Botschafter jetzo schwerer noch, als die
ntisten seiner Landsleute“ welche traurige Rückwirkung der Zusammen⸗
ruch des mil tärischen Ansehens Rußlands auf die zukünftige Siel⸗
uth zum. Auslande ov vlüben müsse. K. 3.)

Die Russen scheinen sih Winterquarfiere in Ru—
runnen einrichten zu wollen. Der Londoner „Standard“ kört
umltich, daß dier große Londoner Firmen zu Offerten für Liefe⸗

rung eiserner Hütten für hunderttausend Russen aufgefordert wurden.
Die Hütten wären in v'et Größen anzufertigen, nämlich fur 25,
30, 100 und 500 Mann, und 'sollen über Antwerpen auf dem
dandwege nach Bukarest befördert und in dissen Nähe aufgestellt
verden. Gleichzeitig wurden acht complete Siations Gebaͤnd für
ine strategische Eisenbahn bestellt; die Lieferung des dezüplichen
Materials muß binnen 24 Tagen in Anlwerpen vollstäadig effek⸗
ruict sein.

Konstantinopel, 24. Sept., Kbends. Chefket Pascha
elegraptirt unter'm 24.: „Von Hatki Pascha, wilcher in Karadagh
ur Dickung der Nückzugslinie steht, wird gemeldet, daß die Divi⸗
ion Ifzi Pascha's, in der Stätke von 20 Bataillonen Infanterie,
inem Regiment Cavallerie und zwei Batlerien mit einem Proviant⸗
ug in Plewna einget offen sei. Die Arbeiten zur Wieder herstellung
es Telegraphen schreiten rasch sort.“ — Ein Telegramm Suleiman
daschas meldet vom 28.: „Zwei Compagnieen Infanterie und
00 Tscherkessen sind recognoscirend bis zuei Stunden von Gub.
owa vorgedtungen und haben mehrere Dörfer an der Jantra nach
Bertreibung der Russen niedergebrannt. Die Türken fahren fort,
»as Feuer auf die russischen Befestiguungen im Schipka Paß zu
interhalten; die Russen erwidern dasselbe nicht. Auf den Vorposten
riönt ununterbrochen das Gewehrfeuer.“

Vermisqhtes.
.In Ellerstadt wurde bere'ts Most zu 4 fl. per Logel
2.40 Liter und in Dürtheim neuer Wein ju 1233 sl. per 1000
Liter verlauft. (C. A.)

fSpeier, 25. Sept. Heute früh trat Herr Regierungs⸗
»räsident v. Braun einen 141gigen Urlaub an. Derselbe begibt
ich auf die Geinsjagd iu's bayerische Hochgebirge aach dem Reviere
harmisch und jodann nach Patsenkirchen.

Am Dienstag den 2. Oktober findet w'eder eine Sitzung
der Pfalzeschen Handels- und Gewerbekammer zu Ludwigshafen
Ztatt, fur welche folgende Tagesordnung aufgestellt ist: 1. Berath—
ing über die Grem'albeiträge zu den Kosten der Handelskammer,
3. Anti ag Edenkoben, betr. Wechsetproteste durch die Post, 3. An⸗
rag Pirauasens, beir. eine Eingabe an die kygi. Regierung gegen
krhöhung der Zölle auf Schuhwaaren in der Schweiz, 4. Antrag
Ludw gshafen auf Errichtung eines Konlulats der Vereinigten
Staaten von Nordamerika in Ludwigshafen.
Fur die Redaction veraniwortlich sf. X. Deme 6.
—⸗———
Leidende, welche durch Gicht, Rheumatismus, deren Lähmungen,
der durch andere imnerliche und ausgerliche, veither für unenn ge⸗
aaltene Krankheiten beimgesucht wurden, weräen kut diß imn IX
heile dieser Zeitung befinäliche Annonce des Herrn i, 6. Moessinger
in Frankfurt a. M. ganz besonders aufmertsam gemacht.

Die drifte Schur eines
—N
Kleestückes
lin der Nähe des Bahnhofes) zu
vergeben durch
Heinrich Laur.
De untere Siock in meinem
Hause im Muühleneck ist
zu vermierhen.
Joh. Reidiger.
Lohkäse,
)as Hundert zu 80 Pfennig,
das Tausend zu 6 Mark, bei
F. H. Lauer, Gerder.

Ba Hermann Beyer zu
Elversbderg ist eine gut
konstruirte
Doppel-Bierpumpe
gegen Baarzahblung zu verkaufen.
Ein kleines Logis
in weinem eiterlichen Haͤse ist
an eine stille Familie sogleich zu
vermiethen.

Heinrich Laur.
Schönes Sandkorn
Meist zu haben dei

M. Thiery.
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        Aufforderung. vv auf
Alle diejenigen mei— er⸗
⏑⏑⏑—
Traͤneport⸗Faffer ach ein filberne Cylinder⸗
ransport⸗Fahper, ihr. Der redliche Ueberbringet
sisten und Flaschen rhält von dem Eigenthümer
on mic haben, fordere hiermit )einrich Eisenla in dem Vo—
drin —X n d duf, mir folche, eltusschen Schlafhaus 2 Thlr.
hei Vermeidung —— zelohnung.
innen längstens 8 Tagen von 4MX. A
jeue an, franco Station Ein tüchtiger, solider
Reustadt kinzusch cken, da ich Schustergeselle
erselben Theilungs wegen bedarf. äidet gegen guten Lohn sofort
Pambach, 26. Sept. 1877. „auern ve Beschäftiaung bei Schuh
G. A. Emmerling nacher Paulus auf der
Weinhandlung. Schnappbach.
— AI — 7
Submission auf Straßenbauarbeiten
im Kanton St. Ingbert,

Die Arbeiten zur Herstellung der Straße von Ensheim
nach Eschringen als Disteiltsstraße. best hend in Erdarbeiten, J
Heifteinung der Fahrbahn“ Decklage, Rennenpflaster und stunste
dauten, solleu auf dem Wege der allgemeinen schriftlichen Sub⸗
mission zar Ausführung vergeba werden.

Dieselben sind veranschlagt auf der Gemarkung von

a. Ensheim zu.. * 973,80 Mark
b. Eschtingen zu. 4390,96 Mart
Im Ganzen zu!.. 5367,76 Mart

Solide und u htige U.bernehmer werden eingeladen, ihre nach
Procenten bemessenen schriftlichen Offerten längstens bis zum
onnerstag den A Oktober nächsthin, Vormittags
II Stempelpapier bei der unterfert gien
—AX bei welcher bis dadin die Pläne, Kostenau⸗
chläge und das RBed'rgnißheft zur Einüicht aufliegen.

Zweibrüucken, den 28. September 1877.

Königl. bayer. Bezirksamt:
Damm.

2* 2 dN * J — — 77
Koͤnigl. Kreis-Baugewerkschule
Kaiserslautern.

Der Unterricht an der Kreisdaugewerlschule für das Winter⸗
halbjahr 1877/78 beginnt Montag, den 53. November in
den Localitäten der Kreisbaug wertschuie (Pfälzisches Gewerbe muse um)
und dauert vom Rovember bis Eude März. Tie Schule besteht
aus 3 Curseu in Z Wumerhalbjahren und bezweckt jungen Leuten,
welche dem Bauhandwerke sich gewidmet haben oder zu widmen be⸗
absichtigen, demnach: Mauerern, Steinhauern. Zinmerleuten, Schrei⸗
nern, Schlossern, Glasern, Spenglern, Tünchnein, Dach⸗ und
Schieferdeckern die zum dationellen Betriebe ihres Handwe kes
erforderlichen Kenntnisse zu vermitteln. Der Unterricht erfoͤlgt
durch theoretische und prakische Anleitung, sowie graphische Dar⸗
tellung in thunlichst populär g haltener Weise. Zigleich wird be—
merkt, daß auch jungtn Teuten von Kunstgenerben, als: Mödel—
schreiner, Gold⸗ und Silderschmiede, Meiallarbe ter, Töpfer, Holz⸗
hneider, Tapeziter ꝛc. als Hospitanten Aufnahme finden lönnen,
im im Zeichven und Entwerfen von in ihr Gewerbe einschlagenden
Zunstgegenstäuden geübt zu werden. Fürt den eintretenden Schüler
st erforderlich, daß er das 15. Lebensahr zurückzelegt und set
—— in der Lehre gestanden
oder weiteren Schulunterricht genossen hat.

Te Inseription findet am 39. und 21. Oltober lfe. Jahres
auf dem kgl. Rettorate, Vormitlags von 9 bis 12 Uhr und Nach⸗
nittags von 4 bis 6 Uht statt, wobe die betreffenden, a utlich be⸗
zlaubigten Schul⸗ und Lebrzeugmisse mitzubringen sind. Das
Schulgeld beträgt 20 Mark und ist bei dir Inserwption zu ent⸗
richten. Zur Befreiung von demselden ist die Horlage eines Dürf⸗
igleits zeugnisses nothwend g.“

Lehrprogramme und Statusen können“ durch d'e Tascher'sche
Budhandlung hier, jeder Zeit gegen portofreie Einsendung von 40
Bfennig per Cxremplar be ogen werden.

Falferslautern, im September 1877.

—D
Fnjahriges Militairexamen.

Die Absolvirung der VI. Classe des Iuternational-
ehriust itiais bereehtigt goit 4 Jahren schon zum
injahrigen dMnitairdienst. Dieses Jahr haben sammtliche
iccienten die in der Anstalt selbat abgolegte Prũsung
ctanden. — Gutes Pensionat. — Prospectus durch die Di-
cion in Bruchsal (Baden).
— — —— — — — —— — 5c⏑ 77——

TE — 7Fvemes in —* Inabert.

2
2
Gicht und Rheumatismus,
deren Lanmungon und andore lnnorlicha unu Ausserlichs volthor fur
unnolihar gohaltons Krankhoiten.
Leideénuen Jedon Grades, denon sehon langst nieht
ment in äon Sinn gokommon ist. noch dieses odor
jenes fur ihr Loiden zu Fobrauchen und die xost-
Geæundheit visdor zu erlangen, ist dennoeh
ins Acsnung goblieben. sieh ron ihrem jahre-
anten Fiona bettoien 2u k5nnÄ)᷑n, mögen ds Loi·
Jon innorlichs odser äusserllohe, mõgen nur oln·
⁊Cins odoer alle Korperthoite aftdirt abia.
den Daratolier der Nossingeraohbon nittol
hat de unsagliche Mahne gobkostet, bis es ihm ge-
ungen ist. dureh seino nous —IEIL
rundon Verknorpelungen) im vorhartoten Zustande
neuer tu erwelehen und zum Verthoilen ⁊u
bringen, wodurch iein das Gelenk, resp. die
gehbe vieder in dis fruhero Lage greifen kann
anã die circulation des Blutes Fiodorhoargostollt
wird, fernor jene ieidenden Theile, welehe vor-
ner gekrummt waren oder in Folge deor Sehmorzen
ent bewogt werden konnten, sowis die seidenden Theôoils, volehe be-
its gefuhslos gowordon vwaron, ader zu beleben und 20 xraftigen.
hie nartnaciigete und langiäbrige Koptgicht wird gelindert in oluer
AJinuté und gebheilt binnen 3 Tagen.

NMan vervechsele diese Mittei, nicht mit jenen Zufallsgemischon bo-
rũgerisehor Kurpfuschoroi, die non Manchem die Augen geöffnot. Dor
uie Boweis, dass moine Mittol im hofsnungslosesten Zustando noch hoilen,
it aor, Aass Jedor don Erfolg sehon den oiton Tag verspũrt und 2war
nerici, ob es eins sschwachesre odex ziarkero Natur ist. Dio Nittol
nnea vom Greiss wie vom Rindo gebrauenht vwerden, fernor wird dor-
senige, weleher seinem Berufe noch naehgehen kann, dureh die Kur
nickt gostört, mößon nun dio Lociden durch Erkältung. Fallen, fouehto
Wohnung, verdorbenen Magen, daren beberanstregung der Nerven v.
e. F cnstanden srin. Ieh brauche nieht z2u wissen. ob dis gowöhn-
lichen Kuren wie Sehwitzen. Teberthran, Potroleum, Baden, Warm-
daiton oder sonstigs Quæakxaabereien sehon angewandt sind, nur bitte
ien. xurz das Leldon u. soin Stadium zu beschröiben. Bitte um gonaue
Wohnungsangabe.

G. NMœssinger in Frankfurt a.

Vor Amvendung moeinsr Lur (stehs nur unbedeutande poeuniars
ODpfor auterlett) kann eins grogzae Beins von Dankschreibon Gohoitter.
is mir anein in don letzton vWohhen zugokommen, und übsr doren
iuithénuiestat sien bel den Betreftsonden zu snformiren ieh lodermann
froistens. oingesehen werdon.

—AV
Redacteur Johannes Nordmann.

egiant mit 1. October das I. Quartal des VI. Jahrgangeẽ
Wöchentlich eine Nummer von 223 Bogen.

Hreis pr. Quart. 3 M., in 14täg. Heften pr. Heft 50 Pf.
Außer spannenden Romanen und Gedichten der besten Autoren, Ar⸗
ikel über Lander und Volkerkunde ꝛc. hat es fich die „Neue Illu⸗
strirte Zeitung“ von jeher zur Aufgabe gemacht, den Zeitgeschicht⸗
lüchen Ereignissen in Wort und Bild Ausdruck zu geben und unsere
zahlreichen Illustrationen, Portraits, Kriegs⸗ und Schlachtenbilder haben
üens des lesenden Publikums die allseitigste Anerkennung gefunden.
Das erhöhte Interesse, welches der russisch⸗türkische Krieg in allen
Bevölferunsschichten wachruft, hat die Redaction bestimmt in der „Neuen
Illustrirten Zeitung“ eine besondere Rubrik Der orientalische Krieg
u erbffnen, worin die weligeschichtlichen Ereignisse an den Gestaden des
Hontus durch zahlreiche Driginal⸗ Iulustrationen beider Kriegsheere die
orgfältigste Beruckssichtigung sͤnden werden. Die fortlaufende chronolo⸗
zische Darstellung dieser Ereignisse durch den rühmlichst bekannten Rei—
enden und Schriftsteller Freiherr von Schweiger⸗Lerchenfeldege—
hrieben, bietet die Burgschaft einer durchaus competenten und objectiven
Darstellung.

Inserate finden durch dieses Blatt die weiteste Berbreitung und *
er Inserat⸗Preis billigst auf 80 Ppfaper 5mal gespaltene Zeile festgesetzt
Alle Buchhandlungen und Vostämter nehmen Bestellungen an.

Leipzig.
Expedition der „Neuen Jllustrirten Zeitung“,
34 Querstraße.
ßilligsto Berliner Abendzeitung — ausser am donntag
täglieb.

7A Abonnements-Einladung. Er Quaria:

— ⸗ Nit dem illust Sιαα(Hαν

DHeutsche Union beusches Heim
Jnabbangige, durchaus freisinnige politische
Jeitung.“ Bopulâre Leitartikel Gesunde praktische Volks-
vitibschatt. Handelszeitung mit Börsenberichten. Wirk-
ehe, nicht fingirte Privat- Depeschen und Correspondenzen.
beale und vermischto Nachrichten. Interessante —XR
iandlungen. Communale und landwirthschaftliche Mittheilungen.
drste und launige Peuilletons. Spannende Romane von deut·
ec ersten Schiststellert; die besten franz. und englischer
domane in geistvoller Uebersetzung. Theater- und Ruustre-
cte von hervorragenden Persônlichteiten, u. A. Dr. Gen-
ichen. Prof. Sieber, Wilh. Trappert.

Pie illustrirte Sonntagsbeisage „Deutsches Heéi me
xringt von namhafton Autoren Novellen. Erzahlnngen, Natur-
isenschaftliches, Geschichtliches, Humoresken und Miscellen

EXxneditionu der Deutachen Union
Neunes Berl. Tageblatt“)
8W. Berlin. Dimmerstrasse 94.
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        —2222 222 v
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2 665* 35352375 5 2 55235335587— 5 25353333 8378 —85
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3 — — * 5 2 —— * 8
— 58535277 3 2 —A — * —
2 3273* 323358* 555523252 — — — 523383875*

* — 22 7
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S 22533585 55 5222 535 32585523 *25 23z 33323325
553; 73353333553535 —325235—333235 138527382252
* —2 F — .
52363235 2 33 2323 33333335353332 —8 —AA——— 5
2 * — — 2 4 —2— 82 5356 — 32 32— S— — 22255* 338 *
—2455 —A 23 5 23— —ã— — 53232 S7 z25828353 258 8
—A *2 5552 — — 53553525 235338 — —73575 2333 A; *
33 — 3633333 3 7 333 3533
53 22 352 5s35—3325352335 2 8 A 8
—530953—53382 343* —255338*25 32833323 *
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ker St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblajte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntagt mit Ulustrirter Eei⸗
lage, ealcheint wöchentlich viermalz Dienssstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonme mentopreis beträgt vierteljahrlic
1 Mark 20 R.Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 —5* die viergespaltene Zeile Blattschriit oder deren Raum. Neciamen

mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 152. Samstag, den 290. September 1877.
—AZöüQC
Einladung zum Abonnement.
Zu dem mit dem J. Oktober 1877 beg nuenden
Quartale auf den

„St. Ingberter Anzeiger“
mit
Illustrirtem Sonntagsblatt“
zitten wir diejenigen unserer geehrten Abonnenten, welche das Blait
zurch die Post beziehen, um früdzeiige Bestellung desselben, damit
leine Unterbrechung in der Lieferung eintritt.
Denjenigen Abennenten, welche das Blatt durch die Austräger
bekommen, wird dasselbe fortgeliefert, wenn nicht ausdrücklich vor
Schluß dieses Quartals abbestellt wird.
Das Unterhaltungsblatt des Anzeigers beginnt im neuen Quar⸗
sale mit dem sehr spannerden Romane von F. CIin CI:
„Die Geheimnisse der Refidenz“
Nachistücle aus dem Leben. J
Preis und Erscheinen des Blaties bleiben unverändert.
Zu recht zahlre:chenn neuen Abonnement ladert höflichst ein
Die Expedition des „St. Ingberter Anzeiger.“

I Deutsches Reich.

Mäünchen, 25. Sept. Wie die „Südd. Presse“ vernimmt
sird Prinz Arnul Audl.
nit 83 Czaren pq den pen — w Wangtzer Benermung

8. rna, 24. Sep. Die „Affaire Stosch“ qhe ni diũe
forisezung erhalien zu ollen. Wenigstens werden in Len letzten
Tugen von den Oifi;dsen des Reichskan leramts wiederholt Nach⸗
ꝛichten in die Pr sse gebracht, welche nur zu deutlich die Teudenz
etrathen, den Chef. der Aomiralität in der öffentlichen Meinung
n derselben Werje zu diskreditiren, wie dies wäͤhrend der letzten
geichstagssession durch gelegentliche Aeußerungen des Reichskanzlers
eschehen ist. So wurde neuerdings die Behauptung aufsgestellt,
derr von Stosch habe den Marine-Etat nicht zu der vom Reichs⸗
unzler vorgeschrebenen Zeit fertig gestellt, eine Augabe, welche
lerdings sosott ihr Dementi durch die .Nordd. Allg. Zig.“ er⸗
jalten hal. Trotzdem fahren andere Offizdse fort in geheimuiß⸗
joller Weise von den durch die Anwesenheit des Fursten Bismuick
in Berlin veranlaßien vielsachen „Erbrtcrungen“ zu reden, „welche
usbesondere auch die Marineverwaltung beneffen werden.“ Der
Thef der Admiraluät soll in den nächsten Taa⸗en hierher zurüdteh⸗
ten, vielleicht kommt init ihm auch ein neuer Konflikt. — De ‚Post“
nacht den Ungarn einen Vorwurf daraus, daß dieselden, uneinge⸗
ent jahchundertelanger Unterdrüdung ihres Landes durch die
Turken, die Siege der letzteren feiern. Wir können die Pester
zIluminationen nicht gerade talk:voll finden. sehen darin aber einen
mergischen Ausdrudh des berechtigten Verlangens, daß die Regierung
eine dem Wilen des Volles direlt widerstrebende answärtne Po⸗
init verfolge. Geradezu widersinnig jedoch ist es, von dem unga⸗
ischen Voike zu verlan en, daß es ferner Jahchunderte XX
Tyhranner gedenke, Vilagos aber und die russischen „Schnellgalgen“
vergessen, welche die jetzt lebende Generationnoch gefehen. Von
ins verlaugt die „Post“ eine andere Art von Gedächtnißichwäche:
Dic sollen'den Verraih von Tilsit, die Schmach von Ol ütß und
Warschau ver.essen und aus den Jahren 1870,71 nur Raßtands
vohlwollende Nautcalitat im Auge haben, nicht aber, wie sich Ruß⸗
and durch Zerreißung des Meerengenvertrages für diese Neuttalität
dezahlt gemacht hat. Es ist immerhin eine anerkennenswerihe Fer—⸗
iglkeit, das Gedachtniß auch im negativen Sinue in der Gewalt
u haben; es ist aber nicht die moralijche Qual tat des deuischen
BZoliez, welche durch den Mangel dieser Fettigkeit leidet.
erfuün, 25. Sept. Aus Bundesrathokreisen verlautet,
aß die Rerchssteinpelsteuer⸗Rommission nach Verwerfung der preuß jchen
ↄieuerantrage deschlossen hat, dem Bundesrath eine Sieur auf
20eußzenel als eine theilweise Reprodultion der früheren Börsen⸗

steuervorlage, sowie eine Steuer auf Quitiungen und Lotterie⸗Loose
oorzuschlagen. — Der Termin für de Einberufung des Bundes⸗
raths ist bereits festgesetzt. Dem Bundesrath werden zunächst die
Besetzenwwürfe über das Apothekenwesen und den Unterstütßungs⸗
vohnsitz zugehen. “ (A. 3.)
Berlhin. In Folge der Niederlagen der russischen Armee
pricht man sich laut Meldungen aus Petersburg daselbst hochf!
ungünstig über die le tenden Perfönlichkeiten aus. Bestürzt ist man
nallen Sphären über das so unnüßz vergossene Blut, welches
zurch gar keme Resultate entichuldigi werd um kann. Alle Maß⸗
regeln waren nur halb oder zu spät getroffen. Hätte man die
Barden nur einen Monat früher marschiren lassen, so wäre mi
hrer Hilfe heute schon Plewna genommen und Mehemet Ali ge⸗
chlagen. Die ersten Verstärkungen werden nach dem Sch pkapasse
jesendet, welcher unter allen Umständen zu halten ist, damn ist für
»en Donauübergang zu sorgen, für die Winterbrücken werden eijerne
Hontons beschafft und ist General Tottleben von hier abrereist, um
deu Bau des befestigten Winterlagers und Brückenkopfes zu leiten.
Beitere Landwehrleute sind einberujen, um die durch die leßzten
dämpfe entstandenen Lücken zu ergänzen. Man berilt die Vor⸗
ereitung der in die 52 neu gebeldeten Reservebatallone eingetretenen
dandwehrleute, um diese Trappen so dald als möglich auf den
kriegsschauplatz abgehen zu lassen. In allen Arsenalen und Werk⸗
tätlen wird mit Eifer gearbeitet, um die Heere mit allem zu ver⸗
ehen, was zu einem Winterfeldzug nöthig ist. Da von Seuen
dfahieng eine Kriegsgeföhr mehr vorhanden, ist das an der ser⸗
bgegangen.
Ausfand.

Wien, 26. Sept. Der ‚N. Fr. Presse“ wird aus Paris
pemeldet, daß nach Berichten aus Moskau der Ciar sehr nieder⸗
jeschlagen sei und daß zwischen iha und dem Großsfürsten neuer⸗
Ings eine Spannung eingetieten sei.

Wien, 26. Sipi. Aus Koufktantinopel kommt solgende
ensationelle Nechricht: Dee ehemalige preußuche Obeist Drigalski,
)der General-Inspeltot der europärschen Donau⸗Kommission ist von
er russischen Militärbehörde ttotz seiner internaironalen Siellung
aus seinem Amissitze Tulischa zuerst gewalisam nach Sulina gebracht
worden und jeatzt hiet angelommen.

Der Pecrzeß Gambetta ist noch inmer nicht definitiv eatschieden.

das Gecicht erster Jastanz hat Gamberta am Sanstag defiaitiv
u drei Monaten Haft und 2000 Franken Geldbuße verurtheelt;
zuf die von ihm dagegen eingelegte Appellation kommt die Sache
‚or den Appellhof. Von diesem wird er sich natürl ch auch in con-
umatiam und dann desinitid verurtheilen lassen. Damit inn die
Zache ergentlich zu Ende; auf Grund von Fornmfehlern kann er
zann noch an den Kassetionshof gehen, was er wahrjcheinlich thun
vird. Man berechanet, daßz die Sache mit dem Wahltermin des
4. Oktober sehr nahde zusummentuefft, eiwa auf den 13. Okrober.
Hamberia's difininipe Verurtheilung würde ihn, wie schon früher
erwähnt, wahlunfähig machen.

NMus Bruüfßsel, 21. Sept., wird dem „Fr. J.“ geschrieben:
xs heisßt heute, der exkaisecliche Prinz habe sein Vorhaben, der
Berlohung seines Vetiers, des Herzogs von alba, im Schiosse
Dave bei Namur beizuwohnen, aufgegeben. Hat er Seitens der
nesigen Regierung einen Wink erhatten ẽ Ist es das fast einstimmige
Austreten der liberalen Presse, welche ihm einen unangenehmen
rẽmpfang auf' belgischeni Boden prophezeite, was den jungen Artille⸗
isten von Saarbrücken zum Rückzug bdestemmie dWGleschvrel, bestärigt
iich die Nachricht, so können die liberalen Zeuungen sich nur Glück
wünschen, dein Lande ein so unangenehmes Schau piel erspart
zu baben.

London, 26. Sept. Die „Daily News“ melden: Dem
Bernehmen nach fand auf Bekehl des Kaisers in Petersburg unter
»em Vorsitze des Großfücsten Konstant'n ein Mmisterrath statt, um
u berathen, ob eventueli auf Friedensvorschläge einzugehen, oder
        <pb n="518" />
        der Krieg auf alle Fälle fortzusetzen sei. Großfürst Konstantin und
zer Kriegsminister haben- für den Krieg gestimmt, die übcigen
Minister für Frieden. — Segs —* —RX Je Ardahanu
wurden beim Aunghern von Kosfale von Panit ztgriffen und
ohen min Zuruͤglaftunh shres Loagerüs.. *

Bukarest, 26. Sepi Da raussische General bevollmachtigte
Beneral d. Reutern. welcher von der Theilnahme au den deutschen
Mandvern von Karlsruhe zurückgekehrt ist, überbringt einen Brief
zeF Kaisers bon Deutschlaud an den Csaren.
Bketawrest, 28. Sept. Auf allen Punkten des Kriegsschau⸗
Autzes isn in Foitze dee seit dret Tagen unünt. törochen nieder strö⸗
Nenden Negensrineee vollkommne Slaonation in den Operat'oaen
eingetreten. Selbst die Bschießung von Plewna geht nicht don
Slatten. Die Altion sammulcher Pualte deschränkt sich auf belang
ale Vorposten: Scharmützel. Die Russen leiden von den Unbilden
des Wetiers enorm. Krankheiten räumen unter allen Trru:ppi⸗
Jaltungen in erschreckticher Mosse auf. Das Ooessaet 48er Inf.
Reg. beispielsweise isft auf 160 Mann zusamm. ngeschmolzen. Der
Fzar ist mit der bisherigen Friegsführumng sehr unzuftieden und
Jeäbfitsigt angeblich perföntich das Oderkommando zu übernehmen.
Biel rumanische Bificiete, darunter Oberst Marescheanu, wurden
vegen Feigheit vor deni Feinde degradixt.

) Von einer Bewegurng der Türlen auf rumänisches Gebiet zu
eht der „Pouit. Korriw.— auß Bukarest eine inieressaute Mit-
u zu.nSie in duf iudiretiem Wege, daß eine mehrere
Indert Many zahlende rtische Abiheilung dinen dermöge seinet
aitcüchen Laͤge festen, durch die Geschüße von Siliftra gedeckten
duntt auf rumanjchein Boden gegenüüber von —A
Hiatte niamt gu dah da Türten sich inn det Absicht teagen, —
uell dir Eisenbahnlinie Gatatz Butarest zut unterdrechen. Die
Taiten def stigen die Bruicke, weiche das turtische Ufer von Sililtra
nit der Infel Salzan verbindet. —
Konstatinopel, 28. Sipt. Die sElechte Witterung

ʒerzoͤgeri die — 855 bei Bjela. VBeide Armeen
ehaupten ihre Pofinonen. — RNochdem es Cheitet Pafcha gelungen
rh Verstürkungen nach Ptewng zu bringen, errichiet er nunmeht
n bejestigtis Sager hei Otchaaitßẽß..
geratan, 28. Sepi. Im Rujssisch-Polen notren die Be⸗
hörden heuerdings die Pecsonen, welche im Privatbesitz von Silber⸗
zerdihen sind.
Wafhington,; 24. Sept. Die nach Westen und Norden
hin geleeuen obveren Stodwerke des Patentamis sind niedergebranit.
z0, odo dis 75.000 Movelle (einschl. det zurückgeweesenen), darunnet
Lleie hochwechtige, find e in den unteren Stockwerleu
α νν ver in“ biefen Stockwerten befindli ben —E
des Ministeriums des Innern; leßtere sind c
inandergeworfen. Durch die“ Feuersbrunst ist eine en pfinduch 6
chaftssidrun⸗ bridcht:; die eutstandenen Verluste sind groß.
Dermiscates.

In dem Verzeichniß der auf der Infernationalen Aus⸗
desllung sür Peder, Lederwaaren und Erchen⸗ Cultur? m Berlin
aramirten Aussteller finden sich folgende pfalusche Firinen: In
der 1. Gruppe (Maschinen, Geräthe und Werkzeugc): He'nrich
Schäfer und Ferdinaud Schäfer in Prmasens ein Anerkennungs-
Diplome. In der 3. Gruppe (Leder): Gebr. Riel in Zweid üdcen
das Verdings⸗Diplom; Gebr. Faur, August und Eugen Diedl,
d. Leinenweher in Pirmasens, Jul. Dick und Hirsch in Kusel:
Anerlennungs⸗ Diplome. In der 6. Gruppe (Eichen-Cultur): C.
Seifert in Frandenthal ein Anerkennungs Diplvm. (Eß. A.)

fSaagrbrücken, 870 Sepr. Ein schwerer Unfol hal
zestern Abend einen die Spichererbergstraße mit Wagen und Pferden
herabtommenden Fuhrmonn qllem Vermuthen nach aus Spichetn
oder aus einem anderen benachdarten lothriugischen Orte gerroffen.
Dexselbe stürzte vom Wagen, der ihm über Brust und Kopf ging,
se daß er eine geraume Weile bewußtlos l'egen vieb. Heimlehrende
Urbeiter fanden den Berunglüchten, den sie jedenfalls dannten und

luden jen auf sein Gefägrte;, das sie heimwärts lentten. Den
Namen und Heimathsort lonnten wir bis jegt nicht erfuhten.
(8. 3.)

If München. Die Generaldireltion der königt. Verkehes
Anstalten gibt bekannt; doß die Verwendung don Couberts mit
schwarzen und überbaupt farbigen Rändern, sowie von raftrirtem
odex bedructem Papier als Ruserer Umschlag zur Verwahrung von
Sendungen mit Geid oder Werthpapicren ach den jut den Posi⸗
berlehr der öͤsterreichisch ungarischen Monarchie gelte. den 3
mungen unzuläjsig ist. Die Postanstalten daben daher Senduugen
nit Geld- oder Werttpapieren nach Oesterreich ˖ Ungatn in der be
zeichnten Verpadung den Adsendern unter geeigueter Belehtuag
jurückzugeben.

f München. Mancher Bürgermeistet in Bapyern hat mit
em Stundesamt seine libe Roth und din Bllegermeister Fruntel
und den Leherer Gruber in Feldnmoching dei München drochten

alerlei Versehen sogar vor Gericht. Die Verhandlung ergab, da

sich der Burgermeifter und Standesbeamte mit dem Sdieiden

shr datt thucr wezbalt der Gome indeschteiber und Ledret auen

——

ie eine einfache Beuürkundung bes — ——

roader drauf lod, das heißt, der Bardermeister tietz alles burc den
dehrer besorgen, wenn er verhindert war und setzie nur seinen
hamen darunter. Eine solsche Heirath ist nun ungiltig und muß
irisch gemacht“ werden, denn nur der Beigeordnete, nicht aber
ei Gemeindeschreiber ist befugt, dern Buürgermeifter zu vertreten.

Beide erklätten, ste hattett sich nicht qusgekaunt · denn in gän

Feld moching fei ein Gesetzduch nicht zu finden. Der Buürgermeister

Thiett 1 Monat 5 Tage, der Lehrer 14 Tage Gesängwß.

In der „Augsb. Avdztg.“ lesen wir folaende interessante
Fpisode von dem am 24. Abends im alten Rathhaufe zu Munchen
jatigehabsen Abschieds-Sielldichein der Naturforscher bersainmlung,
Fei welchem es Trintsprucht aller Att regneie: Proßsessor Sepp kam
aeiner seiner bekannien originellen Mosaikreden auf die Frauzosen
u sprechen. Er habe, die erfreulihe Wahrn hmurg gewadt. daß
bie deuischen Getedrten in ihren Vortragen mit uügewöhlicher Am
erkennung von fränzöfischen Forschetn gesprochen. Das sei ein
gewers dafür, daß wir überhaupt keine Antipatbee gegen die
Franzofen begen, Ez sei etwas Unnstürli hes, wenn gebildate
hditer, wie Fronzosem Englar der, Déuisch- und Italiener sich unter⸗
nander bekriegen; sie hätten eiwas Wichtigeres zuet un, nämlich
inderen Nationen die Kultur deizubringen. Mag sein, daß.
venn Moskowiter und Turkomanen aufeinanderschlagen, nicht so
niet v.rioren ist, aber weun ein Deutscher, ein Frauzose, ein Sritte
allt, so ist win ihm ein Vertreter europäischet Kultar gesallen.
Iad das ist ein schmerzlicher Gedanle. Wir habea ja den Fran⸗
osen nichts genommen, als was uns gehöcrt hat. Jegt sind wir
Juntt! Revanche hilft zu nichts; die Franzsen haben sie für
zenpzig bei Waierlos versucht, aber gicht gesunden, und die Revanche
— Sidan, und sie haben fie
uch nicht gefunden.“ VBaher fort init den Rivanchegedanken! Es
ebe die internation le Freurbscaft zwischen den Gelehrten Deutsch⸗
ands und Frankteichs!“ (Eebhasie Zurufe). „Messteurs eklang
3 p'ötzlich mit lauter, bellthneuder Stimme durch deun Saal —
uͤr mautlose Stiste herrschte. Ein Fran dse sprach. Mir. Dr. de
zanessen aus Paris richtete an die verjammelten deutiches Ratur-
orischer und Aerzte folgende Worte in französischer Sproche: „Meine
derrege! Wir Franzosen kehten in unser Baterland zucüdt, um
nsern Mubürgern zu sagen, inn füelchet Herzlichteit wit in allen
dtatten des deutsgen Raches apfgenomm n wurden Wir ketzren
—B — zu lieben. Wir
berden Fcantreich die drutjche Freisinn'gleit hinterberingen, wie wir
ier Froant eichs sr Men drein dpomm. Ich tuinke auf Deuisch⸗
and uud Sie erlauben mir, daß ich zugleich auf mrin VBaterland
unstoße. Iqh trinke auf Deutschland und Frankreich, die Schwestern!“
ẽidloser Jubel folgte diesen Worsen und Me. ve Lanessen wurde
von den hervorragendsten Männern der deulschen Wissenschaft
imtinat, deglückwunscht nud im Namens der deusschen Nation gedanti.

9 Zu der in Ansbach stattgehabten Prüfung der mitlelfrän⸗

uischen Ad pitanter zum Etnjährig Freiwilligen: Dienst hatten fich 81

unge Leute cemeldet. Davon waren 489 erschienen; nur 24 haben

die w. üfung destanden.

Bayreuth, 25. Sept. Das Resullat der diesiähri
Finjahrig: Freiwilligen-Prüfung 88 83— —11 8
urüuchgetreten 2, destanden 5, duichgefallen *.
w— ibe, 20. Sept. In Laubenheim, Bodenheim und

ackenhe nd, wie wir höͤren, die Weinberge vor einigen Tagen
zeschlossen wotden. In Nack nheim und Nierstein siad die Traubden
o entwicheln, daß sie troß det dem Weinstoch im Allgemeinen un⸗
Jünstigen Wittetung immer noch einen annehmbaren Wein zu geben
derjprechen.

Fmainz, 21. Sept. Vor dem Poligzeigerich!e

vorgestern vier Meßger aus Cassel, weil sie A de
nehl gefänscht, zu je 100 Natk Gelobuße verurthein. In dem
pet name:tlich betont, daß ßie durch die diesigen Blaͤtter
dennt. avon etlangt baben mußten, daß die Wur stverfalschung
zestraft werte.

F Kassel, 20. Sept. Vor ein paaer Tagen ist d i⸗
»er Fürstin don Hänau endlich und F * — 5v88
180,000 M. in andete Hände übergegaenhen. Ein Derr Juuch in
Faufer. Trotz diesen Verkaufb bliidt der Grundbesitz der
zu flin in Kassel immer not ein ganz ansehnlicher und wird 3
vorat ssichtlich auch noch lange Zeit dlesden, da die Fürstin seht
auf ihren Vortheit bedacht ist und lieber ein paar Jahres te denuen
n die Schanje schlägt, als ihte Liegenschaften zu verschleudern.
* Gegenirätlig fiabel die Neberführung der Gemaͤld. unseret be⸗
ühmten Bidergallerle im Belledueschlosse nach det neu etbauten
vallerie statt, deren Erdffnung für den 1. Ollober bedorfieyt.

*Duj seldo r6. 22. Sept. Dicsen Porgen wurde von
er Apelllammer das Uttheil gegen den Bierbtöner Wietids aus
        <pb n="519" />
        Trefeld publietri. Decselbe wurde für überführt erklärt, in 108
vallen mit Umgehung der Steber deimt Brauen Troubenzucker ver⸗
jendet zu haben und in eine Geldstrafe von 3214 Mart, —R
Monat Gesangnyiß berurtheiltt O.·. 3.*
E. Das Untheil über den Guisbesiher Möller und die Fieische⸗
Schudert und Richter, welch durgh den Verkauf milzlranken Vihe
ind Fleisches die an uͤnk hen, Tod jahlreicher Einwohnc
on Wurz een herbeigeführt hotten, ifi gefaut. Der Gusebesitzef
Fotz ist git 18 000 Mmart, die baden Fleischer zu je 000
X
Die chemische Untersuchung der vom Berliner Polijel
zräfidiun in verjschiedenen Geschäften entnommenen Proben von
zemahlenem Zimmt unb Pfefféer hat ganz eigenthüm⸗
siche Ergebnisse geliefert. Bäm Zimmt hat sich nämli h.wie da⸗
Berl. Tabi.“ annlihilkh, herausestelif, daß demfeiben im Durch
Hnitt etwa 16 Procent mineralische Sioife, vornehmlich Efenoder,
uind nehzenbei auch Maiscuhl deigemischt und außerdem die schlechtefte,
vielleicht shon zur Gewbsönung des Kassiadls vetwendete Rinde,
penn nicht ganz, so doch zum droßen Theil verwertet worden ist
Zei der Unsersuchung des Pfeffers hat sich ergeben, daß eiwa 25
Procent desselben nicht wirkiche Bestandiheile von —A
iondern Saud, Thon, Knochenmehl und theilweise sogar Hol⸗
Dem Vecnehenen nach sind die bezüglichen Fulle der Staatbanwali
schaft zur weiseren Versoigung übergeben worden.

Berlin, 28. Sept. Die Berliner Börse mar vorgesterr
uim Schluß in grotzer Aufrezung. „Ter Casarewühch ist gefangea“,
o lautete ein Telegramim, welches ein Spelulanut während ber
örse empfing. Wie ein Lauffeuer ging diese Nachricht von Rund⸗
u Munde. Es liegt, wie die „Voit zeitung“ vernmimt. hier eint
atge Myst fication vor. Der Caiarewitsch soll allerdings gefanger
ein jedo hd icht er russische Turonfolger, sondern ein dusßische—
Armeelieferant aus Grodno, Namens Moses Aaron Cad arewitsch
Derselbe gerleih mu mehreren Proviantwagen in die Hände de
ungernden Tüikn, welche jedoch. hitter entiäuschi, den derdorbene
8 dem Feirde wieder zustellten, den Leferanten aber aut
Kache in die Gefaugenschaft schleppten.

VEs dürfte nicht uminteressant sein, zu etfahten, wie in
Fraulterch die reellen Wesnguüfsbefißer und Wein⸗
ndler vorgehen, um sich gegen die Concurrenz der detrülge⸗
rischen Kunstwernfabtikanten“ zu schützen. Es bildeté sich eine
Gzesellschaft, welche es sich zunächst zur Pflicht machte ihre Weine
Zemisch unersuchein. git. hossen, auf sog- nannten , Kumftweine u
sahnden und die Fabrikanten desselben iur Bestrafung den Gerichten
anzuzeigen. Die Folgen eines solchen Unternehmens haben sich als
sehr segenssresch erwiesen uvd es verdient dies Borgehen Ugemenme
Beachtung, Bei der bedeutenden Menge französ her Weine, die
in Deutschland verdraucht wird, erstreckt d'e Gesellichaft ihre Thätig⸗
deit auch auf Deutschland. In Dresden hat ein M'tglied derselden
AR de
herr auch in Beilin seine Thänzkeit zu beginnen. —A
zanz seltjsame Dinge entdeckt werden, die da aĩs „Bordeaux Wein“
derkauft werden.

In Aumale (Algier) hat ein furchtbarer Orkan gewüthen.
Die Brücke wurde sortgerissen; das Sclachthaus und die Viehhallen
wurden total. u geta wöovurch 1218 Mepschen uünd eine grohe
XV aͤnlamen.
*
—A— —
der Zier⸗ 3 Singyogelzucht auf die in Kaiserziautern erscheinende Psab-
i e eta gelnzertigge dasmerhham gen Siges Bun da
ich in der kurzen Zeit seines deheen bereita im Vorder uünd Siden unseres
Baͤterlandes viet Freunde und —— —AX —A
urch gediegene, delehreude Abhandlungen ——— r *F Auf
zabe nachzuksmmen, um die Grundsatge einer raloncien gu 34
jeflügels zum Gemeingut zu macheic, wie auch möglichft ver Llebhaberei Rech⸗
nung gu tragen, indem in jeder Numnger interesfante und lehrreige Riß
heilungen über Wart, Pflege und Zucht der Ziere und Singvdger verbffeni⸗
icht werden. Ein Veweis, daß die Bestrebungen duy —XIXXCX
lnerkennung gefunden haben, findenn wir varin daß bader ur Kan·
zehabten Versammlung von de pfälzischer Gefluge tzuchts⸗Vereine dem
Lerleger der Pfälzischen Geflugelzeitung flur die Heraut⸗
zabe und gediegene Redaktlon dieses Fachoͤrgans der Dank und die KNnerken-
uung der pfalzischen Geflügelzuchtsvereine ausgesprochen Wee Pfal zthcht
deflũ elzeit ugaüen Dete e unn Abonnement vbester empfohle⸗
vurde, da dieses Blatt die Vestrebuͤngen der Geslugerzg chievereine in pra
Beziehung fordere. Der Preis dieses gedie genen Drcee betragt pro Quartal
los 65 Pfennige. Inserate sinden in diesem lati⸗ eine weite Verbreitung
r eru —ã
Organ fur Hochschulen: „Studiors Rheinfährt: äine heiteee Gelchecht
uus der Haarbeutelzeit von ERuar de Jost! Landau. Jost'lche —
jandlang. — Der Verfasser des reternen gep ackvoll eate
Zuchleins ist uns durch Line —* Rovellen als ——— 44
eka nnt. Seine neueste Geschichte mu der Stencrie vom vorigen 8
rzählt die romantischen Erlebnifse eines vornehmen Heidelverger Studenen,
er in übermüthiger Laune incognito als armer Maler wo ift —**
n feffelnder Weise sein muthiges, männliches Auftreten in Abenteuern ernfie
ind hufiet Ari und füͤhrt shilebüch Au sr eee e
eitere Bühhlein den flotten Burschen am Rhein und am Regar⸗“ gewibmna
ann den Copimilitonen als aͤngenehme Fettenleetnte emnfoblen werden —
— 7
rte Zagdzeitung. Organ für ZJagd, Fischerg
und Naturkunde. Herausgegeben bvom ibnigi. Ober
förster H. Nittzsche.
Fünfter Jahrgang. Nr. Jist foeb n erschienen und
veid ei sich wederum darch rejchbaltigen Jatalt ind schöne
Illustratiguen aus: Diefe beliebig Jaadzeteng zã it die be⸗
dentendsten Jagdschriftsieller und Thiermaler zu hren —**
be tern und nimmt jeßt den ersten Rang unter detartigen
Zeuscheften ein. Die Verlagshubhandlung von Schmidte
GBüniner in Oeg ον ααα . l· FEαια
Drud fur eine schoͤne Ausstattung. Die voruegende Jr.1
enthält einen interessauten Artikel über daß a —X
Lorhar Prinz zu Yserburg Büdingen mit Sriginalbifd bom
Thietmaiee Deter eine lustge Wilddiebse sch hte von H. v.
Cluseweß, eine Humsrescke vom Maler L Becmann, der⸗
sch edene monst/ be Bidungen und he— Adere mehrt. Der
Preis ist sehr dillig, pto Halbtahe Marl. Die Illusirirte
Jegdzeitung kann ducch alld Buchhandlungen und Poftanfialieti
bezogen werden.
—
* * e
Ein junger Mann Lohkäse
nmit geübter Hondschreft, sucht ..
setort eine Stee auf einem Bu⸗ das Hundert zu 80 Pfennio,
ctau. Gefl. Offerten unter A. das Tausend zu 6 Wark, bei
V. 30 beforgi di Erv. d. Bl. T. S. N⸗. Geiber.
Maͤdchen und Frauen!
Mädchen und Frauen!
Lieke, Hochzeit, Heirath und Ehe. In 64 höchst komischen,
bumoristischen Vorträgen geschildert.
Preis? in eleaanlem Um'chlag brochirt 1 Mark.
(Juhalt: 1. Die Liebe ein Buch. 2. Strafgesetzbuch der Liebe. 8.
die Heiraihs⸗ Candidaten. 4. Die Entsiehung des Kussens. 5. Ehestands⸗
ebote. 6. Gottesditust der Liere. 7. Die fun Sinne im Ehestande. 8.
Dit secht Ehest indsorden. 9. Madchen, Frauen und Maͤnner. 10. Hochseits⸗
Eede. 11. Konm, sprach das Müdchen. 12. Reelles Heirathsgesuch. 18.
dugbinders Liebeserilärung. 14. Liebe und Rarfheit. 15. Freier und
batie. 16. Lehrbüchet. 17. Enistehung der Ehe. 18. Gardinenpredigt. 19
dereez 20. Ver Ehestand. 210 Die Sabinerinnen. 22, Woinsspiel
33. Der Themann in der Klemme. 24. Ueber das ihe 25. Mann
and Weib 26 Heirathslustige Mädchen. 27. Frauen und Bilcher. 28.
ðo wunjch' ich mir eine Frau. 29. Steckbrief. 80. Silberne und goldene
dochneit. 31. Üngleiche Ehen. 32. Licbe and Billardspiel. 833. Ehemann.
4. Weib, Frau, Gemahlin. 835. Polterabend. 4 Verlehrte Einrichtung.
7 deitert Geschihte 38. Das Schmollen der Weiter. 39. Guier Raih.
. Seitaths⸗ Amirage 41. Curioser Pollerabend⸗Toaft. 42. Monolog. 433.
Ziebe und Waß r. 44 Liebe nach vem Alphaben 15. Das Jawori. 46
— und Lotte. 47. Hagerolz. 48. Liebeswunsch. 49 Fastnachts⸗Predigt
. Drei mal pereirathei 81. Zwanzig. Dreißig, Vierzig. 52. Die schwacht
deite. 88. Noah 64. Ad m. 38. Liebe poft 56. Leben ohne Frauen⸗
nmer. 37. ie ütfeni ig. 50. Aufrichtig. 59. Der passive Widerstand.
v. Der Hagest I3. 61. Eisne trostlose Witiwe. 62 Kopf und Haar. 68.
Abet ejner Feoee 64 Sandbeichle 55 J
Verlag der i erne r'schen Buchdandlung in Erluri.

Neusstadter Kunstmehl
Nr. 0
empfiehlt P. Zepp·
Ein tüchtiger, solider
Schustergeselle
ĩ det gegen guten — gin
danuern oe Beschastiung ei Schuh⸗ Frucht, Broe und
wcher Pantas auf X B dee Si⸗
— Zweibrten vom 24. —
Weizen 13 W. 30 vVf. or
gs . 90 Psf. Gerste Areihige
m. — vs. Gerfte Alih
7. dN. 66 vf Speig 08 m.
27 f. Spelzlerun M. —
Pig. Dine M. —vBiso
ene m. pf. vesn
6 M. 77 Pf. Heu 2 Mi 40
Pf. Sitoh 2 Mẽ 20 Pf. Kat⸗
— 2 M. — Ppf. per Sir.
eißbrod Iuhe Ko. 88 Pf. Kotne
bted 8 Ko. 79 pf. dino 2 4Ko:
58 Pf. dito 1Anlo. 27 ppf.
Semijchibrod 8 Kito. O M. o8Pf.
Paar Wed 190 Gramm 6 Pf.
verdfl. 1. Quat. 70 Pf. 2.
Qual, 60 Pf. Laldfl. 70 Pf.
damff. 70 Pf. Schweinefl. 70
Bnuet iM. 25 Pf. bir Psg

Rechnungen
zu Jebermanns Gebrauch
ia s, U und 3 Bogen
sind votrdihiz in dee

Deunckerot ”0. Bsatαα

Ein kleines Logis
in weinem elterlichen Hanse in
au eine stille Familie soalt ich zu
derm eihen.

Seinrich Laur.

—R
        <pb n="520" />
        Ausil

erein.
aden 8. ber Abencda S Unr,
U im Oberhauser schon Saalo Pie
gikalischo und theatralische
Abendunterhaltung.—
Nach dorselhen:
32.
Vur Nitgliedeor haben Zutritt. — 14
——— I Der VOorsStand.
weibruocken.

* h ⸗

LandwirthschaftlichesFest.
2. * Morgens 8 Uhr: Auswahl
Samstag 29. Sept. der ur Konrkurren beider
Preisevertheilung des kgl. Landgestüts der Pfalz
jorgeführten Pferde; Rachmnags 8 Un: Versteigerung
bon Gestütspferden, Duferung und Prämiirung
don Sien der pfälzischen Pferdezucht⸗ Vereins, Ankauf
zer zur Verloosung bestiwmten Pferde; Abends 8 Uhr: Fest⸗
hall im Zweibrücker Hof. 3 9—
24 * Vormittags /2 Uhr: Von
Sonntag 30. Sept. Seien des Pferd zucht⸗
Gereins Musterung und Praͤmiirung von Gespän⸗
nen; 10 Udtrr im Gestuishof: Vorfuhren der Beschäler
bes kAl. Landgestüts; 1Tuhr: Prersevertheilung
des —8 Landgestüts 3 12 Unr: Umzug der prämi
irten Pferde;

Va vmitniags 3 Uhr auf dem Exerzirplatze:

ferde Rennen. ( Rauan)

Zumma aller Preife für dafselbe 6000 Mark. Die

Anmelduneen zur Beiheiliaung werden vom 16. Sepiember an auf
vem Bureuu der igl. Gestüts-Direlfien ongenommen.
, ee 3
landwirtschaftlichen Gegennänden, Werttz der
hiinnsie eirea 17. 000 Mark. Loo e vwesue sind
bdon Herrn Banquier H. Henigst In Zweidrücken zu bezieden
der Zundert zu 90 Mark. Einzel⸗Verkaufspreis: 1 Mark
das Loos.

Die Zeitschrift fur ale23. * 7 39
ehemaligen Militärs in Deutschland
und deren Vereine,

zetitelt „Deutscher Kriegerbund“, begründet 1872, ist nicht nur
ie reichhalligste und vekbreitetste sondern auch billigsie und das beste
Anterhaliungsblatt fur Aden Patrioten

Formal groß Folio. Wochentlich eine Nummer . Preis 75 Pfsg
oro Bierteljahr. Vei direkltem Bezug von mehreren Exemplaren unter eine
Adresse besonderen Rabatt. *

Herausgeber Albau Horn in Zittau.
Mitarbeiter Dr. H. Jahn, Prem.⸗Lint. Alutzner Hauptmann Wagner
Bymn.⸗Oberl. Schmidt, Prem.⸗Lint. Meyer, Dr. Molly, Dr. Starl uc. ꝛtc.

Inhalt desselben:

1. Ehren⸗Tafel (enthaͤlt die Ramen ic. der Ehrenmitglieder der
Vereine). 2. Politische Wochenschau. 83. Belehrende Beuntwortung ge
tellter Preisfragen. 4 Velannimachungen der Verbaände und Ve reine
hemal. Militärs. 5. Sprechsaal jur Alle: Vereinsnachrichten, Frage⸗
asien ec. 6. Heitere und ernste Erzählungen aus dem Militarleben.
Zliggen aus den Kriegen 1864, 66 706/71, Verschiedenes, Hum oristisches,
ilerarisches ec. 7. Abtheilung fuͤr uͤnsere Frauen. 8. Rathsel⸗ nund
—Zcherzaufgaben. 9. Bricflasten fur und mit Allen. 10. Anzeigen.

Inserate
die 53gespaltene Petitzeile oder deren Raum wird mit 50 Pf. berechnet
inden durch diese Zeitichrift in allen Gauen Deutschlands die weitefte
ind wirtsamste Verdreitung, da dieselbe in weit mehr als 4000 Bereinen
ind zwar in allen Schichten des Volkes gelesen wird.

ZJeder Patriot, der unserm Motto:

Das ganze Teuischland foll es sein
SGonu vdom Himinel sieh darein,
Und gib uns rechten deutschen Muth,
Daß vwir es lieben treu und gut.
Das soll es sein!
Das ganze Deutschland soll es sein.
Zeipflichtet und unsere Bestre⸗ungen unterstutzen will, wird gebeten, di
leinie Ausgabe des Abonnementsbetrages nicht scheuen und nachstehenden
Zchein ausgefüllt dem nachsten Postanit übergeben zu wollen.
Zittau, Kgr: Sachsen. Die Expeditionu.
Abonnements-Schein.
An das Kaiserliche Postomt (Agentur) zu
Der Unterzeichnete abonnirt hiermit' auf die Zeitlschrift
Deutscher Kriegerbund
pro Quartal 1877 fur 75 Ph.
Ort: Mame ves Bestellers:
—— FP

— * — — — —— — — — — — ——
Abonnements⸗-Einladung. 3*
Die „piäalzische Geflügelze tung“ beginnt detan oͤchst pro 1877
as 4.· Quartol und werden alle Geflugelzüchter, so vie Freunde der
Hestnsel⸗, Z'ere und Singvögel- Zucht zur zadlreichen Betheiligung
öflichst eing laden.
Die bis jetzt erschienenen Nummern haben wohl zur Genüge
argethan, daß die
Pfälzische Geflügel-Jeitung
der ihr gestellten Aufgabe: „Anregung zur Zacht und Pflege des
Nutz-Geflünels sowohl, als auch der Ziere und —A
nachgekonmen ist, und wird uns die dis jetzt so reichlich gewordene
Juerkennung pfälzischet und ouswäctiger G-flügel, und Singvögel—
üchier ein Sparn sein, auf dem betretenen Wege weiter zu schreiten,
lehrend und anregend zu werken, um die Grundjäte einer ratio⸗
—ED
debhabertci und Pflege der Zier · und Singodzel, und dem Schutze
der Wilovögel, wie die bis jehzt erschrienenen Blätter der Pfälzischen
Beflügelzeitung den Beweis geden, reichlist Rechnung getragen.
ind belehrende Abhandlungen über Aufzucht, Pflege, Lebensweise,
Fülterung, sowie über Wart vrd Pflege in einzelnen Krankheitsfällen
nitgetheilt werden.

Die Pfalzische Geflügelzeitung erfreut sich nicht alleia in der
Ktheinpfalz, sondern ebeusowohl ini Norden wie im Süden unsereß
eutschen Valeclandes einer weten Verbrefung und eines großen
zeseikteises, weßhalb sie zu Jusetuten vorzüglich geeignet ift.

Bei Anzeigen wird die einfache Petit-Zeile (I Breite) oder
zeren Raum mit 15 Pfenuigen berechnet. Bei häufiger Wieder⸗
Jolung oder öofieren Inferaten-Aufträgen erfolgt bedrutender Rabati.

Die „Pfaͤtzische G.flüselzeitung“ erscheint monatlich zweimal
um Preise von nur 65 Pf. pro Quartol.
Fuür neu binzutretende Abonnenten, welche den ganzen Jahr⸗
gang 1877 deisammen haben wollen, können noh Abonnementt
bro 1., 2. und 3. Quartal nachgeliefert werden.

Um zahlreiche Betheiligung der Geflügelzüchter und Freunde
der Geflügelzucht ersudt

Ktaiferslautern, im September 1877.

Redaction u. Expedition der „Pfälzischen Geflügelzeitung
——— — — — — — — —
VFmisse lo on . DBomeß in ESt Ingabert.

7 auf bden Pfälzer Bahnstationen am 29. und
30. Spiember Verausgobunn einfacher Fahrbillette mit
Viltigkeit zur freien Rückfahrt bis einschließlich 1.
Sktober bei gleia zeitigen Zukauf einer Eintritts⸗
karte à Mark.

Pfaͤlzische Aussteuer-⸗Anstalt.

Anmeldungen nimmit entgegen
Fartmaun, sflessv. Finnebmer.
ßilligate Borliner Abendzeitung - auster am Sonntag
tãglioh.
—— —IXX— Quarisi
h IU Niit dem illust. donntagsblatt
Houtscho Union bensches eim
hnabbängige, durehaus freisinnige politisehe
deitung. Populare Leitartixel Gesunde praktisehe Volks-
rirthschaft. Handelszeitung mit Bõòrsenberichten. Wirk-
liüehe, nicht fingirte Privai· Depeschen und Correspondenzen.
᷑νο vermiehte Nachriehten. Interessante Gerichtsver-
Analungen. Communale und landwirthschaftliche Mittheilungen.
druste und launige Feuilletons Spannende Romane von deut-
en ercten Schuitstellern; die besten franz. und englischen
omane in geistvoller VUebersetzung Theater- und Kunsatre-
drate von hervorragenden Persönlichteiten, u. A. Dr. Gen-

cken. Prof. Sieber, Wilh. Trappert.
hie illustrirte Sonntagsbeilage Deutsches Heim?
—XXX namhaften Autoren Novellen Przahlungen. Natur-
Aeachastliches, Geschichtliches, Humoresken und Miscellen.
Expeditiou der „Deutschem Unlon“

(.Neues Berl. Tageblatt):

g W. Berlin. Dimmerstrasse 94.
        <pb n="521" />
        St. Ingberler Anzeiger.

—

— — ——— — —
ödà ñÿ rüeääXαäò

— — — — — — — —
òIIIIIæ8b?MBNTPllF l r d l’ r y
I e
Eer St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage, eascheint woͤchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis beträgt vierteljährlich

1 Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfgz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum. NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
A 153. Sountag, den 80. September 2 1877.

Deutsches Reich.

Muünchen, 27. Sept. Der bahyerische Landtag ist ohne
besondere Feierlichkeiten heute zusammengetrelen; morgen Nachmittag
2 Uyr findet die erste Sitzung statt.

Berlin, 26. Sept. Die Reichssienpelsteuer ⸗Com nission
ocantragt auch die Uebertragung des Spielkartenstempels auf das Reich.

Aus Straßburg., 24. Sepir. schreibt man dem „Frantf.
Journal“: Ju dem Schreiben, durch welches dem Großherzog von
Baden die Inspinon des V. Armee-Inspeklions Bezirks übertragen
wird, spricht Kaiser Wilhelm die Hoffnung aus, daß dadurch, daß
der Geoßherzog nunmehr Inspeltot des elsaß⸗lothrirgischen Armee-
lorps sei, auch „der weitere innere Anschluß des Landes an Deutsch⸗
sand“ gefördert, und der „Großherzog dem Reichslande selbst näher
jreten“ werde. Da dieje auffällige Hervorhebung Elsaß⸗Lothringens
zu Kombinationen Veranlassung geben dürfte, wollen wir zur Orien-
sirung nur hinzufügen, daß man nach dem Friedensschluß von
Frankfurt, als man in Verlegenheit war, was mit dem eroberten
Lande anzufangen sei, und Bayern und Preußen es sich gegenseitig
nicht gönnten, keabsichtigte, dasselbe dem Großherzogihum Baden
einzuverleiben. Der Großherzog lehnte aber damals mit Rücksicht
auf die alsdann in dem neuen Staate zu enem überwiegenden
E'nflß sich enporhebenden ultramontanen Elemente das Anuerbieten
dankend ab. Soll der Großherzog vielleicht heute wieder aus neuen
Verlegenheiten, welche man voraussieht, herausheifen?

4Aussand.

Wien, 27. Sept. Abgeordnetenhaus. Füest Auerẽ perg
erklärte in Veantrorturg einer die orientalischen Angelegenheien
betreffenden Juterpellation: Die Regierung stehe auch heute noch
auf dem Standpunltte voll⸗rx Neutralität und der Wahrung der In⸗
etessen Oesterresch Ungarns in jedem Falle mit Ausschluß jeder
Parieinahme gegen einen oder den anderen der Kriegführenden.
Ueber die Haltung der Monarchie gegegüber dem etwaigen Eintritt
Serdiens in die Action könne sich die Regierung nicht im Voraus
aussprechen.

Wien, 27. Sept. Die hiesigen Abendblälter melden über⸗
einstinmmend, daß die Armee Mehemed Als in Folge der An
sammung dedeutender russischer Streitkrafte und der durch ungünstige
Witterung verursochten Sahwierigkeit der Verpflegung am 24 c. den
Rückzug in ihre früheren Positonen am Kara-Lom angetreten hat.

vondon, 27. Sipt. Den „Daimy News“ werd gemeldet,
Die Unzufriedenheit und Eutmuthiguvg in der russischen Atmee ist
zrößer als man erwartete. Alle betrachten eiren Eifolg als un⸗
wmöglich, so lange der jetzige Genetolstabd undverändert bleibt. Die
halbe Armee wierd invalid sein, sobald anhaltend schlechtes Wetter
beginnt. Tas russische Centrum foll am Dienstag Plewna au
egriffen haben und mit Verlust von 7000 Mann und 4 Nanonen
zurüctgeschlagen worden sein. — In Serbien gewinnt die Fricdent⸗
dartei die Oberhand.

Die Capitulation von Goransko ersolgte nach viertägiger
Beschießung und heft'gem Kampie am 24. ds. Die Montenegriner
etbeute'en 3 Geschütze und 500 Gewehre; 300 Nizams wurden
zesangen. Auch Poa wurde von den Monteuegrinern besetzt; ferner
roberten dieselben das Fort Ctlvida und halten das ganze Gebiet
is Foca besetzt.

Der russische Minister des Innern erließ an alle Gouverneure
ein Cuculär, welches Allen, die seit sünf Jahren de russische Unter⸗
anenschaft auigegeben und in's Ausland gingen, die Rückkehe
aach Rußland verbietet. Die russischen Vrrireter im Auslande jeren
angewiesen, solchen Personen keine Pässe nach Rußland auszustellen.
Dieser Utas ist off nbar Seaen die Poren gerichtet.
Berniltes.
fKaisertlautern, 27. Sept. Vom hiesiaen Land⸗
gericht wurde gestetn Katbarina Lang von Kotveiler wegen Ver⸗
aufs von sog. Butier, die zusammenzesetzt war aus Nierenjett,
Kaͤse und Wasser, zu 60 Mark Geldftrafe derurtheilt. (Kais. 3)

fF In Sponheim bei Kreuznach ereignete sich am 21.
'olgender traurige Unglücsfall. Der Backee Z. wollee, ven der
Jagd heimkehrend, in dem Wirthshaus der Wwe. Ackermann der
Dienstmagd Schneider aus Mandel einen erlegten Hasen zeigen.
Dabei entlud sich sein Jagdagewehr so unglücktich, daß die volle
dadung das Mädchen in den Kopf traf. Sie sank soßort bewußt⸗
os zusammen und ist heute Morgen 4 Uhr gestorben. Immer
wieder Unvorsichtigleit mit Schießgewehren.

fF Eppingen (Baden), 25. Sept. Heute lief von Jit⸗
ingen die Kunde ein, daß im dortigen Wirthshause „jum Adler“
zeiflossene Nacht ein Reisender in jeinem Bette verbraunt sei. Da
auch seine Papiere mitverbrannten, so kennt man bis jett weder
seinen Namen, noch seine Heimath.

7 Laut der „Cobl. Ztg.“ haben die Saarbrücker⸗ und d'e
Rhein · Nahe ˖ Bahn in Folge des zahlreichen Besuches in Mar⸗
pingen, im Laufe des August gegen denselben Monat im
Vorjahr eine Mehreinnahme von 85,000 Mark im Personenver⸗
tehr erzielt.

Mainz, 24. Sept. Zwei Vagabunden. welche sich seit
inigen Tagen, als Nonnen verkledet, für ein Kloster im Eisaß
ermiurend, Guf benachrarten Orten herumtrieben, wurden in
Bretzenheim entlarvt und von der Polizei in Gewabriam gedracht,
wo sie Betrachtungen über ihren angemaßten Beruf —

.M. J.

F Die Dortmunder Union' hat, wie die „Ess. Z.“
chreibt, einige hundert Kisselrohre in lichter Weite von 4 Fuß und
iner Länge von 50 Guß für die russische Regierung in 4 Wochen
u liefern übernommen. Da de Werke der genannten Gefelljchaft
den Auftrag nicht allein in so kurzer Zeit zu vollführen im Stande
ind. so sind fämmtliche Kesseljabrisen in und bei Dortmund mit
Theil⸗Lieferungen beauftragt. Die Nohre sollen dem Vernehmen
iach zut Ueberbrückung der Donau und anderer Flüsse verwendet
verden.

fEin Danager-Geschenk. Ein Hausvesitzer in der
Dranienstraß⸗ in Berlin erhielt am letzen Vittwoch Nachmit tag
wei B.lle:s zu Walluer zugeschickt und schries dieselben ahnu gslos
auf Rechnung eines dekannten Schau'pielers, den er schon öter um
Freibislets gebeten hat e. Ais er mit seiner Ehjeftau aus der Vor⸗
tellung nach Hause kam, gewahrte er mit Schrecken, daß eben zwei
zollgepache Mödelvagen davon fuhren. Einer semer größien
Vdieiher, den er füc sehr fein gehalien hatle, war auf die Idee
jelommen, seinen Wirth gratis ins Theater zu senden, um ohne
Störung rücken zu könmen.

f Paris, 25. Sept. In Brest ereignete sich vorgestern
in furchtvarer Vorfall: Ein Wirih, der wahnsinnig geworden war,
õdtete drei seinet Viether und brachte zweien schwere Verwundungen
ei. Er schletzie fig dana mit dim Rasirmessec, dessen er sich gegen
srine Opfer bdedient hatte, den Bauch auf.

f Amerikanisch. Aus New York, 24. Ausust schreibt
nan: Jynen ist vielleicht die Geschichie des Mannes bekant, der
nns Wasser gefallen und von einem auderen geretiet, diesen auf
Sschadenersatz verklagte, weil er ihm bei der Retiung den Rock⸗
ragen zerr ssen hatie. Getade so handeln jtzt einige unserer
Fisenbahn · Konpagnien. Als im vergangenen Monat die Eisendahn⸗
arbeuer Unruhen zuerst auf der Ohro Baltimote-Bahn ausbrachen,
da rief die Kompagnic erst nach Staats- und, da diese nicht aus⸗
zeichte nach Bundesh'lie. Deese wurde beretwillig gewährt, wenn
auch nicht auf direlten Antrag der Kompagnie. Kaum aber wat
die Gefahr beieitigt, so daß das Bundesmilitär zurückgezogen werden
lonnte, als die Bahnverwaltung sich auch beeilte, de Rechnung
iur den Essendahntransport der zu ihrem Schitze herangezogenen
Truppen dem Kriezsmiste ium inzureichen.

Dienstes nachrichten

Das protest. Stadtvicariat zu Germereheim wurde dem der⸗
eitigen Privatb car Theodor Hoffmann in Weingarten und das
Privatvrieariat bei Pfatrer Schmidt in Kleinksischlingen dem Privat⸗
        <pb n="522" />
        iear Theobor Sutter in Rechtenbach, mit din Befugnifsen eines
Pfarrverwesers, mit dem J. Robember beginnend, 'überlragen.

Der Forsiamtsassistent L. Kunkel beim Jorstamt Winnweilte
vurde auf Ansuchen in gleicher Dibnstseigenschaft kin das Forstamt
Freising versetzt, und zum Forstestttlsassistenten in Winnweiler der
Forstgehilse E. H. Gümbel in Pirmasens ernannt.

helästigenden Gast. Jederman weiß daß in Stallen, nawentlich
in soiden, in deden die Lintur mangeihaft ist, sich die stechend
klechenden Gale vdet Ait anbäufen, daß die Augen od die Lungen
er Euttetenden sehr velastigt werden. Ist es Aiso nicht ganz
un lih, daß die in inem solchen Stalle sich aufholtenden Theere
n gleicher Lweise belästigt werden d Es kann kaum zwelfelhaft sein,
zaß die zahlreichen Pferde mit vetdoebenen Augen und Lungen
Jiefem Uedeisidude ithre Leiden verdanken. Wir regen, diefen Gegen-
ad wiedethuit aͤn, weil Herr Gulsbesier Fellner auf Sandhof in
Bahern der kaudw. Lehrünstalt Worns seiner Zei ceschrieben
Jan daß ihm seit dem Jahre 1859 wäaͤhrend welcher Zest er seinen
Pferdestall jeden Abend nach derx Ahfütierxung mit ein gen Händen
oll Gyps bestreuen läßt, dei seinen Pferden gar ine Auge ilesßen
athtẽ vorgetonmen seien während solche früher in seiner Witthschaft
in der Tagesordnung gewesen jeien.

Gentcinnutzigee.

neber das Gypsen der pardedattt. Wenn

auch nicht geleutgnet · werden lanu daß sid. in den letzten Johr⸗

lehnten die praktische Landwirthschaft gar manches Resuliat wissen·
asinchet Forschnog zu Nutzen gemacht bat, lo sieht es doch uꝛ.t⸗
weifelthaft fest, daß es in einzelnen Dingen wiederholter und wieder⸗
joiser Anregung bedarf, um vir gzßeten Nasse des ländiw.
Publikums nahe zu brengen. Dahin gehört, qud die Benuzung
s Gynset zum Zivece der Biidling vol kufisbtnlge werdinden
dungsloffen und ver in Viͤht; namenitich in Pferdestälictt die Thiete

⸗e ν 15—
ααα αιιιιαααν

Fur die Redaction veraniwortlich F. X. Demeßz.
— — —

3 22 2
— l MAu οXX XX OXOOα

— Mu —

NeñuetetheBal

Zwangsbersteigerüng.
Ptut td och; den 3. Ollober
1877, Morgens 11 Uhr bor
dem Stadthause in St. Ingberi
zeersteitgere ich: 8* J
l Pferd, 41 Wagen, 1
leidersdiant, Jisch. 2
Deldruckbilder u. I Schwarz⸗
wälder Wanduhr
zffentl h zwangsweife gegen Baar⸗
zalung un den Mestbietende n.
St. Juggbert; 29. Sebt. 1877.
Faßbender,
k. Gerichtsvollzieher.
Arbeiter⸗Bildungs⸗
Verein
Mobhtau, den 1. Oktober
Gesellige Unterhaltung
nit Vortragg.
Der Vorstand.
Thhlich lebend frische
Echeli fifche und Cabliau,
r. Hise 80 —33 Pl. hie ilöch
Hrbße des Fangs), ü Packeten
1.10 Viund, versendei aer
or. Post — L. 2 döhr.
Outensen d. Hamburg.
Kochtecebie, so vie Preisl sten
er Sorten geräucherte und ma—⸗
inirte Seckiite sende grat 8.
u vermiethen
en ganzen zwerten Stoc mlineß
—
J——— upd Kliche. I
Avh. Weirich, Friscir.
Lohkäse 21 zu Jedermanns Gebrauch
755 a ver St. 3 Pi., 25 St. 50 Pf.
»as Hundert zu 80 Pfennig, ind zu haben in der
dat Tausend F Mark, bei Buchs nund Sleindruckerei
F. H. Laur. Gerber. VBF. x hemet?.
1I 3 4
—
83* 8872272 24* 4 4—3336
franzssisekes Loufnal düß Aeutsehs
mit Uberail beigetügten Text- u- uννααι.
Rceuesles ud virksamstes Hilfsmittel 4 Prlernung de
rapæosischen Sprache. namentlich. für as ——— 4
dai Vorbereitung auf Pxamina Winjahrig- Freidillige) ꝛugleich
rieientertsto und erfolgreichste frauzösische Lecturé lur Jeder
ann. sowonl fur jüngere wio altere wo ünd F Pamilieu
re mẽ. belletristischo. popular.
vigsenschaftliche and ee gediegens Novellen
ind Skizzen, inlerestante brocesse étc ie eins
Fumnmer. Preis nur 1 M. 50 Pt, per al, dureet untet
—e te dorailigs Zeile) goron
lie weito Verhreitung des nterptetb· bber ganz Deutschland
n eee elerer nn533
dentobbil. uis pιιν V⏑VB
— J —4 AlÄ* “

iler Ahnett bechet sich
—
der Wintereurfus
sur ezn
engl. und fruuz.
Eprachstunden mit F i.
Dktober beginn
Auna Ficelter.
W ohnningsverandering.
Bon hetite iin befinden fich mein
küncher . Anstreicher⸗
Geschäft
im Hause von Georg Kl Jisü.
BVudwig Kuß.
Ein kleines Logis
in weinem eiterlichen Hasuse ist
ui rine stifle Familie sogleich zu
derm'ethen.
inrsch Laur.

— — .
Berwandten und Vekannien die schmerzliche Nächricht.
daß unser lieber Sodn, Vruder und Schwager
Rudolph Rihok.
4. Eisenbahn⸗Assistent.
heute stühh nach langem Lesden zu Eberaburg in seinem
28. Lebensjahte verschieden is. 2—
Dre Beerdigung fiedet zu St. Ingbext von
Bahnhof aus am Sonntog, den 30. Sepiemöber, Nach
mittags 2 Uhr ftatt, wozu eine befondere Einladung nicht
mehr erfotgt.
Eberkburtt, Ludw'gshafen und Fraikenstein, den 28.
September 1877
Dib traubrnden Finterblebenen.

Gewerbliche Fortbildungsschule
St. Ingbert.
Der Untercicht an obiger Schule beginnt Vtittwoch, den
z. Sectober;, Abends 7 Uhr und wird die Unterrichtszeit für
‚as Winterfemester festgesetzt auf: — —
Montag Abend 729 Uhr
Mittwoch 729. 3
Freitag 729 —
Sbuntaqg Morgen 128-31055—
Dags Bürgermeisteramt:
.— — —3 Euster. —— X
Gesckhäfts Anzeige.
Erlqube mir die erhebenste Aneige . mnchen; daß ich am
jießgen Plaßze, ln Schte r Vo rlsa g'ichen Hause eine
7 —* Hefen Fabuf
e dertitndcn int r ennl
Brandwein⸗Brenserei und Essigsiederei
ortan für eigene Pechnuutß betreibe.
St. Ingbert, den 14. Sept. 1877.
Michn ααν

—

— 44*
7

Nr. 40
        <pb n="523" />
        ——— — — — .3* 5 0* J
—— — 0
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal woöͤchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, GSonntags mit illustrirter Vei⸗
lage, eascheint wöchentlich viermalz Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Aboumementspreis betragt vierieljahrlich
1art 20 X. Rig. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts nit 13 Pfz. für die viecgespaltene Jeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
4154. Dienstaa⸗ den 2. Oktober 2 1877.
— —

— — —
———— —

XV

— ——
—X—»kAX—Ä—r—
Weltumuistürzler.

S. C. In der belgischen Staͤdt Gent hat vom 9.- 12.

Sept. eine Versammlung von 45 Revolutionären aus aller Herren
Lunder stattgefunden, die fich den Namen „Soe alisticher Weltcon⸗
zeß“ beilegte. RXadicale. Social steu, Coumunisten, Collectivesten,
Individual:sten (Anaichisten, Autorilarier), Balunisten, Internationale
und wahrscheinlich noch die Anhäuger anders benannter Pacteien
mit mauncherlei Schattirun jen waren dier dertreten und theilten fich
in verschie ene Lager. Stellt man sich vor, daß cuf dem Congr⸗ß
nindestens ebenso viele Sprachen gesprochen wurden, so wird man
dereits einen leisen Begriff von dem babylonischen Charalter der⸗
selben erhalien. Die Verwirrung, welche in Gent hecrschte, tritt
abec erst dann deutlich in die Auzey, wenn man sich die Mühe
nimmt, die Debotten jener Herren nachzulesen. In denselben
vimmelt es von Anklagen, Verleumdungen, Vertheidigungen und
Sntschuldigungen, von paradexen Behaupit:ngen und Gemeinplätzen,
pon unverständlichen Auträgen und himmielstütmenden Beschlüfsen,
non Kriegseiktärungen und Weltiverbrüderungen, von kleinbürger-
ichen Utopren? und anderen Confusionen. Von den geistreichen
Wendungen, zu welchen die Debatten Anlaß gaben, erwaäͤhnen wir
— und zwar, um dem Congreß in keinem Falle Uarecht zu hun,
nach einem joc alist schen Blatte — der solgenden Weisheitsspruch
eines Haupiredners: „Der Communiemus ist Gemeinschaft und
Kegierung, und der Anarchismus ist Gemeinschaft und Anarchie.“
cin Italiener behauptete, der Staat sei jür die ausornären Soca⸗
sten, waz der Goit in der Natur. Man hade Gott abgeschofft
ind in der Natur gehe alles seinen Gang; wenn man den Siaut
übschaffe, werde auch alles seinen Gang von selbst gehen. Derselbe
meinte, daß bei einer Repolution das Velt von den Revolut onären
aicht „eleitet“), sondern blos „beeinflußt“ werde. Von den Be—⸗
chlüssen erwähnen wir den folgenden: „In Erwägung, daß, so
jsange das Land und die übrigen Arbeusinstrumente, welche die
Brundlage des Bestehens der Gesellschaft bilden, von einzelnen In—
didviduen oder Klassen in Beitz genommen oder als Pr'ivateigen⸗
hum monopolisirt werden, die dkonomische Unterdrückung der Masse
des Vorles mit ihren nothwendigen Folgen: dem Elend und der
Aushungerung fortdauern muß, ertlärt der Congreß: Es ist nöthig,
zaß der Staat, welcher das ganze Volk vertritt und umfoßt und
nerhalb dessen die freien Communen organisirt sind, Eigenthümet
des Landes und der übrigen Ardeilsinstrumente werde.“ Welchen
Namen soll man einer Versammlung beilegen, die sich nicht scheut,
von einer Aushungerung der Massen des Vollkes zu sprechen und
jur Beseitigung derselben die Plunderung der Giundeigenthümer
öA
eine Zujammensetzung, durch die Namen seiner Mitglieder Farke
belanut, er würde durch diesen Beschluß kundgethan haben, daß
wischen det hextigen Gesellschaft und Männcern lolcher Grundsätze
zas Tischtuch zerschnitten ist.

schlages in der Pfalz einbringen werde, wodurch nach Voranschlag
er tal. Staatstegi rung Crea 4, A83, 000 Mark Mehrein-
nahme erzieln würden. (Diese Mehreinnahme ergäbe sich daraus,
daß die Taxen und Stempel in den Landesthelen rechts des Rheins
»ei notariellen Urtkunden für solche Akten der nichtstreitigen Rechts⸗
»fl ge, deren Vornahme oder Unterlassung dem freien Ermessen der
Zetheiligten anheimgestellt ist, erhöht werden sollen (um 2 Procent);
s bexechnet die Regierung die hierdurch zu erzielende Mehreinnahme
iuf 4,486.000 Mark.) Herr Minister v. Pieufer legte den Gesetz⸗
entwurf bezüglich Einführung eines Verwaltungsgerichtshofes für
Bahern uach längerer Erläuterung auf den Tisch des 8auses nieder,
pünschend, daß die Vorlage dieses Mat die Genehmigung finden
nöchte. Hierauf schloß Herr v. Ow, nachdem noch einzelne ge⸗
schäftlicht Angelegenheiten erledigt worden waren, die Sizung.

München, 28. Sept. Ver Klub der liberalen Abgeord⸗
neten hielt gestern Abends seine erste Sitzung ab 3; den Vorsitz
führte der Abaeordnete Landrichter Alwens aͤus Bergzabern. Das
Mitgl'ed des Kclubvorstandes Dr. Mar quardsen trifft erst morgen
hier ein; für' den Frhrn. von Stauffenberg, dessen Theilnahme au
den Laudiagsarbeiten Anfangs nur für besondere Gelegenheiten in
Aussicht-genommen war, ist dereits die Hotelwohnung bestellt
worden. (S. Pr.)

München, 29. Sept. Unsere Staatsregierung halt nun⸗
mehr die Aufhebung der k. Forstlehranstalt in Aschaffenburg und
die Verlegung des sorstlichen Unterrichts in die Undersudi München
beschlossen. WP

Die Correfpondenz Hoffmann bezeichnet die von der Sudd.“
Presse? gebrachte Nuchticht, daß Prinz Arnulph lich demnächst in
das rufsische Haup quartier beg ben werde als vollständ'g unrichtig.“

Berlun, 28. Sept. In unterrichtelen Kreisen wird nicht
on Mird sten daran gezweifeln, daß — entgegen dem fürkischen
Dementi — die Rachticht der Agence Havas“ völlig begründet
st, wonach in Konstantinopel officifse Verhandlungen wegen eines
Waffenstillsta des statigeiunden haben.

nHhusland.

Wisen, 29. Sept. Ein Petersburger Brief im⸗, Wiener
Taablatt“ besagt, daß große Truppenansammlungen zur Sicherung
des Hofes in Petersburg stattfinden. Die Czarin werd: demnächft
nach Petersburg gehen zum Besuche des Czaren. Nochdem die
)utch General Totteben begonnenen fort ifikatorischen Arbeiten stocken,
cheint eine Rückkehr des Czaren nach Rußland zu erwarten zu sein,
imsomehr, als seine Leitung der Regierung in Petersburg im
JNurenblick seht apportun eischeint. Einzelne Gardetheile jollen
em Cjaren nach dorthin folgen, weil deren Kriegstüchtigkeit ohnehin
)ezweifelt wird. — Der „Presse“? wird aus Sistowa gemeldet:
Braf Komarowsty üderbrachte dem Czaren ein Schreiben Villot
kmanuels, welchts JIrtaliens freundschaftliche Sympathien für den
Tzaren und Rußlaud ausdrück: — Ein Sturm gegen Plewna soll
nicht mehr erfolgen, sondern eine regelmäßige Belagerung riugeleitet
werden. Die Griwitza Redoute wird bereitz mun Belagerungs⸗
zeschützen versehen.

Aus Bulgarien wird qemeldet, daß Rezgenwetler mit
Schnee untermischt, sich ecagestellt hat. Am füdlichen Fuß dies
Balkan lag der Schnee am 28. Seprember 10 Centimeter uies.
Im Schipta-Paß dauerf die gegenieinige Kaonade forn

Deutsches Reich.

München, 28. Sept. Die heutige Plenarsitzung des
kaadtage? wurde gegen 10 Uhr von dem j. Piäsidenten Frhrn.
. Ow mit einer kurzen Aniprache, in welcher er der verstorbenen
drei Landtagz bgeordneien A. Dien, Stadlet und Dr. Schürtinger,
owie des Landtagtarchwars gedachte, eröffnet. Um dem Gifühle⸗
ꝛer Pietät gegen die verstorbenen Mitglieder Ausdruck zu geben,
rhoben sich die Abgeor neten auf —AL
hten Sitzen. Nachdem die neu eintretenden Ersatzmänner Spett, fIn Augsburg hatten sich der Herbstprüfung Adfpiranten
ditchnet Kellner vereidigt worden waren, erhielt Herr Finanz jum Einsährig Freiw Uigen. Dienste 10 junge Leute unletzogen, von
ninister dv. Berr das Wori zu jeinem Referate. Deirselbe schilderte denen aber nur3 dieselde bessanden. Ins Ansbach angemelde!
ie Finanzlage Bahyeins als günstig und betonte, daß, wenn auch 51 junze Leute, davon sind 49 erjchtenen, 24 haben die Prüfung
ine Steutrerhöhung eintreten müßte, dieselbe durchaus teinen Aulaß deständen 25 sind durchgefallen. Im Bayreuth angemelde:‘ 11
uu Bedenlen gebe und die Steuertraft des bah tischen Volles durch⸗ Tandidaten, zurückgetreten 2, bestanden 5, durchgejallen 4.
nis nicht zu, sehr in Anspruch genommen sei. Ferner wurde be Ein sonderbares Tiest'a menn. Vor einigen
lnnt gegebenn, daß die lonigliche Staatsregierung für die nächste agen starb in Wisen ein Herr M., dissen Testament daß u.
dinanzperiode eine Vorlage bezüglich Einführung des Malzauf! gemtinste Ausseben erreal. Hert M.. der istacliuschen Konfessin
        <pb n="524" />
        anzehörig, hinferließ namlich sein gesammtes Vermoͤgen. bestehend
in 90,000 fl., der Wiener judischen Kultusgemeinde mit der Be⸗
timmung, daß diese Summe zu humanitären Stiftuugen verwendel!
werde. Diese Widmung ist vom Verstorbenen mit der speziellen
Alausel ergänzt worden, daß keiner seiner V rwandten, und er
moge sich in der größten Armuth- und Bedrängniiß befinden, je
tinen Kreujzer aus den Erirägnissen dez Lezats erhalte. Was sur
ein Sonderling muß wohl Herr M. gewesen sein, oder was mag
zt'von seinen Verwandten im Leben erduldet haen
Eines der merlrwürdigsten Nachspiele des „srachs“ hat sich
dieser Jage in Wisen adgespielt. Der Börsenagent Kal Zinner
war zur schönin Grundungszeit ein Hauptvertreter von Kavulleren,
die das Borsenspiel ainvirten, und zda die Art sein;r KNleuntel bei
den Banken wohlbelannt war, wurde ihm der größte Kredit be⸗
w'illigt. So kam es, daß bei dem Zusammenbruch im Jahre 1873
Zinner die dedeutendsten Summen an die Banken schuldete, denen
schließlich nichts Anderes üvrig blieb, als einen Ausgleich zu
jchlleßen, noch welchem sie die Foiderungen ãbernah sen, welche
Zinner an seint Ciienten zu stellen hatte. Alle Versuche, diefe
Forderungen zu realisiren oder doch einen Theilbetrag für dieselben
zu erhalten, alle Proc⸗ss blieben erfolglos, und so wurde denn zut
itima ratio geschritten. indem vei dem Advolaten Dr. Heller, als
Bertreter der in Ficitation befindlichen Arditrages und Malkle rbant
Forderungen im Betrage von 755,000 Fl. feilgeboien und um
Wege der Versieigerung loegeschlagen wurden. An Publikum fehlte
es hierbei nicht, eben so wenig an jenen gewissen, zumeist am Salz⸗
gries heimischen Pe sonlichleiten, welche das stete Gefolge von
pᷣfãndungen und Liquidationen sind. Lie Feilbierung hatte einen
sehr interessanten Verlauf. So wurde z. —A
Zaron Hönig von Watschla (Preßburg) im Beirage von 12 080551.

um 41 Fl. erstanden, eine Forderung an Theodor Fürst Canta
meno (Nünchen) von 28,836 Fl. wurde erstauden um 25 Fl.
ine Forderung an Karl v. stolovary ¶ Preßburg) von 15,800 Fl
purde erftanden um 15 Fl., eine Foideruug an Ludwig v. Blitters
dorf (Frankfurt) von 17, 150 Fl. wurde erstanden um 200 Fl.
50 Kr., eine Focderurg an Juli Gräfin Dessewffy von 59.530
Fl. wirde erstenden um 45 Fl., eine Forderung an Graf Friedrich
Schaffaotich im Betrage von 305,387 Fl. gelangte nicht zur Liei—
ation, weil sich der Graf durch den Betrag von 1000 Fl. aus⸗
geglichen und die S huld bebeitigt haite.“ Der Gesammtertzag an
hazrem Gelde, welchen die Veisteigecung erzielt hatte, belief sich
nif 479 Fl. 70 Kr.
77* * chon veram⸗ F

— I—— ↄ.
In Gesterreich fi. 1.60 Oe. W. In der Schweiz Fr. 3. 33) Die neuefte
di ben Rummer (35) enthält Herbst⸗-Toiletten für Haus und Prome
nade, Reit⸗Auzüge nebst Anleitung zur Herstellung verschie dener Reitroͤce
dute, Paletots, Ueberkleider Kleider⸗Aermei, Morgenhäubchen, Cravaten-
schleifen, Taschentücher, Facherhalter und Fächer, wollene Tücher, Pelerinen
ind Shawls. Anzuge fuͤr groößere und kleinere Mädchen. Fenster⸗ oder
Thurbehang vebst Rouleau und cen dazu passenden Stickereien und Franzen
daͤhtischdee (Buntstickerei mit Auflagen). Schutzdedchen (Tülldurchzug)
taschchen fur Nähnadeln. Einsätze und Spitzen aus Zackenlize und Spitzen⸗
tdich. Gehälelte und gestrikte Spitzen etc. xc. mit 70 At bildungen und einem
roßen colorirten Modenkupfer. — Die neueste Unterhaltungs-Rummer
36): Ein Mädchenräthsel. Novelle von Ida von Düringsfeld Schluß)
Wanberlied. Von Karl Stieler. — Die Bildnifse Heinrich Heines
Bon Udoif Strodtmann. — Aus der Frauenwelt. 8. Von Rober!
Schweichel. — Der Piburger See im Oeßlhale. Von Heinrich Koé
Ein arabisches Gala⸗Diner. Von Adoif Ebeling. — Verschiedenes
— Briefmappe. — Frauen⸗Gedenktage. Ferner folgende Illustrationen:
Heinrich Heine. Nach dem Vilde von Julius Giere, gezeichnet von
Aobib. nus der Frauenwelt. Von Exdmann Waͤgner. — Der Pi
hurger See im DOetzthale. Von Georg Engelhardt.

——
Submission auf Straßen⸗Unterhaltungs⸗
J material.

Die Lieferung des Dedmateriols zur Unterhaltung der Distrikts⸗
traßen in sammtlichen dier Kantonen des Amisbezirks Zweibrücen,
bestehend in Dorit und Kaltsteinen, wird für die beiden Jahrt
1878 und 1879 auf dem Wege der allgemeinen schriftlichen Suk⸗
mission wenigstnehhmend vergeben.

Solide, veriäsige Uebernehmer werden eingeladen, ihre schrift⸗
lichen Offerten, in ichen die Straße und das Loos, X
muͤtirt wird, genau bezeichnet sein müssen, verschlossen auf Etem
pelpapier bis langsten⸗ Donnerstag, den 11. Oktober
nächsthin bei der Diterfergten Vehörde einzureichen, bei welcher
dis dahin die Loobeintheilungen nebst Kostenanschlag und Lieferungs⸗
bedingungen zur Eipsicht offen liegen.

Zweibrüden. 26. September 1877.

Kgl. Bezirksamt:
Echaefer.
v. n.
Gewerbliche Fortbildungsschule
St. Ingbert.

Der Unterricht an obicer Schule beginnt Mittwoch, den
Z. October, Abends7 Uhr und wird die Unterrichtszeit füc
das Wintersemester festgeseht auf:

Moniag Abend 729 Uhr
Muttwoche, 729
Freitag ⸗ 7—29 F
Sonntag Morgen 138-10
Das Bürgermeisterant:
Her.

Zwaugsversteigerung.

Mittwoch, den J. Ollober
1877, Morgens 11 Uhr vor
dem Stadthause in St. Ingbert
dersteigere ich:

1pferd, 1 Wagen,1
Qleiderschrank, 1. Tisch. 2
Oeidrudkbilder u. I Schwarz⸗
waälder Wanduhr
offenil ch zwangsweise gegen Baur⸗
zalung an den Me .sibietenden.
St. Ingbert, 29. Sept. 1877.
Faßbender,
I. Gerichtsve lzieher.

Ein junger Mann Ar die Annonce des Hen.
mit geübier Handschrift, sucht Jakob SEtief vom 18
jofort eine Stesle auf einem Bu. September 1877 jehe ich 7
reau. Gefl. Offerten untet A. peranlaßt, zu erwidern, daß die
H. 30 vesotat die Exb. d. Bl. Ausstände des seiter zwifscher

Schönes Saatkorn wir und Herrr Stief destandenen
ist Ju haben bei Geschäftes in Gegenwart des be⸗

M. Thiery. stellten Liquidators getheilt wur⸗

— — ——— — — den, und olle diejenigen, dener
Zu vermiethen ich Circulare zugesandt habe, be

den gonzen zweiten Siod meines Vermeidung deppelter Zahlung
Wohnhaules, bestehend in 45, nur an mich zu zablen haden.
schönen Zimmern und Küche. St. Inahert. 22. Sept. 1877
Abh. Weirich, Friseur. Michael Schmelzes

Bekanntmachung.
Wegen der Saatzet sind d'e
F idiauben von heute bis 15
Rovember eing schlossen zu halten
St. Ingbert. 1. Oklt. 1877.
Das Polizeitkommissariat
EMolein.

Neue E
Holl. Häringe
und J. Qual'tät
Limburger Käse
empfiebltW. Jepp.

!

Vorschuß⸗Verein St. Ingbert
leingetragene Genossenschaft.)
line Stelle fucht, eine solche zu
pergeben hat, ein Grun deit iu ch zu
derlaufen wünscht, ein solches zu kaufen
veabsichtigt, eine W irthschafi.
Brconomiegautexc. zu pachten
sucht, eine Heirauh —XX Geschäftbem⸗—
pfeblung du ertessen gedenkt — XXV
Mertionszwecken
E
Rathh bedarf, der wende uich ve trauensvoll on d'e
Centraul dition von
nDcube &amp; Co. in Munchen,
welche sig die prompteste und bislio ste Bedienung zur
Aufgabe moöcht.
Burenn: Windenmarn

Unmsatz im Monat September 1877..
Soll. Habon.

Fonto Correut: Conio M. 298496. 03. M. 304209. 20
Wechsel Conto 72062 94 64839. 33
Vanten und Vereine, 295549. 03. 2408881. 88
— 539270. 89. SBZsoss. o⸗
Zinsen und Prov. Conto 627. 89. 533. 89
Tratten Conto 188. —. 2917. 01
Effecten: Cor to .21086. 40. 1773. 61
Stammantheil. Conto 335. 538. 682. 77
Reserdefond Conto — 35. -
Gewinne u. Verlust: Conto 342. —.
Spartassen⸗-Conto 3971.02. ⸗ 3901. 63
Darlehen Conto ——— F 2476. 48

—A—— N. 7166318. 78

Ñ — 7 — w
Ie Iin lecd von F. xX. Demetz in St Ingbert.

αι
        <pb n="525" />
        — v
—52 2 5— —“ 222822 — — 2
—— 223353336 255533355333533335 555232385 28
6232555 2 5533z—358353 58535—83353355— 2255 53258353338 5
—22590 5322555 2 3 — 33—3388827 2*22*2 57272 2 25
A— 53553385585 92 2285 —A 42 25855* 8
— — —— 5 *532 2 H — 2588 8 —
2 —* * 58 558228 2 — Se —— * —535 ð* *
25 —25—3 5—32333 3872327243 33s83535 33553533833 5
— 5325352132 5 2 52353523328 — S
—— 22 —2 52—— 57— —A 2 — 2 ã 5*8* c
55—32*—33 5553355— 53232 ⏑ — 5353 2333233232 *
d 255.235 8 223222 — — 8
* 323 * 5235 ——57 5388 133535 5383 5588 135
—223835-2 223—3—363* 55 58553—5—523832 383222568 23
* — uäA, 2— 2 * —
—A — 3 5328 533—5252328 973 25322333 c3875
—58553 25 52 23225 8555 2 —— A 5 A *
2523258 4* 255253* 22 ——A — 33222 35 e8 2
—— 328 5252 28 2 „723 38*57 22 22 2 8 35
7—233 538253 25838B34 5323 5 3353557333353 —A
—z28 —z 3 —5—5 5 — ——— 52553 235327 554 525252 —323533
275c28 —5 5325727—225 22 25353252 528 225 —— 3
—*2555 8* —— — — o⸗·· 55 —XX 52 3 8
* 253 —— — 3 — 7 33 355 355 — 3335335533 232
— 2—2235 22 28 275 22 223 52 * 3 55 56235
55533 — 33——2335856227235* 55— —33 —03832 2328
5 3.8 8 25 —22 —52 —22 25 —2 E 2—
83——3—538356 —3 —2338332832333238 3
732338355 522355 55583 232 15*32332 3 288
28 z255 7—*—z35833 — —A 2352325334 523
522 8 22 2* 3529 831 2232 2 .7 * 8.233 22 EFE
52560 55— 2252 — —. . 522328 — I— 2*
—223553335335235* 2333 33—23 35333 37
*S0 332 m53 — * ẽ 55 72 8 2328— —7
2E —5ä— —53553253355338 45233855 1ẽ
355—323 532—5——3883 323333352352 *
s823553538 533523335 2355355353352 3633335
5225332 3235353—3323322 3 8 7233223 —*526338383833
3 — 3232 3 3**2 ——2 —5 2 2
— 55353582223 —— 72326383
5 · 5.E2222 —32 252 2308 A 5
2355— 283533232* 28* —2*5852. 528 —23 —2 * 2422 58
—2— 2852 58223—2333 MO * — s 2853 2 *
25238 236 53 55622835 OH 27 9—94242309 3233355—3538*588
3——33 3 33— 3385 3383 2333—2333
———— 2257 —A —55 2375855 5325
252382252253 z323 ——z353.5 252535* 33323538 AA— 33 35
2 23 —X 5 —— * — * 25 2 2
2533 335552337 —52—s 3 5 2 223 A 3735 5 338533233
22 * * —2 * 2 —
—3355—333833533338753 33 3753532 3335753330333
— * — 2 32 —
233 5 7—2*532 —— —253355333323 555 8355323838
— — 2* * R * 5 52 8 — —
4 5— 4333363—383 373353373
2322535555 — *853358* —
2* —— TX 533522 553237 —eA —22285 5568
5353535333—5—333335386—53553 53553 833 33
55553857 3283—33582 5283 72* 5 — — 1233833323
3 3 22582 23 33 —A 382222 25 J 2 * — 3
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2323235 53 A—22 —3822r 253553555 — — * „3532
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5858 — — A B28 —A⏑⏑——
555258 5 258 5533765535
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158328 33 3*233 2328 5253
7532 7* — 7 3* 335 33 * 2

5535533 —— — 32 2325 ——

E 8 — —— * 23 52253

325 27— 538 —z522 —A 58 ——— 8*

* * 28 — 5552 22 2352. 2 2 7 5235 2

753538 —5 — — * 823322 *36 * 23 z335

5228 9325* — ** 3 — 5338523223

552535 78 5 —AA z288 —A —— — 5 —

z2552 32 — 3 2525 5332 8 38

5357555 3333368 3* 53 52333338

— 253822 33527 338 32 2538 3523437
2 æ 2 * ⸗

28 — 38 5332355335 2 * — 327 22
3858323* 7 35333 üs5 —E
33383 353338* F —— 235 *MS3 732 33 52
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        St. Ingberler AAnzeiger.

——
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage, eascheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

1Mark 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. fuür die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 155. Donnerstaa, den A. Oktober 1877.
— —

—

Deutsches Reich.

Augsburg, L1. Oki. Die „Allgem. Zeitung“ schreibt:
Prinz Arnulf von Bayern hatte den König gebeten, sich zwecks
miltaͤrischer Studien ins russische Hauptquartier begeben zu dürfen.
Derselbe hat vorgester die allerhöchste Genehmigung hierzu erhalten,
nachdem die Zustimmung des Kaisers von Rußland erfolgt war.
Prinz Arnulf wird von seinem Adjufanten, dem Premierlieutenant
Lesuire, begleitet sin.

Maänchen, 2. Okt. Prinz Arnulf von Bahern reist heute
Abend üb⸗r Wien in das rufsische Haupftquartier.

Muünchen. In dem Budget für die 14. Finanzperiode
sind folgende Beträge für Bauten an Erziehungs und Bildungs—
anstalten der Pfalz vorgesehen: 23,000 Mark für Erdauffüllungen
und Substructionen an de: Einfriedungsmauern des Gymnastums
in Kaiserslautern, für Einrichtung der Gasbeleuchtung in mehreren
Lehrräumlichkeiten duselbst ꝛc.;, 12,600 Mark für den Umbau der
Ablritte des Schullehrerseminars in Ka'serslautern, für Einlegung
der Stadtmauern zur Freslegung des Gebäudes, für Neubedachung
des Schlafdaues ꝛc.; 18,900 Mark für Erwerbung des Gebäudes,
in welchem die Präpatandenschule in Blieskastel dermalen mieth
weise untergebracht ist und für Herstellung einet Turnhälle daselbst.
— Für kechliche Bauten in der Pfalz sind in das Budsget ein—
gesetzi zur Unterstühung mittelloier kalholischer und protsiaatischer
GBemeinden für jedes Jahr 10,800 M., im Gaunzen also 21,600 M.

Das Staatsmimsterium der Justiz beabsichtigt auch im Lauft
der 14. Fenauzperiode mit der Umwandlung von Assessorstellen bei
den Bezirksgerichten in Rathsstellen nach dem Maße der durch Weg—⸗
fall von Beamten höderer Altersklassen verfügbaren Mittel fortzu
fahren. Da sich jedoch nach der Natur der Verhältnisse hiebei
nur eine geringere Zahl von Umwandlungen erreichen taßt, so
wurde, um dee in soschet Weise eingeleitete Maßregel im Laufe der
14. Finanzperiode ihrer Vollendung möglichst nahe zu bringen
nach dem Vorgange bei den Berathungen des Budgets der 14.
Finanzperiode zum Zwecke der Umwandlang weiterer Assessoren—
stellen in Rathésstellen der gleiche außerorden liche Bettag von 6800
M. per Jahr dem Budgetentwurf einverleibt. Bis zum Schluffe
der 13. Finanzperiode werden 50 von den vorhandenen Assessoren⸗
stellen eingezogen sein.

Berlin, 1. Okt. Am 53. Nobember wird die Kommission
zusammentreten, die den Eutwurf, über Maßregeln gegen die Ver—
fälschung der Nahrungsmittel beräth; zu gleicher Zeit soll noch eine
zweite Kommission gebildet werden, welche fich urter Ansehnung
an den zu jener Zeil vorhandenen Entwurf mit Abfassung eines
Normaistatuis füc die Budung städtischer Gefundheitsämter in Ver
bindung imn t Versuchsstationen zu beschästigen haben wird. — Das
Scheitern des deuisch österreichischen Handelsvertrages kann so gut
als gewiß angesehen werden: die in Wien geführten Verhandlangen
ocziehen sich nun lediglich noch auf die Aufstellung provisorischer
Bestimmungen. — Nach einer neuen Version hätte die Reichsstem
pelsteuerkommission folgende fünf Steuern in Vorschlag gebracht:
eine Steuer auf Lotterteloose, eine auf Spielkarten, eine Börsensteuer,
welche den Grundzügen nach der im letzten Reichstag eingebrachten
entspricht, eine Steuer auf gewisse Urkunden und eine Steuer aui
Quittungen.

Die Reichs-Maaß- und Gewichts⸗Ordnung
von 1868 joll wieder abgeändert werden. Man will zunächst die
deutschen Giößenbeze chnungen wie Scheffel, Schoppen, Centner,
Pfund, Loth u. j. w. beseirigen. Sodann sollen die mit dem
Decimal Maaß nicht übereinstimmenden Maaß- und Gewichtsgrößen,
vie Einachtel, Einbeertel, ein halber Centner, ein halbes Pfund u. s. w.
von der Aichung und vom Verkehr ausgeschlossen werden. Endlich
joll außer den bisherigen Regressen Maßnahmen noch eine amtliche
Berificalion der Aichung nach einer bestimmten Frist eitgeführt —
werden. Zuvorderst haben aber die Landesbehorden das Bedürfnißk Vermischtes.
dieser Abänderungen jür den Verkehr zu prüfen. F Zweibrücken, 1. Oct. Der Beginn des pfälzischen

Beim ReisbsaAesundheitsamte sind mehrere Peti⸗Schwurgerichts für das letzie Vierleljaht 1877 ist auf Montag

lionen eingelroffen, in welchen die Nothwendigkeit dargeleat wird
in jeder größeren Stadt, oder wenigstens in der Hauptstadt eines
kreises eine Stelle zu errichten, welche die chemische Untersuchung
der eingesandten angeblich verfälschten Lebensmittel zu übernehmen
jat. Diese Stelle brauchte, um den Kommunen keine Ausgaben
zu verursachen, gar nicht fest dotirt zu werden; vie!mehr konnten
die duich Untersuchung erwachsenen Kosten entweder durch den Auf—⸗
sraggeber oder von dem verurtheilten Fälscher oder Verkäufer gedeckt
werden. Die Namen der Letzteren müßten bei wiederholtem Rück⸗
falle seitens der Behörden in den Tagesblättern veröffentlicht werden.
NAusland.

Paris, 2. Okt. Das republikanische Wahlkomite für die
Kandidatur Grevy's im neunten Arrondissement von Paris unker
dem Vocsitz Gambelta's hat ein Schreiben veröffentlicht, in welchem
s das Vertrauen und die Sympathie der ripublikanischen Partei
ür Grevy ausspricht und ihn formell als denjenigen bezeichnet, der
vürdig sei, den Rang und die Stelle Thiers' an der Spitze der
ranzösischen Demokratie und die Führung der Maiorität der 3683
u üdernehmen,
Petersgburg, 27. Sept. Ueber die Slellung
Deutschiands zu Rußland und unter den übrigen Mächten enthält
der „Golos“ folgende Hauptmomente:

„Weder Oeßerreich noch Frankreich“, führt das russische Blatt
zus, „sind im Stande, dem überwiegenden Einfluß des deutschen
Reichs auf die internationalen Beziehungen zu widerstehen. Deuisch⸗
and erfreut sich der größten nationalen Einheit, verfügt über die
zrößte Streitmacht, zählt an der Spetze seiner Regierung den weit⸗
eheudsten in seinen Unternehmungen glücklichsten Staatsmaun. Als
de einzige Macht, die demnächst im Stande war, in — *
Bolink selbstständig zu ver'ahren und Deutschland das Gegengew'cht
u halten, wurde Rußland angesehen. Aber wie immer Rußland
rus dem Kriege hervorgehe, sagen die Poumker, es wird immerhin
)urch den Krieg geschwächt sein, und Veutschland dann als der
vebieter in aller Politik allein nachbleiben. Dieser Gedanke ist
8, der die politischen Köpfe in Esgland beschäftigt, und obgleich
derselbe Frankreich am unangenehmsien ist, so ist dieses Land doch
von der äußtzeren Politk durch die Fragen seiner inneren zurück⸗
jehalten. England fürchtet die sich immer fester knüpfende Freund⸗
chaft zwischen Deutschland und Rußland, die eine Folge des Ge⸗
»ahrens Englands in der Orien!politik ist, deren friedliche Lösung
Englands Eigensinn allein verhinderte. Politiker, die weiter sehen,
als die Turtophilen, begreifen, daß Rußland im Vereine mit
Deutichland auch nach dem Kriege keine geringe Macht sein wird,
chon durch die im Kriege gewo nene politische und militärische Er⸗
ahrung. England erkennt, daß es einem russisch deuischen Bündniß
eine Koalition gegenüber zu stellen hat. Oesterreich müßte zu
demselben stehen, weil es in den Ungarn eine Stütze zu finden
aicht hoffen kann. Italien ist in seinem Verhältniß zum päpstlichen
Stuhl gleichfalls auf Deu:schland verwiesen und Frankceich wird,
nur mit England im Bunde, nichts gegen Europa unternehmen,
äch auch erinnern wollen, daß England seine Bundesgenossen leicht
aufgiebt. Diese Gedanken find es, die England bdeschäftigen, wo
das Streben, die erste Rolle in Europa zu spielen, mit dem Tory-⸗
Pinifterium sehr viel stärker geworden ist. Darum bemüdt sich die
englesche Presse, und nicht nur die turkophile, einen Schatten auf
das Verhältniß Deutschlands zu Rußland zu werfen.

Das russische Blatt „Noroja Vremia“ hat es richt'g heraus—
gebracht, daß Fürst Bismarck ein Theilungsprojekt
mit nach Salzburg brachte, und zwar sollten sich Oesterreich und
RXußland in die Türkei theilen. Da aber die Nürabetger auch
keinen hängen, sie hätten ihn denn zuvor, so mußte von dem
Plaue voriäufig abgeaangen werden.
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        den 10. Dezember nächsthin festgeseßt. Zum Vorsitzenden wurde
derr Appellroth Joseph Wolff ernannt.

4 Rach einer aus der Rheinpfalz“ ia die Blätter überge⸗
gangenen Correspondenz aus Mundenheim sollten daselbst in
en Garten 2 Coloradokäfer gefunden worden sein. — Eine
durch einen Sachverständigen vorgenommene Untersuchung hat jedoch
eegeben, daß die zefundenen Thiere 2 Schmetterlinge (Todtenlöpfe)
waren.

FFrankfurt, 1. Oct. Adele Sp'heder befindet sich seit
uin'gen Tagen hier und beabdsichtigte in dem Allemannia⸗Theater
aufzutreten. Die Verhandlungen sind jedoch gescheitert.

Furth a. W., 30. Sepf. Es fängi an, hier im höchsten
Brade unbehaglich zu werden. Vergangene Nacht hatten wir in
hiesiger Siadt seit Jahresfrist den fünften Brand! Aaum daß die
Trümmer der in der Nacht vom 21. zum 22. 1s. abgebrannten 4
däuser und 5 Stadel zu rauchen aufgehört, brannte defes Mal
dieder die nämliche Zahl an Häusern und Schunen mit faͤmmt⸗
lichen Inhalt an Mobilien und Fultervorrälhen nieder. Leider
hal dieser Brand auch ein Menschenleben dekostet; ein Sjähriges
Madchen nämlich, welches von der Magd, bei welcher es schlief, in
der Eile im Beite vergessen wurde, lam in den Flammen um.
Allgemein hört man, die Eutstehungsursache dreser Brände sei
Brandftiftung.

Sturttgart, 80. Sept. Der „Beobachter“ berchtet:
„Auch die schlimmsten Befürchtungen sind durch die traurigen That⸗
sachen überiroffen worden: der Frost vom 27. September verschonte
bei uns selbst die bisten Lugen nicht. Die Weinberge sehen trostlos
aus und der Schaden ist rilalw viel gardser als 1856 und 1864,
weil heuer der Weingärtner mit Recht auf rechlichen und guten
Ertrag hoffen durfte. Heute schon waren diele Leute beschäftigt,
die ganz erfrorenen Weinberge zum Haustrunke einzuheimsen; wie
manche Thräne ist dabei geweint woiden! Der Ausfall Württem⸗
bergs wird mit 40 Millionen eber zu nieder als zu hoch gegriffen
—W

p— Seit Kurzem ist auf den Eisenwerken der Herren Schneider
und Comp. im Creuzot (Frankreich) ein neuer Dampfhammer in
Betrieb und zwar zur Bearbeitung von Siahl⸗Ingots, welcher den
als größten bekannten Dampfhammer von Krupp in Essen bedeutend
ikeririfft. Der Krupp'sche Hammer hat ein Gewicht von 1000
Tentnern, einen Hub von 313 Meter und ist im Stande, Bloͤde
hdis zu 1000 Centner Gewicht abzuschmieden. Der neue Schneider'sche
Dampfhammer hat ein Gewicht von 1400 Centner, einen Amboß
aus Gußeisen von 18,800 Centner und einen Hub von 593 Mel,
und bearbeitet mit Leichtigkeit Blidcke bis 2400 Etr. im Gewichte.
Es stellt sich also unter Betücksichtigung der Hube beider Hämmer
die Arbeitsleistung des Krupp'schen Hammers auf 3000 Centner,
die der Schneider'schen auf 7600 Ce⸗atner. Dieser colossalen Ar⸗
deitsleistung en:sprechend wurden um dea Dampfhammer vier Gas—
zfen der allergrößlen Dimen'ionen aufgestellt, welche durch vier
yydraulische Krähne bed'ent werden und Ingol bis zu 2400 Etr.
ir Bearbeitung briagen lönnen. Ausgerüstet mit di-sen Apparaten,
st die Geschütz Fabrikation in voller Thätigkeit, und beschästigt man
iich gegenwäcug mit dem Entwurfe eiaes Riesengeschützes, welches
1280 Tonnen ichwer sein wird. Für die französische Armee werden
in diesem Jahr mehrere hundert Kandnen, theilwe se von sehr
chwerem Kaliber, fertig.

4 Ueder das Leihen von Büchern aus den Leihbibliotheken
zaben die Aerzte in England mehrere Fälle beodachtet und festge—
stellt, daß durch Bücher aus Lechbiblotheken ansteckende Krankheiten
als da sind Blattern, Masern und Scharlach, weiter verbreitet
worden sind, weil solche Bücher oft in die Hände von Kranken
kommen. In dem praltischen England will daher Nemand mehr
Bücher le her, sondern nur noch kaufen, um wicht augesteckt zu werden.
Fur die Redaction veraniwortlich F. X. Demet.

— —— — — —

2 *
Königl. Kreis-Baugewerkschule
Kaisexrslautern.

Der Unterricht an der Freisbaugewertschule für das Winter⸗
halbjahtr 187778 beginnt Montag, den 5. November in
den Localuaten der Kreisbaugewertschule (Pfälzisches Gewerbemustum)
und dauert vom Rovember bis Ende März. Tie Schule besteht
zus 3 Cursen in 8 Winterhalbjahren und bezwedt jungen Leuten,
welche dem Bauhandwerke sich gewidmet haben oder zu widmen be⸗—
absichtigen, demnach: Mauerern, Sieinhauern, Zimmerleuten, Schrei⸗
nern, Schlossern, Glasern, Spengletrn, Tüuchnern, Dach und
Schieferdedern die zum rationellen Betriebe ihres Handwe les
erforderlichen Kenntnisse zu vermitteln. Der Unterricht erfolg
durch theoretische und praklische Anleitung, sowie graphische Dar—
stellung in thunlichst popular gehaltener Weise. Zigleich wird be⸗
merkt, daß auch jungen Leuten von Kunstgenetben, als: Mödbel—
schreiner, Gold und Silberschmiede, Metallarbe'ter, Töpfer, Holz⸗
jchneider, Tapezirer ꝛc. als Hospitanten Rufnahme finden köunen,
uim im Zeichnen und Entwerfen von in ihr Bewerbe einschlagenden
Zunstgegenständen geübt zu werden. Fur den eintretenden Schüler
ist erfotderlich, daß er das 15. Lebensjahr zurückzelegt und sert
seinem Austritt aus der Volksschule entweder in der Lehre gestanden
der weiteren Schuluntt rricht genossen hal.

Die Inscription fiadet am 80. und 31. Oltober lfd. Jahres
auf dem kgl. Reltorate, Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nach⸗
miitags von 4 bis 6 Uhr statt, wobei die betreffenden, a ntlich be·
zlaubigten Schul⸗ und Lehrzengnisse mitzubringen sikxd. Dae
Schulgeld beträgt 20 Mark und ist bei der Inserption zu ent—
richten. Zur Befreiung von demselden ist die Vorlage eines Düf—
tigleitszeugnisses notiwend g.

Lehrprogramme und Statulen können durch d'e Tascher'sche
Buchhaudlung hier, jeder Zeit gegen portofreie Einsendung von 40
Pfennig per Cxemplar be ogen werden.

Faiferslautern, 5. Ollober 1877.

Königl. Rektorat:
——-. Spatg·
Wormser Academie

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Elversberg ist eine gut
konstruirte
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232 7 —A— 2 2* — 22 5—2232 * 2 25 — ⁊* 28
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2 S8 2 —A * — 3 2 — 3* 22
B 6 — 22 *2. 5532 2 5 — 2 —z225 * — ——
— — 3323 25532352 *— 3555 5335333
—s 25 3B 3—— 3383—353— 2355323553 — —
235—28——32 —225225— — 25
55 253523— —257363————33335 —AA 555 33227 56 8

2 2 *2* — * S 22 2 ** — — x*⁊ —22 3235 22 8 *
5 25* —A———— 522 —A — —82 ⸗2225 E 28 —
222 —2 S 55 — — —A — 9 2 22 — —

E* 2* 2 —3— 32 *8 D —A S 8 2 2 2 * aä —2 — 2 —A— **
82 8 — 2 28 323255 383 5222 5823
3555 322353 22222 —223225—2333232362 3 523533 —
33333333535 3—
33 33 28 —3 33
25 *8* — — — c 35 — —— — 52 322 —
— — — 2 2322 —A—— 58* —A— —8* o 2
2235 22388 — 23 532 5 55* 2* 2 53535
33 2
* 2 2 55 —A 38 ——— 3

*222 ——— — 2 22r8 —525 2 8 —A — — 2 *
52 2 — —3— —35 322355533—3525* ——55 — 23583353355253
z55 S E 35S—555 c BESSS B82—3E5
        <pb n="530" />
        2 87 8
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8 * A
—E —— 205 2223353358.
5585 z288—36 2558* 8552887
——6 z3883855 23532555373
* 25 2535 7
* —28 28853553 2333332 —723 53333. 5882
52 8227 22332 85* 52 2555835 — 32535 2.·. 2 —* —
5* —— 2 — 2235 55 2373 5238282
— 52 332333 58 2.2* 3 ——238233 8
— J — M — 7* 34
27 3838* 5352 753 35 535333835
22 s 5*533 20827 3385235555 —— 2.8 2 50
2 3* *253 8. 2 3 —5— 2 3 2 7 255535* 5522
78 23 55 — 2258 55285* 5255
77 X0 *25 22*22 —A —A 25325 2 Ab *
785 —— 5233 7*2 5572 32 23 — 2
— 525 25 2 5.5. 28 — 2— 9 838388 258* 2
F 7 25 22 — *25 — 2233 2 — 22
— * — —— 583383 32 *7 — 75
533 —688 — 32 25277 —* — 723882
2 S 22 37* —* 8 —* — — S* C 3
5 3532 0 285 8238375 —A ——
—2 — 32 8325 552 2. 2525—35 25755
2554 25332 57 —
7z35. —22352* * 5385355 — c —
233333788* 333*5 3* 25585 253
8.38 —J — *5 838328 2*3. 53303
—— * *5768222 3 —*75 5 —582 — 5. —8 *
— 727 57823 2385* 38233335 * 2 25
„18 23238232 535585333*8 —1253338 585352
4 — — 333833 —— 806 335 2355**
383 55328 252533353 2*5 8 —
25* 1272 83 55* 2 28 *7* 35.32 S57 2 3353
2— 322575 2282 7 5*322582 28* 2 * —A
8 2523233 —— 2 — —— 3 *2352
133 5332333 2 22 72225— 257 53553
— 255 * D5 58* S 522 23*
33235353 3868 2282 *23*
533353828 5*358 22
— 223833238 8558*
*55335523* S22.54
c 25222
23222 8*

— 2*
32
——— —
238 2
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*2 *322
7 32 25
9— 22 22 2855
22 5. — * —— — 8
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522 2 —A **
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* 23 2432 5* 5 — * —A
72728 8. 23 3 * *—
— 7 *285 —— 225834 2552
* — 7 —
A4 — 2 *
— — 5312385 2353
2.xE —— — *7
2553637 2 —32855
2*3* —A — —* ——
8 2852 32333 —
8235 55 2 24 22. * 822 788 85—
— — * —25 7* —5 278—28
—R 2832 22 —A—
5. 55 ⏑ 337 3—8 555—
* — 23 —5 6—2—38 27 35 — 2
27 8232—7* 225.25 2 27 7*
—8 58338
—5523383— —7 * * —
——— —— 5 —— —228*8
22 *55 * 5822 25355
— 53 ——3—355 —33 5558335
— — 5283 55828 222*5

——— —
25333538——3355 5
2* —23* 52*8 3—2235
* ⸗ 8 — 272.53
32.7.320532*

* * 3275
e5838833—35532—
2358 —328532523
———
5 5230 —52 83. 5* ⁊*

22 2 52——329*
25 35522

75333 8505 —
225 32885 222 * 2 22
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*3518 2722 552 — A— 22 2—

23223 5 35 ——

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32.2 253282327 ——
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222282 22238—

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*535537373 538 4
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2332 — —55 21725333 cc — * 95
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        St. Ingberler Anzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illuftrirter Bei⸗

age, eascheint wöchentlich viermal? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgi vierteljahrlich

1Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 156. Samstang, den 6. Oktober u 1877.

——

—
Deutsches Reich.

München, 3. Okt. Die Abg'ordneten Crämer und Dr.
Frankenburger haben folgenden An?rag an den Fmnanz u⸗schuß ge—
richtet: „Es jsei die Staatsregierung aufzufordern, die, wenn auch
aur provisorischen Rechnungsabschlüsse und Ergebnisse des Verwal⸗
iungsjahres 1876 vorzulegen und auch die sumarischen Rechnungs⸗
etgebnisse der ersten beiden Quartale des Jahres 1877 mitzu⸗
theilen. Motive: Um eine gründliche und zugleich rasche Erledigung
des Budgets zu ermözlichen, ist es absolut noihwendig, daß der
Finanz; Ausschuß mit allem Mater'al versehen ist, welches er zu
seiner Arbeit unbediugt nöthig hat. Hierzu gehören vor Allem die
Rachweisungen über Einnahmen und Ausgaben der Vorjahre. Die
Vorlage der Rechnungen eines Jahres, welches noch dazu einer
zrüheren bereits abgelaufenen Budgetperiode angehört (1875), sind
nicht hinreichend, um auf Grund decselben ein neues Budget aufzu⸗
bauen. Es ist vielmehr unumgänglich nothwendig, auch dte Er—
Jebnisse der laufenden Finanzpeciode zu erkennen.“

Muümnchen. Zu dem Etat der Bezitksgerichte für die 14.
Finanzperiode macht das Justizministerium folgende erläuternde
Bemerkung: „Das königl'che Appellativasgericht in Zweibrücken
jat die Vermehrung des Personals der Bezirksgerichte Frankenthal,
dandau und Zweibrucken am je einen weiteren Rath beantragt
uad damit begründet, daß bei diesen Gerichten sowohl die bürger⸗
lichen Rechtsstrestigkeiten als auch die Strafsachen in derartigem
Maße zugenommen haben, daß die Bewältigung der Geschäftsauf—
zabe mit dem vothandenen Personale zur Unmöglichkeit geworden
st. D'e bisherige Zahl der Rechter einschließlich des Gerichtsvor⸗
tandes und des Untersuchungsrichters war bei dem Bezirksgerichte
Frankenthal 7, bei dem Bezirkszerichte Land, u und Zweibrücken
e 6, somit wesentlich kleiner als es in den Kreisen rechts des
Rheine bei den Bezirksgerichten von gleicher oder geringerer Ge⸗
chaftsaufgabe der Fall ist. Gegenüber dem bedeulenden Bevblke⸗
rungsanwachse und der stetigen Zunahme der Aufgabe stellt sich
die Vermehrung des Personals um je einen Richter um so noth⸗
wendiger dar, als jämmiliche Bezirksgerichte der Pfalz zugleich
Handelsgerichte sind und auch mit umfangreichen Geschäften der
üchtstreiltigen Rechtspflege, insbesondere init der Bestätigung von
zerichtlichen Vertheilungen u. Familienrathsbeschlüssen befaßt sind.
Bei dem Bezirksgerichte Frankenthal haben die Civil und Handels⸗
jachen von Jahr 1873 bis zum Jahr 1876 um 485 pCt. zuge⸗
nommen, und waren im Laufe dieses Jahres nahezu 100 Ganten
Ileichzeitig anhängig, so daß einer Geschäftsstockung nur dadurch
vorgebeugt werden konnte, daß diesem Gerichte im Laufe des Jahres
1877 auf Rechnung der Gehaltsersparnisse am Etat der Bezirke⸗
zerichte ein Rath extra statum beigegeben wurde.“

Närnberg, 3. Olt. Der „Donau⸗Zeitung“ wird, an⸗
cheinend aus Abgeordnetenlreisen, aus München geschrieben: „Wie
ch in Bezug auf die Steuererhöhung und ihre Behandlung von
Zeite der patriotischen Mehtheit erfahre, ist man entschlossen, eine
Steuererhöhung abzulehnen, bis nicht eine Steuetreform, welche die
lleichmäßige Vertheilung der Lasten anstrebt, durchgeführt ist.“

Dazu bemerht das citirte klerikale Batt: „Wenn dies der
Staudpunkt der patciotischen Mehrheit ist, .so können wir derselben
»azu nur gratuliren. Es ist allerdings richtig, daß das Zwölf⸗
nillionen: Defieit gedeckt werden muß; aber es fragt sich doh um
»as Wie. Der min st rielle Finanzplan hat ohne Zweifel den
Vorzug, daß er sehr einfach ist. Aber in Steuersachen sind de
urzesten Proceduren nicht immer die glücklichsten. Wir denken,
nan wird das auch von liberaler Seite einsehen und mit allen
debeln, die einer Volksvertretung zu Gebote stehen, auf eine vorher
gehende Steuerreform dringen. Die Steuertesorm ist ja keine Partei—
ache, sondern eine Sache des Landes, und jede Partei hat hier
)as gleiche Interesse, welches darin besteht, daß die Steuern gleich⸗
näßig vertheilt sind und zu dem, wie die wirthschafulichen Verhält—
risse jetzl gelagert sind, geradezu berzweifelten Miltel der Erbohung

—————— ——
der direklen Steuern erst im Falle der äußersten Noth gegriffen
wird.“

Von dem „Avenir militaire* wird folgende Zusammenstellung,
velche dem s. 3. in deuischen Reichstage gethanen Ausspcuch deß
Fesldmarschalls Moltke, wonach Deutschland durch französische Trup⸗
penanhäufungen an der Grenze bedroht sei, entgegentreten foll, der⸗
öffentlicht.

Es stehen in den Grenzzonen

von O bis 100 ꝛilom. und von O bis 200 Kilom.:

deutsche, französische, deutsche, franz. Truppen

Infankerie-Regim. 20 10 40 25
Jäger-Bataillone — 4 1 5
Kavallerie Regim. 10 13 20 18
Artillerie Regim. 2 2 8 6

Außer den offiziell den Operationen der russischen Armee fol⸗
zenden deutschen Ojfizieren sind in letzter Zeit mehrere ehemals dem
Verbande des deutschen Heeres angeddrige Offiziere nach vollstän⸗
diger Lösung ihres früheren Verhältnisses in den Militärdienst Ruß—
lands getreten. Zu diesen gehört auch ein Graf Pfeil, der noch
bor Kurzemn beim 1. Garderegiment in Potsdam stand. Auch der
türkischen Armee haben is jüngster Zeit mehrere unserer Landsleute
sich angeschlossen. Die Aufnahme, welche denselben zu Theil ge⸗
worden ist, soll ihren Erwartungen jedoch nicht entsprochen haben.

In der Fabrit von Krupp in Essen ist ein Geschüt hergestellt,
welches das größte und starkste ist, das augenblicklich in der Weli
existirt. Das Kaliber desselben beträgt 46 Em. und das Gewicht
des aus iten geschossenen Projekliles nicht weniger als 950 Kilogr.,
während die Geschosse der nächstgrößten Geschühe, nämlich des eng⸗
ischen 81 Tons Geschützes nur 771 Kilogr. und die des italienischen
100 Tons- Marine-Geschützes 907 Kilogr. wiegen. In England
»eabsichtigt man e'ne 160 Tons Kanone anzufertigen, hat vorläufig
aber Abstand davon genommen.

Ausland.

Pest, 3. Olt. Der „Ellendt“ meldet: Gestern kam es in
dezdivasarheln in Siebenbürgen zu einem blutigen Zusammenstoß
wischen Volk und Milär. Mehrere Compaanien sind dahin ab—
zegangen.

Paris, 2. Okt. Gambeita hat heule gegen das am 22.
). M. ertheilte anderweite Strafurtheil, durch welches er wegen
Beleidigung des Marschall-Präsidenten und wegen Befchimpfung
der Minister zu 3 Monaten Gefängniß und 2000 Fr. Geldbuße
oerurtheilt wurde, Appellation eingewendet. Die Appellations-
Berhandlung dürfte am nächsten Montag oder Dienstag stattfinden.

Belgische liberale Bläiter verlangen die Ausweisung der KQai—
erin Eugenie und des Ex⸗Prinzen, indem deren
Besuch des Herzogs von Fernan⸗Nunez, nahe bei Namur, sie zu
eyr in die Nähe von Fraakreichs Grenze brachte, was der fran⸗
ösischen Republik doch keineswegs angenehm sein kann. Der bona⸗
»artistische „Ordre“ theilt (dierauf oder schon vorher beschlossen 7)
nit, daß Eugenie und Prinz Louis in einigen Tagen nach Chisle-
Jutst zurückkehren wollten. — Letzlerer hat inzwischen einen Jncognito⸗
Abstecher nach Paris gemacht; wahrscheintich will er die dortige
SZituation selbst prüfen und sich mit seinen Getreuen an Ort und
Stelle verständigen. Allzuviele Hindernisse wird ihm die Regierung
Mac Mahon's, deren Polizen die Anwesenheit des Prinzen in Paris
aatütlich kein Gcheimniß sein kann, nicht in den Weg iegen.

London, 2. Olt. (H. T. B.) Dem „Standard“ wird
zus Bukarest zemeldet, in einem in Gorni⸗Studen abgehaltenen
eriegsrathe sen die Frage der Ueberwinterung in Bolgarien erwogen
worden. Der Großfüurst⸗Thronfolger habe die Rückehr nach Ru—

mänien und Zurücktassung von Garnifonen in Sistowa und Nilo⸗
polis vorgeschlagen. Es sei nicht bekannt, welder Entschluß gefaßt
worden.

Bukarest, 2. Ott. Großfürst Paul und Graf Paul
Schuwalow, Generalstabschef der Garde, sind auf dem Wege zur
Südarmee hier eingetroffen.
        <pb n="532" />
        Ende dieser Woche wird das Eintreffen der Garden
in Plewna erwartet. Ihre Ankunft verstärkt die ?russische Macht
In 80.000 Mann Kerniruppen, causgezeichnet ausgerüstet. Für
den 16. wird ein neuer Sturm auf die Trancheen Plewnas in
Aucficht enommen. Man atf annehmen, daßz die tussische Heer⸗
IX früher begangenen Fehler einsehen und vermeiden
werde, gedrängte Truppenmassen schuzlos dem Feuer aus Osman
Pascha's gededten Pofitionen auszusetzen. Es gilt zunächst die
hefestigungen Puich wohlgezlelie Kanonaden in ihren Fundamenten
zu erschutern.

In rusfischen Kreisen hofft man Plewna Mitte dieses
Monais fal len zu sehen.

Allerdings scheint es jetzt, daß selbst wenn die Redoulen voll
ständig unhalibar gemacht werden, Osman Pascha's Armee doch
in Sicherheit gebracht werden könnte, wena er nicht ganz'und gar
eingeschlossen werd. Der Weg nach Sofia würde ihm so st offen
sein, nameatlich da Cheflet Pascha bei seinem letzten Zuge nach
Blewna diese Straße so mit Befestigungen aller Art geschützt hat,
daß sie selbst im Falle eines Rückzuges Osman's für die nach⸗
folgenden Russen ernsie Schwierigkeiten bereiten, ja die rasche Ver⸗
folgung eines evenluell erfochtenen Sieges vereiteln könne. Eine
tufsische Vorwärtsbewegung in der angegebenen Richtung hätte die
schlimmsten Folgen arhabt, so lande Mehemed Ali in seiner fruüheren
Slellung blieb. Wollten die russischen Heerleiter irgend einen neuen
Versuch auf Plewna machen, so mußten sie Mehemed Ali aus
seiner Stellung vertreiben. Jetzt lommt eine andere Noth. Jedes
Fallen des Barometers ist dem russischen Heere verderblich. Was
immer die nächsten Tage bringen werden, der d esiährige Feldzug
wird damiĩt beendet sein.

Ein Telegramm aus Zürisch bringt die Nadhricht, daß die
russische Regierung eine beträchtliche Anzahl von Rkomotiven
hon verschiedenen Schweizer Compagnien angekauft habe. Dieselben
sollen durch Oesterreich nach Rumanien transportirt' werden.

Sschumla, 1, Ott. G. T. B.) Das Gouvernement der
Donauprovinz ist nuͤch Schumla verlegt worden. Die Konsuln
bon Voarna haben sich ebenfalls dorthin begeben. — Die Russen
haben die Boatiner Brücke abgebrochen.

Serajewo, 2. Okt. (H. T. B.) 2000 Mustehafif sind
nach Bjelina abgegangen. Ismet Pascha hat das Kommando des
Drina⸗ Korps übernommen. Die Heeresstraße nach Mostar wird
hefestigt.

eonstantinopel, 2. Olt. In dem zuletzt eingetroffenen
Telegramme Osman Paschas wird lediglich gemeldet, daß von den
Russen die Beschießung von Plewna Tag und Nacht fortgesetzt wird.
DFin vom Samstag datittes Telegramm aus Russschuk berichtet
von einem bei Pyrgos zwischen recognoscirenden Tscherkessen und
drei Schwadronen Russen statlgehabten Stharmützel, dei dem 7
Russen geiödtet wurden. — Achmet Mükhtar Pascha berichtet tele⸗
graphisch voni 30. Sept.: Eine russische Abtheilung von 6 Batail-
onen Infanterie, 1 Regiment Kavallerie und 8 Geschützen, welche
aus der Gegend von Ardahan' nach dem Lager von Karajal mar⸗
chirte, erreichle nach Ueberschreitung des Karsflusses das Dorf Agut⸗
schelar und jendete die Kapvallerie nebst einen Infanteriedetache ment
bis Jenitdi vor. Von 2 tücnschen Kavaller'eregimenlern angegriffen
und nach zweistündigem Kampfe geschlagen, gaben die Russen die
bon ihrer Artillerie innegehabten Positionen auf und zozen sich nach
Berlun von etwa 100 Mann nach dem Dorf Pardit zurück. Tür⸗
kischerselts belief fich“ der Verlust auf 10 Tode und 10 Verwundete.
Der Sultan hat Mushtar Pascha und⸗Osman Pascha den⸗Titel
Ghazia“ (der Siegreiche) verliehen und diefelben mit dem Osmanie—
oeden in Brillanten dekorirt.

Konstantinopel, 3. Olt., Abends. Der „Agentur
Havaa“ wird gemeldet: Reduf Pascha ist zum Kommandauten der
BZalkanarmee ernannt und ist im Schipkapasse eingeroffen: Sulei⸗
man Pascha ist zum Kommandanten der Donauarmee ernannt und
traf in Razgrad ein; Mehemet Ali Pascha ist zutückberufen worden.

Konfiantinopel, 4.Ott. Die „Ag. Havas“ meldet:
Gestern wat eine große Schlacht in der Gegend von Ani bei Kars.
Die Ruffen eriitten enorme Verluste und wurden dvollständig ge
schlagen. Großfürst Michael commandirte persönlich. Zwei rus⸗
sische Generale und zahtreiche Officiere sind gefallen.

Petersburs, 2. Dit.“ Nach einer Meldung der „Agence
Russe“ habeno d'e Türken in der That bei Silistra Pontons gebaut
und eine etwa 200 VMann starke Abtheilung nach Kalarasch über⸗
gesetzt. Eine gegin lkeßttere aus reichende Anzahl · rufsischete Truppen
ist in Verschanzungen coͤncentrirt. Der Handstreich gegen Kalarasch
wird, obschon dasseibe roch immer gegen 800 Kilometer von der
Fisenbahnlinie entfernt ist,“mit dem in Siebenbürgen entdeckten
Komplote und mit der ip Aronstadt erfolgten Beschlagnahme von
Waffen in Verbindung gebracht. — Der Uebergang ruͤssischer: Truppen
über den Sereth dauert fort. Die Brücke von Peerochani ist füͤr
den Verkeht eröffet, neben der Linie Ben der⸗ Galatz⸗ Ismail soll
auch die Eisenbahastrecke FratelsSimntta Ende Oktober für den
Vertekßr fertia gestellt sein. Der Bauunternehmer Voliakomhat

auch zut Herstellung eines 300 Kilometer langen Schienenwegesß in
Bulgarien,, sowie izu der Erbauung von VBaracken für 150,000
Mann und Lajartthen kfür 16,000 Mann Auftrag erhalten. An
nehreren Punkten der Donau soll eine Dampfschiffverbindung her⸗
gestellt werden. .4

Peterdburg, 8. Okt. Offizielles Telegramm vom —X
chaupiahe vor Plewna vom 2 c.: Gestern und heute besichtigte
Broßfürst Nikolaus mit dem Fürsten Carl von Numanien und den
Hencral Totleben alle russischen und rumänischen vorgeschodenen
Stellungen und die Batteriea. Alle Arbeiten, sowohl die unsrigen,
wie die rumänischen sind weit vorgescheitten. Die Turken erwidern
nser Feuer nicht; auf den übrigen Punkten des Kriegsschauplatzes
st Alles ruhg.

Der Gloͤbe“ vernimmt, daß Rußland mit acht ruffischen,
einem englischen und einem belgischen Hause Verträge behafs Her⸗
tellung einer Donau Pontondrücke abgeschlossen hobe. Die Pontons
dllen aus dickem Samiedeeisen verfertigt und mit schwerem Dus
um Widerstand gegen den Druck des Eises versehen werden.
Rermiscqhtes.

pKaiferslautern, 2. Okt. Heute stürzte der 25.
ähtige Dachdeckergeselle Peter Becker von hier vom Dach des
⁊. Gotthold'schen Hauses. Derselbe erlitt einen doppelten Bruch
des Armes und derartige innere Verletzungen, daß sein Tod heute
Abend im Ho'pilal erfolgte. GPf. P.)

parnferslautern, 8. Okt. Die „Kaisersbl. 3.“
schreibt: Gestern Abend hielten die hiesigen Bierbrauer eine Vor⸗
besprechung ab über die Schritte, welche zur Abwendang des der
Pfalz drohenden Malzaufschlages einzuschlazen find. Es wurde
beschlossen, nächsten Samstag Vormiitags 10 Uhr im Saalbau zu
Neustadt eine Versammlung von pfälzijchen Bierbranern abzuhalten,
um eine enisprechende Agisation einzuleiten. Wie wir-hören,wird
hon hier aus der Vorschlag gemacht werden, falls eine Aujrechter⸗
daltung des gegenwärtigen Zustandes nicht mönl'ich sein solltee, die
Finführung des deutschen Brausteuergese tzes in der Pfalz Zu . be⸗
ürworten, was in Anbetracht der geographischen Lage · deraPfalz,
die rings umgeben ist von Ländern, die zur deutschen Brausteuer⸗
zemeinschaft gehöcen, gewiß ein berechtigter und beherzigenswerther
Wunsch ist. Nanürlich müßte auch in diesem Falle die Abfiudungs⸗
summe von 100,000 fl. wegfallen, welche bisher von der Pfalz
als theilweises Aequibalent für den Maztzaufschlag gezahlt wird.

FVon Speyerbach, 2. Olt. (Pf. K.) Auf Auregung des
Kreikcomises des landwirthschaftl. Vereins der Pfalz wurdenheute
die sechs schönsten Kühe und Kalbinnen des Glam˖ Donnersberger
Stammzuchtbezirkes, welche auf den pfälzschen Thierausstellungen
hon 1877 erste Preise erhalien hatten, zur Preisbewerbung auf
dem Oktoberfeste nach München verladen. Die Qualität der
Thiere laßt erwarten, daß die pfälzischen Züchler ia München, die
deidiente Anerkennung fuͤr ihre Leistungen finden werden.

Speier, 3. Okt. Wie der „N. Sp. Anz.“ von unter⸗
richteter Scite erfährt, wird Speier in nächster Zeit in die Reihe
der Slanonen der Rheinschifffahrt zwischen der Pfalz und Holland
rufgenommen werden. Im Laufe der verfloffenen Wocht
waren zwei Juspektoren der Niederläͤnd'jchen Dampfboot⸗
Rhederei hier um sich sich über den muthmaßlichen Güter-
Personen⸗ und SchleppBerkebr, sowie »über die Uferverhält⸗
nisse betreffend die Anlandung der Schiffe in Speier an Ort
and Sielle zu erkundigen. Man hat alles für sehr zwedent—
jprechend befunden und dentt ernstlich daran,die Dar pfschifffahrt
dieser Gesellichaft vorerst dis nach Speier, vielleicht auch bis Ger
merssheim und Maxau auszudehnen.

Die kal. Forster der Pfalz haben sich an die Kammer der
Abgeordneten gewendet mit der Bitte um Pragmatisirung ihrcer
ährlichen Gehalte zulage. Erhdhung ibrer Alterszutagen, Herab
etzung des zehnjährigen Provisoriumeẽ auf. drei Jahre, eventuell
Finreihung in d'e 10. Beamtenclasse.

FSaarbrücken, 8. Olt. Wie man der „sKöln. Z.
zerichtet, isn die Moselbahn von Coblenz bis Sierck fertig geworden
so daß die Verbindung mit dir Eifelbahn Ppälestens mit dem 1.
Aprilek. J. und die ganze Moselbahn bis zum L. Aptil 1879. dem
Verkehr wird über zeben werden können. ¶S. 3.)

7 Ulm, 30. Sept. Die „Ulmer Schnellp.“ bringt solgendt
nteresfsante Notiz: Gestern passirte eine große Schaar Jejuiten—
öglinge, süinf Wagen 1. Klasse voll, unter Begleitung · und Aufsfich
pon Geistlichen unsern Bahnhof, um nach der Schweiz zu fabren.
Ts waren lauter Knaben von efwa zehn dis fünfzehn Jahren und
allem Anschein nach vornehmen Familien, von Nocddeutichland—
namentlich der Rheinlande, angehoöͤrig.

eWorms, 3. Olt. In den beiden letzten Monaten war
der: Obstversandt sehr stark. Besonders waren es Zwetschen und
Nüsse, welche auf der Wasserstraße nach England hefördertIWurden.
Dien Needer iander Dampffchifffahrtsgesellichaft hat in obigem Zeit—
caum alleinanl biesiger Station elwa 25,000 Gentner verladen.

W. 3.)
        <pb n="533" />
        4 Die Leipziger Polizei erließ kürzlich gegen das Schlephen⸗
ragen der Damen folgende nicht jehr galante aber recht praltische
herordnung: 8 1. Allen Perfonen, welche schleppende oder den
voben siteifende Kleidungsstücke tragen. ist das Betreten des Trot⸗
dies, der Spazier⸗ und Fußwege im Bezirk der Stadt Leipzig bei
iner ? Strafe von 5 bis 50 M. verboten. 82. Die Schutzleute
saben Zuwiderhandelnde zur Feststellung des. Tyatb standes sofort
auf die Polizelwache abzujuhren. Die Namen der Bestraften werden
im Ende jeder Woche durch das „Leipziger Tageblatt“ veröffentlicht.

B'erlin. Die Geschichte einer Irren. Einen traurigen
Beitrag dafur, in welch hohem Grade der Aberglaube selbst noch
unseren gebildeteren Ständen: verbreitet ist, liefert der folgende
torfall. Vor etwa einem Jahre war es, als die Mutter eines
siesigen⸗Kanzleibeamten in der Wohnung desselben verstorben war.
die junge liebenswürdige Gattin des Beamien begab sich in Fotge
vesfen persönlich nach dem betreffenden Polize bu eau, um den Tod
er· Schwiegermutter anzumelden und?eunnpfiung auch den bezüglchen
Todtenschein. Auf der Struße angelangt, eutfaltete sie den Schein,
am ihn flaͤchtig zu uͤberlesen, wurde aber zu ihrem Entsetzen gewahr,
daß sie, berandaßt darch die Unachtsamkeit des Bureaubeamten den
aigenen, auf ihre Person lautenden Todtenschein ia den Händen
ielt. Dieser allerdings unver eihliche Fehler, welcher dem lassigen
Zeamten eine derbe Rüge eintrug, auch sofort reparirt wurde, gab
die Veranlassung, daß die sonst lebenelustige Frau es sich in den
zopf setzte, an dem Tage, auf welchen der Todtenschein ausgestellt
var wuͤrde sie wirllich sterben. Alles Bitten und Flehen, Zanken
ind berzeugende Ermahnungen des Manvpes halfen nichts, der
Zemüthszustand der thoͤrichten Frau wurde immer bedenllicher.
Zzu allem Ueberfluß ging die Verblendete auf Anrathen einer
Freundin, ohne Vorwissen des Gaiten, zu einer Kartenlegerin, die
hren Wahn durch allerlei myster ose Redensarten noch vermehrie,
õ daß der trostlose Gatte sich diefer Tage genöthigt sah, seine
Frau einer Privat⸗Irrenheilanstalt zu übergehen.

7 Eine ebinso unsinnige wie Auffehen erregende Wette sollte
am Piittwoch Abend zwischen Steglitz und Friedenau bei Berlin
um Austrag vebracht werden. Der Sekretär Schw. hatte im
Freundeskreiie behaaptet, daß er für 75 M. einen Schnellzug über
uͤch wegfahren lasse. Ein Kaufn.ann ärgerte sich üher die Renom⸗
noge and ging auf den Vorschlag Sch's ein. Letzterer schaffte sich
ine enganschließende wollene Jade, ein Paar hohe Stiefel und
iberhaupt Alles an, was fest am Koörper saß und was nicht etwa,
duhrend er zwischen den Schienen lag und der Zug über ihn weg⸗
drauste, von dem niedrig laufenden Maschinenkasten erfaßt werden
inete gur ein Freund und Kollege protestirte gegen den un⸗
innigen Streich, aber vergeblich, denn S. haitte sich zu sehr in die
Idee verraunt. Um 74 Uhr stellten sich die Freunde an der
ʒezeichneten Stelle der Bahn ein. Sch. in seinem enganschließenden
dostume und einer über den Hinterkopf gehenden Mütze. 5. Mi⸗
nlen vor Ankunft des Schnellzuges reichte Sch. den Freunden die
dand und legte fich zwischen die Schienen. Kaum lag er laugge⸗
recht da, als mit einem Male seine Frau mit den Worten auf
hn zustürzte und ihn wie eine Wahnsinnige über die Schienen
ortrollend zurief: „Mann, Deia Weib, Deine 3 Kinder, bist Du
on Sinnen.“ Willenlos und beschämt trat Sch. vom Bahnkörper
und gelobte dem klagenden Weibe, nie wieder auf diese Idee zu
mimnen. Der Freund und Kollege haite durch Benachrichtigung
der Frau den tollen Streich verhütet.

1 FErnst gemeinter Heiraihsantrag. Ein Hauptmann aus
Theresienstadt, Winwer in den besten Jahrenn mochte wohl
das, Alleinfein“nicht länger mehr ertragen und darum inse rirte
in verschiedenen Zeitungen einen „Gruftgemeinten Heiraihsantragꝰ.
Fre belam unler der Chiffre à -b diverse Anträge, darunter aber
much den Antrag seiner eigenen 26jährigen Tochter! Im Briefe
elbsi erzählt die Tochter dem Heirathskandidaten, wie schlecht es
hr. ginge, was sie von ihrem Vater, einem, alkten Brummbaͤr, zu
den. habe ec. Der Candidat und Vater ging in sich und söhnte
ich mii der sonst schönen und braven Tochter aus.

.Zwei Aneldoten von Friedrich dem Großen. Der Oberst
. W., Tommandeur des Regiments L. zu F. zeichnete sich durch
eine sirenge Ordnun Lliebe, durch senen Eifer, sowie ausgezeichnete
denntnifse im Dienste aus. Aber zugleich war er ein äußerst
itziger Mann, der⸗ auch den kleinsten Dienstfehler nicht verzieh und
annu injeiner Hitze und Aufregung sich oft beleidigender Ausdrũde
ed ente. — Einst sah er, daß während des Exercirens ein Fähn⸗
ich das Essponton nicht dorschrifismäßig hielt. Er ritt auf ihn
de und rief mit zorniger Stimme: Herr Fähntich, Sie stehen da,
die ein Dchse!“ — „Um Verzeihung, Hetr Oberst!“ gab: der
zähnrich zur Antwort, zich bin nur ein Kalb gegen Sie —
ha viese unter dem Gewebr gegebene Antwort ein Verbrechen gegen
je Subordination war, so wurde der Fähnrich sofort arretirt und
emnaͤchst Kriegstericht Über ihn gehalten. — Der Ausspruch des
ẽrtenninisses lautete: Infam kassirt! —-Das Urtheil mußle dem
öonige zur Bestätigung vorgelegt werden. Der große Friedtich
Srie siuu der Beslätigung darunter: „Viel Witz und Dreistigkeit

ür einen Fähndrich. 4 Wochen nach Spandau und dann in ein
zuderes Regiment.“ s »w 21 ——

General Seldlitz berichtete einst dem Könige eins der vielen
leineren Gefechte, die togtäglich im 7jaährigen Kriege votfielen.
xreselbst halte bei dem Gefechte lommandirt und erwähnte gegen
en Monarchen die musterhafte und kluge Anführung eines Officiers
»om Wunschen Freicorps. „Freicorps Freicorpo!“ ansfwortete
Friedrich (der lein Freund dieser Truppe war). „Geh' er mir
soch mit der klugen Tapierkejt eines Officiers vom Freicorps.“ —
Und dieser machte eine rühml che Ausnahme!“ fiel Seidlitz ein.
Ich habe wenig Oifiziere lengen-gelernt, die sich so zu benehmen
sußlen, wie dieser. Er verd ent ein Regiment zu führen.“ —
Wie heißt er?“ Seidlitz nannte den Namen. „Den hab' ich
chon nennen hören,“, sagte der große König, „er hat sich schon bei
iner Affaire ausgezeichnet.“ „Ja und er verdient einen Orden,“
chloß der unerschütterliche Reitergeneral. — Ohne daß der Held
jon Roßbach es wußte, schickte Friedrich nach dem Oifizier, Dieser
am. Der gnadige Monarch legte den Verdienst⸗ Orden (pour le
wérite) und eine Goldrosle auf den Tisch. — Er hat sich sehr
‚rad gehalten, sagte der König freundlich. Ich muß ihn belohbnen,
vähle er! Hier liegen 100 Friedrichsd'or und hier der Orden,
das von beiden will er ?? — Ohne sich zu lange zu bedenken,
niff der Offizier nach dem Gelde. „Ehre hat er wenig,“ jagte
Friedrich unwillig, „sonstewürde er den Orden genommen haben.“
WWerzeihung Ew. Majestät! Schulden habe ich, die ich erst
ʒezahlen will. Den Orden werde ich in einigen Tagen nachholen.“
— 3Brav, mein Sohm!“ rief erfreut der Monar h, indem er den
Ifftzier auf die Schulter · Uopfte, «nehmer den⸗Orden nur auch
zleich mit. Er verdient ihn“ U

f Eine harmlose Strlle in einem Theaterstücke hat am 22.
Sept. im Theatre⸗ Francais in Paris zu einer politischen Demon⸗
tration geführt In. dem. kheinen Stück von Fr. E. de Girardin:
a joie fait peur weist eine Mutter, die den Tod ihres Sohnes
rfährt, jeden Versuch, sie damit zu trösten, doaß man noch keine
zewißheit darüber habe, mit der Bemerkung zurück, daß ja ein
jfizieller Bericht der Regiexung vorliege, worauf die Raive des Slückes
afällt: Aber“ die kann sich ja täuschen !“ — Parhlou!“ rief-da
anz laut ein Herr aus dem Patterre, und das Publikum, das
och unter dem frischen Eindrucke der anmaßenden Sprache Mac
nahon's in seinem Manifeste stand, brach in frenetischen Bei⸗
ill aus, so daß der Dialog auf der Bühne durch einige Mintiten
iterbrochen blieb. Es ist zu bemerken, daß sich diese Szene im
tsten Theater Frankreichs zutrug und diese Demonstration sonach
on dem sash'onabelsten Publikum, das Paris überhaupt besitzk,
using. .„Das Regime Mac Mahon's“, bemerkt dazu das
CIX. Siocle“, „wird noch manchen Fußkeitt von der öffentlichen
deinung empfangen bis zu dem Tage, da es vollends über den
zaufen geworsen wird.“

f Prinz Peter Napoleon (berüchtigt durch den an dem
zournalisten Vicior Noir verübten Meuchelmord) hat Brüssel und
zelgien verlassen und vergaß, so heißt es wenigstens, seine Schulden
u vezahlen. Die fürstlichen Mobilien wurden in einer Salle de
ontes der Vorstadt Irelles öffentlich versteigert. Ob der Prinz
ich nach London zurüdgezogen hat, wo bekannilich seine Frau als
zutzmacherin figurirt, ob er nach Bulgarien gegangen äft, um dem
Fzar aus der Verlegenheit zu helfen (beim Beginn desrussischen
erieges bot Prinz Peter Bonaparte Alexunder II. seine Dienste an)
b er nach Rom geplgert, da er seit einigen Johren unter die
frommen gegangen und nur noch mit Jesuiten verkehrte, konnte
nan bis jetzt nicht in Erfazrung bringen. In Brussel wurde der
Z.inz gänzlich ignorirt.

Das verhaͤngnißvolle Theaterbillet. Im Zuschauerraum
ines Petersburger Theaters hat'sich, wie der dortige Horold
nildete, folgende ssumme, aber nichts destoweniger durchaus · wirk⸗
ame Szene abgespielt. Herc“ A.. eine seit längerer Zait in
51. Pete:“burg sehr „gesuchte“ Persönlichleit — wenigstenssoll
er Gerichta⸗Pr'staweeines bestimmten Bezirls der Residenz. Herrn
l. bereits unzählige Male in seiner Wohnung vergeblich gesucht
aben — erhielt vor wenigen Tagen durch Vermittelunz der Stadt⸗
ost ein nettes, duflendes Briefchen, in dem ein Theaterbillet zu
nem beliebigen neuen Stücke und ein Zettelchen mit den Worfen
ag: Komme gewiß, lieder Karl, es erwartehDich Deine B. K.“
gHerr A., der vielfache intime Beziehuntzen besitzt und in dem
etigen Wechsel der Gegenstände seiner. Empfindungen einen ganz
rsonderen Reiz zu finden scheint, gab sich alle Mühe, die er⸗
»ähnten Anfangsbuchstaben zu einem ihm theuren Namen zu er—⸗
znzen, er war jedoch nicht so glücklch, dies zu erreichen und ver⸗
igle sich mit einer um so größeren? Spannung und Erwartung,
mer der Ersten ins Thealer. Der 1. Alt war zu Ende und
och var Niemand erschienen, um den neben Herrn A. frei geblie⸗
enen Platz in Anspruch zu nehmen; da, mitten in einer spannen⸗
en Scene des 2. Altes wird der Arm des Herrn A. leise berührt;
lektrifch zusammenzuckend, sieht er zur Seite und erblict neben sich
men recht gemuthlich aussehenden Herrn, der ihm leise zuflüsterte
        <pb n="534" />
        Herr A., ich suche Sie seit Wochen vergeblich in Ihrer Wohnung;
ich bin nämlich der Gerichts⸗Pristaw Z3. und soll Sie wegen Ihrer
Schuld an Herrn X. verhaften; um Sie endlich doch zu treffen.
erlaubte ich mir diesen kleinen Scherz, den Sie wohl nicht übel
nehmen. Machen Sie kein Aufsehen und haben Sie die Güte,
nach Schluß des Akltes mit mir zu kommen; ich werde Sie nach
der Wohnung geleiten, die Ihnen Ihre Glaäͤubiger für einige Zeit
anzuweisen für gut befanden.“ Herr A. machte gute Miene zum
bösen Spiele und eine halbe Stunde später vermehrte er die Zahl
der unfreiwilligen Bewohner jenes Hauses, über dessen Einfahrtsthor
man frei nach Schiller die Aufschrift anbringen sollte: Der Uebel
größtes aber sind „Die Schulden“.

FMoskau, 3. Ott. Auf der Strecke Waronesch-Rostow
(am Don) fand ein Essenbahnunfall statt, wobei 7 Waggons in
welchen sich zur Internirung bestimmte Abchasiec, befanden, zertrüm⸗
mert wurden.

dolz schon von den Sägemühlen bearbeitet geliefert, z. B. liefer
die Dampfsägemühle von Karl Kerbber in Cham in: Nürnberg,
velche durch Aufstellung von Hobelmaschinen, fowie einer Füg—
nmaschine und von Trockenöfen wesentlich verbessert und vergrößert
worden ist, die Hobelbretter jezt glatt gefügt mit. Nuthe und Feder
aur genuthet mit Eipsteclfedern oder auch gefalzt, ebenso auch die
zauhen Bretter, ferner nach Muster in allen Facons zu Fußleisten,
Thür⸗ und Wandverkleidungen. Die Waagre wird vor dem Hobeln
in einem Dampfbade bis zu 600 steigend vollständig ausgelaugt,
so daß die fertige Hobelwaare trocken ist und sich nicht mehr ver—
jsieht. Es werden gehobelte Bretser auch für ganze Zimmerlängen
wbgepaßkt, besorgt. Für Hobeln und Fügen wird 12 Pfennige per
Quadratmeter berechnet. Die Säge ist derart eingerichtet, daß sie
per Tag 4 Wagen à 200 Centner fertig hobeln kann. *

Dem Caffe wurde jünast eine neue Eigenschaft abgelauscht;
im gebrannten Zustande soll er als ein besseres Luftreinigungs⸗
mittel sich bewährt haben: Zimmer, wo lange Zeit faules zleisch
lag, werden sofort bewohnbar, wenn ein Pfund gebrannten Caffee⸗
hineingestellt wird. Auch Wilspret hält sich länger, wenn es mit
Teffeepulver bestreut wird, ohne zugleich den Geruch zu verlieren,
wie das bei dem früher dafür angewendeten Kohlenstaub, oder bei
Chlor und anderen Stoffen der Fall gewesen.

Dienstesnachrichten. 2* —

Der Appellationsgerichtsrath Theodor Föll in Zweibrücken
wurde unter anerkennung seiner langsährigen mit Eifer und Treue
v Dienste auf sein Ansuchen in den bleibenden Ruhestand
versetztz.

Der temporär quieszirte vormalige Vorstand des Laidbau—⸗
amtes Speyer, Bauamtmann Ferd. Ziegenhain, wurde
wegen Krankheit unter Anerkennung seiner mit Eifer und Treue
geleisteten Dienste in den Rubestand für immer verfetzt.

—X
Handels- und Berkehrs-Nachrichten.

Die Veränderungen, welche der gestrige Wochenausweis der Rsich s⸗
banc zeigt, sind so bedeutend, daß man wohl eine weitere Diskontoerhöhung
rwarten darf. Der Metallbestand hat um 13/2, der Vorrath an Reichs-
lassenscheinen um 22/0, an sonstigen Aktiven um 5 Millionen abgenommen.
Dagegen haben sich die Wechsel vermehrt um 50 Millionen, der Lombard um
79/5 und der Notenumlauf um 52 Millionen.

Für die Redaction verantwortlich F. X. Deme tz.

Gemeinnütziges.

Die Holzbearbeitung wird demnächst ganz von Ma⸗
schinen besorgt werden. Nicht blos, daß die betreffenden Fabriken
und Handwerker sich Maschinen anschaffen, sondern es wird das

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1. Das Hochzeitsfest. 2. Lustige Geschichte aus dem sachsischen Voigt⸗
ande. 3. Ehestands-Recept. 4. Sie ist an Allem Schuld. 5. Neum
Schwaben. 6. Drei Schneider. 7. Der Stadtsoldat. 8. Ich bin unterwegs.
). Jude und Postillon. 10. Ein guter Sohn. 11. So wäas ist mir noch
uicht passirt. 12. Der Materialist. 13. Eine gute Spekulation. 14. Detr
ꝛetrogene Teufel. 15. Da muß ich meine Frau erst fragen. 16. Liebesbrief
eines Schneiders. 17. Eulenspiegel. 18. Ick bin gar nicht der Rechte. 19.
Wer wohl das schönste Mädhen hat. 20. Das weiß nur der Haustknecht.
21. Hans ist an Allem Schuld. 22. Mutter, ich bin beim Doktor gewesen.
23. Die Beichte. 24. Das Kanapee. 25. Die Weiber von Weinsberg. 26.
Bom alten Fritz. 27. Der Rattenfänger. 28. Ein Vater war. 29. Jodel.
30. Der Schneiderjunge. 31. Der rechte Glaube. 82. Die Maus in der
danone. 33. Provisor und Eckensteher. 84. Advokaten-Taxe. 35. Der Abt.
36. Die ölzerne Bein. 87. ABC-Buch der Liebe. 38. Thomas Haase. 89
Der Schlossergeselle. 40. Ein Wort gibt das andere. 41,. Die selige Frau.
142. Ein strenger Vater. 48. Männer und Hüte. 44. Assessor, Pastor und
dieutenant. 45. Der Schneider in der Fremde. 46. Uhren und Menschen.
17. Die große Baßgeige. 48. Drei Wochen vor Ostern. 49. Tod und
Doktor. 50. Wenn ich die Frauen schau. 51. Wie heißt der Mann? 52.
Die zwölf Monate. 53. Der Welt ist nichts recht. 54. Pfeffertuchen. 55.
Der Bräutigamsspiegel. 56. Blauer Montag. 57. Als ich auf der Reise.
38. Mir und mich. 59. Vom Chassepot. 60. Liebes-Erklärung. 61. Sie
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B
3
Deutsches Reich.

München, 4. Oct. Von den Mitaliedern des Finanzaus⸗
schusses der Abgeordnetenkanmer soll namenttich Abgeordneter Schels
der Ansicht sein, daß der in der nächsten Finanzper ode sich ergebende
Ausfall nicht durch Steuecerhöhung, sondern durch ein Anlehen zu
decken wäre. Diese Ansicht soll indessen, wenigstens bis jetzt, nicht
biele Anhänger zahlen.

Berlin, 2. Ociober. Von fachmännischer Seite wird heute
in der „NateZig.“ der Nachweis geliefert, daß Rußland seinen
Zrieg gegen die Türkei schon überwiegend mit neu geschaffenem
Papiergeid hat sühren müssen. Das Pedgnostilon, welches die fi⸗
nanc elle Autorität jenes russenfreundlichen Blattes Angesichts dieser
Thatsache für die nächste Zukunst Rußlands zu stellen sich vorbehält,
tann natürl'ch nicht sehr güastig ausfallen. Gleichwohl versichert
uns ein officibies St. Petersburger Ocgan, daß gegenwärtig nur
militärische Rücksichten maßgebend sesen, und eine diplomatische
Action erst später in Frage kommen könne. Mit anderen Worten
also wäre Rußland nach wie. vor entschlossen, trotz seiner financiellen
Verlegenheiten, trotz semer mililärischen Mißerfolge und trotz der
furchtbaren Op'er, welcher dieser unselige Kampf ihm auferlegt hat,
denselben bs zur vollständigen eigenen Erschöpfung oder bis zu
derjenigen seines Gegners foitzusetzen. Inzwischen verrathen die
sehnsüchtigen Blichke, welche von der Newa her nach einer Coope⸗
ration befreundetet Großmächte geworfen werden, sowie die Anstren⸗
zungen der russischen Dipliomatie, Serb en und Griechenland in die
Aetion zu drängen, daß die Kräfte des Czären-Reiches zu erlahmen
beginnen. Darauf stützt sich denn auch die in ehnem afficiösen
Wiener Blatt zum Ausdruck gelangte Hoffnung auf die Führerschaft
Desterreich Unganns im. Orient — eme Hoffnung, die ohne Zweifel
durch die Salzburger Unterredungen genährt sein dürfte, da der
leitende Staatsmann Deuischlands schon bei früheren Gelegenheiten
jenes Ziel als die Aufgabe der östetreichische ngarischen Politik be⸗
zeichnet hat. Juwiewe t solche Besttebungen mit der späterhin Ruß⸗
land vindicirten „Cultuc-Htission? auf der Ballan-Halbinsel iu Ein—
tlaug zu bringen sind, ist freilich ein schwet zu lösendes Rätdsel.

A. 3.)

Berlin, 3. Olt. Für den wahrscheinlichen Fall, daß eine
Verständigung über den neuen Handelsvertrag mit Oesterreich-Ungarn
nicht zu Stande kommt, ist die Verlängerung des bestehenden Ver⸗
trags bis Ende 1878 in Aussicht genommen.

Berlin, 3..Okt. Wie alljährlich, so tauchen auch jetzt
jurz vor Beginn der Landtagserdffnung wieder Gerüchte von par⸗
iellen Ministerkrisen auf, um dald darauf mit oder ohne Berechti⸗
gung wieder zu verschwinden. Diesmal ist der Handelsmin' ster
Dr. Achenbach, dessen Stellung die „Kreuzzeitung“ als erschüttert
dezeichnet; doch dürfte dies wohl mehr ein Wunsch des feudalen
—X Hrn. Achenbach keine Sy npathie hat.“

Die „Vessische Zeg.“ schreiht: Kaum sind dee Gerüchte, daß
Fürst Bismarck bestrebt sei, sich des eigenwilligen Finanzministers
zu entledigen, wieder verstummt oder wenigstens in den Hiuter⸗
Zzrund gedrängt, so läßt die Kreuzz.“ eine neue dartielle Minister⸗
lrisis am Horizonte erscheinen, indem sie an der Sp tze ihrer Ber⸗
liner Nachrichten schreibt: „Es sind Gerüchte verbreitel, daß die
—AI
erachten sei; insbiso dere werden Zweifel laut, ob er bis zum
däichsten Reichssage im Amte verbdleiben werde. Wir notiren vor⸗
zäufig hier nur das Vorhandensein dieser Gerüchte.“ Es gibt
Leute, besonders in der industriereichen Heimath des Herrn Achen⸗
bach, die eben so dringend seine Besestigung verlangen, wie die
des Herrn Camphausen, obgleih er sith ohne Zweifei viel geneit ter
zezeigt, manche ihrer Wünsche zu erfüllen, als sein Kollege vom
Finanz- Dep artement. Aber würde ihnen ein ewaiger Nachlolger
mehr: Gewahr leisten, daß der Re'chstag einer Aenderung der Zoll⸗
bomt zustimmte, oder önnte Fürst Bismarck glauben, daß vielleicht
Hr. Maybach als preuß scher Handelsminister die Reichseisenbahn⸗
Idee besser soͤrdern würde ?

* —F

—

Das Organ des fürkischen Kriegsministeriums, die in fran⸗
zösischer und mirkischer Sprache erscheinende „Verite“, begleitete die
hekannte Depesche, mit welcher unser Kaiser Wilhelm das unter
einem Kommando stehende russische Garderegiment bei dem Aus⸗
narsche nach dem Kriegsschauplatze beglüdwünschte, mit folgenden
Worten:“ 3

„Diese in dem Augenblicke ausgesprochenen Glückwünsche, in
velchein das Regiment im Begriffe steht, in die Aktion einzutresen,
ind bedeuisam genag, um von ihnen Notiz zu nehmen. Alle Völ⸗
errechts: Doktrinen, mit Ausnahme viellescht derjenigen, welche Herr
Professor Bluntschli ad usum Russiae zusammengedoktert hat,
timmen darin überein, daß hiermit thaisächlich eine Intervention,
ein unverkennbares Aufgeben der Neutralität ausgesprochen ist. Es
st jetzt nicht mehr möglich, die Kooperation Preußens in dem von
stußland begonnenen Kriege zu leugnen. Wenn nicht schon das
decht auf Seiten der türkischen Armee wäre, so dürfte diese kaiser⸗
ich⸗· deutsche Kundgebung und die für Frankreich verlttzende Form,
n welche sie getleidet ist — in der ganz ohne Veranlassung die
Wunde von 1871 wieder aufger ssen worden — Grund genug sein,
im die Sympathien Ftankreichs füt die Türkei zu rechtfertigen.“

Sollte die Piorte wirklich glauben, daß ihr die franzoͤsischen
Zympathien so nützlich sein dürften, wie den Russen diejenigen der
deutschen Regierungg?ẽ?? J

Ausland.

Wien, 4. Olt. Ueder Mehemed Ali's Absetzung und die
Berufung Suleiman's verlautet in diplomatischen Kreisen. Mehemed
Ali habe sich geweigert, mit den vorhandenen, Ichlecht ejugeliblen
Truppen die Jantra Linie anzugreifen, worauf, die Frage an Sulei⸗
nan gerichtet wurde, Vob er dazu bereit sei. Uls dieser besahle,
'olgte der Kommandowechsel. ———

Nach dem Wiener „Tagblatt“ richtete der Fürst von Mon⸗
denegro em Schreiben an den Czaren, worin et ertlärt“ er
palie mit der Befretung der oberen Herzegowing seine Haupiaufgabe
iür erreicht; üder Baujani hinaus wolle er nicht gehen.

Paris, 4. Ott. Der Proceß gegen Gawbetta gelangt am
nächsten Mittwoch vor dem Appellhofe zur Verhandlung. **

„Daily News“ melden aus Karaj al, vom 8. Oktober über
die bereits gestern gemeldete Schlacht: Heute früh wurde ein all⸗
gemeiner Angriff gegen Mukhtar Paschas ganze Linie gerichtet.
Seuneral Loris Melitoff südrte das Commando. Der Sclüssel von
Mulhtar Paschas Position, von nur einem einzigen Bataillon ver⸗
heidigt, wurde von 3 Seiten angegriffen und genommen, das Ba⸗
caillon aufgerieben. Die Türken versuchten. Paulet wiederzunehmen,
vurden aber zuurückgeworfen. Die Russeir;“ welche 1500 Todie
ind Veiwundete verloren, bivouakirten auf den eroberten Positionen.
Der Wiederbegian des Kanpfes wird exwartet. General Loris
Hdelitoff veabsichtigte, Muthtar Pascha von Kars abzuschneiden und
vußie die Tütken übet seine Bewegungen zu täuschen.

Schum'la, 83. Olt. (H. T. B.)' Die Türken haben sich
im rechten User des Lom verschanzt, da sie eine russische Offensive
„efürchteten. — In Rasgrad sind zwei bulgarische Spione hinge⸗
richtet wordden.

Kopstantinopel, 8. Olt. (H. T. B) Der Minister
der auswärtigen Angelegenheiten hat an die Vertretet der Pforte
m Auslande folgendes Telegramm gerichtet: Als einen weiteren
beweis der vom Feinde gegenüber der wehrlosen imuselmäunischen
Bedoltexung brobachteten grausamen Handlugzsweise theilt Kiazim
Bey, Kommandeur des Regimenis Fethie der hiesigen Regierung
folgenden Vorfall mit
Eine Esladron Kosaken und 150 insurgirie Bulgaren üÜber⸗
fielen den Fleden Izdor, welcher nicht mit türkischen Truppen be—
eßt war, und stechken denselben in Brand, nahdem fie die Woh⸗
aurgen ausgeplündert hatten. Die unglücklichen Bewohner wurden
nit fortgeführt', theils an die Pferdeschweife, iheils an die mit
Beute beladenen Wagen gebunden. Die Gefangenen halten die
zrausamste Behandlung zu erdulden und wurden aus ihrer vein⸗

—
        <pb n="536" />
        lichen Lage durch das Herbeieilen einer durch den Feuerschein allar⸗
mirlen Eskadron des Regiments Fethie befreit. Die Kosalen und
Bulgaren wurden vallltändig geschlagen.

Vermisqhtes.

Zweibrücken. Das hiesige Gymnasium mit Lateinschule
ist in diefem Jahre so stark besucht, wie schon seit mehr als 20
Jahren nicht mehr.

FKaiserblautern, *. Oct. Zur Aufnahme in die hie—
sige Realschuie meldeten sich bei Beginn des neuen Schuljahres 292
Schuͤler an, 30 mehr als im Vorjahr. (t. 3.)

f Aus der Pfalz. Unter den bei der Aussiellung von
Arbeiten der vervielfältigenden Künste in Nurnberg Preisgekrönten
befindet sich auch eine Pfälzer Firma, nämlich die Dingler'sche Ma⸗
schinenfabril in Zweibrücken, welche in der Gruppe „Mechanik der
Vervielfältigung“ einen Preis erhielt.

Das Bad Kissingen war nach amtlicher Zusammenstel⸗
lung in diesem Jahre voa 8790 Kurgästen und 2788 Passanten;
das Bad Bruckenuu von 880 Kurgästen und 430 Passanten; Bod
let von 212 Kurgasten und 380 Passauten besucht.

In Heugrnmbach fsind 18 vollgefüllte Scheumn, 5
Wohnhänser abgebrannt und 8 Wobrgebaude tuinds geworden, daß
ihre Herstellung einem Neubaue gleichkommt.

Wirniich, 3. Ott. Schon wieder ist über ein großes
Brandunglück zu berichten, welches uns heute betroffen hat. In
der Brauerei von Elsen brach heute Nachmitiag Feuer aus und
verzehtte in kurzer Zeit ca. 25 Gebäude.

Frankfurt, 1. Ott. Der Redacteur des, Volksfreundes“
Herr H. Schäfer von Mainz erschien heute vor der hiesigen Straf⸗
ammer, unter der Anklage der Beleidigung und Majestätsbeleidigung.
Der Gerichishof erlanme wegen Bileidigung des Feldwebels Bischoi

zuf eine Gefängnißstrafe von 14 Tagen, wegen Majestatsbeleidigung
nuf eine Zusahstrafe von 8 Monaten und Urtheilspublikation im
Volksfreunde, falls er nicht mehr bestehen sollte, auf Veirdffent ·
ichung im „Intelligenzblatt“; gleichzeitig wurde Haftbefehl erlassen.

Ein Kaufmann in Frantfurt a. M. haite mit einem anderen
Differenzen und schrieb ihm darob einen energischen Brief. Um
demselben zu zeigen, welche Achtunz er vor ihm habe, unterschrieb
er, „ohne Achtung“ X. Der Adrefsat ließ dieses Schreiben von
seinem Anwalt auf“s Rugegericht verbringen und eine Klage auf
Beleidigung erstellen. Die Richter fanden solche in der That und
derurtheilten den Angellagten in eine Geidbuße von 30. M. und
in die Kosten.

Wie man Soldaten zum Todesmuth vdegeistert. Vom Gene⸗
tal Gorschkow, der sich bei Plewna auszeichnete, erzählt die, Petersb.
Ztg.“ Folgendes: Eine Granote fiel direlt vor der Schnauze seines
pferdes nieder, welches danach jchnupperte. „Ew. Excellenz! eine
Hlanate!“ schrieen die Sotdaten und machten Halt. — Was
Jehus Euch an?“ sagte Gorschkow. „Marsch vorwärts! Ich habe
inige Tausend Rubel jahrlicher Einlünfte und ein Haus in Peters-
burg: folglich habe ich eiwas, um das es mit leid sein könnte,
und doch fliehe ich nicht vor dem Feinde. Aber was habt Ihr?
Außer Flöhen habt Ihr gar nichts. Marich vorwäris !“
Gemeinnütziges.

Leim wasserdicht zu machen. Man erweicht den
Leim in kaltem Wasser bis er eine weiche, gallerartige Masse bildet
und löst diese dann vollends bei gelinder Waärme in Leindlfirniß
quf. Dieser Leim trodhget seht bald und damit aufgeleimte Four⸗
gire lösen sich in seuchter Luft nicht ab.
— — — — —
Fur die Redaction verantwortlich F. X Demeß.
Arbeiter⸗Bildungs⸗
Verein.

Zu verkaufen:
eme größere Parthie Dung.
F. Lehnert, Hoꝛel Laur.
Frucht Brod⸗ und
Fleisch⸗Preise der Stadt
Zweibrücken vom 4. Ociob.
Weizen 12 M. 185 Pf. Korn
09 M. 21 Pf. Gerste 2reihige
0 M. — Pf. Gerste cih.
0 M. — Pf Spel; 08 M.
01 Pf. Spelzkern — M. —
Pfg. Dinkel — M. — Pfa.
Piischfrucht O M. — Pf. Hafer
b M. 62 Pf. Heu 2 M. 40
Pf. Stroh 2 M. 20 Pf. Kar⸗
soffeln 2 M. 10 Pf. per CEtr.
Weißbrod 123 Ko. 588 Pf. Korn⸗
hrod 8 Ko. 81 Pf. ditto 2 Ko.
54 Pf. ditto 1 Kilo. 27 Pf.
Bemischibrod 8 Kilo. O M. 99Pf.
Paar Wed 190 Gramm 6 pf.
Rindfl. 1. Qual. 70 Pf. 2.
Qual. 60 Pf. Kalbfl. 70 Pf.
damfl. 70 Pf. Schweinefl. 70
Bf. Buter 1M. 12 Pf. per Pfd.

Auszug
aus den Registern des Standes⸗
amtsbezirkes St. Ingbert pro
Monat Septenber 1877.

Klein. Peter, S. von Peter
Schmitt. 30. Ludwig —X
S. v. Peier Joseph Udl. Georg,
S. v. Joh. Joseph Weidmann.
Ishann, S. v. Sebast. weüller.
A. Geburten: B. Eheschließungen:

1. Sept. Nitolaus, S. von 8. Sept. Joserh Jost mit
Kari Schmelzet. Maria Magd.,, Nagdalena Weißgerber. 18.
e een Seeibach, iwbig. Jatod Feichtner wit Carolina
2. Margareiha, T. von Peter Fischer. 18. Ernst August Stein⸗
Fwerle 8. Lina, T. v. Gustav ausen mit Maria Katharina
Dainrich Mäüller. 4. Joscph, diebß 20. Peter Jung mit
*. v. Joseph Schmitt. Elisab., Anna Rohe. 25. Nilolaus
T. don Peler Jungfleisch. 6. Sdhweitzer mit Maria Robr.
Füsabelthu, T. v. Kati Unbehend. 27. Nuͤolaus Kopp mit Kath.
5. Philipp, S. v. Phil. Becker Schwerher.

Maria Elisabeiha und Ludwig, C. Sterbfälle:
Zwillinge von Ludwig Mercker. 1. Sept. Margar. Schmel⸗
Philipp. S. v. Philipp Günther zer, 50 J. alt, Ehefscau von
Johann Jalob August, S. v RNil. Mayer. 2. David Nikol.,
Jalob Schwinn. 10. Mario, 1 J. 4 M. alt, S. v. Hein⸗
T. v. Johann Theobald. 11. xich Wilhelm. 8. Katharina
Vertrauda, T. v. Johann Schu- Luck, 64 J. alt, Ehefrau von
macher. 12. Katharina und Georg Wagner. 7. Elisabetha
Flisabetha, Zwillinge von Hrch. Niläs, 26 J. alt, Ehefrau von
Schmitt. 13. Johann, S. v. Peier Rapplinger. 11. Carl
Ludwig Fichter. Elisabetha, T. Wwrichael Laur, 68 J. alt, Ehem.
d. Icdod Zeller. 15. Lorenz, von Lou sa Lindemann. 13.
S. d. Johann Eberhard Stein⸗ Jatob, 10 M. alt, S. v. Pet.
metz. 19. Christian, T. von Legner. 15. Michael Georg,
Andeeas Thiery. 22. Heinrich 38 J. alt, Ehem. v Elisabetha
S. v. Margareiba Steffen. 28 Uhl. 17. Sixtus Albert Anton,
Auna, Tochier v. Joseph Oster. 6 M. alt, S. v. Albert Schult⸗
August, S. von Peter Dudy. heiß. 19. Georg, 2 J. 4M.
Beorg Nikolaus, S. v. Jalob olt, S. v. Jos ph Stolz Ww.
Bleeßs. 24. Johann, S. von Nilolaus, 3 M. alt, S. von
Ritolaus Wild. Johann Joseph Claudius Morlo. 20. Valentin
arl, S. v. Jakob Baus. Fried. Schwerdt, 38 J. alt, Ehemann
rich Johann Michael, S. von von Elisadetha Derschang. 21.
Miͤchael. Julie Therese, T. v. Gertraude, 11 T. alt, T. von
Zalenin Schwaan. 25. Her.· Johann Schumacher. 29. Fried⸗
mann Otio, S.v. Herm. Lud z. ich, 3M. 8 T. alt, S. von
Theodor, S. von Weorg Reich Jatob Metz. 30. Theresia Leon⸗
26. Peter, S. v. Andr. Gaaster hardt, 24 J. alt, Ehefrau von
Jatob Moximilian, S. v. Jakob Mathias Lill.g.
Blessing. 28. Elisabeiha, T Fur richtigen Auszug:
d. Jobann Joseph Schweihtzer St. Jugbert. 8. Otiover 1877.
28. Barbara, T. v. Maria/ Der Standesbeamte:
Lamvel. 20 Karl. S. p. Joh. Custer.

Demer in —e—t Ingbert.

Montag:

Vortrag, Unterhaltendes
U— M,aur.
Mont⸗Oen 1877

mit
Sauer⸗
kraut.
*ang 6 Uhr Abends.
Allgemeine
Wochsel
zu Jedermanns Gebrauch
erE.s P, 25 St. 50 Pf.
sind zu haben in der
Buch⸗ und Steindruck erei
— X. Demetæ.
„Deutsehe Töpferzeitung“.
Organ fur Topfer, Porzellan-und Ofenfa hrikanten,
Zigier und ie üamit verwandten Industriezwei ge.
Herausgegeben von Prn st Haupt.
Verlag: Erpedition der „Deutsehen Töpferzeitung“
(Ernst Haupt) in Naumburg ass.

Erscheint alle 8 Tage. Abonnemoentspreis pro Quartal
3 MAx. — 21. deter. Wahrung. Bestellungen nehmen alle
Buckbandlungen des In- und Auslandes. desgleichen alle Post-
anstalten an.

Annoncen werden die dreigespaltene Petitzeilo oder deron
Raum mit 20 Pf. berechnet. Die Aufgabe kann direkt oder
durch die Annoncen-Expeditionen von Rud. Mosse. Haasen-
atein &amp; Vogler u. s. w. erfolgen.

Fingetragen im Postreitunmgs-Catalog, 6. Nachtrag, Nr.
X
Ausser Aufsatzen aus der Peder grösstentheils praktischer
Mitarbeiler bringt dio Wochenschrift Abbildungen von Bren-
dsen, Schlemmaschinen Aufklarung uber Glasur u. s. v. und
vchen Frobenummer ratis und franeo zau Dienseten.
—
7

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— — —
— ——
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöhentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗
age, euscheim woͤchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Sanstag und Sonntag. Der Abounnementspreis beträgt vierteljahrlich
Mark 20 R.Pfz. Anzeizen werden mit A0. Pjg., von Aaßouürts mit 15, Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder, deren Raum, Neclamen“
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet. ʒ
— Diendtag, den 9. Oktober . να5 1877.
— — — —

— ———
Deutsches Reich.

München, 6. Otlti Nach den Mittheilungen, welche im
Finanzausschusse gemacht wurden, schließt das Jahr 1876 mit eirein
isct vrest von rund 2,076,000 M. Was jedoch das Jahr 1877
nbelangte, so läßt sich der Ausfall an den Forsteinnahmm bereits
eststellen, er entz'ffert 4,577,000 M. Nach anderweitigen Mit—
heilungen besteht jedoh Aussicht, daß das Deficit in der 13. Finanz⸗
Jeriode, Jahr 1876,77, nicht sehr bedeutend sein wird, denn der
Nalzaufschtag liefert eine Mehreinnahme und die Erträguisse der
fisenbahn steigen seit mehreren Vonaten in ganz unerwarterer sehr
rfreulicher Werse. — Der Finanzminister wird in der nächsten
S'tzung, am kommenden Mittwoch, die Interpellation wegen der
stürnberger Band beantwerten. De in Bamberg veruntreute Summe
eträgt 2, 100,000 M. — Die Budgetverhandlungen werden diesmal
chwerlich so glatt ablausen als das letzte Mal. N. C.)

Nussand.

Wien, 6. Okt. Die dem Grafen Andrassy nahestehende
„Correspondence generale“ veröffentlicht die Antwortnote der Pforte
iuf die Beschwerdenote, die der dentsche Bolschafter in Konstan-
inopel, Prinz Reuß, wegen der Salonichi-Affanre unterm 29.
dugust übergeben hat. Die P'orte erklärt in ihrer Antwort in
ehr jchroffem Tsane, sie könne nichts Weiteres in der Soche ghun,
denn der Gerechtigkeit sei vollstes Genüge geleistet. ,57

.Wien, 7. Oft. Die „Neue Freie Presse“ not ficirt das
gerücht, e8 werde in höchsten Kreisen beabsichtigt, den Kronprinzen
Kudoif in nicht ferner Zeit zum König von Ungarn krönen zu
assen. —RV — V

Wien, 7. Okt. Das ‚Tagblatt“ meldet aus Vularist:
zuverlässig verlautet, daß Großfürst Wlad'mit demnächst eine wich-
ige Missionsreise nach Verlin antreten werde. — Ein Briefder
„Presse“ aus Athen nieldet, die königliche Reg'erung werde ihr
Möglichsles auftirten, um ebensowohl tinem kriegszischen Zusammen⸗
toß mit der Psorte, als einen antitürkischen Voiksaufsstand zu dere
üien. — Aus Tifls wird demselben Blatte vom. 5. Okloder ge⸗
neldel: Gestern Nach wittag faund ein neuerlcher heftiger Zusamuenstoß
nit den Truppen Mukhtar Pischas bei Kiseltepe statt. Die Turten
etirirten nach kurzem Handgemenge beinahe wie auf w'lder Flucht
egen Sobotan. Heute werd die Fortsehung des Kampfes erwartet.

Wien, 7. Okt. Die offi,ioöse Montagsrebse sagt dei Be—
prechung der Kreegslaze: Nachdem Rußland seinen Euischluß, den
erieg im künftigen Jahre fortzesetzen, auf das Bestimmteste erklärt
jad und von. maßedender Stelle ausgesprochen worden ist, daß in
»em gegenwärtigen Zeitpunkte die Diplomatie noch nicht zum Worte
ommen fönne, ist ein zweiter Feldzug gewiß. Was jedoch im rus—
ischen Kriegsprogramme dem europäischen Programme enisprach,
edarf keires z veiten Feldzugs, wie es auqh des eisten nicht bedurste.
der nächst: Feldzug wird ucht mehr für europäische, so dern für
ie indiv'duellen Interessen Rußlands vor sich gehen, die durch vie
ugenbleckliche Situatzon kompromittirt und geiährdet erscheinen.
fFür Eusopa hat auch der Wiederbeginn des Krieges keine Gejahr,
a die Lokalisirung desselben zu Beginn schwerer war, als heute.
Ulle neutralen Machte werden etwaige Symptome allmaliget Er⸗
üchterung sosort zu ifassen haben, um beiden Kriegführenden gol-,
ene Friedens brüchen zu bauen.

Budapest, 7. Okt. Die hier eingetroffenen jüngsten De—
»eschen aus Konstant vopel konstatiren, „daß durch die Hultung (2)
»es deutschen Boischafiers die Beziehungen zwischen dem Prinzen
steuß und der Pforie im höchsten Grade gespannt“ jeten. Man
rwartet das Wiedererscheinen des deutschen Geschwaders in den tür⸗
ischen Gewässern. — 130

Paryus, 7. Olt. Das nunmehr bekannt gewordene Wahl⸗
zrogramm Gambeitaä's betont, „Frankreich stehe im Begrfff, sich
atüber auszusprechen, wie es üher das gegenwärtive Kabinet und
ie der persöntchen Politik des Staalsoberhauptes entsprechenden
dand ungen desselben, sowie über die nicht zu rchtferiigende Auf⸗
ojung der lchzten Deputirtenlammer denke. Frankreich wolle die

Kepublik ols diejenige Regierung, die für dasselbe nothwendig fei.
rrankreich wolle nicht die „moralische Ordnung“ sondern die nepu⸗
litanische Ordnung b gründen, Frankteich werde aussprechen, daß
s sich der Herrschaft' der' Kler.kalen entziehen wolle, und daß es
ine Dektator-Poliunk verurtheile, die dem zum Kandidaten eines
Zlebiszits umgewandelten Chef der Extkutivgewälf keine andere
Bahl kasse, als diejenige, sich zu unterwerfen oder sein Amt nieder⸗
nlegen. J is

Paris, 7. Oktober. Gegen Gambetta ist gutem Vernehmen
nach wegen des heute veröffentlichten Wahlprozramms ein aberma⸗-
iges gerichtliches Bergehen in Aussihht genommen;; zur Verhinde—
ung der Vetbteitung des Wahlprogramms sollen jcdoch keine Maß⸗“
egeln angeordnet sen.

Rom, 7. Okt. Die „Opinione? hält heut ihre gestern gee
rachte Nachricht aufrccht, daß- unter Vermittelung Crispr's ein
zündniß zwischen Italien und Deutschland unter Zustemniung
Hesterre chs (Saliburger Entrevut) abgeschlossen sei. Die ministe⸗
ellen Blätter „Italie“ und „Bertsaglierr“ jome der antimin sterielle.
Faufulla“, dementiren die Nachricht, der „Op nio e“. Oogleich die
Zeziehungen zwischen Deutschtande nd Italien vor zügliche: sind,
vurde keine Allianz von Deutschlaud proponirt; noch ubgejchlossen.

Belgrad, 6. Ott. Dieserbitjche Regerurg destellten in
Paris 60 000 complete Anzüge für das active Militar. Die
Lieferung dieser Anzüge soll nach sechs Wochen erfolgen und baar
dezahlt werden. A. 3.)

Bukarest, 6. Olt. Prixz Arnulf von Bahyern ist auf
der Resse in das Haup quartier hier eingetroffen. Wegen der „un—
zesunden Lage“ von Gorni⸗-Studen ist die Verlegung des russischen
dauptquartiers nach dem böher gelegenen Sistowa in Auessicht
genomnen.

Petersburg, 6. Oklt. Oifiziell aus Plewna bom 4.:
Um 1. erbeutete Oberst Lewis auf der Chausse von Plewna nach
Sofia mit dem Regiment Wladikawkas beim Dorj Radomiri einen
üctkischen Trankport mt Salz, Cheninund anderen Arzneimitteln,
000 Stück Bieh und 80 Pferden.“ Erzeestöcte auch die Brücke
ei Radomirzi uns die von Türken w'eder heracslellie Telegraphen—
inie. Am 2. wurde die Brücke beim Dof Tschezmenbreg ver⸗
»rannt. Heute fahren unsere Batt⸗rien fort, Plewna zu beich eßen.
Weiter niats Neues. Bei der Rustschuker Armee kommen blos
Borpostengefechte vor. Auf der Straße nach Osmanbazar und am
Balkan ist Alles ruhig. VVV

Rubland hat wiederum 700 Krupp'sche GußstahlKanonen
n Essen besiellt. Lieferungstermin Monat April.

Vermisihtes.

* St. Ingbet, 9. Ott. Bezüglich des Uanterr'chts im
ArbeitereJildungs Verein ist zu bemerlen, daß derselbe nur Mit⸗
zliedern zugängig ist, und also Jene, welche deuselben besuchen
vollen, vorerst Mitglied werden müssen.

Der diesjährige Curs in der Buchführung befaßt sich
nit der Conto Corrent: Lehre nach dex progresjsiven Methode sammt
inschlägigem Rechnen; feruner Wechisell hrennedst Discontrechnen,
Dezimalrechnen und dessen Anwendung auf das praktische Leben
ind Procentlehre, insbesondere Gewinne und Verlusirechnen. F

Der Zeichnenunterricht begreifi: Freihandzeichnen
ach Körpermodellen, Vorzeichnen und Vorlagen. Geübtere Zeichner
aben Fachzeichnen. Nach Zeichnungen werden Modelle angefertigt.
pater Linearzeichnen. Bem Zeichner wird außer deu geñ. Lehr—
nutteln auch noch reiches Matertial geboten in mehreren Vänden
er „Stuttzarter Gewerbehalle“, auf welch« Zeiischeift der Verein
aufend abonnirt ist und welche stets Neuestes auf allen Gebieten
»es Gewerbes und Handwerkes zur Kenntniß bringt. 4

Den unlerhaltenden Thetl bietet der Verein in seiner Biblio—⸗
bek und seinen Zeitschriften, namentlich aber in seinen montkägigen
Unterhaltungsabenden. Das stetige Proßramm derselben umfaßt:
borirag oder Vorlesung, Besprechung aufgeworfener Fragen, Dei.
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        lamationen, Anekdoten und Gesang. Das wodhlgeheizte und be⸗
leuchtete Lotal und ein Glas Bier „vom Faß“ sodedert dabei die
Freiheit der Unterhaltung. Als Vorsragsgegenstände siehen zunänst
in Aussicht: „Bau des menschlichen Körpers“; „Die Wärme und
das Thermometer“ 3 „Die Sparsamleit“; „Der urbeiterkatech smus“
u. m. A. — Zu diesen Unterhaltungen dürfen ouch hiesine RNicht
miiglieder eingeführt werden und dürften dieselben um so mehr
zum Besuche aufgemuntert werden, als bei solchen Versammlungen
eine wohlthuende bescheidene Heiterkeit der durchgehende Ton bisher
gewesen ist und gewiß auch in Zukunft bleiben wird.
Neustadt, 7. Ott. Auf die von den Bierbrauern
Naiserblauterns an die Kollegen dir Pfalz ergangene Einladung
zu einer Besprechung über die von der Regierung beabsichtigte Ein—
führung des Malzaufschlages und die dagegen zu ergreifenden Maß
regeln hatten sich gestern im Saalbau dahier 38 Bierhrauer, reip.
deten Vertreter, darunter sämmiliche bedeutende Firmen dieser
Branche in der Pfalz, eingefunden. Nach Eröffnung der Versamm—
lung durch Di. Orth wurde zur Beldung des Bureau geschritten
und folgende Herren gewählt: Dr. Oecth von Kaiserslautern, Vor—
fihender; Graf von Kaiserstautern, Secretär; Heiß von Zwei·
hrücken, Schneider von Landau, Geisel von Neustadt a. H. und
Fischbdach von Speyer, Beisitzerde. Die seht lebdbaften Debaiten
über den vorliegenden Gegenstaud fanden ihren Adschluß in folgenden
Resolutionen: 1. Die heute in Neustadt a. H. yerjammelten Brauer
protestiren gegen die neue Regierungsborlage von Jahr 1877, den
Malzaufschlag in der Pfatz beir ffend, als eine Verletzung des Ge⸗
setzes vom Jahre 1868 Art. 104, da dessen Voraussetz ingen zur
Fluführung des Malzausschlages in der Pfalz nicht vo lregen. 2.
Sie erklären, daß bei der isolirten Lage unserer Provinz und der
seit dem Jaht 1870 in den angrenzenden Nachbarländern eingeführten
Brausteuer die Besteuerung unserer Brauereien nach dem Reichsgesetz
bom 81. Mai 1872, mit Aufhebang des bis jetzt bestandenen
Sieuerbeiichlags von 100,000 fl. als die geeianetiste zu betrachten

sei. 8. Sie beschließen ferner, ein Comite zur weiteren Wahrung
ihrer Interessen in dieser Sache zu ernennen, welches mit den
Rechte der CTooptation aus den Brauern Ka'serslauterns bestehen
foll. — Diesem Comite bleibt demnach die Aufgabe vorbehalten,
fich mit den Abgeordnelen der Pfalz zur Etreichung des vorgesteckten
Zieles in Verbindung zu sehtzen.

p In dem Städtchen Cham (Oberpfalz), das schon weder⸗
holt von Feuersbrünsten schwer beimgesucht worden ist hat ein am
5. Okiober Mitlags ausgebrochener Brand gegen 100 Häuser zer⸗
fiört. Am 6. Morgens war das Feuer gelosgt.

pOffenbasch. Feldmarschall v. Moltke, welcher eben mit
einer Anzahl Generalstabsoffizieren die jährliche Uebuugsreise macht,
hielt sich vom 3. bis 5. Ottober hier auf. Er wohnte bei dem
Commercierrath Wecker. Wie auf eine ausgegebene Losung hatte
sich die Stadt ihm zu Ehren beflaggt, und am Abend seiner An⸗
kunft brachte ihm die Bürgerschaft ein Fackelständchen.

F Mainz, 2. Okt. Ein fremder Hund — Halb Neufound⸗
länder — lief gestern Nachmiltag am Rhesne zwischen dem Fisch⸗
uind Blocksthore. Kindermädchen gaben der Anziehungskraft der
Zrieger nach und die Kinder spielten sorglos aa den Rhein⸗
Béschungen. Einer der kleinen irdischen „Ensel“ kugelte über die
Böschung hinab in den Sttom; aber mit Blitzes s hnelle sauste der
gewandte vierbeinige Slwicimer nach und legte das noch winselnde
dind am Ufer meder, sich im raschen Trabe aller Dankes-Ve—
zeigungen entziehend.

FMarnz, 6. Oti. Gestern Abend getitih der von Alzey
nach Marnz fahrerde Gürerzug in der Station Gonsenheim in ein
falsches Geseise, wodurch die Lokomotive entaleiste und 7 Wagen
zerirünmert wurden. Ein E senbahnschaffner soll verwundet sein,
das übrige Personal kam wit dem blosen Schtecken davon. ( W. 3.)
Fur die Redaction verantworilich F. X. Demenß.

Sse

α

* * *
Arbeiter-Bildungs-Verein.
Kommenden Dienstag, 16. Onober, bdegmut ein neuer
Anterrichtsturs und zwar:

Dienstags, Abends 8 Uhr, Buchführur g und Rechnen.

IXYXX

NMittwochs und Samstags Gesang.

Da dem Verein jetzt vorzügliche Vehrmittel zu Gebote siehen,
lo dürfen wir zu recht zahlt icher Bethe ligung einladen⸗

An den Montagen wie bisber gesellige Unterhaltuag für
alle Mitalieder.

Wormslser Academie
für
Landwirthe, Bierbrauer und Muller
drei im Wesentlichen getrennte. stets stark be-uchte Fachlehr-
anstalten (im Jahr 1860 begründet), beginnt das Winterso-
mester am 1. November. - Ausführliche Programmo und
Berichto sind unentgeltlich 2u beziehen durch die Pirection
—A —
*
Heilbar
ist Teuntwahnsiun und zu be—
settigen Trunkenheit mit und ohne
Wissen; glaubhafte Atteste steben
mir zur Seite und leiste für den
Erfolg Garantie. Man
wende sich on Th. Keo-
uetzlay, Droguen- u. Kräutes
hundlung in Grüuberg in
Schlesien.

Der Vorstand.

58323 33 33733
— 2 32830
2 28
*85,73 333
226— 3875
2* —— — 238 4
** — . 8 3
225 23683
* 38 —5— *
2 2 —24 25* 53384
— ? — 228 222
7 278 —83555
—3 * —
503 268 28
z333 5275228
* 2518 ——A 3
— —X
537233 3258555388
—2225 55 63325
523537 2 —
»3z32068 25*555
2* —
2*8 33252
35323 53 2559
—
2c57 235 ⸗ 3
—— 2 325323 8
—
—2 55 — 33 88
F 22533868—3 — 38—3—3358
* 2
—22— ——5868 265 2232

kin großartiger Erfolg
it es ohne — wenn von einemn
Buche 0 Ausiagen erschlenen sind und
um so aroßartiger ist derselbe, wenn
a troz gehafsfiger Angriffe möglich
war und in einer so kurzen —
tZeit, wie solches der Fall bei
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Auskunfts-Bureau
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notariell und Lonsularisch beglau—⸗
bigten Todtenscheinen, sowie alp
gemeine Auskunfisertheilung über

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Posthox 5590. New-Vorx

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Bei B. Hora in Zittau ist erschienen und ducch all
Buchhandlungen zu bez'ehen:
ENameutliches Verzeichniß
ämmtlicher Städte und Flecken des preußischen Staates
und des neuen Reichslandes Elsaß und Lothringen,
nebst neuester Setlenzahl.
Nach amilichen Quellen zusamm'engestelli von T. E. Audon.
Das Wertchen st tabellarisch geortnet: Ortsname Provinz,
Reg'erungebezitk, Kreis, Angabe der Gerichtsbehörden, Appel
lationsg⸗erichte sowie Unsergerichte und Seelenz ibl. Ferner is
dem Werlchen ein Anhang, nach Provirzen grordnet, z. B
Brandenbarg, Pommern ⁊c., incl. Lauendurg beigegeben, so daj
man in jeder Provinz die Oberb hdiden und sonst Ben.erkene?
werthes berzeichnet findet und sich leicht orientiren kann. Die
Residenz macht den Anfaug und so folgen alle Provinzen b'ts
auf Lauenburg. Deses mühsam bearbeitete Werlchen kostet
Marfk anf iechs vessellte Erxen vlare das siebente ar fißs

Dies vorzügliche populär⸗

medicinische Werk kann mit —
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sedrie Heumittel pur Beseinigunge
ihrer Leiden anwenden wollen, dringend
suͤr Durchsicht empfohlen werden. Die
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außerordentlichen Veilersolge und fint
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rauen nicht getauscht wird. Obiges
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kostende Buch ist in jeder Buchhandlun—
vorräthig, wird aber auch auf ii
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75——5 —32 7 25 5I53 5* — —A —
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——— —— — ——— 2 20 — 5373233372 *2 83333222
55542*35 1222 —— 8 — 5353 333785573335
— —— — 523 5233685 25225328 535535352333 2
2528238 527 5 25—5 23268 —5*558 228 —V —82
528 — — 2325 57 523— —5—33 32223 2 258
55335Z335885835 3* 3833* 223358288 33
—— * — 7 — — *
232*8 355 525383 8232328 5—735 282 8 2233 23335 236 —
—3325 — —Ü58 53822 ——— 28 3* 36552
282 — ʒ 22 —— — — BEEAB—— 585.2 223368 8 522
2 5287r 2 ⁊ 52 xẽ ⸗·. * — —328 — 229
322 — 222 —— »255222
— * 835 * — — —528 z3587**
3* * 2 “* — —— 5252 ** 12 552
2323527 5S5Ss2356332 2353 85552 3533532353 3253 333
3 7
S 23 8 * 2 2232 58 — —B 5253 — *2* 27 5
352 233 3 33327337 22582
33 383375 2555 33 3733 8
— 23 z232 —XX X 5 3 521323 —
— — — 8 22 * ⸗— 23 22* 33375 322 3233 2 3
822 * 52758 2 25 37233— — —A —— —A 232 22
— —— — 33528* 3323233—33 53577
7 7 * — — . * * * S 22*8 — d
7 3856523 52 22— S 2 — 2— 20
— * 2 * 2538 5 5
33233335 5834325 33233 33523 829—7
222— 28 2228— * 355 *225 23335238 2235 —2522
2 3 —3 —52325* .75 — z88 8 8* 2 ** 2 5227
. 28 223325 —23255 567 22—325333 * — 5325533253588
5—255 —5333533*386 23338* 553 5555 —
* —5355353233 — 2 ———822282 ——— ——— *
SD —525353 232225 2 53232 8 —222358*5 —8
R 325322 352233583533 2 282 — 123
43223358358 8832532 2 5353355
53 ——2— —EA — ——— —* — 8
8* s8—* 5353 — E5S23 833 *2
·— 2* 5838 — 5— 55 23232 437 . —333 —
222—,5*253 — 5 2522 32 — 2—233232 — E. — *
22 228 —228 — 3 — 237 22 5322 * 228
2 5 225 — 532* 5 A 5 2 7 5 2 8
23z 288 22 * z3*58533* — 352 — * 2 3
2 335 ——— 52 —A — 2 * —— u⸗ 3 * —
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2⸗ 53323538 — 5*5 — 52 — 7283 25325827 352* 8 — —
53325532357 2228355 555 552383537 z5328537 5338357 2
2 —AA — 3 — —F— * — — 2 *
— 533 35533* 5725785 — 553
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258 . E 532437333 3237 532 25233 —23*383 3 22
ãä 2 2255 —— 2 * 3 2 —c56c* 25*3 3 2238
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55555533 222355 5222 * * 52 5 52285 2223 8 —5*3
— ——— 33533 32 3557527 — —
22 5523 322—655 5555 23285 5 22* — —3328
2* —A 55353358535 52 8 — — ——— —523222 —3
785338352355 28* — ———— 25332355 2* 22 7557 33732353583
2 E * 8 — 525
, 3253. 532 5552852 2 235 723303
— 384223 — — 27335 8* 352 —V
* — * — — — —

5 33532833357 32333535 2233885 53258* 533*333575
2 * 55 — 7 2* 232 —8 5 5 2 22
— 322882 —* 22 —A 533 22233333
52 535 —— 523533855 8 52 — — —

2 7 — 23333355* 5533— —S8 232357 35552325
5* 5532 5 558223533 — 5 S— —8 —753.222 225382332828
5zEr52022 — 53252 —5233588*855 38 A—]
—A —227 —23522837 245* *2552230
—3 3z355 8 25 2232 —3TZE 223 258
5522 5 *255 5* 5 2— —— — 8
—A 3223—538 35335 5582 *
— * 32 —
z3555— 7-z—
2 7—2

82222235 22 *

58535235825 2* 2122 —RXXV

8*523333 22 37 253532385888 53853375838 532 22353223283 53227*
3 22 25 538 5—22 5 5283 3322232323 — —— 5 3535
5335523 8 25 5532355 23 z325 7333353 223 3282

338 s — — 8 8 23805 8* —5—33 538335323 —48*

23257 2 88 2.225587 — -53 55— 5235 2528 —A
552335 5 22—335—232352332 2553 3332 2232357 — 25
32536 5583 35. 735353577333235 83 22333 —2783838335 5333
— —A —— 8 259—335332 — 227
282 8 25389 *8 22 5— — 25 — 38— 2 53 5358 s53
223228324 z255— *32382 557 532333—733333—25235 53
5555383 35* 2553536837323* 53232233032 1225538 5325 333
4223*333585 —83* 25338 33 22 3255*2 —3382335 15 33232
258 —2 738 —E 382824 —A —— 323523563 832
— — 8 8 2 27 2
— 5—32352 2232372 5233353325328* 2*58.8 —
— 2 28 *** 322 3535— 558—3—2 A 722 228
5—333375377 733335 ——258** 25375327 —A—— 32 52 5283
98 — 5 22 5 — 82233 252—0 5 2 3523
—z528232 — 252 76 25825 —A—— 2 28
2562 ——— c 2322 8 — 2 —532228237 * 5 3— 282

2*8* 2553 55258 22533835 — — 2 eA222322 26
— 3*222 58282 322 2 — * 2585 * BR“22 57 2 3—
24 2 2222 — 5338 — 222 .522 —2 222 “22228 283 0 2
—55 33255 —— — 353 5268* —— — —A 525 25 * 2 24
285825222 335225 52—536—3*0 —2*88—2— 2223 20 —A————
*5** —— 78 2* — —— 5352 *25 8 s 373
5368233335 555 53 5* 23? — 23 227 28 2
35383833 37832233 233335382 525333337343
24 2222328* 5— *23532 55 2252 555 —5 3237 2233232 2225
—I—— — — —3 — — * 8 ——— 22335 5z528 35
— — 535533 553 23 7738 22355* — —
222 2 8* 23222 — ——— s 252.2352 * 523 25 —
8 3 3—3—3383553 228735323333
— — 335877—7 — —— 3333 34535733355333
— * * * 3 — 2 —— —
A523—3 6— 60 525533—22328 333 3 333 ——
* 2 2* S 2 * 5
335243523 332—3 22
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2—8 8 04—
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55555 23 4
232535 * 55*
322—2—26 8 1538
z255*23. 55 558
— 52323 5. 227 — 2*
285532 E5588
23377357— 282
85322z3 55588 2E3
32353555323 533
355537628 8 —A
———— — — 2 .
2—5355327—8355 52783
A —z23352 3z5252
*5233233328 —A
* 22 52 X 258232
35883 53535858
28 22532 8 S 5 255
555352333238325335
233 3535 733338*
S235 — 55 — 5535323552532
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Ingberler Anzeiger.
— — —

en St. Jugberter Anzeiger und das (2mial wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrerter Beie

age, erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Saaistag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt viertehährlich

1Mart 20 R⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auzwärts wit 153 Pfa für die viergespaltene Zeile Blattscheist oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 159. — Donnerstang, den Al. Oktober 0 J J 1877.

— —
e e eDe
— 22

*
J Deutsches Zeich. J
Aus einem Brief des Abgeordneten Landrichter Vaillant
heilt⸗die Kaisersl. Ztg.“ folgende das Malzaufschlag—
—DD—
zegen die neue Vorlage und pro'estire ich im Finanzausschusse gegen
zieselbe als eine Verletzung des Gesetzes von Jahr 1868, resp.
Art. 104 desselben, da dessn Voraussetzungen nicht vorliegen. Die
»fälzischen Abgrordneten haben beschlossen, in dieser Frage nur ge—
int vorzugehen. Was die deussche Brausteuer und ihre Einführung—
in der Pjalz betrafft, so sind alle pfälzischen Abgtordneten theoretisch
inverstanden, daß sie für unsere isolirte Pfalß die gerechtefte seitz:
llein wir haben es mit einer bestehenden Gesetzgebung zu thun,
ie bereits den-Malzaufschlag unter aufichiebender Bedingung bei
ins eingeführt hat, und glaube ich nicht, daß das Ministerium und
»ie Majorität der Kammer eine neue Steuer für eine Provinz des

Fönigreichs allein leichterdings einführen wird.“
Kussland. a

Wäaäen, 8. Okt. Telegramm des „N. W. Tageblati“ aus
Schumla vom 7. d.: Westlich von Jowar Cifikkk haben am Freitag
leine Scharmügel stattgefunden. Das Bombardement Rusischuks
oird fortgesetzt.

Paris, 8. Oklober. Trotz der neuen gerichtlichen Verfol—⸗
ung, welche gegen Gambelta erboben wird, wegen des Manifestes,
delches er an die Wähler des 20. Arrondissements gerichtet hat,
‚edenkt derselbe doch morgen vor einer großen geschlossenen Ver—
amnlung, in den Resenzäumen des Chateau d'Eau-Thealers eine
Wahlrede zu halten und hat dieselbe berrits augesagt.

London, 8. Oct. Die „Times“ meldet: Im russichen“
Hauptquartier bespricht wan den neuen Angriff gegen Plewna—
zum ersten' Mate wurde am Freitag ein russischer Parlamentär mit
inem versicgelten Schreiben des Großfürsten Nkolaus von Osman
Pascha petfönlich eupfangen. Zweck der Unterrcdung ist unbekanat,
yoch betrifft dieselbe vermuthlich die Beerdigung der Todten. Die
debensmiürtel fangen an sehr im ruisischen Lager zu fehlen. Das
Wetter ist klat und stürmisch. — Auch die „Dauly News“? meldet
yom asiatischen Kriegsschaupltatz: De Russen retiterten am Freitag
jon allen Posit onen im Rücken Mukhtar Paschas und gaben sogar
en großen Yanilar-Hügel auf. Mukhtar Pascha hat nunmedbr
oollständig freie Kommunikation mit Kars. — Am Sonnabend
vurde gekämpft. Der „Standard“ sagt: Ahmed Ejub Pascha
ourde auf Verlaugen Mehmed Alis seines Kommandos entsetzt und
ommt nach Konstantinspel um vor Geticht gestellt zu werden. Die
ritische Flotte wird neht in der Besikabai überwintern.

Belgrad, 8. Oct. Die Verhandlungen zwischen der ser⸗
aischen Regierung und dem russischen Agenten sind nunmehr im
Sinne der Erzielung einer Uebereinkunft zwischen Serbien und
kußland defininnv abgeschlossen. Gestern haben sich 7 Brigäden
acheder Grenze in Marsch gesetzt. In den nächsten Tagen wird
sier aus Gorni Studen ein Oberst vom rusfischen Generalstabe ein⸗

reffen.

Schumla, 8. Okt. (H. T. B.) Suleiman Pascha hat
im Donauufer 3 Armeekorps aufgestellt. Dieselben stehen unler
em Kommando von Assasb Pascha, Fazli Pascha und dem des
srinzen Hassan. Das Haupiquarlier ist nach Jovar⸗Ciflik vör
Jeschoben worden. J

Konstantinopel, 8. Okt. Einem Telegramm eines
Sipilbeamten in Orchani zufolge hätten 24 türkische Bataillont,
velche einen nach Plewna bestinmten Proviantzug geleiteten, Kein
ussisches Detachement geschlagen und seien in Kiretteh-Keupru an⸗
zekommen, um von da am Tage darauf ihren Marsch nach Plewna
veiter fortzusetzen. — Mehemed Ali Pascha ist gestern in Varna
mgekommen.

Konstantinopel, 8.
zascha hat erst gestern Varna
ach Nisch, zur Uebernahme des
Brenze aufgestellten Armee. —

— ——
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——
Pascha sel einem Gerüchte zufolge neuerdings wieder mit Verstär⸗
ungen in Plewnasangekommen.

Der Czarewitsch muß wohl sehr ungehalten darüber sein,
aß er bis jetzt keinen Anspruch auf einen Tisel machen kann, wie
ie türkischen beiden Generäle ihn erhielten: „Ghazi“ Siegreicher).
das „R. W. T.“ erhält nämlich folgende' Privatdepesche: Der
ʒroßfürst: Thronfol er wird, wie in russischen Kreisen verlautet, sein
koͤmmando niederlegen und fich nach Rußlaud begeben, um: dort
ine sehr beträchtliche Reserve⸗ Armee (man sagt aus 180,000 Mann)
u formiren. Wenn der Großfürst selber diese Reserve nach dem
kriegsschauplatze dirigiren sollte ware vielleicht damit moch nicht
ehr veel gewonnen, bleibt er aber zu Hause, dann dürfte die An⸗
unft Joschen Nachschubes auf. dem Kriegsschaublatze von unschätz ·
arem Vortheil sein.

Ueber die Vorgänge auf dem asiatischen Kriegsschauplatz ist
noch immer keine Klarheit vorhanden. Die zuletzt eingelangte tele⸗
zraphiiche Meldung lautet: Die Russen gr'ffen den ünken Flügel
Nakhtar Paschas an, der bei Janikar durch Meshemed Pascha, bei
disistepe durch Omer Pascha, bei Aladjadagh durch Hussein und
Schefket Pascha vertheidigt war. — Der groͤße Janilarberg ward
von den Türken aufgegeben und durch die: Russen hesetzt. Drei
Sturmangreffe der Russen auf den zweiten Janilarberg wurden von
»n Türken zurühgewiesen.

Die Genetrale Hadje, Rosched, Kiazie und Fazli Pascha unter⸗
tützten Mehed and deckten seinen Rückzug vom Froßen Janilarberg.
Dder Sturmangr ff einer rusfischen Abtheilung auf Aladjadagh wurde
ach ernem füufstündigen hartnäckigen Gefechte abgewiesen. Zwei
lbtheilungen setzten den Kampf vor Janilar And Kisiltepe bis 7
Uhr Abends fort. — Fazli Pascha wurde am Beine verwundet.
Die Kanonade hat mit Unterbrechung bis 83. d. fortgedauert. Beide
Theile dehaupieten ihre Positlonen.

Rermischtes.

JSit. Ingbert, 11. Okt. Der 14jhrige Georg, Sohn
der Ww. Jo chum hier, mit noch anderen Schlepperknaben mit
zusammenschieben von leeren Waggons zum Verladen der Kohlen
zuf der heesigen Halde befchäftigt, hatte heute Moigen ofrüht 7 Uht
as Unglück, in dem Augenblick, als zwei leere Waggons auf einen
estgestellten angeschoben wurden — und trotz des Zurufs seiner Kame⸗
raden drinven zu bleiben, die Unvorsichtigke!t beging, nach rechis
wischen den Wargons heraustreten zu wollen — von den Puffern
erfaßt und-der Art gedrückt zu werden, daß er nach einigen Minuten
odt war.

BZweibrücken. Auf —AV
ie Presbyterwahl anberaumt, welche noth dendig geworden ist durch
ven Rücktritt des gesammten Presbyteriums und durch die Weige—
ung der Ersatzmänner, an deren Stelle zu treten, veranlaßt durch
zie Berufung eines nach Ausicht, des Presbyhteriums der großen
Mehrzahl der Gemeindeglieder nicht zusagenden Gistlichen.

fKaiserslautern, 8. Ock. Heute früh wurde der Leich⸗
nach des Webermeisters Stark von Ceutralgesängniß todt in der
Lauter, in der Nähe der Ort'schen Fabrik, mit Stichwunden auf⸗
zefunden.

. Hert Peter Juner in Herschberg hat as seinem Hause
inen Rebstock, welcher in einer Höhe von 2 Metern über dem
Zoden 42 Centimeter im Umfang mißt; Dersetbe bedeckt die ganze
rront und die Giedelseite eines großen zweistöck gen Hauses und
rägt nicht weniser als 2400 vollständig ausgebildete Traubenklstze.

T, Landau, 8. Olt. In den Gemerkungen Arzheim,
sanschbach, Fraufkweiler, Godramste n und Siebeldingen beabsichtigt
nan mit dem Herbsten am 15. und in Tandau und Rhodt am 22.
Oktober zu beginnen. (L. A)

f Munchen, 8. Olt. Bei dem diesjährigen Olloberfest
vurden auf Anregung des RegieruagsPräsidenten v. Braun aus
dem Stammzuchtbezirke Glan-Donnersberg sechs Kühe und Kalbiunen
ur Preisbewerbung aufgeslellt und zwar mil dem größten Erfolg.
        <pb n="542" />
        Das Preisgericht hat sämmtliche Thiere sür preiswürdig erkläri
ind folgende Preise zuerkannt: 1. Preis der Donnersberger Kuh
zon Valentin Spies bon Schönborn. 2. Preis der Glankuh von
dudwig Breith aus Erdesbach. 3. Preis der Donnersberger Kalbin
von Valentin Spies von Sqhöndorn. 4. Preis der Glankuh des
deinrich Munziuger von Obermiesau. 5. Preis der Kalbin von
lint von Patersbach. 6. Preis der Kalb'n des Albert Drumm
bon Quirnbach.

FBeim Olloberfest wurde vom Generalcomite des landwirth⸗
chaftlichen Vereins wegen Leistungen auf dem Gesammtgebiete der
Jandwirihschaft ehrende Erwähnung zuerkannt den Gemeinden
Siegelhoch (Bez. A. Kaiserslautern) und Neuhofen (Bez.⸗A. Speyer).

In Munchen hat es am Sonntag Morgen geschneit.

fWien, 8. Okt. Terminweizen sester, andere Termine
inverandert. Executiv verlauft wurden neun Waggons ungarisches
Donaukorn d fl. 838113 ab hier. Herbsiweizen fl. 11.25. - 80.
Frühlingsweizen fl. 11. 10. - 15. Herbstkorn fl. 8. 40.-45.,
derbsthafer fl. 7. 15. — 20., Frühjahrshafer fl. 7. 30. - 55, unga⸗
asches Korn fl. 7.40. - 50, Mercantilhafer fi. 7. 15. - 30.

f Ein Riilionen-Diebstahl. Turch den Schatf⸗
iinn eines Budapester Polizisten. des Stadit auptmanns Katl Engel⸗
zach, gelang es der Londonec Polizei einen fetten Faug zu machen.
Am 12. Rodemder 1875 wurden in London Werthpapiere im
Hetrage von mehr als 100,000 Pfund Sterling gestehlen und
die Londoner Polizei war trotz des rieigen Aufgebots ihrer ge⸗
riebensten Deteltives nich im Stande, den Thätern auf die Spur
m kommen. Was aber den berühmten Londoner Polizisten nicht
möglich war, das brachte die Klugheit eines ungarischen Polizisten
uwege. Stadthauptmann Engelbach gelang es, von „re senden
Hieben?, welche vornehmlich das Reich“ zum Schauplatz ihrer
ꝛigenthumsgefährlichen Op rationen machten, Andrutungen zu ge⸗
vinnen, die es nahezu außer Zweifel erscheinen ließen, daß en
sicherer Kar, mehrfacher Hausbefitzer in London und nebslbei einer

der durchtriebensten Taschendiebe der englischen Meiropole, diesen Mil⸗
sionen⸗Diebstahl auf seinen höchst elastischen Gewissen habe. Vor
wa 4 Wochen ließ Engelbach im Wege der Londoner österreichisch⸗
ungarischen Botschaft die entsprechenden Mittheilungen dem Lon⸗
‚oner Sicherheitsamte zugehen und diese Mittheilungen waren es
denn auch, die zur Ergreifung des Diebes, der in London zwolf
Hauser besitzt, sührten. Die Londoner Polizei ließ den Markirten
iberwachen, während ejner der Polizei⸗Agenten, der sich bei star
ils Bantier einführte, dessen Vertrauen in solchem Maße zu gewinnen
Rerstand, daß er von ihi eine Anzahl Werthpapiere offer'rt erhielt
— eben jene Papiere, die vor zwei Jahren gestohlen worden waren.
dem Stadthaupimann Engelbach gebührt nun auch die ziemlich
edeutende Taglia, die feinerseits dem Entdecker des Diebstahls
ugesichert wurde.

New-York, 5. Olt. Das Unwetler, das am 3. d.
n Central-Amerila und an der atlantischen Küste wüthete, richtete
zroße Verwüstungen an. In Folge von Zerstörunzen an den
zinsen ereigneten sich mehrere Eisenbahn-Unfälle in Pennsylvanien,
vobei 12 Personen gerödtet und einige fünfzig verwundel wurden.
Auch auf dem Meer hat es viele Unglücksfalle gegeben.

Das Privatovicariat bei Pfarrer Wischaa in Weingarten wurde
dem Privatbicar Wepplec in Eisenberg übertragen.

Zie kathol. Pfarrei Wiesbach, Bezirksamt Homburg wurde
dem Verweser derselben, Pr. H. Adami verliehen.

Dienstesnachrichten.

Fur die Redaction verantwortlich F. xX. Deme ß.

— — — ——

Borlcuß Verein 2t. Ingbert

* * d
Arbeiter-Bildungs-Verein.
Kommenden Dienstag, 16. Okttober, beginnt ein neuer
Anterr chtsktuts und zwar:

Dienstags, Abends 8 Uhr, Buchführung und Rechnen.

Donnerstags, id, Zeichnen.

Mittwochs und Samstags Gesarg.

Ta dem Verein jetzt vorzügliche vehrmittel zu Gebote stehen
so dürfen wir zu recht zahlreicher Bethe ligung einladen.

Au den Montagen wie bisher gesellige Unterhaltuag für
alle Nitglieder.

Dio Mitglieder werden 2u der am
Montag, B. Odt 1877, Abends 8 Ubhr.,
im „Hôütel z2un Posts
stattsindenden
General-Versammlung
eingeladen.

Der Vorstand.
Tuqes-Ordnung
A. qeschaftsbericut ũber das I. Semester 1877.
8 pᷣcricht ũber den pfalzischen Genossenschaftstag 2u
Winnweiler.
87. INGBERT, den 5. October 1877.
Der Vervualtunusrath des Vorschuss-Vereins St. Inubert
eingotragone XEX
Ehrhardt JOchum,, Vorsitzender.
Gem uthlichleũt.
Sonntag, den 14. Oetober, Abends 8 Uhr:
Unterhaltung im Jung »schen Saale.
Genovesa,
Schwankin 1Akt, — —
mit darauffolgendem Canze. —— J3&amp;—
Dodelsche Etreichmusik.) Sardines à Nuile,
——— russ. Sardinen,
»Nur Eingeladene haben Zutritt. nuen
— — — — holländische Häringe,
Zweibrücker Kirchenbau⸗Lotterie. Mired Picles
Benehmigt durch Allerhöcsten Erlaß von 19. b 1877. Amerikanisches Fleisch,
Oeffentliche Ziehung am 3. Sep'ember strachmandeln à la dneess
*
Ein Haupttreffer F —3 Frische Gardasee⸗Citronen
Weitere Vefser M. 8000. 3500. 2000. 1000 wofiehlt
im Ganzen —ge F A von 150,000 MP. J. Peters, St. Ingbert.
Auf 20 æovose ein Treffer. 1 J
Das Loos kostet2 Mark. Ba gidßeret Abrahme Rabatt. Bo 8 ver
Die General-Agentur: ʒquler konstruirte
B. Schuler'sche) Doppel⸗Bierpumpe
Zweibrücken. Buchhandlung. gegen ele i p umpe
Icemen ie un elea von . x. Temetz iu St Ingbert.

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2 *38 2352523
7* ——
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Reeller
NMNebenerwerb.

òũs αα

Vortheilhasten Verdienst u.
zute Provision gewähbrt ein
iberall gangbares respectables
Geschati, fur welches an allen
Orten Agenturen errichtet wer-
den sollen. Es bedarf dazu
keiner besonderen kaufmân-
nischen Kenntnisseund ist
auch für Jeden als Nebenge
zchaft leicht zu führen. Re
lectanten belieben ihre Adreæt
in der Expedition d. Bl. unter
Jen Buchsstaben H. L. abru-
geben.
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        SF022 282 2222222 u2*
532335* 35385 25582 522322 2222222822
33363323 323 555 58z3532553585, 633333323353535558
— 3333333733335388
— 5 »* 7 — — xz2 2 — —
5. —2 —3—53335 58535 53253 8322* — — —
— 55—53 2 2 — 2 22 — 20 53232 g —A
533376 358535 325538 5—582 — ——
* * 3 2 * J —3 3 22 S *— S * F
—X 9 2 232. 38* 52 — —— 55 —* 2 5 — 3
2*2 22 — 2 x —8 522 25 — — 5 155— —233*
72 8 28 ——55 582 55* — 5833835—*
— 23333 ———38 2323 AIXM 32335 2583
8 2* ⸗ 8 532 2 — 522222 32 —2 285242222 —— ——
— 2 2 — —A 535 2 — Z 24 — 8
— — 3 2551583055* 53333383— 23333— — —
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2358 5535285— 233225358 2—523 223 2*5303 335523353 5323
225 33233 ——33383233387 —35283—35 333562353533
525322348 z23 3 5523583353325 — — 23B5S3555232832
——— 555335* 8 2 —— 22 * —A —A 22
—s333355 268335—— 328
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3535533337882 ——832358333333687 ——555—5383557*3838
23—*23222 —258 *5 —55383375555 „S—32238 25 25
—555 — 553 83333383—3* —— —
—8 227 3 52353535—50 E 53855— 58 5 —A— 8 — —
— 325353373835335* —738533 5233338s ————
2 22 — * — — 22 28 25 * 7 — ——1 * —— —x
37 227155 35—552 8
—— z233—232388* 253353325
2 —A — ⏑ 352228 —X 55 —
33 3 22553
2 —— —— — 9 * — 2 522 83 * S 2 — 3 22322 —8
3 — ù“ 7 —* 2*88 275 2* —X — —
z353 5235323 5338 53825 555 755z5555 5255355353—35
—2* 33 6
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835358 2
255353 2235858
* 2
5555 355338258
225 3 — 523 75252333
333882 —— 3
—— 7454435 383
2 *72 * — 2 *
55353* — —5853 *38
—3352 —A »35 —— 255582 2222
533828 — M— S 23553353 582 * 22
c5z—228 —E 2 553 * 1535535 2375 2 .
5238 —535 38555* 133335364 — 25235 53588* 5532833538
82 3535* 555 55857 —— —3 2252
52 383852 3* * 2 5322 —— *53 * M 32* 2B3 —
22 23523 * 55553236 — 5223 22 233335 535 52723
—55 555 553533 3337 — 253333 g 32533
533335 5 —3223 53 2 333 — ——— —— — 8
553333387 * 2 —A 3255 55 3335822 5555588 232*
5528355 —A— ——— 2323 — 2 ·8 * 522 25 ; 2 5
38 2 3535 2 335* — 353537533 28 43 55— 55283 &amp; 2
2 555 7323 2* 55—5533 223
Ez2358 —— —— 8 —3 258 153—3 52455 853
258 3ES— 6 28 25 — —5257 37 22 — 3— 555
2* 23335 5228 228 „28 222858 —2 5 18* 2 525 328
— 353585 z3336358 2* 228 25s228388 3 583355 25 * 22
232337 5 53555 —z53332 8 — 233837 25337 2 5 *
25 * 22 * 25 832* 3333538 eẽ 2 32 — 538823 —x55
22535535 X —— 228* 5 2 — s 55 5 8
„5 335357 —— 28 35028
25338* 258 2 38* 525 — — 555353557 255 5
*8 z3533835 —* 5 —A 28 52535 RB 52 E —
5373333 33*
33238* 33325 5723 ——— — 3538
52 35733 523 3 —A 28 ——— 22 X 2*
23332868 538 33 225 2 8 83355 * —R 82
55332 52— 322535353 —*275 — 3 —* — 5353
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— 225— —— — — 32 325233 — 2* 528* 2
— 552 225 —A 8 53233 53227 — O
* —328328 ——557 3323 53253* *538
3 552
—— —
558 333235 533378 z5384
— — 8337358 228
222 334 32
2 5*5* 5285 v
275 ——— — *
—*53235335 8 8232
23533337 —X *
S — A
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8

—A
— 228
5233—28 *
23* 35353565335* 5588
25235 822373638333 55
25333333553 24 —A——— 535 558
228252 2232832** 8 —225 —I * 38
22232333 337 —A 35833 33
— —— — 5 532525 252228 835 2
333335333535 2532733 283252 525 —V 328
55 52823. 53335 3 53553235 383238 8353 —A— 552 —A
225 —A —— 2355328 — 3— —A 2N* 58 3 *5 A— 2
22— — 323 —3533538* ——— 8 5225 —2 53225 25 5 22
ä52 * 25 — —*15 — 533 —A 3 ———— 222 ——
— 582533 3 25334 552533353332 352 535 55335 E —8
8 v 5335 8 2 3 25 523553355 822 2258 5—22 235
2 352 328 2858238 23 35 526 8 3 2
2 A —— 5* 2* n 2 V AB2 — —A — 232— — —— — *558 222 —
E— ẽ XXXA — 235525 — 25 372 5c5 36 —E——— —
— 522* —— — 5 25 233222 285 53 23* — 8 5522 ——
252 5 52 224 232555 2822 258* G 5222 ——
2 —*— 2z2255 — —— 322*7* —— 25 3 82 22 8 — 82 36
T35 S 22* 32 ——2285 * — 3 52 3 2 2523 2258
5 ——— — *225 5332382* 5825 — —S— 5 232 *
* 55 — 5235865 z2233 — —2 2255* z858 3
3«. * —A — 25832252 — 732355* —A 3 5z253523 735
* 228 2 25233 — — — 838283288 2232 * 553323 5832
55 *3 25 — 83* 2 22 —A 2275
— 22 52* — 2 * 5335 —z338335 25235327
*7 — —8 83 222
3 38s73323333255 82333333 253225 *—*z53 — 32
2* 532 —A — 75383323888 85 2 * *2833 —22 2—- 2* —
—* — 53— *22 2— 2* — — 8 —H 2 —
—A 38 553358 —— 352 32 2 »z5353335353385 8 —
——3 — 53352 32 ; 353 22733*72 33337 — —
— 53 2 A — — 53322588 222228 25 8 223538 3355358 3
2 ã 223 2 52 * — 3234 2 — 25
28 5385324 53123325 2522 5532 12222 —A —
2 * — S8235 25735325323355* 323532233 2382 —
z35 5858 5*23 25231272 52852 22382238 53353338 2235375*
2 3 87 8 5 —— — — 35 555 5s22 55 2*
55 J— 13523555;
— 2 — 8 —
— 25
323335338 23533553533 8 32232333335 5532—343228
253333385 EE38
22537 25* z23533 58 33337533
33 3 3 653523 22
2 — 522 — — — 7
358333 323 z2 —583 28
—— 28333553 55553 5533 28
—— — 729 528 — 75522232 —
—5 28 53355333355 33 2 —
22 *2322 2833 33353332 23 S ⸗
558553333575 28*3 323538 232 323 3—
3335533333353 5 5553555353 —A
—— 22 2 2 — 523 5 — 2 —— 38
E 353— — 27 —3— 2 i245 — 5
z —A 25 — 22 Am 8* * * —27 8
— 25 8 20835 * ⸗ — 23 * —8
*9 2 2* 28 a 5z55575 — 2*
— 2322333033 5385 252855 223827 2*
e 532 * — * * 2 2 *
537 353557557— 55 32513 25233233 *53 ——
7853 7385 —2*833 5735* 3223 2525358 28
2633353253 2 38 2287 225283 —A
⸗ 3355253 35 5353 238333533553 553 383
53 33575 —ä —— ——
2 2 23222 — 532 a —8 2 —E — —
288 5 —38 3 —AA
32352353333364 373—83335333 535325 833
— 2 —8* — —2 — — *5
—A ⸗ 25 — 32 2 O 252 *
8 * — 2 322— 34 * — 2 —34 38—
35323533235 33 3233
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58332533 za 235 33
73533238 —3—45 5
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5555532 35 52538— 5 23 5 —A 253332
—24 32333333
533233* —2Z32353 — 32 2258 2 2 2
8222 * 225333533 28 —V 2 5
A —A
35333533 3323 A
235325 232 2 52
2553235537
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        —— * 9 *

25833 5—83. 2353.8, 8353

2 5 *2 S.* J —A
283 5333535 383883 23—323
— — 153232 7 —352583 — 2127 5 75
— 5338 —8 ——— 55385 — 52536
5c7—8 225553 * 5 53533 57 53833358 — 52

28 2. ⸗— 23852 2. 52 — —E 2.5 7* 8 *

—53 * 528275 2 23 82 2338 8 522 —583353 2*
5—5232223 55 53353—5853. 823 5523 ** ẽ 8227 52*
8 85857 253 ——A —A 5338835
3 2 S. — — —— 272 35 535*2 — * —— —c 3— ——— —20
83833 35562325 23325 5536755232 —
236 22 927 203383323 3 2323
— J 53 — 22 — 2 27 — ——
—8* 7 * 4 72 —
—353333 222338378 — —55 55325 *5 33 —
— * —* 8 * 24 — — — 252

2*8 383 . 253 5—3333335353 5* 2525333
738 5335 55
— 2 2.*

* 33 333* * — 5 5* *38— 55 538 23 x 7*

28 3 *255— 4 7 53*83583
28 3 — 5757537— A— 52332
3 3 38* * — 5 323 22 2* 5522 *2.2 R5E 82 E

55 —5—. *8 8 — 3*253335 523 5 3 322 ———

3 8* — 5 —353853— 2* —A 283527*
55*5 —* — 53 3——88 — *5*
— — —— —2*8— — 547 —

* 838373— *223. 3 233332 k — 25833338
273 3.85 5373 3332238 358 — — 27 5252555
23 383 2335353355 —2538327 *—3 53357* ẽe

2 83 522538—6* — 2355 *8*
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8333* 38 —22825 823 325—085 * 22 53 5335**
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5*833555 52 — 32 —2358
—33 2.5 2722
3— 223 —363333
225— ——238 5583 5533*
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        der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöoͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage, ericheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donuerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonunementspreis beträgt vierteljahrlich

1 Mart 20 R.⸗Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts wit 13 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum, Reckamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M —160. Samstag, den 13. Oktober 1877.
— úüBZZR
Deutsches Reich.

München, 9. Ott. Die libetale Fraktion der Kammer
hat an den Vorstand der Gegenpartei eine Zuschrift gerichtet, in
velcher sie denselben ersucht, den Austritt Ratz nget's aus der
daummet zu peranlassen, da derselhe durch das Urtheil zweier Ge—
richtshöfe dis Vieincides dringend verdächtig sei.

Münchena, 10. Olt. Die Interpellat'on, welche Abg. Dr.
„. Schauß in der morgigen Kammersitzung an den Finanzminister
tichten wicd, hat in der Hauptsuche den Zweck, zu erfahren, wie
s mit den Vorarbeiten zur Reform der Steuergesetze steht, welche
windernifse in dieser Beziehung obwalten und od die Regierung
die Absicht hat, hinsichtlich der Steuergesez-Reform dem dermaligen
dandtag eine Vorlage zu mahen.

München, 11. Okt. (Abgeordnetenkammer.) Auf die
Anfrage von Schauß wegen der Struergesetzreform aniwortete der
Finanzminister: Die Einleitungen zur Renderung der Steuergesetze
zeiche zurück bis in den Sommer 1874; die Staatsregierung konnie
ich aber hitrüber nicht einigen. Es sollte ein neuer Gesehentwurf
ausgearbeitet werden; da statist sche Erhebungen hierfür in um—
jassender Weise vorzunehmen waren, konnten die Rentämter dieselben
uicht vor dem August 1877 für das Jahr 1876 vornehmen. Die
Arbeiten wurden ununterbrochen fortgeseßt, konnten aber bis jetzt
nicht beendigt werden. Anderswo ersorderte die Erwägung der
Steuerreform ein Decenium, so in Württemberg, in Sachsen. Auch
Oesterreich erhlelt seine Steuergesetz- Vorlage im Jahr 1868, und

naoch ist ihr Ende unbetannt. Bayerns Regicrung muß ihr Augen⸗
merk auch auf die Steuerreform n anderen Läudern richten, muß
auch mit bestimmien Vorgängen in der Gesetzgebung des Deutsehen
Reiches rechnen, wo die Steuerreform als brennende Frage auf der
Tagesordnung steht. Bayern kann eine einjeitige Steuerreform
zegenwättiz gar nicht beginnen, sondern muß sorgsam die Vorgänge
mn der deuischen Gesetzgebung beachten. Auch kann die Regierung
aicht giauben, daß eine derartige Vorlage zugleich mit dem Budget
umgenommen würde, im Gezentheil würde das Jahre lang dauern.
Die Durchführung der Steuerreform schon für 1878 wäre unmöglich.
Die Resierung erachtet es übrigens ais ihre dringende Obliegenheit,
)en Abschluß der dazu gehörigen statistischen Arbeiten nach Möglich—
eit zu sördern.

Munchen. Der Prakt kant im Ministerium des Aeußeren,
durt Frhe. v. d. Pfordten, wurde zum Legat!onssecretär bei der
naherischen Gesandtschaft in Berlin ernannt. (A. Z.)

Berlin, 10. Ott. De Dfferenzen zwischen dem Fürsten
Bismarck und dem Handelsminister follen in einer Sonntag Nach—
nittag stattgefundenen Besprechung beigelegt worden jein. In dem
Bestande des Ministeriums tritt voridufig keine Aenderung ein.
die Meldungen von erneuten Friktionen zwischen dem Reichskanzler
ind dem Gensral Stosch werden als grundlos bezeichnet.

Dresden, 8. Okt. Die trüsen Verhälmisse, unter deuen
nun schon so lanc Haundel und Gewerbe allgemein zu leiden haben,
gachen sich auch im Königreich Sachsen bemerklich. Die sächsischen
Staatsbahaen haben im vorigen Jahre 4 Millionen, die Forsten
WMillionen weniger Reinertrag geliefert, auch die Emnahmen
uus den fi calischen Kohlen und Er,bergwerken sind hinter de. Er—
eartungen zurückzeblieben, die Enkommensteuer hat ebenfalls nicht
den gehofflen Erttag gedracht, und zu alledem sind die Reichs—
aatricalarbeilräge um mehrere Hunderttausende gestiegen. In Folge
essen macht sich auch in Sachsen für die Finanzper:ode 1878/79
ine Erhöhung der direkten Steuern nötlbig. U. 3.)

Die Zahl der socialdenokrat'schen 3 eitungen in Deutsch⸗
and hat sich mit dem 1. Ottober d. J. um 11 dermehrt.

Ausland.

Wien, 10. Olt. Telegramme des „N. W. Tagbl.“ Aus
harna: Hobart Pascha hat Befehl erhalten, die Doncumündung zu
orciren und die daselbst befindlichen Verkehrshindecnisse zu beseiti⸗
en. — Aus Belgrad: Serdien hat sich verpflichtet, 40,000 Kom⸗
zattanten zu slellen. Die Hauptkraäfte sollen gegen Nisch dirigirt

werden. Die Grenibrigaden sind bereits abmarschirt, die Belgrader

grigade geht am 15. d. nach Alexinatz ab. Dem Vernehmen nach

oll Achmed Ejub Pascha die Truppen in Altserbien, Mehemed

Uli Pascha die Truppen bei Nisch kommandiren. — Eine hier ein⸗
zegangene Note der Pforte verlangt Aufklärung über die Rüstungen
ind die Verhandlungen Serbiens mit Rußland und Numänien,
owie über die Anwesjenheit des russischen Konsuls. Wenn die Aus⸗
unit der serbischen Regierung nicht befriedigend sei, werde dtie
Zforte zur Wahrung ihrer Suzeränetätsrechte einen Spezialkom⸗
nissir nach Belgrad senden. Die Pforte bereitet dem Vernehmen
nach auch eine Beschwerdenote an die Mächte vor, weil Rußland
ich benühe, Secbien und Griechenland in die Altion zu ver⸗
vickIn.

Das „Neue Wiener Tageblatt“ bestätigt abermals, daß die
Berhandlungen zwischen Oesterreich und Deutschland bezüglich Er⸗
neuerung des Handelsvertrages zu keinem Resuliate führen werden.
xs entsteht dadurch, fährt dasselbe fort, eine Siluation , welche die
Schaffung eines Probisoriums nothwendig macht. Ein Uebergangs⸗
tadium ist nöthig, da beispielsweise die Beziehungen, die sich aus
»em App eeturversahren entwickelten, nicht mit einem Schlage zer⸗
issen werden können. Man hat daher die Vorlage eines Gesetz⸗
nuwurfs an den österreichischen Reichsrath und den ungarischen
Neichstag in Ausficht genommen, in welchem ein einjähriges Provi⸗
orium festgestellt werden soll, um den Uebergang zu erleichtern.
Man hofft dadurch auch die Ausgleichsverhandlungen selbst wesentlich
ereiafachen zu können, da die zollpolitischen Fragen nunmehr nichi
u so hefligen Reibungen führen dürften.

Ganz im Gegensatz hierzu, und sicherlich ohne Vegründung
ementert der „Hon“ die Nachrichten von einer neuerdings einge⸗
cetenen Stockung der Zollverhandlangen mit Deutschland und fügt
inzu, daß sämmiliche Zollfätze durchberathen seien und daß die
eutschen Delegirten einige Zollsätze ad reforendum genommen
jätten. Hasselbach werde sich in dieser Angelegenheit am 9. nach
ßerlin begeben. Die Frage hdinsichtlich des Appretur-Verfahrens
st dem, Hou“ zufolge erledigt. Schwierigkeiten biele nicht der Zoll
iuf Leder, sondern der Zoll auf Wein, welchen die deutschen Dele⸗
zirten nicht zu einem Satze des Vertrages machen wollen. Finanz⸗
ösle kommen Deulschland degenüber gar nicht zur Geltung. Die
zollsäßze haben den schußzöllnerischen Charakter ganz abgestreift,
o daß die geplanien und die bereits angenommenen Zollsätze gün⸗
tiger erscheinen, als die in der englischen Zusutzkonvention enthal⸗
enen; sie seien kaum höher, als jene in der Condention von 1869.
Die Sache stede weder schlecht, noch bedenklich, wenn keine ungün⸗
tige Wendung eintrele. Daß solche von den koutrahirenden Par⸗
eien jetzt nicht befücchtet werde, beweise schon der Umstand, daß
dumand von einem Provisorium spreche. Nur einige Blaͤtter
tzten solche Nachrichten in Umlauf.

Wie Fürst Bismarck zu seinen Kohlfeldern, so geht Graf An⸗
rassy auf seine heimischen Stoppeln, uͤm der Jagd zu pflegen.
Ddie hohe oder hoseste Politid hat demnach ihre Herbstpause ange⸗
reten und auf dem Kriegsthealer kann die Kanbae zunächst ihr
Bort weiter reden, — wenn es der Himmel, d. i. Wind und
Better, erla bt. Aus Wien wird gemeldet: Graf Andrassy soll
deute einen längeren Urlaub antreten. Er begibt sich, wenn nichts
de onderes da wischen kommt, auf seine Güter in Ungarn und be—
bbsichtigt eist im nächsten Monat noch Wien zurückzukehren. Nur
janz unvorhergesehene Ereignisse sollen nach dem bisher geltenden
Beschlusse im Stande sein, unseren Minister des Actußeren vor
nehreren Wochen von seinen Gütern wegzulocen.

Paris, 9. Olt. In der Versammlung im Cirque de
chateau d'Eau hielt heute Gambetta eine anderhalbstündige Rede
or 7000 Zuhsrern und unter ungeheurem Beifall. Die größte
Irdnung herrschte dabei. Gambelta sagle u. A Thiers' Begräb⸗
nig sei eine Manifestation des allgemeinen Stimmrechts gewesen,
velches durch die Regierung gefährdet werde. Er lobt Thiers und
Brépy; er selbst sei nur ein Diener der Demekratie, V hona⸗
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        partistischen Aandidaturen seien eine Schande für die Regierung, der Vortheile, welche die Anstalt bietet, auch der Zugang auswar⸗
die von Ultramontanen geleitet werde, wie insteits die Liga. Am tiger Schuler ein groͤßerer derden wird. So viel steht aber jetzt
Wahltage müsse der Klerikalismus, ihre leßte Zuflucht, Frantreichs schon fest, daß die Schule die Zeit der Befürchtungen für ihre
hesiegler Feind sein. (T. N. d. A. 3) Eristenzfähigkeit bereits hinter fich hat.

Paris, 10. Ott. Anlaͤßlich der gestern in dem Cirkus Dürkheim, 8 Otu. Wurttemberger Weinhändler kaufen
des Chateau de Eau⸗Platzes stattgehabten Wahlversammlung waren zier und in Ungstein die Portugiefer Trauben zusammen, die sosort
eitens der Behoͤrde die umfassendsten Sicherheiis ⸗Maßregeln getroffen selesen und als süßer Mdoft versch'ckt werden. Es sind hier bereits
worden, insbesondere waren die Truppen in der Kuserne am 10250 Fuder zum Ptreise von M. 3007 340 verlauft. Die
Thateau dEau⸗ Platz seit 6 Uhr Abends kousignirt. — Der dies⸗ Weinberge sind hier und Ungegend auf den Hoͤhen von Frost ver⸗
senige Botschafter . Madrid; Graf Chaudordy, hat gestern Abend chont und haben daher die Traubea erfreuliche Fortschritte gemacht.
Paris verlassen, um sich zunächst nach dem Schlosse La Grave zu durfie die Qualilät bei noch guler Witterung in diesen Lagen
dem Herzog Decazes und sodann nach Madrid zu begeben. Wie dem 1872er gleichkommen. (D. A.)
erlauet, wurde Graf Chaudordy seinen bisherigen Posten verlassen PDuürktheim, 9. Okt. Wie alljährlich, so sind auch
und eine anderweite Verwendung finden. — Der Prasident der dieses Jahr bei den Wurstmarks Wirthen, Meßtzgern und verschicdenen
talienischen Deputirtenlammer, Crispi, ist hier eingetroffen. — Die Haßhausern in Dürtkheim Erbebungen über den Consum während
Montagsnummer der „Times“ wurde koufiszirt. —— darauffolgenden Sonntags geschehen.

Stu ante portas! Trotzdem die mit Chislehurst befreun⸗ Heschlachtet wurben: 8 Ochfen. Z Fassel, 9 Küne, 6 Rinder, 52
dete englische Presse sich in ünkosten setzt, um aller Welt mitzu⸗ Schweine, 20 Kaälber und 12 Schafe. Das Fleisch dieser Thiere
theilen, Prinz Leuig weile harmlos an Albions Gistade, taucht in hurde zum größten Theile derwurstelt, der Rest zu Braten und
franzoͤsischen Blaͤttern immer wieder die Nachricht auf, der Prinz ogenanntem Pfeffer verwendet. Dazu kommen noch: 22 geschlachtete
sei dald hier bald da an den Grenzen Frankreichs. Jetzt verdi⸗ zanse, 6 Walschhähne, 47 Ensen, 105 Hähnchen, 72 Tauben,
sentlicht die Franuce““ mit fetter Schrift die Sensationsnachricht, 56 Hasen und 463 wilde Kaninchen, Der getrunkene alte und
daß der kaisetliche Prinz fich augendlicklich in Robertsou vor den deue Wein würde in ein Quantum zufammengefüllt ein Faß von385,826
Thoren Stiaßburg's befinde und fuͤgt hinzu, auf wann der Putjch Liter erfordern. Bier wurde ungeachtet des günstigen Wetters nur
rxwartet werde. In Robertsau behtzt der bonapartistische Baron 640 Liter verbraucht. Aus den Nahrungsmilteln und Getränken
Bussieres eine Vina. — Moͤglicherweise wird auch schon der trae äüßt sich derechnen, daß der Besuch des Warstmarktes sich jedes
diñenelle Adler dressirt. Augz die Weltgescichte hat ihren Humor, Faͤhr steigert. Die Meunschenmenge auf den Wiesen wurde diefes

Bukarest, 9. Oll. Das Regiment, Moskau“ und die Jahr annährend auf 50,000 Personen geschätzt und dennoch haden
weine Garde⸗ Arulletier Brigade welche 8 Batterien umjaßt, warden die Besttzer der Schau⸗ und Verkaujsbuden bedtutend weniger als
heute beim Durchmarsch von dem General v. Drentelen, Komman⸗ in den fruheren Jahren erlöst. Das Nötbigste war eben die leib⸗
deur der russischen Arridregarde, befichligt. iche Stärkung. Der Antauf beschräntle sich auf das Anentbehr⸗
Die „Polit. Corresp.“ schreibt: „Bei Plewna steht ein lichste und sehen wir darin die Folge der schlechten Zeiten.
angwieriger Belagerungskrieg devor, der allet Wahescheinlichkeit Ursache der. Lungentuüberkulose. Eines der be—
nach den ganzen Herbst und einen guten Theil des Wuntens dauern deutsamsten Vortommnisse bei der dirkjährigen Naturforscher⸗ Ver⸗
wird; denn pie russisch⸗ rumänische Armee hat es icht mit einer ammlung id' Manchen war die Mittheilung des Prof. Klebs aus
Festung zu thun, sondern mit einem Complex von vefestigten Stel⸗ Prag, wogach die Luͤngentuberkulose de Folge eines eigenthümlichen
nugen, welche einer delagerten Arwee immer Raum genug lassen, pilzes ist. Dieser außetst tüchtige Gelehtte hin micht bios in einem
sich hinter denselben freie zu bewegen und hinter jeder eroberten Lortrag. sondern auch in eimer Sektions⸗Sitzeng diese epochemachende
Hertheidigungslinie eine andere zu errichten. Solche Stellungen kntdeckung porgeführt und auch dei der Lungenschwindsucht, wie
wie Plewna können nur durch Einschließung und Etrichtung einer hei anderen Krautheiten des Herzens, der Nieren und anderer
Amwallungslinie erfolgreich angegriffen aden. Dozu gehört aber dörpertheile ie Anwesenheit eines organ schen ighebuͤdes nochge⸗
arstens eine numnmerische Ueberlegenheit an Streitträsften und zweitens viesen. Die Versuche hierüber sind in Müunchen mit der größten
zine Operationsarmee welche die Enlsatz⸗ und Verproviant rungs⸗ Zorgfalt und von verschiedenen Seiten vorgenommen worden. Die
verfuche vereitelt. Die Russen besitzen bis jetzt weder das Eine, rungenschwinducht der Menschen ist identisch mit der Perlsucht der
noch das Andere; es ist aljo nicht zu verwundern; daß man in inder. Wenn man weiß, daß die Lungen ⸗ Schwindsucht von allen
militärischen Kreisen den Ausgang der Operat onen vor Plewna Lrantheiten die meissen Opfer gefordert, mehr als Epidemien
auf unbestimmie Zeit hinausgeschoben glaubt.“ Uebrigens scheint man lese nur die Siserbleakeitstabellen irgend eines Spitals oder
8, als wenn die Russen dem Mangel einer Einschließung nun der militärischen Veröffentlichungen nach), so schtint jehzt der Tag
durch Aufstellung eines großen Cavalleri⸗Corps westlich von Plenna dicht fern, wo g dem Menschengeiste gelingt, die größte Geisel de⸗
abhelfen wollt en. Wenigstens deutet die Erne nung des Generals Pirerschengeschlechts wirkiam zu belämpfen.
Zurko zum Commandirenden der dortigen Cavaller e darauf hin, Mannheim. Auch ein Zeichen der Zein! Unter dem
vaß nun auch die Gardecavallerie mit der Reiteren des verten und Titel „Reiner Wem!“ erscheint hier jehzt ein Wochenblatt, das sich
eunten Coꝛps und der rumänischen Armee gemeinsam operiten werde. rueschließlich damit befassen will, dem Publikum die großen und
vei Plewna ist in letzter Zeit auch schon Schnee gefallen. luen Schelme, zunächst in Maunnheim und Umgegend, bekannt zu
Petersburg, On. Ojffizielles Telegramm aus Nara:“ «ben, die das Pubhkum durch gefälschte Lebens- und Genußmtiel
jal, vom 8. ds.: Eine aus Deschlagar vorgerückte Cotonne des detrügen. Daneben will es durch faßlich geschriebene Artilel über
Dbersten Terz Assaturow brachte den Aufständischen im Bezirke von die Meittel, gewisse Fälschungen lescht zu erklennen, auftklären. An
Kaitach (in Dagdhestan) zwei Niederlagen bei: am 30. v. Mubei. Stoff wird es deutzutase leder nicht ferlen. — Aut ein neues
Zai⸗Kent und om 8. d. bei Dichemi⸗-Kent, wo inc 4000 Mann Wihblatlt hat üch seit Aniang October in Mannheim aufgethan,
starke Bande Aufständischer nach hartnäckigem Widerstande g schlagen betitelt „Lianndeimer Siadtoche“. Wollen jehen, wie es sich
vpurde. In beiden Affairen derloren die Aufständischen 559 Wann nmacht.
an Todien und Verwundeten und 300 Gefangene. Unsrrerseits — Ein Heilmittel gegen den Krebs. Herr Professor Di
wurden 2 Oijfiziere, 12 Soldaten und Milizen —XVVDD iheilt in seiner empfehlenswerthen Wochenschrijt für christliche⸗
zier und g Soldaten werden vermißt. — Die Verfolgung der zeben und Wissen „Sunem“ Folgendes mit: Am 26. Angust 1877
Zanden Ali Begs in den Waldern wird fortgesetzt. Die Bewohner abe ich von einer wohlträtigen Dame aus Baden⸗Badeo einen
der Auls Sondank, Wenoi, Tausen und andere sind auf das flache Jrief erhalten, in weichem sie mir mit Bezug auf eine Dame,
Land übergesiedelt. — Nach den letzien Nachrichten werden die velche an den Vorboten der Krebskrantheit leidet, folgendes Heil
Berluste Mukhtar Paschas am 2, und 3. d. auf gegen 6000 Mann nittel mittheilt: „Es gibt, schreht sie, kein werksameres Mitlel
mngegeben. (W. T. B.) egen Krebble den, als das Anfetzen von Kröten. Tausende find
New⸗PYochk, 10. Otll. Bei den Wehlen in Ohio haben dadurch geheilt, auch wenn schon Wunden da waren. Man thur
die Demotraten mit sehr bedeutender Mojorität gesiegt, bei den ede Krbole einzeln in einen weißen durchsichtigen Beutel, sie saugis
Wahlen in Jowa trugen die Republikaner, aber mit perminderter äch fest an wie Blutegel und fallen dann, wenn sie sich festgesogen.
Rajorilat, den Siea davon. nit beftigen Confulsionen ab. Man kann oft hundert Kröten anwenden
iach und nach — an jedem Kaoten — uaster denen erst eine ist
ie sich zu Tode saugt. Das saugen dereitet durchaus leint
Zchmerzen; im Gegenthell, die Schmerzen nehmen ab?.
xDer Kunstreiter⸗ Direttot Q* Carré, welchet augen
ltin dit seiner Gesellsthaft ia Elberseld Vorste lungen —B
on dem Kaiser von Oesterreich, defsen Gemahlin bei demselben
eitsiunden genommen, mit dim goldenen Verd enstlreuz mii der
Zrone dekorirt worden.
pBerlin, 8. Olt. Ein otizigelles Testament hat eil
Mann gemacht, der vor einigen Tagen hier zur Ruhe bestattet —R

— ——
Vermischtes.

Ai. Sit. Ingabert, 12. Ott. Die hiesige k. Lateinschule
weist auch in diesem Jahre eine gesteigerte Frequenz auf. Sie wird
zegenwärtig pon 85 Schülern besucht, unter denen 25 neu aufge—
ommene sich befi den; sie ist semit in die Reihe detr frequentesten
———— Pfalz eingetreten. Besonders erfreulsch ist die
Thatsache, daß auch die umliege den Orhsschaften allmälig anfangen,
ein allerdings noch geringes Schülercontingent zu steller. Wie
i e J. daßk mit der mehr nd mehr wachienden Etkenntnik

—BĩBW
        <pb n="547" />
        Dasselbe lauten: Mein letztir Wille, welcher bekaunt werden soll,
bebor- meine Leiche unter die Erde gebracht. ist der, daß die 35.900
M, welche in meinem Bett gefunden werden, ohne Abzug meiner
Heimathsbehörde in Boyern zufallen. Erbberechtigte Personen
znterlasse ich ncht, wohl aber neun Verwandte hier in Berlin und
inen Freund, mit dem ich zu meinem Leidwesen vor Jahren in
Zwist gerathen bin, weil er ein Grobian ist. (Es folgen die Namen
ind Adressen der 10 Personen.) Ich dabe für diese Zehn, welchen
mein Tod unverzüglich augezeigt werden soll, 3000 M., welche
man in weinem Schreibtisch finden wird, vestimmt und zwar so,
daß Jeder 300, M. erhaͤlt, j⸗do h. unter der Bedingung, daß er
neiner Leiche nicht folat. Die Kosten, welche meine — wie ich
will — tlaug⸗ und sanglose Beerdigung verursacht, wird man in
meiner Wohnung abgezählt vorfinden.“ Der Erblasser hatte sich
in den lieben Verwandten nicht geltäuscht, sie blieben zu Hause, und
ranten à conto der 300 M. ihr Töpfchen. Eine einzige Person
jolgte still dem Sarge des Alten. Es war der Freund, ein Mann,
der in leidlichen Verhältnissen leßt und es vorzog unter Verzicht
auf die für ihn ausgesetlen 300 M. im Tode dem Freunde sich
zu versöhnen. Er matf seine drei Hände voll, Erde auf, den Sarg
aͤnd verließ stll den Friedhof, ohne wohl daran zu denken, welche
Früchte ihm aus der Spätfaat der Versöhnunz erblühen sollten.
Im Rachlaß des Verstordenen ist ein Codicil aufgefunden worden.
Dasselbe jagt ganz katz: „Sollie einer der 10 Legatare sich trotz
Feier Verfuzung beilommen lassen, bei meiner Beeidigung gegen⸗
warüg zu sein, so erhält er die bersprochenen 300 Menicht, sondern
wird Universalerbe meines ganzen Nachlasses. Sind es Mehrere,
denen meine Person und das Andenken an sie mehr noch war, als
die 8300 M. so sollen alle zu gleichen Theilen an: meinem Bermögen
participiren. Meine Heimathsbehörde erhält in beiden letzlzeenannten
Fallen nichts, die zu Hause gebliebenen Legatare sollen aber nicht
dataczt werden.“ — Ob diese⸗ Codicill Gültgkeit hat, oder ob
wischen den Parteien Prozesse entstehen, muß die Folge lehren.
pDie Franzosenin Berlin. Ein höchst interessanter
noch vom französischen Kriege her datirender Proceß spielt sich jetzt
beim Konigl. Siadigerichte in Berlin ab. — Bei. Erklärung des
franzosischen Krieges spekulirte ein galizischer Butterhandler en gros
bereus datauf, daß die Franzosen unbedingt Berlin besetzen würden,
in der Stadt dann eine Hungersnothh eintteten müßte und Butter,
wäre sie jelbst noch so schlecht, zu höchsten Preisen Käufer finden
würde. Er kam mit dieser Idee nach Berlin, um hier große Ab
schlüsse auf direkt für diesen Fall bestimmte Butter zu erzielen. —
Er sand auch in Berlin eiten Gesinnungsgenoss en in der Person
eines hiesigen Butterhändlers en gros, der die bedeutenden Abschlüsse
auf Buͤtter effeltuirte und zwar uater der ausdzücklichen Bedingung,
daß die Butter so schlecht fein müsse, daß die Franzosen sie eher
als Wagenschmiere, denn als Butter benutzen könuten — wenn sie
in Berun einrüchken. — Die Butter kamauch richtig nach Berlin,
wurde gestapelt u. s. w. — aber die Franzosen kamen nicht, und
so blich dem spelulationsmuthigen hiesigen Butterhändler en gros
ein großer Theil der bestellten Butter auf Laget liegen, wo sie
schließlich in einem solchen Grade verdarb, daß sie selost „zur
Wagenschm'ere“ unbrauchbar war. Der hiesige Kaufmann zahlte
bis auf einen Rest von 10,000 Mark, den er sich für nicht inne⸗
gehaltene Lieferungsbedingung. „daß die Butter, für die Fran⸗
josen, wenn sie nach Berlia kommen,, vur als Wageaschmiere zu
benuzen sei“, zurückhielt. Alle gütlichen Vorstellungen fruchteten
nichts und so hat der Galizier denn endlich die Klage eingereicht.
Der hiesige Kaufmann hat sich auf das eidliche Zeugniß Sach⸗
verständiger bezogen, daß die n Rede stehende Butter nach einiger
Lagerzeit selbst nicht als Wagenschmier., geschweige denn als Butter
brauchbar sei.

Eine unsinnige Wette in —A der
wir juͤngst b.richteten, ist jetzt doch, troßdem der erste Versuch durch
das Einschteiten der Frau dereitelt worden war, zum Austrag ge
brocht worden. Sch. wurde von seinen Bekannten geneckt, und er
selbst glaubte nicht srüher beruhigt zu sein, bis der Stre'ch vollführt
sein werde. Nur zwei Bekannte, bei denen er einen Verrath nicht
zu fürchten hatte, erfuhren von feinem Entschluß, und am Dinstag
Abend begad sich das Kleeblatt zu Wagen von Steglitz nach Sud⸗
ende, weil man auf dem Bahnkörper der Dresdener Bahn sicher
zu sein glaudte. Zwischen Südende und Marienfelde wurde die
zuntelste Stelle herausgesucht, damit der Lokomotidführer nichts von
Sch. eutdecke. Mit Spannung erwarteten die Drei den Zug, und
eiwa um 10 Uhr 30 Minuten legte sich Sch. in dem dereils be⸗
schriebenen Kostume zwischen die Schienen. Der Zug brausie heran,
die Freunde standen sprachlos und stier nach dem schwarzen Körper
schauend da. Noch einige Augenblicke, es erfaßte dor Angst der
Fine den Andern im Äugenblick der höchsten Aufregung — der
Zug entschwindet — er war bereits über Sch. weggegangen. Die
deiden Zuschauer erholten sich bald, sie stürzten auf Sch. los, der
noch bewegungslos da lag, und ruͤttelten ihn empor, da er zuerst
hast hewußtlos erschien. Man trat nun schnell auf die Seite und
iete vandem man sich von der Aufregung erholte, sehr vergnügt

iber das Gelingen des tollkühnen Streiches. Der raufmann zahrtt
ofort die 78 M., worauf man zum Standplatz des Wagens sich
Jegab und daun; zur Kneiperei nach Berlin inhr. In der Nacht
ehrte Sch. sehr orgeheitert nach Hause zurück, und in seiner seligen
Stimmung verrieth er seiner Frau die ganze furchtbare Geschichte.
Zie sprach lein Wort, wie sehr ihr Gatte auch die Gefahrlosigkeit
einer unsinnigen Wette zu beweisen suchte; selbst des Morgens
As er sie verließ, war sie schwegsami und als Sch. Nachmittags
ach Hause zuruͤckehrte, fand er etnen Brief von der Gattin vor,
haß sie vorlaufig sich zu ihren Eltern begeben, weil ein Vater seine
Familie nicht lieben lönne, wenn er solche Streiche mache.

Eine Xantippe. Auf der Oberspree in der Nähe der Stadt
Zerl'n lagen am Sonntag Abend mehrere Schiffsgefäße nebeneinander
riedlich vor Auker, bis sich auf einem der Fahrzeuge zwischen einem
Zzchiffer und seiner Frau ein Streit entspann, der, troß der wieder⸗
jolten Mahnung zur Ruhe von Seiten des besonnenen Ehemannes,
Folge der Zungenfertigkeit der ehelichen Gegnerin keine Ende
nden wollie. Nach vielen fruchtlosen Vorstellungen des Haders
nude, räumte der Ehemann das Feld, indem er in feinen kleinen
dahn stieg, um nach dem in der Nähe lie zenden Fahrzeuge eines
gekannten überzusetzen. Kaum hatte er dort angelegt. als er einen
Fall ins Wasser hörte. Die keifende Frau hatte sich vor Wuth
ns Wasser gestürzt. Der Schiffer eilte sofort zar Stelle und auf
inen Hetferuf tamen noch mehrere seiner Kameraden h'nzu und
s gelang mit deren Hilfe, das Hauskreuz noch lebend den Wellen
dieder zu entreißen.

PEme Probe franzöosischer Sprtachgelehrsamkeit. Es

st belannt, daß die Franzosen weder gtoße Sprachaelehrte, noch
Heographen sind. Einer Dame ist aber aus Paris von dem be—⸗
Ahmten Magazine de la Paix“ eine Ankündigung zugegangen,
Ae alles Dagewefene überfteigt und die wir daher der Kuriosität
alber wiedergeben wollen: Geehrte Dame, In die ersten Tage von
Rkiober erssheint ein illustrirtes Büchlein, wovon 36 Folio's gedruckt
Text) und 48 Folid's Mode⸗ Zeichnungen), welches Büchlein ohne
dosien, an jede Dime, welche davou begehren macht, gesunden
dird. Wir glaüben, es wäerek Ihnen angenebm dieses außer⸗
dentliches Geschenk zu empfangen; und am gleicher Zeit ein Büchlein
zasz mit Aussicht auf die Ausstellung von 1878 erscheint, und
ilten wir Eure Name mit Adresse auch von eure Bekannten am
stüchseite dieses an zu geben, und eg uns sosort wie moeglich zuruck
zu schichn. Jede Dame deren Adresse angegeben ist, erhalt d'ie
iben genannte zwei Büchlein und diejenigen, welche jeder Jahres⸗
eit. erscheinen. Hochachtungsvoll. Die Administration der Grosze
Magazin⸗ de la Paix.

F Die berühmte Pianoforte-Fabril von Erard in Paris
st vor einigen Tagen fast gänzlich ein Raub vder Flammen geworden.
Der Schaden ist ungeheuer; über 100 Vianos ud von den Flammen
zerzehrt worden.

4 Eine Massenvergiftung durch — Brod. Die „Annales
hygiène publique* (Septemberheft dieses Jahres) berichten von
iner Bleivergifrungs: Epidemie, welche in Paris im 18. und 8.
Atrondissement wüthet. Dieselbe hat, allein aus der Praxis des
rerichtenden Arztes, Dr. Ducanp, 66 Person'n befallen, jedoch
pußerden noch eine anderwe'tige große Außdehnung genommen.
dus den angestellten Untersuchungen ergab sich, daß sämmtliche

dranke fortdauernd von einem und demfelben Bäcker ihr Brod be⸗
ogen und dieser seinen Backofen mit altem Bauholz heizte, welcheẽ
— Fenster⸗Einfassungen und Thüren bestand,
velche mit dicken Lagen bleiweißhaltiger Oelfarbe angestrichen waren.
We natürlich ist, hat sich beim Verbrennen dieses Holzes das Blei
Is unverbreunlichee Körper in Staubform auf dem Boden des
Backefens angesammelt und sich so mit der Unterkruste des Brodes
erbunden. — Mitglieder der Familie des Bäckers, namentlich aber
Fie Austräger, welche das Abbürsten desselhen zu besorgen hatten.
ind seyr schwer erkrankt.

Dem Pariser „Figaro“ gibt die Wahlkampagne Anlaß zu
llerlei Scherzen. In einer Waohlversanumlung ruft der Vorsitzende
us; Traut nicht dem Bürger Bezuche', er wechselt seine politische
desinnung so oft wie sein Hemd. — Daun sind wir feiner bis
um Jahre 1880 sicder ruft ein Wahler mit dem Brustion der
leberzeugung. denn vor 8 Tagen zog er ein neues an, und so
ange dies hält, vertauscht er es mit keinem andern. Der Scherz
eg „Figaro“ läht uns vermuthen, daß Bezuchet au fond du
oeur eine konservative Natur war. Uebrigens erinnert uns der⸗
elbe an jene Frage, die cinst an einen belannten Polinker gerichtet
purde: Sagen Sie do h, lieber W., wer trägt eigentlich Ihre
teine Wäsche?

Sübaustralische Blätter berichten, daß sich in der Bay von
Melbourne plötzlich eine Masse von H aifischen gezeigt habe.
Die Regierung sah sich genöthigt, einen Preis auf diese dem Menichen
so · gefährlichen Raͤubthiere auszusetzen und in kurzer Zeit waren
nuch über 8000, darunter wahre Ungeheuer, weggefangen worden.
Mancher Schiffer haite bei dieser übrigens nicht ohne Gefahr ver—
chundenen Jagd bis an 80 Mark des Tages vetdient. Eine Ab⸗
        <pb n="548" />
        nahme war jedoch nicht ersichtlich — Eine andere Plage, von
welcher Dr. Jung in Petermanns Mittheilungen spricht, vildet in
diesen Gegenden die außerordentliche Ausbreitung einer aus Europa
eingeschleppten Distelart, des Carduus Marianus. Dieselbe über⸗
zieht meilenweit den Boden der Weideplätze und eistickt den ganzen
Graswuchs. Die strengsten Verordnungen sind ergangen, um jeden
im Distrekt wohnenden Grundeigenthümer zu zwingen, auf seinem
Boden das Unkraut auszarotten. Zum Glücke fangen die Schafe
an, d'e Distel als Futter aufzunehmen und wäre damit in Zeiten
der Dürre, die so oft wiederkehren, ein kleiner Ersatz gefunden.
Fur die Redacnnon verantwortlich F. X. De me .
Die neueste Nummer der Pfälzüchen Geflügel-geitung, hat
wieder einen sehr reichhaltijbelehrenden und für alle Geflügel- und
AV——

Abhandlungen über das japanesische Möbchen, Pflege und

Zucht desselben. — Nährwerth der verschiedenen Eier. —

Epidemische Krankheiten in den Kanarienhecken von St. An⸗

dreasberg. — Verschiedenes. — Bericht aus dem „Hühner-

ologischen Verein“ zu Görlitz, sowie über dessen letzte Geflü⸗
gelausstellung und die damil verbundene Verloosung. —

Mittheilung aus dem Leben des Spatzes. — Zum Schutz

der Vögel. — Vogelichutzverein. — Vom Buchertische. —

Briefkasten. — Inserate.

Dieses gediegene Fachblatt kostet pro Quartal blos 65 Pfg.
Allenk. Postanstalten und Postboten, sowie alle Buchhandlungen
nehmen darauf Bestellungen entgegen. Die bereits erschienenen
Nummern können nachgeliefert werden.

Bibliothek für Jäger und Jagdfreunde. Herausge—
geben von C. E. Frht. v. Thüngen. 6. Lieferung enthält:
Das Jagdschloß Königswusterhausen vom tqgl. preuß. V'ce—
Oberjägermeister Fthr. R. v. Meyerinck und die Schneechühner
Europa's von Victor v. Tschusi Schmidbofen. Preis 50 Pf.
Verlag der Illustrirten Jagdzeitung (Schmidt &amp; Günther)
in Leipzig. Wir empfehlen diese interessante Bibliothel allen
Freunden der Jagd; der Preis ist sehr billig.

uen⸗ZJeitung. (Preis vierteljährlich 2 M. 50 Pp
in Oesterreich fl. 1.80 Os. W., in der Schweiz FIr. 8.85). Die neuestt.
Moden Nummer (7) enthält: Elegante Promenaden⸗, Haus- und Ge—
ellschafts⸗Toiletten fur Damen und junge Mädchen. Regenmäntel, Hüte und
Zutformen, Schleier, auszeschnitte Prinzeßkleider, Fullentaillen (Blusen) mit
Achselpasse und Kragen, Fichüs, Kragen, Cravaten, Armbänder, Handschuhe
nit Stickerei, Taschentücher, Schleppenstütze, Margenschuh, Strumpfhaller und
zestrichte, durchbrochene Strümpfe. Anzuge fuür kleine Mädchen, Maͤultel, Hüte,
dleid und gestrickter Unterrock. Oberheind für größere Knaben. Büffetdecke,
Kreuzstichstickerei auf Leinewand), Neglige-Tasche, Boͤrtchen Plattftichstickerei).
damens⸗Chiffren (Weißstickerei), Alphabet in Kreuzstichstickeret, verschiedene ge⸗
äkelte und gestrictte Spitzen ic. ꝛc. mit 80 Abbildungen, einer Beilage mit
J Muster⸗Vorlagen fur Weiß⸗, Bunt⸗ und Kreuzstichstickerei, Filet⸗Guipilre
rische Spitzen⸗ und Häkel-Arbeit, Durchzug in Tuͤll und Malerei, und 10
Schnittmustern nebst verschiedenen Muster-Vorzeichnungen und Namens⸗Chiff⸗
en; ferner ein Medenkupfer. — Die neueste Unterhaltungs-⸗Nummer
38): Auf der Concert-⸗Reise. Eine Musiker⸗Novelle von H. Ehrlich. — Eines
dönigs Asyl. Von H. Scheube. — Makari's neuere Schöpfungen. Von
Balduin Groller. — Am goldnen Horn. 6. Ehe und Eheleben.Von Ru—
xedin Aga. — Sprüche auf altdeutschen Leinendecken. Von Julius Leffing
— Verfchiedenes. — Wirihschaftliches. — Briefmappe. — Frauen⸗Gedenliage
— Ferner folgende Illustrationen: Boscobel House. Von Kari Heyn
— Siesta am Hofe der Medicäer. Von Hans Matart. Nach einer Photo
graphie von L. Angerer in Wien, gezeichnet von Bictor Weißhaupt.
— *
Vorschuß Verein St. Ingbert
seingetragene Genoccensehat).,

Mainzer Sauerkraut,
dardines à l'Huile,
russ. Sardinen,
Sardellen,
Holländische Häringe,
Mirxed Pickles,
Amerikanisches Fleisch,
Krachmandeln à la princess
Frische Gardasee⸗Citronen

empfiehlt
J. Peters, St. Ingbert.

Die Mitglieder werden zu der am
Montag, Ib. Oct 1877, Abends 8 Uhr,
im „thötel z2un Postt
stattfindenden
General-Versammlung
—XXE
Tauges -Ordnunqo
IJ. Geschaàftsbericht über das J. Semester 1877.
B. Bericht über den pfälzischen Genossenschaftstag zu
Winnweiloer.
ST. INGBERT, den 5. October 1877.
Der Perwaltunosrath des Vorschuss-Vereins St. Inqbert
oingetragene Oenossensohaft,
EhrhATOôdt TOChumM,, Vorsitzender.
FFECROCCCCCG5—— — — —
4 — — 3
Arbeiter-Bildungs-Verein.
Kommenden Dieustag, 16. Otiober, beginnt ein neuer
Unterrichtskuts und zwar:
Dienstags, Abends 8 Uhr, Vuchführung und Rechnen.
Donnerstags, id, Zeichnen.
Mittwochs und Samstags Gesang.
Da dem Verein jetzt vorzüglich? Lehrmittel zu Gebote stehen,
so dürfen wir zu recht zahlreicher Betheligung einladen.
An den Mountagen wie besher gisellige Unterhaltung für
alle Mitglieder.

Ein kräftiger Junge
welcher Lust hat, die Blau⸗Druͤck⸗
und Schöpfärberei gründlich zu
zrlernen, kann unter günst'gen
Bedingungen bei mir in die
dehre treten.
M. Bund, Fäͤrber,
St. Ingber:?.

——
Georg Wack,
Schreinerlehrling, ist mir
borgestern entlaufen. Wer ihn
findet und nimmer bringt, be—
lommt eine gute Belohnung.

J. F.

Der Vorstand.

z 5——* — —
a 2283
— kin seltenes Ereigniss W
ja, ein im Buchhandel gewiß Sensation
erregender Fall ist es, wenn ein Buch
100 Auflagen erlebt, denn einen so
großartigen Erfolg kann nur ein Werk
erzielen, welches sich in ganz außer-
ardeutlicher Weise die Gunst des Publi—
tums erworben hat. — Das berühmte
or ulär⸗medirinische Werk: „Dr. Airy's
* rε“ er schien in
Einhundertster Auflage p
und liegt darin allein schon der beste
Beweis für die Gediegenheit seines In⸗
halts. Diese reich Uustrirte, vollständig
umgearbeitete Jubel⸗Ausgabe kann
mit Recht allen Kranken, welche de—
währte Heilmittel zur Beseitigung ihrer
Leiden anwenden wollen, dringend zur
Durchsicht empfohlen werden. die
darin abgedruckten Original-Atteste
beweisen die außerordentlichen Heilerfoige
und sind eine Garantie dafür, daß das
Vertrauen der Kranken nicht getaͤuscht
wird. Obiges 544 Seiten starke, nur
NMark kostsende Buch kann durch jede
Buchhandlung bezogen werden; man
verlange und nehme jedoch nur „Dr.
Airy's Naturheilmetbode“, Original-
Ausgabe von Kichter's Verlags-
Anstalt in Leipzia.

*
I'Interprète.
französisches Jdournalb füue Deutsche
mit iherall beigefügten Text-u. Worterklärungen.
Neuestes und wirksamstes Hilfsmittol bei Erlernung der
französischen Sprache, namentlich für das Selbstatudium und
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Inhalt: Tagesgeschichte, Telegramme, belletristische, populür-
wissonschaftliche and vermischte Aufsütze, gediegene Novellen
und Skizzen, interessante Processe ete. Wöchentlich eine
Nummer. Preis nur 1 M. 50 Pf. per Quartal, direct unter
Band 1 M. 65. Inserate (à 80 Pf. die 838paltige Zeile) durch
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der St. Ingberter Anzeiger und das (2 nmal woͤchentlich) mit dem Hauptblatie verbundene Unterhaltungsblatt, GSonntagt mit illustrirter Vei—⸗

lage, erscheint woͤchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonunementspreis betragt vierteljahrlich

1 Mark 20 R.⸗Pfg. Anuzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswarts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Rauct. NReclamen
mit 80 Pfg. pro Zeile bexechnet.
M 161. Sonntag, den IA. Oktober

1877.

Deutsches Reich.
Berhin, 10. Okt. Unter den Vorlagen, welche in nächster
Zeit den Bundesrath bezw. die Ausschüsse desselben beschäftigen
verden, sind ohne Zweifel die wichtigsten das Apothelengeseʒ und
zie Novelle zu dem Gesetze über den Unterstützungswohnsitz· Hin⸗
aächtlich der letzteren scheint, der „Weserzeitung“ zufolge, eine ver⸗
taͤndigung dahin angebahnt zu sein, daß vor der Hand von einer
Abänderung der wejsentlichen Bestimmungen über die Altersgrenze
Herabsetzung von 24 auf 21 Jahre) und über die Zeitfrist in
der ein Unterstützungswohnsitz erworben, resp. verloren vird Herab⸗
jetzung von 2 auf 1 Jahr) abgesehen werden soll.

Berlhin, 11. Otn. Die Arbeiten der Kommisston zur
Ausarbeitung eines bürgerlichen Gesetzbuches haben einen schnellen
and günstigen Verlauf genoimen, so daß deren Abschluß in 14
Tagen in Ausficht zu nehmen ist. Die Meldung, daß üder den
Stand dieses Theils der Gesetzgebung ein genauer Bericht demnächst
zeröffentlicht werden wird, lann nach der Nordd. Allg. Zig.“ nur
zahin verstanden werden, daß dieser einen privalen Charalter traͤgt.

Ausland.

Wien, 1I1. Okt. Telegramm des N. W. Tageblatit“ aus
dadilioi vom 9. d.? Der Kommandant des fliegenden Rustschuker
dotrps, Dilaber Pascha, ging mit einer Abtheilung von 8000
Ischerlessen gegen Pyrgos vor und warf die dort stehende russische
aballerit zurüd. Zwei rusfische Nedouten wurden von den Türken
rstülrmt. Als eine rujsische Vrigade heranrückte, zog sich Dilaver
Bascha, nachdem er die Kanonen der rusfischen Redonee hatte ver⸗
nageln lassen, in den Rayon der Festung zurück. — Großere Ope⸗
zationen sind in Folge der unaufhoͤrlichen Regengüsse zur Zeit nicht
nöglich. — Dem Bernehmen nach beabsichtigi die Pforte, Christic
eine Pässe zuzustellen.

Paris, 10. Olt. (H. T. B.) Das gesammie Interesse der
politischen Welt konzentrirt sich auf die Wahilen Grevy's in Paris
ind Fourtou's in Riberac.

Ein Rundfchreiben des Präfekten des Nord-⸗Depattements weist
die Behörden an, die zahlreich in Roubaix und Tourcoing wohnen⸗
en Belgier unverzüglich auszuweisen, sofern fie sich gegen die Re⸗
lüerung Mac Mahons öͤffentlich aussprächen.

Belgrad, 11. Ott. Die riegsubsidienfrage ist geregelt
kußland verpflichtet sich, Serbien dom Tage des Aufmarsches der
erbischen Armee an der Grenze bis zum Friedensschluß monatlich
iine Million Rubel zu zahlen.

Butarest, 10. Ott. (H. T. B.) Die Tacken haben die
zahl der Redoriten dei Plewna auf 28 vermehrt, deren jede eine
Jelagerung erfordert.

Galatz, 10. Okt. Bei Sulina wurde ein türlischer Dampfer
ach mehrstündigem Kampfe in die Luft gesprengt.

Odejsa, 10. Ott. (H. T. B) Vie Belagerungsarbeiten
von Plewna werden durch einen Kriegsrath geleitet, den die General⸗
oneben, Gurto, Stobelew, Fuürst Dondulow: Korffalow Sotow
ind Fürst Imeretinsty bilden. Fürst Cati don Rumanien führt
mur das nominelle Oberkommando.

F Vor wenigen Wochen verheirathete sich in Calbe sa. M.
der Veteran aus den Freiheitskriegen 1818315, Altbefitzer Acker⸗
jausen; derselbe ist am 18. Dezember 1777 geboren, feiert mithin
noch in diesem Jahre seinen 100. Geburtstag und erfreut sich einer
ieltenen Rüstigleit.

FäeKausel, 11. Ott. Die Fuldabrüde bei Melsungen ist
eingestürzt. Ein Mann Slieb todt, drei sind verwundel.

I. Großes und gerechtes Aufsehen erregt die Nachricht von
am Mittwoch erfolgten Zahlungseinstellung der Pommerischen
Rditterschaftlichen Privatbank in Siettin, eines alien, angesehenen
und bis auf die allerletzte Zeit für hochfein gehaltenen Institutes.
Wenn die Nachricht für die Börse auch nicht ganz überraschend
am, da vor Allem schon der vor wenig Tagen erfolgte ploͤtlicht
Lod dest ersten Direllors stußig gemacht hatie, so wirtie sie doch
ehr deprimirend. Die Ursachen der Zahlungseinstellung sind, wie
s scheint, auf enorme und wohl auch schlecht bedecte Credite an
Zrivatunternehmer, überhaupt darauf zurüctzuführen, daß die Bank
peit aber ihre Kräfte hinaus engagire war. In Berlin waren die
Ultien gern vollständig underkäuflich, die Mehrzahl befindet sich
brigens in den Händen einzelner reicher Privaten. Betheiligt
ollen sein zwei erfie Berliner Bankinstitute mehrere erste Privai⸗
irmen und eine Eisenbahngesellschafi, dor Allem abder die Deutsche
deichübant, deren Forderung auf 6 Millionen Mark angegeben
vird, was wohl stark überirieben fein dürste. Uuf das Banknoten⸗
zrivileg batte die Bank schon seit Erlaß des Reichsbanlgesetzes derzichtet.

fFErtrablätter. In Wien schwirrten am Sontag die
igenthümlichsien Gerüchte herum. In den Nachmittagsstunden er⸗
ahlte man in allen Vorstädten von einem großen Siege Ossmann
Pascha's, Gefangennahme mehrerer Großfürften, und hie und da gab

s sogar improvisirte Siegesfeste in den Gasthaäusern. Der Ent⸗
tehungsgrund dieser Gerüchte war ein sehr komischer. Es waren
in den Straßeneden in den Vorftädten Vormittags, besonders durch
Dienstmanner, verschiedenfarbige Zettel vertheilt worden. Man laß
da die hübschen Depeschen: Konstantinopei 7. Ottober. 16,000
Russen vernichtet in kürzester Jeit das ansgezeichnete priv. Rufsen⸗
ind Schabenpulver, zu beziehen durch N. R. Gaffe Nr. —
Hroßsürst Ritolaus gefangen zu sehen, ist wohl der Wunsch jedes
Türtenfreundes. Da dies bisher nicht der Fall, empfehlen wir für
die bevorstehende Winterkampagne unsere unübertrefflichen Flanell⸗
demden. — Petersburg, 7. Oktober. 1000 Türlken unterlagen
aach hartem Widerstande der Versuchung, von unseren prãchtigen
Lschibuls à 30 kr. endlich ausgiebigen Gebrauch zu machen. x. x.

F Als die Kaiserin von Oestereich dor einigen Tagen von
einem Ausflug zurückkehrte, ward sie ein nett gelleidetes Bauern⸗
nädchen gewahr, weiches sein buntes Sadtuch der Kaiserin ent⸗
jegenschwenkend in verzweifeltem Tone dem Kutscher zuschrie, er
ndge doch halten. Die Kaiserin, durch Ton und Geberd⸗ des
Mädchens aufmerlfam gemacht, ließ den Wagen balten, worauf die
Lleine herbeieilte und auf den Wagentritt hinsinlend, der erlauchten
Frau klugte, man habe ihren Geliebten zum Militaäͤr genommen
und darüber müsse ihr nun das Herz brechen. „O, erhabene Frau
rief das Madchen — bitten Sie doch Ihren Mann, er möge
ihn nach Hause lassen; ob er einen Mann mehr oder weniger hat,
arauf komms ihm doch nicht an, aber mir ist der Eine mein
kin und mein Alles. Ew. Majestat müssen doch von Ihren
Madchenjahren her von sich selbst wissen, wie sehr dad ein Mãädchen⸗
jerz schmerzt, wenn man ihm seinen Geliebten wegführt.“ Die
daiserin lächelte und sagte dem Madchen zu, wenn sie ihr Sesuch
chriftlich einreiche, dasseibe beim Ktaiser zu anterstützen.

tNaivetät. Die Pester medizinische Falultät besitzt einen
Professor der Anatomie, dessen Schadelmessungen ihm einen Na men
jemacht und dem seine Schüler trotz seiner vielen Schrullen auf⸗
ichtig zugethan sind. Dieser Tage demonsttirie nun der Professor
en menschlichen Schädel, nahm das Keilbein zur Hand und eillärte
Folgendes: „Sehen Sie, meine Herren, diese Vertiefung hier ifl
ras solla turcica. der türtische Sattel.“ Im Ru erdröhnte in

BVermiscqchtes.

fSt. Ingbert, 13. Ott. Am 15. Okiober tritt auf
ven Pfälzischen Bahnen ein neuer Fahrplan ein und verweisen wir
uf den im Juseratentheile des heutigen Anzeigers entbalten Aus—
ug desselben.
Ergoldsabach, 4. Oll. Gestern Nacht wurde ein
Schreiner don hier don seiner Frau mit vier Neugeborenen üÜber⸗
Ee sind 4 Knaben; Mutter und Kinder sind wobl und
—XE

fBierfälsechung. Das Bezirksgericht Wasserburg (Bayern)
at den Braumeifier des Grafen Montgelas zu Neumarkina. d. R.
vegen Bierfälschung (Verwendung von Glyeerin) zu 8 Tagen Ge⸗
angniß verurtbeilt.
        <pb n="550" />
        Saale ein solch' wände⸗erschütterndis Eljenrusen, daß es Manchen
bedünkte, selbst das im Glasschranke stehende alte Skelet habe den
Vorhang zur Seite geschoben, um zzu fehen, was für«Lärm es in
seiner Rüllen Behausung gebe. Von den Figurailonen der 240
Knochen' des menschlichen Körpers ist aber von nun ab gewiß keine
einzige dem Gedächtnisse der ungarischen Jünger Aeskulap's so fest
ringeprägt, wie der türkische Sattel am Keilbein.

*7 Kürzlich fuhr eine Gesellschaft junger Leute zur letzten
seirchweihe über den Züricher See nach Greifensee. Oafelbst an⸗
gelangt, banden sie ihr Schiff milt einer lungen Kette an's Ufer,
uͤten Knd tranken und waren kreuzfidel. Endlich nach 6 Uhr
brachen sie auf zur Heimfahrt. Durch die reichlich genosfsenen Er⸗
frischungen men gestätkt., griffen die kräftigen Arme, wacker in die
Rudex. Man rudert, ein, zwei, ja drei Stunden lang, aber immer
wollte die ersehnte Heimath sich noch nicht zeigen.“ —A
in der Nacht veriert zu sein, der gegenseitige Vorwurf, die Richtung
oerfehlt zu haben, regte die müden Nuderer auf, ja es hätte bald
Händel auf dem See gegeben, wenn nicht ob dem Streit und
därm sich Leute am Ufer gefammelt hätten, welche den Schiffern,
die vergessen haiten, den Kahn loszubinden, begreiflich machten
daß fie immer noch in Greifenfee angebunden seien. *

Eine grauenhafte Scene. In Paris ereignete
sich Aam 9. Oktober in der Rue · Dunlirchen ein schrecklicher Vorfall.
In dem Hause RNr. 70 brachin Folge einer Gasexplosion Feuer
aus, das aber oͤhne alle Bedeulung war. Die Marquise d'Athieri,
die den dritten Stock des Hauses dewohnt und die, als sie ihre
Thür öffnete, sah, daß die Treppe in Flammen stand, verlor den
KRopf, nahm ihre kleine Tochter in die Arme und stürzte sich mit
ihr aüf die Straße hinab. Sie fielen beide auf den Batkon des
ersten Stockes; von dort warj sie ihr Töchterchen auf die Straße,
welches die Menge auffing. Die Magd der Marquife, die ihre
derrin zum Fenstec hinausspringen sahr, gerieth ebenfalls in die
Jöchste Bestütrzung, folgte ihrem Beispiele und fiel ebenfalls auf
den Balkon des erften Stodes., Die Magd echielt leine starken
Berwundungen, das Kind hat eine ziemlich ernste Wunde am Kopfe
undder Zustennd der Marquise ist sehr gefährlich, obgleich sie keine
schwere äußere Verlezung davon getragen hat. Das Feuer selbst
wurde von den Feuerweht männern faft sofort gelöscht und die Mar—
quise würde, wenn sie ihre Kaliblütigkeit bewahrt hätte, gleich ein—
gesehen haben, daß sie sich nicht im Gerinaslen in Gefahr befand.
Fur die Redaction verantwortlich J. X. De metz .
— 2

* 232 1213 *
Licitation.
Montag,“ den 29. Oktober
nächsthin Vormiltags 10 Uhr zu
decendalheim bei Ludwiz
Buchhe it, Schmied werden vor
dem unterzeichneten biezu gericht⸗
lich beauftragten k. Notar Sauer
in St. Ingbert die nachbezeich⸗
neten; zu folgenden Theilungs
massen als;
a, zur Gütergemeinschaft, welche
zwischen dem zu Heckendalheim
berlebten Steinhauer Johannes
Deutsch und defsen hinter⸗
bliebenen Wittwe Katharina
Hofmann bestanden hat,
h, zum Nachlasse des Johan⸗
nes Deutjch
Ne, zum Rachlasse der dafelbst
im ledigen Stande verftorbenen
Rofina Deutsch. —
G, ur Gülergemeinschaft, welche
zwischen dern zu Hechendalheim
beriebten Steinhauer Johann
Hartz und dessen gleichfalls ver⸗
uͤbren ersten Ehefrau Marie
Huppert bestanden hat,
zum persönichen Nachlasse
der Maria Huppert,
k, zur Gutergemeinschaft, welche
zwischen demselben Johann Hartz
und seiner hinterdliebenen Wittwe
weiter Ehe Apollonia Kihm be—
standen hat, gehbrigen Liegen⸗
schaften: der Abiheilnpg wegen o&amp;lIer
offentlich an die Meistbietenden Neob enoerwerb.
zu Eigenthum versteigert, als: Vortheilhaften Verdienst u.
Im Bann Heckendalheim; gute Provision gewübrt ein — ..
Ta7 Tagwert Wiesen in 13 erall gangbares respectables Ankunft in St. Ingbert von Zweibrücken.
w ue jand in 31 Jeschaft, fur welches an allen gis 1086 38 688
agw. Ackerland in 31 Orten Agenturen errichtet wer⸗ rücken ES
— Anunst in Zweibricen won St Ingbert
agw. in t⸗ i an⸗
p Pa —5 8—— mn Ankunft in Zweibrücken von Homburg:
4. 6*6 940* 128 136 814 78 108.
Im Bann Ormesheim: auch für Jeden als Nebenge- 5287 .
o a Aer min Stein⸗ gehalt Jeicht au führen, Ke—- Ankunft in Homburg von Zweibrücken
bruch· flectanton belieben ilire Adresse Gii gist 11161 1250 4858 620 820,
Eigenhümer sind: 1. Kathae in doer Pxpodition d. Bl. unter Ankunft in Homburg von Kaiserslautern;
rina Hoscmann, gewerblose Wittwe den Buchsstaben H. L. abzu- 6 99 18 11268 4*4 840.
—— F Ankunft in Kaiserslautern von Homburg:
3 x * 8* 71 8674 1248 1565 737.
Bierbrauerei St. Ingbert. Ankunft in Landstubl von Kusel:
Ich empfehle mein 828 1158 127 710.
—neeues Bibtar d Ankunft in Kusel von Landstuhl:
den Herren Billardfpielern zur gefälligen Benutung. o 1027 580 96.
Achfungsvoll 2* Die mil * bezeichneten! Züge sind Schnellsüge und führen nur
O. ROosenthaJ.Wagen J. und UV. Clase.
Fedalnon una un Berlag von . T. Demeß in St Ingbert.
Sieru Allustriveos Sonntoné«blatt“ Nr. 42

dalheim; 2 Apollonia Kihm,
zewerblose Wittwe von Johann
dartz daselbst; 8. Erisabeth
dar, gewerblose Ehefrau von
Fohann Grandjean, Dienstknecht,
deide in Heckerdalheim; 4. Mar⸗
zaretha Haitz, gewet blose Ehe⸗
frau don Peter Mäller, Acke⸗
rer, beide in Bliesbolgen,
die Ehefraͤuen Grandjean und
Möller,,“ Tochter erster Ehe
des Johann Hartz mit! Maria
Huppert; 83. die Kinder zweiter
Ehe des Johann Hartz mit Apol⸗
tonig Kihm Ramens a. Johann;
b. Joseph, e. Maria, d. Mathias.
und 6. Peter Harz, alle noch
minderjahrig, welche ihre Mutter
zur gesetzlichen Vormünderin und
zenannten Johann Grandjean
zum Beivormunde haben.

St. Ingbert, 13. Okt. 1877.

EGauernt. Notär.

Frucht⸗, Brod⸗ und
Fleisch⸗Preise der Stadt
z3weibrücken vom 11. Ocib.
Weizen 12 M. 21Pf. Korn
o9 V. 27 Pjf. Gerste Zreihige
0 M. — pf. Gerste sreih.
0 M. — pf Spelz 08 Pi.
14 8f. Spelzlkern — M. —
pfg. Dinkel — M. — Pizs.
Mischfrucht O M. — Pf. Hafer
z Pi. 77 Pf. Heu 2 M. 40

4

Pf. Stroh 2 M. 20 Pf. Kar⸗
offeln 2 M. 20 Pf. per Ctr.
Weißbrod 192 Ko. 58 Pf. Korn⸗
»rod 8 Ko. 81 Ppf. ditto 2 Ko.
54 Pf. ditto 1 Kilo. 27 Pf.
BZemischtbrod 8 Kilo. O M. 99Pf.
Paar Weck 190 Gramme6 Pf.
Rindfl. 1. Qual. 709 Pf. 2.
Quoi. 60 Pf. Kalbfl. 70 Pf.
Damfl. 70 Pf. Schweinefl. 70
Hf. Butter 1M. 12 Pf. per Pfd.
        <pb n="551" />
        Ingberler Anzeiger

*
1
8
der St. Jugberter Anzeiger und das (Smal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sountags mit illr Arirter Bei⸗ ni

age, erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Sanstag und Sonntag. Der Abounementspreis beträgt vierteljthrliche

nNark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Rauen Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
— — — — —
M IG2. Dienstag- den 16. Oktober I 1877.*
—— —⸗öj— — — — — —— —
Dvv

— — -

Deutsches Reich.

München; 13. Olt. Wie in Abzeordnetenkreisen verlautet,“
vird sich Abg. Staatsrath'v. Schlör ir den nächsten Tagen nach
Berlin begeben. Man glaubt, daß' diese Reise mit den Personal⸗
erhältnissen det Reichseisenbahnamtes in Verbindung stehe, mit dessen
deubesetzung der Name Schlörs neuerlich in Verbindung gebracht wurde.

Maänchen, 13. Olt. Se. Maj. der König hat den Noth—
eidenden in Chasmm 2000 Mark aus der kgl. Kabinetskasse zu⸗
ewendet. J (A. 3.

Berlhin, 183. Ott. Die Mittheilung, daß Graf Eulenburg
ein foͤrmliches Entlassungsgesuch bei dem Kaiser und zwar in der
ringlichsten Weise eingereicht habe, wird jetzt von allen Seiten
ꝛestätigt. Die Conjecturen über seinen möglichen Nachfolger werden
o lange für verfrüht zu halten sein', als noch nicht feststeht, ob
zie erbetene Entlassung vom Kaiser gewähtt wird, resp. ob Graf
Fulenburg auf derselben beharrit. Fur die letztere Annahme spricht
illerdings, daß der Minister schon seit Wochen über seinen Gesund⸗
Jeitsstand schwer geklagt und entschiedene Abneigung ausgesprochen
jat, die Last seines Amtes weiterzutragen.

Die Verwaltung in Elsaß Lothringen läßt eine französische
lebersetzung der Reichs-Justizgesetzt anfertigen, um deren Verständ⸗
niß für die nicht deutsch sprechende Bevölkerung zu ermöglichen.

NAussand?

Wienqz 14. Oklt. Der Berliner Correspondent der Mon—
agsrevue schreibt über Crispi's Rundreise, daß dieser, falls klerikale
Bahlerfoige in Frankreich stattfinden sollten, zum italienifchen
dammerpräsidenten defignirt sei. Itallen könne mit und ohne
gertrag bei französischem Angriff auf Deutschlands Unterstütung
echnen, dies sei in Frankreich bekannt. Bismarck schricb schon am
18. Januar 1874, drei Monate nach dem Besuch Viktor Emanuels
n Berlin, an Arnim, daß Deutschland lich im gegebenen Falle der
Anterstützung Italiens nicht entziehen könne. Italien habe demnach
zuten Grund, sich einem so zweifelhaften Nachbarn, wie Frankreich
jegeaüber, der guten Nachbarschaft Oesterreichs und der Freund-—
hast Deutschlands zu versichern. Man weiß jedoch in Rem, daß
ie eine nicht ohne die andere zu haben ist. — Die hochoffieidse
Montagsrevut meldet, daß die deutschen Unterhändler Weisungen
mpfingen, welche sie veranlaßten, die Verhandlungen über den Han—
nelsbertrag zu raschem Abschluß zu bringen; jedoch sei als gewiß
mzunehmen, daß dieser Abschluß einem Abbruche gleich kommen
verde. Ein Pariser Telegramm desselben Blattes meldet, daß Mac
Mahon dem Vertreter einer Großmacht gegenüber geäußert, im
Falle einer eklalanten republikanischen Majorität welle er das Mi—
aisterium aus beidenCentren bilden, unter keiner Bedingung jedoch
verde er Staatsstreich machen.

Paris, 15. Okt. In Paris (Seinedepartement) siegten
ae republikanischen Candidaten in sämmtlichen Wahlbezirken, aus⸗
enommen im achten, wo Admiral Tonchard gewählt. Minister
fourtou ist wiedergewählt, der ehemalige Seintpräfelt Haußmann
iegte in Ajaceio gegen den Prinzen Napoleon. Bisher sind 236
Vahlrefultate bekannt: 161 Republikaner, 71 Conservative, 4
5tichwahlen. Die Republikaner verloten bisher 24 ihrer früher
anegehabten Wabhlsitze, die Conservat ven verloren 10.

Paris, 15. Olt. 9 Uhr Vorm. Die bis jetzt bekannten
Pahlresultate betragen 8300: Die Republikaner haben darnach 197
Deputirte (davon 180 der früheren 363), die Conservativen 99 (davon
34 der früheren 158); Stichwahlen finden 4 statt, die Republikauer
nerlieren 27, de Conservativen 13 Sitze. Herzog Deecazes ist in Li⸗
zourne, Departement der Gironde mit seiner Candidatur durchgefallen,

Paris, 15. Ott., Mittags. 375 Wahlresultate bekannt,
amlich? 248 Republikaner (wobon 227 den früheren 363 an—
ehöten), 117 Conservative (wovon 80 der früheren Kammer⸗
NRinderheit angehören), 8 Stichwahlen. Die Republikaner verloren
us jetzt 30 früher innegehabte Sitze, die Conservativen 16.

London, 13. Okt. „Daily News“ vernimmt, daß General
eotleben seinen Plan darduf gebaut habe, Plewna auszuhungern,

da Osman' Pascha kaum für zwei Monate“ verprobiantirt sei —
Die Armee des Großfürsten Thronfolger soll enfsetzlich“ untet: demm
nit Maͤcht hereinbrechenden Winter leiden da fie für Ueberwinte⸗
ung noch ganz unvorbereitet sei. Die Regimenter,, welche auft
dem Rückzug am Lamfluß Zelte und Wint⸗rüberröcke verloren hallen,
erhielten dieselben noch nicht wieder ersetzt. Alle Straßen sind un⸗
ahrbar geworden. — In Asien wurden die Russen in einem drei⸗
ägigen Gefechte geschlagen.

Londoͤn,; 13. Ott. Eine Times⸗Depesche bestätigte die
Aüngaben der Daily News bezüglich der Folgen der schlechten Wit⸗
erung. Sie meldet ferner, daß Mukthar Pascha in Kleinasien die
liehenden Russen verfolge.

—AC
som 11. d. daß ec mit den feindlichen Vorposten einige Kanonen⸗
hüsse gewechsell habe. — Suleiman Pascha meldet aus Kadiloi
vom 11. d., daß der Rigen andauere; und alle Opetationen un⸗
nöglich mache: Nach einer Meldung Reouf Paschas vom LLXd.
vurden die feindlichen Positionen eine Zeit lang durch Gewehrfeuer
»eschossen. — Chewket Pascha meldet, daß er am 11. d. in Plewna
nit Osman Pascha eine Zusammenkunft gehabt habe. Ein dritter
Zroviant- und Munitionszug sei vom Feinde unbehindert in Plewna
ingetroffen. Die Straße von Plewna nach Orkhanie seian densẽ
dauptpunkten durch Truppenkorps gedeckt. —

Petersburg, 13. Ott. Der „Regierungs-Bote“ ver—⸗
oͤffentlicht eine kaiserliche Verordauig, nach welcher jeder auf dem
— ——
dienste zum Offizier befördett werden kann. Die! Beförderung wird
von der Ablequng einer Prüfung abhängig'gemacht.

Rermischtes.

fContwig, 18. Ott. Gestern Abend beim Passiren des
nit zwei Maschinen versehenen leeren Güterzuges lief das drei Jahre
alte Kind des Ackerers Böhler von hier vor dem Zuge in das
Zchienengeleise. Der Führer, welcher das Kind noch rechtzeitig
erblickte, brachte den Zug zum Stehen und das Kind, welches nur
ꝛine leichte Verletzung durch das Anstoßen der Maschine erhalten
atte, wurde glücklich gerettet. (Z3w. 8.)

7Kaiserslautern. Auf Antrag des Dr. Orih be⸗
ichloß das hiesige Gremium für Handel, Fabiiken und Gewerbe, die
üngst bon der Brauerversammlung in Neustadt a. H. gefaßten
Kesolutionen als Antrag in die nächste Sitzung der pfälzischen
Handels- und Gewerbekammer zu bringen.

f In Landau beginnt der Herbst am 18. Oktober; desgl.
in Diedesfeld; in Böchingen am 17.

Frankenthal, 8. Okt. „Das haben Sie ihren!
dickk.... ... Buben,“ sagke' vergangenen Samstag Abend die
debamme zu einem glücklichen jungen Vater und überreichte ihm
»en ersten Sprößlinz, den ihm seine Frau geschenktt, Der Sonntag
)erging und heute ging der Vater aufs Bürgermeisteramt, um den
Jungen unter dem Namen „Eugen“ in das Standesbuch eintragen
u lassen; aber o Schrecken, als der Glückliche nach Hause kam,
vurde ihm statt dis vermeintlichen Buben ein „Madchen“ entzegen⸗“
zebracht. Durqh diese Thatsache blieb natürlich nichts anderes übrig,
ils einen anderen Att auf der Bürgermeisterei aufnehmen zu lassen.
Doch soll trotz dieses unliebsamen Irrthums die Elternfreude eine
leich große wie vorher sein.

7Mäünchen, (Octoberfest. Bei der Vertheilang der Preise
vurden Hetrn Gärtner Velten in Speyer von zwei Commissionen
joldene Medaillen zugesprochen. Grundjsätzlich aber trhält Einer
zur eine solche Auszeichnung. —

f Ueber das Denkmal auf dem Grabe Freiligraths in
Tannstatt ist nach Zusammenfluß ausreichender Mittel das Komite
'o weit schlüssig geworden, daß es in einer Büste des Dichters
uus Bronce bessehen soll. Eine“ Martiortafel ˖ mit Inschrift wird
uuch an dem Hause „Zum Alten Hasen“ an der Necarbrücke an⸗
zebracht werden, wo Freiligrath gestorben ist.
        <pb n="552" />
        — g Pl.⸗Nr. 729. 8 Dezʒ.
Licitation. rüher Acker jetzt Wiese am
Mitiwoch, den 831. Oliober Stegbruch neben Joh. Jos.
1877, Rachmittags 3 Uhr zu Behrin g und Daniel August.
Nohrbach, bei Johann Abel Eigenthümer sind: die Witwe
derden vor dem hieczu gerichilich and Kinder des genannten G.
beauftragten kgl. Notar Sauer B. Bohnert, als:
ju Si. Ingbert die nachbezeich⸗ 1. Die Wittwe ebengenannt;
neten zu der zwischen Georg 2. Die minderjährigen Kinder
dalentic Bohnert, weiland es werstor benen Sohnes Georg
Aderer ia Rohrbach und seiner Bohnert, weilond Schmelzarbeier
hinterbliebenen Winwe Magda⸗ mn Rohrbach, als: a. Valentin,
A Benuder daseibst bessan- bd. Anna und 6. Maria Bohneit,
denen Gutergemeinschaft und velche nachgenannten Golzer zum
—XRX Nachlasse des Vormund und Jacob Wahrdheit,
Ersteren geboͤrigen Liegenscaften Tagner in Rohrbach zum Bei⸗
Banne von Rohrbach abtyhei ⸗ ormund haden;
ungehalber dffentlich zu Eigen⸗ 3. Die Erben des verstorbenen
hum dversteigert: S„ohnes Karl Bohnert, lebend
e Gutergemeinschaft gebörig: Schneider in Nohrbach respectiv
Pl.⸗Nr. 2044. 1 Tagw. eessen nach ihm verstorbenen Kindes
Deim. Ader hinterm Unna Bohnert, namlich dessen
Spieser Flur neben Peter MNutter Anna Werle, Büglerin
daber und Nikolaus Rohe. n Rohtbach, Wittwe 2. Ehe von
pi.⸗Nr. 826. 46 Dezim. darl Bohnert eigenen Namens
Ader am Reichertsbruch ind als gesetzliche Vormünderin
neben Jacob Zimmermann hrer mit ihrem verlebten ersten
und Georg Conrad rthemanne Karl Stardi erzeugten
pi⸗Nre. 899. 88 Dezim. ioqh minderiätzrigen Kinder Hein⸗
AIder am Diedesdühl neben ich und Maria Standt, wi lche
HZalentin Weirich u. Jalob den Johann Standi, Kessel⸗
uͤbei. chmied in Rohrbach, zum Bei⸗
pi·Nr. 147890. 28 Dez. dormund haben;
der am Spieserflur erse 4. Peter Bohnert, Schmelz
Ahnung neben Ww. Boh⸗ urbeiter in Rohrbach;
m und Johann Weiland. 5. Dalentin Bohnert, Kessel⸗
». zum persoöntichen Nachlasse des chmied in Rohrbach;
Zeorg Valentin Bohnert geboͤrig. 6. Marx Bohnett, Soldat
*. PlieNr. 848. 21 Dezim. »es tgl. b. 8. Inf.⸗egim. in
Diese und Ader auf dir Metz;
bnigswiese neben Urban 7. Elisabeih Bohnert, Ehefrau
Jacoo und Johann Abel. on Peter Wagner, Maschinen⸗
pᷣl. Nx. 2018. 55 Dez. chlosser, deide in Rohrbach;
Ader im Glashütlerflur ne⸗ 8. Katharina Bohnert, Ehe⸗
ven Joh. Jung und Christ. rau von Johann dliclinger, Berg ·
X mann in Rodhrbach;
pi.c. 2115. 853 Dejʒ. 9. Anna Bohnert, Ehefrau
Jaer auf vem Tummei- von Adolph Hussonc, Bergmann
dlad, neben Peter Wurß allda;
und Andreas Latz. 10. Maria Bohnert, Ehefrau
pᷣlac. 2228. 48 Dez. von Jacob Gölzer, Bergmann
Ader im Thalgarten neben allda.
weorg Jacob und Philipp St. Ingbert, 16. Ott. 1877.
derges. Sauer, k. Notär.
pᷣl. Ne. 2268. 64 Dez. Eim flemiger Ge
* allda neben Georg. —xö8
Wurz. Arbeit, und ein braver Junge
Pl.Nt. 2298. 86 Dez. wird in die Lehre ——
jder allda neben Nilolaus hei Jakob Kreischer
dlahm, Wittwe und Valen⸗ nmae
in Dedarm. —
i αα. al d. X
Ader allda neben den Wege ein Eeder-Koffer zu laufen.
und Welsch. Wer 7 sagt die Exp. d. Bl.

Königl. Kreis-Baugewerkschule
staiserslautern.

Der Unterricht an der Kreisbaugewerkschule für das Winter⸗
zalbjahr 1877/78 beginnt Montag, den 53. November in
zen Localitäten der Kreisbaugewerkschule (Pfälzisches Gewerbemuseum)
uind dauert vom Rovember bis Ende März. Die Schule besteht
nus 3 Cursen in 3 Winterhalbjahren und bezweckt jungen Leuten,
velche dem Bauhandwerke sich gewidmet haben oder zu widmen be⸗
absichtigen, demnach: Mauerern, Steinhauern, Zimmerleuten, Schrti⸗
iern, Schlossern, Glasern, Spenglern, Tünchnern, Dach⸗ und
Schieferdelern die zum rationellen Betriebe ihres Handwerles
rforderlichen Kenntnisse zu vermitteln. Der Unterricht erfolgt
zurch theoretische und praltische Anleitung, sowie graphische Dar⸗
tellung in thunlichst popular gehaltener Weise. Zugleich wird be⸗
nerkt, daß auch jungen Leuten von Kunstgewerben, als: Möbel⸗
chreiner, Gold⸗ und Silderschmiede, Metallarbeiter, Töpfer, Holz⸗
chneider, Tapezirer ꝛc. als Hospitanten Aufnahme finden koͤnnen,
im im Zeichnen und Entwerfen von in ihr Gewerbe einschlagenden
dunstgegenständen geübt zu werden. Für den eintretenden Schüler
st erforderlich, daß er das 15. Lebensjahr zurückgelegt und seit
jeinem Austritt aus der Vollsschule entweder in der Lehre gestanden
oder weiteren Schulunterricht genossen hat.

Die Inscription findet am 30. und 81. Oltober lfd. FJahres
zuf dem kgl. Rektorate, Vormittags von 9 bis 12 Uhr und Nach⸗
nitiags von 4 bis 6 Uhr statt, wobei die betreffenden, antlich be⸗
slaukigten Schul⸗ und Lehrzeugnifse mitzubringen sixd. Das
Schulgeld beträgt 20 Mark und ist bei der Inseription zu ens
richten. Zur Befreiung von demselden ist die Vorlage eines Dürf⸗
igkeitszeugnisses nothwendig.

Lehrprogramme und Statuten lönnen durch d'e Tascher'sche
Buchhandlung hier, jeder Zeit gegen portofreie Einsendung von 40
Pfennig per Exemplar bezogen werden.

Kaiserslautern, 15. Ollober 1877.

Koͤnigl. Rektorat:

—— — S80u..
Vorschuß⸗Verein St. Ingbert
leingetragene Genossenschaft).

Junt 1877. PASSIVA.
Stammantheil⸗
Eonto M. 109384. 62
Keserdefnd. Conto 9504. 12
Sparkassen⸗Cont. 232463. 84
Tratten⸗· Conto 3015. 80
Spec.Reservefond⸗
Conto 1185. 88
33 Conto Corrent
Glaͤubiger 51739, 70
Buthaben von 21
Banken u. Vereine 281821.77
Dividenden⸗Conto 45. 44
Gewinn⸗ und Ver⸗
lust⸗· Coulo 5473. 88
MN. 604688. 78 M. 604088. 78
Gewinn⸗ und VerlustConto.
nebertrag von Zins ˖ u. Prob.⸗Conto M. 7285. 58
Ab:
Behalte M. 1662. 86
docalmiethe, Heizung 149. 14 1812. -
Vortrag Ende Juni 1877 M. 34783. 688
Mitgliederzahl.
Der Verein zählle Ende Dez: mber 1876 275
Zugang in diesem Semester 38
313
Abgang durch Wegzug 1, durch Tod 2 8
Stand der Mitglieder am 80. Juni 310
St. Jagbert, den 30. Juni 1877.
B. Conrad. J. Reer. J. J. Ore wenig.
Der vorstehende Abschluß der Bücher per 30. Juni 1877
wurde geprüft und in Uebereinstimmung gefunden.
S. Ingbert, den 15. Ottober 1877.
ie Revistons⸗Commisston
XR nftae s — ien
Ehrhardt Jochum Schlick
hermann Fischer. Bayer
Fiack.

— *
Submission
auf Straßen⸗Arbeiten im Kanton St. Ingbert.
Nachdem auf das Ausschreiben der unterfertigten Behörde vom
23. Sept. l. J. keine Submissionsofferten eingelaufen find, werden
die im Vanden zu 3367,76 M. veranschlagten Arbeien zut
Herstellung der Straße von Ensheim nach Eschringen
Fiemit nochmals zur Vergebung ausgeschrisben, und ubernahmslustige
I andurch eingeladen, ihre Angebote auf Stempelpopier
Btontag, den 22. 1. M., Vormittags 11 Uhr
hierorts einzureichen, wo bis dahin die Plaͤne, Kostenanschlaͤge, und
Zat Bidingnißheft zur Einsicht aufliegen.
Zwoeibrüden, den 12. Oltober 1877.
sönigl. Bayr. Bezirksamt:
Damm.
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IFeiee eecemes in St Ingbert.
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55538358 2335335 cx5 28 — — 5323135 3 ——
2338 25533 555 535 3822 8 — 25373523 28* 553 —12
2 — * — 32 “/3284 15 —9 25 — —A— —— — * 2385 25
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53332—58 52558 33533553 33555 —2288—338553 ——
553555 k55252 533533553 3 2 5235 233538 28 5528588
55 8 2 35 2365 *32 2* — —— A — 552
* 2325 38 — 53 2581 5 8 7 —— — 25.53 ⸗ —
53 — 3 2 35 — — sü 52355 238222328 —— —
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2352553 753 533 3538S335 2* 43 58
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J— 38 8 73 563
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2 3 —A — — 22 S 23 — 52*552382 5353533
— — —z555*655 5 35583—55257 8382332333
2* 22 53* —— — 2035 * 38 * 328 0 2 25E 2 ——A 22
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53558332 ——— 3— ——338333 —A
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323533 255 3 537 55325 3838323
8 228558* 222 — 22 3 5 53255329 —— — —* 3—282 — — 8 —*8
7 8228 — 32 228 — —E — * —— —
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53532535 —3— 5 335533353 58323 253532233
— —2535225 8555235383 58
2522 * * —252 ,82 —282 „53232 * * * 22* SRñ
3353 — —— 33383 52383— — 535285
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255 25 5353 3 35323532 5374 222 3 8 8 523838c8
5* 2E9 27522* 255 2 55 58 — 532228 352282 8* * —58
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b 55 5 576 —A—— 2222223 * 2* 3 8
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5 2 52358 22 2 323532 2—2* 2 —238 332555
8532.3— 335*8* 253335 3275—538* XE 332553332357 55388
523833538322 —25828 * 3338 6 233822 822
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I55333337—33353 52533*232388 *7*
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55 27525 53 2 8 2287 *8* 3233 582238 2
S — — 532233535 52* 8 —35 228 5* 2 * E 2 — 4
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33 7— 3533353258 23523
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2, 5 2 5* 25 327 — 229 600 322 225 32 z.3 25
— 52335598 2 2*8 —X 2 3253
525 255 2 25223 5358883 2 A 5222523 2233
333 —— *5. 3 — 2. 232 *23532232 333 75323555833535
8. 25857 *2 257 53523 *22325 — * 53323 523 ⸗
7 — —— 57 235— 837 553 533* — — —A
S 5222 523 358— 33535* 223235 2235355527—
533——387 233333S3* 3222 2353332733 2323
23332387 — — — 2337 — * —— —— O—
— * 23*23223* 55.6 — —— * 32352708 —
86 * —A 263
25 2*52325 323230— — — — 522233 — —*2 — 7 5325
7276 52 5222222 273 23 *5 2 2 8 2528 58333223
— 3358543833535 325 —2* 13338233328 88*
232 2 — 2 — 2 7* 2*
—82322 A 53383 2 3 — 3823 32555* 3382383
333 2533*3 5235825 12875552237 39 EG 5 870238
25383 *535 35 2355 3532333209— 23 5335 — 92 8
2322 2882327 —5233320 5 5 —— —XS——
555388335 —* 3587 35 ** — s 8 38303357* 3
8 —33388388* 32338355 ——— 1539 333 3883 3*
—2* 5382 * Ad 5 2328 33
—2 ⁊ 2 * *
7232 — 25233 52 58— * 23 0 ——A
2* — — — * — ——— 2 52 * * —— —
22 —— . ä —A —
3 23 22 S 2 ————— 2*83 —— — 52*8
2 —A 523 5 BB 27 5.* 52333383
—A C 8— 3178* 82903 *s23232
505 5555. 3 3 23 22— —22 3 237232
5358 —2253383 2 ⸗— —F 227* — 2*2423
* 5* 78 3535 2352-20 75. 8 — 2 8 2— —2222
2 3*8 25 — 82355 —235
2215. 3 2552
—— — 13837 *
2 3835538555338
325 553
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333386 7—3538 *53268324
25 5382 23223282 5322 222

* r7 128.2 * 222* 282 — * *2* *

— 8* 55 55 —358 *5 925
222*53 2*75 355*

— 37 2 2* 2 — 2525 G
2255 37 —
———— 2 —22 3 — 532333

pe 28 —*
2S8 22235 T122383 527
2. * * — 8 3 —5 . * 52

2. 7325 — 3 — *28 8
283 *38 —A 2 5
357 533 5323 8 3623 3353
28 —A — —2 287 1*78 3—
— —A —— 322 — —23 . — ——

⁊* —— ——— — 2X25 Asc 2* *

22835825 —55528 5388
——356 52355 —22— 273818
258 253 — 12285 * 88 3—
15 335 3—336 —383233 53523231
——— 528 ———— 32—3—5 572
8 X — 552* 58*2 — ; —2 2— 6 22
2 —X 2 — * 2 27 *
222 522 — * 554 —
22222 —* 2 — 255 3 *
5 5. 5 255 — —— 558 2.
28** 2. * —E ———— 585 23 3.

2 5 2 —7 2
288237— 285 57 5323588538
c — —
622 * 3 2 82 *338366
22*675 8 28 5 3.
7 3 5 — ——— æ 2 2 7
252775 e 57 — — 5 —
223 853 5* 8 * — S 7
55232775 — 5553 328
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—— ——53 *333323
8*8322 72 74 772253 2237 ——1

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5357272 ⁊ 857 — 23. 23722 2 2 *
——c2 —** *8327 *8272 3*823 23232
*235 6385 535535— 525368535233
2523333333336585 22 237*5 28
523 —A— 2278 53188333 —
** 25. 2 —2 2388 2823,5 52233 525*
— 5 523588 * — —
22 523 53852— 38335 *8 2
8 — 2330353533857 * 3
5 E7 2.35 578 4 8382 2 2*
z28 *EA* *8 * * — ——
53533 522 — 15333 22 —3223*
55—238305 235238 —
73 2398— 53332* ——— 3
233235533337 5—55—2535258 223
2 —A 3 58 35388 35 23 2.7 ——
25 5525 255 2. 8292 235582 53,23
5 2* * . 5 53 2,— 2* * 6 822
85* 52283 2 228 ——
— — 2 *58* 2— m237 —— —
2 * —30 2 328 95
. 8 — ẽ 3 4 — 2 —
EEA — 532 — 6 5* R2—.85—87 —
—— 2522* 2. Sv —— *
2 5—287 D 2553 713 323
5*37* 5 2 20 32
27 27275.3 3 25
27* —— 2
** — 22 7
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228 5888

222* — —

2 8 H839888

—A 2. —323

A759* 23.7 32 5282.

*8*37 53223

—8 535627

482 *203 34

772 22*565 8

* S 87 782 2

—2 —* *7 — —A —

22.22 — —2* 3B —

222 2.2 5.2* 2 32377 8 5

—J8388* — 3.5à —3 7 95

—3323532*353 283333

38383338383 8252 78

8 223 *
2 3 2. 68 *3 2* —2 0
55 50*3*—,3*38 2
753. — 58 35 527
5287 782 — 3333—

22 —332232252 —A —
*2323 32—32—588 28* 2.6
* 38 — F * 7
* —— 25283 *— * 8255 2. 357 22
3 2323238525. * —
252. — 323. 332 2232533
8 23 323—82 5365* *283 35. — 55

* — 613 2 2755 3223 —

— 2 2 — 5322 222 2*

*5 23838* i353. 3. 833* 3

— — * 282 8 —

5385 2355 2,533 235.33 53

22 5 2.5 — —85 2 *5 2 52
22* 53 52353203 5333323 23522.5 2
2223 832,. 5 32 23 73 5535 —82— 52 3 3 3352 28

⸗

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        Slt. Ingberler Anzeiger.

— —

eT n nòö önünn üòn

———22
Ser St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

age,, erscheint wöchentlich viermal; Dienstag, Donnerstag, Sanstag und Sonntag. Der Abounementsvreis beträgt vierieljdhrlich

l Mark 20 R.Pfz. Auzeigen werden mit 10 Pfqg., von Aizwärts nit 135 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Rauttt. NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 163. Donnerstag, den 18. Oktober 9 J 1877.

— —

— —

AIéfISZECAAQ——

Deutsches Reich.

Muünchen. Bezäglich der Opposition der Psälzer gegen
zie Einführung des Malzaufschlages in der Pfalz außert sich der
lerikale, Bay⸗r. Kur.“ wie folgt: „Den Pfälzer Herren soll eben
illezeit eine eigene Wurst gebhraten werden. Der Antrag, die
)euische Brausteuer in der Pfalz einzuführen, wird ohne Zweifel
zurchfollenz wir halten ihn schon aus dem Grunde sür unannehm⸗
zar, weil, wenn auch nur in einem Theile Bayerns die Reichs
BZrausteuer eingeführt würde, das Gelüste, die Brausteuer überhaupt
zem Reiche zuzuwenden, neue Nahrung fände und in das Reservat⸗
wecht des Malzausschlars, das wir bei unserer Finanzlage heute
nehe als je drauchen, eine Breche gelegt wü de.

Berlin, 16. Olt. Der Feldmarschall Wrangel ist nicht
inetheblich erkraukt; die fichtliche Adnahme der Körperkräfte flößt
»en Aerzten Besorgniß ein.

Wie die ‚Deuische Union“ aus zuverläsfigster Quelle— hört,
zat der Kaiser das Demisfionsg: such des Grafen Eulenburg abge-
ehnt. Der Kaiser soll sich in der schmeichelhaftesten Wesse geäußert
saben, daß er nicht gesonnen sei, sich von einem Minister zu trennen,
er ihm so treu zur Seite gestanden und sich so bedeutende Ver ⸗
zienste um die Verwaltung erworben habe. Dagegen wurde dem
Zrafen Eulenburg en längerer Urlaud gewährt und Minister Dr.
Friedenthal wird die interimistische Verwaltung feines Portefeuilles
ibernehmen.

Die Unterhandlungen zwischen Preußen und den Kleinstaaten
vegen Abgrenzung der künftigen Land und Oberlandesgerichtsbe⸗
irke, die gegenwärtig in vollem Gange find, zeigen von Neuem,
aß die deuische Kleinstaaterei noch lange nicht ausgestorben ist.
zippꝛ⸗Detmold will so gut sein Oberlandesgericht daben, wie
Schaumdurg-Lippe, und in Hildburghausen droht eine Empörung
muszubrechen, weil das Gericht nach Meiningen verlegt werden soll.
Mit Recht wird diesen unberechtigten Forderungen gegenüber be—
nerkt, daß eine so große und weittragende Resorm wie die Reor⸗
zanisation der Justiz doch einige Selbstverleugnung von allen be⸗—
deiligten Bundesstaaten fordere, wenn sie zu einem erwünschten
Abschlusse klommen soll.

Bestimmt eckiärt heute die „Nordd. A. 3.“ abermals, daß
ine Revision der Gewerbeordnung nicht aufgegeben sei. Sie sagt
iber nicht, wann die beabsichtigte Revision wohl an den Reichstag
ommen lkonne.

Ausland.

Wien, 16. Okt. Die Bläiter verschiedenster Parteirichtung
prechen sich sehr gereizt gegen Rumänien aus, dessen Regierung in
richtfinniger, Oesterre ch b leidigender Weise auf durch Nichts be⸗
zründele Gerüchte (über den angeblichen Freischaaren⸗Einfall) hin
die europäische Diptomatie alarmirt habe. Die „N. Fr. Pr.“
neint, der Einsall ungarischer Freiwilliger scheine erfunden, um
inen Vorwand zu milirärischen Maßregeln zu haben.

Paris, 16. Ott., Mittags. Das Wahlergebniß ist jetzt —
mit Ausnahme der Colonieen — vollständig bekannt. Definitiv
Jewählt sind 8314 Republikaner, 201 Conservative, Stichwahlen sind
14 nöthig. Die Conservativen dehalten also 142 Sige von 158,
die sie in der vorigen Kammer hatten und verloten 17. Die Repu⸗
zlikaner behalten 297 von 8363 und verloren 59.

Bern, 16. Okt. Der internationale Postcongreß tritt am
1. Mai 1878 in Patis zusammen.

London, 15. Olt. (H. T. B.) Die „Times“ melden,
zer russische Parlamentär Makajew habe in Plewna zwei Tage
ber Abschluß einer Wafferruhe verhandelt, kehrte jedoch resultailos
urück.

Nach übereinstimmenden Nachrichten Londonee und Wiener
Blätler und direlten Berichten aus Bukarest sollte am 16.
Olt ober der allgemeine Sturm auf die Positionen von Plewna
tatifinden. Die rumänischen Sappeure haben ihre Approchen bereits
nuf 40 Schritte bis vor die zweite Griwika ˖ Redouie getrieben, und
nit dem Ängriffe auf dieses Werk soll die allgemeine Offensive

zingeleiset werden. Die anhaltenden Regengüsse haben jedoch einige
S„Störungen in der Hersiellung der nöthigen Etdarbeiten hervorge⸗
ufen, und glaubt man daher in Bularest, daß der Angriff aber⸗
nals vertagt werden wird.

—Petersburg, 17. Olt. Aus Jarajal, 16., Mittage,
vird über die Operationen vom 14. und 15. ds. gemeldet: Durd
gBesetzung des Awpliasberges wurde Mukhtars Armee zeischnitten.
der sich nach Kars wendende Theil der Türken wurde von General
heimaun's Truppen verfolgt, gänzlich geschlagen und zerstreut,
erlor eine große Menge Todte, mehrere fausend Gefangene und 4
Heschütze. Ein anderer Theil der drei Divisionen wurde aus den
Bositnonen von Aladscha geworfen und gegen Abend zur Ergebung
ezwungen. Unter den vielen Gefangenen befinden sich sieben Pa—
chas. 32 Geschütze wurden erbeutet. Mülhtar flüchtete sich nach
kars.
RVermischtes.

'7* St. Ingbert, 18. Ott. In Folge des mit dem 15.
IAltober eingesührten neuen Fahrplanes werden zur Versendung der
dostgegenstände in der Richtung nach Zweibrücken ꝛc. ꝛc. die Züge
im 6 U. früh, 10.51 Vrm., 3.50 Nchm. und 7 U. 5 Min. Abds;
n der Richtung von Zweibrücken ⁊c. ꝛc. die Züge 8. 16, 10. 50,
53. 55 benilti.

Vom gleichen Tage wird der 1. Postomnibus nach Saar⸗
zrücken um 8 Uhr 20 Minuten früh, nach Ankunft, des Zuges
zon Zweibrücken, und der Posto nibus nach Eusheim
im 7. 20 Minuten Abends abgefertigt.

fWie die „K. Z.“ berichtet, wird das Kaiserslauterer
Irchester auf eigene Rechnung unter Unterstützung des Orchesler⸗
zereines fortbestehen. Das vorhandene Deficit in der Kasse des
jenankten Vereins hofft man im Laufe der nächsten zwei Jahre
zurch die Mitglicderbeiträge decken zu können.

F Die städtische höhere Töchterschule iu Edenkoben wird
ingehen, da der Stadtrath sich geweigert hat, einen höheren als
»en bisherigen Unterstützungs-Beitraz von 1000 Mart zu be—
villigen.

In Wald see werden die Kartoffeln zu 1M. 40 bis
2 M. 5, in Neuhofen zu 1 M. 90 bis 2 M. verkauft.

Aus dem Westrich, 13. Oct. wird der „Pf. Zig.“ ge⸗
chrieben: Die Kartoffelernte geht heuer eiwas langsamer von
tutten als sonst, da seht viele arme Leute dem Buchelnlesen nach⸗
jehen, das sehi lohnend wäre, wenn nicht viele Forstbedienstele
illzu strenge verfahren würden, — als wenn aus jeder Buchel ein
Zaum entstehen nmüßte. Man hört darum täglich, namentlich voꝛ.
Waldberechtigten, Parallelle zwischen ihren Rechten und Pflichten,
jamentlich ihren Steuerpflichten ziehen, wenn wegen einigen Buchel⸗
ernen in der kleinlichsten Weise vorgegangen wird. Die Karloffel⸗
ernte fällt dagegen qualitativ und quantitativ sehr verschieden aus.
Bei der großen Neigung zur Fäule wird man gut thun, beim Ein⸗
aufe vorsichtig zu sein und nicht den ganzen Jahresbedarf vor
Weihnachten kaufen.

Für Wilhelm Hauff, den so früh verstorbenen Ver⸗
fasser des Romaus „Lichtenstein“, beabsichtigi man gelegentlich
reines 50jührigen Todestages, am 18. November, die Errichtung
eines stattlicheren Grabde kmals in Stuttgart anzuregen.

xFrankfurt, 14. Okt. Der Andrang zu dem Ball,
det zu Ehren des Kaisers hier stattfindet, ist ein ganz ungeheuerer.
Seit gestern haben Schneider und Schneiderinnen alle Hände voll
zu thun. Wir fahen ein bereits fertiges Kleid, welches einen
Werth von 1000 M. und ein Collier mit Ohrringen und Armband,
velches allein 30,000 fl. reprasentirt. (Fr. Bl.)

f Ueber dea Ausbruch der Rinderpest in decr Gemeinde
Beisenheim bei Bingen wird der „Sp. Z.“ von einem Fach⸗
nanu berichtet, daß am 14. Oktober bereitz neun Ställe mit einem
Rindviehstand von 83 Stück verseucht waren. Die ersten Er—
krankungen fielen in die Zeit vom 27. September bis 2. Oltober
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        —XV&amp; Erkran kungen.«Die? erste Kuh wurde
krant geschlachtet und gegessen, 5 Stücke fielen 20 wurden als
pestkrank und 7 als seumeberdächtig getoͤdlet. Die Erhebungen be⸗
uͤglich der Einschleppung der Pest wurden durch das thierarztliche Mit⸗
glied des Reichsgesundheitsamtes Herrn Regieruagsrath Or. Roloff
us Berlin mit gewohnter Umsicht und Sachkenninisßß vorgenommen.
Mit großter Wahrscheinlichkeis kann den Urspeung der Seuche auf
2weißgraue dsterreichische Ochsen zuruückgefühhyrt werden die ein
Heifenheimet Vetzaer am 18. Sepiember von einer Mainzer Vieh
handlung bezogen dat. Die Grenze wegen Oesterreich ist jetzt wegen
sahlreicher doriiger Rinderpestausbrüche gesperrt. Von Ge'senheim
aug ist hei der großen Energie, mit welcher gegen die Seuche ein⸗
geschritten wird, eine Weiiderdreitung nicht zu befürchjen. Da aher
n Seplember noch grobe Transporte von Schlachtvieh aus Dester
teich in die Rheingegend- eingeführt wurden und zu dieser Zeit
Defterreich, wie sich nachträglich herausstellte, schon sehr stark ver⸗
eucht war, so ist die Vib auchteit micht ausgeschlossen, daß auch an
nderen Orten Anfteckungsstoff ausgeslreut wurde und Rinderpest⸗
ansbrüuche erfolgen.

7Masdeburg Eine hier wohnende Verwandie des
urkischen Genetals Mehrmed. Ali. des ehemaligen Magdeburger
Tharles Dettoit, haite an denselben vor einiger Zen einen Brief
eschtieben 50 vorgessern empfing sie nun folgerde, laut Poststempel
s. d. n von Konstantinopel abgegangene Autwort:„Woditza
7419.Septembet 1877. Viebe Cousint! Meinen Herzlichen Tank
ür Deinen freundlichen Brief. Leider ist meine Zeil so beschraͤnkt,
VDir diermal, nur Wenite Borte ant worien kanm. Ich merde
mie die Guüte: vergesseun, wit welcher mich Dein seliger Vater in
curen Kreis aufnahm. Grüße Deine Schwester B. recht herzl'ch
In nir. Ich beabsfichüige nach dem Kriege eine Meiße nach Deutsch⸗
jand zu machen, und werde Euͤch in diesem Falle sicherlich in Magde⸗
g beunen:Avf vir Vbor vgravhie ·leede S. munt Du bis
Zeiner Kuckkehr nach Konllantinopel warken. Mes compliments
in bonno poignet do, mainà gon mari. Dein erzebener
Tousin, Mehemed, Alin — Chatles.
Bom Dio rA. m u n d schreibt. man der Verlner.Borfen⸗
itung“aeWenn auch Jan am, so, befsern sich die Per hülta isse im
Aesigen Reviene von Tage Zu Tage. Die Mengen von Arbeitern.
veche im Frühjahre das Siadihaus belageiten und von der Stadt
deshafugimag derlonglen Re alle haben Urterkommen und Brod
gefunden. Die Zechen lönnen größtentheils wieder zwei Sch'ichten
adlich verfabren jassen vnd gauch die Kohlenpresse fangen an, sich
In ine Kleinigkeit zu bessern. Seit einigen. Tagen ist die Dori-
dunder Brückenbau⸗Austolt, auch wieder in Betrieb gesetzt worden.
In Ga stries (Dep. Gironde) hat sich ein grozßes Unglücd
uge ivagtu. Bei einet Wahwersammlung in welcher Charles Simon,
Sühn Jules Simon das Wort ergreifen sollte, brach der Boden

des Saales ein, mehrere hundert Perfonen stürzten in das untere
Stockwert des Gebäudes. Es wurde zwar Niemand'getbotet, aber
s sind schwere Verletung n — deklogen.

se b Ou. (G. T. B) Dit rusfische Dampf⸗
chiffiahrts⸗ und Handelsgesellschat: erhält-für den der Regierung für
die Dauer der Krieges überlassenen Dampfer Roßiꝛ“ eine Leih⸗
ebühr von 800 Rubel pro Tagg.

Hienstesnachrichten.

Der katholische Pfarrverwefer Matth. Dan.m von Göllheim
vurde zum Pfarrverweser in Obermoschel, Caplan Bartb. Haager
zjon Si. Ingbert zum Pfarrberweser in Ormesheim, NReopresbyter
Aug. Brehmm von Mußdach zum dritten Caplan in St. Ingbert
ꝛxwannt.

Zu Privatv'caren bei protestantischen Piarrern wurden · fol⸗
gende Cand daten ernannt: Ludwig Baher aus Morschheim bei
dir denrath Krieer in Zweibrücken; Karl Hoffmann aus Weisen⸗
im a. B. bei Pfarter Weinmann in Kufsel; Heinr. Jac. Paul
us Oberlustodt bei Prarrer Fabricius in Gommersheim; Ferd.
Zinn aus Altrip bei Pfarrer Ninck in Eisenberg; Friedr. Birknex
zus Gtlangen dei Pfarrer Matthias in Oberotterbach; Joh. Phil.
erwdner aus Frankenthal bei Pfarrer Ritter in Essingen; Heinr.
Ttost aus Imedach bei Pfarrer Diethmanu in Rechtenbach und
FJohe Unget aus Wollmes heim bei Stadipfarrex quiesc. Consistorial⸗
ath König'in Speyer.

Zucn Haupilehrer an der Pruparandenschule zu Edinkoden
vurde der zweine Lehrer dirser Anstalt, Friedr. Buchert, einannt.
der Lehrer Mox Maurer in Elimstein wurde zum Lehrer an der
interen tathol. Schule zu Hoͤrdt uud der⸗interemist. Verweser an
»er tathol. Schule — Lehrex da ·
elbst! ernanut.⸗

V nevaction veran rluch: A. AIse mes. —

·eyme cclee TTA ιν αιαιαι Ve5ber
das Brehm'sche Riesenwerl ais Ganzes und über den von Brehm seibst be⸗
rbeitelen ersten Band ist von den ersien Fachmannern der Welt eit so übew⸗
jnstimmendeß und glanzendes Urtheil 8 worden daß dem AUntergeich
Aen noch dieser Richtung nichts mehr zu qfagen ubrig bleitt. — Indem
zrehm die Bearbeitung der Inselten dem Herrn Prof. Vr. Taschenberg
berirug · bewies ier aufs Neue, wie sehr er es versteht, zur Erreichung dets
horgestedten hohen Sieles Aberein stimmende Kräfte ersten Ranges zu vereinigen:
In vorzüglicher Weise ist es dem Hetrn Verfasser gelungen, sowohl ein Bild
zer Gefammuheit zu geben, wie auch aus der uberreichen Fülle des Materials
die wichtigsten und inleressantesten Familien, Gattungen und Arten dem Leser
orzuführen. — Gleich hohes Lob gebuhrt dem Zeichner Emil Schmidt,
velher in der jchwierigen Darstellung des Kleinen sich als wahrer · Meister
rwitsen hat. Wenn uberhaupt gute Bucher stets billig, schlechte Bücher da⸗
jegen steis zu theuer sind, so gebuhrt dem vorliegenden Werke — mit Ruck
icht auf das Gebotene — zugleich der Ruhnt, eines der billigsten Bücher zu
ein, welches aus der Hand eines deutschen Verlegers hervorgegangen ist.

E. Michelsen,
Direktor der Landwirihschaftsschule in Hildesheim

———

GeschäftsEmpfehlung.
Den geehrieii Damen von hier und auswarts die ergebenste
Anzeige, daß ich von heute ab mein Geshait als
— V
hier angefangen habe, und halte mich in allen in dieses Geschast
inschlagenden Arbeiten bestens emp'ohlen uster Zusicherung prompier
und reeller Bedienung. 5 Achtungsvoll
2aria Kuhn, Modiste,
wvhuhast Kohlenstraße in dem Katzn'jchen Hause,
J — neben Hin. Beno Mütler-,

—
s

3 F

¶ . to. M. I.

Flise Haas
Obr. Teyer

*

Roeller

Nebenerwerb.

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zute Provision gewährt ein
iberall gangbares respectables
Jeschaft, für welches an allen
Irten Agenturen erriohtet wer-
len sollen. Es bedarf dazu
veiner besonderen kaufmän-
aischen Kenntnisss und ist
auch, für Jeden als Nebenge-
zchaft leicht zu führen. Re—
flectanten belioben ihre Adresse
in der Expedition d. Bl. unter
len Buchssstaben H. L. abau-
rhon

6.
5.
*
J
F
——
⸗

Vorlobto.
St. Ingbert Zweoibrũckon
Otober 1877.
———
„JB

J
— 7
*
J. —

Bureau-Verlegung.
Das Bureau des Unter⸗
zei nneten befindet sich von heute
In in dem Hase seines Amts-
vorgüngers, des früheren königl.
Advdkal Anwaltes Lo ew, Erust
weileistroßee. 6
Zweibritcken, 13. Olt. 1877.

Hugo Schmidt,

al. Advotat Anwalt.

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— 5225378 23* — 35383 35 8 * 83—
23*8 — —z33*5536 2 — 8
23235 *23352223 —825 38253232 5333 33358*
38 23 56 38
232 — — 252 — —22 72* * ——— 27 — —
2* S 77 —A 22
3255 33— 332538 e3 38 33 —
—8—5 — — 735 c 228 3.253 80 I53283
— ——— 532523—5583 2232 3 88 58 e3 3333853
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        Anzeiger.
der St. Jugberter Aczeiger und ↄas (2 mil woͤch:tlich) mit den Hruotblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Beis

age) erscheint wöchentlich viermal? Dienstaz,, Donaeratag, Srustag nad Sonatag. Der Asonunement avreis betragt vierteljahrlich

art 20 R.⸗Bfz. Anzeizen werden⸗mit 10 Pfg., von Auswäris mit 15 Pfz. fur die viergejp altene Zeile Blattschrist oder deren Raunr. Meclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile bexechnet.
M— 164. Samstag, den 20. Oktober 1877.
—

2
Deutsches Reich.

Das kaiserliche Schreibenz welches unter Ablehnung des
demisstonsgesuches des Ministers des Innern, Grafen zu Eulen ˖

dicsem einen läugeren Urlaub erthtilt, wird naturgemäß zur
—* beider Häuser des Landiages gebracht werden. Wie wir
oͤren, wird dieses Schreiben im Abgeordnetenhaufe sosort zum
gegenstande tiner Besprechung und zwar auf Annag der naltonal⸗
beralen Pariei, gemacht werden. Die Nalionalliberalen, sind über
en Ausgang der Krifie im höchsten Maße verstimmt, sie verlangen
on' der Regserung ein bestimmtes Programm über die Feage. der
Berwaltungsreform, über welches der interimistisch mu der Ver⸗
aftung des Ministeriums des Jnnern bettaute Mnifter Dr. Frieden -
Jal schwerlich Rechenschaft zu geben im Stande wäre. Im Schooße
es Ministeriums ist man übrigens auf eine derartige Interpellation
orbereitet, deren Beautwortung von einer Staatsmioistexialsitzung
estgestellt· worden und seitens des Vicepräsidenten des Staais—
Ministeriums Herrn Camphaufen erfolgen wird. Wie. man der
Deutschen Union“ mittheilt, ist man im liberalen Lager schon
ange auf Herrn Camphaufen, den „liberalen? Muister, nicht gut
an sprechen. Man ist der Ansicht, daß die Nachgiebigleit des
zinanz ninisters früher oder später seinen Sturz herbeiführen wird,
a krotzdem noch mauche ungelöͤste Differenzen zwischen ihm und
em Rechskanzler bestehen. Vor einigen Tagen bemerkte ein libe⸗
aler Abgeordneter, Camphausen hat die Konjunktur verschlafen, er
ätte, mit Ehren überhäust, mit dem weitsichtigeren Deldrück das
Feld aumen, oder sein Portefeuille nach dem ihin vom Abgeordneten
sause vor zwei Jahren ertheilten Vertrauensvotum bei Belegung
nd Andauf des Probinzialfonds niedertegen müssen. Jetzt könnte
ein Abgan nur unter viel ungünfligeren Verhältnissen erfolgen.

Die Differenzen zwischen dem Reichsskanzher und dem
Chef der Rarineverwaltung können nicht zum Ausgleich
ommen. Daß General v. Stosch die längste Zeit in seiner gegene
oärtigen Stellung gewesen sein wird, wurde schon gemeldet. Es
it abjolut nicht mönlich gewesen, die Differenzen auszuzleichen, die
wischen ihm und dim Reichzkanzler während der letzten Reichstags⸗
esfion aufgetreten waren, und weil deshalb ein eriprießliches Zu⸗
anmenwwitlen nicht zu erreschen ist, so ergibt sich der Rücktritt des
herrn v. Stosch als Nothwendigkeit. Durch die Zurückversetzung
ur Armee an die Spihzee eines Armeekorps wird einem alten
Bunsche des Chefs der Ädmiralität genügt. Man nimmt an, daß
zerr d. Siosch bis zur nächsten Reichstagssession in die ihm zu—
edachte neue Stelle eingetreten sein wird. Seit dem Konflikt mit
em Fücsten v. Bismard im vorigen Winter sfahen sich die beiden
Nänner niemals, und abstchtlich vermied es Herr v. Stosch, einem
Ministerrache beizuwohnen, wenn demselben der Fürst v. Bismarck
räsidixte. Durch den Rücktritt des Staatsministers v. Stosch von
der Marineberwaltung wird Beziehungen ein Eude gemacht, die sich
aradezu bis zur Uneyträglichkeit zugespitzt hatten.

Metz, 16. Okt. Der Kaiser hat tiner, gelegentlich seiner
Inweisenheit im Mai d. J. in Rezonville durch den dortigen
Zzuͤrgermeister an iha gerichtelen Bitte entsprechend vor einigen
Tagen dieser Gemeinde die Summe von 7500 M. zur Beschaffung
vn 3uenen Glocken zum Geschenke gemacht.
Ausland.

Paris, 17. Oklt. Gerüchtweise verlautet, die Minister
)eczog Drazes und Paris hätten den Marschall Nac Mahon um
dee Entlassung ersucht. Die Bluͤtter melden, der Herzog von
Audifftet: Possquiet se zum Marschall zur Berathung über die Situ⸗
cion berufen worden.

Der „Politischen Corresp.“ wird aus Konstantinopel
erichtet: De Pforte hat eben jetzt das letzte Aufgebot der Reserve
ter die Fahnen berufen. Man schätzt den Effeltivstand desfelben
uf 160,000 Mann, welche innerhalb Ronaisfrist soweit abgerichtet
in muüssen, um sofort nach dem Krücgssch auplatz abgeschickt zu
rden. Wazs die Befestigungen von Konstantinopel anbelangt, so

ind diefelben nunmehr beendigt. Sie bieten eine Front von 60.
⁊ lometexn, welche von 17 Hauptwerken vertheidigt wird. Dieße,
Verke sollen nunmehr m't 12. und 16Centimetergeschützen, aus den
Zrupp'schen, Etablissements armirt werden. Ueber die Werlt, selbst
hört man, daß sie durchaus Erdarbeiten, keineswegs sehr solider
Ratur sind und durch die Herbste und Winterregen staxk leiden
werden. Die Befestigung sarbeinen von Adrianopel sind zwat auch
weit. vorgeschritten, aber noch lange nicht beendigte

Wer dem rusüfchturkischen Krieg bisher in alle- seinq Phalen,
zefolat ist wird ohne Rücksicht guf das wandelnde Kriegsglüch oft,
an das Dichterwort gedacht haben „Ein · Schlachten war's Fnicht
aine Schlacht zu nennen!“ Daß es zu einem Schlachten gemacht,
puxde, datan tragen in erster Linie die Turken Schuld; die Titeß
Ghyazi“ (oer Siegreiche) wurden den beiden Oberkommandanten,
Oeman und Muthiar Pascha mit Vorbedacht verliehen. Man muß
uum richtigen Verständniß diesen Ausdrud nicht wörtlich, allein,
ondern auch in seiner moralischen Bedeutung übersezen. Wenng
;in muselmännischer Gläubiger im Kampfe gegen die Ungläubigen
allt, so wird er ein Stahid (Märtyrer) und wenn er einen großen
Zieg gegen dieselben davonträgt, so heißt er Ghazi. Dieser letzt ere
Tulel verleiht ihm aber gleichzeitig den Charakler eines Heiligen
ind eines Etwähiten Gottes, so daß der Name „der Siegreiche“
m Turkischen einen ganz anderen Werth erhält, als in irgend einer
uropaischen Sprache. Man könnie daher. sagen, daß ein Ghazi
sleichzeilig ein Märtyrer sei, aber mit dem Unterschiede, daß er nicht
m Kampfe unterlag, sondern siegreich war und nicht, von den Un⸗
zläubigen getödtet wurde, soadern noch lest und schon hei Lebzeiten,
uf die ewigen Glüchseligkeiten rechnen könne. Es ist nicht ohne
olitische Bedeutung, daß diese Namen den erwmähnten Generalen
rtheilt wurden, weil die blinde Anhänglichkeit und der Fanatismus
hret Armeen dadarch nur noch erhöht wird. Deshalh fallen
Fausende von Mohamedanern, und Tausende folgen ihnen, freudig
»en Todesstoß empfangend. — Noch eine politisce Bedeutung für
ie Türken selbst, und für uns theilnehmende Zuschauer hat diese
lufopferung. Da die Christen nicht in der Armee dienen, so
allen blos Tücken im Felde und die Proportion zwischen Christen
ind Tuürken ist dadurch nur noch greller geworden. Wenn man
edenki, daß seit zwei Jahren sowohl in Europa als in Asien eine
außerordentlich große Anzall von Türken gefallen ist, so wird man
die politische Vedeutung dieser Zunahme der Shahids würdigen.
Je mehr Märtyrer die Türkei erhält, desto weiter geht die friedliche
dösung der orientalischen Frage. Die Ghazis mögen die Russen
sindern, den Sieg davon zu tragen, aber nach dem Kampfe zwischen
stußland und der Türkei wird de orientalische Frage auf ihrem
igenen Gebiete sich fortentwickeln, und je größer die Anzahl der
xhristen. sein wird, desto eher wird die orientalishe Frage ihrex
natüclichen Loͤsung entgegengehen.

Kiew, 16. Okt. An dea sädrussischen Eisenbahnen warten
22,000 Waggons mit Getreide der weiteren Befsörderung nach
danzig und Königsberg. Der Verkehr stockt wegen Mangels an
Fahrpark. (H. T. B.)
Vermisqhtes.

4— Verduflet ist seit einigen Tagen in Kaiserslautern
in Provisionsreisender und früherer Essendahnbediensteter, nachdem
r zum Nachtheil verschiedener dortiger und auswärtiger Geschäfte
unicht unerhebliche Incassos gemacht hat.

fNeustadt, 17. Olt. Der Most aus von einem hiesigen
Weinhändler angelauften gemischten blauen Trauben von Gimmel⸗
ingen-Konigsbachet Wingerten wog ausgelesen von Portugiesern
30 dis. 81 Grad nach Oechsle, von Malvasier 101 Grad; ein
janz unetwartet günstiges Ergebniß. Oesterteicher Most vot
inem Wingeet hinter der Schießhausmauer hier wog 74 Grad;
ie Lage in Betracht gezogen, läßt sich auch hierüber gews vicht
lagen, und es dürfte sich vohl im Ganzen das Ergebniß günstiger
telsen, als man glaubte befücchten zu müssen. (Bürgerztg.)
        <pb n="560" />
        Speyer, 18. Oki. Die „Pfaͤlz. Z.“ schreibt: Sicherem
Bernehmen nach ist die Ernennung der drei weiteren Kreisschulin⸗
spectoren bereits eifolgt und dürfte in den nächsten Tagen ausge⸗
jertgt werden.

p6 raßburg, 10. Okt. Die einheimischen Blätter
lonstatiren in neuerer Zeit wieder eine große Zunahme von Rena⸗
uralisationsgesuchen und Optionszurücknahmen. Angesichts des fran⸗
ofischen Hexensabbaths wird sich Niemand darüber wundern. —
Der Verwallungebericht des diesigen Bürgermeistervorstehers weist
eine flädtische Einnahme von 3,366,177 Mt. 62 Pf. gegen eine
Auẽgabe von 2812907 Mt. 87 Pf. im Jahre nach. Wahrlich
rin schͤner Erfolg der umsichtigen deutschen Verwaltung!

Durch Einführung der Brieftauben hat das miliärische Nach ⸗
eichtenwesen eine Ledenende Vervolllommnung exfahren und ist vor
Qurzem in Metz das zur Aufnahme der Thierchen bestimmte Haus,
welches auch d'e Wohnung des Warters enthält, fertig gestellt.
Die Brieftauben der Siquon Straßburg i. E. sind in jüngster
Zeit bis nach Wunzdurg gebracht, und hier fliegen gelassen worden.
Dieselben gebrauchten Z3 bis 392 Stunde zur Zurücklegung des
Weges bis zu ihrem heimathlichen Schlage in Straßburg. Selten
snnt es vor, daß eine derselben ihre Heimath nicht wederfindet.
Jetzt will man insofern Versuche anstellen, als man zu erfahren
sucht, ob die Thierchen auch nach langerer Abwesenheit von ihrer
Ddeimath den Weg zurückfinden, und ist zu diesem Zwece eine
sroßere Anzahl derselben von Straßburg nach Würzburg cebracht
Ind daselbst eingesperrt worden, um fie nach 4 Wochen lozzulassen
Gegenwãrtig besitzt die Anstalt in Straßburg 600 pracht vollt
Tauben, waͤhrend sie 1872 mit nur 100 Stück gegründet warde.

fBraunschweig, 13. Ott. Großes Auffehen erregt
die gestern Abend erfolgte Veihaftuug des Buchhalters Engelsmann
im Geschäfte des Herrn Vieweg (Verlagshandlung und Buchdruckerei).
Dieselbe soll vurch Unterschlagangen in ganz bedeutender Höhe
(man spricht von zod, oo M) veranlaßt worden sein. Man
jann dies wohl nur dadurch eiklären, daß sich E. durch gewandies
nd einnehmendes Wesen das unumschräntte Vertrauen seines Chefs
worben balte und es sich Jahre lang zu bewahten wußte. Hert
B. soll sein ganzes modiles Nermoögen der Obhut dieses Mannes
mverlraut gehabt haber. (B. T.)

7Ein Todesurtheil gegen einen — Hund wurde in
aller Form vom Kriminalsenat des Kammergerichts in Berlin
Im 16. d. gefällt. Es ist die erste derarlige blutige Sentenz, de
dieser Senat darchkirte, der Sachverhalt ist folgender. Herr P.
in Lichtenberg hane einen Hund, den er rechtzeitig anzumelden ver⸗
gessen hatte Ind der deshalb der Lichtenberger Hund steuerverordnung
derfiel. Letzlere ist nämlich weit drakonischer als die Berliner, denn
hier wird auch Fei einer Defraudation der Hundeleuer in den
Falle, daß die Strafe bezahlt wird, das vierbeinige corpus delicti
nicht getödlet, aber Lichtenberg verlangt neben Steuet resp. Strafe
auch noch das Blut oder das Fell des unversteuerten Hündleins
Der erste Richter hatte in dem votliegenden Falle auf Freisprechung
tannt, da er nicht für erwiesen erachtete, daß die Anme dung
nicht rechtzeitig geschehen set. Die auf Appellation der Staatsan⸗
waltschaft vom Kammergericht wiederholte Beweisaufnahme ergab
dies aber mit voller Besimmtheit, so daß sich der Gerichtshof in
die Nothwendigleit versetzt sah, bei Herrn P. wegen Steuerd frau—⸗
dation auf 9 Mark Sirafe, bei seinem „Ami“, der bier in Wahr
heit für seinen Herrn und Freund „bluten“ soll, aber auf , Ein—
iehung/ — so lautet in diesem Falle die Umschreibung für die
durch den Scharfrichter zu vollziehende Tode strase — erkeuren zu
müssen.

d Fürst Bismark hat hei irgend einer Gelegenbeit im
Reichstage ein Pial die Aeußerung gelihan: das alte Sprüchwort:
„er lügt, wie gedrudt? müßte jetzt eigentlich lau'en: „er lügt,
wie legraphiri. Seil dem Ausbruch des orientalischen
Zrieges hat deses Wort aufs Neue eine Bestätigang erfahren. Was
ist in dieset Zeit mittelst des Telegraphen nicht alles gelozen
worden! Wenn es früher die Telegraphea⸗Inst tute sich zur Auf ·
gabe gestellt haben, von allen Ereizuissen dem Publikum nicht nur
dine schnelle, sondern dor Allem auch eine wahch itsgetreue Kunde
zu Abermitieln, so hat man jetzt die Drathschrift und die Tele⸗
gramme dazu benutzt, eine sörmliche Verwirrung anzuriaten, und
die dffenlliche Meinung Eurodas durch Verschleierung d.r Wahrheit
zu duschen. Wos die üürkischen literarischen Bureaux in dieser
Hinsicht geleistet haben, ist weltbekannt und man geht an die Lektüre
ainer solchen Depesche in der Regel mit dem Bewußtsein heran,
daß in derselben von der Tayhllecand'schen Kunst durch Worte die
Gedanken zu verbergen, der ausg ebigste Gebrauch gemacht worden
ist. Es ist dies eine wahre Kalamnat,, unter welcher das ganzt
Zeitungsweisen leiden. Freilich hätte dieses Verschleierungs system
deinen Erfolg gehabt, wend nicht Hewisse Depesche nbureaus diese
Voschi⸗Bozuls-Telegramme bereitwilligsi als gute Prise aufnehmen
und in alle Welt berbreiten würden,

1 Ruüunzverhältnifse, „His dum 1. Sepibr. d. J.
ren geprägt in neuem Gele 1.924 Millionen Mark. Einge⸗

zogen waren 972 Mill. Mk. in altem Geld. Von dem Ueberschuß
don 951 Meall. Mk. ceht ab an Goldmünzen, die ins Ausland
gegan en sind, etwa 250 Millionen, so daß vir immer noch 701
Mill. Mk. Urberschaß haitten. Das wäre enorm viel und müßte
allein schon alle Preije steigern, aber es muß bedacht werden, daß
224 Mill. Mk. an ungedeckten Banknoten verschwunden sind und
daß die Reichstassenscheine auch um 60 Mill. hinter den Massen
früheren Stgatspipiers zurückbleiben. Immerhin aber haben wir
setzt gegen 413 Mill. Mk. mehr Umlaufsmittel als früher. Dieses
Plus isfi noch zu groß und es ist auch bekanat, daß man die Cir⸗
latiousmitiel durch Silberkäufe stetig zu mindern brabsichtigt, bis
hie Goidwährung zur Wahrheit wird, und bis eine kleine Geld⸗
noppheit eintriti, die für die Ausbildung von Instituten wie die
Fompensations-Häuser (eloaring-houso) oder Giro- Gelegenheit so
aützlich ist. Wie viel aber auch in der Münz- und Baakfrage
noch zu thun ist, es ist doch schon diel erreicht. Das ungedeckte
Pap er eld hat fich von 611. 107,000 auf 323,511. 000 Mi. um
17 Proz. reduzirt, An die Stelle des um 881,7 Millionen ver⸗
minderten Selbergeld Umlaufs ist ein Mehrumlauf von 1,172,871,000
Pak. Goldmünzen getreten. An Sielle des in nicht weniger als
22 Sorten in Umlaufe gewesenen Staatspapiergeldes cirluliten
d'e Reichskassenfcheine und an Stelle der Thaler⸗ und Gulden Noten
die Marknoten, deren Umlauf durch die gegenseitige Annahme bei
den Banken bei Witem nicht die früheren Jukonvenienzen für das
Publitum veranlaßt. Es hat sich hiernach in einer verhältniß⸗
näß'g kurzen Zeun (in 824 Jahren) in den Münze und Papier—
jeld-Verhälin ssen Deutschlands eine bedeutende Umwälzung voll.
sogen, dieselbe wird abee erst nach der Außercourssetzung der 2
ind s Theler zum vollen Abschluß kommen. Der Vertkehr, xesp.
die Banken, welche Thaler in ihren Kassen haben, werden Gold
als Grfatz an sich ziehen müssen; der Bezug dieses Metalls vom
Auslande wird desbailb und aus anderen Gründen noch manche
Vewegungen am Gold- und Met IImarkte veranlassen. I

f Ueber einen schrecklichen Fall von Lynchjust z wird autz Un⸗
garn berichtet: Am 28. S: ptember gerieth in dem Orte Zanar di
im Somogyher Comitat ein Stall in Brand, wobri eine Kuh zu
Brunde g'ng. Als das Feuer gelöscht war, äußerte der Besitzer
des Stalles, Franz Sebesihen, Nemand Anderer könme das X
zelegt haben als sein Brudet Ludwig Sebestyen, ein geistes verwirrter
Mann. Mehr bedurste es nicht; das gereizte Volk ging auf die Suche
and fand auch den unglücklichen Blödsinnigen bei einer verfallenen Mühle
auf einem Sirohhaufen liegend. Und nun ging die Hetze los.
Man begann den Unglücklichen zu peinigen, allin dieser mit großer
ö pertraft begabt, entwand sich feinen Quälern und runnte in
das Dorf nach dem Hause seiner Beüder, bei denen er Schuß zu
inden vermennte. Hier jedoch ward er abermals ergriffen und in
eder uur erdenklichen Weise gequält. Man schlug auf ihn los,
erdrach ihm den Unterkiefer, tieckke HHm sodann das Ende eines
Spr zenschlauches in den Mund und pumpte ihn halbiodt. Damit
ioch dicht genug warf man ihn hierauf in die glühende Asche des
Ztalles und stieß ihm eine eiserne Mistgabel in die Brust. Dem
Tode nahe, schae, auf den Kuien sich wälzend, der Unglückliche
„O, meine Brüder, um des gekreuzigten Christus willen helft mir!“
Aber die Brüder legten lein Wort für ihn ein; er wurde mit
den Füßen zu Tode gestampft und als er die Seele ausgehaucht
hatie, warf ihn die verthietie Menge auf die verdrannte Kah mit
dem Rufe: Aas aui Aas!“ Etwa dierundzwanzig Stunden sräter
wollte man ihn in dem Graben, der den Friet hof dis Dorfel
umaiebt, verscharren, doch da teat der Pfarrer dazwischen und nadh
vieler Mlihe gelang es, einen Sarg herbeizuschaffen, in dem die
bis zur Unkenntlichkeit entftellte Leiche am vierten Tage nach der
entsetzlihen That begraben wurde.

f Ueber die Weinlese in Frankseich schreibt man
dem „Eli. J.“: Der Herbst hat im mittägigen Frankresch und im
jüdlichen Lyonna s begonnen und st von dem prachtvollsten Weiter
begünstigt. Man weiß jetzt bestimmt, daß die Herbsteigebnisse viel
zünstiger ausfallen werden, als manche Pssimisten prophezeien
wolllten. Der Ertrag wird demjenigen des verflossenen Jahres
leichkommen und wird der Wein in Qualifät Aberall gut aut⸗
allen, an manchen Orten den 1876ec noch übertreffen. Selbst de
durch de Reblaus verwüstelen Dpartements (Gard, Herault, Bouches⸗
du: hone, Vaucluse, Drome, Ardeche) werden nahezu den Ertrag
rines mittelmäß gen Herbstes lieiern. In Burgund und in der
Thampagne haben die ietzten kalten Tage die Reife der Trauben
aufgehalien; der Herbst wird etwas fpäter stattfiaden und wird
derselbe, wenn auch nicht einen außerordentlichen Ertrag, doch einen
ausgezeichneten Wein liefern. Alles in Allem wird der Herbst von
1877 in Quantitäf wenig hiater dem 1876 zurückbleiben, hingegen
diesen letzteten Jahrgang in Qualität noch übertreffen.

fLondon, 12. Oll. Durch eine Kohlengrubenerdlosion zu
Pemberton bei Wigan wurden 35 Arbeiter geibdtet

p Ein Stück russischer Qultur. Vor Kurzem ißt in
—XLVDDD
        <pb n="561" />
        vorgtommen. Der Delinquent, ein Kleinbürger, welcher zu hundert
Beitschenhieben verurtheilt war, weil et zum drittenmal aus Sibirien
sch geflüchtet hatte, war ein bereits älterer Mann mit einem durch⸗
ngeuden Blick, den man schwer aushallen konnte. Mit Mühe
zestieg er unter lautem Weheklagen, unterstützt vom Henker, das
Zchaffot und empfing stilljschweigend, nur zuwe len stöhnend, die
— die Exekution vor sich ging,
jatte sich eine ungeheure Menschenmenge eingefunden, die mit Grauen
as dustere Schauspiel betrachtete. — Wie der Korrespondent des
Golos“, dem wir dieses entnehmen, henzufügt, sollen in nächster
zeil noch drei solcher Exekutionen in Kasan vollzogen werden.
Der Geldstand ast in Europi im Laufe dieser Woche
mmer knapper geworden; die Bank von England hat am 11. d.
hren Zinsjuß auf funf Procent ercöht und doch find den drei
dauptbanken gegen sechzig Millionen Mark Gold entnommen. Mag
uch ein Theil diefer Summe den Unforderungen des Herbsigeschäfts
enen; vorzugsweise is das Edelmetall nach Amerika zur Bezahlung
er Getreidesendungen und nach Rußland zur Deckung seiner drin⸗
zeadsten Kriegszahlungen gegangen.. Es find dies Anforderungen,
delche auch durch eine weilere Diskonto Erhödhung nicht zurückzeschreckt
verden; die Geschäftswelt mag sich also auf eine Zanahme der
deldknappheit gefaßt machen.
pDas freie Amérika. Eine der größten Schwind l⸗
Operationen und ein jahrelang fortgesetzter Auspressungs-Modus,
pie ihn eben aur die Bereeinigin Staaten aufzuweisen im Stande
id.“ ist soeben in Süd Carolina entdedt worden. Eine Anzahl
ogenannter „carpet baggers“ wurde bekanntlich vom General
X nach dim Süden gefandt, von der bewaffneten Macht und
zer/ oͤffentlichen Meinung des Nordens unterstützt und ihnen die
Regierung und das Wohl und Weh der besiegten Süd⸗-Staaten
wWberlassen. Wie sie geschaltet und gewaltet, zeigten ihte Thaten,
ind eist dem jetzigen Prasidenten Hahes ist es u danken, daß
igen unerhörien Mißbräuchen ein Eude gemacht ist. Der „Ring“,
vessen Hauptsißz Eharleston war, begann damit, sofort 2 Millionen
gfund Sterling an Staatsobligationen in die Welt zu fetzen —
sermit bezadlien sie fich jelbst, kauften die Nerer⸗Stämme und
rigneten sich fast 1 Million Pfund Sierling von Eisenbahn⸗Ptio-
itaten zu. Se verlauften Staats Obligationen mit 10- 20 pCt.
es Werihes und theilten den Eclss; sie wechselten eine Art Obligation
jegen andere um, so oft sie konnten, nut um überall die Coupons
ofott in Händen zu haben und erdoben dieselben; sie brachten
aglich neue Gesetze in die ProvinzialVersammlung, tauften für
Held die Majotiat und führten sie zu ihren Z vecken aus. Es
s bewiesen, daß der bezahlte Preis für eine Slimme in
ver Versannmlung von 500 —5000 Dollars betrug, und in der
etzien Zeit war der Gehorsam dieser Versammlung so weit gebracht,
aß jedes proponirte Gesetz und selbst die eclatantesten Unlerschleife
ofort die Sanction erh'ellen. De Unlerhaltungstosten der Pro⸗
Ainz'al⸗Legislatur sollen fast die Höbe derjenigen des Cougresses in
Washingion betragen haben. Bejeichnend ist d'e Thatsache, daß
ziese Verwalier, als sie sich der Rothwendigkeit fügten ihren Nach—
olgern 42 Dollars im Siaatsschaßz übergaben. Die offenen Be—
tenntnisse der Betheiligten, die einzelnen Zasern der gezahlten und
xhaltenen Bestechungssummen, die Art und Weise des Verfahrens
und besonders die allen Ideen des Anstandes und der Ehrlichleit
hohnsprecheuden Ungenirtheit der Leiter dieses echt amerikan schen
crzjeugnisses lassen es für den Europäer kaum glauslich erscheinen,
zaß im 18. Jahrbundert solche Zustände jahrelang über möplich
sein sollten.
ODie Sperlinge in Rord-Amerika. Wenn
insere Spahen wuͤßten, wie viel über sie in Amerika geredet und
zeschrieben wird, während man in Deutschland höchstens Notiz von
hnen nimmt, um sie zu schimpfen, sie würden wahrhaft ganz hoch⸗
nuthig. Im Westen in große Nachfrage nach ihnen und kann man
n den Tagesblättern ganze Spalten über ihre Geschichte, Charakter⸗
igenthümlichleiten, Zucht, Lebensweiie ꝛc. lesen und erhält die ge—
iauesten Anweisungen, wie man sie zu behandeln und zu füttern
jal.“ Viele Befitzer von Farmen und Landgütern haben sich vor
inigen Sommern mit Sperlingen versehen und für dieselben recht
artige Preise bezahlt. Nachdem man sie aber in den Garten hatte
liegen lassen, nahmen sie sich gewöhnlich die Freiheit ihren Flug
hahin zu lenken, wo es ihnen am besten paßte. Und sie wurden
nie wieder gesehen. In der „Evening Post' führt ein Gutsbesitzer
chrecklich Kiage über die undankbaren Spazzen, für die er 5 Dollar
xc Paar bezahlt haben will, die es aber, trotzzem man ihnen
nichlich Futter und Wasser auftischte, nicht ganz eine Stunde bei
qm aushielten. Er sagte zum Schlusse: „Wenn ich in den Zei⸗
ungen so vieles über den Vortheil lese, welchen die Sperliage ge⸗
vähren, verfalle ich in trühes Nachvenlen und um meinen Mund
in grimmiges Lächeln.“ Die Unlerschrift lautet: Ein Mann ohne
Spetliuge.
tEine jener fürchterlichen Szenen, von denen gelegentlich
Anrichtungen durch den Strang begleilet sind, ereignete sich am

25. Sept. im Staate Virginien: Ein Mann Namens Schiffler
vurde wegen Mordes im Gefängnißhofe gehenkt. Als die Klappe
zjel, riß der Strick. Alle Anwesenden waren entsetzt über den Uns
all und einige Augenblicke herrschte ein tiefes Schweigen, das end⸗
ich durch die Stimme des unglücklichen Delinquenten unterbrochen
vurde, welcher von Stöhnen unterbrochen austief: „Oh Gott,
Du weißt, daß ich unschuldig bin, warum muß ich leiden?“ Schiff⸗
ler wurde emporzeboben und auf das Gras gilegt, wo er eine
Zeit lang jämmerlich stöhnte. Rachdem ein neuer Strick beschaffen
vorden, wurde er abermals auf das Schaffot geführt. Auf seine
Bitse wurde ihm die schwarze Kappe vom Gesicht gezogen, damit
er vor seinetr zweiten Hinrichtung noch einmal das Tageslicht er⸗
zlicken könne. Dann wünschte er seiner Umgebung Lebewohl und
zetheuerte abermals seine Unschuld. Einige Miruten später war
r eine Leiche.

Yienstesnachrichten.
Der Landrichter Seibert in Waldmohr wurde zum Rathe
am k. Bezirksgerichte Zweibrücken befördert.

Gemeinnütziges.

Nachweisung einer Berfälschung dee Bunser mit
anderen Fetten. J. W. Gatehouse hat auf die Urlöslichleit des
tearinsauren Kalis in alkalischen Losungen eine Methode gegrün⸗
vet, um eine Verfälschung der Bulter mit anderen Fettey zu er⸗
ennen. Dieselbe besteht in Folzendem: Die Butter wird zunächst
nit Wasser ausgekocht und mit ihren halben Gewichte festen Ka⸗
ihydrats bei hoher Temperatur verseist. Ist die Butter rein, so
st die Masse schwach geld gefärbt, ist sie dagegen verfälscht, so ist
die Masse meistens schwarz. Es ist nothwendig, daß bei der Ver⸗
eifung die Temperatur einige Minuten über 20009 C. erhalten
verd, weil sonst das gebildete stearinsaure Salz nicht unlöslich in
er alkalischen Lösung ist. Man kecht nun die verseifte Masse
uccessive mit Wasser aus, bis die Gesammtmenge des Wassers
3200 Kubikcentimeter deträgt. Ein Theil dieser Löfung wird in
in Neagensglas gegossen und das Aussehen derselben beobachtet.
Jeigt sich nur eine schwache Opalescenz, so ist die Butter rein, im
ntgegengeseßten Falle dagegen unrein, und zwar ist der Grad der
crübung abhängig von der Größe der Verfälschung.

7 Nachweis der Salicylsäure in Wein. Beklanntlich
at man die Salichlsäure als Konservirungsmittel des Weines em⸗
iohlen. Für der Fall nun, daß man veranlaßt sein sollte, einen
Wein zu prüfen, ob er mit jener Säure behandelt worden ift, setzt
)von zu 20 Kubicentimeter des Weines * Kubilcetnimeter Sahz⸗
zure und schüttelt. Diese Operation bezweckt, die Salichlsäure frei
u machen, wenn man salicylsaures Natron angewandt haben sollte.
dierauf gießt man 3 Kubikcentimeter Aether hinzu und kehrt das
nit dem Fenzer geschlossene Reagenglas mehrmals um, damit der
gether sich in dem Giase leichter abscheiden kann. Nachdem dies
jeschehen ist, decantirt man dea Aether, in welchem sich die even⸗
uelle Salichlsjäaure gelöst befindet, verjagt den Aether und kann
nun die Säute leicht an ihren Eigenschaften erkennen. Man braucht
uch den Aether nicht einmal vorher verdunsten zu lassen, sondern
ann denselben direkt auf eine verdünnte Lösung von Eisenchlorid
pießen. Ist Salichljäure zugegen, so bildet sich an den Berührungs
zunkten der beiden Flüssigkeiten sofort eine violette Zone, welche in
dem Maße, als der Aether verdunstet, an Intensität zunimmt.

Für die Redaction verantwortlich: F. X Demeßtz.
Unsere Leser aus dem Handelsstande machen wir auf die in
der vorliegenden Nummer enthaltene Ankündigung der schon jetzt in
weiter Auflage erscheinenden vierjfprachigen Handelscorrespondenz
ius dem Verlage von H. Brücker in Hamburg aufmertsam.
In mehr als 15000 Sätzen, welche nach den Schlagworten alpha⸗—
zetisch geordnet sind, wird des gesammte Material des schriftlichen
Verkehrs unter Kaufleuten behandelt, und an ebenso vielen Beispielen
nezeigt, wie jedes Wort in se ner oft mehrfachen Bedeutung (.. B.
Wechsel begeben und sich wohin begeben) anzuwenden und richtig zu
ibersetzen ist. Da die Berfasser selbst praktische Kaufleute und sos
vohl mit den Bedürfnissen ihres Standes, wie durch langjährigen
lufenthalt im Auslande mit den fremden Sprachen vertraui ge—
vorden sind, liegt darin die beste Gewähr, daß in dem Werk etwas
Iraktisches und Zuverlässiges geboten Dird; competente Beurtheiler
ennen die sich wie Originale lesenden Uebersetzungen als *vor—
üglich‘— und das Buch als das beste unter den zahlreichen
fẽrscheinungen der Fachliteratur. Ein reichhaltiger Anhang bielet
zußerdem noch ganze Musterbriefe, ein Waarenler'con, drei Vocabu—
arien und Anderes. Wir empfehlen das Buch allen Kaufleuten
ils Nachschlagebuch und zum Comptoirgebrauch, ganz besonders
varm aber den jüngeren Kaufleuten und Lehrlingen zum Siudium,
za heut' zu Tage eine genaue Bekanntschaft und Fertigkeit in der
temden Correspondenz für jeden junzen Mann unerläßlich ist.

A —

— — 2 —4
        <pb n="562" />
        J Bekanntmachung.
Maßregeln gegen die Rinderpest betr.

Todes-M nο⏑
Freunden und Bekannten die schmerzliche Muttheilung,
daß unser leber Vater, Großvater und Schwiegervater
Friedrioh deyb gen.,

Cassirer,
heute Nacht 1 Uhr nach 1410ägigem schweren Leiden sanfte
verschieden ist.

Um stilles Beileid bitten

Die trauernd Hinterbliebenen.
F St. Ingberter Eisenwerk, 19. Oct. 1877.

Die: Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Ubr statt.

An

die K Bezirksämter, Bürgermeisterämter, Adjunkten, die
Bezirks⸗ und Distrikts⸗Thierärzte des Regierungsbezirkes.

Nach einer Mittheilung des k. Staalsministeriums des Innern
von heute ist in Geisenheim⸗ k. preuß. Regierungsbezirles Wiesbaden,
der Ausbruch der Rinderpest constatirt.

Da ine Verschleppung der Kranth'it in den Regierungsbtzirk
der Pjulz möglich erscheint, so sehen wir uns uuf Grund des Ge⸗
setzes vom 7. April 1860 Maßregeln gegen die Rinderpest beir.“
Ieen isas. 1027), ve d diaten Justruttnion zu diesem
Gesetze vom 8. Juni 1873 (Amtsblatt 1873 8. 1042) und der
hochnen Bekanntinachung des k. Sitadute ministeriums des Innern
dom 8. August 1873,, Maßregeln gegen die Rinderpest beir.“
Amtsblatt 1873 6. 1037) ur ———— Entschl'eßung veran⸗
laßt:

Von der Einkaufsreise zurückgekehrt, habe ich eine
hübsche Auswahl der
neuesten Moileartilcel
sowie sonstiger Neuheiten der Mode ausgestellt und lade
zu deren Ansicht hiermit höflichst ein.
Frau Elilse Fischer.

A. Vorbeugende Maßregeln.

1. Due k. Bezirkraͤmter, Bürgermeist eramier und die Adjuncten
in den gi einer zusommendesetzien Bürgermeisterei gehörigen Nesen—
ge.neinden, dann die sammllichen Bezirts⸗ und Distrikisch.erärzte
haben eine verschärfte Aufsicht auf“ den Verkehr mit Vieh und na⸗
—E——

2. Die Ortspolizeibehörden (d. i. die Bürgermeisterdintet und
— haben
die sämmtlichen Viehbefitzer, sowie die Virhhäudler und Metzger
auf die droheüde Gefahr aufmerkjam zu machen und zur größten
Vorsicht beim Btzuge don Rindvieh aus nicht pfälzischem Gebiete
u ermahnen.

. Die Ortspolizeibehdrden haben sofort den 84 des Gefetzes
vom 7. April 1869 in ihren Gemeinden öffentlich betaunt zu
machen, welcher lautet: „Jeder, der zuverläffige Kuude davon rlangt,
daß ein Stück Vieh an der Rinderpest krank oder gefollen ißt, oder
daß auch nur der Verdacht einer solchen Krankheit vorliegt, hat
ohne Verzug der Ortsbehörde Anzeige davon zu erftatten. Dee
Unterlassung schleunigster Anzeige hat für den Vie besitzer selost,
velcher fich dieselbe zu Schülden kommen läßt, jedenfalls den Ver⸗
just des Anspruches auf Entschädigung für die ihm gefallenen odet
Jeiödteten Thiere zur Folge.“

x. Baßregein beim Ausbruch der Rinderpest in
einer pfälzischen Gemeinde.

4. In diesem Falle har die Ortspolize behörde, in deren Be—
sirk die Rinderpest ausbricht, nach Vorschrift des 8 11 und fol⸗
Jende der Instruction vom 9. Juni 1873, dann 8 2 der Bekannt⸗
machung vom 8. August 1873 ohne jeden Verug das Erforderliche
zu verfuͤgen, namentlich die vorgeschriebenen —A
erlassen, Sperrmaßregeln vorzunehmen und die Anzeige an das k.
Bezitksamt telegraphisch oder durch expressen Boten zu erstatten.

5. Sobals eine folche Anzeige dei einem der k. Bezirlsämtet
eintrifft, hat dasselbe augenblicklich unter Zuziehung des amtlichen
Thierarztes die nach 8 11 und ff. der Instruction vom 9. Juni
1873 und 8 3 und s. der Bekanntmachung von 8. August 1873
angeordneten we teren Maßnahmen zu treffen und anher durch
Drahtbericht sofort ge Anzeige zu erstatten.

In allen zweiselhaflen Faͤllen ist die ÄAbordnung des Kreis—
lhieratztes bei uns telegraphisch nachzusuchen.

(Gide g 13 Apds. 1. der Jpstruction vom 9. Jui 1878).

III. Schlußbestimmungen.

6. Bezüglich der Desinfektesn der Eisenbahnwagen bei Vieh⸗
beförderungen sind auf Grund des Reichsgesezes vom 25. Februar
1876 (Reichsgesetzblatt von 1876 Nr. 12 Seite 163) die erfor⸗
derlichen Anordnungen getroffen.

7. Von den sämmtlichen Distrikts⸗ und Polizeibehörden, dann
von dem gesammten thickärztlichen Personale gewärtigt man bei der
hohen Wichtigkeit des Gegenstandes und im Interesse des pfalzischen,
ide Millsonen Mark im Werthe betragenden Biebstandes, daß sie
nit Umsicht und, wo es noöͤthig ist, mit der erforderlichen Energie
die suͤmmtlichen gegen die Einschleppung und Vetbreitung det Rin⸗
derpest nothigen Maßregeln zur Ausführung hringen werden, und
wird zu diesem Behufe den k. Bezirksämtern und den Bürgermeister⸗
imtern die Verbreitung der gegenwärligen Eutschl eßung in den
weitesten Kressen und namentlich durch die Lolalblätter empfohlen.

Speyer, den 13. Ociober 1877.

Aöniglich Bayerische Regierung der Pfalz,
Kammer des Innerm—.
In Vertretung des kgl. Retierungs Präsidenten:
v. Lamotte.

277 XCCh;hHh — —*
obig'sbackmel
r Siunde „ohne Hefe“ einen Kuchen fix und sertig zu
,. lLiebigs
PuddingPulver.
ur Herstellung eines Puddings in Mandeln, Vanille oder Chocolaoe.
Niederlage bei Ph. Klinck in St. Inabert.

»NMeul —
Soebon erschien das erste Hest von
Fõrs ter Haueher
Der
6* 5 ⸗
kaufmän. Corresvondent in 48prachen
Deuitseh — Engliseh — Französieh — Spanisgen
in alphabetisch geordneten Sätzen.
NVebst retehhaltigem Anhang.-

2. bedeutend vermebrte und verbesserte Auflage.
Vollstandig in 13 dreiwöchentlichen Heften à 75 Pfg.
Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und direct vom

unterzeichneten Verleger.
F Der sↄchnelle Absatz der ersten Auflage bũrgt
r den Werth des Buches, das vermöge seiner praktischen
dinrichtung selbst dem Ungeübten die Möglichkeit gewährt,
dinen Correcben englischen, französischen oder spani-
zchen Brief zu schreiben. Für das Studium das beste
Handburch! — Die zweite Auflage wurde von sprachkun-
digen Fachleuten nicht blos genau revidirt und verbessert,
sondern auch um die spanische Sprache und viele neue Ar-
bikel vermehrt; trotzdem fand keino Preéeiserhöhung 8tatt.
Die Vorlagsbuchhandlung HR. Brüoker in Hamburg.

Oafo Oberbauser.
Samstag, den 20. October

Abends 8 Uhr
National-Concert

der Tyroler Sänger-Gefellschaft

Berger aus dem Pusterthale,

3 Damen, 1 Hert und der Ge⸗i

angs⸗ und CharakterKomikerin
Fräulein Anna Mauner

Schild. aus München.
——— —— —— ——— ———n
Fedafttion Druc und Verlag von F. F. Demeß in St WInahbert.

Aus voller beberrerzung
rann jedem Kranten die tguendfag
bewahrie Dr. Airy's Heilmethode
empfohlen werden. Wer Räheres
darüber wifssen will, erhdalt auf
zranko⸗Verlangen von Richter's
derlags⸗Anstalt in Leipzlg einen mit
oielen belehrenden Krankenberichten
oersehenen „Auszug“ aus dem ius⸗
trirten Buche: „Dr. Airyys Ratur⸗
eilmethode (100. Aufi., Jubel⸗
Ausgabe) gratis und franco zu⸗
4 gesandt. t
        <pb n="563" />
        St. Ingberler Anzeiger.

—
Ser St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchenilich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntagt mit illustrirter Vei⸗

lage) exscheini wochentlich vVäermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonmnementevreis betragt vierieljahrlich

1Mart 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deres Rautꝛ. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 165. U Sonntag, den 21. Oktober 1877.

öòù8W
—
Deutsches Reich.

Berlin. Fürst Hohenlohe, der deutsche Boischafter in
Paris, traf hier behufs persönlicher Informirung ein. Er wird
wahrscheinlich den Fürsten Bismarck in Varzin besuchen und kehrt
dann nach Paris zurück, da sein Urlaub zu Ende geht. Seine
Anwesenheit bringt man in unterrichtelen Kreisen mit den Wahlen
in Frankreich zusammen, indem dehauptet wird, daß sich der Bot—
schaster über die Ansichten der Regierung hinsichtlich des Wahlreful⸗
jats zun informiren wünsche. Fürst Hohenlohe wird dann noch
rinige Zeit in Norddeutschland verweilen, um bei dem Besuche zu⸗
zegen zu sein, den der Kaiser dem Bruder des Fürsten, dem Herzog
don Ratibor auf Schloß Rauden adzustatien gedenkt. Aufang des
nächsten Jahres wird der Botschafter wieder hier erwartet, um
seiner Pflicht als Reichstagsabgeordneter zu genügen.

Die zur Ausführung der Reich?zJustizgeseze erforder⸗
lichen beiden Geseßentwürfe, nämlich das Einführungsgesetz zur
Gerichtsverfassung und die lokale Organisation der Oberlandesgerichte
und Landesgerichte, liegen nunmehr dem Staatsministerium zur
definitiven Beschlußnahme vor. Da über das letztere Gesetz viel⸗
fache Vorverhandlungen zwischen den zunächst betheiligten Ministern
stairgefunden haben, so wird das Staatsministerium sich über dasselbe
wohl unverweilt schlüssig machen und die allerhöchste Geneh migung
rinholen koͤnnen. Durch das Einführungsgesetz kommt auch die
Frage der Aufhebung des Obertriduncls zur Entscheidung! Die⸗
selbe wird nach Lage der Dinge innerhalb der Staatsregierung
zleichfalls auf Schwierigkeiten kaum stoßen.

Auf der Versammlung des „Deutsqhen Architektendereins“ zu
Muünchen war im vorigen Jahre der Erlaß einer allgemeinen Bau⸗
ordnung für das deutsche Reich in Anregung gekommen. Die Aus ⸗
jührung eines solchen Unternehmens liegt indeß nicht in der Kom⸗
zeienz des Reiches, sondern kann nur durch die Gesetzgebung der
Einzelstaaten durchgeführt werden. In Würtiemberg hat man be
reits Versuche nach dieser Richtung gemacht, und auch in Preußen
ist man mit einem Entwurf beschäftigt, der sich indessen noch in
den Vorstadien befindet. Es scheint, daß man beabsichtigt, den
einmal asgeschlossenen Eutwurf der Kritil von Sachverltändigen zu
anterbreiten, bebor man denselben in weitere legislatorische Stadien
bringt.

General d. Wer der soll seinen Abschied zu nehmen beab⸗
sichtigen, so berichten süddeutsche Blätter. Wie es heißt, soll der
Thef der Admiraluät, General v. Stosch, an dessen Stelle das
Nommando des 14. Armeekorps Üübernehmen,, da die Defferenzen
zwischen dem Marineminister und dem Fürsten Bismarch, wie wir
bereils gemeldet, leineswegs ausgeglichen sind, sondern noch immer
fortbestehen.
nNusland.

Paris, 17. Olt. Die offiziöse „Ag. Havas“ schreibt:
Der Minister des Innern sprach sich Namens der Regierung gegen⸗
über den nach Paris berufenen Präfekten in solgendem Senne
aus: Die Zeitungsnachricht, daß das Ministerium seine Entlassung
angeboten habe, sei unbegründet; die Mininer haben keinen Augen⸗
blick daran gedacht, ihre Entlassung zu nehmen, ebensowenig wie
der Prasident daran denke, sich von ihnen zu trennen. Der Wahl⸗
lampf, welcher am 14. Ott. begonnen, hade den Konservat'ven den
Gewinn von 50 Kammersitzen eingetragen und werde am 28. Olt.
bei den Stichwahlen und am 4. Nov. bei den Departementswahlen
genau unter denselben Bedinzungen fortgesetzt werden, wie er be⸗
gonnen. — Eine Mittheilung des Comilés der Linken an die re⸗
publit. Blätter besagt, dak die Zahl der gewählten Republikaner
321 betrage, außerdem die Wahl der 4 Kolonien und 7 Stich⸗
wahlen der Roapublik sicher stien, firner daß drei Wahlen irrthüm
lich offiziellen Kandidaten zugeschrieben wurden, so daß also die
definit ve Zahl der gewählten Republikaner 335 betrage.

Paris, 18. Ott. Sämmtliche republikanische Journale
areifen auf's heftighe das Ministerium an, weil dasselbe nicht abtrete

Das „Vien Public“ bringt folgende Notiz in felter Schrift:

„In Gegenwart des uuerhörten Druckes und der stkandalssen That⸗
achen, die in den Departements vorkamen, benachrichtigte eine Anzahl
republkanischer Deputirten das leitende Komite der Senatslinken,
daß sie entschlossen seien, die Einleitung der Anklage gegen das
Ministerium vom 16. Mai zu berlangen.“

Bukarest, 17. Okt. Nach hier aus Turn⸗Mogurelli ein⸗
zegangenen Berichten hat das Bombardement gegen Plewna auf
der ganzen Linie begonnen. Von der in Plewna eingeschlossenen
Urmee treffen fortgesetzt größere Abtheilungen türkischer Deserteure
dei den Russen ein. Die Verbindung Osman Paschas mit Sofia
st unterbrochen. — Suleiman Pascha hat Rasgrad nicht verlafssen
and konzentrirt alle seine Truppen bei Kadilisi.

Aus dem Balkan wird gemeldet, daß dort der Schnee
einen Meter hoch liegt und deshalb größere mililärische Operation
dort unmöglich sind.

Konstantinopel, 17. Oktt. Ein Telegramm Mulhtar
Paschas aus Kars, 15. d. meldet: Heute früh tiafen wir Vor⸗
ehrungen, uns auf der Straße nach Kars festzusetzen, als der Feind
pon Hadjiwali her debouchirte und den Awliarberg, welcher von 4
Bataillonen und 3 Geschützen vertheidigt wurde, angriff. Der
Argriff richtete sfich sodann gegen unser Centrum bei Boulanik,
velches sich troz der als Verstärkung herbeigeeilten Flügelbataillone
nach vierstündigem unaufhörlichem Anstürmen der Russen und dem
perheerenden Feuer der Artillerie zuröckziehen mußte. Der Feind
besetzte den Awliarberg und alsdann successive die übrigen strate⸗
zischen Punkte auf der Seite von Kars, wohin wir uns mit einer
Didifion zurüdzogen, um einen Gegenangtiff vorzubereiten. Eine
weite Division, umfafsend die Abtheilungen Rachid Paschas, Omar
Paschas, Kiazim Paschas, Moussa Paschas und Cheflet Paschas
ziell die am Karadjadagh gewählten Pofitionen besezt. Der Feind
rhielt sodann zahlreiche Verftärkungen und brachte 20 Geschütze,
zedient von erfahrenen Artilleristen in den Kampf. Mehrere unserer
öheren Offiziere woren gefallen oder verwundet, 120 Regimenter
davallerie und 4 Bataillone Infanterie wurden völlig zersprengt,
außerdem waren etwa 800 Mann außer Kampf gesetzt. — Es
werden Vorbereitungen zu einem Winterfeldzuge getroffen. — Aus
Novi-Bazar von 15. d. wird gemeldet, daß die Irsurgentenchefs
Restan und Kharly in einem Gefechte geiödtet worden seien. —
Mehemed Ali Pascha hat in Pera ein Haus gemiethet. — In
Silistria sind zahlreiche Fälle von Fieberkrankheiten vorgekommen.

Tiflis, 16. Ott. (H. T. B.) An der gestrigen Schlacht
nahmen 70,000 Russen und 20,000 Turken Theil. Bisher sind
1000 Gefangene gemacht worden. Mulhtar Pascha soll nur müh⸗
sam der Gefangennahme entgangen sein. General Solowiew leitete
unter General Heimann die Sturm⸗Operationen. Unermeßliche
Beute ist den Russen in die Hände gefallen.

Vermischtes.

F Zweibrücken, 19. Oklt. Hr. Kreisthierarzt Göring
wurde gestern Vormittag aus der streisversammlung des landw.
Bereins der Pfalz hier durch die telegraphische Nachricht abberusen,
daß in Mannheim die Rinderpest ausgebrochen sei

(Gw. Zig.)

FWinnweiler. Die Verlegung des Forstamts nach
irchheimbolanden ist, wie das „Nordpf. W.“ aus zuverlässiger
Quelle erfährt, aufgegeben; es bleibt dasselbe vorerst in Winnweiler
bis zur neuen Organisation des Forstwesens.

f—In Gochghh eim starb ein lediger, sehr bejahrter Schuh⸗
nacher, welcher eine son derliche Lebensweise führte. Er schlief auf
einem Strobsacke, waährend er sein gutes Beit im Keller aufbe⸗
vahrte. Von den Erben wurden beim Nachsuchen im Keller im
Bette Obligationen im Werthe von 3600 fl. und auf einem Fenster,
das keine Scheiben mehr hatte, ein Bundelchen mit Silbergeld
von übet 8300 M. aufgefunden. Die Erben sollen von dieser
leberraschung nicht sonderlich unangenehm berührt worden sein.
        <pb n="564" />
        7 Ein wabhnsinniger Millionar, Brüssel
vird gemeldet, daß der Chef der großen Banksrma Jgcques Erexa
Dppenheim dieser Tage bewußtlos ufgefunden wurde And seitdem
—D ——— F

Romische Berichte, die der N. Fr. hr.“ zugehen, sprechen
dem Gerüchte, daß Prinz Amadeus in den geistlichen Stand
ceien werde, jede Glaubwür digkeit ab.

Die Jortnaistik in England, Die Abnigin Viltorig hat

den Journalisten Hexrn Acchibald Forbes, der die „Daily News? in
Bulgarien so gut vertreten hat, jedoch Kranlheits hatper nach London
urtgelommern Fi. gu sich ach Balmoral entboten, um sich von
hm persönlich üder, die jüngsten Schlachten, das Verhalten der
kaͤrkischen undegelmaßigen Truppen u. s. w. Bericht erstasten zu
sassen.
Fur die Redaction verantwortlich: F. XR. Deme b.
353 F 2 * 63. .6 —*7 43 —— FF- — W
daebttien Feeen gt, D an s Va Vartey Zweibrücker Kirchenbau⸗Lotterie.
ober naͤchsthin Minagee l hr Das Ganje gelegen an der p7 Genthmmigt durch Allerhöusten Erlaß vom 19. Jut 1877.
St. Jahbert in Shurbehause dalserstraße zu St. Ingbert nebe Desepilicn Ziehunn 8ee 1878.
in' der Schafuasse lassen die 5 Sean hnd anß AEin Haupttreffer F. — 88
Erben der dascibst verlebten Ehe⸗ aelinger Etrben. ⸗⸗ ⸗⸗ .20,
—* reben F e —* o Aser W. 8500. 8800. 2dο. 1000. . ze.
———— —————— osharina Sqhaefer, jeht im Ganzen — Treffer im Gisammtbete age von 150,000 M.
ee he hne Gewerbe n Deldesbeun — gex Auf 20 Eoose ein Tresfer.
ehbrigen Mobiliorgetenstaude ab · dohnhaft. Wijtwe des Verlebtery; as oos kostet 2 Mark. Bei größ rer Abrahme Rabatt.
uehaper Bsentiuch au die 2. Deten Mmit demselben e. Die General⸗Agentur⸗·
Hteisibie tenden versteigern, da⸗ eugten noch minderzährigen Kin⸗ Angust S8chuler * 23 B. Schulerꝰsche
unter mamentlich · er s. Katharing Joiephine und Kaufmann. Zweibrücken. Buchhandiung.

Tische, Stuhle, ein Klerder⸗ Arna arig Framista Sonexr. — ö—— — —
chtant, ein Küchenschrant, elche ihre Mutter zur gesetz 2 — n
cuchengeschitr, ein voüstäne chen Vormünderin und Christian Meneο. Mand-Temxiscon
digez Bett, Welßzeug, zchnotx, Bahndediensteien in — * —
Frauentleider und sonfstige Pheen une dh n. Zueite Auflage 1870. —
ausgerätbschasten. St. Isgbert, 19. Ott. 1877. — X Auechunm feden
ẽz. 3 189. —X 1877. Sauer, k. Notär. A r — u
—— Fone deute Sonntag 21. Ou. m 8* — —A —
— ò in einer ider X B
Hausversteigerung. er Bierbrauerei Rosenihal — Aet/ * 200 —
Samstäg, den 27. Ok— 4 2 οοσ AιιBel, mi⸗ vielen Karten, Tafeln und Beilagen.
National⸗ Concert —— —
sn Ingben ber Dñchsel er Tyrolex. Känger-Gesellschaft ααινription in allen Buchnundlungen.
kber bhar dit laͤßt Katharing Berger qus dem Pusterhale, 77 ograpnisclen Instituts J
Andres hewerblose Winne von Dagen. J. Hert urd, der Gen 7 J
Geotg Rung, weilaad Bergmänn anas und Kdaratier Konulerin —
Jacbent die naghreie Sräulein Auua Mayer ö—
rete aus dem Rachlafse des Jo⸗ Nus NMunchen.
jann Adam Rung, welland Anfang Rachmitiags 4 Uhr umd
—A— daseiost, iht an⸗ A!bends 8 Ubt.
tfallene Liegenschaft im Banne IeieBilduncs—
ie Ige⸗ offentlich an Arbeiter⸗Bildungs⸗
die Meistbietenden zu Eigenthum Verein.
jersteigern. nümlich: —43 4909
PiNr. 7113. 4 Dez. dlͤche, —— b I a.
Dembeud. Stal und hoß unterridudee
p cen. 8Daz pllne * Zugt ung der Zeiqen
arten und — 7Rolräge
— ————
und Acker.
Das Ganze gelegen in den Gummischuhe
Siauchgatten an der Schafgasse eingriroffen in neuse Fogon bei
u St. Ingbert neben Franz G. Linn.
Joakod Weber und Joseph Wagner.
Si. Ingbett, 19. Ott. 1877.
Sauer, t. Notar.
—— L
Licitation.
Drenbrag, den 6. Rovem⸗
ber nächsthin Nachmittags 2 Uhr
ju St. Ingbert ĩm Tafe Dber⸗
ha user wird vor dem miere
eichneten hiezu gerichtlich peauf⸗
nagten igl. Rotar Sauer im
Ainis fige zu St. Ingbert die
nachstehend bezeichnete zu der
wischen dem dajelbst verstorbenen
Posterpednor Ludwig Schnuorr
und dessen hinterbliebenen Winwe
Zotharina Echgefer bestan⸗
denen Gütergemeinschaft gehörige
diegenschaft im Banse von Si,
Ingbert der Abtheilung wegen
ffentlich an die Meißbietenden
A Eigenthum veisteigerl, nämlich;
p ie o7 Dez Flade
Wohnhaus mit Waschlüche,
Schweinstollund Hofraumund
οX QOXXxôα à IäOôÆäôMÔäOOäôXÄÆæ —

Circa 100 Kilo
Makulatur
um Tapezieren, und Einschlagen,
zer Waare zu verlaufen in der
Erbed. d. Bl.
Redaltion Druc und Verlaa von F. X. Demeß jn Et Ingbert. — —
Sierzn Allustrirtes Znatafßzablat⸗ Ne as

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        <pb n="565" />
        *92

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67 — 8 * F— —— 23—*
n E er — n
Ut *8424 — * 432 — —F

— — —
ker St. Jugberter Anzeiger und das (mal wochentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unlerhaltungsblait, Sonntagß mit illustrirter BRei⸗

lage). æxicheini wochenilich piermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementopreis betragt vierteljährlich

1Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswäris mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Vlattschrift oder deren Rau: Nectamen
* it 89 Pfg. pro Zeile berechnet
M 1658. J LSonntaa/ den 2i. Oetober * w7 1877.
Deutsches Reiicc..

Berlun. Fuͤrst Hdhenlohe, der deutsche Botschafter in
Paris, traf hier behufs persönlicher Jnformirung ein. Er wird
wahrscheinlich den Fürsten Vissmarck in Varzin befuchen und kehrt
dann nach Paris zurück, da sein Urlaub zu Ende geht. Seine
Anwesenhejt bringt man in unterrichleien Kreisen mit den Wahlen
in Frankreich Jusammen, indem dehauptet wird, daß sich der Bot⸗
shafter über die Ansichten der Regirung hinsichtlich des Wahlreful⸗
jals zus inforntiren wünsche.“ Fürst Hohenlohe wird dann noch
rinige Zeit ĩin Norddeutschland verweilen, um dei dem Besuche zu⸗
zegen ju sein, den der Kaiser dem Bruder des Fürsten, dem Herzog
bon Ratüboe auf Schloß Rauden abzustatten gedenkt. Afang des
aächsten Jahres wird der Botschafter wieder hier ermartet, um
seiner Pflicht als Reichsstagsabgeordneter zu genügen.

Die zux Ausführung der Reichs⸗Justizgeseztzze erforder⸗
üchen beiden Geseßentwürfe, nämlich das Einführungsgesetz zur
Gerichtsverfassung und die lokale Organisation der Oberlandesgerichte
und Landetgerichte, liegen nunmehr dem Sigatsministerium zur
definttiven Beschlußnahme por. Da über das letztere Gesetz viel⸗
fache Vorverhandlungen zwischen den zunächst beiheiligten Ministern
staitgefunden haben, so wich AMas Stacismen stexium ch über daßselbe
wohl unverweist schlüffig machen und die allerhöchste Geneh migung
einholen fönnen. Durch das Einführungsgesetz kommt auch die
Frage der Aufhebung des Obertribunals zur Entscheidung“? Die⸗
selbe wird nach Lage der Dinge innerhalb der Siaatsregierung
gleichfalls⸗ Auf Schwierigkeiten kaum stoßery.

Auf der Versammlung des „Deuischen Architektenvereins“ zu
München war im vorigen Jahre der Ertaß einer allgesncinen Bau⸗
ordnung füc das drutsche Reich in Anregung gekommen. Die Aus-
jührung eines solchen Üuternehmens Jugi indeß nicht in der Kom⸗
petenz des Reiches, sondern kann nur durch die Gesetzgebung der
Einzelstaaten durchgeführt werden. In Württemberg hat man be
reits Versuche nach dieser Richtung gemacht, und auch in Preußen
ist man mit ejnem · Entwurf beschäftigt, der sich indessen noch in
den Vorstadien befindet. Es scheint, daß „man beabsichtigt, den
einwal asgeschlossenen Entwurf der Kritil von Sachverständigen zu
anterhreiten, bepor wan denselben in weitere legislatorische Stadien
ingt. 9

General . Mer sol seinen Abschied zu nebmen
— Io beridlen suddeutsche Blnter. Werrs heißt foll der
Theß der Admiralität, General v. Stosfsch, an dessen Stelle das
sommando dee A4. ArueekotpbUbernebnen, das die Deafferenzen
wischen dem Marinemipisser und dem Fürsten Bismarck,“ gwie wir
dereits gemeldet, keineswegs ausgeglichen find, sondern noch immer
—S ... 7—7 —

Aaussand.

Pata—. Oli. Die ffizioͤse Ag. Hapos“ schreibt:
Der Minister des Innern sprach sich Namens der Regierung gegen⸗
über den nach Paxis berufenen Präfekten in folgendem Senn—
zus: Die Zeitungsnachricht, daß das Ministerium feine Entlafsung
angeboten habe, sei unbegründen; die Mininer haben keinen Augen⸗
alick darau gedacht, ihre Entlafsung zu nehmen, ebensowenig wie
der Prasident daran denke, sich von ihnen zu trennen. Der Wahl⸗
lampf, welcher am 14. Ott. begonnen, habe den Konservativen den
Bewinn von 50 Kammersitzen eingeragen und werde am 28. Olt.
bei den Stichwahlen und am 4. Nov. bei den Depoartementswahlen
genau unter denselben Bedin zungen fortgesetzt werden, wie er be⸗
donnen. — Eine Mittheilung des Comstés der Linken an die re⸗
publit Blatter besagt, daß die Zahl der gewählten Republikaner
321 betrage, außerdem die Wahl der 4 Kotonien und 7 Stich⸗
wahlen der Ripudlit sicher seien, firnet daß drei Wahlen irrthüm⸗
ich offi ziellen Kandidaten zugeschriebes wurden, so daß atjo die
efinit: ve Zahl der gewählten Republikaner 335 bettage.

Paris, 18. Ott. Sammtliche republikanische Journale
zreifen auf's heftigße das Minifterium an, weil dasselbe nicht abtrete.

Das „Bien Public“ bringt solgende Rotiz in fetter Schrift

— —
—
„In Gegenwart des uuerhörten Drucker und der standasten That⸗
jachen, die in den Departements vorkamen, benachrichtigte eine Anzahl
republkanischer Deputirten das leitende Komite der Senatstinken.
daß sie entschlossen seien, die Einleitung der Anklage gegen das
Ministerium vom 16. Mai zu berlangen “

Bubkarest, 17. Olt, Nach hier aus Turn⸗Magurelll ein⸗
zegangenen Berichten hal das Bombardement gegen Plewna auf
d)erx ganzen Linie begonnen. Voñ der in Plewna eingeschlofsenen
Armee treffen fortgesetzt größere Abtheilungen türkischer Deserteure
dei den Russen ein. Die Verbindung Osmon Paschas min Sofia
st unserbrochen. — Suleiman Pascha hat Rasgrad nicht verlassen
und louzentriet alle seine Truppen bei Kadikvi. —

Aus dem Ba1kan wird gemeldet, daß dort der Schnee
einen Meter hoch liegt und deshalb größer⸗ militãrische Operation
dort unmöglich sidndd. — J————

Konstantinopel, 17. Olt. Ein Telegramm Multtar
Pofchas aus Karß I5. d., melden: Heute früh trafen wir Vor⸗
lehrungen, uns auf der Straße nach Kars festzusetzen, Ale der Feiud
von Hadjwali her debouchixte und den Awliarberg, welcher von 4*
Batasslonen und 8 Geschützen pertheidigt wurde, angriff. Der
Argriff richtete sich sodann gegen anser Centrum: dei voulanik,
velches sch troß der als Verstärkung herbeigeeilten Flügelbataillone
aach dierstündigem unaufhörlichem Austürmen der Russen und dem
nerheerenden Feuer der Axtillerie zurückziehen: mußte. Der Feind
zesetzte den Awliarberg und alsdann fueceßibve dien Abrigen strate⸗
zischen Punlie auf der Seite von Kartz, wohin wir ans mit einec
Dib ifion zuruckzogen· um einen Gegenangriff dorzubereiten. Eim
aweite Division, umfassend die Abtheilungen Kachid Paschas, Omar
Paschas, KiazimPaschas, Moussa Paschas und Cheftet Paschas
zieltdie am Karadjodagh gewählten Positionen beseßt. Der Feind
hielt sodann zahireiche Verstärkungenund brachte 20 Geschütze,
zedient von erfahrenen Artilleristen in den Kampf. Mehrere unserer
zöheren Offitiere waren gefallen oder verwundet, 190 Regimenter
Zavallerie und 4 Bataillone Infanterie wurden völlig zershrengt,
außerdem waren etwa 800 Mann außer Kampf geschi. — Es
werden Vorbereilungen zu einem Winterfeldzuge getroffen. — Aus
Povi⸗Bazar von. I5. d. wid gemeldet, daß die Irfurgentenchefs
stestaa und Kharly in einezz Gefechte geiddtet worden seies. —
Menemed Ali' Pascha hat in Perae ein Haus gemiethet. — Itz
Silistria sind zahlreiche Fälle von Fieberkrantheiten vorgelommen.

iflis, 16. Oll. (H. T. B.) An der gestrigen Schlacht
nhmg 70,900 Russen und 20,000 8 Theil. Bisher sind
1000 Gefaugene gemacht worden. Muthiar Pasche« soll nur müh⸗
jam der Gefangennahme entgangen sein. General Solowiew jeitete
untar Genexal Heimann die Sturm⸗OpoerationenenUNuerwmeßliche
Beute ist den Russen in die Hände gefallen.
Bermischte.
73weibrüden;, 100 Ott. Hr. Kreisthierarzt Gbring
wurde gestern Vormittagn aus⸗ der Kreisversammlung des landw
Vereins der Pfalz hier durch die telegraphis,he Na Hricht abberusen,
daß in Mannheim die Rinderpest ausgebrochen sei

Gw. 3tg.

Binpweiler, Die Vexlegung des Forstamts nach
dirchheimbolandes ist, wie das „Nordpf. W.“ aus zuverlässiger
Quelle erfuhet, aufgegeben; es bleidt dasselbe vorerfi in Winnweiler
bis zut neuen Organisation des Forstwesens..

In Gochs heim starb ein lediger, sehr bejahrter Schuh⸗
nacher, welchet eine sonderliche Lebensweise fuührte. Er schlief auf
inem Strohsacke, während ex sein gutes Beu un Keller aufbe⸗
vahrte. Von der Erben wurden beim Nachsuchen im Keller im
Bene Obliggfionen im Werthe von 3600 fl. und auf einem Fensler/
as keine Scheiben mehr hatte, ein Bündelchen mit Silbergeld
jon äübtt 800 M. aufgefunden. Die Echen sollen von dieser
ieberraschung vicht sonderlich unangenehm berübrt worden sein.
        <pb n="566" />
        fEin wahnfsinniger Millionär. Aus Brüfel
wird gemeldet, daß der Chef der groken Bankfirma Jacques Erera
Oppenbeim dieser Tage bewußtlos aufgefunden wurde und seitdem
dem Wahnsinn verfallen ist. J

FRomische Berichte, die der „N. Fr. Pr.“ zugehen, sprechen
dem Geruͤchte, daß Prinz Amadeus in den geistlichen Stand
treien werde, jede Glaubwürdigkeit ab.

—Die Journalstik in England. Die ꝛonigin Viktoria bat

den Journalisten Herrn Acchibald Forbes, der die Daily Newte in
Bulgarien so gut vertreten hat, sedoch Krankheits halber nach London
surkagekommen ist, zu sich nach Balmoral entboten, um sich von
hin persönlich über die jüngsten Schlachten, das Verhalten der
uͤrlischen unregelmaßigen Truppen u. j. w. Bericht erstasten zu
lassen.

FZulr die Redaction verantwortlich: F. xX. Demeß.
—
i i l.Nr. 63. 8 ihrü 4
obitien Dersteigcrunge So eu Zap Zweibrücker Kirchenbau⸗Lotterie.
obder nächsthin Mi:iags 1 Uhr Das Ganze gelegen an der Genehmigt durch Allerhochsten Erlaß vomn 19. Juli 1877.
den d Snebehause Faserstratze zu St. Inabert naben / Degeptliche Siehung am 8. Septemten 78.
an der Schafhasse lassen die Bebrüder Beceer und Heinrich Ein Haupttreffer M. 40,200. *
Eerben der deseloft derleblen Ehr⸗Westphaelinger Erben. Wei * 5 M. 20,000.

Nne Ihann Adam Rung, Ehgenthümer sind: m G eitere Tresser W. 8000. 3800. 2000. 1000. ⁊c. ꝛc.
weiland Modellschreiner und Anna oihorina Sqoefer, jezt im Ganzn IO0 Treffer in Gisammibetage von 100000 M.
Welluer die zu deren Nachlaß ohne Gewerde in Deidesheim 5* Auf 20 Lvofe ein Treffer. TI
td igen Nobiliergenenstande ab· vehnhafn Winme des Verlebten; Das Loos lostet 2 Mark. Bei größ rer Abnahme Rabatt.
MHeilungehalder dffentlich au die 2. Deren mit demfelben er⸗ Die General⸗Agentur:
Veisibeereuden versteigern, da⸗ ugten pos minderjahrigen eine Kugust Schuler B. Schuler'ꝰsche
ranter namentlich: der a. Katharina Josephine und Kaufmann. Zweibrücken. Buchhandlung.
Tische, Stuͤhle, ein Qleider⸗ d. Anna Maria Franzisla Schnorr, J — ö— — —
schiank, ein Küchenschrank, velche ihre Mutter zur gesetz —
Züuchengeschirr, ein vollstän⸗ ichen Vormünderin und Christian Meuer 8 Hand-Lecæiscon
piges Beu, Weihßzeug, Schnotr, Bahnvediensteien in — — —
Frauentleider und sonstige duetun peWndte Zueite Auflage 1876
Hausgerãrdschaften. St. Ingbert, 19. Ott. 1877. cde i um seden —*
St. Jubern i8. i. 18171. Saner, i. Nogr. ——
Eauer, t. Noiat. geute Sonntag 21. ou. F — —

j einer œæugenbticsciic
Hausversteigerung. der Bierbrauerei Rosenthal —83 — —— — —
Samstag, den 27. Ot⸗ e reibel, mis vialen Karten, Tafeln und Beilagen.

—RRRWBe&amp;? National⸗ Concert ————
en Ingren ber Wicheel der Tyroler Sanger⸗Gesfelljchaft Bubebri ption in allen Buchhaudlemuen.
V ehe aen Berger aus dem Zustentae Bibtiogrophischen Instituto
Andres gewerblose Witiwe von 3 Damen, 1Hert urd, der Ge⸗ α
debrg Rung, weilaad Bergmann jangs und Charalter⸗ Komikerin ⸗
Jasben die nagbeeig- Fraulein Anna Mayer
heie ous dem Nachlafse des Jo⸗ guß Voncew p
snn ndam iung, weiland Anfang Nachmitiags 4 Uhr und
— — — Abends 8 Uhr.
rrjallene Liegenschaft im Banne 0 7
von St. Ingbert offentlich an Arbeiter⸗Bildungs⸗
die Meistbietenden zu Eigenthum Verein.
versteigern, numlich: —
Pi. Ne. 7112. 4 Dez. Flaͤche, — —— —
Wohnhaus, Stall und Hof⸗ Iia⸗
raum. ichen⸗
Pl. Ne. TIIb. 8 Dej. Pflanx 888 der Zichen
arten und
—B——
und Acker. J
Das Ganze gelegen in den Gummist chuhe
Siauchgätten an der Schafgasse eingetroffen in neucx Façon bei
u St. Ingbert neben Franz G. Linn.
Jalob Weber und Joseph Wagner.
Si. Ingbert, 19. Ott. 1877.
Sauer. nt. Notar.
* *
Licitation.
Dienstag, den 6. Novem⸗
ber nächsthin Nachmittags 2 Uhr
u St. Ingbert im Cafe Ober⸗
haufser wird vor dem unter⸗
seichneten hiezu gerichtlich beauf⸗
ragten lgi. Noiar Sauer im
Amissiße zu St. Ingbert die
nachstchend bezeichnete zu der
wischen dem daseldst verstorbenen
j. Pofierpeditor Ludwig Schnorr
und dessen hinterbliebenen Witiwe
satharina Schaefer bestan⸗
denen Gütergemeinschast gehdrige
diegenschaft im Banne von St.
Ingbert der Abtheilung wegen
offentlich an die Meistbietenden
— —
Vi.⸗Ne. 62. 7 Dez. Flaͤche,
Wohnhaus mit Waschküche,
Schweinstallund Hofraumund

M. — pPf. Gersie Areih.
0 M. — pf Srelz 07 M.
9 Ppf. Spelzlern — M. —
pfg. Dintel — M. — Pfo.
Mischfrucht O M. — Pf. Hafer
3 i. 27 Pf. Heu 2 M. 40
Pf. Stroh 2 M. 20 Pf. Kar⸗
offeln 2 M. 40 Pf. per Ctt.
Weißbrod 10 Ko. 87 Pf. Korn⸗
zrod 3 Ko. 79 Pf. ditto 2 Ko.
533 Pf. ditto 1 Kilo. 27 Pf.
Bemischibrod 8 Kilo.O M. 97 Pf.
Paaur Weck 100 Gramm 6 Pf
Rindfl. 1. Qual. 70 Pf. 7
Qual. 60 Pf. Kaldfl. 70 Pf.
amfi. 70 ppf. Schweinefl. 70
nf. Butler 1 M. O8 Vf. ver Vsr

— — — — —
Circa 100 Kilo
Makulatur
sum Tapezieren, und Einschlagen
der Waare zu verkaufen in der
Exbed. d. Bl.
———————— — — — — ⏑⏑
Ian eloa vor F. 1L. TDemes in St Ingbert.
i⸗u Alluctrirtes Sonntacrnahlatt Nr.
        <pb n="567" />
        St. Ingberler AAnzeiger.

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, GSonntags mit illustrirter Vei⸗

lage)ericheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

lMark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfqg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 166. R Dienstag, den 28. Oktober 1877.

s AÛAÊí¿ÞZLS-A- ᷣæ

—TLLVEV

Deutsches Reich.

München, 20. Okt. Herr Abg. Crämer wird seinen Be⸗
richt zu den Nachweisungen über die Einnahmen an direkten und
endirekten Staatsauflagen für das Jahr 1875 am nächsten Montag
in den Finanzausschuß abliefern; der Bericht über die direkten
Steuern, Tax⸗ und Stempelgefälle, dann die Malzaufschlags, Zoll⸗
und Kartenstempel Gefälle ꝛc. für die XIV. Finanzperiode (1878/79)
rann er ersl nach gesetzlicher Fixirung mehrerer Steuergattungen,
ils des Malzaufschlags für die Pfalz, Erhöhung einiger Taxen,
»er ebentuellen Steuer-Erhöhung ꝛe. zahler mäßig festgestellt werden.
die nächste Plenar⸗Sitzung der Abgeordnetenkammer ist auf Mitt⸗
boch den 24. Oltober festgesetzt.

Mäünchen, 20. Ott. Finanzkundige Abgeordnese versichern
s sei eine Belanzirung des Budgets ohne Sieuererhöhung
unicht unmöglich; jedenfalls aber werde ein wesentlich geringerer
Steuermehrertrag erforderlich sein, als von der Staatsregierung
porgeschlagen ist. Geg benen Falles wird dann auch beantragt
verden, statt einer Steuererhöhnng Zuschläge zu den einzelnen
Steuergattungen zu beschließen.

Mänchen. Abg. Frankenbuiger hebt in seinem Bericht
wer die Ausgaben für das kgl. Haus und den kgl. Hof i. J.
1875 hervor, daß die Hauptabrechnung einen Betrag von 40, 833
M. für die „Etabl rung des Prinzen Otto“ aufführe. H'erfür sei
iber im Budget nichts vorgesehen gewesen; es sei das also eine ohne
»ie Bewilligung des Landiags gemachte Ausgabe, die aber weder
als eine unvorhergesehene noch als eine dringende entschuldigt werden
önne, da die Regierung den Betrag recht gut vorher hätte fordern
»der die Ausgabe bis zur 183. Finanzp riode hätte verschieben
onnen. Zu rügen sei noch besondecs, daß in der Abrechnung
diese Ausgabe vorgetragen sei, als wäre Alles in schönster Ordnung
und als maugele die ständifche Bewilligung nicht. — In dem
Bericht über das Budget des igl. Hauses und Hofes für 1878,79

»eantragt Abg. Frankenburger, statt der für Fourage und Breun⸗
jolz für J. M. die Königin-Mutter) verlangten 34,695 M. nur
27,514 Mark zu bewilligen, da die Preise fuͤr Brennholz und Ge⸗
reide nach denen der Jahre 1874 bis 1876 berechnet seien, wo
ie gerade den höchsten Stand gehabt hätten, und man nicht an—⸗
ieh nen könne, daß sie sobald wieder diesen Stand erreichen.

(Pf. K.)

Berlin, 21. Olt. Die heutige erste Sizung des Ab—
eordnetenhauses wurde um 122. Uhr Mittags vom Präsidenten
. Bennigsen erdffnet, auf dessen Ansuchen das Haus ein dreimaliges
doch auf den Kaiser ausbrachte. Zu Schriftführern wurden berusen
»ie Abgeordneten Haucke, Graf Schmising, Sachse und Lutteroth.
Da beim Büteau 233 Mitglieder sich gemeldet, so ist das Haus
neschlußfähig. Morgen, Montag, Vormittags 11 Uhr, findei die
Bräsidentenwahl statt. Das Herrenhaus hat seine eiste Sitzung
rst auf morzen anderaumt, da dasselbe die Sonntagsruhe nicht
—

Köln, 21. Olt. Die „Kolnische Zeitung“ meldet aus Pera,
20. Oltober: Die letzien Nachtichten lassen die Fol jen der un—
zlücklichen Schlacht vor Kars bei Karadjadagh weniger schlimm er⸗
cheinen. Zwei Bataillone der gefangen 'gefagten Truppen haben
—
dascha. Ferner gelang es Mulhtar, die beiden Stroßen nach So—
anlydagh zu besetzen und den Rückzug nach Kars und Erzerum
u retten; man hofft die Armee Muflhtars durch Verftärkuüngen
jald wieder auf die frühere Stärke zu bringen.

Mesßz, 18. Okt. Eine Anzahl hiesiger Eiuwohner hat ge—
niaubt, an dem Wahlkampf in Frankreich dadurch thätigen Antheil
jehmen zu müssen, daß sie eine Adresse an die Wähierschaft der
nenachbarten französischen Bezirke richtete, in welcher in dem bekannten
veinerlichen Tone darauf hingewiesen wurde, daß „Metz das Löse⸗
jeld Frankreichs und ein Opfer des Krieges, der leßten wahn⸗
nigen That des Kaiserreiches sei“ und gebeten wird, gegen den
jonabartismus durch Wahl republikanischer Abgeordnelen zu pro—

—— —

—Z
estiren. Nachträglich müssen nun die Unterzeichner der Adresse von
Seiten eines Theiles der franzoͤsischen Prefse den harten, aber wohl—
derdieuten Vorwarf hören, sich in sremde Angelegenheiten gemischt
uu haben, und die Lehre entgegennehmen, künftighin sich hübsch um
hre eigenen Angelegenheiten Ju bekümmern. Interessant ist es
erner, daß man den Krieg jetzt, nachdem er einen für Frankreich
mgünstigen Berlauf genommen, als eine „wahnsinnige“ That be⸗
eichnet, während seiner Zeit kaum eine Siadt der Kriegserklärung
nehr zujubelte, als gerade Metz. (Karlsr. Zig.)
Ausland.

Wien, 21. Olt. Das ‚Neue Wiener Tagblatt“ meldet
nus Tiflis: Auf d.m Berye Aladja erbeuteten die Russen auch
Mukhtar Paschas Zelt, in welchem sie unleugbare Dokumente ge—
unden haben wollen, daß Muthtar Paschas Armee von englischen
Beneralen geführt und mit englischem Gelde unterhalten worden
ei. — Aus Bularest meldet dasseibe Blatt, daß der König von
Württemberg dem Caren zu dem jüngsten Sieg in Asien gralulirt
sabe. — Die „Deutsche Zeitung“ meidet aus Bukarest: Die ru⸗
nänische Oppositionsblätter verlangen dringend die Rücdkehr des
Fürsten und der Armee oder Einseßung einer Regentschaft, da sonst
ine Anarchie auszubrechen drohe. — Der „Neuͤen Freien Presse“
vird aus Bukarest telegraphirt: Oeslerreich machte energische Vor⸗
lellungen wegen der lügenhaften Gerüchte betreffend den angeblichen
ẽnfall der Ungarn in Rumän'en. Es erwartel künftig eine Unier⸗
rückung derartiger albernen, Oesierreich kompromstucenden Aus—
treuungen. — Aus Schumla meldet dasselbe Vlat: —AX
ils nächstes Angriffsobjekt der Russen betrachtel. Suleiman Pascha
teht noch in Rustschut. — Das, Wiener Fremdenblatt“ berichtet
rus Konstantinopel: Man befürchtet, die Russen könnten den von
Ruthtar Pascha zur Crairung Ardahang aus Kars abgesandten
000 Mann Unterstützung die Rückzugslinie nach Kars verlegen.
-Der Vice-Admiral Hassfan gebl nach der Sulinamündung behufs
lebernahme des dortigen Geschwaderkommandos ab.

Das „Neue Wiener Tagblatk“ melden: A Pascha hat bei
Drebinje ein Armeecorps, bestehend aus 21 Tabors und 8
Zataillonen, concentrirt, um die Wiedererorberung von Nicsie zu
unternehmen.

Paris, 20. Okt. Herrn Gambetta ist gestern das Er-
enntniß des Pariser Zuchtpolizeigetichts behändigt worden, welches
hn wegen seines Wahlaufrufs als der Beleidigung des Präsidenen
er Republik schuldig par défaut zu drei Monalen Gefängniß und
12000 Fe. Sttafe veruͤrtheilt hatte. Dieses Verfahren hat also
icht, wie man von mehreren Seiten annahm; durch die Thatsache,
aß Herr Gambetta inzwischen zum Abgeocdnelen gewählt worden,
ine Unterbrechusg erfahren.

Paris, 21. Oti. Heute liegt eine officielle, von der früher
zeröffentlichten etwas abweichende Ausstellung des Wahlresultaies
or. Danach erh ellen die Republikanet 4,313,911, die konser⸗
»ativen Parteien zusammen 8,635,976 Slimmen. Der Temps“
‚ält seine officiss dementirte Information, daß das Kabinet am
Tage vor Zusammentritt der Kammer zurücktrelen werde durchaus
zufrecht und fügt hinzu, daß davon die Rede sei, dann vorlaͤufig

ein interimistisches Ministerium ohne ansgeͤprochene politische Farbe
ju ernennen. Dagegen wird seitens des Ministers des Innern
ꝛnergischer als jemals versichert, daß weder der Marschall Mac
Mahon noch die Minister nur einen Augenblick daran gedacht
zätten, die eriugste Koncession zu machen oder den Kampf aufzu⸗
geben. Anderweitig wird berichtet, daß Broglie, Decazes, Berthaut
ind Meaux gesonnen seien, zurückzutreten, aber sie hätten dem Mar—⸗
chall erklärt, daß sie auf ihren Posten bleiben würden „ so lange
er sie nicht selbst für entbehrlich erachte. Wie heute die Sachen
siegen, ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß der Kampf zwischen
em Marschall Mac Mahon und der Majorität der Kammer werler
zesührt und der Marschall auf die erste feindliche Manifestation
er Kammer mit einer neuen Auflssung antworten würde, wozu
nan der Majorität des Senats sicher“ zu sein glaubt. Geuern
        <pb n="568" />
        Leflo ist gestern aus der Bretagne hier eingetroffen und wird in
den nächsten Tagen nach St. Petersburg zurückkehren.

San don 20. OÄtte , Reuters Bureau“ meldet aus Tehe⸗
ran: Mirza Ali Khan ist von hier abçereist, um in den Haupt⸗
stadten Europas Vorbereitungen für den im nächsten Frühjahr be—
absichtigten Incognitobefuch des Schahs zu treffen.

Bukarest, 11. Ott. Einem Bericht des Romanul“ zu⸗
folge griffen. die Rumänen Freitags die Traucheen der Redoute
Zutowa an, nahmen dieselben inm ersten Anlauf, nahmen Abends
auch die erste Reihe Brustwehren, wurden aber beim Angriffe gegen
die zweite Reihe der Brustwehren durch die an Zahl überlegenen
Tärien zum Rückzuge genöthiat, den fie in quter Ordnung be⸗
werlstelligten.

Konstantinopel, 20. Okt. (Oifiziell). Der Minister
der auswärtigen Angelegenheiten hat den Vertretern der Pforte im
Auslande- folgendes Telegramm zugehen lassen: „Osman Pascha
melden der hiesigen Regierung, daß die Russin am 19. d. gegen
Sonnenuntergang die rechts der Vertheidigungslinie gelegenen Posi—
lionen angriffen, jedoch wie in den früheren Kämpfen unter betrücht⸗
lichen Verlusien zurückgeschlagen, wurden. Die Vorposten wechseln
noch einzelne Gewebrschüsse. Das Arlilleriefeuer dauert fort.

Petersburg, 20. Ott. Der „Regierungsbote? veröffent⸗
licht einen kaiserlichen Ukas, vom 2. d. M., wodurch angeordnet
wird, die Fußn und reenden Referbe⸗Valterien auf den Kriegsfuß
zu stellen.

Petersburg, 21. Olt. Officielle Meldung aus dem
russischen Haupfquartier Gornie Studen von 20. Oktober.) Die
Tuͤcten haben am Abend des 19. Oktober die Redoute bei Plewna
wieder erobert, die von den rumänischen Truppen an desselben
Tage nach dreimaligen Angriff erstürmt worden war. (Es ist dies
die sogen. zweite Griwitza- oder Bukaw a-⸗Redoute.) — An der
uhteren Donau erbeuteten Kosalen am 17, Oktober auf dem Weg
von Tschernawoda nach Silistria bei Se'lylk einen kürkischen, aus
hunderi Proviantwagen bestehenden und von 150 Mann escortirten
Trantport. Von der Escorte wurden 26 Mann niedergemetzelt,
32 Mann gefangen genommen, die übrigen zeritreut,

aufmerksam zu machen, da des seltenen Genusses wegen, ein rech!
deger Besuch zu erwarten ist.

FNach der „Pfälz. Ztg.“ wurden die neuernannten Stellen
dreier weiterer Kreisschulinspeckoren in solgender Weise besetzu:
Herr Seminarschullehrer Roth (Kath.) in Speher, Lehrer Littig
(Pro‘.) in Hinlerweidenthal und Lehrer Lehmann (Prot.) in Wolf—⸗
stein.

Arzbheim, 21. Okt. (Eilb.) Heute wurde bei Wirth
Schwah Most von der Keller gewogen und zegte derselbe 67 Grad
nach Oechsle. Alle bisher hier vorgenommenen Wiegungen variiren
zwischen 60 und 70 Grad.

— In Ejchb ach wurde Rothwein geherbstet, der 883 Grad
wog; Traminer ebensoviel. Gewöhnlicher weißer 7? Grad. Die
Zuantität ließ zu wünssen übrig, mit der Qualität scheint es
zesser zu werden als man erwartet hatte. — Sämmilicher Garten⸗
nost in Alsterweiler und Maikammer soll zu 150 fl. per Fuder
verkauft worden sein. — In Gleiszelleu-⸗Gleishorbach beginnt der
Herbst am 22., in Haardt urd Ungstein gleichsalls am 22., in
—XVVV 25. October.

'ö issesn heinm, 17. Okt. Nachdem die Rinderpest sich
prungweise über den östlichen und mittleten The'l der Siadt ver⸗
zreitet, bereits in 15 Gehöfte eingedrungen ist und mit Sicherheit
zei der drilichen Lage der Häuser und Ställe noch weitere Aus⸗
hrüche zu befürchten snd, so wurde heute ian einer Sitzung der
derren Reichs- und Regierungscommissare beschlossen, fämmtliche in
en vexrseuchten Quartieren stehende Wiederkäuer, ca. 100 Stück,

ofort idd'en zu lassen. Man hofft durch diese energischen Maß⸗
segel die Tilgung der Seuche zu erreichen. Zur strengeren Ueber⸗
vachung der Gemarkung und rec Stadi sind weitere 160 Mann
Soidaten requirirt. Bis jetzt sind wegen der Seuche einige 40
W'iederkäuer gelödtet.

Wiesbaden, 20. Oktt. Auch in Eibingen bei Rüdes-
hein und in Largenlonsbeim bei Kreuznach ist, wie der „Kheinische
urier“ meldet, die Rinderpest ausgebrochen.

Mesßs, 20. Oti. Det Lolhringer Zeitung“ zufolge ist in
Plantieres bei Meiz das Vorkommen der Reblaus constatirt.

FDer Hadn sals Mörder. In Sommerda hat ein
zorniger Hahn seinen Besitzer in die Pulszuder gehackt und Letzterer
ist darauf an ciner Bluvergiftung gestorben. Man vermuthet, daß
sich am Schnadel des Hahres Rattengift befunden habe.

Vermischtes.

Sit. Ingbexrt, 28. Okt. Wie wir in Erfahrung ge⸗
bracht, werden einige Mitglieder des Stadi⸗Theaters von Mainz,
hierfelbst im Saale des Herrn Oberhauser einige Abendunterhal⸗
suncen geben und brauchen wir um so weniger unsere Leser daraul

——— — — — — —
Fur die Redaction verantwortlich: FX. Demet.
—

ι— —— — ⸗
In der Serie gezogene — am 1. November d. I sicher
ewinuende *—
Finnländische Loose,
Hauptgewinne M. 60,000, 6000, 7 à 1200 2ꝛc. x. F sind à M
73ae nach Vorauskürzung des geringsten, Gewinnes, Ganze aͤ M
120, Halbe à M. 60, Biertel à i. 80. und Achtel Antheil
M. 1I5 noch vorräthig bei—
or ι—α UB᷑ne, Bank- und Wechselgeschäft
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Doutsohe Dnion. — simige, positische Zeitung.
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chesterpartei bekümpfen, ohne der Selbstsucht irgend einer
Panei u dienen. Handelszeitung mit Bõrsenberichten. Wirk
lehe, nicht fingirte prixat-Depeschen und Correspondenzen
Locale und vermischte Nachrichten. Interessanto Gerichtsver-
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G. èᷣcj. Bertin. Zimmeratr. 9)4.

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Zueite Aufluge 1878
gibt in enem RBaond Ausehunft uber jeden Gegen-
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— 335 — 22 2723 3353533355
— —* 25 * —— 25 2 1237334
7365 *533373 * * 58253575 3 —
J 23257— 25605 —
535 — 55753833575 23233332
22 7
2353385338.
3— 7333 553 2* 28 522 2. 2333528
23
3 3335333235 5 ———
233283338535— 53235628 323538
g — 553325 23 —
5588 2258 338
53335355* 22823 —5 253 3535833
232355 583 33335 6538
358835353333333335
25233332

27 d — ⸗“⸗ — —
2z332.5875 575555—58 —5 3 833 —82
25 *5*53. 3 755 —58355 *2 ——— 5*
27 2 23 325 5322535 ⁊ 55 5*4
3325 23*2348 553 5553 ——838388
253— ⁊ 3 883
—38 —333— 33—83533
—2 * 553222 3.3 233 288 5s8523
32 65375* —253 —22 2. —A
—— 555—755. 22 25353
5283 233583323685— S358 22 833
Anxx * A 3 — —— — —22. — 22 2
523 8 2 2 Z. 52 22.38 —3— S. 32
3 —* 2 5* 253 3338*
*2217528 2 2 3583 238* 5233
26 8 233 28 »5527—3 33 53575
—— 2 . 2 — 8 * 2 — 2 *
— 85 2333252 53*833538 53775
*285 —X 78235 3 s IS 57 *
8. 2 536 * 5228 2235* 285
8 * —— 2. 2; 2 * 3 8 — 2
2 5 —839 —— 232 3 —
5323 5832 —2232 2 58 —E 20 7
533335 55238 5888 137
2788 3333 583323 *— 3
3 8 2 3 3 525* J
8278 722535 — 38*
333358 3333*5 —38 „*
*223*22. * 372 23 535* 73
33* 252 — 2* —
95 ——— 2* 58 * 2 8
58 F 122773 3*
* 84 25 32255388 —
23 535553238 38
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Oer St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonniagt mit illustrirter Vei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementopreis beträgt vierieljährlich

1Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfq., von Auswärts nit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschriit oder derex Rau. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 167. .*5 Donnerstag ben 26. Oktober » ———7* 1877.
—
I Deutsches Reich.

Der Finanzausschuß der Abgeordnetenkammer hat — um die
gesammte Steuerlast des Landes übersehen zu körnnen — von den
Staatsmiuisterien des Junern und der Finanzen Mittheilung über
die Höhe der (nach Maßgabe der direlten Steuern erhobenen) Kreis⸗,
Distrikis und Gemeinde⸗-Umlagen verlangt und bereits erhalten.
Aus dieser Mittheilung ergibt sich, daß für das Jahr. 1876 in
den acht Regierungsbezirken betragen haben: die Kreisumlagen
5,479, 4050 M., die zur Erhebung eingewiesenen Districtsumlagen
1,462,420 M., dann die erhobenen Gemeindeumlagen 18,931,078
M. WDie gesammten direkten Staatssteuern belrugen im Jahre
1876 nur 20,800,000 M.) —E

Berlin, 23. Ott. Nach dem Bericht der Reichsstempel⸗
jeuer· Commission schlägt dieselbe vor a) Entwurf eines Gesetzes
zelr. die Spielkarlenstempel; b) Entwurf eines Gesttzes betr. die
Frhebung von Reichsstempelabgaben. Zu diesen find gezählt: Amt—
liche Aussührungen und Eintragungen, jowie Wechfelproteste, Actien
und duf, den Inhaber lautende Werthpap'ere, Lombarddarlehen,
Schlühnoten und Rechnungen über Werthpapiere, Quittungen und
dottereloose. Für den Gesetzentwurf a) hat die Commission den
1. Juli 1878 als den Tag des Jukrafttretens angenommen, für
ven Gesehentwurf b) ist kein Termin bestimmt.

ANussfand. ———

Weren, 23. Okt. Die Zollverhandlungen zwischen Deutsch⸗
and und Oesterreich sind vorläufig wieder gescheitert. Die deutschen
Depulirten reiser heut nach Berlin zurüukkeẽ.

Wisen, 23. Okt. Die „Presse“ meldet aus Sissowa von
zestern: Das Corpd in der Dobrudscha und der linke Flügel der
Urmee am Lom haben sich in Bewegung gesetzt. Großfürst Wladi⸗
mir hai das Commando des 12. Armeecorps übernommen.

Konstantinopel, 283. Ott. Die Blätter melden:
Das' Coips Ismail Halki Pascha's, das bei Igdüc stand, hat das
russifche Gebiet verlassen, um sich mit Mulhtar Pascha zu: ver⸗
unigen.

Petergburg, 5. Olt. Ueber den politischen Monstre—
proceß, welcher am 18./30. ds. hier zur Berbandlung gelangen
ioll, entnehmen wir dem „Ssew. Wesin.“ nachstehende inleressante
Vorbemerkungen. Dieser gegen eine schon vor Jahren geplante
rebobut onäre Propaganda angestrengte Proceß steht um seines eolos⸗
salen“ Umfangs willen wohl einzig in der gerichtlichen Praxis
unseres Reiches, wenn nicht in ganz Europa, da. Um von dem
Umfang ·desselben eine annähernde Vorstellung zu erhalten, genügt
s zu erwahnen, daß die Zahl der Ancellagten 198 betrug, und
da zwei während der Unsetsuchungshaft bereits verstorben sind,
zegenwärtig noch 196 beträgt; daß. von der Procuratur 472
Zeugen und von der Vertheidigung zum Mindesten 150 herbei—
gezogen werden; daß die Voruntersuchung und Ermittelung über
200 Bände füllt und die Anklageacie eiwa 300 Drudbogen. Die
Anklage geht auf Bildung und Organisitung von Kreisen behufs
cevolutionaͤrer Propaganda. Ob diese Kreise aber wirllich unter
äch eine organisirte revolutionäre Gesellschaft bildeten, oder ob sie
eben nur Zusammenkünfte einzelner mit der bestehenden Ordnung
der Dinge unzufriedener Personen bildeten, die sich, wie die Ver⸗
heidigung vielleicht aachzuweisen bestrebt sein wird, nur zu gewissen
Ausschreilungen und tadelnden Aeußerungen haben hinreißen lassen,
bleibt eben die wesentliche noch zu entscheidende Frage. Von compe⸗
—II
wei Monate lang hinziehen werden.

Petersburg, 23. Okt. Officiell. Gorni Studen, 20.
Oft. Am 10., überfielen 2 Compagnien Türken mit berittenen
Baschibözuks unsere Vorposten' bei Chanklioi, wurden aber mit
großem Verluste zurückgewiesen. Auf, unserer Seite 2 Mann ver⸗
wundet. Bei dem Rustschuker Corps wurde auf der ganzen Linie
eine Recognoscirung' aushgeführt, wobei einzelne türlische Posten
glarmirt wurden. Verluste erlitt nur die Abtheilung, welche auf
Jovan und Tschiftling zuging. Es standen ihr auf dem rechten

Ufer des Lom bei Aoschawa und Niszowa 5000 Mann türkischer
Infanterie, 8 Geschütze und Kavallerie gegenüber. Unser Verlust
var: 1 Oifizier, 14. Mann verwundet, 2 Mann todt. — In der
stacht vom 5. auf den 6. Oktober griffen 4000 Mann Türken mit
5 Geschützen und 300 Tscherkessen auf der von Plewna nach Sofia
ührenden Straße die Kavallerie-Abtheilung des Obersten Lewick
jei dem Dorfe Radmicze an. Die Abtheilung schlug alle Angriffe
zurück und zog sich ani Morgen nach Mahala am Flusse Isker
zurück. Verlust unbekannt. — Am 9. d. bei starkem Schneefall
iberfielen 300 Tschirkessen die Vorposten der Luhen'schen Husaren
in der Nähe von Kazeljewo am schwarzen Lom, wurden jedoch
urückgewiesen. Am 10. erneuerten die Türlen den Brückenbau bei
Silistria. Die Türken haben ferner von Rustschuk aus die Bahn⸗
tdation in Giurgewo, aber erfolglos beschossen.

Englischen Blättern wird aus der russischen Seefeste Kron⸗
tadt unterm 10. d. geschrieben: „Heute cursirt in gut unterrichteten
dreisen das Gerücht von der Entdeckung einer revolutionären Ver⸗
chwoͤrung, sich der Werfte in Nikobajeff (am schwarzen Meere)
zu bemächtigen. In Folge dieser Nachricht wurde ein Bataillon
Matrosen von Petersburg per Sonderzug zur Bewachung der Regie⸗
ungs Etablissements im Süden abgesendet, und in Nikolajeff selbsi
jat der Gouverneur die Bildung eines Wachsamkeits-Ausschusses,
jestehend ans Beamten und Bürgern unter der Leitung der ersten
Marine⸗Blamtta des Hafens genehmigt. Gruppen von Ausschuß⸗
Mitgliedern, mit Revolvern bewafsnet, patroulliren des Nachts in
der Stadt, und die Behörden glauben, daß, da die Rädelsführer
des Complots verhaftet worden sind, keine gewaltthätigen Scenen
tattfinden werden. Ich habe dersucht, Einzelheiten über den Zweck
er Verschwörung zu erlangen, aber die Marine⸗Beamten in Kron⸗
ljadt verweigern jede Auskunft.“ (Es wird auch bezüglich dieses
Berüchtes. — denn mehr ist es vorerst nicht — Bestätigung abzu⸗
warten sein.) *
Vermischtes.

F Man schreibt aus Edenkoben, 22. Olt. Ein Alt
zrutalster Rohheit, deren Beweggrund wahrscheinlich Rache ist, wurde
zestern in, Roschbach verübht. Ein von Militär entlassener junger
Mann stieg am Nachmittag heimlicher Weise in den Siall des dor⸗
igen Herrn Weinhändlers Kern, ergriff, in der Absicht, dem Besitzer
empfindlichen Schaden zuzufügen, ein Beil und schlug damit so
inbarmherzig auf das in Sitall ftehende Rind, daß dasselbe später
zetödtet werden mußle; hierauf' dearbeitete er in ähnlicher Weise
die Kuh, welche fich wahrscheiulich auch nicht erhalten läßt, und
entfloh dann. De hiesige Gendarmerie wurde fofott benachrichtigt
und ist es ihr bereits gelungen, den Thierquäler, dessen Kleider
noch Blutspuren trugen, in Haft zu nehmen, und wird ihn nun
die verdiente Strafe treffen.

f In Speyer sind am 22. ds. 26 junge Leute zur
Prufung fur den Einjährig-Freiwilligendienst erschienen. Die Auf⸗
jatzthemate lauten: 1) Drei Blicke thu zu deinem Glück: Blick
nufwärts, vorwäris und zurück. 2) Macht und Ohnmacht des Geldes.
3) Die herbstliche Natur und ihre Sprache.

F Die „Pf. Zig.“ schreibt: Herr Domcapitular und Stadt⸗
farrer Dt. D. Becker hat jein Mandat für den Landrath der
Bfalz niedergelegt. An seiner Stelle wird der Ersatzmann Decan
duth von Pimasens einberufen werden. Herr Dr. Becker gehoͤrte
su den wenigen hervorragenden Mitgliedern des Landrathes und
iein Ausscheiden wird nicht nur in diesem eine merkliche Lücke lassen,
ondern allgemein bedauert werden.

Der „Sp. Zig.“ wird aus Böhl,22. Okt. geschriebem:
Am gestrigen Kirchweihtage geriethen einige Burschen von hier,
während des Tanzes in der Wirthschaft zur Krone in Streit, in
Folge dessen der ledige Ackerer Philipp Werling den ebenfalls
edigen Ackerer Adam Groß, beide von hier, mit einem Dolchmesser
in die Hüfte stieß, so daß derselbe sogleich zusammensank. Auf die
sofort herbeigerufene ärzüiche Hilfe erklärte der k. Bezirksarzi die

—m ———
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        Waunde als lebensgefährlich. Der Thaäter wurde alsbald verhaftet
nad nach Frankenthal abgrführt. Die gerichtliche Untersuchung ist
hereiis im Gange. Die Fdortseßzung der Tanzbelustigung wurde
nach geschehener That durch die Ortspolizeibehörde untersagt. Der
VBerwundete konnte bis jeyt noch nicht in seine Wohnung verbracht
werden und befindet sich noch in der Wohnung des Wirthes.
Die boher. Notenbank eröffnet am 1. t. M. Agenturen in
Franlenthat, Grünstadt, Kitchheimbolanden und Kusell.
F In der Frage des Malzausch bag ers haben sich die
Handeis und Gewerbe Gremien don Speher und von Neustadt dem
Deschluß der Neustadter Brauerversammlung angeschlofsen.
pMäünchen, 23. Okl. In Geschäftskreisen, wie im
Publitum erregt ein oͤffentliches Ausschreiben nicht geringen Aufsehen,
wonach in einer auf den 10. k. M. hieher einberufenen außeror⸗
nilichen Generalversammlung der „Eisenwerl⸗Gesellschaft Maxi⸗
milianzhutte“ die Auflöfung derselben beschlossen und sofort ein
Liquidationsausschuß gewahlt werden soll. Kaum ein anderes
Zifenwerl in Deuischland hat jahrelang so prosperirt, wie di
Hrarimilianshütte, die denn auch früͤhet 60 pGt. und. noch m vor ·
fehlen Jahre 5822, im letzten Jahre 232 pCt. Dividende ver⸗
theilen jonnte. Man sieht deßhalt mit Intereffe der näͤhern Angabe
* Grunde entgegen, welche den Auftosungs⸗Antrag rechtjertigen
ollen.
Kinderbenren Geeis Winlich), 19. Okt. Geistern
Rorger hai sich hier, laut der VTr. Vandesztg.“/ an dem Tunneb⸗

zau der neuen Moselbahn ein großes Unglück erreighbet. Der Schacht
neister sollte eine schon mehrere Pdal versagende Zandschnur, welche
dei den Sprengardeiten geöraucht wurde, probiren. Beh diesem
xxperimentiren fing ein in der RMähe stehendes Pusperfaß mit etwa
150 Pfd. Inhalt Feuer und explodirte unter fürchterlichster Gewalt.
steun der in der Rähe beschäftigten Leute sind sehr verbrannt und
wei bereits ihren Qualen erlegen.

psondon, 22. Ott. Heuie fand in der Kohlengrub
Hiubblantire bei Glasgow eine Explosion stalt, bei welcher 232
Arbeiter umgekommen sind. Nur ein einiger wurde gerettet.
fWashingkon, 21. Olt. Die Vorstadt von Saint
Fohns Gteu-Bruunschweig) ist niedergebrannt. 230 Hauser sind
ngeäschert, 2000 Menschen obdachlos aeworden.

— — — 7 —

Ae daetion veramworni⸗: s. emet.
irte Jagdzeitung. Herausgegeben von königl. Ober⸗
örst r H. Nipsche. Fünfter Jahrgang. Re. 2 ent
halt die Fortsetzung des Aufsatzes über das Damwild von
Prinz Lothar zu Ysenburg; Büdingen, Dunlle Geschichten von
5. von Clausewiß, Die treue Gaͤttin von Baron Karl
Schenck zu Schweinsberg mit Bild, und eine Menge intereß⸗
santer Rotizen u. s. w. — Diese Zeitschrift erscheint im
Verlage von Schmidt &amp; Günther in Leipzig. Alle Buch—
handluüngen und Postanstalten nehmen Abonnements an;
der Preib- ist 3 Mark dolbjährlich.

3

αα
26. Oktober 1877
jm Saale des Hrn. Oberhauser
Bastfpiel von Mitgliedern des
Staditheaters in Wainz
Dramatische Söoiree.
Dae Nahere besagen die Zettel.
dinfang s uht.·
Heilbar
ist Trunkwahnsinn und zu be—
jeitigen Trunienhert mil vnd ohne
Wiffen; glaubhafle Altestz ste he
mir zur Seite und leiste für den
Erfoig Garantie. Man
wende sich an VTh. Ro-
ney, Droguen⸗ u. Kräuter⸗
handlung in Grünn berg in
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waaren in Blechdesen.
geinste Fleischdelikatesse ohne Knochen.
Doosed corned bee (gelochteß
Ochsenfleisch ohne Knochen) per 2 Pfund. Dose M. 2-
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Tongue (Zunge) 2 do. M. 8.28
bei mehreren Dosen billiger.
J. Peters in St. Ingbern
Fedallion Txcudg und Verlag von F. x. Demetß in St Ingbert.

Feinste marinirte Häringe, Edinburger Seoitinen,
a engl. Bückinge zum Rohessen, Sardines à
Huile, Sardellen, kuss. Reval, Sardinen, Pickles, Essig-
gurken, Mainzer Squerkraut, Krachmandeln, Citronat,
— Citronen, Capern, chines. Thee, engl. Biscuita
Fdamer Kugelkäse, Malaga-Tafel⸗Rofinen

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Naters in St. Ingbert.

1 2 2 8
Gicht und Rheumatismus,
feren Lap-AAn ung andero innsriohs und dssorlieho selther tue
Eihar gohaltene Lrankhoiten.
Lelidenãen Jeden Grades, donen sebon nguet niedt
webr in don Sinn gecoτNS)Nn ist, noch dieses odor
7* Far ibr Leiden xu gebrauenen undä dies xest-
ar Gesundheit wieder 2u erlangeon, ist dennoeh
cins Hostnung geblieben, sieb von ihreom jahre-
ĩcngen Pend befteten au ον, möogon dis Lot-
doa ianorllehs ogor ãussersioho, mõgoa auer oln⸗
zoino ocer ll Corporthoe nficiri ven.
Dem PDarsteller der Dcassinger'rebeon Uittel
bat os unsã gliehe DOho gexostet, bis os ibm ge-
—EXA
ruaqon Vertανναοngen) im vorhartfeten Zustande
viede iun orulone unt zu Vortheilen zu
pringon, wodureh sliein das Gelenx, resp. äie
Behne vieder in die frühero Lage greifen xann
And dis Citeulatibu des Blutes viederhergestolit
wird, fornor jons leidenden Theile, wolehe vor-
e Anor goxrũmmt vwaren odor in Folge dor Sebmeraon
aicht bevegt verden Konnten, sowio dio leidenden Theile, velehe de·
toits gefunsios o vorden varen, wieder 2n beleben und au xrãstigen.
—8 Xartaexigate ond langgäανge — vird olĩnden in einor
inute und geheilt binnen s Tagen.

Man verαMεανο αεσ Hittoi nieht wit jenoh Zufal isgem isehe h be-
trugeriseher Kurpfuscberei. dis 2ehon Manehem dise Angen geöttnet. Der
besto Boweis, auss moine Mittel im hofnungsloseston Zustando noch heiten.
int dorx. dass Iddor don Ersolg sehon dor zveiton Tag —8 7
vineriei, ob es oins sehwachers odor starxorse Natur ist. Pie Aitts
Lornen von Groise wis om Ina ενναονν ανNσÄαν, Fornο_ν vrô det-
lenigo. velebor seinom Berufo noch naehgehben xann, doareb die Kur
dieit getort. möhen nun die Lciäen durcu rraitang. Falles. fournte
Wopnung. rerdorbenen Magon, dureb UDeberanstregang der Nerven u.
, W. entstandon sein. Iek bravehbe nieht au vissen, ob dio gewöhn-
lieken Kufen irio Sebitaen, Leberthran, Petroloum. Baden. WVarm-
haliten odor sonstige Qquaoxsalberoion sehon angewandt sind, nor bitte
ĩek. Furt das Leliden u. boin Stadium zu boschreiben. Bitte am onενο
Vohnungsaangabso. Ab —*—

6G. Mœssinger in Franksurt a. N.

Vor Anvsndung moiner ur (volehs mur undedeutendd 82—
Vptor aufrsrioct) Lanu cino droass Aos von DPaubschr olden Uohoitoe.
dlo mir altoin 3 don letæeton VWoehen zugoomméön, uad über doron
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        igberler Anzeiger.
er St. Ingberter Anzeiger und das (Rmal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich vBiermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementépreis beträgt vierieljahrlich

1Mart 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder derer Raxꝛ. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
40 168. — — — Samstag, den 27. Oktober * — — —* * —* 14877.
Deutsches Reich.

München, 24. Ok. Abgeordnetenkam ner. Der Minister
o. Pfeuffer erktärt auf die Inkerpellat ou des Abgeordneten Schels
pegen einer Reform des Wahl ⸗Gesetzes, daß die Regierung nicht
zesonnen sei, einen derartigen Reiorm Entwurf vorzulegen, da solches
dereits zweimal refultatlos geschehen seii.

Aus München schreibt man dem „Schwäb. Merk.“: „Die
Finführung des Malzaufschlages in der Rheinpfalz flößt bei den
Abgeord. eten dieses Kreises auf den heftigsten Widerstand, und es
st unzweifelhaft, daß sich auch die übrigen liberalen Abgeotdneten
iesem Widerstand in so lange ungetheilt anschließen werden, als
aicht auch auf einem andern Gebiete die Gleichheit der Belastunj
zer Pfalz hergestellt ist. Die Rheinpfalz hat allerdings einen Nalz⸗
aufschlag bis jetzt nicht bezahlt, und ist daher in dieser Beziehung
nach Abzug des bisher gezahlten Steuerzuschlags von 100,000 fl.
um die jährliche Quote von etwa 778,671 M. wen'ger belastet:
Aein waͤhtend in den diesseiligen Kreisen bei der freiwilligen Ge—
aichtsbarkeit die Taxen dis PCt. betrugen, beliefen sich die entjpre—
henden Enregistrementsgebühren der Pfalz weit höher. Die Ein⸗
zühtung des Malzaufichlages in der Pfalz, ohne gleichzeitige Ver⸗
ninderung des Enregistriments, resp. Gleichstellung derselben mit
zen entsprechenden Gebühren der diesseitigen Kreise wäre demnach
in Act großer Ungerechtigkeit (abgefehen davon, daß auch das Malz⸗
aufschlaggesetz von 1868 dies zusichert). Nun ist zwar in dem
kntwurfe des Gesetes, einige Bestimmungen über die Tax⸗ und
Ztempelgebühren betr., die Erhöhung der Taxen in den des seitigen
Zreisen für Kauf- Tausche? und Schenkungsberträge von ds auf 2
ICt. vom 1. Jannat 1878 au in Aussicht genoumen, und es ist
zie Staatsregierung der Ansicht, daß nach dieser Erhöhung ein ma⸗
eriellet Grund nicht mehr vorhanden sei, welcher eine weitere Auf⸗
chiebung des Termins der Einführung des Malzaufschlages in der
Pfalz:rechtfertigen könnte; allein dies ist gleichwohl nicht ganz
aͤchtig, denn die Enregistrementsgebühren sind selbst nach Echoͤhnng
er Taxen für die rechtsrheinischen Kreise immer noch hoher als die
etzteren. Der Widerstand der Pfalz und ihrer BVertreter gegen die
Enführung des Malzaufschlages ist doher bis zu einem gewissen
Brad e'n vollberechtigler. Allein die Stimmung det ultramontanen
Partei der Kammer der Abgeordneten ist keine sehr wohlwollende
sur die Rheinpfasz, und auf Grund von Aeußerungen hervorragen⸗
der ultramontanen Abgeordneten befürchten wir recht sehr, wenn
zie pfälzischen Abgeordneten bei ihrem Widerstand einfach beharren
ind nicht die Annohme des Aufschlages von einer völligen Gleich⸗
dellung der Enregistiimentsgebühren der Pfalz mit den Taren der
rechlsrheinischen Kreise abhüngig machen, daß dann die Pfalz am
xrnde den Malzaufschiag bekommt und die hohen Enregistrementsge—
zühren gleichwohl deibehült. Wenn es sich bestätigt, daß durch die
Erhohung verschiedener Einnah neposten das Deficit sich um etwa
lo Peillsonen Mark erniedrigt, so wird die Erhöhung der Taxen
jür die diesrheinischen Kreise ganz sicher abgelehnt und der ver—⸗
leibende Rest des Deficits wahrscheinlich durch eine Erhöhung der
inzelnen oder allen directen Steuern gedeckt werden, und es dürfte
hietzu eine Erhöhung von durchschnittlich 16 bis 20 Vrocent ge⸗
ügen.

Mänchen, 24. Ock. Der Redaclkeur des klerikalen, Volks—
jreund“, Priester Knab, wurde heute vom Schwurgericht wegen Be⸗
leidigung des Königs von Bayern zu 4K Monat Festungshaft ver⸗
irtheilt.

München, 25. Okt. Erzbischof v. Scherr ist heute Nacht
zestorben. (Er erreichte ein Alter von 73 Jahren. Erzbischof voꝛ.
München war er seit 1876) F
Berlin, 24. Oklt. Am Schluß einer Besprechung der
nneren Lage Frankreichs äußert sich die „Nordd. Allg. Z.“ folgender⸗
maßen: „Wie die Dinge sich einmal gestaltet haben, etscheint die
Kepublik, die aufrichtige, liberale Republick, in Frankreich beinahe
ils bester Bürge einer fr'edlichen Politik, und die Factoren, welche
o eifrig danach streben, anderen Gestaltungen die Bahn zu ebnen,

24

zürften doch wohl erst zu überlegen haben, ob mit dem Gelingen
hrer Pläne nicht auch jene freundschaftlichen Beziehungen erschüttert
verden, die zu allseitigem Vortheil das Frankreich von 1871 mit
»en anderen Völkern verknüpften und welche zu befestigen, insbe⸗
ondere in Deutschland von Jedermann gewünscht wird ꝛr.—

Der Gesetzentwurf über die lokale Organisation der Gerichié
dellt als Sitze der Oberlandsgerichte sest: für Ostpreußen Königs⸗
zerg, sür Westpreußen Matienwerder, für Brandenburg Berlin,
ür Pommern Stetlin, für Posen Posen, für Schlefien Breslau,
ür Sachsen Naumburg, für Schleswig⸗ Holstein Kiel, für Hannover
Felle, für Westfalen Hamm, für die Rheinprovinz Köln und, für
dessen⸗Nassau Kassel und Frankfurtrt..

Die bei Ausübung der Marktipolizei in vielen Städten em⸗
ffindlich störend hervorgetretene Unsicherheit der bisherigen Methode
er Milchprüfung, welche auch in mehreren freisprechenden richter⸗
ichen Erkenntnissen gegen der Milchverfälschung angetlagte Händler
hren Ausdruck gefunden, hat: dem Minister für Handel und Land⸗
virthschaft Anlaß gegeben, bei der Reichsregierung eine eingehende
Zrüfung und Begutachtung der üblichen Milchuntersuchungsmethoden
zurch das Gesundsheitsamt zu, beantragen. Diesen Antrage wird
uinter Zuziehung von Kommissarien der genannten Ministerien sowie
des Kultusministeriums entsprochen werden.

Metz, 22. Olt. Zu diesem Zwecke eigens von Berlin hie⸗
her entsendete Oifiziere nehmen seit einigen Tagen sehr interessante
Versuche mit elektrischem Lichte insbesondere am St. Quentin, auf
velchem Berge sich die Veste Prinz Friedrich Karl uad das Fori
Manstein befindet, vor. Der dabei verwendete Strahlenbüschel, wo⸗
nit man bis auf eine Entfernung von 4 Kilometer etwaige feindliche
nächtliche Angriffe taghell beleuchten kann. Ein zahlreiches militä⸗
risches und Civil-Publikum verfolgt diese Versuche von der Espla⸗
nade aus mit Aufmerlksamleit.

Hussand. .

Wien, 24. Okt. Ueber den Stand der deutsch⸗dsterreichischen
dandelsvertrags-Verhandlungen bringen die heutigen Morgenblätter
olgende Mittheilungen: Die „Deutsche Zeitung“ erfährt der Mel⸗
zung der Blälter vom Abbruch der Verhandlungen gegenüber von
)erläßlicher Seite: Der deutsche Bevollmächtigte, General-Direktor
Zasselbach sei gestern mij Instruktionen eingetroffen, die dahin gingen,
daß die bisher von Oesterreich gemachten Zugeständnisse nicht hin⸗
eichend seien. Die Vethandlungen seien jedoch noch nicht ab⸗
gebrochen, es werde vielmehr am Freitag noch eine Konferenz statt⸗
ünden, in welcher auch der ungarische Finanzminister Szell erwartet
verde. — Das „Fremdenblatt“ wird wiederholt darauf aufmerksam
gemacht, daß während des gapzen Verlaufs der Verhandlungen all⸗
eitig strenge vermieden worden sei, politische Gesichtspunkte mit in
zie Debatte zu mischen. Hoffentlich unterbleibe das auch künftig;
yvon österreichischeungarischer Seite wird gewiß Alles vermieden
verden, was geeignet sein könnte, den feider bevorstehenden inter⸗
iationalen wirthschaftlichen Inleressenkampf auf das politische Gebiet
zinüberzuspielen. — Die „Neue Freie Presse“ meint, nach Abbruch
)er Verhandlungen scheinen neben einem autonomen Tarif noch zwei
Wege in Combination zu sein, entweder der Abschluß eines Ver⸗
rages mit Deutschland mit der Klausel der meistbegünstigten Nation
und unter Beibehaltung des Appreturverfahrens oder die Erneuerung
des Vertrags vom Jahre 1868 für die Dauer eines Jahres.

(W. T. B.)

Wien, 24. Okt. Dem „Neuen Wiener Tageblatt“ wird
nus Ceitinie gemeldet: Der Plan, Trebinje, Batsako und Metschia
zu belagern ist definitiv aufgegeben, dagegen wird die Offensive in
der Richtung auf Podgoritza vorbereitet; die deurlaubten Bataillone
verden einberufen. Der Woiwode Mascha Dragovits ist seinen
Wunden erlegen.

Die Siluation in Frankreich ist noch unvermindert die—
elbe. Auf allen Seiten Ungewißheit und Schwanken, dabei eine
zumpfe Furcht vor etwas Ungewissem, das gewitterhaft in der
duft schwebt. Wie verlautet, soll der Marschall trotz aller An—
        <pb n="576" />
        strengungen, welche Broglie und Fourtou machen, um ihn zum
Ausharren zu bewegen, in Folge von Bexichten, die er aus den
vrrschiedenen Depariements über die dort herrschende Stimmung
rhalten schwankend geworden fsein und die Unmbglichkeit, den
Fampf auf gesetzlichem Wege, ohne Gewaltmittel fortzusetzen, ebenso
aber die Unmöglichkeit, letztere Anzuwenden, einsehen 7dader die im
Widerspruche mit den Erklüurungen des Marschalls, unter allen Um⸗
aiden vin seinem: Platze bleibem zu wollen stehenden Gerüchte,
baß die Eventunlität seires: Rüditritts Aun doch nicht, gußexbalb. —X
Bereichs der Moͤglichkeit liege. —E i . *

Radreite 24. Ott. Die Ag. Havas“ meldet z. Estrade,
Präsident der cubanischen KFepuhlick“, ist gefangen.

Lopdon, 23. il. Siandard⸗ meldet: Die Rüssen
griffes — *2** die turtischen Posilionen bei Solenik an, ein Resullat
en Kampfes ist jedoch noch nicht bekannt. — Die Türken errichten
in Plewne eine neue innere Bertheidigungslinie mit furchtbaren
Redouten. Plewna wird dadurch thatsächlich unbezwingbar und das
venstsihe Bombardement wirkungslos

—— e stt 24 Olti Heute wurden 26 rumänische Sol⸗
—VVV——— . deren untere Gliedmaßen total
AWbhifedren und die wegen Mangels anrechtzeitiger ärzklicher Hulfe
wahrend des Transpories Fleischtdeile pon den erfrorenen Glied⸗
maßen stũdweise verloren. Es ift faft unglaublich, was die Truppen
dinch den taͤpiden Temperaturwechsel leiden, dabei ist speziell xum⸗
J— tkeine Vorsorge getroffen.

u aren 24. Olt. Bei Chankioi fanden Gefechte statt,
in denen die angreifen den Türken zurückgeworfen wurden. Die
Brilusten der Turken! jollen“ bedrulend sein. Anf der Stroße von
Plewna nach Soffa fanden gleichfalls Scharmützel statt, die dür die
Tuttew unhünstig vetliefen. —

Von russischet. Seite! erhänt die Preffe“ folgendes wichtige
Celegramm anis. Sistowo vom 22. Oltober: „Das russische Korps
in der Dobrudscha und det. linke Flügel. der am Lom: stehenden
Atmer haden fich⸗ in Bewegung gesetztz Großfüest Wiadimir hat
de ged umandoe des 12. orps übernommen.“
een staen ta go pelt 283. Ott. Wustepha Pascha hat dit
Vertheidigung' von Kats übernommen. — Nach Nisch: gehen zahl⸗
reiche Transporte von Redifs dritier Clafsfe abß.

Konstantinopel 28. Ott.« Reouf Pascha meldet aus
Sqptu vom 22 b. M. 3.. Der Zeind unterhielt gellern und Heute
eicx allgemeinetßz Feuer mitGeschossen großen Kalibers. Wir ant⸗
wotleleg sowein nothwendig, wir haden 44 Verwundete und7
Todie, det Verlust des Feindes muß ebenfalls nicht unerheblich sein.
2Saleiman Pascha meldet unter dem 22. .d.: Heute nahmen 18
feindticht Bata llone; unterstützts von Kavallerie und 4 Batlerien,
hic Postipnen von Yovan⸗Tischistit und Karassantiot und, griffen
1 Kompagnien' an, die die Vorposten unserer bei Kad.kein ein⸗
genommenen Stellungen bildeten. Unsere durch Artillerie unter⸗
ftützten Kompagnien nöthigten, ded Feind, wieder zurückzugehen.
nstantinopeb, 24. Oll. Des Bombardement der
Russen auf Rustschuck ist wieder aufgenommen worden. Das Feuer
wird ohne Unterbrechung mit besonderet Hefligkeit zeführt.

Den Sultan betreffend, erfährt man, daß derselbe ehestens
gedenke, einen Ausflug zu den befestigten Linien von Büjük—
Tschekmedsche, der moͤglicherweise bis Adrianopel sich ausdehnen
fonne, zu unternehmen. In diesem Reiseprojekt allein schon
spiegeit sich die durchschlagende Aenderung der S.tuat'du ab. Es
sind noch, nicht zehn Wochen verflossen, wo man wissen wollle
und zwar bald nach dem Uebergang der Russen über den Bal—
tjan — daß die Verlegung der Residenz des Padischahs von Kon⸗
stantinopel nach Brussa im Staatsraih zur Sprache gekomman se'
Jad als eine Eventualilät angesehen werden müsse!

—Zunrais, 28. Olt. Kundschafterberichten zufolge herrscht
in Batum eine fieberhafte Thätigkeit in Bezug auf Einschiffung der
Truppen nach Erzerum. Derwisch Pascha soll das Kommando der
Armeer übernehmen, die zur Vertheidigung von Erzerum am Sagan-
lug aufgestelll werden soll. Die Türken räumen die Grenze.
AUnfere Avantgarden bei Mucha-⸗Estale berichten, daß die Höhen von
Thotzu · Urbani nur in geringer Stärke vom Feinde besetzt sind. Der
Slabe der Rion'schen Äbtheilung, sowie General Oklobshio, die sich
hier befunden hatten, haben sich in Folge dessen nach Obsurgety
begeben, um von dort auf die Offensi ve wieder aufzunehmen. Die
Bewohner von Kobuleth, deren Familien dorthin wieder zurück⸗

gekehri sind, weigern sich jetzt laͤnger Dienste zu nehmen. Dieselden
unterhandeln mit den russischen Grenzbehörden.

Fürst Gortschako w hat an die russischen Vertreten in
Betlin ein Schreiben gerichtet, in welchem er die in der eurspuischen
Presse aufgetauchten Gerüchte über Friedensvermittelungen zum Aus⸗
dangspuntie nimmt. Der Fürst sagt darin u. aäͤ. Folgendes:

Ich möchte bei dieser Gelegenheit einer Bemeilkung Ausdruck
geben. Wie Sie wissen, hat Rußiand der Pforte den Krieg einzig
Dd allein aus dem Grunde erklärt, um eine Frage von der Tages.
ordnung verschwinden zu machen, weg geeignet war, unsere innere
Kuͤbe zu erschütlern und dem guten Gange der Geschäfte Eintreg

zu ihun. Alle Anstrengungen, welche wir im Vereine mat unseren
Berbündeten machten, um die Lösung der Frage auf friedlichem
Wege zu erzielen, blieben fruchtlos Wir mußten zum Schwerte
zreifen. Dieses kann daher nicht früher in die Scheide wieder einge⸗
deckt werden, bis nicht die Laje der Christen in Bütgarien, Bos⸗
nien und der Herzegowing eine solche Berbesserung erfahren- haben
vird, welche die ahnormen Verhältnisse, die in diesen Ländern ge⸗
herrscht haben, für die Zulunft unmöglich macht. Der Alp, welcher
auf uns wie auf ganz Euxcpa. lastet, muß radikal beseitigt werden.
Die großen Opset, welche Rufland zu bringen gezwungen ift,
werden, nur durch ein Resultat gerechtferligt werden, welches die
Ruhe des Welitheils garantiren und uns ermöglichen wird, in
langem Frieden den Arbeiten der Reformen uns zu widmen.“ —
Der „Golos“ bemüht sich, den Eindruck, welcher das Vor⸗
gehen der deutschen Regierung wegen Erleichterung des russisch-deutschen
Grenzverkehrs hervorgerufen, möglichst abzuschwächen. Er meini:
Die preußische Regierung habe nur die Frage wegen zwedmäßiger
Auflage der Zoͤlle und wegen Beseit'gung der Erschwerungen im
Greuzveckehr in Petersburg angetegt. Die russischen Presse habe
aber die Pflicht, über rine Feage welche tein wirthschaftlich genom⸗
men für Rußlaud von gleich großem Interesse sei wie für⸗ Deutsch⸗
and sich auszusprechen. Die Handelswelt-dränge seit lange schon
auf Reformen in diesem Gebiete h'n, da sie in dem Erportgeschäft
mindestens eben so spwer durch die bestehenden ˖Sikrichtungen ge⸗
chädigt werde wie die deutsche Kaufmannschaft im Imporigeschäft.
Unter solchen Bedingungetr könne es nicht unter der Würde Ruß⸗
tands sein, die Juitiative zu ergreifen, zur Beschleunigungder
Entscheidung dieser Frage, falla es richtig wäre, daß die deutsche
Regierung zoͤgere, diese Initiative auf iich zu nehmenm.
Auf Erzerum los! 4

Am 15. Onober, Rachts, traf Mulkhtar in Alant 8 mit der
halfte seiner Truppen und gänzlich ohne Bagage ein. Ams160.,
Mortens, brab er weitet nach Westen auf, um, womöglich noch por
den Russen bie Defileetr dis zwischen Kars und Erzerum sich von
Nord. nach Süd erstreckenden, in seinem Hauptzuge über 16,000
Fuß hohem Saghanlii Dagh zu erreichen. Tags vorher noch der
egreiche Feidherr einer Armee von 66 Bataillonen Infantetle, 80
Beschütßen, 6000 Mann Kavallerie. am 16. Oltober ouf der Flucht
mit 10,000 Mann.

Kars' erfotoert mindestens 10;000-Vertheidiger. Da'aber
don Mukhtars Armee“nur höchstens 20,000 Mann übrig geblieben
ind, und nicht anzunehmen, daß er mehr wie die Hälsteodrr
elbst diese zurückgelaffen, so ist in Kars höchst wah scheinlich eine
ingenügende Truppenzahl zurückgeblieden, oder aber, wenn dies
nicht der Fall, die mit ihrem geschlageyen Feldherrn weftwätts
zezogenen Türken sind von kaum in die Wagge fallender Stürke.
xa verlautet ja auch bereits, daß Unterhandlungen zur; Uebergabe
det Festung Kars eingeleitet sind. Der von Alexandropol beorderte
Belageruagepark hatte9 Meilen zurüchzulegen; da er seit dem 16.
nuf dem Marsche, muß er also bereits vor Kars eingelroffen sein.
Ain einen Entsatz von Kars ist gar nicht zu denken, die telegraphische
Verbindung mit Erzerum ist bereits am 19. aufgehoben:.

Die Trümmern von Ghazi Muthtars Schaaren werden scharf
berfolgt. Die Spitze führt General Heimann. Deese Verfolgung
zeschicht mit einer Energie, dier, so nothwendig dieselde ist, vom
militär'schen Standpunkie aus Lob verdient. Zum ersten Male ist
zine wirkliche Schlacht gewonnen und- werden die Früchte einer
Schlacht eingefammelt. Zum ersten Male in diesem türkisch-russischen
riege treten Dispositionen der Führer in die Erscheinung, welche
der modernen Kriegsführung entsprechen und das Interesse aller
Militürs herausfordern.

Mit welcher Truppennacht nun das russische Centrum die
Bifolgung führt, läßt sich genau nicht feststellen, da es selbstredend
im russischen Interesse liegt, darüber nicht viel zu veröffentlichen.

Am 21. befand sich bereits das russische Haupiquartier in
Zroßs⸗Titkma am Karsfluß, drei Meilen südwestlich über Kars
jinaus. General Heimanns Truppen haben mit ihrem Gros bereits
Sarikamusch 8 Meilen von Kars erreicht, des Generals Vortruppen
iollen an demfelben Tage — und weiter gehen die Nachrichten noch
nicht — Meshingert erreicht haben.

Die Truppen Mulhtars werden aber auch von Nordwesten her
in die Flanke gevomme: werden. Wir sagen nicht Mulhtar selbst,
denn schon verlautet, er sei vom Kommando nach Konstantinopel
abberufen, um die Reorganisation der letzten osmanischen Reserde⸗
armee zu übernehmen, die 160,000 Möann stark in diesem Winter
Irganisitt werden soll. — Von Ardaghan her, das 10 Meilen
nordwestlich von Kars gelegen, am 17. Juni von den Russen er⸗
obert wurde, ist schon vor der Schlacht des 16. ein Detachement
abgesandt worden mit der Bestimmung, sich auf die Verbindung
on Kars nach Erzerum zu werfen. Diefes Detachement, dessen
dommandeur der General Komarow iß, welchet von seinen Wunden
jon der Schlacht bei Kijillepe her vollständig hergestellt, besteht
u Wei Brigaden der 39. Dibifion und hatte tereits am 19.
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        Penek erreicht. Penek. liegt; nur 15 deutsche; Meilen gon Erzerum
entsernk imd — — den dnd frůhertn Anen
Mulhtars. ......

Von Penck und On aus, vas dicht dadei' liegt, ist das De⸗
houchiren einer geschlagenen Arimnee aut den Deflleen des Salangly
leicht zu verhindern, und es ist die Möglichtett“ vorhanden, daß
Muthtar hier, von boin Lund⸗ ruckvaris gefaßt, wotal vernichtet
werden kann. —

TAßirdich. sinde sosorte nachf der fuͤr die Türken unglücklichen
Schlacht 20,000 Mann von Batuni: nach Erzerum dirigirt. warden.
Dalum siegt von Olli 17 deuischt⸗ Meilen und von Erzerum' 27
eutsche Meilen entfernt. wa 4 ]

Esist daher moglich· daß sich· das russische Detachement von
Ardaghan statt gegen Nia .gegen das von Batum kommende
—E — Baͤhumcx. Korps
jolgt aber russischerseitz-wieder die ehemalige Rion⸗Adtheilung unter
Zeneral Oklobjio mit dem größten Theit ihrer' Streitkräfte. Nur
in Theil wird oder hat bereits Vatum besezßt

uf dem regten hürtischen Fiügel, vo IZmat 15as cha,
der Kuͤrde, kommandirt, war don diesem am 14. Otlober ein An⸗
zriff“ auf General: Tergulassowbei Chalifaly — LMeite süodstlich
ou Igbyr — gaschehen, sit der Absicht, dis Truphen des Generals
dagareo von Muthiar ab und auf sics zu leuken. Als diese De⸗
monsttttivet von keinem Erfolg, waudte sich Ismail am 16. und
17. Vatl dedrüngt von Tergukassow, über! de Gyenie auf Diddia
und oratdissa⸗⸗Am 17. nahm ihm Terqunkassom bei dem Vorfe
Sadhes Geschutze und 200 Gefangene: ab. —-Aber, auch der rus⸗
—I
jefort südlich gegen Ismait und erreichle bereits am 17. Kagysman
Syrnuc 7 Moäilen nordlich von Karalilissa, 12 Meilen don Ddiadin
ind 6Meilenn von dem vielgenannten Toprahkale oder Alaschkert.

Bon Diadin nach Erzerum üder Karakilissa sind 80 Me'len,
Dõoghar liegt genau inmitten des Weges, an der Sirgfze, und zwar
Meilen von Topbrahtale entfernt. Iinail Pascho, kann daher
laum unangeso vten;nach Erzerum lommen uad für den bevorst henden
Fampf ist er den vereinlen Kräften Terqutassows und Lazarews
aicht gewachsen, diess führen drei Divisionen, Ismail kommandiri
ee Dann). Insamerie do00. Reitr nund 6
Banerien:

Es kommt noch hinzu, daß ein großed Theil seiner Truppe,
turdische Reiter von ihm abfallen und zu den Rufsen UÜbertzehen:
Wie es machen wird, dem Befehle nachzukemmen, eine Stellung
det der Festuag Hassankala zu nehmen (4 Meilen östlich/ von Er—
Jetum am Kanafluß) ist leichter zu befzhlen als auezuführen,

So dräugt Alletz Nerfolger und Verfolgte auf Er zerenem
os.. Nachdem Kars eernirt, ist der Fall di ser Festung wohl sicher
nzunehmen: Darum gilt es, die Hauptstadt des alten Armenieus,
de Haupistadr des Vilay is, Erzerum zu vertheidiarn und bei den
Russen, sie zu nehmet.

Eine fiarke Festung, deren Wulle mit 112 Kanonen, daranter
modernen Krupp'schen, bespicht sind, unfern den Quellen des nörd⸗
lichen Euphtat, das Bollwerk des fürkischen Reiches gegen Rußland
und Persten ist Erzerum. Zugleich eine der volkreichsten Städte
der Tuͤrket mit 60,000 Einwohnern und eine bedeutende Handels⸗
stadt an der großen Karavanenstraße von Konstantinobel Trave⸗
zuat nach Persien.

J Werden die Russen im Solangly⸗-Gebirge nicht aufgehalten,
dann beginnt' in kaum acht Tagen ver Kampf um den Befitz Ar—
meniens von den Wöllen des alten Erzerum. (Deutiche Union.
— — “—
Bermischtes.

7In Edemnkoben wurden kleinere Parthien Most zum
Durchschnitispreise pvon 200 Mark per Fuder verkanft·

Vom mittleren Gebirg, 23. Ort. Die Weißtese! ist
jet im vollen Gange und ist man all zewein der Anficht, daß man
IA Tage fruher hätte damit beginnen sollen, besonders in den
Niecberungen, da die kalten Nächte die Quantitär ungemein bver⸗
nindert und die Qualität nur wenig gebessert haben. Viel Brocken
und wenig Brühe, das ist das Ergebn ßin den niederen Lagen;
n den höheren gibt es immerhin cinen trinkbaren Wein. — Die
Nachsraͤge ist noch seht gering und der Haudel sehr ftau. Bezahlt
wurde in Rhodt das Fuder (1000 Lter)“ gekelterter Moft mit
200 M., in Glelsweiler mit Os6 Gulden, das Vogel (40 Liter) zu
zMart und in Wehher das Logel mit 8 M. 10 Pf.

pSpeyer, 25. Olt. Von den 26 Candidaten, welche.
zur Prüfung für den Einjährig⸗Freiwilligen Dienst fich gemeldet,
haben? 12 die schrifiliche Prüfung bestanden und find zur münd⸗
ichen* zugtlassen worden, 14 mußten ungenũgender Kenntnisse zu⸗
cüclgewiesen werden. (Sp. 3.)

pMäünchen, 24. Olt. (Otden) Dem Oberstabsveterinär
ind Keferenten im Kriegkministerium J. N. Graͤff/ in München
durde in Rucksicht! auf seint seit 00 Jahren mit Treue und Eifer
Aeistelen Dieunste das Ehrenkreuz des Ludwigsordens verlichen.

7 Straßtburg, 21. Olt. Por dem enidn
»on Unlerelsaß fanz heyte Verhondluig IJ gegen Peter und
Zaspar Markwitz aus Ensheim (Bayern), welche, nachdem sie vom
Schwurgerichtshof zu Metz wegen mehrer schweten Diebstähle zu
z. bezweAjähriger Gefängnißstrafe verursheilt worden waren, gege
dieses Urtheil den Cassationsrecurs ergriffen hatten. Das Urthen
var, weil der Beirag der füt jedes dir mehreren Verbreihen ver⸗i
virklen Einzelstrafen in den Urtheilsgrüuden nicht ausgedrückt war,'
»om Cassat'onshof cafsirt und vor das hiesige Schwurgericht zum
neuen Urtheilespruch auf Grund des“ ersten Geschworenenwahrspruchs
derwiesen worden. Die Berhandlungen fanden ohne Mitwirkung
zer Geshworenen statt. und vetrasen nur das Strafmaß. Peter
Markwitz wurde zu 5 Jahten, Kaspac Markwitz zu 4 Jahren Gefäng-
aiß veruͤrthe'lt, abzüglich je 2Z Monate der erlittenen Untersuchungs⸗
daft. 6GSir. 8.)
Bei der Lotlerie der jüngst in Sgalflelld in Trüringen
tattgefundenen Industricausstellung gewann der bekanntlich in kinder⸗
joser Ehe lebende Herzog von Koburg⸗ Gotha einen? — Kinderwagen.
tueberproduktion. Wenn jetzt“ und voraussichtlich
noch lange Zeit die Folgen der vorausgegangenen Ueberptoduction
)et Industtie schwer fühlbat sind, ist es wohl von Interesse, sich
auch in Zahlen die Thaksache und den Umfang' der' stattgehabten
leberproduciion zu“ veranschaulichen. Nach den Feststellungen des
zewährten Wiener Statistckers Neumann Spallart hat sich in den
Fahren 1870- 73 die Gesammtproduction der“ 10 bedeutendsten
Industriestaaten (Großbritannien, Frankteich, Nordamerils, Deutsch⸗
and, Belzien, Rußland, Oesterreich, Niederlande, Italien, Oste
ndien) fasi verdoppelt und der Gesamentumsatz ist von 23 14us 45
Milliaͤrden Mark geriegen, Wührend d'e Steigerung der Gesammt⸗
oroduction in den Jahren 1860 —65 auf durchschnittlich jährlich
34150 Millionen Mark und. von 1865 —70 auf 959 Millionen
Mark geschätzti wird, berechnet fich die Zunahzme für 1870- 73
auf 2772 Millionen Mark. Deutschland allein hat von 1864 — 78
seine Gesammtproduckion von 2212 auf 6058 Millionen Mark
zesteigert und namennlich in det Steigerurg der Kohsen- und Eisen⸗
groduction fast alle anderen Staaten hinier sich gelassen. J
Werthlose Beute.' Man muß unwillkürlich an Bul—
wers Was wird er damit machen ?“ denlen, wenn man liest,
daß es Cjefket Pascha gelungen ist, von den Russen 500 Schweine
zu erbeuten. Der Koran verbietet den Mohamsdanern bekanntlich
den Genuß d'eses borstigen Thieres. Den türkischen Heeren, exwächst
also aus diesem Fange nicht das geringste Vergnügen, während die
Russen händerringend in ihren Schanzen ssehen und seufzen: O
Pech, o Pich, die Schweine sind weg!“ Die Türken haden in
hdiefem Falle mehr „Schwein“ als nothwendig. Als der Großfürtst⸗
Thronfolger von dieser Affaire vernahhm, soll er erst e'ne Weile
nachgedacht haben und, dann“ in, die denkwürdigen Worte ausge⸗
hrochen sein: „Das ist eine Schweiuerei!“ —
Im neunzehnten Jahrhuudert. Nach tinet Mittheilung der
„Libeité wurden am 20. August d. J. in Mexiko, und zwar in
der Jacobo, sechs Personen wegen Zaubereti-lebendid verbrannt!!!
Finr 522 Medaction verantwortlich: 5x x Mh ⸗m⸗p.
Illustrirte Frauen-Zeitung. (Preis vierteljährlich 2 M. 50 Pf.)
Die neueste Moden-Numm er (69) enthält: Premenaden- und Haus—⸗
Anzüge für Herbst und Winter, auch elegante Gesellschafts-Toiletten. Ver—⸗
schiedee Mäntel und Paletots; Radmantel mit Cupuchon, halbanschließende
und anschließende Paletots in verschiedenen Längen mit geradem und schrägem
Zchluß, Mantel mit weitem Aermel, Jacken, Ueberkleider, Hüte, Pelzkragen,
dandschuh, Gamaschen, Cravaten, Cravatenschleifen und Fächer, Kleiderärmel,
Rockgarnituren, viele Passementerien, Franzen und Knöpfe. Anzüge für
Mädchen und Knaben, —J Mäntel, Haleidis Hüte und Mützen fur diese.
Neglige- oder Arbeitskorb Kreuzstichflickerei und Durchbruch-Arbeit). Rücken⸗
issen (gestickte Borten und Durchbruch-Arbeit). Schlüssellörbchen mit Lamb-
equins. Kleiner Teppich (Buntstickerei), Stuhl mit Fußkissen (Kottenstich⸗
tckerei). Fenster⸗Decke (Tuch⸗Mosaik). Bordüre in Kreuzstichstickerei und
dnätchstich. Geklöppelte Spitze und gehäkelter Einsatz ꝛc. ꝛc. mit 36 Ab⸗
ildungen und kiner großen Beilage mit 15 Schnittmustern, verschiedenen
Nusterborzeichnungen für Spitzen, Namens⸗Chiffren und einzelnen Buchstaben
n Typen uͤnd zwei großen colorirten Modenkupfern. — Die neueste Unste r⸗
arltungs-⸗Nuumer (40); Auf der Concert-Reise. Eine Musiker⸗
dovelle von H. Ehrlisch- (Fortsetzung.) — Der Kynast. Von Ern st
„ch ube rt. — Aus der Frauenwelt. d. Von Robert Schweichel.
—Am goldenen Horn. 6. Ehe und Ehe⸗Leben. Bon Ruredin Aga.
Schluß.) — Die physische Erziehung des Kindes. Von Mar Holborn.
BVerschiedenes. — Wirthfchaftliches. — Briefmappe, — Frauen⸗Gedenktage.
— Ferner folgende Illustrationen: Silhouetten von Heinrich Braun.
— Maria Alerandrowna, Kaiserin von Rußland. — Der Kynast. Von B.
Mannfeld. — Kurfürst Friedrich Wilhelm der Große im Kostum des Hosen⸗
and-Ordens. Rücken-Ansicht. Von Franz Skarbina.
Wir 838 hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annoce der
erren Kaufmann und Simon in Hamburg besonders aufmerkfam.
zs handelt sich hier um Original⸗Loose zu einer so reichlich mit Haupt⸗Ge⸗
oinnen ausgestaiteten Verloosung, daß sich auch in unseter Gegend eine sehr
ebhafte Beiheiligung voraussetzen läͤßt. Dieses Unternehmen verdient das
volle Verirauen, indem die besien Staatsgarantien geboten sind und auch
vorbenannles Haus durch ein steis streng reelles Handeln und Auszahlung
sahlreicher Gewinne allseits bekannt ist.

—ZZ
        <pb n="578" />
        — Hilferuf!“—
Das zweite Mal seit kurzer Zeit ist unser armes Cha m am
borvergangenen Freitag, den 5. Oktober, von einer entseglichen
Feuersbrunst heimgesucht wocden, und unser Unglück ist noch um
Bieles empfindlicher und schwerser, als ber dem Brande am 23.
Vuli 1873, durch welchen die Stadt noch jetzt eine Schuld von
380,000 Mark zu tragen und durch Umlagen zu tilgen hat. Be⸗
zünstigt von einem hefügen Nordostwinde verbreitete sich das Feuer
nit einer furchtbaren Schnelligkeit. Menschliche Hilfe war vergeblich!
In wenigen Stunden ftand der bisherige alte, vor 4 Jahren ver—
schonte Theil der Stadt fast ganz in Feuer, der Rest in höchster
Befahr, und nur mit äußerüer Kraftanstrengung uad mit Hilfe der
ruswärligen Feuerwehren konnten die Pfarrkirche, die Pfarrwohnung,
die Amtogebäude und wenige andere Häuser gerettet werden. So—
veit bis jetzt eire Erhebung des Brandschadens möglich war, liegen
76 Haupi⸗ und 84 Nebengebäude mit ihren Einrichtungen und
Vorräthen in Schutt und Asche. Wegen der unaushaltbareu, rafend
schnellen Ausbreitung des Feuers donnte nur wenig, fast nichts ge⸗
reitet werden. Hunderte von Familien haben ihre Wobnung, inre
Habe verloren und im Angesichte des nahen Rinters ist die Noth
zrenzenlos, unbeschreiblich. Neuerdings hat uns der liebe Gott eine
schwere Prüfung auferlegt. Aber unser Veirtrauen ruht auf Ihm.
Fr wird nicht zögern, d'e Wunden zu heilen, die Er geschlagen, Er
wird uns auch dieses Mal Herzen erwecken, die uns helfen. Und
an diese Herzen, an Euch, edle Menschenfteunde von Nah und Fern,
die Ihr uͤng schon einmal so großmüthig geholfen habt, an Euch
wenden wir uns wieder in unserm unsagbaren Jammer, in unserer
ijaut schreienden Noth, Helfet uns, sendet uns schnelle Hife,, wir
sind für LAlles dan!bar, und Gott, der reiche und gewisse Vereelter
jeder guten That, wird es Euch lohnen. Wir bitten die milden
Baben an Eines der unterfertigten Mitglieder des Hilfscomites
einzusenden. J F
Frachtfreiheit ist gewährt. —
Cham, den 6. Oltober 1877. I
Das Hilfs-Comié:

Schuster, kgl. Bez. Amimann, Borstand.
Bredauer, kagl. Bezicksarzt. Brantl, Bürgermeister. Fischer,
Vorstand der Gemeindebevollmächtigten. Hartmann, kgl. Laund⸗
lchter. Hauser, Stadischee ber. Ullmaunn, kal. Forstmeister.

Ziegler, Stadipfarrer.

——
Aufforderung.
Diejenigen, welche für vorstehende Beschädigten Beiträge leiften
wollen, loͤnnen dieselben auf dem unkerfertigten Amte abgeben.
St. Ingbert, den 26. Ociober 1877.
Das Burgermeisteramt:
3* * Custer.
— — — — — —

— —— — — —

NMeul
Soeben erschien das ersto Heft von
Fõrs ter &amp; MHaucher
Der
kaufmän. Correspondent in 4s8prachen
Deuiseh — Engliseh — Franzrösieh — Spaniseh
in alphabetisch geordneten Sutzen.
NVebset renltigem Anhnang⸗

2. bedeutend vermehrte und verbesserte Auflage.
Vollstundig in 13 droiwöchentlichen Heften à 78 Psg.
Zu beziehen durch allo buchhandlungen unq direct vom

unteérzeichneten Verleger.
Per xchnelle Ahsatz der ersten Auflage bũrgt
für den Werth des Buches, das vermöge seiner praktischen
Hinrichtung selbst dem Ungeübten die Möglichkeit gewährt,
ecinen Correoben englischen, französischen oder spani-
schen Brief zu schreiben. Für das Studium das beste
Handburch! — Die weite Auflage wurde von sprachkun-
digen Fachleuten nicht plos genau revidirt und verbessert,
sondern auch um die spanische Sprache und viele neue Ar-
tisel vermeurt; trotzdem fand keino Preiserböhung Statt.
Dio Vorlagsbuchbandlung H. Brüokor in Hamburg.

Selbst gekelterten, rein gehaltenen
WBBein
us den dsen Lagen von Alsterweiler, empfehle zu
187z58116
1876858 1
1877er (Most) 1.

Pfg. per halber Schoppen
Vfg. J u J
.
J0h. Jos. Heinrich.

öXXIX
87, OGC) R.-Mark

aupt-Gewinn im gunstigsten Palle bietet die allerneneste
zresse Geld-Verloosung, welche von der hohen Regierung
zenehmigt und garantirt igst.

Die vortheisnafte Binrichtung dos neuen Planpes ist derart, dase
m Laufe von venigen Monatan durch 7 Verloosungen 46,200 G0-
winne zur sicheren Entscheidung kKommen, darunter bofinden sgich
Iaunttreffer von orentnell R-M. 4275., 000 speciell abeee
n 4 dewinn a .
tewinn a J 000 28 3evwinne a M.
zewinn a1 0,00 3 8Bewinne a I.
Jewinn a 30,000 20 Gewinne e T.
Bewinnec 3,000 52 Gewinnera
ewinne 000 270 Gewinne a]
ldewinn 000 410 Gewinne aà
—X 290 621 Zewinne a M.
ewinne a 0C 706 Icwinne à M.
lewinne a 5 20,000 25. 685 Gewinne à A.
Jewinne a M. 185,000 e te. ebe.

Dio Gewinnziehungen sind planmässig amtlieh festgestellt.

Zur nächs ten ersten Gewinnziehung dieser grossen vom Staaté
carantirt en Geld-Verloosung koste,

tganzes Original-Loos nur Marxßßß
halbes P 838 .
viertel 4 9— 22 * 13/4

Alle Auftrüge werden sofort gagen Einsendung, Posteinzahlung
oder Nachnahmeé des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgeführt
ind erhält Jedermann von uns die mit dem Staatswappen versebener
Iriginal⸗Loose selbest in Handen. —

Den Bestellungen werden die orforderlichen amtlichen Pläne gra
tis beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten
maufgefordert amtliche Listen.

DHie Auszahlung der Geéewinne erfolgt stets prompt unter BStaats-
Jarantie und kann durch directe ZDusendungen oder auf Verlangen der
nteressenten durch unsere Verbindungen an allen grösseren Plätzep
deutschlands veranlasst werden.

Unsere Collecte war stets vom Glücke begũnstigt und hatto sich
tieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der
»xsten Haupttreffer 2u erfreuen, die den betreffenden Interossenten
lirect ausbezahlt wurden.

Voraussichtlich kann bei einem solchen auf der solidesten
IRASiSs gegrũndeten Unternehmen ũberall auf eine sehr rege Bethei-
ligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten vwir daher.
um alie Auftrüge ausführen zu können, uns die Bestellungen baldigst
uud jedenfalls vor dem I5. Noven ber d. J. a2ukommen zu lassen.

Kaufmann &amp; dimon,,

Bank-und wechsel-Geschaft in Hamburg

Din- und Verkauf aller Arten Staatsobligationen. Risenbahn-Actien

und Anlehenslooso.

P. S. Wir danken hierdureh für das uns seither geschenkte Vertrauen
uud indem wir bei Beginn der neuen Versoosung zur Betheili-
gung einladen, werden wir uns aueh fernerhin bestreben, duren
stets prompte und reéello Bedienung die volle Zufriedenheit
unserer geehrten Interessenten z2u erlangen D. O.

— — V — — —
sertrauen kann ein Kranker

nur zu einer solchen Heilmethode
haden, welche, wie Dr. Airy's
naturhe ilmethode, sich thatsächlich
ewahrt hat. Daß durch diese Me⸗
hode Anßerst gunstige, ja tannenerre
ende Heilerfoige erzielt wurden, be⸗

ten dien 7 8illusir Buche

Ein kräftiger Junge
kann unter vortheilhaften Beding⸗
ungen in die Lehre treten bei
Bäcker VWet. Greß.
Jeden Bandwurm
entfernt in 3—4 Stunden vollstän⸗
dig schmerz⸗ und gefahrlos; ebenso
ider beseingt Bleichsucht, Trunk⸗
ucht, Magenkrampf, Epilepsie
Jeitstaug, Bettnässen und
Flechten — auch brieflich: Voigt,
Uürzt zu Croppenstedt.
Allgemeine
660480

4

F

i.. eichen p
ial⸗Atteste, laͤut welchen selbst
olche Kranke noch heilung fanden,
ur die Hilfe nicht mehr möglich
hien. Es darf daher seber Kranke
qh dieser bewährten Methode um
mehr vertrauensvoll zuwenden.
Is die Leitung der Kur auf
vunsch durch dafür angestellte
raktifsche Aerzte gratis erfolgt.
naheres darüber findet man in
em vorzüglichen, 544 Seiten
arken Werke: Dr. Airy's Na⸗
urheilmethode, 100. Aufl. Ju⸗
el⸗Ausgabe, Preis 1. Mark,
eipzig, Richter's Verlags⸗Anstalt
velche das Buch auf Wunsch gegen
rinsendung von 10 Briefmarken
Thio Vf. direet Franco versendet

der St. 8 Pf., 25 St. 50 Pf.,
jsind zu haben in der
Buch⸗ und Steindruck erei
BF. X. Dometæ.
—— ,. — —— — lI
Fedafttion Frud und Vesnd von 7. Femektz in St Ingqbert.
        <pb n="579" />
        * a * TMAAI 8 3 J wogz
SIngberler Anzeiger.
.864 ;2 v5 W F 7 * J * 3 * o

— — 2 7 —— G
— —
der St. Jugberter Anzeiger und das (S mal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblati, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich
1Mart 30 R Pis. Auzeigen werden miß 10 Pfg., bbon Auswärts mit 15 Pig. fuͤr die — Blattschrift oder deren Raut. Neclamen
3ααα? —* * mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet. eee,
α 3 WV J . 3* 2 73
A 169. 9 J e n Sonutag, den 28. Oktober— * ιι 1877.
— M

—
Deulsches Reich.
Berlin, 25. Olt. Ueber die gesttige Uebergzabe der Ver—
wallung de⸗ nene des Innern 7 des Ministers Grafen
Fulenhorge: puc. seine q Siellhexireter. Migister 3Dr. Friedenthal
Amerhe ihe ed nee —* Maße die
Aesen sein soll, indein er pon einer Verwaltung, die er nunmehr
Jahre lang ainde wenn auch augenblicklich nur für die Daper
don angeblich fechs Mopaten zurück kral. Auch Seitens der Beamꝛten,
von denen die Mehrzahl wührend dieser Zeit ünter dem scheidenden
Drinister ihren Pflichten obgelegen, konnte die tieft Rührung, welche
ich ihrer in diejem Augenblicke hemächtigt hatte , nicht unlerdrid
werden. 44 4
Der Bundesrath hielt' gestern Nachmittags 2 Uhr eine Plenar⸗
tzung unter Vorsitz des Präsjdenten Hofmann. Der Bericht der
VKommission zut Erörterung der Einführung einer? Reichestemsen⸗
qnda FErbschaftssteuer ging an die Aasschüffe für Zoll -und Steher
and Handel und Veitchtt... —Ar
Rdach' dein Siaa'shaͤushaltsetat pro 1878,79 werden in vem
Jedachten Zeitraum an Gold⸗, Nickele und Kupfermünzen zur Aus⸗-
wünzung kommen, 100 Millionen Mark in Doppelkronen, 25 Mil⸗
Kouen Mart in Kronen, 25 Millionen in halben Kronen, 1,080 900
Mark in Jehnptennigstüden, 360. 000 Mark in Fünfpfennigstücken,
50,000 Mart in Zweipiennigstücken und 135,000 Mark in Kin⸗
njennigstückeen. J
nAusfaud.

Auf dem europäsiqjch gen Ariegsschauplatze sind in Folge
des gunstigen Wetters die Operationen wieder aufgenommen worpen.
Am downder. Rah won Austi huk.nikn Baltan gmm Hacktgipasse.
udlich der Dobrudscha mnd ber lewge wurden in den iehien
Tage Rekognoszirungen ausgeführt, Lleine Scharmützel ainagefochten,
die ogr nicht piel caischeiden, Aber doch gegügen, die beiden Armeen
var duß rauf gurtsam zu niachen daß sie sich in Htiegszussande be
finden. Seit der letzten größeren Altion, der dritten Schlacht bei
—XX sechs Wochein. seit, dein letzten ennenswertheu Gefechte
dei Tschairligdi ein Monat vergangen,ohne daß sich Ruhen und
Türken sonderliches Leid zugefügt hätten. 64

Die Meldungen über Angfiffe dex runämischen Armee auf die
HBrivicaer Seiten Redoute haben in Bukarest große Verstimmung
dervorgerufen, welche durch beharrliches Ausblezben der ojfiziellen
—AX
reier Spieltaum · gelafsen ist. 17) al A. J

Wenn jedoch von den umlanfenden Gerüchlen nur die Hülfte
vahr ist, dann dürften die Verluste der lezten zwei Tage, inklusive
unqr pounl I. September, nahezu die halbe rumänische Armee
absorbirt hahen. Selbst pou der Regiexung nahestehenden Personen
verden. die ehten Verlusse auf d009 bis 10 000. Kampfunfahige
geschätzt, was, durch eine soeben Leingelangie, —R er Agence
havas, nach welcher die Rumänen heim dritten Sturm —
der⸗ Redouter waretg, raber Rachts dutch 8 — türkijche Truphen
nach gußerst blutgem Kampfe wiedzr delogirt wurden , nut allzu
jaur an Wahrscheinlichteit gewinut.“ * 7 777
Peteroabarg, 26. Ott. Offiziell wird aus Tucheniha,
25. Oti. gemalpet:n Gesteen hat nach verzweijseltem Kampfe Heneral
Burtdemit dem ihm Envertrqauten Detachement, dea auch ejn Theil
der· Garde beigegeben wart, die starle tarlische ß zwischen
Bornidubinal und Telisch besetzt, nahm aledann auf der Chaussee
iach Sofia Aufstellung und verstärlte die vdaselbst befindliche Po ⸗
ation durch neue Befestigungen. Achmet Ewfi Pascha, ein Stab, viele
ürlische Offiziere, gegen 3000 Soldaten und ein goinzes Kavallerie-
Regiment wuͤrden gefangen, vier Geschüte viele Gewehre sowie
ziele Patronen erbeutet. Unsete Berluste sind noch unbelannt, aber
neträchtlich. Offiziell wird bestätigt, daß Prinz Sergius von Leuchten ⸗
nerg, ein Neffe des Kaisers Alexander gefallen ist.

— —
an den Landtag ĩn Sachen des Bahnproseltes Zweibrücken-Bitsch
heschlofen, worin die von der Abgeordnetenka muier —* anerlannte
Prioritat dicsetz Projeltes besonderz deion werden sol. *
IChamnt, 21. Olt. Mehrfach ist die Meiunung betbreitet,
daß die schreckliche Feuersbruüst, die üngstunsere unglüdliche
Stadt verwüster hat,, durch Brandlegung entstandensei. Diese
Unsicht, die dä und dort auich zum Geben bereite Hand der Nild⸗
sdatigleit zuruͤkhalten mäg, Rentbehrt, wie aus bester Quelie versichert
werden kaun, jedein Anhacts; die Lingeleitete Untersuchung hat iricht
den mindesten Verdachtsgrund in dieser Rjchiung ergeben. Die
Sammlungen fließen diessnal weit spärlicher, als nach dem Brard
im Jahr 1878. * — — J
7 Das kaiserliche Gesundheitsami macht Folgendes bekannt:
„Es kommen gegenwärtig sehr viele blau, zosg und grau bedructe
Baumwollstoffe ·t Handel vor, weiche Linen staxken Arsengehoͤlt
eigen. Nach. Untersuchungeir im VLaborgtorium des tgisetlichen
Gesundheilsamtes ist der Arfengehalt in den eer
zicht der Auwendung ärsenhaltiger Farbstoffen soudern den Beien
ind Apprelurmiteli zuzuschreiben, welche nach kinem dem Gefund⸗
Jeitsamte vorliegenden Recepte zu Liner solchen Beizt fur Vi⸗,
stoia⸗ und Graudruck einen Gehaltan arsenigsaurem Natron- ent-
altet, ver jast a der ganzen Apprelurmasse betraͤgt. Da soiche
Stoffe durch ihtzir Arsengehalt sehr' gesundheitsgefährlich werden
fönnen, 94 das taiserliche Gesundsheitsamt sich vrranlaßt⸗die
Farber und Drucker dot der, Anwendung solcher Beizen zu warnrn
undebefouderz daruf aufenttisam gut machen, ducre eb Väisen iund
Appreturen in hinteichender Quantitͤt diebtee weiche durchans um⸗
jchädlich sind und 7 ie Tednik Ddet Fürbetet dieselbe Verwend⸗
harteit haben a e die vben genaunten. ι- r8
— — —7 ——— —— —*
Zur die Redaction verantwortlich: F. X. Dem e.
33 Eingesandt..
Wieder nach langer Zeit sollten hier in unsern Mauern thea⸗
tralische Vorstellungen stattfinden und war das Publikum umsomehr
auf die Aufführung derselbeti gespaunt, »att einigz Mitzlieber vom
Stadttheäter in Bigrinz dieselben ausführen woillent Wir!? dürfen
wᷣobl dffeũ saten, daß Mancher, als er deg bektessenden Progtamms
über die vorgestrige Vorstellung ansichtig wuͤrdene die Nase rümpfte
übet dje alauf befindichen.4 Perfonen, doch belehrke uns' die vor⸗
zestrige — daßibir uns in den Etwariungen; die wir
an eine kleiue Gefellschast von“4 Personen stillten. vollständig über
— pr genn wige wunde
wohl schon dfters in hiesiger Stadt gufgefüührte, doch wohs nieutats
it eineii so B——————— Herr Ad'ol phiy als Onket
Baͤumann brachte undso in Heiterkein daß Heich jedem klar wurde,
bab man ez aut einem guten tüchtigen Koͤmster ju thun hatte, ver
das Publikum in richtiget Wesse zu fesseln hersteht.“Dier mechtige
Lristungen der Fis. Feile x wel de Ant reht Perl he Eifchei⸗
gung, helitzt beftudigse zung auch vollständig, rkenso das gewundte
Splet di⸗ hun ie und wurde durch das richtige Zusammen
— Ensenble hergestelltwelches wir auch!kin
aArößeren Bühnen, nicht besser verlangen“ —R Vie' Deklamation
deß, Herrn —— Bürgschaft/ war, und daß dürfen wir mil
Recht behaupten, eine wahrhaft künstlerische Leistüung ebenjo der
Solobortrag des Herrn Adolphi, der aug oc vuit Stimmmittel
ʒerfügt. Bi Lachiiuslein wurden beijeden Verse in steter
Bewegung gehallen', was der wiederholte Hervottuf des Publikum⸗
nuch bezeugte.“ Das leßte Stück ,Die Zerstreuten“. war nun zu
ottonut ie derade inen großen Iet hevctiatinamn doch war
hãs VShilet.hanptsäachtich. det beiden Riten, Un duͤrchause gelungenes,
und würden wir deshals der Gesellschaft rathen uns in den nächsten
2 Vorstellungen mit“ heuen Sahen haupiechlich mit dielemGe⸗
jang zu etfreuen, wo denn auch eine dege Theitnahme zu erwatten
dee e ehede vehnetth
eipfehlen kan, ee

—
jssites. . 4
Der Stadtrath von Zweibrücken hat eine Petition
34* FIL ———8
— J * 17* 7 *
c . * ar h 5 * 35
        <pb n="580" />
        ina Walter bestandenen Güter ⸗
Zwangsversteige uug⸗ zemeinschaft gehörige Liegenschaft
der nechsihens Rachmmots 2. er Abtheilung wegen offentlich
ad hee an den tn Neejelenden
verden auf Anstehen von Ludwig u inpthum leien D
Bechthold, Geschäftsagent, in plane F q e
St. Jugbert wohnende welcher oe ee 53
—— of⸗
de eaen uwete be. gchert uhp. 8eko Den
telle hat, durch den unterzeich⸗ cz lio Dez.
neten diezu gerichtlich beauftragten ude
. Notar Sauer dahier gegen I Va — On
—A heim peben Peter Stemuler—
eehein Erb und Hämelbrunnen.
Thristine Best, deide hier woh⸗ 1 8 sind —223550
end, offentlich zwangswerje ver⸗ Alb * uwer Johann Fij⸗
ie atene— —
— dahler uun e nder der genamten
e e e heten rey
—
7 27 3 * . mer;
e ee en ee
—I — sogicich macher, beide großjährig und in
aedi an dage Eugren wehnend;
n iis38 Rauiez3
——
d Guͤlere Merden ringeln . Prier Fisselbrand; letztere
erfleigert. Die nähere Beschten rei noch mindetjahrig und ohne
Ine —— ⏑ ⏑——— — bei ihrem Vater do—
e die igl ededin⸗ —B ——
dee 3 Diesel ben haben hren genanuten
Gchnelen eingesehen werden. dater zum Vormund und Ma—
ẽt. Ingbert 27. Ott. 1877. hias Helwig Dosenmacher in
⸗le Ingo ser, Nosr nsheim, zum Beivormund.
———— — — —77 — 2i. Jugbert, 25. Ott. 1877.
Zwangsversteigerung. Sauer, . Noiar.
Sams tag, den 10. Ro—
aember 1877 Rachmitlags 8 Uhr
bii Heinrich Schmidt hier
vird auf Austehen von Ludwig
Vechthod, Geschäftzagent in St.
Ingbert wohnend, welcher den k.
Advotaten Gink in Zweibrücken zu
seinem Anwalsfe bestellt hat, durch
den unterzeichneten, hiezu gerichte
lich beauftragten k. Notar Sauer
n St. Ingbert, gegen Georg
Liehl stuher Juhrmann jetzt
Dandler und dessen Chefrnu
aͤathaxina Heurich, be de in
Sl. Ingdert wohuend als Schuld⸗
ner öffeutlich zwangẽeweise ver ⸗
seigert werden::4
7 in der Stadt St. Ing⸗
bert gelegennez, Wohnhaus
mit Hofraum ⁊c. und en
pᷣflamzgarten dabei, 2 Dez.
Slaͤccht
Dite Verfsteigerung erfolgt so⸗
zieich endgiltig und es findet
ein Rachgebot, auch weder Ein⸗
zsungs· noch Abloösungsrecht statt.
Daus und Garten werden als
ain Ganzes versteigert. Die nuhere
Beschreibung des Versteigerungs⸗
objelles, sowie die Versteigerungs
bedingnngen lör nen hei, dem
Unterzeichneten eingesthen werden.
Eu. Inghert, 27. Oti. 1877.
* Saer. lal. Notär.
Hauslicitation.
Nminwoch, den 14. RVov.
naͤchsthin, Vormittags 11 Uhr
in der Wirthschaft von Nikolaus
Uds in Ensheim witd vor
dem unterjeichneten hiezu gericht⸗
sich beauftragten k. Notar Fcanz
Sauer im Amtssitze zu St. Ing⸗
bert die nachbeschriebeue, zu der
wischen Johaun Fisselbrand
Handler in Ensheim und, dessen
Prnorbenen J. Fhefrau Katha⸗

Alleinige Niederlage Amerik. Fleisch
waaren in Blechdssen.
geinste Fleischdelikatesse ohne Knochen. *
PooKed eorned bees (öelochtes
Ochsenfleisch ohne Knochen) per 2 Pfund. Dose M. 2.-
In v (Schinten ohne Knochen)do. M. 2.80
—— — M. 8.25
Nyel mehreren Dosen billiger.
— J.Peters in St. Ingbert.
Wirthschafts⸗ Eröffnung.
ne Wein⸗ und Bier⸗Wirthschaft
dabe Heute erdffnei und lade zu fleißigem Besuche
höflisst ein. — Für gute Getränke und Speisen
st bestens gelorgt.
dJaxkob Best,
Bahnhofstrahe.

AMAnIOCOC..
Mache andurch die ergebent Auzeige, daß ich durch
meine voriheilhafte Einrichtung in den Stand gesetzt bin,
allen Anforderungen in der
—Färberei,
bei bil Ager und prompter Bedienung, entsprechen zu
loönnen. I
BSerren Ueberzieher, Tuch und Damen⸗
mäntel, in allen Couleurs, werden aufgefärbt vnd er⸗
halten diefelben durch Aufdömpfen, ein, ganz neues
Aussehen. * Auch werden alte, abgeschossene Kie⸗
der, zu allen Facben und Stoffen, in den neuesten Mode⸗
farben geiärbt und bedruct.
EAufträge ůr St. Ingbert nimmt entgegen
die Vonn Bruch:? Montags, Mittpochs
und Freitang s dei Herrn Bierbrauer Heusser.
Hochach tungsvollst empfiehll sich
A. Heim,
Schönfärber in Blieskastel.

Sonntag, den 28. und niag 20. Otitoder
* * 3 ·
Kirchweihfest zu Neuhäusel,
wozu freundlichst einladet — GHussong ˖
Zwelbruͤcker Kirchenbau⸗Lotterie.
Genehmigt durch Allerhöchsten Erlaß von 19. Juli 1877.
Oeffentliche Ziehung am 3, September 18785.
Ein Haupttreffer M. 40, 200.
* 20 M. 20,000. 2
— — —55 Welrtete Treffer M. 8000. 38500. 2000. 1000. xc. 2c
Fin kräftiger Junge im Gamen 10,000 Treffer im Gasammbet. au von 150.000 M.
'ann unter vortheilhaften Bedius⸗ I Auf 20 Loose ein Treffer. A
ingen in die Lehre treten bei Das Loos kostet 2 Mark. Bei groͤßrer Abnahme Rabatt.
ʒader Met. Greß. Die General⸗Agentur:
Pc eo . August Schuse B. 5chnler'sche
is a aas n in — Kaufmann · Zweibrücken. Budhhandlung.
n avqhojtoq rojboluoberjsv F st mMarinirte Haͤringe, Edinburger Scottinen.
goanidnvcz 20 us ns aunn ein e engl. Bückinge zum Rohessen, Sardines
3 zarumm g nu Huile, Sardellen, russ. Reval-Sardinen, Pickles, Essig
zunuho 6 dun9 hurken Mainzer Sauerkraut, Krachmandeln, Citronat.
—75 * —716 Drangeat, Citronen, Capern, chines. Thee, engl. Biscuits
vnniag, 28. Ottobet 1877 7Tdamer Kugelkäse, Malaga · Tafel⸗Rosinen: 41444
Dramatische Soiree. u. Frucht ⸗Bonbons empfiehlt in vorzüglicher Qualität
* ante — —e — — J Peters in St. Ingbert.
imn Dae den henOepauser gernchte Rrod nd o rrecueen 5ñ
n nee Fleisch⸗ Preise der Stadi 50 pf.. Weißbrod Inn Kilog
Schwaut mit Gesang e 7 aorabtod 3an. 70. 240
3 und 3weib rücken vom 26. Oktober. 8 gdj —56 Zio F pf
3 —D Weizen 11 M. 80 pf Korn Bdemischtbrod 8 Kilo. O M. 97 Pf.
Vosse tga Gefan Osß M. 80 Pf. Gerste 2reihige Paar Wed 100 Gramm 6 P'f.
Bese ee. 5e indfl. 1. Dual. 70 Pf.
dae Naͤhere —8*— die Zeitel. 543 9— ene
. Hafer 6 M. 57 Pf. amfl. .Schweinefl.
wdiitaiteve ¶ de Saditheatere hz wie 4o diSirog.21 ün Vunir 1 Vi. — Wi. per Wf
Iii von r Demetz in St Ingbert.
SAlUnstrirtes Sonntaasblate Nr. AA
        <pb n="581" />
        St. Ingberler Anzeiger.

— —
— — ——
LDer St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermalz: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementopreis beträgt vierteljährlich

1Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder derex Raumꝛ. Neclamen
mit 30 Pig. pro Zeile berechnet.
AM 170. Dienstag, den 80. Oktober 1877.

Deutsches Reich.

Muünchen, 27. Okt. Das Begräbniß des Erzbischofs fand
unter großer Betheiligung der katholischen Bereine und Bruder⸗
schaften statt. Die gesammte Geistlichkeit, sämmiliche bayerische
Bischöfe gingen vor dem Leichenwagen. Der Genetal Graf Rech⸗
decg als Vertreter des Königs, Mitglieder der beiden Kammern,
der Magistrat, das Universitsrektorat, der Kriegsminister und
viele andere hervorragende Personen beschlossen den Zug.

Im Hinblick auf den in Nürpberg stattgehabten hygienis hen
Kongreß werden die chemischen Großindustriellen eine Versammlung
abhalten, um sich zu einer dauernoen Vereinigung zusammenzu—⸗
schließen. Etwa vierhundert chemische Fabrikanten werden in der
letzten Woche des November in Frankfurt a. M. zur ersten großen
Versammlung sich vereinigen.

Berlin, 27. Ott. Im Bundesratih glaubt man, daß die
Ausschüsse, denen die Steuervorschläge der Siempelsteuerkommission
zur Berichterstattung überwiesen worden sind, die Annahme der⸗
jelben empfehlen werden. Angesichts der finanziellen Lage des
Reiches wie der Einzelstaaten werden sie sich nicht bedenken, Steuer⸗
vorschläge, die weder große prinzipielle Streitfragen anregen, noch
in das Steuersystem der Einzelstaaten irgendwie störend oder hin—
dernd eingreifen, gleichwohl aber eine Einnahme von 20 Millionen
Mark in Aussicht stellen, zu befürworten. — Der Gesetzentwurf
wegen Einführung einer Reichsstempelsleuer von Spielkarten erhöht
die Sätze von 80 bezw. 30 Pf. auf 1 M. bezw. 50 Pf. Die
Erhöhung wird nur in so weit ausgeglichen, als jedes Spiel
don weniger als 86 Karten den niedrigen Satz bezahlen soll,
während bisher jedes Spiel von mehce als 32 Karten 80 Pf.
Stempel bezahlen muß. Im Uebrigen sind die Grundsätze des
preußischen Gefetzes unverändert geblieben. Dagegen ist in dem
Börsensleuergesetz der Stempelsatz erheblich ermäßigt im Vergleich
zu der letzten Bundesrathsvorlage.

Berlin, 28. Okt, In hiesigen offiziellen russischen Kreisen
wird entschieden bestritten, daß Rußland sich jetzt auf Friedens—
verhandlungen einlussen werde. Es fordert unausgestzt admini—
strative Reformen für Bulgarien unter Bürgschaft der Großmächte,
Revision des Pariser Vertrages, Eröffnung der Dardanellen.

Ausland.

Paris, 26. Olt. General Grant wird mehrere Wochen
in Frankreich bleiben und sich darauf nach Spanien begeben; eine
amerikanische Fregatte wird ihn alsdann in Lissabon erwarten und
ihn nach dem Mittelmeere führen.

Paris, 26. Okt. Die Gerüchte, die für das Jahr 1878
in Aussicht genommene Ausstellung solle verschoben werden, da die
Arbeiten angeblich noch im Ruckstande seien, werden von der „Agence
Havas“ für unbegründet erklärt. Eg wird hinzugefügt, die Arbeiten
für die Ausstellung seien so weit vorgeschritten, daß die Aussteller
bereits jetzt von den ihnen angewiesenen Plätzen Gebrauch machen
lönnen.

Paris, 27. Olt. Der deuische Botschaster, Fürst Hohen⸗
lohe, der gestern Abend um 9 Uhr hier eintraf, hat heute Nach—
mittag dem Marschall Präsidenten und dem Herzog Decazes emen
Befuch abgestattet.

Paris, 28. Okt. Der „Francais“ stellt in Abrede, daß
die Majorität des Senats sich auflösen und die Sache der Regierung
aufgeben wolle.

Paris, 29. Oklt. Bei den gestrigen Stichwahlen wurden
zewählt elf Konservative und vier Republikaner. Die Kammer
jählt nunmehr im Garzen 320 Republikaner und 210 Konservative.

London, 27. Olt. Der „Daily Telegcaph“ glaubt Grund
zu der Annahme zu haben, daß Osman Paschas Vertheidigung
von Plewna bald beendigt sein wird; selbst in Konstantinopel hält
man dessen Position für gefährlich, da er nicht Leute genug habe;
die Pforte fühlt bereits überall den Mangel an Soldaten und
Geld. — Nach den „Daily News“ ist Plewna seit einer Woche
vollständig eingeschlossen; Osman Vascha dürffe eben so schwer

durchbrechen können, wie seinerzeit General Trochu aus Paris. —
Die „Times“ ist ermächt'gt, eine Beschreibung eines Diners im
„Golos“ zwischen Mehemed Ali und dem russischen Fürsten Tschere—
metieff für unwahr zu erklären. — Unter den Katholiken Bos⸗
niens zirkulirt eine Petition, betreffend die Annexion Bosniens
durch Oesterreich.

Konstantinopel, 26. Olt. Wie die „AgencezHavas“
bissen will, wäre Mehemed Ali Pascha nunmehr definitiv zum
Oberbefehlshaber der Armeekorps in Bosnien und der Herzegowina
ernannt worden.

Konstantinopel, 28. Ott. Die Pforle benachrigte
den Boischafter Englands Layard: Ismail Pascha vollzog mit 40
Batalonen seine Vereinigung mit Mukhtar Paicha. Letzierer kon⸗
entrirte sich nach Vereinigung der Truppen bei Köprikoi in starken
Posit onen und erwartet die ihn verfolgenden Russen. J

Petersburg, 27. Okt. Offizielles Telegramm. Groß⸗
ürst Nikolaus besichtigte eroberte Positionen bei Dubniak. Haltung
der Truppen bewundernswerth. Unsere Verluste gegen 2500 Mann.
30 Offiziere gefangen, 4 Geschütze, eine Fahne erbeutet.
Vermischtes.

In Neustadi geht nach der „Neust. Zig.“ der Handel
nit Neuem sehr flau, lebhaft der Verzapf von Federweißem. Tre⸗
zermost wird von O— 12 M. per. 50 Liter bezahlt; für gekelterten
vurde schon bis zu 250 M. gegeben. In Hambach ist der ge⸗
kelterte Most so ziemlich alle zu dem Preis von 140 bis 145 M.
die 1000 Liter in feste Hünde übergegangen; die Logel Treber⸗
most von 50 Liter wurde mit 8 M. bis zu 8 M. 50 Pfg. ver⸗
fauft.

F Die 1. Eskadron des 5. Chev.Reg. wird am 1. Nov. l.
Irs. von Fohrbach nach dem Regimentsstabẽquartiere Saargemünd
derlegt.

Vor einigen Wochen wurden von englischen VBauunter⸗
nehmern zweihundert deutsche Maurer nach London berufen, um
dort an Stelle ihrer strikenden Londoner Collegen den Bau der
Berichtshöfe weiter zu jühren. Als sie jedoch in London ankamen,
heilten ihnen die englischen Maurer nach ihrer Auffassung den
Sachverhalt über die Arbeitseinstellung mit, und wußten die Deut⸗
schen zu bewegen, wieder in ihre Heimath zurückzukehren. Von
hamburg aus versicherten die Zurückbeförderten ihte Londoner Col⸗
egen ihrer besonderen Hochachtung und Theilnahme. Damit schien
nun die Ueberführunz deutscher Maurer nach London ein fuür alle
Mal beendet zu sein. Dem ist jedoch nicht so. Die englischen
Unternehmer haben in Deuischland neue Verbindungen angeknüpft
uind schon sind wieder 60 deutsche Maurer, wie „W. T. B.“ aus
London von gestern meldet, daselbst angekommen, um bei dem Bau
der Gerichtshöfe beschäftigt zu werden. Weitere deutsche Maurer
werden erwartet. Man darf nun gespannt sein, wie sich die Eng⸗
sänder den deutschen Arbeitern gegenüher benehmen werden. Schwer⸗
ich werden unliebsame Zusammenstöße zwischen Engländern und
Deutschen ausbleiben, falls die letzteren den eindringlichen Ueber⸗
redungskünsten der Londoner, wie ihre Vorgänger nicht weichen
und es vorziehen nach Deutschland zurückzukehren.

F Paris, 23. Ott. Der Prasident der Gasgesellschaft,
Dubochet, ist gestorben. Derselbe hat, wie gerüchtweise verlautet,
sein Vermögen von 80 Milonen an Gambetta vermacht. Mach
inderen Angaben nur 25 Millionen davon. Gambetta kann auch
damit zufricden sein.)

— Todesurtheile in Frankreich. Seit dem 1. Januar d. J.
änd in Frankreich vierzig Todesurtheile verhängt und zwölf voll⸗
strekt worden.
Für die Redaction verantwortlich: F. X Demetz.
Die zweite Nummer pro 4. Quartal der Pfälzischen Geflügel⸗
Zeitung ist bereits erschienen, und hat abermals wieder einen seht
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        eeichhaltigen und zugleich belehrenden und für alle Geflügel⸗ und
Singvögelzüchter sehr inderessanten Inhalt, zaAreiche Orig nal⸗Ar⸗
tikel, Correspondenzen u. s. w., über:

Aufhucht junger Truthühner. — Die Renlabilität der

Huhnerzucht. — Berjüngung der Hähne. — Die Emder

Haus. — Ueber Kreuzungen. — Verschiedenes. — Altona,

Bericht über die dortige Ausstellung von Tauben, Zier⸗ und

Singoögeln. — Ein Kampf ums Dasein. — Versendung

lebender Vögel. — Ueher Trinkwasser der Zimmervögel. —

Theuere Eier. — Briefkasten. — Inseraie.

Dieses für jeden Geflügelzüchter nützlche Blatt kostet pro
Quarial blos 65 Pfennige. Allenk. Postanstalten und Postboten,
scwie alle Buchhandlungen nehmen darauf Bestellungen entgegen.
die bereins eeschienenen Nummern können nachgeliefert werden.

Interessant
et die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sieh besindende Glücxs-
reige von Samuol Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sieh
urchꝰ geine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
mgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworbon,
Jeden aut dessen heutiges Inserat schon an dieser Stolle auf-
nerksam machen.

Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annoce ver
derren Kaufmann und Simon in Ham b urg besonders aufmerkfam.
Fẽs handelt sich hier um Original⸗VLoose zu einer so reichlich mit Haupt ⸗Ge⸗
insien ausgesiatteten Verloosung, daß sich auch in unse rer Gegend eine sehr
ebhafte Beiheiligung voraussetzen läßt. Dieses Unternehmen verdient das
solle Verirauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch
orbenannies Haus durch ein sieis streng reelles Handeln und Au Szahlung
ahlreicher Gewinne allseits bekannt ist.

—

andleih-Anstalt.

Ich bringe hiermit zur Kenntniß des vecehrlichen Publikums,
dab * in Zweibrücken im Seitengebäude der Frau Wwe. No⸗
iär Schmolze, 353 röffnet habe..
dammgassenecke eine Pfandleih-Anstalt ohe Zusiche⸗
ung strengster Discrelion und rechtlicher Bedienung, halte mein In⸗
titut angelegentlichst empfohlen.

BSer Eingang zum Bureau ist der Caserue
gegenüber. J

F Ed. Jaffs.
LEine große Auswahl der neuesten —
Oval. Pfeiler-u. Rundeckspiegel

empfehlen zu düßerst billigen Preisen
Gesbr. Schuster.
Möbel Lager.

— —Alle Sorten —

Rohr-, Stroh- u. Weidenstühle

üefern bill:gst und mpfehlen hiervon eine große

Auswahl 9
GePr. ShUSIOO. —2

Möbel Lager. M

8

2PP.
mpfiehrt
Haupt-Gewinn
ev.
37, 000 MI-
Eimiadung zur Betheiliguug an die

Ge WVinn-Ohancen

der vom Stante Hamnurg garantirten grossen

Geid-Lotterie, in welcher ühber
RLIIIIIo n MT K
sicher gewonnen werden müssen

Die Hewinne dieser vortheilhaften Geld-Lotterie
welehe plangemüss nur 85, 500 Loose enthaält, sind folgende: nãmlich
Gcviün ev. 8375, 000 Nark, speciell Mark 250.000 125.000 80,0900.
⏑6,0οο 6 me o e ,, , 10
—A 12900 —X
⏑ O 200, 206 nas 0 2000 und
Fo ⏑—600. 364 mas 0, 300 und 230, 28246
— 8 Ld . 188388 maĩ 94, 67, 63, 20
s le Ab-
Imingen icheren PEntscheidung.

Die erste Gewinnziehung ist amtlich fastgestellt und Kostet hierzu

das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das halbo Originalloos nur 3 Reichsmarß,

das vicrtel Originalloos nur Ih Reichsmark,
and werden diess vom Stante garantirten Original-
Loose (keino vorbotenen Promessen) gegen frankirteé Tim-
sendung des Retrages oder zegen Postvorschuss
elbet nach den entferntesten Gegenden von mir versaudt.

Jeder der Betheiligten erhalt von mir neben seinem Original-
Loose auch den mit dem Staatswappen versehenen Original Plan gra-
tis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtliche Ziehnngsliste
anausgefordert zugesandt.

Die Auszahlung und Vorsendung der Gewinngelder
rfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und untor strengseter
erschwiegenheit.

Té BestelInng kann man cinsfach anf eine Posteim-
2IuBnBSIAArte machen.
Man wende sien daher mit den Aufträgen
der nahe bevorstehenden Ziehunsg halber bis zum
15. November d. J.
vertrauensvoll an
2
Samiĩet Heobsseher sen.,
Banquier upd Wechsel-Comptoir in HUamburg.
— — — —
Feinstes Mainzer Sauerkrant Würfel- und gemah—
per Pfund 15 Pf. len
Kieler Sprotten sowie en Zucker

pecr Dutzend 45 Pig.

Fatharina-Pflaumen große Lainsen

Pso. 80 vi. erpfiehlt P. Zepp.
empfiehlt A. Weters.

Die Gewinne
XCC
dorr sAuA ai

Mam Biĩete demnm Gbiic α IXRX
*75. 000 R. Mark
Jaupt-Gewinn im günstigsten Falle pietet die aIIéærneueste
roSssse Geld-Verloos ung- velehe von der hohen Regierung

Fenehmigt und garantirt ist.

Pie Foriheiafte Vinrichtung des neuen Plares ist derart, dass
m Laufe von Fenigen Monaten durch 7 Verloosungen 46, 200 G
E aur sicheren Pntscheidung kKommen, darunter befinden sich
Tauptreffer von eventuell R. M. 475. 000 speciell aber
Jewinn a — dewinn a 2,00 0
Fewinn a. 125,000 28 Gewinne à M. O, 000
jewinn à . 80,000 Gewinne aà M. 83000
— 27 Gewinne à M. 3000
zewinn ,000 52 Gewinne a 000
zewinn 000 200 Gewinne àa J— 2400
Jewinne 000 10 Gewinne a] 1200
Jewinue a 200 521 Gewimo a M. 300
Gewinne a 1., 000 706 Gewinne à M. 230
qevinne à M. 20,000 23. 635 Gewinno a M. 138
Gevwinne a A. 185,000 eto. ete.
Die Gevimiebungen sind planmüssig amtlieh festgestellt.
Zaur paechesten ersten Gewinnziehung dieser grossen vom Staat—
arantirten Geld-Verloosung kostet
ganzes Original- Loos nur Mark 6
halbes — 3
1 viertel * ILII/s
Alle Auftrâge werden sofort gagen Jinsendung, Postcinzahlung
der Nachnahmé des Betrages mit der grössten vorgfalt ausgeführt
ctait Jedermann von uns die mit dem Staatswappen verschenen
driginal· Loose selhet in Händen.
Becteuipgen verden die orforderlichen amtlichen Pläüne gra-
is beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten
maufgefordert amtliche Listen.
Hie Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-
Jarantie und sann durch directe Zusendungen oder auf Verlangen der
snteressenten durch unsere Verbindungen an allen grösseren Plützen
henteschlands veranlasst werden.
ere Collecte war stets vom Glũcke begunstigt und hatte sich
tieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der
rcten Haupttreffer 20 erfreuen, die den betreffenden Interesdenten
Urect ausbezahlt wurden.
Vαιen fann bei einem solchen auf der solidesten
Rasis gegründeten Unternehmen uberall auf eine sehr rege Bethoi-
igung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir daher.
Me Sufträge ausführen zu können, ung die Bestellungen baldigst
a jedenfaiis vor dem 15. Novemn her d. J. zũukominen zu lassen.
Kaufmann &amp; dimon,
Bank-uva wechsel-Geschaft in Hamburs F—TTuöp—
Ein- und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Bisenbalun-Actien is q di aꝛq u gaa⸗gore
und Anlehensloose. euot jaruuuoo
P. 8. Wir danken hierdurch für das uns seither geschenkte Vertrauen Re nun en uvb i avqhattaq Piajbo —XX
uud — bei Eeinn der wgu —— zur Betheili- g 2gbaidnocz aꝛq ud ⸗pn un
ng einladen, werden vgir uns auch ferner in bestreben, dureh p
58 prompto mma een Bedienung die volle Zufriedenheit — Bogen —VVV
paerot geehrten Interessenten au erlapgen. D. O. 7 ß
—— Leenrron — — Druickerei ds. Bl. unuhogẽ WM
— — —— — — — — — — —
TA nd 7ecmet in St Inabert.
        <pb n="583" />
        4J — 282
* »532325 7 28
8z2855— 5—333533 —A
22 2333—38—5S—5 SS3 2
— —— * 534 88 532828 3238
2858 —552 *5 8 * *
— — D —J 28 —A 23
22 — * —28535 527 S —— 2 2582 5* 55825 —289 528
— — S5 3582 23522 5 * — * — 83 — 2 z —— 8 —
— *2 — —32 252 —8 —3 2 8324 — —A — 2
4 — —5 — 32 3235 * 2—z— —A —— 255
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353353325 SB — 2 2 222524 553 —E
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25353583537—3553 3358 55 25532535 z—
sz633555 333 z8 3335533 355
VVSOSe 2828* 3 35258233 87388 5328 —A
3538 —3983 25733853338 52* 55kz5583253308 z555
2 —— —2382232— —— —— 5328 —— * * ——27
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der St. Jugberter Anzeiger und das (2mal woͤchentlich) mit dem Hauptblatie verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntagt wit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Aboune mentspreis betragt vierteljahrlich

1Mark 20 R.Pfa. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg.fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Rau. Neckamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 17—. — Donnuerstag, den 1. Novembbe 1377.
Deutsches Reich.

München, 29. Olt., Das hiesige Domkapitel hat heute
einstimmig, den Generalbikar Dr. Kampf als Kapitelverweser ge⸗
vählt, nachdem der Domprobst v. Prand und der Domdechant
d. Reindl ihres hohen Alters wegen die Wahl abgelehnt hatten. —

Mümchen, 30.Okt. (Landiag.) In der heutigen Sitzung
wurden die auf die Tagesordnung geseßten Finanzausschußberichte
zustimmend angenommen. Die Mandatsniederlegung Keller's (Lan⸗
dau) wurde genehmigt. Am Ministertische waren die HH. von
Pfretzschner, v. Lutz, v. Berr anwesend. Nächste Sitzung am 6.
November.

München, 30. Ott. Der neuernannte stellvertretende
Bevollmächtigte Bayherns im Bundesrath, Oberregierungsrath Frhr.
d. Raesfeld, wird dereits morgen nach Berlin abreisen, da im
Bundesrath alsbald wichtige Fragen finanzieller Natur, die Herr
. Raesfeld vorzugsweise zu vertreten haben wird, zur Berathung
u kommen haben.

Ausland.

Marschall Mac Mahon soll nach dem „Tempa“ jetzt zu
»er Erlenntniß gekommen sein, daß die gegenwärtigen Umstände
zebieterisch einen Wechsel in der Politik empfehlen. Die einzige
Frage sei die, ob der Marschall diesen Wechsel vollziehen, oder dies
uinderen überlassen werde.

Die eigentliche Linke in Frankreich will belanntlich von Ver⸗
öhnungsgedanken nichts wissen. Jeßtt spricht man in diesen Kreisen
ogar davon, das Ministerium des 16. Mai in Anllagezustand zu
ersetzen, besonders Gambetta scheint sehr dafür zu sein. Unter
den heutigen Verhältnissen dürfte dies eine schiefe Maßregel sein,
»a man im Lande überall zur Vermittelung geneigt ist und extreme
Mittel nicht liebt.

Konstantinopel, 29. Oklober. Amllich wird gemeldet:
Suleiman Pascha ist gestern nach Rasgrad zurückgekehrt und hat
die Garnison von Basardschk verstärken, auch gegenüber voraus⸗
ichtlichen Angriffen von der Dodrudscha her Vertheidigungswerke
errichten lasfsfen. In den Rasgrad umgebenden Orischaften wurden
Tavalerie-Vorposten stationirt. — Am Freitag wiesen die Borposten
vor Rustschuk russische Angriffe zurück. — Mukhtar Pascha, durch
Ismail Pascha's Truppen verstärkt, hat sein Haupiquartier nach
tinem Ort zwischen Köprikoi und Sewin verlegt; derselbe krifft
Vorkehrungen, um die Russen, welde Erzerum bedrohen, aufzu⸗
zalten.

Vorige Woche haben im türkischen Reich die Wahlen zu dem
Abgeordneienhaus nach der von dem Vorparlament gutgeheißenen
Wahlordnung begonnen. Die Reform⸗Arbeit, welche des Abgeord-
jetenhauses wartet, ist von nicht geringer Bedeutung auch für den
lünftigen Friedensschluß; denn der Werih dessen, was da geschaffen
vird, ist voraussichtlich von großem Einfluß auf die Forderungen,
relche Rußland wird durchsetzen lönnen. Rußland hat ja fiets
netheuert, daß es ihm nur um die Besserftellung der Christen in
er Türkei sei. Fällt die Reformarbeit des türkischen Parlaments
d aus, daß die Lage der Christen wirklich echeblich gebessert wird,
o fällt das weg, was Rußland als Grund des Krieges vorge—
Hoben hat, und es wird beim Friedensschluß nicht“ mehr Garan⸗
ieen füt etwas verlangen lönnen, was schon gegeben ist. Oder

es muß die Maske fallen lassen und endlich eingestehen, daß
die Humanilät ihm nur Vorwand, Ländergier aber sein wahrert
heweggrund war. J

Petersburg, 30. Oklt. Eine Depesche des „Golos“
nus Wisinkioi vom 29. d. meldet: General Heimann hat sich mit
Zeneral Tergukossow vereinigt z beide sehen die Verfolgung Jsmail
haschas fort. Heute bivouatirten die beiderseiligen Truppenab-
beilungen dei Hassan-Kaleh.

Petergburqg, 30. Ock. Amtlich wird aus Bogot vom
'9. ds. gemeldet: Gestern umzingelten die Gardetruppen unter
heneral Gurko die befestigle Posinͤn der Türken bei Telisch auf

der Chaussee nach Sofia und erdffneten ein Bombarbement mit 72 Gre
schützen. Nacbdem das Bombardement ? Stunden gedauert, rapitulirte
die Garnison von Telisch und streckte die Waffen; dieselbe wurde
»on Jamail Chaki Pascha befehligt und halte eine Staͤtte von7
Tabors nebst 83 Geschüßen. Etwa 800 Mäm sind entflohen;
die übrigen der genannte Pascha und über 100 Officiere, befinden
ich dorläufig in der Redoute bei Gorni-⸗ Dubniaksollen jedoch
reigelassen · werden; nur Ismail Chaki Pascha und einige andere
Afficiere zogen es vor, in der Gefangenjchaft zu verbleiben. Der
rusfische Verlust an Infanierie betrug: 1Sanm wodh, 18 Mann
verwundet.. Das Leibgarde⸗Ulanenregiment, welches einen Angriff
auf feindliche Infanterie machte, hatle 6 Officiere und gegen 80
Mannschaften verwundet. Die sonstigen Verluste sind noch nicht
hekannt, doch jedenfalls nicht bedeusend.

—i —

VPerwEtes. —
f In Zweibrücken hat sich eine Genossenschaft zum Zwecke
der Forderung der Pferdezucht gebildet, dem bis jetzt 19 Personcn
als Mitglieder beigetreten find.
FPirmasens, 29. Oktober. Der Fiegelarbeiter Fr
deunel von Windsberg kam am Samstag Abend zu seinem Brod⸗
jerrn A. Schmitt von der neuen Ziegelhütte hier, um sich seinen
Bochenlohn auszahlen zu lassen. Als Schmitt die Geldschublade
zufzog, in welcher ein geladener Revolber lag, griff der Arbeter
jach der Waffe. Schmitt warnte ihn, da der Revolber gebaden
ei, aber schon krachte der Schuß, Kennel machte wenige Schrine
nach der Thüre hin und hrach todt zusammen. Die Kugel war
hmm in die Brust gedrungen. Der Unglüdliche, ein braver Arbeiter,
ist 31 Jahre alt, und Vater von 2 Findern. (P. A.)
Freinsheim, 26. Oktober. Aus den besten Lagen
wiegt der Most von 80 bis 90 Grad. Verkauft ist dvoch seht
venig, einige Fuder zu 170, 175 bis 188 fl. Logelweise wird
dier gar keiner verkaust; Alles muß keltern und einlegen, was für
die hleinen Leute sehr empfindlich ist, da diejelben nicht mit den
nöthigen Geräthen versehen sind und Geld brauchen.
fSpeyer, 80. Olt. Die Ausstellung von pfälzischen Ta⸗
balen, welche vom 1.-8. Novor. hier abgehalien wird, verspricht
ein überraschendes Ergebniß. Die Zahl der Anmeldungen wird
200 erreichen, darunter Produkte von vorzüglicher Guüte und Schönheit.
fSit. Wendel, 20. Ott. Gegen einen hiesigen Photo⸗
Zraphen, welcher das bekannte Bild: Die „Muttergottes von Mar⸗
pingen“ verbielfältigte und dann öffentlich verkaufen ließ, ist seitenß
des Verlegers des Bildes, Theissing von Koln, Strafantrag gestellt
wotden, welcher, da die Photographie gefetzlich deponirt war.
jedenfalls mit der Verurtheiliung des hiesigen Muttergottesmannes
enden wird. (Saarbr. Zig.
FMünchen, 28. Okt. Der Liter Wimerbieres im heute
wieder eröffneten, neu hergerichteten k. Hofbräuhause ist auf 24
Pfg. festgesetzt. Der Zudrang im Hofbräuhause war ungeheuer.

Mäünchen, 29. Oit. Der Xylograph Kaspar Braun,
Herausgeder der Fliegenden Blätter, ist heu gestorben.

7In Frankfurt bistanden von 86 Examinanden nur

10 das Einlährig-Freiwillige⸗Examen.

fIn Mainz brannte sich ein Herr, während er Papiergeld
ählte, eine Cigarre an. Ein neben ihen fitzender Zjaͤhriger Knabe
steckte in seinem Nachahmungstriebe, als der Vater eben den Müdn
zekehrt hatte, mid einem Zündhölzchen die aufgehäuften Banknoten,
im Werthe von 1500 M. in Brand. Man kann sich den Schrecken
denken, als der Papa die ganze Summe der Ba nknoten verlohlt
fand.
FBerlin, 29. Okt. Der „Reichsanzeiger“ enthält die
Toncessions urlunde, betreffend den Bau und Bestseß einer Eisenbahn
von Frankfurt a. M. nach der Riedbahn, sowie von Hanau nach
Babenhausen durch die Hessische Ludwigs-Eifenbahn⸗Gesellschaft. Die
Inbetriebnahme beider Bahnfirecken muß innerhalb 4 Jahren vom
10. Ollober an gerechnet ersolgen.
        <pb n="586" />
        f Ein neuer Liebeszau ber. Aus Eifersucht hat ein
Bauer in Topolya (in Ungacrv) seinem Weibe die Nase abgebissen.
Der Bauer wollie auf diese Weise verhü en, daß sich ein Anderer
ia seine Frau verliebe. Diese eilte biutend und jammernd auf
zas Gericht, um den grausamen Gatten zu verklagen. Der Bauer
purde sofort zu Gericht zitirt und schacf ins Verhör genommen,
wobel er ganz ruhig bemerkte: „Ich hahe sie so auch gern und
habe dieses Minel nur angewender, damit kein Anderer ich in fie
mebe!“ Nun gab sich auch die Frau mit der abgeb ssenen Nase
zufrieden, weßhald auch der Richter in der Sache nichts weiter
hun konnte. Mann und Weib leben wieder friedlich bei einander,
Janz so wie früher, nur um eine Nase aͤrmer.

fLondon. Nach dem Bericht des Londoner Generalpost⸗
direktots fanden sich innerhalb eines einsigen Jahres in denLondonet
Brieftasten allein nicht weniger als 28.103 Briefe ohne Adresse;
zaranter 832 solche mit Werthpapieren und Baargeld und zwar
im Gesammtbetrage von 125,000 Francs. Außerdem fand man
in den Briefkasten 78,572 Freimarken, die so schlecht aufgeklebt
worden waren, daß sie herabfielen. Ein ganz offener Brief an
einen Banquier enthielt 75,000 Francs in Banknoten. Die Zahl
der wegen ungenauer oder schlecht geschriebener Adresse unbestellbaren
Briefe betrug nicht weniger als 8 Millionen und darunter viele
Tausende mit Baargeld und Banknoten. Auch die praktischen Eng⸗
Ander können, wie Figura zeigt, sehr zerstreut seiun.

Annonoen für folgende Zeitungen;
Baslor Nachrichten, wolle man zur Vermeidung ron Zeitversãumniss, stets direet richten an Genfer Journal,
Neuo Zurcher Zeitung, FIA ' Vogler Fribourg, Conféders,
dehweizer Handelszeitung, FPANMMBUBRV. I. „Litto (hroniquonr,
— — I ——— — — Freiburg, Oberrh. Lurier,
or Lon 80 al da gonannte Blatter ihre Annoncen Berlin, Mochonsehrift does
Nouchatel, Dnion Libéralo aussehilesslieh dureh diese Firmma Voreins deutseh. Ingoniouro
azetto do Lausanne. annehmen und vorrechnen lassen. Deutsche Jacd-Zeitung.
Tanz Unterrich —
Unterze chneter hat sich in Kaiserblautern niedergelassen und
beabsichtigt dahier einen Tanz Eursus zu eXxöffnen. Es werden
die neuesien Salon-, sowie die gewöhnlichen Rund⸗Tänze ge—
lehrt. — Herr Kaiser nimmt Anmeldungen entgegen.
HKHæeuuteæl, Lehrer der Tanzlunst.

2232 tati
icitation.

Dienstag, den 6. Novem⸗
jer nächsthin, Nachmitiags 2 Uhr
ju St. Ingbert im Caso Ober⸗
hauser wird vor dem unterzeich⸗
neten hiezu gerichtlich beauftragten
igl. Notar Sauer im Amis sitze
u St. Ingbert die nachstehend
ezeichnete zu der zwischen dem
zafelbst versiorbenen gl. Poster⸗
editot Ludwig Schnorr und
dessen hinterbliebenen Wittwe
Zatharina Schäfer bestandenen
Hutergemeinschaft gehör ige Liegen⸗
schaft im Banne von St. Ing⸗
dert der Abtheilung wegen oͤffent ⸗
tich an die Meistbietenden zu
xtigenthum versteigert, namlich:

Pl⸗Nr. 62. 7 Dez. Flaͤche,

Wohnhaus mit Waschküche,
Schweinstall u. Hofraum u.

Bl Nr. 63. 8 Dez. Garten

dabei.

Das Ganze gelegen an der
Zaiserstraße zu Si. Ingdert ne⸗
hen Gebrüder Becker und Hein⸗
rich Westphaelinger Erben.

Eigenthümer sind:

I.“ Naidatina Schäfer, jetzt
hne Gewerbe in Deidesheim
vohnhaft, Wittwe des Verlebten.

2. Teren mit demselben er⸗
jeugten noch minderjährigen Kin⸗
der a. Katharine Josephine und
d. Anna Maria ẽranziska Schnort
welche ihre Mutter zur gesetzlichen
Vormünderin und Cgristian
Schnorr, Bahnbediensteten in
—XXID—
Sit. Ingbert, 19. Ott. 1877.

Sauer. k. Notar.

Ein braver Junge
* in die die Lehre genommen
ei
Joh. Schmitt, Zeugschmied

in der Gaß.
Warnung.

Ich ersuche hiermit Jedermann,
nmeinem Sohne Peter weder
zuf meiren Ramen eiwas zu
zorgen oder zu leihen, indem ich
leine Zahlung oder Garant'e füͤr
zenselben leiste.

Veter Wagner, Schlosser,
in Rohebach.

Dam der Kranuke
zevor er eine Kur unternimmt,
wer die Hoffnung auf Gene⸗
ung schwinden laͤßt, sich ohne
dossen von den durch Dr. Airy's
deilmethode erzielten über⸗
ascheaden heilungen Überzeugen
ann, sendet Richter's Verlags⸗
Anstalt in Leipzig auf Franev⸗
zerlangen gern Jedem einen
Attest⸗Auszug“ (190. Aufl.)
zratis und franco. — Versäume
iemand, fich diesen mit vie⸗
en Krankenberichten verse henen
Auszug“ kammen zu lasjen. —
Jon vem illustricten Original⸗
werke: Dr. Airy's Naturheil⸗
methode erschien die 100. Aufl.,
Jubele Ausgabe, Preis! Mk.
su veziehen durch alle Buch⸗
handlungen.
— rn

Vorschuß-Verein St. Ingbert
(eingetragene Geuossenschaft.)
Umsatz im Monat October 1877.

Soll. Habon.
Fonto-Corrent-Conto N. 333289. 34. M. 323612. 24.
Wechsel: Conto . 32290. 05 42857. 15.
Fanten und Vereine, 403971. 21.. 4 4198889. 52
zassa- Conto 10521. 34. 102150. 55
Jinsen und Prov. Conto 1049. 04. 256. 8.
Lratten Conto 5235. 84. 1843. 35.
effecten⸗ Conto 2648. 538. — 1675. 71
ztammant heil⸗Conto, 600. —. 624. —
eservefond Conto 49. —
Zparkassen Conto 6094. 88. F 3142. 18
Harlehen Conto 6350. —. 1000. —

M. 897050. 21. M. 897050. 21

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24 Lie ferungen, à 60 Ffennige.
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Mbliouraphischen Institutes
ALeipoaiꝙ.

Zueite Aufluge 1876

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* s 53355553335 255386538 —333226
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325822722 —A — —— *53 — 2 * 55
333 35533 Z 82232
253 33333383885 5—58358 53236522385 —— 5585
* —X 5 2 58 238 * 52 2 2 2 3**2 2
2535 223—53532 34 328 —1232 5535— 228 25
36333 — 235337 — 3323358
— —3 — —2 — J ——
5s53523325383* —A— 38353—35538 333383253 288
2325 * 532 55 385 585582 —z5*8 3322 25353*55523 22235
5ü525222585 — 53 55 -253 535252 — — —A———
—— 2 . — 8225 * 222 —A 2 3 2* 2 *
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222 52 5222 2 —232 E 2 —— 22 * 222 83 —— —
3282 5328335725 *»—8235* —ä — 88853735
— — —33—573358363 2385
— 5 555 25 227 88 — 73328 — 232228 7
2835333868 —s 352—s 32553 33?—
525557322374622 — 3 55—332— 253 — 3— 225 —5— 2 7
—AA 253283232508 35 —2232 —— — 5— 238327 2 3 **3252
55—522 — * 2 2* 22 7.85 —— 2 * 8 —
—2 7 —— 2— 52 2 — —— —— —A 3222 3 2
35 225 5723527 53 332 383835 5235 — 385883833
E. — 5 3 — — 52 —7 *25 8 2 25 * — 7
* —53233555 — 3282 —— 558 55532 —
8 2 * — 88 2 * 2 — — —* 225
e 333533 23835
— 2* — * — * * —
2586—. 5— —283 25 285 2 —2528 523 z3z5755* 7—2 2
*538 3233 2232323253 23323322* 335 — *5 22
25 2. 322 —— — — 22 —— ——
— —— 3 —55—3 —5353323335 7 —28355558
2 2 B 222 2* 292 25 * 532223 75 DS 2 8* 2 22 *
32— —— 323 — —— —A 8 3255558222 57255
—A—A—— x— 238322387 “236* 32535532 2 5555 83535522*
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575577— 5583528 m833327 — ——— *
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33335578532333355 —8558 58
23 — —2z32z3 —53 —522354 *27
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—8 —232 * —X
8 5253 588 53333332338 *28 —A
232 5 — 32 *5 33 3357 22 — —2*26
2 55 252* * z2z25 35 49055335 53325 s* 55*28
2 * — — * J3 — * * —7* * —— 8
232232 5 2 — AJ— —s»———A 2 z 2B553
23 522 8 * 2 8* e 522 8 8 —1823
233233 2 36 338 748 31335338 3332335 8
—8 — 5 —8 23355 * ⸗ 3 2 * m
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Sn — 2 8 * 552 — * — 25 83 5 2
7 5228 * 28 — 2 2 S 8 3 —5838585 W —52 5 —A
—B ———— 2555583 3337353532* 553 3 5538 233338
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53523855 — — 653 * 552535232 322 55538 —A 225
— 2 — 2 — — — 8 8 —23235 52 — 2B*8 —E
2* 25332 * e3 — 5 2 56 52338 523 23 2 5. 57.5
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3225222 5 3555 523353 257ck 525532323733 —A E 2
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2 224 * 3 8565 5333353 2 S22
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3238383
33 3 25353 8
3 *
—— — 2 — ⸗
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55 5553 *

2 —22522 —2 2 —3—

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        Slt. Ingberler Anzeiger.
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Ter St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter WBei⸗

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M 172. Eamstag, den 8. November 1877.
— *
Deutsches Zeich.

* Muünchen. Der unlängst verstorbene Thiers sagt in
seinen „politischen Testament“: der Soc alismus sei aus Frank⸗
zeich aus⸗ und in Deutschland eingewandert. Da sich nun nicht an⸗
aehmen läßt, daß er seinen Franzosen lediglich etwas weiß machen
wollte, so haben wir eben wieder ei nen Beweis von der Oberfläch—
lchkeit, womit seibst die größten Männer diesec Nation oft über
wichtige Dinge zu urtheilen pflegen. Die Versailler Truppen haben
vohl die Pariser Commune besiegt urd einen Theil der Scheusäler,
hie sich dabei hervorthaten, unschädlich gemacht. Danit ist aber
)er communistische Geist nicht ausgerottet; so weit reicht selbst die
Wunderktafi“ der Chassepots nicht. Allerdings besteht oder be⸗
and bisher ein Unterschird zwischen deutschen und französischen
Socialisten. Die rothen Franzosen schwuren auf ihren Meister
Proudhon, der Jeden, der bisdec nichts hatie, zum Eigent,üner
nachen und zu diesein Zweck den großen Gruadbesitz zerschlagen
vollte, was er die „sociale L qudation“ nannte. In diesem System
egt das Princip der Theilung, das aber die deutschen Socialislen
abiäugnen. Sie sagen: es müßten nicht die Proletarier zu Kapi⸗
salisten, sondern die Kap talisten zu Proletariern gemacht werden.
Das visherige Eigenthum an Grund, Boden, Häusern, Maschinen,
Werkzeugen, Vorräthen u. s. w. wird confiscirt, aber nicht zur
Wiedervertheilung, sondern zum Vortheil der Allgemeinheit, das
Jeißt: es wird in Collektiv-Eigenthum verwandelt. Dann wird's
lastig, denn Niemand arbeitet mehr auf eigenes Risiko, sondern auf
Rigie; was hervorgebracht wird, ist Gemeinprodukt und Gemeinguf.
Ztatt des Lohnes bezieht der Arbeiter eine „sociale Besoldung“,
zuch gibt es, wenigstens für den inneren Verkehr, kein Geld mehr,
ondern — Arbeitscertificote. Gegen diese kann man sich bei den
großen Magazinen“ das Nöthige umtauschen. Mit solchen wohl⸗
etwotben Anweisungen auf Genußmittel werden auch Aerzte, Lehrer,
Berwaltungsbeamte, Kunstler u. s. w. entschädigl. Da es auf der
Welt keinen Schwindel gidt, zu dessen Vertheidigung sich nicht ein
eutscher Stubengelehrter herbeiliezde, so hat auch dieses Volka—
beglückungs ˖ Programm neuestens von Stuttgart aus eine recht wohl⸗
oollende Beurtheilung gefunden, vorausgesetzt, daß einige Kleinig⸗
keiten geändert werden; namentlich für die Werthbestimmung der
geleisteten Arbeit müsse ein praktischer Maßstab erfunden werden,
jonst könnte es bei der Austheilung der Certificate Schläge ab⸗
etzen. Den Franzosen, welche gern g'radezu genießen, wollten diese
erweckelten Theorien disher nicht einleuchten. Jetzt soll es den
deutschen Socialisten, namentlich einigen mit hinreißender Beredjam⸗
eit begabten Schustern und Spänglern gelungen sein, sie auf dem
lezten Congreß von der Richtigkeit derselben zu überzeugen, so daß
aljo der eigensliche Socialismus im Begriff ist, sich aus Deuisch
land über Frankreich zu verbreiten. Warum bei den letzten jen—
seitigen Wahltämpfen keine socialistischen Schlagworte — „Enterbung,
Rothstand, Mastbürger, Vampyr“ — zu hören waren, das ist etr
erklärlich. In Frankteich handelt es sich in erster Linie und vor
Ullem darum: die Monarchie fernzuhalten. Am Ende läßt sich
»eine Bürgerrepablik doch leichter roth anstreichen, als ein König-
der Kaiserthum beseitigen. In Deutschland hingegen müßten die
Socalisten ihren dkonomischen und philosophischen Kram auslegen,
»a die Staaisform nicht in Frage steht. Mit dem Maul und auf
dem Papier Ldäßt man diese Leute ruhig das Pribateigenlhum in
Tollektiveigenihum verwandeln. Wollten sie aber z. B. beim Unter
zollinger die Errichtung einer bayerischen Republik diskutiren, so
würde sich die Polizei sofort in eine andere Position werfen. Und
varum? In dem Bestand der Monarchie liegt ehen die Garantie
Jegen den Socialismuzs. So lange die große Masse des Volkes
n Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg noch an ihren monar—
Hisch⸗constitutionellen Einrichtungen hängt, so lange der Deutsche
einen Charakter überhaupt beibehält, und klösterliche oder zucht
Jäuslerische Gleichmacherei vecabscheut, so lange können die Socialisten
Alenfalls Wahlzettel bekommen, weil Viele ja doch ihre Unzufrieden⸗
Jeit ausdrücken wollen, aber vraktisch werden ihre Lehren nichl

werden. Und das ist ja wohl auch gar nicht die Absicht der Brod
agitatoren.

Berlin, 20. Okt. Das von dem deuslschen Botschafter
Beneral v. Schweinitz dem Petersburger Kabinet überceichte Memo⸗
zandum, welches die Wünsche und Vorschläge unserer Regierung
hetreffs Förderung des Handelsverkehrs zwischen Rußland und
Deutschland zusammenfaßt, berührt auch die Frage des Paßsystems.
leber das gegenwärtige für die Deutschen so lästige russische Paß⸗
ystem erfährt die Voss. Zig.“ Folgendes: In Rußland wird
nuf dem Nationalpaß, mit dem ein Deutscher zum erstenmale das
stussische Reich betritt, unbedingt der Vermerk gemacht, daß es dem
Inhaber gestattet ist, sich sechs Monate in Rußland aufzuhalten.
sach Ablauf dieser Frist ist der Deutsche verpflichtet, auf Grund
des Passes sich von den russischen Paßbehörden mit einem auf ein
Jahr giltigen Aufenthaltsschein versehen zu lassen, der alle Jahre
zu erneuern ist, und zwar gegen eine Gebühe von 4 Rubeln für
zeute geringeren Standes und von 9 Rubeln für Leute hoöheren
S„tandes. Erachten die Lokalbehörden außer diesen Aufenthalts⸗
cheinen von den in Rußland lebenden Deuitschen noch besondere
Beweise ihrter Zugebörigkeit zum Deutschen Reiche für nothwendig,
o dient die Matrikelbescheinigung des Konsuls als Beweis, der
iber stets dis Versehen mit einem von der russischen Gesandischaft
zusgestellten Nationalpaß oder Wanderbuch vorherzugehen hat.
Diesen überltiebenen Belästigungen der Deutschen durch Plaßplackereien,
voducch Rußland sich eine Einn ahmequelle gebildet hat, ist durch
die in neuerer Zeit vom Generalgouverneur von Wilna getroffene
Anordnung, daß fortan den lediglich mit Grenzlegitimationsscheinen
die russische Grenze überschreitenden Reisenden Aufenthalisscheine
im Innern des Russischen Reiches nicht mehr ertheilt merden sollen,
ziese viesmehr nur auf Grund eines förmlichen Passes oder Wander⸗
»uches zu erlangen sind, die Krone aufgesetzt worden.

Berlin, 28. Okt. Die „Nordd. Allg. Ztig.“ druckt an
hervorragender Stelle folgende Ausführungen der halb amtlichen
„Wiener Abendpost“ über die auftauchenden Friedensgerüchte ab:
VBorgestern tauchten in politischen Kreisen Berlins und Wiens
Friedensgerüchte aaff. Man fragte von Berlin in Wien und von
Wien in Berlin an, ob die Nachricht begründet sei. Sie war aus
London gekommen. Die „Politische Correspondenz“ und mehrere
Wiener Blälier erhielten gestern ausführlichere Nachrichten. Die
„Polit. Cotr.“ veröffentlichte die Meldung: „daß die Pforte die
zuten Dienste Englands in Anspruch genommen habe und daß man
ziesmal in London Hoffnung auf ein Gelingen der Bemühungen,
den Frieden anzubahnen, setze“, mit Reserve. Andere Organe setzen
Blauben in die Botschaft. Das Friedensbedürfniß ist so allgemein,
daß man gern glaubt, was man wünscht. Auch wir würden uns
der frohen Zuversicht gerne anschließen und die Nachricht mit großer
Freude begrüßen; denn was wäre im allgemeinen Interesse wün⸗
chenswerther als ein echter und rechter Friede; allein gute Friedens⸗
nachrichten haben im Verlaufe des gegenwärtigen blutigen Krieges
chon so häufig schöne Hoffnungen erweckt, ohne daß auch nur ein
Delzweig sich wirklich gezeigt hätte, daß wir uns der Reserbe,
welche sich die „Polit. Corr.“ aufersegt, nur anschließen können.
Wir wünschen nichts sehnlicher, als daß die näckste Zakunft unser
Abwarten als unberechtigt erweise.

Berlin, 830. Ott. Die Freikonservativen werden im Land⸗
jag den Antrag stellen: das preuß. Kabinet zu ersuchen, beim
Reiche die Vermehrung der indirekten Steuern behufs Entlastung
der einzelnen Bundesstaaten, besonders in Betreff der Matrikul⸗
arbeiträge, zu erwirken. --Die Vorlegung der Reichsanwaltsord⸗
nung an den Bundesrath steht im nächsten Monat bevor.

(Allg. Ztg.)

Berlhin. Am 85*. November tritt im kaiserlichen Gesundheits⸗
amte die Commisston zusammen behufs Berathung einer Vorlage
zur technishhen Begründung eines Gesetzes für strengere Durchführung
der Maßregeln gegen Fälschung von Nahrungsmitteln.

Der Beschluß des Landesökonomie-Kollegiums, daß Spiritus
        <pb n="590" />
        n Zukunft nach Gewicht und nicht nach Maß gehandelt werden
jolle, hat den Reichskanzler bestimmt, zuvor noch eine Enquete in
dieser Frage anzuordnen, und zwar soll dieselbe von Landwirthen
und Spiriusfabrilanten in Gemeinschaft ausgeführt werden. Wenn
diese Lommission sich ebenfalls für den Beschluß des Landesbkonomie⸗
Zollegiums ausspricht, so soll dem Reichstage eine Vorlage, be⸗
reffs Abanderung der Maß ⸗ und Gewichtsordnung in obigem Sinne
zugehen.

3 — Koln. Zig.“ schreibt: Das Dunkel, welches über den
letzen Ereignissen bei Plewna lagerte, beginut sich allmählich zu
lichten. Es scheint, daß die Türken auf der Straße von Plewna
nach Sofia eine Anzahl leicht befestigter Schanzen aufgeworfen
hatien, um den Verkehr frei zu halten. Zwei derselben, die von
Duhnik and Telisch, wurden am 24. d. durch Gurko's Kavallerie
und einem Theil der Garde angegriffen, nachdem man es versta den
hatie, Osman Paschas Aufmerksamkeit durch ein startes Geschütz⸗
seuer in der Front abzulenken. Bei Dubnil haben nun die Russen
— gesiegt und die ganze doctige Besatzung gefangen
genommen, bei Telisch aber sind sie unzweifelhaft zurückgeworfen
dorden. Hierdurch erklären fich die entgegengesetzten Angaben aus
zen beiden feindlichen Lagern. Die Russen dvermieden es des
Kampfes bei Telisch, die Tüuͤrken, d. h. Scheftet Pascha, des jenigen
da Dubnit Erwähnung zu thun. Was nun am 24. den Russen
mißlang, auch Telisch in. ihre Gewalt zu bringen, das ist ihnen
am 28. d. geglückt.

Mainz 29. Oti. Seitens der Reichsregierung soll aa
die Ludwigsbahn das dringende Ersuchen gesielli sein, die Umfüh⸗
ung der Bahn und Fertigstellung der Bruͤcke auf das Aeußerste zu
hoschleunigen; zur Beschaffung der Geldmittel joll der In validen⸗
sonds eine bedeutende Summe — man spricht von 12 Millionen
Riat — vorschießen, so daß die Verwaltung weder zu neuen Prio⸗
niais·Anleihen noch zur Creirung neuer Actien schreiten müßte.

Ausland.

Wäsen, 81. Olt. In Bukarest erhält sich das Gerücht,
die Fürstin von Rumänien sei irrsinnig geworden. — Aus Konstan⸗
inopel wird hierher telegraphirt: Plewna ist vorzüglich verpro⸗
ianuirt; das Gerücht geht hier, Mehemed Ali werde nächstdem
um Enisatz Plewnas mit einer neuen Armee abgehen.

p est, 831. Olt. Der „Pestet Lloyd“ meldet: „In dem
gestern hier abgehaltenen großen Ministerrath (dem auch die öster⸗
reichischen Minisler anwohnten) wurde über die Zolltarif Frage eine
Finigung erzielt. Die ungarischen Minister vertraten enischieden
dea Standpunkt, daß das Vertragsberhältniß mit Deutschland allen
anderen Combinationen vorzuzichen sei, und es gelang denselben
auch, die oͤsterreichischen Minister davon zu überzeugen, daß in
dieser Richtung noch ein Versuch gemacht werden müsse. Anderer⸗
seits konnten sich die ungarischen Minister der Ueberzeugung nicht
herschließen, daß es von Wichtigkeit sei, der deutschen Regierung zu
heweisen, daß sich die Monarchie nicht einfach dem Dictate Deuisch—
sands unterwerfen könne, und daß man auch für den allerschlimmsten
Fall. Vorsorge treffen musse. Um beiden Anforderungen gerecht zu
verden, wurde beschlossen, mit Deutschlond sofort Verhandlungen
wegen eines Vertrages auf dem Fuße der meistbegünstigten Nation
inzuleiten, welcher für Oesterreich die Ausfuhr der Rohprodukte
fichere, fur Deuischland hingegen unrer den bertits angenommenen
Fontrolmaßregeln die Fortdaur des Appreturverfahrens sichere.
Hleichzeitig wird ober, ohne das Resultat dieser Verhandlungen
Wbzuwarten, jener Tarif, welcher den bisher'gen Verhandlungen mit
Deutschland zu Grunde lag, beiden Parlamenten als au onomer
Tarif vorgelegi, für den Fall nämlich, daß die Verhandlungen nicht
zum Ziel führen. Graf Andrassy soll insbesondere über die Inten⸗
ionen Deulschlands vollständig beruhigende Aufklärungen gegeben
haben, welche die Annahme gänzlich ausschließen, als ob seitens
Deulschlands ein —XV—
walle. An einen Zollkrieg sei nicht zu denlen; es würden beide
—X ztonomischen Beziehungen jedenfalls nebeneinander, keinen⸗
—XO—— einrichten.

Paris, 81. Okt. „Estafette“ bezeichnet Loon Say als
den Präsidenten des neuen Kabinets und theilt ferner mit, daß
zer franzosische Botschafter zu Wien, Graf Vogueh, als Nochiolger
des derzogs Decazes bestimmt in Aussicht genommen sei, während
eneral Dubareil den Ariegsminister General Berthaut ersetzen sollte.

London, 31. Ott. Ueber den am 23. d. um die türkischen
Befestigungen auf der Straße von Plewna nach Sosia sslattgehab⸗
en Kampf bringt die „Times“ noc folgende Mitheilungen: An
der Schlacht nahmen 12, 000 - 14,000 Russen meist zu den Garde⸗
Regimentern gehdig, Theil. Die Türken verloren, von den Ner—
vundeten abgesehen, 1000 Mann an Todien und 4000 Gefangene.
Die Russen zeigten die größte Tapferkeit und erstürmten bei einem
—D Die Russen
vurden von den Türken durch Aufstecken der Parlamentärflagge
weimal in mörderisches Feuer gelockt.

Wegen eines angeblichen Neutralitätsbruchs von Seilen Deutsch⸗
ands midölt der ministerielle englische „Globe“ in seiner Nummet

J

vom 26. Oklober einen heftigen Angriff gegen Deutschland und
den Fürsten Bismarck, weil angeblich Rußland aus Deutschland
Waffen und Munition beziehe. Im Jahre 1870 habe Fürst Bis—
narck energ'sche Vorstellungen an die englische Regierung gerichtet,
veil sie den Waffenverlauf an Frankreich nicht hinderte — aller ⸗
dings mit vollem Unrecht () — jetzt gestatte er, daß Krupp in
Essen Kanonen füt Rußland gieße. Nun hat sowohl Rußland wie
die Türkei bei Krupp Kanonen bestellt; ob Ablieferungen seit dem
Beginn des Krieges Kattgefunden, ist mindestens zweifelhaft; daß
iber von England ein schwunghafter Handel mit Waffen und
Munition für die Kriegführendeu betrieben wird, ist notorisch, ebenso
rotorisch, wie daß Engiand im amerikanischen Secessionskriege offiziell
gertral war, dagegen unter neutraler Flagge beiden Parteien
driegstontrebande zuführte. Die erbitterten Vorwürse von dieser
Seite machen sich somit recht sonderbar.

Die Hungersnoh in Indien. Der „Englishman“ vom 22.
DOktober bringt ein Telegramm aus Madras, das geeignet ist,
Schauder und Entsetzen zu erregen.

In Banjaldere werden täglich 17428 Leichen in den
Ztraßen aufgefunden, die ein Opfer der Hungersnoth geworden.
die amtlichen Beribte von diesem Tage melden, daß alles zu⸗
ammen in den letzten 10 Tagen 236 Todte aufgefunden worden
ind. Es wird offiziell gemeldet, daß dieses schredliche Sterblich⸗
eilsverhäliniß in ganz Myjsore herrscht.“

Die „Times“ bemeikt hierzu, daß die Regierung bereits
Schritse gethau habe, so weit al⸗ möglich diesem großen Sterden
Einhalt: ju thun und war zunächst durch reicliche Provisionssen⸗
dungen. Es soll ouch jetzt laut Depesche vom 28. d. aus Kal—
kuttä ausgibiger Regen fallen.

KAonstantinopel, 80. Olt. Suleimann Pascha meldet
interm Gestrigen, eine russische Abtheilung, die sich auf einer
Slobozia Segenüber gelegenen Insel! gezeigl habe, sei zurückzewiesen
vorden, das Feuer des Feindes auf Rustichuk thue keinen Schaden,
ufsische Kavallerie⸗ und Infanterie⸗ Regimenter hätten Vourza,
wei andere Culchwo in der Näbe von Solonik besetzt. — Nach
inem Telegramm Reouf Paschas aus Schipka von gestern wurde
in von etwa 1000 Bulgarien gegen die Befestigungen von Mara—
Juedix gemachter Angriff zurückgewiesen. Die Bulgaren hatten 10
Todic. Ferner habe ein zur Rekognoszirung des Passes von Tur⸗
an ausgesendeter tscherkessischet Reitertrupp etwa 1500 Bulgaren
inter Tichikaovassi angegriffen. Die Bulgaren hätten 600 Mann
—

Die Zahlen, welche nach Aufzeichnung des Statistischen Burcaus
n Wasyington den Schiffsverlehr zwischen Deutschlantd und Amerika
ingeben, lassen ein langsames Wiederemporkommen dieses Verkehrs
bahrnehmen. Mit der allerdings nicht hohen Vermehrung, welche
die Zahlen für die Schiffsbewegung zeigen, dürften auch die Zahlen
ür die Rhedereigewinne in Uebereinstimmung stehen. Wie man
veiter aus den Berichten, die zuverlässige Augaben enthalten erfährt,
jat nach dem vollständigen Darniederliegen im Jahre 1875 das
Zeegeschäft, dessen Hebung 1876 langsam begann, im laufenden
zahre 1877 größere Fortschritte gemacht. Während 1875 nur
74 Schiffe von Deutschland nach Amerika gingen mit einer Größe
on 682,868 Tonnen, hatte sich die Zahl derselben 1876 bis auf
333 mu 822,848 Tonnen Größe geheber und werden 1877 schon
n den ersten 8 Mongten eben so viel zu verzeichnen sein. Nach
Deuischland gingen 777 Schiffe, welche Zahl auch die des Vor⸗
ahres überragt. Aus San Francisco legt ein Bericht vor, der
ich speziell mit „deutschen Juteressen“ beschaftiat. Es ist allerdings
zicht ermuthigend, wenn man liest, im Jahre 1875 exportitten noch
deulsche Schiffe Produlte aus Franzisto direkt nach Deuischland,
876 ist nur ein Schiff, die „Batavia“ mit solcher Ladung nach
Deutschland abgegangen. Ea muß somit erscheinen, daß die ver⸗
achsweise nach Deutschland exportirten kalsorn schen Erzeugnisse
einen lohnenden Absatz gefunden hätten. Es wurden nach Deutsch⸗
and ausgeführt: Etsenbein, Knochenmehl. Mehl, Gold und Silber⸗
erz, Perlenschalen ꝛzc. Die Einfuhr deutscher Fabtikate wird durch
zie Konkurrenz amerikanischer Manufakturen erschwert. Flaschen,
Wein, Bier, Mineralwasser, Cichorien, Fensterglas sind die vor⸗
uüglichsten Einfubrartikel in Kalifornien. Das Kreditiren an kali⸗
ornische Firmen bedarf sehr großer Vorsicht, da es schwer hält,
Forderungen zu realisiren.
Vermislschtes.

Kaiser stautern, 31. Okt. Der Ausschuß des hie—
agen Geflügelzüchter: Vereins hatte in seiner gestrigen Sitzung eine
Porbefprechung über eine im Marz kommendes Jahres in Kaisers⸗
lautern abzuhaltenden allgemeinen Geflügelausstellung. (Pf. P.)

Dürtheim, 30. Oft. Der Herbst, welcher am 24. d.
hegonnen, naht seinen Ende. Die Qualuät wird bei uns in den
Lagen, worin der Frost nicht: geschadet, ganz brauchbar für den
Zandel; die statk vom Froste getroffenen, ungefähr ein Biertel der
Veinberge, liefern eine geringe Qualität, die aber nicht in den
Zaadel kommt und loco verbraucht wird. Der Most wog nach
        <pb n="591" />
        Oechsle 65 bis 100 Grad. Preis per 40 Liter Träbermost 8
bis 12 M. Die Qualität wird sich nach der früheren Schätzung
auf ein Drittel verringern. ( D. A.)

Aus Mittelfranken, 28. Oki. Der Magistrat ver Stadt
Schwabach hat sich durch Erlassung ortspolize'licher Vorschriften,
welche auf eine verschärfte Kontrole der dortigen Bierverhältnisse
abzielen, den Dank des Bier trinkenden Publikums und insbesondere
der arbeitenden Klasse verdient. Die erlassenen magistratischen Be⸗
ttimmungen erstrecken sich auf Helle, Gährung, Prozentge alt ꝛc.
sowie auf die zur Fabrizirung des Bieres nöthigen Stoffe. Der
Zustand unseres Nationalgetränks, das mit Recht als „Nahrungs⸗
mitlel“ unserer Arbeiter betrachtet werden muß, ist namentlich im
Herbste, wenn das „alte“ zu Ende geht', an manchen Oriten so
sammervoll, daß vielleicht in der für Krankheitsfälle ohnehin gun⸗
tigen Jahreszeit oftmals der Kern zur Erkrankung in dem genossenen
chlechten Viere zu finden sein dürfte. (S. Pr.)

In Nordhausen hat der Standesbeante dieser Tage
ein Brautpaar zusammengegeben, von welchem die Braut und der
Bräutigam schon zweimal verheirathet gewesen waren. Als Heiraths⸗
zut brachten sie siebzehn Kinder zusammen.

F Der Schneider Tomascheck hat e'nen Nadsolger er⸗
haltin! Man erinnert sich des auch im Liede verhertlichten Falles,
vo das brave Schneiderlein sich todtschlagen ließ, derweil aber nur
ein Plättbrett in den Sarg legte, welches denn auch mit aller
Feierlichleit der Erde übergeben wurde. Tomnascheck aber lebte
Jertlich und in Freuden von seiner ausbezahlten Lebensversicherung.
Diese schlaue That nahn sich ein Gesinnungs⸗ und B.rufsgenosse
Tomaschecks zum Muster. „Wie denken Sie über den so pöötzlich
erfolgien Tod des Schneidermeisters Gödde “ fragte man sich in
dem Westphälischen Orte Fürstenberg allfeitig in den letzten Tagen.
Boͤdde sollle nach Aussage se'ner Frau am Freitag den 19. d. in
Folge einer Verblutung gestorben sein. Das Begräbniß und die
fanfligen kirchlichen Exequien wurden abgehalten. Da weder ein
Seißlicher zu dem Kranken, noch auch der Arzt behufs Besichtigung
des Todten gerufen worden war, auch sonst Niemand aus diesigem
Drte, niqt einmal dessen Kinder ihn gesehen hatten, so munkelte
man, es könne ein Verbrechen vorliegen, oder aber ein arger Betrug
ind der Todesfall sei erdichte Am heutigen Tage nun ist auf
Veranlassung der Polizei der Sarg ausgegraben und geöffnet
voroen und man fand darin statt der Leiche — in Heu und
dumpen eingewickelte Steine. Die Aufregung und Enttäuschung
über eiue so schändliche That ist hier natürlich sehr groß. Die
Frau ist gefänglich eingezogen, auch wird es hoffentlich gelingen,
den entlaufenen „Todten“ festzunehmen. Die Veranlassung zu dem
abscheulichen Betruge wird daher wohl Habsucht gewesen sein, denn
Goödde hatte vor einigen Wochen bei einer Lebenversicherungs⸗
Gesellschaft sein Leben gegen eine verhältnißmäßig hohe Summe
zersichert.

4 Ein neues Ministerpaar. In einem zu Bordeaux erschei⸗
nenden franzoͤsischen Blatte ward dieser Tage die preubische Min sier⸗
lrise besprochen und in dem betreffenden Artikel die Stelle eines
preußischen Blattes: „Darauf geben die Minister Knall und Fall
jhre Demission“ mit „les ministres Rnall et Fall“ u. j. w.

überfetzt. — Diese beiden Minister sind nahe Verwandte des be
kannten Gererals Stoff.

f Ueber Hazardspiel im Felde schreibt ein Corrispon⸗
dent der „Köln. Ztg.“ aus Simnitza: Hier bestehen ganz öffent⸗
liche Spielhöllen. Jederman hat' freien Zutritt und es werden
jehr bedeutende Summen umgesetzt, 200 Rubel auf eine Karte ist
nichts Selleres. Daß es dabei haupisächlich auf die russischen
Dffiziere abgesehen ist, erscheint ganz klar und ich wundere mich
nur, daß die russische Rezierung nicht einschreitet. In Sistowa,
wo man auch in ähnlicher Weise anfing, hat sie rasch eingegriffen
und iedes Hazardspiel verboten. Zur Zeit, als der Hauptdurch⸗
narsch der Russen durch Rumänien stattfand, befanden sich in Bu—
arest mehrere auswärtige Spieler vom Handwerbh, welche ein der⸗
artiges Vergnügungsinstitut einrichten wollten, wobei es natürlich
Jauptsächlich auf die Imperials der Russen abgesehen war. Sie
'onnten indeß, wie es damals hieß, in Folzge russischen Einschreitens
hren Vorsatz nicht ausfühten und mußten unverrichteter Dinge
geinkehren.

fEine Porzellan-Geige macht dermalen in Venedig
n'ehr als gewöhnliches Aufsehen. Der Verfertiger arbeitete früher
n einer fächsischen Porzellanfabrik und versuchte nun, nachdem er
alt und schwach in seine Heimath zurückgekehrt war, dort das längst
zeplante Projekt einer Geige mit einem Kasten aus Porzellan zu
zerwittlichen. Und es gelang ihm in der That, mit Beihülfe eines
Znaben ein Instrument herzustellen, d ssen Ton von seltener Rein⸗
heit, von staunenswerther Weichheit, von bezaubernder Harmonie
uind von außerordentlicher Kraft ist. Der Kuasten ist von der
zrößsen Leichtigkeit, die Saiten bestehen aus Metalldrähten und
der Bogen bildet abweichend von den üblichen eine Kurve, die fast
einem Halbkreise gleichlommt.

7 Canada gebührt die Ehre, den größten Käse, den
nan kennt, erzeugt zu haben. Aus der Faktorei in Irgersoll ist
ein Käse hervorgegangen, der 7000 Pfund wiegt. Er hatte 6
Fuß 10 Zoll im Durchmesser, eine Höhe von 3 Fuß und einen
mfang von 21 Fuß. Zu seiner Erzeugung bedurfte es 358 Ton—
nen Milch, welchez Quantum 7000 Kübe lieferten.
fFFür die Redaction verantwortlich: F. X. Deme.
Interess ant
st die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich befindende Glücks-
Anzeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sich
lureh seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
lass wir Jeden auf dessen heutiges Inserat sehon an dieser Stelle auf-
merxksam machen.

Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annoce der
derren Kaufmann und Simon in Hamburg besonders aufmerkfam.
ẽs handelt sich hier um Original-Loose zu einer so reichlich mit Haupt⸗-Ge⸗
winnen ausgestaiteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr
ebhafte Betheiligung voraussetzen läßt. Dieses Unternehmen verdient das
jolle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch
vorbenannles Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung
ahlreicher Gewinne allseits bekanni ist.

— —
Bekanntmachungen.

— — —

Submission auf Straßenarbeiten im Kan⸗
tone Blieskastel.

D'e Straße von Lautzkirchen nach Bierbach mit einer Länge
hon 2292,80 Metern soll als Distriktsstraße hergestellt und zut
Ausfuührung auf dem Wege der all emeinen schriftlichen Submission
nergeben werden.

Die desfallsigen Arbeiten sind veranschlagt, wie folgt:

1. Erdarbeit zu.7717,85 M.

2. Bersteinung der Fahrbahn ausschließlich
der Decklagge.
Decklage.
Rinnpflaste..

—A

6. Stutzmauein.

7106,18 M.
6500,00 M.
4677,58 M.
2416,60 M.
—WW 2096,10 M.
im Ganzen zu.. 30514,26 M.
Tuchlige und verlässige Uebernehmer werden eingeladen ihre
nach Prozensen bemessenen Offerten bis längstens Samstag,
den I0. November l. J. Vormittagl 11 Uhr, ver⸗
chlossen auf Stempelpopier bei der unterfertigsen Behörde einzu⸗
deichen, bei welcher bis dahin Pläne, Kostenanschläge und Beding—
—E
Zweibrücken, den 31 Oltober 1877.
Kgl. bayer. Bezirksamt:
Damm.

»NMeul —.
Soeben erschien das erste Heft von
Võrs ter S Hauceher
Dox
kaufmän. Correspondent in 4s8prachen
Deutsæseh — Engliseh — Französieh — Spaniseh
in alphabetisch geordneten dätzen.
Nebst rei chnhaltigem Anhang.

2. bpedeutend vermehrte und verbesserte Auflage.
Vollstündig in 13 dreiwöchentlichen Heften à 75 Pfg.
Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und direct vom

unterzeichneten Verleger.
VPDer achnelle Absata doer ersten Auflage bürgt
für den Werth des Buches, das vermöge seiner praktischen
Pinrichtung selbst dem Ungeübten die Möglickkeit gewübhrt,
einen correécten englischen, französischen oder —
zchen Brief zu schreiben. Für das Studium das beste
Handburch! — Die 2weite Auflage wurde von sprachkun-
digen Pachleuten nicht blos genau revidirt und verbessert,
sondern auch um die spanische Sprache und viele neue Ar-
tikel vermehrt; trotzdem fand keino Preiserhöhung Statt.
Die Verlagabuchhandlung H. Brüoker in Hamburg.
        <pb n="592" />
        —
Straßenwärterstellen.

Es ind zwei Straßenwärterstellen zu besetzen, nämlich:

ü eine im Kantone Hornbach cuf den von Mittel⸗
bach nach Altheim und von da nach Hornbach führenden
Distriktsstraßen, udd
eine im Kantone Blieskastel auf der von der
Bliesstraße über Herbitzheim, Erfweiler-Ehlingen auf die
Saargemünder Staatsstraße einmündenden Distriktsstraße.

Mot jeder dieser Stellen ist ein fixer monatlicher Geldbezug
don 42 Mark aus der Distriktskasse verbunden.

Kräftige, im rüstigen Mannesalter stehende Bewerber wollen
hre, mit den erforderlichen Qualifikationsuttesten und Militärpa—
ieren belegten Gesuche bis längstens zum 10. November nächsthin
hei mir einreichen.

Zweibrücken, den 80. Oltober 1877.

Kgl. bayer. Bezirksamt:
Damm.

44 hiete dein GIücere e ande
75. 000 R. Mark
Haupt-Gewinn im günstigsten Falle bietet die allerneueste
grossse Geld-Verloosung, vweleche von dor hohen Rexieria

renehmigt und garantirt ist.

Die vortheilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, dade
m Laufe von wenigen Monaton durch 7 Verloosungen 46, 200 Gle-
winne zur sicheren Entscheidung Kommen, darunter bofinden sich
Jaupttreffer von ævontnell R-M. TRF An) ayeniell ahær

Jewinn a F bewinn a L. 000
Gewinn a . 1283,000 29 Dewinne a A 5,000
Gewinn à AM. 80,000 8 Gewinne à M. 7000
Gewinn à A. bO,000 27 Gewinne à ooo
Jewinn à M. 50,000 Gewinne a J 1000
Jewinn a495 0,000 200 Gewinne à M. 2400
zewinn a 36,000 410 Gewinne à M. 1200
Jewinne a 30.,000 621 Gewinns à M. 500
Jewinne à M. 23,000 706 Gewinne a MA. 250
Gewinne à M. 20,000 285, 685 Gewinnes a MA. 138
Gewinne aà M. 15,000 ete. ete.
Die Gewinnziehungen sind planmässig amtlich festgestellt.

Zur nãchsten ersten Gewinnziehung dieser grossen vom Staaté

arantirten Geld-Verloosung kostet
ganzes Original-Loos nur Mark 6
halbes F d 3
vioertel — * 1/4

Alle Aufträge werden sofort gegen ERinsendung, Posteinzahlung
»der Nachnahme des Betrages mit der grösssten Sorgfalt ausgeführi
ind erhält Jedermann von uns die mit dem Staatswappen versehener
iginal·Loose selbst in Händen.

Don Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Plüne gra-

cis beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten

maufgefordert amtliche Listen.

HDie Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-
Jarantie und kann durch directe Zusendungen oder auf Verlangen der
ateressenten durch unsere Verbindungen an allen grösseren Plätzer
deutsehlands veranlasst werden.

Unsere Collecte war stets vom Glücke begũünstigt und hatte sich
tieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der
rsten Haupttreffer zu erfreuen, die den betreffenden Interessenter
lirect ausbezahlt wurden.

Voraussichtlich kann bei einem solchen auf der solidesten
BRasis gegründeten Unternehmen ũberall auf eine sehr rege Bethei-
ugung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir daher.
um alle Aufträge ausführen zu können, uns die Bestellungen baldigst
mid jedenfalls vor dem I5. Novem her d. J. a2ukommen zu lassen.

Kaufmann &amp; dimon,

Bank-und weéechsel-Geschäft in Hamburg

Ein- und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Eisenbahn-Actien

und Anlehensloose.

P. S. Wir dankben hierdurch für das uns seither geschenkte Vertrauen
und indem wir bei Beginn der neuen Versoosung zur Betheili-
gung einladen, werden wir uns auch fernerhin bestreben, durech
stets prompte und réelle Bedienung die volle Zufriedenheit
unserer geehrten Interessenten zu erlangen D. O.

F —— 4
—

H. 53
XVEXCC Gnuücxs- IDie Gewinne
ev. XAFISTS garamutirit

87, 000 M. 22. asr BBStant.

— — — —— —

Einladung zur Betheiliguug an die
GViIMnh-OhAnCGH
der vom Staate Hamaurg garantirten grogsen
GeId-Lotterie, In weleher üher
8 MIIILIOBSn MAATL

sicher gewonnen werden müssen.

Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld-Lotterie,
welche plangemäss nur 85, 500 Loose enthält, sind folgende: näümlich
lGewinun ev. 375, 000 Mark, speciell Mark 250,000, 125,000, 806006,
O(0OOO—J00⏑ 104
dss ⏑ 0 vd 10000, 314138000, 6000
—
Sö los 30 —20 28246
——
D d Tonmmen solee Ie Nonaten in 4 Ab-
Neisungen zur Sicheren Entscheidung.

Die erste Gewinnziehung ist amtlich fsstgestellt und Kostet hierzu

das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das halbo Originalloos nur 3 Reoichsmark,

das viertel Originalloos nur 1he Reichsmark,
and werden diess vom Staate garantirten Original-
LoOose (reine verbotenen Promessen) gegen frankirte Kim-
sendung des Retrages oder zegen Posstvorsechuss
selbst nach den entferntesten Gegenden von mir versaudt.

Jeder der Betheiligten erhàlt von mir neben seinem Original-
Loose auch den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gra-
tis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtliehe Ziehnngsliste
unaufgefordert z2ugesandt.

Die Auszahsung und Versendung der Gewinngelder
rfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strengster
Verschwiegenheit.

— TJ.ede BestelIung kaun man einfach anf eine Possstein-

IAIIIUBnBESKMAMIE machen.
Vnu wende sieh daher mit den Anfträgen
der nahe bevorstehenudem Zielnumug halber bis zum
15. November d. J.
Samiel Heoksoher sen.,
Banquier und Wechsel-Comptoir in Unmhurg.

—

Mein Besitzthum
an der Kaiserstraße nehen dem
katholischen Schulhause, habe in
zerschiedene Bauplätze einthe'len
assen und beadüchtige dicselben
anz oder theilweise aus freier
dand unter annehmbaren Bedin⸗
jungen zu verkaufen, die Pläne
znnen bei mir zu jeder Zeit
ingesehen werden; auch kann
das Wohnhaus ebenfalls auf
diesem Wege acquirirk werden.

Ehrhardt Jochum.

Allgemeine
———
vertrauensvoll an
per St. 3 Pf., 25 St. 50 Pf.,
siad zu haben in der
Buch⸗ und Steindruck erei
F. X. Demetæe.
533
*.
——
325

Frucht- Brod⸗ und
Fleisch⸗Preise der Stadt
Zweibrücken vom 31. Oltober.
Weizen 11 M. 71 Pf. Korn
08 M. 809 Pf. Getste 2reihige
0 M. — Pf. Gerste Areih.
0 M. — Pf. Spelz 6 M.
99 Pf. Hafer 6 M. 84 Pf.
Heu 2 M. 40 Pf. Stroh 2
M. 20 Pf. Kartoffeln 2M.
60 Pf. Weißbrod 112 Kilog.
37 Pf. Kornbrod 8Kil. 79, 2 Kil.
53 Pf. ditio 1 Kilo. 27 Pf.
Bemischtbrod 8 Kilo. O M. 97 Pf.
Paar Weck 100 Gramm 6 Pf.
Kindfl. J. Qual. 66 Pf. 2.
Dual. 60 Pf. Kalbfl. 60 Pf.
damfl. 60 Pf. Schweinefl. 60
Pf. Butter I.M. — Pf. per Pf.

238
*
*

2*

T
Damit jeder Kranke
zevor er eine Kur unternimmt,
der die Hoffnung auf Gene-⸗
ung schwinden läßt, sich ohne
osten von den durch Dr. Airh's
»eilmethode erzielten üder-
ascheuden heilungen überzeugen
ann, sendet Richter's Verlags⸗
Austalt in Leipzig auf Franco⸗
gerlangen gern Jedem einen
Attest⸗Auszug“ (180. Aufl.)
ratis und franco. — Versäume
nemand, sich diesen mit vie—
en Krankenberichten versehenen
Auszug“ kommen zu lassen. —
tzon dem illustrirten Original⸗
werke: Dr. Airy's Naturheil⸗
nethode erschien die 100. Aufl,
Jubel⸗Ausgabe, Preis 1Mt.
a beziehen durch alle Buch⸗
handlungen

9

i q ddad aꝛq un sꝛaaghzh
euotaruaoad
DV
goapidnoch aq uv “phyy qun
ab luvrsh z auuue g nu
zunuhogd ↄup9

Fin braver Junge
wird in die die Lehre genommen
bei
Joh. Schmitt, Zeugschmied
in dee Gaß.
— —— — —— —
RFedaflnion Trudg und Verlag von F. X. Temetz in St Ingbert

—X
        <pb n="593" />
        St. Ingberler AAnzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (S mal wöoͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich piermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich

1Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswarts nit 15 Pfs. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder derer Rautct. Necia men
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 173. Sonntag, den AM. November 1877.

Deutsches Reich.

München, 31. Ott. Bei der Budgeiberathung in der
Abgeordnetenkammer wird der „Ministerial-⸗Dispositionsfonds“, dessen
Ablehnung Dr. Rittler beantragen will, voraussichtlich zu heftigen
Debatten führen. Wir wollen deshalb hier anführen, um weiche
Summen es sich in dieser Beziehung bei den verschiedenen Ministe⸗
tien handelt: Ministerium des k. Hauses und des Aeußeren 6200
Mark, Ministerium der Justiz 15,600 M., Ministerium des Inneren
41,000 M., Ministerum für Kirchen⸗ und Schulangelegenheiten
5743 M., Finanzministetium 9170 M. Es sind das bei allen
Miaisterien underändert dieselben Summen, wie sie für die laufende
Finanzperiode bewilligt waren, die meist gering desoldeten Beamten
und Bediensteten, welche einer Uaterstützung bedürsen, zu Gute
lommen.

München, 1. Novb. Der Abg. Herz brachte in der Kammer
den Antrag ein, dieselbe wolle an den König die Bitte richten, bis
zur nächsten Finanzperiode sämmtliche Diplomatenstellen für die
Vertretung Bayerns außerhalb des Deutschen Reiches aufzuheben.

Berlin, 31. Ott. Die „Nordd. Allgem. Zig.“ schätzt die
Vesammtstärke des russischen Heeres um Plewna auf 1306,000
Mann, 50 Positions- und 500 Feldgeschütze, bezweifelt trotz der
Cernirung Plewna's, daß ein allgemeiner Angriff von Erfolg sein
würde, da die Stellung Osmann Paschas's zu umfangreich und
derselbe im Stande sei, überallhin bei einem Angriffe Reserven zu
mntsenden. Gerüchtweise verlautet: die Russen beabsichtigen die
Festhaltung des Schipka⸗Passes aufzugehen.

Berbhin, 1. Nov. Einer gelegentlichen Bemerkung des
Finanzministers Camphausen in seiner gestrigen Rede zufolge ist die
Berufung des Reichstags zum 15. Januar in Aussicht genommen.
Es wäre in diesem Falle kaum mögüch, vor der Vertagung mehr
zu erledigen als den Etat und die anderen Finanzvorlagen, sowie
einige untergeordnete Gegenstaͤnde, zumal nach der Erklärung des
Abg. v. Schorlemer das Centrum zu beabsichtigen scheint, die Etats⸗

derathung wiederum in ausgiebiger Weise zu Angriffen gegen die
ultusverwaltung benutzen zu wollen.
Ausland.

Paris, 31. Oct. In diplomatischen Kreisen wird erzählt,
Marschall Mae Mahon habe am Montag Abend auf der Soice⸗
des amerikanischen Gesandten dem Botschafter einer Großmacht sich
pahin geäußert, daß nur der Wille der Mehrheit des Senats,
worüber noch nichts Sicheres vorliege, ihn veranlassen könne, den
Versuch zu machen, sich durch die Bildung eines Cabinets aus den
Reihen der conservativen Republilaner mit der Majorität der Kam—-
ner zu verständigen.

Paris, 1. Nop. Der „Telegraphe“ schreibt: „Ist es
wahr, daß die Regierung eine Politit des Widerstandes bis aufs
Messer annimmt, welche das Land in die Verwirrnng stürzen muß,
gewisse Leute, von denen der „Soleil“ kürzlich sprch, sich ver—
schworen haben, den Marschall Mac Mahon zu beseitigen, um so
auf leichtere Weise zur Herstellung des Kaiserreichs zu gelangen?
Man versichert, das ein Minister, der gestern dem Ministerrathe
nicht anwohnte, Aufsschlüsse über die Sache geben kann. Wir er—
warten die Bestätigung oder Widerlegung dieser Nachricht.“ So
der Telegraphe“; der „Soleil“ deuiete schon vor einigen Tagen
an, daß die Bonapartisten den Rücktritt des Marschalis benutzen
vollen, um einen Gewaltstreich auszuführen.

Dem „Soleil“ lommt folgende Aeußerung zu Ohren, welche
er Marschall Mac Mahon erst kürzlich gethan hätte und die
unen merlwürdigen Einblick in den Gemüthszustand des Präsidenten
zeflattet: „Ich kann den Tod des Herrn Thiers nur bedauern,
denn wenn er noch lebte, hätte ich ihm ohne Bedenken die Regie⸗
rung übergeben, da ich dann gewußt hätte, daß ich sie in erfahrenen
ind in der Uebung der Stagisgeschäfte geübten Haänden ließ, und
iamentlich weil ich nicht hatte zu befürchten brauchen, daß die
Itganisation der Armee uͤnter dem Wechfel leiden sonnie.“ Ueber,
»aupt glaubt der „Soleil“ zu wissen, daß „der Marschall nur

allzusehr geneigt ist, die Präsidentschaft der Nepublik niederzulegen“.
Dagegen kann die „Assemblee nationale“ melden, daß der Herzog
yon Broglie wöͤrtlich gesagt hätte: „Der Marschall wird auf dem
Ehrenposten, auf welchen ihn die Nationalversammlung gestellt hat,
jest ausharren und wenn einst die Stunde für ihn gekommen sein
wird, sich von demselben entheben zu lassen, wird er nicht gestatten,
daß der Radikalismus seinen Platz einnehme, denn das ware das
Berderben des Landes und der Marschall will das Heil Frank⸗
reichs.“ Die „Corr. Losb.“ bemerkt hierzu: „Von den beiden
Aeußerungen halten wir die erstere nicht nur für die wahrschein⸗
lichere, sondern auch für die viel bedeutsamere.

Das Haus OrlGans scheint jeden Gedanlen an teine Re⸗
stauration oder besondere Einwirkung auf die Geschicke Frankreicht
zufgegeben zu haben, wenigstens geht dies aus einem Anilel ihres
Zeiborgans, des „Soleil“, hervor, das genannte Blatt schreibt:
Wir haben für die Prinzen des Hauses Orléeans eine lebhafte
Sympathie, dies wird uns aber stets verhindern sie direlt oder in⸗
irelt mit den großen Tagesfragen in Beziehung zu bringen. Ihre
jeutige Rolle ist die einfacher Burger und Soldaten, und würde
nan ihnen nur einen schlechten Gefallen erweisen, wenn man sie
nn die Kombinationen der Parteien hineinziehen wollte.

Petersburg, 1. Nov. Ein öffizielles Telegramm aus
Bogot vom 31. Oktober lautet: In den am 21. und 28. d. M.
bei Gorni Dubnik und Telisch stattgefundenen Kämpfen sind 13
Tabors Infanterie, 5 Schwadronen Kavallerie unde Geschüße in
insere Hände gesallen, im Ganzen 7000 Mann, worumen sich 2
Paschas, gegen 200 Offiziere, ferner drei Engländer und ein in
konstantinopel ansäsfiger Franzofe besfinden. Der eine der Eng⸗
änder steht als Oberst in türkischen Diensten, die beiden anderen
ind Aerzte und wurden bei den türkischen Verwundeten gelassen.
Der Franzose war als Freiwilliger in türkische Dienste eingetreten.
Als eine Folge der am 24. und 28. von den Tuͤrken erlittenen
stiederlagen ist arzusehen, daß Schefket Pascha, der in Radomirze
tand, sobald er unsere zum Relognosjiren vorgehenden Grenadiere

hemerkte, mit 12 Tabors aus dem erwähnten Orte entfloh. Er
vitd dvon unserer Kavallerie verfolgt. Die Brüde von Radomirze
Hefindet sich unbeschädigt in unserm Besitz.

Petersburg, 1. Nov. Offijieües Telegramm aus Wisin⸗
di vom 30. Oktober: Gestern ist hier aus Kopritdi vom General
Heimann die Meldung eingetroffen, daß seit dem 28. c. seine Ka—
zallerie mit der des Generals Tergassow vereinigt ist und die sich
hinter Koprildi zurückziehenden Truͤppen Moulhtar Paschas verfolgt.
Die Infanterie Tergukasfow's ist im Vorrüden begriffen, um sich
benfall mit der Kolonxe des Generals Heimann zu vereinigen.
Vermiscqhtes.

Die Pfälzische Aussteuer⸗Anstallt nimmt in den
—AXX Pfalz einen erfreulichen Fortgang.
zn Speyer sind bereits über 200 Mitglieder beigetresen. Bei
iner verhältnißmäßig gleichen Betheiligung auch anderwärts ist ein
chdner Anfang des Unlernehmens zu konstatiren, und es darf wohl
die Erwartung ausgesprochen werden, daß kurz vor Weihnachten
dieses Jahres eine erste Vetloosung unter beilaͤuflg 1000 bis 1200
Mitgliedern statifinden kann.

München. Seit längerer Zeit sind falsche Fünfzig⸗
pfennigstücke von zweierlei Gattung im Umlauf; die eine
weniger häufig vorkommende Sorte besteht dus Zinn, ist in einer
aach echten Stücken bergestellten Form gegossen und an der grau⸗
lichen Farbe leicht erlennbar; die andere ist neuestens weit ver⸗
breitet, besteht aus Neusilber, ist mit falschen Stempeln geprägt
und an der gelblichen Farbung und der schiefen Stellung der Buch⸗
daben und Zahlen kenntlich. In jüngster Zeit haben letztere
Stůcke gein die Jahreszahl 1877 Efrüher 1874) und das Münz⸗
jeichen O.

Karlsruhe, 31. Ott. In Bühl bei Baden erschoß
sich Banquier Jos. Maier von Rastait; derselbe hat auch eine
        <pb n="594" />
        Filiale in Straßburg. Es heißt, bedeutende Verluste im Geschäfte
eien der Grund der That. *

Gesiorben in Heidelberg der Fabrikant Aarl Metßz,
veithin betannt durch seine vortrefflichen Feuerlosch⸗ Apparate.

Ein reicher Fischzug. Kürzlich beschäfligte sich
in Wasserpächter aus Diedelsshaufen, einem elsässischen Grenzflecken
nähe dem französischen Lothringen, in dem Weißflusse mit dem
Forellenfang. Er bemerlte, wie eine unter einen Sumpf flüchtel.
Im Greisen nach ihr glaubt er die Form eines Hafens zu deruhren.
Richt ohne Mühe fördert er ein Fupfergesäß — über und über
mit Grünspar bedeckt — zu Tage, gefüllt von echten Goldfischen,
nämlich Münzen in Gold, welche sämmtlich das Bildniß König
dudwig XIV. rragen und einen Werth von nahezu 25,000 Fr.
cepraͤsentiren. Die Freude des überglücklichen Goldfischers läßt sich
denten! Wahrscheinlich ist diesfe Summe von einem Vorsorglichen zu
der Zeit dort hinverbrucht worden, da genannter König seine Horden
nusfandte, das Elsaß zu annectiren. wodurch aus leicht erkläͤrlichen
lirsachen fur den oder die Eigenthumet der Vergangs ort bis heute
erloren gegangen ·..

In seiner Kneipe zu Main; hatte ein hungriger Bursche

die Werie eingegangen, daß er 15 Handtäse essen uad 10 Achtel-

zditer Branntwein in einer halben Stunde trinken werde. Er ge⸗
pann zwar die Wette, welche darin bestand, daß der Gegenpart
ie Wettobjekte bezahlte, aber der Gewinnende liegt nun todtkrank
zarnieder. So berichtet der „Nzr. Anzeiger“.

Berlin, 2. Nov. Feldmarschell Graf von Wrangel,
geboren zu Stettin am 13. April 1784) ist gestern Abend 812
ühr gestorben.

FHamburg, 29. Okt. Es ist von einem hiesigen Korre⸗—
pondenten der gelungene Versuch gemacht worden, eine Postkarte
ine Reise um die Erde machen zu lassen. Dieselbe wurde am 8.
Juni von Hamburg nach Philadelphia gesondt, dann weiter über
Zan Franscisco nach Amoy, China, nach Honkong, von dort nach
griudisi und nach einer Spazierfahrt von 105 Tagen traf die
„unte Postkarte, die ca. 5,500 geographische Meilen gemacht, am
21. vp. Mits. in Hamburg wieder ein.

Madame Godard.“ Die Frau des Luftschiffers Godard
st in Paris gestorben. Se hatte mit ihrem Manne mehr als 60
Luftfahrten in Frankreich, Italien und Belgien gemacht, und sie
var es auch, die während der Belagerung von Pars die Ballon⸗
Fabrikationen geleitel hatte.

Fisr die Redaction verantworilich: F. X. Demn ez.
—
—

——
—
St. Ingkert (Gberstadt).
saner in 7 Kochgeschirr.
— — wn.

65
Tanz Unterricht.

Unterzeichneter hat sich in Kaiserslautern niedergelassen und
zeabsichtigt dahier einen Tanz Cursus zu exbffnen. Es werden
rie neuesten Salon⸗, sowie die gewöhunlichen Rund⸗Tänze ge⸗
lehri — gerr Kaiter nimmt Anmeldungen entgegen.

I., Lebrer der Tanzkunst.“
Alt.
ringe hiermit zur Kenntnitz des verehrlichen Publikums,
k. im Zweibrücken im Seitengebäude der Frau Wwe. No⸗
är Schmolze, 7* eröfffet habe..
dammgassenecke * Pfandleih-Anstalt Unter Zusiche⸗
ung slrengster Discrelion und rechtlicher Bedienung, halte mein In⸗

titut angelegentlichst empfohlen.

Der Eingang zun Bureau' ist der Caserne

gegenüber.

Ed. Jaffs.

IILLR

Mache andurch die ergebene Auzeige, daß ich durch
meine vortheilhafte Einrichtung in den Stand gesetzt bin,
allen Anforderungen in der

Färberei,
hei bil AÄger und prompter Bedienung, entsprechen zu
können.

Herren Ueberzieher, Tuch und Damen⸗
mäntel, in allen Couleurs, werden aufgefärbt vnd er⸗
jalten dieselben durch Aufdämpfen ein ganz neues
ussehen. — Auch werden alte, abgeschossene Klei⸗
der, ia allen Facben und Stoffen, in den neuesten Mode⸗
farben gefärbt und bedruckt.

S Aufträge für St. Ingbert nimmt entgegen
die Voim Bruch: Montags, Mittwochs
und Freitags dei Herrn Bierbraner Heusser.

IX empfiehlt sich
Schönfärber in Blieskastel.

*EGewinne
ev. garamntirt
375, 000 — der Staat
TA ung ur Betheilignus an die
— GGe winn Ohanmoe
der vom Stante Hamaurg gnrantirten grossen
Geid-Lotterie, im welecher üher
8MIIILIOMeMn MAÆT L
sicher gewonnen werden müssen
Die Gewinne dieser vorthei Ihaften Geld- Lotterie,
wvelehe plangemüss nur 85, 500 Loose enthàâlt, ud folgende: nümlich
Gewiün er. 376, 000 Marb speciell Mark 250,000, 1283,000 80.000.
——— I 306000 0 val
r600 A 7s —AIV
A . 6063600 6 241 A
0⏑⏑ο— Too, —0, —A
A 464 308 — — 67 85, 530,
Iο I venigen Toncien Aab-
eungen i;,neren Emntscheidung.
p erste Gewinnziehuns ist amtlich Lotgesteut und kostet hierzu
das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,
das dalbo Originalloos nur 8 Reichsmark,
das viertel Originalloos nur 1*2 Reichsmark,
und werden diess vom Staate garantirten Original-
Loose (xkeine verbotenen Promercen) gegεν frankirte Minmn-
sendung des Betrages oder gegen POSIVOFSChISS.
Aibet nch den entferatesten Gegenden von mir versaudt.
ιαν der Betheiligten erhâlt von mir neben seinem Original-
Loose auch den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gra-
qd ach itattgehabter Ziehung sofort die amtlicho Ziehnngsliste
unanfgefordert zugesandt.
Die Auczablung und Versendung doer Cewinngelder
erfolgt von mir diroct an die Interessenten ptompt und unter —XR
Ver⸗ viegenheit.
E estelIung kaun man cinfach anf eine Posstein-
Ingsk arte machen. J
mn vwene vien änher mit den —XXXXI —
n αν ZAι—g halber bis zum
5— Ein braver Junge
15. Rovember d. 3. vird in die die Lehre genommen
vertranensvoll an 3 g
zamied Heckscher senp. Schmi
ee Joh. Schmitt, Zeugschmied
Banquier und Weéehsel-Comptoir in Unmhurg. J b Sch der 64 gsch
— *&amp; —F — — —
IImc b voen F. F. Demetz in St Ingbert.
Zieain Allustrirtes Sonntaasblatt“ —X—

——8
        <pb n="595" />
        St. Ingberker Anzeiger.

—

— — —
der St. Jugberter Anzeiger und das (2W mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) Rerscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis beträgt vierieljahrlich

1Atarl 20 R.⸗Pfg. Auzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschriit oder derex Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
nte 174. Dienstag, den 6. November 1877.

Zur Malzaufschlagfrage.
Gegenuber den in der „Pfälzer Zeitung“ enthaltenen Auf⸗
tellungen, durch welche die Einsührung des Malzaufschlages in
der Pfalz als gerechtfertigt motivirt werden soll, erinnern wir
an folgende Thatsachen:

1. Daß die Pfalz im Jahre 1816 schuldenfrei an Bayern
kam, welcher günftiger finanzieller Zustand in dieser von den er⸗
bittettsten Kriegen zerrütteten Grenzprovinz nur mit großen Opfern
dadurch erreicht wurde, daß die einzelnen Gemeinden aus eigenen
Matteln die kolossalen Kriegsschulden tlgten, in Folge dessen noch
heute einzelne Gemeinden der Pfalz unter den damals übernom⸗
menen Verpflichtungen leiden;

2. daß der Malzaufschlag zur Verzinsung und Amortisation
der alten bayerischen Staatsschuld gefchaffen wurde;

3. daß zu der Deckung der neueren Staatsschuld die Pfalz
in erheblichen Maße mit in Anspuch genommen wird;

4. daß in der Pfalz eine Aprocentige Permuiatiousgebühr bei
Besitzwechse ꝛc. erhoben wird, im jense tigen Bayern nur VNs pCt.;

5. daß in Folge dessen die Pfalz, wie eine Zusammenstellung
us den Jahren 1874,75 (nicht 1865,/66) ergibt, von den 7
zayerischen Provinzen (mit Ausschluß Oberbayerns, das wegen
siner durch die großen Städte, wie München, durch den Sitz der
Residenz und als Ceuntralpunkt der Staatsverwaltung herbeigeführten
Aussnahestellung nicht in Betracht kommen kann) bei Weitem den
— 0——
rächste Propvinz ISchwaben] nur 791,810, Oberfranken aber nur
348,360 zahlt. Die Gesammtsumme der Taxgefälle in den er—
vährten 7 Provinzen betrug in dem genannten Jahre 4,476,545
., was auf einen der 7 Kreise im Durchschnitt 639,506 fl. be⸗
rägt. Da die Pfalz aber 994,800 fl. bezahlt, zahlt sie 385,294
1. über den Durchschnitt, was noch mehr beträgt, als die ganze
Provinz Niederbayern überhaupt bezahlt. Rechnet man dazu noch
zie Abfindungssumme von 100,000 fl., welche die Pfalz an Stelle
»es Malzausschlages zahlt, so ergibt sich ein? Mehrbelastung von
155,294 fl.;

6. daß in der Pfalz die Hypothelenämter und Steuerein—
aehmereien noch heute von den Partien bezahlt werden;

7. daß endlich die Pfalz einen großen Theil ihrer Kreis—
amlagen, die bei Weitem höher sind, als die aller übrigen Pro—
binzin, zu Zwecken zahlt, welche drüben aus Staatsmitteln bestritten
verden.

Aus allen diesen und noch anderen Gründen, die wir früher
chon eroörtert haben, wäre die Einführung des bayerischen Malz⸗
rufschlags in der Pfalz einfach eine — „unverantwortliche Un—
lerechtigkeite!“ (K. 3.)
Deutsches Reich.

Verlin, 3. Nov. Eine kaiserliche Cabinetsordre bestimmt,
um das Andenken Wrangels zu ehren, daß sämmtliche Dffiziere
»er Armee acht Tage Trauerflor tragen und daß das ostpreußische
Fürassier-Regiment den Ramen „Graf Wrangel“ beibehält.

Der erste Vicepräsident des Reichstages, Freiherr v. Stauf—⸗
enberg, wird binnen kurzer Zeit nach Berlin übersiedeln,
venigstens hat er dort füt 6 Monate eine Wohnung gemiethet.

Breslkau, 3. Nop. Der „Schles. Presse“ zufolge hat
danonikus Künzer vom päpstlichen Staatssckreiär Simeoni ein
Schreiben erhalten, durch welches ihm wegen Befolgung der Mai—
jzesetze die fernere Ausübung von vriesterlichen Funktionen unter—
agt wird.

——

Ausland.

Wien, 4. Nov. Die hochoffiziöse „Montags Revue“, das
Scheitern der Zollvertrags-Unterhandlungen an leitender Stelle be—
prechend, sagt, „daß das bisherige freundschaftliche Einvernehmen
wischen Wien und Berlin keine Trübung erfahren habe. Die
eitenden Staatsmänner beider Staaten haben sich verstehen gelernt;
dieses gegenseitige woblwollende Verständniß ist die feste Büraschaft

zegen jede Moöglichke't ipolitischer Verstimmung.“ — Der belannte
Zerliner Correspondent desselben Blattes schreibt: „Das Zusammen⸗
jehen der drei Monarchen Oesterrrichs, Deutschlands und Rußlands
st durch so hochernste und gewichtige Erwägungen bedingt, daß das
„—cheitern der Zollvertrags-Unterhaudlungen daneben faft völlig be⸗
deutun slys wird.“

Wien, 4. Nov. Die offiziöse, Montagsrevbue“ tritt der
Unschauung entgegen, daß der den Parlamenten beider Reichshälften
orzulegende Zolltarif schutzzöllnerisch sein werde und theilt ferner
nit, daß die öserreichischen Minister aus Pest gänzliche Zollfreiheit
ür Getreide und Mehl an der ganzen österreich-ungarischen Grenze
nitbringen. Den Gang der Verhandlungen mit Deutschland resu⸗
nirt die „Montagsrevue“ folgendermaßen: Die deutschen Bevoll⸗
nächtigten hätten zuerst einen Vertrag mit Einräumung der Vor—⸗
heile der meistbegünstigten Nation gefordert, jedoch die von Oester⸗
eich Ungatn aufgestellten Gegenbedingungen abgelehnt. Obschon
»dann auch der von deutischer Seite gemachte Vorschlag, den be⸗
ehenden Vertrag um ein Jahr zu verlängern, von Oesterreich⸗
UInzarn abgelehnt worden sei, hätte iich letzterer Staat doch dor⸗
ehalten, die Verhandlungen über einen Verirag auf der Bafis der
neistbegünstigteu Nation z: gelegener Zeit wieder aufzunehmen,
velche Verhandlungen auf dem gewöhnlichen dirlomatischen Wege
zefühtt werden würden.

Wien, 4. Nov. Das Wiener „Tagblatit“ meldet aus Bu—
arest: Der Czar äußerte in Gegenwart mehrerer fremder Militär—⸗
ittahes: „Wir haben keinen Alliirten gesucht, ater einen gefunden,
»en Winter, mit dessen Hilfe wir den Krieg rasch beendigen und
joffentich im nächsten Frühjahr in der Heimath uns begrüßen
verden.“ — Der „Presse“ wird aus VLondon geschrieben: General
demball, welcher der Armee Muthtar Paschas attachirt ist, erklärte
zach der Untersuchung der Befestigungen Erzerums, daß die Festung
auf die Dauer nicht widerstandsfähig sei.

Rom, 4. Rov. „Fanfallu“ sagt: Der italienische Gesandte
in Paris, Cialdini, wünscht eine Luftveränderung. — Im Konsisto⸗
rum werden im Dezember sechs Kardinäle, und zwar fünf Ita—
iener und ein Franzose ernannt werden. — Midhat Vascha be⸗
indet sich in Rom.
Vermischtes.

In Pirmasens wurde ꝛin Dienstmädchen von ihrer
Herrschaft verschiedener Diebstähle überführt. Aus Angst vor Be—
trafung stürzte es sich aus dem zweiten Stock auf die Straße und
erlitt erhebliche Verletzungen.

F Der von Meisenheim kommende Postwagen wurde in der
vorgestrigen Nacht in der Nöhe von Schallodenbach um—
geworfen und slark beschädigt. Der Postillon trug einige Ver⸗
letzungen davon; ein Possagier erlitt nur einige leichte Contusionen.

fDer Fleischer Sonntag in Gera ist vom Appellationg—
zericht in Jena, dessen Entscheidung angerufen worden war, zu
100 M. Geldbuße und in alle Koflen verurlheilt worden, weil die
„ei ihm pol'zeilich weggenommenen 6 Centner Cervelatwurst Zusatz
»on Kartoffelinehl und Anilinfarbe enthielten, deren Genuß be—
'anntlich gesundheitsgefährlich ist. Der Verurtheilte führte zu seiner
Rechtfertiguag an, daß in anderen Wurstfabriken thütingischer Orte.
heren viele namhaft gemacht wurden, ebenfalls Anilin zur Wurst⸗
ärbuag verwendet werde. Vor wenigen Tagen hat die Polizei in
Apoldadorf ebenfalls wieder große Quantitäten Schlack- 2c. Wursi
deseiligt, welche mit dergleichen schädlichen Beimischung „ge—
schönt“ war.

f In Odessa Zeizen sich die armen Leute mit Militär⸗Zwie⸗
zack ein. 50,000 Pud à 40 Pfund lagerten schon lange im Freien,
ex war durchaus zu nichts anderem zu brauchen als zur Feuertung.
Das Pud wird zu 15 Kopecken verkauft.

Für die Redaction verantworttich: FX. Deme,. —
Iimicirte —X Herausgegeben vom somgl. Sber⸗
förster H. Nibsche. Fünfter Zabrganq. Pr. Zent⸗
        <pb n="596" />
        jält: Jagdbilder aus Siebenbürgen von M. Wagner, mit

Illustralion, Dunkle Geschichten von H. von Clausewitz,

Freuden und Leiden bei meinen Jagden auf Sumpf⸗ und

Wasservbgel von Thienemann, Zum Hubertusfeste, Gedicht

bon Dr. Winchenbach u. s. w. — Diese Zeitschrift erscheint

im Verlage von Schmidt &amp; Günther in Leipzig. Alle Buch⸗
handlungen und Postanstalten nehmen Abonnements an.

R. . erdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der

herren Kaufmann und, Simon in Hamburg besonderz aufmerkfam.

Ie handeit sich hier um Original ⸗Loose zu einer so reichlich mit Haupt -⸗ Ge⸗

vinnen ausgestaiteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine seht
ebhafte Beiheiligung voraussetzen laßt. Dieses Unternehmen verdient das
bolle Verirauen, indem die besten Staatsgarantie geboten sind und auch
borbenannles Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung
ahlreicher Gewinne allseits bekannt ist.
mte. Cas
gt die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich befindende Glucxs ·
æeige von Samue Heckscher senr. in Hampbuęg. Dieses Haus hat sich
sureu seine prompte und verschwiegeno Auszahlung der hier und in der
Imgegond gewonnenen Beträge einen dermasgen guten Ruf erworbon,
las— ir Jeden auf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle auf·
verksam machen.

——

—
2 0
Kirchweihe St. Ingbert.
Samstag Abend, den 10. Vobenbe a*

RMRM
gekannten Lebeth'schen Gesellschaft.
Sonntag ERAILML.
Entroͤe hiezu M. 1,50.
Montag Nochmittag
Janzunterhaltung.
Abends
Freimusik.
J F. Oberhauser.
dur ch die ergebene Anzeige, daß ich ein .
pererei⸗ Geschaft
hier angefangen habe, und erlaube mir alle in diesem Geschaͤfte
bporkommenden Artikel bestens zu empfehlen.
Frau J. Bihny, Schreiner.

*
Tanz⸗Unterricht.

Unterze chneter hat fich in Kaiserslautern niedergelassen und
beabsichtigt dahier einen Tanz Eurfus zu erdffnen. Es werden
die neuesten Ealon⸗, sowie die gewöhnlichen Rund-Tänze ge
lehrt. — Herr Kaiser nimmt Anmeldungen entgegen.

Ræeute;l. Lehrer der Tanzkunst.

EMuPt-Gewinn
ev.
37., 000 MI-
Finiad ung zur Betheiliguug an die
Gre Wwinnun-OhAann
der vom Stante Hamnaurg garantirten grossen
Geid-Lotterie, in welecher uber
8MIILILOnen MAT K
sicher gewonnen werden müssen,

Die Sewinne dieser vortheilhaften Geld · Lotteric,
relehe plangemãss nur 85,500 Loose enthält, sind folgende: nãmlich
Gepiin evq. 875, 000 Mark, speciell Mark 20,000 185,000, 80,000,
. 000, 30, 000, 55— 36000, 6 ⏑ 0O 0 a
9 000 und 7555— T O O 28000 6000
— 0 3000 3 200, 206 mas 2400, 2000 und
B — 1000 B VV 5 28246
s7 . 13830 L2 95 67, 85, 30
lelie een Nonaten in 7755
Tiee cheren Entscheidung.

Die erste Gewinnziehung ist amtlich fsstgestellt und kostet hierd

das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das halbe Originalloos nur 3 Reichsmark,

das viertel Originalloos nur 192 Reichsmark,
und werden diese vom Stante garantirten Originai-
LOose (keine verbotenen Promessen) gegen frankirte Timn-
endung des Retrages oder gegen POStvorsehusta
men den entferatesten Gegenden von mir versaudt.

Jeder der Betheiligten erhâlt von mir neben seinem Originar
oose much den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gra-
is Und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtliche Ziehnngsliste
maufgefordert zugesandt.

Pic Auszahblung und Versendung der Gewinngelder
erfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strongster
Jerschwiegenheit.
qe Jode BestelIung kaun man cinfaech anf eine Pottn-

zaAhlungsknarte machen.
gee Nan wende sien daher mit den Auftrügen
uaer nahe bevorsteheuden Ziehunsg balber bis zum
15. November d. J.
*
Samlel Heokschery senh.
Band vier und Wechsel ·Comptoir in IIamhburg.

GIũ cS-
—

Die Gewinne
garantirit
deor Stanit.

vaete demn GIicαJ r aud?
75. 00 0 R. Mark
Jaupt-Gewinn im gũnstigsten Falle bietet die allerneueste
ειεα Gα- Vνονν, welche von der hohen Regieruug
enehmigt und garantirt ist.
Pie oribeiuafte Pinrichtung des nenen Plares ist derart, dass
m Laufe von venigen Monaten durch 7 Verloosungen 46, 200 Ge-
imn sicheren PEntscheidung Kommen, darunter befinden sich
fa—reffer von eventnell R. M. 475. 000 speciell aber
lewinn —X ewinn « 000
Gewinn 4 A. 28,000 Jewinne à M. 10. 000
zewinn à AMA. 80,000 ewinne a77 38000
zewinn à . 60,000 zewinne aà 3000
jewinn 1. 50,000 55 Gewinne a 000
zewinn 3211 0,000 0 Gewinne a 2400
Jewinn a! 6,000 110 Gewinne? 1200
dewinue a ? 20. 00 621 Gewinne 2 500
ZJevinne à M. 23,000 706 Gewinne à A. 230
z Gewinne à M. 20,000 25. 635 Gewinne à A. 138
Gevinne à M. 18,000 ete. ete.
Die Gewinnziehungen sind planmässig amtliceh festgestellt.
macusten ersten Gewinnziehung dieser grossen vom Staate
arantirten Geld-Verloosung kostet
ganzes Original-Loos nur Mark 6
halbes F 3
viertel 1LL/Aä
Alle Auftrüge werden sofort gegen Pinsendung, Postéinzahlung

der Nachnahme des Botrages mit der rössten Sorgfalt ausgeführt

ind erhãlt Jedermann von uns die mit dem Staatswappen versehenen

)riginal· Loose selbst in Händen.

Den Beste lungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gra-
is beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten
maufgefordert amtliche Listen.

Die Ausrahlung der Gewime erfolgt stets prompt unter Staats-

Jarantie und kann durech directe Zusendungen oder auf Verlangen der

Meresenten dureh unsere Verbindungen an allen grösseren V,.

dutachlands veranlasst werden.

Vnsero Collecte war stets vom Glücke begüunstigt und hatte sich

leselbe unter vielen anderen pedeutenden Gewinnen oftmals der

ꝓoten Haupttreffer 2u erfreuen, die den betreffenden Interessenten

lirect ausberahlt wurden.

Vaausicutlich kann bei einem solehen auf der solidesten

BRasis gegründeten Unternehmen uberall auf eine sehr rege Bethei-

igung mit hestimmtheit gerechnet verden, und bitten wir daher.

un aile Aufträge ausführen zu können, uns die Bestellungen baldigst

did jedentalis vor dem 15. Novemhber d. J. ꝛ2ukommen ꝛu lassen.

Kaufmann &amp; dimon,
Bank-und wechsel-Geschaft in Hamburg
dDin- und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Eisenbahn-Actien
und Anlehensloose.

P. S. Wir danken hierdurch für das uns seithor geschenkte Vertrauen Ein brav er Junge
unã indem vir bei Beginn der neuen Versoosung aur Betheili- vird in die die Lehre genommen
gung einladen, en J pu auch fernerhin hestreben, durech dei
et? prompte und reelle Bedienung die volle Zufriedenheit ,—
8 —8 Interessenten zu enangen. D. O. Joh. Schmitt, Zeugschmied

FTFninon Frod ind Versan unn F F. Femet in St Innh⸗rt

Warnung.
Ich unterzeichneter —9—
Maurer in Ensheim, warnt
Jiemit Jedermann meiner Frau
Maria, geborene Schwarz
twas zu borgen, indem ich für
Zablung nicht aufkomme.
Ensheim, 4. Nov. 1877.
Mefer Walle.

*

„Heilbar
st Trunkwahnsinn und zu be
seitigen Trunkenheit mit und ohne
Wissen; glaubhafte Atteste sie he
nir zur Seite und leiste für den
krfoig Garantie. Man
vende sich an Th. Ko—
uetzaly, Droguen⸗ u. Kräutet
jandlung in Grünberg in
Schlesien.

—B
        <pb n="597" />
        22222 E
—— 2222242
5 * 22 —VE
s3 —22
52573553235 33 85 522233
s38333838 23852358 3 — —
883833558—834 55332 73338 23 ———
53533232325 8* 23543235 —53332327 5 5289 38*
22 5222 2 5 152 —A 2*53383*53253 5 — —A
——22 z32385 533555335* 9232 —A 32 525 222 38—
—2 * 2* 233 25— 522— 3272 53* 3 * 5 — 558* 2532
8 3 — 2355535
— 2 75I22 — * 8 * 23 2238 2 8 * 122 *
53323
335833577 3382333323332383 57358*
— 5 3 * 3 2 ; 2 —*2 —Z— *
1* z22232 52 — 2 200 —E— —— — t* 8
5 323522 E5E5 2* — F 522* — *
3333555 3223333* 5225 335353 “25353 — 2 5
353s—532* 557535532 2883—35355532355 325728
—A * 233 2 —V
2528522* —235355328 — 5555 53283356
2 — 253522* 55 22 53 22533532355 * 3 —— 2
282285——2353 2 28* 2 * — * k226* 2 55 28 * 2335 5
2553—2535353— ——8*332258 5—35835 52 25333323
3353236338 z 255 * 3 67 23 53
— 285223 5238 27338 23 2253888 5536 S 33528233..*8
5 * *
7— 2 3323333538
553522 2
e eg s3326323
A — 5 2 8** — 2
—A 38 8 5 3 258323582 Z
— —* 855* 2 —2 * — — — — 8 —Z 2 222 8 — ** 2 *
SS — — —12*238 — 3z58 55 — —
— — ——— 55223 * 2845 —— 2 7 8* —
3 33* 353 5335533 *
323338 2 5 —
2 *
32 2 51
25
5232335 255 22358
—A —— 2 5 — *
33383 58 30
5 55355
—XV 5353353838 3 33 * 52
22 22 —8 2 8 2 —EA — — — **
5233558 555 — 32368 388 z526C —353 553
353522448 —— —A 523335 5537 257
6 322 33*
3 2238 3 2 53 228 — — E — —2 — 48 *
— 3883 385*
— —— 5 * * 2 — 2 ã
—22 8 — * * * —A— * 52 28
—e33682 5323833552 7 73833
*2 I r * J — *8* —
5 883852 528* 2B32325 2 32635332 7 5558 223 *28
— —— 23233 — 343 333233 —
5 23 533 — 8 828 5355*68 25572 3 sc2 333527
*2278 —A— 5558* z3 7552328 —A 8318827 2258* 52 *
— — —— 553225 722 53238 — 535
3 —3 3 32 8
32 J
5352 3
—— — — — 5 * 53226 8 ð A 5* — * —22 —
3352238 2825 22 * 2 * —x8 — — 23 33 — * — SSE
285 zẽ —A 2s 55c6 * R 28 22522 —
22* — 52356655 25.3 282* 25 6 —— 5 58 *25 82
2228 255835 ——— — — 2542223 3552 — — 5
25352828* 258368 25337532338 2 22235 22* — 224 223
55333285* 82555 58 5z25352383 *—38 S z335332387 52533583
568333535337 5253235 55235 ———— ——— 58 84 385 25732558
ẽ E5* 338233 A 3*56588* X 2S 523555*
ẽ c 2* —— —— 228 —38* 2 * —— 223 —5* 28
35 5E82 —— — 3232532 382 — m5253235 8 E5
2* —EE 8 —— — 8 2 5 6 * 5 — *— — 2 *
552 — 5535527 —23—28 —— 2 5—5258 88 3
E 8 226 2 2 52*38 5 —2 — 38— 3 22 258 2
3 — BS — 32 28* 2 T 2 22
582383728 28 —5535 3
8 5*—5535 ———— 2 55 —A 5 2288
z25252 —7537357 —323 53 388 5*
ssa s —— 2584826
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58* 3335353 2532 53
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* 32 — 0 7
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— —88 58
I 522 ——52 —5— —8255525 5538383 5353355 3458
28 3853 2535 — —2553335 555 s—ü«3885 22398* 3353338 —58
— 32329 2 —— 2 — 5 22 — — — 8 — —
8 9 — — 522358 5528 2 —6c 535
2* — 327 28 2 —3 22 — 8
55 25 3532583 — —28 223 z273258 2— 2355 553236 53358
55 253 55 75 —3533 72 222238 — —
—A S2 75 23222 2* —A— * c2 25 * — 8
— 2* *8* — * 2 25 83 536 —c
ꝰ—⏑ —8 523— *2 *— 5532—.2. 55233 55362 5322
828 33523 38353733 532333 — ——
52— 252 —22535 8335—538355 — 2 —æ—— 82
— —2— V —— —— — —sgt3— 2 *
35 — ———— —— —A—— —— ——
* 2223 * 2 —3 2853 8 * ——— 2
22578 233853 553 532323358383533 222 55335* — 55*
— 3. 25 8 38853 5357
7*58 — — 3255 *533 * 3233 5353
32 5333 5* — 235
2* 20 222 * 3* —S — ——— 24 * J * —
5— ——233 —238*553*28 — 5332323 58*
9 3228* * 2 — —*28 7T — ——— c 527 —2 22 —32 —
— 32322 2 2 2385 A 8 328 0 28 — * uca — —A
— e2 3 32 333 —5 5—35288 —A — 232 —S — — 253 Z5322232 *
s3 3 37— 33 — —3 58 538 55
—32 2 — —
32 3 553 262235. 8*4
* 32 2 2 5 * — B22 2 252 2 —285 2322 — 2 7
X —&amp;8X 222 32— 242 2 2 —2 ⁊
2 259 —— —235 — 25 —575 — 528225
2 — — 32.25 5 5 8225 22 5 5335 298* 3 3
s 38 —338338533335
5——328 —2 —8353533232 — —— 2238
2 3 — 3 33738*357
732 — 8 —: D — — ð * 2 — — —* * 5 2
——— 72 727 252. 8 — ——— 38 * 55 3 —
3 3 —— 8——83 35 58

—

— ⸗ r ———
2 22228 22 22
— * *
szs 53 535753 45353 2383857 382
·28* 22232 525 —* 5* 255 62 8 253253 — 2368
555 33335533835 —53555 235 222 323383 838
527 23 55*0235 — 75 2 —52— 2 *3 5 3
235 93357 —— — —*25 5525 572832 55525 22527
— — 8 I
388 —5 7—2 5 38 28 525 »55257 755*
786 —2325232533— 3 55 27 2 27* 232
5 —— 55 — —22358 * 35282 32
553 52558 253532* 2335. 2* 5332588 2 —28238322 2 8222
555 5353 —53838 357 ——— 25483 8338
* 2303 22 539* 282—*225 0 — — 2323 — — ** ——
— 52*2 * 23B33 2 8 5 2 8 2 2 —V
32282 3523355345 38333 522 I25 12333. 3332*
223 333363*382 325283—863— 5683 88 —— 2238
2 — * e * 2 QO2 — — 0 1 2 5— v *
8 7 5—228 — —— — Q52* 822 8 5— —— — 5 —55
38 335385355 53 23333355—333 253—52 5538—
3858 373*385* 728— 338328527 353353 »255535333
23238 35355 5*2*58 * 33238 32 35323338 255553333 7
523 23 5735 2228 5 228377 —— 532535 —A 53 28* *
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5 5 3—2855. E —E 5833333 — —
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33 — 33 23 5555 ——
54 55*—3383838 2—8 552 52 3385* —A
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        23333 28 38823
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33388 2353538 3383 57 * 5228 2553
——— 75. 3 528858 —6 52 53.73 222
25325 5—52533 3 332335 3*8333887 238 3
— 23553362583 * 33 327 2353 28 3533*
*383838 2 —A 3257 — d 2.*
J —A 233833358 376
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5* 522 838 5* 3823 2 8 83353—2335
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— 2 ** 2 — 22* 25 32 J —
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—A—— — 28*372 D7 572 3 282 3523 3 — 5
* —528 535775 * 532 z2. 232 52 32 52 2 * * 3888 382
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7 — ——— * —A 535387* 2 23 2 253588 —A
52372 32 —— —— 385 S238 25325 232* 88
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— —X 2252 52 — 2 22 272 7 —555 8
532355 —2337587* —— —— 55823 5585 ———— 55
—*558* s 353 —5365 2558—22 — 1823 35 — 2
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*52533233* 535558338 5535 53535
8 27 —A 7 — — 3 33 78 * 2
33 3 2337533835
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58 423 2587273— 235*53 *52*8
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522— * 233 2833. 55 2 31
538*533282 553—3—5233355* — — 22
52 —* — —55 — —— 23 *
*X23 * — — 525225 2238 —2 —
5309 335334 *23533353537
—232 — ———
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7 * 53557333533 2*53 6—
2223 53 —553228285 57832538
* —A 2 *7. —— 28 —
2 * 2* 2* — — 3325 5—28* —
2828 . 5532533 —A —2253553
——— — ——
2558 23552 775*32 8287* 33**53
— * * 2 8 2*5* —
5* 3333883523 ——
5223 52232358 585 *7
—228 —3—2328* *8 *272 —A—
—25 2 —587 5 —8 — —
5 525 583 235 53 5585—32
15 » *7 7 2332 333
5 — 2377 8553553335
1235 72 5353325 — 7772727228
22 2 223 3257

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* — 9 23 —3 7223538 255 — 532 27
2* 28 2 583 7533 5 —2*385 22355
8 21 2522 5222 2 2* 2 550335*
87 — — 33 * ——— 8
m3 3 3 38523
—* 2 2 83 * *8 *
32353535*3 225 58532 2328 3337533*
55cE.8 . 235 —2365 — 25 82353 —
* S* 2.22 — 52 3. ——, — 3237
583. 53538 5275533 55335323568
XX 2 3 * 2326 —E 7 * * —
* 23 523532 2. 2 2.7 2222 * n 2 —
252388 2885* 2. æz8* — 535 — 8 3 3— *
3358 73235 2333— 3335 ————
— 2 2 * * 2 3 7* —— —
8 — — 2 — D * I * *
2 —A * * 3 * itv — —*
225 R5 52— 23542 8 — 53 * 3 2
2* 22232 223— 22 3 *
—2523 5353535* 553 83 ———2— —8335 8
2233 28455 ** 237* 253 — Se
5333 28 A3 *2582 22 5223 5
138553 7827 *23 35 75225 5*
—— 23 38 *.23* 535. 552 53*57 3
22.* J—— 275353333* 533332338 2
255* 2 2
1222* 4 83233 äü 833333853 8* *
58 **8* 2 * * * 25335
353 *5 SS *3 *232
2. 86 * 5 S 323 5 7
—A — —532 522 2 s S2333 5 *
* — —5 — 2 2 * 2. 5. 8
5. 5 3233235 357 355355 5 138
—— — DA7 23 2*2 72 2. 2 3 —X

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        J.] e 4 J A r
. IIM 1 e *4 34 — 6* 7
1. Ingberler Aarzeiger.
*6 AVVVVVv . P 37z24] J 4
—* Jugberter Anzeiger — das (Enial wöchentlich) imnit dem Zaupbtblatte barbuůndene unterhaulun gsblatt. Sontiagel mit illustrirter Bei⸗
age) .“ascheint tobchentlich viermal: Dienstag, Doͤnnerstug, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis betragt vierteljahrlich
I Mart 20 Rpfz. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene! Zeile Blattischrift oder deres Raunt. Neclamen
mit 80 Pig. pro Zeile berechnet.
⸗ — — J — ασ6Ÿ.—
38 175. * Dbnuerstag, den s. Novenber 1877.
* — —
7
x Deutsches Zeidh.
v“* Rgahen 5. Nov. Der paoͤtriotische Club beschloß in
Ahet hehigen Shung di Ablehnnhug des Gesehenmwurjs. detreffend
ee eee mteneau—
jemeine Reorganisafion der Verwaltung einltete. A .).

Mrünnich en, 6. Nov. Candtag.) Roaßtzinger'gbinoerkichte
Mandatsniederlegung wuͤrde atigenom men. Die Initihellation es
Abg. Grafen v. Fugger wegen des Forsigesees beatwoͤttet der
Dimster des Junern e Pfeͤler dahin daß die Regierung hot
Repision der ðotsigegthoebung nͤcht ein neues dorstpolizeigsetz vor⸗
eden lonne. Sier khane nicht. sTchon jetzt ziüen RXgorganisationsent⸗
wurf vorlegen .und. müsse sich dies, in — auf die Revistdn
der Forsigesetze und. des Reichsstrafgeseßes für später vor hehalten.
Bertin,7, Rov. Naqh der gestern erfolglen Rüdkehr des
Zlaͤnidsefreiarze Fredberg aus Eisaß⸗Loͤrhtingen werden sofsort. die
Arbesen im Reichs-Justzanite üder die Ausführung der Reächs⸗
Juftigelete nsbesondere des Gesetes betreffend den Strafvollzug
und, die Gbuhrenordgung gum Civilproceßß wieder aufgenommen
werdan. Was Elsaßr Lotheingen betrifft, so wird dasselbe auch noch
der neuen Justsgorganisation seine“ bit herigen Landgerichte uͤnber⸗
ndert debehaitem. Ob ras Oberlandesgeisnt. nach Straßburg der
Folimar kommen soll,“ darüber will die Regierung ern das Gut⸗
achten des Landesausschusses hören. 3

Nach der dem Ahaeordneten hause vorgelegten Nächweisung üͤber
die Forisetzung der Sigalseisenbahn: Bauten im Jahre 1877 bettug
Ende 1878 die Gesmmtlänge der dem' preußischen Staate an⸗—
zehötigen Eisenbahnen 4248,60 Kilometer. Im Laufe des Jahres
I876 würden, neu erdffnet und wurden dem Betriebe übergeben:
am I. Aprit die gweigbahn vom Bahnhof Memel nach dem Laͤde⸗
puͤtze an der Dange mit 1,06 Kilometer, von Sachsenhausen nach
Pomsa mit 2,41 Ril. am 15. November, die Strecke von Walver
nach Dortmünd mit 36,30 Kil. von Niederhoene nach Friedland mit
Z188 it am 22. Rovember, die Zweigbahn vom Bahndof Memiel
aqch dem Hafen daselbst mit 3,009 Kilom., serner wurden durch Ankauf
die Eisendahnen von Halle über Minden nach Kassel und von Nord⸗
Jausen nach Nirey einverleibt, sondaß sich die Gesammtlaͤnge der
preußischen Slaats bahnen am Schlusse des Jahres 1876 auf 4545, 88
lometer stellt. Das bis zum Schlusse des Jahres 1876 ver⸗
wendele Anlagekapital' betrug im Ganzen 1158,578, 468 M.,
das ist pro Kilometer Bahnlänge 254,2623 M.

ANusland.
Paris, 6. Nor. Der „Moniteur“ meldet: Die Verhand⸗
lungen wegen des neuen Kabinets sind zwar nicht beendet, doch ist
olgende Zusammensetzung wahrscheinlich: Pouyer Quertier, Finanzen
nd Prasidium, Baron Legouay: Juneres, Delsol: Justiz, Vogue:
Aeußeres, Monigoifier: Arbeisen, Dumas: Unterricht, Clement:
Hdandel, Berthaut: Krieg, Gicquel: Marine. —W

Paris, 7. Nov. Offignell wird gemeldet: Die Minister
jaben auf den Wunsch des Marschalls ihre Entlassungsgesuche zurück⸗
zezogen.

Londou, 6. Nov. Dier „Daily Telegraph“ meldet aus
Erzerum: Heuile fand ein- heftiger Angriff quf die rütkijchen Po⸗
itionen statt, das Gefecht dehnte sich nuf die ganze vier· Stunden
sange Linie aus. Nach zihnstünd gem Kampfe ivurde das türkische
Temrum durchbrochen und gezwungen, sich zurückzuziehen. Mukhtar
Pascha ist leicht verwundet worden. Es heißt, daß im Süden
von Erzerum, fechs Stunden von der Stadt, Kosaten erschienen seien.

Konstantinopel, 6. Nowp. Nach einigem Wider⸗
stanð verließ Muthigr Pascha seine Stellung bei Devibogan und
jog sich gegen Erzinghan in der Richtung auf Trapezunt zurück.
LVUever die große Schlacht oon Kars (am Aladscha-Dagh) gibt
zin nach Tiflis transportirter verwundeter russischer Generalstabs⸗
offizier einige interessante Einzelnheiten: Die rürkischen Operationen
in der Schlacht von Aladscha-Dagh wurden vom britischen Attache,
Gemral Kemball, dirigirt; die tuͤrlische Niedetlage war die Folge
don Mukhlars Sorgloßgkeit und den guten Spionierdiensten deser⸗

tirter Kurden. Mukhtax bewies im Kampfe großen persor lichen
Muth. Die Türken verloren insgesanimt 15,000 Mann;' die
neisten erbeutelen türlischen Artikel grugen englische Fabritsstempel.
Die sich ietzt zwischen Devebojun und Hassankqieh konzentritende
ussische Armee id rde80, 000 Mannd stark' sein. Diue Kapitulation
von Kars ist nicht sobald zu erwaͤrten, als jene von Erzerum.

De diplomatischen Beziehungen zwischen. Gritech enland
ind der Pforte werden wieder eiwas gespannter. ——
ifies gtößeren ruüssischen Etsolgez im der eutopätschen, Turkei ist
ine Kundgebung in. Thessalien und Macedonien zu gewartigen.
dönig Georg ist im Lacer bei een Gruppen sehr krie⸗
zerisch gefümmf e Mqnn längs der Grenze auf⸗
stellt.* Die' Kriegspartei? hat die bea * Krjegserllärung an
ie Türkei noch nicht durchgesetzt, versichert, sich jedoch der Vor⸗
ereitungen. durch dir Regierungfür eine ebentuelle Altion. Die
emoltanische — mik det Kriegspartei und unterstützt sie
seden die Redgietunga.
Bermisch?es.

fAuf der Stumu'schen Jagd, bet' Can d eftu hel wurden
im 2. und 8. do erlegt; 74 Hafen, „13 Füchse, 5 Schnepfen,
Rehböcke und mehrere Hübner, Den Meisterschuß machte Herr
Ztumm, Lindem er mit Schroten einen KLeiler erlegte, der unaus⸗
Jeweidet 323 Pfd. u vunsgeweidet 275 Pfd. wog.

p Böoblenborn,2. Norp. Den Freunden und Ver—
chrern der so beliebten Vöhämmer (Bergfinken) theilen wir hierdurch
nit, daß sich gestern die ersten Quartiermacher derselben hier ein—
gestellt habea. Da es in diesem Jahre sehr viele Bucheln ge⸗
Jeben hat, so ist zu erwarten, daß die Finken in großer Zahl
inkommen. 7

4 Fünzehn neue Goldlager sind, wie die „Irkulsker
Bouvernements Zeitung“ meldet, in verschiedenen Gegenden Ost—
ibiriens entdeckt worden.' (Das können die Russen' jetzt brauchen.)
Fur die Redactiau veran“

ne .
nnneenes

—V
ist die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich besindenqe nneks
Inzeige von Samuei Heckscher senr. in Hamburg. Diesos Haus hatagich
surch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
ĩasẽ dir Jeden aut dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle auf-
nerksam machen.

ILInuteresaan

Hausversteigerung.

Dienstag. 13. Novem
zächsthin, Nachmittags 2 Uhr
u St. Ingbert bei Heinrich
Schmitt, lassen die Maurers⸗
Eheleute Michael Spohn und
Anna' Jungfleisch in St. Jng⸗
bert die nechbezeichneten Liegen⸗
chaften im Banne von St.
Ingbert offentlich an die Meift⸗
hietenden zu Eigenthum ver—
leigern, namlich:

Pl.⸗Nr. 17222. 2 Dezim.
Flaͤche, Wohnhaus mit Zu⸗
gehör neben Heinrich Reitel⸗
starz. .

Pl.⸗Nr. 172 b. 2 Tezm.
Flache mit neuerbautem
Wohnhause neben Vorigem.

Beide gelegen in der Stadt

St. Ingbert im Hirteneck.
St. Ingbert, 6. Nov. 1877.
Sauer, k. Notar.

An der neu angelegten
Straße, von der Schnappbacher
Straße nach der Schaafgasse,
habe noch mehrere Bauplätze
nach beliebiger Größe und unter
annehmbaren Bedingungen, abzu—
geben. W

Ehrbardt Zochum.
A⸗s dem hiesigen Gemeinde⸗
walde können Bauholzer
bester Qualität und jedmöglicher
Größe gegen Entrichtung der
Forsttaxe abgegeben werden.

Niederwürzbach, 7. Nov. 1877.

Das Bürgermeisteramt:
A. A.
M. WolfGemeindeschreiber.
onut⸗ —X
* äk
Fr
bei Peter Schweitzer
I guf'mHhfchen.
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        Bekanntmachung.
Donnerstag, den 15. November 1877, Nach⸗
mittags S Uhhr, soll auf dem Vuregu des k. Bergamtes St.
Ingbere die Beifuhr nachbezeichneter Holzquantitäten aus den
Siaalswaldungen, zur Grube St. Ingbert pro 1878 im Submis⸗
fionswege an den Mindestnehmenden vergeben werden.
3. Aus dem k. Forstreviere Neuhäusel:
400 Aubikmeter Eichenstammholz und
1000, Stewpelstangen.
b. Aus dem k. Forstreviere St. Ingbert:
200 Kubikmeter Stempelstangen.
Aus demk. Forstreviere Jägersburg:
— 8 (ubikmeter Kiefernstaͤnme zu Brunnendeicheln.
Uebernahmslustige sind eingeladen, ihre Angebote dis zur oben
angesetzten Zeit verschlossen und gehöng bezeichnet auf dem Bureau
hes unterzeichneten Amtes abzugeben, woselbst auch die Bedingungen
jar Ginsicht offen liegen und die Submissionsformulare in Empfang
genommen werden konnen.
St. Inabert, den 7. November 1877.
kegl. Bergamt St. Ingbert:
.Kamann.
ERIcIloæ St. Ingberr-
Zur Einweihung meines neuen Saales
Sonntag Ball.
Montag Buͤrger-Ball,
wozu hoslichst einladet

60

Mainzer Sauerkraut 15 Pfg., Catharina⸗Pflaumen
30 Pf., Citronat M. 1,60, Orangeat M. 1,60, Tafel⸗
Rosinen M. 1, Krachmandeln M. 1,50, Edamer Kugel⸗
ase M. 1,20, ital. Haselnüsse 80 Pf., Paranüsse 50
Pf., Gothaer Cervelatwurst M. 1,70 per Pfund. Frische
Fitronen 20 Pf., marinirte Häriuge 20 Pf., Edinburger
Zcottinen 20 Pfg., engl. Bückirge 16 Pfg. per Stück.
zssig⸗Gurken M. 1,30 per 100 Stück. Capern per FIl.
75 Pf., Mirxed Picles per Flasche M. 1.

Sardines à ul'Huile per Dose 70 Pf., M. 1,20 u.
1,30, Amerikan. Fleisch per Dose M. 2, 2,80 u. 3,25,
großkörniger Astrach.Caviar, franz. Moutarde, russ. Sar⸗
dinen in Fässer von 10 Pfund, Holländer Superior-Hü—
ringe empfiehlt

J. Peters, St. Ingbert.

Die Gewinne
IXRXVX
d Eor Btanmt.
— — —— — —
Einindung ur Betheiliguug an die
GWViInn-OhABCOM
der vom Stanto Hamuurg garantirten groasen
Geid Lotterie, in weleher uber
S8S MIILIIOMGn Mær K
sicher zgewonnen wverden müssen,

bie Gewinne dieser vorthotlhaften Geld-Lotterie,
welehe plangemũüss nur 85,500 Loose enthãlt, sind fohgendes numlich
1Gewinun ev. 875,000 Marxk, æpeciell Mark 250,000, 125000 80,000,
Do 6ο 6 o ο und 3000, 10 nal
. sõd und RVooo. 2 al T ood und IO, 00, 31 mal 8000, —X
sV VVV Doödo 0O V———
i 600 664 me 0 300 und 20, 2246
— mal 84, 67, 53, 60
F Lommen A Te
enungen zur icheren Putscheidung.

Die erste Gewinnziehuns ist amtlseh fsstgestellt und kostet bierzu

das ganze Originalloos nur 6 Reichemark,

das halbo Originalloos nur 8 Reichsmark,

das viertol Originalloos nur 1a Reichsmark,
und werden diess vomnn Staute garantirten Original-
Loose (keine vorbotenen Promessen) gegen frankirte Bin-
dendung des Betrages oder gegen POSIVOFSCBSS
elbet nach den entferntesten Gegenden von wir versaudt.

Jeder der Betheiligten erhâlt von mir neben seinem Original-
Loose ch den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gra-
tis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtlicho Ziehnngsliste
unaufgefordert ꝛugesandt.

—V
erfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strengeter
Verschwiegenheft.

— HeStelInng kann man cinfach anf eine Postein-
znahIungskarte machen.
NMan wende steh daher mit den austraugen
der nahe bevorstehenden Ziehung halber bis zum
15. Noveuiber d. J.
vertrauensvoll an
2
Samied heekseher sen·
Banquier und Wechsel Comptoir in Hambure.
—urr

—

Julius Crewonig
— (am Bahuhof).
Kirchweihe St. Ingbert.
Samstag Abend, den 10. Vebembet
—IXXX
der bhekannten Lebet h'schen Gesellschaft.
Sonntag LBRALVIL..
Entroͤe hiezu M. 1,50.
Montag Nouchmittag
Tanzunterßaltung.
Abends
Freimusiek.
Hoflichst ladet ein

F. Oberhauser.
q A-
Kirchweih⸗Samstag
Ietzelsuppoidauerkraut.
Anfang Ab⸗uds 6 Uhr.
Lirchweih fonntag, und Kirchweihmontag
Freimusik.
Anfang 4 Uhr Nacdmittags.
Freundlichst ladet ein
Friedrieb Lehnevt.
ur Schnupfer!
Aochton grand (Cardinal

Wein⸗Etiquetts,
L1farbig bis 2farbig
sind zu haben in der
Lith. Anstalt F. F. Demetz,
— St. ————
Andurch die Egedene Angeige, daß chein
nerceιnã—si
hier angefangen Habe, and erl'ube mir alle in diefem Geschäfte
borkommenden Artikel bestens zu empfehlen.
—-r Friedrich. stirchweihwonntag F— —E —
Von heute und während —D — nt i wana
F Tanzmusik. Harmonie⸗-Musik
rlanger Erport-Wier. w — 53
Moniags ARAII. Bierbrauerei St. Ingbert.
Restauration Grewenig A(wozu das Eutrer M. 1,50 is Anfang 5 Ubht.
bei Georg Zung. E. Roseuthal.

von
Franz Toveaux
061n
mpfiehlt zur geneigten Abnahme

(am Baähnhof.)
puää àαXääàààäæ OXOOàMONO Ñ OXAXôXÇôOAuMAthOÑXÊMukklkthekons AAutttettatuchalMAä kdn kkdlhhettddhkubäkhec ku — —
Fedafltion Drud und Verlas von J. X. * zeneß in Eet

Ingdert.
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        22
—— —
— ———
5 235 6* 32
z53852 3. 75 —— —
5533z5558 5355 3333327
A — 53333
* 8 *
55538 532 A— 25 355 538 55
—— — * —5 —A * 2 535 5*8 3
55583 22 —228 2532352 38
222 —X z25535 FESS 28 52 7 5 —8 ————
73 2 ——*3 2 2 252* — 55338 5553 2
2583 5355 * 52 —35 228 A 2533
z3332258 28 — s857 223* —ãæäa —23 —
* 223 72535— 572 — 5* 5323 2552 22 * z*832
——— — 32 587 33388423 3
E 575 75 ʒ 2 3— *2 5232 * 28 2852 328*
— 5 2 2233 5 — —— 2* D ẽ5 28 32*28 8 32
z3582228 233 33337 —A—— 325523 —A— 22538
—A——— 55 558 388 sSz8 3858 32 55 s
R. * * 8 —⸗ 3 3 72 23 2* — — 32
* 25* 25 229 282388868* ——— ——— 3312333*
5625535 — 8 538 — —— 8 3224— 233538 325
z353635855 22 * z3355338 *2 55 24 53233 3238
— 2* * 528 58 58* 2* —8* 2 8
8 22 — — * —2 ESESEE — — —2 12 37 88 22 — 8 *
—— — 5.3 252 ——A 288 2328 — 723 2 ——

53— *7 335358 3 387 — 233 322 8 i5 533533335
— — 5335323 23 2
— 55 325238 5* *23835 8* — s 3 *x*6 25 35533* — 33 E
53 — 258 — 3 te — 23 5 —2323325 —— 22 *888 222
332 — * —s 235 — 55 78 23 28388 8.2 —A
2 * 28585 53 5258 5 52 * 255332
38 —— 353 3233 247 S — —XR 58— 35332
—A 3 53 552 528 528 2 3 —— — 58 52* 28*8 8 *
J 33235

S 32232* 223252 s*328 3
J 8 3
228 55353 3— — 323837 823 — 283523
— 22 —— s *2557 —58382 —

—c —
33853535 z2535254 2 5588 258*
253 z3833535335 —
2857 z288 z5853 53235
—— 2883
2 —* 225353
73*755333
20 —
*
——2 28322
3222 8 —F 32222 2 222 9 *
5355 555 333— 5383 282
—355 3353 363783352 553553333*7 555335 553 537
—25 3 * 5535335 2 * —7 — S 2
2227 230 8 523833 2328233375 52 3353128 23 294
z84s 55——3—365535 5555 55353313353 2
z88 E 23— —— 4 — 3 —33 7532 *3
s—s38 »58 33 3 83— 2253523 328 535*
*— — 25 585235 5222 22 S * 2532 * —— — c 8
555 55 683——— — 522553 233252.. 525 3z257
—— —7.5 —AA 2 2*733 55 — * * 22 2232 ——
552 58582 z333 2 58333535232 8
— —5 28 58 —* 3 323—2 * 28823283 58757 32
5525 — —3s22825 38
—55 55 585238 —55522 *28 2233 8535* 5 23523233 22385 —
2 5 55 — 533 32* 2 —32*2 558 3232 35 5 — —3 O2
— 2— 238 2** * 3 723 —— 5 —2588 —A 2 —8 22
z238 57* 5328 835358553* 253* ———— ——*** C53228 55
3553 375 338— 333— — ——
* 2* — 7 — —— —A 2 22 3E 5353 * 3
As 5 333833 —3— 75 4588 25 288
—135 —X —8 5552*38585533258 28 5232855 * —
353 3333 3338 —4 3 335335 533*
* E * —— — —53 2 2 —— 52 —— — *
s3 3 e 3483 837
* * 5 —* 2 *
2358—3325538 555 23—6 353— 252822 —323238555
— —— —5 55 523— ——523—32235333
5 235333—53222 — 3 3 5325 —22 5—52 5—— —2—323335
5 —2 5——5—5 553255355 ——88— —25553 A
8 2685-52532 37552 75—2——— —A z25289 8 ——
—2 — F— — 2 —2— * — — — 8 —X
A— *83* 5553335357—537335330 52532535*333623
22 s z 23231 58

222 3—22823222 22
2323 3332228232 22.22322 —222
8* 28355 5 2 *5z —2 —52 — * 8522 *
3 335 8 33 3335 233533553358 2358
2* 53 5 S* 5 — 2 22 —
8 223278— 5253* — 578—3 522 23 — —
58 — — 2 3 — 8 8 26 76 — 555— 33 3232 —
— 3 23* 22 O25 8 52 — —A— —
72 *535 S258 238 3 8 583328 — — * 63 8* 2338
2527 28 2 * * 222 2 23383323533 5332 ——— —— 8 * *
353823325388 — 38 5 33558 3553 73535335358 5528
2 * 22 — 238 * *5352—— 45385 * 5 3 — —J——
7 — 22 2228 — 532 3 * 53 — 2 2 13 ——22 I860 — 2
2322 * * — 773 —i 2 —3 2 827 2* 22* — —2 522 —* —X
52335 —727553353—2358—8— 33323.* 5558 23 3753287 —Xxä
53335*236328 553873.3 ——— 2 5282 sz33383232383 *236
— 8 * — — 2 2 —— — 22
—A— — —A — 2 53z232 — 2 —— 2 5552 322828* 2 “3—
2 33 523* 53853233 2832 5322 55 3572323235558 —— —
—2525 39 2887 wE 23358 5325 2 32 5 * —5232 3z25825*
RT 323335387 255 — — 33 332223 —A——— — 2 532 S ẽ
* 5 25 2 — —5 2 — —A 3 3*
— 95 252 —5—3335382 —A— 5 228 288 2 — 22 2289
22 — 2 J 2 * 5 * —8
3338 3333335 333357*753575
5 525— 7555323333333 — 23355325
— — 2*02 * 55 55573— O 825 52335 5—25 2
— 133 35330 — — 252535 —— — 3 2 ——2—8 225
22 528 Ze 55 33555 2235335 353355 2 —580532 —A
*555s568368 —2—53333632 237323 — 553335 335553723285
—— 2232033253283 —— 5S222 B344L538ęẽ 28⏑— —
22525 32 —A 2 3 52* 5222 —A— —AX c22—5c —
2 2 3 2— — — 5232 * — 2 75 58 2
333333 s 33 3 3
75553552323 —5338833753333333 255325—
—E —“ 7 52525 v —522 2* * 2 5 82 S R — 2
53235535355523383 2353855 *—3335— 552 22 —A
* * 222 — — — 2 —A »2220 ⸗ 5
ASs725* »29 EISEEE 232353335327 — 225 — 552353329838 28 2
— —z835 —5 52325 2352358537— 58 —
AAOCS XA *
2* —A — *
* 2—22272 522322 223533238353 25*528
22222 3 22 5153553 3*73 52227 33255 5323235 —— 5
5535 - 3335253 —5353 533 232255 555335 35323328* 53 53528
25 252353 — * — —— 5 v 2 253555 —E ——— 2552 285
*222232 22 — 2 * 38 —723* 5255 —m75252223327 223 27
25* 5 5325 S 532253— 5— 552 2 3 3553— 88 3
3778—5—3233 35233 225 33238 82333 2553528
* *8 2 — —— 22 3 —— — ⸗ * — S 5 *
2335 335333283 ., 5322 25 33338 353353 52327 53325225
333 633382 335375 2335 23353 83523 353535533
3 —— — ——A———— * — — 22 * *8* 833 —*228 —5
* — 255225 2 552 —22 —— — 22 2* 55555 5«5852335
2353 —3 53322722 5533* — 53537828 —E — 88 —
253325 2335525 55 82 — S0O8 — 38 22* ⸗ 8
* * 22 SIJ 2 55 2 88 2——z3—23258
Z52583255 5535 —8 8 2* ,—32232 23255335 — 325 58*
553 —3253 ——— 23232 —5332332822 335—5 ?
2355— 325233 253 3 2 525 z25387352352255 23855828
2 5358 3 3 3388
2332522 —A —A 2 22* *2 325,53 * 5
2 585353 — 32 —E 2* 5332 28238 233352323432 —XV i
*2533333565 5 55358 533 383533 ; 383333 32**
3225335353353 35375353 52553535 AA —
232233333233 *25388 3838 386
E —22 532 535 55 —— 8* 8 8 25 * — —
224 3532282 — z35XSIS 2——.22 *2 8 * — —532 58
383333323 33285 e —3—33583 A
2,2—837355 58383 57 3823323525 533584 5
55 253223 —— —52832872 z253322. 22335372 *
22— 522 8 — 2 * 2 2 u —X 2 2*⁊7 2.222 8 — 2
2253558 83323 34333
2 —8 8 —— — * —XXA S48 2* 2 Ew *
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* 227 —2
5553735 353233 BERZBBREE B
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        27*
2 — —— 353895
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33 333—325 — —735—3— 33238 ——3 322
— 3833533375—3 — ——
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3 333 383 — — 85
* * — * 2* — 2 — A E.. —e 7 —— 9
38 3333 3 3— 858
—9 — * —2 B J —11 *. 5 2
55 *523. ñ 2.5. 2 85 22552 4* —5 z 3 J 827
2 5 — * 2 87 225 *
— — 25235*3 —A 55 527532
3282 23365 22.3 3. 3 5— 63 *4523
J 33535 —33383— 223528 5352 2328 238833 5
* 755858 32 32325 2 —
2 —5 — 27 — 2* 28 — — E 3 — 2
25 2527 25322335632355* »5323 352 —
— — 5———232
2 —— — 22* 326 5 2—252 8228 — —
7 * —A 8 * —z2 7 22 2. 2
82235 33582 —25838 — *7
583533335333378238* 7 2288
* — — 7 —120 — —
2 6333 2—5 — 225324
*8 285558575 23822 553388 383 *22*3538*
8 5235 5285338555 32. *2227 853
—2 3338833285 322337 I5 — —
—52 2353 23 8 332—2 — 7— 27 82
* 73 22 —6 *2 NA. — — ———4
27 5* J 22*88 7 7*58 * *22 2 8 8 —
232* 3—A 5—— —— —15 52826
2B27 135 Fe 2227 5—22. 2 37 253 8 5528
—8 238 23 —6222.5 — ——
5322— 3 — ———
—— 2 — 8

*
*

J

1.
x

252 ——— 231
— 2 —8 — 2*
—J—— 3533783—8 368
— * 3 a 8 *72
2355 225 3575 43*
580 5 575355— 223
23306 — 55 097
223 38 358528353 22
5853 ———3335 27
5⏑⏑⏑ —533.33 352 27
»z22386—7—*
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25*22 2316038
75 52 235
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332.832 523053 *
25282 25222 3.8
32523 23360
—52238228
5332852*3 *18
*—2 *2*53253 5
02. -8223 23
235— 535 2553 21
—
252—3*2— 338528
2353—373—3 3
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———— — 55 *535883
22333 3232
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22 328 —2328*
23 252 5 60 *
232733 —682232
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88 5333
38— 837 —A ——

2 289
2 98 J
2583 273* 852.
33 538353. 78383, 38 233223
*S35s*s233588.3.8 — 2533537582
J 3 332323333538
*873 735
— 32 2 3323 * —— 55223— —s*
— 535235. 5,.8 5 3 F 2. 52*23 2 57*
—
*2133 78325* —A 5878 3c3 28*
5s33838 288 253 35— 23335
———— 2323 3333;3
8 2 32 32 55 22 * 2 — .
8 23223 583333 — 2.353235
—3 * * 2. 8 572332
3283 3338 33 28
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2 *3338333 58 —— 2553 32822
—58 23333388 7 323
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— 223325 —A— 2
— 33353 3? 328383
2. 9* 52* 3* —5 *7 *
552 28* 5—533358 8— 52333
3853 253338 * 5 2
— — —55 533888 — 35
F 222 2353335358 822327*
532325335333 233—58*
* 25*8 1— 2325
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— —— — ——

34 J »82 5753
557 —X — ——

* m 23 2 28 2 5*2 *

Z8.3889833. 223 —A —

i — 22 *5 24 55 X* 3—

53. 13827 78285 5353

223355 33 24 ———

3*— 3338 * —A 552

J 535 2*23 2853 1532333 3 2
77 7 533564 * ⁊ 35 S 23.3

28 —. ». 312— — —

3575 5388 2363853 F 29* 22 2 272 *

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5333 78 8 D288* 5253535 *
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* 23553 323* — 23 22 25275
— 25 5 —z 5*58 27 23.* 8
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—2333 323 35323835
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ꝛ e* 5 *3 858 22* —X x2. 2 3 —
2. 23. J 4533 A —
2 *2 5 —* 257 *225 235 3 7
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—* 2 —
823 23 * 373. 5 83 5553 557
*85 23 5812 —A
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⸗
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        <pb n="603" />
        St. Ingberker Anzeiger.

— —

— — —
Ser St. Jugberter Anzeiger und das (Z mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementepreis detragt vierteljährlich

1 Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrist oder derer Raut, Necla men
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 176. Samstaga- den 10. November 1877.

— —
——7

Deutsches Reich.

Mänchen, 2. November. Seowohl bei den früheren
Schießversuchen mit dem „Mauserkarabiner“ als bei dem jetzt statt⸗
sindenden Belehrungsschießen mit dem „Mausergewehr“, welches
zald die ganze hiesige Garnison (1. Division) in Händen hat, ist
man mit den erreichten Resultaten äußerst zuftieden. Gegenüber
den Klagen im Norden über viele Versager klommen bei uns äußerst
wenig vor. Doch ist zu bemerlen, daß die im hiesigen königlichen
Laboratorium gearbeitete Munition sehr sorgfältig fabticirt vurde,
was, wie es scheint, im Norden bei Privatlieferungen in großer
Masse nicht leicht mönlich war. Bis Neujahr er nartet man mehr⸗
jache Personalveränderungen in den höheren Chargen der Generale
and Regiments⸗Kommandeuce, vielleicht steht auch eine zeitgemäße
Regeneration des Sanitäls-Corps in Aussicht. Bei der eunergischen
HZaltung des Kriegsministers, welcher persönlich den Manövern bei⸗
wohnt und stets im Kontakte mit der Armee bleibt, darf man
ohnedies nur der eingehendsten Beachtung für die Schlagfertigkeit
des Heeres sicher sein.

Ueber das Referat des Abgeordneten Hauck („Patriot“) den
Berwallungsger'chtshof betr, meldet die „Augsb. Postztg.“ aus
sicherer Quelle:

Das Referat nimmt den VerwaltungsGerichtshof an, jedoch
Anter der Voraussetzung einer gründlichen Reorganisation der ze⸗
ammten bayerischen Verwaltung. Minderung der Stellen, so der
reisregierungen auf de Hälfte, der Bezirksämter um ein ganz er⸗
hebliches Daß, Minderung des Personals von den Bejzirksamts⸗
ichreibern bis hinauf zu den Räthen des Ministeriums des Innern
und des Kultus auf 2 Drittheile des jetzigen Standes. Dafür,
zaß der Verwaltungsgerichtshof nur zugleich mit der Reorzanisation
der Verwaltung eingeführt werden könne und nicht für sich allein,
it besondere Vorsorge getroffen ...

Nach den Wünschen Hauck's sollen die Kreisregierungen im
rechtsrheinischen Bahern auf drei reducirt werden: 1. Oberbayern
und Schwaben mit dem Sitze in München; 2. Niederbahern und
Oberpfalz mit dem Sitze in Regensburg; 8. die drei Franken mit
dem Sitze in Würzburg oder Ansbach. Die Bezirksamter sollen
aim 25—30 vermindert und jedes Bezirksant mit einem Vorstande
und nur einem Nebenbeamten besetzt werden. Außerdem beantragt
Dauck die Aushebung des Sltaatscaths, welcher durch den Verwal⸗
ungsgerichtshof überflüssig werde.
NAusland.

Versailles, 7. Nov. In der heute zusammengetretenen
geugewählten Deputirtenkammer übernahm der Depatirte Desseaux
den Vorsitz, indem er darauf hinwies, daß ihm in Folge der Un—⸗
zäßlichkeit von Raspail und des Todes von Thiers die Ehre des
Alterspräsidenten zu Teeil werde. Derselbe zollte sodann dem
Andenken von Thiers ehrende Worte, indem er hervorhob, daß
erselbe sich um das Vaterland verdient gemacht habe (lebhafter
Zeifall), betheuerte, daß die gegenwärtige Kammer gleich ihrer Vor⸗
zängerin an der Befestigung der Republik zu arbeiten beflissen sein
uind dieselbe gegen jeden Angriff, woher er auch lomme, veitheidigen
verde und schloß mit dem Rufe: „Es lebe die Republik! Es lebe
»er Friede!“ (Lebhafter Beifall. Die Kamner ging hierauf zur
Wahl des provisorischen Bureaus über und wählte mit 290 gegen
170 Stimmzetiel, die unbeschrieben abgegeben wurden, Greyy zum
rovisorischen Präsidenten. -Die erste Sitzung des Senats ver⸗
ief ohne erhebliches Interesse.

Eine Anzahl vornehmer Türken hat an den englischen Bot⸗
chaflter Layard eine für England sehr sympathische Adiesse
zerichtet, welche unter Anderm folgende Sätze enthält:

Indem man die Ottomanen alzb Barbaren brandmarkte, siellte
nan sich auf die Seite ihrer Feinde und trat die Rechte der Hohen
Zforte mit Füßen. Es waren diese Vorgänge um so verdaßter
ür die Oltomanen, als die Grundsätze ihrer Religion und ihres natio⸗
nalen Charakters sich geaen die harbarischen Handlungen sträuben,

welche ihnen zur Last gelegt werden. Denn bei uns gilt der Satz:
„Das Schwert darf denjenigen nicht beruhren, der um Vergebung
zittet.“ Die vielen Engländer, wilche durch ihren Aufenthalt im
dande unfere Sitten und Gebräuche studirt haben, werden dafür
Zeugniß ableger. Wenn dagegen in England eine Partei mit Herrn
Bladstone an der Spitze ex stirt, welche der Tarkei feindlich gesinnt
stt, so hat die große Masse der englischen Nation doch and ihren
Meinungen fesigehalten und sich durch die trügerischen Umtriebe
nicht täuschen lassen. Auch haben seindem die Thatfachen klar ge⸗
macht, daß die niederträchtigen Anklagen gegen die Ottomanen
zrundlos waren.

Noch immer erregen die türkische Grausamkeiten
die lebhafteste Aufmerlsamkeit der Mächte. Brieflichen Nachrichten
ius Konstantinopel entnehmen wir, daß die europäische Diplomalie
jegen die brutale Art, in der die Hinrichtung von Bulgaren auf
ꝛen belebtesten Plätzen der Hauptstadt vorgenommen wird, Einsprache
rhoben hat. Insbesondere soll Priaz Reuß harte Worte gebraucht haben
iber diese Methode der Exekutionen, die nur zu bezwecken scheint, den Fa⸗
atsmus dermuselmännischen Bevölkerung von Neuem aufzustacheln..
ks ist nicht bekannt, ob diese Reklamationen irgend welchen Erfoig hatten
Vohl aber wird mitgetheilt, daß auf Befehl der Pforte die Hin⸗
ichtung von Bulgaren in Philippopel eingeftellt und mehreren ein⸗
zekerlerten Bulgaren die Freiheit geschenkt worden ist. . *

Der ruffisch⸗türkische Krieg.
Europadischer Kriegsschauplaßz. Vor Plewna
nichts Neues. Die Nachrichten aus dem russischen und rumänischen
dauptquartier lauten fortgesetzt günstig. Der Geist der Truppen,
»ie gestern und vorgestern vom Fürsten Karl inspizirt wurden, ist
in ausgezeichneter. Die Hoffnung, daß die Entscheidung unmittei⸗
ar bevorstehe, läßt sie, wie es in einer Depesche des Fürsten an
eine Gemahlin heißt, alle Entbehrungen und Strapazen leicht er—
ragen. — Türkische Soldaten, die sich, durch Hunger getrieben,
jefangen nehmen ließen, sagen aus, daß Pioviant und Munition
eine acht Tage mehr reichen werden (). Mehrere Redonen follen
interminirt seit. Da man steis auf einen Versuch Osman's, die
Lernirungslinie zu durchbrechen, gefaßt sein muß, ist der Dienst der
Belagerungs⸗Armee ein ungemein anflrengender,

Kaiser Alex nder beritt am 4. d. di⸗ russischen Positionen
enseits des Widflusses; der Empfang des Kaisers durch die Truppen
var ein enthusiastischer. Teteben wurde am 31. Oktober durch den
Flügeladiutanten Oberst Oclow genommen. Der Sturm iostete
den Russen nur 1 Todten, 4 Verwundetle und 14 Kontusionirte.
ẽ s wurde nur eine die Stellung beherrschende Redoute genommen,
die übrigen wurden von den Türken ohne Kampf geräumt. Die
Türken flohen auf den Gebirgspfaden nach Karlowo und Orkhanie.
Zie zählten 600 Mann reqgulärer Infanterie, 150 Mann regulärer
davallerie und verloren 100 Mann an Todten. Ihre Verwundeten
ührten sie auf 100 Wagen mit sich.

Aus Schumla wird von türkischer Quelle gemeldet: Due Türken
unternahmen am Sonnabend von Stareka aus gegen Bebrowa eine
stelognoszirung und zwangen die Russen zum Rüchzuge auf Elena.
— Wie gerüchtweise verlautet, sollen die Kussen Phrgos geräumt
jaben. — Es wird nun klar, warum die Russen von Plewna aus
o weit in den letzten Tagen ausgeschwärmt sind, waram sie sich in
vestlicher Richtung dem Balkan genäheri haben. Von Orkhanie,
ꝛer Position, die der mehrmals geschlagene Scheftet Pascha noch
ält, ist Sofia etwa acht Meilen entfernt. Von Ak-Palanka nach
Zofia zählt man etwa fünfzehn Meilen. Das Norrücken eines
erbischen Korps auf der Straße von Al Palanka gegen Sofia be⸗
roht die Vertheidiger von Orkhanie und des betreffenden Balkan⸗
leberganges mit einem Angriffe im Rucken. Die Russen rechnen
unmehr mit Sicherheit auf die serbische Diversion, sie haben ihre
zewegungen darnach eingerichtet, sie erwarten mit Ungeduld die
dachricht, daß die Serbien sich aus ihren Grenzgebirgen gegen Al⸗
Balanka herausgewunden baben und dann wird lener Sspk ue
        <pb n="604" />
        Nachdruck geführt werden, der den Weg nach Adrianopel über Sofia
und Philippopel eröffnen soll. —

Das Erscheinen Mehemed Alis in Altserbien beweist, daß die
Pforte sich auf diese Eventualität gefaßt halt und die nothigen
Maßregeln trifft, der serbischen Altion zu hegegnen. · — Nach einer
Meldung aus Bularest, 6. ds., versuchten die rumänischen Batterien
hei Kalafat den Bau einer neuen türkischen Batterie bei Widdin
zu verhindern. Es gelang dies indessen nicht, da die Türten die
bereits fertige Batterie demaslirlen und die gegenüberliegende ru⸗
manische Batterie vier Siunden lang; beschossen. Die Türken be—
ichädigten einige Häuser in Kalafat.

Inzwischen ziehen die Russen noch immerfort Berflärlungen
nach. Die vierte Reserve Infanterie⸗Division unter Kommando des
Wenerals Schulmann wurde auf den Kriegsschauplatz beordert. Nach
nem offiziellen Ausweis passitten bis zum 27. Oktober 47,100
herwundete und kranle Soldaten Jassy auf ihrer Re'se in die
ruffischen Spitäler.

Das „Wiener Fremdenblatt“ läßt sich die allerdings sehr be⸗
feeindliche Rachricht aus Bukarest telegraphiren, der Plan zu den
neuen Operationen der Russen gegen Plewna soll von einem großer,
nicht in russischen Diensten stehenden Strategen entworfen worden
sein, der vor beinahe vierzig Jahren Gelegenheit halte, sowohl die
jnernen Verbältmisse der Tuͤrkei ‚Hals auch die Konfiguration des
Terrains in Donau⸗Bulgaren aus eigener Anschauung kennen zu
sernen. Bestütigt fich dieses, dann dürfte der Tag sehr nahe sein,
an dem die Türken mit dem Falle von Plewna auch ihr Mezz erleben
werden. — Das ist jedenfalls wieder so eine Sensationsnachxicht,
die heute erscheint, um morgen dementirt zu werden. Daß unter
dem Irdßen 2c. Strategen“ nur Marschall Molike gerneint sein
33 egt duf der Hand, aber tbenso auch, daß derjelbe als altiver

ffizter des meutralen Preußens, resp. Deutschlands keinen Kriegs⸗
plan, sei etß für die Russen oder für die Türken, ausatbeiten würde.
Her Wiener Korxespondent der , Times“ hört aus bester
Quelle, die Rumũunen hätten seit Mißlingen des Aagriffes auf die
Grivitza⸗ Redoute eine neue ernftliche Niederlage erlitten. Die Truppen
seien vsllig demoralisirt. und drohen mit Meuterei, wenn ihr Leben
aAbermals nutzlos auf's Spiel gesetzt werden sollte. Stürme und
Regenwetter verhindern die Opetationen in der Dobrudscha und
in Schipta⸗Passe. — Dem „Standard“ wird aus onstantiaopel
herichtel Mehemed Alizhat das Oberlommando in Orkhanie erhalten.
BVexmischtes.

pLambrecht, 3. Rov. Gestern wurde auf dem Heiden ⸗
feld bei Frankenstein von Lambrechter Schützen GOurch Hrnu. Ackel)
in Edelhirsch von 155 Pfd. geschossen.

pSambrecht, 6. Nos. Durch die Vorsicht eines Loco⸗
motivführers wurde heute schweres Unglück von einer Fraulenecket
Familie abgewendet. Ein Kind derselben befand sich innerhalb des
risenbaͤhn⸗Geleises, als ehen ein Zug von Lambrecht heraubrauste.
Faum hatte der Locomotivführer das Kind bemerkt, als es ihm
gelang, den zu Berg gehenden Zug rasch zum Stillstand zu bringen
And das Zind von dem sicheren Tode zu retten.

Kaisersbautern, 7. Nov. In einem hiesigen
Laden wurde ein falsches 2.Mark⸗Stück eingenommen. Dasselbe
ist von schͤner Prägung, glänzt wie Silber und ist den ächten
aberhaupt täuschend äunlich, kenntlich ist es nur am dumpfen Klang
und an seinem Gewichte, indem es nämlich schwerer wiegt, als die
achten. Wir mahnen dechalb das Publikum zur Vorsicht. K. 3.)

Speyer, 6. Nob. In München statb vorgestern der
frühere Kreis Medicinalrath der Pfalz Dr. Joseph v. Heine in
hohem Alter. Der Verstorbene war ein Mann von excentrisher.
aͤber bedeutender Begabung und trotz seiner rauhen Schale eine
edle Ratur. (Pf. 3)

F gIn der am 6. d. in Ludw'gshafen Fott gehabten Sitzung
der pfalzischen Handelskammer wurde der belannte Antrag der
pfalzischen Bierbrauer bezüglich des Widerstands gegen Einführung
des Malzaufschlags in der Pfalz einstimmig acceptirt, und eine
gierauf bezügliche Eingabe an die Kammern beschlossen.

Mannheim, 6. Nov. Vor eiwa 14 Tagen stellte
eine der bedeutendsten Kunstmühlen Würtlembergs, Palmer in Eß—⸗
lingen, ihre Zatzlungen ein. Es war hier bekannt, daß einige
kleindere hiesigen Firmen mit derselben arbeiteten, und es lonnte
nicht überraschen, daß nachdem der Chef der alten Firma S. F.
Meyer in Rastatt und Straßburg sich der Tod gegeben, sich ein
jsleinet Krach in hier für wenig kedeulend gehaltenen und geringes
Anfehen beßhenden „Häusern“ entwichelte. Es stellt sich nunmehr
heraus, daß die Betreffenden ein raffinirtes System von Wewsel⸗
ierei arrangirt hanen. Hier werden als fallitt genanut: Herm.
Wolff, Jos. Hirsch, Jak. Kuhn, Max Mayer und Gebr. Weil.
In den hiesigen Geschafts und Finanzkreisen war es belannt, mit
welch geringen — kommt
c8, vaß der hiesige Plaß fast keinen Verluft erleidet. Anders ist
z mit auswärts. Es gelang ihnen, bei auswärtigen Banquiers
grdsere Kredite au erlangen. die ganz bedeutende Belräge erreichen.

Das Frantkfurter Bankhaus E. soll bei Einem ca. M. 200,000
zuthaben. Die Größe der Fallissements läßt sich bei der oben ge⸗
seichneten Geschäftsgebahrung schwer überschauen zedie Passiven sollen
Zei Einzelnen sich bis auf M. 4,200,000 belaufen. — Die Kauf⸗
eute Hermann Wolff und Max Mayer wurden heute Mittag ver⸗
zafiet und deren Geschäftsbücher in Beschlag genommen. M. B. L.)

PMannheim, 7. Nob. Heute Nachmittag wurde der
Jier wohnhafte Leistenmucher F. in Haft genommen, weil er sein
eigenes fünfjähriges Kind in seiner Wohnung zu erhaͤngen versucht
Jat. Derseibe hat, wahrscheinlich bei den convulsivischen Zuckungen
zes armen Wesens von Reue erfaßt, dasselbe wieder vom Strick
abgenommen, jedoch war das Kind schon dem Tode nahe. Ueber
das Mond der That ist bis jetzt Nichts bekannt. — Auch Frucht⸗
Jändler Joseph Hirsch, welcher vor einigen Tagen feine Zahlungen
änstellte, wurde gestern verhaftet. (N. B. L. 3.)

FSaarbrücken, 6. Nov. Laut Betkanntmachung des
derrn Kreisdirelrors zu Forbach ist die Maul-⸗ und Klauenseuche
ler dem Rindvieh nuumehr auch in den Gemeinden Großtännchen,
Freybuß und Ersdorf ausgebrochen. GSaarbr. Zig.)

pManchen, 6. Nov. Heute wurde hier das zu Ehren
ded⸗ des Erfinders der Lithographie errichtete Denkmal
nthüllt.

Sat. Abolde, 68. Nod. In dem benachbarten Orte
Waulmen (Valmont) wäre — wie man erzühlt — gestern der
Wirth Freitag, dessen Ehefrau und ein Gast beinahe das Opfer
ner niedertraͤchtigen Bosheit geworden. Als der Wirth gerade in
zen Keller gehen wollte, explodirten zwei unter dem Ofen der
Wirthsstube berborgenen Dynamitpatronen, wodurch eine schrecliche
berwüstung im Haufe angerichtet, und der Wirth und seine Frau,
zesonders aber der gerade anwesende Gast (dem der Schädel: ge⸗
palten wurde) ziemlich schwer, wenn äuch nicht hoffnungslos ver⸗
dundet wurde. Gut war es, daß im Augenblick der Explosien
ast alle Thüren des Hauses effen standen; sonst wären sicher die
Insassen desselben augenblichlich geiödtet und das Haus selbs von
hrund aus zerstört worden. Als Motiv der rachlosen That ver⸗
nuthet man ene Familienrache. Die Untersuchung wird hoffentlich
dicht über die Sache verbreiten und den boshaften Thäter vor Ge⸗
richt bringen. (Saarbr. Zig.)

Diedenhofen, 5. Novbt. Die Winlese an der
Mosel ist nun allenthalben vollendt. Nimmt man einige Stellen,
aa denen die Trauden gänzlich erfroren sind, aus, so können die
Wimer mit dem Resultate z'emlech zufrieden fein, denn die Quan⸗
iität ist groß und die Qualität stehl der dea vorigen Jahres gleich.
Der neue Wein hat schon einen hohen Preis, denn während in
rüheren Jahren der „Grachen“, wie er hier genannt wird, höchstens
uu 25 Franken der Hektoliter verkauft wurde, kostet dasselbe jetzt
chon 30 Franden. (Str. 3.)

Frankfurt, 6. Nov. Aus der letzten Pferdemarkt⸗
dotletle wuͤrde ein in einem Pferd besteher der Gewinn nicht ab⸗
dehslt. Gestern wurde dasselbe für 1025 M., d. i. um 100 fl.
ih urer veisie gert, als es gekauft worden. (F. J.)

p.Berlin, 5. Nowd. Am Sountag Nachmittag nach Be⸗
endigung der Familientafel im Neuen Palais zu Poisdam, zu
velcher der Kronprinz alle hier anwesenden Mitglieder der lonig⸗
ichen Familie ein eladen hat:e und an welcher auch der Kaiser
heilraym, erschienen daselbst, einer an sie etgangenen Aufforderung
Folge leistend, die augenblidl'ich in Berlin verwenenden Jubiläums⸗
anger, sämmtlich ebemalige Sclaven aus Nordamerika (4 Herren
inde7 Damen). Der Zwich, den die Sänger. deren Concerte am
Mitiwoch in der Singakademie beginnen, im Auge haben, ist, die
Mutel zur Errichtung hoöherer Unlerrichtsanstalten fur die frei
ewordenen Neger zu beschaffen. Der Eindruck, welchen die theils
elisam bewegten, theils freudig und durchweg sehr slimmungsvoll
Jehaltenen Sclabenlieder machten, war ein so nachhaltiger, daß die
irsprünglich in Aussicht geuommenen drei Lieder auf acht anwuchsen.
Der Krouprinz drückte zu wiederholten Malen seine Anerkennung
dus, und die Frau Kronprinzessin unterhielt sich eben so wie der
dronprinz mit jedem einzelnen Mitgliede der Gesellschaft. Schließlich
vurden noch die jüngsten Kinder hervorgerufen, um den Saängern
die Hand zu reichen. Der Kaiser ließ sich über den bisherigen
xFrsoig des Unternehmens eingehend Vortrag halten und sprach seine
Hefriedigung aus, als er erfuhr, daß in England und Holland
Fedeultende Summen für den edlen Zwedk erzielt worden sind.

p Berlin, 6. Nod. Gestern hat die Trauerfeierlichleit
jür den derstorbenen Generalfeldmarschall Grafen Wrangel in An⸗
vesenheit des Kaisers, der töniglichen Prinzen und Prinzessinnen
taitgefunden. Dieselbe trug einen durchweg militärischen Charakler.
Die Trauerparade bestand aus drei Batasllonen Jufauterie, viet
Schwadronen Reiterei und einet Abtheilung Artillerie. Die Leiche
vat in einem Vorzimmer det ersten Stockes aufgebahrt. Die
Frauerrede hielt Generatsuperintendent Dr. Büchsel. Rach ge⸗
drochenem Gebet wurde die Leiche von Unterofficiexen des ost⸗
reußischen Kurafsierreg ments auf den mit sechs Rappen nuus dem
zIl. Maͤrball bespannten Leichenwagen gthoben, der fie, begleitet
        <pb n="605" />
        von dem ausgerückten Militär, zum Stettiner Bahnhof brachte. JEinen dieser Monolithen den Englandern zum Geschent, weiche sid
Heute fand die Beerdigung in Stettin in der Familiengruft statt. erst kürzlich enischlossen, ihn heimzuholen und der vom Sturm
x Wahrend einer Essenbahnfahrt langweilte ein Deutjsch⸗ Amerj⸗4verschlagen, an der spanischen Küsie der Weiterbesötderung nach
taner die Mitreisenden durch seine Aufschueidereien, nameullich er⸗ den Usern der Themse harrt. Der andere Obelisk, der einsam
zählte er fabelhafte Dinge über die dortige Fahrgeschwindigkeit. auf der Eisenbahnstafion Kiamleh in Alexandrien zurüdblieb,
Ploßlich fragte ihn ein Herr der bisherschweigend zugehört, ob l wirde nun gleichfallseine: Reise Uber den Ozean antreten. Der
er denn schon mal mit dem Kölner Jagdzug gefahren und auf die Khedive hat einigen ihn besuchenden Amerikanern erklärt, diefe
berneinende Antwort erzählt er ihm dann Folgendes« „Sehen Sie, Nadel der Kleopatra der Stadt Newyork schenken zu wollen, sobald
ich komme neulich auf dem Lehrter Bahnhofe an, gerade!als der l die Stadt den Wunsch danach. kund gegeben haben würde. Die
Jagdzug abfahren will, und habe eben aur noch Zeit, ia denTransporikosten nach Amerita werden auf 100,000 Dollars beziffert.
nächsten besten Wagen zu springen, sehe mich aber zu meinem Er· Mehrere Yankees habea Rich bereits erboten, einen Theil der
staunen unter lauter Damen, die jedoch auf! meine Frage gegen Summe beizusteuern.
mein Mitfahren nichts einzuwenden daben. Dakommi der Schaffner rf Ueber die Mode und Putzfucht. der Frauen. Kräftig,
und befiehl mir in grobem Tone, in ein anderes Coupe zu steigen, ja derb', aber nicht allzu ungerecht, sprach sich in einer Versamm⸗
dieses sei nur für Damen bestimmt ich' aber“ bleide krampfhaft lung deutscher Frauen in Amerika untängst ein Fräulein Schwarten⸗
sitzen. Er ruft den Bahnhofs⸗ Inspektor, der cgleich noch viel gröber bach über die Mode- und Pußzsucht der Frauen aus. Sie sagt:
wird; als er eben anfängt zu schimpfen, hole ich zu einer Ohrfeige „Ich halie es für“ eint falsche Berechnung, wenn Mädchen glauben,
aus, da fährt der Zug eben aa, 'ich haue nochmals schnell zu, habe daß sie durch auffallendet und luxurisse Trachten für die Männer
aber leder dem Bahnhofs · Inspektor in Spandau eins versetzt.“ anziehender werden, als durch einfachen nrd geschmackvollen Anzug.
Der Amerikaner soll darauf geschwiegen haben. Ihre Verschwendung und Geschmallsverleugnung ist aiso in dieser
F (S.C.) Aus den Reihen der minderbemittelten Klassen Beziehung nutzlos, sogar schadlich und abschreckend. Unser Geschlecht
wird oft, und mit Recht, die Klage laut, daß viele Frauen so gar ist bereits im Verdacht, daß es den Verstand verloren hat, oder
wenig von der Hauswirthschaft verstehen. Ist dies nun schon in immerwährend Maskenball feiere. Sämmtliche Narrenhäuser haben
Berhaͤltnissen sehr mißlich, welche das Halten eines Dienstmädchens keine ebenbürtigen Concurrentinnen jener Carricaturen der Weiblich⸗
gestatten, wie nachtheilig wird Unkenntulß in der Wirihschaft dann deit aufzuweisen, welche über die Maßen interessant zu werden
erit dein, wenn die Frau gendthigt ist, den Haushalt allein zu bee glauben, wenn sie dem Hohne jedes Zuschauers trotzendmit
sorgen uͤnd außerdem dem Manne mit erwerben zu helfen 7 Nichts künftlich eingezogenem Leibe und bezackt mit vogelstraußsörmiger An⸗
ber untergräbt mehr das Glück der Ehe und Fan.iiie, als wenn häufung auf dem Kopfe, mit stelzenartigen Absätzen über die Straßen
die Gattin und Plutter nicht Haus zu haltav, nicht billig und rippeln, als hätten sie die furchtbarsten Leibschmerzen und dabei die
zahrhafte zus kochen versteht. — Diesem Uebelstande in seinem Hande känguruartig voraushängen, als fürchten sie auf die Nase zu fallen.
Qreise zu begegnen, hat der Frauendiidungsberein in Leipzig eine Eine andere Sorte geschmacloser, weiblicher Carricaturen nenne ch
Kochschule füt Mädchen, verbunden mit einer Speiseanstalt füt allein⸗ umgekehrt wandelnde Kohllöpfe, wegen der auf ihrem Anzuge über
jlehende Frauen und Mädchen. gegründet. Es wird in dieser An⸗ einander geblälteclken Lappen. Was eigentlich ihr Kleid ist, kann
stalt kraftige Hausmannskost, die Portion zu 30 und 50 pf. ver⸗ kein Mensch sagen, denn fit tragen blos Kleidertdeile, einen über
übreicht. Fur ersteren Preis erhält man cAweder Fleisch mit Ge⸗ den andern geschichtet, immer einer geschmackloser gejormt und befestigt
müse, oder Suppe mit Milch⸗ oder Mehlspeise, oder Braten mit als der andere, womöglich jeder von einer andern Farbe, so daß
æartoffelnz für letzteren außer den genannten Speisen stets noch das Ideal des Anzuges in möglichste viel sinnlos gehaͤuften und
Suppe, zum Braten außerdem · Gemüse, Salat oder dergl. Die gem'schten Lappen zu bestehen scheint. Solchen Erscheinungen gegen⸗
Anftolt steht unter der Aufsicht der Vereinsdamen; ein Miiglied uüber schäme ich mich meines eigenen Geschlechtes.“ Es ist, als be—
derfelben, eine Witiwe, hat die Wirihschaftsleituug übernommen. stände die ganjze weibliche Bestimmung und Beschäftigung darin.
Ihr zur Seile steht deren Tochter und ein Dienstmädchen. Mädchen, sich mit moͤglichst geschmacklosem Tand »und Lappenkram bepacdt,
welche als Kochschülerinnen eintreten wollen, werden unentgeltlich zur Scham und zum Hohne öffentlich auszustellen. Es muß etwas
aufgenommen, haben aber früh 8 Uhr zu erscheinen und alle vor. geschehen, um diejer Schande ein Ende zu machen.“
connenden Küchenarbeiten, als: Putzen von Gemüsen, Zu⸗ und — —
Rarichten des Fleisches, Tischdecken, Serviren, Reiuigen des Ge⸗ ijr die Redaction verantwortlich: F. R. Deme ß.
schirres, kurz alle häuslichen Arbeten zu verrichten. Der Cursus . 7— —
sC vierletjhtlich; jechs Mädchen werden gleichzeitig angenommen. Die pfälzische Aussteuer⸗Anstalt
Nus einer derartigen Lehrzeit gehen zwar noch keine vollendeten
—XXXL verdiugt sich aber ein so weit ausgelerntes
Maͤbchen für die Küche einer Herrschaft, so hat es wenigstens von
dem Nöthigsten einen Begriff, waͤhrend unsere jetzigen angehenden
Dienstmädchen meist gar aichis verstehen. Verheirathet sich aber
das Mädchen, so wird ihm sehr zu statten kommen, daß es nahr⸗
hafte Hausmannskost auf billige Weise zubereiten lernte. In der
besagten Anstalt werden vorzugsweise Ordnung, Reinlichkeit und
anfländ' ges Betracen gepflegt. Ken männlicher Fuß betritt die
Anstalt. Vorzüglich aus diesem letzteren Grunde ist dieselbe eine
wahre Wohlthat. Sie wird vorzuͤgsweise von Mädchen besucht,
welche in Laden, sei es als Verkauferinnen oder Arheiterinnen,
veschaftigt sind und sich selbst belöstigen müssen. Während deren
Wohnung oft zu weit ist, um in der kurzen Echolungszeit hinzu⸗
gehen, vele auch dort nur ein kaltes Essen finden würden, liegt
die Speiseanstalt im Mittelpunkie der Geschäftswelt. Essen die
Mädchen in Restaurationen, so finden sie dort nichts als Maͤnner
und sind so manchem ausgesetzt. In der Sp iseanstalt aber wird
bon 1222 Uhr an sauber gededcten Tischen in 2 großen Zimmern
in anständiger Frauengesellschaft gespeist; denn auch viele gebildete
Wiltwen, Lehrerinnen u. s. w. suchen sie auf, Vereinsdamen sind
mmer gegenwärtig. Der ga ze Ton ist demnach ein bildender
und gemuüthlicher. Jedes uͤnrcine weibliche Element bleibt von
jelkst weg, denn es findet hier seine Rechnung nicht. Die Anstalt
Festeht noch nicht ein Jahr und wird täͤglich von 40 bis 50
Frauen besucht. Der Verein hat die-Linrichtung aus eigenen
Mitteln angeschafft und bezahlt vor der Hand noch Miethe und
Heizung. Die Speiselosten decken sich bereits. Einen Abend in der
Woche kommien die Mitglieder zusammen. Man beabsichtigt im
Winter auch das Lolal zum Abendessen zu öffnen und zu dieser
Zeit Suppe, staffee und Thee zu billigen Preisen zu verabreichen.
Heochte dieser Versuch Nachahmung in anderen Städten finden!
f Auch Newyotk wird wie London eine Nadel der Kleopatro
besitzen. Belanntlich tragen zwei Odeliskten diefen Namen, welch
ursprünglich vor dem Eingang des großen Tempels zu Heliopoli
standen und von Aleopatra nach Alexandrien zum Schmuck det
Tsctiembals gebracht wurden. 1827 machte Mebemet⸗Ali den

ist für unverheirathete, weniger als! 40 Jahre alte Personen beider—
jei Geschlechts bestimmt, don welchen gegen Entrichtung eines jähr⸗
lichen Beitrages von 5 Mark, Gew'nntheile im Betrage von 500
Mark hei der alljährlich im Monat Dezember stattfindenden Ver⸗
loosung gewonnen werden lönnen.

uͤm den Zweck, welchen die Austalt sich gesetzt hat, auch
wirklich zu erreichen werden diese Gewinne — ausgenommen der
Theilhaber ist verheirathet oder hat das 40. Lebensjahr zurückgelegt
— nicht sofott ausbezahlt, sondern bei einer von dem Gewinner
zu bezeichnenden örtlichen oder districtiven Sparkasse mit Zins und
Zinseszins deponirt, bis die betreffende Person sich verheirathet
Her das 40. Lehensjahr zurückgelegt hat. Theilhaber, welche sich
berheirathen, ehe sie das Glück begünstigte, können noch in der
Ehe auf die im ledigen Stande erhaltene Nummer bis zur Er—
laagung eines Gewinnst⸗s Mitglied der Anstalt verbleiben.

Die pfälz. Aussteuer-Anstalt stellt sich dentnach als eine äußerst

nüttzliche Sparlassen Einr chtung für Eltern zu Gunslen ihrer minder⸗
jährigen Töchter und Söhne, füc ledige auf ihren Arbeitsverdienft
angewiesene erwachsene Personen, insbesondere für junge Arbeiter,
Kaufleute, Schreibgehilfen, Dienstboten, Handwerker ꝛc. dar und
nimmt auch in Folge dessen allenthulben einen sehr erfteulichen
Forigang.“ So sind in Speher allein schon üher 200 Perfonen
der Anstalt beigetreten.
Da mit dem 185. November der äußerste Termin zur Bei⸗
tritisertlärung für dieses Jahr abläufte, so machen wir Eintritts⸗
lustige aufmerksam, sich noch vor diesem Tage bei Hrn. siellvertre⸗
teudem Einnehmer Hartmann, welcher die Agenturen füer
hiesiagen Platz übernommen hat, anzumelden.
Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonte der
herren Kaufmann und Simpn in Hamburg besonders aufmerksam.
os handelt sich hier um Original⸗Loose zu einer so reichlich mit Haupt ⸗ Ge⸗
winnen ausgeflatteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine recht
lebhafte Veiheiligung voraussetzen läßt. Dieses Unte rnehmen verdient das
holle Vertrauen, indem die besien Staatsgarantien geboten find und auch
orbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung
zaͤhlteicher Geminne allseits bekannt ist.
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        Mühleneck. Mühleneck. Mühlenecdk.
Den geehrten Bewohnern hiesiger Stadt und Umgsegend die Egebenste Anzeige, daß ich mit meinem Grosten
Mechaniseh-Reweglichen Wachsfiguren-Oa binet

angekommen bin und beabsichtige dasselbe die Kirmestage über zur Schau auszustellen.
Dasselbe enthält unter Anderen die „Leidensgeschichte Jesu“ in 8 Abtheilungen und ist das größtle seiner
Art in Teutschland. Ferner mache ich darauf aufmerksam, daß Alles in lebensgroßen Figuren zu sehen ist und nicht durch
Bläser. — Alles Nähere besagen die Zettel. G. BRehrendt,- Besiger.
irehweihe . εν Alleinige Niederlage Amerik. Fleisch—
Zur Einweihung meines neuen SaalsWwaaren in Blechdosen. —
Sonntag Ball Sgeinste Fleischdelikatesse ohne Knochen. —
Ooo Ix vdl (gelochtes 2 Pfupd. Dose M.2
O ne Knochen e und. .3. —
Montag Buͤrger-Ball, ee Knochen) ce M. 2. 80
vozu höflichst einladet Tongue (Zunge) do. M. 328
bei mehreren Dosen billiger.
J. Peters in St. Ingbert.
Von deute und wahrend der Knwehe
Erlanger Erport⸗Vier.
Refstauration Grewenig
— n BehnhofJ).
Bfandleih-Anstalt.

GLOI .
Kirchweih⸗Samstag
AIotzelsuppeo adauerkraut
Anfang Abends 6 Uhr.
rchweih vnntag und Kirchweihmon tag
Freimusik.
Anfang 4 Uhr Nachmittags.
Freundlichst ladet ein
FEriedrieh Lehnert.

Ich bringe hiermit zur Kenntnitß des vecehrlichen Publilums,
daß ich in Zweibrücken im Seitengebäude der Frau Wwe. No—
är Schmolze, 64 eröffnet habe.
dammgassenecke eine Pfandleih⸗Anstalt on Zusiche⸗
fung strengster Disccetion und rechtlicher Bedienung, halte mein In⸗
titut angelegentlichst empfohlen.

Der Eingang zum Burenn ist der Caserne
gegenüber.

Mam biete dem GlireKe die Hand?
3875, O000 R. Mark
daupt-Gewinn im gũnstigsten FPalle bietet die aIIerneneste
xrosse Geld-Verloosung, welehe von der hohen Regierung

zenehmigt und garantirt ist.

Die vortheéishafte Einrichtung des neuen Plares ist derart, dass
m Laufe von wenigen Monaten darch 7 Verloosungen 46, 200 Ge-
winne zor sicheren Pntscheidung kommen, darunter befinden sich
Jaunttreffar von eventuell R-M. 375. 000 speciell abeyr

— Ed. Jaffs
Bekanntmachung. Ueber die Kirchweihe
Die an Sountagen auf den

Hobelsäckern und anderen Die gutes Bier

Aricten der Gemarkung von St. F vohne Mufik Ad

Ingbert, in letzterer Zeit flatige bei M. Paul.

hebten „Bataillespiele“ an

welchen sich Hunderte von schul⸗

pflichtigen Knaben und größere

Bursche betheiligt daben, die sich

gegensettig mit Steinen warfen

und wobei nicht selten Verwun—

dungen vorkamen, haben wegen

den dabei vorgekommenen und

zunehmenden Rohheiten, sowie

wegen angerichtetem Schaden an

ocsäeten Aeckern zu gegründeten

stlagen Veranlassung gegeben.

Da die Warnungen dis jetzt

jruchtlos geblieben sind, so wird

don nun an, — bei Wiederho⸗

lung dieses Unfugs und Ueber⸗

tretung der feldpolizeilichen Vor⸗
schriften, — protocollitt.

St. Ingbert, 8. Nov. 1877.

Das Polizeitkommissariat

EÆor I⸗oin.

dewinn a —— biewinn . 7,000
ewinn a 900 dewinne a M. 10, 000
zewinn a M. 2.000 Jewinne a M. 3000
dewinn àa V. 30,000 Gewinne a M. 3000
ewinn a * 600 58 Gewinne a A. 5000
ewinn 00 200 Gewinne à M. 2400
ewinn 200 410 Gewinne aà M. 1200
ewinne? 90 621 Gewinns a N. 500

dewinnes 0 706 Géewinne à M. 250

Gewinne a—, 2,000 25, 638 Gewinne à D. 138

Gewinne à M. 18,000 ete. ete.

dio Gewinnziehungen sind planmũssig amtlieh festgestellt.

Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser grossen vom Staate
carantirten Geld-Verloosung kostet

ganzes Original-Loos nur Mark 6
Halbes F 3
viertel 1/

Alle Auftrüge werden sofort gegen Einsendung, Posteinzahlung
oder Nachnahme des Betrages mit der grösssten Sorgfalt ausgeführt
und erhalt Jedermann von uns die mit dem Staatswappen verschenen
Iriginal⸗ Loose selbst in Händen.

Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Plãne gra-
tis beigesügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten
inaufgefordert amtliche Listen.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-
Qarantie und kann duich directe Dusendungen dder auf Verlangen der
Interessenten dureh unsere Verbindungen an allen grösseren Plutzen
Heutschlands veranlasst werden.

Unsere Collecte war stets vom Glũcke begünstigt und hatte sich
lieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals det
rsten Haupttreffer 2u erfreuen, die den betreffenden Interessenten
lirect ausberahlt wurden.

Voraussichtlich kKann bei einem solchen auf der S0lIdesten
Basis gegründeten Unternehmen ũberall auf eine sehr rege Bethei-
ligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir daher,
tm alle Austrüge ausfuühren zu können, uns die Besteltungen baldigst
und jedenfalls vor dem S0. Novem ber d. J. ꝛukommen 2u lassen.

Kaufmann &amp; dimon,
Bank-und Weschsel-Geschaft in Hamburg
Ein- und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, PBisenbahn-Actica

und Anlehenslooseo.

P. S. Wir danken hierdurch für das uns seithor geschenkte Vertrauen
und indem wir bei Beginn der neuen Versoosung zur Betheili
gung einladen, werdon wir uns aueh fernerhin begtreben, äurch
stets prompte und reelle Bedienung die volle Zufriedennei
unserer geehrten Interessenten z2u erlangen. D. 0.

* ⸗ — 2*

Ein selstenes Ereigniss
ja, ein im Buchhandel gewiß Sensation
erregender Fall ist es wenn ein Buch
1060 Auflagen erlebt, denn einen so
zroßartigen Erfolg kann nur ein Werk
erzielen, welches fsich in ganz anßer⸗
ordentlicher Weise die Gunst des Publi⸗
ums erworben hat. — Das berühmte
opulãr⸗medicinische Werk: „Dr. Airva

ir⸗lde erschien in

Rirchwahe Sonniag u. Montag
Freimusik.
Anfang 3 Uhr.

Dienstag
dtreioh·Quartott.
Anfang 1 Uhr.

hiezu ladet höflichst ein
RNeter Jung.

* nꝰ ortator Auflago ⸗y
ind liegt darin allein schon der beste
Beweis für die Gediegenbeit seines In⸗
halts. Diese reich junstrirte, volständig
umgearbeitete Juͤbel uogabe kann
mit Recht allen, Kranken, welche de⸗
wärie Heilmittel zur Beseitigung ihrer
Leiden anwenden wollen, dringend zur
Durchsicht empfohlen werden. I
darin abgedruckten ODriginal⸗Atteste
beweisen die außerordent!ichen heilerfoig⸗
und sind eine Garantie dafür, daß das
Vertrauen der Kranken nicht getaͤuscht
wird. Obiges 844 Seiten starke, nur
Mark kostende Buch kann durch jede
Buchhandlung bezogen werden; man
zerlange und nehme jedoch nur „Dr.
J Naturheilmethode“, Original-

nusgade von Kichter's Verlags-
Anstalt in Leipzig.

dirchweihsonntag
⸗ 2
Canzmnusik.
Montags alIl.
wozu das Entree M. 1,50 ist
dei Georg Jung.
—— — — — — ö—— —— — — —
Redaktion Drud und Beriag voö —A
        <pb n="607" />
        ot. Ingberler Anzeige
Anzeiger.

Ler St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Vei

lage) erscheint wöchenilich viermalz Dienstag, Donxerstag, Samostag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlih

AMarl 20 R.⸗Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfs. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder derer Rau. Neclame
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

m
M 177.

Sonntag, den 11. Nosember

1877.

*
Deutsches Reich.
München, 8. Nob. Der Kronprinz von Oesterreich ist
zum Besuche seiner hohen Verwandten heute Nachmittag hier einge⸗
troffen und wird mehrere Tage in unserer Stadt verweilen.
Laut k. Entschließung vom 5. d. sind die Landräthe auf den
3. Dez. einderufen.
Zum Bischof von Speyer soll nunmehr Herr Pfarrer Thoma
in St. Zeno ausersehen sein.
Ausland.
Petersburg, 8. Rov. Offizielle Meldung aus Kürük⸗
dara pom 6. Nov.: Die vereinigten Kolonnen der Generäle Hei—
mann und Tergulassow schlugen am 4. Nov. nach neunstündigem
Kampfe auf der dbefestiglen Position von Deweboina (Dewiboyun)
die Truppen Mulhtatrs und Ismail Paschas. Die Türken flüch⸗
teten in voller Unordnung und ließen ihr Zeltlager, Waffen und
Vorräthe zurück. Die Berluste sind noch unbekanm.
Umtlich wird aus Kürükdara vom 6. ds. gemeldet:
„Gestern versuchten die Türken, als General Lazarefs eine Position
vor den südöstlichen Forts von Kaxs behufs Aufstellung neuer Be—
lagerungsbatterien besetzte, denselben anzugreisen. Obwohl die
Türken hierbei von allen Forts durch heftiges Geschützfeuer unter⸗
stützt wurden, erlitten sie dennoch eine Niederlage und retirirten in
Unordnung bis unter das Fort Hafiz Pascha. Bei der Versolgung
drangen 2 Bataillone des russischen Regiments Kutais unter den
Oberst Fadejeff ungeachtet heftigen Arlillerie⸗ vud Gewehr⸗Kreuz⸗
ieuers mit dem Bajonnet in das genannte Fort ein, machten die
Besatzung desselben größtentheils nieder, die Geschütze unbrauchbat
Iund zogen sich mit verhältnißmäßig geringem Verlust zurück, 10
Offie iereund 40 Mannschaften als Gefangene mit sich führend. Di⸗
ürk schen Verlufte waren groß. —
rmischtes.
—7 Zweibrücken, 9. Nov. Die in Houston, Texas, Ver⸗
einigte Stauten: von Nordamerika, erscheinende „Deutsche Zeitung“

Hausversteigerung.

Dienstag, 13. Novem
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr
zu St. Jugbert bein Heinrich
Schmitt, lassen die Maurers⸗
Theleute Michgel Spohn und
Anna Jungfleisch in St. Jug⸗
dert die nochbtzeichneten Liegen⸗
schaften im Banne von St.
Ingbert sffentlich an die Meist⸗
hietenden zu Eigenthum ver—⸗
teigern, namlich “

Bl.Nr. 17212. 2.Dezim.
Flache, Wohnhaus mit Zu⸗
gehör neben Heinrich Reitel⸗
sturz.

PBl.⸗Nr. 1724 b. 2 Dezim.
Fläche mit neuerbautem
Wohnhause neben Vorigem.

Beide gelegen in der Stadt

zt. Ingbert im Hirteneck.

Si. Ingbert, 6. Nob. 1877.

Sauer. k. Notlar.

Axr⸗ dem hiesigen Gemeinde⸗
walde koͤnnen Bauhblzer
bester Qualität und jedmsglicher
Bröße gegen Entrichtung der
Forsttaxe ahgegeben werden.
Niedetwürzbach, 7. Nov. 1877.

Das Bürgermeisteramt:

A. A.

P. Wolf, Gemeindeschreiber.
diedwncheSomntagn, Montag
Freimusik.
Anfang 3 Uhr.
be⸗
ðtreioh·Quartott.
Anfang 1 Uhr.
Hiezu ladet höflichst ein
Nr JAJuna.

Meinn werthen Freunden u.
Gonnern zeige hiemit er⸗
gebenst an, daß ich während der
Kirchweihe die Wirthschaft von
August Müller übernommen
hade. — Für gute Speisen u.
Getränke wird bestens gesorgt sein.

4Hiezu ladet höflichst ein
IJ. Theobald, Küfer.

i αανæαα
Süßer WMost
ber 10 Schoppen T5 Pfeunige)
hei Joh. Joß. Heinrich.

J
d

brachte in ihrer Nummer 839 vom 27. September 1877 nach—
stehende Mittheilung:

„Eine Delikatesse eigener Art brachte dieser Tage Herr Emil
Haag von der Jagd heim. Es war Dies eine acht FJuß lange
lapperschlange, die in Ragout verwandelt, von Herrn
Haag und den besonders eingeladenen Gästen mit großem Wohl⸗
behagen verspeist wurde. Daß die Schlange keine Seeschlange,
sondern eine ehrliche, respektable Klapperschlange ist, zeigt die ihr
abgezogene Haut, ferner das Gerippe, die zehn dem Schwanzende
entnommenen Klappern und endlich das Töopfchen Schlangenfett,
welches Herr Haag für seine rheumatischen Freunde reservirt hatte,
denn, wie bekannt, soll Schlangenfett ein sicheres Mittel gegen
Rheumatismus sein. Die Schlange wurde, wie wir hören, bei
Centre Point unweit des Brazos getödt.“

Herr Emil Haag, ein Zweibrücker Kind, hat, wie uns mit⸗
zetheilt wird, die Ueberresie des Reptils, Haut, Gerippe und Klap⸗
dern, an das Naturalien-Kabinet der hiefigen k. Realschule, welchez
dereits mehrere interessante transatlantische Geschenke von ihm be⸗
eitzt, abgesandt und so seiner Vaterstadt gegenüber auf's Neue eine
dankenswerthe Aufmerksamkeit an den Tag gelegt. (3w. 3.)

Am 4. ds. wurde in Speyer im Rheine mit der Angel
ein Hecht zefangen, welcher 17 Pfund wog. —

F. Der Banquier M. v. Pfistermeister, Sohn des Staats
raths, ist mit — verschiedener Wechselfataliläten — man
spticht von 300,000 M. — unsichtbar geworden.

ür die Mehrrfinn vera

ist die in der heutigen Nummer unserer Zeitung slick befindöndé GlIucka-
Anzeige von Samuel Heckscher genr. in Hamburg. Dieses Haus hat sieoh
daurch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Umgegend. gewonnenen Beträgé einen dermagen goten Rut erworbep,
dass vir Jeden auf dessen heutigos Inserat sehon an dieser Stolle auf-
merksam machen.
Nachrieche,
Zur Echebung der bis Martink nächfthin fälligen
Mobiliarsteiggelder aus der Gustav Zir'schen
—X 1
„binterlafsenschagft,.
werde ich Mittwocin, den 14. November ua e, indet
Pustav Zixejchen Wohnung in St. Ingbert anwesend sein.

Gleichzeitig ersuche auch die Schuldner der Gustas Zir'schen
Erbmasse, denen' ich bereits schriftliche Aufforderung babe zugehen
'assen, um ' gefällige Berichtigung der verfallenen Termine und
Zinsen. e — . . ⸗ 5«r—

Spälere Zahlungen sind in meiner Wohnung zu St. Johann
a. d. Saar, Bahnhofstroße 265 zu berichtigen.

Allen Gläubigern der Gustav Zir'schen Ebmasse' hiermit zur
Nachricht, daß der Sehluas des Inventars seiner Zeit
dekannt gemacht werden wird und borher keine Auszahlungen meiner⸗
jeits erfolgen koͤnnen.

St. Johann, den 6. November 1877.

—
BevollmSiater zur Regulirung des Gyru⸗nschen Nachlasses.
185 * e *
n⸗Euic
arbig bis 754r0
sind zu haben in der 9
Lith. Anstalt F. XR. Demetz.
St. Ingbert.
        <pb n="608" />
        * * v
Mühleneck. Mühleneck. Mühleneck
Den geehrten Bewohnern hiesiger Stadt und Amaegend die ergebenste Anzeige, daß ich mit meinem Großen
Fi cαιν—— not—
angekommen bin und beabsichtige dasselbe die Kirmestage über zur Schau auszustellen.
Dasselbe entha ünter Anderen die „Leidensgeschichte Jesu“ in 8 Abtheilungen und ist das größte seiner
Art in Deutschland. Ferner mache ich darauf aufmerksam, daß Alles in lebensgrosten Fignren zu sehen ist und nicht durch
Glaͤser. — Alles Nahere besagen die Zettel. G. Rehren dt, Besitzer.
Bekanntmachung.
Donnerstag, den 15. November 1877, Nach⸗
mittags 2 Uhr, soll auf dem Bureau des k. Bergamtes St.
Ingberi die Beifuhr nachbezeichneter Holzquantitäten aus den
Staͤatswaldungen, zur Grube St. Ingbert pro 1878 im Submij ⸗
sionswege au den Mindestnehmenden vergeben werden.
aà. Aus dem k. Forstreviere Neuhäusel:
4400 Aubikmeter Eichenstammholz und
19000 Stempelstangen.
b. Ausdemtt. Forstreviere St. Ingbert:
200 Kubikmeter Stempelstangen.
c. Aus demk. Forstreviere Jägersburg:
8 Kubikmeter Kiefernstamme zu Brunnegdeicheln.
Uebernahmslustige sind eingeladen, ihre Angebote bis zur oben
angesetzten Zeit verschiossen und gehörig beteichnet auf dem Bureau
des unterzeichneten Amtes abzugeben, woselbst ouch die Ledingungen
zur Einsicht offen liegen und die Submissionssormulare in Empfang
genommen werden können.
St. Ingbert, den 7. November 1877.
Kgl. Bergamt St. Ingbert:
— — Kamann.·—
Waͤhrend der Kirchweihe ist zu haben:
1874er u. 1875er Elsäßer weißen Wein p. Schop. 30 Pf.
1875er u. 1876er Alsterweiler weißen Wein p. Sch. 40,
1875er Gimmeldinger weißen Wein per Schoppen 50,
1874er französischer Rothwein F 508,
1874er Tokayer per Flasche.. 1M. —
1875er Ungsteiee ..1,20,
1874er Deidesheimer, .... 2 —3
bei Heinrien Sohmitt, Wirtih.
xür reine Weine wird garantirt. D
0 — 20
Wainzer Sauerkraut 15 Pfg., Catharina-Pflaumen
80 Pf. Citronat M. 1,60, Orangeat M. 1,60, Tafel—
Rosinen M. 1, Krachmandeln M. 1,60, Edamer Kugel.
täse M. 1,20, ital. Haselnüsse 50 Pf., Paranüsse 50
Pf., Gothaer Cervelatwurst M. 1,70 per Pfund. Frische
Citronen 20 Pf., marinirte Häriuge 20 Pf., Edinburger
Scottinen 20 Pfg., engl. Bückinge 15 Pfg. per Stück
Essig-Gurken M. 1,30 per 100 Stück. Capern per Fl.
75 Pf., Mixed Pickles per Flasche M. 1.
Sardines à U'Huile per Dose 70 Pf., M. 1,20 u.
1,30, Amerikan. Fleisch per Dose M. 2, 2,80 u. 3,25,
großkoͤrniger Astrach.Caviar, franz. Moutarde, russ. Sar⸗
dinen in Fässer von 10 Pfund, Holländer Superior-Hä⸗
ringe, Nizzaer Olivenöͤl. Ramadour⸗ und Limburger Käse
—X

Ein tüchtiger Müller, 2
der sich zum Obermüller P 4 6 h 0 P.
eignet, findet Stelle in Fine schöne Auswa
* bl Bal—
der Mühle zu Scheidt. Fächenr eingetroffen bei
TXoh. Weirich.
Kirchweihsonntag
Tanzmusik.
—AXC Rall.,
(wozu das Entree M. 1,50 ist)
bei Georg Jung .
Frucht- Brod⸗ und
Fleisch⸗Preise der Stadi
Zweibrücken vom 8. November.
Weizen 11 M. 68 Pf. Korn
08 M. 69 Pf. Getste 2reihige
0 M. — Pf. Gerste Areih.
17 wiel 57 PfSpeh 7 .
02 Pf. Hafer 6 M. 41 pf.
Heu 2 M. 40 Pf. Stroh 2
M. 20 Pf. Kartoffeln 2 M.
60 Pf. Weißbrod 124 Kilog.
56 Pf. Kornbrod 8 Kil. 78, 2 Kil.
——————
Gemischtbrod 8 Kilo. O M. 96 Pf.
Paar Weck 100 Gramm 6 Pf.
Rindfl. 1. Oual. 66 Pf. 2.
Ouai. 60 Pf. Kalbfl. 60 Pf.
damfl. 60 Pf. Schweinefl. 60
Pf. Butter 1IM. — Pif. vper Pf.

I. Veters. St. Ingbert.
OLEI AM UT.
Kirchweibsonntag und Kirchweihmontag
Freimusiktkf.
Anfang 4 Uhr Nachmittags.
Freundlichst ladet ein
riodrich Lenhnert.
Zur Feie der St. Ingberter Kirchweih.

Kaiferslauterer Aetien-Lagerbier, reinen süßen

Most, sowie alle Sorten Speisen, als: Sponferlel, Gans

A
vPeter Weiasgerhev.

————————————————————————————— —————— ———— — —— — —— — ——
Redainon Drud und Verlag von F. X. Demeß in St Ingbert.
SBSeoiu RXAlluctrirteK Sonntankablate“ Nr. Ac
        <pb n="609" />
        St. Ingberler Anzeiger.

— —
Lder St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

age) erscheint wöchentlich viermalz? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis beträgt vierteljahtlich

art 20 R.⸗Pfz. Auzelgen warden mit 19 Pfg., von Atzvärts Rit 15 Bfy. für die vierzespiltene Zeile Blattschrifst oder derex Rautmt. Reclame
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 178. Dienstag, den 13. November 1877.

—

EZBRBüR9B
— Ö ⸗—

— — —

Deutsches Zeich. 0

Müncheun, 10. Rod. S. M. der König verlieh dem
—XV Landshut garnisonirende, seit
em Ableben des Prinzen Adalbert (1878) vakante 2. Cürassier⸗
Kegiment und theilte demselben die Verleihang gelegentlich des Be⸗
uchs im Palais Lenpold persönüch init.

Mänchen, 10. Nov. Nachdem im Finanzausschusse die
Mittel zur Verlegung des forstl'chen Unterrichts von Aschaffenburg
zach München abgelehnt worden sind, werden bereits Stimmen
aul, daß der Herr Finanzminister v. Berr gesonnen sei, sein Porte⸗
euille niederzulegen.

Mäünchen, 10. Nov. Die Landtagbabgtordneten Kaby,
derr, Dr. Groß und Theyson haben ihr Mandat als Abgeordnete
Zr nächsten Generalsynode gestern niedergelegt, da ihre Anwesenheit
zci den hiesigen Landtagsverhandlungen als nothwendig von ihren
holitischen Freunden erachtet wurde. Blos Abg ordneter Exier von
seustadt wird zur Generalsynode hinübergehen. Für die ihr Mandat
Niederltgende haben deren Erfatzmänner einzutreten.

g urn,“ II. Rov. Der ‚Koöln. Zig.“ wird telegraphirt:
Berlin, 10. Nop. Man bestätigt, daß der englische Boischafter
Layard in Konstantinopel bis zu den letzten Tagen keine Weidung
ur eine Medialtion erhalten hatte. Seine Versuche, die friedlichen
Stimmungen der Pforte zu erforschen, konnen daher nur aus freien
Ztücken und zum Zwecke persönlicher Oxrienticung unternommen
dorden sein. Der voraussichtliche Fall Plewnas mag die rürkische
Friedenspartei verstärken, aber auch diese soll bis jetzt selbst das
Brogramm der Mächte aus der Konferenz vom vorigen Feühjahr
urückgewiesen hahen. Man erinnert sich, daß Rußland vor dem
Zriege und als es an leichte Erfolge glaubte, namentlitch fünf Be
Aingungen für den Frieden aufst len wollte: „L1. Eröffnung der
Dardauellen für Kriegsschiffe. 2. Auslieferung der türkischen Flotte
as Pjfand für eine Kriegsentschädigung. 3. Autonomie der Bal—
anprov nzen. 4. Wiedergewinn des im Pariser Frieden verlorenen
Siückes oon Bissabarien. 5. Abtretung voa Batum und dem ent⸗
sprechenden asiatischen Gebiete.“ Man kann erwarien, daß Rußland
etzt mit Berufung auf die gebrachten Opfer diese Forderungen
soch eiweitern wird.

Mitthe lungen aus Koustantinopel schildern die dortige
Aufregung ats hochgradig. Tädglich finden Verhaftungen statt,
namentlich wurden Midhatisten davon betroffen. Mahmud Damat
aibt an, man abe ihn und den Sultan ver giften wollen.
Vermischtes.

In den Anlagen am Homburger Schloßberg sind
fürzlich 27 Bäumchen vern'chtet worden. Die Stadtverwaltung
hat für die Ermittlung des Thäters 50 M. Belohnung ausgesetzt.

Kaiserslautern, 10. Nov. Die Fürstin von Thurn
und Taxs und die Kaiserin-Wittwe von Oesterreich haben laut
Mesdung der „Pf. Ztg.“ kürzlich namhafte Beiträge zur Restau⸗
ration der hiesigen kalholischen Kirche gespendet.

Das k. Polizeigerich Frankenthal hat am 8. d. die
Ehefrau Georg Schmitt von Mordorf, welche sogenannte „Kunst⸗
»zutter“ als Kuhbutter verkaufte, zu 10 Tagen Gefänguiß und den
Zosten verurtheilt. Hoffentlich wird dieses Exempel fruchten!

4 Auf den pfälzischen Bahnen werden fortan an die Ange—
yöcigen der kgl. Gendarmerie vom Wachtmeister abwärts wie bei
Diest- so auch bei Urlaubsreisen gegen Vorzeigung der Urlauds⸗
Ligitimauion Militärbillete vecabfolgt.

Aus Mannheim wird übrr den Produktenspelulanten⸗
drach folgendes Nähere berichtet: Den füür den Produttenhandel
es hiesigen Platzes ungemein fruchtbaren Kriegsjahren, welche eine
Unzahl kieinerer Geschäfte in's Leben riefen, folglen mehrere Jahre,
n welchen dieser Geschäftszweig mit vieler Ungunst der Konjunk—
uren zu kämpfen hatten, so daß seit geraumer Zeit Bedenken laut
vurden, wie es den kleigeren Spekulanten möglich sei, sich über
»em Waͤsser zu halten. Die jünguen Tage haben endlich eine sehr
raurige Aufklärung gebracht, irrdem eia so bedeutendes Netz von
Vechselreitereiin an den Tag kam, daß der schnell bereite Volks—
oitz alsbald von dem Zusammenbruch dec ritterschaftlichen Privat⸗
auk Mannheim sprach. In den Einsturz sind Firmen von Mainz,
Porms, Maunheim, Rastatt, Straßburg, Stuttgart und Eßlingen
erflochten; am hiesigen Platze handelt es sich um sechs bis acht
—Zpekulanten, von denen sich zwei durch die Flucht ihren Gläubigern
ntzogen haben, zwei andere gestern in gerichtl'iche Haft geuommen
vorden sind. Einer der Letzteren, der bertits in früheren Jahren
n Konkurs gekommen war und einige Jahre als Prokurisi seiner
Frau gearbeitet hatte, steht nach einet von ihm selbst ausgesiellten
Bilanz einer Schuldenmasse von nahezu 192 Millionen Mark
Jegenuͤber, für welche ein Arrangement zu 15 Prozent vergebens
»ersucht wurde. Kredit fanden die Betreffenden wesentlich nur an
uswärt'gen Plätzen; insbesoadere steht die Angelegenheit des Bank⸗
haujses F. S. Meyher in Rastatt und Straßburg mit diesen Vor—
zängen in Verdindung, welches namentlich einen starken Posten
Äccepte der fall'ten Kunstmühle Palmer in Eßlingen im Portkefeuille
haben soll.

Die Bankfirn.a Griesinger und Schmoller in Stuttgart
hat mit 800,000 M. Passiven jallitt; die Aktiven sollen gering
sein.

NAusland.

Wien, 11. Nov. Die hochoffiziöse Monlagsrevue meldet,
»aß bezüglich des Appreturverfahrens neue Verhandlungen schveben
md daß Aussicht vorhanden sei, hierüber vor Jahresschluß e ne
Berständigung mit Deut schland zu erzielen. Der bekannie Berliner
dorrespondent desselben Blattes bezeichnet als Rußlands unumwundenes
riegsziel die Autonomie Bulgariens, Bosniens und der Herzego⸗
hbing.Wenn die Piorte hierzu nach dem Fall Plewnas einwilligt,
ei der Friede möglich, jedoch nicht eher.

Budapest, 11. Nov. Briefe aus Konstantinoel sagen,
daß der Eiafluß des osterreichischen Botschafters Grafen Zichy im
Augendlick so bedeutend und maßgebend sei, daß alle neu ernannten
ürk schrꝛ Gouverneure und höheren Beanie der Pforte sich nicht
cher auf ihre Posten begeben, als bis sie der österreichischen Bot⸗
chaft ihre Auf vartung gemocht haben.

Rom, 11. Nov. Der Zusiand des Popstes hat sich be—
enklich verschlimmert; Professor Vanzetti ist zur Konsultatnion be—
ufen worden. Außerdem siad im Vatikan zwei Kardinäle, Randi
ind Bartolini, ernstlich erkrankt.

Zonstantfinopel, 9. Nov., Abends. (Offiziell.) Mukh⸗
ar meldet aus Erzerum von heute: Die Russen griffen heute 4
Morgens die Befestigungen von Azizie an. Der Kampf dauerte
is 2 Uhr Nachmittags. Beide russische Angriffslolonnen wurden
zurückgewiesen, obgleich es eintr derselben bereits gelungen war,
in Blochhaus zu besetzen. Mulhtar drang wieder weiter vor bis
Deveboyun.

Konstantinopel, 10. Nov. Aus einem Telegramm
Derwisch Pascha's geht hervor, daß die Russen seit einigen Tagen
XXIID

Berhin, 9. Nov. Nach dem Reichsmilitär Etat bezog
der verstorbene Feldmarschall Graf Wrangel en Jahreseinkommen
bon 33,900 M., welches in demselben als „künflig wegfallend“
hezeichnet ist. Das eigentliche Gehalt betrug 12,000 M., dazu
tamen 15,000 M. persöaliche Zulage und 6900 M. für sächliche
Ausgaben.

F Ueber die heldenmüthige Selbstaufopferung einer französischen
Nonne in Südfrankreich erzählt die „Gazette Hebdonadaire de Me—
decine“: Vei einun Spaz'ecgange wurde Schwester S. in Begleitung
pon fünf Kindern, unter denen das aͤlteste acht Jahre zählte, von
einem großen Schäferhund angegriffen. Das schreckliche Aussehen
des Thieres, dessen Maul von Geifer triefte, ließ sie sofort die
Befahr erkennen, und augendblicklich warf sie sich zwischen die ent;
jetzten Kinder und das rasende Thier. Gleich beim eisten Anprall
wurde sie furchtbar gebissen; aber während die Kinder sich schreiend
        <pb n="610" />
        an ihren Rock klammerten, warf sle sich muthig auf den Hund.
—VV
auf dem Boden, suchte ihn zu erst'ken, indem sie unbekümmert um
seine Bisse ihm die Hand in den Rachen steckte. Endlich ließ der
hund, ols einige Bauern zu Hilfe kamen, sein Opfer los und
Furde erschlagen. Schwester S. wurde sofort in Pflege genommen
und fünfzehn Bißwunden an ihren Armen ausgebrannt; aber sdhon
nach wenigen'Tagen zeigte sich die Wasserscheu. Die Jungfrau
machte sich keine Täuschungen imd sah dem grausamen Tode mit
Ergebung entgegen. Sie hatte nur Sorge, die aufopfernden Frauen,
weiche sie pflegien, zu entfernen, glüchlich in ihrem Opfer und ihren
Trost findend in dem Gedanken, daß sie um den Preis ihres Lebens
die ihr anvertrauten Kinder gerettet habe.

P'Im Schweizer Kanton Aargau soll hei Zeiningen ein
Steinkohlenlager entdeckt und bis zu 8 Meier Dicke durchbohrt
worden sein.

7 Zum Kapitel der hohen Säugerinnen-Houorare liefert die
Indoͤpendance Belge“ folçendes Beifpiel. Eine erst siebzehnjährige
unstnovize, Fräulein Estella de la Mar, Schülerm von Georges
Tabel und ausgebildet auf Kosten des Königs von Hollaund, st von
Strakosch, dem Schwager der Patti, auf fünf Jahre zu einetr

Bekanntmachung.
J Pfälzisches Dienstdotenstift ug
An sammtl! Bezirksamter und Bürgermeisterämter der Pfalz.
Nach den Statuten füt das pfälzische Dienstbotenstift werden
hus den Zinsen' des Kapitalstockes zur Belohnung braver Dienst
boten der Pfalz alljährlich in der ersten Woche' des Monats Januar
Preise vergeben.

Da, im Laufe 'dieses Jahres der Kapitalstock zusa nmengebracht
wurde wird imit den von diesem Zeitpunkte bis zum Schlusse des
Jahres anallent eu⸗ Zinsen die erstmalige Vertheilung der Preise
Anfangs Januarek. J. vorgenommen werden.

Bewerbungsgesuche sind im Laufe des Monats November zu
stellen und wird bezüglich der Berechtigung zur Vewerbung um
nen Preis und die Art der Gesuchstellung folgendes zur genauesten
Beachtung bekant gegeben:

1. Anspruch auf einen Aufmunterungs-Preis haben jene Dienst
hoten, welche sich durch mindestens bjährige bei ein und de— selben
Herrschaft, mit derselben im Fam'lienverbande lebend, Kost und
Vohn beziehend, geleistete reue und eifrige Dienste bei steis tadel—
loser Aufführung ousgezeichnet haben.

Die Dienstjahre werden gerechnet vom vossendeten 16. Jahre
des maͤnnlichen und 14. Jahre des weiblichen Dienstboten.

Erhöhte Geldbelohnungen und bei Verheirathung Aussteuer
Prämien“ können nach Inhalt der Siatuten Dienstboten erhalien,
welche nach mindeslens 10iähriger Dienstzeit bei einer und derselben
Herrschaft eine besondere Auszeichnung verdienen; Präbenden solche
Dienstboten, welche nach langer treuer Dienstzeit mit Erfüllung ver
Voraussetzungen fuͤr 2 Aufmunterungspreise billigen Auipruch auf
ein ruhiges und vor Mangel geschütztes Alter haben oder im Di euste
verunglücken.

Die nahern Bestimmungen sind in den der Nr. 10 der Kreis—
amtsblatteb pro 1876 beig sügten Statuten enthalten.

2. Bewerbungsgesuche, welche im Laufe des Monats November
bei dem Bezirksamte des Dierstor'es einzuteichen und von —X
bis längstens 1. Tezember l. Is. mit gutachtlichem Berichte der
unterfertigten Stelle vorzulegen sind, haben zu enthalten:

a) Vor⸗ und Zuname, dann Altet des sich dewerbenden Dienst
boten.

b) Name, Stand und Woonort der Dienstherrschaft,

c) Eigenschaft, in welcher der Dienstbote verwendet ist.

Ij Angabe des Diensteintrittes mit der vom Bürgermeisteramte
des Dienstorles zu bestäigenden Schilderung der ununter⸗
hbrochen fortgesetzten trenen, mit taddellofer Aufführung bis
zum Tage der Gesachsiellung bethätigten Dienstleistung, welche
Schilderung durch ein Zeuzniß der Dienstherrschaft zu ge⸗
ichehen hat,

Frwabnung etwaiger besonderer mit persönlicher Gefahr ver.

bundener Dienstleiftungen, z. B. Retiung der Dienstherrschaft

oder ihrer Angehörigen aus Feuersgefahr, treue Pflege und

Wartung in anstegenden oder langwier gen sKtrankheiten ꝛc.

Nach dem 1. Dezember l. Is. eingereichte Bewerbung?esn

tönnen eine Berücsichtigung nicht mehr finden.

Speiter, den 29. Oltober 1877.

Königlich Bayerische Regierung der Pfalz,
stammer des Innern.
o. Braun.

Zunstreise durch Europa und Amerika für die Kleinigkeit von zwei⸗
malhunderttausend Francs engagirt.

fKonstantinopel. Nach amilichen Berichten ist der
aas Bieberich gebürtige, in der Türkei angest llie Telegraphenbeamte
deinrich Kaiser am 23. October ds. Is. auf dem Wege von Bel⸗
sova nach Sarembey (Vilayet Adrianopel) ermordet haben. Er war
auf einer Dienstreist begriffen und wollte am 23. v. Mis. von
Belloba nach Sarembey zu Wagen zurückkehren. Der Wagen mit
den Pferden kam auch in Sarembay an; in demselben wurden aber
aiser und der Kutscher ermordet vorgesunden. In Folge der
Anttäge des deutschen Botschafters in Konstantinopel hat die Pforte
ne Kttenge Untersuchung des Falles angeordnet, und es hat sich zu
diesem Zwecke ein Reg'erungs-Commissär unler consularischem
Beistande mit 50 Mann an den Ort der That begeben, um den
Thäter zu ermitteln.

FSchnelle Fahrt nach Amerika. Der Dampfer
„City of Berlin“ fuhr am 4. Ottober Abends von Liverpool und
am andern Morgen von Queenstown ab und kam am 13. um 4
Uhr 50 Mmuten Vormittans, also nach 7 Tagen, 14 Stunden
und 12 Minuten in Sandy Hork in Anerika an. Die Rückfahrt
dauerte 8 Tage, 1 Stunde 3 Minuten.

J
*

Bekanntmachung.
Die an Sonntagen auf den
Hobelsäckern und anderen Di—⸗
tricten der Gemarkung von St.
Jugbert, in letzterer Zeit stattge⸗
ybten „Bataillespiele“ an
velchen sich Hunderte don schul⸗
flichtigen Knaben und größere
Bursche betheiligt daben, die sich
gegenseitig mit Steinen warfen
und wobei nicht selten Verwun
dungen vorkamen, haben wegen
den dabei vorgekommenen und
unehmenden Rohheiten, sowie
wegen angerichtetem Schaden an
»csüeten Aeckern zu gegründeten
lagen Veranlossung gegeben.

Da die Warnrugen bis jetz!
fruchtlos geblieben sind, so wird
bon nun an, — bei Wiederho—
lung dieses Unfugs und Ueber—
tretung der feldpolizeilichen Vor—
schriften, — proltocollint.

St. Ingbert, 8. Nov. 1877.
Das Polizeitkommissariat
Eckerlein.

Ein Hühnerhund,
altdeutscher Race, 5 Monate alt,
cuf den Namen Sedan hoͤrend,
mit gtoßen braunen Flecken auf
dem Rücken, gelben Punkten über
den⸗Augen, ist abhanden gekom—
nen. Wer über den Verbleib
dis Hundes Auskunft zu geben
weiß, wird höfl. gebeten, solche
in der Expedition ds. Bl. oder
„Hotel zur Post“ gefl. abgeben
zu wollen. Belohnung wird zu—⸗
gesichert. Vor Ankauf wird ge⸗
warit.
BRrĩefspanieor
mit Firma, zu CGeschaftsbriefen.
in schönen veræaierten

Schriften,
XEXXVXIXII
ICAFrtoM etq., werden rase
and billig angefertigt in der
Bucdh- und Steindrudkerei

FF. X. Demetæ,
8t. Ingbert.

—A———— *&amp;* *
Mener HIund- TLemiscon
Aää
Zule Auflauge 1874
r gibt in einem Buanc Auskunft über jeden Gegen-
⸗atand der mensscklichen Kenntnis und auf jede Frage
nach einem Namen, Begriff, Premdicort, Erciqn is, Da-
tum, einer Lahl oder Thatsache cεν ιιοιοMαν
Bescheid. Au5 ca. 2000O leinen Oktavseiten über
60,000 Artikel, mit vielen Karten, Tafeln und Leilagen.
24 Lieferungen, à 50 Efennige.
ESulbskription in allen Buchhandlungen.
⸗u des Rihtiouraphischen Instituts /
7uvaiv.

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1122*

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—1
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Metschnabl.
— — — — — — —
Redemon Txud um Verlaad von F. X. Demeß in St Ingbert.
        <pb n="611" />
        2 2
— —
58332 —
553358838 S4
228 S S J— —
s553 55535533353 2453 32 33
582385 — ES 22,3233 *
2 533 35 333 520
25232 32 35 32272 —* 28 5353533 —
A— 522337 32
—A—— — 322 22 32 —
222 557333328 5* 1* — 38833 * 5853 * 553 732533
22 — 2 5 5358 8 * * —— 2328 8 35538 ———
225 —2 25325355 F— 55 —2232 25382 2535 25
— cE22 2235 33525535 58 3533525333 5*25 —5
—S 8387 52 32282335358 7232333333 ———— 335588 *
2* äöä —E — — — B3 2 9
2*27 S55 I88 338 33333 7533383585
52 535 52323533 3 2583 2852 33332 37223 5 25338
5* 255 32*5* * —&amp; 227 — 235*538
ꝛo! * —2 — —3 85 85 — — —— * 7 S2 2 5 —
73 57 3523203 523 z353333* — 6353635 —
38 3 —A— — 222358 5385837735 5 2 25352335—
— 332583 55 —26 52—z5323 —A 2 5
28 * 2 8 5572—z32337 — 2 2 7 2 222 25
* * 2 2* — — 5 —* 533553 8* 2. *23 33
25Ec 3523 48. 53 — T3 28 33633383335 555 2556
8 2* 5—53 cE z2582 28 2 3986 0 325353233355
*. 3 32 5* 3282 38 —3 O c 526* 5* 23555
—3 ʒe —— — * — 5 —2 2 8 ** 2 5558557* —8 *
525 —2* —— —— 8 5532 8
3 — 28 — S— — 55 * —3 Iz33
* 7 3283 38332855 5 x —5—582 — A
— c3 55 3233553338 2 *353 —A 5355 352
—S— —X 253333238 *232 525 2* — — 5 5z383*283 27
*2 * *2325 S — 225 —— 22 5382 —F ——— 26
8 E 2 3 2 2832 —A * — 25 3
5 —8 — 7 —25 552553 5322353 * —A 783 *5
5533 — 28 2* 35833538 5523982 5** 8353823533 28 25 2 *
—— *5 22 — * — —— 22 — — —A 2333 — —
8 — 32 2 * c 82 —*2* E
—A — 7* 532 5 8— 52538 —A 5523 8
255 2*8* 83288 35548833
28 5* 5*333 2 — — 25323655
5 e 5 23 * — 53728 — 2 —
25 S7-— ⁊ 55523 —5 322358 5
* —* 2 2
5235 78 — 36 335
8735558555 533z5536
8 8 53 2244
53528 Q0 7
2255
— 82**
3 * 222 322822
2 * 77 232222 Bz — 2 28.5 2
—z55—25 5553 5553555 3577 585—55 255 253 53 23 23—53
3 2 * — 853— — —8 2 — 8 *
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24 —323208 3 523 5 3 3223 5523333
— 2353 322*58 13 537353898* m*8538 *5. 32 8
15 —33—3532 538 382— 3253. 3572
2 — — 2 27 ⁊ —2 —— — —83 —A——
* 5*2. 5 y 5 52 23 520 88 222573
2— 32 —— —* x * 2 —23 72 5566*
55 602 33835333 a 878883355353885
13624733333 32 523 — 23 3..,3383355
3 3287 22 7 2 —582 :2.2 — e5—22 z2 3
333 333—8 — —55 38—353
7 * 2 * — * 8 22
8 53338536833 5 s —53333
223 325083 22. 23533.3 333
55823*5243 —
— 788 — 5 —3— 3 33
5335232835* 853 3 3— 25* 0
255553— 55 ã —855 —2
183 2* —— ————
—5322527 *52353 233133535
ä 35252 —3 — 5258 29 533888
253553 23-58 2732 823
27 2 2 2 257827
3232823 —3*2 5388—53553
25853828 235 5 252.33 3258
5 32. 5— 53—5 5—53 23325 2233332
—52 25533353335 5 3 323535 053 235333335
353 32522332.53. 323 3 22*385* *— —*
25 2

—
—
1.3
        <pb n="613" />
        St. Ingberle
Ingberler Anzeige
Anzeiger.
—. —
der St. Jugberter Anzeiger und das (2mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntagß mit iUustrirter Vei⸗

age)erscheint woöͤchentlich viermal: Dieustag Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentspreis beträgt vierteljährlich

1. Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10. Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder derer Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 179. Do nnerstag, den 158. November 2 1877.

Deutsches Reich.

Mänchen, 12. Nov. Se. Maj. der König hat heute
Abend 7 Uhr im Königsbau, umeben vom großen Dienst, den
üpstlichen Nuntius Masella zur Entgegennahme seiner Akkreditive
n feierlicher Audienz empfangen.

München, 183. Nov. In der heutigen Abgeordnetensitzung
jand leder die schon seit einigen Taßen verbreitete Nachricht, daß
zer frühere Präsident unferer Kammer auctrelen werde, die Be⸗
dätigung. Das Gesuch des Frehrn. v. Stauffenberg stammt aus
Zeruͤn d. d. 9. Rodember. Die Kammer genehmigle das Aus ˖
riusgesuch ohre Diekussion. Es wird der etste Ersatzmann Maier
us Ausbach eingerusen werden. Ferner wird das Austritisgesuch
»es Abgeordneten Kleophas Schmitt, dann des Ersatzmannes Dr.
ßuhl aus der Kammer genehmigt und hiefür die Stellvertreter
nberufen. Hierauf wird in die Tagesordnung eingetreten. Bei
en Nachweisungen bezüglich der Berg-, Hüttene und Salinenwerke
zxo 1875 ergreff Abg. Brandenburg fihr oft das Wort, um sich
heilweise kritisirend über den Beirieb der verschiedenen Werke zu
zußern urd theilweise seine Wünsche bezüglich des Beikauf's un—
eriabler Berg- und Hürtenwerke zu begründen. Der Vertreter
der Staatstegierung hatte mehr als ihm lieb sein mochte, Gelegen⸗
seit, verschiedene Aufragen seilens des benanuten Abgeordneten zu
reantworten. Schließlich wurden sämmtliche Anträge des Finanz⸗
nusschusses, worunter sich auch der bezügliche des Verkaufes des
Hütlenwerkes Eisenarzt befindet, angenommen. Nächste Sitzung
vommenden ienstag.

München, 18. Nov. Das Gesetze und Verordnungsblatt
Nr. 47 enthält eine Bekanntmachung sämmtlicher Ministerlen, wo⸗
nach zur Erziclung einer einhe tlichen Schreibweise der abgekürzten
Bezeichnungen der Maße und Gewichte in den sämmtlichen deutschen
Bundesstaaten ig amtlichen Berkehr, sowie bei dem Unterricht in
)en öffentlichen Lehranstulien —X
der Maße und Gewichte ausschlichlich in Anwendung zu bringen
sind: a. Längenmaße: Kilometer Km, Meser w, Centimeter em,
Millimeter mm; b. Flächenmaße: Quadralkilometer qkm, Hektar
na, Ar a, Quadratmeter qm, Quadralcentimeter qem, Quadrat⸗
millimeter (mm; ec. Körpermaße: Cubikmeter chm, Heltoliter bl,
diter I, Cubitcentimeter cem, Cuditmillimeter cmm; d. Gewichte:
Tonne b, Kilogramm kg, Grammeg, Milligcamm mg8. — Den
Buchstaben werden Schlußpunkte nicht beigefuͤst. Die Buchstaben
derten an das Ende der vollständigen Zahlenausdrücke — nicht
sber das Decimaltomma derselben — gesetzt, also 6,871m — nicht
5m, 37 und nicht 5 m 87 em. Zur Trennung der Einzel⸗
iellen von den Decimalftellen dient das Komma, nicht der Punlt.
Sonst ist das Konma bei Maß- und Gewich!szahlen nicht anzu—
deaden“, insbesondere nicht zur Abtheilung m.hrstelliger Zahlen⸗
rusdrüche. Soiche Abtheilung ist darch Anordnung der Zahlen in
Bruppen zu je 3 Ziffern, vom Komma aus gerechnct, mit an⸗
gemessenem Zwischenraum zwischen den Gruppen zu bewirken.

Nusland.

Wien, 18. Nov. Die „Polit sche Cortespondenz meldet:
Die serbische Regierung hat die Aufforderung der Pforte, das ser⸗
hische Observationscorps von der Grenze zurüczuziehen, abgelehnt,
da es uninöglich sei, die Grenzbewohner ohne militärischen Schutz
uu lassen. Ptotics hat sich zu den an der Greuze stehenden Truppen
zehufs Inspection derselben begeben.

Nach einem Telegramm desselben Organs aus Bularest vom
13. d. ist es dem Generol Skobeleff gelungen, sich in der eroberten
Bofition „Grüner Berg“ gegen wieder holte Angriffe der Türken
u behauplen. Der leßte Versuch zur Wiedereroberung, der durch
70 Geschütze unterstützz war, wurde unter sehr schweren Verlusten
ver Türken zurückgewiejsen. Das Bombardement von Plewno
vird auf des kräftigste sortgesetzt.

Paris, 18. Novb. Marschall Mac Mahon erklärte gestern
»en gegenwärtigen Minislern, daß er angesichts der heftigen An⸗
schuldigungen, deren Gegenstond sie in der Kammer gewesen und

wilche auf die gesammte Regierung zu beziehen seien, ihre Ent⸗
lassung nicht annehmen könne und sie bitte, auf, ihrem Posten zu
verble ben. *
»BParis, 183. Nob., Abends. Die Truppen in Paris und
Versailles waren heute consignirt.

Petersburg,, 13. Nov. Eine Depesche des „Golos“
aus Werankaleh vom 11. ineldet: Die Detachemets von Sagan⸗
lueh und Eriwan befinden sich bei Erzerum. Die Gesundheit der
Truppen in vortrefflich. Das Haupequartier ist nach Werankaleb
perlegt worden.

Die „Ag. russe“ (in Petersburg) wollte wissen, die Pforie
jabe an den deumnschen Bosschafter in Konslantinopei, Prinzen Keuß,
ein Vermittlungsgesuch gerichtet. Dagegen wird dem Wiener
„Fremdenblatt“ aus Konstantinopel 13. November mitgetheilt, bis
etzt habe kein Mitglied der türkischen Regierung die Bermittlungs—
rage irgead wie angeregt; aber der englische Botschafter Layard
emühe sich, die ürk shen Staatsmänner zu Vermitilungsversuchen
u bestimmen.

Vermischtes.

fOberweiler im Thal, 11. Nov. (Kais. Zig.) Lehrer
Philipp Heil von hier hat heute aus Fahrlässigkeit den Peter Grub,
Ackerer, mittelst eines Revolvers erschossen.

Frankfurt, 10. Nov. In der letzten Zeit kommt hier
zielfach im Handel weißer Zucker vor, welcher sich weder im kalten
roch im warmen Wasser vollständig auflösꝛ. Die angestellten
Antersfuchungen haben ergeben, daß dieses Zuckerprodukt mit Schwer⸗
path gefälscht ist und der unauflösliche Theil aus diesem Mine⸗
cal vesteht.

FLangensalza. Als neulich der Mehlhändler Lange
jier in Gant gerieth und sein Waarenlager untersucht wurde, fanden
ich 4 Säcke Schwerspath zu 193 Centner. Laut aufgefundener
dechnung hatlte Lange am 2. August 25 Säce weißen und grauen
Schwerspath zu 1313 Centner von einer Handlung in Golha (zu
3 M. resp. 2 M. 50 Pf. der Centner) geliefert erhalten. Einige
zäcke Weizenmehl und, Roggenkleie aus dem Lager ergaden bei
achmännischer Untersuchung Untermischung von Schwerspath, des⸗
zleichen der Absatz in einem Mehlkasten, in welchem Lange sein
Mehl zum Kleinverkauf zu mischen pflegte. Sollte Lange in seirem
leinen Geschäft die fehlenden 21 Säcke Schwerspath allein ver⸗
zraucht haben, so würde er täglich einen halben Centner Stein
tatt Brod seinen v'elfach ärmeren Kreisen angehörigen Abnehmern
nerkauit und so dieselben betrogen haben.

nire ie Redection veraniwortuc . XVäIRĩIXEC

Wie ungemein verbreilet die Leiden an Gicht und Rhen—
matismuns sind, sollte uns heute in äußerst intecessanter Weise
zurch ein Schriftchen bekannt werden, welches in einfacher Zusam—
nenstellung die dankbbaren Worte vieler Hunderte von Glücklichen
»nthält, welche unter Schilderung ihrer für unheilbar gehaltenen
deiden, all der gebrauchten vielen Kuren, der unendlichen Schmerzen
und Quälereien, felbst noch am Wendepunkt des Lebens, das Heil⸗
»erfahren des Hetrn L. G. Mössinger in Frankfurt a. M.
ingewendet hatten und nun wieder in den Vollgeuuß ihrer Gesund⸗
heit gelangt waren. Wir greifen nur aus diesem Schrifichen als
yesonders erwähnenswerth das Schreiben eines Herrn Ir ed. Spa⸗
—X
seraus, in welchem der schwergeprüfte Mann nach einem 22jährigen

hmerzhaften Gichtleiden, durch eine nur Z3wöchentliche Cur in herz⸗
ichsler Weise seine völlige Genesung schildert. Wie wir ersehen,
st das Heilverfahren ein durchaus rationelles und keineswegs mit
durpfuscherei zu verwechseln. Herr Mössinger verlangt lediglich
jom Kranken eine kurze Beschreibung des Leidens und seines Sta⸗
ziums, ohne die früher angewendeten Kuren, Medicamente und
Quacksalbereien wissen zu wollen und ertheilt alsdann den Patienten
eine angemessenen Anordnungen. Dieses Schriftchen, ein Beitrag
zur Stalistek menschlichen Leidens, kann allen Gicht- und Rheuma⸗—
        <pb n="614" />
        tismustranken als eine trostreiche Lectüre und zugleich Mahnung
vienen, sich den erfahrenen Händen des Herrn Mössinger anzu—
bertrauen.

Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der
derren Kaufmann und Simon in Hamburg besonders aufmerksam.

Bekanntmachung.
Diec Anlieferung von —6
30,000 Kilogramm Rüböl
für die königl. Grube St. Ingbert, und
2000 Kilogramm Rüböä—
für die königl. Grube Mittelberbach
pro 1878 soll im Submissionswege an den Wenigstnehmenden ver—
geben werden.
Die Offerten sind verschlossen und gehoͤrig bezeichnet bis zum
24. November 1877, Nachmittags 2 Uhr,
bei dem unterzeichneten Amte einzureichen, woselbst auch die Liefe—
tungsbedingungen eingesehen werden können.
St. Ingbert, den 14. November 1877.
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und eraoheint in IbO wιανανιμlichen Lieaferungen æum l'reis von TMIcarle.
Verlaꝗg des Bibliographisohen Instituts in Leipzigꝗ.

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sind zu haben in der
Lith. Anstalt F. X. Demetz,
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deginnt mit der I. Jiehung
die vom Staate genehmigt
ind garantirte

IF hurger Stadt-

Lotterũĩe.

D' eselbe best. aus 833, 300
Loosen und A6,200 Ge—
winnen, wovon Haup'trefser
eventuell
375,000, 250,000, 125, 000
80,000, 60. 000, 50,000
10, 000. 36 000, 3à 30,000
2 à 25.000, 3 à 20,000,
7 à 15,000, 23 à 10,000

Mar!l ꝛc. ⁊c.

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zegen Einsendung des Betra⸗
ges oder per Postvorschuß.

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vom Staate angestellter Haupt
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ist Samstag den 18. dé. Abends
3 Uhr, in dem Saale des Hrn.
Oberhouser. Diejepigen Herren
und Damen, welche noch nicht
unterzeichnet haben und den Un⸗
jerricht mitmachen wollen, sind
zum Erscheinen höflichst einge—
laden.
Achtun gsvoll
Beutel, Tanzlehrer.

Ein Hühnerhund,
altdeutscher Race, 5 Monaie alt,
zuf den Namen Sedan horend,
mit großen braunen Flecken auf
dem Rucken, gelben Punkten über
den Augen, ist abhanden gekom⸗
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des Hundes Auskunft zu geben
weiß, wird höfl. gebeten, solche
in der Expedition ds. Bl. oder
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zu wollen. Belohnung wird zu⸗
zesichert. Vor Anlauf w'rd ge⸗
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»ewinn à M. 50,000 52 Gewinne à M. 4000
ewinn a7 20,000 200 Gewinne à M. 2400
ewinne 26,000 410 Gewinne à M. 1200
ewinne a 2. 000 621 Gewinnes a M. 500
Zewinne a . 23,000 706 Gewinne à A. 230
Gewinne aà M. 20,000 25, 635 Gewinne à M. 138
Gewinne a A. 18,000 ete. ete.

Die Gewinnziehungen sind planmässig amtlieh festgestellt.

Zur nüchsten ersten Gewinnziehung dieser grossen vom Btaate
carantirten Geld-Verloosung kostet

ganzes Original-Loos nur Mark 6
halbes * — 3
1 viertel 1

Alle Auftrüge werden sofort gagen Pinsendung, Posteinzahlung
»der Nachnahme des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgeführt
ind erhält Jedermann von uns die mit dem Staatswappen verschenen
Original-Loose selbst in Händen.

Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gra
ris beigesügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten
inaufgefordert amtliehe Listen.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-
darantie und kann durch directe Zusendungen oder auf Verlangen der
Interessenten dureh unsere Verbindungen an allen grösseren Plätzen
Deutschlands veranlasst werden.

Unsoere Collecte war stets vom Glũcke begünstigt und hatte sieh
lieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der
ersten Haupttreffer 2u erfreuen, die den betreffenden Interessenten
lirect ausbezahlt wurden.

Voraussichtlich Kann bei einem solchen auf der S0lIdesten
BRasis gegrũndeten Unternehmen ũberall auf eine sehr rege Bethei-
ligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten vwir daher,
am alle Auftrüge ausfuhren zu können, uns die Bestellungen baldigsi
und jedenfalls vor dem S80. Novem ber A. J. 2ukommen 2u lassen.
Kaufmann &amp; dimon,
Bank-und wechsel-Geschaft in Hamburg
Ein- und Verkauf aller Arten Stuatsobligationen, Fisenbahn-Actien
und Anlehensloose.

8. Wir danken hierdureh für das uns seither geschenkte Vertranen
und indem wir bei Beginn der neuen Verloosung zur Bethoili-
gung einladen, werden wir uns aueh fernerhin bestreben, dureb
stets prompto und reéelle Bedienung die volle Zufriedenheit
unserer geehrten Interessenten zu arsangen. D. O.
·daktion DTrud und Verlag von iF. X. Demek iu —t Inabert
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        —A
2222 225322 233385
—M —A ——— 22
z33323353 5835 53238538 3233553*253733
52222282 —— s5355 27 5235 33 375 3537 55325
*⸗ ⸗ — 7
553353 253573375757333 555. 225s 382 3877 232538
22358 24⸗ 22335532822 233—5535332328
— — * *— * * * —* 2* 37 25 *
352238 3883—5*35555555 335333—3353 ——
— 25 2* —⸗ 8 22 — — 7W 52—rs 8 2* ———
———— — 232582 32 25 53733355585538
—5— 5z3* — 52 2 3 2 — —
— 2 x6 2 229 * —— —— 55 *2 8 —
523358 ——— ——2235 535—5 325355335 138735372
— * 2 2* 122 — ——— 52358325 283
— — 2852 * —— 3—2— 35 —— 5— — 22 22 3BÚe—8 —
57* — 5 5 8* 2 2 32355* — 253 7 52, 3 25 —— —A
25 5* 2— — 325 8 * —3 — —2 2* — 8
* 2 XIEISBS —A ———— * * 57*22 J322
55s53575 333375 253833,85— 33 3
— 22 S
— S32 58s52352 32328 2 25553233 28220535 —
8 —2 — 2 *5 — —— — 2 — s52 8 88
————— —A 53*8573226 — —A—
m*25 3 7* 2*328 8 26 325 522 535 5232 c222
23533 —3333533533 535535533 —A — 5533235885
2 38 2 9 5ES —* 2* —z 25* 2 2 —— ð⸗
* 5 —253228228— —5 —22 — 2323 — 83 535 — ——8 ———— 8 *
—A — — 3532 —A —2 — 2 —A —2*E 323 255
3353233833 528233555355 535335563338333333 —3353283853
*222 532 2 * —33225—23237 553523835 —353 33 — 325
2 222522 5533224 —— —A 353 738 ——
3355323233553 33353 333553233 235 25—83355355 2228
E 3 28 2 S2 2 — ——
—2 258* 223* —— * 22 — 5258 —723
c * * 522 —5 83 * 83 525
— 35 5 32 222,. 523255 55*833 32 5*225322333 5222 — 57358
258 3—à E ———— —M—— 28525 —A
——— ——A— — 3223832— 225 2 EE
——533585225 —5—— 6 53 58
535535 ES 32 ———8* —
—
— 5— —— 5
— 233— 3353338
57276 —A ———
8 2 — 232355
— 2 22—52 —A ——
525.75 52553 * z555z558 7353355
3533 2 — — —222 S2 2 5523832 S 0
52 2333387*5 3323 — 585585 5385 *852353
58 5 22253 * — 323 ———
555 — 58 2228 S 3 225558 272.2235 5*5 8232353 55221
55 —A z53 05* 5254335 825583* ** 5355 —A —
782 —— 85 25753533 55 — 27 ——— 58323
83 342 5383333376 8 55 555* — —— — —
58* ———— ——— 32288 32353228 5352338 888 — 2522** 228 3
2538 255 53338* 353535 22 — —— 2 — 535355
2 532325 268 — 22335* 5228* — 232 82 ——
8 Q8 — 3 252537 * S 25 8 582k 22232
55 5527 — 23 3 3333323* 533583 — 238 33358 52883
55 2 3 * z 8
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4 180. — Samstaa— den 17. November *, 1877.
—
Deutsches Reich.

München, 14. Nov. Der Petitionzausschuß hat mit
ilen klerikalen hegen die liberalen Stimmen die Petition des
zayerisshen Volksschullehrer ⸗Vereins um Revisioan des Schuldotations⸗
zesetzes nicht geeignet für eine Erörterung im Plenum erklärt.
seferent war der Abg. Merkle.

München. Nachdem die Bemühungen der liberalen Kammer⸗
raltion, den Frhrn. v. Stauffenberg der Kammer zu erhalten,
jergeblich geblieben sind, hat sie eine Adresse an denselben gerichtet,
porin das Bedauern über seinen Austritt kundgegeben, der Dank
ür die von ihm bisher der liberalen Sache geleisteten Dienste aus
zjesprochen und zugleich die Hoffnung kundgegeben wird, daß er
pater wieder eintreten werde. Der Aufenthalt des Frhrnu. v.
Stauffenberg in Berlin ist vorerst auf ein Jahr festgesetzt.

München, 14. Nop. Die Schülerzahl der in Bayern
estehenden 40 Realschulen im Jahr 1877,78 beträat 7685, gegen⸗
iber der Zahl am Schluß des Vorjahres um 3018 mehr, wobei
noch zu bemerken ist, daß die an die Stelle der seitherigen Gewerbe⸗
chulen getretenen Realschulen im Schaljahr 1877/78 vorerst nur
ünf Curse haben und eist im folgenden Jahre zu sechsklassigen
Schulen erweitert werden lönnen, und daß die Schüler der an
inzelnen Anstalten für das jetzige Schuljahr noch best henden Vor⸗
rurse in die obige Zahl nicht miteingerechnet sind.

Berlin, 13. Nov. Wie von wohlunterrichter Seite ver⸗
autet, beabsichtigt die Reichsregierung mit befonderer Zustimmung
es Herrn Camphausen, die Erhebung bedeutender Retorsionszölle
‚egen Oesterreich, die Wiedereinbringung des Retorsionsgesetzes im
seichstage und die Erhöhung des Weinzolls von 8 auf 0 M.
Ddiese letztere Maßregel soll jedoch nur vorläufiz gegen Oesterreich
mgewandt werden. Zu gleicher Zeit wird in Regierungskreisen die
Frag: der Erhebuug eines Getreide- und Vieh oll 3 lebhaft diskutiet,
»och ist man noch nicht über die ersten Pouparlers hinausgekommen.
jest steht nur das eise, daß bis 1. Januar 1878 sowohl das
zollkartell als auch die zollfreie Leinenausfuhr aus Oeslerreich
ufhört.

Berlin, 14. Nov. Der im Reichs⸗-Justizamte ausgearbeitete
ẽentwurf einer Gerichts Gebühren-Ordnung für das Deutsche Reich
st nunmehr soweit fertig gestellt, daß in den nächsten Tagen der—
elbe den Bundesregierungen zur Kenntnißnahme und zur Infor—⸗
mirunz ihrer Vertreter im Bundesrathe zugehen wird.

Wie man hört, stimmten in der Reichsstempelsteuer-Kommission
ür die in Vors hlag gebrachten Reichsstempelsteuern die Kommissare
zon Preußen, Bayern, Hessen und Hamburg, während die Kom—
nissare von Baden, Württemberg und Sachsen die Minderheit bil⸗
etlen. Als bemerkenswerih mag erwähnt werden, daß ein süd—
euischer Kommissar während der Kommissionsberhandlungen erklärt
aben soll, es sei wohl besser, vorhandene Einnahmequellen des
deichs ergiebiger zu machen, als neue zu eröffnen. Beispielsweise
scheine die Tabakssteuer und der Kaff ezoll einer Ethöhung fähig;
ei der Tabakssteuet lönne eine Mehreinnahme von 22 bis 24
Millionen M. herbeigeführt werden, und ferner würde die Erhöhung
es Kaffezolles von 17 M. 5 Pf. auf 21M., neben entsprechender
krhöhung des Theezolles, sowie die Wiedereinführnug des Zolles
on 1M. 5 Pf. für Mineralbdle der Reichskasse eine Mehreinnahme
on 15 Millionen Mark ohne neuen Aufwand zuführen. Die Reichs-
ommission war nicht in det Lage, auf die von diesem Kommissar
ngeregte Frage näher einzugehen, weil sie nicht das gesamente
seichs Finanzwesen zu erörtern, sondern nur zu p üfen hatte, od
ud in welchem Umfange d'ie Einführupg einer Reichs-Stempel⸗
ad Erbschaftssteuer sich prinzipiell empsehle. Was die positiven
horschläge der Reichs-Stempel neuer-Konmission anlangt, so sind
ie Vota des Bundesraths hierüher abzuwarten. Die meisten Vor—
chläge bleiben vermuthlich unberücksichtigt; auch ist wohl die

Schätzung der finanziellen Ergebnisse der vorgeschlagenen Stempel⸗
Abgaben eine ziemlich willkürliche. Wenigstens gingen, wie man
örf, über diesen Vunkl die Ansichtsen in der Kommission weit qus-

Reinander. Während beispielsweise ein Kommissar die Erlöse aus
dem Spielkartenstempel auf 22/3 Millionen Mark schätzte, reduzirte
ein anderer die Erlöse auf 2 Millionen. Noch augenfälliger ist
die Verschiedenheit der Schätzung der Wechselprotesi-⸗Erlöse; der
Angabe, es we de aus den Protesten eine halbe Million zu er⸗
zielen sein, steht die andere gegenüber, wonach auf eine Einnahme
hon 2 Millionen zu rechnen sei.
NAussland.
Die von der „Montags-Revue“ aufgezählten Bedingungen,
velche Rußland angeblich siellen wolle, wenn die Friedensfrage
nuf die Tagesordnung kommen sollte, als: Abtretung des Paschaliks
»on Erzerum, Vergrößerung Serbiens, Räumung der buigarischen
restungen ?tc., werden, wie aus Wien berichtet wird, selbst in rus—
schen und russenfreundlichen Kreisen desavouirt. So große Trauben
rscheinen selbst diesen doch zu hoch zu hängen und deshalb sehr
auer zu sein. — Von anderer Seite wird versichert, daß nach
tzieltem Erfolge bei Plewna der Czar direkt sich an erster Stelle
in seine zwei kaiserlichen Verbündeten wenden und seiner Geneigt—
seit, einen Frieden schluß zu ermöglichen, klaren Ausdruck geben
verde. Die „gut Informirten“ wollen wissen, daß Alexander der
zweite eine „Mäßigkeit“ bekunden werde, die Jedermann in Er—
taunen setzen werde. Auch Graf Schuwalow soll in den letzten
Tagen neuerlich V.ranlossung genommen haben, den Grafen Derby
»ezüglich Armeniens durch Versicherungen zu beruhigen, daß Ruß—
and nicht d'e Absicht habe, in Asien eine Hallung anzunchmen,
velche Besorgnisse wegen der englischen asiatischen Interessen ein⸗
lößen könnte, — dagegen sucht man in den Blättern, welche rus⸗
sischen Informationen zugänglich sind, fortgesetzt darauf vorzubereiten,
daß die Freiheit der Dardanellen und des Bosporus eine Haupi⸗
fraze bei den Friedensverhandlungen bilden werde.

Die „Pairie“ will über die handelspolitische Stellung Frank⸗—
reichs zu Deutschland, welche in Folge der Krisis, in die die deutsch⸗
zsterreichsschen wirthschaftlichen Beziehungen gerathen sind, dem nächst
in den Vordergrund der Tagesfragen lreten muß, folgende Einzei—
heiten erfahren haben, die, wenn wahr, uns auch einen Zollkrieg
mit Frankteich in Aussicht stellen, da die Wünsche Fraukreichs den
Absichten des Fürsten Bismarck, soweit solche bis jetzt bekannt sind,
»iametral entgegenlaufen: „Frankreich verlangt egenseitigkeit der
Zölle oder eine entsprechende Herabsetzung des Tarifs, den es gegen⸗
wärtig für zu hoch normirt erachtet. Es verlangt, daß die deulschen
und elsäßischelothringischen Weine, welche letzteren nach dem Tarif
»on 30 Centimes pro Hettoliter in bedeutenden Quantität in den
Grenzdepartements Absatz fiuden, höheren Zollen unterliegen odet
daß die Zölle für französische Weine nach Deutschland erheblich
jerahgesetzt werden. Es muß bemerkt werden, daß Deutschland sich
chon zweimal zu einer namhaften Redultion dieser Zolle verstanden
Jat; sie wurden von 60 Francz im Jahre 1868 auf 45 und im
Jahre 1866 auf 20 Francs herabgesetzt. Da ElsaßLolhringen
ind die wenigen sonstigen Weingegenden Deuischlands für eine Be
»ölkerung von 45 Millionen Ein nohnern im Durdhschaitt nur
1,800,000 Helioriter Wein jährlich erzeugen, während Frankreich
»einahe 60 Millionen hervorbringt, so sollite man meinen, daß
unsere Weine, die in Deutschland sehr geschätzt sind, der Bevölkerung
ju mäßigeren Preisen dargeboten uud daß die Weinzölle ohne allzü
zroßen Schaden für die einheimischen Produzenten von 24 auf 8
»der 10 Fraucs pro Hektol ter herabgesetzt werden könnten, wo—
gegen Fraukreich die mit jedem Jahre zunehmende Einfuhr deutscher
und elsaßlothringischer Biere begünstigen könnte.“

—A
Gorlschakoff's inspirirter Artikel einer hiesigen Zeitung erklärh, daß
die Enthaltsamkeitsworte des Kaisers Alixauder (daß er keine Er—
oberungen wolle) vor dem Krieg nur gesprochen worden seien, um
anderen Mächten den Wunsch gach Frieden nahezulegen. Ra ch
»em Krieg und dessen Opfern werde Rußland nicht mehr gebunden
sein. Trotz Enaland und allem werde es beim Friedensschluß uu—
        <pb n="618" />
        leinem eigenen Gutdünlken folgen. Reformen in der Bulgarei
eien nicht mehr ausreichend. Es bedürfe dort einer endgültigen
Regelung. J

Die Ermordung des deutschen Telegraphen⸗Beamten Kaiser
zift, wie vorauszusehen war, von deutscher Seite zu unangenehmen
Borfiellungen bei der Pforte benũtzt worden. Nachdem diese aber
dezuͤglich allet Focderungen als Entschädigung der Fam'lie des
Frmordeten, Bestrafung der Schuldigen ꝛc., nachgegeben, mithin der
deutschen Reichsregierung volle Genugthuung geworden, dürfte der
Zwischenfall als abgethon anzusehen sein. Davon, daß man sich
deutscherseits aus diefem Anlasse bis zu der Forderung verst egen,
z8 sollten die irregulären Truppen vom Ariegsschauplatze entfernt
werden, ist in Konslantinopel nichts belannt.

Immer von RNeuem taucht das Gericht von einer abermaligen
Inthronisfirung Murad's auf. Nuri Pascha, Schwager Murabd's,
si zwar berhaftet worden, seine Partei, die man die „Friedenspar—
ui vennt, jei aber sehr groß und bestehe aus sehr angesehenen
klementen der iürlischen Residenz. Uebrigens scell auch Hamid sehr
friedlich gesinnt sein, und es wird versichert, der Sultan hörte
nicht quf, den Gedanken zu ventiliren, direkte Friedensverhandlungen
mit dem Czaten anzukaüpfen.

Der große Nihiliflen-⸗Prozeß in Petersbur«a nimmt bei
geschlossenen Thüren seinen Fortgang. Nur Vertrauenspersonen
ird der Zutrin in den Gerichtssaal gestattet. Unter den 193
Angeklagten befinden sich 38 Weiber; 12 Angeklagte find beereits
gestorben. Diejenigen, welche dem Gerichts⸗Präsidenten die Antwort
herweigern, werden in das Gefangenen- Transporthaus Obuchow
abgeführt und in contumaciam verurtheilt.
— —

—

Qaiserstautexn, 13. Nov. Wirth Kronenberget von
Enkenbach wurde am 23. August wegen Führung von unerlaubten
Biergläserr ()s Liter) vom Zuchtpoligeigericht Kaiserslutern zu 1
Mark Gelostrafe eventuell 1 Tag Haft verurtheilt und wurde
gleichzeitig die Confiscation der Glaser verfügt. Gegen dieses Ur⸗
heil legte Kronenberger das Rechtsmittel der Nichtigkeitsbeschwerde
heim doersten Gerichtshofe ein, welcher die Beschwerde als unbe⸗
grunder abwies

— Falsche Zwanzig⸗ Marl⸗Stücke, weist am Klauge kennilich,
trculiren gegenwärtig. Vorsicht ist räthlich.

F In Landau ist unlängst eine jun ge Dame in der Bade⸗
anstali, wo sie ein warmes Bad nehmen wollte, um's Leben ge⸗
sonmen. Man fand sie halb entkleidet mit dem Körper auf der
Badwanne und mit dem Kopf im Wasser liegend. Der är tliche
Befund lautete dahin, daß dieselbe wähtend des Auskleidens von
iner Ohnmacht befallen wurde und dann mit dem Kopf in's Wasser
erieth.

Speiler, 13. Nov. Der Pfälzische Sängerkund umfaßt
gegenwärtig 180 Vereine mit zusammen 5019 Sängern. Der
Ausschuß bemerkt in seinem Jahresberichte: „In seinem heutigen
Stande nimmt der pjalzische Sängerbund mit Rücksicht auf das
Jerbalmiß der Sängerzahl zut Bevölkerung, unter sämmtlichen
dandeẽt⸗ und Provincial⸗Sangerbünden Deutschlands die erste Sielle
ein. Wir wünschen, daß auch die innere Kraͤftigung des Bundes,
die mußskalische Leistungsfähigteit der Vereine, in gleicher Weise sich
jort, entwickele. Die Hauptversammlung des Bundes findet Sonn⸗
jag, den 2. Dezember, Vormittags 11 Uhr, in der Baur'schen
Wirtschaft auf der Haardt statt und wird dabei u. A. auch über
in im Jahr 1878 abzuhaltendes Sängerfest Beschluß gefaßt werden.

pPpᷣassau, 12. Nov. Gestern kam nach dem „P. T.“
ein, wie es scheint, seht vermöglicher Bauersinann zut Stadt, welcher
einen Geldsack, enthaitend 2000 bayerische Zweiguldenstücke, dei
fich irug. Gerne wollle et das viele alte Silbergeid gegen jetzige
Münze verwechseln, jedoch scheint man ihm zu wenig für sein altes
Geld geboten zu haben, da er, nachdem er mit dem Geldsacke den
zanzen Tag herumgegangen, Abends wieder in sein Esnkehrgasthaus
Jurücktam. Heute trug der Bauer seine 2000 , Zweiguldenstücke“
pieder heim. Kommen doch wieder zum vollen Werth, meint er.
Doch dies erlebt weder er, noch seine Kinder und Kindeskinder.

—Beim Gewerbegericht in Köln gelangte dieser Tage solgender
Fall zur Verhandlung: Elne Altiengesellschaft, welche in Kalt ih e
Fabtit Etablissements besitzt, bezahlte einem Techniler außer seinem
Gehalt eine Tanlieme von 1 Proz. Nun hat sich herausgestellt,
daß in Folge irrthümlicher Buchung dem Ingenieure die Procente
don rund 420,000 M. im Betrage von 5600 M. zu viel ausbe⸗
ahlt worden sind. Die Direcltion der Aktiengesellschaft hat hierauf
lage auf Rückgabe der zu viel bezahlten Summe erhoben. Das
Vewerbegericht verurtheilte den Verilagten zur Rückgabe, trug aber
dem Kläger auf, binnen 14 Tagen aus den Geschäftsbüchern die
xtthümliche Eintragung nachzuweisen.

In Baͤrmen wurden am 7. November 7 Spezereihänd⸗
ler wegen Verlaufts von verfälschtem Zimmt zu je 30 M. verur⸗
eitt.“ Die Angelschuldigten juchten sich da nit zu entschuld'igen, sie

Vermischtes.

älten nicht gewußt, daß der Zimmi verfälscht gewesen sei. Der
Zoligeirichter erwog jedoch, daß die Händler, wenn fie vom Grossi⸗
en Zimmt beziehen, der pro Pfd. nur 1 M. kostet, wissen müßten,
aß der Zimmt verfälsaht sei, weil reine Waare pro Pfund 6 bis
M. tofte. Nächstens werden sich in Varmen weitere Spezerei⸗
andler zu verantworten haden, weil sie verfälschten Pfeffer, Essig,
zetroltum e. verkauft haben. Auch ist gegen ein Mannheimer
engros ⸗· Handlung, von dir ein Theil des oben erwuühnten Zimmt
ezogen worden ist, eine Untersuchung eingeleitet.

» Ein Satzfehler, wie er wohl in ähnlicher Weise nur
elten von einem Jünger der edlen Buchdruckerkunst ausgeführt
vorden sein mag, hätte beinahe das 5. Heft der von Oito Moser
serausgegebenen Chronik von Leipzig betroffen. Es wird namlich
arin gesagt, daß vie Leipziger Bürgerschaft in eine „angesessene
ind eine Anangesessent“ zerfiel; der Setzer hatte aber daraus eine
„angesoffene und eine unangesoffene“ gemacht. Glücklicher Weise
hurde die vom Korreltor glücklich übersehene Verwechselung dei
der Revision entdeckt.

Im Eisenacher Oberlande hat von Geisa aus die Wucherei
der nach dem modernen Sprachgebrauch die „Halsabschneiderei“
o fiark uͤberhandgenommen, daß man dagegen einzuschreiten für
röthig hält. Der Bejirksuusschuß hat die Regierung ersucht, beim
zundesrath dahinn zu wirken, daß die Wuchergesetze wieder einge⸗
ührt und die allgemeine Wechselfähigkeit beseitigt werde; auch
nöchten die Namen der Wucherer öffentlich bekannt geceben werden,
amit man wisse, ob dieselben ihrre Wucherzinsen zur Versteuerung
angemeldet haben.

— Vor dem Kreisgericht zu Braunsch veig stand dieser Tage
der Dr. mod. Bresgen auf Grund von Gutachten des herzoglichen
Bghysikats und des Ober-⸗Sanitäts Kollgiums der fahrlässigen
tödiung angeklagt. Er hatte einem kleinen Madchen, das furcht-
ar an Stickhusten und auch an Lungenentzünduung hitt, Chloro⸗
orminhalationen verordnet. Nach eiuigen Tagen starb das Kind,
ind es wurde gerichtsseitig eine Settion der Lesche angeordnet.
nus dem weiteten Gange der Untersuchung resultirte die Erhebung
zer erwähnten Anklage. Unfehlbar nun wäne Bresgen auf Grund
er fraglichen Gutachlen verurtheilt worden; er hatte jedoch bean⸗
ragt, daß dieselben auch noch von Berliner Sachverständigen (näm⸗
ich den Geheimen Mediz nalräthen Liman uad Leyden, sowie dem
Brefessor Dr. Liebereich) gep üft werden. Des war nun auch
seschehen und zwar in der Weise, daß die Staatsanwaltschaft nach
Zeriefuug des Berliner Gutachtens nicht einmal den Versuch machte,
zie Anllaäge aufrecht zu erhalten, sondern selbst Freisprechung dean⸗
ragte, welche denn auch erfolgte. Das Berliner Gutachten zerpflückt
die Braunschweiger Gulachten auf das Erbacmungslojeste.

— Menschenfresser in Deutschland. Daß die Deulschen heute
roch es nicht verschmähen, fich gegenseitig aufzufressen, diese Ert⸗
deckung theilt im „Peltit Lyonnais“ ein Franzose seinen Landsleuten
nin. Er erzaäͤhlt nämlich, daß er, um Handels verbindungen anzu—
nupfen, im vergangenen Ma Deutschland bereist habe und auch
nach Nürnberg gekommen sei, wo er sich die Merkwürdigkeiten
hurch einen Lohndiener habe zeigen lafsen. „Eben hatte mir der
Maun“, so erzählt der Franzose, „mit e ner Gleichgültigkeil, als
Jandele es sich um eine Katze, eine Stelle gezeigt, wo ein Apotheker
zinen armen Wöoisenknaben erschlagen hat, als ich, hungrig und
zurstig geworden durch das viele Herumlaufen, ihn ersuchtle, mich
m einen Ort zu führen wo ich zu essen und vielleicht auch zu
rinken bekommen könnte.“ — „Da find wir gerade am rechten
Ilatz“, meinte der Mann, und fuhrte mich in ein ganz nahe ge—⸗
egenes dumpfes Bäßchen, und bald saßen wir in einem unde⸗
reiblich kleinen Zimmerchen hinter einem sauberen Tisch. Ohne
ias pach unseren Bedürfnissen zu fragen, setzte der Wirth, eine
Jerkulische Gestalt mit einem gutmüthigen Gesicht, vor Jeden ein
Hlas Bier. Da ich so viel Deutsch verstehe, um mich über Essen
ind Trinken zu verftändigen, fragte ich den Wirth, was es zu
ssen gebe. Er nannte mir v.rschicdene Wurstarien und dann noch
was, ein Wort, das ich nicht verstand. Ich wandte mich an
neinen Füdrer mit der Bitte, mir das Wort ins Franzöoͤsische zu
ibersetzen. — „Jambon do paysan,, sagte dieser mit der gleich⸗
iltigsien Miene von der Welt. — Enisjetzt nahm ich Reißaus.
der nächsie Bahnzug trug mich von diesen Menichenfressern hinweg,
neinem civilisitlen Vaterlande zu.“ — — Jules Renard heißt
er Mann, dem unser harmloser „Bauernschinlen“ solches Ent—
etzen eingejagt hat.

p Vas Nerztliche Intelligenzblatt“ enthält folgende Corte—
pondenz aus London: Nach e'nem Ausweis der indischen Regierung
ind von November 1876 bis zum April 1877 (beide Monalte
abegriffen) von einer Bewohnerzahl von 1384 Missl'onen (in 9
ungerleidenden Provinzen Ostindiens) gestorben 373,993 Personen
ind' zwat 182,114 derselden an Cholera. Das gewöhnliche Sterbe⸗

naaß ist um 188,945 übers hritten.

pEin Bienenzüchter gIchreibt als Entgegnung auf die
—X
igeades: Die Bienen. denen ein besonders starler Instinkt die
        <pb n="619" />
        tünftige Witterung zu sagen scheint, verllebea in jedem Herbste mehr
der ·weniger die Flugloͤcher mit Klebewachs. Rach meinen Beob⸗
achtungen, und Erfahrungen sind vor einem strengen Winter die
echer. sletz start dertlebt gewesen; im Herbste 1870 .. B. so,
daß nur noch eine einzelne Biene durch die gelassene Oeffnung
schlüpfen konnie. In diesem Jahre ist nicht das Geringste zu sehen
a die Bienenvölker haben sogar noch viele Drohnen, die sonst oft
schon im August abgeschlachtet werd n. Aus dem Allen sdließe
gauf einen äußerst gelinden Winter.“ — Wer wird Recht de⸗
halten ?

fVParis, 11. Nob. Blondin, der wellberuhmte Seil⸗
anzer, zeigt in diesem Augenblicke im Palais de l Industrie seine
ünste. Der Polizeipräfekt Voifin, der gestern seiner Produktion
heiwohnte, ließ ihn aach der Vorstellung zu sich rufen und eröffnete
ihin nach vielen Complirenten wegen seiner erstaunlichen Kunst⸗
jertigkeit, daß er ihn gleichwohl von der reglementsmäßigen Vor—
schrift, nach welcher unter dem Säule ein Rettungsnetz gespannt
sein muß, nicht entbinden könne. — Aber Herr Praͤfekt, entgegnete
Blondin, ich habe so und so viel Mal den Niagara ohne Netz
abecschritien und sollle jetzt ein solches Hülfsmitel anwenden, welches
ich geradezu als eine Schande ansehen müßte? — Es thut mir
leid, aber das Gesetz verlangt es. Ich müß!e Ihnen sonst die
Erlaubniß zu ihren Vorstellungen entziehen. — Dann sollten lie,
entgegnete Blondin ärgerlich, doch noch viel eher ein Netz unter
das RMinesterium Broglise spannen, damit es bei se'nem Falle
nicht den Hals breche.

pEine neue Stadt. Eine anglo' französische Gesell—
schaft hat für 81 Millionen Francs eine ungeheure Strecke Landes
in der unmittelbaren Nähe von Paris — zwischen Colombes, Cour—⸗
heboie und Bezons — angekauft, vum daselbst eine vorläufig auf
10,000 Einwohnern berechnele Stadt zu gründen. Die Arbeiten
für Straßendauten und großartige Wasserleitungen werden sofort
ja Angriff genommen, und die Compagnie läßt 500 zweistöckige
Häuser bauen, welche an die zuerst sich ansiedelnden Bewohner
derkauft oder vermiethet werden sollen. Ein ähnliches Unternehmen,
die Giündung der Stadt Vesinet zwischen Paris und Saint Ger⸗
aeain, wurde vor zehn Jahren von Herrn Alphonse Pallu angeregt
und hat bei der feitherigen Durchführung glänzend reüssirt.

Die diedjährige nordamerikanische Weizenernte ist
nach den in Washinglon eingelaufen Berichten die größte, die se—⸗
mals in den Vereinigten Staaten erzielt worden ist. Im Hafen
von Buffalo lagen am 24. October 100 Fahrzeuge mit über
2,.500 000 Bushel Getreide und 10,000 Faß Weizenmehsl.

fBuenos Aires, 5. Nov. Heute machte das Torpe⸗
doschiff Fulminaute Uebungen in der Nähe von Buenos Ailires,
Daber explodirte aber ein Torpedo und das Schiff sank sofort,
wobei 11 Menschen ums Leben lamen.

pVBom Leberthran. Es giebt kaum ein Mittel in
unserem gesammten Arzneischatz, über dessen Werth und Wirkung
nicht nur bei Aerzten, sondern auch in der Meinung des großen
Publikums so außerordentlich verschiedene, sich geradezu widersprechende
Ansichten herrschen, als der Leberthran. Um zu einem ganz sicheren,
Resfultat zu gelangen, sollte man daher vorzugsweise solche wissen⸗
chaftliche Autorinten reden lassen, deren Erfahrungen sich auf eine
sd große Zahl von Veobachtungen bassiren, wie sie nur die Hospital⸗
hraxis der größten Weltstädte bietet. Nach dem übereinstimmenden
Urtheil solcher Autoriäten Deutschlands und Englands ist nun der
Teberlhran durchaus kein Raditalmittel der Schwindjucht, wohl aber
perbessert er die Ernähtung und vermag daher in der Hälfte der
Falle das Fortschreiten der Krankheit zu verzögern — immerhin
zin wesentliches Verdienst, da in der Zwischenzeit leicht andere
Momente auftreten möchten, d'ie vielleicht ein gänzliches Stillstehen
Fez Krantkheilsprozesses herbeiführen, falls derselbe noch nicht allzu⸗
veit vorgeschritten wäre. Abgesehen von einzelnen mirder wichtigen
otolwirfungen wirkt der Leberthran hauptsächlich durch seinen Feit⸗

dehalt, indem er dem Organissmus ein Nahrungsmittel zuführt, au
pelchem derselbe Maugel litt. Ein wesentlicher Vorzug vor anderen
Feltarten duͤrste ihm wohl kaum gebuͤhren: er steht dielmehr mit
denselben auf ziemlich gleicher Stüfe, was schon der Umstand be⸗
weis't, daß er gewöhnlich auf die Individuen am Wohlthuendsten
wirlt, weiche auch die gewöhnlichen Fettarten gern nehmen; auch
ließen sich bei Solchen, die den Leberihran durchaus nicht nehmen
mochten, durch die Anwendung anderer Fetiarten völlig gleich gute
Resultate erzielen. Unter allen Umständen aber wird der Leberthran,
der in seiner Wirkung die außerordentliche Wichtigkeit des Fettes
für den Ernährungsprozeß so klar darthut, als Unierstüßungsmittel
in der Behandlung der Schwindsucht einen gewissen Werih dehalten,
wenn es auch niemals ersprießlich sein kann, denselben in über⸗
näßig starter Quantität, wodurch er die Verdauung stets beeinlräch⸗
tigen muß, zu verabreichen. Gestützt auf die Erfahrung, daß in
der Lungenschwindsucht eine vermehrte Salzeinfuhr in den Organis⸗
mus wefentliche Dienste leistet, hat man zur Erhdhung der Wirkung,
ganz desonders aber zut Verbesserumg des widerlichen Geschmacks
zes Leberthrans, einen Zusatz von Kochsalz (etwa 10 Prozent) an⸗
gelegentlich empfohlen. Daß das Feit durch den Zusaß von Salz
leichter verdaulich wird, kann keinem Zweifel ünterliegen. Um
nächst dem ekelerregenden Geschmack auch den ost nicht minder
widerlichen Geruch loszuwerden, braucht man zu jeder Gabe von
Febecihran nur einen oder einige Tropfen Anisöl zuzusetzen.
Eingeandt.

Seit dem Jahre 1867 besteht in München der von der kgl.
Staatsregierung genehmigte Pensionsverein Bavaria“ auf welchen
wir, um der großen Vortheile willen, die er seinen Mutgliedern
hietet lier aufmertsam machen wollen. Dieser Verein bietet jedem
Mitgliede bei eintretender Berufsunfähigkeit oder nach zurückgelegtem
55. Lebenziahre und bei seinem Tode auch seinen Hinterlassenen
eine in monailichen Raten zahlbare Pension. Die Größe der Pen⸗
fon richtet sich einerseits nach der Einschreibsumme, welche im
Mindessbelrage auf 360 Mark und im Höchstbeirage auf 2400 M.
estgesetzt ist, und auderseits nach den Jahren der Mitgliedschaft
ind berechnet sich derart, daßs von 5 Mitgliedsjahren an 8/40 der
kinschreibsumme und für jedes weitere Jahr 40 mehr ausbezahlt
derden. Die Wittwe erhält die Hälfte und jedes Kind N15 dieser
Zumme als fortlaufende jährliche Pension. Ueber *4 der Einschreib⸗
umme steigt die Pension nicht. Dit Eintrittsgebühr beträgt A
der Einschreibsumme d. i. so viel als ein Idhres beitrag, wozu noch
z Mart als Beitrag zu den NKosten der Berwallung kommen.
Feder volljährige deufsche Staatsbürger kann unter den statuten⸗
näßigen Boraussetzungen dem Vereine beitreten, darf jedoch zur
Zeit des Beittities das 51. Lebensjahr noch nicht Aberschritten
Jaben, weder krank noch mit einem solchen Gebrechen behaftet sein,
welches auf seine Berufstüchtigkeit einen nachtheiligen Einfluß üben
tönnte. Der grode Vortheil, welchen dieser Verein gegenüber den
Jewöhnlichen Lebensversichernngen gewährt, besteht darin, daß auch
der Ernährer der Familie im Falle eintretender Berufsunfähigkeit
ane Unterstütung erhält; denn darin, daß den Hinterlassenen nicht
in Capitai ĩdas nur zu oft wieder verloren geht) ausbezahlt,
ondern eine foridauernde Pension gewährt wird, endlich darin, daß
die Beiträge verhälinikmähig gering sind. Wenn z. V. Jemand
ils Mitglied der „Bavaria“ jährlich 48 Mark zahlt und nach 20
Jahren derufsunfähig wird, so hat er 960 Mark eingezahlt und
rThaͤlt dafür eine jährliche Pension von 1200 Mark, seine Wittwe
ine solche von 600 Mark. während wenn ein Marn mit 30 Jah—
ren sich in eine Lebensversicherung mit 10,000 Mark aufnehmen
äßt, innerhalb 20 Jahren 3600 Mark zahlen muß und seine Hin⸗
erbliebenen eine Rente von 4225800 artk erhalten.

Statutengemäß önnen allenthalben Zweigvereine des Pensions-
dereins „Bavaria“ gegründet werden und wir sind überzeugt, daß
zei Gründung eines solchen eine rege Betbeiligung nicht mangeln
wird. (Siehe Anzeige.)

Annonoden für folgende Zeitungen:
Zasler Nachriehbten, wolle man zur Verme idung von N rere“ ä⏑ ztets direct richten an Gopfor Journal,
Neue Zurcher Zeitung, -ær σ— J — ⏑ler VFribour, —X
dSehweizer Handelszeitung, ditto Ohroniqueur,
t Freiburg, Oberrh. Lurier,
ẽt. Gamer iinns. Berlin, Mochenschrift des
VFenchatel, Union Labérale, Vereins deutsch. Ingonieureo
Gazetto do Lanusanno. Deutecho Jaed. Zeitung.
Rech nungen
u Jedermanns Gebrauch
n Achtel, Viertel u. Halbe Bogen
sind vorräthig in der
Druckerei ds. Bl.

AFURT a. M.
⸗22 Götheptata æ2.
da genannto Blaàtter ihre Annoncen
ausse-I—α dureh diese Frmaa
—B und vor

— in Munchen an hi⸗sigem Platze

Einladung. —e Siehe „Eingesandi“ — sind

Reflectirende auf Sonntag, den

Zu einer Besprechung über die J 18. November, Nachmitlags 83

Bründung eines Zweiavereins Uhr in den Oberhauser'schen klei⸗
VPensiensbereins Bavaria“ nen Saal eingeladen.
        <pb n="620" />
        Da mein Geschäft bis Neujahr
dahier aufgelöst wird, so verkaufe
ich die noch vorräthigen Waaren
unter dem Selbstkostenpreise
und ersuche ich gleichzeitig Diejenigen, welche
mir noch schulden, um gefl. Berichtigung
Ihrer Rechnungen.
F· Ackermann-
Fuüuͤr Schnupfer!
Aochten grand Cardinal

Mexvers Hand-TLeæiscon
Zuweite Auflage 1870
gibt in einem Bouncd Auesxunft uber jeden Gegen-
ætand der menschklichen Kenntnis und auf Jjede Prage
nack eingm Namon, Begriff, remdivort, Ereinis, Da-
/ tum, eineér Lahl oder Thatsache uενticklichen
BHescheic. Auf ca. 2000 xkleinen Ontavseiten ilber
60, 000 Artikel, mit vielen Karten, Tafeln und Beilagen.
24 Lic ferungen, àâ 60 Pfennige.
IEMubeription in allen Buchhancdlungen. 8
?Pertay des BRibhliogranhiscien Institut;
in Loiuæiu. b
—*
EX—
— ⸗—
S. v. Petler Wagner. 16. Joh.
5. v. Joseph Becker. 17. Ja-
ob, S. v. Jak. Wischan. Sera⸗
hin Sohn von Jatob Porcher.
Maria, T. v Peter Buchheit.
18. Adan, S. v. Joh. Luckas.
Beorg, S. von Jakoh Schmitt.
20. Wilhelm, S. v. Joh. Grell.
datharma, T. v. Nikol. Schäfer.
rudwig Welhelm Johann, Sohn
»on Katharina Keßler. Heinrich,
Sohn von Alexander Mentges.
21. Maria, T. von Johann
Weiland. 22. Anna, T. von
veorç Gehl. Wilhelminga Eli⸗
abetha, T. v. Georg Gehring.
26. Johann, S. v. Ludwig Kuß.
Maria Elisabetha, T. v. Kathu⸗
inn Biermacher. 27. Joseph,
—A
Joseph, Sohn v. Franz Betz.
Nargaretha, T. von Nilkolaus
Deffland. Kathar'na, T. von
Fakob Leonhardt. 28. Heinrich,
—A
y. Dakob Schwarz. Karl Fried⸗
ich, Sohn von Karl Coaturier.
Jakob Johann, S. v. Jakob
Selgrad. Peter, S. v. Georg Con⸗
rud. Gertrauda, T. v Kart Udl.
29. Elisabetha, T. v. Conrad Nau⸗
mann. 30. Joseph S. v. Andreas
Nicola. 31. Anna Maria, Tochter
p. Georg Uhl. Heinrich, S.
bon Johann Karmann.
B. Eheschließungen:
19. Oklober. Jakob Schm'tt
wit Elisatetha Möllendick. 30.
Adam Schmitt mit Apollonia
Danzer.
C. Sterbfälle:
7— J 1. Oltober. Katharina Peters
Auszug —
aus den Registern des Slandes Weber. 3. Annag Mara?8
qmisbezirkes St. Ingbert pro R at, xẽ. v. Dadid Shnesorg.
Monat Oktober 1877 ——
A. Geburten: bdon Johann Weiland. Johann
1. Oltob. Anna Maria, T Albrecht, 60 J. alt, Ehemann
bon Franz Haas. Anna, T. v. von Sabina Feht. 11. Rlolaus,
darl Best. Anna Maria, T. 4*J. alt, S. von Peter Sander.
yon Heinrich Zimmer. 5. Anna Georg, 13 J. alt, S. v. Peter
Maria, T. von Johann Jolly. Jochhum. 16. Wihelm, 2. M.
b. Philipp, S. v. Adau Peters: uilt, S. v. Maria Bohnerth. 19.
heim. Gerkrauda, T. v. Jakob Friedrich Zeyb, 64 J. alt, Wor.
Feichtner. Nikolaus, S. von von Geitrauda Best. 21. Wil⸗
Beorg Schaelzer. 8. Katharina, helm, 1 Jahr 1M. alt, S.
T. v. Ludw. Schumacher. Friedr. ). Karl Hooß. 22. Karolina,
S. v. Heinrich Wittemann. 10. 7 M. alt, T. v. Ludwig von
Natharina, T. v. Ludwig Feicht: Ehr. 283. Maria, 1 J. LM.
ger. Johann Friedrich, S. v. alt, T. v. Peter Kuhn. 28.
Johann Fricdrich Greß. Peter, Anna Clementina 9 M. alt, T.
—AVDDDD
Joseph, S. von Peter Bertzel. 4 J. alt, S. v. Jatob Wack.
sKarolina, T. v. Pet. Siegwardt. Für richtigen Auszug:
LI. Alexander Richard, S. v. St. Ingbdert, 5. Novb. 1877.
Peter Jäcker. 12. Jakob, 8S.“ Der Standesbeamte:
— v. Jakeb Gebhardt. Hifslans, ccuster.

von
Franz Voveaux
0c Un
mpfiehlt zur geneigten Abnahme

Zweibrücker Kirchenbau-Lotterie.
Genehmigt durch Allerhöchsten Erlaß von 19. Juli 1877.
Oeffentliche Ziehung am 3. September 1878.

Ein Haupttreffer M. 40,000.

* 2 M. 20,000.

Weitere Treffer M. 8000. 3500. 2000. 1000. ꝛc. ꝛc.
im Ganzen 10,000 Treffer im Gesammtbetrage von 150,000 M.
IAuf 20 Loose ein Treffer. DB
Das Loos kostet 2 Mark. Bei größ rer Abnahme Rabatt.
Die General-Agentur:
August Schuler B. 5chuler'sche
Kaufmann. Zweibrücken. Buchhandlung.

*

Neu! —
doeben erschien das erste Heft von
Fõrater Haucher
Der
kaufmän. Correspondent in 428prachen
Deutseh — Engliseh — Französieli — Spaniseh
in alphabetisech geordneten Saätzen.
Nebst reichholt ige m Anhang.
2. bedeutend vermehrte und verbesserte Auflage.
Vollständig in 13 dreiwöchentlichen Heften à 75 Pfg.
Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und direct vom
unterzeichneten Verleger.
Per sSchnelle Absat, der ersten Aufsage bürgt
für den Werth des Buches, das vermöge seiner praktischen
hinrichtung selhst dem Ungeübten die Möglichkeit gewäbrt,
einen CorrEGbGn englischen, französischen oder spani-
schen Brief zu schreihen. Für das Studium das beste
Handbureh! — Die aweite Auflage wurde von sprachkun-
digen Fachlenten nicht blos genau revidirt und verbessert,
sondern auch um die spanische Sprache und viele neue Ar-
tikel vermehrt; trotadem fand keino Preiserhöhung Statt.
Die Verlagsbuchbandlung H. Brüd ker in Hamburg.
        <pb n="621" />
        Anzeiger.
Sar St. Ingberror Anzeiger und das (R mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

age) erscheint wöchentlich viermal e Dienstag/ Donuerstag, Sainstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Aus waͤrts mit 15 Pfs. fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Rau. Reciamen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechnet.
— F
431810 Sonntag, den 18. November 1877.
Deutsches Reich.

Münchéen, 13. Nob. Der Petitionsausschuß hat gesteru
die Petition des bahyerischen Vollsschullehrervereins um Revision des
VBoltoschuldotationagesetzes mit allen klerikalen gegen alle liberalen
An
vax der Abg. Lyzealprofessor Dr. Merkle, über dessen Referat un⸗
säglich shaßhafte Sachen erzählt werden. U. A. hat Herr Merlkle
den Schullehrerm späte und wohlhabende Heirathen empfohlen.

Aussand.

In Frankr éilch wird jetzt wieder mehr als je von ener⸗
gischer Forifetzung des Widerstandes, von abermaliger Auflosung
detDeputirtenlammer von Gewalti, von Dietatur gesprochen und
unheimliche Gerüchte: durchichwirren die Luft. Aber mit dem Trotz
wird die Polilik eines großen Landes aicht gemächt. An die Dic-
atur/ des Besiegten von Reichshofen zu denken, ist lächerlich; für
zas absoluie Herrscherthum ides Mannes mit der glücklichen Wunde
on Sedam regt sich keine Hande unden kein Fuß.“ Je! länger die
risis dauert, desto- weniger handelt es sich um den Marschall,
efin mehrrtrittdie Nothwendigleit einer positiven Löfung in den
Botdergrunde Ver Wegedet Gewalt gegen das Land kann“ nur
vetreten· werden int· Namen Napoleon's IV.“ oder Heinrich's V.,
nicht im Namen Mac Mahon's J.

Paris, 15. Novr Heute findet die Wahl von vier lebens⸗
änglichen Senatoren durch den Senat latt. Die Rechte rechnet
zarauf, ihre Candidaten: mit 148 hegen 137 Stimmen durchzusegen.
— Die Ersetzung ves Commandanten von Versailles, General
Villurs, durch, den. General Garnier wird, in parlamentarischen
Zreisen lebhafi besprochen.: Generals Villers hehdtie der Artillerie⸗
vaffe annund, war ulange Commandanti der polytechnischen Schule.
Beneral Garnier machte seine Carriere hauptsächlich in der kaifer—
ichen Garde. * . J

Paris, 15. Nov. Obgleich“ große! Erkeguug“ in Paris
Jerrscht, so ist die Stadt doch äußerlich vollstundig ruhig. Unge⸗
achtet der militärischen Maßregeln, die man ergriffen, und der
wüthigen Rede von Fourtou dauern die Benms hungen, um Zeinen
Beraleich: zu exzielen /doch ort uind bleiben nicht vhne Antlalig im
Elysee. Letzteres ist dem Urstande zuzuschteiben, daß die Konsti—
utionellen des Senats, wie es heißt, die Widerstands⸗Ideen des
Elysee nicht weiter unterstiißen wollen. Jedenfalls hat sich Herzog
Audiffret⸗Pasquier (der Senats⸗Prasident) mit größter Entschloffen⸗
Jeit gegen das Vetfatren des Elhysees' ausgesprochen'und' erklärt,
zaß er seine Entlaffung nehmetn werde, falls das Elysee dem Willen
ꝛes Nandes deine Rechnung iragen wolle.

In der heuttgen Senatssitzung wurden vier Senatoren gewählt.
Das Ergebniß der Abstimmung war folbenden: 281 Abstimmende
also absolute Stimmenmehrheit 141. Chabaud' Latout rleanist)
rhielt 152, Grefuhle (Orleanist) 149, Luciet Brun CLegitimist)
248, Grandperret (Bonapartst) 141 Stimmen.! Es Lunlerlagen
Dittor Lefranc (Kepublikaner) 137, Alfred André 186 Jaurreguti⸗

verry (Republikaner) 181, Allon (Kepublikaner) 130. 558

Lomdonz 15. Nov. Der“, Daily-Telegraph“ meldet autß
Perazu Die Pforte würde unter günstigen Bedingungen direkt mit
Rußtand Frieden/schließen. — Aus Erzerum kommen befriedigende
Nachrichten. Mehened Pascha, den man für verloren hielit, ist mit
einer ganzen Mannschaft' dort angekommen. Muchtar Pascha er⸗
lärt, Erzerum bis auf den letztenMonn balten au wollen.“
Vermischtes.

f Die „Zweibrücker Zeitung“ bringt aus München 10. Nob.
iachstehende · Mitiheilung: „Es ist jüngst eine Nachricht durch die
zeitungen gegangen ‚ wonach der Sitz der künftigen Oberlandes⸗
zerichte von adem Ministerium — bereits bestimmt und die
Stadt; Speyer als für das kürftige pfälzische Ober⸗
andesgericht gewählt worden sein soll. Eine solche Combination
herräth einen großem Mangeb an Kenniniß der localen und sonstigen
nn dieser Frage maßgebenden Verhältnisse. Zweibrüdkeen ist feit

liber 60 Jahren der Sitz des Appellhofes, und vor 7 bis 8 Jahren
st das Justizgebaude daselbst, eines der schönsten im ganzen Koͤnig⸗
reich, mit großem Kostenaufwand gebaut worden. Speyer hat kein
docal für ein Obergericht, das Regierungsgebäude bietet kaum Raum
jenug für die dortige Behörde. Es muüßte also ein neues Justiz
jebäude aufgeführt werden, und daß die Kammer, selbst wenn ein
olches unseres Erachtens ganz unreifes Project in Erwägung gezogen
verden sollte, von vornherein ein bezügliches Postulai abwerfen
vird, darüber dürfite wohl Niemandem bei ruhiger Ueberleguug ein
Zweifel bleiben. Im Uebrigen wird, davon sind wir uüberzeugt die
Absicht aller derjenigen Justizmänner, welche uit den bezüglichen
Lerhältnissen in der Pfalz vertraut sind und sich entschieden in
Betreff der Gerichtssitze fuͤr den gegenwärtigen Zuftand aussprechen,
nuch in den entscheidenden ministeriellen Kreisen durchdringen und
war nicht blos im Gefammtinteresse der Pfalz und de: Gerichts⸗
haten, sondern quch im eminenten Interesse der Staatstasse Man
vird daher wobl thün, die bezüglichen Nachrichten, welche manhhmal
iber auch absichtlich verbreitet werden, mit aller Vorsicht aufzu⸗
iehmen — *
In Kaisers lautern findet beute Sonniag 18.Nob.
m Gasthos zum Karlsberg eine Versammlung pfälzischer Frannlwein⸗
brenner statt, um sich über Maßnahmen gegenüber dere beabsfichtigten
TFinführung des Malzaufschlages in der Pfalz zu berathen ··
.Grüunstadit. Der Stadtrath beschloß die Errichtung
iner Fleisch⸗Freibank und nahm außerdem die Errichlung eines
dädtischen Schlachthauses in Aussicht. ννα ια
fMänchen, 14. Rov. 4 Der Kommandeur des 1. In⸗
anterie-Regiments, Herr Oberft v. Gropper, hat um Verseßung in
en Ruhestand nachgesucht. Bis Ende diefes Monals stehen wie
nan vernimmt, zahlreiche Beförderungen in allen Chargen der Armee
zu erwarten. z ra 33
tMünchen 14, Rov. Genrrolmajor v. Mud. Komman-
deur der 8. Infanteriebrigade: wurde zur 5. Infanteriebrigade
versegt.“ v,

.Eing Milion Berisem a rken. Eine zunge hübsche Dame

in — —— in einer Gefellschaft die Behauplung auf sir
volle bis zum I. Jatjuar 1878 es zu Stande bringen/ eine Mil⸗
ion. Briefmarsen zu sammeln. Kein geringes Unternehmen im
Monat August !Ein reicher Cavalier formie aus der Aeußerung des
Fräuleins eine Weite uud verpflichtete sich gleichzeitig „n wenn bei
Ablauf. der festgesetten Frist die Meillion volnähüig ser der Dame
ꝛinen prachtvollen Concertflügei von Böͤrsendorfer hur Verfügung
u stellen. Die griginelle Wette drang auch zu den Ohren der
Desterreichischen Erzherzoginnen Elisabeth und CThristine umnd unit
»em ganzen Aufgebot von Feuereifer und liebenswürdiger Bered⸗

amkeit wußten die beiden Damen in ihren Kreisen für die Sache
ju interessiren, so zwar, daß nach ihrem dreiwöchenilichen Aufent⸗

jaltt in Gmunden daselbst gewiß in keinem Hause und keiner Hütte
nehr eine gestempelte Briefmarke zu finden war. Erzherzog Franj
dartez. B. um einen Begriff von den riesigen Beittägen zu geben,
zrachte gelegentlich seines letzten Versuches über 60,000 Stuͤck Grief⸗
narken wohlgeordnet und gezähli. Jede Dame, die zju einer Soiree
oder einem⸗Concert bei der Frau Erzhenzogin Glijabeth geladen

var, trug ihr Padet Briesmarlen, nebst Facher und Sacktuch in

der Hand.Wahrscheinlich participitten noch biele andere eifrige

Pitwirkends an. dem Gelingen des Unternehmens, denn es ist

Thatsache, daß Ende Ockober bereits 900, 000 Stiick Briefmarlen
der Erlbsung oder beflügelten Einlssung barrten, wovon ein Driti⸗

theil aus den Händen der beiden Erzherzoginnen kommt.

Der Bankbeamte Häring in Stettin, der 66,000 M.
ntwendete, lam damit bis nach New⸗Yock; als er da an's Land
lieg, begruͤßte ihn die Polizei und begleitete bn in's Gefängniß,
vo ihm die 61,000 M., die er noch bei sich hatte, abgenommen
ourden. Die Bank in Stettin läßl sich das Geld schicken, den
ingetreuen Beamten aber laufen, da seine Auslieferung zu viei Geld ⸗
osten wöoöüde
        <pb n="622" />
        ODresden, 18. Nodb. Am 18. September sandten
einige hier lebende Magdevurger einen Begrüßungsbrief an ihren
ehemaligen Landsmann Charbes Detroit, jetzigen Pascha Mehemed
Ali nach dem Kriegsschauplatz. Dieselben daben folginde Antwort
rhalten:

Konstantinopel, 9.21. Ociober 1877.
Meine geehrten Herren Landsmänner!

Herzlichen Dank für ihren werthen Brief vom 10. September.
— So lange ich das Obercommando an der Donau hatte, fehlte
s mir an Zeit, Ihnen zu antworten. Doch besser spät, denn gar
nicht an diejenigen denken, die sich für uns intcressiren. Hier in
Zonstantinopel hat man es sehr bald eingesehen, wie sehr man sich
bei meiner Abberufung übereilt hatte. Man dat mir jetzt das
Dbercoamcommando in Bosnien, Novibazar und der Herzegowina
gegeben. Ich ditte Sie, mir Ihre woblwullenden Wünsche mit
auf den Weg zu geben.
Hochachtungs voll
U Mehemed Ali.

24 Um dem Publeium die Reclamationen über verlotenes
Zandgepäck oder sonstige in den Wartefälen oder Eisenbahnzügen
urückgelassene Gegenstände zu eileichtern, wird auf allen Bahnen
Deutschlauds ein gleich⸗s Formular eingeführt, das auf jeder Station
am Blletschalter in Vorrath zu halten, auf Verlangen an Recla⸗
naunten gratis abzugeben und nach entsprechender Ausfüllung bezw.
Abänderung im Dienst zu eouvertiren und der Direction einzuseuden
ist. Die Ausfüllang und Abänderung dieses Reclamationszettels
zat durch die betreffenden Parteien felbst zu erfolgen, jedoch haben
zie Beamten darauf zu sehen, da solkes möglichst correct gefchehe,
damit für die Einl itung der Recherchen dit nöthigen sicheren An⸗
Jaltspunkte aus dem ausgefüllten Formulare hervorgehen.

J Aur die Redaction verantwortlich: J. X. Dem⸗es.

Vrber relwer⸗

Im Inseratentheile unseres Blattes finden unsere verehrten Leser und
chönen Leferinnen wiederum, wie alljährlich, die Empfehlungen der weltbe⸗
Ahmlen Spielwerke von hertn J. H. Helier in Bern. Derselbe liefert
dieje so allgemein beliebten Werke in einer geradezu staunenerregenden Voll⸗
wommenheit, wir konnen daher Jedermann nicht warm genug empfehlen, sich
tin Spielwerk anzuschaffen, und bietet die bevorstehende Weihnachtszeit die
schonste Gelegenheit hierzu; kein Gegenstand, noch so kostbar, ersetzt ein
oiches Weri.

Was kann wohl der Gatte der Gattin, der Bräutigam der Braut, der

Freund dem Freunde Schoöneres und Willkommeneres schenlken — Des
enigen in vorgerücktern Jahren vergegenwärtigt es glücklich verlebte Zeiten;
z iröstet den unglüslich Lieben den; es klagt, lacht und hofft mit ihm; dem
zeidenden, dem Kranlen gewährt es die angenehmste Zerstreuung; dem Ein—
amen ist es ein treuer Gesellschafter, eßs erhöht die Gemuthlichleit der langen
Winterabende im haäuslichen Kreise u. s. w

Hervorheben möochten wir noch ganz besonders die nur zu lobende Idee
bieler der Herren Wirthe, die sich ein solches Werk zur Unterhaltung
hrer Gäste angeschafft. Die gemachte Ausgabe hat dieselben, wie uns von
nehreren Seiten bestaͤtigt wird, nicht gereut; es erweist sich somit auch deren
zxraltischer Nutzen auf's Evidentesie und möchten wir allen Herren Wirthen
rathen, sicht ohne Säumen ein Spielwerk anzuschaffen, da die Gäste steis
dahin wiederkehren, wo ihnen eine solche Unterhaltung geboten.

Wir bemerken noch, daß die Wahl der einzelnen Stucke eine ganz fein
zurchdachte ist; die neuesten, sowie die beliebtesten älteren Opern, Operetten,
Tänze und Liebder heiteren und ernsten Genres finden sich in den Heller'schen
Werken auf das Schönste vereinigt. Kurz, wir können keinen aufrichtigeren
ind wohlmeinenderen Wunsch an die geneigten Leser und Leserinnen unseres
Blattes aussprechen, als den, sich recht bald in den Besitz eines solchen Spiels
verkes zu setzen; reichhaltige illustrirte Preis⸗Courante werden Jedermann
ranco zugesandt.

Qix Wie wir vernehmen, werden von Handlern gewöhnlich andere
WBerle fur Heller'sche angepriesen; jedes seiner Werke und Dosen trägt seinen
anen: alle anderen find fremde, auch diejenigen mit geschriebenen
amen.

Wir rathen Jedermann, fich direkt an das Haus zu wenden.

Jlunste irte Irauen e ung. Irceis vierteljarlich M. 0 Pf.
Ddie neuesfte Moden⸗-Nummer (AA) erthält: Gesellschafts, Prome⸗
iaden⸗ und Ball⸗Toiletten nebst BlumenCoiffüren, Umhang⸗ und Mantillen⸗
ucher zu Ball⸗ oder Gesellschafts⸗Toiletten, Paletots, Hüte, Morgenhauben,
daßschürzen, Unterrock, Kragen und Manschetien. Prinzeßkleider für größere
Maͤdchen, auch Anzuge, Hute und Schurzen für kleinere Mädchen. Schutz⸗
necke für ein Billard, Marktnetz (Filet); Kaffebeutel (Strickarbeit): Rücken⸗
issen (Kreuzstichstickerei); Flaschenkorb (Waldmosaik): Ueberzug für einen
Värmsiein. Wiegen⸗ oder Schlafdecke, Taschentuchbehälter, Notiz⸗ oder Visiten⸗
arienbuch. Krageneden mit Kreuzstich⸗ und Wirksiichsticerei. Spitzen, ge⸗
äkelt und gestrickt, auch in filet antique und Tülldurchzug. Grundmufter
us Zackenlihße und Mignardise. Vorduren zur Verzierung von Tischwäsche,
dandlücher ꝛc. ꝛc. mit 683 Abbildungen und einem Ertrablatt (Altdeutsche
einenstickerei), ferner ein colorirtes Modenkupfer. — Die neueste Umte r⸗
altungs⸗Nummer (42): Zur Geschichte von Burger's erster Ehe.
dach neuen handjchriftlichen Quellen von Adolf Strodtmann. —
luf der Concert⸗Reise. Eine Musiker-⸗Novelle von H. Ehrlich. Gort⸗
etzung.) — Im Baselerhofe. Von Auguste Scheibee. — Die Stern⸗
hnuppen. Von Dr. Herm. J. Klein. — Verschi denes. — Wirih⸗
chaftliches. — Briefmappe. — Frauen⸗Gedenktage. — Ferner solgende Ilu⸗
ationen: Bürger's erste Frau, Dorette Leonhart. — Bürger's Molly,
Auguste Leonhart. — Die Toiletie der Indianerin. Bon C. M. Be⸗le.
— Vor der Verlobung. Von W. Roegge.

—
Licitation.
Mittwoch, den 53. Dezem⸗
bder nächsthin, Nachmittags 3 Uhr
zuu Rohr bach bei dem Mit⸗
erben Jakob Wagner wird
die nachbeschriebene, zur Göter⸗
zemeinschaft der in Rohrbach
derlebten Eheleute Peter Wag:
ner, weiland Ackersmann und
atharina Neetenwald ge⸗
hoͤrige Liegenschaft im Orte und
Banne von Rohrdbach der Ab⸗
heilung wegen öͤffentlich an den
Letzte und Meistbietenden in
xigenthum versteigert, nämlich:

Pl.⸗Nr. 96. 9 Dez. Flaͤche,

Wohnhaus mit Scheuer,
Stall, Hofraum und Zu⸗

gehör nebst 0

Pl.⸗Nr. 897. 15 Dez. Garten!

in den Bodsgaärten.

Das Ganze gelegen im Orte
Kohrbach auf der Schlawerie
neben Ludwig Haberer und Jo⸗
hanu Keßler.

Figenthümer sind:

12. Joseph Wagner, Bergmann.

2. Maria Wagner, Ehefrau
pon Peter Würßz, Bergmann.

3. Wendel Wagner, Berg⸗
nann.

4. Elisabetha Stolz. Wittwe
oon Jakob Wagner, im Leben
Bergmann, diese gesetzliche Vor⸗
nunderin ihrer minderjaährigen
Tochter Maria Wogner.

5. Jakob Wagner, Sohn 1.
Ehe von Peter Wagner und

Bekanntmachung.
Die Anlieferung von 3.
30,000 Kilogramm Rüböl
für die königl. Grube St. Ingbert, und
2000 Kilogramm Rüböl
für die königl. Grube Mittelberbach
pro 1878 soll im Submissionswege an den Wenigstnehmenden ver⸗
geben werden.
Die Offerten sind verschlossen und gehoͤrig bezeichnet bis zum
24. November 1877, Nachmittags 2 Uhr,
bei dem unterzeichneten Amte einzureichen, woselbst auch die Liefe⸗
eungsbedingungen eingesehen werden koönnen.
—A
Kgl. Bergamt St. Jugbert:
—A
Frucht- Brod⸗ und
Fleisch⸗Preise der Stadt
Zweibrücken vom 15. November.
Weizen 11 M. 35 Pf. Korn
08 M. 56 Pf. Getste 2reihige
O M. — Pf. Gerste Areih.
7 M. 30 Pf. Spelz 6 M.
36 Pf. Hafer 6 M. 41 pf.
deu 2 M. 40 Pf. Stroh 2
M. 20 Pf. Kartoffeln 2 M.
30 Pf. Weißbrod 190 Kilog.
55 Pf. Kornbrod 3 Kil. 77, 2 Kil.
352 Pf. ditto 1 Kilo. 26 Pf.
gemischtbrod 8 Kilo. O M. 94 Pf.
Zaar Weck 100 Gramm 6 Pjf.
dindfl. 1. Qual. 66 Psf. 2.
Zual. 60 Pf. Kalbfl. 60 Pf.
hamfl. 60 Pf. Schweinefl. 60
f. Butter 1M. — Vi. per Pf.
Redaktion Druck und Verlag von J. X. Demeß in St Ingbert.
Si⸗u Alluctriv*4 Soοαι—αα Dr. AT.
        <pb n="623" />
        St. Ingberker Anzeiger.

der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

age) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Aboune mentspreis beträgt vierieljahrlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfq., von Aaswärts miit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
—I Dienstag, den 20. November — 1877.

Deutsches Reich.

Aus Bahyern. Das vom Gewerbeverein Kaiserslautern
im Auftrage des pfälzischen Gewerbevereinsverbandes an die bahe⸗
rische Staatsregierung eingereichte Gesuch um Einführung des Insti⸗
uts der Fabrikinspektoren in Bayern ist vom Ministerium abschlägig
beschieden worden, „weil vom Reichstage die Revision der gesezzlichen
Bestimmungen üdbet die Arbeiterverhältnisse in Anregung gebracht
worden und in Folge dessen im Reschskanzleramte der Entwurf
ꝛines Fabrkzesetzes in Vorbereitung begriffen sei.“ Uebrigens habe
die kgl. Regierung, so heßßt es in der betreffenden Regierungsent⸗
chließung weiter, verschiedene Maßregeln zur Sicherung des Voll⸗
zuges der bezüglichen gesetzlichen Bestimmungen theilweise in Aussicht
genommen. Diese besonderen Vorkehcungen bestehen darin, daß
Seitens des ereismedicinal⸗Referenten, wenn möglich unter Assiftenz
zes pharmaceutischen Migliedes des Kreismedicinal-Ausschusses,
gelegentlich der alljährlichen Revistonen der bezirksärztlichen Geschafts⸗
sührung jedesmal auch eine Besichtigung der Fabr ken stattfinden
und daß den Kreisschulinspecktoren die besondere Auflage gemacht
werden wird, dem Vollzuge der 88 127 — 131 der Gewerbeordnung
lüber die Befchäftigung jugendlicher Arbeiter in den Fabrilen) ein
desonderes Augenmerk zuzuwenden.

Münnchen, 17. Nov. Der an die Kammern zu bringende
Hhesetz⸗· Entwurf den Bau von Esenbahnen betr. wird in den
näͤchsten Tagen im Staatsrathe zur Etledigung gelangen.

Maäanchen, 18. Nov. Mit dieser Woche näuft die Dauer
der Sitzungen des gegenwärtig versammelten Landtages ab; dem
Vernehmen nach soll eine Verlängerung desselben auf weitere sechs
Wochen eintreten.

Köln, 18. Nopy. Der „Kölnischen Zeitung“ wird von
Beclin unterm 17. November berichtet: Die am 14. Nobember
hier erfolgte Unterzeichnang einer Haudelskonvention zwischen Deutsch⸗
land und Rumänien macht unter den gegenwärtigen Umsländen
einiges Aufsehen. Dieselbe soll, wie man hört, auf dem Grundsatz
gegenseitiger Bewilligung der Rechte der meistbegünstigten Nation
heruhen. In der Form soll die Anerkennung Rumäniens als eines
selbsiständigen Staates irgendwie vermieden sein. — Man wäre
aljo über die idenlische Erllärung der Nordmächte in Konstantinopel
dom 20. Oktober 1874 vorerst nicht hinausgegangen. — Trotzdem
wird der Vorgang mit Rüchsicht auf die letzten Ereignisse v'iel
kesprochen.

Graf Hermaun v. Arnim wird gegen das Erkenntiniß, welches
die über ihn wegen Beleidigung des Fürsten Vismarck verhängte
dreimonatliche Gefängnißstrafe auf 4 Wochen ermäßigt hat, die
Nichtigkeitsbeschwerde nicht einlegen, vielmehr demnächst die Straf⸗
jaft in Plotzensee antreten. Nichtigen Einreden hilst auch keine
Nichtigkeits-Beschwerde.
Ausland.

Wien, 18. Nov. Die hochoffiziöse „Montagsrevue“ sagt
n einer Besprechung der montenegrinischen Ftage: Auch die Er—
derung der jezt vom Fürsten Nikita belagerten Festung Antivari
onne der künftigen Abgrenzung Montrnegros, wie dieselbe bisher
kuropa als Maximum des zu bewilligenden Landerwerds sei, nicht
dorgreifn. Montenegro falle in die Machtsphäre Oesterreichs.
dieses dürfe die Ostkuüst: des einzigen ihm erschlosienen Meeres
reiner thatsaͤchlichen oder doch moralischen Oberherrschaft nicht ent—
siehen lassen und müsse jedenfalls die Herrschaft unverkürzt behalten,
welche es bis jetzt in der Adria-ausgeübt.

Paris, 17. Nov. Der definitive Rücktrilt des Ministe⸗
tiums Broglie Fourton bestätigt sich. D'e Verhandlunzen bewegen
ich dem Vernehmen nach zunächst um die Herstellung eines unter
der Aeg'de des rechten Centrums zu bildenden, lediglich aus Ge⸗
däftsmännern und Nicht ⸗Parlamentatiern zusammengeseßlen Kabinets.
Schon ist folgende Lste in Umlouf: Conseilpräsident: General v.
Chabaud⸗Latour; Krieg: General Douai oder Genertal Rochebouet;
Marine; Admital Roussin; Justiz: Pelletier, Rath am Kassalions
hofe; Inneres: Weiche Präsell des Nord; Departementis: Handel

Ozenne, Generalsekretär im Handelsministerium; Aeußeres: Lefeb⸗
vre de Behaine; Finanzen: Fare, Generaldirektor der Forstver⸗
waltung.

Paris, 18. Nov. Der „Moniteur? meldet als feststehend,
daß am Dienstag das Amtsblatt die Annahme der Demission der
Minister seitens des Marschall Präsidenten mittheilen werde. Dem⸗
elben Blatt zufolge herrscht in der eonstitutionellen Gruppe des
Zenats, obschon dieselbe immer noch schwanke, doch die Ansicht vor,
naß der Marschall-Präsident bei der Bildung des künftigen Mini⸗
teriums bis zum linken Centrum gehen fsolle; der Marschall scheine
ber nicht geneigt, diesem Rath zu folgen.

Konstantinopel, 18. Nov. Einem amtlichen Tele—
zramm zufolge besichtigte Mehemed Ali Pascha die Festung Nisch
ind traf am Freitag in Sofia ein. Eine russische Ahtheilung, die
orübergehend Berlowatz besetzt hatte, mußte sich wieder zurüchziehen,
iachdem die Türken Verstärkungen herangezogen hatten.

Petersburg, 18. Rov. Amtlich wird aus Werankaleh
yon heute gemeldet: Kars ist heute erstürmt worden. Gestern
Atend 9 Uhr hatte der Kampf begonnen, der heute Morgen 8 Uhr
eendigt war. Ueber die Trophäen sowie über die Derluste der
kassen ist noch nichts bekanni.
Rermischtes.

7St. Ingbert, 19. Nov. Die auf gestern im Ober⸗
haufer'schen kleinen Saal anberaumte Versammlung hat, obschon
chwach besucht, ihren in Aussicht genommenen Zwed erreicht. Nach⸗
yem die Statuten des Pensionev:reins „Bavaria“ verlesen und
ingehend besprochen wo den, haben über 60 pCi. der Anwesenden
ofort ihren Beitritt erklärt, und ist in Folge dessen das Bestehen
»mes Zwe' grereines dahier zur Wirklichteit geworden.

FPirmasens, 17. Nov. Wie uns so eben mitgetheilt
vird, hat ein seit einigen Jahren schwedenber interessanter Prozeß
etzt endlich seine Erledigung gefunden, und zwar nicht durch richter⸗
iches Urtheil, sondern durch das Nachgeben des Beklagten. Vor
wei Jahren hatte beim Pferderennen in Zweibrücken ein gewisser
duhn von Mör heim beim Trabrennen von in der Pialz gezuͤchteten
Pferden den ersten Preis errungen und beim Auszahlen des Preises
vedungen ermaßen eine Anzabl Loose an Geldesstatt erhalten. Auf
ines dieser Loose fiel als Gewinn ein Pferd. Nachträglich stellte
s sich aber heraus, daß Kuhn betrüglicherweise sich ein nichtpfäl—
isches Pferd erborgt und es für sein eigenes ausgegeben hatte.
kuhn erhielt für diesen Beirug eine Gefängnißstrafe und das An⸗—
echt auf den ersten Preis wurde dem nachstfolgenden Preisträger,
Schopfer von der Pelzmühle bei P'rmasens, zuerkannt. Schopfer
eunspruchte nun aber außer dem Geldbetrage auch das mit dem
an Geldesstatt erhaltenen Loose gewonnene Pferd, das ja mit dem
tsten Preise ihm auch zugefallen wäre. Bis setzt schwebte der
Streit und er sollte an 22. ds. vor dem Bezirksgerichte in Landau
um Austrage kommen; da zog der Beklagte Kuhn es vor, bei
Arvokat-Anwalt Mahla in Landau 978 M., den Werth des Ge⸗
vinnstes, nebst den erlaufenen Kosten für Sgopfer zu hinterlegen
ind so dem Proceß ein Ende zu machen. (P. A.)

Von der Pfrimm, 18. Nov., meldet die „Sp. Ztg.“:
Bei der gestern und vorgestern abgehaltenen Treibjagd des Herrn
Holsen in Zelt, zu welcher eine zahlreiche Schützengesellschaft, mit⸗
uinter aus weiler Ferne zusammengekommen war, wurden am ersten
Tage 350, am zweiten 305 Hasen erlegt.

t. S!. Johann, 19. Nov. In heutiger Polizeigerichts⸗
itzung 'wurde ein pfäl zischer Hofqutsbesißer, welcher jahre⸗
anqg schon gewässerte Milch hierher gelieferr hatte, zu 100 M.
Veldbuße oder zu entsprechender Haft verurtheilt.

ienstesnachrichten.

Polizeianwalt Seb. Zürn von Otterberg wurde zum Land⸗
zerichtschreiber in Rockenhausen und Polizeiarwalt Karl Hemmer
nn Kusel zum Landgerichtschreiber in Dahn ernannt.

Die prot. Pfarrstelle zu Reichenbach ist dem Pfarramtskandi⸗
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        daten W. E. Fitz aus Kaiserslautern, die protestantischei Prarrstelle Lehramtskandidat MeRegnault aus Spehyer als Assistentsfür die
u Carlsberg · dem Pfarramtskandidaten uKe Eiler Pon Hornbach wathematisch · physikali schen Disripfmen bergegebhen.
herliehen wordenn. — fir die Kedaction verintworttid G. x. Dem t
Wir moen herdurc auf die im heutigen Blatte ssehende Annonce der
herren Kaufmannund' Simon, in Ham burg befonders aufmerksam.
z8 handelt sich hier um Original⸗Loose zu einer so reichlich mit Haupt⸗ Ge⸗
binnen ausgestaleten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine recht
ebhafle Beiheiligung voraussetzen laͤßi. Dieses Unkernehmen verdient da s
oll. Vertrauen, indem die bessen Staatsgaramtien gebptenn stnd und au ch
orbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung
jahlreicher Gewinne allseits bekannt ist.

Die än der Kreistealschule in Augsburg erkedigie Hitfslehrer
stelle für deutsche Sprache Geschichte und Geographie wurde dem
Jeprüften Lehramtskandidaten und dermaligen Realienlehrer am
Zzertoloiy'schen Handelsinstitut zu Frankenthal, . Simmet aus
Freinsheim, übertragen

Dem, Realgymuastum in Regensburg. wurde dir veprüfte

— —

Den geehrten Frauen
hier und Umgegend
die ergebene“ Anzeige, daß, nach⸗
dem ich· die nöthige Ausbildung
genofsen und geprüft, meine Dienste
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Die vVortheissafte Finrichtungdes nenen Planes ist derart, dast
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Iinne zur sicheren Entscheidung kKommen, darunter befinden X
dJaupttreffer von eventuell R.M. 375, 000 speciell aber
evann ⁊ ewinn 200
Jewinn — M. .3,000 '3, 20 Gewinne à m. 10, 000
ewvinn äa “ 29,00083 6ewinne a MA. 8S000
Jewinns 000 27 Jewinno M. 3000
Jewinn 000 72 Gewinne a V. (000
Jewinn 00 200 Gewinne 41] 400
ewinus 900 410 Gewinne à . 200

ewinre 200 2621 Gewinne a U. S00

Jewinnea 300 706 Gewinne a A. 230
Jevwinne u X. 0,000 25, 638 Gewinne a U. 138

Gewinno æ M. 158,000 ete. te.

Die Gevinnrieungen cind planmässig amtlick festgesellt.

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aranbirren Geld·Verldosung koster ·

o Iganaes- Original⸗Loos nur Mark 6

94 1 Balbes »* 2 „3

F 1 riertel . IL

Allo Auftrũgeé werden sofort gegen TFlnsendunge, Posteinzahßhung
der Nachnainne des Betræages mit der grösston Sorgfalt ausgeführt
mà serhült Jedermann von uns dio mit dem Staatswappen versehenen
driginal⸗Loose selbst in Händen. F J

Hen Besteliungen werden die orforderlichen amtlichen Pläne Btx
is sinct und nach jeder Ziehung sewden wir unseren Interessenten
maufgefordert amthehe Lissten-

Vis Auscahlung der Gewinne“erfolgt stets prompt unter Staatꝶ-
ꝓarantis und, kKann dureh directe Dusendungen oder anf Verlangen der
Ateressenten dureh unsere Verbindungen an allen grösseren Plätzen
Deuiachlands veranlasst werden..

Ansere Colleote war stets vom Glũücke begũünstigt und s sieh
lieselhe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der
sten Haupttreffer zu erfreuen, die den betreffenden Interescenten
lirect ausberahlt wurden. U

ichtlieh kann bei, einem sdlehen auf der koldesten
Rasraꝰgegrundeten Vmernehmen üherall auf eine sehr rege Bethei-
igung mit bestimmtheit gerechnet werden, und bitten vir daher.
um alle Auftrüge aussuhren z2u können, uns die Bestellungen baldigst
ud jedensalls vor dem 820. Novem her d. J. 2ukommen zu lassen.

Kaufmann&amp; dimon,
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und Anlehenslooso.
P. S. Wir danken hierdurch für das uns seither geschenkte Vertrauen

7 umnä indem wir bei Beginn der neuer Versoosung ꝛur Bethöeili-

gung einladen, werden wir uns auech fernerhin bestreben, dureh

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unserer geehrten Interessenten zu erlangen. D. O.

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55 2552* 13 27582 2 553 27 5333
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        St. Ingber ler Anzeiger. —

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Eer St. Jugberter Anzeiger und das (Zmal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Eeie⸗

age) erscheint wöchentlich viermal; Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis betragt vierteljährlich

Wark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschriit oder derer Raum. Recla men
mit 30 Pfqg. pro Zeile berechnet.

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183. Donnerstaa, den 22. Movember 1877.

Deutsches Reich.

Mänchen, 19. Nov. Der Abg. Dr. Völk haf sein Cor—
riferat über den Gesetzentwurf, betr. den Verwaltungsgerichtshof,
zer Abg. v. Schlör den Bericht über die Nachweisungen der Staais⸗
Fijendahnen pro 1875, der Abg. Vaillant das Referat über den
Etat der Bergwerks⸗, Hüttene und Salinengefälle und der Abg.
Frankenburger vier kleinere Berichte zu den Rechnungsnachweisungen
ider die Landtagsversammlung, die Staatsschuld, den Staatsrath
und die Grundrenten ˖ Ablösungskasse abgeliefert. Sämmtliche Bexichte
sind bereits im Truck und gelangen morgen zur Vertheilung. In
den Einlauf der Abgeordnetenkammer gelangie neuestens ene Bitite
des Verwaltungsrathes des bayerischen Gewerbemuseums in Nürn-
berg um Einstellung eines Betrages von 2,000,000 Mark in das
Budget zur Äusführung eines entsprechenden Neubaues für das
bayerische Gewerbemuseum in Närnberg. (N. C.)

Ausland.

Paris, 20. Nop. Das Amt?blatt, welches heule später
erichienen ist, meldet, daß die Minister ihre Eatlassung eingereicht
hahen und der Marschall Präsident dieselbe angenommen hat. Die⸗
ilben bleiben bis zur Ernnenung ihrer Nachtolger mit der Er—
ledigung der Geschäfte betraut.

Paris, 21. Nov. Die „Republique francaise“ sagt:
Angesichts der Prätentionen des Senats und ver Weigerung Mac
Mahon's, seine Politik zu ändern, hat die Kammer die Pflicht,
das Budget zu verweigern und kein Budget zu bew lligen, so lange
nicht die Majorität der Kammer ein Mmisterium vor sich hat,
wozu sie Vertrauen haben kann.

Zara, 19. Nov. Am 17. ds. übershritten 400 Türken
zie dflerreichische Grenze bei Thavani-Skahrda, zündeten doriselbst
ein Haus an, plünderlen mehrere Häuser und nahmen 46 Ochsen
und ein Pferd mit.

Butaresi, 20. Nov. Nachrichten aus Paradim zufolge
ertente die Eroberung von Kars großen Enthusiasmus bei den
russischen Truppen vor Plewna. Alle Batterien gaben dreimalige
Salben ad, um die glaͤnzende Waffenthat zu feiern. — Auf der
Fisenbahn Bender:; Galah ist der eiste Zug in Tabacz eingetroffen.
dier ist schönes Wetter.

Perersburg, 20. Nov. Oifiziell wird aus Weran
zaleh vom 19. d. gemeldet: Der Sturm auf Kars wurde gegen
die füdöstlichen Foris geführt, mit Demonstrationen gegen die üb⸗
cigen Forts. Die Forts Hafiz Kauli und Siwari wurden durch
Ssurmcolonnen genommen, Karadagh und Arab durch Feeciwillige
uͤberrumpelt, ersieres vom Rüchen, das zweite von der Froot aus.
Motgens versuchte die Gardison der verlassenen Forts in die Berge
zu flüchten, wurde aber umzingelt und gefangen genommen. Wir
haben über 10,000 Gefangene gemacht urd 300 Geschütze sowie
massenhafte Vorräthe erbeutet. In den Spitälern wurden 4500
Zerwundete und Kranke vorgefunden. Der Verlust auf unserer
Seite beträgt gegen 2500 Todte und Verwundete. *“

Mostkau, 20. Nov. Der „Mo:k. Zta.“ zufolge hat sich
die Hauptmacht der Russen gegen Erzerum gewandt und haben
dieselden in Kars nur eine Besatzung aurückaelassen.
Vermislctes.
Die feierliche Eröffnung des Bewerbemuseums ian Kaifer s⸗
aut'ern foll am 25. August näch sen Jahres stattsinden. ⸗
4 Die Versammlung pfälzischer Branntweinbrenner in Kaiserd⸗
lautern deschloß am vergangenen Sonntag dgegen die Einführang
des Malzaufschiags in der Pfalz zu protestiren, so lange nicht die
Bedinguͤgen des Artik. 104 des Gesetzes von 1868 erfüllt sind.
Sollte indeß eine Besteuerung des Branntweins in de: Pfalz be—
iebt werden, so würde die allgemeine deutsche Branntweinsteuer
jtzt Raummaischsteuer) jeder andern Besteuerung vorzuziehen sein.
Die Beschlüsse der Versammlung sollen der Atbgeordnet nluemmer zur
enntniß gebrcht werden.

Am 183. ds. warde vom Polize'gerichte zu Qusel ein
Megger von Quirnbach, weil er ein krankes Rind schlachtete und
das Feeisch hiervon verkaufte, zu 45 M. Geldstrafe verurtheilt.

F Wie die „Pf. Volksztg.“ berichtet, iieß jüngst ein badischer
Reserveoifizier in der Bahnhof Restauration Winden seine Geld⸗
hötse mit 500 M. in Geld und Werthpapieren liegen. In Maxi⸗
n'iliansau bemerkie er den Verlust, kehrte sofott um, erhielt von
vem Restaurateur die Börse wieder, aber — die 500 M. waren
»erschwunden. Der Dieb ist bis jetzt noch nicht ermittelt worden.
Auf die Entdeckung des Diebes sind 100 M. Belohnung ausgesegt.

F In Forst wog der Most nach Oechsle 66—110 Grad;
an auspelesenem Moste- konnte die Waage wegen zu starken Zucker⸗
gehaltes nicht benützt werden. Most wurde zu O—14 M. per
dohel bezahlt. Die kleineren Produzenten verlangen für 1877 er
mit Hefe von 4850—- 700 M. per 1000 Liter.

Frankenthal, 19. Nov. In der am letzten Samstag
zahier flatlgehabten Gantverhandlung gegen Otlilie Flick und Frl.
Striety, die pfälzische Spitzeder, hat sich außer anderen Ungeheuer⸗
ichkeiten auch herausgestellt. daß e'ne Landauer Privatleihanstalt,
velche in lebhafter Geschäftsconnexion mit den genannten Gant⸗
chuldnerinnen stand, denselben häufiger Darlehen gegen die be—
cheidene Zinsbergütung von 48 pCt. gegeben hat. (F. W.)

We die „Sp. Z.“ erfährt, erhalten die Gläubiger des in
Speyer längere Zeit in Garnison gelegenen und in Mentone ver⸗
torbenen Theodor Prinzen von Thurn und Taxis, kgl. Rittmeister
a. D. und Sohn des in Regensburg verlebten sehr reichen Fürsten
von Thurn und Taxis, dreiviertel Prozent und müssen noch mehr
als Dieses für Advokatenkosten bezahlen.

F München, 14. Nov. Die „Südd. Post“ meldet: Vor
drei Tagen ist aus dem Zuchthause in der Au ein Mann entlassen
vorden, der acht Jahre unschuldig in demselben gesessen. Ein
Dienstknecht aus Friedberg, ist et von den Geschworenen des Er⸗
chießens eines Revserföcsters schuldig gesprochen und darauf zu 16
Jahren Zuch haus verurihelt worden. Die Hälfte dieser Strafe
jat er verbüßt. Vor Kurzem kam der wirkliche Mörder zum Sterben
uud gestand, daß der Verurtheilte unschuldig sei. Voraussichtlich
vird dieser Fall ellseitige Beachtung finden.

Mannheim, 17. Nov. Gestern Nachmittag ereignete
ich in der Maschinenfabrit von Schent, Mohr und Elsässer ein
nisetzliches Unglück. Es kam nämlich ein Arbeiler der Transmis⸗
ion zu nahe, ward von derselben am Arme erfaßt uad ins Rad
ezogen, so daß die Maschine stecken blieb. Derselbe wurde so
ugerichtet, daß er, in das Hospital verbracht, seinen Geist aufgab.
der Unglückliche ist Familienvater.

Mannheim. Das ‚ Tagbl.' schreibt: Die Pferde⸗
zahn soll dem Vernehmen nach am 1. December definitiv in Be⸗
rieb gesetzt werden. Zunächst wird die Linie vom Babnhof zum
gfälzer Hof und von da zur Nickarbrücke mit vier Wagen befahren.
Die Ausführnung der Linie nach Ludwegehafen w'rd in tbunlichster
Bälde beginnen.

4 Seit einigen Tagen sind die Spitzen des Schwarzwaldes
nit Schnee bedeckt, woraus sich schließen läßt, daß Schnee und
Zälte nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Trier, 47. Nov. Ein schredliches Uaglück hat sich heute
Nachmittag nach 2 Uhr in der Nordallee nahe au der Petrusstraße
creignet, indem daselbst ein halb vollendetet Neubau zjusammenbrach,
vobei die an demselben beschäftigten Arbeiter, 6 Maurer und ein
dandlanger, berschuͤttet wurden. Drei derselben mußten sofort,
jachdem sie in Truͤmmern aufgefunden worden waten, in das Ho⸗
pital gebracht werden; eirert davon ist besounders schwer verletzt.
Drei andere kamen theils mit Verwundungen am Kopfe oder son⸗
ttigen Contusionen davon. Der Letzte hingegen, ein junger Mann
nus dem Maar, wurde am längsten vermißt und war man gegen
4 Uqr Nachmittags noch damit beschäftigt, in den Trümmern nach
bm zu suchen. Schließlich wurde er als Leiche aufgefunden. Wie
man Lört, ist der agunze Bau in ca. 4 Wochen aufgeführt worden:
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        pFrankfurt, 17. Nov. Gestera Abend fand in einer
hiefigen Wirthschaft eine wunderdbare Heilung statt, indem es ge⸗
jang, einem Individuum, das fich scheinbar mühselig auf zwei
diden Siocken fortbewegte, durch den Ruf: „Ein Schutzmann
lommt“ Füße zu machen 5 spornstreichs lief der Geheilte in Folge
dieser Zauberformel davon. (Fr. J.)

FMainz, 17. Nov. In der heutigen Sitzung des Polizei⸗
gerichts wurde aͤbermals ein hiefiger Meßger, der zur Wucstberettung
Sitartlemehl verwendet hatte, in eine Geldstrafe von 120 M. ver⸗
urtheilt. Die Staatsbthörde hatte 150 M. Geldbuße angetragen.
die Umsassungamauer soll pur ca. 15 Zoll dick gewesen sein und
fich vor dem Zusammenbruch ausgezogen haben.

F Aslen, 20. Nov. Bei Muͤhlhofen, Bürgeraeisterei Beu⸗
dorf, Kreis Coblenz; ist geftern Nachmittag auf dem Rdein ein
Daimnpfschiff gesunken mit 700 Centner Arsenik. J

HSbr ter, 14. Nov. In hiestger Stadi liegen gegen 30

Porsonen an der Trichinose darnieder, worunter auch rin Arzt.
Diefelben haben sämmilich Meitwurst, welche angeblich aus Braun⸗
schweig bezogen war, don dem Kaufmann M. daselbst gekauft uud
find nach dem Gehuß derselben erkrankt. Die Bevölkerung der
Stadt ist in groͤßter Aufregung.

rIn Hamburg wurde am 10. November ein etwa zehu⸗
jahriger Knabe von santen e'genen Eltern ertränkt. Man hönte
das arne Kind rufen: ‚Laß Vater, Mutter laß, e⸗ gibt ja einen
Geil.“ Sodter schrie dasselbe mehtnlals: „Papa, tette mich,“
Mein als die Hulfe lam, blieb uur noch eige Leiche aus dem Wasser
u ehen. Mon dat noch keine Spue von den eutmenschten Eltern.
FByrlin, 10. Rov. Der hier am Sonnabend verhaftetẽ
ninler dem Vamen von Lyskowskiaufttetende Pole ist als ein
gon Westpreußen verfolg!er Urtundenfälscher erkannt. Derselbe hatte
—X Gefländnißß abgelegt, daß er nach Berlin gekommen
se um den Kaiser und den Fürsten Bismard zu ermorden. Nach
hem ihm seine hierher geschickte Photoqradhie vorgelegt war, raͤumte
er tis, der Privahsekretär Fugoweky aus einem Stůdichen des Kreifes
Ioban zu sein und erklaͤrte, jenes Geständniß üder die baabfichtigte
Fnctdung des Kaisers und Bismarcks jei unwahr.

FReidhdsgold und Reichssilber. In den letzlen

Tagen des Oktobers und den drei ersten Tagen des Nodembers
rägle die Münze von Hamburg 9695 Stück Doppelkronen auf
Privatbestellung aus; die Münzen von Berlin, Hannover, Frank⸗
urt, München, Dresden, Stultgart, Darmstadt und Hamburg lie—
erien 282,502 Stück halbe Kronen. Die Ausprägung von Silber⸗
nünzen beschränkte sich auf die Herstellung von 1,3372340 Fünfzig⸗
Ffennigstücken, womit die Münzen von Berlin, Hannover, München,
S„mnttgart , Karlisruhe, Darmstadt und Hamburg beschäftigt waren.
Das Rteich hat Goldmünzen im Werthe von 1,5528,920,295 Mark,
Zubermünzen im Werthe von 414,708,874 Varl 80 Pfendig,
stickelmünzen im Werthe von 35,160,344 Mark 45 Pfennig und
kupfeghen im Werihe von 9,595,930 Mark 27 Pfennig.

7Bien, 17. Nov. Der obetste Gerichts- und Cassations⸗
hof hat heute die in dem Prozesse gegen den Engländer de Tour⸗
ailie wegen des Mordes feiner Gatün eingewendele Nichtigkeits-
beschwerde verworfen.

4 Der Fürst von Putbus hält sich gegenwärtig mit zweien
seiner Tochter in Benedig auf. Aus det Concursmusse sind ihm
ährlich 40,000 M. () zum Uaterhalle auzgeworfen, viel zu viel
für einen Schwindler.

dienstes nachrichten.

Das proteslantische Stadtbikaridt Landau wurde mit dem 16.
Dezenber beginnend, dem Bikar Herm. Blaul in Niederxaaerbach
Wertragen. I

Der geptifte Kehtamtskandidat und dermaliger Assistenz au
zer Studieganstalt Butghaufen, Silv. Reschenberger, wurde A
Studienlehrer an der Vateinschule zu Homburg ernannt. Der Lehr⸗
slstandidot Gottfr. Mayrhofer von Freifing wurde ols Authsfe⸗
ehter sür Mathematik und Physit gn der Realschule Neustadt an⸗
Jeeit. Der aterimistische Verwefer der protestant. Schule zu
ð rmereheim, Sim. Böllinger, warde zum Lehrer an det ABeren
protest. Maddenschale zu Kandel etnaunt. Der is raelitishe Lehru
Moritz Dreyuß in Winnweiler wörde auf ein Jatzr in Ruhcband
Derseht.

FVr die RPoaction derantwoͤrtlich: K. X. Demetz⸗

Annonoen für folgende Zeitungen;
Basler Nachrichten, wollo man zur Vermeidung ron Zeitverstummiss, stets d Ir o c riohten n Genfor Journal,
Aous Zurcher Zoitung, Haæascerιι Vogler vrivens.
gehweizer Handelszeitung, PFFIKBMBVORIT A. M. litto Ohproniqnegr,
—98 Zeitang, 5* 2æ2 Gomeοtæ 208. kreiburg, Oberrh. Luxrier,
dt. daller Zeit e da genannte Blatter ihre Annoncen Berlin, Mochenschrift des
Neuchatel, Union Liberal—, aussehiiesslien dureh diese Firma Voreins deutsch. Ingenieuro
Gazetto do Lausanno. annehmen und verreéchnen lassen. Deutseho Jagd-Zeitung.
— —S— — — — — — — — — — — J ———— —— — — —
— 13243. Bruchre hgäcien an der — A Jeden Bandwurm A
Licitation. —— St. Ingbert Vanille, entfernt in 8-4 Stunden vollstän⸗
neben Peter Joseph Woll Bückinge, zig schmerz- und gefahrlos; cbene
Donnerstag, 6. Dezember sep⸗ sicher beseitigt Bleichsucht, Trunt⸗
aächsthin, Vormittags 10 Uhr, in Eigenthümer sind: Baj. Blasenschinken — 888
hber Ansstube dets nachgenannten 1. Die genannte Wit: we Au⸗ angekommen bet ——— eug RI
Notars Jela Morlo; J. Peters. Arzi zu Croppenstedt.
wird vor dem unferzeichneten, 2. Andreas Kopp, Lehmiot⸗
hiezu gerichtlich beauftragten kgl. mermeister;
Nolar Sauet mit dem Amtesitzz 83 Johann Kopp, Dhasscmer;
in St. Ingbert 4. Nikolaus Kopp, Lehmformer;
die nachbezeichnete, zut Güter 5. Die mindetjährigen Kinder
zemeinschaft des dahier verlebten der verlebten Kaͤtharinag Kopp,
Lehmformermeisters Bernhard aland Ehefraus vonPhrer
Kopp und dessen dinterbliebenen eß, Fuhtmann, Nauens: Jo—
Witiwe Angela Morlo, ohne saun, Kaiharing, Maria, Elisa⸗
Gewerbe in St. Ingbert, gehörige heth und Angela Latz, welche
Liegenschaft in der Stadt und gren Valer zum gsetzüichen Vor—
im Banne von St. Ingbert, det gund und genannten Andrecs
Abtheilung wegen öffentlich an Zopp zum Beivormund haben;
den Letzt⸗ und Meistbietenden in alle in St. Ingbert wohpend.
rigenthum versteigert, als: St. Ingbert, 18. Nov. v—
A.Nt. 23682, 10“ 10 Dez. Zauer, kgl. Notär.
Flöche, Wohnhaus u. Hof⸗ —
—Bʒꝛ und Gahwain bier und Umgegend
ab 23680, 6810 Dez —R ergebene Anzeige, daß, nach⸗
Vecen dabei und Pl⸗Ne. dem ic ð —D——
ν Die. gerossen vnd geprinft, meine Dier
Wiese an vorbezeichneten als Geburtsh elferin
Sarien anstoßend und bis anzubieten mirx erlaube⸗
an den Bach stredend. Ww. von J. F Bechtel
Das Ganze gelegen in den Baͤhn hofstraße.

2

rĩefpanpier
mit Firma, zu Geschãftsbriefen.
in schõnen veræaierton
Scristen,
onogramame, Visiton-
LArtoun ete., werden vaseb
and billig angefertigt in der
Bucoh- vnd gStoindruokerei
. Demetz.
5. Ingbort.
Allgemeine
oobpseol

Et, 8 Pf., 25 Si. 80 Pf.,

d zu haben in der
Buche und Steiudruckerri
F. X. Dometsæ-

Irdermannus Gehrauich

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Aedainice Sruga vnd Aalag vos y5. X Demetz in Jaudbert.
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        S222283 —
5222 8 222 —AA 92 2 *
53 3333— 33338333838
325828 —85552332 5 ——3 8—38833 — — 532353 22328
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2 3353333345385385* — —— 383853 ——3
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22 * — —A—— — 5,2 **7* S5222 —X —* * 2
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5553552 — —35—8 z 368 53 22223 — 7
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—— — ————— — ———— —2— ——— — 235 —
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2326 —— 5— 535 ——— 353 5825585525 —
2 335563. 3383233 —83532332325 —————
5* 2226 5553858338 52 —232 52 —z2235—8323* ———3 7
AEA 2 83 * 2 2 —— — * — — * 713
31 — ——— 2 9 —2835583 — — —
—— 33533 33 52 55535252* 532353388
— 2 —A— — — —M — 5 522 53223*8 — 7 2 35— 535
* — * 2 — 22 —A 2 —*8
225* — 8 552* —— 22* 2 2 35232 565— 2 5 1322 —
53883258 525 —85. 22 —— 32*55 2
—— —? * 3 — —— — 54 — — —
3— —28332273— —— — 25
— 3 2. 52 22 —8 52 22355522 382 7 27 ——— 35 53.. 5 25238
—— ——— 723552 3528 33 —38332
— — —A—— —— ——— 526 —55355 — — 58 55 322 — 8 —535
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5237* 58 —223 3328 I33— 235123* E—2 3 2224
—* * *7 3822 235 — —— 52222
—33—3—533 — — —— — — 255 32 * 8* M232322 78 5
52—8825 * 55 e22 52* —7 — —
3 33 255 —333833 —333332
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⁊* 235 * 8 —— — —— —5.253 3 *
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2 3 5532 3 ⁊ — — 525 558 *232 —
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28 S E »8 — ——— 3— — —2 VD 7.25
2553 836 827 223236 23 3838 83. 5388 5333323338
7235 25 3. 23 38835— 328838— 33253333837
— 12—35 2 — C —— 38 2 28* 2525* 32 —
O 3226 — 28 82 3258 53253. 8 283337573
553508232 —A 5551 —A — 52 S*·. 2 — — ——
52 83375333424235 — 233 3605 555s3234 —D— 28
55 558 z2335885 s863338352 3253535 * 335323 3358
232 3885 ꝛ 2228 —5 528 *22 A —
725 3588 — 755355 833 s53555255
22 —I5888 2 2338333
* 5 8*2 35* — 5 225 —— *22 —
— 58* —3 * 27 —3— NBẽ 2 8 3. 2 — — 5
* *—2 —729 55 — — — 232 —422
72 8 — * 0 — * —A —53— 2 — 5 * *
47 3 3337 555623 i
2322 — 20 S « A 22338 5 3538245 — 2
— —— 583 33563* — 23337 38355 — —
2582528 — 155538 * z555558 32 5 522235377 8 S
22 2 52355 —5 282* 3 253 —. 57— 222 .3238
52 2 — — * — 2* — 82* 59 * 2 A —* 2*27
7263338527 — 3553 z523332383 — 55*3 5
7 2 — 85 282* u·· ———— —z25538 2 2 325
32 253 5252 25*8 83333 52 23 555833
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27 5535523552 —577272 322383355 335652323* *
78 33635538553 53383—3325 13 207 2* 553265235
—* 2532* —2 2322
335 443* —————
22 .7 25* * * — — — 22 —
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2 253324 —— 23 2* ß 8
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51333 *38 228 2235
—5 2533 5535533 — 2523 —A —
* — 8 — E —8 2322 8 —A —2
2 2 2 788 * 252* 5 27232 358
5 252 — 328 872— 2
*»2* 2* ẽ — 8* 2 —
2 5385233 225 228 * 22522 25.8
* 532728 35333 —A—— —*8 5 3*2555 22
18 222 * 32 5227 55 S *2* * 7 4*
22 29 52335238 28 52 — 552 3353 2 * 223*
532437336 35337 — 332 6 5833
2 * —2 2 * 2 * 2
A 75325* 3— ————
w6 2322322 25223 533—55333 —A 23 55* 5
222 — ————— —— — 8332365 5585 2 5 S
— — — 537 — 2333 32 2 2 * — —
2 ———— — 3 7 * 2032* 32* —E 5
—— — —*3535 48 — 23383872 ——
2 33 * 25232 — 5 5 —A— 2 * k — 2 *
53333 JJ 226533 32235
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* 8285 — — 3 3835* —8 — 3 52—8 72. 35 33833* 36
2 5238 8835 538 —3. * z2522225 5282334 5233588
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7 *258 52* A 233335 222 55a8 EE6 5328
3 8 r 53222 —7 3235* 32 —z335 5365 z3282 —5 * 3057 a 2
2* 2 — 58625 27 22 2 2.2 S »5ck* *» 283
12*52 32353 22 225 3858 7258 588 A ——
52525* 5233 3523 — A 555388 53 58287
2 558223 5253 55 8 33636
—25277 — 525353853527 53883 5333688
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2 52 8 2
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28625— 58 52 55388
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2. 283353322— 38, 8
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2. 525 2253 357 3322* 5*85 223 2226 232322 85325
2 532 335383 238333 23 — ⏑—— —A S83*223 2, 52853
28 —23 23 — —23353 25. 25 —33 553 —33 3 —553885 * ——
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— 23 —35—3 233—23 23k238 28325 222232
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2 —— 3 — 525 —A—— —A— 23237 —5225 * 22 2.—
2 5122—205 3 223533 2 * ——— s—233622 —2 — 5*
— 2 —— 3535 533 75*30285753525
— — 83525825 . 23555.2 —3 3322232323558*
23 585373 — ⏑—— 2258*333 —55385 323*
* I33555 33333 2 — J —3333323233
2225253 8* — 5. —— 77 82 — 5232 —A 2*
— 532336735 32353— 33 3333338333
352325 2 282385232 2 * 2E52 5 23 235335 2.3 8 13 25
232 25853 7 523 5 —— —53*3822 282 58*
*28*8553 323385 z223—5z8 3328— 3 25 322 238—8335255
— 3 5523 27 z32.52 38—335—8353 —528 53 *153
55 * 083* 235 3 S 2. * 5 2.2 522 3. * *
—3 —3 38 8355 32283883—32555
22* 315 2 23 5 * 2 2 — * — — 55322 3
23 *235535 8 32 * 2 —— 2*2332
3 5387 7 — 22 38 533 — 225 — 323 —— z2z33233
3 5533223 —5. 535 23 35 —VV z3335— 3858333 8
538 23*—32——753 —* 2323 22 55333533353323351
* 2 —9— —* 2 2 225* 37 *
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2. 2—5 2.25 3268 2353 33233 —3
2523,3 3532* 2z7 22 22232.2.25337
—743 3—83 2. 55633* 25 *533328
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2. 55 — — 575 * 2 2. 8 2
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Ser St. Jugberter Auzeiger und das (Smal wöchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

age) erscheint wöchentlich viermal Dieustag „Dounnerstag, Samotag und Sonntag. Der Abonuementspreis betragt vierteljahrlich

—D —— werden mit 10 Pfg., von Aaus wärtz nit 15 Pfa. für die viergejpaltene Zeile Blattschrijt oder deren Raumt Neelamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 184. FB Samstag, den 24. November 1877.

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Deutsches Reich.

Mäümmchen. In der? Debatte des Petitioasausschusses der
Abgorductenkammer üder Erhöhung der Mini«algehalte der Volls⸗
schullehrer beionie der Abgeordneie Ktuby besonders, daß die Be⸗
dücfnißfrage durch die gewährte Aufbrfsserung der Beamtengehalte
bereits ane: kannt sei deshalbbei den Lehrern woht nicht allein
berncint werden könne. Es'seinnicht leicht zu beçcreifen, wenn man
blosen Bureaudienern enen höheren Gehalt gewähre,als er hier
voun den Lehrern vetlangt werde. Er brachte den Antrag ein, daß
in der Pfalz, wo bereits vier Gehalisstusen bestehen,“ den Lehrern
n Octen von 2000 b:5 2499 :Seelen ein: Minimalgehalt von
1100 M. norm ru werde.

Berling 21. Nov.Seitdie Ueb rsiedelung des Frhrn.
bon⸗ Stauffenbetg von München nach Berhin beschlossene Sache ist.
tauchen d'e seltsamsten Gerüchte auf über den hohen Posten, zu dem
er engeblich designirt sein soll. Jetzt exzählt gar das „Franlf.
Journ.“) er merde das Ober⸗Präsidium von Elsaß⸗Lothriugen er⸗
halten.

W'e die Deutsche Uniomserfährt, ind in der am Montag
Abend im Abgeotdnetenhause stattgeh abten Besprechung der Frei⸗
handelspartei folgende Punt:e als Programm der deutscher Frei⸗
händler in der Zolliariff- age, aufgestellt : Keim Abschluß des Han⸗
delsvertrags mitn Oestereich auf der Basis der Rechte der meist be⸗
günstigten Nation und kein Zollkartell nait Oesterreich ohne Kon—
deutional Tarif. » Sollte Oesterreich ebentuell eine Verlängerung des
Vortrages befürworten, so dürse diese Prolungation nicht unter
einem Jahre ersolgen. Im. Prinzip sollen Retorsionszölle zugelassen
werden, nuter keinen Umständen jedoch auf Getreide. Zellerhöhungen
dürfen geuer stnicht vorgenommen werden, sondern sch nur gegen
O sterreich erstrecen. Das sind die Gefichishuutte, welche nach
Ansicht der Versammlung von der Freihandel pariei in Deutschland
als maßgebend accepiirt werden.

Mieß, 16. Nob. Emme erfreuliche Erscheinung ist, wie man
der Magdeburger Zetung“ mittheillndas Verbleiben emner ver⸗
hältnißzmäßig großen Anzahl von Lothringern nach erfüllter Dienst⸗
pflicht bei ihren Truppeniheilen als Cp tulanten, die uunmehr vor⸗
herrichend als Justrukloren ihrer Vandsleute verwendet werden
sönnen. Während bisher nur deutschredende. Unteroffiziere zum
Unterticht für de lothringischen Rekruten zur Verfügung standen,
ist neuerdinas durch den Zuwachs von eingeborenen Unteroffizieren
eine ganze Reihe von Schwierigke ten und Unzuträglichkeiten, die
sich für den Justtult onsuntetricht der neueingetretenen Lothringer
hetausstellien, in ersolgreicher We se begequet worden. Bekanntlich
dezog auch Frankceich s. Z. sein tüchtigftes Material an Unterosfi⸗
cieren aus Elsiß-Lothringen.
Ausland.
Wien, 21. Nov. Die „Presse“ weldet aus Cettinje vom
20. d.: Vorgestern zo jen die Türken mit starker Macht vou Sku⸗
dari zum Entsatze Antivari's, wurden aber aher bei Mrkowice von
3 montenegrinischen Bataillonen geschlagen. Auf ihrem Rückzuge
zerstörten die Türken die Bojana-Brücke. — Sichere Nachrichten
ronstatiren den Ausbruch einer Panik in Skutari.

Man spricht also doch von einer österreichischen Kriegsbereit⸗
shaft in den dortigen Blättern und meldet übereinstiwüiend von
mehreren Seiten, daß der Zeitpunkt der elben erst mit dem Falle
ämmtlicher bulgarischen Festungen gegeben sein werde. Sollte
hann Rußland in der Buigatei eine tussische Secundos oder Tert'o⸗
Henitur errichten wollen, würde Oesterreich sich dem widersetzen,
einer Autonnmie der Bulgarei unter einem nichtrussischen christlichen
ßrinzen zustimmen, angeblich, weit für dieses Projelt Deatschland
Jewonnen sei.

Die „Agence Havas“ meldet aus Konstantinobe l:
Beneral Klapla hat ein Manifest an die ungarische Nat'on erlassen,
mwelchem er seine Mitbürger auffordert, die Regierung mit allen
esetztichen Milleln zu zwingen, angesichts der so beunruhigenden

mili ärischen Lage der Türkei aus ihrer passiven Haltung heraus⸗
utreten. Anderenfalls würde die Geschichte nicht das tausendjährige
Zubilänm, fondern den Selbstmord Ungarus zu verzeichnen haben.

“In der großen Bebblkerung Frankreuch s wird eine end⸗
liche Fetsiellung und Ordnung der Verhältn'ssenauf's dringendste
Jewünscht. Die Handelswelt von“ Patis und aus Norden hat be⸗
chlossen, eine drinaliche Petitivn an den Marschall zu richten , in
velcher dieser gebeten wird, eine buldige Loöfung der Krisis herbei⸗
zuführen. Die Büttschrift versicherte, es seisidierhöchste Zeit,der
Sroßhandel sei völlig gelähmt, und wenn die ⸗gegenwärtige Un cher⸗
heit der Lage noch lange dauere, werde dierfranzösische Industrie
dernichtet fein. — Die Verhaͤndlungen über Handelsverträge stocken
noch immer.“ England will sie anscheinendemicht eher wieder auf⸗
nehmen, als bis einiger Berlaß auf die Dauerhaftigleit der Gesichts⸗
unkte ist, welche es beidem egeradée vorhandenen franzoͤsischen
Zabinet vorfindet. ꝰ Nur mit⸗ Spanien ist mane tinem vorläufigen
Finverständnißß nahe.“Es soll: rin Proviforischer Vertrug geschlossen
verden,“ der“ beiden Theilen auf einJahr die Rechte der me ste
he zünstigten Nation gewährt. Rach Ablaufdes Probejnhres soll
vieder verhandelt werden.

Im Lande der Kastanienblühen gegenwärlig Verschwörungen
und Anfstände in neuem Flor auf.“ Diefe jür Spanien allerdings
darakteristische „berechtigte Eigenthümlichkeit“ scheint, durch die Er⸗
zegung im nördlichen Nachbatlande; einigenAnstoß empfangen, zu
jaben. Es gährte allerdings schon lange und selbst an Madrid gab
is bereits eine ganze Reihe von Aufregußgen und Verhaftungen,
nanche darunter in ebenfalls am Manzanades landesüblicher Weise
iatürlich auf Bestellunge einer hohen Polizsei. Jetzt aber zeigen
ich auch schon wieder ganz offen Jufurgentenbanden. So hat sich
ürzlich in der Nähe von Figucxasse ein solcher Trupp. von 25
panischen Infurgenten gezeigt. Derselbe erschren neuerdings wieder
n einem Dorfe und forderte eine Kontributiont von. 1500 Francs
im Namen der förderativen Republik.

Aber noch nicht genug. An 18. wirde in Madrid eine Ver⸗
chwörung, entdeckt deren Zweck, war das Opernhaus zu sprengen, wäh⸗
end der Anwesenheit des Königs. Das Haus wurde polizeilich geschlossen,
nehrere Personen verhaftet. Es muß doch seine Unbehaglichleiten
sjaben, König von Spanien zu sein. Die Herren Hidalgos sind
ibrigens nicht so gatant, wie sie berufen sind; sie hätten wohl
onst mit dieser letzten Verschwörung gewartet, bis die Flitterwochen
)et Donna Merecdes, demnächstigen Gemahlin ihres in die Luft zu
prengenden Königs und Herrn, vorüber gewesen wären.

Die „Daily News“ bemerken über den Fall von Kars: es
ei derselbe ein Ereigniß von weittragenderer Bedeutung, als seiner
Zeit selbst der Verlust von Muthtars Armee bei Aladja. Die
Folgen dieses russischen Erfolges sind vorläufig gar nicht abzusehen.
Das „Hindern ß“ Kars ist plöhßlich von der Scene verschwunden
ind die Russen erhalten dagegen eine Festung ersten Ranges, mit
illen Befestigungen und vielen Waffen und Munition. Die wich⸗
zgsten der unmittelbaren Konsequenzen ist diejenige, daß nun ein
zrößerer Theil von General Mel kow's Armee frei wird, um die
dolonnen der Generale Heimann und Tergukassow vor Erzerum
zu verstärken. Ueberhaupt zeigt uns das rufssische Vorgehen jetzt ein
»estimmtes strategische System, dem zufolge auch die beiden Ober⸗
Benerale kürzhich Ordre erhielten, trotz aller Schwierigleiten und
dindernisse vor der Hauptstadt Armeniens auszuhalten. Nun werden
sie Berstärkungen erhalten und Muthtar Pascha's Aussichten, Erze⸗
rums erfolgreiche Vertheidigung betreffend, dürften jetzt nicht mehr
die besten sen.

Es ist interessant, die englische Presse über den Fall von
Zars sich ereifern zu sehen. Die „Times“ sugt, der Fall von
dars reiche nicht hin, um den Frieden zu erzwingen und in diesem
Zrieg würde der Frieden nur durch den Zwang herbeigeführt werden
nnen. England müsse aus humanitären und egoistischen Gründen
u vermitteln suchen, da die Türkei nicht zu sehr gedemüthigt
verden dürfe, und da die schwierigsten Fragen erst durch die euro—
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        paischen Mächte zu loͤsen würen. Der Versuch einer Vermittelung
önne vergebens sein, allein er müsse gemacht werden.

Der„Telegraph“ glaubt bestimmt zu wissen, daß die Türkei
den Kampf nicht aufgeben werde. Noch fei Ärmenien nicht erobert,
und wenn es der Pforte erhalten bliebe, so würde England seine
Befrelung von einer großen Gefahr den Türken verdanken. Ginge
aber Armenien verloren, dann würde Englands Einfluß in Alien
zum groͤßten Theile schwinden.

Der „Standard? schreibt den Fall von Kars russischem Golde
zu und fordert die Regierung auf, im Hinblich auf den Fall von
ars Maßregeln zu ergreifen, durch welche die St llung Englands
aufrecht erhallen werde, wie sie Lord Derby in seiner Depesche
bon Maind. J. gekennzeichnet habe.

Jetzt beginnt auch die Regierung ein ernsldaftes Geficht zu
machen. Der General⸗Inspelteur der englischen Festungen, General
Sir Lintorn Simmour, sollte am Donnerstag nach dem Mittelmeer
abreisen, um die Festungswerle von Gibraltar und Malta zu be—
fichtigen. — Nun, wir haben schon mehrfach im Verlaufe dieses
Drienikrieges ecnsidafte Mienen Englands gejehen, ohne daß dann
rensthafte Thalen solgiten. Somit dürfte auch diese signalisirte In⸗
spetnon der Minelmeerfestungen Europa nicht in allzugroße Bee
fuͤrchtung versetzen.

ih raren, 21. Rod. Raqh einem Telegramm det Zeitung
Rommanel wutde Rahowa (an der Donau) heute Vormittag
aach reuãgigen Kampf von den Rumänen genommen. Dite Türken
entfiohea, don den Rumanen verfolgt, in der Richtung Lompalanka
Widdin. Gleichzeitig überschritt die rumãänijsche Didision Lupdo
VDonau bei Rahowa.

Europaischer Qtiegsschauplatßz. BPlewna
in noch nicht über und. wie es den Anschein hat, werden die Hoff⸗
mangen der Kussen, sich so schnell zum Meister jenes Platzes zu
magen, ch keineswe qs realisrer. Ganz neuerdings haben die
u sseun sich vor den Außenwerlen sehr blutige Köpfe gzehelt.
Depeschen des „Staydard“ aus Sofia zufolge griffen sie am 16.
bie Siellung Chalir Pascha's bei Bratchafi am udrdlichen Ausgange
des Orkhanie⸗Passes mittelst dreie Sturmkolonnen und zablteicher
Actillerie an, wurden aber nach wiederholten Versuchen mit schweren
Derlusten zurücgeschlagen. Am selben Tage gingen sie gegen Eiro⸗
pol vor, zogen fich aber bald zurück, da sie die Türken in größerer
Siarle vort vorfanden, als sie vermuthet hatten. Am 18. Nach-⸗
mittags zoo Mehemed An mit einem Theile seines Heeres in Sofia
ein, der Rest hatte bercis den Balkan überschrititer. Dem „Daily
Telegraph“ gehen aus Sofia Depeschen zu, welche bezüglich der
heiden erwähnten Augriffe im Wesentlichen mit den Berichten des
7Standard“ übere stimmen. Außerdem wird dem „Telegraph“ ein
dergeblicher Angriff der Russen auf Berloftcha (Bergodaß V genuldet.
In Sofia zieht sich ubrigens ein Unzewitter zujammen, das weitere
Erfolge der russischen Generale leicht sehr in Frage stellen könnte.
Wenn Meyemed Ali, wie es jetzt den Anschein gewinnt, seine Zeit
gut ausgenutzt hat und an der Spitze eines neuen großen Heeres
fieht, so wird nicht allein der Entzatz von Plewna sich durchfuͤhren
iassen, — die Russen tönnten auch von ihm und Osman Pascha
zwischen zwei Feuer genommen werden, das ihnen heiß genug
machte.

Konstantinropel, 21. Nov. Nach einem Telegramm
Mulhtar Paschas haben die Russen neuerdings keinen Argriff auf
Erzerum unternommen und standen noch immer auf Deveboyun.
Von Kars hatte Mulhtar keine neuen Nachrichten. — Telegranmme
aus Rasgrad berichten von unbedeutenden Recognoscirungẽgefechten
an verschiedenen Punklen. Mehemed Ali trifft Vorbereitungen um
Dzman Pascha zu endsetzen.

Seloͤstverstaͤndlich tauchen jetzt wieder Friedensgerüchte
in verstärltem Magaße auf. Die federgewaffneten Fachpolitiker
warten nur auf die Depesche: „Plewna ist erstürmt“, um die
bereitgehaltenen Friedenstauben oder Enten los zu lassen. — Allen
diesen verschiedenen, moͤglichen und unmöglichen Kombinationen
gegenüber nebmen die Bemerkungen eines oft injpirirlen Wiener
Ihrnes eine erostere Wichtigkeit ein. Dasselbe sagt u. U.:

Der Krieg ist auf Grund des Drei-KaisersBundes eröffnet
worden; der Frieden wird höchst wahrscheinlich ohne diese Allianz
geschlossen werben. Mag Rußland neden Kars noch andere rürkische
Festungen zwingen, mögen seine Truppen noch so weit auf hürkisches
Hebiet vocdringen, so haben doch Oesterreich und England ihre bies⸗
herigen Politit gemäß, das Juteresse, tetritoriale Veränderungen
nach Moglichkeit zu veihüten und un die Folgen des Krieg:s über⸗
haupt abzuschwächen, auch auf eint Beschleunigung des Friedens⸗
schlusses hinzuwirken. Man wird daher einerseins der Türlei die
Ueberzeugung einzuflößen suchen, daß sie, wie die „Times? sich
ausdruckt, zur Fortjetzung des Krieges nicht d'e Kraft hade und
ist gleichzeinig mit Aufsuchung eines Konpensationsodjektes beschäftigt,
das Rußland biefriedigen körnte, ohne daß die Intereffen Oeftet⸗
reichs und Englands allzu stark geschädigt würden. Damit wäre
die dipiomelische Arbeit des Roments gelkennzeichnet, die jedoch auf
niage Hindernisse zu stoßen Fheint. In der Eröfnung der Darda⸗

nellen und in ker Neutralisirung der Sul'namündungen ist ein
Programm gegeben, das eine vereinigte Friedensaktion Oesierreichs
und Englands denkbar machen würde. Rußland müßte zum Danke
zür die Freimachung der Dardanellenstraße auf alle Gebietsserweiterung
»erzichten. Die Neutralisirung der Sulinamündungen würde Oester⸗
eich eine Garane für die Freiheit des Donauverlehrs beeten.
Wie jedoch m griechischen Kaiserreich Konstontinopel noch festgehalten
vurde, als alles andere Land bereits dem Finde gehörte, so legt
die Türkei den größlen Werth auf die Vertheidigung ihrer Haupt⸗
stadt und sie erklärt sich lieber zu Gebietsabtretungen bereit, als
daß sie Zugeständniffe bezüglich Konstantinopels machen würde.
Deutschland anderersits steht ganz dei Rußland und ist einer
Friedensbasis abgeneigt, welche eine Annäherung zwischen Oeser⸗
reich und England zur Voraussetzung haben würde.

Die rusfische Diplomatie ist' vor Allem bemüht, berubigend
auf die neutraälen Mächte, namentlich auf Oesterreich zu wirken.
Diesem Am—ande dürfen wohl die folgenden, in russichen Kreisen
zursirenden Frirdenskombinationen zugeschrieben werden. Darnach
vill Rußland auf territoriale Erwerbungen in Europa verzichten
und den Friedensplan in folgender Weise bestimmen: 1) Bulzarien,
Bosnien und die Herzegowina, 'ndem sie integtirende Bestandtbeile
des rürkischen Reiches bleiben, erhalten ein⸗ autonome Veriassung,
die diese Lander in eine rechtl'che Stellung der Pjorte gegenüder
zringt, welche ungefähr jener enisprechen würde, in der sirh dit
Moldau und Walachei vor deren Konstituirung unter Nuja befanden.
Der Sullan wird für jedes diefer Länder einen Kajmakam ernennen,
der jedoch auch den Provinzial Landtagen vrantwortlich sein würde.
Die Kajmakanis werdes der Nationalität angehören, welche in der
ʒctreffenden Provenz in der Mehrheit fich defindet. Die dulgarischen,
osnischen und berzegowin jchen Festuneen werden von türkischen
Barnisonen desetzt bdleiben. 2) Rumäünien, welches die Dobrudscho
erhält, wird als jelbfiftändiger Stant von der Pforle auerlannt
perden. 8) Serbien wird unter der Soudetanetät des Sultans
leiben, jedoch mit einigen Distrikten in Alt⸗Serdien vergtdßert
verden. 4) Mondenegro behält die bereits von den Montenegrinern
roberle obere Herzegowina. dis Aber die Nikstker Ebene hinans.
Die Hafen Frage bleibt vorldusig offen, jedoch aneriennt Rußland
die Berechtigung Montenegros, einen Hasen zu desitzen. 5) Die
Frage der Fteiheit der Durchsahrt durch die Straße der Darda⸗
Zellea masse delöft werden, doch sei diejenige Lösung die beste, welch⸗
Rese Freiheit nur den Uferstaaten, alio nebst der Pforle nur noch
Rußland und Rumänien zusichern werde. 6) In Armenien nüsje
Raßland Kompensationen suchen. Die russische Regierung würde
zor Allem den Besitz von Balum anstreben. Auch ein gewisser
Theil von Armen en solle mit dem Kaukasus vereinigt werden.

Auch in Amerka hertscht in ein elnen südlichen Strichen große
Noth; 28,000 arbdeitẽlose Neget habe eine Pitition an die gesetz—
Jebenden Faktoren gerichtet, um die Mittel und die Erlaubniß zur
Nus vanderung nach dem Negerfteistaat vberra in Aerika zu er—
halten. In allernachster Zern soll darüber der Kammer eine Ge—
tzesbvorlage zugehen.
Rermischtes.

f8weidrüdten, 22. Nov. In der vorgestern abgehal⸗
tenen Generalversammlung der Aktienbrauerei Tivoli dahier wurde
die statutenmäßege Tagesordnung unter zum Theil lebhaften Debatten
erledigt. Leider mußte konstatert weroen, daß die Vertheilung einet
Dividende in diesem Jabre nicht Stattt fiaden könne, da der Rech—
nungzabschluß eine nicht undedeutende Unterbilan; aufweist. Die
Ausfichten für das Brauiabr 1877 —78 jollen indeß aünstiaer sich
gestalten.

Landsstubl, 21. Nov. Gestern Abend ereignete sich
am sogenannten Königsgarten bei Kindsbach ein höchst bedauerns⸗
werther Fall, indem ein Kindsbacher Bursche von einem Macken⸗
hacher mit mehreren Suchen in die Srust so derwundet wurde,
daß an seinem Aufkommen gezweiselt wird. Auf de der Gendarmerie
soforl erstattete Anzeige wurde det Thäler soglesch verhaftet.

Die wegen Todischießens des Wilderers Bütuner von
Maudach verhafteten 8 Pecsonen aus —AX
Gamber, Frey und Gunsenhäuser, wurden heute Ahend aus der
Untersug ungshaft entlassen; die Sache soll, wie wir hören, nicht
vor dem Schwurgerichte, sandern vor dem Zechtpolizeigericht Landau
zur Aburtheilung kommen. (Pf. K.)

pMunchen, 20. Nev. Adele Spetzeder, welche sich seit
14 Tagen hier befindet, wird morgen Viittwoch Abend im Cafe
Lotenz ein erstes Konzert geden uurd in demselben eine Reihe eigener
Kompositionen zur Aufführung briugen. Das Feaulein Sp zeder
will dann in einem größeren Lokale Konzerle zum Besten der Ab⸗
gebrannten in Cham, sowie zum Besen diefiger Wohltyhätigleiis
anftalten geben. () (Wurde detselben untersagt.)

paAus Badhern. Wenn die Vettreter einzelner Gemeinda
in einer der Sache wärdigen Weise vorgehen, wofern eb sich un
das Wohl der Schule handen, und wenn sie mit der That bezengen.
daß si, ⸗in mirmes HNeti saunch fäf ihre Lehtet kaben, so verdient
        <pb n="633" />
        das offentlich bekannt und Lehrern und Lehrerfreunden mitgelheilt
zu werden. —

Ein solcher Akt soll hiemit zur Kenntniß gebracht werden, da
er es wirklich verdient, daß seiner öffentlich und anerkennend er⸗
wännt wird; denn durch denfeiben haben die Vertreter Keugem ⸗
daqs wiederholt bewiesen, daß ihr Interesse für die Schule und
deren Lehret ein wahtes und wohlwollendes zu nennen ist. Die
dortigen Lehrer bezogen dither nebst freser Wohnung oder ent⸗
sprechender Miethentschädigung einen Aufaugsgehalt von 990 M.
welcher sich durch Quinquennialzulagen à 90 M. bis auf 1440
M. erhoͤhte. Durch einen in den jüngsten Tagen einstimmig ge⸗
jaßten Beschluß der beiden Gemeindecollegien wurden jedoch die
Besoldungeverhälmisse der dortigen Lehrer dahin geregelt, daß der
Aufangsgehalt derselben neben freier Wohnung oder Wohnungs⸗
miethentschädigung nunmehr 1200 M. beträgt, von 3 zu 3 Jahren
um je 100 M. steigt und mit 1700 M. als Maximum seinen
Abschluß findet. Hiedurch hat sich Kulabach, eine Stadt mit
5200 Einwohnern, den größeren Städten unseres Vaiterlandes
würdig an die Seite gestellt und in der Lehrerwelt einen Namen

n gutem Klang ecwarben. Msze sein Beispel Nachahmung
—F und mogen den Lehretn aller Orten ihre Gemerndevertre⸗
iunges ebenso freundlich und wohlgesinnt sein. (Bayer. Lehrerz.)

f Vom Odenwald, 17. Nob. Die TuchsadBik Seiz und
Altich in Gammelsbach (bei Beerfelden) hat über eine haloe NMiil—
lüon Passiven angezeigt. und es wird sehr geklagt, daß der Credit⸗
zeéin in Beerfelden mit 165.000 Martk dabei betheiligt ist, und
war in Folge einer großartigen Wechselreterei. (GSEr. J.)

Die Münze zu Hanuover joll zu Ostern eingehen, desgleichen
ie don Karlsruhe und Darmstadt. Es würden aiso bestehen
leiden: für Norddeutfchland die Mürnzt von Betlin und Hamburg,
sär Miteldeutschland die von Dresden tind Frankfurt a. M., für
nddeutschland die von München urd Siutteart.

fBerlin. Eine Perpetuum⸗ Plobile-Uhr. Von dem hie
men toniglichen Baumei er Helleng ist eiue Pendeluhr mit selbst-
Ratiger Aufziebvorrichtung, welche also niemals aufzo Jen werden
raucht, erfunden worden.

FDie Nachfrage nach Teéelephonsist eine so starke, daß
die Siemens u. Halslke'sche Telegraphendauanstall in Berlin, de
fich mit deren Fabrikation beschäftigt, all; Bestellungen, die ein—
laufen, kaum zu begältigen verniag. Der Preis eines einzelnen
Telephons beträgt 5 M., zwei zu einer Anlage gehöcige Apperate
mit 23 WMeter Leitungskrast kosten zujammen I1 M. Das Ver—
znügen, sich einen Fernspreche:“ einzurichien, ist also lein kost⸗
pieliqes.

fRujssische Agenten halien sich seit einigen Tagen in Berlin
auf, um Lieferungsverträge abzuschließen. Es handelt sich vo:⸗
nehmlich um Fußbekleidungen in Leder und Bummi und um Regen—
nei. Eine Firma soll die Lieserung von 300,000 Paar Stiefel
Abernommen huben, die jpätestens in vier Monaten fertig gestellt
werden müssen. Der Leferant muß in diesem Falle über 300 000
M. Kaution für rechtzeitige Ablieferung stellen, dagegen überneymen
die gtoöͤßten Berliner Vanthäuser die Garantie für prompte Zahlung,
de immer bei Ablieferung der einzelnen Posten erfolgt.

f Ein Jagdabenteuer. In den waldigen Gebirgen
von Hargita (Siebenbürten) fand vor Kurzem auf dem Gute der
Barone Ladislaus und Otto Rauber eine Bärenjagd stalt, bei
welcher sich solgender haarsträubender Vorfall ereignete: Die Jagd
war im besten Zuge, und die Jäger verharrten in gespannter Erregt-
heit auf ihren Standplätzen. Prötzlich brach aus dem dürren,
raschelnden Gesträuche ein mächt' ger, Bär hervor, der sich derekt
Eine große Auswahl der neuesten
Dyval Vfeiler· u. Rundeckspiegel
empfehlen zu düßerst billigen Preisen

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zegen den am Fuße eines Baumes sitzenden Baron Ladislaus Rauber
sehrte. Dieser wartete, bis das Thür auf eine Distanz von zehn,
wölf Schritten herangekommen war, zielte und schoß. Das Thier
türzte um. Der Jäner war der Ansicht, den Bären födtlich ge⸗
roffen zu haben, und trat auf denselben zu; das heftig blutende
Weid sprang jedoch auf und stürzte sich mit mächtigem Gebräll
zuf den Baron, Dieser schoß rasch ein zweites Mal, ohne jedoch
u treffen. Der Baron schien uurettbar verloren, doch rettete ihn
m letzten Momente seine Geist sgegeuwart. In dem Augenblicke,
us die Bestie nach itein ihre Krallen ausstrecktt, stieß er sein Ge⸗
denr in das blutschäumemde Maul des Bären, und während dieser
ich mit dem Gewehre abqualte, flüchtete der kühne Jäger zu einem
tahen Baume. Do h auch hierher folgte ihm das tödtlich getroffene
Wild, pocke seinen rechten Fuk mit den Jähnen und begann schreck⸗
ich zu cöceln, Enisetzt eilten die übrigen Jäger herbei, welche die
hte Swunde des Barons gekommen wähnten. Zum Glücke war
edoch Hülfe bere ts überflüssig. Der Bär lief mit blutunterlaufenen
Augen davon, taumelte nach etwa fünfzig Schritten und stürzte so⸗
aun mit dumpfen Acchzen todt zu Boden. Brron Rauber ist nur
echt verwundet, da ihn seine hohen Stiefil gegen den Biß des
mhieres einigermaßen schützten. Selbstderstündlich wurde das glück⸗
lich ahbgelaufene Abenteuex mit einem großen Gelage gefeiert.

fxDie Miltäc Verwaltung iu Wien ließ aus Interesse an
der Sache Brod von jeder Gattang kommen, w'e jsolches die
Rahrung der russishen Soldaten auf dem Kriegsschauplatze bildet
ind udergab dasselbe Fachmäunern zur genauen Unfersuchung.
Diese lieferte ein Ertebnigz, welches es begreiflich macht, daß die
ufsischen Intendanten und Lieferanten kriegerechtlich halbdutzendweist
richoffen werden. Jenes Brod enthält nämlich nicht weniger als
19 Proc. Sägespäne und 14 Proc. Sand.

NUeber die —X liefert eine
— Statistil der letzten 10 Jahre eine Reihe
hon Dalten, aus welcher wir folgende hevorheben: Die Einfuhr
heirug im Johre 1867 90,570 Koͤrbe à 12 Flaschen, stieg im
Jahre 1872 auf 215.512 Korbe und ging im Jarre 1876 auf
Na 654 2öorbe zurück. Im Ganzen murden in diesen 10 Jahren
irca 183 Mill:onen Flaschen eingeführt. Unter den Fabriken
immt die Firma Pper u. Co, in Reims mit beinahe 5 Millionen
Flaschen die erste, dann Mumm u. Co. mit beinahe 314. Millionen
Tlaichen die zweite Stelle ein.
—— — — ——⏑ü — 7r77 ——
— . erworiich 4. X. Deme,
—
Illustrirte Jagdzeitung. Herausgegeden vom königl. Ober⸗
förste r H Nibsche. Fünfter Jahrgang. Nr. 4 ent⸗
hätn: Erkenntnisse des Königl. Preuß. Obertribunals zu 8
292 des Reichs⸗Strafgesetzhuch a. Jaadbilder aus der Ost⸗
indischen Juselwelt von H. v. Clausewiß. Das beste Gewehr
von M. Wogner. Eine seltsame Hastnentbindung. Die
Hofjaaden bei Ohlau. Literatur: Jagdbilker vom königl.
Bicr: Ode jägermester R.v. Meyetinck (mit Bild) und andere
inter ssanze Notizen. — Diese Zeiischrift erscheint im Verlage
von Schmmdt KGünther in Leipzeg. Alle Buchhandlungen
und Postanstalten nehmen Abonnements an
Ir Ter Ieccu auf die ĩm heutige n Blaue stehende Nnonce der
Herren Kaufmann und, Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
Eẽs handelt sich hier um Original⸗Loose zu einer so reichlich mit Haupt⸗Ge⸗
winnen ausgestalteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine recht
lebhafie Beiheiligung voraussetzen läßt. Dieses Unternehmen vereient das
volle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch
borbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung
jahlreicher Gewinne allieins bekannt ist.

LIBSFMC. FSENAISiRA uiigeie Berliner
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kann bei jeder Postanstalt angemeldet werden.
Am I. Dezember beginnt in unserem Peuilleton éin
euer Roman, welcher sicher das gröõsste Aufsehen erregen wird.
Anmeldungen wollen sehr bald erfolgen, damit die Vor-
sendung keine Verzögerung erleidet.
Die Sonntagsbeilage, Deutsches Heim“ vwird gratis
heigegeben. FJJ
Die Expedition der „Deutschen Union?
J. WV. Bertin. Zimmeræat. 94.

Wein⸗Etiquetts,
farbig bis 7farbig
ind zu haben in der
Lith. Austalt F. X. Demetz,
St. Ingbert.
        <pb n="634" />
        Da mein Geschäft bis Neujahr
dahier anfgelöst wird, so verkaufe

ich die noch vorräthigen Waaren
unter dem Selbslkostenpreise
und ersuche ich gleichzeitig Diejenigen, welche
mir noch schulden, um gefl. Berichtigung
Ihrer Rechnungen.

d. Menmn,.

Samstag Abend um 6 Uhr
Wurstsuppe mit Sauerkraut
A. Weirich.
Für Schnupfer /
Aochten grand Cardinal
Fran- Hoveaux —
—

empfiehlt zur geneigten Abnahnme —
J. Friedrich.

MAn Düete dernn v ιαα e Fm—l
* n
575, O00 R. Mark
Janpt Gewim im gũnstigsten Valle bietet die alIlerneneste
GSGSS GoId-VerlooS URg, welche von der hohen Regieruusg
zenehmigt und garantirt ist.
Die Fortheisafte Binrichtung des neuen Planes ist derart, dass
m Laufe von venigen Monatæn durch 7 Verloosungen 46,200 Gæ-
Vinn rug sicheen Entscheidung kommen, darunter befinden sich
ICAGer vor ntuel R.M. 3275, 000 speciell aber

13 J 4
Gicht und Rheumatismus,
deran Lahmungen und andere innorliche und äusserliche seither ur
unheilhar gohaltens Krankheiton.
Luidenden Jeden Grades, denen se hon lüngst
mehr in den Sinn geLommen ist, noch dieses ode
jenes fũür ihr Leidén 2u rauchon und die kost-
pare Gesundheit wieder 2u erlangen, ist dennoeh
eino Hoffnung geblieben. Sieh von ihrem sahret
langen BPlund befrnien z2n können, mögen die Loit“
gen innorlichs oder Zusserfiche, mögen nur oin-
eolne odor alle Körperthoiĩlo afficirt sein
Dem DœDarasteller der Hossingersehen X
hat es umsagliehe Mũhe gekostat, bis es ihm o
sungen ist. dureh Snα ενο Heilmethode: Ablage-
rangen (verknorpoesungem) ijm vorhürtoton Zustande
wisder zu orweichen vnd zum Vortheilen au
bringen, wodureh allein das Gelenk, resp. die
Sehne wieder. ĩin die frühere Laße greifen Lann
und die Circulation des Blutes wviederhergesteltt
wird, fernor jeno eidenden Thoilc. vιαιι vr-
——8 gexrũmmt · varen oduer in Folgo der Scbmorzeꝶ
iehi bewegt werden konnien, sowie die Tidenden Theĩlo, wolehe be
eits gefühslos geworden waren, wieder z2u beleben und au Xrattitzen.
Die Fartnückigeto und langjäbrige Kopttzieht wird gelindert in einer
Uinuté und geheilt binnen s Tagen. 3*
Man verweehsele diess Mittel niebt mit jenen Zusalsgemiseben de-
trũgorisceher Kurptuscherei, die schon Manchem die Angen geötfnet Pefr
beste Beweis, lass meine Mittelĩm hoßnungslosesten Zustande noch heslen,
ist dor, dass Jedor den Erfolz schon Jen av?ten Tatg rerspũtt und 28uãν
einerléei, ob es eine Schwächere oder rer Natur ist. Dio dllittel
kxöõnnen vom Greiso wio vom Kinde gabraueht werdoen, ferner wird der-
jenige, wolcher sinem Berufe noch nachgehen xamm, dureh die Kuf
nieht gestört, mögen nun die Leiden dunn Erkältung, Fallen, fouechto
X——
s. v. entstanden sein. Ieh braueche nieht 0 vissen, ob die ge wöhn-
liehen Kuren wie Schwitazn. Lebertiaran, Fetrol«um. Badn, Warm-
halten odur sonstige Quacksalbervien sehon angewandt siud, pur ditté
ieh, xurz das Lesdinu. sein Stadinm zu boschr αν. Bitte a gendoαο
X—
L. G. Moœssinger in Frankfurt a. .
Vor Amvendung moiner Kur (wolons nur unbdedsutonde peooumers
Opfor auferlegt) kKann eine grosso Reins von Dankschreiden Geheilter,
dis mir allein in den foteten Vochen zugokommen, und übor deren
Authontloitüt sioh bei don Betretenden zu informiron ioh federmann
troistellö, eingesehen worden

Gewinn a .. ,— Gewinn 000
Fewinn. à M. 125,000 280 Gewime a . 2,000
Gewinn a A. 80,000 Gewinne à M. 32000
Jewinn, a M. 80,000 27 Gewinne à U. 3000
Jewinn aà M. 70,000 52 Gewinne a d 2000
ewinn a J 200 Gewinne a 00
ewinn a 900 110 Gewinne a 200
ewinne a 00 621 Gewinne à M. 500
ewinne a ) 900 706 Gewinne à M. 250
lewinne a M. 20,000 25, 635 Gewinne à MA. 188
Gewinne a M. 18,000 ete. etc.
Die Gewimziehungen sind planmüssig amtlieh festgestellt.
Zur nüchsten ersten Gewimmiehunga dieser grossen vom 8Staaté
caruntirten. Geld-Verloosung kostet
ganzes Original-Loos nur Mark 6 —
kalbes 5 23 s
Vwiortel 1II/⸗
nIAMIIe Auftrüge werden sofort gegen Einsendung, Fosteinzahlung
der Nachnahme des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgeführt
und erhält Jedermann von uns die mit dem Staatswappen versehenen
Original· Loose selbst in Händen.
SHenm Bestellungen werden dio orforderlichen amtliehen Plune gra-
tis · heigofugt und naeh jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten
uinaufgefordert amtliche Listen.
vbie Auszahlung der Gewinne erfolgt atets prompt unter Staats-
Garantie und sann Umon directe Pusendungen oder auf Verlangen der
sstterescenten durch unsere Verbindungen an allen grösseren Plützen
Deutsehlands veranlasst werden.
neere Collecte war stets vom Glũcke begünstigt und hatte siech
lieselbo unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der
arsten Haupttreffer zu erfreuen, die den betreffenden Interessenten
lirect ausberahlt wurden.
vVorauscichtlich kann bei einem solchen auf der solidesten
BRusis gegründeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Bethei-
ligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir daher.
um alle Auftrüge ausfuhren 7u können. uus die Bestellungen baldigst
ind jedenfalls vor dem S0. Novem ber d. J. 2ukommen 2u0 lassen
Raufmann &amp; dimon,
Bank- und wWechsel-Gescehaft in Hamburg
Ein- und. Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Fisenbalin-Actien
Aundt Anlehenslooss.
P. S. Wir danken hierdureh für das uns seithor geschenkte Vertrauen
oumnd indem wir bei Beginn der neuen Versoosung zur Betheili-
gung einladen, werden wir uns aueh fernerhin bestreben, dureh
stets prompte und reelle Bedienung die volle Zufriedenheit
unserer geehrten Interessenten 70 erlangen. D. O.

Brauerei 71 Ingbert 55 ich frische
Tägli ⸗
frische zuͤn Milch Houiglebkuchen
zuu haben. ei
Am AX. U. Au.
DEæC. ¶. V.
deainnt mit der L. Ziehung
die vom Staate genehmigte
and garantirte
Ha in hurger Stadt-
Lotterĩie.
D'eselbe best. aus S3,800
Locsen und' A6,200 Ge—
winnen, wovon Haupttreffer
ventuell
375,000, 250,000, 125,000
30,000, 60. 000, 50,000,
40, 000. 36 000, 32 830,000,
2 à 25,000, 3 à 20.000,
7 à 15,000, 23 à 10,0060
Marl ꝛc. ꝛc.
Hierzu versende Origi
nal⸗Loose
Ganze, Halbe Viertel
B M. 3, M. LBAO M.
gegen Einfendung des Betra
ges oder per Postvorschuß.
Spieler erhaltend die Ge
vinn listen gratis!“
Wilh. Bastlius,
om Staate angestellter Haupt⸗
Collecteur in Braunschweig.

K. Schmitt, Säcker,
neben der kath Kirche.
Feinsten frauzoͤsischen —
IcASOC
J I. Qualität
Limburger Käse
empfithit billi /
MP. Zepp.
Prankfurter Dombau-Lottorie
Ziehung am 15. Dezember 1877.
CarlAlbert-Looss
Zichung am 15. Dezember 1877.
Zu dieser Lotterie erlasse ich Loose
Do n buu- Loose 1 Stück zu 4 Mark
12 Stück zu 45 Mark.
CarI AlIhert-Loose 1 Stück zu 6 Mark
12 8Stüsk zu 70 Mark.
Hauptgewinne im Werthe von 30,000 Mk. 20,000 Mk. bis
abwarts 10 Mark im Gauzen 20, 000 Gewinne.
Alle Theimehmer, deren Loose mit einer Niete gezogen
»verdon, erhalten mit der“ Ziehungsliste das Portrast des
Demiseher FRiiseors in eleganter Aussstattung franeo
undgratis ũbersandt.
Bestellungen wolle man valdigst machen um allen Wün-
3chen genügen zu können.
Lelix A uerbbac
Frankfurt a. M.
Redaktion Druck und VWerlag von F. X. Demetz in St Ingbert.

— —
ertrauen kann ein kranker
nusx zu einer selthen Heilmetbode
haben, welche, wie Dy. Airvis

Naturheilmethode, fich thatsächlich
dewährt hat. Daß durch diefe Me—
hode äußerst günstige, ja staunenerre
zende heilerfolge erzielt wurden, be—
veiĩen die in Foon reich ilur Buche:
1*1 e
— —
en zayireichen Srigi⸗
val⸗Atteste, laut welchen selbsjt
solche Kranke noch Heilung fanden
zür die Hilfe nicht mehr möglich
schien. Es darf daher jeder Kranke
ãch dieser bewährten Bethode um
so mehr vertranensvotl zuwenden.
als die Leitung der Kur auf
Wunsch durch dafür angestellte
praktische Aerzte gratis erfolgt
Näheres darüber sindet man in
dem vorzüglichen, 544 Seiten
tarkten Werte: Dr. Niry's Na⸗
turheilmetbode, 100. Aufl., Ju⸗s
—
Lcipzig. Richrer's Verlags⸗Anstalz,
welche das Buch auf Wuͤnsch gegen
Einsendung von 10 Briefmarken
io VPf. direert franeo versendet.
5 —
        <pb n="635" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Ler St. Jugberrer Auzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupttzlatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

erscheint wöchentlich Slermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sountag. Der Aboune ment gpreis betragt vierteliahrlich

Maͤrt 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auzwärts mit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift ader derer Raum. Reclamen
mit 80 Pfg. pro Zeile berechntte.
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em
b
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—
Deutsches Reih.
Munchen, 205 Nov, Der T. Universitätsprofessor Dr. J.
d. Dogl hat Line zeut Auflade (5) bed Lehrbuches des bayer. Ver⸗
soffunasrechtes unter Bexücktchtegung des Reichscechtes begrbeitet.
Der liderale Kammerklub hat eine Adresse an den Frhen b.
Stauffenberg abgehen lassen, worin „die zuversichtliche Hoffnung und
heiße Wunsch“ ausgesprochen wird, daß 18 Hrn. v. Stauffen⸗
e „bald vergönnt sein möge, in der bayexischen Abgeordnetzen⸗
KWimer Reins hmrohe und segensreiche Thätigleitwitder e
ehmen. 4
ich Muünchern, 23. Rop. (Abgeotdnelenlammer.) Bezüghig
—X Aschoffentürger Forftschule wurbt nach banger Debatte dos
enen mii 78 gegen 75 Stimmen abg lehnt. Dagegen
minde der Ausschußantrag (Bewilligeng der Mittel für Beibehaltuug
der Aaflalt in Aschaffenbarg) angenom wen, ebenso der Antragnon
Kutz, S: M. den König zu hulen, die Jdorstschule in Aschaffen⸗
burg zu reorganisiren. (Pfs. NK5.
Der „N. 3.“ telegtraphirt man gus Bertin; 21. Rov.
Die Nichtanwesenheit der Minsster bei der Interpellation Richters'9
wegen des Welfenfonds exregt ig parlamentarischen Kreisen das pein⸗
ichste Aufsehen JSie ist auf gun. Deuuch gedagt. eine felbst ing
Preußen beisbiellofẽ Verhöhnung der Kammer, deren unbestreitbareß
Interpellationzrecht durch die Verlefuug eines hrutalen Antwortae
grweigerung Stilen eines obsturen Regietrungskamnisars vonssandi
usornch geacht wogden ist. Die Red. F. K. — Der aulsß,
dder Wiener-VDiebstahls Affairs wvielgenaunte deutsche Mili.ar⸗
Allachte in Wien, Major Graß Keller, ist abberufen worden.
LTelegraphilche Berichte jber die Stimwung in Konstantinope
melden, daß der Kriegsmutb der Fürlen kotz des Falles pon Karq
uugebroͤchen sei. Man hofft, daß der baldige Eintritt der xauhere
Jahreszeit den Fall von Erzerum verhlndern werde. Zudem iß
n Ernnohian, dos euws 1536 Fm von Eizerum und 170 Im
on Trapezunt entfernt liegt, eine Erjaharmee in der Bildung bez
riffen, deren Kern die von Trepezunt aͤbmarschirlen Batagillone abz
geben sollen. Von einezzt Rückmorsche der, hei Batum stehenden
surtischen Truphen hat noch wochtg derlautet. Ohsvohl die Russen
etzt vielleicht nicht allein krafüiger gegen Batum vorgehen werden,
o brauchen die Türken doch keine Abschneidung der dort stehenden
ruppen zu besochen, weil sie es jedet Zeit in der Hand habeng
die dorn sehenden Iruppeu vermirtelst det Flotte zu. irgend eineni
aderen Puntte des Kriegsschauplatzes hinüberzuschaffe...5
Die in Kars gefangen genommenen Paschals sind Mebemed
Hascha und Muyssapha Hüssein Poscha. Die Abführung der Kars—
shen Garnison dat beresls begonnen. Zur —— der Generäle
Heimanu und Tergulassoff ist Genergl Lazareft mit ,000 Mann
ach Erzerum aujgebrochen, währende eine zweite Kolonne gegen
Balum dirigirt wird. ——
Ueber die militärifchen Maßregeln der RPsacte veröffentlichen
Werer Zeitaugen solgende qus Konfigntinopel vom 18. Rovembet
Fatirie Depesche: Tie Regierung läßt in Angtolten und Kumelien
1,000 pferde iix die Kapallerie und 3000 für dvie Artillerig
— gug Eyrien treffen hier neuerdings Truppen ein,
Dringende nach allen Wichtuugen hiu abgegaugere Ordretß def
Regierung verlangen die schleunigste Zufammerniehung des neuen
Armeekontingents von 300, 000 Mann. Das Kriegaminislerium
rifft glle Vorbereitungen zur Ginkleidung und Bewaffnung defsfelben.
Der Ban einer neuen Pulverfabrik wurde in Angriff, genommen
und soll binnen drei Monaten fertiggestellt werden. Alle hierzu
öthigen Maschinen und Einrichtungen wurden in Amerika bereits
anoetauft.

27. August, New-PYork; Susanna Edel, geb. Seifried, 78 Jahre
alt, aus Gossersweiler, gest. 16. August, New-Orleans; Peter
Moock, 40 Jahre alt, aus Klingenmünster, gest. 6G. August, New⸗
DOrleans; Elifabethä Ritter, 78 Jahre alt, aus Dreisen, gesi. 5.
September, Philadelphia; Valentin Schmelzer, aus St. Ingbert,
zest. 18. Aug., Brookiyn'; Johann Ulrich, 27 Jahre alt, aus
leinfischlingen, gest. 18. August, New-Orleans; Michael Weiß⸗
»rodt, 64 Jahre alt, aus Niederkirchen, gest. 8. Aug. Cincinnatti.

In Raiserstauter u-wiirde, am Abend des 20. d,
M. duro den Postpodergehilfen Walburg ein Unglück dadurch ver⸗
jütet, daß ex einen Mann, welcher in angetrunkenem Zustande auf
die Bahn sprang, während im dze Momente der Zig in der
Richtung nach Ludwigshafen auf das Schienengeleise kam, mit
eigener Lebensgefahr hexausriß.

Zur Berichtigung über den Selbstmord des kath. Lehrers
Zronenberger in Iggelheim geht der Kaisersl. Ztg.“ nach⸗

kehende NRotiz zu Lehret Kronenberger war ein üußerst streb⸗
amet und intelligeizteß Mann, der einen tadellosen Lebenswandel
uͤhrte. Derseibe wollie auch am fraglichen Abend nicht etwa ein
Zerhältniß anknüpfen, da er ja schon ein Jahr mit Frl. K. in
ntimen Beziehungen siand. K. war aber katholisch und das Mäd⸗
en protestantisch. Das NUebrige entzieht sich der Oeffentlichkeit.
Hie ganze Gemeinde hedauert den Unglücklichen, der sich großer
Beliebtheit erfreute. Er war erst 22 Jahre alt.“ —
xIn Zolge einer Anzeige nahm dieser Tage ein Gendarm
n dem Dorfe Eßmannsdorf au der Unstrut bei dem Schiffer B.,
pilcher in einem ejnsam liegenden Hause wohnt, eine Haussuchung
zor und fand den eiwas blödsinnign 17 Jahre alten Stiefsohn
den die Frau ihrem Manne asß uneheliches Kind zugebracht) in
inem Zustande vor, welches hark an die dunkle Geschichte von
aspar Hauser uünd Barbara Ubryk erinnert. Seit fünf Jahren
st der jange Mensch von seinen Raben-Eltern in einem Ziegenstalle
efangen gehalten worden. Voͤllig nackt und mik Ziegendünger
s an den Halsz bedeckt, wurde er gufgtfunden. Dir sqgubern
ltern haben bisher den Sohn für unheildar kraul ausgegehen und
hit dieser Eutschuldigung den Schulbesuch und die Confirmation
es Gefangencu umgangen.

Wiesbaden, 21. Nob. Der „Rhein. Kur.“ erzählt
jolgendes: „Eine Dame, welche verflossene Woche von hier nach
zjraukfurt a. M. fuhr, traf in dem Coupee II. Classe mit zwei
iuderen Damen zusammen; nachdem ein Gespräch andelnüpft war,
vurde sie von einer der Damen, welche einen Strauß in der Hand
cug. Bebelen, in tal pgrau zu riechen, was sie auch that. Die
Ddame⸗e wurde in dolge ane schläfrig und verfiel endlich in einen
tiefen Shlaf, J fie bei der Ankunft geweckt werden mußte.
ls b 3 Hause kant, giwahrte sie, daß ihre goldene Uhr nebst
Rette verschwunden war.

f Nordhausen, 18. Nop. Auf der Domäne Heringen
ind, wie die „Nordh. Z.“ berichtet, beiteinem in letzter Woche statige⸗
Jehabten Brande einer Malzdarre fünf Menschen verbrannt. Der
weite Boden über der Varre diente dem Arbeiterperfanal — etwa
22 Köpie — alg e soghhen „zwar riccht warme, wie aber
dec Unglücstall ð seht — S

x Berlimn.e Der Komponist des Arnd''schen Liedes:
„Was ist des Deutschen Vaterland?“ der lgl. Musitdireltor G.
Reichard, hat am 13. d. M. seinen 80. Geburtstag begangen.
Don nah und sern erhielt er zahlzeiche Beweise treuer Liebe und
Anerkennung. Am Abend versammelte sich um ihn der Kreis seiner
Familie und der nächsten Bekannten; es gelangte in der Gesellschaft
ein Glückwünsch-Telegramm des Kronprinzen zur Verlefung, uund Mit⸗
zlieder des Domchored sançen patriotische Kompositionen des Gefeierten.

fDer Kuß padrdas Külser. Die, Statistik
ist unzweifelhaft die streitbarste unter den modernen Wissenschaften
— kriegerijcher als die Kriegkwissenschaft selbst;. Fegreich trägt sie
hre Fahne in fremde — jo, feindliche Gebiete und taglich erweitert
ich das von ihr eroberte Terrain. — In einem soeben (Gbei B.

Vermischtes. e
Die neueste Nummec der „Nachrichten aus Amerika“ ent⸗
zäll die Namen solgender in Amerika gestorbenen Pfälzer
Beorg Johann Alexander, 70 Jahre alt, aus Heuchelheim, gest.
        <pb n="636" />
        S. Berendsohn in Hamburg) erschienenen Vüchlein „Der Kuß und
das Küssen“, eine Studie bon Sigismund Librowicz, ist auch diese
Kosi, welche (nach Weber⸗Demokritos) mit kirschtothen Loffeln ge⸗
nossen wird“, berechnet und rubricirt worden. Der Autor schreibt
darüber: „Der Kuß ist gegenwärlig eine sehr oft gebräuchliche und
allgemein verbreitete Sitte, und wie die Statistik nachweist, wird
in der Welt ungeheuer viei geküßt. Wie schwer eine solche Sta⸗
ristit zu machen ist, da die einen Lente die Anzahl der von ihnen
zegebenen Küsse nicht angeben wollen, die anderen dieselbe aus
Hrahlerei übertreiben, — so ist doch dem erfinderischen Kopfe eines
sustigen Franzosen die Idee entiprungen, eine solche Statistik, wie⸗
wohl nur in ungefährer Berechnung, zu bearbeiten. Diese Statistik
vom Jahre 1871 ergab, daß auf der ganzen Erde taͤglich 100
D.illionen Küsse gegeßäen werden. Davon kommen
auf Deuischland.. 20 Mill. J

England. 13 ,

Frankreich.. 18

Rußland. 304

„Sachsen* 1,2200,000

und speciell auf Dresden — wo übrigens ziemlich viel geküßt
dird — 90,000 täglich! Der Statistiler gibt wohlweißlich an,
daß sich die Zahlen nur auf gegebene, nicht aber auf empfangene
Zusse beziehen. Die Anzahl der letzteren muß kleiner jein, weil

——ü
Freiwillig gerichtliche
Versteigerung.
Donnerstag, 13. Dezember
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr bei
Wirth Paul dahier
laͤßt Heinrich Laur, Wein⸗
jändler dahier, als Vormund
dex minderjährigen Kinder der
in Si. Ingbert verlebten Ehe—⸗
leute Johann Woll und Maria
Laur, Namerns Maria Louise
und Henxiette Elisabetha Woll,
mit Ermächtigung des Familien⸗
raths folgende, den genannten
Minderjährigen gehötigen Liegen⸗
chaften, im Banne von St.
Ingbert doffentlich an den Meist⸗
bieienden zu Eigenthum versteigern,
nämlich:
Pl. Nr. 788 und 789,
37 Dez. Wiese in den Groß⸗
gärten.
St. Ingbert, 24. Nov. 1877.
Sauer, kgl. Notär.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 28. November
1877, Morgens 11 Uhr vor
dem Stadthause in St. Ingbert
ersteigere ich auf dem Wege
der Zwangsvollstreckung
1. Pferd, 1 Wagen, 1
leiderschrank, 4 Rohrsessel,
l runden Zulegtisch und 1
Nachttischchen
zffentlich an den Meistbietenden
Jegen Baarzalung. 6-48 Paare hübsche Tau⸗
Si. Inabert, 22. Nov. 1877. ben sind billig zu
Faßbender, verkaufen.
kgl. Gerichtsvollzieher. .Ervedition saat bei wem.

Schmerzlose
Zahnsperationen
M. Sichelꝰs
Atelier künstlicher Zähne.
St. Johann a. d. Saar
Victociastraße 97 B.

Nevers Haond-Lewiscon

— — — —

Zuæeite Auflage 1976
eibt in einem Bande Ausbunst iber jeden Gegen-
ůαα der menaehlichen Kenntnis und auf jede Frage /
raoa einem Namen, Begriff, Fremdivort, Ereiqnis, De-
eum, einer Zaht oder Thatecehe augenbticicticluen
Bæescheid. Auf oa. 2000 leinen Ontavseiten über
60, O00O Artixet, mit vielen Karten, Tafeln und Beilugen.
24 Lie ferungen, &amp; 60 Efenni ge.
GBubokription in allen Buchhandlungen.
on dos Biblioprophisclen Instituts
TEA.

5

diele der gegebenen Küsse den zu tüffsenden Stoff aus vielerlei
Bründen nicht erreichen. Würde man auf die Kuüsse eine Steuer
legen, z. B. 10 Pf. pro uß, so hätte sich in Dresden die Steuer⸗
innahme um ungefähr 3,000,000 M. jährlich vergrößert. Es
änd darunter nur die wirklichtn Ausse und nicht die imaginären,
die man leblosen Dipgen gibt, und deren Anzahl ebenfalls eine
echt große ist, gemeint. Der Geliebte küßt das zärtliche billet
loux seiner Dulcinea, der Wucherer küßt seine Goldstücke, der
deuchler die Heiligenbilder, die Geliebte das Bildniß ihres Geliebten
1. s. w. Solche Küsse jedoch — sagt Oettinger —- verhalten sich
ju den wahren wie das Zwilschetn des Zeisigs zu den Flötentönen
iner Nachtigoll, wie das Gegacker eines Truthahns zu dem melo⸗
dischen Sange einer Lerche, wie das Zirpen einer Grille zu dem
Schlagen eines Kanariensängers.
3 — — — — — — — — en αα
Für die Redaction veraniwortlich: F. X. Demet.
— rruur —
Interesaa at
gt die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich befindende Glũcks-
Anzeigo von Samues Heckscher senr. in amburg. Dieses Haus hat X
ĩurch seine prompte und verschwiegeno Iuccahiung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
la Jeen ut dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle auf-
nerbksam machen.

Der Unterzeichnete hat beine
Sinders pielwe aren
zum Verkaufe ausgestellt nud empfiehlt dieselben zu sehr
— nmaßigen Preisen —
J. J. Fiack iun.—
Die Gewinne
e garantirt der Staat.
Prste Ziehung:
87.0 04. 2x-- ia. is. peccber.
⸗ — — J — —
Finladung zur Betheiliguug an die
Gewinn- Ohanmno
der vom Stante Hamburg garantirten groasen
Gii -Lotterie, in welcher ühber
ITIIIGS MarK
sicher gewonnen werden Mmiissemn.

Die Gewinne dieser vortheilIhaftem Gield Lotterio,
welehe plangemãuss nur 85,500 Loose enthalt, gind folgende: näwlich
Gewiün er. 375,000 Mark, speciell Mark 250,000, 1285,000, 80,000,
30,000, 357 70,000, so 66660 ind 0 ual
D odo mnã 1000, 24 I 0000, 31 eas s000, 6000
r sc⏑ 00 30600 —⏑ 62412400, 20d vund
— VV 220 28246
aos 388 14 o 3 67, 868 80
F ten 27 Ab-
enungen zur sSicheren Pntscheidung.

ö -αα Gevinnziehung ist amtließ auf den

12. und 13. December d. J.

festgestellt und kostet hierzu

das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das Ralbe Originalloos nur 8 Reichsmark,

das viertel Originalloos nur 192 Reichsmarb,
und werden diess vom Stante garantirten Original-
Loose (xeine verbotenen Promessen) gegen XV
sendung des Retrages oder gegen POStvorSsSchuss
bet meon den entferntesten Gegenden von mir versandt.

Jeder der Betheiligten erhàlt von mir neben seinem Original-
Looss ch aen mit dem Staatswappen versehenen OriginalPlan gra-
tis und nach stattgehabter Ziehung dofort die amtliche Ziehnngseliste
anaufgefordert zugesandt.

— Gewinngelder
erfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strengstor
Verschwiegenheit.

GGQe Reste IInng kann man einfach auf eine Posteinm-
hlungskarte machen.
len daher mit cdem Auftrúgen
artrauensvoll an
demiel Heekscher sen
Randuier und Weepeas. Comptoir in UUnmhure.
rucht- Brod⸗ und W. 20 pt. Kartoffeln 2 M.
Fleisch⸗Preise der Stadi v b3 ihd gier
Zwei 5 22. 5 Pf. Kornbrod 3 Kil.76. 2Kil.
Zweibrücken vom November. e e di. 26 9.

Gemischtbrod 8 RKilo. O M. 93 Pf.
Paar Weck 100 Gramm 6 Pf.
Rindfl. 1. Qual. 66 Pjf. 2.
Zual. 60 Pf. Kalbfl. 60 Pf.
damfl. 60 Pf. Schweinefl. 60
.VRuͤttit 1M. — Pi. ver Vi.

Weizen 11 M. 27 Pf. Korn
o8 M. 44 Pf. Gerste 2reihige
7 M. 60 Pf. Gerste 4reih.
7 M. 30 Pf. Speg 6 M.
32 Pf. Hafer 6 M. 24 ppf.
Heu2 M. 40 Pf. Stroh 21
—— — — — —— — —·— — 2* — —————
ele ve Temestz in St Ingbert.
Si⸗ziu Allustrirtes Sonnutaasblatte Nr. As
        <pb n="637" />
        St. Ingberler AAnzeiger.

Ser St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Eei⸗
age) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnemeuntspreis beträgt viertelijahrlich
1Mart 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 VPfa. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder derer Raum. Neclamen
J mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
— — —
M 186. I Dienstag, den 27. November 1877.
— — — —
—
Deutsches Reich.

München, 24. Nov. Der Rüscktttt des Finat zwinisters
Berr hat nicht überrascht, nachdem derselbe wiederholt erklärt hatte,
daß, wenn die Majorität der Kammer der Abgeordneten das Ge⸗
sahren der Mehrhet der Kammer der Abgeordneten billige, er
seinen Rücktritt erklären werde. Schon vor Wochen hatte der Herr
Minister dem König seine Entlassung angeboten, die jedoch mit
Fer Erklärung zurückgewiefen wurde: der König theile die Anschau⸗
ungen des Minislers und billige dessen Verhalten, es bestehe lein
derfassungsmäß ger Grund zum Rücktritte. Nunmehr hat der
Minister seinen Rücktritt mit seiner angegriffenen Gesundheit motiviri
und der König dieselbe, wenn auch mit größtem Widerstreben,
zenehmigt. Der neue Finanzminister, Herr v. Landgraf, ist ein
rüchtiger Finanzmann von gemäͤßigter liberaler Richtung; wir
zweifeln indeß, daß er bei der ultramontanen Mehrheit der Kammer
der Abgeordneten ein größeres Entgegenlommen und einen besseren
Willen finden werde, als sein Vorsfahrer..

München, 25. Nop. Der zum Finanzminister ernannte
Ministerialdirektor Landgraf lehnte dankend die Uebernuhme des
Postens aus Gesundheitsrücksichten ab.

München. In den Einlauf der Abgeordnetenlammer ge⸗
langten mehrere Eisennahnpetitionen aus der Pfalz, und zwar von
demn Bürgermeister und den Stadträthen von Zweibrücken, den
Gemeindedertreiungen Irheiw, Rimschweiler, Althornbach und Stadt⸗
hornbach wegen des Baucs einer Eisenbahn von Zweibrücken über
Hornbach nach Bitsch, dann von dem Eisenbahncomite Wolfstein
nebst Anschlußerklärungen der Gemeinderäthe mehrerer piälzischen
Gemeinden, den Ausdau des Eisenbahnnttzes in der Pfatz auf
Hrundlage der Fusionsbestimmungen, in spocio den Bau der Lauter⸗
thalbahn betreffend.

RAusland.
Wien, 25. Nop. Das ‚Wiener Tagblait“ meldet aus
Bukarest: Osman Pascha ist zur Kapitulakion bereit, jedoch müßte
die rumänische Armee zurückgezogen werden, da er keinenfalls mit
dem Fürsten Karol unterhandeln werde; russischerseiis will man
diese Bed'ngung nicht zugestehen. — Das ‚Wiener Fremdenblalt“
erfährt aus Konstantinopel daß der Sultan jede Vermittelung einer
deutralen Macht perhorreszire. Wenn die Fortsetzung des Krieges
sich als unmöglich herausstelle, werde er direkt wegen des Friedens
imt dem Czaren unterhandeln. Exsultan Murad wurde zwangs⸗
weise nach Topkapu übergeführt. — Aus Paris wird gemeldet,
daß außer der Ernennung des Herzogs Decazes zum Boischafter
in Berlin Bauneville keine neuen Veränderungen im diplomatischen
Corps vornehmen werde. — Die Deutsche Zeitung“ meldet aus
Rom, daß das Befinden des Papstes sich derart verschlimmerte, daß
eine Auflösung für jede Minute bevorstehe. — Aus Pariser Regie⸗
rungskreisen sind Aeußerungen zu verzeichnen, wonach die Welt⸗
ausstellung trotz allet inneren Conflikte jedenfalls vor sich gehen
werde. (Deutsche Montags-Zeitung.)

Paris, 25. Nor. Der „Moniteur, sagt: Der Marschall
Mae Mahon habe sich bei dem gestrigen Empfang im Elisee zu
wiederhol:en Malen für die Rückkehr zur Politik des Widerstandes
ausgesprochen und gesagt, daß er bei Bildung des neuen Cabinets
sich von versoͤhnlichen Absichten habe leiten lassen; ohne sich unter⸗
werfen zu wollen, habe er sich zu einem Schritt der Nachgiebigleit
verstanden. Seinen Gedanken einen bildlichen Ausdruck gedend,
habe der Marschall geäußert, er habe einen Waffenstillstand an⸗
geboten, der die Vorbereitung des Friedensbertrages erlaudt hätte;
die Kammer habe darauf mit einer heftigen Kriegserklärung geant—
wortet, die das Oberhaupt des Staates nicht annehmen lönne.
Jedes Zugestandniß würde eine Capitulation seip., Es sei für ihn
eine Pflicht der Würde und der Ehre, seinen Posten im Kampf
und im Widerstand neuerdings einzunehmen.

In einem Ministerrath von heute Vormittag hat der Marschall
dem Obigen entsprechende Entfchließungen zum Ausdruck gebracht.

Es wurde beschlossen, daß das Ministerium auch weiterhin in der
dammer und im Senat erscheinen werde.“ Man hält es nicht für
iumögl'ch, daß der Senat veranlaßt werden wird, sich über die
Zerfassungsmäßigkeit des Kammerbeschlusses (Mißtrauensvotum gegen
Jus neue Ministerium) aussprechen, welchen die Regierung für un⸗
zefetzlih erachte, da das Recht des Präsidenten, seine Minister
ußerhab des Parlaments zu wählen, verfassungsmäßig festhestellt
ei — Man glaubt, die Rechte (7 der Abgeordnetenkammer werde
norgen den eisten Schritt thun und die Prüfung und die Volirang
des Budgets ohne Beiziehung des, Ministeriums beantragen.

Bütkariest, 25. Növ. Offiziell. Nach ernem zwei, Tage
sindurch dauernden Kampfe wurde die starke Position von Pravetz
im 23. Nobember genommen. Zehn türkische Tabors flohen in
Inordnung. Die Verluste scheinen unbedeutend zu sein. General
Kauch hal mit dem Semofski'schen Garderegiment und dem Schüten⸗
ataillon der kaiserlichen Familie den Kampf entschieden.

Petesburg, 23. Nov. Offiziell wird aus Kars vom
23. de gemeldet: Dir Garnison von Kars hat aus 32 Batail-
onen Jufanterie, 2400 Mann Artillerie und einer Brigade regu⸗
äter Kaävallerie bestanden. Außer den in den Spilälern gefundenen
Perwundeten und Kranken haben wir 17,000 Mann, darunter 5
Zaschas und 800 Offiziere, gefangen genommen. Auf unserer Seite
perirten gegen Kars 89 Bataillone Infanterie. Unfer Verlust
zeträgt 1 General, 80 Stabs- und Ober-Offiz'ere, 464 Soldaten
odt; 43 Stabs- und Ober⸗Offiziere und 1790 Soldaten ver⸗
wvundet oder kontusionirt.
Fur di⸗ Redaction verantwortlich: F. X. Deme tz. 5
Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der
derren Kaufmann und Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
ẽ8 handelt sich hier um Original⸗Loose zu einer so reichlich mit Haupt⸗Ge⸗
vinnen ausgestaiteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine rech
ebhafte Beiheiligung voraussetzen läßßt. Diesez Unternehmen verdient das
Eper indem die besten naen geboten find und auch
orbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszabl
ahlreicher Gewinne allseits bekannt ist. jablung

— 33 u. 95194. 21 Dezim. Acker
Licitation. in den Dilmesgärten oder
Großgärten.

Mittwoch, den 12. —9—
aächsthin, Nachmittags 2 Uhr zun * Pl.⸗Nr. 1481. 39 Dezim.
St. Ingbert im Casé Ober— Ader auf dem großen Flur
haufer 1. Ahnung.

werden vor dem unterzeichneten, zum persönlichen Nachlasse des
diezu gerichtlich beauftragten kgl. Gustav Zix gehörig:
stotär Franz Sauer im Amts- 53,. Pl.⸗-Nr. 637. 10 Dezim.
itze zu St. Ingbert, die nach— Fläche Wohnhaus mit An—⸗
eschtiebene, zu der zwischen Gu⸗ bau, Scheuer, Stall und
tav Zix, weiland Hüttenbeamte Hofraum und
n St. Ingbert, und sesner auch Pl.eNe. 636812. 18 Dezim.
nerstorbenen zweiten Ehefrau flauzarien dabei u einem
Lmalie Kautz bestandenen quut. —
emeinschaft und zum persönlichen
ze des Ersteren gehörigen Das Ganze gelegen an

er Kohlenstraße zu St.
Liegenschaflen im Banne von St. —2 *
Ingbert der Abtheilung wegen vn r en ohann oi
Ffentlich an die Meistbietenden en un o
zu Eigenthum versteigert, nämlich: eigand.
zur erwähnten Gütergemeinschaft —B ——

gehörig? 62 Dezim. Acker auf dem
1. Pl.⸗Nr. 8658. 4010 Dez. Brohen Flur 1. Ahnung.
Acker im Dilmesflur. Eigenlhümer sind:
2. Pl.-Nr. 871 und 872. 1 1. Karl Zix, minderjähriger
Tagw. 99 Dezimaken Acker Sohn des Erblassers Gustav

allda; * Zix und dessen verstorbenen 1.

83. Pl.⸗Nr. 951, 95123, 9516. khefrau Anna Haase, welther
        <pb n="638" />
        eine Großmutter Wilhelmine An⸗
schütz ohne Gewerbe in St. Ing⸗
hbert, Witiwe von Jalob Zix,
sur Vormünderin und Carl
Haase, Güter-Expeditor in Kai⸗
serslautern zum Beivormund hat;
2. Die Kinder zweiter Ehe des
Vustav Zix mit genannter Ama⸗
lie Kautz, Namens: 2. Emilie
Anna Katharina; bh. Pauline
Anna Maria Josephine; c. Gu⸗
stav Robert und d. Oskar Emil
Zix, welche Ludwig Kautz, Kauf⸗
mann in St. Johann a. d. S.
—X
non, Fabrikant in Zweibrücen,
uum Beivormunde haben.
Si. Ingbert, 25. Nov. 1877.
Sauer, t. Notor.
—
n
VIVDBO
8Millionen
Mark Goid

gucker, Koͤlner Raffinade, per
Pfund 50 Pf., bei ganzen
Broden per Pfund 46 Pf.
Petroleum per Schoppen 14
Pf., per Liter 27 Pf.
Schinkenfleisch per Pfund
50 Pi.
Schmalz, 10 Waare, per Pfd.
65 Pf. empfiehlt
Shilipp Klinck.
Ein im Schreiben u.
Rechnen brauchbarer Junge,
der sich als Bauaufseher oder
Bauhandwerker auszubilden ge⸗
denkt, kann dei mir Beschäftigung
inden.
Hausmer. Bauschaffner.

werdon, erhalten mit der Ziehungsliste das Portrauit des
Deutseheu ERaisers in eleganter Ausstattung franeo
und gratis ũbersandt.

Bestellungen wolle man hbaldigst machen um allen Wün-
zchen genügen zu können.

Felix Auerbach

— Vrankfurt a. M.

Bekanntmachung.
Die Lieferung der für die k. Steinkahlengrube St. Ingbert
im Jahre 1878 nöthigen Nägel und Drahtstiften, als:
2900 Kilogramm kleine Hackennägel,
geschmiedete Speichernägel,
Schiefer⸗ u. Kastennägel,
Schienenstiften 80 mm,
Drahtstiften 160 min,
209 do. 108 mmn,
250 do. 80 mm,
—150 do. 67 mm,

50 do. 53 min,

50 do. 40, 33 u. 27 mm,
soll im Submissionswege an den Wenigstnehmenden dvergeben
werden.

Die Angebote sind verschlossen und geboörig bezeichnel bis
Mittwoch den 5. Dezember 1877, Rachm. 2 Uhr,
bei dem unterzeichntlen Amte einzureichen, woselbst auch die Liefe—
rungsbedingungen eingesehen werden können.

St, Jegbert, den 26. November 1877.

Kgl. Vergent St. Ingbert:

.Kamann.

Aam M U. .
De. ¶. I.
oeginnt mit der L. Ziehung
die vom Staate genehmigte

und garantirte
Unam hurger Stadt-
Lotterie.
Dieselde best. aus 833,800
Loosen und 46, 200 Ge⸗
winnen, wodon Houpitrefset
ventue ll
375,000, 250,000, 128,000
30,000, 60.000, 50,000
40, 000. 36 000, 3à 30,000.
2 à 25,000, 3 à 20,000,
7 à 15,000, 23 à 10,000
Mart ꝛc. x.
Hierzu versende Origi⸗
nal⸗Loose
Ganze Halbe Viertel
G6 M. 3 M. 1,50 M.
gegen Einsendung des Betta
ges oder per Postvorschuß.
Spieler erhalten die Ge—
winnlisten gratis!
Wilh. Bastlius,
vom Staate angestellter Haupt⸗
Collecteur in Biaunschweis.

mussen in der allexneuesten, vom Staata
Aamburg eingerichteten und garantirtea
zroßactigen Geidlottoris innerhals
iniger Vonate in 7 inage
sich er gewonnen werden, dieselbe enthalt
aur 88,3200 Loose, womunter 46,200 Geld⸗
qewinne im Betrage von ũber 8 Min onon
Uar Gld. Die Hauptzewinne sind
ont. Mark 375, 6000. sp·c Mark Goid
250. 000,. 125,6000, 86, 806 ng
50000, mebrmass 30,000. 20,006,
15,000. :0;,000, 3000, 4000 M. x ete.
Jur jetzt bevorstehenden Rowinnaiebnna
. Abth. kostet ein ganzes &amp;t iginælloos
Nur. 6G IIAri!!

An biete denn ι— die AAand..
Aũ
*75, O00 R. Mark
daupt-Geowinn im günstigsten Falle bietet die naIlIernenueste
rosse Geid-Verloosung, welehe von der hohen Regierung
renehmigt und garantirt ist.
Die vortheismfte Binrichtung des neuen Plares ist derart, das
m Laufe von wenigen Monatan durch 7 Verloosungen 462060 Qe
Vinne zur sicheren Pntscheidung Kommen, daruntor befinden sich
Taupttreffor von erentuell R-M. 3275. 00 0 speciell abær

Mark ein halhes, 1 Mart c30 pr. ein
rieite Ori inalloos (mit dem Stants-
xappen versehen) und bitte mir Be—
tellungen unter Einsendung des Betra⸗
es oder durch Posteinzahlangs-Karte
is zum . Décemniber d. J.
ngehen zu kassen. Auch versends die
Iriginalloose gegen Postrorschuss. Die
intl. Gewimmliste, sowie die gewonnenen
ßelder sende sofort nach der Gewinn⸗—
iehng prompt zu.

az. Sams. Conn.
Haupt-· aptoir und Bankgeschast.

HI a DUX-

ewian ewinn 4000
Gewinn , 009 zewinne à M. 10, 000
Zewinn 80,000 ewinne à M. 8600
dewinn 309,000 zJewinne à M. 3000
zewiun⸗ 5,000 qewinne æà M. 4000
dewinn a 3 800 20 Gewinne à M. 2400
Jewinu a *,000 110 Gewinne a M. 1200
zJewinne a —AWVRbw 621 Gewinns a M. 500
Gewinne à D. 33, 000 706 Gewinne à MA. 230
Gewinne a . 20,000 25,6353 Gewinne à MN. 138

Gewinne aà U. 13,000 ete. ete.

Die nuchste erste Gewinnziehung dieser grossen vom Staate ga
antirten Geld-Verioosung ist amtlich festgestellt und findet

gohon am 12. und 18. Dedember d. J. gtatt
und kostot hierzu
Iganzes Origina- Loos nur Mark 6
l halbes F 3
1 viortel * 1/

Alle Auftrũge werden sofort gegen Finsendung, Fosteinzahlung
oder Nachnahme des Betrages mit der gA Sorgfalt ausgefubrt
àu chuit Jedermann von uns die mit dem Staatswappen verschene
riginal-Loose selbst in Handen.

Den Bectelungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gra
cis beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten
maufgefordert amtliche Listen.

Pie Auszahlubg der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats·
Jaranio vna sann Umoh directe Zusendungen dder auf Verlangen der
ceenten auren unsere Verbindungen an allen grösseren Plützen
Deutschlands veranlasst werden.

Vnere Collecte var stets vom Glũcke begũnstigt und hatte sich
lieselpo umer vielen anderen bedeutenden Gewipnen oftmals der
cten Haupttreffer zu erfreuen, die den betressenden Interessenten
direct ausbezahlt wurden.

Vonucclcktlich rann bei einem solchen auf der solidesten
Bisi gegrindeten ünternehmen überasi auf eine sehr rege Bethe-
sigung mit Bastimmtheit gerechnet wer den, man beliobe daher sehop
ic anen Ziehung Rkulber alle Auftrüge baldiqst direct xu
riehten an

LFaufmann &amp; dimon,

Bank-und wechrel-Geschaft in Hamburg

EFin- und Verkaut aller Arten Staataobligationen, Lisenbahn-Actien

und Anlehensloose.

P. S. Wir danken hierdurech fũr das uns seit her geschenkte Vertraner
qhà indem vir bei Beginn der neuen Versoosung zur Betheili-
gung ei laden, verdon wir uns aueh fernerhin bestreben, dun eh
dtet⸗ prompte und roelle Bedienung die volle Zufriedenheit
Aeeret geonrten Interessenten zu ersangen. D. O.

Liherale, reiehaltigste und billigste Berliner
Ahendzoeitiung.
— — — — — —— — —
ASe oMn
ADBDOMGMent fFT P MmDer
z Maruax L,7,0
kann boi jeder Postanstalt (No 1065 *. Post-Catalog) ange-
meldet werden.
Am I1. Pezember beginnt in unserem Peuilleton ein
neuer Roman,
—AV—
releher gegenwartig in Pngland grosses Aufsehen erregt.
—V i mẽ vird gratis
deigegeben.
Bei dem reichen und gediegenen Inhalte beider Blatter
hegen wir die Hoffnung, uns viele Leser zu erwerhen.
Die Expedition der „Deutschen Unione:
S8. V. Bertin. immerstr. 94.
ßrankfurter Dombau-Lottéôrie

Oarl Albort-Loose
Ziehung am 15. Dezember 1877.
Zu dieser Lotterie erlasse ien Loose
Dombham-Loose 1 8Stück zu 4 Mark
12 8tũck zu 45 Mark.
Carl Alhert-Loose 1 8Stück zu 6 Mark
12 Stück zu 70 Mark.
dauptgewinne im Werthe von 30,000 Mx. 20,000 Mx. bis
abwärts 10 Mark im Gauzen 20, 000 Gewinne.
Alie Theilnehmer, deren Loose mit einer Niete gorogen
0G G5uô Sa, e s Qαàòα T — — 7—77
Hahson Truc g 6. x. Demer in St Ingsbert.

Ziehung am 15. Dezember 1877.

— — 22 —
        <pb n="639" />
        *22 5—
5. —
35353238358 —
— — it
357 55 3383 433 33735858* 3 ————
2 8 5 825 * 555235 8* —5 * —S — 828238 122
* 8 55822 —XX 5 22 52237 8322355325 —
ẽ 2 — 385* S 53 532 2 * ẽ 56* 222 235 8 5
—2233 323 532 8S.. 8 — —588 — 533356353 5
2—5 —555 — 555z3*2 — 8 532 * 2 232——58 32
22 —*2 * 25 253 2 8 553 —25 85
5 25 — S 372 555558 * * 535* —52 *
— —* 822* —— 22 323 * 2 — 5*22 523 —8
—323 —X —— 2275 360 2 — — 85*228 8
R — 8 335* 255 3 2 322 Ex 82323* 528 2
228 — 337* 2 * 25 S8 25 533 232 24
22 * —22 EB 522 5 — —* ⸗ —58 — 2 — 533 3
* — 85338 — 5—5 28—* — 526* S 4
57 53235355 — 73 *5388 383—3 —728. 8* 32333 * 575 3
852— 25353 — 39 a ⸗ 22* 2 * 2 5 —XX 2553 2333 325 — Z
—S —32820 223 — —XX — — . — — s532373825 *
—522 588 — 23353 5—29 528 5 523* 33* —A 57 28
2ẽ 332538* 5 33253 55277 243 55527 332335 35
* 28 2335 — 2 * 5348 — 88 — v39 * S22 3238 23*
582552253832 255 2 —5* 3 552 75 —— v —z25325253 —
5823332335353232 5 5 —5—372 ————— 8*8*5 —— — X 32
— 533—33327 —— —2 —— 355207 227 —c 52 * 33535 *
3* —A— 815582 — * * 5222 5322 — 52 * —3—
— 522 — 55 8898 5 83 3383 8 2 —98
1 2252 51 Sæ 3 sj 2 22 — — 2 32
8 218* 2 3 53 555 * . — * C 32 553.. 5 2 2 — 2—
XX —O— 8 522225 — 55S 83
s28623235 5 z2535330333—83 225383 8338 222 —55838 58
238 23841 33337 3335353 3233.62 3583 33838 23
33338335543333 —A 25 8325335 5 535335253. 28
85 — 5327* —2 3 —8— —— * ⁊* —8 2 0 52 —
— 23 —A 8 3 — — 5 — 52332 35
5355 5253 2823 4 4z 333 28.
c —30 523327 * 38 *
* —25 3252323232— * 44343 8
*2 —83 533— —22 —H —
— 25—22 75353533258 **
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—— 282 83 A — — 2—8— * 2228 5 E
53 32552 3—53255 53 3355 33585 83 23 333335255
* 2 3 2 — * 5 2 —— —5 522
— S. — 22323 — * 2 5 — 2
55 * * —55— 2823 8* 5 * 253353 2 — 57 —
—5583 32283353— z—5235 33—228 328s8323333 3235
22225— c4235687535 S * — — z—582 — 2557 3328 5282*
— 535 75228 — [ 5532 — 3 235 553 —5 52588
— — 85 2 —23* —8 57 —B.— — 5255 * 25282E—— —
— —8 55383*5 —2 27 —A 5—— 25 2 55 — — 5 5225 —
522 Z —— 3 3353522 572 —552 355883 23—8—5333,.,57 5330
— 255* 255 535 8 — 5 35 S 2 5258 A — —8
—5—3 ——5725362 ——— 5 —282525 58 3232
527 5 5—333532 525328 2—2 —5—882 23523
2327 5 ———88335532353335 2 — — 5 38 532537— —
— F 8 238 — — z2222555 —8 8
5—535—3 233 8335 —z2355352553 248738
ERARES —3— — 5 73353 — —.—8 2 —— 5— —2282333—525
— A — 2* 52 3225*
3 388 833 —333 3
* e⸗ — 2 —e 27* — —
2 — 32——3—3383 33— 32*
— 33—523832757 622 1382283 25—332587 — V
— 3 — ——523 633 ————83
—
23853 55— 2538 — . 535 —33—38383373 823533
* 225 22 — .* — — 23 * J23 2 —A — —225
—A * 587 *27 — S M 235 223253 * — ——
* —A 5255355525 —— 233 —— —— 5*51532237
323 25* * — 52 IS ⏑ 7 2278
s 3 4
—— —52 —— 52 55* 52 255 8 5523383225—33 525
— — ——— 22 53 83 8 2 2 533
—8 —2f5 5——— —— ä 55 G B E 2

2555 8
522* * 5

—2 —225323 — — 535 2
2 22.239 —A 5 5324 — —
2222 52222322 — —— — S 28.
227— 2525525 85 52 2 2 28 —2 —
* —52— Z S— 9 * 55 *2 * —*
5*8*8 2525 5338 22825 52 5
58* * —— —— —S 5 75 „55 3 — 35

s 5 25553835 3*8555 28 2535 —A 2
s 25 758* 75533 72583
— 8 V V *8* —23 — 5 — 2

D 2 2* —8 X ⁊

5— 3 *383 258 * — —57 —5—222
288—2c8325358 *5228 — *55 5832
2 —— 825 5 257 88 J —2 S —
5 332 —55533 553 5555383335
232323—585833 556 sz55 8337233 —**

— —— —— * 5 25239 28 825 9222 2*
23385—5 72 3555853233338 —— —555 —35 7——— .5
—— — 222 5385 32258 — 23525 —— 2273
8 523238 55537x — 857 — O—— 22 3538 23
—55355525 5356 553238 2223 355 —2832 — . 35575522 6
——— 555* 235232283 55 — —53 8—833*6 *
35838 235535582* ESZ535275 —»5——2—5— 555 38 —
233 3 3 »——3—33587 — 53533 553—3—5 —505 —2 5*223338128 32
8 8 — 225 228 2* 2 2 —— 2* 7— 8 8 3723 2 8
s3838 e 38 335 — 585333833232
2255 — * — — — — 2* 2 — * 2 2 mS
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———258 22 28 —A 58 5533232
R38* 2 23 —53 378 8 —z255253
—— 2385 — 2. 5555 —
55—8 — 8 —ãa 523— 2 *2523532 — u *753 2 —AA —
o —R— — 3. 438
382— ;3338385 28 388 28
———— — —
s 52ö EESA BG 835
·822282282 e 4 2 — * 28
255 2 —— — —5—5223 222
—552555 57535585 7 8 358 —
78 3 —— 23232 3555 32323355
——— 2 5223 2 —783 —A 8 3253*5 — — —
35353 z 2386— 30
— — 2 3828 55533— 53*2*
— — 22 — 222573—5—52—3538
22223 —3 8 —A —0 — 322 23585525258
22532 5223—223 IAS —3355 533323333023
533533 373325*52 58 355s 55 533 855532253728
232325 A — 523723552382 7 —— ———
52 2z2553 323283 284 —353133* 3535355735 —5355 55333838
e* — —— * — — 8 * D 5* E —9
——3 —5 5—335383383 523232 —z3 323836
cE83—3 —S —Z—2735387 — —523 2223* —A
X 525 555352 5— 2 —᷑—23 — — 553 —253*237 8 22 55 55 222
sz833—3 385 3335 333332333 3383553 —8332*
— 2 —— * —— —— 2 225 — 2 — —* J
S 53 — 2* e⸗ 5 —— — 2 3 95 — 22253
333336333— 3333 78235353533353
2 * *22 *— —A 2* 7 —— * m— * e «
2333 383 — ———
— * * 2* — * — *
— ——— 32 — — —335 E3382 33326
232387338 2528 — 555772852232
12* 2 25 * 2 2 —A ——— D 58222 * 7 326 —2
5553323355 —2—— — 3532 23532332325 3225 —5832332535
5225352332 2 2 25 — — 23225 328 33 E *
——— — ———— s5 8 — A —— —— 533223—52 5232
253 58— 5 223353r 55 2 B 28 —2 35383235 5252
5 5—— 235 252326 222 S 33 * A
* wv 2255336—353 255 32 — — 5—323568 —22533255
33 25 2 27 223 22* ——A 5 S 25 85E 3 2 553
385 28 8 552 2E—5 —R——
z 3 A E 55335 835066 35525 3B355SS5 588
        <pb n="640" />
        D 2 e 2 8 235 * 2* 27 3
8 24 2 — — — —— — — —
35 5588. 2338 3333333s—3 ö. 8—
3 3 383385 332 333 3 33——3887*
23 — 5232 * — 5357 — — — 252 — 7 2
3— 353535833 z3323 5—333527
— * 7 2* 2
5 353 33335 3552*5 *227 35—z8383585 3355333
25 *532.833 25— — —2 25387 55335 27* 23353583
— —E 833335—83385 525282S* 92 3* 3533 37283
72 * 2 32 2* c 5. 57— * * 23— — — 27
282 532 22 *2272 32 5 * * 2 — *
7 5— —— *323 — 25 c5.533 —5 53355—21332335235 —3 22
3 — 533353553253
b —— 2 2 ⁊ — — 227
53 223333332 23 283323335 28 3 523538
2 3253582* 228 875 22325 —— ⏑— —
5 J 37 3* ———— 5— e22 385 7 —53 25832—32. 25 *7
A — 32833333355 3555333
— 3 58223523 * 2 —2325 2 2 2 * — — 22
3 —2 — — —5 75232423 6423 * 2 2 —8 22
18 —8' — 2 ——A — * *8 5 *
8—58 — — 3* 23332535 32332
A 3 5— 55 2 5 — 5223 * — — —38522322 2 232
2555* 23 — ——5 5333323233 335 333333535
8 3.533. — * 27 * * *
38387 835.. 8333 —3533 233532- *z8306388332
* cccñ 223. 5 2 23868 —3253233 —58 383 *3 z *6 3 *3*
2 2 3 2 5 — *8
* 2 32* 42 25 255308 — — —*3 —A
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23 — 32. 7 3233338 *85 8 —XLBRM 3 —— *
53538 733333 3 38 ẽ
* —z8 2373 575375 3833826 —— 2253355 3 5
23 —3 2. *573 32952 2 8 — IAI 82 — 3
2. *5 —15 —833 25. E— 528 2593 52 * —
287*. —2. 212232 2S2. 2 3 —— 2 —x 222 *552 22* *
—24 2258* 7333 535—533355332—3333535 2583.5 5.
2 225 255835533533—833325— —33232 2 8*
525323928
5235335333
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2222337 3*
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8 8 1587 * * 22 2 8
2 —24 2822 8 — 323 22 2332
7*5 —D——— 22 2323. 23 23 25. ẽ. 5 3 7
——————— ———— 232335 35, *23837 —A
333233753 53333 57355
7 533 —7522356 53337238 25.58528
22— 2.* 2 Q 35 780 N 52 22 7 — 2322—
518 23535555* 33235532 252355
— 2 2 5* 2 26 — 2 288 — 23 —* 2 —
3353 224353—35337 o2 23535 S
233 *3 5*223 52233328230 255.5 5 53553
1833733332823* 2377 38*5324 ã —MII
* 2 7 — 2 J — *
22 3z353—2382.3* 2533 23758323 2 52
— 227 —— 33 —— 2 2 — 2 *
— — 22.5553833338 ——58
258353523* 53225226e853 235c 3
22 * s3 —— — 5 0 3357 —
A — —— 233533 52323*52 *25
722 32522 2833 3253.5 55. 5—2 225
— — ——AãA 28 — *—233*32 * 2 2
2 33 ——783 — *38
—57553 5333—335258235 02223 5232*
F 333232 237535 3 23381 5 22 28 * 2
2835—8365— 33782 3325 2
* S . —5221*8* 2 5 2 32.72 —
AF 53323 3223377 353333—223 725
5823 5.327 5532—2 575 1335327 22. 22
23 35 255 7 553 525— 3 —2353 3 72*
—233 5—3555333555 33533357 2223
223 2.3 5 .3 55.5 753 *2 I

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        <pb n="641" />
        Slt. Ingberler Anzeiger.

g22——æc3—
Cer St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal;: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonatag. Der Abounementspreis beträgt vierteljährlich

b. Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pf,. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Rakꝛ. Necla men
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
AM 187. Tonnerstag, den 29. November 1877.

— —— —

— M

Aαææ αιXααιæääXäää WzæMAVMhhcWb AhOMO VWMVQMK MAWM

Deutsches Zeich.

München', 27. Nov. An Stelle des erkrankten Ministerial-
direktors v. Landgraf hat der König nunmehr den Munsterial⸗
direktor v. Riedel zum Finanzminister ernannt.

Die „Südd. Pr.“ schreibt: „Die von den Deuischkonservativen
für die Kitzinger Reichstagswahl ausgegebene Parole ist wieder—
rufen worden. Die „Süddeutsche Landespost“ plädirt in einem
weiten Artikel für Stimmenthaltung; der erste scheint ihr etwas
ontre coeur in die Spalten gekommen zu sein.“
Ausland.

Paris, 27. Nov. Die „Gazette des Tribunaux“ berichtet:
Heute Nacht waren in verschiedenen Vierteln von Paris beletdigende
und drohende Placate gegen die Regierung angeschlagen. Gestern
wurden mehrere Personen wegen Straßenlärms und aufrührerischer
Rufe verbaftet. — „Figaro“ meldet: „Sobald die Auflösung der
Deputirtenkammer (die man als sicher bevorstehend annimmt) aus-
jesprochen ist, soll in verschiedenen Departements der Belagerungs-
jsustand proclamirt werden, namenilich in solchen, deren Zeitungen
die Disciplin der Armee besprechen.“

Paris, 27. Nov., Abends. Der „Moniteur“ wiederholt,
daß der Marschall Mec Mahon jedes weitere Nachgeben in Folge
der Haltung der Deputictenkammer für unmöglich erachtet. Er
fügt hinzu, daß die Rechte der Kammer beschlossen habe, die Ini—
iative zu ergreifen. Bei der D'eskussion des Budgets werde der
Finanzminister Beranlassung nehmen, neuerdings die Idee der Ver⸗
söhnung und Becuhigung, welche bei Bldung des neuen Cabinits
maßgebend gewesen fei, zu bekräftigen. Wenn nichts desto weniger
die Kammer sich weigern würde, das Budget zu votireun, so werde
der Marschall mittelst einer Botschaft dem Senat die Mittheilung
machen, indem er ihn vor die Altexnative stelle, zwischen einer neuen
Auflösung der Deputirtenkammer und dem Rücktritt des Staats⸗
»berhauptes zu wähleny.

Die Wiener „Presse“ meldet aus Belgrad, 26. Nov.:
Se'tens des Korpskommandeurs wird über instiwmend von der
Geenze geomneldet, daß zahlreiche türkische Itreguläre aus Bosnien
und vom Schipta-Puafse desertitt seien ued sich an der serbischen
Brenze ansammelten. Die serbische Grenzbevölkerung, die bisher
gegen den Krieg gewesen sei, verlange jetzt dringend nach Miliär
und Waff.en.

Heute geh! der „Nat.-Ztg.“ folgendes Telegramm von ihrem
Spezialtorrespondenten bei der türtischen Armee aus Sofia, 25.
Nov. zu: „Gestern Räumung von Orkhanie: Rückzug über den
Paß. Nöõhe es bricflch.“

Bukarest, 24. Nov. Wie gerüchtweise verlautet, habe
Osman Pascha seine Kapitulation unter der Bedingung angeboten,
daß die rumänische Armee das türkische Gebict verlasse. Der Groß⸗
fürst Nikolaus habe diese Forderung zurückgewiesen.

Bularest, 24. Nov. General Skobeleff ließ vor Plewna
uin riesiges Transparent aufstellen mit der Jnschrift: „Kars er⸗
»„bert, zehntausend Tüsken gefangen, es lebe der Kaiser.“ Tie
Türken zerschossen dieses Transparent vollständig.

Qonstantinopel, 24. Nov. Die Regierung demen⸗—
urt die Nachricht, daß Osman Vascha wegen Kapitulation ver—
dandelt hat.

Die russischen Verluste betragen bis Mitte November 67,308
Mann, darunier 14 Generäle, 1 Kaiserlicher Prinz, * Prinzen
uus dem Hause Rurik, 1 persischer Prinz, 6 russische Fürsten, 12
zrusinische Fürsten, 16 Grafen und 21 Barone. Die kürkischen
Gefangenen betrͤgen an 44,000 Mann, darunter 16 Paschas, an

5006 Sifiziere, 701 Geschütze; an Trophäen 200 Fahnen, 2 Moni⸗
tors, 5 Dampfer. Die an Munitions- und Proviantvoträthen
Jemachte Beute repräsentirt einen Werth von 14 Millionen Rubel.
Rach der Zusammenstellung der einzelnen Affatren wurden zu Ge⸗
fangenen gemacht: Bei Ardahan 7000, Begli⸗Achmed 300, Sei⸗
dekan 500, Jagni 800. Bajasid 300. Aladschadag 7000, Kars

12,000, Dewe-Bojun 3500, Asisie 500, Nikopolis 7800, in den
Baltaukämpsen 500 und bei Telisch 3500 Mann.
Vermilsqtes.
BZweibrücken, 26. Nov. In seiner Sitzung vom
Ddeutigen beschloß der Stadttath, entsprechend dem Vorschlage der
»urch eine Stadtrathskommission verstarkten Ortsschulkommission,
nach gründlicher Berathung eien st imming eine principille Aen—
derung des Besoldungsmsdus der Volksschullehrer. Seitger war
»er Gehalt bekanntlich an die Stelle gekaüpft. Vom 1. Januar
1878 soll es dagegen folgendermaßen gehalten werden: der Min—⸗
»est gehalt eines Lehrers beträgt 1200 M. eines Verwesers
)00 M., der Höchest gehalt 1700 M. Alle 5 Jahre tritt
ine Skeigerung des Gehaltes um 100 Mark ein, so daß der
Maximalgehalt (1700 M.) nach 25 Dienstjahren erreicht wird.
Luswärts verbrachte Diennjahre bleiben außer Betracht. Der Stadt⸗
asse erwächst durch diese Aenderung, die im Inleresse unserer Schule
ringend geboken war, pro 1878 eine Mehrausgabe von circa
2000 und später eine solche von durchschnittlich etwa 3000 M.
oro Jahr. BZwbr 3Zig.)

Kaiserslkautern, 27. Nov. Wie aus Mannheim
emeldet wird, hat ein Theil der Actionäre der fallit gegangenen
ctiengesellschaft , Baumwollspinnerei Kaiserslautern“ (Vampertsmühle)
»en Beschluß gefaßt, gegen das Urtheil des Handelsgerichts Landau,
vodurch sie mit ihrem Enischädigungsanspruch an die früheren Ver⸗
valtung? rathsmitglieder der Gesellscheft abgewiesen worden ünd,
Ippellation einzulegen. Die Appellatton soll in Folge dessen am
24. November bereits angeme'det worden sein.

FKreuznach, 24. Nod. Wieder hat ein hoffnungsvoller
Jüngling von etwa 17 Jahren einem Leben auf eine fehr tragische
Weise eenn Ende gemacht. Derselbe soll aus Kaiserslautern gebürtig
ind von dort mit Geldern ugd Schmuchgegenständen wohlversehen
ich heimlich entfernt haben. Nach ener sehr kurzen Irrfährt, auf
velcher er seine Reisemittel durchgebracht hatte, tauchte das flotte
Bürschchen gestern dahreer auf, und erschoß sich im Wariesaale des
Bahnbofes, wohl a s Lerensüderdruß und Mangel an weiteren
—A

F Bei der am 22. ds. stattgehabten Pferde⸗Verloosung in
Quirnb ach gewann ein Handelsmann aus Offenbach a. Glan
nit 50 Loosen drei Pferde im Werthe von 1500 M.

F Aus dem Glanthal, 27. Nov. Die Thäler des
Moorbaches und des Glan sind vollständig üb rschwemmt. Sämmt—
iche Mühlen sind außer Betrieb gesetzt. Das Wasser ist indeß
eit heute im Fallen. (Kirsl. 3.)

Pirmasens, 26. Nov. Das ‚ Cafe Zoller“ mit dem
)azu gehörigen Theile des „Schloßgartens“ ist heute um den Preis
von 55,300 M. in den Besitz des Herrn Rentner H. Groß in
Ztraßburg übergegangen, die andere Halfte dis Schloßgartens die
»er verstorbene Besitzer, Ht. A. Zoller, vor Jahresfrist zu 17,600
M. ersteißert hatte, erwarb Herr Banquier Aug. Schneider um
den Preis von 12,000 M.

Ian Willich bei Ostercath (Rheinprovinz) haben ein
Paar Spitzbuben in der Stadt vom 20. zum 21. deueine gunze
Zeerde Schafe von 8; Stück gleich miteinander gestohlen. „damit das
Belause nicht so arg ist“.

Fortung hat dei der demnächst zu Ende gehenden 8. Classe
er Königlich Sächsischen Lotlerie die Armen reichlich bedacht. Einen
rheblichen Theil des großen Looses von 500,000 M. hat ein
Josteleve, einen andern eine arme Schuhwacherwitwwe in Dresden
„ewonnen. Zwei achtel von 200,000 M. sind Zwickauer Maurer⸗
zesellen in den Schooß çcefallen. Sie waren gerade auf dem Bau
eschäftigt, als der durch Depesche benachrichügte Collecteur ihnen
)ersönlich die Bolschaft brachte. Die Gewinner blieben ruhig bei
er Arbeit und erllärten, den Gewinn erst nach Beendigung der
ziehung holen zu wollen. Die einzige Extravasanz, die sie sich
claubten, bestand darin, daß sie Abends mit den Arbeitsgenossen
        <pb n="642" />
        einige Glaser Bier ranken. An dem zweilen Haupigewinn von
zoo, ooo M. pariip'cirt auch ein Berliner junger Commis. Der⸗
selbe wurde durch Depesche benachrichtigt, reiste sofott nach Leipzig
Ind kaufte, zurückgekehrt, sich sofort dür 30,000 M. Obligationen.
Deute tuht dieser hübsche Nothgroschen schon auf der Reichsbauk.
—AR Forluna nur würdigen Leuten ihre
Gunst bezeugt hait.

Eine neue Sorie Kaffe wurde dem Hamburger Ge⸗
undheitstath von einem Handwerker zur Untersuchung übergeben.
Der gemahlene Kaffee machte sich durch seinen widerlichen Geschmack
herdüchtig. Die Untersuchung ergab, daß der Kaffee mit fein ge—
mahlenem Cigarrenkistenholz stark vermengt war. Die Sache ist
der Staatsanwaltschaft übergeben worden.

p Für die nächstiährige Pariser Weltausstelluag rüsten sich
auch die Wiener Hofmusiker; sie wollen als ganzer Orchester⸗
sorper großartige Concecte veranftalten, in welchen die größten Ton⸗
schöpfungen unserer klassischen und neuerer Meister zur Aufführung
gelangen sollen. Auch der Salzburger Mozartverein hat seie Mit⸗
virkung in Aussicht gestellt.

p Paris, 23. Nov. Wie die „France“ versichert, hätte
das große Modewaarengeschäft „zum Lonvre“ (Magasins du Louvre)
im Hinblick auf die herrschende Stockung der Geschäfte heute früh
400 Mitglieder seines Personals entlassen. Unmittelbar vor dem
Weihnachismonat sei eine solche Maßregel doppelt auffallend.
VLondon, 26. Nov. In der Nacht von Samstag auf
Sonniag wüthete ein furchtbarer Sturm an der englischen Aüste;
die Zahl der zwischen Ramsgate und Deal gesche kerten Schiff wird
auf 30 geschätzh; der Berlust an Menschen ist bedeutend.

pNewyork, 285. Nov. Der Kriegsdampfer der Union,
Huron“, ist am Samstag an der stüste von Nordcarolina gesunken;
don der 15 Officiere und 119 Plann stacken Besatzung wurden

nur 4 Offielere und 80 Mann gerettet; auch der Capitän kam
um's Leben.

Die boshafte Zwischenmus ik richtet oft im Theater
die schlimmsten Dinge an. In einem Provinzialtheater gab man
Finilie Galbtu, uad als der Vorhang zum dritten Male fiel, spielte
dius Orchester die Melodie: Wenn ein Mädchen mir gefällt, da
hilft kein Wiedersireben!
Gemeinnütziges.

Roihweinprobe mit Kreide. Ein Stück viereckige Kreide, wie
sie als „Tafelkreide“ verkauft wird, befeuchtet man an irgend einer
Ztelle wiederholt mit eiaigen Tropfen des zu prüfenden Weiner
und erhält dann sehr schöne, charatterist sche Färbungen, meiften.
zenügt schon ein einziger Tropfen der Fluisigteit, um die Fälschung
der Färbung, wenn eine solche vorhanden ift, nachzuweisen. 1
Deidelb⸗ersaft färbt auf der Kre de den Wein blau, ins Violette
Prlead. 2. Kermesbcerensaft bleibt unverändert. 3. Malvenfarb
sioff färbt sich auf Kresde blau oder grün, oit beide Farben neben
einander. 4. Fuchsinlösung bleibt underändert. 5. Echter Roth
wein wird braun oder schiefergrau. Neßler hat die Prode zuver—
sässig gehunden bei echtem badischen Rothwein, bei fran zͤsischem
Rothwein St. Estephe, Macon, dem von Montpellier, Nimes und
Tarun; Hilger prüfte Chatean Margeaur, Chateau Barsoe Medoe
echte badische Rotzweine, Pfälzer Gräfenhäuser, rothe Aarweint
und rothen Leistenwein und fand ebenfalls die Probe sicher.

5 7—ã Redaction — —

IberESS L

ist dio in der heutigen Nummer unserer Zeitung sieh befindende Glũcks
Anzeigo von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sioh
durchꝰ Seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Umgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben
dasẽ dir Jeden auf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stollo aus
merksam machen.

— 2— —
7 LEin im Schreiben u.
Rechnen brauchbarer Junge,
der sich als Bauaufleher oder
Bauhandwerker auszubilden ge⸗
denkt, kaun bei mir Beschäftigung
finden.

—XXXX

Allgemeine Wechsel
zu Jedermanns Gebrauch
her St. 8 Pi., 25 St. 50 Pf.,
sind zu haben in der

Buch⸗ und Steindruck erei
JXDemetæeæ.

*
—
1j

F
Haupt-Gewinn 8 Die Gewinne
p ! — eatuatirt der Staat.
* AMnZCGiS . Erste Ziehung:
—x — 12. u. 13. December.
FEinladung zur Betheiliguug an die
——
der vom Staate Hamburg garantirten grossen
Giid Lotterie, in welcher in ber
sRILIIIIOVWMOAn MAI L
sicher gewonunen wercdenm müssen.

Die Gewinne dieser vortheiliraftem Geld Lotterie,
weleche plangemuss nur 85,500 Loose enthaält, sind folgende: nümliech
Geviun eẽ. 375,000 Mark speciell Mark 250.000, 125,000, 80.000,
Gewinn — — —— 7
60 000, 30,000. T so ⏑ , 6nul 30.000 —X
— c
——— A
—
AAsm . VBd iso 15839 . .3 50
—ee venigen NAonaten in 7 ab-
Anngee u gicheren Entscheidung.

GrsSte Gewinnziehung ist amtlich auf den

12. und 13. December d. J.

festgestellt und kostet hierzu

das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das albe Originalloos nur 3 Reichsmark,

das viertel Originalloos nur 192 Reichsmark,
und werden diess vom Stante gnarantirten Original-
LOoOse (keine verbotenen Promessen) gegen frankirte Fin-
gendang des Betrages oder geren Postvorschuss
delbet nach don entferntesten Gegenden von mir versandt.

—0 seinem Original-
Loose auch den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gra-
s od hach stattgehabter Ziehung sofort die amtliche Ziehnngsliste
unaufgefordert zugesandt.

Ppic Auszallung und Vorsondung der Gowinngeoldor
arfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strengsteꝛ
Ve⸗Nnwiegenheit.

Suæ“ Restelinng kann wan einfach auf eine Possteim-
TIungskarte machen.
n vende sien daher mit den Ausftruâgenmn
- woll an
amiel Hecebschewy
Zanqnier andd Wechsel Comptoir in IIamhin

—
Meuers Tound-Lewiscon
Zueite Auflage 1876
gibt in ernem Band Ausbunft uber jeden Gegen-
atand der menschlichen Kenntnis und auf ede Frage
nach einem Namen, Begriff, Fremduort, Ereiqn is, Do-
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352 —— 2 3558 — 2 ——
33— 238* 282*
——— v * 82. 2 5. 22 — 6G2 3*
—2 S 2 *3 — — —5
—8 25588 3883 32255335 A—
5 2333.53 s 22 8 25335 3355537 S
2587 25233.25* 2222 ⁊ 55.2 3
235 — — 8535787 53573.58
23238 * 3 — — — 253 —2*
2.2* 2* — — 253 2 * 8—
—— 5358 288 5 A *25 2375 *
2235 32 *3 225 522527 5278535 *
z233833 — — 2255.7
— 2 — 3 ? 83— * 7 ——
72 38535 * 533558 —
224222 S5 253 **338257 —8
535523 — 2582653 382* —22223 —
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5. 53228355 727* — 255
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222 F 8 — 3 —* 2 ——— 33
52855 —3537 5z82 7 35835 5
223755788 * 38 35532328
33333355—33535 2783 53 1355282
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— 2 — —. — * 8X2 —
—— 3333 73*8
—— 283 F 22327. — 53 2 *
282 3533 —
7272 . 3 *3336 233 52 S 2* 223 *5
———— J 322 * 2. 5853 — 7 —
2253 — 23 2333833 —* 7523537 2 38
55 8 353588 *8 228 *25 573338
2558 258 — 57 333533
* — 3333537* 283 5 34 —A 73
—J— 3 3355 —A— —F —
83325
*228 23 *33*8 ———
3 3 538* 3* 8 —A 753 72 235
333533 53338 —— 7753 8N3 22 *
* —33 933233 . —53 55*3 233325 3
—3 * 2 2 uv
833398 —— 23533
*22 * — 2 — — 3238 5 —
2 2. 3238 7 — 2 —A ire 272
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        6* t. Ingberler Anzeiger.
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AV Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erlcheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis betragt vierteljahrlich

Mart 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfq., von Auswärts nit 15 Pfg. fur die viergejpaltene Zeile Blattschrijit oder deren Raxt. Necla men
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
AM 188. Samstag, den 1. Dezeuber 1877.

Deutsches Reich.

München, 27. Rov. Unter dem Vorfitze des Herrn
Justizmin sters Dr. v. Fäustle begann en gestern Nachmitiag 5
Ahr die Sitzungen von aus mehreren Städten Bayerns beigezogenen
Sachberftändigen, um ein Gutachten über den vom Reichskanzleramte
ausgearbeiteten Entwurf einer deutschen Rechtsanwaltsordnung ab⸗
ugeben. Dieselben werden mehrere Tage dauern. (Aus der Pfalz
st Anwalt Neumayer von Kaiserslautern beigezogep.)

München, 27. Nov. Die Ernennung des Ministerialdi⸗

rektors v. Riedel zum Finanzminister wird in allen Kreisen, die
richt ultramontan sind, mit großer Befriedigung vernommen. Herr
3. Riedel ist eine eminente Arbeitskraft, ein gerader, schlichter Cha⸗
zakter und hat ein unbestreitbares organisatorisches Talent. Wenn
uuch seine Berufsthätigkeit bisher nur ausschließlich in administra⸗
iven Arbeiten bestand, so hat er gerade da die beste Gelegenheit
zehabt, mit verschiedenen Mängeln und Schäden bekannt zu werden,
Rcren Abhilfe auch mit den Finanzen auf das Imigste zusammen⸗
Jjaͤngt. Den formellen Dienst wird er — ein verhältnißmäßig
ioch junger: Mann — bald, wie man zu sagen pflegt, losbekom⸗
nen. Sehr zu wünschen wäre es, daß es ihm auch gelingen
noͤge, an Stelle alter, nicht mehr in den Rahmen unserer Zeit
assender Hilfsarbeiter frische Kräfte zu gewinnen; denn wenn an
pichtige Reformen gegangen werden soll, muß mit mancher allen
Fradition gebrochen werden, und Das geht bei Leuten, die ein
anzes Menschenalter hindurch dieselben Wege gegangen sind, sehr
chwer. Die Arbeit ist nicht leicht, zumal in diesem Augenblick
uind mit dieser Zammer. Nun, der neue Minister kennt die Herren
chon, er ist kein Neuling auf diesen Boden. Zu beneiden ist er
iber doch nicht. (GFt. K.)

Mäünchen, 28. Nov. In der heutigen Sitzung der Ab⸗
jeordnetenkammer wurde der Gesetzentwurf, beir. den außerordent⸗
ichen Militärcredit, auf Antrag des Kriegsministers dem Finanz⸗
russchuß überwiesen. Bezüglich der Petitionen gegen Wanderlager
ind Hausirhandel wurden die vom Ausschuß vorgeschlagenen Reso⸗
utionen nach lebhafrer Debatte angenommen, wornach durch ent⸗
prechende Besteuerung auf möglichste Erschwerung dieser Geschäfts
weige hingew'rkt und der Bundesrath ersucht werden soll, speciell
»eu Wanderlagern nach Thunlichkeit entgegenzuwirken.

Berlin, 27. Novb. In hiesigen Regierungskreisen verlautet,
»aß neuerdings Verhandlungen zwischen Deutschland und Oesterreich
vegen Verlängerung des bestehenden Handelsvertrages gepflogen
ind zu einem Resultat binnen Kurzem führen werden. In par⸗
amentarischen Kreisen will man wissen, daß die deutsche Regierung
eewillt sei, auf eine Verlängerung des Vertrages auf 6 Monate
mazugehen.

Berlin. Sin dem Herrenhause zugegangener Gesetzentwurf
ur Reform der Gesindeordnung hat folgenden Wortlaut: „Gesinde,
velches hartnäckt jen Ungehorsam oder Widerspenstigkeit gegen die
Befehle der Herrschaft sich zu Schulden kommen läßt, hjat auf den
Intrag der Herrschaft, unbeschadet deren Rechte zu seiner Entlassung
der Beibehallung, Geldstrafe bis zu 15 Mark oder Haft bis zu
wei Tagen verwirkt. Dieser Antrag kann nur innerhalb 14
Cagen seit Verübang der Uebertretung, oder falls die Herrschaft
vegen der letzteren das Gesinde vor Ablauf der Dienftzeit entläßt,
jor dieser Eatlassung gemacht werden. Bis zum Anfang der Voll⸗
irecung der Strafe ist die Zurücknahme des Antrages julässig.“

NAusland.

Wien, 28. Nov. Die dem hiesigen Auswärtigen Amt bis
eute Nachmittag zugegangenen Depeschen lassen den Fall Plewnas
ur die nächsten Tage als unvermeidlich erscheinen. —

Paris, 27. Nov. Die „France“ meldet heule Abend mit
esperriet Schrift, in gut unterrichteten Kreisen sei das Gerlicht ver⸗
reitet, der Marschall habe sich zum Rücktritt entschlossen. Nach
neiner Informationen ist im Gegentheil der Marschall mehr als
emals entschlossen, zu bleiben und den Kampf mit der Kammer
urchzuführen.

Paris, 28. Nov. Der Temps veröoͤffentilicht die Adresse
der Delegirten der Pariser Syndykalkammer an deun Praäsidenten
der Republik. In derselben wird hervorgehoben, daß die jeßzige
schwierige Lage der Industrie und des Handels vorzüglich Folge
der Ungewißheit und der Furcht sei, in der sich das Land seit
nehreren Monaten befinde. Dann heißt es woͤrtlich in der Adreffe
in den Marschall: „In Ihre Hand ist es gegeben, dieser entseß⸗
ichen Lage ein Ende zu machen und die furchibare Drohung eines
donfliltes zwischen den Staaisgewalten zu beseitigen, indem Sie
vem durch die letzten Wahlen kundgegebenen Wunsche vollständige
und aufrichtige Genugthuung geben. Sie können am Vorabend
ir großen Ausstellung von 1878 Frankreich gestatten, seinen Gästen
ine würdige Gastlichkeit zu bieten, indem Sie Sich von Ihrer
Baterlandsliebe leiten lassen. Wir verharren in der Hoffnung, daß
Sie es wollen.“ Diese Adresse wurde von den Delegirten in das
Elysee getragen; die Delegirten wurden jedoch blos von dem Se⸗
dretär der Präsidentschaft empfangen, welcher bedauerte, daß der
Marschall sie nicht empfangen könne.

London, 28. Nov. Die Panzerschiffe, Minotaur“, „Blad
Prince“ und „Defense“ segeln morgen nach Gibraltar. Der Thun⸗
derer“ folgt Anfangs December. F. 3.

Europäischer Kriegsschauplatz. Die „Agence
Havas“ meldet: Ein Angriff Osman Paschas auf die russischen
Linien gegen Westen veranlaßte das Gerücht, daß er Plewna ge⸗
räumt habe. Dieses Gerücht ist falsch.

Dacnach würde auch die Nachricht, Mehemed Ali habe an
den Großherrn telegraphirt, daß laut Aussage von Tscherkessen
Dsman Pascha mit seiner Armee — 45,000 ann — und mit
ämmtlichem Kriegsmaterial Plewna westwärts verlassen habe, nicht
zutreffend seir.

Mehemed Alus Pofition in Sofia soll übrigens keinezwegt so
zünstig sein, wie man in der letzten Zeit anzunehmen geneigt war.
Der Korrespondent der Timrs“ in Pera eutn'mmt einem Privat⸗
brief aus Sofia vom 19. November, daß Mehemed Ali weder die
zenügenden Truppen noch die nöthigen Geschütze zur Bildung einer
Ersatzarmee aufbringen könne.

Für die Türlen zieht sich das Ungewitter um Plewna immer
mehr und finsterer zusammen, und es scheint jehßt in der That
veniger Aussicht als je zuvor zu sein, daß sie aus der nahe
drohenden Katastrophe mit heiler Haut wegkommen werden. —
So lange angenommen werden konnte, daß Mehemed Ali mi be—
Deutenden Streitkräften, Sofia als Ausgangs- und Stützpunkt hinter
sich, Osman die Hände reichen konnte, hatlen die neuen Operationen
der Russen, sich zwischen Plewna und Sofia zu jchieben, das für
diese sehr bedenkliche, zwischen zwei Feuer zu kommen. Ist nun
aber Mehemed Ali in der That so schwach, wie es jetzt heißt, so
vird die Situation für die Streillräfte des Halbmonds mit einem
Male um so gefährlicher. Alle wichtigen Posinonen zwischen Plewna
ind dahin find zur Zeit in den Häunden der Russen; ein Ent⸗
etzungsversuch zu Gunsten Osmans von dieser Seite her ist nahezu
unmöglich und ganz aussichtslos.

RNach Nordwesten zu okkupiren die Rumänier alles Terrain.
Pach Mittheilungen aus Bukarest ist durch die Eroberung von
Rahowa der russischen Armee mit dem bis Krajowa schiffbarem
Jeel: Fluß eine neue Approvisionirungs-Linie eröffnet worden, zumal
Trajowa eine Station der Eisenbahnlinie Bukarest⸗Verciorowa ist.
Ebenso ist für die Armee des Großfürsten Thronfolgers für den
Vik ˖ Fluß über Petroseni eine neue Approvisionirungs⸗ und Räu⸗
mungslinie für Verwundete eröffnet worden.

Sobald der Fall Plewna's, der russischerseits nunmehr täglich
erwartet wird, erfolgt ist, soll die Belagerung und Cernirung
Silistrias in Angriff genommen werden; Maßnahmen zur Konzen—
rirung der Armee gegenüber Silistria auf dem linken Donau⸗Ufen
purden bereits getroffen und ist der Großfücst Konstanfin zum Ober⸗
ommandanten ausersehen.
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        Unverbürglen Nachrichten zufolge hätten die Rumauen Lom
Palanku okkupirt; die Straßen sind durch vier Tagé anhaltenden
RKegen durdweich Hu.-

Nus Schumla wird unlerm 25. November berichtet: Es herrscht
andauerns Regenwetter. Die Korrespondenten der Jdurnale haben
die Weisung erhalten, die vorderen Linien zu verlassen, wotaus
geschlossen wird, daß Suleiman Pascha, sobald es nur die Witte⸗
rung gestallet, eine enischeidende Aktion vorbereitet.

Die Monlenegriner nahmen am 24. Abends das Fort am
dafen mit 8 großen Kanonen und gestern das Fort Nehaf mit5
Ranonuen. In beiden Forts wurde viel Munition und Proviant
vorgefunden. Bis jetzt haben die Montenegriner im Bezirke von
Anubari 22 große Kanonen und Ndoris, Blockhäuser und befestigte
Puntte eroberi. Sie haben jetzt das ganze Gebiet von der mon⸗
enegrinischen Grenze bis zum Bajona⸗Flusse und pom Meere bis
zum Slutari⸗See okkupirt. Die äitadelle von Antivari hält sich
noch, doch steht deren Kapimlation unmittelbar bevor.

Der Czar hat die beiden türkischen Monitors, welche bei der
Einnahme von Rikopolis den Rufsen in die Hände fielen, dem
Fursten Karl zum Geschenke gemacht. Die faltis he Uebergabe er⸗
jolgi jedoch erst nach Beendigung des Krieges.

Auf dem a iatishen Kriegsschauplagze. Die
dage ist underändert. Die Straßen von Erzerum nach Trapezunt
und Erzinghian sind noch“ immer frei und lonnte der General⸗
Houderneut von Trapezunt erst vor einigen Tagen eine deträchtliche
Sendung' von Winterlleideen nach Erzerum gelangen lassen. —
Nonthtar Pascha hat fast schon seine ganze Kavallerie aus Erzerum
enifernt und fie westwärts abziehen lassen. Auf seinen Befehl wurde
Melostert schleunigst besezt, um die Verbindung zwischen Erzerum
und VDan aufrecht zu erhalten. ¶Deutsche Union.)

Nach ofierreichischen Blaͤttern soll, sobald die Russen vor
Adtlanopel siehen oder in Erzerum einziehen, die britische Florte
pdr Konstaniinopel ankern. Die Mahomedaner' in Indien drohen
mit einem Aufftand, falls England nicht baldigst füt die Türkei
rintrele. — Da diese Meldungen von türkenfeindlichet Seite ver⸗
hraͤlet werden, durften sie nicht füür unbegründet erachtet werden
Daild News“ und Morning Postꝰ protestiren energisch gegen
die Forderung Rußlands, das Schwarze Meer solle für die übrige
Welt ein Mare clausum bleiben.

Die Pforte fuhlt fich alarmirt durch die ihr zugelommene
Miutheilung, daß Garibaldi an der Spitze eines italienischen Frei⸗
orpa sich eingeschifft habe, um an der Kuüste Albaniens zu landen.
Sie ientt die üufmerksamkeit der italienischen Regierung auf diese
Thaisache, erhielt jedoch die Antwort, daß in Rom von der ganzen
ffaire nicht das Mindeste bekannt sei und daß die Sezügliche Nach⸗
richt absolut keinen Glauben verdiene. Es wäre auch kaum anzu⸗
nehmen, daß der alte Agitator sich bewogen fühlen sollte, noch ein⸗
Ral auf die Bühne zu treten, um einer Sache zu dienen, die ihm
nist winder fern liegt, als die deutschefranzösishhe.

Neue Friedentnachrichten tauchen auf. Aus
Poradim wird gemeldet, der Czar werde in dem Grade friedlicher
gestimmi, ig schwerere Opfer der blutige Keieg erfotdere. Beim letzten
sür das Seelenheil der bei Telitsch Gefallenen abgehaltenen Goties—
dienste fiel der rusfische Kaiser auf das Knie, weinte heftig und
jagte nach beendigtem Gebeie zu feiner Umgebung in festem Toné:
Ich tann den Schmerz, den so viel vergossenes Blut meines
Voltes muir verursacht, nicht länger ertragen. Ich wũnsche, man
sale mit modlichser Ralchheit eine große Thaisache auc uf dem
europäischen Kriegsschuuplatze schaffen, damit eine Gruudlage fuͤr
den Frieben gewonnen werde.

Dan aͤbereinsuimmend meldet die „W. Preffe“ aus Sistowa
untern 26.: Es heißt hier auf das Bestimmteste, daß nach dem
Falle von Plewna alabald die Friedens-Prälimingarien deginnen
Zerden und daß viele russische Korps schon Contre⸗Ordre zur Ein⸗
fiellung der Vorbeteitungen füt eine Ueberwinterung in Bulgariet
erhalten haben. Großfurst Aiexis traf hier mit dem ganzen Stabe
pon Turn⸗Magurelli ein.

Petereburg, 28. Nov. Amtilich wird aus Bodot vom
27. d gemeldet: General Zimmermann bat behufs Erkundung der
Siurle der Türlen einige fliegende Kolonnen ausgesendet, welche
Imn 23 Nov. günstige tleinere Gefechte bestanden. — Die ganze
Begend auf 70 Werst von der Linie Tsqcernawoda⸗Küstendsche ist
vom Feinde gesäuhert.
Vermisqchtes.

fKaisers!autern, 28. Nov. (K. Ztg.) Gestern
Vormiltag fiel in der Nahe det Wächter'schen Brauerei ein hiesiges
Bürgerkind in die Lauter. Sein Hiiferuf lockte bald viele Neu⸗
gierige herbei; dieselben schienen aber bei der kalten Witterung das
alte Bad zu scheuen. Als indeß ein auswärtiget Landmann, der
zum Fruchtmarkt hierher gelommen, im Vorübergehen den Ptenschen⸗
auflauf sah und hörte, um was ee sich handelle, besann er sich
nicht lange, sondern sprang in's Wasser uͤnd zog das Kind hitaus.
F8653war der Wirth Hert Wilbelm Hebel aus Rothselberg.

pFrankenthal, 27. Nob. (Pf. K.) Das . Zucht⸗
polizeigericht hat heute deu Theodor Eder Schuster in Ludwigs⸗
hafen, wegen Kuppelei, verübt iim verflossenen Frühjahr dadurch,
daß er in gewinnfüchtiger Absichte eiüt lüderliche Dirnk in sein Haus
— — — leistetezu 3
Rondten Gefängniß verurtheilt und Zuverläjsigkeit der Stellung
anter Polizeiaufsicht ausgesprochen. — Ferner wurde Mar Rau,
26 Jahre att, Kanfmann in Ludwigshafen, wegen Wechselfälschung,
Betrugs und Betrugsversuchs, sowie wegen einfachen Bankerotts
mier Annahme mildernder Umsiünde zu 2 Jahren und 6 Monaten
ß⸗fängniß veruttheilt und ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf die
Dauer von2 Jahren aberkannt.
7Sin. Martin. Gestern am 26. d. M. wurden die hie⸗
sigen Einwohner durch die Ortsichelle erfucht, sich zu einem Streif⸗
jug einzufinden, um den nun seit 6 Taoen vermißten Michael
Fischer aufzusuchen; bei sehr statker Betheiligung wurde' der Streif⸗
sug im Walde aͤbgehalten, jedoch ohne Erfolg. (Bei dem erwähnten
Ztreifzug wurde ein todtes Reh gefunden, welches noch in der
Schlinge sieckte. G.)

Mezt, 25. Nod. (N. W.) Gestern Mittag ereignete sich
auf dem Fori Manteuffel ein trauriger Vorfall. Ein Unteroffizier
Fert 10. Kompagnie des 8. baher. Inf.Reg. erschoß einen Sergeanten
derselben Kompagnie mit jeinent Diensigewehr im Zimmer und
ddiete sich bierauf selbst durch zwei Schüsse. Die Ursache dieses
Vorfalls ist unbekannt. F

Metz, 27. Ros. Der „Z. f. L.“ wird aus dem Kam⸗
on Lorchingen unter?m 24. Rov. geschrieben: Gestern Abend gegen
s Uhr erhellte sich das Dunkel so plößlich, daß man einen Blitz⸗
ztahi zu jehen glaudte, jedoch war die Lufterschütterung, die das
Zeuchten begleite le, von einem Donnerschlag verschieden. Die Er⸗
scheinung war hervorgebracht von einem prüchtigen Meteorftein,. der
in der Richtung von Südwest nach Nordost fliegend am Rande
eines Waldes niederfel. Diese Seite des Waldes war zuerss weiß
erleuchtet, dann blaßroth.

In Frantfurt wurde gestern auf baupol'zeilicht An⸗
ordnung auf der Bornheimer Haide mit dem Abbruch zweier Häuser,
wilche einzustürzen drohten, begonnen.

Die „Berl. M.⸗Z.“ bringt folgende lustige Depesche aus
Bayreufh, 26. Rovember; Sofort roch dem Stranden des
Ursenilschiffes bei Köln und dem Versinken der Ladung hat Richard
Wagner einige sachgemaße Aenderungen an dem ersien Theile seiner
Riberungen⸗Trilogre vocgenommen, welcher künftig den Titel „Rhein⸗
gift“ führen wird. Die arste feuchte Begegunng der drei Rhein⸗
öchter mit dem Zwerge hat nunmehr folgenden Wortlaut:

Woglinde (die Faͤsser wit arseniger Saure um den Hort haͤu⸗

send). Ahnst, alberner Ahlfanz Albrich, angestoch'⸗
wren Arsenik Achtels arge Atzung?

Wellgunde. Tobsücht'ger Tropf, thu' toxitologischer Tropfen

Tort dir an!

Floßhilde. Arsen'ger Säͤure seelensnfgen Sudelsaft saufe

der sauwohle Seehund! (Aldrich will sich dem
Hort nahen; die Nren schlagen den Fässern den
Boden ein und entfliehen .
Der Zwerg Albrich (die Saure saugend). Gräuliches Gruseln
gräßlichen Giftes grabbelt grämlich im Grimmdarm
mir! (Et verschwimmt.) J
pBerlin, 20 Rov. Die Nocdd. Allg. Zis.“ schreibt:
Die Chinesen in Berlin werden sich mit Recht darüber wundern,
daß in unjerer Stadt jedes halbwegs fremdattige Individuum wie
in Wunderthier angestaunt und veifolgt wird. Dabei heirscht
amentlich dei einem gioßen Theib der hieben Jugend eine specifische
aücksichtzsosigkeit, die strengen Tadel verdient. Als gestern zwei
Thinesen die Lindenstrake pasfirten, wurden fie begafft, ja in der
inverschämtesten Weise verspottet. Ein ungeheurer Haufe ungezo⸗
genet Rangen, auch erwachsener Plebs, umzingelte die armen Chi⸗
iesen, denen man die größte Verlegenheit und Bestürzung anmerken
nonnte, hinderte sie auf Schritt und Triu und hängte sich förmlich
an ihte Fersen und an — ihre Zöpfe, die allertei hinterlistige Be—
sastungen zu erleiden hatten. Ein kleines —X
zerer Junge haiten sogar die Frechheit, daren start zu zupfen. Da
nahte sich endlich die Nemesis in Gestalt mehrerer über das Treiben
mpörter Herren, welche die Rotte durch reichliche Austheilung dvon
Ohrfeigen und Stochieben üchleten und is den Chinesen Luit ver⸗
jchaffte. F

Nehtzaawalt Dodhorn F. In Posen ist in
der vorigen Woche Rechtsanwalt Dodhorn, bekannt als Vertheidiger
im Prozesse des Gcafen Harry v. Arnim, gestorben. Viitten in
iner Vertheidigingsrede vor dem Schwurgericht mußit er in Folge
eines plötzlichen Unwohljseins abbrechen. Uamittelbdat darauf traf
ihn in ein Schlaganfall, dem der ruͤst ge 46jahrige Mann irlag.

7 Die Bouierole oder Schlachtenmaske, welhe vor einigen
Jahten zum Toödten des Rindoiehes vielfach echpfohien wurde, hat
in Baͤsel einer „Schußmaske“ Platz gemacht, deren Leistungen bis⸗
der im böchsten Grade defriedigken. Die Feldschlächlerti det 5.
        <pb n="647" />
        Armet⸗Dipision hat bei ihren letzten Manbvern nur diesen Appa⸗
an vnagewandteda bai demjelben das Thievernicht · angebunden rzu
verden braucht; die Tbdkung alsd an jedembheliebigen Plahe vor⸗
genommen werden kann.“ Die Schtiszmaste besleht aua einer Leder⸗
lapbe zunwelche dem. Thiere über den Vortopf geschiallt wird, und
uß einem kurzen gezogenen Gewehrlauf der fich auf: eine einfache
inde ungefährliche Weise an der Maste jo: befestigen aßt, daß er
auf idie Gegend. des großen Gehirns⸗ zu liegen kommt. Vorher
vird die eine Spitztugel einschließende Melallpatrone von hinten
n venselben eingeschoben, so daß diefelbe durch einen leichten Schlag
af iden Perkusswonsstift explodirt · und die Kugel in das Gehirn
Teihl. Der Tod irut plößlich, und vollkommen ein, da die Gewalt
dert Zündmasse die Kugel bis in die Gegend; des sechsten und sie⸗
henten Halswirbels treibt; der starkste Stier faͤllt sofort zu Boden,
undt zwar mit dem Hinteriheil zuerst, im Folge der Verletzung des
Ruckenmarkes. Der Apparat ist in Aurau bereits obligatorisch für
lles Großvieh eingeführi, im Zürich und⸗ Basel vielfach von den
Hrtzgerw in Gebrauch genommen. J
Der Held des Niagara. Man“ schreibt aus Paris:
glondin der vor Jahren in Frankreich sich einer großen Popula⸗
lat erfrente, jedoch seit langer Zeit in seinem Vaterlande nicht
yffentlich aufgetreien war, hat im Palais de lIndustrie, der größten
Halle von Paris, eine Reihe von —X
Zuschauerzahl von 10,000 bis 20,000 Personen drei Mal wöchent⸗
uich anlocken. Zwischen zwei gegen 20 Meter hohen Masten ist
rin 50 Meter langes Seil stramm gespannt, auf dem Blondin
reine haarsträukenden Kunststücke zum Besten gibt, ohne durch ein
anterhald befindliches Netz oder durch irgend welche andere Vor⸗
ichtsmaßregeln gegen die Folgen eines eiwaigen Fehltrittes geschützt
u sein. Der Künstler“ geht und laͤuft mit verbundenen Augen
ad noch üͤberdies mit einem langen über den Kopf gestülpien Sad
iher das Seil, fährt auf einem Velocipede langsam und schnell
zarlber, trägt einen Mann auf seinen Schultern, stellt einen ge⸗
vohnlichen Strohsessel auf das Seil und hält sich mit einem Beine
auf der Lehne des Stuhles, trägt auf dem Rücken einen eisernen
euchenhetd dis in die Mitle des Seiles, bringt ihn dort im's
dicichgewicht, zündet das Feuet an und bereitet in größter Ruhe
ine Omeletle aus Eiern, die er oben zerbricht; kurz, er ist auf
ngem schwindelndem Pfade gauz so sicher und behaglich, wie andere
Menschen auf einem guten Porkeiboden. Seine Meisterleistung
inde die Febltritte, die er zur Wurze des Schauspiels hie und da
uinalirt und die ihn auf eine Weise aus dem Gleichgewicht bringen,
die jeden Anderen nvermeidlich in die Tiese stürzen würde. Blon—
zim der durch zahlreiche Dekorationen ausgezeichnet ist, nennt sich
en Helden des Riagara“, weil er vor Jahren das wahn ssinnige
Waguiß ausgeführt., auf einem Aber den Niagarafall gespannten
Seite notz des betäudenden Getöses und des blendenden Wieder⸗
cheines der Wassermassen die einen Kilometer lange Strecke fünf⸗
nal zurückzulegen. Das Gœlingen des Unternehmens brachte ihm
ine Millien ein,, welche Summe ein reicher Pankee gegen ihn ge⸗
wettet hatte. Blondin, der ein leidenschafilicher Spieler ist, hat in
den letzten Tagen jedoch sein großes Vermdgen bis auf einen Rest
don 30,000 Fres. Rente durch die Narten derloren. Der 60jäh⸗
cige Mann, der aber an Leichtigleit und Anmuth einer Ballet⸗
anzerin nicht nachsteht, bat sich daher entschlossen, neuerdings Geld
und Ruhm pu erwerben, was ihm auch trefflich gelingt, da er mit
einer woͤchentlich dreistündigen Arbeit gegen 20,000 Franes ge⸗
winnen soll. Blondin befindet sich in Besleitung seiner schönen
jungen Frau, und mit dem Ehepaare reist ein Engländer, welchert
die Abficht hat, die alletliebste Dame zu heirathen, falls Blondin
doch zum ersten⸗ und letztenmale vom Seil stürzen würde.
p Das Telephon ist rasch populär geworden; sogar det
Witz hat sich feiner schon bemächtigt mit folgenden —XC
Wrum bedeutet die Erfindung des Sorechtelegraphen einen Rüd⸗

Tiherale. reiehhaltigste und billigste Berliner
— Abendzeituns,
bPe Vmon
AhOnnemen“ för DeEeZem De r
zu Mark 1,70
xann bei jeder Postanstalt (No 1065 c. Post-Catalog) ange-
meldet werden.
Am 1.PDezember begimt in unserem Feuilleton ein
— EXXX weleher gegenwürtig in England
zrosses Aufsehen erregt.
Die Sonntagsbeilage „De u tsehes Héim«?“ vird gratis
eigegeben.
emn reichen und gediegenen Inhalte beider Blãtter
g wir die Hoffnung, uns viele Leser zu erwerben.
e Expedition der „Deutschen —XR——
S. V. Rerlin. Mimmeratr. 94.

schritt gegen früher ?“ Antwort: „Früher war es ein Tele—grah,
etzt ist es ein bloser Telerv o n.erner: Wo hat das Telephon
äich zuerst politisch unliebsam gemacht de Antwort: Im Abgeordneten⸗
hause bein den letzten Debatten, wo Homeyer auf telegraphischem
Hefehl aus Varzin die bekannten Erllärungen in der Welfenfonds⸗
frage abgab. Auch die Poesie hat bereits das Telephon verherrlicht.
Uns liegt folgendes scherzhafte Gedicht über die größte Erfindung
der letzten Zeit, das Telephon, vor:
Das Telepton ein Wertzeug ist, Ist Einer nur von Nöthen.
Bei dem man ganz und gar ver. So wird durch's Telephon die
gißt, Welt
Daß man einmal geschieden Verdreht und auf den Kopf ge⸗
Von Menschen, die wirlieben. stellt;
Man hört die Stimmen,, jeden Und selbst im Telegraphenamt
Laut, Ist nman begeistert und entflammi.
Es kann der Braͤutigam der Braui Man laäßt die Werkstatt nieder⸗
Von fern her Liede schwören, reißen,
Sie kann die Worte hören. Die Hughes und Morses all
Aus ist es mit dem Schreiben zerschm...
ijetzt, Und Widerständ' und Wheat⸗
Der Postmeisier wird kalt gesetzl stone's Brücke
Der Telegraph ist pleite Die würdigt man mit keinem
Und aus ist's mit dem Jaite. Blicke,
Aus ist's mit Hughes⸗ und Seits neue Telephon erfunden,
Morseschrft,/ Ist alles das jetzt überwunden.
Und unser guter Doppeistift, Man braucht nicht mal 's Elek⸗
Der so vieh thät verheißen, trophor
Der muß in's alle Eisen. Man hält das Ding nur an
And das dynamische Relais, das Ohr.
Das ihnt uns lief im Herzen Was Ladung, was Ketardation!
weh, Das Telephon weiß nichts davon,
Es3. wird, trotz allem Klagen, Weiß nichts von Farad u. Weber
Bom Telephon geschlagen. Es spricht nur so weg von der
Was nutzt's dem Zeische, daß er Leber.
weiß, Das Neuste auf dem aeuen Feld
Obes erste Telephon von Reis, Hat jetzt erblidt das Licht der.
Zeitdem ein bessres an der Stell' Welt,
ckrfunden vonProfessor Bell. Seit man auch auf dem Telephon
Was will nur noch der Postillon Versuche macht' mit Translation.
Fahr' ab! Fahr zu! Fahr hin, Es spricht nun schon der bied're
mein Sohn! Brite
Wir haben unsern Lieben Nach China, nach dem Reich der
Den ndrn Brief geschrieben. Muiltte,

Jetzt gedt kein Mensch mehr in lind was er englisch jprach zuletzt,
die Predigt, Das ˖ Telephon hat's übersetzt.
Die Sache wär' nun prompt er; Jetzt ist erst aus der große Sturm

ledigt; Der einst ensstand vor Babela
Man kann von sedem fernen Ort Thurm!
Bernehmen jetzt das Gotieswort. Vorber jft's mit Fremdwort und
ind mit der hanzen Klerifei Irrung,
Ist es auf einmal auch vorbei; Und aus auch mit der Shrach⸗
Für's ganze Land zu beten verwirrung!
Fur die Redaction vperantwortlischh· F. L Dme k.

Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der
derren Kaufmann u ad Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
ẽs handelt sich hier um Driginal⸗ voose zu einer so reichlich mit Haupt⸗Ge⸗
vinnen ausgeftaiteten Verloosung, daß sich auch in vnseret Gegend eine rech
lebhafte Betheiligung voraussehen laͤßi. Dieses Unternehmen verdient das
holle Vertrauͤen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind und auch
borbenanntes Haus durch ein fsiets streng reelleß Handeln und Auszahlung
Ilreicder Gewinne allseits bekannt ist.

Amerikanisches

Auskunfts⸗Bureau

43 * 48 Ohatham Stroeet,

New-Nork.

Specialitätt: Aufsuchung
Berschollener und Beschaffung von
Diarlel und onsularisch beglau⸗
ziglen Todtenscheinen, sowie all⸗
gemeine Auskunftsertheilung über:
Ameriba.

Vm. Raienh, Notar

Poscthox 535390. ere.

—

damit: ade: Araunk⸗
evor er eine Aus urrternimmt,
oder die Hoffnun au Gene⸗
ung schwinden Be en
v0 von den durch Dr. Airh's
deilmethode erzielten über-
aschonden Heulungen überzeugen
ann, sendet Richter's Verlags«
Anstalt in Leipzig auf Franco⸗
derlangen gern Jedem einen
„Attest⸗Auszug“ (1380. Aufl.)
— und franco. — Versaume
iemand, fich diefen mit vie⸗
len aranlenberidten versehenen
Auszug“ kdommen zu lassen.· —
Von dem iulustrirten Original⸗
werke: Dr. — Raturheil⸗
methode erschien die 100. Aufl.,
Jubel Au⸗gabe, Preis 1 —
begiehen durch alle Buch⸗
handlungen.

J

Rechnungen

n Achtel, Viertel u. Halbe Bogen
sind vortächig in drr
Druckerei ds. Bl.

—A.
557
        <pb n="648" />
        Bekanntmachung.
Die Lieferung der für die k. Steinkohlengrube St. Ingbert
im Jahre 1878 nöthigen Nägel und Drahtstiften, als:
2000 Kilogramm kleine Hackennägel,
1 zeschmiedete Speichernägel,

20 Schiefer⸗ u. Kastennägel,

—150 Schienenstiften 80 mmn,

100 Drahtstiften 160 mmn,

500 do. 108 mm,
250 do. 80 um,
—150 do. 67 mm,

50 do. 53 mm,

50 * do. 40, 33 u. 27 min,
soll im- Submissionswege an den Wenigstnehmenden vergeben
werden.

Die Angebote sind verschlossen und gehörig bezeichnet bis
Mittwoch den 3. Dezeuber 1877, Nachm. 2 Uhr,
bei dem unterzeichneten Amte einzureichen, woselbst auch die Lirfe⸗
rungsbedingungen eingesehen werden können.

St. Ingbert, den 26. November 1877.

Sal. Bergamt St. Ingbert:

. Kamann.

Aam bhüete demnm GIüce die Hand?

*.

475, 00 0 R. Mark
Haupt-Gewinn im günstigsten Falle bietet die aIIerneueste
zrosse Geld-Verloossung, weleche von der hohen Regierung
zenehmigt und garantirt ist.

Die vortheishafte Einrichtung des neuen Plares ist derart, dass
im Laufe von wenigen Monaten durch 7 Verloosungen 46, 200 Ge-
winne zur sicheren Pntscheidung kKommen, darunter befinden sieb
Jaunttreffer von aventnall R-M. 7äñ. M speciell abor

Gewinn 50 Gewinn c. 6,000
Gewinn a A. 23,000 23 Gewinne à M. 10, 000
Bewinn à M. 80,000 ꝰ Gewinne a M. 8000
dewinn s M. 60,000 27 Gewinne a . 3000
ewinn ⸗» 36,000 52 Gewinne à J. 4000
Jewinn *0,000 200 Gewinne a N. 2400
Jewinn —A 410 Gewinne a M. 1200
ewinne a 2. 0 621 Gewinns a M. 500
Gewinne a* 38,000 706 Gewinne à MA. 250
Gewinne a . 720,000 25, 638 Gewinne à N. 138

7 Gewinne a M. 18,000 ete. ete.

Die nächste erste Gewinnziehung dieser grossen vom Staate ga-
rantirten Geld-Verloosung ist amtlich festgestellt und sindet

gohon am 12. und 13. December d. J. gtatt
und kostet hierzu
i ganzes Original-Loos nur Mark 6
halbes 3
viertel 1/4

Alle Aufträge werden sofort gegen Kinsendung, Posteinzahlung
oder Naehnahme des Betrages mit der grössten Sorgsalt ausgeführt
mnd erhaält Jedermann von uns die mit dem Staatswappen verschenen
Iriginal⸗Loose selbst in Händen.

Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gra-
tis beigefügt und nach jeder Diehung senden wir unseren Interessentep
maufgefordert amtliche Listen.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-
Jarantis und kann durch directe Susendungen oder auf Verlangen deri
Interessenten dureh unsere Verbindungen an allen grösseren Plätzen
Deutschlands veranlasst werden.

Unsere Collecte war stets vom Glũcke begũnstigt und hatte sich
lieselbo unter vielen anderen pedeutenden Gewinnen ofiwals der
2rsten Haupttreffer 2u erfreuen, die den betreffenden Interessenten

direct ausbézahlt wurden.

Voraussichtlich Kann bei einem solchen auf der Solidesten
—XVX
ligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, man beliebe daher schon
der nahen Liehung halber alle Auftrüge baldiust direct zu
riohten an

Kaufmann &amp; dimon,
Bank-und wechsel-Geschaft in Hamburg

Ein- und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Bissenbahn-Actien

und Anlehensloose.

P. S. Wir danken hierdurch für das uns seither geschenkte Vertraven
und indem wir bei Beginn der nenen Verloosung zur Betheili-
gung einladen, werden wir uns auch fernerhin bestreben, dureb“
stets prompte und reelle Bedienung die volle Zufriedenheit,
unserer geehrten Interestenten zu erlangen D. O.

SOoOdesS-A nzege.

Gott dem Allmöchtigen hat es gefallen, unsern lieben
Gatten, Vater, Gioßvater, Schwiegervater, Bruder.
Schwager und Onkel,

Micechæael Leonhard, Schuhmacher,
gestern Aberd Vach 10 Uhr, nach langem schweren Leiden,
im 69. Lebensjahre und versehen mit den h. Sterbsal⸗
ramenten durch e'nen sauften Tod in ein besseres Jenseils
abzurufen.

Sli. Ingbert, 30. Nov. 1877. — Um slille Theilnahme bisten
Die tiestrauornd Hinterbliebenen.

Die Beerdigung fiudet Sonntag Nachmittag um halb

3 Uhdr vom Sterbehause aus statt.
Da mein Geschäft bis Neujahr
dahier aufgelöst wird, so verkaufe
ich die noch vorräthigen Waaren
unter dem Selbstkostenpreise
und ersuche ich gleichzeitig Diejenigen, welche
mir noch schulden, um gefl. Berichtigung
Ihrer Rechnungen.

Im IS. . Aebte
Pæec. d. JI. Honig-Lobkuohen
deginnt mit der IL. Ziehun
die vom Staate un bei ver Vfund 80 Pf.
ind garantirte
Uνger Stadt- Adolf Grewenig.
Lotterie.
Dieselbe best. aus 833,300
Loosen und 46,200 Ge⸗
winnen, wodon Haupitreffer
ventuell
375,000, 250,000, 125, 000
80,000, 60,000, 50,000
40,000, 36.000, 32 80,000
2 à 25,000, 3 à 20,000,
72 15,000, 28 à 10,000
Mark ꝛc. ꝛ⁊c.
Hierzu versende Origi⸗
nalLoo se
Ganze Halbe Viertel
6 M. 3M. 130 M.
gegen Einsendung des Betra—
ges oder per Postvorschuß.
Spieler erhalten die Ge⸗
winnlisten gratis!
Zoith. Wañlius,
vom Staate angestellter Haupt⸗
Colleckeur in Braunschweig.

eIrινιn.,.
Frankfurfer DRombau-Lotterie
Ziehung am 15. Dezember 1877.
Carl Albert-Loose
DZiehung am 15. Dezember 1877.
Zu diéser Lotterie erlasse ich Loose
Domhbau-Loose 1 Stück zu 4 Mark
12 Stück zu 45 Mark.
CarI AlIbert-Loose 1 Stück zu 6 Marx
12 Stück zu 70 Mark.
Hauptgewinne im MWerthe von 80.,000 Mk. 20,000 Mk. bis
abwarts 10 Mark im Gauzen 20,000 Gewinno.

Alle Theilnehmer, deren Loose mit einer Niete gezogen
werden, erhalten mit der Ziehungsliste das Portrait des
Deutsehem Kaisers in eleganter Ausstattung franeo

und gratis ũborsandt.

Bestellungen wolle man baldigst machea um allen Wün-
zchen genügen zu können.“

Helix Auerbach
Prankfurt a. M.
* * 9— unr
Wein⸗Etionet.
arkbiag bis 7farr
sind zu haben in der

Frucht- Brod⸗ und
Fleisch⸗Preise der Stadt
Zweibrücken vom 29. November.
Weizen 11 M. 22 Pf. Korn
08 M. 46 Pf. Gerste 2reihige
0 M. — Pf. Gerste Areih.
7 Mi. 70 pf. Spelz 6 M.
77 Pf. Hafer 6 M. 30 pf.
Heu 2 M. 40 Pf. Stroh 2
M. 20 Pf. Kartoffeln 2 M.

60 . Weißdrod nn Filog
55 Pf. Kornbrod 3 Kil. 76, 2 Kil.
5i Pf. diuuo 1 Kilo. 26 Pf.
Gemischtbrod 8 Kilo. O M. 93 Pf.
Paar Weck 100 Gramm 6 Pf.
Rindfl. 1. Qual. 66 Pf. 2.
OQual. 60 Pf. Kalbfl. 60 Pf.
Hamfl. 60 Pf. Schweinefl. 60
Pf. Butter IM. — Pf. per Pf.

Lith. Anstalt . Demetz,
St. Ingbert.
Redaktion Druck und Verlag von F. X. Demeß in Et Ingben.
        <pb n="649" />
        St. Ingber ler Anzeiger.

—
Oer St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupitblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounnementspreis beträgt vierteljährlich

WMart 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder derer Raut. NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 189. Sonntag, den 2. Dezember 1877.

Deutsches Reich.

Berlhin, 29. Nov. Kaiser Wilhelm hat dem Domprobst
m der Metropolitankirche zu Köln, Dr. München, der gestern sein
jechszigiähriges Priesterjuhilaum gef.iert hat, den Stern zum Rothen
Adlerorden zweiter Klasse verliehen.

Wie die Köln. Zig, bört, wird der zum baierischen Finanz⸗
Minister irnannte Minisierial-Direktor von Riedel auch ferner als
Bebollmächtigter Baierns dem Bundesrathe angehören. Gleichwohl
dürste in Folge seiner Ernennung einstweilen die Berathung der
Novelle zu dem Gesetz über den Unterstützungswohnsitz aufgeschoben
verden, da Herr von Riedel Referent über dasselbe ist.

NAusland.

In allen Kreisen der Bevölkerung Frankreichs greift
allmählich die Ansicht Platz, daß es so nicht mehr länger. weiter⸗
Jehen kann, daß das Land dringend Ruhe und Ordnung braucht.
Dee, Temps“ veröffentlicht eine Adresse, welche die Delegirten der
—A den Parschall Mac Mahon gerichtet
Faben. Dieselbe schildert die gegenwärtige ungünstige Lage der
Industrie und des Handels und hebt besonders hervor, daß die⸗
selbe vor allem durch die Ungewißheit, die Besorgniß und die
Unsicherheit, in welcher sich das Land seit mehreren Monaten be⸗
inde, hervorgerufen worden sei. In der Adresse heißt es weiter;
Ihte Sache ist es, dieser peinlichen Lage ein Ende zu machen und
hie fürchterliche Drohung mit dem Konflillte zwischen den öffent⸗
lichen Gewalten des Staates verschwinden zu lassen, indem Sie dem
aufrichtigen Wunsche, welcher Ihnen durch die letzten Wahlen kund
Jethan worden ist, volltommen Genüge leisten. Sie können am
Zerabend der Weltausstellung von 1878 Frankreich gestaiten,
seinen Gästen eine würdige Gastfreundschaft anzubieten. Sie können
dies und wenn Sie sich von Ihrem Patriotismus leiten lassen,
werden wir die Hoffnung bewahren, daß Sie es auch wollen werden.“
— Die Adresse wurden von dem Sekretär der Präsidentschaft em⸗
pfangen, welcher das Bedauern des Marschall:Praͤsidenten, fie nicht
empfangen zu können, ausspraq.

In den diplomatischen Kreisen Roms wird behauptet, der
Marscall werde nicht nachgeben, Frankreich werde baldigst großen
hatigeren Antheil an der Löfung der Orientfrage nehmen. Ein
Ballon d'essay, der wohl mehr für französische als für italienische
reise berechnet ist. Es wäre Übrigens ein alter napoleonischer
Schachzug, den das Elysee versuchswe se entwirst, die Aufmerksamleit
Frankreichs von der inneren auf die äußere Politil zu lenken.
Dahei bleibt nur die Frage, ob bei der gegenwärtigen auf's höchste
gespannten Situation selbst der leicht bewegliche gallische Charakter
ich zu dem Versuche wird begeistern lassen, die im Weslen etwas
erblaßte Gloire mit Orientfarben neu zu übergolden. Wir glauben
das vorläufig nicht und halten die ganze Noliz -. stammt sie über ⸗
haupt aus maßgebenden französischen Kreisen — für ein weiteres
Zeichen großer Verlegenheit derselben.

Paris, 30. Nor. Die; „Agentur Havas“ meldet: Der
Marschall Moc Mahon, als er irfuhr, daß einige Senatoren und
Deputirte gegenüber den Präsidenten der beiden Kammern Beforg⸗
nisse hinsichtlich der Sicherheit der Volksvertretung ausgesprochen
und Mitlel und Wege erwogen hätten, wie dieselbe eventuell zu
vertheidigen wäre, fand fich bewogen, die Präsidenten der Kammer
und des Senals zu besuchen und ihnen zu sagen, daß derartige
Befürchtungen ungegründet seien, indem die Volkavertretung keiner⸗
lei Gefahren ausgesetzt sei.

Bersaitle's, 29. Nov. Der Senal hat mit großer
Mehrheit beschlossen, morgen einen Ausschuß zu ernennen, welcher
eine durch die gedrückte Lage von Handel und Gewerbe gebotene
Untersuchung vornehmen soll.
VRermischtes.
p Die Branniweinbrenner der Pfalsz versammeln sich GGeute
Sonniag) den 2. Dezember, Vormittags 11 Uhr, im Hotel Burk⸗
hardt zu Landstuhl, um sich bezüglich der in Kaiserslautern am

17. November vorgeschlagenen Resolution auszusprechen, ebentuell
um weitere Vorschläge zu machen.

4 In der Pfalz wurden im Jahre 1876 232 neue Stiftangen
Jemacht. Von diesen sind zu Gunsten der katbolischen Kirche 216,
der protestantischen 8, der Hospitäler 1, der Localarmenpflege 5,
der Waisenhäuser 2. Diese Stiftungen sind sämmtlich örtlich.

rFalsche Fünfmarkscheine. Neuerdings sind
wieder falsche Funfmarkscheine in den Berkehr gebracht worden. Die
Merkmale der Unechtheit sind folgende: Die Scheine sind auf
iithographischem Wege hergestellt, während bei den echten Scheinen
die Schaufeite in Kupferstich, die Rückseite in Buchdruck ausgeführt
ist. Auf der Vorderseite in der Zeile „Reichs-Cassen⸗Schein“ hat
das Rund das H des Wortes „Reichs“ am Fuß eine durchgehende
weiße Linie, während bei den echten Scheinen dieselbe getheilt ist.
Ferner sind die in Reliefmanier ausgeführten Seitenfelder durch
unterbrochene, mit der Hand gezeichnete Linien nachgeahmt. Außer⸗
dem ist die Schrift der Strafandrohung dick und ungenau, nament⸗
lich ist das Stin dem vierten Worte „Scheine“ entstellt.

FLeipzig im Nov. — Dem Herrn Dr. Adolph Richter,
Besitzer der Berlagsbuchhandlung: Richter's Verlags-Anstalt in
Leipsig wurde die hohe Ehre zu Theil, durch ein von Ihrer Maje⸗
dät der Deutschen Kaiferin höchste genhändig unterzeichnetes Schreiben
und gleichzeitige Uebersendung eines sehr werthvollen Andenkens aus⸗
gezeichnet zu werden. Die hohe Protectorin aller Erziehungs⸗ und
dunstbestrebungen schreibt:

„Empfangen Sie Meinen aufrichtigen Dank für Ueber⸗
sendung des itrefflichen Werkes „Die Schulen der weblichen
Handarbeit von Dr. Jean Daniel Georgens und Jeanne
NHMarie von Gayette Georgens“, welches Ich mit lebhaftem
JIauteresse enigegen genommen und der Koisetinz Augusta⸗-Stif⸗
tung zu Charlottenburg überwiesen habe. Geslatten Sie
Mir Ihunen als Anerkennung Ihres Strebens beilolgendes
Andenken zu übersenden.

Coblenz. den 14. November 1877.

(aez.) Augusssa.“
—

ete veramworũch:
IXRXRXA
at die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sieh befindende Glücka-
nzeigo von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sioh
urcuꝰ seine prompte und verschwiegene Ausrahlung der hier und in doer
ngegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
las? Sir Jeden auf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stello auf-
gerksam machen. J —
Freiwilsi JA. Zu der erwähnten Güterge⸗
Freiwillig gerichtliche — —8
Versteigerung. 1. Pl. Ne. 368, 48 Deiim.
Acker in der Neufelser⸗
ahnung. J
Pl.Nr. 150 2, 28/0 Dei.
Garten in den Neugärten.
B. Zum persoͤnlichen Nachlasse
des Marx Bastian gehörig:
3. Pl.⸗Nr. 364. 51 Dezim.
Acker hinter der Neufelser⸗
ahnung.
Pl. Nr. 194492, 76 Dez.
Acker im Mühlwäldchen.
Pl.Nr. 2819, 28 Dei.
ncker in der Kirklerdell.
Pl.Nr. 1121, 34 Dezim.
Acket in der Dreisp'tz.
PlieNt. 2162. 58 Dez.
Adcker im Thalgarten.
PleNr. 1183, 21 Dezim.
Acker im St. Ingberter flur.
Pl.⸗Nt. 1618, 5 Dezim.
Rarten im Ort.

Montag, 17. Dezember
rächsthin, Nachmittags 2 Uhr zu
Rohrbach bei Peter Bender
verden vor dem unterzeichneten,
ziezu gerichtlich beuuftragten No—
ar, auf Anstehen von Katharina
Michaeli, ohne Gewerbe in
Rohrbach wohnhaft, Wittwe des
illdo verlebten Bergmannes
Marx Bastian, die nachhin be⸗
eichneten zu der zwischen den
genannlen Eheleuten Bastian be⸗
dandenen Gütergemeinschaft, so⸗
wie zum persönlichen Rachlafsse
des verlebten Ehemannes gehöri—
gen Liegenschaften im Banne
zon Rohrbach mit Ermächtigung
)es Familientathes öffentlich an
den Meistbietenden zu Eigenthum
versteigert, nämlich
        <pb n="650" />
        10. Pl.⸗Nr. 7582, 28 Dez
Wiese im Stegbruch.

Eigenthümer sind:

I. die genannte Wittwe Katha⸗
rina Michaeli,

II. Die mit ihrem verlebten
Ehemanne erzeugten Kinder, als:

a. Anna Bastian, gewerbloft
Ehefrau von Joseph Quirin,
Bergmann, J

b. Theresia Bastian, ledig u
ohne Gewerbe, diese beiden groß—
jährig.

c. Katharina und d. Veter
Bastian, diese beiden noch min⸗
derjährig,, welche ihre genanute
Mutter zur gesetzlichen Vormün⸗
derin und den Johanu Badar.
Ackersmann, zum Beivormunde
haben.

Sämmtlich in Rohrbach wohn⸗
haft. B**

St. Ingbert, 1. Dei. 1877.

Sauer, . Notär.
* * *
Licitation.

Donnerstag, den 20.
Dezember nächsthin, Vormittags
10 Uhr zu Oberwürzbach
bei Franz Becker

werden vor dem unterzeichneten,
hiezu gerichtltch beauftragten kgl.

Notar Frauz Saur
die nachdezeichneten, zu der

zwischen dem in Oberwürzbach

verlebten Schmelzarbeitet Jshann

Rebmann und dessen hinter⸗

bliebenen Wittwe Susanna Ochs

ohne Gewerbe allda bestandenen

Gütergemeinschaft gehörigen Lie⸗

genschaften der Abtheilung wegen

ffentlich an den Meistbietenden
in Eigenthum versteigert, als:

im Banne und Orte von

Obexwürzbach:

l. Pl.eNr. 28. 2 Dezimalen
Fläche, Wohnhaus, Stall
und Backofen und
Pl.⸗Nr. 830*, 2 Dez. Hof
und Einfahrt (4 Aniheil)
ferner
Pl.Nr. 564, 58 Dezimalen
Barten mit Keller hinter
dem Hause.

Das Ganze gelegen im“

Orte Oberwürzbach in Thal

auf dem Graben neben Mi⸗

chael Kempf und folgendem

Stücke.

Pl.⸗Nr. 563, 5 Dezimalen

Garten auf dem Graben

neben vorbeschrieben. Garten.

m Banne von Ommersheim:

3. Pl.⸗Nr. 4475, 67 Dezim.
Acker auf der Ebene neben
Johann Becker, beiderseits.

Eigenhümer find:

Die Wittwe, Kinder und Erben
des genannt verlebten Johann
Rebmann, als:

1. die Witiwe Susanna Ochs,

2. Barbara Rebmann., Wwe.

zum Verkaufe ausoestelt
—A—

4111

ihnete boui
5

19* F

4

bon Peter Schmidt, im Leben
Ackerer,

3. Christ. Rebmann, Schmelz⸗
arbeiter, —*

4. Anna Rebmann, Ehefrau
von Heinrich Miedel, Feldschütz,
lezterer der ebelichen Güterge⸗
meinschaft wegen betheiligt.

5. Franz Rebmann, Schwelz⸗
arbeiter,

6. Joh. Rebmann, Schmelzer.

7. Anna Rebmann.

8. Nikolaus Rebmann,

9. Peter Rebmann und

10. Mathias Rebmann,

die vier letzteren noch minder⸗
ährig, welche ihre Mutter zur
zesetzlichen Vormünderin u, ihren
genannten Bruder Christian Reh⸗
nann zum Beivormunde baben.

Alle in Oberwürzbach wohnend.
St. Ingbert, 80. Nov. 1877.

Sauer, igl. Notar.

Frische—
Orangen u. Citronen
mpfiehlt
J. Peters.
Alle Diejenigen,
welche an Albert
Schultheis, Kappenmacher da⸗
hier, schuldig sind, werden hie—
nit aufgesordert, bis längstens
knde Dezemher d. J. ihren Ver⸗
pfl'ehtungen nachzukommen, an⸗
onsten Klage erfolat.
Schmerzlose
Zahnoperationen
. Gichel's
Atelier künstlicher Zähne.
5t. Johann a. d. Saar
Victotiasfraße 97 B.
AmAñ. U. 8.
ec. d. .
beginnt mit der L. Ziehung
die vom Staate genehmigte
ind garantirte
Famburger Stadt-
Lotterie.

Dieselbe best. aus 83,300
Loosen und A6,200 Ge⸗
winnen, wovon Haupttreffer
edentuell 4
375,000, 250,000, 125, 000
80,000, 60,000, 50, 000,
40, 000. 36,000, 3480,000.
2 à 25,000, 3 à 20,000,
7 à 15,000, 23 à 10,000

Mark ꝛc. x.

Hierzu versende Origi⸗
nal⸗Loose

Ganze Halbe Viertel
G6 M. 3 M. LBOM.
gegen Einsendung des Betra
ges oder per Pastvorschuß.
Spieler erhalten die Ge⸗
vinnlisten gratis!
vom Staate angestellter Haupt⸗
Cossetteur in Braunschweie.

ron
diben zu sebr

4*

Caramels Dornnt
von Maria Benno v. Donm⸗at in Paris.
Man gebraucht sie gegen Husten und Heiserkeit — Stiche und
Z2ißel im Halse, Schwindsucht — Magenschwäche, Appetitlofigleit,
Schlaflosigteit, Nervenschwäche und allgemeine Entkräftung.
1 ODriginal⸗Packet kostet 80 Pf.
Niederlage in St. Ingbert bei J. Peters.

—
Weihnachts-Geschenke
und
Kinder⸗Spielwaaren.
sceine große Auswahl Artikel

7Tfennis. —
—A

7

— — —
—
Anzeige.
Einem geehrten bhiesigen, wie auswärtigen
Bublitum diene zur allgemeinen Kenntniß, daß
wir, von heute an in der von Hen. Carl Groß
n uns übergegangenen Brauerei, verbunden mit
zchenkwirthschaft
186.

⸗e8 GAFàA -
perabreichen.
St. Ingbert, den 1. Dezember 1877.
Achtungsvoll
Gebrüder Becker.

Die Gewinne
GrIũCES-garantirt. der Staat.
AMn A . Erste Ziehung:
—— 12. u. 13. December.
Einladung zur Retheiliguug an die
Ge vinn- OhAan
der vom Stante HUHamburg garantirten grosssen
Geid-Lotterie, in welcher ubex
8MIIILOBn MAA LK

sicher gewonnen werden müssen.

Die Gewinne dieser vorthetlhaften GeldLotterie,
welehe plangemüss nur 885, 500 Loose enthält, sind folgende: nümlioh
Geviun eq. 875, 000 Mark, speciell Mark 250,000, 125000 80,000,
60 Oο 360600, 64136, 000 umnã 8000, 10 mal
—A mas 8000, 6000
mgs 20 HI⸗, 2000 und
co 63 2341500, 300 und 250, 28246
— 94, 67, 655, 50,
D Ioaten Ab-
menunge cheren PEntscheidung.

Dę erste Gewinnziehung ist amtlich auf den

12. und 13. December d. J.
festgestellt und kostet hierzu
das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,
das balbe Originalloos nur 8 Reichsmark,
das viertel Originalloos nur 19 Reichsmark,
uind verden diese vomn Stante garantirten Original-
Loose (reins verbotenen Promessen) gegen frankirte Kim-
sendung des Retrages oder gegen POStvorsehuss
relhot nac den entferntesten Gegenden vVon mir versandt.

Jeder der Betheiligten erhâlit von mir neben seinem Original-
Loose eh den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gra-
is und nach stattgehapter Ziehung sofort die amtliche Ziehnngeliste
anaufgefordert zugesandt.

Die Auszahlung und Versendung doer Gewinngelder
oarfolgt von mir diroct an die Interessenten prompt und untor atrongster
Verachwiegenheit. 6

TG Restellung kanmn man einfach auf eine Fostein-
hIungskarte machen.
Ian vende nien daher mit den Aufträüten
vertrauensvoll an
semiel heehksehen
Banqdmer und Weehsel-Comptoir in Unmh —
— — — —— —
Jedallion Druc und Veriag von F. T. Vemes in ẽTIngbert.
Biezu „Illustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. A49.
        <pb n="651" />
        — 7 — J 5*

T 74 —JV 7522 5 —4
Su. Ingbeklet Amzeiger
— * 4 Hð 48 R —

* 90 — — *
8 — “*
tcʒ St. Jugberter nzeiger und das (Sam il wo hentlich) mit dem Hudtolajte verbundene Unterhaltungsbtatt. Sonntags iin illustrixter Bei
lage] .Rerscheint wöchentlich vlermal. Dieustag, Donnersstag, Sa nsstag und Sonata gar Der Abonunement vpeeis betragt vierleliährlich
Mart 20 R.-Pfge. Anzeigen werden mit 10 Pfhe, von Aan vãrteallt 12. Bi fus dis lethesp in zeine Bisushen hn Rau. Neclamen

mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
— 244 —— J
AMg 190. Dienstag, den A. Dezember 1877.
——
Deutsches Reich.

München, 80. Nop. Der Gesandte Beherns in St.
Petersburg, Frhr. v. Truchseß, ist auf, Unsuchen aus dem Staats-
dienst entlassen, und ihm in Arerkennung feiner treuen und ersprieß⸗
lichen Dienstle stung der Titel „Gehejmer Legationsrath“ verliehen
worden. Der dermalen interimstisch mit der Führung der Gesandt⸗
schaft in St. Pesersburg betraute Legationsrath Graf Fugger wurde
jum kgl. bahrischen Geschäftsträger bei der tussischen Regierung
ernannt.
Nusland.

.Paris, 1. Dez. Man versichert, daß das Ministerium
veschlossen habe, die Generalräthe auf den 10. ds. zusam enzu—
»erufen. — Wie man annimmt, wird die Kammer bezüglich der
direkten Steuern ein Votum abgeben, das den Generaltäthen er—
auben würde, die Vertheilung vor,unehmen jedoch ohne zur Er⸗
hebung der Steuern zu ermächtigen. — Der Marschall Mae Mahon
mpfing heute die Präsidenten des Handelstribunals und der Handils⸗
tammer von Paris.

Paris, 2. Dez. Endlich erfahren wir aus dem „Fraucais“,
zaß der Marschall nicht, wie es aufänglich hieß, bei Herrn Du⸗—
saure, sondern bei Herrn Duclere, dem republikanischen Vecepräsi⸗
denten des Senats, Erkundigungen, üder die Bedingunzen ein—
gezoßgen hat, unter welchen die Linke gern Frieden machen würde.
Harr Duclerc hätte erwidert, die Majoritäl würde als Garantie
außer der Annahme der Bardoux'schen Gesetzvorschläge, betreffend
den Belagerungszustond und den fleegendeu Buchhandel, noch eine
Rebision der Verfassung in dem Sinue verlangen, daß die Auf⸗
ösung künftig an die Zustimmung nicht der einfachen, sondern ernec
Majorität von zwei Drittheilen des Senats getnüpft sein soll.

Die heutige Versammlang von Kaufleuten in dem Saale
Frascati war sehr zahlreich besucht. Man'beschloß, dem Präsidenten
— — — ihm von einer Deputation
deß Handels von Patis und der Provinz, wo möglich in Person
iberreicht werden soll,, nochmals vorzustellen, daß er dem Wunfhe
der Nalion Folzge leisten und sich den Regeln des prlamentarischen
S„ystems anbequemen möge. Eine mit den Unteischriften von 92
Industriellen bedeckte Adresse, des nämlichen Inhalts ist au den
454 J 3. Pl.NraLol, 95Ld, 95s
Licitation. J
Mittwoch, den 12. Dez. . in den Dilmesgärten oder
Ahsthin, Nachmitlans 2Uhr zun Großgärten.
Ste Ingbert im Caté Ober4. Pl. Nr. 1481. 89 Dezim.
vaufer J Acker auf dem großen Flur
perden vor dem unterzeichneten, L. Ahnung.
nezu gerichtlich deaustrazten. kgl. zum persönlichen Nachlasse des
stotär Franz Sauer im Amts— Gaslav Zir gehörig!—
itze zu St. Ingbett, die nache 5. Pl.eNr 637. 70 Dezim.
zeschriebene, zu der zwischen Guͤ Fläche Wohnhaus wiit An⸗
tad Zix, weiland Hütlenbeamte bau., Scheuer, Stall und
in Ste Jugbert, und se ner auch Hofraum und
ertforbenen zwe'ten“ Ehefrau Bl.-Ne. 6382. 13 Dezim.
Amalie Kautz bestandenen Gülter- Pflanzgarten dabei mit einem
Zemeinschaft und zum persönlichen BHange zum Bach..
Nachlasse des Ersteren gehörigen s Das Ganze gelegen an
Liegenschaften im Banne von St. der Kohlenstroße zu St.
Indbert der Adtheilung wegen Ingbert neben Johann Gre—
ffentlich an die Reistbietenden wenig's Erben und Oito
u Figenthum versteigert, nämlich: Weigand. 2
uur erwähnten Bütergemeinschaft Pl.Nt. 4499. 1 Ta werk
gehörig: — 62 Deziw. Acker auf dem,
Pl.⸗Nr. 865. 40 ijo Dez. großen Flur 1. Ahnung.
Acker im Dilmesflur. Eigenthümer sind:
Pl.eNt. 871 upd 872.4 1. Karl Zix, minderjähriger
Tagow. 99 De malen Acker zohn des Etblassers Gusiar
illda: zix und dessen verstorbenen1

— —

—α
Marschall Mac Mahon von Saint⸗-Quentin abgegangen und, ähn“
iche Kundgebungen werden auch von anderen Hoͤndelsplätzen des
dandes in Aussicht gestellt. J

Paris, 2. Dez. In einer Versammlung der Linken, welcher
120 Mitglieder beiwohnmen, wurde. einmuthig beschlossen, das
Budget absolut zu verweigern, so lange die Regierung nicht wieder
in die parlamentarische Bann einlenke. IJ

Paris, 2. Dez.“ Zwischen den Deputirten Laisant ( Repur
»lifanei) und. La Rochette (Legitimist) hat ein Pistolenduell statt—
zefunden; letzterem wurde der Schenkel durchschossen, Laisant trug
ine geringfüzige Verletzung da on.

Petersburg, 1. Dez. Aus Bogotvom 80. Nob.
vird offiziell gemesdet: Nach einer sechs ägigen Kanonade haben die
sumänen Lome Paiarka besetzt. Die türkische Garnison hat sich
nach Wedden Zurückgezogen: α, —E — —

e'me »T 5
Inmteressant ——
st dio in der heutigen Nammer unserer Zeitung sich befindende Glücks-
Anzeige von Samue Heckscher seur. in Hamburg. Dieses Haus hat vich
lureh seine prompte und rersechwiegene Auszahlung der hier und in dor
Imgegend gewonnenen Betrüge einen dermn guten Ruf erworben,
iass wir Jeden auf dessen heutiges Inscrat schon an dieser Stello auf
nerksam machoen.
— — — e

VBie in unserem heatigen Blatte vefindliche Gewinn⸗ Mittheilung des
errn Laz. Sams. Cohn in Hamburg ist ganz besonders zu beachten.
Diese- weltbekanntie Geschäft besteht weit über 50 Jahre und haͤt den bei
uit Betheiligten schon die größlen Hauptgewinne von Mark 360,000,
70,000, 246,000, 225,000, 183,000 180,000,156, 000, oftmals 153,006
50,000, 90,000, sehr häufig 78000 60,000, 48,000, 40, 000 „86,000,
c. ⁊c., in diesem Jahre schon wieder den glücklichen Gewin nern
m Köonigreich Bayern die große Prämie von 252,400 Mark und kurz vorher
benfallzs die große Prämie von 246,000 Mark, UÜberhaupt in der letzten
jeit die Summe von weit über 2 Milltonen ausbezahlt wodurch vielt
leute zu reichen Capitalisten geworden sind. Es sind nun wie der für einen
leinen Einjaß große Capitalien zu gewinnen bis za ev. 375.000 M. Auch
ezahlt dieses Haus durch seine welverbreiteten Verbindungen die Gewinne
n jedem Orte aus. Da durch die getroffene großartige Einrichtung in Ver⸗
nehrung und Veryröß rung der Gewinne eine große Betheiligung zu erwarten
t, möge man dem Glüde die Hand bieten und sich vertrauensvoll an die
xirma Laz. Sams. Cohn in Hamburg wenden, bei der nn gewissen ·
ait und prompt bedient wird αα
xö — — 2

Danksagung.

Allen unseren Freunden hies

siger Stadt und Umgegend für

hre Theilnahme am Leichenbe⸗

zängniß KAinseres unberg ßlichen

Baters Mi vael Leonhardt

usbesondere den Ntitgliedern des

Lisino's and den Sängern für

heen erhebenden Gesang, unseren

»efgefühlten Dant. 7

Zt. Ingbert, 2. Dezember 1877.

Die trauernd Hinterbliebenen.

Shefrau Anna Haase, welche
eine Großmutter Wilheimine An'
chütz ohne Gewerbe in St. Jug⸗
bert, Wittwe von Jalob Zix,
zur Vormünderin und Cart
daase, Güter-Expeditor in Kai—
erslautern zum Beivormund hat;
2. Die Kinder zweiter Ehe des
svustab Zir mit genannter Ama—
ie Kautz, Namens: a. Emilie
Anna Katharina; b. Pauline
Unna Maria Josephine; 6. Gu—
tuv Rovert nud d. Ostar Enmil
Zix, welche Ludwg Kautz, Kauf;
nann in St. Johaun a. d. S.
um Bo-munde und Alfred Si—
non, Fabrikant in Zweibrücken,
zum Beworunde haben.
St. Ingbert, 25. Nov. 1877.
Saner, k. Notar.

Clavier⸗Unterricht.

Die Unterzeichnete empfihltsich
en geschätzen Familien hiefiger
Stadt als Clavierlehrert
geneigten Anme!dungen sieht ent⸗
gegen
einsten franzdfiscken J
kise
I. Qualität
Limburger Käse
empfiehlt billigsi
P. Jepp.

Rosa Henrich,
bei Hrn. Jos. Uhl hier.
Eiꝛe
möblirte Wohnung
zu vermiethen bei 56
Heinrich Ifaar.
        <pb n="652" />
        EEA
—A
Kinder⸗Spielwaaren.
Eine große Auswahl Artikel zu
—XM—
Franz Woll.
—A SHöhne.
Ecke der Landauerstraße, Zweibrücken,
mpfehlen neu eingetroffene Sendungenn
v iter-äntol
n Double und Kammgarn, uetzlere von M. 25. an,
Regen-Mänteln, m. 12.,
J Kinder⸗Regenmäntel.
habe mich in Reustadt a. H. als Augenarzt
niedergelassen und wohne Landaueistraße.
Sprechstunden von 9—212 Vorm., 83-v 5 Nachn.
Hr. wed. M. O. doböller,
früter 1. Assistenzarzt der Heidelberger Universitäts⸗
augenklinik.

—

*
Glüct und Segen bei Cohn!
ewährt sich stets ganz vorzüglich, denn wiederum in diesem
Jahre, wurde schon wieder idut amtlicher Ziehungsliste, bei
nir gewonnen und den glücklichen Gewiunern
n Königreich Bayeru
hon mir baar ausbezahlt:
Das grosso Loos, mlioh die grosse Prämie vn
252,400 Mark
auf No. 318,
ind ebenso kurz vorher
das grosso Loos, nämlioh dise grosss Prämie von
246,000 Mark
auf No. MA56.
Ueberhaupt habe ich in der letzten Zeit den bei mir Betheiliaten
ie Summeẽ von weit uber,
2Millionen
und in kurzen Zeiträumen außer zahlreichen sonstigen großen Hauptge⸗
vinnen folgende großen Prämien meinengInteressenten laut amtlichen Ziehungs⸗
isten baar ausbezahlt: Mark 360,000, 270,000, 225,000,
doo, Is0.OOũ, 156, 000, beusis 182000, 150,000
120 000 ꝛc. ⁊c. wodurch meine Firma mit Recht überall als die
Allerglücklichste
ekannt ist. — Die vom Staate Hamburg eingerichtete und garantirte
ochst interessante große Geld⸗Lotterie, in welcher die Gewinne im Ganzen
eMillionen Mark dentsche Reichsmünze
oetragen, enthält nur 85,30 0 Loose und werden in wenigen Monaten
s6 Abiheilungen im Ganzen A6, 260 Geldgewinne sicher gewonnen,
ämlich: Jgroßer Haupt-⸗Gewinn und Prämie ev. 375,000
M., speciell M. 250,000, 125,000, 80. 000, 60,000,
50,000, 40,000, 30,000, 25, 000, viele Gewinne von 20000
5000 12000, 10, 000, 6000, 5000. 4000, 2400
2000, 1500, 1200. **.
Die Gewinnziehung der 1. Abtheilung ist amtlich auf
Nächsten fWaitiwoch und Donnerstag
den I2. und 18. December dieses Jahres festgest. It, zu welche,
Ein ganzges Original⸗VLoos uur 6 Mark,
Ein ßare Original-Loos nur Mark,
Ein viertel Hriginal⸗Loos nur i Mark 30 Pfsg.
tostet. Diese mit Staatswappen versehenen Original⸗ Loose
ende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen Postvorschust
elbst nach den entfeentesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
ofort zu. Ebenso sende ich die amtliche Gewinnliste und die Ge
vinngelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig
en prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin
»ungen überall kann man auch je den Gewinn in seinem Wohnort
—αlt ⸗rhallen.
S2de Bestellung lann man auch einfach auf eine
sungokarte machen und erhält jeder Auf⸗
Mnal. Loolse sogleich von mir zugesandt

*

4—

Geschäfts-Anzeige.
Einem verehrlichen Publikum
die ergebenste Anzeige, daß wir
Jas von unserem seligen Vater
Michae! Leonhardt, Schuster,
zetriebene Geschäft unverändert
weiter führen, und bitten um
geneigten Zuspruch.
St. Inabert, 4. Tezember 1877.
Gebrüder Lronhardt.

Todes⸗Anzeige.

Freunden umd Bekannten
ie traurige WMittheilung, daß
tmnser liebes Toͤchterchen

Frieda

jeuse Morgen nach kurzem
Ztankstin sauft verschieden ist.

Um stille Theilnahme bit!en
zt. Iuabert, 3. Dez. 1877.
Ddavid Kahn u. Frau.
AMnM U.
Dæc. d. J.
eginnt mit der I. Ziehung
die vom Siaate genehmigte

ind garantirte

U a un hurger Stadt-

Lotterie.
D' eselbe best. aus 83,800
doesen und 46,200 Ge—
vinnen, wovon Hauvpitresser
ventuell
375,000, 250, 000, 125, 000
30,000, 60. 000, 50,000.
10, 000. 36 000, 32 30,000
2 à 25.000, 3 à 20,000,
72 15,000, 23 à 10,000
Mark ꝛc. ⁊c.

Hierzu versende Origi—⸗
nal Loose

Ganze Halbe Viertel
Bß vn. 3R. IBOm.
gegen Einsendung des Betra
ges oder per Postvorschuß.

Speeler erhallen die Ge⸗
w'nnlisten gratis!

Wilh. Bastlius,
pom Staate anestellter Haupl—
Colleckeur in Baaunschweis.

* R 11
ardinos à l Huise
“1 Dose 2.50, a Dose 1. 20,
Dose 70 Pf., russ. Reval⸗
Zardinen per Dutzend 25 Pf.,
Marinirte delic. Häcinge, Sar⸗
dellen, russ. Caviar. — Frische
Tinonen, Orangen, Feigen, Sul⸗
saniren, Rosinen, Tafel Rosinen
und Catharina-Pflaumen, Essig⸗
Burken, Citronat, Orangeat,
Fapern, Oliven, Ingber, Prin⸗
eßßz⸗ Mandeln, Mandeln ohne
Schalen, chines. Thee in Cartons
1 50 Pf., Edamer Kügel⸗, Ra⸗
nadour⸗ u. Limb Käse, Mainzer
Sauerkraut. — Lo enger engl.
peppermint in Rollen 20 Pf.
und Doser à 10 Pf., Nestle's
und Hoffmann's Kindermehl,
Bothner Cervelatwurst, Nürnber⸗
ger Lebkuchen und Weihnachts⸗
roufect, Maigena, feinste Vanille,
Nizzarer Ol venöh, Corned beet
Amerik. Fleisch per 2Pfund; Dose
De. 1.90 Pfe, engl. Biscuts
ind feinste Bonbons empfiehlt
n vorzüglicher Qualität

J. Meters, St. Jugbert
Die Gewinne
ov. garantirt der Staat.
Prste Ziehung:
27ο—— 2 α
Einladung zur Betheiliguug an die
Gr WVinn-OhAMBCM
der vom Stante Hamburg gnrantirten grossen
Gei -Lotterie, in welcher üher
8 XIIIILOBAn MAT K
nvicher gewonnen werden mussen.

DPiée Gewinne dieser vortheiIiaftem Gield-Lotterie,
velehe plangemäss nur 85,500 Loose enthult, sind folgende: nümlioh
GfGevwinn ev. 375. 000 Marb, speciell Marx 250.000 125,000, 80, 000,
30 08 0 000, 16600, 36.000, 6 mal 30, 000 —X
⏑ —
—X 000 56 mat 4900, 3000 od 500 206 un 2400, 2000 und
500 412 mal 1200 una i0oõo. 307 mal 3600, 300 und 250, 28246
nal 200, 7LLVid 120 165839 ma g, 67, 38, 30,
—V len solche in emigen Iouaten in 4Ab-
umgen vur sicheren Pntscheidung.

Ste Gewinnzichung ist amtlieh auf den

12. und 13. DZecember d. J.

fest gestellt und kosgtet hierzn

dus ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das balbo Originalloos nur 3 Beichsmark,

das viertel Originalloos nur 122 Reichsmark,
ind werden diess vom Stante gnrantirten Original-
Loose (keine verbotenen promesssen) gegen frankirte Cin-
zenudung des Betrages oder Fegen Postvorschuss
elbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt.

Jeder der Betheitigten erhàlt von mir neben seinem Original-
.oos vueh den mit dem Staatswappen versehenen OriginalPlan gra-
is nd hach stattgehabter Ziehung sofort die amtliche Ziehnngsliste
inaufgefordert zugesandt.

Hie uszahlung und Versendung der Qewinngelder
arfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strengster
Verschwiegenheit.

p Bestelinng kann man einfaeh cuf eine Posteim-
rahlungskarte machen.
NAan vwende sieh daher mit den Auftragen
rertrauensvoll an
em“of hleckssscher senge
tzanquier und Weehsel -Comptoir in Usmbues
—88 — me——
AnytsGome⸗
— — — — — 7c77c577
T le von . x. Femes in St Inabert.
        <pb n="653" />
        22 —A 22
8—283 5533522—28 78333 5535338388 325883 353 3. 33 5 55
8 8 5533 3 — A 2 22.5 2232 832 — 8 57—
533 —2 535 —52⏑⏑ 5538 83 235 3 8 —
8* 52 3133886 35 53 3—23 —
5 58 —3585368 3583333 s8S3—53 —3328 25558337
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5*33535 —283 33* —
7 7* — 228— * 44 — *8* *5
3 33328 —3538586
23 2. 523* 5 . —35* —XX .;
A —
— * J 2728 22* 7 55*
53 383 — 58 568
832383 22353838 5. * 538 32833328*
icce *325 5SS. 36 55353

5
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8

—
*

8

5

523

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321
        <pb n="655" />
        F

—RX S 9 —— * De 3 —— *5
3* 4* H B l —2 38 E 2 XBp
.LV. MMLE BES n *X. * d * 59 Ia p
7 —43243 — * M— —2 M
&amp; n 7 * 4

— —
Fer St. Jugberter Anzeiger und das (2. mal wö hentlichpmit dem ‚Haupthlatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit ill nstrirter· Bei⸗
age) exjcheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samustaz und Sountag.VDer Aboune mentsboreis bettagt vierteliahrizch
Warl 20 R.Pfg. Anzeigen werden mit Id Pfg. von Atsvãrta mit 15 Ifnfar die viergejp ilteae Zeile Blatischrist oder deren Raꝛ x. Recla uen

mit 30 Pfs. pro Zeile berechnet.

— —

M 191. Donuerstag, den G. Degember —1877.

Deutsches Reich.

München, 2. Dez. In der neuen Woche wird unter
anderen die Schuldotationsfrage im Plenum verhandelt werden und
der auch im Reichstäg als unfreiwelliger Humorist wohlbekannte
geistliche Lyceallehter und päpstlicher Hauspralat Herr De— Merkle
SGelegenheit zur Vertbeidigung seiner für den · bei Wadlen sehr
einflußreichen Schullehrerstand beleidigenden Finanzausschußbemerkungen
arhalien. Schon jehzi will er natürl'ch laut Zeitungsdementis wieder
eiwas „ganz anderes gesagt“ haben. ——

Ausland.

Konstantinopel, 83. Dez. Ein Telegramm Mehemed
Ali Paschas aus Kamirli vom heutigen Tage meldet, es findet
ein ununterdrochener heft'ger Geschützlkampf statt. Mehemed Ali
Pascha und Schafir Pascha bewmllhten sich, die feindlichen Pofitionen
in der Richtung auf Etropol und Ozkhanie wieder zu nehmen.
PHeehemed Ali wurde heute das Pferd unterm, Leibe erschossen.

Aus Konstantinopel wird geschrieben: „Seit einiger
Zeit schweben durch Vermittelung Deutschlands zwischen Rußland
und der Pjorte Verhandlungen wegen Austausch von Gefangenen.
Dieselben führten jedoch nicht zum-Ziele. Tem rusfischen Ober⸗
tommando war es vornehmtich darum zu thun, den in Gesaungen⸗
schaft gerathenen Marine Lieutenant Puschischin zu befreien und es
wurde zum Tauiche für diesen einer der in Asien gefangenen sechs⸗
zehn Paschas angeboten. »Die Türkei giug jedoch darauf nicht ein,
worüber der Vermitiler, Prinz Reuß, nicht wenig verstimmt sein soll.
*Ein englsches Blati erzählt doß Rußland für den kinen
Marine⸗Lieutenant alle sechszehn Paschas angeboten habe und daß
die Pforte in Anerkennung der außerordentlichen Fähigkeiten dieses
dieutenanis und der Fähsgkeiten ihrer Paschas auch auf diesen
—XV

Konstantinopel, 5. Dez. Die „Agence Havas“
meldet: Nach Telegrammen aus Sophia wurde gestern ein neuer
Angriff der Russen auf Kamarli zurückgeschlagen; die Russen wichen
auf ihre Linien zuruck. -- Nach einem Telegramm aus Schumla
bom 53. Dezember demächtigten sich die Türken nach beftigem Kampie
Flena's, erbeuteten Kanonen und machten viele Gefangene.
Bermischtes.

Zweibrücken, 1. Dez. Vor die am 10. Dezemb.
nächsthin unter dem Präsidium des kgl. Appellationsgerichtsrathes
Wolff dahier beginnende Sitzung des pfalzischen Schwurgerichts! für
das IV. Quartal 1877 sind folgende zwei Personen verwie en worden:

II. Uirich Karl Jul'us Rudolf, 29 Jahre olt, Tagnert von
BSeaulien, Bezirtsamts Sternberg, Regierungsbezirk Frantfurt a. d.
Oder, in Preußen, dermalen in Gimsdach, Kantons Landstuhl, sich
aufhaltend, angek!agt der Nothzucht, verlheidigt durch den k. Advolat⸗
Anwalt Freucket; de Verhandlung fixirt aui Montag den 10.
Dezember nächsthin, Morgens 8 Uhr beginnend.

2. Griebe Jalob, 35 Jahre alt, Backer und Krämer, geboren
zu Ottersheint, Kantons Göllheim, wohnhaft zu Heppentzeim im
doch bei Alzey, Großherzogihum Hessen, angelagt des Mords und
Morddersuch s, vertheidigt durch den k. Advokat⸗ Auwalt G.eßen;
zie Vechandlung fixirt quf Dienstag, den 11. Dezember, nächsthin,
Morgens 8u/ Uhr beginnend und auf die beiden folgenden Tage.

Speier, 3. Dez. Der Landrath der Pfalz wurde heute
Mittag 12 Uhr durch seine Excellenz den tönigk. Regietungspräsi⸗
denten Herrn Staatsrath von Braun mit einer Auspcache eröffnet.

f Die von den pfälzischen Bierbrauern beschlossene Pention
an die Abgeordnelenkammer zur Abwendung des Mal;aufichlages
ist, mit 245 Unterschriften versehen, an ihre Adresse abgeganen.

F. Die „Rheiapf.“ meldet aus Neushofen, 28. Nov.:
Dahier ist seit kurzer Zeit die Halsbräune ausgebrochen und hat
schon mehrere Opfer schnell dahin gerofft. So starben in einer
Familie zwei schon mehrjährige Kinder an einem und demselben
Tage und erhieiten ein gemeinsames Grab. Auch in Waldsee hat
diese Krantheilt angefan zeu. Die schon so lange andauernde feuchte

Zust ist aber nicht blos für Kinder, sondern auch-sfür Erwachsene
ehr ungesund.

'Wärzburg, 25. Nov. Vom hiesigen Bezirksgerichte
vurde gestern Kaspar Loser, 54 Jabhre alt, Gastwirih in dem
rahen Unteldürrnvach, wegen Vergehens der Beibitse zum Zweikampfe
u. 1. Monat Festangshaft verurtheilt, weil er am 16. Mai ads.
48. eive Paulerei 80 —90 Siudenten in seinem Tanzsaale gedul⸗
dat hafte.
u — — —— — —
n die Tedacnon verantwortuich:i

——
—X

—
Ueber Spielwerte.

Im Inseratentheile unseres Blattes finden unsete verehrien Leser und
schönen Lese innen wiederum, wie alljährlich, die Empfehlungen der weltbe⸗
ühmten Spielwerke von Herrn J. H. Heller in Beru. Derselbe liefert
eje so allgemein beliebten Werle in einer geradezu staunenerregenden Voll⸗
ommenheit, wir können daher Jedermann nicht warm genug empfehlen, sfich
in Spielwerk anzuschaffen, und bietet die bevorstehende Weihnachtszeit die
chonste rroenheit hierzu, kein Gegenstand, noch jo kostbar, ersetzt ein
olches Wertk.

Was kann wohl der Gaite der Gattin, der Bräufigam der Braut, der
Freund dem Freunde Schöneres und Willkommeneres schenlen? — Den⸗
enigen in vorgerücktern Jahren vergegenwärtigt es alücklich verlebte Zeiten;
s iröstet den unglüslich Liebenden; es klagt, lacht und hofit mit ihm; dem
zeidenden, dem Kranken gewährt es die angenehmste Zerstreuung; dem Ein⸗
amen ist es ein tr uer Gesellschafter, es erhöht die Gemuthlichkeit der langen
Winterabende im häuslichen Kreise u. s. w»

Hervorhe ben indchten wir noch ganz besonders die nur zu lobende Idee
ieler der Herren Wirthe, die sich ein solches Werk zur Unterhaltung
hrer Gäste angeschafft. Die gemachte Ausgabe hat dieselhen, wie uns von
nehreren Seiten vestätigt wird, nicht gereut; es erweist sich somit auch deren
„ralktischer Nutzen auf's Evidenteste und möchten wir allen Herren Wirthen
rathen, sich ohne Säumen ein Spielwerk anzuschaffen, da die Gäste stets
ahin wiederkehren, wo ihnen eine jolche Unte haltung geboten.

Wir bemerken noch, daß die Wahl der einzelnen Stücke eine ganz fein
zurchdachte ist; die neuesten, sowie die beliebtesten älteren Opern, Operetien,
Tänze und Lieder heiteren und ernsten Genres finden sich in den Heller'schen
Werrken auf das Schönste vereinigt. Kurz, wir können keinen aufrichtigeren
ind wohlmeinenderen Wunsch an die geneigten Leser und Leserinnen unseres
Blattes aussprechen, als den, sich recht bald in den Besitz eines solchen⸗Spiel⸗
verkes zu setzen; reichhaltige illustrirte Preis-Courante werden Jedermann
ranco zugesandt.

usß Wie wir vernehmen, werden von Händlern gewöhnlich andere
Werke für Heller'sche angepriesen; jedes seiner Werke und Dosen trägt jeinen
— alle anderen sind fremde, auch dieienigen mit geschriebenen

ame.

Wir rathen Jedermann, sich direlt an das Haus zu wenden.

Die in unserem heutigen Blatte befindliche Gewinn⸗Mittheilung des
derrn Laz. Sams. Cohn in Hamburg ist ganz besonders za beachten.
Diese weltbek innte Geschäft besteht weit über 50 Jahre und hat den bei
hen Betheiligten schon die größien Hauptgewinne von Mark 360,000,
70,000, 246,000, 225, 000, 183 000 180, 000, 156, 000, oftaals 152, 000
50.000, 90,000, sehr häufig 78, 000 60, 000, 48,000, 40,000, 36,000,
c. ꝛc., in diesem Jahre schon wieder den glücklichen Gewinnern
m Köoönigreich Bayern die große Prämie von 252,400 Mark und kurz vorher
benfalls die große Prämie von 246,000 Mark, überhaupt in der letzten
zeit die Summe von weit über 2 Millionen ausbezahlt, wodurch viele
Leute zu reichen Capitalisten geworden sind. Es sind nun wie der für einen
leinen Einsaß große Capitalien zu gewinnen bis zuev. 375,000 M. Auch
hezahlt dieses Haus durch seine weitverbreiteten Verbindungen die Gewinne
n jedem Orte aus. Da durch die getroffene großartige Einrichtung in Ver⸗
nehrung und Vergröß rung der Gewinne eine große Betheiligung zu erwarten
t, möge man dem Glücke die Hand bieten und sich vertrauensvoll an die
irma — Sams. Cohn in Hambura wenden, bei der man gewißen⸗
aft und prompt bedient wird
AXRXXVXV

st dio in dor. heutigen Nummer unserer Zeitung siech befindende GIücks-
Anzeigo von Samue Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sgich
lureh seine prompto uud verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Imgegond gewonnenen Betrüge einen dermassen guten Ruf erworben,
lass wir Jeden auf dessen heutiges Inserat schon an dieser Steilo auf-
nerksam machen F

Wir mashen hierdurch auf die im heutigen Blalle siehende Annonce. der
derren Kaufmann und Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
Is handelt sich hier um Original⸗Loose zu einer so reichlich mit Haupt⸗Ge⸗
vinnen ausgesi iteten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine recht
ebhafte Betheiligung voraussetzen läßt. Diefes Unternehmen ver ient das
solle Vertrauen, indem die besien Staatsgarantien geboten sind und auch
orbenanntes Haus durch ein siets streng reelles Handeln und Auszahlung
ahlreicher Gewinne allsjeits hekannt ist.
        <pb n="656" />
        ö⏑⏑⏑ —⏑ 77—

Han biete dem Glüctte die Hand?
75, OO00 RUV-M.

Haupt-Gewinn im gunstigsten Falle bietet die allernæueste

zrossse Geld-Verlioosung, welche von der hohen Reglerung

zenehmigt und garantirt ist.

Die vortheihafte Finrichtung des neuen Plares ist derart, dast
im Laufe von venigen Monaten durch 7 Verloosungen 46,200 Gle-
Winunne zur sicheren Entscheidung kKommen, darunter befinden sieh
aupttreffer von eventuell R.M. 375, 000 speciell aber

sGewinn a M. 250,000 1 Gewinn a M. 12,000
Gewinn a M. 1285,000 q8 Gewinne à M. IO, ooo
hJewinn à M. 80,000 Gewinne à M. 8000
Jewinn a55 60000 5Gewinne 4000
Jewinne 2009 Gewinne 2000
Jewinn *7 Gewinne 400
Jewinu Gewinue 14200
Jewinue Gewinns 500
Jewinne oß Gewinne. 250
Gewinne 00 20, 6635 Gewinne à MA. 138

Gewinne a . ,000 ete. ete.

Die nächste erste Gewinnziehung dieser grossen vom Staate ga-
rantirten Geold-Verloosung ist amtlich festgestellt und findet

gohon am 12. und 18. Dedembor d. J. gtatt
und kKostet hierzu
1 ganzes Original-Loos nur Mark 6
halbes 5 * 3
viortel x I1II/A

Alle Auftrüge woerden sofort gegen BPinsendung, Tosteinzahlung
der Nachnahmé des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgeführt
ind erhält Jedermann von uns die mit dem Staatswappen versehenen
Original⸗ Loose selbst in Händen.

Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gra-
tis beigesügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten
naufgeéfordert amtliche Listen.

ie Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-
Jarantie und kann dureh directe Zusendungen oder auf Verlangen der
sRteressenten dureh unsere Verbindungen an allen grösseren Plätzen
Deutsehlands veranlasst werden.

Unsere Collecte war stets vom Glücke begünstigt und hatte sich
lieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der
rsten Haupttreffer 2u erfreuen, die den betreffenden Interessenten
lirect ausbezahlt wurden.

Voraussichtlich kKann bei einem solchen auf der 0lidesten
BRasis gegrundeten Unternehmen ũberall auf eine sehr rege Bethei-
ugung mit Bastimmtheit gerechnet. werden, man beliebe daher schon
der nahen Ziehung hnultber alle Aufträge baldiust direct zu
richten an

IFoufmonn &amp; Simon,

Bank-und weéchsel-Geschaft in Hamburg

Pin- und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Pisenbahn-Actien

und Anlehensloose.

P. S. Wir danken hierdurch für das uns seither geschenkte Vertrauen
uud indem wir bei Beginn der neuen Verloosung zur Betheili-
gung einladen, werden wir uns auch fernerhin bestreben, dureh
stets prompte und reelle Bedienung die volle Zufriedenheit
unserer geehrten Interessenten zu erlangen. D. O.

Vollees-Mnzeggee...
Theilnehmenden Verwandten, Freunden und Belannten
hringen wir hiermit und zwar nur auf diesem Wege die
Trauernachricht, daß heute früh 6 Uht uuser theuerer
Gatte, Vaͤter, Bruder und Schwager
Herr Julius Kaul, Kaufmann.
in Folge eines Hernschlages plötzetch verschieden st.
Um stilles Beileid bitten
Die tieftrauernd Hinterbliebenen.
Landau, den 4. Dezember 1877.
—
ü eder⸗ Echte
Vortrag für Jeder J ß J
mann. Honig-Lobkuohen
Am Sonntag, 9. Dez. um per Pfund 80 Ppf.
ühr will ih im Saale des bei
dru Lehnert einen turzen Adolf Grewenig.
Schlußvortrag über das Thema Wiederverfäufern billiger.
Vermögens⸗Erwerb
in freier Versammlung halten,
und lade hiermit zu jreundl.
Besuche ein.
Schlick.
Rechnungen
in Achtel, Viertel u. Halbe Bogen
sind vorrächig in de
Druckerei ds. Bl.
Glück und Segen bei Cohn!
dewährt sich stets ganz vorzüglich, denn wiederum in diesem
Jahre, wurde schon wieder laut amtlicher Ziehungsliste, bei
mir gewonnen und den glücklichen Gewinnern

inm Königreich Bayeru
»on mir baar ausbezahlt:
Das grosse Loos, namlioh dio grosso Pràmio von
252,400 Mark I
auf No. 318,
ind ebenso kurz vorher
das groase Loos, nümloh die grosse Prämie von
246,000 Mark
auf doo. 456.
Ueberhaupt habe ich in der letzten Zeit den bei mir Betheiligten
die Summe von weit uͤber
—24 2
2RPiillionen Mark
und in kurzen Zeiträumen außer zahlreichen sonstigen großen Hauptge⸗
winnen folgende großen Prämien einengInteressenten laut amtlichen Ziehungs⸗
uifien baar ausbezahlt: Mark 360,000, 270,000, 225,000,
doo, Is0 do, 186, 06, vausis 162, 00, 150, 00
120 000 ꝛt. ꝛc, wodurch meine Firma mit Recht überall als die
Allerglücklichste
zekannt ist. — Die vom Staate Hamburg eingerichtete und garaniirte
höchst interessante große Geld⸗Lotterie, in welcher die Gewinne im Ganzen
eeiienen Diark deutsche Reict smünze
oetragen, enthält nur 835,30 0 Loose und werden in wenigen Monaten
in 6 Abiheilungen im Ganzen A6,200 Geldgewinne sicher gewonnen
amlich· Igroßer HaupteGewinn und Prämie ev 875,000
ece Bie. 260, 000, 125, 00, 80. 000. 60000
50,000, 40,000, 30,000, 25, 000, vieleSewinne von 20000
3000 12000, 10,000, 6000, 6000, 4000, 2400
2000, 15060, 1200, *2*.
Die Gewinnziehung der 1. Abtheilung ist amtlich auf
Nächhsten 2ittwoch und Donnerstag
den 12. und 18. December dieses Jahres festgest. It, zu welcher
Ein ganzes Original⸗Loos nur 6 Mark,
Ein ßarße Drißinal-Loos nur 8 Mark,
Ein viertel Original⸗Loos nur 1 Mark 50 Pfg.
ostet. Diese mit Staatswappen versehenen Original⸗ Loose
ende ich gegen Einsendung, des Betrages oder gegen —8
eibst vach den entferntesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
ofort zu. Ebenss sende ich die amiche Gewinnliste und die Ge
vinngelder jofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig⸗
en prompt und verschwießgen. Durch meine ausgebreiteten Verbin
ungen überall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnor!
usbeaahlt erhalten.
ede Bestellung kann man auch einfach auf ein
rzahlungskarte machen und erhält jeder Auf⸗
Briginal · Loose sogleich von mir zugesandt
—

An upi⸗Gewinn * Pie Gewinne
p * ge. gaan tirt· acr Staat.
RZELGCig . rsto Ziehung:
S75. 2000 8 i2 ge
TTIIng zur Betheiliguug an die
Ge Winn- OhaAncqen
der vom Stante Hamburg garantirten grossen
Geld-Lotierie, in welcher über
— MIIIIOnn MAMAT K
siceher gewonnen werden müssen.

Dbie Fewinne dieser vortheilhaften Geld-Lotterie,
welche plangemass nur 85, 5000 Loose enthält, sind folgende: numlioh
Geviun er. 375, 000 Mark, speciell Mark 250,000, 125. 000, 80,000
0,000, 50,000, 40, 000, 836,000, 6 mal 30,000 und 25,000, 10 mal
20,000 nnä 15,000, 24 wal 12,000 und 10,000, 31 mal 8000, 6000
and 5000, 56 ma! 4000, 8000 und 2500, 206 mal 2400, 2000 und
i50O, 418 mal 1200 und 1000, 1864 mal 500, 800 und 250, 28246
mal 200, 175, 150, 188, 124 und 120, 15839 mal 94, 67, 6b5, 50,
46 und 20 Mari und kommen solche in wenigen Monaten in 7 Ab-
theilungen zur Sicheren Entscheidung.

D erste Gewinnzichung ist amtlich auf den

12. und 13. December d. J.
festgestellt und kostet hierzu
das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das halbe Originalloss nur 3 Reichsmark,

das viertel Originalloos nur 1 /s Reielismark,
und werden diess vonn Stante garnantirten Original-
Loœose (xkeine verbotenen Promessen) gegen frankirte Kim-
gendung des Betrages oder gegen Postvorgehusa
ibet nack den entferntesten Gegenden von mir rersandt.

Jeder der Betheiligten erhâlt von mir neben seinem Original-
Loose mueh den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plaun gra-
tis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtlicho Ziehnngesiste
aunaufgefordert zugesandt.

ic uszahlung und Versendung der Gewinngelder
rfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und untor atrengsteor
Verschwiegenhoit.
Tde Restellung kann man einfach auf eine Postein-
zhIungskarte machen.
Nnan wende stel daher mit den Auftrügen
vertrauensvoll an
* *
in Hamburg. Samield heclksohe sene.,
Haupt Comptoir, Bank und Wechsel⸗Geschäft. Banquier und Wechsel Comptoir in Hambure.
Tsmie iid nd elag von G. X. Demeß in St Ingbert.
        <pb n="657" />
        8
—A
77537 — —
7335533558
23233
222 25 32 2*7
—Axx 2 *
2525225 583327 27 325*535353 —
— 3* 2 ——— ẽ*: 2 S S — * *
53553355355 R *—*585 523 25 8*
2212* 2 2532 —* — 23 5253225322 2.
573325— — s92 2 —22 —* 375 224 3
22 8 — — * —— 8 —E —— —— *2*5
388387 — — 53 3333233 2282325535 *8
— 7
3323* 3335 58 375 2563355537
*8 — 223 1 * ZTE 24 28* — 2 3253
— 355 28c3 * —3 — — S 5 S* 23238
5 —5 5*528 * ẽ 32 528 * 535 5252* 532 ß
G 2525* 21555,25 — 3335585532323 —A 337537 735
83555373755 — — * 3 A 25 * 5382388 —
5538357 558 523553 zaäs 5333
53 —A — 33*33 2* —A— 734273348 *
3 3335353* —A —355352, E 368 8 ck53 382
— — 2 — — 2 2 — 2*
225 5557 555535 33333338 2 —— 22 5 27
3 — 2 255* 235 2 Er 2 28 —A 233
22 5833* 25263B3 25 5525 23238 358322 5258
2* —31 — 55. —325. 2 —3 8 8 5* 8 52*
228 2551 O 354 * 32235 3 —
22 522 c 2222 —8 558 2 5555 22 5223 582225 — 8
2c0 7421 232 — 5533357 5 28 2553 55 2
3*25 25 35 A —A— — 5 * 5 — — 55535 2553
55 2 22 2 —— — 227 E ⸗ * —— 3 58255
25 258 252383 — 3 255852323 2 * 2223235 2*22523
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J
3 2042 8 225 S O— 2* 2 5 * — 3
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5 —s83 **22 — 8 2 2 — 8 5255 2*22532
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5355337 2 2 2 58 22 2 5532353338 225 — 3 5 ——
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*833 J —A
822 —— —A 52* 2
3 74 2555 e 835
8575 2333 5539838 23235 37337238 —EE
— —* 22 53* 2 522
23253523333 40332488 55525555
— 5 —A — 2532 22176 *
* 308333 335 ü⸗
—85528 — 5553 —D
53338 22* —A
3333 — ———
—A
22

5353 3 —2 32222 —225* —— —
— — 22—027 2 5 ⸗o¶ 2»22 2—
33353355 355238 33 525385 x8 33535352—5385 555535533
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        <pb n="659" />
        Hl. Ingberler Anzeiger.
—— Æææeæ
— —

der St. Ingberter Anzeiger und das (Z mal woͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhallungsblati, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage)erscheint woͤchentlich biermal: Dieustag, Donmerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementsepreis betragt vierteliährlich

mart 20 R.Pfg. Anzeigen werden mit 10 pfg., von Auswärts nit 15 Pfy. für die viergespaltene Zeile Blattschriit oder deren Rau. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 192. Samstag, den 8. Dezember 14377.
—
Deutsches Reich.

Mänchen, 5. Dez. In der heutigen Sitzung der Kammer
der Abgeordneten wurde die Spezialediskussion über den Bergwerks
Etat ohne erhebliche Debatte zu Ende geführt; die Nachweisungen
u den Eisenbahnrechnungen Furden ohne Diskussion anerkaunt.
xẽ6 folgte die Berathung des Strauß'schen Atrags betreffs der
Gehalisverhältnisse der Lehrer.

München, 58. Dee. In der h⸗utigen Sitzung der Abge⸗
oxdne lentammer haben bei der Abstimmung über den die Aufbei⸗
erung der Gehalle der Schullehrer betreffenden Antrag von Strauß
3 Miͤglieder gefehli, nämlich Zz von der rechten und 5 von der
tilen Seite des Hauses. Wäre die liberale Fraction vollzählich
gewesen, was leider sehr selten der Fall ist, so hätte sie heute die
Hehrheit gehabt und wücde der Anirag nicht abgelehnt, sondern
aach der heutigen ersten Beroihung mit 77 gegen 76 Stimmen
angenomuren worden sein. So aber wurde er mit 76 gegen 72
Simmmen abgelehut. Minister v. Lutz hatte zuvor erklaͤtt, wenn
zer Antrag Aussicht auf Annahme habe, werde ihn die Regierung
anterstützen. Die ultramontane Froct'on aber stimmte geschlossen
»agegen. — Der in Aussicht gestellt⸗ Eisenbahn-Gesetzentwurf
Ensenbahn⸗ Netz) soll künitigen Montag im Staatsrath zur Berathung
zelangen und dann alsbald der Kammer vorgelegt werden. — Das
Referat über den Gesetzentwurf bezüglich eines Credits füe außer⸗
ordentliche Bedürfnisse der Armee ist im Finanzausschuß der Abge⸗
rdnetentammer dem Abg. Kopp übertragen, der auch über den
Zesezentwurf gleichen Betreffs am vorjährigen Landtag referirt hatte.

Berrin, 4. Dez. Die „Nat.elih. Corr.“ fchreibt: „Durch
die Presse geht das Gerücht, daß der Reichstagsabgeordnete Fre herr
;. Stauffenberg in den Reichsdienst einzutreten im Begriff stehe;
einem Blaute wicd dies sogat bereits wie eine vollzogene That⸗
ache vehandelt. In KKreisen, welche Herrn von Stauff uberg na ne
ichen, ist von alledem nichts bekannt.“

B riin, s5. Dez. Die von Bern aus signalifirte Mit-
Heilung der Reichs egierung, daß sie vorbehaltlich der Zustimmung
des Reichstages weitere 10 Daillionen Mari zum Vau der Gott⸗
zardeisenbahn beizutragen bereit sei, ist wohl alteren Datums, da
ine entsprechende Miltheilung schon vor längerer Zeit dem Bundes⸗
rathe gemacht worden ist. Ene bestimmtere Zusage zu machen,
dar die Reich zregierung bisher nicht in der Lage, da ein Beschluß
Xs Bundesraths nicht extrahirt worden ist.

Die enzelnen Etats für den Reichshaushalt sind in der
Hotarbeit vere ts erheblich vorgeschritlen, der Militär⸗Etat namentlich
deht der völigen Aufftellung nahe und befindet sich bereits im
R

— Die Mittheilung, daß bii allen Armeekorps Erhebungen
aiber die Wirkungen des Militaͤrstrafgesehzbuches statifin den und daß
hitselben mit der beabsichtigten Neuüregelung des Mililaärstcafver⸗
ahrens in Verbindung ständen, ist irtshümlich. Diese Eechebungen
verden zu statistischhen Zwecen regelmäßig angestellt.

HDie „N. A. Zig.“ schreibt: Die bisher staligehablen Versuche
n't dem Telephon hadben die Ueberzeugung begründet, daß das:
meibe sich zu Kriegszweclen werde dienstbar machen lassen. Die Frage
der miluatischen Benutzung des —A eingehendte
Beochtung gefunden und vird der beuen und w'chligen Erfindung
xr gebührende Plaß nicht vorenthalten werden. Aus diesem Grunde
zeabsichtigt auch die Telegraphenbauanstalt von Siemens und Halske
die von ihnen in neuester Zeit konstenirten Feldtelegraphen mit
Telephons ju versehen, so daß man mitteelst derselben ichriftlich und
nündiich würde lorrespondiren ld men. Derartige Apparate sollen
dem Vernehmen nach von dem Petersburger Hause dicser Firma
„er russischen Armee geliefert worden sein und sich dereits auf dem
triegsschauplatz in Tdätigleit befinden.

Ausland.

Poris, 4. Dez. NMan behauptet jezt im Elysee die
gewißheit zu haben, daß sich im Senate für die Aufldsung der
Depulirtenkommer eine Mojorität von mindestens 18 Stimmen

finden werde. Heute Abend, nachdem die Vorgänge in Versaillea
tannt geworden waren, herrschte in Paris eine gewisse Aufregung.
die Boulevards waren mit Menschen überfüllt, welche über die
Situation diskutirien.

Paris, 5. Dez. Die von den Vorständen der Linken deß
Senals veröffentlichte Etllätung lautet: „Der heute in den Couloira
der beiden Kammern angeschlagenen Note der „Agentur Havas“
zegenüber erklären die Vorständen der Linken des Senats, daß kein
Mitglied der Linken des Senats vom Präsidenten der Republick
den Auftrag erhielt oder aufgefordert wurde, im Namen der Linken
tZedingangen für die Bildung eines parlamentatischen Minster ums
ruf zustellen. (Folgen die Unterschriften der Vorstände.)“ Diese
xtiäarung beslatigt, daß vollständige Einheit unter den Republikanern
iller Schattirungen herrscht. Am entschiedensten zeigen sich die
Nitglieder des uͤnten Zentrums, die wirklich geglaubt hatten, das
xẽlysee meine es ernstlich mit den friedlichen Ideen, welche es
vährend der letzten Tage zut Schau getragen. Wenn die Stimmung
teibt, wie sie jetzt ist, so wird die Deputirtenkammer weder einer
euen Auflöfung, noh selbst einer neuen Vertagung die geringste
stechnung tragen, sondern sich sofort in Permanenz erklären und
e Armee und die Vevölkerung zu ihrem Schutz anrusen.

London, 5. Dez. Die „Times“ meldet aus —A
»om 4.: „Gaͤsstern langien wichtige Depeschen an, worauf sofor!
ia Kabineisraih berufen und an olle Miliz-Abtheilungen der Befehl
gesandt wurde, bis auf Weiteres Halt zu machen.“

Der rufsfisch⸗türkische Krieg.
Furopäischer Kriegssch auplhatz. Die Nachrichten
iber die Simanon bei Plewna lauten wieder einmal ganz wider-
prechend. Während auf der einen Seite behaupiet wird, daß
Plewna bis zum 10. d. von selbit kapituliren werde, wird anderer⸗
eits behauptet, daß schon in wenigen Tagen ein allgemeiner An⸗
riff auf die tütkische Stellung bevorstehe. Dies wurde eine plötzliche
lenderung in den Absichten der russisch⸗rumänifchen Kriegsleuung
deuten, welche sich hierin auf die Eroberung von Kars ftüßt,
urch die der sogenannten Sturmpartei im russischen Kriegsrath
ewissermaßen Recht gegeben und die Stimmung der Armee un⸗
ertennbar gehoben wird. Dann scheint sich bei den Türken auch
in Anfang von Demoralisalion bemerkbar zu machen und endlich
ind die Vortheile, welche den Russen durch eine bald'ge Einnahme
‚on Plewna erwachsen würden, so groß, daß sogar starke Verluste
zurch eine gelungene Ueberrumpelung reichlich aufgewogen werden.
Nach dieser Version könnte men sich demnach gefaßt machen, in
den nächsten Tagen, sobald nur wieder trockenes Welter eintritt,
nit der Nachricht eines blutigen Kampfes bei Plewna überrascht zu
derden. So unerwartet d'eser plötzliche Umschlag in den Dis posi⸗
sonch der russischen Kriegsführung vor Piewna sein konnte, ist
zerselbe, so sagt man, doch eine naturliche Folge der von der rusfisch⸗
umãnischen Armee bei ihren Vorstößen in Westbdulgarien gemachten
xtfahrungen. Ueberall wurden nämlich enorme Vorräthe aufgespeichert
gefunden. In Wroza, an den verschiedenen E:ꝛappen der Orkhanie⸗
Ztraße, in Rahova u. s. w. waren so große Depots errichtet
dorden, daß es taum möglich eischeint, daß die Haupistellung
Plewna selbst, nicht verhältuißmäßig in derselben Weise mit Pro⸗
Fiant b dacht wäre, umsomehr, da während 213 Monaten die Ver⸗
proviantirung der lürkischen Stellung durch nichts gehindert wurde.
Aus Bogot wird gemeldet, daß die Russen d'e von ihnen
besetzte Stellung bei Etropol stark besistigten. Orkhanie ist von
den Russen vollständig umzingelt. Damit ist also jede Verbindung
wischen Sofia und Plewna vollständig abgeschnitten und Mehemed
Ili ganz auker Stand gesetzt, Osman Pascha irgendwie direkt zu
dilse zu kommen. Es wird denn auch bereiis der Rüchzug Mehemed
u's nach Sofia und die Besetzung der auf dieser Seite nach
sumelien führenden Balkan ; Uebergünge durch die Russen gemelder.
Die in den übrigen, weiter öfstlich gelegenen Balkanpässen, so werden
die Russen auch den 2700 Zuß hohen Uebergang bei Araba⸗Kona⸗
        <pb n="660" />
        nicht vor der Entscheidung bei Plewna überschreiten. Auf dieser

Seite würden Fa eee die Befestigungen von Sofia treffen,

deren Widerstandsfähigkeit leinen geringe ist. Schon in Friedens

zeiten zählte Sofia die, Außenwerke Mussi-Beiler, Medschidie,

Tschausch⸗Pascha, welche die Straße nach Orkhanie beherrschen, und

Jaudi, welches an der Straße nach Nisch angelegt ist.

Es gewinnt den Anschein, als ob die Russen die langsamere
aber sichexere Operatjonsweise wieder aufgeben und in ihrer früheren

Art porgehen. Das heißt, sie wecden Plewna möglichst mit Sturm

ju nehmen sfuchen, die Balkanpässe forciren und auf Adrianopel

losgehen, um nach einigen wichtigen Hauptschlägen dort womöglich
den Frieden zu diktiren. Dieser Plan wäct auch ganz gut, weun
die Türken bertits so darniedergeworfen wären, daß sie nennens⸗
werthe Hindernisse nicht entgegenstellen könnten. Das ist aber
keineswegs der Full. Abgesehen von den östlichen Festungen, deren
bedeutende Besatzungen dem russischen Heere im Rücken blieben,
dürfte auch mit Mehemed Ali nicht so ganz kurzes Spiel gemacht
werden können. Auch ist es noch sehr fraglich, ob die Ecoberung
der Position von Plewna so schnell von der Hand gehen würde,
wie man es in Bogot anzunehmen scheint. Dann stehen auch noch
hedeutende türkische Truppenmassen zwischen dem Balkan und Adrla⸗—
nopel, so daß es zum mindesten nicht allzuwahrscheinlich erscheint,
ob die neueren Kosakenstückhen besser gelingen werden als die
früheren.

Ueber die Operationen der russischen Truppen nach der Ein⸗

nahe der Position bei Prawez und Etropol meldet ein russisches
offizielles Telegramm aus Bogot vom 3. ds. Die Täürlken zogen
von Prawez aus hinter Orkdonie auf die befestigle Position bei
Wratschesch und von Etropol aus auf die Anhöhe von Greot an
dem Engpaß bei Schandornik. Die Kolonne des Generals« Ells
hefestigte sich auf der Position bei Prawez und beobachtete Wraischesch.
Unterdefsen wurde eine andere Kolonne unter dem General Dande⸗
pille von Etropol aus zum Angriff gegen die im Rücken der Position
von Wratschesch befi adliche Anhöhe Greot dirigirt. Letztere wurde
am 28. v. M. genommen, woiauf die Türken am 29., die Posiion a)
bei Wratschesch räumten. An demselben Tige besetzte General 5
Dandeville die Greot benachbarte Anhöhe; am 830. b. M. und am 19
1. d. M. brachten seine Truppen die Gejchütze auf die -Berge. 9
Nachdem die Türken die Position Wratschesch verlassen hatten,
rüctte General Ellies sofort zur Verfolgung derselben längs der
Chaussee vor, passirte Ocihanie und Wratschesch und besehzte an 1.
d. die Position auf den Bergen gegenüber, der türkischen Siellung
bei Arabkonak, indem seine linke Flanke mit dem Detachement des
GBenerrls Dandeville in Fuühlung, rat. Am 2. ds. wurde das
Herausschaffen der Artillerie auf die Berge sortgeseßt. Am 83 18.
sollie die Beschietzung der kürtischen Position der Arabkonat beginnen.
Begen Slatitza wurde eine Kolonne des Generals Kurnalow ge—⸗
sandi, welche den Eugpaß bereils besetzt hai. Unsere Tru: pen
haben mit ungeheuren Schwierigkeiten zu käupfenn; namentl'ch ist
das Herausschaffen der Geschütze auf die hohen und steilen Berge
sehr beschwerlich. Dazu kommi, daß das Wetter fortdauernd höchst
un ünstig ist; Frost und Schnee wegseln fast beständ g mit Regen-
güssen. Das Detachement Dandeville hält eine 3400 Fuß loch
gelegene Position bejetzt. Wäerend der Kämpfe vom 28. v. M.
bia zum 1. d. M., beltüg unser Verlust 250 Pdann an Todten
und Verwundeten.

Die Erfolge der Russsen auf dem europäischen Kriegs
schauplatze blieben, bisher jminer nar mehr lokale. Im achlen
Monate des Ktrieges sijnd die Russen hier mit ihrer Arbeit noch so
wenig vorgeschritten, daß nicht nur Plewna noch unbezwungen,
sondern das eigentliche turkische Festungsbiereck, zu welchem Plewna
belanntlich nicht gehött, noch gar nicht einmal angegriffen ist. Ja
zwei dieser Festungen, Sitistria und Rustschut, gehen jetzt soar
offensiv vor. Ein iussisches Bulletlin gesteht heute in, was man
einen vollen Monat verschwiegen hat, daß Theile der Garnison
Silistria sich schon Anfang Noveniber auf dem linten, das heißt
rumaänischen, Donau Ufer festsezten, und zwar in einer „allen“
cussischen Batterie. Aus dieser Position, welche zu einer Redoute
erweitert wurde, haben die Russen den Feind auch in dem jetzt ge⸗
meldeten Gefechte nicht zu verdrängen vermocht, denn das russische
Hauptquartier meidet selber, daß die Türken sich „in“ diese Nedoute
zurückzezogen, alio auf rumänischem Boden verdlieben.

Vom asiatischen Kriegsschauplatz liegen bemer⸗
kenswerihe Meldungen nicht vot, ausgenommen etwa die, daß Der⸗

wisch Pascha sich von den Höhen bei Khatzubani zurückgezogen hat.
Dieser Rückzug wird in ru sischen Kreisen als gleichbedeutend mit
dem Zurückziehen aller türkischen Truppen aus dem Küstengelände
von Batum ausgelegt, eine Aussossung, die ducchaus nicht unwahr;
scheinlich ist, wenn auch noch deine Bestätigung dafür vorliegt.

(Deutsche Union.)
Pera, 85. Dez. Suleimann berichtet telegraphisch üher einen
großen Sieg, den die Did sion Fuad Pascha's bel Ahmediü (14
Kilometer wesilich dzn Elena) etfochten habe. Fuad habe Elena
genommen und 3000 Russen kampfunfähig gemacht. Der Rest sei

nach Tirnowa und dem Balkan geflohen. Auch seien elf Kanonen
wanzig Munitionskisten und dreihuudert Gefangene, darunter ein
Dberst und drei Hauptleute, in wie Hände der Sieger gefallen.
Suleiman erbittet zum Schluß füel Fugd den Medsch djesn⸗Orden
erster Klasse.
Bermilmates.
7St. Ingbert. Inder am 29. Dezember abgehaltenen

Distriktsrathsve-fammlung, wo alle Anträge' und Borschlägen des

Ausschusses ohne besondere Debatte der Disterkis:ath annahm, wurde

das Budael pro 1878 festgestellt wie folgt:

A. Ausadaben. M.
b. für den Disttiktsrath.. 586,00

2. für Verzinsung der Distriktsschulden. 5 374,77

3. für Tilgung der Distriktsschulden. — 7

1. für Unterhallung der Mimbacher⸗Schleuße 96,50
5. für Unterbaltung der Distriktsstraßen 24600,00
6. für Straßen:Neubauu6 426758

worunter sür Herstellung der Straße von

Ensheim nach Eschringen der Betrag von 2000

und für Pflasterung einer Strecke der

Hosssler Distriktsüraße im Orte St.

Jugbert gemeinschastlich mit der Stadt⸗

zemeinde St. Ingbert der Betrag von 2124,836

dann für Grundentschädigungen. .. 142,97

7. Visttation der Feuerlös hanstalien in den Gemeinden

3. Thierarztzz......

9. Berifikalion der Standesaktte.

10. Bauschafftgee..

1. Volksbibliothee.

2. Zur Deckung des Defizits in der Rechnung pro 1877

13. Reservefondd. .
14. Für fakultative Zwece.
worunier für
—D
Fortb ldangsschulheee..... 300
Dotation der Lateinschule in St. Jughert 700
Seipendien der Frauenarbeitsschule.. 200
2 F „Kreisbaugewerkjchulen. 200
) pfälzisches Gewerbemuseunm. 4
5) Gesundheitskommissieon. 380
)Aufstellung von Bezirk baumwärtern. 100
Gesammt-Ausgaben 3380086
B. Einnahmen. 4.

J. Zinsen von ausgeliehenen Kap talien 22,60

2. Erlös aus Abfallhozzz. 50,00

3. Antheil am Schötzungswerth entbehrlicher technischer

Instrumentte... 4 173,88
4. Zuschüsse aus Staats- und Kreisfonds zu den Di⸗
striktetassee. 202200,00
5. Diste ktsumlagenn. 22241, 85
6. Arlehennn. ö4000,00
——— — —
Gesammt Einnahmen 835687,83
Ergibt sich ein Einnahms-Ueberschuß von 381,08
Die Gesammistener des Distrikts St. Ingbert einschliezlich der
sreisumlagen beträgt ca. 64828 M., so daß die Distrittsumlagen
auf ci. 34 Prozent der Gesammisteuer sich belaufen werden.
Frankenthal, 8. Dez. In der heutigen Sitzung
»es Zuch!polizeigericht kam die Anklage gegen Joseph Primbs,
Bank-Bureaudiener in Ludwigshafen, wegen Urlkundenfälschung,
Betrugs und Bestschung zur Verdandlung. Es ist durch die geführte
Untersuchung hinreichend konstatirt, daß der Beschuldigie zu Lud⸗
wiashafen in der Zeit vom 18. Februar 1876 bis zum August
1877 in rechtswidriger Absicht und um sich einen Vermögensvor⸗
heil zu verschaffen. ungefähr 50 Wechsel, welche sich als zum Be⸗
weise von Rechten und Rechtsvezhältnissen erhebl che Privaturklunden
zarstellen, sälschlich angefertigt und de iehungsweise geiälscht, sowie
yon denselben durch persönliche oder briefliche U bergabe zum Dis⸗
lounto an verschiedene Personen oder Firmen in der Zeit des Datums
der Wechsel zum Zwecke der Täuschung Gebrauch emacht. hat.“
Der Gesammtbetrag, um welchen verscheedene Häuser hierdurch ge⸗
schädigt sind beziffert ca. 14,000 M. DerBeschuld'gte der vor
dem Untersuchungsrichter wie auch in der heutigen Sitzung ein
umfossendes Geständniß abgeltgt und frühen eines sehr guten Leu⸗
mundes sich erfreut hat, wurde unter Annahme milderuder Umstände
zu 2 Jahren Gefängniß verurtheilt.

Mundenheim, 2. Dez. Vorigen Samstag Abende
ereignete sich hier e'n schwerer Unglückefall. Eine Frauwollie
he Petroleumlompe ausblasen, ging aber dabei unvorsichtig zu⸗
Werke, so daß das Petroleum in dre Glaskugel Feuer fing: die
dugel zersprang und ihr brennender Inhau ergoß sich über die
Frau, welche schwere Brandwunden dadontrug, an denen sie dereits
gestorben ist.
        <pb n="661" />
        Dienstesnachrichten / 30
Der Stubdienlehrer an der isolirten Lateinschule zu Pirmasens
J. B. Dorner wurde auf Ansuchen an die“itolicte Lateinschule zu
Hammelburz versetzt dere dormalige Stuüdienlehrer' in Amorbach
Priestet A. Schnell jnm Siundienlehrer an der isolirten Lateinschule
zu Pirmasens ernannt?

Zum Hauptlehrer für, den Fortbildungelkurs Wolfstein:Lauter⸗
cken wurde der Lehrer Phii. Haaß in Roihe, zum Haupilehrer für
en Fortbundanhelurs P'riasens der Lehret Gg. Gaubatz in Pir?
masens ernannut.

chaftliches. — Briefmappe. — Frauen⸗Gedenktage. — Ferner solgende Illu⸗
traiionen: Vürger's Wohnung im alten Amthause zu Nedeaßvon Tarl
deyn. — Eine Frau aus Tunis. Von Cesare Dell'Acqua. — Ausf der Con⸗
rertreise. 9 Illustrationen von Erdmann Wagner. P
HXIX —WV
ist die in der hontigen Nummer unserer Zeitung sieh befinäende Gluüeßa-
Inzeige von Samueèf Hectsther senr. in Hambise“ Dieses Hages hat. cieh
lurch seine prompte“ und. verschwiegone Auszablung der hjer und in der
Imgegond gewonnoenen. Betrüge einen dermasgen guten Rouf er worben,
lass wir Jeden auf dossen houtiges Inserat sehon an dieset Stelle auf,
merksam machen.

J
ä,
F vdie Rede con veraniworu⸗
Illust rirte Frauen⸗Zeitung. Greis vierteljärlich 2 M. 50 Pf.)
die neueste Moden⸗Nummer (43) enthält: Promenaden⸗, Haus⸗
ind Gesellschafts⸗Toiletten, Paletots, Tucher, Fächer, Hute, Schleier⸗Coiffüre,
daar⸗Frisuren, Hals⸗ und Haarschmuck aus Blumen, großer Kragen und
eber⸗ Manschetten, Schürzen⸗ und Kleiderärmel. Eis-Anzüge für Mädchen
and Knaben. Halbhandschuh und Jagd- oder Reisekappe für Hexren. Hand⸗
chuh⸗ und Fächerkasten, rundes Tischchen mit gestickter Bekl idung, Brief⸗
narkenkästchen, Cylinder⸗Hütchen, Ofenschirm, Toilettenkissen, Notenmappe, ge⸗
zakelte Grundmuster, geknüpfte Franzen, Bordüren und Namens-Chiffren in
Zreuzstichstickerei, Plattstichstickeree zu Bordüren und Rückenkissen ꝛc. ꝛc. mit
38 Abbildungen und einem colorirten Modenkupfer. — Die neueste Unt e r⸗
zaltungs-Nummer (44) Zur Geschichte von Burger's erster Ehe. Nach
zeuen handschriftlichen Quellen von AdolStrodtmann. — (ort⸗
jetzung. — Am goldenen Horn. Von Nuredin Aga. 7. Kinder und
Linder⸗Erziehung. — Die Holzarbeiter des Thüringer Waldes. Von Rein—
sold Sigismund. — Auf der Concertreise Eine Musiker⸗Novelle von
d. Ehr dich. (Schluß). — Verschiedenes: Literarisches ꝛc. — Wirth⸗

Die in unserem heutigen Blatte befindliche Gewinn⸗Mittheilung des
derrn Lax Sams. Cohn in Hamburg ist ganzg besonders zi beachten.
Dieses weltbekannte Geschaft hefteht weit ͤber do Jahre und hat den bei
hmn Betheitigten schon die größten Hauptgewinne von Mark 360,000,
70,000, 246,000, 228, 000. 183 000 180 600, 156, 000 ofnnals 152 006
50,000, 80,000, sehr häufig 78,000, 60, 000, 48000, 40,000, 86,000,
c. ⁊c., in diesein Jahre schon wieder den glücklichen Gewinnern
m Konigreich Bayern die großze Prämie von 232,400 Mart und kurz vorher
benfalls die große Prämie von 246 000 Mark, Uberhaupt in der letzien
Zeit die Summe von weit Uber 2 Millionen ausbezahlt, wodurch viele
Leute zu reichen Capitalisten geworden sind, Es sind nun wie der fur einen
leinen Einsatz große Capitalien zu gewinnen bis Jer. 375, 000 M. Auch
ezablt dieses Haus durch seine weitverbreiteten Verbindungen die Gewinne
n jedem Orte aus. Da durch die getroffene großartige Einrichtung in Ver⸗
nehrung und Vergröß rung der Gewinng eine große Betheiligung zu erwarten
st, möge man dem Gluücke die Hand. bieten und fich vertrauensvoll an die
Firma Laz. Sams. Cohn in Hamburg wenden, bei der man gewissen-
saft und prompt bedient wird.

gαν αα v“— —
— — — —

Bekanntmachung. 1

Mittwoch, den 12. De⸗
eaber 1877, Morgens 11 Uhr
n der Wohnung des Metzgers
ind Wirthes August Müller
dahier versteigere ich die dem⸗
elben gepfändeten Gegenstände
43*

Clavier⸗Unterricht.
Die Unterzeichnete empfiehlt sich
den geschätzen Familien heefiger
Stadt als Elavierlehrérin;
geneigten Anmesdungen sieht ent⸗
gegen
—XX
bei Hrn. Jos. Uhl hier;
. Eire
möblirte Wohnung
zu vermiethen bei
Heinrich Ifsaae.

7 Tische, 39 Stühle, 8
Aleiderschränke, 1 Pfeiler⸗
jchränkchen, 1 Küchentisch,
2 Spiegel, 1 Küchenschaft,
Küchenrahmen, 1 Nacht⸗
tischen, 1 Regulitoruhr,
l Bierpumpe und 1 Küchen⸗
schrant öffentlich zwangs⸗
aeise gegen Baarzahlung.
Unter diesen Gezgenständen
efinden sich schöne polirte Möbel.
St. Ingbert 6. Dezember.
Faßbender,
k. Gerichtsvollzeher.
Vortrag fuͤr Jeder⸗
mann.
Am Sountag, 89. Dez. um
Uhr will ih im Saale des
hrn. Lehnert einen fkurzen
Schlußvortrag über das Thema
„Vermögens-Erwerb“
n freier Verlammlung halten,
unde lade hiermit zu freundl.
Vesuche ein.
ESechlick.
Frankfurter Dombau-Lottérié
Ziehung am 15. Dezember 1877.
Oarl Albert- Looso
Ziehung am 15. Dezember 1877.
Zu dieser Lotterie erlasse ich Loose
Domhau-Loose Stũck z2u 4 Mark
Stũck zu 45 Mark.
—XR Stäck zu 6 Mark
12 Stũck 2u 70 Mark. 3
aauptgewinne im Werthe von 80. 000 Mx. 20. 000 Mx. bis
abwarts 10 Mark im Gauren 20. 000 Gewinne.
Alle Theilnehmer, deren Loose mit einer Niete gezogen
erden, erhalten mit der Ziebungsliste das Portruit des
ue —JιJ—ι aAisers in eleganter Ausstattung franee
und gratis übersandt. J
Bestellungen wolle man baldigst machen um allen Wän-
vuen genügen zu können.
FPelix Auera
Prankfurt a. M.

Zu bevorstehenden Weihnachten empfehle ich
mein wohlassortirtes Lager in:
Seidenen Herren⸗ und Damen⸗Cravatten, seidenen
Tücher und Cache-nez, Foulards und Fichis Caputzen
Baschtiks und gestrickten Aufstectücher; schwarze uing sarbiae
Chales Pelusch-Vorlagen, Tischdecken Etiacteieit, Porte⸗
euille Waaren,, seidene und alpacca Herren· und Damen⸗
Regenschrrme, feine Panama- und Lustre·Schübstn Steüb.
und Filzöcke, sowie eine große Parthie heruͤnergtsehtet
Kleiderstoffen, alles in reichster Auswahl. —
r S.
r —38 * J —
doroisermassigung
Oroisormassigung
Zu den beigefügten herabgesetzten Preisen verk ufen die umer
zeichneten: J
Regen Mäntel in Radjagon von M. 9. — an,
Winter Mäntel „ M.7. —
24 und' reinwoslene schwarze Eachemir und Satiu
Chales A ve 250 pi.
breite SEchürzen, Siamolse, 2 35 Pf. die Cil⸗
., Halbleinen à50 Pf.“
4.., Barchent 4à30 pf. und 40 Pf. ,
4 Ichwere Siampbise 237 f.,
weißse Piquédecken mit Fransen von M. 2.80 Pf. an,
gelbe und rothe do. M. 8.- Pf.“
weistse wollene Bügeldecken M. 4.20 Pf.
* —J — —M
3. St. Ciolina &amp; Hohne.
Ecke der Landauerstrasse, Zweibrücken,
yc hade mich in Neustadt a. H. als Augenarzi
„niedergelossen und woöhne Landaueistraße:“
Sprechstunden von OH— 2 Vorm. 38 Nachm.“
Dri med. W. 0O. doholler,
früser 1. Assistenzarzt der Heidelberger Univerfitäte
augenklinik

2586—
        <pb n="662" />
        4
Anzeige.

F'nem geehrfen hiefgen, wie auswärtigen Publikum diene zur
illgemeinen Kenuuniß, daß wir von heute an in
er von Hrn. Carl Groß an uns übergegange⸗
en Brauerei, verbunden mit Schentwirthschaft
denes Oebräu“
—R —
St. Ingberl, den 1. Dezember 1877.
Achtungsvoll
Gebrüder Becker.
Vorschuß⸗Verein St. Ingbert
(Ceingetragene Genossenschft...
Umsatz imn Monat November 1877.
Soll. Haben.
Fontos Corrente Conto M. 250814. 43. M. 265582. 34.
Wechfel Conso 7Böäöο I6 TIos? i. 70.
tanken und Vereine 310931. 49. 299196. 42.
Tassa⸗Conto 830217. 64. 80197. 66.
Finsen und Prob. Conito 802. 87. 415. 47.
Tratten⸗Conto 1548. 83. 724. 92.
Fffecten⸗ Conto 16866. 29. 274. 25
Stammantheit:Conto, 600. — 8. 40.
Reservefond: Conto — 2. —.
Bewinn⸗n. Verl. Conto,
AV
Darlehen Conto
M. 7084600.

Glückt und Segen bei Cohn.
»ewährt sfich stets ganz vorzüglich, denn wiederum in diesem
Jahre, wurde schon wieder laut amtlicher Ziehungsliste, bei
nir gewonnen und den glücklichen Gewinnern

—im Königreich Bayern
»on mir baar ausbezahlt:
Das grosse Loos, namlioh die grosse Prämio von
252,400 Mark
auf No. 318,
ind ebenso kurz vorher
das grosss Loos, nämlieh die grosse Prämie von
246,000 Mark
auf No. 456.
Ueberhaupt habe ich in der letten Zeit den bei mir Betheiligten
die Summe von weit añber.
2Millionen Mark
und in kurzen Zeiträumen außer zahlreichen sonstigen großen Hauptge-
vinnen folgende großen Prämien meinen Interessenten laut amtlichen Ziehungs⸗
listen baar ausbezahlt: Mark 360,000, 270,000, 225,000,
182,000, 180,000, 156, 000, haufis 1682, 000, 150, 000
120 000 ꝛc. ⁊c, wodurch meine Firma mit Recht überall als die
Allerglücklichste
bekannt ist. — Die vom Staate Hamburg eingerichtete und garantirte
öchst interessante große Geld⸗Lotterie, in welcher die Gewinne im Ganzen
über s Millionen Mark deutsche Reichsmünze
etragen, enthält nur 833,8500 Loose und werden in wenigen Monaten
n 6 Abiheilungen im Ganzen 46,200 Geldgewinne sicher gewonnen,
zämlich: 1 großer Haupt⸗Gewinn und Prämie ev 375,000
M., specieu M. 250,000, 125,000, 80. 000, 60,000,
50000, 10,000, 86,000, 25, 000, viele Sewinne von 20006
—I—
2000, 1506, 1200, **.
Die Gewinnziehung der 1. Abtheilung ist amtlich auf
Nächsten Mittwoch und Donnerstag
den 12. und 18. December dieses Jahres festgestellt, zu welcher
Ein arze⸗ Original⸗Loos nur 6 Mark,
Ein ßat es “— unuur 8Mark,
Ein viertel Original⸗Loos nur 1J Mark 30 Pyifg.
sostet. Diese mit Staatswappen versehenen Original⸗Lovse
ende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen —E
elbst nach den entferntesten Gegenden den geehrten Auftraggebern
ofort zu. Ebenso sende ich die amtliche Gewinnliste und die Ge—
vinngelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir —2
en prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin-
ungen überall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnort
usbeaahlt erhalten.
Jede L kann man auch einfach auf eine
nabeenge arte machen und erhält jeder Auf⸗
ie Original⸗Loose sogleich von mir zugesandt
Am 8. — F
domptoir, Bank und Wechsel⸗Geschäft.

Da mein Geschäft bis Ne Ar
daͤhier aufgelöst wird, so verkaufe
ich die noch vorräthigen Waaren
unter dem Zelbsthostenpreise
und ersuche ich gleichzeitig Diejenigen, welche
mir noch schulden, um gefl. Berichtigung
Ihrer Rechnungen
—7
M.æ

AM4

UnuuniGiewinmn *8 Uie Gewinne
p * un eczu garantirt der Staau
ZEECig« Erste Ziehung:
—— MM- 8* 12. u. 13. December.
Fimniad r Betheiliguu in vié
Ge Winmnn- OhAnCABI
der vom Stante Unmburg garantirten grossen
GelId-Lotterie, in welecher üher
SRMIIIIOOBEenMEn Mær K
sicher gewonnen werdem missen,

Die Gewinne dieser vortheillaaftenm Geld-Lotteri
releche plangemãäss nur 85, 500 Loose enthalt, sind folgende: nämuot
Gewinn ex. 315.000 Marb Sꝑæeciell Mark 250.000. 123000, 80,000,
30.000, 80.000. 40 000, ο 30,000 und 28. 000 10 mal
20, 000 iind 15, 000 20&amp;. 10. 000 BTLal 80030. 6000
and 8000, 86 mal 4000, 3000 und —ãA 206 mal 2400, 2000 und
1500, 412 mal 1200 und 10001 I864 wal 500, 8300 und 250, 28246
mal 200, 175, 150 188 124 und 120, 158389 aLS 7
40 und M Ud Fommen solche in wenigen Monaten in T Ab—
Kenuugen heren Putscheidung.

PDié erste Gewinnziehung ist amtlich auf den

12. und 13. December d. J.
festgestellt und kostet hierzu
das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das halbe Originalloss nur 3 Reichsmark,

das viertel Originalloos nur 32/3 Reichsmark,
und werden diess vom Stante garantirtem Origingam-
LOoSe (keine verbotenen Promessen) gegen frankirtée Rimn-
sendung des Betrages oder gegen Postrorschuss
Selbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt.

Jeder der Betheiligten erhâlt von mir neben seinem Originat-
Loose auch den mit dem Staatswappen versehenen Original- Plan gra-
tis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtliehe Ziebnngsliste
unaufgefordert 2ugesandt.

Die Auszahlung und Versendung der Gewinngelder
arfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strengste
Verschwiegenheit.

b Jde RestelIung kann man einfach auf eine Postein
zAhIungskKarte machen.
— NMan vende snien daher mit den Aufträgen
vertrauensvoll an
Samdel Heekschery sene.,
Banquier und Wechsel Comptoir in Unmahurg.

Am IS. U. Aä.
bec. u. J.
deginnt mit der I. Ziehung
die vom Staate genehmigte

ind garantirte
Vamhurger Stadt-
Lotterie.
D'eselbe dest. aus 833,300
docsen und A6,200 Ge⸗
vinnen, wovon Haup trefser
ventunell
375,000, 250,000, 125,000
80,000, 60.000, 50,000,
40, 000, 36 000, 32 30,000,
2 à 25,000, 8 à 20,000,
72 15,000, 23 à 10,000
Mark ꝛc. ⁊c.

Hierzu versende Origi
nal Loose

Ganze Halbe Viertel
G . 3 M. LBS0m.
gegen Einsendung des Betra
ze8 oder per Postvorschuß.

Spieser erhalten die Ge⸗
winnlisten gratis!

Wilh. Bastlius,
vom Staate angestellter Haupt
Collecteur in Braunschweig.

Zahnärztliche Anzeige
Unterzeichneter ist während der
Wintermonute täglich, (außer
Sonntag) in seiner Wohnung
lneben dem Riesen) zu sprech:n.

—X

E. Brader,
approbirter Zahnanzt

Frucht- Brod und
Fleisch⸗Preise der Stad'
Zzweibrücken vom 8. Dezember.
Weizen 11 M. 25 Pf. Korn
08 M. 37 Pf. Gerste 2reihige
9 M. — Pf. Gerste Aräih.
8 M. 14 Pfl Spei 6 M
67 Pf. Hafer 6 Mi38 pf.
Heu2 M. 40 pf. Slrohn?
M. 20 pf. Kartoffeln 2M
50 Pf. Weißbrod LU!e Kilog
56 Pf. Kornbrod 8 sil. 76.24.
51 Pf. ditto 1 Kilo. 26 Pf
Bemischtbrod 3 Kilo. O M. 93 Pf
Baar Weck 100 Gramm 6 Pf
Rindfl. 1. Qual. 66 Pf. 2
Zual. 60 Pf. Kalbfl. 60 Pf
zamfl. 60 Pf. Schweinefl. E“
f. Butter 1M. 10Pf. per M
edaktion Druck und Verlag ovon iF. x. Demetz in St Ingeert
        <pb n="663" />
        ngbe rt — * * 5 7 8 8 J
9 — R g ⸗

⸗
C

*9
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V44

der St. Jußberter Anlelger wnd —A— acchealishy mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) . erscheimshbchectlich blebin at: Bibnstaäg, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentspreis betragt vierteljährlich

Mart 20 R.⸗“Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfs. fur die viergespaltene Zeile Vlattichrift oder derer Rautz. Necla men
mit 30 Pfg. Irs Zeile berechnet.

— —2—
— — —

— — — —

— —
⸗ ——

A8 193. Sonntau- den 8. Dezember 1377.
R
Deutsches Reih.
Miumich e . In die Debatte üher den mit 76 gegen 72
Stimnmien abgelehnten Anirag Strauße,, Aufbesserung der Lehrer⸗
csoldung verreffend, griff auch Minister'b. Lutz ein. Perselbe et⸗
lärte, er sei noch wie srüher der Ansicht, daß wir mit der Auf⸗
zesserung der Gehalie der Lehrer' noch lange nicht zu Ende seien,
daß es vjelmeht noch weiterer Aufbesserungen hedürfe. Die Fojbe⸗
igen ves ivo egenden Anrages konmen mcht als unbescheiden
ezeschnet werden, und falls derselhe Aussicht hätte, in der Kammer
Annahme zu finden, würde ihm die Untersiuntung der Staatsregierung
u Theil werden. Auf, die Schulfrage wolle er heuie nicht ein·
gehen, Weil sich in nächster Zeit Anlaß bieten werde, dieselbe in
einig Erwagung zu ziehen. D
werilti n, v. Doe. Offtcvs Wird Henieldet, daß im Reichs⸗
anzleramt ein Geschentwurf üder Gewerbegerichte ausheurbeitet sei.
.45 Nuslaund. —8
B a ri d, V. Dic., Roends. Dos Heüle Tabinel scheunt. aus
fem linken Centrum hervorzugehen, das rechte Centrum iwill nicht
aran betheiligt sein, wird aber das Cabinet unterstützen. Die
Najtritat ves Senuts ist demselben ebenfalls gesichert. Gegenwär—
g find Besprechungen eingeleitet, um ihm auch die Majoritat der
ammer zu sichern. Das leitende Comite der Linken gab den
Wunsch zu erkennen, direct init Disfaure ju confetiten.
Konstantinopele 6. Dec. Pehenei Aln meldet bom
d. Die lürtischen, Truppen sind jesejirs Kamierli vorderückt.
Hie türkijchen Linien stehen jeci den Russen gegenüber, die n
wuuf Wratschesch zusammenzogen. Der Atuilleriekampi hat bereii
egdnnen. Ern Muniklonsdepot der Russen ist in die Luft gesprengt.
Hurch schlehies Wetter werden größere Atlibnen verzögert.
p irhet urge 6. * Amnlihe Meldimg auͤs Bogo
Pm 8. d.: Bestern amn 7 Uhr Notgien⸗ nachteu 20—30, 000
kürfen einen Augriff auf die russische Stellund vei Mahren.
d Miresy mi dern Kiew'schen ünd Orel'schen Reso en
izwungen, sich nach Eleng zurückzuzsehen. wo er. bon deei Seiun
ene 3 U die Antzrife 3 —
dehrit. Datauf wurde derselde vach berhältnißmäßig größen Ver⸗
usten gezwungen, don Elena auf eilie vorher defestigie Po tion am
Horf Ictowiß von einer Schlucht zuruczumarschiren. Voun allen
Seilen wetden ihm Verstättungen zugeführt. Heute Morgen 81
he ihenetlen die Türien ungestümihren Angriff. Mirsty hieli
ine Slellung. Die ietzle Nachticht, von deute Nachmiunag 51
meldet, za die Tüclen ihre Angriffe eingestellt haden und die
erstartungen dirsthis eintreffen.
Beirrabutg, 6. Bet. Gegeutibet den biaher geineldelen
gerichien Suleimann Paschas über die Etoberung det Positionen
tin Elenu witd von bestunterrichtetet Seite versichert, daß es sich dabei
ediglich um ein partielles Aufgeden vorgeschobenerx Stellungen
sand le. Die von ruͤrkischer Seite augegebenen Verluste, ber den
metreffenden Kampfen um die vorzeschobenen Stillungen der Russe,
tagen schon mit Racksitht auf die ngegebene Truppenstarke deß
empel der Untichtiglenn an der Stirn. Der nei russische
Hericht wird noh eiwartet. J
SSermischtg.
681. J nabert., 8. Dez.. — Pitiwo h Abend ber⸗
rmelte sich der dom Centrat. us uß in München genehmigte
⸗sigr Zwrigb rein des Pensionsv reins „BavgriaG“ um sich
funnd zu co huusten, Zum Vortond wurde Hert Einuehmez
irtmann, zum Cassier Herr Gullerexpedient Vollnier, zum Schriffe
wrer Herr Siadischreiber Buyer mid Iu Beisihenden, die Herren
rumum und Sclick gewählt. Zuhleich wuctde beschlossen, ami
onntag, den 16. Dezeniber Naghninags 4 Uhr, iin Doerhaußfer'ichen
aicen eine Versammiung absuhoten, in weigher noch eiumal dag
Wejen deg Verens, usondecheit die Ställihen niaher vesptöchen
verden. Zu dieser Versammlung haben auch NRichmigiieder Jhuiritt.
F Die Actienbrauerei Tiboli in Zweibrücken erläßt folgende

krklaärung sn shenlihen Blaͤttern:: In dem Frankfurter Blatte
Vorsicht“ ist unser der Kubrik,Auswärtige Concurs Eröffnungen“
zie Actienbrauerei Twoli in Zweibrücken mit aufgeführt mit der
Zemerkung, als finde ein Arrangement statt. Auf diese gänzlich
inwahre, verleumderische Mittheilung baben wir vorerst nur Das zu
erössentlichen, daß wir zur gerichtlichen Verfolgung des Herausgebers
ieses Blaͤttes, resp. des Einsenders bereits die nöthigen Schritte
nhelene vaben
x F'o ed a ch, 830. Nov. Auf der Straße pon, Forbach
jach Klein · Rossein sind in der Nachi vom 26. auf den 27. vnicht
veniger als 22 junge Chausseebäume von ruchloser Hand ab⸗
jebrochen worden, Auf die Anzeige des oder der Thäter steht eine
heloh ung pon 10 ann. —
7 Regeln 395 unr g. Die neuesten Nachrichten vom baherifschen
Palde melden einen außerordentlichen-Schneefall. Die Höhen des
Joumerwaldes find mit Schnee bedekt. ——
‚I In Franzkfurt a. M. ist Hixrr Ph. H. Moritz Alexander
elbmans, Ehef des Bankhauses Gebrüder B. gestorben. Während
Fürstentages 1863 galt B. als der eigeniliche Reprasentant
er Ftankrurter Gesellschaftskreis.
t. Der Frankfurter Verein für Reform des deutschen Credit⸗
sens hat in feinez neulichen Sitzung beschlossen, am Anfang deß
achsten Jahres eide Versammlugg von Telegirlen der versch'edenen
eeine Jud. Corporotionen, welche die Bekämpfung des schranken⸗
en Treditsyftems schon längere Zeit verfolgen, nach Frankfurt
berufenn. Iu deser Versammlung foellen nach Erslellung von
rfexaten über die einzelnen Punkie angestrebten Reform, welche
woͤhl die Zahlungsweise, Iwischen Broßhandel und Gioßindustrie,
Aischen Großhande ¶und lai wecleh „ und zwischen Handwerker,
eiailisten I. und den Consumeaten bemreffen, Resolutionen gesaßt
erden, welche den einzelnen Vereinen eine Directive für weiteres
zorgehen zu geben geeignet wären. Zur Ausarbeitung eines des—
Usigen Progtammes und Rundschreibens wurde eine Commission
wäthlt. Das Rundschreiben soll aq alle Vereine in Deutschland
esandt werden. Der zuͤnuchst. ein uͤberufenden Delegirtenconferen
I daun eine aroßere Versammlunß folgen. Das Vorhaben gehi
on deni Gesichtspuntte aus, daß die Besserung des Borgsystems
uz · rst schwierig ijt und deshalb die Mittel zur Durchführung wohl
cwogen werden müssen.
t Der 60 Jahre alte Buchbinder Huberlus in Bireleteld,
deicher wie s. 3. erwähnt, zahlreichen Damen auf der Straßze
ait einer Nadel in die Zeine gessochen und dadurch laͤngere
„eit gewisse Straßen der Stadt unsicher gemacht hatte, ist zu
fähriger Gefangnißstrafe verartheilt wordhen.
—* „R. W. Tagbl.“ wird von „veriäßilcher Seite“ mii⸗
etheint, daß vbem sum Tode derurtheillen Heari de Tourville vom
daiser de Igerneht in Gradepwege. nach ejehen worden sei.
zun Folse desfen hat. her abenste. Gerichehof. Tourpille zu ochtzehn
zuhren schweren Ferkers perurtheilt. Tourville soll seine Strafe
n der Festung Gradiska aͤntreien.
Die in unserem heutigen Blatte befindliche Gewinn⸗Mittheilung! dets
derrn Laz. Sams. Cohn in Hamburg ist ganz besonders zu bealhten.
Diese⸗ wellbek innte Geschäft besteht weit über 80 Jahre und hat den bei
hr Betheisgten schon bie größien Hauptgewinne von Mark 860000,
70,000, 246,000, 225, 000, 183, 000 180,000, 156,000, oftmals 182, 000,
30,000, 96, 000, dehx haufig 78,000, 60,000, 48,000, 40,000, 86,000,
c. ⁊c., in diesem Jahre 53 gnge den glaciichen Gewinneri
m Köonigreich Bayern die h oße Pramie von 282,400 Mark und kurz vorher
benfalls die große Prämie von 246,000 Mark, Uberhaupt in der le zien
jeit die Summe —von- weiß Aber 3 Millionen ausbegahl wodurch“ viele
eute zu xcichen Capitalisten geworden sind. Es sind nun wie der fur einen
einen Einsaß große Capitalien zu gewinnen bis 4eb. 875, 000 M. Auch
ezablt dieses Haus durch seine weitwer breileten · Verbindungen die Gewinne
njedem Orte gus. Da durch die getroffene großartige Einrichtung in Ber⸗
tehrung und Vergroß rung der Gewinne eine große Betheiligung zu erwarten
, möge man dem Glude die Hand bieten und sich vertrauensvoll an die
irma⸗ ———— Cohn in Hamburg wenden, bei der man gewihen⸗
aft und prompt bedient wird.

— — —
- ctie

— ÆM—
IAs⸗
2ẽc—*

*

1
        <pb n="664" />
        Bekanntmachung. Echte
,— HAonig· Lobkuohen

sember 1877, Morgens 1 —

in der Wohnung des Metzgers hei per Pfund 80 Pf.

und Wirthes August Müller

dahier versteigere ich die dem⸗

selben gepfändeten Gegenstände

als:

Nur 8 Tage
ur 8 Tage hier.
Für bevorllehende Wintersaison empfehle ich mein großes Com⸗
missions Lager von
O 7 *
J. Mansmann's Kleiderfabrik
Aaus Tir masens
bestehend in: Herren⸗-Ueberzieher, Röcke, Joppen, Hosen, Westen,
Knaben⸗Anzüge ꝛc,. Damen Paletots, Mäntel, Jaquets, Regen⸗
mänte! ꝛc. ꝛc. zu bedeutend herabgesetzten Preisen.
Nicht Vorräthiges wird sofort billigst unter Ga⸗
rantie angefertigt.
Musterabschnitte von Ratinoͤs, Flocons, Doubles, Es—
timos, Kammgarnen, englischen, französischen und deutschen Buxlins
liegen zur gefälligen Ansicht auf.
Es ladet ergebenst ein

Adolf Grewenig.
Wiederverkäufern billger.
Alle Diejenigen,
welche an Albert
Schultheis, Kappenmacher da⸗
hier, schuldig sind, werden hie⸗
nit aufgesordert, bis längstens
knde Dezember d. J. ihren Ver⸗
yfl chtungen nachzukommen, an⸗

onsten Klage erfolgt.

7 Tische, 39 Stühle, 8
Aleiderschränke, 1 Pfeiler⸗
schränkchen, 1 Küchentisch,
2 Spiegel, 1 Kuchenschaft,
1 Küchenrahmen, 1 Nacht⸗
sischen, 1 Regulatoruhr,
lBierpumpe und Jl Küchen⸗
schrank öffentlich zwangs⸗
weise gegen Baarzahlung.
Unter diesen Gegenständen
definden sich schöne politte Möbel
St. Ingbert, 6. Dezember.
Faßbender,
* k. Gerichtsvollzieher.
Vortrag fuͤr Jeder⸗
mann.
Am Sonntag, 9. Dez. um
4 Uhr will ih im Saale des
hrn. Lehnert einen kurzen
Schlußvortrag über das Thema
„Vermögens⸗Erwerb“
in freier Versammlung halten,
und lade hiermit zu freundl.
Besuche ein.
Schlick.

Schmerzlose
Zahnoperationen
AXX
Atelier künstlicher Zähne.
St. Johann a. d. Saar
Victotiastraße 97 B.

I. RBraum.
Verkaufslokal bei Hrn. Schwarz, Metzger.
2. Stock neben Hotel Laur.
Gänzlicher Ausverkauf von Weihnachts⸗
Geschenken
zu sehr billigen Preisen bei

Jeden Andwurm
nisernt in 824 Stunden vollstän⸗
ig schmerz⸗ und gefahrlos; ebenso
icer besendt Bleich sucht, Trunk⸗
ucht, Magenkrampf, Epilepfie
zeitstanz, Bettnässen und
lechten — auch brieflich: Voigt,
srzt zu Crovvenstedt.

Emil Grewenig,
Saittler und Tapezierer.

AMmM M. U. V.
Dec. d. J.
eginnt mit der I. Ziehung
die vom Staate genehmign

und garantirte
EFAmnm Pureν Stadt-
Lotterie.
Dieselbe dest. aus 83, 8300
doosen und Aß,200 Ge—
winnen, wovon Hauptitreffer
ventuell
375,000, 250,000, 128, 000
80,000, 60.000, 50,000
40, 000. 36 000, 32 30, 000
2 à 25.000, 3 à 20,000,
7 15,000, 23 à 10,000
Marl ꝛc. x.
Hierzu versende Origi
nal Loose
Ganze Halbe Viertel
G U. 83M. LBOM.
gegen Einsendung des Betra
ges oder per Pastvorschuß.
Spieler erhalten die Ge⸗
winnlisten gratis!
Wittz Baflius,
vom Staaie angestellter Haupt⸗
Coslecteur in Beinunichwein.

Glück und Segen bei Cohn!
bewährt sich stets ganz vorzüglich, denn wiederum in diesem
Jahre, wurde schon wieder laut amtlicher Ziehungsliste, bei
mir gewonnen und den glücklichen Gewinnern

im Königreich Bayern
von mir baar ausbezahlt: J

Das grosse Loos, nämlioeh dio grosse Prämio von
252,400 Mark
auf No. 318,
ind ebenso kurz vorher
das grosse Loos, nämlich die grosse Prämise von
246,000 Mark
auf No. A56.
Ueberhaupt habe ich in der letzten Zeit den bei mir Betheiligten
ie Summe von weit aber,
Millionen Mark
und in kurzen Zeiträumen außer zahlreichen sonftigen großen Haupige⸗
winnen folgende großen Prämien meinen Interefsenten laut amtlichen Ziehungs⸗
listen baar ausbezahlt: Mark 360,000, 270,000, 225,000,
182,000, 180,000, 156, 000, heufis 1382, 000, 160, 000
120 000 ꝛc. ic, wodurch meine Firma mit Recht überall als die
Allerglücklichste
bekannt ist. — Die vom Staate Hamburg eingerichtete und garantirte
höchst interessante große Geld⸗Lotterie, in welcher die Gewinne im Ganzen
über Ss Millionen Mark deutsche Reichsmünze
betragen, enthält nur 858, 8300 Loose und werden in wenigen Monaten
in 6 Abiheilungen im Ganzen 46,200 Geldgewinne sicher gewonnen,
näͤmlich: 1 großer HaupteGewinn und Prämie ev 375,000
M., speciell M. 250, 000, 125,000, 80,000, 60,000,
50,000, 40.000, 30,0006, 25, 000, rieleSewinne von 20000
15000, 12,000, 10,000, 6000, 6000, 4000, 2400.
20900, 1500, 1200, *. *.
Die Sewinnziehung der 1. Abtheilung ist amtlich auf
Nächsten Mittwoch und Donnerstag
den 12. und 13. December dieses Jahres festgeftelt, zu welcher
Ein ganzes Original⸗Loos nur 6 Mark,
Ein bage eeg, nur W Mark,
Ein viertel Original⸗Loos uur 1 Mark 80 Pfs.
tostet. Diese mit Staatswappen versehenen Original⸗Loose
ende ich gegen Einsendung des Betrages oder gegen ui
elbst nach den entferuteften Gegenden den geehrten Auftraggebern
ofort zu. Ebenss sende ich die amtliche Gewinnliste und die Ge—
vinngelder sofort nach der Ziehung an jeden der bei mir Betheilig
en prompt und verschwiegen. Durch meine ausgebreiteten Verbin-
ungen überall kann man auch jeden Gewinn in seinem Wohnort
usbeaablt erhalten.
Jede vBist uung kann man auch einfach auf eine
enge arte machen und erhält jeder Auf⸗
—8 ie Original⸗Loose sogleich von mir zugesandt.
e. Gohrn,
uptComptoir. Bank und Wechsel⸗Geschäft

Spielwerke
4 bis 200 Stücke spielend
mit oder ohne Expression,
Mandoline, Trommel, Glocken,
Tastagnetten, Himmelstimmen,
darfenspiel —

Spieldosen
2 bis 16 Stücke sp'elend:
ferner Necessaires, Cigarren
fänder, Schweizerhäuschen,
Photographiealbums, Schreib⸗
zeuge, Handschuhtasten, Br'ef⸗
beschwerer, Blumendasen, Ci—
zarren⸗-Etuis, Tabalsdosen,.
Arbeitstische, Flaschen, Bier
zläser, Portemonnaies, Stühl
rc., alles mit Musik. Stets
zas Neueste empfiehlt

J. H. Heller, Bern.

AJ »olle angebotenen
Werke, in denen mein Namt
nicht steht, sind fremde; empf
Jedermann directen Bezug,
luftr. Vreislisten sende franco
/2 Mevers Hound. Lewihon /

*

Zueite Auflage 1010
⸗de i eε Rancdi uikunst aber jede ιαν-
elEAKn d der menachliohen Kenntnis und auf jede Froge
nacoh eiεν NaMαα, Hegriff, Fromdivort, Ereiguaie, Da-
tum, einer Zanι εν Thateache cugenblicktichen
Beacheick. Auf ↄq. 2000 leinen Otavseiten uiber
vöοο ιαν, ”α αιιιÂαν RKarto Ta seln α Beilagαν
24 Lieserungen, à O Efennige.
—XRRX
—20000 / 5
2

——OöV'
ein⸗Etiquetts
rarbig bis 7farain,
nd zu haben in der Lith. Austalt F. F. Demetz.
Feemne ee en 3. x. vemes in St Insbert.
DBiezu IAllufstrirtes Sonntaasblatt“ Nr. ac
        <pb n="665" />
        St. Ingberler Nnzeiger.

——
Ter St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Haupfiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage)erscheint wöchentlich vlermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljährlich

Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Aaswärts mit 15 Pfa. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder derer Rau. Recelamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 194 Dienstan, den 11. Dezember 1877.

— —

Deutsches Reich.

München, 8. Dez. D'e oberbayer'sche Handels- und
Gewerbekammer hat an den Präsidenten des Reichskanzleramtes die
Bitte gerichtet, den bestehenden Hindelsvertrag mit Oesterreich zu
berlängern, um Zeit za gewinnen, bden Abeschluß eines neuen, den
Interessen Deutschlauds entsprechenden Vertrages anzubahuen, event.
falls O sterreich hiezu nicht geneigt sein sollte, die eutsprechenden
Begenmaßregeln vorzubereiten.

Aus Berhin, 7. December, wird der „Allg. Ztg.“ ge—
schrieben: Die Uebersiedelung des Frhrn. v. Stauffenderg nach
Berlin ist nur für die Dauer der bevorstehenden Reichstagssession
und nur aus Familienrücksichten erfolgt; Frhr. v. Stauffenberg
hat nicht die Arsicht, in den Reichksdienst zu treten und es haben
mit demjelben keineriei Verhandlungen in dieser Richtung stattgefunden.

Nusland.

Paris, 9. Dez. Die von Batbie zusammenberufenen Mit—
zlieder der konstuutionellen Gruppe im Senate vereinigten sich
gestern zu zwei Fraklions-Sitzungen. In der zweiten Zusammen⸗
junft wurde trotz der Rede Bochers, welcher erklärte, daß jede
Mödlichteit einer ehrenvollen Verständigung zwischen dem Marschall
aicht ausgeschlossen wäre, um so mehr, als die Auflösung der Kam—
mer, sowie der Rücktrut des Marschall ⸗Präsidenten zwei gleich fatale
Fbentualiläten wären, von der kostttutonellen Gruppe mit 15
jegen 4 Stimmen beschlossen, unter gewissen Reserven die Zustimmung
ur Kammer«uflösung zu geben. Man glaubt, daß die Regierung
aur noch den bestimmten Beschluß der Kammer, betreffend die
Verweigerung des Budgets abwarten wird, um alsdann vom Senat
die Auflösuug der Kammer zu verlangen. Die Nachricht von einem
utzten Versuche, mit der Linken ein Arrangement zu treffen, wird
ndessen hier nicht für ganz unmöglich gehalten.

Paris, 9. Dez. Nachdem die Kombination Dufaure ge⸗
cheitert, wil der Marschall von weiteren Zugeständnissen nichts
mehr hören. Morgen oder spätestens Dieustag ist man des Be⸗
schlusses der Kammer gewärtig, welcher das Budget verweigert. In
Ziesein Falle ist die Regierung entschlossen, vom Senate die zweite
Auflösung zu verlangen, und die Gruppe der Koustitutionellen hat
versprochen, alsdann für diese Auflöfung zu stimmen.

Rom, 9. Dez. (3 Uhr 54 Min. Nachm) Der Zustand
»es Papstes hat sich verschlimmert. Das Parlament wird die
Sitzung suspendiren, falls die Todesnachricht eintrifft. — Einem
Zerücht zufolge soll Italien den Wunsch ausgesprochen haben,
Dentschland zum Schiedsrichter in seinem Streite mit der Türkei
u wählen. Meutsches Montagabl.)

Ragusa, 9. Dez. Die Einwohner von Skutari lin Al⸗
zanien) und die bedeutendsten Anführer der Alobanier telegraphirten
am Hilfe (gegen die Montenegriner) nach Konstantinopel; fäme sie
aicht, so würden sie den Schhutz des Könias von Italien anrufen
Vermischtes.

f Aus Neustadt, 6. Dechr. melden die B. Z. Heute wurde
Stadischteiber Leon Levi, Ifratlit, 68 Jahre alt, mit Fräulein
Louist Hüther, protestantisch, ebenfalls 63 Jahre alt, auf dem Standes⸗
amte ehelich verbunden.

fDie „Rhpf.“ meldet aus Landau, 5. Dec.: Jos. Prioth,
welcher seiner Zeit aus Rache dem Oekonomen Kern in Roschbach
in Rind derart verwundete, daß es geschlachtet werden mußte,
vurde gestern von dem Zuchtpolizeigerichte Landau zu 6 Monaten
Vefängniß verurtheilt.

FFehl. Unsere Schwarzwaldberge liegen voll Sdhnee.
Am 25. Nobember hatte man in der Umgegend von Freiburg, nach⸗
dem schon seit eingen Tagen ein orkanarliget Sturm herrschte, ein
ehr heftiges und von dichtem Hagelregen beglestetes Gewitter, eine
edt seltene Erscheinung. Eine alte Bauerncegel sagt: Donner im
Winter, steckt viel Kälte dahinter.

7 Ueber die Zunahme des Wusch er s lommen aus dem
wWeinaorischen, besonderzs den armen Gegenden der Rbön.

wahre Nothrufe. Es ist nichts Seltenes dort, daß Wuchergeschäfte
nögeschlossen werden, bei denen, Dank der Unüberlegtheit des leihenden
Theiles, eine Verzinsung von 300 —500 pCt. eintritt. Diese Zu⸗
tände sind vergeblich von Privaten und Vereinen bekämpft worden.
Durch die Förderung der Anlagen von Vorschußkassen ist versucht
worden, die ländliche Bevölkerung aus den Händen der Wucherer
u befreien, obhne Erfolg, weil diese in ganz anderer Weise ihr
Opfer zu packen wissen. Geistliche, Lehrer, Beamte, die Presse
zaben versucht, die Bevölkerung aufzuklären, ohne nennenswerthen
Frfolg. Die Klagen haben selbstverständlich die Aufmerlsfamkeit
der Staatsregie ung erregt und dese veranlaßt, der Sache näher
zu treten. Was übrigens aus den Rhöngegenden berichtet wird,
önnte ebensogut aus fast allen armen Gegenden Deutschlands be⸗
richtet werden. Wir haben z. B. auch in der Pfalz Gegenden,
vo diese Wucherseelen gräulich hausen, und es wäre hohe Zeit,
zaß Regierung und Landtag endlich einmal ernstlich auf Mittel
ächten, wie man diesem Krebsschaden beikommen könne. Es ist
bahrlich keine Kleinigkeit, wenn Jahr für Jahr immer mehr kleine
zauern durch solche Halsabschneidereien in die Reihen des Proletariats
estoßen und so den Sozialdemokraten in die Arme getrieben
jerden, während die Wucherer, welche sie zu Grunde richten, sich
läher und spreizen und ihre Weiber in Sammt und Seide einher⸗
solziten. Mit der Wiederherstellung der festen Z'nsfätze allein
vrd's freilich nicht gethan sein; die würden umgangen werden,
oie sie früher umgangen worden sind; aber sollte es denn gar so
chwer sein, dem Gauner beizukommen, der die Noth und die Un⸗
iberlegtheit eires Mannes mißbraucht, um ihn Verschreibungen über
zummen ausstellen zu lassen, die er gar nie bekommen hat?

Berhin, 8. Dez. Die gestern beendete Subscription
nuf 50 Millionen M. A4proc. preußisch; consolidirte Anleihe ergab
288 Millionen. Es bleibt den Zeicheustellen überlassen, sich mit
ven Zeichnern zu vereinbaren.

fBerlin. Der Bundesrath hat beschlossen, daß die weitere
Ausprägung von Fünfzigpfennigstücken einzustellen und stalt dessen
ein entsprechender Beirag von Einmarkstücken auszuprägen sei.

F Das bisherige Palais des Fürste Bissmarc wird
»emnächst abgebrochen werden. Der Reichskanzler bezieht bei seinem
Fintreffen in Berlin sofort sein neues Haus, das frühere Hotel
—XLD

Brässel, '9. Dez. Der ministerielle Erlaß vom 17.
August, welcher die Einfuhr und Durchfuhr von Rindvieh und
Schafen aus Deutschland verbietel, ist vom 12. Dezember an
nufgedoben.

F Ein ärztlichs Hornor ar. Ein Correspondent der „N.
Fr. Pr.“ schreibt unternm 21. Nov.: „Wie ich aus hiesigen ärzt⸗
ichen Kreisen vernehme, ließ der Papst dem jüngst zu einer Consul⸗
ation aus Padua nach Rom berusenen Prof. Vanzetti das artige
A

Gemeinnütziges.

Wasserdichtes Schuhwerk. Die Jadreszeit ist da, in welcher
ein wasterdichtes Schuhwerk eine große Wohlthat ist. In England
joll man sich nachstehender Mischung bedienen, um Leder wasserdicht
zu machen, und es wird behauptet, daß man mit Schaͤhwerk, wel⸗
hes mit dieser Mischung behandelt wurde, stundenlang im Wasser
tehen kann, ohne daß letzteres in das Ledec eindringe. Das Neue
in dieser Vorschrift liegg in dem Zusatze des Wachses und des
darzes um Feilstoffe. Es werden rämlich 1 Liter gesottenes
Leinbb, 125 Gramm Hammelfett, 46 Gramm Wachs und 32
Bramm Harz über Kohlenfeuer unter fleißigem Umrühren zusammen⸗
zeschmolten und die Masse mittelst eines Pinsels auf das gereinigte
und getrocknete Schuhwert warm angestrichen. Das Leder bleibt
gierbei seht geschmeidig. Anderen Erfahrungen nach gelingt die
Heistellung eines vorzüglich wasserdichten Schuhwerks auch in der
Weise, daß man ein kleines Stückchen Paraffin in warmem Klauen⸗
ette auflost und damit das Schuhbwerk einschmiert.

n Fx dieRedecttor veranmoriicec
        <pb n="666" />
        Hausversteiger ung.

Freitag, den 14. Dez.
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr bei
deinrich Schmitt, in St. Ingbert
assen die Erben der daselbst ver⸗
lebten Eheleute Johann Joseph
Weber, weiland —chneider,
und Maria Katharina Peters
jolgende zu deren Nachiatz ge⸗
hörigenLiegerschaften abtheilungs⸗
jalber öffentlich zu Eigenthum
persteigern als:

Pl. Nr. 237. 3 Deij. Fläche

Wohnhaus und Hofraum u.

Pl.Nre. 238. 4 Dezimalen

Garten dabei.

Das Ganze gelegen in den
Hobelsgärten an der Blieskasteler
A

ferner

Pl.Nr. 3484. 32 Dezim.

Acker in den oberken Sthen.
St. Ingbert, 10. Der. 1877.
Sauer, t. Notar.

Bekanntmachungen.
. Der Vorauschiag der Ein—
nahmen und Ausgaben pro
1878 für die Stadige⸗
meinde St. Ingbert ist auf⸗
gestellt und Liegt zu Jder⸗
manns Einsicht 14 Tage
lang offen.
Der Stadtrath hier hat in
einer Sitzung vom 58. d.
Mets. beschlossen, daß für
St. Ingbert 4 veipflichtete
Nachtwächter aufgestellt wer⸗
den und hat das Gehalt
für Jeden auf 400 Mark
vro Jahzt festgesetzt. Be⸗
verher wollen sich binnen
14 Tagenperiödlich auf dem
interfertigten Amte melden.
Die Ortsschulkommission hat
neihrer heutigen Sttzung
zeschlosen, daß sür die
Folge Entschuldqungen we—
zen Nichtbesuch der Schulen
oei den beseffenden Leh⸗
cern oder Lehrer nnen durch
die Eltern persönlich oder
schrujtlich voraebracht wer⸗
den müssen, wenn dieselben
ↄerücksichigt werden sollen.
St. Ingbert, 8. Dez. 1877.
Das Bürgermeisteramt:
Custer.
Clavier⸗Unterricht.
Die nut rzeituete empfihit sich
den geschätz en Familien hrefiger
2tadt als Elavierlehrerin;
zeneigten Aumesdungen sieht ent⸗
egen
Rosa Henrich,
bei Hru. Jos Uhnmhier.
Kinder-Spielwaaren
zu den blligsten Ptegen, em—
ofiehlt
Jakob Friedrich.
Feine
HAonig- Lebkuohen

Zu bevorstehenden Weihnachten empfehle ich
mein wohlassortirtes Lager in:

Seidenen Herren- und Damen⸗Cravatten, seidenen
Tücher und Cache-nez, Foulards und Fichus, Caputzen,
Baschliks und gestrickten Aufstecktücher, schwarze und farbige
Thales, Pelusch-Vorlagen, Tischdecken, Stickereien, Porte⸗
euille-Waaren, seidene und alpacca Herren- und Damen⸗
stegenschirme, feine Panama- und Lustre-Schürzen, Stepp⸗
ind Filzröcke, sowie eine große Parthie heruntergesetzter
Kleiderstoffen, alles in reichster Auswahl.

3an Ic.

2 *
Weihnachts-Ausverkauf.
Von heute ab bis zu Weihnachten habe ich meine
sämmtlichen Artikel einem Ausverkaufe zu bedeutend er—⸗
mäßigten Preisen ausgesetzt, wozu ein verehrl'ches Publikum
ergebenst einlade.
Heinrioh IJIsaao.
Bekanntmachung.

Mintriwoch, den 12. De—⸗
sember 1877. Motnens 11 Uhr
in der Wohnung des Metzgers
und Wirih s August Müller
dahier versteigere ich die dem—
jelben gepfändeten Gegenstände
s:

Nur 8 Tago hier.
——*846 Wintersaison empfeble ich mein großes Com—
J. Mansmann's Kleiderfabrik

7 Tische, 89 Stühle, 3
sseiderschränke, 1 Pfeiler⸗
schränkchen, 1 Küchentisch,
2 Spiegel, 1 Kuchenschaft,
i Küchenrahmen, J Nacht-⸗
tischen, 1 Regzulnoruhr,
lBierpumpe und 1 Küchen—
schrant öffentlich zwangs⸗
veise gegen Baaezah ung.

Unter diesen Gesenständen
hefinden sich schöne polerte Möbel.
St. Ingbert, 6. Dezember.
Faßbender,
k. Gerschtsvoll, eher.

Anus Pir masens
»stehend in: Herren-leberziener, Röcke, Joppen, Hofen, Westen,
—R—
änte, ꝛc. 2c. zu bedeutend heradgesetzten Preisen.

Nicht Vorräthiges wird' sofort billigst unter Ga⸗
rautie angefertigt.

Musterabschnitte von Ratinés, Flocorés, Doubles, Es—
kimos, Kammgarnen, englischen, französischen und deutschen Buxkins
liegen zur gefälligen Ansicht auf.

Es ladet ergebenst ein
I. RBraunm.
Verkaufslokal bei Hrn. Schwarz, Metzger,
2. Stock neben Hotel Laur.

—
ertrauen kann din sranrer
* zu einer loichen —
haben, welche, wie Dr. Airu⸗es
naturhe ilmethode, sich thatsächlich
ew ährt hat. Daß durch diese Me—
—
ende hheitersolge erzielt wurden, be⸗
eisen diu —iundr. Ruche:
r kiruę ⸗

per Vsund 75 Pf
bei
Joh. Fries,
Räcker und Mirn

—
Herzogl. Braunschweigische Candes⸗
Cotterie,
vom Staate genehmigt und garantirt.
Diefelbe besteht aus 833, B00 Driginal:Loosen und

A4,000 Gewinnen:
Haupitceff. exv 450,0001 2 Haupitreff. à 18 000
300000 15,000
50 000 12.000
29000 10.000
290 3000
n b000
5000
0 4000
24,000 255 „3000
Reichs Mark u. s. w.
Die erste Zierung findet statt
am T. und I8. Junuar 1878,
zu welcher ich Originallvose

Ganze Halbe Viertet Actel

16 Mark 8 Mark 4 Mark 2 Mark
gegen Ensendung des Betrages oder Postvorschuß versende.

Jeder Spieler erhält Gewinnlisten gratis!

IVAIIM. -asilĩus,

Obereinnehmer' der Braunschw. Landes-Losterie
im Rraunsgehweig.

Haasenstein &amp;
Vogler.

EOrste und älteste
AMnIGOMCM-EXxpediũ-
tiomn
rankfurt am NMain
22 Göthenlutæ æ2æ
Agenturen in: Cassel, Gies-
zen, Darmstadt. Mannheim,
Carlsruhe. Wiesbaden.

Tretruaien M
ral⸗Alterte, laͤut welchen sebst
olche Krauke noch heirnnug fanden
ür die Hilfe nicht mehr möglich
chien. Es darf daher jeber Kranke
ich dieser bewährren Methode um
o mehr vertrauensvoil zuwenden.
s die Leitung der Kur auf
WBunsch durch dafür angestellte
raktische Aerzte gratis erfolgt
Uäheres darüber findet man in
dem vorzüglichen, 544 Seiten
tarten Werke: Dr. Airy!'s Na⸗
urbeil methode, 100. Aufl, Ju⸗
bel⸗-Nusgabe, Preis 1 Mart,
Leipzig, Richter's Verlags⸗Anstalt,
welche das Buch auf Wunsch gegen
kinsendung von 10 Briefmarken
Vf direct franco versendet.
4

Annoncen aller Art, Stellen-,
Kauf-, Verkauf-, Heiraths- Agen-
bur·Gesriehe ote. in alle Blatter
und Fachze tschriften der Welt
ꝛesorgen wir ohne alle Neben-
costeu.

Specialitãat: Ausschliessliche
Regie aller grösseren Schweizer,
Pariser, Russischen, Englischen,
Holländischen Insertious Organe

—*
Eine
möblirte Wohnung
zu vermiethen bei
Seinrich Isaage. —
habe mich in Neustadt a. H. als Augenarzt
n'edergelassen und wohne Landaue straße.
Sprechnunden von OH— 2 Vorm., 8S—8 Nachm.
Dr. med. M. O. dohöller,
rüher 1. Assistenzarzt der Heidelberger Untbersitäts—
aungenfklin:k.

v

Vòô
dedaktion Druck und Verlag von . 5. Demetz in St Ingbert.

F
        <pb n="667" />
        522 222
————
* 28352353 * 52353
——
—5*2— 383253 320 55358 558 * 55376.5 2*
822 7533232 2535353 s 558 4333235*3 z3
2 *8 2 — 7 * — — 5 ——— 27 34
525 52282 —A 5 27 2258 2 —2— EH —A——
* * — —*2 25 Ss 2 *6 —A 55537. —8* *
—5S* 0 * * — 3 —A — —5*8 — 585
2553 325 — — — —284 255585 38 5 * 5 5
27 S — S 2* 5552552 — 52868 z2— —228 325 58 —
3536 — *283 — —— F
37 —— — 25*2 —— — 3* 28 23
53385 3232388 785 —87758 8B5335
55 53525328 222* * — — 5875 355 —45
25 ——— 234 —ãA — —— 3 2
55—* 5235 — — — 383335 2 3 2—533358 2
A 55—5 5357* 35535333*2 — — — — ——
5—35325 —53k—58 —D e ·224 532* A 8 3
25 —c * 2 7 m — * 25z25 * * 55 2»52 3 3
8 —ẽ 2 2 — * * —85 — 7 2* * 2 — b
43735 535—5 333235*
2 33 —5538 733 —58 —8 232532 z2325* 7
552z3523325 252578332
— 33
—— —* 5 —5 88 — 2573—5 3523236 —
27 5 5222 52 — 53582 755 z7 —3— *8— —8 *22 2228 D *
* 8 * —⸗ 318 33383252 2 — * v * *? * .* — 5
— 3855 7 8 5 — —s 58383325 5z25322 355*2 — 5232358 ẽ
—845s3887 24* z335553755
73336 3
——3728 z* 233 — 2328375. —
2332236 * 53535 753383 122 3
833223 — — 25 82 —77 225 58c5 7
25 33353
—77378378* 5233 333553283*
z225—52455 5235—85388 530855355527
22c 2 2 2 5 —253325 —
** 25 —— p 22 * — —
* * 22 57 —A —— 2* A
533 3375352772 *282886—
5555 585555 *
5—25 2
348
—55355 2258
— 5*5**3353 528537
—2 * 3353553* æ55 — 8 22
22 3355338858 *3 *»„— 1 55 232 F
———22223 — —* 5 — 228 2 2 —
55 53388 —55 558 25 *23 58 8532
23353 3225— 5*53 —s — 38253 — 55388 52283
22 22 — 5 an 2— 2334 8258* —z 232 — 7 S
2325 5*S5 223 —— — 20 7 27 — 222 — * — —
A— * —— * * 2 25 * 25552353 ——— 222—
—A— F 25 — 2 3 8 28 2 253 * 8 5225 2 —3 528—
J —* 222 — 3 2 2 28555 8 28* 2 2
— 23538 —32325 28353 — 553553 303325 538575
5525 * 3 — * 223 3 8 ã —
3555 5353357 2535353355 23z3532z 73535 — 7 532538
* — — 325—355 53— * — 25 * — 22 78 8 —
3 * ———— 5 2 255 *3 3 —A—— * 28 —738323333
— — —— — 2* — * ”äà J— 2* *2
552 — — ———— 533332332 22 75835* 78
55353 —z55* 58 —— 532512 — *27585 S z3553*8330335
S 33528 — 5—2223 *2 5358335 —A — 3* —
eE4 52 3 —A 35552 92 * 2* 322 2— 24 28
—— —22 2 * 7 —— * 522335 22 532.* — — — 2 8 2
—A — ——— s«256832 z2935 823 —z z52558565 53763 23238
3 7 —7— 2 5 ẽ *2
3* 23z5823* 25 5228 233533338537 3353875 —327
23553355 *—5 —A *37235333 558 3833324 —257357
7 22 — — —3 X * 2 —2 —2 — — 9 — * F
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        Stb. Ingberler Anzeiger.
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Ler St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich) mit dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungksblatt. (Sonntagt mit illustrixter Vei⸗

lage). erscheint woͤchentlich viermalz Dienstag⸗ Donneréetag, Samstag and Sounntag. Der Abonne ment svreis beträgt vierteljahrlich

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mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

— —

M 195. Donnerstag, den 138. Dezeuber U —— 1877.
— — *
—

— — —
Deutsches Reich.

München, 11. Dec. Der Monister v. Piretzschner brachte
in heutiger Sitzung der Abgeordneieukammer einen Geietzentwurf
betreffend die Erweiterung des Eisenbahnnetzes nebst Motiven ein
und flellte den Antrag, den Entwurf einem Ausschusse zu überweisen.

Ausland.

Die „Köln. Zig.“ schreibt: Dem Vernehmen nach hat der
Marschall Mac Mahon, als er Herrn Dufanre die btannten drei
Ministerien verweigerte, eiuen besonderen Nachdruck daraaf gelegt,
daß er das Vertrauem der europäischen Regierungen genieße und
daß er den Republikanern nicht gestauten konne, die günstigen Ge⸗
sinnunzen, welche die Kabinete süt das mac⸗· mahonische Frankre ch
hegten, durch ihre Werkzeuge in Gefahr zu bringen. Uns ist keint
Thatsache dekannt, welche auf eine beso dere Zuneigung der euro⸗
paischen Regerungen zu dem augenbl clichen P. asidenten der Republik
Frankreich schl'eßen ließe; und wenn wir uns gerade jetzt in der
oͤffentlichen Meinung Europas umsehen, so müssen wir belennen,
daß uns nie eine so eiustimmige Veruriheilung vorgekommen ist,
wie die, welche das Verfagren Mac Mahons gegen die französüche
Tandesvertreiung erfährt. Es hat dieses Veefahren nicht blos j den
Blauben an seine siaatsmänische Befähigung zu Nichte gemacht,
sondern geradezu den Ruf seiner Rechischaffenheit unheilbar ge⸗
chädigt.“

Wenn es wahr ist, daß die sogenannten Konstitutionellen im
sranzösischen Senat, das „rechte Zentrum“, dem belanntlich auch
der nach Dufaute mit der Neubildung des Kabinets beauftragte
Batbie angehört, eher auf den Rücktritt Mac Mahons eingehen,
als eine zweite Auflösung der Deputirtenkammer bew lligen wollen,
und wenn, was glerchfalls als sicher gilt, Dufaure einen adermaligen
Fabinerdildungsversuch ablehnt, dann stehi der französische Staats⸗
chef jetzt in der That zwisch n dem Rücktrutt und dem Staaisstreich.

Es siellt sich jetzt heraus, daß mit Dufuure ein unredliches
Spiel in Scene geseßzt wurde, als Mac Mahon ihm die Reu⸗
bildung des Kabinets aufttug. Man gab sich im Eiysee der Hoff ·
nung bin, die Linle werde sith durch dieses Manöver zur Bewil⸗
igung des Budgeis stimmen iassen. Als sich diese Hoffnung als
cel erwies, rückte der Marschall mit der bekannten Bedingung
hderaus, die Ministerien des Krieges, der Marine und des Aeußern
nach eigenem Gusdünken besetzen zu du:fen, damit dieselben der
parlamentarisch n Strömung entrückt blieben. Hierauf konnte
iich Dufaure, dem Mac Mahon freie Hand zu lassen erklärt hate,
Jalüctich nicht einlassen. Dannt war denn der Schwindel zu Eude.

Paris,“10. Dez. Nach einer Mittheilung des
Temps“ wurde der Senatspräsident Herzog v. Audiffret⸗
hasquier, als er bei der ihm heute Mittag vom Marschall-
Prasidenten ertheilten Audienz kaum einige Worte gesprochen
hatte, von letterem mit den Worten unterbrochen: „Es
—IILVO Senatspräsident über diesen Gegenstand
noch ein Wort zu verlieren, mein Entschluß ist gefaßt, das
Ministerium ist gebildet, ich will weder Transaktion noch
Versoöhnung, ich gehe bis an's Ende.“ Der Herzog von
Audiffret ⸗ Pasquier habe sehr bewegt darauf geantwortet:
Herr Marschall, ich beklage tief die Worte, welche Sie
eben gesprochen haben. Ich war Namens meiner Freunde,
ich köͤnnte sagen im Namen des Senats zu Ihnen gesandt
worden; um Sie zum letzten Male zu beschworen, dem
dande die Leiden zu ersparen, womit es bedroht ist. Ich
gehe, verzweifelt zu sehen, daß diese Mahnung nicht Gehör
findet und ich schaudere ob der —XI—
lelt, mit der Sie Sich belasten.“

Die Wiener „Ptesse“ meldet aus Sistowa vom 9.: ‚Gestecn
raf eln Patlameniär von Osman Pascha mit einem Schreiben an

den Großfürsten Nilolaus ein. Letzterer erdffnete das Schreiben
nicht, sondern wies den Parlamentär an den mominell · n Comman⸗
eur der Belagerungsarmee, Fuürsten Kail von Rumänien. — In
der vergungenen Woche marschirten über die vier Donaudrücken
36 000 Mann nach Bulgarien, außerdem wurden 20 Mill. Pa⸗
ronen über dieselben transportirt.

Die Agence Havas“ meldet: Osman Pascha hat sich ergeben;
Plewna ist im Bentz der rusfijch rumänischen Armee. — Die
Agence russe“ bestänigt dles und fügt hinzu, Osman Pascha sei
derwundet, seine Truppen durch Hunger und Kälte erschöpf!?:.

Pesth, 11. Dez. Hiesige ojfizielle Kreise betrachten den
Fall Plewna's nicht als Vorboien des Friedens, da de Türken sich
dei Adrianopel concentriren.

Amtlich wird aus den russischen Haupequörtier Bogot vom
10. ds. gemeldet: „Heute Morgen 7* Uhr griff die gesammte
UIrmee Osman Paschas unser Grenadiercorps an, um unsere Cer⸗
rungslünie am linten User des Wid zu durchbrechen. Dec Angriff
rfolgie mit verzweifelter Eaergie; ein Theil der Türken drang so⸗
ar in unsere Trancheen und Batterien. Alle Versuche jedoch, die
Ztellungen der Grenadiere zu durchbrechen, waren vergeblich. X
inem funfstündigen Kampfe wurden die Türken geworfen. Von
allen Seiten umzingelt, ergab sich der tapfere Veriheidiger von
ewne mit seiner ganzen Armee. Die Anzahl der Gesangenen
ind die Trophaͤen genou anzugeben, ist unmöalich. Jedoch Alles,
vas in Plewna ist, befiadet sich in unseren Hünden. Unsere Ver⸗
uste find im Verhältnisse zu dem Eriolge nicht groß.“

In Wisen eiugeiausene Nachrichten über die Katastrophe bei
Plewna schitdern die türkische Tapferleit als über alle Zweifel

chaben; Osman Pascha ertang anfangs bedeutende Erfolge und
ist nach seiner Verwundung wurde die Schlacht zu Ungunsten der
Fürken enischieden. — Der Cjar reist nächstens über Bukarest nach
Hetetsburg. — Das Gros der russischen Armee wird sofort gegen
Zopha operiren. (Fr. 3.)

Nach dem „Evening Standard“ erbeutelen die Russen bei
Plewna 400, Kanonen und machten 40,000 Gefangene. Plewna
st absolut ohne Nahrung. J V

Petersbur'g, 11. Dez. Die „Agence Russe“ bemerkt
inderweitigen Gerüchten gegenüber, ducch den Fall von Plewna
verde, selbst wenn der Beginn von Verhandlungen zw schen der
Bforte und Rußland eintrete, die Fortsetzung der Feindselgkeiten
uicht aufgehalten.
Vermischtes.

*Sit. Ingbert, 12. Dez. Am verfloss⸗ nen Sonntage
ielt im Lehnernschen Saale Hr. Prosessor Schlisdk seinen Schluß⸗
vortrag Üüber das Thema „Vermögens-Erwerb.“ Es hatte sich eine
dvöne Anzahl Zuhörer eingefunden; doch haben wir den beherzi⸗
enswerthen Worten des Vortragenden noch mehr solcher gewündcht.
Im ersten Theile seines Vortrages begründete Ht. Schlick den Satz:
Das Eigenthum ist als Resustat der Arbeit berechtigt, es ist
r1Ugemein und bleibend im Princip, aber wechseln d
u der Person des Inhabers. Die Wahrheit des Letzteren wurde
namentlich durch eine Reihe von Beispielen aus Geschichte und
hegenwart nachgewiesen. „Der Geldsack und der Bettelsack liegen
nicht hundert Jehr vor einer Thüre.“ Die Beispiele seien übrigens
zliener, duß Menschen in einem Lebensalter zu großem Reichthum
elangen; häufiger gelangen sie zu Woulstand. Die verschiedenen
Zzpartassen bezeugen, daß Handwerker und Ardeiter durch Fleiß
ind Sparsamlent zu Wohlstand,“ zu Kapitolien gelangen. Die
Arbeit sei die Schöpferin des Kapitals und das Großlapital Ein⸗
elner sei das Lebenselement der Arbeit. „Kapital ist das Werk⸗
seug der Arbeit, welches sie selbst in mancherlei Form geschaffen
hat.“ Das Kop'ital mache sark, frei und scoh. Es sei
zarum der Wunsch des Menschen noch Vermögen gerechtfertigt und
in Jeder solle nach Besitzthum sireben. Wer das Erworbene aber
hehalten will, der befleißege sich vor allen Dingen der Spat⸗
        <pb n="670" />
        amteit. Gegen fie werde gar diel gesündigt und eine Quelle
zer Armuth set in erstet Linie der Lurus in Kleidern und Ge⸗
nüssen. Der spere n'cht, der jezt das theuer kauft, was er bald
aachher billiger haben kann; der 1heuere Waazen kauft, wo billigere
zieselben Diensite ihunz der seine Ausgaben nicht haushätterisch
auf jeden Tag gleichmaßig vertheile. Aufklärung thue vielfach
noth; so besonders über den Gehalt der verschiedenen Nahrungs⸗
nitiel an Nabeftoff. Ene Hauptursache des Nichtsparens sei die
einger ssene Uusitte des Borgens, Diese schade unendlich viel und
beflehe daruber ollgemeine Klage.“ In keinem Lande werde idr
in solchem Umfanze gefröhnt wie in Deuischland. Maucher möchie
sparen, aber es fehlt ihm die moralische Kraft. Er erlenne die
Nothwendigkeit, Mittel und Wege; er erinnere fich täglich an seine
Pflicht und schöpfe den Muth, sich eiwas zu versagen z, er lege das
FErsparte sicher neder und nehme davon nur in der äußersten Noth.
Unterstützungs⸗ und Krankenkafsen, Lebensversicherungen, Sparkassen⸗
und Vorichußvereine, Pensionsbereine.) Vor allen Dingen lehre
man die Jugend schon spiren. Redner machte zu diesem Zecke
besonders ouf die sogenannten Schulsparkasser ausmertsam. Zum
Schlusse rekapimlirte er kurz seine Aussuhrungen in folgenden Sätzen:
1. Arbeite viel und gut! 2. Verkaufe deme Arbeit mönlchst theuer!
3. Gieb wenig aus und kaufe nur das Allernothwendigste. Vorher
iber unterscheide scharf, was noithwendig und was entbehrtlich ist.
4. Kaufe und de kaufe baat! 5. Habe Ausdauer in der Spatsam⸗
keit! 6. Erhalte dich körperlch und geistig gesund durch Arbeit
und Erholurg! — Zwei Anträge, welche Herr Schlick im Anschluß
an seinen Vortrag den Anwesenden unterbreitete, werden wir in
der Samstaus-Nummer des Anzeiger unsern Lesern mittheilen.
7 In Lambrecht wurde am 5. eine Bande noch schul⸗
pflichtiger Stricke erappt, als sie in einem Metgerbhiden Würste

und Geld aus der Ladenkasse flahlen. Einer- derselben gab au
daß fie schhon längere Zeit durch Einsteigen in Kellern R. dieset
saubere Geschäft trieben. * *

—f Am 7. starbein Homburg Wirth Loͤw in Folge eines

Beinbruchs, den er sich/ bei einem Exceß in jeiner Wirihschaft zu—
gezogen hatte.
7 Wie die „N. Z.“ mittheilt, ist eine Prüfung behufs Auf
nahme in den pfälzischen Eisenbahndienst so schell nicht zu erwarten.
da aus der Prüfung-von 1873. noch 10 Candidaten zut Vefrfüg-
ung stehen.

7 Se. Maj. der König hat die Errichtung einer kath. Pfarre
ür die Katholiken in Schweigen und Rechtenbach, B.A
Bergzabern genehmigt, wonach die neue Pfründe die Filialorte
S„chweigen und Rechtenbach, welche von dem bisherigen Verbande
nit der lath. Pfarrei Oderotterbach getrennt werden, umfußt und
den Namen „Pfarrei Schwelgen⸗-Rechtenbach“ führt.

F Das „Fr. W.“ schreibt ans Frankenthal, 10
Dez.: Gestern Abend. fiel ein Dienstknecht eines hiesigen Bürgert
in dessen Hofe zodt zusammen. Uebermäß ger Genuß von Branni⸗
vein soll die Todesu sache sein.

fHeidelberg, 7. Dei. Das heute veröffentlichte
Berzeichnijß der an der hiesizen Hochschule Studirenden weist eint
Freqnenz von 519 nach. Nach Abzug von 58 Prso sen reiferen
Alters vertheilen sich die Uebrigen auf die einzelnen Fakultäten in
'olgender Weise: iheologische Facultät 19, juristische 183, medi⸗
inische 79 und peilosophesche 180. Von desen gehöcen 180 Baden
in; 217 vertheilen sich auf die übtigen Länder des Deutschen
Reiches; 114 stammen aus fremden Staaten. Gegenüber der
—XR
von 260 Studirenden zu constatiren. Karlsr. 3)

*
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2253555 — 31283 53 55333 223373330 —A 5 20
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22 * —M — 2 — 77 3 — —*
5538 552755 232355335 3533323533383688 75*
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375* 5382 — 2333— 532 —— — —A 23 3 28 523528 3 ——
7 —— —— —2 5* 538 22 55c * 5* —
855*55*533 723 63333538 58223283538378
3523 5*3. 38 33 333 387183
2 52 —
— 33333633*—338—5 *337
— 8 2 5325357 5z28533536 525 —5* —3 5583 5—5535
—332 — 257 * 528 8 55 28 253323235323333 35
2333277352357 — 5335, 282 8 2533——6563353335—3525
—8 55825 Ax — — — 5228* 53⸗248 z250 238 * 2
* S 22 28 — .5 2* 7* * 2 28 —Ac a — * 9
588323 —D 58235 55352 5235 2252 3335375453 * — 728 538
3 3
J 7 * J 2 — * F 3
8 52253383 22 .77 —
8* 228 2538 38 3*
2 222.24322 53353522 533 G
—F 555355853583553 3353355833 33287 5* 53
J35 — 583353353336 A 53532 33 825
*2 5225 53 323383 *332354 *25 328 —
1 2 A * — Z 8 2 b
* 7853 32353338*3 3332s5s5533 2535333343 338
28 »5255 —— 7 7 2 8
3 F 5—m—57385 3 2523 — 323352 5358324 33233 2* 53
*22 825 5* A 35 —5383275333335 8522 * 53 ß
— 55835333 ——8 3336533332333 —583332 —X 2
2 — *258 25382 2 55 *833285 32575 3228 23 7
* 2 7 — 2325 a — 8 α 2 * 23
3 38 13
— 52 35 5 — * 27 3 8*
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— * — *2037353725 27225&amp;52 3
22 7 —57*8332 82*72. 155 —528558355282 — 232
5 255238;7753 3332332 13855 3 533733372* 554
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55 5s751253383,32 z3833—68 —55358—2532525 232328 3232
35338383233 5—333323—25 53 5* — 3z5232
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34 353337 2258884 4 SE8e —X
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2 * 2337 823243* 88 522 — — 28*
232333 5523 —z3733333 28 383251 7
2 —»5722235 —2322 32 22,528333532 3282 * 328
3253277 2223 55522 558— 5—5—833—228 2 —8
2587* —55D72 835333288 3ö—
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544* 2835323— „22323255 5 242 9 Z ——
—F 2 7 — — 2 8 —22 2 2* Z
8 38 75z3653 13385 578353 388 — 33 35
J22722 *8 — 552 3233535 3532 722 *2 —132 — N
1535* 2*22188 22—2 — 3352557 *533 487 3 325723 5
„55—2 563553383 535528 ; 238 —A ——
— —55533* 5335535 2335533235 55538—2—3885322 58
—325832 — 55 82 5322 3 53 72255 335337253230235 238338*
J 2 —* *
—35 2233725 253583227 —2372753283 5855*22350537 A 52
25533855 357553* 52352 *33.8. 7*34 2383334233
2358 * *
5s 635 2333553333 333384
* * — 2 gud —— 2 222 — 2 .ã 575. ——
48233. 358 3335—2 33555 833333335843
* —A ———— 535*8* 32352 53 527 5322 225 — 38338
5835553*35 —A — .3 ———3—3—232 88
2——322* —22253260 —A 235452 525 ——32723322238 2133
32355 533352838 25335323253 s63735733333353337335
2 —ã 2325 323 5 3z82
— 343 6333386 53257
5 6 23355 2522 533 —7—32 23232—852— 225
e200 4356235 —85z22 23533233533353252355 ——
2—0 — - — 253——22283
        <pb n="672" />
        228 * 22 *23 *2 — 2
3 .352. 222 23.2 2 2 —
5357*3288 25 233322232 57 5—5 4—3 6 283222
328 2. 350 55323356532 625 52—3247 28 —2220 —
——— 83 5—3383 33233338
*ꝛ ⁊ 25 35 *7 32 . 5252*8 ⸗ —A — — 5322 *
38372323*3 2 222 — — 2 * 5 522 98233328323 s2832 *8S2.
JJ 2233
— —— 23 * 2 2 2. 2 — * E7x—
252323023823383 2535 235. 5 5 377 22 35,,,3 5227
—3 3328 —— 23297 239 ——2 * 2 82 —A 258 22 *22
5332 3—3834332837 28235 3835255* *8 823 223232228
* 8 27 *7* * 233 2 332 —— 232 22222* 338285
287—* 63 5523 2523 253 3.223 3335353573 —
28 333 5—333 3325 533 33255
J —2 2.3333 * — 23238* 52— 28 22 23 S 523
232 5235532 —2332333 535222 255728 — 28328 *223238
233 32833 85 333 33
8 2 —z38 72353524 — 22222322 23 53*228 35 8s 3 7
*⸗ 2 52 2 3232 s228 *2223. 2.3 —z2— 32333 7852 —A
3273 2232328 35323 3382 333228358 3s5355323 33*3
385 — — 58 225 225 332375* Va5 332 —*88 22232 * 5 2
»88. 32535 5 553 —83 233232 3 ·1 52 23533233 53333
35 525323 25332383 338 225.5 5322 8 355
2. * 6 —2z22 ⸗ 2 3 — ——2 — — 8 8 25 228222
522 5338355— 520 — 23*5 35. 53 3372571585 22835
—A 535 —— —* 5 S 2 —8
5378 2352 22528* 242 S2288 23 37 222 83328
25 535352.5 533 58 22568 5325585 5525232825 2325
25.*. 227 8 5 522235 — 525325 28 ⁊ 22825 57273
* 5* 552 —A — 257 8 2222 52 228 7 2 55—58238 822358
* 2.323 22*8* 82* 3235 *5255. 2* — 2 53Zz355
27 —A — 3.2 8 * 3. 23. 2 3 2
225 22335223 2353225 3232 3.45 *28 2*3 222 222
* 23 35 22 2 5225 —— — 7
— 23 53353278*8* 33 2 35 —A RAS5SzER 3 23255 2552232233
*
34224222 223223252
205332 21233332533,383,37
15332333238 —
152 —8 838 284 5353 32
25 783522 58 388236838582 2
2 252 — — 8 2 —
—A —— 523 3232 — —
—5— —3 —— —2 —5 2533 7553323235
— 12553268232273 572237 22538 5355382
1725333 —222583353— 323—3—835*
5535353 83 35—5—383385233363
2,52 3*5325 35758233 2335 5 5*3 7
— 22623 —5353 3683422 23233 53
2 7. 2. 2 0 —— 8 2 22250238* —
2.585.—— —3333 25783 528 8
2 23 75 52523. 55 38223 *23 22 * —28 *
22 * 72 52 2 722. 537 22* 2. 2 5
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—55222 *2* 25393 * * —A *
— 223 55538 833333323 83
72335. 58 3353323353 51535
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5233,3353 733333333 3337
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5335 773353 335833 532535:
58335 55333533,33335 2525823
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2*25538282 2533—833 322.7 8
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255 7* 2 222 5*82
2332 5328233 225225335 232338232333
25353 ——3— —368583
—A — * 2 ——*8 2 22. 35 388 22
233 7538 3836
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28 223222 2 * 2 22 532322 56
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z555 2832238 523 52282
23232 332238* — ——
22535 533523583 325523232258 52527
—— — 7 22 — 2735 35 3 *
3313—538 55
55352 5533725 25562 885 3. 32
72 33— 2535 358
88 — 553—5 52 87—3. 224
* 2 29 ẽ 2 32 283 53 ——
25825 —2 ã M — — 78 3 —
5338 383—88 —
75553 7375858 »2585*333 332
52 222 E.2 53 3 — 2 2 2 2
52262— 25 53828 ⸗ 5233
2883 2223 33 5252. 2 7555
— 55223 * 2 238. 3 23
227583 33333 —— 358 56—,33
—

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5 — 34
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86 23 23338 5323323 —
A 535353433 222533 5258 8 5588
828 7383
2* *23222 222 23832 3 E * —— ——
5 723 2232323 ẽ S *8 — 2
5 2 X —* 2 2 5. 58 —A0 3 32827—
4 53325 — 22283 2732 — 8 5 25 2 25
—323 5 9222. 337335* 2 2 —X
*8 28 — 2 5 222 2233 — — —333
268 —— IM
2.
182323 353 338553532 —A 2333 s27
333333 —A *8382233 ——— 28 7*
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— 3533 2335*22 253 5325
8 222 3 5—523 28 3 2 —*
— 3 —2 ⸗ — * c⸗ ãA V 2
3552 3 32 5223273 —2 —
* *23238 —A 3255523355 25 3323
5825 23 322323 5237 255329* 3
23 41 832 * 52 5 — 253255 222
738288 2253353 *2233 35 72328
*8222 5 * ———— — —A 272 4 *
*32 52253 2523333 92
— 25533333 225
JMA 2388 — — 5 —— — 322
* — * —
* 4335* 535233358
8523 333233
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233232 7
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— 8
        <pb n="673" />
        St. Ingberler Anzeiger.
—N ⸗ — N *

ker St. Jugberrer Anzeiger und dab (2 mal wöchentlich) mit vem Hauptblatie verbundent unterhaltungtblati. Sonntags mit illastraͤuter Eai⸗

lage)erscheint wöchentlich biermalr Dienstag, Donxmerstag, Samstag nund Sonntag. Der Aboune ment avreαbelxagt wiertehjahrlich

Mart 20 RePfg. Angeigen werden mit 10 Pig., von Au⸗warts niit 15 Pfz. fur die viergespaltene Zeile Blattichtist oder derex Raucc. Meca men
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
— —
M 196. Semotag, den 16. Dezerben 1177.
—
Deutsches Reich.

Mäünchen, 11. Dec. Füt die in dem Gesetzentwurf be⸗
treffend die Vervollstandigung der bayer. Staatseisenbahnen einge:
deüten zwölf Linen ist der Bedarf auf 86 Millionen Mark fest⸗
gzesetzt.

bin ünchen, 12. Dez. Nach Entschlichung des Miniftertums
des Innern und des Kriegsministeriums hat sm Frühdjahr 1878
sine Vormusterung des Pferdebestandes im Königreich Bayern statt⸗
zufinden. Ten größeren Priva geftüten ist tunlichit durch Abhalt ng
her Vormusterung an Ort und Sielle, möglichste Rüdficht angedeihen
—AX

München. Der Anfang der prattischen Prüfung für den
allgemeinen Staaisbaudienst und den Staatseisenbahndienst ist für
das Jahr 1878 auf den 20. Marz frestgesetzt.

Wie der Müuünchener Bollisfreund“ (ehedem Vollsabote“)
mittheilt, wird er vom 1. Januar vn. J. an nicht mehr erscheimen.
Sein Redakteur Hc. Kaab muß 4* Monate sißen, Ratzinger, der
HZaupimitorbeiter, ist blamirt, und „die Mittel find erschöpfi“;
d. h. Graf ArcoZnneberg und das kath. Kasino haben keine
dust mehr, das Defizit eines verrufenen und ungelesenen Blattes
zu tragen. (Fränk. Kur.)

Berlin, 10. Dez. Wochenüũbersicht der Reichsbhant vom 7.
Dez. Activa. 1. Metallbefland (der Bestand an coarssähigem
veusschen Gelde und an Gold in Barten oder auslandischen Münzen)
das Pfund fein zu 1392 M. berechnel, M. 483, 499,. 000, Zun.
418. 600; 2. Bistand an Neichskassenscheinen M. 45.987,000,
Zun. 560 000; 3. Bestand an Roten auberer Banken M. 5. 294, 000,
übn. 2.490. 000; 4. Bestand an Wechseln M. 368,208 000,
Abn. 7,025,000; 58. Bestand an Lombardforderungen V. 50,007,000,
Abn 808,000; 6. Bestand an Effecten Vi. 631,000, Zun. 106,600;
7. Bestand an sonstigen Activen M. 20814.000, Zun. 188,000.
Paffiva. 8. Das Grundcap dal M. 120,000,000, unverändert;
d. der Reservefonds M. 13072,000, unverändert; 10. der Betrag
der unilaufenden Noten M. 646684,000, Abn. 15,216 000; 11.
die sonstigen täglich fälligen Verbindlichkeiten M. 166,856,000,
Zum. 4.946,000; 12. die an eine Künd'gungsfrist gebundenen

Zerbindlichkeiten Mark 15,678,000, Abn. 69,000; 13. die sonstigen
daffiven M. 8,716,000, Abn. 247,000.

VBerltin', 10. Dez. Wir die Volkszug.“ von unterrichteter
Zeite ersahren haben will, dätte der Reichetanzler vot Kurzem za
einem ihm sehr nahestehenden Reichstagsabgeordneten geäußert, „er
würde nur unler der Bedingung die Geschaͤfte wieder übernehmen,
wenn der Kaiset ihn von allen laufenden Verwaltungs geschaͤften
rutbinde und er rur in seiner Eigenschaft als oderster Rathgeber
des Kasses zu fungiren habe; mit der Verwaltung wolle er abselut
aichts mehr zu thun haben.“ Daß eine derartige Stelle mit der
des einzigen verantwortlichen Beamten im Reiche verträglich sei,
das muß doch durchaus in Abrede gistellt werden. In wie weit
neue Frictionen“ den Reichskanzler wiederum dazu bewogen haben,
die Flinte in's Korn zu werfen, darüber verlauten die verschieden⸗
artigsten Angaben.

Serrin, 11. Dez. Eränk. Kr) Die Bismarck⸗ Gerüchte,
velche die Luft durchschwirren, bbringen nur für Diejenigen eiwas
zcheblich Neueß, die immer moch nicht glauben wollen, daß der
Reichtkunzler nicht aus Laune, sondern weil er sich mit siechem
Korper nach Rude fehnt und der Ruhe dedarf, im April 1877
jein Abschiedsgesuch einreichte und auf Urlaub ging, ohne das Ab⸗
chiedsgesuch zurückzunehmen. Teohß alles Wehgeschreies wird doch
aichts Anderes übrig bleiben, als sich mit dem Gedauken veriraut
in machen, daß daß Deulsche Reich auch ohne diesen Reichskanzler
iortexistiren muß. Lehzterem darüber Vocwürtfe machen zu wollen,
uß er endlich — da 'alle gutigen Vorstellungen nichts helfen —
mil sofortiger Arbelseinstellung droht oder sie bereis begonnen hat,.
vare ebenso uhbricht, wie undaukbat. Deun das deuijche Volk soll
doch vor allen Dingen nicht vergessen daß sich Bismarckdurch fast
Tbrrmencliche Geistes⸗Aubeiten im Dienst dves Valerlandes feine

r

felsenfest scheinende Gesundheit ruinirt hat. Zu bedauern ist freilich
as Eine daß er die aufrichtig und treu gemeint⸗ Mahnung dar
Fortschrinspertei (Rede Hänel's im Reichstage am 13. Marz 1877).
x moöge für die Möglichleit eines Nachiolgers sorgen, der nicht in
iner Herson, sondern in Einrichtungen, berechnet auf noxmale, also
Durchschunttsmenschen, bestehe, trotß der freundbchen Erwiderung,
die ei arauf folgen ließ, micht beachtet zu haben saeint, sondern
jan Desses jortjuhr an die Durchführung seines höchst bedenklichen
Steuerrejormplanes seine Kräfte zu menden.
Berfi'n, 12. Dez. Die oifizibse Peodinziol · Corxespox denz
chreibt: Die früher abgebrochenen Verhandlungen üüder den Handels⸗
rerirag mit Oesterreich Ungarn waren pos der öSsterreichisch-unga⸗
ischen Regsexung neuerdings mit dem Autrag auf Verlangexung
Fe bisberigen Handelsvertrages um 6 Monate wieder aufgenommen
rorden. die deutj he Regierung hat soeben ihre Bereitwilligleit zu
inem derartigen Abkommen zu erlennen gegeben.“
S ri?n, i. Dec. Einer Verständigung zwischen der
veutschen und jcanzbfischen Telegraphen⸗Verwaltung aufolge tritt
m i. Januar 1878 an im gegenjeinigen Verlehe zwischen
Deuischiand und Frankreich der Wottiarif in Kraft uad wirds zo⸗
nit die bisherige Zonneneintheilung beseitigt. Die Einheitstare
oro Wort ist auf 20 Centimes festgesetzgt. VV
Stuitgart, 11. Dez. Die Abgeordnetenlammer nahm
un allen gegen zwei Stimmen den Antrag des Abgtordneten Lenz
m, wonach polizeiliche Strafperxfügungen Diet wegen Verfehlung
egen die über die Bereitung von Nabrungt. und —XXX
ind über· den Verleht mit holcher jowie über den Gebrouch ꝓon
MNaaß und Gewicht bestehenden Vorschristen ergehen, durch den
hemeinderalh des Ortes der Tbat zu veröffentlichen sin.
Frantkfurd a. M., 11. Dec. Das große Ereigniß detß
Tages, die Kapfiulation Osman Pascha's durch die russisch rumö⸗
rischen Truppen, fand an der Boͤrse nicht den erwarteten Wider⸗
. Sienm eine jormidable Haussee and anonirtes Geschäft zu
nsceniren, verblieb das Geos der Spetulation ain der gewohnten
Keserve. Die Gründe, welche für —XX
sebend erscheinen, waren in arsier Lmie bie Ansicht, daß der Foll
dlewna's nicht unmiuelbar den Abschluß des Friedens involvire,
rner die Befurchtung, daß schließlich eine Einmischung Englands
iicht zu den Unmöglichkeiten gehore. Außerdem trugen die Mel⸗
ungen aus Frankreich über den weiteren Verlaug des inneren
donfliltes, Der jeden Augenblick eine Katastrophe exwarten Ußt,
azu bei, der aufiauchenden güunftigen Tisposition der Vorse einen
—X außwarigen Plaͤge
Fetrifft, so war dielelbe nicht geeignet, hier eine lebhafrere Bewegung
ervorzurufen, und jelbst Berlun, das sonst auf xuhsische Siege zu
saussiren pflegle, verrieth heute mur geringe Neiguug, das ohne
Zweidel wichtigste Ereigniß des Krieges in enisprechendex Weise
wszunutzen.
Ausland. 77

Paris, 11. Dez. „Soleil“ versichert, die Vertagung der
dammer sowie die Erklärung des Belagerungszustandes slaͤnden
bor. Der Marschall beabsichtige aladaun die Veranstaltung eines
Blebiscita.

Paris, 182. Dec. Mer Marschall Mac Mahon empfing
eute die republikanischen Senatoren und Deputirten der Vogesen
id der Dimnihe, weiche ihm Petitionen der Kaufleute und Fabri⸗
anten ihrer Departements nberreichten, in denen das Staaisaber⸗
upt rsucht wird, der Krisis durch eine xepublitanische Politil
in Ende zu maen. Der Marschall entgegnete, ec habe gn
zersönlichen Ehtgeiz aund ijei micht der Mann irgend welchet Paxlhai;
er sei weder sür den Grafen Chambord, nach fir den Grafen von
Parid, noch fur den kaiseslichen Prinzen; ⸗er werde die —XXC
nischen Staaiseinrichtungen bis Issd anbercht erhalten 3 Er sehie
ber chinzu: Wenn ich dann noch chier bin.“ Schließlich Acllaͤrte
waßer don den besten Abschien beseelt deĩ und Bur Das
        <pb n="674" />
        qun werde, was sein Gewissen und das Beste des Landes ihm

auferlege.

Der Wiener „Presse“ wird aus Sislowa gemeldet: Der Kaiser
bon Rußland erhielt die Meldung von dem Fall Plewnas
in Tuchenitza und er antwortete darauf: „Aber der Krieg ist noch
nicht beendet.“ Osman Pascha ist schwer verwundet; ein Bein
in ihm zerschmettert. Die Zahl der Gefangenen beträgt 40, 000
Tombattanten und 20,000 Kranke und Verwundete.Erbeutet
wurden 70 000 Gewetzre, 24 Feldbatterien und 40 Posit ons.
Seschütze. Osman Pascha wird in Susdal, zwischen Moskau und
ischni:Nowgorod internirt werden.

Buatarest, 12. Dez. Großfürst Nilolaus und der Fürst
dvon Rumänien haben die Nacht in Plewna zagebracht. Es stellt
sich nun heraus, daß die Bevöllerung von Plewna geraume Zeit

Hunger und Kaͤlte ausstand und auf die Uebergabe des Platzes
drang. Der letzte Ausfall wurde von Osman Pascha beschlossen,
als er erfahren hatte, daß es Suleiman Paicha nicht gelungen sei,
die rufsischen Stellungen am Balkan und am Lomflusse zu durch:
bͤrechen. Die türkischen Gefangenen verausgaben uü. A. beim Ein—
kauf ihrer Bedürfnisse indische Rupien⸗Stücke bon 1876 mit dem
Bildnisse der Königin Vietorie.

Schon früher hieß es, daß Osman Pascha sich weigere, mit
dem Fürsten Karl zu verhandeln, welchen er vom Standpunkte
etnes türkijchen Generals als in der Auflehnung gegen den Sultan
begriffen betrachtet. Allem Auschein nach hat er es auch zuletzt,
als Großfürst Nikolaus seinen Parlamentär an den Fürsien Karl,
als Commandanten der Armee vor Plewna, verwies, abgelehnt,
mit dem Fürsten in Unterhandlung zu treten, und es vorgezogen,
nochmals an die Entsche dung der Waffen zu appelliren. Ais diefe
—, wie vorauszusehen gewesen — unglücklich ausfiel, ergab der
türkische Feldhert sich dem ihm zurächst gegenüberstehenden russisshen
Forpscommandeur. In Petersburg und Bukarist begleitet heller
Siegesjubel das lange und bang erwartete Ereigniß. Doch ist des
Wermuths genug in dem Freudenbecher. Plewana hat den Siegern

erheblich mehr gelostet als den Deutschen Paris und mit ihm ist
kein strategisch oder politisch wichtiger Punkt, sondern nur eine ersi
während des Krieges entstandene Position gefallen, die bei einiger
Umsicht der nächstbetheiligten russischen Truppenführer niemals in
die Hände der Türken gerathen durfte. Osman Pascha hat ebenso
durch feinen geschickten Vormarsch gegen Plewna, wie durch seine
hartnäckig, energisch und umsichtig geleitete Vertheidigung sich An⸗
spruch auf allgemeine Achtung und Anerkennung erworben, welche
auch von russischer Seite dem tapferen General mieemals versag!
worden ist, der mit seinem Heere und seinem uner hülterlichen Fesi
halten dem Kriege einen kanz anderen Verlauf und eine andere
Wendung und Dauer gegeben, als in den Absichten der russischen
Heeresleitung gelegen hatte. Um Plewna's Will'n mußten die
Garden und Grenadiere, mußlen die Rumänen in's Feld gerufen
werden. Die dortige Situation verurthelle die russischen Heere
in Ostbulgarien und in der Dobrudscha zu defensiver Unthätigket
der kühne Ballanübergang Gurko's blieb resultatios, weil keine
Urmee da war, die ihm zu folgen vermochte. Die Cap'lul tion
Osman Pascha's lieiert den Kussen eine für sie jetzt ziemlich werth⸗
lose, schon aus Gesun heits-Gründen kaum zu haltende Posit:on
aus, aber sie übergibt ihnen den besten Feldherrn und das beste
Heer, welches die Türker zu verlieren hatte und macht über
hundertundzwanzigtausend Mann frei, um die taktischen Folgen der
lürkischen Niederlage und den moralischen Eidruck dieser Sieges⸗
kunde so schnell als möglich auszunützen. Der Fall von Pleiwna
is für Serdien das Signal zur Erhedung, er siellt ein rufsisches
Heer zur Belagerung von Rustschuk, ein anderes zum Ballanaber⸗
gang bereit. Suleiman Pascha, welcher bisher mit großer Bquem⸗
lichleit die Vortheile einet mneren Operationslinie benutzen konnte,
wird sich binnen Kurzem einer völlig veränderten Situalion gegen⸗
über befinden.

Die täsliche Brodration der fürkischen Armee in Plewna
war zu enem kleinen Kuchenformat zusammengeschrumpft, dabei
datten die Russen zwar nicht das Trinkwasser, wohl aber durch Asb⸗
knkung des Laufes mehreter Bäche das Wasser zum Betrieb der
Mühlen abgeschnitten. Warum nun Osman gerade in nordwest
ücher Richtung den Durchtruch dversuchte, geht aus der Anzahl der
rn sisch- rumänischen Verschanzungen ziemlich klar herbor Im
Norden, Osten und Suüden waren die fürkijchen Redouien mit einem
wo moͤglich noch starkeren Schanzengü⸗tel umklammert. Im Westen
—V—

im Nordwessen zwischen Dolni⸗Dubnik und Opauesch, auf einer
Strede, als deren Mittelpunkt Netropolje zu betrachten ist, sehlten
auch diese, so daß Osman hier nur mehrert Linsen durch Infanterie
Zark besezie Schützenaraben zu durchbrechen hatte. Die Türten
einen eine Anzahl russischer Schützengräben genommen und bis
Reropolje, 12 Kilometer von Piewng, vocgedrungen sein. Nach
den meisten Nachrichten foll der irkische Feldherr am Fuße, nach
einer abweschenden Lesart an der Hand nicht unerheblich verwundet
sein. Trotzdem fünrtt er selbst mit dem Befehlshaber des russischen

Grenadiercorps Ganjetzth J. die Unterhandlungen betreffs der Ueber⸗
gabe. Oaman willigt zwar in eine bedingungslose Capitulation,
dagegen erklärte er ausdrüclich, sich nur dein Kaifer von Rußland
auf Gnade und Ungnade zu ergeben, nicht aber dem Fürsten Karl
von Rumänien, den er als einen Emporer belrachte,

Bukarest, 12. Dez. Kaiser Alexander reist am Sonn⸗
abend nach Peter?burg ab. Er ging heuse nach Plewna, befuchte
Osman Pascha und gab demfselben in Anerlennung seiner Tapfer⸗
seit den Degen zurück. Fürst Karl besuchte ebenfalls Osman und
hrach ihm seine Anerkennung aus.
Vermischtes.

*Sf. Inabert. Wir haben schon in der vorigen
Nummer auf zwei Anträge aufmerksam gemacht, welche Hr. Schlick
im Anschluß an seinen am verflossenen Sonntoge gehaltenen Vor—
trag seinen Zuhörern vorlegte. Rachstehend woöllen ir dieselben
zur Kenntniß unserec Leser bringen.

1. Antrag: Die Versammlung stellt an die Hrn. Lehrer daß
motivirte Gesuch, dicselben mögen d'ie Einrichtung und Ver.valtung
von Schulsparkassen üÜbernehmen. —

23. Antrag: Da das übliche Borgsystem einen sehr schädlichen
kinfluß auf den Handelsverkehr ausübt; da dasselbe aber besonders
drückend auf dem A. beiter lastet und —A daß so
piele Ardeiter Nichts vor sich bringen: so werden die hiesigen Ge—
chäftsleute hiernn't angeregt, ernstlich und bdald sich darüber zu
einigen, ob und wie erstens die Emführung einer lürzeren Zah⸗
ungsfrist, und zweitens die allmählige Abschaffung der sogenanuten
„Büchelchen“ zu verwirklichen ist.

Die Versam lung, das Gute, das in beiden Anträgen liegt,
anerkennend, konnte natürlich zu ihnen kene Sitellung nehmen, da
jur Verwerklicheng derselben noch mehr Foktoren mitzuwirlen haben,
dieselben auch (namentlich der leßteren) von sehr weitgehender Be⸗
deutung sfind. Hr. Schlick wollie, wie er erklaäͤrte, ehn Stellung⸗
iahme der Versammlung eige klich auch nicht bezwecken; er wollle
nur eine Anregung zum Guten geben. Ihrerjeits wählte die Ver⸗
ammlung aus ihrer Mette für jeden Antrag einen Vertrauensmann,
velcher sür die Verwirklichung der in dem gegebenen Antrage lie⸗
zenden Idee vorläufig in den davon derührten Kreisen thätig
ein mag.

Zweibräcken, 10. Dez. (Schwurgericht der Pfalz
axo 4. Quarial.) 1. Verhendlung, Vorminags halb 9 Ahr gegen
Tarl Julius Rudolph Ulrich, 29 Jahre at, Tagner von Beauͤeu
n Preußen, angellagt des Verbrechens der Noihaucht (R.⸗St.⸗G.⸗
3. 8 177). Staats anwalt Petri, Vertheidiger Anwali Frenckel.
Der Thatbestund :est folgender: Am Sonutag, den 8. September
ibhin, war die Katharina Aulenbachet, die 82 Jaore alte Ehefrau
des Straßenwärters Carl Theis von Rehweiler des Viorgens zum
Zesuche ihrer Eltern noch dem 298 Stande von Rehweiler enm-
jernten Dorfe Unterselchendach gezangen. — Gegen 7 Uhr des
Adends kehrte sie nach Hause jurück. S'e trot weinend in ihre
Wohnung, ihre Nleider waren beschmutzt, ihr Kumm zerbrochen,
bee Haube zerrifsfen. Auf Befragen erzahlte sie ihren Manne,
daß si soeben am Eingange des Rehweilet Waldes auf der Straße

pon einer ihr unbelannten Maunsperson angepackt und mit Gewalt
zebraucht worden sei. Ihren Angreifer beschrieb sie in Gegenwart
htes Nachbars, des Zeugen Jakob Cichel, ais einen statken Mann
nit röthlich dlonden. Haare, fremdartigem Dialecte und mit einen
Ausschlage am hintern Theiie des Kopfes, er habe angegeben bou
XV Rehweiler gelegenen Orte Ginsbuch zu sein.
Zeuge Eichel verfiel bei dieser Beschreibung solsort den ihm be⸗
unnten Angeklagten, einen Ostpreußen, als den Thmer. Ehemann
Theis ging 10h an demselben Tage nach Quirndach, wo er der
Bendarmerie Anzeige machte „ worduf der Anellagite am Morgen
des 11. September in seiner Wohnung in Gunsbach verhaflet
vpurde. Bei eifolgter Gegenüberst Uung des Ausetlauten mit der
Ehefrau Theis erkannte leßtere deuselben nit auler Benimmiheit als
ihren Angreifer. Bei dem ausgezeichneten Rufe der Erejrun Theis ver⸗
dinen ihre Aussagen volle Glaubmürdigle . Der Augellogte sallt die
That völl g in Abrede, gibt aber zu am fraglich n Tage nach Quirndach
zegungen zu sein, ohne daß er aber mit einer Viaueurperson zu⸗
ammengetroffen war. Die Vergangenheit dis Augetlagten ist eine
Jetrübte. Er ist einer von den au« Ostpreuß u verschrebenen
Dieustvoten und im Jahre 1876 bei dem dü germeister von Go—⸗
delhacsen in Dienst geireien, bei dem er jevoch schon nach einigen
Veonaten austrat, um sich in Gimebach als Taguer nieder zul iffen
und zu heirathen. Er wurde schon welmal wegen Diebstahls
und einmal wegen Hehlerei bestraft. Unthein: 5 Jahne Zuchthaus
und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf gleiche Daun
r. Die Aetienbrauerei Kaiferslau—fernehat jür das
abgelaufene Betriebsjahr ein Dificit von eiwa 60,000 Matt inclk.
der Mobiliarabschre ͤung von 29,000 M. zu berzeichnen.
F Durch Herrn Karl Achilles von Mannhern wurde am 8.
ds. in Neustadit die erste Telenhonleitung zu praktischem Ge
        <pb n="675" />
        brauch angelegt, und zwar von- dem Hause des Herrn Leopold
daufmann bis zum Hause des Herrn Siegmund Kaufmann, auf
eine Lange von ca. 90 Meter.

7 In der Nacht auf den 10. Dezember wurde von verbreche⸗
is her Hand zwischen Schaindet und Winden auf dem Bahn
zamm quer über dem Geleise eine Bahnschiene befestigt, wahrschein⸗
ich in der Absicht, den von Basel nach Köln verkehrenden Nacht⸗
qnellzug zur Entgleisung zn bringen. Zum Gluͤck überwand der
zug das Hinderniß.

Vom nächsten Monat an wird die Hessische Ludwigsbahn
für die Route Frankfurt-Mainz⸗Straßburg ·Basel Schlafwagen ein⸗
tellen. Die Wagen verlassen Frankfurt mit dem 8824 Uhr-Zuge
Abends und treffen Morgens 6 Uhr 12. Min. in Basel ein.

Wiesbaden. In der neursten Zeit ist viel gesprochen

und betathen worden über den Vortheil, welchen die Kuliur der
Brennnessel uns hringen würde. Aher die Praxis ist ein anderes
Ding. Niemand wollte sich der Mühe unterziehen, wirklich die
Nessei zu pflanzen, Niemand wollte die Bearbeitung übernehmen.
Frau Amtmann von Rötßler in Langenschwalbach war die Erste,
velche die wirlliche Anpflanzung der Ressel zu Stande brachte.
Auf ihre Anweisung und ihzr Zureden wurde in einem Dorfe des
Amtes Langenschwalbach die Breunnessel zuerst regelmäßig gepflanzt
ud wie Hanf bearbeilet. Das Werg ist fein wie Seide, und das
Bespinnst gibt dem Hanf an Haltbarkeit und Schönheit Nichis
voch. Jetzt, wo der Anfang gemacht ist, fängt man in der Um⸗
Jegend an, mit Macht an die Kultur der Nessel zu gehen. Die
Doͤerförster haben Stellen im Wolde bezeichnet und cusgesucht, wo⸗
elbst die Nessel planmäßig angebaut wird, und im lommenden
deroͤste wird die Ernte im Amte Schwalbach allein nach Zentnern
jewogen werden. Der Minister für landwirthschaftlche Angelegen-
Zeiten, Dr. Friedenthal in Birlin und der Odberpräsident von
Ende in Kassel haben die Frau v. Rößler zu ihrem gemeinnützegen
und erfolgreichen Bestreben beglückwünscht und befohlen, daß
Proben vom Rohprodukt bis zum seinsten Gespinnst, das Frau
b. Rößler hergestelln, im landwirthschafilichen Museum zu Berlin
ind im Gewerbemuseum zu Kuassel aufgestelt werden. Außerdem
haben auf Anregung der Frau v. Rößler die Gutsbesitzer der
Welterau, sowie Mitglieder des landwirihlichen slubs zu Frank⸗
furt am Main beschlossen, daß jeder einen Morgen vorzüglichen
Weizenbodens mit Nesseln anpflanzen soll, um klar zu 1 gen, ob die
Nessel, die in jedem Boden fortkommt, in ausgezeichnetem Acker
nicht noch bessere Ergebnisse liefere. Zugleich machhen wir noch
darauf aufmerksam, daß jetzt die günstigste Ze tisn, Nesselstöcklinge
ju pflanzen. da dann im nächsten Jahr schon zweimal, in den kol⸗
jenden fünfmal geerntet werden kann.

pLeipzig. Die hiesige Hocschule ist zur Zeit von 8034

Studirenden, 998 aus Sachsen, 2036 aus dem übrigen Reich und
dem Auslaude, besugt. Die Nichtsachsen bilden 67 pCt. der Ge⸗
ammt, iffer. Die Fakuliäten anlaugend, so sind die Theologen
339 an der Zahl, eie Juristen 10607, die Mediziner 366, die
Philosophen 1263 (etzt-res die höchste bisder erreichte Ziffer der
zierten Falultät). Die Inläuder nahmen um 37 ab, die Ausländer
Nicht ⸗Sachsen) um 229 zu. Ersteres macht 3,5 pCt.“, lehteres
12,6 pẽt. aus. — Am 1. d. M. begann das achte Jahr der
Amisthät gkeit des hicsigen Reichs Oberhandelsgerichts. Die Zahl
er Prozesse nahm ganz oußerordentliche Ver hältn sse an. Im Ganzen
ingen in den ersten sieben Jahren 8858 Projesse ein, durchschnitt⸗
sich also 1265 im Jahr. Da das Gerichtsjahr nur 44 Wowen
Ahlt, jo tommen im Durchschnitt 29 Prozesse auf die Wo he oder
L'auf den Tog. Im ersten Jahre betrug die Zahl 791, Tim

Gänzlicher Ausverkauf von Weihnachts⸗
Geschenken *
uu sehr dilligen Preisen bei
Emil Grewenig,
Sostler und Tapezierer.

— — — — —
— — J 9J — —
Meu—ers Tund-ILemiscon
Zueite Auflage 18s10
ade in einem Baunid Ausk unft uber jeden Gegon-
tand der monschlichen Kenntnis und auf jede Frage
nach einęem Namen, hegrif, Fremdivort, Ereiꝗnis, Da-
kn, einer Zahl oder Thatscche qεπιιι⏑
Bescheic. Auf ean. 2000 leinen Ontavseiten ubεν
noud Artixel, mit elen Rarten, Tafeiln und Boilagen.
24 Lie serungen, à Sle Pfennige.
dabription in allen Buchkandlungen.
cles Bibliopraphischen Inestituts
iu Leipæiv.

— ⸗

—A

Am

weiten 942, im dritten schon 1142; 1874: 1368, 1875: 1373
1876: 1630 (Marimum), 1877 endlich 1617. In den letzten
heiden Jahren gingen jeden Tag neue Prozesse ein. Mit der
raschen Zunahme der Prozesse hielt die Vermehrung des Richter⸗
jersonals nicht ganz Schritt, so daß die Arbeitslast für die einzel⸗
ien Räthe der drei Senate keine geringe ist, zumal bei der wegeß
drankheit oder aus anderen Ursachen nöthig werdenden oftern
Periretung einzelner Mitglieder des Gerichshofgs. 7
x Ein Zauberstück Bellachini's. Bellachini is
»ekanntlich wieder in Beilin und wird am 28. December seine
Dorstellungen im Saalt der Kaifergallerie eidffnen. Der birühmu
Hoflkünstler wird, wie wit hören, das Publikum wieder mit manchem
Neuen aus dem Gebiete der natürlichen Magie überraschen, worin
zellachini bekantlich Meister ist. Ein wahrhaft verblüffendes
Zauberstück leistete Bellachini gelegentlich seiner jüngsten Rtheinreise.
kr übernachtete in dem eisten Hotel eines Städichens, von wo er
im naͤchsten Morgen seine Reise nach Wiesbaden forisetzen wollte.
Im Hotel kannte ihn Niemand, da er erst spat Abends seinen Namen
ns Fremdenbuch eingetragen hatte. — In Spelzmmer des
dotels saßen einige Herren beim edlen Whist. Andere sahen dem
Spele zu, unter denen sich auch Bellachini befand. Da gab einer
er Spieler die Katiten aus. Als dieje die Herren aufnahmen,
ntfuhr ihnen glelchzeitig ein Schrei der Ueberraschung. Das
janzen Spiel Karten bestand nämlich nur aus Königen! Man rief
den Kellner, den Wirth, interpelliate Beide über die merswürdigen
darten, aber Keiner wußte Bescheid. Eudlch ward ein neueg
Spiel gebracht, was ganz in Ordnung befunden wurde. Die
Whistparth'e nahm wieder ihren Fortgang. Es dauerte indeß nicht
'ange, als ploͤtziich die Spieler lauier Damen in ihren Händen
hatten. Das war zu stark; man sprang auf, forscht? überall und
durchsuchte alle Winkel deß Zimmers, sowie die anssoßenden Loca—
itäten. Nichts fand sich vor, was diesen außerorden ichen Zwischen⸗
jall zu erllaren vermochte. Erst in der späten Nacht loste sich
das unbegreifliche Räshiel. Im Fremdendache des Hotels fand
man den Namen — Belachini!
7 Die im Prozeß Tourville aufgelaufenen Gerichtslosten 7
ohne Veriheid gungskosten — veiragen 27000 fl.
Fur die Redaction verantwortlich: J. X. Demeß.
Illustrirte Frauen⸗Zeitung. (Preis vierteljährlich 2 M. 80 Pf
Ddie neueste Moden⸗Nummer (48) enthaͤlt: Elegante Ball- und Gesell⸗
chafts⸗Toiletten, Morgenrode in Prinzeßform, ärmelose Jacke aus Rahmen-⸗
arbeit, Cravaten, Fichus, Häubchen, Haarschleifen, dreite Kragen nebst Ueber⸗
Manschetten, Westen, Pulswärmer, Hal. handschuh und gehätkelte Ue berzieh⸗
Stiefel. Jagd-⸗Garderobe (Bluse, Shawl, Baschlik, Gamasche, Weste ꝛc.)
Anzuge für Knaben und, Mädchen, Capoten, Mäntei, Kleider und Keagen.
Sztänder für Zeitungen, Uhrhalter, Stuhl⸗Bordüre, Kasten für Stereoscopen⸗
Zilder, Lampenschirm, Jägerhäuschen als Schußlasten sug die Nah-Maschine,
Tablet⸗ oder Korbdeckchen, Spiel⸗-Teppich, Bouquei mii Blumen, Laub und
Schmetterlingen aus Federn, verschiedene Strick⸗ Hälkel⸗ und Rahmenarbeiten
nit 77 Abbildungen, einet Beilage mit 20 Schnittmustern, einem Typen-
Ruster zu tilet antique, verschiedenen Muster⸗Vorzeichnungen und Namem—
Thiffren; ferner ein colorires Modenkupfer. — Di— neueste Unterhar—
rungs⸗æNummer (46): Amalie von Helvig — Ein Gedenkolalt von v.
Dunck xr. — Ein russisches Bauernmädchen. Wuon Wilhelm Goldbaum.
— Zur Geschichte von Burgerz erster Ehe. Rach neuen handjschriftlichen
Quellen von Adolf Strodtmann. (Schluß). — Aus der Friuenweu.
10. Von Robert Sschweichel. — Am goiden n Horn. Bon Nuredin
Aga. 8. Die Sclaverei. — Berschiedenes: Literarisches. — Wirthsch ftliche s.
— Briefmappe. — Frauen⸗Gedenltage. — Ferner folgende Illustrationen;
Amalie von Helvig. Auf ihrem Sterbebette gezeichnet von Wil heim Hen sel
1I8831). — Ein wissisches Bauerumädchen. Won W. Amberg. — Auf
der Frauen⸗Welt. Von Erdmann Wagner.
— —
ch habe mich in Neustadt a. H. als Augenarzt
niedergelassen und wohne Landauecstraße.

Sprechtunden von H—2 Vorm., 8—8 Nachm.
irüner 1. Assistenzorzt der Heidelberger Uniwersitäts⸗
augenklin

—

Sonntag. 16. Teieuber
Harmoniemusik
dei Peter Inng.

Als schönes Weihnachts⸗
geschenk empfehlen wir das
in G. L. Lan g's Buchhand⸗
iung in Dürkheim erschie⸗
nene Gedichtwerlchen unseres
Landsmannes Pfarrer

L. Maurern:

„In der Stille.“
Min. Format. Preis eleg. geb
mit Goldschnitt M. 2.590. Vor
räbhhig in allen Buchhandlungen.

———
Honiglebkuchen
empfiehlt
I. P ters.
Zahnärztliche Anzeige
Unterzeichneter ist während der
Wintermonae täglid, (außer
Sonntag) in feiner Mohrung
lneben dem Riesen) zu sprech n.
staisecelauieen..
G. Brader,
approbirier Zehc z:.
        <pb n="676" />
        Weihna hts-Ausverkauf.
Von heute ab bis zu Weihnachten habe ich meine
fämmtlichen Artikel einem Ausberkaufe zu bedeutend er⸗
nüßigten Preisen ausgefetzt, wozu ein verehrliches Publilum

ergebenst einlade. 98 7
FHeipnrioh Jsaao.

Herzogl. Braunschweigische Lande
Cotterie,
von Etaate e und *
Dieselde besteht aus 68, B00 Original⸗Lovbsen und
AA OOo Gewinnen?
1 Haupitreff. eb 450,000 2 Haupttreff. à18,900
300,000 n 13,000
50,000 12,000
80,000 20,000
30 000 8000
000 3000
36, 000 5000
30,000 4000
24,000 —. 3000
Neichß Mark u.
Die erste Zieuung findet flatt
am T2. uncq 8. Junuar 1876,
zu welcher ih Sriginauoose
Ganze Halbe Viertel Actel
Is Marx 8 Nark 4 Mark 2 Mark
gegen Eensendung des Betrages oder Postvorschuß versende.
Jeder Spieler erbau Gewinnlisten gratis!
rre lius,
Obere nnehmer der Brauuschw. Landes-Lotterie
im BRraumnsna—αι.

Brehms Inhierteben
e — — 7
ceite Aufluge
EX—
4 atuen Abbildamgen nach der Natur, umfust in vior Abtheilungen eine
LGGÜõúe e O”V5IAMG&amp;ñA. e TASXWOLt
caufs pruchtrottste iltustrirt
/ und erocheint in Iu iochentlichen neserungen æum Preis ron IMaArße.
Veriag dos Bibliographisdhen nstituts in Leiprig.
F ——
Abonnements⸗Einladung.
Die „Pfaͤlzische Geflügel-Zeituna“ begiuntbemnächst pro 1878
zas 1. Ouartal und werden alle Geflügelzüchter, sowie Freunde
der G⸗flüget⸗, Zier- und Singvögel⸗-Zucht zur zahlreichen Betheili⸗
zung höflichst eingeladen.
Die bis jetzt erschienenen Nummern haben wohl zur Genüge
dargeihan, daß die
Bfälzische Gessügel⸗Zeitung
der ihr gestellten Aufgabe: „Anrcgung zur Zucht und Pflege des
Rutzgeflügels sowohl, als auch der Zier- und Singvögel“, getreu⸗
lich nachzekommen ist, und wird unsg die be ijeßt so reichlsch
zewordene Anerkennung pfälzischer und auswärtiger Geflügel⸗
und Singvdgelzüchter ein Sporn sein, auf dem betretenen Wege
veiter zu schreiten, belehrend und anregend zu wirken, um die
Brundfätze riner rattorellen Geftügetzucht zrm Grmeingut zu machen.
Dabei soll der Liebhaberei und Pflege der Zier und Singvöoͤgel,
und dem Schutze der Wildvögel, wie die bis jetzl erschienenen
Blätter der Pfälz schen Geflügelzeitung den Beweis geben, reichlichst
Rechnung tzetragen, und belehrende Abhandlungen üder Aufzucht,
Pflege, Lebenstorrisee, Firterung, sowie über Wart und Pflege in
einzelnen Krauthertsfallen initgetheilt werden.
Den bedorstehenden größeren Beflügel Ausstellungen werden
wir besondere Aufmerkjamkeit schenken und bemüht sein, d ß mög⸗
lichst von allen Ausstellungen das Wissentwertheste unseren Lefern
durch Cotrespondenzartikel mitgetheilt werden kann.
Die herdorragendsten Geflügelzüchret Deutichlands anterstüßen
die Pfalrische 88 durch 87 Iiterarische Mitarbeit. In⸗ A. Geburten:
dem wir diesen unsern Freunden und Gönnern, die uns bisher in Nov.
jo anerkennengwersher Weise unierstützten, unsern herzlichsten Dank —VX
sagen, verbinden wir ugleich die Bitte, uns auch ferner idre tige aidi, S. d. alois Sieb r. Luise
Miwirkung zu Theil werden zu lassen. Literar sche Beiträge über v. Philipp Amann. 8. Na⸗
Beflügelzucht sind uns stetz von jedem erfahrenen Geflügelzüchtet ja, T. b. Jakod Beder. Char⸗
willlommen, und weiden von allen Freunden unserer Bestrebungen oite, T. v. Joh. Nit. Geher.
irbelen. gatbara, T. d. Joseph Ridel.
D're Pfalzische Geflügelzeitung erfreut fich nicht gllein in der datharina ad vbg
Rheinpialz, fondern ebensowohl ien Nordrn wie im Süden unseres ghilpp Kraus. 8. Narolma
deutschen Vaierlandes einer weiten Verbreitung und eines großen d. Geocg Jung. Franj, S
deserkreises, weßhatb ste zu Inferaten vorzüglich geeignet n. don Franz Kastel 8. Marga-
Bei Anzeigen wird de einfache Petit-Zeile (ss Breite) oder eiha, T. von Nilolaus Rohe.
deren Raum mit 15 Pfennigen berechnet. Bei häufizer Wieder. gJohann, Sohn von Phiipp
holung oder öfteren Inseraten⸗Aufträgen eifolgt bedeutender Rabalt. hosche. 8. Elifabetha, T. von
Die Pfalzijche Geflügehzeitung“ erscheint monatlich zweimal nebst soh. Nik. Hunficker. 9. Louise,
nehreren Beulagen zum Preise von mr BBß Pfennigen pro 'p. Job. Jos. Hellenthoi. 10.
Quartal. Für neu hinzutretende Abonnenten, welche auch den zuise, T. v. Phuipp Koch. n.
zrsten Jahrgang 1877 nachtträglich beziehen wollen, könrnen noch Naria T. v. Wilhelin Huüller.
osllständige Abonnemems pro 1877 nachgeliefert werden. 2. Karl Salomon S. v. Chr.
Unsere geehrrten Abonnenten erhalten mit der exrsten Nummer Zeber. 14. Barbara, T. von
des nenen OQuaꝛlals als Neinahers Beigabe yrats rinen — Zelter Preßmann. Johann Jos.
aroßsen Comptoir Kalender pro 1878 57. von Johann Paul Wesser.
mit: Sonn⸗ und Feiertagen roth gedruct, mebft freien Raum zu Inna, T. v. Joh. Kihm. Hrch.
Notizen, sowie deigedrudten jüdischen Feiertagen, Briefportoverzeichniß 5. von vudwig Werserber 17.
m deuischen Reiche, Briesporto nach dem Ausland, Patketporto im dent ⸗ MNargareihn Gettrauda, T. von
chen Reiche, Depeschentarif, Wechfelstempelgeseß. Münz Versleichimgen dzucia Sophia Friederiia Heiniß.
and Verzeichniß der Bantnoten, welche im gamzen Reichugebiet umlauis⸗ dudwig, S. v. Philipp Chrus.
tia find. vranz, S. dv. Johann Quiring.
Um zohlresche Betheiligung der Geslügehruchter und Freunde 8. Theresig, T. von Johann
der Gefluͤgelzucht erfucht dlehr. 19. Elisabetha Katha⸗
Kaiserslautern, im Dezenber 1877. eina, T. von ZIdhann Weirich.
Redaction and Expedition der, Pfälz. Geflügel⸗-Zeitung “. 20. Joseph, Sobn von Ludwig
FIn

Ab
Fhristion Koch. Johann, S. v.
Karl Engel. Johann, S. von
Johann Heib. 24. Joseph, S.
bdon Franz Lück. 25. Sophiq,
T. von Jotann Lang. Kathe⸗
cina, T. v. Peter Jung. 26.
dudwig, S. v. Peter Klemmer.
Joh. Jos. S. v. Joh. Sdenkel⸗
berger. Elisabetha, T. v. Hrch.
Steinfeld. Peter, S. von Joh.
Becker. 29. Jakob, Sohn von
Jakob Hadberer. 30. Joseph,
Sohn v. Thomas Wambsganß.
Maria, T. von Ludwig Brück
B. Eheschtießungen:;

8. Nov. Johann Jos. Heinrich
mit Waria Klemann. 10. Jatob
Bernhard Ritz mit Maria Lam⸗
el. 13. Joh inn Theobald mit
Ydaria Pirrung. 15. Joseph
deonhardt mit Louisa Pelere.
7. Friedrich Carl Gerhard mit
tarolina Koch. 20. Thomaß
Vamdsganß mit Elisabetha Hel⸗
enthal. 22. Jatlob Peters wuiit
Martia Köblhofer.
C. Sterbfälle:

6. Novd. Joh. Jos., 28 8K.
ilt, S. von Peter Berzel. 8.
Beter Joscph, 8 M. alt, S. v.
Johann Kennerlnecht. 10. Ma⸗
ia, 23 J. alt, T. w. Wilhehn
Zerzog. 10. Charlotte, 23 J.
t T. von Christian Kaiser. 13.
Franziska, 17 J. alt, T. von
Srorg Kiebl. 17. Jalob Muller
33 J. all, Wwr. von Elisabetha
Schmelzer. 24. Georg Schmin
48 J. alt, Ehemann zvon Ma⸗
tia Anna Run. Maua, 23.
alt, T. v. Franz Sthmarz. 20.
Michael Leonhard, 68 J. 8 M.
alt, Ehemann von Margaretha
Sahmelzer.

Fur richtigen Audzug:
Sti. Ingbect, 6. Der. 77
Der Sit amd tab anmnte:

Custer.
        <pb n="677" />
        Anzeiger.

—

e——
— —
der St. Iugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lsagr) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donuerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis betragt vierteljahrlich

Martk 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 pPfs· von Auswaͤrts mit 15 Pfs. fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder derer Rauxtt. Recla men
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 197. Sonntag, den 16. Dezember * — 1877.
— ——

Deutsches Reich.

Berlhin. Der Kaiser erh'elt. wie die „Prov. Corr.“ mel⸗
det, am Montage durch ein Telegramm des Kaisers Altxander die
miltelbare erfie Kunde von dem großen Waffenerfolge der russischen
Armee von Plewna und sprach seinem karserlichen Freunde seine
—— Glückwunsch aus.

NHussand.

Der Zöln. Zig.“ wird aus Pest berichtet: General Klopla

zgitirß, um die ungarische Regierung zur Vermittelung für die

—— 3 i e und Volksversammlungen in
diesem Sinne stehen bevor,

Paris, 13. Dee., Abends. Die „Ag. Hav.“ meldet:
Das Cabiget Dufaure ist gebildet; es wird morgen im Amisblatt
oerfündeh: Dufaure Vorsitz und Justitz, Marcere Inneres, Wad⸗
ineon Auswärkiges, Vardorx Unterricht, Borel Krieg, Pothuau
Mariue, Leon Say Finanzen, Teisserent Handel, Frehcinet öffent⸗
liche Arbeiten. (Das siud Männer, mit weichen sich die Linke zu⸗
jriedengeben wird. Dusaure ist, wenn auch streng conservativ, doch
entichiedener Republikaner; die übrigen Mitglieder gehöten theils
dem linken Centrum, theils der Linken an.)

Butktarest, 13. Dec. Der Zar verlieh dem Fürsten von
sumänien in Plewna den St. Andreasorden mit Schwertern. Er
derläßt Poradim am Samstag, übernachtet in Frateschti, triff am
Moniag in Bukarest ein und reist am Dienstag mit Gortschatoff
aach Petersburg zurück.

Konstantinopel, 13. Dec. Das Parlament wurde
jeute pPom Sultan im Palaf, Dolma-Bagdsche in Anwesenheit der
Staatsbeamten und aller Diplomaten eroöffnet. Der erste Secretär
Xs Sultans verlas die Thronrede, welche auf die Ausführung der
Reformen, betr. die Gleichheit alletr Unterthanen, Gewicht legt und
die Letzteren auffordert, die Opfer zur Vertheidigung des Landes
ortzusetzen.

Konstantinopel, 183. Dec. Schakir Pascha legte
den Oberbesehl aus Gesundheitsrücksichten niedex. Die türkischen
Zeitungen predigen Widerstand bis aufs Aeußersie. Die Hal⸗
ung der Bevölkerung ist ruhig.

Petersburg, 12. Dez. Gestern Abend war die Resi⸗
denz sehr glänzend illuminirꝛn. Große Meunschenmassen durchwogten
die Straßen. Das „Journal de St. Petersb.“ beziffert die Zahl
der in Plewna Gefangenen auf 42, 000 Mann, die der Krauken
ind Verwundeten auf 20, 000 Nionn. Telegramme aus Mostau
ind allen größeren Städten schildern die üderall herrschende Freude
ind Begeisterung.“ Der Cjzar verlieh dem Großfürsten Nitolaus
den Georgs⸗Orden J. Klasse, dem General Todileben und dem
riegsminister den Georas-Orden II. Klasse.

Petersbung, 183. Dec. Amtlich wird gemeldet: Der
Verlust der Russen hei Plewna besteht in 2 Stabsofficiere, 8
inderen Oificieren und 182 Soldaten todd, 5 Stabs- und 40
inderen Officieren, 1207 Soldaten verwundet. Der Berlust der
Türten beträgt 4000 Mann. Gefangen sind 10 Paschas, 128
Ziubs officiere, 2000 andere Officiere, 80,000 Mann Infanterie,
1200 Reitet und 77 Geschütße. Die gisangenen Paschas sindnach
Boaot gebracht worder, wo Osman moͤtuarische Ehren erwiesenwerden

Bermischtes.

p 3weibrücken, 11. Dez. (Schwurgericht der Pfalz
oro 4. Quarial.) Am Heutigen begann die Verhandlung gegen
Jakob Griebe, 85 Jahre alt, Bäcker und Krämer von Heppenheim
xi Alzey, Großherzogthum Hessen. Derselbe wurde von der Raihs
kammet des hiesigen App llatiousgerichtes wegen Mordes und füns
Berbrechen des Mordversuches, die er an seinem Schwiegervater,
esp. dessen Familse, sowie an seiner Tochter durch Einführung von
Bijt in daß zur Zubereitung der Speisen dienende Merl verübt
saben soll, schon vor die ietztmalige Sttzung des Schwurgerichts
erwiesen. Sein Geisteszustand war aber damals ein so bedenk⸗
icher, dak die Verhandlung und desonders seine Anwefenheit bei

1

derselben unthunlich erschien, und wurde deßhalb die ganze Sache
auf die diesmalige Sitzung vertagt. Nach dem ärztlichen Gutachten
hat sich während dieser Zeit seine Geisteskrankheit so weit gebessert,
daß die Verhandlung ohne Hindernisse stattfinden kann.

Vor Ronstituirung der Geschworenenbank stellte heute der Ver⸗
heidiger, Anwalt Gießen, an den Herin Präsidenten des Schwur⸗
zerichts den Antrag, die Verhondlung der Sache nochmals zu ver⸗
agen, da detr Angeklagte in Folge seinecs geistigen Zustandes noch
mmer nicht in der Lage sei, der Vechandlung mit gehöriger Auf⸗
nertsamkeit zu folgen, und seine Vertheidigung hiernach, wenn nicht
inmöglich gemacht werde, so doch in Folge Dessen nur höchst
mangelhaft sein könnte. Der Schwurgerichtspräsident lehnte jedoch
diesen Anttag ab, worauf zur Verhandlung geschritten wurde.

Der Angekllagte ist von Ottersheim. Kantons Göllheim, ge⸗
bürtig. Im Jahre 1868 verheirathete er sich mit Barbara Bescher,
der Tochter des in Stetten wohnhaften Ackerers Heinrich Bescher,
und gründete dann in Heppenheim bei Alzey kin Bäckergeschäft.
Nach 6 Jahren starb jedoch seine Frau wieder mit Hinterlassung
von 5 Kindern, von welchen eines vor einiger Zeit sjarb, während
ein anderes, Ramens Bacbara, bei seinen Großeltern Aufnahme
and. Bald nah dem Tode seiner Frau verheirathete der Ange⸗
Alagte sich von Neuem, und zwar mit seiner Schwägerin Elisabeth.
Aus dieser Ehe stammen zwei Kinder. In letzter Zeit lam Griebe
allmählich in Vermögensrückgang und sogar in Ueberschuldung.
Da er von seinen Gläubigern fort und fort gedrängt wurde, ging
er öfter seinen Schwiegerbater um Unterstützung an. Dieser ließ
sich auch Anfangs herbei, mi einer kleinen Summe Helse zu leisten,
berweigerte aber später weitere Geldzahlungen und gab auch dem
Angekiagten auf seine brieflichen Bitten um Unterstützung keine
Antwort mehr. Dieser kam dann deshalb am 15. März abhin
elbst nach Sietten, traf aber daselbst seinen Schwiegerbater nicht an,
weßhalb er dessen Frau bat, sich bei ihrem Manne zu seinen Gunsten
ju verwenden. Roch an demselben Tage besuchte der Angeklagte srine
Eltern in Biedesheim, welche er auch, aber vergeblich, um Geld anging.
Am folgenden Tage, den 16. März, kehrte er wieder nach Sietten
zurück und machte hier nochmals den Versuch, Geld zu helommen.
Uber quch dieses Mal traf er seinen Schwiegervater
nicht an und seine Schwiegermutter erllärte ihm Namens
hres Mannes, daß er kein Geld. bekommen werde.“ Er nahm
nun noch an diesem Tage an dem Mittagessen der Bescher'schen
Familie Theil', verweilte hierauf noch einige Stunden in der
Wohnuug seiner Schwiegereltern und ging gegen 4 Uhr Nachmit⸗
tags weg, ohne nochmals von seinem Begehren um Geld zu sprechen.

Zwei Tage nach des Angeklagten Besuch, am 18. Maärz,
»inem Sonntage kochte die Magdalena Bescher, welche seit einiger
Zeit bei ihren Eltern die Haushaltungsgeschäfte besorgte, zum Mit⸗
agessen Sauerkraut und Schweinefleich. Dem Kraute setzte sie
abei zwei Löffel voll Mehl bei, welches sie einem im Kücenschrank
kehenden steinernen Topfe eninahm. Bald nach dem Mittagessen
vurden die Eheleute Vescher und ihre beiden Söhne, Georg und
deiatich. unwohl, fühlten Brechielz und mußten sich im Verlaufe
zes Mitlags auch wirklich erbrechen. Magdaleno Bescher und
Barbara Griebe, welche beide von dem Sauerkraut wenig oder gar
Nichts genossen und sich mehr an das Fleich gehalten hallen,
zlieben von diesem Unwohlsein verschont. Dieses plötzliche Unwohl⸗
sein war um deßwillen auffallend, da fämmiliche Mitalieder der
Familie Bescher sich bishes steis einer sehr guten Gesundbeit er⸗
reuten. Doch legie nqu den Zufällen keine besondere Bedeutung
bei. Dir beiden Söhne hatten sich auch am folgenden Tage wieder
erholi, ebenso der Vater Bescher, während dagegen die Mutter noch
über den Dienstag hinaus beitlägerig war.

Am 20. März richtete Magdalene Bescher zum- Mittagessen
—XWoo
Mehlvorrath irn Kuchenschranke nicht mehr dus, und deshalb kaufte
ie an diesem —535 Pfund Mehr, das sie mit dem im Ktüchen⸗
schranke bhefindlichen vermengte. Den großten Theil dieser ganzen

—
J 7 * 24 —
. *

2 * *
        <pb n="678" />
        Quanuität Mehles verwendete fie zur Zubereitung der Knödel. Die
Brühe, in welcher die Knödel gekocht worden waren, diente jzur
Suppe. Sämmitliche Familientmitglieder, mit Ausnahme der Ehe⸗
jrau Bescher, welche noch vom Sonntage her krank war, aßen von
beiden Speisen, aber auch alle mit der besagten Ausnahme wurden
zleich nach dem Essen von heftigem Erbrechen, Diarrböe und Kolik
hbefallen. Das Unwohlsein dei dem Vater Vescher, seinem Sohme
Beorg und Barbara Griebe nahm so zu, daß sich diese drei zu
Bette legen mußten. Fortsetzung folgt.)
fHamburg, 9. Dec. Gestern war die Gerichtsberhand⸗
iung gegen den Krämer Grenzmann, der einen „Kunstkaffee“, das
Pfund für 80 pfg, an seine Kunden verkauft halte. Die chemische
Untersuchung ergab, daß außer einer kleinen Spur von Kaffeebohnen
sog. Moccabruch, das Gemengsel größtentheils aus Holztheilchen,
Säge pänen, Stärke und Hülfenfrüchtemehl bestand. Der Angeklagte
räumt den Thatbdestand auch ein, daß er diese Sorte Kaffee ver⸗
hauft und solchen von einer anderen Firma bezogen habe, und ge⸗
stand zu, daß es bei seinen Concuttenten allgemein üblich sei, den
Kaffee zu diesem Preise in der gemachten Mischung zu verlaufen.
kr kam mit einer gelinden Strafe von 50 Miark davon.
4 Die St. Goller Zig.“ berichtet: Ein in voriger Woche

aus dem Zurichsee gezogener Leichnain wurde zuerft kür identisch
nit der Person eines Hertn J. Müller, Vertreter einer Schaffhauser
Weinhandlung, gehalten. Die Frau des betreffenden erhielt die
elegrahische Nechricht vom Tode ihres Mannes in dem Augen⸗
olicke, da derselbe an ihrer Seite gesund und munter und mit
zutem Appetit in St. Gallen a der Table d'hote saß.

7 Ein in Calaiz erscheinendes Blatt constatirt, daß
während des letzten Sturmes im Kanal 28 Schiffe zu Grunde
zingen, 48 strandeten, 34 ernstlich beschädigt wurden, 55 die Anker,
Masten und Ketten einbüßten und citca 200 Menschen umkamen.
Der Werth der schiffbrüchigen Fahrzeuge wird auf sechs Millonen
Franca geschätzt.

ADTDie Privatbank in Gotha bringt in Erinnerung, daß
die lezie Einlösungsfrist ihrer seit Beginn dieses Jahres präklu⸗
dirten auf 100 M. lautenden Banknoten am 31. Dezember 1877
abläuft. Mit diesem Tage werden die vesagten Noten vollständig
verthlos.
LNenstesnachriaten.
Der Landgerichts⸗Assessor Theodor Spannagel in Kaisers—
autern wurde zum Landrichter in Waldmohr ernaunt.
Fur die Redaction verantwortlich: F. x. Demeß.
—Z
Bierbrauerei St. Ingbert.

Nur 8 Tago hier.

—— drorhhende Wintersaison empfeble ich mein großes Com—

J. Mansmann's Kleiderfabrik
Aus Piöürmasens

Einem geehrten hiesizjen wie auswärtigen
ublikum zur gefl. Nachricht, daß ich von heute
mein Wenterbier in guter Qual'tät zu

ler
Pfenni⸗
wo) i apuscchente.
—Aoo— —
Weihnachts⸗Geschenke.
dakirie O'ensch rme Sseh⸗ und Hängelampen
Elequnte Ofenvorsetzer, broncirt Wunderlämpchen per Stück 50 Pf.
und in Mejfing. dinderkochherdchen
Feuergeräthständer Verkzeugkasten für Knaben
Regenschirmsländer Echlittschuhe
nessi. Schippchen und Bürstchen Vogelkäfige
Servirtische Briefkosten
Servirbleche Wandwaschgefaße »
Luilliers Tafelglocten
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Salz⸗ und Gewürzläftchen deuchter
Pfeffermũhlen Nesser und Gabeln
Toiletten⸗Eimer daubsägebogen
Wasserkrüge zägen und Ahornholz
Zuchenwaagen Flobert Gewehre
Zimmtwoffeleisen kmaillirte Kochgeschirre
owie alle andere düchenartikel.
Otto Reidgand

»estehend in: Herren Ueberzieher, Röcke, Joppen, Hosen, Wesien,
Knaben⸗Anzüge ꝛc, Damen Paleiots, Mäntel, Jaquets, Regen⸗
mäntel 2c. ⁊c. zu bedeutend herabgesetzten Preisen.

Nicht Vorräthiges wird sofort billigst unter Ga—
rautieflangefertiat.

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kimos, Kammgarnen, englischen, französischen und deutsche Buxlins
sijegen zur gefälligen Ansicht auf.

Es ladel ergebenst ein
. RBLæcmn.
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2. Stock neben Hotel Laur.

*
*22 —
—
*8

9.
27.
0
J

—
—*
———
2522
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5337
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———

— —
*8*
8

Zu Weihnachtsgeschenken
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Gold- und Silberwaaren:
FKetten, Medaillons, Haarkettenbeschläge,
Brochen, Boutons, Ringen, Hemden⸗
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Adolf Metæ. Goldarbeiter.

Kinder⸗Spielwaaren
u den billigsten Preisen, em⸗
ofiehlt
2akob Friedrich.

Alle Diejenigen,
welche an Albert
Schultheis, Kappenmacher da⸗
r hier, schuldig sind, werden hie⸗
J mit aufgesordert, bis längstene
og u. Inde Dezember d. J. ihren Ver ·
2957— Ilchtungen nachzukommen, an⸗

migter onsten Klange erfolat.

—8
— —— Zu vermiethen
2ãq “ XCCXAOAAL.TSMTCE eine Wohnung im 2. Stoc, be⸗
Zu Weibnachtsgeschenken α
mpfehlelsch die Fabrikate der herren &amp; Lrüder Adt. duche, bis ——— —52
7Tan2z Wol. om Babhnhof.
Nedaltion Drud und Veria ven F. X. Demeßs in E ZInobert.
E⸗un Allucj AÔÔα—

Frucht- Brod⸗ und
Fleisch⸗Preise der Stadt
Zweibrücken vom 13. Dezember.
Weizen 11 M. 44 Pf. Korn
08 M. 20 Pf. Gerste 2reihige
0 M. — Pjf. Gerste Areih.
— M. — Pf. Spelz 6 M.
b5 Pf. Hafer 6 M. 34 Pf.
deu 2 M. 40 Pf. Stroh 2
M. 20 Pf. Kartoffeln 2 M.
50 Pf. Weisibrod 12/ Kilog.
55 Pf. Kornbrod 8 Kil. 75 2 Kil.
30 Pf. ditto 1 Kilo. 25 Pf.
Bemischtbrod 8 Kilo. O M. 93 Pf.
Paar Weck 100 Gramm 6 Pf.
Rindfl. 1. Qual. 66 Pif. 2.
Zual. 60 Pf. Kalbfl. 60 Pf.
damfl. 60 Pf. Schweinefl. 60
Bf. Butter 1M. 10Vf. ver Pf.

D421
        <pb n="679" />
        St. Ingberler Acnzeiger.

—(AAABB

——-
— — —
Ser St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei,

lage) erjcheint wochentlich vViermalz? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis beträgt vierteliahrlich

art 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Vfz. für die viergesp altene Zeile Blattichrist oder deren Raum. NReclamen
mit 80 Pfg. vro Zeile berechnet.
X 198. Dienstag, den 18. Dezember

187.

S P ’m äàôOäXÆäJäꝰôOMl-
—
—5
Deutsches Reich.

Leipzig, 18. Dezember. Der Verein deutscher Eisen⸗ und
Stahlindustrieller hielt beute in unserer Stadt eine aus allen Thei⸗
zu des Reichs besuchte Vorstandssitzung. Außer internen Fragen
zeschäftigte man sich mit den Zielen, welche die deutsche Handels⸗
politik einzuschlagen habe, zumal der Abschluß eines neuen Handels-
dertrages mit Oesterreich gescheitert ist und auch trotz der zeit veili⸗
zen Verlängerungen des voch laufenden Vertrages die Aussichten
zJuf einen späteren günstigen Ubschluß nahezu hoff zungslos sein sollen.
Nachdem die Erwartungen, welche zu Gunsten der freihändlerischen
tichtung von dem neuen Verttage erwartet worden sind, fich als
Taäuschungen erwiesen hätten, sprach sich der Verein dahen aus, daß im
Interesse der nothleidenden Eisenindustrie die scleunigste Wieder⸗
aͤnführung von Zöllen für Eifen, Eisenartilel und Masch nen dringend
nothwendig ei. Von einer Kommi'sion war ein Tarif ausgear eitet
worden, der von einem Roheisenzoll von 0,30 WVark pro Centner
usgehend, sich in den meisten Satzen an die bis zum 31. Dezember
1876 bestandenen Zölle fur Eisenartikel und Maschmmen anschließt,
aur wenige Positioneu erhöht, andere dagegen ermäßigt. Der neue
Tarif vurde mit einigen Abänderung u genehm gt und soll dem
steichskanzleramt zur Berücksichtiguug unterbreitet werden. — Von
den übrigen Berathungsgegenständen ist als Gegenstand von allge⸗
mneinem Interesse nur hervorzuheben, daß sich der Verein im üll⸗
zemeinen gegen den Eniwurf eines preußischen Kommunalsteuer ·
Besees aussprach.
Ausland.

Pest, 14. Dez. Der „Pester Llohd“ meldet: Eine bisher
Jeheim gebliebene päpsiliche Bulle vom 18. Mai 1873 mit den
cingangsworten: „Constitutio sedis apostolicas Mureris“* verfügt,
daß die Papstwahl nicht in Italien, sondern in Malta oder Monaco
der einer iinen Stadt Fraukreitps abgehalten werden soll. (B. T.)

Bersarlles, 15. Tez. Die Kammer voritte zwei Zwösfiel
des Budgets und die vie: direlten Sleuern. Die Bonoͤparuisten
und Legürmisten erklärten vorher, daß sie für die Bewilliaung stim⸗
men würden, daß aber darin keine Vertrauenserklärung füe das
Rinisterium liege.

Aus Lor'don wird vom 15. De. gemeldet: Derby unter⸗
breiteite gestern dem Ministerrath eine türkische Crcularnote, worin
die P'orte sich bereit erklärt, die Vermuttelung Eutopas anzunehmen.
Die Noie sagt ferner, Europa könne jeßt mit Nuteen sich in's
Mittel legen, da die Pforte bereit sei, einen Vergleich zu schließen;
die Türtei werde für ihre Unabhängigkeit und Integrität Alles
pfern, wüniche jedoch das Blutvergießen zu deendigen und rufe
den Gerechtigkeitssinn der Großmächte an.“

Petersburg, 18. Dez. (Ofiz'ell) Bogot, 14. Dez.
Der russische Verlust am 12. Dezemder bei Trestenik und Meischta
st noch nicht endgiltig festgestellt. Annä ernd war der Vertust
solgender: 25 Offigsert todt und verwundet, gegen 90 Soldaten
odt und circa 600 verwundet. Der Verlust der Türken war sehr
bedeutend, desonders bei dem Rückzuge über den Lom. Vor unseren
Positionen sind vorläufig über 600 Türkenleichen aufgesammelt;
das Sammein ist aber dei Weitem noch nicht beendigt. Unter den
zefangenen Türken sind 150 Verwundele und ein Stabsoffisier. —
Die Tuken haben Eleen a in Brand gestedt uad geräumt. Die
Russen zogen dort ein.

Konstantinopel, 15. Dez. Auf Ersuchen des Sul⸗
ans hat der britische Botschafter Lahard an Lord Derdhhy telegra⸗
hirt, er moͤne nach Bularest teltarapsiren, um Osman Pascha die
Sympathien des Sultans aus;udrücken.

Auch Suleiman ist geschlagen, das Kriegsglück hat der
Türkei den Rücken gekehrt; aber ehrenvoll stedt sie ihr Schwerl u
die Scheide, wenn sie nun die Mächte um Vermittelung ersucht.
Daß man in der Türkei den Frieden dringend wüsscht, gert schon
— ganz abgesehen von der eben bekannt gewordenen Circularnote
— hervor aus einem vor einigen Tagen verdffentlichten Ariikel
ines der heißblütigsten tückischen Blaäätter. Der „Valit“, welcher

davon spricht, im Nothfall den Krieg „bis zur letzten Patrone“
ortzusetzen, und erklärt, daß die Unserechtigkeit eines nicht provo⸗
irten Krieg d dem civilisirten Europru zur ewigen Schande ereiche,
ezeichnet trotzdem die beabsichrigte Vermistelung der europäischen
RNächte für wünschenswerth. Die kürkischen Beätter heben im
lebrigen hervor, daß der Kampf bei Plewna zwischen 40,000
Türken und 150,000 Russen statigesunden hate und daß eine Kation
son 15 Millionen Türken nothwendigerwese von einer Nation von
75 Millionen Russen erdrückt werden müsse.

Vermisites.

j Zweibrücken, 11. De, (Focrtsetzung der Schwurge⸗
ichts Verhandlung gegen den Bäcker und Krämer Jalob Grisede
on Heppenheim.)

Der sofort herbeigerufene Atzt Dr. Bickerle in Albisheim,
ermuthete soaleich eine Vergiftung durch das Mittagessen, war
ber Aufangs der Meinuns, der Giftstoff rühre von den
dochgefäßen her und sei met llischer Natur. Es warden alsbald
ie eengneten ärztlichen Maßreg⸗in g troffen, die bei allen Erkrankien,
nit Ausnasme des Vaters Vescher von Erfolg waren. Letzierer,
er bei Tisch einen kräftigen Appetit entwide llund enen ganzen
T et der besagten Knödelbtühe gegessen hatte, schrint am meisten
ron dem Gihste infizirt worden zu sen, denn schon am 24. Märjz
tarb er, nachdem vorher ein starkec Verfall seiner Krte statt
jefunden hatie. Von der Knödelbrühe hatte die Hauslatze gefressen
ud sich darauf erbrochen. Ebenso war ein Haushuhn, welches
dahrscheinlich von den Ausleerungen der Kranken, mönlicher Weise
ber von dem in die Pfuhlgrube geichütteten, vom Sonn age übrig
ebliebenen Saueikcaut gefressen hatte, am 21. März krepitt.

Der Kochhafen, in dem de Knödel gektocht worden waren,
eigte sich nach vorgenommener P üsfung frei von meiallijchem Gifte,
agegen wurde der Mehlrest am 24. Marz chemisch u tersucht und
tuab diese Untersuchung, daß in demselben Arsenik in nicht un
edeutender Quanutät enthalten war. Die gerichtliche Secsion der
deiche des alien Bescher eraab normalen Zustand der Hauptorgane;
ne kunstgerechte chemische Unterjuchung der Engeweide des New
torbenen dagegen unzweifelhaäft starten Arsenikaehalt, jedoch keinerlei
indere giftige Stoffe, weder mi eralischer noch organischer Natur.
Die noch vorhandenen Kuödel enthielten ebenfalls bedeut · nde Menge
on Arsenik, dagegen zeigte sich das verwendele Fett, das Kochsalz ꝛc.
owie eine bei Händler Kopf von dessen Mehl enthobene Probt
janzlich giftfrei. Das gerichtärziliche Gutachten ging dahin, daß
ser Vater Bescher an den Folgen einer Arsenikvergif:ung seinen
Tod gefunden habe.

Wie war nun dieses diliche Gift unter den Mehlvorrath
jsekommen. Arsenik oder an ers Gist war nie in's Bescher'sche
daus gelommen. De Familienmitgliedee im Hause selbst lebinen
ille in der größten Eintracht miteinander, hatten übrigens auch alle
hne Ausnahme von den Knödeln gegessen, was doch nicht geschehen
ein würde, wenn unter ihnen sich der Gefimischer befunden hätte.
)er wirkliche Thäter hzunte die Beimischung des Giftet erst am
dache tiage des 16. März bethätigt haben, da am 15. und am
Bormittag des 16. Marz ein Theil des vorhandenen viehles zu
nen Speijen ohne alle üb len Folgen Verwendung gefunden hattt.
Da auch vom 15. die zum 20. März außer einem Handelsmanne,
der nur die Stude auf kurze Zeit benneten und mit Vaier Bescher
ich besprochen hatie und dem Angeklagten keine freinde Persönlich-
eit das Bescher'sche Haus betreten hatte, so lenkte sich der Verdeacht
der Thäterschaft gegen den Letzieren, den auch sein Schwiegervater
mif dem Sierbebette as den vermuthlichen Giftmischer bezeichnete.
In welcher Wise sich die Verdachisgrunde gegen den Angellagten
säuften, werden wir in einem weileren Berichte besprechen.

(GFortiezung folgi.)

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Fur die Redaction verantwortlich: J. X. Deme
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Berbreitung, welche denselben im Interesse der gediegenen belehren—
den Unterkallung, sowie des großen Vergnügens die sie bielen ge—
ührt. — Der Grund mag wol darin hiegen, daß die seither in
den Handel gebrachten Appirale zu theuer und die Handhabung
derselden eint zu coplicirte ist.

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F. x. Vemeß in Axr Ingbert.
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58522 2* 2527 8 5a58 2522 22
3533 63 3733553 *3858 2553 * — —— * *
82* 3 249 *5E 283 22 3337 535 8283
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323 2 * —2 252 h 5 2232853 2
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532255427 52 73 5254 23822 *58855 2535357253328* — —A
z573335—32382333 525 —A —A 85 5335553235
2357833358 333533533 3325 *8 — 38
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22 522 8 13355553 23 J 3223 — 3 537333577 *
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*53857233 — — *834 52553535557 —A 5
5325 —558588* J 533 335365 5355383858 28238
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237538 328335 555532327858
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5 8 58 — 35 z88
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55553435543325 *535328276 5 22
2 *25 5235355 ——88* 43 2825 x 7
52532532355 * 228532— 535 333558333
—5235353328 55 2533— 5— 37333535 5357 8323535 ——
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25235*223 27 3533— 335 5583 53888 5255385353
22857 s *35* 353354227 — 5553333 55233333
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38753333 —5323338 — 2553535783653333 — —23 ẽc
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23335 55338 535Ek 53“99 — 253
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—53*555535333558 23833253355 233 52838233 —
35 37273585355 5z28577558—— 8—52255 5223332253
2 2 —25 * 2 7 — —— 2
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5—22725 2*53 * —22—222 ——2 25 — 15535532 —
33, 525 52553 —ã —5538832338 — —53347
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39383—58* —— 5335332 s 182S2F8237 522
5 —28— 7 — 55 * 2 9 2 283255
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** * — —. * —7 3 3
3 * * 2* 5* 220 332 — 252 25555 2535333525
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BD — —— 5 * 22—232 2 2 2 2 2228 20 533
3 —335245 — 32578533758 33322332353
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* 5 * BS 2326 —32,332238* * —A —2 A ——
58s358 633——238335 53383 5—35333 58333557
— 35* 3823*35538 — —— — 5*52823332 5535
2 22 *25 528 * —2 —— —0— — ü 2 232 * 22 3 22
21 — 2 —222 * 552 * 2* — 2— —2 33 —B
72535 —2 5z336335 2585 —
2323 32* 5558 —5353353260 —— 523527 ——
225554 — — 252222 —— —5 —— —8853 2
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22 3533333 3383335538 A
329 3 33 36382387 3—32—335235 *»23358235258 255
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*325538 22332237 — — 1335755323
78* * 27 — * 235 *55,— 32555
338833 733333*3323
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5383 3385 — 1532—5* 2357323383
15 — ——

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8 —A 27 T 25333—3—23853282*
5352535——53552352* 3353353533638

2* — 22283 — 223282327 88 5

—223553753232* A 2 353 5*5535 2338

—538—2S45 3— n * — — 7 —
2535233335823* 553 2353 ——3———28

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— 553533853334535353

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*35523-28332 ñ2c2. 53 *253c8538 —
35—5835—353235335 52209 55723232
— 5325355536233—355 252 55357
283202337 —5— — —5232355

2853385 — 38323 3 7557— 256
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        252353 8., 883, 138 25338 52357 53838 328338

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2588 — 55585523 8235—52—8723273
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3 —A S 2 3 2 — — 5275 3222

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258 28 —A— 53 *—8 853—538—6—3325
532 * 2 538 52 s* 8* 238*5
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* .8 522 2 27 8322 55* — 2* S5 5535* 5 *

8 52 3 —4 — 522* 2** 9 2.G 2333* *72 — —
— 2 * J. * —7 — — 2 2

3555 * — 8338342 532 5

* 8 — » 6 — 2:8*

x* — 63 —2— . ? 2 ** 58523 23 353

2 2 7 * 8 7 —2 — 22

* *** 32 3533—3 2288 32525*

— 38. 822322 2558 35233 2S—

*2 3 2 —— — 55 cF*2 5 25 —
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8 2 2 2* 2 32 223223 2225 222 *

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852553
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22 . 223835
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J— * —A 2582 α 22
233 2273 288 8323
228. 552 A 3
— 55 535328588 222
* 56 25525 23328
33.5 23*52823 353283
2 * 522 52535
27 252 — —A— * *
23 — 23523 *5538 38
2 3 8330 —F
7 22 .8 *3 F
— 2 22 28 2 * 2 *2
* —53 — 2 2 * 2 2338 5*
*55 7 —8 * 282. 7 — 25
325 —8838 3
F — 32333257755*
* 2.
2355 ——— 224 233
22 — 33 227 8 28 2 38
53272 23933 . 338 2
57 — 2*22. —A 233
* —A J57 5 x521575
325*23 233137 3
535 533 23283
* — A s*
——— 2335 —— 55
—* — ——— —A 37 5 —
—7 3 —
23382 124—3 3 235
33333 5238 33355*
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— 7 — —30 2
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23 2 —387 7
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62 — 555
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893362552 *253052 232 22
8 — — 23 558 * 52 53227
22 25 2* 22725 —X 27 N5 — 35. 53
53835853702235 22 25 2 8753 2.
——— 55557225 7 28 88 2
5333 33 3238 52.*2 *
953 25 A 2 58
838238333*3353355 38 232335
5 7
5353862 523 5833 5 — S J c2.
— 8 9 2 —* 28 — 553088
»282235 7 7555825288 553 3353z5—
—A— 8— 2 22 23 —— *
375535 285s57285253 2533 25388572
85533723 52357 Sa 52 ur * *
3s55325333 1 — * 3 835 32* —— S S. &amp; 2
23357 333 2573325553 55 85523535033
532 2z55 55827
235332838 725335233338 272 33237
X 2572 8 2353533 — 22 222
——A *5 22353382. —X 5 — — —
238 —— 25 58223 273 8 —* 25232
*5*5333 3533 6 —732 558
* 3 2223 52.53825 — 2232 2 235
——— 23 5* a 2 528 2 222 2
2 * *
ã 5 —28 258 2 25837 237* — ———
*528* 383 —— 258274 22358 253223
22 2.2 — 225 7 237
—53 58,8 3;z 5—53523338 3535 3833
22353. 523 — —
3*3323 —

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55383335* 27
5283838 —
22502 —— 527
* — 24 2532 5*. 23
—*83 — — s 235 A 507
2722 52232539 5525857 * 5230
2332387 38 — 2 2
* — 5 2 * 23 DD — —* — 2 — 5552 28 7
—23837 3 2,5 222337 3 —X 253 2
2 38 25 2* 8 —2 2 —
25858 —— 223 253 87322 33333355
335333538 . * 2* 23 —A
7535327235 Z5 3255233373 Ss 56058 2
532 223 533* 2822335 23 —A 2228922 38 3
2 —52 * 52682 22353333338. *2 —A
*2*23 ——*3 *2 5323337 *323 * 2255
7232 7 335527 * 225 O 5323368
—⸗ —22 7 223282 7 3 —— 557 B* —
—— 5588 5358 27 502 — 1552
— — 3 222238 2328 3328 F 2
2323 — 33353353 55 53 *72 122.28
— — — S2* 5532 222 s220 3 2 255238
* 53223 —222322 2220 5 3 4 3383
773*5333 8723353 8g5* J355 353553
5*87 5337 e 91253 533 58
A— 32378 25536 832533* 22328 53383
1825 2322 z33 22228 232*5 — A
333 3 2385 z3235332
2282 58 3 232323538 323533 2 2.7 —— —
—A s * 127 2525 * 333 2228 25835
z22323353 — 288 2583 —
53335333 2252 * 2273 — 2522 32225
22343538* —F 352333 —5568 3235 22.375
ñ 2 8 2 A 2 — —— 8 — —
J — 32355 8 —A 53 4
33358523 253 5z28 387 2
z35845 — z3335 2387
3 A 522*3 A
7 32 .* 5 — —2
252 5* *F
2555 333
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        St. Ingberler Anzeiger.

---O„S DMòOᷣäW MMαn”XàXα,
— —
Ler St. Jugberter Anzeiger und das (2 mab wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntagt mit illustrieter SRe

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Sarmstag und Sounntag. Der Abounnementsvpreis deträgt vierteljuherlich

tWart 20 P.⸗Phg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Aus värts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blatijhriet oder derer Rau. NReclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 199. Donnerstag, den 20. Dezember 1877.

—RRVVYB

— ÿ

Deuntsches Reich.

Mänchen, 16. Dez. Am künftigen Mittwoch und Don⸗
nerziag wird in der Kammer der Abgeordneten die Berathung
zes Justizetats gepflogen werden worauf fast alle Abgeordreten zur
Weitnachisfeier in die Heimath sich zurückbegeben wenden. Am 21.
da. begibt sich die Mehrzatl der Mitglieder des F nanzausschusses
der Kaumer der Abgeordneien zur Besichtigung des vayr. Gewerbe⸗
museums nach Nürnberg.

Berlin, 18. Dez. Auf Veranlassung des Zaisers von
Rußland hat der Kasser Wilhelm angeordnet, daß sich seitens des
Aaiser Aunx inder Grenadier Regiments dessen Kommandeur Oberst
». Wussow, der älteste Hauptmann v. Plaien und der älieste Pre—
mierliculenaut v. Beerfelde nach Petersburg begeben und am 21.
d. M. dort eiuntreffen, um sich an der Feier des hundertjähr gen
Beburtstages des Kassers Alexanders J., der am 24. d. M. statt⸗
indet, zu bithe ligen.

Laͤut einer im „Reichtanzeiger“ veröffenilschten kaiserlichen
Berordnung wird der Bezirkössag von Oberelsabß zu
einer außetd: dentl chen Session einderufen, welche am 8. Januar
neginnen und spätestens am 12. Januar endigen soll.

Ausland.

Wien, 18. Dez. Die „Presse“ meldet aus Siftowa vom
17. d.: General Radetzki ist nach dem Schipka-Passe abgeceist. —
Aus Tiflis wird denseiben Bkatte gemelder: Ber dem Corps des
Benerals H⸗imann ist ein Parlameular Muthtar P scas eingetroffen.

Paris, 19. Dez. Das heulige Amisblait ent ält dos
Decret, welches die Generalräthe auf den 21. Dezember einberuft
ind enthält qußerdem die Etnennung voun 88 P äjfelten.

LTondon, 19. Dez. Der Zusammentritt des Parlaments
ist zum 17. Januar oifiziell angezeigt. „Standard“ sagt, das
abinet beschloß, das Parlament drei Wochen eher einzuberufen,
um demselben Maßtegeln vorzulegen, welche der veränderie Stand
der Orieutfrage erfordert, und einen Extracredit jür e ne solche
Vergrößerung der dritischen Streitmacht zu fordein, wie die gegeu⸗
wärngen Zustände Euro, as ihn erheischen.

Baftarest, 17, Dez. Die von auswärligen Vlätteen ver⸗
breitete und hierher elegraphirte Nachricht von dem Tode Os man
Baschaf ist volllommen unbegründet.

Nach zuverlässigen Nachrichten aus Konstantinopel
ist man sowohl iu Serail, wie im Seraskierat der Ueberzeugung,
daß eine Fortsetzung des Kreges nur den Zerfetzungsprozeß des
Rechet sördern, aber nicht mehr zum Siege fütren tönne. In⸗
dessen war maun bis Mirwoch Abend noch zu keinem festen Ent⸗
schiuss⸗ gelangi. Die Einen glauben, daß nur ein schleuniger
Friedensschluß mit Rußland das Reich retien fiönne, weil man da⸗
durch allei die ndihinen Trappen desponibel echalte, den Bürger⸗
lrieg im Keime zu erdücken, während eine andere Partei uerade
im Begenthel von einem Fraden mit Rußland einen Ausbruch des
mohamedanischen Fanatismus fürchtet. Von Einselnen wird auch
die Idee ve fochten, gleich eitig jämmtlicht neutrale Mächte um ihre
Medienon aunzuzeben. Eine Entschedang war nicht ersolgt. Was
die Haltung der Neutralen anbelangt, so virsichert man, daß die
Regierungen samailicher Großmächte, England mit eingeschlossen,
aach wie vor auf deai Standpeinkie beharren, daß die Imotive zum
Frieden don eisein der Kerreg'uhrenden qusmuaehn habe.
Bermilates.

⸗Set. Ingbert, 20. Dez. Durch Verleauag der An⸗
lunft des Zuges 68 von Ab⸗nds 6 Uhr 55 Min. auf 8 Uhr 17
Min. ist ein empfi.dlicher Mißnaud dadurch eingeireten, daß die
mit dem Zage antommende Post, Briefe und Zeuungen au dem⸗
sjelben Tane nicht mahr ausgenagen werden laun. So tommen
Zriefe und Zeuungen erst andern Tages Vormittags in die Hande
ihrer Adiessaenin, desp Abonnenten. Wie unangenehn fürt das
hiest e Puoltiium d eje Verschlppung ist, braucht nicht eril ange⸗
Wel uünd eabdiltet zu werden. Es ist ein Mißstand, der um so

mebe hervortritt, weil die Post, welche mit dem 11 Udrzuge Vor⸗
ninags hier anlangt, schon die letzte ist, welche am pämlichen Tage
um Austragen kommt. Eine Absiellung liegt dringend im Juterefse
iller h'esigen Bürger, besonderz uaserer Geschaitiswelt. Wir wissen
richt, ob und welche Schritte man von hier aus zu diesem
Zwecke zu thun beabsichtigt. Hoffenilich werd mon «ober
»on Seiten der städtischen Berwaltung wie auch
von Seiten der Bürgerschaft bei der zunandgen Behöde um
Ubänderung vorstellig werden. Vielleicht könnte oer Zug, der j gt
im 5 Uhr 8 M'inulen hier ankommt, auf suäter verlegt werden,
o doß die Post mit ihm befördert und am nämlichen Taue noch
nusgetragen werden kann.

7 Zweirbrücken, 11. Dez. (Foeisezung der Schwur⸗
Jerichts Verhandlung gegen den Bocher und Krämer Jalob Griebe
von Hrppenheim.)

Die Indicien, welche gegen Griebe sprechen, sind nach der
Antlagejchrut etwa folgende:

Nor Griebe konnte ein Interesse haben, die schreckliche That
u volljühren. Sein geschäftlicher Ruin stand vor der Thüre, wenn
s ihm nicht noch in atzter Stunde gelang, sich Geld zu verj haffen.
Zeine Eltern konnten, sein vermögender Schwiegerbater wollte ihm
zicht helfen. Daß er gegen diesen in Folge dessen nicht günstig
seüümmt war, ist selsstverstäudlich, wie er denn auch schon einige
Wochen zuvor semem Groll gegen denseiben lauten Ausdruck gegeben
jaite. Daß er im Besitze von Ursentk war, wies die Unterjuchung
nach; er batte solchen sich von eiuem giwessen Reis geben jassen,
vie denn beute noch viele Leute in Hpperheim Gist vorraihig
zaben, das sie im Jahre 1872 von dem Ortsvorstande zur Ver—
istung der damals zablreichen Feldmäuse erhalten hatuen. Zudem
ann man im Großherzogthum Hessen in jeder Apo hele ohne weitere
mtliche oder ärztliche Besche. uinung Gift ven hen. Eumal zur
That entschiossen, mußte er sich auch darüber kiar sein, daß ohne
»emen besonderen Glückssfall de gunze Famine Bescher nerst seiner
»igenen Tochter Barbara zu Grunde Zehen mußte. Allein dies
nüsse wohl, meint die Auklage, in sener Absicht gelegen haben,
denn er haue vel Geld nöthig, und um dies zu erlangen, waren
hm auch die erbberechnuten Geschwister seiner Ehejrau im Wege.
Ohtrnedies stand er mit denselben nicht auf gutem Fuße, und waß
eine Tochter Barbara betrifft, so suchte er drieselbe während seiner
Anwesenheit in Stetten weder am 15. noch am 16. März zu
hen und zu speechen, so daß ihm dieselbe wohl nicht setzr am
)erzen lag. Das Gift muß er am 13. Marz dim Medl im Topfe
deig mischt haden, als er mit seiner Schweegermutier allern im Hause
var und einmal auf eine Virielstunde das Zimmer verließ, in
dem jeine Schwiegermutter allein zurücholieh. Während seiner
Untersuchungs aft in Frankent al hat ei nach der Anklage ⸗emnem
VN tgefangenen gegenüder ausdrücktich zugestanden, er habe 52
zramm Arsenik in den Mehlhafen in der Küche seiner Schwieger⸗
liern in Stetien gethan und sesen in Folge hiervon s cs Per—
onen erkrankt und eine derfelten gestorden; er habe dieses Gijt am
5. Tiärz vorher sich verschöfft. Bei seinen gerichtlechen Berhören
augnete der Angeklagte die Tyat Er schrieb während jseiner Haft
eine Masse Briefe an seine Angehörizen, in denen er siels seine
Schuldlonglent betheuerte. Voa seiner in der Untersuungshaft
ingetretenen Erkrankung haben wir vereits Erwähnung gethaun.

Echlusß folat.)

Aus Blieskastel, 14. Dez., wird der „Kj. Voiisztg.“
eschrieoen: „Gestern Abend hat ein junger Mann von hier einem
Dieusimädchen im Hof ihrert Herrjchaft einen Heirausunttag ge⸗
nacht und, nachdem er von demjelben abgewiesen war, ihm3
Scwüsse beigebraht, in Arm, Hals und Hauo. Nachnem das
ädchen zusammeng stürzt war, schoß er sich selost ein adunel durch
)en Kop. --Dexr junge Mann in vereins gestorben, das Mädchen
vird wohl dagegen mit dem Leben davonloumen.

f Aus Kaiserslautern, 14. Dez., medet die K.
Ztz.“: Gestern Abend wurden einem im Rosenallnend wohnrenden
        <pb n="684" />
        Otädchen von einem beis Aehtt noch unbekannten Individuum die
zZöͤpfe abgeschnuten. Ein Zopf wurde de Beute des Gauners,
sen anderen, ebenfalls durchschnitien, mußse derselbe im Stiche lassen,
da auf den Hilferuf des Mädchens Leute herbeieilten.

FIn Pirmasens starb am 44. Decemder im Alter von 64
Johren der kql. Bezirlsarzt Dr. Didier, nachdem er beinahe ein
Bierteljahrhundert sein Amt daselbst verwaltet hatte.

FIn Wald see führte ein 72jähriges dortiger Bürger —
KEbdenger — ein LOiabr gee Mad ven um LTroualtar.

5 AImr veran rilich· ̃J. —
cehuns —rerlteoden: Saugelhiete Und Inselkten
vollständig. „Wenn es wahr ist, daß durch den naturwisseuschaft⸗
ichen Unterricht Kenntnis und Verstandnis der Natur gefördert
und Liebe und Interesse für dieselve erweckt werden soll, so löst
anzweifelhaft diese Aufgube unter allen naiurgeschichtlichen Werken
um vollkommensten das „Thierleben“ von Brehm. Seitdem die
Belehrten sich bemühen, durch populäre Vorträge und Schriften den
Jebildeten Laten für wisseuschaftliche Fragen eu pfäuglich zu machen,
Jat xs wohl keinen Naturforicher Fegeben, der in so hohem Grad
nit allen den Gaden ausgerüstet gewesen, um fast allen Schichten
es Volls in Wort und Schrift warmes Interesse für sein Fach
»inzuflößen, wie Brehm, der wie lein anderer berufen war;, ein so
ochemachendes Werk wie das Thierleben“ zu schreiben. ....“

So wurde Biebms Thierleben vor kurzem treffend in einer
pädagogischen Zeuichrift beurtheilt. Der Allang, den das köstliche
Buch auf allen Sesten gefunden, die rückhal loje Anerkennung, die
hin von den berühmtesten Korhphäen der Naturwissenschaft darge-
pracht wurde, dies all in würde schon beweisen, daß hier kein Wort
des Lobes zu viel gesagt ist, wenn es noch nöthig wäre auf solche
Fuppiehlungen eines Werls hinzuweisen, das in schuellem Lauf Ein⸗
jang bei allen Gebildeten gefunden hat.

Die Verlagssjaudlung (das Bitliog aphische Justilul in Leip⸗

zig) verschiclie sorben den dritten Raud; mit ihm ist wieder eine
der seldstärdigen Hauptabtheilungen, die der Säugethiere, abge⸗—

1
Zu Weihnachtsgeschenken
empfehle ich:
Herrenkragen
Manchetten
Cravatten und Shlips
Brust⸗ und Mauchettenknöpfe
Glace-⸗ u. Winterhandschuhe
owie mein woblastertivtes Neger in
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u den billigften Pieisen.
Hermann fischer.
*D———
222 — — x
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Am 77. und I8. Junuuor 1878,
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gegen Esnjendung des Betrages oder Vostporschuß versende.
Jeder Spieler erböit Gewinnlisten gratis!
pJ_ιν lius,
Obere unehmer er Nanschw. Landes Lottékie
— —h—,.

— —

chlossen und dadurch ein Rückblick ermdglicht. Was bei, Begin
sver neuen Aufloge versprochen wurde, ist nicht nur erfüllt, sondern
's ist übertröffen worden. Var allem sind es die eigenen Seobach—
ungen und Erlcanisse, darch meiche Brehm seinm Schilderungen
inen unwiderstehlichen Reiz zu verleihen versteht wie daum ein
inderer Schriftsteller sunes Fachs: „Nehme ich den Rand, auch
jach mehrmaligem Durchtesen, wieder einmal in die Hand, so
renne ich mich gewiß nicht eher von ihm. che ich ihn bis zu Ende
urchgelesen.“ Sao finden wir a. B. hhei der Schilderung der
Pferde (die nebenbei in W. Camphauden einen Unübertrefflichen
zllustrator gesunden haben), der Schafe ac. auch ichon die Grgebnifse
ziner kaum beendeten siber schen Forschungsreise verwerthet, daneben
sewissenhaft berüdsichtigt und gesichet, was ander Reisende und
staturforscher der jüngsten Zeit zu Tage gesfördeit haten. Nehmen
vir dazu die Pracht der Ausstatiung, die Fülle der Abbildungen,
die mehr und mehr als einzig dastehend anerkaunt werden (es find
deren in den vorltegenden Bäuden nicht weniger als 800, von
denen nur der kleinere Theil der ersten Auflage ange örte), so recht⸗
ertfigt sich unser Hinweis auf das berühmte Buch, da gerade noch
ur rechten Zeit kommt, um in der Weihnachts⸗ und Geschenkliteratur
inen hervorrageuden Platz einzunehmen aind in den Famillen, iu
velche n es noch jehlt, ein Haiaschatz im desten Sinne des Worses
iu woerden.
Weihnachten.

Das hübscheste, für die lavden Winter⸗Abende unterhaktendste
Bescheuk ist doch die Laterna-magica (Zauber laterne) welche in
neuester runder Form pratt'jch constenut nebst 12 feinen Giasbildern
M. 6 — inclh. Kiste kot

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Zueite Auflage I874
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Unsere hiesigen Abounenten und diesenigen der Umgegend,
welche das Blatt durch die Träger erhalfen, bekommen dasselbe
ortgeliefert, wenn ncht vor Quartalsschluß abbestellt wird.

Preis und Ersch inen' des Blattes bleiben unverändert.

Zu zahlreichem neutrn Abonnement ladet ergebeust ein

Die Expedition.

Deutsches ZReich.

Mänchen, 18. Dez. Zu der Fassung des Art. 37 des
Berwaltungasgerichtshofsgesehzes, wie sie die Sublommission des hetr.
Ausschusses auf Autrag der Aba. Graf Fugger und Hauck be—
schlosse*) . stellen die genannten Abgeordneten für den Fall der
Annahme des Gesetzes noch fobrende Antiäge: J. Es sei an den
König die Bitte zu richten, Anordnung dahin treffen zu wollen,
daß bei Durchführung der Just zorganisation die Sprengel der
Amtsgerichte, Bezirlsaͤmter und Reatämser möglichst in Einklang
zebracht, die Sitze derselben thuulichst au die nämlichen Orie be⸗
stimmt werden und die Zahl aller dieser Kemter, soweit es die
Jater ssen der Sta atsgetötigen gestatten, mönlichst vermmdert werden.
. Es sei im Inier sse der Kompetenzerweiterung der Distrkis
oerwattungsbehötden, besonders der Bezirksämter, an die Staa:s⸗
hzehörde dia Bitie zu siellen auf 1) regelmäß ge Vejeschnung der
Distrikta ver varnungsdehöcden als zustandige, wo die Reichsgeietze
oon höheren Verwultungs- oder Pol zeibehörden reden,, 2) Ueber⸗
tragung der in Art. 160 und 166 der dieerheimischen Gemeinde⸗
ordnung ven Kreisregierungen bezüglich der mittelbaren Magistrate
vorbehaltenin Kompe senze; an die Bez'rksämter im Wege der frag⸗
mentarisch⸗ u Gesetzesrebsion, 833 Ueberwecsung der sogenannten
höheren Kuratel dezüßlich der kirchuchen Suftungen und Verwal⸗
sungen mit E'inscheuß des Pfründevermötßens, soweit solche sohort
im Wegi der Verordnung zulässig ist, an die Bezirksämter, 4)
—E——
ünderuug der Schulamtssprengel ingerhalb der eigenen Grenzen und
in eüllichem Uebereinkommen mit Nachbacamtern, dann in Bezug
auf Schuͤlhausbauten an de Beziekeämter. Den Ziffern 1 und 4
des U. Autrages stimmten die Abg. Dr. Vöolk und v. Hörmann
nicht bei.

Mäünchen, 18. Deiz. Die Interpellation der Abgeordneten
aus der Pealz. diezzorgen in der Kammer zur Veelesung gelaugen
wird, de ieyt sich auf den Umstand, daß der Gisetz ntwurf die Ber⸗
boll ändißung des Staatseisenbahnnetzes betr. sich nicht auch auf die
Pfulz bezieht, während der bezügliche Antrag des Laudtagts von
1876 sich auf die Ausbildung des Essenbahnnetzes beider Landes—
kheile;, sohim auch auf die Pfalz bezogen habe. Man glaubt, daß
Herr Staalsminister v. Pfretzschner diese J terpellatien sofort be—⸗
antworten wird. In der moigigen Sitzung wird auch der Antrag
) Dieser Art. 87 hat nach einem Bericht des K. v. u. f. D. folgenden
Wortlaͤut: „Gegenwärtiges Gesetz tritt an einem durch Verordnung zu be—
kimmenden Tage, jedoch nicht früher in Wirksasmkeit, als vbis die Umbildung
des Stratsrathes in eine unbesoldete Stelle und die gesetzliche Ordnung der
Berhältnisse der Amtsanwaltschaft erfolgt ist und die Feststellung der Sitze
and Grenzen der Justiz⸗ und inneren Berwal. ung nach Bewilligung der etats—
mätzigen Mittel staltgefunden hat. Das Gesetz trilt nach Erfüllung vorstehender
Voraussetzungen spätestens ant 1. Septemoer 1879 in Kraft. Von dem Tage
der Wirksamkeit des Gesetzes an erloöschen alle entgeyenstehenden Vestimmungen“
Die abgelehnte Fassung der Herren Vöolk und v. HPörmann ging ganz kurz
zahin, mit dem 1. Januar 1879 das Gesetz in Wirksamkeit treten zu lassen.

* ——— 2 w —A —

aestellt werden, den Ausschuß für di⸗ Esenbohnen, der zur Zeit,
aus 14 Mitgliedern besteht. auf 31 zu vermehren, damt alle
Landestheile besser, als zur Zeit, ihre Vertcelung fiuden Bunen

Maunchen, 19. Dee. Abzeordnetenkammer. Die Inter⸗
peslation von Valint und Genossen bedllich des Aus acnes des
pial zischrneisenvahnnetzes beautwortete der, Minjster p. Piretzichnex,
wie folgt; Die Frage sei eine off ne, es würden, noch Erhehungen;
gepflogen“, jeden olls werde ader der, gegenwartige Landiag noch
eine darauf bezügliche Vorloge erhalten, und es ser kein Grund
zur Besorgniß für die pfalzische Bepölkerung vorhanden. 45

München, 19. Dez. Die in Aussicht stehend Umbildung
des Sigatsrathes in eine unbesoldete Sielle soll an der We se be⸗
absichtigt sein, daß künftig der Staalsrath, außer aus den sänmt⸗
ichen Ptinistern wie bisher, namentlich auch aus den Cheis der
jöheren Justiz- und Verwaltungsstellen, die sichh in der Residenz⸗
tadt befinden, bestehen würdee. —Vv

Berhin, 19. Dez, Ein Artikel der offirbien Prov.⸗
Torr.“ über die Lösung der Kessis in Feankreich schließt folgender—
naßen: „Für die auswärtigen Bez ehungen Frankreichs ist der ein⸗
jetrelene Wichsel in so fern von Bedeutung, als durch die poliusche,
Veichtung des neuen Ministeriums uad durch die Stellung der maß⸗,
zeaeuben Personen desselben die disher gehegten Besornisse, daß
zewisse bedenkliche Richtungen und Bist ebungen eine Stüte in der
uswärtigen jfranzösischen Politik suchen und finden könnien, ijetzt
ils besertigt aelten tönnen.“ — Bezüglich dis türkischen Ansuchenß
uim Vermittelung äußert sich die „Prov.-CTorr.“: „Wenn sich die
Tlürlei dabei wesentlich auf den ihrerseus vor dem Kriege ein«,
‚enommenen Standpunlt gestellt hat, sa scheint ihr die xchtige Er⸗
enutniß ihrer Lage und der daraus folgenden Nothwendkenen
oh nicht beizuwohnen.“ —A

Berlun. Nach der „Nordd. Allg. Zig.“ ist der gegeu⸗
värtige Stand der Arbeiten sür den Enmwärf. eines demschen
»ütgerlichen Gesetzbuches derart, doß auf die Vollendung kaum vor
Ublaus des Jahres 1879 zu rechnen ist.

Berbhinn. Beim Herannahen des Reichstags, der sich mit
Zeschaffun, von Einaahm Quellen zu beschaftigen haben werd,
ind wuder allerlei Geüchte üser, die Einführung oder —AX
zewisser Steuern oder Zölle in Umla aesetzt worden. Namenilch
vird behauptet, daß der Bundesrath eine Äbgabe von 42M. von
»em Cenutuer Tabak beschlicßen wolle. D ese Nachrscht dat die
ꝰpeculation veranlaßt, sich auf den Artikel zu werfen. Auf untter
ichietet Seste ist, so schreitt dee „Post“, von einer soschen Vor⸗
age an den Bundesratd oder von einer dahin gehenden Absicht,
yer Reichsscegierung nichts bekannt; die Speculanten werden sich
)aber vor usehen hahen, nicht das Opser einer Speculalion zu
verden.

Kölhn, 18. Dez. Die „Köln. Zig.“ meldet aus London 5
Das Kabinet soll in der gestri en Berathaug abermals mopr jchlujfig
jemorden sein, v'elmehr dätten sich die Meinungen schroffer als
vorher gegenüber gestünden. Gestern gingen verichierene Gerüchte
iber Ministerrüchtritie um. Die Türten soll, falls eine europa sche
Bermittlung nicht zu Stande käme, Sonderberhandlungen mit Auß
and effen in Aussicht gestellt und daneben die Höglichkein eines
englisch rürkischen Defensibpvündnussses angedeutet haben.
Auskaud.
Paris, 17. Dec. Emil de Girardin, Repudlikaner, wurde
mit großer Mehrheit im 9. Arrond ssement von puirten gewählt.
Pa ris, 18. Dec. Si. Ballier (zur Zeit nach dem Friedens:
schtuß französischer Cvelscommissat in den von den Deuischen besetzi
) Etner Londoner Privatdepesche der „F. J.“ zufolge soll die Pßerte
von England eine alsbaldige besti amte Erlläreng baruder verlangen, ob
ẽngland materielle Hilfe leisten werde, wenn die Tuürkei auf der Berweigerung
er Freigabe der Dardanellen bestehe. Ist diese Meldung richtig, jo begreifi
ich allerdings, daß sich eine klare Slellunanahine des en uschen Kabineis
rnicht langer vermeiden läßt
        <pb n="688" />
        gehaltenen TDepartement) in zum Voleen
wotden und wird Mitte Januar dorthin abreisen.

Ein Circular des Ministers Marcere an die Präfecten ordne
an, duß den Journalen die Freiheit des Verkaufs auf öffentlichen
Straßen zurückgegeben werde.

Veriailltes, 17. Dec. In der Sitzung des Senats
brachte der Präsident den Tod des Serators General Aurelle de
Paladines zur Kenntniß und gedachte unter dem Beifall des Hauses
mit auerkennenden Worten des „Siegers“ von Coulmiers.

Bersailles, 18. Dee. In der Kammer der Deputirten
bra“ te Laijant von der Linken einen Gesetzentwurf ein, welcher die
Hera mi derung der Militärdienstzest von 5 auf 3 Jahre und die
Abschaffung ds Freiwilligen · Dierstes zum Zweck hat. — Der
Justezmin ster Duf ure legle einen Gesetzentwurf vor, der sich auf
das Preßaesetz bezieht, und wodurch die seit dem 16. Mai ausge⸗
sprochenen Uri eile weaen Preßoerg hens amnestirt werden. — So—
dann wurde im Senat und in der Kammer ein Deeret verlesen,
woren die diesjährige Session für geschlofsen erklärt wied.

Petersburg, 19. Daenmber. Nach hier eingegangenen
amtlichen Rachrichten ist Kasser Alxander am Montag Avend 11
Ahe aus Butarest nach Beter⸗burg abaerest.

—
Vermischtes.

Sit. Ingbert, 21. Dez. Heute verunglückten 2 Kinder
einer hiesi nen Bergmannsfamilie, indem beim Feuerschüren eine
Dynamitpatrone, die auf unbekannte Weise urter den Kohlen sich
befand, in den Ofen kam, explodirte und den Ofen zeriprengte,
wobei das eine Kind im Gesicht erheblich verbrannt, dem andern
ein Auge hecautgecissen und sonstige Verlezungen an Gesicht und
Händen verursacht wurde.

7 Zwerbrücken, 11. Dez. (Schluß der Schwurgerichts—
Verhandlung gegen den Bäcker und Krämer Jalob Griebe von
Heppheim.

Das Zeugenverhör wurde h-ute (am 12.) fortgesetzt und gegen

7 Uhr Abends beendet. Zeuge Hunzinger, der frübere Viitgefangent
des Griebe wiederholt heute das irm nach seiner frührren Aussage
von dem Angeklagten gemachte Geständniß und gibt dabei Einzel—
heiten au, von denen er nicht wohl Kenntnißß haben könnte, wenn
ihm nicht von Griebe bezügliche Mittheilungen in Werklichkeit ge—
macht worden wären. Letzterer selbst niumt heute etwas mehr
Antheu an der Verhandlung, er antwortet rascher auf die Fragen
des Präsidenten und flustert von Zeit zu Zeit seinem Veriheid ger
Bemerkunge: zu. Voa 16. März an — dem Tase der behanp—
teten Verübung der That — heell üich Griebe fern von der Familie
Bescher und wohnie nicht einmal dem Leichendegäugnefse seines
Schweedervaters bei. Die Anklage ieht hieraus den Schiuß für
fein Schulsddew'ßtsein. Der kUl. Bezirksarzt De. Rausch dah'er
jpricht sich bezugtich des Geissesustaudes des Griebe auf Grurd
der gemachten Erhebungen und seiner eigenen laug dauernden Le—
obachtungen dahen aus, daß die Mutter des Angeflagten, während
sie mit ihm schwwanger ging, an ep lepteschen A fällen litt und emige
Jabre darnach in geiste?ztrankem Zusta de verstarb, daß sonach e ne
eibebliche Anlage zur Gostesstörung bei ihm vorhanden sei. Do se
Anlacue sei wohl durch seine dedrängte Verdältnisse in Verbindang
mit der erfolaten Verhaftung, der Freiheitsberaubung, der steten
Aufregung durch die schwere Anklage ꝛc. aus dem Schlummer gewedt
worden. Jed nfalls sei sein Verhalten im husigen Bezerkager q9
gefängnisse keine Simulation, sosdern wirknche Geistesstörung ge—
wesen Er habe wochenlang jede Nahrung verweigert, immerfort
vor sich hingemurmelt, den stieren Blick in eine Ecke gerichlet,
nächtlicher We'le gerast und getobt und sei koöͤrperlich in dohem
Grade herabgekommen gew-sen. Er le de auch jetzt noch an Schwer⸗
muth, wenn auch seim Begr ffsvermögen dadurch nicht aufgehoben
sei. Der Betirkegerichtsgesängnißverwalter spricht sich hieran noch
süber »as Verhalten des Griehe aus und erklärt, daß er ihn für
einen Simulanten gehalten habe, jedoch wäh end der schweren Er⸗
trankung des Griebe von deser Ansficht zurückgekommen sei.

Die Vertheidigung, geführt von Herrn Anwalt Gießen, fuchte
nochzuweisen, daß die vorhandenen Indizien nicht genügend fescn,
um darauf eine Vecurlheilung des Andeklaaten zu gründen. Außer⸗
dem müsse angenommen werden, daß Griebe geisteskrank sei, in
welchem Zustande seine fre e Wisseusbestimmung aufgehoben sei.

Die Geschworenen einigten sich nach 192stündiger Berathung
auf Bejahung der Frage: ob der Unageklagte des RMordes seines
Schwieger vat⸗ rs und fünf Verbrechen des Mordversuchs an seinen
Ubrigen Schwiegerberwandten, resp seiner Tochter schuldig sei.
Der Ger'ichtshof vecurtheilte hierauf den Angeklaaten zum Tode,
zu einer Zuchthausstrafe von 18 Jahren, zum Verlust der bürger⸗
ichen Ehrenrechte und zu den Kosten des Verfahrens. Der Au⸗
gellagte nohm das Urtbeil mit derselben stup'den Ruhe hin, die er
während der ganzen Verdandlung gezeigt hatte.

De mit schloß die pfälxsche Scawurgerichtssession pro IV. Quar⸗
dal 1877.

4Kaiserslautern. Der Stadtrath hat mit 15 gegen

—Aunee - ——
des lossen, so daß kunftig nur mehr 2 Jahrmärkte abgehalten
werden.

fHornbach. Bei einer am 17. do. veranstalteten Jagd
erlegie Herr Dahlem vom Ringweilerhof einen Wolf im Gewicht
pon 75 Pfund.

Aus Speh er schreibt man der „Abditg.“, daß als zu⸗
künftiger Vischof von Speyer in erster Linie der Dekan Megger in
dirchheimhbolanden genannt wird.

FNürnberg, 15. Dec. Das Stadig,richt hat einen
Tharkutier, bei dem sich nicht nur mit Stärkemehl vermischte
Mürste, sondern noch 5 Centner Stärkemehl vorfanden, zu einer
Beldstrafe von 100 M. verurtheilt.

F Eine schwerschwiegende Statistift. Berlin beherbergte
im 16. Deeemher in der Stadivoigtei 813 Gefangene und zwar
311 Untersechhuvas⸗, 147 Strafg⸗san ene, 25 vorläufi, Festge⸗
rommene und 36 nächtlich neu hirzugekommene Inhaftirte; im Ge⸗
ängniß der Rarnimstraße 528 Perionen und zwar 93 Männer
ind 106 Frauen als Untersuchunsgesangene. 15 Männer, 197
Frauen sind 2 Kender als Strafgefangene, 100 gerichtlich und 15
»olizeil'ch Inbaftirte; im Gefäng iß der Perlderfraße 548 Per⸗
onen und zwar 4 Strafaefangene, 484 gerichtlich und 60 polizei⸗
ich Juhattirte.

Straßkbura, 16. Dec. Nacdem aestern die bahn⸗
zolize liche Ueber ab⸗ der neuen Strecke Kolmar Neubreisach erfolgte
i det deren Eröff ung mit Besfimmtheit am 5. Januar Statt.
Ddie beiden übrigen neuen Steecken im Oberelseß werden eröffneh:
Mühlbausfen Neuenburg (Müllheim) am 1. Febrnar 1878, St.
Ldudwiag⸗Leopoleabähe am 1. März 1878. Auf jede die'er drei
Zahnen wird der Rheinüberaang durh e ve stehende Eisenbabnbrücke
ermiftelt, so deß von Straßburg bis Basel — eine Strecke von
wa 18 Meiten — einscht'eßlich die er Städte forfan fünf steheude
Fifenbasn-VReücken über den Rhein führen. Bs 1871 kannte
nan nur einen derartiren Seromüb⸗roang, den bei Straßburg.
Hierzu kommen sechs seit 1871 zwischen Strakburg und Bajsel
neuerbeuie Schiffbrück w.

F Berlin. 16. Der. Is einer beute hier abgebalkenen
Verfämmsung deuntscher Brauer wurde ein Artrag der Mainzer
Aktienhraueret, der Rhein schen Nrauere; Gesellichaft zu Alteburg
bei Oöln, der Herren Gebrüder Dieterich in Düsfeidorf und der
kssener Aktienbrauerei: das Reichksceinneheits Ammzu ersuchen, bei
dem Reichskanzser Amte dahin zu wirken, daß gesetz ich festa⸗stellt
verde, daß zur Bierbereitung nvur Mali, Hopfen, Hefe und Wasser
der vendet werden dürfen und die Anwendung aller Surrogate und
jonstieen Z säke verboten sein follen. — abgelebnt.

FFalsches Geud. Es kursiren falich 10 Pfennigstücke.
DTieselben sind etwes aöß⸗r als die echten, die Prätung ist wen'g
scharf anch ist der Peichkadler etwas hreiter, und als Münzstempel
befindet sich unterhalb dessesben nur auf der kinken Seite ein P.

f Aus Verltach, 11. Dee., schreibßt man: Der Meuchel⸗
mörder Henti Tourville wurde gestern mit dem um 1uUhr 10
Moin. vertehrenden Südbahniuge durch Vislach in einem Caupe
ersser Chess. in Begleifung zwerer Gendarmen so wie eines Leib⸗
dieners üher MarbhuchLaibach seinem Bestiimmungsorte Capo d'Istria
zu eführt. Auf dem hresigen Ba'nbofe batte sich eine arößere An⸗
ahl Neucitri er dersammelt, um Tourdille zu sehen. Dies gelang
edoch enr Weniren, denn wie der Zug einfubr, wurden die roth⸗
eidenen Norhänge des Conpes berabgezogen. Der Mevchelmörder
las angeblich in seinem Coupe eister Classe Zeitungen und verfügte
über olle möaliben Bequemlichkeiten.

F Bordeau? 15. Dez. Bii einer gestern hier stattge⸗
babten Weinauktion wurden zwei Flaschen Chertean Lafiste um den
enormen Preis von Feck. 310 per Flasche verkauft. Weitere Flaschen
dieses edsen Getränkes gab es nicht.

F Die muhamedonische Frauen welt beginnt dem Se⸗
jänanisse des Harems zu entsteigen und ihre Sama'iterdienfle auch
zuf das äußere Fald der freiwillgen Krankenpflege u. s. w. zu
ibertragen. In Philippopel baben meährere moslemische Damen
ich thätig bei der Bedienung der Hospitäler bethe liat: einige be—
'orgen die Lüche, andere die Verwaltung der Wäsche, no h andere
ind beim Verbinden und in der praktische Krankenpflege thätig.
Seitens der deutschen Aerzte wird de Bescheidenheit, der Gehor—
am und die Anstelligkeit der türkischen Krankenpflegerinnen auft
Ib voste gelobt; auch die katbolischen Nonneu, mit melchea vereint
die Türkinnen ihr edle? Werk vollbringen, sind- des Lobes voll
iber die sanftmütthigen und fle ßigen Kolleginen. Aber auch die
ürkischen Behden hiben dim ungewohnten Beginnen der Frauen
eine Hindernesse in den Weg gelegt, sogar die Muftis und Imams
jaben zu diesem Hergustreten der weiblichen Welt aus den durch
»en Izlam gezogenen Grenzen nur verwundert den Kopf geschüttelt,
hne bei gem allgemeinen Beifall eine Widerrede zu wagen. Der
Sultan hat veschlossen, für bdon Frauen im Kriege erworbene Ver⸗

dienste eine eigene Auszeichnung zu schaffen: ein silberne Mdaille
die auf der einen Seite die großherrliche Tura, auf der andern die
        <pb n="689" />
        ahreszaul ũnd dass Wort Narb (Arseg) räat. Diese Deloration
ann nur an Frauen verliehen werden. Die Betheiliaung der
ürkischen Feruenwelt an dem dem weiblichen Theile der Bevdl
erung im Kriege zufallenden Liebeswerke auch nach außen hin ist
ein bedeutiames Zeschen für die freiere Requng, die bei den Mu—
zam⸗danern auch in der Auffafsung der Frauenfrage sich geltend
macht. Noch vor zehn Jahren wäre es eine Unmoͤglichkeit gewesen,
irkische Frauen in einem Hospitale zu verwenden.
7 In Baltimore starb jünast Elisabeth Patterson, die
erste Frau von Hieronymus Napol⸗on, des paäteren Könias Lustife.
t In der Nähe des Feuerlandes ist kürztich eine feuerspeiende
oder vielmer despieene) Irsel auf der Oberfläche des Meeres er⸗
chienen und dann nach einiger Zeit wieder in den Wogen ver⸗
chwunden. Der Cip'itän des dänis en Segelscheffes „Lutterfelsde,
F. O. Lunginers, hat darüber in Balparaiso folgende Eclärung
ibgegt ben. Geren Mette Dezember 1876 kEem er an die Feuer⸗
andsküste, 140 Semeilen von der Magelansstraße, an der Seile
»es Siillen Oceans Das Sthiff war nach Valparaiss bestimmt;
als es sich unter 650 45 10“ füdlicher Breite und 750 12 10*
vestlicher Länge befand, bemerlte der wachthabende Matrose halb 4
Ahr Morqgens am 10. Dejember in geriner Entsernung ein hbe⸗—
rächtliches Stück Erde oberhalb der Woss⸗rfliche in Gesfalt eines
etwa 30 Meter dohen Hügels. Unter der Gefahr, mit dieser Masse
usammenzusteßen, ge ang es dem Steuermann m't genauer Noth,
das Fahrzeug zu wenden, während der Cipitän sich nur vorsichtig
peiser beweate und socrasam die Se kurten stidirte, um vicht vom
rechten Wege abzuko nmen, indesse a fand er auf keiner das neu—
zefundene Land verzeichnet und beschloß daher, das Tageslicht ab⸗
uuwarten. um genauer die End⸗cking zu untersuchen. Gegen halb
5Uhr Morgens erschien die Misse bereits bdeutend geschmälert;
nichtsdestoweniger ließ er ein Boot aussetzen und fuhr min dem
Blloten und ver Mitrosen nach dem Eilande. Bei näherer
Forschung ergab sich, daß seine Gestalt kegelfermig war und die
Seitenflächen in etwas steiler Neigung sich senkten; ener der Ma—
rosen sprang auf einen Ausschnitt des Kegels, um das Schiffztau
an einer Felsspitze zu befsstigen, mußte üüs jedoch schleunigst zu⸗
rückz'ehen, da der Boden unter seinen Füßen eine unerträgliche
Sluth ausströmte, ohne Rauch auszulassen. Daraus erklärte sich
nuch das Brodein und Zischen an den Rändern des Kegels, die
nit den eerwasser in Berührung kamen; allmählich begann daum
die Masse zu sinken, bis gegen 8 Uhr Morgens ihre letzte Spur
verschwand. Eine Stunde später fuhr das Schiff ohne irgend
velche Gefahr durch die Wasserstrecke, welche das vulcanische Eiland
eingeaommen hatte. Man bringt dieses Phänomen mit den zahleeichen
scdbeben in Verbindung, welche die Westküste kürzlich so hart mit⸗
genommen haben.
tD'ier erste ISraelit deutscher Herkunft, welcher im
Repräsentantenhause zu Wahhington sitzt, heißt Leoposld Morse
and hertrett einen Bezerk des Stautes Massavpufetts. Die „Ill.
Staats⸗Ziq.“ berichtet über d aselben: Der National Vertreter Leo—⸗
pold Morse von Massachusetts ist ein geborener Deuischer. Er

Zahnärztliche Anzeige
Unterzeichneter ist während der
Wintermonate täglich, (außer
Sonntag) in seiner Wohnung
neben dem Riesen) zu sprechen.

Kaisecslautern.

E. Brader,
abp obirter Zahnarzt.

Als schönes Weihnachts
zeschenk empfehten wir das
u G. L. La g's Buchhand⸗
ung in Fürkheim erschie—
jene Gedichwerkchen unstres
dandsmannes Parrer

I. Maurer:

„In der Stille.“
Min.Format. Preis eled. geb.
nit Goldschnitt M. 2 50. VBor⸗
räthißg in allen Buchhandlungen.
Rrĩefpa per
nit Firma. zu Gesohaà tsbriefen

in schöüûõnen veraierten

Schriften,
Tomnogra in mae, Visten-
ICartem ete., werden rasch
ind billig angefertigt in der
Zuoh- und dteindruokerei
ß5. X. Demetez,
8t. Ingbort.

ertrauen iann vig nsge
nur zu einer solchen Heilmethode
haben, welcbe wie Heae
staturheilmethode, sich thatsächlich
ewährt bat. Daß durch diese Me—
hode ünßerst günstige, ja launenerre⸗
tude Heilersolge erzielt wurden, be⸗
ifen di⸗? ereich illustr. Buche:
ια
ibgedereen zahretnreichen Drigi⸗
ral⸗Atteste, laut welchen as
olche Kranke noch Heitrung fanden,
ür die Hilfe nicht mehr möglich
chien. Es darf daher jeder Kranke
ich dieser bewährten Methode um
o mehr vertranensvoll zuwenden,
ils die Leitung der Kur auf
Bunsch durch dafür angestellte
raktische Aerzte gratis erfolgt.
däheres darüber sindet man in
»em vorzüglichen, 544 Seiten
tarlen Werke: Dr. Airy's Na—
urheilmethode, 100. Aufl., Ju—⸗
bel-Ausgabe, Preis 1 Maärt,
deipzig, Richter's Verlags⸗Anftalt,
velche das Buch auf Wunsch gegen
rinsendung von 10 Briefmarken
10 Pf. direct franco versendet.

Wohnung. .
In dem ehemaligen g
chen Hause ist eine Wohnung
m untern Stocke zu vermiethen,
ie sofort oder auf Weihnachten
ezogen werden kann.

F. A. Eckrich, Geschaͤstsm.

vurde in der Rbeinpfalz geboren, heißt von Hause aus Leopolb
Naas und lam im Alter von fünfzehn Jabren von drüben nach
zoston, wo er durch eisernen Fleiß die Mittel erwarb um seine
erwittwete Mutier und sechs Geschwister nauto imen zu l ssen.
Seinen Wohlstand begründete er wäh end des Krieges auf dem
icht mehr ungewöhnlichen Wege des Kleiderhandels, den er im
sraßen und Kleinen betrieb Politischen E nfluß gewann er, indem
r in eine stodamerikanische Failie Lineinheiraihete, die sich zwar
einer Reichthümer, aber des blauen Blutes der Puritaner erfreult.
xkic ist von jüdischer Akunft, bewies aber jchon durch die Wahl
rinetr Gattin, deß er nicht zu den Orthodozen ge Det. Derr Mor se
st unseres Wssens der erste i« Deutschsand gebürtige Inde im
dongreß, Vor einigen Jahren saß ein Peneosylvarisch Deu scher“
won jüdischem Geblüt, Mayer Strauß. wie Heer orse ein Demo—
cat, ebenfalls im Nat'onai-Abaeordnetenause. Im Bundes Senate
p'elte einst ein Jude eine große Roll, nämlich Jud ih P. Rejamin.
von Lonmsfinna; er hatte aber nichts Deutsch s on sich und war in
zan Domingo geboren. Bentammm wir bekanvtlich Finanzuenifter
er Redellen⸗Staaten und ist gegenwärtig einer der geluchtesten
dookaten Londons.
Isaamih X
e— delran euihg — —
Illustrirte Jagdzeitung. Organ süe Jaud, Fecherei uad
Naturkunde. Hrrausgegeben vo at. Oberföester H. Nische.
Funiter Fahrgang. Nr. 6 entraln? Zu Weihnachten
1877, Gedicht. — Der Steinadler von Nitdder von Tschuste
Schmndhofen. — Ueder das Lefauch ux wewehr van- J.
NReumanna. ⸗-Der Wenter in den Ber en von B. Rauche⸗
negzer mit Illuste tion. — Luteratur und andere inte essante
Notizen. — Leipzig, Schmidi &amp; Guther. Alle Buchhand⸗
lungen und Postanstaiten nehmen Abonnements an. Preeis

2 M. balbjahrlich.

Von der Deutschen FeschereiZeitung, Wochen-
latt für See und Binnenfischeret, Ffsazucht, Fischbereitung und
y schhandel, auch für Angelsport und Aquarienkunde, tiegt uns die
Jeobenummer, welche grats und franeo ducch die Verlagshandlung
)errcke u. Ledeling in Stettira zu deziehen ist, dor. Das Blatt
rscheint von Neujahr ab und ist auf der Post für 2 Mark viertel⸗
ährlich zu haben.

Weihnachsten.
Das hübscheste, für die la aen Winter- abende unterhaltendste
veschenk ist dech die Laterna-magica (Jinberlaterne) welche in
reuester runder Form prattesch constraitt nebst 12 feinen Glasbildern
M. 6 — inch. Kiste kom⸗t

Großtre Laterna-magico mit 9 feinen Bildern (Land'chaiten)
»emeglich koms hes Bild und Farben spiel) inck. Kiste M. 10 —.

Nebelbilder⸗ Upparate wit 2 Laternen und Verschwindungs—
Apparat, erzeugen brillante Bilder nebst Zabehör und Kiste M 24
— versendet gezen Einsendung des Betrags ode Nachnahme

Hermann Bernhard, Leipiig.

— — — — —

oO
Herzogl. Braunschweigische Candes⸗
Cotterie,
vom Staate genehmigt und garantirt.
dieselb besteht aus 85,000 V und
44 090 Gewinnen:

Haupitreff. er 450,000 2 baupiueff. à 18 000
à 300 000 15,000
30000 12,000
80,000 0.000
60 000 8000
10 000 3 b000
36.000 26 3000
30,000 48 4000
24 0001 255s, 3000
Nea martkeu s. w.
Die erste Ziehung findet statt
am I. und I8. Junuar Ih,
u welcher sch Briginauvofe
Ganze Halbe Fiertel Abßtel
16 Mark 8 Mark 4 Mark 2 Mark
gegen Ensendung des Betrages oder Postvorschuß versende.
Jeder Spieler erräit Gewinnlsten gratis!
VilIIn. S228silius,
Obere nnehmer der Bau“schm. vandes-Lotterie
im Braunscehweig.
2053000.
        <pb n="690" />
        * t
Erledigte Straßenwärterstelle.

Durch die Ernennung der Adam stiein in St. Ingbert zum
Straßenwart auf der Staatsstroße ist die Distrilisstraßenwärterstelle
auf der Route von Sti Junberk in der Richtung nach Ensheim,
mit dem Wohnsitze in St. Ingbert, m't welcher ein aus der Di⸗
triktstasse eg Cantons St Ingbert' zu beziehender Monatsgehalf
bon 45 Mark verbunden isst vacaut geworden.

Tuauuaglice Bewirbek wollen ihre Gesuche nebst Zeugnissen über
Wohlverhalten und seirberige Beschäftigung, sowie über ihre‘ Mili⸗
ärdienstzit bis dum 313 Bezemberl, J bei der unterfertigten
Behörde einreichen.

Zweibrücken, den 18 Deʒennber 1877.
Kgl. bayer. Bezirksamt:
Damm.

Zu Weihnachtsgeschenkengur

Silberne Ankeruhren 10 Rubinn 24 A
„ECECylindernhren'a Rubin“ 18*

RNegulateurs mit Schiagwerk.. 8640

Spieldosen Orgelchen mit! wunder⸗

schönen Melodieen voun.... 6-28,

Spieldosenꝛẽc. 143 20

Irang i ser
Ubrmacher.

Krieger—

Bei dem grranngahenden. Jahreswechseh laden wir ergebenst
n neuem Abonnement ein.
XDVDD—
cheite der unde in ihrer Sonntagsbeilage did neuesten Depescher
es Sonntaas bringende;

Sii cl ddeiutsc eæ Presse und Hiiuchener
XXXVRXXVV

hat sich in den wenigen Jahten der neuen Redellionsführung
ne bedeutende Sielleurter den Otganen des bay ris ven und
es suddeutschen Liberatismus etkämpft. Sse ist das Otha:.
je vorragender duy⸗risfchet Reichsstags⸗ und Landtagsmitglieder
ud wird durch eine aus ziebige Mitarbeiterichaft derselben unter
tützt. Die bedeutenden Leistungen unsetes Blastes in der aus—
ärtigen? wie namentlhich in der inneren deutschen Partepolcit
ind von den ersten dentscheu Organen wie der „Natonalzeitung?
viederholt aterkannt worden. Die seit Beginn es Krieges vor
rd tärischer Feder, verfaßten und von Einzelschesderungen beglei
sen Kriegsüversichten machen die Lektüte der „Süddeutschen
Presse und Vünchener Nochrichten“ für Jeden, der o ne Ver—
ügung über viele Zeit sich in dem Wuste von Kriegsnachrtichten
xientiren will, nahzu unentbehrlich.

—Fir die Hebung des unterbalteaden, wissenschaftlichen und
vermischten Theiles wird ungausgesezt Sorge getragen“ werden
n welcher Beredung wir namentlich auf die oden erwähnie
Sonntagsbeilage? verweisen.

Eoenso d ldet einen Gegenstand unserer besonderen Sorgfal'
die Erweilerung urd Bereicherung der Handelszeitung.

Jnserate, welche dei der weiten Verbreitung unseres Vlatte
n den soz'al höchnstedenden und kauffädinsten Schichten des
Bublikums sehr wiksam sind, werden mit 20 Pfennig für der
Kaum einer fünfimal gespaltenen Petitzele berechnen.“ Das
Agonnement auf de 7 Mal wöchentlich erscheinende Süd.
deutsche Presse undd Münchener Nachrichten koste
zun 8 Mark für das 1. Quartal pro 1878, und isn
»ese Zeuung auswärts durch alle Postansialuen zu beziehen; i
Nüncken werden Bestellungen zu dem gleichen Preise in be de
sxpedit onslokalen: Füstenfelderstraße 13 und Promenadeplatz
ß entgegengenommen.

Mäünchen, im Dezember 1877.

Die Administration der „Süddeutschen Presse und

Muünchener Nachrichten“.

Vereim

Amr ersten Weihnachtstaqe; Abends-8 Uhr findet im Vereins⸗

lokale GEroßer —R
Ohristhaumverloosung

statt. RNoch derselnen
musikalische unde theatralische Unterhaltung,
wozu die Metalieder mit ihren Fannlien hiermit eingeladen werden.

NB. Kinder unter 16 Jahren heben keinen Zuxriftt.

Der Vorstand.

3Zu Weihnachtsgeschenken
empficrhli Unterzechneker rin gut sorurtes Lager in
Gold⸗ und Silberwaaren:
Ketten, Medaillons, Haarkettenbeschläge,
Brochen, Boutous, Ringen, Hemden
Auöpfen ꝛe.
sowie Metallbarometer zu den billigsten Preisen.
Adolf Motz, Goldarbeiter.

4

—B — E
Gänzlicher Ausverkauf von Weihuachts—
Geschenken
zu sehr billgen Preisen bei

Emil Grewenig,
Sattler und Tabpezierer.,

Weihnachts-Ausverkauf.
WVon heute ab bis zu Weihnachten habe ich meine
fämmitlichen Atttkel einem Ausverkaufe zu bedeutend er⸗
mäßitgten Preisen ausgesegt, wozu ein verebrliches Pub
likam ergebenst. einlade. J

Féinrioh Isaao.

Laterna-magica (SZauberlaterne) und
ebelbilder-Apparate.

Leider erfreuen ich diese reizenden Appurate noch nicht der
Verbreitung, welche denselben im Interesse der gediegenen belehren⸗
den Unterhaltung, sowie des großen Vergnügens die sie bieten ge⸗
bührt. — Der Grund mag wol darin liegen, daß die seither in
den Handel gebrachten Apprate zu theuer und die Handhabung
derselden eint zu co plicirte ist.

Die Fitna Hermaunnu Bernbard in Leipz'g hat
es sich zur Aufgobe gestellt, prältisch constiuirte Apparafe dunder
Musterschutz) zu dea entiprechend bill gsten Preisen zu lufern vund
dadurch die Anschaff ug eines soschen Appacales jeder Fammie zu
eirmõ lichen.

Die Preife sind bei solidestem Fabrikat:
aterna-magica, neueste runde Form mit 12 seinen

Glasbildern. «— J M. 6

do. ardßere Socte mit 9 Bildern, (Farbenspiel,
Landschoften, bewaglich komisches Bildd. My.16
NebdelbildereAppatcat mit 2 Loternen nebst Zuhe J
hör Bildet ꝛcẽc.. M. 24

Wir können diese Apparate nur empiehlen und dürfte es kaum
in geeigneteres Weihnagsts-Geschent aeben, welche die langen Winter⸗
Abende wit Freude und Genuß ausfüllt, wie die e Apparale, welch⸗
oleibenden Wert) hahen. —

—

DVarammels Donat—
von Maria Benno v. Donat in Paris.
Man gebraucht sie gegen Husten uünd Heiserkeit, — Stiche
und Kitzel m Halse, Schwindiucht — Magenschwäche, Appetitlosig⸗
leit, Schlaflosigkeit, Ne venschwäche und all teweine Enek-äftung.
1 Original Packet kostet 50 Pf.
Niederlage in St. Ingbert bei J. Peter⸗
Fiebig's selbstthätiges Backmehl,
—W J 2
Liebig's Puddiugpulver
Janille, Mandeln und Choeolade hält am Lager
j. Ssinck in s5t. Inaunert.
n⸗-sEfi⸗

ind uu baben in d

UV——
Lith. „A⸗l.
        <pb n="691" />
        Sl. Ingberter Anzeiger.

—XÜE—&amp;ÿ—,D

8gs5IUpAð

——
— — —
Ler St. Ingberter Auzeiger und das (Z mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Wei—

lage) erscheint wochentlich viermal 2 Diens tag Donnerstag⸗ Samstag und Sonuta Der Abounementsapreis veträgt vierteljah rlich

i Wart 20 R.Pfz. Anzeigen werden mit 10 Pfs., von Auswärts mit 15 Pfa. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raut. Recla unen
imit 80 Pfs. pro Zeile berechnet.

α
M 201 Eonntag⸗ den 28. Dezember I — 1877.
— *
Abonnements⸗Einladung. yye
*77 hen
Mit dem J. Jauuar
deginut ein neues Abor nement auf den J
„ESt. Ingberter Anzeiger“
ju dessen baldgefsl. Etucuerung wir unsere verehrl. Postabonnenten
höfl. ersuchen.

Unsere hiesigen Abonnenten und diejenigen der Umgegend,
welche das Blatt durch die Träger erhalten, bekommen dasselbe
jsortgeliefert, wenn ncht vor Quartalsschluß abbestellt wird.

Preis und Erscheinen des Blattes bleiben unverändert.
Zu zahlreichen neuen Abonnement ladet ergebenst ein
Die Expedition.

Gedachtnisse. denn der Schaden ist zu aroß. Der Haß gegen den

Niaischall setzte sich in der P ovinz nauurgemäß in den Haß gegen
die Stellvertreter des Marjchalls um, die in seinem Namen weorih ⸗
schaft ten.

Nach einem Telegramm der „Agence Habas“ aus Konst an⸗
tindpel vom 20. ds. ist daselbst Suteiman Pascha eingetroffen.
Derselbe ist zum Obecbejehlshaber aller Streitkräfte im Süden des
Balkan ernannt. 5 7*

Das türt sche Parlament soll am Sonnabend (23.) zusammen⸗
treten. Die Regierung wird demselben gleich nach desseni Zufam⸗
mentritt einen Bericht über die Lage des Resches und' üder das
Ergebniß det von ihr angesuchten Ftiedensvermitteluug unterbreiten.
Fur den Fall der Fortsehung des Krieges erwartet man auch einen
Aufruf des Sultans an seine Bötker.

Der eben erwühnte Aufruf des Sultans an seine Nölker oder
die Protlamation an die Gläub'gen des Weltalls, sogar an die in
Thina, auf dem indischen Arch pel und in der Sahara, ist in dem
dor einigen Tagen uster dem Vorsitze des Sultans abuehalt. nen
Mimistecrat he beschlossen worden. Den Vdikern dez Islacu- soll
darin die Lage des Khalifen im gristlichen Er ropa unddessen
etzige Bedraänguisse dukch „Iskender Zar El Moskowtin“ (Alexandet
Tzar der Ruffen) geschildert, und fie zugleich zut Rettung des Is
lam, den dieser Herrscher aus Eurona gerne verdrüngen wolie,
aufgefordert werden e tee
Der Inhalt der interessanten Prollamation ist solgender:
Pachdem der Sultan Alles das aufgezählt hat, was seine Dy astie
ür den Glanz des Jlam in Anatolten und Europa geleistet hat,
zegiont er die Gqhahrer nud die Bedraͤngnise zu schildern denen
die Fahne des Propheten — durch die Froberungssucht des tus⸗
aschen Bolles ausgesehi sei ?welddes am? liebsten zanz Rumelien
dem christlicher Glauben unterwürfig machen möchte. Der Sultan
fordert darum die Unterstützung der Gäcibigen des Welrolls, damit
ex als „Nasr⸗ed⸗din“ (Vertheidiger des Glaubens), die Leyren des
Propheten gegen die Ungläubigen vertheidigen und beschutzen tönne.
Diese Unterstützung soll aber eine zweifache sein: Veien und Geld⸗
venden. Durch das Erstere würde det Himmel bewogen werden
dem Volke Gottes“ Kraft und Sieg zu verleihen und durch das
Zweite werde der Sultan in den Stand gesetzt werden, steis eine
chlagfertige Armee in Bereitschaft zu haben. Der Vohn der Gläu⸗
bigen werde dafür in diefem und in jenem Leben ein großer fein,
and der Islam werde in seinem früheren Glanze prangen. Als
jehr wünschenswerth vetrachtet es der Sultan endlech, daß die Glͤu⸗
»igen außer ihren häuslichen Gebeien, ein nal in det Woche“ und
war am Freitag, auch in der Moichee gleich nach der „Chutbah“
Gevdet für den Landesbater) ein Gebet für den Khalifen verr chten.
Der Freitag, w'rd gesagt, sei namlich ein desonders günstiger Tag
für die Gebete der Glaäubigen “

Der Sultan hat den achtjährugen Sohn Osman Paschas zum
Sergeanten ervannt und zu seinem beionderen Dienste befohlen.
— Emnem Telegramm aud Nustschuk dom 19. da znfölge hat das
türkische Detacheinent von Kad koi die russischen Vorposten bei Tsche⸗
liker zu üchredrängt. Die Russen haben Soba unweit Silistria
—X 7

Inzwischen organ siren die Türlen die Vertheidigung der
Balkanl nie. * we

Ragusa, 20. Dez. 6000 Türken von Podgorißta schlugen
ein monteneqgrinischs storde und marschiren über Seularu und kom—
men Antivari zu Hife. Die Montenegrinet bes zien die Ant:vari
behertschenden Auhöhen.

Genetal Heimann hat die in Erzerum residirenden Con-
juln aufgefordert, mit hren bez. Landesangebörigen“ die Stadt zu
verlassen. da deren Belagerug und Beschiebung derarstehe.

Ein Telegtamm der —XE Zeilung“ aus
Bogot melden“die Eruͤcranung des Generals Grasen Totleben zum
Doerlommandirenden der Rust huker Arm⸗eabtheilung an Stelle
des adreiseaden Großltesten Thronfosgets. Zum Generalstabs ches

α;,
Deutsches Reich.

—A „19. Dez. Dem „Fränk. Kur.“ nach sseht die
weitere Verlänzerung der Dauer des Landtages und zwar bis
Ende Janua? alsbaid zu erwarten. 9
Maäünchen, 20. Dez. Prinz Arnulf ist heute früh vom
Kriegsschauplatz in bestem Wohisein wieder hiec eingetroffen.
Ig e ner —A Vereinsvecsammluag wurde dieser Tage
rin Brief des Abg ordneten Frhr. v. Stauffenberg verlesen, welcher
die uur auf temporären Ursachen beruhende Mandatsniederlegung
desselden ausdrüdlich detonte. Sollien sich jene Urfichen ändern
und Vverrn v. Stauffenderg voy Jeinen früheren Ausssdacher Wählern
dann roch das frühere Vertrauen chigegeng brach werden, so ist
derselhe mit Vergnügen zur Wiederübirnahme eines Mandates
dereit.

aAusland.

Parze, 15. Dez. An allen Straßeneden ist heute di—
zgestrige Vonchast des Prasidenten der Repudlik angeschlagen, und
Zehniausende halien sie in Händen. Kein Schitfistück aus der
Janzen reueren Geschichte Frankreichs ist so werthvoll und so be—
Jeichnend wie diese Capuulotion des persoönlichen Regiments vor
zem Volkswillen, wie denn auch kein Sieg Vber den Absolikizmus
jemals gibßer wor, denn dieser wurde ausshließlich mit ge istigen
Wuffen errungen. Hier in Paris ist die Freude der Bevölkerung
eine tiese und nachhauige. Die unteren Class-en zwar bleiben gleich⸗
zilnig, wie sie es wädrend des Kampfes gewesen sind, vielleich
weilca fie verstimmt „Featß man das Kunssstüc erfund⸗n hat, Re—
dolut onen ohne ihre Mitdilfe zu machen. Die millleren Stände
aber fassen den praktischen Ersoig in's Auge und freuen sich inuig
der gebesse rien Aueñchten auf Neuiahrsgeschäft und Weltaugstellung.
Es fieck ein tuchniges tück Bürgerstolz in diesex tühigen Hinnahme
des Erfolzes. Man enspfinder in diesen Kreisen sogar eine gewifse
Etiauschung. Ohne Kentrinß der Facioren, odne Beachtung der
Mittel, pflegen nmitilete Gesellschaftsklassen ur das Ziel vor Augen
su hdaben, das erreicht werden soll. Diesmal bestand es in der
Abdaukung des Marschalls. Man rechneite mit Bsstimmtheit aul
diese und begreift kaum, daß sie nicht erfolgt ist. Darum werden
das aeue Ministeriun und die Botschaft vie ein Geringes auf
zerommen, mit dem man aber nichtsdestoweniger zufrieden ist
Anders jedoch in det Madinz. Dort gibt es nur enn, Gefühl,
das der Geuugthuung. Schweres und Bitleres jat die Provinz
non den Faustp äselten und ihren Heliern eittagen müssen. baris
hat keine Ahnang gon dem, was die Rpublikaner dort für inre
Iib rzeugung u leiden hatten. Materiell“ uad moralisch wurden
ie gescwadigt, unterdrückt und in ihren he'ugßen Rechten . verletzt.
We Aussazine und Verbrecher wurden sie bhandelt. Niewird
der Vodensotz bon Bittexkeit perichwinden. der in den Herzen der
Prop nznewonuer angesammelt wurde. Was die Präfteien, die
nterprosec.en, die Naires ubd de Adjuncten, die Felohne und
die Uold⸗Geundarmen geleistet haben, dus bileibt underrücbar im
        <pb n="692" />
        inden Osmen Haichas ist zuftiedeust iiend Derselbe setzt demnächst
die Reise nach Rußland über Kischinew fort. — Der Befundheits⸗
pustand der Truppen ist ausgeieichnet.

—ιιν . — —e u „
dieses alorreicht Sieges — der übrigens für das zuschauende
Pablilum auch ein Genuß gewesen sein muß — wurde ein Fest—
ssen veranstaliet. Die Theilne mer, wie das „N. W. Tagehl.“
neldit, lauter Abgeordneie und ihre „Turnlehrer“, hatten aus—
drücktich bestimmt, daß das Menu aum nicht einen frau Ssischen
Asdruck enthalten dürfe, und hatten das Festnahl,, Wettlauf⸗Essen“
gerauft. Dem Sieger zu Ehren fungirien auf dem Vlenu Kram⸗
netsdögel nach Walt rskirchen“ und siellte das aufgetragene Eis
den Baron dar, dir auf der Brust die Inschrift „Kingstraße 234
Minuten? als Schild trug.

FvLebendigbegraben. In der Kommune zu Castel
Del Guidici ereignete sich unlängst ein wahrhaft grauenhafter Vor⸗
jall, der ohne gerichtliche Bestätigung vielleicht mäcchenhaft klingen
vurde. Eine den aärmeren Voltsklassen ange ör:gt Frau, die eben
im Begreff war zu gebären, fiel in einen S'arrekrampf, welchec
ttundenlaug auhrelt. Man holte sofort eiuen Arzt zur Stelle, da⸗
nit er die nötaigen Vorkehrungen treffe, um die Usglückliche nebst
hrem Kinde zu tetten. Er hatte sie nicht so bald untersuht, als
er auch schon mit großer Bestimmtheit erllärte, daß sie todi und
ede weitere Verordnung völlig unnütz sei und stellte im Beisein des
Rardeigerufenen Gemeindeoberhauptes den Todienschein aus. Da—
aushin fand 24 Stunden später die Beerdigung statt, d. h., man
zand — nam örtlichen Brauch — die Beine der Leiche mit einem
dindfaden zusammen der Todteng äber pacte sie de den Schultern
uind warf sie einfach in die von Modergeruch etfüllte Gruit, welche
nanchmal ein Dutzend anderer Ver lichener theilen müffen (Särge
ennt man gar nicht.) Wenige Tage später starb in derselben Ort⸗
chaft ein junges Mädchen, ebenfalls armer Leute Kind und bei
er „Expedition“ ihrer Leiche mußte jene Grust wieder geöffnet
verden. Man denkte sich das Entfetzen der Todtengräber, als sie
jen zuletzt bestat eten Kadaver in ganz unnatürlicher Position, mu
zrauen,aft verdrehten Augen vorfanden. Der Bindfaden an ibren
Beinen war jerrissen und an ihrer Seite lag ein Säuling. Mutter
ind Kind varen dem fürchterlichsten Tode zum Opfer gefallen.
Alle Umstände wiesen auf einen verzweifelten Todestampf hin.
Ihr Hilferuf war wegen der dicken Steinplatten, welche die
Vdassengräber schließen, nicht an de Oberwelt gedrungen. Der
Urzt jaumt dem Gemeindeoberhaupt wu den als Urheber des un⸗
reiwill gen Mordes unter Anklage gestellt. Der üssisenhof verur⸗
heilte sie zu der gelinden Strafe von 3 Monaten Eipschließung.
Fuür die Nebdaction veraniwortlich: F. X. Dem

Bermilantes.

FSt. Ingbert, 22. Dez. Von Seiten der sflädtischen
Behoͤrde ist heute ein Gesuch an die Kgl. Pfälz. Eisenbahndirektion,
wegen Abhilfe der hier bestehenden Verkehrs-Mußstände abgegangen.
Auch von Seiten der hiesigen Gewerbtreibenden ist e'n solches mit
vielen Unterscheiften versehen. an betr. Stelle gesandt worden.

F Am letzten Donnerstag (20.) früh hat der Privatier Isidor
Dppenhermer von Zweibrückn semem Leben durch Ecjschießen
rin Ende gemacht. Größert Geldderlust sollen den achtbaren Mann
ju diesem verzweifelten Schritt veranlaßt huben.

FLudwigshafen, 16. Dec. Heute seierten einige
Besellen des Schreinermeister Kulzer dahier den sogenannten blauen
Montag. Nachdem sie in einer Wirischaft uater einander in Streit
gerathen und don da entfernt waren, begaben sie sich um vier Uhr
in ihre Werkstatte, wo ihnen ihr Meister sofort kündigte. Einer
der Gesellen fiag mit dem Meister Streit an und brachte ihm wit

zinem Messer wmehrere Stiche bei, so daß derselbe lebensgefährlich
darni⸗ der liegt. Der Thöter ist verhaftet. IJ (Rd.)

rLudwigshafen, 21. Dez. (Pf. N.) Wie wir
hören. wurde gesteen Abend in ber Gegend der Station Haßloch
ein Bauer, der mit seinem Fuhrwerk sich eben auf dem Eisenbahn⸗
diper befand, in der Dunk lheit von einem dahec kom aenden
Büterzug tifaßt und schwer verl zt. Ob er die gestern noch mit
ihm vorgenommene Amputation übersteht, ist zweifelhaft.

Rodersheim, 19. Der. In hiesiger Gemeinde ist
unter der Schuljugend die Masern- Kraßtheit epidemisch autgetceten,
so daß auf Antrag des kgl. Bezirksarztes zu Dürtheim durch das
kol. Bezirlsamt Neustadt die Schließung beider Schulen dahier
auf vorläufiz 14 Tage verfügt wurde. Die Halsbräune tritt eben⸗
jalls stirt auf. Bis jetzt sind 4 Kinder im Alter von 3, 5,7
ind 14 Jahren gestorben. (Pf. Zig.)

F Die Thaler werden ahrscheinlich noch in dejem Monat
aufgerufen uad Ende März 1878 außer Curs gejetzt werden.

F Zu was Alles die österreichischen Rechsräthe doch Zit haben!
Jüngst magte der Aageordnete Walterskirchen eine Wette mit
mehreren Kollegen, er würde die ganze Rin raße in Wen ohne
mizuhalten, im Dauetlauf passicen. Und richtig — er gewann
—
— 9
Für Kinder! *
achtfarbige Bilder, 6 verschiedene Figürchen,
45 Stück auf einem Bogen,
— à 36 Pfennie —
sind zu haben in der Lith. Austalt F. X. Demetz.
St. Jaubert.
Am 2. Weihnagie«feiertage 2 mid. lirte Zimmer sind zu ver—
miethen bei
Tanzmusik Wo. Bechlel.

bei J. Quirin, Frucht· Brod und
Renir sch. Fleisch⸗Preise der Siadt
Zweibrücken vom 20. Dezember.
Weizen 11 M. 40 Pf. Korn
08 Vyrls8 Pf. Gerste Zrehige
0 M'— Pf. Gerste Areih.
— M. — Pfi. Spelz 6 M.
42 Pf. Hafer 6 M. 31 pi.
Heu 2 Me. 40 Pf. Stroh 2
M. 209 Pf. Kartoffeln 2 M.
b0 Pf. Weisibrod 142 Kilog.
55 Pf. Kornbrod 3 Kil. 75 2Kil.
50 Pf. ditto 1 Kilo. 25 Pf.
Gemijchibroo 3 Kilo. O M. 93 Pi.
Paar Wick 100 Gramm 6 Pf.
Rindfl. 1. Qual. 66 Pif. 2.
Duat. 60 Pj. Kalbfl. 60 Pf.
damfl. 60 Pf. Schweinefl. 60 Pf.

Butter 1V. .IO Pi. per Pi.
Des h. Chr st⸗
festes wegen wird die
nächste Dienstags⸗Nummer schon
im Montag ausgegeben. Die
Donnernagsnummer fällt der
Feiertage wegen aus und erscheint
das Samstagsblatt am Freitag

Abend.

WeihznachtsGeschenke.
Lakirte Oẽensch rmme Stet und Hängelampen
Elegante Dienvorsetzer, broncirt Wunderlämpchen per Stück 50Pf.
und in Messing. dinderlochherdchen
Feuergeräthstander Weitzeugkasten für Knaben
Regenschirmsänder X
nesfi. Schippchen und Bürsichen vogelläfige
Servirtische —XC
Serdirbleche Wandwaschgefäße
Luilliers —XC
JZuckerkasten Zchrebzeuge
Salz ˖ und Gewürzlaͤstchen deuchter
Pfeffermühlen Messer und Gabeln
Toiletten · Eimer daudsägebogen
Wafserkrüge Sägen und Ahornholz
Zuchenwaagen Flobert Gewehre
Zimmtwffeleisen fmaillirte Kochgeschitre
füchen artikel.
Otto Weigand.

Heute Samstag und Sonnag
Münchner Bier
bei Michael Paul.
Seefische
jrisch geräuchern, * in
XVIC
und ftanco per Post, offerirt und
endet Preislisten und Kochrecepte
7rutis.
Outt nijen bei Hamburg.
A. LE. Mohr.

27

3
2

A
b
22
*
F

Gute frische Milch

Jist tänich zu haden bei

Joh. Karrmann
auf der Meß.
0

TX

335. 38

2 25
238 33

23.2 355
—

3526 3535528
2337537352

82 * JV 2
53323333—*83
33336 5—863833
28 —— 32
*—837564 233 8
⏑ — — XSI

J

Uagsere geehrt. Abon.
nenten erhalten im Jl. Quortal
1876 einen Wandkalender
ais Be gabe.
—ADX
—D
⸗u,Illuftrͤrtes Sonntags blatt Nr. 52.

cc—n &amp;ä—
e αν
        <pb n="693" />
        Sl. Ingberle
Ingberler Anzeiger.

— — r —
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage) erscheint wöchentlich vViermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

1 Wark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfz. für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.

—

AMS 202.

Dienstag, den 25. Dezember 1877.
7
Abonnements⸗Einladung.
y 1
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Zu zahlreichem neuen Abonnement ladet ergebenst ein

Die Expedition.

Deutsches Reich.

München, 22. Dez. In einer unter dem Vorsitze des
Prinzen Luitpold d'esen Mittag abgehalten Sitzung des Staats-⸗
rathes gelangte der in den letzten Tagen mit den Lcammern ver—
einharte Gesetzentwurf bezüglich der Tax, und Stempelgebühren zur
verfassungsmäßigen Erledigung.

Berlin, 20. Dez. Wie immer vor We'hnachten haben
zuletzt die Herren Volksverireter sich einer so meisterhaften Kürze
befleißigt, daß das wegen der entgegenstehenden Interessen so überaus
schwierige Gesetz betreffend die Errichtung der Landgerichte und
Oberlandesgerichte heute bis 11 Uhr auch in dritter Berathung
absolvirt war. Die gestrige zweite Berathung jenes Gesetzes war
nur ein Schaustück fsür die Wähler in der Probinz. Nachdem vor⸗
gestern von sämmtlichen Fraktionen der Antrag auf Enbloc Annahme
der Kommissionsbeschlüsse gefaßt war, wurden Anträge lediglich
deßhalb eingebracht, um sich vor den Wählern den Schein zu geben,
als ob man noch ein Aeußerstes versucht habe, um dem Wahlkreise
seinen Odbergerichts- oder Landgerichtswunsch zur Erfüllung zu
bringen. Heute hielt der Abg. Lasker eine längere allsestig gut
aufßgenommene Rede für die von der Kommission vorgeschlagene
Resolntion, wodurch die Reglerung aufgefordert wird, mit den be⸗
nachbarten Bundesstaaten zu vperhandein, um unter Vereinigung
bdundesstaatlicher Gebiethztheile zu einheitlichen Gerichtsbezirken
oͤrtlich zusammenhängende und den Organisationszwecken volllommen
entsprechende Landgerichte und Oberlandesgerichte herzustellen. Las⸗
ketr's Wort „Die Völker sollen nicht leiden unter dem Streit der
Fürsten!“ mag in dieser Anwendung etwas übertrieben klingen,
da ein eigentlicher Streit der Fürsten, ganz abgesehen von den

rbenfalls betheiligten Senaten und Vürgermeistern von Ham—
burg, Bremen, Lübeck, kaum vorliegt, fondern höchstens
die Eifersucht der Vundesregierungen, an ihrer territorialen Just'z.
Joheit nichts oder möglichst wenig einzubüßen; immerhin wäre es
beklagenswerth, wenn es zu den von Lasker erwähnten Mißbildungen
in Folge mangelnder Einigung der Regierungen kommen sohlte.
Freilich muß Preußen mit qgutem Beispiele vorangehen und schleu—
nigst sein Landgericht Hechingen mit kaum 68,000 Seelen den
Würtembergern zur Justiz Annexion anbielen. So lange Dies nicht
zeschehen ist, wird man die Vermuthung aufrecht erhalten müssen,
daß die preußtsche Regierung nicht schuldlos ist, wenn die Ver—
einigung bundesstaatlicher Gebietslheile zu passenden Gerichtsbezirken
unlerbleibt.

Berlin, 22. Dez. In hohen militärischen Kreisen erregt
s besondere Genugthuung, daß Bay'rn nun seinen Widerstand
zegen die einheitliche Deutsche Handfeuerwaffe aufgegeben hat. Es
jandelt sich um die Einführung des Maufergewehres, mit welchem
eit Ende Oktober das Bayerische Leibregiment ausgerüstet ist und
das bis Ende nächsten Jahres in allen Bayerischen Infanterie ⸗Regi⸗
mentern und Jäger-Bataillonen zur Annahine gelangen soll. Bei
dieser Gelegenheit sollen sich die Patrohen aus dem Münchener

*

Hauptlaboratorium anlaͤßlich eines Versuchsschießens so vortrefflich
bewähr: haben, daß sogar die Preußische Militär⸗Verwaltung für
Preußische Rechnung 60,000 dieser Bayerischen Musterbaltronen in
München in Bestellung gegeben hat.

Der Vertrag zwischen Bremen und dem Zollverein,
der Ende dieses Monats außer Kraft trelen sollte, ist nach der
„Wes. Itg.“ bis Ende 1878 verlängert worden.

Nach einer Mittheilung der „Magd. Ztg.“ ist Dr. Fried—⸗
berg, der Präsident des Reichsjastizamts zu Ende voriger Woche
in Varzin gewesen, um dem Reichskanzler über die Rechtsverhält⸗
aisse in ElsaßeLothringen Vortrag zu halten. Dr. Friedberg war
»ekanntlich vor einiger Zeit in den Reichslanden, um an Orf und
Stelle wahrzunehmen, wie weit bisher die neuen Institutionen sich
bewährt haben. Im Weiteren kam es dem Reichskanzler darauf
an, den Präsidenten Friedberg über die bis jetzt getroffenen Ein—
leilungen zur Durchführung der deutschen Justizreform zu hören.
Ausland.

Witen, 22. Dez. Der „Presse“ wird aus Sistowa ge⸗
neldet: Die Armee der Großfürsten⸗Thronfolger hat den Lom über⸗
chritien; der linke Flügel hat die Straße von Rustschuk aach Pi⸗
anza besetzt. -Die Eisenbahnverbindung zwischen Rustschuk und
Harna ist durch Kosaken unterbrochen worden

Paris, 20. Dez. Die Ernennung Lepere's zum Unter⸗
taatssekreiär im Ministerium des Innern wird als eine Bürgschaft
ür eine lLängere Dauer dieses Ministeriums angesehen. Lepere
wvar Vizepräsident der Kammer und eines der einflußreichsten Mit⸗
Mieder der republikenischen Union, des Vereins von Gambeita.
Die wichtige Partei der Linken ist sonach im wichtigsten politishen
Ministerium vertreten, was die Erwartung berechtigt erscheinen läßt,
)aß sie die Regierung unterstüßen wird. — Der „Telegraphe“ be—
Jauptet, das englische Kabinet stehe im Begriff, Frankreich wichtige
Mittheilungen Beireffs der orientalischen Krisis zu machen. Der
eue Mivister des Aeußern, Waddington, soll aber gerade kein
Begner Rußlands sein.

Paris, 21. Dez. Die Generalräthe sind heute zusammen⸗
zetreten. Unter 44 bisher bekannten Prasidentenwahlen befinden
ich 25 Präsidenten, welche der republikanischen und 19 Präsidenten,
velche der konservativen Partei angehören. Die Republikaner haben
5 Sitze gewonnen, einen verloren. Der Unterrichtsminister Bardoux,
Präsident des Generalrathes von Clermont, hielt eine Ansprache,
n welcher er hervorhob, daß die jüngste Krisis durch den Patrio⸗
ismus des Präsidenten der Republik gelöst worden sei. Der Minister
jügte hinzu, unsere parlamentarische Repudlik ist wie Frankreich,
qroßmüthig und offen, und wir Alle haben guten Willen,

Die großen Veränderungen im Persona der franzoͤsischen Ver⸗
valtung sind nun ienn „Journal officiell“ veröffentlicht morden. 83
Departements werden davon betroffen. Nur dier Präfekten behielten
ihre Stelle, die Prafelten der Seine, des Aveyron, der Oise und
des Calvados; über die drei Prä'ekten in Algerien wurde noch
lein Beschluß gefaßt, die Gefammtheit der Amtsentsetzungen belrägt
45; die übrigen Präfekten haben ihre Entlassung eingereicht, sind
zur Disposition gestellt oder pensionirt. Nur dine Versetzung er⸗
olgte: der Präfelt der Marne wurde zum Präfekten des Morbihan
ernannt. Bon den neuen Präfekten waären 48 früher bereits Prä⸗
jekten, 18 früher Unter-Präfekten und 8 früher General⸗Sekretäre
und nur 7 dienten noch nicht in der Verwaltung.

Der Minister des öffentlichen Unterrichts sandte ein Rund⸗
chreiben an die Präfekten, das die Wiedereinsetzung aller wegen
»olitischer Gründe abgesetzten Schullehrer in ihr Amt anbefichlt.

London, 22. Vez. Die „Times“ empfiehlt der Regierung,
)ie lürkische Circularnote zum Ausgangspunkt zu machen, um die
Pforle über die wirkliche Lage und ihre Aussichten aufzuklären.
kine klare und unumwundene Darstellung der englischen Regierung
yürfte die Türkei nothigen, die gebieterische Nolhwendigkeit zu be—
zreifen und Unkerbandlungen anzuknüpfen.
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        Petersburg, 21. Dez. Der Kaiser wird am Samstag
Vormultag hier antreffen. *Ein Artlkel des „Golos“ über die
kinberufung detz englichen Parlaments und die voraussichtlichen
Haßregeln des brinschen Kabinets schließt folgendermahßen: Rußland
Hune den Ablauf der politischen Episode ohne Besorgniß abwarten
und die ruhig begonnene Sache fortführen in der vollen Ueherzeu⸗
zung, daß die Intriguen den Lord Beaconsfield Rußlands Triumph
nicht verhitdern wurden.

Perer⸗burg, 22. Dez. Der Naiser ift heute Vor⸗
uantag 10 Uhe hier angekommen und am Bahnhofe von den Mit⸗
gliedern der kaiserlichen Familie, von sämmtlichen Mitgliedern des
Reichsraihs und des Senats and von allen höheren Beamten und
Milurpersonen empfangen worden. Zahllose Menschenmassen wogten
zurih die Straßen und gaben ihrer Begeisterung Arsdruck. Auf
dem ganzen Wege vom Bahnhofe bis zum Palais wurde von der
gebditerung Spalier gebildet, die den Koifer mit unaufhörlichen
mthasiastischen Hurrahs begrüßte. Die hier anwesenden Offiziere
der Garde bildeten die Eslorte des Kaisers.
— —— — — — — ⸗⸗

Fermishtes.

fSpeyer, 22. Dez. Das Ministerium hal gestaltet, daß
in die latholische Präparandenschule zu Bl'eskastel. ohne Aenderung
heea disherigen Charalters, ouch protestantische Zöglinge aus der
falz aufgenommen werden können, soweit dies nach Maßgabe der
x*ersügbaren Räumlichkeiten und Lehrträfte und ohne allzugroße, den
uniertichtszwech gefährdende Vermehrung der Sqhulerzahl geschehen
Dnn. Die protestantischen Zöglinge haben mit den fatholischen an
din Unterrichte in den sämmllichen Lehrgegenständen, mit Ausnahme
der Religionslehre, Theil zu nehmen. (Sp. 3)]

pBaren, 18. Dez. Bei Aufnohme des Inventars in der
Wohnung det im vorigen Monate zu Wissersheim verstorbenen
Vals besi gers Weidt hat man im Keller vergraben in irderen Toͤpfen
nd Krugen ea. 80,000 Thaler in Geld und Weurhpapieren vor⸗
efunden. Dacunter befanden sich elf preußische Einhundert Thaler⸗
heine, welche keinen Cours mehr daben, eine große Parthie dop⸗
pelter und einfacher Friedrichsd'or, französijche Kdnenthaler und
Actien des Schafhausenschen Bankverting.

Für e caction veramimorilich: F. x. De ——

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Trũt.
im Saale von Junq:
taterhaltung.

Am 2. Weih,n
Theatralisc

Der Wendene vod, vsoqwank in 2Acken.
Der Stiefelputzer Strobel, Solo⸗Scherz.
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⸗z Deutschland und Oesterreich-Ungarn sieh er dechenaen

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ene Rechnungen
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iein, sind vorrächin in ddt
Rend risch. —*2 ds. Bl.
—— ————— —ůů
Dafkbu Drutt und Berlsa bocaz

Beachtenswerthe BRotiz sfur Zeitungsreyer.

Einen treffenden Beweis dasur, wie sehr Gediegenheit, Reichhaltigkeit
ind unparteiische Behandlung aller Zeitfragen geeignet sind, einem journa—
istischen Unternehmen allgemeine Anerkennung zu erwerben und zu sichern,
efern die außergewöhnlichen Erfolge der in Berlin seit 6 Jahren beftehenden
zeitung: „Berliner Tageblatt“.

Die gegenwärtige Abonnentenzahl dieses Vlattes beträgt 64,000, eine
differ, welche bisher in Deutschland von keiner Zeitung auch nur annähernd
rreicht wurde. Nur in England und Amerika bestehen einige Zetungen,
velche eine ahnliche Verbreitung befitzen.

Der reiche und interessanie Inhalt des „Berliner Tageblattt
iebst dessen Gratis-Beilagen , Berliner Sonntagsblatt und dem
lustrirten Witzblatt ‚U re st aber auch vollkommen dazu geeignet, selbst
en weitgedendsten Anspruchen des zeitungslesenden Publikums nach jeder
Lichtung hin volllommen zu genügen.

Der politische Theil des ‚Berliner Tageblatt“ zählt die hewor⸗
agendsten Publizisten zu seinen Mitarbeitern und wird von Spezialkocre⸗
pondenten auf dem Kriegsschauplatz und an allen wichtigen Pläten steis min
en neuscst'en und zJuverlässigsten Nachrichten sowie mit
ahlreichen Special⸗Telegrammen versehen. Als desonderer Vorzug dürfte
ioch die Thatsache zu beachten sein, daß das „Berliner Tageblatt“
zei seiner entschieden liberalen Tendenz nach jede Richtung hin ungbhängig
st, und sich durch keine Parteirückfichten hei der Beurtheilung — und
alidnal⸗ dlonomischer Fragen beeinflussen Uißt, sondern dieselben lediglich acch
mnem eigenen über den Parteien stehenden Ermessen beleuchtet. — Rachst
en umfangreichen Lokalnahrichten, welchc alles Wissenswerthe üer die Ew
ignifse in der Reichshauptsiadt in wohlgesichieter Fotm brinßen, enthält das
Berliner Tageblarte eine alle Zweige des Handels umfassende „Han⸗
elsgeilung“ mit completem Kurszettel der Verliner Börse, die vdastaͤndige
Jie hungsuͤfte der preuß. Staais-Lotterie ꝛc. — Eine besondere Zerde des
hlaltes bildet das Feuflleton“, in welchem die neuesten Romane nserer
rsten Schriftsteller, wie Spielhagen, Verthold Auerbach, Gutzkow, Aug. Becer,
fufred Meißner ec., Aufnahme gefunden haben. — Sodann finden in diesem Thedle
es Blattes Theater, Kunst, Wisenschaft durch Originalkritiklen und Berichte
iltige Baachtig Die besondere Sonntagsbeilage ‚Berliner Sonntag
a tt vornehnlich bringt surgere Novellen Humoresken u. Skizzen, überhaugt de
ikel belehrenden und anterhaltenden Inhaltz. Schließlich erhalten die 7
enten des Berliner Tageblatt“ seden Donnrsiag das meisterhd
ufiririe Wißblait iu t⸗, welches durch feinen frischen Humoc fur die G
eiterung der Leser betgi Nach Aufzahlung dieses reichhaltigen, den Abox
enten gebotenen Lesestoffes ist die koloffale Vorbreitung des Ber Inckt
Fageblatt“ erklärlich zud kann eine weitere gZunahme der Leserzahl wohl wi
decht erwartet werden. — Abonnementepreis is als ein sehr maßiger Z
ezelchnen, derselbe detragt ur alle Z Bluter zusammen nur *M. 28 Vi—
ro Quartab inclufive Fostprovision.

— Aandes
nehmigt und qRortert.
23, 000 Briginal⸗Lovsen und
90 Gewinnen:
150,0001 2 Daupitreff. à 18.000
300,000 15,000
30,000 12,000
30,000 9,000
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06,000 6000
36,000 3000
30,000 4000
2L00ô 288 z000
Keichs-Mark u. s. w.
Die eiste Ziehung findet slalt
am 17. und 18. Januar 18
zu welcher ich VBriginavofe
Ganze Faslbe Viertet Idchtel
I6 NMart as 4WMart 2 Nart
gegen Emsendung des Vetrages eder Posworschuß verfende.
Jeber SpiolerEatt Eeewivriicien ratis!
FLIBS.
Btaunschw. Landes-VLolterke
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22*8 32337582 33385—2 32583
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3333 ——— 833333588
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2323 252 S* 2522 * — 253 22355 2 —
—25 233833 —3288 —32522 5335333855
233288—37253772.3 **535 33 3 5453368535 —
3 5352 3 32835 35 23525 22* 528 252 3
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        Slt. Ingberler Anzeiger.

—
Der St. Ingberter Anzeiger und das (S mal wöchentlich mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Sei.

lage) erscheint wöchenilich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljahrlich

mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfa., von Auswärts mmit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattichrift oder deren Raute, XRD
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 203. Samstag, den 20. Dezember 1877.
u ò.- a--ôgÂCòα—
Abonuements⸗Einladung.
2 c

Mit dem J. Janud:
degirat in neues Abonnement auf den

„St. Ingberter Anzeiger“
zu dessen baldgefl. Erneuerung wir unsere verehrl. Postabonnenten
höfl. ersuchen.

Unsere hiesigen Abonnenten und diejenigen der Umgegend,
welche das Blatt durch die Träger erhalten, bekommen dasselbe
fortgeliefert, wenn nicht vor Quartalsschluß abbestellt wird.

Preis und Erscheinen des Blattes bleiben unverändert.

Zu zahlreichem neuen Abonnement ladet ergebenst ein

Die Expedition.

Deutsches Reich.

München. 24. Dez. Das Finanzministerium hat der
Ubeordnetenkammer einen Gesetzentwurf, die provisorische Steuer—
erhebung für das Jahr 1878 detr., vorgelegt. Danach sollen die
im Finanzgesetze vom 29. Jun 1876 bewilligten direkten Steuern
bis zum 31. März 1878 erhoben und bezüglich der Maximalsätze
der Tarife fär den Transport auf den Staatseisenbahnen ꝛc. die
im Art. 2 des Gesetzes vom 7. Februar 1874, die piovisorische
Sieuererhebung und vorläufige Bestreitung besonderer Ausgaben
pro 1874 beirvetroffenen Brftimmiumgen vi gun2Mara
1878 in Geltung verbleiben. Ferner sollen die Zuschüsse, Alters⸗
zulagen und Suflentationen, welche der Geistlichkeit und den Schul⸗
lehrern für die XIII. Finanzperiode gewährt wurden, ouch bis zu
dem gleichen Termine fortbezahlt werden.

München, 26. Dez. Se. M. der König hat mittels
Verordnung d. d. Hohenschwangau den 20. d. in Bezug aus die
Gebühren der Notare in der Pfalz eine nene Verordnung erlassen.

Berlhin, 24. Dez. Der im Reichs⸗Justizamt ausgearbeitele
Entwurf des Gerichtskosten ˖Gesetzes hat die vorbereitenden Stadien
so weit durchlaufen, daß er etwa nach acht Tagen dem Bundesrath
wird zugehen kdunen.

Karlsruhe, 26. Dez. Der Großherzog hat den Feuer⸗
wehren des Landes eine besondere Freude gemacht, indem er am
21L. ds. eine Verordnung ergehen ließ, durch welche „in Anerken⸗
aung der vielfach bewährten ausgezeichnelen Dienste der im Lande
bestehenden freiwilligen Feuerwehrkorps“ ein besonderes Ehrenzeichen
für fünfundzwanzigjährigen treuen Dienst in der Fe erwehr gestiftet
wird. Diese Auszeichnung bestehl in einer vergoldeten, an roth und
gelbem Bande auf der linken Brust zu tragenden Schnalle mit dem
badischen Wappenschild und der Zabl 28.

Jetzt ist auch die Antwort Deutschlands auf die Cir⸗
kularnote der Pforte erlassen. Diese Antwort soll nach einem Tele⸗
gramm des „Reuter'schhen Bureaus“ sehr höflich gehalten sein. Es—
sei in derselben erklärt, Deutschland könne nicht interveniren. Es
bedeute dies nicht, daß Deutschland nicht geneigt sei, zur Herstel⸗
lung des Friedens beizutragen, gerade im Interesse des Friedens
müfse Deuffchland aber die Jutervention ablehnen. — Bejüglich
der Antwort Oesterreichs ist dem „Reufer'schen Bureau“ zufolge in
Konstantinopel die Ansicht verbreitet, Oesterreich werde die Unmoͤg⸗
keit einer Intervention konstatiren, weil die Cirkularnote der Pforte
leine Basis für eine solche angebe.

Ausland.

Paris. 25. Dez. Zur Widerl gung der Angaben gewisser
auswärliger Zeitungen schreibt der ‚Tempz“: „Es steht vollkom⸗
men fest, daß die französische Regierung aus ihrer Zurückhaltung
zicht herauztreten und keine active Rolle im Orient spielen will.
—AVV
lassen werden.“

Paris. Das Meisterstück von Kechheit hat der bisherigt

Unterpräfect von Gaillae, de la Briere, mit folgendem, an den
Präsidenten der Republik gerichteten Schreiben geleistet:
.Herr Marschall! Conservativer und Katholik, habe ich die
Ehre, Ew. Excellenz zu bitten, mich von dem Posten zu entheben,
den Sie mir im Mai d. J. anzuvertrauen geruthen. Genehmigen
Sie, Hr. Präsident, den Ausdtuck der Gesinnungen, welche man
einem Marschall von Frankreich schuldig ist, der sein geschworenek
Wort nicht hält. L. de la Briere.“

Der Unterrichtaminister Bardoux hat die Präfecten angewiesen
die zahlreichen Fälle von Absetzungen und Versetzungen von Schul⸗
lehrern, welche seit dem 16. Mai vorgekommen find, genau zu
untersuchen und überall, wo es sich herausstellt, daß nur Partei⸗
Broll oder örtliche Einfllisse daran Schuld waren, den zugefügten
Schaden thunlichst wieder gut zu machen, wenn es auch nicht immer
möglich sein werde, jedem abgesetzten Lehrer genau seine frühere
Stelle wieder zu geben.

Der „Bien public“ behauptet, daß auch der seiner bonapar⸗
tistischen Gesinnungen wegen bekannte General Douai wenige Tage
vor dem 13. Dezember mehrere Generäle zu sich berufen und mit
hnen die Evealualität eines Staatsstreichs besprochen, auch an seine
ntergebenen gewisse, verdäͤchtige Depeschen abgeschickt hätte. Die
„France“ endüch ist in der Lage, zu versichern, daß zwei Tage
vor der Bildung des Ministeriums Dufaure unter die Truppen
das Lagerzeug, Proviant auf zwei Tage und eine bedeutende An⸗
jahl von Patronen vertheilt worden wären, ferner daß viele Officiere
beim Empfang dieser Ordres schon ihre Entlassungsgesuche nieder⸗
aeschrieben bätlsen.

Rom, 28. Dez. Das Befinden des Papstes ist leidiglich,
doch hat er beängstigende Hustenanfälle — Die Spannung mil
der bayerischen Regierung dauert fort, weil Pius IX. Fch hartnäckig
weigert, die vorgeschlagenen Bischöfe für Würzburg und Speyer
anzunehmen. . 3.)

Madrid, 26. Dez. Der Köanig hat in Sevilla gestern
ein Decret unterzeichget, welches den spanischen Gesandten beim
zeutschen Reiche, Merch y Colom, zur Unterzeichnung des zwischen
Spanien und Deutschlund vereinbarten Auslieferunasvertrages er—
mächtigt.

London, 24. Dej. Die Handelskammer von Edinburg
beschloß heute mit allen gegen 2 Stimmen, an die Regierung die
Bitte um Einhaltung einer aufrichtigen, consequenten Neutralität
zu richten.

Woolwich, 26. Dez. Das Kriegsamt forderte die Ar⸗
senalbehörden in der letzten Woche auf, zu berichten, wie viel Ka⸗
nonen, Munition und Kriegsmaterial jedes Devartement in kuürzester
Zeit herstellen könne.

Bogot, 24. Dez. Beim Detachement des Großfürsten—
Thronfolgers fanden am 23. Geplänkel statt, wobei die gegen
N'ssowa und Soleilo vorrückenden russischen Streifwachen konsia⸗
tirten, daß diese Orte von den Türlken besetzt seien, jedoch schwächer
als früher. — Bei der Brücke von Batin zeigte sich leichtes Eis.
Bei Bra'la begann der Eisgang so unerwartet, doß die dortige
Brücke weggerissen uad 21 Pontons 8 Werst weit fortgetrieben
wurden. Ein russischer Dampfer blieb im Eise stecken und konnte
sich der Brücke nicht nähern. Großfürst Alexei meldet, daß die
Verbindung zwischen beiden Donauufern bei Braila augenbticklich
nicht bergestellt werden könne. — Am 23. wurde bei klarem Wetter
Fort St. Nkolai-heftig von den Türken bombardirt. Die Russen
erlitten dabti nur geringfügigen Verlust. — Bei Schepka war heute
sttarkes Schneegestöber und Frost.

In und um Plewina enäifaltet sich jetzt ein originelles
striegebild, we man es selten finden kann. Die Haupfq artiere
sind nach Plewna verlegt worden. Denfelben ist begreifliherweise
eine Menge von Bediensteten, Unlernehmern u. s. w. gefolgt. Der
größte Theil des Generalstabes hat sich daselbst einquartirt. Die
Straßen wimmeln von allen denkbaren Uniformen und Costumen;
Herkaufsläden wurden eröffnet; um die Stadt herum waren d
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        vor Kurzem noch die türkischen Gefangenen gelagert. Dieselben
ind in Gruppen zu je 600 Mann eingetheilt und erhalteu die
gleiche Bekdstigung wie die russischen und rumänischen Truppen.
Zwischen den rürtischen Gefangenen und den Rumaänen insbesondere
herrscht ein reger, freundllcher Verlehr. Taback, Kaffee, Zwieback ꝛtc.
Derden oft brüderlich getheilt. Die Offiziere verständigen sich gegen⸗
seitig entweder durch Zeichen oder halb türkisch, halb griechisch,
holh rumänisch. Den Russen gegenüber sind die Türken reservirter
sind antworten ihnen nur seht kurz oder gar nicht. Am 16. 8.
MN. marschirten über 45,000 Gefangene von Plewna nach der Donau
b. Es soll ein trauriget Anbuͤck gewesen sein, diese sonst so
stolzen Gestalten waffenlos durch dea Koth waten zu sehen.

Zonstantinopel, 24. Dez. In einer amtlichen Bekannt⸗
machung heißt es: Die Regierung verfolgt, indem sie die militä⸗
ischen Rüstungen fortsetzt, einzig und allein den Zweck, die Rechte
und Unabhängigkeit des Reiches zu erhalkten, und richtet die Auf⸗
sorderung an dat Volt, mit Vertrauen in die Zukunft zu blichen
Und den Uebelwollenden, welche die öffentliche Meinung gegen die
Keierung zu deeinflussen juchen, lein Getör zu schenisen. In
Regierungskreisen verlautet: man scheine bei der gegenoärtigen
Sachlage auf kinen Erfolg der Bermittelungsnoke uicht mehr zu
echnen. J

wonstantinopel, 26. Dez. Aus Erzetum wired ge—
meldet: Die Linien der Ruͤssen sind gegen Westen vorgerinkt.
ussische Cavallerie hat Erzerum fast vollständig umschlofsen. In
den Ebenen im Norden ist russische Infanterie zusammengezogen.
Rach Telegraͤmmen aus Erzerum deuten die Bewegungen
der Ruffen auf dle Absicht hin, Erzernm einzuschließen. Die Ver⸗
bindung mit dem Meere ist indessen noch nicht abgeschnitten. I

Petersburg, 26. Dez. Offizielle Meldung aus Bogot
dom 25. da.: Der deutsche Botschafter Prinz Reuß meldet aus
Fonstantinopel, daß daseibst russische Gesfangene, darunter Oberst
klebesahl und mehrere andere Offiziere, eingetroffen seien. — Die
Serben haben Orzel⸗Palanka am 22. d. ohne Kampf beseßzt. —
An der Offfront erbeutete eine Abtheilung Tschugujeff⸗ Ulanen am
22. d. bei Sida einen tückischen Transport, wobei 26 Türken ge⸗
szdtet und 18 gefangen gensmmen wurden. Jovan⸗Tschiftlik ist
bon den Türken nur schwach befetzt, ebenso Solenika. Auf dem
Wege nach Osman -Bazar befetzten die Türken Tschabin, Kurudscherek
ind Dschuͤmalla. — Die Froͤste dauern an und erreichten bei 18
AßA Türken fiarben vor Kälte. Hüufe ist unmöglich.
Die Gesammtzaͤhl der bei Plewna Gefangenen ist 44,000, un-
erechnei der Berwundeten. 3600 find in Plewna geblieben.

Rußlanud schwimmt in höchstem Freuden⸗ und Siegesjubel
und namentlich leistet die gesammte Presse nahezu GErstaunliches
in der Glorifizirung des heiligen Reiches. Es ist auch für uns
aerfländlich, wenn die beim Falle von Plewna eingetretene ent ·
chiedene Wendung zum Besferen den Organen der Presse und allem
Volte Anlaß zu Freudenbezeugungen gibt, aber es scheint, als ob
dit denselben noch Allerlel verknüpft ist, was außerhalb Rußland
Bedenken erregen fonnte. So wenigstens wird die Sache in
Oesterreich angesehen. Das offiziöse „Fr. Bl. ,auf d'e von den
russischen Blältern venlilirten Dentuellen Friedens bedingungen ein⸗
gehend, welche eine Verschiebung der politischen Grenzen in Aus⸗
sicht stellen, schreibt u. a. Folgendes:

Der Fall Plewnas hat geradezu erstaunend in den russischen
Pedaklionen gewirkt und eine wahre Hochfluth von herausfordernden
ind chauvinistischen Arkikeln zur Folge gehabt. Ginge es nach dem
Willen und dem Sinne der meisten russischen Blattern, so küm⸗
nerte sich Rußland gar nicht mehr um Europa und machte schon
im nächsten Jahre ein Ende mit der Herrschaft des Halbmondes
ruf der Halkan-⸗Halbinsel.“

Rermisq;tes.

*Sit. Jugbert, 27. Dez. Dem Wunsche der hiesigen
Bevölkerung entsprechend bat, wie wir hören, die igl. Direktion der
Pfalz. Eisenhahnen berfügt, daß von heute an der Zug, der bisher
Abendz 5 Uhr 8 M. anfam, um 6 Uhr 24 M. ankommen wird.
Durch diese Spälerlegung erhält der Zug Unschluß an den von
Zudwigshafen kommenden Hauptzug und treffen mit ihm Briefe und
Zeitungen ein, die noch am naͤmlichen Tage ausgetragen werden.
Dem in Nr. 199 des Anzeiger berührten Mißzstande ist dadurch
don Seiten hoh. Direktion auf das loblichste und danlenswer theste
abgeholfen. Briefempfanger und Zeitungsleser dürfen nun wieder
uftieden sein.

PPirmafsens, 24. Dez. Die Nerwesung der erledigten
Bezirlsarziesstelle in Pirmasens wurde von der k. Kreisregierung
Zem pralli. Aczt Herrn Dr. Bruch bier übertragen.

pLandau, 22. Dez. Unter 104 Bewerbern um die
Stelle eines Bezirkabauschaffners für das Hochbauwesen wurde von
der dazu bestellten Kommission der Distritizräthe Landau Edenkoben
Hert Michael Siaudinger don Rheingönuherm, zur Zeit Affistent
Inn stadtischen Bauamt zu Heidelberg, mit 8 gegen 3 Stimmen
gewählt. Die Wahl uͤnlerliegt der Bestäligung durch die königl.
Regierung.

fNeustadit, 24. Dez. (N. Zig.) Sicherem Vernehmen
zukolge wurde am Freitag Abend zwischen 86—7 Uhr auf der Geins
heim⸗ Haßlocher Straße von einein bis jetzt noch unbekannten Wil⸗
derer auf den Waldschützen Hofmann von Haßloch geschossen.
47Speher, 24. Pez. Bei der heute Vormittag Stalt
gehabten Generalversammlung der puͤlzischen Aussteneranstalt wurde
Zer'g 10 der Siatulen dahin geändert, daß Gewinne nach dem
Tode des Gewinners den Erben hinausbezahlt werden. An Stelle
des verstorbenen Ausschußmitgliedes Herrn Casimir Lichtenberger
vurde der vandwirlschaftische Kreissekrelär Herr v. Böcklin gewählt.
BZei der hierauf vorgenomaenen Verloosung wurden folgende Num⸗
mern mit dem Preife von je 500 M. gezogen: Nr. 3, Inhaber
Wand Friedrich in Speyer, Rr. 475, Cyriaci Johanna Katharina
Veaisereiautern, Nr. 394, Bender Emil in GermersheimNe.
214, Engelbach Roberl in Homburq, und Nr. 364, Stichter Maria
in Zweibrücken.

Saarbrücken, 27. Dez. Geslern Abend wurde ein
Zimmermann in der Gersweilerstraße bewuhtlos aufgefunden. Es
ergab sich, daß den Mann, wahrscheinlich durch einen Schlag,
das Ruͤckgrat gebrochen war. Wer der Urheber der brnialen Ver⸗
lchung ist, wurde bis jetzt noch nicht ermitlelt. Der Verletzle ißn
im Eiviihospitale untergebracht. Saartbr. Ztg).

usfsenthal, 24. Dez. Gestern Abend zwischen 8
and AP Uht wurde hier einte schändliche That verübt. Es find
aümlich eine ganzt Menge der an der Staatsstraße stehenden
ungen Bäuchen, ungefähr in der Mitte, abgebrochen worden
Der Thaͤter, von einem Blleger ertappt und zur Polizei gebracht
gab an, Speicher zu heißen, ia Altenkessil zu wohnen, und die
Bäumchen aus dem Grunde abgebrochen zu haden, weil er ahen
Lust dam gehabt und Rache üben wollte.“ Eine exemplar sche Slrafe
wird hoffentlich dem Burschen die fernere Lust am Baumttedel
und die Raqchegedanken pertreiben.

F Diedenhofen, 20. Dez. Vorgestern hat der Oberfl⸗
Lieutenant Becker auf der Jagd des sereisditeclor Siegfried bei
Katfen einen großen Wolf erkegt. ( D. 3.)

FMäünchen, 20. Dez. Das kgl. Staalsministerim hal
oeben der ltatholischen Kircheyperwaltung zu Biesing die Konzession
ertheilt, eine dritte Praͤmiencolleecte zum Aushau der neuen laihol.
Pfarrkirche daselbst zu veranstalten. Das demnächst in's Leben
Tedende Uniernehmen wird auf die Ausgabe von 300,000 Loosen
zu 2R.M. berechnet. Die Summe der hiergquf entfallenden Geld⸗
dewinuste wird auf 285,000 R.⸗M. festgesetzt. Die Generalagentur
ist dem Bankier Alb. Rlb. Rösl dahier übertragen worden.

Wanr is die Volteichules Die Volktsschule is
inWagerr, arderndie Amtellige re de Duhν ber den
Radschud einlegt; sie ist ein Ofen, an dem jpoenige heizen, ader
biele sich wärmen moöͤchten; sie ist eine Flamme, d'e noch starkaucht,
Ind deren Docht jeder Laffe putzen zu können glaubt; sie ist die
Frundmauer des Volkswohles, das Thor, durch welches der Mensch
der Vollkommenheit entgegenschreitet — das Fenster im Staats⸗
Jebaude — der strug, aus dem die Jugend Wissen krinkt — der
—Spiegel, in dem sich die Qulturstufe eines Volkes abbildet — der
Schlüssel, der die Welt öffnet —; sie ist ein Einschreibbuch, in das
seder das Wichtigste seines Standes geschrieben haben möchte; sit
ist ein Weinftock, den eine mächtige Phylloxera vastatrix vernichten
möchte; sie ist endlich — der Süundenbog, dessen Rucken die Eltern
gerne ihte eigenen Erziehungsfehler aufladen. (B VBztg.)

Dresden, 18. Dez. Sei! einigen Tagen siad die
zandbriefträger mit Seitengewehren bewaffnei worden. Die leider
muier mehr zunehmende AUnsicherheit hat zu dieser Neuerung Ver⸗
inlassang gegeben.

fIn Unterbarmen wurden am 19. d. M. zwei
Frauen verhaftet, die in truntenem Zustande in ganz endseßlichen
Weise standalirten. Sie halten die am Morgen als Gerichtszeugen
F„reinnahmten Gebühren vertrunken. Der Mann der einen äußerte,
pährend sie unter Begleitung einer großen Menfchenmenge wegge—
ührt wurden: „Das ist reht; aun bin ich sie doch heute los!“
In der Freude üder diese Befreiung sprachen die Männer der ver⸗
Jafteten Frauen jetzt der Flasche so eifrig zu, daß sie ebenfalls
vegen Skandalirens verhaftet und in dieselbe Volizeistation abgeführt
werden mußien.

Berlin, 30. Nov. „Ich moͤchte blos einmal hunder
Thaler finden!“ Diesen Wunsch belzmmt man gar nicht selten zu
hören, und er ist von den deulen, die ihn äußern, auch regelmäßig
zanz ernst gemeint, weil sie sich nicht brwußt sind, doß sie sid
dn dem Behalten eines Fundes einer strafbaren Handlung schuldig
machen. H'erzu lieferle aüͤber aine Verhandlung, welche gestern vor
zer U. Huͤfsdeputation stattfand, ein echatantes Beispiel. Der Ar—
deiter Bickmann hatte das ersehnte Guck gehabt, vor dem Pois
damer Thoͤre einen leinenen Beutel mit ea. 100 Thalern, welchen
in B'erfaͤhrer berloren, zu funden, und hatte das Geld für sic
—XVO indeß von einer Frau bemerkt —X

uer die Leute gebracht worden, bis er endlich zur Kenniniß des
Sitdaszanwalis delangite. In Folge defsen wurde der gludlich
        <pb n="699" />
        Finder wegen Unterschlagung mit. einer Gefängnißstrafe von 2 Monaien
delegt. Würde er das Geld abgeliefert haben, so hätte er 65 Thaler
dabon als Finderlohn bekommen und seinen ehrlichen Namen behalten.

* Ein schreckliches Unglück wird aus Edinburg gemeldet.
Am 18. Dez. in früher Morgenstunde stürzte die obere Etage des
Tommercial:Hotel, in welchem am Abend vorher ein Brand fiattge⸗
sunden, Plößlich ein und riß in ihrem Sturze nicht weniger als
zeben der unterenn Etagen mt fich, Von den unter den Trümmern
begrabenen Personen wurden sichen als Leichen und drei in schwer⸗
deschädigtem Zustande hervorgezogen.

— AUn der Rischni-Nowgoroder Bahn ereignete sich kürzlich
folgender Vorfall: Ein mit gefangenen Türken beladener Zug war
im Begruffe, von der Station Pokrowsk abzufahren, als einer der
Gefangenen, der das Signal überhört hatte, noch herbeirannte und
Wotzdem die Thüren schon geschlossen waren und der Zug sich bereits
dortbewegte, sich Einlaß zu verschaffen suchte. Daß seine Nase da⸗
bei in eiwas unangenehme Berühruug mit einem Waggon kam und
er bei dieser Gelegenheit mehr Blut verlor als im ganzen Feldzuge,
genirie ihn weiter nicht; er lief dem Zuge unverzagt nach und
machte auf dem Aies und über die Schwelle hin Sprünge, wie
e von Hunden derfolgte Katze. Erst auf der vierten Werft (7
Werst — 1 Meile) von der Station gelaug «8 einem Wöäöchier,
ihn festzuhalten, nachdem er bis dahin fast immer gleichen Schrit'
mit dem Zuge selbst gehatten hatte, ein Künststück, das ihm nicht
io bald ein Anderer nachmachen wird, wenn van bedenkt, daß der
Zug schon bon der dritten Werst an mit einer Schnelligkeit von 8
Minuten per Werst fuhr. Bei dem Versuche, den Zug einzuholen,
jatte er einen seiner Schuhe eingebüßt. Einer der gutmüthigen
Bahnwächter gab ihm jedoch seine eigenen Sliefel und bededte den
krhitzten mit scinem Mantel, als er ihn zur Station zurückbrachte.
Dort nahm ihn der Bahngendarm in Empfäng, hatte jedoch eben⸗
ialls ein mitleidiges Herz gegen den armen Burschen und nahm
Hn, da sein Dienst ihm gerade einen Unsgang eriaubte, mit sich
in“ nächste Wirthshaus, um ihn mit Thee zu bewirlhen, da der
Hefangene von dem ihm angebotenen Bunntwein keinen Gebrauch

gemaͤcht hatte. Im Wirthshaus wurde der Gefuygene zwar
—öAAD

liche Gulmüthigkeit des russischen Bauern die Oberhaud, und ald
zs sich nun gar herausstellie, daß der Türke schon einige russische
Wörter aufgeschnappt hatte, da brochte ihm der Eine Weißbrod,
dex Andere Pepyros, der Dritte Geld und der Wirth schenkte ihm
ogar ein Paar Galloschen, Strümpfe und ein Tuch. Beinahe
»is zu Thränen gerührt, nahm der Turke diefe Liebesbeweise
Seitens der Bauern enigegen und streckte zum Zeichen der Dank⸗
barleit seine Hünde gegen den Himmel, als wenn er beten wollte.
In der Nacht wurde er sodann mit dem Postzuge weiterbefördert.
FNew-York, 21. Dez. Gestern explodirte der Dampf⸗
kessel in Greensield's großer Confekt-⸗Fabrik an der Ecke von Bare⸗
aystreet und College Place mit furchtbarer Gewalt. Die ganze
ßdocderseite des fünfstöckigen Gebäudes wurde zerstört, und in
venigen Minuten stand das Ganze in Flammen, welche auch noch
5 benachtarte Häuser zerstörten. Zweihundert Personen, meistens
Znaben und Mädchen, arteiteten in den oberen Etagen des Ge⸗
äudes, und viele derselben sprangen aus den Fepstern, oder ent⸗
amen über die anstoßenden Dächer. Dreizig verletzte Personen
vurden nah dem Krankenhause gebracht, über fünfzig sind amge⸗
ommen, 21 werden vermißt.
Sur die Redaction verantwortlich:
Illustrirte Fraueu⸗Feitung. (reis vlertelzährlich 2 M. 80. Pf.)
Die neueste Moden-⸗NRummer g enthält: Gesellschafts- Ball⸗, Prome⸗
nadens und Haus⸗Anzüge, Paletots, Hüte, Hauben, Cravaten, Cravaten⸗
xknden, Blumen- und Band⸗Coiffüren. Haus-Anzüge für junge Mädchen,
hute, Mützen und Kragen für Knaben und Mädchen.Reise- oder Schlitien-
»ecke, Schlummerrolle, Nadelbuch, Nadelkissen, Notizenblock, Tintenwischer
ind Hausschuhe, Schreibmappe, Restertasche, Staubtuch-Korb, Sammet-⸗
ind Plisse⸗Burste, Hatschachtel für Herren. Verschiedene zierliche Gegenstande für
»en Weihnachtsbaum und, die Puppen. Bunt- und Weißstickerelen. Spißzen
und Einsätze in Häckelarbeit, Tülldurchzug ꝛtc. ꝛc. mit 78 Abbildungen uͤnd
inem colorirten Modenkupfer. — Die neueste Unterhaltungs-⸗Nummer
48): Wie ein prosaischer Mann ein poetisches Bräutchen gewinnt. Von
Ferdinand Kürnberger. — Weihnachtslagen. Von Häng Herrig.
— Am goldenen Horn. Von Nuredin Aga. 8. Die Sclaverei. Schluß.)
— Verschie denes: Ankunft in Aegypten. Von Rud. Schick. Noch einmat
»ie Bildnisse Heinrich Heine's. Ein neues Kochbuch. — Wirthschaftliches. —
Briejmappe. — Frauen⸗Gedenklage. — Ferner foigende Illustrativnen: Spruch-—
zild. Von C. E. Doepler. — Ankunft in Aegypten. Von Rud. Schick.
— Eine Seite aus dem Codex argenteus in Uviala.

—

Deutsches Montagsec

Chefredacteur: Verleger: Berlin

Arthur Levnsohn. Rudolf Mosse. 1878.

—I1Marx 50 F. vrO Quartal. —

Erscheint seden Montag Morgen, auch außerhalb Berlins am Montag.

Das junge Blatt, welches sich in den 6 Monaten seines
Bestehens einen geradezu sensationellen Erfolg gleichsam im
Sturmschritt errungen, ist seinem Ziel, den großen, englischen,
»olitisch literarischen Wochenblättern ebenbürtig an die Seite zu
reten, immer näher und näher gekommen. Eine Phalanx der
»delsten und ftaltlichsten Ramen aus allen Gebieten des öffent
ichen Lebens, aus den Reihen der Politik, der Literatur, der
Tunst und Wissenschaft stellte sich unserem Blatte zur Verfügung
um dasselbe zum bevorzugten Sammelplatz der hervorragendste
Seister der Nation zu gestalten.

Gutzlow, Laube, Spielhagen, Rodenberg, Dohm, Hopfen,

Anzer gruber, Rosegger, Hedwig Dohm, Prof. Doepler, Prof.
stohl, Prof. Ehrlich, Musikdireclor Truhn, Dr. Nachtigal, Dr.
Ztinde, H. B. Oppenheim, Loewe (Calbe), Braun (Wiesbaden)
Schneegans, Dr. Boerner, Sacher⸗Masoch, v. Leixner, Friß
Mauthner und viele, viele Andere wetteiferlen in dem Bemühen
dus Moltto des Blaites:
„von dem Guten das Beste, von dem Neuen das Neueste“
u bewahrheiten. — Die pouitische Wochenschau des Chefredac—
eurs, wie die zahlreichen Spezial⸗Telegramme und die vorzüg—
ichsten Juformationen aus allen Gebielen des politische
Lebens stellten das „Deuische Monlagsblatt“ von vornderein in
die Reihe unserer vornehmsten Organe.

Der literarische und kritische Theil des „Deutschen Mon—
tags⸗Blattes“ glünzt ebenso sehr durch die Frische und Origi—
aalität seiner Mittheilungen, als durch die elegante, schneid'g
and gleichzeitig aaregende Form, in welcher dieselben geboter
verden. — Unentbehrlich dem Politiker und Geschäftszmanne an
»em zeitungslosen Tage, dem Montag, ist das „Deutsche Mon⸗
agsblatz“ zugleich ein Lieblingsorgan der gebildeten Frauen
velt geworden und in Haus und Familie ein gern gesehener
vast. So vermittelt unser Blatt in knapper Zusammensiellung
illes Wissenswerthe auch dem an rogelmäßige Zeitungslectur
nicht gewöhnten Theil des Publikums und gestattet somit all
oöchentlich eine ruhevolle Ueberschau über alle Ereiguisse und

Leistungen, welche die gebilde:e Welt beschäftigen.

Die Verlagshandlung des „Deutschen Montags-Blattes“
Rudolif VMosse, Nerlin SW.

ger Nachtrag jur Posi Zeinmgs-Preisliste oro 1877 Nr. 11034.

Nicht zu verwechseln mit der vorm. Glaßbrenner'schen Montagszeit

Jeder Abponnent erhàlt eino wertuvolle brulante Prͤmie!
Am 1. Januar 1878 beginnt die beliebte Gartenzeitung:
Vereinigte Frauendorfer Blatter bderausgegeben von der priak—
tischen Gartenbau Gesellschaft in Bayern zu Frauendorf, einen
neuen Jahr glauf und sind alle Gartenbefitzer, Gartenfreunde,
Obste und Weinzüchter, Land⸗e und Forstivirihe u. s. w. zut
Betheiligung am Abonnement auf das freundlichfte eingeladen.
Preis durch die Post halbjährlich S Mark im gesammten
Buchhandel und direkt durch den Verlag in Frauendorf
ganziährlich 6 M. (4 fl. ö. W. Bankn. *7 Fr. 530 Cent.)
LDieæ Drũmie-,
bestehend aus 12 -15 neuen und seltenen, werthvollen Gemuse⸗
und Blumen; Samen in eltganter Verrackung) erhält jeder Abon—
nent fogleich mit Nummer 1 gratis und franco zugesandt. An
dieser mühsam zusammengestelllen Prämie wird der Empfänger
seine Freude haben, denn es setzt ihn in den Stand, seinen
Garten mit dem Neuesten und Schöusten zu schmücken, was die
Blumistik und Gemüsczucht bielet. Tausende empfehlenswerther
Zuschriften hegen über die Nützlichkeit imferer Praͤmen bor.
Die Frauendorfer Blätter.
wobvon wöchenklich ein ganzer Bogen erscheint, enthalten Nummer
ür Nummer einre große Anzahl der werthvollslen Aufsätze und
Notizen über alle Fächer des Gartenbaues, besonders über
Blumen-, Gemuse- und Odstbaumzucht, Weinbau, Anlage neuer
Gärten u. s. f. und sind zur rechten Zeit mit Abbilduugen in⸗
teressanter neuer Bluwen, Früchle, Maschinen ꝛc. gefchmückt.
Der ersten Nummer wird auch der 4—25 Bogen starle, neu be—
arhtitete

FIrauendorfer Haupt-Katalog
über Sämereien, Pflanzen, Kartoffeln, Obfibäume, Fruchisträncher
und, eine Masse anderer Gartenprodukte grastis beigelegt.
Derselbe wird auch gegen frankirtes Verlangen und Beilage von
20 Pf. in Briefmarken gratis und franco versandt und jeder
Besteller auf unsere Garkenprodukte erhält e'ne dem Auftrage
angemesene Gratisbeilage von Blumen⸗ pder Go
müsesamen, Pflanzen ꝛe.

Im verslossenen Johre hatten sich die Frauendorfer Blätter
zufolge ihrer praktischen Kichtung und ihres mannigfaltigen In—
jalts eines Zuwuchses hunderter neuer Leser zu erfreuen und
oülrste dies um so sicherer auch in Zukunst zu erwarten sein,
als unsere Zeitschrift manche erhebliche Verbesserung und Be—
reichetung erweisen wird, Probenummern siehen gratis
und franko zu Diensten.

Frauendorf, Post VDilshofen, (Niederbayern.)

Verlaa der FRrauendorfer Blätter.
        <pb n="700" />
        Versteigerung.
Mittwosch, den zweiten
Januar 1878 Morgers 10 Uhr
vor dem hiesigen Stadtihause
versteigere ich auf dem Wege
der Zwangsvollstreckung
1 Pferd, 1 Chaise, 1
Schlitten, 1 Einspänner⸗
wagen, 1 Kleiderschrank,
1 Wanduhr und 1 Spiecçel
öffentlich gegen Baarzahlung an
den Meistbietenden.
St. Ingbert, 28. Dez. 1877.
Faßbender,
E Gerichtsvollzieher.

SALVATO ER
in der
Bierbrauerei Heusser.

N
Hamit jeder Araake
bevor er eine Kur unternimmt,
oder die Hoffnung auf Gene⸗
sung schwinden läßt, sich ohne
Kosten von den durch Dr. Airh's
deilmethode erzielten über
taschenden Heilunngen überzeugen
tann, sendet Richter's Verlags⸗
Anstalt in Leipzig auf Franco⸗
Verlangen gern Jedem einen
„Attest⸗Auszug“ (180. Aufl.)
Fon und sranco. — Versäume
iemand, sich diesen mit vie⸗
len Krankenberichten versehenen
„Auszug“ kommen zu lassen. —
Von dem illustrirten Original⸗
werle: Dr. Airh's Naturheil⸗
methode erschien die 100. Aufl,
Jubel⸗Ausgabe, Preis Mk.
mu beziehen durch alle Buch⸗
handlungen.
VVVVVvV11

Zieglermeister
Dudweiler GHiegelhutte
gesucht.
Bekanntmachung.

Zum Zwecke der Aufrechtholtung der offentlichen Ruhe und
Ordnung in der Neujahrsnacht und um den die Sicherheit der
Personen bedrohenden Unfuge des Schießens in derselben entgegen⸗
zutreten, wurde von Königlicher Regierung der Pfalz für den 81.
Dezember 1877 und 1. Januar 1878 foigendes Verbot erlossen:

Die Führung nachstehender Waffen, als:

1. von Dolchen, Stiletten und anderen im Griffe feststeherden

oder mittelst einer Vorrichtung feststellbaren Messern,

2. von zugespitzten Streichern und don Pfriemen,

83. von Terzerolen, Sackpistolen und Revolvern,

4. von Abschraubgewehren,

5. von Raufringen oder Schlageisen
ist allen unselbstständigen Personen verbolen. (Art. 39 des Poli—
zeistcafgesetzbuches.)

Wer außer dem Falle des Strafgesehbuches für das deutsche
Reich 8 867, Ziff. 9 den Verordnungen zuwiderhandelt, wodurch
jur Verhütung von Gefahren für die Sicherheit der Personen die
Führung bestimmter gemeingefährlicher Waffen bestimmten Classen
von Personen oder in bestimmten Landestheilen untersagt ist, wird
an Geld bis zu 45 Marlk oder mit Haft bis zu 8 Tagen besiraft,
wobei die Einziehung der verbotenen Woffen erkannt werden kann,
ohne Unterschied, ob sie dem Verurtheiilen gehören oder nicht.
—

Mit Geldstrafe dis zu 150 Mark oder mit Haft w'rd be⸗
straft wer ungebührlicher Weise ruhestörenden Lärm erregt oder wer
groben Unfug verüht.

St. Ingtert, din 28. Dezember 1877.

Das Polizeiktommissariat
Eckerlein.

— n — e *
Neue Illustrirte Zeitung
Redacteur Johannes Nordmann.
sbegiant mit 1. Januar das I. Quartal des VI. Jahrgangs
Wöchentlich eine Nummer von 2.-38 Bogen.
Preis pr. Quart. 3 M., in 14täg. Heften pr. Heft 50 Pf.
in wöchentlichen Nummern à 25 Pf.
Außer spannenden Romanen und Gedichten der besten Autoren, Ar⸗
tilel über Läunder- und Völkerkunde ꝛc. hat es sich die „Neue Illustrirte
Zeitung“ von jeher zur Aufgabe gemacht, den Zeitgeschichtlichen Ereignissen
in Wort und Bild Ausdruck zu geben und unsere zahlreichen Illustrationen,
Portraits, Kriegs- und Schlachtenbilder haben seitens des lesenden Pub⸗
likums die allseitigse Anerkennung gefunden.

Das erhöhte Interesse, welches der russssch-türkische Krieg in allen
Bevölkerungsschichten wachruft, hai die Redaction bestimmt in der „Neuen
Illustrirten Zeitung“ eine besondere Rubrik „Der orientalische Krieg“ zu
cröffnen, worin die weltgeschichtlichen Ereignisse an den Gestaden des
Pontus durch zahlreiche Original⸗-Illustrationen beider Kriegsheere die
sorgfältigste Beruͤcksichtigung finden werden. Die fortlaufende chronolo—⸗
zische Darstellung dieser Ereignisse durch den rühmlichst bekannten Reisen⸗
den und Schriftsteller Freiherr von Schweiger⸗-Lerchenfeld geschrieben, bietet
die Bürgschaft einer durchaus competenten und objectiven Darstelluug.

Juserate finden durch dieses Blatt die weiteste Berbreitung und ist
sder FJuserat⸗Preis billigst auf 830 Pf. per 8mal gespaltene Zeile festgefetzt
Abnehmer des completen Jahrgangs erhalten als Prämie gegen di
uinge Naͤchzahlung von nur 2 M. einen prachtvollen Farbendruck her
Jgestellt nach W. Menzel's Gemalde „Mutterglück“.

Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an.

Leipzig.

Expedition der „Neuen Illustrirten Zeitung“,
34 Querstraße
edaftion rud und Verlag von

Bekanntmachung.
Die Voranschläg? über Ein—
nahmen und Ausgaben für 1878
der Gasanstalt und des Hospitals
hier sind aufgestellt und liegen
14 Tage lang zur Einsicht aus
dem unterfertigten Amte offen.
St. Ingbert, 28. Dez. 1877.
Das Bürgermeisteramt:
Custer.
53 —
Herzogl. Braunschweigische Candes
Fotterie,
vonm Staate Werghigt und garauntirt.
Dieselbe besteht aus 825,000 Driginual-Loosen und
A OoOo Gewinnen:
Haupitteff. ev 450,000 2 Haupttreff. à 18,000
300,000 7 15,000
130,000 2,000
80,000 10,000
50,000 8000
20,000 6000
36,000 5000
30,000 — 4000
24,000 255 3000
Reichs-Mark u. s. w.
Die erste Ziehung findet statt
am Tꝰ. und I8. Junuur I878
zu welcher ich Originallvose
Ganze Halbe Riertel Achtel
I6 Mark 8 Mark 4 Mark 2 Mark
gegen Einfendung des Betrages oder Postvorschuß versende.
Jeder —— Gewinnlisten gratis!
I5. ASilius,
Obere'nnehmer der Braunschw. Landes-Lotterie
im Rraunseh weig. —

IGEI LAur⸗
Montag, 31. Dezember 1877
Sylvester⸗Abend
Ireimusik.
Anfang 4 Uhr Nachmittags.
Freundlich ladet ein
Fr. Lehnert.

Bei dem yerannahenden Jahreswechsel laden wir ergeben)
zu neuem Abonnement ein. n

Die seit Beginn dieses Mongats wöchentlich siebenmal er—
scheinende und in ihrer Sonntagsbeilage die neuesten Depeschen
des Sonntags bringende

Sücldemutaelhe Presse und Hünmnehener

NMachrichtemn“

hai sich in den wenigen Jahren dir neuen Redaklionsführung
eine bedeutende Stelle urter den Organen des bayrrischen und
des füddeutschen Liberalismus erkämpft. Sie ist das Organ
hervorragender buyerischer Reichsstags- und Landtagsmitglieder
und wird durch eine ausgiebige Mitarbeiterschaft derselben unter
tüht. Die brdeutenden Leistungen unseres Blattes in der aus—
värtigen, wie namentlich in der inneren deutschen Parteipolitil
ind von den ersten deutschen Organen wie der „Nationalzeitung“
viederholt anerkannt worden. Die seit Beginn des Krieges von
nlitärischer Feder verfaßten und von Einzelschilderungen beglei—
eten Kriegsübersichten machen die Lektüre der „Süddeutschen
Presse und Münchener Nachrichten“ für Jeden, der onne Ver—
ügung über viele Zeit sich in dem Wuste von Kriegsnachrichten
»rientiren will, nahezu unentbehrlich.

Für die Hebung des unterhallenden, wissenschaftlichen und
»ermischten Theiles wird unausgesetzt Sorge getragen werden,
n welcher Beziehung wir namentlich auf die oben erwähntt
Sonntagsbeilage“ verweisen.

Ebenso bildet einen Gegenstand unserer besonderen Sorgfalt

Erweilerung und Bereicherung der Handelszeitung.

Inserate, welche bei der weiten Verbreitung unserrs Blalktes
n den sozial höchsistehenden und kauffähigsten Schichten des
Publikums sehr wirksam sind, werden mit 20 Pfennig für den
Raum einer fünfmal gespaltenen Petitzeile berechnet. Das
Abonnement auf die 7 Mal wöchentlich erscheinende „Süd—⸗
deutsche Presse und Münchener Nachrichten kosten
rur 8 Mark für das J. Quartal pro 1878, und ist
iese Zeitung auswärts durch alle Postanstalten zu beziehen; in
München werden Bestellungen zu dem gleichen Preise in beiden
cFxpeditionslokalen: Fürstenfelderstraße 13 und Promenadeplatz
ßz entgegengenommen.

München, im Dejember 1877.

Die Administration der „Süddeutschen Presse und
Münchener Nachrichten“.
F. X. Demetz in St Ingbert.
        <pb n="701" />
        St. Ingberler Anzeiger.

— — —
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis beträgt vierteljährlich

1Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von, Auswärts viit 15 Pfa. für die viergespaltene Zeile Blattschrifst oder deren Raum. Reclamen
mit 30 Pfg. pro Zeile berechnet.
M 204. Sountag, den 80. Dezember 1877.
2
Deutsches Reich.

München, 27. Dez. Nach einer in der „A. Z.“ ver⸗
offentlichten Berichtigung des Frhrn. zu Fragkenstein beträgt der
an Bayecrn auskbezahlte Antheil der französischen Kriegskostenent⸗
schadigung incl. Zinsen nicht 173, 648,379 M., wie in dem durch
die Blätter veroͤffentlichen Sitzungsberichte der Reichsralhskammer
zu lesen stand, sondern 273,643, 279 M. die aus denselben ebe⸗
strittenen Ausgaben 263369,912 M. und die wahrscheinlich zu⸗
rückzuzahlende Summe 1,224,842 M.

Münmnschen. Die nächste Sizung der Abgeordnetenkammer
ist auf den 3. Januar angesezt. Zur Berathung kommen Rech—⸗
nungsnachweisungen und der Etat der Tax⸗ und Stempelgefälle für
die 14. Finanzperiode.

Mesz, 25. Dez. Das Schicksal des gegenwärtigen Appel⸗
lationsgerichtes in Colmar ist nunmehr entschieden. Der Landes⸗
ausschuß hat mit 19 von 26 Stimmen die Vorlage, in Colmar
auch den Sitz des Oberlandesgerichts für Elfaß-Loihringen zu be⸗
lassen, angenommen.
Ausland.

Wien, 27. Dez. Die von hier aus verbriteten Gerüchte
über eine beabsichtigte Mobilmachung der österreichischen Armee
werden von gut unferichteter Seite als unbegründet bezeichnet.

Paris, 27. Dez. Das „Journal officiel“ veröffentlicht
ein Dectet, betr. das Inkraftreten des neuen Telegraphen⸗Ueberein⸗
dommens mit Deutschland am 1. Januar 1878. -. Der spanische
Pratendeat Infant · Don Curlos wurve uusge fordert Frantreich zu
verlassen und soll im Laufse des Vormittags abreisen.

Belgrad, 27. Dez. Die Serben baben nach kurzem er⸗
bitlerten Kampfe Pirot eingenommen, wobei ihnen große Kriegsbeute
in die Häude fiel. Dieselben stehen nunmehr am Engpaß von
srupaz. Nach einer späteren Nachricht wurde auch Leskowatz
(jüdlich von Nisch) von den Serben genommen.

Aus Bukarest, 27. Dez. Osman Pascha ist gestern
Nachmittag vier Uhr hier eingetroffen. Von der Reise und den
Schmerzen seiner Wunde angegriffen, verließ derselbe erst nach
einigen Stunden den Waggon, um sich auf einer Bahre vermittelst
Schlittens in sein Absteigequartier fahren zu lasfsen. Osman wird
einige Tage hier verbleiben.

Petersburg, 27. Dez. Die „Agence Russe“ meldet:
Man könne voraussehen, daß das Vermittlungsgesuch der Pforte an
die Großmächte abgelehnt werden würde, da nach den Saßungen
des öffentlichen Rechtes eine Vermitilung nur dann möglich sei,
venn sie von beiden kriegführenden Theilen begehrt werde. Anderen⸗
jalls wäre die Vermittelung nichts als eine Intervention. —-Ferner
bemerlt die „Agence Russe“: Das Londoner Cabinet ermuihige
durch die vorzeitige Einberufung des Parlaments die Pforte noch
in ihrem Widerstande und werde die Russen dadurch nur nöthigen
auf Konstantinopel zu marschiren, was das Londoner Cabinet gerade
habe vermeiden wollen.

—truu- —
Rermischtes.

fLandau, 27. Dez. (E. A.) Die „Rhenania“ in
Würzburg, welche am 4. und 8. August d, J. iht dõiähriges
Stiftungsfest hier feierte, übersandte Hrn. Bürgermeister Maher ein
Weihnachtsgeschenk in Gestalt eines feingeschliffenen Krystali-Bier⸗
glases. Der Deckel desselben zeigt in Porzellanmalerei einen Ritter
in den Farben der, Rhenania“, der sich auf daz Wappen des Korps
tützt; im Hintergrunde sieht man die Festung Würzburg. Die
Innenseite des Deckels trägt folgende Widmung: „Das Korps
Rhenania zu Würzburg dem Bürgermeifler der Stadj Landau z.
j. E. ar den 4.8. August 1877.“
„rGrethen, 283. Dez. Gestern spielten dahier 2 Nachbars⸗
linder mit einander und wollie das ältere dem jüngeten Wasser zu
rinken geßen. Zum Unglück stand jedoch ein Gefaͤh mit Vitriol
äure in der Rähe, das dem 3 Jabre alten Kinde gereicht wurde;

es trank daraus und mußte unter den furchtbarsten Schmerzen den
Todeskampf best ehen.

Speyer. Eine Prüfung für Apothekergehilfen wird am
28. und 29. Januar 1878 hier abgehalten.

F Am 10 Januar beginnt in Constanz die Conferenz
ür Tieferlegung des Unter- und Bodensees.

FNürnberg, 24. Dez. Ueber eine heute am frühen
Morgen in dem Laboratorium des Kunstfeuerwerkers Häberlein an
»er Tullnauer Höhe statigefundene Explosion erhält der „Corresp.“
iachstehende Miitheilungen: Der 18jährige Sohn Hädberlein's,
velcher mit einem Getzilfen in dem Laboratorium arbeitete, wollte
»abs Feuer im Ofen mit dem Schürhacken anfächen, als ein Funken
jegen die am Tische liegende Zündmasse fiel und diese zur Explosion
zrachte. Das Laboratorium brannte nieder, der Gehilfe kam mit
eichten Brandwunden davon, der junge Häberlein aber wurde,
vollständig verbrannt, als Leiche aufgefunden.

Bamberg, 24. Dez. Gestern Morgen während des
Schneegestöbers hörte der k. Forstgehilfe Glock während seines Um⸗
janges in der Nähe des Sendelbaches in einem Gebüsche ein
heräusch. In der Meinung, es sei ein Marder, schoß er nach dem
zusche, und als er sich überzeugen wollte, was er geschossen, fand
r zu seiner Bestürzung, daß er einen unbekannten Mann wödtlich
zetroffen.

sr Wiesbaden, 28. Dez. Eine Feuersbrunst zerstörte
seute Nacht die neue Colonnade nächst den Cursaale und verur⸗
achte bedeutendenSchaden. Die Kunstausstellungsgemälde sind gerettet.

7 Vor einigen Tagen starb in Brauvasch ein Obertertianer
)er dortigen höheren Bürgerschule in Folge von Blutvergiftung,
velche er sich daducch zugezogen hatte. daß in ein kleines im Munde

efindliches Geschwür Tinte gekammen war. Nach nar dreitãgiger
drankheit erlöste der Tod den braven Schüler von seinen heftigen
—XRXV

Kafsel, 18. Dez. In unserem Nachbardorfe Nieder⸗
wehren ist die Trichinose so heftig aufgetreten, daß die Haljte der Ein⸗
vohner krank darnieder liegt. Mehrere Personen sind bereits der
krankheit erlegen, andere schweben in größter Lebensgefahr.

- Vor Kurzem ist eine Nachbildung der Roten der preußischen
Bank —- nicht der Reichsbank — zu 100 Mevom 1, Mai 1874
um Vorschein gekommen, die zwar den echten Noten ähnlich erscheint
ei einiger Aufmerksamkeit indessen von deuselben durch die weniger
utensive, in's Grünliche schimmernde blaue Färbung, die größere
Zreite des weißen Einfassungsrandes, namentlich aber durch die
nangelhafte Ausführung der Strafandrohung auf der Schauseite
eicht zu unterscheiden ist.

f Der durch seine Fahrten auf dem von ihm erfundenen
Rettungsapparat bekannte englische Capitän Boyton hat die Wette,
daß er binnen sechs Tagen die weite Strede von Orleans nach
Rantes auf der Loire zurücklegen würde, gewonnen. Samstag,
»en 8. ds. Mittags, fuhr er von Orleans ab und langie Freitag,
»en 14, um 2 Uhr Nachmittags, in Nantes an. Längs der
Loire Ufer hatten sich überall massenhafte Neugierige eingefunden,
die ihn auf seiner Durchfahrt begrüßten, mehrere tkleine Dampfer
varen ihm von verschiedenen Orlen gefolgt und die Bevölkerung
yon Nantes hatte ihm einen überaus heizlichen Empfang bereitet.
Wie der Phare de la Loire meldet, wat Capttän Boylon mehrmals
n Gefahr, von den reißenden Wirbeln des Stromes erfaßt zu
verden, und einmnl hatten die Wellen ihn schon bis- an den
würtel herabgezogen; er soll ganz erschöpft sein und von Kälte
ind Anstrengung geschwollene Hände haben.

VLondon, 26. Dez. Eif Nutsche⸗Maurer wurden
jestern von zwanzig Strolchen angefallen, wehrere arg geschädigt.
Lin Deutscher, welcher sein Messer brauchte, wurde heute vom Polizei⸗
jericht den Assisen zugewiesen, aber gegen Bürgschaft freigelaffen.

— ö—— — — — — — —
—* Dienstesnachrichten.

Lehrer Demolet von Offenbach wurde an die Stelle des Kreisschulin⸗

pelktors Roth zum Seminarschullehrer in Speher ernannt.
        <pb n="702" />
        Auf die erledigte Steuer-⸗ und Gemeinde⸗Einnehmerei Alsenz wurde der
Steuer⸗ und Gemeinde-Einnehmer Ludwig Mattern von Gaugrehweiler, seinem
Ansuchen entsprechend, versetzt und die hienach erledigte Steuer⸗ uud Gemeinde⸗
Finnehmerei Gaugrehweiler dem geprüften Einnehmerei-Kandidaten und der⸗
maligen Verweser der Einnehmerei Alsenz, Jakob Klotz, übertragen, die erle⸗
digte Steuer- und Gemeinde-Einnehmerei Sippersfeld wurde dem geprüften
kinnehmerei⸗Kandidaten und derzeitigen Einnehmerei-Verweser in Sippersfeld,
Beorg Mergler, übertraäeinn.

Eingesandt.

7. Sit. Ingberi, 28. Dez. Der seit einem Jahre
unter hlesigen Schmelzarbeitern gebildete „Arbeiter⸗Hilfs Verein“
hielt am 23. ds. Mis. behufs Neuwahl des Vorstandes und Rech⸗
nungsablage seine ordentliche Generalversammlung ab. Die früheren
Vorstandsmitglieder wurden sämmtlich wieder gewählt und ihnen
das ungetheilte Vertrauen aller Vereinsmitglieder ausgesprochen.
Der Verein wurde im Dezember 1876 gegründet und zählt bis
jetzt über 260 Mitglieder. Seine Einnahmen bis zum Dezember
d. J. betrugen 715 M. 40 Pf; die Ausgaben 242 M. 24 pf.
Zu diesen Ausgaben zählt außer den vergusgabten Unterstützungs⸗
geldern auch ein größerer Posten außerordentlicher Ausgaben (Druck⸗
losten ꝛc.), welcher für die Folgen in Wegfall kommt. Dem Verein
gerbleibt für das abgelaufene Jahr ein Ueberschuß von 473 M, 16 Pf.
.Der Arbeiter⸗Hilfs-Verein hat den Zweck, seinen Mitgliedern
Hilfe zu bieten. Stirht ein Mitglied, so wird dessen Frau oder
sonstigen Familienangehörigen seitens des Vereins eine nicht un⸗
bedeutende Unterstützungssumme ausbezahlt, um Beerdigungskosten
u. s. w. leichter bestreiten zu iönnen.

S. Der edle Zweck des Vereins, wie die nicht zu verkennende

Irosperität desselben weisen ihm eine schöne Zukunft an. Sie eni⸗
alten aber auch für die Nichtmitglieder von Schmelzarbeitern die
rnste Mahnung, dem edlen Unternehmen, das ihren Familien in
zeiten bitterster Trübfal helfend zur Seite tritt, nicht länger den
kücken zu kehren. Ein Vergleich mit anderen Vereinen, bei denen
Jauptsächlich die Arbeiterklafse vertreten ist, weist dem Arbeiter⸗Hilfs⸗
Verein gewiß die erste Stelle ein. Wenn er seinen Miigliedern
auch keine glänzenden Unterhaltungen bietet, so setzt er sie doch in
ie angenehme Lage, den Ihrigen einen sicheren Nothpfennig
Jjinterlassen zu können.
risa. „Nachdem ich 10 Jahre lang alle Mittel vergeblich
zersucht hatte — haben mich jetzt einzig und allein Ihre weltbe—
ühmten Bruftcaramels — Maria Benno von Donat 1671*)
»on meinem fürchterlichen Hussen — Hals und Brustleiden errettet.
Ihre ewig dankbare Therese Gräfin T.. e“.
COriginal⸗Packet nur echt bei Jean Peters
Friedrich lostet 50 Pfg.

unde
Die erste Nummer d⸗s „Sto Ingberter An⸗
eiger“ im neuen Jahre wird statt Dienstag schon
m Montag ausgegeben. — Anzeigen für diese
Nummer müssen schon am“ Montag Morgen in
unsern Händen sein. — —
Tie Nr. 1des illustrirten Unterhaltungsblattes pro 1.
Quattal wird am nächsten Sonntag ausgegeben.

— —
Versteigerung.
Mi'tekwoch, den zweiten
Januar 1878 Morgers 10 Uhr
vor dem hiesigen Stadthause
versteigere ich auf dem Wege
der Zwangevollstreckung
1 Pferd, 1 Chaise, 1
Schlinen, 1 Einspänner⸗
wagen, 1 Kleiderschrank,
4 Wanduhr und 1 Spiecel
ffentlich gegen Baarzahlung an
den Meistbietenden. —
uSt. Inobert, 28. Dez. 1877.

— Faßbender.
k. Gerichtsvollzieher.

IOtI LAur.
Montag, 8315 Desembir 1877
Sylvester⸗Albend
Freimusik.
Anfang 4 Uhr Nachmittags.
Freundlich ladet ein

Fr. Lehnert.

2*
* —X — — ⸗
222 —M 1
Herzogl. Braunschweigische sandes
Letterie,
vom Staate — und garatttirt.
Dieselbe besteht aus 885, 00 0 riginal⸗Loosen und
A4. 000 Gewinnen
Haupitreff. eb 450,000 1. 2 Haupitreff. à 18,000
—* 300,000 15,000 *
30.000 2000
7000 0,000
0 3000
0 3000
V0 5000
,000 21. 4000n
21 600 288, 3300
Reichs⸗Mark u. s. w. —
Die erste Ziehung findet statt
m E. und I8. Januur N1878, —
ju welcher ich Originalloohsfse —
Ganze Galbe Riertel Achtel
I6 Mart 8 Marbk 4 MNark 2 Mat
gegen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß versende.
Jeder Spieler erhalt Gewinnlisten gratis!
—A
Obereinnebwer der Braunschw. Landes-⸗Loiterie
7 ααV«ν ι.

— F7—

J

Ein Paar Buxkinhosen
ind an meinem Brunnen durch
Bergessen hängen geblieben.
Der Eigenthümer lann die⸗
elben gegen Bezahlung der In⸗
erationstosten abholen. *

Jatob Pileger.
e 7 11 te dto
LiInterprèteé.
Franzõsisehes Journal sr Deutsche
it Uberuu beigèétiittem Text- u. Wortericliürungen.
Sowie nach gleichem, bewührtem Systeme oingerichtet:
Enslisches dournal fär Deutsche
IESBOSOMGGFSC Mt ganæ neuer, vervokommneter
Aussprachbezee— —q..
Herausgegeben von Pmil Sommer.
Erleichtertsto und wirksamste Hilfsmittel bei Erlernung
der französischen und englischen Spracho, namentlich für das
Selbstetudium und bei Vorbereitung auf Examina (Binjãhrig-
Preiwillige); zugleich anziehendste und erfolgreichste französi-
sche und englische Lectüre für Jedermann. Inhalt (vbei beiden
Blãttern vollsstündig verschieden): Tagesgeschichte, belletri-
ztische, populärwissenschaftliche und vermischto Aufsutzo, ge-
diegene Novellen, interessante Processe ete. Wöchentlich eine
Nummer. Quactalpreis fũr jedes der beiden Journale nur 1IM.
50 Pf., direct unter Band 1 M. 65 Pfg. Inserato (à 25 Pf.
Ue 48paltige Petitzeilo) bei dem ausgedehnten, boreits über
gzang Pentschland und Oesterreich-Ungarn gich erstreckenden
eẽ-xeise von erfolgreichster Wirkung.
nkoben in der bayer. Rheinpfal.
Die Fnedition.

nmierleben
— 2
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neuen Abbildungen anch der Natur, umftset in vier Abtheilungen eine
Ager— IAS α TRISäWLX
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und erscheint in IOb vchentlichen Lieferungen aum Preis von IMoari.
Verlag des Biblioꝗgraphisohen Instituts in Leipzig.

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in den: Schafweiherwiefen hat
zu verlaufenn—

A⸗ Mer.

— Pf. Hafer 6 M. 6 pf.
deun 2 M. 40 Pf. Stroh2
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z0 Pf. Weißbrod 1 Kilog.
55 Pf. Kornbrod 8 Kil. 74, 2 Kil.
50 Ppf. ditto 1 RKilo. 25 Pf.
ßemischtbrod 8 Kilo.O M. 92 Pf.
Paar Weck 100 Gramm 6 Pf.
Rindfl. 1. Qual. 66 Pif. 2.
Zuai. 60 Pf. Kalbfl. 60 Pf.
„amfl. 60 Pf. Schweinefl. 60 Pf
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arbis bis 7
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rucht- Brod nd
Aisch⸗ Preise der Stadt
tibrücken“ vom 27. Dezember.
izen 11 M. 18 Pf. Korn
3 M. 8 Pf. Gerste 2reihige
FA- AAεʒt.. — ppf. Gerste! Areih.
Ste! Inadern — w — pf. Spehn o0 M.
«. Dm 6.

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        <pb n="703" />
        Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei—

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag nud Sonntag. Der Abonnementspreis betrag vierleljährlich

1 Mark 20 R.⸗Pfg. Anzeigen werden mit 10 Pfg., von Auswärts mit 15 Pfg. fur die viergespaltene Zeile Blattschrifst oder deren Raxm. Reclamen
mit 30 Pfgs. pro Zeile berechnet.
M 204.. ESo)nntag, den 30. Dezember 1877.
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es trank daraus und mußte unter den furchtbarsten Schmerzen den
Todeskampf best ehen.

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28. und 29. Januar 1878 hier abgehalten. —

Am 10 Januar beginnt in Constanz die Conferenz
für Tieferlegung des Unter⸗ und Bodensees.

Nürnberg, 24. Dez. Ueber eine heute am frühen
Morgen in dem Laboratorium des Kunstfeuerwerkers Häberlein an
der Tullnauer Höhe stattgefundene Explosion erhält der „Corresp.“
nachstehende Miitheilungen: Der 18jährige Sohn Häberlein's,
pwelcher mit einem Gehilfen in dem Laboratorium arbeitete, wollte
daß Feuer im Ofen mit dem Schürhacken anfächen, als ein Funken
zegen die am Tische liegende Zundmasse fiel und diese zur Explosion
brachte. Das Laboratorium brannte nieder, der Gehilfe kam mit
leichten Brandwunden davon, der junge Häberlein aber wurde,
vollsftändig verbrannt, als Leiche aufgefunden.

FBamberg, 24. Dez. Gestern Morgen während des
Schneegestöbers hörte der k. Forstgehilfe Glock während seines Um⸗
janges in der Nähe des Sendelbaches in einem Gebüsche ein
Seräusch. In der Meinung, es sei ein Marder, schoß er nach dem
Busche, und als er sich überzeugen wollte, was er geschossen, fand
et zu seiner Bestürzung, daß er einen unbekannten Mann tödtlich
zetroffen.

7 Wiesbaden, 28. Dez. Eine Feuersbrunst zerstörte
heute Nacht die neue Colonnade nächst dem Cursaale und verur⸗
jachte bedeutendenSchaden. Die Kunstausstellungsgemälde sind gerettet.

— Vor einigen Tagen starb in Braubach ein Obertertianer
der dortigen hoheren Bürgerschule in Folge von Blutvergiftung,
velche er sich daducch zugezogen hatte. daß in ein kleines im Munde
zefindliches Geschwür Tinte gekammen war. Nach nur dreilägiger
drankheit erlöste der Tod den braven Schüler von seinen heftigen
Schmerzen.

Kassel, 18. Dez. In unserem Nachbardorfe Nieder⸗
wehren ist die Trichinose so heftig aufgetreten, daß die Hälste der Ein—
vohner krank darnieder liegt. Mehrere Personen sind bereits der
drankheit erlegen, andere schweben in größter Lebensgefahr.

7 Vor Kurzem ist eine Nachbildung der Noten der preußischen
Bank --nicht der Reichsbank — zu 100 Mevom 1, Mai 1874
zum Vorschein gekommen, die zwar den echten Noten ähnlich erscheint
hei einiger Aufmerksamkzit indessen von denselben durch die weniger
utensive, in's Grünliche schimmernde blaue Färbung, die größere
Breite des weißen Einfassungsrandez, namentlich aber durch die
mangelhafte Ausführung det Strafandrohung auͤf der Schauͤseite
eicht zu unterscheiden ist.

Der durch seine Fahrlten auf dem von ihm erfundenen
Rettungsapparat bekannte englischt Capitän Boyton hat die Wette,
daß er binnen sechs Tagen die weite Streke von Orleans nach
Nantes auf der Loire zurücklegen würde, gewonnen. Samstag,
den 8. ds. Mittags, fuhr er von Orleans ab and langte Freitag,

—— — er u w 2 zp. Nachmittags, in Nanses an. Längs der
8* —— Loire Ufer hatten sich überall massenhafte Neugierige eingefunden,
8 ermischtes. die ihn auf seiner Durchfahrt begrüßten, mehrere kleine Dampfer
fLandau, 27. Dez. (L. A.) Die „Rhenania? in varen ihm von verschiedenen Orten gefolgt und die Bevölkerung
Würzburg, welche am 4. und 3. August d, J. ihr 851ähriges von Nantes hatte ihm einen überaus hetzlichen Empfang bereitet.
Stifiungsfest hier feierte, übersandte Htn. Bürgermeister Mayer ein Wie der Phare de la Loire meldet, war Capitän Boyton mehrmals
Weihnachtsgeschenk in Gestalt eines feingeschliffenen Krystall ⸗Bier⸗ in Gefahr, von den reißenden Wirbeln des Stromes erfaßt zu
glases. Der Deckel desselben zeigt in Porzellanmalerei einen Ritter werden, und einmnl haiten die Wellen ihn schon bis an den
in den Farben der, Rhenania“, der sich auf daz Wappen des Korpe Gürtel herabgezogen; er soll ganz erschöpft sein und pon⸗deälte
stützt; im Hintergrunde sieht mandie Festung Würsburg. Die und Anstrengung geschwollene Hände haben.
Innenseite des Deckels trägt folgende Widmung: Das Korps rLondon, 26. Dez. Eif deutsche —* wurden
Rhenania zu Würzburg dem Bürgermeister der Stadi Landau z3. gestern von zwanzig Strolchen angefallen, mehrexz⸗ arg geschädigt.
. E. an den 4.,/18. August 18777 Ein Deutscher, welcher stin Messer brauchte, wurde heute vom Polizei⸗
hd 7 Greth 2 23. Dez. Gestern spielten dahier 8 gericht den Assisen zugewiesen, aber geges Bürgschaft freigelaffen.
Dert mit einander und wollte das ältere dem jüngeren Wasser zu 5 J senseesnaeelinn —
n geben Zum Unglück stand jedoch ein Gefäß mit Vitriol- Lehrer Demolet * — ag an die Stelle des Kreisschulin⸗
*v Nähe, dag dem 3 Jahre alten Kinde gereicht wurde; / spektors Roth zum Seminarschullehter in Speyer ernanni.
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        Auf die erledigte Steuer⸗ und Gemeinde⸗Einnehmerei Alsenz wurde der
Steuer⸗ und Gemeinde⸗Einnehmer Ludwig Mattern von Gaugrehweiler, seinem
Ansuchen entisprechend, versetzt und die hienach erledigte Steuer⸗ uud Gemeinde⸗
Einnehmerei Gaugrehweiler dem geprüften Einnehmerei-Kandidaten und der⸗
maligen Verweser der Einnehmerei Alsenz, Jakob Klotz, übertragen, die erle⸗
digte Steuer⸗ und Gemeinde⸗Einnehmerei Sippersfelde wurde dem geprüften
Einnehmerei⸗Kandidaten und derzeitigen Einnehmerei-Verweser in Sippersfeld,
Heora Mergler, übertragen
Eingesandt.

7FSt. Ingbert, 28. Dez. Der seit einem Jahre
unker hiesigen Schmelzarbeitern gebildete „Arbeiter⸗Hilfs-Nerein“
hielt am 23. da. Mis. behufs Neuwahl des Vorstandes und Rech⸗
nungsablage seine ordentliche Generalversammlung ab. Die früheren
Vorstandsmitglieder wurden sämmtlich wieder gewählt und ihnen
das ungetheilte Vertrauen aller Vereinsmitglieder ausgesprochen.
Der Verein wurde, im Dezember 1876 gegründet und zählt bis
jetzt über 280 Mitglieder. Seine Einnahmen bis zum Dezember
d. J. betrugen 715 M. 40 Pf; die Ausgaben 248 M. 24 ppf.
Zu diesen Ausgaben zählt außer den verausgabten Unterstützungs⸗
geldern auch ein größerer Posten außerordentlicher Ausgaben (Druc⸗
kosten c.), welcher für die Folgen in Wegfall kommt. Dem Verein
verbleibt für das abgelaufene Jahr ein Ueberschuß von 473 M. 16 Pl.
Der Arbeiter⸗-Hilfs⸗-⸗Verein hat den Zweck, seinen Mitgliedern
Hilfe zu bielten. Stirbt ein Mitglied, so wird dessen Frau oder
fonstigen Familienangehörigen seitens des Vereins eine nicht un⸗
bedeutende Unterstützungssumme ausbezahlt, um Beerdigungskosten

u. s. w. leichter bestreiten zu können.
is; Der edle Zweck des Vereins, wie die nicht zu verkennende

Prosperität desselben weisen ihm eine schöne Zukunft an. Sie n.
'alten aber auch für die Nichtmitglieder von Schmelzarbeilcrn die
ruste Mahnung, dem edlen Unternehmen, das ihren Familien in.
Zeiten bitierster Trübfal belfend zur Seite tritt, nicht länger den
Rücken zu kehren. Ein g mit anderen Vereinen, bei denen
hauptsächlich die Arbeiterklasse vertreten ist, weist dem Arbeifews Hilfs
Verein gewiß die erste Stelle ein. Wenn er seinen Mitgliedern
auch keine glänzenden Unterhaltungen bietet, so setzt er fie doch in
die angenehme Lage, den Ihrigen einen sicheren Nothpfennig
hinterlassen zu können.
Paris. „Nachdem ich 10 Jahre-lang alle Mittel vergebuch
bersucht hatte — haben mich jetzt einzig und allein Ihre weltbe—
ühmten Brustcaramels — Maria Benno von Donat 16712)
ron meinem fürchterlichen Hufken — Hals und Brustleiden erreitei.
Ihre ewig dankbare Therese Gräfin T.. ...e“

Original⸗Packet nur equ bei Jean Peters
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Die erste Nummer dies „Et. Ingberter An⸗
zeiger“ im neuen Jahre wird statt Vienstag schon
am Montag ausgegeben. — Anzeigen sür diese

Nummer müssen schon am Montag Morgen in
unsern Händen sein. eg n .
Tie Nr. 1 des illustrirten Unterhaltungsblaties pro 1
Quartal wird am nächsten Sonntaq ausgegeben.

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Versteigerung.
Mitswoch, den zweiten
Januar 1878 Morgers 10 Uhr
vor dem hiesigen Stadthause
versteigere ich auf dem Wege
der Zwangsvollstreckung
1 Pferd, 1 Chaise, 1
Schlitten, 1 Einspänner⸗
wagen, 1 Kleiderschrank,“
¶Wanduhr und 1 Spiecel Ein Paar Burkinhosen
offentlich gegen Baarzahlung an sind an meinem Brunnen durch
den Meistbietenden. Vergessen hängen geblieben.
9* Der Eigenthümer kann die⸗
St. Ingbert, 28. Dez. 1877. selben gegen Bezahlung-der In⸗
Fafsbeuder/ ceralionskosten abholen.
k. Gerichtsvollzieher. Jakob Pifleger.

IILLXX
Montag, 81. Dezember 1877
Sylvester· Abend
Ireimusik.
Unfang 4 Uhr Nachmittags.

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Dieselbe besteht aus Ss, O00 Driginal Loofen und
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30,000 3 4000
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4

533 — ——
Unterprètoe.
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it ii herall beigefügten Text-u- Worterlürungen.
Sowio nach gleichem, bewährtem Systeme oingerichtet:
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Rindfl. 1. Qual. 66 Pf.2

Dual. 60 Pf. Kalbfl. 668

damfl. 60 Pf. Schweinen v0 M

Hutter 1M. 10 vr ver Pf.
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