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        Sf. Ingberler ANnmzeiger.
der StJagberter Anzeiger und das (2 mal wöoͤhentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermalz Dienstag, Donuerstag, Samstag und Sonntaz. Der Abonunementspreis beträgt vierieljahrlich

1 24 40 3 einschließlich Träͤgerlohn; durch die Post bezogen 1.M 60 , einschließlich 40 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswurts
mit 15 B fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Neclamen mit 830 H pro Zeile berechnet.
MJ.

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IS79.

* St. Ingabert, 1. Januar,
Zum neuen Jahre. —P
.Das alie Jahr ist nun zu Grab getragen,
Doch tause d Wunsche, Hoffnungen und Klagen,
Sie starben mit dem allen Jahre nicht. J
Die Jagd nach Glück, fie wird auf's Neu beginnen,
Indeß die Tage wiederum verinnen,
Im Fluge mahnend: Thue deine Pflicht!“
Die Sylvesterglocken haben ausgeklungen; das Jahr 1878 ist
dergangen und ein neues Jahr ist herauf gestiegen. Wehmüthig
ernst ist bei der feierlichen Johreswende das Gemüth des Menschen
gestimmt. In der Erinnerung gedenkt er der Freuden und Leiden
des abgeschiedenen Jahres, mit banger Besorgniß und auch wieder
mit freudiger Hoffaung fieht er der Zulunft enlgegen. Der Mensch
gehört aber nicht sich allein an, er gehört auch der Gemeinde, dem
Staate und der Kirche, und daum gedenlt er auch jener Zeichen
und Merkmale, mit denen das hiusterbende Jahr in den Büchern
der Weltgeschichte verzeichnet steht.
Das verflossene Jahr war ein Jahr bedeulender Ereigniffe
und hat sich fast für alle Länder der Erde oder doch wenigsiens
Europas, zu einem höchst denkwürdigen gestaltet. Deutschland wird
ꝛieses Jahr lange gedenken, in Schmerz, in Trauer und in Freude.
Zweimal, am 11. Mai und am 2. Juni, richteten frebelnde Mör⸗
derhände das Mordgewebr gegen das ehrwürdige Haupt seines
—LO
alle Gauen des weiten Vaterlandes. Sechs Monate lang war der
greise Fürst den Regierungsgeschäften entzogen, um die Wunden zu
heilen, die ihm der zweile Verbrecher beigebracht hatte. Ein Ab—
grund war dem deutschen Volte durch die beiden Nitentate gezeigt,
der sein Glück und seine Wohlfahrt zu verschlingen drohte. Un—
gescheut arheitete eine Partei mit allen Mitteln an der Auflösung
und Zerstorung der bestebenden Ordnung. Da schuf die deutsche
Volksvertre:ung mit den Regierungen ein Gesetz, um alle Ausschrei⸗
tungen zu ahnden und der sozialistischen Bewegung einen Damm
enigegen zu stellen. Freilich ist damit die soziale Frage noch nicht
zelöst; die Lösung ist dir Zukunft vorbehalten. Auch den kirch⸗
lichen Frieden hat das sceidende Jahr noch nicht gebracht; aber
doch auf beiden Seiten den aufrichtigen Willen zur Wiederheistel⸗
lung dessselben gezeigt.
Im Auslande herischte vor allem die orientalische Frage vor.
Das Jahr 1878 war blutig hersuf gezogen. Der Krieg zwischen
Rußland und der Türkei schien sogar zu einem Weltbiand werden
zu wollen und erfüllte ganz Europa mit banger Besorgniß. Da
traten die leitenden Staatsmänner zum Berliner Kongreß zusammen
und das Ergebniß ihrer Berathungen war der Berliner Frieden.
Die vermittelnde Stellung Deuischlandt zeigte fich in voller Höhe
des Einflasses und der Macht. Trozdem ist die orientalische Frage
ungelöst geblieben und in den Grenzen des Türkenreichs wüthet eine
blutige Racennietzzelei. Desterreich besetzte, wahescheinlich auf immer,
Bosnien und die Herzegowina. England nahm die Jusel Cypern.
Es führt jetzt einen ersolgreichen Krieg in Asien mit dem Emir
don Afohanistan und demüthigt dadurch auch Rußland. Ju Frank⸗ Adrusland.
reich befestigt sich immer mehr die republitanische Staatsform. In England wächst mitten in dem Triumph der aus⸗
Italien und Spanien wurden erschüttert und erregt durch Atientate värtigen Polilik die innere Zerrüttung. Zu der in den Manu⸗
auf das Leben ihrer Könige. In Rußland zeigen sich Symptome lturd: strilten hertschenden Norh droht jeht eine Sirile in den
einer gefährlichen Gaährung. Ein glüdliches und frohes ist darum dohlenbergrerkedistrilten hinzuzutreten. Das Komitéé der Kohlen⸗
das abgelaufene Jahr nicht zu nennen. Denn wie ein Alpdruck rubenbesißer von NYorlkshire und Laneaster in RNordengland tagte am
liegt es noch immer auf Handel, Industrie und Gewerbe. Aber freilag zu Sheffieid, um die Delegirten der Gruübenardeuer zu
unsere Zeit kraatt nicht nut in wirthschafilichet, sondern auch in ören. Hiese verlangten die Zurlänahme der Belkanntmachung
sittlicher Beziehung. Wir haben von jenen zersetzenden Lehren des der Arbeitgeber über die Herabsehung der Lohne um 1220 ph
Sozialismus, der sogar vor dem Konigsmorde nicht zurück schreckt, Die Arbeitgeber ihrerseits lehnten die Forderung ab. Der Ausschuß
chon gesprochen. Daneben fiaden wir, daß dem deutschen Volke der Grubenarbeitet wird sich am 6. Januar versammeln, um über
sein schoͤnes Erbtheil: die Freude an der Arbeit und die Lost zur den Beschluß der Ardeitgebetr zu berathen und die Entschließung
Sparsamteit vielfach geschwunden ist. In den Sinnengenuß setzt »ei der nächsten am 9. Januar stat findenden Vereinigung der
man sein Ideal, nicht in gewissenhafte Pflchterfüllung; Treue und Arbeitgeter dekannt geben. Sollte der Strike zum Ausbruch
Ehrlicheit sind im Schwinden und daneben tritt die Lüuge und jommen, so würde derselbe 60,000 Arbeiter umfassen. Soweit
Heuchelei immer breiter auf. Hier gepügt es nun nicht, einzue das Telegramm. Eine Strike don edentuell 60, 000 Arbeitern!
timmen in die Klage ülber die schlechten Zeiten und die jchlechien London, 31. Dez. Der Großherzoz don hessen wird
Menschen. Denn diese Klagen sagen nichis Anderes, als: In den mit seinen Kindern in ldurzer Zeit zum Besuche hei seinet Schwieger⸗
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        muiter, der Königin, in Osborne erwariet. — In den Kreisen
der Maschinenbau-Arbeiter gährt es. Man glaubt, daß ein all⸗
gemeiner Streik berorsteht, da eine Verlängerung der Arbeitszeut
in den Fabriken beabsichtigt wird. Man glaubt, daß die Afghanen
einen energischen Widerstand vorbereiten, und daß sie zunächst Kan⸗
dahar vertheidigen werden.

—Brussel, 30. Dez. Die belgischen Bischöfe erließen einen
gemeinsamen Hirtenbrief, worin sie das Land auf die Gefahren des
deu den Liberalen befürworteten Besetzentwurfes bezüglich des
daien⸗Unterrichts hinweisen.

Rom, 30. Dez. Durch ein Dekret wird d'e Einfuhr von
Rindvieh aus Deuischland verboten.

Den Kriegsfurien folgt in der Türkei das Gespenst des
Hungers auf den Ferfen; insbesondere scheint die türkische Haupt—
adt so unheimlich furchtbar von diesem graufigen Gaste heimgesucht
portden zu sein, daß aus der Heimsuchung eine politische Aktion,
eine „Hungerrevolte“ herauszuwachsen droht. Gestern
meldete der amtliche Telegraphh aus Konstantipopel kurz und dürr,
daß wegen des Minderwertzes des Papiergeldes die Regierung die
Brodpreise herabgesetzt habe.

Die Haupischwierigkeit in den Verhandlungen zwischen der
Tücrkei und Griechenland über die „Berichtigung“ der
rürkischegriechischen Grenze dildet der Umstand, daß die Türken in
Epirus die Häfen Arta und Prevesa behalten möchten und dofür
ueber in Thessalien einen größeren Bezirk abtreten würden. Sie
fürchten, wenn Arta und Prevesa verloren gingen, würde auch
Janina in kurzer Zeit nach'olgen. Die Griechen aber bestehen da⸗
rauf, daß die vom Berliner Congreß vorgeschlagene Grenzlin'e, in
welche Arta und Prevesa fallen, beibehalten werde; den Grund kann
man sich nach dem Gesagien keicht denken.

Uuñler den Tartaren der Bezirbe Mamadysch-Spaßk und
Tschistepol im Gouvernement Kasan ist ein Aufstand ausgebrochen
und noch nicht niedergedrückt, wiewohl gegen die Rebellen mehrere
Regimenter Infanterie und Cavalerie der Kasaner Gouvernements⸗
Barnisonen in vollster Kriegsausrüssung gesandt wurden.
WVermischtes.

* St. Ingbert, 1. Jan. Die Neujahrsnacht ging hier
ziemlich ruhig und still vorüber. Nur hie und da höcte man einen
—AV J
— *St. Ingaberl, 1. Jan. Wir machen darauf aufmerk—
sam, daß vom heutigen Tage ab alle gewerblichen Arbeiter unter
Bekanntmachung
den Vollzug des Gesetes über die Abäuderung der Ge—⸗
werbeordnung, hier die Arbeitsbücher bet.
In Gemäßhe't des Gesetzes vom 17. Juli 1878, die Abän⸗
derung der Gewerbeordnung bett., haben vom 1. Jan. 1879 alle
gewerblichen Arbeiter unter 21 Jahren und zwar auch dejenigen,
welche schon vorher in Arbeit gestanden sind, im Besitze eines von
der Ortspolizeibehörde auszustellenden Arbeitsbuches zu sein.
Des wird unter Hinweis auf die Strafbestimmung des 8
150 der reb dirten Gewerbeordnung bekannt gegeben, wonach Zu⸗
piderhandlungen mit Geldstrafe beß zu 20 M. und im Unwver⸗
moögensfalle mit Haft bis zu 3 Tazen bestraft werden.
Speier, ben 21. Dezember 1878.
Kal. Bayerische Regierung der Pfalz,
Kammer des Innern.
v. Braun. Schild.

—
Danksagung.

Für die so zahlreiche Theil⸗
nahme bei der Beerdigung un⸗—
seres lieben Gatten, Valiers,
Schwiegetpaters und Großvaters

Joh. Jos. PReters
sagen wir hieemit unseren herz⸗
sichsten Dank. d
St. Ingbert, 31. Den 1878.
Die trauernd Hinterbliebenen.
F Neue, 5. mpel‘e
ESpi⸗torten
ʒeiĩ J. J. Grewenig.

αια — 7

Wer an Gicht, Kenmatismas oder
rkältnugskrankheiten leidet, versehe
ich mit dem in zweiter Auflage
ischienen⸗
LCIIDC

vorzügliche, tausendfach de⸗

vährte und leicht zu befolgende An⸗
eitungen zur Selbstbehandlung u.
zeilung obiger Leiden enthaltende
zuch sollte in keiner Fauilie fehlen
nd namentlich kein an Gicht oder
theumatismus Leidender versäu—⸗
nen, dasselbe zu kaufen. Viele
dranke, die vorher Alles vergebens
ebraucht, verdanken den Anleitun⸗
en dieses Buches die ersehnte Hei⸗
ng. — Prospect auf Wunsch vor⸗
earatis u. fr. durch Ch. Hohen-

lestner in Leitzin und Basel. —

Zc3

J—

Preis 50 Pf., vorräihig in K.
Botthold's Buchhandlung in Kai⸗
erslautern, welche dasselbe gegen
0, Pf. in Briefm. franco übexallhin
vorsendet.

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mpfuhlt

riedrich

21 Jahren ohne Unterschied des Geschlechts, gleichviel ob sie als
ʒesellen, Gehilfen, Lehrlinge oder Fabrikarbeiter beschästigt werden,
in Arbeitsbuch zu führen haben, auch wenn sie schon vorher in
Arbeit geßanden sind. Die Ausstellung dieses Arbeitsbuches ge⸗
chieht durch die Polizeibehörde desjenigen Ortes; an welchem der
Arbeiter zuletzt seinen dauernden Aufenthalt gehabt hat, kosten⸗ und
ten pelfrei. Das Arbeitsbuch hat der Arbeitgeber in Verwahrung
zu nehmen und dasselbe dem Arbeiter nach Lösung des Arbeits—
perhältnisses wieder zu behündigen. Die Verletzung dieses Gesetzes
sann mit Geldstrafe bis zu 20 Mark und im Unvermögensfalle
nit Haft bis zu 3 Tagen bestraft werden.
rF Edesheim, 27. Tez. In der Christnacht wurden der
Wittwe Buchmann von hier, während dieselbe anderwärts der
Thr'stbescherrung beiwohnte, 300 M. gestohlen. Der Dieb ist der
Sjährige Sohn eines Bürgers von hier.
fMülhausen (Gm Elsaß), 27. Dez. Dieser Tage ist
zjer ein Bruder des berüchtigten Troppmann, der im Jahre 1869
zu Pantin vor Paris eine aus 6 Gliedern bestehende Familie
er wordete, deren Oberhaupt er bereits vorher bier im Elsaß umge—
yracht hatte, um sich in den Besitz des Eigenthums derselben seßen
u können, gefänglich eingezogen worden. Auch diesen Bruder trieb
ie Sucht reich zu werden zu einem Verbrechen, indeß zu einem
olchen, bei dem seine Hände frei vom Blute seiner Nebenmenschen
lieben, — er betrieb nämlich Falschmünzerei.
In Spanien tauchen zur Abwechslung neue Banden auf.
stach der „Ag. Havas“ von der katalonischen Grenze zugehenden
Privatnachrichten ist bei Labala in der Provinz Barcelona ein Trupp
non 400 Bewaffneten erschienen. Uad somit knüpft sich in jenem
dande an das fröhliche Ende wieder ein fröhlicher Anfang.
Schiffbrüche. Im Laufe der vergangenen Woche
zjingen 38 britische und andere Schiffe zu Grunde; dies bringt
zie Gesammtzahl der Schiffbrüche für das verflossene Jahr auf
527. Die mit den verunglückten Schiffen verloren gegangenen
Züter repräsentiren einen Gesammtwerth von 650.,000 Pfd. St.

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20.000, 528 „2000
13000, 1847, 500
Reichs⸗Marl u. s. w.
Die erste Ziehung findet flatt
am 16. und 17. Jannar 1839,
welcher Brigina Toof⸗
Gane Halbhe Viertel Achtel
16 Marxk 8 Mark. 4 Mark 2. Mark
egen Einsendung dis Betrages oder Postvorschuß verjende
Jeder Spieler erhält die Gewinnlisten aratis!
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Braun'chw. Landes Lotterie
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Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
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35 523535 383585 755 5255 83 235 ⸗ 55252585
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        Sl. Ingberler Anzeiger.
Der St. Juzberter Anzeiger und das (2mal wöheitlihh) mit dem Hiuztblatte verbundene Unterhaltun 1s50latt. (Sonntazs mit illustrirter Wei—

lage) ersheint wo heatlih viermil: Dienztag, Dolnerztag, Sunstaz unr Sonntaz. Der Abonnementspreis beträagt vierleljahrlich

lA 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezyJen LA G69 , einschließlich 429 Zustellzebühr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswärts
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Necla nen mit 80 pro Zeile berechnet.
2.

Samstag, den A. Januar

snd.

Deutsches Reich.

München, 31. Dez. Wegen der Gerichtsorganisation
triit morgen Hr. Just zminister Dr. v. Fäustle eine Dienstreise an
und begibt sich zunächst nach Nürnberg.

TBerlin, 31. Dez. Die kriegsgerichtliche Untersuchung in
Sachen des „Großen Kur'fürsten“ ist, wie verlautet, so weit abge⸗
schlossen, daß d'e Einsendung der Alten an den Kaiser behufs Be—
stimmung über die Zusammensetzung des Kriegszerichts bevorsteht.

Berhin, 1. Jan. Der zeutige Nujahrsempfang im kai—
serlichen Palais, welcher ganz wie in den früheren Jahren verlief,
hatte ein zahlreiches Publikum ia die Nähe des Palass zusammen⸗
geführt, welches trotz des schlechten Wetters bis nach Beendigung
des Empfangs aushielt. Der Ka'ser hat, wie man hört, durch die
ãußere Erscheinung und Haltung die Mitglieder der verschiedenen
Deputalionen freudig überrascht und die Begrüßungen und Glück—
wünsche mit fester Stimme erwidert, wenn auch bei dem Ruͤckol'ck
auf die traurigen Eceignisse des abgelaufenen Jahres die Bewegungz
den Monarchen ab und zu überwältigke. — Die gestrige Sylvpester⸗
nacht ist Dank den energischen Vorkehrungen der Polzei ohne er⸗
hebliche Ruhestörung verlaufen, obschon die Straßen sehr belebt
waren und namentlich in den Vorstädten hier und da eine lär—
monde Fröohlichkeit herrschie.

Ja seiner Neujahrsbetrachtung sagt der „Pf. K.“

unker anderm: So gar schlecht, wie man's heutzutage gern macht,
sind die Zeiten doch nicht. Aber unser jetziges Geschlecht hat sich
aa ein gewisses Wohlleben, an allerlei Genüsse gewöhnt, welche
recht wohl entbehrlich sind, die es aber nicht enbehren will. Und
wenn es nun hart geht, mit der vtrminderten Ennahme diese Ge⸗
nüsse zu beschaffen, da in ist die Unzufriedenheit da: die Zeiten
sind schlecht! Man sollte lieber sagen: die Menschen sind schlecht,
die es nicht über sih gewinnen lömen, sih nach der Decke zu
ttreden, wie es ihre Väter unker schlimmeren Verhältnissen auch
geihan haben. Diese Unzufriedenheit mit dem, was man hat und
haben kann, die hat wesentlich beigetragen, den aufreizjenden Lehren
der Socialdemokratie bei Tausenden und aber Tausenden Eingang
zu verschaffen; und glaube man ja nicht, daß diese Tausende blos
in den sogenannten untern Sch'chten der Gesellschaft zu finden sind.
Derselbe giftige Same erzeugt allerwärts dieselbe giftige Frucht;
von der unverständigen Unzuftiedenheit und Ungenüzsamkeit sind
auch unsere höheren Classen durchtränlt, und ohne daß sie sich's
bewußt werden, träufelt das Gift aus ihnen hinab in die unteren
Schichten. Und na hher wundern sie sich, was dort für ein Boden⸗
satz fich angesammelt hat!
c Genau genommen, ist diese Unzufriedenheit, an der unser
jetziges Geschlecht krankt, und das ewige Klagen über die shlechten
Zeiten eine rechte Erbärmlichkeit. Sind die Zeiten wirklich schlecht,
ei, dann nehme man sich zusammen und rühre sich; von selbfl
werden sie nicht besser, und mit Klagen erst recht nicht. Dieset
Klagen hat so ewas Unmäunliches, Weibisches an sich. Es heißt
am Ende doch nichts als: ich will enichts thun, ich kann
nichts thun, ein Anderer soll mir helien. Ist das eine Rede für
Männer ?

Und um dies traurige Gebaren zu beschönigen, sucht man sich
auf die bestehenden Gesetze und Einrichtungen auszureden: die
sollen an all dem Uebel schuld sein. Gerade so machen es die
Socialdemokraten auch. An unseren Gesetzen und Einrichtungen
mag dies und das zu bessern fein; das war in früheren Zeiten auch so,
und die Leute haben doch zufriedener gelebt; vollkommene Einrichtungen
giebt's überhaupt in dieser Welt nie. Aber wacht Gesetze, wie ihr
wollt — wenn die Menschen sich in unüberlegte Unternehmungen
einlassen, bei denen sie statt des gehoffen Gewinnes große Verluste
haben, wenn sie immer nur gut essen und trinken und sich Ver—
gnügen machen, aber wenig arbeiten wollen, das kaun eben einmal
nicht gut gehen. Nachher, wenn man in der Paitsche sitzt, ist's
freilich recht bequem, die Gejetze und Einrichtungen an uklagen, siatt
in richtiger Ectenntn'ß sich selbst die Schald beizumessen und et
künftig besser zu machen.

Hinter'm Biertisch sagk sich's freilich recht leicht: die Gesetzt

taugen nichts, so und so müßten sie sein, dann wäre mir wohl.

Aber dein Nachbar hat genau dasselbe Recht wie du, und wenn du

die Gesetze verlangst, wie sie dier nach de inem Geschmack sind
so verlangt er sie wieder anders, so, wie sie i him in den Kram
passen. Und ein Dritter wieder so und so fort ins Unendliche,
und schließlich lommt ein Wirrwarr von Vorschlägen und An—
pischen heraus, daß es Einem graust. Wir sehen's ja heutzutage
eibhaftig vor uns, was di für ein Veitstanz aufgeführt wird: der
Fine wiil dies, der Andere das, Jener wieder was Anderes
Schließlich lonmen sie sih noch alle in die Haare. Im Frund
jenommen ist es eine eden so große als kurzsichtige Selbstsucht, die
äch da breit macht. Jeder denkt nur an sich und an sdeinen
Vortheil; daß Andere auch noch neben ihm leben wollen, das
fümmert iha nicht; die mögen sehen, wie sie zurecht kommen.
Das Berliner Tageblatt schreibt: Nach Allem, was man hoöͤrt,

vitd der Reichslanzler sein wirthschastliches Programm nur dann
durchseten können, wenn er sich der Allianz der Agrarier ver sichert
ind diesen ihre Getreide⸗ und Viehzölle gegeben hat. Die heutige
Situat'oa zeigt recht kiar, wie richtig der vormalige Präsident des
seichskanzleramtes, Delbrück, handelle, als er vor ungefähr drei
Fahren die hier liebgewonnene Stellung freiwillig niederlegte; dam
veitsichtigen Staatsmanne konnte es nicht entgehen, daß damals
der Reichskanzler seine Pläne zur Aenderung der Zoll und Wirth⸗
chastspolitik Deutschlands zur Ausführung bringen wollte. In der
That ist Delbrück, der wie wir erfahren, einigen Freunden gegenüber sich
mißbilligend Uber das neue Prozramm des Reichskanzlers ausge⸗
prochen hat, vor drei Jahren rein aus sachlichen Gründen, und
nicht prrsöalicher Differenzen mit dem Reichskanzler halber aus
jeiner Stllang gesch'eden. Ein eigenthümliches Bilb gewährt die
azracische Prisse, welche bisher nicht heftig genug gegen die Leiter
der Finanze uad Handelspolitik ankämpfen konnte jetzt aber in
zrster Lteihe an der Seite des Reichskanzlers zu sinden ist. Das
dauptorgan der Agrarier, die,Deursche Landeszeitung“, schreibt
Jeute zum Programm des Reichskanzlerz was folgt:

„Da steh:s es schwarz auf weiß, dar Reichslanzler stellt sich
ganz auf unsern Standpuakt. Die Kundzebung des Reichskanzlers
ziebt uns die frohe Gewißheit, daß die Regierung bald ganz auf
unseren Pfaden wandeln werde. Schon wiederhoit ertappten wir
die „Provinzial-Korrespondenz“ auf agrarischer Fährte, jetzt sind
wir si her, daß unsere Mühe und Arbeit keine vergebliche gewesen
ist. Das macht uns den Schluß des Jahres zu einem recht er⸗
freulichen.“

Ein anderes agrarisches Blatt, die „Deutsche landwirihschaft⸗
liche Zitung,“ schreibt an der Sp'tze ihrer heutigen Nummer:

Entweder Wiedereinführung von Zöllen auf ausländisches Ge⸗
hreide und Mehl oder vollständige Zoll und Steuerfreiheit saͤm ni⸗
licher ausländ scher Produkte. Theure Lebensmittel, hode Arbeits
söͤhne, niederer Zinsfuß sind Zeichen des Verfalls der Staalen und
Völker.

Man kann daraus entnehmen, daß die Agrarier, also die eine
dälfte der Deutsch · Konservativen des Reichsstages — die andere
Halfte unter Fuhhrung des Herrn v. Wedell- Malchow huldigt be⸗
auntlich freihändlereschen Prinzipen — nur um den Preis von
Betreide: und Viehzöllen mit dem Reichskanzlet gemeinsam mar⸗
chiren werden. Das macht namentlich die Gruppe Lowe und sast
ämmtliche Nationalliberale, welche die Erllärung der 204 unler—
Hrieben, stutzig. Charakteristisch ist und bleibl es, daß einzig und
allein die agrarische Presse es ist, welche ohne jeden Vorbehalt
sich sür das Prozramm des Reichskanzlrs ausspricht.

Wie Berliner Blätter m'ttheilen, wird die Centrumsfraktion
des Abgeordnetenh uses sofort nach dem Wiederbeginn der parla⸗
mentarischen Arbeiten darauf bestehen, daß zuvörderst der Anttaz,
den Wucher betreffend, auf die Tagezordnung gesetzt werde. Daz
Tentrum hält seine Position in dieser Wuchersrage für außerordent⸗
lich glüclich gewählt, da nach den ihm zulommenden Nachrichten
der Reichslanzler persönlich dem Anttag auf Aufhebung der Wucher⸗
sreiheit prinzipiell nicht entgegensteht, außerdem einzelne Bundes ⸗
cegierungen, namentlich die der thüringischen Stagien einen der
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        artigen Antrag im Bundesrath freudig begrüßen würden. Dem
Tentum selundirt die Fraktion der DeuscheKonserhativen, zahlreiche
Freikoaservative, und, was man sich durch zus nicht verhehlen dark,
ist auch eine Minoritüt der Rnionalliberalen für die Beschränkung
der allgemeinen Weqhselfähigleit.

Der Todlenkreuz⸗ Correspondent dee Koln. Ztz. „aus Süd⸗
deutschland“, unter welcher Signatur sich, soviel wir wissen, kein
Anderer verbirgt, als ein bekannter fränk scher Abgeordneter und
ũniversitätsprofessor, ist gzauz guten Muͤthes über den Bismarckschen
Bundesrathsbrief und we ß sämmtliche gegen dieses Aktenstück erho⸗
denen Bedenlen mit folgenden Trostvocien wegzublasen: „Es wird
sich am Ende vom Licde zeigen, daß es, wie die Dinge in Deutich·
jand stehen, mit dem wirklichen Hereiabrechen einer volts witthschaft⸗
iüchen Reaktion noch eben so gute Wege hat, als mit der politi⸗
schen, welche die publizistijchen Freiheinspächter nicht müde weiden
auszuschreien.“ i

Die sozialdemokratische Literalur wird mit Stumpf und Stiel
ausgeroitet. Der lehle Reichsanzeiger hält wieder eine Nachlese auf
den schon recht tahlen Feldern.

Die aus Deutschland verwiesenen —A
hereits an, wie sih erwatten ließ, im Auslande zu azitiren: Für
Donnerstag, 2. Januac, ist eine Massenversammlung der Deutschen
in Vondon einberufen. Dieselbe soll in der Hall of Seience, Old⸗
Sireet, stattfi iden. Auf der Tagesordnung stehen folgende Pankte:

I) Der Kanzler⸗ Despotismus un Deuischland; 2) Wie verhalten
fich die Deutschen im Ausiande dem gegenüber. Unter den Red—
Jern wird sich der ehemalige Reichztagaabgeordnete Most befinden.

Aus Leipzig, 209. Dez., delegrapzirt man der „D. Zig.“:
Iu der sozialist schen Partei vollziehr sich eine Spaltung. Die
herstimmung zwischen Liebknecht und Bwel wird immer intensiver
in die Gtuppirung der Partei in Moderados und Exaltados
smer mehr ersichtlich. Am 21. Dez. haben 18 der bedeuten⸗
deren Agitatoren sich nach New Yarl eingeschiffl.

Rustand.—

Die Senalorenwahl, die am nächsten Sonniag stattfi iden wird,
ist die große Angelegenheit des Tages. Aflenthalben hercicht eine
lebhafte Wahlagitation. Die „Dedats“ machen darauf aufmerk⸗
sam, daß unter den republikanischen Candidaten sitn kein ennz'ger
eigentlicher Radikaler besi ide: es seien lauter gemaäßigte Leute, wie
dean die Gruadrichtung der jegigen Prriode nicht der Radikalis nus
und auch nicht der Opportunismus sei, fondera nuc jene Maußigung,
die Bescheidenhrit gelernt und Versðöhhealichteit si h zur Richtschaur
genomm.n habe. Dieß begründe den durchaus konservativen Gruad⸗
dug dieser Candidaturen. Dabei ist nicht zu vesg ssen, daß ein
Theit dieser Lente sich farbloser zeigt als er ist, um die Provinzia⸗
len zu etschrechen. ihre wahre Facbe wird bei den Adst: mmugen
aber kirchliche Fragen hervortrelen. Unter den Bewerbern um
zinen Sßz im Segate sind nicht weniger als sechzze yn republikan sche
Depulirte, deren Wahl mit wenigen Ausnah nen bereils als gesichert
gilt Es wird daher alsbald wieder wen'gstens zu zwanzig D pu⸗
rirtenwahlen kommen, da autz noch zeha Depatirtensise in Fo!ge
don Wahlverwerfungen erledigt sind. Die güastigen Ausichten der
Republikaner werden durch die Zerfahrenheit ihrer Gegner no h rer⸗
mehrt. Die Rechte hat von vornherein auf, den Wahlkampf in 5
Departements v . trzichtet. Eine Pariser Dipesche der N. Fre. Pr.
berichtet, daß dir conserbative Union der Legit'msten, Ockean sten
und Bonapartisten in der Auflösung begriffen ist, ja, das die Legi⸗
timisten eine die Bo napartisten beleidigende Schiift verdffentlchen
wollen. Hiemit stimmt auchh die Thatsa he, daß jede der drei Par⸗

leien ohne Rüchsicht auf die anderen Gruppen, ihre Candidaten selb⸗
ständig aufstellt, wodurch allerd ngs die Chaicen der mon arch'schen
Bewerber sehr derringerl werden, da andererseits die repabl kani⸗
schen Fralktionen sich weislich rülen, einander den Seeg streitig zu
achen. RNur die Marseiller Republ kaner, die sich wie gewößnlich
schwer in die Disziplin der Partei füzen, werdean mehrere Candi⸗
Futen aufstellen. Unter den rechtsstehenden republika iischen Candi⸗
dalen befindet sich auch Geaeral Faidherbe. Befehlshaber der Nord⸗
acmee im letzten Kriege, der in einem bemerkenswerthen Wahlschrei⸗
ben an seine Wahler in Lille erklärt, daß, wie die Geschchte
unserer Zeit beweisc, nur die Republitaner allein berufen seien, d'e
Ausschreitungen der Demagogie zu bekämpfen. Das Schreiben
IV wollen ist Folgendes: Der Rögierung und mit
ihr der Gesells haft Sicherheit und Bestand verleihen, die Revolu⸗
nonen unmöglich machen, die Ariege vermeiden, Ack rbau, Gewerbe
und Handel fördern, den Druck der Steuern und unter ihnen auch
die so scwere Last des Heeresdienstes erleichtern, so zwar daß die
Familien der arbeitenden Classen ihrer Soͤne auf moöͤzlichst kurze
Zeit biraubt unb die Letzteren in ihrer Laufbahn mögzlihst wenig
gestört werden, endlich iden sittlichen und all⸗n zugänglichen Unter⸗
richt einfüfren.“ — Nach Allem scheint die Prophezeung Gam⸗
beita's bei dem Diner der Handlungsreisenden, daß die Republi
laner in den 31 Departements 23 6enaissitze erlangen würden,
ücht allzu vermessen zu sein.

Wie — — Geschäfte gemacht wurden bei der russischen
Zreres; Verwaltung waͤhrend des Kerieges, darüber lommen jetzt ec⸗
sauliche Sachen zu Taze. So hat unter Anderem auch die unler
»em Vorsitz des Grafen Olssufjeff gebi dete Kommission zur Unter⸗
u hung der Mißbräuche, die bei der Stellung von Fahren für die
tuve Armee durch die Lieferaaten Wirsch wskij, Baranoff, und
daafmann vorgekommen siad, wie dem „Golos“ aus Odessa ge⸗
nelden wird, ganz bedeutende Mußbräuche entdeckt. Nah den
PRiltheilungen des Blattes sind den Licferanten Zihlungen für
Fahren gemeicht worden, die fie gar nicht gestellt hatten. Diefe
Fahlungen sollen, so weit bis jetzt vekaunt ist, über 11,000,000
tudel betragea.

Wie dem Petersburger Golos“ unterm 25. Dez. aus Kite w
elegraphisch berichtet wird, ind dort arge Studenten Unruhen aus⸗
Jebro hen, in Folge deren die Universität geschlossen und die weitern
—XEVO ysten Semester suspendirt werden mußten
Vermischtes.
*St. Ingbert, 2. Jan. Heute warden die Erdarbeiten
un Bau der Bahn von hier nach Saarbrücken wieder aufgenom⸗
nen. Dieselben waren eine Zeitlang des bedeutenden Schneefalles
vegen unterbrochen.

*Bei der am Neujahrdtage stattgehabten Ordensverleihung
vurden folgenden Beamten der Pfalz Auszeichnungen verliehen:
das Comthurkreuz des Verdienstordens vom heil. Michnel: Dt.
dudwig v. Weiß, Präsident am Appellationsgericht in Zwei⸗
,rücken ; das Ritterkreuj JL. Classe des Verdiensiordens vom h.
Michael: Bezerksamtmann E. d. Moers in Germersheim, Se⸗
ainatinspetior Dr. C. An dreae in Kaiserslautern, kal. Regie⸗
ungsruh V. Brach in Sp yer und T. 8. Fries, Forstmeister
ei der Regierung der Pfalz.

*Vor einigen Tagen wurde der Knecht des Bürgermeisters
Wack von Ommersheim in Spiesen derartig von einem Pferde seiner
Fuhre verlezt, daß er an den Folgen der Verleßung starb. Der·
Ase war verheir athet.

Der Siadtrath von Zweibrücken beschloß in fener
Sißzung vom 830 v. Mts., eine Steuer von einem halben Pfennig
ruf den Schoppen Petroleum einzuführen. Gegen diese Befteuerung
timmten fünf Stadtrathsmitglieder.

—2 In RKiederwurzbach hat kich am verslossenenen
29. Dez. ein Obstbaubder ein constituirt.

In Tandau hat mit dem 1. Jau. eine meteorologishe
Ztalion ihre Thaätigkeit defi aitid begonnen. J

7 Neustadt, 27. Dej. Von Herrn Kaufmann —X
Dreher, Mitglied des Petitionscomites, geht uns folgendes Schrei⸗

den zu: „Ich halte gestern Abend Gel⸗genheit, im Saalbau bei
er Unterredung des Herrn P. Wagnec aus Kaiserslautern auch
nit unsecem Herrn Abgeordneten Jatob Exter zusammen zu kommen.
Der Herr Abgeordnete arklärte ausdrücklich, daß der von Hen. P.
Wagner eingeschlagene Weg, eine Petitioa (die Wanderlager, die
Wicherg setze und den Hanirhandel bete.) an die hohe kal. baier.
damner, so w'e eine gleiche an den hohen Reichztag zu senden,
»er richtige sei, un so mehr, da erstere nur einen Druck auf die
xagade an den Reichziag vrrmittelst unserer Herten Bundesräthe

i zudean is ine. — Dieser Gegenstand warde ja von Hen. Waaner

n letzter Versammlung hier grüudlich eröctert. Bemerken wollen

vir, daß der in der Perition wahrgenommene Formfehler bereits

eseitfigt wurde. Die Herren der Handels gremien Zweibrücken und

Zandau sowie der Pfalz überhaupt mögen hiecvon Notiz nehmen.

F Kaiserslautern, 31. Dez. In der heutigen Sitzung

»es Zich polizeigerichts weirde die Berufang des Frheu. v. Gienanth

n dessen Klage gegen De. Daod von Ludwigshafen als begründet

lart und Letzieret in eine Geldstrafe von 40 M. verurtheilt.

Zugleich wurde dem Appellanten die Ermäshtigung ertheilt, den

ersüge iden Theil des Strafurtheils in dem Inferatemheile des

General⸗Anzeigers? in Ludwigshafen sow'e der „Pfalzischen Volls⸗

eitung“ hier Hauf Kosten des Appellalen je einmal einrücken zu

assen. Das Gericht nahm an, daß Dr. Ddavbid die durch den 8

93des Strafgesezbuchts (Wabrung berechtigler Iateressen) ge⸗

ozene Grenze üderschritten habe. (Pf. Kuriet.)
Jocgrim, 29. D; Auf dem unlkergeganzenen Dampfer
„Pommeranir“ befanden sich auch drei Personen aus Jodgrim.

una Wisel, Franz Gruber und Rosa Bauer. A. W. welte schon

eit mehreren Jahren dei Veiwandten in Newe York und beab⸗
ichtigte, einmal ihre Verwandten dahier zu desuhen. Die beiden
detztgenannten hatten erst vor wenigen Monaken Jockzrim verlassen
ind wollten wieder zu Vater und Malter zurückteißen. Wahrend

Fie beiden erstgenannten Personen glüchlich gerettet wurden, fand

s. B., die 28jährige Tohhter einer achtbaron und wohlangesehenen

amilie dahier leider in den Wellen ihren seühen und unverhofflou

Tod. (Pf. Zig.“)
        <pb n="7" />
        * (Arbeiterbildungsverein.) Dem Arbeiterfortbildungsberein zu
Frankenthal wurde in Anerkennung seiner gemeinnützigen
Bestrebungen auf Verwendung des Bezirksamtmanus Osann vom
kgl. Regierungspräsidenten v. Braun aus der Stiftung Sr. Maj.
des Königs zur Förderung der Gewerbsthätigkeit ein Beitrag von
100 M. gewährt. Es liefert dieses den Beweis, daß sich die
Arbeiterbildungsvereine in ihrem edlen Streben der Unterstüßung
don Oben zu erfreuen haben, und ist zugleich ein Sporn, in ihren
zemeinnützigen Bestrebungen nicht zu erlahmen, sondern kräftig jort⸗
puarbeiten. ———

f In Folge des raschen Schneeschmelzens sind Alsen; Glan
und Lauter ausgetreten.

fMest, 26. Dei. Heute fand, wie es seit Jahrhunderten
edes Jahr am zweiten Weihnachtstage der Fall ist, auf dem hie⸗
sizen Domplatz der sog. Gesindemarlt Statt. Es kommen nämlich
an diesem Tage die Knechte und Mäßde, haupisächlich aus den
ändlichen Bezirken, um sich neue Dienstherrschaften zu fuchen. Die
Jahl der heute erschienenen Dienstboten belief sich auf 500 -600,
odon denen jeoohh ein großer Theil unverrichteter Sache abziehen
mußlte. Seit der geschäftlichen Krisis der Großindustrie sieht sich
nämlich ein großer Theil det Fabrikarbeiter gezwungen, sich der
dandwirthschaft zuzuwenden. Statt des früheren Mangels an
landwirthschaftlichen Arbeitern ist jetzt Ueberstuß vorhanden.

FWäürzburg, 30. De;z. In der peiflossenen Nacht hat
die Schuhmachersehefrau Burger in der Oberwöllergasse in Ab⸗
wefenheit ihres Mannes und ältesten Sohnes ihre 3 Kinder, ein
Mädchen von 10 und zwei Buben von 9 und 2 Jahren, mit
einem Holzbeile schwer am Kopfe verletzt und mit einem Brodmesser
durch die Backen und in den Hals gestochen, einem Mädchen don
8 JIitren den Kopf gespalten, so daß es sofort todt war, sodann
lich selbst mit einem Schusterkneip einen tiefen Schnitt in den Hals
hbeigebracht. Sie und die drei noch lebenden Kinder wurden in
das Juliusspital geschafft. Die That wurde offenbar in einem
Anfalle von Geisteskrankheit verulbt, wozu, wie man sagt, die Frau
Enlage hatte, die sie noh durch Genuß geisliger Getränke gerährt
haden soll. (Wulrzb. Pr.)

tMunchen, 27. Baj. Wie der „Naͤrnb. Korresp.“ ver⸗
naimmt, laufen bei dem k. Staatsministerim der Justiz im Hinslick
zuf d'e Einführung der Reichs⸗Justizgesetze Pensionsgesuche in sol⸗
cher Menge tin, „daß wir die uns bezeichnete Zahl gar nicht mit⸗
zutheilen wagen. Würde allen diesen Gesuchen Statt gegeben, so
dürfte der Budgetansatz für Pensionen eine Erhöhung in Unfpruch
nezmen, die eher mehr als weniger denn Mill on Mark ent⸗
ziffern würde. Wir werden uns nicht täuschen, wenn wir an⸗
nehmen, daß die k. Staatsregierung diese Penfionsgesuche mit der
dußersten Sktupu'osität behandeln wird — die Frnanzlage des
Staates gebietet es.“
rMülheim a. d. Ruhr, 22. Diz. Dem reisenden Pub⸗
likum bot sich heute Mittag, als der um 12 Uhr 25 Minuten von
Essen abgelassene Personenzug in den Eppinghover Bahnhof einfuhr,
zin erschüttender Anblick dar. Die Frau des Bachdruckers Port⸗
mann aus Mülheim, die nach der „Ess. Ztg.“ mit ihrem Manne
auf den besagten Zug wartete, um zum Besuch von Verwaundten
nach Daisburg zu fahcen, sah in dem Augenblick, als der Zug ein⸗
fährt ein kleines Kind über den Schienenstrang laufen. Die Frau
will das Kind retlen, das Kind kommt hinüber, sie aber gleitet
aus, wird von den Rädern erfaßt und zermalmt. Der Kopf der
Frau lag. vollständig vom Rumpfe getrennt, neben den Schienen.

F (Ein Kuchen mit Hindernissen) wurde so berichtet der
„Mainz. Anz.“ am ersten Feiertaze in einer Mainzer Familie zu
einem Verlobungsfest zubereitet und theilweise verzehrt. Der Kuchen
wurde im Hause geknetet und gewürzt, damit Alles hineinkäme, was
hineingehört; denn auf die Bäcker ist kein Verlaß; die sparen nur
zu häufig am Besten, am Nothwendigsten. So kam denn zum
jein sen Mehl reichlich, Butter, Milch und Gewürz in den Teig, und
es hätte ein ganz vorzügliches Gebäck gegeben, wenn nicht etwos
darauf gekommen wäre, was die Bäcker allerdings nicht darauf zu
streuen pflegen. Eine Angehdrige der Familie litt nämlich an Be⸗
schwerden, die sie veranlaßten, ein Quantum sogenanntes englisches
Salz zu kaufen und davon hin und wieder einzunehmen. Als der
uchen fertig zum Bäcker in den Ojen geschickt wat, fard sich das
heilsame Salz nirgends mehr. Das war räthselhat; denn der
Beschmack des Heilmittels ist nicht einladend genug, um Kinder zum
Naschen zu üderführen. Also wohin konnte das Sal, gekommen
sein? Aber Alles findet sich in der Natur wieder, sagen die Che⸗
miker. Man muß nur suchen oder warten. So kam der Nach⸗
mitiag des Feiertags und mit ihm der Kaffee, sowie der feierliche
Moment des Kuchenanschneidens. Groß und NKlein nahm von dem
inladenden Gebäck und aß; dann aber machte sich eine gewisse
Verstimmung geltend. Eines sah das Andere fragend an. Ein
»ffenes, aber nicht gut auszusprechendes Geheimniß drückte Alle.
Der Kuchen hatte einen höchst berdächtigen Beigeschmack; aber wie
ollte man das sagen, ohne Dieienige mit zu verdaͤchtigen. die ikn

urecht gemacht hatte! Als sich jedoch weitere Sympiome zeigien
ya kam Alles an's Tageslicht, umsomehr als man die Düte in,
em Zucker fand, der auf den Kuchen gestreut werden sollte. Statt
essen war aber das englische Salz darauf gektreut und da die Stim⸗
nung des Menjschen sehr abhängig ist von Dem, was er genießt,
o schloß denn auch der Feiertag in dieser Familie ziemlich pro⸗
jrammwidrig.

Ein merkwürdiger Todesfall. Man schreibt dem Mailander
„Pungolo“ aus Neapel: „Vor einigen Tagen verschied hier angeb⸗
ich an einem Gehirnschlage ein junges Mädchen, Namens de Luca.
Als der Arzt kam, um die Todtenschau vorzunehmen, war er nicht
wenig erstaunt, als er merkte, daß keine Todtenblässe sich zeigie;
er glaubte auch noch sonst Anzeichen gefunden zu haben, welche ver⸗
nuthen ließen, daß das Mädchen nicht gestorben, sondern nur in
inen todtähnlichen Schlaf verfallen sei. Die Leiche wurde daher in die
Todtenkammer geschafft, wo sie Tag und Nacht von 4 Personen bewacht
vird, und von Zeit zu Zeit kommt auch der Vater des Mädchens, um
nachzusehen, ob seine Tochter noch nicht erwacht sei. Die Leiche
liegt schon so volle sechs Tage in der Bahre, und noch immer be⸗
nerkt man keine Todtenblässe in ihrem Gesichte und zeigt sie auch
eine Spur von Fäulniß. Waährend dieser Zeit hat man ihr auch
chon die Adern gebffnet, es kam jedoch kein Bluk. Die Aerzte
unserer Stadt stehen nun diesem Falle gegenüber rathlos da.“

Aus Paris schreibt man: „Die Einwohner von La
LThapelle⸗ Moche (Departement Orne) sind durch ein schreckliches
Unglück in unbeschreibliche Trauer versetzt worden. 48 Kinder
jatten sich nach der Schulzeit auf einem zugefrorenen Weiher eine
stutschdahn gemacht und waren mitten in ihrem Vergnügen, als
olößlich die Eisdecke brach und alle in die Tiefe stürzten, um dort
hr Grab zu finden. Vier Kinder hatten sich gefürchtet, das Eit
ju betreten und wurden so vor dem Unglück bewahrt. Fast sämmi⸗
zche Familien sind an der Katastrophe betheiligt.“

fLondon, 831. Dez. In den Grafschaften Mittel: Schott⸗
ands sind in Folge des Thauwetters große Ueberschwemmungen
ingetreten.

* Ein neues Sieuerprojekt: In Rußland will die Re—
zsierung, um sich Geld zu verschaffen, die Elsenbahn-Passagier⸗
billete besteuern.
WMarklkerichte.

Zweibrücken, 2. Januar. (Fruchtmittelpreis und Victualienmark
Beizen 00 M.70 Pf. Korn 7 M. 78 Pff, Gerste zweireihige O M. — Pi.
ierreihige 0 M. — Pf., Spelzs M. 98 Pf., Spelzkern — M.— Pf.,
—
krbsen — M. — Pf., Wiken O M. — Pf. Kartoffeln M. 80 Pf.
deu 1 M. 80 Pf., Stroh 2 M. — Pf., Weißbrod LN/ Kilogr. 50 Pf.,
dornbrod 8 Kilogr. 72 Pfl, 2 Kilogr. 18 Pf., ĩ Kilogr. 24 Pf., Gemischt⸗
rod 8 Kilogr. 86.Pf. das Paar Weck 100 Gr. 6 ft Rindfleisch T. Qual.
7) pf il. Qual. 66 Pf, Kalbfleisch d Pf., Hammelfteisch 8d Vf. Schweinefleisch
56 Pf. Butter!/2 Kilogr. O M. 83 Pf., Wein 1 Liter 70 Pf. Vier 1 Liter 24 Pf.

Kaiserslautern, 31. Dez. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 08 M. 483 Pf. storn 7 N. 64Pf., Spelzkern — M. — Pf. Spelz
M. 52 Pf., Gerste 8 M. 82 Pf., Hafer 6 M. 36 Pf., Erbsen 7 M.
4 Pf. Wicken O M. — Pf., Linsen &amp; M. — Pf., Kleesamen 89 M. —
Pf. Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 68 Pf., 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
3 Pfund 89 Pf., Butter per Pfd. — M. 90 Pf., Eier 2 Stück 11Pf. Kar⸗
offeln per Centner 2 M. 40 Pf., Stroh 1M. 60 Pf., Heu 1 M. 30 Pf.
— Ar die Redaction verantwortlich: F. Xx. e mee z75

Jeder Landwirth

part Zeit und Geld, wenn er sich auf die „Deutsche Allgemeine
Zeitung für Landwirtyschaft, Gartenbau und Forstwesen“, für 1 M.
»az Vierteljahr abonnirt. Die „Neue Preuß. (Kreuz:) Zig.“
chreibt: ‚Die Deusche Allgemeine Zeitung für Landwirthschaft,
BZartenbau und Forstwesen erscheint wöchentl'ich einmal in Frank⸗
'urt a. M. Dieses Fachblatt ist bemüht, die zerstreuten Körner
der wissenschaftlichen Ermittelungen und praktische n Erfahrungen zu
'ammein und zur rechten Zeit das Richtige für den landwirthschaft⸗
ichen Betri⸗h zu1 hieten.
Von dem bereits in zweiter Auflage erschienenen Kaufmänn. Correspondenz
n * Sprachen (Deutsch⸗Englisch⸗Französisch-Spanisch) von C. Foersier und
). Maucher, Verlag von H. Brucker in Munchen, liegen jetzt die letzten 4
defte (Nro. 10-18) vor und ist damit das Werk vollendet. Die ungemeine Reich⸗
saltigkeit und äußerst praktische Einrichtung — die Schlagwörter sind nach
»em Alphabet geordnet — wie die anerkannte Gediegenheit und Correktheil
»es Texies erheben dies nützliche Werk weit über die Zahl ähnlicher Lebrbücher;
gie werthvollen Beigaben im Anhang ersetzen allein schon eine kleine Bibliothek
Wir empfehlen daher den „Correspondent“ allen Kaufleuten, jedenfalls wird
Ur den Weihnachtstisch derselben kein willlommeneres Geschenk zu finden sein.
Der Preis ist M. 89,75 gebunden M. 11,50. Alle Buchhandlungen halten
vas Buch auf Lager oder liefern es auf Beltellung.
Wir richten an unsere verehrlichen Leser hier⸗
mit das höfl. Ersuchen, bei vorkommenden Unregelmäßig⸗
keiten der Zustellung des Blattes durch unsere Träger,
uns sofort Anzeige zu erstatten, damit wir Abhilfe treffen.

Die Exrpedition.
        <pb n="8" />
        Brennuholz⸗
Versteigerung

nus Staatswaldungen des kgl.
Forstreviers Reukäusel.

300 Buchen Reiserwellen unge⸗
bunden.
Neuhäusel, 830. Dez. 1878.
Der kgl. Oberfoͤrster:
Mörschel.
Neue, gestempelte
Spielkarten
mopfiehlt· Jakob Friedrich,
Buchbinder.

VDioeo Brzeugnisso
der Kgb. Bayerisohen, Kgl. Ppeuss.
Ralezert. Oestere. Hos⸗ Chocos
lacden⸗f abrpanten
Gebr. Stollwerock

Montag, 18. Januar
1879, Vormittags 10 Uhr bei
Wirth Glaser in Rohrbach.

Schläge:
Herrendickerschlag, Frankenwald
und Zufällige Ergebnisse.

13 Ster Eichen Zaunprügel,
1,45 Meter lang,

25 Sier Buchen Scheit 2. Cl.

und Aubruch,

7 Ster Eichen Scheit 2. Cl.

und Aubruch,

1 Ster Birken Scheit 2. Cl.,

1 Ster Buchen Klotzholz,
500 Ster Buchen, Eichen, B'r⸗

len, Aspen und Kiefern —
Stangen⸗, Ast⸗ und Krap⸗
penprügel,

in döln a. R.

Fiälia Len i Frankfurt a. M., Breslau und Wien,
rerdanenn ihren Weltruf der gewiesen-
Aaen ver weenddnag von nur besten
Roumaterialien und deren sorgfültigster

J Rearbeitung.

Die Original I- und Pfund-Packungen sind mit Prei-
Sen und Garantie-Marke (rein Cacao u. Lucker) versehen.
Die Pabrik ist brevetirto Lieferantin:

C. I. M. M. des Kaisers Wilhelm, der Kaiserin Augusta,
JIr. Kaiserl. u. Königl. Hoh. des Kronprinzen, Sr.
Kaiserl. u. Konigl. apostol. Majestàt Fran⸗ Joseph,
owie der Höte von England, Italien, der Tuürkei, Bayern,
dachsen, Holland, Belgien, Baden, Sachsen-Weimar,

Mboecklenburg, Rumanien und Schwarzburg.

19 goldene, silberne und bhroncene Medaillenm.
StolIverolꝰsche OhOCOIMdem &amp; Oacaos
Ipd in à1Bén Städten Deutschlands zu haben, sowie auch an den

Haupt-Bahnhof-Buffets.
In St. Ingbert bei J. Peters u. bei J. UnI Ir.

8
8

— E — —
Herzog Braunschwoeigischo
andos-Lotterie,
vom Staate genehmigt und garantirt.
dieselbe besteht aus 87,000 Original⸗Loosen und
As,OOb Gewinnen:
Haupttreffer eb. 450 000, 1 Haupttreffer à 12,000,
300,000, 2298 „10,000
150,000, 8000,
00,000, 6000
30,000, 5000.
2,000, 1000,
70, 3000
*70, 8
000,. 28 100d
51000.. 817, 860*
Reichs⸗Mark u. s. w.
Die erste Ziehung findet statt
——
u welcher ich VDrimnas Loose
Ganze —
16 Mark 3 Marf. 7 Mark 2 Mark
zegen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß versende.
Jeder Spieler erhält die
Wilh. Basilius-
Dbereinnehmer der Braunschw. Landes Lotterie
1 — —.

ιινι ———
Im Verlage von Oscar Merres, Berlin
SO., Schmidstrasse 46, ist erschienen und direkt wie
qurch alle Musikalien-Handlungen z2u beziehen:
Das
Laiser-Kornblumen-Lied
Ceh kenno eine Blume, die unser Raiser liebt.)
Al⸗ delkeauagabe in schͤner Auskattung mit voll⸗
kaãndigem Tert
für oino ding-Stimmo.
Comp. v. J. Be ek, Musikm. des 3. Garde-Reg. 2. P.
Preĩis 20 Pf.
Nachsat? Behufs Finführung in Schulen ete. wird
bei Bezug einer grösseren Anzahl
EPxemplare ein noch billigerer Preis
gestellt, und wolle man sich dieser-
halb direkt an die Verlags-Handlung
der an die Expedition ds. Bl. wenden.

—

3

—— —(
—
—— —

Auf Grund der thatsächlich er⸗b
zielten Heilerfolge kann das bereits in
110. Aufl. erschienene reichiunsirirte Buch:
ur. eiiry's Naturheilmethode“,
pᷣreis 1 Mark,*) allen Kranken aufts
Warmste zur Anschaffung empfohlen
derden. In diesem 544 Seiten starken
Werke findet ein Jeder, gleichviel an
velcher Krankheit leidend. tausendfach
Ihrte, leicht zu befolgende Rath⸗

Ze, die, wie zayllose Daukschreiben

isen, oft selbst Schwertrauken⸗
HSilfe — Heilung brachten
7s Verlags Annalt, Leip
sendet auf Bun*
106 Seit

Bei dem Beginne des J. Quartals erlauben wir uns zum Abonnement auf die
* 4 —82
Züddeutsche Presse
und
— *
Münchener Nachrichten
ergebenst einzuladen. Ziele und Leistungen unseres Blaties. als des
leitenden nativnalliberalen Organs in Bayern,
ind von Freund und Feind längst gleichgemäß anerkannt. Diese ebenso einflußreiche
wie nach allen Seiten hin unabhängige Stellung der Süddeutschen Prefse“ ist nament⸗
sich auch während der letzten Wahlkämpfe höchst bedeuisam hervorgetreten. Die Süd⸗
deutsche Presse“ besitzt einen lokalen und provinziellen Theil von einer Reichhaltigkeit
die lein anderes bayerisches Blatt. Die stetig wachsende Bedeutung der Suddeutschen
presffe? für die städtischen Munchener Verhältnisse wird fich auch in der nach den Ge⸗
meindewahlen eingetreienen geänderten Situation von Reuem bewahren.

Der Handelbiheil unseres Blattes hat neuerdings an Raum wie an Einfluß be—⸗
deutend zugenommen. Für Literaturbesprechungen, Vermischtes u. s. w. ist bestens Sorge
zetragen. Endlich die Theaterrezensionen der Suddeutschen Presse“ haben sich durch
Sachiunde gewählte Sprache und geistreiche Dialektik seit geraumer Zeit fur die Mun⸗
hener Buhnenverhältnisse eine maßgebende Stimme exrungen.

Die Eænmedition,
NVürstenfelãerstrusse] Iö.

— — 1
2) Vorräthig in K. Gotthold's
Buchhandlung in Kaiserslautern,
welche dasselbe füß 1 M. 20 Pf.
überallhin franco versendet.
Die so schnell beliebt gewordene,
überall als vorzüglich aner⸗
kannte
Augsburger AAniversal⸗
Glycerin⸗Seife
von H. P. Beyschlag
ist vorräthig in St. Inabert
el Hrn. Joh. Friedrich,

NKaufmann.
oo
Fẽ ind le bon . Demes in St. Ingbert.

—— —

—
        <pb n="9" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal woöhentlich) mit den Hiuotblatte verbundene Unterhaltunzsblatt. (Sonntags mit illustrirter Wei⸗

lage) ersheint wo hentli vierm ilz Dieustay, Donatestag, Suünstaz und Sonntaz. Der Abonuementspreis betragt vierteljahrlich

1α 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen PA 60 , einschließlich 40 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 , von Auswaris
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Necla nen mit 80 pro Zeile berechnet.
M 3.

Sonntag, den 3. Januar 1879.

Deutsches Reich.

Munchen, 15 Jan. Die 1. (ezw. 63.) Sitzung der
Abgeordnetenkammer wird auf den 8. ds. Ptis. anberaumt werden.

Mänchen, 2. Jau. Der k. Justizminister Hr. Dr. v.
Fäustle hat gestern Abend seine Diensireise angetreten. Derselbe
wird vom Hrn. Oberappellrath Rosenfelder begleitet. Während der
Abwesenheit des Herrn Ministers hat die Leitung des Justizministe⸗
rxiums Hert Staatsrath v. Bomhard übernommen.

— * Einem Antrage beider Kammern des Landtages die
Besteuerung des Gewerbeberriebs im Umherziehen, insbesondere der
sogen. Wanderlager und Wanderauctionen neu zu
regeln, dat die Staatsregierung dahin entsprochen, daß sie einen
diesbezüglichen Gesetzentwurf vorbereitete, dessen Vorlage an die
sammern alsbald zu erwarten ist.

Die Auswechseluug der Ratifikations Urkunden des am 16. b⸗
M. hier unterzeichnetem Handelevertrages zwischen dem deutschen
und Oesterreich · Ungarn hat am Dienslag hierselbft slatt⸗
gefunden.

⁊
Kirchen⸗, Spital- und ähnlichen Verwaltungen ist dieser Beschluß
jur Nachahmung auf das dringendste zu empfehlen. Denn auf
olche Weise wird es möͤglich, den Wucherern eine Concurrenz zu
ichaffen, der sie nicht leicht gewachsen sind.

7 Winden, 2, Jan. Der erfte Tag im neuen Jahre hatte
beinahe ein Menschenleben gefordert, wenn nicht sofortige Hulfe
an Stelle gewesen wäre. Eine Frau aus Bergzabern war mit
dem Personenzuge von Weissenburg hier angekommen und wollte
den bereit stehenden Zug nach Bergzabern besteigen; in demselben
Augenblick, als sie das Geleise überschritt, lam ein Zug angefahren
und wäre die Frau zermalmt worden, wenn nicht ein Bahnbeamter
zurch rasches, entschlossenes Beispringen sie rechizeitig ihrer lebens⸗
gefährlichen Situalion entrissen hätte. (T. f. S.)

Ludwigsbafen, 3. Jan. Der Gefangverein „Sän⸗

gerbund“ dahier wurde auf Grund des 81 des Socialistengesetzes
von der Kreisregierung der Pfalz verboten.
—*— In der Neujahrsnacht hat sich Be rghausen bei
Speyer in hervorragender Weise durch Skandal ausgezeichnet. Als
die Gendarmerie einschreiten wollte, rotielen sich an die 50 Bursche
zusammen, die ihr opponirten und sie zum Dorfe hinausjagen
wollten. Erst gegen 4 Uhr Morgens gelang es, die Ruhe wieder
jerzustelen.

Die Merz er, die zum Theil mit allen Falern des Herzens
an Frankreich hängen, sind endlich den Deutschen aufs Eis gefolgt.
Die deutschen Frauen und Jungfrauen fuhren dort so schoͤn und
zeschidt·Schchlittschuh, daß die Framosinnen eisersüchtig wurden
and auch Schlittschuh laufen lernten, um ihre Grazit zu zeigen.
Auch den We hnachtsbaum haben die Deutschen in Metz eingebür⸗
zert. Jetzt finden viele Franzosen die Weihnachtsfeier mit dem
euchtenden Tannenbaum viel poelischer und sinn'ger als die eiwas
ahle Feier des Nikolaus- und Neujahrstoges. In diesem Jahre
habtut schon 8000 Weihnochtsbäume gebram. —

f. Worems, 25 Jan. Heute Nachmittag explodirte der
Dampfkessel in der Dampfmilhle von Baruch und Schoenfeld.
Das Kesselhaus flog in die Luft, der große Kessel selbsi wurde
eine Strecke fortgeschleudert. Leider hat das Unglück auch Menschen⸗
eben gelostset; 7 Arbeiter wurden durch das Geroͤll und Gebalf
derschültet; fünf davon waren von Frankenthal hier anwesend, um
inen neuen Dampikessel zu seßen, und wei waren dabei beschäftigte
Mauerer. Todi blieb auf dem Plaß der Monteur Hillebrandt von
Frautenthal; “schwer verwundet und verbrüht sind der Maschinen⸗
uhrer Roll, der Mauerer Goöbel, beide von Leiselheim, so wie der
Arbeiter Großhans von Frankenthal und der Mauerer Buisch;
weniger schier verwundet ist der Mauerer Becker. Der Arbeiter
Babel von Frankenthal erhielt eine leichte Verletzung am Kopf.
Drei andere Arbeiter, welche in dem neu zu sißenden Kessel be⸗
schäftigt waren, kamen mit dem Schrecken davon. (W. 31)

TWurzburg. Ein Spenglergeselle, welcher jüngst einen
Sduhmachergesellen erstoch, hal sich in der Frohnfesse erhaͤngt.

Munchen, 1. Jan. Unter der Mannschaft einiger Ab⸗
heilungen der hiesigen Garnison ist die Diphtherilis in epidemischer
Weise aufgetreten. Von den Militärdehörden wurden sofort Maß⸗
regeln getroffen, um der Weiterverbreitung engegen;utreten.

7Abdnis2bery in Preußen. Ein feiten ruchloser Mord
sst am Welhnachts-Heiligen⸗ Abend in Kirschnenen von einem Sol⸗
daten des 4. Infanterie-Regimentzs, Namens Gerwien, gegen den
dohnschmied Reuter, einen Greis von 70 Jahren, verübl worden.
—A
in der Umgegend wohnenden Verwandten zu besuchen. In dat
daus des alten R. eintretend, forderte er von demselben Bier, und
da ihm dieser erklärte, er lönne ihm nur Wasser reichen, Bier habe
exr nicht zu Hause, ergriff G. eine Art die in der Stube sich be⸗
jand. und fpaltete damit den Kopf des alten Mannes, der aus
der Stelle todt zu Boden stützte. Nun suchte der Uebelthäter mii
hochgeschwungener Axt die Flucht, verfolgt von den Kindern, die
Zeugen der That waren, denen sich auch der Kutfscher des Guts⸗

hesitzets Herrn Siegfried⸗ Kirschnenen hinzugesellte. Diese wurdeu
alsbald Herren des Mörden, der darauf dem Amisgefängnisse in

Ausland. —

Paris, 2. Jan. Das Journal ‚France“ meldet: Ein
Tabinetskurier ist am Samstag von hier abgereist als Ueberbringer
eines Ultimatums an den Bey von Tunis.—

London, 2. Jan. Das allseilige Nachgeben, zu welchem
augenblicklich die Pforte geneigt erscheint, um den definitiven Frie—
den zu Stande-zu bringenz führt man nicht allein darauf zurück,
daß der Divan hier keine weisere Siütze jür seine Intriguen ge⸗
funden hat, sondern vor Allem auch' darauf, daß zuverlässiger
Mittheilung zufolge sämmtliche Mächte in Konstantinopel theils
direlt, theils indirett sich in gleicher Weise geäußeri haben.

Madride 3. Jan. Der Allenläter Moncosi y Oliva
wurde heute srüh um 8 Uhr hingerichtet. 3—

Anschinend zur „Beruhigung der Gemüther“ soll im Jahre
1880 in Mos bau eine große internaliongie Ausstellung stau⸗
finden. Dieselde dürfte mür großen Feierlichkeiten verbunden sein,
da sie mit dem 25.ährigen Regierungejubiläum des Kaiserz Alcxan—
der zusammenfällt. J

In Rußland wird die Wahl des Prinzen Battenberg zum
Fürsten der Bulgarei für sicher gehalien.

RBRermischtes.

*— Das pfaäldische Lebrerwaisenstift
hotte im berflossenen Jahre eine Gesammteinnahme von 13,600 M.
62 Pf. und eine Gesommtausgabe von 14527 M. 46 Pf., dem⸗
nach einen Rechnungésünerschuß von 1078 Ut. 06 Pf. Der Ve
mögensstand ist 28.864 M. 01 Pf. An 120 Waisen wurden
2930 M. vertheilt; die gerirgste Unterstützung ist 20 M. und die
höchste 180 M. an eine Famuie.!

F Wie dem ‚Land. Anz.“ mitgetheilt wird, beabsichtigt der
Justizminister Dr. v. Fäustle, demnächst die Psalz zu besuchen, um
don den mit der neuen Gerichtsorgauisation in Beziehung siehenden
Verhaͤltnissen an Ort und Stelle Einficht zu nehmen.

fF In Ernst weiler ist dieser Tage ein 18 Jahre alted
Mädchen, auf welchem der Verdacht des Kindsmords lastet, ver⸗
haftet worden. Die Suche nach dei Verbieib des Kindes war X
retzt erfolglos. (3w. 3.)

fx. Aus Leim en wird ein sehr bedauerliches Unglüd
gemeldet. Ein dort wohnender Erdarbeiter wollte, seiner Frau mil
einer Tynamitpatrone das „neue Jahr anschießen.“ Die Patione
explodirte ihm in der Hand und jerriß ihm dieselbe fürchterlich, so
daß der Arm unterhalb des Ellenbogens abgenommeun werden mußte.
Der Zustand des Berleßzten soll sehr bedenklich sein.

*— VDer Gemeinderalh zu Gobramstein hat nach einet
Torrespondenz des „Pf. K.“ den Beschluß gefaßt, die der Gemeinde
zeüdrenden Werthpapiere zu verdußern. Die dadurch flüssig wer⸗
denden Capitalien sollen der geldbedürftigen Landwirthschaft. zuge⸗
wendet wirden und zwar entweder gegen hypothelarische Sicherheit
oder auch auf Handschrift mit quler Buͤrgschaft. Allen Gemeinde⸗,
        <pb n="10" />
        Pobethen ͤberliefert wurde, woselbst er sich noch am 26. d. Mis.
defand. G. ist ein lleiner, schwächlicher Mensch, der bere ts im
dritten Jahre beim Militär dient. Ueber den Mord befragt, giebt
er an, von demselben gar nichts zu wissen.

.Aus Mechlenburg, 28. Dez. Die Wanderlager und
Schleuderauktionen fremder Hausiter haben in letzter Zeit auch in
Mecklenburg so überhand genommmen und dem ansässigen, mit
Siaats steuern und Gemeindenabgate belasteten Handelsstand so
—I—— auf eine Abhilfe
dagegen sinnen mußte. Auf Vorschlag des Bürgermeisters Dr.
Haupt haoben Magistrat und Bürgerschaft von Wismar jetzt be—
schlossen, daß jedes fremde Wanderlager in Wismar wögentlich
30 N. Gemeindeabgaben und für jeden Gehilfen wöchentlich 10
M. bezahsen soll. Eine gleiche Abgabe wird jeder Versteigerung
fremder Waaren auferlegt. 22 mecdlenburgische Städte sind schon
im Begriff, diesem von Wismar gegebenen guten Beispiel zu folgen.
Ibenso beabsichtigt man jetzt vielfach, das Beispiel Lübecks nachzu⸗
ahmen und alle Tingel Tandgel ⸗Konzerie, öffentliche Balle und son⸗
nige derartige Lustbarkeiten, die wie die Pilze in letzter Zeit em⸗
porschossen, mit einer Abgabe von 15 — 45 M. zu Gunsten der
sadtischen Armenkassen zu delegen. Seit den letzten drei bis vier

Jahren sind in vielen meckllenburgischen Städten die Ausgaben für
ie Armenkassen um 100 bis 200 pCt. gestiegen; Armuth auf
Rer einen und leichtsinnige Vergnügungslust auf der andern Seite
ressen wie ein böser Krebsschaden immer weiter um sich, und die
Siädte, die in Mecklenburg eine sehr ausgedehnte Selbstverwaltung
besitzen, müssen daran denken, sich theils zu schützen, theils auch
Miitel für das wachsende Armenbudget zu beschaffen.
Aarktberichte. —
Zomburg, 2. Jan. (SFruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
)9 M8 Pf. Korn 7 M. 80 Pf. Spelzkern — M. — Pf., Spelz 8 M.
f., Gerfie Areihige — M. — Pf., Gerste 4reihige 9 M. — Pf. Hafer
J
j̃. Dpf.. Bohnen — M. — Pf.Kleesamen — WM, — Pf. Korn⸗
zrod 6 Pfund 70 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochfenfleisch — Pf.
Rindfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 50 Pf. Hammelfleisch — Pf., Schweinefleisch
18 Pf., Butter 1 Pfund O M. 90 Pf., Kartoffeln per Ctr. 2 M. b0 Pf.
Flur die Redaction verantwortlich: F. X. De —
—* von ö—. ι 0- jin Breslau—
yuste⸗ Vicht Honig Krãnter-Malæ- Extract u. Caramellen.
Jeder Husten kann höchst gefährlich werden. Wir machen darauf
uufmerksam.
HgZu haben in St. Ing bert bei Herrn J. Friedrich.
A. Strovoleor in St. Johann a. d. saar.
w Ecke der Bahnhof-⸗ und Dudweilerstraße. — *
egen
BGänzlicher Geschäfts⸗Aufgabe
habe meine sämmtlichen Manufaketur- und Kodew a ar en einn
* *
Totalen Ausverkaufe
i zu sehr reducirten Preiseie 5
ausgesetzt. * F

A. Streveler, St. SJohann- Lebe der Bahnhof- und Dudweilerstrasse

—J e— Saden, sowie vollstandige Gas-Einrichtung ist nach Räumung des Lagers billigst zu
verkaͤufen.
Feinster Lofodinischer Kölner Dombauloose — —
Dorsch Leberthran iz Go pi Svielkarten
von A. Sardemann Ziehung am 9. Januar 1879. J. Friedrich.
in Emmerich eituugs⸗
wegen seiner Gute und Wirksam⸗ ger sur den
zeit allseitig von den Aerzten em⸗ Sl. Ingberter
pfohlen, in siets vorräthig in Anzeiger? werden desucht.
Dricinalflaschen à 1Mark in — — — —
St. Ingbert dei J. Fried⸗
rich, in Zweibrücken W. Aug.
Seel, in Homburg bei W.
Simon.
Die General⸗-Versammlung
des hiesigen Cantonalhilfsvereins (ualtich Otgan der Kaiser
Wilhelin⸗Stiftung) wird am Montag, 6. Januar, Nacmittags
halb 4 Uhr im Stadth mussaale dahier abgehalten, und
werden alle Mitlieder des Vereins zur Theilnahme geziemend ein⸗
geladen.
St. Ingbert, 1. Januar 1879. I
Der Ausschu ßß.
Ofner Rakoczy-Bitterwasser.
Das reichhaltigste aller Bitterwässer.
Ausgezeichnet durd die Allerhöchste Anerkennung Sr. Maj.
des Kaifers von Oesterreich, Königs von Ungarn rc.,
v. d. königl. ung. Landes Akademie als an wirklich heilkräftigen
Salzen die reichste und wirksamste aller bisher be⸗
kannten Bitterquellen vesunden nit 3 Medaillen hreisgelrönt.
Das befte und zuverlässigsie Mittel gegen habituelle Stuhlver⸗
—XXVV&amp; ohne irgend
welche üble Nachwirkung auch bei länderem Gebrauch.
Haupt Depot bei Herrn Jean Peters in St. Ingbert.
naß Niederlagen werden uͤberall errichtt. AC
BERruvnen-Versendungs-Direction Gebrüder Loser.
Rudapest.
Druck und Verlag von äxr.

metz in Si. Ingbert.
Siezu „Illustrirtes Sontaasblatt“ Nr. i.
        <pb n="11" />
        Slt. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wo hentlich) mit denn Hruolblatte verbundene Unterhaltunzsblatt. (Sonntags mü illustrirter Vei⸗

lage) erscheint wöchenllich viernil: Dienstaz, Donunerrtaz, Sunstag uid Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierleljährlich

1AC0c. 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen J A 60 , rinschließlich 420 8 Zustellzebühr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswärts
mit 13 — fuͤr die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum, Reclanen mit 80 pro Zeile berechnet.
AM4.

Dienstag, den 7. Jcguur

——
—,—æ——————

OιOαιαXοαιιιαιαι

Deutsches Reich.
Aus München, 2. Jan. wird der „Allg. Zig.“ berichteh:

Se. Maj. der König hat den Oberkonfistorialpräsidenten Dr. Ad.

o. Harleß im Hinblick auf seine geschwächte Gesundheit unter dem

Ausdruck der allerhöchsten Anerkennung und desonderen Zufriedenheit

mit seinen Dienstleisftungen in den Ruhestand versetzt und an dessen

Stelle den dermaligen zweiten geißlichen Rath des prolestantischen

Oberkonsistoriums DTr. Joh. Matth. Meyer ernannt.

Das Generalkomite des landwirihschaftlichen Vereins in
Bayern hat in einer am 21. Dezember v. J. abgehaltenen
Sitzung, zu der auch auswärtige Mitglieder geladen warea, Stel—
lung zu der Zollfrage und der Frage der indiretten Steuern ge—
nommen und hat sich in folgender Weise ausgesprochen:

4. Es ist zunächst auf Beseitigung der Differential ⸗Frachttarife
auf den Eisenbahnen Deutschlands hinzuwirken ; 2. daneben wird
als zwedmäßig anerkannt, für Feldfrüchte, Vieh und Erzeugnisse der
Viehzucht, Holz und sonstige Forstprodulte beim Eingang an der
Grenze eine Gebühr-zu erheben, jedoch nur in einem solchen Betrage,
welcher nicht geeignet ist, die Preise der Lebensmittel im Inlande
in fühlbarer Weise zu steigern; 3. zur Hebung der Branntwein—
und Speritusfabrikation wäre eine gleichmäßige Besteuerung derselben
im Deuischen Reiche anzustreben oder wenigsiens die Ausfuhrprämie,
welche norddeutscher Branntwein beim Eingange in Bayern bejzieht.
in Wegfall zu dringen; 4. Vermehrung der indirekten Steuern ist
weniger drückend, als die Echöhung der diretten, und daher der⸗
jelben vorzuziehen; 5. das Generallomite hat keinen Grund, sich
gegen die Einführung des Tabakmonopols auszusprechen, hält es
aber für angezeigt, das Ergebniß der hierüber angeordneten Unter⸗
III J

Dem Bundesrathe ging eine Eingabe ds Freihandels⸗
bereins, von Bamberger und Brömel unterzeichnet, zu, die sich
in würdiger, aber entschiedener Weise gegen die vom Reichskanzler
vorgeschlagenen schutzzöllner'schen Maßregeln erklärt.

Das Berliner Tageblatt berichtet: Aus guter Quelle erfahren
wir, daß Furst Bismarck die Absicht, sein Monopol Ideal zu ver⸗
wirllichen, noch keinesregs aufgegeben habe. Die Freude über
das in dieser Beziehung negat'de Etgebniß der Tabakenquete, fügt
unser Korrespondent hinzu, wöre also eine verfrühle gewesen. —
Dieses Nachricht bestäͤtigt uns die Muthmaßung, die wir wiederholt
gedußert, daß eb dem Reichskanzler mit seinem neuessen Vorschlage

einer allgemeinen Eingangsabgabe nicht eigentlich Ernst sei, daß er
damit vielmehr nur die Gegner des Tabaksmonopols für die An⸗
nahme desselben willfähriger zu machen beabsichtige.
Ausland.

Wien, 3. Jan. Meldung der „Polit. Korresp.“ aus
Skutari (Albanien) vom 1. d. Die Einwohner von Podgor'zza
helegraphirten dem Sultan, sie seien entschlossen, sich dem ihren
Bejitk detreffenden Beschlusse des Berliner Kongresses ieinesfalle zu
unterwerfen. Gleichzeitig ließ die Medschliß von Podgorizza die
Wohnhäuser jener Einwohner von Spuz demoliren, welche sich nach
Danilovgrad begaben, um Monkenegro ihre Unterwersung anzuzeigen.

Wien, 5. Jan. Sammtliche Mächte haben sich jezt, im
Prinzipe dahin geeinigt, die Garantie, für das Nichwiederkehren
früherer Zustände in Ostrumelien nach der Zurückgiehung der rus—⸗
sischen Truppen von dort in einer gemischten Otkupation desselben
zu erblicken; doch ist über das ‚Wie“ einer solchen Okkupation
bisder noch lein Ginvernehwmen erz'elt worden.

Die Gerüchte einer gemischten Besetzung Ostrumeliens
nach dem Abzuge der russischen Besaßzungetrüppen von dort siad
noch mit größler Vorsicht aufzunehmen, da die Angelegenheit sich
gutem Vernehmen nach noch im Stadium der Erwägung befindel
und sich über den Aussall einer eiwaigen Entscheidung noch nichts
sagen läßt.

Rom, 8. Jan. Die BVerüchte, daß der Papst in nicht el⸗
zuferner Zeit ein neues dkumenisches Konzil abhalten werde, ge⸗
winnen an Bestand und Glanbwürdigkeit. Volltommen irrig dürfie
es hingegen sein, von demselben die schließliche Bellegung des Kul⸗
turlampfs zu erwarten; im Gegentheil dürfte es sich, denn dieser!

Plan zur Ausführung kommt, vielmehr darum handeln, auf dem
Konzil die Erklärung abzugeben, daß der Friede zwischen Berlin
und Rom endgiltig geschlossen sei.

Rermischtes. F

*St. Ingbert, 7. Jan. Heute wurde auf der hiesigen
Ackien Glashütte (Produktion von Flaschen) ein neuer Ofen in
Belrieb gesetzt. In Folge dessen wurde auch die Zahl der Arbeitet
bermehrt. Es ist dieses gerade jetzt gewiß eine angenehme Erschei—
aung auf dem Gebiete der Industrie.

*— Nach verschiedenen pf. Blättern haben sich auch heuer
w'edir mehrere Personen beim Neujahtanschießen zum Theil recht
chwer verletzt. Nach der „Pf. Post“ hat sich in Reichsthal
ein junger Mann, Valer von zwei Kindern, bei demselben Anlaß
jelbst erichossen. Er arbeitete an einem Gewehre, welches geladen
war und nicht losgehen wollte, so lange herum, bis es plötzlich
krachte und ihm die ganze Ladung in's Herz ging.

*— In den Weinbau treibenden Gemeinden der Vorder—
pfalz hat sich zum Schutze der natürlichen Weinprodultion gegen
Weinschmiererei und Fabrkalion eine lebhafte Agitation gebildet.
Am 2. Januar wurden auf einer Versammlung zu Landau,
welcher auch der Reichsstagsabgeordnete Dr. Buhl anwohnte, Peti—
ionen an die bayerische Regierung, an den Bundesrath und an
den Reichslag beschlossen. Reichstagkabgeordneter Jordan hatte fich
chrifilich mit der Agitation gegen die Weinfabrikation einverstanden
erklärt. Auch die auderen Weinbau kreibenden Gegenden Deuisch—
lands sollen zu einer gleichen Agitation veranlaßt werden.

FNiederwvtrzbach,38. Jau. Der Blieszau'sche Obst⸗
baumzuchtperein — Haupisiß Erfweiler Ehlingen — hielt am 29.
Dez. eine Wanderversammlung dahier ab. In meisterhafter Rede
sprach der rühmlichst bekannte Pfatrer Herr Rütter von Erfweiler
über den Zweck und die Bestrebungen des Vereins, dessen Motto
„Einführung lohnender Obstbäume und Schutz der Voͤgel ist.“
Bewiß verdienen die uneigennütz'gen Bestrebungen des gedachten
zeistlichen Hexrn, unter dessen Auspizien der genannte Verein ge⸗
zründet werden konute, alle Anerkennung. Mehrere Bürger hiesiger
Gemeinde traten alsogleich dem Vereine dei, und sind die besten
Aussichten vorhanden, daß der größle Theil der Ortsinsassen sich
ebenfolls anschließen wird. Anmeldungen werden von Herrn Lehret
und Gemeindeschreiber Peter Wolf entgegengenommen. (3w. 3.)

T In Wallhalben hat sich in der Christnacht der neun⸗
zehnjähr ge Gehilfe des dortigen Apothekirs, ein gewisser Neff aus
Riegen, durch Sirychnin geloödtet.

FeAuch in Burgalben hat ein junger Bursche daz
Neujahrsschießen theuer bezahlt — mit dem Verlust des Zeige⸗
fiagers der linlen Hand.

Waldfischbach, 3. Jan. (P. A.) Die großen Vor—⸗
heile statker Geschäftskonkurrenz genießt das hiesige konsumirende
Publikum nun schon se't einigen Monoten. Waldfischbach zählt
nicht ganz 1400 Seelen und hatte bisher drei Bäcer und einen
Vrodhändler. Als sich nun im Oklober noch ein vierler Bäcker
hinzugesellte, suhten die andern weißen Meister das Badofenfeuer
—
herigen Brodtaxe bedeutend heruntergingen, so daß wir schon seit
November das sechspsündige Brod zu 58 Pf. bekommen.

FKirchheimbolanden, 2. Jen. Die Löwer apotheke
des Herrn A. Herzer ging heute durch Kauf in den Besit des Hren.
Pharmazeuten Schuhmacher von Obermoschel um den Preis von
M. 75,000 über. Hert Herzer hatie vor 8 Jahren die Apothike

von Herrn Th. Dercum für M. 49,000 übernommen.

fKaiserslautern, 3. Jan. Die Maschinensabrik
Julius E. Schmidt dahier hat den Betrieb ihrer Werislätte ein⸗
gestellt und die Arbeiter entlassen.

tKaiserslautern. Alle Klassen unsrer Volksschule
zeigen gegenwaͤrtig große Lücken; es möͤgen gewiß 6— 800 unserer
Vollsschuljugend an Halsbräune, Rötheln ꝛc. erlrankt sein. Ein
gut Theil davon ist auf das Conmo des schlechten Wetlers zu
        <pb n="12" />
        setzen, wenngleich zu bemerken ist, daß manche Eltern ihre Kinder
mit gar schlechter Fußbekleidung herumspringen lassen. (Kais. Zig.)

pSpeyer, 2. Jan. Die nächste Prüfung für den Ein⸗
jãhrigen⸗ Freiwilligendienst findet im Frühjahr d. J. Statt. Gesuche
um Zulassung sind bis längstens 1 Febeuar bei der Prüfungs
lommifsion einzureichen.

p In Diedeskeld liegen dermalen eswa 70 Personen
theils am Typhus, theils am Gastricismus krank darnieder; man
giaubt die Ursache in der schlechten Wasserleitung zu finden, welche
das an sich gute Wasser verd erbe.

Aus München, 2. Januar, wird dem „Nürnb. Corr.“
geschrieben, daß dessen iürzliche Mitiheilung von der Einleitung
iner Untersuchung gegen einen Studenten wegen Bruchs des Hand⸗
gelübdes in der udlüngst vor dem Bezirksgerichte München lJ. J.
abgewandelten Laternenzertrümmerungsaffaire, aus welcher sich be⸗
kanntlich ein Meineidsproceß gegen den Gendarm Löb entwickelte,
in dem Löb zu 1 Jahr Zuchthaus verurthe lt wurde, unrichtig sei.

Maunz, 4. Jan. In Folge des fortwährenden Stei⸗

gens des Rheins haben nunmehr die Dampfboote der Koͤln⸗Düssel⸗
dorfer Gesellschaft und die Schiffe der Hollaͤndischen Gesellschaft
hre Fabrten eingestellt.

4Die Tingel⸗Tangel werden seit Neujaht auch in Leipzig
iner bohen Steuer unterworfen.

dDiensstesnachrichten. RF

Der kathol. Pfatrer von Ebernburg Georg Platz wurde zum
Definitor des Landcapitels Kirchhe mbolanden ernannt und dem
Caplan von St. Ingbert, Franz Brittinger, die Verwallung der
Pfarrei Leinen übertragen.

Auf die erledigte Steuer⸗ und Gemeinde: Einnehmerei Ludwigs⸗
hafen, wurde der Steuer⸗ und Gemeinde⸗Einnehmer Jalob Völlinger
in Godramstein, der Steuer⸗ und Gemeinde-Einnehmer Joh. Hart⸗
mann in Lauterecken auf die erledigte Steuer⸗ und Gemeinde Ein⸗
zehmerei Neustadt, endlich auf die erledigte Steuer⸗ und Gemeinde⸗
kinnehmerei Germersheim, der Steuer⸗ und Gemeinde⸗Einnehmer A.
duhn in Waltenheim, sämmtliche auf Ansuchen versetzt.

Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demes.
inma-
A. gtrevolor in St. Johann a. 4. saar.
v — Ecke der Bahnhof⸗- und Dudweilerstraße. —
Gänzlicher Geschäfts⸗Aufgabe—
habe meine sämmtlichen Manufaktu r und Modewaaren einem
Totalen Ausverkaufe
A zu sehr reducirten Preisen

ausgesetzt.

3 e&amp;
A. Streveler, St. J OhAnn, Ecke der Bahnhof- und Dudweilers trasse.
NB. Die ganze Laden⸗, sowie voll ständige Gas-Einrichtung ist nach Räumung des Lagers billigst zu

verkaufen.
X *
Straßenwärterstelle.
Im Kantone St. Ingbert ist für die Straßeustrecken von

der Ormesheim⸗Eschtinger Danngrenze bei der Gassen⸗

mühle bis zur preuß. Grenze bei Fechingen mit einer

Länge von ...3. * .2378 m
b. Entheim nach Eschringen mit einer Länge von ..1430 m
c. der Gassenmühle in der Richtung nach Ensheim mit

einer noch genauer zu bestimmenden Länge von ca.. 1492 w

ESa. .5300 m
ein neuer Straßenwärter aufzustellen, welcher aus der Distrittskasse
des Kanlons St. Ingtert einen monatlicheu Geldgehalt von 45 A
zu beziehen hat.
Taugl'che Bewerber werden eingeladen, ihre Gesuche nebst
Zeugnissen über Militardienstzeit, Wohlverhalten, Brauchtdarkeit und
dieberige Verwendung bis zum 18. 1. Mis. bei der unterfertiaten
Behörde persönlich einzureichen.
Zweibrücken, den 4. Japuar 1879.
Königliches Bezirksamt:
Damm,
kal. Regierungsrath.
Spielkarsen Nach Ausspruch
5X eines der ber hmtesten Herrn
empfi hilt J. Friedrich. Universitäts-Profefforen waren
bei künftigen Generationen wee—
nig oder gar keine Kahltkopfe
meht zu erwarten, wenn man
ich von Jugend auf, stalt der
hädlichtn Oele und Pomaden
Vee deb
haarmasser von C. Retler —
hedienen würde, welches alblein Huste-Nicht) von L. II. Pletseh Co. in Breslau,
g * Honig- Kräuter -Malz-Extratt und -Caramellen“)
All·8 enthäll, was einer ratio⸗ Anerkennung. Ihr Honig⸗Kräuter-Malz- Ertrakt hat bei mir, wie —
nellen Haar- und Kopf bei meinen Kindern vorzüglich bei Husten, Lungen· Catarrhund
hautpflege dienlich ist. steuchhusten gewirkt. Paul NMuller, Kaufmann, Neumarkt i. S.
BB ——
Ia bert bei HerrneDie giaheihen Folen dieser uedel e Dihedlem Catarrh und dußen.
J. Friedrich. 2) Zu haben in St. Inabert bei Herrn J. Friedrich. I
F n e be x. emetz in St. Inabert. — —
        <pb n="13" />
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— —* 7 53522.53 2 8 582237
— z —A—
3 s25;33855 35333535 —155337335333387
* 8 3253383 3583388 —A
328— ö 8223 —— 355338853 28
55332 83 *22 Ec.2 3 —A— 2 5525* 3253350533
25337525 2.2 — 28 28288 57223 .
5333838 15353 3588 3353 338783 235238
2 2227 33357 —
3z38375 JJ
* 2223 ãa8 * A S 3233355* 3— — —A
2 2287 28* 333357* 28 5. 3 25* 38223
22432385 357—38 52233283* 52533 83283
32 757 22327 — —*27 —— 523
32358* — 5323383* 333357* 23525 5—
— *3 —15532 *327 —52223 223 —A
— — 22 J5 — —* 28 35*322 2.* 8* S5
A 8 —A 25355323 — * 8 328
35 ? — —A 28 s 3538* 5538
55383 8 95388 5*5533
S 553 — —— 2382 27 3 3 258223
83828 552 9 3352372 2325758 3 53535333
2 2 8253 —2 — 613 * —A 3535 8
ĩ 27 * *7 253333 2935358 3283 e — —
253288 53 228*8* 3225335 8
38 23238 2343283883* 2. 287 — 575325387 5
55337385 523233 — *
— 23 2 .2* 3 * 23
z 32.22 32 23777 73.*
— —— 833* *38 23583
3 2*
n —
33535552255
n 235532

8
8

—

—2
        <pb n="15" />
        St. Ingberler Anzeiger.
der St. Inzberter Auzeiger und das (2 mal wo hentlityj mit den Quuotalatte varbuaidene Uaterhaltun asblatt. Sonntazs mit illustrirter Veͤ

lage) erideint wo hheatli h vier mil: Dienssstay, Doaaerstar. Si nstag u i1d Sonutag. Der Abonnae nentspreis detragt öierleljährlich

1A A0 B einschließlich Trägerlohn; durch die —A einschließlich 420 Zustell zebühr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswaril
mit15 3 fur die piergespalteue Zeile Blaͤuschrit er veren Raum, Necla nen mit 80 2 pro Zeile berechnet.
AMA8ß.

Donnerstag, den . Januar

1879.

Deutsches Reic. J
Manchen, 6. Jan. An die Kammer der Reichsräͤthe ist
pon deren eistem Präsidenten Grafen Schenk von Stauffenberg
ein Schreiben gelangt, worin er wegen eines Augenleidens sein
Nichtersheinen zur Eroffnung der gegenwärt'gen —XV
entschuid'gt und sein Eintreffen auf den 16. Januar in Aussicht stellt.
MZgerin, 4. Jan. Die Sitzing der Kommission filr die
Reform des Zolltariss wurde gestern Morgen um 11 Uhr im
Reichskanzlet⸗ Amte durch eine Ansprache des Ministers Hofmaun
erbffnet, und der Vonsitzende der Kommission, Herr v. Varnbüler,
hieit eine Begrühungstede. Es wurde ein neues Schreiben des
Reichstanzler perleser. das in mehr als einer Hinsicht merkwürdig
ist. Zunäãchst dadurch, daß Füest Bismarck kroß des Ergebnisses
der Tabals- Untersuchungsommission noch keineswegs zu anderen
Anfichten bekehrt worden ist, sondern ihm das Tabalsmonopol noch
immer als Ideal vorschwebt; sodann betont er in dem Schreiben
die Noth vendigkeit, durch die Zollceform den Finanzen des Reichek
zu Hilfe zu kommen, so daß, wie es scheint, die volkswirtdfchafl⸗
ichen Vesichispuntte den finanziellen Vedürfnisfen untergeordnet
wirden sollen. Es leidet wohl keine Frage, daß die Mehrzahl der
I5 Mitglieder der Kommission im Wesentlichen unter dem —X
der Ansichten des Reichekanzlers stehen wird. Indessen gehen die
Unsichten der Regierungen noch weit auseinander, und das schlie ß⸗
liche Ergebniß der Kommission wird wohl in manchen Punllen
noch abweichen von den Vorschlägen Bismarck's. Ueber die Halt⸗
ung des Reichstages läßt sich noch nichts Gewisses vorausse zen.

Berhin, 7. Jan. Nach dem nunmehr vorliegenden Be⸗
richt der Tabakenquöte-Kommission erklärte die Kommission den
Tabalverbrauch einstimmig (mit allen 11 Stimmen) für einen ge⸗
eigneten Gegenstand hoher Besseuerung und erachtete dieselde mit
rider neuen Belastung von zwei M. per Kopf oder einem Steuer⸗
brusto von 80 bis 85 Millionen für durchführbar. Die Kom⸗
mission hielt vorläufiz mit allen gegen eine Stimme nur eine
Sieuer von 50 bis 70 Mill. als eine zwedmäßige. Bei der Ab⸗
stimmung über die Prinz'pierfrage, welche Steuerrefoem nach
Deuischlands wirthĩchaftlichen Verhältnissen überhaupt ausführbar
sei, erklärten üch sammtliche Mitglieder für die Moglichkeit einer
Besteuerung noch dem Gewicht des Rohtabats, jedoch mit der Er⸗
hebung der Steuer von dem fermentirten inländ schen Tabak.
en anderrgz System erhielt die Stimmenmehrheit. Auch bei der
konkreten Frage nach dem zwecmößigsen Steueriystem unter Vor⸗
aussezung einer bestimmten Ertragtsumme und der Moͤglichkeit
riner spaleren Steigerung ergab sich nur für ein gemischtes System
Stimmenmehrheit. Auch für den nach der Ansicht der Kommission
jetzt noch nicht in Aussicht zu nehmenden Nenofteuerertrag von 80
Mill. erhielt ein gemischtes System relativ die meisten Stimmen-
Die Kommission empfi hit daber die gedachte Steuerreform als
zweckentsprechend.

Aussand.

Wien, 3. Jan. Das „Lelegraphen-Korresp.“-Bureau“
meldet aus Rom vom Gestrigen: Die Verhandluagen wegen Waeeder⸗
bestellung eines russischen Vertreters bei der Kurie sind vollständig
geschertert. Des russischen Abgesaudten Urussoff Mission exrzielte
inen Erfolg, da über mehrere wichtige Tifferenzpunlie kein Ein⸗
vernehmen zu etreichen war.

Wilen. Im April fe'ern Kaiser Franz Joseph und Kaiserin
Esabeih ihre silderne Hochzeit. Die Handeltkammern von Wien,
Bohmen und Maͤhren wollen aus diesem Anlaß eine Stiftung gründen.

Pest, 4. Jan. Aus kompelenter Quelle derlautet. daß das
—QXWI 1879 22,800 000 fl.
dettage.

Seit einigen Tagen erzählt man sich in den politischen Kreisen
pon Bukarest, daß eine Gruppe bon Bulgaren fest enischloffen
sei, bei der am 6. /18. Januar zu Tirnowa statifindenden Fürsten⸗
wahl den Fürsten Karl don Rumanien zu wählen. Man ist jedoch
lib:rzeugt, dah es nur einen einzigen Fall geben koönnte, in welchem
Furst Karl in der That auf den Thron des neu geschaffenen Bul⸗
darien — aber dann auch ganz sicher berufen werden würde; die

7 —

Formel aber, die diesen Fall präzistet, lautet: Wenn Rußlanb
vin. ob aber Rußland will, das ist sehr die Frage. 2
*Am 5. Janvar haben in Frankreich die Ergaͤnzungs⸗

wahlen für den Senat stattgefunden. Sie find, wie zu erwarten
jand, ein zienlich bedeutender Sieg der Republikaner geworden,.
rinschließlich der noch ausstehenden Stichwahdlen wird der ueue
Senat aus 119 Mitgliedern der lonservaliven und 176 Mitglie⸗
ern der republikanischen Partei bestehen. Die Majoritat der Re⸗
ublikaner beträgt somit 57 Stimmen. Diese neue Gruppirung
zibt der republitanischen Partei endgiltig die Macht in die Hand,
Fie inneren Verhältinisse Frankreichs nach ihren Wunschen zu ge⸗
dalten. — Der franoösische Generallonsul zu Tunis erhielt
elegraphisch Weisung, von der huneischen Regierung die erforder⸗
iche Genuglhuung wegen Vorzehens derselben gegen den Grafen
Zarcy zu verlangen. Also kein Ultimatum, wie jungst irrthümlich
zemeldet wurde!

—Pariis, 6. Jan. Gestern rüdten von Versailles zwei Ab⸗
heilungen Genbarmen nach den Departemtnts des Herault und der
Rsft⸗Pyrenaen ab, um den zahlreichen Straßenräubereien, die don
panischen Flüchtingen dorl sein einiger Zeit verübt werden, Ein⸗
zalt zu ihunun. J

Bern, 6. Jan. Deuischland hat der Schweiz den Handelt⸗
ind Zellvertrag anf Ende 1879 gekündigt, fi aber zu Unter⸗
jandlungen über den Abschluß eines neuen Vertrazes bereit erklart,
vomit der Bundesrath einbverstanden ist. Er. 3.).

Maderid, 5. Jan. In Xeres wurde eine Gejellschaft von
—— verhaftet und wichtige Papiere mit Beschlag
elegt.

Rom, 6. Jan, Der Papst befaht den Verkauf des letzten
zäpsilichen Kriegsscheffes „Immaculata Concezione“, das seit Jahren
inbenüßt und nutzios im Hafen von Toulouse lag. Die Maun⸗
chaft wird pensionitt. (Ir. J.)

Rach einer telegraphischen Meldung aus Aslrachan ist bald
ach der Rückehr der Kojalen aus der asiatischen Türlei im Jeno—
ajewstschen Kreise des do tigen Gouvernem nts eine epidemische
dcantheit aufgetreten, welche nunmehr von den Merzten als die
Menschenpest ertannt worden ist. Nach den vorliegenden
Nachrichten hat sich die Lage außerocdeuntlich verschlimmert und ist
die Gterblichkeit bereiss eine sehr große.

Der erste Januar hatte für die Vereinigken Staaten von
Amerika eine große Bedeunung. Nachdem feit Beginn des Keriegeß
m Jahre 1860 ein Goldkurs eristirt hat, ist die Ausgleichung am
J. Januar nunmehr thatsächlch erfolgt. Der ameritanische Papier⸗
dollar gilt jetzt ebensoviel wie der Golddollar.
Fermischtes.

e Si. Ingbert, 9. Jan. Der Musilverein hielt gestern
Abend im Vereinslokale seine Statuten gewäße Generalversammlung
ehufs Neuwahl des Ausschusses und Rechnungsablage dro 1878.
der Verein zaäͤhlt gegenwärtig 119 theils achive, theils passive
Muglieder. Von ihnen waren einige üder 40 anwefsend. Rech⸗
nerisch war das abgelaufene Jahr für den Verein ein sehr günstigek.
Die Einnahmen bettugen 1186 M. 1Pf., die Ausgaben 876 M.
71 ppf.; es verbleibt demnach der stasse ein Ueberschutz von 309 M.
30 Pf. Ein Theil dieses Uederschusses wird verwendet, um 20
jut Ausloosung kommende Flügelactien auszuzahlen, waͤhrend der
stest zur Deckung einer Vereinssttuld an den Vorschußverein abzu⸗
ühten ist. Eine längere Debatte rief die Fesisetzung des Hono⸗
zars sür den Dirigenten hervor. Bieher bekrug dasselbe 180 M.
zro Jahr. Nach langem Hin⸗ und Herreden wu de endlich mit
Majotitat bessdlossen, es jür's laufende Jahr auf 300 M. zu er⸗
Jöhen. Als Dirigent ist von den ccliven Mitgliedern, nachdem
zor einiger Zeit der frühere Dirigent freiwillig von seinem Posten
urücttrai, Herr Sch adeweinß aus St. Johann engagirt. Wie
nitgetheilt wurde, wird er in Folge dieses Engag menis hier seinen
Wohnsitz nehmen. — Vor Vornahme der Neuwohl erklaͤtrie der J.
Zorstand, herr L. Beer, eine Wiederwahl nicht mehr onzunehmen.
Atd' J. Vvocstand wurde sodann gewäh!t Herr Landrichter eodnig.
        <pb n="16" />
        II. Vorstand blieb Herr Schlick, Rechner — Hr. Bayer,
Schriftführer — Hr. Fischer. Sämmtliche wurden mit einer
an Einstimmigkeit grenzenden Majorität, gewählt. Dem zurückge⸗
tretenen bisherige Vorstand, wie dem früheren Dirigenten und
Archivar drückten die Auwesenden durch Erheben von ihren Sitzen
ihre Anerkennung aus.

*— Aus Zweibrücken wird auf Anregung von Mit⸗
gliedern des dortigen Gewerbevereins, dis Handelsgremiums und
anderer Persbnlichkeiten eine Petition an die ba her ische Ab⸗
gzeordnetenkammer und den deutschen Reichstag
abgehen. Die erstere enthält nach Darlegung verschiedener Miß⸗
stände, die für Handel- und Gewerbekreibende vieler Geschäftszweige
durch Wanderlager, Wanderaultionen ꝛc. erwachsen, die Bitte, durch
Geseßt festzustellen, daß

1. Wanderhager und Wanderauktionen auf

jedem Plotz, wo sie temporiren, im Voraus, in Siädten per Woche
mindestens 40 M., in Flecken und Dörfern eine solche von
mindestens 20 M., sowie für jeden mitzeführten Gehilfen
die Hälfte der obigen Beträge zu leisten haben und daß dieselben
neben dieser Staatssteuer met Annexen sür Kreis und Distrikt ꝛc.
auch zur einschlägigen Kommunaisteuer wie alle Gemeindebürger
herangezogen werden, — und um auch gegenüber dem Hausir⸗
geschäft die geeignete Besteuerung durchzuführen.. 1
2. daz Personen, die das Hausirgeschäft betreiben, wozu auch
alle diejenigen Reisenden zu zählen sind, die Waaren irgend einer
At — mit Ausnahme von rohden Erzeugnissen der Land⸗ und
Forstwirthschaft, des Garten- und Obstbaues — bei andern Per⸗
sonen als bei Kaufleuten oder on arderen Orten als in offenen
Berlaufsstellen dirett oder gegen-Beftellung feilbieten, vor Beginn
hres Gewerbebetriebs an jedem Orte sich persönlich bei der Oris
poltzeibehö.de zu legifimiren und die betr. Staals- und Gemeinde⸗
leuern zu entrichten haben, welche in angemessener Abstufung für

— Todes⸗Auzeige.
Freunden und Theilnehmer an unserem Schmerze,
hiermit zur Nachricht, daß es Gott dem Herrn gesallen,
unsere liebe Mutter, Schwienermutter und Großmuster
Gertraud Uhl aeb. Schmetzer,
heule Nachm ttag 2 Uhr nach karzem Krankenlager im
Alter von 68 Jahren zu sich abzurufen.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Karl 2ihl.
St. Ingbert, den 8. Januar 1879.
Die Beerd'gung findet Samstag Morgen 10 Ubi statt.

.

—
Herzog BraunsobwWoeigisoho
andes-Lotteérie,
vom Staate genehmigt und garantirt.
Dieselbe besteht aus 87,000 Original⸗Loosen und
A3,000 Gewinnen:
lHaupitreffer eb. 450 000 1 Haupttreffet à 12,000,
h 8* 300000, 22 „10,000
130,000, 8000
00.000. 6000!
—* z000
90. 1000 42
0, 3000. 9
0o. 1— 2000
N6060, 523 1000
3,000,. 8347 , 3500
Reichs-Mark u. s. w.
Die erste Ziehung findet statt
am 16. und 17. Jannar 1879,
u welchet i Eriginas Tvoos⸗
Panze Halbe Väertel —XX
I6 Marx 8 Mars 7T Narf Nark
egen Einsendung dis Bettages oder Postvorschuß versende.
Jeder Spieler erhält die Gewinnlisten gratis!
lius,
m. Landes Lolterle

12

jeden Rentamtsbezirk nach Analsgie der für die Wanderlager ꝛc.
vorgeschlagenen Steuer zu bemessen sind.

Die an den deutschen Reichstag gerichtete Eingabe enthält als
Petisum nur die Bitte um authentische Interpretation, bezw. Er—⸗
zänzung des S8 des Freizügigkeitsgesetßes, auf
Grund deren eine Heranziehung der in Frage stehenden Geschäfte
zur Gemeindebesteuerung gesezlich erst möglich wird.

*— Seit 29. Dezember wird der 26 Jahre alte Schreiner
Adam Schwarz von Altstadit vermißt. Derselbe litt an Gestes⸗
jidrung und man vermuthet, daß er seinen Tod in der Blies ge⸗
junden habe. 575 —
7— In Neustadi wurde ein Milchhändler wegen Verkaufs
von Milch, welche mit Wasser gefälscht war, zu 830 M. Geldstrafe
verurtheilt.

FFriedelsheim, 5. Jan. Heute Morgen wurde die
70 Jahre alte Israclitin Martha Mayer im hiesigen Bache er—
trunken aufgefunden.
Warktberichte.

Homburg, 8. Jan. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
—
Pf. Gerste 2reihige — M. — Pf. Berste 4reihige O M. — ppf. Hafer
3 Wdo Ppfr, Mischsrucht 8 M. 27. Pf.Erosend M pf Widen
) M. — Pf., Bohnen — M. — Pf., Kleesamen — M. — Pf., Korn—
brodes Pfund 70 Yf., Gemischtbrod büüfuͤnd — Pf., Odsenfleis —pe,
Rindfleisch 60 Pf., Kalbsleisch 50 Pf., Hammelfleisch — Pf., Schweinefleisch
18 Pf., Butter 1 Pfund O M. 96 Pf. Kartoffeln per Ctr. 2 M. 0 pf.

Kaiserslautern, 7. Jan. (ruchtmitielpreis und Vicltualienmarkt.)
WBeizen 08 M. 18 Pf. storn 7M. 47 Pf. Spelzkern — M. — Pf. Spelz
s M. 89 Pf., Gerste 8 M. 23 Pf., Hafer 6 M. 15 f., Erbsen 7 M.
30 Pf., Wichen 5 M. 99 Pf., Linsen 7 M. 50 Pf., Kleesamen 37 M. —
Pf. Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 64 Pf., 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
8 Pfund 37 Pf., Butter per Pfd. — M. 75 Pf. Eier 2 Stück 14 Pf. Kar⸗
zoffeln per Centner 2 M. — Pf. Stroh 1 M. 20 Pf. Heu 1 M. 40 pf.

Fur die Redaction verantwortlich: F. Xx. Demneß.

—E——
ε
welche au Beschverden der Ath—
mungs Draaue, Bras oder Lange
Nleiden, kann das ilnritie Buch:

Tie Brusi⸗ und
Lungenkraukheiten
met Recht als ein berräurter Uaihe
gtber enipfohlen werden. Die in
biesem porzial. Buchet) entbaltenen
Raurpschläge beruhen auf langjhr
Ersahrungen, sind leichr zu vefolgen
und haben sebr vieien Leisdenden die
ersehnte Heilang seibst da noch
verschazst, wo jede Hoffnung auf⸗
gegeben warz versaume daher
9tiemand, sis rect eirig dasselbe
anzuichasfen. Austührlicher Pro—
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Hobetleituer. Lerpzia und Bubtl.

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555353 3235* —3515555 33335— 638333153823523323 8
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—F — 38 2232385 —— —z575—5— 25
——3—2— B23—32 2—* 3223838553 —38
2233— ——25535 —55 53327238 5355532 — — 532
5355 555555 55535——5—2 55—25 3 3333553——533 8
——— — u 2 7 — 5* 5 4 5
* 8 — 2 * 5272 52 522 335 — 2 — 3588 2 255
Ss— 8—52222 — 2 —85522 3222* ..—48 — —A —
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2225 355 285kz5—3—42442 353648
2 J — —*— —R
52—sy 8 552s—3333 35385 ———7T2532322 823553
5 2555—2355 225—5 —235255533285 — 251
—— —— E 38 — 55 —35 —— 235525 xX728 282 3
5* 860 228— — — 23528 —A — 2*
82 2* — —28 7322 27 RM 53— 8 2333—832—27
—28 — —38523256258 52838382k —A c337
33 33*— 5*—
5 3 .— **725 — 12353368 — —z832*3
* 8 c8 —B 28 522 5 * —A SC83* E3882
— — ** 5 — — *
— — ——
——5E2S 3 —24855* 21 718 822 5553533855
25 ——8—23*53 355— 5 2z83 52523235 22—38 ꝛg 22 222
—552 5353332268758 — 225683
55*5 583336535555—5533533353 —
—x88 *5E A5 3 2— 28382 — —A ——— — —* — —
* 2BS —E 832 — 24535 —
2
—— — —
¶ ⸗ 2 *
555333 55853 358353533 353 583
25542 553 —5—2 52335332 0 33
—A 25* 0 8* 2578 — 52*
— ↄæ2⏑ 222 X 2 —2 Ec *5 — S 222 J
82 — 2 — DO —A —— J * 238
—2 *28 — *— 2 — — * NM 228 ꝙ- 5
22 — — a. 2 —— s828 — — 3
hα 52 —2 —D 8 * — C 22 2* 27 — 2
— — — — — 733 “3 5255 8* 52 *

— 5 3 55 — 33 28* 5 — 5—32 2525 —2
3 23 5c80 535 —5 526 —33523535 *——
5*8 — — 5352223 A
3 3 283 5335
2 3 —— 222 882* *— * —A *35—
555582 — — 55335 3253 ———

— 8* — * 222 — *— * 7
—5 23 53338* 582352*
333 3 33 338387
82 2 J — 2— —23 *
——A — — 3283
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Inzverter Aizeiger aid vas (2 mil ws heutliy) nit den Arudtslatte verou idene Unterhaltun zsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗
lage) erfheint wzheatlih vieemil: Dieustaz, Donterztaß, Suünstar un Sonntaz. Der Abonutementspreis beträgt vierteljährlich
A 40 B einschließlich Träzerlohn; durch die Post bezozen 1I M 60 Z, einschließlich 40 Z Zustell jebuhr. Auzeigen werden mit 10 B, von Auswaͤrts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum, Necla nen mit 30 — pro Zeile berechnet.
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M6.

2. Fur die Monate Januar, Februar, März;
kann auf dieses Blatt bei allen Postan-
stalten und Postboten, sowie bei den Trägern

noch abonnirt werden.

am' 31. Dezember 1878 die Handelsverträge m't England und
Belgien gekündigt; deselben werden indessen noch bis zum 81.
Dezember d. J. in Kraft bleiben. Diejenigen Handelsverträge,
deren Ablauf erst nach 6 Monaten erfolgt, weiden ebenfalls zu
rechter Zeit gelündit werden, damit die französische Regierung volle
Altionsfreiheit behalt und vom 1. Januar 1880 ab neue Jollver⸗
träge in Wirksamkeit treten können. Dagegen nehmen die zwischen
der deutschen Reichsregierung und den Vertretern der japanesischen
Regierung schwebenden Verhandlungen wegen Abschluß eines neuen
handelsbertrages wie man der „W. Z.“ schreibt, einen befriedi⸗
zenden Verlauf. In den Vertrag werden auch Bestimmungen auf⸗
zrnommen werden über den Rech:sschutz, welcher deutschen Staats⸗
angehötigen bei etwaigen Reisen in das Innere Japans zu ge⸗
vähren ist. Auch sollen dem deufschen Handel neue Importhäfen
röffnet werden. Auch mit den Vereinigten Staaten haben seitens
der Reichsssregierung Besprechungen stattgefunden behufs einheitlicher
Neugestaltung der handelspolitischen und sonstigen internationalen
Beziehungen.

* Am 7. Januar fand zu Rrolsen, der Haupistadt des
Fürstenthums Waldeck, die Vermählung des Königs Wilhelm II.
don Holland mit der Prinzessin Emma von Waldec statt. Koͤnig
Wilhelm zählt in einigen Tazen 62 Jahre, während seine Ge—
mahlin erst 20 Jahre vollendet hat.

Aussland.

Wien, 6. Jan. Der Gedanke einer europädischen Ueber⸗
vachung der Türkei nimmt nachgerade eine greifbare Gestalt an;
die Regierung der Pforte wird unter die Vormundschaft von Bot-
chafterlonferenzen J gestellt. We in giesigen unterr chteten Kreisen
nerlautet, hat Furst Bismarck zuerst in Vorschlag gebracht, die
Ausfuührung des Berliner Vertrags in folgender Weife zu sichern:
) Die Boischafter der sechs Großmächte ireten nach Bedürfniß zu
kdonferenzen zusammen, in denen Schwierigkeiten der momentanen
dage besprohen werden sollen; 2) das Resultat der Konferenz wird
n Form positiver Vorschläge zur Kenntniß der Pforte gebracht;
3) falls de Piorte sich weigert, den Vorschlägen der Voischafter
Folge zu geben, wird ein Kollektidschritt der Berliner Signalar—
nächte in Aussicht gestellt. Den ersten Gegenstand der AXXC
derathungen wird die derzeitige Finanzlage der Türkei bilden.

Je näher der Termin der bulgarischen Fürstenwahl
rückt, um so lebhafter werden die Erwägzungen, wer der — Glück⸗
liche darf man wohl kaum sagen — sein wird, dem die Krone in
den Schooß fällt. Wie in hiestgen, der russischen Botschaft nahe⸗
ehenden Kreisen verlautet, hälte der Prinz von Battenderg, der
dom Petersburger Hofe überaus protegirt wird, große Chancen,
jum Fütsten von Bulgarien erwählt zu werden. Von anderer
Seite nennt man den Prinzen Arnulph von Baiern, der zur Zeit
n Petersburg weilt, ais Thronlandidaten für Bulgarien. Jeden⸗
'alls gehört ein starker Lebenbüberdruß dazu, um sich unter obwal⸗
senden Verhältnissen zu dieser Fürstenkrone zu drängen. Nach einer
neuen Meldung des Reuterschen Bureaus aut Konstantinopel nehmen
ibrigens die Verhandinngen über den definitiven Friedensvertrag
wischen Pforte und Rußland fortdauernd einen günstjgen Verlsuf.
Man hofft, daß dieselden in der nächsten Woche beendet werden
vürden. Die Pforte hat keine Gegenvorschlaäge gemacht.

Paris, 6. Jan. Das Ecgebniß der gestrigen Wahlen
»ildet heute ausschließlich das Tagesgespräch. Selbin ein großer
Thel derer, welche bis jeßt noch zur Reaction hielten, stimmt in
das Jubelgeschrei ein. Zu diesen gehören auch viele Staatsbeamte,
und ich könnte mehrere hohe Polizeibeumte nennen, welche gestern
hren Freunden offen erklärten, daß sie in Zukunst der Republk,
die das Land in der That wolle, tteu und redlich dienen würden.
Besonders entmuthigt sind die Bonapartisten. Ihre Führer find
janz außer sich, daß die große Masse derer, welche bis jctzt noch
jum „Empire“ hielten, diesem nun den Rucken kehre. Die Bona⸗
dartisten hatten über vierzig Candidaten aufgestellt und sie brachten
nur zwei detselben durch.

London, 8. Jan. Nach eingejogener Erkundigung haben
die Gichtanfaͤlle bei Lord Beoconsfield nachgelassen, so daß er heute

Deutsches Reich.

* (Abgeordnetenkammer.) In der am S8. statt⸗
gehabten ersten Sitzung wurde mitgetheit, daß 133 Abgeordnete
angemeldet sind. Die neu eintretenden Mitglieder Frhr. v. Stauf⸗
fenberg (iür Kaiserslautern) und kgl. Landrichter Trauth
don Blieskastel (für Edenkloben) wurden vereidigt, das Austrittége⸗
such des Abg. Holzwarih (Würzburg) wurde genehmigt. Der Tag
für die nächste Sitzung blieb unbestimmt.

—Berhin, 6. Jan. TDie Voruntersuchung in Sachen des
„Großer Kurfürst“ gilt jetzt als abgeschlossey. Die Acten sind in
Berlin und es wird in diesen Tagen vom Kaiser bestimmt werden,
welcher höheren Behörde die Angelegenheit zu überweisen sein wird.
Es find über 120 Zeugen vernommen worden und die Acten somit
XX
gegen den Contre-Admiral Batsch als Geschwaderchef, gegen die
Capitaine zur See Kühne und Graf v. Montis, seinerzeit Com⸗
mandanten des „König Wilhelm“ und des „Großer Kurfürst“, und
gegen den Cap'tain Lieutenaat Klausa, den während der Katastrophe
wachthabenden Oificier am Bord des ‚Koͤnig Wilhelm“. Dem
Zusammentritt des Kriegsgerichtss, das natürlich auch freisprechen
lann, wird noch im Laufe dieses Monats entgegen gesehen.

—Berlin, 7. Jan. Der „Reichsanzeiger“ veröffentlicht einen

C.laß des preußischen Handelsministers vom 4. Januar an die Re⸗
gierungen und Landdrosteien, worin denselben die Reformirung der
bestehenden Innungen innethalb des Rahmens der Gewerbeordnung
anempfohlen wird. Als Hqupsaufgabe der Innungen wird hierbei
bezeichnet, ducch rege Betheiligung aller Genossen die gemeinsamen
Interessen des ganzen Gewerbes zu fördern, insbesondere den Ge⸗
meinsinn und die Standesehre zu wecken, den gewerblichen Betrieb
der Innungsmitglieder zu unterstützen, die Ntzbarmachung technischer
Fortschritte zu ermöglichen, in Unglücks⸗, Krankheits- und Todes⸗
jällen Unterstützung zu gewähren, das Lehrlingswesen gemeinschaft⸗
lich zu regeln und zu pflegen, das gewerbliche Fortbildungswesen zu
unterstützen, und ein besseres Verhältn'ßß zwischen Meistern und Ge⸗
hülfen herbeizuführen. Die angeregten Organisationen könnten eine
wesentliche Handhabe b'eten, bedrohliche Mißstände auf dem sozia⸗
len Gebiete wirlsam zu bekämpfen und durch Selbsithätigkeit der
Betheiligten die Hebhung und Stärkung des Gewerbestandes herbei⸗
zuführen. Der Ninister sordert im Monat Juli Bericht über das
zur klusführung des Erlasses Geschehene.

Berlin, 8. Jan. Am 11. Juni d. J. feiern Ka'ser
Wilhelm und Kasserin Auguste ihr goldene Hochzeit; sie haben
durch ein Handschreiben des Kronprinzen an den Minister des
Inneren wissen lassen, daß es ihren Wuͤnschen widersprechen würde,
wenn von irgend welchen Personen, Vereinen oder Körperschaften
ihnen persönlich Geschenke dargebracht würden; sie würden sich da⸗
gegen aufrichrig freuen, wenn die Bedeutung des festlichen Tages
in Begründung milder Stiftungen oder Beiträgen an bestehende
Worlthätigkeitsanstalien entsprechenden Ausdtuck fiude.

Berlin. Der „Landes Eisenbahnrath“, welcher demnächst
dersuchsweise in Wirksankeit treten soll, wird aus 16 Mitgliedecn,
uämlich je 4 Vertretern des Handels, der Industrie, der Land—
und Forstwirthschaft und der preuß. Privatbahnen, bestehen. Der⸗
jelbe joll sich mindestens zwei Mal jährlich in Berlin versammeln
und den Handelsminister in allen wichtigeren das Eisenbahnwesen
betreffenden Sachen durch sein Gutachten unterstützen, als z. B.
bei Vorbereitung von Eisenbahngesetzentwürfen, bei Aenderungen
des Betriebsreglements, bei Zulassung von Ausnahmes oder Diffe⸗
tential⸗Tartifen ꝛc. (Pf. A.)

Die von Fürst Bismard angestreble Revolution in den han⸗
delbpolitischen Beziehungen zu den europaischen Mächten tritt auch
für Frankreich in die Etscheinung. Die fianzösische Regierurg hat
        <pb n="20" />
        Vorminags 10 Uhr daß Betit verlassen konnte. Der allgemeine
Gesundheit 8zuftand hat keinen Eintrag erliten.

RKom 8. Jau. Der „Fanfulla erfährt als positiv, daß
hon Berlin die Anregung zu einem Fürstenkongreß wegen eines
gemeinschaftlichen Vorgehens gegen die Umsturzparteien erfolgt sei.
Einer Nachricht, die an und für sich harmlos lautet, aber
voch Beachtung verdient, begegnen wir im „Giornale d'Udine“.
Diesem Blatte zufolge pasirte letztet Tage den Bahnhof, von
dine ein russischer Hof⸗ Würdenträger, welcher mit der Uedber⸗
bringung von Geschenken des Kaisers Alexander an den Koͤnig
Humbert beauftragt ist.

In Vetersburg erschien, wie der N. iir. Pr. berichtet
wird, eine nihilistische Flugschrift, in welcher dortige Bürger, mit
Hinweis auf die traurige Zukunft der Studirenden, ihre Seitens
der Polizei verfolgten Söhne, zum energischen Widerstande gegen
das gegenwärtige iyrannische Regierungs:System aufgefordert werdeu.
Die höchsten Würdentröger erhalten täglich Drohbriefe. Es herrscht
eine deptimirte Stimmung am ruifischen Hofe und große Partei⸗
spaltung. Der Thronfolger und einige Minister rathen zur Milde;
der Czar und Vortschakoff sind dagegen für äußerste Strenge.
Sermischtes.

. Zweibrücken, 9. Jan. Soeben erfahren wir, daß
in Hornbdach gestern Falschmünzer⸗Apparate in Beschlag genommen
worden seien. Der Eigenthümer deiselben ist der verheirathete
Muͤller Karl Wagner; derselbe soll im beuachbarten Rheinpreußen,
vermuthlich in Folge von Verausgabung falschen Geldes, verhaftet
worden sein und in Saarbrücken sich hinter Schloß und Ricgel
befinden. W. soll sich namentlich mit der Herstellung von 2-M.⸗
Siücken befaßt haben. 1 (Z3w. 3.)

4ꝛ Kaiferlautern. Die Berufung des Mechanilers K.
Haupt und des Redacteurs d'Angelo sowie des Bnchdruckers Pb.
Rohr gegen das in der von 14 hiesigen Bierbrauern angestrengten
Beleidigungsklage ergangene verurtheilende Erkenntniß des Landge⸗
richts iam am 7. d. vor dem Beziesgericht zur Berhandkung. Die
Staatsanwaltschaft beantragte, das Urtheil erster Instanz zu bestaͤ⸗
gen. Das Urtheil wird om 21. ds. verlundigt werden. C(Pf. K.)

Ein Gendarm von Obermoschel hat sich ein schönes
Neujahrsgeld verdient. Am 2. Weihnachtsfeiertage ertappte ein
solcher beim Passiren des Dorfes Lettweiler eine Bierfuhre
von Meisenheim, von welcher eben unversteuertes Bier abgeladen
wurde. Dasselbe wurde mit Beschlag belegt, und soll die Beloh⸗
nung für die Enideckung 200 M. 'betragen. Der With, welchet
das Bier trotz der Beschlagnahme verzopfte, erhält ebenfalls eine
dedeutende Strafe.

⸗Nach der Pf. V.“ wurde auf einen Mann von Hüffler,
der mit einigem Gelde von Quirudach heimkehrte, von zwei Strol⸗
chen ein Raubanfall gemacht. Diese kamen jedoch an den Unrechten.
Der Angegriffene hatte sich vorgesehen, erwartete sie mit dem offe⸗
nen Mefsser und schlug sie in die Flucht.

* In Neustadt hat der Stadrrath beschlossen, die gewerb⸗
lichen Forlbildungkschulen in der früheren Organisation weeder ein
zuführen, den Besuch derselben freizufiellen, aber die Untertichtszeit
auf Mittwoch und Samstag Nachmittag von 1 bis 3 Udt zu ver⸗
legen.

fQueichhambach, 7. Jan. Eine Bursche stach vor⸗
gestern Abend einem Mann von Birkenfeld derart mit einem Messer
in den Aopf, daß wenig gesehlt hätte, und es wäre um denselben
geschehen gewesen. Mit großer Anstrengung konnte der Gestochene
noch zu dem Arzte in Albersweiler gelangen.

7 Frankenthal, 7. Jan. Einem Militärpensionist,
wie man hört, von Weisenheim am Sand, wurde kurz vor Weih—⸗
nachten eine freudige Ueberraschung zu Theil. Beim Erheben
feiner monatlichen Pnusion wurde ihm die Mittheilung, daß durch
rin Versehen seine Peafion schon feit Jahren eine niedere als die
gesetzlich normirte sei, und ihm gleichzeitig die Differenz, welche sich
auf 800 M. belief, eingehändigt. Welch glückliches und freude—
strahlendes Gesicht der so unverhofft Beschenkte machte, lüßt sich
Jeicht denken. Ein eben solcher Fall ere gnete sich dor einiger Zert
in Ernstweiler.)

pGernnersheim, 8. Jan. Seit gestern ist der Khein
im Fallen und durch den gleichzettig eingetretenen Frost lann die

Gefahr einer Ueberschwemmung vorerst als beseitigt betrachtet
wecden. — —

7 Das ‚Weißenburger Wochenblatt“ berichtet, daß
dieser Tage sich einige Strolche in der Näahe des außerhalb der
Stadt belegenen einsamen Wirthshauses zur Walk aufgestellt und
die allein anwesende Wirth'n Klink, als sie Eiwas aus dem Keller
holen wollte, Uderfallen, gelnebelt, mißhandelt und, da nit sie nicht
schreien konnte, ihr den Muad zugestopft haben. Der heimkehrende
Wirth findet zu seinem großen Schreck seint Frau blutend und
mit Siricken zusammengescheütt an der Erde liezen. Dieselbe
wat so übel zugerichtet, daß ärztliche Hilfe in Anspruch genommen
deiden mußte. Bei näherer Besichtigung stellte sich heraus, daß

ie Diebe mehrere Kisten Cigarren und auch verschie dene Flaschen
Wein entwendet haben. (Ueber diesen Vorfall theilt man ferner
nit, daß die Thäter zwei kurz vorher aus dem Gefängniß entlafsene
MNädchen Namens Bliessen aus Weißenburg sind, welche die That
zus Rache verübt haben, weil die Wirthin und ihe Mann Zeug⸗
niß gegen sie abgelegt hatten. Im Gefängniß sollen sie schon ge⸗
jußert haben, daß sie, wenn sie frei würden, Jemandem die Haut
lbziehen, und sie haben auch richtig der Frau, welche aus Minfeld
jebtenig ist, mit den Haaren ein Stück Kopfhaut abgerissen. Die
Thäterinnen sind verhäftet.)

Mesßz, 3. Januar. Der Bezirks!ag von Lothringen hat
ich in seiner Schlußsitzung vom 16. November auch für Eisas für
die Einführung eines reichsgesetzlichen Verbotes der Fabrikation und
rinfuhr von Kunstwein ausgesprochen. Den gleichen Antrag hat
ürzlich der Landrath in der Psalz gestellt.

J Diedenhoslen. Die „Diedenhofener Zig.“ schreibt:
Die Dettinger Jäger? datten die letzten Tage Glück; in einem
Zeitraum von 8 Tagen haben sie nicht weniger als 4 große Wölfe
Tlegt, und um die Treiber und etliche Liebhaber zu entschädigen,
vurde das Fleisch der 4 Wölfe unter sie vertheilt, jedoch noch
nicht in genügender Menge, um Jedermanns Appetit zu stillen;
is giebt P.rsonen, welche das Wolfsfleisfch dem Kalbfleische
borzsehen!!“

In Wurzburg hatte ein Packträcer e'n eigenthümliches
Abenteuer. Als er nämlich am dortigen Bahnhof stand, kam zu
hm ein fremder Herr und übergab ihm eine Schachhtel und einen
steisesack mit dem Auftrag, diese Gegenstände so lange zu halten bis
r fich Cigarren gekauft haben würde. Der Packträger wartete und
vartete, allein der Herr ließ sich nicht mehr blicken. Plötzlich wurde
um großen Schrecken des Dienstmannes der Reisesack lebendig und
ils der Sackgeöffnet murde, sand sichldarin ein lebendiges Kind dvor,
velches argen Hunger zu haben schien. Die Würzbhurger Polizei
ahndet bis jetzt vergeblich nach dem UNeberbringer des Reisesackt.

Würzdurg, 5. Jan. Die unglückliche Schustersfrau,
velche ihre 4 Kinder mit dem Beil niedergeschlagen hatte, so dak
wei derselben bereits gestorben sind, mußtt gestern in die Abtheil⸗
ing des Juliusspitals für Geisteskranke verbracht werden. Die
wei noch am Leben befiadlichen Kinder werden wodl gehe It werden.

Ein vergeßlicher Schieferdeckermeister. In der letzten
—X Zeneni von einem
Schieserdeckermeister, der zwei Jahre lang ganz und gar vergaß.
jaß er für gelieserte Acbeiten die Zahlung von 4000 Wark noch
nicht erhoben habe, was er in seinen Büchern jetzt merkte. Der
Magistrat bewill gie unter Heiterkeit die Rachzahlung der längst
hereit liegenden Summe. —2

F Im vergangenen Jahre hat Wiesbaden es zu 67,830
gadegästen gebracht. In Wiesbaden wird nämlich auch im Winter
Jetrunlen und gedadet.

*Mainmz, 6. Jan. Seit heute Nahht, schreibt man dem
„Fr. J.“, sitze n wir mitten im Hoch asfer, das Ryheinufer ist voll⸗
ändig uͤverschwemmt und in Folge dessen die Lagerhallen, die
Dampf⸗ und Handtrahnen, die Landungsbrücken der Dampfboote ꝛc.
inter Wasser. u der Löhrstraße, in der Schlossergasse und am
F ichthoe sind die Straßen bereitz überschwemmt und wird der
Hetiche über Holdielen bewerkstelligt. Der Rhein steigt trotß der
laren, kallen Witterung immer noch und zeigte heute Vormittag
0 Uhr das Brücken-Pegel 16* 6, — Der hiesige Geschafisführer
»er Frantfurter Zestung“ ist mit etwa 2000 M. unterschlagener
Abonnements und Annoncengelder durchgegangen.

In Nordh aufsen macht, wie die „Germ.“ schreibt,

ine Razzia auf die Schnapsbrenner viel Aufsehen. Acht derselben
vurden an einem Tage zur Haft gebracht, weil sie ihren Kunden
nehr anrechnen, als sie ihnen liefern. Die Bücher der Abnehmer
veisen die Literzahl der Fasser auf, die Buchet der Brenner aber
ie in Wirklichkeit geliefette Literzahl. Bei diesem Manndver baben
zie Herren steis das sechste Faß Branntwein „schöne 'taus gehabt.
Die Untersuchungen dauern kort. Hinterhet kommen dann die
Wirthe mit Enischadigungsklagen, das werden theure Schnäpsfe
eben!
p In einem Dorf im Odenwald vertrieb man auf eigenthüm⸗
iche Weise eine Schaar Zigeuner, die sich dort gelagert hatte. Die
tzauern pfuhlten die um den Lagzerplatz gelegenen Aecker dermaßen,
zaß es die sonst nicht so ennpfindlichen Zigeuner nicht meht aus⸗
hdielten und Reißaus nahmen.

pEine launige Gesellschaft, welche am Neu—
jahrztage „im Blutgericht“ in Körigsberg dei einem Glase Wein
den Jahreswechsel feierte, sandte an Herrn Genetal⸗Postmeister Dr.
—A

Hent zu Neujahr wünschen wir:

Daß des Deahtes Sprechgebühr
Und das Potto auf der Post
Neunundsiebzig nichts mehr kosl't.

Ereellenz Dr. Stephan, schlagfertig wie imwer, beantwortkete
daz Telegramm sofort mit „Drahtwendung“ wie folgzt:
        <pb n="21" />
        Roch viel besser würd' es sein!

Bäb's hinfüro freien Wein;

Aber's Blutgericht thut kund:

Allzuviel ist ungesund. Dr. Stephan.

—7Im deuischen Reich zählt man gegenwärtig 880 Garnisons

orte, so daß in jedem durchschnitilich 10860 Mann liegen.

F. Die in Deutsschland erscheinenden Mode n⸗eZei—
kungen haben zum Theil eine so maßgebende Stellung ge⸗
wonnen, — in Uebersetzungen auch für das ganze Ausland,
Frankreich nicht ausgeschiofsen — und finden zum Theil eine so
außerordentliche Verbreitung, daß eine Uebersicht über dieselben nicht
uninteressant sein dürste. Wir geben letztere nach dem Jahr des
Entstehens.
allgemeine Moden ⸗Zeilung. Le'pzig.

VBictoria. Berlin. —

Der Bazar. Berlin.
Die Modenwelt. Berlin.
Haus und Welt. Berlin.
Neueste Moden. Leipzig.
Illustrirte Moden-Zeitung. Berlin.
Cornelia. Wien.
Illustrirte Frauen-Zeitung (Ausgabe der
„Modenwelt“ mit Unterhaltußgsblatt).
Berlin. 1874, 35,000.
Sämmtliche neun Ze ischriften erscheinen demnach in einer
Ves am mi⸗Auflage von 397,800. Dazu entlehnen die verbreiteisten
Moden⸗Zeitungen des Auslandes ihren Inhalt haupisächlich der
„Modenwell“ und dem „Bazar“. So erscheint beispielsweise seil
nun schon über 13 Jahren die enalische Ausgabe der „Modenwelt“
in London (The Voung Ladies' Journal) in einer immer hoͤheren,
sonst von keinem anderen englischen illustrir ten Blatte erreichten
Auflage, jetzt 186,000; die frauzösische Ausgabe des „Bajar“
(La Mode illustrée) zahlt an Verbreitung in etwa 40,000
Eremplaren, alle derartigen eigentlichen Pariser Unternehmungen
überragend, bereits ihren neunzehnten Jahrgang; von der „Moden⸗
welt“ wiederum bestehen jsogar vier franzssische Ausgaben, eine
Brüsseler (la Saison), dre Pariser (La Mode universelle, Les
Modes parisiennes, La Toiletto de Paris), die sammtlich woͤrtlich
mit dem deutschen Original übereinftimmen. Weuilere Ausgaben
dieses Blattes erscheinen im Haag, in Kopenhagen, Siocholm.
Mailand, Madrid, St. Petersdurg, Warschau, Praq, Pest, Phila—
delphia und Rio Janeiro; im Ganzen also findet dasselbe in 14
Sprachen Verbreilung. Danach dedurfen unsere deuischen Moden
Zeuungen des Schutzolles nicht; man darf ihre Stellung geradenu
als eine weltbeherrschende bezeichnen.
Gvörsenblatt für den deutschen Zuchbandel.)
Was zu einem guten Gaftmahl gehört. Die Frage beant⸗
worter der Speisezettel des Gasthauses zum „Muthigen Ritter“ in
Kösen in solgender Weise: 1) Ein freundlich Gesichte, 2) viele gute
Gerichte, 3) Weine von Gewichte, 9) eine schöͤne Nichte, 5) eine
lustige Geschichte, 6) hübsch, heil und lichte, 7) beim Sitzen micht
so dichte, 8) zuletzt eine gute Verpichte.

Wien, 3. Jan. Die ,Presse“ erhält Nachricht von einem
entsetziichen Raubmoid, der an einer Frau auf der Reise von Wien
über Marienbad nach Rohrau verübt worden ist. Vor etwa zwan⸗
zig Tazen war Frau Kißi, Gattin eines Kaufmanns aus letzterem
Städtchen in der Nahe von Marienbad, nach Wien gelommen, um
ihren hier lebenden Bruder, den Fleischer Hierath zu besuchen.
Nach kurzem Aufenthalte, der hauptsächlich der Ordnung von
Familirnangelegenheiten gewidmet war, reste die Frau in ihre
Heimath zurück und seither war sie verschollen. Briefe, die zwischen
stißl und Hrerath zewechselt wurden, ergaben, daß Frau siißl nicht
nach Hause gekommen ist. Hierath wendele sich an die Wiener
Polizei um Ausforschung der Vernißten und die Sicherheitsbehörde
berfolgte die Spur der Vermißten bis Marienbad. Dort wat
Frau Kißl am Sonntag vor Weibnachten angekommen, so daß sie
zu den Feiertagen wohl hätte zu Hause sein kͤnnen. Es wurde
auch ermittelt, daß sie sich einen Wagen gemiethel habe, um nach
Hause zu fahren, von da an war aber jede Spur verloren. Die
Sicherheitsb hörde wendete sich an die dortige Bezirlshauptinannschaft
und an die Gendarmerie um Nachforschung nach der vermißten
Frau, von der man annehmen uiußte, daß ihr ein Unglück zuge⸗
stoßen sei. Diese Annahme fand auch ihre Bestätigung. Denn
am vergangenen Sonntag fand der GendarmericaWachtmeister von
Rohrau im Walde nächst dieser Ortschaft nahe bei einer Mühle
irisch aufgeworfene Erde, die seine Aufmerksamkeit erregte. Et grub
nach und fand die Leiche einer Frau, die in fucchlbarster Weise
zugerichtet war. Der Kopf war ini einer Hacke zerschmeltert, der
Hals mit Messerstichen durchbohrt. In der Nähe des Ortes, wo

die Leiche aufgefunden wurde, fand man auqch die Hacke, die zum
Morde gedient. Die Leiche wurde als die der Frau Kißl erkannt.
Die Ursache des Mordes wurde auch bald festgestellt. An den
gleidern bemerkte man, daß Theile weggerissen waren, und es stellte
iich bald beraus, daß in diesen Frau Kißl ihre Baarschaft einge,

näht hatte. Der ganze Betrag, den sie von Wien aus mit sich

zeführt, betrug nur 30 fl. Die Räuber hatten ferner was Frau

dißl an Werthgegenständen, Schmuck und deral, bei sich trug, mit⸗
jenommen. Fra Kißl war Muner von funf Kindern und lebte
in guten Verhältnissen. Von den Mördern hat man noch keine Spur.

Man schreibt aus Zu rich vom 29. Dez. Vorgestern

Mittags um 2 Uhr stürzte sich ein arbeitsloser Coiffeut und' Kell⸗

ner, Namens Jenni, Familienvater, in einem Anfalle von Geistes⸗

störung über die cirea 130 bis 140 Fuß hohe Mauer von der

Plattform beim Münster. Da die Mauer schräg nach außen läuft,

jo stieß er in einer Höhe von etwa 10 over 12 Fuß von unten

nit einem Fuße an die Mauer, überschlug sich und fuhr mit dem
stopfe nach abwärts in den hier einige Fuß tiefen Schnee hinein,
wo er möglicherweise erstickt wäre, salls nicht sofort Hülfe zur

Hand gewesen. Der Mann war öbei vollem Bewußtsein geblieben

und scheint sich nur den angestoßenen Fuß verstaucht zu haben.

Auch klagte er über Schmerzen in der Kreuzgegend. Er wurde

in's nahegelegene Frickbad geführt, dort mit Suppe und Wein ge⸗

R was er sich mit einer Art Heißhunger schmecken ließ, und
ann in das Inselspital gebracht, wo er sich zur Zeit verhältniß⸗

mäßig wohl befiudet. Es ist dies der zweite Fall daß Einer der

Vielen, die schon die grausige Luftfahrt von der Plattform auf die
Matte gemacht, mit dem Leben dabon gekommen ist. Am 25.
Mai 1654 war ein Candidat der Theologie, Theobald Weinzäpili,
dort von einem scheu gewordenen Pferde heruntergestürzt worden
und unversehrt geblieben, während das Pferd zu Grunde ging.
Man hatte deßhalb dann auch, als sich die Kunde von dem selienen
Ausgang des letzten Sturzes in der Sliadt derbreitete, dieselbe
zuerst allgemein füͤr eine Ente gehalien.

Paris, 3. Jan. In der Rue Cuvier zu Paris starb
vor eintgen Tagen ein Mann mit einem Höcker, der sein ganzes
Lehen lang damit verdrachle, daß er Studien üder die Buckligen
anstellte. Als man die auf seine Wohnung gelegten Siegel abnahn,
'and man kein Testament vor, sondern eine 2000 Seiten dide
Schrift, in welcher nur von Buckligen die Rede war. Junggeselle
und rech, hat der Mann 50 Jahee seines Lebens damit derbracht,
in zahllosen Reisen Beodachtungen über die Buckligen anzustellen.
In Spanien fand er die größle Anzahl von Buckligen, in einem
rinzigen Ort gab es einen auf dreizehn Bewohner. In dem
Loire-Thal herrscht die Verkrüppelung fast als Ep demie, Durch
jeine Berechnungen will dieser Buckuge festgestellt haben, daß e
auf tausend Menschen einen Buckligen, also im Ganzen ungefähr
eine Million gibht.. —

r Bei Hinrichtungen in Spanien bedient man sich einer Arf
eisernen Halsdinde, welche dem Verurtheilten umgelegt und durch
einen Mechanismus zugeschnürt wird. Auf diefe Weise endete auch
der wegen seines Atienmats auf den Konig von Sbanien zum Tode
berurtheilte Moncasi.

Die Torpedos sind bereits verallet, an ihre Stelle treken —
Dynamit⸗Bomben. In Rußland sind mit letzteren bereits Versuche
angesfellt worden. Die Bombe explodirt im Moment des Auf⸗
schlages (auch auf dem Wosser) und übt, selbst wenn sie nicht direei
den Schiffslörper trifft, auf die nächste Umgebung eine den Tor⸗
pedos gleiche Wirkung auß. — Was kommt nun an die Reihe?

Im Departement des Auswärtgen in Washington
st vom amerikanischen Consul in Genf die Mittheilung eingelaufen,
daß am 22. November die erste Sendung amerikanischer, bon der
Philadelphia und Reading E. B. Co. expottirter Kohlen in Genf
intraf. Enispricht das Resultat der in den Eisengießereien und
Hotels in Genf mit dieser Kohle angestellten Proben den Erwat—
ungen, dann dürste die Schweiz, so heßt es im Bexicht des ame—
rikanischen Consals in Geuf, einen großen Theil ihres Kohlenbe⸗
darfs aus den Vereiniglen Staaten begiehen. Iust auch die Wasser⸗
racht wohlfeil, so lommt doch noch ene beträbtliche Strecke Laud-
stansport hinzu, so daß die Conkurrenz mit der deuischen Kohle,

wenn nicht die Qualität erheblich besser ist. schwer fallen durfte.)

r Zu der Weltausstellung in Sydneny in Australien in
diesem Jahre baben sich in Frankreich über 360 MAussteller gemeldet.
—
Marktberichte.

Zweibrücken, 9. Januar. (Fruchtmmitelpreis und Vietualienmarki)
Weizen 09 M. 63 Pf. Korn 7 M. 9 Pf., Gerste zweireihige 0 M. — pf.
ierreihige 0 M. — Pf., Spelz 6 M. — Pf. Spelzkern — M.— pf.
Dinkel — M. — Pf. AMischfrucht 7 M. 98 Pf., Hafer 5 M. 79 Pf.
krbsen — M. — Pf., Widen 0 M. — ——
deu 1 M. 80 Pf., Stroh 2 M. — Pf., Weißbrod 1/ Kilogr. 5830 Pf.
dornbrod 3 Kilogr. 72 Pf., 2 Kiloar. 18 Pfu. Kilogr. 24 Pf, Gemischi-
brod 8 Kilogr. 86 Pf. das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
0Pf. L. Qual,. 66 Pf., Kalbfleisch od Pf. Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleisch
56 Pf. Butter ? /4 Kildar. O M. 80 Pf. Wein 1 Liter 70 Pf. Bier 1 Liter 24 81.
Fulr die Redaction verantwortlich: . D

—
Sdäonhett und Jugend, Reichthum und Ehren „Talente und Flhigkeiten.
was bedeuten all diese Gaͤben und Vorzuge, wenn der Leib fiech isi
und eine hartnäckige Krankheit am Leben jehrt „Mens sana in cortott
        <pb n="22" />
        ano“, Nur im gesunden Korper wohnt eine gesunde Seele! Diese Worie
sind eine mahnende Wahrheit für Jene, welche oft aus Unwissenheit gegen
ie Gesundheil sündigen, denn es faͤllt den, Wenigsten ein, sich über ihre Ver⸗
pflichtungen, die sie dem eigenen körperlichen Ich degenuber zu erfüllen haben
— gründlich zu unterrichten. 3

Win Buch welches diesem Zwede dient, den Leser in leichtfaßlicher Weis⸗
mit Ursprung, Charalter und Behandlung jeder Krankheit bekannt macht,
ohne ihn mit dem Ballast unverdaulicher wissenschaftlicher Phrasen zu be⸗
schweren, fanden wir in dem in 110. Auflage erschienenen Buche „Dr. Airy's
Naturheilmethode“, welches in Richter's Verlags⸗Unstalt in Leipzig erschienen
and gegen 1 M. 20 pf. in Briefm. franco zu beziehen ist.

Jeder Landwirth

spart Zeit und Geld, wenn er sich auf die Deutsche Allgemeine
Zeitung für Landwirtyschaft, Gartenbau und Forstwesen“, für 1M.
das Bierteljahr abonnirt. Die „Nene Preuß. (streuis) Zig.“
schreibt: „Die Deuische Allgemeine Zeitung für Landwirihschaft,

gartenbau und Forstwesen erscheint wöchentlich einmal in Frank⸗
urt a. M. Dieses Fachblatt ist bemüht, die zerstreuten Körner
ʒer w'ssenschaftlichen —XXV praktischen Erfohrungen zu
ammeln und zur rechten Zeit das Richtige füt den landwirthschaft⸗
iichen Berieb zu bieten.
Bitte an die Lese
Wir richten hiermit an unsere geehrten Leser die
freundliche Bitte, uns über Vorkommnisse in Stadt und
Amgegend, welche sich zur Veröffentlichung eignen, gefälligst
Mittheilung zu machen. Auslagen wollen wir gerne zurück
erstatten. I
Die Redaktion und Expedition.
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uch
Nach Ausspr Jean
— nhmteften aͤren
der ber oten w es
xsc eines its-Profess sonen w
v e 6 ersitäts⸗ neratio löpfe
—D— e Un ver ftigen Gen— e Kahl
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3.3

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Rrvog Fraungohweigischo
andes-Lotterio, I
vom Staate genehmigt und garantirt.
Dieselbe besteht aus 87, 000 Original⸗Lovsen und
A3,000 Gewinnen:
lHaupttreffer ev. 450 000. 1 Haupitreffer à 12,000,
7 sodod 000, — 2285 10.000
—— 6000.
00,000, 1 —W
30000. 61 000 *
10,000. 6 1000
3 301000. 507 30007
1 25,000, 210 2000
5 320,000, 523 1000
i28 ——V— 500
Reichs-⸗Marl u. s. w.
Die erste Ziehung findet stat
am 16. ind 17. Zanuar 1839.
u welcher ig Driginal Loose
— 2uten
I6 Marss8 Mar. TMarx 2MNark
egen Einsendung des Beirages oder Postvorschuß veriende.
Jeder Spiler erbäit die Gewinnlifien gratis!
Win. Basilius-
Obereinnehmer der Braunschw. Landes Lotterie
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Hotthold's Buchhandlung in Kai⸗
serslautern, welche dasselbe gegen
z0 Pf. in Briefm. franco Uberallhin
versjendet.

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SO., Schmidstrasse 46, ist erschienen und direkt wie
qureh alle Musikalien-Handlungen zu beziehen:
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Ala Velksausgabe in schöner Ausstattuug mit voll⸗
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bei Bezug eéeiner grösseren Anzahl
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zestelüt, und wolle man sich dieser-
nalb direkt an die Verlags-Handlung
der an die Expedition ds. Bl. wenden.

6

—
——
—8

——

*
7

J

Nach Vorschrift des Uni-
vergitãts-Professors Dr.
Harless, Koönigi. Geheimer
Hofrath im Bonn, gefertigte
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EBRrust-Bon bons.
it 40 V9ahren beuũkrt,
vehmen unter allen ähn-
sichen Hausmitteln den 1.

Zang ein.

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zericeit gibt —A
REsSeres.

— — 7— —

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Jitoreien sowvie Apotheken
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Buch- und 8Steindruckerei

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It. Ingbert.

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— —

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Franadcische und englische Sprache.
J —77—
L Interprèteo The Interpreèter
Französ. Journal fũe Deutsehe, Englisoht. ouraal fũr Deutselte.
mit erlauternden Anmerkungen und alpᷣpabetischem Vocabulaire,
owie mit ganz neuer, vJerroomneter Aussprachebezetehnung für das Englische.
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Debung und Unterhaltung, durch dis besondere Tinrichtung schon bei den bescheidensten
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sesterreich-Ungarn sich erstreckenden Leserkreise von ersolgreichster Wirkung.

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Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
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        J * v
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— — 8 ⸗
der St. Ingberter Anzeiger unß das mal woLentlich) mit dem H iuotdlatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mu illustrirter SEei⸗
lage)“ erscheint wohentlich viermal: Dieustaz, Doraerktaz, Sunstag und Sonntag.“ Der Abounementspreis betragt vierieljahrlich
Ac 40“3 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.26 60 , einschließlich 20 ⸗Z Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 5, von uwarn⸗
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattichrift oder deren Raum, Reclamen mit 20 3 pro Zeile berechnet.
M7. Sonutag/ den 12. Januerr

———
2. Für die Monate Januar, Februar, Marz

kann auf dieses Blatt bei allen Postan⸗
stalten und Postboten, sowie bei den Trägern
zoch abonnirt werden.

Jegen Karl Freiherrn v. Gienanth vor dem hiesigen Landgerichtt
tatt. In den Entscheidungsgründen fübrte daß ichterniche Urtheil
zus, daß der unbegtüuͤndele Vorwurf der Innoblesse, welchen Klager
a Abwesenheit des Fthrn. v. Gienantz jedoch im Beisein eiges
heamten defselben und Iberdieß in der Casinogesellschaft machte, sich
nit der Zurechtweisung, in welcher Freiherr v. Gienanth solches
ßotgehen als feig und gemein bezeichnete, compensire. Die mitan⸗
Ungige Inctdenttlage, welche darauf bastrte, daß Apotheker Sceriba
fIrhrn. v. Gieranth vorgeworfen hatte, mehr als Wucherzinsen ge⸗
iommen zu haben — eine Thatsache], weiche Scriba in der Vere
andlung änfangs zugab, später inmehr ais gute Zinsen“ mil⸗
erte, ließ das Landgericht fallen und ecrkannie Freisprechung
)es Beklagten und Intidentbeklagten unter Compensation der
dostee. * (Pf. Kurier.)
kPfarrer Münch in Neustadt wurde zum Domcapitular
in Speier ernannt. 27 GOæeust. Ztg.)
fSaarbrücken? 4. Jan. Vor vem Zuchpolizeigericht
vurde deute gegen den Notar W. von Reunkirchen derhandelt und
erselbe der wahrheitswidrigen Beurkundung eines Versteigerungẽ⸗
actes und der Verüchtlichmachung · der Maigesetze (&amp; 131 ves
Strafgesetzbuches) sür überführt erklart Iund deshalb zu einer Ge⸗
sammt⸗Gefängnißstrafe Von ñ MonatenHowie zu den Kossen ver⸗
artheilt. Die Staassanwaltschaft hatie gegen den Beschuldigten
mi, 9. monatliche Gefängnißstrase angeiragen. (Fr. 3.)

Würitburg. Die hiesigen övlätter enthalten folgende
Anzeige: „Tausend Mart Belohnung demjenigen, welcher mir unach⸗
veisen kaun, daß ich in meinem Geschafte einmal Starkemehl
rarbeitet habe. Josepb Suckfüll, Schweineme zger· NB. Zu⸗
aleich warne ich die Brodaeiderr ·

FIn Niederbaiern werden d Verhaliuisse für das
Forsipersonal recht gemüthlich. Der sKt. f. N.“ berichtet don
inem Zusammentreffen eines. in Privatdiensten; stehenden Jagers
nit 3 Wilderern GWater und 2 Sdhnen. Der Jaget ˖ wurde ver⸗
pundet, waͤhrend SWilderer durch die Kugein dee Jagers den
Tod fanden · D

* In Fürth wurde: der Appellrath Hauck von Bamb erg
degen Sittlichtelis verbrechens, begangen an Kindern, zu 124 Jahren
Zuchthaus verurtheilt.

Die badische oberste Schulbehörde beabsichtigt, in X
Städten die Errichtung von Arvbeitsschule für Schulknaben“ in
Antegung zu bringen. Der Zwed dieser Schulen besteht in erster
nie darin, ein Gegengewich für die Schaden der heutigen Tahes
o seht forcirten geistigen Dressur zu bieten,“ und in zweiter Lust
ind Gefchick für den Gewerbefieiß zu wecken und zu fördern. Dem
identlichen Handwerk ˖ will man keine Concurrenj bereiten; en
andelt sich nur darum, Auge und Hand zu Uben, jzur Arbeit qe:
chadt zu machen. In Däuemark und Schweden stehen solche Är⸗
eitsschulen schon längst in größter Bluͤthe, die Unterrichtsgegenstände
erstrecken sich auf die leichteren Arbeiten im Laubsägen aus der
—XLXVE Bürstenbinderei und Korb⸗
lechterei.

fDie Nerzilichen Mttiheilungen aus Baden“ veroͤffentlichen
olgenden interessanten Fall einer Bleivetgiftung durch Schnupstabak
d. St. in Tauberbischofsheim in Baden, 44 Jahre alt, erkrankte
m Jadre 1869 au' —einer als Unlerleibtentzundung dbezeichneten
drankheit. Von da an krankelte ee mit gastrischen Erscheinungen.
ach einer auf ‚Bleivergiftuag gerichteten arznichen Behandlung
rat vollständige He lung ein. Als die Quelle der Bleivergiftung
rwies sich der Schnupftabak, welcher in schwachverzinnten Bleisolien
ꝛerpackt war. Dieses Tabals bediente sich der starke Schnupfer
eit zeun Jahren. Der auf Blei untersuchte Schnupftadak enthielt
iber“8 Proz. Blei, und wenn St. monatlich ein Pfund Tabal ver⸗
rauchte so würde die Gesammtmenge deß Bleieß für 10 Jahre
uf 1861 gr. sich betechnen. Auf diesen Befund hin etrhob der
Beschädigte Klage gegen die Lieferanten deß Tabaks, welche auch
vegen eines aus Fahrlassigkeit begangenen gemeingefährlichen Ver⸗
Jehens für schuldig erkllärt und Kzu eine Gesangnibsirafe von 8
Tagen verurtbeilt wurden.

Deutsches Reich .

Mänchen, 8. Jan. Der Abg. Schels kklerikah hat der
Abgeordnetenkammer den Entwurf eines neuen dandtags · Wahlge·
sJetzes eingereicht, Dden er damit bgründet, daß das gegenwärtige
Zandtaaswahlgesetz ¶1 848) in hersch edenen Punkten für die jetigen
Berhältnisse nicht mehr passe. Die indirecken Wahlen (durch Wahl⸗
nanner) sind in dem Entwurf beibehalten; Schels meint, für diese
verde eher eine Mehrheit zu gewinnen sein, als fur die directen.
Die Haupischwierigkeit wird, wie seither immer in der Wahllreis⸗
Eintheilung liegen und um auch diesen Stein deg Anstoßes zu
zeseitigen, will Schels die Eintheilung der Wahlkreife ver Regier⸗
uing, wie »s bisher war, lassen, jedech mit gewissen Einschränk⸗
ungen. — Derselbe Abgeordneie hat auch einen Autrag auf Er—
lassung eines Gesetzes gegen den Wusch er und auf Abänderung
der allgemeinen Wech ä hingteitebei der Kammer eingebracht.

—E

Paris, 10. Jan. Der Bey von Tunis bewilligt —X
liche seitens Frankreichs geforderten Genugthuungen. Die Evben⸗
ualität eines Confl'ktes erscheint somit als beseitigt.

Brüßsel, 9.. Jan. Die „Indépendence, Belge“ meldet,
nuns Paris: Beine fand in Eihste ein Ministerrath Statt,
welcher sich über ein den Kammern bei deren Wiedetzusammenttelen
zarzulegendes Programm einigte. Unter Audern soll der Voilojchul⸗
interricht obligaterisch gemacht, auch Gesetze über öffentliche Uner.
ichtsräthe beschlossen werden.

Sermischtes;: ;: 417
St. Ingbert, AI. Jan. Gestern Morgen begegnete den
Hrn. Hrn. Gustav Kramer, Eisenhüttenwerksbesitzer König,
2Landrichter, Mütler, k. Politeias walt und Villeroñ,
Butsbesitzer, in der Nähe des Straßenübergangs über den Bahn⸗—
lörper, zwijchen Laußkirchen und Blieskastel ein ernstlicher Unfall,
er aber leicht noch ernsiere Fol gen hätte nach sich ziehen können.
Die Hetren wollten ang einer Jagd auf“ den Gemarkungen von
Nimbach, Webenheim z50 theilnesmen und hatten die Fahrt don hiet
us zusammen au) einem Jagdwagen unternommen. Vor ·˖ der ge⸗
clossenen Bartiece des genannten Straßenübergangs scheuten ploötz
ich die Pferde und gingen rückwäris, so daß der Wagen mit
einen Insassetz üüber die Straßenboschung hinab stürzte. Hr. Krämer
oll durcht den Stutz daß Schlüsseltein gebrochen haden, Hr.
holizeianw. Müller halte einen Unm aus der Pfanne gerenkt gad
dr. Konig eine starke Armquetschung erlitten. Nur! Hr. Villeroi war mit
ninigen Hautschürfungen davon gelommen, die ihun nicht abhiellen,
an der beabsichtigten Jagd theil zu nehmen. — Uuf dieser wurden
von der so unverhofft und ungangenehm gelichteten Jagdgesellichaft
zeschossen 23 Hasen, 4 Rehböde und 2 Fuͤchse.
2VDer Ausschuß des pfulzischen Saͤngerbundes theilt in
einem Ausschreiben an die dem Bunde angehörigen Vereine mit,
»aß Hr. Schwager aus Ludwigshafen auf Grund der vor⸗
andenen historischen Quellen eine übersichtliche Geschichte des Män⸗
exgefanges verfaßr hat. Der Verfasfser hat seine Arbeit unter dem
Titel: Der deuische Bännergesang,feime Entstehung und Weiter⸗
utwich lung“ dem pfalz. Sängerdunde gew dmet und wird sie der
Heffeutlichteit übergeben, sofern durch die Abnahme einer entspre⸗
„euden Anzahl von KEremplaren die Herstellungskosten gedeckt
Derden. Die Subscriptionelisten werden den zum Bunde gehören⸗
den Vereinen demnächst zugesandt. Der Preis eines Ecemplaret
beträgt 30 Pf. und hegt der Verfasser die Absicht, bei großerer
Betheiligung dem pfälsischen Lehrerwaisenstift einen entsprechenden
Betrag als Eigenthum zu Uberweisen.
Winnweller,« 9. Jan. Heule BVormittog fand die
iaunge des Urtbeilzs in der Klagesache Apolteter Ecriba
        <pb n="24" />
        Eine schredliche Ueberraschung wurde einem Ehemannt in
Berlin zu Theil, welcher von einem längeren Geschaͤftsgange in
eine Wohnung heimkehrend die Thür verschlossen fand und sich
deim gewaltsamen Oeffnen derselben Uberzeugen mußte, daß die
Frau während der Mittagszeit todt vom Stuhl gesunken war.
Dder herbeigerufene Arzt sonnte eine Todesursache seststellen, die
zeeignet ist, weiteren Kreisen der Leser als Warnung zu dienen.
Die Frau war nämlich an einem in die Kehle gegluͤtenen Zahn⸗
gebiß erstickt. Der Unfall ist offenbar dodurch möglich geworden,
daß die Frau, welche an epileptischen Krämpfen litt, von einem
olchen Anfall während der Madhlzeit überrascht, im Starrkrampfe
nicht in Stande war, das locker gewordene Gebiß im Munde sest⸗
uhalten.

Fur die Redaction veraniworilich: F. X. Deme 3.
— — ⏑
Paris (Deutsche Uebersehuno). Für meine Tochter Lucia,
welche schon seit 8 Jahren an Heiserkeit und einem haßlichen Husten
leidet, wurde mir durch eine hiesige bochgestellte Dame Ihr so
deruͤhmter Brust⸗Karamel⸗Extract Vtaria Benns von Donat
empfohlen. Nur Gott Allcin weiß, was wir Alle während dieser

3 Jahre durch diese schreckliche Krankhelt gelittien haben. — Heut,
noch nicht ganz 4 Wochen nach Gebrauch Ihres schäßbaren Haus⸗
nitiels, ist Lueia in uberraschender Weise von diesem unheilbar
cheinenden Uebel befreit, — sie bekommt von Tag zu Tag wieder
nehr Appetit — nimmt taͤglich zu und spricht wieder wie zuvor.
Ich halie es für meine Pflicht zum Heile dieler Leidenden dies
gnfenslich anzuerkennen. Seuden Sie bditte umgehend noch 12 Car⸗
wns zu Pf. Angelika Comtesse
R....o.
Angesicht dieser vorflehenden Erklürung machen wir im Inte⸗
resse des Publilums und aller Leidenden darauf aufmerksam, daß
das alleinige beruhmte Hausmittel auch in unserer Stadt dei Herrn
Jean Peters, Kohlenstraße 6s IV. echt zu beziehen ist.
MLNvon L. U. Fietsech o. in Bresla
huste⸗Nicht 2 S
Tnerkennung. Durch dreunonatlichen Gebrauch Ihret Honig Kiauter · Mali⸗
xIxtrattes habe ich meinen Bluthusten und Auswurf verloren. Seit zwei
Monaien ist von der schreclichen Krankheit nichts wiedergekommen ⁊.
—9 Polewka, Lehrer in Chmiellowitz bei Oppeln.
Jeder Huften kann hochst gefährlich werden. Ein vernachlassigter
Huften kann der Keim von Ue vbein werden, welche in ihrer Entwicke heng das
reben bedrohen. Kein Hustender darf deßhalb ganz sorglos sein
zZu vdaben in St. Ingb bei Herrn J. Friedrich.
———⸗
—X
— Ecke der Bahnhof⸗ und Dudweilerstraße. — —
Wegen
Gäaͤnzlicher Geschäfts⸗Aufgab
habe · meine smmtlichen Manufaktur— und 2Ao dewaaren einen
Totalen Ausverkaufe
7 z3u sehr reducirten Preisen
ausgeseßtt. *
A. Streveler, St. Johnun, Leke der Bahbnbof- und Dudweilerstrasse.
XB. Die ganze Laden⸗, sowie vollständige Gas · Einrichtung ist nach Räumung des Lagers billigst zu
— verkaufen· 1
Vergebung von Straßenbau⸗Arbeiten
im Kanton Zweibrücken.
Die Siraße von Battweiler nach Reifenberg wird im
aufenden Jahre lortgesetzt und kommt jetzt die IV. Abtheilung,
namlich die Strede von der Obmbach bei Prof. 280 bis an den
Reifenberger Berg bei Prof. 40d auf dem Wege der allgemeinen
chriftlichen Submission zur Vergebung.
Dieselbe in 1447,38 m lang und find die Herstellungsar⸗
zeiten veranschlagt, wie folgt:
—ürdarbeit zu....2* 6142,01 M
Bersteinungsarbeit zu..* 8478,17 M
unstbauten zu .. — 6102 86
Vflasterarbeit zu —— 1888,10
sseinung und Walzen zu.. 464,50 “
Im Ganzen zu αα
Soide Uebernehmer wollen ihre Angebote, in welchen Vor⸗
uind Zuname des Vedernehmers und zugleich des Burgen anzugeben
ind, nach ganzen und zehntel Projentin schriftlich und versiegelt
i der Aufschrist: „Augebot auf Straßenbauten im Distrikte
Zweibrüden“, bis längstens Samstag, den 24. Januar
I. Vormittags II Uhr, bei der unterfertigten Be hoͤrde
nteichen,bei welger bis dahin die Plöne, Kostenanschlaͤge und
das Bedingnißheft zu Jedermanns Einsicht offen liegen.
Zweidrücken, den 9. Jaruar 1870.
Konigliches Bezirkdamt:
Damm,
val. Regierungsrath. —
Rechnungen
Jedermanns Gebrauch
n Achtel, Vieriel u. Halben Bogen
nit rother und blauer Liniatur
sind vorräthig in ber
M 2. B

Syiebrarten
empfiehlt 3J. Friedrich.

— ã
— ——
andes-Lotterio,

vom Staate genehmigt und garantirt.
Dieselbe besteht aus 87,000 Original⸗Loosen un
As,00 Gewinnen:
1 Haupitreffer eb. 1350 000, Jdaupitreffer à 12,000,
i Igzoo ooo,.20 10600
150,000, 8000.
100,000, 6000.
60 000, 5000
0O00, 4000.
22, 200. 3000
400. 2 2000
730. 7 1000,
5,000. 845 500
Reichs⸗Marl u. s. w.
Die erste Ziebhung findet statt
am 16. und 17. Jannar 1879
u welcher i Drigimnal Tos⸗
Gianre Halbe vViertel Acnhtel
16 Mark 8 Mark TMarx 2 Markß
egen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß verjende.
Jeder Spieler erhält die Gewinnlisten y8
. aosilius-
Oßkereinnebreet der Braunschw. Landes Loterie
v Rraunægehweigz

Danksagung.

Fur die zahireiche Therlnahme
dei dem Leichenbegängnisse un⸗
serer Mutler, hiermit unseren
nnigsten Tank.

Si. Ingbert, 11. Jan 1879.

S n
Druck und Verlag von F. X.

Demetz in St. Ingbert.
Hiezu „Illustrirtes Sontagsblatt“ Nr. 2.
Fzninreich Bayern“ Nro. 133.

—

4
1

—XXXX
Apr

—

3
        <pb n="25" />
        t. Ingberler Anzeiger.
Anzeiger.
— — — — — — — —— —⸗ ⸗ — —

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentli t) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei—

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerktag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteliahrlic

As 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen J M 60 B, einschließlich 40 3 Zustell zebuͤhr. Anzoeigen werden mit 10 , von Auswariz
nmit 15 S fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 80 3 pro Zeile berechnet.
M 8. Dieustag, den Iä. Januar ———
—— — — — —

187

Deutsches Reich. J

Mänchen, 9. Jan. Der Zinsenzuschuß, welchen der Staat
jür das Jahr 1878 zu den pfätlzischen Bahnen zu leisten hat, be⸗
trägt rund 3,600,000 M., sohin um 800.000 M. mehr, als im
Budget vorgesechen ist. J

München, 10. Jan. Abg. Schels hat den von ihm in
Vorlage gebrachten Gesetzentwurf die Landtagswahlen betr. noch
einmal zurückgezogen, um an demselben einige Aenderungen vorzu⸗
nehmen; er will in einigen Tagen den Entwurf dann wieder
einbringen.

Dem „Pf. K.“ wird aus Munchen geschrieben: Was die
Anträge von Abgeordneten bezüglich der Wucherfrage betrifft, so
wird versichert, daßß die Staatregierung schon bor einiger Zeit
datistische Erhebungen beranlaßte und sich von verschiedenen Seuen
Sutachten über diese Frage ersatten ließ, in Folge dessen ihr in Be⸗
artheilung der Angelegenheit reiches Materiai vorliegt. —

Dem Bundesraih ist der Eniwurf eines Gesetzes, betreffend die

Strafgewalt des Reichsstages üder seive Mitglieder nebst Motiven

und Axlagen zugegangen. Der Inhalt desselben ist etwa folgender;

Dem Reichsstag steht eine Strafgewalt über seine Mitglieder zu;

dieselbe wird don einer Kommission ausgeübt, welche besteht aus

dem Praͤsidenten, den beiden Vizepräsidenten und zehn Mitgliedern
des Reichstags. Die Ahndungen, welche die Kommiffion ausfprechen
tann, find Verweis vor versammellem Hause, Verpflichtung jur

Abbitte vor versammeltem Hause, Ausschließung aus dem Reichstag

auf bestimmte Zeitdauer, mit der, wenn sie sich auf die Daner bu

zanzen Legislaturperiode erstrecht, auch der Verlust der Wahlbarkeit

u dem Reichslag verbunden werden kann. Wenn die begangene

Ungebühr eine strasbare Handlung nach dem gemeinen Strafrecht in

sich schließt, so kann das Mitgüed des Reichstags auch an den

Btrafrichter verwiesen werden. Gleichzeitig mit der Ahndung kann

auch die Aufnahme des betreffenden Theils der Rede in den steno⸗

araphischen Bericht sowie jede andere Veroͤffentlichung durch die

Presse verboten werden. Die Kommission tritt in Wirkfamkeit, wenn

der Präfident sie anordnet oder wenn ihre Wirksamleit don 20

Mitgliedern des Reichstags beantragt wird, vSeides muß jedoch inner⸗

halb 3 Tagen nach dem zu beurtheilenden Vorfall geschehen. Die

dommijfion entscheidet endgiltig, falls aber auf Ausschließung aus
dem Reichstäg entschieden wird, so kann der Ausgeschlossene ĩnner⸗
dalb 8 Tagen die Entscheidung des Reichstags anrufen. Der

Praͤsident kann ungebürliche Aeußerungen auch schon dorläufig von
der Aufnahme in den ftenogtaphischen Bericht und der Ver oͤffent⸗
ichung durch die Presse ausschließ⸗n. Zuwiderhandlungen gegen
das Verbot der Veroͤffentlichung werden ni Gefangniß von drei
Wochen bis drei Monaten bestraft.

*Es ist leicht zu begreifen, daß dieser Gesetzentwurf das
Iroͤßte Aufsehen hervorgerufen hat; wird doch nichts weniger durch
hn bezweckt, als eine Beschränkung der parlamentarischen Redefrei⸗
deit. Jn Berlin wollte man anfänglich an den Inhalt desselben
nicht glauben. Die Motive dejeichnen ihn als ein Ergänzung des
Sojialistengeszes. Die Brandrede Hasselmanns dei Berathung des
etzteren soll die neue Gesetzesvorlage veranlaßt daben.

— Der Gesetzemwurf beir.die Strafgewalt des Reichstages
siehe oben) fiadet bei allen Parteien, sogar bei einem großen Theil
»er Conservativen einen entschiedenen Widerspruch. Aue bparlamen⸗
arischen Kreisen verlautet demnach auch, daß die überwiegende
Oehrheit des Reichstages dieselben in seiner jetzigen Gestalt nicht
ainnehmen werde. Daneben tritt aber auch dvielfach die Meinung
uuf. der Reichsskanzler werde in Falle der Ablehnung abermals die
Iuflosung des Reichstages beim Kaiser beantragen. Alles haͤngt
avon ab, wie der Reichsstag sich zu dem Zoll⸗ und Steuerprogramm
eß Reichskanzlers stellen wird; exhält dieser dott hiefür keine
Mehrheit, so soll das neue Gesetß den Hebel für die etwaige Auf⸗
osung abgeben. — Sowohl die in⸗ wie ausländische Presse Außerl
ich zum Theil in sehr scharfer Weise Uder den Entwurf. Wir
nüssen es ins versagen, einzeine Summen anzuführen, und fügen
nut noch ein Telegramm des Deutschen Montogt⸗Bl.“ an, wonach
Ausfalle der österreichischen Presse beteils die Diplo maten in Be—

vegung gesetzt haben. Dasselbe berichtet aus Wien unterm 12
Jan: „Die maßlos heftige Sprache, in welcher fich einige Wiener
Blaͤrter über den deuischen Gesetzen!wurf, betreffend die Strafgewalt
»es Reichslages über seine Mitglieder, ergangen haben, ist in Ber⸗
in nicht unbemerkt geblieben. Man hat es sogar für angezeigt
rahtet, in dieser Angelegenheit einen diplomatischen Schruͤt zu
umnternehmen. Wie ich höre, begab fich der deutsche Botschaf ler
Prinz Reuß gestern zum Grofen Andraffh, um vdemfelbennt
jerzlichen Weise, welche den Verkehr der beiden Staatsmänner aus—
eichnet und den Beziebungen der beiden Mächte entspricht, den
Jedanlen nahezulegen, od es nicht am Platze wäte, die oͤsterreichische
Btesse in geeigneter Weise zu informiren, daß sie ihr Urtheil über
rein interne Angelegenheiten Deutschlouds einigermaßen mãßiger
ind nicht in einem Tone abgebe, weicher die ohnebin hochzehenden
Wogen der Diskussion in Deutichland selbst nur noch mehr auf⸗
vühlen bönnten. F
nNnusland.

Paris. In allen Schichten der Bevoͤllerung und selbsi im
Zchooße der Regierung macht sich die Ueberzeugung geltend, daß
uun die Aera der Reformen deginnen müsse.

Tunis, 11. Jan. Der erste Mimsier deß Bey von Tunis,
Ben Ismain, hat gestern in großer Uniform dem sranzösischen
konsul, welcher don den Beamten des Konsulats und den dier
kationirten franzößschen Offizieren umgeben war, die ausreichendfien
kntschuldigungen des Bey überbracht. —

Die russischen Kosten des lehzten russisch- tarkischen Krieges
etrugen, wie die Petersburger „Rußlkaja Prowda“ schreibt, im
hanzen zwei Milliarden Rubei, von deren 800 Millionen Rubel
nuf die Liquidation der durch den Krieg verursachten Rechnungen
uind die Erhaltang der Oklupalions-Arme entfallen.

Wie aus Wajhington gemeldet wird, hat der oberste Gerichts⸗
jof der Vereinigten Siaaten entschieden, daß der Kongreß die Be⸗
nugniß besitze, Gesetze gegen die Veelweiberei der Mormonen in
Liah zu geben, und daß solche Gesetze konstitutionell seien.
Vermischtes.
St. Inabert 12. Jan. Auf der den Hrn. Gebr.
Adt gehörigen Jagd von Rubenheim wurden gestern 13 Hasen und
Rebbod geschossen. Wahrend des Jagens gii auf dem glatt
jefrorenen Boden einer der Schützen aus und fiel. Durch die
Erschütterung des Falles entluden sich beide Läufe der Lefaucheur⸗
ne was den gefallenen Schützen in nicht geringen Schrecken
—XIV
St. Ingbert, 18. Jan. Die Unterhaltung des Ar⸗
zeilerbildungsbereins am gestrigen Abend wa⸗ außerst zahlreich
zesucht; kaum vermochte das geraͤumige Vereinblokal die Besucher
u fassen. Daß der Verein belehrein und unterhalten
vill, bestätigte auch das Programm von gestern Abend. — Hr.
Brof. Schlid hielt einen kurzen, mit Beifali aufgenommenen Vor⸗
rag, in weichem er zwischen Sonst und Jeßzt in politischer, reli⸗
zidser und wirthschaftlicher Hinsicht einen vergleich zog. Hierauf
rat die heitere Unterhaltung au die Gesellschaft heran Wer bei
»em kleinen, mit großem Geschick aufgeführien Lustspielchen Beim
Ztandesbeamten“ ernft blieb der hat das Lachen verlernt. Ge⸗
änge und komische Deklamationen wechfelten in bunter Reihe mit
ꝛinander ab, bis die Glode zum Heimgehen mahnte.
f.Die badisqhen Staatseisendahnen haben im verflossenen
Jahre 800,000 M. weniger eingetragen als im Jahre 1877.

*Der Haupligewinn der Kolner⸗ Dombau Lotterie mit 75,000
M. fiel bei der am 10. d. M. stattgehabten Ziehung auf Nr.
303, 337.

*— Aus Zweibrücken gingen am Samslag die Peti⸗
ionen gegen Wanderlager, Wanderauktion ꝛc. (siche „Anz.“ Nr. 5)
nit 106 Unterschrifien versehen nach Munchen und Berlin ab.

* Am Samstag beging in Zweibrüden der fruhere
Bürgermeister, Hr. Banquier C. Frohlich, sein 50jähriges
Jäzerjubilaum. Ihm zu Ehren hatte die dartige Jagdgeselischaft
ene kleine Festlichkeit beranstaltet, wobei es aͤußerst froͤhich herging.
        <pb n="26" />
        PPirmasns, 10. Jan. Beim Laden vom Stammholz
m Eppenbrunner Walde verungluckte gestern der 23 Jahr alte
Jalob Weiß von Salzwoog dadurch, daß ein Stamm vom Wagen
Jeruntere und auß ihn fiel; dem Weiß wurden dadurch beide Beine
jertrümmert. — (3. 3.)

In der Nacht vom Freitag auf Samstag braunte auf dem
deidelbinger Hofe Line mit Frucht und Futter gefüllte Scheuer
sptal nieder. — Am Morgen des 12. Jan. btannte zu Pir⸗
masens des Trockenhaus der Gerberei von A. u. E. Diebl.
Der Schaden sol kein beträchtlicher sein; zu dem hatten die Be⸗
sitzer versichert.

rpLambrechk. Das Geschäft geht hier sehr flau. Die
Webschule webte seit einiger Zeit für ein Luxemdburger Geschäft
und hat so den Weg angebahnt, daß zwei große Luxemburger mit
Bestellungen uberhaͤuite Tuchfabriken fur die nachste Zeit mehr hier
weben lassen und viele hiesige nicht beschaͤfligte Weber hierdurch
Berdienst erhalten. (Sp. 3.)

* Aus Homburg geht der „Zw. Z.“ die Naͤchricht zu,
daß die Lehret an der dorligen gewerblichen Foribildu ngsschule
dem Bürgermeisteramte eine Erklärung dahin abgegeben, fernerhin
hne polizeilichen Beistand den Unterricht an der genannten Anstalt
iu dem gewünschten Erfolge in den Nachtstunden nicht mahr er⸗
theilen zu lnnen.

71 Frankenthal, 10. Jan. Der 41jahrige Arbeiter
Noncad Kranz von Lambsheim wurde heute Morgen erfroren in

dem Fuchsbach aufgefunden. Er war verbeiralhet und hinterlaͤßt
hier Kinder. (Frkth. Zig.)

Der k. Oberförster Schießl in Seeshaupt wurde vor
inigen Tagen im Stoliacher Revier des Herrn v. Maffei, als er
nit“dessen Jagdaufseher ine Sireife durch den Wald machte, un⸗
ermuthet durch mehrere Schüsse von zwei Wilderern zu Boden ge⸗
treckt und odilich verwundet. Er hat eint Wunde in der Stirne,
ind der Unterkörper ist durch eine Menge von Schrotkörnern ver⸗
letzt. Es ist dereits gelungen, der beiden Wilderer habhaft zu
verden.

Von allen Attienbrauereien ist wohl die Hamburger die ren⸗
abelste, sie vertheil jür das abgelaufene Geschäftsjahr 25 Prozent.

FJgIn Leipzig wurden türzuch, wie die Zeitschrift gegen
Bersälschung der Lebensssm'ittel meldet, 6 Fässer rothe und weiße
We'ne, welche aus einer Fabrik in Augsburg stammten, in die
adtischen Schleußen entleert, während 7 Oxhoft und 5 Halbstück⸗
asser durch Zusatz von Essigsprit ungenießbar gemacht wurden.

pParis, 10. Jan. In Folge des starken Sqhneefalls ist
der Verkehr an vielen Orten Mitelfranakreichs ganz unterbrochen.

* Am 10. Januar starb der spanische General Espatero.
Mit ihm schied ein Hauptrevolutionär aus dieser Melt, der in den
berschiedenen Bürgerkriegen, unter wel hen sein Vaterland im Laufe
di ses Jahrhunderts zu jeiden hatte, eine hervorragende Rolle
pi lte.

Fur die Redaction veranworiich: J. X. Demesß. IJ
—

Freiwillig gerichtliche
Versteigerung.
Montag. 3. Febr. nächst⸗
hin, Vorm'tiags 10 Uhr zu
Ensheim, in der Wirthschaft
son Nlolaus Adit, werden von
em unterzeichneten Amtsverweser,
des hiezu geiichtlich beauftragten
Notar Franz Sauer, die nach⸗
tehend beschriebenen, zut Guler⸗
emeinschaft zwischen Johann
Botz im Leben Maurtr in
cusheim und Katharino Grä⸗
ber gehörig, im Banne von
Ensheim gelegen, mit Ermachtig:
ing des Familienrathes offentlich
u Eigenthum versteigert, alsz
. Vl.⸗-Nr. 1858, 73 49 qm
Acker unsen am Hennesbasch
neben solgendem Pl. Nr.
uind Johann Kurz;
Pl.⸗Nc. 1859, 62 81 qm
Icker allda neben vorher⸗
gehendem Pl.⸗Nr. u. An⸗
dreas Marx. B
Pl.⸗Nr. 2616, 114 24
qm Acer vorm NRohr⸗
garten neben Petet Munz.
4. pᷣl.-Nr. 1904. 17 4 72
m Acder beim alten Kalk
fen neben Johann Vogel⸗
gesang.
hi⸗Nr. 6849 14 a 65
Imn Acker am Mitschenberg
deben Gemeindeweg.
Pl.⸗Nr. 27380, 27588,
3758e und PlNr. 2759,
74 a 28 qm Wiese in den
Heuwiesen neben Paul Zim ⸗
nermann.
Pl.⸗Nt. 1000 2 2 4 qm
ad Pl.Ne. 1001, 2 2
4 qm Wiese in den Mei⸗
engärten neben Nikolaus
Junga.
hᷣl.eNr. 1127, 14 70
im Acher in den Allmends⸗
järten neben Johann Adt.
Pl.eNr. 1865, 1856 und
1837, 11 a3 24 qm Acker
am Rohrbera.
Pliasitr. 3440, 10 2 90
Im Ader in den Hasenaͤcker
neben Karl Grab.

WEigenthümer sind:
1. Katharina Gräber, Witiwe
von Johann Botz;
2. Die Kinder der SEheleute
Botz, a. Peter, b. Henriente,
velche ihre genannte Mutter zur
Bormünderin, und den Peter
Botz, Maurer in Behelsheim
zum Nebenvormunde haben.
St. Ingbert, 13. Jan. 1879.
G. LAuffschneider,
Amtsverweser.

Gummisohlen
und
Gummifleck
sind wieder angekommen bei
G. Linn.

Spielwerke
20 Siücke spielend; mit
»der ohne Expressfion, Man⸗
doline, Trommel, Gloden,
Fastagnetten, Himmelstimmen.
Harfenspiel ꝛc

Spieldosen
2— 16 Siücke spitlend; fet⸗
er Necessaires, Cigarrenstän⸗
der, Schweizerhaͤuschen, Pho

ographiealbums, Schreibzeugt⸗
dandschuhlasten, —AV
er, Blumenvasen, Cigarren—
xtuis, Tabalsdosen, Arbeits:
ische, Flaschen, Biergläser,
Portemonnaies, Srühle ꝛc.,
es mit Musik. Stets da⸗
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Druck und Verlaa von F. X. Demes in St. Inabert.

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55525*3 225525 — 7334 2588 .5553333833523* —
—5552 42235 8 3323 FFAXM 5355— 88 722 8
558 — — 28 8* 5285 F 558
32 71533 225 333 3 33833633
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52— —— 58—3—83 85232 —x 3233352—8 —
7 — 25 2535 32—3—2 2 2 2522 52——3 3 2 3—,225
528 — 32565 5553255 — a —33——23238
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3 — 333 3 2 —
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5 — 33— —33 ——38 333 — — 23328
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— — 52257 52* 522253 25229 5— — 53523*5 2
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— — * 2 —V ——— 552353555 356 —E—
— —— 55533533533 2223555 355535533535332536 238
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4 — — —— 555 525323 6 —2525535 — 55 255
2*83 2 —3 365 *0 5—72—553—353533 535
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2 58258. 5522 22 S —2 285 5 535—2— 553—
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2 7 5*53 255* 223325 255*5332282* 5525 ——55
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32 532853 33. 8B355 2 73 35 —*85 2252 5755 555
——— * —* * —55 2 —
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— —A 543 —XX S 2 —— 27 — ———,52 25535335538
2 7528332 2 28 5 3 525525 — 220 55 5325
2 * * 83* *e X E 5 2 272 333 —2 22 ⸗ * ——
2*2 7 — —— — —— 2 4 25222 2 3822 2
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* —25525353233 5557— —2355226 — — J222325 233
* 2695 — — * —A — *5 5523227— — SE — 22 35
2523525 5 5562 23322232 2 5552* —— — — —
3*83 385* —A —55 * 553252 85 5255 — —— 22
22755235 5355 —A —— 23735355 — —— 5*23
58 255. 3278 255523.5 533525 — 23835335
233383385332 —— 52232. 355 228 —A——— 23232 7*53
5*S 28 555258 — 3535588* E325 VESG
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2387383 38 5 5553238 53535555
2. 3 A — 3z3 3558352568* 225233234 5*23 — .25
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22. 53555 32—5 58 238 338 21356535 F —E—
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32533*—23 3258 338 2 8 2538463257
A ——— 322438.,277 58S8 3 23835353 323
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21223 7523353333 252353 —V ——— 5352 —A 25355
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2 1232 222237 28 „ I 5232 — 25 2 537 2— * 8
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335328 23 528525*837 2353358* 333335
53—3 7** 53325 82* 272 38383 ꝛ* *
832 3233 — 253 2533 52835*38 83 55273 —A
233534 258833— 2 232 868 — 2 7. — — yrꝛ —A
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IS.5* — * 2 8572 52* * A 2 * —1237 —A 9222 237
** —— 22328* — — 2335235 2 — — — —* 3— —
2 585 53 A 255 5283238 — 232355 *— 2857 522.
25255 5258* W 5533 227— 2* 33832585353 —
5332 53* S7* 27 z23588 .2 * 5223 —335235
z3 87 335*85 535582233 53522335
88 553 8 25832 353 3. — 2835837 23522 2327 — 523—2 2 38*
—3 3322 58388 28 5 27 258323 —E 223338333 25
3375352327 25553 A 235 53375 337 — 1235 353553
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        * n J J —— —
St. Ingberler Anzeiger.
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der St. Ingberter Auteiger und das (2 mal wöthentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Wei⸗

lage) erscheint wöchentlich vViermalz Dienstag, Donnerstag, Suünstar und Sonntag. Der Abonuementéepreis betragt vierteljahrlich
1), 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen JI A 60 , einschließlich 10 Zustell zebuhr. Anzeigen werden mit 10 3, von Auswarts
mit 15 A fur die viergespaltene Zeile Blattschrijt oder deren Raum, Neclamen mit 80 pro Zeile berechnet.
A 9. Dounerstag, den 16. Januar —*8 I 1879.

——

Deutsches Reich. J
(GVbgeordnetenkammer.) Die Aafrage Dalle's be—
zzuͤgl'ch der neuen Gerichtssitze beantwortete der Justizminister dahin,
daß die Veröffentlichung derselben gleichzeitig mit der Verkündigung
der Einführungsgesetze demnächst erfolgt. — Der Fimanzminister
brachte einen Gesetzentwurf ein betrefft Aufnahme eines Anlehens
von 28 Millionen Mart in Schatzscheinen zur Vergrößerung des
Berlagskapitals der Centralstaatstasse; davon sind 12 Millionen
zur-Deckung des Defizits, 16Meillionen zur Verstärkung des Be⸗
riebffonds bestimmt. Die Vorlage wurde dem Finanzaunsschuß
iberwiesen. — Morgen kommt der Äntrag von Schels über Wucher⸗
gesetze zut Berathung. I
Der „Pf. K.“ bericbtet aus München: Der an den Bun⸗

desrath gelangte Gesetzentwurf in Betreff der Strafgewalt des Reichs⸗
ages über seine Mitglieder wird auch in unsern Abgeornetens
Zreisen sehr lebhaft besprochen, wober sich die Mitglieder aller
Parteien in seltener Uebereinstimmung gegen diesen Gesetzeszvorschlag
extlären; man hegt aber auch allerseits die Erwartung, daß die
»aherische Staataregierung diesen Gesetzentwurf. im Bundesrath
belampfen were.

.Das Berl. Tagebl. berichtet: Wie w'r mitzutheilen in der
dage sind, ist der preußische Entwurf eines Reichseisenbahngesetzes
anter borläufiget Umgehung des Bundesraths an die Regierungen
der eirzelnen Bundesstaaten zur Begutachtung eingereicht worden.
Wie man der Magd. Zig.“ aus Berlairn Ichreibt, verlautet,
Zaß nach dem Vorschlage der würtembergischen Regierung der Kaffee⸗
joll eine Erhoͤhung von 20 pCt. nämlich 5*06 auf 7. Pf. er⸗
jahren sol.

7 In Ernsweiler feiern heute (Mitiwoch) die Ehe⸗ und
Adersleute Sebastian Anstadt, 76 Jahre alt, und Christina Wil⸗
zelm, 74 Jahre alt, ihre goldene Hochzeit. Beide erfreuen sich
ioch eines solchen Grades körperlicher Rüstigkeit, daß sie ihren Be—
chäftigungen obliegen können. 8 (Zw. 3.)
Dem Wirtihe L. Trumpf in Pirmasens wurden in der
Racht von Samstag auf Sonntag ca. 600 M. gestohlen. Ein
der That verdächtiges Frauenz'mmer wurde gefänglich eingezogen.
7Leimen, 183. Jan. (Eine Hexengeschichte) Die seit
angerer Zeit hier schon sehr große Kindersteriblichleit war neuct
vngs noch gestiegen; in einem Hause waren in turzer Zeit zwei
dinder schnell weggestorben. Da entdedte ein erleuchletes Gemeinde⸗
Jlied den Grund des großen Sterbens und behiell natürlich seint
zͤntdedung aicht füe sich: die Kinder sind verhert, so ging es bald
»on Mund zu Mund in der Menge der Gläubigen. Nun galt es
ider die Heren selbst zu finden, die daa Unheii angestiftet. Auch
ierfür wußle der kluge Entdecker guten Rath. Ein Sies sollte
—IELLX Straßen in's Rollen
jebrocht werden und durch die Richtung seines Laufes die Haͤuser
»er Hexen bezeichnen. In stiller Abendstunde wurde die Sache in
Zeene gesetzt und fünf Frauen durch das ihren Hãusern zurollende
Sieb als Hexen ausfindig gemacht. Vor ein paar hunder Jahren
ãtte man schnell den Scheiterhaufen zugerüstet; Dank dem Fori—
chritt der Zeiten ging's in Leimen glimpflicher ab. Aber arg
zenug ging es hin und her mit Schelten und Zanken. Zulehti
velam das Gericht noch mit der Sache zu thun. dessen Hülfse die
»on der öͤffentlichen Meinung in ihrer Ehre geschädigten fünf
Frauen anrufen mußten. Der Anstifter det Unfugs wurde mit
nehrwöchentlchet Haft bestraft und auch seinen Theilnehmern und
Behilfen ein entsprechender Dentzeitel degeben. (Pf. Post

— In Neustadt fand man am Montag Morgen den

1djahrigen Sohn einer Ww. Jang odt in seinem Beite. Durch
das Platen einer Gasroͤhre war Gas in das Zimmer, in welchem
der Jungling schlief, gedrungen, so vaß dieser ersticke.

F Neustahdt, 13. Jan. Auf dem deutigen SchAtzentag
iel die Wahl des Ortes zur Mhaltung det gemeinsamen Verbandse
chießens des pfälzischen, badischen. und hessischen Schützenbundes
unächst auf Frankenthal; die dortige —A
binnen 14 Tagen darüber definitid ju erllären. In zweiter Linie
iel die Wahl auf Edenkoben, und jollie auch dieses ablehnen, so
vürde Neustadt es übernehmen. Itcdenfalls soll daa Feft ohne
Prunk gehalten werden.

fGrünstadt, 12. Jan. Durch die Geistes gegenwart der
Frau des an der Kirchheimer Chauffte postirten Bahnwärters ist
am Samstag ein großes Unglück verhütet worden. Das mit zwei
Pserden bespannte Fuͤhrwerk des Landwirths Zoll e aus Kirchheim
1. E., geführt von dessen Dienstknecht, fuühr zur Zeit, als der um
7. 17 nach Kirchheim abgehende Zug herandrauste, in vollem Galoppe
in den Schlagbaum mit solcher Wucht, daß derselbe durchbrach.
dasch dffaete die Frau des Bahnwärters, —XC
en entgegengesetzten Schlagbaum, so daß das Geleise noch recht⸗
eitig frei wurde. Die Pferde gingen durch und wurden ohne In⸗
assen in Kirchheim aufgegriffen. Das Sohnchen des ꝛc. Zoller,
owie ein Mehgerbursche und der Knecht, welche sich auf dem Fuhr⸗
verkle befanden, sprangen oder stürzten unlerwegs von dem Fuhr⸗
verk, ohne Schaden zJu nehmen. Der Veranlasser des sollen
Streiches, der erwähnte Diensttnecht, soll belrunken gewesen sein;
zerselbe wurde schon kurz zuvor in hiesiger Stadt wegen muth⸗
villigen Peitschenknallens angehallen und wie wir hoöͤren, auch deß⸗
halb zur Anzeige gebracht. (Pf. Pr.)

fHeiligenstein, 18. Jan. (M. R.) AÄuch don hiet
lann ich ein empörendes Wucherstückchen berichten. Ein hiesiger
cinwohner entnohm dei einem dieser Herren ein Darlehen von
100 M.; der edle Menschenfreund licß sich hierfüt pro Monat
12 ꝓCi. bejahlen. Also fũt 100 Nart — 144 Mark. Inleressen!

Wann wird dagegen ein DeginfettionsPulver ersunden werden
fSaarbrücken. Im vor. Monat waren zwel jungkt
Schlosser, der eine von hier, der andere von St. Johann, flüguüg

Ausltand.

Es wird bestätigt, daß die Großniächte einen veriraulichen
Ideenaustausch über die Kandidasur des Prinzen von Battenberg
für den balgarischen Fürstenthron gepflogen haben. Das Ergebniß
duvon war, daß konstatirt weiden konnte, keine einzige Macht erhebe
irgend welche Einsprache gegen diese Kandidamr. Man geht denn
auch bereits so weit, zu sagen, kein Anderer als der genaunte Prinz
werde der Flͤrst von Bulgarien sein.

Die Bewegung in Rußland scheint sich nicht mehr ein⸗
dammen zu lessen. Im „Neuen Wiener Tagebl.“ veroffentlicht,
wie aus Wien telegraphirt wird, ein Petersburger Korrespondent
den Text einer Adresse, welche von mehreren VProvinzialdvertretungen
an den Cjaren gerichtet worden, und in der unumwunden um Ver.
eibung einer Verfafsung gebeten wird. Den russischen Blaͤnern
vuide die Veroffentlichuns natürlich verboten. Ob's diel helfen
wvied ꝛ

J Vermischtes. —

*— Die Handels⸗ und Gewerbekammer der Pfalz erließ
nen Auftuf, der gegenüber dem Schlendrian in der kleinen Ge⸗
ichäftswelt für Einführung der Baarzahlung wirken will.

— Gestorbenam 14. Jan. in Blieskaslel Frau Caro⸗
lina Lamarche, geb. Voill, 588 Jahre alt, an den Folgen eines
Schlaganfalles.

F Dem Landauer Eilbote“ wird aus Mü nch en mitgetheilt:
Sicherem Vernehmen nach bleiben die Besirks⸗ (lunftigen Lande)
Werichtsbezirke und Landgerichtesitze in der Pfalz wie bisher bestehen.
Es kann jedoch der Zweifel nicht unterdrudit werden, ob dieser
õtand ein definitiver sein wird. Die definitide Ordnung wird von
der Arbeitslast und Vertheilung derselben unter die verschiedenen
Berichte, die sich nur mit einiget Beslimmihei jeßt noch nicht über⸗
sehen läßt, abhängen.

t Ein Correspondent der Z. Z.“ will erfahren haben, daß
der stud. chem. L. Wolff aus Neufladt, der belanntlich als
Begner dem stud. jur. Lahm aus Dürkheim in dem für leßteren
—RX Marz vorigen Jahres gegen⸗
iberstand und dis jetzt in Muünchen weiler seinen Studien oblag,
vort in Untersuchungühaft genommen ist und also dessen Verweisung
vor daß Schwurgericht in Aussicht steht.
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        geworden, weil ihnen wegen Verausgabung falschet Zweimarkstücke
die Verhaftung drohte. Wie die Saarbr. Zig.“ erfahrt, sind jetzt
heide in Belgien verhaftet worden und werden demnäch st ausgeliefert
und hierher transpottirt.

Sulzbach. Gestern verunglückte eir Arbeiter der Fisch⸗
hzachbahn durch Dynamit · Erplosion. Dem Verunglückten, einem
jungen Menschen von 15 Jahren, wurde die eine Seite des Kopfes
Jänztich abgerissen und fand man diesen Theil erst später im Walde.
Die Entstehung des Unglückes ist bis jetzt noch nicht aufgeklärt.

ECGB. d. S. Th.)
fFürth, 11. Jan. Das hziesige Blezirlsgericht hat neun
Studitende von Erlangen wegen Zw eikampfes mit tödtlichen Waffen
resp. Beih lie hiezu, zu Festungsarresstrafen von acht Tagen bis
Zij Monaten verurtheilt.

Würzburg, 10. Jan. Hie Frau Burger, welche
jüngft in einer unseligen Siuͤnde der Geistetumnachtung ihre Kinder
o jammerlich hinschlachtete, befindet sich zur Zeit zwar in der
Irrenanstalt des Juliusspitals, allein sie ist vollsiändig bei Sinnen
iad eriunert sich aller Einzelheiten der grausigen That ganz genau.
Ihre zwei noch lebenden Kinder befinden sich troz der dielen
Wunden gleichfalls ziemlich gut und es besteht Hoffnung fie am
deben erhalien zu lönnen. 5 (W. Pr.)

Landshut. Mit Beginn dieses Jahres ist in Niederbahern
eine Einrichtung in's Leben getreten, welche um ihres gemeinnützigen
Tharalters willen in weitesten Kreisen bekannt zu werden verdient.
Angesichts der fort und fort zu Tagen tretenden Verfälschung der
debrasmitel und Verbrauchsgegenstände hat sich nämlich das nieder⸗
aherische Apotheker⸗Gremium dahin geeinigt., ein über den ganzen
Zreis verbreitetes Untersuchungsbureau zu bilden, welches sich damit
zeschäftigen soll, alle ihm von Behörden und Privaten übergebenen
Begenstaͤnde in lürzester Frist chemisch zu untersuchen, und zwar
Zehufs Erzieluug größtmöglichster Benauigleit auf dem Wege der
Arbeitetheliung und der Ktontrolaualysen. * (R. j. N.)

Wies baben. Der Vertrieb der hier in den Handel ge⸗
ommenen Kinderpfeifen und Trompeten mit bleiernem Mundftück,
deren Gesundheitsjchadlichkeit aͤrztlich constatirt wurde, ist polizeilich
antersagt und gleichzeitig vor dem Antauf solchen Kinderspielzeugs,
zurch dessen Benußung Bleidergiftung 'herbeigeführt werden kann,
gewarnt worden.

Darmstadt, 18. Jan. Der Bankbeamte Metz dahler
wurde wegen fahrlässiger Thdtung eines Treibers bei einer Jagd
zu sech⸗ HMonaten Gefängniß verurtheilt. —

J AaAdun, 14. Jan. Der exste Hauptgewinn der Dombau⸗
Lolterie im Beirage von 75,000 M. ist nach Aachen gelommen;
der glückliche Gewinner ist ein Aderer. Der zweite Haupigewinn
in der Hohe von 130,000 M. fiel einem Schloösser in Dortmund
zu, der in Folge lang anhaltender Krantheit seiner Frau sehr zu⸗
rücgelommen war. J *

de Aus Grund des Sozialistengesetzes wurden bis jeßt 62
Personen aus Berli n ausgewiesen
* Prinz Heinrich der Niederlande ist am Morgen des 13.
Januor in Schloß Wolferdanse (Auremburg) in Folge eines
Schlagflusses gestorben. Der Verewigte war der eimige Bruder des
Foöonigs Wilhelm HVI. von Holland und bisher Statthalter des
Großherzogthums Lurxemburg. Durch den Tod des Prinzen wird
auch unser Kaiserhaus iu Trauer versetzt. Vor noch nicht 5 Mo⸗
raten, am 24. Aug. 1878, hatte sich nämlich Prinz Heinrich mit
Prinzessin Marie, Tochter des Prinzen Friedrich Karl von Preußen,
dermählt. —W

Scqlechter Trost. Stammgast eintretend und sich zur Kelle
rerin wendend: „Nun, Julie, ist irifch angestecht ?9. ,Ja wohl⸗
derr Sekretaͤr, schon lang 3—
Marktberichte.
Homburg, 15 Jan. ( Aruchtmittelpreis und Viciualienmarkt.) Weizen
oo ä Ihe. be i, Speintern, — R —,Fh, Spe d.
f. Gerfle 2reihige — M. — Pf. Serste Areihige O M. — Pf. Hafer
5 M. 97 Pf., Mischfrucht 0 M. — pf., Erbsen 0 M. — Pf., Wicken
d . ppf. vSohnen — M. — Pf.Kleesamen — M. — Pfr, Korn⸗
zrode6 Pfund 70 Pf., Gemischtbrod 6 Pfand — Pf., Ochsenfle isch — Pf.
Rindfleisch 56 Pf., Kalbfleisch 50 Pf., Hammelfleisch — Pf. Schweinefleisch
50 Pf., Butter 1 Pfund O M. 94 pf., Kartoffeln per Ctr. 2 M. 50 Pf.
Kaiserslautern, JI47 Jan. (Iruchtmitlelpreis und Bictualienmarkt.)
Weizen — M. — Pf., Korne4 M. 34 Ppf., Speizkern — M.— Pf. Spelz
—F—— Pf., Hafer 6. M. 15 Pf., Erbsen 7 M.
d7 Pf., Wicken O M. — Pf. Linsen M. — Pf., Kleesamen ·88 M. 105
Pf., Kornbrod 6 Pfund 1. Dual. 64 Pf.. 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
s Pfund 37 Pf., Vutter per Pfd. — M. 75 Pf., Eier 2 Siuck 14 Pf. Kar⸗
loffeln per Ceniner 2 M. — Vf., Stroh 1 M. 20 Pf. HSeu 1 M. 40 pf.
⏑ — — —
Fur die Redaction verantworilich: F. x. Dem e c..⸗
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52523 s555323* 23553 — 3335538—3888275
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3138 7332
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2323 232 58 285*3 2258
2 * 2 524 5* *
583387 —27528 8sS F 32358733
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24 2 25 —— 337 18 5 2328 28889 —5—z333—3 38.8
387* 388I323336 323555 353333535 —— 258
* 2335325 5 2* — 682 ——
— * 2522 — 835 29* *22 2825 2* 252 —252
52 5252— 1*7 2 2825353 —5525— 5256 7 2584
23 2 3578 5250 — 2 2 — 2 S 2a84 —— —— 5224
253 — 32 —28* 38* —8* —A 7 2 b 3 *32738
25 — —A 52 —8 52 m 373 32—2*5 28 77 5 28
—T —— 233.8 A 323 — 2832F2 280 3
22 58 ——— ——— — 7 7552 —A ——c —
73374 —* 87 555233333 —287
89 552 ** ZS.8 E388 — —— 2 *35 *
225 5 2* si 92 —E— — 5 * — 2 * 855 * —223
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237533337 — 225322532
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53 3323528 8 2528*57 535325* 5283—32 ——— 22 5233
3 233333 345
283 33832558238 52232—532 232 52 7535325 — —— 535553233 2255
—22 355333238838 c. * z3252333553728 2*383* *258 28
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2* * 33 3 538335323
— * 5833 35. 25 25 *22 — —3 — — 3 — 282 22 52553 —
—52333233 255325323355333 —* 222.2 — 2
3 — 28 —A 3 23 2 *7 * — 28 —
zss 383358 * 3233 332832333 —— *328*588
—c53222 * 2 5 2755 * 22 3 ** * 2. 22 3
2 23533*2538* 2 * —A 5 — 2227 223337 —— 2.2
4232822 53533323 55283 530325 — 223237365383 323*
22232 — 223 3235227 253 5393332 3 * — 52523235
3 233853. 353 33 255* 3237 2982582 63 *22 —
2 5253728 23 —5232532..2 72 z. 72722 — 22 228 * — —
85582238 —— 522228 — ——
— *X * 2
—V— 3523 2 232235*853 5355232 358 525282* 55 33232537
—A 2522 538* 25 8 —A— * 822537 *32 22 2
33523332 32585025 235322.2 23582323S— 2333553388
33 22233753333 2352332322
2 — 2. * —— 2 22 — * ——— —8* 2*
2338322 838548823 3
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* — —53 7* r
1238 .28 *2 2 3 2* —5 *2 — 2—27 * — * —
33335* 23353135325 25835—333335335337
— 28258 2 82,35538 355323383 — —
478 2 2* — 22* 2 3 22. 2 552 2 2.3323* 3— 2 38
2 ——— 22* — —A — —222522 —A —— —
53 25577233* 7642 *2—2 *2 22 25*5 2535* — — —— —
8 s33 3387 —
eu — 38 — — * 2 * 3 22
2323 22222 72323223 83
332535* 238533—3353533 33373—5 553532 —5
1333 525362 2532 —353 534 8 5223 52327 5283233
»28 —— * —— — 322237* 5223393325233
—— 222338 3 23835337253 55237
* —E⏑——— 5 33723323—537 — 3373 —553358 22
53. 5—37337 2573*6325337 3 3332 82383 272
238 32822823 52385*2 3* x253735 — 535335 53*3
* * — * * 222 2* . 2
23255533 .24 3 238—22 3 55—3383535353— s23
322 —AXV 332 2525333327 23325332323
—A .52223 758* 542383 223 28 — 82 3 3
2 2255333 225 * — 22 23232238253 5 2 3282
27257 2E5558 25—222 —4«æ2 283328 3 22 —A—
»2338* — r A Z. 2.2 25* 223 23232239* 222
33323835333* 1238383383* 32383 22725
— 522 — R — 35 — * 2 2585 —
25282322 65 *388 2532323 33272522
— A 88 282 * 2532 3 5*3
——— —— 5 73 3332233238 z25373
———— 87835 —A— 3— 222 5—5282 8 m — m 5 8
33333 257553835 3335
21 5. 22— 2 2.* 2 * 2323.5 25
—A 25535 ,23555 23333 23322553
23232 T22A * * 23 22229 — 2. 2 5A52.27 *
—A 55333125252 333335335233333235233
* 33335— 5—33 287

*
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— —A
23232338382522
5 5353332333333388
92523 23585 2353353338535325 252525.2
238 23773335
—* —— — ** —2 2 A —— 2 —
38 353333338 *
A 23 235353* »233 337735358 —A———
526 23.*3 222* *3253333357 3222 ẽ * *
ä 2377 — * —23.
2333335333 335 3383332—388
33323332——— 55528333383*8 248
55 338353 25883255 —252*3335823
2. * * —2 2 —Z * 35 8 * 3 *3328 *88
53 153833233—2835 52,77 —— 5323 2*
*5 523 * ã Ü 25 8 58 * — *
5328 2332333323 232323333333256282 5 2
25283225 A S7 2 5252332233327 5
85* 325632233 2325230522223 ä33 2S153
2222. 2 * 2 * 28332 —8— 22 352223 KR
3723 3 23235232322— 25 3235 272.2.3 52
5533253 25.23 2—333,5333832333832 2
28235 560223* 2. 27 80 — 3 5* 23 2 *2585
222 223322 25z9233333—52—3328827 2
—— 237* 2272 2 825222. * 23
2 32 58 52555332
333383 338338 52533255
* * * * 23353333 ——2
7538 23522255 32333833 —583238
7— — —2 2 2 — *— *
—1 —A 252225 . 23 5
323—7 22.2 5333 42 *: 2 2. — 8
57363 — ——
5 235232 8822 255558 3225335755
25253 253553533335353225
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— 523233 535352

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2532 8883 335232 7399 222 —z3228 75832
323, 23223 E53.2 53729333333255 58333
733,22 —A— 2362233232 ———— 2 5.5* 2 2
222482. 22* — 23 372358383338322
333 533833
— e— 23 2 232 223 252223823
332233828 323833523523233
— 2 3 2. 53 * * e 22
383*32238 523553253533 555223 —7 5338
25332252338— 5 323333323383
3533 3333337 82382 — 3725
333223 —*522325 —33225383333585
. . 3335833 —3
8353534223223 28 5272*823233 — 2225m2 2
— —— —— 2583 7* 3 322 22 22 87
— 1255 3 332353
22833335 2323575 532375 53533532* 23323 335822
252—*53 757 E. 53 23226 — —
557 Z — — —A 8 2 —Z—
232352 ** cx* — 2323. 8 53232852 * —— —
33 — 535328* —25 535232555 2 ——
522 32338322683 22 253 —383373—
352 2533735853238 *5 2233 533 383—35—25337
2342323223 523 —A 522332 * 5 2325
— — 5238 * ã 4 — 2aoa 27 — 22 33—
— 132232 2 2 2 25 22 —A— —*
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3583 23*58 33323 5333258 *522533257 8
—7 53. I334 55333 38333335 —D
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3 8BAA —425 u7 5 5385 71225233253 73*

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        St. Ingberler AAnzeiger.
der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mal wo chentlich) mit dem Hauptblatte verhundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint woͤchentlich viermil: Dienstag, Donnerstaa, Saunstaz und Sonuntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljährlich

A 40 2 einschließlich Trägerlohn vdurch die Post bezogen 1 AM 60 A, einschließlich 420 Zustell zebuhr. Auzeigen werden mit 10 B, von Auswarts
mit 15 4 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Aeclamen mit 80 4 pro Zeile berechnet.
M 10. — Samstag, den 18. Januar

1sq7g

Deutsches Reich. *
x Fine Betrachtung über die Steuerprojekte des
eichzkanzlers schließt der „Pf. K.“ mit den treffenden
Worlen: Das Streben des Reichskanzlers geht offenbar dahin, durch
deue oder böhere Zölle und indirekse Steuern eine Summe aufzu⸗
hringen, welche nicht blos den bisher gezablten Matricularbeiträgen
leichkommt. sondern sie noch erhehlich übersteigt. Tie Matricular⸗
zeiträge hatte der Reichstag alljährlich zu bewill'gen, er konnte sie
also nach Gutdünken beschneiden; die Zolle und indirekten Steuern
aber, wenn einmal eingeführt, sießen fort und fort, da hat der
Reichstag nichts mehr zu bewilligen. Nun meinen Manche, das
vare ja kein Unglück, denn ohne Zust mmung des Lteichstages dürfe
ja keine Ausgabe gemacht werden. Allerdings; der Untersch'ied ist
nuc der, daß, wenn das Geld erst beschafft werden muß, der Reichs⸗
sag mit den Ausgaben sparsamer zu Werke geht; wenn es aber
da ist, so wird flotter gewirihschaftet und manche Ausgabe gemacht,
zie auch unterbleiben könnte. Und wovon wird sie gemacht? Von
dem Geld, das der Steuerzahler hat zahlen müssen; ob er es in
Form von Zoll oder indirecter oder directer Steuer zahlt, das ist
imn Ende einerlei, es geht immer aus seiner Tasche, vom Himmel
allis nicht herunter. Und wenn nun durch die Bismard'schen
Finanzprojtke die Reichskasse 100, 140 oder 200 Millionen mehr
zekommen soll — etwas Bestimmtes weiß man ja darüber bis auf
zen heutigen Tag nicht — so meinen wir, das wäre eine recht er⸗
sebliche Veehrbelastung der Steuerzahler, um derentwillen es sich
qon verlohnte, gehörig Vorsorge zu treffen, daß nichts Unnöͤthiges
augegeben wird. Daß vollends von dem Ertrag der neuen
Steuern das Reich etwas an die Einzelstaaten abgeben und dann
in diesen der Beirag der direkten Steuern gemindert würde —
Jaube es, wer naiv genug ist; wir glauben's nicht eher, als bis
vir's sehen, und da werden wir lange warten können.

Mänchen. Se. Maj. der Koͤnig hat einer Anzahl Volls⸗
schullehretn mit Rücksicht auf ihre treue Pilichterfüllung und verdienst⸗
zolle Leistungen eine Gratification von je 100 M. zuerkannt.

Berlin, 14. Jan. Der Gesetzentwurf wegen der Straf⸗
gewalt des Reichstaget soll demselben sofort bei Beginn der Saison
oocgelegt werden. J

Unllem Anschein nach wird auch der Bundesrath dem Gesetz⸗
entwurf wegen der Strafçewalt des Reichstags nur unter erheblichen
Abänderungen seine Zustimmung ertheilen.

Berlin, 14. Jan. Im Finanzministerium begannen heute
anter dem Voisitz des Genetalsteuerdirectors Hasselmann die Be
rathungen der Commission, welche die Lage der Spiritusfabrikanten
zrüsen und sich insbesondere über die Steuerfreiheit des zu ge⸗
werblichen Zwecken bestimmten Spiritus gutachtlich äußern soll. In
leterer Beziehung waren alle Mitglieder der Ansicht, daß in der
üngsten Zeit immer dringender hervorgetretenen Wunsche gerecht⸗
jerugt seien.

Berlin, 14. Jan. Nach der Kreuzzeitung“ ist zum Vor⸗
sitzenden des Kriegsgerichts in Sachen des „Großen Kurfürst“ der
Deneralinspeltor des Militär⸗Erziehungs und Bildungswesens, Ge⸗
neral der Kavalerie Baron v. Rheinhaben, zu Beisitzern find zwei
Benerallieutenants der Infanierie, bezw. der Arlillerie ernannt
worden. Das übrige Personal ist aus der Marine berufen. Die
Untersuchung wird der Auditeur der Marinestalion der Osisee, Ju-
tizrath Loos, führen unb Letzterer auch Referent im Kriegs⸗⸗
zericht sein.

Berlin, 14. Jan. Bei den Militärbehörden gehen außer⸗
ordentlich zahlreiche Gesuche um Wiedereinstellung in die Armee ein.
Unter den Bitistellern befinden sich viele Kaufleute und Handwerker,
selbst Familienväter, die insgesammt in ihren Gesuchen die Bitte
um Wiedereinstellung durch mangelnde Arbeit und gänzliche Sub⸗
sistenzlosigkeit begründen. Vor etlichen Jahren hatte man Mangel
an Unteroffizieren, weil in der Schwindelzeit anderswo besserer
Verdienst war. Jestzt ist's umgelehrt.

Die Nordd. Allg. Zig. eiklärt die Nachricht des D. M.Bl.
hon Schritten des deutschen Botschafters in Wien anlaßlich der

Zritik deß Reichtageftraftese hes in den Wiener Blättern fur unbez
gründet. W 4.3 *
Ausland.—
Wien, 14. Jan. Die „Prefse“ meldet: Der Versuch Schir
Alis, die afghanisch-englischen Streitigkeiten vor ein europäischeß
Schiedsgericht zu bringen, ist gescheitert. Der Cjar lehnte jede
Bermittelung zwischen England und dem Emir ab.

Wien; 15. Jan. Die „Polit. Corresp.“ meldet: Furst
dobanoff erhielt aus Petersburg in Betreff der Friedensverhand⸗
ungen günstig lautende Instructionen, wonach allgemein die Ansicht
jerrscht, daß die heulige Conferenz zwischen den türkischen und rus⸗
ischen Bevollmächtigten die letzte sein dürfte. Die Pforte betrachtet
ie Unterzeihnung des Friedensverteags so nahe bevorstehend, daß
zereits Selami Pascha zum Commandanten der kürkischen Truppen
rnannt wurde, welche 14 Tage nach der Unterzeichnung des Ver⸗
rages Adrianopel besetzen sollen.

Das provisorische Organisat'ons⸗Statut für Bosnien,
velches die Verwallung daselbst regelt, entbäll folgende Bestim⸗
aungen: Der amu der Spitze der Verwaltung stehende Chef der
randesregierung ist dem gemeinsamen Ministerium untergeordnet;
venn er zugleich Commandant allcer in Bosnien und der Herjze⸗
owina dislocirten Truppen ist, so untersteht er doch nur in seiner
kFigenschaft als Landeschef dem gemeinsamen Ministerium. Es ist
ils oberstes Princip anzusehen, daß Bosssnien und die Herzegowina
die Kosten der Verwaltung aus den eigenen Landeseinnahmen zu
destreiten haben. Demgemäß ist der Administrativ-Apparat des
dandes einzurichten und ein besonderes Augenmerk darauf ju richten,
daß nach und nach die Forderungen der österreichisch- ungarnischen
Donarchie, vor Allem die Kosten der Besetzung, sowie die Erhaltung
zer Flüchlinge hereingehracht werden.

Paris, 15, Jan. Die Kammern sind heute wieder zusam⸗
nengetreten. Im Senat hielt Alterspräsident Gaulthier de Ru⸗—
nillh eine Ansprache, in welcher er lanstatirie, daß die Wahlen am
5. Januar den republikanischen Inftitutionen des Landes die Weihe
zegeben haben. Die Wahl des Präsidial⸗Buregu's wurde auf
norgen festgesezt. Bei seinem Eintteten in den Sitzungssaal war
Dufaure der Gegenstand sympatischer Kundgebungen von Seiten
»er neuen Senatoren. — Die Gruppen der Linken des Senats
haben Martel zum Candidaten für das Präsidium an Stelle des
derzogs von Aud ffret⸗Pasquier gewählt. — Die Kammer wädhlte
viederum Vrevy zum Präfidenten. Nerselbe erhielt von 299 Ab⸗
timmenden 290 Stimmen. Die Rechte enthielt sich der Abst'm⸗
nung. Zu Viceptäsidenten wurden gewählt: Bethmont, Brisson
uind Jules Ferry von der Linken, Civdac von der Rechten. — Es
vird versichert, die Rechte wolle fsich in allen wichtigen Fragen, wie
B. in der Amnestieftage, der Abstimmung enthalten und diesel⸗
den von den Republilanern uner sich ausmachen lassen. Sie werde
eine ihre Haltung darlegende Erklärung veröffentlichen, worin sie
ausspreche, daß in Folge ihrer Ohnmacht eine zuwartende Haltung
die einzig passende sei. — Das Amtsblatt wird alsbald die an
2000 Veruitheilte der Commune gewährten Begnadigungen dber⸗
offentlichen.

Der Versuch des Emieß von Afghanistan, die afghanische An⸗
zelegenheit vor ein europäisches Forum zu bringen, ist, wie eine
durchaus glaubliche Meldung der Wienet ‚Presser aus Petersburg
zesagt, gescheitert. Die russische Regierung hat aber auch die Ueber—
nahme einer Friedensvermittlung zwischen dem Emir und England
abgelehnt.

Konstantinopel, 13. Jan. Die internationale Kom⸗
nission in Philippopel genehmigte den Organisationsentwurf be⸗
jreffs der rumelischen Bendarmerie, wonach der Befehlahaber und
die Justruktoren der Gendarmerie Franzosen sein werden. Der
inglische Botschafter Lahard rielh der Pforte an, die gesammte
Zollverwaltung Europäern anzuvertrauen. Es heißt: die Pforte
jabe diesen Vorschlag ernstlich in Berathung gezogen.

———22————————
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        Vermischtes.

e Fũr das Jahr 1878 hot die Stadt St. In bert 449
Geburten, 84 Heirathen und 315 Sterbefälle zu verzeichnen.

oSit. Ingbert. 18. Jan. (Zauber ⸗Theater.) Wie aus
dem Annonceutheile unserer letzten u. heutigen Rummer ersichtlich, vi rd
der Zauberkünsiler Prof. Böning aus Dresden einige Vorstellungen
hier geben. Der Raf, der diesem Zauberkünstler vorangett, soll
in so auerlannter sein, daß wir seiner Ankunft nur mit Vergnügen
ntgegensehen kͤnnen. Ein uns vorli egendes Blatt sagt über den⸗
selben: Dieser moderne Fauf ist ein durchaus von der gewöhn⸗
lichen Sorte abweichender Kunsiler, Feinheit und Delitatesse durch⸗
vehen die Vorführungen und machen seine Productionen um so
räthfelhafier und gediegener. „Geschwindigkeit ist keine Hexerei“
tiart'ca wohl, aber ergründen mag ihm kein Zuschauer den Zu⸗
jammenhang der überraschendsten Erfolge. Sowohl seine Geister⸗
und Gespenfter⸗Citirungen, das Großartigste, was bis jetzt in den
größten Städten Deutschlands Furore macht, kommen zur Aus⸗
sührung. Er ist unstreitig der renommirteste Künstler seines Faches,
ind dabei verschmäht ex den glänzenden Apparat ablentender
Täuschung. Möge man die Gelegenheit nicht versäumen, in diesem
elten bei uns vorgeführten Fache der Kunst etwas Gutes und
Gediegenes zu sehen ·.

FDie Plaͤlzer Ztg.“ schreibt: „Bezuͤglich der in der Pfalz
zu errichtenden Landgerichte (Bezirksgerichte) erfahren wir aus guter
Duelle, daß voraussichtlich die seitherigen Bezirksgerichtssprengel
Frankenthal, Kaiserslautern, Landau und Zweibrũcken beidehalten
werden.“

*Auf der Gemarkung von Häffler bei Kusel wurde zu
Anfang diefer Woche im Schnee ein neugeborenes Kind todt aufge⸗
funden. — .

*— (Wilhel m 3speude.) Die Kommission für die
Wilhelmsspende genehmigte in den letzten Tagen definitiv das ent⸗
wotsene und ihr vorgelehte Statut, wonach die in Berlin unter dem
Protektorate des Kronprinzen domizilirte Anstalt bezweckt, Geringbe⸗
mittelten, insdesondere 2us dem Arbeiterstande, als Altersrenten⸗ und
sapitalversicherungsanstalt zu dienen. Den Garantiefonds derselben
soll der Ertrag der Wilhelmsspende bilden. Die Jahresüber schüffe
nnen verwendet werden zur Verstärkung des Garantiefonds, zur
Gewaͤhrung von Divrdenden und zur Unterstützung Verficherter.
Eine Einlage von'5 Mork begründet die Verficherung. Die Jahres⸗
rente einer Person datf 1000 Mark nicht übersteigen.

*.Ausgaben fur Unterricht und Militär. Es
dürfte Viele interessiren zu erfahren wie sich das Verhältniß der
Summen stellt, welche die einzelnen Staaten für den Unterricht und
für das Nilitär ausgeben. Deutschland verwendet jahrlich
oro Kopf der Bevölkerung 2,08 M. auf den Unterricht und 9,16 M.
auf das Militär; Oesterreich — 1,86 M. für den Uaterricht
ind 5,56 M. für das Milisät; — Frankreich — 1,16 M.
zür den Unterricht und 18 M. für das Militär; Jtalien —
72 Phefür den Unterticht und 6,28 M. für das Militär; Eng⸗
anß4 — 2,64 M. für den Unterricht und 14,44 M. jur das
Miliiär; Schweißz — 3,52 M. für den Unterricht und 4 M.
sur das Militär; Rordamerika Vereinigte Staaten) — 8,08
M. für den Unierricht und 5,56 M. für das Milität.

Man fieht aus diesen Zahlen, daß Deutschland von den euro⸗
päischen Siaaten in Bezug auf die für den Unterxicht cusgegedene
Sunme die dritte Stelle einnimmt, und daß es auch die gleiche
Stelle in Bezug auf die Militärausgaben hat, daß jedoch die Staa⸗
sen, welche ihm voranstehen, nicht in de:den Faͤllen dieselben sind.
In dem ersten Falle find es die Schweit und England, in dem
ietzteren Frankreich und England. Oidri man die Staaten nach
dem Verhältniß der Ausgaben jür den Unterricht und für das
Militaͤr, so flehl obenan Nordamerika, wo sich die Ausgaben nur
Oos8 gestalten. Unter den europäischen Staaten steht obenan
die Schweiz mit dem Verhältniß 1: 1118; dann folgt Oesterreich
mit dem Verhältniß 1: 408; dann Deusschland mit 12 4,40;
arauf GEugland mit 13 5,46; dann mit einem eiwas großen
Sprung Jialien mit dem Verhälmmik 1. 1207 und. Frankreich
mit 13 15,581.

pKaisersslautern. Der Projeß des Staates, resp.
des hiesigen Rentamtes gegen das- Banthaus F. Moeser hier, in
welchem es sich um nochnalige Zahlung einet Summe van 2000
M. handelte, die das genannte Bankhaus demselben bereits jrüher
zezahlt hatte, wurde in zweiter und letzter Instanz vor dem Appell⸗
Serichte in Zweibrüchen verhandelt und die Klage wie in erster
Instanz abgewiesen. (Pf. Vollsztg).

'BaStudernheim stieß am 13. Jan. der Puffer einer
Maschine cinem noch rasch dor dem Zuge das Geleis üdberschreiten
volleuden Bahnwart so in die Seite, daß ec nach dreiviertel Stun
den flarb. Derselbe hinterlaßt fünj Kinder. (Pj. Pr.)

FOffenbach. Dieser Tage dam hierher ein Reisender?
und begann sofort seinen, Fechtlünste.“ Der Polizeidiener, Dies
merkend. will ihn abfafssen, erwischt ihn, während er gerade vor

iner Thür steht und einen Teller Suppe verzehit. „Papiere her !*
serrschte ee ihn an. Der schlaue „Fechter“, welchet keinen Ausweis
nit sich führie, dat den Polizeidiener, ex möge ihm seine Suppe
jalten, damit er seinen Vorweis aus seiner Nebentasche hetaus⸗
jolen tznne. Während nun der Eine den Teller hält, drückt fich
er Andere an der Wand hin und — sucht das Weite. Mein
zuter Polizeidiener aber, der mit der Suppe nicht weiß wohin,
jeht und jchaut ihm verblüfft nach. — Seildem ist in der Ge⸗
neinde das Wort gang und gäbe: Michel heb' die Supp
pPforzheim. (nArbeiten sfüt die Stadtgemeinde.) Der
siesige Stadtrath hat soeden veröffentlicht, daß in Zukunft die⸗
enigen Gewerbeireibenden, welche innerhalb 14 Tagen nach Aus-
ührung der ihnen von der Stadigemeinde übertragenen Arheiten
ind Lieferungen an die städtische Verwaltung nicht einreichen, bei
erneren Bewerbungen nicht mehr berückhsichtigt werden. (Das
vderden sich die Beireffenden wohl nicht zweimal sagen lassen.)
7Menz. Wir lesen in der Lothringer Zeitung: Sogar den
Poͤlfen fügt man heut zu Tage Verläumdungen zu. Der Schäfer
u M. betiagt sich seit einiger Zeit gewaltig über den alten Ise⸗
zrimm, der ihm beinahe jede Woche ein oder mehrere Schafe von
jer Heerde wegnahm. Natürlich übernimmt er teinerlei Garantie
ur die gestohlenen Schafe. Morkwürdiger Weise findet man bdeinahe
eine Ueberreste und dann auch nur wenige Knochen, so daß man
lauben sollte, det Wolf verzehrte alle Knochen, sovie das Fell
es Thieres mit. Zwar lag die Vermuthung nahe, der X
chleppe die Thiere in den unfern gelegenen Wald, so daß es schwer
alt, eiwas zu finden. Vor einigen Tagen machte der Foͤrster aus
5. seine gewohnte Tour auch im Walde von M. und sieht von
ern einen Mann, der im Begriffe ist, ein Thier auspuweiden5er
chleicht behutsam näher und fieht den Schäfer — ein Reh, nein,
in Schaf ausweiden. Erstaunt und angstvoll sieht ihn der Schäfer
in; der Förster glaubte Anfangs an eine Mystifikalion, der Schäfer
jabe das Fell. nur mitgenommen, um seine Wilddieberei zu be—
nänteln, doch zeigte bald seine Untersuchung, sowie der Schnitt
im Halse des Thieres und das bluttriefende Fell, daß das Schlacht⸗
»pfer nicht im Waldrevier aufgewachsen, sondern nur des besseren
Wegschaffens wegen dahin gebracht sei. Der kluge Schafer hatte
elbsi den Woif gespieit. Er wurde aber vom Jaͤger verrathen
ind noßz seines Pcotestes und der Verficherung, das Schaf sei
„on einem Wolfe dahin geschleppt und getödtet worden, seines
Antes eutsetzt. Eine sofort angessellte Unkersuchung enthüllte jedoch
noch mehrere Schaffelle, die auf dem Speicher des pfiffigen Schafers
derstecdt waren. *9 J

FEin Pharmajeut in Regensburg ist der glüdliche Besitzer
des Koiner Dombau Looses, auf weiches der dritte Haupttreffer
mit 15,000 Mark fiel.

— * In Gotha sand vor einigen Tagen mittels eines Sie⸗
mene'schen Verbrennungsofens die dritte Leichenverberen⸗
aung startt.

FBerlin, 11. Jan. Die Uaverfrorerheit des Berliners
nimmt auch berm raubesten Nordof nicht ab, dafür mag folgender
Botgang sprechen. Gestern während des starken Schneewehens ging
zin altet General, in seinen Mantel gehüllt, die Königin⸗Augusta⸗
draße hinab. Als derselbe die Bendlerstraße erreichte, kreuzte eine
Dtoschle seinen Weg. Der Kutscher verlangsamte abfichtlich den
Bang des Pierdes, und der weißbärtige General blidte den Mann
ungeduldig und befehlent an, als wollte er sagen: Na, witrd's
aid ?“ — Der Dioschkenkutscher rührte sich nicht, aber dem „Zaun
einet Zähne“ entfloh das geflügelte Wort: „Na, wenn so 'ne
Zeite bai des Schweinewetter und die faulen Zeiten nicht jfahren,
zann frageick man blos: wozu fin de Droschten uf de Welt.“ —
Sprachs, fluchte start und fuhr langsam von dannen.

fEine wirksame Kur. Eine Beamtenwittwe in

Zeriüin, die seit längerer Zeit von einem Bandwurme belästigt
vurde, las vor Kurzem in einer Zeitung die nachstehende Ankün⸗
zigung: Jeder Bandwurm wird schnell und radital verttieben!
Adressen unter Beifügung von 1 M. 50 pf. in Briefmarken
zub W. O. ftanko Köln postlagernd.“ Sie schictte ihre Adresse
ein, fügte die verlangten 1 M. 50 Pf. in Briefmarken bei und
erhielt nach wenigen Tagen im unfrankirten Briefe, das nachstehende,
zernige Rectpt: „Nehmen Sie früh, Mittags und Abends einen
Jjehäuften Eßlöffel voll persisches Insektenpulper ein. Er krepirt
danach sicher! W. O.!“

FIn Bromberg (Posen) starb dieser Tage ein Mann
Namens Baguewstki im Alter von 117 Jahren.

xF Rach einem wechselvollen, auch an romantischen Episoden
nicht atmen Leben ist zu Langenau in Sglesien eine jungst
zast hundertjährige Frau aus dem Dasein geschieden, nachdem sie
nicht weniger deun fünf Gatten vor sich in das Grab hatte inlen
Jesehen. »Zo Preßburg als die Tochter eines gräflchen Bediensteten
Jeboren, veilor sie ihren Vater, als sie noch im zartesten Kindes⸗
ilter stund. Da dessen Tod durch die Verletzung, welche ihm ein
derrschaftliches Pferd zugefügt,, erlolgt war, liek der Graf das
        <pb n="35" />
        Mabdchen auf seine Kosten sorgfaltig erziehen. Die dadurch eröff
neten Aussichten für sein weiteres Leben zerstörte indeß das Mäd—
hen selbst, indem es — aller Abmahnungen ungeachtet — einer
zugereisten Schneidergesellen aus PreußischSchlesten ehelichte und
demselben nicht nur in seine Heimath, sondern — in der Eigen⸗
chaft einer Marketenderin — 1818 auch ins Feld folgte. Als
ihn bei Leipzig eine Kägel verwundete, trug ihn das muthige Weit
nach deui Verbandplotze, wo er indeß kurz daranf sein Leben aus
‚auchte. Nun ging die Wittwe in den Heimatheort des Verstor⸗
beuen zurück, wo sie sich noh viermal — jum lehztenmale im Alter
bon 72 Jahren — verheirathete, ihre Gatten jedoch steis in lurzet
Zeit durch den Tod verlor. In maͤßigem Wohlssande lebend, be⸗
wahrte sich die Gressin bis kurz vor dem Tode eine seltene koöͤrper⸗
liche und Geistesfrische.

Das ‚Berl. Tagebl.“ schreitt: Die Sozialdemokraten
scheinen sich sogar selbst ...... im Polizei ⸗BPräsidium festgesetzt
ju haben. Es geht uns nämlich die überraschende Miltheilung zů,
daß bei der genannten Behörde eine Untersuchung wegen eines
schweren Amtsverbtechens eingeleitet ist,welche? zunächfi auf die
Ermitllung des oder der betreffenden Beamten sich richtet. Es
jandelt sich um einen ans den Uniersuchungsakten eines Majeffäts—
beleidigungs⸗Prozesses verschwundenen Brief, welcher an Sociaide⸗
mokraten ausgehändiet worden ist. Dadurch, daß in sozialdemo⸗
krattschen Kreisen dieses Schriftstück prahlerisch vorgezeigt worden
st, soll daz Verbrechen an den Tag gekommen sein und die Ein⸗
ieitung der Untersuchung zur Folge gehabt haben. —

Verrechnet. DerBürgermeister von H., einem Orte des Oden⸗
waldes, saß vor einiger Zeit in dem Wirthshause zu Sch. und
sprach rüchtig dem Neuen zu. Dabei schloß er mit einem anwe⸗
senden Schreiner folgen den Vertrag ob. Der Schreiner sollte ihm
einea Kleiderschrank anfertigen, und zwar sollte derselbe 20 Tage
dazu brauchen müssen. Früher durfte der Schreiner nicht jertig
perden: Auch mußte er jeden Tag um 12 Uhr in dem eine halbe
Stunde entfernten H. sein, um seinen Lohn in 20 The'lzahtungen
zu erhalten. Am ersten sollte dieselbe 5 Pf., am zweiten 10 3f.
and an jedem folgenden Tage doppelt so diel, als am vorherge⸗
henden betragen. Wirllich stellte sich am nächsten Tage der Schrei⸗
ner pünklich ein und erhielt unter großem Gelächter der Anwesen⸗

den seine 5 Pf. Auch in den nächsten Tagen ging es ihm nicht
besser; immer wenig Lohn und viel Spoit. Doch am neunten
Tage änderte sich die Sache. Ter Schreiner beanspruchte 12 M.
so Pf. und deutete zugleich an, daß er am foigenden Tage 25 M.
68 Pf. zu exhalten habe. Nun gab es Wortwechsel und endlich
bdon Seiten des Bestellers viele Bitten. Der Schreiner erh ell
jchließlich vom Bürgermeister zu dem schon Erhaltenen noch 20 M
und lieferte dafür nach Abzug seiner Ganggebühren die bestellt
Arbeit. Ein Kleiderschrank für 52,428 M. 75 Pf. wäre wohl
jelbst für den Bürgermeister von H. zu theuer gewesen.

fRinderpest. Von der rujsfisch-preußischen Grenze
wird gemeldet, daß die Rinderpest im Warschauer Goubernement so
stark sei, daß die preußischen Behörden die schärfsten Maßregeln
ergriffen hätten. Im astrachaner und benachdarten Bezirken foll die
Menschenpist fottschreiten, die Gefabr für die weiteren westlichen
Bezirken wächst.

tVLondon, 14. Jan. In letzter Nacht fand in einer
dohlengrude bei Dinas im District Cardiff eine Erplosion statt,
durch welche, wie man befürchtet, 60 Personen getödiet wurden

Die Engländer haben sich mit ihrem —XX
täter Madden kurz gefaßt. Der Telegraph meldet kurz und trocken:
Edward Byron Madden, welcher in an Lord Lyons und den Unter⸗
daatsselretär Liddel gerichteten Drohungen gegen das Leden der
Zonigin ausgestoßen hatte, ist in einem Irrenhause untergebracht
worden.

Die Engländer haben mit der Beschzung Kandahars einen
wichtigen Erfolg im Kriege gegen Afzhanistan zu verzeichnen. Kan⸗
dahar ist nächst Kabul die volkreichfie und bedeutendste Stadt des
afghanischen Reiches, es ist widerstandlos von ihnen besetzt worden.
Damit sind dem ursprünglichen Programme zufolge die großen
Operationen für d'esen Winter abgeschlossen.

.Neuere Berichte aus Astrachan erzaählen, doch wobl
äͤbertreibend, daß die Pest sich über ein Gebiet von 300 Kilometer
im Umbkreis der Stadt verbreitet habe. Andere Berichte hingegen
zehatren dabei, daß es der Typhus sei und daß ihn die aus dem
russisch türkischen Krieg zurückkehrenden Kosalentegimenter einge⸗
schleppt hätten.

eAdmiral“ Tom Pouce, der seinerzeit in allen großeren
Staͤdten gesehene Zwerg, der seine große Reputation der Hürze
seiner Peron, seinen hohen Rang seiner Unbrauchbarkeit für das
gesellige Leben verdankt, ist vergangene Woche in seinem Heimaths;
rxie Bergum, in der holländischen Prodinz Wesifriesland, gestorden.
krelitt an Wassersucht, Mit seinem wirklichen Namen hieß der
„Admiral“ Hannemann, 2* —

tNew⸗Pork, 14. Jan. Eine Feuersbrunft in den am

Broodway gelegenen großen Kleidernmagazinen verurfachte einen
Schaden von 2 Mill. Delats.. — 25
7 Die Illinois Staatszeitung bringt folgende Notiz: Ein
unger Deutscher, Einwanderer und Geschäftsmann, ein Junge von
15 Jahren aus Neustadt in der Rheinßfalz, kam dieser Tage ganz
allein von drüben in St. Louis an. Er reist in's Innere Mis⸗
souri's. wo er Verwandte hat, und beabsichtigt dort ein großes
Wein · Imporigeschaft zu errichten. Er belundet in seinem Auftreten
eine für einen „Deutschen Jüngling! von 15 Sommern bemerkens
werthe Selbständigkeitt.
Bhhiladelphia. Seit geraumer Zeit haben fich er⸗
finderische und. speculative Köpfe in din Vereinigten Staaten uilf
dem Plan getragen, so wie Wasser und Licht jetzt den Bewohnern
groͤßerer oder kkeinerer Slädte von einem oder mehreren Centraf
punkten aus zugeführt wird, denselben auch Wärme. auf dieselbe
Weise zuzuführen. Die Loösang dieser Aufgabe, wilche eine boll⸗
tändige Umwälzung in der jetzt gebcau hlichen Heizwethode herbei
uu bringen berufen ist, dürfte jetztals gelöst betrachtet werden,
enn wie die „Detrott (Staat Nichigan) Abendzeitung“ berichieß,
st die Dampfheizung für diese Stadt bereits eine vollend te That⸗
ache und was noch meht, allem Anschein nach ein vollstandig er
frfolg. Am 12. December wurde dieselbe zum ersten Malin
Chaͤtigkeit gesetzt und hat sich als vollstündig zuftiedenstellend erwiesen.
Das Resultat hat sogar noch die sanguinischen Hoffnungen der
Anternehimer übertroffen, denn der Dampfdruckt, der im Kesselhaus
30 Pfund auf den Quadratzoll betrug, war an dem vorlüufigen
Endpuntt auch noch nicht um eine Unze geringer, obgleich die Ent
ernung eine halbe englische Meile beträgt. Licht, Wasser und
Warme wird jetzt den Bewohnern der Stadt Detroit von Centrol-
zuunkten aus zugeführt, sie haben nur nöthig, einen Hahnen aufzu⸗
drehen, um das Gewünschte herbe strömen zu lassen. (S. M.)

GinnetrerSchwiegervater.) Im Staate In⸗
diania soll ein Mann seinen Schwiegersohn kurz nach dessen Hoͤch⸗
zeit verllagt und eine Rechnung für Thee, Butterbrode und Vchter
die Jener, während er der Tochter die Cour machte, verbraucht
Jaben soll, eingereicht haben. Der Prozeß ist noch aicht entschieden.
Der junge Mann will zahlen, wenn der Alie seine Tochter wiedet
zurücknimm. ——

Es nutzt nicht z). „Geht heim und sammelt Eurem
Maun glühende, Kohlen auf's Haupi“ sagte ein nordamerikanischer
Friedensrichter zu einer Frau, welche üder sehr schlechte Aufführung

hres Mamnes geklagt hatte. „Ja, wenn der Richier meint, will
ich's derfuchen,“ antwortete sie, „aber ich glaube nicht, daß es hilft,
da drei Schöpflöffel voll lochendes Wassers, die ich ihm über den
stopf gegossen, auch nichts gefruchtet haben.“
Gemeinnützigess.

Als ein Mittel gegen die Diphteritis wird in der D.
Jandeszeitung allen Gutsbesitzern und Landbewohnern das chlorsaure
Kali empfohlen, ein weißes Salz, das sich in kaltem Wasser schwer,
in warmem leicht 1801.— Es ist zwecmäßig, das gepulderte chlorsaure
Zoli in abgewogenen Mengen à 4 Gramm' vorraͤnhig zu halten.
Lin solches Pulver wird in einem Winglas oder halben Wasser⸗
Aas voll Wasser geldit, von dieser Losung gibt man dem Patienetn
je nach dem Alter einen halben bis ganzen Eßlöffel voll auf ein⸗
mal, je nach der Schwere des Falles alle halde die alle zwei
Stunden; zwis hendurch kann es auch zum Gurgeln benutzt werden.
Dieses Mittel galt als das beste Specifieum gegen Diphteritis, bis
das viel intensiver wirkend Brom an seine Sielle trat. Vor eswa
6 Jahren fing der Medicnalrath Dr. Clemens „Leibarzt des Fur
sten zu Schwarzburg-Rudolstadtt, zuerst on das Brom in frisch
entbundenem Zustande bei Diphteritis⸗Fällene in Anwendung zu
bringen. Da es sich in fast allen Fällen, auch in anscheinend boff⸗
nungslosen, drillant bewährte, indem die Pilze schon 626 Stunden
nach der Anwendung abftarben, was sich durch Weißfarbigwerden
der Wucherung zeigt, so publicirte der genannte Arzt seine Ent⸗
deckung vor eiwa 2 Jahren in den „Medicinischen Neuigkeiten“.
deider scheint dies vorzügliche Mittel nicht die Publicität gefunden
u haben, die ihm gebührt. Das Brom wird ledesmal vor seiner
Anwendung durch Mischung einer Brom⸗Kalium Lösung mil Chlo r⸗
wasser frisch hergestellt, indem sich das Chlor mit dem Kalium der⸗
»indet und bromfrei wird. Dieses frisch enibundene Brom in was⸗
eriger Loͤsung scheint mit großer Lelchtigkeir die Gewebe zu durch⸗
dringen und selbst ins Blut überzugehen, und nur durch diese
Eigenschaft wird es möglich, daß die bereits in den Bluistrom ein—
zedrungenen Pilze und Bacterien gesödtet werden“; dem menschlichen
Drganismus ist es dabel absolut unschädlich. Nachstehend wird die
Verordnung des Herrn Medicinaltach Clemens, wie er sie jetzt

gewoͤhnlich anwendet, mitgetheilt! 4
del Rp. Kali bromat 1-6 Orm, je nach der Schwere des
allesz8s8. e
Syrup, opl. 80.0 Grm. 77
Aq. destillat. 80.0 Grm
        <pb n="36" />
        FAM. D.'S. Alle1 Slunden einen Ebloffel voll, mit anem
Theeloffel voll Chlorwasser gemischt, zu nehmen. J
as
— D. Aq ehblor, 50.0 Grm.
Dotur in vitro nigr. J
Z. Alle 2 Stunden einen Theeloͤffel voll, mit einem Eßloffel
voll Medicin gemischt, zu nehmen ··.
— —
aarktberichte.
Zweibrücken, 16. Januar. (Fruchtmittelyreis und Vickualienmarki.)
Weizen 09 M. 62 Pf. Korn 7M. 76 Pf., Gerste zweireihige 0 M. — P
dierreihige O M. — ᷣf., Spelz 0 M. — Pf., Spelzkern — M.— Pf.
Dintel ⸗ M. — Pf., VNlischfrucht d M. — ᷣf., Hafer 5 M. 77 Pf.

krbsen — R. — pf., Widen 0 M. — Pf., Kartoffeln 2 M. 80 Pf.
deun1 M. 80,Pf., Siroh 2 M.— Pf., Weißbrod 1/. Kilogr. 50 Pf.,
Iernbrod 8 Kilogr. 72 Pf., 2 Kilogr. 18 Pf. 1 Kilogr. 24 Pf., Gemischt.
brod 8 Kilogr. 86 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
70 pf. I. Qual. 66 Pf., Kalbfleisch 0 Pf., Hammelfleisch 60 Pf., Sch weineflejsg
56 Pi. Butter!/ a Kilogr. d M 80 Pf., Wein 1 VLiter 70 Pf. Bier 1 Liter 24 p
Fur die Redaction veraniwortlich: ꝛñ. Demeßs.
— AIAZ
Alle Erwartungen
uͤbertreffen die zahlreichen aus danterfüllten Herzen stammenden Zuschriften
lucklich Geheilter, wie solche in den Gratis Auszuge aus Dr. Airy's
Raturheilmethode zu lesen find. Gratis und franco zu beziehen durch
Richters Verlags⸗ Anstalt, Leipzig.
Georg, S. v. Georg Gries. 22.
Theresia, T. v. Jos. Quiring.
J.Jos. S. von Johann Quiting,
283. Unna, T. v. Jalob Kauf⸗
mann. Amalia, T. v. Andreas
Schmitt. 25. Margaretha, T.
d. Georg Jene. 27. Johann,
8. v. Johann Latz. Johann,
S. v. Nikolaus Weber. 28.
Flisadetha, T. v. Johann Woll.
Karolina, T. v. Peter Schäfer.
Joh. Jos., S. v. Peter Klem
mer. 30. Peter, S. v. Peter
Schwarz. 81. Ludwig und Ida,
Zwillingskinder vong Franz Sei⸗
dert. Euisabetha, T. v. Johann
Fries. Sophia Magdalena, T.
v. Ludwig Anstadt.

B. Edeschließungen

10. Dez. Caspat Rohr mil
Natharina D'eßler. 24. Jatod
Heib mit Euͤsabeiha Baisch.
arl Woiff mit Carolina Beer.
28. Adam Sommer mit Elisa
detha Grewenig.

O. Sterbfälle:

1. Dez. Georg Kneib 87 J.
alt, S. v. Peter Kneib. Jalot
Rauenschwender 37 J. alt Ehe⸗
mann don Chriftina Dedarm.
3. Peter Thomas, 56 J. alt.
Ehem. d. Maria Derschang. 4
Elisabeiha Wachs 46 Jahr alt.
Ehefr. von Jalob Mojes. 6.
BGeorg, 2 J. alt, S. von
Adam Becer. 10. Wilhelm,
5 J. olt, S. v. Philipp Koch
14. August, 1J. 3 M. alt, S
pon Petet Duby. 15. Jakob
30 J. alt, S. v. Jakob Müller
Magdalena Legner 42 J. alt
Ehejrau von Jakob Warken. 16
Josephbina, 1J. 9 M. alt, J.
d. Joseph Wayner. Anna Ma—
ria Schmelzer, 63 J. alt, Ww
d. Andreas Schmitt. Marga⸗
retha Nau, 23 J. alt, Ehefrar

von Karl Kaiser. 17. Karl—
11 T. alt, S. v. Georg Mag

ner. 4. 19. Barbara, 66 J

alt, T. v. Christian Finger. J

Zaiharina, 2 M. alt, T. vor

Jotann Kopp. 21. Maria Beder

19 J. ait, Ww. v. G. Brünion

22. Sophia 8 J. alt, T. *

Christian Frisch. 24. Johann

8 M. alt, S. von Nlol. Ochs

25. Philipp, 4 M. alt, S. v

Heinr. Meßz. 27. Adam Friedr

JM. alt, S. v. Paul Bart

scherer. Peter, 2 J. 9 M. a.

S. von Joseph Scheuer. 28

Joh. Jos. Peiets, 61 J. an

Them. v. Johanna Porth.

St. Ingbert, 9. Jan. 1879.
Der Standesbeamte:
Custer.

Gantversteigerung.
Dienstag, 18. Febiuar
nächsthin, Vormittags 10 Udr,
sar Schnappbach, in der
Wirthichhaft von Karl Viktor
Braffion, werden vor dem
unterzeichneten Amtsverweser des
Rolar Sauer in St. Ingbert,
zuf Betreiben von Karl Am—⸗
bos, Geschostsmann in Zwei⸗
rdcken, als desinitiver Verwalter
der Ganimasse des Metzgers Ja⸗
lob edwarn in Schnappbach,
die zu dieser antmasse gehöri⸗
gen Liegenschaften, im Banne
don St. Ingbert, offentlich zu
Figenthum versteigert:
Pi. Nr. 49998 u. 4999
ed, 10 a 83 qm vlade
Hoinhaus mit Keuer, Stall
Hhof und Bergfeld, das
HZanze gelegen in Schnapy
zach an der XXX
eden Joseph Laß und der
Firma Haldy &amp; Roͤchling.
hᷣl.⸗·Nr. 4352. —A
—RL Rodi an der
Kaiserstraße neben Jalob
Schwarz und Ww. Best.
Ingbert. 185. Jan. 1879.
Auffschneider,
Amisbperweset.
—— — — —

G. aunae. vreis ao vi. M
Die in dem iunalrirten Buche:
Die EuS u⏑
Lungenkrankheitenc
— — * —
Apohlene Methode zur erie Gen
dehandlung und, woe noch irgend
moglich, zur schnellen Heilung obiger
Leiden hat sich ausendfach bewährt
d kann die Lecture dieses ausge⸗
zeichneten werkchens allen Kranken
nicht dringend genug empfohlen wer⸗
den. Preis so Pfg. 2 Prospect
urch üh. Wohenleitner, keipzig u. Besel
— —
Prospeet gratis und franco.
— —— —
—

Haasenstein &amp;
Vogler.

Erste umd alteste
Innouten⸗Exzedilien
Pramnk furt a. Haimn
Pilialen in Darinstadt.
Mannheim, Carlsrube, dtutt
gart, Würzhurg, Ulm.
Preiburg in Baden.
Besorgen ↄu Originalpreis
diànẽ alle Nebenkosten:
ztoellen· Qoauohe 7aohtungen,
3 XEX
Cauf· Verkanfa- Leiratha-Ofserter

Ansoigen. —XXXCX
in ĩie Zeitungen der Welt.

) Borrathig in K. Gotthold's
Buqhhandlung iu Kaiserslautern,
velche dasselbe gegen 60 Pig. in
Friesm. franco überallhin versendet.
Spielwerke
1—200 Siãcke spielend; m't
»der ohne Expression, Man⸗
oline, Trommel, Glocken,
Faftagnetten, Himmelstimmen.
darfenspiel ꝛc.

Spieldosen
2 16 Siude spielend; fer
ser NRecessaires, Cigarrenstan⸗
er, Schweizerhaͤuschen, Pho
ographiealbums, Schtreibzeuge
dandschuhlasten. Briefbeschwe⸗
der, Blumenvasen, Cigarren
xtuis, Tabaksdosen, Ärbeits:
ische, Flaschen, Biergläser,
Portemonnaies, Stühle ꝛ⁊c.,
i Musit. Siets das
steuefle empfiehlt
J. H. Heller, Bern.
Alle angebotenen
BWerie, in denen mein Name
nicht fleht, sind fer em de;
mpf. Jedermann direkten
gezug, illustr. Preidlisten sende
rave⸗o.

Die Hauptblatter der
Schein und. Frankreiche
ind von uns gepaehtet &amp;
nehmen Anzeigen mur

dureln umns.

Auszug
aus den Registern des Standeßamts
j St. Ingbert
pro Monat Dezember 1878.
A. Geburten:?

I. Dez. Joseph, S. von
Friedrich Kiehm. Fram, S. v.
Johaun Selzer. Karolina, T.
von Peter Hellent hal. Peter,
S. v. Georg Stachel. 2. Ic
dann, S. v. Joseph Wurtz. 4.
Zarl Ludwig, S. v. Joseph
Sieinader. Karl, S. v. Mar⸗
garetha Thiel. 6. Ludwig, S
————— S.
p. Georg Wagner. Maria Kath.,
T. v. Karl Undehend. Friede—
rita, T. v. Phil. Heinr. Christ.
3. Friedrich, S. von Mathias
Marson. Maria, T. v. Karl
Ruppett. 9. Nikolaus, S. v.
Joseph Stolz. 12. Ludwiq, S.
d. Jatod Messerle. Joseph, S.
d. Georg Kopp. Ludwig, S.

don Niblaus Grell. Johann,

S. von Johann Heiser. 14.

atharina, T. v. Alois Sieber.

Maria, T. von Johann Sieg⸗

vadt. Elisabeha, T. v. Catl

Moetheimer. 15. Carl, S. v.

deintich Schramm. xXX

Anton Ludwig Carl, S. von

Johann Anton Beutel. 16.

dudwig, S. v. Wilhelm Poller.

19. Alfred, S. v. Julius Haasb.

Maria, T. v. Niloiaus Scheuer.

20. Johann Ludwig, S. von

Johann Weirich. Georg, S v.

vpetet Schmitt. 21. Jalkob

Femek in St. Inagbett.

— 2

—

u
2408

t. Ingvert-
3Bum ersten Male h i er. ⸗
Sonntag, den 19.. Montag, den 20. und Dienstag,

den 21. Januar
n Zaalt des Cafs Oberhanser:
große brillante Vorstel⸗
lungen von, Professor Böming

aus Drebden.

Großes
Zaubertheater

Mchenl

derbunden mit den großartigsten Original Geister und Ge⸗
spenster⸗Erscheinungen, sowie mit den neuesten Productionen
aus dem Gebiele der modernen Salon Magie, Pbysik,
Juufion und Bauchsprache.
preiseder Plätze:
Sperisitz M. i, II. Plag 60 Pf. und Gallerie 30 Pf.
Cassenoͤffnung 7 Uhr. — Anfang 8 Uhr.
Aulies Raähere durch die Plalate.
E. Böning. Prof. aus Dresden.
* If bmiigst bei
Slationsbeklebzettel ze X. DPemetz.
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Druck und Verlag von F. F-

— —
        <pb n="37" />
        Ht. Ingberler Anzeiger.
—— n pen - —— — — — — — — — — — — — —

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöoͤchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntagt mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich vVrermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuementspreiés beträgt vierteliahrlie

1A 40 — einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 M 60 A, einschließlich 420 Zustellgebüuhr. Anzeigen werden mit 10 , von Auswärie
mit 15 4 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 4 pro Zeile berechnet.
M II. eeounutag,/- den 10. Janueee 1879.

Deutsches Reich.
. *Nach der „Prov. Corresp.“ wird der Reichttag noch vor
dem 12. Febtruar einberufen werden. Er wird sich wohl zunächst
nit der Berathung des Gesetzes die Strafgewalt des Reichstages
zetreff. zu befassen haben. Vielfach wird der neue Gesetzentwurf
aur das „Maulkorbgesetz“ genannt. Selbst die extrem eonservativen
Organe erklären denselben in seiner jezigen Gestalt als unannehmbar.
* Die Liberale Kammerfraktion berieth gestern Abend (14.
Jan.) die die Wuchergesetze beir eff. Antcäge und ernannte schließ⸗
ich eine Commission, welche die von der Fraktion zu stellenden
Untrãge formuliren foll. Heute (Freitag) soll die Wuchergeseß ˖Frage

in der Kammer zur Verhandlung kammen.

eAm 186. Jau. begannen im preuß. Abgeordnetenhaus die De⸗

batten über Wucher und Wechselfähigkeit. Die vom
Tentirum gestellten Antröäge wurden abgelehnn.
Neue Steuern. Nach der A. Z. soll, wenn irgend möglich,
zis zum Zusammentritt des Reichs tages ein Gesetzentwurf betreffend
zie höhere Besteuerung des Tabals, eine Vorlage wegen Einführung
ines Petroleumzolls und wegen Erhöhung einiger anderer Finanz
dsle ( affee, Thee) fertiggestellt werden. Ein Gefeßeniwurf wegen
Erhöhung und „Verxeinheitlichung“ der Brandsteuer wird zur Zeit
m preußischen Finanzministerium ausgearbeitet; indessen ist es noe
poeifelhaft, ob es mõoglich sein wird, denselben in der nächsten Sef⸗
ion votzulege. J
Das „Berl. Tagebl.“ berichtet: Wie man zu wissen glaubt,
jaben verschiedene Regierungen, darunter auch die französische, den
Papst zu seiner letzten Enchklila gegen den Sozialismus dankend be⸗
Juckwünscht. Leo XIII. hat das Ällenstüch von Anfang bis zu
rnde selbst verfaßt. In seiner Umgebung hofft. man wie der
Pol. Korr. von infpiritrter Seite aus Rom geschrieben wird, daß
diese Auslassung die Annäherung zwischen dem Vatikan und der
deutschen Reichsregierung erleichtern werde.
4aaNusland. —V—

Die lange erwartete theilweise Amnestie in Fraunbreich
oll morgen erfolgen. Das „Journal offiziell“ wird morgen die
stamen von 1800 Begnadigten veröffentlichn. Nan ist gespann
darauf, ob sich auch „polit sche Verbrecher“ unter den Begnadigten
desinden werden.

VPortsmouth, 14. Jan. In der gestrigen Nacht fand
in den hiefigen Baracken eine Desertion von eiwa 200 Soldaten
des 8. Balaillons der Schützendrigade statt, welche ihre Einschiffung
un Bord des Dampfers „Crocodiie“ erwarten solllen, der heute
nach Indien abgeht. Das 12. Regiment wurde ausgesandt und
jog in geschlossenen Piquets durch die Stadt, um die Augreißer zu
uchen. In eimelnen Fällen wurde hefliger Widerstand geleistet;
ie Soldaten wehrten sich mit Steinwürfen und ein Trupp warf sich
n wilder Wuth auf einen Polizeisergeanten, der fie überreden wollte,
aachzugeben, und mißhandelte ihn auf's graujamste. Mit Noth
vurde der Sergeant vom Tode geretlet.

stonstantinopel, 16. Jan. Von der Regierung wir!
Folgendes bekannt gegeben: Ein Gesetz über die Verantwortlichkei
der Minister wird die Zabl der Staateminister feststellen und die
Functionen der Minister ohne Portefeuille beseitigen. Gin au
Zrundlage der Verfassung vorgeschlagenes Gesetz üder Preßfreiheit
vird erlafsen. Ferner witd underzügliche Vorsorge getroffen werden
uüur Errichtung der Staatsanwaltschaft und deßs Notariats in allen
Berichtsbezirken des Reichet.

Bermischtes.

OS Si. Inudert, 18. Jan. Unter allen jezt in Bayern
ur Ausloosung kommenden Lolterien verdient wohl leine ihret
oohlthatigen und edlen Zweches holbder die Beachtung des Pudlekumt
32. seht als die durch Allerhöchsien Eclaß vom 18. August 1878
enehmigte Lotterie zum Besten des Bayerischen und Pfaälzischen
sehrere Waisenflifts. Empfiehlt sich das Unternehmen nach dieser
Seite von seldst, so ist hervoczuheben, daß auch seine finanzielle
Seite eine sehr günstige ist. Der Haupttreffer beträgt 35,000 M.;

die übrigen Gewinne, im Ganzen 12,000, gehen in regelmäßigen
Abstufungen bis auf 6 Mark herunter. Die Ziehung erfolgt kom⸗
nenden 18. Mätz unter Leitung eines k. Notars. Die Auszahlung
der Gewinne besorgt die Generol Agentur von A. Roesl in München
»qar und ohne Abzuq. — Loose dieser empfehlenswerthen
Lotterie sind zu 2 Mark per Stück bei allen hiesigen Lehrern zu
zaben. Möge dem Unternehmen auch dier das freundliche Wohl⸗
vollen entgegengebracht werden wie anderwärts!

F Die „Zw. Zig.“ meldet aus Zweibrücken. Der l.
Oberstaatsanwalt am hiesigen Appellati onsgericht, Herr Zoͤller, in
vom Justizministerium einberufen worden, um bei Berathung der
neuen Reichsjustizgesetze in der Abgesordnetenkammer als Landtags⸗
lommissär zu fungiren; derselbe ist deute nach München abgereist.

7Steinau. In Rausen bei Steinau machte am Neu⸗
jaahrttage ein Einwohner seinem Leben durch Erhängen ein Ende,
weil er sich darüber geärgert, daß ihm seine Frau keine Mohnlldoße
zegeben hatte.

7 AUus den oberfränlischen Weberbezicken wird dem It. W.“
zemeldet, daß den ganzen Sommer und bis Weihnachten die Ge—
chafte gut gingen, so daß die dortige Weberbedölkerung, wenn auch
unter geringen Loͤhnen, vollauf Beschäftigung hatte. Leider fangen
aber die Geschäfte an, wieder schleccier zu werden, so daß jeßt schon
ein großer Theil der dortigen Weberfamilien nur zeitweise Beschäf⸗
tigung hatte, und man sieht mit danger Sorge in dortiger Gegend
dem lommenden Frühjahre enigegen.

Muünchen. Vor das am nachsten Montag beginninde
oberbayerische ·Schwurgericht wurde auch eine englische Banknolen⸗
jalschungtsippe verwiesen und wurden zu der Verhandlung J Zeugen
aus Amerita geladen. . ..
7Frankfurrt, 140 Jan. Gestern Abende klam auf dem
ornmarlt ein angetrunkener Bursche in eine feine Wirthschafts⸗
lolalität und beltelte, wobei er sich taubstumm stellte. Als einer
der Gäste sagte: Schütten Sie dem Menschen ein Glas kalten
Wasser auf den Ktopf, cx ist voll“, lies der Bursche mit den
Worten: „Pfui, schaͤmen Sie sich“, davon.

F In Mainz wurde der Buchhändler R. Uckermann vom
Bezirkagericht zu 2 Monaten Gefangniß verurtheilt. Der Angeklagtt
jatte sich ein Geschäft daraus gemacht, unfittliche Photographien zu
derbreiten, desonders hatte es Adermann auf Studenten abgesehen.

r Ein Kind mit S Kopfen. Die Ehefrau eines Maurers in
Arzbach (Kgbz. Wiebaden) wurde am 8. d. M. von einem Mad⸗
hen mit zwei Köpfen entbunden. Das Kind soll heute noch frisch
und munter fein. So erzahlt wenigstens das „Weibl. Tabl.“

f Aaln. 15. Jan. Gestern erschoß sich in unserer Stadt
zin Student. Wie aufgefundene Schriftstücts schließen lassen, hat
dee junge Mann in Autführung eines sogenannten amerikanischen
Duesla den Selststmord begange. «q. 3.)

FGFreiburg i. B., 14. Jan. Das Kreisgericht verurtheilte
einen Bierbrauer, welcher aus Neid über die starke Concurrenz eineß
Follegen in das in der Zubereitung begriffene Bier defselbe n eine
bdeträchtliche Quantität Viehsalz einsomuggein ließ, wodurqh dasselbe
aingenießbar wurde, zu 123 Jahren Gefangnißhait.

fGrüneberg (Echlesien). Mit Rücdsicht auf das Ueber⸗
handnehmen des Vagadundenthums, befonders in hiesiger Stadt hat
die Polizei hierselbst die energischsten Maßregeln zur Unterdrückung
dieses geradezu zur Landplage gewordenen Unwesens schon seit
einiger Zeit etgriffen; insbesondere wurden dies hier bestehenden
Herbergen einer genauen und durchgreifenden Controle unterzogen.
Ferner fanden alltäglich Razzia's, welche ron den heilsamsten Folgen
zegleitet waren, statt und wurde gleichzeitig die hiesige Einwohner⸗
chaft durch Aufrufe in den Localblattern zur Unterstüßung der
Polizei durch Entziehung falsch angewandter Gaben aufgefordert.
heute Nachmittag wurde dieser Appell an die Eruwohnerschaft Grün⸗
»ergs an allen Ecken der Stadt angeschlagen, theils um dieselbe
indringlicher an ihre moralische Verpflichung zut Unterstüützung der
zehorde in diesem Unternehmen zu erinnern, theilß aber auch um
it Vagabunden dadurch, daß sie ihr Wesen und ihr nichtswürdiget
Treiben an allen Orten der Stadt gebrandmarlt sehen, zum bal⸗
        <pb n="38" />
        digen Verlafsen dieser bisher füe sie so ergiebigen Statte zu noihigen.
Diese letzte Maßregel hatte zur Folge, daß sich heut Abend gegen
5 Uhr eiwa 12 Stromer, mit Knüppeln bewaffnet, zusammenthaten
und bor die Wohnung des Beigeordneten Dr. Fluihgraf zogen, um
dieselbe zu stürmen und gerade ihn selbst zu nißhandeln. Mehrere
Bewohner der Stadt, welche die Bummler verfolgten, haben diesen
ihren Plan gehört und so den Beigeordneten rechtzeitig davon in
ãenntniß gesezt. Dr. Fluthgraf stellte sich den Strolchen persönlich
entgegen und dieselben wurden durch Hinzuziehung mehrerer Poli⸗
eibeomten verhaftet. (Ein energisches Vorgehen der betr. Behdrden
zegen das überhandnehmende Vagabundenthum wäre auch an anderen
Orien sebr angezeigt, das gutmuthige Publilum wird von arbeils⸗
scheuen Subjeklen, die sich auf's Fechten verlegen und sich dabei
en hut stellen, oft in der unverschuͤmtesten Weife geradezu ausge⸗
eutet.
7 Der großbritannische Geheimrath hat die Einfuhr von Rind
vieh aus Deutjich land so wie die Einfuhr von Rindvieh,
Schafen und Ziegen, welche sich gleichzeitig wit aus Deutschland
stammenden Rindbieh auf einem und demselben Schiffe befunden
haben, nach Großbritannien verboten.

f Am vergangenen Freitag hat in Oberhofen in Tyrol
der 830jährige Bauernfohn Johann Kreuzer seine eigene Mutter
zrwürgt und ihr dann mit einem Hammer die Hirnschale einge—
schlagen. Als Motiv des gräßlichen Verbrechens wird der Umstand
bezeichnet,, daß die Mutter dem mißrathenen Sohn die Ausfolgung
don 10 (sage zehn) streuzern, die er ungeftüm verlangt hatte um
le zu vertrinken, verweigerte, weil sie augenblicklich selbst nicht in
—— Der schwer krank dar⸗
niederliegende 84jährige Vater war Zeuge des Mordes und wurde
durch diesen derart physisch erschüttert, daß er noch in derselben
Nacht verschied.“ Der Muttermörder ift hierdurch indirect auch noch
zum Vatermsörder geworden. Der Thäter, der sich übrigens auf's
Deticht begab, um sich felbst anzuzeigen, ist längst als ein in jeder
— — Bursche belannt und war in feinem lüder⸗
schen Leben von seiner Mutler unterstützt worden. (Alss die Fruchl
iner sclechten verkehrten Erziehung.)

f Beru, 24. Jan. (Mord auf offener Straß e.)
Heute, gegen 1 Uhr hat ein Dienfimann Namens Jenni auf
ffener Straße beim Amtsbaus seine Frau, die fich von ihm batte⸗

scheiden lassen, ersiochen und dann fich selbst mehrere Stiche in den
Hals beigehracht. J
Blasirtes Schnaderhüpfer!.

Auf dem Schilde schäumt's über.

In der Kneip' ist's Bier schaal. J

Die Kneipe heibt: Leben.

Das Schild: Ideal.

W. Naschinski.

Offener Rriefkasten.

Das Eingesandi, unterschrieben Mehrere Bürger“, kann nicht
aufgenommen werden, weil an omyeme Einsendungen gruunm d⸗
Faßelich unberüdsichtigt bleiben müssen. Belieben sich die „Meh
rere Burger“ bei der Redattion doch zu nennen..

Die Redaktion.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demes.

Si. Peter 3burg. Gegen Husten und Heiserkeit —
Bronchilis — Lungenschwindsucht — Magenschwäche — einfacht
Appetitlosigkeit — Schloflofigkeit — Nervenschwäche — Allgemeint
Tniträftung und Asthmatische Leiden ist daß anerkannt sicherste und
billigste Hausmittel der weltberuhmte Brust⸗Karamel ⸗Extract —
Maria Bennso von Donat.

Bei den vielfachen Nachahmungen und Imitationen kann eine
Barantie für die Echtheit nur dann übernommen werden, wenn fich
nuf der Vorderseite eines jeden Cartons oder Flacons nichts Ani
deres gedruckt findet, als die A Worte: Maria Benno
von Donatt..

Tritt allgemeine Schwäche hinzu, so versäume man nicht, einen
wissenschaftlich gebildeten Arzt zu konsultire.

In unserer Siadt auͤein echt bei Herrn Jean Peters,
Kohlenstraße 63 IV.
Tcroßer Carton koflet in Deutschland 50 Pf., 1 Flacon 1.35 M.
Bwa

— von . PIGtsoh ο. in Breslau
Hhuste⸗Nicht Honig-Kranter-Malæ-Extraet u. Caramellen.
u Husten lann höchst gefährlich werden. Wir machen darau
ufmerksam. 2. . 3.
2y Zu baben in St. Nnaberit bei Herrn J. Friedrich.
gtroveler in St. Johann a d saar.
7 3) Ede der Bahnhof⸗ und Dudweilerstraße . · —
dWegen *
Gänzlicher Geschäfts⸗Aufgabe
habe meine sämmtlichen Manufaktu r⸗ und Modewaaren einem
Aien Liosnerkaufe
u sehr reducirten Preisen .
ausgesekht. — — —
A Sireveler, St. Johunnm, LEcke der Babnbof- und Dudweilerstrasse
NB. d Laden⸗, sowie vollständige Gas Einrichtung ist nach Räumung des Lagers billiast zu
verkaufen.
enner ce ree
Dorsch· sek⸗erthran —
ven . Sardemann e
nmericc.
wegen jeiner Güte und Wirksam..
eit allseitig von den Aerztenem⸗
Ffohlen, ist stets vorräthig in
Zriginalflaschen! à 1 Mark in —
St. Ingbert: dei J. Fried i
rich, in Zweibrüden W. Aug. 93 332*
Seel,n in Homburg bei Ww.
Simon. w *7
Algemeine Wechsel
ind zu haben in de
Buch⸗ ueS«e⸗eindruckerei
*ehh.

Statior pellezene

billigst bein F. X. Der

Drud uns Verlag von F. XDemeß in St. Ingbert. VVV
Sauezu GAllucrirtes Sontaassblatte Nr. 8
        <pb n="39" />
        I Ve

Der St. Jagberter Anzeiger und das (* mal wöchentlich) mit dem Huuptblatte verbundene Unterhaltunzsblatt. Sonntage mit illustrirter Vei⸗

lage) erscheint wochentlich vierm il: Dienztag, Donnerstag, Sunstag und Bonntag. Der Abonnuementépreis betragt vierteljahrlich

A 40 4 einsqhließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 M 60 B, einschließlich 40 H Zustell gebühr. Anzeigen werden mit 10 3, von Auswaris
mit 15 A fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Neclamen mit 80 pro Zeile berechnet.
M 12. Diienstag, den 21. Januar F
FBig

—

Deulitsches Reich. —
(GAbgeordnetenkammer.) In den Sitzungen vom

Freitag und Sametag deschäftigte sich dieselbe mit der Wiudrer

frage. Angeregt wurde die Angelegenheit, wie schon gemeldet,

durch einen Antrag des Abg. Schels (kl.) auf Erlaß von Gesetzen
zegen den Wucher und zur Beschräukung der Wchselfaͤhigleit. Die

Wichtigkeit der Frage hatte ein sehr zahlreiches Publikum angelockt;

vesonders stark soll die ehrsame Zunft der Wucherer bertreten ge⸗

vesen sein. Beide Parteien der Kammer waren einig, daß der

Wucher dem gemeinen Wohlstande liefe Schaden zufügt, beide sind

dleichmäßig auf Abhilfe bedacht. Es galt aiso bios, sich Uber den

einzuschlajenden Weg ju einigen. Der Abg. Pfahler (ki.) wollte

Jesetzliche Feststellung eines Zinsmaximums und strafrechtliche Ahn⸗

dung jeder Ueberschreitung desselben. Abg. Marquardsen (l.) be⸗

jürwortete die Einleitung einer Untersuchung über den Gegenstand
durch die Staatsregierung. Der Abg. Oberoppellrath Schmidt

Zweibrücken) derlangte unverzugliche Abhilfe auf dem Wege der

Besezgebung und zugleich Maßregeln zue Hebung des landwirth⸗

schaftlichen Kreditss. Min ũberwiegender Mehcheit wurde schließlich

nin don ihm eingebrachter Aatrag angenommen. Derselbe lautet:

„Die Kammer wolle an S. M. den Koͤnig die Bitie richten,
dem kgl. Siaatsministerium den Auftrag zu ertheilen, dahin zu
wirlen, daß auf dem Wege der Gesetzgebung, sowie durch Unler⸗

JFutung der auf Hebung des Kreditu, insbejondere des landwirth⸗

chafilichen Kredis gerichteten Bestrebungen diejenigen Maßregeln

Ihne Verjzug ergriffen werden, welche noihwendig erscheinen zur

Beseitigung der wucherischen Benachtheiligungen des Publikums.“

*Beim Ptrasidium unserer Abgeordnetenkammer haben 20

Liberale Abgeordneie den Anttag eingereicht: Die Kammer wolle

an S. Maj. den Konig die Bitte richien, die Bevollmächten Bayernt

im Bundesrathe anzuweisen, dem Gesetzentwurfe, die Strafgewalt

des Reichttages betreff. die Zustimmung zu versagen.

Das „D. M.Blatt.“ berichtet: Der vom bairischen Staatt⸗
raib v. Schloer erstattete Bericht der Eisen ⸗˖ Enquete ist dem Bun⸗
desßrathe Ubermittelt worden. In untertichteten Kreisen verlautet,
daß naqch den Ergebnissen der Eaquete seitens des Bundesraths
deantragt werden wird, einen Zoll bon 28 bis 73 Pfennigen für
den Centner Roheisen und 1 Mark biß1 Mark 75 Pfq. fur
rinen Centner Stabeisen zu legen.

eNach einer Mittheilung des Berl. —AX
demoktratischen Abgeordneten, sobald sie nach dem
Zusammertreten des Reichttages nach Berlin kommen, auf Grund
s kleinen Belagerungszustandes auns gewiesen werden.
Verbürgen mag freilich das genannte Blan diese Naqricht nicht,
zlaubt aber auch nicht, fie rundweg fur unbegründet halten zu
muffen.

Berlhin, 17. Jan. Die Zolltarifkommission befürwortet
0 Pfennige Zoll auf einen Ceninet Getreide, die industriellen
Schutzollner wollen den Agtariern 25 Pfennig ingestehen. — Der
Keferent in der Eisenenquöte, der baierische Staatsrath v. Schloer,
»efurwortet in seinem Referalt an ben Bundesrath die Wiederein⸗
ũhrung der Eisenzolle.

Berlin, 18. Jan. Die „Post? hört, daß von dem
Reichtkanzler ein Antrag an den Bundesrath vorbeleitet werde,
welcher die Requlirnug der Eisenbahntarife auf dem Wege der Ge—
jeßgebung nach Anglogie der Posttarife dezwece.

Der „Post? zufolge hätte sich der Reichsklanzler pridatim da⸗
hin geaͤußert, es fei ihm vollstandig gleichgiltig, ob die Vorlage
iber die Strafgewalt des Reichstages ganz ober theilweise oder
gar nicht angenommen werde.

Ausland.

Wien, 17. Jan. Mteldungen der „Polit. Korresp.“ aus
—XE russisch⸗ türtischen Friedentderhandlungen, aus
genommen die komplizirie Kriegbentschaͤdigungefrage „ find bis zur
kedaktion des Friedensinstrumentes gediehen, das eventuell Sonntag
dem Sullan unterbreitet und nach dessen Apptobation sofort unter⸗
reichnet werden soll. (Noͤnnte also schon geschehen sein.)

Wien. 18. Jan. Der Pout. Ao—.⸗ i aue Han—

*

dantinopel unter'm Heutigen gemeldet: Die Pforte reklamirt die
Abänderung der neuen Grenzuͤnie gegen die Dobrudscha. In Ost⸗
umelien besteht eine Agitation gegen die Resiaurirung der Türken⸗
herrschaft nach dem Abgange der Russen. Die Aktions-Komiles
zeben die Loosung aus: ein europãischer Generalgouverneur oder
strieg. Zunächst in eine Petition an die Großmächte um die Er⸗
nennung eines europäischen Generalgoubverneurs beabsichtigt.
Wien. Die Waffenübungen des stehenden Heeres werden in
diesem Jahre unterbleiben. (Wohl ersparungshalbery

London, 18. Jan. Die Besitzer der Eisenwerle und
Bauwerften von eisernen Schiffen in Livrepool und Umgegend
fündigten ihren Arbeitern eine Lohnherabsetzung von 720 Proj.
an: es wird eine Arbeitseinstellung befürchteä.

Bermischtes.

Die Bahnlinie Blieskastel Saargemünd soll erst Ende Fe⸗
zruar oder Anfang Diärz eröffnet werden.

*Der Arbeiterbildungederein zu Speyer erhielt
in Anerkennung seines Strebens bon Sr. Excellenz dem kgl. Re⸗
zierungspräsidenten der Pfalz aus der Stiftuag S. M. des Königs
Zudwig II. jur Foördetung der pfälzischen Gwerbethatigkeit ein
Beldgeschenk don 50 Mark. Schüler,. welche sich durch Fleiß und
denntnifse auszeichnen, sollen dadon Aufmunterungspreife erhallen.

*Der kul. Foͤrfler Mendel von Rupperisweiler hat
diesen Winter schon 8 Wildschweine erlegt.

*Bei Rheingönnheim wurde im Rheine eine Lachs⸗
forelle im Gewichte bon 21 Pfund gefangen. Ein sellener und
—66 —

Der Stadtrath von Pirmasens hat Herrn Lindemann
die Herftellung der Wasserleitung gelündigt.

t In Waldfifchba qh ging da⸗ Gerücht, das Landgericht
spater Amtsgericht) würde ron dort wegderlegt werden. Auf An⸗
jrage bei dem Abg. Bezirkzamtmann Schmitt erhielt das Bürger⸗
meisterawt von diefen die irdstliche Versicherung, daß das Gerůcht
inbegründet se.

F Am Donnerstag Abend gegen 8 Uhr brach auf dem Mont⸗
forter Hof bei Feit Feuer aut, welches in kurzer Zeit die
Scheunen und Stallungen der Gebrüder Vogt in Asche legte. Nur
nit groͤßter Anstrengung konnten die drei Wohnhaäuser vor dem
jleichen Schidsal bewahtl werden. Das Vieh wurde gerettet, da
zegen kam das Geflügel in den Flammen um. Gf. Pr.)

ftKaiserelautern, 18. Jan. Der vom hiesigen
Andergartenberein in's Leben gerufene Cursus zur Ausbildung von
Lindergärtnerinnen wird am 21. April d. J. erdffnet werden Die
Aufnohmsprüfungen finden am 18. und 18. April statt. (N. 3.)

f Ein bistorischinteressantes Fesst feiert, wvie
zie Pi. Volls;.“ berichtet, in Kürze Otterberg. Er ist ge⸗
dachtes Fest nämlich der 300 ährige Gdenktag'oder vielmehr,
das Gedenljahr der Besicdelung genannker Stadt durch aius
Frankreich und den Niederlanden fpesiell auch Antwerpen) wehen
Festhaliens am Protestantismus geflüchtete, resp. vertriebene Wai.
onen, welchem Umstande und Dalum Otterberg haupisachlich sein
Aufblühen zum größeren Orte verdankte, da die meisten jener Ge⸗
lüchteten geschickie und gewerbsͤfleißige Leute waren, welche unter
»em Schutze und der Protektion des damaligen Pfalzcrafen Johann
Tasimir dortselbst sich ungestort ausbreuen konuten. — Noch sind

Nachlommen jener Aulturpioniere am Plate verireten in deg Fa⸗
milien Raquet, Cherdrong, Hubing, Cordier, Louis, Profit, Renard
ꝛc. — Bereits werden zu gedachtem Feste umfassende Vorbereitungen
getroffen, da man auch auf Besucer aus den Nachbarstädten zählt.

fSaarbdrücken, 15. Jan. Wie die Sobr Ztg.“ mit⸗
theilt, verurtheilte das Zuchtpolizeigericht hier heule unter Annahme
mildernder Umstände eine Dame aut Saarlouis, welche am 10.
Juli v. Is. einen an ihre bei ihr wohnende Nichte und Laden—
gehilfin gerichteten verschiofsenen Brief unbefugter Weise gedffnet
datle, zu hundert Mart Geldbuße, eventuell zu zehn Tagen Haft.
Zur Kenntniß deß Gerichte kam der Fall, weil der Vater der
MRadchens Strafantrag zestellt und weil man die Satze in uriac
        <pb n="40" />
        lichen Zusommenhang mit dem am 2. September erfsolgken Selbst⸗
ocde des jungen Mädchens brachte wosur denn auch die heutige
Verhandlung in der That einige Anhaltspuntte ergab.
. Dem Vernehmen nach wird die MRarpinger Angelegen⸗
heit, nachdem die Anlersuchung beteits über 225 Jahre gedauert
hot, im Närz zur zffentlichen Verhandlung in Saarbrücken lommen.
Fda 170 Zeugen sollen dabei verhort werden. Als Baschuldigte
stebt man 28 Personen an. J
—

zoͤrt, für die Reisekosten aufulommen hatte, zffentlich be⸗
tannt degeben werde, was in I erzielt wurde.
e Mehrere Bürger.
3 2944 *) von —· eisen VUo. in Breslau
Zuste⸗ Nicht Honig Krauter -Mala· Extraxt und αιιιν
Tmerkennung ˖ Ihr Donig⸗ Krauter · Malz⸗ Ertrali hat bei mir, wie auch
a weinen aindern vorzuglich bei öS&amp; VLnungen⸗Catarrh und
seuchhusten gewirli. Panl Muͤller, Kaufmann, Reumarkti. S.
Icher Husten lkann höchst gefährlich werden. Der Keuchhusten,
auch bie Braͤune, beginnen dee Regel mit leichtem Catarrh und Huften
Die Mairucen Folgen vieser Uebel sind bekannt. J J
5 Zu haben in St. In gbert bei Herrn J . Friedrich.

— —

Fur die Redaction veraniworilich: F. RX. Demeß. —
— — —

Eingesandt.
Da vor einiger Zeit drei Herren von hier sich angelegen sein
ließen, im Interesse der Stadt und im Auftrage des Stadtiathes
nach München zu reisen, um zu ermilteln wie St. Ingbeit bei der
neuen Gerichtsorganisation vedacht werde, — da man ober bis
etzt nicht erfahren tonnie, was sie in dieser Angelegenheit ausge⸗
ichtet haben, resp. mit was flie einer Antwort sie bedacht wurden,
— wünschen, daß der Gemeinde, die ja auch, wie man

* Bitte an die Leser!

Wir richten hiermit an unsere geehrten Leser die
freundliche Bitte, uns uüber Vorkommnisse in Stadt und
Amgegend, welche sich zur Veroffentlichung eignen, gefälligst
Mütheilung zu machen. Auslagen wollen wir gerne zurüdk
erstatten. *

tivn und Expedition.

fentanten des in Ommersheim d. Maria Walle, Ehefrau von offennlich an den Meistbieten den
jerlebsen Ackerers Mathiae Wan-⸗ Moithias Foos, Tagner allda. zu Eigenthum versteigert:
nemaher als: 4. Die Kinder und Reprasen⸗ Pl. Ne. 7332. 1 a 36 qm

a. Aatharina Wannemacher, tanten des verlebten Sohnes Flaͤche, Wohnhaus mit
Ahne Gewerde, Ehefrau von Peler Joseph Walle, weiland Ackerer Stall und Hofraum und
Zlaumeiser, Besenbinder, beide in Ommertheim, als: Pl.Ne. 7330 3 4 7 qu
Dnmers heim· I. Andrtas Walle, Aderer. IIXR

vp. Megdalena Wanvemacher, d. Joseph Walle, Aderer. Das Ganze gelegen an der
hae Venende SEbefrou bon o. Perer Walle, Schreiner. Nohlenstratße neben Wittwe Lion
aithi Jung, Togner, beide d. Johann Walle, Wagner. und dem Diatonissenhause.
Eschungen. * 6. Mathiat Walle. Steinhauet St. Ingbert. 20. Jan. 1876.

ene Wannemochet, min⸗ ind . Johaun Josephh Walle, H)I Auffschneider,
ꝛerjaͤhriges Kmnd und Reprasen⸗ ninderjaͤhris. vernreten durch seine Amtsa verweser.
ant boã Moathias Wannemacher, Muitet Elisabeth Lang, Wittwe —
heiland Tagner in GEschringen. on Joseph Wolle, als gesetzliche

Fritelen ducch seine Mutter und gormünderin und feinen Bruder

wuͤche Vormunderin Elisabeth Andres Walle als Beivorcund;

deu, Winge des leßlgenannten diese alle in Ommersheim.

HKathias Waunemacher u. jetzige ESt. Ingberi. 17. Jan. 1879.

chefrau von Matthias Rebmann, N. Auffschneider,

Zhne lzarbeiter, beide in Ober⸗ Amtsaverweser. —

— — eu “u Vertragsmäßige

en a iwortmund und dur 9

enaunten Matthias Jung als Wiederversteigerung.

Jesormund. * Freitag, den 7. Februar

I. Geinaud Wannemacher, 78. Nochmitiags 2 Uhr, zu

hne Gewerbe, Ehefrau von Peter Et. Ingbert, in der Wirthe

filer, Bergmann, beide in Klein⸗ chast von Nitolaus Roden⸗

sosseln in Lothringen wohabafn. duch, werden durch den untere

Maria Wannemocher, Ehe⸗ eichnelen Amisverweser des —
nan von Johann Berrang, Eisen⸗ Notar Franz Eauer in Si. Ing⸗
arbeiter, beide in KleinRosseln. ert, die nachstehend beschriebene

ie ee ee der egent heft m Rannz won St.
garbara Abel mit ihrem hinter⸗ —8 eee Aber
Alebenen Wittwer Peter Walle —* „Schreiner allda, — za
sp. deren Repräsenanten als: degen Nichiberahlung des Er —EE —————

1. Barbata Walle, ledig urd verbspreises, m Wege der der pelche daßselbe gesen 60 pia. in
ohne Gewerbe in Ommersheim. raosmkiqen Wieder versteigerung Briefm. jranco uderallhin versendet.
Z. Die Kinder und Repräjen⸗ 33 F /
anten des verlebten Sohnes Geflügelzucht-Verein Kirchheimbolanden.
Johann Walle, Aderer in Om⸗ Zu der am 80. und 81. März und 1. April 1879
ee e onindenden4. Allgemeinen
.doseph Watle, Aderer in Geflügel und VPogel⸗Ausstellung
Aereet — e verbunden mit

. Maria Anna Walle, Ehe⸗ 3 3
crau von Andreas Ie Geslũgelmartit und Anen —A 2Wz
—— 5— uud Gerathschaften beehren wir uns zur Betheiligung
*7 voflichst einzuladen.

3. Die Kinder und Repraͤsen⸗ Programme und Anmeldebogen, sowie vog siud
anten des verlebten Sohnes u beziehen durch unsern Sqchriftführer, Herrn Wanderlehrer app
Peter Walle, weiland Aderer in in Gdubeim, an welchen auch die Anmeldungen, jedoch nur bis zum
ẽͤnsheim, al: IJ. Mörz, zu geschehen haben.

a. Margaretha Walle, ohne Praämurung durch Geldpreise und Ehrendiplome.
Bewerbe pge von Peter uls Ehrenpreis gibt die Stadt Kirchheimbolanden. M. 30.
—A beide in das landw. Bezirtskomite. 20.
Zlein·Blittersdori. der Verschoͤnerungsverein .. 220.
* —X Walle, Aderer in k Ser Ausschuß.

im. 538* . * * . 5

E Barbara Wale, ledig und Looso à 60 Pfsg. a

hne Geweide in Ensheim. sind in der Expedition dieses Blattes zu haben.
————— — — — —————— — — — — 5. —
Druckh und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.

o 7 J J
Licitation.
Donnerstage b. Febr.
nachstbin, Vormittags 10 Uhr
zu Onuners heim bei Andr.
Lang, Witwe, —
wirden vor den unterzeichneten
Amteverweser des gerichtlich dazu
deauftragtenk. Notär Sauer in
St. Indbert,' die nachhin be⸗
richnelen, zu det zwischen Peier
Walle dem Alten, Aders mann
a Ommersheim und dessen ver⸗
torbdenen Eheftau Varbara Abel
zestanden en Sutergemeinschaft u.
dem Nachlafse der Letzlerea ge⸗
hörigen Liegenschaften, abtheil⸗
ungehalber dffentlich an die Meist⸗
dieienden zu Eigenthum verstei⸗
dert, namlich: * — * J
d. im Banne Ommersheim:
. Pli⸗-Nr. 36. 22 72 qm
pjfiantgarten im Dorf neben
hemendewigcg. 3
PleNr. 2566. 42 43
im Wies an der Altwies
Iben Andreas Harz Erben.
Pl. Nr. 912. 34 10 qm
Wies in der Neuwies neben
Andreas Haryv.
—RB 69 qmn
Wies in den Gäßchesgaͤrten.
pl. Nr. 36054. 38 4 16
mn Vcer an steinernen
Kreuz.
im Bame Heckendalheim:

.Pl. Ne. 835. 13 2 29 qm

Acer dei den Pfaffenwiesen.
Pl.Nr. 836. 11a 923
qm Wies ollda.

Die Eigenthümer find- 1

. Peter Walle det Alte,
Aaderer, als The lhabet der be⸗
agten Gutergemeinschaft.

»I. Die Kinder 1. Ehe der
derftorbenen Barbara Abel mit
Matih'as Wannemachet, resp.
‚eren Repräsentanten als:

I Mathias Hartz, Ockonom
in Bebelsheim, als Erb⸗Repra⸗
sentant seiner Mutler Maria
Anna Wannemacher, weiland
Ehefrou von Johann Hartz,
Aderer in Ommerbheim .··

2. Elisabeth Wannemacher,
hne. Gewerbe in Gersweiler,
Witiwe des in Blieslastel ver⸗
rorbenen Soattlers Johann Alf.

Z Die Kinder · und Repraͤ⸗

—
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        *

*
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—15335 —525* 2
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28
355528 —— 27 F
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28 — 22 522 23 35 555 ã
33257. 283* 83 —
33535 —E 2383 22* —X z*8* ag
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—
2 333833 —X 7 22 2* E7—5 555233
A 3 3 2 —* 22358 5883 8
538385 2383 .55 78232 755 2 — 68 Sa
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36 5283 2325223 ———55 833—53. 335 25552225
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5522 557 32757—32 3 35353 535323553558 355 2583525*
555253 3233 2—82 5535 535 523535 533 333233
3232522 552535 — 522—5 35323 — 53 582
5 O 5 25 328 ⸗ — 22*— 32 553228 5 3222* — 22 532
szs23 2253 6233335 7. 333 33 8s83325
* 2* 8 — 2825 2* * 2 —— 2 — —5* 3 2 257 5—553
—— — 2225 23 252 52* z2328 —A — 25322
52283 8332 3383 333 3 3888
2* * * —8 — — *
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3533 55 32333823 333 ——2 2322337
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5—3 725 ——33—55— 3313323— 52383—3
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3 *7 —222 * 55—3——22
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75252523 572 5385 332333332—3 2335353223
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33325325256 52328 5 3 —3 —338 —3388

38358 388 7 3 338

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7826—3752582 3. —333— — 5332 SREA 3.

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        2085 287
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525* 25332538—23338 333 833 —38333233* —
28 252 33388323337335 7 2 — 22 3893
—22533 2 58 252 * —22 25 —3255 p —3 ———— 2* ———— 8 28
55* 2538*3 32. 73 353 555*8 252 28 235 8 — 528 25
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53 232 3.3352332*83 * 5* 5.525 3355 2875335 22325
388223 5.2c—5332 52853223 525 5 387 32332535623 35252
*28 A 383 33—338 335333725323 55275
J 3832328
—J — —— 538 583 2222738 52235*
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5* — 58222.3— 3258758 — 3383 82. — 522.32397 8 22 5353
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3 —e 22 5 2223 23 5 5 352232 21*82 2.2222
—E—— — — 28 585* F 8 238 — 2. * *— ⸗&amp; — —* —
328**53833253 1525 *3335 35, 755*5287 55357
52 ** 2 25 2. 5 8 2 —F * .27.
e 555332333 255328
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23 23— 525222 23* ————— 2555289
5— ——— 25 22525* * 352 8 22.2. 3 53*
233 8 ——A — 522 — 22 2 2 E 2 —
—— 223 —— 2235 3383335352* —35238
— 8 — 553 2 * — 28 25 — 2.* 2 — ——
35 22 2 222 322—87 32233 3B23 2242325 S. 2 87
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225 22233332— 227
— 5——
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333837 235333* —*
— 233725
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* — — 2*2 8238 233
* * —z2525357 2—378*325
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— — 2 55
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332838633* 238
*55225 —2235 — 2
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35 2 z222 235533235
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222 — 32*823322 2232335255
9 583 23 w 5 2322* 5522 23
—*2 53*2 — * R35* r3 *—2.57 *
23* 25533353 2322 —A 2552 —A 53
3 5523 * * — 5227 22552423322
53337 — 223422
233 333288 — *
*2 52233 — 7 233 2323 353253 3 2422*
— 3: 523322 57772328 23 75332323325 2
22: *3903 585 532282 —A 5553253
23. —*77 — 52823 —— 2 5* 2 2
22285 237 25268 2533 75 —7 3*8535 8
23*8* 2323 5538 3333
—ã —— * —28 — 2123257 32335 23 23 5285 *
5287538 2332 52 223 —5833 555 04
52 2 2 — ⏑⏑— 8 22 * —— —3
22 643 32 * 58. 723 5 2.272 3553332*3
— 5223 7 2 35
ã 3223 752232 — —A— 2
— * 2235 — 22* ʒ* 222 2 *
722 5235 232533 * 3522328 33
57 273 Ec. 12333223357 5.3 3228
— 22 — ⸗— 72 728 523 32. * 535 *7
—5 2222 8885 826 e* 8837
* —A S 2 323 2 —
—F 25 8—3223.3352733 5255
2 82 228. 5 3 2* —22 82 *
8 S —* 255 — 2 572353
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* 12532 32333*355522 252233
ν — — NB5.ͤ338 —A 282.3*5
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— 255 335223 832 37 22—2 2*8
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2232235357 323 —5333533335
233 255855338* 335 7 53335
2 s 25. 23 2 3.3

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I8 3 533. 333333, 338783. 32335 J9s5 5
—— ——— 85.5 —282,. 2—22855523 323322., 53
— 2232 533837823583 —A 322., 35322
2182. 5222322c 32283557 8 23383322555
3655 28 5338357728*2 52272 6 2 282. 5—
*2.2 5203 —535*2 2.7 2383322.5 23237253888
332533 53—3 363
I53 —335822 *2 — 9 22 558 5723 5 8 3
282 — —* 53E 53 2. — —A— 2
2522323 7 * SSA 2XZ928 5 — — — 72*
23532 25322 — 3.35 ——e— 6 520 58 283
* 252332 252 2. 2. 53 3 23 3*6
—2 53 3333—3232 335335333323 33535338
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L353332 522 ———— * 23 38322
7128 2223 22353 220.7 2355 555 3 5ñ553
53385. — 7* 235* —82— 62——23822 5257* 55
25373322535 e 52 —225.2* 32 2 25822 35 2
323283—7 33— —2 333
— ——— 322 ã —— 2.2 2335
—A 2 2S. z32232 —332 ———— —A
ia 3222 — —— 11 223 3532 —8 — — 5825 m2
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A A 2323 2 8 —A ——— 22572* z2 D
2 v —A —8— 2 * *
555 27: 2. 32255 3383355 »532528 *3553 38333
23 3——,383* 235358 2322225 5332733 352
7 —. 335** . 57232 55S52358 23233838 5332 3
8 53.532 32 355 2 833,232 3
257 22 —A—— —*9 —3— —— —
53 53 8 228 3232 —A — 228 —
va 33 52—5322 3323 53
5 2522538 222325 5253 J 57*3 23

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HDer St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöcentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unter haltun zsblatt. (Soantags? mit⸗ illustrirter Vel
lage) erscheint woͤchentlich viermalz Dieustag, Donneretag, Sunztag und Sonntaz. Der Abonne mentsvreis betragt vierteljahrlid
AAC 40 3 einschließlich Trägerlohn ; durch die Post bezogen 1M 60 A, einschließlich 40 Z Zustell zebüchr Anzeigen werden mit 10 B, von Auswarie

0 mnit 15 4 fur die viergespaltene Zeile Btattschrift oder dären Raum, Neclanen mit 30 — vpro Zeile berechnet..

w xs U —— *8 un e ain a e ad Zak eegg *

M I3. 32Donnerstag, den 28. Januuea *5 1879.
— Deutsches Reich. D
Munmnchen, 21. Jan. (Abgeordnetenkammer.), Von den
Justizgesetzen kam heute zunächst die Subhastationsordnung zur Be⸗
rathung. Nach einem längeren Vortrage des Referenten Franken⸗
burger beantrazte Schels, anläßlich der Uebertragung der Zwaugs⸗
berfieigerungen an den Notar anstaltan den Amtsrichter, den
Eniwurf abzulehnen. Nachdem der Justizminister diesen Antrag
bekämpft hafte, wurde der Gesetzeniwurf mit 146 gegen 1 Stimme
in der Autschußfassung angenommen. Hierauf wurde die Konkurs⸗
oxduuag bis Art. 219 genehmigt und die Weiterberathung sodann
ruf morgen vertagt. V —W

Berhüin, 21.Jan. Das Kriegsgericht in Sachen des

Broßer Kurfürst“ il deute zasammengetreten. J—

Dasz Reichsgexicht erhält 60 Richter, 1 Oberreichsauwalt und
3 Reichsanwälte.
Ueber die Dispositionen, welche die Regierung berüglich der
Relchstagsarbeiten getroffen, erfährt das, Berl. Tagebl.“ non un⸗
iertichteter. Seile Folgendia. Die Einberufung des Reichstags ist
ain den 12. Februar festgesetzt;, Dem Reichstag wird' sofort bei
seinem Zusammentritt der mit Oesterreich abgeschlossene Meistbegtin⸗
igungsdertrag und der Etat in allen seinen Theilen vorgelegt
werden.“ Die Vertagung des Reichslags wegen der Osterferien soll
am 4. April'erfolgen. Auch in Regierungskreisen wird angenom⸗
wen, daß der Schlußdes Reichstags vor Ende Mai nicht wird
txfolgen fönnen. 8 —
Bezuglich der Besteuerung der Branntweinschänlen erfährt die
„Nordd. Allg. Ztg.“, man habe sich für eine durch die Landesre-
gierungen auf zulegende Gewerbesteuer, nicht für vom Reich ausgehende
Branntweinstener entschieder. Die Absicht, die Schankstätten er⸗
jebuch hoher zu besteuern, werde preuß scherseits praktisch bethätigt
werden, sobald die Reichsstenerreform abgeschlossen sie.

VRXE
driegsfahrzeuge ist nach der eben von der kaiserlichen Admiralitaät
erausgegebenen Rang⸗, Quartier⸗ und Anciennetätsliste folgender:
In Sdclachtjch ffen 8 Panzerfregatten (denen übrigens der „Groß⸗
kurfücst“ noch beigezählt ist); an Kreuzern: 4 Panzerkorvetten, 10
edeckten Korvetten, 5 Glattdeckskorbetten, 2 Kanonenbdie der Alba⸗
roß:Klasse und 7 Kanonenböle erster Klasse. Un Küstenvertheidig⸗

igsfahrzeugen: 1 Panjerschiff (Arminius), 9 Papzerkanonenbote,
7 Torpedoböte. 4 Ranonenbote 2. Klasse. Zum Avisodienst sind
Fahrzeuge bestimm. Torpedofahrzeuge sind 2 vorhanden. Als
Ichulschiffe sind genannt: 2 Linienschiffe, 1 Segeifregatte, 2 gr⸗
dedte Korbetten, 2 Glaudecskordetten, 3 Segelbriggt. Zum Hafen⸗
zienst sind belimmt 8 Dampfer, 3 Kasernenschiffe, 6 Lootsenfahr⸗
zeuge und Feuerjchiffe. — 4
Straßhurg. Der Landesausschuß von Elsaß: Lothringen
ist auf den 23. Januar einberufen.

* Das Reichsgesundheilsamt hat in Folge der
Besterlranlungen in Südrußland Maßregeln in Vordereitung ge⸗
nommen, welche dei westerem Vorrüchen der Seuche zur Abwendung
der Gefahr von den Grenzen Deutschlandz nothwendig sind. Um
diesen Maßregeln die möglichste Wirksamkeil zu sichern, ist ein ge⸗
meinsames Vorgehen mit Oesterreich in Anssicht genommen,

Ausland.

Beran, 20. Jan. Fuür den Gotthardbahn-Zuschuß stud im
anzen etwa 263,000, gegen denfelben eiwa 107,000 Stimmen
ibgegeben worden. (Die Schweiz hat sich danit veirpflichtet, eine
Seitere beträchtliche Nachtragsunterstützung dem Gotthatdbahnbau
uzuwenden. Deuischland und Italien hatien dedanntlich von dem
Jeitritt der Schweiz ihre eigenen Weiterunterstütgungen abhängig
gemacht.)

Die frauzosische Deputirten ⸗Kammer sprach der Regierung
durch Annahme einer von derselben acceptirten Tagesordnung mit
223 gecgen 121 Stimmen ihr Vertrauen auu...
Brüspsel, 21. Jan. (Repraͤsemantenlammer.) Die Re—⸗
dierung legte ein Unterrichtögesetz dor. Der Unterricht soll für
Undemittelte kostenfrei sein. Vesondere Schuilomiles sollen darüber
zachen, daß die Eltern die Kinder zur Schule anhalten. Der

NReligionsunterricht soll den Eltern und Geistlichen der verschiedenen
ZTulte überlassen bleiben. Den Letzteren wird die Schule' zu diefem
Zweche außerhalb der Klassenstunden ein Lokal zur Verfügung
tellen
Butarest, 21. Jan. Die rumänische Regierung beschloß
Sulina (an der Donaumundung) zum Freihafen zu erklären.
Athen, 21. Jan. Nachdem die Pforte angezeigt hat, daß
das Dorf Anino füt den Zufammentritt der griechisch-türlischen
Brenzregulirungs-Commission gewählt sei, sind die griechischen Dele—
girten gesteru Abend dorthin abgegangen. —

An * Bermischtes. .323 A ———
*Si. Juabert, 22. Jan. Am Sonntag⸗Abend hatte
ein hiefiger Bürger das Malheur beim Nachbaufegehen auf der
Straße zu fallen und ein Bein zu brechen. Von einem Vorüber⸗
jehenden nach einiges Zeit weitergebracht, stürzte er abermals und
tach dabei auch einen Arm. — Ein ähnliches Mißgeschick passirte
in demselben Abend drei Hertn von ELdersberg. Einer
zerselben erlitt auf dem Heimwege von hier aus in Folge eines
Falles einen Beinbruch und der andere durch diefelbe Ursache einen
Urmbruch. Der dritte soll diele Mühe gehabt haben, bis er seine
wei Begleiter ohne weiteren Unfall nach Hause gebracht hatte.
Sit. Ingbert, 22. Jan. In der heutigen Stadt⸗
athssizunge wurde die Neuwahl der auf unsere Stadt treffenden
Distriktarathsmitglieder vorgenommen. Es waren, da St. Ingbert
ach der letzten Volkszählung 9280 Seelen hat, deren 6u wählen.
Die Wahl fiel auf die Herten Bürgermeister Custete, Adjunlt
B. J. Woll, W. Kahn, J. J. Heinrich und M. Pauß.

* Um es dem mittleren Bürgerstande und dem Arbeiter im
Zaiserslautern zu ermöglichen, in einem gewissen Zeitraume in den
Besitz eines eigenen Hauses zu gelangen, hat fich am Sonatag dort⸗
elbst ein Bauverein gebildet. *

. Von der Sickinger Höohe. In der Nacht vom lehten
Zamstag auf Sonntag, Morgens 2 Uhr, hatte ich Gelegendeit,
om Bett aus eine fehr interefsante Lufterscheinung zu beobachten—
kine Feuerkugel, in scheinbarem Durchmesset von 1 Fuß, durchflog
n auffallender Geschwindigkeit den Horizont von Westen nach Osien,
inen Feruerschweif von mehr als Manneklänge nach sich ziehend.
das Sauze glich einer weißglühenden Eisenmasse, der Schweif in
errissener Gestalt, nach hinten aber wieder mehr rund zulaufend.
Die Höhe schien mir nicht sehr bedeutend, und die Flugbohn war
nach dem Verschwinden. des Phänomens noch mehrere Secunden
zurch Funlken bezeichnet. Die Erscheinunz mochte von ihrem Sicht⸗
zarwerden disß zum Verschwinden aus dem Gesichtakreise an 5 Se⸗
zunden gedauert haben.

Steinweiler. Auf Antrag seines Dirigenten faßte
zer hiesige Singverein „Liederkranz“ den nachahmungswerthen Be⸗
chluß, den Gesammtertrag des demnächst abzuhaltenden Konzerts
um Anlaufe von Loosen der vom bayerischen Lehrerverein veran⸗
talteten Lottetie zum Besten des Lehrerwaisenstifis zu verwenden.

fFKaiserslautern, 21. Jan. Das Bezirksgericht hat
jeute die Berufung des Mechanilers Haupt und Genossen gegen das
Erkenntniß des Landgerichts in dem von 14 hiesigen Bierbrauern
angestrenglen Beleidigungsproceß in der Haupifache abgewiesen die
zegen Haupt erlannte Geldstrafe von 70 M. bestätigt, dagegen für
»'Angelo die Strafe für je eine Beleidigung von 18 auf 6 M.
aliso im Ganzen von 210 auf 84 M. herabgeietzt; Ph. Rohr
vurde, wie von der ersten Instanz, als civilberantwortlich für die
Angelo treffenden Kosten erllärt. (Pf. K.)

2. In der Nacht dom 19. auf den 20. ds. braunie die
wischen Neustadt und Winzingen gelegere Postmühlo nieder.
Nach der „R. Z.“ selt *4 Jahren schon der zwölfte Brand in
Reustadt. e

rFrankenthal, 21. Jan. Die gestrige Generalver—
ammlung der Schu—tzengesellschaft hat sich mit großer Mehrheit dasür
usgesprochen, daß das badisch⸗pfälzischmittelrheinische Schützenfest
sier abgehalten werde; doch soll erst eine Liste zur Zeichnung von
Zeitraͤgen herungehen, und, wenn 5000 M. gesichert sind, dem

—.
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        Vorort Anzeige gemacht werden, daß Frankenthal das Fest über⸗
nimmt. —X * (Pf. A.)
PIn Niederbayern berrscht große Aufregung wegen
der Eisenbahnfrage, da die Besürchtung besteht. daß die schon lange
jn Ausicht genommenen Bahnen in Riederbayern nun zurückgestellt
werden. In einer Kumalativsitßzung der beiden Kollegien in Lands⸗
hut wurde beschlossen, eine Versammlung der Vertreter saͤmmtlicher
niederbayerischer Gemeinden nach Landshut eirzuberufen, um über
die Schritte zu berathen, welche in dieser Angelegenheit zu tbun
seien. (Bei der Abt.Kammer sind nicht weniger als 376 Petiti-
hnen in Beireff des Beues vou Eisenbahnen eingelausen. 68
scheint aber damit noch nicht zu Ende zu sein.)
7Munchen. In der ersten ordentlichen Schwurgerichts-
—X welche am 20. Januar begann und am
18. Februar endigt, lommen in 35 Fallen 50 Personen (46
männiiche, 4 weibliche) zur Aburtheilung, Die einzelnen Reate
bertheilen sich wie jolai: 4 Todischläge, 8 Körperverletzungen mit
nachgefolglem Tode, 1 Verbrechen wider das Leden, 1 Zweikampf
(Siudiosus Wolff von, Neustadt a. H.), eine Gefährdung eines
ciseubahntrans portes, ¶ Brandstiftungen, 8 Verbrechen des —X
und des räuberischen Diebstahts, 6 Verbrechen der Urkundenfäl⸗
schung. Behiug, Vergehen im Amie ⁊c.,1 Müuͤnzverbrechen, 2 Sitt
lichtenbverbrechen und 6 Preßvergehen. (Sonst nichts 9
4 Die Unsitte der amerilanischen Duelle hat über eine ange⸗
sehene Familie in Stuttgart unnennbaren Jammer gebracht.
Der 1dsahrige Sohn des Finanzrathes G., Student in Tübingen,
zum Besuche seiner Eltein nach Stuttgart gekommen, hat sich im
rahenwalde vermittelst eines Pistolenschusses in die Brust entleibl;
er war das Opfer eineb amerilamschen Duells, wobei ihm durch
das Loos die Aufgabe zugejallen war, sich selbst zu iödien.
— FBraufsel, 19. Jan. Der um 8 Uhr 20 Min. von

hier nach Tournai, Lille und Calais abgefertigte Expreßzug ist,
bermuthlich in Folge des Bruchs einer Schiene, entgleist. Der
Maschinist wurde sofort geiödtet und der Heizer schwer verleßzt.
von den Passagieren blieb einer auf der Sielle todt, ein anderer
statb au den erlittenen Verletzungen. Dem Baron d'Ogimont
burden beide Beine und dem Baron du Sart ein Bein zerbrochen.
Sonst erlitten noch einige andere Personen leichtere Verleßungen.J
7 Bejüglich eines Eisenbahnuunglücks zwischen Rdrianopel und
Philippopei in Folge des Einsturzes der Ardabrücke' meldet der
Standard“: „Der Zug siel in den Urdafluß, alle Passagiere erster
und zweiter Classe, bestehend aus einem russischen General, mehreren
Offieleren und 200 Mann, ertranken. Der Locomotibfuhrer und
drei Waggons dritter Classe blieben unversehrt.
ienstesnachrichten.

Die ersie protest. Pfarrstelle zu Annweiler wurde dem bis⸗
herigen zweilen Pfarrer daselbsi, Ludw. Mettel, und die protest.
Pfarrstelle zu Neuhäusel, Decanats Homburg, dem Pfarramtscan⸗
didaten Herm. Blaull aus Frankenthal verliehen.

J
Marktberichte. J
Landstuhl, 20. Jan. (Frucht⸗Mittelpreise.) Weizen — M. — Pf.
aorn 7 In. 50 pf, Spelz -R. .- Pi., Gerste — M. — Pf., Hajer
6 M. 26 Ppf. 5
Kaiserslautern, 21. Jan. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 08 M. 883 Pf. storn N. 87 ppf. Spelzkern — M. — Pf. Spelz
M 36 Pf., Gerstes M. 05 Pf., Hafer 6 M. o8 Pf., Erbsen 7 M.
80 Pf., Widen 5 M. 70 Pf., Linsen 7 M. 80 Pf., Kleesamen 37 M. —
pᷣf. Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 68 Pf., 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
gz fund 89 Pf., Butter per Pfd. — M. g0 Ppf. Eier 2 Siuch 11 Pf. Kar⸗
doffeln ver Ceniner 2 M. 40 Pf., Stroh 1M. 0 Pf. Heu 1 M. 80 Pf.
Far die Redaction verantwortlich: F. *. Demeß.
J —

e — J 242 * J
Licitation.enuen
Montag, den 10. Februar M., des Nachmuntas um 2 Uhr,

nächsihin, Nachmiltags 3 Uyhr zu St. Ingbert, hei Wirth
u St. Ingabert. bei Peter denrich auf'm großen Flur,
Seheher, wird durch den aßt Nitolaus Noll, Sand⸗
unterzeichneten Amisverweser des gießer von hier, verschiedene nod
fiemn etichtlich beauftragten k. Jeue Hauswobilien auf Credit
Nolär Franz Sauer in Si. dersteigern, worunte:
Ingbert die nachstehend deschtie ˖ 1gieiderschrand, mehrere
dene Liegenschaft, zur Güterge⸗ Tische, Siühle und Biͤder,
meinschaft zwischen Johann Jo⸗ 1 Ubhr, 1 Glasschrank und
seph Peters, weiland Berg dergleichen.
inun und Magdalena Wag⸗
ner gehsrig, der Abthellung
wegen, oͤffentlich an den Meist⸗
hietenden zu Eigenthum versteigert:
Pl.⸗Nt. 4244., 75 qm Flache,
worauf ein Wohnhaus mit
Siall und Hofraum und
Pl. Nr. 424 40, 122 71qm
Garten und Alderland da⸗
bei, das Ganze gelegen zu
Si. Ingbert, auf dem
Hobels neben Joh. Geyer
und Jalob Jung.
Eigenthümet sind:
1. die Wittwe Mazdalena
Wagner,
2. Joseph Peters, Schmeljz⸗
arbeiter,
3. Hatharina Peters, minder⸗
jährige, durch die Ehe emanci⸗
pitte Ehefrau von Franz Best,
Bergmann, unter Beistand und
Frwächt'gung dieses ihres Ehe
mannes, als ihres geseßzlichen
Curators.
St. Ingbert, 22. Jan. 1879.
Auffschneider,
Amtsverweser.
Rechnungen
zu Jedermanns Gebrauch
in Achtel, Viertel u. Halden Bogen
mit rother und blauer Liniatur
sind vorrärhig in der
Druckerei ds. Bl.

Des Umzug von Herrn
Dahlem ist das durch
denselben bieher dewohnte Haus
zu vermiethen und bis 1.
April zu beziehen
Naberes bei M. Thiern.

Nach Vorschrift des Uni-
versitũts Professors Dr.
Harless, Köniꝗl. Geheimer
Hofrath in Bonn, gefertigte
StOLIVWVGBCIS?Echo
Eruust-Ronbpons,
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nehmen unter allen ahn-
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5 i ——— 753
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Bedbanblung und, wo noch irgend
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Leiden hat fich tausendlach dewahrt
und kann die Lecture dieses *
jeichneten Berkchens allen Kranken
nicht dringend genug empfohlen wer⸗
den. Preis bo Pfg. 2 — Prospeet
En. tuFR, keipzig u. Sasel
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Igrosyeet aratis und franes.

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vZause selbst, lät Helene Hager
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        Slt. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und däsä (2 mal woͤ hentli hy) mit den Huudtblatte vechundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗
lage) eriteint wo hentlich viermulz: Dienßtag, DOßuuerztaa, Sünstag und Sonntaz. Der Abounementspreis beträgt vierteliährlich
A 40 A einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1A0 60 , einschließlich 40 3 Zastell zebüuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswäris
mit 15 4 für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Naum, Neclasmen mit 30 ñ pro Zeile berechnet.“
— —RIIEIE
1879.

— —

M.
Deutsches Reich.

München, 22. Jan. Asgeordnetenlammer. Fortsetung
her Berathung des Einführungsgesetzes zur Concurzordnung. Pa—
ragraph 219 wurde nich längerer Debatte, in welcher det Antrag
Schmidt und der Modifikationsautrag Louis' (gegen den Notariais-
zwang in der Pfalz) abgelehnt wurde, mit großer Mehcheit ange⸗
nommen, ebenso die ganze Coucursordnung mit 134 gegen 10
Stimmen.

Se. Maj. der Koͤnig hat in Folge des Ablebens Sr. k. Ho⸗
heit des Prinzen Heinrich der Niederlande eine Hoftrauer von 14
Tagen, nämlich vom 21. Januar bis einschlüssig den 8. Februar,
angeordnet.

Nach einer Münchener Correspondenz des „Pf. K.“ sollte det
oom Abdg. Schels beantragite Entwurf eines Landtagswahlgesetzes
uf die Tagesordnung der am Freitag stattgefunbenen Kammer—
fizung gefetzt worden.

Ber lin. Die Nachricht, daß die socialdemokratischen Reichs⸗
agsabgeordneten, kraft des bestehenden „kleinen Belagerungszustan⸗
des“, aus Berlin sofort ausgewiesen werden sollen, wenn sie zur
Ausübung ihres Reichstagsmandats hierher kommen, wird der
„Frtf. Ztg.“ als unbegeündet bezeichnet. Wie man erfährt, würde
pon der Polizei auch den bereits ausgewiesenen Abgg. Fritzsche und
Hasselmann kein Hinderniß bereitet werden, um hier ihren Aufent⸗
halt während der Reichstagssession zu nehmen.

Bezüglich der agrarischen Bestrebungen des Fürsten Bismarck
und vornehmlich mit Bezug auf die geplanten Geireidezölle erhielt
das „B. Tagbl.“ von einem hervorragenden liberalen Mitgliede des
Reichssstages folgende Zuschrift:

.Als man sich entschloß, durch das Souialistengesetz die revo⸗
iutionären Umtriebe der Sozialdemokrasen zu unterdrücken und für
die Zukunft zu verhindern, war man in allen verständigen Kreisen
darüber einig, daß eine Reihe wichtiger Maßregeln zu Bunsten der
arbeitenden Klasse zu treffen sei, um zu einer inneren Heilung der
ozialen Schaden zu gelangen. Es handelte fich für die staatser⸗
haltenden Elementde nicht um die Einleitung einer einseitigen Inte⸗
cessenpolitik der besizenden Klassen. Im Gegentheil war man
Aberzeugt, daß eine solche das gefährliche sozialdemokratische Uebel
nur erweitern und dertiefen koͤnne. Nun vergleiche man den Vor⸗
ichlag für Einführung der Getreidezölle mit diesem Gesi hispunkte.
Die Vertheidiger der Getreidezölle behaupten zwar, daß die Aufleg⸗
ung eines Zolls von 5 bis 10 Projzent des Werihes das Getreide
aicht vertheuern werde. In den wenigen Johren, in welchem eine
ausgezeichnete Ernte in Deutschland den Import von Geireide ganz
unmöglich macht, lann das vielleicht richtig sein, in der Regel be⸗
darf Deutschland ader einer erheblichen Zusfuhr fremden Getreides
und müssen daher die Preise in diesen Jahren nothwendig um den⸗
selben Betrag steigen, um welchen dieser Import vertheuert wird.
Die hierdurch bedingte Steigerung aller Lebensmittelspreise wird
mindestens in den ersten Jahren die durch niedrige Lohne und un⸗
regelmäßige Beschäftigung gedrückte arbeitende Klasse treffen. All⸗
mälig zwar werden in Folge dessen die Loöhne entsprechend der
Steigerung der Lebensmittel steigen müssen. Dadurch würde aber
wieder die Konkurrenzfähigkeit Deuischlands auf dem Wieltmarkt ge⸗
jährdet; dies ist nicht blos in Bezug auf die eigentliche Industrie
der Foll, sondern vorzugsweise auch in Betreff der landwirthschaft
lichen Gewerbe. Alle landwirthschaftlichen Nebengewerbe, Viehzucht,
Brennerei, Müllerei tc., müssen nothwendig unter der Vertheuerung
des Getreides leiden. Die Konkurrenz unseres Spiritus, unseres
Diehs, des in Deuischland gemahlenen Mehls wird unfehlbar um
den Betrag des Getreidezolls schwieriger. Dies ist doppelt gefähr⸗
lich in Jahren guter Ernte, wo die Ausfuhr von Getteide in Form
dvon Spiritus, Vieh und Mehl vorzugsweise das allzutiefe Sinken
der Getreidepreise hindern muß. Diese Erkenntniß über die eigent⸗
liche Nalur des beabsichtigten Dangergeschenlz macht sich bereits in
jenen landwirthschaftlichen Kreisen geltend, die nicht die Agitationen
der modernen Agrarier gläubig aufgenommen haben, und die Mehr⸗
deit des Reichstages wird in Uebereinstimmung mit den vollswirih
schaftlichen, finanziellen und politischen Bedürfnissen des gesammlen

deutschen Volls handeln, wenn sie die Zumuthung, Getreide⸗ und
Viehzölle zu bewilligen, zurückweisi.“ —WM

Eine gute Neuerung im deutschen Wesen. Der dem Bundes⸗
rathe gestern vorgelegte diesjährige Reichemilitäretat weist gegen
früher eine geringe Ausgabenermäßzigung; auf. Mit dem bekannten
Berliner Schlagwort aber durchaus lobend lann man diesmal sagen
„das war doch früher nicht“.

Aussfand.“

s Nachrichten aus Wisen melden die Verschleppung der
Pest ia das Gouvernement Penza (nordwestlich vom Gouvernement
Astrachan).

Wien, 21. Jan. Behufs Errichtung eines Pest-Kordons
an der russischen Grenze wird demnächst eine Kreditsorderung an
den Reichssrath gelangen.

Paris, 21. Jan. Die äußerste Linke der Abgeordneten⸗
fammer hat einen Antrag auf gänzl'che Amnestie (so daß also die
etzthin nicht begnad'gten Theilnehmer am Commune-Ausstand auch
noch begnadigt würden), den auch 60 Deputirte anderer Gruppen
der Linken unterzeichneten, vereinbdart. Einen gleichen Antrag wird
Viktor Hugo im Senat vorlegen.

Pariens, 22. Jan. Die „Agence Havas meldet: Die ser⸗
bische Slupschting ist entschltossen, nicht eher die Frage der bürger⸗
lichen Gleichberechtigung der Israeliten zu berathen, als bis die
Zapitulationen aufgehoben und die Gesandschaften der Mächte in
Belgrad errichtet sein werden.

Paris, 22. Jan. Einer Londoner Privatmeldung des
Journal des Debats zufolge, träte die Wahl des Prinzen Reuß,
deutscher Botschafter in Wien, zum Fürsten von Bulgarien, mehr
und mehr in den Vordergrund.

Madrid. Nach einer hier vorliegenden amtlichen Depesche
ist die Cholera in der asiatischen Türkei ausgebrochen und im Zu⸗
nehmen begriffen.

—Romd, 21. Jan. Im Senat stellte gestern Viteleschi an
dat Ministetium eine Anfrage über dessen auswärtige Politik. Die
Debatte daröber dauerte auch heule noch fort. Ministerpräsident
Depretis erflärte u. A., die der italienischen Regierung von Man⸗
hen zugeschriebene Absicht, weitere Gebietetheile am Mittelmeer zu
erwerben, insbesondere Albanien zu besetzen, bestehe nicht; die Re⸗
gierung gedenle, die bestehenden Verträge und so auch den Berliner
Verttag loyal jzu halien.

Am ISB. Januar hat der Köonig den schwedisschen Reichetag
eroͤffnet. In der Thronrede erwähnte er, daß zwar die leßte Ernte
gut war, dag aber der Absatz von Holz und Bergwerlserzeugn'ssen
stockt, daß daher die Geschäfte im Allgemeinen schlecht gehen und
das Geld um so mehr fehlt, als vielleicht zu große Capitalien aus
einmal in den Bau von Pridat⸗Eisenbahnen gesteckt worden seien.
Die Einnahmen des Staats sind in Folge davon auch geringer
l(um eiwa 6 Millionen Kronen) ausgefallen und reichen nicht medr,
wie bisher, zur Deckung der Staatsbedürfnisse aus. Es soll deß⸗
halb die Steuer auf inländischen Btantwein, der Zoll auf Tabat,
staffee und Zucker erhöht werden. — In Norwegen sieht's gerade
jo aus; die dortige Saatskasse hat so starke Ebbe, daß die öͤffent⸗
lichen Arbeiten, namentlich Eisenbahnbauten für die nächste Zeit sehr
beschränkt werden müssen.

Petersburg, 21. Jan. „Agence russe“ will wissen,
daß nach auf der türkischen Botschaft eingegangenen Nachrichten die
Unterzeichnung des defigitiven Friedensvertrages heute stattfinden sollte.

In Petersburg und den anderen Universitätsstädten
haben die Eltern den strengen Auftrag erhalten, bei Strafe darüber
zu wachen, daß ihre studirenden Soͤhne von öffentlichen Demon⸗
strationen sich sernhalten. — Das Seitens des russischen Staate⸗
rathes dereiis santt onirte Gesetz bezüglich 24 prozentiger Steuer⸗
Einhebung bei Personen⸗Fahrkarten auf russischen Eisenbahnen tritt
mit 13. Febr. d. J. in Wirksamkeit.

In Pissa fielen ernste Konflikke zwischen Studenten und
Internationalisten vor. Die Studentenschaft drohte, die Stadt zu
derlassen. Die Nazione meldet, daß ein Student bei dem Tumuilte
erstochen wurde. Die Regierung verfügle die strengsten Maßregeln
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        Mit dem Abschluß des jetzigen russfisch türkischen Friedensver.
rages, dessen Unterzeichnung bevorsteht, wird gerade das Dußtzend
der Friedensverteäge voll, welche Rußland und die Türkei und zwar
jeit einem Zeitraume von zwei Jahrhunderten mit einander abge⸗
schlossen haben. Diese zwölf Friedensverträge sind 1. der Frieden
mit dem Czacen Feodor II. ( 681), der Ruͤßlaud die freie Schiff⸗
fahrt auf dem Schwarzen Meere gestattete; 2. der Frieden von
arlowiß (Januar 1699); 3. der Frieden von Ochaczk (1711);
I. der Frieden von Belgrad (J. Sept. 1739); 53. der Frieden
pon Kuschul-⸗Kainardschi (21. Juli 17743; 6. der Frieden von
Jassy (9. Jan. 1792); 7. der Frieden von Bukarest (28. Mai
1812); 8. der Frieden von Aljermann (Ottober 1826); 9. der
Frieden von Adrianopel (14. September 1829); 10. der Frieden
bon Paris (80. März 1856); 11. der Frieden von San Stefano
(2. Mätz 1878), und 12. ber Frieden von Konstantinopel, dessen
Ablchluß eben bevorsteht. Wann, wo und wie wird nun der durch
jeine Zahl schon ominöse 13. russisch⸗türtische Ftiedensverlrag abge⸗
schlossen werden ?

Die tarkischen Commissäre für die Grenzregulirung mit Mon⸗
tenegro sind am 18. Januar in Skutari eiagetroffen und setzten
sich sofort mit dem Gentralgouverueur von Albanien in Verkehr
Bermischtes.

»Sit. Ingberti, 24. Jan. Einen trifiigen Grund zum
Fechten“ gas uns gestern ein Handwerksbursche an, der, wie sein
usteelen zu bekunden schien, dieses Geschaft schon lanze und am
liebsten beireibt. Als er ohne „Zehrpfennig“ abgewiesen wurde,
wurde er nicht grob und ungehalien, wie mancher andere. Mit
lachendem Munde erklärte er: „Das ist m'r ganz gleich, ob ich
waß betomme oder nicht. Ich wurde erst heute aus dem Arrest
entlassen, den ich wegen Fechtens erhalten hatte. Ich fechte aber
wieder, weil ich hoffe, dadurch bei der ungünstigen Witterung und
den „ichlechten“ Zeiten ins Ttockene und zu Brod zu kommen.“
Ob wohl die Polizei seinen Wunsch erfüllte?

* Fast alle Geschäftsbranchen leiden unter dem Druck der
Zeit. Ueberall werden darum auch die verschiedenartigsten Verfuche
uͤr Besserung gemacht. Nicht selten laufen diese einander sunur⸗
ftracks entgegen. So ist von der Wiedererweckung der Zünfte schon
lange die Rede; in ihr erblickt man vielfach das beste Heilmittel
für die Auswüchse der allgemeinen Gewerbefre heit. Wie nun aus
Baden gemeldet wird, koͤnnen dortfelbst schon zur Zeit praktische
Bersuche auf diesem Felde beobachtet twerden. JIu Pforzhe'm wollen
namlich die Schmiede eine Innung gründen; in Freiburg haben
fich bereits die Schreiner und Schuster zunftmäßig vereinigt. Neben
der Pflege des zünftigen Gemeingeistes wollen dieselben die Aus
bildung der Lehrlinge, sowie die Herstellung eines besseren Ver⸗
haͤltnissez zwischen Meistern und Gesellen fördern.

⁊Am 21. Januar waren es drei Monate, daß des Sozia⸗
listengesetz in Kraft getreten ist. Es wurden in d'esem Zeitraum
in ganz Deutschland verboten: 47 Zeitungen, 194 Veceine und
229. Broschüren und Bücher. Zusammen ergingen also 470
Verbote.

(Gewãhrung von Ehrenzulazen an die Indaber des esernen
sreuzes.) Das Militärverordnungsblatt Nt. 3 bringt das Reichs
gesetz voin 2. Juni 1878 betreffend die Gewährung einer Eyren⸗
sulate an die Inhaber des eisernen Kreuzes vom Jahre 1870/71,
dann die in Ausführung des 8 2 dieses Gesetzes erlassene kaiserliche
Berotdnung vom 19. Nobemder 1878 zur Kenataiß und gibt die
zu diesem Gesetze erlassenen Vollzugsbestimmungen gleichfalls belannt.
Nach denselben ist die Ehrenzulage mon itlich post numerando
zahlbar. Die Zahlung derselben erfolgt durch die Generalmilitar⸗
kasse und zwar an alle Empfangsberechtigten, soweit dieselben Mi⸗
litärpersonen des Friedensstandes sind, unter Vermittlung der zu⸗
ständigen Truppenkassen, an alle übrigen Empiangsberechtigten,
soweil sie in München ihren Wohnsitz haben, durch die General⸗
wiluttossa direkt, aun die übrigen unter Vermittlung der mit
Auszahlung der Reichsinvalidenpensionen beauftragten k. Fmanz⸗
und Militärkassen. Die Zahlung isi nur zu leisten gegen Vor—
zeigung eines die Enpfangsberechtigung bescheinigenden Legitimations⸗
atlestes und gegen Aushändigung einer vollständigen, über die
Zahlung des Vettages aus der Beneralmilitärlasse lautenden
Quittung, auf welcher die Unterschrift und das Leben, sowie der
Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte des Emp'ängers durch den
Truppentheil beziehungsweise die Ortsbehörde descheinigt ist.

7 De öffentliche Zehung der Nürnberger Lotterie findet am
28. Januat 1879 in der Kalharinenkirche daselbst statt.

Ausder Pfalz. Wer hier Gelegenheit hatte den Ver⸗
handlungen vor den kgl. Landzerichten anzuwohnen, dem wird es
kaum entgangen sein, daß sich in den letzten Jahren besonders de
slagenauf Auflsösung von Modiliar-Kaufvetträgen gegen früher
auff illend vermehrt haben. Man werd kaam irten. wenn man diese
xrscheinung in Verdindugg mit der all jeneinen Geschäftsflaue, den
sgenannten schlechten Zeten brinjzt. Diese Act von Mobilien⸗

eckäufen ist eine Manipulalion leichtsfinniger und unredlicher
Schuldner, welche hart an Betrug streift. Nicht nur in den unte⸗
ren' Sshichten der Bevölterung, sondern auch in den anscheinend
besseren Classen gebraucht man dieses Mandver, wenn von Glaͤubi⸗
Jera gedräugt wird. Es werden dann die Mobilien tout la
doutiqus an Verwandte und Bekannte verkauit, der Alt registrirt
and wenn der Gerichtsvollzieher zur Pfändung schreitet, dann wird
Dpposition gegen die Piandung gemacht und die Sache muß
chließlich gerichtlich ausgetragen werden. Nicht nur Privatacte,
ondern auch notarielle kauen aber, wenn eine unredliche Absicht
der Contrahenten vetmuthet oder nachgewiesen wird, von den dabei
interessitien Gläubizern angefochten werden. In vorkommenden
Fällen darf man der richterlichen Gewalt vertrauen, daß sie bei er⸗
wiesenen Auhaltspunkten den fingirten Act unnachsichtig als wir⸗
ungtlos erklärt. Zuweilen wird dem Käufer und Berkäufer von
dem Gläubiger der Eid über die Aufrichtigkeit und Wahrheit des
Actes zugeschoben, welcher wenn spater als falsch erwiesen, die ge⸗
eßlichen Foigen des Meineides nach sich zieht. Sollte einer oder
der andere der Leser durch Gegenwärtiges aufmerlsam gemacht
verden, so sind diese Zeilen nicht zwecklos geschrieben. (Pf. K.)

Fausder Pfal;. Jöteressante Verwechslung! Jüngst hat
der Gemeindedieuer eines Dorfes in der Pialz Folgendes mit der
Schelle bekannt gemacht: „Am nächsten Dienstag kommt der Ein⸗
aehmer und putz; nächsten Samstag kommt der Schornsteinfeger und
sJebt Grundsteuer.“

*In der Racht von Mittwoch auf Donnerstag brannte es
uu Zweibrücden in der Wirthschaft von J. Kopf Poststraße).
Den Anstrengungen der Fouerwehe gelang es, das Feuer auf jeinen
Heerd zu beschränlken.

'Kaiserslautern, 22. Jan. Der Postwagen von
Zauterecken kam heute früh in siark be schädigsem Zustönde hier an;
)erselbe fiel zwischen erstgenanutem Orte und Woljstein die Bösch—
ing hinab. Seitenwand und Wagendede siud abgerifsjen. Od
Reisende beschädigt sind, ist nicht dekannt.

FODeidetheim, 21. Jan. Seit ungefähr zwei Mo⸗
raten wurden dem Gutsdesizer Johann Ludwig Wolf in Wachen⸗
heim etwa 700 Liter jeinen Weines im Werth von 1000 M. durch
diher unbelannte Thäret entwen det. Gestern wurde durch die
genedarmerie von Dürlkheim bei zwei verdächtigen Personen Haus⸗
suchung gehalten und ein Haupischlüssel zum Wolf'schen Keller ge⸗
unden, Die Diede werden nug der verdienten Strafe nicht ent⸗
gehen. (Pf. Kurier.)

fLandau, 28. Jan. Die Nachticht, daß in der Pfalz
die 4 Bezirkegerichte ais Landgerichte bestehen bleiben sollen, hat
ach einer Corresponsenz d.s „N. C.“ aus München die Abg. aus
den altbayerischen Provinzen in hohem Grade überrascht. Man
zrblidt darin eine gänzlich unmotevirte Begünst gung der Pializ, in⸗
dem in dieser Provnz ein Landgerichtsbezirk nur 150. 000 (160. 000)
in den jensertigen Kresen dagzegen 200.000 Seelen umfassen
pürde. Wir enigebmen aus dem Vorstehenden zunächst eine Be⸗
zatigung unserer früheren Mittheilung bezüglich der Zahl der in
inserer Provinz zu errichtenden Landgerichte, zugleich aber auch,
daß eine solche Bisttumung nicht ohne — hoffentlich ersolglose —
Anfechtung bleiben witd. Eilbote.)

f Vom Rhein. (Pi. Zeitunz.) Ju Nr. 1. der ‚Pfal;.
dehrerztg.“ begegnen wir einer staristischen Zusam nenst lung „der
Besoldungsverhälinmisse der Lehter in den größern Siädten der
Piatz“ bezw. Bayerns. Hiernach beträgt der Marx malgehalt eintß
behrers in München 2460 Mt., in Nürnberg 2232 Mt., in Augs⸗
butg 2180 Mt., in Lteg⸗nsburg 2060 Mt., in Landau (Pjalz)
21384 Mi. in Ludvigshafen 1980 Mk., in Fürth 1900 Mt. in
Zweibrücken 1850 Mi., in Würzburg und Landshut je 1800 Mt.,
in Speyer 1784 Mk., in Neustadt a. d. H. 1687 Mti. und in
Zaiserslautern 1627 Mt. Alles einschlieklich der Remunerationen
für Aohaltung der Sonntagsschule und der Cortecturgeldetr. Aus⸗
wärtige Dienftjahre werden in Neusladt voll, in Speh ˖r zur Halfte
und in Kaiserslautern nicht angerechnet. Auch ergibt sich aus Vor⸗
ehendem, daß die Stadtlehter in dem jenseitigen Bayern durchweg
efser besoldei sind, als in der Pfalz. Hierzu kommt aber noch,
daß in dem rechtsrheinischen Bayern den Lehrern noch sehr nam⸗
hafie Quiescenzbezüge, Waisen⸗ und Wittwen⸗Uaterstützungen, neben
den staatlichen, zugesichert sind. So beziehen die Lehrer in München
ind Nuͤrnberg im Falle der Pensionirung 30, s20, 20 und 200
hres Activzehaltes; Augsburg zahlt einem Lettter mit 10 Dienst⸗
Agren Ind mit 20 Dierstj. Nuon, mit 80 Dienstj. Nuo0 und m'i
10 Dienstjahren den vollen Betrag seines Act v lätszehaltes. In
Würzburg wird zu den staulichen Pensiondbezllen ein Zaschuß biß
iu 70, 8, No und nich 49 Dienstlahren bis zum oollen Be⸗
irag des bisherigen Gehaltes geleist t. MAehulich in Farih; Kegens⸗
zurg gewährt den Lehceen einn Q uescen gehalt voa 1200 Mt.
jädclich und unterstügt Lihrer: Witwen und Wusen nah Analogie
der Staitsdien: t⸗ Neliiten. Ju Lindshat erhält ein Lehcec dei eir⸗
sretender Prensipnirunz *45 seines Functionzzeh iltes und in Kempf
        <pb n="49" />
        werden die Lehrer mit dem zuleßt bezogenen Gehalte pensionitt.

(Wo bleibt da St. Ingbert )

FStraßburg, 21. Jan. Die ruhmvollen Tage von
Belfort und die Kaiserproclamation wurden auch in diesem Jahr
in hiesigen deutschen Vereinen, desonders im Kriegerverein, jedoch
mit der von der Rücksichtnahme auf die bestehenden Verhältnisse ge⸗
botenen Fernhaltung von Ostentationen geseiert.
rBamberg. Gegenüber der weitgehenden Mildthätigkeit,
mit der man in letzter Zeit angeblich arbeitslosen Handwerksbur⸗
schen begegnet, verdient die Antwort bekannt zu wierden, die jüngst
einem hiesigen Gewerbsmeister sür erdotene Hilfsleistung zu Theil
wurde. Derselbe, ein durchaus glaubwürdiger Maun, erzählte
rinigen Herren vom hiesigen Volksbildungsverein, daß, als kürzlich
zwei ganz abgerissen aussehende Individuen fich als brodlos gewordene

Arbeiter vorstellten und er fich erbot, ihnen Verdienst zu verschaffen,

sie ihm entgegneten: „Nein, das braucht's nicht, geben Sie uns

nur so etwas, wir stehen uns sa besser.“

Die Aerztelammer von Mittelfranken hat in ihrer letzien
Sißung den Antrag angenommen: Es sei an das k. Staatsministe⸗
rium die Bitte zu richten, dasselbe wolle im Verordnungswege
bestimmen, daß in jeder Schullommissfion, welche sich am Wohnsitze
von Aerzten befindet, ein Arzt obligaiotisch Sitz und Stimme habe.

F In Niederbayern ist einem Forstgehiljen ein bi⸗
tlagenswetther Unfall begegnet. Mit überhängtem Gewehre neben
einem Bauern einhergehend, glitt der Forstgehilfe aus und fiel zu
Boden, das Gewebr ging los, und der Schuß traf den Bauersmann
io unglücktlich in die Brast. daß er alsbald iodt war.

t Der Geschäftszang wird durch folgenden Vorfall islustrirt.
In einem Hotel zu Franlfurt kehrten zwei Reisende ein, deren
Veusterloffer ganz ähnlich waren. Am Soumstag fuhrt der eine nach
Darmstadt der andere nach Hanau und verwechselte der Hausknecht
die beiden Koffer, was eist nach der Abreise von hier bemeill
wurde. Gestern kehrten Beide zurück, worauf ihnen der Hotelier
die, wie er glaubte, für sie unangenehme Verwechslung mit ent—
Prechender Entschuldigung mittheilte. Beide waren sehr erstaunt
und brachen dang in lautes Gelaͤchter aus, denn auf ihrer ganzen
Geschäftstour hatte kein Kunde Muster zu sehen perlangt, und

lamen sie mithin auch nicht in die Lage, die Koffer zu öffnen.

FMainz, 20. Jan. (Schwurgericht.) Der Tagloöhner
Adam Münd aus Waldmichelbach, ein Subject, das bereins X
Jahre Zuchthaus hinter fich hat, kam am 1. November nach Worms,
um sich Arbeit zu suchen. Da dieses nicht gelang und der Hunger
ainmer mächtiger an Münd herantrat, bezab sich derselbe auf die
Chauffee nach Pfiffligheim und zündete einen aus 2500 Bun
Stroh bestehenden Haufen an, um durch diese That wieder Brod
und Arbeit im Zuchthaus zu erhalten. Die Geschworenen kamen
diesem Wunsche nach und sprachen den Angeklagten, der vorsutz lichen
Brandstiftung angeklagt, sür schuldig und erlannie der Asstseubo⸗
auf eine Zuchthausstrafe von 8 Jahren.

In Ochsenbausen (Würtembergh), würde am 19.
Jan. der Post beim Einladen der Fahrpostslücke in den 24 nach
ö Uhr nah Biberach abfahreaden Eilwagen eine vom kgl. Kameral—
amt zur Beförderung an die lgl. Staashauptkasse in Stuttgart
aufgegebenes Geldlisichen mit circa 8000 M. Inbalt gestohlen.
Vom Dieb hat man noch keine Spur.

t Zwei glückliche Städte in dieser Jeit des wachsenden Sleuer⸗
druds sind Putbus in Pommerm und Freudenstadt in Würtemberg.
Wahrend ersteres seinen Bürgern für das Jahr 1879 alle slädti⸗
jchen Steuern erlassen hat, hat Freudenstadt jedem seiner beneidens⸗
werthen Bürger außzer dem Erlaß der Steuern aus dem Siadt—
jäcel noch 88 Mark zu Neujahr auszahlen können.

f Inkognito. Ein großer Fabrikant im Rheinlande
liebte es, in schlichter Urbei terkletdung seine Werkstatten zu durch⸗
wandern, um überall persönlich Aufsicht zu führen. Einst datte der
Heizer Klage geführt über die schlechten Steinlkohlen, und als der
rieferant den betreffenden Verceib empfiag, beschloß derselbe ein
⸗probates“ Mittel in Anwendung zu bringen. Er begab sich per⸗
söalich in bas Kohlenmagazin der Fadrit, drückte dem Aufseher
einen doppelten Friedrichsd'ot in die Hand und sagte: Haffentlich
brennen die Kohlen jetzt zut Zufriedenheit.“ — Tags darauf er⸗
dielt er den Beltrag seiner Rechnung und — den Roöschied. Am
Rande war bemerkt? Wir legen auch den Betrag bei, welchen Sit
gestern unserm Chef einhändiglten. Die Kohlen haben trotzdem nich!
besser gebrannt.“

Die größte Frechheit, welche jemals ein Gauner an der
Tag gelegt hat, eereignele sich während der Criminalsitzung am 15
d. M. vor den Dorimmunder Gericht. Der Puddler Heilingshaus
berschiedener Diebstähse im Ruͤckfolle üderführt, stahl in derselben
Sitzung, in welcher er oben angeführter Verbrechen wegen zu fünf
Jahren Zuchthaus derurtheilt wurde, unter den Augen des Staate⸗
anwalts und der Richter ein Portemonnase mi Inhalt, welches

jum Beweismittel diente In der Zessevee Hetlinobaus

wurde dasselbe, bereits in dessen Kleidern eingenäht; wieder
gefunden.

7 Die Rinderpest ir der Umgebung von Berlin, welche
man bereits für erlolchen hielt, ist auf's Neue in dem benachbarten
Stadtchen Straußberg ausgebrochen und hat die Absendung eineß
Militär: Commandos dahin vöthig gemacht.

7 BGut gestellte Korrespondenien. Bei dem Berliner Korre⸗
pondenten eines großen englischen Blattes fand kürzlich ein Diner
von 24 Gedecken statt, an welchem unter anderen der chinesische und
der japanische Gesandte Theil nahmen. Wie die „Voss. Zig.“
miltheilt, wurden die Toaste in sechs verschiedenen Sprachen aus⸗
gebracht, und zwar englisch, chinefisch, japanisch, franzoͤsisch, schwe⸗
disch und deutsch, da die Gesellschaft aus Veriretern dieser Nationen
zusammengesetzt war.

Die Stadt Prenzlau hat einen Staatsanwalt, der sich
um das Wohl und die Gesundheit seiner Mitbürger wahr haft ver⸗
dient gemaht hat. Derselbe hat angesichts der Glau⸗ auf den
Lrottoicen und der unterlassenen Beschuttung seitens der Hausbesiger
olgende Aufforderung im Kreisblati erlassen: „In Folge der Eis⸗
zlätte auf den hiesigen Tronoirs sollen iürzliqh mehrere Personen
gefallen sein und dadurch Koörperderletzungen erlitten haben. Im
oͤffentlichen Interesse werden alle Verletzten dringend aufgesordert,
mir dadon behufs strafrechtlicher Verfoigung der betreffenden Haus⸗
besitzer wegen fahrlässiger Korperverletzung schleunigst Anzeige zu
machen. Prenziau, 4. Jan. 1879. dDer kal. Staatsanwalt
Meyer.“

Ausder Niederlaufitß. Vor einigen Tagen ift in
einigen Theilen Niederschlesiens urd der Niederlausitz ein ganz feiner
—A welcher eine graubraune Farbe
halte, lag ziemlich hoch auf dem Boden.

fHerne, 18. Jan. Vor einigen Tagen ist auf der
kmscher · Thalbahn bei Merklinde durch den hier in Herne 7,10
Uhr Abends eintreffenden Kohlenzug ein Brautpaar überfahren und
zetödiet worden, dessen Hochzeit auf den folgenden Tag angefetzi
var. Das Unglüd soll sich an der Stelle eines verbotenen Ueber—
dangsweges über die Bahn ereignet haben.

x.Diesen Kuß der ganzen Welt!“ ruft Schiller entzückt aus.

herr Goldberger in Pest, ein junger Kaufmann, isi jedoch nicht so
bescheiden, denn stalt die ganze West zu küssen, will er sie sogar hei⸗
rathen. Wie in einem Pester Blatte zu lesen ist. hat er fich mit
Fräulein Irma Weltkugel verlobht.

Die ‚Wiener medicinische Wochenschrift“ schreibt: „Das
Erscheinen der Pest in Rußland, die stets um sich areifende Aus⸗
breitung, sowie die erschreckende Mortalität der Ergriffenen hat be⸗
donnen, die allgemeine Aufmerksamteit zu erregen. Rußland bemüht
sich, das Moͤglichste zu thun, um der Seuch⸗ Einhalt zu gebieten,
und wahrlich, es ist die höchste Jeit; denn schon soll dieselbe nach
uans zukommenden Nachrichten bis Rischni · Nowgorod vorgedrurgen
sein. Was nun auch spätere Auftlärungen an der Benennung
richtig stellen, die Thatsa hen stehen bereits fest, daß eine Epidemi
von überaus heftiger Bözartigkeit die Bevöllerung vom Goudern
ment Astrachan bereits mehr als decimirt hat, daß dieselbe ver⸗
heerend über Saratow, die Wolga hinauf bis Nischni ⸗Nowgorod,
fast vor die Mauern von Mozkau schon dorschleppt worden ist, daß
die Regierungtorgane weder die Bösarligkeit, noch die Ausbreitung
dieser „Pest“ rechtzeitig genügend ertannt und gewürdigt haben,
und daß dieselden Organe selber heute vor e'ner riesigen Gefähre
dung der eigenen Bevöllerung bestürzt dastehen. Und diefe Unde⸗
rechenbare Gefährdung bedroht auch alle mit Rußland verkehrenden
Staaten, zunäctst Oesierreich. Schleunigste Anbahnung gleichmäßi⸗
ger Sanitatzmaßregeln in allen beuachdarlen Staaten, welchen die
nämliche Gefahr droht wie uns, und welche, gleich und mit uns,
die Erfolge der Schutzmaßregeln gegen den Allen gemeinsamen
Feind zu sichern belsen können, das sind die zunächst gebotenen
Schtritle. (Nach neueren Berichten aus Altrachan soll, wahrscheinlich
in Folge der zunehmenden Kälte, die Seuche in letzter Zeit abge⸗
nommen haben. Die Abspreerung der Kranken wird jetzt streng
durchgeführt, die Lebensmittel und namenilich die Fisch⸗Fusuhren
zenau untersucht. In Zarizyn wurden gegen 3000 Pud Fische,
welche nicht mehr gant qut waren, verniñiten

Citerarisches.

*Die Gewerbeordnungdes DeutschenReiches
in der durch die Gesetze vom 21. Juni 18690, 12. Juni
1872, 2. März 1874, 8. April 1876, 11. Juni 1878 und
17. Juli 1878 geschaffenen Form. Mit dem Einführungs—
gesetz füt Boyern vowm 12. Juni 1872. Bergzabern 1879.
Verlag von C. Schlitt. Preis broch. 50 Pfig.

Die mehrfachen Abänderungen und Ergänzungen, welche die
deutsche Gewerbeordnung erfahren mußte, haben die Uebersicht über
das in dieser Materie destehende Recht und damit die Handhabung
des Gesetzs wesentlich erschwert, indem nicht nur in verschiedenen

Besetzesbuͤchetn nachgeschlagen werden muß, was Rechtens ist, som,

dern weil auch durch ein Versehen Veraltetes nur iu leicht als ned
        <pb n="50" />
        hestehend angenommen werden lann. Eine Zusammenstellung
Anmmnicher durch die“ rerschiedenen Gesehe bewirtten nun giltigen
Bestimmungen erwies sich sohin als ein Bedürfniß, welches sich
beusor im amtlich n ob nchterůchen oder administrativen —
Jebrauche des Gesehes, als im Privatleben fühlbar gemacht hat;
denn durch die in das gewerbliche Veben lief eingre'fenden Bestim⸗
mungen des Titels Vm uber die gewerblichen Arbeiter ist das
Befet kaum in der Hand eines Gewerbetreibenden mehr entbehrlich,
da im durch diefelben Rechte eingeräumt und Pflichten auferlegt
werden, welche er nothwendig kennen muß. Auch den Bürgermeister⸗
tern, und namentiich ihnen, wird der Drucdk des Gesezes in
einer heutigen Form werthvoll und willlommen jein, weil sie da⸗
nit das geltende Rechte in einem Hefte zusammengetragen besitzen
und so der Muͤht des Nachsuchens, wie der Gefahr eines Fehl⸗
griff˖ s euthoben werden.
—X mesigelesenen Bucher ersreuen sich Jeiner so großen —XD wie

das 110. Auflage erschienene Buch „Dr. Airy's Naturheilmethode“,
welches in fast alle lebenden Sprachen übersetzt in vielen tausend Exemplaren
zerbreitet ist. Daß ein popular⸗medizinisches Buch, welches nicht nur Theorien
nthält, sondern praktische Heilvorschläge ertheilt, wirklich ein Bedürfniß ist,
heweist die enorme Verbreitung diejes nutzlichen Buches. Wir empfehlen den
Lesern dieses Blattes, die verschwindend lleine Ausgabe nicht zu scheuen und
daß Buch anzuschaffen. Dasseibe erweist fich besonders bei ploötzlich eiutreten⸗
hen Kranlheitsfällen als unbezahlbarer Rathseber, zumal wenn Arzt und
Apotheke nicht leicht erreichbar sind. Wir glauben im allgemeinen Interesse
zu handeln, wenn wir Gesunde und Leidende auf dieses durch Richter's Ver⸗
ags⸗Anstalt, Leipzig, gegen Mt. 20 Pf. zu beziehende Buͤch aufmerlsam
machen. Mindeslensdempfiehlt sich die Bestellung eines Auszuges“, welchen
diese Firma überallhin gratis und franco verschickt.

Jeder Landwirhth

part Zeit und Geld, wenn er sich auf die „Deuische Allgemeine
Jeitung für Landwirtdschaft, Garicubau und Forstwesen“, für 1M.
ro Vierteljahr abonnirt. Die „Neue Preuß. Ereu) Ztg.“
chreibtr, , Die Deuische Allgemeine Zeimng für —XE
—

f

Bartenbau und Forstwesen erscheint wöchentlich einmal in Frank⸗
furt' a. M. Dieses Fachblatt ist bemüht, die zerstreuten Körner
der wissenschaftlichen Erminelungen und praltischen Erfahrungen zu
jammeiln und zur rechten Zelit das Richtige für den landwirthschaft⸗
lichen Beirieb zu bieiten.
ANarktberichte.

Zweibrücken, 28. Januar. (Fruchimitielpreits und Victualienmark.
Weizen 09 M. 28 f. Korn 7M. 71 Pf. Gerfjte zweireihige 0O M. — P.
ierreihige 0 M. — s., Spelz 6 M. 20 Pf., Spelzkern — M.— Pf.
dintel M. — pjf., Mischfrucht o M, — f. Hafer 5 WM. 88 j.
rẽcbien — M. — pf.“ Widen 0 M. — Pf., Karioffeln 2 M. 80 Pf.
deu 1M. 80 Pf., Slroh 2 M. — Pf., Weißbrod 1i/ Kilogr. 50 Pf.,
zornbrod 3 Kilogr. 72 Pf., 2 Kilogr. 48 Pf. 1 Kilogr. 24 Pf., Gemischt⸗
hrod 8 Kilogr. 86 Pf., das Paar Wecd 100 GEr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
70 Pf. N. Qual. 66 Pf., Kalbfleisch s0 Pf. Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleisch
36 pᷣf, Butler /a Kilogr. 0 MNes86 Pf., Wein J Liter 70 Pf. Bier 1 Liter 24 Pj.
Homburg, 22 Jan. (Fruchimittelpreis und Viclualienmarkt.) Weizen
—— Pf. Spelzkern — M. — Pf., Spelz 9 M.
pf., Gersie LAreihige — M. — ÿf., Gerste 4reihige 0 M. — Pf. Hafer
6 M. 68 Pf., Mischfrucht 8 M. 0601 Pf., Erbsen O M., — Pf., Wicen
de. — ppf., Bohnen — M. — Pf., Kleesamen — M. — Pf., Korn⸗
zrod 6 Pfund 70 Pf. Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — Pf.
tindfleisch 56 Pf., Kalbsleisch 50 Pf. Hammelfleisch — Pf. Schweinefleisch

50 Pf., Butier 1 Pfund 0 M. 86 Pf. Kartoffeln per Ctr. 2 M. 50 Pf.
Bitte an die Leser!“

Wir richten hiermit an unsere geehrten Leser die
freundliche Bitte, uns über Vorkommnisse in Stadt und
Amgegend, welche sich zur Veröffentlichung eignen, gefälligst
Muͤtheilung zu machen. Auslagen wollen wir gerne zurück
erstatten.

Die Redaktion und Expedition·
Fur die Redaction veranworilich: J. x. Demes.
— —n
Geflügelzucht-Verein Kirchheimbolanden.
Zu der am S0. und 31. März und 1. April 1879
llatifindenden Allgemeinen
Geflügel und VogelAusstellung
verbunden mit
Geefttũgelmarkt und einer Verloosung
bon Gefluͤgel und Geräthschaften beehren wir uns zur Betheiligung
jöflichst einzuladen.
Programme und Anmeldebogen, sowie Loo sesind
nu beziehen durch unsern Schriftführer, Herrn Wanderlehrer Rapp
in Göllheim, an welchen auch die Anmeldungen, jedoch nur bis zum
J. Morz, zu geschehen haben.
Prämiirung durch Geldpreise und Ehrendiplome.
Ala Ehrenpreis gibt die Stadt Kirchheimbolanden. M. 30.
das landw. Bezirtskomite . ⸗ 20.
Jder Verschönerungsverei7 20
Der Ausschufß.
Loaooso à 60 Pfg.
sind in der Expedition dieses Blattes zu haben.

Mobilienversteigerung. 102 Singer ⸗
Samstag, den 25. 1. h sch
M., des Nachmittaus um 2 Uhr, Nãä ma inen
u St. Ingbert, bei Wirth destes Fabrikat — b lligste Preise.
deur i ch auf'm großen Flur, Nadeln und Oel.
aͤßt Nilolaus Noll, Sand⸗ Reparaturen auf's Beste.
ießer von hier, verschiedene noch WEwz Uhrmager,
eue Hausmobilien auf Credit riĩs-a is dem Stadthause.
nersteigern, worunter:
J Nleiderschrank, mehrere
Tische, Stühle und Bilder,
ĩ Udr, 1Glasschrank und
dergle chen.
Hausversteigerung.
nd unmittelbar nach dieser
Mobelversteigerung, Nachmittags
am 83 Uhr, in nachbezeichnetem
dause selbst, läht Helene Hager
ihne Gewerbe in St. Ingbert,
Witiwe zweiter Ehe des allda
Ferlebien Wirthes Joseph Morlo
zuf Zahltermine zu eigen dere
—XWW
Pi Nr. 23380 und 2339.
—
Flache, enthaltend ein zu
St. Ingbert in den Bruch⸗
rechgärten, auf der neuen
Schmelz, neben Ludwig
Morlo und Wittwe Neu⸗
mann gelegenes Wohnhaus
nebst Hofraum und sonsti⸗
gen Zubehoͤrden. 2*
Aus Auftrag
Das Geschäftsbureau
IBechtkold. St. Ingbert.

) Borraͤthig in Gotthold's
zuchhandlung in Kaiser slautern⸗
da dasseide sͤr 1 M. 20 pf
berallhin franco versendet.
die so sahnell beliebt gewordene,
uͤberall als vorzüglich aner⸗
xkanute
Augsburger VAniversal⸗

Glycerin⸗ Seife
von H. P. Beyschlag
st vorrathig in St. Ingber
ei Hrn. Joh. Friedrich.

Durg Umsug von Herrn

Dahlem ist das durch
nenselben bieher dewohnte Haus
u vermiethen und bis 1.

Aptil zu beziehen.

Naberes bei M. Thiery.

ASLLehrlinge süt die

Buchdruck. werden angenommen.
F. X. Demetz.

— ——
— — — —

.
5.

Die ausserordentliche Verbroitung dieses Hausmittels har
ine ebenso grosse ZahI abnlicher Präparate als Nachahmer
nervorgerufen, weleho sich nicht entblöden Verpackung, Farbe
u Tsuette in tauschender MWeise herzustellen. Die Paquete
les chkten Stollwerek'schen Fabrikates tragen den vollen Na-
nen des Fabrikanten und kennzeichnen sich die Verkaufsstellen
lurch ausgelegte Firmen-Schilder.

Annonden für-folgende Zeitungen,
jtremar i i Goenfer Journal,
Nachrichten, wolle man vur Vermeidung von Zeit versũv otete dire et richten an —— —
ιαιν ,

*2 W i roniqueur,
dehweizer Handelszeitung, —o 2e. Freiburg, Oberrh. Kurier,
St. Galler Zeitun —2* oncen Berlin, Mochenschrift. de

lattar ihro Ann
Neuchâte), Union Libéralo, Auaset· erehn diene Firu—— Vereins deutsch. —T
Gazotto do Lausanno. IJ Deutseho Jagd-Zeitung.

——— — —— —— — 2 ——————⏑⏑⏑Û
Druc und Verlag von F. X. Demet in St. Ingbert.
        <pb n="51" />
        St. Ingberler Anzeiger.
— N — M— —nN — — — — —— — — —

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2mal wöchentlich) mit dem Hauptblatte verbundene: Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage)erscheint wochentlich plermalz Diensstag!, Donnerstag, Sunstan und Sonntag. Der Abonnementépreis veträgt vierteliah eliq

A 40 V einschließlich Tragerlohn ; durch die Post bezogen I A 60 4 einschließlich 420 4 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 , von Auswarte
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mii 30 ⸗ pro Zeile berechnei.
M 15. ESonntag/ den 28, 2-rrar

üσααι
1879

Deutsches Reich.

Muünchen, 23. Jan. Die Abgeordnetenkammer lehnte die
Petitianen der Handelstammern von Minelfranken und Unterfranken
betreffs der Amortisirbarleit der Inhaberpapiere ab und nahm daun
rinstimmig die Ausführungsgeseße zur Keichs⸗ Strosprozeßordnung
und zum Reichs⸗Gerichtsbetfassungsgesetz au. Ein Antrag Fric-
hinger's wurde nach lebhafter Debatte trotz der Gegenrede des
Justizministers bei namentlicher Abstimmung mit 79 gegen 63
Stimmen angenommen. (Dieser Antrag besagt: Art. 85dieses VFermischtes.

Besetzes sei zu streichen, Dieser Artilel lauten „Die als Amtsan⸗ Sitt. Ingbert, 24. Jan. Der seit zwei Jahren unter
wälte aufgestellien Gemeindebeamten und deren Stellvertteter, sowie hiesigen Schmelzardeitern gegründete Arbeiter⸗ Hilfaver⸗
die Poltzeikomm sfäre in der: Pfalz sind Hilfsbeamte der Staaus— ꝛin?e hielt am 19. ds. Vits. dehufts Neuwahl des Vorstandes und
auwaltschaft. Im Falle des Bedürfnisses Ihunen auch weitere Ge— Rechnungsablage seine ordentliche Generalversammiung ab.
meinde⸗Beauite und Bedienstete als Hilssbeamte der Staatsauvalt-. Der Verein wurde im Dezember 1876 gegrundet und zaͤhlt
ichaft bezeichnet werden.) J — bis jetzt über 300 Mitglieder.

Aus Berlin schreibt man dem „N. C.“: Was die officidse Dem Verein verbleidt füt das abgelaufene Jahr ein Ueberschuß
Presse bis jetzt aus den Entwürfen zum nächsten Reichshaushalts⸗ hon 622 M. 80 Pf. Der Arbeiter⸗Hilfsverein hat den Zweck,
etat mitgetheilt hat, laͤßt. auf keine Verschlechterung, sondern auf einen Mitgliedern Hilfe zu bieten? Süirbt ein Miiglied, so wird
eine⸗ Erhebliche Verbesserung der Lage des Reichshaushaltsetats dessen Frau oder sonftigen Familienangehbrigen seitens des: Vereins
schließen. Wenn wirkiich die Zolle und Verbrauchssteuern incl. ine nicht unbedeniende Unterftüßzungssumme ausbezahlt.

Aversen, auf 256 Millionen Mark veranschlagt: sind, so reicht daszsdDa Zwed des Vereins; wie die nicht zu verlennende Pron⸗
hierbei erscheinende Plus bon 6 Millionen Mark dazu aus, alle perität desselben weisen ihm eine schone Zukunft au. Fur die
Rüdange und Mehrbedürfnisse in den bis jeht bekannt gewordenen Richtmitglieder von Schmelzarbeilern enthalten fie aber auch die
Civil:Etats zu decken. ernste · Mahnung, dem so edlen Untetnehmen“, das ihren Familien

Bexlin, 28. Jan. Der Reichs Anzeiger schreibt: Der in Zeiten bit terster Trubsal helfend zur Seite tritt, nicht laͤnger
Pariser Weltpostvertrag ist neuerlich auch seitens der Regietrungen sern zu bleiben. n
bon Chili, Hondruras und Liberid unterseichnet worden. Ein Vergleich mit andern Vereinen, bei denen hauptsächlich die

Ueber die Reform des Eisenbahntarifwesens ist nach osfiissen Ardbeiterllasse deireten ist raumen⸗ den Arbeiter:Hilfsberein seines
Berliner Mittheilungen eine besondere Borlage beabfichtigt. Das wohlthätigen Zwecles halber gewiß die erste Stelle ein. Wenn er
Reichseisenbahaamt würde darnach eine Kontrole über die Eisen· seinen Mitgliedern auch eine glaͤnzenden Unterhaltungen bietet, so
bahntarifverhältnifse erhalten und die Reichseisenbahnaufsicht mit der zibt et ihnen doch einen sichern Nothpfennig.

Berwaltung der elsaß⸗lothringischen Bahnen wie mn dem Poste und Der Vorfiand des Deutschen Kriegerbunds“ der in Deuisch⸗
Telegraphenwesen verbunden werden. Mit einem Wort der Ge— and etwa 800 Vereine mit über 75,000 Mitgliedern zählt, hat
neralpostmeister Dr. Stephan soll nach Ansicht der leitenden Berlinetr inen Aufruf an Deutschlands Kriegervereine, deren Freunde x.
Hrrije diese fammutichen Ressorts vielleicht mit einem Minstertitel zerichtet, aus Anloß von „unseres gioßen Karsern goldener Hochzeit
überwiesen er halten. Auch das Reichschazamt soll mit dem neuen im iII. Juni 1879 die Stiftung einer Wi inwen- und Wasenlasse
Traisjahr d. h. vom: L. Aptil ab in das Leben treten und das ur Hinterbliebene deutscher Krieger in?s Leben; zu rufen. VDon
gesammte Zoll⸗ und Finanzwesen des Reiches unter seine Verwal⸗ den Zarmeren Kameraden“, so deißt es zum. Schiuß des Aufruft,
ungnehmen. Der Reichsschahmeister wird unter den preußischen ist der Pfennig auf den Altar der Kameradenliede geopfert, ein
Mitaljedern der Zolltariflamm sion gesucht. (Sudd. Pr.) poher Betrag. Un der Sprhe der Unterzeichner des Auftufs fleht
Aussand. der Generallieutenant z. D. Stockmat in Dessau.

—38 * Am Ahend des 20. ds. brannte in dem Dorfe 9001

Wien, 23. Jan. (Abgesrdnetenhaus.) Bei der heutigen Kanton Kusel) Scheuer und Wohnhaus der Wittwe Theobald
Generaldebatte über den Berliner Vertrag trat u. A. Abg. Hofer Weyrich nieder. Der 60 Jahre alte taubstumme Bruder derselben
namentlich für die Kompetenz des Reichsraihs ein und außerte ferner, and bei dem Brande seinen Tod. Man vermuthet, daß er daß
der Berliner Vertrag sei besser, als sein Kuf, und umer den ge⸗ Feuer angelegt und dann freiwillig darin seinen Tod gesucht habe.
gebenen Verhältnifsen nothwendig gewesen. Ein Krieg mit Rußland 7 Niederfsimten. (Wie alt eine Gans werden kann.)
sei aber auf die Dauer doch nicht zu vermeiden, und —AXD kurzlich eine der Witwe Wolf gehörige Ganß in
müsse deßhalb ein enges Freundschaftabündniß mit Deuischland dem zarten Alter von 28 Jahren 9 Monalen an Att erts hwache.
anstreben. Bor 7 Jahren war diese würdige Gans-Veteranin das letzte Mal

Weaen,, 22. Jan. Die deutsqhe oͤsterreichische Kommission der menschlichen Gesellschaft nuziich, indem sie ihr lehle s Fi legte
jur Berathung der Abwehr der Pestgefahr wird den Regierungen und auch noch ausbrütete. Von da ab wurde ihr das Gnadenbrod
vorschlagen, nebst einet strengsten Quarantaine alle solche Artikel, jereicht. (P. A.)
welche besonders ceeignet sind den Anstedungastoff/ aufzunehmen, * Die „Pfalz. Volleztg.“ erfährt aus zuverläsfiger Quelle,
pon der Einfuhr aus Rußland bis auf Weiteres gänzlich auszu- daß das Gonni he im ser Landgericht mit dem in Kürchheim⸗

ichtießen. botanden vereinigt werden soll. Es hat die Goͤllbeimer Ve—

Wien, 23. Jan. Misdungen der „Pol. Corr.“ aus Kon⸗ ulation also Nichts genußi.

santinopel, 283. ds.: Die Pforte erhielt die Nachticht, daß eine 7 Ueber einen verfuchten Einbruch im Al ze her Bahnhof wird
aus 12 Albanesen bessehende Deputanon ver Liga von Prizrend unterm 21. d. M. geschrieben: Verflossene Nacht gegen 1 Uhr
auf dem Wege nach Konsiantinopel sei, um dem Sultan eine Petis vurde auf hiefigem Bahnhof ein E adruch versucht; zwei Kerle ver⸗
tion um Gewährung mehrfacher die künftige Selbstverwaltung der angten von dem dienfsthabenden Wächter die Schlüssel zur Casse
albanefischen Territorien gewährleistenden Privilegien zu unterbreiten. und als diese derweigert wurden, kam es zur Baigerei, wobei der
— Aus Centinje vom 28. ds.: Seit dem — * der türlischen Wächter eine Stichwunde im Gefichte davonirug. Die Gauner
Towmifsäre haben sich die Aussichten auf eine friedliche Abioide ung uchten, da sie sahen, daß hiet nicht anzutommen war, mit der
der Uebergabe der an Montenegro sallenden bisher türlischen Ge Beretlung: „Wir kommen wieder,“ das Wene.
biete Wesentlich gebeffertt. D .SDer „Land. Anz.“ bringt eine Correspondenz „vom Gebirgꝰ.
Verfarstes, 23. Jan. Depulirienklämmet. Ein Utrag welche dat Üebethaudnehmen ves Sauervurms gewiß nmigt ü
von Laisant (Linles wegen Hetabsetung der militarischen Dürnstzeil Untecht dem Mangel. an Vdaeln woelche die Insechen vertilaen au—
—
—1 — *
———
        <pb n="52" />
        chreibt, welcher Mangel hinwiederum dem Mangel an Baumen
und Gebüschen zuzuschreiben ist — eine Mahnung zum fleißigen
Unpflanzen von Bäumen.
ꝓ. Das diet jahrige Verbandeschießen des mittelrheinischen
Schühßenbundes findet nun in Frankenthal Statt, nachdem
dort jür 3000 M. Garantiescheine gezeichnet worden sind.
'anunbeim, 28. Jan. Auf dem hiefigen Rangit⸗
‚ahnhof stürzte heute Vormittag ein Arbeiter, auf dem Glatteis des
Trittes abruischend, von einem Wagen herab. Durch den sich in
Bewegung befindenden Wagen fand der Unglückliche augenblicklich
sainen Tod, indem ihm der Kopf abgeschnitten und die Brust auf⸗
gerissen wurde. (Taobl.)
pwWeißenfels (rovin; Sachsen), 21. Januar. In
dützen, drei Stunden von hiec, ist gestern die Rinderpest amtlich
tonslatirr worden. .4 (Magddb. 3.
4 Wien. Die Nordbahn hat (wegen der Pest in Rußland)
den directen Wagenverlehr zwischen Wien und Waꝛschau eingestellt.
4Charkow, 22. Jan. In Folge eines bereits drei⸗
ägigen, 68 heftigen Schneegestobers ontde der Betrieb der Charkow⸗
nfower Eisenbahn heute eingestelle. Mit der Befreiung des Bah⸗
tdrpers von Schnee sind 7000 Arbeiter beschäfitgt. Aus Pultawa
wird berichtet, daß dort ebenfals der Verkehr eingestellt wurde.
nuf den Bahnen von Sebastopol nach Moskau und Kurdk ist der
Verkehr Außerst erschvert.
7 In Merito, zwischen den Städten Puebla und Vera⸗
crnz7 ist dieser Tage ein kühner Eisenbahnraub volliuhrt worden.
Fiwa ein Dutzend Briganten nahmen in einem Waggon dritter
Tlasse hinter dem Gepädwagen, in welchem sich 28,000 Pfd. St.
esanden, Platz, koppelten dann, als der Zug in Fahrt war, die

hinteren Waghons los, und zwangen den Locomolivführer, weiker⸗
jufahren bis zu einer Sielle, wo 28 berittene Maͤnner aufgestellt
aren und Halt geboten. Alsdann wurde das Geld auf Maulthiere
geschafft, und der Zug, von dessen · Personal ein Mann getödtet ein
anderer schwer verletzt war, seinem Schicssale überlassen.

7 Von Florida lommt die Miltheilung, daß das Meer
an der Kuste bis auf eine Strecke von 150 Meilen (engl.) in den
Volfstrom hinein so vergistet ist, daß alle Fische in dem Bereich
sterben und ihre Leichnome zu Millionen auf der Oberflaͤche treiben,
bie gisßlen AÄrten, selbst Haifische nicht ausge nommen, Die Luft
ist von dem Gestank verpesiet und der Fischhandel zwischen Florida
und Havannah stockt gaͤnzlich. Die einzigt Erklarung für dieses
Phanomen ist, daß das Gift durch die Landgewässer in das Meer
eingeführt wird. Eire Untersuchung ist im Gang.
Gefundheitspflege. Auf die vielfachen in letzter Zeit
an uns gerichteten Anfragen, theilen wir hierdurch mit, daß sich
das aulleinige Depot des weltberühmen Brust · Karamel· Extraet
VHtaria Benno von Donat in unserer Stadt bei Herren
Jean Peters befindet. Wie wir hören, beträat in Deutschland
der Preis für 1 großen Carton 50 Pfj., jür 1 Flacon 1 Mark.
6 —* von æ A Vo. in Breslau.

huste⸗ 9 —X nmAonię Xranter Mala· Extraet u. MVaramellen.
Jeder Husten kann höchst gefährlich werden. Kein Hustender dar

eßhalb ganz sorglos sein. Wir machen darauf aufmerlsam.
Zu haben in St. Inabert ba derrn I. Friedrich.
A. gtrevolor in St. Johann a ä sear.
wm* Ecke der Bahnhof⸗ und Dudweilerstraße. ——

egen * 3 7 34 * —

Gänzlicher GeschäftsAufgabe

ebe meine jammtlichen e —V und zu ode waar en einem *
— zu sehr reducirten Preisen —
auzgesette IJ 4.
BGtreveler, St. Johann, Lcke der —W und de
vxx Die ganze Laden⸗, sowie vollständige Gas⸗Einrichtung ist nach Räumung des Lagers billig
3—eẽ. x.
Bekanntmachung. 48entur
Zufolge Entschliekung hoher
a1. Regierung der Pfali dom
I. ds. Mis. hat die Erhebung
er Steuern pro 1879 sofort
u beginnen, was hiermit bekannt
zemacht wird.
St. Inabert, 28. Jan. 1879.
Das Bürgermeisteramt:
Custer.
Irbeiler⸗Bildungs· Verrin.
Montag den 27. Januar
General versammlung
Tagetbordnung:
1. Rechnungkablage.
2. Neuwahl.
Der Vorstand.

von
Landwirthschaftlichen⸗ v.

Näh ⸗Maschinen
iler Eysteme zu den billigsten
Fabrikpteisen. Mehrjdhrige Zabl⸗
ungstermine, sowie Garantie
werden zugesicher bei

ac. Weiagerber.
Stationsbeklebzette
billigsft bei F. X. Demetz
Ofner Rakoczy-Bitterwasser.
Das reichhaltigste aller Bitterwässer⸗
Ausgezeichnet dur v die Allerhöchste Anerkennung Sr. Maj.
des Haisers von Oesterreich, Königs von Ungarn ꝛc.
d. d. königl. ung. Landes Alademie als an wirklich heillräftigen
Salzen die reichste And wirksamste aller bisher be⸗
kanuten Bitterquellen befunden nut Z Medaillen pteisgekrönt.
Das beste und zuverlässigste Mittel gegen habituelle Stuhl ver⸗
haltunz und alle daraus rejuiurenden Krankheiten ohne irgend
welche üble Rachwirkung auch bei Jangerem Gebrauch
Haupt Depot bei Herrn Jean —X in St Svbert.
De Niederlogen werden uberall erricht ˖·t.
— ,——⏑⏑—— Gebruder Lever
V— .

WMasken⸗
nzüge
nz neue
Ausleihen
i
—XC

Montag 3. Februar
Jahrmarkt
in St. Ingbert.
Maschinen⸗Nadeln
per Stuc 12 Pf., beim Duß.
1 M. uu haben bei
G. Linn.
———— — —
Feir ster Lofodinischer
Dorsch·seberthran
von A. Sard mann
in Emmerich,
wegen seiner Gute und Wirksam⸗
teit allseitig von den Aerzten em⸗
pfohlen, if siets vorraͤthig in
—— 1 Mark in
St. Ingbert bei J. Fried⸗
rich/ in Zweibrücen W. Anug.
Seet, in Domburg bei W.
Simon.
Allgemeine Wechsel
znd zu haben in der
Zuch⸗ 48ESteindruckerei
R
⏑ — — — — —————— —— “
Drne e vor 8. X. Demetz in St. Ingbert.
— Sontanaahklatfét“ Ne. M
        <pb n="53" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich) mit dem Hauotolatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei—

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donneerntag, Sunstif uud Sonntag. Der Abouuementspreis betragt vierteliahrlich

A 40 BA einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen I M 60 B, einschließlich 40 B Zustell zebühr. Anzeigen werden mit 10 , von Auswaärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neeclamen mit 30 B pro Zeile berechnet.
AM 16. Dienstag, den 28. Januar

18579.

Deutsches Reich.

München, 24. Jan. Dem Vernehmen nach hat zwischen
einer Anzahl Abgeordneten von beiden Kammerparteien heute eine
vertrauliche Besprechung über den Eisenbahngesetz⸗ Entwurf stattge⸗
funden und soll es gesungen sein, über die zu erbauenden und in
den Gesetz-Entwurf einzusiellenden Linien eine Verständigung zu er⸗
ielen.
Mäunchen, 25. Jan. Die Eisenbahnlinien, über welche
sich eine Anzahl Abgeordneter aus beiden Kammerfraktionen ver⸗
ständigte, würden, wie man dernimmt, für das nächste Jahr einen
Bauaufwand von 88 Millionen Mark erfordern.

Man telegraphirt der K. Zia. aus Berlin vom 24. d.:
Es datf als sicher angesehen werden, daß die Reichsregierung dem
Reichsstage abermals eine Vorlage überanderweite Besteuerung des
Tabaks unterbreitet wird, und zwar dem Anscheine nach der Richt⸗
ung der im vorigen Jahre abgelehnten Vorlage.

Das B. Tagebl. meldet: In Frankreich fängt man an, gegen
die Squz ollströmung zu reagiren, welche sich auf dem Konlinent
Furobas seit Jahresftis so hervordrängt. Unser Pariser CKorre—
spondent meldet, daß ein langer und Aufsehen erregender Artkel
des Journal des Débats den Vorschlag macht, man möge eine
mittel europäische Zoll⸗Union. nach dem Vorbilde des in Preußen
einft für Deutschland gestifteten Zollvereins, ins Lehen rufen.
Wenn diese Idee, welche der Volkswirth des augesehensten fran⸗
zoͤsischen Blattes unter das Publikum warf,, ihten Weg macht, so
muß sie für unser Aller Zukunft von der weittragendsten Bedeut⸗
ung sein und es wäre wohl zu wünschen, daß auch deuische kom⸗
petente Maͤnner sich über die Lebensfaͤhigkeit dieses verlokenden und
destechenden Planes äußerten.

Die Eisenenquetekommission hat die Feststellung ihres Berichtes
an den Bundesrath beendigt und zwar ohne Anträge bezüglich der
Wiedereinführung der —ALI

* In einem Kommissionezimmer und in den Restaurations⸗
tdumen des preuß. Abgeordnetenhauses fand dieser Tage eine
Btobe mit elektrischer Bereuchtung statt. Dieselbe soll zur allge⸗
Jemeinen Zufriedenheit ausgefallen sein.

*Wie das Berl. Tgol. hört, haben von den preußischen
Universitäten nur Greifswald, Kiel um Koͤnigsberg sich für Zu⸗
assung der Realschulabiturienlen zum Studium der Medizin aus⸗
gesprochen. ä

Unläßlich der letzten päbpsllichen Encyklila gegen den Sszialis⸗
mus und Communismus sollen im Vatikan Drohbriefe aus ver⸗
chiedenen Theilen Europas seiteng der Internationalisten und
Sozialisten angelangt sein; es wird versichert, der Vaukan werde
dMese Briefe zur Kenniniß der interessitten Regierungen bringen.
So meldei das Woiff'sche Büreau aus Rom und wir müssen dem⸗
jelben die Verantwortung überlassen.

Ausland.

Paris. Die „Republique francaise“ meldet, daß die
Armeecorps:Commandanlen Genetale Bourbati, Bataille, Ranson
and Lartigue ihrer Commandos enthoden ad zur Dieposition ge⸗
stellt seien. (Es ist dies ein Zugestandniß des neuen Kriegs—
ministers an die Republilaner, denen die nonarchistische Gesinnung
dieser Generale laͤngst ein Dorn im Auge war.)

Paris, 26. Jan. Die „Agence Havas? meldet aus Pera
om 25. d.: Der Sultan ist krank.

Londonu, 26. Jan. Nachrichten aus der Kap Kolonie vom

Januar bestätigen, daß der Krieg der Engländer mit den Zulu⸗
caffern beschlossen ist. Die Eröffnung desselben sollte am II dse.
—X

Anlaßlich des berorstehenden baldigen Abmarsches der rusuͤschen
Armee ist nach der „P. C.“ von General Tolleben der Befehl
an die betheiligten Lommandanten ergangen, die Abrichtung der
Diliztruppen in Bulgarien und Kumene, mit gedßter Euergie zu
deschleunigen. Hiemit steht wohl im Zusammenhange, daß fort⸗
wdaͤhrend neue Aushebungen von Mannschaft stattfinden. Die ein⸗

gerückten Relkruten werden einem monatlichen Abrichtungsturnus
merzogen und dann je nach Umstanden theils beutlaubt, theils

noch einige Wochen zur Uebung in größeren Rorpern zurückbehalten.
Man schaͤtzt die tis heute einexerirte bulgarische Mannschaft auf
100,000 Mann.

Bermischtes.

*Si. Iungbert, 28. Jan. Die gestern Abend stattge⸗
habte Generalversammlung des Arbeiterbdildungsber—
ein s behufs Neuwahl der Ausschusses und Ablage der Rechnung
ür 1878 war ziemlich zahlreich besucht. Die bisherigen Pitglieder
des Ausschusses wurden sämmtlich wieder gewählt. Aus der Jahres⸗
rechnung pro 1878 theilen wir mit, daß das Vermögen des Ver—⸗
eins an Depositengeldern orschußberein), Mobilien und Bulchern
etwas über 1000 Mark beträgt. Einen ausführlichern Bericht über
die Thätigleit des Arbeiterbildungsvereins im abgelaufenen Jahr
werden wir in naͤchster Nummer oringen.

f Warnend machen wir das Publicum darauf aufmerksam,
auf die eingeschriebenen resp. mit Geldwerth deklarirten Vriefe nicht
wie allgemein üblich, einen in das Auge fallenden dicken Strich

— zu ziehen, da schon mehrfach borgetkommen, daß
ziese geschlossene Kinie Veranlassung zu einem derbrecherischen Er
jffnen des Briefes gegebden hat, indem mit einem feinen Messer
dem Steiche entlang gejchnitten und der Inhalt beruubl worden,
dann wieder zuzellebt und der Tintenstrich nachgezogen ist.
Bar keinen Strich zu machen, ist indeß ebensowenig empfehlenswerth,
da die vorbeschriebene Manipulation sich eben so gut vornel men unb
alsdann durch eine gezogene dicke Linie verdecken läßt. Am besten
st demnach einen Strich in Schlangenwindungen zu machen.

FVersicherungswe sen. Weiche achtunggebietende

Stelle die Lebensverficherung heute im wirthschaftlichen Leben der
Jroßen Kulturvöͤller einnimmt, zeigt das von Jahr zu Jahr um
diele Millionen wachsende Versicherungskapital der Lebens-Versicher⸗
angs-Anstalten. Am Schlusse des Jahres 1877 waren bei den
52 Deutschen Gesellschaften 2,813910 Mill'onen Mark, bei 109
Englischen Gesellschaften 7,907 810 Millionen Mark, bei 13 Fran⸗
ͤsischen Gefellschaften 1,2998/10 Millsonen Mark, bei 34 im Staate
New York zugelassenen Ameritanischen Besellschaften 6,224 10 Mill.
Marke, bei allen Geselschaften dieser vier Länder zusammen
17,9452/10 Millionen Mart Kapitalien auf den Todes und Le—
zensfall versichert. Von dem gesammten Versicherungsbestande der
32 Deutschen Gesellschaften fallen auf die einzelnen Deutschen Ge⸗
ellschaften sehr ungleiche Antheile; j. B. der größten Preußischen
Besellschaft, der »Ger'mania: in Stettin, gehoͤrten Ende 1877
allein 126,098 Personen an, auf deren Leben bei dieser Gesell⸗
jchaft Kapitalien im Gesammtbetrage von 220,504 303 Mark und
127,48868 Mart jährliche Rente dersihert waren.

tDie bayerische Armee ist in der dem Reichsmilitär⸗
etat beigegebenen Uebersicht über die Etatsstärke des deumschen Heereß
aufgeführt an Infanterie bei 18 Regimentern mit 1053 Offizieren,
80,033 Mannschaften, 108 Miliärärzten, 87 Zahlmeiflern, 54
Büchsenmachern, an Jägern bei 4 Bataillonen ma72 O firieren,
2204 Mannschaften, au Kovallerie dei 10 Regimentern mit 256
Difisieren, 7182 Mannschaften, 6890 Dienstpferden, die dayerische
Artillerie⸗, Pionier⸗ und Trainslärke ist nicht besonders hetausge⸗
hoben. In besonderer Formalion zählt Bayern 87 Offiziere, an
nicht regimentirten Offigseren 290.

F(Aus dem Gericht sfana de.) Der 21 Jahre alte Stein⸗
hauer Peter H. von Oberwüuͤrzbach kam am Abende des 22. Sept.
adhin mit einem Mädchen in die Becker'iche Wirthschaft allda.
Eiwas später kam der 20 Jahre alte Tagner Heinrich H. von
Doderwürzbach, ein entfernter verwandler des Peter H., ebendahin.
Als er den Letßteren dei dem Madchen, um dessen Gunst er sich
schon früͤher, aber vergeblich, beworben hatte, sißen sah, fing er,
von Eiferfucht geplagt, sosort über die Familie des Peter H., der
sich ganz ruhig vechieit, zu schinpfen an, jerschlug einige Glaͤser
und benahm sich so ungeberdig, daß einige anwefende Gaͤste ihn
padten und voc die Thüͤr zu schaffen fuchten. Es gelang ihm
iber, sich von diesen loszureißen, worauf ecr auf den ahnungtlos
dastehenden Peter H. zusprang und diesem mit kinen Messer, das
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        er rasch gezogen haben mußte, einen Stich in die Bruß versetzte, nicht zu beklagen. An derselben Stelle ist vor einem Jahre auch
der in die rechte Lunge eindrang und höchst gefährlich war, jedoch Jein Schnellzug verunglückt. g
aach zweimonatlichet Krankheit glücklch verheilte. Der Beschuldigte, Bergzabern. Man muß sich zu belfen wissen. In
ein roher. raufluftiger Geselle, wurde vor dem Zuchtpolizeigerichte Ingenheim kam der Fall vor, daß eine Dienstmagd die Haare
zu Zweibrücken zu einem Jahre Gefängniß und wegen groben Ure vom Schweife eines ihrem Dienstherrn gehörigen Pferdes abschniit
ugs zu weiteren acht Tagen Haft verurtheilt. (Zw. 3.) und fich damit einen prachtvollen Haarzopf feriigte. (G. A.)
7Hornbaq, 24. Jau. (Unglücksfall.) Eine hiesige pVBom Höcherberg. Am votigen Montag wurde der auf
zrave, fleißige Familie, de ihre Kinder steis unter Aussicht hat, grube Ziehwald beschäftigte 29jährige Bergmann Trautwmann von
derlot gestern auf eine schreckliche Art ein 32 Jahr alles desundes höͤchen von einer herabsturzenden Steinmasse erschlagen. Der Ver⸗
iund schoͤnes Bübchen. Zur Erwärmung von Milch für ein kleines ingiückte blieb auf der Shulle sodt. Derselbe binterläßt eine junge
Schwesterchen des verunglückien Kindes gebrauchte die Multer eine Wittwe und ein Kind.
Spiritusflamme; ihre turze Abwesenheit benützle der kleine lebhafte Aus einem talienischen Siandesamt. Bräutigam und Braut
Junge, zündete den Spiritus an und fügte, da ihm die schͤne reten ein, ihnen folgt eine Anzahl Zeugen. Der letzte der Ein⸗
Flamme gefiel, noch Spiritus bei, bis das Gefäß überlief und retenden läht die Thür offen. Der Siandesbeamte macht ein
seine Kleider Feuer fingen. Der Vater, durch das Geschrei herbei⸗ orniges Gesicht und fährt den Herrn an: „Wissen Sie nicht, daß
gerufen, fand sein Kind in Flammen; er umhüllte es schnell mit der Akt hier keine Gültigkeit hat, wenn er nicht bei geschlofsenen
Tüchern, wobei et sich selbst nicht unerheblich verbrannte; leidet Thüren vollzogen wird 32 Der Angertdete mit begütigender Miene:
aber war Alles ersoiglok. Das arme Geschöpf erlag in der fol⸗ „Entschuldigen Sie, mein Heir, der Bräutigam ist mein Freund,
genden Nacht unter fürchterlichen Schmerzen. Möchlen die Eltern ind Freunden muß man bei solchen Gelegenheiten eine Hinterthür
uͤch doch diesen Fall zur Warnung dicnen und unter keinen Um-⸗ »fen lassen ....
tanden die Kinder mit Feuer spielen lassen! (Zw. 3.) 7 Aus Warschau wird mitgetheilt, daß dort, wie Aber⸗
f Eiun in den Wirthschafislokalitäten der Aktienbrauerei Kaisers⸗ daupt fost im Generalgouvernement der Weschsellande, das russische
autern verfuchter Einbruchsdiebstahl wurde durch die Wachsamkeit —XV amerikanische fast ganz verdtängt hat. In Folge
Anes klemen Hundes hereilelt. Dem Einbrecher gelang es, zu zes Zolls stellt sich der Preis des russischen, meist am Caspischen
euttommen. Meere gewonnenen Petroleums billiger, als der des amer kanischen.
Neustadt, 25. Jan. (N. Zig.) Aus der Wolbung des
Tuunels „Kopiel“ zwischen Weidenthal und Frankenstein oͤste sich
in Folge des Thauwetlers ein mächtiger Siein los, der das Geleise
n Tunnel versperrte. Ein gestern Nachmittag daherbrausender
Suterzug kollidirte mit dem Steine dermaßen, daß die Lokomotive
und das Geleise stark beschädigt Iad einige Wagen lädirt wurden.
Der Zug mußte auf ein anderes Geleise geleitet und durch eine
tequirirte Maschine weiter gefahren werden. Groͤßeres Unglück ist

Fur die Redaction veraniwortlich: F. XR.Demens.
——— ⏑—
28 e⸗Nichtꝰ von L. H. Pietseh &amp; Co- in Breslau,

Rbv 7 iũ Honig Rruuter - Male· Lxtrabt und -Caramellenꝰ).

Anerkennung. Ihr Honig Krauter⸗Malz⸗ Extralt hat bei mir, wie auch

meinen Kindern vorzüglich bei Husten, Lungen-⸗Catarrh und

euchhusten gewirkt. Paul Meauller, Kaufmann, Neumarkt i. S.
j Zu haben in St. In abert. bei Herrn J ˖ Friedrich.
—
Geflügelzucht⸗Verein Kirchh eimbolanden.

Zu der am S0. und 31. März und 1. April 1879
datifindenden Allgemeinen

Geflügel und Vsgel⸗Ausstellung

derbunden mit
Geslügelmarkt und einer Verloosung
von Geflugel und Geräthschaften beehren wir uns zur Betheiligun⸗
höflichst eitzuladen.

Programme und Anmeldebogen, sowie Loose siud
zu beziehen darch unsern Schriftführer, Hertn Wanderlehrer Rapp
n Göllheim, an welchen auch die Anmeldungen, jedoch nur bis zum
I. Mörz, zu geschehen haben.

Prämiirung durch Geldpreise und Ehrendiplome.

Als Ehrenpreis gibt die Stadt Kirchheimbolanden. M. 30
. das landw. Bezirkskomite . 4 20
Jder Verschönerungeöverein 20

z0 * Ausschufs.
8
Blattes zu haben.
Derg Umzug von Hertn
Dahlem ist das durc

tenselben bisher dewohnte Haus
zu vermiethen und bis
April zu beziehen.

Naheres bei M. Thiern

Liecitation.

Hlaser in St. Ingbert zum Vor⸗
unde und den genannten Bur⸗
zey zu m Nebenvormunde haben
St. Ingbert, 26. Jan. 1879.
Q. Auffschneider,
Amis verwejer

donnerstag, 18. Fehr.
aachsthin, Nachmitiags 2 Uhr,
unSt. Ingbert, in der
Wirihschaft von Ferdinand Ober⸗
hauser. wird darch den hiezu ge⸗
cichtlich beauftragten Anusver⸗
weser des lgl. Notar Franz
Sauer in St. Ingbert, die
nachstehend beschriebene Liegen⸗
schaft, zur Gůtergemeirnschaft
zwischen Karl Schütz, weiland
Vlaser in St. Ingbert und Wil⸗
helmine Ruhn gehörig, der
Abtheilung halber, offentlich an
den Messtbietenden zu Eigenihum
dersteigert:

Pl. Nr. 41, 68 qm Flache,

porauf ein in der Stadt
St. Ingbert im Müuhlen⸗
gäßchen gelegenes Wohn⸗
haus mit Hofraum, dahinter
defindlichem Anbau und
sonstigen Zubehörden neben
Ferdinand Oberhauser.
Eigenthumer lind:

. Wittemine Kuhn, durch
Irtheil des tgl. Bezirksgerichts
Zweibrücken interdicitie Wittwe
Jon Karl Schütz, welche den
Peter Schütz, Schiosser auf Grube
Dechen bei Neunlitchen zum Vor⸗
munde und den Friedrich Kuhn,
Bergmann in Sulzbach zum
stebinvormunde hat .
2. Magodalena Schütz, Che⸗
rau von Heinrich Burgey, Ger⸗
ger in St. Ingbert. r

3. Philipp Schütz, Eisenbahn
hediensteter alldo.

. Zarl Schüß, Schreiber auf
Irube Dechen bei Neuntirchen.

5. Die minderjährigen Kinder
der Eheleute Schütz a. Charloite,
d. guise, e. Fredrich Schütz,
velche den Nilolaus Schük.

Stammholz⸗
Versteigerung
nus Staatswaldungen des kgl.
Forstreviers Neuhäufel.
Dieustag. 4. debr. 1879
u Homburg vei Gastwirth
Cappel.
Schlage: Nesselsrhal und
Nesselssverg.
16 Buchen Stämme 2. Classe
190 3.⸗
Die Versteigerung beginnt nach
Dderjenigen vom Reviere Jägers⸗
zurg.
Reuhäufel, 23. Jan. 1879.
Der kgl. Oberfoͤrster:
Mörschel.

;
Looso à
sind in der Expedition dieses
e empfiehlt sich

zum Ertheilen voa Unter⸗
richt in Clavier, Flöte, Violine
und Gesang.

Gefl. Adressen nehmen entgegen
die Herren Seiter und Prof.
Schlick, sowie der Unterzeich⸗
sete in seiner Wohnung bei Hrn.
Phil pp Munzinget.

G. Schadewitz,
Directior des Vußsitvereins.

XXσäÄäô äæu äÑÇ

—
A ——
A Wer an Gicht. Rhtnmatiawus oder
Erkaunngskrankheiten leidet, verseht
sich mit dem in weiter Auilaae
ichiener⸗n Ruche:
oren — —
*——
— —— — 77
Dies vorzugliche, rausendfach ve·
vnhrit und leicht zu befolgende An⸗
eitungen zux Seibsibehandlung u
deuung vbiget Leiden enthaltende
Zuch sollte in teiner Familie fehlen
Ind namentlich. kein an Gicht oder
Aheumatismus Leidender versäu⸗
A. vasselbe zu kaufen Viele
rautke, die vorher Alles vergebens
gebraucht, derdanten den Anleitun⸗
gen dieses Buches die ersehnte Hei⸗
ing —Prospect auf Wunsch vor⸗
her aratis u. sr. durch Th. Hoben
n eriona und Sasel.

dierekrebe

Bruet· Bonbons
ine nach äretlicher Vor-
tehrift bereitete Vereinig-
ing von Zucker und Krau-⸗
xtracten, welehe bei
Jals- und Brust- Affectionen
bedingt wohlthuend wir-
cen. Naturell genommen
ind in heisser Milch auf-
gelöst, sind dieselben Kin-
üern wio Erwachgsenen zu
smpfehlen.

Vorrathig in 8t. Ingbert
ei J. J. Grewenig und bei
J. Vm ir-

— —
Briefnanpier
mit FPirma, zu Ceschaftsbriofen
in achöûnen veraierten
Sclriften,
Vonogrammeèe, Viniteon-
Tarten ete., werden raseb
and vbillig angefertigt in der
Buch- und Steindruckero
Demmnotæ.
8t. ingbert.
— — — — — —— — — —
Dd in Verlaa von F. X. Demetz in St. Ingbert.

Preis 30 Pf. vorrathig in ñ
otihold's Buchhandlung in Kai
erslautern, welche dasselbe gege
30 Pf. in Briefm. iranco uberaslb
versendet.
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        — 2 22238
858232 283228 *5 22*25
23422— 22 3 —3 5—388 2.* — 35— 23
222 5 23. —222 * ——— 5* ——— 9 2
232228 ——2522 55322 2 — 2 2 —
—A— 333553 —22 333253 57 5322 32388* 32823 232338
— * 532* * — 25 —A * —
s 352 23333333358* 328238 233 253388 38 8—— —5*53
—B s323—533257 —A — —A— 25582
2* 2 8 —*7* 8 58 22 2.5 53224⏑ 854 23
5 2 * 553358253* — — —3 ——— —55 *5 *—S25 33558
* * z23532BS 52 83* 2 735 «38323 5323 53255
—255 22328 353233385 J 2332333535
3368 53285 25 — 2 2 255— —5z533532 —235327—
2 558 8 5*5 A — 35* *5* ——— 205
* 8 X * — 2* — —
25353 232*2 — —* —328 223523383 ——
525 — — ——— *2 . *83.32275 — * 2* ——
322 5 —— — ——— 38 —5823883358 5328 388
52225 283532 283 28 52* —z3382—2 233 55822
385 *322 55 *2228 —— —— 22.3 —A —— z33833 —„5233
— * —2 — 23 22 — 2 —* — 8 —— ꝓꝛ
— ———— 535 3 5 53238 53533.8 5 525336 5252
3
222* ——233 — 2—z3 55835 2 W 3 —53c833 —— 8 22
282. 58 3 —s2532 535222358 — 52 *23 —
3 —57 — 525 2 * * 222 22252 2113 25*
*c * 2 8 —8* — ——— 8 2 2 25*6 ———
— — * 20 . 533 —— 2 — —5283238 59 —2 28 —38 —A —
8*8 32 5527 A— *2 — 2 5 25c 5222822 BS—2
57 55* 356 * 2 —X — 2 — 222 22 . 2 s? 2
55*223327 32 232*2 3582237 BB253338 52 8**
— * 28 22. 32 —m — — 2
33 se ge 33 3333
— * —28 —
—— —— — —33360 553373338
5———23332 — 233335 »55 —
— — 32 — —— * 8 —2— 223 582
5 — a —
252 *22322 283523 —A —
23455 28258
7
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—A — 228385 * ———
—— 252855—2558 *52 — —A———
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5 3n53 — 8 8 *
—— — — 52533 2357333 238 33835 s52735 552232
—22 — — 7 * — 8— —
— 33 72388—335 ——
8 * — — * — 2*8* 7
— 22 8* 5323 — —5228 2 2 23 —s— 5 2
2 222 — — 82 2 * 228 —— EI7 25 *53
— — E5582 —— 5353358 —— 3288 23328
—— —5—23 —383 232 5358332
—A ——25223 285— 525365833 58 22235— 5* * 2 55352
— 532322 * —— 2522 —— 258 * 3—58 222322
27 * 2 — *5237—253535— — — 2 88. 232382
228—3238 * — — —E352 — —428 8 R —
3.*2 28. e 5 23 — ñá—3 — —0 2*
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*225 ——2 2— 222. —3— 522535 5 8 — 2 8 —; *
— 324 * 222 * T —2* * — 5 *7 J 25
25—523222 —A 252 52282 —— ——— —* — —
55352555 — 8* 2z233.759 8335333 22 2232858
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7. 32 32.* 28 538* 23532223—58 —2 — D233 55555
525222 — S3 2287232 — * —25232555 —A * — —— 5328
* 2 8* —F 235225 3z3X2 85S538 ** — 5 26
—A — —— 235— 353 53 3 8233325* 225*3 »3 5 — 3 —358—5 55*20
* — 2 — * * S? 22 * 55255 — ———
2833732—232 — — *5*8* ——
2 aca —— 53. 5 8 —8 2 — 8* — ——— 5* * 2 E2
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5233 252255 58 — 22833 333—355 * —xXE e MEE
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        St. Ingberler AAnzeiger.
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mil woͤhhentli h) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗—

age) erscheint wohentlih viernal: Dieustag, Dontersstaz, Sunstagr nad Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

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mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neela nen mit 30 pro Zeile betechnet.
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Donnerstag, den 80. Januar

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Deutsches Reich.

München, 27. Jan. D'e Kammer der Reichsräthe nahm
einst'mmig die vier Ausführungsgesetze zu den Reichsjuftizgesetzen au—

München, 28. Jan. Das Münchener Fremdenblait“
hört, daß Prof. v. Pettenkofer gestern im Auftrage der bayerischen
Regierung behufs Verabredung rascher und energischer Maßregeln
degen d'e Verbreitung der Pest nach Berlin abgereist ist.

Dem „Pf. K.“ wird unterm 28. Januar aus München
geschrieben: Der Gesetzentwurf in Beireff der Befleuerung der
Wanderlager ist heute an das Präsidium der Abgeordnetenkammer
gelangt. Wie ich vernehme, sollen darnach die Wanderlager nach
der Dauer des Geschäftsbetriebes derselben aa einem Oit derart
besteuert werden, daß bis zu einem vierzehntägigen Aufenthalt ?4,
bis zu 30tägigem Aufenthalt die Hälfte, bei einem Aufenthalt über
30 Tage das Ganze der Jahressteuer (Gewerbesseuer) zu entrichten
sein wird.

* Durch kaiserliche Verordnung ist der deulsche Reichsstag zum
12. Februar einberufen.

Die am 20., 21. und 22. Juli v. Irs. im Deutschen Reiche
stattgefundenen Sammlungen der Wilhelm⸗Sdende haben mit den
nachträglich, insbesondere von Deutschen im Auslande eingegangenen
Beiträgen, nach Abzug der jür Drucksachen, Potti u. s. w. ent⸗
dandenen Kosten, einen Reinertrag von 1,749, 780,87 M. ergeben.
Diese Summe ist bei der Preusischen Seehandiung zinsbar angrlegt.

Ber lin, 27. Januar. Die Nationalztg.“ erfährt im Ge—⸗
gensatz zu anderen Angaben von wohlunterrichteter Sei'e: Das
preußische Slaatsministerium sptach sich gegen das Tabakmonopol
und für die Gewichtssteuer aus und überlies dem F nanzmimister die
Ausarbeitung der betreffenden Vorlage.

* Am 27. de. begannen in den Ausschüssen des Bundesraths
die Berathungen über den Bericht der Tabak⸗Untersuchungs⸗Com⸗
mission. Dem Resultat derselben sieht man mit Spannung entgegen.

Berlin,, 28. Jan. Heute fand eine Sitzung des Bun⸗
desraths Statt, in welcher sich derfelbe mit der Berathung der
Maßregeln gegen die Einschleppung der Pest beschäftigte.

Ansland.

Wien, 27. Januar. Alle russischen Dampfschiffe mit den
Ranonen, sowie die Schleppscheffe, welche während des Krieges in
der Donau stationirt waren, sind Serdien zum Geschenk gemacht
worden.

Wien, 27. Jan. Zußjßolge eingeleiteter Vorbesprechungen
ist die Erwartung berechtigt, daß auch Italien den deursch öster⸗
reichischen Beschlüssen, bezüglich der Abwendung der Pestgefahr,
beitritt. Auch mit anderen Mächten werden Verhandiuungen
zeführt.

Die lerbische Vollsvertrelung, die in der vom Berliner
Kongreß geregelten Judenfrage zuerst die Absicht hatte, den euro⸗
paischen Großmächten ein kolossales: „wir wollen nicht“ entgegen zu
schleudern, hat sich zu guterletzt noch besonnen und die Regierungs⸗
dortlage, betreffend die Aufhebung des Verfossungsartikels, welcher
die Juden in Bezug auf die denfelben zustehenden bürgerlichen Rechte
beschränkt, eiastimmig angenommen.

—Frankr eich scheint wieder einmal vor einer Krisis zu
slehen. Die Majorität der Deputirtenkammer verlangt Veränder⸗
ungen in den Oberlommandos der Armee. Schon sind mehrere
monarchistisch gesinnte Generale d'esem republikanischen Verlangen
zjum Opfer gefallen. Marschall Mac Mahou glaubt damit genug
gethan zu haben und erklärte, er werde eher seine Entlassung neh⸗
men, als in dieser Frage noch weiler nachgeben.

Der Praͤsident des Schwurgerichts in Neapel Chevalier
Ferri, hat dem Gesuche des Vertheidigers Passodante's deuselben
iner ärzilichen Untersuchnng über seinen Geilleszustand zu unter⸗
siehen, nach sorgfälliger Durchlesung der Processacken und der
Schriften des Delinauenten willfabren.
ermischtes.
Si. Ingbert, 27. Jan. Die in der Sonntagsnummer
deröffenilichten Mittheilungen über den unter hiesigen Schmelzar⸗

heitern bestehenden Hilfs Verein geben uns Veranlassung, hier eines
andern Vereins ähnlicher Tenderz zu erwähnen. Deriselbe wurde
uinter dem Namen „Sterbe⸗Verein“ im Jahre 1875 gegründet.
Seine Mitglieder zählt er hauptsächlich unter den in den preußischen
hruben arbeitenden Bergleuten. Doch kann jeder gesunde Mann,
)er das 45. Lebensjahr noch nicht überschritlen hat und sich eines
zusen Rufs erfreut, Milglied werden. Bei dem Tode eines Mit⸗
liedes werden an dessen Hinterbliebenen aus der Kasse des Vereins
30 M. ausbezahlt. Bei seiner Gründung zählte der Verein 44
Mitglieder; Ende Dezember v. J. hatte er deren 67. Aus seiner
dasse wurden während seines Besehens 434 M. 61 Pf. veraus⸗
nabt. Nach der latzten Rechnungstellung verbleibt derselben ein
leberschuß von 709 M. 43 Pf. Die monallichen Beiträge sind
'o gering, daß auch der Aermste in der Lage ist, sie zu leisten.
Möge darum der genannte Verein in der hiesigen Bevölkerung die
Beachtang finden, die sein edletr Zweck verdient!

* In Nr. 12 des Anz. berichteten wir nach der „Pf. Pr.“
pon einem Brande auf dem Montsforter Hof, der mehrere Scheunen
und Stallungen zerstörte. Dieser Tage wurde nun ein Bursche
nus Kallbach bei Obermoschel, der im Verdachte steht, das Feuer
angelegt zu haben, verhaftet und nach Kaiserslautern abgeiührt.

t Vielfach herrscht im Kleinverkehe die Unsitte, daß Verkäufer
hren Kunden, die ein Vrertel Pfund verlangen, 120 Gramm siait
25 zuwägen, somit 4pCt. weniger geben, als bezahlt wird. In
Berlin ist jungst ein Kaufmann, wvelcher Sali und Zucker in Vier⸗
elpfunddküten von seinem Lehrling mit nur 120 Gramm abwiegen
and für ein Viertel Pfund verkaufen ließ, wegen Betruzes mit Ge⸗
ängnißstrafe belegt worden.

*BDiesfer Tage fiarb in Rodalben enn alleinstehender be⸗
ahrter Mann, Namens Jager. Er hatte sich vor einigen Jahren
pahin zurückzezogen, nachdem er etwa 30 Jahre hindurch in Patis
ils Handlanger dei Bauarbeiten thätig gewesen war. Da er in
eht dürftigen Verhältnissen lebt, gall er allgemein als sehr arm.
Nicht gering war darum das Erstaunen, als sich in seinem Nachlasse
angefähr 12,000 Franks fanden.

F Am Sonntag Abend wollie ein schon bejahrlter Mann
Pamens Leibrock von Limbach sich von Altistadi nach seinem
Det begeben, gerieth aber vom Wege ab und haite das Ungläc,
in die Blies zu fallen. Sein Leichnam wurde heule in der Nahe
der Bliesbrücke aufgefunden. Der Verunglücktte war eia achtbarer,
allgemein beliebter Bürger, dissen trauriges Schickial von Allen, die
ihn kannten, aufrichtig bellagt wird. Gw. 3.)

fLandau, 27. Jan. (Frühlingsboten.) Vorgestern sind
die ersten Störche hier angekommen, nach kurzem Ausenthali in dem
NReste auf dem Dache des Stadthauses jedoch wieder weötergezogen.

fF.Speyer. Der qu. Pfarrer Biebinger gibt den Brief⸗
narkensammlern in der „Speierer Zig.“ bekannt, daß im Jahr
1878 an den Centralsammler der Pfalz, Schullehrer Behringer in
Ludwigshafen, 208,540 Marken abgeliefert wurden und zwar
88,599 neue bayerische und deuische, wovon das Taufend m't
35 Pf., und alte nebst autländischen, wovon das Taufend mit
2u3 M. bezahlt wird, der Erlss also 249 M. 20 Pf. beträgi.
Pfarter Biebinger bemerlt dabei, daß das Geld nur für Zwecke
dristlicher Liebe und Wohlthätigkeit verwendet werde.

FWäürzburg, 285. Jan. Die Verhandlung gegen den
Unteroffizier Bude, der den Studenten Siecken erschossen hat, wird
Ende Fedruar vor dem hiesigen Militärdezirksgerichte Stalt finden.

In Niederbayern haben Edeleute einen 5 Jahre
alten illegtt men Sohn der Ehefrau buchstäblich zu Tode geschlagen
und gehungert. Die Rabeneltern wurden verhaftet.

Wie man dem „Nürnb. Corr.“ schreibt, wird binnen
urzem der Vorstand des Oberbahnamts Kempten, Oderiuspector
Seitz, aus dem bayerischen Staatsdienst ausscheiden, um die Stelle
eines technischen Directors der türlischen Bahnen (bei welchen unser
Landsmann O. Kühlmann bekanntlich administrativer Director ist)
in Konstantinopel zu übernehmen.

f Munchen. Der fur die zukünftigen schweren Reiter⸗
Regimenter slait der bdisherigen Kütaffier⸗Regimenter bestimmte Helm
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        ist nun in seinen ANeußerlichkeiten festgefetzk. Derselbe ist gerau wie
der gegenwärtige Helm der Gendarmerie, nur erhält Ser statt des
balerischen Wappens mit Spruchband ein gothisches gekröntes „L“.
Die Spitze kann abgenommen werden, kum bei Paraden ⁊c. durch
Anen nah allen Seiten herabfallenden weißen Roßhaarbusch ers tzt
werden zu können. Für Gala und sonstige feierliche Gelegenheiren
behalten die Officiere die hellblauen Beinkleider mit rothen
Streifen bei.

pMuünchen, 27. Jan. Heute wurde vom Bezirkesgerichte
das Urtheil in dem Monstreprozesse gegen. Schuhmacher Opp und
118 Genossen wegen Verletzung des Vereinsgefttzes veckündet. 18
wurden freigesprochen, und die den 106 Verurlheilten zutrkannten
Sirafen schwoanken zwischen 3213 Monaten und 8 Tagen. Die
Berlesung des Urtheils dauerte sast *a Stunde. J

7Darmstadi. In der letzten Sitzung der großh. Cen⸗
trolstelle für Landwirthschaft ist die hochinteressante Thatsache con⸗
—D äußerster Strenge
hehandhabten polizeilichen Mischcontrole die Kinder an Diarrhore
gegen früher umfast 50 pCt. vermindert hat.

Eine Jagdgesellschaft von Piorzheim fand am Freitat Nach⸗
mittag unweit des Seehaufes die Leiche des seit Mittwoch abwesen⸗
den 38 Jahre alten Jagdhausaufsehers Christ'an Britsch von Pforz ·
heim mit abgeschnittenem Halse und einer Anzahl Stichwunden im
UÜnterleibe. Vier bekannte Wilderer, der That dringend ver—
dächtig, sitzen bereits hinter Schloß und Riegel. Der pflichtireue
Jagdaufseher hinterläßt eine Frau und 6 Kinder.

Pforzbei in, 27. Jan. Von vier Männern, welche als
des grausamen Mords an dem Jagdhüter Britsch verdächtig einge⸗
zogen worden sind, hat einer, J. Bretzing aus Haiteibach, Amts
Nagold, bereits seine Theilnahme an der scheußlichen That einge
fianden, über welche man sich die schauerlichsten Dinge erzählt.
Der Ermordete habe, seine Moͤrder im Namen seiner Frau urd
sechs Kinder um Schonung gebeten, „er wolle ihnen ja sein ganzes
Vermögen geben“, doch dadurch scheint ihre Mordlust, der wahrhafi
kanibalischen Zurich'ung des Koͤrpers des Hingeschlachteten nach zu
ichl eßen, nur noch gesieigert worden zu sein. (B. 8.3.

MAuslieferung militärischer Geheimn'sse.) Verschiedene Blätter
melden, die Eutdeckung eines in mlitärischen Kreisen begangenen
Zandesverraths durch Auslieferung militärischer Geheimnisse an eine
auswürtige Regierung. Die verdöchtige Persönlichkeit, von welcher
man eine derartige That nicht häute vermuthen können, soll sich
bercits in Haft befinden. Die tief kedauerliche Angelegenheit, über
welche die verschiedensten Versionen in Umlauf find, scheint einige
Aehnlichkeit mit dem Landesverrathe des österre chischen Jägerlieutes
nauts Baron Eril zu haben, der seiner Zeit viel Aussehen machte⸗
doß ist bei der peinlichen diskreten Natur dieses Gegenstandes Be—

Todes⸗Anzeige.

Freunden und Bekannten d'e schmerzliche Nachricht,

daß unser lieber Gatte, Vater, Bruder, Onlel u. Schwager
Franz Foos

gestern Abend im 42. Lebensjahre sanft im Herrn ent⸗
ichlafen ist.
Dir Berrdigung fiadet Freitag Morgen halb 10 Uhr slalt.

St. JInabert, 29. Januar 1879.

um Atilles Beileid bittet

rauoe *e Familie.

cine Stellesucht, eine solche zu
vergeben hat ein Grunditück zu
4 91 verlaufen wünscht, ein solches zu kaufen
beabsichtigt, eine Wirthschaft,
Oeconomiequit xc. zu pachten
sucht, eine Heirath anknüpfen will, eine Geschäftsem⸗
pfehlung zu erlassen gedenkt — überhaupt zu
tartionszwecken
Rath bedarf, der werde rch vertrauensvoll an die
Central ν⏑αν Aition von
O. L. Daube &amp; Co. in Munchen,
welche sich die prompteste und billigste Bedienung zur
Aufgabe macht.
Pureau: Windenmnaceherstre. 5.

timmtes augenblicklich noch nicht mitzutheilen. Man will die Reife
228. sächsischen Kriegsministers v. Fabrice, der in den letzten Tagen
in Berlin war, mit dieser Angelegenheit in Zusammenhang bringen.
Berlin. GWorsorgen sür die Schildwachen.) Auf Vorschlag
der Militärsanitätsbehörde hat, wie die „Voss. Zig.“ mittheilt, die
pberste Militärbehörde die Anordnung getroffen, die Schildwachen
mit großen Filzschuhen zu versehen. Diese sanitäre Maßregel wird
bei dem unwirthlichen Wetter nicht wenig dau beitragen, die Wacht⸗
mannschaften vor Krantheiten nach Möglichkeit zu schützen.

7 Emanzipirung von der Pariser Mode ist die Losung eines
neuen Vereins, der sich in Berlin unter dem Titel „Berliner
Damenmode“ gebildet hat. Wir sind sonst keine Freuude. der
„Emanc'pation,“ aber in diesem Falle stimmen wir zu.

PDie Anzahl der in Folge der Rinderpest inZpreuß'schen
Regierungsbezirken gefallenen oder getbdteten Thiere beträgt nach
der letzten Ausstellung 3877 Stück.

F(Schnee inFrankreich.) In Folge von Schnee⸗
verwehungen sind die telegraphischen Verbindungen zwischen Par's
und vielen Provinzstädten, darunter Bordeaux, Toulouse, Bahonne,
Saint Etienne, Montpellier und Grenoble, unterbrochen. In Paris
ielbst hat man seit 1869 nicht so viel Schnee gesehen, wie in den
setzten Taqgen.

—
—
Dienstesnachrichten.

Die erledigte ptotest. Pfarrstelle zu Sausenheim wurde dem
Pfarrer Otto Maller zu Elmstein und die etledigte protest.
pfarrstelle zu Finkenbach dem Pfarrer Phllipp Machwirth
u Mauchenheim verliehen. .

WMarktberichte. —
* Landstuhl, 27. Jan. ( Frucht⸗Mittelpreise.) Weizen — M. — Pf.
Korn 7 M. 18 f., Speli — M. - pPf., Gerste — M. — Pf., Hafer
16 M. 16 Ppf.
Homburg, 29 Jan. ¶( Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
o9 Mev Pf. Korn 7 M. v80 Pf., Spelzkern — M. — Pl.⸗ Spelz 6 M.
ppf. Gerste 2reihige — M. — Pf. Serste 4reihige9 M. — Pi- Hafer
6 M. j0 pi., Mischsrucht d M. — Pf. Erbsen 0O M, — Pf., Wicken
M. — Pf. Bohnen — M. — Pf., Kleesamen — M. — Pf., Korn⸗
broͤds Pfunn 7d Pf, Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ogsenfleisch — *h
Rindfleisch 56 Pf., Kalbfleisch 50 Pf. Haunmelfleisch — Pf., Schweinefle isch
50 Pf. Butter 1 Pfund O M. 85 Pf., Kartoffeln per Cix. 2 M. 50 Pf.
Kaiserslautern, 28. Jan. (Fruchtmittelpreis und Vicltualiennmarkt.)
Beizen 08 M. 62 pf., orn 7 M. 64 Pf. Spelzkern — M. — Pf. Speh
6 M. 45 Pf., Gerste 7, M. 88 Pf., Hafer é M. 20 Pf., Erbsen 8 Mi
ppf., Wicken 5 M. 89 Pf., Linsen 8 M. — Pf., Aleesamen 86 M. —
Pf. Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 68 Pf., 2. Qual. — Pf. Gemischtbwd
zPfund 89 Pf., Butter per Pfd. — M. 80 ppf. Eier 2 Stuck 11Pf, Kar⸗
offrin ber Ceniner 2 M. 40 Pf., Stroh 1 M. 60 Pf., Heu 1M. 80 Pf.
—* — — — — —
gur die Redactisn verantwortlich: F. X. Dem ß.
Cchter ðe sp' F — 2.
Nordhäuser Korn⸗ Dauen, 5
h d 3. welche an Beschwerden der At h⸗
randwein ür vu
per Ler 9 Iu; p ⸗ Die — zz
F ˖ Steinfeld. ungenkraukheiten
⁊ t R
Montag, 3. Febrnar —3
8 —
8 h y m 4 y kt Erfahrungen, find leicht zu desaieen
und haben sehr vielen Leidenden die
in St. Ingbert eh
⸗
Die so schnell beliebt gewordene, —E ———
uͤberall ais vorzüglich aner⸗ e e
A 6 r F s t dZohenleuner. Leiprig und Salel.
ugsburger niversal⸗

Glycerin⸗Heife Vorrathig in K. Gotthold
von H. P. Beyschlag »Buchhandluna iu Kaiserslautern,
st vorrätbig in St. J n gb ert welche dasselbe gegen 60 Pfs. in
el Hrn. Joh. Friedrich. Briefm. franco überallhin versend

—

d
8

*
Die ausscrordentliche Verhreitung dieses Hausmittels hat
zine ehenso grosse Zaht ahnlicher Präparate als Nachahmer
hexvorgerufen, welche sich nicht entblöden Verpackung, Farbe
d rubette in tauschender Weise herzustellen. Dio Paqueto
qes dchten Stollwerck'schen Fabrikates tragen den vollen Na-
men des Fabrikanten und kennzeichnen sieh die Verkaufsstellen
jureh ausgelegte Firmen-Schilder.

Druck und Verlag von F. X. Demetz in ẽt. Ingbert. n
        <pb n="59" />
        3J

333 3358355322
*52 252 23832349288 3 58328
5— 2—555 8322358822* 3 8
53353 3275335535358 3 8
5252 E —* — —A 25 — 5 3* *3 8 25
3 3 656833 338833837856 55 55538535335—53333
5 a833 7 sägss 333*
* 2* * —2— 22 ——
aze 333332
8 8 o —A 58
— — 83 * 2 92* 26885 2. —7 —348 233333538 s 228
—A— —252 53235* SE— 520 2Z 3 55 *7 8* s2852—372 —
275575382—83288 ãz 3883338 3524332333
2* —.382 —— — —— I3875 8 2*6 —z8
5253355 23252 —à. *2533 — 52 5— — —V —— 225*
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— 5* ——5— —53 525 F 32338 3*

—2 — — 2 8 22 * 3 —F ——— 5 3538 *
253355333532 28533 38353 235 5* 33356* 83
3* * 255— 2 2 —3 24 8 * 22 — 0
55*—3233223 2 F 5368333348 28835 2— 5EÆæ
5* 57857 — 233327 c— Es —8* PS 2586 —E 27 25
* 25 3222838 — — 25 2 »5—2 52 3 7* 5538
3 3 —A
ẽ — 8 —·* ————— — 7 258: —
z3 33 38* 533 —3833838
—53586838758 5— ——— 8 233 3358 —3533335 33

—— * * 25 *22 223 * 5—252 ESRE 223
533 38 38
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532.560

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* 58 — 23 258 22 S —E 22 —58 582 —
4170 — 2 2 —* 52 43858. — 5355 752 332
27 * 3 * 2
— 533357335
3233 25 5 — F 55 238338
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2 44 2* * 2 2 4 75* — — 2 — kẽ 25 2 2
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—A —— sz2555 38 . — 6 223538
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32355-2 7252 55 —32553 57— — 5—22435 88 8 838
2553 55355 —3E—3 — 3— 335 282 255 225323
—8383738 — —220 — 53 55 8 75 2355 353*
3253333335 2 *—233 S58 — — —5— 35338333*
—A 3 32 5 — 235 3 »7* ———— A ———
535 735 4 32532*5 3 33 3—358 483837
2228 —— 8 * —A —— 535 3 —
2 S * —A 5—. —323 5322 F * 2232 —
* — — hinan —E — 22 5 5 3298 —— *7 554
522 7 83 3883 3335 33375533
—A —— 333 7—352— 12 —3 ——832*525—— —2 —— —
583333333555 355355* 3332 57—
3843 886 —— — 32 — —— * 3357238
— — — 5 56 83—55 ———88* —A —
— 8 85827—ꝰ 3555 —5— —— * s328538 33838
—93 BB»»EcE3 8 — 38 282 227 —A — 58 „2 *
— — — 33333358
333—833 8 — —— 23853333528
228 5337358 338532* 332323— 8
* — 7
3333 5 3
— —— B 8 **2

228 “ «
555 6353 754 5835 —
8 5 T * 0 3 5 2832
252 28 2357r * 38527
—&amp;— 22 8X 2555— — — —32
238 As 3.8 2 7 * 556553
2 α &amp; 222 2 2 ———
— * —2 2258 2 3228 8
222 2 S 5— 5 *8 * * 2282 5
* — — * 62 .* 23 — —3 ——
325 53* 5353 23535535 38 —23352333
*25 3 — 2232 35225 — *——2220
—V 7 S25 327 32*2 F B*2
23325525 —— 3833 88 32—83828
— —— 238 232 — 55— ** 75 24
5558 323 — 2 55 * 222 —— —
* 55 2323 22 m383822 S — 2255 —
— * * ü8E2— 222 8 9
7 —8 — 2 0 358* 5325 2* * ——
»77 — 728 — — 212 32353
227133553177—33255 5338— 5355333—37
8 8 5 * — —A —— 22 58 2.8 53888
2 22 — 232528 —— —58 2* — — 25
—[ 2. 35 53535— 3*
*5—8 c —22. — ———
— 355 383583 5835 —3—
253253 28 — — — 2333 * 85
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—8* —5533335* : 32353323
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* —2327 — —2825 —.2 33 835* — —— — 252
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5857 22 22 2807 — 228 57 233323553. —
55 2 2 2 — *32507 233358 287
55* ẽ⸗ * w — 289 25 D352 Aꝰ 353 2782* 2 228
5*37 3 5 · 2 2 2523* æ S7 ——— S GE
—— 55 272 — 3 3 8R5 — — 333352 37
22333 52 532 255 535833 e— 2333233 952533
3235 — — 23 2* S 3833 58 J. — 233887* 52
62 8 — 2 2. 3 — 5238 323232 *22 * 2 2332.* 5 — 25
8 — 5 * — — 22 —A 55538 — — 52 3
558 S 133 »72 588 5*22 — — 55 287 333838
—*— — F 2 —
522233* —E 525333 ẽ 2225735 323837 3333
225.5 * 752 — 227 — 2352 5 533333543
25528 —A —— — 2552388* 2332338 23
— A — 3* ———— 337355 23522336 N
25* 8 — * 73282 2538* — 25 5227
32572 —8 — 55335 2 5373 7
2 —* —* 52855* 2 *8* —5 5 3 * 7 7
52355 — * 5 333 I32332 — 2233 — 5*3
—LA 23 7— 2* 23 * — 3 5335 3533337 2 2
— A— — — 73— 3 3 233 5 *22 * * —758
2 5 3 * 2 52 27 S 248 5223 ẽ
25 — — 2* — 77 — S 55 *S
2 —2 2. 8 *8 —5 — 73 2233 —A—
2. * — * 53322855 — — 2.*
522535 A —— 328237
23333 2 2 9228 * 523 Z2533
555 2 3 2 * 5322337 —
— 3 5 * 2* *
* 5353 3228 33
2523535 822 32 —
22 25 953 *
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7 236 55
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— — ?z 2282 — 82
2.2* — 52. 227
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35325333325 3823 ee
52 235362 — 2832
258 82 2 2525 2
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2533 3383232. 2 522
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3J — * 38323 7
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3352323*3 *332227
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2* 2E —123 8
3 5535232 25 5*
25522558 28 237236
35 255. 323 * ;38 23353
25325223 22 2572 2
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52 2 I 538* 23 52337
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538 53223 3 28 — — 2523 22322
232388 325 33525 87* 55538 527
—3— — — 3 — 2525328— — 2 ——— 5232

— 525 3* 838 —22 2 — — 2.* 3
5335862553 222 53*833 5375 235 2

2 355232 32385*23*58 32232833 53
2 —— —— 3 59 7D* * 232 232 —22.

2. 227 * 5 7 38 332 3 5 2 2
52385 5383 2338238 32 68*32.2 52 *
533533283 32332* —A 252822 87 *

S· * 2. 52* A 5 252532 *

* 5. 2 2 ——— 2 ⁊ 22 35* 2 8
232238 —XX — 235 3 * 2228335 259 248
5383303 2 253553328 2 233 2 2 B38

273 222 5523 5z5 725 52238 22 *8* * 52

— 289 35233523 232 25325 2 5 8
— — 232223 525 2305 2325 —A 83
— 33*527 5* — 9528337 522 *
2822* 23 233 * —.2* — 25*2 85* —25
838 3* 383 s227*333 2 2335337 2.2 583
5539 52337— 25533 3 — 223 23
— —5352. — 23353 — A 4 S *

— *22 2532532 —2 —— 2 *

2* 3532527 3535*3* — 233523 4
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22. 32352358 22 2 Sice 5 833 322 *

25 2535* 2335332 53. 335 2 8 *
588* 5333333 — 2 — 538 22
2323337 28 25 53733 27*
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83338635 3388 525583 *»22
5233328238 2352333—2358 53237 353257
32353 28233335 283333 738272* 53555*3239333
A. 522 323 32 — B8. — —7 — —
3 3335 5553 53
— * 2. 3* * 2 —
253—33 25. 2 28323373 2.225
5*83 3 8* 22
33 —2233583 37 5 8333333238*
237 255 53 38 55 23 25 3838 3252232
T —* — 2 — 22
2 33353332782 3* 2522552353222
3 53383—283858553 — 5 —z2532. 533
8 335— 43 283332*28 s 53 2
22333323 25875 55 3 2383 51 38238
2 532 257 22 251 4— * 2 222 2353
* — —AIE 58 —3— 53— 2 382 228
—A — 8333
* 22535223 — 5 — 2
5 35533252223 2383 . 138—533388
25232 —F —35
3 853823322332 733k53 3255257
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33 3 58 2353553558
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        St. Ingberlter AAnzeiger.
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Der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mal wo hentlich) mit dem Hruptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei—
lage) erj heint wohentlin viernil: Dienstag, Donnerstag, Sa nstazg nad Sonataz. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich
A 40 3 einschließlich Träzerlohn; durch die Post btzozen 1A 60 J, einschließlich 429 43 istell jebuhr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswarte
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrijt oder deren Raum, Neclamen mit 30 G pro Zeile berechnet.
1879.
Für die Monate Februar und März
werden Abon nements auf dieses Blatt von allen Postan⸗
alten, sowie von der Expedition entgegengenommen.
—
ααν
Deutsches Reich.

Mäünchen, 29. Jan. Abgeordnetenkammer. Der Antrag
bon Cränmer, betreffend den dem Bundestath vorliegenden Gesetz⸗
entwurf über die Strafgewalt des Reichsstages wurde bei nament⸗
licher Abstimmung mit 180 gegen 1. Suͤmme (Karl Schmidt)
angenommen. Joͤrg erklärte Namens seiner Partei deren einst'm⸗
migen Auschluß an den Anttag. Minister Pfretzschner erklärte
Namens der baherischen Regierung heute bindende Erklärungen noch
aicht. geben zu können. (Der Antrag Crämer's Lautet, „Die
sammer wolle beschiießen, an Se. Maj. den König mit Bezug
auf Art. 27 der Reschsberfassung die ehrfurchtsvoliste Bitte zu
richten, Allerhöchsiderselbe wolle die Bevollmächtigten Bayerns im
Bundesraih anweisen, dem Gesetzeutwurf, die Strafgewall des Reichs
dages betr. die Zustimmung zu versagen.“)

München, 29. Jan. Abgeordnetenkammer. Die zurück⸗
haltende Erk ärung des Ministerpräsidenten d. Pfretzschner bezüglich
des Crämer'schen Antrages wurde von ihm damit begründet, daß
die Regierung nicht gut hun würde, eine Ansicht üder die Sache
auszusprechen, bevor die Verhandlungen im Bundesrath stattgehabt
hätten, und das um so mehr, da Verhältnisse des Reichstages da⸗
durch berührt würden. Der Abgeordnete st. Schmidt flimmte
deshalb gegen Crämer's Antrag, weil er der Ansicht ist, die Sache
sei ausschließlich durch den Reichstag zu erledigen.

Ueber den Antrag Windthorst's, betr. Wiederherstellnng der
lim Interesse des „Kulturkampfs“) aufgehobenen preuß. Verfas⸗
jungsartikel 15, 16 und 18 ist das Abgeordnetenhaus heute zur
Tagesordnung übergegangen. Für Windthorst stimmten das Cen—
irum, die Polen und die Altconservativen.

Berlin. Die Agitationen für Getreidezölle nehmen einen
immer größeren Umfang an. Jetzt wird von den vornehmsten
häuptern der sog. Landwirthschastspartei eine Untersuchung über
ie Rentabilität des deutschen Getreidebaues verlangt, um mit einiger
Sicher heit feststellen zu lönnen, wie hoch der Getreideeinfuhrzoll de—
nessen werden muß. Nach Ansicht dieser Agrarier ist ein Einfuhr⸗
Werthzoll auf Getreide in Höhe von 15pCt. das geringste, was
die daterlündische Landwirthschaft in dieser Beziehung erlaugen muß.
In einem Circular werden die Gesinnungsgenossen der Landwirth⸗
chaftepartei aufgefordert, in ihren Kreisen entsprechende Gesuche,

verbunden mit Zustimmungsadressen zu dem. „echt nationalen“
Wirthschaftsprogramm des Reichskanzlers, zahlreich und schleunigst
veranlossen zu wollen. Daß es an Massenpelitionen der Agrarier
zeinr Reichstage nicht fehlen wird, leuchtet darnach ein. (Frm 3.)
Berlin. In einer Versammlung von etwa 2000 Wählern
iprach gestern der Abg. Eugen Richier übder Getreidezölle. Er
ührte in seiner Rede aus, der Reichslanzlers wolle nichts als hohe
Steuer Einnahmen, und da ihm diese vom Reichstag stets verweigeit
vürden, so bediene er sich jetzt der Zollpolitik als Mittel, um zu
senem Zweck zu gelangen. Der Kanzler verspreche bei Getreidezöllen
geringere directe Steuern, hoͤhere Bean tengebalte und höheren
Arbeitslohn. Die Wahrheit dieser Versprechung vorausgesetzt, so
ei der höhere Arbeitslohn bei einer Preiserhöhung detr nothwen⸗
igsten Lebensmittel eine Taäuschung. Daßß e6 mit den höheren
amteng halten noch weite Wege habe, darüber sei er als Abge⸗
idneter sehr genau unterrichtet, und ebenso seien die geringeren
dir clen Steuern eine blose Redensart. Daß der Auslander? den
Betreidezoll bezahlen werde, glaube der Kanzler selbst nicht. Der
Ausländer, wie Rußland und Polen, woher Deutschlaud das meiste
Betreide beziehe, werde den an der deutschen Grenze gezahlten Zoll
nicht bloz auf den Preis des Getreides schlagen, er werde sogar
»emüht sein, der Zollplackereien wegen, sein öetteide nach anderen
Aandern zu verkausen. Ferner sei zu erwägen, daß der gidßte
Brod. Consument der arme Mann sei, uud daß, während bei der
„tecten Steuer einer zahlreichen Familie wegen eine Derminderung

des Steuersatzes eintrete, bei der indirecten gerate deshalb die
Steuerleistung sich erhöhe. Daß der Landmann von einem Ge⸗
reidezoll keinen Vortheil habe, würden ihm die vielen anwesenden
Landwirthe bezeugen. Die unaufhörlichen Kriege, die Handel und
Wandel lähmen, eint unendliche Militärmacht erfordern und it zi
gar eine Pest im Gefolge haben, seien die Ursachen des wirth⸗
schaftlichen Nothstandes urd nicht die bisherige Wirthschafkspolitit.

Dit Unteriuchungen über den Untergang des deutschen Han⸗
delsschiffes , Pommerania? sind von dem Hamburger Sceamt gestern
beendet worden. Die Verhandlungen drachten nichts wesentlich
Neues; schließlich beanttagte der Reichskommissär, das Seeamt
volle erllären: der Kapitän und die Oijfiziere der Pommerania“
seien an dem Zusammenstoß schuldlos, daneben aber aussprechen,
daß das Offenhalten leerer Kohlenbehälter ohne zwingende Nolh⸗
vendigkeit für die Zukunft zu vermeiden sei. Die Publikation des
Erlenntnisses wurde ausgesezt.

In der hefsischen Kammer wurde durch den Abgeordne⸗
sen Wasserburg der Gesetzentwurf über die Strafgewalt des Reichs⸗
tages ebenfalls zur Sprache gebracht. Der hJenannte Klerikalde⸗
mokrat hat den Autrag eingebracht, daß auch die hessische Regierung
hren Bundesrathsgesandten dahin instruite, dem Gejetzentwurfe
seine ZukLimmung zu verweigern.

Ausland.

Wien, 29. Jan. Die „Pol't. Corresp.“ meldet aus Kon⸗
tantinopel: Der Adschluß des defiaitiven Ftiedensvrrirages wird
noch immer durch die Schwierigkeit verzo gett, über die Fassung des
Artikels 11 ein Einverftändniß ju erzielen. Auh bezüglich des
Zeitpunltes der Bezahlung der Entschädigung far den Unterhalt der
ürkischen Kriegsgefangenen wurde noch keine Einigung erzielt.
Dagegen soll eine Vereinbarung darüber erzielt worden sein, daß
35 Tage nach der Unterzeichnung des Vertrages die Raͤumung des
aukischen Gebietes seitens der Rassen volsszogen sein muß.

Paris, 30. Jan., Mittags. Die Korrespondenz
„Havas“ meldet: Marschall Mac Mahon verließ
jeute Mittag das Elysée; um 1 Uhr findet Minister⸗
rath in Versailles Statt, dem Mac Mahon präsidirt.
Der Marschall wird demselben ein kurz motivirtes Schrei⸗
den übergeben, worin er seinen Rücktritt als Präsi—
dent der Republik anzeigt. Der Kong reß (Senat und
Deputirtenkammer) wird sogleich zusammentreten. Die
Wahl des Präsidenten der Deputirtenkammer, Grevy,
als Nachfolger Mac Mahon's gilt als gewiß.

Paris, 30. Jan., Nachmittags. Der Rücktritt
Mac Mahon's wird soeben amtlich angezeigt. Der Kon⸗
zreß ist auf heute Abend 6 Uhr zusammenberufen. Di
Wahl Grevy's kann als gesichert betrachtet werden.

London, 29. Jan. die Türkei gab ihre Einwilligung
zur Abtretung Janiaa's an Griechenland. (Fr. 3.)

Rom. Eine vom König eriassene Verordnung bestimmt, daß
alle gus den russischen Häfen des Schwarzen Meeres und des
Asowschen Meeres kommenden Sch'ffe einer zfanitätlichen Revision
und flrengen Desinfeknon zu unterwerfen sind.

Petersburg, 29. Jan. Die aus Aftrachan und von
der Wolga eingeiorderten Berichte sowie Pribatmeldungen lauten
heruhigend. Die Regierung hat für größte Euergie in Ausführung
von Vorsichtsmaßregeln Vorsorge getroffen. Im Gouvernemen
Astrachan sind seit dem 26. Jan, keine epidemischen Kranken mehr
vorhanden.

Bermischtes.

*St. Ingabert. Dem kurzen Berichte über die an
Montag. Abend stattgehabte Generalverjsammlung des Arbeiter—
ildungsvereins lassen wir heute einen Rsdblid auf dee
Wirksamkeit des genannten Vereins im Jahre 1878 folgen.
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        In Beziehung auf laufenden Unterricht gab der Verein wo⸗
hentlicht lJe einen Kurs im Zeichnen, im gewerblichen Rechnen, in
huchführung und im Gesang. Im letzten Halojahre wurde, w'eil
ur die andern Zwesge die Beiheiligung zu schwach wir die
Schule auf den Gesang unterricht beschränkt, edoch mit dem Vorbe⸗
halt, auh jene wieder aufzunehmen, sobald sich in hinreichendem
aaße das Bedüefniß dazu lundaibt.

Für Belehrung und Ualerhaitung sorzt der Verein durch seine
reichh alt ge Biblioihel, einige aufliegende Zeiischriften, sowie durch
helehrende und untethaltende Vortra e in feinen Versammlungen.
deßiere fladen jeden Montag Statt. Außerdem wird am 2. Sonn⸗
ag jeden Monats eine Umerhaltung gegeben, in welche auch die
Angehoͤrigen der Vereinsmitglieder eingeführt werden koͤnnen.

In den Vecsammlungen wurden über folgende Themata po⸗
„uläte Vorteäge gehalten: 1. Der Kaochenbau des menschlichen
drpers — 2. Die Mustkel und Nerben, als Boten und Diener
des Menschengeistes — 8. Die alien Deutichen und ihre Lebeus⸗
peise — 4. Die Rahrkcaft unserer Speisen und Gettanke — 8
Zeit ist Gelde 76. Die⸗ Mediomatriker, Bewohner unserer
Wegend vor 2000 Jabren — 7. Die Hecmannsschlacht, ein Be
sreiungskanpf — 8. Hoͤhenverhaltn:sfe der Erdobrrfl icht ¶
Finführung des Christenthums in unserer Gegende — 10. Die
Ursachen unseres deutschen Alimas — 11. Das Christbäumchen,
in urdeutscher Brauch — 12. Die „gutt alte Zeit“, wenn man
jhr die Maske vom Gesichte nimmt. — u

Außer diesen Vorttägen bildeten Gesänge, wobei namentlich
auf Chor⸗ und Volkslieder Gewicht gelegt warde, sowie deklamato⸗
tische Vortraͤge ernsten und heitern Inhaltes den Gegenstand der
Umerhaltung. In lehzter Zeit haben sich die jüngeren Kräfte auch
in einem Thealerttücchen verfucht, dessen wohlgeiuugene Durchführung
sie zur Weiterbildung auf diesem Feide auffordern durfte.

Zieht man in Betracht, doß die Bereinsthätigkeit aus ver⸗
chiedeuen Ursachen, unter denen die Lokal⸗ und die Vermoͤgensfrage
benansteht, in den Sommermonaien langere Zeit geruht hat, so
darf der Berein mit einiger Geuugthuung auf sein vorjahriges
Wirken zuruckolicen uad sich dadurch zu geñeigertet Thärigkeit aufe
muntern lassen. Der Umstand, daß er setzt ein schoͤnes, wohlein⸗
gerichtetes Vokal besitzt und sich in demsaben an eine regelmäßtze
Thatigkeit gewöͤhnt het, läßt bei der jetzt so regen Theiluahme der
Mitglieder mit Sicherheit vocaussehen, daß seine Leiflunzen im
laufenden Jahre die vocjahrigen wert üdertreffen werden.

7 Deutsche Fabrikzeichen. (Auszug aus dem
„Wurttemb. Gewerbeblatt für Gewerde und Haͤndel“, redigiet von
r. Excellenz Hen. Dr. v. Steinbeis, Prasident der Wüelitemb.
Tentralstelle für Gewerbe und Handel in Stuttgacthj. Mit Be⸗
friedigung kann die Wahrnehmung gemacht werden, daß die Be⸗

nützung des Macken⸗,Muster· uad Patentichatzes Seitens der
deu schen Industeie in stetem Wachsen begriffen ist, ein sih⸗res An⸗
rzeichen, daß dieselbe deaftig daruach strebt, sich von ihrer früͤheren
Unselbststaͤndigkeit zut Orig nalität in ihren Listuagen zu en wickeln.
Einer der durch baß Mark nschutzgesetz besonders beeinflaßten Ja⸗
dustriezweige ist die im Laufe des letzten Jahrzeh us von Eigland
nach Deutschland übertragene Fabeikakon von Radmajschmenfaden,
hei welcher man durch das Vorurtheil des Publikums sich gezwan⸗
gen glaubte, in der Wahl der Marken sich an die ausländischen
Marten anzulehnen. Das Inkrafttreten des Markenschutz gesetzes
hat in Folge hievou auf diesem Gebiete zu manchen Projessen An⸗
jaß gegeben, welche zum Tyeil vel Siaub auigeworfen haben.
Bon der Fadrit von C. Ackermann &amp; Cie. in Helbronn erfah en
dir nun, daß sie wegen einer üorigens als berechtigt anerkaunten
Lehnlichteit ihres Fabritzei hens mit einem erst nach ihnen in Deuts h⸗
—X Fabrikzeichen eine ganz selbständige,
neue Macrke (Frauenkopf und Sch üssel) für thre Eczengmisse a ige⸗
dommen hat. Im V'rtrauen auf die erptobten Oeialitäten, die fie
liefert, geht die Fabrit von der richtigen Ansicht aus, daß es nicht
aöthig ist, ein gutes Fabrilat mit fremder Marke zu bezeichnen, daß
z3 velnehe Ehrensache des deuischen Fabrikaaten ist, sein Fadrikat
mit eigenein Zeichen und als deutsches deurlich erkennbar in den
handel zu bringen; die Fadrik ist überzeugt, daß dadurch an
Zesten beim Pudl kam der Glaͤuden an die deutschea Eczeugnisse
gehoden und die bis jetzt nog bestehende Vorliebe für die ausläu
dijchen Marken nach und nach ausgerotte: wird, und auch wir
cheien diese Ueberzeuzung. Bei der großen Beliebtheit der eng⸗
ischen Marten, weiche durch die Länge der Zeu jedem Kaufmaan,
ja jeder Hausfrau betannt und gewohnt sind, ist es allerdingt keine
eine Ausgabe, eine neue Marke in Aafaahme zu bringen. W.e
joungen daher nicht unhin, dieses lobenbwerihe, der einheim schea
Industcie zut Ehre gereichende Vorgehen der Herren C. Akermann
C Cie. hiedurch rühmend hecvorzuheben, mit dem Wunsche, daß
irn besoaders Seitens dez Padalams allsetige Unterstüß ing zu
Theil werden moͤge.
Die Leser dücjte eb dielleicht inker⸗ssicen, zu wssen, daß
Zuicranim Jafre 1878 flut die deulschen Schulen aus Krrisfonds

7,211,490 M. verausgaste und für das gesam nke Unterrrichtt⸗
vesen, dis höhere und das niedere, 13,712,000 M. verwendet
dirdea — also fast 10 Proc. der eigentlichen Regierungsa i8gaben.
xz stellt sich die Thatsache fest, daß von allen deuischen Staaten
hictn am meisten für das Unlerrich's wesen verweadet, nämlich
168 M. pro Kopf der Bevolkerung (während Hessen nur 2,51,
W acitemberg 1.96, Sachsen 1,89, Baden 1,74 Pcreußen 1,33 M.
pro Kopf verausgabt!

—GNiederwürzba ch. In hiesiger Gemeinde wurden
zis jeßgt schon 121 voose der Lehrer⸗Waifenstistslotteris abgesetzt.

Ja enier am 29. Januar zu Landau siattzehabten
Sitzung des Comites zur Agitation segen die We i n⸗
a brrkahionc. warde eine Eingabe an den Reichztag an⸗
enommen, in der gebeten wird, dieser wolle zum Shhutze der
Beinptodußenten und Weinconsumenten nahin wirken: 1. daß alle
Zeinsabtetation verboten werde; 2. daß der Einzasgs joll auf fremde
Weine eaisprechend erhöht werde. Die Petition soll zugleich an die
l. Staataregierung und aa den Bandesrath gesendet werden. Es
varde auch besch offen, dieselbe schleunigst in sämmtlich n Weinbau
reibenden Orten der Pfalz, wie auh in den Weindistrikten der
Nachbarslaaten zur Unterscheift auflegen zu lassen.

* In der Tivoli⸗M alrsabereit zu Blieskastel
Frannte n der Racht vom 28. auf den 29. Januar die Malzdarte
sder. Der Shaden soll ziemlich bed.utend sein, doch ist, wie
man hoͤrt, Alles versichert.

Am Sonnlazeden 26. Jan. karz vor 9 Uhr, wunde auf
dem Wege von Marnheim nach Albisheim, an der sogenannten
Zpitzwiese, in det Nähe des Hexerhofes, der Schreinergeselle Fried⸗
tich Emig, in Arbeit bei Peter Weii, Schreinermeister in Immes:
heim, von zwei Maanern die mit Stocken bewaff et waren, ang e.
zackt. Nahdem derselbe von einen der Straßenräuber fest
Jerumgeschuütteli worden, gab ee seine Baarschaft dem Anderen hin
Wahrscheralich war sie den beiden Strolchen nicht lohnend, denn sie
zurchsuchten deuselben von oben bis unten. Als dieselben weiter
Richis vocfanden, befahlen ste ihm im barschen Tone, er solle fich
jetzt so schnell als mozlich entfernen, waz derselde sich nicht zweimal
sagen ließ.

*6Goltheim hat, um sein Land⸗(Amts )gericht zu behalten,
eine Depitat on nach München ge'check.

7 Glershocrbach, 28. Jan. An letzten Soantag starb
in Geeiszellen der 86 Irhre alte Winzer Josepo Fuchs, und wurde
jeute unter zahlreihher Begleitung zur Eede bestatiet. Derselbe
nahte unter Napoleon I. verschiedene Kreuze und Querzuͤge mit
id war namentlich längere Zeit in Holland. In den lezten
zezoz Fuchs aus der Sigatskasse eine jahrtiche Penfion von 52
pre Mir hm sterb der letz e Vetecan aus jener Zeit in unserer
BZeme nde. Fuhhs war jedod nicht der ältere Baͤrger hiesiger Gi⸗
neinde, denn noch sid zwei ältere her einer vor 87 und ein
anderet von 93 Jahren, die beide noch ziemlich rüstig siad.

Franatenthal. Me der Gefl ageiausstellung (16. bis
18. Mary werd eiue Verloosung (400) Loose das Loos zu 80

Pf.) verbunden.
re FAnnweilter, 28. Jan. Im Hambacher Hinterwald
wurde heute ein Wolf geschossen.

Streaßburg. (Wacher.) Im Laufe des verflossenen
Jihres wairde ein Sachse Namenz Aul ch der früher hier an der
dahu angestellt wa spater ader seinen Kollegen und anderen Leuten
geid auf übertriebene Weise lieh, von heesigen Landgericht wegen
Wuchets verurtheilt. Aulich appellirte na h Colmac und zuletzt an'ß
Dechandelsgericht na h Leipyg, als hochste Jistanz für Elsaß⸗
zZothrinzen. Das Oderhandelsgericht bestätigte das Uriheil und
rtaante damit an, daß die frastzosischen Wachergesetze fur Elsaß
dothcingen nicht aufgehoben, sondern noh in Kraft sind. Heutt
dand abermals einer der stäcksten Wuherer vor dem Teibunal, ein
zewisser Qlunzinger aus Wüctlemderg, der fruüͤher ebenfalls wie Aulia
ine kleine Austellung hatte, spater aser kleineren Beumten Gelb
ieh zu so seht exorbitanten Zinsen, daß die Staalsanwaltschaf
gegen den Estenmann vorging. Alunzinger verlezte alsdani selnes
Wohnsitz außer dem Bereich der Wach rgesetze, nämlich über den
—D— Aufenthalt nicht mehr
zeheuer schien, ginz er nah Basel. Heute hatte er si h zur Ver—
jandlung gestellt, ju welchet über 69 Zeugen, mieistens kleinere
zeamne dee Bahn u. s. w., geladen wareun. Er hatte an die
Zinzelnen Bitcäge von 30, 50 bis 100 M. gelehen zu 10 bit
15 Prozent monailich — saze monatlich — gegen Wechsel, so
zaß es den Meisten unmözlich geworden war, aus den sKlauen
hiefes Wenschn wieder heraus zutommen. Das Gericht, unter Vor⸗
iß des Kam nerpeasidenten Petersen, verurthelte den Klunzinger zu
j Monglen Gefängnit und außer sanmilichen Girichtatosten ze
icht Tiusend Mut Geldcafe. Klunlinger hat durch seinen
Buher sich schon ein bedauendes Vermdzen gemicht, so daß die
Sirafe don 8000 M. ihn nicht sehr hart ttifft. (Pf. Zig.)

A Frankfurt, 27. Jan. Heute hielten hier die S hud
        <pb n="63" />
        macher von Franlfurt und Umgegend eine Versammlung, welche sich

sehr energisch gegen den von einem Theil der deutschen Gerber

oerlangten Schutzzjoll auf Leder, Kode, rohe Haäute 2c. aussprach.
7Pforzheim. Die hiesige Jagdaesellschast hat fuͤt die

Familie des getödteten Jagdaufsehers 2230 Mark zusammen zebracht,

die auf der Sparkasse hinterlegt wurden.

7.Stadtamhof, 28. Jan. Vor einigen Tagen ist dahier
ein Geizhalz gestorben, wie man deren wenice findet. Nachdem
zerselbe zuerst dersucht, sein nicht undedeutendes Vermsgen sich selbst
zu vermachen, damit er am jüngsten Tage nicht detteln ju gehen
brauche, aber darüber belehrt worden war, daß das nicht angehe,
dersuchte er kurz vor seinem Tode seine sämmtlichen Werthpavbiere
Rurch Feuer zu vernichten, woran er nur durch einen Schlaganfall
zehindert wurde.

7 VEine Annonce, die Manches zu denken gibt, war gestern in

einem Mülachener Blatt zu lesen: „Am Dienstag u. s. w. versteigere
ch in der J.eStratze 1 Fleischstoc, 1 Ladenbudel, 1 Fleischwaage
und 50 Ctr. Kartoffelmehl. X. Berichtsvollieher.
oHamburg. Die soeben erfolgie Freisprechung der Ehe⸗
leute Letd, welche der Vergiftung des ersten Mannes der Frau
Leh angeklagt waren, erregt hier ein ungeheueres Aufsehen und eine
iebhafte Theilnahme für die Freigesprochenen, welche auf den Ver⸗
dacht hin, vor 12 Jihren den ꝛc. Engerer ermordet zu haben, in
Nürnberg, woselbst sie wohnten, verhaftet und hierher transportirt
worden sind. Nachdem sie seil etwa 9 Monaten in Untersuchungs⸗
haft gewesen, Aachdem Hahllose Zeugen vernommen, nachdem alle moöͤg⸗
iichen Analysen vorgenommen und 15,312 Mark fuͤr Prozeklosten
dom Staat angewendet worden sind, wurden die Leute nach acht⸗
Mgiger Verchandlung freigesprochen.
rBerlin, 28. Jan. Der verstorbene Borstiz hatte in
der leßten Zeit seines Lebens in seiner Maschinenfabrik wenngleich
mit Verlust, fottarbeiten lassen, um seine Arbeiter nicht außer Brod
zu fehen. Da sich die Geschäftslage nicht gebessert hat, wollen die
Testamentkvollstrecker, welche das AÄcheiten mit Verlust nicht auf
hre Verantwortung nehmen zu können glauben, demnächst die
Werkstätten schließ en. Neuerlich hat die Regierung, wie man hört,
der Fabrik den Bau von 8 8Socomotiven angeboten; es wären aber,
jo heißt es, größre Bestellungen nothig, um den Belrieb in Gang
ju halten. Wenn die Fabritk geschtossen wird, treten 2000 Arbelle
außer Arbeic. I
FBerlin, 29. Jan. Ueber die Pest in Rußland schreibt
die Provinzial⸗Correspondenz: Odwohl der Stand de— Dinge bis⸗
her zu gröͤßeren Besorgnissen keinen Aalaß gewährt, v elmehr er⸗
warten lät, daß die Keankheit in dem bisherigen Bereiche erstickt
werde, wird doch seitens der Regierung Nichts versäumt werden,
am moͤglicher Gefahr rech zeitig und energisch vorzubeugen.
221 Die Bevdtlerung Beruͤns umfaßle nach den Veroffenilich
ungen des städtischen Büreaus am 1. Januar 1,049, 171Selen.
F In neunundneunzig Tagen um die Welt und für die Lap·
dalie von zehn Pfennig — Eine solche Reise, schteibt das Berliger
Tageblait“ hat eine uns vorliegende Postkarte gemacht, welch ihre
Tour voa Beclin aus antrat, um hier auch wieder die ohlver⸗
piente Ruhe zu finden. Die Postkarte ging am 17. Octr. 1878
don Betlin ab und traf daselbst wieder am 21. Januar d. J. ein.

f, Man muß sich nuur zu trösten wiffen. Die „Dresdener
Nachrichten“ erzählen: Ein hiesiger Beamter, ein Kallulator, der
in einer entlegenen Vorstadt wohnt, begab sich dieser Tage in den
»xühen Morgenstunden nach Hause. Aa einer Ssraßenecke begegnete
ha im WMondenschein ein strolch irtig aubsehendes Indibviduum, das
Re derdächtige Frage an ihn richtete: „Welche Zeit ist es wohl se
Der LZalkulator talkalirte natürlich, daß es auf seine Uhr abgesehen
ei. Igs diesem Augenblick brummte es vom Kreuzihurm Eins.
Sich besinnend, daß in dem Vocstoße die beste Vertheidigung liege,
zaute er den Strolche eine gepfefferte Odrfeige mit den Worsen
jn's Gesicht: „Es hat eden Eins geschla zen“ und entfernte sich eili⸗
gen Schrittes, hörte aber noch, wie der Geschlagene hinter ihm her
cief „Donnetwetter, is das ä Glick, daß ich'n nich glei nach
3woͤlfen nach der zet gefrat' habe.“

Ein Balljen mint Dynamit⸗Ecplossion. Aus Steler⸗
or in Oesterreich wird der „Temesvarer Ztg.“ geschrieben:
Mitwoh am 15. d. M. fand hier ein eleganter Kasinoball Statt,
el welchem die Elite der Gehellschaft vertreien war. Gegen Wil.
sernacht, alb die Tanzlust ihren Höhepuakt erreicht hatteentstand
pldzlich eine furch bare Explosion, welcher ein gräßlicher Aufschrei
und das Krachen der Scheiden von 80 Fenstern folgte. Das Ent⸗
eßliche der Situation wurde noch dadurch erdoͤht, daß saäͤmmtliche
dichter erloshhen. Als der erste Shrecken doruber war und wieder
dicht gesbracht warde, sah man, daß mehtere Personen verwundet
daren. Die vorlaufige Unteriuchung ergab, daß Jemand das un—
rhoͤrte Babenstück begangen hatte, eine Dy amit⸗-Patrone auf eines
zer Feaster zu lezen und, als der Ball im besten Zuge war, jur
krplosion zu briugen. Min betrahlet es als wahrscheinlich, daß
s Babenstück von einem Acbeiter derübt wocrden, wilhet sich

wegen der vor Kurzem eingelrelenen Lohnverminderung rachen
wollte. Die eingeleiteten Recherchen werden den vder die Urheber
dieses schändlichen Verdrechens wohl ans Tageslicht bringen.
fNach rufsfischen Blättern sind im Geudernemenm Astrachan
hereits 9000 Menschen theils an der Pest gestorben, theils aus
Furcht vor der Seuche in andere Gouvernemenis de⸗ Reiches aus⸗
zewandert. Die Einwohner vieler an der Wolga gelegenen, von
der Pest zu allererst heimgesuchten Orte in den Gonvernementen
Astrachan und Saraglow existiren jetzt entweder gar nicht mehr oder
nur zum geringen Theile. Bereits ist auch der Vorschlag gemachi
worden, zur Verhütung der Weiterverbreitung der Krankhest ein
Radikalmittel anzuwenden und die verseuchten Ortschaften niederzu⸗
zrennen. Dieser Vorcschtag ist thatsächlich gar nicht so furchtbar,
wie es auf den ersten Blick aussteht. Die Huͤten in den Kofaken⸗
stanstzen sind an und fur sich ziemlich wertyios, die dafür zu zah⸗
lende Entschädigung köante daher, auch der weitgehendster Ausfüh⸗
rung der gedachten Maßregel, kaum mehr als einige Hundernaufend
Rubel betragen, und ein Radikalmittel wäre es jedenfalls
cEin ameritanisches Heiratsburenau. SIn
dem Augenblicke, wo sich die Siatistiker verschiedener Staaten, zu⸗
nal die Frankreichz, mit der Entvöllkerungeofrage beschäftigen, dürftt
3 gewiß von Interesse sein, auf ein in Rew York neu gegründetes,
eigenthümliches Institut hinzuw isen. F
Im Hintergrunde eines Square, zwischen schattigen Bäumen
und netten Gartenanlagen, erhebt sich ein hübsches Gebäude, auf
dessen Frontseite man in vergeideten Lettern das Wort; Matri-
monium“ liest. — Das Gebäude umschließt zwei getrennte Saͤle,
welche zwei, von / einander unabhaängige Thuͤren haben, wovon em⸗
zum Eintritt, die andere zum Außgang dient. In einem der Sãle,
ꝛer mit dem Buwstaben A bejseichnet und ausschließlich nur fur
Herren bestimmt ist, welche sich zu verheirathen wünshen, sind die
Photographieen jener Damen ausgestelli, die gleichfalls dejfe Absicht
Jahen. Im zweiten mit Bubezeichneten Srale befinden sich die
Photo araphieen der Mäaner, welche eine Frau wüns hen. Hier ist
der Eintritt nur den Damen gestaitet, die einen Heircahscandidaten
uchen. Suͤmmtliche Portraits And in einer Ede miu iner deut
iichen, mit rother Tinse geschriebenen Ordnuggsnummer bezeichnet.
— Alle Personen, welche an dieser Ausstellung Theil zu nehmen
wlnschen, haben den biden Damen in den Bar⸗ourx, welche sich in
der Kähe der beiden Sale deftaden, ihre Ppologropyleen, ihren Ge⸗
urtsschein und ihre Adresse zu: ũbrrreichen. Fern⸗r hat die sich
anmeldende Person Auskunft über ihr: Bermoͤgen — ihre Aussteuer,
alls es eine Dane ist — und sonstige finanzielle Verhaltnisse zu
ertheilen, deren Summe nicht unter 1000 Dollars dtragen darf.
Alle diese Einzelheiten werden auf eine Karte verzeichnet, welche
zieselbe Nummer wie die Photographie der Heirathslustgen traͤgt.
Die jo gesammelten Karten werden gleichfalls ndch den beiden Ge⸗
chlechtern sortirt und von den angestellien Bureau ⸗ Damen in jzwei
Faͤcheckästchen uach den Sälen A und B gebracht, wo die Karten
on den heirathslustigen Damen und Herten nach Belieben einge⸗
ehen werden koönnen. Jede Person, welche ihte Photo raphie aus⸗
ustellen wünsscht, bezahlt einen Dollar Taxe für jedes Tausend
hres angegebenen Vermözens und erhaͤlt einen Empfangschetin, der
leichfalls mt der Rummer der Pjotographie und der dami corte⸗
bpondirenden Harte bezeichnet ist.

Jedem Manne, dessen Photozraphie nicht ausgestellt, dist der
kintritt jiu das Etablesseinent absoluit untersaat. Dagegen finden
Damen, deren Poriraits nicht aushängen, welche sich aber zu ver⸗
)errathen wänschen, im Damensaale untet folgenden Bedingungen
Zatritt: 1) Angabe ihres Aufenthaltes und ihrer Wohnung; 2)
later eichnung einer Erklärung, daß sie unverheitathet ist; 3) De⸗
onierung von 10 Dollars, welche für die Ri htigket der Angaben
rter l und 2 haften. Die Summe wird fanerodalb der ersten
ht Tage zurückgestellt, falls in den obigen Angaben keine Fälsh⸗
Angen nachgewiesen werden; 4) Bezah'ung einer Einirlttstaxe von
3 Dollarz Jiur jedean Besuch des Etoablssemenis.

Sehen wir nun, wie in diesem, Matrimonium“ die Heitathe⸗
lustigen beider Geschlechter sich zu naͤhern pflegen. Falls einem
herra eine Damenphotograpbie im Saale A gefällt, so nimmt er
yon der vorher bescheiebenen mit der Photographie cotrespondi renden
Karte Einsicht. Sind die darauf verzeichneten Einzelnheiten nach
seinem Sinne, so schreibt er auf die gewaͤhlte Photographie mil
Bleistift die Nummer feiner eigenen, weiche im Damensaale R haängt,

and überreicht alsdann die Damenphotographie dem Bureau. Dieses
schilt dat Bild sammt seinem Noten⸗Appendix nahh dem Damen⸗
saale B und placirt es zwischen den Maͤnnerphotogcaphieen.
Belbstversländlich wird das Mannerbild bald von der erwaͤhlten
Dame bemerlt. Gefällt jenes der Dame nicht, oder fiud die Ver⸗
jältnisse des Candidaten nichtl nach ihrem Geschmace, so nimm fie
zie Photozraphie fort und wirft sie in ein Behaͤltniß, das man
den „Todenkasten“ nennt. — In Damensaale ͤgeschehen die An⸗
herungsebersuche ganz auf demselben Wege, wie in dem der
Raͤnner. — Gefallt sic indeß ein Paar, so werden die Eliern
        <pb n="64" />
        desselben von dem Bureau sofort zu einer Conferenz eingeladen, die Gesundheit fündigen, denn es Jaut den Wenigsten ein sich über ihre Ver⸗
welche entweder die Einleilung zu der später ersolgenden ihatsach⸗ — — d ——— Ich gegenuber iu erfullen haben
lichen Verheitathung ist oder die Verbindung aus irgend einem Ein Buch, welches diesem Zoecle dient, den Leser in leichtfaßlicher Weise
Grunde abgelehnt. Geschieht letzteres, so werden die betreffenden mit Ursprunge, Charalter und Behandlung jeder Krankheit bekannt macht,
—XV wieder nach den Sälen A und B ge⸗ vohne ihn mnit dem Ballast unverdaulicher wifsenschaftlicher Phrasen zu be⸗
bracht, um dort Zunstigere Chancen zu erwarlen. — Dies ist der Naweren. fanden wir in dem in 10. Auflage erschienenen Buche „Dr. Airy's
Mechanismus des gewiß praktischen Neu⸗ Yorker „Matrimonium“, erned vh eper eischienen,
welches, wie man dehauptet, läglich einen Reingewinn von 1000

Dollar erzielt.

Nußtzen der Dampfkraft. Ein unverbesserlicher Skeptiker

rũhmie jüngst den großen Nutzen, welchen die Erfindung der Dampf⸗

kraft jeden Tag stiftet. „Ein hertliches Ding diese D ampfkraft“,

— Gluck.“ Und als ein Freund

uͤber diese Bemerkung seine Verwunderung ausdrückte, feßle er hinzu:

Ja, meine Herren, ich verdarke der Dampfkraft mein Vermögen.

Meine Tante, die mir dreißigtausend Francs hinterlassen hat, starb

in Folge eines Eisenbahn⸗Unfalls; oh, sie ist eine großartige Er⸗

findung, diese Dampfkraft.“

Rrehms Thierleben. Der soeben von der Verlags⸗
zandlung, dem Bibliographischen Institut in Leipzig, versandte vierte
Hand eröffnet die Abdtheilung der „Vögel“; dieselbe bildet gewisser⸗
maßen den Schwerpunkt des berühmten Werks, da er das Gebiet
der Specialforschung des Verfossers ist und einen größern Reich⸗
thum neuer Beobachtungen ausweist als irgend eine andere Ab hei⸗
lung. Die Umarbeitung dieser neuen Auflage ist eine durchgreifende
geworden, die eigenen Shiiderungen des Verfassers ragen in ihre
ürsprünglichkeit und Frische weit über die eingestreuten Mittheilun⸗
gen anderer Forscher hervor. Auch in der Illustrirung bielet die
Abtheilung Vögel dasß meiste Neue und wurde eine bewunderns⸗
wershe Wannigfalligkeit erreicht: der vorliegende Band enthält
157 meisterhafle Bilder, von denen der größere Theil Neuzeichnun⸗
gen nach der Natur und in der früheren Auflage nicht enthalten sind.

Ueber das „Thierleben“ selbst gibt es im In⸗ und Ausland
nur eine Stimme des Lobes und der Bewunderung. Die fremden
Nalionen beneiden uns um den Besitz eines so einzigen Literatur⸗
werks, das von Seiten der Kritik zu den alten Ehren fortwährend
geue erntet. Die weiteren Bände des Meisterwerks in meister⸗
hafter Ausstattung“ verspricht die Verlagshandlung mit der gleichen
Püuktlichkett zu Ende zu führen, welche sie bisher beobachtet haß.
Zu den Illustra oren hat sich in dieser Abtheilung auch der talent⸗
volle Düsseldorfer Jagzd⸗ und Thiermaler Kroͤner geselll.

Von dem auf zehn Bände angelegten Werk sind mit meiobg
hereits sise ben erschienen, eine siattlicht Reihe, welche inzende
„evotstehenden Weihnachtsausstellungen der Buchliäden eine glän den
Repräsentation nicht verfehlen wird.

Markßtberichte.

Zweibrücken, 80. Januar. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarki.)
Weizen 09 M. 74 Pf. Korn7 M. 81 Pf., Gerste zweireihige 7 M. 97,*f.
erreihige 0 M. — Pf. Spelz 6 M. z10 pf Spelztern — M. —
e r.“pf.riscicucht 8 B. pf, defer5 9 8205
Frbsen — M. — Pf., Widen o M. pf., Karioffeln 2 M. 804
hdeu 1 M. 80 Pf., Siroh 2 M. — Pf., Weißbrod 1./3 Kilogr. 50 Pf.
Kornbrod 8 Kilogr. 71 Pf.,2 Kilogr. 18 Pf. I Kilogr. 24 Pf. Gemischt⸗
brod 8 Kilogr. 86 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
de r Dal os di., Kalbeisch od Pf. dammelsteisc 80 Pt. Seweineseing
56 Pf. Butter ?/ Kiloar. O M. 85 Pf. Wein 1 Liter 70 Pf. Bier 1Liter 24 Pf.
Für di⸗ Redaction verantworilich: FJ. X. Dewe ß.
Sbonbeit und · Jugend, Reichthum und Ehren, Talente und Fähigkeiten,
wag bedeuten u diese Gaben und Vorzüge, wenn der Leib siech ist
und eine hartnäckige Krankheit am Leben zehrt. „AMens sana in-corpore
anos, Nur im gesunden Körper wohnt eine gesunde Seele! Diese Worte
sind eine mahnende Wahrheit für Jene, welche oft aus Unwissenhbeit gegen

Holzversteigerung
zu wersteetend
Samstang, 8. Februar nächst⸗
hin, um 1 Uhr des Nachmittags:
Schlag Lambertsberg:
34 eichen Wagnerstangen,
13 Ster buchen Scheitholz 1. Cl.
9d9, 232.
233 3 —5anbrüch
34 3. 7 Stangenprügel.
77 353Kohlprügcgt
3 eichen
Schlag Kieselberg:
Ster buchen Kohlprügel.
Zufallige Ergebnisse:
7 eichen Wagnerslangen
10 Sier buchen Stangenprügel
12, „ RKohlprügel
458 5' llieferne Zaunprügel
12 ,Nohiprugel
—A
Die Hölzer, von bester Oua⸗
lität, find bequem abzufahren.
Niederwürzbach, 28. Jan. 1879.
Das Bürgermeisteramt:
AA.
. Wolf.

Urtenicee empfiehlt sich
zum Ertheilen von Unteis
richt in Clavier, Flöte, Violine
und Gesang. e 2
Gefl. Adressen nehmen entgegen
die Herren Seiter und Prof.
Schlick, sowie der Unterzeich⸗
gete in seiner Wohnung bei Hru
Phil pp Munzinger.
G. Schadewitz,
Director des Musikvereins

Todes⸗Anzeige.
* Goit dem Allmächtigen hat es gefallen unsere innigft
geliebte Gattin. Mutter, Schwester und Tante
EFriederiko Muller
geb. Seyse
nach längerem Leiden im Alter von 40 Jahren heute
Nacht zu sich abzurufen.
St. Ingbert, 31. Januar 1879.
um sulle Theilnahme bittet n
Der trauernde Gatte
Georg Müller, Schuser,
und Kinder. —
Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 133 Uhr stalt.

1

— ——
— — — —
8 *
—

Af der Kaiserstraße nächst

dem St. Jagberter Eisen⸗
werle ist ein noch fast nuer Hut
nit J. R. gejeichnet ausgefunden
worden. Der Eigenthümer be⸗
liebe sich bei der Exped. d. Bl.
zu melden.

Haasenstein &amp;
Vogler.
Prste uñd äãlteste
Junouceu⸗Expeditien
Pramni furt a. Maĩnm.

Chocoladen
9
und Cacao's
Jer Kaiserlichen u. König

lichen Hof-Chocoladen-
Pabrikanten:

Jebr. Stollwerek
imn CõIln-

18 Hof-Dintome,
2 — —
I9 qoldene, silberne unα
broncene Medqaillen-.
———— —
Reetterusammensteltungq
der Rohproduete. Voä—
tendete mechaniscse Ein-
richtungen. Garantirt
reine Qualitt bei mus-
sinen Preéisen.
FPirmenschilder kennzeich-
nen die Conditoreien, Colo-
nial- und Delicatesswaaren-
Geschafte, sowie Apotheken

xelehe
zlollwera'sche Fabrikate
führen.

FPilialen in Darmstadt
Mannheim, Carlsruhe, Stutt-
gart, Würzburg, Ulm.

PFreiburg in Baden.

—*

—2*
*
7
Das in 2. Aufl. erschienene Buch:
D GiCIIt
wideag zrop r.nweisungen zur ex⸗
folgrelckͤn Selbstbehandiung und
Ddeilung von Gitt u. Rheumasismus.
Allen, welche an diesen Nebeln oder
Trtditungstrantheiten leiben, kann
dies Vuch warmstens empfohlen
verden. Ein Anhang von At⸗
eflen deweist die Vorzuͤglichkeit der
Methode, welche sich tausendfach be⸗
wähtt hat. Preis 20 Pf.) — Aus⸗
suͤhrl. Prospect vers. auf Vunsch
oorher gratis u. franto Ch. Hehen-

deiner. Leipzig u. Basel.

Besorgen æu Originalpreise
ohne alle Nebenkotten:
Ztollen- Gesuoho, Paobtungen,
Vacanzon-Angeb XEX
Canf ·&amp; Vorkanfa· Foiraths·Ossortoꝛ
Ansoigen- Diacro?o Anzeiß
in allo Zeitungen dor Wolt.
Die Hauptblattor der
Fehweiz und Frankreich
zind von uns gepachtete?
aehmen Anzeigen nur
Amreln umnsa.

Maschinen⸗Nadeln
per Stückh 12 Pf., beim Dutz
1M. zu haben bei
G. Linn.

) Vorräthig in K. Gotthold'«
Buchhandlung iun Kaiserslautern,
welche dasselbe gegen 60, Pfg. in
Briefm. franco überallhin versendet.
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
        <pb n="65" />
        Anzeiger.
— — ⸗* — —rr — —— r —— — — Z

der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöhhentlich) mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntagt mit illustrirter Bei

lage) Aricheint wochentlich viermal: Dienustag, Dounerstag, Suanstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt bierteljah rlich

A 40 3 einschließlich Träͤgerlohn; durch die Post bezogen 1.M 60d A, einschließlich 410 Zustellgebͤhhr. Anzeigen werden ialt Iq , von Auawarta
mit 154 fuͤr die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen mit 80 B pro Zeile berechnei.
M id. Sonutag, den 2. Februrz 441879.
Für die Monate Februar und März
werden Abonnements auf dieses Blatt von allen Postan⸗
talten, sowie von der Expedition entaegene⸗nommen.
Deutsches Reich.

Maünchen, 29. Jan. Das Ministerium des Innern hat,

da Anjzeigen vorliegen, daß in öffentlichen Schaustelungen und
Produktionen, insbesondere auf Jahrmärkien, bei Volksfesten und
bei anderen derartigen Gelegenheiten, Gegensiände gezeigt werden,
welche gegen Anstand und gute Sitte verstoßen, die Difiricts⸗ und
Drtspolizeibehörden hierauf aufmerksam gemacht und angewiesen,
durch vorgängige genaue Prüfung der Schaustellungsgegenstände,
jowie durch sorigesetzte Ueberwachung des betreffenden Geschaͤftsbe⸗
riebs, dafür Sorge zu tragen, daß ansisßige Schaustellungen fern
zehalten bezw. undeschadel der etwa veranlaßten Strafberfolgung
eingestellt werden.

München. In seinem Berichte über den Gesetzenwurf
„die Verstärkung des Verjags« Capitals der k. Central⸗· Staaislasse
detreffend“, au den Finanzausschuß stellt der Referent Abg. Walter
den Antrag: „Es sei an Se. Maj. den Konig die allerehrfurchta⸗
vollste Bitie zu stellen, Allerhöchstdieselben wollen ihre Verireter beim
Bundestathe beantragen, für die Reduzirung der Militärlast bei
—X —
militärgesetzes vom 2. Mai 1874 einzutreten.“

Berlhin, 80. Jan. In der hestrigen Sißung des Justiz⸗
Ausschusses des Bundesraths hat Bayern, wie verlauien, die Ablehn⸗
ing des Gefetzentwurfs wegen der Strafgewali des Reichstags
ꝛeantragt. (6cA. 3.)

Betlin, 30. Jan. Das Nriegegericht in Sachhen des

„Broßer Kurfürst“ beendete heute die Vetlesung der Acien und
Hutachten und wird morgen das Schlußverhör der einzelnen An⸗
zeklagten voruehmen, mit dessen Beendigung die Sache als spruchreif
zu betrachten ist.

Berlin, 80. Jan. Von der deutschen Reichsregierung
wird. Univerfilätsprofessor Hirsch und ein jüngerer Arzt nach Ruß⸗
jand entsendet, um an Ort und Stille Studien über die Pest zu
machen..

Berlin, 830. Jan. Der ‚Reichsanzeiger“ publicirt die von
gestern datirte, heute in Kraft tretende kaiserliche Verordnung, wo⸗
nach zur Verhütung der Einschleppung von aufteclenden Krautzeiten
die Einfuhx, von gebrauchter Leis- und Betiwäsche, gebrauchten
leidern, Hadern, Lumpen, Papierabfällen „Pelzwerk, türschner⸗
vaaren, Fellen, Häuten, halbbarem und samssch zugerichtetem
diegen⸗ und Schafleder, Blasen, frischen, getrodneten und hesoizenen
Därmen, Filz, Hauren, Zadelwolle⸗, Borsten, Federn, Cabige, Fischen
und Sareptabalsam aus Nußland verboten wird. Ausgenommen
bon dem Verbot sind Wäsche, Kleidungsstücke und anderes Reisege⸗
räth, welches Reisende zum Gebrauch mit sich führen. Der Reichs⸗
anzler ordnet an, wie and in welchem Umfange diese Gegenstände
der Desinfeltion zu unterwerfen sind. Die Einfuhr von Schafwolle
st, soweit solche nicht überhaupt durch die Landesbehdrden verboten
st, nur nach vorgangiger Desinfection gestattket. War die einzu⸗
Uhrende Schafwolle der Fabrikwäsche unterzogen, so beschränkt sich die
Des infection auf die Emballage.

Die wirthschaftliche Polint des Reichskanzlers erregt in Snn ge
land große Beunruhigung. Die Times veroͤffentuicht eine
Depesche des Botschafters Odo Russel in Berlin an den Mar—
Juis of Salisbury vom. 10. Januar. Der Boischafter spricht darin
jein Bedouern über die projeilirten deutschen Eisenzoͤlleraus. Die
zu treffenden Maßregeln seien dazu angeihan, das englische Eisen
VNpzlich vom deutschen Markte zu verdtãngen. Wie er aus guter
Quelle erfahre, werde seitens der Eisen Enqueiekommession wahr⸗
qeinlich ein Schußzoll von 50 Pfennig sur den Zentner befür⸗
vortet werden. Wie uns gleichzeitig aus London telegraphirt wird,
at Vsicn. das Ansuchen Englanden die Zou auf· Kisenherabn⸗
ehen, abschlägig deschieden. Bei der ohnehin gedrüdten Lage des
nglischen Haadels⸗ ist es degreiflich daß bie Eisen Industrie der
rächsten Zukunft mit Vesorgniß entgegen seht, um so mehr —V
zuch in den ĩnletnen Angelegenheiten loieder Storungen drohen.

7. Stuttgart. Dreizehn Abgeordnete, zur Volktpartei und
den Ultramontanen zählend, haben in der Abgeordnetenkammer den
Antrag eingereicht, daß die Regierung erfucht werde, dem Gesetzenl⸗
wurf über die Strafgewalt des Reichstages, welcher die wurnem⸗
dergische Verfassung wie die Rechte des Reichstages gefährde im
Dundestathe nicht zuzussimmen. —

Ausland.

Verfailles,89, Jan. Sitzung des Congrefse. An⸗
vesend 713 Votanten; giltige Stimmzettel 670; absolute Majo⸗
rität 336. Grevh erhielt 563 Stimmen, Chanzy O9 weiße orer
ingiltige Zetiel 45. Grevy wird aus 7 Jahre zum Präfidenten
er Republik ausgerufen. Donnernder Beifali. (Jules Grevy ist
zeboren am 15. Aug. INapoleonttag] 1813 in Mont⸗sous · Vandray
Jura], später Advolat in Paris, 1849 - 18850 und 1871- 1876
Ritglied der Nationaldersammlung, seit 1876 Präfident der De⸗
vutittenkammer).

Paris, 831. Jan. Die Minister gratulirten Grebh und
eichten gemeinsam ihre Entlafsung ein. Greby würnschte die Fort⸗
uührung der Regierung durch die jeßzigen Minister ober wenigftens
zie provisorische Beibehaltung ihrer Fupktion durch dieselben. Die
Nmister versammeln sich behufs Prüfung der neuen Lage heute
inter dem Vorfitze Dufaure's. Mat Wahen beglüctwünschie Grevy;
die betteffende Uaterredung verlief außerardenilich höflich. Mac
MNahon erklaärte, heute auf sein Landgut Grasse abreisen und dort
inige Zeit verweilen zu wollin. Nach der Wahf —XRX
ser Senat und die zweite Kammer kurze Sitzungen ab unn von
zerselben Atr zu nehmen. Die Kammer wird heute ihren Pra⸗
identen wäͤhlen. Nach dem XIL. Sidele wäre bdie Wahl Gam⸗
detta's gewiß.

Zermisches.
Wie die Rh..“ mittbeiit, dat der hert Bischof von Sheier
n der ganzen Didcese Gebett fur die Herbeiführung des kirchlichen
Friedent angeordnet. 5
FAussdem Bliesgau, 20. Jan! Wenn —XI
ꝛiesem Blatte die Errichtung kiner Beschalftation im —8
alben gemeldet wurde, so lonnen heute auch wir Ihnen einen err
reulichen Forischitt für die Forderung der Pferdezucht in der
zliesgegend berichten. Gleichfalls auf Auregung der Remone
zuchtgenossenschaft für die Amtsbezirke Domburg „Pirmasens und
zweibrücken hat vämlich hohe kdnigl. Regietung Jenehmigt, daß ein
osllommen brauchbaret Hengst aus dem pfalz. Landgestüte zu
zZuchtzwecken nach Aßweller, als dem Mittelpunkir der deiden Kan⸗
one Blieslastel und St. Ingbett, abgegeben werde. Schon“ in
en nächsten Tagen wird dieser Hengst in den nen eingerichteten
zolalitaäten des Herrn VBürgermeifter Heinrich Sleis in Aßweilet
intueffen, worauf wir hiemit die Pferdezüchter in den beiden dor⸗
zenannten Kantonen vorläufig aufmerktsam gemacht haben wollen.
Wenn unsere Zuchtgenossenschafi in der bisherigen Weise sortsährt,
den Inleressen der Pferdezucht ju dienen, dann werden die X
ẽtfolge ihrer Bestiebungen gewiß recht bald überall im Zuchtsezirli
achtbar zu Tage treten. — (30. 83...
Der Vorschunberein Blieskaftel schidut der Generalverfamm⸗
lung die Vertheilung einer Dididende von 704 pro 1878 an seine
Deitglieder und außerdem die Ueberweisung einer hübschen Summe
anden Reservefond vor.
fPirmasens, 20. Im. Der
welcheh? vorgestern seine goldene Hochseit feie
lichen⸗Cabinetskasse durch Vermittelung des hie
amtes ein Geschenk von 60 Mark zugelo nmen.
RKaifer vlaundern. Ein Monteur aus einer hiesigen
Maschinenjabtik, der mit Aufstellung einer Maschine —XD —
Brennerei in Oitweiler deschetn wen, ist dadurch vetunglüct. daß
x in einen Zeffet stürzte. Derselbe tin juuger Maun,iß feiner
herlchungen d 8* vd —— W.)
fMünchen,. sRedultion — auf den Eisenbabnen)⸗
Die verlautet, soll, veranlaßt durch den schlechten Verlehr auf ver⸗
hiedenen Streden der L. Staatseisenbahnen, eine Neduktion der
zuüge in Ausficht genomwen sein⸗
        <pb n="66" />
        x Eine Straße der unteren Stadt in Hof war am Mittwod
der Schauplaß einer lustigen Scene zwischen einem von ihrem bis⸗
herigen Geliebten verlassenen Mädchen und diesem selbst. Das der⸗
schmähte Mädchen prügelte nämlich unterstüht von ihrer nicht minder
handfesten Schwester, auf offener Straße ihren ungetreuen Schatz
veidlich durch, so daß sich die Polizei dareinlegen mußte.

— Fiur die Redacion veramworilich· F. X. Femeß.

Maria Benno von Donat's weltberühmter Bruft⸗
staramel⸗Extract ist heut Vormittag wieder neu eingetroffen. Im
Interesse aller Leidenden wird dies hiermit bekannt gemacht. Ein
Frtrabiatt in französischer, euglischer, spanischer und deutscher
Sprache im Innern eines jeden Cartons besagt Alles Nähere. In
Deutschland kostet 1 großer Carton 50 Pf. 1 FlaconJ Mark.
Das hiesige General⸗Depot befindet sich bei Hrn. Jean Peters.

2* 23 — 444 12. Pl.-Nr. 1174, 7 a 16 qm
Licitation. Garten in den Stauchgärten.
Mittwoq, 19. Februar 18. Ungefähr 13 a4a 50 qm
aächsthin, Nachmittags 2 Uhr Ader in den Seyen.
u St. Ingbert bei Johann Eigenihümer sind:
Friess I. Johanna Port, ohne Ge⸗
werden die nachhin bezeichneten verbe in St. Ingbert, Wiltwe
zum Nachlasse des in St. Inge 2. Ehe des Verlebtez
Zert derlebten Rentners Johann LU. Die Kinder 1. Ehe des⸗
Josehh Peters und zu der selben mit Katharina Pflug als:
Bütergemeinschaft, welche zw schen 1. Therese Peters, gewerblose
vemseißen und seiner hinierblie- khefrau von Johann Spanier,
hdenen Wittwe 2. Ehe bestanden daufmann, beide in Hauptstuhl;
hat, gehörigen Liegenschaften im 2. Barbara Peters, gewerb⸗
Banne von St. Ingbert u ose Ehefcau von Michael Ktlug,
vor dem unterzeschneten ges Berber, beide in Homburg;
richtlich hiezu beauslragten Amts⸗ 3. Johann Peters, Kaufmann
zerweser des k. Notars Sauer n St. Ingsbert;
n St. Ingbert der Abtheilung 4. Joseph Peters, Gerber
vegen öoffentlich au die Meistbie⸗ illhuß
enden zu Eigenthum versteigert, 5. Juliana Peters, emanci-⸗
aämlich: zirte Minderjährige, welche den
1. PlieRr. 940, 42 77 qm donrad Pflug, Schneidermeister,
Garten in den Dilmesgür⸗ eide allda, zum Curator hat.
len neben Johann Hellen⸗ UI. Maria Peters, minder⸗
hal und Peter Schwarz. ährige Tochter 2. Ehe des Ver⸗
3. Pl⸗Nt. 3291, 852 54qm ebten mit seiner hinterbliebenen
Uder in den Sthengärten. Bittwe, welche diese seine Mut⸗
3. Pl.Nr. 3400, 14 2 65 er jur gesthlichen Vormünderin
qzm Acker in den obersten ind Johann Friedrich, Kauf⸗
Sehen. nann in St. Ingbert zum Bei⸗
4. Pli⸗Nr. 1130, 13 3 63 wormunde bat.—
jm Acker rechts der Kapelle. St. Ingbert, 1. -ebr. 1879.
Hl.⸗Nr. 1120,8.3 86 MK. Auffschneider,
qm Acker allda.. Amta verweser.
ᷣl.Nt. 3419, 20 2. 44 AXIAMM
ae in den oberen-Gantversteigerung.
Seyen. I Mittwoch, den 5. Vtärz
Pl. Nr. 3461 und 3462, aächsthin, Nachmittags 3 Uhr,
38 2 50 qm Acker linis u Schnappbach, bei Karl
in den Seyen. vikior Graffion, werden
Pi.Kr. 1914 und 1915, or dem unterzeichneten Amtsver⸗
z12 1 qm Acker in der veser des k. Notar Sauer in St.
Rischbach lange Ahnung. Ingbert,,
Pi⸗Nr. 8292, 4277 auf Betreiben von Karl Am—
Im Ader in den Seyen⸗ 308, Geschästsmann in Zwei⸗
Jarten. rucken, als definitiver Verwalter
Pl.Nr. 45202, 17 3 der Gantmasse des Metggers Ja⸗ 9
Is qn Wies auf der Schia. b0 Schwarz in Sgchnappbach, Zu verkaufen:
pi.Nic. 2802 14 348 ie u dieser Gantmasfe gehöri- 12 Ssug schöne kräftige Kasta⸗ Zu verkaufen
ijm Wiese in den Bruch— jen Liegenschaften, im Banne niet bäumchen bei Fine srische Kuh nebst Kalb
wiesen. Dn Ste Jngbert, öoffentlich ean Jshann Fries, Bader. auf dem Robrbacher dorsthause.
J o — — — — —
Strevoler in St. Johanm a. d. Saar.

die Meistbietenden zu Eigen⸗
thum versteigert, nämlich:

1. Pl.⸗Rr. 4999 u. 4999
isab, 10 a 83 qm Fläche
Wohnhaus mit Keller, Stall
Hof und Bergfeld, das
Ganze gelegen in Schnapp⸗
bach an der Haupistraße
neben Joseph Latz und der
Firma Haldy &amp; Röcling.
Pl.Nr. 4352, 22 a 983
Im Acker im Rodt an der
Kaiserstraße neben Jalob
Schwarz und Ww. Best.

3. pᷣl. Ne. 1374, 12 227
qm Acker in der Mausbach

neben Peter Behr.

Die Liegenschaften kommen
inzeln zum Ausgebotte.
Die Zuschläge erfolgen sogleich
endgiltig und findet weder ein
Nachgebot noch Einlosungs⸗ oder
Ublosungsrecht statt.

Die nähere Beschreibung der
Zersteigerungsgegenstände, sowie
die Versteigerungsbedingungen kön⸗
nen bis zum Versteigerungbtage
jeim Versteigerungsbeamten ein⸗
gesehen werden.

Die frühere Ankündigung dieser
VBersteigerung in Nr. 10 dieses
Blaties von 18. Jannar l. J.
vird hiemit zurückgenommen.

St. Inobeit. 1. Febr. 1879.
. Auffschneider,

Amisberweser.

Danksagung.

Für die zahlreiche Vetheilig⸗
ung, besonders für die Hilfeleist⸗
ung seitens der Heren Collegen
bei der Beerdigung unseres un⸗
vergeßlichen Gatten, Vatersb,
Bruders und Onkelb

Iranz Zoos
sagen wir unseren tiefgefühlten
Dank. z e—5*

St. Ingbert, 1. Febr. 1879.

Die tieftrauernde Familie.

von
Landwirthschaftlichen u.
Naäh ·˖ Maschinen
aller Systeme zu den billigften
Fabrikpreisen. Nehrjährige Zahl⸗
angstermine, sowie Garantie
werden zugesichert bei
W. Weisgerber.
vpeege selbstth. Backmehl
und Liebig's Puddingpulver der
Liebig'ß Manufactory Hannover,
Schutzmarke eine Wind mühle, sind
die besten, billigsten Präparate dieser
Urt. Preisgekrönt auf 4 Ausstellungen.
d haben mit vorzuglichen Recev⸗
en bei
Phe. Klinck in St. Ingbert.
—— —
Die so schnell beliebt gewordene
überall als vorzüglich auer⸗
kaunte
Augskurger Aniversal⸗
Glycerin⸗Seife
von H. P. Beyschlag
ist vorraͤthig in St. J n 96 er
zeil Hrn. Joh. Friedrich.

Wenen Ecke der Bahnhof⸗ und Dudweilerstraße. *—
Gänzlicher Geschäfts⸗Aufgabe
zabe meine sämmtliche Manufak tu r· und Mo de w X r n ainen 4J
Totalen Ausverkaufe
— zu sehr reducirten Preisen.
auzgesen⸗

A. Streveler, St. AOnann, Lcke der Babnhof- und Dudweilerstrasse.

v. 2 * Laden⸗, sowie vollständige Gas Einrichtung ist nach Naumung des Lagers billiast zu
verkaufen.

αινιιν
tV Ei. Incben.
2
AII αα

110

A MVx.
4
        <pb n="67" />
        der St. Jugberter Auteiger und das (2 mal we hentlich) mit dem Hrupkblatle verbundene Unterhaltungsblait. (Sanntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erlcheint wo hentlich diernil: UDieuztag, Dounersta . Sanstar und Sonutag. Dee Abonuementspreis betragt vierteliährlich

AA A0 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezozen 1MA 6GVA, einschließlich 40 4 Zustell zebuhr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswarts
— nuit 15 — fur die viergejpaltene Zeite Blattichrist oder deren Raum, Neclamen mit 830 pro Zeile berechnte.

— —

1879.

M 20. B ——
Deutsches Reich.
* Eine Beschwerde gegen die Mürnchen er Simultanschalen
sJogen. Tommungischalen) wurde von der bayerischen Reichsraths⸗
inmer min 82 gegen 14 St. abgelehnt. Andern Tages sprach
sich dieselbe bezüglich der confessionell⸗ gemischten Schule zu Groß⸗
aelbach (Pialz) mit 26 gegen 20 St. dah'n aus, es sei diese
pieder confessionell zu trennen. 17
Berlin. Der Justizausschuß des Bundesralhs hat aus dem
Angebũhrgejetz die Bestimmung, daß ein Reichstagsmitglied wegen
angebühruͤcher Aeußetungen im Reichstag auch vor den Strafrichter
gestellt und der Wählbarkeit verlustig erllärt werden lönne, mit
zroßer Mehrheit gestrichen. Aser auch so wird der Gesetzentwurf
or dem Reichstag schwerlich Gnade finden, der es wohl dorziehen
pird, ndthigenfalls seine Geschaäftrordnung zu andern.
Eine der ersten Vorlagen, wilche dem am 12. d. M. zusam
mentretenden Reichstage gemacht werden sollen, ist die Denkichrift,
in welcher Rechenschaft darüber gegeben wird, warum die preußische
Regierung sich veranlaßt gefehen, von den einschlägigen Bestimm⸗
ungen des Socialistengefetzes Gebrauch zu machen und den Cwil⸗
Beiagerungszustand über Berlin zu verhaängen. Die Denkjcqhrift
joll üͤberaus interessaute Daten enthalten.

Dir „Pall Piall Gazette“ will wissen, Fürst Bismardck beab⸗
ächtige auch einen Zoll auf englische Kohlen in Vorschlag zu bringen,
der nicht weniger als zehn Ptozent des Werthes betragen solle.
Finstweisen bedarf die Nachricht des englischen Blattes allerdings
nach der Bestaͤtigung.

Ausland.

p

ugrorgan der Kammermehrheit betrachten und danach „seine Regie—
tung“ einrichten, „so tange“ die Mehrbeit mit ihr geht.“. 7.—

Paris, 2. Feb. Es befsätigt sich, daß der Ministerpräsident
Dusaure auf seinem Entjchlusse, sich zurückznziehen, beharrt. Wad⸗
aington der seithetige Minister des Aeußern, wurde von Grevy
nit der Neubildung des Ministeriums beauftragt. —

Konstantinopel, 831. Jan. Eine Gesellschaft fran⸗
dsischer Cap talisten hat dem Sultan rinen Vorschuß von 150
Millionen Fres.“ und Converfirung der türkischen Staatsschuld,
vobei die Gläubiger nicht kurz kommen sollen, angeboten. Sie
erlangen, daß ihnen dafür die Ennahmen aus den um 21pCH
uu erhöhenden Zöllen als Deckung gegeben und die Zollamter durch
Furopäer verwaltet werden.

Zwischen Rufsen und Türlen ist noch immer nicht Alles
aut. Nach einer Meldnng der „Polit. Korresp.“ aus Konslanti⸗
nopel wird der Abschluß des definitiven Feiedensvertrages nament-
ich dadurch verzögert, daß in Betreff der Abfasfung des Artikels
11 ein Einverständniß noch nicht hat erzielt werden tönnen. Auch
ꝛczüglich des Zeitpunttes der Bezohlung der Entschädigung für den
interhalt der türtischen Kriegsgefaugenen hat noch keine Einigung
jerbeigeführt werden lönnen. — Dagegen erhält sich das Berüchi,
zaß eine Vereinbarung darüber statigefunden hat, daß 35 Tage
nach der Unterzeichnung des Bertrages die Räumung des wrkischen
Bebietes von Seiten der russischen Truppen vollzogen sein müsse,
vas immerhin ein bedeutendes Zugefiändniß von Seiten Rußlands
väre. Jidenfalls würde dann die Pforte endlich einmal Zei
inden, an die vict und oft vertprochenen Rejormen zu gehen. Die
n Konstantinodel im Justiz -Miinisterium zusammengetreiene Com⸗
nission zur Berathung der Justizorganisallon des fürtischen Neiches
jat am Montag ihre Arbeiten begonnen. Die Commission wird igh
unachst mit dem Entwurf einer Strafprozeßordnung deschäftigen.
inter den Mitgliedern der Commission befinden sich europäische Ju
isten, welche im Dienste der türlischen Regierung stehen. — Auf
ser Pforte finden auß⸗rdem jforigesetzte Beralhungen üder Maßre⸗
zeln statt, welche zur Hebung des Werthes der Raimes (des
Papfergeldes) ergriffen werden sollen. Die Hebung dürfte sich frei—
schneller auf dem Papier — als in Wirklichkeit erreichen
aflen..

ISchußzoll aa allen Eden und Enden.) Der London und
Thina Telegraph berichtet, daß auch Japa'n die Erhohung und
Reueinsetzung von Eingangszoͤllen unter gleichzeitiger Adschaffung
ver Ausgangszölle beabsichtige.

2

Wien, 2. Februar.Die offiz öse. Moniagsrevue mesdet,
sischen Oesterreich und Deutschland sei ein Vertiag abgeschloffen,
in welchem Desterreich auf Geltendmachung derjenigen Klaujel dets
Artilel 5 des Prager Friedent verzichten, durch welche: die Rück⸗
iblrelung Nordschleswigs an Dancemark von einem neuen Plebiscit
abhangia gemacht w d.d

Wien. Rumänien hat Oesterreich-Ungarn zur Entsendung
bon Aeiztien nach Bukarest behuss Ueberwachung der Ausführung
der' in Wien' beschlofsenen Vorsichtsmaßregeln gegen die — tin⸗

eladen.

Paris. Der Minister des Auswärtigen, Waddington,
Hidte heute (31. Jan.) eine Depesche mit der Anzeige von Gre⸗
»y's Ernennung zum Prasidenten der Republik an die Vertreter
Frankreichs im Auslande. Morgen wird Grevy ein Manifest an
zas franjösische Voik erlassen. Paris war gestern Abend vollstän⸗
zig ruhig, und wenn 'nicht die Zeilungen in ungeheurer Zatzl ver⸗
auft worden und die Wirthshaäuser nicht besuchter gewesen wären,
ils gewöhnlich, so hätte man nicht ahnen können, daß in Frankreich
sich so wichtige Ereignisse zutrugen. Die Zahl der gestern Abend
in Paris illuminirten Häuser war nur gering. — Die Nochrichten
aus der Probinz, wo größere Besorgniß als in Paris herrschie,
auten heute sehr gut; die Zufriedenheit mit dem ruhigen Ansdange
der Krisis ist allgemein; in vielen Städien war gestern Abend
ine festliche Beleuchtung. 6G. 3)

CEine Kotrespondenz der A. Z. aus Paris «aralilerisirt den
neuen Praͤsidenten der franzöͤsischen Republik mit solgenden schönem
Wotten: In der Meinung der Nation, die ihn fast einstimmig zur
Prasidenischoft erbhebt, ist Jules Grerh der charallerstarke Ehren⸗
mnann par excellence, der eiserne Mann des Rechts, des Gesetzes
md des Friedens; das Ideal des Parlamentariers, der Uneigen⸗
utzigleit, der Selostlosigleit ohne Ehrgeit. Tioßdem ist er auch
zer Mann der äubersten Linken, weil er gegen die Versailler Ver—
sassung und Republik gestimmt, gegen Mac Maton und das Sep⸗
eunat gejchichtlich unvergeßliche Wocte gesprochen hatté, indem er
lainet 1848e5 Toltrin treu blieb: der Präsidert der Republil soll
mit der von der Nationalversammlung (Einkammer⸗Eystem) dele⸗
girle und stets widerrufliche, der Kammermehrheit verantwortliche
räsident des Ministerraihs sein. Im Sinne dieser Doktrin wird
Fules Greby kein underantwortlicher Schatten, kein Steohmann
in Praͤsidentenstudl der Republjf sen; er wird sich als das Voll⸗

Vermischtes.

A Si. Ingbert, 83. Febr. Die gestrige Abendunter⸗
jaltung des Musikvereins war zahlreich besucht. Ihr Verlauf war
in sehr befriedigender. Es verdient diehes in Beziehung auf den
nusikalischen Theil um so mehr Aneikeunung, wei di⸗ Zeit
wischen gesietn und dem vorigen Concert zum Einüben der Cher⸗
zesänge etwas knapp bemessen war. Ein bedeutender Fortschritt
st in den Leistungen des gemischten Chores zu conftatiren. All⸗
eitig fanden wir dieses anerkannt, verbunden mit dem Wunsche,
s möge besonders den Damen gefallen, in dem gezeigten eifrigen
Sireben nicht zu ermüden. Ter Dank des Vereins ist ihnen sicher.
Wenn wir übrigens das meisterhafte Flotenspiel des Hin. Schade—
pitz als das Beste bezeichnen, was gestern Abend geboten wurde,
o glauben wir damit auf keinen Widerspruch zu stoßen. Freilich
wurde ihm jein Sp el etleichtert durch die rxakte Klabierbegleitung
der Frl.Tochter mann. Hr. Seiter exifreute de Gesell⸗
chast durch zwei seiner besten Lieder, Auch ein Sopransolo der
Frl. Peters fand reichen Beifall. Trotz der protlamirten
Zeiserleit hielt sich auch das Quarteit recht waker. — Kaum waren
zie Klaäͤnge des letzten Liedes verhallt, da ging es an ein Weg⸗
aumen der Tische und Stühle, um Plotz zum Tanze zu schaffen.
doffentlich wird auch seiner von deken, die er in Bewggung sehzte,
nit angenehmer Besriedigunz gedacht.

Si. Jugbers, 8 Februar. Von dem heutigen
Jahrmarlt war wenig zu bemerlen. Der anhaltende Regen uch
——
        <pb n="68" />
        hn sozusagen zu Wasser werden. Was für Geschäfte abgeidlossen
wurden, echellt daraus, daß ein Pfeifen und Hol zspielwaarenhandler
im Gauzen 34 Pfennige einnahm .

*Der Zweibrücker Eisklub wollte gestern auf dem
Würzbacher Weiher noch einmal die Freuden des Schlittschuhlaufens
rosten. Das Wetiter hatte jedoch einen Strich durch die Rechnung
gemacht und es setz!e darum die Gesellschaft ihren Ausflug bis zum
Tasé Seiter hierher sott.

* Zur Warnung für die Gulmüthigen. Die „Zw. Z.“
cheilt mit, daß jchon jängere Zeit in hiesiger Stadt und Umgegend
eine alte Frau Biod zusammen beitele und es in Körben per Bahn
als Erpreßgut nach Dellfeld jende, wo es zum Theil als —
Schwanefutter benutzt werden sol.

p'Si. Ingbert. In einer hiesigen Correspondenz vom
1. Feoͤr. wird der (3w. 3.) geschrieben: Es wird nun bald ein
Jahr, daß die Bahnlinit St. Inabert· St. Johann⸗Saarbrücken in
Ängriff genommen wurde, und sieht man der Eröffnung dieser
Zime Ende August oder Aufang Seplember entgegen. Durch diese
Vinie ersährt der hiesige Bahnhof einc bedeutende Erweiterung und
Veränderung. Das neue Bahnhofsgebäude, welches nach Aussage
don Sachverständigen nach seiner Fert gstellung zu den schönsten
der Pfalz getechnet werden kann, stehts bereits unter Dach; das
neue Wasserhaus ist über den Boden heraus, und von dem neuen
Maschinenhause sind die Fundamente fertiggestellt. Mit dem Bauet
des neuen Gürterschuppens und Bergmannswartesaals soll demnaͤchsl
begonnen werden. Ein Theil der nenen Bahnhofanlage gegen
Szarbrücken zu, auf welchem sich ein provisorisch hergestellier
Suterschuppen befindet, ist dereits dem Bettiebe fuͤr den Güter—
und Rangir Dienst übergeben. Leider konnten dir ungünstigen
Witterung halber schon jeil 6. Wochen die Arbeiten nicht energisch
hetrieben werden, sehen aber seit Anfang dieser Woche schon ein
regeres Leben; lönnen die Arbeiten fortgesetzt werden, so sind bald
zwei industriereiche, nur Z3 Posistunden don einander entfernte
Sdadie und dadurch wiederum Noid⸗ und Süddeuischland mitteist
eisernen Fadens auf's Neue verbunden.

PNiederwüribeach. Aus Erfweiler erhalten wir
Qunde Hon einem Unglücsfoll, der eine-brave fleißige Famil'e har!
getroffen. Der dortige Bergmann H. Vogelgesang wurde in der
preußischen Grube Duttweiler von herabfallendem Gestein so schwer
getroffen, daß er sofort todt war. Gestern wurde deestlde feierlich

Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.

Freitag, den 7. Februat
1879, Nachmittags 2 Uhr, zu
St. JIngbert, in der Wirth⸗
schaft von Nilolaus Roden⸗
dusch, werden durch den unter⸗
zeichneten Amieverweser des lgl.
Roiar Franz Sauer in St. Ing⸗
dert, die nachstehend beschriebene
Liegenschaft im Banne von St.
Ingbert, im Besitze von Jakob
Schuster, Schreiner allda,
wegen Nichtbezahlung des Er⸗
werbepreises, im Wege der ver⸗
tragsmaͤßigen Wi ederversteigerung
öffentlich an den Meistbietenden
u Eigtenthum versteigert:

Ppl.Rc. 7333. 18 86 qm

Fläche, Wohnhaus mit
Stall und Hofraum und
—V
Pilonzgarten dabei.

Das Ganze gelegen an der
Kohlenstraße neben Wittwe Lion
Ind dem Diabonissenhause.

St. Ingbert, 20. Jan. 1876.

K. Wuffschneider,
Amis verweser.

uhn geboͤrigen Mobil' argegen⸗
staͤnde, der Abtheilung halber,
offentlich an die Meißbietenden
zu Eigenthum versteigern, wo⸗
tunter ramentlih:: 2
verschiedenes Glaserhand
werkszeug, 1 Beit, 1 Klei⸗
derschank, 1 Wanduhr,
1 Tisch, einige Staͤhle, 1
üchenschrante und sonstige
Haus⸗ und Kücheng räth⸗
schaften.

Si. Indbert, 830. Jan. 1879

Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:
. Aufffschneider.
Urue empfiehli sich
zum Ettheilen von Unter⸗
richt in Clavier, Flöte, V'oline
und Gesang.

Gefl. Adressen nehmen entgegen
die Herren Seiter und Prof.
Schlick, sowie der Uaterzeich⸗
dete in seiner Wohnung bei Hen
Phil pp Munzinger.

G. Schadewitz,
Direcior des Musikvereins.

Mobilienversteigerung.
Donnerstag, den 13.
Februar nächsthin, Nagmitlags,
unmittelbar nach der Licitation,
zu St. Ingbert im Sterbe⸗
hause, lassen die Wittwe, Kinder
uͤnd Erben des allda vrrleoten
lasers Korl Schütz, die zur
Gütergemeinschaft des genannten
Farl Schütz und der Wilhelmine

Ein nn,
Knecht
der gute Zeugnisse desitzh, wird
u sofortigem Eintritt gesucht.
Naheres in der Erxved. d. Bl.
Allgemeine Wechsel
ind zu haben in der
Buůůch⸗ und Steindruckerei
5. J. Demtbß.

ur Erde bestallet, wobei tine Menschenwenge ihm das Geleite
jab, wie sie Erfweiler wohl noch nie gesehen hat. Voran die
Zertwerksmusik von Duttkweiler, dann die Bergleute von Eifweiler
uind der Umgegend, darunter der Krappenyerein Rudenheim in
dorpors, woran sich die Lbrigen Leidtragenden anschlossen. Der
Berungluckte h'ntetläßt eine Frau und fünf unmündige Kinder.
Wie die Saargemünder Zlg.“ meldet ist die Eroöffnung
der Bliesthalvahn defin'tiv auf 1. März festgesetzt.
7 Die dem „Land. Auz.“ zugegangene Mittheilung, daß in
Ann'weiler ein Wolf geschossen worden sei, hat sich als eine
Myst fication herausgestellt Ein dummer Spaß!
7Speier, 81. Jan. Dom⸗ und Siadipfarrer Dr. Diel⸗
rich Becher wurde beute Morgens 7 Uhr, vom Schlag getroffen,
todt im Beit gefunden, nachdem er noch eine Viertelstunde vorher,
ohne sich unwohl zu fühlen, fiib nach dem Wetter erkundigt hatte.

F In Kreu zuach übernachteten neulich nicht weniger als
300 Handwerksburschen. Da dieselben in den Herbergen nicht alle
Untertommen fanden, nahm sich die Polizei ihrer an und verschaffte
hnen Nach quartier. (Pf. Presse.)

Ho 'chst. In der Fabrit der Herren Meister, Lucius und
Brüning dahier explodirte ein Kessel, wodurch 2 Mann gelödtet
und ein anderer leicht verletzt wurden. (Rh. K.)

LEia gräͤfliches Schnadahüpfl. Im Inseratentheile des Inns
hrucker Tyroler Boten bejand sich jüngst folgende Geburtsanzeige:
Schrecklich ist's und leider wahr,
Zwillinge mein Weib gebar!
AÄllesammt sind frisch und g'sund;
Dies ihut den Freunden kund
Ludwig Graf Sternberg.
Of
Hienstesnach ichten.
Der Noar Rieth wurde von Woljßein auf Ansuchen nadh
Deidesheim verseyt.

—b

— — — —— — — —
Fur die Redaction veraniwortlich: F. xX. Demee ß3.
— BMBbee2Z —
——— Alle Erwartungen

Pbertreffen die zahlreichen aus dankerfüllten Herzen stammenden Zuschriften
lucklich Geheilier, wie solche in dem Gratis Auszuge aus Dre Airy's
Raturheil methode zu lesen find. Gratis und jranco zu beziehen durch
ichters Berlags⸗Anstalt, Leipzig. F
M'r sinn so

—* J
Fastnuacht⸗Sonutag
Maskenbals
bv
—E

30 Montag · ⸗
närrische Freimusik —
ęeorg uusg

Narrische Nasken⸗Anzüge
a großer Auswahl —

— zu len Preisen —
in habmn bei Georg Zung.
Gefluͤgelzucht⸗Verein Kirchheimbolanden

Zu der am S0. und 31. März und 1. April 1878
statifindenden Allgemeinen
Geflügel und VogelAusstellung

verbunden mit
Geslügelmarkit und einer Verloosung
von Gefluͤgel und Geräthschaften beehren wir uns zur Betheiligung
höflichst einzuladen.

Programme und Anmeldebogen, sowie Loose sind
zu beziehen durch unjern Schrijtführet, Hetin Wanderlehrer Rapp
in Göllheim, an welchen auch die Anmeldungen, jedoch nur bis zus
1. Mörz, zu geschehen haben.

Prämürung durch Geldpreise und Ehrendiplome.

Als Ehrenpreis gibt die Sladt Kirchheimbolanden. M. 30
„das landw. Bezirlskomite. 20
Jder Verschoͤnerungsverein 20
Der Ausschuß.
Looso à bO Pfg.
sind in der Expedition dieses Blattes zu haben.
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
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1222 72 2*2 22 5223 252327* 853 253833 255 — 228
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8 —A A — 322528
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338533 3587* 358 25323285 724
*45327 52522 — s 58753238 F — 2
2 ** * —* 52303 2528
z3z32883 —33 8388,88* —
23223 222 2 88 3232788 25
23322755 .85333 —
3 252 26* 5. 5 272287 3428
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2258 *5538 —52 523* *25
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55 —285 25233 —*2 4 A5* 2 837
32323 525 83* 603 7 5 2 3* —
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2882 —— —2 *—8 — 328 2*8
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As 23553 79—— 5382 2337
* 2238 ——— 29 5 7 *
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3523 — 5532 53533 3328
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2352 * 5*37 ——2 — 29 7
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— 38 33 2 2375
2325823 22* 3272 2 5535535335 25 32288
*— 52223 222 — —M——— —A 552223 —
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2 5238 5852 2252 2833353 —AAA 23 23 8 *
—228 825332.2 *8AM 2 35— 583287
—2358383323 337235 523 — 222
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252*823 3326 8 522.5* —E 3 2255
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5 3777 535333255339735 2333733283
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252 7355328 ———— 2*
2. 73583 3 —A 8* O 3. 52 222 *23
32 2 A ⸗ 223533 55823 2 3 25
33 35335 0 A 222* *5322 —X2 E
—A 2 25 —A— 2 553 75 5 18 2 2
* *28 2* — 2 2343 *56 * 1 83—
* 3 2 35338 »2 23*3253 3385 2 S Am
32 2335 — 3— 2 228 272 — 2722 *
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* 22.* —— 8 2 *3333833 ——
—— —— *2* — 332 523 2. * —X S6 532233. —
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2538 53553 2 5533336 258 253335738 7282
258533 * *58 2538 3283338235 3355633
3.* * 2* 2 5 A— 23 7 23 7 2 2* 8
———— T. —— — 3 52335. —X—
28 — ————— * 2* 228 — 5 5 2 5 5257
— 855 X. 2 3 5 23236* 228 22 53 23535*
— 33 3 22 22243
2 7 * 5ñ ——ãA— A
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33533363 5835733333
33533538 2255827
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. In jberter Amnzeiger und das (2 mal wohriitlitz) net Aen' Hruoltblatte vernu idene Uterhaltungsbdlatt. FSSoantags mit illustrirter Bei⸗
lage) ersheint wo hentlihh viern ilz Dienztar, Doaterrtirz, Stustar uns Sonitaz. Der Asounementspreis beträgt vierteljaährne
A 40 3 einschließlich Träzerlohn; durch dit Post brzogen LMA G) , einschließlih 4283 istell jebüht. Anzeigeun werden mit 10 —, von Auswaͤrts
uit 13 4 für die viergespaltene Zeile Blattichrisit oder deren Raum, Neelamen mit 30 — pro Zeile berechnet.
* — — — J
M 21. Donnerkdtag, den 6. Februar s —

—

18
ιX
Deutsches Reich. ., Vot einiger Zeit sind mehrere österreichische Officiere mit Sr⸗
— Maäͤnchen. Bezüglich der sa Aussicht stehenden Wiedet⸗ launbniß ihrer Regierung nach Persien gegangen, um das Heer der
vertagung unserer Kammern glaust man, daß d'ieselbe nicht schon Schah nach eur opäischem Muster ein- und abzurichten. Ihnen
mit dem“ Zusammentritte. des Reichstags am 12. ds. mözüch seine kolgen jetzt auc etliche dsterreichesche Civilbeamte. welche das Steuer—
dird, jzumal außer Anderem zuvor auch noch zu erwartende Re⸗ und Zollwesen Persiens nach europäischem Muster einrichten sollen.
gierungsborlagen, namentlich in Betreff der Kosten der Gerichts Der Zusammentritt der bulgarisschen Notablen zur
organisation, erledigt werden müssen. Berathung des Verfassungsstatuts ist definitid auf den 22 Febr.
Berlhin, 4Feb. Bei der hiesigen Stadtverorbueten-Ver⸗ anberaumnmt. .
ijammlung ist eine Resolution beaattagt worden, in der die Ver. Partis. Es hat sich ein Comile von Abgeordnelten, Sena⸗
ammlung die bestimmte Erwatlung ausspricht, daß der Reichslez Oren und Redacteuren, der äüußersten Linken augehörend, gebildel,
jeden Versuch, unentbehrliche Nahrungsmittel des Volkes durch irgend im fer die begnadigten Communards, die jetzt aus NeusCaledomien
welchen Zoll zu vertheuern, aufs enischiedenste zurückweisen wird. jurückkommen, Sammlungen zu veranstalten. I
Ess wird beantragt, diese Resolut on anderen Stadiverlretungen ZSondon, 4. Febr. Ene affizielle Times Depesche meldet
nit dem Ersuchen mitzurheilen, sich derselben anuschließen und die⸗ uus Jellalabad, daß in Kabul dir Bürgerkrieg autgebrochen sei.
soibe demnächst dem Reichstage zugehen zu lassen. Jakub Khan ist genöthigt, mit aufrührerischen Häuptlingen um die
Bexrlin, 4. Febr. Die Kommussion für Schutzmaßregeln dertshhaft zu fampfen.
gegen die Pest hat gesterr Abend ihre Berathungen über den Petersburg. Der Kaifer hat folgende von dem Minister⸗
nächsten Theil ihrer Aufgabe abgeschlossen, d. h. über die Maß⸗ rath beschlossenen Maßtegem genehmigt rNiederbreunen der Stanitza
geln bei dem jetzigen Stande der Epidemie, wohin gehören die Detlianka, röthigenfalls noch anderer Dörfer oder einzelner Ge—
Anstalken an der Grenze für Desinfeltion te. Die Kommission Gäude. Die ECinwohner werden in anderen Ortschaften des Qua⸗
sprach außerdem den Wunsch aus, daß von Seiten der Regierung Autäne-Bereichs untergebracht und erhalten Enischädigung.
Allgemeine sanitäre Maßregeln zur Sichernng und Pflege des Ge— Petersburg, Der „Agence Russe“ zufolge würde die
jundheitszustandes der Einwohner an der russischen Grenze ge⸗ lebergabe von Spuz, Zabljal und Podgorizzja an die Montenegrinet
roffen werden. — Professor v Pettenkofer ist, heute früh nach urch die Pforte am 8. Februar erfolgen; alsdann würdeg die
Maͤnchen abgere st. Montenegriner dag von ihnen bisher noch besetzte rürklische Gebiet
Der Versuch, nach längerer Pause in Berlhin wiedet ein tüumen. — —
sozialdemokratisches Ocgan herauszugeben, ist schon im Entstehen Die Verhandlungen über die russisch-kürkische Friedenslonden⸗
gescheitert. Heate (4. Febr.) früh wutde in öffentlichen Lokalen, ion werden noch immec fortgesetzi ohne zu einem AÄbschluß zu gelangen;
pwie bei den Zeitungshändlern auf: der Straße Nr. 1 der „Ber⸗ der Grund soll immer noch die Euntschadigung füt die türlischen
üner Allgemeinen Zestung“, welche sich ein ‚Organ zur unpar⸗ Vefangenen sein. —
zeüischen Zelehrung in öffentlichen Angelegenheiten?“ nannte, mit Das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten von Umerika
Bejchlag belegt. jat einen Gesetzentwurf angenemmen, durch welchen die Einwan⸗
Berlhin, 4. Feb. In Frankreich schreitet notz Dufaures erung der Chinefen eingeschränkt werden soli. Auf keinem Schiffe
aun endgiltiget Weigerung, äuger im Ministerium zu verharren, ilrfen mehr as 15 Chinesen nach amerikanischen däfen eingeschifft
die Befestizung der neuen Retzierung munter vorwäcls. Daß derden; auf jeden Kopf mehr steht eine Straje von 100 Doüan
Waddingion zum Ministerpräsidenten ernannt und mit der Neue Heranlaßt wurde das Gesetz durch die immer größer werende
bildung des Min'steriums detraut wurde, findet allgemeinste Billig- leberfluthung Ameritka's durch Chinesen, welche die Löhne deratt
ung. Es fiad alle republikanischen Organe diesmal einig in der erabdrückten, daß weiße Arbeiter nicht mehr existiren lonnien,
Billigung dieser ersten Negierungshandlung des neuen Präsidenter. Dazu kam noch das in moralischer Beziehung scandalöse Leben
Fcfahrungsgemäß pflegen freilh solche patriotijche Regungen aufj der chinesischen Arbeiter.
zem Asphalt der Par ser Boulevards nicht lange vorzuhalten.
Nach den neuesien Meldungen würde das neue Mmist rium,
wie folgt, zusammengesetzt sein:
„Waddington, Konseilpräsident und Auswärtiges, de Marcere,
Inneres, Leon Say, Finanzen, Leroyer, Justiz, Jules Ferry,
Unterricht, Bardoux, Kultus, Lepere, VLandwirthschaft, Freycinet,
jffentliche Arbeiten, Gresly, Kr'iegsminister, Pothuau, Marine⸗
ninister. Zum Civilgouverneur von Algier würde Krantz ernannt
verden.“ Leroyer, Jules Ferry und Lepere sind neue Männer.
Sowohl in der dertschen als in der oͤsterreichischen Presse treten die
Befurchtungen, daß der jetzige Wechsel in der Präsidenischaft für die ruhige
Weiterentwickelung Frankreichs gefährlich werden koönne, indem sich der
stadikalismus rasch in den Vordergrund drängen würde, ziemlich
dark hervor, und man bezweifelt, daß es gelingen werde, eine feste
iberal conservalive Mehrheit in der Volksvertretung zu erlangen und
zu erhalten. In Berlin folgt man den Bewegungen in Frankreich
nit begreifl cher Spannung, ist indessen geneigt, die Wahl Grevy's
urchaus günstig für die diesseitigen Interessen zu] beurtheilen!
GBrebhy hat 1870 gegen den fredentlich angezettellen Krieg ent⸗
chieden Einspruch erhoben.
Ausland,
Wien. In Folge diplomatischer Intervention der deutschen
Dotschafters tritt auch die Pforte den von den anderen Regierungen
ergriffenen Vorsichtsmaßregeln gegen die Pest bei. Zunächst wurde
dem deutjchen Boischafter, dessen Schritten sich auch der österreichische
anschloß, seitens der Pforte die Etrichtung von Quarantäne Anstalten
4zesaat. Der Gesundheilszustand in Konstantinopel und der
anzen Tärkeiist normal.

Vermischtes.

Sit. Ingbert, 8. Febr. Gihtern weilte Hert Ober⸗
laatsanwalt Zöller von Zweibrücken zur Besichtigung der Laud⸗
zerichte⸗ und GefängnißLolalitäten in unserer Stadi. Nach seinem
befund hat in den Raumen des Landgerichts nur eine unerhebliche
Uenderung einzutreten, dazegen ist das jetzige Gefangniß dur ch⸗
rmus ungenügend. Da an diesem Mißstande das hiesige
Amts gericht leicht scheitern könnte, so bewilligte der Stadtrath in
einer sofort anberaumten Sitzung die Mittel (im Max imalbeirage
»on 25,000 M.) zur Herstellung eines neuen Gefängnißgebäudes.
Für das jetzige Gefängnißlokal erhält die Stadtgemeinde vom
Staate eine Miethentschädigung von 300 M. pro Jahr. Dieser
Betrag wird bei der projekiirten Aenderung natürlich entsprechend
irhöhl werden.

D.Si. Inabert, 85. Fibr. Schon lange ist die Noth⸗
wend gteit vorhanden und darum auch vielfech der Wunsch geäußert
vorden, entweder die jezige katholische Kirche zu vergrößern oder
rine zweite zu erbauen. Um nun vo läufig für Beschaffung eines
Baufonds zu wirkben, hat sich ein provisorischez Comite gebildet
und bereits einen Hauptrechner und etwa 20 Unterrechner ernannt.
In den nächsten Tagen soll, um auch weitere Kreise für die Sa qhe
zu interessiren, eine groͤßere Versammlung abgehatien werden.

*— In Folge der starten Regengüsse ist, wie wir hören, die
Blies an mehreren Stellen Uüber ihre Ufer gelrelen und steht das
Bliesthal theilweise ganz unter Wafser.

7 Der „Nürnb. Korresp.“ bringt eine Zusammenstellung über
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        die Gerichtsorganisalion in den Landen des Mittelrheines; wir
entnehmen derselben das Nachstehende: „D'e bayerische Pfalz wird
bei 641.2854 Einwohnern vier Landgerichte (Bezirksgerichte) erhalten:
Landau, Frankentbal, Kaiserslautern und Zweibrücken, und es trifft
hier auf je 160,000 Einwohner ein Gericht. Die Pfalz hat einen
Flächenraum von 5937 Quadrat⸗Kilometer, es lommt allo auf je
7184 Q.g. kin Gericht. Das Oberlandesgericht bleibt in Zwei⸗
hrücden. In Elsaß Lothringen treffen auf 255,000 Einwohner
und aauf 2418 O.“K., in Baden auf 215 000 Einwohner und
auf 2180 Q.K., in Hessen⸗Darmstadt auf 249.000 Einwohner
und auf 2559 O.⸗K., endlich in der Pfalz auf 160,000 Einwohner
und auf 1484 Q.⸗K. Fläche je ein Landgericht. In ElsaßeLoth
ringen kommt auf 1,631,804 Einwohner und auf 14,512 Q. K.
ein Oberlandesgericht, in Baden auf 1,307,157 Einwohner und
auf 15.266 Q. K., in Hessea⸗Darmstadt auf 884,218 Einwohner
und 7678 O.K., endlich in der Pfalz auf 641,254 Cinwohner
und 5937 O.s. ein Oberlandesgerich..

— In dem verflossenen Monat war die Grube Dudwe ler
gezwungen, Mangels Beslellung 5 Taçe nicht arbeiten zu laffen.

4Der Verband der deutschen Müller beabsichtigt, in den
Monaten Juni und Juli d. J. zu, München eine internationale
Ausstellung von Maschinen, Geräthen und Produklen der Mühlen
industrie zu veranstalten.

* In Kusel soll eine Arbeitsschule füc Bürgerstöchter,
zhnlig der in Speyer, errichtet werden. ——
7Die Goͤluheime: Deputalion soll von dem Ergebniß
ihrer Reise nach München sehr befriedigt sein und die Hoffnung
auf Erhaltung des Landgerichts heimgebracht haben. J
* Der Vorschußverein K irchheimbolanden hat an—
die fallirte Düsseldorfer Gewerbebank eine Forderung von 95,800 M.
Das Deficit des Letzteren beläuft sid, auf nicht weniger als
4,800,000 M.

FIn Kaisershautern sind falsche Fünkzig Pfennig⸗
Slücke (aus Blei, scharf gegossen etwas dicker als die echten) vorge⸗
kommen.
— J
jendäre pro 1878 eme Dividende von 12 Prosent vertheilt.
pNeustadt, 3. Febr. Der hiesige Frauenverein hat,
um dem Betteln der Kinder zu steuern, mit 2 Wirthen einen Ver⸗
trag dahin geschlossen, daß sie täglich nach Schluß der Schule um
TIꝰUhr armen Schulkindern eine warme Suppe und ein gutes
Stück Brod gegen eine zuf den Namen lautende Marke verab⸗
reichen. Die Zahl der Kinder beirägt bes jetzt 50.
Sprraßburg.Auf der Hohrart, eiam —A
von hier an der Colmarer Straße gelegenen Weler, hat ein
junger wohlhabender Landwirth, Naens Ulrich, Jeine dreiund⸗
zwanzigjäht:ae Frau erdrosselt. Er ha ie nach seiner Verheirathung
ein Verhältniß mit einem Dienstmädchen angelnüpft, was ihn schließ
lich auf den Gedan'en brachte, sich der Frau zu entledigen.
Marktberichte.

Homburg, 5 Feb. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarki.) Weizen
10 M. o4 Pppf sorn 7 M. 41 Pf., Spelzkern — M.— Pf., Spelz O M.
Ppf. Gerste 2reihige — M. — Pi., Gerste 4reihige O M. — Pf. Hafer
6 M'ol Pf., Mischfrucht d M. — Pf. Erbsen 0O M, — Pf., Wicken
o M. — pf., Bohnen — M. — Pf., Kleesamen — M. — Pf. Korn⸗
brode6 Pfuͤnd 68 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsensleisch — Pf.
Rindfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 80 Pf. Hammelneisch — Pf⸗, Schweinefle isch
59 Pf. Butier i Pfund O M. 85 Pf., Kartoffeln per Ctr. 2 M. 50 Pf.
Kaiserslautern, 4. Feb. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.
Weizen 08 M. 12 Pf., Korn 7 M. 60 Pf., Spelzkern — M. — Pf., Spel
6 M. 52 Pf., Gerste 7 M. 65 Pf., Haser é PMe. 23 Pf. Erbsen 8 M.
12 Pf., Wicken 0O M. — Pf., Linsen 8 M. Os5 Pf.,Kleesamen 88 M. —
Pf., Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 68 Pf., 4. Qual. — ppf., Gemischtbrod
ßPfund 39 Pf., Butter per Pfd. — M. 80 Pf., Eier A Stück 11 Pf. Kar⸗—
toffeln per Centner 2 M. 40 Pf. Stroh 1M60 Pf. Hen 1W. 30 Pi.

Fur die Redaction veramwortlich: F. XR. Bemez.

Versteigerung.
Dienstaß den 18. und
Mättwoch 19. Februar,
Morgens 10 Uhr werden wegen
Aufgabe der Pachtung auf'm
Ensheimerhof
s Pferde, darunter 2 Lit
hauer Ponnis,
Stuͤck Rindvieh, divers.
Federvieh—
ransp. Dreschmaschine
mit Göpelwerk,
kleine Dreschmaschine,
Fuhrwägen.
Saämaschine fuür Frucht,
Vleesamenmaschine,
sammil che Ackergeräth
schaften.
Getreideputzmaschine
Häck sel schneidmasch.
Hausmobilien, als Beiten,
Bilder, Tische, Stühle, Por⸗
zellan, Küchengeräthschaften,
Leinwand ꝛc. ⁊c.
Halb Chaise nebst Ge⸗
schirr
gegen Zahlungs-Ausstand ver
stͤgert.
Kartoffeln und Früchte werden
nur gegen Baarzahlung abge⸗
geben.

0 Todes⸗Anzeige.
Gott dem Allweisen und Allmächtigen hat es ge⸗
mfaollen heute gegen halb zwölf Uhr unsern innigst geliebten
Gatten, Vater, Schwiegersohn, Sohn. Bruder, Schwager
und Onkel
daulius Crewenig
min einem Altier von 42 Jahren in ein besseres Jenseits
mabzurufen.
Um stilles Beleid bitten

Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
St. Ingbert, Bisburg, Aachen, Neuntirchen. Linnich, und
i Schnappbach, den 6. Februar 1879.
1 — — —
Die Beerdigung findet Sonntag Nachmistag 3 Uhr stalt.

5ñ —

Nach Vorschrist des Vni-
rersitãts Professors Dr.
Harless, Köniꝗl. Geheimer
Hofrath in Bonn, gefertigte
StoOIIVerAꝰ?sche
BEBrSt-BROnPOnS.
seit 40 Jahkhren beuäkrt
nehmen unter allen ähn-
lichen Hausmitteln den 1.
Rang ein. —
Qegen Unsten u. Het-

ericeit gibt es nmichts
—E 7
Forrathigà 50 Pf. in
versiegelten Paqueten in
den meisten guten Colonial-
waaren-Geschâften undCon-
ditoreien sovie Apotheken
durch Dépôtschilder Lennt-
sieh

&amp;. »» 78 — —
Jetzt kommen mir.
AnasIen-BRall.
Am Fastnachtsonntag soll bei
Oberhauser ein Maͤskenball ftattfinden.
Die Herren und Damen, welche sich
sbetheil gen wollen, mögen sich am nächsten
Sonntag, Nachmittags um 3 Uhr im
kleinen Saale bei Oberhauser zur Besprechang einfinden.
Mehrere Narren.

Haasenstein &amp;
Vogler.
Prste und ãlteste
Annoncen⸗Expedition
PeankKfurt a. Main
Filialen in Darmstadt

Mannheim, Carlsruhe, Stutt

gart, Würzbhurg, Ulm
Preiburg in Baden.

— —
A Auf Grund der thatsächlich —
Velten Heslerfolge Lann das, bereits in
110. Auft erschienene reichilnsdrirte Vuch:
vr. Liiry's Naturheilmethode
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derden. In diesem 341 Seiten siarken
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welcher Krankheit leidend. ta usendfach
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D8 558 353528 3233353—5233333235
28 85 T —— 53353733335253
537 5*238277 55755353333
5* 5233 3552—552357
33328 2325*7
2532 52523235
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22 657.72 2332
523223 —788 557 ——3252
72337858535285333 2573333—33 zc.*
—
17 2232 — 3 23 —532328 28 *.
35338 238 3553235383
5 G 222 a8 2* 232 2522232 * 5222
* 22 2* 2. X 2 2— 23 5 — —— 28 3 25
83 532525 3333355538
3 223 2 27 * — 325 3 — 58
3 27* — — —
* —5
—— * — ——*X 2 —53 * 3 *5222. 2 53 2*
—— 533 33 2523223 —2283 22 *25223 25 3
5357 5853333325 5332 3 233 558238388
5/ *X 2338* 55 72.5 24 22.3 — 7J *8 2
336733 — 33235353*
25 5* 3 2 * —A— * 7*
—52225*88 2 23232823 25333235 52 E
32* 55 59333 35235,7555* A————
553233 * 5222223 2* 5. 58257 582
8 3 5353552355 2 558 22 32 —A 2 2 5
.2 — —z22538 3523 .3 —A ———
— 2332.3 2 22 25 32 22—2 333 27
3 —53 8483338 58 33 ——23—3353
—8525 25* 53552 253 m28. S. 5 — ẽ 2.
835 23 228353 3 0 — 23 5.
7 225239235 2275 3 — — ——— 35853
3233337—8 3333 338 —
8 S· *25 55235.
3 758 533335835 238
2 22.2 * 5 522233— — 8 225355 2. 2 —
23337 *25330353 33853353233235 3222 828
— 7 T2* —9 —
z333 3.,335 2522. 33323 328 * 58523
9 — 282 3 A 2 — * 52235 —
— 333333
53323328 555—. 835 535 — ——
2553 3383353—3—
*
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        Slt. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mil woͤhentli y) nat dem H iudtblatte verbundene Unterhaltungeblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—
lage) erscheint woͤchentlih viermil: Dieustag, Dounerstag, Samstag und Sonntaz. Der Abonnementé:preis betragt vierteljährlich
LM 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 A. 60 H, einschließlich 40 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswaris
mit 13 IJ fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Reclamen mit 30 — pro Zeile berechnet.
/2
Aß 22. 1879.
—
Deutsches Reich.
Mäünchen. Die Abgeordnetenkammer, bhat heute in ge⸗
heimer S zzung die Wahl eiaes Ar hivars dezs Land!azes vorgenom⸗
men; es wurde unter den drei vom Ausschuß in Vorschlag ge⸗
hrachten Bewerbern Herr Dobner, Buceau-Ditector der Asgeord⸗
gdeteufamm?r, mit 84 Stimmen von 143 Votanten gewählt. Das
Resultat wird nun der Reichsrathskammer mitgetheilt. — Wie ich
ernehme wird zur goldenen Jubelhochzeit des d'utschen Kaser⸗
paares auch vom Magistrat und von den Gemeindebevollmächtigken
Münch⸗ns eine Ehrung vorbereitet.
München, 4. Febr. Se. Maj. der König hat befunden,
daß kein Grund bestehe, die durch Urtheil des Schwurgerich shofes
don Mittelfranken vom 20. November v. J. gegen den Taglöhnet
Georg Ulherr von Malmsbach wegen Ermordung seiner sieben
Jahre alten Tochter ausgespro hene Todessteafe aus Gaade zu
nildern, daß daser in diesem Falle der Gerechtigkeit ihe Lauf zu
ass.n sei.
Berlin, 6. Febr. Fürst Bismarck ist mit Familie gestern
Abend aus Friedrichsruhe hier eingetroßfen.
Die lange Abwesenheit des Reichskanzlers wird in Berlin
allgemein störrnd empfunden. Dem „Fekf. J.“ schreibt man in
dieser Beziehung: „Ware der Reichskanzler leidend und deßhalb
auf Urlaub, so würden alle laufend'n Geschäfte vom Vizekanzler
Brafen Stolberg besorgt werden; allein der Kanzler ist gesund,
und er verlegt, man weiß nicht weßhanb, seinen Wohnsitz von hier
aach dem entlegenen Friedrichsßruh, wohdin nun ein Beamten⸗ und
Depeschen⸗ Andrang stattfinden muß, der außerordentlich viel Störs
ungen im Geschäftsbetrieb zur Folge hat. Das deutsche Reich
empfängt seine Direktiven von einem lauendurgischen Otte aus, der
jür Personen wie für Telegramme schwer zu erreichen ist; denn
die vielen Beamten, die gendthigt sind zum Reichskanzler zu reisen,
Jaden beinahe eine Tagereise zurüchzulegen, und direkt nach Fried⸗
richstuh gehen nur zwei Drähte. Das aber ist für die Masse von
Beschäften zu wenig, und als leidige Folge ergibt sih eine be⸗
lagenswerthe Ver ögetung aller schwebenden Sachen. Unter der
Abwesenheit des Kanzlers leiden sämmiliche Ressorts, die preußischen
wie d'e des Reichs.“
Berlin. Da das preuß. Abzeordnetenhaus den Antrag
der Ultramon'anen, die bis setzt noch nicht aufgelösten Klöster ꝛc.
ortbestehen zu lassen, zurückwies, hat eine große Auzahl von
Damen aus Rheinland und Westphalen eine Pelition an den
daiser gesandt, worin derselbe ersucht wird, die alten Ordensge⸗ Aussland.
nossenschaften Ronnenwerth und Ahrwciler ihrer Bestimmung zu Wien, 5. Febr. Die „Polit. Cotresp.“ meldet aus Sku⸗
erhalten. Die Adresse zählt 2000 Unterschriften, das Titelblatt ari vom 5.: Vorgestern wurde in Virbazar von den türkischen
jeigt einen Kranz von Kornblumen, ducchwirkt mit Aehren, und ist und montenegrinischen Bevollmächtigten das Protokoll unlerzeichnet
jon einer Schleife in den deutschen Landesfarben zusammengehalten. vonas Spuz am 7. d. und Podaoritza am 8. d. an Montenegro
Man ist auf den kaiserlichen Bescheid seht gespannt. Angenommen äzu übergeben sind.
vird, daß der Kaiser die Petilion dem Cultusminister zur Brant⸗ Wien. Die „Presse“ erfährt, die österreichische Regierung
wortung übergeben wird. habe Vorsorge getroffen, daß dem Gesundheitszustande in Konstan—
Der Reichsstaz tritt am 12. d. M. in eine der w'chtigstn inopel die vollste Aufmerksamkeit geschenkt werde. Ein öster⸗
und bedeulungsvollsten Sessionen ein, die er seit seinem Bestehen eichischer Arzt sei mit der Mission betraut, jeden vorkommenden
ais jetzt durchzemacht hat. Nach den neuesten aus Friedrichsruh Fall einer Insektionskrankbeit zu studiren und über denselben Be—
ier eingetroffenen Nachtichten ist es die feste Absicht des Reichs- Licht zu erstatten.
anzlers, dem Reichstage in der zwe'ten Hälfte der Session de Paris, 3. Febr. Präsident Grebvy empfinm heule im
mvidirten Zolltarif vorzulegen. Es frägt sich dabei nur, ob die kiysee de Botschafter Marquis v. Molius, Lord Lyons und Fürst
zZolltatifkommission im Stande sein wird, dis dahrn, also in etpa Hchenlohe, die ihren ersten offiziellen Besuch machlen.
zwei Monaten, ihre Arberten zu vollenden, die dann auch noch den * Am Mittwoch fand in Elpas eine Zusammenkunft der
Ausschüssen des Bundesraths und dem Bundesrath selbsi zur P.üf, 7dnige von Span en uad Portugal Sta‘t. Es wird versichert,
ing voczulegen siid. Der ursprüngliche Plan, besondere Voriagen dieselbe habe keinerlei politischen Zwech, sondern gelte lediglch als
ibet die Wiedereinführung der Eisenzölle, die Erhöhung der bine Kundgebang herzlicher Freundschaft wischen den beiden Fuͤrsten
Zoölle auf Kaffte, Thee, Zucker ⁊c., sowie die Echebung unv Nationen.
einer Zolles auf Petroleum, dem Reichstaze zu machen, ist Wie man dem Frkf. J. oaus Rom ielegrophirt, hat der
nufgegeben worden. Diese Arlikel werden vielmhr bei Ausarbeilung Meuchelmörder Passante, getreu seiner bisher beobachteten Haltung,
des neum Tarifs in der Kommifsion ihte Berudcsichtigung finden. brieflich bei seinem Vertheidiger gegen die Voraussetzung bpeotestirt,
Ais weilerer Berathungsgenstand während der zweiten Hälfte der daß ec geisteskrank sei.
Session ist die Vorlaje wegen der Tabaksbesteuerurg ins Auge Zwischen Rumänien und Rußland, ist schon wieder ein Con—
nefaßt worden. Dese Vorlage, wilche de Gewichtssteier auf Ta⸗flict ausgebrochen. We die „Pol. Corresp.“ derichtet, hat am
dak einfühtt, wird sich im Allgemelnen dem vom Finanzminister ietzten Freitag der ruffische Muisterp äsident Baron Stuart der

Camphausen im Vcrjahre ausgearbeiteten Entwurfe anschließen,
sedoh eine bei Weitem höhere Einnahme aus der Gewichtssteuer
eczielen. Man sieht daraus, daß der zweite Theil der bevorstehen⸗
den Reichstagssession sich fast ausschließlich mit zollpolitischen und
wirthschaftlichen Fragen beschäftigen wird. Dem Neichstage werden
in der ersten Hälfte der Session an Vorlagen zugehen: Der Re⸗
chenschastabericht über den uneer Zust: mmung des Bundesraths von
der preußischen Regierung über Berlin verhängten kleinen Belager⸗
ungszussand in Gemäßheit der einschlägigen Bestimmungen des So—
ialistengesetzes; ferner der Reichshaushaltsetat; sodann der zwischen
Deuischland und Oesterreich abgeschlossene Meistbegünstigungsvertrag;
reine Anzahl von Gesetzen aus dem Reichtjustizamt, wie z. B. die
Bebührenordnung für die Rechtsänwälte; die Konsulargerichtsbar⸗
keit; das Gesetz, betreffend das Pfandrecht der Hypothekengläubiger
xc.; das G»stß üder die Verfälschung der Nahrungsmittel und
endlich das Gesetz, betreffend den Schutz nützlicher Vogel. Was
»as Gefetz, beireffend die Strafgewalt des Reichstages anbetrifft,
o ist es zweifellob, daß dasseibe in der vom Bundesrath verän⸗
erten Form an den Reichttag kommen wird. Ebenso gew'ß ift
ber, daß die Fraktion der Deutschkonservaliven, welche bereits ihre
Besinnungsgenossen zum zahlreichen Erscheinen auf den Vorabend
»er Eröffnung des Reichstags einladet, sofort mit Abänderungsan⸗
rägen der Geschäftsordnung debütiren wird. Entschließt sich das
daus in seiner Majorität für die Aenderung seiner Geschäfts ord⸗
zung etwa nach der Richtung hin, wie es die veränderten Beschlüsse
des Bundesraths thun, so gilt es für nicht ganz unwährscheinlich
— die Oifizidsen haben bereits in diesem Sinne Andeutungen ge⸗
macht — daß alsdann der Reichekanzlet auf die Durchberathung
des Entwurfs im Reichskage, der dort nur auf eine kleine Minder⸗
jeit der Stimmen zu rechnen hat, Verzicht leisten würde. Die
migeführten Berathungsgegenstände genügen zum Beweis dafür,
zon welch' überaus wichtiger Bedeutung die am 12. Februar be⸗
zinnende Reichstagssession sein wird.

Wie die Voss. Zig. hört, ist an eine Zustimmung Würtem⸗
bergs und Bayerns zu dem den Bundesregierungen zugegangenen
Reichseisenbahn⸗ Gesetzeniwurfe nicht zu denken.

* Eiue am 4. d. M. zu Breslau slaitgefundene Ersatz
wahl zum Reichstag hatte das Resultat, daß es zwischen dem
Fandidaten der Liberalen und dim der Sozialdemoktaten zur
Stichwahl kommt. (Wo bleibt da die Wirtung des Sozialisten⸗
Jesetzes )
        <pb n="76" />
        rumänischen Regierung eine Note überreicht, in welcher diese „auf⸗
g efordert wird, die in die Feistungswerke von Silistria, genannt
Arab⸗Tabia jüngst verlegten Occupat onstruppen sofo ri wieder von
dort zurückzuzieben, nachdem die Festung Silistria ganz von den
Russen vefetzt gehalten werden müsse.“ Die Russen hatten sich an⸗
fänglich jenem Einmarsche widersehzt, später aber sich zurückgezogen,
nis die Rumänen mit verstärkten Streitkräften angerückt waren.
Nach Uebergabe der russischen Note fand noch am selben Abend ein
Ministerkonfeil im Palaste statt, in welchem die Regierung beschloß,
ver russischen Aufforderung ni ht zu entsprechen mit dem Hinweist
auf den Berliner Verstrag, nach welchem das fragliche Gediet an
—XV überdies auch alle an der Donau
gelegenen Festungswerke geschleft werden müssen. Die in diesem
Sinne abgefaßte Note soll sofort an Baron Stuart gerichtet
werden.
Vermischtes.

*Sit. Ingbert. Mit dem 1. Jan. d. J. ist an die
Sielle des bisherigen bayeriichen Spielkatenstempels der Reichs-
Spielkartenstempel geireten. Alle mit dem bayhrrischen Stempel ver—
sehenen Karten waren daher zur Umstempelung mit dem Reichs
stempel zu bringen und zu diesem Zwecke bei der nächstgelegenenen
Auffchlageinnehmerei an umelden. Durch diese sollte die Einsend⸗
ung zur unentgeltlichen Abstempelung besorgt werden. Da die
Anmeidung von vielen Betheiligten bither noch immer unterlafsen
worden ist, so wollen wir dieselben in ihrem eigenen Interesse auf⸗
merksam machen, die ihnen obliegende Anmeldung und Uebergabe
der Karten sobald als möglich zu vollziehen, da sie sonst micht
allein Confiscation der Karten, sondern auch eine sehr hohe
Geldstrafe, besithend in 30 M. fur jedes Spiel, zu gewärtigen
haben.
2St. Ingbert. Von freundlicher Hand erhielten wir
eine Zusammenstellung der Gaepreise in verschiedenen pfalʒ schen
und außerpfälzischen Städten. Da dieselbe jür unsere Leser, be⸗
fonders für die Gaskonsumenten unter ihnen, bon Juteresse sein
mag, so wollen wir sie ihnen nicht vorenthalten. Nach ihr bezahlt
per ubikmeter St. Ingbett 18 Pt. — Kaiserslautern 18 Pf.
Zweibrüchen 2136 Pf. — Neustadt 2032 — Speyer 21910 Pf.
Germersheim 22910 Pf. — Frankenthat 23 Pf. — Dürl⸗
heim 2836 Pf. — Grünstadt 2720 Pf. — Pirmasens 24 Pjij.
dLudwigshofen 24 Pf. — Landau 29110 Pf. — Manunheim
28 Pf. — Heidelberg 2716 Pf. — Si. Johann · Saarbꝛücker
2722 Pf. — Saargemünd 82 Pph-h. 3

Zur Unterstützung der protestank. Kirchengemeinde Hüffler,
welche eine vom st ichen⸗Neubaue herrührende und für ihre Ver—
haltnisse namhafte Schuld abzutrogen hai, ist eine Collecte in den
protest. Kirchen der Pialz bewilligt. Diese Collicie ist am 2.
Ostertage (14. April) zu erheber.

— Unseren Lesern dürfte von Interesse sein, zu erfahren, daß
in Ch. Stahl's Verlag in Neu⸗ Um von der im vrgangenen
Jahre verstorbenen sogenannten Deoctorbäuerin ,. Amalie Hohen—
estter“ ein Arzneimittelschatz erschienen ist. Die vielen wunder—
baren Kuren dieser Doctorhäuerin von Mariabrunn sind so belannt,
daß dieses Wert ohne Zweifel viel Auffehen erregen wird.

8 Si. Ingbert. Es ist gewiß eine Zerde und gereicht
einer Stadt mit ihren Bewohnern zur Ebre, wenn eine schöne
sirche über deren Gebäuden hervorragt. Lange schon ist es Be
burfniß, daß in unseret Siadt eine weue katholische Kerche gebaut
werden soll, weil die jetzige sür die große Pfarrei viel zu klin ist,
aber die Veschaffung der Mintel hal bisher in mer dieses Baup.o⸗
jekt vereitelt, so daß der Gedanke an enen Kirchenbau ganz ver⸗
schwunden war. Turch das Vorgehen der Stadt Kasserslautern,
welche behuss Neubau einer zweiten kath. Kirche einen Kirch nhau⸗
Vereinm gegründet hat, der sehr erfreuliche Forischritte maat, erheli
unser Bau-Vorhaben wieder neue Hoffnung, die sich bis j tzt jchon
dahin verwirklicht hat, daß, zur großen Freude der katho ischen Be⸗
pöltlirung, in unserer Stadt ein Kirchenbau Verein gegründet ist
welcher dereits vom kgl. Bezitkramte die Genehmigung erhalten hat.
Diesem Vereine kann jede märniiche und weibliche Peison, ohme
Unterschied der Confession beitreten, welche sich ber⸗
pflichtet, auf eine von ihr bestimmte oder unbestimmie Zit den
monatlichen Minimalbeilrag von 20 Pf. zu zahlen. Auf diese
Wesse biegt die Moͤgl chteit pahe, daß unsere Stadt vielleicht schon
noch 10 Jabren durch einen so segensreichen Beu zur Verherlichung
Goltes veschönert, und der katholtschen Sebbeterurg Gelegenhen
gegeben wird, ihren Pflchten bezüglich des Besuches des Gottes—
hauses nachzulommen. Vibge dieser Verein mit seinem hertlichen
Zwede iag hiesiger Siadt und UÜmgegend techt viele Mitghieder
finden! Mögen besonders Andersgläubige durch ihr zahlreiches Bei—
e AF s sie den Kalholiken der Pfarzei zu einem wür—
igen Gotteshause, und der Stadt zu einer di 404
verhelfen wollen. IJ 4 ner isrer sadesen Fewwi

“ Die piältz. Bahnen haben in 1878 yrreinnabmt 11,748679

Mark 38 Pf. gegen die Einnahme des Jahres 1877 ein Weniger
bon 9086,752 M. 62 Pf.

FVon der Rodalb, 4. Febr. Sicherem Vernet men
noch wurde am Sor ntog in Merzalben der Hardelsmann Joseph
Behr aus Rodalben von zwei Männern, Vater und Sohn, in deren
eigenem Viehstalle dirart mißbandelt, daß derselbe schwer darnieder⸗
siegt. Zwistigteten, die sich während des Handels eigaben, sollen
die Ursache zewesen sein. Wie man erfährt, soll es gar auft den
Tod des Mannes atgesehen gewesen sein. (1) Einer der Beiden
vollte Behr gegen die Wand schleudern; dieser fiel aber gegen die
Thüre des Stalles, wodurch dieselbe sich offnete. Diesem Umstand
allein hatte Behr seine Reitung zu dasken. (Zw. Z.)

'Am vergangenen Montag brachte in Mundenhe im
eine aus eiwa 20 Köpfen bestehende Bande von Socialdemokraten
dem Burgermeister eine fe erliche Katzenmusik; einem Gemeinderarh
wurde eine gleiche Aufmerlsamkeit zu Theil. Hierauf zogen die
Bande dor die Wirthschaft zum Riesen, gegen welche ein förmlicher
Sturm unternommen wurde, wobei die Hausthüre förmlich zertrüm⸗
mert wurde. Untersuchung ist eingele tet.
7Mannhe'm hatie am Schluß des Jahres 1879 eine
Finwohnerzahl von 49,438.

Von der Saar. Von der kgl. Saarbrücker Eisen⸗
hahndirelt on in St. Johann ist dem Bahnhofcotporteur der fernere
Verkauf „der Franksuürter Zetung“ verboten worden. Die Cobl.
Zeitung vermuthet, daß das gleiche Verbot an alle Bahnböfe der
preußischen Staatsbahnen schon ergangen sei.

4uUnter ihren Frankfurter Lokalnotizen berichtet die Frank⸗
furter Zig. folgende heilere Episode, die sich dieser Tage in
Frantfurt'absespelt haben soll: In einem unserer ersten
ẽtablisse ments saß zu Ende voriger Woche ein feines Paar, das
die Aufmerksamkeit eines Mannes in hohem Grade fesselle. Er
soa eine Phetogrophie aus der Tasche, flellte zwischen dem Bild
und dem vis-aàcvis Vergleichungen an, die ihn wohl betriedigen
musiten; denn als das Pörchen sich entfernen wollte, nattte er sich
ehrfurchis voll der Dame und erklärte ihr, fie lBnne die Promenade
met ihrem Begleiter nicht fortsetzen: denn dessen gestrenger durch⸗
lauchtizster Voter derlange die Rüdreise des Prinzchens und die
Frau Mama d'ie En fernung ihrer Kammeiftau von ihrem Sohne.
Beide mußilen sich in ihr Schidfal sügen.

Fraunkfurt, 4. Fobt. Eire ihrem Manne nad voll⸗
sozener Trauung in Berlin am Hochzeitstage mit 188.000 M.
durchygega gene junge Frau wurde von der Polizei in einem hie⸗
sigen Hotel erm ttelt und in die Arme ihres deta ten Gatten zu⸗
rücgebracht. Gsitf. Z.)

Auf Wulzburger Gemarkung schoß der Pächter der dorligen
Jaad, einen weißen Rehbock. Vuf demselben Jagdgebiet war vor
zwei Jahren auch ein weißes Reh erlegt worden.

fRürnberg. Der glüdsiche Gewenner des Hauptreffers
in der jungsten Ziehung der hasigen Kirchenbauleose mu 45,000
Dit. in der Sohn des Herrn Apoihelers Hammer in Bergtheim
(Unilerfr.). der 18jährige Apothekerlehrling Karl Hanmer. Er hatte
ein einziges Loos ohne Wissen seiner Eltern genommen.

frNäurnberg. Eine leder in den weitesten Kreisen von
hier aus betriebene Schwindelei fand am 29. v. M. vor dem Stadt⸗
gerictt ihre Veltuchtung. Ein gewisser Karl Minde aus Leipzig
hatte einige Wochen vor Weihnachten hier seinen Aufenhalt ge⸗
ronmen, unser der Firma „Gustav Biandl“ ein Geschaöft eröffnet
und in einer Unmasse von Zeitungen Annoncen erlassen, welche
dah'n gingen, daß er gegen Einsendung von 10 Moert eire Kollel—
t'on der schönsten Spielwaaren einsende. In dem von ihm be⸗
tondern versandien Prospeke waren in pompöser Wesse 16 Gegen⸗
tädde einzeln aufgeführt, die er zusammen in enem Kisichen verpackt,
gegen 10 Mark ablasse. Der bier erschenende Fränt sche Kurier
zrachte einen Artikel, in welchem das Publikum gewarat wurde,
den Anpreisungen Minde's Glauben zu scherken, und Minde hatte
nun die Dreistigkeit, gegen die Redaktion des genannten Blattes,
sowie gegen die Verfasser des Artikels Klaze zu stellen. Die Ver—⸗
zandlung enkrollte das Bild einer schwindeltaften Geschäftsführung.
Die von Minde versandten Gegensiände wurden von den Sachver—
ständigen auf 42 Wark toxirt, und ebenfo ergab sich, daß die
Anpreisungen bes Prospeltes unwahr sind, da Minde keineswegt
aus erster Quelle seine Artikel hier bezoz, sondern sie von einem
hiesigen Kaufmanne unter Antechnung dir Kisle für 61 Mailk er⸗
hidt. Unter diesen Umständen wurde die Klage abgew'esen, da das
Bericht aunahm, daß der Artikel zum Schutze des Publikums ge—
schrieben war. Leider sind aber gegen 5000 Beslellungen vor Weih—
nachten bei dem Geschäftsmanne von Auswärts eingegangen.

Muünchen, 1. Febr. Taß Bettler Reichthümer zusam—
mengegeizt haben, ist schon mehrmals vorgelommen; daß jedoch,
we bei uns geschah, eine coufet birte Arme Wucher treibt, dürfte
alb Unscum gelter. De vor 14 Tagen verstorbene Taglöhnecs⸗
wittwe Rosmna Pfaffenberger hatie seit einer Reihe von Jahren
als censcec birte Arme eine monatliche Unterstützung von 4bis 8
M. aus der Armenkasse bezogen und shon galt die Bestreilung der
        <pb n="77" />
        Beerdigungs⸗ und Krankheitskosten auß Gemeindemitteln als selbst⸗

oerständlich. Da meldete ein erblustiges Stieftind die mittlerweile

zurch gepflogene Erhebungen bestätigte Thatsache an, daß die Ver⸗
torbene ein artiges Vermögen hinterlasse, mit welchem sie durch Ver⸗
mittellung einer hier lebenden Verwandten ein rentabeles Geldge⸗
chasft betrieben habe, dessen Opfer zunuchst Studenten und Offickere
waren.

München, 2. Febr. Cand. chem. Wolff aus Neustadt

1. H., welcher sich im März vorigen Jahres mit dem stud. jur.

Lahm aus Dürkheim duellirte und dadurch dessen Tod herbeiführte

worüber wir s. 3. berichte!en), wurde vom Schwurgericht wegen

Tödtung freigesprochen, wegen Zweitampfs aber zu 4 Monat Fe⸗

ttung verurtheilt.

tBerchtesgaden. Unlängst brach ein Jäger, der über
den zugefrarenen Königssee ging, im Eise ein. Er vermoöchte sich
zwar mit den Härüden und Armen am Esrande einzuklammern,
aber alle Versuche, mit dem ganzen Körper auf die Eisdecke zu kom⸗
nen, mißlangen. Der Verunglückte wurde erst nach andetthalb
Stunden aus seiner schrecklichen Lage erlöst, da dessen Hülferufe
angehört blieben. Als von Bartholomä her die Hülfe bei ihm an⸗
angte, war er mit Händen und Armen am Eise festgefroren, und
dürfte er hauptfächlich diesem Umstande auch die Erhaltung seines
ebens verdanken, denn seine Kräfte waren bereits schon so erschöpft,
zaß er fsich ohne den oben gemeldeten Umstand nicht mehr über
Wasser hätte halten können.

Aus Schönegas bel Babenhausen (Schwaben) wird be⸗
ichtet: „Vei'm Graben eines Kellers in einer Tiefe von 18 Meter
wurden die versteinerten Ueberreste eines ungeheueren Th'eres in
inem Saudberge auigefunden. Die Nochricht hiervon verbreitete
sich nach München und Professor Dr. Ziitel sandie den Präparator
heitzen an Ou und Stelle zur näheren Untersuchung. Da stellte
ich nun heraus, daß es die fossilen Uederreste eines ungeheueren
Ssaugeth'eres der mittleren Tertiärzeit, des sogen. Dindiheriums
der Walroßelephanten sind, welches Thier ausgezeichnet war durch
iußerst krästige, dicke, nach abwäris gerichtete Stoßzähne im Unter—
riefer, wodon ein Exemplar vorgefunden wurde, und durch große,
nit je zwei oder drei Querwülsten versehene Backenzaͤhne, von denen
yrei Prachtexemplare aufgefunden wurden. Dasselbe gehörte zu den
üsselt ragenden Dickhäutern und war vielleicht, wie das Nilpierd,
ein Flußbewohner.“

7Stuttgart, 4. Febr. Heute fruh zwischen 7 und 8
ühr versuchte ein hiesiger 6710hriger Schreiner Chr. Lösfler, seine
z6jährige Ehefrau durch mehrere Schläge auf den Kopf mit einem
Holzbel zu iodten. De Frau blieb besinnungslos in der Wohn⸗
ing liegen. Löffler, in der Meinung, sie geiddtet zu haben, stellte
ich dald derauf einem Landjäger mit der Medung, er habe seine
Frau ernordet. Letztere wurde indessen in ihrer Wohnung noch
ebend, aber freilich schwer verletzt, gefunden; die Aussicht, fie am
Leben zu erhalten, ist nur schwach. Sie hat mehrere klaffende
BWunden am Vorderkopf und Stirn, sowie einen Schn'it am
Finger, der auf Abwehr schließen läßt, sie konnte übrigens im
aufe des Vormittags vernommen werden. Nahrungssorgen sollen
yen Mann zu dem fürchterlichen Eutschluß getrieben haben. (GEr. 3.)

F In Duisburg wurde ein mit einem andern Hnaden
Abends von der Schule heimkehrender 12jä0riger Knabe auf offener
Straße von einem Pissolenschusse niedergestreckt. Der Thäter ist
zöllig unbekannt; was ibn zu seiner Tdal veranlaßt haden mag,

denso.

FKöodln, 5. Febr. Der Berliner Kurierzug ist heute nahe
zei Porta (7) entgleisst. Die Locomotive, der Pockwigen, der
bosswogen und zwei Personenwagen fielen den Damm hinunter bis
a die Slashlltte. Es sind verschedene Zugsbeamte und fünf Post⸗
geamte, darunter zwei schwer, verlezt; außerdem sind mehrere
bassagiere verletzt.

Berlun. In der deulschen Reichsdruckerei werden wie

„Voss. Ztg.“ berichtet, gegenwärtig Versuche mit einet S ;
naschine veranstaltet. Der Erfinder, ein Fadritant au; Brüssel,
'at die Maschine, welche trefflich arbeiten soll, selbst aufgestellt.
zu ihrer Fedienung sind zwei Mann erforderlich; der Eine setzt
ait den Füßen den Mechansmus in Bewezuag und bewirkt zuglesch
ait den Händen durch Drücken auf die einzelnen Tasten einer Art
claviatur das Vorspringen der Leitern unß Spalien, welche sich
n einet langen Rethe selbst zum Satz ordnen, während der An—
ere von dieser Reihe die einzelnen Zilen adhebt umd die Spalten
nammenstellt.

x Die Idee, Berlin mit Dampfhe zung zu versehen, ttitt
er Verwirklihung nahe. Wie der „Börj.⸗ Kar.“ erfährt, soll ein
nemaliger Melir, ein Herr d. G. C., beim Polizeiprasidium um
ne Genchmigung ein zekommen sein, im Westen der Siadi Vorar⸗
ꝛeilen zu diesem Zweck vornehmen zu dürfen, und ist man ihn
orgfährig entgegengekommen. Auch Capitalistet interessiren si h für
en Zoveck, so daß die Mittel zut Aulage einer Musterstacion im
vesten der Siadt beteils gesichert sind, sobald 50 Hausbeñzer sich

bereit erllären, in ihren Häusern die Dampfheizungsanlagen ein⸗
richten zu lassen. Ganz besonders der armen Bevdlkerung kommen
diese zu Gute, da diese Heizung sich bedeutend billiger als das
billigste Brennmaterial stellt. *

F Berlin. Die Sammlungen für Errichtung eines Obel'zken
auf dem Potsdamer Platz (Kostenanschlag 300,000 M.) haden
etwa 80,000 M. ergeben.

fEine Dame, welche wegen ihrer Zerstreutheit berühmt ist,
raf vor einigen Tagen Uater den Linden in Berlin eine ihrer

Feundinnen, d'e von Kopf bis Fuß schwarz gekleidet war. Nach
)er üblichen Begrüßung bleibt sie stehen und fragt mit theilnehmender
Zärtlichkeit, ob der Freundin irgend ein Unglück begegnet sei.
Diese wischt sich eine Thräne aus dem Auge und erjählte von
dem Tode ihres Mannes, von der langen entsetzlichen Krankheit mit
au ihren Weqcfelfallen, die dem Tode vorangingen und schließt
den langen Bericht mit den Worten: „Auf diese Weife habe ich
hu verloten.“ — Die Andere, deren Gedanken bereits Gott weiß
vo waren, hat nur die letzten Worte gehört und sagt bedau⸗
rnd: „Du ANermste, hattest Du denn nur den Einen?“ — Tab⸗
eau und bittere Feindschaft.

Der kleine Alphons feiert senen sechsten Geburtstag. Zu
khren dieses Ereignisses veranstaltet die Mama dem angehenden
Schüler ein Fest, zu dem die Freunde des Haufes sich zahlreich ein⸗
inden. Schmucke Dienstmädchen präsentiren den Hertschaften Thee
ind Kuchen als Einleitung zum später folgenden Souper. Einer
ilteren Dame bietet die Hausfrau eben wieder Torte an. „Ich
danke wirllich, ganz unmögüsch, ich weiß nicht, wie viel ich schon ge⸗
nommen habe?. — Der kleine Alphons aber springt vergnügt von
einem Stuhle auf und schreit „Ich weiß es, ich habe sie gezählt,
neun Stück!

In der letzten Sitzung der Hamburger Bürgerschaft wurde
jon einem Metgliede die Einführung der fatultativen Leichender⸗
prennung nach dem Gothaer System beantragt und der, Antrag
angenommen.

t Aus Tilfit witd ein Fall von Bleivergiftung mitgelheilt
er vielleicht auch anderwärts zur Warnung dieat. In einer
rößeren Festgesellschaft wurde als Pelötatesse Hummersalat herum⸗
Jereicht, dem man üchtig zusprach. Alsbald erkraplten nacheinander
ast sammiliche Festih ilnehmer, und es sellle sich nunmehr einte
Bleivergiflug heraus; die durch die stark bleihaltige Verpackung
des in Bledibischsen bezogenen Salats enistanden war.

. Kom. Für den Entwurf eints Nationaldenkmals r
soͤnig Vickor Emanuel sind drei Melliouen ausgeworfen. Zux Be⸗
werbung sind Künstler aller Nationen zugelassen,

f Das gelde Feeber hat während des letzten Halbjahres in den
üdlichen Staaten der Union insgefammt 15,000 Personen
hingerafft.

fIn Japan sind Kohlen in hinreichenden Quanlitäten von
Zeologen entoedt worden, um fülr die nächslen lausend Jahre ein
ben so großes Quantunz zu sördern, als Großbritannien gegenwär⸗
ig riefert; die Regierung Japans hat in Folge dessen ein Darle⸗
jen von 1,500,000 D. derwilligt, um mit Ausbeutang dieser Koh⸗
enfelder zn beginnen.

Ein Riesenbaum. Ein Waldpatriarch wurde un⸗
üngst in Kalefornien gefällt und der größte Theil des Holzes fand
einen Weg nach San Francisco. Der Baum war Umner vem
Namen „Alter Moses“ bekannt. Wenn man qus der Anzahl
eine: Ringe mit Genauigken auf sein Alter schließen darf, so muß
zt 4840 Jahre alt gewesen sein. Die Räumlichleit seines Siammes
var jo groß, daß 8300 Personen dariu Platz finden konnten.

Marktberichte.
Zweibrücken, 6. Februar. Fruchtmittelpreis und Victuallenmarkt.)
Beizen 09 M. 61 Pf., Korn 7W. 47 Pf. Gerste zweireihige d N. Pf.
—B Pf. Spelztern — M.— pf.
dintet — M. — pfüriscfrucht o. . hf e—
krbsen — M. — Pf., Widen 4 Mg6 Pf. Kartoffeln 2 M. 80 f.
Heun1 M. 80 Pf., Siroh 2 M. — pf, Weißbrod 1/, Kilogr. 50 pf;
dornbrod 8 Kilogr. 71 Pf., 3 Kilogr. 48 Pf. 1Kilogr. 24 Pf. Gemischi
brod 3 Kilogr. 86 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
70 Pf. II. Qual. 66 Pf. Kalbfleisch od Pf. Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleisch
56 Pf. Butter/ Kilogr. O M. 80 Pf. Wein 1 Viler 70 Pf. Bier 1Liter 24 Pf.
XÛXRαααααααιÇι
Fur die Redaction verantwortlich: F. xX. Demez.
— —2—23——cöü 7

—
8X.— 3— eht dahin, sich in Geographi
Die moderne Bildung henhn ge d
zu unterrichten, während die meisten Menschen, oft die Gebil detsien, über die
Finrichtung und Funklionen ihres eigenen Körpers faft ganzlich im Unklaren
sind. Das bekannte Buch OÖr. Airy's Naturherlmethode nimmt
aunter den populär⸗medicinischen Werlen einen hervorragenden Rang ein und
nußte in dem Besitze eines jeden Getildeten sein. Diffelbe ist reich illustrirt
ind elegant ausgestattet in Kichter's Verlags⸗Austalt, Leipzig er⸗
hienen und gegen 1 Murk 20 Pf. (in Btiefmarken) durch diese sanee
eziehen. Auszug daraus grattin und francol
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        A. gtrevolor in St. Johann a. I. vaar.
Weien — Etke der Bahnhof⸗ und Dudweilerstraße. ——
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Zu der am 30. und 81. März und 1. April 1879 Export⸗ Vier.
Jaufindenden Allgemeinen dei Zeusser.
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von Gefluͤgel und Geräthschaften beehren wir uns zur Betheiligung
höflichst einzuladen.
Programme und Anmeldebogen, sowie Loose sind
zu beziehen durch unsern Schriftführer, Herrn Wanderlehrer Rapp
jn Gollheim, an welchen auch die Anmeldungen, jedoch nur bis zum
1. März, zu geschehen haben.
Prämürung durch Geldpreise und Ehrendiplome. I
Als Ehrenpreis gibt die Stadt Kirchheimbolanden . M. 80.
—W das landw. Bezirtskomite . ⸗ 20.
. der Verschönerungsverei2 20.
F Der Ausschuß.
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sind in der Expedition dieses Blattes zu haben.

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338
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lage) erscheint woͤchentlich viernral: Dieustag, Donnerstag, Samstaq und Sonntag⸗ Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

— , einschließlich 40 Zustellgebuhr.“ Anzeigen werden mit 10 —, von Auswarte
mit 15 A fut die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, NReclamen mit 30 4 pro Zeile berechnet.
M 23. Sountag, den 9. Februrr . e7 1879.
—
Deutsches Reich.

Mäünchen. Prinz Arnulph wird Anfangs nächster Woche
von Petersburg hierher zurücktehren.

Trotz aller halbamtlichen Ableugnungen erhält sich doch das
Geruͤcht,. daß die Unterhandlungen zwischen Berlhin und dem
Vatikan noch forldauern und zwar, daß sie zunächst auf ein rein
prattisches Ziel gerichtet bleiben, nämlich die Verständigung über
tine Neuregelung der Bisthümer der oberrhein'schen Kirchenpro⸗—
vinzen. Gleichzeitig dürste sich auch die Moͤglichkeit einer Regelung
der deutschen Bisthümerfrage überhaupf ergeben, namentlich die
Wieder⸗Besetung der erlediglen Bischofissize, für welche nur an⸗
aehmbare Personlichkeilen vor geschlagen werden sollen. Wenn sich
diese Angaben bestätigen, so würde nur exhärtet, was schon längst
von Fürst Bismarck gewünscht ward, daß nämlich die Verstãndigung
mit Rom über die Köpfe des Centrums hinweg erfolgte. 5*

* Auch in der badischen Kammer wird eine. Interpellation ein⸗
gebracht über die Stellung der Regierung, zu der Gesetzesnorlage,
detreffend die Straftewalt des Reichstages. 57 —

9 6 * Ausland. —8* —

Wisen. Der Generalstab hat ein großes Straßenneß flüe
Bosnien und dier Herzegowina? außgearbetet. Dasselbe wird aus
7 Haupistraßenzügen und vielen Nebenstraßen sich zusammensetzen,
und es wird mit der Ausführung desselben sofort begonnen werden.
Paris. Präsident Greyh zog am 4 d. M. in's Ely'öe.
Dader ein höchst einfacher bürgersichet Mann ist, so wird er nicht
sal vornehm wirihschasten, wie der Marschall Mac Mahon, der
waͤhrend⸗ seiner Praͤsidentschaft einen Theil. seines Vermögens zin⸗
setzie. Greb will einen Theil des Personals des Elysde emtassen,
und diefe Vlreinfachung hat bereits mit mehreren Krochen begennen.
die sich andere Stellen suchen müssen. —*

VBexsatinl hee z, GFebr. Asgeordnetenkammer. Gambetta
haͤli als Prafident eine kurze Ausprache, in welcher et der Kammer
seinen Dank sagt und hervorhebt, daß Frankreich, indem es die
Republik gewollt habe, zugleich ebenso den Frieden wie die auf
Grundlage der öff nilichen Meinung und der Gerechtigkeit beruhende
Fteiheit sicher gestellt habe. (Beifall) H'erauf folgte die Verles⸗
ung der Botschaft des Präsidenten der Republik, welche mit
deen Beifall aufgenommen wurde, namentlich bei den Siellen
ejuͤglich der Armes und der Ergebenheit der Beamten für die Re⸗
publit. Die Rechte verhielt sich schweigend. Im Senat wurde
die Boischaft ebenfals mit Beif all aufgenommen.

London, 6. Febr. We der „Standard“ erfährt, haben
die Regierungen von Englaad und Portugai beschlossen, gemeinsam
gegen den Sklavenhandel zwischen Mozamb aue und Madaqas cat
porzugehen.

Zwischen Russen und Rumänen ist wieder einmal ein Kon⸗
sAilt ausgebrochen. Gelegentlich der Grenzbestimmung bei Silistria
tam es zu Streitigkeiten, welche damit endeten, deß rumänische
Truppen trotz des russischen Protestes ein Vorwerk der genannten
Festung beseßzten. Dieser Punkt liegt etwa 609 Meter von Sili—⸗
ria, während der russische Kommissär der internationalen Grenz⸗
regulirunghkommission verlangte, daß die rumänische Grenze 27
suometer von Silistria enisernt beginnen soll⸗. Als ader alle
Miitgzlieder der Kommisston für die rumänische Grenzbestimmung
rintraten, forderte der rusfische Delegirte, die Angelegenheit der im
Berliner Vertrage vorhergesehenen Botschafter⸗Konferenz zur Ent—
scheidung vorzulegen. Auch diese Forderung wurde von der Kom
mission abgelehnt. Wie man in Bucharest glaudt, wird der
rufsische Kommissar die Raumung von Arabe Tabia und die Zu⸗
rücverlegung der Grenze auf zehn Kilometer von Silistria ver⸗
jangen. Judessen erthesite die rumänische Regierung ihren Truppen
in der Dodrudscha den Befehl, die neue bulgarischerumänische Grenze
vollständig militärisch zu besezen. (Der Konflikt witd wohl keine
große Bideutung haben —— geschlichtet werden).

Konstanfinabpet, 6. Febt. Der Min sterrath geneh⸗
migte den in felner Gesammtheit endgiltig vereinbarten tilrtisch
rusfischen Friedensrertrag und beschloß, dem Sultan dir Ratification
Zea. Pertrages nach erfolater Unterzeichnung desselben zu empfehlen.

Im Hinblick auf die bevorstehende Räumung Adrianopels seitens
der Russen, hat die Pforte eiue Commission eingesetzt, welche die
RB der, türkischen Civilverwaltung in Rumelienvorhe⸗
reiten soll.
uber Schit Aligeht das Gerlicht, er wäre“ in Waimene
zergiftet worden. Sein Tod dürfte Rußland nicht, besonders schmetz⸗
zaff berühren, denn es ist dadurch der Mühe uͤberhoben sich wegen
eines Empfaoges und seiner Unterbringung irgend welchen Even⸗
nalitäten auszusetzen. Veu Engländern gewährt sein Tod hingegen
lemnen Nuten, da bekanntlich dessen Sohn Jalub Khan ihre Frie⸗
densanerbietungen ebenfalls zurückgewiesen hat.

Mal 14. Die britifche Behörde hat für alle Provenienzen
uus dem Schwarzen und Asowjchen Meere eine Quarantäͤne von
21 Tagen angeordnett. J

Cap.st a dt. Die englische Armee, welche an 12. Januar
n das Gebietder Zuln⸗Kaffern einrückte, zählt 13,000 Mann,
einschließlich der eingeborenen Hilfsvolter und der Freiwilligen.
Die Zahl der · regularen · engl. Truphen“überste igt nicht 2000 Mann,
doch Wacen noch ungefähr ebenso viele, beftehend aus zwei Batail⸗
sonen englischer Infanserie und etwa 800 an's Land gehetßzter
Malrosen und Marinefoldaten, im Abmarsch'nach der Front.
—
Fermischtes.

*— Am“ Donnerstag besichtigte der kgl. Oberstaatsanwalt,
it. Zoͤrlet, vle Lotallläten des TLandaͤerichts und des Ge⸗
angnisses zu Blieskastel Wie wir, von da hören, fand er
eseiben nachdem noch einige Abänderungen einzülteten haben, auch
ur- ein künfliges Amtsgericht zweckentsprechend. Die noͤthigen Ab⸗
anderungen werden von der Stadtgemeinde Blieskastel bereitwilligst
ubernommen. J

PgZur Gerichtborganisation. Die Zahl der
sut Auflösung kommenden Bezirksgerichte soll wie der. .N. R.“
neldet jedenfallz 12 nicht übersteigen. Demnach würde die Seelen⸗
ahl eines Landgerichtsbezirks in Byyern erheblich kleiner sein als
neallen groheren deutschen Staaten. — Das Postulat, welches die
Staatsregierunge für, Bauten aus Anlaß der Gerichtsorganisation
— ——— —

Detr. im Monate Marz l. J. voizunehmende Remonteandauf,
welcher sich auf 3- bis Gjährige Neite und Artillerie-Zug · Pferde zu
streden hat, wird an nachbenannten Tagen und Siationen flait⸗
inden: am 20. Marz in Pirmasens, am 210 März in Zweibrücen,
am 22. Marz in Hombutg, am 24. März in Landstuhl.

4 Der nächste Tehrcurs fütr Bader wird am 1. Maärj in der
Zreis: Armen⸗ und serentenanstalt Frankenthal erdffnet und 8Mo⸗
nate dauern.

»In Landstuhl wurde ein Wirth wegen Uebertretuug des
Zarlenstenpelgesetzes zu 60 M. Geldsttafe, eventuell zu 12 Tagen
Daft verurtheilt. Jeder der Gaste, welche die ungest /mpelten Karten
um Spielen benu tzten, erhielt eine Geldstrafe von 30 M..
JVDer Stadidath von Kirhheimbolanden hat die
Festsehung der Polize stunde auf 12 Uhr beschlossen. ——

FWie die „Pf. Vollszig.“ hört, hat eine Fabrik in Naisers⸗
autern wegen der in der Gewerbeordnung vorgeschriebenen halb⸗
fündigen Pa usen während der vor⸗ und nachmittäglichen Arbeilt eit
15 jusendüche unter 16 Jahre alte Acbeiter entlassen, da sie ohne
Schaͤdigung ihres Geschaftes diesen Bestimmungen nicht nachzulgm⸗
nen vermag; mehrere Fabriken wollen diesem Beispiel nachsolgen.

Die Pfaig Pr.“ berichtet In Grren gga da wurde am
28. v. M. in Bader vom kgi. Poluhheigerichte“ mit 12 M. Geld—
srafe belegt, weil ein bei ihm gekauftes dreibsündiges Schwarzbr od
im 100 Gr. zu leicht wat. Vor einigen Tagen verschaffte? sich
uun der Bestrafte Brode von seinen Collegenn.“ Drei bon den .
iten Broven waren ju leicht und zwar unß 70, 80 und 105.Ir.
er Bacer denuncitie seine Geschänisgenofsen uund- dieselben fehen
ununmehr ihren Bestrafungsentgegen. 3 iren
An Munnscheen wird dem „Pf. Q. geschrieben'? n Der
Untrag des Abg. Schmitt GPlrmasens) guf Erxbauung eiger Kisen⸗
zuübn wilche Siebermühle und Kallerslautern. ill Zetignervei

—*

*8

—— —
*

222
        <pb n="80" />
        einem Theile der Beboͤlkerung die Hoffnung zu erweden, als sei
eben der rechte Zeitpunkt zur Erfüllung des Eisenbahn-Wunsches
gekommen, während er in der anderen Gegend die Befürchtungen
hervorrufen könnte, als ob ihre Wünsche nun zu Grabe getragen
worden. Keines von Beiden ist richtig; wir glauben vielmehr, daß
zunachst und bis auf Weiteres die Entscheidung für die eine oder
andere Richtung einer Verbindung zwischen der nördlicheren und
südlicheren Linie der Ludwigsbahn nicht zu erwarten sein wird.
Ueberhaupt wird man üch heute bei der Rentabilität der Bahnen
und der finanziellen Lage des Staates in seinen Wünschen wie
bezüglich des Betriebes so auch bezüglich des Baues etwas mehr
bescheiden müssen.“
7 5inrichtung. Der Murchener Nachrichter, Herr
Scheller, hat sich mit dem Fallbeile nach Nrnberg begeben. Die
Hinrichtung, welche derselbe dortselbst an Utherr zu vollzichen hat,
ist die 73.
7.Die,W. Pr.“ erfährt „aus guter Quelle“, daß die Krank⸗
heit, die unter den in Ost-Rumelisen befindlichen rufsischen
Truppen herrscht, der Typhus exanthematicus ist, der schon seit
dem vorigen Jahre viele Opfer in der Armee hinweggerafft hat.
—7RiodeJaneiro. Da in der Stadt Ceara eine
Epidemie ausgebrochen ist, welche die schwarze Pest, sein soll,
so hat die Regierung fünf Aerzte dorthin gesandt.

Paris, Sonntk ag 4. Durch meine Schwester, die Ba—
ronin hörte ich von Ihren wellberühmten Brustkaramels — Maria
Benno von Donat, in dem Augenblicke, als die Aerzte meiner
Adele als leztes Mittel gegen ihren fürchterlichen Husten den Aufent—
halt in Italien verordnet hatten. Was thut man nicht für das
deben eines Kindes? Die Koffer waren zum Theil schon gepackt,
da gab ich den stürmischen Bitten meiner Schwester nach und Adele
versuchte Ihre Brustlaramels.

Und welches Wunder geschah' nun — denn ich kann es nur
ein Wunder nennen —! Adele fühlte sich schon nach dem Gebrauche
von wenigen Cartons wie neu geboren — und empfand nicht nur
ꝛine auffallende Linderung, sondern auch Löfung und Stärkung.
Die Reise nach Italien wurde zunächst auf 8 Tage verschoben und
spater — Gott sei ewig Dank — ganz aufgehoben.

Senden Sie bitle umgehend nach 6 Originalkarionßs zu
b0 Pf.

Im Interefse der leidenden Menschheit beschwöre ich Sit
vorstehende Zeilen zu veröffentlichen. .
Elisabeth Gräfin RK.. .....e.

Die Brust-Caramels Maria Benno von Donat werden ge⸗
hraucht bei allen Erkältungsfällen — Husten — Heiserkeit —
Affeküonen der Lungen — Brustreig — Grippe — Bronchitis —
dunge nschwindsucht — Stiche und Kitzel im Halse — einfache
Appetitlosigkeit — Schlaflosigkeit — Magenschwäche — Nerven⸗
schwäche — Allgemeine Entkraftung und Asthmatische Leiden.

VDer reißende Absaß, den dieses beliebte Hausmittel bei? allen
Nationen uud Völkern der Erde gefunden, hat vielfach Fälschungen
und Imitationen dervorgerufen. Eine Garantie für die Echtheit
kann nur bei denjenigen Cartons oder Flocons übernommen werden,
auf deren Vorderfeite sich nichts Anderes gedruckt findet, als die
A Worte: Maria Benno von Donat.

Lechter Carion lostet in Deutschland 50 Pf. und 1 vlalon

Mik.

Depot in St. Ingbert bei Herrn Jean Petert
Kohlenstraße Nr. 681V.

Gambetta's Ausfichten.
Jetzt bin ich noch nicht rei f genig
Für Dich, o Dauphin mein,

Doch fal!' ich ad von Groͤbh,
Dann werd' ich es wohl sein.
Die französische Republik.
—8Mae Mahon.
e das Beste
Nrein Glück;
ch das Beste — N
6 trat zurück. Mlt)
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Deme 5.
Golzversteigerung
in Staatswaldungen des igl.
Forsireviers St. Ingbert.

Vorläufige Anzeige.
IGôteI L
Fastnahtmontag 24. J
Masken-Bal

s

Arbeiler⸗Bildungs· Verein.
Sonntag den 9. Februar
Unterhaltung.
Freitag, 21. Febr., 10
Uhr des Vormittags zu St.
Ingbert bei Wirih Ober⸗
hauser.
Schläge: Platte, Rehthal und

Siafflerhang.

7 eichen Stäͤmme 4. u. 5. Cl.
130 buchen 2. u.3.,

1 liefern u. 9 aspen Staͤmme
125 eichen und duchen und 8

ahorn Wagnerstançen

Ster buchen Mifselholz 2. Cl
z55 Ssgheit 2. Cl.
6ß6andbr.
517 , EStangen ⸗u. Ast

* prügel
142, eichen und dirlen Scheit

n 2. CEl.
17, aspen Scheit 2 Cl.,
7 anbr.
2931, buchen Kohlprügel
151, eichen Prügel und
Krappen
1681, sonstiges Pragel⸗ und
I Krappenhelz
47. budben Aloßrosj
300 duchen Reiserweüer.
Inabert, 7. Febr. 1879.
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D;t arfler.

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328
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373 32433383
85228 53
22 46033

* *5338
— 2322 8
18 538533
5 53323
4* 222 —
32aãa,7

— * 83

— * —
228B35
RDZ m558
T —XIV
—* 2360
32323
—
8 —
——— 25
—E 5235 J
56 253 28

*
7

—
2
J
D
V

J
533.374
3 354
2333
3114 ——
— 83
434
4352
483
3282
——
—1333
232
I
23
237
—
3135
S
T
2

Maschinenseide
gelb und weiß.

—
1
Æß Allen, &amp;
welche an Beschwerden ber Ath⸗
munga⸗Organe / Bruft oder Lunge
leiden, kann das inesiriru Vi

Sie Bruft⸗ und

Tungenkrankheiten
mit Recht als ein dewihrter Kath⸗
geber einpfohlen werden. Die in
diesem vorzigl. Bucher) enthaltenen
Rathschlage deruhen auf langjahr
Erfahrungen, sind leicht zu besolgen
und daben sehr vielen deidenden di
ersehnte Heilung selbst da no⸗
verschafft, wo jebe Hoffnung aufs
Veden war; versume daher

emand, fich regteitig dasselbe
anzufchaffen. Ausführlicher Pro⸗
spect gratis und franco durch Ch.

So henleltaer, feiprig und Kalel.

Ferner
Zeugschäfte
geschnürt hohe, und mit

Victoria⸗Zug.
Die Preise ssellen sich jetzl
bedeutend billige.
Linn.

—
—5** selbstth. Backmehl
BLiebig's Puddiugpulver der
biebig“ a Manufaciory Hannover,
Ichutzmarle eine Wind muh le sin
vie besten, billigsten Praädaroate dieser
Art. Preisgekront auf 4 Ausstellungen.
Zsben mit vorzuglichen Recep⸗
ten
Ph. Klinck in St. Ingbert.

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5 schöne Ferkel,
d Wochen alt, hat zu verkaufen
R. Voelten, Baͤcker

2) Vorraͤthig in K. Gotthold'é
Buchhandlund in Kaiserslautern,
welche dafsselbe gegen 60 Pfg. ir
Briefm. franco überallhin versendet.

j
Druck und Verlag von F. X. Demet in St. Ingbert.
Scetu Alluftriv*oq

Sontaasblatt“ Nr. f
        <pb n="81" />
        a
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3

N

St. Ingberler Anzeiger.
V —— *
der St. Jugberter Auzeiger und das (Smil wöäheitli h) mit dem DHrutoratte verdu idene. Uiterhaltungsolatt. Sountage mit illustrirter Vei

lage) ersheiat wo hentlih. vier n U: Dienztan, Donnerstau. Sunstaruad Souttaz. Der Asouuementsvpreis betragt viertelijahrlich

A 40 B einschließlich Träͤgerlohn; durch die Post bezozen 1404 60 4, einschlizhlich 20 4 Zustell jebühr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswãrts
niit 15 4 fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Necelamen, mit 30 pro Zeile berechnet.
M 24. 667* Dienstag, den II. Februar⸗

1879.
—
Deutsches Reich.

*— Bezüglich der Reuorganisauon der Justiz und der Ver⸗
waltung legte die Regierung den Kammern ein Possfulat vor, in
welchem für Neu⸗, Erweiferunge⸗ und Adapt rungẽebauten ein Ge⸗
ammicredit von 890,340 M. verlangt wird. Hiervon sollen durch
Berkouf von verfüügbar werdenden Amtsgetäuden der Betrag von
53,440 M., der Rest durch ein Anlehen gedeckt werden. Für
den Gerichte⸗ und Gefängnißneubau mit Amtsrichter- und Gefäng⸗
aißwärterwohnung zu Käürchheimbolanden sind iß dem
xwähnten Entwurfe 100,000 M. vorgeschen; det übrtige Betrag
zäͤllt auf die sieben jenseitigen Kreise. —D

(Abgeordnetenkammer.) Der Gesetzentwurf über Verstärkung
des Verkagsscapitals der Centralstaatt kasse wurde von der Abge—

)rduetenkammer nach dem Ausschußkantrag (also iu Vetrag der ge⸗

jorderten 28 Millionen) mit 135 Stimmen éezen die 9 Stimmen

pon Riltler und Genossen angenommen. Ein längere Debatte ent⸗
spann sich über den Antrag von Kopplüber die Minderung der

Militarlast). Der Kriegsminister erwattet keinen besonderen Erfolg
»on dem Autrag, warut aber davor, die Kräfte des Gegners zu
unterschätzen, denn das wäre der erste Schritt zur Niedetlage; wir
ducften schon froh fein, wenn i. J. 1881 nicht eine Ethöhung
perlangt erde. Kopp'g Aatrag wurde durch die Stimmen der

Rechten; angenommen. ....

ODas Montags⸗Blait schreibt: Nach den getroffenen visopo⸗
sitionen wird der Ka'ser in Person den Reichsiag erdffnen. Der
Zaiser soll din Wunsch haben,, vom Throre der deutschen Natidn
ut die Zeichen der Treue und Anhänglichteit Kach“ den Ereigniffen
im Sommer des verflosseren Jahres seintn allerhdhsten Dank aus⸗
ufhrechen. Ob die Dispositionen nicht noch in letzter Stunde eine
denderung erfahren, das wird Alles von der Willerung' und dem
Befinden des Monarchen abhängen. Sehr vespannt ist man auf
nen Passus der Thronrede, der die finaujiellen und wirthschafilichen
Fragen dehaudeln wird.

Zuvettäsfig verloutet, daß der Reichskanzler Guiachten ber
die Erhebung einer Eingangsabgabe von — Nohlen erfordert hat.
Ea ust das die nothwendige Konfequenz des Zolles auf Breunhoͤlz.
r in der Tarisflonuission bereits in Vorlchlag gebracht ist. Sebt
emerlenswerth. ist in Betreff des Kohlenzolls Line Engabe der
handelskammer zu Frantfurt a. M. an den Bundesrath. Es
deißt darin Die Geschältsbasis einer Reihe von Gosfabriken müßte
eschüttert, werden,, wenn auf englische und böhnische Kohlen ein
ciugangszoll von 5 Prozent des Werthes gelegt werden follte.
Von- den in Deuisch and destehenden 481 Gasfabriken mit ca.
334 Mäill anen Cm. Jahresproduttion stellen 64 Gasanstalten mit
is Mill onen Em. Jahretprodultion ihr Leuchtgas ausschließlich
aus nglischen Kohlen her. Eine andere große Gruppe der ge—
mnaten 481 Gasanstalten vergaet zwar der Hauptmenge nach
mlandische Kohlen, lann aber einen hein ssen Zusatz von eingeführten
Zohlen nicht entbehren. Die ausländischen Kohlen besteuern, heißt
daher nichts Underes, als das Gaslicht in Deutschlanh verschlechtern,
eißt eine der Grundbedingungen beschränken, durch die es mithitfs-
deise möglich. wird, unseren Fabrilasen“ jene immer sie gende
Sauberleit, Genauigkeit und Feinheit der Aussührung zu geden, die
se zut Konlurtenz tut dem Ausland befäh gen.

— Aussand. e

Cettinje, V. Febr. Ein Telegramm des Kommandauten
goza Petrobic aus Podgoritza bestätigt, daß die Montenegriner an⸗
andslos Spuz, Podgotitza und Zabljaf mit Dependenzen (Jube⸗
Rungen): besehzt, hahen.
11
—
eea2. Vermischtes.

A St. IngbeanÆWs ist wohl schon allgemein bekannt,
dß demaächst hiet nach dem Beispiel in Kaiserslautern ein Verein
n's Leben tritt, wekher den Zwed hat, die Minel zur Erbauung
einer zweiten latholijchen Kirche in St. Inobert zu beschaffen. Es
afrent fich dieses Untunehmen der Zustimmung und Guthe ßung
ner zuftändigen geistlichen und weltlichen Behörde. Auch vom der

hiesigen Bücgershaft wird dieses Projekt, sowelt sich aus dem Er⸗
gebniß einer diesbezüzlichen öffentlichen Versammlung hiesiger Kat ho⸗
ilen, sowie aus der hierüber jetzt herrschenden öffentlichen Meinung
ein Urthal sallen läßt mit Freuden begrüßt. Ist ja auch eine
weite katholische Kirche hrer ein längst vorhandenes, unbestreitbares;,
urchaus nothwendiges Bedürfniß. Die alie kath. Pfartlicche ist,“
abgesehen davon, daß sie in architektonischer Hinsicht gerade keine“
esondere Zierde der Stadt ist, vel zu beschräutt far die verhält⸗
nißmäßig starke Bevöllerung der lath. Pfarrei St. Ingbett. Es
st dies eine Thatsache, welche von Niemanden besttitten werden
ann, der an Sonn⸗ und Festtagen das Grdränge und Gewoge von
Menschen während des Gottesdienstes nut flüchtig beobachtet. Und
vas sollen wir erst sagen von der durch das Zusammenpferchen so
»ieler Menschen auf engem Raume erzeugten gefundheitswidtigen
Atmosbhäre?!: 1
Eine etwaige Kiylgerechte Vergrdßerung det bemoosten kath.
Botteshauses wäre einestheils nach dem Urtheile rou Sachverstäm⸗
nigen nicht leicht durchjührbar und dabei mit so hohen Koften ver⸗
unden, welche dem damit gewonnenen Raume schwerlich enssprechet
liften, anderntheils würde sie dem verhandenen Bedürfnisse keineße
vegs voͤllig abhelfen. — J
In Anbetracht dieser Umssände glaubte man dem bestehenden
Roibhstande nicht anders Abhilfe schaffen zu können, als durch Er⸗
auung æider zweiten latholijchen eirche, Aber woder die Mitel
arn nehmen J... Die .Lath.Kultusgemeinde feibst konn sie hei ihrem
escheidenen Vermögensslande nicht aufbringen. Es bleiht debhaͤltz
uichts anderes übrig, als an die. Freigebigteit Alner o his
lusnahme zu appelliren. Der prod sorisch gewaͤhlte Ausschus
ies Kirchenbauvereins wird denn auh in allernächster Zeit von
Nus zu Haus Eioztichnungslisten crculiren jassen Man kann
ich übrigens jetzt schon bei einem deliedigen Ausschußmitgliede sin
en Verein aufnehmen lassen. Nie ma und ist von der Mitglied⸗
haft ausgeschlossen; alle Confessionen sind zue Betheiligung einge⸗
aden und gebeten. Die katholische Bürgerschaft fetzt nicht den
nindesten Zweißfel. in die Freigebigkeit und Hochherzigkeit ihret nicht
sih. Mitbürger. Wird ja auch durch dieses gegenseitige edle Zu⸗
immenwirken der Geist der buͤrgerlichen Zufammengehoͤrigkeit uͤnd
er bürgerlichen Einkracht nicht unmesentlich defdrdert und belebs.
luch träͤgt eine schöne Kirche nicht ivenig zur Zierde einer Stadt
zei. — Bei diesem Werke Aller kann sich nicht ollein die Maͤnner⸗
-elt jeglichen Alters beiheiligen, auch bie Frouenwelt ist freundlichft
ur Theilnahme eingeladen. Kutz, wer nur immer sich veirpflichtei,
inen monagtlichen Beitrag voun mindestens 20 Pfennig zu enktichten,
st Mitglied. Natiltlich sind der Freigebigkenn in fesnerlei Weise
-„chranlen gesetzt. Was über das Minimum von 20 pf. hinaus—
hezahlt wird, wird mit desonderem Dank angenommen. Hiebei
voslen wir nicht unterlassen, zu bemerken, daß der Verein nicht auf
as Weichbild unserer Siadt veschränkt ist; es kaun jeder Fremde,
penn er nur seinen monatlichen Beitrag bezahit, Miiglied werden.
Sicherem Vernehmen nach find bei der tgl. Sigatsbel örde auch
»ereits Schritte gethan, daß der Verein Corpotationsrechte erlangt,
io daß er testamentarische Schenlungen, Vermächtnisse u. s. w. au⸗
nehmen und eventuell gesetzlch einklagen rann.

Alleidings find die jehigen Zeitverhälinisse einem so lchen
Anternehmen nicht gerade günftig, die finanzielle Nothlage wird
Manchen trotz seines guten Willens am Beuruͤle hindern. Man
ann die Sache jedoch nicht meht länger auf die lange Baut schieben,
*muß einmal. der, Anfang gewacht werden. Wenn Alle guten
Wellens sind, woran wir nicht zweifeln, dann wird die Verwirk⸗
ichung des edlen Zieles, welchet sich unfer Kirchenbdauverein gesetzt,
nicht in gar so weite Ferne gerüdt sein. Jenen, welche die Er⸗
auung einer zweiten katholischen Kirche in St. Inghert nicht mehr
leben, werden ihre Nachtommen dafür Dank wissen, daß sie nach
Zräften zur Herstellung eines entsprechenden Goltes hauses mitgewirlt
haben, fowie auf Verschönerung der Stadt bedacht waren.

I, Der General- Feldmarschall Graf Moltle seiert am 8. X
d. J. sein 60jahriges Dienstjubiläum.
NBel der gegenwärtig stattfindenden Verbachtungen der Feld⸗

4

— —
22

— 424
        <pb n="82" />
        jagden in der Pialz madht sich fast allgemein ein Rüczang der
Pactypreise bemerkbar. So wurden u Duͤmstein 375, in Eppstein
gar 919 M. weniger als bei der lehten Verpachlunz etzielt.
FRohrbach, 7. Febr. (Wie weit wird es wohl noch
kommen Gestern wurde dahier ein Mädchen Mutter, das laum
den Schulstaub von sich abgeschüttelt und das sechszehnte Jahr zu⸗
racgelegt hat. Und Dies ist leider nicht der einzige Fall dieser
Aet der zu verzeichnen wäre. Wer trägi uun wohl an diesen
wirklich traurigen Boitommnissen die Schuld 2. Die Geistlichen und
Lehrer wohl nicht, sondern die Eltern dieser hoffnungsvollen Jugend
selbst, die es zugeben, ja mitunter gerne sehen, wenn ihre Back
fischchen“ mit ihrer im gleichen Alter stehenden „Bekanntschaft“ zu—
sammen im Wirthshause sitzen nd“ bis nach Mitternacht ein
—A Ill bei dieser Ecziehung woh! etwas Besseres
zu erwarten? (Zw. 3.)
*Rach der „Zw. Z.“ wurde vor einigen Tagen der Wirth
und Backer Anton Vln von Biesingen als er des Morgens
frühe nach Blieskastel geng in geringer Eutfernung von Biesingen
bon zwei fremden Mähnern angegriffen. Blum, der 200 M. an
Geld und eine go! dene Taschenuhr bei sich trug, erwehrte sich mit
seinem Stocke der beiden Angre fer, die er schließlich so durckprügelte,
daß fie daten, er moöͤge sie doch nicht todtschlagen. In der Dun⸗
relheit konnte er ihre Gesichtszüge nicht recht unterscheiden, und es
dürfte darum schwer hallen, dieselben autfindig zu machen.
1 In Bgebeisheim ist in der Naht von Sourtag 2.
auf Monta; den 3. Februar der dortige Gemeindeschreber G. mit
Hinterlassung beträchtlicher Schulden flüchtig geworden; derselbe war
ia der leten Zeit sehr nachlässig in seinem Dienste geworden,
wahrscheinlich weil er seinen nun ausgeführten Plan schon längere
Zeit im Schilde führte. In einem Briese, welchen derselbe an den
—X Burgermeister zurückließ, war gesagt, daß das Scheiden ihm
war wehe thate, ader die velen Schulden thäten noh weher; als
Neistziel bezeichnete er Paris und sprach den Wunsch aus, den

Boden Deutschlands nie mehe zu beitelen. Letzterer Wunsch dürfte
seinem Vaterland vielleicht nicht gerade zum Schaden ger eichen.
J (Iw. Zeitung.)

* Ein Bauerzmann zu Kande! verkaufle dieser Tage an
einen dortigen Wirth eine Kuh um 260 M. mit der Erklärung,
daß dieser Erlös im Lause des Tages vertrunken werden solle.
Im Bunde mit wackern Zechgenossen, d'e sich leicht fanden, war
sofort zur Ausführung dieses lobesamen Enischlusses geschritten.
Andern Tages war ihm aber die Wirthsrechnung von 220 M.
für vertilgte Speisin und Gelränle doch zu hoch, und so wird zu
dieser auch noch eine Advokatenrechnung hinzukemmen. 57 *

In der Gant der Gebr. Giossier (Maschinenfabrih) in
Frankenthat hatten die Gläubiger s. 3. den Beschluß ge⸗
saßt, des Geschäft für —X— betreiben;
doch scheinen sich die an den Igeiterbetrieb geknüpften Bedingungen
nicht erfüllt zu haben, da der Giubigerausschuß neuerdings be⸗
schiossen hat, beine neuen Arbei:en mehr zu übernehmen, sondern
nach Fertigstellung der noch bedungenen Acbeiten das Geschäst zu
schließen. (Pf. Presse)

p Zichen der Zeit. Ein Berliner Arzt, dir kürzich durch ein
Inserat eine Wirthschasterin suchte, hat in Folge dieser Annonce
Jicht weniger als 450 verschiedene Offerten erhaiten. Es ist dies
gewiß eine große Illustration des gegenwäctigen Noihstandes.

Das Tabakmonopol. das schon lauge im Festland Italien
besteht; ist j ßi anch auf Sicilien ausgedehnt worden. Man hat
uine iwa dreijährige Ubergaagsperiode vorangehen lasen; eine
Fuischädigung wurde den Tadalfabrikanten nicht gewährt, dagegen
hnen gestatret, sich mit ihren Capitalien durch Einlageu von je
10, ooo Lire, im Gauzen bis zum Betrag von 2 Mill'onen Lire,
an den Geschäften der Regie zu betheiligen. J

* 2 J— 8
Fur die Redaction verantworilich: F. X. De m e ß. —

Zobilienversteigerung
Diensfag, 18. Februar
X Vorminagẽ 9 Uhe, zu
Snappbach, im Sterbebause,
lassen die Kinder und Erden der
dascidst verlebten Eheleute Georg
Osthof, welapd Glasmacher
Id Wibelnine Klein, de zum
Raclasse ihret genanuten Eitern
gehoͤrigen Mobil'argegenstaͤnde,
affentlich zu Eigenthum versteigern,
wotunter namentlich:

Aleiderschrant, 3 Belten.

2 Tiiche, herschiedene Stühle,

1 Küchenschrank, Gelüch u.

sonstige Haus⸗ und Küͤchen⸗
gecaͤth'chaften.

St. Ingbert, 9. Febr. 1879
Der Anisverweser des kgl.
Notar Sauer:

K. Auffschneider.
Hausversteigerung.

Dienstag, den 18.
Februar nächsihin, Nachm' tiags
z Uhr zu SEchnappbach bei
Zudwig Jo schu m, läßt Adam
Echeer, Schuhmachet daseltst,
sein zu Schnappbach gelegenes
Wohnhaus mir Pflanzgarten
PliRe. 49404, 1a 57
qm Fläche, wegen Umnizug
offentlech zu Eigenthum ver⸗
steigern.

Si Inabert, 9. Febr. 1879.

Der Amsverweser des kgl.
Notar Sauer:
. Auffschneider.
Bierbranerei Et Ingbert
Ich enppeble mein neues
Ris c⸗y rc

(Amoridan 8System)
dem geehrten Pablitum zur gefl.
Benutzing.

C. Rosenthal.

Bekanntmachung,Zanksagung
Remontirung der Cavallerie und Feld-Arnillerie im Jahre —83 —8 38
1879 betr. n — — eenvä
daut Entschliekunz des k. Staatsmiuisteriums det Innern, —
Abtheuiung für Landwirthschaft, Gewerbe und Handel, dom 20. gersohnes, —* in Schra—
Jarnee i gIeh wird der im Monate Maärzel. J. vorzunehmende gers, sowie für den ethebenden
die ua:daut. weicher sich auf 83. dis Giagrige Weit- und Ärti, Grabg sang des Musilvere ns
ier eZug Pferde zu erstrecken hat, an vaqhbenannten Tagen und soagen wir hiermit unlern ben
Sta ionen stattfi den: — —V—— lichen Dankt. 1—
J. am 20. März in Pirmasens, Ei. Ingbert, 9. debr. 1879
2. am 21. März in Zweibrücken. Die Familie Grewenig
Z3. am 22. März in Homburg
I. am 24. März in Landstuhl.
Die k. Berirlzamter werden angewiesen, füt möglichste Ver⸗
hreilung deser Bekanntmag ung in Zen Gemeinden ihres Bezirkes
Sorge zu tragen257
Speier, den 27. Januar 1879. I
Königlich Bayerische Regierung der Pfalz,
Kammer des Innern.
—— v. Braun, k. Regierungépräsident.
u. Metschnabl, k. Reg.Secrelär.

S —AXX Vreis bo Vs· M
Diĩe in dem luastririen Buche:
Die Brust⸗ und
— [
— — —
en uhlene Methode zur erfolareichen
Behandlung und, wy noch wend
moglich zur schnellen Heilung obiger
Lelden hat sich tausendsach bewahrt
und tann die Lecture dieses ausge⸗
zeichneten Werkchens aullen Kranken
nicht dringend genus empfohlen wer⸗
den. Preis so Pis. Prospeci
CEd. Cohealeitner, keipjig u. Sasel.
Vrosvect gratis und franco. —
—E
Geflügelzucht-Verein Kirchheimbolanden.

Zu der am Z0. und 31. März und 1. April 1879
satifindenden Alll gemeinen

Geflügel und Vogel-Ausstellung

verbunden mit* 27

Gesslügelmarkt und einer Verloosnng
von Geflůgel und Geräthschaften beehten wir uns zur Betheiltgung
höflichst einzuladen.

Hrogramme und Anmeldebogen— sowie Loose sind
zu beziehen durch unsern Schriftführer, Herrn Wanderlehrer Napp
a Göllheim, an welchen auch die Anmeldungen, jedech nur bis zum
1. Mörz, zu geschehen haben. J

Prämiirung durch Geldpreise und Ehrendiplome.
Als Ehreupreis gibt die Stadt Kirchheimbolanden. M. 30.

, das landw. Bezirkekomite 20
der Verjchonerungzberen .. 20.
J Der Ausschuß.
I Looso à 60 Pl.
sind in der Expedition dieses Blattes zu haben.
— — — — — — —
Drnuck und VTerlag von F. X. Demek in St. Ingbert.

α1
*) Vorraͤthig in K Gotthold
Buchhandlung iu Kaiserslautern
elde vasselbe gegen 60 Vigs.
Vriefm. franco überallbin versendet
7
ðtollwerok ehe
Brust· Bonbons
eine nach äretlicher Vo-
schrift bereiteto Vereinig
ung von Zueker und Krau-
ter· Pxtracten, welche heo
Hals- und Brust- Affectionei
unbedingt wohltihuend wir
ken. Naturell genomme,
und in heisser Mileh au
gelöst, sind dieselben Kin
dern wie Prwachsenen
empfehlen.

Vorräthig in St. Ingbe

J. J. Grewenigq und

J. Vnl 4r.

h

———
        <pb n="83" />
        744.

— 2* * —A v — *
252 22 8 8 J
553 5 —3523823238 3. 5385 538525 55 22 21
—A — 52 * — 383833 52 272 * — e5s25552 222 228
2736830 6 z 3553 3353553 33253 5352 5325
. —⸗ 8 2 8 — — 53 2 — — —
23 —— 58 — 52230 — *
5c232— 252 22353 5338 —A —— 25253
8225 33333238 23232 53335323 3525 587 53355 358 8 325
— ————33 7883 222 3 3333333 528523
28535 35323 5—5 —8552 5 153— ——
ES 5525 5 —A * ——— DO 653 X 5 Q —5 * 52 ——
— 3* 26 c. . — ————
333 3 55* 32 5233373— —36
883 3 3235 w 33 8325*
—8 — 8R4 23 —52 ——25333 25655 — 52 xò —2
223 —? 3852 23 258 353258 2228* 705 5. 32 z28223532
* 52 z2582 O2 2258.5 25 8 27— 332 2 525 238
—A —2553* 233 797 —5— 5553823 —— 28 — 53228758 5*7 5*
2523* —X 2 23*2327* —858 3233353222 —5 583 3*
— 5327 2222 535322282* 166 8 — 7 —55—2535 332322 5535 z28
5 —3— 363 35 222 533532—53 —A —
5 — F —25522 3.S2 æ — 8 2 F
5 2223— 55358 25435 —5557 253523384 —32253 —
33682335252 2* 2 2E 385—3—832555 8 3283 22 388
3258888 —323338338 3362332235 232338
7 * — — 2 8 *
— — * —s 52—555 22324 — 2 8 2278528 —2853
55 .5—22—83 535355883 55 *535 —7 2253—— — —8 —3322 2
———8333 2— 52 5— 835 52325 22838332 * —52—32 2.
8232333253. 5
2 7 5— 522 2 233— 2 —
2* 522 —c* ——— 2 3 — ——3325 — 20 —2 5*
anrn 233 b —“ k —2 — — 8 2 0 * —
3 8 33537 3872 332358⸗
— — * 2 — 8 — 7 28 *22 — 2 — *2 2
25 — 2 — — 5 —253 522 82 5 —A
*5 — * —E —85 224 * EISo. 8
SE 3 28 52382 33823 33 33333 52558
⸗ —z2— 5—338 5332326
*
—
532—2 272 — * —XI —— &amp; —
5327* 58 2 3532 — —* n 2 *
—A ——
— 2 2 * —. 2 F
353833—5233 888* 373—s33335538 5z35383 33335
—258* —* 52 292 —s 3— 53 2* 122 58 —e— ——
257 5ñ 5233535357 —— 552—32383838 5322 —— — — 2
—*25 — 38*33535535555 ————— 524 —2 z3255538
2* * — * — u 2 —602 575 ——
— 24252637* —— A
55525 — * — — 2223 e 2
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        St. Ingberter Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mil wohentlity) mit dem Hruptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Wei

Lage) erscheint wöchentlich viermil: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementsepreis beträgt vierteljährlid

1A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.AM 60 , einschließlich 40 Zustellzebuhhr. Anzeigen werden mit 10 B, von Aus wari⸗
mit 15 4 fuür die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 Opro Zeile berechnet.
AM 25. Donnerstag, den 13. Februar

1879

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Deutsches Reich.
Mänchen. Der Eisenbahn Ausschuß der Abg. Kammer ge⸗
nehmigte einstimmig den Bau der Lauterthalbahn (Kaiserslautern⸗
Wolffslein ˖ Lauterecken).
Muüunchen, 9. Febr. (Zur neuen Gerichts⸗Organisation.)
Für die Pfatz sind 4 künftige Landgerichte und 30 Amäisgerichte
vorgeschlagen, so daß a'so die jetzigen 4 Bezirksgerichte bleiben und
2 Landgerichte (Hornbach und Göllheim) aufgehoben werden sollen.
Jedoch schweben dezüglich der Aufhebung dieser 2 Gerichte noch die Bermischtes.
Erhebungen auf Gtund der gegen die Aufhebung erhobenen Rella⸗ *St. Ingbert. Es geht uns von geschätzter Seite eine
—XV (K. 3.) Mittheilung über die am Sonntag stattgehabte Unterhaltung des

München. Die Kammer der Reichsräthe hat den Antrag „ArbeiterBildungsvereins“ zu, nach der diese den
der Abgeordnetenkammer auf Maßregeln gegen den Wucher ein⸗ ingenehmsten Verlauf nahm. Die erste Nummer des Programms
fltimmig angenommen; ferner hat sie mit allen gegen 9 Stimmen nach dem Eröffnungsgesang bildete ein Vortrag über Karl den
auch den Antrag der Abgeordnetenkammer bezüglich des Gesetzent⸗ Zroßen, dessen Lebeusweise, Regierung und Kriegsführung. Von
wurfs über die Strafgewalt des eichsstags angenommen. darls Rheinschlössern auf die Scene der Einweihung des Nieder⸗

Die Kammer der Reichsräthe hat in geheimer Sitzung den valddenkmals übergehend, gedachte der Redner des jetzigen Kaiser⸗
Regierungsrath Hertlein in Würzburg zum Arch'var des Landtags dauses, dessen Repräsentanten jenem Feste persönlich anwohnien.
gewählt, während bekanntlich die Abgeordnetenkammer ihren Bureau- Der auregende Vortrag schloß mii dem innigen Wunsche, daß unser
Vorstand Dobner wählte. deutsches Vaterland nur immer regiert werden moͤge von einem so

Partfamentarisches. Von unseren Abgeordneten, sarken und weisen Herrscher wie Kaiser Karl einer war, und wie
welche Mitglieder des Reichsstages find, be geben sich vorerst nur die unser verehrter Kaiser Wilhelm einer ist. Die Stimmung, welche
Freiherren v. Stauffenberg und v. Soden nach Berlin. Diese die Rede herbvorrief, fand ihren Ausdruck in einem dreimaligen Hoch
beiden Herren gehören bekanntlich dem Reichstagsbureau. Die auf das deuische Batetland. B1
anderen Herren werden noch an den nächsten Sitzungen der Kammer Auch die jungen Bühnendilettanten traten wieder auf, und
Theil nehmen. war in einem „Dramaunschen Scherz mit Gesang“, der die Auf⸗

München. Der Koͤnig hat dem Präsidenten Greyh von merksamkeit und Heiterkeit der Zuschauer in hohem Maße erregte.
Frankreich durch den bayerischen Geschäftstiäger in Paris die übliche Eine dritte größere Nummer des Programm's war eine Reise
Beglücwünschung aussprechen lassen. um die Welt, per Dampf auszuführrn in 97 Tagen.“ An der

Der ‚„Reichsanzeiger“ meldet: Nachdem die Reigierung der dand des Fühters und auf der Wandkarte legte die Gesellschaft,
Samoainseln durch die vorläaufie Uebereinkunft vom 3. Juli 1877 uf den Stationen Suez, Aden, Ceylon, Sydney, Neuseeland,
sich dazu verpflechtet, Deutschland die Rechte der meistbegünstigten dan Frauzisco anhaltend und sich nach Land und Leuten kurz
Natisn einzuräumen, ist am 24. Jan. 1876 ein definitiver Meiste umsehend, dann über die Pacifichahn und New York zurüdkehrend,
begünstigungsvertrag zwischen dem deutschen Reich und den Samoa⸗ ziese ‚Reise um die Welt“ ohne Dampf in eiwa 20 Minuten
insesn unterzeichnet worden. Die Regierung der Samoainseln hat urüld.
diesen Vertrag bereits rattfizirt. Der „Neichsanzeiger“ fügt hinzu: Bor, zwischen und nach diesen Vorträgen kamen dann Gesänge
Sollte auf den Samoainseln ein Bürgerkrieg wirklich zurt Ausbruch und Deklamationen, in Ernst und Scherz wechselnd, zur Ausführung,
kommen, so wird die „Ariadne“ und der „Albatros, zum Schutze bis mit der elften Stunde die Gesellschaft ihrer laulen Helterlau
der dortigen Deutschen und deren Rechte und Inkeressen zweifelsohne einen Dämpfer aussette, eingedenk des Spruches; Auch des Ver—
ausreichen. znügens muß ein Ende sein.

Die Rinderpest im Regierunzabezirk Gumbinnen ist laut Kund⸗ * Die vom Stadtrath zu Zweibrücken vor einiger Zeit be⸗
gebung des Reichslanzleramis erloschen. Im Ganzen sind nur (clossene Autdehnung der Verbrauchsteuer an Petroleum wurde hð⸗·
noch 10 preußische Ortschaften verseucht. heren Ortes nicht genehmigi.

Ausland. *Die Pirmasenser Backer haben den lobenswerthen Beschluß

London, 11. Februar. Eine gestern zur Besprechung jefaßt, den Preis für den Laib Brod (6 Pfund), den jetz'gen
der Nothlage des Handels gehaltene große Versammlungzvon Kaus- Fruchipreisen entsptechend um 10 Pf. herad zu setzen.
leuten der City beschloß, dem Premierminister eine Denkschrift zu 7 Dieser Tage geriethen zwei junge Manner aus Woliers⸗
berreichen, in welcher eine Untersuchung beantragt wird, um ju heim auf der Straße zwischen Blicweiler und Wolfersheim wegen
ermitteln, bis zu welchem Grade der Freihandel den gegenwärligen hrer Fuhrwerle in Streit. Ein gewisser Jacob Hunfider schlug
Rothftand verschuldet habe. (Und in Deutschland behaupten die mit einem Wagenreitel seinem Kameraden Brunner der Art auf
Schutzzoͤllner, vermöge des Freihandels sauge un x England ganz den Schädel, daß an dessen Aufkommen gezweifelt wird. (Pf. Pr.)
aus! Am Ende bringen die englischen Schutzzöllner noch heraus, F Aus Haßloch schreibt man der „Rheinpfalz“: Im August
daß winr sie autsaugen!) zorigen Jahres wurde der hiesige Ackerer J. Litzl, dessen Pferd

London, 11. Febr. Nachrichlen aus der Kaplolonie vom cheute, durch einen daherdrausenden Zug au der Uebergangstelle
27. Jan. melden: Eine englische Truppenabtheilung, bestehend aus iherfahren. Letzel und sein Pferd bliebin todt, und der Wagen
Theilen des 24. Regiments, 600 Eingeborenen und einer Batterie, vurde theilweise zertrümmert. Das scheue Pferd war wider die
erlitt im Kampfe mit Zulukaffern eine schwere Niederlage; sie wurde Fette, welche den Uebergang sperrte, gesprungen, welche riß, wodurch
vollständig vernichtet, verlor 2 Geschüße und ihre Fahne 60 Of- Pferd, Fuhrmann und Wagen auf das Bahnbett kamen und hier
ficiert, 500 Mann todt. Die Zulu's verloren 39000 Todte. Der om Zuge erfaßt und zermalmt wurden. In Folge dieses Unglücks
Geneneralgouverneur erbat aus England Verstärkungen. erhob die Wittwe Litzel gegen die Eisenbahnverwaltung Klage

London. „Times“ glaubt, die Operationen gegen Afghae vegen „ungenügenden Verschlusses beim Uebergang mittels bloßer
nistan dürften nicht vor zwei Monaten wieder beginnen. ette“. Nach mehrfachen Verhandlungen wurde die Sache, w'e

Haag, 11. Febr. Die niederländische Regierung legte den ch höre, heute dahin geschlichtet, daß die Bahn auf dem Wege des
Generalstaaten Gesetzentwürfe über Besteueruug der inländischen und Vergleiches der Wittwe Lihzel und ihren Kindern 7000 M. jahlt.
aukländ schen Werihpapiere mit Eins vom Tausend des Börsen- Haßloch, 9. Febr. Auf Linladung des Herrn Dr.
werthes und über Heranziehung der Besißthümer der todten Hand Buhl versammelten sich heute dahzier ungefäht 700 Tabaltprodu⸗
zur Steuer vor. zenten, welche sich einstimmig unter Freigabe der Pflanzungen wie

Konstantinopel. Die Frage des Kostenersahes für bisher, jür daz Tabalsmonopol entschieden. Es wurde eine Kom⸗

die türkischen Kriegsgefangenen wurde dahin entschieden, daß die
Pforte die Erhaltungekosten bits zur Unterzeichnung des Berliner
Vertrags vergütet, wogegen ein enssprechender Betrag für die von den
Befangenen in Rußland geleisteten Arbeiten abgezogen wird.

Laut Meldung der „Times“ aus Udrianobel hat der
Abmarsch der Russen begonnen.
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        mission gewählt, um eine Eingabe in diesem Sinne an den Reichs⸗
kanzler und an den Bundestalih abzufoassen.

Waldsee, 10. Flbr. Gesiern Nachmittag belustigten
sich Schultnaben dahier mit Pfeilbogenschieben und es wurde durch
Unvorsichtigkett dem Sohne des Haufmannes Kilian Claus das
Auge ausgeschossen.

Speier, 10. Febr. Heute früh haben sich zwei junge Leute
von hier mit zwei Frauenzimmern, Schülerinen der Frauen⸗ Arbeits⸗
schule, im Rhein ertränkt.

Frankfurt. Mit dem 23. Febr. (Carnevalsschluß)
werden hier sämmtliche Tingel-Tangel geschlossen und von da an
find nur noch höͤhere Kunstproductionen gestattet.

PoHamburg. Der Spruch des Seeamtes in der Ange⸗
legenheit der Pommerania“ m'ßi die ausschließliche Schuld an
dem Zusammenstoß dem falichen Mandver der Barke „Moel Cilian“
bei; die Besatzung der „Pommerania“ treffe auch keine Schuld,
dieses falsche Mandver der Barke nicht früher wahrgeuommeun zu
haben; das Benehmen von Cipitain, Oificieren und Mannschaft
nach der Colliston sei durchaus obenswerth gewesen.

f Ein beklagenswerthet Unzlücksfall hat sich vor einizen Ta⸗
gen im Dorfe Datkowy (Vosen) ereignet. In jenem Dorfe hat der
Gutsbesitzer vier kräftige Bulldoggen, die bei Tage an Keiten lagen,
des Nachte jedoch vom Wächter losgemacht und zum Wachen be⸗
mutzt wurden. Der auf dem Gule befchäftizte Wirthschaftsvogt
war an jenem Tage länget als gewöhnlich auf dem herrschaftlichen
Hofe geblieben und deshalb wollte seine Ehefrau ihn aus irgend
Anem Grunde rufen und nach Hause holen. Als die Frau aus
dem Hofe angekommen war, umkreislen die starken Hunde die un

gtückliche Frau ficlen nach kurzem Bellen über dieselbe her und
bissen sie buchstäblich todt. Große Stücke Fleisch sind dem bekla⸗
Jeuswerthen Opfer aus dem Leibe und von den Füßen abgerissen
vorden. Als Hilfe kam, war die Frau schon deratt jugerichtet,
daß sie nach einigen Minuten den Geist aufgab.
fTepliß, 12. Febr. Döllinger's Braunkohlenwerle bei
Osseg wurden gestern Nachmittag durch Einbruch von Grubenwasser
uberschwemmi. Das Wosser ist 14 Meter hoch. 26 Bergleute
find odt. Auch andere Kohlenwerke find überschwemmt und ist
der Betrieb eingestellt. Mehrere Bergleute werden noch vermißt.
FBern, 10. Febr. Das schöne Dorf Meyringen im
Berner Oberland ist heute vollständig abgebrannt.

Marktberichte.
Homburg, 12 Feb. Gruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
10 M20 pf. Korn 7 M. 55 Pf. Spelzkern — M. — Pf., Spelz 0 M.
— pf., Gerste 2reihige — M. — Pf. Gerste 4reihige O M. — Pf. Hafer
6 M. 26 Pf., Mischfrucht 8 M. 20 Pf. Erbsen 0 M. — Pf., Wicken
d M. — Pf. Bohnen — M. — pf.,Kleesamen — M. — Pf., Korn⸗
brob6 Pfuud 68 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ocsensleisch — *f.
Rindfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 50 Pf. Hammelileisch — Pf., Schweinefleijch
50 Pf. Butter l Pfund O M. 86 Pf. Kartoffeln per Ctr. 2 M. 50 pf.
Kaiserslautern, 11. Feb. (FIruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 08 M. 94 Pf., Korn 7 M. 47 Pf. Spelzkern — M. — Pf., Spel
. 43 Pf., Gerstee7 M. 68 ppf., Hafer 6 Mi. 28 Pf., Erbsen 8M.
57 Pf., Wicken 5 Me. 71 Pf., Linsen 8 M. 20 Pff., Kleesamen 34 M. —
Pf., Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 68 Pf. 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
gePfund 89 Pf., Butter per Pfd. — M. 80 pf., Eier 2 Stück 11 Pf. Kar
offeln per Centner 2 M. 40 Pf., Stroh1 M. 60 Pf., Heu 1 M. 80 Pf.
— — J — — — — — —
Fur die Nedaction verantworilich: F. X. Demeßz.
Mashinenfeide
gelb und weisß.
Ferner
Zeugschäfte
geschnürt hohe, und mit
Victoria ⸗ Zug.
Die P'eise stellen sich jeß
bedeutend billiger.
Linnmn.-
Rechnungen
zu Jedermanns Gebrauch
in Achtel, Viersel u. Halben Bogen
mit rother und blauer Liniatur
sind vorräthig in der
Druckerei ds. Bl.
9 A
—F

Mobilien versteigerung.
Donnerstag, den 20.
und Freitag, den 21. Feb⸗
rTuar nächsthin, jedesmal Mor⸗
gens 9. Uhr aunfangend, im
Sierbhause zu St. Ingbert
werden auf Ansiehen der
Winwe und Kinder des daselbst
derlebten Reutners Johann
Joseph Peters die zu dessen
Rachlaß dehörigen Mobilien ab⸗
heilungshaiber bffentlich an die
Hdeistbietenden versleigert.
Dabei kommt unter Anderem
zuum Ausgebot:
Heu, Stroh, Karioffeln,
Wein in Flaschen, ferner
Beitung, Gelüch, Kleider
und Wäsche, Möbel, Spie⸗
gel, Birder, Porz llan und
derschiedene andere Haus⸗
und Küchengeräthe.
St. Jogbert: 18. Febr. 1879.
K. Auffschneider,
Rmts verweser. —
* * *
Licitation.
Montag, 3. März nöchsl-
hin, Nachmitsazs 2 Uhr zu St.
Jugbert in der Wirthschaft
von Phil. Emrich,
werden vor dem unterzeichneten,
hiezu gecichtlich beauftragter
Amtsderweser des k. Rotar Sauer
in St. Ingbert, die nachbezeich⸗
neten, zu der zwischen Johann
Kayser J. weiland Beigmann
in St. Ingbert und seiner
hankerbliebenen Wittwe Maarie
Schweitzer bestandenen Güter⸗
gemeinschaft, und zum persönlichen
Pachlosse des Ersteren g hörigen
Liegenschaften. abtheilungshalber,
öffentlich zu Eigenthum versteigert
nämlich:
A. im Banne von St.
Ingbert:
Pl. Ne. 7082, 68 qm
Flache, worauf ein Wohn
haus mit Stall und Hof⸗
taum und Pl.Nr. 7088,

34 qm Garten dabei, das
Ganze gelegen zu St.
Jugbert im Josephsthale
neben Joseph Wagner und
Peter Nles;
Pᷣl.Nr. 1936, 20 a 44
qm Acker im Rodkenthal,
dinterste Ahnung, neben
folgendem Gruudslück und
Ftiedr. Neunann.
ÿᷣ. Nr. 1937, 14 a 99
qqin Acker allda neben vo⸗
rigem Grundstück und Joh.
Hauch;
Pp̃l.⸗·Nr. 1932, 20 410
qm Acker allda neben
Woldß;
PlNr. 1533, 16 2 19m
Acker au''m großen Flur
neben Jatob Scholl;

B. im Banne von Rohrbach

6. Pl. Nr. 1082, 8a 86 qm

Acker längs dem St. Jug

berter Banne neben Nilo
laus Ochs.
Eigenthümer sind:

l. die genaunte Wittwe Kahyser;

2. die minderjährigen Kinder
)er Eheleute Kayser a. Johann
Joseph, b. Elisabetha, c. Jodann,
d. Nifo laus, e. Anna, f. Marie,
welche ihre genanete Mutter zur
Vormüuderin und den Heinrich
stayier, Bergmann in St. Ing⸗
bert zum Nebenrormunde haben.

3. Heinrich Kayser, Beramann
allda.

4. Barbarta Kayser, Ehefrau
yon Johann Quirin, Schmelzet
in Rentrisch wohnhaft;

5. Peter Kahser, Buchbinder
in St. Ingbert wohnhaft.

6. Gertraude Kayser, Ehefrau
von P.ter Schmitt VIII. Berg⸗
mann allda.

Die vier letztgenannten voll
jührige Kinder der Ebeleute
stayser.

St. Ingbert, 10. Febt. 1879.

. Auffschneider,
Amtsverweser.

sααααααᷣXααασ αααXOXÛαααοαοαααπιααιιιαOααοα — SSEALZZü—

Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Inabert.

J
Versteigerung.
Dienstandÿeden 18. und
Mittwoch 19. Febrnar,
Morgens 10 Uhr werden wezen
Aufgabe der Pachtung auf'm
Ensheimerhoß
6 Pferde, darunter 2 Lit
shauer Ponnis,
24 Sieck Rindvieh, divers
Federvieh,
1 sransp. Dreschmaschine
mit Göpelwertt.
UI tleine Dreschmasgine,
s Fuhrwägen,
1 Sämaschine für Frucht,
lKRleesamenmaschine,
sämmm'che Ackergeräth
schaften,
GBetreideputzmaschine
l Häckselschneidmasch.
Hausmobilien, als Beiten,
Bilder, Tische, Stühle, Por⸗
zrllan, Küchengeräthschaften,
Leinwand ꝛc. ?ꝛc.
Halb Chaise nebst Ge—
schirr
gegen Zahlungs-Ausstand ver
steigert.
Kartoffeln und Fruchte werden
nur gegen Baarzahlung abge⸗
aeben.

— ———
Fastnachtsonntag
—WX
—A
i Nicht. Maskirte auch Zutrit⸗
n.
ustnachtm anta
reimusik.
AFfG EGRBOFAABSCI
När he MasgkenAnzüge
in großer Auswahl —

u alen Preisen —

Georg ZMung.
—
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        2222
2—*2 — *
— 335522
55 33535525355
22257 323333368 5252 2
* c55 S 52 — 2* 6 5582* 22 —
55525 —38* E5853512* 5 5238 — 53533253 J
3 32 3* — 5322 5533 553553353283 75 532
— — 5535323 2 25*5 158 533383837 2 235553335
5355 2802 55 — w* 5 583722 —— 5 58332
23532 — 2 —A —A ——— 3822 25333235 8
—8 — * — — —A— —„—82 522 3255 335 5 22336
—53 52222 5355525 XANBESBE 553555 58 5532 — — —E—
23585377 A —— 6337 k
*8* —33;333383833 ñ3533837*
S 35 —* 35 — —9V 3 2 2 — 2—23 22238 —A 3 —
— —5525537— — 2252 — 326 85333535335 —
2 — — — —2 O — 3 — 25 75 5 —27253 28 25
— 532723 — * — — —122 35* 2573 735 28 *255
—— 5 A 25 22 2 523532837*87 3322
36 8 535 5 36
—z28 822 3 3738 5B2 2— — — * * 55533257 55 —58 2582
55 25 s3533368 3233385* 5 *86 557—55568 —— 252 26*
—A —X 22 * 2523853* 538 — — * —572235
ESE — 858 — — —— S5 82 —A ——— — 28 5355737
533 —— — — 583—832 5585—353
5832 535 3 — 5242 8252.5 —39 355 »25 2828
2525533 528 —— 52582282 5 c z268287 —z58 38*
* 83 25 * 5 5 * B2
——
* * — X — —2 — —* J *
5353 5335 8* —A — 1758 35235533
7 E 55— 535 53z3322887 2 52535385* 838
336— 52 * 223225 — —3385* s —28E E 538 ——5aG
86 22 8* W8— 3 5 —22 28 28 55
5—— WM * — — 55 * 8 —A * 26 58 F
* 55535255535355 88 333383— 53 —F * 276
————— 2—5*8 28235 —F 2 5z28* 53752382
—A —5—55538* 35835733233 *2
—A 23757—8553 *222
3335
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—A 22 22222
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25553 2335333555 3533 2
z2s5335 2833388 3 53383335535335 52325535353285332858
ẽ 2 252 —5* 58 252335 —7— 53353375535352855
z887 225 —A 2 2232*5 —868 23* 3— 5
22 38— — —— —n. 3 22— — 53— —— — 5225* 535 —
25 3 —3 — —3—3* — 53 53353235—85 352
53577—55385 88* — — * 53— 3 32728 22343
552858533 — —z5358 Ez 333528 — —— ———— ———
5s24 S E6 33853* 32 55z3585 38 5832 2 —
— —E A —553222378 — 2* 5z35 *82
ßza5825 558323 58* 3333 εν]
5253353 — 78 — ———
s 28885355 5538585 ——833382328 5.E 872255 ẽ 2577* 73
—A S * * — 2* —* —
—155255 ——8 28—522 523283322 5—2*5 ———
z 552365628 285 * — 5355 8 — —5
55.5 3233377 35 33 8 5 2553735538
—— —— — 2 —52 * E 8— — 2 25
3353333—88 33 333 3853
2 — 7 —*782 23288 25250 272 A 32252* * 57 838— 5*5
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228 — 323 55535533* — ——— —533 253535 78*
25 »52255 325 2 E 2 S 253287* ———53142
—— — 52* —A——— — ——5553828 * 5 —X 5335522
28338 3—83 36 3338873 33332238*
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5228 — 2* —2* oꝑ 2 8 52 —— 2 — 2252 ch — —
7535533 33335338 3355335562238 358373338*
275355353 —* 25322 357 5223* —35553825.23* 58557258* —25532655
——V —— —AV — 525 53 5 5 25 — —2227
2* 25 — 2 3 25 —— — 2 2 — — 222 222
58 35*83 2353 —2520 5252532 582 *3* “„377— —1*2
22 —— — 522 * 3 33355— —3.32 — — — 57
22 —5 33 53253 33 33388 s3*33833553333535*
52 3233 435 3333323368 53 3335
—— 222 2* — *
— — 5 5233537555 * s 23353335 —238 58 5232—
3*8 2 5 J523—5583 —A— 533555325 E — 522 8 — 2
* —E z2 58235 I558323558 225 52325—55S6 —
12 83 7 2—3 5——2255 —ãA — 523535325385
——— 5755333835— —253825 232322 — 25—2323
— —A— 533535 8 —58 ö
553523352 —ã— — ——— 55235.5528 258 : 8255 —A 5:
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553 —7— 3332 87 1553233 28 —— — — —85
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525 73 268 5325338 *553 A— *124 353353385 453
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— 53383575 —A — 2 5 33 —E —— —A 85857338
2 —— 5— 9 —A — 2527. —A 52555 —— — 3z23523—557
554 —— 82 3 —7 555 2 — 233352 8* 22* — 3 — 2 — 3
2 25*8 32*60. 2* 5 * 2 22 — ——82 — —A ——
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2 3*53533375 57187 —22 — 8SE4 — 22 5253885 * — 29856 —3
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72 2 — 22 —A — 5250 — * 52235 5353585
333355533 2B 35535 35353 2 — —“‘“ —
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743325 22 36322 32338 332 333833 —E3
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5—2 — 553 282.5320 232 3233 83837 *53222
3 252 338*2883 2—*3525*23533335 —E S — *322
5 5 3 3 833
53 3 —33232223 352 3323753
5835352 8 2 2 555732 558 3 283
——— 12 * 35323 35 5223235353 8 32 —F 2*
33 333 32335 25 53335 2338 53332
⸗53830353 8 772 522835—82 55 5338 2323533
8 223 527 322 —2358 — 2.2 28 — ütʒ 252 &amp;ð
—— 5 353232 52 5 Q 2555.2 238 5 25 A
2 —XX 253827 255 523 583332333 A * 9 *
8788 2 3553 52333 335533535775 2*2
— z2532 5535382838333333
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88 88 28 5583
25 2. 223223,288 63 3232
27 — 73 ———— 35. 22
322 532* 334 22*81
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—2— 255 225353 528 3
—AV 2 3· 23 2 J 2538833
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— 53338 25357 52822.
— —3— 23 2 ——
223 239283333363732537
* 252 22 — 28237
—* * 2 — 23235335
— — —5 2822 22 D S22
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2* * — 2—2 — 35
8* — * 2 — 523233
23 5—58622533
— 273 —A

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53355 837822. 8

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        8* t. Ingberler Anzeiger.
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der St. Jugberter Auzeiger und da ( mil wohh:rtli tz) mit den druztslatte veroandene Aiterhaltunzsblatt. (Sonntazs mit illustrirter Wei—⸗

age) eri heint wo hentlig viernal: Dienßtar— Dorreertar Sunztaz und Sonatag. Der Aponnementspreis betragt vierteljahrlich

A 40 B einschließlich Träzerlohn; durch die Post brzzzen 1.M 60 , einschließlich 40 Ziastell zebühr. Auzeigen werden mit 10 8, von Auswärtt
mit 13 — fuür die viergespaltene Zeile Blattichriit oder deren Raum, Neclamnen mit 30 A pro Zeile berechnet.

—QZ233288a

M 26. J 8 I Samstag, den 15. Februar J 1879.
2*
Deutsches Reich.

Munchen. Der Petitionsausschuß der Abgeordretenkammer
zeschied heute de Petition der Hefene und Speritusfabrikan en der
Piatz, Schutz derselben angesichts der am 1. Juli in's Leben ge—
retenen Steuerordnung bezweckend; sie geht nicht in's Plenum, da
die Regierung bis zum nächften Landtag Berüchsichtigung und
Drednung der in Mitte liegenden Interessen zugesagt hat. (Fr. K.)

Mäncdchen, 12. Febr. Der Reichsrath genehmigte ein⸗
timmig den Kredtt von 28 Millionen M. — Bei Berathung des
Antrages auf Verminderunzg der Militärlast erklärte Ministerprä
ident v. Pfretschner, die Regierung strebe selbstverständlich Erspar⸗
nisse au; doh seien hierbei der bayerischen Landesvertretung die
Brundlagen einer richtigen Beurtheilung nicht gegeben. General
Fries und Kriegtministet v. Maillinger sprachen ebenfalls gegen
den Anttag, welcher aber schließlich mit 23 gegen 20 Stimmen
augenommen wurde.

Nach dem „Näürnberger Korrespondent“ hat der Eisenbahn⸗
NAasschußz der Abgeordretenlammer vicht blos den Bau der Lauter⸗
halbahn, sondern auch den Bau einer Verbindungsbahn zwischen
den Eisenbahnlinien Bitsch- Saargemünd sow'e Zweibrücken- Saarge⸗
münd einer⸗ und Saargemünd⸗Saaralben andererseits begutachtet,
dagegen die Linie Kaiserslautern-Biebermühle asgelehnt.

Mäünchen. Se. Maj. der König ist von Hohenschwangau
kommend am Mittwoch, unter Verlegung des kal Hoflagers von
dorther, zu längerem Aufenthalte in hiesiger Residenz eingetroffen.
Se. Majeftät erfreut sich des desten Wohlseins.

e (Erdffnung des Reichstags.) Der deuische
Reichstag wurde durch Se. Maj. den Kaiser am Minwod Nach⸗
nittag lurz nach 29. Uhr im Weißen Saale des k. Schloss s zu
Berlin eroffnet. Die Tribüne des Saales war Üüberfüllt. Im
Saale selbst hat'e sich eine große Zahl von Reichstagsabgeordneten,
Beneralen und bohen Staatzbeamten versammelt. Im Gefolge des
daisers vefanden sich der Kronprinz, die Prinzen Kart, Friedich
Karl und Georg. Sowohl beim Eintritt in den Saal wie nach
Berlesung der Thronrede wurde der Kaiser mit dreimaligen stür⸗
mischen Hochs begrüßt. Die Thronrede verlas er bis zu Ende mit
sester, lauler Stimme. In derselben dankte er dem Rechhstag für
die Unterstüßung der verbündeten Regierungen bei dem Gesetz gegen
zie sozialistische Ag tation. Sodann verheißt die Thronrede Gesetz⸗
dorla zen zur Beseitigung der wirthschafilichen Uebelstände, zur Be⸗
chaffurg neuer Einnahmen für das Reich behufs Aufhebung der am
chwersten en pfundenen Steuern in den Einzelstaaten. Unsere wirth⸗
schaftliche Thatigkeit, heißt es darin weiter, dütfe vollen Anspruch
auf denjenigen Schuß erheben, welchen die Steuer⸗ und Zoll- Be⸗
etzgebung gewähren könne und in manchen Ländern, mit denen wir
zerkhren, vielleicht über das Bedürfniß hinaus gewähre. Unsere
Zollgesetzgebuag müsse den bewährten Grundsätzen des Zollvereins
viederum näher treten, welche seit 1805 in wesentlichen Theilen
verlassen worden seien. Eine Gesetzvorlage über Ersetzung der Ma⸗
ctikularbeitraͤge durch andere Einnahmen werde noch in der dies⸗
aͤbrigen Session erfolgen. Um dem Reichstag die Moͤalichkeit zu
gzewähren, die Mitbürger, welche dem Reichstag nicht angehören,
jegen Autschreitungen einzelner Abgeordneten zu schützen, werde ihm
ein Gesehentwurf zugehen. Die jüngsten Nachrichten über die Pesi
zäben der Hoffnung Raum, daß es bald gelingen werde, die Krank⸗
jeit zu untecdtlcken. Die Ungewißheit, worin die Nordschleswiger
ochh durch Uit. 5 des Prager Friedens erheilten waren, habe den
daiser bewogen, nachdem die Losung dieser Frage in wiederholken
Verhandlungen mit Dänemark nicht gelongen war, mit dem Kaiser
non Oesterreich über Abänderung dieses Artike!'s in Verhandlung
u treten. Den gegenseitigen freundschaftlichen Beziehungen beider
heiche entsprechend, sei eine Vereindarung in dem gewünschten
Sinne zu Stande gekommen und am 11. Januar d. Is. rat ficirt
vorden. Der Wortlaut derselben werde dem Reichstaz mitgetheilt
derden. Der Kaiser gedachte noch der durch den Berliner Vertrag
ekräftigken friedlichen Beziehungen der auswärtigen Mächte zu
Deutschland und erklärte schließlich, Deutschlauds Vacht, soweit sie
n feine Hände gelegt sei, zur AMufrechthaliung des Friedens ge⸗

hrauchen zu woslsen. — Nach Verlesung der Thronrede erllätt
Fürst Bismark die Session iüür eröffnet.

Neuerdinge hat der Reichskanzler von mehrecen lundwirth⸗
schaftlichen Vereinen Zustimmungsadressen erhalten, in welchen unter
Anderem auch der Vorschlag gemacht wird, ob nicht eine Besteue⸗
ung derjenigen ausländischen Anleihen, welche von jetzt ab an
eutschen Bötsen zur Zeichnung aufgelegt werden, angemessen sein
»ürfte, und zwar in gleicher Höhe wie bei einer Eintragung als
»ypothek das inländische Kopital mit Stempeln und Gebühren be⸗
astet ist. Es erscheine, heißt es in den Eingaben, ebenswoil als
ine Pflicht der Gerechtigkeit, wie der Sittlichkeit, den auslän⸗
zischen Hypothekennehmer in gleicher Höhe zu besteuern, wie den
uländijchen. — . ..

Das Berl. Tagebl. berichtet, daß demnächst eine Deputation
aus Hadersleben in Berlin eintreffen wird, um dem Kaiser eine
ndresse zu überreichen, in welcher ihm der Dank der deutschen Be⸗
höͤlterung Nordschlesw'gs für die Aufhebung des Artikel 5 des
Brager Friedens ausgesprochen wird.

Das Komité der selbständigen Schuhmacher Frankfurus
ordert die Gewerbsgenossen zum Anschluß an die Beschlüsse der
hgersammlung der Leder⸗Iadufitriellen zur Belämpfung der überhand⸗
ehmenden schutzzoͤlluerischen Agitation auf, indemn das deutsche
zchuhgewerbe nur gedeihen könne, wenn ihm die Beschaffung gleich
juter uünd billiger Materlalien, wie solche die konkurrirenden Länder
Jesitz n, nicht erschwert wird, und weil der größte Theil der deutschen
S„chuhindustrie bieher auf amerikanisches und englisches Leder an⸗
jewviesen ist, da das deuische Leder sich viel weniger sür maschinen⸗
näßige Schuhfabrikalion eignet, und es die ganze Schuhiudustrie
namentlich in ihrem heutigen Umfange schwer schädigen würde,
vollle man diejelde auf die inländische Lederprodultion allein be⸗
chrarken. Der Aufruf fordert zum perjsönlichen Anschluß der
—„chuhmacher an die ‚Vereinigung der deutschen Leder-Indu⸗
kriellen“ auf.
Ausland.

Bezüglich der Kandidalur des Prinzen Altxander von Batten⸗
jerg jur den bulçarischen Fücstenthron verlautet, daß diese die meiste
lussicht habe. Als Sohn eines österreichischen Generals ist er
itsem Kaiserstaate genehm, in Rußland und Englaud aber fußt er
zurch Familienverbindungen. Wie man, früheren Nachrichten ent⸗
egen, jetzt hört, wird im Falle einer Wahl aus dem Schooße der
emnächst zusammentretenden Notablenversammlung der j⸗tzt 22jährige
BZrinz dieselbe nicht von sich weisen.

Die Oesterrricher üben in Bosnien scharfe Justiz. So schreibt
nan aus Banjaluka (Bosnien) vom 2. d. M.: „Heute
vurden hiet wieder fünf bosnische Räuber slandrechtlich erschossen.
riner von den Fünfen war det gemeinen Mordes üderwiesen, die
ier Andern hatien einen Pächter, den sie gebanden und geknebelt,
Ichsen und Külhe geraubt. Morgen werden wiederun diei bos⸗
ische Räuber erschossen. Von den heute Hingerichteten ist einer
»ein Muhamedaner, die vier anderen sind Christen.“

In Frankreich ist der große Beamtea⸗ und Generals⸗
hub endlich erfolgt. Gestern Vorm ttag unterzeichnete Grevy die
xrẽ7rnennung von 14 neuen Generalprokuratoren und die Verseß⸗
ingen von 4 anderen. Fernec unterzeichnete er Ecnennungen und
Bersetzungen von 12 KorpRommandanten. Unter andeten wird
veneral Fatre füe Lyon an Stelle Baurbakis, Clichant für Cha⸗
ons und Gall jet für Tours ernannt. General Woiff ersetzt den
herzoz von Aumale in Besangon. Der Herzog von Auwale wird
ein „Temps? zufolge zum Generalinspelteur ernannt. Er ist aljo
nit ener leeren Ehtenstellung faktisch beseitig.. — Gambetta dver⸗
angt in seiner Jeitung noch immer neue Stellen für seine eigent⸗
iche Parteigruppe, die Bureaus müssen nah seiner Ansicht rd⸗
ichtslor „gesäubert“ werden.

Nicht weniger als fünf Oberhäupter hat die jetzige fran⸗
bsche Repablik in den acht Jahren und fünf Monaten ihres Be⸗
sehens gehibt (Trocht und Gambetta, Thiers, Mac Mahon,
Zzrevy); setner 6 Minister des Auswärtigen, 11 des Ackerbaus,
10 Finanzminister, 11 Minister der Justij, 14 des Innern, 10
        <pb n="90" />
        bes öͤffentlichen Unterrichts, 7 der Marine, ebensoviele Kriegsminister,
endlich 11 Minister jür öffentliche Arheiten. Zusammengezählt und
auf die vorhandenen Ministerien dertheilt würden auf jeden Minister
in den 81/3 Jahren der Republik etwa 10 Monate fallen.

London, 12. Febr. Die Regierung hat an den Vie⸗lsnig
von Indien telegraphirt, sofort Truppen nach dem Cap zu senden.
uch von Viauciinz wurden Truppen nach dem Caplande ein⸗
vesch fft.
e einem Banket, welches dem Marineminster Smiͤth seine
Wahler gaben, erklarte derselbe, die Nederlage der britischen Truppen
im Zululande sei zwar ein gioßes Usglück, aber doy wieder gut
zu wachen; binnen 8 Tagen seien Streitkräfte genug nach dem
Cap unterwegs, um den Kampf zu beendigeu.

Die Engländer hatten zum Kampf gegen d'e Zulu⸗Kaffern
4 Colonnen ausgeschidͤt, welcher zusammen aus 5400 Englaͤndern
ad 8000 Eingeborenen bestanden. Die Colonne, welche die
Niederlage am Tugela⸗Fluß erlitteu hat, war vom Obersten Glynn
befehligt und aus elwa 1700 Mann rrzulären englischen Militäck
mit einer Sechspfünder⸗ Batterie. dann aus 2000 Mann des eiu⸗
geboerenen Militdus zusammengesetzt. Die Glynn'jche Colonne
war die stärtste. von den vier; um so empfindlicher ist ihre
Niederlagse.—

Petersburg, 12. Febr. Der „Golos“ bringt ein
Telegramm der. Börsenältesten von Astrachan vom 10. d3., welches
meldet, daß die Seuche im Gouvernement gänzlich aufgehört hade.
Obs wahr ist N

1.

Bermischtes. I

Sit. Ingaber NRach dem Land auer Elboten“ war
in der in Nr. 22 des „Anz.“ gebrachten Zusammenstellung der
Haspreise verschiedener pfälz. und außerpfülz. Städie d'e Notirung
des Gaepceises ia Landau unrichtig. Nach den Angaden des
Fnboten“ bettägt der Preis per Kubikmeter statt 2942 Pf. bei
cmen Verbrauche bis zu 20,000 KNubitfuß nur 22 240 Pf. und
da inem Verdrauche bis zu 80. 000 stubitfuß 21186 Pf. Er
mindert sich bei dem weiteren Verbrauche von je 10,000 Aubikfuß,
so daß er dei einem solchen don 70,000 Kubilfuß 18466 Pj. per
ud neler bettägt. Füc die Beleuchtung der Straßen und stad⸗
uschtn Gebaude deträgt der Preis 16445 Pf. per Kubikmeter.
Dieie Preise sind in Nndau seit dem 1. Ott. 1876 in Kraft. —
gugirhheimbolanden, das in unserer Zusammenstellung
sehlte, lostei das Vas per Kabilmeler 24 Pf.

*Sit. Ingbert, 13. Febr. Heute Nachmittag wurde
uns ein im Freien eingefangener lebender Schmetterling (gtoßer
Fuchs) gezeigt. Schickt auch schon der Frühling seine erften Vor!
bolca inss Land, für ein lujst:ges Schmetterlings eden ist es doch
noch eiwas winterlich.

p VLaut Ausschreiben der l. Regierung der Pialz ist der Ter⸗
min für die Jahres-Schulprüfungeß an den Voltsschulen pto
187879 die Zeit vom 27. Februar bs inct. 9. Aprulhli. Is.
In Inspectionsbezirken mit nur geringer Schulenzahl sind die
Prüfungen dem Ende des Termines moͤjlichst nahe zu rücken; für
Hesirke mit großer Schulenzahl wird auf motidirtes Ansuchen ein
entjprechend früherer Beginn des Prufungsgeschäftes gestastet werden.
Schulen, welche gegen Uebersüllung oder aus soustigen Gründen
im Abtheisungs⸗Unterrichte gesührt werden, müssen als Eine Schult
behandeit. werden. Am Tage nach der Prüfung ist der Unterricht
sofort wieder aufzunehmen und bis zum 8. April incl. fortzuführen.
An diesem Tage hat dann auch durch den k. Lokalschulinsp ctot
inter Aushändigung der Schulentlassungszeugznisse an die zum Aus⸗
srin aus der Werkiagsschule Bereiiten der förmliche Schluß des
Schuljahres stattzufinden.

** In der ützten Jeit wurden vor einigen Pfaͤlz. Landgerichten
(Landstubl, Edenkoben, Walt fischbach) Wirthe bei denen Gäste mit
Karten spielien, die den Reichsstempel nicht trugen, zu erheblichen
Geldstrafen verurtheilt. Auch die Spieler wurdea gestraft. Man
lasse sich dieses zur Warrung dienen!

7 Erfweiler⸗Ehlingen, 10. Febt. (Pf. 3tg.)
Bestern wu de die Winwe des verunglückten Bergmannes Vogelgesang
dunch eine Unterstützung angenehm üderrascht. Se. kal. Hozeit
Prinz Luitpold von Bayern ließ derselßen aus seiner Privaikasse
durch das h'esige Pfarramt 50 M. zustellen.

7 Vor einigen Tagen hielt der Vorschußverein Blieskastel jeine
2. Generalversammlung pto Rechnunzéejaht 1878 in dem geräu⸗
migen Lotale des Gasswirthes Hauck ab. Bei Ablegung des Rechen⸗
schaftsberichtes ergad sig, daß für das abgelaufene Jahr eine D'ivi⸗
deude pon 7860 erzieli wurde und außerdem noch circa 1200 M.
dem Reserve⸗Fond zugewicsen werden konnten. Auläßlich dieses —
rroß der schlechten Zeiten noch günstigen — Geschäftsergebn sss slellle
das Vereinsmitglied J. Tört, Präparandenlehrer, den Antrag, die
Wenerolwersammiung welle auch heuer, wie in fruͤheren Jahren, die
Wohlthätigkeit sördern und solcht Gesinnung dadurch Ansdrud geben,
daß der Verein für 100 M. Loose von der Wohlthätigkeits Lonterie

zum Besten des Bayer. Lehrer-Woisenstiftes ankaufe, welcher Anttag
ohne Debdatte auch einstimmig angenonmen wurde.
fDem „Pf. Kur.“ wird aus Reustadt geschrieben: Der hie⸗

ige Frauenverein dat mit dem 1. ds. Mis. tine Suppenanstalt für
ume Schultinder errichtet, uns es ist dabei die Ein richtung getroft
en, daß bei Speisung der Kinder immer mehrere Damen vom
Ausschuß zugegen sind. Dieser Tage begab es sich nun, daß eine
ieser Damen in Begleitung ihres Gatten bei sehr schmuß'gem
Peiter eine unserer vielen schlechten Sttaßn passirte, was, wegen
Anhäufung von Schmutz an dieser Stelle, mit befouderen Schwie⸗
igkeiten verbunden war. Da kommt eines der Suppen⸗Schulkinder
8 Weges, sieht den Mißstand und ist wie der Blitz dabei, von
tinem nahen Steinhaufen Steine herbei zu schleppen und damit den
Weg durch den Koth gangbar zu macen. Auf die Frage des Ehe⸗
Zaates an das Kind, was es dann da eigentlich beginne, gab es
ganz verschämt die Antwort: „El, ich wollte Ihnen nur den Weg
etwas besser machen,“ Wo die Wohlthätinkeit solche Früchte zeitigt,
da kann fie wihrlich nie „u groß! sein. Möͤge dieses Beispiel auch
andere Frauesvereine zu gleichem Thun anregen. ae

VLudwigshafen, 18. Febr. Heute Nacht starb dadier
derr Notar und kal. Rath More.

fSulzbach. (B. d. Sulzb. Thales.) Ein äußerst frecher
Finbruch wurde in der vom Samstag zum Sonntag in hiesiger
Apothete berübht. Die Diebe waren nämlich durch ein Fenster in
die Apoihele cingedrungen, hatten die Ladenkaffe geplündert und
dierauf in einem Nebenzimmer den dort stehenden Selretär erbrochen,
das wenige, noch darin befindlike Gelo (der Besißzer hatte am Abend
vorhtr das übrige herausgenommen) und eine Unr daraus entwendet
und schleeklich noch zwei Paar. im Zimmer stehende hohe St'efel
mitgenommen. Damit nicht zufrieden, drangen die Lerle in die
Züche, verzehrten in aller Ruhe die dort befindlichen Speisen und
datteien endlich noch dem Keller einen B.such ab. Heer zundetea
dieselden, um j denfalls den desten Beweis ihrer großen Frecheit
ju geben, mit vem herumliegenden Oslz und Strod ein Feuer an,
zei dessen Beleuchtung sie sich ar dem im Keller aufbewahrten
Weine und L queure ordentlich güthlich thaten und schließlich unter
Mitnahme mehrerer Flaschen wie vaschiedener anderen Gegenstände
das Haus verließen. Der ungefahre Werth des Gestohlenen be—⸗
läuft sich auf 100 M. Uus dem ganzen Borgange, während dessen
non allen Hausbewohuern Niemand er vacht ist, ist zu entnehmen,
daß die Esinbrecher mit den Räumlchkeiten sehr vertraut gewesen
sind und man et, nach den zurückgelassenen Dietrichen zu schließen,
hier mit Dieben von Professton zu thun haat. J

Saarlouis, 11. Febe. Rachdem man schon seil
einiget Zet in der Umgebung des Linster Hofes Wölfe gespürt
und dieselben durch Audlegen don Köder an eine bestemmte Stelle
ewöhnt hatte, gelang es dem Verwaltet, am vorigen Freitag einen
chweren mäanlichen Wolf in der Falle zu fangen. Am vorigen
Sonntag wurde eine Wösfin an demselben Platze durch die Falle
iestgehalten. En dritser dabei befindlicher Woif entfloh bei der
Annäherung von Menschen. (S. J.)

fBergruisch. Aus Caub, 10. Febr., w'rd dem
Rh. Kur.“ geschrieben: Gestern Abend um 7 Uhr wurden wir
»'ötzlich durch den Ruf ersreckt: „Der Berg ist wieder einge⸗
rutscht.“ Alles stürzte nach dem Orte hin, wo vor jast 3 Jahren
die bekannte Katast'ophe cingetreten. Und an derselben Stelle hat
ich wieder eine u geheure Masse Geröll vom Hang an den Fuß
ibgelagert. größ⸗r als die erste war. Ein nen aufgebautes Hinter⸗
Jaus ift überschüttet und elugedrückt, ein Pferd und ein Rud
unter seinen Trummern begrabend. Ein zweites Hierhaus, eben—
allz neu aufgedaut, ist so starck verschoben, daß es, wenn es nich
inftützt, do h abgelegt werden muß. Zum Glück sind diesmal
eine Menschenleben zu beklagen, weil Alles schon seit mehreren
Tagen, in banger Besorg einer solchen Katastrophe entg gensah.
Drei Familien, Bewohner des letzteren Hinterhauses, find obdachlot
zeworden. Auße:dem sind roch viele Familien, 10 68 15, the li
qcon übergezogen, theils noh ouf der Wandeischaft, die sich in der
Nähe der unheimlichen Stätte nicht ficher fühlen.

4 Auq auf der linken Rheinseite, im Dorfe Niderheim—⸗
bach bei Bacharach hat — wie die „Cobl. Zig.“ meldet — ein
Berg utjch stattg-funden. Eine große Masse Schutt hat sich an
intern Ende des Ortes losge öst und alles hausboch überschüttet.
Btücklicherweise hat kein Haus davoa gelittlen, jedoch ist der schön
angelegte Garten des Heren Fendel in einen berghohen Ste'nhaufen
derwandelt worden. Die Chaussee ist total verschütiet und nicht zu
zefahren. Mit der Räumuug hat man sofort begonnen.

Berhin. Dir Frau eines außerhalh wohnenden Schnei⸗
ders iraf mit dem Anhalter Zuz hier ein. Dieselbe trug ein kleines
Baquet mit 15, 000 Märt in Scheinen zu 500 und 100 Mar
in der Seitentasche ihres Kel-ides bei sich, um diese Summe gegen
Werthpapiere bei einem hiesigen Banquier umzusetzen. Als sie beim
Harqueer angelangt, das Geld aus der Tasche nehmen wollte, fand
;a sich darin nidet mehr vor. Ob fie dasselbe auf dem Wege von
der Bahn nach dem Bankhause verloren oder ob es ihe gestohlen
        <pb n="91" />
        worden, vermochte die Frau, welche troßlos jofort ihre Nückteise an⸗
trat, nicht anzugeben. VW
7Anm 2., 3.,.4., und 5. Juni d. J. soll in Braun⸗
sh weig die 23. allgemeine deutsche Lehrerversammlung fratt
finden. —
7Eine Selbstm ordstatistik gibt für Preußen die Zahl der
der Selbstmötder auf 1 Million Einwohner als 138 an. Alle
anderen Staaten bleiben weit unter 100; Italien 36, Belgien 62,
England 67, Baiern 94. Auch in anderen Ländern stellen die Deut⸗
schen den größten Theil Selbstmörder. In New York waren unter
200 Selbstmördern der dritte Theil Dealsche.
VDer Gemeinderath von Paris bewilliate 100,000 Fres. zu
Unterstützungen für diejetzt begnadigten Theilnehmer am Com⸗
muneauffand.

F Paris. In La Pöhe, einem Orte in der Nähe vo
Mons, ereignete sich dieser Tage ein schrecklicher Vorsall. Ein ge⸗
wisser Louis Bovard, Holischuhmacher, der seit dem letzten Kriege
Zeichen von Wahnsinn kundgegeben, erhob sich beim Mittagessen
plötzlich vom Tisch und forderte sein Kind auf, üch mit ihm nach
dem Hof zu begeben. Die Frau welche ihren Manu streng über⸗
wachte, hielt das Kind zurück, und er beg:b sich allein in den Hof.
Auf einmal hörte die Frau drei Ar schläge; sie glaubte, ihr Mann
arbeite, er lam aber wieder in das Zimmer zurück und hielt in
seiner richten Hand seine linke Hand. die ir fich oberhalb der Hand-
wurzel abgehauen hatte, und warf sie seiner Frau mit den Worten
hinz Da, nimm sie! Du hast wohl daran gethan, das Kind nicht
hinausgehen zu lassen; ich würde es getödtet haben.“ Die Frau
schtie jsosort um Hülfe, und der Arme befindet sich heute im Ir⸗
renhause von Alergon. — In Paris nehmen die nächtlichen Raub⸗
anfaͤlle zu. Seit zwei Tagen wurden fünf Versonen angefallen,
mehr oder weniger schwer derletzt und beraubt. *

x Der Duaektor der Münze zu Bordeaurx, Deleb cque, hatte
durch Untetschlagung dem Hause Rothschild Goldbarren im Werthe
von 2 Millionen entwendet. Der Assisenhof verurtheilte ihn hiefür
zu einer Gefängnißstrafe von 3 Jahren und einer Geldbuße von
115,000 Francs.

Große Aufregung verursachte in Relbourne — wie
von dort unterm 24. v. Mis. gemeldet wird — ein Uebeirfall in
der Nationalbank of Australasia in Curra seitens einer Buschklepper—⸗
bande. Die Rauber entführten das Gesäftspersonol. den Dereltor
und dessen ganze Familie und hielten sie mahrece Tage hindurch
mit 20 anderen in einer benachbarten Siation gefangen. Zu gleicher
Zeit beraubten sie die Bank um 2000 Lsir. in Gold und Bark—
noten. Die Vande ist seitdem sputlos verschwuunden.

7 Kairzlich verificirte ein Landrichter die Cjvitstandsacten eines
Standesbenmten, dessen Schreiber ein Confusiousraih ohne Gleichen
sein muß, denn nicht blos fand der verficirende Beamte das Tinte⸗
jaß statt der Streusandbüchse über einen Act bingeschüttet, sondern
auch eine genehmigte Randbemerkung folgenden Wortlauis: „Den
Zufah der Worte „verstorbenen Bierbrauers“: an Sielle der ge⸗
strichenen Worte „verdorbeaea Bierbrauers“ genehmigen ꝛc ꝛc.

t Ein wirklicher Telegraphh (Fernschreider). Der Wochen⸗
schrift „Nature“ zufolge ist sieben von dem Vechaniker E. A.
Cowper eine in der That prattische Crfindung ans Licht gebracht
worden. Es ist dies eine wirkliche telegraphijche Schreib⸗Maschine.
Der Schreiber an einem Gnde des elektrischen Teahles bewegt feint
Feder, und gleichzeitig setzt sich am anderen Ende eine Feder in
Bewegung und widerholt genau d'e Züge und Schnörkeln der
ersteren. Der Apparat so in Kurzem im Telegrapy-Ingenienr-
Betein zu London zur Ausstellung gebracht werden.

2 D
Marlitberichtes.
. Zweibrücken, 13. Februar. (Fruchtmittelpreis und Vietualienmark.
Weizen 09 M. 76 Pf.. Korn 7 M. 88 pf. Gersie poeireihige d M. — 9
zierreihige O M. — Pf., Spelz 6 M. 18 Pf. Spelzkern — M.— Pf.
Dinkel — M. — Pf., Wischfrucht M. — pf. Zaser3 Wi95 9.
rrbsen — M. — Pf., Wicen 0 M. — Pf., Kartoffein 2 M. 60 9.
deu 1 M, 80, Pf. Stroh 2 WMi — Ppf.Weißbrod 1hh, gilogr. 80 pf
dornbrod 3 Kilogr. 70 Pf., 2 Kilogr. 47 Pf. i Kilogr. 24 Ps. Gemischt⸗
brod 8 Kilogr. 88 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J Quai.
ö6 Pf. I. Qual. 60 Pf. Kalbfleisch oͤd Pf., Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleisch
56 Pf. Butter!/a Rilogr. O M. 80 Pf., Wein 1 Liter 70 Pf. Vier 1Liter 2P

R Coursbericht über Loos-Effecten von A. Moll ing,
Bankgeschäft, Berlin W., Friedrichstr. 180
vom 11. Februar 1879.

*
Amflerdam Indusir. Pal. 21/4 fl. Kl. G. 31I. 8 B. Rusbacher 7 it.
hauptt. 14.000 ti. Gw. 9 . 27 G. 29 B. Augsburger f. Hauptt. 7000
1. Gw. 9 fl. 19 G. 21 B. Badische 85 fl. Hpt. 40,000 tii. Gw. 80 fl.
52 G. 156 B. Bart 100 fres. Hpit. 100,000 k. w. 130 —X
Barletia 100 fres. Hpt. 100,000 ki Gw.150 fres. 19,00 B. Braunschw.
20 thlr. Hpt. 150,000 kl. Gw. 69 Mark. 8220 6. 84,60 B. Bukarester 20 fr.
2pt. 100,000 kl. Gw. 20 fres. 18 G. 20 B. Darmftaädter 28 fl. (letzte
Ziehung) Hpt. 50,000 kl. Gw. 46 fl. 220 B. Finntander 10 thlr. Hauptt.
30,900 tl. Gw. 86 Mark. 38 G. 40 B. Freiburger 15 fres. Hpt. 40,000
l. Gw. 19 rcz. 190 G. 218 B. Genueser 1Idodfres. Hpt. 100000 IH. G.
0 frcs. 70 G. 78 B. Hamburger 100 Mi. Bo. Hpe. 118,600 R B.
L. Gw. 156 M. B. 2835 G 297 B. gamburger vöõ ihlr. Amortiszieh. kl.
w. 180 Mk. 178 G. 176 B. Aurheff 40 hir. Hpt. 96,000 ti. Gw. 225
Mark. 242 G. 245,00 B. Lubecker 50 ihlr. Hpt. 80 000 ti. Gw. 168 Me
Railand⸗Como 14 fi. Hpt. 20,000 tl. Gw. 14 j1. Mailander 4ir. v. 1861
dpt. 70,000 ki. Gw. 47 fres. 28,60 B. Mailänder 10 fres. v. 1866 Hauptt.
09, 00 H. Gw. 10 fres. 9 G. 10 B. Meininger 7 ji. Hpt. 15,000 U. G.
3fl. 18,20 G. 20,18 B. Naffauer 25 il. Hpt. 20000 i. VGw. 45 it. BG.
deuchateler 10 fres. Hpt. 12,600 I. Gw. 12 fres. 1328 6. 158 Neapeler
150 fres. Hauptt. 35,000 kl. Gw. 150 fres. 67 Geld. Oldenburger 40hlr.
)pt. 60, O00 ti. Gw. 120 Mark. 1408 G. 148, 8. Preußische Pramien
V0 thlr. Hpt. 225, 000 kl. G. 345 Iink. 14633 0 G. 150 —
»enheim 7 st. Hpt. 9000 kl. Gw 7 fi. 178 G. 19 BVB. Schaumb. Lippe
thlr. Hpt. gc, Ooo ti. Gw. 188 Mt. I80 G. Schweden 10 ihir. Hpu
10,000 kl Gw. 89 Mk. 448 G. 46,26 B. Turk. 400 fr. incl. C. v. April
876 Hoptt. 600, 000 I. Gw. 400 fres. 44 B. Ungar. 100 . Haupitreffer
00 0o ti. Gw. 186 fil. 14830 G. 15220 B. Venediger 30 frcs. Vaupt
0, 00 kleinster Gewinn in diesem Jahre 80 fres. 16 Brief
Soweit Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den unter Brief notirten
Loursen Verkuufer, ju den Geld⸗Coursen Kaufer. —A 4

Lebhafte Umsatze fanden in Barletta, Braunschweiger und Meininger
Loosen stati. Beliebt bleiben Darmfaͤdier 25 si Loose.
A. Molling.
— — — — ——— — 2* — ——
Fur die Redaction verantwertlich: F. . D
Die meistgelesenen Bucher erfreuen sich keiner so großen Popularität wie
das in 110. Auflage erschienene Buch Dr. Airy's Naturheil methode“,
velches in fast alle lebenden Sprachen übersetzi, in vielen tausend Exemplaren
erbreitet ist. Daß ein populär⸗medizinisches Buch, welches nicht nur Theorien
nthalt, sondern praltische Heilvorschlaͤge ertheilt wirklich ein Bedurfniß ist,
eweist die enorme Verbreitung diefes nutzlichen Buches. Wir empfehlen den
Lesern dieses Blattes, die verschwindend ileine Ausgabe nicht zu scheuen und
as Buch anzuschaffen. Dasseibe erweist sich besonders bei ploötzlich eiutreten⸗
»en Krankheitsfallen als unbezahlbarer Rathgeber, zumal wenn Arzt und
Apothele nicht leicht erreichbar sid. Wir glauben im allgemeinen Inlereffe
u handeln, wenn wir Gesunde und Leidende auf dieseß durch Richter's Ver⸗
aas⸗Anstalt, Leipzig, gegen 1 Mt. 20 Pf. zu beziehende Buch aufmerlsam
nachen. Mindestens empfiehlt sich die Bestellung eines Auszuges“, melchen
ziese Firma überallhin gratig und franco verschiat.
Geflügelzucht-Verein Kirchheimbolanden.

Zu der am 80. und 31. März und 1. April 1879
slatifindenden Allgemeinen

Beflügel- und Vogel⸗Ausstellung

verbunden mit
Geslügelmarkt und einer Verloosung
von Geflügel und Geräthschaften beehren wir uns zur Beibeiligung
hoflichst einzuladen.

Programme und Anmeldebogen, sowie Loose sind
zu beziehen durch unsern Schriftführer, Herrn Wanderlehrer Rapp
in Göllheim, an welchen auch die Anmeldungen, jedoch nur bis zum
1. Maärz, zu geschehen haben.

Prämiirung durch Geldpreise und Ehrendiplome.

Als Ehreupreis gibt die Stadt Kirchheimbokanden. M. 80.
„das landw. Bezirtskomite. „20.1
der Verschönerungsverein 20.
Der Ausschuß.
IJ Looso à 60 Pf.
sind in der Expedition diesez Blattes Mäbaben.

ιεανσα 37
—NMeéeuestes Duett
vron
CARL RUNTZzE:
DaꝛAæ

Aoformor

4

* 7
Vꝙ
14J
oder
Cuter Rath für eden Magistrat.
Humoristisches Duett
für Tenor und Bass mit Klavierbegleitunz
componirt von
C. Aue..
Op. 3203 Ereis MI. 2.580.
Gegen Finsendung des Betrages verende franco.
P. d. Tonger⸗ NMusikvertag
. . Cõolu am Uhen.
        <pb n="92" />
        2 2
Licitation.
Mintwoch, 19. Februar
uchsthn, Nachmittagt 8 Uhr
zu St. Ingbert bei Johann
Frieß

wirden die nachhin beze chneien
zum Nachlasse des in St. Ing⸗
bert verlebten Rentners Johann
Josephh Peters und zu der
Gutergemeinschaft, welche zw schen
bemselben und seiner hinterblie⸗
benen Wittwe 2. Ehe bestanden
hat, gehörigen Liegenschaften im
Banne von St. Jugbert

vor dem uunerze chneten ge⸗

richtlich hiezu beau trazten Amts⸗
perweser des k. Notars Sauer
in St. Ingdert der Abtheilung
wegen öͤffentlich an die Meistbie⸗
renden zu Eigenthum versteigert,
nämlich:
1. P.⸗Nr. 940, 42 77 qm

Garten in den Dilmesgär⸗

ten neben Johann Hellen⸗

thal und Peter Schwarz.
Pl.⸗Nr. 3291, 5 a 54 qm
Acker in den Seyengärten.
Pl.⸗Nr. 8400, 14 4 65
qm Acker in den oberslen
Seyen.

Pl. Ne. 1130, 13 4 68

qm Acker rechts der Kapelle.

Pl.⸗Ne. 1129, 8 a 86

qm Ader allda. I
l.-Ne. 3419, 20 a 44
qim Acker in den obersten
Seyoen.
Pl.⸗Ne. 3461 und 3462,
38 a 50 m Acder linl⸗
in den Sehen. *
Pi.⸗Nr. 1914 und 1918,
31 a 1qm Alcker in der
Rischbach lange Ahnung.
Pli⸗Nr. 8292, 42 77
qIm Ader in den Sehen⸗
gürten.
ĩ̊l.Nr. 45202, 17 *
38 qm Wies auf der Schid.
Pl. Vtx. 2392, 14 8 48
qm Wiese in den Bruch⸗
wiesen.
Pl.⸗Nrx. 1174, 7 a 16 qm
Barten in den Slauchgärten.
Ungefährt 13 2 50 qm
Ader in den Seyen.
Eigenthümer siud:

I. Johanna Port, ohne Ge⸗
werbe in St. Ingbert, Wiltwe
—A

U. Die Kinder 1. Ehe des⸗
selben mit Katharina Pflug als:

1. Therese Peters, gewerblose
Ehefrau von Johann Spanier,
Kaufmann, beide in Haupistuhl;
2. Barbara Peters, gewerb⸗
lose Ehefrau von Michael stlug,
Gerber, beide in Homburg;

3. Johann Peters, RKaufmann
in St. Ingbect;

4. Joseph Peters, Gerber
allda;

5. Juliana Peters, emanci⸗
pirte Minderjährige, welche den
Konrad Pflug, Schneiderme ster,
beide allda, zum Curator hat.

UI. Maria Peters, minder⸗
jährige Tochter 2. Ehe dea Ver⸗
jebten mit seiner hinterbliebenen
Wittwe, welche diese seine Mul⸗
ter zur gesetzlichen Vormünderin,
und Jobann Friedrich, Kauf⸗ 1

mann in St. Ingbert zum Bei—
bormunde hat.

Si. Ingbert. 1. Febr. 1879.
A. Auffschneider,
Amisverweser
Mobilienversteigerung.
Samsstarg, den 22 Feb⸗
ruar nächsthun, Mittags 1 Uhr
zu Schieren im Sterbtzause
werden die zum Nachlasse der
daselbst verlebsen Eteletute An⸗
dreas Nau und Maria Ochs
gehörigen Mobilien abtheilungs⸗
halber öffentlich an die Me st⸗
dierenden versteigert. Dabei kom⸗
men nam' ntlich zum Ausgebot:

2 Pierde, eine frischmellige
und eine trächtige Kuh, ein
trächtiges Rind, 8 Hühner
uad 1 Hahn, Heu und
—QXWD und
2 Pfluͤge, ferner Bettung
Getüch, Mödel, Küchenge
schirr und sonstige Haus
und Ockonomiegeräthe.
St. Ingbert, 14. Febr. 1879
der Amisverweser des kgl
Notar Sauer:
Auffschneider.
Die Unterzeichnete
empfiehlt sich im
inbügeln von Herren und
Damen⸗Wäsche.
Frau Audr. Schweitzer
Dct.

Bekanntmachung J
Um kommenden Mittwoch, den 19. Februar 1870,
Vormut sas 10 Uhr zu Schaafbrücke in dem Gasthaufe von
Peter Mertes, läßt die Direction der Pfalzischen Eisenbahnen in
dudwigshafen durch den unterzeichneten kgl. Gerichtsvollzieher fol⸗
gende Holzer, welche auf dem Terrain der St. Ingbert⸗ Saarbrücker
Jahn in der Nähe von Goffontaine und bei der Scheidier Mühle
agern, gegen Baarzahlung versteigern, namlich:

2 Buchen, 1 Esche, 2 Birken, 1 Alazienstarem 16 —33 em Durchm.
21 Roßlastanienstämmee 10 -70 m

2 Tannen, 2 Weidenstäume 19 -29 e m
13 Erlensiämme. 15-36em,

1 Linden, 1 Platane.. 3 34 -72 cm

3 Aepfel⸗, 1 Birn⸗, 1 Nuß; und 1 Kirsch⸗

baumstanm * 21-34em
25 Raummeler Brennholz von vorgenannken Holzgattungen.

Sogleich nach dieser Bersteigerung laßt die genannte Bahn⸗
direktion das im Orte Scheidit in die Bahnlinie fallende früher
Piltong' sche Wohnhaus m't Stallunbau gegen Baarzahlung
auf den Abriß verstegern. —

Nahere Auekunft ertheilt der den Bau leitende Ingenieur Herr
Klein in Goffotnaine.

Saarbruden, den 18. Februar 1879.
Dersk. Gerichtsvollzieher:
J. Brewer. —
stempf. 29. Georg, S. don
Peter Nothof. Barbara, T. v.
Georg Peiert. Katbarina, T.
v. Adam Kroll. 30. Emma,
T. v. Johann Fiack. Johanna,
T. v. CTarl Uhl. 31. Catl, S.
v. Christian Unbehend. Katha-
rina, T. v. Danel Heunchen.
R. Edeschließungen:

7. Johann Seel mit Gertraude
Theoba ld. 9. Peter Walle mit
Qaiharina Brausen. Jakob Haas
mit Anna Georg. Johann
Stalter mit Katharina Bastian.
28. Nilolqus Hartz mit Maria
Klemmer.

O. Sterbfällerꝛ

1. Jan. Peter Kihm 53B J.
alt, Ehemann von Magdolena
Juchem. 2. Maximilian, 10 J.
ait, S. von Joseph Steinacker.
3. Katharina Bubel, 55 J. alt,
Wetwe von Peler Lang. 4.
Joh. Jos., 8 T. alt, S. von
Peter Klemmer. 6. Louisa, 8
J. alt. T. v. Johann Emanuel.
Joseph, 2 J. alt, S. v. Joseph
Stolz. 7. Maria, 8 J. alt,
T. v. Sebast an Nol. 8. Ger⸗
srauda Schmelzer, 68 J. alt,
Thefrau von Karl Uhl. 11.
Joßann, 6M. alt, S. v. Joh.

—X—
J. alt, Witiwer von Wilhelmine

lein. 14. Ratharina, 1 J.

20 T. alt, T. v. Friedr. Neu⸗

mann. 19. Joh. Jos., 1 M.

alt, S. v. Joh. Quitin. Jak.

Behrung, 36 J. alt, Ehemann

bon Koth. Roth. 22. Mario,
11M. alt, T. v. Joh. Schweiztzer.

23. Jalob Fatscher, 36 J. alt,

Ehemanng von Louisa Schmitt.

24. Christina, 2. J. alt, T. d.

Georg Peters. Peter, 1 J. 1

M. alt, S. v. Peter Weidmann.

28. Franm Foos, 41 J. alt,

Ehemann von Jlobina Zeitlin—

ger. 29. Christ an Grund, 68

J. alt, Ehbem. v. Louise Ober

lirchet. 30. Friederita Sailer,

40 J. alt, Ehefrau von Georg

Müller.

St. Ingbert, 8. Febr. 1879.
Der Standesbeamte:
Custer.

Auszug
aus den Registern des Standesamts
St. Ingbert
pro Monat Januar 1879.
A. Geburten:?
1. Jan. Joseph, S. v. Jalt.
Engel. Bertha, T. b. Christiar
Oberkircher. 2. Elisabetha, T.
v. Joseph Morlo. 3. Magdaleno
T. v. Joh. Pet. Jung. 4. Ja⸗
lob, S. v. Jalob Riß. 58. Peter,
S. v. Anton Betz. Elisabetha,
T. v. Georg Scholl. 6. Bar—
bara, T. von Joseph Saelzer.
Franz Anton, S. v. Franz Rupp.
Barbara, T. v. Peter Joseph
Ewerle. Karl, S. v. Ludwig
Fettig. 7. Nikolaus, S. von
Thriflian Müller. Katharina,
T. v. Jatob Peters. 8. Maria
Franzieta, T. v. Orcar strae⸗
mer. 9. Julie, T. v. Ludwig
I Buchheit. Katharina, T. von
— Aeetkalbe Peter Biermocher. Mathilde
äthig in K. Gotthold's
x , Ciata, T. v. Friedt. Wilhelm
velge vasselbe fur 1M. 20 Pf. Reiß. Peter, S. v. Johann
Aerallbin franco versende Keipert. 10. Sophia, T. von
ä Friedtich Siegmann. Magdalena
ðtoll werok aeho T. v. Johann Schmann. 11
Ohocoladen Maria, Tochter v. Carl Zintel.
Maria, T. von Johann Klein.
und 0 40408. 12. Heinrich, Sohn von Jatob
dorgsaltigsto und voll- FEller. 13. Katharina, T. von
kommene Pabrikation. Un- Georg Stauner. 14. Audteas,
—X— S. v. Heinrich Stief. Elisabetha,
Wortlaut der PRtikette. T. v. Peter Kuhn. 15. Pau—⸗
Preise jeder Tafel aufge- lina, T. von Jalob Echuster
druckt. Franz, S. v. Philipp Conrad.
Verkauf in den meisten Is. Serophin, S. v. Setophin
guten Conditoreien, grös- Nenn. Johann, S. v. Wilhelm
deren Colonialwaaren-Hand- Grell. Anna, T. von Adam
lungen und Apotheken. Grünfelder. Charlotte, T. von
— — ——— RNeöblaus Stolz. 18. Nilolaus,
Die so schnell beliebt gewordene,
ibe vorruagli *S. v. Nitolaus Feichtner. 10.
Abevan a gä aber Barbara, T. v. Kaspar Schwarz.
Augsburger Aniversal⸗ Adam, S. v. Peter Beitzel. 20.
Glycerin⸗ Seife Joseph, S. v. Christoph Jantzer.
24. Jalob, S. v. David Scherer.
von H. P. Beyshlas * * 3
ist borrahig in St. Jugbert argaretha, T. d. Joh. Tiut—
—2 telbach. 25. Jalob, S. von
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Buch⸗ und Steindruckerei Barbara, T. v. Peter Klahm
J. J. Jdeuthz. Jatob Aldis, S. v. Jalob Als
Druck und Veisca von F. x. Demes in St. Ingbert.
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        8* t. Ingberle C Anzeiger.
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wö hentli g) mu dem Hiuuptblatte verbundene Uaterhaltun z8blatt. (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage) ersheint wohentlih vler nilz: Dieaztaz, Dounerstag, Sünstaz uad Sountaz. Der Abonnementspreis beträgt vierieliahrlich

A 40 B einschließlich Träzgerlohn; durch die Post bezogen 1I AC 60 , einschließlich 420 Zustellgebühr. Auzeigen werden mit 10 Z, von Auswärts
mit 15 für die viergespaltene Zeile Blattschrijt odet eren Raum, Neclasnen mit 30 — pro Zeile berechnet.
M 27.

Sonutag, den 16. Februar

——
— — —

— MEM

Deutsches Reich.

Mäanchen, 12. Febr. Heule ging dem Finanzausschuß
Seitens des Ministers des Innern ein Schreiben zu, das den
vollstäändigen Organisationsplan der künftigen Gerichte und Ver—
valtungsaämler enthäͤlt und sämmtlichen Miteliedern des Finan;aus⸗
schusses vertraulich mitgetheilt wurde.

Muünchen, 13. Febr. Die Abgeordnetenklammex nahm
heute mit 137 gegen 1 Stimme den Gesetzentwurf über das Ge⸗
vührenwesen und die Erbschaftssteuer an. Im Lauf der Debaite
aklärte der Finanzwinister, die Neform der directen Steuern in
Bohern solle zunüchst mit der Revision der Einkommensteuer er⸗
olgen, die übrigen directen Steuern sollen in ihrer Ernrichtung
porerst geändert werden. Der Minister erfuchte die bayer'schen
Reichstagsabgeordneten, im Reichslag das Project, de Ennatmen
)es Reichs durch indirecte Steuern zu vermehren, mögslichst zu
interstützen, was dem bahyerischen Budget zu Gute kommmen würde.

Wie die „Correspondenz Hoffmann“ schreibt, verzözert sich
die Rüdkunft des Prinzen Arnulph aus Petersburg, die bereils im
Laufe dieser Woche erfolgen sollte, noch bis Ende Februar.

Rürnberg. Mit allen gegen 2 Stimmen haben die Ge⸗
meindebevollmäwtigten beschlossen, den Magistrat zu ersuchen, ge⸗
neinsam mit ihnen an den Reichetag die Bitte zu richten, daß von
edem Zoll, welcher die Veriheuerung unentbehrlicher Lebensmittel
Jerbeizusühren geeignet sei, abgestanden werde.

Der „Allg. Zig.“ telegraphirt man aus Berlin solgende
wichtige Nachricht: In parlamentarischen Kreisen wicd die Thron⸗
rede als Symptom einer neuen Auflösung des Reichstages betrachtet,
um so mehr, als die unbedingte Verurtheilung der deutschen Zoll⸗
politit seit 1805 selbst in gemaßigt schutzzöllnerischen Kreisen als zu
wveitgehend erscheint.

*Der Reichstag hat in seiner ersten Sitzung am Mittwoch⸗
Nachmitiag seinen bisherigen Präsidenten Herrn von Forckenbeck mit
151 von 232 abgegebenen Stimmen wieder als Präfidenten ge⸗
waͤhlt. Die Wahl des zweiten Vie präsidenten wurde auf Montag
periagt, da die Beschlußunfühigkeit des Hauses constatirt war.
Forckenbedd und Stauffenberg nehmen die auf sie gefallene Wahl an.

Berlin, 13. Febr. Dir Vorlage üder die Strafgewali
des Seichstages ist dem Reichstag zugegangen. — Der Reichätags-
abgeordnete Stumm brachte wirder seinen bekannsen Antrag auf
Vorlegung eines Gesetzentwurfs betr. die Einführung obligatorischer,
nach dem Muster der Knappschaftvereine einzurichsender Allerbber⸗
porgungs⸗ und Invaliden:; Kassen für alle Fobrikarbeiter ein.

Berlhin. Ju der „Post“ schlägt Freiherr v. Varnbüler
dor, für den Fall der Wiedere nführung des Eisenzolls das vorher
ingeführte ausländische Roheisen einer Nachversteuerung zu unter⸗
werfen. Er befürchtet, es möchten sonst die Engländer vor dem
Fintritt des Zolls noch große Massen Roheisen nach Deutschland
verfen. (Die Nachversteuerung des Tabats ist betanntlich auch
schon angeregt.)

Zur lirchenpolitischen Frage verlautete gestern (12. dis.) in
Berlin das Zustandikommen einer Verständigung zwischen Preußen
und der sturie. Die detreffenden Verhandlungen wären angeblich
pon dem Staatssekretär Dr. Friedberg und dem Unterstaatesekretär
o. Sydow geführt worden. In Zentrumskreisen war davon Nechts
elannt, was Einiges wenn auch nicht viel gegen die Exsstenz eines
olchen Vertrages beweist.

Jeborenen Truppen in Süd⸗ Afrilka ihre Offiziere mafsalriren und
n Masse deserliren.

Vermischtes.

(GPalzische Eisenbahnen.) Es liegt jetzt der
ummarische Rechnungsabschluß über das Betriebsergebnißz der
falzischen Eisenbahnen während des Jahres 1878 vor. Die Per⸗
onenbeförderung ist hinter der des Jahres 1877. um 22,8373
döpfe, die Einnahmen daraus um M. 37. 958,36 zurückgebleiben:
zer Gütertraänsport ist um 135 164,210 Kilogramm, die Einnahme
araus um M. 416,076,94 hintet dem Ergebniß des Jahres 1877
XXXVI
ind die Einnahme daraus um M. 451,717,22 zurückgeblieben.
die Gesommrteinnahme des Jahres 1878 stellt sich auf M.
1I,748,679, 39, die des Jahres 1877 war R. 12,654,431,87,
omit ist die des Jahres 1878 um M. 902,752,52 zurücgeblieben.
Im Jahr 1877 mußte die Staatskasse, damit die garantirtien
Zräzipuen, Dividenden und Zinsen gezahlt und die vorgeschriebene
AImortijation bewerkstelligt werden konnte, M. 2,792,604,47 zu⸗
hießen. Für 1878 würde sich nach obigen Ziffern, wie die
U. Z.“ berechnet, der Siaatszuschuß auf rund 3,695,000 M. siellen,
oferne nicht die Betriebsausgaben niedriger sfind als im Jahr
877, worüber bis jeht noch lein Material vorlieg. «

* In Zweibrüden ist der allgemeine Gaspreis 20 Pf.
zer Nubikmeter; die Stadtverwaltang bezahlt für Straßenbeleuchtung
138/110 Pf., auch die Großlonsumenten haben durch Gewährung an⸗—
ehnl'cher Rabatie niedrige Preisle. — In Grünstadt beirägt
der Gatpreis statt 252/3 Pf. per Kubikmeter nur 2428 Pf.

Zweibrücken, 14. Febr. Das in der vor. Nr. aus⸗
jeschriebene Subfkriptions Anlehen der Distriltsgemeinde Zweibrücken
m Betrage don 180,000 M. war schon um 3 Uhr gestern Nach⸗
nittag vollständig gezeichnet. (3w. 3.)

F Der Vorschußverein Obermoschel vertheill 7 pCt.
Dividende. Stammantheile: 29,244 M. 60 Pf. Reingewinn
2866 M. 14 Pf.

fFKirchhheimbolanden. Dem Vernehmen nach soll
das hiesige zweite Notar'atsbureau, dessen seitheriger Inhaber, Herr
Ed. Karsch, erst kürzlich gestorben ist, eingehen. Den Impuls zu
diesem Vorgehen sucht man in der vor der Thllre stehenden Ein⸗
ührung der Jastizgesetze, nach welchen rerschiedene Funktionen der
Notare den Amtsgerichten übergeben und wodurch selbstverständlich
eine Mosse Notariatssitze entbehrlich werden. Aller Wahrscheinlichkeit
nach wird obiges Vorgehen auch andere Städie treffen. (Pf. V.)

f In Kaiser slautern fiadet am Fastnachtssonntag
un größerer Umzug der drei Gesellschaften „Gemüthlichkeit“, „Froh⸗
iun“ und „Seppel unter uns? statt.

FOtterberg, 11. Febr. Heute früh traf Herr Ober⸗
tdaatssanwalt Zoͤller von Zweibrücken hier ein, um die Gerichtsloka⸗
itären zu befihtigen. Dieselben befinden sich in dem hiesigen Stadt⸗
zause. Da sie sich für das künftige Amisgericht als zu beschränkt
rwiesen, so wurde sofott der Stadtrath zu einer Sitzung einge«s
aden, in welcher über die Erweiterung Beschluß gefaßt wurde.
Wie wir hören, bestehen hierüber zwei Projelte: entweder die Räum⸗
ichleiten durch Aufführung eines 3. Stockes zu vermehten, oder
iber die Bürgermeisterei in ein anderes, noch zu beschaffendes Ge⸗
zäude zu verlegen. — Der Pachtzins, den der Staat für die er⸗
weiterten Berichtslokalitäten leiflen wird, beziffert sich auf 600 M.
— Detr Kanton Otterberg soll durch Abtrennung mehrerer Orte
der benachbarten Kantone vergrößert werden.

f Eppstein. Der am 5. de. Mis, staltgehabten Ver⸗
zachtung der hiesigen Feldjagd, wobei bekauntlich 919 M. 71 pf.
veniger pro Jahr erjielt wurden, hat das kgl. Bezirlsamt die Ge⸗
aehmigung nicht ertheilt; es muß die Jagd daher noch einmal zur
Versteigerung gelangen.

FLandan; 14. Febr. Ja der gestrigen Sißung des k.
Bezirksgerichts wurde der Ackerer Jacob Kost von Dammheim dezw.
dessen Vater verurtheilt, an die Wittwe von Jacob Bohlander da⸗
selbst eine Entschädignngesumme von 5000 M. zu zahlen. Wie

—XXE

Wien, 18. Febt. Die officidse Wiener Aben! posi“ wür⸗
digt die Bedeutung der deutschen Thronrede. Sie sagt, Kaiser
Wilhelm habe sich mit dieser wichtigen Kundgebung an die Spitze
2er europaischen Friedenssmächte gestellt. „Bei der Machstellung
Deutschlonds ist diese KQundgebung mehr als eine Friedens boischaft
sie ist zugleich eine Friedensbürgschaft.“ 3

Paris. Die republikanischen Zeitungen drücken einstimmig
hre Zufriedenheit mit den Neubesehungen der Militärlommandos
uns und rufen den Unzuftiedenen zu, daß sie sich den Gesegen zu
ügen haben.

dondon, 183. Febt. Gerüchtweise verlautet, daß die ein⸗
        <pb n="94" />
        man sich erinnern wird, hatte Kost am 28. Novbeniber v. J. den
Bohländer ducch einen Messerstich getödtet und war dasür von dem
Schwurgericht zu 6 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden. Eilb.)

pSpeher, 18. Febr. Der vor einiger Zeit auf Grund
des Soc alistengesehes polizeilich aufgelöste Verein der Zimmerleute,
hat mit Erfolg gegen das Verbot recucrirt. Er darf weiter be⸗
stehen. (Sp. 3.)

f Eine am 12. de in deidelbers abgehaltene stark be
suchte Versammlung pfälzischer und badischer Tabaksproducenten
hbat sich für Einführung des Tabaksmonopols auscesprochen.
— —
sFur die Redaction veraniworilich: F. X. Deme ß.

Maria Beuno von Donat's weltberühmle Brusttara⸗
mels sind heut Vormittag wieder neu eingetroffen. Im Interesse
aller Hals- und Brust-VLeidenden wird dies hiermit bekannt gemacht.
Fin Extrablatt in französischer, englischer, spanischer und deuischer
Sprache im Junern eines j.den Cartons besagt Alles Nähere.

In Deuischland kostet 1 Carton 50 Pf., und 1 Flacon 1M.
Das disi e General. Depot befindet sich bei Herrn Jean Peters,
Hohlenstraße Nr. 681V.
Offener Briefkasten.
Wiederhcelt zur Nachricht, daß anoryme Einsendungen unbe⸗
rücksichtigt bleiben. Die Expedition.
A. Strevoler in St. Johann a. ä. saar.
Vern — Ecke der Bahnhof⸗- und Dudweilerstraße. — *
Gänzlicher Geschäfts⸗Aufgabe
habe meine säimmtlichen Mann u f aktur-und Nodewaagren einem
Totalen Ausverkaufe
— zu sehr reducirten Preisen *
ausgesetzt.
A. Streveler, St. Johann- Eoxe der Bahnhot- und Dudweilerstrasse.
NB. Die ganze Laden⸗, sowie vollständige Gas Einrichtung ist nach Räumung des Lagers billigst zu
verkaufen.
Zwangsver eigern
Monsiag, 3. Marz 1879
Nachmittags2 Uhr zu St.
Ingbert in der Wirthschaft
von Valentin Seiter wird
durch den gerichllich damit be⸗
auftragten k. Notar Schmolze in
Blieskastel,
auf Anstehen von Peler
Schmidt, Rentner in St. Ing
bert gegen Johann Klahm,
Schmeizaͤrbeiter und dessen ge⸗
werblose Ehefrau Maria Seel,
beisammen in St. Ingbert, zur
Versteigerung gebracht:
Ein zu St. Jnugbert auf
der Hitzesflur gelegenes
Wohuhaus mit Werl—
slätte, Hofraum, Garten
und sonstigem Zubehöt 2
Aren 73 IMeier Fläge
enthaliend neben Friedrich
Fichter, Georg Wagner u.
Wilmwe Karl Ehrhardt.
Die Liezenschaft wird im
Banzen zur Versteigerung gebracht.
Det Zuschlag erfolgt sogleich
endgültig und findet kein Nach—
gebot, auch weder Einlssungs
roch Ablösungsrecht stalt.
Die nähere Beschreibung, so
wie die Versteigerungsbedingun⸗
gen können bei dem untersqhrie⸗
denen Versteigerungsbeamten ein⸗
gesehen werden.
Blieskastel, 9. Febr. 1879.
Schmolzent. Noltar.

Für Tauben⸗ und
Hühner⸗Liebhaber!

Misttwoch, 19. Febtuar
haätt M. Biron aus Mainz
ben Verkauf einer großen Aus⸗
wahl von Tauben und Hühner
bei Herrn Peter Becck, Gasi⸗
wirth in St. Ingbert ab.

NB. Det Verlauf dauert nur
einen Tag.

Feir ster Lofodinischer
Dorsch⸗Leberthran

von U. Bar demann

in Emmerich,

wegen seiner Gte und Wirksam⸗
keit allseitig von den Aerzien em—
pfohlen, ist stets vorräthig in
Dricinalflaschen à LMark in
St. Ingbert bei J. Fried⸗
rich, in Zweibtücken W. Aug
Seel, in homburg bei W.
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— — —

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Biezu Illustrirtes Sontagéblatt“ Nr. 7.

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Ph. Klinck in St. Ingbert.

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lage) arscheint wochentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Sandtag und Sounutazg. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich

b.A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.M 60 H, einschließlich 10 B Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswäriz
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder ⸗eeren Raum, Neclanen mit 30 pro Zeile berechnet.

——

Diens tag, den I8. Februar

dicht gleich dem von circa 2000 Normalterzen oder 200 Gasflammen
Da bie Betriebekraft eine schon vorhandene Dampfmaschine liefert,
o betragen die ganzen laufenden Kosten für beide eleltrische Lichter
ur etwa 40 Pf. pro Stunde für verbrennende Kohlensiäbe.

f Aus dem Bliesthal. (Zw. Z.) Sicherem Verneh⸗
nen nach sindet die Eröffnung der Bliesthal-⸗Bohn am Freitag dea
28. Februar Stott. Am 25. Februar wird die Linie daurg die
Drreltion inspizirt werden.

*Der Stadtralh von Honburg hat sich bereit erklärt,
die Veränderungen im Landgerichtslokalee, welche bei der neuen
Berichtsorgantfation nothwendig werden, auf Gemeindekosten vor⸗
rehmen zu lassen. Auch hat er, für den Fall das Juffizärar den
Neubau eines Amtsgerichts, fowie eines Kantonsgefängnisses später⸗
zin für nothwendig halten oder in's Auge fossen sollte, den Bauplatß
j'erzu in der sogenannten Allee unentgeldlich zur Verfügung gestellt.

Der Vorschußverein Qussel hat in 1878beieinem Gesammt⸗
imichlag von 891,000 M. einen Reingewinn erzielt von 3593
M. Hievon werden 78o Dividende auf die Stammantlheile bezahlt
ind 1300 M. dem Reservefond zugewiesen.

FKirchheimbolanden. Im Gegensatz zur Pfu.
Vollsztg.“ meldei die „Pfalz. Pr.“ daß die Wiederbesetzung dier
weiten hiefigen Notariatsstelle gesichert sei.

* In Neust adt tagten am Sonntag die Vertreler von 18
fälzischen Ereditgenoss nschasten, um sich üder die Frage der Be⸗
chränkung der allgemeinen Wechselfähigkeit zu besprechen. Resultat
er Besprechung war der Beschluß, eine Pelition an den Reichstag
u richten, in der die Aufrtechterhallung der allgemeinen Wechselfaͤhig⸗
eit gewünscht wird. Die Pelition wird den einzelnen Vorschuß⸗
ereinen baldigst zum Unterzeichnen zugehen.

f Ingenheim. An Ofiern lfd. Irs. wird das seit
origem Jahr geschlossene hiefige Knabeninstitut wieder eröffaet
verden. In den Vorftand zreien Pfarrer Brion, Lenrer Veith, der
in das Bertololy'sche Institut in Frankenthal übergetreten war, und
B. Ney seither Justitutsvorstand in Bru dsal. J

Bergzabern—. Die biesige Volksbank hatle im Jahr
1878 einen Umschlag von 4 170,226 N. 11 Pf. und einen Rein
jewinn von 8361 M. 583 Pf. Aus dem Reingewinn wurden
nach Dotitung des Reservefonds, nach vorgenommenen Ahschreib⸗
ungen ⁊c, 9 pCt. Dividende vertheilt.

* Dieser Tage entwendete zu S. Johann elne Frau in dem
daden eines Goldatbeiters, wähtend sie sich von diesem verschiedene
Waaren zur Auswahl vorlegen ließ, ene werthvolle gold. Halslette. Der
Diebstahl wurde erst bemerkt, nachdem sich die Drebin schon längst
ntsernt hatite. Auch in anderen Goldschmiedläden hane sie fich
Baaren zeigen lossen, aber keine Gekegenheit gefunden zu stehlen.

FStraßburg. Um die erledigte Stelle eines Aufsehers
)des stadtischen Straßenreinigungsdienstes bewarben sich mehr als
70 Manner, darmiter mehrere, welche Realschulunterricht und
einer, welchecr den Unterricht eines humanislischen Ghmnafiums ge⸗
nossen hatte. Man sieht, die Zahl der Beschäftigungslosen ist sehr
zroß. In Frankreich und England ist's gerade so — uberall
Tausende, die Arbeit suchen und nicht finden

TStrapburg. Die von einem Verein iu's Leben ge⸗
*St. Jugabert. Die Höchstbesteuetlen unseres Kantonz rufene Voltskuche wurde im vergangenen Jahr stork denliht. VDas
jaben als Diftriltsrathtmitglieder gewählt die Herren: Johann Hoff »ollständige Essen mit Wein kostet 60, ohn⸗ Wein 50 Centimes
nann, Aderer in Ommersheim, Heinrich Karren, Acderer in Ens 80 Cent ⸗40 Ps). Daß der Verdienst bei den diese Kuche
jeim, Peter Wallo Aderer in Heckendalheim. J zenutzenden Classen der Bevöllerung getinget geworden ist, merkie
eDie am Samslag stattgehadte Versammlung des Vereins nan daran, daß viele auf die Portion Fleisch verzichteten, welche
»fälrischer Aerztte sprach sich mit allen gegen eine Simme 20 Cen, losten, und sich mit Suppe (10 c.), Gemüse (15 C.)
zegen die Zulassung der Realschul⸗-Absolventen zum Studium ind Brod (6 C.) begnugten; viele verzichteten auch auf das Ge—
der Medizin aus. nüse. Eingenemmen wurden im Banzen 89,152 Jrancs; die
*— In der benachbarten preußischen Bürgermeisterej S ul ze Ausgaben füür den Ankauf von Nahrungsmitteln betrugen 44,373
aqch sind im Monat Jamar 40 sinder an Diphietithis de⸗ Ircs.; dazu lommen noch die Kosten der Heizung und Beleuchtung
dorben. owie des Personals, so daß die Ausgoben so ziemlich den Cin
*Seit Beginn dieses Jahres lommt auf der Grube Dech en dahmen sich gleich stellen. —
ai Neunkirchen jur Beleuchtung des Raumes, auf welchem die in FNürnber o, 14. Febr. Heute früh 84 Uhr ist die durch
den Kohlen zurückgebliebenen Schleferstücke ausgelesen werden, elek⸗ Arthel des Schwurgerichtehofes von Mittelfranken vom 20. Nop.
nisches Licht zur Anwendung. Jede der deiden Lampen derdreiten einnvo Irs. gegen den Mörder Ulherr ausgespochene Todebstraft auf

Deutsches Reich.

München. Die Abgeordnetenkammer nahm den Gesetzent⸗
wurf über Besteuerung der Gewerbe im Umherziehen mit einigen
un vesentlichen Aenderungen des Tarifs nah dem Ausschußantrag
mit 131 gegen 6 Stimmen an.

Das „D. M. Bl.“ hört, daß im Reichstage binnen Kurzem
von den Schutzzöllnern ein selbststandiger Antrag auf Wiederein⸗
ührung der Eisenzölle eingebracht werden wird.

Aus gewöhnlich wohl informirten Kreisen verlautet, daß die
Zollvorlagen nicht vor Anfang April aa den Reichsrath kommen
würden. Die Session könnte foiglich bis in den Jun hinein
dauern, oder es müßte eine Herbstsession arberaumt werden.

Ausland.

Pari,s. Präsident Grevy empfing eine Abordnung des
Bereins der französischen Industriellen, welche eine Darlegung der
sehr kritischen Lage der Industrie rortrug. Der Verein appellirt
an den Praͤsidenten der Republik und die Kammern, damit die
„nationale Arbeit“ gegenüber der Concurrenz des Auslandes durch
virlsame Compensationen „geschütt? werde. Grebh antwortele, diese
Fragen verdienten die ernste Aufmerksamkeif der öffentlichen Ge⸗
walten und würden von den Kammercommissionen studirt; die Re—
zierung werde sich von den Bedürfnissen des Landes leiten lassen;
die Soche der nationalen Arbeit werde nicht geopfert werden. So
gen sich alfo auch in Fraukreich die Schutzjollbestrebungen. Die
ranzoͤssichen Zolle find den dortigen Schußzöllnern noch lange nicht
hoch genug.

Paris, 16. Febr. In Entgegnung jener Gerüchte, welche
von seit dem Sturze Mec Mahons zwischen der Berliner und Pa—⸗
ifer Regierung einge tretener sehr kühler Reserve sprechen, lann ich
Ihnen als authentisch mittheilen, daß Fürst Hohenlohe Gelegenheit
jatte, sich foldendermaßen an kompetenter Stielle hier zu äußern;
„So lange das jetzige Ministerium an der Spitze der Geswäfte in
Frankreich bleibt und die seinem Prasidenten eigene Mäßigung be—⸗
wahrt, ist durchaus keine Trübung der augenblicklich zwiscen dem
deutschen Reiche und Frankreich bestehenden Entente zu besorgen.“
Man verfichert mich, daß dies, wenn nicht der genaue Wortlaui, so
poch eine sinngetrcue Wiedergabe der Aeusterungen des deutschen
Boischafters sei. (Deutsches Mont. Bl.)

Petersssburg. Der türkisch⸗ russische definitive Friedens⸗
zertrag ist vom Sultan ratificirt worden.

Dificite überall — auch in den Vereinigten Staaten von
Nordamerila, dem gelobten Lande der Schutzzöliner! Der Schatz⸗
jecretar Shermann schätzt in einem an das Repräsentantenhaus ge⸗
richteten Schceiben das Deficit des kommenden Fin anzjahres
1879/80) auf 27 Mill onen Dollars. Der Freihandel kaͤnn in
Amerila an dem Deficit nicht schuld sein; liegt denn da der Ge—
anke nicht nahe, daß diesseits wie jenseils des Oceans danz andere
Ursachen wirken, als die, welche man mit den Schlagworten „Frei⸗
jandel“ und „Schutzzoll“ hezeichnet ẽ
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        4
der nordwestlichen Bastei der hziefigen Frohnfeste durch dab Fall⸗
schwert vollzogen worden. Urherr iwar vollständig gebrochen uud
leß sich ruhig zum Schaffot führen. (N. Bl.)
Aus der Rheinprovinz. Kaiser Wilhelm hat,
laut der „Köln. Volksztg.“, der karholischen Pfarrgemeinde Urbach
in Gnadengeschent von 18,000 M. für den Neubau einer katho⸗
lischen Kirche bewilligt, wodurch die Gemeinde in die Lage versezl
— Bedürfnisse abzuhelfen.
Im großen Generalstabe wird der britische Feldzug gegen
Afghanistan zum Gegenstande eines eingehenden Stud'ums gemacht.
Di kriegsgeschichtliche Settion verfolgt mit großem Eifer alle aus
Zentralasien eintreffenden Kriegsberichte und siellt lurze Rapporte zu⸗
sammen, welcht dem Chef vorcelegt werden. Die von verschiedenen
zur Disposition gestellten oder imakiden Offigieren des preuß schen
Heeres au die briusche Regierung gerichteten Gesuche um die Erlaub—
niß zur The lnahme an den Operationen sollen ausnahmslos von
derseiben zurückgewiesen worden fein.

m Reuen Blatt (Verlag von A. H. Payne hier) erscheinenden
Romane von F. Levanii und Vickor Kiel „Verkauft“, „Am Ab⸗
grund“4 „Die Tochter des Sträflings“, Im Bann der Schönheit“.
Es 74 geweß ein seltener Fall genannt werden, wenn in der
jetzigen Zeit irgerd ein journalistijches Unternehmen einen außer⸗
didentlichen Aufschwung zu verzeichnen hat. In gürstigeren Zeiten
und bei geringer Concurrenz haden manche Blaͤtter Auflagen erreicht,
die sie heute nur sehr schwer behaupten tonnen, und ein Blalt,
das in einer solchen Zeit einen Abonnenten⸗Zuwachs von über
50,000 aufweisen kann, muß Attribute besitzen, die es vor allen
quvderen auszeichnen. Wer die obengenannten Erzählungen im
Neuen Blatt gelesen hat, dem wird auch der gewaltige Aufschwung,
den das Blaui genommen, vollständig erklärlich sein, denn selten
dürjte dem Publikum etwas Fesselnderes und ZSpannenderes im
besten Sinne des Wortes gebaten worden sein. Diese Erzählungen
verzichten vollständig auf den rohen Effect, wie ihn die sogenannten
spannenden Romane beeten, und doch fesseln sie durch ihre feine
piycholozische Entwick lung, durch die Wahrheit und Natürlichteit der
Thatattere von der ersten bis zur letzten Nummer. Da das Neue
Blatt zu den billigsten Blättern geböet, die übe haupt existiren, so
ist es jeder Familie leicht, sich diese angenehme Lecküre zu verschaffen,
die wir hiermit auf das Angelegentlichste empfehlen. 8.
Leipziger Taget latt vom 9 Jin. 1879. Ne. 9.
Fur die Redaction deraniwortlich: JF. X. De me .

Hienstesnachrichten. W
Der köonigl. Baurath Nax Sitbert in Speyer wurde in gleicher
Diensteseigenschaft in das Ministerium einberufen.
Literarisches.
. Aligemeines Auffehen erregen die seit einiger Zeit
Bekanntmachung.

Am kommenden Mittwoch, den 19. Februar 1879,
Vormutsas 10 ühr zu Schaafbrücke in dem Gasthause von
Peter Mertes, läßt die Hirtciion der Pfälzischen Eisendahnen in
Kudwigshafen durch den unterzeichneten igl. Gerichtsvollzieher fol⸗
gende Hoͤlzer, welche auf dem Terrain der St. Ingbert⸗Saarbrücker
Bahn in der Rähe von Goffonsaine und bei der Scheid:er Mühle
lagern, gegen Baarzahlung versteigern, naͤmlich:

2 Buchen, 1 Esche, 2 Birken, 1 Atasienstarem 16 -88 em Durchm.
21 Roßkastanienstämme.* 10-70 m,

2 Tannen, 2 Weidenstämme* 19 -29 m
13 Erlensiäanme. 15 -8360m,

4 Linden, 1 Plaiane..3 34 -72 cm

Z Aepiel⸗, 1 Birn⸗, 1 Nuß⸗ und 1 Kirsch⸗
baumstamm.. 21 -34 em
23 Raͤummeier Brennholz von vorgenannten Holzgatiungen.

Sogleich nach dieser Bersteigerung Ißt die genannte Bahn⸗
direktion das im Orie Scheidit in die Bahnlinie fallende früher
Pillong'sche Wohnhaus m't Stallanbau gegen Baarzahlung
auf den Abriß verste gern.

Nahere Äuskunft ertheilt der den Bau leitende Ingenieur Herrt
Flein in Goffontaine.

Saarbrucken, den 13. Februar 1879.

Dersk. Gerichtsvollzieher:
J. Brewer.

»Die Unterzeichnete
empfiehlt sich im
Feinbügeln von Herren und
Damen⸗Wäsche.
Frau Andr. Schweitzer

im Ott.—

Eine F
MaIbehæaĩse
nebst eiuspännigem Ge—
schirr ist zu verkaufen. Nä
heres in der Exped. de. Bl.

— Ein drabes u. fleißi⸗ *) Vorrathig in K. Gotthold'«
ges Dienstmädchen für häus - Buchhandlung in Kaiserslauteru,
uichhndbeuen gesucht in der welche dasselbe gegen 60 Pfg. in
—* d Mlt ecfracen in e Briefm. franco überallhin versendot⸗
Exped. d. V — —2 *

—
fner Rakéczy-Bitterwasser.
Das reichhaltigste aller Bitterwässer.

Ausge zeichnet dur d die Allerhöchste Anerkennung Sr. Maj.
des Kaifers von Oesterreich, Königs von Ungarnre.
d. d. lönigl. ung. Landes Akademie als an wirklich heilkräftigen
Salzen die reichste und wirksamste aller bisher be
cbanniten Bitterquellen vesunden mit 3 Medaillen preisgekront.

Das besse und zuverlässigste Mittel gegen habituelle Stuhlver⸗
haltung und alle daraus reimirenden Krankteiten ohne irgend
veliche üͤble Nachwirkung auch bei Janggem Gebrauch.
Haupr Depot bei Herrn Jean Peters in St. Ingbert.

Vec wiederlogen werden uͤberall errichst. AV
Rrunen-Versendungs-Direction Gebri der Loner.

Rudanpoct.

— — —
Das Neue Blatt
bringt unter allen belletrist schen Unternehmungen der Jetztzeit neben
unterthaltenden und belehrenden Abhandlungen die
spannendsten Romane.

Die jetzt erscheinenden Erzäblungen: „Am Abgrund“
bon FeLer'anti Die Tochter des Sträflings“ von
B. anel, „Im Bann der Schönheit“ von H. Frey
bieten an fesselnden Situationen, spannenden Verwickelungen und
feiner p ychologispet Beobachtung einen Lesestoff, wie er dem Pub⸗
litum noch nicht geboten worden ist.

Der allgemeine Beifall, dessen sich d'ese Erzaͤhlungen erfreuten,
haben auch auf die Auflage deßs Neuen 8B battes einen
mächtigen Einfluß gebabt, so daß dieselbe dereits eine

Mehr-Aaο VonJn —A
zu verzeichnen hat.

Das Neue Blatt bilnot neben zwei fortlaufenden span⸗
nenden Erzählungen, Reise-Beschre bungen, populärmedic nische Ar⸗
titel aus der Feder bewährter Aerzte, Juristische Artikel über die
im Leben täglich vorlommenden Fälle, Humor'stisches, Correspondenz ꝛc.

Das Neue Blatt ist das einzige Blatt, welches regelmäßig
in jder Nummer eine Ill ustrativn zu der Hauptnovelle
bringt und dadurch der Ledendigtkeit der Schilderung und den Rei⸗
der Sitrationen noch ganz besonders erhöht.

Préis pro Quartal ircl. eines reizenden Oeldruck⸗
Bildchens I N. GO. Abonnements können bel jeder PostAnstal⸗
und Buchhandlung bewirkt werden. 3

Das Neue Blatt ist das billigste Blatt.
A. — —— — —
T Waelaag ven JF. F. Demet in St. Inagbert.

In Eh. Stabl's Berlea in Nen Ulm ist soeben
erschienen:
Amalie BRohenester's
Aræneirnittelschate
Aunsfälrlitge Bbeschreibnug
der
wirksamsten Heilmittel
aus dem
Pflanzen⸗, Thier⸗ und Erdreiche,
sowie genauer Angabe ihrer Verwendung in den verschiedensten
menschlichen Krankbeiten.
Nebst Anleitung
zur Bereitung aller möglichen Arzneien, Kräutersäfte, Syrupe,
Conserven, Latweigen, Essenzen, Wasser, Pulver, Oele, Sal⸗
ben, Pflaster, Pillen, Pomaden, sowie vieler Geheim⸗ und
Hausmittel.
Mit einer anscükrlichen Urinkunde.
46 Bogen. Preis M. 6.
Vei Einsendang des Betrages franco Zusen dung.

7
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        —
M

2228
282.
v —z38533232 *
35343
— 2 2* ——
75328 —— 232 32
35723553 2* * 23353
528 32333757* —e—— —— —
5228 5258 9 —— 3462 3233 28
32553385557 3 * 83552 308 25 E3332388
533855 ß 3 33 5 3388
—28 3*52 * 33332253 2* 5333338
82533335 3552* 23 2*2385 78333*
* 38 — 2— — ——X 32 — *
822 — 8 —2— — XSX —— 2—*2 2 5* WO —2
— 2887 —A 8* 52 — 5553335 * 2 —A * *
33383 25335 ——
* 8 —— * 5* 32323237 5 22* 2 0 284 2
5532323 28 — * — 2 —— —— 1 — 558 2 33232*
—— 235383533 A R82 2 —A —— — —— Ez ¶8 533273
* 2 — — — 2 3 z 5—5 * 32 * * 2 2*

⸗ — 2 —5 3855 *5 —3 — —2* ——
25335 228 2 255 * 5 — sR3
552383257 — 23552 53333—58 5535 * 2*52*
— 8 733523 222 332337 53 72 2 —2 —— A— —— 55 *27* —— —
— S — 2 8 — z35535 557 3752z333383 —55 — 2 5
22 S8 2 * * u —2
35757 5323334 A —— 25358 2* 3387 3
* 2238 S 25 525 —* —A — 2* A 3

* 2 — 2 8 —23 52 * 522— 2.5 *53 * 2*
52358322 55338 553s5353336* — 3 23 5 —— 2 8 * 22
83 ———— — —— —2 — 2** 2372 328 vä —
— S — 38333 8 8 — c22 29 3 3352 — 533 —
523353 28 2* —A D 3838 25 2 5 235 8154788
3 38 —x58383 7528 5532 538 258S 3835375* e—53 *533
— 8 535555235 531833 28 — S7 — 583 532* — 28
328 —A — 3 —253352 ——— 323535 2 55 53528 32
—— —X —— ——— ——
25*535 53* 7 82 555 s5 —————— 2 — — 338 2*
5883538 2828 583 8 3235553383 — R 5264 — 2368
—34 52555 ? 2833 533 33353 5 23353332
—— J 2533 222
—— 7833 —* 5z5 —55 268* 3222 —255
1584 823 5535 p ———— 3223522 F —3555355*
— 9 E —
—— S28 —333583363 —z8328 35352 ꝛ 2 926 25355 —B.
z35 852233 — 2 — 22 —— 52 —A —
— 338538 33333
2 * —z5887 52535 83 —A — 5 2ẽ2* 5* — 5 8
23 —V 322 * 28 38 2 23535 s8 — S
7523 3553558 3 3 — — 33 —3398 — *2z5* 82
55*5 S2 253833* 3 * 3528 8 —22 — ——
5 32—5 335 5555533588 55857 ——— 325 232322 *
2258 1322 — 53 538 7853 — 228 2 3
**2 — * 28853 —* 382 525 533335 —A 365828333
9 5 — 558 332 5355 55323383 2258
— 22 7 5ẽ — ẽ 0 ——J —— 2* 8 55322325 — 5
— 23 E 2 23 2 525 A 8 8 40
2 5 —V —A — EI323* 8* 2555555— — 28 8
523268 — 2 2533533 — 2* 254 * 55823 2 28*
— 2 22 — 55538* 532* 8 5360 5325 —c — 2 —A
5s2352355 38 323535585 8 08 — 8 5252*6 82 5* —A—
*827 — 2585338 2 28 — 3 2 — 2525 — 5.* ———
—A 8 *58 8 —A 238 —8* —— 3 A 2323* —
2 *28 * 3 2 * 33 *53 *27— 2 5 —— — 2—c2 38378323
25533 —F 33323* 52228 — 33 53
—44 38538 7232383 32555 5 55 z 4 566
2 5 — 2235 —3 * *2 * —XX
738838 252532* 3538 ———— —— —
55 2532 * 185333853 2 — —— 2333336857 7
————— 73288 5 322358 8S58 28 32 7 — —
24 23222338 2 * 22 22335 — 22 55 ——— 2
228 8 2 * 535 — 52 5* — 2727 —
— 2 —* — 52 32325 555
3 55535537 1837*33 43 55833*
* —— 5358 —* 232358 325832 * X 587 2533
z 32358 —A —— 53333*3 —A —A— —— — 5233
2873 Zz875 — 587 — — 253 —— ——— 5S8 s253* 322532
225*87 — —A—— *255352 ß —35— 5 — 8 z35 585323
385373 25. 27 2 25222 —z522 552 5 ãA
2* 5537 * —— — 355 — 8 2 552555 — 0
8s5* —— 58353* 3B3538— 3 m5 25
25 ⸗ c- — —— 5*23 23558* 32
3 —A ——— E x 23
32 328 238 * 2575* —A —
* ** 3 85 532 *
525 7328 — O 5
—— 3523
* * —— 328 — J
3325332333
— 5 ——— 2 8
2* 2 * 22 52—
3 5 *
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22* 3
55524355 ———
3335553355 3 353357
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25328 8 s5 35*
3833358 3 38353
258 —— 5 ẽ 33373535 —— — 22—
—4— * — 3 2 —
228 2353 4 333833383 ——IX 5* 33333853 38737 23332
28 5334 23 222 22773 —5755 23 23238*5333 35—53 25833
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2 — 222 —3— 9 23 ? 63 325253282 * —S 25 —— *
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23*5388 — 55 32353 253333323355 BRS 2238—
5353 — — 3 5883835
— ⸗ 2* F —32 — 52 * —
A— *6 —A 5356 S — 2 — — ——
7355 * ———— ——— 5235F ß 23 22858
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SSSsS 5683 533323333 — 8 3 3525—3433
5 335353553 25822 588832 2253 53323*
2 * B 2 8 — *
3523 3533 4 —2 5 — 32 555 — 29 53828 5532
— 33533835333 —— 252385 — 2 5* 2535 *
2 5532555 225335333 ——52 2 25 —— — F —— — Z22
2 —A ———— 2 25 — * — 22* ——
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        St. Ingberler Anzeiger.
— — — * — ⸗ — — — ⸗e —— —— M—

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? mis dem' Hauptblatte verbundene; Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermalz Dieustag, Donnerstag, Sümstaz und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

.AM 40 einschließlich Tragerlohn; durch die Post bezogen 1 A 60 , einschließlich 40 Zusiellgebüuhr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswari⸗
mit 13 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder ⸗eeren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
M 29. Donnerstag, den 20. Februar

i879.

—

Deutsches Reiccce.

München, 17. Febr. Im Kollegium der Gemeindebe⸗
pollmächtigten wurde von Weidert, Vorsteher der oberbayerischen
Hhandels⸗ und Gewerbe⸗Kammer, eine dem Reichstag zu übermit⸗
elnde Resolution beantragt, wonach die bestimmte Ecwartung aus—
gesprochen wird, daß jeder Versuch, unentbehrliche Volksnahrungs⸗
nittel, insbesondere Getreide und Vieh, durch Zölle zu vertheuern,
entschieden zurückzewi sen werde.

München, 18. Febr. In der Pfalz erhalten die nachge⸗
nannten 30 Orte Amtsgerichte: Bergzabern, Annweiler, Franken⸗
hal, Grünstadt, Germersheim, Kandel, Homburg, Landstuhl, Wald⸗
mohr, Kaiserslautern, Otterberg, Winnweiler, Kirchheimbolanden,
Obermoschel, Rockenhausen, Kusel, Lauterecken, Wolfstein, Landau,
Fdenkoben, Neustadt, Dütkheim, Pirmasens, Dahn, Waldfischhach,
Speier, Ludwigshafen, Zweibrücken, Blieskastel, St. Ingbert.
Soͤllheim und Hornbach verl'eren also bei der neaen Gerichtborga⸗
aisalion ihr bisheriges Landgericht, ohne Erfatz zu erhalten.) Dem
Dderlandesgericht Zweibrücken weiden die Laabgerichte (jetzige Be⸗
irksgerichle) Zwoeibtücken, Kaiserslautern, Frankenthal und Landau
unterftellt.

München, 18. Febr. Die Kammer der Reichsräthe hat
hdeute dem Gesetzentwurf über Behandlung der das Gebührenwesen
und die Erbschaftssteuer betr⸗ffenden Gesetzentwürfe zugestimmt. —
Ds die Kammern schon am nächsten Samstag veitagt werden
tönnen, das hängt davon ab, ob der Gesetzentwurf über die Kosten
der Gerichtsorgansation bis dahin von ihnen erledigt werden kann;
der Finanzausschuß der Abgeordnetenlammer war mit delsen Prüfung
jeute Vormittag noch nicht fertig geworden. (Pf. K.)

* Als zweiter Vicepräsident des Reichstages wurde am Deenß⸗
ag, nachdem am Montag der Reichstan beschlußunfähig war, im
weiten Wahlgange Fürst Hohenlohe⸗Langenburg gewählt. In der⸗
selben Sitzuug stellte der Abg. Lasker in Bezuz auf die nachge⸗
suchte Genehmigung des Reichstages zur gerichtlichen Verfolgung
des Abg. Fritzsche den Antrag: 1) diese Genehaugung zu versagen;
2) zu erklären, daß der Reichstag den 8 28 des Socialistengesthzes
aicht in dem Sinne auffaßt, daß ein Mitglied durch polizeiliche
Ausweisung an der Erflullung seiner Obliegenheit, an den Reichs⸗
rageverhandlungen heilzunehmen, verhindert werden dürfe. Es
heißt, die nationalliderale Partei, die Forischrittspartei, das Cen⸗
rum und die deutsche Reichspartei (Freiconservative) werden für

zeide Sätze des Anttags stimmen, dem ersten Satze würden auch
die Deutscheonservativen zustimmen.

Berlin, .16. Februar. Reichstag. Eingegangen ist ein
Schreiben des Grafen Stolberg in Vertretung des Reichskanzlers,
vdrin die Genehmigung zur strafrechtlichen Verfolgung resp. Ver⸗
haftung des Adg. Feitzsche wegen Zuwiderhandlung gegen 8 28
des Sociaislengeset znachgesucht wird.

Die nat'onalliberale Fracktion des Reichstazes beschloß heute
in Sachen des Ads. Fritzsche eine Einigung auf eine Resolution
jerbeizuführen, welche den Antrag der Regierung mit einer molirirten
Tagessbrdnung ablehnt; sollte eine Einigung hierauf nicht erfolgen,
o werde die einfache Ahlehnung statffianden, wofüc die Maiorität
zu erwarten sei.

Berlin, 17. Febr. Der „Germania“ zufolge hat der
daiser einer Petition rheinisch-westfälischer Damen zu Gunsten der
2ꝛlöster Acweler und Nonnenwerth in der Weise Statt gegeben,
daß der Fortbestand der Erziehungs;Anstalten unter bestimmsen Be—
ingungen über den Auflösungstermin hinaus für längere Zeit ge⸗
ächert ist.

Der Reichskanzler hat, wie die Nat.⸗“Ztz. meldet dem Bundes⸗
caihe Entwütfe vorgelegt: 1) von Bestimmungen über Beschäftigung
on Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern in Walze und Hammer⸗
verken; 2) Bestimmungen über die Beschäftigung von Arbeilerinnen
und jugendlichen Ardeitern in Glashütten. Eine kurze Dendschrift
lehnt aa die Bestimmungen der Gewerberodnung an, welche den
Bundessralh zum Erlaß derartiger Bestimmungen ermächligt und die
Bedürfnißfrage der vorgeschlagenen Ausnahmebestimmungen nachweist.
deberdieß habe man die Entwürfe der Begulachtung von Kommss⸗

sionen unterbreitet, welche aus Fabrilinspektoren und Vertretern der
„etheiligten Industriezweige aus verschiedenen Industriebezirken des
steiches zusammengesetzt waren.

Der Berein deutscher Glace-Handschuhe⸗Fabrikanten hat an den
Reichskanzler die Bitte gerichtet, daß der deutsche Eingangszoll auf
vlacehandschuhe mindestens auf die Höhe des französifchen Eingangs⸗
olles (d. h. von 20 Pf. auf 1M. 50 Pf.) gebracht, die Einfuhr
oher Lamm, Schaf⸗, Ziegen und Reh⸗-Felle zur Handschuhfabrikalion
iber zollfrei belassen werde.

Ausland.

Paris, 18. Febr. Das ‚„Journal des Debais“ erwähnt
des Gerüchts, diß der Mun'cipalrath von Paris seine Demission
jegeben habe in Folge der Aufhebung seines Beschlusses in Betreff
der 100,000 Fres. jüre die begnadigten Communarden. Die
HNuuicspalräthe von drei oder vier großen Städten Frankreichs
dürden diesem Beispiese folgen. J

VLondon, 17. Febr. Vom Kap wird gemeldet: Lord
cFhelmsford hat die Autoritäten der Ktolonien zu einer Berathung
ach Petermoritzbdurg berufen. Die Kolonnen vier und fünf dringen
ortdauernd erfolgreich vor. — Die Times meldet aus Kalkutta,
aß eingeborene indische Truppen nach dem Kap gesendet werden
ollen.

Bukarest, 18. Febr. Der Obersanitätsrath beschloß über⸗
instimmend mit den ungarischen Sanitätsdelegirten, daß ein Pest⸗
ordon diesseits der Donau gezogen werden.

Atbben. Nach den der Regierung zugegangenen Nachrichten
rtlärte die Pforte nach längerer Zoöͤgerung jetzt endlich offen, fie
önne dem Ausspruch desr Berliner Congresses bezüglich der Recti⸗
icirung der griechischen Grenze nicht nachkommen, sondern nur
interhalb Volo einen schmalen Streifen Landes abtreten.

Bermischtes.

f Nach der Zusammenstellung des Ergebnisses der Reichttagt⸗
vahlen vom Jahre 1878 betrug die Anzahl der wahlberechtigten
Vätzler 9. 124,311, davon wurden bei den entscheidenden Wahlen
bgegeben 5,811,159 gültige Stimmen und 20,684 ungüllige.
58 fielen davon auf die Candidaten der Deuischconservativen
34,367, der Deutschen Reichspartei 790.908, auf Liberale außer
datonall'berale und Fortschritt 138,981, der Nationalliberalen
1, 407,637, der Fortichritispattei 394 381, des Centrums
„355,988, der Polen 213,289, der Sozialdemoktaten 420, 662,
er Volkspartei 81,013, der Partikularisten 1355,286, der Proiest⸗
partei 86,669, unbestimmi 3134, zersplittert 889 49. Von 100
zültigen Stimmen sind demnach gefallen aus die Deuschkonservative
12,6, deutsche Reichspartei 13,6, Liberal 2,7, Nationalliberal 24,2,
Fortschritis pattei 6.8, Centrum 23,8, Polen 3,7 Sozialdemokraten
2, Volkspartei 1,4, Partikularifien 7,2, Peotestler 1,3, unbes⸗
timmt 0, 1. zersplittert 0,2.

Der Vorschußverein Zweibrückea hat im verfloffenen
Jahr bei einem Gesammtumsaß von 7,450,849 M. 31 Ppf. einen
steingew'an von 13,782 M. 47 Pji. etzielt. Hiervon warden auf
»'e Stammantheile 5 00 Dibidende bezahlt und dem Reservefond
3400 M. zugewiesen. Die Mitgliederzahl betrug am Schlusse des
Jahtes 318.

FKaiserslautern. Die hiesige Actienbrauerei hat
om 1. Maͤtz bis 30. September v. Irs. einen Rheingewinn von
swa 3000 Ht. erzielt, welchen die Generalpersammlung dem Reserve⸗
onds zu vies.

F Bei Münchweiler wurde einem Bahnwärter eiun Kind
jeboten, das 4 Zähne mit zur Welt brachte.

f Landau. (L. A.) In Folge des am 12. Febr. erfolgien
Todes der Wittwe Julie Lang tritt die Stadt Landau in den
Zesiß des gefammten Nachlasses des im Jahre 1861 verssorbenen
jos. Lang, welcher durch Testament seine Vaterstadt als Univer⸗
alerbin eingeseßt hatie mit der Auflage, ein Waisenhaus zu gründen,
n welchem elternlose oder von ihren Eltern verwahrlose Kinder
hne Unterschied der Konfession (darunter stels 2 Knaden aus
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        Burrweiler) ernährt und erzogen werden sollen. Das Vermoͤgen
des Testators belief sich im Jahre 1861 auf 125,000 fl.

IFrankenthal. Deec pfalzische Barbierverein hat in
seiner am 17. Februar hier abgehaltenen Jahresversammlung be
schlossen, für die Mitglieder eine Krankenkasse zu bilden. (Fetih. 3.)
Oberhochstadt. Die am 15. d. M. vorgenommene
Abstimmung über Einflhrung von confefflonell⸗ gemischten Schulen in
hiefiger Gemeinde halte das Resultat, daß von 121 Abstimmenden
fich 101 für und 20 gegen folche erklärten. (Pf. K.)

7 Wie der Edentobener Gegenwart“ privatim mitgetheilt
wird, sollen die als todt beklagten Mädchen Frl. Albrecht und
Frl. Jeutzer sich gesund und wohl bei ihren Eltern befinden; an
der Selbjtmordgeschichte wäre demnach kein wahres Wort. Wir
müssen der Gegu.“ die Vertretung dieser Mittheilung überlafsen.
Der „Pf. Kut.“ bhrachte auffäͤlliger Weise eine Todesanzeige von
Irl. Jeutzer, abwohl die Leiche noch nicht aufgefunden war. (3. 3.)

* Vor dem Zuchtpolizeig richte zu Saarbrücken stand
gestern ein 15jähriges Mädchen, welches des Meineids beschuldigt

var. Die Uebtrhandnahme der Meineidsverbrechen, klagt die
„Saarbt. Z.“ ist in letzter Zeit wahrhaft erschreckend. Es sollen
Feren nicht weniger als 86 10 die nächsten Quartals⸗Assisen zu
Saarbrücken beschästigen.

Aarktberichte.

om bur 9 Febr. (Fruchtmittelpreis und Victualienmar eizen

burg, 19 Febr. (Fruch lprei d Victuali kt.) Wei
10 M36 pf. Korn 4 M. 16 Pf. Spelzkern — M. — Pl. Spelz 0 M.
BPf., Gerste 2reihige — M. — Pf. SGerste 4reihige O M. — Pf. Hafer
6WM.'iPf., Mischfrucht 7TM. 87 Pf., Erbsen 0 M. — Pf., Wicken
d M. — ppf, Bohnen — M. — Pf.Kleesamen — M. — Pf., Korn⸗
brod 6 Pfund 68 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — Pf.,
Rindfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 800 Pf. Hammelfleisch — Pf. Schweinefle isch

50 Pf. Butter 1 Pfund O M. 90 Pf. Kartoffeln per Ctr. 2 M. 50 Pf.
Kaisferslautern, 18. Febr. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen O8 M. 49 Pf., Korn 7 M. 55 Pf. Spelzkern — M. — Pf. Speli
s Mi. 48 Pf., Gerste 7 M. 68 Pf., Hafer 6 M. 25 Pf., Erbsen 8 M.
10 Pf., Widen 5 M. 70 Pf., Lin sen 8 M. 40 Pf., Kleesamen 33 M. —
Pf., Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 68 Pf. 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
8 Ppfund 89 Pf., Bulter per Pfd. — M. 80 Pf. Eier 2 Stück 11 Pf. Kar⸗
lofseln per Ceniner 2 M. 40 Pf., Stroh 1 Me60 Pf. Heu 1 M. 30 Ppf.

Conventionelle aoqioaip ↄ) aojocq;
Wiederversteigerung. /iam̃ atzsoif
Seamstage 8. Rärz 1. JF., J 2Nav aouia —X
des Nachmittags um 2 Uhr, zu 129 ypqhad —X
St. Ingbert, in der Wirths Javae J 2
behausung des Michael Paul,
wird auf Betceiben von Philipp ununoa8g
Weigand, Gastwirth in Mez, bosuozi⸗ aun bomiuos⸗ id outsog
und dessen adeen Kindern r Donnersiag ub
1. Heinrich Zimmer, Mau⸗ Ahende
rer, und dessen Ehefrau Apol⸗ Wurstsuppe
lonia Hottung, als Haupischuld⸗
ner un d57 eiPbil. Paulus
ene Faedrich Josehh Koch, Wobhnungsvermiet hung
Schmelzarbeiler und Wirth, als Das frühere Wohnhaus mit
Solidarbürge, alle 3 in St. Zubehör des Schreinecs Jalob
Jugbert wohnhaft, Schuster von hier, gelegen im
wegen Nichtbezahlung des Er⸗ Josephsthale, neben Pbilipp
werbepreises zu eigen öͤffentlich Wentzel und dem Dialonissenhause
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Notar Sauer: sind vorräthig in der
K. Auffschneider. Druckerei ds. Bl.
*
—
irchenbauverein St. Ingbert.
In der letzten Ausschußsitzung wurden nadstehende Herren als
—A
1. Harl Scmelzer, Schmelzarb. 2. Schwarz Adolf, Schmelzarb.
J — —8 Schmelzarb.“ 3. Jung Peter, Bergmann
. Fenn Nilolaus, Schneider 4. Wei
e e — Schmelzarb.
Gries Nikolaus, Blechsctm. 83., hoe zer Georg, Ladkaech
6. Dengel Franz, Schreiner Selzer Joh., Schmelzarb.
7. Just Johaun, Schuster 7. Jung J. J. Bergmann
8. Selzer Jalob, Bergmann 8. Schmitt Louis, Küster
9. Kißling Joh. Joseph 19. Betz Joseph
10. Best Nikolaus, Ladknecht 290. Schuster Ludwig
11. Buchheit Joh., Schmelzarb. 21. Liadinger Heinrich.
Als Haupt⸗Cassier:
Grewenig Louis, Kaufmann.
St. Ingbert, den 20. Februar 1879.
Der Präsident
— —vBihttor Graffion.
Druckorneiten ⸗uer Arr
werden rasch und billig angefertigt in der
J. J. Demeß'schen Buch⸗ und Steindruckerei.

Fastunacht Zonntag
—Freimusik.—
F Montag
Bürgerball
rau dulius Grewenig.
Hötél Laur.
Fasinachtsonntag, den 23. Februa
Allernärrischste Freimusik.
Anfang 3 Uhr Nachmittags.
Fastnachtmontag, den 24. Febr.
Großer Maskenbalb
Dricht Maskirte haben selbstverständlid

Zutritt. — Anfang 8 Uhr Abends. —*—

Bei ungünstiger Wit rung fleht mein Wagen hur Ver⸗«
jfügung, doch bitte ich um vorherige freundliche Mittheilung.

Ergebenst
r. Lehnert.
Fafinac t· Zonntag und Montag
*
Freimusik,
wobei Maskirte auch Zpoirin haben.
Entree 50 Pf. — Anfang 4 Uhr.
Peter Jung.
Das Neue Blatt
bringt unter allen belletrist schen Unternehmungen der Jetztzeit neben
unterhaltenden und belehrenden Abhandlungen die
spannendsten Romane.

Die jetzt erscheinenden Erzählungen: „Am Abgrund⸗⸗
von F. Levanti, „Die Tochter des Sträflings“ von
V. QCiel, „Im Bann der Schönheit“ von H. Frey
bdieten an sesselnden Situationen, spannenden Verwickelungen und
jeiner p ychologischer Beobachtung einen Lesestoff, wie er dem Pub⸗
likum noch nicht geboten worden ist.

Der allgemeine Beifall, dessen sich d'ese Etzählungen erfreuten,
haben auch auf die Auflage des Neuen Blattes einen
mächtigen Einfluß gehabt, so daß dieselbe bereits eine

AMenhr-AuHMage von über 60. O00
zu verzeichnen hat.
Das Neue Blatt bringt neben zwei for!laufenden span⸗
nenden Erzählungen, Reise-Beschreibungen, populärmedic nische Ar⸗
titel aus der Feder bewährter Aerzte, Juristische Artilel über die
im Leben täglich vorlommenden Fälle, Humor stisches, Correspondenz ꝛc.
Das Neue Blatt ist das einzige Blatt, welches regelmäͤßig
JDin jeder Nummer eine Illustration zu der Hauptnoveile

bringt und dadurch der Lebendigkeit der Schilderung und den Reiz
der Sitnationen noch gauz besonders erhöht.

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und Buchhandlung bewirlt werden.

Das Neue Blatt ist das billigste Blatt.
Druck und Verlag von F. X. Demestz in St. Inabert.
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533228 — 335355—8
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2558 3258 3535335538 3553385853 335338335
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23*7 5 2 —F 585—553—85 28 —8 * 8 2383 * —— 52 234
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53338 55—55 5—52335 5358533* 2*55325 55— —3—5 3535355
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3 5353—538s 5535—5 *583 55553 37 — 5 53532

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8* — —523 375————33 5635 5—235553533 323

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—442633355 — *225* ——322 553375— 8— 52
353055s 538— 355335235 72357 —533*3333335535333

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5. — —— * — —FE — —— —2 5 3 —
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25 55 228 — —— 2 —2723 — 253 2 25
3535339* 323 8333* 2555332232
— — 322853 — 35 323522— 235 223228
2* 55 5232778 — 255 2232 37 528— 2 23228
—*. 2282 *22.2 2 853 38523325* 22253. 3 32 2823353 74 S
7 2 2* 3. —3* 8. * 2
3253 — — *58735288335
ẽ 22268 25 3 9. 8 223254*2 3 — —— 2 532 7
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8 D 253 5338 2. 2. 35337 22588 —5
523555 2366323 233 2 2 ————— 233 33 223 — 289 522 8
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5257 3333222* 37233
3228. 237337 — —
3253 2522387 5. 2 25
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22 326 2 — 238 —— *
223572 35 32553
2 22. 3 2 2—. — 52257
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522 15 3372. 2233523223
8. 2 2583 5323* —— — o20
282 238 22732
538* 23232373 6233
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726 5—733 3625 5 3 7*
—2— — 2* ——— 2232. 3.
255 23328 2c37
2285 — ————— 52
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8 ẽ 7*5 858 2223
2 »523 2 2*8* —2 *2
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2* 2325828 55233
2 —5228 55833
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32 223 274
2 —A 22 —R
22* 2283335 53532333
* 3 I — — — 25527

— 72223 77 2 2232
58353335 33583
5532323523 ———
25 3 * 23358533
*2*8222. : 522. z 2
D* 323 375— 7 255858*
———— 53837257
572 8— —55224 223333—
223355 32838 253328 5
57 35535285
33 * 3 935 75535 23 — 25 2
— 322253553 3 E. 3
23 2 35 —5z22 — 222*72.2772
255 3533531 2537 *57535
23623235531 2322 *
2391 323—381 52528333
753235* 7315 3*232
322. 53835*362 —
35155435*
5 522*3336 — 5522 SE —
233 *2533 *2553—32
ao 52 * 32 23 * 3

— * — —
2283 22.83 —*335
2,7823 23 2 253833.53 3
7323 23325 —
53253 237* 5283232
322752 — * ··* —2
22325 2560 — 2 2
532 552 3 223
233533235 33353 3
7533 2 5252 2 38*8 5 *

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2257
7283*
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2358 4432 *
3255 23288 53 28988
8* 282 * ——
—— *
—— ———
A 2 553 5233 3535
— 2255 533 33 238
522 2535 2 537 *7
22 8 238* s835233 22385 — 2
8 —— 2333 * —
8* 7 5*
— 2228 3237* 7 23
233533 —— —— &amp;2 253ẽ2 523375
558 * —— 353 537
—A 0 3 5323 —A —3— —— — 57 * 3 2.
27 28 — N5 3 33* *
88 53233238 5—2 * 23 2s85533 * 587
5257 * ——— — 238
— —— 5358
338333 555 A
2257 237 1237308 5328 8 5233 2225 8
X* 9 253533 35356 257 8
3* 7* 55 22 V— 2. * 328 —— 5335335 3J 3 3
2387 — 83 228 252 ——— 27 *
223 —2 ——— 533 —— 2 2.2 —
25 * 2 5 22323 52 — — 3323 * — —
7 — —— 23 3 —
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22 * 33383 8 ———— — 358
23.* *2 232 A 3 3383 2238 27 —
233353 * 25333 — 22 2 202
33533 A 388 33355 *
2 — A —— * 3 253 2
S 55 5 28 333723 —
3* 23255 Fe— 2
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22233557 532233383—3333335 — 2
425332 2733333252335573537 2235223
*— 372 S8 —A * —A Zz253348
— ——— 328378 387333339
— * 5222 * — 28 8 5 2 2 2* —
8 533 37*72 333335533255 2323323
352382k8 3 35
— 2 52. 3 -3 23232.* 3 2 2753 2 2* 2.⁊
8 33 53335 33535335823358
—52333552352372338 52385——2533325
23 *3 k4 222 — 27 Gꝛ 2.,2 —E
— 88 52768 —»333538 535 273333 — 3
*52 25532—8353 233335 —333283323
3332333 233632325 533535535 25335533—8
3 — 8 —5333
2232* — 382* 225232 3338—333335
* * 222332 — J — 582 25 —A 253 2—
33—7333. 73. * 383,283 23*3 2 255723 7222223
27 Z527 3 558533* 2228 2.5 3— 33 2555322232
333 33253333323* 2233335333
283235 * 323 28 253332,3338 2335 2 8*323
2332533335352 27 533535 2325 5323257*
— —— 93 235523 a3
3382——3253337* 289332 —5528 73 523388 23
52223235* —A 533328 8 2235332.539
5 3253909— 533535 353363273553 33 23 *433353337
355 3337528*2353273 5333357423532338
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        St. Ingberter Anzeiger.
—— — — —ñ — — — — —— —— — — — —

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? mi dem! Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage) erscheint woͤchentlich viermal: Dienstag, Donnerstaa, Samstag und Sonntag. Der Abonnementsvreis betragt vierteljahrlich

1A 40 B einschließlich Traͤgerlohn; durch die Post bez ogen 1 A 60 H, einschließlich 410 ZustelIgebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswan⸗
mit 15 ⸗fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder eeren Raum, Neelamen mit 80 Voprs Zeile berechnet.
A 30. Samstag, den as. Februrrree

1578
—
—
Deutsches Reich.

München, 19. Febr. (Pf. K.) Gestern Abend seßie der
Finanzausschuß der Abgeordnetenkammer die Beraihung des Gesetz—
entmurfs über die Kosten der Gerichtsorganisation fott; der Jusiiz—
minister theilte eine Uebersicht des Personalstatus der neuen Land—
gerichte mit Darauss ergiebt sich, daß von den 402 gegenwärtig
bei den Bezirksgerichten verwendeten Richter höochstens 382 bei den
künftigen Landgerichten Verwendung finden, sohm mindestens 48
Richter zu anderweitigen Verwendung übrig bleiben. Außerdem
lehen noch Personal-Ersparungen dei den künftigen Oberlandesge⸗
richten (dermalige Appellat onsgerichte) in Ausficht.

In der Sitzung des Finanzausschusses der Abg.Kammer vom
vom 17. d. gab der Justaminister in Sachen der neuen Gerichts⸗
organisation Erklärung⸗mn ab; wir entnehmen denselben Folgendes:
Oberland eagerichte werden errichtet: in München, Augsburg, Nürn⸗
berg. Bamberg und Zweibrücken (Das Appellgericht Passan wird
aufgehoben.) Landgerichte eihält die Pkalz 4, wie seither, nämlich;
Frankenthal, Kaiserslautern, Zweibrücken, Landau. Der Minister
erllärte, es losse sich insbesondere wegen des Grundbuchwesens in
der Pfalz Nichts ändern. — Der Utinifter des Innern gab auch
die Organisationen in seinem Ressort lund. Nach diesen Mitthei⸗
lungen werden 9 Bezirksämter eingezogen werden.

Reich stag. Berathung des Antrags auf Ver haftung
von Frißiche und Hasselmann wegen Verstoßes gegen 8 28 des
Socialisengesezes und des Antrages von Rickerr auf Versagung
der Genehmigung der Verhaftung sowie auf authentische Interpre⸗
hation des 8 28 des Socialistengesetzes. Die Genehmigung zur
Verhastung Frißsche's und Hasseimann's wird fast einstimmig ver—
sagt und der zweite Theil des Antrages Rickert rauf authentische
Interpretation des 8 28 des Sccialistengesetzes mit großer Mehr⸗
heit angenommen; gegen die Interpretation stimmen besde Frac⸗
tlionen der Rechten.

Nach dem dem Reichstag zugegangenen Weltpostverirag, be⸗
treffend den Austausch von Briefen mit Werthangabe und don Post⸗
anwe sungen, ist in Betreff der Postanweisungen der Meistbetrag
einer einzelnen Anweisung auf 500 Fres. — 400 Mart festgesetzt
worden. Hieraus ergibt sich nach der Ansicht des Generalpost⸗
meisters füür den Verkehe im Innern Deutlschlands die Folge, den
Meistbetrag der Postanweisung von 300 ausf 400“ Maurt zu
erhöhen.

Berlin, 18. Febr. Die Zolltarif⸗Commission hat der
„Nat.Zta.“ zufolge einen Eingang 33001h von 10 WM. für den Cir.
Dopfen beschloss en, dagegen Zollfreiheit für die Einfube von Wolle
und Baumwolle.

Berlim, 18. Febt. In Abgeordnetenkreisen ist man der
bestimmien Ansicht, daß Fuͤrst Bismard den Willen hat, den Reisch e⸗
tag aufzulösen. Nur darin gehen die Meinungen augsei⸗
nander, ob die Auflösung dor oder nach Feststellung des Budgets
erfolgen würde. Bie jeht neigt man mehr der ersteren Annahme
zu. Die Einzellandtage haben ja die Mairikularbeiträge im Vor⸗
dinein dewilligt, und die Steuern und Zoölle gehen ruhig weiter ein.

Berlun, 19. Febr. Furst Hohenlohe⸗VLangenburg, im
Augenblick nicht hier, lehnte ielegraphisch die Wahl zum Iweiten
Viceprasidenten des Reichstages ab dem Vernehmen nach ist nun⸗
mehr v. Seydewitz (deutschcons.) für dielen Vosien in Aussicht ge⸗
nommen.

Aus Berlin, 19. Februar, wird der „Ftlf. Ziꝰ gemeldet:
„Die im preußischen Finanzministerium ausgearbeitete —X
oorlage zerfällt in drei vollständige Gesetze. 1) Ueber Vesteuerung
des Tabals nach dem Gewicht. Hier ist für importirten Tabat
und Cigarren die Normaltoxe auf 70 M. pro Centner, für in⸗
landischen auf 40 M. fesigeseßt. 2) Nachversteuerungsgesetz und
3) Licenzsleuergesetz.

Das „B. Tagebl.“ schreibt: Der Plan der Eisen-Produzenten
und ihrer Freunde, noch bor Vorlegung des allgemeinen Zolltarifs
im Reichstage einen Gesetzentwurf wegen Wiedereinführung des
—AX scheint auf gewichtigen Widerstand ge⸗
stoßen ju sein. Die Ubsicht ist votläufig aufgegeben. Um so er⸗

freulichere Fortschritte machen die Arbeiten der Tarifkommission
Die für Kupfer und andere unedlen Metalle beantragten Zollsaͤtze

Jaaben die Zustimmung der Majorität gefunden.

Eine Illustration zur Frage der ndirekten Steuern!
In dem bielerwähnten Schreiben des Reichskanzlers vom 15. Dezem⸗
her wird bekanntlich auch behauptet, daß die Verwaltungskosten der
ndirekten Steuern. insbesondere der Zoͤlle: sich nicht erbeblich er⸗
ohen würden, wenn man die Tarifsaͤße erhoͤht. Ein kleines Bei⸗
piel wird darthun, welchen Einfluß es auf die zur Abwehr des
Schmuggels erforderlichen Maßregein hat, ob hohe Zöolle zum
Schmuggel anlocken oder ob mäßige Zölle den Anreiz zum Sqmuggel
⸗ermindern. Die Schweiz, deren Zollsätze gering find, hat laͤngs
der Grenze des Kantons Tessin 52 Zollbeamte, das schuß zöllnerische
Italien halt längs derselben Grenzt nicht weniger als 1444 MNanw

Frantfkurt, 18. Febr. Nach einem Wiener Telegramm
der „Ir. Z.“ stimmten alle Mächte zu, daß der Botschafterkonferenz
n Konstantinopel die Enischeidung in der Arab⸗Tabiafrage (Conflikt
wischen Rußland und Rumänien) zufalle. Der Urtheüsspruch in
unmittelbar bevorstehend. I

Ausland.

Paris. 17. Febr. Der Grund, weßhalb der Minister⸗
rath den Beschluß des Pariser Gemeinderaihs. I60, 000 Fres. au
die heimlehren den Communards zu vertheilen, beanstandete, ist, daß
etzterer gejetzlich nicht aus eigener Mactvolllommenheit eine solche
Summe zu einem den Gemeindezwecken fern liegenden Zweck ver⸗
wen den könne und daß eist Vorsorge getroffen werden müsse, daß
die Summe von einer öffentlichen Behörde entisprechend vertheill
werde. — Der Gemeinderath von Paris, in welchein viele Radi—
zale sigen, hätte nicht übel Lust, so eine Art von Nebenregierung
neben der Staatsregierung zu spielen. So hatte er jüngst in
einer Resolution das Vorhaben ausgesprochen, die Pariser Polizei⸗
zraͤfectur seiner ständigen Controle zu unierftellen. Der Minister⸗
ath hat nunmehr diesen Beschluß ais nichtig erklärt.

Paris, 19. Febr. Das Gerücht, der Gemeinderath von
Paris habe seine Entlassung gegeben, wird als falsch erklärt.
ur Lösung der orientalischen Frage: In Ostrumelien laͤßt
nan bereits vielseitig die Maske jallen und nimmt eine zum Los
lagen volllommen bereite Stellung ein. Von einzelnen Gegenden
nus werden lühne von Freundschaftoͤgesühlen gegen die Russen und
daß gegen die Wiederkehr der Türkenherrschaft strotzende Prolla⸗
mationen verbreitet. W'e man allenthalben hören kann „ ist das
Revolutionsheer“ in Korps, Divisionen, Brigaden, Regimenter und
Bataillone eingetheilt, die Waffen dorbereitet, mehrere Batterien
nit Laffeten und Bespannung fertiggestellt, Genetalstab und die
einzelnen Stäbe organisirt. Der künftige Oberfeldhert aber soll
bdereits auch in Bulgarien angekommen sein. Von General Tscher⸗
nojew heißt es, doß er schon seit länger in sämmtlichen sudslavischen
dandern umherreise, um den gemeinfamen Aufstand vorzubereiten.
Bielleicht beeilen sich die Russen nur deshalb so sehr mit ihrem Ab⸗
narsche, weil sie die zum Losschlagen reife Bewegung nicht langer
aufhalten wollen.

Petersburg, 17. Febr. Ein gestern im „Regierungß-
Anzeiger“ erschienenes kaiserliches Manifest über den defintiven
Friedensschluß mit der Türkei ldündigt zunächst die Abberufung der
Truppen aus den Balkanländern an, mit Ausnahme eines Beseßz⸗
ungscotps in Bulgarien und Ostrumelien, „welches daselbst nach
dem Beschluß des Berliner Vertrages verbleibt, um die einzuführen⸗
den Resormen zu garantiren.“ (Der Passus ist nicht recht ver⸗
taͤndlich. Jedenfalls kann fich diese Garantie nur auf die Zeit bis
zjum Mai, wo die Raumung unter allen Umständen ausgeführt
werden muß, erstrecken.)

sonstantinodel, 19. Febt. Ein Theil der tütk schen
Truphen ist bereins im Vorrücken begriffen, um die don den
stuffen gerüumten Stellungen zwischen Thchorlu und Adrianopel zu besehen.

—A Zwischen
»er Pforte und der Insel Samos droht ein Konflikt auszu⸗
zrechen. Die konslitutionelle Veriretung von Samot beschloß die
Absetzung des Fürsten Pholiades Bey und erfuchte die Psotie um
        <pb n="104" />
        Frnennuug eines neuen Fürsten. Die Pforte scheint indessen nicht
geneigt zu sein, den Beschluß der samiotischen Nationalversammlung
anzuerkennen.
Vermischtes.

*Sit. Inabert, 20. Febr. Mit der Eröffrüng der
Blies halbahn wird die hiefige AÄbgangszeit zweier Züge verseat
perden Der Zug Morgens 858 wird ersi Gis, der Zug 1081
Vormitlags aber schon 120 von hier abjahren. Wie uns übrigens
heute Abend mitgetheilt wurde, ist die auf 28. Febr. festgesetzte
Eröffnung der Blieshalbahn wieder auf unbestimmte Zeit verschoben.
Ruischungen an einem Damme sollen dieses nohwendig gemacht haben.

7 LSehrerwaisenstiftslotterit. Wie wir hören,
prosperirt dieselbe über alles Erwarten. Bei dem re ßenden Absaß
der Toose ist gegründete Aussicht vorhanden, daß der Ziehungstermin
78. Maärz — nicht nur eingebhalten, sondern daß sämmiliche
Loose noch vor diesem Tage abgesetzt sind. Gewiß tragen neben
dem Wohlthätigkeitssinn zu diesem glänzenden Verlaufe die außerst
günstigen Gewinnchancen vieles bei. Wer sich noch eine Anwart:
schaft auf Gewinnste sichern will, der greife daher rasch zu; die
Moglichkeit liegt nahe, daß die Gelegenheit dazu bald vorüber
sein könnte.

4 Wie man höͤrt, ist als Reinüberschuß aus der jungst satt
gehabten Kirchenbaulotterie der Kirchenderwaltung der katholischen
Fiebfrauenkirche det Betrag von etwa 220,000 Mark geblieben.

7 Fur das Jahr 1879 werden nachstehende Beschäl-Slatonen
bestimmt und mit der beigefügten Zahl von Beschäl⸗Hengsten des
pfaͤlzischen Landgestüts bestellt: Pirmasens 4, Kandel 4, Offenbach 4.
Speier 3, Haßloch 3, Muiterstadt 3, Lambsheim 4, Kirchheimbo⸗
sanden 3, Winnweilers, Lundstuhl 4, Eichelscheid 4, Wallhalben, 3
Zweibrücken 19. —

*In der am Mittwoch zu Neustadi statigefundenen Ausschuß ·
sitzung des pfälzischen Feuerwehrverbandes wurde der Witiwe von
Tarl Presser IV. in Odenbach rine Unterstützung von 1000
M. hewiligt. (resser verunglückte bei einem Brande.)
7In Brestenbach am Höcherberge ereignete sich,
der „Zw. Ztg.“ geschrieben wird ein recht bedauerlicher Unglücksfall
Der' Häder Brill von Niedertirchen, ein Bürger und Jeg pächter,
befand sich daselbst in cinem Wirthehause. Beim Wegeehen entlud
sich sein Gewehr, welches er bei sich trug, und der Schuß zerschmet⸗
jerte ihm einen Fuß derart, daß das Schuümmste defürchtet werden
muß. — W
217 gaiserslautern, 19. Febr. HDiute wurde vor dem
hiesigen Polizeigericht gegen den dreizehnjährigen Schulknaben Peter
Jung von der Eselsfürth wegen groben Unfugs bei einer Beerdigung
derhaudelt. Derselbe war geständig, mit einem Stock unter das
Leichentuch gefahren und dasselbe herabgezertt zu haven. Er ver
sicherte jedoch, daß vor ihm schon andere Buden in dieser Absicht
auf den Leichenwagen gestienen seien. Der Polizeianwalt betonle,
wir groß die Roheit und Verwilderung einer Jugend sein musse,
die nicht mehr den Todlen ehre, was ja dem Wilden sein nalür—
liches Gefühl eingebe. Er war der Ansicht, daß man hier mit
allet Strenge einschreiten müsse, denn es sei nicht abzusehen, was
aus einer Jugend werden solle, die jetzt schon zu solchen Dingen
fähig sei. Derselbe beantragte 10 Tage Host; der Rchter verur⸗
rheilie, indem er die Jugend und das Zeugniß des Lehrers in Be—
hracht nahm, den Kuaben zu 4 Tagen Haft. 6pPf. 8.)—

* Der Hefenfabrikan Heß dörfer in Neustadi wurde
vor dem Zuchtpolizeigericht Fraunkenthal wegen Uebertretung des
Malʒaufschlaggesetzes zu einer Strase von 180 M. und in die
Kosten verurtheilt.
pRNeustadt, 17. Febr. Die Loos'sche Kesselfabr'k mit
Maschinen und Zubehör, vor der Siadt zwischen der Maxbahn und
der Landauer Straße liegend, wurde vorgestern zwangsweise dersteigert
und dem zweiten Hauptgläubiger aus HPtaunheim um 16,000 M.
zugeschlagen. Vor zwei Jahren wurden für dieses Anwesen so viel
Gulden gefordert. J F 6gf. V.)

RKeuffadt, 19. Febr. Bei dem Vorstand des Verschö⸗
nerungsbereins traf heute vom laul. Hofrath Hofmann in München
die Minhe lung ein, daß das an Se. Maj. den Koͤnig gerichtete
Gesuch, auf der Maxburg einen Pavillon gegen Regen und Wind
errichten zu dürfen, dahin beschieden wurde, daß diese Anlaqe nicht
nur gestaitet, sondern auch der Kostenbeirag in den d'es jähr igen
EFtat der Marburg aufzunehmen sei.

J f Landau. Wie man dem „Eilboten“ aus München be—
richtet, wird vom Justizminister Sr. Maj. dem König der Ankiag
unierbreitet werden, die lünfügen Landgerichte wie folgt zu besetzen:
Landau, und Zioeibrücken je 1 Präsident, 1 Dlreftor und 6
Richter, Kaiserslautern 1 Präsident, 1 Direktot und 7 Richter,
Frankenthal 1 Prasident, 1 Direltor und 8 Richler. *

Fraänkenthal. Das Comite des mittelrheinischen Schützen
hbundes, welches am Sonntag hier tagte, hat das Schützenfest au
den 22. bis 29. Junj festgeseßkt. ———

pLudwigshafeu. Der Pferdemetzger, welcher an den
Markttagen hier Fleisch verkauft, macht immer bessere Geschäfte. Daß
diese bieher ungewohnte Conturrenz den hiesigen Metzzern nachgerade
doch nicht ganz einerlei ist, beweist der Umstand, daß schon seit eini⸗
ger Zeit das Kalbfleisch nicht mehr wie vordem um 70, sondern um
80 pf. verkauft wird. Nun, wir werden es wohl auch noch er⸗
leben, daß der enorm hohe Preis des Ochsenfleisches — man würde
im Allgemeinen besser sagen des Kuhfleisches — herabgesetzt werden
wird. —

Mannheim, 18. Febr. Gestern gegen Mittag hat

sich ein Knabe von 9 Jahren Namens Pfisterer in seiner elterlichen
Wohnung über dem Neckar an einem Thürkloben erhängi. Der
Znade soll öfters zum Kodlensamm⸗ln ausgejchicht worden sein und
zestern die Aeußerung gethan haben, wenn er dies ferner thun
nusse, würde er sich ertränken oder aufhängen. In Abwesenheit
jeiner Mutter vollzog derselbe nun den Selbstmord, bei welchem
als Zeuge noch ein vierjähriges Brüderchen zugegen war.

F Aus der Pfalz. Das Betilerunwesen hat in neuerer

Zeit wieder arg üherhand genommen. Wie ein ausgetretener Strom
Iberfluthet das bettelnde Gesindel die Oeischaften, indem es die
Stäbdie und größeren Dorfer thunlichst zu meiden sucht, wohl wissend,
daß es daselbst von der Polizei gefaßt wird. Sobald ein Bettler
dem Poli eigerichte angezeizt ist, kann derselbe einer sicheren Hast⸗
drafe entgegen sehen, und ist es ein Gewohnheitsbettler, so kann
et bis zu 42 Tagen erhalten, auch schließlich noch der Landespo⸗
izeibehörde zur Unterbringung in ein Arbeit?shaus uüberwiesen werden.
Finem arbeislosen, in Noth gerathenen Handwerksburschen, wird
Jedermann gerne seinen Fechtpfennig verabreichen, wiewohl es bei
Fenselben schwer bäͤlt, den wirklich ordentlichen Burschen von dem
Fechibruder ex professo zu unterscheiden; allein die Mildthätigkeit
muß gewiß da ihre Grenze haben, wo einer dieser Burschen dem
anderen gleichsam die Thür in die Hand gibt, und wenn man
mertt, daß das Beltteln formlich gewervsmäßig betrieben wird. Ein
Bild hierdon mag ein Gespräch zwischen zwei solchen hetabgekom⸗
menen Vagabunden geben, welches Einsender bieses einmal anzu⸗
hörea Gelegenheit hatte. Der Gine- fFragte den Andberen: „Wo
willst denn Du den Winter zubringen 3“ VDieserx erwiderte: „In
B. . .., denn dort ist das Arrestlökal wärmer und freundlicher
Ia sonsiwo; auch wird vort besser gekoht. Im Sommer gehe ich
nach G ..; dort ist es um die Zeit im Arrest tühler. Ich habe
die Ptobe schon mehrmals gema ht.“ Bei dierer Uaterhaltung be⸗
merkle der Erstere warnend: „Gehe nur der Gegend um XE
aus dem Wege, denn dort ist der Arressvermehzer arg grob, und
man muß don auch immerfort arbeiten !“. „Ja, ich habe dies auch
hon von anderen Kameroden gehört!“ war die Entgegnung.
Jede Gabe an derlei Strolche wird den werdigen Armen gleichsam
tzogen. Das Mitleid mit drkommenen Sudj⸗kten ist am un⸗
lechten Platz. Eines der Hauptmittel, diesem Bettelübel zu begege
nen, besteht darin, daß man die fremden Be'tler in ihre Heimaths⸗
zeneinde verbringt und von der Ortsabehörde strenge überwachen
aßt, damit sie nicht auswärts auf den Betiel gehen. Es wird
unn dieses die Gemeinde nöihigen, auf jede möslsche Weise für
ihre Beschäͤftigung zu sorgen. Die sogenannlen schlechten Zeiten
werden noch bon seiner andern Art Betiler, die auch allen Ehrge⸗
fühles bar sind, aber doch noch den ‚Nobelen“ zu spielen verflehen,
und daher auch die „geputzten Lumpen“ genannt werden, benütt,
um ihr Leben in nichtsthuendem Genuß junnbringen. Wir denken
da an das frivole Borgen im Bäcker⸗ und Kramladen bis zunet
Wirthahause, wo solche deute Zechen bis zu 30 und 40 M. an⸗
schwellen lassen, bis der Wirth endlich den Muth faßt, nach der Be⸗
zahlung zu fragen — und schließlich doch leer auszug⸗hen pflegt.
Gegen solche Wichte gibt es nur ein Radicolmittel: es heiht Richt⸗
borgen! GPf. K.)
Straßbburg. In der Naqht vom Freitag auf Sams—
jag wurde hier ein Schuhladen von Deeben vollständig ausgeräumt;
der Werth der geßohlenen Waare biläuft sich auf 2000 Frics.
fFrankfurt, 17. Febr. Die wegen Beleidigung des
Fürsten Bismarck (durch eine Kolleknv-Erklärung) angeklagten jämmt⸗
uͤchen Redakteure der „Frankfutter Ztg.“ wurden heute vom Stadt⸗
gericht freigesprochen; der noch wegen zwei anderer Artikel angeklagte
Redalteur Dr. Stern wurde wegen dieser zu 7 Wochen Gefängniß
veturtheilt.

7 Frankfurt. Der „Koln. Ztig.“, wird von hier ge⸗
schrieben: Eivem Franzosen, welcher seit einigen Jahren' als fleißi⸗
zer und geschickter Arbeiter in einer Möbelfabrik zu Bockenheim
shätig war, wurde dieser Tage der Ausweisungsbefehl aus Preuben
zuͤgeflellt. Die Ausweisung ist damit degründet, daß der Mann
gestaͤndig ist, als Polizeibramter der Commune fungitt zu haben,
nd von den französischen Gerichten in eontumatiam zum Tode
derurtheilt zu sein, auch mit dem Socialdemokraen Feohme Umgang
gehabt zu haben.

* Augs dem jenseitigen Bahern wird eine lebhafte Agitation
fut Wiedereinführung der Lebenbmitleltaxen gemeldet. Die Wag
        <pb n="105" />
        strate fast aller größeren Städte haben sich dafür ausgesprochen.
Besonders wird eine polizeiliche Feststellung der Brod. und Fleisch⸗
preise gewünsch.

Muünchen, 17. Febr. Der kgl. Post⸗ und Bahnexpe⸗
ditor Hager in Lohhof, ein corpulenter Mann, wollte gestern Nach⸗
mittag 4*4 Uhr bei Abfertigung des daselbst ausnahmsweise mit
dem Regensburg-⸗Münchener Postzug kreuzenden Schnellzuges das
Geleise überschreiten, als er von der Maschine des Schnellzuges er⸗
fußt und in die Mitte des Geleises geworfen wurde, Allgemeines
Haltrufen ertonte, allein die 8 Wagen des Schnellzuges mit Brenrs⸗
stangen und Aschenkasten der Locomotibe gingen über den Körper
des Gestürzten hinweg. Wer beschreibt aber die allgemeine Freude,
als der Beamte urversehrt, nur von dem Fall etwas betäubt und
mit gering verletzter Stirn wieder aufzustehen vermocht?!!

FHersbruck, 18. Febr. Vorgestern wurde in dem
Dorfe Hegendoirf bei Eschenbach ein Mord hegangen, indem ein
ungefähr 56 Jahre zählender Köhler einen anderen, in den Sieb⸗

iger-Jahren stehenden wahrscheinlich erschlug und dann aufknüpfte.
—* Thäter machte hinterher von dem Vorsalle in Eschenbach selbst
Anzeige, natürlich aber in der Weise, als habe sich der Ermordete
selbst aufgehängt und er habe ihn wieder abgeschnitten.

fF Darmstadt. Von einem der bekanntesten Wucherer, der
längst sein Schäfchen im Trockenen hat, verlangte dieser Tage Je⸗
mand auf 14 Tage ein Darlehen von 29. Mark. Der Wacherer
ftellte folgende Bedingung: Ausstellung einer Quittung über 50 M.
Dieser „Nutzen“ entspricht nach Adam Riese einen Vrozentsatz von
nicht weniger als 1740 Prozen.—

F Zur Feier der goldnen Hochzeit des Kaiserpaares wird
in Berlin ein großes glänzendes Reiterfest sogenanntes Caroussel,
borbereitet, an welchen sich ausschließlich Kavallerie⸗-Offiziere, und
zwar die besten Reiter der preußischen Armee, sowie Damen aus
der höchsten Aristokratie betheiligen werdn. J

Eine Natur Seltenheit eigenthümlicher Art ist seit einigen
Tagen zur Besichtigung bei dem Wirth Albert in Essen ausgesiellt.
Ea ist dies ein vollständig ausgewachsenes Kalb, welches zwei Köpfe,
sieben Füße und zwei Schwaͤnze hat. Das merkwürdige Thier wurde
am vergangenen Montag von Münster aus auf dem hiesigen Vieh⸗
marlt zum Verlauf angeboten. WB

Kopenhagen, 18. Febr. Wegen hestigen zweitä—
gigen Schneefalls ist der Eisenbahnverklehr in Jütlond und auj
Funen vollständig, auf Seeland, Lolland und Falster theilweiste
ringestellt. Auf Fünen liegt der Schnee gegen 5 Fuß hoch. Im
uͤdlichen und nördlichen Jütland ist der Schueesall noch erbeblicher.

fZu Palermo haben iialienische Geschworene ein recht
erbauliches Verdct gefällt. Giuseppe Sirogusa, ein 18jähr. Stu—
dwont am Gymnastum „Umberts“ zu Palermo, welcher am Morgen
des 5. November 1878 gegen einen iemer Professoren vier Redol—
oerschüffe abgefeuert hatte, weil er von demselben in der Marhe⸗
matik füt unreif erklärt worden war, wurde von den Geschworenen
als „vorübergehend seiner Geistestlräfte beraubt“ fte gesptochen.
Das Berdict hat einen sehr üblen Eindruck in der Stadt bhervor⸗
gerufen. J

rLondon, 18. Febr. Der ausgedeonte Streik in Libder⸗
pool naht seinem Ende, indem der größere Theil der Streikenden
die Reduetion der Arbeitslöhne angenommen hat.“ Der Streit hat
nun 14 Tage gedauert.

—f In Kairo revoltirten 400 ohne Sold derabschiedete Of⸗
ficiere. Der Vicekönig, welcher herbeig; eilt war, fordert wiederholt.
aber vergeblich zur Ruͤhe auf und wurde selbst infultirt. Die Feib—
wache des Vicekoönigs trieb die Ruhestörer sort.

FGegen die Vielweiberei det Mormonen. Ein loser Schalk
der's fausidick hinter den Ohren hat, macht in Vetreff der Asbschaffung
der Vielweiberei bei ben Mormonen in Utah einen Vorschlag, der
jeht viel jür sich hat. Man selle, so meint er, in die Behausungen
der bekanntlich überaus einfach und in den bescheidensten Verhält⸗
nifsen lebenden Mormonenweiber nicht etwa fromme Traktäfchen

Güterversteigerung.

Dienstag, 25 Feör.
nächsthin, Nachmittags 3 Uhr
zu St. Inabert vbei Philpp
ESem rich lassen die Wutwe und
Kinder des in St. Jagbert ver⸗
leblen Ladknechtes Johann Gee—
wenig die nachhin bezeichneten,
zu der zwischen dem Verlebien
und seiner h'nerbliebenen Wae.
Karoline Jung bestandenen
Bütergemeinschafi oehdrigen Lie⸗
genschaften im Banne von St.
Inabert abtheilungebalber offent⸗
lich an die Meistdietenden zu
Tigenthum versteigetn, nämlich,

1

1. Pl.-Nr. 1422, 10 2 90
qm Acker am Schafweiher.
2. Pi.Nr. 1498, 12 a 95
q¶m Ader auf'm großen
Flur, VI. Abhnung.
Pl.Ne. 4476, 72 50 qw
Wiese auf der Spick.
Pi.Nr. 4481, 6a 814m
Wiese allda. B
Pl.⸗Ni. 4482, 8 a 69 qm
Wiese allda.
St. Ingbert, 17. Febr. 1879
Der Amtsverweser des kgl
Notar Sauer:
A. Auffschneider.

1

Abhandlungen Uber Weiberrechte, Vorlesungen über ihre unwürdige
Ztellung einzuschmuggeln suchen, sondern illustrirte Modeze tungen,
wa den „Bazar“ u. a. Denn W'iber seien Weiber und über
ie Alle habe der Kleiderteufer Macht. Wenn nun den Mormonen⸗
rauen erst, wie andersgläubigen Frauen, das „richtige Verständniß“
nufgegangen, wenn sie erst mit der Klage, „daß sie nichts anzuziehen
ätten“, vom frühen Morgen bis zum späten Abend ihren Männern
n den Ohren lägen, um neuen Putz und Tand zu erbitten oder
nu erschmollen, so würden die Männer sehr bald finden, daß eine
zrau genug und übergenug für einen Mann sei, der das Geld für
hren Bedarf von Kleidern, Hüten, Manieln, Shawls, Bändern,
Z„chleifen u. s. w. zu schaffen habe. Aus einer religiösen Frage
vurde solchergestalt die Vielweiberei zu einer Geldbeutelfrage werden
Die Mode sei die einzige Macht, welche den Kampf gegen den
Blaubenswahn siegreich bestehen könne. Wer ihr Eingang bei den
Dormoninen verschaffe, der werde Wirksameres gegen die Vielweiberei
nusrichten als alle Gefetzgebungen und alle richterlichen Entscheidungen.“
„oweit der Vorschlag jenes Schalks, der hier nach eimer amerika⸗
nischen Zeitung fkizzirt ist. Die Sache läßt sich jedenfalls hören.
Im fernen Westen Amerikas aber scheint man der Zustimmung einer
naßgebenden Persönlichkeit ziemlich sicher zu sein, denn die Illinioß
Staatszeitung schließt ihrerseits den Abyruck des Vorschlages mit
den Worten: „Wozu man mit dem Berliner Weltweisen Nunze
agen kann: „So ist ef!“
Marktberichte.

Zweibrücken, 20. Februar. (Fruchtmittelpreis und Victualienmar
Weizen 09 M. 28 Pf., Korn O M. — Pf., Gerste zweireihige O M. —“
dierreihige d M. — Pf., Spelz O M. — Pf., Spelzkern — M.—
Dinkel — M. — Pf., Mischfrucht M. — Pf., Hafer 5 M. 922
rrbsen — M. — Pf., Widen 90 M. — Pf., Kartoffeln 2 M. 609.
Hdeu 1 M. 80 Pf., Stroh 2 M. — Pf., Weißbrod 1/3 Kilogr. 50 Pf.
dornbrod 3 Kilogr. 70 Pf., 2 Kilogr. 47 Pf., J Kilogr. 24 Pf., Gemischt-
brod 83 Kilogr. 85 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf, Rindfleisch J. Qual
86 Pf. II. Qual. 60 Pf., Kalbfleisch s0 Pf., Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleis⸗
e f., Butter? / Kilogr. O M. 90 Pf. Wein 1 Liter 70 Pf. Bier 1 Liter 24 A
x Coursbericht über Loos⸗Effecten von A. Molling,
Bankgeschäft, Berlin W., Friedrichitr. 180—
J vom 18. Februar 1879

Amsterdam Industr. Pal. 22/0 fl. Ql. G. 8 fi. 6 B. Knsbacher 7
hauptt. 14,000 ki. Gw. 9 fl. 27 G. 29 B. Augsburger 7 fl. Hauptt. 7000
i. Gw. 9 fi. 19 G. 81 B. Badische 35 fl. Hpt. 40,000 U. Gw. 509 fl.
56 G. 161. B.“ Bari 100 fres. Hpit. 100,000 1. Gw. 150 jircs. 83 G.
zarletita 100 fres. Hpt. 100,000 ki. Gw. 150 fres. 19,300 B. Braunschw.
20 thlr. Hpt. 1850,000 kl. Gw. 69 Mark. 82,20 G. 88 B. Bulkarester 20 fr.
ↄpt. 100,000 kl. Gw. 20 fres. 18 G. 20 B. Finnländer 10 ihlr. Hauptt.
30,000 kl. Gw. 36 Mark. 38 G. 40 B. Freiburger 15 fres. Hpt. 40,000
1. Gw. 19 7cs. 19,300 G. 21,20 B. Genueser 150frcs. Hpt. 100000 tl. G.
60 fres. 69 G. 73 B. Hamburger 100 Mk. Bo. Hp 115,000 M. B.
1. Gw. 156 M. B. 285 G. 297 B. Hamburger 50 ihlr. Amortiszieh. N.
Bw. 180 Mk. 173,320 G. 176,60 B. Kurhess. 40 ihlr. Hpi. 96,000 kl. Gw. 225
Mark. 246 G. 251 B.Lübecker 50 ihlr. Hpyt. 30,000 kl. Gw. 168 Mk.
72 G. 175 B. Mailand-Como 14 fl. Hpt. 20,000 U. Gw. 14 fl. 55 G. — B.
Mailänder 45 ir. v. 1861 Hpt. 70,000 kl. Gw. 47 fres. 28,60 B. Mailänder
10 fres. v. 1866 Hauptt. 100,000 kl. Gw. 10 fres. 9 G. 10 B. Meininger
fl. Dpt. 15 000 A. G. 8 . 19,0 6. 20 B.giasfsfaner 26 . Hpi 20o00
I. Gw. 48 fl. 95 G. — B. Reuchateler 10 fres. Hpt. 12,000 ki. Gw. 12 fres.
13,76 G. 15,26 B. Neapeler 150 fres. Hptt. 35,000 kl. Gw. 150 fres. 67 G.
— B. Oldenburger 40 thlr. Hpt. 60,000 kII. Gw. 120 M. 140,6 G. 143,16 B.
PBreußische Prämien 100 thlr. Hpt. 225,000 kl. G. 345 WVik. 148,00 9/0 G.
151,00 ꝰ/0 B. Pappenheim 7 fl. Hpt. 9000 ki. Gw 7 fi. 17.200 G. 19,20 B.
Schaumb. Lippe 25 thlr. Hpt. 86,000 kl. Gw. 188 Mti 180 G. Schweden
10 ihlr Hptt. 80,000 kl. Gw. 39 Mk. 44,1160 G. 46,10 B. Turk. 400 fr. incl.
.v. April 1870 Hpit. 600 000 U. Gw. 400 sres — G. 13 B. uüngar.
100 fl. Hauptt. 100,000 kl. Gw. 136 fl. 151,00 G. 155,20 B. Venediger
30 fres. Hauptt. 60,000 kleinster Gewinn 30 fres. 16 Brief.

Soweit Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den unter Brief nolirten
Toursen Verkäufer, zu den Geld⸗Courfen Käufer.

Badische 35 fl., Kurhess. 40 Thlr.⸗Loose und Preuß. Prämien⸗Anleihe
zelebt und steigend. Barletta, Braunschweiger und Meininger Loose begehrt.

A. Molling.
Fur die Redaction verantwortlich: F.x. Demesr.

— —

Versteigerung.

Dienstag, 28. Febr.,
ächsihin, Nachmittags 4 Uhr in
)er Wirthschaft von Philipp
xm rich, unmittelbar nach der
Krewenig'schen Versteigerung,
aßt Herr Lion Levy, Leder
jändler in Bueskastel die nach⸗
hezecneten Wiesen, im Banne
St. Ingbert, öffentlich an die
Meistbietenden zu Eigenthum ver⸗
ern:

2. Pl.Nr. 841. 1840 Dez.
Wiese alldo.
St. Indbert, 19. Febr. 1879.
K. Auffschneider,
Amtsberweser.
— Ein brabes u. fleißi⸗
jes Dieustmädchen für häus⸗
iche Arbeiten gesucht.

Wo? zu erfiaçen in der
“vyed. d. Bl.
Allgemeine Wechsel
sand zu haben in de
Buch⸗ und ESteinoruckerei
f. J. Bemeß.

Pl.Nr. 827. 18 Dezim.
»der 64 13 qm Wiese in
den Großwießen.

*
        <pb n="106" />
        Hötel Laur.
Fastnachtsonntag, den 28. Februa
Allernärrischste Freimusik.

Anfang 8 Uhr Rachmittags.
Fastnachtmontag⸗ den 24. Febr.

Großer Maskenball

Nicht Maskirte haben selbstverständlich

Zutrit. — Anfang 8 Uhr Abends. —E——

Bei ungünstiger Witterung sleht niein Wagen zur Ver⸗

sägung, doch ditte ich um vorherige freundliche Mitsheilung.

Ergebenst

Fr. Lehnert.
AOMmis Chæœs
Neuestes Duetbt
von
CARL KUNTZB:
Dio Stevneereormor
V oderx
Quter Rath fur jeden Magistrat.
Aumoristisones Duett
fũr Tenor und Bass mit Rlavierbegleitung
eomponirt vbn FF
O. Kamtæ e.
BOp. s08. Freis MI 2.80.
—E—
P. J. Tonegs Musikverlag
An amu Rhein.

Die Unterzeichnete
empfiehirch im
einbügeln von Herren und
Damen⸗Wasche.
Frau Andr. Echweitzer
im Ort.

2
*
*

Wer an Gittt, Khenmalismas oder!
rrdiicagekrenkheiten leidet, ver sehe
ach mit dem in zweiter Auflage
erfchienenen Buche

* *
— ⸗
— —— —
Diesa vorzuguiche, tausendfach be ·
wuhrte und leicht zu befolgende An⸗
rilungen zur Selbstbehandlung u.
deilung obiger Leiden enthaltende
DZuch sollte in keiner Familie fehlen
ind namentlich kein an Gicht oder
Rheumatismus Leidender bersu⸗
men, shhe zu kaufen. Viele
Kranke, die vorher Alles vergebens
gebraucht, verdanken den Anleitun⸗
gen dieses Buches die ersehnte Hei⸗
ung. — Prosvect auf Wunsch vor⸗
ergratis u. sr. durch Ch. Hohen ·

iiner in keipzig und Sasel.

α
—IX
Vogler.

Prste uñd ulteste
Junoncen⸗Exrpedition
vrankfurt a. Main
Filicdlen in Darmstadt
Uannheim, Carlsruhe, Stutt-
gart, Würzburg, Vlm.
PFreiburg in Baden.

) Vorräthig in K. Gotthol d's
Buchhandlund iu Kaiserslau tern,
welche dasselbe gegen 60 ppfs. in
Briefm. franco überallbin ver fendet.

— —
Iscollwerek es⸗
Brust· Bonbons
eine nach äretlicher Vor-
achrift bereitote Vereinig-
ung von Zucker und Kräu-
ter-· Extractoen, welche bei
Hals- und Brust-·Affectionen
unbedingt wohlthuend wir-
Kken. Naturell genommen
und in heisser Mileh auf-
gelòst, sind dieselhen Kin-
dern wio Erwachsenen zu
empfehlen.
Vorraäthig in 8t. Inghbert
bei I. . Greιανισ und bei
J. Vnt Ir.

Besorgen ꝛu Originalpreise
ohne alle Nebenscotten:
XXXX XX
Vaoanion-Angob —XEX
Cauf·a Verxauss· ¶ Lotratha· Osorte
Ansoigen. —XXRXVXR
in alle Zeitungen dor Wolt
Die Hauptblatter der
debweiz und Prankreich
zind von uns gepachtet
aebhmen Anzeigen mud

dJurceh mus.

1

— zu Confirmanden⸗ An⸗
Schwarzes Tuch zügen, sowie eine Parthie
Buxkin, vertkaufe ich um damit zu räumen zu sehr billigen Preisen.
A. WVittich, in Sulzbach.
Geflügelzucht-Verein Kirchheimbolanden.

Zu der am SOo. und 831. März und 1. April 1879
hdatifindenden Allgemeinen

Geflügel und Vogel⸗Ausstellung

verbunden mut v 7
Geflügelmarkt und einer Verloosung
bon Gefluͤgel und Geräthschaften beehren wir uns zur Beiheiligung
höflichst einzuladen.

Programme und Anmeldebogen, sowie 8o. find
ju beziehen durch unsern Schriftführer, Herrn Wanderlehrer app
in Göllheim, an welchen auch die Anmeldungen, jedoch nur bis zum
1. Mörz,. zu geschehen haben.

Prämuürnung durch Geldpreise und Ehrendiplome.

Als Ehrenpreis gibt die Stadt Kirchheimbolanden. M. 30.
das landw. Bezirtslomite . 20.
Jder Verschönerungsverein7 20.
Der Ausschuß.
Looso à 60 Pfg.
sind in der Expeditivn dieses Blattes zu haben.
Das Neue Blatt
dringt unter allen belletristischen Unternehmungen der Jetztzeit neben
unterhaltenden und belehrenden Abhandlungen die —
spannendsten Romane.
Die jetzt erscheinenden Erzäblungen: „Am Abarund“
von F. Levant', „Die Tochter des Sträflings“ von
B.gieln. Im Bann der Schönheit“ von H Frey
bieten an fesselnden Situationen, spannenden Verwickelungen und
feiner pfychoiogischer Beobachtung einen Lesestoff, wie er dem Pub⸗
likum noch nicht geboten worden ist.

Der allgemeine Beifall, dessen sich diese Erzaͤhlungen erfreuten.
haben auch auf die Auflage des Neuen Blafutes einen
machtiaen Einfluh gehabt, so daß dieselbe bereits eine

Mehr-Aα v Dm ũ ber GO, OOO
zu verzeichnen hot.

Sa⸗ HANeune Blatt bringt neben zwei fortlaufenden span⸗
nenden Erzählungen, Reise-Beschreibungen, populärmedicinische Ar⸗
itel aus der Feder bewährter Aerzte, Juristische Artikel über die
im Leben täghich vorklommenden Falle, Humor'istisches, Correspondenz ꝛe.

Das sReue Blatt in das einzige Blatt, welches regelmüßig
in jeder Nummer eine Illustration zu der Hauptnovelle
bringte und dadurch der Lebendigteit der Schilderung uund den Reiz
der Situationen noch gauz besonders erhöht.

Preis pro Quartal incl. eines reizenden Oeldrudk
Bildchens 1I M. GO. Abonnements können bel jeder Post⸗ Anstalt
und Buchhandlung dewirkt werden.

Das Neue Blatt ist das billigste Blatt.

In Eh. Stahl's Verlog in Neu Ulm ist soeben
erschienen: ,.
Amalio Eohenestér's
Arzneimittelschatæ.
Jusfährliche Geschreibung
der
wirksamsten Heilmittel
aus dem
Pflanzen⸗, Thier⸗ und Erdreiche,
sowie genauer Ungabe ihrer Verwendung in den verschiedensten
menschlichen Krankheiten.
Nebst Anleitung
nur Bereitung aller möglichen Arzneien, Kräutersäfte, Syrupe,
Tonserven, Latwergen. Essenzen, Wasser, Pulver, Oele, Sal⸗
den, Pflaster, Piüen, Pomaden, sowie vieler Geheim⸗ und
Hausmittel.
Mit einer ansführlichen Urinkunde.
46 Bogen. Preis M. 6.
Vel Vinsendung des Betrages franco Zusendung.

Druck und Veriag dvon F. X. Demezß in Sti Ingbert.
        <pb n="107" />
        Slt. Ingberler AAnzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich/ mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter VBei—

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstaz, Sunstag und Sonntag. Der Abonnementepreis betragt vierteljahrlich

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mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder eren Raum, NReclamen mit 30 4 pro Zeile berechnet.
M 31. Sonntag, den 22 Srnar

18

αUαα

Deutsches Reich.

München, 20. Febr. Der Finanzausschuß hat die Auf—
hebung des Landgerichtes (Amtegerichses) Göllheim beschlossen, das
dandgericht Hornbach will er jedech bestehen lassen. (Es wird nun
auf die Entscheidung der Kammern ankommen.)

— Urnberg. Der Vorstand des Holzhändler:Vereing hiat
an das Reichskanzleramt die Bitte gerichtet, von Einführung eines
Eingaugszolls auf rohes und bearbeitetes Nutzholz Umgang nehmen
uu wollen.

Verlin, 20. Febr. Die .N. A. Z.“ schreibt: „Die
Rotiz verschiedener Zeitungen, daß der Tarif⸗Commission das Mate⸗
rial zur Tabaksteuer: Vorlage mit dem Auftrag zur Ausarbeitung der
entsprechenden Gesetzenwürfe zugegangen fei, is irrthümlich. Daß
in dem preußischen Finanzminssterim ein auf die Besteuerung des
Tabals nach dem Gewicht bezüglicher Gesetzentwurf ausgearbeitet
worden sei und bertits dem Staatsmin'steriumm vorliege, dürfte da⸗
gegen richtig sein.“

Reichstat. Bei der Wahl des zweiten Vicepräsidenten wurden
210 Stimmen abgegeben; 11 Zettel sind unbeschrieben, 122 erhält
ducus (freicons.)) 75 v. Seydewiß (cons.) die übrigen Stimmen
sind zerplittert, Lucius, der somit gewählt ist, nimmt die Wahl
dankend an. — Hierauf begann die Berathung dee provisorisch
für ein Jahr abgeschlossenen deutsch österreichischen Handels vertrages.

Berlin. Der „Reichsanzeiger“ melden: Die Hafen behörde
ordnete für Provenienzen aus dem Schwarzen und Asow'schen Meere
eine zweitägige Quarantäne an und bestimmte, daß die aus den
ostlichen Mitielmeerhäfen kommenden Schiffe einer ärztlichen Unter⸗
suchung unkerzogen werden.

Dem Vorgange anderer Städte folgend hat auch die Stadi⸗
perordneten · Versammlung von Frankfurt g/ M. eine Resolut'on gegen
die Einführung von Zöllen auf Nahrungsmittel, und zwar einstimmig,
heschlossen.

Blieslastel und Homburg) ollein eine groͤßere israelitische Bevdlkew
uing wohne, als im ganjen Amtsbezirke Pirmasens, und endlich
veil in Zwe brücken sich eine neue geschmadvolle und geräumige
—A diejenige in Pirmasens ein altes be⸗
qeidenes und namentlich für die Festtage ungenllgendes Ge⸗
aude ist. (GPirm. U.)

Mutterstadt. Am letzten Sonntag hat sich in biefiger
Bemeinde ein Comite gebildet, behufs Uebermittelung einer Adresse
an den Reichskanzler Fürsten Bismarck für Einführung des Tabat⸗
nonopols.

F In Landau hat man soeben die Bildung eines Obst⸗
daumzuchtvereins für den Kanton Landau angeregt, wie es scheint,
mit Erfolg. (3. 3.)

7 Forbaqh. Ein Patent wurde eriheilt unter Nr. 4845
ür Verbesserungen an der Spulenkorstrultion, sowie an dem Ver⸗
ahren und den Maschinen zu deren Herstellung der Firma Gebr.
AUdt in Forbach, Ensheim und Pont A Moufson. —

Crail sheim. Seit heute sind bei uns die Preise
ämmtlicher Fleischsorten um 4 Pf. herabgesetzt worden und kostet
das Pfund Rinde, Kalb. und Schweinefleisch je 86 Pf. Ein Bader
nuntert seine Collegen ebenfalle zum Rückzug auf, indem er 6 Pfund
kornbrod um 58 Pf. 4 Pfund Kotnbrod um 40 f. anbdieiet.
Verdient das nicht Nachahmung 9)

FKoöoln, 19. Febr. Gestern ereignete sich hier der seltene
Fall, daß drei Schwesiern zugleich in den Stand der Ehe eintra⸗
en. In der Psarrkicche don Si. Peter fand die Trauung der
Paare statt.

fKrakau. Nach mehrtägigen Verhandlungen wurde hier
ine sogenannte Engelmacherin, welche durch eine lange Reihe von
Jahren eine bis nun noqh nicht exuirte Anzahl von ihr anvertraute
pflegektindern theils gemordet, theils verkauft hat, vom Schwurge⸗
ichte zu sechzehn Jahren schweren Kerkers uud ihr Maan zu seche⸗
nonatlichem Arrest verurtheilt.

Ar die Nedaction r wich: F. x. De⸗ m e

Tondon. Deutische Ueberseßung. Gegen
Nust en und Heiserkeit — Bronchuis — Lungenschwindsucht —
Nagenschwäche — einfache Appetitlosigkeit — Schlaflosigteit —
dervenschwaͤche — Allgemeine Entkräftung und Asthmalische Leiden
jud das anerkannt sicherste und billigste Hausmittel die weltberuͤhmten
Jrustlaramels — Maria Bennd von Donat.

Bei den vieliachen Nachahwungen und Imittionen kann eine
Barantie für die Echtheit nur dann übernommen werden, wenn
ich auf der Vorderserte eines jeden Cartons oder Flocons nichts
Underes gedruct fiadet, als die A Worte: Maria Benuns
pon Donat.

Tritt allgemeine Schwäche hinzu, so versaume man nicht, einen
vissenschaftlich gebildeten Arzi zu konsultiren.

JIu unferer Stadt alein echt bei Herren Jean Peters,
Kohlenstraße. 1 Carlon loftet in Deutschland 50 Pf. und
Filocon 1 M.

Ausland.

Paris, 20. Febr. Gestern fand seitens des Prasidenten
Grevh und seiner Gemahlin großer Empfang der deutschen Bot⸗
chaft Statt. Gambetta und Senatspräsident Martel wohnten dem
Empfange bei.

Bubarest, 20. Febr. Auf Befehl der rumänischen Regier⸗
ang haben die rumänischen Truppen heute das Fort Arab-Tabia
zeräumt; die rumänische Regierung hat den Großmachten zu w ssen
gjethun, daß sie dies in Erwartung ihrer endgiltigen Entscheidung
angeordnet habe. Rußland besejt das Fort einstwe'len auch nicht.

Aus dem juüngst vorgelegten englischen Blauduche geht die
Best ätigung hervor, daß England mit der Zurück iehung der russi⸗
chen Mission von Kabul das einzige Hinderniß der Wiederherstel⸗
ung eines vollkommenen Einverständnisses zwischen beiden Mächten
ezüglich Centtalasiens beseitigt hält.

Vermischtes.

St. Inabert, 21. Febr. In der heutigen Distrikts«
rarhestzung wurden als Ausschußmitglieder solgende Herren ge⸗
vählt: Gustad Krämer und Wolf. aug Kahn von Si. Ingbett,
Jacob Schmidt von Ensheim, Georg Wolter von Eschringen, Johann
hboffmann von Ommersheim, Urban Jacob von Rohrbach.

fFBaiern erhält nach der neuen Gerichtsorgansation 8 Ober⸗
sandesgerichte: 1. München (1298.901 —R——
I.124 991 Ein:o.), 8 Rürnberg (1,073, 177 Einw.). 4. Augsburg
886,247 Enw.), 5. Zweibrucken (641 254 Einw.). Von den
pfalzischen Landgerichten zählt Fraukenthal 179,686, Kuaiserslautern
155,482, Landau 150,417, Zweibruden 155,719 Eiuwohner.

fPirmasens. die ẽ. Kreisregie ung hat beschlossen, daß
er St des Rabbiners für den Bezirt Pirmasens-Zweibrückeue Hom
urg bon Pirmasens nach Zwe bruͤen verlegt werde, da letztere
Sltadt zum Sithze des Rabbnans nach jeder Richtung hin geeigneter
sei als Pirmasens, weil fie im Mittelpankt liege, perschiedene hödere
Bildune sanstalten besitze, an denen regelmäßiger erael tischer Reli
nionsunierricht zu ertheilen sei, jerner in Zweibtüchen und Umgebung

Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.
Montag, den 10. Värz
nächsthin, Vormittags 10 Uhr
zu Heckendalheim bei Lud
via Buch deut, Schmied
wird auf Betreiben der Hand⸗
ungsfitma J. Joseph in
Blieslastel, Gläubigerin,
gegen die Wittwe und Kinder
)is zu Heckendalheim verlebten
Schne ders Franz Walter,
Schuldner,
solaende Liegenschaft im Banne
Heckenda heim wegen nicht be⸗
zahlten Eewer“ »nreisez im Wegt

der vertragsmaßigen Wiederver⸗
steigerung öffentlich an den Meist⸗
bietenden verdußert, namlich:
Pl.Nr. 39, 1Ea 2 qm
Flaͤche Wohnhaus mit
Hofraum, Haus Nr. 83 im
Orte Heckendalheim, neben
Mathias Walle Erben und
dem alten Schulhause.
St. Ingberi, 21. Febr. 1879.
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:
N. Auffschneider.
2 schön möblirte Zimmer
hat zu vermiethen
Ww. Franz Foos.
        <pb n="108" />
        Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.
Montag, den 10. Marz
aächsthin, Vormittags 11 Uhr zu
Heckendalheim bei Ludwig
Buchhein, Schmied.
wird auf Betreiben von Mo⸗
ritz Oppenheimer, Rentner
in Jrankfurt a. M., Glaubiger,
gegen die Wittwe und Kinder
det ju Hedendalheim vpetleblen
Schneiders Franz Walter
Schuldner,
folgende Liegenschaft im Banne
Pegendalheim wegen nicht be⸗
sahllen Erwerbsprieises im Wege
der vertragsmäßzigen Wiederver⸗
steigerung bffeatlich an den Meist⸗
biefenden veläußert, nämlich:
PleRi. 168, 17 4 72 qm
Acker in den kurzen Halb⸗
äckern neben Nikolaus Sand
und Margaretha Devuisch.
St. Ingbert. 21. Febr. 1879
Der Anusverweser des kgl
Notar Sauer:
K. Auff schneider.
Licitation.
Dienstag, 11. Märjz
nächsthin, Nachmittags 3 Uhr zu
SEt. Ingbert, bei Georg
Sarüej, werden durch den un⸗
lexzeichnelen, hiezu gerichtlich bie
austragten Amtsverweser des t.
Poiar“ Sauer in⸗ St. Jngbert,
bie nachstehend bezeichneten Lie⸗
genschaften im Banune von St.
Ingberi zum Nachlosse des daselbst
verlebten Bergmannes Johann
Schmelzer II. gehörig, der
Abtheilung wegen öffentlich zu
Eigenthum versteigert
Pi. Nr. 4161 14 2 qm
Flache, worauf ein Wohn ⸗
haus mit Hofraum und
pᷣl.Nc. 417, 13 86 qm
pᷣflanzgarten dabei, das
Vonze gelegen zu St. Ing⸗
dert in den Gossengärten
neben Ludwig Siolz und Ge tesesith. Doe i
iebig's se Backme
Joseph Schmelzer und —28 Puddingpulver
u zebig' 3Manufactory Hannover,
Eigenthümer sind: Schuhmarke eine Wind muh le, find
1. Joh. Schmelzet VI. Berge Fedesten, billigsten Pravarate dieser
mann in Si. Ingbert, volljãh⸗ Art. Preisgekrönt auf 4 Ausstellungen .
riger Sohn des genannt berleblen erdh heden mit vorzualichen Receb⸗-
Idhayn Sqmelzer V. und dessen gh. Klinck in St. Ingbert.
9
ctrevoler in 8St. Jdohann a d. vaar

eichfalls verleblen Ehzefrau Mar⸗
zaretha Jung.

Z. Die mindersahrigen Kinder
dieser Eheleute, als 3. Marga
retha, b. Peter, C. Katharina
I. Diaria und e. Jakob Schmel
ser, welche den Georg Schmelzer,
dadknechi allda, zum Vormunde
und den Peter Joseph Jung,
Bergmann allda, zum Neben vor⸗
munde haben.

St. Ingbert, 21. Febr. 1879

K. Auffschneider,

Amts verweser.
Irbenler Bildungs⸗Verein.

Montag den 24. Februar
General versammlung
aoqgiaaip aoo
D—
J agav a⸗ꝛun 20vbg
q ipqaa aoↄooꝰ ui9

JavrC I ↄ2243u
Isnunoas
zrzuorse qun soiuoꝰ· jpouiv8

Voꝛ heuse an, näglich Mor⸗

gens und Mittags
2uuͤrbes Vackwerk

u 3—28 Pf. per Stück.

Jeden Mütag Berliner

Pfannenkuchen. sowie Sonn⸗

aͤgs gefüllte Merengen

und Windbeutel in der
Conditerei G. Rickel.

Ausverkauf—
ammilicher Schuhwagren und Schuhmacherartikel,
ne einer großen Parthie Schäfte Alegaruster Sorte
inter dem Selbsttostenpreis, wegen Aufgabe des Geschäfts bei

Wittwe Iranz Zoos.

Fasinacht sonntag, den 28. Februar
Allernärrischste Freimnusik.
Anfang 8 Uhr Nachmittags.
Fastnachtmontag, den 24. Febt.
Groͤßer Maskenball 4
Nicht-⸗Maskirte haben selbstverständlich
Zutritt. — Anfang 8 Uhr Abends. —*
Bei ungünstiger Witterung steht mein Wagen jur Ver—
jügung, doch bitte ich um vorherige freundliche Mittheilung.
Ergebenst
Fr. Lehnert.
FJasinacht · Eonntag uhd, Montag
C *
Freimusik,
vobti Maskirte auch Zutriti haben.
Entree 00 Pf. — Anfang 1 Uhr.
Peter Jung.

Gauzlicher Geschäfts⸗-Aufgabe —
babe meine sämmtlichen Mia nufaktu r und WMode w aaren einem
Totalen Ausverkaufe
— zu sehr redutirten Preisen

— — Ecke der Bahnhof⸗ und Dudweilerstraße. ⸗ —*

ungesett.
ler zee
A. Strévéler, St. Johann, Lcke der Bahbnbel- und deν
xn. di⸗ ganze Laden⸗, sowie vollständige Gas Einrichtung ist nach Räumung des Lage
bverkaufen.

— ——— — — — — —— —
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
Siezu .Allustrirtes Sontaasblatt“ Nr. 8.
        <pb n="109" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der Et. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöhentlichj mi dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. Sonnutags mit illustrirter Wei⸗

lage) erscheint wöhentlich viermal: Dienstang, Donnerstang. Sunstag und Zonutaz. Der Abonuementsvreis beträgt vierteljährlich

1A 40 S einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 A 60 H, einschließlich 40 3 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 —d, von Auswaris
uit 15 — fuür die viergespaltene Zeile Blattschriit oder Zeren Raum, Neclanen mit 30 A pro Zeile bherechnet.
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32.
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5F
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II8
— —
ü35
Deutsches Reich. 8

München. Hirsichtlich der Ausstellung von Fahrik: Inspec⸗
doten wurde eine kgl. Verordnung erlassen. Hiernach wird die
Aufficht über die Ausführungen der 88 135—-1394 sowie des 8
120 Abs. 3 der Gewerbeordnung in seiner Anwendung auf Fa⸗
oriken und den denselben gleichgestellten Gewerbebetries, fernecr die
Fonnrol⸗ in Bezug auf die Sichtrung der Arbeiter gezen Gefahren
jur Leben und Gesundheit in denienigen Anlagen, welche nach
zg 16 und 24 der Gewerbeordnung einer besonderen Benehmigung
dedürfen, neben den ordentlichen Polizeibehörden besonderen Beamten
ibertragen, die den Titel Fabrik⸗Juspec'oren? führen. Die Zahl
zer Fabrit⸗Inspecioren wird votläufiz auf 3 festgesetzt. Die⸗
elben haben ihren Sißz in München, Narnberg und Speyer.

Maunch'en. Der Ködnig hat genehmigt, daß die den baieri⸗
rischen Unteroificiren und Soldalen bei Beurlaubungen für Reisen
zuf den baierischen Staatseisenbahnen gewährie Beqüpnstigung der
halben Fahrtaxe auch auf die beurlaubten Mannschaften der übri⸗
gen deutschen Contingente ausgedehnt werde.

* Gestern trat unsere Abgeordnetenkammer in die Berathung
des Justizorganisationsgesetzes. Dem Ergebniß sieht man im ganzen
dende mi Sparnung entgegen. Vorqaussichtlich wird es erst heute
ur Abstimmung darüber lommen, denn es verlautet, daß von ver⸗
ichiedenen Seiten abanderungsvorschläge zu den Ausfchußbeschlüssen
azcabsichtigi sind.

Berluin, 28. Febr. Fürst Bismard ãußerle in der gest:
cigen patlamentarischen Soree, er habe als Zoll auf Roggen 25
pf, auf andere Sorten Geireide 50 Pf. pro Ctr. und 20 M.
hro Stuͤck Ochsen beantragt. Der Getreidezoll solle lein Schutzzoll,
sondern ein Finanzzoll sein.

Berlin, 23. Febr. General⸗Feldmarschall v. Roonm ist
heule Nachmittag 1 Uhr gestorben. Er war seit eiwa 8 Tagen
irank gewesen; es troten in den letzten Tagen entzündliche Erschein⸗
ungen in der Lunge hinzu, welche sich rasch in gefährlicher Weise
deigerten. (Der Verstorbene wac geboren am 30. April 1803.
Zurde also nahezu 76 Jahre alt.)

Wie pas Deutsche Mont. Blan“ hört hat der Kaiser wieder ·
holt seine tiefe Mißstimmung über den Reichslagsbeschluß betreffend
zie Versagung ber Genehmigung zur Versolgung der Abgeordneten
Frißsche und Hasselmann zum Nusdrud gebracht. In parlamen⸗
narijchen Kreisen circulirt eine Aeußerung des Kaisers an einen

hohen Reichsbeamten: „Ich habe die erste Schlacht dem Reichstagt
gerloten.“

haft gewordenen Dammes ist also rascher erfolat, als geglaubt
vurde. Nach einer Notiz im „Pf. Kur.“ wind der Personen⸗
erkehr erst nach der binnen kürzester Frist zu erwartenden gaͤnz⸗
ichen Beendigung der Wiederherflellungsarbeiten begiunen.

* (Besitzwechsel.) Das Hotel Lamarche zu Blieskaftel
jing d'ieser Tage durch Kauf um die Summe von 45,000 M.
nit Juventar in Besitz des Hertn Lang von Zweibrüchen über.

* Bei der Vergebung der Arbeiten am Ormes beimer Schul⸗
hause wurde die Tuͤncherarbeit nicht weniger als 4800 und die
Blechschmiedarbeit 30910 abgeboten. Auch ein Zeichen der Zeit!

F Die Einnahmen der pfälzischen Bahnen im Januar 1879
jetragen um 13,113 M. 69 ppf. weniger, als die des gleichen
Monas von 1878.

* Auf einer am 21. Febr. zu Neust ad t stallgefundenen
Zersammlung der Tabakfabrikanten der Pfalz wurde ein—
timmig der Ansicht Ausdruch gegeben, daß die von der Tabatk⸗
kEnquete · Commission, sowie von der k. preuß. Regierung in Vorschlag
ebrachten Steuersätze wegen ihrer Höhe den inländischen Tabashban
otal ruiniren würden. Man verwarf überhaupt jede Fabrikal
euer und entschied sich schließlich, solls mäßigere Sleuersätze keine
Zerücksichtigung finden können, für das Monopol, als das tleinere
lebel. Es wurde beschlossen, in diesem Sinne eiue Eingabe an
jen Reichstag zu richten.

F Aus der Pfalz. An Ostern werden wieder zwei junge
dehret aus der Pfalz in den preußischen Schuldienst eintreten, als
ehrer an der evangelschen Schule in St. Johann⸗Saarbrüden.
Naqh der „Bayerijschen Lehrerzeitung“ sollen im vorigen Jahre eiwa
20 Lehzrer aus dem pfälzischen Sqhuldienst ausgetreien sein. Vei
)em in der Pfalz herrschenden Lehrermangel ist dies eine recht be
denlliche Erscheinung.

f Am Samslag Abend ist der in der ganzen Pfalz bekannte
Direltor der Kreis-Irrenanstalt Klingenmünster, Herr Hofrath Dr.
Dick, plötzlich gestorben.

fAßweiler, 22. Febr. (3w. Z.) Die Errichtung einer
Beschälstation dahier für deun Bliesgau ist eine wahre Weohlthat für
)ie Pferdezüchter der Gegend, und wird wegen dieser Anordnung
ven maßgebenden Behörden allgemein Lob gespendet. Der hetr.
rachtwolle Henast ist einem Bürger anvertraut, welcher die dazu
rforderlichen Räumlichle ten besitzt und keine Mühe scheut, denselben
inn einem guten Zustande zu erhalten, was auch durch die wirllich
oulanten Bedingungen seitens der verehrlichen Gestütsdirektion eie
eichtert wird.

f In Elmstein hat sich ein Wappenschmied, welcher in
Folge eines Streites, in dem das Messer eine Rolle gespielt, straf⸗
echtliche Verfolgung zu gewärtigen hatte, dadurch das Leben ge⸗
ionmen, daß er sich den Kopf von seinem großen Hammer zer⸗
nalmen ließ. Der Unglückliche, seit Kutzem Wittwer, hinterließ
bKinder.

F Neustadt, 23. Fibtr. Von einem unbekannten Wohl⸗
häter wurde der Vorsteherin des „Frauenvereins“ heute die be—
eutende Summe von 500 M. zur Weiterführung der Suppen—
instalt zugeschicdt.

f Dae k. Polizeigericht in Speyer verurtheilte am 19. de.
»en Sonntagsschüler Engelhard wegen groben Unfugs während der
c5 hriftenlehre und Beleidigung des die Christenlehre abhaltenden Vikats
Unger zu 50 Tagen Haft. (Sp. 3.)

tStraßburg. Eine eigenthümkiche Wahrnehmung wird
jier in Sachen des Bierverbrauchs gemacht: die bayerischen Viere
)erdrängen allmählich die ialänd schen, in Folge dessen die hiesigen
Hrauereien fast nur auf die Ausfuhr dach Frankreich ange⸗
viesen sind.

Nurnberg, 15. Febr. (Ein Musser der Redlichteit.)
Gestern wurden von der kugl. Bank bis St. Johannis 5000 M. ver⸗
oren. Heute Morgen meldete sich der Tuncher Joscph Schmidt,
uim Thiergärmerplaß wohnend, als Finder.

Fie Zahl der Aerzte ꝛc. in München) In der Haupt⸗
ind Residenzstadt München betrug die Zahl ü) der Civilärzie am
Schlufse des Jahres 1878: 188 (18773 1809: 2) Militäͤrärne,

Ausland.

Paris, 23. Febr. Das Jonrnal officiel“ meldel Gene⸗
tal Chanzh's Ernennung zum Botschafter in Peters durg an Stelle
es Generals Leflo; des Admirals Pothuau zum Boischafter in
dondon an Stelle des Marquis d'Harcourt; des bisherigen Mini⸗
slers Teisserene de Bort zum Botschafter in Wien an Sielle des
Brafen Bogue.

Die franzosische Kammer hat mit 363 gegen 105 Stimmen den
zon Louis Biane gestellten Aatrag auf vollständige Amnestie für
zie Kommunaiden abgelehnt und den von der Regierung geneh⸗
nigten Kommissionsvorschlag mit 340 gegen 99 Stimmen ange⸗
unien. Eine unerwartet große und daher erfreuliche Mehrheit.

Sondon, 23. Febr. Das alantische Kabel zwischen Frank
zeich und Amerila ist gerissen.

Permischtes.
a St. Jnabert,, 24. Febr. Die kgl. Kreisregierung
Jat die Errichtung einer siebenten Knabenschulstelle dahier genehmigt.
Dieselbe soll mit einem Lehrer besetzt werden und ist zur Bewerb⸗
uing ausgeschrieben.

In seiner Sitzung vom Freitag beschloß der Distriktsrath
anseres Kantond, zum Ausbau des Distriktastraßennezes eine An⸗
leihe von 14,000 M. beim Reischerverein zu machen.

2die Bliesthalbahn wird nun doch am 1. Marz flle den
8üterderkehzr eröffnet. Die Wiederherstellung des schad⸗
        <pb n="110" />
        welche sich zur Ausübung pon Civilpraxis angemeldet haben 50
46); 8) Zahnarzte si H Magister chirurg., Chiturgen und
Bader älieret Ordnung z (6) Bader neueret Drdnung 89 (82);
6) Hebammen 91 (91); 7) Apotheken 26 (26).

Ein Stiefeldieb. Karzlich war Abends noch ein
Fremder in einer Gasiwirthschaft in Frankfurt eingekehtt. Am
achsten Margen wurde beedeblch auf sein Erscheinen gewartet; als
man nach stinem Zimmer gͤng war dasselbe leer. Mit ihm war
cin Theil der vor den Zimmern siehenden Stiefsel — von welchen
er sich die besten ausgesucht hatte — verschwunden.

7 Aus Württemberg läht sich die Dresdener „Reichsztg“,
schreiben: Was die noch immer grassirende Epidemie des Hand⸗
vertsburschenbettels hetriffi, so wendet man sich mehr und mehr von
den rerderbl chen „Ortsgeschenlen ohne Gegenleistung“ ab und ver—
langt von den Beitelnden ein gewisses Maß von Arbeit. Nach
den Vorgange der Stadte Leonberg. Calw, Ludwegsburg hat nun
auch der Gemeinderalh von Siuitgart diesen Weg betreten. Ju den
neueingerichteten Schlafräumen jür obda dlose Arme erhält jeder der
jelben außer Oodach lüc eine Nach Abends und Morgens Supp
gegen Arbeit. Im Monat Janua:; sind ca. 1800 Arme in diesemn
Asyl und untet erwahnter Bedingung beherbergt worden.

Eine fatate U craschung bot sich in einer der letzten Nächte
einem Berliner. Er hatte spät den Heimweg an etteten und fand,
nachdem er die Haust hür bidnungsmaßig aufsgeschlossen und nun
eintreten wollte, ein Hinderniß, daß sich ihm von innen entgegen⸗
slen mie. Nach einigen kräftigen Sioßen und nachhaltigen Drängen
gah der eine Flügel endlich so weit nach, daß der Heimkehrende
aͤch zur Noth durdwinden lonnte. Als er endlich den Eingang
gewonnen halle, fand er zu seinem Schrecken, daß es eint Leiche war,
delche ihm den Eintritt erschwerie. Ein Mann hatte sich am oberen
tiegel gehängt gehabt und der Leichnam versperrte nun in der
gesch lderten Weise den Zugang.

Ein coulanter Geschafter:ann. In der Koburger Zeitung“
nacht ein Herr Al⸗xander bekannt, daß er eine sehr feine, kraͤftige
Tigarte von ducchaus fjeinstem qusländischem Tabak zu 50 Pfs.
das Dutzend verkaufe', und fügt hinzu: „Nicht volllommen be⸗
friedigt ), nehme ich sogar angerauchte Cigarren wieder zurüd.“

Einen interessanten und clüclicherweise seltenen Gesinnungs⸗
vechsei hat ein Königeberger Edepaar gezeigt, das sich im Jahre
1869 gerichtlich scheiden uͤeß, sich 187 1wieder verheirathete, dann
1876 don Neuem sich gerichtiich rennte und jetzt im Begriffe
teht, sich wiederum zu Jdereinen. Das Paar, feiert dann also
ie vrilie Hochzeit in einer Ehe!

Aus Prag wird · gemeldet: „Der reiche Grundbesitzet
Slanislaus Bartag in Kanowitz kopfte mit einer eigens geschliffenen
Sense sein vierjähriges Töchterchen und sein anderhalbjähriges
ZSoͤhnchen und tödtete sich hierauf selbst. Die furchtbare That ge⸗
schah im Wahnsinn.

Wie colossal der Schneefall in Dänemark gewesen ist, erfieht
nan aus einer Mittiheilung des Ober⸗Betriebsinspellors der dänischen
Staatsbahnen. Derselde mucht bekanrt, dasz auf Fuhnen 5 Fuß,
m südlichen Jülland 7 Fuß, im nördlichen 9 und in Vendsyssee
am Limpjord 14 Fuß Schnee beie9 Grad Kälte liegen und der
Schneefall und Sturm aus Nordost fortdauern. Der ganze Eisen⸗
dahnverleht stodt. J

Wa'rschau. In Folge einer oberhalb Warschau einge⸗
retenen Eiebersiopsung ist die Weichsel ausgetreten und droht fürt
ine Strecke von 10 Werst Gefahr, daß der Fluß ein anderes
Beit wählt. Eine Abtheilung Sappeute ist abgesch ͤt, um den
Damm, den das Eis dildet, vermittelst Dynamit zu sprengen. Der
Zugang zu diesem Damm ist durch das Äustreten des Flufses seht
»rschwert.
Gemeinnütziges.

Zur Brodbereituns. ẽös ist eine alte Erfahrung
daß ein Teig, der schon beim Einmachen dicker (seifer) gehalten
und gut durchknetet wird, ein weißeres und leichteres Brod gibt,
As wenn der Teig zu dünn (zu lind) eingemacht und darauf nicht
zurchgeknetet wird. Von der größten Wichtigkeit beim Brodbacken,
wee Aberhaupt bei allen Bäcereien ist das vorherige Sieben des
Mehles, das zum Zwed hat, die einzelnen Theile desselben mit dem
Zauerstoff der Luft in Verührung zu bringen. Ein Teig von gesiebe
em Mehl verm scht sich leichter mit dem Wasser und der Hefe, geht
desser auf und erfordert nicht das lange anstehende Wirken, das
Finen andern Zweck hat, als den Teig mit Luit zu schwaͤngern
und ihn gehdrig mit dem Mehl zu mischen. Brod, das mit frisch
zesiebtem Mehl gebacken wird, ist leichter und in jeder Veziehung
hefser, als mit ungesiebtem. Je länger ein Mehl vor dem Ge⸗
hrauch gelegen hat, desto nothwendiger ist das Sieben desselben.
Die Hausfrauen würden sich manche Enttäuschung und manchen
Aerger ersparen, wenn sie das Mehl, das sie zu Badwerlen ver⸗
venden wollen, vorher sieben würden.

Fur die Nedaction verantwortlich: *. —

— — z —

Unserer heusigen Nummer liegt ein Prospect bei bett.

„C A“ten mit Flußableitung“ von E. Winter
in Berlin. *

Stammholz⸗ Geflügelzucht-Verein Kirchheimbolanden. NnDie ILuα
Versteigerung Zu der am 830. und 81. März und 1. April 1879 von „Dr. Airu's I8
mus Sccanvaidungen des tgl. danfindenden Allgemeinen ee
Forstrebiers Reuhaufel. Geflügel und Vogel· Ausstellung Sig re
—e6 —“—“
Geslügelmarkt und einer Verloosung
bon Gefluͤgel und Geräthschaften beehren wir uns zur Betheiligung
zöflichst einzuladen.
Programme und Anmeldebogen, sowie Loose sind
u beziehen durch unjern Schriftjführet, Herin Wandeilthrer Rapp
a Göllheim, an welchen auch die Anmeldungen, jedoch nur bis zum
I. Morz, zu geschehen haben.
Prämiirung durch Geldpreise und Ehrendiplome.
Als Ehrenpreis gibt die Stadt Kirchheimbolanden . M. 30.
, das landw. Bezirkskomite . 20.
Jder Verschönerungsverein 20.
80 * Ausschust.
g 7 *
Blattes zu haben.

Monliag, den 10. März
1879, Vormittags 9 Uhr bei
Bastwireh Carl Cappel in
Homburg .

Schlaͤge:
Fuchsbau, Todtenpiuhl, Bauwald
HZirtengatlen u. Zuf. Ergebnisse.

z Eichen Stämme 4. u. 5. Cl.

63 Buchen 22. Cl.

q, 283. CEl.

Fichten Stamm 1Cl.

Stämme 2 Cl.
Stamm 3 Cl.

3. Stämme 4 Cl.

29 , ESparren

Z3 Kiefem Stämme 4Cl.

22 Eichen Wagnerstangen 2. Cl.
208 Fichten Gerüststangen

850 , Baumpfähle 1. C..

Neuhaͤusel, den 21. Feb. 1879.

Der igl. Oberförster

Moͤr schel.

) Vorräthig in R. Gotthold't
Buchhandlung in Kaiserslautern,
delche dasselbe fur 1 M. 20 Pf.
Aberallhin franco versendet.

* — — — —
2
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23 838 *
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3.57
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Looso à
ind in der Expedition dieses

—

Ein braves u. fleißi⸗

Dienstmäbdchen sur häus-

iche Arbeiten gesucht.

Won ju erftaten in der

yryed. d. Bl.
rotionekeklebzettel
libiast bei F. X. Demietz.

Die ausserordentliens Verbreitumg dieses Hauswittels hat
eine ehenso grosse Zahl ahnlicher Praparate als Nachahmer
hervorgerufen, welehe sich nicht entblöden Verpackung, Farbe
d Piißette in tauschender Weise herzustellen. Die Paquete
achten Stollwerek'schen Fabrikates tragen den vollen Na-
den des Fabrikanten und kennzeichnen sich die Verkaufsstellen
hurch ausgelegte Firmen-Schilder.

Druck und Verlag von F. X. Deme tz in St. Ingbert.
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        —
22322 923 — 55*82 353333533282 35533553
J —— * —
r —A 2* 255783355 —— 5835 s3536 557
2 22 * —A— 2 5 2 2 RX
2353 733338383885322 * 5323 323333335
523 32333333325 8 33 ——823
* * — 8* p 25 * 78 —2— * 8 * m* J
*8 5325338 55273385 *5 53382 290.3 —88337 5 — ——
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3325 5335—— 485—855 32 e. — 32 S
532 2 3 — 57 2* — ——*55 23 7 —
2585 3255353153* EE 8683 822 —— 522383
—— 542 2383 — — 5* 85 —3SS8 *555572
8* — — 8 —*2 —— — —0 55323 * — — 5 — * 5
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52 —5225 7.5 253 8 ——27 3 57—* 523 285* 2*
5* 3, 523835 2 ——A —AA — ——— 528232258
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22 27—22 * 5*8 — — — —5— 32623 2 538 2* 223582
—2 — — * 5 2 2 — 53 72 — 2 * 22 8
2552—22 253 2 —3 5 2* 22 —2z.* 522
33383 3 88 5 33 5533553
—55523 * 5— 53—3875 8c2 —
—A —— — —2338 z388 —558 5
— —— — —1 — 2* 38 2 28—
— 33333252—333235 —53 335335223— 23.5732 3252585*
55 3 8 — 222333322 ——— 553 2
2838— — ———— —AA—— ———
3833—3388 338553 333533323
3335-35385553358* — 25323364 323552—23232 *283328235
— * 85 2225 — 237 —X * 258 —— 2* * * 8 *
253575 58 53232—353533 z3 635 25
2 * 2 — 2 —J — — 8 5
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2 — 8 2253 5 2 4 2 *
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z2S3355 —55283538 558558
* . E 8325 237 28. 525
— —— 2553553255 58523 555
* — — — — 23— — — 2 —3
553353533 335355 E—sRZAS7 s 23353233382 783
2* —a 5225 5 —— . z332538565523283 3232—8
235535 z23355 2* .8* — 22282* —23386855 233 553 eF
225z583 —E—— 5.2 —— 2 — X 2 2525523 22
2 * ———*5 — 22— —AA 52* 3— 2276 2 53 3538* —852
——AV — 3225 — 535325*25 2 22333 — 325
2 9 —— * — W S 2 — —— 9 — ——A 8
253523 A A — 533 33 5255383 *
8557 2* — 2 7—534 2 7*8 7 5 W 2325553532 226
* 55585772— 2552535 5528 ———— 235 2525383 3 2*
38 333833355 55 35222255 ————— 52533383328 582
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525548—3 52385 5 S 5 2 * * 3z338288 528S2 —* — — 8— —
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—— —— * 2 — 222 2525332 88— —8 52 —»—3 e83323585 53
—3658 23535533532388 33 7
5537 25 5353333. 2 85 —xX— 323658. — 52232
3*2— — 3 3 5333351 —33 358 83
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** * 2335 8 7 ——383— 2253852338 288
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5723234 —2 25537 8555 2 55 83 **8 — 5— 737

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2338 — — S2 85. 5* —— z333 2555 *

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1538333* X 533 2 553233 S 43858 *

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* — 2335* 52 522 — — 555388 —

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J 352322 8 2
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—— ———— 5332555 2 82 ——— ** 2
55825357232* 225 235 — 7 5384
2335365535533353 137538*
2 — p 2 — — 22 225335375 2 —A
21227 —— 25 53535338 352 8 28E 25 V82
5* 5 53 ISSASS — —— 238 522
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2—4 * — 5 8 * 2 25325524 D7**
s 355535323588 A — 22* 52823 2 228
z 33377 2 —— 13 325735 I3535
25255 225253*32 5 c 333333 S 26 3365 2352
2 — 2 8 —*— — 52 22 — —* 5z5352. — —— 32
—— 325288* * 2 — —— 255760 „ — — * —AA——
2223* * — — —59 235 — —A — 255
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⸗4 —22— 23333833 23 3 2B55328 cn 2 *555 7— 5
—— —5 353233 25 — 3 5 87 * ——— —8 5
— 5532 —A— * 5 533 22 — * — —*5 3— 48.. 22
2*53 — 5 — 535 —A —— — 2535 322 — 22 —A —A— —„5S528
— 53555
53855353333 — ——— 25535 332323535 27 —X —
22* 98273 —— 5*233553 253273 — 23*8 22 »R2
— ————— 25 8522 — — 22 5 — 45 —A 2358 22235
2 52 5 ; NXVVM 2 8 5 — 2382 2 — 2 —5 236 —A — 22 — *
28834 — 232— 2 ——— T32 5* 252 353328 — —c —
— —— * * 8
33 5325735* 833 53533353 553835 ———
2382 — 2753828* 28 5æ 52 37
25 EXT 5*85 —3 —X —Au — —
3—357 2.5 s63353 731
* 72 333835523 3325 8 2538—53 —5233 — —
* 225 22235 —A — 38 5557 —— 2 2532538533
23853 — ——— 5555* 532*5* 232258 *7 5z3 58 2 —2 5IASA
353755537 —A 3 9* 5
582 2 28 —X 25—* — 2 63 2 ——A 2
2522 3 *5 52 53322535
22 ——æ2285 2— 28* * 25335238 2
325545 ——522 A 2232
22 —— 8* — —8 *33
2 — 3* —A
255333535333 —A
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52333
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52—3—3335375538 — 25382*
3232 53333235 — J 2*
— — 55s38833238* 3323—3—33332 3535
32828 ——A 2253 5535233 —5—23 2538 253
A 33*8*2 23 S 3. 2 *2 —3222 222.3.* 2*2 —I7
22228 2338353—328* 2z3135. 5335— 5252 238 — 33
25 22 —232578 — * * 2BRARES. s2535 752 * 3 232
5553335335 *5 7i83 23523 22
— 2 2.3. 32 X 22 3 — —* — — —. 892 0 *2*
— 334353535335573—353 8
—2,*553339 23583.7 222 83222 3 58523353878 2328
523,3,—233833 — 22e33323 F —
1385—3. 5—— 3723 252 2 78533238* 35538358 5323*
8*8—3 38 2532232 — 28
352823 253* 33 33 553*
— 3 2555358 —22835527 A228 2. 233255822 — *
3227327238 23 5322533 —* 85 332 5 2*
— 23759* 2882E2 2 2 — 82*
522252 2—228 — 253 8.3 — 5523* 22.
z ——3 552533* 3235z32—83
385352 25 —3222— 333 32333—88 —
—23 33533—533 33338—33333323 2
233 3 9322 53223 —5 — 5 53 822232 27 525273 2282
5—383873 2322 5 * 3 2ꝰ— 530 2 25 — 5352
2323355233*835 5215355 232358533 5325237 2
—⸗ g 33— 7 * * — —3 —
533333233832235*88 25353323 22
552522 5 2353352222332253532 2531
— ——⏑
9323.85 35523358s2535858—
— 0 5355333373333388
—M 28 28 — 3 — 132352352
—— 5*3232 3 s888* XXMXM ————
— 28* —— —A — t2 . * ⁊ * *
2 * B388223 8 27 * 5 —
——⏑ 333583535535585
532 8832. —
253 2, 33355 5752 23283.773835
13325233238 2253523355
* — 223 — — 23— 223 — 2
28 —2233838 8ä—88727 2
* 253,3355 22—53255 ———
— — 00
253222*5727 23333533
2253565 5827 523—2533* *527 8.
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23222223233233 22573333 —323323 2
2 — 2 3 53227 22 2583 2.227 — —32
2* 2258 7263 32 * 2.* 7 583
— 2237 23.. 2822882 23 *
3755582.3-788 — 223 * 7 5*2536622
— ——— —— v⸗ 2.2 8 527. 2
—*3 2 5 * 3 383 52 — S
2312 35— 528856 52572 —
9 222228 25355322. *ꝰa223
12 32327 5 25223323237 —
23 ——— 8233383 3333—358553—
23*8325323 ———
222—2 233282 3 5232 25 285—
1335355333 5353773 3 772555523
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25 853 8* 22 —A *…*? 7 25 * 3
123253353 883333333 2333253 5238 32
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—15337 83 5. 2332533 a 3253 —— 87 —
—* 25 52 7—235 —A — — 13 3832 *
* *. * * 22 —* —— 3 5388 225 *
2537522 332. 3 23353233322 2538 ,.
— 322353 285 5s—5O —A ——— 23328— 225 20
22285 32 —3235—s— 3—33—353—37—
2553533383 —A
55 8325 2— 3 —— *33382353
2 2*5 2 22 *533 —5 — 5335 5 — 83226
5—8 583 552323 3 ÿ[
— 2 * 25 E. 237
232 8838 528 73 33 5*
29 32 533 * —A 52 23. S.
A 3 622 — 333825233
* 8 * — 33— 225323 x 27* 2
*32 O0 25*8553 53 E03
23 223553353z—7335522223232
2 7123 5253 — —83235 53335358
22 3353. 55 8ESAFMS 3*5*

53
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—NE 58 3 70 2 * 222. —24 2* —
— —— — 2339883 1553315383538 7R4
83755233 3 —352258222 5353322536827
— — 33*
53333382323 8823 — 3335
33375338 —,323323 2323335 253
337 22683228 53335* 35 2— 25380 223* 5*
2 3 — J— 7
— 33325—37375* 28* 8226037 223858* 23 5
25 332. 2. — —— 2. 2 3 283 2 5 —
553* 232.*3 57 2555 2233. 7 5 3557*
S23 * —*32* *52 —A 355823 2558 — 7
38 —— 85332 33353325 5323 2
—833 725383872 23*353 3336 2223357
— * * 32 — 8 * 28 —*c —A 2 2
3123333573235 33833 55323335332883—
37 8323 A 57855 833 53 33355333
2. 52335 5537 23833 3 * 22332535 3238832
53*53533 25235 253 538 5323333. 57 5.32
2 38 55 8 3— 23252 —2 —8 2. 538 8
cR — — *. 3232.35 —8 3583 282
—ãAA 255 38253 552 3383,325553
52358 87222* 82 2. 2·2 3** 2 D
— —— 22328688 23333333533
238338 3330 238373835
* * F 2* 7 2 —
1323373 33383625 5286 s53383. 8533 *8
*5 233 22033 5 2328 8 252 72.* 22.
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        St. Ingberler Anzeiger.
— — —
Der St. Jugberter Anzeiger und das mal wö shentlich? mit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
age) erscheint wöchentlich viermal: Dienssstan, Donnerstar, Sunustai und Zonntag. Der Abounementspreis betragt viertelia helich
lA A0 B einschließlich Trägerlohn; durch die Poll bezogen 1 A 60 , einschließlich 420 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 , von Auswäris
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschriit oder ⸗eren Raum, Neclamen mit 80 pro Zeile berechnet.
18379.

A 33. J *2*. Donnerstag, den 27. Februar
—AA

Mänchen. Die in die Reseive übertretenden Mannschaften
der Armee werden heuer spätestens am 30. September, bei jenen

Truppentheilen aber, welche an den Herbstübungen iheilnehmen,
einen oder zwei Tage nach deren Beendigung bezw. nac der Rück⸗
kehr in die Garnison entlassen; beim Train werden die zu halb⸗
ähriger Dienstzeit Ausgehobenen theils am 31. Oct. ds. the ls am
30. April kommenden Jahres entlassen. — Die Einstellung der
Reeruten hat in der Zeit vom 1. bis 4. November d. J., die der
im Frühjahr einzustellenden Trainsoldaten am 1. Vdai kommenden
Jahres zu erfolgen. —

Der baierische Reichssrath hat den Gesetzenwurf über die Be⸗
steuerung des Gewerbebetriebes im Umherziehen, mit einẽr einzigen
unerheblichen Abänderung in Bezug auf die Ermäßigung der
Wanderlagersteuer, im Uebrigen in der Fassung des Abgeordnetenhauses
rinstimmig angenommen.

Berlin, 25. Febr. Einer Versffentlichung des Reichsge⸗
jnndheitsamtes zufolge ist die Pestseuche im Astrachaner Bezitk vor⸗
läufig ganz erloschen. Auch in den benachbarten Gouvernements
hat sich lein Pesterkeankungsfall gezeigt.

Berliß, 25. Febr. Die Tarifcommission nahm nach sieben⸗
stündiger Debatte den Antrag wegen Einführung von Getreidezöllen
25 Pf. auf Roggen und 530 Pjf. auf andere Getreidesorten) und
Viehzöͤllen an. — Das Centrum bringt im Reichstag einen voll
ldändigen Gesetzentwurf zur Aufhebung des Gesetzes über Wucher⸗
freiheit ein.

Berliün. Laut kaiserl. Cabinetssordre haben zu Ehren des
Brafen Roon sämmtliche Officiere der Armee eine achttägige, die
Officiere des Füsiliers Regiments Nr. 33 eine zehntägige, die Oifi⸗
riere des striegsm nisteriums eine vierzehntägige Trauer vom 26.
da. Mis. ab anzulegen. —

Berlin, 25. Febr. Fürst Bismarck empfing heute die
»lsaß: lothringischen Abgg. Schneegans, Rack und North in längerer
Audienz. Dieselben schilderten die verworrene Lage des Reichslandes.
Schneegans hatte auch eine Audienz ber'm Kronprinzen.

(Reichstag.) Der deuisch-österreich. Handelsbeeirag wird nach
iängerer Debatte in 3. Lesung angenommen mit einer von Stauffen-
derg beanttagten Resolution, welche die Regierung auffordert, die
Interessen der deutschen Besitzer oöͤsterreichischer EisenbahnPrioritäten
veim Abschlusse eines neuen Vertrags wahrzunehmen. — Die erste
desusg des Gesetzentwurfs betr. den Verkehr mit Nahrungsmitieln
eitete Staatssekretär Friedberg mit der Mot virung der Vorlage
in, wobei er die Unterschiede von der früheren Vorlage hervorhob.

Reichensperger findet die Vorloge insofern bedenllich daß sie die
Möglichkeit eines Eirgr'ffs in die individuelle Freiheit des Haus⸗
rechts nicht genügend ausschliehße. Für die Durchführung des Ge⸗
setzes müsse die Mitwirtung des Publkiums in höherem Maße in
Unspruch genommen werden. Die Grenzlinien zwischen Pribairecht
uind oͤffenilichem Interesse seien schwer zu ziehen. Die Vorlage
vird an eine Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen. Es
olut hierauf die Berathung des Weltposivertrags. Generalpostmeister
Stephan legt die durch den Vertrag erzielten Vortheile dar. Der
Dank hierfür gebühre hauptsächlich dem Geschick und versoöhnlichen
Be ste, womit die französische Regierung die Verhandlungen geleilet.
Meyer (Bremen) empfiehlt die Annahme des Vertrags, der darauf
nit dem Uebereinkommen betr. den Austausch von Briefen mit
Werthangabe und den Austausch von Postanweisungen in erstir
and zweiter Lesung genebmigt wird.

Lustigkeit detjelben war nichts zu bemerken. Sogar an den Haupi⸗
aschingstagen fand Prinz Carneval nur eine kleine Anzahl Tribni⸗
Fflichtigee, die aber die Aufmerksamkeit so wenig reizten, daß ste
otzogen, bald von der Straße zu verschwinden, um in den Hafen
mes Wirthshauses einzulaufen. Die Vereine, welche sonst carne⸗
alistisches Leben pflegten, machten heuer nicht mit. So gab es
war einige Maskenbälle, aber wenig Masken. Die Carnevalstra⸗
zition vermochte den verdrießlichen Einst des Alltags nicht zu ver⸗
reiben. Es soll damit jedoch nicht gesagt sein, daß nicht Der und
Jener zum Urheber eines Streiches wurde, der dem Narrenprim
ille Ehre macht, auch wenn er nicht unter seinem Regiment mit
der Schellenkappe und der Hoarlekinspritsche ausgesührt wurde.
Sagt doch schon der alte Logau: „Ein Reis vom Rarrenbaum
rägt Jeder an sich bey: Der Eine deckt es zu, der Andre trãgk
es frey.“
— Den Schluß der Faschingstage brachte unserer haute vo-
ée noch eine Masken⸗ Soirée bei Hrn. Or. B Wir find diskret
zenug, das, was wir darüder hötten, nicht an die große Glece
zu hängen.

*Eine Petition gegen die Weinfabrikation, welche dieser Tage
in den Reichssstag abging, hatte in den Weinbau treibenden Ge⸗
neinden der Pfalz 12,735 Unterschriften gefunden. Nachtraglich
singen noch 1282 Unterschristen ein und sind solche noch aus einigen
hemeinden zu erwarten.“

* Eine Versammlung Pirmasenser Schuhfabrikanten und
deder · Industriellen sprach sich dahin aus, daß die Einführung einer
kingangsabgabe auf rohe Häute, Lohe ꝛc. und eine Erhöhung des
Jolles auf Leder die Schuhwaarenindustrie schwer schadigen würde.
Zugleich erklärte sie ihren Beitritt zur „Vereinigung der deutschen
Zeder nduftrieslen.“ Der Beschluß hat eine um so größere Vedeu—
ing, als die Pirmasenser Schuhwaarenindustrie enen Umschlog von
nindestens 9 Millionen Maik jährlich hat, wopon 3006 auf die
Llusfuhr in's Ausland treffen.

*In Pirmasens erhängte sich ein Tüncherlehrling auf
»em Speicher seines Lehrherrn. Der Unglücliche, erst 16 Jahre
ilt und Sohn einer Wutwe, soll die That aus Furcht vor Straie,
ie er fich durch eine unbesonnene That zugezogen hatte, begangen
naben.

*— Vor einigen Tagen lief die Nachricht durch die Zeitungen,
daß der Mauretmeister Joh. Jahn von Lauterecken auf der Fahrt
on Kufel nach Lauterecken durch einen Sturz vom Wagen seinen
dod gefunden habe. Die ‚Kais. Z.“ bringt nun zur Ergänzung.
jeilweisen Berichtigung und Aufklärung jener Nadricht das Fol⸗
ende: Jahn war einer Bauancelegenheit wegen für Herrn Apotheker
andmesser in Kusel. Als Reisegeld gab ihm derselbe ein 20,M.-
ʒfück. Außerdem hatte Jahn noch 6 M. an Silber und kleinere
Nünze bei sich. Man fand aber noch 65 Pf. bei ihm vor und
dachforschungen haben ergeben, daß er das 20.Me.Siuck nicht
oechseln ließz, resp. nicht verausgable. Heute Morgen nun gelung
8 den eifrigen Bemühungen des Gendarmerie ˖ Sergeanten Schanzen⸗
ächer, das Geid bei dem Knechte, mit welchem der Berungiuͤcie
uhr, zu ermisteln. Nach seinem eigenen Geffändnisse hat er das
Zoldostück in Rehborn, wo er unterdessen gewesen, wechseln lassen.
15 N. hatte er im Heu versteckt, 1 M. fand sich in seiner Wesien⸗
asche eingewidelt und 2 M, in seinem Bett vor. Sofort wurde
er Knecht hinter Schloß und Riegel gebtacht, aber schon 10
Minuten darnach erhängte er sich, wurde sedoch noh rechtzeitig von
en 2 jungen beherzten Söhnen des Gefängnißwärters Lang ab⸗
Jeschnitten. Vermuthlich liegt hier ein Raubmord vor. Hoffentlich
vird die gerichtliche Untersuchung Licht in die Sache dringen, irotz⸗
dem die That bei sehr dunkler Racht geschah.

rRockenhaufen. Nachdem Oberstaatkanwalt Zoͤller die
viesigen Gerichts- und Gefängnißlocalitäten als ungentigend befunden,
hat die Gemeinde zur Befchaffung eines geeigneten Gebäudes das

ermischtes. Dr. Fleischwann'sche Haus für 19,000 M. angelauft.
*S1Ingbert 26. Febr. Still und ruhig ging heuer; Lambrecht, 24. Febt. Geslern Nachmittag wurde ein
der Carneval hier vorlber. Von der sprichwörtlich gewoͤrdenen junger Mann aus Lindenberg in einer hiesigen Tuchfabrit von
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        einem Riemen erfaßt und in die Höhe gezogen, so daß der Tod
augenbl icklich erfolgfe. G6Gurgz.)
Kaiserslautern, 24. Febr. Gestern fand hier eine
Versammlung pfälzischer Anwälte statt, in welcher über die Gebühren⸗
ordnung für die deutschen Anwälte, welche ehen dem Reichstage zur
Berathung vorliegt, verhandelt wurde. Man sprach sich im Allge—
meinen fuͤr Erhöhung der Gebührentaxe aus und wähltke den An⸗
walt Rosenberger aus Zweibrücken, um die Interessen der pfälzischen
Anwälte auf dem demnächst zu Bertin stattfindenden deutichen Au⸗
waltstage zu vertreten.
7Orrerberg. Ein Bursche aus Schallodenbach, angeklagt,
dem Hund seines Nachbarn aus Bosheit lebensgefährliche Verletz
ungen beigebracht zu haben, wurde vom Polizeigericht zu 21 Tagen
Haft verurtheilt. (Pf. V.)
5 pOtrerberge 23. Febr. Gestern Morgen wollte in
der benachbarten Gemeinde Schallodenbach der Bäcker J. A. einen
Revolver entladen. Er benahm sich hiebei so ungeschickt, daß sich
zin Schuß entlud und die Kugel einem in der Nähe sich befind⸗
lichen jungen Manne vom Neuhofe, Gemeinde Würsbach, neben
dem Mund in den Kopf drang nnd hinten im Hals stecken blieb.
Der Getroffene ging daun noch etwa eine Stunde meit vach Huufe.
r Speyher. Die Fastenpredglen. im Kaiserdome werden
diesmal voß dem Hoern Bischof selost abgehalten, und zwar steis
Sonntags Nachmettags 5ß Uhr. . *
— F Münschen. Die neuen Faäbrikinspektoren werden in
Nang und Gehalt den Regierungsassessoren gleichgeftellt. Nach län⸗

gerer erprobler D'enstleistung soll auch einzelnen der Rang von Re⸗
zierungsräthen verliehen werden.

FAmberg. In der hiesigen kal. Gewehrfabrik wurden vor
eniger Zeit 5 Centner Messing im Werthe von ca. 500 M. ge⸗
tohlen und zwar in Blöcken von einem Centner ()j. Der Anne⸗
rirer wurde jetzt entdeckt in der Person eines bei der Gewehrfabrik
angestellten — Nachtwächters. J

Bexlhin,. Nachdem Dr. Lucius (freikons.) zum zweiten
Vizepräsidenten des Reichstages gewählt ist, besteht das. Präsidium
in der diesmaligen Session — worauf die „Germania“ aufmerksam
macht — aus drei Katholiken.

WMarktberichte. 2*
Homburg, 26 Febr. (Fruchtmittelpreis und Vickualienmarkt.) Weizen
— m pf.ꝰ Rorn 0 M. A— Pf. Spelzkern — M. — Pf., Spelz 0 M.
— Ppi. Gersie Zreihige — M. — Pf. Gerste 4reihige O M. — Pf. Hafer
O M. — pf., Mischfrucht O M. — Pf.“ Erbsen 0 M. — Pf., Wicken
0 M. — Pf., Bohnen — M. — Pf., Kleesamen — M. — Pf. Korn⸗
brod's Pfund 68 Pf. Gemischibrod 6 Pfund —. Pf., Ochsenfleisch — Pf.
Rindfleisch 60 Pf., Kalbtleisch 50 Pf. Hammelfleisch — Pf., Schweine fleisch
50 Pf. Butter 1 Pfund O M. 90 Pf., Kartoffeln per Ctr. 2 M. 50 Pf.
aiferslautern, 25. Febr. (Fruchtmiitelpreis und Victualienmarkt.)
Weijen O09 M. — Pf., aorn 7 M. 31 Pi., Spetzkern — M. — Pf. Spel
zM. 49 Pf., Gerste 7 M. 65 Pf., Hafer 6 M. 89 Pf., Erbsen 8 M.
10 Ppf., Wicken 3 M. 93 Pf., Lin sen 6 W. 50 Pf., Kleesamen — M. —
JFur die Redaction verantworilich: J. XR. Dem e ß.

etgawecicvomguüoen
Vertragsmäßige Der Zuschlag ersolgt sogleich
Wi derversteigerung. endaültig und findet kein Nach⸗
ieder er⸗ g g. gebot, auch weder Einlösungs⸗
Samsr:asgs, 15. Marz noch Ablöfungsrecht statt.
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr, Die nähere Beschreibung, so⸗
zu St. Ingbert, bei Wintwe wie die Versteigerungsbedingun—⸗
Beck ggen können bei dem unferschrie⸗
wird auf Betreiben von Georg benen Versteigerungsbeamten ein⸗
Franz Hager, Ackerer in St. gesehen werden.
Ingbert wobnhaft, Gläubiger, Blieskaftel, 9. Febr. 1879.
gegen Jakob Schenkelberger, Schmolze, k. Notar.
Schneider allda, Schuldner da
nachbezeichnete Grundstüct im J Holzversteigerung J
Zanne von St. Jagbert, wegen aus Siautswaldungen des tgl.
Nichthezahlungdes Erwerbepreises, Jorstreviers Neuhäusel.
um Wege der vertragémäßigen
Wiederversteigerung öffentlich an
den Meistbietenden zu Eigensthum
dersteiget
Von Pl.Nr. 4025, 58 4
20 qm Acker hinier Hobels
neben Georg Kiefer und
Heinrich Reudelsturtz, d'e
Hälfte neben Reudeisturtz.
St. Ingbert, 26. Febr. 1879.
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:
K. Auffschneider.
Zwangsversteigerung.
Moniag, 3. Marz 1879
Nachmitiags2 Uhr zu St.
Ingbert in der Wuthschaft
von Valentin Seiter wird
durch den gerichtlich damit be⸗
auftragtenek. Notar Schmolze in
Blieskastel,
auf Anstehen von Peler
Schmidt, Rentner in St. Ing⸗
bert gegen Johann Klahm,
Schmelzaͤcbeiler und dessen ge—
werdlose Ehefrau Maria Seel,
deisammen in St. Ingbett, zur
Versteigerung gebracht:
Ein zu St.Ingbert auf
der Hitzesflur gelegenes
Wohnhaus mit Werk⸗
stütte, Hofraum, Garten
und sonstigem Zubehöc 2
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enthaltend neben Friedrich
Fichter, Georg Wagner u.
Witiwe Karl Ehrhardt.
Die Liezenschaft wird img ——
Ganzen zur Versteigerung gebracht.billiast bei

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im Leden täglich vorkommenden Fälle, Humor'flisches, Correspondenz ꝛo.

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—— 33 52*5237 ——32 *352237 23 5323258
3728 3282 A —A — 5325 8 —
—z35 3858 232323 25535 * 22 2 282 3
—A —A — —A ——— 525535
— 352 3255 23233 333555233 142 223
— — 53 32558B335B5 2323*3 22 — S 2
—82 5253 5 — 38255 8—338⸗ 2 282. — 5,3 355* 2 — 32
297. 5 ——38232833 233 — 263 38*
7 R 238823 2* 3 —3— —A 2223
*5 22* 82.5 —— —— 5* 3. Sw —73— 257—
352 —22— 855332 8 23 355 *865 — 22233
2 228 — 7 2232 335358— 228532888 12528
2 522* *5223 —325233—3*288 E22 .18253
—A 35 5 252222 — — 25352
— 333333—5328558* 2 7— 2— 325 3* *
22823 333338557 252358 5332—3*33 * 258
223 3533 53 —3332*3333357 *333 57 423323
s 2358832 75 2323 22 3272 *553 52 85. 35 2 *
223 *333.7 5835 5335233556332 53238 5235338
2 3—383** 225338 22 5. 3 25 123822
2355552353 — 228*37
5 F 23623358* 327825 ———
21 75332 —333323k5 2383225333 3722 2
38 —,— *833 255335353* 53 5532
* 538 2 2 5 23 5*
83—3338 3 —3 3 233323558 23557
—A— 238333833723. 73332 233 —— 5558328
w S2 . S 752 2323 5553233 F 22.532 2.3 2* 2 5.
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        St. Ingberler Anzeiger.
der St. Ingbeeter Anzeiger unß as (2 mil wo hentli hj my dem Hiuotblatte vecbu idene Uatergaltun z3blatt. (Sounta z8 mit illusteirter Bei⸗
age) erscheint wzehrrtteg zer nil: Dieustag, Dounerataz, Suünstaz und Soaataz. Der Abonementsvreis deträgt viertellahrlich
74 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezozen 1AMA 60 , einschließlich 40 Zustell zebuhr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswart“
nit 15 — für die viergespaltene Zeile Vlattschrist odet zeren Raum, Reclamen mit 80 — pro Zeile berechnet.
— —
1879.

M 34.
—
Deutsches Reich. der beutigen kirchlichen Trauerfeier zu Ehren ves verstorbenen Feld⸗
Mänqen, 26. Febr. In ver heutigen Abendsitzung ge⸗ narschalls Grafen Roon nicht beigewohnt. Der Trauerfeier wohnten
nehmigte die Aboeordnetenkammier die für GerichtsBauten und Ge⸗ die Kasserin, der Kronprinz, sämmiliche Prinzen des königlichen
richts⸗Einrichlungen geforderten Summen (also auch die 100,000 aufes und alle hier anwesenden Ojfficiere der Armee und
M. für Kirchbeimbolanden). Dann entspann sich eine lange De⸗ —XR bei.
halte über die Sttze der künft'gen Land- und Amtsgerichte. Crämer Eine veue Illustration zu dem Weheruf, daß deuische Pr'vat⸗
begründete mit Sparsamkeits rüdsichten den Antrag, nur 20 Land⸗ ahnen ihren Bedarf an Schienen auf mehrere Jahre hinaus in
ine ha erichtem; Beckh einpjahl, falls Crämet's Antrag durch⸗ england bestellt haben liefert folgende Thatsache, die wir der
seie nur 21 Londgerichte zu eitrigten. Birnet cApfahi, nech Freihandels-Kotrespondenz“ entaehmen: Das Eisen und Stahlwerk
Aichach ein Landgericht zu setzen. Arbinger befürworteie, Pfarr⸗ Asnabrück hat die Lieferung von Bessemerstahl⸗Schienen an eine
lirchen statt Deggendorfs zum Landgerichtssitz zu machen. Die De⸗ ussische Bahn zum Preise von Pfd. St. 6 3 sh. per Ton franco
haue wurde daun auf morgen vertagt. Es sind noch 20 Redner Kiga übernommen was sich loko Werk auf ca. 107 M. 75 Pf.
oorgemerkt. yro Tone stellt; einet deutschen Bahn hat es zu gleicher Zeit unles
tin, 26. Fibruar. Die elsässischen autonomistischen t Devise „Schut der ngtionalen Arbeit!“ nicht weniger als
Reichstagee Abg / ordneten unterhandeln mit den Ftoctivnen des Hauses 150 M. pto Toone lolo Wert abgenommen. Die deutsche Bahn
uder linen Anttag betr. die Constituirung Etsaß-Vothringens als jat also ca. 40 Prozent mehr bezahlen müssen als die rufsische
elbstaͤndiger im Lande selbst regierter Bundesstaat. Der Antrag Bahn.
eeee dahin hehen der Reicstag wöͤge den Feichs 27hig 26. Febr. Prinm Louis Napoleon reik morgen
sangler ersuchen, die definit've Constituirung des Rerchslandes ais dach Port Natal am Kap der guten Hoffnung ab, um, nachdem er
ielbständigen Bundesgliedes wie die übrigen Bundesstaaten mit eige⸗ ergebens versucht, von der englischen Regierung ein Offiziers patent
aer Vertreiung im Bundesrathe ins Auce zu fassen. u etlangen als Freiwilliger den Feldzug dort mitzumachen. Rach
weran, 26. Febr. Die Taristommission nahm für den inm Woiff'schen Depesche würde er dem englischen Artilleriestabe
Fenince Roheifen einen Zoll von 50 Pf. für Schienen einen solchen beigege ben werden. Betanntlich if die Artillerie die Lieblingswaffe
don 1Di., für Stabeisen von 1M. 50 Pf. an. (Fr. 3.) der Napoleoriden, welcher Nopolcon J. angehörte, und mut der
Die patlamentorische Lage ist so undurchsichtig, daß die Ge⸗ auch Ropoleon III. mit Vorliche sich beschäftigt hatte.
ruchte Lon einer Aufldsung des Reichstags nicht verstummen wollen. Ds Prinzen Lulu plötzlicher Entschluß, Europa zu verlassen,
Auch aus den Worien, die der Kaiser dei dem Embfang des eigt om Besten, daß er füͤr jetzt durch die Gründung der franzö⸗
Reichstagspräsidiums om Sonntag an dasselbe gerichtet, glaubt ischen Kepublik seine persönlichen Aussichter, in Frankreich den nächst
man schneben zu sollen, daß jenen Gerüchten ein gewisser Bestand ains Ruder zu gelangen, für äußerst gering erachten muß. Der
hon Thasaclichkeit zu Grunde liegen müsse. Der Kaiser soll sich Der such, sich im Kampfe gegen König Cetewayo mehr oder minder
micht ohne Mußst mmung über die Lage der Dinge geäußert, dann vohljeile Lotbeeren zu erwerhen, scheint mehr von der Verzweiflung
ber nat undertennbarem Nachdruck seine Hoffnung betont haben, un der eigenen Sache, als von dem unbezähmbaren Kampfesmuth
ta werde sich schließlich doch trotz aller Sch vierigleiten über alle ob⸗ ingegeben, welcher die Brust des jugendlichen Helden schwellt. In
schwebenden Fragen eine Emigung zwischen der Regierung und Frankreich dürften denn ouch die Anhänger des Bonapactismus
en Keichstage erzielen lassen. Diese Zuvrlicht des Kaiserz wind Nese Adreife ihres Prätendenten als das Zeichen zur Fahnenflucht
in Abgeordnetenkreisen freilich nicht überall getheilt. Die Zumuth⸗ ansehen, und wenn chon vor einigen Tagen ehemalige Gutkaiserliche,
ungen, welche in den zoll⸗ und steuerpolitijchen Fragen dem Reichs- 8 der Er Seinepräfelt Haußmann, dem neuen Präsidenten der
age voraussichtlich werden gestelt werden, siod allzuhart, als daß Republik ihre Bereitwilligkeit erllärten, sortan an der Besestigung
ine sustimmende Majorität so sicher zu erhoffen stande. Wie der »er konservatiden Republik ohne Hintergedanken mitarbeiten zu
Reichstangier aber eine Ablehnung seiner Projette aufnehmen würde, vollen, so dücfte dieset Entschluß des Sohnes Napoleons UI. au9
Ind saun zweifelhaft sein. Mag man in den ihrm nadbestehenden zie verzweitselisten Anhänger des Kalserreictss wohl oder übel dabin
Zreisen auch heute noch bestreiten, daß er eine Auflösung des Reichs⸗ tingen, ihre laute oder stille Oppesition gegen die Republik dei
jages in Aueficht genommen, so moͤchten wir dieser necativen Ver⸗ Seite zu legen. Von diesem Sitandpunkt aus erscheint die Abreise
sicherung doch nur in so weit Glauben schenken, als es sich um des Prinzen nach dem Kap sogar als eine im gewissen Sinne pat⸗
den getenwact gen Augenblick hendelt, in welchem noch Alles in riotische That und verdient als solche gerechte Würdigung.
— 0 Ausland.
Ablehnung seiner Reformprohekte im Gediete der Zoll⸗ und Steuer⸗ Paris, 26. Fibr. Die „Agence Havas“ meldet aus
»olitit eine nicht mehr rückgangig zu machende Thotsache geworden, donstantinopel: Da die Boischafter der Maͤchte die von der Pforte
—— Fürst Bismarck anders als mit vorgesch'agenen Aenderungen der bisherigen Grenze gegen Griechen⸗
zeinem Entlassungsgesuch oder mit der Auflösung des Reichsztages and für ungerligend erachteten, so gab die Pforte nunmehr ihre
datauf antworten könate. An seinen Rücktritt aber würde sicheriich zustimmung zu anderen Geenzberichtigungen, so daß auf einen er⸗
um so weniget gedacht werden dürfen, als ja der Kaiser selbst, oluteichen Fottgang der Uaterhandlungen in Pred sa zu hoffen ist,
vwie aus der Thronrede hervorgeht, sich in der Hauptsache mit den Madrid. De Agttation zu Gunsten einer Schutzzollpolitik
Reformplänen seines Kanzlers einverstanden erllart hat. Gleichdiel 'ür Spanien beginnt in Barcelona, Valladolid und Sautader gihhere
Wer, wie man den Stand der Dinge ansehen mag, cinstweilen wird kreise zu ziehen. Die für die Untersuchung der Klag⸗n der Weber⸗
der Reichslag in aller Ruhe seine Ardeiten forisetzen köͤnner, soweit ien wie der Rhedereien eingesetzte parlamentarische Kommission ist
don ruhiger Arbeit, bei der volligen Ungewißheit der Zukunft fen schutzzöllnerisch und das Ministerium säßt n seinen offizidsen
Aberhaupt die Rede sein dann; die Taze der Enischeidung werden Organen in gleichem Sinne wirken. (Also überall Schutzz 1)
erst im Mai und vell icht sogar erst im Jani heranrücken, denn Tirnowa. 25. Februar. Aus Mac donien und Thracien
jrüher wird der Reichstag kaum dazu kommen, sich mit det Berath · ünd Abgesandte hieher gelommen, um die Vereinigung dieser Pro⸗
ung des red dirnn Zolltatifs zu deschäftigen. Gewiß aber auch dinjen Bulgarien mit zu beir iben. Fürst Tondutkoff: Kosakoff hat
uicht später, da Anzeichen der verschiedensten Art daraus hindenten, hnen aber zu wifsen githan, daß der Berliner Vertrag Lrespectirt
daß dem Kanzler Alles daran liegt, den Reichstag nicht auseinander werden müsse und er haen daher nicht gestatten werde, mi den
zehen zu lassen, bis er in dieser wichtigsten aller Fragen, die für —XXVEDX
ziese Session zur Berathung lommen werden, sein Urtheil abge⸗ Die bulgarische Naliona versamm ung, die gegenwärtig in
geben hal. Tirnowea 'veriammelt ist, hat sich bereits über einen „Verfas⸗
Berlhin, 26. Febe. Der Kasser hat, um si5 bei der focke jun zsentwurf“ geeinigt. Ene Reihe von Freiheiten, wie sie fich
zauernden ungänstgen Witterung nicht einer Eckallung auszufetzen, joast nur hohkultivicte Rationen ohne Schaden verstatten dürfen,
        <pb n="118" />
        ind in diesem Entwurf enthalten, über dessen Annahme heut be⸗
cathen werden soll. Freiheit der Presse, freies Versammlungsrecht,
ibligatorischer Unterricht siad die klangvollen Versprechungen, welche
dem „ocganischen Statut“ zu Brunde liegen, nach welchem das
Fürstentzum Bulgarien auf die Pfade der Kultur und Gesittung
geleitet werden soll. Ferner bestimmt das Statut:

VDer erste Fürst von Bulgarien braucht nicht der orthodoren,
zriechtschen Konfession anzugehören, seine Erben und Nachsolger
aber müssen in dieser Konfession erzogen sein.

Zur Wahl des Fürsten ist erforderlich, daß derselbe zwei
Drittel aller abgegebenen Stimmen auf sich vereinige.

Alle Bulgaren sind militärpflichtig und vor dem Besetze gleich.

Die Religion ist für Niemand ein Hinderniß zur Betleidung
offentlicher Aemter.

Die Deputirten bestehen aus drei verschiedenen Kategorien und
war aus allen Mitgliedern der Richterkollegien und den Präsidenten
der Munizipalität und der Bezirksräthe, welche kraft ihrer amtlichen
Stellung der Deputirtenkammer angehoͤren, ferner aus den von der
Bebölkerung gewählten Deputirten und endlich aus Mitgliedern,
welche der Fürst ernennt.

Die Zahl der letzteren, darf die Hälste der Zahl der ge⸗
wählten Deputirten nicht übersteigen.“

Und alle diese Bestimmungen haben die Genehmigung des
Tzaren erhalten, der doch augenscheinlich davon überzeugt sein muß,
daß die Bulgaren troß der türkischen Unterdrückung noch reifer für
die Freiheit sind als ihre Befreier, die Russen.

Der griechische Erzbischoss von Adrianopel, welcher
don einigen Bulgaren jener Stadt schändlich malträtirt wurde, ist
am 20. Februar seinen Wunden etlegen. Als der russische Officier,
der ihn dem wüthenden Haufen entriß, ihn in Sicherheit gedraqt
zatte, zeigte es sig, daß die Aagreifer dem etwa sechzig Jahre
alten Mann sämmtliche Haupte und Barthaare ausgerissen hatien.

sKeonstantinopel. Der Ktriegsminister Osman Pascha
zat dem Sultan mit Rücksicht auf den Stand der wückischen Staats⸗
inanzen ein Projekt unterbreitet, wonach die türlische Armee dem⸗
nächst vollständig auf den Friedensfuß gesetzt werden soll. Nach
Abschlag der aus Rußlaud heimaelehrten und vollständig aus dem
Lktivstande zu entlassenden 54000 türkischen Gefangenen soll der
Friedensstand dar lürkischen Armee nicht 135,000 Mann üÜber⸗
teigen. ·

Ueber ein Gemetzel, welches der König von Birma gelegentlich
zines Ministerwechsels anrichten tietßz, liegen genauere Meldungen
noch nicht vor. Bislang galt der Koͤn'g von Birma als ein ziem⸗
lich aufgeklärter Herrschet, der zwar seine eigenartigen Varotten
hatte, die aber verhältaißmäßig harmloser Natur warea. Eine
jeiner hauptsächlichsten Liebhabereien soll die Ausubung der Buch⸗
druckerkunst und des Journalistenhandwerks fein. Wenigstens wird
erzäͤhlt, daß der Körig von Birma früher keinen M'enister anstellte,
der nicht setzen und dtucken konnte. Der hohe Herr redigirie
nebenbei eigenhändig eine Zeitung für Birma und sorgte für die
Verbreitung derselben dadurch, daß er bei Todesstrafe jeden seiner
Unterthanen zum Abonnement zwang.

VPermischtes.

l

St. Ingbert, 28. Febr. Da der Schluß unseres gest⸗
eigen Faschingsberichtes, wie wit hören, mißdeutet wurde und uns
eine Absicht unterschoben wird, die uns bei Absassunz des Artikels
gänzlich ferne lag, so ziehen wir es vor, die potlamirte Diskretion
abzulegen und auszuplaudern, daß wir über den beregten Gegen⸗
stand — Soiree bei Hrn. Dr. B. — keinerlei Unvortheil⸗
hzaftes vermuthen lassen wollten, and daß allem
Vernehmen nach die angezogene Soiree in sehr zweckmäßiger Weise,
zur Ehre des Gastgebers und zur allseitigen Befriedig—
ung der Gäste verlaufen ist.

.* Beitrag zur Unfall⸗Statist k. Bei der Magdeburger Allge⸗
neinen Versicherungs-Actien⸗ Gesellschast — Abtheilung für Unfall⸗
Versicheung — kamen im Monat Januar 1879 zur Anzeige:
14 Unfälle, welche den Tod der Betroffenen zur Folge gehabi
zaben, 4 Unfälle in Folge deren die Beschädigten noch in Lebens
gefaht schweben, 27 Unfälle wesche für die Verletzten voraussichtlich
ebenslängliche, theils totale, theils partielle Indalidität zar Folge
jaben werden, 460 Unfälle mit voraussichtlich nur vorübergetender
Erwerbsunfähigkeit. So. 505 Unfälle. Von den 14 Todesfallen
reffen 4 auf Zuckersahriken, 2 auf Brauereien, je einer auf eine
Spinnerei und Weberei, Liqueur-⸗ und Eisigfabrik, Drahlfabrik,
Dampfziegelei, Schneidemühle, Mahlmühle, einen Steinbruch und
ein Schornfsteinfegergewetbe; von den 4 lebensgefährlichen Verletz
ungen 3 auf Baugewerke, eine auf eine Rübenzuckerfabrik; von den
27 Invaliduätsfällen 4 auf Beauereien, je 3 auf Radenjzuckerfa ⸗
oriken, Schneidemühlen uad Landwirthschaftebetriebe, je 2 auf
Papierfabriken, Metallwaarmjabriken und Dtaßimühlen, je einer auf
ine Nudelfabrik, Zündyolz. und Spahnschachtelfabrik, Maschinen⸗

abrik, Stockfabrit, Dampffärberei, Dampffpinnerel, einen Eisenbahn
»au und ein Baugewerk.

F Das Reich besitzt zur Zeit 1,683,447,357 Mark Gold—
nünzen und zwar 1,250. 539,960 M. Doppelkronen 404,938, 250,
M. Krosen und 27,769,145 M. halbe Kronen.

FGauersheim. Am 26 o8. gerieth, wie die „Pf.
Pre.“ mitiheilt, der Mühlenbesiher Val. Struerwald in das Mühl—
verk und blieb sofort todt.

F Wie die „Neust. Ztg.“ erfährt, besindet sich Fril. A. von
J. (Albtecht von Johanniskreuz), von welcher man glaubte, daß
ie imn Rhein ertruuken sei, wohlbehalten bei ihren Eltern.

F In Neustadt hatte der Faschinz für den Darsteller des
Prinzen Carneval einen bedauerlichen Abschluß, indem derselbe sich
nei der nach dem öffentlichen Umzug am Montag Statt gehabten
Scheßhaus-Reunion beim Herabspringen von einem Tisch nicht un⸗
rheblich an den deiden Beinen verletzte. (3w. 3.)

»7Frankenthal. Die Fabrik der Gebr. Glossier soll
aut Beichluß der Gläubigerversammlung versteigert werden.

Speyer. Herrt Bischof Ehrler hat einen Fasten-⸗Hirten⸗
zrief erlassen, in welchem die soziale Frage bihandelt ist. Die
zegenwäruge allgemeine Unzufriedenheit, die an den Herzen der
Meuschen nagt, so wird ausgefübrt, hat ihren Grund in der Un⸗
jenügsamkeit, dem Neide und dem Unglauben. Die Ungenügsamkeit
ist ein Unrecht gegen Goit und entspeingt aus der Sucht nach ir⸗
dischen Genuß, währead die wahren Güter des Lebens vernach⸗
assigt werden. Fieiß, Mäßigung und Sparsamkeit, einsaches und
geordnetes Leben Aud die Quellen der Zufriedenheit. Aus der
Lnzufriedenheit folgt der Nid gegen Diejenigen, denen es besser
tgegt, Standes- und Klassenhaß, während wir doch alle Kinder
Bottes sind, der Jedem nach seiner Weisheit zutheilt. „Die Re⸗
igon allun ist im Stande, die Unzufriedenheit der Herzen zu heilen
ind alle Widersproͤche der Erde zu klären. — Darum ist eine Ver⸗
esserung unjerer Zustände nur denkdar, wenn die Menschen zum
hristlichen Glauben und christlicher Sitte zurückkehren.“ (Pf. Ztg.)

TeMetz. Nich einer Mitiheitung der ‚„Meß. Z3? sind vom
siesizen Bererkepräfidium bis Beginn des abgelaufenen Jahres für
Pranien für eriegte Wölfe 3294,10 Mt. ausgetheilt worden. Da
»er höchste Prämensaß für eine Wölfin 14,40 Atl. ist, so ergiebt
ich aus diesee Summe, daß uunter den gehfährlichen Raubthieren
ereits tüchtig aufgeräumt worden ist.

Würzbarg. Das Swurgericht sür Unterfranken uns
lijchaffenburg kam heute in die Lage, ein dreifaches Todesurtheil
prechen zu müssen. Um 30. Juni v. J. hdatte man bei Hollstadt
Bezirksamt Neustadt a. d. S.) den Göjährigen Oekonomen Joh.
ẽckert an einem Eichenbäumchen erhängt aufgefunden. De näheren
Umstände seines Todes, sowie die allgemein im Orte belkannte
Thatsache, daß die Söhne und der Schwiegersohn des Todten dem⸗
elden aufsässig und feindselig gesinnt waren, da er ihren nicht
zald genug, um das Erbthell zu erlangen, starb, ließen sofort de
Bermuthuug auflommen, daß man es hier nicht mit einem Seidst⸗
nocd, sondern mit einem von Mehreren geplanten Verbrechen zu
han haite. Die deiden Söhne des Verstorbenen und sein Schwie⸗
zerjohn wurden dekhalb verhaftet und standen gestern und heutt
por dem Schwurgericht. Aus ihtem Vorleben — im Hause Eckerns
zuing es sehr wüst zu, die verstorbene Ehefrau desselben hatte u. A.
gegen ihren alten Gatten die eigenen Söhne gehetzzt — wurde eine
Menge Details enthüllt; ferner kamen Aeußerungen zu Taze, welche
auf die Adsicht einer Ermordung des alten Eckert in ähnlicher
Weise, wie die Antlageakte vorsieht, daß der Mord verübt worden
ei, schleßßen lassen, — so daß, da man die Angeklagten um die
Zeit, wo das Verdrechen — ein solches liegt offenbar vor — der⸗
übt wurde, am Thatorte sah und auch konstatirt ist, daß die Drei
urz vorher eine Zusammenkunft und gehtime Becathung hatten,
die Geschworenen, irotz des konsequenten Leugnens der Angellagten,
zegen alle Drei das Schuldig des Verbrechens des Mordes aus⸗
prachen und der Gerichtshof, die 83 Angeklagten zur Todesstrafe
veruttheilte.

Wäürzburg, 24. Febr. Aus Lohe joll gestern eine
Frau hieher verbracht worden sein, welche, um ihren Anecht hei⸗
zathen zu können, den Mann ermordet haden soll.

fPassau. Gelegentlich eines am Sonntag Nachmittag
dattgefundenen, eine Bauernhochzeit vorstellenden Mastenzuges fiel
en scharf geladener Schuß aus einer Pistole und traf eine verhei⸗
zathete Frau so unglücklich in die linse Brust, daß dieselbe lebens⸗
gefährlich darniederliegt.

F Die Feindschaft zweier Koͤnige. In einem Aufsaze üver
Zdudwig J., König von Bayern, bringt die Frankfurter Zeitu ig
olgende interessante Reminiscenz: „Die Lieblingeschwester des
Zönigs, Charlotie (die nachmalige Karserin Karolina Auguste von
Destetreich)j, war belanntlich zu Rheinbundszeiten an den damaligen
dronptinzen und späteren König Wilhelm von Würtemberg ver⸗
zeiraihet worden. Wilhelm hatte sith dem eisernen Gebot des

stapolkoniden nur mit Ingrimm und lebhaflestim Wiederwellen
        <pb n="119" />
        gegen die aufgedrungene Heirath gefügt und war nicht gewillt, ihm

mehr als lediglich formell zu folgen. Vielmehr erklarie er Char⸗

lotte Augusten offen, daß er nur dem Zwang gehyorche und ihre

The als moralisch nichtig betrachte, und er trennte sich unminelbar

nach der Trauung thatsächlich von ihr; sofort nad Bonapartes

Sturz ließ er die jungfrauliche Ehe auch rechtlich scheiden. Wegen

dieses vermeintlichen, seiner Schwester angethanen „Schimpfes“ nun

ward Ludwig Wilhelms Todfeind; er sorderte ihn zum Zweikampf
heraus, der aber durch Wilhelms Ruhe und die Bemühungen der
beiden Hoͤfe vermieden wurde; er haßle von da an seinen naͤchsten

Nachbarn auf's Bitterste und derlehtte weder mündlich noch schrift⸗

lich je wieder mit ihm. Erst wenige Jahre vor Ludwigs Tod trat

eine unerwartete Aenderung ein. Auf einer Durchreise in Stutt⸗
zart setzte fich Ladwig waͤhrend des mehrstündigen Aufenthalts in
den Wartesaal deitter Klasse an einen Tisch voll Bauern, die den
unscheinbaren alten Herrn, der alsbald mit ihnen über Haus- und

Landwirthschaft, Politik u. dal. zu sprechen aufiag, wohl sfur Alles

n der Welt eher als für einen König ansehen mochten. Miltler

veile hatte sich indeß die Nachticht von Ludwigs Anwesenheit doch

derbreitet und war auch König Wilhelm hinterbracht worden, Dieser
machte sich, den alten Span vergessend, auf, um seinem hochbetagten

Begner persönlich die Hand zur Verföhnung zu reichen. Er fand

hn in eifriger Unterhaltung mit den biedern Vauern, deren sprach⸗

loses Erstaunen über ihre hohe Bekannischoft man sich leicht vor⸗
tellen lann. Diefer Schritt aber brach Ludwigs Hartnäckigkeit
ind die beiden alten Könige blieben von da an gute Bekann:e.“

FKarlsruhe. Der unterbadische Genossenschaftsverband
der Vorschuß⸗ und Credit⸗Vereine des Landes sprach sich in einer
dieser Taze hier abgehaltenen außerordentlichen Versammlung nach
ringehender Verhandlung gegen Zinsbe schränkung, ebenso gegen
Beschränkung der allgemeinen Wechselfähigkeit aus. Der Verband
vird in diesem Simie eine Petition an den Reichsstag richte.

Worms, 24. Febr. Heute wurde die Edhefruu eines
hiesigen Schneidersnieisters wegen barbarischer Mißhandlung zweier
dinder erster Ehe ihres Mannes zu 14 Tagen Gefängniß veruriheilt.
Dieselbe hatte den armen Kindern buchstablich die Zähne im Munde
ꝛingeschlagen. (W. 3.).

7 In Mainz klagt man sehr über den trübseligen Ausfall
des Carnevals. Wie sehr die Zeilverhaͤlmisse auf diefem sonst glaͤn⸗
jenden Unternehmen in diesem Jahre lasteten, geht daraus hervor,
daß die Einnahmen gerade ein Drittel derjenigen des Vorjahres
zetragen, nümlich ca. 3200 Mi. gegen 15,000 Mk.

. Während am Sonntag in tam Süddeutschland ftarker
Schneefall eintrat, ging gleichzeitig über Wien und Umgegend ein
zeftiges Gewitter mit einem fötmlichen Wolkenbruch nieder.

Berlin. Der socialdemokratische Reichstagsabgeordnete

Reinders hat vor feiner Abreise nach Berlin nachstehendes Circular
dersendet: „Breslau, im Februar 1879. P. p. Meinen werthen
tunden und freundlichen Nachbarn zur gefälligen Rachricht, daß ich,
veil ich zum 12. Februar nach Berlin zum Reichstag berusen bin,
aach dort als diätenloser Abgeordnetker abreise und bitte ich darum,
das mir bisher so vielfach bewährte Vertrauen während meiner
Abwesenheit auf meine Frau zu übertragen. K. P. Reinders,
Mitglied des deutschen Reichssstages, Cigarrem, Tabak⸗, Porzellan⸗,
Blas⸗ und Topfwa aren · Geschaft, Neudorferstraße Nr. 47.*

FBerlin. Der „Reichsanzeiger“? veröffentlicht eine Ver⸗
rdnung üder Maßregeln zur Sicherung gegen das Eindringen der
Pest auf dem Wege des Seeberkehrs: aus russischen Häfen kom⸗
nende Schiffe und de darauf befindlichen Personen und Waaren
ind nicht eher zu freiem Verlehr zuzulassen, als bis durch strenge
—A Gesundheitszustand an Bord festgestellt ist.

f Auch ein Avancement. Eine Geineinde bei Berlin wählte
qren ehemaligen Bürgermeister, der inzwischen deruntergekommen
dar zum — Nachtwächter.
7In Fürstenau Hannover) hat der Schlosser G. auf
einen eigenen Vater 6 Revolverschüsse abgefeuert und ihn schwer,
venn auch nicht lebensgefährlich verwundet.

7 Was ein drei Monate alter Großfürst kostet. Der russische
Regierungs Anzeiger? publicirt den dom Zaren bestaͤtigten Jahres⸗
kiat für die Hofhaltung des am 22 November 1878 gedborenen
wroßfürsten Michart Alexandromdiisch für die Zeit bis zum fiebenten
Lebensjahre. Darnach sind zur Bedienung und Pflege des jungen
Herrn angeßelt 10 Personen mit inem Jabresgehaur von zusam⸗
nen 5975 Rubel. Für den Tisch des kieinen Großfürsten und
ie Verpflegung des Personals werden alliährlich 18,123 Rubel
usgesegt.

Guvbal.) Die Ekablissements Duval, welche allen Be⸗
achern von Paris wohl in guter Erinnerung sind, haben noch dem
ürzlich den Actionären vorgelegten Jahresberichte für 1878 in
iesem Zeitraum die respectabl⸗ Einnahme bon 18,614,384 Franken
angebracht, wovon 2,085 621 Frauten Reingewinn. Soweit die

lonlrole mittels Katten die den Kunden ausgehändigt werder, eine
A Mahlzeiten gestattet, belief sich die Zahl

derselben auf 8. 316,7 13. In dieser Zahl sind dielenigen Mahljeiten
nicht mit inbegriffen, welche in der Ausstellung verabreicht wurden,
ingleichen ist ein Theil des Consums einer Anzahl von Speiselo⸗
alen im Centrum von Paris ausgeschlossen. Was den mittleren
Preis betrifft, welchen die eirzelnen Gäste pro Mahlzeit anlegten, so
var derselde 1878 etwas höher als in früheren Jahren. Er betrug
zämlich 2 Fr. 7 Ct., während er in den Vorjahren nur J Fr. 80
ẽt. bis 1 Fr. 90 Ct. betragen hatte.

r In Sockton, Californien, hat am vorigen Sawstag
ine furchtbare Explosion stattgefunden. Mehrere Hundert Personen
jatten sich versammelt, um der Probe einer neuen Pumpe, welche
en Stochon-Morast austrocknen sollte, beizuwohnen. Die Maschine
vollte nicht recht arbeiten und der Jugenieur schraubte das Sicherheits⸗
entil nieder. Eine viertel Stünde darauf explodirte der Dampf-
issel, wodurch die Locamobile 150 Fuß wen durch die Menge
zeschleudert wurde. Vielen Perfonen wurden die Koͤpfe abgerissen
—man spricht von 16 Todten uond 26 Verwundeten — andere
vurden in den Morast geschleudert. Der Ingenieur selbst ist todt

Dienstesnachrichten.

Auf die bei der kal. obersten Baubehörde erledigte Bauraths⸗

telle wurde der Kreisbaurath des Landbaufaches dei der kgl. Re⸗
Jierung der Pfalz, Max Gg. Siebert, berufen.

Die Pfarrei Leimen wurde dem Pfarrer von Gosserswe'ler,

Fr. Maas verliehen, und die Verwaltung der Pfarrei Karlsberg

»em Pfarrverwesor von Freinsheim, K. Th. Adam, äübertragen.

Schuswesen.

Maschinentechniker, die sich dem Maschinenbau im Allgemeinen
ider einem speciellen Zweige desselben widmen wollen, wollen wir auch dies⸗
nal darauf aufmerksam machen, daß das Technicum zu Mittiweida
Sachsen), am 21. April sein 18. Schuljahr eroffnet. Die Aufnahmen für
en unentgeldlichen Borunterricht finden im Maͤrz und April jederzeit statt.
diese Anstalt ist die älteste und in Folge dessen auch die besuchteste Special⸗
hule für Ausbildung im gesammten Maschinenbau. Ihr letzter Jahres bt⸗
icht zeigte eine Frequenz von 415 namentlich aufgeführten Stuͤdirendenn; der
ingste ist 16 Jahre, der älteste 49 Jahre, einige sind bereits verheirathet
ind selbstständige Fabrikanten. Vertreten find Europa, Amerika und Afrika

o daß fast jeder neu ankommende Studirende Landsieute triffi. Programme,
owie jede nähere Auskunft über Unterricht, Wohnung, Verpflegung u. s. j.
ttheilt sofort gratis und franco Har Director Weißel in Mutweida. em,
2arktberichte.

Zweibrücken. 27. Februar. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.
Weizen 09 M. 87 Pf. Korn 7 M. 80 Pf., Gersie weireihige O M.
ierreihige M. — Pf., Spelz O M. Pf. Spelzkern — M.— pPf.
Dinkel — M. — Pf. Mischfrucht d M. — Pf., Hafer 6 M. 12
irbsen — M. — Pf., Wien 0 M. Pf., Kartoffeln 2? M. 60 pf.
deu 1 M. 80 Pf., Stroh 2 M. — Pf., Weißbrod L/e Kilogr. 50 P.
tornbrod 8 Kilogr. 71 Pf., 2 Kilogr. 18 Pf., 1 Kilogr. 24 Pf., Gemischt⸗
»rod 8 Kilogr. 86 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
36 Pf. I. Qual. 60 Pf., Kalbfleisch 60 Pf., Hammelsleisch 60 Pf. Schweinefleisch
36 Pf., Butter /2 Kilogr. O M. 95 Pf. Wein 1 Liler 70 Pf. Bier 1Liter 24 Pf.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demeßz. I

— —2
Coursbericht über Looz⸗Effecten von A. Molling,

Bankgeschäft, Berlin W., Friedrichstr. 180 —

vom 25. Februar 1879.

*

Amsterdam Industr. Pal. 22/0 fl. Kl. G. 8 fl. 6 B. Ansbacher 7 l.
haupit. 14,000 ti. Gw. 9 fl. 27,. 6. 29,18 B. Augsburger 7 fl. Hpt. 7000
l. Gw. 9 fl. 19.26 G. 21240 B. Badijche 85 sl. Hpt. 40,000 ti. Gw. 59 fl.
59 G. 161 B. Bari 100 fres. Hpit. 100,000 il. Gw. 150 fres. 85 G.
Barletia 100 fres. Hpt. 100,000 N. Gw. 150 fres. 19,00 B. Braunschw.
20 thlr. Hpt. 150,00 I. Gw. 69 Mark. 83 G. 84.0 B. Bukarester 20 fr.
Dpt. 100,000 kl. Gw. 20 fres. 19,60 G. 21 B. Finnländer 10 thlr Haupit.
20,000 kl. Gw. 86 Mark. 3960 G. 4180 B. Freiburger 15 fres. Hpt 40,000
l. Gw. 19 res. 20,00 G. 216 B. Genueser 150fres. Hpt. 100,000 il. G
160 fres. 72 G. 76 B. Hamburger 100 Mk. Bo. Hpt. 115,000 M. B.
L. Gw. 156 M. B. 290 G. 8 Hamburger 50 thir. Amortiszieh I.
w. 180 Mk. 177,600 G. 179,30 B. Kurhess. 40 thlr. Hpt. 96,000 ti. Gw. 220
Nark. 256 G. 259 B. Lübeder 50 thlr. Hpt. 30,000 il. Gw. 108 Me.
75 G. 177,20 B. Mailand⸗Como 14 fl. Hpt. 20,000 kl. Gw. 14 fl. 55 G. — B.
Nailänder 45 fr. v. 1861 Hpt. 70,000 il. Gw. 47 fres. 2800 B. Mailander
Ofrcs. v. 1866 Hauptt. 100,000 tI. Gw. 10 fres. Nas G. 10,28 B. Meininger
il. Hpt. 15000 il. G. 8 fi. Id, ð. 20 Byvaessauer 23 bt α,
l. Gw. 48 fi. 100 G. — B. Reuchateler 10 fres. Hpt. 12,000 tl. Gw. 12 fres.
14,00 G. 16,00 B. Neapeler 150 fres. Hptt. 85,000 kl. Gw. 150 fres. 67 6.
7 B. Oldenburger 40 thlr. Hpt. 60,000 U. Gw. 120 M.1416 148,60 B.
bBreußische Prämien 100 thlr. Hpt. 225,000 ti. G. 845 Mt. 149,00 ꝰ0 G.
l. B. Pappenheim 7 fl. Hpt. 9000 ti. Gw 7 1. 17.80 G. 19,20 B.
Sqaumb. Lippe 25 thlr. Hpt. 36 000 i. Gw. 138 Meki83 —A
40 thlr. Hptt. 30,000 kl. Gw. 39 Mi. 45,00 G. 4616 B. Turk. 400 fr. inch.

.p. April 1876 Hptt. 600 000 ti. Gw. 400 fres — 6. A V Ungar.
100 fl. Hauptt. 100,000 til. Gw. 186 il. 156,00 G. 189,00 B. Venedtger
zo fres. Haupu. 60,000 kleinster Gewinn 80 fres. 16 Brief.

Soweit Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den unter Brief notirten
Toursen Verkäufer, zu den Geld⸗Coursen Käufer
In sammtlichen Loospapieren lebhafte Umfaͤtze bei meist steigenden
oursen.
A. Molling.
        <pb n="120" />
        —— . e

zu Confirmanden ⸗An⸗

Schwarzes Tuch zügen, sowie eiue XR

Buxkin, vertaufe ich um damit zu aden zu sehr billigen Preisen
A WMVittich, in —A

*
Geschäfts⸗ Uebernahme.
zeige hiermit ergebenst n- raß ich unserm Heutigen deẽ*
— ⏑—⏑ ⏑⏑ ⏑——— —
meinet Mutter für eigene Rechaung ubernommen habe und bemüht
ain werde meinen Künden und Gönnern gute, preiswürdige
Wagare zu liefern dei prompter und reeüer Bed'enung.
Schnappbach, den 1. Maͤrz 1879. i
Achtungs vollst
Carl Hauck.

PDie Przougnisso
dery RKgs. F rerischen. Esl. Preuss.
Cassert. Oesteree, Hos⸗Choco⸗
haden⸗f abribanten
hebr. Stollwerck

— — — —

in Cöln a. Rh,

Filia beni Frankfurt a M., Breslau und Wien,
verdankenn ihren Weltrucf der gewiasen⸗
hanen ver wendumng von mur besteu
sRtonmatérialien und Aeremn 0rgfültügster

Rearbeitung.

Die Original .- und i Pfund- Packungen sind mit Prei-
und Garantio-Marko (rein Oucao u Zucrer) versehon.

Die PFabrik ist brevetirto Lieferantin:
I. I. M. M. des Kaisors Wilhelm, qder Kaiserin Augusta,
Sr. Kaiserl. u. Lonigl. Hoh. des Rronprinzen, Sr.
Kaiserl. u. Kdnigl. apostol. Majestut Franæ Joseph,
e Rote von Fugland, Italien, der Turkoi, Bayern,
dachson. Holland, Belgien, Baden, dachsen-Weimar
Mebocłkdenburg, Rumuunien end Schwarzburg.

10 goldene, siliberne und broncene Medaillen.
Sto IIWAroKꝰseho Ohh⸗OIlIAdDcn OMCAOS
nd in a1L10n Städten Dertocllapds u haben, sowie auch au den
— Aaupt Bahnhof· Bussets.

In St. Ingbert bei J. Peters u. pei J. UhI r.

Komis chæs
Neuéstes Duett
von J
CARL KUNTZE: IJ
Dieo Sbouorrosormor
oder
quter Rath fur jeden Magistro
Rumoristisches Duett
für Tenor und Bass mit Xlavierbegleitung
componirxt von
OC. Kuamtæ e
Op. 8303. Preis MK. 2.50.
Gegen Finsendung des Betrages versende franco.
.. Tongeres NMusikvertas
Cẽln am Khein.

HIOBCE

BerIIM
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Jern Deutschlands gehörend.
Paͤchter des Inse ratentheils

Innonten⸗Exprdition
Adolf Steinoer
HRAMBURI.

Geflügelzucht⸗Verein Kirchheimbolanden.

Zu der am 30. und 31. März und 1. April 1879

saitfindenden Allgemeinen

Geflügel und Vogel⸗Ausstellung
verbunden mit 37
Gestũgelmarkt und einer Berloosung

don Gefluͤgel und Gerathschaften beehren wir uns zur Betheiligung

höflichst einzuladen.

Programme und Anmeldebogen, sowie Loose siud

zu beziehen durch unfern Schriftführer, Herrn Wanderlehrer Rapp

jn Gollheim, an welchen auch die Anmeldungen, jedoch nur bis zum

x. Moͤrz, zu geschehen haben.

Prämiirung durch Geldpreise und Ehrendiplome.

Als Ehrenpreis gibt die Stadt Kirchheinmbolanden . M. 30.
das landw. Bezirktskomite · 20.
der Verschoͤnerungsverein . 20.
Der Ausschuß.

Looso à b60 Pfg.
find in der Erpeditivn dieses Blattes zu haben.
yranebsische und englische dprache.

Zum Aufgeben hiesiger Ein⸗
vohner werden dazu geeignete
deute gesucht. Offerten zu senden
in W. Levy, Hamburg .

⏑ ⏑—— vi.
Die in dem Tafiririen Buchet:
— Die Brust und
Cune⸗v rankheiten
Ipsodlene Methode zur eꝛ Freichen
Behandlung und, w⸗ noch irgend
moglich zur schnelen Hellung obiger
Leiden dat s rausendsach dewahrt
ann ble Lecture dieses y
seichneten wWerkchens allen Kranken
uicht dxingend genut empfohlen wer⸗
zen Preis sö Pis Prospect
urch Eh. Vohenleitaer, kelyng u. Sasel
— —
Prospect gratis und franco.

Fein ster Lof odinischet
Dorsch⸗ seberthran

von A. Sar demanmna

in Pmmerichi,

wegen seiner Güte und Wirlksam⸗
deit allfeitig von den Aerzten em⸗
piohlen, ist stets vorraͤthig in
Driinalflaschen 41 Mark in
St. Jugbert bei J. Fried⸗
rich, in Zweibrücken W. Aug
Sect, in Homburg bei W.
Simon.

) Vorräthig in K. Gotthold's
Buchhandlung in Kaiserslautern⸗
welche dasselbe gegen 60 Pig. in
Zriesm. franco überallhin versendei.
——

— — — ——

Interpre Tho Int t
I Intorprète o Interproter
?ranzös. Journal füc Deutsche, Easlisoho. Jouraal fur Deutseheo.
mil erlautornden Anmorkungen und alphabetischem Vocabulaire,
vowie mit ganz neuer, vervolIkom mneter —— — — ⏑ ⏑⏑⏑————— für das Englische-
Scit Tjuni 1877 herausgegeben von MilsoMNM.
rleichtertste und wirksamste iltenwittei bei Lrlernung der ndsiehen und englüschen
dWprache. namentlich für das gFelbotatudium und bei Vorbereitung auf .amina (Binjuhrig-
creiwilüge); zugleich anziehendsto und erfolgroichsto französische und englischo Lectũre zur
Debung und Unterhaltung, Auex die besondere Einrichtung dhon vbei den bescheidensten
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Wochentlich eine Nummer. — Qus tapreis fär jedes der beiden Journale: bei der
ꝛost, dem, Buchhandel direct unter Bande1 M. 75 Pi. 1B. 8 &amp;r. 4. W.) Preis
anes einzelnen Monats tbet 860 Pf. — Quartalan fang: Januar, April, Juli, October
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F. X. Demetæ-
8t. Ingbert.
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der St. Jugberter Anzeiger und das (Z mal wo hentlich) miu dem Huuptblatte verbuadene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illu strirter Bei⸗

age) erscheint wöͤtzenttih viermal: Dieustan, Dounerstaz, Sanstar und Zonntag. Dee Abonnementspreis betragt viertellährliq

Ado H einschliehtich Trägerlohn; durch die Post bezogen JAcSd D, Linschichiih 40 4 guftugeruhe. Anzeigen werden mit 109, von Ainarn
miit 1508 fur die viergeipaltene Zeile ·Vlattschrift oder Seren Kaum, Neciaen mit 80 — pro Zeile berechnet. I

Jae 5. 1879.

A 35. . * Sounntag,/ den 2. März I
Deutsches Reich.
Am 38. Febr. wurde in der Abgeordnetenkam⸗
mer das Oesetz über die neue Gerichtsorganisation
mit 117 gegen 28 Stimmen angenommen. Die Pfalz
ehält ihre 4 Bezirks-⸗ (Land⸗) und 32 Land⸗ (Amts)-
Berichte.
. Münden, 26 Febr. Die Gemeindebedollmächtigten lehnten
den Antrag Weidert, sich gegen jeden Zoll auf unentbehrliche Nahruugs⸗
mittel auszusprechen, mit 27 gegen 22 Stimmen ab.
München, 27. Febr. Die Kammer der Abgeordneten
hat soeben unter Ablehnung der Amendements B'rner und Arbinger
den Ausschuß⸗Antrag auf Einstellung von 84,000 M. für die
dandgerichte (Bezirksgerichte) mit 90 gegen 58 Stimmen ange⸗
nommen. Der Antrag des Abg.Ceämer (welcher auf Bewilligung
bon nur 60,000 M. fur Landgerichte ging) ist dadurch gegen⸗
dandslos geworden. (Mit diesem Kammerbeschluß ist imphcite
die Genehmigung der von der Staatsregierung beantragten 28
Landgerichte ausgesprochen; vok denen 4auf die Pfals treffen,
nämlich Zweibrücken Kahserslautern, Landau und Frankenthal.
Der durch den Beschluß gegenstandslos gewordene, mithin nicht
mehr in Betracht kommende Antrag Krämers bezwcie betauntlich
die Herabsetzung der Zahl der Landgerichte auf 20, von welchen
dann auf die Pfalz nur 2gekommen wären (Zweibrücken und
dandai. Da vie Komarer sdef Reichsrathe saich wdobigem Vetreff
—A—
lann die Frage Der bah⸗ rischen, Landgerichte jeßt jchon als so gut
wie definitiv entschieden gelten.)

Unter den am Mittwoch von der Abzeordnetenkammer für
Juftizbauten, welche die neue Gerichtsorgan'satson erfoiderlich macht,
Jenehmigten Stmmen befinden sich auch 100,000 M. fuͤr dinen
Umtsgerichtsbau in Kirchhbeimbolauden..

Bertinz 27. Febt. Der vom Abg. Schneegant heute
ꝛingebrachte Antrag der elsässischen Auionomisten lautet: der Reichß
ag möge den Reichskanzler ersuchen, dorauf hinzuwirkent, daß Elsaß
dothringen eine selbstständige, im Lande befindliche Regierung erhalte.

, Der Enwurf uber den Schutz nühlicher Vogel hal durch
die Ausschlüfse fülr Handel und Justig des Bundesrathes mancherlei
Abanderung erfahren. Die wichngste geht dahin, den ersten Absat
des Zk wie' folat zu fafsen: „Do— Zersiören und das Ausbeben
jon Nestern oder Vruistätten der Vogel, das Todten, Zerstören und
Ausnehmen von Jungen und Eiern und das Feilbieten der gegen
dieses Verdot erlangten Nester, Eier und Jungen ist untersagt.“

Ausland.

Madrid, 27. Febt. Der Gemeinderath beschaͤftigt sich
lebhaft mit den vorberestenden Arbeiten für die internauonale Aus.
kellung im Johre 1880. Das nö'hige Terraiu ist aͤgekauft.

F Die N. Z.“ erklärie heute wieder, daß ihre Mittheilung.
vonach sich Frl. A. aus J. bei ihren Eitern befinden sollte, un⸗
ichtig ist. Ueber den Vorgang in Speyer fehlten noch immer auch
zur die geringsten zuverlässigen Nachrichten.

f. In Gauers heim hat sich am Mittwoch ein entseßlicher
Unglücksfall zugetragen. Der Muͤhlenbesitzer Valentin Steuerweld
vollte in der Mittagsstunde, als die Leute nicht' in der Mühle an⸗
vesend waren, die Maschine bleun Das Kammrad ergriff einen
Zipfel seines Rockes Aund zog den Unglücktschen in das Getriehe
„in:in. Auf sein Hülferufen kam ein Müdlknappe herbei und brachte
ie Maschine zum Stillstand. Leider war es zu spät. Durch das
Käderwerk wurde Herr Steuerwald so fest dehalten, daß es erst
jach unsäglscher Anstrenguug gelang, ihn aus seiner fürchterlichen
hage zu befreien. Der Unterleid RCar von ben Zahnrädern vollstaͤn⸗
big zerrissen. Noch eine tzalbe Stunde lebie der Sch werberletzie.
kr war bei dollem Vewußtfein —VVL
on den Semigen Abschied. Herr Sieuerwald war erst 262/ Jahte
ilt? er hinterläßt eiue Wittwe.

Saarbrücken, 28. V. Saarzeitung“ theilt
ag aus Merzig als Warnung mitcoenwartig ein Mensch,
er sich für zinen Trierer, Namens Poß ausgibt, die Dorfer des
Zacataaaes hereist und gegen theures Geld Gesundheitspillen gegen
le möalichen Kraukheiten, auch gegen die Pest verkauft. Zugleich
jat der Viensch das Geschick, die Leute wegen allen moͤglichen an⸗
aftenden Kraukheiten zu peangstigenoz Diesen Leuter Ich icc er —
Postvorschuß besondere Medizinen und erschwindu oͤft Neun 7

rehn, Natt füt eine Flaschene rd Snorhte Zigh,

Wurzburg. In der Untkersuchung/ gigen dent Unler⸗
fficier Bude des 9. Infanterie Regiments wegen militärlschen Ver⸗
prechens des Mißkbrauches der Dienstgewalt durch Koͤrperderlegung
nit nachgefolgtem Tode, verübt an dein cand. med. Cart Secen
us Lichtenau ist öffenil'che Sitzung bei dem Militärbezittzgericht
ahier auf Freitag den 14. Marz. Vormitiags 8 Ugr,anderauuit
ndasind die Zeugenvorladungen bereits ergangen. “BI 5

t In Bezug auf die Uüberhandnehmende Bettelei crhaßt die⸗
rmenderwaltung Worme folgende Bekanntmachung:“ Dan
Jettel⸗ und Vagabundenunwesen hat in der lezten Zeit in erschreck⸗
cher Weise überhand genommen. Das beste und einzig wirksame
Niutel dagegen ist, daß Jedermann ven festen Vorsaß saßt und

urchführt, leinem Beitler, wenigstens keinem, den er nicht genau
ennt, ein Almosen zu geben, sondern solche undekannte Feut⸗ auf
»as Stadthaus zu derweisen, wo aus Mitteln der Armenverwalt⸗
ing Jedem, der dessen wirklich bedarf, einen Zehrpfennig verab⸗
olgt wird, der ihn vor wirklicher Noth bewahrt, ihm aber doch
och Sporn genug übrig läßt, sich nach Arbei ernfllich umzuthun.
So lange aber noch die Nagcsichi und falsch versandene Wohithaätig⸗
leit der Einwohnerschaft es moͤglich macht, daß Jemand, der auqh
zur eine unserer Straßen durchdettelt, mehr Geld in der Tasche
jat als Einer, der den ganzen Tag im Schweiße seines Angefichn
arbeitet, so lange wird es Leute genug geben, die vorziehen, auf
feisen zu gehen und faullenzend fich ernähren zu lassen. Es wird
deßhalbean de Einwohnerschaft das dringende Ersuchen gerichtet,
einem Beitler mehr ein Almosen zu verabfolgen, sondern jeden der
Zettler on uns oder an Hertn Poliseicommissär zu derweisen.“

t Vor einiger Zeit uͤef durch die Zeitungen eine mehrfach an⸗
—X — Taschenuhten“, die in Ame⸗
iika erfunden sein sollten. Fin Uhrmocher in Braunschweig hat sich
ieser Tage in den Besitz einiger derartiger Uhren gesetzt, die in
det That interessunt sind. Die Leud ttraft liegt lediglich in dem
veltßen, etwas in's Gelbliche spielenden Ziff rblgtle, welches im
Dunkeln eiren ziemlich inkensiven blauen Schein ansstronct, auf dem
ich die duskeln Zeiger und die schwarzen Ziffern abheden. Je
Achter die Finsternig ist, welche, die Uhr umgibt, je stätker ist das
Phosphoresriren des Zifferblauteh. Die Leuchikrafi ist so stark, daß
odieselde bei absoluter Dunkelheit noch durch ein dor das Zifterblan
zedantenes Blatt Papier dringt. Fur Jager und solche Petjonen,
die oft zur Nachszeit im dee sir Iist die neue Erfindung von
Werthe, angenehm ist dieselbe düt Jeden In Wien daben G

Bermischtes.

Aus dem pfälz. Dienstbotenstifte wurden folzende Dienstboten
aug unferer Stadt und Umgegend mit Auf nunterungspreisen be—⸗
ohm: J. Elijabetha Wannemacher in Ommersheim, 2. Katharina
Mayer in St. Ingbert, deide mit Ehrenbriefen und einer Geidbe⸗
ohnung bon 10 M., 8. Maria Weber in St. Ingbert, 4. Johann
Niederlander in Rohrrach, 5 Margaretha Steinberget in St.
Fugdert, diese drer m't Ehrenbriefen, 6. Barbara Omlor auf dem
Pttershof, Gemeinde Hassel, mit einer Geldbelohnung von 10 M.
—AXX Geldhelohnungen werden demnächst durch die betreff.
Büͤrgermeistexaͤmter den belohnten Dienstboten oͤffentlich und in
feierlicher Form ausgehändigt werden.

Vonder Blies.“ Nach dem Personentarif der neuen
Bohnese Zweidrüchn ·Saargemünd werden von der neuen Sta⸗
sion Slieeslastel noch den Stationen Würchach, Hossei und St.
Jagbert keine direklen Billete veradfolgt. Die Monve hiezu sind
ina unbefanit. — ...

7 Die sammilichen Untexstützungen für die Familie des bei
inem Braude veruuglückien Mabutetn Presset. aus Odenbach
delaufen sich auf 2200 M

21

1]
J
        <pb n="122" />
        Aerzte die Erfindung sich ehensalls nuzbar gemacht, indem sie sich
phoephoreecirende Schilder und Glockenzüge angeschafft haben.
— — ssc i ——r—e
Geehrte Frau! (Abschrift) m

„Mein kleiner Knabe leidet seit 4 Jahren an einem unheilbar
scheinenden Husten. Da es mein einziges Kind ist, so können Se
wohl überzeugt sein, daß kein Mittei unverfucht bli b, um seine
Gesundheit wiederzuerlangen. Wir besuchten die entferntesten Bade⸗
ic, sudl ches Klima, gebrauchten Kuren über uren — innere
ind äußere, kalte und warme — aber Alles vergeblich. Richard
hustete nicht nur weiler, sondern nahm von Tag zu Tag mehr ab.
Das arme Kind glich zuletzt taum noch einem menschlichen Wesen.
Fim gehiebtes Kind so hoffnungslos leiden zu sehen, ist wohl für
Fllern die schrechlichse Qual. — Da endlich erhörte Gott ursere
heißen Gebete. Durch eine der beiden Klosterschwestern, welche des
Rtachts bei dem Kinde abwechselud wachten, wurden mir Ihie Brust⸗
karamels, geehrte Frau, auf das Wärmste empfohlen und schon
nache dem Gebrauche von weunioen Fiacons derselben, die wir in
warmer Milch aufiösten, stellte sich Appetit ein, der Husten löste sich

allmalig, das Kind nahm wieder langsam zu und ist heut fast
pollftäändig genesen. Seuden Sie, vitte mit umgehender Post noch
3 Flacons à LM. und 6 Carions à 530 Ppf. 1037.
Louis Devalque, Riltergutsbesitzer.
Ein Depot dieses bewährten Hausmittels befindet sich auch
n unferer Siadt bei Herrn Jean Peters Kohlenstraste
—Au
Die gristaele segen Bucher erfreuen sich keiner so großen Popularitäit wie
vdas in 110. Auflage exschienene Buch „Dr. Airy's Nalurheilmethode“,
velches in fast alle lebenden Sprachen übersetzt, in vielen tausend Exemplaren
erbreitet ist. Daß ein popular⸗ medizinisches Buch, welches nicht nur Theorien
nthält, sondern praktische Heilvorschlaͤge ertheilt, wirklich ein Bedurfniß ist,
eweist die enorme Verbreitung dieses nutzlichen Buches. Wir empfehlen den
zesern dieses Blattes, die verschwindend kleine Ausgabe nicht zu scheuen und
jab Buch anzuschaffen. Dasselbe erweist sich besonders bei pᷣloͤßlich eiutreten⸗
Ren Krankheitsfällen als unbezahlbarer Rathgeber, zumal wenn Arzt und
Apotheke nicht leicht erreich bar sid. Wir glauben im allgemeinen Interefse
u handeln, wenn wir Gesunde und Leidende auf dieses durch Richter's Ver⸗
ags⸗Anstalt, Leipzig, gegen IMi. 20 Pf. zu beziehende Buͤch aufmerksam
nachen. Mindestens empfiehlt sich die Bestellung eines Auszuges“, welchen
ice Firma überallhin gratis und franco verichickt.
Agtrevoler in V J ohann a. d. daar.
33
.22 *

———6
— Ette der Bahnhof⸗- und Dudweilerstraße. —
Wegen J F *
Gaͤnzlicher GeschäftsAufgabe

zabe meine Ar ailichen Maa nufaktur⸗ und Mo dewaaren einen... *
dtalen Ausverkaufe
ett he ee zu sehr reducirten Preisen —*——

aus⸗⸗sekt. A
veier, St. Johann, Lcke der Bahnbot- und Dudweilerctrasse.
e Laden⸗, sowie vollstäundige Gas Einrichtung ist nach Räumung des Lagers billigst zu

Nn. *

——— — —

Nesfer Nadhgebot noch Einlbsungs oder
Gantve se ekun g. Ablöosungstecht statt.
Wz un woch, den 5. Warz die nahere Beschreibung der
nachsbin Nachmittags 3 Udr, Versteigerungsgegenstände, sowie
u Schnappb —X „bei Karl dieVersieigerungesbedingungen kön-
Bilior 6 IJ uoen wirden nen vbis zum Versteigerungbtage
vor dem un lerzenchneten Ahlepn deim Versieigerungsbeamten ein⸗
weser desl. Rotar Sauer in St. csehen werden
Ingbert. e bal 1. debt. 1879
uf Belreiben don Karl Am-54 Anffschueider *
bos, Geschasismann in Zwei⸗ R
vrucken, als definitiver Verwalter —— —— ——— — —
e e iee Pachtversteigerung.
lob Schwarz in Schnappbach, Mifuwsoch, den 12. Wärz
die zu dieser Gautmosse gehöri· achsthin, Nachmittags 3 Uhr in
gen Liegenschaften, im Banne St. In abert in der Wielbschaft
don Sto Ingdert, dffentlich an don J. Walelmann laßt J. Kö⸗
die Meisibiclenden zu Eigen- nig, Bäcdeer in St. Ingbert die
hum versteigert, vnamlich: ·“. nachdezeichneten Liegenschaften im
I. Pl.-Nr. 4999 u. 4999 Banne von St. Ingbert öffent⸗
ei, jo a 83 qm Fläthe lich an die Meisthietenden auf
Wohnhaus init Keller, Stall 8 Jahre verpachten als:.
Hof und Bergfeld, das Pi.Ne. 1142 und 1148.
Gonie gelegen in Schnapp⸗ 47 a 36 qm Ucker rechts
bdach an der daupistraße der Kapelle neben Johann
aeden Joseph Laß und der hüter in 2 Abiheilungen.
Firma Haldy &amp; Röhlina. hᷣt. Nr. 2032, 86 a 12
Pl.⸗Nr. 4352, 22 a 98 qm Ader am Ändelsberg
Im Acer im Rodt an der neben Peter Schweitzer und
aiserstraße neben Jalob Anslößern.
Schwarz und Ww. Best. Pi. Rr. 1955, 21 4. 81
— ian — r 2 27 qmn. Acker im Rockenthal
ijm Acker in der Mausbaf neben Joseph Fechter und 77
neben Peler Behtr. —R — ve õ ch — n —A u. fleißi⸗
Die, Liegenschaflen komme qi. Ne. 1931, 264 38 qm Diensamädchen für häut⸗
unzeln zum Ausgebote. Ider in der Rischdoch neben ciche Aebeiten gefucht.
Die Zuschlage erfolgen sogleich —RXRE Wo? zu erfiaçen in der
endgeltig und findet weder ein F6. l. Nr. 3183 u. 3184. Exped. d. Bl
— ——— 2 — — — — — — — —
ee Geae en F r. Demet in St. Ingbert. .
c Allustrirtes Sontaasblatt“ Nr. OV-

33 4 73 qm Ader am Ihter, Georg Wagner u.
Scafkopf neben Adolph Wittwe Karl Ehrhardt.
Jungfleisch und Danzer, in Die Liegenschaft wird im
Z Abiheilungen. , Banzen zur Versteigerung gebracht.
Pl. Nr. 3174 u. 3178. Der Zuschlag erfolgt sogleich
z1x6 qm Acker allda endgültig und findel kein Nach⸗
neben Georg Franz Hager, Jjebot, auch weder Einlbsungs⸗
in 3 Abrtheilungen. zoch Ablösungsrecht stalt.

7. Pl. Nr. 3158 u. 3159, Die naͤhere Beschreibung, so⸗
46 a 34 qm Acker am wie die Versteigerungsbedingun⸗
—XX ——— gen können bei dem unterschrie⸗

St. Inabert, 1. Mätz 1879. benen Versteigerungsbeamten eik⸗
K. Auffschneider, gesehen werden.

—X Blieskastel, O. Febr. 1879.
Schmolze, k. Notar.
Die so schnell beliebt gewordene.
uͤberali als vorzüglich aner⸗
kannte
Augsburger Aniversal⸗
Glycerin⸗Seife
von H. P. Beyschlag
ist vorrälhig in St. Iug ber⸗
a bin ν Srνα.
        <pb n="123" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mil wöchentlich? miß dem Haupvtblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage) ericheint wöchentli h viermal: Die 1ztan, Donnerssstaun Sunstar nid Zonatag. Der Abonnementsvreis beträgt viertelighrlich
1A A0 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 MA 60 , einschließlich 40 Zustellgebuhzr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswari
2 miit 15 2 fur die viergespaltene Zeile Blattschriit odet eren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
M 36. I Dienstag, den A. März

187

Deutsches Reich.

München, 1. März. Se. Mai. der König hat dem Prin⸗
gen Arnulph von Baiern unter Belassung in seiner Eigenschaft als
. laillons · Commandeur zum Obersten im Inanterie: Leibregiment
hefördert und demselben das 12. Inf.Reg. verliehen.

Mänchen, 3. März. Der Reichsrath berieth heute
das Gerichtskostengesez und nahm das ganze Gesetz ein⸗
stimmig unter Ablehnung der von der Abgeordnetenkammer
gestellten besonderen Anträge auf Errichtung weiterer Amts⸗
gerichte an. (Die von der Abgeordnetenkammer einge⸗
stellten pfälz. Gerichte Hornbach und Göllheim wurden also
wieder gestrichen.) Der Reichrath trat auch einstimmig den
letzten Beschlüssen der Abgeordnetenkammer über die Be⸗
steuerung der Wanderlager bei; schließlich genehmigte der⸗
selbe ebenfalls einstimmig die Errichtung des Verwaltungs⸗
gerichtshofes.

Bersin. Die Deutscheonservativen brachten im Reichstag
den Antrag ein, daß der Reichslanzler um Vorlegung eines Gesetz⸗
entwurss betreffs Abänderung der Gewerbeordnung ersucht werde;
zabei möge die Einschränkung folgender Gewerbe herbeigeführt
verden: Gast⸗ und Schanlkwirthschaften, Schauspiel ˖ Unternehmungen,
leinbandel mit Branntwein, Auctionen umherziehender Kaufleute
Wanderlager); ferner moöge eine Aenderung des Titels 6 der Ge⸗
verbeordnung, betr. die Innungen, erfolgen. welche sich auf Gesellen⸗
ind Meisterprüfung, Aufsicht üver die Fachschulen, das Lehrlings⸗
wesen, die Kranken⸗, Hilfes und Invalidenkassen erstreke.

Von klerikalen Reichstagsabgeordneten aus Elseß-Lothrinzen
wird im Reichstag die Interpellation eingebracht, ob die Regietung
sesonnen sei, das in Elsaß Lothringen geltende Schulgesetz von 1873,
pelches sich hauptsächlich gegen die Ordens Brüder und ⸗Schwestern
als Lehterinnen wendet, jezt einer Revision zu vnterziehen.

Aussand.

Verfailtes. Der Senat hat mit 168gegen 86
Stimmen die von der Regierung beantraßgte, don der Abgeordneteu⸗
ammer gut geheißene beschränkte Amnestie genehmigt. Vergebens
prach der excentrische Bietor Hugo für vollständige Amnestie.

London, 1. Maärz. Ver Viceldnig von JIgdien erhielt
einen Drief Jakub Khan's vom 26. Febr., worin der Tod des
Emirs von Afghan'stan, Schir Ali, angezeigt wird. —

London, 3. März. Reuter's Bureau meldet aus Calcutta:
in Schreiben Jakub Khaus vom 20. Februar ist eingetroffen,
vorin er den Wunsch, die freundschaftlichen Beziehungen zu Eng-
and wieder herzustellen ausdrückt. ee

Rom, 28. Febr. Im heutigen Konsistorium wurde Profeso
sor Stein als Bischof ron Würjburg derkündet.

P'etersburg, 1. März. Die augenblicliche Zurüdhaltung
der hiesigen Regierung in der orientalichen Ftage entsptingt zwei
zewichtigen Ursachen; den schlimmen Finanzverhältnissen und der
sehr gioßen Unsicherheit der innern Lage. Es ist deshalb auch
nicht ju erwarten, daß es wegen der bulgarischen oder rumelischen
Frage jetzt zu irgend welchen Verwickelungen kommen sollte.

Die ersten Vorboten der bei dem Adzuge der Russen zu erwarten⸗
den Unruhen zeigen sich bereits. Vorläusig sind es die Bulçaren,
welche eine Massenbewegung vorbereiten wollen und zwar, wenn
nan die Nachrichien glauben darf, mit kleinen geringeren Mitteln
als zum Beispiel der Niederbrennung von Adrianopel. Von russischer
Seile wäten diefe Pläne vorläufig vereitelt worden, sie lassen jedoch
recht heitete Blicke in die nächste Zukunft thun.

lüber 1 Jahr verheirathet und hinterläßt eine Wittwe mit einem
X

* St. Ingbert. Als Ersatzleute für den Distriktsausschuß
inseres Kantons wurden solgende Herren gewählt: Custer Peter,
Burgermeister, Woll Peter Joseph, J. Adjunkt und Heintich Joh.
Jos., Wirth in St. Ingbert, Unbehend Joh. Peter, Adjunkt in
Zassel, Walle Peter, Sohn von Joh., Ackerer in Hecendalheim,
Walle Johann, Ackerer in Oberwürzbach. (Die Namen der Aus⸗
chußmitglieder haben wie schon in Nr. 31 veröffentlicht.) 8

Als Mitglieder des Distriklsarmenpflegschafisraths wurden ge⸗
vählt: *

I. Dengel Joh. David, kath. Pfarrer und Distriktsschulin⸗
pelktor in St. Ingbert, —

—A

Als Ersatzleute: 1. Bischof Friedr.,, kath. Pf. und Distrikta-
schulinsp. in Onmersheim, 2. Hofmann Karl, selbstständiger prot.
Vikar in Ensheim. F R

7 Die Bliethalbahn wurde am 1. Maͤrz für den Güterverlehr
ztöffnet.

7 Die 'vielverbreitete Ansicht, doß in Deutschland das Klein⸗
zewerbe durch die Großindustrie immer mehr beseitigt wird, ist durch
zatistische Erhebungen, die sowohl in Balern wie in Preußen
mgestellt wurden, widerlegt. In Baiern beträgt die Zahl der Haupt⸗
ʒettiche 3351,187, von welchen quf die Kieinbetriebe, d. i. Gewet⸗
debetriebe ohne Gehülfen oder mit nicht mehr als fünf Gehülfen
342,122 — 98.1 pPCt entfallen. Von der Gesammtzahl der im
Zlein⸗ und Großbetriebe beschäftisten 702,908 Personen kommen
nuf die Kleindetriebe 547,944 odet 77,9 pCt. Diese Jatlen weisen
zarauf hin, dak für die Bestredungen um Hebung und Förderung
zes Handwerkes eine recht breite Brundlage noch vorhanden ist.

Die Feldjagd der Stadt Pirmasens, die besher um
50 fl. verpachtet war, ergab nach der „Zw. Z.“ bei der jüngsten
Perpachtung 600 M.

Alsenz. Hier waren am 25. Febr. etwa 80 Guilsbe⸗
ißer des Alsenzthales und der Umgegend versammelt, welche ein⸗
imm'g bieschlossen, eine Eingabe um Getreide⸗ und Viechzoͤlle an
en Reichskanzler zu richten.

FNeustadt, 27. Febr. Die heute im Sealbau abge⸗
zaltene Weinversteigerung des Herrn Julius Krafft war von nah und
ern üderaus zahlreich besucht. Alle Weine fanden durch ihren guten
gau einen großen Beifall, jedoch mußten die feineren größtentheils
urückgezo jen werden, weil fur solche die Kauflust fehlte. Desto
desser kounte der Zuschlag bei den gewöhnlicheren Weinen erfolgen,
die fast alle willige Abnehmer gefunden haden. Die 187 7er koste⸗
en: Friedelsheimer 250, 280, 285. Gönnheimer 240, 275, 280
hambader90, 300, Gimmeldinger 335, 330, 350, Mußbacher
300 und 310, Köontgsbacher 350. 380, Wachenhemer 380, Herx⸗
jeimer 390, Forster 580; 1875er Hambacher 440, Neuftadter
185, 530, 555, Gimmeldinger 510; 1876er Ruppertsberger 690,
rother Königsbahher 915, Neustadter 830, Forster 1010; 1870er
Forster Auslese 1830 M. die 1000 Liter.

FFrankenthal. Aus Anlaß des Verbleibens des Be⸗
irtsgerichts (Landgerichts) in unserer Stadt, übermachte Abraham
Reuberget dem Waisenhaus dahier ein Geschenk von 100 M.

FFeilbingert. Wie man hört, hat die jetzt in Darm⸗
dadt wohnende Fran des vor etwa vier Jahren verstorbenen hiesigen
Bürgermeisters Günther ihrem im letzten Herbst verlebten einzigen
Zohn zu Ehren der Gemeinde Feilbingert 83,200 M. überwiesen,
aus deren Zinsen unbemittelite, tüchtige Knaben unterstützt werden
ollen. (Pf. Pr.)

Aus Mannheim erzählt die „N. B. L.“ Folgendes:
Hr. P. hatte zwei kosibare Hemdenknöpfchen mit einer lleinen Fliege
on polittem Stahl daran, so täuschend gearbeitet, daß nicht selten,
venn er sie trug, Leute. die mit ihm sprachen, die Fliege wegjagen
vollten. Eins dieser Knöpfchen verschwand, Hr. P., odgleich er
einen Verdacht hatte, schwieg noch; als aber bald darauf auch
zas andere weglam, wurde die alte Magd des Diebstahls beschul⸗
digt und aus dem Hause gejagt. Nicht lange nachher gewahrte

Vermischtes.
⸗Si. Jagbert, 3. Maärz. Heute verunglückte bei seiner
Urbeit in der hiesigen Grube der 27jährige Bergmann Peter
Presser. Ein Felsen über ihm löste sich los und traf ihn so schwer,
daß er augenblicklich eine Leiche war. Der Verunglüctte war wenig
        <pb n="124" />
        Frau P. ein Spinngewebt in einem Winkel des Kabineis, und als
fie dasselbe entfernen läßt, sie da fielen die beiden Hemdkubpfchen
heraus. Eine große Spinne hatte, durch die Aehnlichkeit geläuscht,
dieselben als Fliegen in ihr Retz getragen. —

In Mülhausen sind wegen dringenden Verdachts drei
leibliche Kinder gitödtet zu haben die Eheleute V. verhaftet
worden.

y Ein charakteristischer Zuz wird von den letzten Lebenstagen
des Generalfeldmarschalls von Roon mitgerheilt. Am Freitag follte
ir auf Anordnung der Aerzte geschröpft werden. Wehrend er halb
iimd halb bereits bewußilos war, murmelte er: „Es ist Zeit zum
Abmarschiren“ ... Der Generalfeldmarschall bleb Soldat selost
im Todeskampf.

p.Die Beseitigung des Schnees, welcher vom 15. Dezemder
bis heuie in Berlin gefallen ist kostet die Stadtverwaltung über eine
halbe Millon Moart. Zur Zeit sind mit den Schneeadräumen
3009 Arbeiter und 1000 Fuhren beschäftigt.

Bei der am 27. Februar wiederholten Versteigerung der
Strousbergschen Herrschait Zbiron in Böhmen wurde dieselbe
hom Aderbau-Minister Grafen Mannsfeld für 3,350,000 Guiden
angekauft.

Das winterliche Weiter, das in den letzten Tagen einge.
treten ist und im Süden große Stürme veranlaßte, hat allerhand

Unglück zur Folge. Im Genfer See sind mehrere Barken umge—
schlagen und 12 Personen ertrunken. Auf der Moldau in Prag
sind mehrere Schiffe gesunken, und in Bleiberg bei Klagenfurt ging
ein schrecklicher Labinensturz nieder, der 4 Häuser und deren Jusassen
(8 Personen) verschüttele.

Rom, 27. Febr. In der Bucht von Salerno ist der
englische Dampser „Silistria“ mit 18 Mann verunglückt. In der—
selben Bucht sind zehn Küstenfahrer gescheitert. Jn Golf zu Neapel
sind ebenfalls sieben Fahrzeuge zu Grunde gegangen. Der Vesuv
st schneebedect. Die Lava thürmt sich bis zum Kraterrand. Der
Telegraph meldet stündlich neue Schiffbrüche aus allen Häfen
Italiens. J

x Bienenzucht in Anerila. Der Prairie Farmer berichtet:
In den Verem. Staaten gibt es 2 Mill. Bienenstöcke, wovon jeder
—EV
Cents ( 1 Marl) das Pfund, somit eine Einnahme von üder
3,800,000 Dollar. Im Jahre 18600 wurden über 23 Mill. Pfd.
Wachs erzielt. Die Bieuenzucht ist in Nordamerika einer der am
besten lohnenden Erwerbszweige, denn das darin angelegte Kapital
verzinst sich zu 50 bis 200 Procent.
Fur die Redaction veraniworilich: F. X. Deme zß.

Hausversteigerung.
Freitag, den, 7. Wärz
aüchsthin, Nachmittags 2 Uhr,
u St. Ingbert bei Peter
deufsser, laßt Josepp Has⸗
selmaier, Taaner in St. Ing⸗
bert, Pl.Nr. 28620, 12 47
Imn Fläche, Wohrhaus mit
deller und Hofraum und Pl.Ne.
2862911, 7 qm Brunnenan⸗
theil, das Ganze gelegen zu St.
Ingbert auf der Meß, bifentlich
zu Eigenthum versteigern.
St. Inbir:, 3. Märi 1879.
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:
K. Auffschneider,
Anisveiweser.
Wobilienversteigerung.
Wrenstaqg 11. März
nüchstein, zu Et. Ingbert
m Sterbehauie, umitieldar nach
der Leitation, lassen die Kinder
und Erben der zu St. Ingbert
verlebten Erel aRie Johann
Schmelzer II., weiland pen-⸗
fionitter Berguunn und Var⸗
zaretha Jung, die zum Rach⸗
lasse derselben gehörigen V obi⸗
liargegenstände, abtheilungkhalber
affentlich zu Eigenihum verstei⸗
gern, worunter namenilich:
2 Zegen, 2 Betten, 1
Tommode, 2 Tische, 1
stüchenschrank und sonstige
Haus⸗ und Kuülchengeräth⸗
ichaften.

St. Jugbert, 1. Maͤrz 1879.
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:

K. Auffschneider.
Amtsvberweser.

Den 6. März,
84 Abend 227 Uhr,

urstsuppe
im Gasthof zur Post.

Vergebung von Distrikts-Straßenbauten im
Kanton Hornbach. J
Die Arbeiten zur Herftellung eiuer Distrikisstraße von der
othringischen Greuze bei Obergailbach über Niedergailbach bis zur
dornbachet Cantonsarenze in der Richtung nach Reinheim mit
iner Lünge von 1690,94 m sollen auf dem Wege der allgemeinen
ichriflichen Submission zur Aussührung vergeben werden.
Dieselben sind veranschlagt, wie folgt: A
Erdarbeiten zuu.. 4025,41
Verfteinungsarbeiten zu.. 8665,00
unstrauten zuu... 1482,80
Pflasterarbeiten zu....- 399,36
Grenzsteinez . 112,00
Im SGauzeun zun. 14684.57
Tüchtige Uebernehmer werden bingeladen, ihre nach ganzen
und zehntel Prozenten demessenen Auczetaze schriftlich auf Stempel⸗
papier und verfie‚elt min der Aufschen:
„Anaedot auf Straßenbauten inm Distrifte Hornbach“
bis iängstens Donnerstag, den 18. März lJ. J.⸗
Vormittagð 11 Uhr
hei der unterfertigten Behöcde eintureichen, bei welcher bis dahin
die Pläne, Kostenauschläg“ und das Bedingnißheft zu Jedermanns
Tinsicht auflieen.
Zweibrüden, den 1. März 1879.
Königl. bayer. Bezirkdamt:
Damm,
kol. Regieru: gésrath.

JGHolzversteigerung
aus Staatswaldun en des kgl.
Forstreviers Neuhäusel.
Donnerstag, den 13.
Maͤrz 1879, Vormittags 10 Uhr
bei Wirth Kem mer in Einöd.
Schläge:
Nesselssthal, Nisselsberg, Fuchk⸗
thal und Zufällige Ergebnifse im
Kirkler und Klosterwald.

20 Ster Buchen M'isselholz 2. CIl.

44 , Eichen Nuztzholzprügel

1I.50 m lanꝗ

95 „ Niefern Nutzhol;zprügel

1,50 m lang
—A

1,17 mulang

243 Bauchen Scheitho'ʒ 2.CEi.
33 Anbruch

A——
46 , Buchen Klotzhoiz
1368 Stangen und

Astprügel
62 , Eichen, Kieiern und
Birkenprũgel
259 , Buchen, EFichen und
Kiefern Krappenprügel.
Neuhbäusel. 27. Febr. 1879.
Der kgl. Oberfsrster:
WMörschel.
Haasenstein &amp;
Vogler.
Erste und älteste
Annoncen⸗Expedition
Pramnkfurt a. MIaim

Geschäfts- Uebernahme.
Ich zeige hiermit ergebeust an, daß ich unterm Heutigen das
3 —
FIetzgν —Mͤä
meiuer Mutter für eigene Rechnung übernommen habe und demühl
ein werde meinen Känden und Gönnern gute, preiswürdige
Waare zu liesern bei prompter und reeller Bed'enung.

Schnapphbach, den 1. Maͤrz 1879.

Achtungs vollst
Carl Harnck.

Piliadtlen in Darmstadt

Wannbheim, Carlsruhe, Stutt

gart, Würzburg, Ulm,
Preiburg in Baden.

—XRXX
von
Anlehens Loosen.
Staatspapieren ꝛe.
Fiulösung von Coupons,
ßesorgung von Incassos
und Auszahlungen
im In⸗ und Auslande,
owie alle das Bankiach be
reffende Aufträge iffeciuir
prompt und billigst das

Banlhaus
4. Molling.
Zorlin W., Friedrichst. 180.

—RX . 7
9 2. Uuftage. VMreis 50 vif. O
Die in dem iunsitirien Buche:
Die Nrust- unc

uno⸗nranscheitens
ipootene Bethode zur erjolgreichen
Uebandlung und, wo noch irgend
nöglich, zur schneilen Heilung obiger
Leiden hat sich tausendsach bewährt
und kann die Lectüre dieses ausge⸗
eichnenen Werkchens allen Kranken
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        — 242 21* — 222 22 23823222 2 222222— 2 6— 2 22 8
s — ss —3 35 z7
23 23 * — —— — 2**30
—A * z255. 552 8
535335 5355320 — —32 4835 53
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8 — 2 — 55 —22 3* 528 2*. —25855 2 2 *2 W 5235*
537!. 855 532335 E 5352 25 58 833 5380 3*m8
33 —* — 576237555 *35*c25 52 — E 8 — *
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*22 5338 — 3 5—3—— —3— ———— —3 53575 532*
5553* —22 EEB —3332 —XBB 8* 5
22332 — 8 5.2Ss528 —
* —8— —82—233052 25828 5 23. 525 53 5— cᷓ
525 —525 222 828— 2 3 852 —3—
——52 5 252. 322*2 ————— —3—8 335 532322 ———
2 —— 5* — —
35s530338353242 3373838383353 3032* 28333* 2552523
— 2 — 3 82* —3 *» —* * 3 — —
5 — 3 —z253 38*28 —A — 8 — — 7
p —8 — — 322 —* 6 252
— — —— 5—— 2 232— — 8—823—32 * —E 53558
5235282 * —— 525* 353 255*8
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        <pb n="127" />
        St. Ingberter Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich“ m dem Hauptblatte verbandene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mif illustrirter Bei⸗

lage) ericheint wöchentlich viermalz? Dienstag, Donnerstag. Suünstar nid Zonitir Der Abonnementspreis betragt vierteliahrlich

1A 40 2 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.4 60 , einschließlich 420 4 Zusiellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 8, von Auswark
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift odet Leren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
Donnerstag, den 6. März

ibgr

Deutsches Reich.

München, 3. März. Die beiden Kammern des Land—
saus wurden heute durch kal. Botschaft bis auf Weiteres vertagt.
In der diesmaligen Landtags Session von achtwöchentlicher Dauer
ist Bedeutendes geleistet worden. Es wurden die vier Ausführungs⸗
zeseße zu den Reschsjustizgesetzen und der Gesetze uwurf über d'e
—X
zesez zum Geseßz über den Verwaltungsgerichtshof, ferner wurden
die Gesetze Aber Erhöhung des Betriebssonds der Centralstaats⸗
asse, über Behandlung der Gebühreno?dnung und der Erbschafis-
stteuet, dann über die Besteuerung der Gewerbe im Umherziehen,
serner die Anträge bezüglich der Wucherfrage, in Betreff der Straf⸗
gewalt des Reichstages u. A. erledigt.

München. Laut Entschließung Sr. Maj. des Königs
haben im sommenden Herbst bei beiden baierischen Armeecorpt
größere Uebungen stauzufinden; die beiden Pionierbataillone sind zu
denselben nicht heranzuziehen, sondern haben gesonderte Uebungen;
die baierische Besazungsbrigade in Met, das 2. Jäger-Bataillon
und das 5. Chevaure ers Regiment betheiligen sich an den Uebungen
des 15. deutschen Armeecorps.

Aussland.

Der Gemeinderalh von Paris hatte an den Seine⸗Prafellen
das Verlangen gestellt, daß die geistlichen Orden angekörigen
Ledrer und Lehrerinnen don en Pariser Schulen und Kinderde⸗
wahranstalten entfernt und durch weltliche ersetzt werden sollten, und
war ohne auf die Erledigung einzelner Stiellen zu warten. Der
Seine⸗Praͤfelt holte li rüber die Weisung des Unterrichtsministers
Jules Ferry ein, und diese lautete, doß er in einer so heitelen
Sache mit größter Vorficht vorgehen, vor Allem die Erhaltung des
mneren Friedens im Auge behalten müsse und jedenfalls nur dann
eine Aenderung eintreten lassen dürfe, wenn er Personal zur Ver⸗
fügung habe, um die Lücken ausfüllen zu iönnen.

Der Krakauer ‚Czas“ meldet aus Kiew von neuen nihi⸗
Astischen. Unruhen dafelbst. Am 24. b. M., heißt es dort, erfuhr
pie hiesige Polizei, daß in der Straße Molowlodz'mirski Nihllisten
dehufs einer Berathung versammelt waren. Als die Gendarmen
ias Lolal traten, filen Revolverschüsse. Ein Gendarm wurde
niedergeschofsen. Hierauf schossen auch die Gendarmen; flinf Nihi—
listen und mehrere Gerdarmen wurden verwundet. Miilitär bese ßte
das Gebäude, verhaftete Nihilisten und nahm Schristen weg.
Bleichzetig wurden in der Straße Ritarsli nach stattet Gegenwehr
Nihilisten verhaftet.

FBergzabern, 3. März. Gestern Mitag um 3
Uhr stürzte das 2*3 Jahre alte Kaäbchen des Ackerers Schickel von
stupsweher in die im Hose befindliche Pfuhlgtube, qus welcher es
von seiner Mutter als Leiche herausgezogen wurde. (L. A.)

rSpeyer. Die für das Jahr 1879 abzuhaltende Konlurs⸗
Prufung der zum Stodtsdienst adspirirenden Rechtstandidaten wird
Montag den 12. Mai 1879, Morgens 8 Uhr, im Saale der J.
Studienanstalt Speher erdffent werden.

J Speyer. Von den pro 1879 zur Vertheilung kommen⸗
den Staatsbeiträgen zu protest Kultusbauten im Gesammtbetrage
von 5400 M. erhalten die Gemeinden: Homburg für Kirchenbau
100 M., Hüfflee⸗Wahnwegen für Bau eines Bessaales 600 M.,
2udwigswinkel zum Bau eines Beisaales 1300 M.— Ernstweiler zu
dirchenteparatur 330 M., Großsteinhausen zum Kirchthurmbau 200
D., Eppstein zum Pfarrhausvau 200 M., Göcklingen zum Pfarr⸗
jausbau 300 M., Ellerstadt zum Kirchenbau 300 M., Dörrmoschel
sur Kircherreparatur 450 M., Karlsberg zum Pfarrhausbau und
jur Kirchenreparatur 300 M., Kirchheim 6/E. zu Kirchenreparaturen
200 M., Leiflabt zum Kirchenbau 600 MßDi.

7Speyer. Für den Bau der Reischerkirche dahier
vpurden bissher 180,000 M. gesammelt, und dürfte sich diese
Summe im Lauf des Jahres voraussichtlich auf 200,000 Pe., also
das ersie Viertel des nothwendigen Baucapitals erhoͤhen. (P. Post.)

Saarbrücken, 8. März. Heute Morgen begannen die
Berhandlungen in Sachen der Marpinger Vorgänge. Nach Kon⸗
tituirung der Angellagten und Zeugen leitete der Staatsanwalt
die Anklage ein.

7In Aschaffenburg hat sich ein Comile gebildet zur
nlersftüßzung der Rolhleidenden im Spessart. In verschiedenen
Dörfern des Spessart soll die Nohh groß sein. 1J

rVDarmstadt, 85. März. Heute Nacht brannte es in
em vorn Großherzoge gegenwärtig bewohnten Theile des Schlosses.
Das Feuer dlieb auf den Dachstuhl beschtänkt.

7Brufsel, 8. Marz. Das lkoͤnigl. Schloß Tervueren,
»ie Residenz der Prinzefsin Charlotte, ehemalige Kaiferin don
Mexito, ist durch eine Fenersbrunst gänzlich. zerstört; Nemand ist
aber ums Leben gekommen. Die Kaiserin Charlorte siedelte nach
schloß Laeten über.

fVorsicht ist die Mutter der Weisheit, dachten zwei Diebe,
velche Nachts in der Nähe von Tuchel einem Bauern eine Kuh
ius dem Stalle holten. Um nämlich bei dem hohen Sqnee die
Spur niqtt zu verrathen, zogen sie der Kuh Stiefel an und führlen
uͤt so von dannen.

F Von einem Deutschen in Haili, einem Hertn C. H., rhalt
as Kreisblatt fsür den Kreis Zegenhain nachfolgende in eressante
krzählung Am 1. Januar feierte man in dani das Feß der
inabhängigkeit“ zur Erinnetung an d'e an diesem Tage des Jahtes
804 nach blatiger Revolution erfolgte Erklärung der Unabhängig⸗
eit von Frankreich. Den Hauptglanzpunkt dieses offinellen Festes
ildete ein großer, aus den Behörden, dem Militär, der Nanonal-
atde, den Vertretern der Kausmannschaft ec. zusammengesetzter Zug,
er sich nach dem , Woffenp'atz“ begibt, wo einige schöne Reden
ehalten, Vusikstücke gespielt und Vitloriaschüsse abgefeuert werden.
Die zu letzterem Zwecke bestimmte Artillerie bildete den Schluß deß
cwähnten Zuges und erregte besonders das Interisse von uns
Deutschen, die wir von dem Ballon eines Landsmannes aus den
Jug dorbeimarschiren sahen. Es waren zwei Bronzegeschütze, jedes
jezogen von zehn Mann, sämmtlich Schwarze, und kommandiri von
xei „Officieren“. Wit kamen nun, auf den Gedanken, die An—
änglichleit dieser „Kanoniere? an ihre Beschtze zu prüfen, und
varsen zu dem Zwecke einige kleine Geldstücke auf die Straße; in
inem Moment waren die Kanonen verwaist gelassen, Officiere und
Zoldaten waͤtzten sich auf der Erde herum, um die Kleinode aus
em Staube aufzulesen, ein Schauspiel, an dem wir uns boͤchlichsi
rgößten. Der uͤbrige Zug ging ruhig seinen Weg fort ohne die
Art lleristen, die um jedes neu geworfene Geldftück mit ftischem

Huthe den Kampf aufnahmen, wobei es an Stößen und Schimpf⸗—
vorten nicht fehlten. So verging etwa eine Viertelstunde; inzwi⸗

Fermischtes.
St. Inabert. Die diesjährige Frühjahrs Kontrollver⸗
jammlung findet dahier am 5., zu Blieskastel am 4. April ffatt.

7R. KirtelNeuhäusel. Am Morgen dis 3. d.
Mis. brach in dem Hause des Aderers JacobHuf song dahier
Feuet aus, das in wenigen Angenblicken säͤmmtliche Heu⸗ und
Strohvorräthe verzehrte. Sonstiges Mobiliat wurde durch das
rasche und musterhafte Eingreifen der hiefigen jungen Manner ge⸗
cettet, obwohl sich unsere Feuerspritze, die zwar gewöhnlich, wenn
fie zur Brandstätie gebracht wurde, ihre Wirlkung versagte, in
Homburg befand. Ver Brand nahm auch in so fern einen gün—
ttigen Verlauf, als die zwei RNachbargebäude, welche sich links und
cechts mit dem abgebrannten Hause unter einem Dache befanden,
iemlich verschont geblieben sind.

BZweibrücken, 8. März. Die giftern in Ludwigs⸗
hafen versammelt gewesene pfälzische Handelskammer hat fich mit
Ausnahme einiger wenigen Stinmen gegen die gesetzliche Normir⸗
aung des Zinsfußes sowohl als gegen die Beschrankung der Wechsel⸗
saͤhigleit erllärt.

Der Vorschußverein Glanmünchweiler hatte im
Jahre 1878 bei einer Mitgliederzahl von 91 einen Gesammiumsaß
von 844,683 M. 22 Pf. und erzielle einen Rheingewinn von
2158 M. 84 Pf. Hievon erhalten die berechtigten Stummantheile
32 00 Dibidend⸗.
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        chen war der Zug auf dem Waffenplatz angekommen, hatte
Aufstellung genonmen und die Feier jsollte mit den üblichen 17
danonenschüssen begirnen. Aber wo waren die stanonen? Wo die
Zanoniere dErst jetzt bemerkt man ihr Fehlen. Alsbald sahen wir
benn auch einen „General“ (deren Haili sehr viele auf —RBWoR
in gestrecktem Galopp ankommen, den gezogenen Säbel in der Faust;
unter fürchterlichem Fluchen stürzte er sich auf die pflichtvergessene
Schaar, hieb mit dem Säbel wen und wohin er traf, woben er
den Rocärmel eines der Tapferen ganz zerriß; wirklch erreichte er
auch, daß sich die Kanoniere wieder vor die traurig verlassen daste⸗
hende Geschütze spannten und den Weitermarsch antraten. Zehn
MNinuten später erdröhnten die Kanonenschüsse auf dem Platze der
Feier.

Marklberichte.

Homburg/5 Mäarz. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
10 Meus pf. Korn 7 M. 56 Pf. Spelzkern — M. T.Fi Spelz 0 M.
pf., Gerste Lreihige — M. — Pf., Gerste 4reihige O M. — Pf. Hafer
6 Mss Pf., Piischirucht O M. — Ppf. Erbsen 6 M, 10 Pf., Wicken
5 M. 50 ppf., Bobhnen — M. — Pf., Kleesamen — M. — Pf., Korn⸗
hbrode6 Pfund 68 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., O hsenfleisch — Pf.
Kindfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 50 Pf. Hammelileisch — P. Schweineflei sch
50 Pf. Butter 1Pfund O M. 885 Pf. Kartoffeln per Ctr. 2 M. 50 Pf.

Kaiserslautern, 4. März. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen O8ß M. 50 Pf., storn 7 M. 59 Pf. Spelzkern — M. — Pf. Spelhi
o M69 Pf., Gerste 7 M. 79 Pf., Hafer 6 M. 63 Pf., Erbsen O0 M.
— pf., Wicken 5 M. 61 Pf. Linsen 9 M. — Pf., Kleefamen — M. —
Pf. Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 64 Pf. 2. Qual. — Pf., Gemischtibrod
zPfund 837 Pf., Butter per Pfd. — M. 75 Pf. Eier 2 Siuck 14 Pf. Kar⸗
hoffeln per Ceniner 2 M. 70 Pf., Stroh 1 Mi20 Pf., Heu 1 M. 40 pf.

Conventionelle Vertragsmäßige 8. e, 7 3
Wiederversteigerung. Wiederversteigerung. gealer Sawewd.

Seam sin as. Rar. . Montag, den 10. März B. im Banne von Ommers—
des Nachmittags um 2 Uhr, zu aächsthin, Vormittags 11 Uhr zu heim:
St. Ingbert, in der Wirths- Heckendalheim bei Ludwig PliNr. Mool 20 4 98 qm
zehausung des Michael Paul, Buchhein, Schm ed, Nacx in der Schindflur
vird auf Betreiben von Philipp wird auf Betreihen von Mo⸗ Fhenhimer surn
Weigand, Gastwirth in Mes, itz Oppenheimer, Rentner 1 —* Weirich senannt
und dessen erstehelichen Kindern in Fraukfurt a. M., Glaubiger, ——————— en 3

Lontra gegen die Wiltwe und Kinder Fte der genannten —* —

1. Heinrich Zimmer, Mau⸗es- zu Heckenealheim prrebten min Peter Allar, weiland Schuster
cer, und dessen Ehefrau Apole Schnewders Franz Walter, d Aderer in Rohrbach, Ede
lonia Hottung, als Hauptschuld⸗ Schuldner, —— 4 —*
ner und folgende Liegenschaft im Banne nann allda.

2. Friedrich Joseph Koch, dedendalheim, wegen nicht bee 3. Ehssabetha, volljäbrige zweit—
Schmelzarbeiter und Wirth, als ühlien Erwerbepreijes im Wege helche Tochter —5 5
Solidarbürge, aule 3 in St. der vertragsmähßigen Wiederver⸗ Fkolaus Shauer ene
Ingbert ee dezg teigerung dffeatlich an den Meist⸗ dꝙ —

wegen Nechtbezahlung des Er⸗ hietenden veräußert, nämlich: SDi⸗ minderighri ⸗
—AA ———
wiederbersteigert: Acker in den kurzen Halbe Raria Weirich weiche de

Ans Pl Ni 2*. Acrn neben Nitolous Sand hnten Vater umn Vormunde
1444. cuca 4 Dezimalen, und Margaretha Deutsch. 3 e —2
i dir 80 Im. Flache, Si— Ingbert 21. debt. 1830 n in Si. Insdert zum Rer
ent altend ein zu St. Ing- der Amisverweser des kgl. envormunde hab⸗w.
sue de — Notar Sauer: St Ingberi 27. Febr. 1879
ieces Wohnbans K. Auffschneider. K. eer
mit Hofraum, Pflanzgarten —
and sonstigen Zubehörden, S tafionehefl *
neden Schlosser Georg Jung Ibelivn efl 8
und Schneider Johaon
he ßer.
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:
K. Auffschneider.
Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.

Pontag, den 10. Wärz
aächfthin, Vormittags 10 Uhr
zu Heckendal heim bei Lud⸗
vig Buhbdeit, Schmied

wird auf Betreiben der Hand⸗
sungsfiine J. Joseph in
Blieskastel, Gläubigerin,

gegen die Wittwe und Kinder
des zu Heckendalheim verlebten
Schne ders Franz Walter,

Au

folgende Liegenschaft im Banne
Hedenda heim wegen nicht be⸗
sahlten Erwerbspreises im Wege
der vertragsmaßigen Wiederver⸗
teigerung dffutlich an den Meisis?
dietenden verdußert, nämlich:

Pl.:Nr. 39, 12 24m
Fläche Wohnhaus mit
hofraum, Haus Rr. 8 im
Orte Heckendalheim, neben
Mathias Walle Erben und
dem alten Schulhause.

St. Ingbert, 21. Febr. 1879.
Der Amtsverweser des igl.!

Notar Sauer:
HK. Auffschneider.

—
8 —5
8 2
22 5 — —
122 8
* 32*
523 0
2— 8*
3480
22
5 *
32
4

Wohnungsvermiethung.
Das fruhere Wohnhaus mit
Zubehör des Schreiners Jalob
sschuster von hier, gelegen im
Josephsthale. neben Philippy
Wentzel und dem Dialonissenhause
ist zu verm ethen und sofort be⸗
ziehbar.
2Z. Bechthold, Geschäftsagent.

Rechnungen
zu Jedermanns ebrauch
n Achtel, Viertel u. Halben Boger
sind vorräthig in der
Druckerei do. Bl.
——

* *
Licitation.
Samstag, den 22. März
ächsthin, Nachmittags 3 Uhr,
u Hasel bei Johann Keßler,
perden durch den unterzeichneten,
siczu gerichtlich deauftragten
Amtsverweser des kgl. Notat
5ranz Saurr in St. Ingbert,
ie nachbezeichneten Liegenschaften,
ur Gütergemeinschaft von Johann
Weirich, Schmelzer in Hasel
iud dessen verlebten Ebefrau
Naria Stolz und zu den
achlasse der Leßteren gehörig
ibtheilungshalder, dffenilich zu
Figenthum versteigert:
I. im Banne von Hasel:
i. Pl.eNt. 853, .La 2 qm
Fläche mit Wohnhaus, Siall
und Hoftaum und Pl. Nr.
86, 44a 77 qm Pflanz-⸗
zarten dabei, das Ganze
zelegen zu Hasel neben
Nilolaus Derschang und
Peter Gebhard.
Pl. Nr. 4482, 18 .74
Im Acker auf der Haide
neden Peter Schwerd und
Emanuel Hager's Erben.
Pᷣl.⸗Nt. 344, 13 a 63 qm
Acker im Eschert, U. Ah⸗
nung nmiben Heinrich Haber
und Christian Schauer.
Pl.Nr. 967, 36 a 12 qm
Acker im Fillenbusch LI.
Ahnung neben Jakob Der⸗
schang und Peter Schwerd.

Todes⸗Anzeige.

Theilnehmenden Verwandien, Freunden und Bekannten
hiermit die schmerzliche Nachticht, daß es Gott dem All⸗
machtizen gefallen hat heute Morgen um 10 Uhr unsere innigsi
geliebte Gattin, Mutter, Tochter, Schwester und Tante

Maria Nagner geb. Lloin
nach langem schwerem Teiden im 21. Lebensjahre zu fich

abzuberufen.

Um stille Theilnahme bitten

St. Ingbert, den 5. März 1879

eDie tranernd Hinterbliebenen.

j
I

s

— xraen um 9410 Uhr statt.—

„7* eine Stelle sucht, eine solche zu

vergeben hat, ein Grunditück zu

perlaufen wünjcht, ein solches zu kaufen

beabsichtiigt, eine Wirthschaft,

SOeconomiegut xc. zu pachten

jucht, eine Heirath anknüpfen will, eine Geschäftsem⸗
pfehlung dzu erlassen gedenkt — überhaupt zu
onsertionszwecken

Rath bedarf, der wende ich vertrauensvoll an die
Centa-Annoncen-vtlon von

G. L Daube &amp; 0Co. in Munchen,

welche sih die prompteste und billigste Bedienung zur

Aufgabe macht.
Bureau: Windenmacherstr. 5.

Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
        <pb n="129" />
        1F
2

58238* 8223224 —2—22 2 ⸗ 222* *
52533555535353535 s5338.5 33I5535 —5385 55 35 5553 35838
— — — — 8 4 — 2 5 5*7 — J 2 — *8
* * * 48 2* 33— — 25 *5 * 2 23 2 — ——
——— 883822 2 25 232 — — — 22 * 5
2 2 7 * 532* 2 22 — *2 .

5* 2352 25 — —z55—52 2 — 2588 2352 22
22525 —z53258,23. * —Ax 5* — *582353 222 2
5828 7 22 E * —A—— 2 2 282 44 355 2355*5 32328 08
—A 5 2322— 2 237 — * 5 5—22 — 38 53552 — —

3 2—2—3—359—-25 538535 —— 26 — —5838
— 3323 7333535 332535 355 527 53 1—3258 7536533
358353 —33373555 8—38—8 323 5* —5352z285 2363 *

—A———— — —— ——575*5 —35575— 82cE 7
5 —.835 — —5328 * 35— *2—2332—5 538 25325 8 2
53337—8285 z35 35—383 5333 3—53 52838
32238*2 2222 55 323 *522232 2832 —22 vu E 5„23 2582
— ·7* 332825 353— *5 22 —— 2a53 825 35 58 —
— ——— 23 — —A 235553*—5 5325
* 2 J 2223*2 2 5 .22 8252 23235—2— 22 23 23228
5355 —— —33575 s 675 538 55258

8 *8

35 533 3—3s 58 35288 333533532 23
25353 *2* 222875 — 582 32 57 32 z 533 5—55* 8 — ——
z3—32 755333353 —3—383855 533435355 323
535532 —7—3383555 383353323362*53 —A —
— — 2 7 — —A 2232 — —A— 6 —— ——— 2
2333 3333333578 2.8 —83482 232233 5643 552885 5 z252338
355 —3328 3323 283 *278
5k— —8—22323 —— 56 35 558565— 28532

—— 53—8 —56 28—5—3
3233533553533235555 3233— 33583 *—m 575 55 232 2233. 58*6
— e — ẽ 5 5 836 2 335 50 26 528 23222

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sss.—s385 ——8 3235 58 538 s53 35355238 3433 335—88
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* — * — M&amp;“——

3 333—2—2 383533 2537 233 3

⸗ —

—532*.5—52z33 —7—2* 22 — 225 33 2322323255 3—337 333
—— * 2— — 8 5 — — 2—— 3292 22 223822 — *
* — * 3232 8 22 5 2 — 2 2288 5 2255 5 20
2355573—— 32 522.5 —A— 3555S8 38 65 523525
5255 7—75285 3 322 258 2287. 55 527 523 585538 — 22* 52*
2 22* g SEVI —— — 2 * — — 2 5 27 —— 8 B 3 ⸗ —

8 24 7 — * — — —2 22
232 8—585 2535235 8 533 7 2533535238* —A
85—2* —2 2S F 2 2— 53533 2— 326 *5 E3 — —5——5—5
* 2* 5 E — 38 8 5 533 53 2 553 52,233 *
— * 388 n — 22⸗ — 2 —7* — 2 532 2* *2———

520,33835 82 23553553535 — 75 * — —

22*53235* 5 58 555355535 s— 222128 22 322 55222
* — 232— z — 85236 222 53 6858* 8272
*532 E — S —2w2 E —8 2 3 — ——— 32 —2 2
2822 8* —— 7 2 —ẽ 22 * — 267 53355*
—A 522 559 22 — — — — 20 — —5 — 2532332
, 7— 3332—333 538 3353336557 5523235
55262883 —2258 5— 833 — 2 62 —ãeA
————— 3*23555553 e 26 —3 53 2*

—— 3 8 —* 27
25555 — —— — 552 53 32252225555 c5

—ckEE-x 352— — — 82322 5— — 538272 2524 . 588 5222
— 2 2— 23 —55322 *53255 — 5 2 2227 — — 5 —Z
28238 —— 268 23 3—88 2333*-—3582* —— ———
* * 2 2 p —2 2
3522.2535* z 33 33333335 35255533335.3

* 25 25 3 23 552225 —
522288 —A 23535*85 —
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        Sf. Ingberler AAnzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöhentlich my dem Hauptslatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage) erscheint wochentlich viermal: Dienstanß, Donnerstag. Sünstag aud Sonntag. Der Abounementspreis beträgt vierteliährlich

1A. 40 2 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 146 60 H, einschließlich 40 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 9, von Auswäri⸗
nit 13 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder Feeren Raum, Reclamen mit 80 pro Zeile berechnet.
M 3888

Samstag, den 8. März

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Deutsches Reich.

Dem „Pf. K.“ wird aus Mü nchen geschrieben: Die Kam⸗
mer der Reichsräthe bat bekanntlich die Anträge der Abgeordneten⸗
kammer, welche die Errichtung von weiteren 8 Amisgerichten bezielten,
abgelehnt; allein sie hat demungeachtet die für diese 8 Gerichte bon
der Abgeordnetenkammer als trforderlich erachtete Ginrichtungs Summe
don zusammen 32000 M. bewilligt und die Abgeordnetenlsammer
hat hingegen eine Einwendung nicht erhoben. Demzufolge stehen
der Staatsregierung für den Fall, daß sie sich bei nochmaliger
Prüfung des Organisationsplanes für die Etrichtung einiger der in
Rede stehenden Amtsgerichte entscheiden sollte, jedenfalls die hierzu
erforderlichen finauziellen Mittel zu Gebot. (Die Frage ist also
für Hornbach und Gollhem noch nicht definitiv erledigt,
und darf man um so mehr eine günstige Entscheidung hoffen,
als in Bayern nach dem Organisationsplan der Regierung 30
Amisgerichte errichtet werden, deren Bevöllkerung nur 5000 bis
9500 Einwohner beträgt, die also eine geringere Seelenzahl haben,
als die in Frage gezogenen Amtsgerichte Hornbach und Göllheim.)

In einem Artikel über den Reichshaushalt und die Finanz—
reform sagt die „Propinzial-Korrespondenz: Aus der Besprechung
der Finanzminister in Heidelberg ergab sich in allen deutschen Staa⸗
ten das dringende Bedürfniß nach einer beträchtlichen Vermehrung
der eigenen Einnahmen des Reichs. Es war datrüber keine Mein⸗
ungsverschiedenheit vorhanden, daß das System der indirekten Be⸗
steuerung, welches ja vom Reich in seinen wesentlichen Theilen be—
herrscot wird, auszubilden sei zu dem doppelten Zwech: einmal, das
Reich in seinem Finanzwesen auf eigene Füße zu stellen, und
andererseijs den einzelnen Staaten die Mittel zu gewähren, um
diejenigen Riformen in Bezug auf die direlten Staatssteuern und
die Gemeindesteuern durchzuführen, die sie für sich als ein dringen—
des Bedürfniß erachten. Es ist, wie gesagt, der dringende Wunsch
und die Hoffnuug der Regierungen, daß es noch in dieser Session
gelinge, auf Grund der Vorlagen, die die Regierungen machen
werden, die Verstandigung in jener Richtung zu erzielen.

Berhin, 5. März. Der Reichssstag hat heute die Be—⸗
rathung des Gesetzenwurfs betr. die Strafgewalt des Reichslags
fortgesetzt und die Verweisung der Vorlage an eine Kommission
abgelehnt; sür diese Verweisung stimmten nur die beiden Frtaktionen

der Rechten. Die 2. Lesung ersolgt alio im Plenum, und zwar
am Freitag (gestern).

Das Gerücht einer Boischafterkonferenz in Berlin zur Schlich⸗
lung der vom Kongrek ungeldst hinterlassenen Fragen und Schwie⸗
rigkeiten taucht vorläufig in Privatnochrichten wieder auf. Ärbeit
gäbe es für eine solche Konferenz entschieden in Hülle und Fülle,
manche Ereignisse dürften jedoch den diplomatischen Beschlüssen
dorauseilen.

stens theilweisen Ministerkrisis. Der Rüdtritt des französischen
Ministers des Innern, de Marcere, ist gewiß, der des Finanz⸗
ninistene Leon Say nicht ganz unwahrscheinlich. Beide gehören
dem linken Centrum an und sind deshalb den radikalen Elementen
der Kammer, welche bei der Vertheilung der Minister-Portefeuilles
nach dem Sturze Mac Mahons so stiefmütterlich bedacht wurden,
rin Dorn im Auge. (Es ist eine steile und abschüssige Bahn, auf
welcher sich die sranzösische Republik bewegt.)

London, 4. März. Der „Standard“ meldet aus Kopen⸗
hagen, daß der König von Schweden seine Vermittelung zwischen
Preußen und Dänemark in Sachen der nordschleswigschen Frage
angtboten habe.

Aus holländischen Kreisen verlautet, daß man in den
Niederlanden in nicht geringer Verlegenheit ist, wen man mit der
Würde eines Statthalters des Großherzogthums Luxemburg, zu der
nach der Verfassung nur ein Prinz des königlichen Hauses zu be⸗
rufen ist, belleiden soll, da beide Söhne des Königs das Amt zu
2bernehmen entweder ablehnen oder nicht für tauglich erachtet
verden. Unter diesen Umständen ist es nicht verwunderlich, daß
der Fürst von Wied, der Gemahl der einzigen Tochter des greisen
Prinzen Friedrich der Niederlande und Sohn einer naussauischen
Prinzessin, als eventueller Statihalter genannt wird. Für den
nicht unwahrscheinlichen Fall eines bald gen Aussterbens des Königs⸗
jauses haben sehr hochgestellie Niederländer schon allen Ernstes
zaraa gedacht, den genannien Fürsten, wenn nicht mit der Koͤnigs⸗
o doch mit der Erbssatthalterw ünde zu bekleiden und das staatsrecht⸗
iche Verhältniß wieder herzustellen, das Jahrhunderte lang unter
den Oraniern bestand und erst im Wiener Fcieden zu Gunsten
des Herrscherhauses geändert wurde.

In Rußland bören die beunruhigenden Erscheinungen nicht
auf; Erscheinungen wie sie einer Krisis potanzusehen pflegen.
Vielleicht ist es noch Zeit, den letzteren durch Verleihung einer Ber—
assung zuvorzukommen; eine Panacre gegen alles bestehende Uebel
vürde dieselbe freilich auch nicht sein. Der vorgestrige 24jährige
Bedenltag der Thronbesteigung von Kaiser Alexander DI. muß unter
iesen Umständen auch abgesehen von der Krärklichtert des bald
31jährigen Herrschers einen düsteren Charaltet gefragen haben.

Petersburg, 5. März. Gentral Graf Loria« Melikof
wneldet aus Astrachan vom 4. d.: Keine Epidemiekranke! Die
Abschätzung des niederzubrennenden Eigenthums und die Entschädi—
jung der Eigenthümer dauern fort.

In Krat au hat die Polizei eine Anzahl Socialisten ver⸗
zaftet, wie es heißt wegen socalistischer Agitation. Es befinden
ich darunter auch einige Zöalinge des dortigen Schullehrer-
Seminars.

Eine überraschende Nachticht kommt aus dem Orient, über⸗
raschender noch als diejeaige, welche seiner Zeit die Erwerbung
Typerns durch die Engländer meldete. Frankreich soll in die Reihe
»er Mitbieter auf den trürkischen Nachloß eingetreten sein and die
Insel Rhodus erstanden haben! Die „Poutische Korrespondenz“
neldet unter Vorbehalt aus Konstantinopel, Frankicich habe mit ber
Psorte ein finanzielles Uebereinkommen abgesclossen, wonach Rhodus
in Frankreich vehuss Garanlie für finanzielle Hilfe abgetreten
verde. Die Pforte trifft bereits Vodkehrungen zur Zurüchiehung
der Truppen und des Kriegsmaterials von Rhodus. (Die JInseil
hodus ist 21 Quadratmeilen groß und zählt nabe an 30.000
kinwohner.)

Konstantinopel, 5. März. Eine 500 Mann starke
zriechische Freischaarenbande ist in Tbessalien eingesallen: da die
Brenzoegend stark mit türkeschen Truppen besetzt ist, so ist ein Um—
sichgreifen der Insurrection zu besorgen.

NAusland.

Wien, 3. März. Als vor eiwa einem Jahr im Reichs⸗
rathsabgeordnete: hause das galizische Wuchergesetz berathen wurde,
äußerse ein Deputirter die Ansicht, wie nützlig es wäre, wenn
auch Niederösterreich, die Stadt Wien nicht ausgenommen mit
einem ähnlichen Gesetz bedacht würde. Damals zeigte sich die öf—
jentliche Meinung noch ziemlich ungehalten darüber, daß man eine
Parallele zwischen Galizien und der Kaiserstadt an der schoͤnen
blauen Dorau zu ziehen wage. Hente wehte schon ein anderer
Wind. Beschränkung der Weqhselsäbigkeit, öffentliche Brandmarknng
der Wucherer. Stellung derselben unter Polizeiaufsicht, Ausweisung
der nach Wien nicht zuftändigen Halsabichneider im Interesse der
offentlichen Sicherheit: solche und ähnliche Wünsche werden laut
und finden Zustimmung seit dem tragischen Ende des Staatscenstal-
kassendireckors Imelsli, den, wie er kurz vor seinem Tode einem
Localblatte schtieb, „Wucherer in den Tod jagten“. Der Fluch,
welchen Imelsti seinen Feinden vermachte, wird die Gemüther dieser
Herren erst dann belasten, wenn Frau Justitia Testamentsbol
streckerin sein darf.

Paris. An Marcere's Stelle ist der bisherige Handels⸗
minister Lepere zum Minister des Innern ernannt worden.

Versailles ist schon wieder einmal der Zeage einer wenig⸗

Bermischtes.

St. Ingbert, 7. März. Im Monat Februar wur⸗
den von hier aus etwa 9000 Kubikme'er Erde und Schloden als
Füll- und Trockenmaterial nach der Bliesthalbahn gebracht. Als
ein ganz vorzügliches Material erweisen sich die Schladen die in
zroßer Menge und leicht am sogenannten Schlackenberge zwischen

4
        <pb n="132" />
        hier und Rentrisch zu haben sind. Gegenwärlig werden pro Tag
15—60 Waggons solcher nach dem Bliesthal befördert. Wie uns
aritgetheilt wird, ist beabsichtigt, Schlacken auch als Decmaterial
für die Bahn von hier nach Saarbrücken zu benutzen. Sie lassen
das Wasser leicht durchsildern und sichern dadurch die —AXI
der Schwellen.

— —
der deutschconservativen Partei in der Pfalz“ am 27. v. M. an
den Reichstanzler abgeschickt hat. Das Schriftstück, unterzeichnet
don Frhen. K. v. Gienanih und Dr. W. Medicus begrüßt mit
Freude das bekannte Schreiben des Reichskanzlers vom 15. Decem⸗
her b. J. und erklärt es als einen „unbestreitbaren Grundsatz ra⸗
ioneller Volkswirthschaft, die directen Steuern so weit möglich durch
indirecte zu ersetzen? — was besonders in der Pfalz fühlbar fei,
wo die Kreis⸗ ünd Gemeinde-Umlagen zu 200, 300, ja 600
pCt. der direlten Staatesteuer und darüber steigen. Als schädlich
werden dann die Aushebunge der allgemeinen Eingangsabgabe im
Jahr 1865 und die seit 1862 zur Gelkung gelangten Grundsätze
des Freihandels bezeichnet. Weiter heißt es in der Adresse: „Einen
Brund der allgemeinen Nothlage, besonders der außerordentlichen
Theuerung aller Lebensbedürfnisse sehen wir auch in der über⸗
mäßigen Zunnahme und Ausbreuung des Zwischenhandels, welcher,
wie es die hohen Brod⸗ und Fleischpreise gegenüder den nieder gen
VSetreide⸗ und Viehpreisen zeigen, namentlich die landwirthschaftlichen
Producenten, sowie alle ausschließlichen Consumenten schädigt, und
velchem nach unserer unmaßeblichen Ansicht gesetzliche Schranken
— Adresse
volkswirthschaftlich nach allen Seiten hin gerechtfertigl nur in einer
solchen Höhe, daß dadurch die Mehrkosten, welche der einheimischen
Landwirihschaft und Industrie gegenüber dem Ausland erwachfen,
ausgeglichen werden.“ Zur Vermehrung der Einnahmen des
Reiches wären Tabalk und Schnops nach ihrer Ansicht besonders ge⸗
eignet, dann auch eine Börsensteuer. Schließlich begehren sie
Regelung der Eisenbahntarife, namentlich Abschaffuung der Differen-
ialtarife.

4 Die Wanderversammlung des Vereins „Pollichia“ findet
am Samstag, 19. April zu Edenloben statt.

Der pfoölzsche Jagdschutz- Verein hält Sonntag, 9. März,
Nachmittags 3 Uhr im Saalbau za Neustadt a. H. eine General—
bersammlung zur Abhsöt des Rechenschaftsberichtes 1878, Besprechung
bdon Vereinsangelegenheiten und Neuwahl des Ausschusses,

4 Wie alljährlich wird auch heuer laut Verordnung des kgl.
Staatsministeriums für Kirchen⸗ und Schulangelegenheiten an der
kgl. Centralturnlehrerbildungsaustalt ein Turnkurs für Turn—
lehramtskandidaten abgehalten. Derselbe beginnt am 15. April und
endet mit 31. Juli. Die Gesuche um Zulassung zu diesem Kurs
sind an das kal. Kultusministerium einzureichen. Der Turnlehrkurs
bezw. die darauffolgende, mii Erfolg bestandent Prufung berechtigt
zur Anstellung als Turnlehrer an allen Mittelschulen und an allen
mit d'ejen in gleigem Rang stehenden Privatanstallen.

p Aus den Gemenden Ruppertsberg, Wachenheim und Nie—
derkirchen wanderß 10 Familien mit 60 Seelen nach Rumänien
aus. Ein deuticher Grundbesitzer aus Galatz war eigens gekommen,
um sich Arbeiter zu engagiren, die sich auf 10 Jahre verpflchten
mußien, ihm für einen täglichen Lohn von nur 1Pe. 50 Pi. seine
Ländereien zu bebauen, von denen er ihnen allerdings so viel ais
sie verlangen, in Eigenthum zu geben versprach.

FGlanmünchweiler. Ein gräßliches Unglück hat
sich vor einigen Tagen ereignet. Ein Kind fiel nämlich in einen
Topf kochenden Wossers und verbrannte sich derari, daß es nach
turzer Zeit seinen Wunden erlag.

RKaiserslautern, 4. März. In der heutigen Szung
des Zuchtpoltzeigerichts dahier wurde dee Berufung des Pol'ze anwalts
in Kirchheimbolanden gegen ein Urthen des dortigen Polezeig richts
vom 20. December v. Irs., wodurch Jacob Braun IV. 38 Jahre
alt, Ockonom, in Wofstein wohnhaft, von der Auschuldigung des
Feilhaltens und Vertaufs von Arzneien, Droguen und chemischen
HZräparaten, deren Verkauf nicht freigegeben ist, freigespochen wurde,
IAs degründet angenommen und Braun zu einer Geldstafe von
Z0 Vt, ebentuell zu 6 Tagzen Haft verurtheilt. Vor dem Poli-
zeigerict hatte der Polizeianwalt gegen den Appellaten eine Haft⸗
straft von 40 Tagen und die Confiscat:on der bei demselben beschlag
nahmten medicinischen Gegenstände beantragt. Der Polizeirichter
zing jedoch von der Ernägung aus, daß Braun seinen Kunden
nicht Geld oder Geideswerth abgesordert,noch Bezahlung argenommen
habe. Dem enigegen hob jedoch das Zuchtpolizeigericht hervor,
»oß duich das Gesetz (K 367 Ziffer 3 des R.St. G.S.) das
Publicun vor derartigen Pfuichereien von Laien, wodurch die Gesund⸗
heit der betreffenden Personen gesahrd.t werden kann, geschützt werden
solle urd es nicht darauf ankomme, ob diese Quachsalber hierfür
Bezahlung erhalten oder nicht.

f Auf der am Winwoch zu Landau staltgehabten Versamm⸗
ung des Vereins pfälzischer Schriftstellet und Künstler hielt Herr

Ifarrer Petersen von Mußbach einen längeren Vortrag über die
xtage: „Wo hat Chlodwig die Allemannen geschlagen ? „Der Vor⸗
rag wurde durch Karten, Handrisse u. s. w. erläutert. Redner
ührte aus, daß die bisherige Aanahme, der Sieg Chlodwigs sei
ei Zulpich, (Tolbiacum) erfochten worden, nicht hinreichend bewie—
en werden kbönne, während dagegen die größte Wahrscheinlichkeit
»orhanden sei, daß dieser Eatscheidungskampf in der Nähe von
Tholeh (Rgözk. Trier, nicht allzuweit von St. Wendel) flaitgefun⸗
»en habe. Der Vortrag hatte einige Bemerkungen des Herrn De.
Dehlis zur Folge, der sich den Deductionen des Vorredners in
dielen Punkten anschloß.

'Frankenthal, 5. März. Das hiesige Bezirksge⸗
eicht veruͤrtheilte gestern den Weber Jac. Boeuf von Landau, einen
inverbesserlichen, gefährlichen Tieb, zur höchsten zulässigen Strafe
yon 15 Jahren Zuchtzaus, den Spengler Fran; Wagner von
wBann wegen Hehlerei zu O Monaten Gefängniß und dessen Frau
bendeshalb zu 3 Monaten Gefängniß.

pLudwigshafen. Am 30 Januar wurde auf dem
J'esigen Bahnhof cin Geldbetrag von 400 M. gesunden; Verlierer
roch unbekaunt.

4Speier. Aus dem Siaaktsbeitrag für katholische Cul⸗
usbauten pro 1879 wurden Unterstützungen bewilligt an nachste—
ende Gemeinden: für den Kirchenbau zu Eußerthal 200 M.,
ür den Kirchenbau zu Berzzabern 400 M. für die Cultusgemeinde
zlankenborn 200 M., für den Kirchenbau zu Rohrbach 200 M.,
ür den Pfarrhausbau zu Rödersheim 200 M., für deu Plarr⸗
ausbau zu Bsbingen 200 M., für den Pfarrhausbau zu Karls⸗
erg 200 M., für den Kirchenbau in Neuleiningen 200 M., für
den Pfarrbausbau zu Münchweiler 200 M., fuür den Kirchenbau
u Oiterbach 600 M., für den Pfarrhausbau in Hohenecken 200
N., für den Pfarrhausbau in Göllheim 200 M., für den Kirchen⸗
au in Kusel 200 M., für den Krchenbau in Bornheim 200
M., für den Kirchenbau in Mörzheim 200 M., für den Pfarrhaus⸗
»au in Ranschbach 200 M., für den Kirchenbau in Bann 200 M.,
zei dem Pfarrhausbau in Obermohr 200 M., für den Pfarrhaus⸗
»au in Ramstein 200 M., für den Kirchenbau in Reipoltskirchen
300 M., für din Kirchenbau in Obermoschel 200 M., für den
irchenbau in Walsheim 200 M., im Gazzen 5400 M. (Rhpf.)

F Speier. Wie gefährlich das Loslassen resp. Freilaufen⸗
'assen von Hofhunden ist, zeigte ein dahier vorgekommener Fall.
Fin auf dem Spaziergange besindlicher Mann dvon hier wurde in
der Naͤhe der hiesigen Beierkeller von zwei solchen Bestien angefallen
und derart zugerichtet, daz an seinem Aufkommen gezweifelt wird.

Sulzbach. An einem der letzten Tage voriger Woche
vurde ein Bergmann zu Grube Altenwald durch eigene Usvorsich⸗
igkeit von schlagenden Weitern schrecklich verbrannt. Derselbe war
nit offenem Lichte an einen verbotenen Ort, wo sich dies so seht
gefährliche Gas angesammelt hatte, gegangen und sofort nach Be—
treten der Stelle ecfolgte die verhängnißvolle Entzündung desselben.

(B. d. Sulzb. Th.)

F Dieler Tage wurde zu Sul zbach ein Kals Rit 2 voll⸗
fändig schön ausgebildeten Köpfen, welche hinier den Auzgen zu⸗
sammengewachsen sind, geboren.

Trier, 8. März. Gutem Vernehmen nach ist in den
lehten Tagen die Behörde, welche den Bau der Bahn Coblenz⸗Trier Sierck
uu leiten bat, augewiesen worden, unverzüglich Idie Legung eines
weiten Schienengeleises in Angriff zu nehmen. Gleichzeitig erfahren
vir, daß um dee Benutzung der Eisenbahnbrücke in alf auch für
den Landverkehr zu ermöglschen, der Handelsminister sich bereit er⸗
lärt hat, den noch sehlenden Zuschuß zu den Brückenaufgängen
on 35,000 M. auf d'e Staatskasse zu übernehmen.

Miesbach, 4. März. Wenn jede geplante Rohhen
leich so vom Anfange an gestraft würde, als wie die am letzten
zonntage in einem bekachbarten Orte, so stünde es hüdsch besser
imn die ländlichen Verhältnisse, die in Wirklichteit na hHgerade immer
tbaulicher werden. Doch lassen wir einen Augenzeichen darüber
pcechen: In dem Wirthshause eines nahe gelegenen Dorfes zechten
Zonntaz Vocmittags, trotz des schlechtesten Biered eine Auzacn
zzauern und Burschen, deren Geschrei von einem Eude des Dorfes
um anderen hollte, man wähnte sich in der Nähe einer Menagerle
Um späten Abend saßen sie noch vollzählig beisamm⸗ n und wenn
aan die aufgeblähten rothen Besichter beim Kerzenschimmer sah, so
laubte man sich zu Indianern versetzt, denn die Zecher hatten
mander auch mit Ruß beschmiert. Gegen Mitternacht zu, als et
och etwas ruhiger wurde, hötte man ein wildes Geschrei und
hilfetufe in nächster Nähe, und als man nachforschte, sand man
men Burschen in der Kalkgrube festgehannt, denn bis zum Halie
tack er in der breiigen Masse. Herausgeholt und geftagte, wie er
»enn da bineinktomm⸗, sagte er ruhig: „Wia da Lenz furt is, hab

ihm vani aufi geb'a woll'n, daweil din iin die lnada Grub'n
„'falln!“ Also auch er wollte Keinem ruhig Heimkehrenden ein
Andenlen mitgeben, das ihm dvielleicht das Leben gekostet hätte.
        <pb n="133" />
        Man kennt ja solche Faͤlle zur Genüge von der letzten Schwurge⸗
richtssizung her noch. F
aithee Schwaben schreibt die Südd. Pr.“: Daß die
kinführung der Lebensmitteltaxe aus mehr als einem Brunde auch
auf dem Lande wünschenswerth ist, geht aus Folgendem doch deut⸗
lich hervor. In Günzburg a. D. bezahlt man gegenwärtig für das
Pfund Rindfleisch 38 Pfg.; in Dillingen und Umgegend, ca. fünf
Wegstunden von Günzburg entfernt, kostet das nämliche Quantum
b0 Pfg. Trotz der niedrigen Viehpreise verstehen sich die Herren
Metzger nicht. dazu, mit dem Preise der Waare herunterzugehen und
der Einzelne ist einem solchen Verfahren gegenüber geradezu macht⸗
los. Arbeiterverbände oder größere Gorporationen, wie sie sich auch
n den auf dem Lande zerstreuten Fabriken finden, können auf dem
Wege der Selbsthilfe solcher Ausbeutug entgehen; einzelnen Fami⸗
lien ist das unmöglich. Unsere Bauern schlagen ihre Schweine jetzt
zu sehr niedrigen Preisen los; mehrere Arbeiterfamilien stehen wohl
zusammen und kaufen sich ein solches Thier, dessen Fleisch die
Schwaben ja besonders lieben. In den Schlächtereien zahlt man
aber iür Rinde, Kalb- und Schweinefleisch gegenwärtig ganz den⸗
elben Preis (60 Pfg. à Pfund) und gerade diese Gleichheit des
Preises so verschiedener Waare beweist die Unbilligkeit der Preis⸗
ansätze. Die Hausfrauen wundern sich wohl darüber, haben faͤr
diese Zustände auch gelegentlich ein herbes Wort, vermögen ober
nicht abzuhelfen.

F Die Rheinische Eisenbahn⸗-Gesellschaft soll dem „B. B.
Courier“ zufoge ihren Beamten durch Circular eine Gehaltserniedri⸗
dung von 20 Prozent in nächste Aussicht gestellt haben. R

In Siegen legte sich vor einigen Tagen ein Bergmann
in angetrunkenem Zustande Abends auf einen Röstofen, auf welchem
man ihn am folgenden Vorgen, theils verbrannt, theils gebraten
wiederfand. Personen, welche die Leiche gesehen, versichern., nie⸗
mals etwas Schrecklicheres gesehen zu haben.

fIn Barmen hat ein einzelner Mann in einem Zeit⸗
raum von qwei Jahren ein Schiff konstruirt und theilweise fertig
zestellt. Das Geridpe sowie die Bekleidung bon dicken Eisenplatten
hat der Erbauer alles ganz allein gemacht und vernietet. Wie
man hört, will der Verfernger mit diesem eigens angefertigten
Schiffhhen die Reise über den Ottan machen. Das Gewicht des
*ᷣahrzeugs an Eisen soll einige 70 Centuer betrage.

Berlin. Der „Reichsanzeiger“ warnt vor Pariser Place⸗
mentbureaux (Stellenvermittlungsbureaux), die in verschiedenen deut ⸗
ichen Blättern, auch in der „Köln. Zig.“ annoncirt seien, da das
Verfahren dieser Bureaux auf Geldprellerei hinauslaufe.

x Als darabkteristisch für die zwischen Freihändiern und Schutz⸗
zoͤllnern herrschende Spannung wird der Frkf. Zig. aus Berlisn
eine Konbersation als verdürgt mitgeiheilt, welche in einer vor
einigen Tagen dei einem Becliner Großindustriellen stattgehabten
Besellschaft gefühtt worden ist. Der Direktor der Diskontogesell⸗
schaft, Hetr Hausemann, hatte Herrn Reichenheim gegenüber be—
mertt: „man werde binnen kurzer Zeit den letzten Freihändler
zjegen ein Entree in Castan's Panoptitum ausstellen lassen“, wo—⸗
rauf Herr Reichenheim replicitte, „es frage sich nur, ob alsdann
noch die Schutzzöllner die 50 Pf. zur Entrichtung des Entrees
Jaben würden.“

Bremen. Von dem Fischreichthum der Weser lann man
ich einigemaßen eine Vorstellung machen, wenn man erfährt, deß
dei Mündern während des hohen Wassers außer anderen Fischen
all ein für 3000 Mark Hechte gefangen wurden.

f In Bleiberg (Kaͤrnten) ging in der letzteu Woche des
Februar eine Lawine meder, welche einen des Wegs daher kom⸗
nenden Maskenzug von etwa 30 Pesonen verschüttete. Elf dabon
purden todt oufgesunden, zehn gerettet. Außerdem wurden mehrere
däufer mit ihren Insafsen verschürtet. Die Zahl der Umgekommenen
deträgt im Ganzen 36.

F Berner Blätter erzählen einen gräßlichen Mord: Eine
Wirthim in Waltringen hat einen 18jahrigen Knecht dazu
oermocht, ihren ruhig im Beite schlafenden Gatten mit einem Ham ·
mer zu erschlagen. Der Thäter und die Verführetin sind verhaftet.

t Dem „Golos“ wird folgender grauenerregender Vorfall aus
Rowo gemeldet: „Ein Gutsbesitzer fuhr mit seiner Fran in einem
nit vier Pferden bespannten Schlitten aus der Stadt nach Hause.
Finige Werst von der Stadt entfernt zeigten sich mehrere Wölfe,
wvelche jedoch den Schlitten nicht angriffen, sondern denselben nut
derfolgten. Die Pferde wurden beim Anblick der Wölfe unruhig
ind fingen an sich zu bäumen. Um die Thiere mehr in seiner
Bewalt zu haben, faßte der Kuischer die Zügel fester und wickelle
ich die Enden derselben um den Leib. Da dam dem Gutsbesiher
der unglüchselige Gedanke, aus einem Doppelgewehr, das er bei sich
sührte, zu schisßer. Kaum war aber der Schuß gefallen, als die
Pferde in wahnsinnigem Lauf unaufhaltsam vorwärts stürmten.
Ulle Anstrengungen des Kutschers, die Pferde aufzuhaltea, waren
ergebens. Sie stürmten querfeldein. Der Schlillen siel um, der
Butsdesißer und dessen Frau' wurden herausgeschleudert, während
er Kutscher von den wildgewordenen Thieten weiler geschleift

vurde. In einem nahe gelegenen Dorfe wurden die Thiere endlich
hon Bauern aufgehalten. Der schwerverletzzte Kutscher erzählte den
Vorfall und sofort begaben sich mehrere Bauern bewaffnet in den
Wald, um den Gutsbesitzer und dessen Frau auszusuchen. Als sie
zie Stelle erreichten, wo der Schlitten umgefallen war, fanden sie
edoch nur noch blutige Kleiderfetzen. In einiger Entfernung von
ner Straße lag das abgenagte Stelett des Gutsbesitzers mit übri⸗
jens unversehrtem Gesicht. Von dem Gutsbesitzer sand man nur
och einzelne abgenagte Knochen.

“ Ein Dorfschulmeister als Unterrichlsminister. Vor einigen
jahren brachten deutsch-ameritanische Zeitungen Berichte über einen
dorfschulmeister, der nach Südamerika auswanderte, um sich dort
ine neue Heimath zu gründen. Durch rastlose Thätigkeit, Fleiß und
lusdauer stieg dieser Mann von Stufe zu Stufse immer höher, bis
r endlich zum Unterrichtsminister der Republik Peru ernonnt
yurde. In der erstaunlich kurzen Zeit von zwei Jahren gelang es
Im, die spanische Sprache derart zu bemeistern, daß er vor den in
er Stadt Lima anwesenden Abgeordneteu eine Rede halten konnle,
nes Inhaltes, daß nur dur h eine tüchtige Erzihung, durch allge⸗
neinen Volksunterricht die Zustände des Volkes gebessert werden
oͤnnten. Selbst die englische Presse der Vereinigten Staaten zollte
iesem Manne großes Lob, und die „New⸗NPörker Staatzzeitung“
vidmete ihm unter der Aufschrifn: „Ein deutscher Pionier in Süd⸗
imerika“ einen spaltenlangen Artikel, in welchem das segensreiche
Wirken dieses vom Dorfschulmeister zum Unterrichtsminister gestie⸗
jenen Mannes rähmend anerkannt murde. Der Schluß dieseß
Urtitels lautet: und dieser Mann ist kein anderer, als der frühere
Schulmeister Schmid: (Schmitz ) des Dorfes Bremm an der
Nosel.

F Ein Frauen Congreß steht wieder in Aussicht. Der Zweck
zesselben soll die Forschung nach der Stelle sein, an welcher das
iblische Paradies gelegen habe. Die seltsame Nachricht kommt aus
Landon, wohin alle gelehrten Damen der Welt berufen sind. Wenn
Moliere heute noch lebte; diese Scene hat er freilich in den
remmes savantes nicht vorausgeahnt.

7 Kleptomanie. Einem Londoner „Modejournal“ zu⸗
olge hat Kleptomanie (krankhafte Sucht zum Stehlen) so sehr über⸗
jand genommen, daß größere Etablissements gar nicht mehr ohne
ein eigenes Diebsfängerdepartement bestehen können. Das Blatt
rflärt ausdrücklich, daß die Ladendiebe. um deren Ueberwachung es
ich hier handelt, insgesammt bona fide „Ladies“ find, ein selt⸗
ames Geständniß für ein Organ, das fast ausschließlich für die
Gesellschaft“ besfimmi isßf.

Aarktberichte.

Zweibrücken, 6. Miärz. (Fruchtmittelpreis und Viciualienmarkt.)
Beizen 09 M. 98 Pf. Korn 7 M. 76 Pf., Gerste zweireihige d0 M. — Pf.
ierreihige 0 M. — Pf., Spelz 6 M. 41 Pf., Spelzkern — M.— pf.,
Ddinkel — M. — Ppf. Mischfrucht M. — Ppf. Hafer 6 M. 18 pf.
erbsen — M. — Pf., Wicken O M. — Pf. Kartofseln 2 M. 80 pi.
deu 1M. 80 Ppf., Stroh 2 M. — Pf., Weißbrod 1/3 Kilogr. 50 Pf.
dornbrod 8 Kilogr. 72 Pf., 2 Kilogr. 48 Pf., ĩ Kilogr. 24 Pf., Gemischt⸗
rod 3 Kilogr. 86 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
36 Pf. II. Qual. 60 Pf., Kal bileisch s0 Pf. Hammelfleisch 60 Pf. Schweinesleisch
6 Vf. Butter /3 Kilogr. O M. 90 Pf., Wein lLiter 70 Rf. Vier 1 Liter 24 8f.
*Coursbericht über Loos⸗-Effecten von A. Molling,

Bankgeschäft, Berlin W., Friedrichstr. 13830
vom 4. Marz 1879.

Amsterdam Industr. Pal. 21/0 fl. Kl. G. 8 I. 6 B. VKnusbacher 7 fl.
dauptt. 14,000 kl. Gw. 9 fl. 28,00 G. 29,00 B. Augsburger 7 fl. Hpt. 7000
Gw. defl. 200 G. 2130 B. Badijche 35 l. Hp. 10 000 . om. o si.
52,80 G. 154,00 B. Bari 100 fres. Hpit. 106,000 kl. Gw. 150 fres. 36 G.
darletia 100 fres. Hpt. 100,000 kl. Gw. 150 fres. 19,600 B. Braunschw.
O thlr. Hpt. 1850000 kl. Gw. 69 Mark. 81468 G. 83,18 B. Bukarester 20fr.
dↄpt. 100,000 kl. Gw. 20 fres. 19,00 G. 21 B. Finnländer 10 thlr. Haupit.
90,000 kl. Gw. 36 Mark. 3814s G. 410,28 B. Freiburger 15 fres. Hpt. 420,000
tl. Gw. 19 arcs. 20,00 G. 2136 B. Genueser 150ftcs. Hpt. 100,000 il. G
680 fres. 73 G. 77 B. Hamburger 100 Mi. Bo. Hpt. 115,000. M. B.
il. Gw. 156 M. B. 290 G. — B. Hamburger 50 ihlr. Amortiszieh. kl.
Bw. 180 Mk. 177,00 G. 179,0 B. Kurhess. 40 thir. Hpt. 96,000 ti. Gw. 225
Mark. 252,00 G. 255 B. Lübeder 50 ihlr. Hpt. 30,000 kl. Gw. 168 Mk.
75,28G. 177,23B. Mailand⸗Como 14fl. Hpt. 20,000 kl. Gw. 14 fl. ÿb G. — B.
Mailänder 45 ir. v. 1861 Hpt. 70,000 kl. Gw. 47 fres. 29,00 B. Mailänder
.Ofrcs, v. 1866 Hauptt. 100,4000 t1. Gw. 10 fres. 9o G. 108 B. Meininger
zfl. Hpt. 15,000 il. O. 8efl. I8s G. 203 BBnassauer 23 f1. Hyr 20.000
l. Gw. 43 fl. 100 G. — B. Reuchateler 10 fres. Hpt 12,000 il. Gw. 12 frcs.
4,80 G. 16,00 B. Neapeler 150 fres. Hptt. 35000 Il. Gw. 150 fres. 68 G.
— B. Oldenburger 40 thlr. Hpt. 60,000 kl. Gw. 120 M. 143,00 G. 145,00 B.
Breußische Prämien 100 thlr. Hpt. 225, 000 kl. G. 345 Mt. 149,80 */0 G.
5L.o o B. Pappenheim 7 fl. Hpt. 9000 Il. Gw 7 fl. 17, 6. 19,00 B.
Scha umb, Lippe 25 ihlt. Hpi. Is doo il. 6w 138 Mt! y188 8. SEdeden
V ihlt. Hpit. 30 000il. G, 89 Vet G. Iαι. uοο

F. v. April 1876 Hptt. 600,000 kl. Gw. 400 fres. — G. Ai, B. Ungar.
00 fl. Hauptt. 100,000 kl. Gw. 136 fl. 155,60 G. 158,80 B. Venediger
z0 fres. Hauptt. 60,000 kleinster Gewinn. 80 fres. 16 Brief.

Soweit Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den unter Brief notirten
Foursen Verkäufer, zu den Geld-Coursen Kaufer.

Mailander 16 fres. Loose, deren Ziehung am 16. ds. Mis. stattfindet,
zur begehrt.

A. Molling.
Fur die Redaction veraniworitich F Ddeme —
        <pb n="134" />
        Pachtversteigerung.
Mittwoch, den 12. März
rächsthin, Nachmittags 83 Uhr in
St. Innbert in der Wirlhschaft
von J. Wtelmaun läßt J. Kö—
nig, Bäcker in St. Ingbert die
nachdezeichneten Liegenschaften im
taune von St. Ingbert öffent⸗
lich an die Meistbietenden auf
ß5 Jahre verpachten als:
Pl.Nr. 1142 und 1148,
47 a 36 qm Ucer rechts
der Kapelle neben Johann
Hüter in 2 Abtheilungen.
Pl.Nr. 2032, 836 2 12
Im Acker am UÜndelsberg
neben Peter Schweitzer und
Anstößern.
Pl. Re. 19558, 21 a. 81
Im. Acker im Rockenthal
neben Joseph Fichter und
Peter Udbl.
pl. Nt. 1931, 264 68 qm
Acker in der Rischbach neben
Peter Grund und Anstößern.
Pl. Nr. 3183 u. 3184,
33 a 73 qm Acker am
Schafkopf neben Adolph
Jungfleisch und Danzer, in
2 Abtheilungen.
Pl. Ne. 3174 u. 3175,
ß432 6 qm acker allda
neben Georg Franz Hager,
in 3 Abtheilungen.
Pl. Nr. 3158 u. 3159,
46 2 34 qm Acker am
Schafkopf.
St. Inabert, 1. März 1879.
K. Auffschneider,
Amtsverweser.
Holzversteigerung
aus Staatswaldungen des kgl.
Forstrebiers Neuhäusel.
Donnerstag, den 13.
März 1879, Vormittags 10 Uhr
zei Wirth Aem mer in Einöd.
Schläge:
Nesselsthal, Nesselsberg, Fuchs⸗
hal und Zufällige Ergebnifse im
Klirkler und Klosterwald.
20 Ster Buchen Misselholz 2.Cl.
44 , EFichen Nußholzprügel
1,50 m lanꝗ
95 , Kiefern Nußholzprügel
1,50 m lang
29 , Buchen Scheitholz 1. Cl.
1,17 melan
24388 Bachen Schanhenadh
337 „Anbruch
NKief⸗rn 2.Cl.
46, Buchen Klotzholz
1368 Stangen und
Astprügel
62 , Eichen, Kiefern und
I Birken prugel
259 , Buchen, Eichen und
Kiefern Krappenprügel.
Neuhäusel. 27. Febr. 1879.
Der kgl. Oberfsrster:
Müörschel.
Tachtige, zuver lässige Schmiede
Echlosser und Nieter finden
dauernde Beschäftigung bei
Gebr. Lüttgens,
Burbach a. d. Saar.
Stationsbeklebzettel
zilligst beii F. X. Demetz

4

X
ESubmission
auf Straßen⸗Unterhaltungsarbeiten im Amts⸗
bezirke Zweibrücken.

Im Amisbezirke Zweibrüden sind pro 1879 verschiedene Ar-
hbeiten zur Unterhaltung der Disteiltsstraßen auf dem Wege der
allgemeinen schriftlichen Submission zu vergeben und zwar im
antone:
a. Blieskastel:

1. Maurer⸗ und Steinhauer⸗Arbeiten auf den Straßen von Blies⸗
rastel nach Neuhäusel, von Laußkirchen nach St. Inabert, vom
soihen Haus nach Aßweiler und von Ormesteim nach Eschringen,
»eranschlagt z. A 845,47.
Pflasterarbeiten auf den Straßen von Lautz⸗
urchen nach St. Ingbert, von Ormesheim nach
Eichringen und von Webenheim nach Reinheim,
herunschlagi zu. .. MA 375865.
Zimmermannsarbeit an der Brücke bei der Bann⸗
Frenze von Eschringen, veranschlagt zu .. A 214,42.
dieserung eines Straßenwärterkarrens auf die
Stiaße don Gersheim nach Niedergailbach, ver⸗
anschliagt zu.4000.

Sa.. M 1475,74.
b. St. Ingbert.
Pflasterarbeiten in den Ortstrabersen Heden⸗
zalheim, Eschringen, Ensheim, St. Ingbert und
St. Inaberter Grube, veranschlagt zu A. 5379,00.
derstellung eines Schutzgeländers und einer Siütz⸗
mauer beim Waschbrunnen zu Oberwürjbach,
deranschlagt ůůuc... M 180,50.
Sa. . A. 759,50.
ec. Hornbach:

l. Umsetzen eines Durchlasses auf der Straße von
Zweibrücken nach der Kirschbachermühle veran⸗
schlagt zu. .. ... A 139,07.
Lieferung von 40 ebm Kallsteinen auf die Straße
hon der Kirschbacher⸗ nach der Großsteinhäuser⸗

Mühle veranschlagt zu ... .. 280,00.
Sa.. A A419,07.
d. Zweibrücken:

1. Umsetzen einer Stützmauer in Niederhausen ver⸗
anschlagt zuu...α SI10, O0.
Pflasterarbeiten in Oberhausen, Hengstbach und
zuf den Fußbänken des Irheimer Thalübergan⸗
zes veranschlagt zzzz4

4.

3.

2.

2
.... A t. 946, 84
Sa.. bI1286,84.
Zuverlässige Uebernehmer werden eingeladen, ihte schriftlichen
Offerten unter genauer Bezeichnung der Arbeiten, für welche die
Zubmission gellen soll, bis iängssens Samstag, den 15.
März nächsthin, Vormittags 11 Uhr, verschlossen auf
Ztempripapier dei der unterfertigten Vehörde einzureichen, bei welcher
bis dahin die Kostenanschläge nebst Bedingnißheft und Planzeichnung
zu Jedermanns Einsicht offen liegen.
Zweibrücken, den 3. März 1879.
Königl. Bezirksamt:
Damm,
kgl. Regierungsrath.

Geflügelzucht-Verein Kirchheimbolanden.
Zu der am 80. und 831. März und 1. April 1879
dattfindenden Allgerueinen
Beflügel und Vogel⸗Ausstellung
verbunden mit
Geslügelmarkt und einer Verloosung
jon Gefluüͤgel und Geräthschaften beehren wir uns zur Betheiligung
höflichst einzuladen.
Programme und Anmeldebogen, sowie Loose sind
u beziehen durch unsern Schriftführer, Herrn Wanderlehrer Rapp
in Göllheim, an welchen auch die Anmeldungen, jedoch nur bis zum
1. März, zu geschehen haben.
Prämtirung durch Geldpreise und Ehrendiplome.
Als Ehrenpreis gibt die Stadt Kirchheimbolanden. M. 80.
. das landw. Bezirkskomite. „20.
der Verschönerungzsverein. 20.
Der Ausschuß.
Looso à 60 Pfg.
sänd in der Expedition dieses Blattes zu haben.
Druck und Verlag don F. X. Demet in St. Ingbert.

Stadtrathssitzung
im Montag, 10. Marz nahst—
hin, Nachmittags um 4 Uhr.

Tagesordnung:?

1. Abhör der Rechnungen der
Armenpflege und des Hospi⸗
tals St. Ingbert pro 1878.

2. Voranschläge der Einnahmen
und Ausgaben pro 1879 für:

a. die Armenpflege
b. das Hospital
c. die Gasanstalt.

3. Nach der Stadtratbssihung,
um 5 Uhr werden den
Dienstboten
I. Cath. Mayer (bei Herrn

discher)

2. Maria Weber (bei Hrn.

Grossardt.

3. Margaretha Steinberger

(bei Hrn. Hauck.)

Die gemäß Commissionsbeschluß
herabgeiangien Ehrenbriefe
resp. Geldbelohnungen aus
dem pfälzischen Dienstvotenstift
übergeben, wozu die Bewohner
und Dienstboten St. Ingbert's
hiermit höflist eingeladen werden.

St. Ingbeit, 7. Maärz 1879

Das Bürgermeisteramt:

Custer.

kbben Uie II0. ne
Auflage von „Dr. Airu's Naturbveilme-
thoder kann allen Kranken mit Necht als
ein vortreffliches popular·medicinisches
Buch empfohlen werden. Preis 1 Mark
*ð Kr. zu bezieh. durch alle Buchhandl.
deipzig, Richter's Verlags-Anstalt
dluszuaꝰ aratis und frranco. 9

Vorrãthig in x3t. Gotthe
Zuchhandlung in Kaiserslautern,
welche dasselbe für 1 M. 20 pf.
überallhin franco versendet.

Noch niemals
hat eine Zeitschrift in so
kurzer Zeit
ü
*

Sympathien
der gesammten Bevölkernung

Deutschlands
erworben, als der seit Beginn d
J. erscheinende

Rechls.Schutz

ein
freisinniges Organ
zur Belehrung und Auftlärung
nuf dem Gebiete des Recdhts⸗
wesens, sowie zur populären Be—
artheilung richterlicher Entscheid
ungen ⁊c.

Dasselbe hat, in Kürze gefaßr.
den Zweck, dem deutschen Volke
in seinen Rechtssangelegenbeiten
ein Führer und Berather zu sein

Der Abonnementspreit
beträagt pro Quartal M.I,50
und werden Bestellungen von
ollen Buchhandlungen und Post«
anstalten laut Zeitungs-Katalog,
— 1. Nachtrag Nc. 3465 —
entgegen genommen.

Probenummern werden
auf Bestellung per Karte gratis
und franco versandt durch
Die Expedition des „Nechts⸗

Schutz!⸗
Berlin 8W., Leipzigerste. 50
        <pb n="135" />
        —4 74..1 J — ——
n e e M c a e
E ⸗ * 4 — — zu311 J J
der St. Jugberter Auzeiger und »as (2 mal wö hentli z3 mi⸗ den Huuotoiatte verbundene Aaterhaltungsblatt. Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) ericheint wöhentlitß vier nal: Dienstag, Donnerstau, Sunstar uand Zouutag. Der Abonuementsvreis beträgt vierieljah rlich
14 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 A 60 , einschließlich 40 ZZustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswäria
mit 15 2 fur die viergespaltene Zeile Blaitschriit odet eeren RNaum, Neclasnen mit 80 pro Zeile berechnet.

.αs
MA
Sountag, den . März

Deutsches Reich.

Berlin, 6. Maͤrz. Die „Nordd. Allg. Zig.“ schreibt: Der
Entwurf des Tabaksteuergesetzes wird in kurzem als hreudischer An⸗
rag dem Bundesrath zugehen. Die Einbringung im Reichstag dürfte
soch vor Ostern erfolgen. — Die Tarife Commiission hofft ihre Arbeiten
n drittehaib Wochen zu bee ndigen; UÜber die Tarif⸗Vorlagen dürjte
der Bundesrath vor Ostern sich schlüssig machen und die Einbrin⸗
gung derselben im Reichstag kurz nach Ostern erfolgen.

* Auch im Reichstage wird die Wucherfrage zur Verhandlung
sjommen. Die haupisächlichsten Bestimaungen des diesbe;üglichen
Antrages, gestellt von dem klerikalen Abgeordneten Reichensperger,
auten: Die gesetzlichen Zinsen, insbesondere Verzugszinsen, bei
dandelsgeschäften sind 6, bei anderen Geldforderungen 5 vom Hun⸗
dert jährlich. Bei Darlehen, die ein Kaufmann empfängt, sind
zöhere Zinsen gestattet. Eingetragene Erwerbs⸗ und Wirth'schafts⸗
Jenossenschaften, gewerbliche Hülfskassen und Verficherungs-Gesell⸗
chaften auf Gegen jeitigk eit sind den Kaufleuten gleichgestellt. Der
Zinbsat kann auf 8 vom Hundert erhöht werden, wenn der GEin⸗
elrichter des Wohnortes des Creditnehmers die Angemessenheit
ines höheren Zinssatzes nach den obwaltenden Verhältnaifsen
descheinigt.

Waisenstiftes nächsten Sonniag halb 5 Uhr Nachmittags veranstaltern,
jat ein vorzüglich gewählies Programm, in welchem Männerchbre,
Auarteite und Jastrumentalmusik wechseln. Eintrittäpreis 1. M.,
auf der Gallerne 60 Pf., für Schüler 40 Pf. Loose zu 2 M.,
zie an der Kasse gekauft werden, berechtigen zu freiem Eintritt.

7 In Folge Dammrutsches bei Freinsbehe im wurde am
Mittwoch die Strecke Freindheim⸗-Kirchheim a. Ed unfahrbar. Die
Hhaffagiere mußten aussteigen und die Stelle zu Fuß passiren. Die
Züge fahren deiderseits bis zur Rutsche. (Pf. Pr.)

F Der „Pi. K.? schreibt aassu dwigshafen, 6. März.
Mit Bezug auf unsere gestrige Rotig über Auffinden eineß noch nicht
teclamirten Geldbetrages von 400 M. auf dem hiesigen Vahnhof
vird uns mötgetheilt, daß sich der Sigenthümer in der Person deß
Jolzhändlers Hrn. E. Th. von Ludwigtthafen gejunden hat. Der⸗
elde hat dem Bahnbedienfeten, welcher das Geld ohne Beisein von
zeugen gefunden und sofort zür Abliesarung an seinen Vorgesetzten
ebracht hatie, weçen der hierdurch bewiesenen zedlichen Gesinnung
n anerkennenswerthester Weise den hübschen Finderlohn von 100
M. zug ewiesen. 4

'ODiedesfeld. Welche Heimsuchung hiefiger Gemeinde
zurch den Typhus! Bis jetzt waren und siad von den Aetzten 71
Personen als davon ergriffen angezeigt worden und 11 Personen
wischen 17 und 43 Jahren datan gestorben. In Rebonvaleszenz
ind 34, die übrigen noch in Behandlung. Außer diesen 71 eigent⸗
iich Typhuskranken haben wir aber mindestens ebenso vielet an gast⸗
ischem Freber Erkrankte, besonders Kinder unter 12 Jahren.

F In der Nacht vom 8. haben sich in Mainz nach
iner mehrmonaillichen Pause wieder ganz bedauerliche M'litärexzesse
reignet. In verschiedenen Straben der Stadt wurden die Bürger
jon betrunkenen Soldaten angehalien und mit der blanken Waffe
edroht und verfolgt. In der Nahe des Gauthoreßs drangen sogar
Zoldaten mit gezogenem Säbel in die Häuser von Bürgern, doch
am es glücklicherweise nicht zu gefährlichen Verletzungen. Einige
ser Ruhestörer wurden jedoch von Seiten der Cwilisten entwaffnet
ind werden sich demnächst vor dem Militärgericht zu verantwarten
jzaben. Auch unter den Soldaten selbst kam es in der Neustadt
u Prugeleien, bei welchem der Säbel ebenfalls eine Rolle spielte

F Wärzburg. In der Sache der Schuhmachersfrau
Therese Burger don hier, welche vor einigen Monaten drei ihrer
dinder durch Beilschläge um's Leben brachte und sich noch in der
Irrenabtheilung des Juliuaspitals in ärztlicher Behandlung befindet,
hzurde nun das ärzlliche Gutachten abgegeben, welches dahin lautet:
aß Therese Burger gegenwärtig geistig gesund ist, daß sie ibher zur
zeit der begangenen That in Folge von häufigen Hallucinationen
seistes⸗ und sianverwirrt und daher geistig unzurechnungsfahig war.
In Folge dieses ärztlichen Gutachtena wird wahrscheinlich Einstel⸗
ung des strafrechtlichen Verfahrens erfolgen.

Mäünchen. Die Ziehung der Lolterie zum Besten des
ayer. Lehrerwaisenstiftes wird am 18. da. im qroßen Saal des
⸗ath. Casinos dahier vorgenommen. Es dürfte darum gerathen sein,
den allenfallsigen Bedacf an Loosen dald möglichst zu decen.

7 Der „Südd. Pr.“ wird aus Koch el fso'gende Begebenheit
nitgetheilt: In einer jener dielen Eindden, an weichen unser Alpen⸗
oriand so reich ist, ledre dis vor einizen Tagen ein alter Bauer,
der sein Kirschwasser stets arg mitaahm und daher täglich berauscht
var. Natürlich wurde dann mit ihm Schabernad getrieben und
unter Andetem that man vor einigen Wochen einen schwarzen Zie⸗
jenbock zu ihm in die Suube. Die Dankelheit und der physische
Zustand des Alten wirkten so zusammen, daß er den Bod für den
Salan hielt und diesem laut und feierlich gelobte, er wolle in
xcw gkeit kein Kirschwasser mehr trinlen, wenn er ihn nur heute
jerschone. Der Alte hielt sein Versprechen mehrere Tage, ader dann
griff er doch wieder zur Flasche. Porigen Samstag war er wieder
n seinem früheren Zustande und schlief in der Stube, als die
nuih villigen Di⸗nstboten den schwarzen Bock zur Thüre hineiascho⸗
en.“ Es währte nicht lange, als der Schwarze an den Alten lam.
dieser erwachte, siarrie mil Gnisehen den Ankoͤmmling an und fiel
dann todt von der Bank. Ein Schlagfluß hatla dDonAlten a⸗uet.

Bermilschtes.

(Aus dem Gericht ssaaleé.) Der 46 Jahre alte Blech⸗
chmied Heinrich Sch. von St. Inabert, ein schon polizeilich
und zuchtpol zeilich mehrfach bestcaftes Subjekt, vefand fich im
stovember vorigen Jahres mehrere Wochen lang auf dem Geis⸗
urcherhofe, Gemeinde Hasel, bei dem Ackerer Peter Würz, um
dessen Blechwaaren zu repariren. Nach seinem Weggange wurde
enideckt, daß zwei lesnene Mannshenden fehlten. Am Abende des
30. desselben Monats wurde von einem vor einer Wiethschaft in
Blieskastel stehenden Wagen ein Sädchen mit etwa 19 Pid. ame⸗
anischen Schwernefleisches entwendet. Angstellte Nachsorschungen
rgaben, daß Sch. in jener Zeit bei dem 59 Jahre alten Schneider
Zarl K. in Blieskastel übernachtet hatte, welch' leßierer auch im
Besige solchen Flessches gefunden wurde und auf Befragen angab.
er habe es von Sch., der es nach eigener Aungabe von einem
Wagen gestohlen habe. K. hatte von diesem Fleische, obwohl er
dessen unredlihen Erwerb kannte, einen Theil für sich verwendet
und hievon auch an Andere verkauft. Auch das Säckchen, in
welchem das Fleisch sih befunden, wucde in K.'s Wohnung aufge⸗
funden und von dem Eigenthüner als das seinige anerkannt. K.
jatte außer dem Fleische auch zwei Mannshemden zu veräußern
zesucht, und er gestand auch vezüglich dieser ein, daß er sie von
Sch. erhalten, der sie vom Gessbergerhofe „mitgeno nmen“ habe.
Sch. wurde wegen der beiden Deebslähle von dem Zuchtpol:zeigerichte
Zweibrücken za drei Jahten Gesammtzuchthaus und fünfjährigem
Threnverlust, K. wegen Hehlerei zu einem Monate Gesammitgefäng⸗
aiß verurtheilt. (Zw. 3.)

t Ommersheim. (Z3w. Z.) Vorige Woche faßte der
ziesige Gemeinderath einen Beschluß, der die größte Anerkennung
and die weiteste Verbreitung verdient. Derselbe best mmie namlich,
»aß in Zukunft sammtliche Lehrmittel, als Bücher, Hefte, Schreib⸗
naterialien, aus der Gemeindekasse angeschafft und Eigenthum der
Schule dleiben sollen. Der Bemeinderath ging hiebei von der
UAnsicht aus, daß in diesen schlechten Zeiten arme Kinder nur mit
Jrötßzter Mühe und oft gar nicht von ihren Eltern die nothwendigen
Mutel zur Anschaffung von Büshern ⁊c. erhalten können und darum
zegen wohlhabende in Bezug auf Uunterricht nicht gleichen Schritt
zatten köunen. Außerdem dücfte auch im Ganzen die Gemeinde
zilliger dazu kommen, denn der Bezag im Großen bei einer Buch—
jandlung ist sicherlich vortheilhafter. als der Einzelkauf bei Händiern.

Dahn, 4. März. Heute wurde die diestze Feld und
WBaldjagd, welche bisher per Jahr für 70 M. verpachtet war,
dem früheren Jagdpachter, kgl. Oberförster Mafsenez, füt 261 M.
yrs Jahr zugeschiagen. (N. N)

FKaiserstautern. Das Concert, welches die hiesigen
Vollsschullehrer und Segunariften zum Besten des pfaͤlz. Lehrer⸗
        <pb n="136" />
        5Stundlich ist aus Ungarn die Nachricht von einer schweren
Aaiastrophe ju erwarten) die der Stadt Szegedin und der
ganzen Theißebene droht. Die Theiß droht die 26 Fuß hohen,
1876 angelegten Dumme zu durchbrechen. Pionierbalaillone mit
ihren Pontons sind an die bedrobten Orte abgegangen. Die un⸗
kere Theißebene steht bereits unter Wasser, das daselbst bereits einen

höhern Stand alb in 1876 ereicht hat.
cdlen veraworich F. X. — me 3. —

Statistische Nachrichten. Die ungesunde Witterung
der letzten Tage hat auh in hiesiger Gegend vielfach Kraukheiten
er Hals und Brustorgane erzeugt.· Man mödze nicht vergessen,
daß das einfachste und sicherste Hausmittel gegen alle derartigen
»ft nicht unbedenklichen Krankheiten die weltberühmten Brusttaramels
Maria Benno von Donat sind. Ein großer Carton kostet
50 Pf. und 1 Flacon 1M. Die echten unverfälschten führt in
St. Inagabert allein Jean Meters.
A —F&amp; in 8. J ohann a. d. daar
Wag —* Ecke der Bahnhof⸗ und Dudweilerstraße. —
egen * 72 * * — — *7*
Gänzlicher Geschäfts⸗Aufgabe
habe meine sämmtlichen ZManuufakttur- und Modewaaren einemn
— nf«“ —
Totalen Ausverkaufe
7 zu sehr reducirten Preisien
ausgesettt. J — F
2Streveler, St. SJohann- Ecke der Bahnhof- und Dudweilerstrasce.
B. 8 gohzt Saben- sowie vollständige Gas Einrichtung ist nach Räumunug des Lagers billigst zu
* *
Publication.
Montang den acht und

wanzigsten April achtzehnhundert
neun und siebenzig, des Nac-
mittags zwei Uhr zu St. Ing
bert bei Johann Adam Bed
Wittwe; .*
Auf Betreiben der vereinigten
XXEAsXV
Steintohlensergwerte Et. Ing
bert und Mittelberbach,
vertreten durch ihren Haup. rech⸗
ner Carl Zimmermann, k.
Grubensteiger in Schnappbach
wohnhaft, welche Requirenten jür
zegenwärtiges Versahren den un—
—
rich Gieß en zu Zweidruden
zu ihrem Anwalle und Zuftel-
jungsdevollmächtigten aufgeitellt
hat.

Gegen J. die Kinder und Er⸗
ben der zu St. Jnabert verlebten
Eheleule Jacob Preßmann,
Bergmann u. Catharina Leich⸗
ner, ohne Gewerbe, als:

Christian Matxr, Fuhrmann

—X
in seiner Eigenschaft als
Vormund über Margaretha,
Magdalena, Jacob, Elisa⸗
hbetha genannt Lisa und
Johann Preßmann;
Tatharina Preßmann, ge
werblose Ehefrau von Jacob
Nickäs, Schmelzer, beide in
Rentrisch in Rheinpreußen
vohnhaft;

Elise Preßmann, gewerblose
Ehefrau von Andreas Wild,
zeide in Meß wohnhaft;
Maria Preßmann, gewerb⸗
lose Ehefrau von Joseph
Neitzel, beide in Men giny
hbei Metz wohnhaft;

die Ehemanner Nickäs, Wild
und Nertzel selbst der ehlichen
Vrmächt gung und Guültergemein⸗

chaft wegen als Haupischuldner
uind U. gegen Nikolaus Bauer,
Bergmann in St. Ingbert als
Drittbesitze,·

Wird durch den damit gericht⸗
ich beauftragten . Notar Sauer
resp. dessen Amtsverwejer Auff
chnender zuSt. Insbert die
nachbeschriebene den genannten
Sqchuldnern resp. Drittbesitzer ge⸗
drige Liegenschaft zwangsweise
zffentlich versteigert werden, als:

Pl.Ne. 41711 - 67/10 Dez.

Fläche enthol'end ein neus
erbautes Wohnhaus
nebst allea Zudeyörden und
ein Pflauzgarten dabei, ge⸗
legen zu St. Ingbert auf
der vordeten Hobels ahnung
neben Johann Neyhausel
und dem Weg;

Gelegen in der Gemeindege⸗
markung St. Ingbert.

Die Liegenschaft kommt als ein
Banzes zur Verst igerung.

Der Zuschlag erfolst sogleich
dei der Versteigerung endzültig
und findet kein Nachgebot, auch
veder ein Einlösungs⸗ noch Ab⸗
ösungsrecht statt.

Die naͤhere Beschreibung des
Bersteigerungsgegenstandes, sowie
der Versteigerungsbedingungen
önnen bei dem genanuten kgl.
NRotar resp. dissen Amtsverweser
ingesehen werden.

Zweibrücken, 6. März 1879.

Der Anwalt des betreibenden

Theils:
Gießen.

* 12
Für Bruch- und Kropfleidende.
Vielseitigen Wänschen nachzukommen zei ech qh, das ich vow
Freitag den 14. d. M. an, bis inel. Montag den
77. Ga von 10 bis 8 Uhr, im Pfälzer Hof in 8430
brücken, zu sprechen bin. Für sichere Heilung von Brüchen
und Kröpfen leiste stets Garantie. Amtliche Zeug
nisse und Dankschreiben liegen auf. Geringbemittelten Be

zünstigung. Martin Opel aus München
52727

Alsesinguter Waare.

2
—2
—
—*2
—
»
E

Gummischuhe,
Gummisohlen in 2 Sorten,
Maschinen-Nadeln far alle Maschinen,
Damenschäfte in schönem Leder, hoch mit
Gummisüig, das Paar 8 Mark,
Plaking, robfreie Soͤwärze far Schuhmacher,
Rufftche Borsten we'ß und schwarz,
Prima Schuhmacher⸗Messer in
Dußstahl (ab Lunte),
Keileisen,
Schnitteisen,
Beschneidhörnchen,
Schuhlöffel,
Nnopfhaken. ꝛc. x.

X. Lnn.

9
—
*
*2
.
d
—
α
ev

1

2
pàα
—2
—
2*
27

aaßiniq qun uꝛiaooq uanv in 2ulptp

g rbeiter⸗Bildungs-Vertin.

— Martenua Sonntag, 9. März 1879

an der Bahnhofestraße ist zu Unter altun
verpachten. Naͤheres bei ——
bettn J. J. Fioe sen. BDorsch Leberthran
von U. Sar demannmn

in Pmmericsa,

wegen seiner Gute und Wirlsam⸗
teit allsertig von den Aerzten em—⸗
vfohlen, in steis vorräthig in
Dricinalflaschen à 1 Mark ir
St. JIngbert dei J. Fried.
eich, in Zweibrücken W. Aug

Sect, in Hdomburg bei W

Simon.

—
Liebig's selbstth. Backmehl
ind Liebig's Puddingpulver der
diebig's Manufactory Hannover,
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die desten, billigsten Präbarate dieser
Art. Preisgekrönt auf 4 Ausstellungen.
Zu haben mit vorzualichen Recev⸗
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Bh. Klinck in St Ingbert.
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
Siezu Illustrirtes Sontaasblatt“ Nr. 10.

Gesalzene
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per Pfund 60 Pf.
Geräucherte ditto
pet Piuud 60 Pf.
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Aio Klinck.
        <pb n="137" />
        Sl. Ingb erler Anzeiger.

— 2 — 8
Der St. Jugberter Auzeiger und »as (2 mal wöheatlichz? mi dem H auotblatte verduidene aterhaltungsblati. Soantags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint woͤchentlich viermal; Dienstan, Donnerstan, Sunstig uund Soririg. Der Abonnementspreis beträgt vierteliahrlich
L AMA 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 AM 60 , einschließlich 40 Zustellgebühr. Anzeiten werden mit 10 H, von Auswaris
niit 15 F für die viergespaltene Zeile Blattichrüt oder eren Raum, Neclanen mit 30 pro Zeile berechnet.
— AXc—ü2ò2—————
2
* M 40.

Dienstag, den 11. März

16179.

—
— —
Deutsches Reich.

Berlhir. Der Kaiser glitt om Nachmittag des 7. d. M.,
beym Gehen auf dem glatten Parquetboden aus und erlitt ne
leichte Contusion an der rechten Hüfte. Am nächsten Tage nahm
er in gewohnter Weise die regelmäßigen Vorträge entgegen.

E.Der Gesetzentwurf betr. die Strafgewalt des Reichs⸗
dags wurde vom Reichslag gegen die Stimmen der Deutscheonser⸗
pativen und einzeiner Freikonservativen abgelehnt. Dagegen wurde
folgender Antrag Sta ffenbergs angenommfn: Für den Fall der
Ablehnung des Gesetzeniwurss möge das Haus der Geschäftsord⸗
nungskommisfion den Ausftrag ertheilen, unter Vorsiß des Praͤfiden⸗
len des Reichetags die Frage, ob eine Aenderung der Geschäfts⸗
ordnung nothwendig sei, zu prüfen und im Bejahungsfalle for⸗
mulirte Vorschlage an das Haus zu bringen.“

Im Reichstage beginnen sich die wirthschaftlichen Parteien zu
rühten. So haben die Freihandler und gemäßigten Freihändler
om Sonnabend sich dahin ausgesprochen, daß. so lange bestimmte
Zollvorlazen der Reichsregierung nicht vorliegen, der Reichstag auf
jede Initiative verzichten müsse. Bei dieser Gelegenheit erklarte
Herr von Bennigien, der mit seiuem Freunde Miquel dem gemäßig⸗
ten Schußzoll zuzuneigen scheint, daß er zwar gegen Getreidezoͤlle
sei, daß er jedoch im Intresse einiger nothleidenden Industrien für
einen mäßigen Schutz derselben eintreten wolle.

Zur Entlastung des Reichbudgeis um beinahe 31 Millionen
Mark wird in einem Berliner Biane bon sachkenner scher Feder
der Vorschlag zut Emsührung des Inflituts der Zwejahrig · Frei⸗
willigen“ gemacht. Die betreffende Rummer diefes Blattes cittu⸗
lirte im Reicheiage, und der Vorschlag, welcher nach der Annahme
des Verfassers die Wehrkeaft und Schlagfertigkeit des deutschen Hee⸗
res durchaus nicht beeinträchtigt, ist von vielen Abgeordneten nicht
unbeachteet geblieben. Derselbe; befürwortet die Errichtung eines
Militär⸗Instituts nach dein Buster jenes der Einjaͤhrig-Freiwilligen
mit einer zweijährigen Dienstzeit. Die Zulassung zu dieser Dienst
zeit joll ebenfalls von einer durch ein Gesetz näher zu bestimmenden
Bildungsstufe abhängig gemacht und mit der Verpflichtung verbun⸗
den werden, daß der beireffende Dienstpflichtige aich während der
Dauer semer Dienstzeit selbst befolde, wahrend alle andern Bedürf⸗
nisse ihm vom Staate gelsefert würden, wie jeden Wehrmann zum
Unterschied von den Emjährig-Freiwilligen.

Berlin. Nagdem fasi sämmuliche ärztliche Vereine in
Preußen und dem üdrigen Deutschland sich gegen die Zulassung
der Realschulabiturienten zum Studium der Meblcin ausgesprochen,
gilt es für wahrscheinlich, daß der Cultusminister Dr. Falk der
Regierung diese Zulassung nicht empfehlen werde.

Straßburg, 8. März. Der —XXL
fast einstimmig foigende Erklärung beschlossen: „Der Landesausschuß,
jn Erwägung, daß es seht wünschenswerih ist, daß ElsaßLothrinzen
eine constitutionelle Repräsentativ⸗Regierung und für seine Landes-
dertretung das Recht der patlamentarischen Initialide etlange, spricht
den Wunsch aus, es möge Eilsaß Lothringen eine eigene Verjassung
als Bundesstaat mite dem Siß der Regierung in Straßburg und
deren Vetretung im Bundesrathe gewährt werde.

Aussand.

Paris, 9. März. Marschall Mac Mahon hat — sobald
tr von dem Entschluß der Untersuchungstommission vernahm, das
Ministerium des 16. Mai in Antlage⸗Fustund u versetzen — an
den Präsidenten Geevy einen Vrief gerichtet, in welchem er erklaͤrte,
daß er — im Falle die Berfolgung gegen die Cabinette vom 16.
Dal und 18. Rovember einirin — sich vor dem Senate einfinden
würde, um die Verantwortlichkeit der Handlungen des Cabinets vom
16. Mai sür sich in Anspruch zu nehmen.

MNeapel. Der Wahrspruch der Geschworenen gegen Paf⸗
annante lautet auf Schuldig ohne Zulassung von Milderungs⸗
grlinden. Passannante wurde zum Tode verurtheilt. (Passannante
hatte belanntlich im verflossenen Jahre auf Köonig Humbert bei
dessen Einzug in Neapel einen Mordversuch gemacht

RKeonstantinopel. General Slebeleff geigte den für⸗
lischen Behörden an, die Räumung Adrianopeis und Thracjens

werde in 14 Tagen beendet sein, das Haup'squartier werde nach
Slion verlegt; Totleben vperbleibe bis zue Rückehr nach Rußland
in Varna.

BVermischtes.
009 Aus dem Bliesgau, 10. März. Gestern wurde

'n Erfweiler unter sehr zahl reicher Betheiligung die Beneral⸗

versammlung des Mbistbauvbereines anper Blies“

abgehalten. Aus Nah und Fern eilte man herbei. Herr Pfarrer

Rartter, die Seele des Vereines, hieß die Anmesenden herzlich

wisllommen. Der Jahresbericht, der nuͤn verleser wurde, bot viel
des Interessanten. Nach demselben besteht der Verein zur Zeit
aus 165 Viitgliedern mit einer Jahreseinnahme von 858 Mark
und einer Ausgabe von 343 Mark. Rühmend wurde —XC
hoben, daß der Ausschuß des landwirthschaftlichen Kreisvereinz dem
Vereine eine Unterstützung von 100 Piark überweisen ließ. 30
Orts vasten des Gaues sind durch Mitglieder vertreten. In diesen
Detschaften, besonders in Ensheim, wurden im Laufe des Jahres
elehtende Vorträge aus dem Gebiete der Obstbaumzucht gehalten.
Die Baumschule besteht aus 2080 Setzlingen. Beklagt wurde,
)aß das Wild an den Bäumchen manchen Schaden anrichtete. Bei
der abgehaltenen Vorstandewahl wurde H. Schutzförster Lehmann
dorstand,“ H. Pfarrer Rütter Sekretär und H. Fries dtechner.
Die drei Gewählten sind von Erfweiler. Hr. Pfarret Rülter hielt
zierauf einen sorgfältig ausgearbeiteten Vortrag über die Veredlung
der Bäume. Nach einer Besichtigung der Baumschule, wobei ˖ ein
z)om auf den H. Pfarrer ausgebracht wurde, schloß die Versamm⸗
ung. Man war allg-mein befriedigtüber den Verlauf. Nach
»em man sich nach Erledigung der Vereinsangelegenheiten auch
oͤrperlich gekräftigt halte, ging jeder mit guten Vorfuͤtzen ausge⸗
üstet seiner Heimnath za. H. Pfarrer Rültet aber, der in so un⸗
igennüßiger Weise fott und fort bestrebt ist, durch Vorträge sowohl
vie durch die Prazis in der Baumschule, den Verein segensreich
nutzubreiten, sei hiermit der wärmste Dank ausgesprochen. Möge
t noqh lange in Erswerler wirten!“
Aus dem Bliesthal wird der „Zw. Ztg.“ gefchrieben. Der
Büterderkehr über unsere Bliesthalbahn ist ein so großer, daß ein
Büterzug nicht mehr gut ausreicht und man sich mit dem Gedanken
täͤgt, einen zweiten einzuführen. Wie wir dernehmen, soll auch
ne Eröffrung der Bahn sür den Personenderkehr jn nicht weiter
jerne stehen. Der Bahuhof Bierdach erleidet abermals eine Erwei—
erung, es scheint daß in dieser Siation die Güterwagen füe die
lieahalbahn und darüder hinaus, welche die Züre von Zweibrücken
ind St. Jagbert bringen, abgestellt und hier von den direkten
büterzügen aufgenommen werden.
rAussder Pfalz. Die Local⸗ und Districis⸗H'lfstassen
er Pfalz haben im Jahr 1878 eine Capitalsmehrung von 66,390
N. 64 Ppp. ethalten. Ihr Capitalstock betrug am Schluß des
Jahres 1,865.174 M. 99 pf; die Zahl der Schuldner war
3646, d. i. 273 mihe als zu Ende des Jahres 1877.

Der Vorschußberein Kirchheimbolanden, welcher 553 Mit⸗
jlieder zählt, erpelte im verflossenen Jahre bei einem Gesammtum⸗
chlage von 8,866,0583 M. 5 Pf. einen Reingewinn bon 16.009
Dt. 19 Pf. und vertheilt eine Dividende von pCet. Der Verein
tfährt als Gläubiger der fallirten VDüsseldorier Gewerbebank einen
theblichen Verlust, der indessen aus der Special⸗Reserve, ohne den
Xeservefonds in Auspruch nebmen zu müssen, gedeckt werden kann,

Winnweiler, 6. Mätz. In diesen Tagen wollte in
Bundersweiler ein lediger 60jähriger Ackerer seinem Leben durch
Erhängen ein Ende machen, wurde aber noch rechtzeitig abgeschnitten
und durchgeprügelt. Der Lebensüberdrüssige in ein Schnaps⸗
krinker. Pf. V.)

tDie Aktiengesellschaft Steingutfabrik Kaiserslautern zahlt
für 1878 keine Dividende.

fIn Bergzabern geht man nach den „S. W.“ mit
dem Gedanken um, eine Lolal⸗Gewerbes Ausstellung zu veranstalten.
74 Firmen haben bereits ihre Betheiligung zugesagt.

7 Am vergangenen Donnerstag wurde ein Atbeiter in einer
        <pb n="138" />
        Fabrik auf den Hensh o f bei Ludwigthafen, von der Mas chine
erfaßt und getödiet.

Im Monat Februar find zu Sul zbach 26 Kinder ge⸗
storben, also 14 weniger als im Monat Januar. Es läßt diefe
erfreuliche Abnahme auf ein allmahliches Aufhören von Diphteritis⸗
Erkrankungen doffen. (B. d. S. Th)
FA h qaffenburg. Dem Hilsscomite für die Spes⸗
sartet Nothleidenden hat die Kaiserin Augusta 800 Mark übersandt.
7Berltin. Der Reichsanzeiger“ veroffentlicht eine Be⸗
kanntmachung des Reichslanzlers, welche die Rinderpest im gesammten
Reichsgebiete jur erloschen erklärt.

Wien, 9. Marz. Die Ueberschwemmungsgefahr, welche ver
Siade Siegedin durch das Hoch vasser der Theiß droht. ist auf
das Höchste gestiegen. Eine Katastrophe ist unvermeidlich. Die
Einwohner an Rettung verzweifelnd, sind vollig apatisch. Das
Elend ist unbeschreiblich.

VDas ganze Departement der Hautes-Pyrennees ist in tiefe
Besturzung versetzt durch das am PMondag gerichtlich ertlärte Falli⸗

sement des Banquiers Henri Laeay, Präsidenten des Handelsge⸗
tichts von Tarbes. Locay, gegen weichen ein Hafibefebl erlassen
st, hat die Flucht ergriffen; er gehörte zu den Führern der bona—
jortist schen Partei in der Gegend. Das vor ihm hinterlassene
Defitit ist noch nicht festgestellt/ wird aber jedenfalls auf mehrere
Millionen Francd geschätzt.
Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. De me v.
XNi geht dahin, fich in Geograpyie,
Die moderne B ildung Geschichte ꝛc möglichst umfassend
u unterrichten, während die meisten Menschen, oft die Gebildetsten, über die
rinrichtung und Funktionen ihres eigenen Körpers fast gänzlich im Unklaren
ind. Das belannte Buch Vr. Airy's Naturheilmethode nimmt
inter den populär⸗medicinischen Werken einen herdorragenden Rang ein und
mußle in dem Besitze eines jeden Gebildelen sein. Dasselbe ist reich illustrirt
ind elegant ausgestaͤttet in Richter's Verlags-Austalt, Leipzig er—
chienen und gegen 1 Mari 20 Psf. lin Briefmarken) durch diese franco zu
beziehen. Auszug daraus gratis und francol—

Licitation.

qm Acdeer auf dem Seyen ⸗
rech neben Joh. Schmeljzer
und Joseph Beer.
Eigenthumer sind:
1. Genannter Philipp Peters⸗
heim, 2
2. Peier Petersheim, Schmelz⸗
arbseiter in St. Ingbert, voll⸗
jähciger Sohn.
3. Der Minderjährigen 3.
Joseph, b. Philipp, c. Adam
Hetersheim, welche ihren Vater
Philipp Petertheim zum Vor⸗
munde und den Peter Gehring,
Bergmann in St. Jugbert zum
Nebenbormunde haben.

Si. Ingbert, 8. März 1879.
Der Amtsverweser des kal.
Notar Sauer:

. Auffschneider.

Für Bruch- und Kropfleidende.
Vielseuigen Wünschen nachzukommen, zei e ich an, das ich vom
Freitag den 143. d. M. an, bis inel. Montag den
17. sagnch von 10 bis 3 Uhr, im Pfälzer Hof in —**
brucken, zu sprechen bin. Für sichere Heilung von Brüchen
und Kröpfen leiste stets Garautie. Amtliche Zeug⸗
nisse und Dankschreiben liegen auf. Geringbemittelsen Ve⸗
ünftianne. SRNartin Opel aus München
x I13. har zu ver⸗
2 Wiesen pochten
J. J. Grewenig⸗
75 Ruthen Acker
auf der Krummslur hat zu der
pachten
Loui: Vogelfang.
Anmn- uud Verkauf
von
Anlehens oosen
Staatspapieren ꝛce.
Einlösung von Coupons
Besorgung von Incasso⸗
und Auszahlungen
im In⸗ und Auslande,
owie alle das Bankiach d
reffende Aufträge effectun
prompt und billigst das
Bonkhaus
A. Molling.
Aborlin W. Friedrichst. 186

Donnerbtag, den 27.
Marz nächsthin', Nachmittags 2
uhr, zu St. Ingbert dei
Friedrich Friedt ich,

werden dor dem unterzeichneten,
diezu gerichtlich beauftragten
Amiaverweser des k. Notar Fran
Sauer in St. Ingbert, die nach⸗
stehend bezeichneten Liegenschafien.
im Banne von St. Jugbert,
zur Gutergeineinschaft, der zwi
jchen Philipp Petersbeim,
Tagner allda, und dessen ver⸗
sebien Ehefrau Eusadetha Geh ·
ring bestanden hat, Lehoͤrig,
abtheilungttalber öͤffentlich zu
Figenthum versteigert, als:

L. Pl.Nr. 546, 68 qm Flache
Wohnhaus, Stau und Hof⸗
raum und Pl.⸗Nr. 5468,
88 qm Garten dabei, das
Ganje gelegen zu St. Ing⸗
dert im unteisten Flur an
der Kaiserstraße neben Ww.
Best und Michael Leon⸗
zart, Erben.
p.-Ne. 305833. 112
—X Schostopf
neben Jalob Scholl.
PliiaNre. 2891, 41 a 57

Tuchtige, zuverlassige Schmiede
Schlosser und Nieter finden
dauernde Beschäftiaunng bei
Gebr. Lüttgens,
Burbach a. d. Saar.
Ixx Es wird eine
Dienstmagd
gesucht, welche fütt / tin und melken
sann. Wo! sagt die Erpedition

dieses Blattes.

Signtrzettel
billiast betn F. X. Demetz.

Im Ladenlocale
des Wirthes Herrn
Johann Joseph Heinrich
(Dauptstraße).

An die Bewohner von
St Ingbert und
Umgegend!

Im Ladenlokale
des Wirthes Herrn
Johann Joseph Heinrich
(Haupistraße).
Unterzeichneter, Inhaber einer bedeutenden Leinwand⸗Foabrik in Oppach bei Herrenhut, beabsichtigt bei
Gelcgenheit seiner Durchreise am hiesigen Plotze von Dienstag, ten 11. März d. J. an
im Ladenlocale des Wirthes Hrn. J. J. Heinrich in St. Ingbert (Hauphstraßt)
einen großen Verkauf seiner samtlichen Artikel zu eroffnen.

der Verkauf beginnt den 14. Zuarz und dauert bis zum 20. fWMärz.

Das wohlverdiente Renemmé seiner woblbekannten Fitma bürgt Jedermann für reelle, selbst fabricirie
Woare. Die fabeihafte Billigkeit ist eine zu bekannte, als daß es noch einer besonderen Anpreisung bedürfe, losse
jedoch zum Beweise dieser Behauprung untenstehend einen — Auf
die ungünstigen Zeitwerhältnisst besonders Rücdsicht genommen, ist selbst dem wenig bemittelten Viann Gelegenheit
geboten, für weniges Geld seinen Haushalt zu restauriren.

Indem ich die verehrten Herrschaften nur noch um aefl. Besichtigung höflichst bitte. zeichne mit Aqh tung
—reinricu aus Oppach, Sachsen.
Ausz ug a Jι Preis-VVerzeichniss:
Herrenhuter Leinwand von 50 Pf. an, Schlesinger Leinwand von 40 Pf. an Aechte Haus—
acher Leinwand bon 60 Pf. an, Vochfeine Leinwand von 76 Pf. an, Bettzeuge in allen
Zrben don 4 Pf. an, Aechte leinene Schürzenzeuge von 758 Pf. an, Alles per Meter, Hemden
in allen Farben, Betttücherleinen ohne Nahr. Tischtücher, Handtücher sehr bill
Taschentücher von 10 Pf. an.

— — — — — — —— —
Trna ind Verlag von F. X. Demetz in St. Ingert.
        <pb n="139" />
        ⸗ 222
725 3 —5—252 *
o52 8* —*
535 5573 28323 3882 525 535 3 32338 5z285
283 7253335533 35535537 5 5535 8335 828 —55 3 338 332338
58 — — 2388 323523 25 5323 5— —* 3 2322 558
— — —— *523—8 Is Se 27 5* e — 28 42
— 28 232 *5232 x52255 —V —— 3* —
— 33235285 28 555553 26 55.5 532 72c 5 3488
553,3355353 53z3525383 53883 3758 58 *2 5.333 —3147
— —X 2 5 * 8* F 3 ñ— 2 3 2
25658* E 5 552355 3 2 —535. 22 d —2 —— —BX
—5— — — * » 237 * —A——
25323533835 — —3723258
*2*8523328 —25335235 —A 353* 32338 85353
25553—2525 — 55735 s353337 — 2533 —*—8 2858
— y — 8 * 2 F 83
7 338 25834 5558
8 — — — — 7— —32 5 225 — —— 2 2 35 * *
—A——— 323 33333 2328 8 5332 32538 5603
—— ———— 8 0 ——— 22* — 233 2 3 22444
252232—3235x — —A — —— — O —A
2532558 — —— 2 2255 555 ——5785 —3283
B35524 — — 85 4 — — — 322253. * 283 252538
2 255 —— 2 — — — — 7 —* —— ————— 2 —— ⁊ 2 54 5 — 3 —A
1323555 — — 358 8 — * 2* 3 — 35333333 —27 . * — *855
2* W Se85 — ——— 25 5 5383832 — 2 53 —
52768 8 * *—33333 358 852322 —»5573355325753275 533
5 83 32 2583857 *2*852222832 ——e ———
s533335 55. 253.5372 332— *5—3333558 —BB — ss8—33253
523235 — — ——— —57—332338582 , 5 —
32— EIS 3 — 2* —7 2 5 ——
55— —332335282* —— —— * —— 538 333535233
— — ———— — — —5S2 2 25 2— *3822 8
8233325 2335223 33553 z 8383 5535
42 * — — — 2 * —55 — ——— — * 22 — 22
2 * * 28 3 —A 223 — — — 25
—55325233 555—855 2 23 —2 232388 ESE—
—R 2323552 35355525 5 2
—
222238223 2
252232353 —— 2 * —
58 — 553 3, 5522 33535553 35335358
2——23535—63 58—55 7— 55 —* —28 *2 563535555 353523835 5
. —3— —58 8 83227 — —
5 33523335 z8 725325 83— 8—33
— — — 8 — 83 — — — — 2872 9* 2285 »2*
32333 52-2222 * 55 53235—2* — 8 5—22585
232 2223,5 25 S — 522 22128 3 2 8 2 —
25525r —8 53275222382 — 2 2 ——A — * 3 2E5E82
52—35* —A — — 8275,337 — 38233—558 *
— an F —2
5—4332388333 *55f 3535235 33553 *335 *
32320* z35 3 —E3SI— — * 58 2387— —— —
52355 885 — 358535 —65 28 S* *225 ———
335338 —*782 58 35833 8 5ñ5*58 552323 3
—5522—22322 8 z258 *5 5 — — 298 —s 25753852 35238
— 5536 3282— 27 * —— 2 35 2 5533235 *
5 8 — 582 2 av —— — — 2 ——— — 2522
2235 — 2 —7* — — —* — n &amp;3 — 53 —I — 5 525 5 232.
3— — 52 e — 5521
— 5*55 5323265
25235 — S —* SBS2 —— EM —— 8 — ** 5* 538 *
* — — 2255 2 A 3 28 55I—85
32— 33 855—37 Sz* 823383 33828 78 2333 52. —A 338
2553553 35 —5275 ———
* 258 5255* —„ 555*28 —**233—5 — —533553
—*8 55338225 2 — 55 223 —— — —75325533 —
52 —⏑ ———— —A 35 S?* * 22 22* 3 78 2
23333 353 38
—
A —A 22533862*— —3223*8*72
38383 3 3 328
— 235325555 —— — —— — — 8 * 122 —A 62*
— —— ——— 58228
2 —8 *
s 2—— 8 5333352353 35338
2 55 EBS — 2E

3353 *—55553 557355
2 2222 2 525 — 8 * — ——
55 —38385253555235553 353325555353 8383385427
39 22 —— * —2
25735 32—533555 s 52z3 255 558328* —35,2358——323532
— 3 2385 253253 35453 7333536558
553 324 5782 2 5334065 522 5 5835325 2222* z2535 —
* — 2 — 28 * 2 — *
3322353338 2335333335 535 ——
53335 332335*58553333 623537 58333*3832 —33555575733353
—» * —**2 — *2 — — — 2 — *
3333 3 —33 53356353 27383333534353358
s8233353755232535 532682 232 35525335 — ẽ84 —S—————
532 8 325 225 — — —7 — — 55* *8 325223 8
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522 20 255 5222 2—2 25 53* 2 23 —25 32335 3 28
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235312335785538 2285203 355—3355 55 3333— —35535
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25 255 33322 333 S53383333
e 23558 2525 —323375835 7323289 28332 3 3 3553
— 2357. 553 5. 2355333758 2833 57* *887 ——
— * — * — *S523232 *5 —* —2 2 2 —232 8 222 3.2
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— 12332 5225 2 73335332 3333332 1
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A 232 52333837 7 „*
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233323 322555* 255555 2535,839733 2, —335*
—— 282 ⁊ —5 2525 2 25522 532253:
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2 2233 —2. 2322 5* —* 33 223333 *282 2325233 2
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2253—2353333 3353353375* 235537235332328
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5* 32533375352353533538 2233 362233353338239
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        St. Ingberler Anzeiger.
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Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mi⸗ dem Hiudtblatte detbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint wöͤchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag. Sumstaz nad Soritad. Der Abonnemeuntspreis beträgt vierteliahrlich
1. A 40 A einichließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.M 60 H, einschließlich 40 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswäriß
mit 15 A fur die viergespaltene Zeile Blattischrift odet ⸗eren Raum, Reclanen mit 30 vro Zeile berechnet.
I ——— —
87 — — 28 4
M 41. Donnerstag, den 18. März 4 1879.
Deutsches Reich.

Muünchen. Durch lönigliche Entschließung wurde die Ein⸗
führung vou Seitengewehren mit Sägerücken bei den Insanteries
Regimentern, den Jäger⸗ und Landwehr-;Bataillonen, sowie bei den
Fuß · Art llerie⸗Regimentern, in einer auf 6 pCt. des Gesammibesitz⸗
dandes derselben an Feuerwaffen zu normitenden Anzahl ge⸗
aehmigt.

S. M. der Koöͤnig hat dem General⸗Feldmarschall v. Moltke
ein Glückwunschschreiben zu dessen 60jährigen Jubiläum durch den
payerischen Gesandten v. Radhardt in Berlin übermitteln lassen.

Muünchen. Die Eisenbahnanstalten wurden von der Ge⸗
neraldirection der k. Verkehrkanstalten ermächtigt, Liebetgaben,
welche für die Nothleidender des Spessart an die Hilfscomites in
Aschaffenburg oder Würzburg gehen werden, zunächst jüt die Dauer
pon zwei Monaten frachtfrei zu befördern. Insoweit dieselben nach
Verpackung, Umfang und Gewicht zum Posttransport geeignet sind,
dnnen dieselben auch auf den k. Posien portofrei befördert werden.

Aus Berlin 10. März, meldet man detr „Frif. Ztg.“
„Die bay rische Regierung beantragt, den Zoll auf baumwollene
Barne, welcher bisher pro Ceatner 12 M. beirug, auf 30 M. zu
rhoͤhen. Es verlauitet die Tadatsteuer⸗Vorlage enthalte einen Saß
non 90 M. anf ausländischen und 60 M. auf inländischen Tabak
oto Centner ··

Berlimn, 11. März. Fürst Bismarck äußerte gegen einize
Abgeordnete, er rechne auf eine Mebrheit im Reichslag für fein
Zollprogramm; falls dasselbe abgelehnt würde, werde er an das
bolk appelliren. (Also Auflösung des Reichsstags).

Die Tarif⸗-Commission beschioß, Felle und Häute, frei ein⸗
ulassen. I

Berrhin, 11. März. Die Wahlprüfungs-Commisston des
Reichssslags beschloß einst mmig, die Wahl Hammachers für Lauen⸗
rurg zu beanstanden. Gegencandidat Hammachers war Graf Her⸗
oert Bikemarck.

sIn der Reichstagssitzung am Dienstag brachte der würtem⸗
zergische Abgeordnete van Bühler den Antrag zur Diskuisien, der
Reichstag wolle den Reichskauzler ersuchen, einen europäischen Cou⸗
areß zu veranstalten, um eine wirksame allgemeine Abrüstung twa
auf die durchschnittliche Hätfte der Friedensstärke der Heere sür die
Dauer von vorläufig 10 bis 15 Jahren in Ergähung zu nehmen.
Der Antra steller rechtfertigte seinen Antrag und betonte besonders
»en jchweten wirthschastlichen Drnck, welchen die Militärlast auf
janz Europa ausübe. Das Schicksal des Antrages war voraus
susehen. Er wurde als unzeitgemäß und unausführbar mit allen
gegen nur wenige Stimmen abgelehnt. — In derselsen Sitzung
vurde von fortschrittlcher, liberaler und conserbativer Seite der
Wunsch geäußert, die Mar ineverwaltung möge endlich einmal dem
Reichetage über die Ursachen der Katastrophe des „Großen Kur⸗
fürsten“ erschöpfenden Ausschluß geben.

*Die preuß. Regieruag erließ eine Verordnung, nach welcher
Schweinefleisch oder aus Sqchweinefleisch hergestellie Waare welche
ius dem Auslande, insbesondere aus Amerika, herstanmt, vo r dem
Berlaufe durch einen amtiich bestellten oder überhaupt dazu berech⸗
igten Fleischbeschauer milroslopisch auf Trichinen und Finnen
intersucht werden muß.

Ausland.

Paris, 11. März. Präsident Grevy hat heute Morgen
in Decret unterzeichnet, wodurch 131 wegen Theiluahme an der
Infurreltion von 1871 verurtheilte Personen begnadigt werden.

Konstantinopel, 11. März. Reuf Paschw meldet der
bforte, daß 6 türkische Bataillone in Ädrianopel ein gerückt und
von der Bevöllerung gut aufgenommen worden ßud.

— ⏑
Zermischtes.

St. Ingberit. Unter den bis zum 5. März bei det
Hetitionskommission des Reichslagt eingelaufenen Petitionen um
Abhilfe gegen Wanderlager, Waarenauctionen und Hausirhandel
ind um Einführung von Wuchergeseten definden sich auch solche

yon J. Friedrich und Gen. hier, M. Oppenheimer und Sen. in
Bliestastel, Chr. Leschhoru und Gen. in Homburg. — Um Auf⸗
»echterbaltung der allgemeinen Wechselfähigkeit waren bis zum obigen
Tage 408 Gesuche eingelaufen und zwar sämmtlich von Vorschuß«
zereinen oder ähnlichen Genossenschaften.

St. Ingbvert, 13. März. Ein hiesiger Bürger fuhr
nor einiger Zeit mit der Bahn von Zweibrücen hierher. Um die
rahrtaxe für sein Hündchen zu sparen, nahm er es zu sich in ein
tZersonercoupe 3 Kl. Dieses zog ihm von Seiten der Bahnver⸗
valtung eine Klage zu die in der gestrigen Sitzung des hiesigen
andgerichs dadurch ihren Abschluß sand, daß er in eine Geldbuße
on 6 Mark versällt wurde.

Der Centralausschuß des pfälzischen Bereins für sittlicht
Zesserung verwohrloster armer Kinder und entfaffener junger Sträf⸗
inge hat laut seinem im Kreisamtsblatt veröffentlichten Rechen⸗
daftsbericht im Jahr 1877 seine Unterstützzungen 68 Personen zu—
ewendet; seine Einnahmen betrugen 45997 Mark 56 Pf, seine
lusgaben 3230 M. 93 Pf.; die Mitgliederzahl war 678.
jm Bezirksgerichtssprengel Frankenthal haben 82 Gemeinden,
robentheils zum ersten Mal, auf ergangene Aussorderung aus der
vemeindekasse dem Verein Beiträge zugehen lassen; im Bezirksge⸗
ichtssprengel Kaiserslautern hat die Kammgarnspinnerei Kaisers⸗
autern 130 M. und das Eisenwerl Kaiserslautern 100 M. sür
Bereinszwecke gespendet; im Bezirksgerichtssprengel Landau wurde
»e fast erloschene Vereinsthätigkeit neu belebt uud es zählte dort
m Jahr 1877 det Verein 180 Mitgliedber; im Beiirksgerichts⸗
prengel Zweibrüden mehrte sich die Milgliederzahl um 20. Der
Verein hat eine Anzahl seiner Pfleglinge im Waisenhaus zu Land⸗
tuhl und in den Retsungshäusern zu Haßloch und Rockenhausen
intergebracht; für andere die ein Gewerbe lernten, bezahlte er das
Lebrgeld; andere erhielten nach vollendeler Lehrzeit Reisegeld zur
Banderschaft zc.

FeNadch dem Berichte des Reichscommissärs für das Aus⸗
randerungswesen wurden in ben letzten 10 Jahren 825,244 Per⸗
ynen durch deutsche Auswandererscheffe befördert. Die Auswande⸗
ung war am stärksten im Jahre 1872, um von da an sietig, im
zahre 1874 schon fast auf das Drittel, im Jahre 1878 aber sast
nuf das Viertel herad zu sinken. Es bildet diese Thatsache den
esten Beweis daß die Überseeischen Länder und ihre socialen Ver⸗
alinisse so ziemlich aufgehört haben, zu Auswanderungen zu
erlocken.

F Der Maschinenfabrilant Chr. Wery in Zweibrücken ist um
ein Patent auf einen Saugapparat sür Feuerspritzen eingekonmen.

B8weibrüden, 10. März. Gestern fand dahier eine
Jusschußsizung des Bezitlssängerhundes Statt. Auf der Tagesa-⸗
rdnung stand: Rechnungsablage, Ausschußrahl und Feunstellung
zes diesjährigen Festortes. Die Rchnung schloß mit einem Ueber—
huß von 68 M. ab. Die Miigleeder des Ausschusses wurden
a ihrer Mehrheit wiedet gewählt. Die Wahl des Festortes fiel
uf Einöd, und wird das Sangerfest dorten in dem Bruch nerg
n August abgehalten werden. Zur Zeit gehöten 17 Vereine mit
ahezu 500 Sängern dem Bezirkssängerbunde an. (Zw. 3.)

xWie der „Pf. Presse“ mitgetheilt wird, war dieser Tage
»ne Deputation von zwötf Herten aus Göllheim und Kanton bei
Irn. Oderstaatsanwalt Zöller in Zweibrücken zum Zwecke der Er⸗
jaltung des Gerichtes in Göllheim. Der von genanntem Herrn
rtheilte Bescheid soll nicht ungünstig gelauset häben.

Walsbeim. In Foige des Schredens über dem in
zer Nacht vom 28. Februar auf den 1. März in der hiesigen
Dorfmühle auszebrochenen Brand wurde der 19jährige Sohn des
Schuhmachers Wiltelm Rectanus wahnsinnig. Durch den Ruf

„Feuer“ aus dem Schlaf geweckt, sah er sofort die Fiammen vor
ich, und seitdem sieht er beständig Feuer und Flammen, so daß er
nn die Heilanstalt Klingenmünster derbracht werden muß.
fHdheinöd, 9. März, Ein schweres Unglück trug sich
Jestern in der Näde unseres Dorfes zu. Die Frau des Tagners
8. Weis von hier, welche in einer Sandtkaut Sand holen wollte,
durde von zusammenstürzenden Sandmassen erdrüchkt und von herbei⸗
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        zueilenden Leuten als Leiche hervorgezogen. GSie ist Muiter zweier
och unversorgter Kinder.

nindfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 50 Pf. Hammelfleisch — Pf., Schweine fleisch
50 Pf., Hutter 1 Pfund O M. 88 f. Kartoffeln per Ctr. 2 M. 60 Pf.
Kaiferslautern, 11. März. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 90 M. 94 Pf. Korn 7 M. 66 Pf Spelzkern — M. — Pf. Speli
6 M. 70 Pf., Gerste 7 M. 82 Pf., Hafer 6 M. 53 Pf., Erbsen 6 M.
33 Ppf., Widen 5 M. 80 Pf., Linsen 5 M. — Pf Kleesamen — M. —
Pf., Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 64 Pf. 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
Jifund 87 Pf., Butter per Pfd. — M. 75 Pf., Eier 2 Stück 14 Pf. Kar⸗
offein per Centner 2 M. 70 Pf., Stroh 1M. 20 Pf. Heu 1 M. 40 pf.
⸗me .
Das Neueste in Damenkleider⸗
— stoffen, Cattunen u.
ichwarzen Cachemirs, sowie eine große Auswahl — »
der elegantesten Tuche und Burlins,
darunter eine große Parthie billiger Sachen zu Knaben⸗An⸗
zügen, zeige ich hiermit empfehlend an
LKarl Schanck.

arktberichte.
Homburg, 12 Marz. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
o M1s Pf. Korn 7 M. 60 Pf, Spelzkern — M. — Pf., Spelz 9 M.
— pf., Gerste 2reihige — M. f Gerste 4reihige O M. — Pf. Hafer
——— Pf. Erbsen O M. — Pf., Wicken
d M. — Pf. vohnen — M. — Pf. Kleesamen — M. — Pf. Korn⸗
brode6 Pfuͤnd 68 Pf., Gemuͤchtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — Pf.,

WMobitienversteigerung.
Meittwoch, den 19. Ptärz
aächsihin, Nachmittags 2 Uhr
lassen die Eben der Katha⸗
eina Jung, Wutwe von Jo⸗
seph Best hier, die zu deren
Nachlaß gehörrgen Mob'liar⸗
gegenstande, worunter namentlich:
ein vollständiges Bett, ein
Nleiderschrank, ein Kommod,
ein Ofen, eine Windmühle,
Getüch und sonstige Haus⸗
geräthsjchaften abtheilungs
halber öffentlich an die
Meisibiettuden versteigern.
St. Ingberi, 12. März 1879.
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:
N. Auffschneider.
Mobilienversteigerung.
Samstag, den 22. März
nächsthin, unmittelbar nach der
Ziciianon. zu Hasel in dem
Wohnhause des Requirenten lassen
der Wittwer, die Kinder und
Erben der daselbst verlebdten Ma⸗
ria Stolz, weiland Ehefrau
don Johann Weirich, Schmel
arbeter, die zur Gütergemein⸗
schaft der Eheleute Weirich ge⸗
hörigen Mobilien, der Abtheilung
wegen, öffentlich zu Eigenthum
persteigern, darunter namentlich:
Z2 Betten, 1 Kommode,
l Uhr und sonstige Haus—
und Küchengeräthschaften,
dann ene Parthie Futter
und Dung.
St. Ingbert, 12. März 1879.
Dder Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:
Ausfschneider.

Bekanntmachung.
Mittwoch, den 19 März
. J. Mittags 1Uhr werden zu
Oberwürzbach im Schul⸗
saus, nachbezeichnete Holzsor⸗
mente, öffentlich auf Termin
gersteigert
6 Ster buchen Scheitholz 1. Cl.
468 2. Cl.
42258 Astpeügel
J sKlotzhbolz
20 Kohl prügel
321 Stangenprügel
37 .strappen
1 eichene Wagnerstang
25 kieferne Baumpfähle
4 Ster lieferne Zaunprügel
115 Krappen
200 Wellen unaufgebundenes
Reisig.
Dmmertsheim, 10. März 1879.
Das Bürgermeisteramt:
Wack.

V. Malwieok's Back- u. Bratpfannen.

Gänzliches Entbehren don Butter und Schmalz bei gleichzei⸗
tiger sehr schmachafter Zuberetung der Speisen. Grsparniß an
Zeit und Geld, Anbrennen unmöglich.

—E2àůùìïz

Otis Weigand.
Für Bruch- und Kropfleidende.
Vielseitigen Wünschen nachzukommen zeine ich an, das ich dom
Freitag den 14. d. M. an, bis inel. Montag den
17. aglich don 10 bis 3 Uhr, im Pfälzer Hof in —*
brücken, zu sprechen bin. Für sichere Heilung von Brüchen
aund Kröpfen leisse sets Garantie. Amtliche Zeug
nisse und Dankschreiben liegen auf. Geringbemittelien Be⸗

günfiaung. Martin Ovel aus München.
2 Wiesen en er
J. J. Grewenig.
Gesalzene
Schweinezungen
per Pfund 50 Pj.
Geräucherte ditto
per Pjund 60 Pf.
empfi hlt
Philipp Klinck.

International Lehrinstitut.

XROÑ.

Diese höhere Handelsschule bPerechtigt zum einjähri-
gen Militardienst: Dreimal schon sind sämmtliche Abiturienten
der VI. Klasse bestanden, letztes Jaqr 10 unter 12. — Vor-
hereitung für die höheren Klassen eines Gymnasiums oder
Realgymnasiums, für das Polytechnikum, den einjuhrigen Mi-
ũtardienst eto.: ũber drei Hundert Zöglinge schon bestanden.
CPBeuSionat für junge Leute und Knaben von 12 Jahrep
an. — Prospectus dureh die Direction in Brnehsal. αοαα.

Täalich
Ein Schweiuchen ist uns frische süße Milch
zugelaufen. Der Eigenihümer bei P. Heusser.
dann es gegen Futtergeld und 7 Ewserwassen⸗Krüge wer⸗
Zinrückungsgebühr auf der Pul⸗ den bill g abaegeben auf dem
derfabrik abholen. dies. Gaswerl.

Rechnungen
iu Jedermanns Gebrauch
in Achtel, Viertel u. Halben Boge⸗
sind vorräthig in der

Druckerei ds. BlI.

5
—

Im Ladenlocale
des Wirthes Herrn
Johann Joseph Heinrich
Gauptstraße).

An die Bewohner von
St Ingbert und
Umgegend!

8*
Im Ladenlokale
des Wirthes Herrn
Johann Joseph Heinrick
(Hauptstraße).
.
Unterzeichneter, Inhaber einer bedeutenden Leinwand⸗Fabrik in Oppach bei Herrenhut, beabsichtigt bei
Helegenheit seiner Durchreise am hiesigen Platze von Dienstag, den 11. Marz d. J. an
n Laͤdenlocale des Wirthes Hrn. J. J. Heinrich in St. Ingbert (hauplstraße)
men großen Verkauf felner fammtlichen Attikel zu eröffnen.
Der Vernauf begann den 11. März und dauert bis zum 20. März.
Das wohlverd'ente Renowmmé seiner woblbetannten Firma bürgt Jedermann für reelle, selbst fadricirte
Waare. Die fabelhafte Billigkeit ist eine zu bekannte, als daß es noch einer besonderen Anpreisung bedürfe, lasse
sadoch zum Beweise dieset Behauplung unteustehend einen kleinen Auszug meines Preis-Verzeichnisses folzen. Auf
die ungünstigen Zeitverhältnisse besonders Rüdsicht genommen, ist selbst dem wenig bemittelten Mann Gelegenheit
Jeboten, für weniges Geld seinen Haushalt zu restauriren.
Indem ich die verehrten Herrschaften nur noch um gesl. Besichtigung höflichst bitte. zeichne mit Achtung
ceinrich aus Oppach, Sachsen.

Auszug aus dem Preis-Verzeichniss:
Herrenhuter Leinwand von 50 pj. an, Schlesinger Leinwand von 40 Pf. an, Aechte Haus—
nacher Leinwand von 60 Pf. an, Hochfeine Leinwand von 725 Pf. an, Bettzeuge in allen
Zarben don 45 Pf. an, Aechte leinene Schürzenzeuge von 758 Pf. an, Alles per Peter, Hemden—
ffe in allen Farben. Betttücherleinen ohne Naht. Tischtücher, Handtücher jebr bil
Taschentücher von 10 Pf. an.

Druck und Verlag von F. xX. Demen in Et. Ingert.
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        A 222 — 2
335555 323553—5— 5735 223338 233 3583 3 2*
2 355* — 525—2365835235* 58 — S5 — 7 T —
— 8S 2 —E 5 53323 2* — —— — 5 —3 *7
2353355 333 853—3332 52590 * 5 58 233 8 82 ⸗
23 —A 558 238 — —25 22 — 2 2 S 7A S
5235253238 — 2* 323 22 357
* s 8 3 3552 35833 28 —8 28 5585 53 55 533583
VOE,Rle—— 7 ——— 575 52 23 7 5533 23488

— 55833355* 8* 7 — —2 A
5332585 75 3 38—8 33 7328 28355,6* A
—3333 553 22333 —, 32853 333 23 53 3. 27 38283

2*5—S2 5555 133222c 2383 5 7r75 — s—s — 23222 —
5——575 EB B B2 25 53 523 25 53 —5 328 23 23

2 77* 33 2 —A — — * — 526z2 22 257
33123 23333555533333358533 78 33285 —3053 5337
55323—2 2255 —z3*88 7 —: 58 s — 52355886

z6 32 s 3 25383 35
522 R * 3* 2 338
27— —8 2833333 355 53327 327335
28 58 ã —A —— — — —28232 258 * — —— 822 * 325 53
*—333 —3 — —8333323.33233 —2——25—55 223 257
A 5 ————— —— 53.58 58 3

5652523326 , 3553535 c —355333223238 233—8 — —
— —— 2225 555553423 52382 255338 52385 27—
2553 ——533— — — 5553 65533
35323 ———58—55 53 32 23332.3233.232343

2 * * 2.5* —* 8 —2 2 — — 22 e 25338
——— 8 3 333535
2 522 2 2 * a 25 3 * *57 2 *7 *

3 5723233323 33332585 —— — 32 * 3

5* —— — — —* 2 * 2 2*2
22 8 38 832 52522
8
A —
5
358288 —* 5
—X * — 3
—A 25333355 ——
222 —A 228 5
z3233 55338 —— 222138 3525* 252
8 2* 8* —
2 88 3355 53338523 253 225 *85535372 28
— —— 8 3335 — 58824 —27 — 223 1235 —
85 4—5358335 2325855 263558 230 2228 2 12555 222
22 a”4VFs3387 5355382 2339 557 32553525 ;7522* — —
7 * 2 — 9 — — 8 * — —
*88*3 — 8 —A —z —53 s338238858 * 21322385 832
5 5 325833235 —z8 s32535355323535 2522 2 —A 24
v — F — 83 2* 22 3 * * 22

33.3333356 JJ

8 2 * 38 5838723 — 2 S4 sñ 2

2ò0 5338 —A 22585 273 c 523 5253385 72 — 25322

2 — 258 —— *3 7 22 333—33332 — 2 —A —
7 —— 25*55 123333— 2522 333853328535* 2

3 —— —A 2 * 2 — 8 7*

*22328* 22 —25288 —— — 58222238 2353823553 *5 2823585
— ———— 333553233 2882 53835323 3 —— F 52—
252 22 52 ẽ — — — 2253333* — 53585 ————

—A S 33 — .* 257 — 28

—— — 8 5855 — D4 —A 3232 28 —528 J 3235
— 28875 222 * 2 *25 * — 5 2 2 ** 8 R. — 8
22— 2 5333 — * 2 2 23735233828 25 7z222233 — *s* * *
5z252 55338 125323 2 2353532 35735332 ———
3353755 525353323 2535 7 358 385 —5555852* 723 523353
533525553588 — 533 *25 —— —A— 5 25 73 25285
585355535 535 s5ñ 8 25 — — 228 2 2*2 8*
——— 323 —38838 8 338 55s38**

5 3 —F 3

322 2283533 ——— ——
* — ⸗ —F —— — r V 5*7 — * — — AA 38 *
538332 23582 2 32 22 2 — 233— —522 25 *

83 — —A— — 22323 —— — —A—— 222 2323 225
332355335 336 55 5558s33233 — —
63 232 52333 53282 * 523338 8

5 3232 528 2255238585 —

— 2 8532 52 ECh
z2353232 — 2* 5352
55—3782 ——— 223
z3323353 2842
52528355

S

— 222 2224— 2 222 2252 — — 22 55
5— 355 55 55 223 53 8— —1 3523* 25353 —A 5
5 5* — 3585— 8* 548 — * 2332c5
—8 — 32 55 22.2k 5 2 —855 222 —— 2
252 —75 — 2 4 æ— 325* 4 583 2 S 2372

. 35 —2525. S5 *—5 3323——— 33S3 2 5 —

8 5—523 85 53 —* * — 223
235 ———— — 5* s—I533 — — 233238 2823

—— — 525 2 2 * —A TFEIS— ẽ 82 —2 — mR* 5—
—88 —3— 27 5 2 25 52 57I5 —— 2— c75 3 —

2—3522 — 5 * 7 * — S — 2 *2* ———— —2 25 * —— 25
—A 333 —2 58 — *523 —— — 235 —A 3
272— — — 2*7 —* A 38

556528 22 335888— 35 35 583——3 23338 8

2 — 2258 2 —ä— 52* 22 — 33 — 22 3
⸗ 5 — * 5 525925 385B238.225 255522
252 22225 5 * —— — —A — — ¶ 2 3 ——A —

X * S 282 5322 22533 72 —2 —A —
B35 25 54 328 — —— —A —— — —333— 27*

8 2 8 S 3 858 5 —— — E4 2 —A 2* **
2 8 * 2 ** —A 2 — 3538 2* 2 5
————— 332 1323 —3323833558 5353233. 233
—523253, —3—3—38 352 58E — 38 7233052
222 — 22 2233 55532 8 ——— 375 2 2248
22 227 — e 52 3 ic 13 * —* — 3 8 E„E2 22

— — » 2 * — 3 — — 2 — * ——— — 8 2 * 85.
837 ü 3 3—353 —33323383 338332323
—2 k 2 7 — — 2 2 22 —— 2 — —28 — — 22 7
38 333 0 2363383573

2 m5 * * B— 8 2
533S——— —3—25-22 5535 553725223358

2—2 2— 22322 2* 2* * 2 755*2 2 cc2 8* 353 28

—25 2 23 —A a r 22782 X 225*38 2 — .2— 3 — 2
27 7 5. 384 53525022 — —73 222 577 — ——

—— — 52535535— —583 82—S—235 *
r
7 7

2* * 7 18 2 — *

— 2823 25 5 52 55 EEB8 32 55 57

282 — — 8R 22—8
ð — —2 82
2 — 550
282 8* 2* 4 — —
* 5 232 228 220
—225 427 22 22 22 5 —2—2
22388* 2242 225 J a 8 50 **8
322 —A —— — * — 2
.—382—3 538553 —„533338 83 — —
328335 6—583 —2—682353.— . 53 —5—53232k
53228 5528 28238 2 r 2 5 222
228 Z —— —A — —— e 2 82 * 2* 8
——— — 5 2 — 265 552 5 55855
*c 3c8 23252855 — 38 — Iä— J—— —— 552060
72 55 DTD
55 32— 33 287,33 253s82538
58 —z25385 55383 23325 533——522 — 2325 25*8 *
2 532526 E 5258 587*8 —
3 333832—333 273333 327735—53 33385
222 * 2,* 9 * 533ä 2 —8* B 532 8 22 2
83 — —5—383 338555 —3535—5 52323 532335323*
2. 3 32232 —— — 525,—2535 55* 25225225 20 8377
258.53 — — *235 522228 835 22 — 32* 23— — 20825*
538 2c233 5353335—5524 2363 —5— *233233835 83532255
275* — —353533—538—35558853 —z5372835335328 353
2 * 5
32 22 3833ä 236
F S5 2 * * ——28 2 3 J18 —8 *228 —X 58222
» A S — 233 — 58 52 — 2EISBSS 3 * 322
— 5825223232 32558337 3
— —
— — — —
3335 5—z355535535332523535 222 5853— —————
23 * 3 3 58
2335 5—553 E268 26353566 532 55—55 65682 — 3 —
        <pb n="144" />
        22. 52 52— 5222 — * ð
3325 2587* 22. 26853 9 —A — 2888, 3333533323533
—3287
332325—3—3358—238 235 323 —3 333732555 3853
2 3 2. —55 2252 * 3 3 —* 3 2 ————— 28 —— —
2 53255 52 23.25* 8 2223523 52323 252853 22 2 *
32 * — * 58*2 2** 2 * 2 * . * *2
S32 2 525 335532235 s53*82 228 22 *78 s332333
553 236332 8323235358 — 52883 333553*2533887
31 —* ιI *2 — 2 ꝗ — 22 2 82275
323382383233353.*32383 2753535 78 8 —353322325
355333 —A 2233 335832 333
*3 23 27 —3 22 —— ——— ——
3353333353 A 2538 37533 23535 23335
2 —— 8 — * 2 J 2 * — 2. 2*
753288 — 253 23 —22538 —— 22 5333 85 353523 727*
*— — *—* ————32 — —
2 5532 2232 —2 322— 2 5* — 853 227 ————
2273 —* — — ———— — 27 * *8 3220 2—*527
— 88 z8 — — 72 —* ⁊ * 23222 ? 2
25 ———— 5e55 3355333333—3836
e3 2375 33333833838
— 253* 525. 55 3232. —326 25 ẽ 8 35325353.3 2325*
2 2 —25 25 2322 —22 —* 8RX2.8 22*2.3 2523535
38 333 5— 325 7725— 55253 22 252 * 5222358* 553
435 —5 2 33235 * 52277 *— 2535555587
—3 ——7*3—3 725 55 7253 — 22 1283 25 22325
⁊ — —23—
z2332 338538 3227 z3253 5332384383
22 2** 737 27 25232 ———— 3383*353353 —
38333258 3538 768 573* —2527 2 272 A —
2 — 2 * — — —x— * *
538 — c ñ *35323 z2538 335 383883385335
5— * — 8 *7
33385 2525 553 23373535
X3 —VW — * * — 2 3 — 2 7 2—
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1J7338 75722 2.3 p *2 E — 8 — .

3838255 35 8 55. 538253333 3232238
33 —— 233833* —
53 — 28 —3853533* 232553 32332

5382 — 83. — 75 *283 2 A — 3 25c—2—28
—“ 3 3 2 5332583 5 .2. * —— — *25* 328
2* 333335 232 8 2855 z532 3373 25
22.28* —25 — — — 2 2* 2833 255823829 — 2*
——5 8 — — 2—2383
— 823 ——33 332532 52. 2823 23 285 7
3287 * 533 253 *2 2 25 5 2 22 28584 2324 * 5
525 —3558232 225253 5533337363* 222358387
3235633333328 3 9353338358
* — 2 2 2 —— 27 7 2. 5
223358 25337 553323333383
7 . 5 2 7 8 5232337— —— —
26 —— —— ——
7 22235 35.53233 —A — *232*8333 — 523523 2323
— ——— —J 22. * 2 2 — 2 — — * 23
sz2383⸗2833 55 5*82 53535233535333555
323332275 25 8 3237222 *—2035. 228 *5
1233 28 5288 — *323233 — S
23323 32857 cE 25325 22 13832 2 * 8*3352
3 *
— 253335 33398933 522325233
23*353*825 22. 53 55 * 23* * —— 2323,8 — *
22232333 28235 —23 — 233 3 38235 555S5 28
233 35 727 8222.37 2 53355 ——— 5. *3 5322
2233228 5232 3 52* 25—382225232353
—28 83** 2—27 —
1755855533282858 — — —— 5* 1*23
2335228 22257 —A —23 — 228 2253577 52*
—Z —A —I 22— — 7—83538353 5535 *
re&amp; 3852—333352325 552333*
— 23282 *

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2 *758 73353——383 3835 *28
— — * *83 — 5**53888 8
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3 ů 2830923 583 55 3333332
5* 333283 5* 39 5 525553— —A 283
282
533327332 —
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5833 —238* 5*577—33 57285 —
2* 2 72 55 52 — 5* — 3328 22—. 2.2 —— — c —2
z523 —283 55553383 333
252.785 —A6 28823 2553 2 5 3 3
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235 N 2 — — 52532823. 2. 2 5 —122823.7 * *
3 338 2382 25253 5—2220
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3— 23 8 — — 6278 22.5 233 2 2
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22 2.* 2.2. 2 660. S5 282 5235 3 5*— —2**
—53333523263 275360 —
2283 .X8 *
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2259 —8352 2* 233 35355 —*827 *
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33353—53383
22243 —23—233— 23383223c5 5527 2
25 2* 33*—8— 33383555 2 * 323212
255——23528 53373532325 * 8 21*
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        St. Ingberker Anzeiger.
Der St. Jugberter Auzeiger und das (z mil wöheitlih! mu dem Hraotoratte vecdandene Uitexyattun 130latt. KSonntage mil illustrirter Bei⸗
lage) erscheint wz hentlihh viernrl: Dienztar, Opnneerztur,. Süustrreuaid Sonatan. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich
lA 40 — einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.A 60 HB, einschließlich 40 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 , von Auswärie
mit 15 — für die viergespaltene Zeile Blattschrist oder beren. Raum, Reclasnen mit 30 pro Zeile berechnet.
— —
2* 284 502

11879.
— M—
Deutsches Reich. J

Bertin, 12. März. Der Reichtanzeiger“ weldet: Im
Befinden St. Majsestät des Kaisers ist eine den Umsländen eul-
sprechende Bisserung eirgetreten. Die Coatusionserscheinuncen an
der rechten Hüfte und der Bruftseite zeigen allmäliche Abnahme.

Berlin, 12. März. Die Zolltarifcommission beschloß
dessern, präparirtes Fleisch mit eigem Zoll von Iu M.zu
belegen.

Berlhin. Die Arbeiten der Zolltariscommission haben in
der letzten Zeit einen so raschen Verlauf genommen, daß der Ab⸗
ichluß ungefahr zum 15. Mänz in Aussicht genommen werden kann.
Zur Erledigung der weiteren Formalien werden nNoch ungefähr zwei
Tage nöthig fsein, so daß voraussichtlich Mitle nachster Woche die
Arbeiten dem Bundesralh überreicht werden lönnen.

Die Nahrungsmittelgesetz ⸗Commision des Reichstags beendete
henke ihre Arbe sen. Ter Regierunzẽentwurf, abgesehen don einigen
ganz geringen Veränderungen, wurde von der Commission guige
heißen. — Am Eonnabend hielt die Geschäftsordnungscommission
des dteichstages eine Sitzung, um Uber eiwa sich empfehlende
Aenderungen der Geschäfisordnung zu beraihen. In partlamen⸗
harischen Kreisen verlautet, daß die Osterferien des Reitchstages
längere Zeit dauern würden. Das Präsidium ist für dret bis
ovier Wochen, so daß der Reichstag erst Ende April wie der zu⸗
jammentreten würde, um aledann an die Sleuer⸗ und Zollgesetze

zu gehen.

Die Schutz öͤllner dersuchen ein Kompromiß mit den Land⸗
wirthen zu erzielen und zwar auf Grundlage der Bewilligung eines
Zolls kon 25 pf. duf Geneide gegen Zölle auf Eisen und audere
Industtie· Art kel. (F. 3)J. *

Zu der demnächst auch im deutschen Reichstage wieder zu
verhandelnden Wucherfrage ist interessant, daß ein Bericht des gali⸗
zischen Oberlandesgerichits in Lemkerg seit der Wedereinführung
des Wuchergefetzes in Galizien in der Abnahme der Klagen über
unredliche Kreduͤgeschätte und überhaupt eine wohlthätige Wirkung
des Gesetzes tonfatnt. In der öͤsterre chischen Reichthaupstadt Wien
jeltst haben 36 Mitglieger des Gemeinderathes einen Pelit ous⸗
antrag auf Wiedereinführung der Wuchergesetze unterzeichnet.

Die Petitionekommission des Reichslags berieib kürzlich über
mehrexe Petitionen wegen det Wiedereinführung der Schuldhaft und
srenger Besttafung des leichtfinnigen Credeinchmens. Die Com⸗
mission beschloß, über die Petit'onen zutr Tagesoidnung über
zugehen.

Auf der am Samstag staltgehabten drilten parlamenkarischen
Soiret beim Reichtkanzler wurde, wie das D. M. Sl. derichtet,
von einem Adbgeordneten geiprächsweise die Frage der Abrüstung
zur Sprache gebracht. Bismark erklärte dieselbe für Deutschland
unmöglich; wenigstens lönne Deutschland seiner Lage wegen, nicht
damit anfargen. Es sei zwar sehr gürftig für die Durchgan s⸗
zoͤlle Geitertein) gelegen, im Uebrigen aber seit es in der unan⸗
Jenehmen Posirion, stets nach vier Seiten Front machen zu müssen
und keinem seiner Nachtbarn vertrauen zu dürfen.

Ausland.

Der Bundesrath der Schweiz hat dem —AX
der Resolution um Wedereinfühtung der Todesstrafe leine Folge zu
geben sei, eine ausführliche Molivitung beigesügt. In derselben
dird die Zunahme der Verbiechen wohl zugestanden, der Bundestath
indet aber den Grund dieser Vermehrung nicht in der Milde de—
Stta sen, sondern in einer Reihe allgemeiner Ursachen, als in der
Herabsetzung des Werih s des Meyschenlebens in Folge der vielen
aAutigen Kriege; dann in dem großen Nothstande eincr⸗ und in
der überhandnebmenden Genußsucht andererseits, namentlich in der
Ttunksucht.“ Des Ferneren macht der Bundesrath auf die vielen
materiellen Schw'erigkeiten und die tiefareifende Aufregung, auf⸗
netlsann, welche mit der Aenderung des öffentlichen Rechtes verbun⸗
ꝛen zu sein pflegen. Die Zahl der bei der Bundeskanzlei einge⸗
aufenen Unterschriften für Wiedereinsührung der Todesstrafe betraͤgt
is jetzt 31,303.

Bukarest, 12. Maärz: Die rumänische Regierung, welche

seit einiger Zeit auf gespanntem Fuß wiit Rußland steht, hat
unterm 3. d. M. ein Rundschreiben erlassen, worin sie den Be⸗
auptungen russischer offizidier Blätter, daß Rumänien jeine Uneb—
zängigkeit den russischen Waffer verdanke, daß es die Dobrudscha
»los der Großmuth Nußlands verdanke daß die rumänischen Be—
jörden die in der Dobrudscha wohnenden Bulgaren mißhandlen und
zwar blos wegen ihrer Natioralität — mil aller Enischiedenheit
hestrittsen werden.

Rermischtess.
.St. Ingbert, 14. März. Morgen Gamstag) Abend
7 Uhr firdet durch Heren Rektor Ho fer von Zwesdrüden in Beise in
des Herrn Regierungsrathes und Bezirlsamtmannes Dammdie
Prüfung in der hiesigen gewerblichen Fortbildungsschule statte
fDie Firmungsreise des Herrn Bischofs bon Speier wird
nach der „Rh.“ sogleich nach Ouern beginnen und zwar zunächft
m Canton Frankenthal.

f In Bolanden flürzte am Samstag'ein 2124 jährigeß
Mädchen in eine Pfuhlgrube und fand dort seinen Tod.

Bei der lürzlich Statt getabten Generalversammlnng der
„Aktien-Gießerei Kaiserslantern““ wurde- ein Reingewinn für das
gerflossene Jahe von 9748 M. 69 Pf. tonstatirt. Hiervon wurden
4 pCi. zur Vertheilung an die Altionäre bestimmt.

7asaiserzbtautern, 10. Mätz. Dem Vernehmen nach
wird die hiefige Kammgarn ⸗Spinnetei diescs Johr 10 bis 12 00
A *
Faiserslautern. Belaanllich sp'elen seit einigen
Jahren sogenannte Scheinacte, wodurch den Gläubigern die Mo—
ilien ihter Schuldner entzogen werden sollen, au den Gerichten
der Pfalz eine Hauptrelle; es bildet auch die Fabrication solcher
Uete den fast ausschlitßlichen Erwerbszweig gewisser Leute. Ein
vahres Unicum eines solchen Actez kam in einer der letzten Settz⸗
ingen des Landgerichts zum Vorschein. Dee Eheleute B. E.
vohnen mit-ihrem ebenfalls verheratheten Sohne in einem Hause,
und es hatten sich dieselben gegenseitig ihre fämmtlichen Mobdilien
derart verkaust, daß der Vater dhei Pfändungen gegen den Sohn
auf Grund seines Kaufactes das Eigenthum an dessen Mobilicn in
Anspruch rahm und als Beweis dessen seinen Kaufakt producirte.
Wurde gegen den Vater aepfändet, so erhob der Sohn Widerspruch
und behauptete, gestützt auf seinen Kaufact, daß er aueschließlicher
Fiaenthümer der dem Valer gep'ändeten Wobilien sei. (N. 3.)

fKaiserslantern. Wie die „Pfaͤlz. Voltsz.“ er⸗
ährt, würde das pfälz. Sängerfeft, welches in diesem Jahr hier
zefeiert werden sollte, mit Rücsicht auf die „schlechten Zeiten“ aus⸗
fallen bezw. verschoben werden. — Das Concert zum Besten des
Lehrerwaisenstifts war zahlrech besucht, und die einzelnen Pro⸗
arammnummetrn wurden vorzüglich ausgeführt.

FKaiserslautern, 12. Mätz. Der gestern hier

lattgehabte Lohtindenmarkt, auf welchem etwa 32,000 Centner
Lohrinden verschiedener Qualitat dus Staats⸗, Gemeinde⸗ und
Privat: Waldungen der Pialz zum Ausgebot kamen, wor sehr zahl⸗
eich von Lebhabern nicht nur aus der Pfalz, sondern auch aus
Baden, Hessen, Rheinpreußen und Eisaß Lothringen besucht. Od⸗
vohl die Nachfrage recht rege war, waren doch die Preise, beein⸗
lußt von dem niedrigeren Stande der'elben auf den auswärtigen
Vtärlten gedrüdtt, indem im Durchschnitt eiwa 2 M. pro 100
duogramm unter der Forstiaxe gebolen rurden. Mit Ausnahme
von 3 Loosen aus den Forstämtern Elmstein und Pirmasens, weilche
wegen zu geringen Angebots zurückzezogen wutden, wurde trotzdem
Alles, theilweife vorbehaltlich der Genehmigung dernk. Regietung,
zugeschlagen.
* Der Vorschußberein Gruͤnstodt zählle am Schlusse des
Jahres 1878 412 Mitglieder und halte einen Gesamm'umschlag
von 2,830,596 N. 95 Pf. Von dem Reingewinne sollen 444
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        dem Vorschlage des Auffichtzrathes 80/0 Dividende bezahlt und
7495 M. 75. Pf. dem Reservefond Aberwiesen werden.
pEdenkoben. Dir Gesammtreingewinn der hiesigen
Bollsbant beträgt für das Jahe 1878 14,100 M. und komm'
cine Dividende von 8 pCt. zur Vertheiluug.
7Landan I11. März. Zu den jabtreichen Braͤnden des
berflosse nen W'nters gibt der Umstand, daß nicht weniger als vier
Personen wegen Verdacht der Drandstefiung im hrefigen Gefaͤngnisse
suͤtzen, einen eigentbümlihen Commeniar. Die beiden zuletzt Ber⸗
hafteten sind: der Pachter der Walsheimer Dorf nühle, Paul Leit
geber und Adiunkt NRocio von Ranaschdach. (Eild.)
7 Landau, 13. Maͤrz. Aus Gleisweiler wird uns be⸗
richtet daß der Weinbrunnen wieder fließ·. Nah der Ansicht der
Winzer jener Gegend besitzt der genaante Brunnen die Propheten⸗
gaͤbe, durch sein Erscheinen ein gutes Weinjahr anzuzeigen. Brauchen
sonnten wir es! Zaletzt floß de Quelle im Jadyte 1877, ein Um⸗
stand, der gerade nicht dant geeignet eischeint, bren Prophezei⸗
ungen bei unsern Winzetn einen sonderluchen Credit zu ver⸗
jchaffen. (Eubote.)

7 Am O. v8. Abends 6 Uhr fiel Georg Falleastein, 17
Monate alt, Sohn von Carl Fallenstein, Tagner von Mai tammer,
in einem unbewachten Augendlicke in ein kleines Pfuhlloch, weiches
sich im Hofe seines Balers befand und ertcank darin. Der Jammer
der Euern ist groß, es war ihr einzigeb sKind.

p In der Umgegend von Fran benthal sist das Ausrauben
von Karloffelgruben stark im Schwung. Fast fwäglich bringen die
Frankenthaler Blätter derartige Meitiheilungen. Einem Bauer von
Kuchheim wurden küczlech zwei Karcen voll Kartoff la auf die
Art gestohlen, wobei sich die Diebe no h Zeit nahmen die schlechten,
die sie liegen ließen auszusuchen.

PRuchbeim, 11. März. Der Aderer Schneider von hier
snurzte heute in seine in Folge des hohen Wifserst indes bis oden
it Jauche angefüllie Dunggrube und zctrank. (éIttih. W.)

—7 Ludwigshafen. Zu der am Sonniaz beginnenden
pfalzischen Geflügelausstellang in Frankenthal werden von den
Statiosen der Pfälzijchen Eisenbahnen Personenbillets ut ermãßigter
Fahrtaxe ausgegeben.

7In Died esfeld ist der Bürgerztg.“ zu'olge, seit

14 Tagen kein neuer Fall von Typhus-⸗Erkrankuig vorgekormamen,
so daß die Typhus⸗Ep demie, die so lange dort hauste, nunmehr

erlojchen zu sein scheint.

78Srantfugt. Ein * Industrieller, der sich d'e
schöne Aufgabe gestellt durch Confenderung von Früchten und Ge⸗
nuen am Sachsenhäuser Berg reiche Lager zu füllen, ist, nachdem

die Tonen geleert, die Guriner als Leferanien um ihr Geld ge—

sommen waren, heimlio mit Hinterlass ang von etwa 200,000 M.

Deficit durchgegangen. (FIFr. J.)

Der Tenorist Frarj Diener soll auf die Daͤuer von 7
Monaien mit einer Gage von 30,000 Mart an das Stadtideater in
Frankiurt am M. engagirt worden senn.

4 Die Stadt Bruqhsal läßt jüt dasJnternational—
Lehrinstitun daselost das auf einer Anhöde so schön gelezene
Schiößchen „Resser v e“ ganz und gar umdauen, so daß deeser
Lehranstalt, welche schoa so hiele deutshe und fremde Zözlinge für
berschedene Lebensberufe vorbereitet hat, mit dem Spatjahr präch
nige und gesunde Räumlichteiten für Lehre und besonders Schlaf
sale zur Veriüzung gestellt werden. Zu aleicher Zeit soll auth die
Lehranstalt dexart neu organisirt werden, daß neben der Handels⸗
schulle, welche zum aͤnjaͤhrigen Mil'tärdienst berechtigt!,
aus värtige Zöglinge auch für die hoͤheren Kiassen eines Gymnasi⸗
ums oder Realeymnasiums vorbereitet werden. Somit wird das
Penfsionat drei derschiedene Abtheilungen umsassen und schon
Knaben im Alter von 12 Jahren aufnehmen. Da nun die Leist—
ungen dieser seit einer Reihe von Jahrea so seht befuchten Lehran⸗
stalt bisher allerseits anerkanut wurden, so steht zu erwarten, daß
sie auch in Zukunft nicht blos allen Anforderungen aus dem Ge⸗
biete des höheren Schulwesens entsprechen, sondern auch einer noc
größeten Freauenz sich erfreuen werde. —
Aus Würtemberg. In Foige der ungünstigen Zeit⸗
verhältnisse zat in unserem Lande die Auswanderung wieder groͤßert
Dimensionen angenoinmen. Außer mehreren Familien, welcht
demnächst nach Südrußltand übersiedeln, bilden sich in verschitdenen
Theilen des Landes ganze Gesellschaften zur Neberfahrt nach Nord⸗
amerita, und es wird berichtet, daß in Bälde aus einem einzigen
Dorfe zwanzig Familien sich zur Auswanderung rüsten. Man darf
hierbei dicht überseben, daß der Hang zut Auswanderung von jeher
in Lande Würitemberz ein ziemlich starler war.

Müänsven. Wihrend der bebvorstehenden Oderierien

wird im klinischen Institute dahier eine Reihe praktischer Kurst
für ältere Mediziner und praltishe Aerzte von vierwo biger Dauer
abgehalten werden. Dieselden werden am 24. d. M. beginnen und
am 1i9. April endigen. Dem Vernehmen nach werden diese und
andere Kurse von jetzt ab — Heebst·
jerien dahier adgehalen werden, nachdem die an anderen großen
Universitälen z. B. Verlin, Wien, Prag, Würzburg gemachten
Frfahrungen diese Kurse als ãußersl nutz bringend für den Medi⸗
ziner herausgestellt haven.
pMunchen, 10. März. Dir hiesizen Großbräuer haben
sich eutschtossen, den Preis des Sommerbieres vom 1. Mai an um
2 pi. per Liuer heradzusehzen, so daß dasselbe um 24 Pf. verzapft
werden kann.
Adile Spitzeder, welche aus ihrer Kunstreise in der
Schweiz nur spärliche Lorbeeren gewonnen, hat sich wieder in den
Mauern Münchens heimesch gemacht. Daz Vertrauen Zzu ihr isi
immer noch ein unbegrenztes, frühere Votgänge haben ihm keinen
Abbruch zu thun vermocht. Adele macht wieder recht gute Ge⸗
—V— Depositen, wie in den besten Tagen der
„Da vauer Banf“. Aber sie zahlt auch mit gewohnter Noblesse
nicht weniger als 8 pCt. pro Monat. Ünd das sollie nicht ziehen
in diesen schlehhten Zeten.
Voͤn einer Weite besonderer Art — so schreibt der Kur.
für Niederb.“ — erzählt man sich in Landshut, die daselbst am 10
März beim Moserbräu ausgetragen wurde. Ein Schmiedgehelle
hatie 14 M. gewetiet, binnen 26 Minuten 5 Pjo. Rindfleisch zu
vrrzehren. Un seine Aufgahe richtich zu ldsen, arrangirte er eint
lleine „Vorschwaib“, die auf die stattliche Zahl von 7 Maß Bier⸗
anwuchs. Dann warde die verabredete P obe der Leistungfähigkeit
ber Klumuskeln, des Schlingapparates und des Magens begonnen.
Zur Emballage wurden Nraut Brod und Bier verwendet. Die 20
Minuten wacen um, aber voun den 5 Pfund Fleisch waren erst eiwe
Iuj Pfund v. tzehrt. Der Schmiedgeselle hatte alss die Wette ver
loxen und nun ein sehr theures Rindfieisch — 5 Pfund für 14 M
— genossen. —
⸗»Friedbera (Oberhessen). Hier ist eine Anzahl Bücge—
zu einer Actiengesellschaft zus immengetreten, um eine Vaͤcerei zr
gründen, weiche gutes and billiges Brod liefern soll.

Der „Mainzer Anz.“ berichtet am 8. d. M. aus Ma'nz
„Gestern kam ein biederer Schwabe nit Frau und 7 Kinder hier au
um seine Reife nach Amerika fort zusetzen. Allein der Schvabe wurd⸗
trast und als verschiedene Schnapscheu keine Besserung herbeiführte
sagte der gute Schwabe: „Das Hergöͤttle wöllet nit, doß mer oust
wundern, mer ziehct wieder heim.“ Und so geschah es auch; heutt
früh fuhr die neungliedrige Familie wieder jurück in's Schwaben
laud.“

f Kafsel. Folgerde Zigeunergeschichte lesen wir in
Schaumb. Kreisbl.“: „Mit Gunstu, daß ich mag herkintreten
Fon ehren Handwerk, Me:ster und Gesellen!“ „Guien Morgen
Gesell⸗!““ beatwortete Meister Schmi⸗d in Algesdorf, vom Feuen
umschauend, den Gruß des vermeinltichen Gesellen — und Schoͤ
Tan⸗ vollendete den Gejellengruß det Schmiede ein Zigeunerweib
Vin Gurst, Meister,“ fuhr es darauf in seinet Rede fort, „mi
Ginst, Meister, ich giatulire, diel Glück, viel Glück, ich dadbe e⸗
den Karten gelesen, 600 Thal⸗r liegen irgendwo in Ihren
Garten vergraben. Kommen Sie in die Stube, ich will sehen
auf wilchem Plahe.“ Mu offenem Munde folgle der Schmi)
Die Zigeunerin legt nun hier diesem und seiner Ehehälfte d
tarten. Hier, dies Herzens-Aß ist der Schaß und er legt in de
Richtung“ — dabei zeigt sie hinter sich in den Garten — „un
zwar Egstein-Zehn mal Echstein-Zzwei — 20 Schritt von hier
und auf Carreau-Drei zeigend, erllärte sie weiter: —AD
der Erde.“ Den Statz aber hewachen drei Engel, ein ichwarjet
ein grauer und ein weißer, die müssen wir herunterbaanen, dau
haben wir das vele Geld. H'etzu ist röthig, daß wir die Engt
hmieren. Dies gescheht zunachst mit einer Seite Sps. S
müssen mit ihrer Frau dreinal Rachts um 12 Uhe odne ein Wor
u sprechen, zu mir nach Sa vfenhagen kommen, uerd zwar nö qster
Fceitag über acht und endlich über 14 Tage. Das erste Mo
dringen Sie besagten Speck und 180 Thaler mit, daz zweite Mo
nut 14 Thaler und zwei Kleider und das dritie Mal wie et 1
Thaler und das Abendmahlskleid der Frau — und da in Worf
und Schinken nach eigenem Ermessen. Wenn sie abec ein Wor
uͤber die Sache sprechen, koönnen wir den Schatz nicht heben.“7
Die Karienschlägerin packt ihre Utenfilien —X verlaß
das Haus. — Dreimal wandern an folgenden Freitagen Schmit
und Frau nach Sachsenhagen und bringen der „künnigen Frau
die zr Schahhebung noͤthigen Sa hen⸗ Am folgenden Frcila

Nachis um die Geisserstunde joll der Schatz gegraven werden. D
Zizeunerin kam. Jin Garlen wurde ein Licht aufgrhäugt ur
eine Glocke, dann ruͤstig gehach und gegraben. Plößlich schallte
G'oche: „Halt!“ Man ging ins Haus und legie die Karte
O Unalück!“ der Shaßtz ist 20 mgesunken und der Teufel t
        <pb n="147" />
        sezt selbst darauf und bewacht ihn.“ Schmied, Du haffi gesprochen.

„Ja, als ich das Geld geliehen, habe ich dem Bauern gesagt, daß
ich die Engel damit vom Schatze schmieren wolle.“ „Dann gehts
noch, rin Stück Leinwand von 20 m. und ein neues Betttuch ver⸗
scheuchen den Teufel und heben das Geld, aber erst über acht
Tage.“ Sie nahm Beid es und war seildem verschwunden. Der
Schmied war aber so dumm, diefes auszuplaudern, wodurch ihm
nacurlich jede Hoffaung auf Hebung des Schatzes verloren gegangen ift.
Ja, die Dummen werden nicht alle! Geschehen zu Algersdorf,
Amt Rodenberg, im Jahre des Heila 18759.

In Ber hin hat sich der Inhaber eines Tap sseriegeschaͤf⸗
ted, dessen Galtin, Tochter und Schwägerin vergiftet, weit alle
Bersuche, sich aus seinen derangirlen finanziellen Verhältnissen zu
befreien fehlschlugen.

pPest, 12. Maärz. Nach einem Telegramm aus Szegediu
ist heute Racht 2 Uhr der letzte Damm gebrochen; das Wosser
ergießt sich in breiten Stiromen durch den zerissenen Damm gegen
die Stadt. Alles flüchtet sich.

Szezedi'n 12. März. D'e Stadt dietet (in Folge der
durch den Austritt der Theiß eingetretenen Ueberschwemmung) einen
schredichen Anblick dar. Hundert Häuser siud eingestüczt. Mehrere
Gebaude brennen. Die Entfernung der Einwohner geichieht ohne
nordnung, da in den letzten ver Tagen bereits diele geflüchtet
sind; bisher wurden nur vier Todte constatirt. Die Reltungs⸗
artbeiten dauern ununterbrochen an. Der Damm wird mehrfach durch⸗
schnitsen, um den Wasserablauf zu beföcdern. Ausschreitungen sind
hbis jetzt nicht vorgelommen; es ist übrigens Vorsorae zur Sicherung
des Privatvermögens getroffen. Dem Regierungékommissär in Sze⸗
gedin hat die ungarische Regierung 42,000 Gulden angewiesen,
Im einfiweilen für das Nöothigste zu sorgen. (Szegedin, Haupstadt
des ungarischen Komitats Csongrad, Festung und tönigliche Frei⸗
stadt, an ber Mündung der Maros in die Theiß und an der
Bahn Wien⸗Temesvar, zählt 71,009 Einwohner, die nameatlich
Tuhe und Stiefelfabrikalion, ferner Handel mit Holz und Holz⸗
waarea (aus Siebenbürgen) ꝛc. ireiben. In Siegidin befinden sich
die Hauptwerflen für die The ßschiffe.) I

Sitegedin, 12. Maärz, 692 Uhr Abends. ODifiziell.
Die Stadt bietet einen schreckl chen Anblid dar. Hundert Häuser
find eingestürzt. Die Entfernung der Bewohner geschiht ohne Un⸗
ordnung da in den leßten vier Tagen bereits Viele gepflüchtet.
Bisher sind nur vier Todte konssatirt. Die Rettangsarbeiten dauern
mnunterbrochen an. Der Damm wird mehrseitig durchschnitten,
um den Wasserablauf zu beiöcdern. Ausschreitungen sind nicht vor⸗
getkomnien. Uebrigens ist Vorsorge zur Sicherunz des Privatver⸗
mõögens getroffen.

De Stadt Paris erbt von der Wittwe Rossinis, wie
runmehr festgellt ist, die Summe von 2,395 000 Francs. Die
Sumnme iln dazu destimmt, ein Ashyl sür Musiler zu gründen, welche
außer Stand sind, ihr Brod zu erwerben. — Kürzlich hat in
Paris der Besitzer einer größeren Weinhandlung seine Magd, ein
junges Madchen von 19 Jihren aus Dankkarken geheirathet. Er
hatie fich aus Lebensüuberdruß in seinem Camptoir aufgehängt;
das Mädchen, welches Gestöhn hörte, eilte herbei, ergriff ein Messer,
schuitt den Strick durch und rief den Todescandidaten in's Lebden
zurück.

pNeapel. Passannante hat sich geweigert. Berufung gegen
das über ihn ergangene Urtheil einzulegen; sein Advocat wird das
aber ex officio für ihn thun.

F Ein furdibares nächtliches Feuer hat kürzlich einen großen
B. Ackermann,
X

wgye zur bevorstehenden Frühlabrs-Saison sein großes Lager
in Tuͤchen Echwacz und farbigh, Buxkin, Paletotstoffen,
Hosenzengen u. s. w. von den mittel. bis zu den hochfeinsten
ualnatin. Großes Lager fertiger Herren und
Knaben-Kleider u eislsimnsich diligen aber sesten Preisen;
TT sAMMmnsplene Anzuge (Rock, Hose und Weste von einein Stoffe)
in schwerer Qualität und dunklen Dessins von A Bl, 33, 36
und höher; Sack, Hose und Weste ven AM24, 26, 28 und hoher.
Hochzeits⸗Anzüge, Joppen, Hosen und Westen, sowie Arbeits⸗
tieider in großer Auswahl.

Mehrere Hundert Confirmanden-Anzüge
in den beliebten dudtkelcarrirten Sioffen; ebenso ca. 50 Silld Bux
kin grau und dunkel karrirt, zu Consitmanden-Anzügen geeignet
und fieht Musterkarte zur Verfünurg!

Anfertigung nach Maß unter Garantie für mo
dernen Schnitit und gquien Sitz.

Theil von Honglkong (China) in Asche gelegt. Um weitereß zu ver⸗
hzüten, wurde eine⸗ große Anzahl Häuser in“ die Luft gesprengt.
Der Schaden ist enorn. —

7 Die Zahl der Lokomotiven des Erdballs. Franzosischen
Blaͤttern zufdige beträgt die Zahl der auf den Eisenbahnen dar
uten und neuen Welt in Betried vefindlichen Lolomotiven zur Zeit
50,000, welche einen Geldwerth von 21)2 Milliacden Franken re⸗
präsentsren. Unter dieser Anzahl erscheinen die Vereinigten Staaten
hon Nordamerika mit 14,200 Möschinen, England mit 10,900,
Deutschland mit 53900, Frankreich miu 4900, Rußland mit 2,600,
Desterreich mit 2, 400, Ungarn init 5800, Italien mit 1200 Ma⸗
chinen.

f Billiges und gistfreies Mittel gegen Kussen, Schwaben und
Deimchen,. ZIwei Theile gepulverter Borox werden mit einem Theile
Mehl und einem Theile Zucker recht innig gemischt und auf VPapier
oder auf Tellern da aufgestellt, wo das Ungezicfer seine Schlupf⸗
winkel hat. J
nn
Marktberichte.

Zweibrücken, 18. März.(Fruchtmittelpreis und Victualienmart.)
Weizen 10 M. 24 Pf. Korn 7 M. 88 Pf., Gerste zweireihige ß8 M. 189
ierreihige &amp; M. —, Pf Spelz O M. -Pf., Spelzkern — M.— Ph.
Hintel M. — ppf. VNischtrucht M. — Pf. Hafer 6 M. 15 Pf.
zrbsen — M. — Pf., Widen 5 M. 87 Pf. Kartofseln 2 M. 85 Pf.
deu 1 M. 80 Pf., Siroh 2 M. — Pf., Weißbrod Li/ Kilogr. 51 Ph.,
Lornbrod 8 Kilogr. 73 Pf., 2 Kilogr. 49 Pf., 1 Kilogr. 25 Pf., Gemischt⸗
rod 8 Kilogr. 88 Pf. das Paar Wedck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual⸗
36 Pf. II. Qual. 60 Pf. Kalbfleisch o0 Pf., Hammelsleisch 60 Pf. Schweinefleisch
36 If., Builer 1, Kiloqr. O M. 90 Pf., Wein J Liter 70 Pf. Bier 1 Liter 24 Pf.

7

oereebericht über Loos⸗Effecten von A. Molling,
Bankgeschäft, Berlin W., Friedrichstr. 180 —
— vpom 11. Marz 1879.
Umsterdam Industr. Pal. 22/1 sl. Kl. G. 8 I. 6 B. Ansbacher 71
Zʒaupit. 14 000 ti. Gw. 9 fl. 28,80 G. 80,00 B. Augsburger 7 fl. Hpt. 7000
i Gw. 9 fU. 2060 G. 2140 B. Badische 88 fi. Hpi. 40 000 ti. Gw. do g.
58,80 G. 160,800 B. Bari 100 fres. Hptt. 106,000 til. Gw. 150 fres. 39 G.
Barletia 100 fres. Hpt. 100,000 kl. Gw. 150 ge 19,20 B. Braunschw.
ꝛO thlr. Hpt. 150,000 I. Gw. 69 Mark. 8240 G. 88,600 B. Bukarester 20 fr.
dpt. 100,000 H. Gw. 20 fres. 20 G. 2140 B. Finnlaͤnder 10 thlr. Hauptt.
50,000 ki. Gw. 36 Mark. 88 280 G. 40,28 B. Freiburger 15 fres. Hpt. 40,000
I. Gw. 19 Ircs. 21,0 G. 23,00 B. Genueser 150fres. Hpt. 100,000 kl. G.
60 frcs. — G. 27 B. OHamburger 100 Mti. Bo. Hpt. 115,000 M. B.
I Go. i156 M. B. 290 G. — B. Hamburger 50 ihlr. Amortiszieh. kIl.
dIw. 180 MNt. 177,.0 G. 179,00 B. Kurhess. 40 thix. Hpt. 96,000 B. Gw. 225
Hiart. 2560 G. 250 B. Lubeder dO thle. Hpi. 80,000 tl. Gw. 168 Mt.
175006. 177,00B. Mailand⸗Como 14fl. Hpt. 20,000 tl. Gw. 14 fl. 58 G. — B.
Malländer 40 ir. v. 1861 Hpt. 70,000 si. Gw. 47 fres. 2900 B. Maildnder
Tofres. v. 1866 Hauptt. 100, 000 tl. Gw. 10 fres. I000 G. 1L00 B. Meininger
7fl. Hpt. 15,000 tl. G. 8 fl. 19,26 G. 20,20 B Naffauer 25 fi. Hpt. 20,000
I. Gw. 48 si. — G. 107 B. Reuchateler 10 fres. Hpi. 12,000 I. Gw. 12 fr.
—o G. 1620 B. Reapeler 150 fres. Hptt. 35,000 kl. Gw. 150 fres. 68 G.
vB. Oldenburger 40 thlr. Hpt. 60,000 ti. Gw. 120 M. 148,00 G. 145.00 B.
sreishe Pramsen 100 ihle Hpt 225,000.i. G 4 Vt 1408α G.
. B. Pappenheim 7 fl, Hyt. 9000 ti. Gw7 fl. MN.as G. 1846 B.
Schaumb. Lippe 25 thlr. Hpt. 88 000 I. Gw. 188 Mk. 180 G. Schweden
d hie dpu 3o dod ti. Ew. 80 Mi. 1515 6. 47.0 B. Turtk. 400 fr. incl.
. v April 1876 Hptt. 600, 000 Il. Gw. 400 fres. — G. 39,00 B. Ungar.
jc fl. Hauptt. 100,000 Il. Gw. 186 fl. 188160 G. 161,0 B. Vene diger
30 fres. Hauptt. 60,000 kleinster Gewinn 80 fres. 16 Brief. *

Soweit Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den unter Brief notirten
Coursen Verkäufer, zu den Geld⸗Coursen Kaufer.

Mailänder 10 frcs. Loose, die am 16. ds. Mis. gezogen werden, sehr
hegebtt und steigend. Barletia und Mailänder in größeren Posten umgesetzt

A. Molling.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Deme.

Geflügelzucht-Verein Kirchheimbolanden.
Zum Besuche unserer vom 830. März bis 1 April
statifindenden Geflügelausstellung beehren wir uns ergebenst
einzuladen. Die Direction der pfälzischen Eifendahnen hat den
Besuchern freie Rückfahrt gewäbrt.
Der Ansschufi.
Mehrere Aecker
auf der Vieß und ein Garten
in den Großgärtten zu verpachten
oder zu verkaufen durch

Heinr.Laur.

Das in 2. Aufl. erichienene Buch:
PicGicChi“
— — —
enihäut erprodle Anweisungen zur er⸗
solgreichen Setbstbehandiung und
denung von Gicht u Rueumatianad
Ruen, welche an diesen Uebein oder
Erkaltungskrankheiten leiden. Laun
dies Buch wärmstens empfahlen
werden. Ein Auhang von bet⸗
testen beweist die Vormüglichtkeit der
wethode, welche sich tauseundfach be⸗
währt hat. Preis 20 Pf.) — Aus⸗
fuührt. Prospeet vers, auf Wunsch
vorher gratis u. franco Ch. Bobeu-
leiner, Leirzig u Hasel.

J
v ven

* Vorrdihig in K. Gotthold's
duchhandlung in Kaiserslautern,
welche dasselbe gegen 60 Pfq. ir
Briefm. franco Überallhin verendet

—*xX

—W6 2
Jemntthlaze
        <pb n="148" />
        Vergebung von Straßenbauten im Districte
V Zweibrücken. —WR8
Die nachgenannten Disiriktsstraß⸗ensireckn im Cantone Zwei⸗
brücken werden auf dem Wege der allgemeinen schriftlichen Sub⸗
misfion zur Ausführung vergeben, nämlich:
I. Die Sirecke von der Knopper⸗Mühle nach Mittelbrunn auf
Nnopper Gemarkung mit einer Länge vonzZ1090,20 m, veran⸗
schlagt wie foigz::: —
7e 41. Edarbeiten zu. .B33274, 66
I 2. Versicinungsarbeiten zu 7566,1033
*. Kunsibauten zu. 3932,77
e. Pflafterardeiten zu. .. . 40800
—A 56.00
Im Ganjen zu 15237,58
U. Die Strecke von Knopy nech der Knopper-Mühle auf
Kuopper Gemarkung mit einer Länge poun 1782. 15 m, verau⸗
schlagt, wie folgt: v —
1. Erdarbeiten zu. . 5495.532
D 7 Versteinungsarbeiten zr 2090,08
Pflasterarbeiten zu. 3675,37
Kunstbauten zu... 1679,00
Brenzsteine, Schußsteine und Sand⸗·
lieferung zuß.. 508.00
Im Ganzen zu 233447,97
Zuverlässize, tuchtige U vernehmer werden eingeladen, ihre
nach ganzen und zehntel Prozerten vemessenen Augebote, für jede
der beiden vorbezeichneten Straßenstrecken getreunt,
schriftlich auf Stempelpapier und versiegelt mit der Auffchrift:
„Angebot auf Straßenbauten im Districte Zweibrücken“
bis längstens am Donnerstag den 20. Märzel. J.
Vormittags 11 Uhr dbei der unterfertigten Behörde einzu ⸗
reichen, bei welcher bis dahin die Pläne, Kostenanschlögt und Be⸗
dingnißhefte zu Jedermanns Einsicht aufliegen.
Zweibrücken, den 11. März 1879. m4 X
Kgl. bayer. Bezirksamt::
Damm,,
kal. Regierur gsrath.

usik.Verein PNPRAGITæ.
—ED — —X —X
Sonutag, dem 10, MAræ 1878, Aenmittass 4 Vur
( Unde 6 Ulnr), *
im grossen Tivoti-Sacde

⸗
Oeffentliches Concert,
unter Leitung des Herrn Musikdirektor FR. HOMPPBSCI.
—2

Progra mm. —
41. Theil.
Ouvertura zu: „Heimkehr aus der PFremdos von Mendelssohn.
Lieder für gemischten Chor.
Olavier-Concert (Cis-moll) von. . . - . Perqd. Ries.
. Lieder für Männerchor. n
3. Du, Herr, zeigst den besten Weg, für Chor —
and Orchester von.... ... . Iauptmam.
— 2. Cheil.
5. Symphonie (C-mollh) von... Beethoven.
RiIlets à 1,50 Mark sind zu haben: in Saarbrücken
dei Herrn Klingebeil und Herrn Rob. Laugs; in
3t. Johann bei Herren Bock &amp; Seip und Herrn 7Th.
ß3rMsSs, sowie an der Kass e. — Ausser den Mitwirkenden
hat Niemand freien Zutritt.
Listen werden mieht in Umlauf gesetat. e
Der Vorstand.
Auszu mit Matia Schef
* bu s g r Theobald mit Josephina Kem⸗—
aus den Registern des Standesamts merling. Ludwig Wolff mit
S Indbert Maria Bastian. Georg Müller
prs Monat Februar 1879. n Margaretha Ochs. 22.
A. Geburten: Peter Ripplinger mit Magdalena
1. Febr. Elisabeiha T. v. Schmitt. Georg Feichtner: mit
Johann Joseph Quirin. Kasha⸗ Charlotta Günther. 25. Peter
ina T. v. Ncolaus Morlo. 2. Jaͤnn mit Maris Barbara Ochs.
Maria T. v. Coetistian Beder. Mathias Braun mit Maria
Peter S. v. Andreas Klein. Nlahm.
Zatharina T. v. Jacos Coppel. O. Sterbfälle:
douisa T. v. Peter Behr. 8. 1. Febr. starl, 9 M. alt,
Friedtich S. v. Friedrich Schle- S. v. Johann Jung. 2. Jo⸗
del. 5. Emil S. v. Karl Um⸗ hanna, 2 J. 3 M. alt, T. v.
behr. 7. Georg S. v. Georg Mathias Gries. 5. Michatl,
Jung. 8. Auguste Maria, T. 19 J. alt, S. v. Anton Beßtz.
v». Dr. Carl Ehrhardt. 9. Ma⸗ Waria Ochs 50 J. alt, Wwe.
ria T. v. Peler Schaffner. don Andreas Nau. 6. Julius
10. Gtorg S. v. Ludwig Mayer. Brewenig, 42 J. alt, Ehemann
Johann Theodor S. dv. Theodor don Anlonetle Niuerburg. 7.
Thiel. Ludwig 5. v. Jatob Piter, 3 Jadte alt, S. v. Franz
Feichtner. Wilhelm Ludwig S. Foos. 8. Ludwig, 8 J˖ alt,
». Georg Neich. 11. Maria —. v. Ludwig Potwin. 8.
T. v. Johann Jung. Ludwig Magdalera Schwarz, 48 J. alt,
5. d2. Joh. Hoffnann. Mag⸗ khefrau von Friedrich Apfel.
»alena T. v. Jocob Imhof. 2. Georg, 3 J. 6M. alt,
darolira Maria T. v. Jacob 5. v. Joseph Wagner. Anna,
dinn. 13. Peter S. v. Johann 8 M. alt, T, v. Pet. Kampf.
dneib. Johann Franz S. v. 14. Regina Cathar. 7 M. alt,
Johann Just. 16. Friedrich T. von Ludwig Schmitt. 17.
Heorg S. v. Ludwig Reppiert. Zatharina Fromm, 50 J. alt,
.7. Katharira T. v. Heinrich Wwe. von Joseph st öß. Adam,
darmann. Eltsabetha T. v. 28 Tage alt, Sohn von Petet
Georg Stief. 19. Jecob S. Bertzel. 18. Rosina Letzendurger,
o. Wilhelm Schunk. Kattarina 79 J. alt, Ww. von Michael
T. v. Jacob Gebhardt. 22. Ludas. 20. Andreas Schaar,
Philpp S. v. Heinrich Spenc- 37 J. olt, Chemann von Cva
ler. Philippira T. v. Jecob drast. 21. Gtorg, 8 M. alt,
Meider,. 23. Maria T. v. 53. von Georg Schmilt. 24.
Peter Selgrad. 24. Jacob S. Nilolaus, 8 J. alt, S. v. Pet.
v. Johann Gehring. August Schmelzer. 26. Johann, 1 J.
S. v. Goorg Zeller. 25. Rosa 6 My. ait, S. v. Johaun Juchs.
T. v. Wilhelm Dinjes. 26. 27, Elisabeiha, 19 J. alt, T.
Magdalera T. v. Adam Haupt- v. Heinrich Reidelstürz. 28.
waun. Susanna T. v. Ludwig Mar'a, 6 Tage ait, T. von
Zuß. 27. Magdalena T. v. Peter Selgrad. Rosa, 1 Jahr
Fatl Uhl. 28. Karl S. v. M. alt, T. d. Jat. Kasser.
Martin Schwab. Pete: S. v. St. Ingbert, 12. Marz 1870.
Jacob Bleif. D
. Ebeschließungen: er Standesbeamte:
i goe an hhn squütz Euster.
Druck und Verlag von F. X. Demek in St. Ingert.

F

— —
NPie größte Auflage aller deutschen Zeitungn
hat das
2 66
„Berliner Tageblatt
erreicht und damit bewiesen, daß es die Ansprüche —9*
welche an eine große deuische Zeitung ge —X
stellt werden können, zu befriedigen x
weiß. Die besonderen Vorzüge voð
dieses Blatles bestehen —ñ— 48 Swo
pvornehmlich in —⸗ x—
Folgendem: ebrσ
ð α dew
—8B
— v xv
—5—
x0 —8
8 —
X5 vo J
30

Unabhangige
freisinnige politische
Haltung. Zahlreiche Spe—
zial⸗Telegramme eigener sor⸗
respondenten.
Täglich 2maliges Erscheinen,
als Abend- und Morgenblatt. Reichhaltige Nach—
richten aus der Residenz und den Provinzen. Ausführ⸗
liche Kammerberichte seines eigenen parlamentarischen Bureaus.

Erziehungs⸗ und Unterrichtswesen. Vollständige Handelszeitung mit
ehr ausführlichem Berliner Courszetiel. Theater, Kunst und Wissenschast.
Wöchentliche Mittheilungen über Land- und Hauswirthschaft, Gartenbau.
Bei der Fülle des Gebotenen

ein enorm billiger Abonnementspreis.
Im Laufe des II. Quartals erscheint im täglichen Feuilleton:
„Der verlorene Kamerade
von
Hans Hopfen.

Diese reizende Novelle wird mit ihrem originellen und spannenden
3 8 berühmten Schriftsteller viele neue Verehrer zuführen. Hier⸗
rauf folgt:

„NAriadne“s Roman von Henry Groville,
eessen lurzlich im Berliner Tageblatt, veröffentliche Roveile „Dosia⸗
Ulgemeinen Beifall gefunden hat.

auf das „Verliner Tageblatt“ nebse
„Ulk und „Berliner Sonntagsble
um Preise von nur
pro Quartal bei allenReichspostanstallen und wird im Intresse der Abon⸗
nenten höfl. gebeten, das Abonnement recht frühzeitig anzumelden,
damit die Zustellung des Blattes beim Beginn des Quartals punkttli«
riolgen kann.

Man abonon
        <pb n="149" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Dder St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich m⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstaq und Sonntag. Der Abonuementspreis betragt vierieljahrlich

lA 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.A 60 O, einschließlich 40 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 D, von Auswaäris
mit 15 — fur die viergelspaltene Zeile Blatischrift oder Leren Raum, Necla nen mit 30 — vro Zeile berechnet.
Sounntaag, den 16. März

1879
Deutsches Reich.
München. Se. Maj. der Koͤnig hat den Nothleidenden

n den Gemeinden des Spessart eine Unterstüßzung von 8000 M.
ugewendet und Ihre Maj. die Königinmutler eine solche don
3500 Mm.

Berlin, 18. Marz. Reichslag. Der Vertrag über Maß⸗
zeg eln gegen die Verbreitung der Reblaus wird genehmigt, dann
zie Berathung des Reichshaushalts fortgesetzt.

Berlin. In der Reichstagscommission zur Vorberathung
des Antrags Stumm betreffend die Errichtung von obligatoriscen
Indaliden⸗ und Aitersversorgungekassen erllärte der Regierungscom⸗
nissär, daß diese gewünschten Kassen weder nach dem Muster der
dalistassen noch nach dem der Knappfchaftskassen errichtet werden
oͤnnten; wie sich denn di⸗ Reg'erung gegen jeden Zwang erklären
müsse.

Betreffs der Finanzzölle verlautet, daß der Anirag auf Er⸗
öhung des Kaffeezolls bon der würite nbergischen Regierung aus-
jegangen ist. Darnach soll der Kaffeezoll von 17,80 auf 21 Mark
rrhöht werden. Die würt tembergiche Regierung glaubt, d ß bei
einer entsprechenden Erhöhung des Theezolles und der —A
eines Petroleumszolles von 1550 Mark eine Mehreinnahme von 15
Millionen Mark sich werde erzielen lassen. Eine Erhöhung des
daffeezolles von 17,50 auf 21 Mart würde deu Kaffee um 3 Pf.
ors Pfund vertheuern und den Zoll auf das Pfund Kassee von
1730 Pf. auf 21 pf. erhöher.

Berlin. Daß es nicht blos Kampf, Kampfidlle und der⸗
zleichen heuer im Riichstag gibt, beweijen zwei neue an denselben
jelangte Geseßesdorlagen: T) Inlernenonale Convention über
M—regeln gegen die Reblaus, 2) Schuß nützlicher Vogel.

Ausland.

Bersailles, 14. Marz. Die Deputirtenkammer hat
den belannten Autrag, die sog. Mai⸗Minister (Broglie und
Wiem in Unklagestand zu versetzen, mi 317 gegen 159 Stimmen
Vootfen, dagegen ine Tagesordnung, wonach gegen die Na—
nister scharfer Tadel ausgesprochen wind, mit 240 gegen 154
Stimmen angenommen.

London, 13. März. Die „Times“ meldet, daß England
und Frankreich keine Commissäre zur Ordnung der tarkischen Finan—
en ernennen werden. Ueberhaupt geschehe nichts jur Ordnung
ꝛer türkischen Finanzen, so lange die Pforte nicht eine angemessene
Tonttole ein raume.

Am Vonnerstag erfolgte in der Schloßkapille zu Wind⸗
'or die Trauung des englischen Prinzen Herzoab bon Connaught
nit der preußischen Prinzessin Marqgarethan, Tochter des Prinzen
Friedrich Karl.

nen und Kraͤnze zugeworfen wurden. Von leßteren fiel einer mit
nuffallend dumpfem Nlang auf die Buͤhne nieder, er wurde unler
ucht und da flellie es sich heraus, daß er aus Lorbeerblaͤttern und
iner — Blutwurst beftand. Der deehrte Kunstsünger ließ fich und
rinen Collegen die „sinnige“ Gabe trefflich schmeden.
, Wiem, 13. Marz. Die hier eintreffenden Hiobsposten aus
Szegedin Lauten immer entsetzlicher. Szegedin ist total vernichtet.
die ganze reiche Handelsstadi ist jegt eine schwimmende Trümmer—
nosse. Privat Berichten zufolge sind Tausende von Menschen um⸗
ꝛekommen. Das Krankenhaus ist eingestürzt, fünfhundert Kranle
purden dabei unter den Trümmern begraben. Ebenso sind bei
em Einsturz der Synagoge eine ähnlich große Anzahl von Flücht⸗
ingen von dem stürzenden Gemãuer erschlagen worden. Die ver⸗
angene Nacht war buchstäblich eint Todesnacht. Es fehlle an
Jeleuchtung, denn die Gasanstalt befand —II
jaren ungenügend vorhanden und verlöschten schnell bei dem brau—
nden Sturme. In liefster Finfterniß flohen die Geängstigten.
)as Gejammer der Kinder, die Huferufe der Weiber waxen ent⸗
tzlich; der furchtbare Orkan das dumpfe Brausen der sturmge⸗
eitschten Wassermenge übertönte die Kommandorufe der hilfebringen⸗
en Schiffer. Leider wären zu wenig Retiungsbote vorhanden so
aß Viele ertrinken mußten. Das Elend ist herzzexrreißend. Die
jebensmittel sind ausgegangen. Jetzt wird freitch das Rettungs⸗
derk in großartiger Wene organisirt, aber es ist zu spat. Ungefaͤhr
ehn Qundratmessen sind überschmemmt.
fNecht blos Szegediu ist von den Hochwasser so furchibar
seimgesucht; das Stadchen Dorosma welches nordwestlich von
Zzegedin, weiter von der Theiß weg liegt, war schon seit dem 7.
März unter Wasser gesetzt; in bier Stunden hatte dort dos Wasser
Wber 800 Häuser in Trümmer gelegt; Hunderte haben sich in die
dirche, den einzigen hoch gelegenen Vlat, mit nothdurftigem Haus—
rath geflühhtet.
JBest, 18. Marz. Finanzminister Szoporh ist mit 200,000
zulden nach Szegedin abgereist. Ein Telegramm der Staats bahn
us Szegedin meidet, gefteren feien dier Rettungsʒüge abgegangen;
Zzegedin sei größtentheils zasammengefallen, sehr viele Menschen
eien zu Grunde gegangen. — „Pesti Naplo“ meldet, es seien
8500 Hauser eingesürzt und mehrere hundert Menschen umgekom⸗
net. Die Retiungsarbeit wird energsch fortgesetzt. Amtliche An—⸗
zaben über die Gröͤße des Unglücks sehlen noch. I
Pest, 14. Marz. Heute ist die directe Telegrophen⸗
)erbiadung mit Sjzegedin unterbrochen; die Kegierung exhält nur
paärliche Telegramme; die Zerstöͤrung und der Jammer ist entsetzlich;
ünf Personen find wegen Brandlegung vor das Standgericht ge⸗
zracht. (Nach einem der Irtf. 3.“ aus Vest zugegangenen Tele⸗
sramm find in Szegedin fost 2000 Haͤuser eingestürzt. In Pest
ind schon 100,000 fl. gesammelt zur Unterstützung der Szegediner.)
f Die Verarmung des südlichen Frankreich in Folge der fort-
hreilenden Verheerungen der. Reblaus ist im Zunehmen begriffen.
die Bodnpreise enorm gesunken. In der Nahe von Monspellier
alt vor einigen Jahren das Rebland 22,000 Fres. die Hektare,
jegenwärlig kaum 1000 Free. Die Gemeinde von Graveron hatte
oc der Reblauskrantheit eine Jahreslese von 10,000 Hellolitern;
negenwättig betiägt dieselbe 50 Hektoliter. Von 95,000 dettaren
deben im Departement du Gard bleiben noch 9000 ubrig; in
Jaucluse 5000 Henna en im Jahre 1878 gegenüber 32,000 Hek⸗
aren im Jabre 1858. In Herault sind zwe Drittel derloren.

ι
Bermischtes.

St. Ingbert. 185. Maͤrz. Von den 2 Bewerbern
im die neu ju errichtende siebente kath. Knabenschulst De haben
Drtsschullommission und Stadtrath Hrn. Lehrer Frey, bisher in
Rodalben, einstin mig zur Ernennung in Vorschlag gebracht.

Am nůͤchsten Montag beginnen zu Fweirderusden die
Schwurgerichtsberhandlungen pto J. Quart. 1879. Es kommen
icht Fälle zur Aburtheilung, daruner4 wegen vorsäßlicher Brand⸗
tiflung, Iwegen Raub und Diebstabl, einer wegen Kindemord
ind 1 wegen Derufsdeleidigung durch die Prasse.

*Nach einem Jaseraun in der „Saaubrücker Zig“ findet am
19. April nächsthin die Bersteigerung der Völtlinger Etsenhüt:e —
n Puddel⸗ und Walz werk bestehend — statn. VDas Etob! sement,
velches sich gegenwärtig in Liquidation b findet, wurde 1873 er⸗
rigtet.

fAm Donnerstag Morgen brannten in Becgzabern Scheuer
ind Siallang des Müllers Jacob Venningshaus. bis auf die
Mauern nieder.

tIn Speier wurde gestern Morgen6 Uhr ein pracht⸗
nolles Nordlicht beobachtet.

tDieeser Tage fand im Johannisberg⸗ Theater zu Elberfeld
ine Beneftz⸗Vorstellung satt, wodbei dem Beneficianten piele Blu-

Fur die Redaction veraniwoartlich: F. X. Demeß.

—
Ber Hals⸗ und Bruffiesden werden die weltberühmten Brust⸗
aramels Maria Bennv von Donat blann roh ge⸗
zessen oder auch häufig i heißer Mielch oder Thee aufgeloͤst. Um
ne betannte Wirkung derselben noch zu erhöhen, darf die Milch nur
au warm dewunken werden. Man sollt diesen scheinbar unde—
ꝛeutenden, aber doch sehr wichtigen Umstand niemals außer Acht
issen. In dieser Stadi allein echt bei Hetrn Reaun Blrtera.
        <pb n="150" />
        Mobilienversteigerung.

Montag, den 31. Märi
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr,
zu St. Ingbert in seiner
Wohnung laßt Herr Jalob
Dahlemin, Müuller daselbst, we⸗
gen Ummug, verschiedene Mobi⸗
liargegenstaͤnde offentlich zu Eigen⸗
thum versteigen, worunter na⸗
mentlichh

4vollständige Betten, eiwaß
Getuch, verschiedene Tische,
Stühle, 1 Kanope, Spiegel,
1 Commode, eine eiserne
Wandudr, 1 Regulator,
Schreibtisch mit Aufsaß,
Stehpult, 2 Mehlkasten, 8
Waagen, sammtliches Kl
chengerüthe, 1 Kochherd,
1aüchenichrank, Weinfäfser,
Semüsestander, Waschbüͤtten,
und verschiedere sonstige
Begenstunde.
St. Ingbert, 14. Maäͤrz 18789.
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:

eb. Auffschneider.

77 Emserwasser Krüge we · — 75 — 5*
den bill a abgegeben auf, dem, Ztation hellebzette
hies. Garwer!l. sliast beii F. F. Demeß.

— — —J 2
A. Strevelor in St. Johann a. d. daar

V. Malwiedk's Back- u. Bratpfannen.

Gaͤnzliches Entbehren von Butter und Schmalz bei gleichzei⸗
liger sehr schmachhafter Zubere tung der Speisen. Ersparniß an
Jeit und Geld, Anbrennen unmöalich.

Aufforderung.
Wer an den Nachlaß der zu
Schieren verlebten Eheleute
Andreas Nau und Maria
—QXX
tend zu machen hat, wolle die⸗
selbe binnen längstens 14 Tagen
bei dem Unterzeichneten anmelden.
St. Ingbert, 18. März 1879.
Der Amtsverweser des kgl—
Notar Sauer:
K. Auffschneider.
ff. Javabruohb-
Oaffoo
vorzüglich im Geschmock, roh pr.
Pfund 90 Pf. gebrannt per
pjfund M. 1,10 zollfrei, 9
pfund Portofrei, gegen Nach⸗
nahme empfi⸗hite
Heimrieli Heim,
Hamburg .
Mehrere Aecker
auf der Vieß und ein Garten
in den Großgärten zu verpachten
oder zu verkaufen durch
Heinr. Laur.

— Ecke der Bahnhof⸗- und Dudweilerstraße. —
—Gaänzlicher Geschäfts-Aufgabe
zae meine sämmtliche Manufaktur- nund Iewnaaren einen
Totalen Ausverkaufe
2 zu sehr reducirten Preisinn

7—

ausgesetzt.

A. Stréeveler, St. SJohann, PEcke der Bahnhof- und Dudweilerstrase

VB. —A Laden⸗, sowie vollständige Gas Einrichtung ist nach Räumung des Lagers billiast zu
verkaͤufen.

——
Im Ladenlocale
des Wirthes Herrn
Johaun Joseph Heiunrich

(Haupiftraße).

An die Bewohner von
St Ingbert und
Umgegend!

7

Im Ladenlokale
des Wirthes Herrn
Johaun Joseph Heinrich
(Hauptstraße).
—E
Unterzeichneter, Inhaber einer bedeutenden Leinwand⸗Fabrik in Oppach bei Herrenhut, beabsichtigt bei
Gelegenbeit seiner Durchreise am hiesigen Platze von Dienstag, den 11. Marz d. J. an
im Ladenlocale des Wirihes Hrn. J. J. Heinrich in St. Ingbert (hanplslraße)
einen großen Verkauf seiner sammtlichen Artikel zu eröffnen.
Der Verkauf hegann den 11. AMärz und dauert bis zum 20. fMärz.

Das wohlverd'ente Renommoͤ seiner wodlbelannten Fitma bürgt Jedermann für reelle, selbst fabricirte
Waare. Die fabelhafle Billigkeit ist eine zu bebannte, als daß es noch einer besonderen Anpreisung bedürfe, lasse
sedoch zum Beweise dieser Behauptung unteustehend einen kleinen Auszug meines Preis-Verzeichnisses solgen. Auf
die ungünstigen Zeitverhältnisst besonders Rücsicht genommen, ist selbst dem wenig bemittelten Mann Gelegenheit
geboten, für weniges Geld seinen Haushalt zu restauriren.

Indem ich die verehrten Herrschaften nur noch um aefl. Befichtigung höflichst bitte, zeichne mit Achtung

erich aus Oppach, Sachsen.
AUSSzVS AVBS dem Preis-Verzeichniss
Herrenhuter Leinwand von Pji. an, Schlesinger Leinwand von 40 Pf. an, Aechte Haus⸗
macher Leiuwand bon 60 Pf. an, Hochfeine Leinwand von 78 Pi. an, Bettzeuge in allen
Farben von 48 Pf. an, Aechte leinene Schürzenzeuge von 75 Pf. an, Alles per Meter, Hemden⸗
vffe in allen Farben, Betttücherleinen ohne Raht. Tischtücher, Handtücher sebr billi⸗
Taschentücher von 10 Pf. an.

Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingert.
Hiezu ‚Jllustrirtes Sontaasblatt“ Nr. 15.
        <pb n="151" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Dder St. Jugberter Anzeiger und das (S mal wöͤchentlich? mi dein Haudtblatte berbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Sanstag nnd Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich

lAM 40 einschließlich Trägerlohn ; durch die Post bezogen 1A G60 H, einschließlich 40 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswärit
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder Seren Naum, NReclanen mit 30 pro Zeile berechnet.
100—
As
0

—* Diciienstag, den 18. März —

1—

Einladung zum Abonnement.
. Der „St. Ingberter Anzeiger“ wird in dem am 1.
April nächsthin beginnenden II. Quattole d. J. in derselben Weise
und zu demselben Preise wie bisher erscheinen. Die politischen
Rachrichten wird er in gedrängler Uebersicht, aber möglichst rasch
ind volstandig geben; die wichtigsten Tagesfragen werden ausführ⸗
licher besprochen werden. Lokalen und probinc'ieuen Ungelegenheiten
wird er vesondere Aufmertsamken zuwenden und daneben. die inte—
ressantesten Fälle aus dem Gerichtssaale und die wichtigssen Han⸗
dels⸗ und Verkehrsnachrichten bringen. Im Unterhaltungs⸗
blatte wird nur Gediegens zum Abdrude gebracht werden. Vat
illustrirte Sonntagsblatt wird der Angeiger“ auch ferner
Aß angerehme Beilage vehalten.
Neubestelluugen wollen gefälligst bald, fowohl bei der
Post wie ver uns oder unseren Austrägern gemocht werdeu. Unsere
»isherige hiesige Abonnenten werden den „Anzeiger“ auch im neuen
Quartale fottgeliefert erhalten, wenn fie nicht ausdrücklich abbestellen.
Indem wir noch den „St. Ingberler Anzeiger“ einem geehrten
hiesigen —Nmd aus wärtigen Publikum zur Ausgabe von In se⸗
ra kben aller Art in empiehlende Erinnerung bringen, laden
wir zugleich zu recht zahlreichem Abonnement auf denselben ein.
Hochtachtungs vollsi
Redaction und Erpedilion des „St. Ingberter Auzeiger.“

in Rumänien kantoniren, erhielten Befehl, in den allernächsten

Tagen nach Rußland abzumarsch'ren.
Bermijwtes.

*St. Inabert, 17. Marz. Unsere hiesigen Jäger
zatten heuer anf dem Schnepfenstriche noch kein Blüd. Dagegen
vurden gestern auf einem Treiben in Rotbdell von der Jagdgesell⸗
schaft der Herren Gebr. Krämer 4. und heute von dveiselben auf
einem Treiben im Ommersheimer Walde 6 Schnepfen geschossen.

* Nachsten Donnerstag, Nachmittags 2 Uhr soll in der

Brauerei „Zum Kronprinzen“ in Zweibrücken eine Versammlung

der Freunde der Steuerreformpläne des Reichskanzlers stattfinden.

Zweck: Besprechung, event. Uuterzeichnung einer Zufdlimmungsadreffe

an Fürst Bisma sck.

Die piälzischen Bahnen vereinnahmten im Februar 1879

um 37,136 Me22 Pf weniger, als im nämlichen Monat 1878.

7 3Zweibruden, 17. März. Auf Einladung des Elsaß-⸗
Pfalzisthen Eisen bahn⸗ Komites hatien fich gestern über Hundert
Interessenten aus Elsaß · Lothringen und der Pfalz in Bissch einge⸗
unden, um über die Schritte zu berathen, die gethan werden
nüfsen zur Realisirung des Projetts einer zu erbauenden Eisenbahn
zZweibrücken⸗Straß burg über Buchsweiler⸗Hochfelden durch's
hornbacher⸗ und Moderthal, sowie einet Linie aftarteM⸗ 3
zurchs Moder⸗ und Eichelthal, mit Anschlug in Saac⸗Union. Nach⸗
dem die Wichtigkeit dieser Bahnen nach allen Seiten hin gehörig
von verschiedenen Rednern beleuchtet worden war, wurde ein Ko⸗
mite gewäbhlt, das unter dem Vorsige des bei der Versammlung
beafalls anwesenden Oberbürgermeister Badk don Straßburg lom⸗
menden Samsiag dort zusammentreten wird, um über die weiter
n dieser Sache einzuschlagenden Wege zu berathen. (Zw. 3.)

F In Helter Sberg wurde ein Milchkalb um den Preis
bon 85 M. verlauft; gewiß eine Seltenheit.

, S.peyer, 16. Marz. (Pf. K.) Heuie Vormitiag kurz

nach 10 Uhr, während des Gottesdienfles, wurde der Schustergeselle

Adam Kinzler, 26. Jahre alt, welchet bei Schuhmacher Fischer in

Urbeit stand, von dem ledigen Schreiner Schuͤler, 19 Jahre alt,

nit den Worten: „Adam! Adam!“ gerufen. Der Gerufene eilte

die Treppe hinunter; als er die Thür offnete, seuerts Schüler einen

Vebolver auf ihn ab. Mit dem Ausruse: „Meister! ich bin ge⸗

vdossen“, brach Kinzler zusammen. Der Schuß ging durch den

Unterleib. Der sonell herbeigeeilte Arzt Dr. Gümdel leistete sofort

zilfe, erkllärte aber, daß der Schuß lebensgefährlich sei und wabhrscheinlich

en Tod bald zur Folze haben werde. Der Moͤrder entsprang, wurde
ibet sofort von der Politei verfolgt. Er stellie sich spater auf dem

Jolizeibureau selbst zur Hast. Er ist als ein exe ssives Bürschchen

elannt. Eifersucht soll der Beweggrund zu der oraßlichen That
jewesen sein. (Nach der „Pf. Z.“ soll Shüler früher schon ein⸗
nal nach Kinzler geschossen haben, aber ohne ihn zu treffen.)

FWürzburg, 15. März. Unleroffigier Pude, welcher
)en Studenten Sicken erschossen, wurde vom Vilitaͤr⸗Bezirkegerichte
ireigesprochen.

TMünchen. Die bayerische Handelsbank hat für die
Nothleidenden im Spessart eine Unterstüzung don 500 Mart be
villigt. (Berichte aus der bedrängten Gegend scheldern die Lage
rotz der von allen Seiten einlaafenden Unterstützungen noch immer
Us eine äußerst schlimme. Hilfe thut bald und dringende Noth.
Die Gelegenheit, hier zu helsen, sei darum allen Mildthätigen nüt
dem Hinweis auf das Sprüchwort: „Wer bald gibt, gibt doppelt!“
indringkcht empfohlen. Gaben, am besten in Geld, find zu richten
an das Ceutrattomite in Aschaffenburg. D. R.)

Dienstesnachrichten.

Regicerungsaccessist Conrad in Speyer wurde zum Assessor
deim kal. Bezirkzamt Kaiserslautern ernannt, der Assessor deß igl.
Bezirlsamtes Kaisertlautern, Lermann, an die kgl. Regierung von
Mittelfranken berufen und der kgl. Bezirksammmann Osann von
Frankenthal zum kal. Regieruagsraih befördert.

Deutsches Reich.

Der „Rordd. Allg. Ztg.“ zufolge ift don Seiten Deuischlandß

nit Rüchicht auf die von der jserbischen Regierung gezeigte Bereit⸗
pillialeit, die Besiimmung des Verliner Vertrags wegen Gleichstellung
Vc ab audenebeleunimsse zur Aus ührung zu bringen, die Anerkenung
oolitischen Unabhängigkeit Serbiens ausgesprochen worden.
PNezüglich der Tarifirung von Fleisch ist den vielfachen un⸗
rester: en Nachrichten gegenüber zu konstatiten, daß die Kommission
E Dlossen hat, den Fleischzoll — auch füc frisches Fleisch — auf
α. zu erhoͤhen.
nee Aussand.

„BPest, 16. März. In der gestrigen Sitzung det ungarischen
Reichstags kam eine vor drei Wochen angelangte Petition der
Stgot Szegedin zur Verhandtung, worin die drohende Gefahr ein⸗
)riũglich geschildert wird. Der Szegediner Abgeordnete, Bakay.
vies in ergreifender Rede nach, daß Szeged'n seit 14 Jahren auf
»ie Gefahr aufmerlsam gemacht habe, daß aber diese —X
mn den ungaischen Reichstag immer unbeachtet geblieben seien.
Di Reduer tadelte daz Sysiem der Theiß⸗Regulirung und erhob
ine schwere Anklage gegen die Regierungscommissäre, welche Parti⸗
ane der Theiß Regusirungs-Gefelischaft seien und lieber Sjzegedin
iu Grunde gehen ließen, als einen Damm der Besellswasi preis⸗
aben. EGr. Z.)

Pest, 16. März. Der Kaiser begiebt sich hrute Abend 8
Ihr über Temesvar nach Stegedin! in Temesvar wud ein Auf⸗
mthalt von zwei Stunden gemacht, um das Lager der Flüchtlinge
ju besuchen; alsdann wird die Fahrt nach Sjegedin fortgesetzt.

Paris. Der von dem Unterichtsminister Ferrh ausgear⸗
zeitlele Gesetzeniwurf über den höheren Untericht ist in der Kammer
ingebraht worden. Durch denselben werden de Bestimmungen
es Gisetes von 1875, welche die gemischte Jury zur Folgze hatten,
nusgeboben. Künftighin müssen die Eleben der freien Unlercichts—
anstalten ihre Prüfungen vor Staateprüiungs⸗Kommissionen machen
ind sich bei den Staatsfakultäteneinschreiben lassen. Die freien
Untertichta Anstalten Iönnen keine Universitäts oder Fakultäts⸗Titel
nehr annehmen. Kein Mitglied einer religiösen nicht anerkannten
Gesellsaft kann in Frankreich Unterricht eriheilen.

Dem Deputirten Albert Grevy, Vruder des Präsidenten der
kepublil, ist jeitweilig das Amt eines Civilgeneralgouver eurs Alge⸗
iens übertragen worden; demselben werden die Befehlshaber der
Lande und Seestreitkräfte, sowie sämmtliche Verwaltungsämter der
curopaer und der Eingeborenen unlergeordnet sein.

Bukbarest. Sämmiliche russischen Truppen, welche noch

sÆZA
7

Zur die Redaction veraniwertlich; F. X. Deme«
        <pb n="152" />
        in Damenkleider⸗
Das Neueste stoffen, Cattunen u.

schwarzen Cachemirs, sowie eine große Auswohl J
der elegantesten Tuche und Burkins,
daruntet eine großere Parthie billiger Sachen zu Knaben⸗An⸗
ügen, zeige ich hiermit empfehlend' an
RKarl Schanck.

wollen. Nur auf diese Weise würde der häufig wiederkehrenden
Noth bei Ueberschwemmungen für immer ein Ende gemacht werden
können. *
Beiträge nimmt unser Schatzmeister Herr J. A. Bauer
und jeder der Unterzeichneten entgegen. hee
Schwetz, den 9. März 1879.
Das Comité6.
Apel, Rechtsanwalt und Notar. J. A. Bauer, Kaufmann, Schatz⸗
neister. B. Bennheim, Kaufmann. Block, Pfarrer. S. J. Cohn,
daufmann.! J. Hauffe, Buchdruckereibesitzer. S. E. Hirsch, Kauf⸗
nann, Schriffführer. Dr. Jacobi, Dirigent des Proghmnasiums.
Te A.Köhler, Kaufmann. Kowalk, Superintendent. Merleß,
Brundbesitzer. Mundelius, Kreis Secretair. Ritgen, Kreisgerichts⸗
Direciot.“ Dr. Rosenthal, Königl. Kreisphysikus. Dr. Rostoski,
Apotheker. Steinke, Rathmann, Zimmerm ister. Technau, Bürger⸗
neister. Dr. Wendt, Director der Provinz al⸗ Itrenanstalt. Wildt,
dotelier. Zander, Stadikammerer. 3
EBeiträge von hier nimmt unser verehrl. Bür⸗
jermeisteramt zur Weiterbeförderung entgegen. —
— 22 J 8
—2 . 275260
Der außerger oͤhnlich sensationelle Erfolg, welchen das
22 v — æ e —5*7*
Deutsche Montags ⸗Blatt
Ghefredacteur: ß Verleger: Berlin
Arthur Levyssohmn. Rudoipin Hosse. Leiprig.
nach einem Bestehen von noch nicht zwei Jahren sich errungen, hat
der Redaction und Verlagehandlung die Pflicht auferlegt, nach wie
bor mn Aufbietung aller Kräste auf dem eingeschlageuen Wege
sortzufahren.“ Das Deuische Nontags⸗Blatt“ uist in Wahrheit ein
Jamilienblart für die Klasse der geistig Vornehmen und der Ari⸗
iokratie der Bildung geworden. Dadurch, daß es an dem sonst
eitungelosen Montage die ganze Fulle se'nes reichen und bunten
Inhaus darbietet, und nach ollen Rictungen hin reichste Anregung
idi, wird es zu einem Spiegel des Lebens und Strebens unserer
Tage und bleibt, getreu seinem Wablspench? „Von dem Guten das
Besie, von dem Neuen das Neueste! die originellste literarisch· pꝛ
litijche Wochenschrijt, welche im deutschen Reiche erscheint.
15 Alle Postanstalten, und Buch⸗ ——
dandlungen nehmen Bestellungen
2 IIc. Proͤbenummern gratis 1 a MII.
oierteljährlich. sranco. Abonnement pro Quartal: vierteljährlich.
Zur Begegnung ron Vorwechselungen verwe se man bei Poubestel-
lüngen auf NRr. 1163 der Post Zertunas-Prezlift pro 1870.
20o
Ein ordentlicher JIunge kann
in die Lehre treten bei
J. Dercum s“chreiner.

2 8 4337 Aufruf
Von den verheerenden Neberschweamungen der Weichsel, über

welche täglich die Zeitungen berichten, ist unsere Alistadt am schwersten
heimgesucht.

vVor mehr als 300 Jahren am Ausfleasse des Schwarzwassers
in die Weichsel zwischen diesen beiden Flüssen unter dem Schutze
der ehemaligen Ordensburg erbaut, hat fie fast alljahrlich durch
Ueberschwemmungsgefakren. zu leiden. —,

Die wohlhabenden Bewohner. haben deshalb die Wohnstätten
ihrer Väter verlassen, ihre Häuser adgehrochen und nach der böher
belegenen Neustadi übersiedelt; den ärmeren Hausbesitzern ist dies
trotz der von dem Staate bewilligten Ueberbauungsbprämie aber nicht
mönlich, und so stehen denn jeyt seit dem 18. Febr. d. J. außer
135 Hausern, bewohnt von 1769 Seelen, die haupisächlich dem
armeren Handwerker⸗ und Arbeiterstande angehören, auch die beiden
stirchen und die Synagoge unter Wasser.

Hie Siad bielen ein Bild des Grauens und der Verwüstung.
wenn man die Häuser bis an das Dach von den Fluten umspült
und theilweise von Eisschollen umgeben, hier Wände und Schor n⸗
fleine eingefstarzt, dort ein Haus dem Einsturz nahe, und dann auf
den Hausböden durch die in das Dach gemachten Oeffnungen jene
Ungluͤcklichen frierend und hungernd, den Einwirkungen der Ele⸗
ene Preis gegeben, hervorlugen sieht, Angfst und Ver weiflung
oder Resignation in ihren Zügen. Sehr Viele haben, da das
Wasser auch die Hausböden erteichte,, ihre Wohnungen unter Zu⸗
cucklassung ihrer Habe ganz verlassen müssen, um ihr nadtes Leben
zu reiten. Nahe an— 6od Menschen sind obdachlos, welche in der
Neustadt größtentheils in den Raͤumen des Kreishauses und der
Schule Unterlommen gefunden haben.

Wenn nun auch dem Volerla adischen⸗ Frauen · Vereine durch
die anerkennenswerthen Sendungen an Geld und Lebensmitteln eß
möglich ist, seit vem 20. Febr. et. in 4 Volkslüchen 650 Persvnen
zweimal täglich unentgeldlich zu jpeisen, so ist mit der Stillung des

Hungers die Roth noch lange nicht besenigt, wochenlang ruht die
urbeit der Handwerker und Handeltreibenden, ihre Vorräthe sind
berbraucht, die Heiitel fehlen ihre Geschafte wieder aufzunehmen,
und wenn sie dann spater in ihre Wohnungen zurüdkehren wollen,
finden sie dieselben zerstört oder aus sanitalspolizeilichen Rucksichten
unbewohnbar. — Diesen Unglüdlichen mußten Mittel gewaäͤhrt werden,
um sich Wohnstärten am sicheren Oete zu schaffen. Dit Unterzeich⸗
neten sind deshalb. zusammengetreten um sie hierin zu unterstützen
und bitten edie Menschenfreunde von Nah und Fern zur Etreichung
dieses Zwecdes beizutroͤgen und milde Gaben güt ast senden zu“

Zu vermiethen
eine svöne Wehnung, bestehend
aus 3 großen, deräumigen Zim⸗
mern, Küche, Keller und Speicher.
Näheres bei 77 Emserwasser Krüge wer⸗
F. A. GEderich den bill g abgegeben auf dem
Geschäftsmann. bies. Gaswerl.

—
I
A 2
Im Ladenlokale
des Wirthes Herrn
Johann Joseph Heinrich
(Haupistraße).
Unterzeichneter, Inhaber einer bedeutenden Leinwand⸗Fabrik in Oppach bei Herrenhut, beabsichtigt bei
Belcgenheit seiner Durchreise am hiesigen Platze von Dienstag, den I1. Matz d. J..aa
n adenlocale des Wirthes Hrn. J. J. Heinrich in St. Ingbert (Gauptstraßt)
emen großen Verkauf seiner sammtlichen Art:kel zu eröffren. 35
Der Verkauf begann den 11. 2ärz und dauert bis zum 20. März.
D wohlverdiente Renommö seiner wohlbetannten Fitma —EV
Waare. Die fabelhafte Billigkeit ist eine zu helannte, als daß es noch einer besonderen Anpreisung bedürfe, lasse
jedoch zum Beweise dieser Behauptung untenstehend einen kleinen Auszug meines Preis:-Verzeichnisses fsolgen. Auf
—A besonders Rücsicht genommen, ist selbst dem wenig bemittelten Mann Gelegenheit
geboten, fuͤr weniges Geld seinen Haushalt zu restauriren.
Indem ich die verehrten Herrschaften nur noch um gefl. Besichtigung höfl'chst bitte, zeichne mit Achtung
r feh aus Oppach, Sachsen.
Auszug aus dem Preis-Verzeichniss:
Herreuhuter Leinwand von 50 Pi. an, Schlesiuger Leiunwand von 40 pf. an, Aechte Haus⸗
macher Leinwand von 60 Pf. an, Hochfeine Leinwand von 75 pf. an, Bettzeuge in allen
Zarben don 45 Pf. an, Aechte leinene Schürzenzeuge von 75 Pf. an, Alles per Meter, Hemden⸗
offe in allen Farben, Betttücherleinen vhne Dahr. Tischtücher, Handtücher sebr billi⸗
Taschentücher von 10 Pf. an.

An die Bewohner von
St Ingbert und
Umgegend!

E

Drudh und Verlag von F. X. Demet in St. Ingert.
        <pb n="153" />
        * X 2* 2222 y 22 2— 72 2 2
32555333——335 —
** — 222 — 37 * 2 * —22— *7* —252 252 2 82*
2535 ——A 5 387853255 3257 2338 — *
5 — — 822 22782 5E45 5355 — — 7532 72 — 2 5283— 2—
32 —A— 2 5 2 *53 —— 2** —— — 2 5 7 —221227
—33 —, 527755318 38 * — 5*—328 s283—333 —
5 5*2 — — 322824 — 5 — 25353332557—3255
— 528 —276 5232229 —79 8 — —z 33* 52524 8
2 722 25355823 —— — — 32 858255— —A——— 9 5* *5 25
35532835 8 3 — — — 3333
5 * 2* 2
z33 38 33 3383
* 4 *5 ** 8 — 71.

3 33 338 —23
25335 x 53 75 53— 328355522358 — —
—z—3 —— — 3——— 33 —7 333 —532 5— 28—
25523532575* 23253 —A ——— 583 5535—253—57
— * 2 27 — — 3 222 — 3. 8
2225 883333833335 6473388333533
—— * 2 2 28 — 5 —8 * —* 2 74 58 —42 88 2 —
53z—33 333 335 —3353——378833333333833
552 —35— *58 223 223388233737 2552532 2.;,32332328 5 28
35 353325 — 33 75—533—533528 52
— 2. — 2 27 * 35 — — 3 * 3232 —E 5 5 2 * *
S5. 5 ð 55 233 F — S 32 25
357 —2335 5333736 3 333853333735
5 * —* — —* —8* * — —
2 5 8*. —— 2284 *— . 2 — 3 533 378 —
23533 —— 33 —3335 5332355 27—5 —53333 —35535—53321555
—25 32—— — 3 —3— 3 — 53325 —
7 .2332; 5 5— 53 8 —— 3 * 2 52355 3220 5235
— 528 58858 828 2325222352 —S—
s— 55 55 3—5555222 53— 7—53I5 3—3 —55537532325
— 5—33 — ——3352— —855588 5335337— —3353232525—3837
8EOGOSCSGSS SERELEMRSLELEA AGSSPRBMBASBSEBSEESSCAGEBSESELG
2
575 735 3558
75 — — *
53 25 7— 5282 —2235
3323 —— A
89 —z352 58357 —— 53253352835 353232
A 23652 53535828 A 3355332353 35
IF 2175 — 253. 2 2 — 5 —— —X
*38 — — 5 ——— —335355557— — —38 583
322 75 25353 35357 *53323* 455355552355 ñ 3 2
— * 2 2 2 8
355 —55 3 ———5 2225 23583223 55523223 —252323 ——
55. 282232 2555 — ——— 5532 —A
532* 2 —Ax —A 575 —5 — —. 323 w — * 2— 2
335383 3335 835—3 —335 333 322
333333 235383153 8 775
⸗— 823 32352 *5254 —553—7533 — 27 —5—8 5272
— 252 ——z5238 3 53 Z 83223ẽ8 57 2 538
—2 52 3 8 —5— 3 8 —V 2 —— 5353 — — V*12 2388
2 2233 2. 8—35522 2—323322 2* — *
527 35 52232.33 2*55532357 z*32 53532832 33323.5 5223
5*2 5 233 * 332 — 3 2 —— 52325 25 —
—— — —x 5 28 25 5355 — —S — RB E
8 3232 47
—⸗22 25 2222 —8 — 3255 57 d— *
73 33 87 3 3 3 3358* 22
— * 5 * * —
*8 55323523535 72853 3332835 253* 82 —z52 359
—— 222—23 — 2 7 — ** — 2* —— — 8*8 —
5*3 22232 ——— —— 5222 28
5254 — — 887 2833 2 —ö 22 —A—
—AV 533 35322 z3
s8535385 535332 —— —— 338 5—6233237 523 ———
*535 5 235 — 2225 E575357 —2*2525228 222
— — »062 22 —2 — 2 B 28* ——
—&amp; 55553 222 2 — 8 55833807* —555 22 * —A 2 2328
55 25 53335* 25 5 53 8 248 z28375—23255 —E—
— 352 2— —A— 328233333 —AJ — — ——
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ASS —323232327 — —
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— —
553835
5333*83 7
5353 * —3335
2832 3253 323758 *
32 2* 5 355 325532*. —2
535835 383 5 *3338
2 353533 *2537 23 ————
3 22 5 25 2525 —73 233 235
723 3 32 523 X38 —— — 528
22 58 cẽ S. — —— 3325332* 558 —A
22* 583 558 —— — 7 V 58 — —2 ã 2 8 —2
33835 25 6 85 „A ———— 38858 — —A 2222
203 — — —— * *3 * 555 5 * 5533357 &amp;x
2 ——————— 25 — — —AV 5
* 2 — 9 *5 535 * 75 2* 35328 24 —8323
— 2 —53 — E 233 32338 —33353338335
3263 . * — 3 7 23
5 33320 z3338678 533. *322 —E 277 — 2233 ——
23 * — — — 2 5 3 28 52 5z3352 8 *2
32533 z3 3348 3 43 4383— s335353538 53 s855
—2 8 7332 32233 aSs 35 S 255 s EX 532 —— —
235 z88337 5 * 55533 z33—32365 3
— — 3323 2555575 283 25 3538 222 2235528 *
— 252355 723 55 —A— 3233383 5
7 58 —ã— — 5233 2325 — — 53 — 25 53582 2 3
A 2 — 5535358 —A — —A 283235 3235 5 5*85 8
— J * —* 54 * 2
53833 2 —— —3 3233375* 838 2583323
— * 8 2 h 2
A w ——— 55335 233357 —27285* 535 — —
2 2* — 2* tü 2 — 73 —3
8 —* 2 — 33335533 25 — 2* 5·244 532 t O9O *
— 522 3 832 — 2255 * 2* A
E 33 s27 25563 328 — 852
2 3 2 2— — 2 2 2 —8* 3 35
2 25 —A 55 2 —Z 3 228 8* 7 25
2328 233358 5 AIF —æ 53285 3512
*23 533322 ——— 32 5228 32 35
—A — 2 38 * —— 3
33378 * 1 28
2 52853
23373 73 —A
*8 8 275
48 555 38 X
5 — —2— —

2
—

24* —
4
232 25 —A 2 —
5 375525 5533 — *— 552
25 3225 A —8 — 38 S 3
2 755 —— — — 55 S * J 2 22 7
*850 533 532z —33356 S5325 ——
—55—55— — —— A5
55 — 535*—5562 * 3 23325353 — —528— — 33
—* 4 2
X 8 252. 2 33 23830608 55* —— 258SE
* — 3 — 28 535 — 323275 2235833 *
— 2333532333332583 32855335353— 335823273 —— —
* 8 29 * — — —2 * 2 5353 * ——
»32 323533533528* 3895 25 — 2232 — —8 835 553
—2 75* 53 —2 2 — — — 533 52 2 25 — 2 — 22 2 ——
25 —AA—— 2 523365628 522 * sa 22 3
— 8 X — —— 2 2 22 8 2 2 2 2
38 3 3 283 3sz5858 2353 4888
—8258 835 325 —— —A 76 8373— —A 2228
2 J 2 2
——— —5522 89i —255275 5575 5523
2 53 5. 25 5322 * * s —x 23 852 8 —E *
—A 8 — 5 253222 552 —2—255 22 —E 28 — 2*
* — * — 58522 3 5852 — *
as? 28.5 — 553238 356 3333352 3*83 225
— —— * *— 5 23523673323225
— 755 5332 E—k7z53—222 c*5 28—2 53—883 52 5—5 522 528
32** 2* — — 2—552555 252553 22 — 32 22 3555
23—*5 2 2 23 8 — 5 5232 J— 5322 — a
3 — — 8 255235 252* 55 —— 2232722753 — *
28 228 53853222 5*5 —2e⏑ —7—3332—3 z282
—322 221 * —52335 2 5 — — 5 35 —55 —— 38 ——
3532——33733 52823. 255 — —
i9. —28 — — 36 35355 *38383255 2522722 23
3253348838332——3636 z55 3 5353686 6538 263
— —— 55 cm 255— 5
755533z8 2235 33 52358532
226058 2—2 25*
        <pb n="154" />
        — —2c22
1235583873
— 333822885
* 3 5332533535533 —XEE
6* 83* 3* — — 53537—
—2 —— 323 8 25 323 5* 2252 715328752
* 4 — * 2 2 2 3 —A
3360653 — — 523 X 23323238335 5282
e 53 43 553355— 357852, 388*
38336333333333 8 133327 32322 228 23*82 333 — —
725233233835 53323330 3733.
337253557 * — 525 52353 32533539 25383
37 3 83 23283
8 *8 2.53 * 2
8 2553 55373333583 e 7
3E. 3 — 2 252335 * 327 2 7 2382 —278 S88 — — 53
—— 38
2533 2.3 —— * * 25 2 —A 7 22 5. * 37 2
——— 5333* 335538638537 3335 333
33333333533383 522
F * * 5232223.7 357 38
S 238385333 58 2 533685 .;5323273 232. 3 55538* —2
— J ——— sa8
e 83386328*
— — 3 ĩ 2— — — 8 — * 22—
53 3 35 23352557 35833853 *
—— 8153333573 bae s5
285835528 S 235 53 * — * ẽ* —52352 538— 558 3.32
285832385 88283 3 2873717 532
s2353 5288 82* 23383353338 32233 332 273
27 833 32 —3855835 2532c55 ö
J 555332837 2225 333388837 —
5*2* 2 25335855 8 2532236— 8— — 8
— * 82855 252.5237 — X — — 522— 2527 722 SS. 3
52 3253532 — 32 J3* 2233255 2
53535558238 222228 2.87 123352 557
33 3—333 — 7 653
— —32553352538* — 223
533522554232883 ——
*

27423237 5133338688
383333588 535335*
— 2— 2 2 — 2* 8
57. 235 2332
2* 2* 2 2 e⸗ —95273— —2 *20
—2533 2333229—3 5358*235.
3232 23325323225725 ——358605857
2522 — 522370253 5
— —— —
—— —3 — J — 323
3323 2333
35 23 3 — 2 5323 * 2. 7. 2 * * 5 — 22 — *
5 —3 4 — 83 ⸗ 7 2*
3332353335 S35 2
2 —222232 * * —5 238522, —7 682.
57 —1 —. * 3 — * 2* * x2 — 768 —2
23 38—834 33833 8
38 55.525 333253—38 3331228
J 2 * —— 322 2345 S. * — 7 23 22 *
*513 —33 28—5 533 33 — — —7 —335323 *
2234* n 25.75. 322 —38 RI335— . 5253223
25232335 228 2335555353383775 335323232
25372425— 3 —3253 *25 — 283*523* *
2.442 — —— *22525 *5 727
A 88723833 3333—3355833 —
22323 3 —2.—3333 2.———3 38 ——532—
KTSF 25*8 505 — 3 * *5 2* 235232 553
8 23222 75.28532 — 58
5—323—2— —2535 — —
— 77
5 A —A 3 —55728 8328 72 53 —
—D— *2 28*5 — 3 2
22.3 2* — —A2
17—82— —336 2522 25 23253 323222 27
5— — 323333

25.—
——
———
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2
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—A *2 3838
* 28 — —34 —2 2 5
I— 2858 *87 ——
F 1223 3 535 383328 5232
227? —— 822 85
— —— 5
sẽ5 57 2223— 3355858
2 5555 2*25373 A 833. — —
— 58 34
24 S 3253353
J —— —38 2533
13238 52 73.2 ——— J
F 5*3 —5 —2 32* 523533 5
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—«““7 22— 328 28 58
75 28243 356442 2
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25 127359 253233853 338
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77 3 —144 3 323 55353355
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723358 532268 338333557 2*
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2253 53 53553*5338 72 272
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1523233 * 8 2272 27 3
25532—23383733353 22. 232*
8 —3 3582.582 8* 27 —
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        „f. Ingberter Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich/ m⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wächentlich Viermal? Dieustag, Donnerstag, Sanstag nund Sonntag. Der Abonnementsvreis beträgr vierieliahrlich

1.A 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen JM 60 , einschließlich 40 H Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswärßt
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschriit odetr ⸗eeren Raum, Reclanen mit 30 — pro Zeile berechnet.

M45.— Donnerstag/⸗ den 20. Marzzz

Deutsches Reich.

Bei Besprechung des Falles Pude⸗Sicken hebt der „Irk.
sur.“ hexrvor, die Cap'talfrage sei, ob einem Unteroificier gestattet
sein darf, in einer friedliven Stadt die Schußwaffe gebrauchen
zu lassen oder selbst zu gebrauchen, um einen militärischen Befehl
nicht etwa an Steäflingen oder sonst gefährlichen Subjekten, sondern
un einfachen Excedenten zur stricten Ausführung zu dringen. Ge⸗
tatitet ihm dies, wie das Militär⸗Schwurgericht angenommen hat,
die Insiruction, dann war die trautige Thaisache ein Unglück, an
welchem Pude am wenigsten Schuld trägt; dann liegt die Schuld
ander Instruction, die nicht präcis genug gefaßt ist, wie dies
schon die verschiedenen Deutungen, welche ihr bei der öffentlichen
Berichtsverhandlung gegeben wurde, zeigen; dann muß dafür Sorge
getrogen werden, daß die Instruction verbessert wird, damit
solche Dinge nicht meht vorlommen lönnen.

Berlin, 18. März. Die Tarifcommission beschloß einen

Ausfuhrzoll auf Lumpen und eine bedeutende Erhöhung der Zölle
auf baumwollene Gewebe, auf wollene Garne und andere zur
Textilindustrie gehörige Artikel, jedoch etwas niedrigere Zölle, als
ste vom Zentralverband der Industriellen im autonomen Tarif auf⸗
gestellt werden.

Berlin, 18. März. Die Geschäftsordnungs ˖ Commission
des Reichstags beschloß heute, nur die Bestimmungen über die Ent⸗
ziehung des Wories einer Revision zu unterziehen und von einer
allgemeinen Revision der Geschaftsordnung Umgang zu nehmen.
— Der in Folge der Anträge der Abgg. Stumm und Günttzer
niedergeseßte Commission über das Arbeiterkassenwesen wurde vom
Abg. Stumm ein vollständiger, 26 Paragrophen umfassender Gejsetz⸗
entwurf über die Einführung von Fabrikpenfionskassen vorgelegt.

Königsberg, 18. März. Der ostpreußische Landtag hat
mit allen Stimmen gegen fieben eine Vorstellung an die Staats⸗
regierung und den Reichssstag gegen Korn⸗ und Eisenzoöͤlle ange⸗
nommen. (Die Majorität des nassauischen Communal⸗-VLandtags
hat fich für Einführuug der Korn⸗, Vich⸗ und Eisenzölle ausge⸗
sprochen.)

Dresden. Das ‚„Dresdener Journal“ beflätigt das
Wiederauftreten der Rinderpest zu Ausig und Peterswalde in
Döhmen, also in unmittelbarer Nahe der sächsischen Brenze; die
Maßtregeln gegen Einschleppung nach Suchsen sind wesentlich ver⸗
schärft worden.

Aus Württemberq. Die israelitische Oberlirchenbe⸗
börde hat die Rabbinate des Landes angewiesen, daß dieselben die
Verweiflichkeit der Wuchergeschafte vom sittlich⸗religiösen Stand⸗
puntt darstellen und durch Predigt und Unterricht dagegen wirlen

jollen. (S. M.)

der Stadt. Bisher wurden 23,000 Flüchtlinge befördert. An
Lebensmiteln herrscht kein Mangel.

Versailles. (Deputirtenkammer.) Bei Berathung deßs
Untrogs Bert beir. die Etxichtung von Normal⸗Eltementarschulen für
»as weibliche Geschlecht kündigt der Unterrichtsministee die baldige
Vorlegung eines Gesthzentwurfes an, wodurch die Ermächtigung der
Huglieder geistlicher Kongregationen, ohne Befähigungszeugniß
Unterricht zu ertheilen, aufgehoben wird. (Beifall von der Linlen.)
deller belämpft die Vortage, indem er sie als ein Gesetz des
dampfes und der Unterdrückung hingestell.. In Erwiderung herauf
detont Bert die Nothwendigkeit, den Unterricht solchen Lehrern an⸗
wertrauen, welche die Staatstesetze anerlkennen und keinen anderen
Oberen gehorsamen, als dem durch das allgemeine Stimmrecht kund⸗
jethanen Volkswillen. — Die Kammer beschließt, zur Berathung
er einzelnen Artilel der Vorlage überzugehen.

Londou, 17. Marz. Jaktub Khan hatte bis gesern die
cröffnungen Englands noqch nicht beantwortet; die Engländer wür⸗
)en, wofern die Rückantwort urbefriedigend ausfälll, bei Gintritt
er günstigen Witterung gegen Kabul vorrücken. —
Bermischtes.

—R. Airtel⸗æNeuhäufsel. Am Samstag in der
Frühe riefen unsere Glockken wieder zur Brandstätte. Es war in
dem Anwesen des Friedrich Schwarß (früher Koch'schen Hause)
jeuer ausgebrochen, welches in kurzer Zeit das Oekonomiegedäude,
wie das Dach des Wohnhauses zerstörte. Zum Glücke war die
Feuerspritze am Abend vorher von Homburg zurück gebracht worden.
Zie leistete treffliche Dienste und suchte wieder gut zu machen, was
ie fruher verjäumte. Da auch dir Rachbarschaft Gefahr drohte, so
olt es hauptsächlich, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken.
Zu wüuschen wäre für unserte Gemeinde, wenn ouch gerade nicht
ine orjanisirte Feuerwehr, io doch, daß bei einem Brande einige
jeschulte und sachlundige Männer die Handhabung, der Spritze
idernehmen sollten. Außerdem mußte eß empfindlich berühren, daß
usnahmsweise nur Schullinder Wasser herbeischleppten, wahrend
ztößete junge Leute gemüthlich die Hände in die Taschen stecken.

*Vor dem Polizeigericht zu Kaiserslautern wurden
inige Fortbildungsschüler, welche beim Nachhaus⸗gehen aus der
Ubendschule e ne Famelie dadurch belästigten, daß sie die Fenster⸗

heiben des Wohnzinmers derselden mit Schneeballen bewarfen, mit
reitägiger Haft vestraft. Ferner wurden etwa acht Fottbildungs⸗
hüler, welche bei'mn Nachhausegehen aus der Abendschule am 24.
jebruar abhin einen Bürger mit Singen und Pseifen vor dessen
Vohnung belastigten, zu Haftftrasen von drei, zwei, bezw. einem
tag verurtheilt. Es wurde von einer Geldstrase Umgang genom⸗
nen, weil durch eine solche nur die Eltern, aber nicht diese un⸗
attigen Buben gestraft würden, und um durch ernste Strafe den
zielseitigen Klagen entgegen zu kommen.

FNeustadt. (Pf. Voltszig.) Ein Müller aus dem Unter⸗
ande, der sein Mebl nicht mehr an d'e Bäder absetzen konnte, hat
ine Bacerei errichtet und gestern einen hochgeladenen Wagen Brod
nier auf den Ptarkt gebracht und 6 Pfd. bestes Kornbrod zu 56
ind 4 Pfd. gemischtes zu 50 Pf. verlauft. Man zat sich wahr⸗
saft darum gerissen, und nicht Hände genug waren da, um die
daide herumzureichen und das Geld einzunehmen. In etwa 14
Stunde war der Wagen geleert.. Dieses Geschäft soll nun an
seden Markttage wiederholt werden.

fFBergzabern, 18. März. In der gestern Abend im
docale des Gewerbevereins abgehaltenen Versammlung, zu welcher
ich eine große Anzahl hiesiger Gewerbetreibender eingefunden hatte,
vurde nach längerer Debatie der Beschluß geiaßt, im nächsten Jahre
zahier eine Kantonal⸗Gewerbeauestelklüng zu veranstalten.

Ausland.

Wien, 17. Maäriz Der paäpstliche Nun tius Äberreichte im
Namen des Papstes 5000 Frants, der mit dem Ausdrucke mitleids⸗
e Theilnahme diese Spende für die armen Siegediiner
chicke. F

Wien, 18. Marz. Die „Polit. Corresp.“ meldet aus
Adrianopel: Mit den abziehenden Russen verließen 20,000 bul⸗
garische Familien Rumelien. In Ostrumelien herrscht große Auf⸗
regung.

Der Abg. Balay, der neulich im ungarischen Unterhaus so
beherzi geuswerthe Worte über die jahrelange Nachlässigkeit sprach,
welcher jetzt Szegedin zum Opfer gefallen ist, schätzte den Verlust,
welchen Szegedin an Mobilien und Immodbilien erlitten hat, auf
mindestens 15 Mill. Gulden. Vor Allem hielt er es für nöthig,
der Bürgerschaft zvon Szegedin ein Bauanlehen von 5 bis 6 Mill.
Gulden zu gewähren, welches in 20 Jahren zu tilgen wäre; dann
werde sich die Stadt bald wieder von Neuem erheben und weiter
leine Unterstüßzung in Anspruch nehmen; gleichzeitig aber müsse man
mit Ernst an die Theißß Regulitung gehen.

Szegedin, 17. März. Der Kaiser wurde heule Vormiltag
sei seiner Ankunft von der ganzen zurückgebliebenen IBevdllung mu
Begeisterung empfangen; derselbe besichtigt zu Schiffe die Ruinen

P
Marktberichte.
Homburg, 19 März. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
0 Me20 Pf. Korn 8 M. 15 Pf., Spelzlern — M. — Pj., Spelz 6 M.
30 Pf., Gerste 2reihige — M. — Pf., Gerste A4reihige O M. — pPpf. Hafer
z M. 60 Ph, Wischirucht dO M. gpf. GErbsen'd M. — pf. Wiaen
d M. — Pf. Bohnen — M. — Pf., Kleefamen — M. — Pf. RKorn⸗
        <pb n="156" />
        hrod 6 Pfund 72 Pf. Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsensleisch — Pf.
Rindfleisch 60 Pf., Kalbileisch 80 Pf. Hammelfleisch —Pf., Schweinefleisch
50 Pf., Butter 1 Pfund . s88 ppf. Kartoffeln per Ctr. 2M. 60 Pf.*

Kaiserslautern, 18. März. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 10 M. 20 Pf., Korn 7 M. 8 pf. Spelzkern — M. — Pf., Spelz
— M. 61 Pf., Erbsen 8 M.
— pPf., Widen 5 M. 66 f., Linsen O M. — Pf., Kleesamen — M. —
pf., Kornbrod 6 Pfund 1. Quaf. 64 Pf. 2. Qual. — pf., Gemischtbrod
zefund 87 Pf., Butter: per Pfo. — M. 75 ppf. Eier 2 Stuck 14 Pf. Kar⸗
offeln ver Centner 2 M.70 Pf. Stroh 1M. 20 Pf., Heu 1M. 40 Pf.
—————— — n

aines eigenen parlamentarischen Bureaux, bereits in der Abend⸗Ausgabe zum
roͤßeren Theil Aufnahme finden. Eine kurzgefaßte resumirende Uebersicht
igt den Verhandlungen bis kurz vor Beginn des Druds der Zeitung. Dem
Erziehungs⸗ und Unterrichtswesen widmet das „‚Berliner Tageblatt“ unter Mitar⸗
euerschaft einer auf diesem Gebiete anerkannten Capacität ganz beson-
dere Beachtung. Vollständig Handelszeitung, sowohl die Börse als alle Ge⸗
hieie des Produktenhandels umfassend, nebst einem sehr ausführlichen Koursbe⸗
ichi der Berliner Börse, ebenfalls bereits in der Abend⸗Ausgabe. Wöchenliche
Mittheiluugen über Land⸗ und Hauswirthschaft, Gartenbau in einer Separat⸗
Zeilage, welche jeden Sonnabend beigegeben wird. Theater, Kunst und
Wissenschaft finden im täglichen Feuilleton des „Berliner Tageblatt“ sorg⸗
Attige Beachtung, meistens im geistvoll geschrie benen Feuilletons hervorragender
crititer; auch glänzen darin die Romane und Novellen unserer ersten Au⸗
soren. Im Laufe des II. Quartals erscheint; „Der verlorene Kamerad“ von
Hans Hopfen. Diese reizende Novelle wird mit ihrem ovriginellen und
pannenden Inhalt dem berühmten Schriftsteller viele neue Verehrer zuführen.
hierauf folgt „Ariadne, Roman von Henry Gréville, dessen kürzlich im
Berliner Tageblatt“ verdssentlichte Novelle „Dosia“ allgemeinen Beifall ge⸗
unden hat.

Die Gratis . Beigaben, das illustrirte Witz blatt „Ulk“ und die belletristische
Wochenschrift „Berliner Sonntagsblatt“ ersreuen sich bei dem großen Leser⸗
reise des „Berliner Tageblatt“ einer allgemeinen Anerkennung und B eliebt⸗
seit. Der enorm billige Abonnementspreis von 5 Mark 25Pf. pro Quartal
hei der Fülle des gebotenen Stoffes beschließt die Reihe der besonderen
ßorzuge des „Berliner Tageblatt“, durch welche dasselde die gelesenste und
erbreueiste Zeitung Deutschlands geworden ist. Alle Poslanstalten des
Reichs nehmen Abonnemenis jederzeit entgegen und wird um recht fri h⸗
zeiti ge Bestellung gebeten, damit die Zustelung des Blattes vom 1. April
Ipuünklich erfolgen kann.

eachtenswerthe Notiz für Zeitungsleser

Die außergewöhnliche Anziehungskcaft des „Bertiner Tageblait“, welche
demselben bis jeht mehr als 76o00 Abonnenien zugeführt hat, ist vornehmlich
durch die besonderen Vorzüge begründet, welche diesem Blatt zu eigen und
in Nachfolgendem näher pracisirt sind.

Taglich zweimaliges Erscheinen als Morgen⸗ und Abendblatt, wovon Letz⸗
teres bereits mit den Abendzügen befordert wird und womit den Abonnenten
außerhalb Berlins sehr gedient ist. Zahlreiche Special⸗Telegramme von
eigenen Correspondenten an den Haupt⸗Weltplätzen, durch welche das „Berliner
Tageblatt“ mit den neuesien Nachrichten allen anderen Zeitungen stets voran
zu eilen im Stande ist. Freisinnige und von allen speciellen Fraktionsrücksichten
mabhängige politische Haltung, die dem „Beruner Tageblatt“ es gestattet,
zu jeder einzelnen Frage sein objektives Urtheil freimuthig abzugeben. Reich—
haltig und sorgfältig gewählte Nachrichten aus der Residenz und den Pro⸗
pinzen, die auch das Veduͤrfniß nach einer unterhaltenden und üͤber die Tages⸗
ereignisse orientirenden Lektüre jaglich befriedigt. Ausfuhrliche Kammerberichte
des Abgeordneten⸗ und Herrenhauses, jJowie des Reichstags, welche vermöe⸗
Eichen⸗ohrinden⸗ U.“
Holzversteigerung zu
Ensheim.

Mittwoch, den 26. März
nächsthin, des Vormittags um

1 Udr werden im Schulhause

zu Enshein53

a. 200 Etr. Eichen Loh⸗
rinden I. EC.

aus dem Gemeindewalde von da,

Schlag Breitenbetg.

und gleich darauf

die nachbezeichneten Holz⸗
sortimente

aus demselben Walde, Schlag

Siltel, Vörstel, Triebenberg an

den KLetzte und Meistbietenden

öffentlich verstegert, nämlich:

s eichen Stämme 5. Kl.
21 buchen Stämme 3. CEl.
39 fichten und biefern Staͤmme

3. u. 4. Kl., I
36 sichten Sparren und Gerüst⸗
stangen,
1 birken Abschnitt,
62 buchen, eichen und fichten
Wagner⸗ und Gerüststangen,

107 kiefern Stemplstangen,
850 fichten Fachgerten,

675 fichten Bonenstangen
71 Ster buchen Scheitholz 2.Cl.

2 buchen Scheitholz An⸗

n
International Lehrinstitut.
Diese höhere Handelsschule Perechtigt zum einjãhti⸗
gen Militäardienst: Dreimal schon sind sammtliche Abiturienten
der VI. Rasse bestanden, letztes Jahr I0 unter] 2. — Vor-
bereitung für die höheren LKlassen eines Gymnasiums oder
cRealgymnasiums, für das Polytechnikum, den einjuhrigen Mi-
itârdienst cte. uber drei Hundert Zöglinge schon bostanden.
Fennionat fũr junge Leuto und Knaben von 12 Jahren
n. Prospectus durch die Direction in Bruchsal. G biαα)
Frühe Kartoffel zu ver⸗ ch y
—— Rechnungen
Ehefrau Ofner. hu Jedermanns Gebrauch
Fin ordentliche Junge kann in Achtel, Viertel u. Halben Bogen
in die Lehre treten beüud worräthig in der
J. Dere um Schreiner. . Druckerei ds. Bl.

Am- IIMA VerIAus.
von
Anlehens sossen.
Staatspapieren ꝛe.
Einlösung von Coupons,
Besorgung von Incassos
und Auszahlungen
im In⸗ und Auslande,
sfowie alle das Bankiach be—
zreffende Aufträge effeckuirt
prompt und billigst dats
vBopnthas
A. Molling.
Berlin W. Friedrichst. 180.
auddeutsche Preffe

und
Münchener Nachrichten.
Herausgegeben von Dr. Cajus Möller.

Fuür das vorstehend genannte grönte Blatt Münchens laden wir hierdurch zum
Abondemen ein. Die „Süddeutsche Presse und Münchener
Nachrichten“, ein nach allen Seiten hin unabbängiges wationalliberales
Blatt, hat sich durch Schnelligkeit und Schlagfertigkeit in Mitthe lung und
Besprechung innetet und äußerer Tagesfragen, Ausgepräglheit und Selb⸗
ständigkeit der Gesinnung ollgemeine Anerkennung verichafft und innerhalb
der großen deuischen Tagespresse eine über ihre raumliche Bedeutung weit
hinaus gehende ebenbürtige Stellung zu erringen gewußt. Ihr lokaler wie
hr bayerischer Theil bringt reiche Originalmitiheilungen aus der Hauptstadt
vie dein ganzen Lande. Ihr handelspolitijcher und voltswirihschaftlicher
Theit ist in stetem Aufschwunge begriffen und bespricht die in unseren Tagen
so brennend gewordenen betreffenden Interessenfragen eingehend und selbständig.
Für Untethaltung ist durch interessante Originalerzählungen, Vermischtes ꝛc.
hestens gesorat. Dem Theater, der Kunst und der Literatur wird in Be⸗
spreckung aus namhaften Federn eine unparteiische Aufmerksamkeit zugewendet.

Die seit dem 1. Januar d. J. als selbstständig zu bindende Wochen⸗
beilage erscheinenden „Bayerischen Literaturblätter? dienen
den gleichen Interessen und haben sich in der kurzen Zeit ihres Bestehens
der allgemeinen Beliebtheit zu erfreuen gehabt.

De Verbreitung der „Suddeutschen Presse“ sowie das stelige Wachsen
ihres Inseratentheiles beweist die lohnende Verbreitung der Inserate in den
dauf⸗ und zahluͤngsfähigsten Schichten der Bevölkerung. Inserate werden
mit 20 8 pris Zeile berechnet. Sittlich bedenkliche oder Wucherinserate
werden nicht aufgenommen.

J

I
—J

bruch,

2 Ster aspen Scheitholz,
2688, buchen Stangenprügel
130 85 buchen Ast holzprügel,

15., verschiedenes Prügel⸗
holz.

Ensheim, 17. März —1879.
J. Scem iunt, Burgermeister.

Zu vermiethen
eine shöne Wehnung, bestehend
aus 3 großen, geräumigen Zim⸗
mern, Küche, Keller und Speicher.
Naheres bei

F. A. Eckerich,
F Geschaͤitamann.

Mehrere Aecker
auf der Meß und ein Garten
in den Großgärten zu verpachten
oder zu verkaufen durch

Heinr. Laur.

Stationsbeklebzettel
hilligst bee F. X. Demen

Die Dunedition,
Fürstenfelderstrusse 18.

* * *

*7

Druck und Verlag von F. X. Demes in El. Ingert.
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        * *
024 2 7
2 —4— *
z s338383 332 —
5228 —— 558 5* —
23232 ——— 155353 25 — w
3 38 558?8 33 32
8 2 S357 — 22 u23
22 — 225 5253 2* 2*m3 *
53523323 32 —“ 23* e—— — 23 22 3
— 532733 —5237 223* 23585359 * 5* *
55s532338 2322 3 33355 2 28335 — —
5 3 7 — 8 — — 32* — — *2*
* *0* 52 * — 32 5 38 G 35 2 3 2
227 * 82 * 3* 53335 Z.58 3 — 38—
2*85 24 ———— 3 25 526
— 5 — — * F * —
— 5533335 —— 28 373 338
522 — —3 — —— . * ꝛ —2 54 —
— ——— — — 53 5* 2 23838 7225 S3
23 ——— 58556 27 36 228 »5583 2 ⸗ 2 —
3*8384 533223*5 — B 3 * —A—— O 523. 5587 —X8 *5 234.
5 —— 72 222 —55355 —A 5325332565 — —— 3532853
52 323338 *52. ——ö — z333838
g ——— —— 323538 3555588 3338253838
58 3 2 — — —— 5* 32 33355353238
2323 2232 52228* 5* 725225428 5555535 325333 ——
22235 522358 288. — — —X — 33352* 2
—B3*57* 53238338* 3 2532 2* *
2 22 — —53— — T D — — B2 —— 255* ör ——
2 * 5 t — —*355 25 8 2 253558 3 133255
223228 2 —A 5388.3 252 *
253. X — —
252 52 8 * —— —— S — 5 52835 —— —A
5* — 2 —A 2 s5 — 2 — — — — 22 5 — 2* * 2
—A 5 —s 38 —238 *8* 2 8 25232 2 3 A— 83
—*8* 7 * 0 —A —— — 585s355 * 253 ——
—A — —2 ——35353588 233838 — 52 — 35 22 284
25222 * — — * 252 — 55 —— * 22 * 273
15* 2* ——— 2533 — 25333 2 55333323 3353255* 2
2* — 2 38 2553535 — 2323257 — 253 5352332 *2*8*
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        St. Ingberter Anzeiger.
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mit 15 A4 für die viergespaltene Zeile Blattschriit oder ⸗eeren Raum, NReclamen mit 30 A vro Zeile berechnet.
M I6

Samstaq, den 22. März

lsʒo.
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Und wieder ist Dein Geburtstag heut,
Du Deutschlands Heldenkaiser!

Und wieder Dir All⸗Deutschland beut
Des Ruhmes Lorbeerreiser!

Und wieder prangen im Festesglanz
Der Städte Straßen und Häuser,
Und braust: „Heil Dir im Siegerkranz!
Heil! Heil Dir Helden und Kaiser!

Erfreuliches hast Du geschaut
Rach Allem, das so trübe,

Und nicht umsonst hast Du vertraut
Aus Deines Volles Liebe.

Sie zu beweisen regten sich
Des deutschen Volkes Hände,

Um zu erfreuen, Kaiser, Dich,
Durch Denischlands Wilhelmsspende.

And wie bei Deiner Wiederkehr

Du sahst die Hauptstadt kränzen
Vird bei der Feier hoch und hehr

Das Reich im Festschmuck glänzen!
And jubelnd wird des Volkes Sinn

Dich schmücken mit Lied und Reiser.

Heil Deutschlands erhabener Kaiserin!

Zeil! Heil Dir, Deutschlands Kailer!

Ein Jahr bedeutungsboll und schwer,
Ließ Deutschland für Dich beben!

Doch war der Herr Dir Schut und Wehr,
Er schirmte treu Dein Leben!
Ihm, Ihm auf den Dein Haus gebaut
Und dem Du ohne Wanken

In Sturm und Wetter hast vertraut —
Wir Deine Rettung danken!

Jo jühnt das deutsche Volk die Schmach,
ind macht den Fluch zu Schanden,

Der frevelhaft gehäufet lag

doch jüngst auf deutschen Landen.
Zu seinem Kaiser steht das Land J
In gut und bösen Stunden,

In Lieb und Treu mit Herz und Hand
Ihm ewig fest verbunden!

zum Himmel unser Auge blickt:

) möchte Gott es geben,“
Daß lang Dich, Kaiser, hier noch schmückt
Besundheit, Kraft und Leben!

Roch lange möge Deine Had

Des Reiches Scepter führen!
NRoch lange Du das Vaterland 2
Zu unserm Heil regieren!

Er war Dein Schild, Dein starker Hort,

Er hielt Dich treu umfangen,

Als Wahnsinn, Frevel hoch zum Mord

Die Todeswaffe schwangen.

Und wie Dein Gott im Schlachtenfeld

Dich schützte vor Gefahren,

Ließ er hervorgeh'n Tich als Hesld —
Aus frecher Frevler Schaaren.

Und goldne Freude winket Dir

In diesem neuen Jahre:

Der goldnen Hochzeit hohe Zier F
Schmückt Deine Silberhaare! —
Und Aller Hände heben sich, mꝑ
Die Feier zu verschönen,

Und flehe: O möchte, Kaiser, Dich
Die Diamani'ne krönen!

eut beten wir, daß lang noch schuückt

ich Deutschlands Kaiserkrone

Zaß viele Jahr' uns noch das Glück

dich laß' auf Deutschlands Throne
Und bleicht sich auch Dein Silberhaut
Mit jedem Jahre greiser,
Wir jubeln freudig immerdar:

Heil, Wilhelm! Heil dem Kaiser! —

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Einladung zum Abonnement.

Der „St. Jugberter Anzeiger“ wird in dem am 1.
Upril nächsthin beginnenden II. Quattale d. J. in derselben Weise
und zu demserben Preife wie bisher erscheinen. Die politischen
Nachrichten wird er in gedrängter Uebersicht, aber mözlichst rasch
und vollständig geben; de wichtigsten Tagesfragen werden ausfühe-
licher besprochen werden. Lokalen und provinc enen Augelegenheiten
wird er besondere Aufmeitsamkeit zuwenden und daneden die inte⸗
ressantesten Fülle aus dem Ger'chtesaale und die wichtigsten Han—
dels⸗ und Verkehesnachrichten bringen. Inm Unterhaltangs⸗
blatte wird vur Gediegens zum Addruce gedracht werden. DZas
illustrirte Sonntagsblatt wird der Auzeider“ auch ferner
als angenehme Beitage behalten.

Neubestellungen wollen gefälligst bald, sowohl bei der
Post wie bei uns o er unseren Austrägern gemacht werden. Unsere
bisherige hiesige Abonnenten werden den „Anzeiget“ auch im neuen
Quattale fottgeliefert erhalten, wenn fie nicht ausdrücklich abbestllen.

Indem wir noch den „St. Ingberter Anzeiger“ einem geehrten
hiesigen und au-wärtigen Pudlikum zur Ausgabe von Insse—
raten aller Art in empfehlende Etinnerung kringen, laden
wir zugleich zu recht zahlreichem Abonnement auf denselben ein.

Hochachtungsvollst

—X

Berlin. Bei seiner letzien Abendgesellschaft nahm Fürf
Bismarck Gelegenheit zu erklären, daß ihm unt Unrecht die Absicht
zugeschtieben werbe, den Reichstag aufzulösen. Und warum sollte
r auch dazu schreten, da es kaum noch zweifelhaft ist, daß er auch
nit diesem Reichstage seine Zoll und Steuerpolitik im Wesenilichen
durchsetzen kann 4 Selbst gegen einen mäßigen Getreidezoll konnen
die freihändlerisch gesianten Abgeordneten keine sichere Mehrheit
usammenrechnen. Antwortete doch ein Abgeordneter, der bis dahin
»on stornzöllen nichts hatte wissen wollen, auf die Frage nach
einer Abstimmung: „Ich kann für mich nicht mehcr einssehen !“
ẽs gibt auch in solchen Dingen eine Tagesmode, welche Viele mit⸗
nachen, die wenn es nicht Mode wäre, anders thäten. Zu Finanz⸗
'öllen ist der Reichstag immer willig gewesen, und wenn die Schuß⸗
ollner weise find und sich ous weaige und maäß'ge Seutz ölle be⸗
schtanken. so können sie von der hoöffentlich bald vorübergehenden
Tagesströmang ihren Nutzen einheimsen.

Berlinn. Der preußsche Entwurf eines Tabalsteuergesetzes
st den Bundesstaaten zur Begutachtung übermittelt worden. Die
Zoͤlle betragen danach auf ausländischen Rohtabal 70, Rauchtabat
115, Cigarrten 150 M. pro Centner, die Steuer im Inland auf
Rehtabat 58 M. pro Ceutner.

Berlhin. Die vom Woiff'schen Telegr.⸗Bureau verbreitete
Nachricht, daß die Taricommission beschlossen habe, peöparirtes,
das heißt zubereitetes Fleisch mit einem Zoll von M. 1.50 zu
belegen, ist, nach der „Allg. Zig.“ falsch. Zubereite:es Fleisch
jahlt shon jetzt M. 1.60. Der von der Commission wirllich
»eschlossene Zollsotz ist 6G M. vom Centner für alles Fleisch, zube⸗
reitetes und frsches, — eine Consequenz des hohen Viehzolles, den
die Cor.mission beantragt.

Deutsches Reich.

Berlhin, 19.VPiärz. Am Geburtistage Sr. Maj. des
Kaisers unterbleibt die so st übliche größete Gralulations-Cour, da
die Aerzte dem Karser noch Schonung anempfehlen, Se. Maäjestäj
daher größere Ansfrengungen vermeidet. (Man will aus diesen An⸗
ordnungen schließen, daß in Folge des neulichen Falles der Zustand
des Kaisers doch nicht so gut sei, als offiziell angegeben wird.
Indessen soll, wie dem „Frkf. Journ.“ gemeldet wird, diese Be⸗
fürchtung grundloz sein, dagegen ist de Vrinz Kacl, der Groß⸗
bater der Vrinzessin Heinrich der Nedert«« detr einzige noch
lebende Vruder des Kasers, bedenllich erkrankt.,

Aussand.

Die Ka'serin von Osstereich die gegenwärtig in Itland weilt,
beschloß in Folge des Szegediner Unglücks, fosort von da zuüd⸗
zukehren, und gedenkt am 26. ds. in Wien einzutreffen.

Petersburg. Vorigen Sonntag hat die Polizei hier eine
aihilistische Buchdruderei und einen Bücherverlag entdeckt und auf
        <pb n="160" />
        gehoben. Bei dieser Gelegenheit wurden auch 9 Officiere gefäng⸗
uch eingezogen, welche sich an nihilistischen Umtrieben bethe'iligt
haiten; sie gehörten sümmtlich zur Artillerie, einer sogar zur Gar⸗
deartillgrie. Die ganze Angelegenheit ist mit größter Stille abge—
macht worden.

Ucber das Erlbichen der Pest in Rußland wird aus Peters⸗
durg derichtet; Aus einem Telegramm des Generals Loris⸗Nelie
joff aus Astrachan vom 15. d. ersichtlich, daß auf Brund der gün⸗
tigen Resultate, welche die ärztliche Besicht gung der Einwohner
Weiljankas ergab, die Abspertung dieses Dorfes, nach Abhaltung
mnes Dankgotsesdienstes, ausgehoben worden ist. Somit bleibt nur
noch Selitrennje abgesperrt, wo die auf 42 Tagen angeordnete
Quacantäne am 23. d. abläuft. Wenjanka war bekannklich der
eigentliche Seuchenbeerd.
Vermischtes.

* (Pfaälzisches Zchwurg ericht.) In der eisten
Sitzung der gegenwärtigen Schwurgerichtssession wurde am Montag
zegen A. von Regner, 25 Jatzre olt, früher Redalteur des
Neuen Speherer Anzeigers“ und Mitredalieur der Pialzer Zeit⸗
ung.? jetzt in Wurzburg, und Heinrich Frank, 38 Jahre alt,
ja h. Pfatrer in Berg, wegen Zerufsbeleidigung durch die Presse
derbandelt. Strafe für letzteren 150 M. event. 15 Tage Gefäng⸗
niß. v. Negnet wurde in contumaciam, also ohne Zuziehung von
Geschworenen, zu 50 M. Geldstrafe ebent. 5 Tagen Gefängniß
heruriheilt. Auf Kosten der be den Publicat'on des Urtheils in
der „Pf. Z.“

An Dienstag wurde der 48 Jahre alte Jakob Lu h,
rüher Zimmermann und zuletzt Tagner in Tiefenthal wegen vor⸗
saßlichet Brandstiftung, dhne Annahme mildernder Umstände zu
iner Zuchthausstrafe von 5 Jahren vexurtheilt.

n Vitiwoch Verhandiung gegen 1) Julius —A
27 J. alt, Mühlbursche, aus Sunnersorf in Preußen, 2) Kail
Wagner, 34 J., alt, Tagner von Hornbach, 3) Fried⸗ich
B retheimer, 34 3. alt, Tüncher von Mainz, wesen Münz
perbrechens, gegen letzteren auch wegen Diebstahls. Der Schwur⸗
gerichtshof. erkaante: Lausch 6 Jahre Zuchthaus und Giähriger
Zerluͤst der hürgerlichen Ehrenrente; Wagner 2 Jahre Gefanganiß;
Brechh imer 1 Jahr 6 Monate Zuqhthaus und Zjahriger Verlust
der buͤrgertichen Ehrenrechte. Gegen Lausch und Bredheimer wurde
außerdein Stellung upter Polize auisicht zugelassen. u

Am Dounerstag Berhandlung gegen die 17jährige ledige
Diensima d Magdalena Otussch von Silz, zu'ezt in Pleis⸗
Feiler, wegen Kindsmords. Die Geschworenen bejadten d'ie Schuld⸗
jrage, sowie die auf Zurechnungsfähigkeit und mildernde Umftände
gerichtete Frage. Urtheil das kleinste Strafmaß: 2 Jahre 6
Monate Gefängniß.

⸗»Kirchheimbohanden, 16. Maärz. In der heutigen
Versammlung dies Geflügelzucht⸗-Vereins erbffnete Hr. Rapp hoͤchst
erfreuliche Russichten für das Gelingen der bevorsteh nden Ge—
flügelausstellung, soweit dies in Folge der Anmeldungen möglich
ist. Letziere sind bib jetzt sehr zahlreich eingelausen und finden
jiimmer noch Aufnahme, da 'einem vielfach geäußerten Wansche ent⸗
sprechend, der Anmelde⸗ Termin bis zum 20. März verlüngert
urde. Bis jetzt sind über 300 Stämme Huhner and Wasservögel,
an 150 Paar Tauben, der versch'edenften und seitensten Sorten,
eine große Anzahl Seng⸗ und Zierbozel, worunter ganz seltene
Excemplare wie 3. B. ein Paar lebende Böhammer aus Berg⸗
zabern und kine Menge Nafige, Geräthscha ten, Fachschriften u. dol.
angem elden, so daß sich die Ausslellung »n dieser Hinsicht jedet
andern wurdig an die Seite flellen darf. — Aber auch für passende
und zweckentsprehhende Unterbringung der Aussteuungsgegenstände
wird die größte Sorgfalt verwendet, nicht minder die Ausstaltung
und Schmuckung der Räumlichkeiten mit allem Fleiße uͤnd unter
thätiger Beihilie der Bürger hiesiger Stadt bethätigt. Wer sind
gewiß, daß die zum Besuche hierherlommenden Fremden überall das
freundlichste Entgegenkommen finden werden und si her wird ouh
gar Maucher sich bestimmen lassen, ursere auch an Natur schönheiten
jo reiche Gegend auf die gebotene billige Art zu sehen. Da die
Direclionen der pfälz. Eisenbahn und hess. Ludwigsbahu freie Rüd⸗
jahrt gewährt haben, so versäume es Riemand sich durch Zulauf
tiner Enntrutskarte an der Einsteige Statnon oder, wenn solche nicht
zu haben wären, durch Abstempelung selnes cirfachen Billets an
inserer Kasse diesen Voriheil zu verstaffen. Die Ausstellung selbst
ind am Vormitiag des 20. Marz (Sonntag) eröffnet und erstreckt
sich auf 3 Tage. —-Das Preisgericht, bestehend aus den Herten:
Berckmann, Pfarrer in Rheingönnbeim, Fschbach in Speher, Her⸗
mann Kahser und Hospileiverwalter Neu in Kaiserslautern und
iipotheler Ectiba in Winnweiler, tritt schon am Nacmittage des
29. Diarz usammen, sa daß om Sonntag der Eröffnung die
Preiazuertennung schon ersolgt ist. Ebenso wird für Ferugstellung
5 Kolaloge Sorge getragen werden. Da die Preise der ange—
Adelen Thiere im Durchschnin alß äüußerst mäß ae dezeichnet wer⸗

den müssen, so wird gewiß auch ein reicher Absaßz statifinden.
Züchtern und Liebhabern sei dchwegen die Ausstellung als Ankaufs⸗
gelegenheit bessens empfohlen 3 ebenso wird der —A
mehreren gidßeren Händlern reichlich beschickt werden. Auch der
Vertauf der Loose minmt trotz der schlechten Zeitvechältnisse einen
zanz qünstigen Verlauf, so daß die“ beabsichtigte Berloosung voll⸗
andig als gesichert erscheint. Und so wollen wir uns denn der
doffnung h'ngeben, daß der Ausschuß unseres Vereins für seine
Fieifachen Müten und Arbeiten, denen er sich lediglich zum Zweck
der Hebung der Geflügelzucht unterzogen har, durch recht zahlreichen
Besuch der Ausstellung die gebübrende Ane⸗lennung findet.

Vor dem Landgerinet Waldfischbach wurdelkürzlich
eine Frau (j) wegen Schießens bei einer Hochzeit zu 2 Taaen Haft
veruriheilt. J

Speier, 18. Mär. Der am 16. d. M. von dem
Schreinergesellen Schüler geschossne Schustergeselle Adam Kinsler,
ist gestern Abend seiner Wunde erlegen.

FSpeier, 19. Värz. Das hiesige Brückenpersonal be⸗
xutzte unlängst das Sinken des Rheines, um an der Stelle, wa
hie beiden deimßten Mädchen in das Wasser gespeangen sein sollen,
nachzuforschen. Am unteren Fute der Steinböschung fand man
wei ganz gleiche Absäte von Damenstiefeln und zwar schienen die
Absätze mit Gewalt von den Sohlen losgerissen zu jein. Die
Adsähe siad ganz neu und haben ein messin zenes Hufenen in das
deder eingelassen. Von competenter S ite wurde sofort constatirt,
daß diese Absatze den Stiefelchen des Frl. Jenser aus valsfüichbach
Jehdct hahen — so weit eine Constatirung überhaupt möglich ift.
Der Fund warde den Eltern übersch ckt.

FDie Karsirmanöber im Elsaß, an welchen auch die bayre
rische Besazungsbrigade in Metß und 2 Batterien des 2. Feld.
Ach. Regis. aus Londau Theil nehmen, beginnen am 19. und
iden am 23. S plember. Der Kaifer ir fft am 18. in Straß⸗
durg tin und wird während seines Aufenchaltes in der Prafektur
wohnen.

Welch große Kosten der nunmehr zu Ende gegangene Mar⸗
pinger Proceß für die Staatskaffe entsiehen ließ, zeigm schon der
Umftand, daß, wie die „Saarbr. Jig.“ miitheilt, an 170 und
aliche Zeuzen im Ganzen 11,400 Mt. Gebühren gerahlt worden,
vozu noch die Gebühren der Gerichsvollzieher für Ladungen und
Zustellungen treten.

rAschaffenburg. Das Ceniral- Hiljs· Comite jür den
Nolhsiand im Spessart hzat die Nichricht erhatten, daß Koͤnig Lud⸗
wig auf· Becicht der kal. Regierung 3000 M. aus dem Gewinn⸗
anihe l der Munchen-Aachener Feuer- Versicherung und aus dem
En Joehannis-Verein 2000 M. jür die Nothleidenden bewilligt
hat. GEr-. 3.)

⸗In Bil hofen(Gsederbehern) wurde einem Bierbrauet
in den Keller eingebrochen und ca. 8000 Eimer Bier laufen ge⸗
jassen. Der verursachte Schaden delauft si d auf etwa 30.000 M.

Aus Straubing wird von einer gegenseitigen Abschlach⸗
ung zweier Bauernburschen berichtet, die beide bei ein- und dem⸗
Aibeu Vadchen fensterln wollten und so lange mit ihren stehenden
Desseru ausemander losstachen, bis der Ein- auf dem Platze todt
Aiet und der Audere, nachdem er sich 1 Klometer weit vom
Thatort entserut hatte, blutüberströnt lodt zusammenbrach.

Von der Wörgaitz. Vie Bewotnet des Dorfes Auhausen
zei Wassertrüdinzen wurden vor Kurzem durch drei vagabundirendt
Sironee a cha wenig in Schrecken verjs. tzt. Dicfelbe zeigten sich
namiih niht nur mit den verabreichten Gaben unzufr edeu, sondern
ie reaben sogar verschlossene Thüren und verlangien unter Dtoh⸗
ungen alles nur Erdentk icht. Die Aufregung im Orte slieg ichließ
och jo, daß die Orisfeuerweht alamirt wuarde und ausrückte.
Nuͤn beaann eine allgemeine Hetzjagd auf die Ruhestoͤrer, de endlich
ingesangen und der inzwischen herbeigerufenen Gendarmerie nach
Deiliugen eingeliefert wurden. Es ist nicht zu verwundern, daß
Z bei der Masse herumstreunenden Gesindels hie und da zu solchen
cxzessen kommt.

x Im bayerischen Walde hat am 15. März ein sehr beftiger
Zchnesturm staltgefunden, durch melchen mehrere Gebdite beschädigt
wurden.

Saargemünd, 19. März. Heute Morgen hat sich
inf dem hiesigen Bahnhose ein betlagensweriher Unfall ereignet.
Der Betroffene, ein Weichensteller, Familienvater von vier kleinen
dindern, ist, durh den abgelassenen Dampf einer Lokomot ve über
eren Nähe‘ getäuscht, von der letzteren erfaßt und überfahren
hocden. Beide Beine waren sozusagen voa ihren oderen Häiften
ubgetrennt und der Kopf zerschmettert. Der Unglückliche verstarb
nuf dem Wege nach dem Hospital.

PFrankfurt, 18. März. Hente Abend, während der
Borstellung des „Nattan“, brach unter dem mit Zink bedeckten
Tach des an das Theater stoßenden Coulissenhauses an drei Stellen
zu gleichet Zeit Feuer aus. Dank der tuhigen Hallung der Künft—
jer und des Publicums, wurde Unglück verhindert, und obwohl
damentlich einiage hundert Kinder im Theater sich befanden, kda
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        doch kein Mensch Schaden genommen. Die Hydranten des
daufes thaten ihre Schuldigkeit; nur einige Balken sind verlohlt
ind Coulissenstücke verbrannt. 7

Mainmnz. Ein Kaufmann gewann in der östrreichischen
Zotterie dieser Tage die bedeutende Summe von 159,000 fl., wo⸗
zon er den Armen 10,000 sperdete. — In Baden bei Wien machte
ein Rauchfangkehrermeister den Haupttrefser von 300 000 fl. Der
zlückche Gewinner halte das Loos von seinem Großvater geerbt.

fWitten, 17. März. Ein 18jähriges Mädchen, welches
jurch seinen fürchterlichen Eigensinn der Mutter manche schwere
Stunde bereitete, drohte gestern bei einem Wortwechsel mit dersel⸗
den: „Ich werde mich erhängen!“ Die Mutter machte bald darauf
rinen nothwendigen Ausgang, fand aber beim Nachhaufelommen
jhr Kind als Leiche vor. Es hatte seine Drohung wahr gemacht
und fich im Keller erhängt.

Nach Berichten der „N. Ir. Pr.“ sind von den 10,000
Baulichkeiten. Szegedins bis jetzt 8200, darunter ungefähe 4800
Wohnhäuser, eingestüczt und, so weit bikannt, 1900 Menschen um—
zekommen. Verlössig sind diese Berichte noch nicht; sie beruhen
auf Schätzungen und Bermuthungen.)

FueSzegedien. Die k. u. k. österreichisch⸗ungarische
Besandischaft in Munchen werd mit dem Arößten Danke jede Gabe
— sei es an Geld, sei es an Kleidungsstücken — enigegennehmen,
pelche die Enwohner Bayerns zu Gunsten der Nothleidenden in
Szegedin spenden wollen. —

Aus Cantanzaro auf Sicilien wird eine schredliche
Schlachterei berichtet. Die Familien Cadallaro und Scarano haßten
iich schon seit längerer Zeit und ihr Haß wurde durch politische
Teigungen noch mehr angefacht. Die Cevallari waren Liberale
und die Scarani Bsurbonisten. Um ihrer Wuth freien Lauf zu
lassen, begaben sie sich am Faschingsdienstag auf den öiffentliden
Piatz der Stadt und feuerten auf einander. Drei Brüder Caval⸗
laro bliehen todt auf dem Platze; der vierte, welcher krank im Beite
jag, wurde mit Dolchstichen getödtet. Von den Brüdern Scarano
sinde zwej todt und ein dritter schwer verwundet. Much mehrere
Versonen im Dienste der streitenden Parteien murden theils gesfödtet,
heils verwundet.

27

Mobisienversteigerung.

Montag, den 24. März
nchsthin, Vormittags 9 Uhr, im
Wohnhause der Wittwe Friedrich
Fichter, weiland Sandgießer
zu St. Ingbert, die zum Nach⸗
zafse der daselbst verlebten Ehe⸗
leute Josehh Kröß, im Leden
Schneider und Kathar. Fro min
gehörigen Mobilien öffentlich an
die Meistbietenden zu Eigenthum
zersteigert, worunter namenilich:

l Kleiderschrank, 1 Küchen⸗
schrank, 1Pfeilerschränkchen,
Bettung, Getüch, Frauen⸗
leider, Sp'egel, Bilder,

Tische, Stühle, 2 Oefen

und sonftige Haus⸗ und

—XX

2t. Ingbert, 16 März 1879.

2. Auffschneider.

umi vberweser.

Freiwillig gerichtliche
Versteigerung.
Monta . 7. Apru nächsi⸗
sin, Rachmittagßs 23 Uhr, zu
dt. Jugbert in der Wirth⸗
haft von Michael Paul, wer⸗
en vor dem unterzeichneten, hie⸗
u gerichtlich beauftragten Amts⸗
erweser des kgl. Notar Franz
„auer daselbst, in Gemäßheit
nerichtlich bestaäͤtigten Familien⸗
athsbeschlusses, die nachhin be⸗
eichneten Liegenschaften evidenten
dutzens halber, öffentlich zu
rigenthum versteigert, nämlich:
1. im Banne von St. Ingoberi.
1 Pl.Nr. 1359, 20 a 78
qm Acker in der Mäusbach
neben Philipp Strack.
Pt.Nr. 1272 u. 12724,
20 a 44 qm Wiese in der
Mäusbach neben Karl Lion
und Jakob Schein.
Pl.Nr. 1280, 24 2,19
Im Wiese allda neben Joh.
Schwatz.
Pl.Nr. 4609, 31 2 69
Im Acker und Wiese im
untern Wohmhacher Weiher
neben Jakob Schwarz.
Ph.Ne. 4282. 29 a 30
Im Acker auf Hobelsahnung.
im Banne von Rohrbach.
Pl. Nr. 1102 und 1103
24 2 53 qm cker an
der Dreispiß.
Pl.Nr. 1238 11.4 93 qm
Acker im Rest am langen
Streu neben Jalob Conrad.
Figenthümer sind die Wittwe,
ftinder und Erben, Rpräsentan⸗
en von solchen, des zu St. Ing⸗
ert verlebten Handelsmannes
darl Lion, beziehungsweife dem
SteNbettreter alg

WMoßilienversteigerung.
Donnerstag, den 27.
März nächsthin, unmittelbar nach
der Licitation in ihrer Wohnung,
lassen dr Witwer, die Kinder
und Eiben der zu St. Ingbert
zerlebten Elisabetza Gehring,
vpeiland Eheftau von Philipp
Petersheim, Tagner in St.
Ingbert, cie zur Guütergemein⸗
chaft der Edeleute Petersheim
zehörigen Mobiliargegenstände,
ibtheilungshalber öffentlich zu
Figenthum verste gern, worunter
aamentlich:
2 Betten, 2 Klewerschränlke,
2 Tische, verschiesene Stühle,
2Wanduhren, Geillch und
ionstige Haus und Küchen⸗
zeraͤthen.
St. Inabert, 19. März 1879.
F. Auffschneider,
Amssverweser

1

Zweibrücken, 20. Marz. (Fruchtminelprels und Bietuallenmat
Weizen 10 M. 55 Pf. storn 8 M. O2 Pf./ Gerste xzerghiae 8 M. — Pf
erreihige d M. — Pf., Spelz O M. — Pf. SEvpelztern — M.— Pf.
Dinktel — M. — Pf. Mischfrucht M. — Pf. Hafer 6 M. 57 ppfr
zrbsen — M. — Pf., Widen 5 M. 11 Pf.-Kartofsein 2 M. 86 RYfF
deu 1 M. 80 Pf. Stroh 2 M. — Pf., Weißbrod 1/3 Kilogr. 82 Pf
kornbrod 3 Kilogr. 74 Pf., 2 Kilogr. 50 Pf., 1Kilogr. 25 Pf. demiscn
euege o pf dag Vagr Weg 100 Er. 6 vfr nindflech ouer
36 Pf. II. Qual. 60 Pf., Kalbfleisch 0 Pf. Hammelfleisch 60 Pf. Schweinesleisch
z30 vij. Butter? /ñ Kiloar O Mi95 Bf. Wein 1 Viter 70 Vf. Vier 1 Liter 24 Pf,

ber icht über Loos⸗Effecten von A.Molling,
Bankgeschaft, Berlin W., Friedrichstr. 180
dom 18. März 1879.

Amfierdam Indufir. Pal. 22/5 I. Ki. G. 8 II. 6 B. KAnsbacher 7 J.
hauptt. 14,000 ki. Gw. V II. 28,60 G. 80,00 B. Augsburger 7 A. Hpt. 7000
ĩ. Gw. 9 fl. 20.00 G. 21)40 B. Badische 88 fl. Hpt. 40,000 kil. Gw. 509 fIJ.
600 G. 168,0B. Vari 100 fres. Hptit. 100,000 kl. Gw. 150 fres. 89 6
Barletia 100 fres. Hpt. 100,000 kl. Gw. 150 fres. 19,20 B. Braunschw.
20 thlr. Hpt. 150,000 kl. Gw. 69 Mark. 82,00 G. 84,20 B. Bukarester 20 fr.
dpt. 100000 tl. Gw. 20 fres. 20,20 G. 2As B. Finnländer 10 thlr. Hytt.
0,000 ki. Gw. 36 Mark. 40 00 G. 41,230 B. Fręeiburger 15 frcs. Hyi 40,000
l. Gw. 19 res. 2840 G. 2540 B. Genueser 1sofres. Hpi. 100 000 N. G.
60 fres. — G. 79 B. Hamburger 100 Mt Bo. Hpt. 115,000 M. B.
1. Gw. 156 M. B. 290 G. — B. Hamburger 50 thlr. Amortiszieh. kl.
dw. 180 Mk. 176,00 G. 178,00 B. Kurhess. 40 thir. Hpt. 96,000 ti. Gw. 225
miart. 287 6. 260 8. Lubeder 60 ihle. Hpi. 830 600 ti. Gw. 168 BRt
75,00f6. 177.060B. Mailand⸗Como 14Afl. Hpt. 2,000 kl. Gw. 14 sfl. 88 G. — B.
Mailänder 45 ir. v. 1861 Hpt. 70,000 fi. Gw. 47 fres. 30,80 B. Mailänder
lOfrcs. v. 1866 Hauptt. 100,000 ti. Gw. 10 fres. —do G. 11,00 B. Meininger
7fl. Hpt. 15,000 kl. G. 8 fl. 18,260 G. 20,00 B Massauer 25 fl. Hpt. 20,000
G 43 iG6. Io7 S. Meuqhaieler i0 fecs. Hpi ie, odo il. Gw. 12 fr
So G. 1660 B. Reapeler 150 fres. Hpit. 35,000 t. Gw. 150 fres. 68 G.
— B. Oldenburger 40 thlr. Hpt. 60,000 tl. Gw. 120 M. 145.26 G. 147 26 B.
Preußische Prämien 100 thlr, Hpt. 225,000 tki. G. 8346 Mt. 1498,28 /0 O.
bo ne BpPappenheim 7 Ihpt. S00o ti. Gu 7 l. 17.20 G. 19,00 B.
Schaumb. Lippe 25 thlr. Hpt. 86 000 Il. Gw. 188 Mk190 G. Schwaden
10 thle Hptti. 20,000 kl. Gw. 39 Mk. 45,20 G. 47,00 B. Tüurk. 490 ir. incl.
C. v. April 1876 Hpu. 600,000 kl. Gw. 400 fres. — G. 40,00 B. Ungar.
100 fl. Hauptt. 100,000 ki. Gw. 136 fl. 16840 G. 171,0 B. —8
30 frcs. Hauptt. 60,000 kleinster Gewinn 80 fris. 16 Brief.

ESEoweit Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den unter Brief notirken
Coursen Verkäufer, zu den Geld⸗Coursen Kaäufer. A. Molling.
Für die Redactian verar wartlich: * * Deneß
. 1. Die Witiwe Gella Kahn, nig junior, als Juliane Lotd
hne Gewerbe, früher in St. gewerblos, in St. Ingber
Ingbert, ützt in Albersweiletr wohnhaft, und Consorten,/·
wodnhaft. durch den als Versteigerungkß⸗

2. Die minderjaͤhrigen Kindet kommissar ernannten kal. Notar
a. Michael, b. Fauny auch Phie Saus'er in St. Ingbertt, resp,
ippine genannt, welche ihre ge⸗ dessen Amtsvberweser Auffschne i⸗
nannte Mutter zur Voemünderin der die nachbezeichneten Liegen⸗
uind Ludwig Beer, Mühlende⸗ schaften öffentlich zwangsweife
itzer in St. Ingbert zum Neben- dersleigert wecden: J
vormunde haben. 1. Ein Complex, mit Wohnt

3. Bertha Lion, ledig, ohne haus und Zubeböt, zu Su
Gewerbe in Albersweiler wohn⸗ Inobett an der Kohlen
haft. füteß gelegen, Garten dae

4. Adolph Lon, Kaufmann, bei, Badehaus mit Hof und
zur Zeit in Maßnz. diese beiden Wiesen — zusammengehö⸗
volljährig. rend, circa 16 2 ein⸗

5. NRari Ouher, mind rjähriger nehmend. J
Repraͤsentant der veistorbenen 2. 4 Item Aderland', elrca
Tochter Regina Von, im Leben —A J
khefrau von Saomon Hader, Der Zuschlag ist sogleich de⸗
handelsmann in Albersweiler, iänitiv und es findet weder ein
jertreten durch seinen genannden Nachgebot, noch ein Einldfungs⸗
Hater als Vormund und Michael »der Ablösungsrecht statt.
ahn, Handelsmann allda als Die Grundstücke werden einzeln
Nebenvormund. peisteigerl.

St. Ingbert, 21. März 1879. Die nahere Beschreibung der

K. Auffschneider. Immobilien, sowie die Versteige⸗

Amtspermeser. rungsbedingungen koͤnnen bei dem

ICXCEIIIGITAEIXEXäECEIIEI i ten eingesehen
Zwongsversteigerung. ANdnenungereamien eingeles

Dounerstag 24. April
187 Varntge u e e
u Et. Ingbert in vei Der Amtsverweser des kgl.
Wirthschaft von Peter Heufler, Notar Sauer:
weiden . Auffschneider.
auf Anstehen von:

J. Wilhelmine Anschütz,
gewerblos, in St. Ingbert, wohn⸗
haft, Witne von Jalob Zir.

LU. der Kinder und Benefiziar⸗
erben des zu St. Ingbert ver—⸗
lebten Hüttenbeamten Gustav Jix.

gegen die Wittwe und Kinder
des zu St. Ingbert verlebten
daufmnannes Johann Grewe—

Die ko schnell beliebt gewordene,
uberall als vorzüglich aner⸗
kaunie
Augskurger Aniversal⸗
Glycerin⸗ Seife
von H. P. de,
ist vorraͤthig i SGÜIngber
bel Hrn. —* Friebrich.
        <pb n="162" />
        Vergebung von Straßenbau⸗Arbeiten im

3 Cantone Zweibrücken.

Das Straßenproject von Waltweiler über Bubenhausen nach
Zweibrücken von Prof. a im Orte Wottweiler bis zur gebauten
riestraße in Bubenhausen bei Profj. 340 mit einer Länge von
3500 m soll im Wege der allgemeinen schriftlichen Submission zur
Nuaführung verfeben werden.

Die Hernellungsarbeiten sind veranschlagt, wie folgt:

j I. Erdarbeit zu 7125,79 «0C.
U. Verfteinungsarbeit zu 15183. 70 M.
III. Pflasterarbeit zu. 6798,72 M
IV. Kunstbauten zu.. 13387,12 M
V. Grenzsteine zu .. 180,00 V
Im Ganzen zu 30795,83 A.

Zuverlässige Uebernehmer werden eingeladen ihre nach ganzen
und zehntel Prozenten bemessenen Angebote schrijtlich auf Stempel⸗
papier und verschlossen mit der Aufschrift:

„Submission auf Straßenbau im Kantone Zweibrücken“
bis längsteus Donnerstag den 27. März nächsthin,

Vormittags 11 Uhr.
hei der unlerfertigten Behörde einzureschen, dei welcher bis dahin
Pläne, Kostenanschlag und Bedingnißheft von Jedermann eingesehen
werden koͤnnen.

Zweibrücken, den 19. März 1879. .

Kgl. bayer. Bezirldamt::
Damm
kal. Regierurgsrath.
Bekanntmachung.

Der Hufschmied und Kalkbrenner Gtorg ue von Esch⸗
eingen hat bei der unierfertigten Behörde um die Genehmigung zur
crbauung zweier Kaltösfen auf einem demselben ge⸗
hdrigen Gruuestücke Pl.Nr. 3809 bei dem Kieuzbann von Eus—
heim, nachgelucht. —

Diet wird andurch zur allgemeinen Kenntiniß gebracht mit der
Aufforderung, etwaige Einwendungen gegen die projectirte Kaltofen⸗
Anlage innerhalb längstens 14 Tagen entweder bei der unterfer⸗
igten Behörde, oder bei dem Bürgermeisteramte Ensheim anzu—
zringen.

*Eine Veschreibdung und Zeichhnung der Kaltöfen, sowie ein
Siluatiorsplan tö inen innerhalb der anberaumten Frist sowohl heer
Als in Ensheim eingesehen werden. J 7
Zweibrücken, den 18. März 183x83.
J— Kgl. Bezirkfam
I Damum,
. Resietungsralh.
Gin ordentlicher Junge kann
in die Lehre treten bei
R.,Dercum Schreiner.

Kartoffel
—XDV
Mehrere Aecker
uuf der Meß und ein Garten
in den Großgärten zu vurpachten
oder zu verlaufen durch
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mern, Küche. Keller und Speicher.
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leiden, Lann das iuuririe Buch:

Sie Brust⸗ und
Lungenstraulitheiten
mit Becht als ein bdewüerter Kath⸗
geber empfohlen werden. Die in
vbiesem vorzual. Bucher) enthaltenen
Ralbschläge deruhen auf langäbr
Er fahrungen, sind leicht zu befolgen
und haben sehr vielen Leidenden die
erseynte Heilung selbst da noch
verschafft, wo jede Hoffnung auf⸗
gegeben war; versäume daher
Riemand, fich recht:eing dasseibe
anzuschaffen. Ausfuhrlicher Pro—
pect aratis und franco durch ũãh.

Ran⸗nleitner Leipzig und Basel.

D.

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Annoncen⸗Expedition
Adolf Stoiner
HAMBIURI.

Todes⸗Anzeige.
Theilnehmenden Verwandien, Freunden und Bekannten
hiermit die schmerzliche Nachricht, daß es Gott dem All-
mechtigen gefallen hat heute Morgen um 29 Uhr unsern
innigst gellebten Sohn, Bruder. Onkel und Schwager
Petor Klein
nach laͤngerem Leiden im 25. Lebensjahre zu sich abzuu⸗
berufen.
Um stille Theilnahme bitten
St. Ingbert, den 21. ärz 1879 ——
Die tranernd Hinterbliebenen.
1
„ Die Beerdigung findet Sonnsag Mitrac um Z Udhr statt.
B. Ackermann,
Zweibritelen
empfi⸗hlt zur bevorstehrnden Frühjahrs-Sarson sein großes Lager
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Gefluͤgelzucht⸗Verein Kirchheimbolanden.
Zum Besuche unserer vom 80. Maärz bis LApril
ttattfindenden Geflügelausstellung beehren wir uns ergebenst
inzuladen. Die Direction ver pfalzischen Eifenbahnen hat den
Besuchern freie Rückfahrt gewährl. 3
Der Nusschusi.
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gesalz. Heringe: boll Vollß. 10 Pfund F. ca. 25 St. 3 M.,
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sam. 11 M. 50, 5 D. 6M., 30 D. 33 M. Faarz. Del'ar—
zinen 10 Pfd. P., enth. ẽa 64 D. zusam. 11 M., 5 pfd. enth.
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10 pid. Kiste 3 M. 40, Sp doddunge 100 Pfo. g. 830 373 N.,
Seräuch. Aaol 8 Pfd. netio 10 M. 40. Getrockneten Stock
fisch oder Flachfisch pr. 92 Pfd. netio 4 M. 20. Fetlet
Limburger Käse Kiste 9 Pid. neno 8M. 50,3 K. 90 pf.
b6 K. 2 M. 40 billiger. Von den Artikeln, welche theilbat sind, loͤnnen
auch verschiedene in einem Sortiment bestellt werden. Sämmtliche
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jedem Orte Deutschlands gegen Nachnahme. Emballage u. Preis-
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Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingert.
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Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wö hentlich' m4 dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Sanstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljährlich

1A 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1I A 60 , einschließlich 40 ⸗ Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 4, von Auswari
mit 15 A fur die viergespaltene Zeile Blattschrift odetr eeren Raum, Reclamen mit 30 4 pro Zeile berechnet.
M 47. — Sonntag, den 28. März —

1379.

——

scheiben im Brennhause eingeschlagen und dann einen demselben ge⸗
hörigen vor dem Dorfe sißenden Strohhaufen in Brand gesteckt.
eEine am Donnerstag zu Zweibründ en in der Braue⸗
tei zum Kronprinzen? stattgehabte von etwa 100 Personen besuchte
Versammlang der Freunde der Steuer⸗ und Reformpläne des
Reichskanzlers war insoferne nicht von Erfolg, als eine vorg e⸗
lhegte Zustimmungsadresse an den Reichskanzler nicht angenommen
vurde. Nach lebhafter Debatte wurde eine Kommission gewählt,
velche eine neuse Adrefse zu entwerfen —und dieselbe einer am
nächsten Donnerstag an der nämlechen Stelle abzuhaltenden Ver⸗
ammlung vorzulegen hai. In diese Kommission wurden für den
Zezirk Zweibrücken gewählt die H. H. Freudenberg und Z. B.
Wolf von Zweibrücken und Schmitt von Gersheim, fur Homburg
die H. H. Pflüuger von Sand, Schneider von Oberarubach und
youquet von Hütschenhausen, für Pirmasens die H. H. Stalter
yom Nausteinerhof, Schwarz vom Langenbergerhof und Schindler
don der Rehmühle. Als diejenigen Punkte, welche in der neuen
Udresse hauptsächlich zu betonen sind, wurden befimmt: 1) Einführ⸗
ung sogen. Finanzzölle (nicht förmliche Schußiblle) auf iandwirih⸗
chaftliche und gewerbliche Producte, 2) Abschaffung der Differen⸗
iale Tarise. Die neue Adresse soll nach ihrer Annabme durd die
am kommenden Nonnerstag statifindende Versammlung vervielfältigt
und zum Unterschrerben in allen Octen der Bezirksaämter Zweibrücken,
domburg und Pirmasent in Umlauf geseßzt werden. Mehrfach
vurde betont, daß diese wirthschaftliche Adreß⸗eFrage gänzlich unab⸗
däugig vom sonstigen Parteistandpunkte erledigt werden müsse.“
Das kgl. Slaatsministerium der Finanjen hat genehmigt,
daß die Eisenbahnstreckke Zweibrücken⸗Bliestastel Saargemünd ane
aͤßlich der am 1. d. M. Stan gehabten Erdffnung des Betriebes
auf dieser Baha als Uebergangsstraße erklärt werde. Zur Abfer⸗
igung des auf der genannsen Bahn Statt findenden üderganssteuer-
oflichtigen Verkehrs ist die an dieser Bohnstrede gelegene Uebergangs⸗
ttelle Reinheim defugt.
— f Em gefährucher ProzeßeGegner ist det Wirthschaftspachter Ei
Beruiischtes. deler in Mün oen. Derselbe wurde dieser Tagt vom köoniolichen
* St. Inabert. Ueber die am Mittwoch Abend slatte Bezittsgeticht Kempten u LIse Jahcen Gefäsngniß veruttheilt, weil
peyabte Generalversammlung des hresigen Zweigvereins des Pensionäie er in einem Prozefse dem Anwalte seines Gezners in Gegenwart
pereins „Bavaria“ wird uns das Nagstehende mugetheilte Der der Richter eine derde Ohrfe ge gad und sich seiner darauf hin
Verwaltungs und Geschäftsbericht für das Jahr 1878, welcher ingesordneten Arretirung munaüen Kräften widersegte, so daß ihn
den Mitgliedern zur Keuntnißz gebracht wurde, fand sehr beifallige aur sechs Mann Polizeisoldaten fesseln konnten.
Aufnabhme. Das günstige Resultat des verflossenen Jahres in Herzfeld, 18. Marz. Nachdem in Hertfeld Ban⸗
cechnerischer Beziehung lätzt dem Verein auch für die Zukunft ein juerott auf Banqueroit unter ven Privaten gesolgt ist, hat sich
gutes Prognostilon stellen. Bei 615 Mitgliedern mit einer Ein⸗ juch beim dortigen Vorfchußderein ein Deficit pon über 100,000
schreibsumme von 1089 710 Mart hatte derselbe am Schlusse dez Maatk herausgestelt. AFJuld. 3.—
Voijahrs ein Vermögen von 134,680 M. 2 Pf.; gesen 1877 Das jeltene Fest det eisernen Hochzeit wurde lezl⸗
euin Vehr von 251867 M. 45 Pf. Die Jahresdesträge der MRite hin in Viegzg im Weg. Bez. Frafkfurt a. O. gefeiert. Wer
glieder pro 1878 ergeben 21,020 M. 64 Pf. Fär Pensionen hentalige Rabpinet, —EL
wurden veraus abt 83,005 M. 11Ppf., etwa 5400 der vereinnahm⸗ 25. Sept. 1786, und seine Eh efrau Rosalie, geb. Jafse, geb.
hen Zinsen. Die Verwaltungslosten sind vethältnißmaßig seht geting. un 18. Jul 1790, dhatien sich am 9. März 1809 ehelich der⸗
Seinen Haupifitz hat der Verein in München; Vo stand ist Ht. hunden und begingen nun am 9. März d. Is. nach 70Ojahriger,
Zausmann W. Sardemaan daselbst. — Der Zweigverein ‚St. ibveraus qlücklicher ähe das Fest des eisernen Hochzeitsstages. Von
Inabert“ zahlt gegenwärtig 25 Mitglieder, die theüs hier, thells in der Nachlommenschaft des Jubelpaaces, die sich gegenwärtig auf
der Umgegend ansähig sind. Als Delegirten zu der am Ostermon⸗ 1485 Seelen beziffert, nahmen 69 Kinder, Schwiegerkinder, Enkei
lag zu Prünchen stattfindenden diesjährigen ordentlichen Generalver: und Urenkel an der Ferer Theil.
sammlung wählte er mit Stimmeneinheit Hertrn Stadischreibet 7 Aua Zürich liegt ein Bericht über ein gräßliches Ver⸗
Bayer von h'er. brechen vor. Zwei wegen eines partiellen Strites entlafsene Arbeiter
Sit. Jagbert, 22. März. Ein in der Seifensiederei des Vergolderd Vögeli, Schreiner Müller von Zücich und Vergolder
des Heren Kahnschon längere Zeit beschäft zter Taglöhner Namens Hem⸗ Karl Schmelz von Neustadt a. H., drangen in das Geschäfts local
mer machte daselbst gestern Abend seinem Lebendurch Erhängen ein Ende. Bdgeli's ein, und tdoteten ihren früheren Vrodherrn mit einem
sturt vor dem felbstmörderischen Schritte hatte er sich noch am Revolverschuß and Messerstichen. Als wei andere Arbeiter hinzu⸗
Sranntwein gütlich gethan. kamen, fanden sie Vözeli und Müller svodt und Schmel; in den
Gfalzisches Schwurgericht.) In der Nachmit⸗ lehien Zügen liegend. Mülller hielt noch den Revolver krampfhaft
tagssitzung vom Donnerstag wurde der 24 Jahre alte Diensttnecht · in der Faust. Muller und Schmelz waren beide in die Schläfen
Adam Scchefjse von Mittelserunn, zuletzt in Diensten auf dem getroffen; der Letztere lebt noch, wird aber bald sterben. Da nur
Bamsterhofe, Gemeinde Vdart neböhe, wegen Bragndstisftung und ein Revolber vorhanden zeweser. ist, so liegen bloß zwei Maͤglich⸗
Sachbeichad gung zu einer Gesäng«isßstraie von 3 Jahren und 6 kriten vor: Emweber hat Müller zuerst Schmelz (wahrscheinlich
Tagen veruriheüt. Verselbe hatte seinem irllheren Dienstaerrn, um in gegenseitigem Einverstäudn ß) und'dann sich selbst erse offen, oder
ich fur einen Lohaabjug von 2 Mark zu zächen, zuerst 3 Fenster⸗ Schmelz nahm fich zuerst das Leben und machte Mäüller von der

Deutsches Reich.

Würzburg. Die Handels- und Bewerbekammer für Unler—
franken hat die Wiederbelebung der Iunungen auf dem Boden der
Gewerbeordnung zut Förderung des Gemeinsinns, der Pflege des
Verhältnisses der zwischen Meister und Gehilfen und der Heraubildung
don Lehrsiingen befürwortet.

Der preuß. Finanzminister hat in Bezug auf beschädigte und
unbrauchbar gewordene Reichskassenscheine eine Bekanntmachung er⸗
lassen, welche die vom Bundestath erlassenen Bestimmungen näher
erläutert. Danach sollen fämmtliche Reichs. und Landeskassen die
bei Zahlangen ihnen angebotenen besaädigten oder sonst unbrauch-
bar gewordenen Reichslafsenscheine, deren Umlaufsfähigkeit jetoch
noch zweifellos ist, zwar annehmen, aber nicht wieder ausgeben,
sondern an folgende Sammelstellen abführen: Reichshauptkasse,
Oberpostkasse, Generalstaatskasse, Regitrungshauptkafsen. Dieselben
werden an diesen Klassen gegen umlaufsfahige Scheine umgetauscht.
Anträge auf Etsatz für Reschskassenscheine von zweifelhafter Umlaufs⸗
fäͤhigkeit find an die Reichsschuldenverwaltung zu richten.

Aussand.

Bern. Der Ständerath sprach sich mit 27 gegen 16 Stimmen
dafür aus, den Artikel 65 der Bundesverfossung, welcher die Todes⸗
strafe verbietet, aufzuheben, ausgenommen bei potinischen Verge hen,
bei welchen das Verbot der Todesstrafe fortbestehen soll. (Nun
dleibt noch die Abstimmung des Nationalraths zu erwarten.)

Athen, 20. März. Die griechischen Commissäre, welche
in Prebesa mit turkochen Commifsäcen Über die neue (gemäß dem
Berliner Vertrag) Grenze zwischen Griechenland und der Türkei
unterhandelten, sind, nachdem sich die Unterhandlungen Wochen
lang nutzlos hingezogen hatten, von dort abgereissst. Die Türken
wollen nicht so viel Land abtreten, als die Griechen nah dem in
diejem Punkt etwas unbestimmt lautenden Berliner Vertrag fordern
zu können glauben. (Es wird nun wohl eine Vermittelungs ;Aktion der
Großmaͤchle in der griechisch-türkeschen Grenzregulirungs-Frage eintreten.)

2 * J — 3
e67
——A— 23*
        <pb n="164" />
        Waffe Gebrauch. Herr Vögeli war 47 Jahre alt und verheirathel
Schmelz ist ebenfalls verheirathet, Muͤller dagegen war ledig.
— Fur die Redaction deraniworilich: F. X Demes
elideruhaue Brusttara⸗
mels sind heut Vormittag wieder neu eingetroffen. Im Interesse
—
Freiwillig gerichtliche
Versteigerung.
Dienstag, den 8. März
rachtthin, Vormutags 10 Uhr,
zu Ommersheim bei Wittwe
Lang
wird durch den unterzeichneten,
hiezu gerichtlich beauftragter Umts⸗
verweser des lgl. Nolar Sauer
in St. Ingbert, in Gemäßheit
ines gerichtlich beftätigten Fa⸗
milienroͤthsbeschlusses, die nachhin
hezeichnete Liegenschaft im Banne
don Ommersheim; ebidenten
NRutzens halber, öffentlich zu
Ficenthum versteiger·;:····
p̊sl.Rtr. 1388, 2 4 78 qm
Garten auf dem Hof neben
der Straße, dem Schulgar⸗
fen und Georg Harz.
Eigenthümer sind der Wittwer,
»ie Kinder und Erben, Reprä⸗
sentanten von solchen, der zu
ODmmersheim verlebten Elisabetha
Ling, als: —
1.“ Der Willwer Adam Harzt J.
Ackerer allddddd
2. Georg Hartz, Sohn von
Udam, Adcerer allda, —
3. Anva Maria Hartz, Gbe⸗
jrau von Johann Burgelt,
Acerer in Ensheam..
4. Das einzige Kind und Res
prasentant der zu Ommersheim
herleblen Acererseeleute Peter
Hartz, Sohn von Adam und
Margaretha Bauer, Ramens
Anna Maria Harz, welche den
enannten Burgelt zum Vormunde
Ind den Johann Bauer, Ackerer
in Ommersheim zum Nebenvor⸗
munde hat.
Si. Ingbert, 21. März 1879.
K. Auffschneider,
Umisberweser.
— — — —
0 *
Licitation.
Donnerstag, den 10.
Upril näͤchsthin, Nachmitiags —1
Usr zu Hasel bei Christian
Schauer, werden durch den
unterzeichneten, hiezu gerichtlich
beauftragten Amtsverweser des k.

aller Hals- und Brustleidenden wird dies hiermit bekannt gemadt.
Fin Extrablatt in franmösischer, englischer, spanischer und deutscher
Sprache im Innern eines jeden Carions besagt Alles Nähere. In
Deutschland dostet 1 Catton 80 Pf. und 1Flacon 1LM. Dae
hiesige General⸗Depot befindet sich bei Herrn Jean Peters.
Notar Sauer in St. Ingbert, Johann Schick, Schmelzarbeiter
die nachstehend beschriebenen Lie⸗ in St. Jagbert zum Nebenvor⸗
genschaften im Banne von Hasel, munde haben. —
Fur Gutergemeinschaft des allda Z. Elisabetha Derschang, Ehe⸗
rlebten BHergmannes Nikolaus frau von Konrad Gehring, Berg⸗
Derfchang und dessen hinter · mann in Hasel.
ebenen Winwe Maria De3. Peter Derschang, Berg⸗
rarm gehörig, der Abtheilung mann allda,
vegen oͤffentlich zu Gigenthum 8. Maria Derschang, ledige
versteigert, alszs Dienstmagd z. Z. in St. Ing⸗
I. Pl. Nr. 996, 27 4 19 qm bert. x

uieein des sing neben St. Inghert— 21. März 1870

Iohann Bender und Ema⸗ H. Auffschueider,

nuel Hager's Erben. Amusverweser

Pl. M. 284, 12 4 27 qm 25

AUcker in der Dell, erste Attershof.

Ahauog neben Cöhristian Nederlage und Alleiniger Ver⸗

e nd Dichaet Ghung. auf meiner Käse für St. Ing⸗

pi r i2 64 8i ert und Umge end bade an

¶m Atter in der Saupferch⸗ Ieren Lud. Weyrich in

n deben Jakob Lucas uͤ. *t. Ingbert übertragen und bitte

hrist an Sdauer. »as mir geschenkte Zutrauen,

—* 2533 64 81 qm demfelben fort dehalten zu wollen.

Wiese im Stockweiher durch — — ————— Villeroy Uennn empfiehlt sein

Jreckenden Stückes hinter'm Der Dorr'sche Groß groͤßes Lager in ganz bil⸗

Fisenwald neben Johann zarten 2 e ligen und schönen

ae nd Gemneindeiand. I verpachten.. —Auslunst bei

——— Grobardt. Papeten-

cker im Siockfeld neben n4** AJ sowie Musterkarte von 9

Johann Kraut und Johann Kartoffel J sn gelhard,ein RMannheim.

dreßler. vderkauft Triebscheiderbof. Fr. Stutzmann.

Pl.Nr. 326, 885 à qgnm — .—- ——— —

Ucker am Eisenberg neben 3*

Heinrich Haberer und Joh. — 6 ormauũ
draut. — J — 9
Pl. Nr. 38113, 12 à 61 F
—— Zweibriiclcen-

n den Steigen neben Jot. mpfiehlt zur bevorstehenden Frühiuhrs - Sasson Fein großes Lager
Dde und Jakob Unbe Tuchen (Echwarz und farbig), Burkin, Paletotstoffen,
hi.Hr. 353, 6 4 47 qm dosenzeugen u. s. w. von den mittel bis zu den hochfeinster
ducim — Zlalen. Großes Lager fertiger Herren; und
Ahnung neben tistian naben Kleider ssM unuch bisligen aber sessen Preisen
Brund v. Christian Bechle's 4. —A Hose und Weste von einein Stoffe
X n schwerer Qualität und dunklen Dissins von M 31, 33, 80
Eigenthämer sind: ind höher; Sack, Hose und Weste von AMA 24, 236, 28 und hoͤher

1. Die genannte Wittwe Der⸗ Hochzeits⸗Anzüge, Joppen, Hosen und Westen, sowie Arbeits
schang, rieider in großer Auswahl.

FeDie mindenähriden einder Mehrere Hundert Confirmanden⸗Anzüge
der Eheleute Derschang 2. Jakob, n den beliebten dunkelca rirten Stoffen; ebenso ca. 850 Siuck Buʒ
.Jobann,. 6. Valensin, d. Kae iin grau und duntel karrirte, zu Consirmanden⸗ Anzgen geeigne
plina genannt Barbara o. Ma; und steht Musterkarte zur Versüsurg!
hiat, f. Masdalena, welche ihte Anfertigung nach Maß unter Garantie jur m
Hiuller sur Vormünderin unde dernen Schnitt und guten Sitz.

Bekanntmachung.

Am Montag, den 7. Ap⸗
rit nachstein, zu St. Ingbert
in der Wirthschaft von Michael
Paul, aleich nach der Lionꝰ⸗
schen Versteigerung läßt Herr
Fabrikant Schwarz von For⸗
bach seine Wiesen und Län⸗
dereien St. Ingberter Banneß
nämlich:

15 Bette Wiesen im Allment,
Spick und in den Groß⸗
wiesen, — alle eingerichtet

zum Wässern —

s NAecker mit blauem Klee
angelegt, und

1 Acker — leer — auf meh⸗
rere Jahre verpachten.

St. Ingbert, 22. Maärz 1879.

Aus Austrag
Bayer, Stadischreiber.

A. Strovolor ijn 86. J ohann a. ä. saar
— Etke der Bahnhof- und Dudweilerstraße. —

.11 —
aGänzlicher Geschäfts-Aufgabe
habe meine sämmtlichen zu a nufa aͤtu r⸗· und Modewa ar en inem
Totalen Ausverkaufe
2zu sehr reducirten Pteisen
ausgefetzßt.

A GStreveler, St. Iohann,-, Teke der Babnbot- und Dud weileretracce

VB. 5 Laden⸗sowie vollständige Gas Einrichtung ist nach Räumunag des Lagers billia
verkaͤufen.
——
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingert.
Siezu Illustrirtes Sontaasblatt“ Nr. 12.
        <pb n="165" />
        7 5— c 6 383 9 60 ——
14 — 4 V 5— — —————
StaIngberter Anzeiger.
——— —
der St. Jutzberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich?/, mu dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungtblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
age) erscheint woͤchentlich piermal: Dienstag, Donnerstage Sanstag und Sonutai. Der Abounme nent spreis vetragt vierteliahrlich
deA 40.V einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 14 60 B, einschließlich 40 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 A, von Auswarug
—— mit 15 2 fur die viergespaltene Zeile Blatischriit odet eren Raum, Neclanen mit 30 pro Zeile berechnet. J
J * — — ⸗ — α—
Diieustag, den 28. Marz 7, 1879.5
Deutsches Reich. J

Maunchen. Se. Maj. der König hit den Deutschen Kaiser

u vessen Geburtistag in wärmster Weise beglüdwünscht. — Prinz

Dito hat für die Nothleidenden im Spessart 1000 M. angewiesen.

Zu seinem Geburtstage sind den Deutschen Kaiser

zon fast allen gekrönten und sonstigen regierenden Hänptern tele⸗

zraphisch die herzlichsten Gratulationen zugegangen. Die Gluc⸗

wünsche des Czaren, des Kaisers Franz Joseph, des Kronprinzen

Rudolf und der Königin Veatoria soellen ganz besonders inn'g ge⸗
wesen sein.

Als erfreulicher Beweis dafür, daß die geistige Frische unseres
Taisers durch den leitzten Unfall nicht gelitten hat, verdient die
Thaijache bemerlt zu werden, daß die Aud'enz, welche der Kaiser
zem neuen ftanzssischen Botschafter am russischen Hofe, General
ThanzyKam Donnerstag ertheilte, nicht viel weniger als eine
Stunde gedauert hat.

Berlin, 23. März. Die „Nordd. Allgem. Ztg.“ meldet:
Durch Cabineisordre vom 24. März ertheilte der Kaiser dem von
zer Commission aufgestellten Statut der Wilhelmsspende seine Ge⸗
aehmigung. —————
Berlin. Zur Unkerstüßung für die Szegediner haben der
Zaiser Wilhelm und die Kaiserin Augaste 10,000 und resp.
4000 M. aus ihrer Chatoulle angewiesen.

* Ausland.
—Konstantinopel, 20. März Die Russen beenden
heule die Räumung des ganzes Gebietes außerhalb der Grenze Ost⸗
umeliens und zeizten an, daß am 1. Mai auch diese Provinz vo
hnen geräumt sein würde.
Bermischtes. ..
eSs. Ingbert, 25. Marz. Für die Ueberschwemmten
an der Weichsel waren bis zum 22. d. Mie. auf dem Bürgers
meisteramte 8 Mark emgegangen. Wir empfeblen die armen Un—
zlücktichen den hiesisen Bewohnern auch zur ferneren Unterstütung.
. — Wie detr Landadger „Eilbote“ mitihetit, ist am Sonntaç
Abend die Corell'sch, Mühle in Reustadt adermals niedergebrannt.
*(6Gifealzisches Shwurgericht.) Am 21. und 22.
März Verhandlung gegen 1) Peter Kennel, Ackerer, 63 Jahre
ut, unßd 2) dissen Ehefrau Forster, 59 Jahre alt, beide von
Otterbach, wegen vorsaͤtzlicher Brandstiftung und Betrugkversuchs.
Die Geschworenen erliäcen die beiden Angellagten der vorsaßlichen
Brandstifmung in gemeinschafelicher Ausführung, sowie des gemein⸗
chafilichen Betrugsversuchs schuldig. Der Schwurgerichtshof da⸗
zegen erlennt nach einstürdiger Berathung einstimmig, daß sich die
Beschworenen bezuglich der Brandstiftung zu Ungunsien dier Ange⸗
lagten in der Hauptsache geirrt haben, weßhald die Sache dor
das naächste Schwurgerscht zu verweisen und dort vor anderen Ge⸗
ichworenen zu verhandeln set. Wegen des Betrugsversuchts wurden
zeide Angeklagte zu je einem Jahr Gefängniß und solidarisch zu
s der Koiten veruriheilt. Nach Verkündigung des Geschworenen⸗
jerdifts hdatie die Ehefrau Kennel untet beständiger Zustimmung
hres Mapnes erktärt: nicht sie, sondern ihr Schwiegersohn Gehm
jabe den Brand angelegt; sie könnten sich doch nicht für andere
deute in's Zuchttaus setzen. Ein eigenthümliches Blld warf die
derhandiung auf das Treiben mancher Verficherungsagenten, „Be⸗
däfte zu machen,“ worurch sie zu Verdienst und andere Leute in's
Jerderben und auf die Aufklagebank kommen. Auch die aungeklaaten
dennel danken aller Wahrscheinlechteit rach idr Unglück ihrem Ver⸗
ücherun 38agenten, gegen den übrigens Untetsuchung wegen Bettugs
ingelgt sein soll.

RENiederwürzbach, 23. März. Ungeregt durch
dehrer P. Wolf tagte heute dei Hertn Bürgermeister F. J. Wendel
ꝛer hiesige „Filsalverein für Oosthaumzucht an der Blies.“ Es
andelte sich darum, Jemanden zu waͤhlen, der bei'm Anpflanzen
ind Veredeln der Baume prakiische Winke zu ertheilen vermöge.
die Mitglieder besagten Vereins, 23 an der Zahl, einigten sich
sahin, dußk nur der Förster Johann Degel von dem nahe ge⸗

Nlegenen Ph'lippaburg die erforderlichen Eigenschasten in sich der⸗
tine, und wurde derselbe einst muig gevwähll.
Der Voiꝛschußve em Pirmasens zahlt 5 pCt. Dividende.
Besa umtumschhlag 398 732 M. 38 Pi. Die Mitgliederzahl ist
m Jabre 1878 von 117 auf: 193 est egen. *2..AP. A.) .

. * VIn der Nacht vom 20. auf 21. Naärz brannte in Fiissch⸗
dach bei Dahn Wohnhaus, Scheuer und Stall det Adjunkten
Schuner total, vieder. Das Feuer griff so schnell um sich, daß
die ganze Familie Schuster im Belte verbranmt wäre, wenn nicht
»in Nachbar im entscheidenden Augenblicke den Brand bemerkt hätte.
kin S8jähri ges Bübchen mußte noch zum Fenster hiraus geworfen
verden.

* Vor einigen Tagen fand zu Ußweiler ein von Land⸗
virthen sehr zahlreich desuchtes landwirthschaftliches Kränzchen statt.
Der erste Vornand dis landwirihsch. Sezurtsktomitess, Hr. Gulsbe⸗
itzeFreudenberg von Zweibrücken, erdffnete und leitete die
Versammlung. Er betonte besonders, daß Industtie und Land—
pirthichaft sich nicht belampfen, sondern sich gegenseitig unter die
Urme greifen und einander unterstützen sollten. Wenn 8 mit der
Industrie wohl stehe, so sei das auch von Vorthel für die Land⸗
birthichaft; ebenso vortheilhaft fei es aber auch sür die Industrie,
venn die Landwirthichaft lohneuden Ertrag liefere. Herr Kirch⸗
chaffneirechner Aren oId, von Zweibrücken, hielt hierauf einen
nit vielem Beifall aufgenommenen Vortrag üher „Getreidezölle.“
Fine von ihm verlesene Zusti mmungsadt ffe an Fürft Bsmarck wurde
jon allen Anwesenden, etwa 100, unierzeichnet. Neben Auihebung
»er Eisenbahntransporibe u stigunzen für die aus dem Auslande
ningehenden lanow rihschaftl chen Produlie wird darin Einführung
ints Eugangszolles fürr Geireide von nicht unter 1 Mark ng
Tentner vetlaugt. — Ueber den zweiten Gegenftand der Tages⸗
ordnung, „Obstbaum,ucht?, referitie der als Odftzüchter rühmlichst
zelannte Hr. Piarrer Rütter von Erfweiler. Ein weiterer Vortrag
iber ünstliche Dünger? mußie wegen Unwohlseins des Referenten
rusfallen. 15 Landwirthe aus Aßweiler und Umgegend eiklärten

hren Be'ifrilt zum laudwirthichaftlichen Verein. *

* Nach der „Südd. Presse“ fiel der 1. Treffer der Lehrer⸗
baisenstifisloose (35. 000 Me,) dem Privatier Friedrich in Nürn⸗
zerg zu. Ein Truffer mit 10,000 M. ist zwei Schrifthetzern der

;. Cotta'schen Druckerei in Auzeburg zugeiallen. (NRach dem
„Fränk. Kur.“ soll eine Lehrerswintwe in Nördlingen den Haupt⸗
reffer gewonnen hab n.).
Un Lehrer-Waisenstists⸗- Loosen wurden in der Pfalz im
hanzen 38,714 Stüd abgesetzt. Von 249 dem pialzischen Lehrer⸗
valsenstifte ges, enkten und an dessen Rechner überschickien Loosen
saben 14 Stüch die Summe von 270 M. gewonnen. Das pfäl-

ische Letrerwaisenstift wird beuäufiz 30,000 M. vom Reinertrag
er Verloosung erhalten. Die Zinsen dieser bedeunsenden Summe.
ꝛeren Zusammenbringen die Sympathie der pfälzischen Bevölkerung

u ihren Lehrern betundet und den Dank der Letzteren in hohem
Brade verdient, werden alljährlich an die dürfligen Lehrerwaisen

erlhejltt. PV F

Einem Quintaner der Realschule in Zwickhau, Hermann

Dito Falkner, ist für d'e mit eigener Lebensgezahr bewerlte Erret ⸗
ung dre er Kinder vom Tode des Ettrinkens die sildberne Rettungs⸗

nedaille verliehen worden.

fDer Oberhautboist Edert von der 2. Motrosendivision in

Wilhelmshaden ist, wie die Nordd. A. 3.“ mittheilt, von

der jopanischen Regierung zum Mufild rector für das japanesische

rlitenmusikcorps in Jeddo ernannt und berens dorthen von Ham⸗—
purg abgereisst. Edert soll die japanische Militärmusit nach deutschem

VPduster einrichen.

f Die sozialdemokratischen Bläiter suchen verg bens in Franf⸗
zeich Boden zu gewinnen. Immer wieder tauchen Blaälter cut
egettren eine kurze Zeit lang und verschwinden dann. So ist
den wieder das socialdemokratische Wochenbiait: „Le Proletaire“
ach laͤngerem Ringen gegen die Gleichgilngkeit der Faubourge

ingegangen. J

It die Redaction ver r F. .

1* — —
        <pb n="166" />
        Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.

—A ch, den 9. April
nuchsidin zu St. Ingbert,
dei Philipp Emmerich,
—X
Helreiben 1. der Marie Jost,
hne Gewerbe in St. Ingbert
vohnhafl, Wittwe von Jalob
Koppe 2. der Kinder dieser
cheente; a Maria Kopp, ohne
Bewerbe oallda, Wittwe von
heorg Castel, b. Johann Va⸗
—XO
heiden Bergleute, zur Zeit in
Amerita sich aufhaltend, Gläüu⸗
biger
gegen
Adolf Ehrhardt, Bädes in
St. Ingbert, Schulduer.
wegen nicht bezahlten Erwerbs
zreises, die nachst hend bezeichnete
diegenschaft im Banne von St.
Ingbert, im Wege der vertrags⸗
mãigen Wiedexversteigerung öf⸗
sentlich an den Meistbietenden

u. Eigenthum versteigert, nümlich

BPl.:Nr, 136 141, 11 a 58
qm Acder.in der Mäusbach
neben Jakob Ammanm.

Zt. Indbert, 25. Marz 1879

Der Amtsverweser des kgl.

Notar Sauer:“

5 19 — 22*

lufschueder

Licitation.

S'amst ag, den 12. Aprit

zächsthin, Nachmittags 3 Uhr zu
Schüren, Stadigemeinde St.
Insbert, im esere
Erblasser, lossen die Kuder und
Zrben der zu Sedüren verlebten
Zdelenuie Andreas Rau, weiland
Ziegier und Maria Ochs, die
aachb ejchriebenen Immodilien. ab⸗
tde nngsralber öffentlich an die
—AR
steigern: vree

A. Zur Gutergem inichast der
zerlebten Eheleute Nau gebörig:

1. Pi. Ne. 4925. 9 a 584
qm Wiese in den Schürer⸗
wiesen neben Eigenthümer
und Wittwe Harig.
Pi.Nr 4896. 9 a 20
qm Wiese allda neben
Eiaenthümer selbst und An⸗
stößern;

3. Pi. Ne. 4898. 19 a 42

qm Wiese all a neben Ei⸗
gerthümer u. Johann Nau.

4. Pi.⸗Nr. 4849. 15 a4 50
qm Acker und Wiese im
Schüterfeld neben Eigen⸗
thümer.

3. Pi. Nr. 4848. 8 a 52
qm Acker allda neben
Eigentbümer.

õ. Pl.⸗Nr. 4848. 8 4
86 qm Acker allda.

. Pi. Nr. 4851. 15 a 50
qm Ader allda; auf den

2 zuletzt genannten Ackeern
steht dee Ziegelhütte.

3. Pl. Ne. 1059. 27 a 94
qm Acker in der langen
Ahnung auf'm rothen Flur
neben Josepdo. Bosch.

Pl. Ne. 1093. 24 1 58*
¶m Acker allda neben Eigen⸗
rhumer.

——

10. Pi-Nr. 1096. 18 a 40
qm Acker allda. —
Pu. Ne. 4901. 25 a 21
qm Wiese: in den Schürer⸗
wiesen neben Eigenthümer

untd Anstößern.

12, PlNr. 4926. 7 4 16

qm Waese allda.

B. Zum Nachiasse der Maria

DEs gehoͤrig:

i 4000. 11 2. 93
q¶m Wieile in den Schürer⸗
—

14. Pt. Nr. 4847. 19 a 8
qm Acker im Schüerjeld.

15. Pl.⸗Nr 48644. 31 2
1 qm Acder allda, neben
Peter Best und Johann

EGSelier·

16. Pi. Nri 4830. 830 a 67

qm Acker m Kaisereck neden

.Rohann Nau u. Anfslößern:
17. Pl.⸗Nr. 4877. 36 4 80

qm Acker im Schürterjseld

2 neben: Johann Nau und
Johanu Hager. e
18. ᷣl Nr. 48403. 14

360 qm Flache Wohnhaus

— wit Killer,“ Gärichen und

Hofraum neben Joh. Nau.
I8. Pl.ꝛXr. 48839. 2 u

2 qm Ncker, Wiese u. Hof.
20. Pi. RNr. 4842. 164 70
. qm Acker und Wald im
Schuürerfeld veben Johanu
2 Seizer und Dauie! Augusi.
21. Pe. Ni 4935. 12 a 61

qm Weefe in der Ruhbach

neben-Gebrüder stramer.

22. Pl.⸗ Nr. 4924 . I6 4

21 qm Wiese in den Schü⸗

N verwiesen.

Eigenthümer sind?

Die Kinder und Erden der

Berlebten; als::

a. Lorenz Rau, Ziegler in

„churen, 2 νν

d. Peler Nau, Bergmann von

a, zur Zert Soldat bei der kgle

Fisenbahn Compagnie in Ingol⸗

tad.

c. Meria Nau, minderjähr ge
urch die Ehe emaucip rie Ehes
rau von Johann Eberhard
Zieinmetz, Tagaer in Schüren.

d. Accreas, 0. Christiau, f.
Avua Maria und g. Ktathacina
Nd uu. J
Diese vier letztgenannten min⸗
zetjäytige und bertreten durch
heiet Bist, Fuhrmann in St.
Jugbert als Vormund und Joh.
Ka, Ackerer in Schüten als
—A

Si. Inabert, 24. März 1879.

K. Auffschneider.
Imtsaperweser.

B. Ackermann,
28 —F R
TWweibriielcei,

mpfishlt zur bevorstehenden Frühjabrs-Sagison sein großes Lager
Tuchen (ichwaz und farbiah, Buxkin, Paletotstoffen,
Hofenzeugen u: sJ. w. von den winel bis zu den hochfeinsten
Quaitann. Großes Lager fertiger BSerren und
ZnabenKleider u Inmamnmich o gen aber sessen Preisen;
.Ty Amene Anzuge (Kock, Hole und Weste von einein Stoffe)
n schwerer Qualität und dunklen Dessins von A 3140 383, Bs
ind böher; Sack. Hose und Weste von 24 26 28 und höher.
dbochzeits⸗Anzüge, Joppen. Hosen und Westen, sowie Arbeits—
neider in großer Auswahl.

Mehrere Hundert Confirmanden-Anzüge
n den beliebten dunkelca: rirten Stoffen; ebenso ca. 60 Stück Bur⸗
lin grau und dunlel karrirt, zu Confirmanden⸗-Anügen ·geeignet
and steht Mufterkarte zur Verfünurg! 43* 4. F*
Anfertigung nach Maß unter Garantie sürt mo—
ernen Schnitt und guien Sitz.

— —

bie ausserordentliehs Verbreitung dieses Hausmittels hat
ine ebenso grosse Zahl ahnlicher Praparate als Nachahmes
iervorgerufen. welehe sich nicht entblöden Verpackung, Farbe
id Etikette in tauschender Weise herzustellen. Die Paqueta
ic ichten Stollerct'schen Fabrikates tragen den vollen Na-
nen des Fabrikanten und kennzeichnen sich die Verkautsstellen
Jurch ausgelegte Firmen-Schildoer.

Ddite größte Inflage aller dentschen Zeitungen
hat das — ————
— 4 —*
Berliner Tageblatt“ · ⸗
erreicht und damit bewiesen, daß es die Ansprüche —
welche, an eine große deutsche Zeitung ge-⸗* F *
stellt werden können, zu befriedigen — 6
weiß. Die besonderen Vorrua- —W
dieses VBlaties bestehen —xB
vornehmläich in —
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Folgendem: 36. e —WB
—— X ð
r W * W
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*
—,
Unabhaͤngige
freisinnige politische
daltung. Zahlreiche Spe⸗
zialTelegramme eigener Kor⸗
respondenten.
Täalich 2ualiges Erscheinen,
als Abend⸗ und Morgenblatt. Reichhaltige Nach
richten aus der Residenz und den Provinzen. Ausführ⸗
tiche Kammerberichte seines eigenen parlamentarischen Burcaus
Erziehungs-⸗ und Unterrichtswesen, Vollstandige Handelszeitung mi
sehr ausführlichem Berliner Courszettel. Theater, Kunst und Wissenschast
Wöchentliche Mittheilungen über Land- und Hauswirthschaft, Gartenbav
Bei der Fülle des Gebotenen J
ein enorm billiger Abonnementspreis.
Im Laufe des II. Quartals erscheint im täglichen Feuilleton:
„Der verlorene Kamerad“
von
Hans Hopfen.

Diese reizende Novelle wird mit ihrem vbriginellen und spannender
Inhalt dem berühmten Schriftsteller viele neue Verehrer zuführen. Hier—
rauf folgt:

„Ariadne“ Roman von Henry Groͤville,
»essen kürzlich im »Berliner Tageblatt, veröffentliche Rovelle Dosia
ltkaemeinen Beifall gefunden hat.

Dc weiche an die ver ·
lebie Wutwe Brausen
roch Focderungen haben, wollen
olche Uaterzeichnelem binnen 8
Tagen einsenden.
J. A.Brausen,
—AL
Montog, 31. März
rad der vrederwürz⸗
—5

102 J—

ic abonoirt ‚Ulk und „Berliner ened Mxk ——
zum Preife von nur

xo Quartal bei allenReichspostanstalten und wird im Intresse der Abon⸗

ienten höfl. gebeten, das Abonnement recht frühzeitig anzumelden,

„amit die Zustellung des Blattes beim Beginn des Quartais punkttlid

rolgen tann.

Druck und Verlag don F. x. Demetz in St. Ingert. J
        <pb n="167" />
        —
—
ä 1822
28 55353222* 235*
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5852 1 8 133
552 — — 152—585 3 J 5 5 F
22 *5cE 25* 28 522 * — 2— — 22 87 —— 852
——— — — 282 *7 525 s5zo— — 2 225 55322 33 8 e
522 7 68 * 2 — 37“21. —— 3 —— —— A **
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333 3 23 z28 53338
277 272 2 27 23 Lütu — 3 — 83 5
3 3 325 333 5533
2237 2* *27* * — 2 7 3 272 — 222 D—
3 23333338 7 23
2 *2.8 2 3* 2232 — F —X
25. 32352*57 753*2353 333 83 —3*8
2276 V —Â 232 213 — —A 7
— 2 23 —4 * — * 2. 23 — 2 7* 8.
723. 232 — — 258 223 33—5—
3 23525335533
*3238 1 * * 53 RKOz 23..
322 33* 3 E2. 633 3323— ⸗
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        Slt. Ingberter Anzeiger.
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Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wö hentlich? m⸗ dem Hauptdiatte verbandene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mif illustrirter Vei⸗

lage) erscheint wochentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Sanstarg und Zounrag, Der Aboaemeutspreis vetragt vierteliahrlich

A 40 S einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1A 60 H, einschließlich 420 H Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswari⸗
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrisft oder Feren Raum, Reckha nen mit 30 — pro Zeile berechnet.
M 49. Donuerstaq, den 271. März 1879.
—

Deutsches Reich.

Berlhin. Die Reichkeregierung hat bei den Bundesregier—⸗
ungen die Frage der Verminderung des Reichépapiergeldes in An—
regung gebracht und diese dahin special sirt, ob nicht die Fünfmark
scheine nach und nach von 64 Millionen auf 80 Millionen Mark
und die Zwanzigmarkscheine, von welchen über 50 Mill. M. um⸗
laufen, um 5 6b 10 Millionen zu vermindern wären. Die
Zwanzigmartscheine follen sich ohnehin nicht recht bewährt haben,
während die Fünfmarkschene schon beliebter sind, weil das gleiche
Münzstück in Silber zu groß und in Gold zu klein ist.

Berlhin. Die Tarifeommission setzte auf einen Centner
ralcinite Soda 1 M. 25 Pf., rohe Soda 75 Pf.; auf Pottasche
legte dieselbe einen kleinen Zoll.

Dem deutschen Reichsgesundheitsamte wird gemeldet, daß am
jetzten Freitag nach längerer Unterbrechung ein neuer Pestanfall in
Weilianka vorgekommen sei.

Pdanst legraphirt der K. Zig. aus Betlin, daß das Gerücht,
Feldwarschall v. Manteuffel sei zum Statthalter in Elsaß Lothringen
ausersehen, an Bestimmtheit gewinne. Elsässische Kreise hatten sich
mit der Bitte nach Berlin gewandt, den jetzigen Oberpräsidenten
b. Möller mit diesem Posten zu betrauen. v. Möller genießt aber
Iözere Beliebtheit in den Reichssslanden als beim Reichskanzler.

Stuttgart, 25. März. Der König spendete für Szege⸗
din 2000, die Königin 1000 Mark.

Ausland.

In Mailand haben bei der Feier deß Jahrestages der Schlacht
don Novara schwere Unordnungen statlgefunden. Die Pol'zei hatte
untersagt, doß im Zuge schwarze Fahnen mitgesührt würden (zum
Zeichen der Trauer der Republikaner darüber, daß ihr Ideal in
Italien noch ni ht verwirklicht ist); trotzdem zog ein Haufe mit
einer solchen Fahne, die die Worte „Republikanische Verbrüderung“
jeigte, durch die Straßen. Als die Polizei die Fohne wegnehmen
wollie, leistete der Haufe Widerstand; es wurden zwei Polizisten
und mehtzrere Cibilisten verwundet; die Straße Moskova mußte
durch Reiteren frei gemacht werden.
Sermijtes.

* St. Ingbert. Ehre, dem Ehre gebühret! Am Sams⸗
tag biwahrte die Entschlossenheit und Geistgegenwart des Bahn⸗
warts Karl Ripperger ein ewa 2 Jahre altes stind des
Fuhrmannes Baähr vor dem sicheren Tode. Dieses war lurz vor
der Maschine des um *132 Uhr Nachmittags hier eintreffenden Zuges
durch die geschiossene Barrierekette des Ensheimer Straßenüberganges
in das Schienengeleist geschlüpft und wäre unzweifelhaft überfahren
worden. Da wurde es von dem den Uebergang bedienenden ge⸗
nannien Rpperzer bemerkt und von der gefaͤhrlichen Stelle rasch
und ohne langes Besinnen zurück gezjogen. Aber beinahe ware er
selbst ein Opier seiner braven Gesinnung geworden; denn nur mit
apper Noih gelang es ihm, sich und das Kind zu relten.

* St. Ingbert. Am L. April nächsthin soll die Blies⸗
halbahn auch für den regelmäßigen Personenverkehr erbffvet werden.

*(Pfalzische Schwurgericht.) Am 24. Marj
VBormittags Verhandiung gegen Philipp Jatob George, 66
Jahre alt, früher Metzger, zulezt Acerer in Berg, Kantons Kandel,
wegen vorfäßlicher Brandstiftung. Der Ancçeklagte, früher in gutem
Rufe stehend, aber in den letzten Jahren dem Branntweintrunke
sihr ergeben, gesteht die That ein und wird zu 3 Jahren Zucht⸗
hausb verurtheilt.

— Am Nachmittag des 24. und am Vormittag der 25.
Narz wurde gegen Mathäus Bappert, 24 Jahre alt, lediger
Tagner von Hochdorf, wegen Raubes und Diebstahls in wieder⸗
holtem Rückjall verhandelt. Der Angeklagt ist ein in fremdem Eige⸗
thum sehr gefährlicher Mensch. Er wurde zu einer Zuchthausstrafe
den 12 Jahren verurtheilt, ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf
10 Jahre aberklannt und Siellung unter Polizeiaufsicht nach ver⸗
üßter Strafe zugelassen. —
yiit diesem Falle schloß die J. Schwurgerichtzsession pro

J

fAus dem Bliesthal. (Zw. Z.) Nachdem die
Einfuhr von Rindvieh, Schafen xX. nach Frankreich aus Deuisch⸗
land wieder gestattet ist, ging am Sonntag von Annweiler ab ein
Extra-Schafzug, bestehend aus 11 Wagen, über Zweibrücken nach
Saargemünd, um von da nach Paris weiter spedirt zu werden.
Der Zug wurde von einigen Oberbeamten der Pfalzbahn begleitet.
Der Absender des Transportes ist Herr Völcker aus Annweiler.

F Das neueste Gesetz. und Verordnungsblait enthält das
Gesetz beir. die Durchiührung der Gerichtsorganisation. Bei der
Position „Amtsgerichte“ ist die von der Abgeordnetenkammer bewil⸗
liate hödere Gesammtsumme von 113, 600 M. eingestellt. Es ist
demnach Aussicht vorhanden, daß die derden pfälzischen Amtsgerichte
Göllheim und Hornbach erhalten bleiben.

T Beim Central⸗Hilfskomite sür die nothleidenden Spessarter
in Aschaffeaburg waren bis vorigen Freitag an baarem Gelde ein⸗
gegangen 31,640 Vt. 59 Pf.

F Die „Tuüddeutsche Bodencreditbank“ hat für die Nothleidenden
'm Spessart 1000 M. gespendet. Die Sammlungen zu diesem
Zwecke in Muünchener Blättern betrugen am Montag schon eiwa
10,000 M. Daneben nehmen auch die Sammlungen für Szegedin
erfreulichen Fortgang und betrugen dieselben 5676 M.

fMeustadt. Ueber den Brand der Correll'schen Mühle,
dessen Eutstehungsgrund noch nicht ermittelt ist, schreibt die „Bür⸗
gerztg.“, das Feuer habe so rasch um sich gegriffen, daß, als die
Feuervehr gegen 7 Uhr Abends auf der Brandstätte erschien, sie
sid darauf beichrünken mußte, die anstoßenden Häuser vor der Ge⸗
ahr, ebenfalls von dem Feuer ergriffen zu werden, zu sichern;
das Mühlengebäude stand schon ducch aue Stockverke durch in
Flammen. Der Eisenbahnverkehr nah Lambrecht zu mußte um
die Züge nicht zu gefährden, von 6 Uhr 50 Min. bis halb 9
Ahr eingestellt werden. Gegen 9 Uhr Abends, als das Gebäude
chon ausgebrannt war, stürzte der öostliche Giebel ein und schlug
die zut Mühle gehdrigen Arbeiterwohnungen und Stallungen zur
Haäufte zusammen. (Die Corell'iche Mühle fiel nun schon zum
zierten Male dem Feuer zam Opfer. Der Schaden, den der letzte
Brand anti ntete wind auf 600,000 M. geschätzt. Es ist fedoch
Alles versichert.)

Die Vollksbank in Neustadt ersielle im abgelaufenenen Be—
schäfttzahre bei einem Gesammtumschlage van 19,011,904 Martk
rinen Reingewinn von 41,971 Mart und veritheilt 6 pCt.
Dividende.

— Bei der Fraukenthaler Vollsbank betrug der Umschlag
13,725, 415 Mark, der Reingewinn 26.692 Mark und die Divi⸗
dende 7 pCt.

fAus der Vorderpfalz. Von befreundeter Seile
wird mir mitgetheilt, daß aus dat Ausschreiben einer Buchhalterstelle
Seitens eines Kaufmannes in der Pfalz, nicht weniger als 210
Bewerbungen auf einmal eingelaufen seien. (Rhpi.)

Saarbrücken, 25. März. Die „Cobl. Zetung“
schreibt: Der Fahrplan für die Moselbahn ist aunmehr festgestelit.
Es gehen danach von Coblenz nach Trier 3 Züge, um 807, 11*7
und 4255, dieselben treffer in Trier um 1108, 3141 und 76 ein.
Tin um 9080 von Codlenz abgehender Abend;zug fährt nur bis
Tochem und trifft darelbst um 1021 ein. Von Trier nach Coblenz
jahren 4 Züge, um 812, 1221, 408 und 627; dieselben klommen
in Coblenz an um 11320, 320, 727 und 10*0.

Eine angenehme Stadt. Aus der Gouvernementsstadi Po
drosawodak im Gouvernement Olonetßz (Nord⸗Rußland) wird
interm 18. d. dem Petersburger „Golos“ Folgendes gemeldet:
„Wir haben weder bei Tage noch bei Nacht Ruhe vor den Wolien,
die unsere Stadt rudelweise besuchen und oft mitten in der Stadt
am hellichten Tage frei heramiaufen. Diese Bestien sind jedech so
sjeige, daß sie nur Hunde und andere Hausthiere angreifen; an
Venschen wagen sie sich nicht hertean. Wir wagten es nicht, auf
ziese unangenehmen Gäste zu schießen, um dieselben nicht zu reizen.
Der hiesige Apotheker Walewskij hat nun Pillen erfunden, die wir
den Besten vorlegen und welche diese massenweise vergiften. Jeden
Morgen finden wir in den Gassen der Stadt 20 — 30 Wölfe vergiftet.“
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        Marktberichte.

Homburg, 26 März. (Fruchtmittelpreis und Vickualienmarkt.) Weizen
10 M27 ppf. Korn 7 M. 85 Pf. Spelztern — M. — Pf., Spelz M.
Df, Gerfie 2reihige — M. — Pf. Gerste 4reihige O M. — Pf. Hafer
z M. 719f., Mischfrucht 8M. 57 Pf. Erbsen 0O M. — Pf., Wicken
z5 . — ppf., Bohnen — M. — Pf. Kleesamen — M. — Pf., Korn⸗
zrode6 Pfund 72 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochfenfleisch — Pf.,
Ktindfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 80 Pf. Hammelleisch — Pf. Schweinefleisch
50 Pf., Butter 1 Pfund O M. 88 Pf. Kartoffeln her Ctr. 2 M. 60 Pf.
Bekannutmachung.
Musterung und Loosung der Militärpflich⸗
tigen und Verbescheidung der Zurück⸗
stellungsgesuche.

Gemäß F 61 Zffer 2 der Ecsatzordnung wird Nachstehendes
jur allgemeinen Kenntaiß gebracht;

IDie Musterung der Militärpflichtigen sür das
laufend: Jahr wird im Aushedungsbegerle Zweibrücken am 10.,
12., 155, 16., 17. und 18. April nächsthen im Saale der
Wirthschaft zur Jägerslust dahier vorgenommen.

Zur Musterung daden alle uim Jahre 1859 gebornen Militär
oflichtigen, sowie dielenigen Multärpflichtigen früherer Altersklassen,
uder deren Dieustpflicht noch nicht defintiv entschieden ist, zu er⸗
scheinen.

Tas Richterscheinen zur Musterung zieht eine Geld—
strafe von 830 A, event. eine Haftstrafe von 3 Tagen
nach sich.

U. Die Verbescheidung der Zurückstellungsge⸗
suche findet fatt am Freitage den 18. April (Nach⸗
mittags) und ain Samstäage den 19. April. An diesen
beiden Tagen haben diejenigen Personen EEltern, Großeltern ⁊c.),
zu deren Gunsten reklamirt worden ist, vor der Ersatzkommission zu
erscheinen.

IiI. Die Loosung findet am Montage den 21.
April 1. J. statt. Den Militärpflichtigen ist es freigestellt, ob
fie sich an der Loodjung bethelligen wollen oder nicht. Zür dieje⸗
nigen, welche zur Loosung nicht erscheinen, wierd ein Mitglied der
Erfatztommission die Loose z'ehen.

7VY. Die Sitzung beginnt an jedem der obenbezeichneten Tage
Morgens prazis 8 Uhr und Nachmittags 2 Ubr.

Juͤn Uebrigen wird auf die in allen Gemeinden des Amisbe⸗
irks offentlich angehefteie Bekanntmachung zur Darnachachtung
Bezug genommen.

Zweibrücken, den 20. März 18780.
Der Tivilvorsitzende der Ersatzkommission des

Aushebungsbezirks Zweibrücken,
Schäfer.
Musik-Verein.
Sonntag den 30. d. Mis. Abends 8 Uhr im Cafs
Oberhauser .
musikalische Abendunterhaltung.
St. Ingbert, den W. Marz 1879.
B. Ackermann,
Tweibriiclicen,

mpfiehlt zur bevorstehenden Frühlahrs-Saison sein großes Lager
Tuchen Echwarz und sarbigh, Burkin, Paletotstoffen,
Hofenzeugen u. s. w. von den witlel bis zu den hochfeinsten
lann. Großes Lager fertiger Herren und
Dnaben-Kleider elumich duligen aber senen Preisen;
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in schweret Qualität und dunklen Dessins von A. 831, 833, 36
ind hoöhrr; Sack Hose und Weste von A 24. 26. 28 und höher.
Hochzeits-Auzüge, Joppen, Hosen und Westen, sowie Arbe ts⸗
tleider in großer Auswahl.

Mehrere Hundert Confirmanden⸗-Anzüge
in den beliebten dunkelcatrirten Stoffen; ebenso ca. 50 Siück Bur⸗
tin grau und dunkel karrirt, zu Consirmanden-Anzügen geeignet
und fieht Musterlarte zur Versiürung!

Anfertigung nach Maß unter Garantie sur mo⸗
dernen Schnitt und guten Sitz.

Kaiserslautern, 25. Mäiz. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.
Weizen — M. — ppf, sorn 7 N. 72 Pf. Spelzkern — M. — Pf. Spel
M. 86 Pf., Gerste 7 M. 54 Pf., Hafer 6 M. 76 Pf., Erbsen 0 M.
Rf., Widen 5 M. 54 Pf., Linsen O M. — Pf., Kleesamen 09 M. 80
Pf. Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 64 Pf. 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
g Pfund 837 Pf., Buiter per Pfd. — M. 75 Pf. Eier 2 Stuck 10 Pf., Kar⸗
lofsfein per Ceniner 2 M. 70 Pf., Stroh 1M 20 Pf., Heu 1 M. 40 pf.
Flur die Redaction verantwortlich : F. X. Demes.

Todes⸗Anzeige.
Bott dem Allmächtigen hat es gefallen, unseren lieben
Galtten, Vater und Bruder Herrn
Peter Haberer
heute Nacht plötzlich, im Alter von 51 Jahren, aus diesem
Leben abzurufen.
Rohrbach, den 26. ärz 1879.
Die tieftrauernd Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet am Fretlag um 9 Uhr statt.

7

2000 000 ——2
Der außergewöhnlich sensationelle Erfolg, welchen das
Deutsche Montags-RBlatt
Chefredacteur: Verleger: Berlin
Arthur Levysssohm. Rudolph Mosse. Leiprig.
zach einem Bestehen von voch nicht zwer Jahren sich errungen, hal
Redaction und Verlagshadlung die Pflicht auferlegt, nach wit
vor mit Aufdietung aller Kräste auf dem eingeschlageuen Wegi
ortzufahren. Das „Deutsche Montags⸗Blatt“ ist in Wahrheit eia
Familienblalt für die Klasse der geistig Vornehmen und der Ari⸗
sotratie der Bildung geworden. Dadurch, daß es an dem sonfl
eitungslosen Montage die ganze Fülle se'nes reichen und bunten
Inhalis darbietet, und nach allen Richtungen hin xreichste Antegung
jibi, wird es zu eiem Spiegel des Lebeus und Strebens unserer
Tage und bleibt, getteu seinem Wadlspruch: „Von dem Gaten dal
Zesie, von dem Neuen das Neueste! die originellste literarisch⸗ py
—
Alle Postanstalten und Buch⸗ 1
77 handlungen nehmen Bestellungen
3 MIc. Probenummern gratis I HMIc.
vierteljährlich. franeo. Avonnement pto Quartal: vierteliährlich.
Zur Begegnung ron Vorwechselungen verwe'se man bei Postbestel
lungen auf Nr. 1163 der Post Zeitungs-Preslin pro 1879.
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Montag, 31. März
wird der Niederwürz
bacher Weiher
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J * r
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255 535 33z 3—3383336 —5835 3 53353 58323 23238
*2 —5—— — 82252 4 — 525 —58 5—250 24
55 5355 —35——5535 — —35—323253255 5 228323 32. 5 55—28982
1 —A— 5222338 — —2385886* Q — —— — —A 50252
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* 22 2 — —S3 232555 22 —æ—22 — 8* 2D — — 25 —
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——5 553 32535—5*238 553331228 8— 55538 3385 8
2 — * 2253 53532555335 — 5 2 33 —AA — — *28582
55 3558 3573335———3383 383573 5533 35252833
—— —⸗ — — 2 T 3 — 53 S
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25— 35 —5——22 —3832222— 3338 532 — 5 5——2
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25353227 255* 5 — 8538 —— 2323—2358* 22 2z28052 *8
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        St. Ingberter Anzeiger.

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Der St. Ingberter Anzeiger und das (Z mal woͤchentlichj mu dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei—
lage) erscheint wochentlich viermal: Dienstaz, Donnerstaz, Sunstag und Sonntag. Der Abonnementspreis vetragt vierteljahrlich
1A 40 S— einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.24 60 H, einschließlich 410 Zuste llgebühr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswärte
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschriit odet ⸗eren Raum, Neclannen mit 30 — pro Zeile berechnet.
1879.

M 50. Samstag, den 29. März
Interessen, welche in einem Zolltarife Berüchssichtigung verlangen,
Der een e remene am 1. Jeder vhne Ausnahme einzelne unw Ultommene Zollsatz⸗ mit in den
April nächsthin begennenden II. Quartaled. J. in derselben Weise denf pe —D — dee ee
und zu demselben Preise wie bisher erscheiuen. Die politischen ee 8 o wiine s n raus —
Nachrichten wird er in gedrängter Uebersicht, aber möglichst rasch Jusen * flöß unn *
und vollständig geben; die wichtigsten Tagesfragen werden ausführ- eichstagtauflösung vermie ind
licher besprochen werden. Lokalen und provinc euen Angelegenheiten tu *
wird er besondere Aufmertsamkeit zuwenden und daneben die inte⸗— Wien, 26. März Die „Polit. Corresp.“ meldet aus
ressantesten Fälle aus dem Ger'chtesaale und die wichtigfen Hann Petersburg: Dee Verhandlungen- zwischen Rußland und England
deis und Verkehrsnachrichten buncen. Im Unterhaltungs⸗ uüber die in Oitrumelien nach dem Abzug der Russen zu treffenden
blatte wird Lur Gediegens zum Abdrude gebracht werden. Das Maßregeln zuc Aufrechtet haltung der RFuhe und zur Respectirung
illustrirte Sonutagsblatt wird der Anzeiger“ auch ferner des Berliner Vertrages schreiten auf s Günstigste fort.
als avpgenehme Beilage vdehalten. Das Pester Autsblatt weist als Samme der beim ungarischen
Neubestelluugen wollen gefälligst bald, sowohl bei der Ministerium des Innern bisher für Szegedin kingangenen Spenden
Post wie bei uns oder unseren Austtägern gemacht werden. Unsere 177,529 fl., 23 320 Mark, 147 00 Fraucs, 100 Napoleonsd'or
aisherige hiesige Abonnenten werden den „AÄnzeiger“ auch im neuen und Rominal 1000 fl. Grundentlastungsobligationen aus.
Quaitale fortaeliefert erhalten, wenn fie nicht ausdrücklich abdestellen. Rußland hat, so v'el verlautet, den Untetzeichnern des Ber⸗
Indem wir noch den „St. Ingberter Anzeiget“ einem geehrten liner Vertrags den Vorschlag gemacht, nach dem Abmarsch der
hieftgen und auswärtigen Publisum zur Aufgabe von In se⸗s vussischen Truppen Ost Rumelien durch ein gemischtes Truppencorpe
raten aller Art in empfehlende Erinnerung bringen, laden besetzen zu lassen. Es begründet diesen Vorschlag durch die Besorg⸗
wir zugleich zu recht Jahlrichemn Abondemem auf demselben ein aiß, daß der Einmarsch türkischer Truppen (der nach dem Berliuer
Derri — J ——
h 3 —56 ⸗
Redaction und Erpedition des „St. Ingberter Anjzeiger men Auftritten kommen lönnte. Noch weiß man nicht, wie die
eutsches Reich. anderen Mäachte Rußlands Vorschlag aufgenommen haben; Oesier⸗
Münqdcen. 9— iqes3 9 Innern erging folgende Leich und Frankreich scheinen von demselben nicht sonderlich erbaut
Entichließung: „Im Regierungsdezirke von Unkterfranken und hu sein, schon wegen der Kosten, welche diese Maßregel den Mächten,
Aschaffenburg sind kürzlich in Folge des Genusses von Schweine- delche die Truppen zu stellen hätten, verutsachen würde, ganz abge⸗
leisch mehrfache Trichinene Erkranküngen vorgekommen, welche in ehen von den Schwierigteiten, die sich weiter daraus ergeben
einigen Fällen den Tod der Erkrankten herbeiführten. Hierbei dürden. Englaud giebt zu versteten, Rußland habe durch seine
wurde constatirt, daß von dem trichinenhaltigen Fleisch eines agenten unter der Haud die Bulgaten aufgestachelt, und der
Sqchweines einige Personen in rohem, andere ia gekochsem Zustande Widerstand derselben gegen den Einmarsch türk'scher Truppen, vor
gegessen hatten. Erstete erkrankten, wähtend letztere gesund geblieben —— Besorgniß zu hegen vorgebe, sei im Grund sein eigenes
sind. Da hierdurv neuerdings die Annahme bestätigt wird, daß Vert.
das gehörige Durchkochen des Schwein fleisches ein Schutzmitlel
zegen die Trichinenkrankheit bitde, sieht sid das kgl. Staaisministe⸗
rxium des JInneren veranlaßt, bierauf aufmerksam zu machen und
dor dem Genusse rohen Schweinefleisches zu warnen.
Berlin, 26. März. Die Taͤrif⸗Commission erledigte gestern
in zweiter Lesung Artikel 1525 des Zolllariss. Die Zollsätze
jur Getreide, Holiz und Baumwollenartikei sid beihehalten; der
Rohlupfer Zoll ist wieder beseitigt, der Zoll auf Mehl von 3 auf
2 Matt ermaßigt, der Zoll von Butter und Käse noch veiler erhödt.
Berlin, 26 März. Die drei combinirten Ausschüsse des
Bundesrathes haben sich dah'n schüssig gemacht, den Zoll von aus⸗
iändischem Tabak auf 60, die Tabaksteuer auf 40 M. (rom Ceniner)
de tabzusetzen.
Berlin. Nachdem die Budgelcommission des Reichstags
die Berathungen über den Etat deendet, siellt sich das Resultat so,
datß von dem 14 Millionen-Deficit 11 Millionen Mart theils durch
Erhöhung der Einnahmen, theils durch Abstriche beseitin sind, so
daßk das Deficit sich nur noch auf 83 Mill. Mark beläuft. (Ir. 3.)
Berlbin. Der Gesehentwurf wegen Abänderung der Wech⸗
elstempelsteuergesetzes vom 16. Juni 1869 ist dem Reichstag jtzt
ugegangen. Hiernah soll die Stenptlabgabe betrazen von 200
D. und weniger 10 Pf., von über 200 bis 400 M. 20 pf.
u. s. w., von über 800 bis 1000 M. 50 Pf. und von jedem
erneren 1000 M. der Summe 50 Pf. mehr, wobei jedes ange⸗
sangene 1000 sür voll gerechnet wird.
Zur wirtschaftspolitischen Debalte ist eine Aeu⸗
zerung des wahrlich uucht schutzzolluetisch gesinnlen Heinrich v.
Treitschke in der letzlten Nummer der „preußischen Jahrbücher“ zu
oerzeichnen. Derselbe schreibt: „Wir brauchen ergiebige Finanzrdde
ind auch einige Schutzzölle sür jeue Zweige der nationalen Pro⸗
zultion, welche an sich lebensfäͤßig und wirklich nur durch über⸗
nachtige fremde Konkurrenz in Nosh gerathen sind. Wir werden
aber beidez nur erreichen, wenn alle Parteien sich mit einiger Resignat'on
lüsten und einsehen, daß, Angesichtz der aufend widersprechenden

Sermischtes.

*St. Ingbers. Die hiesige gwwerbliche Foribilduncs«
chule zählte bei Beginn des Schutjahres ain 1. Mai 1878 178
Schüler. Da durch Beschluß der Ortsschulkommijsion urd des
5tadtrathes mit dem 1. Ottober die Knabensonntausschule aufge⸗
dét und sämmtliche sonntagsschulpflichtige Knaben in die Foribil⸗
ungsschule überwiesen wurden, so stieg die Schülerzahl auf 184,
oopon 18 das sechszehnte Lebensjahr überschritten und 166 64 noch
nicht erreicht haben. Die Gesammtzahl der Schulbersüumnisse be—
rägt für das abgelgufene Schutjahr 590, davon sind 318 schuld⸗
zare und 272 enischuldbare.

Die Schule gliedert sich in eine Elementar⸗ und in eine
Fachabtheilung. Erstere zerfallt in drei Kurse: einen Unterkurs
nit 60, einen Mittelkurs mit 58 und einen Oberkurs mu 66
Schülern. Die Fachabtheilung wurde von 15 Schülern besucht.
Ecst mit dem 1. Oliober war die Errichtung eines dutlen Qutses
der Elementarabtheilung nothwendig geworden. Gleichzeit g wurde
us Lehrer an der Schule Hett Lehrer Schlaudecker angesiellt, so
»aß gegenwärtig das Lehrerpersongal derselben aus den Hrn. Drumm,
dagenbucher und Schlaudeder besteht.

Der Unterticht wird für jeben Kurs wöchentlich an zwei
Werktag Abenden und am Sonntag-Vorm'ittag erthe'lt und erstreckt
ih auf Lesen, Sprachlehre, Aussatz Rechnen, Zeichnen, Buch baliung
aind Wechsellehre. Die Schule ist rrit Lehrmitteln auf das Besle
rusgeftatltet und kann bei Fleiß und Aufmerksamkeit seitens der
Schüler Ersprießliches leisten.

f In Mittelbach brannten am Mittwoch Abend drei Woh⸗
nungen nieder. Die betr. Auwesen waren unier einem Dach ge⸗
tanden;

f Die Generalversammlung der Aktionäre der ver inigten pfäͤl⸗
zischen Eisenbahnen findet am 80. April in Ludwigshafen stait.

fHornbach. Bezügliches eines dahier aufgefundenen
Slelettes außert sich der älteste Einwohner Hornbachs, ein gew sser

L, in einer Weise, die volles Licht über das Dunmel, das übcr
        <pb n="174" />
        diesem Vorfall schwebt, verbreitet. Unter den Franzosen, die zu
Anfang des Inhrhunderis Hornbach besetzt hielten, war ein alter
Fechtmeistet, der die Gewohnheit hatte, Jeden, der mit ihm Disput
iam, vor die Klinge zu fordern, wodurch er seinem Obersten
schon manche Verl genheit bereitet hatte. Derselbe hatte gerade
Dieder ein solches mit einem Soldaten auszufechten. Als Platz
hier zu wurde die Wiese in der Nähe des sogenannien Pfaffensfeges
m Schwalbihal ausersehben. Bei Beginn des Duells waren außer
aicht Soldaten noch v'ele Zuschauer aus Hornbach anwesend, unter
diesen auch D, der damals ein Junge von 8 Jahren war und den
zanzen Vorgaug mnit ansah. Anfangs wurde der junge Soldat
dig an die Schwalb zurüdgedrängte; dann nahm er aber seine ganze
Beschicklichkeit und Kraft zusammen und brachte den alten Fecht
meister zum Rüchzug, und dieser gab sich bei'm Ueberschreiten eines
leinen Gräbchens eine Blöße. In dem elden Augenblick fuhr der
Degen seines jungen Gegners durch seine Brust und streckte ihn
odt zur Erde. Nun spranger. die auderen Soldaten hinzu, während
wei davon den Oberst herbei riesen. Dieser aber, anstalt den aus
Furcht vor der Strafe weinenden Sieger zu bestrafen, verlieh ihm
die nun freie F'ichtmeisterstelle und gab ihm noch eine Geldbelohn⸗
ung, denn er war froh, den lastigen Alten los zu sein. Die Leiche
wurde, nach seinem Befehl, vor dem Thor in einen Garten ge⸗
worfen, der mit einer Hecle umgeben war und Abends dort ver⸗
schatrt. Später wurde eine Mauer um diesen Garten aufgeführt,
ohne daß man etwas gemeilt hätte. Auch bei dem jetzigen Abbruch
und Wiederaufbau wäre die Leiche nicht gefunden worden, wenn
nicht spielende Kinder eine .dicke Kuzel“, nämlich den Schädel, be⸗
merkt häͤtten. Pf. A.)

LSauterecen, 25. Maͤrz Heute in der Fruhe verun⸗
glücte eine unverehelichte Frauensperson im Alter von nahezu 80
Jahren. Sie fiel in einen Pfuhlbehaͤlter und ertrank.

7 Speier, 25. März. Im „Rffenthal“ ist heule frih
der Leichnam eines Mädchens geländet worden. Da hier Niemand
jehlt, als die beiden velbesprochenen Arbeitsschllerinen, so liegt die
Verinuthung nahe, daß dies der Leichnam eines der Madchen sei.

In Münzers heim bei Bruchsal starb vor einigen Tazen
eine Mairone (Israelitin) im Alter von 105 Jahren.

pAus Batern. Der Oberfränk. Ztg.“ gehen aus dem

Fichtelgebirg Nachrichlen zu, welche auch dort den Ausdruch eines
Rothstandes voraussagen. Die Eisengewinnung in Neubau ist ein⸗
zesellt; ebenso ferert die Fichtelberger Glasfabrik; andere Arbeiten
nd keint da; so daß die Arbeiter, welche nicht ständiges Gehalt
beziehen, rath'os dastehen.

p'Ejfsen. Das Darmiederliegen der Kohlenindustrie hat für
die Arbeiler der hitsigen Umgegende recht traurige Nachtheile im
Gefolge. Am J. Aprü werden auf der Zeche Sätzer und Neuock
a. 100 Bergleute, die zum groößten Theile in Frohnhausen und
Holsterhausen wohnen, entlassen, und ist den noch bleidenden Verg ⸗
beitern von dem genannten Zeitpunlt ab ein Lohnabzug von 10
pCt. angekündigt. Wenn man bedenkt, daß seit längerer Zeit statt
8. nur Gstündige Schichten verjahren werden, so bleibt den Arbei⸗
sern nach der Lohn- Reduktion nicht mehr als 3s ihres früheren
dohnes, gewiß ein empfindlicher Schlag fur die Leute, und zwar
um so mebr, da bei der h'er so starken Consumation von Veben8.
mitteln an eine Preisverminderung derselben nicht zu denken ist.

7 Berlin, 22. März. Hieher gelangten Meldungeg zufolge
st eine große finanzielle Panik am Donnerslag in Niworleans aus⸗
gebrochen. Fünfzehn Banken stellen zeitweilig die Zahlungen ein«

Die finanz elle Erschütterung in Folge der Fieber Epdemie, welche
Jas Land stark entvölkerte und die Geschäfse drückte, dütfte in den

Sldstaaten eine größere Ausdehnung annehmen und vielleicht auch
Hamburg eiwas in Mitleidenschaft ziehen, weil zwischen Hamburg
nd Neworleans vielfache Geschäfts-Berbindungen besteben.

4Berlin, 27. Märi. Prinz Waldemar, jüngster Sohn
des Kronprinzen, ist heute Nacht um 32 Uhr am Herzschlag ge⸗
sterben. (Der Prinz war geboren am 16. debruar 1868, hatte
jomit kürzlich das 11. Jahr überschritten. Die kronprinzlichen

Eltern haben jetzt noch 6 Kinder, darunter 2 Söhne, die Prinzen
Wihelm, 20 Jahre, und Heinrich 1723 Fabre olt.)

k Pest. All-emeine Theilnahme erregt hier die lebenszefährliche
Trlraulung des bekaunten Oberlieutenants Zubovies, der in Szegedin
ager 100 Menschenleben errettete und nun in Folge der Anstrengung
an heftigem Bluterbrechen leidet. Diec Aerzte vermuthen eine Lungen⸗
erletzung und zweifeln an seinem Auflommen. Zubouics erzählte
hier schauerliche Scenen über seine Erlebnisse in den letzten Tagen.
Manchinal wor der Reitungstahn so vollzepfropft, daß jede Bewe⸗
zung des Kahnes durch einen Druck von außen den Untergang
hätte herbeisühren lönnen. Da kam ecs weederhslt vor, daß Verun—
glückte, den Kahn erblickend, auf denselben losschwammen und fich
kramhfshaft an ihn klammern wollen, wodurch das Umwerfen de3
sahnes und die Vernichtung aller Gerelteten unvermeidlich geworden
ware. Es blieb also nichts anderes übtig, als die sich Anklammernden
zurückzullohen und ihrem Schicksale zu überlassen. (4. 3)

Markltberichte.

Zweibrücken, 27. Märi. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.
Veizen 10 M. 30 Pf. Korn 8M. 19 Pf., Gerste zweireihige d M. — J5
serreihige 0 M. — Pf., Spelz o R. ppf. Spelztern — M— P
dintel M. — pf. Mischirucht M. — Pf. Hafer 7 M. 02 3.
rbsen — M. — Pf., Widen 5 M. 86 Ppf. Kartoffeln 2 M. 85 Ppf.
Feusi M. 80 pf., Siroh 2 M. — Pf., Weißbrod Lh Kilogr. 52 Pf.
enbrod 3 Kilogr. 71 Pfr, 2 Kilogr. 50 Pf., üKilogr. 25 Pf. Gemischle
rod 83 Kilogr. 80 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 3f., Rindfleisch J. Qual.
6 Pf. II. Qual. 60 pf., Kalbfleisch s0 Pf. Hammelfleisch 60 Pf., Schweinefleisdl
6 Pf., Butler /3 Kilogr. O M. 90 Pf., Wein J Liter 70 Pf. Bier J Liter 24 Pf.
Coursbericht über Loo⸗Effecten von A. Molling,
Bankgeschäft, Berlin W., Friedrichstr. 180
vom 25. März 1879.

Umsterdam Industr. Pal. 2/3 fl. Kl. G. 8 fl. 6 B. KRusbacher 7 si.
dauptt. 14,000 ki. Gw. Ofl. 29,00 G. 80,20 B. Augsburger 7 fl. Hpt. 7006
ĩ. Gw. 9 fl. 20,20 G. 21,10 B. Badische 35 fl. Hpt. 40,000 tki. Ew. 89 fl.
GLα G. 164,00 B. Bari 100 fres. Hptt. 100,000 kl. Gw. 150 fres. I0 66.
Jarletia 100 fres. Hpt. 1009,000 t. Gw. 150 ircs. 19,20 B. Braunschw.
0 ihlr. Hpt. 150, 000 kl. Gw. 69 Mark. 83,40 G. 885, oo B. Bukarester 2fr.
dpt. 100,000 tl. Gw. 20 fres. 20,28 G. 21,16 B. Finuländer 10 thlr. Hptt.
0,000 ti. Gw. 86 Mark. 40120 G. 42248 B. Freiburger 15 fres. Hpi 40600
Gw. i9 fres — e G. 256,180 B. Genueser 1850fres. Hpt. Iod doo A. 6.
60 fres. — G. 88,0 B. Hamburger 100 Mk. Bo. Hpt. 115,000 M. B.
Gw. 156 M. B. 290 6. - B. Hamburger 50 ihlr. Amortiszieh. ii
gw. 180 Mt. 177,28 G. 179,48 B. Kurhess. 40 ihlr. Hpt. 96, ood tl. Gw 225
iark. 257,00 G. 260 B. Lubecer 50 thlr. Hpt. 30 000 th. Gw. 168 Mi.
7810G. 177,13B. Mailand⸗Como 14fl. Hpt. 20, 000 H. Gw. 14 fi 53 6. -8.
Naliander 4 sr. v. 1861 Hpt. 70.000 i. Gw. 47 fres. 8260 B. Mailäander
dfrce. v. 1866 Hauptt. 100, 00 tl. Gw. 10 fres. —, oo G. ILas V. Meininger
fl. Hpt. 15,000 kl. 6. 8 fl. 19,60 G. 21,10 B. Nassauer 25 fl. Hpt. 20,000
I Go. 48 fl. 101 G. — B. Reuchateler 10 fres. Hpi. 12,000 kl. Gw. 12 fr.
co G. 17,00 B. Reapeler 150 fres. Hptt. 35,000 kl. Giw. 150 fres, 68 8.
— vB. Oldenburger 40 thir. Hpt. 60,000 tl. Gw. 120 M145,36 G. 147,20 B.
greußische Pramien 100 thlr. Hpt. 225 000 ti. G. 8415 Mi. 1498 68
B. Pappenheim 7 sl. Hpt. 96000 ti. Gw il. 1736 6. 18.0 V.
ʒchaumb. Lippe 28 thlr. Hpt. 36,000 kl. Gw. 138 Mi — G. Sdweden
d ihlr. Hpu. 80 000 ti. Gw. 80 Mi.-o G. 48,00 B. Turk. 400 fr. incl.
v Apru 1876 Hptt. 600, 000 tl. Gw. 400 fres. 86 G. 88,00 B. Ungar.
00 fi. Hauptt. 100,000 kl. Gw. 136 sI. 16620 G. 169,20 B. Venediger
30 fres. Hauptt. 60,000 kleinster Gewinn 30 fres. 18 Brief. :

Soweit Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den unter Brief notirien
LToursen Verkäufer, zu den Geld⸗Coursen Kaufer. A. Molling.
Fur die Redaction veraniwertlich: F. X. Demenß.
Brehms Thierleben. Wenn je ein Theil des hetr⸗
iichen Werks uns zu sesseln vermocht hat, so ist es der vorliegende
ünfte Band von „Breums Thierleben“, der den zweiten, man
ann mit Necht sagen, schönsten Theil der Vöozel enthält. Keiner
er vorhergehenden Abschniti⸗ hat es verstanden, unser Ineresse an
»em Inhalt so wach zu erholten wie der vorltegende, die Lust an
der Bilderpracht so zur Bewunderung zu fteigern wie die Schar
unserer heimashtichen Freunde, denen dieser Vand zum großen Theil
jewidmet ist. Nicht weniger als 194 Arten von Raubvögeln
Geler und Eulen), Spal.ngsvögeln (Droffeln, Grasmücken, Lerchen,
Finkten, Webervögel, Staate, Rabenvözel, Würger, Schwalben,
Meisen ꝛc.) und Tauben sind durch volluändig neue Zeichnungen
ertreten, welche überhaupt eine mit jedem Band fortschreitende
Meisterhaft offenbaren. Dem Kenner wird es auch nicht entgehen,
vie umfassend und gewisseuhaft Brehm seine eigenen Veobachtungen
ind die der berufensten fremden Forscher zu verarbeiten und zu
zen anziehendsten Schilderungen zu gestatten gewußt hat. Kein
Zug fehlt an den Lebensbildern der uns verkrauten Gestalten des
eutschen Waldes, wir fühlen uns ebenso angeheimelt von den
reuen und wahren Chacalteristiken unserer beschwingten Heimatge⸗
jossen, als angezogen von den neuen Bekanntschasten aus fremden
zonen. Es ist überhaupt Beehms Verd erst, die dloße Liebhaberei
ür die Thierwelt, für die offentlichen Thierzätten, RAquariren ⁊c.,
as Interesse au useren Haut- und Jagdth'eren wössenschaftlich
nertieft, unsere Mitgeschöͤpfse uns menschlich näber gebravt zu taben,
ind dieses sichert seinem, Thierleben“ neden dem natucegeschecht! chen
nich ein bleibendes kulturgeschichtliches und ästhetisches Interesse.
Ind wenn wir sehen, mit welchem Ernst der Verfasser seine Aufgabe

rfaßt, wie sehr es sich die Verlagshandlung hat angelegen sein
assen, den Ruhm des Werls auf dir Höhe zu erhalten, fo begreifen
vir die begeisterten Worte, mit denen Darwin, Breems Thierleben“
us zeichnete.

Der fosgende Band wird die Vözel zu End- fühten: unter
Jen Illustratoren desselben erscheint auch der rühmlichst bekannte
Thiermeler Chr. Kroner in Düsseidorf, der auzezeichnete Darsteller
eimatlcher Jagdthiere. Den Schluß des Ganzen bilden dann die
Fische“, für welche eine ebenso umfassende Neuillasttirung schon
Jorbereitet ist.
Das rieger-Vereins-Wesen ist eine Zeiterscheinung,
velche das Intetesse an derselben in den weitesten Keesen wachruft.
Wer sich über dasselbe unterrichten wil, firnet das vollständige
Naterial dazu in der „Parole“, der amtlichen Zeitung des
Deutschen Kriegerbundes. Die Protokolle des in Berlin domizilirten
Zundes Vorstandes geben ein Bild von dem ausgedehnten Unter—
        <pb n="175" />
        rutzungswesen des Bundes. Man ersieht aus den Aufnahme⸗Ver⸗
zffentlichungen desselben das slete Wachsthum des Bundes, welches
sich im Durchschnitt pro Woche auf 1000 Mitglieder beläuft. Der
Bund nähert sich mit raschen Schritien der Vollendung der ersten
i00,000 seiner Mitgliederzahl. Die Protokolle der 34 Bezirke des
Bundes, in welche die Vereine in ganz Deutschland eingetheilt sind,
gewähren einen Einblick in die Leistungen der Provinzial⸗Landes
ind Gau ˖ Verbände (Mecklenburg, Württemberg, Kur⸗ und Neumark,
Sieg⸗, Dill- und Westerwald u. s. f.).

Außerdem enthält die „Parole“ aber noch einen reichen Unter⸗
haltungsstoff: Feuilleronẽ, Erzählungen, Gedichte, Preisräthsel u. dgl. m.

Ganz besonders inierissant sind die Schilderungen aus dem
veutschen Vollsleben aus der Feder vom Kriege⸗Vereins-Mitglieder
in allen Gauen des großen deutschen Vaterlandes. So sind bisher
u. A. erschienen: Schöfellopen in Offfriesland — Karneval in der
Zaargegend — Kaffeekochen in Berlin — Wetiklootschießen in
Ostfriesland — Fastnacht in Schwansen — Wochenmarkt in Straß⸗
zurg. — Demnächst folgen: Kanarienvogelzucht im Harz von einem
Züchlter — Schmuggel an der hollandischen Grenze von einem
Steuerbeamten — Ssefischerei bei Geestenünde vor einen Fach
— —
Freiwillig gerichtliche ern Wohuhaus mit Scheuer,
Verstei erung. Stall, darangebauter Schmies
g g. dewerkstätte, Hofraum, Gras
Dienstag, den 8. April nd Pflanzgarten, gelegen
adchsthin, Vormittags 10 Uhr, u Heckendalheim neben
u Ommersheim bei Wittwe —A
Lang . heit beiderseits.
wird durch den unterzeichneten, Eigenthümer sind die Witiwe,
diezu gerichtlich beauftragter Amtse zzinder und Erben des zu Heden⸗-
verweser des kgl. Notar Sauer dalhem verlebten Bergmannes
in St. Ingbert, in Gemäßheit und Wirthes Johann Buchhein als
rines gerichtlich beftätigten Fa⸗ J. Die Wittwe Marie Anfel,
milienrathsbeschlusses, die nachhin 2. Ludwig Buchheit, Schmied
bezeichnete Liegenschaft im Banne n Hed ndalheim; J
zon Ommersheim, evidenten minig Ahua Buchheit,
Putzens halber, öffentlich zu Thefrau von Johann Fidenger,
rigenthum versteigert: Schmelzarbeiter allda,
PlaXr. 138, 2 4 75 qm 4. Die minderjaͤhrigen stinder
Garten auf dem Hof neben er Eheleute Buchheit a. Johann,
der Stratze, dem Schulgar- Anna Buchhein. welcge ihre
len und Georg Harztz. Mutter zur Vormünderin und
Eigenthümer sind der Wittwer, Peter Walle, Adeter allda, zum
die Kinder und Erben, Repräs Nebenvormunde haben
ientanten von solchen, der zu St. Ingbert, 27 März 1879.
Ommersheim brlebten Elisabetha S. Auffschneider.
Linz, als: Umts verweser.
1. Der Wiltwer Adam Hartz J.
Ackerer allda,
2. Georg Hartz, Sohn von
Udam, Aderer allda,
3. Anna Maria Hartz, Ehbe⸗
frau von Johann Burgelt,
Uckerer in Ensheim,
4. Das einzige stind und Res
präsentant der zu Ommersheim
oerlebten Ackererse eleute Peter
Hartz, Sohn von Adam und
Margaretha Bauer, Namens
AUnna Maria Hartz, welche den
zenannten Burgelt zum Vormunde
ind den Johann Bauer, Ackerer
in Onmersheim zum Nebendor⸗
nunde hat.
St. Ingbert, 21. März 1879.
K. Auffschneider,
Amtsverweser.
CCDSCSCCChb —
Licitation.
Dienstag, 15. April
nächsthin, Vormittage 10 Uhr
uu Heckendalheim, in dem
Wohnhause des Requitenten,
wird von dem unterzeichneten,
hieju gerichtlich beauftragten
Amtsverweser dis kgl. Notar
X Sauer in Si. Ingbert,
die nachstehend bezeichnete Liegen⸗
chaft, im Banne von Hedendal⸗
jeim, der Abtheilung wegen,
üffentlich zu Cigen hum versteigert,
näntlich:
Pl.Ne. 30, 303 und 31,
6a 81 qm Fläche, worauf

———— —A —

*) Vorräthig in K. Gotthold's
Buchhandlung in Kaiserslautern,
velche dafselbe flüü 1 M. 20 Pf.
iberallhin franco versendet.
Fitr Peerrtreni?
Tei Kramer &amp; Co. in Leipzig erscheint
Die
—A ——
zeitschrift in Monatsheften für leichte ele⸗
aute weibliche Arbeiten, enthaltend nen
tiokmuster in brillantem Bunt
arbendrnek ausgeführt, sowie Haͤ—
el⸗ und Filetnmuster, Vorlagen für Wäß-
ickerei, Weißnähierei, Waffel- und Sirid⸗
rbeit, Perlhätelei x.

Die einfache Ausgabe kostet pro Mo—
iat nur 10Pfg. Reichswährung — 10 Fr.
fterr. Die Doppelausgabe erscheint in
oppelt so großem Fermat als die ein—
iche und kostet das Doppelte.

Man abonnirt zu Feder Zett an
e drei Hefte einer beliebigen Ausgabt
‚ei allen Vuchhandlungen und Postan⸗
alten.

nann. — Diese Sdikderungen versprechen nach und nach ein
verthvolles lulturgeschichtliches Material für den Forscher und Freund
der Voltssitie abzugeben. Der Kriegerbund, welcher seine Zweige
jis in die verstedtesten Ecken Deutschlands hineinstrectt, ist zu einer
olchen allseitigen Sammlung alter Sitten und Gebräuche, die mehr
ind mehr durch Kisenbahnen und Freizüg'igkeit absterben, wie ge⸗
chaffen. — Man abonnirt bei allen Reichs Poftanstalten sür den
zilligen Preis von nur 75 Pfennige für das Vierteljahr. GDie
Parole“ ist verzeichnet in der Post⸗Zestungs⸗Preisliste 1879 unter
br. 3289.) Beim Bezuge von mindestens sechs Exemplaren unter
iner Adresse, direlt von der Expedition der Parole“, Berlin 8W.,
Jerusalemersir. 48, tritt ein ermäßigter Preis von à 65 Pfennige
pro Exemplar und Quartal ein.

Damit in der Zustellung der „Parole“ keine Unterbrechung
intritt und Reklamationen über fehlende Nummern möglichst ver—
nieden werden, wird höflichst gebeten, das Abonnement rechtzeitig
erneuern zu wollen.

FProbe⸗Nummern gratis und franco.

Insetate finden durch die „Parole“ in sriegervereins Kreisen

die weiteste und Ertola versprechendste Verdreitung. —Zeile à 80 Pf⸗
B. Ackermann,
Aweibrüeen,
mpfiehlt zur bevorstehenden Frühiahrs-Saison sein großes Lager
n Tuchen Echwazz und sarbigh, Buxkin, Paletotstoffen,
sosenzeugen u. s. w. von den mitsel bis zu den hochfeinften
Jhualltäten. Großes Lager fertiger Herren und
gnabenKleĩder zu erstaumich disligen aber sessen Freisen;
S lompicnne Anzuge (Rock, Hose und Weste von einenn Stoffe)
n schwerer Qualität und dunklen Dessins von C 831, 33, 836
ind höher; Sack, Hose und Weste von A24, 236, 28 und höher.
pᷣochzeits⸗Anzüge, Joppen, Hosen und Westen, sowie Arbeis⸗
leider in großer Auswahl.

Mehrere Hundert Confirmanden-Anzüge
n den beliebien dunkelca rirten Stoffen; ebenso ca. 530 Stuck Bur⸗
sin grau und dunkel karrirt, zu Consirmanden-Anzügen geeignet
and ftebt Musterkarte zur Versünürg! —** *
Anfertigung nach Maß unter Garantie fuür“ mo⸗
dernen Schnitt und guten Sitz.

322n6diObiIMEI,

Joppelkräutermagenbitter,

nach einem alten aus einem Be—

aedictinerlloster siammenden Recept

abrizirt und nur en gros ver⸗
sandt von

. PIXXNGEL in Göttingen

Provinz Hannover.)

Der Benedictiner ist bie
tzt das kostbarste Hauzmittel uud
eßhalb in jeder Familie beliebt
eworden. Der Benedictiner
tnur aus Bestandtheilen
nengesetzt, welche die Eigenschaften

besitzen, die zum Wiederaufbau

eines zerrütteten dahinsiechenden

8Korpers unbedingt nöthig sind.

r ist unersetzlich bei Magenleiden, Unverdaulichkeit, Haͤmor⸗

hoiden, Nervenleiden, rameen Arere Hautanus⸗

chlägen (Flechten), Athemnoth, Gicht, heumatismus,

— —— 9 — sowie bei Leber⸗ und Niere leiden
und vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Blu uünd vermehrt dasselbe,
er entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das!
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
risch, stellt die Harmonie des Koͤrpers wieder her und verlängert das
leben bis zu seinem vollen Maße.

NB. Jede Flasche ist mit dem Siegel C. Pingel in Gottingen“
erschlofsen und mit dem geschüßzten Etiquett versehen.
Preis à Fl. von ca. 330 Gr. Inhalt S M. 30 pf.

36606 m. 7a pp.
Bei 5 Fl. Verpackung frei. Bei 10 Jl. freie Verpadung u. 1 Fl. gra⸗
Ftis. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage. HEn gros·
Berfandt durch die Fabrik.

Attest: Sr. Hochwurden Herr Pfarrer Bernhard Haberkorn
in Leonberg bei Mitterteich in Bayern (Oberpfalz), berichtet: Wo alle
Arzneimittel vergebens waren, nahm mein Leiden: Sausen im Kopfe,
Verdunkelung des Augenlichts, Mudihkeit der Beine und Füße, stete Schaf⸗
'ofigkeit, sowie Geschwulst an den beiden Fußknöcheln bis an die Waden
chon nach Gebrauch von 2kleinen Fl. Ihres Benedickiner bedeutend ab
ind find mit der dritten ganz verschwunden bis auf einige Spuren der
geschwulft. Ich bitte um fernere Zusendung von 3* Flaschen Benedictiner
ind werde mir die weitere Empfehlung dieses so heilsamen und gefun den
Rittels stets angelegen sein lafsen ie.

Niederlage in St. Ingbert bei Herrn J. Friedrich.
        <pb n="176" />
        Mobilienversteigerung.
Montag, den 31. Maäri
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr. zu
Et. Ingbert in seiner Woh⸗
ung Niaht herr Jotob Dah⸗
lemn, Muüller daselbst, wegen
Umzug, verschiedene Mobiliarge⸗
genftande dffentlich zu Eigenthum
—

ã vollständige Betten, etwas
Getüch, vorschiedene Tische,
Stühle, 1 Kanapee, Spiegel
1 Commoede, eine eiserne
Wanduhr, 1 Regulator,
1 Schreibtisch mit Aufsaßz,
1 Stehpult, 2 Medhlkasten,
3 Waagen, sämmiliches
Küchengeräthe, 1Kochberd,
1 Küchenschrank, Weinfäfser
Gemüsestäuder, Waschbütten,
und verschiedene sonstigt
Gegenstände.

St. Inabert, 14. März 1879
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:

K. Auffschueider.
Bekanntmachung.
Am Montag, den 7. Ap⸗

ril nächstbin, zu St. Ingbert
in der Wirthschaft von Michael
Paul, gleich nach der Lion'⸗
schen Versteigerung läßt Herr
Fabrikant Schwarz von For⸗
bach seine Wiesen und Län⸗
dereien St. Ingberter Bannes
naämlich:
15 Beite Wiesen im Allment,
Spick und in den Groß⸗
wiesen, — olle eingerichtet
zum Wässern —
Aecker mit blauem Klee
angelegt, und
Acker — leer — auf meh—
rere Jahre verpachten.
St. Ingbert, 22. März 1879.
Aus Nustrag
Vaner. Staͤdtschreiber.
Vixtbspaftever
— miethung. Der
Unkerzeichnete vrrmiethet wegen
MWohnsitzoweränderung vom 1.
Mai ab auf 6 Jahre sein zu
Rohrbach bei St. Ingbert
gelegenes Wohnhaus und Wirth⸗
schafts⸗Inventar mit Scheuer,
Stall, Gartenanlage und Brunnen
vor dem Hause, nebst Pflanz⸗
garten hinter dem Hause.

Aud kann dieses Anwesen, in
welchem seit 11 Jahren eine
rentabele Wirthschaft betr'eben
wird und welches sich vermöge sei⸗
ner Lage zu einem jeden andern
Geschäft eignet, auch aus freier
Hand gekauft werden.

Nohrbach, 28. März 1879.

——
— Hals-&amp;
rustleidon
zind die Stollvereννν
Honig- Bo ons, Malz-Bonbons
,
Pfg., so wie Stollwerek'sehe
Brust-Bonbhons, à Paquet 50
αlensSvwerthester
Uausmittel.

Amerik. Fleisch-Mehl,
besonders als Mastfutter für Schweine, auch als Futter jür Rind⸗
dieh, Hunde, Hühnet ꝛc. ꝛ⁊c. sehr geeignet und von verschiedenen
andwirthschaftlichen Vereinen und deren Fachblätiern zu d'esen
Zwecken empfohlen, verleuf F

O. Renzol ir.⸗
Mehl- und Getreide-Handlung,
St. Johaun a. d. Saar.

Liebig's selbstth. Backmehl
aund Liebig's Puddingpulver der
Liebig' 3 Manufactory Hannover,
Schutzmarke eine Windmühle, sind
die besten, billigsten Präparate dieser
Art. Preisgekrönt auf 4 Ausstellungen.

Zu haben mit vorzüglichen Recep⸗
ien bei

Ih. Klinck in St. Ingbert.

Rechnungen
zu Jedermanns Gebrauch
in Achtei, Viertel u. Halben Bogen
sind vorräthig in der

Druckerei ds. Bl.

Daathafer, rolber u.
blauer Kleesamen
ist zu haben bei
M. Thierh.

En praver kräftiger Junge
kann in die Lehre kreten bei
Joh. Fries, Bäcker.

— — —
— —
Pranzdsische und englische —X
.

I Interprèto Tho Interproôter
panzös. dournel fue Deutschhe. Eanslisch. Journal fũr Deutsche.

mwit erläuternden Anmerkungen und alphabetischem Vocabulaire. J
sovwie mit ganz neuer, vervolIom mneter Aussprachebezeichnung für das Englisele.

Seit 1. Juni 1877 herausgegeben von PBPMIL SOMMPER.
drleichtertsts und wirksamste Hilfsmittel bei Erlernung der französischen und englischen
zprache, namentlieh für das Scipetetudium und bei Vorbereitung auf Pramina (Finjahrig-
cFreiwillige); zugleich nziebendste und erfolgreichste französische und englisecho Lectũre 2ur
debung und Unterhaltung, durch die besonãuere Riurichtung schon bei den bescheidensten
Redntniscen in erspriesslichster Weise verwendbar.
Inhalt (bei beiden Blattern vollstãndig verschieden): Tagesgeschichte, belletristische,
populãrwissenschaftliche and vermischte Aufsatze, gediegene Novellen, interessante Processe etc.
wWochentlich ceine Nummer. — Quactalpreis fũr jedes der beiden Journale: hei der
post, dem Buchhandel sowie direct unter Bande1 M. 76 Pfg. I H. 5 Kr. õ. W.) Ereis
ines einelnen Monats direct 60 Pf. — Quartalan fang: Januar, April, Juli, October;
ibeln Sind jederzeit Nachbestellungen zulassig. — Probenummern gratis. — Inserate
A 25 Pę. die 4spaltige Petitzeile) boeĩ dom ausgedehnten, bereits über ganz Deutschland und
esterreich-Ungarn sich erstreckenden Teserkreise von erfolgreichster Wirkung.

Penmkoben in der bayer. Rheinpfalz. Die Exnedũtiom.

Süddeutsche Mrefsse
und —
Münchener Nachrichten.
Herausgegeben von Dr. Calus Möller.

Für das vorstehend genannte größte Blatt Müncheas laden wir hierdurch zum
Abonsement ein. Tie „Süddeutsche Presse und Muünchener
Nachrichten“, ein nach allen Seiten hin unabhangiges notionalliverales
Blatt, hat sich durch Schnelligkeit und Schlagfertigkeit in Mitthe lun- und
Besprechung inneret und äͤußerer Tagesfragen, Ausgeprägtheit und Selb⸗
ftändigkeit der Gesinnung allgemeine Anerkennung veischafft und innerhalb
der großen deutschen Tagespresse eine über ihre räumliche Bedeutung weit
hinaus gehende ebenbürtige Stellung zu erringen gewußt. Ihr lokaler wie
ihr bayerischer Theil bringt reiche Originalmitrheilungen aus der Hauptstadt
wie dem ganzen Lande. Ihr handele poliutischer und volflswirthschaftlicher
Theit ist in stetem Aufschwunge begriffen und bespricht die in unseren Tagen
so brennend gewordenen betreffenden Interessenfragen eingehend und selbständig.
Für Unterhallung ist durch interessante Originalerzählungen, Vermischtes ꝛc.
bestens gesorgt. Dem Theater, der Kunst und der Lueratut wird in Be⸗
sprechung aus nanthaften Federn eine unparteiische Aufmeiksamket zugewendet.

Die feit dem 1. Januar d. J. als selbstständig zu bendende Wochen⸗
beilage erscheinenden „Bayerischen Literafurblätter? dienen
den gleichen Interessen und haben sich in der kurzen Zeit ihres Bestehens
der aͤllgemeinen Beliebtheit zu erfreuen gehabt.

De Virbreitung der „Süddeutschen Presse“ sowie das stetige Wachsen
ihres Inseratentheiles beweist die lohnende Verbreitung der Juserate in den
kaufe und zahlungsfähigsten Schichten der Bevölkerung. Inserate werden
mit 20 pro Zeile derechnet. Sittlich bedenlliche oder Wucherinserate
werden nicht aufgfenommen.

Die Eunedition,
ürstenfelderstrasse Iö.

Druck und vVerlag von g. x. Demetß in St. Ingbert.
        <pb n="177" />
        r
2
d
r
l.
——

1

J

St. Ingberler Anzeiger.
der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal woͤchentlich mi dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter —A
lage) erscheint wöchentlich vViermal: Dienstag, Donnerstag, Sarnstag und Sonntag. Der Abonnuementspreis betragt vierteljahrlich
1A 40 — einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.A 60 H, einschließlich 40 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswäru
mit 15 ⸗fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder seren Raum, Neclamen mit 80 4 pro Zeile berechnet.
—— —
1879.

M 51.

Deutsches Reich.

— Eine am verflossenen Donnerstag zu Zweibrücken in der
Brauerei zum Kronprinzen“ tagende, sehr zahlreich besuchte Ver⸗
jammlung nahm fast einstimm'g nachsiebende Adresse an:

Sr. Durchlaucht
dem Kanzler des Deutsches Neiches
Fürsten von Bismarck!

Die ehrerbietigsi unterzeichneten Bewohner der Bezirke Hom⸗
burg. Kusel. Pirmasens und Zweibrücken, Männer der verschiedensten
Berufsklassen danken Ew. Durchlaucht, daß Dieselben der schwer
zarnie derliegendes Landwirthichaft, dem nothleidenden Gewerbe und
der Industrie Inr Augenmerk zugewendet haben „und leben der
Hoffnung, es werde Eo. Durchiaucht gelingen, diejemgen Maßregeln
)urchzuführen, welche geeignet find, dem wirthschaftlichen Nothstande
unseres Vaterlandes abzuhelfen.

Wir theilen die Ansicht Ew. Durchlaucht, daß es gebolen sei,
den inländischen Gewerdfleiß vor der erdrückenden Konkurrenz des
Uuslandes darch mäkige Squtz ölle zu Gunsten lebensfähiger
Judustriezweige zu schirmen.

Wir glauben den Wunsch nicht unlerdrücken“zu dürfen, daß neben
Aufhebung der Eisenbahntrausport⸗Begünstigungen (Differentialtarife)
eine Eingangsabgabe auf die dem Auslande eingehenden Produkte
der Landwirthschaft eingeführt werde, welche wenigstens einiger⸗
maßen eine Ausgleichung zwischen den inländischen Produktionzkosten
nit denen des Auslandes herbeizuführen geeignet wäre.

Landmirthschaft und Industrie unseres Grenzlandes leiden em⸗
ofindlich unlset dem Eysteme der Ausfuhrprämsen, welches von
inserem westlichen Nachbarstaote gepflegt wird und den französischen
Handel befähmgt, weit in das deutsche Land herein eine eidetckende
donkurrenz zu üben. Wir geben uns der Hoffnung hin, daß es
Ew. Durchlaucht gelingen werde, bei Revision der einschlägigen
Verträge jene Mißstände zu beseitigen.

Wir hoffen endlich, daß es gelingen werde, durch Ausbau des
Systems der indirekten Steuern das Reich selbsiständig zu stillen
und die direkte Steuerlast der einzelnen Bundesstaaten zu erleichtern.

In tiefster Chrerbietung vertarren

Fuer Durchlaucht ergebenste ꝛc. ꝛc.

Die Adresse wurde nach Verlesung von dem Anwesenden unter⸗
zeichnet und wird ohne Ver ug vervil'ältigt, und in sämmtlichen
Bemeinden der Bezirksämter Zweibrücken, Pirmasens, Homburg und
usel zum Unterschreiben in Umlauf gesetzt werden.

NAussland.

Paris, 27. März. Die Mmister haben in den Abthei⸗
lungen des Senats erklärt, die Regierung nehme die Vor lage be⸗
treffs der Rudkehr der Kammern von Versailles nach Paris an,
etrachte de Rudkehr als gefahrlos und sei bereit, die Bedingungen
der Rücklehr zu eröctern unter Gewährang aller wünschens Beuben
Barantieen.

Nicht allein die Nihilisten, sondern auch die Kosaken bereiten
derrusssischeen Regierung Schwierigkeiten. Wie dem Blatt Char⸗
kow“ geschrieben wird, ver weigern jeßzt zahlreiche kosalische Gemein⸗
den Sid Rußlands und haupisächtich des Landes der donischen
osaken die Zahlung der Steuer und derufen sich hiebei auf die
Zriegsdienste, welche saäͤmmtliche donischen Kosaken die letzten wei
Jabre hindurch gegen die Türken leisten mußten. In vielen Sia—
nizen kam es zwischen den Einwsohnern und dem gegen dieselben
entsendeten Militär zu blutigen Zusammenstößen. wober die Kosaken
teis Sieger blieben. An der Stantza Petrowskasa dauerte der
ttampf zwischen einem Reigimeu' Infanterse und den bewuffneten
dosaten der Stariza zwen Tate und eine Nacht laug und endete
damit, daß mehr als die Halite der Infanterie todt ooer der
wundet am Plitze liegen blieb. Der Commandant der donischen
dofoken in Rowotsebe kask wollte über alle Kosaken Gemeißnden
ener Provene den Belogerungs zustand verhangen lassen, die Re⸗
gierung ertgeilte jedoch haezu kerne Bewill gung, um nicht dadurch
ven Aufstand allen Kesaken zu veranassen.

Bern, 27. März. Der Nat onaltath hat nach weita ziger
Debaite mit 65 gegen 62 Slimmen den Be chluß des Siande⸗
talhs auf Wiedereinführung der Todesstrafe verworfen.

Rermischtes.

Si. Ingbert, 29, Marz. Gestern Morgen wurde
in unier dem bezeichnenden Namen „Arbeitascheu“ belannter Müßig⸗
jänger und Bettler in einem Schuppen, ben er gewöhnlich als
Sschlafstätte denutzte, todt gefunden. Uebermäbiger Branntweingenuß
var die Ursache seines Todes.

7Speier. Die „Sp. Zeitung.“ schreibt: Mit welchen
Mitteln heutigen Tages ,Geschäfte“ gemacht werden, davon gibt eine
vesellschaft Industrieritter Jeugniß, welche bereits seit geraumer
Zeit sowohl die hiesige Stadt und Umgegend als auch weiter ent⸗
ernte Qute unsi her machen. Dieselben fuͤhren Muster von Manu—⸗
acturwaaren bei sich unb offeriren solche zu wahren Spotipreisen,
. B. Cattune zu 6 Pf. Handtücher zu 8 Pf. Leinwand 12 Pf.,
ieselbe in doppelter Breite zu 25 Pf. ꝛc. Natürlich erhalten diese
)erren allenthalben große Aufträge, welche getreulich in das Notiz⸗

uch eingeschreben werden, um nach einigen Tagen effectuirt zu
derden. Elwas Waare ist jedoch sofort zu haben, dies find Refie
Zurkin, welche immer für einen Anzug reichen. Der reelle Preis
t ach ihrer Angabe 7 bis 8 M. per Elle, es wird aber um die
)älfte abgegeben und sie finden reichlich Abnehmer, denn wer se
illigen Catiun verkauft, hat gewiß auch keinen theuern Burkin,
Zelbstverständlich sind die Waaren aus einer banquerotten oder
bgebrannten Fabrik oder der Verkäufer hat selbst fallirt, noch
inige Waaren gerettet und will mit dem Erlbse nach Amerika ꝛc.
je größer der Schwindel, desto eher findet er Giäubige. Mögen
nus die Käufer mit dem billigen (4) Burkin begnügen; auf die
zusendung dir Handtücher zu 5 Pf. und die übrigen Artikel
Innen sie noch eine geraume Zeit warten. Wenn ihnen nur nicht
ie Geduld ausgeht. Wie ist ein solcher Betrug auf die Dauer
ioͤglich ? wird mancher Leser außern. Wir antworten, er ist sogar
hr möglich denn wer angeführt ist, schweigt gewiß darüber, um
nicht der Lächerlichleit zu verfallen. Wüede nur ein Fall zur An⸗
eige gebracht, unter welchen Vorsp'egelungen die Waare verlauft
purde, fo dürfte eine strenge Bestrafung der Schwindler nicht aus⸗
leiben, aber wo kein Klager, da ist kein Richter!

F In Fürth betrieb die Frau eines Schuhmachers das
uctative Geschaft der Spitzeder. Troßdem die Schuhmachersleute
n schlechten Vermögensverhältnissen lebten und oft die Forderungen
er Lederhändler nicht beftiedigen konnten, so verstand die Frau
och eine ganze Anzahl von Personen zur Darleihung von Geld⸗
»eträgen zu veranlassen. Sie zahlte ganz beliebige Zinsralen, z. B.
10 Prozent wöchentlich und „sprhederte“ so mindestens 130. 000
Narl. Neben Wohlhabenden sind auch Leute, die nur geringe
Nittel b sitzen, beiheiligt. Der Mann soll jede Kenntniß der An⸗
jelegenheit in Abrede stellen, die Frau aber schleunigst einen Arzt
onsultirt haben und sich für geisteskrank aus geben.

F Carlotta Patti soll für die nächste Saison von einem ita⸗
ieaischen Imptesario für das nette Sümmchen von 800,000 Fits.
nsach Australien erdagirt worden sein.

Hienstesnachrichten.

Der k. Forstgehilfe Johann Mantel zu Neuhäusel wurde
auf Ansuchen auf die berm Rebier Dannenjels erledigte Forstge⸗
zilfenstelle versetzt. J

Der interim. Schulverweser Ga. Michel in Silz jzum
Lebrer an der kathol. Schule zu Hassel ernanni.

ur d 5 —
Paris. (Deutsche Uebersetzung.) Fuͤr meine Tochter
ducia, welche schon seit 3 Jahten an Heiserkeit und einem haͤßlichen
husten leidet, wurden mir durch eine hiesige hochgestellte Dame Ihre
o beruühmten Brustkaramels Maria Benuno von Donat
mpiohlen. Nur Gott allein weiß, was wir Alle während dieser
; Jahre durch diese schreckliche Krankheit gelitten haben. — Heut,
soch nicht ganz 4 Wochen nach Gebrauch Ihres schähzbaren Haus⸗
ntiels, ist Lucia in überraschender Weise von diesem unheilbar
heimenden Uedel befreit, sie belommt von Tag zu Tag wieder mehr
Ippetit — nimmt käalich zu und spricht wieder wie zubor, Ach
        <pb n="178" />
        halte ez für meine Pflicht, zum Heile vieler Leidenden dies oͤffent⸗

üch anzuerkennen. Senden Sie bitte umgedend noch 12 Carltons

uu 50 yf. Ane elika Comtesse
7

Angesichis dieser vorstehenden Erklärung machen wir im Inte—
resse des Publilums und aller Leidenden darauf aufmerksam, daß
das allenige berübmte Hausmittel guch in unserer Stadt bei Herrn
dean Werera Qohlenstracüo Mer. GRIV secht zu beiiehen ist.
A. Strevelor in St. Johann a. d. gaar.
— Ecke der Bahnhof⸗ und Dudweilerstraße. —

—3 —
—
Gänzlicher Geschäfts⸗Aufgabe
habe meine sämmtliche Manufaktur⸗und Modewaaren einem
Totalen Ausverkaufe
zu sehr reducirten Preisen —F
ausgesetzt.
A Streveler, St. Johann, Ecke der Bahnhof- und Dudweilerstrasse.
NB. Die ganze Laden⸗sowie vollständige Gas Einrichtung ist nach Räumung des Lagers billiast zu
verkaufen. J
—
Vorschuß⸗Verein St. Ingbert
* Teingetragene Genossenschaft.)
Die Mitglieder werden hiermit zu der am
—— den s. April 1879, Abends 8 Uhr,
in Inlins Grewenig'schen Locale
kattfindenden ordentlichen
BGeneral persammlung
eingeladen.
Tages⸗Ordnung.
Berichterstalttung über das Geschäftsjahr 1878.
Anträge des Verwallungßrathes:
1. Ertheilung der Decharge an den Vorstard.
d, Festjezung der Dividende und Vertheilung des Restrein⸗
gewinneß
c. Erhoͤhung des Eintrittsgeldes von M. 7 auf M. 10
8. Neuwahl des Auffichtsrathes. (8 24 der Statuten).
4. Wahl einer Prüfungs⸗ Commisfion für die nachsten 2 Bilanzen.
(5 80 der Statuten).
St. Ingbert, den 17. März 1879.
Der Aufsstchtsrath
Abrhardit Jochum, Vorsitender.

1 Acer 162 Decimalen groß
auf'm großen Flur, 1 Ader 58
Decimalen groß im Dilmesflur
und 1 Garlien 21 Mec' malen
groß in den Dilmesgärten sind
vorläufig auf ein Jahr zu ver⸗
vachten. Näheres in der Er⸗
pedition ds. Bl.

Verloren
wurde gestern vom Holzplaß des
Dr. Uhl bis zu dem Bahn⸗
dartershäuschen an der Saar—⸗
—XL
Eylinderuhr mit Keite. Der
rediiche Finder wird gebeten, die⸗
selbe gegen Belohnung bei Wei⸗
henwärler Renner abzugeben.

Montag, 81. März
wird der Niederwürz⸗
bacher Weiher

goefiseht.
MOVS ιν

Der Dörr'sche Gro
garten ganz oder getheilt i
zu verpachten. Auslunft bei
Hrn. Grokardt.

noroloy.

Sammlung auserlesener Müunnerchõore,
hauptsuchlich Repertoirstũcko berübmter Vereine, 2. B.
des Rö Imer und Wiener Mannergesangvereins ete.
Aan S00 Beiten Partitur, Sehbner Klarer Btich,

praentvolle Ausstattung, beguemes

Taschensormat,

broschirt 2 , eleg. Leinwandband M 2,78.

2 grosse Auflagen binnen 10 Mochen ausvor-
kauft. 3. verbessorto Auflago erschien am
20. Februar.

Dis Kölnischo Zeitung schreiht unter Anderem
ũbor obiges Werk: „Man darf diess Sammlung wobl
als die nach Inhalt und Gestalt reichste und beste
aller ahnlichen Sammlungen bezeichnen.

7 g Musilverlag
2138.

A. L. Mohr in Triest
GFiliale von A. L. Mohr, Ouensen) versendet von Triest alle
Sorten Südfrüchte, Früh Gemüse Früh Obst ꝛ unnd
mpfehle namentlech: Hochfeine blutrothe große süße Messina⸗Apfel—
sinen 10 Pfund Kiste ca. 30 St. enih. 8 M. bis 8 M. 40.,
jeine hochrothe do. süße 10Pfund Kiste ca. 30 St. 2 M. 40 bis
2 M. 80., Messina Citronen per 10Pfundkiste ca. 40 — 45 St.
enth., 2 M. 50 bis 2 M. 80. Eine 10Pjdk. halb Citr., halb
Apfels. 2 M. 70. Egyptische Dattela 10Pfdt. 5 M., 8 Pjsund
2 M. 50. Smyrna⸗Feigen 8 Pfd. 4 M., 4 Pfd. 2 M. 40.
Kranz; Feigen 92/4 Pfd. netto 8 M. 30, 5 Pfd. 2 M. Jialien.
Maronen (Kakanien) 9 Pid. netto 2 M. 50., 5 Psfd. 1M.
80 Pf. Rothe ElemesRosinen 92 Pfd. netio 3 M. 60, 8 pfd.
2 M. 40. Smyrna-Rosinen 9 Pfund neits 8 M. 20, Samos⸗
Rofinen Oa Pibd. netto 2M. 80. Sultaninnen 90 Pfd. neito
M., 5 Pid. 2 M. 40. Korinthen 92 Pfd. netio 2 M. 60,
5 Pfo. 1M. 60. Johannisbrod 9 Pjid. 2M. Hochfein
Oliben-Tafelöl 10Pfd.⸗Dose 7 M. 40, 5 Piso. 4 M. 30, halb⸗
jeines Tafelsl 10Pfd. Dose 6 M., 5 Pfd. 3 M. 30. Jialien. u.
dalmat. Tafelhonig Faß 8 Pfd. netio 4 M. 30. Großer we ßer
Blumenlohl 10Pfd.⸗Korb 2 M. 20 - 40. Alle Notirungen sind
fraueo (portofrei) nach jedem Orte in Oesterreich und Deutsch⸗
and gegen Postnachnahme. Emballage und Preislisten gratis.
Nichtconvenirende Qualitäten nehme gegen Nachnahme zurüd.
Drud und Verlag von F. X. Demezß in St. Ingbert.
Hiezu Illustrirtes Sontagsblatt Nr. 13.

Feuerversicherung.
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schaft sucht unter de Fat ungen solide, tüchtige Ver⸗
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Seschäft zu bearbeiten. Sefl. Offeren sind an die Annoncen⸗Expedition
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        Sh. Ingberler Anzeiger.
Der St. JIngberter Anzeiger und das (2 mal wö hentlichj ms dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienustag „Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich
1AA 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 46 60 , einschließlich 10 H Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 O, von Auswärits
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder eeren Raum, Neclanen mit 30 pro Zeile berechnet.
eGb sfyhc-àäMBnA . ιι
1879.
M 22.
—

— —

Deutsches Reich.

Munchen. Die Mannschaften unserer Kürasster: Regimenter,
welche vor drer Jahren die Kürasse ablegten, werden nun nächften
Montag auch den schweren Stahlhelm ablegen und dafür den vrel
leichtern neuen Lederhelm (Pickelhaube) tragen.

Das „Deutsche Mont. Bl.“ schreibt: Wir sind in der Lage,
zuverlässige Mittheilungen über die autonome Organisat'on zu
nachen, welche maßgebenden Ortes für Elsaß-Lolhringen in Aus⸗
sicht genommen ist:

An die Spitze der Reichslande tritt ein Statthalter, für welchen
Posden, wie jeht mit ziemlicher Gewißheit angenommen wird, Feld⸗
narschall v. Manteuffel vom Kaiser ernannt werden dürfte. Dem⸗
relben stehen zur Seite vier Landesminister und zwar:

a) der Ministerpräsident, welcher gleichzeitig das Ministerium des
Innern -verwaliet; für diese Stelle ist Unterstaatssekretär
Herzog designirt;

d) der Justizminister, welchen Posten der jetzige General⸗Advokat
für Eisaß Lothringen, Herr v. Puttkammer, übernehmen dürfte;

c) der Unterrichtsminister;

q der Minister für Finanzen und öffentliche Arbeiten.

Ferner ist die Rede davon, daß neben dem erweiterten Landes⸗
Ausschuß eine erste Kammer oder eine Art von Staatsrath von
12—20 Mitgliedern errichtet werden soll, dessen Aufgabe es wäre,
die Gesetze juridisch vorzubereiten.

Wie verlauten, sind alle Großmächte nunmehr im Prinzipe mit
der gemischten Ollupation Ostrumeliens einverstanden, auch Deutsch⸗
and hat gegen dieselbe keinen Widerspruch erhoben, aber es ver⸗
sichtet entschieden darauf, sich an derselben zu betheiligen.

Ausland.

Paris, 830. März. Einer Meldung des „Temps“ zufolge
hat Waddington, der französische Minister des Aeußeren, eine neue
Kegelung der —XXERD
veiche geeignet sein würde, von den Mächten genehmigt zu werden
uind aud die Zustimmung der Pforte zu finden.

Rom, 30. Marz. Der König wandelte die Todesstrafe für
Passannante in lebenslängliche Zwangsarbeit um.

Frkrankungen älterer Linder vor. — In Sulzbach herrscht noch
mmer die Diphteritis. In der Zeit vom 1. bis 15. März sind
hr wieder 18 Kinder zum Opfer gefallen.

— Der Affisenbof zu Saarbrücken verurtheilte den 60jährigen
Zallbrenner Johann Dörrenbacher wegen Mord eines in Blutschande
ezrzeuzten Kindes zum Tade.

In einem Artikel „Statistisches aus Webenheim“ berichtet
ie „Zw. Z.“ daß von den 188 Bürgern Webenheims jeder durch⸗
chniitiich von seiner 187 8Ser Kartoffelernte 100 Centner verkaufte,
bas, den Cir. zu 3 M. gerechnet, für die Gemeinde den staltlichen
krlös, von 56,400 M. ergiebt. In der Gemeinde bestehen 2
ctliche Versicherungs⸗Vereine, bei denen für 114,800 M. Rindvich
ersichert ist. Von St. Ingbert verkehren 5 Händlerinnen wöchent⸗
ich zweimal mi Webenheim; jede derselben kaaft per Woche im
Duͤrchschnitt für 80 M. Butter, Eier, Käse, Milch ꝛc. Außerdem
vird noch Vieles auf den Wochenmärkten und nach Blieskastel ver⸗
auft, für die Metzzer ist Wedenheim eine eifrige Lieferantin von
Fetiwseh. So bezog während des Irs. 1878 ein einziger Meßger—
neister in Bliestastel für 10,375 M. Webenheimer Fettvieh.

F Speier. Die Prüfung zum Einjährig- Freiwilligen-
Dienste haben von 20 Candidaten 11 bestanden; 7 davon wurden in
zem Frankenthaler Knaben⸗Inst:tute von Berthololn und Trautmann
orbereitet.

4 Die „Badische Landesztg.“ meldet als aus guter Quelle
etrührend, die Hessische Ludwigbahn wierde von Hessen angekauft
perden, welcher Staat den Bemrieb dieses sowie seines anderen
Zahnbesitzes einem Driiten (Preußen) üverlassen würde. Derselbe
vürde der Frankfurter Direction unterstellt werden.

Muünchen. Der Meistbetrag einer Postanweisung wird
som 1. April an im internen baierischen und im deutichen Verkehr
son 300 auf 400 M. erhöht. Ueber geringfügige Ueberschrei⸗
ungen ist hinwegzusehen. Die Gebühr im Localverkehr in Baiern
zeträgt ohne Unterschied des Betrages bis 400 M. 20 Pf.

F Berlin. Die Jagd nach neuen Steuern beginnt bereils
eltsame Blasen zu treiben. Der Petitions Comwisston des Reichs⸗
ages lag gestern eine Petition vor, deren Verfasser in allem Ernste
— — eine Besteuerung der kinderlosen Ehe vorschlägt. Es hade
den Petenten, wie er ausführt, immer hart bedrückt, daß kinderlose
Theleute von so vielen Sorgen frei seien, die der Kindersegen im
Befolge habe; diese Ungleichheit wünscht er auszugleichen und damit
iuch Einnahmen deß Staates zu erhöhen. — Der Tarifcommission
destens empfohlen!

F Fur die Redaction perantwortlich: *
Runbort
Vorschuß-PVerein St. Ingbert
ceingetragene Genossenschaft.)

—
Vermischtes.

M St. Ingberi, 31. Maärz. (Musikverein.) Die gest⸗
rige Abendunterhaltung des Musilvereins war nicht so zahlreich be⸗
uucht, wie mit Hinsicht auf den Werth der Leistungen wünschens⸗
werlh gewesen wäre. Denn war die Auswahl des Stoffes schon
eine sehr gute zu nennen, so ist nicht minder die Ausführung fast
durchweg als sehr gelungen zu bezeichnen. Man merkt das eifrige
Streben, das Gute und Schoͤne mözlichst entsprechend zum Vortrage
zu bringen. Gerade hierin ist dem gemischten Chore die vollste
Anerkennung zu zollen. Seine Leistungen zeugen von Fleiß und
vackerem Forischreiten auf der Bahn zum Guten. Neben dem
Quartett für Sopran, Alt, Tenor und Baß fanden darum die
zeiden Lieder für gemischten Chor den lebhaftesten Beifall. Auch
die be'den mit großer Geschicklichkeit vorgetragenen Klavierpiecen
don Brahms und Weber (die erste vorgetr. von Frl. Tochtermann
und Hrn. Schadewitz, die zweite vorgett. von dem letzteren allein)
fanden wohlverdiente befällige Aufnahme. — Wir schließen ursern
kurzen Bericht mit dem Wunsche, einige Nr. von gestern, wir meinen
zesonders den Männerchor von Haeser und das Frühlingslied für
gem. Chor von Mendelsfohn, in einer späteren Unterhaltung wieder
u hören.

*Si. Ingbert, 1. April. Gestern ereignele sich bei
den Bahnbau⸗Ardeiten ein bedauerlicher Unglücksfall. Ein Atbeiter
Abel von hier wurde von herabftürzenden Eid- und Steinmassen
ijo schwer getroffen, daß ihm das eine Bein sofort ampulirt
verden mußte.

. *St. In gabert. Unter der Jugend zu Schnappbach sind
eit einiger Zeit die Roͤtheln aurzgebrochen. Von 70 Kindern,
velche die Kleinlinderschule besuchen, sollen über 50 an dieser
Krankheit darniederliegen. In geringerer Anzahl kommen aud

Die Miitglieder werden hiermi zu der am
Donnerstag, den 3. April 1879, Abends 8 Uhr,
im Julins Grewenig'schen Localt
dattfindenden ordentlichen
GeneralVersammlung
ingeladen.
Tages⸗Ordnung.
l. Berichterstatlung über das Geschäͤstejahr 1878.
2. Anträge des Verwallungsrathes:

a. Ertheilung der Decharge an den Vorstard.

b, Fesisezung der Dividende und Vertbeilung des Restrein⸗

gewinnes

o. Erhoͤhung des Eintriitsgeldes von M. 7 auf M. 10.
3. Neuwahl des Üufsichtsrathes. (8 24 der Statuten).
. Wahl einer Prüfungs-Commission für die nachsten 2 Bilanzen.

(Z 80 der Siatuten).
St. Ingbert, den 17. März 1879.
Der Hufsstchtsratß
EBbrhardt Jochum. Vorsitzender.
        <pb n="180" />
        Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.

Mitrwoch, den 8. April

nächsthin zu St. Ingbert,
dei Philippp Emmeri ch,
Nachmittags 2 Uhr, wird auf
Vetreiben 1. der Marie Jost,
ohne Gewerbe in St. Ingbert
wodnhaft, Wittwe von Jakob
Kopp, 2. der Kinder dieser
Theleute: à Maria Kopp, ohne
VGewerbe allda, Wittwe von Georg
Taftel, b. Johann Valentin und
c. Zatob Kopp, diese beiden
Bergleute, zur Zeit in Anexika
sich aufhaltend, Gläubiger
gegen
Adolf Ehrhardt, Bacer in
Sit. Ingbert, Schuldner,
wegen nicht bezahlten Erwerbs⸗
preises, die nachstehend bezeichnete
Liegenschaft im Banne von St.
Ingbert, im Wege der vertrags
maßigen Wiederversteigerung öf⸗
jeauich an den Meistbietenden
zu Eigenihum versteigert, nämlich

pᷣ.Ne. 1361913, 114 88
qm Acker in der Maäusbach
neben Jalob Ammaun.

St. Indbert, 25. März 1879

Der Amisverweser des kal.
Notar Sauer:
K. Auffschneider.
Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.
Mitrwoch, den 16. Apru
nächsthin, Nachmiitags 3 Uhr,
ju St. Ingbert bei Michael
Pauil

werden auf Betreiben der
Eheleute Joh. Jos. Schweitzer
IVi., Bergmann und Katharina
Böhler, ohne Gewerbe, beide
in St. Insdert wodnhaft, Glaͤu⸗
biger, gegen die Eheleute Anselm
Kaufer, Schneider und Mar⸗
gateiha Mischel, beide allda
wohnhaft, Schusdner, die nach⸗
bezeichneten Grundstücke, imBanne
bdon St. Ingbert, wegen Nicht⸗
bezahlung des Erwerbspreses
im Wege der vertragsmäßigen
Wiederversteigerung öffentlich an
A Eigenthum
versteigert:

HSl⸗Nr. 3929132, 68 qm
Fläche, Wohnhaus mit
Stall, Keller und Hofraum
unde Pl.⸗Nr. 8929! b.
3 a 41 qm Pflanzgarten
dabei, das Ganze gelegen
zu St. Ingbert in der
Au neben Johann Bauer
und Gebr. Krämer.
Pl⸗Nc. 4119, 15 a 38
qm Acder auf Hobels neben
Peter Feichtner Wiltwe,
und dem Wege.

St. Ingbert, 1. April 1879.
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:

QO. Auffschneider.

Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.

Mintwoch, den 16. April
nächsthia, Nachmittags 8 Uhr zu
St. Ingbert, bri Michael
Naul

wird auf Betreiben von Georg

Franz Hager, Ackeerer in St.
Ingbert wohnbaft, Gläubiger,
segen Jakob Schenkelberger,
Zchneider allda, Schuldner, das
rachbezeichnete Grundstück im
Zanne von St. Ingbert, wegen
stichtbezahlungdes Erwerbspreises,
m Wege der Vertragsmäßigen
Wiederversteigerung öffentlich an
ʒen Meistbretenden zu Eigenthum
zersteigert:

Von Pl.⸗Nr. 4025, 55a
20 qm Acker hinter Hobels
neben Georg Kiefer und
Le nrich Reudelsturtz, dit
Haͤlfte neben Reudelsturtz.

St. Inabert, 1. April 1879
Der Amtsverweser des kgl.

Notar Sauer:
K. Auffschneider.

v *
Licitation.

Freltag, den 18. April
rächsthin, Nachmittags 3 Uhr,
u St. Ingbert bei Joh. Ad.
Zeck, Witwe,

werden durch den unterjeich⸗
neten, hiezu gerichtlich beauftrag⸗
en Amtsberweser des k. Notar
Zauer in St. Ingbert, die nach⸗
tehend bezeichneten Liegenschaften
m Banne von St. Ingbert, der
Abtheilung wegen, öffentlich zu
Figenthum veirsteigert:

I. Pl.Nr. 404, 68 qm Flächt
Wohnbaus, gelegen zu St.
Ingbert in der Wollbach
neben Joh. Ad. Beck Ww.,
und Joseph Becker;
Pl.Nr. 3324, 4a 63 qm
Acker auf dem Hahnacker
neben Jalob Allac und
folgendem Stücke.

Pl. Ne. 3325. 5 a 18
Im Acker allda neben vo⸗
rigem Stücke und Joh. J.
Schweitzert.
Pl.Nr. 3609, 13 4 19
Im Acker am Forellenwei er
neben Witwe Eich und
solgendem Stücke.
Pli⸗Nr. 3610, 15 a 38
Im Acker allda neben vo—
rigem Stücke und Heinrich
Spengler.

Pl.⸗Nr. 8916, 8 a 35
gqm Acker links in den Ka—
sieler Rodern, neden Joseph
Uhl.

Eigenthümer siad die Kinder
ind Erben der in St. Ingbert
deilebten BergmannseheleuteGeorg
Georg u. ElisabethaSchwarz
als:

1. Barbara Georg, Ehefrau
don Adam Schmitt, Scheneltar
beiter allda.

2. Magdalena Georg,

3. Elisabetha Georg,
diese beiden ledig, z. Z. Dienst
mãngde in Kaiserslautern,

4. die minderjährigen Georg'
schen Kinder a. Katharina, b.
Beorg, c. Michael, d. Jakos,
velche den Peter Gorg, Berg—
mann allda zum Vormunde und
JohannSchwarz, Schmelzacbeiter
allda, zum Nebenvormunde haben

St. Inabert, 1. April 1879.

Q. Auffschneider.

Amtsverweser. F
—De—A OædÈÒÔYÂᷓ2Ûû22 2 öů3—gæ———⏑—⏑—⏑ ο—⏑— — —— — —— — —
Druck und Verlag von F. X. Deme; in St. Inabert.

Vergebung von Straßenbauten
in den Kantonen Zweibrücken u. Hornbach.
Das Straßenprojekt von der Böckweiler-Breitfurther Banngrenze
bei Prof. 382 bdis zur Bliesstraße bei Mimbach mit einer Länge
a. auf Breitfurther Geinarkung im Distrilte
Hornbach vnon. 1334,86 m
auf Mimbacher Gemarkung im Distrikte
Zweibrücken von.. ..43229,08 m
sonach mit einer Sefammtlänge von 3763,58 m
'oll auf dem Wege der allgemeinen schriftlichen Submission zur
Ausführung vergeben werden.
Die Herstellungskosten sind veranschlazt, wie folgt: MK
J. Erdarbeiten zu ......12138,29
II. Versteinungsarbeiten zu...13s41,15
III. Kunstbauten zu.. 28600.00
IV. Lieferung von 200 Grenzsteinen zu . 200,00
im Ganzen zu 33499,44
Zuverläfsige Uebernehmer werden eingeladen, ihre nach ganzen
und zehntel Prozenten bemessenen Angebote schriftlich auf Stempel⸗
papier und verschlossen mit der Aufschrift:
.Angebot auf den Strassenbau von Böckwoilor nach
Mimbach“
bis längstens Dienstag, den 8. April nächsthin,
Vormittags 11 Uhr bei der unterfertigten Behöcde einzu—
reichen, dei welcher bis dahin die Pläne, der Kostenanschlag und
das Bedingnißheft zu Jedermanns Einsicht offen liegen.
Zweibrücken, den 29. März 18789.
Kgl. bayer. Bezirksamt:
Damm,
kgl. Regierungsratb.
In der Niederlage
von
Villeroh K Boch und Utzschneider &amp; Co.
in
IIERAEII
wird weder on Wirthe noch an Private verlauft. Mofaik⸗
und Wandplatten ausgenommen
Bekanntmachung. or aneinem Weggange von
Die Feldtauben sind während V Sr Ingber za
der Saatzeit, von heute bis —1. wic der geammten Zitsigen
—— —5 Einwohrerschaft ein herzliches
ene chsthin, eing Lebewohl zuzurufen, und bitte
Icn. dieselbe, mich forian in gutem
St. — Vin e Andenkeub halten zu wollen.
Das Polizei ommissaria Besonders fühle ich mich ver—
Eckerlein. A'ichtet, den Herren der Gesell⸗
haft „PParmonie'“ auf die⸗
sem Wege meinen derzlichen
Dank auszusp echen sür die mir
dargebruchte Abschiedsfeier. Noch⸗
mals Ullen ein herzliches Lebe—
wohl!
St. Ingbert, 1. April 1879.
J. Dahlem.
Für Näherinnen!
Plissos Upparate, zum
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22 —— — * —2225 —s — —— —A — A V —
s— 5 5 8a 3 22555238 32553833 38255 — 25
288* — 333523 5283 — 2355583 3833
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232262 k *233355558 55523 33 3335833 — 5557
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2 33553—3553 —A —— 2822 S 253855 3
—— 28285282 2 223225 52 228 — 3 5 9
— —A 3 — 22 2 * —* E — — 228 235 — 2 *
27 —55 2322 5* — 25 22 — 52 5— 2525 *
— 52 8 —H aa24 — 2 255 22 233* aca 3
—— — * —æ s3 7—222 50 2532238 2*—38—382235 22
— 2 * 25* — — 9 — —— * —
* E3S822 28 S * 2827 * — 8 828 S *
— 5*53855 8583 — 5 *228 52 —— ESa2 2 7—
7 — — 22 —— —— * 5 —
25* s6 —2 s55285 ;53355z383585 565 3
8 ;5533 5828547 8 —— 358 —z2555552 223535855 *
82 3533 3337 22225 38338 3 E—
20 2 ⸗
s3 3 I38 33 368 —
— 1235255 —— —5z345 *82 2 — 22 2*822 X
357 5 28358— 55385 2 ——58—272 3— 22 255328 5
g 3 5558 213 3 522533 S
—————— — 532 — — 575355 57—33325 2533 33
—⸗ —8 — —22 24 —A —— — 38 3226 — * T — — 2A
— — 52 3 37 32255
58228925 — 2 225*323 — —— —* —X 8 * 535355335
22 55—23353232357 — ——— z53232 —A ——58262
2 585 —A— 8 2232 QESI, 28 2845 232 2
— 5353335 323322 333333563375338 25355 5523522
828587 333333333 — 5352
* ——
8 55838 53—388
—
8 * —A 312.835 52583358 2225
2 — —A 312235 * * —A 59553
— —
3 TX 8* * 525 222 55 6 —
5523758 585 5*268 —— —A
— F 2z2 J —— — — 2 —* S—
»7 9 * W 292 2 2c5 * —
—*27 22258 3 ·9822332 58533* 538358
5 z3232 8 — —e— 7 3 —5388
— 2532358 66 12825 5 S555 583 5*
— 555 2*8 — * *2 —W— — 883—
52357 5 3528 53538* 33 2225533 3833
2 2* 32—23 2232 55383 227 73882 82
* 2— * 3 — *
—A— — — S— 3
353;,*53 5553835 2 —352 — —
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s—6535 55 — ẽ 222 * 8 528* 2
ẽ — —XM 82.5 * 5252 — ———
z3 55*8 7848 — 3—333s5
2 Z2. * * 260 28* — 225— 7 A — 38
sz5s5 * 555 53783238 3353887388 3833355533338
7 5 85 —5 22 28 532— 28 2235 5255 .
35555 2 —6322 73 333 35376323s5832383
——353*5 2— —872 833225 —252332833 52—33—5———323z
3 ——
55*2 —* 52225 S28 23523 —* 8—
— 2 —m 223552 22 —3— — —9 8 — — —2 — — 2*
55— 83585 8 —5EIS585 33083 2 — 554 5238* *
5383 522 * 2 — 5 2 2 —A—
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22 5835328 — —— ——3782 2883835* 7 2 5878 2
—2 5* 25 — * *5 —— — * S2 —AI 2 —8 — ***
2 7 7 — — 2888* 2 2 5 8 —— — 322 322205 —2
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z — 32 2533 E8 ——

V
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5—22552322528* 5553 53235 — —JI55833 —A—
———1155335355535553 253 5555583 5253 253335 5 78
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2 2588cm8568553 5383 232687 — 322—* —S5—8 2 255
58 — 732 532322 — —A— 538583 6328 558
2 D uö]yM 2* E 23 2 9
—A 3232-* 58 57533 73235* 355533 72 26
37 225535,8 —335737— 5223 3553527 —— 5—5528 *2
* —*33*5 * 232 * —— S3 23* 525223 362 2 —*53
* —41 58 —A 523. 22 8283 582 —— —232 27
28 —— 5— »3238 5 —555 232 3552 * 522 —8 5— —8— —
8 * —A — —XS —2 ——2 2 2 7 8225* 8*
— 53585252 52522 8* 32 3 * 2 525 — —A
—* —— — — —3 —* 522 2 —7 —— —— — — — *— —Xx3
—A 33733365 3683 33233 332333538 255573 258
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321135353337555378 255 228533333 3258 32 223 8 23
D — 0 —A — 3 5 2 7 —A
—— 252 323323333352 s8625335553 333
— 5 — 5 — 2535 * —8 5 *
* 11358 22 257 s5s7 —— ——— — — 2*
82 52 2 23 — — 22 — —— * 25 — 2 —X
31 33333—33325 828 z335823 »53332333 *2.538
* 2 55582 —7 — —— — 3.2 S 32.5 323 2 — ga
5 15383353 —58s 338 28 3 378383 3335338737 557
58 3573 33—3553 38 3233353 37333.
52 2 02 * 2 2 2* — — — * 2 7 —
5 5 — —A — * 322 2 —A
*23815 52 —z583565 —A 5 2558 8 8 3 X 2
52 — — 8 8 —8 * 238— 2325 25085 * — 3
ʒ 8 — — — — . * 52, 53 225 235827 *
55543 52538 53 355233 5 —A—
260 55 *5 5587 — z530 335533358 525E55 5
2 — —— ——— z23585 6832 *
7— * 53523333535233 —
3 853 3522—5
— *2,2
52 — 582 S222—8 — — —
* — 858 222 —A — 8
7 335 3353555 5535 553 —3325353233538 —53583
547* F 328333—35 —J
* 282* X 2 288 *. 3 m**7 — 2m52 * — ——
5 —233 432336 3333355 6838
253 * 7 * 3 232 2
52385 265 52 5235—3 ——58 5—5383 6 3323 575
2732 5422 22—373333573 53535755255 —35*5803 5535
S —2 2.22 2 3 5 22 — —3 * 5255 3 2 * *
* AB825 A — — —3 —2— — 355 22 2525 —*
z23 535523 3363355537 33 35363833 ⸗—2383
523 ——5 4257 32 3 2 8* — * 22** * X ——
7 5 822 55 5s32 —A ——
2353 25755 53333 3—33—8 8
52 5555—5 5 3 * 5 —
3585 23225 177—353385 —535333.9038 225 555*2328 83877
2* * * —25 —3I32225 — * — 2 22 82
5535 —5 —z53838 2 5882225533 —— — 522533 575* 2532
322 32 2224 232 — — *23 2* 25 538 —157T 2
555 5357 — XB8 22334 2323 25523222336 2 . — 32
832,57 S SSBA ,3 2332 3.,33755 * 5 238
—— 2 * — — S *33 —X 2 — *
25 23. 5875 3832 ——— . 22583 333
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2822— 5—533 5523522 F 8282—2—38 —
555—25233325 322— 3——3 — 33 —V —
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33355 3333—35 538 73* 83238
2805 32 5 — 5 533828 — — ——— 3 * 22 * 282 —
32 2—37 3823 3527 — 38335*
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—* 3—33 — — 328 55 ——533558 —A * m S 22
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        * — —
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258 83 5 —— ——
35425 8 —s2553357
323,2 38882838 532332
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225547* —— — 3722 *255
85 52235 2 5 223 2
33
2 49 3
382 5 *58 223—35
* 3 3 *
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17 *27 5273* *22 22328
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— 3233 72 — 287
ꝛ 28 .2 258255* 2.8
58 2222 222 RA
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23 3332332397 235 237*
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*8.2* 2 — 325
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33. 333333332
2 55 823533372
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*2—2 3 53535323535—32323355 ⸗
2 25 2 2*525 58227 22 8*

— 2— 2 —
*5362— 3 2838 287
22323 52 5335—2332 7
225 25858323553 322. * 8
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5* 25 2*8 35 227848 ——
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— —22 —A ——— 28
235258 248222 5323283 735338 3
2833383832.* 22223 5283025553 — 232 * 2020
22 5— 553 3233 22735323533. 33 3 3 —2*35* 2
— —————— k25328238 83
5225 — 3 *2322223252.327 —32 22328575—383
253235 *3235353 383333 —3825—5583535 2
3355383523333333 233333 —— 527
—A *32 332335635335 25
d — 285*2 2 — 2* 2 — —— — — 3 2 —— —s
238333* s53373 335535533556855 553238 1
22233325 52 3887 »38353352338g553 3
2* *
582 323.353573253 25*283.557 335 *812 22
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3333 * 32575 333378355
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5 3** 2338533338 7155332357
* 25383853533 23333535 2252583 228
21503,823*8 A 3538 2355 5 3
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        St. Ingberler Anzeiger.
— — — — — ** —
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich' m⸗ dem Hauptblatie verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗
lage) erscheint woͤchentlich viermalz; Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounuementspreis betragt vierteljährlich
1A 40 — einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen, IM 60 H, einschließlich 410 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 8, von Auswärn
mit 15 für die viergejpaltene Zeile Blatischrift oder eren Raum. Neclamen mit 80 pro Zeile berechnet.
AM 53. — *7 Donnerstag, den 8. Apri. 5 1879.
— — — — — * — — —

Deutsches Reich.

München, 30. März. Se. Moj. der König hat der

hiesigen österreich- ungatischen Gesaudtschaft für die unglücklichen
Bewohner Szegedins 3000 M. aus der kgl. Cabinetiskasse über—
mitteln lassen. (A. 3.)

Berhin, lJ. Aprii. Ja der Reschstags Commission für
den Antrag Stunmm in Betreff der obligatorischen Arbeiterkassen
erklärte der Renierungecommissät den Stumm'schen Gesetzentwürf
für unannehmbar. Die Maierie sei für ein gesetzgeberisches Vor⸗
gehen überhaupt noch nicht spruchreif.

— Das Tagesereignis ist die gestrige einstündige Audienz, die
Windthorst bei Bismarck gehabt hal. Windthorst hatte den Reichs⸗
lanzler seit 11 Jahren nicht gesprochen. Die Audienz stand im
Zusammenhang mit den Verhandlungen mit Rom und mit der
Zollpolitik. (Doch wohl nur Vermuthung.)

— Dem dürsten Bismarck sind zu seinem Geburtstag (1. Apris)
von dem Kaiser, der königlichen Familie und deutschen so wie
außerdeutijichen Souverainen jahlreiche Glückwünsche zugegangen.
(Auch S. M. König Ludwig von Bayern beglückwünfchte ihn
herzlichst).

— Die Tarifcommission setzte den Zoll für Maschinen vor⸗
wiegend aus Holz auf M. 1,850, aus Gußeisen auf M. 2, aus
Schmiedeeisen oder Stahl auf W. 2,50 pro Centuet fest. Nach
den Beschlüssen der Commission sind die Finanziblle festgestellt: für
Wein in Fässern M. 12, für Wein in Flaschen M. 24, für rohen
Kaffee M. 21. für Thee M. 50, für Buiter M. 10 Petroleum
M. 83, Cacao in Bohnen M. 17,50, alles pro Cemner.

Ausltand.

Langfam aber unaufhaltsam dollzieht fich in Frankreil ch
die Umwandlung der konservativen Repubsik in die radikale; seil
dem 5. Januar, an welchem Tage die Republikaner duich die
Wahlen zum Senat in den beiden gesetzgebenden Körperschaften die
Mehrheit erlaugten, verlieren die gemäßigten Elemente immer mehr
an Raum und Macht gegenüber den Exiremen. Die Abdank.
ung des Marschalls Mac Mahon, die Emsetzung Grevy's, die
Schiebung der Regierung vom Zentrum nach der Linken,die
Amnestie für die aroße Mehrzahl der verurthe lten Kommunards,
die Zerrüttung der Pariser Polizei fügen sich wie die Ringe einer
Kette oder wie die einzelnen Sätze eines logischen Schiuffes zu⸗
fammen. Die Zurückverlegung der Kammern von Versailles nach
Paris, welche Jetzt Frankreich beschäftigt, ist der Schluß ffelt, mit
dem der erste Alt des tepublitanischen Schauspiels wirkungsvoll
enden wird. Recht bezeichnend ist übrigens, daß die 157 Am nestir⸗
len, die aus Neukalidonien zurücktehrten, in Brest unter dem Rufe:
„Es lebe die Kommune!“ ans Land gestiegen sind.

Bermischtes.

—*St. Inabert. Die Gesellschaft Harmonie“ veran⸗
staltete in ihrer Genetalversammlung vom Samsiag auf AÄnregung
einiger Herren eine Sammlung zum Besten hiesiger Armen und der
Pothleidenden im Spessart und Fichtelgebirg, welche die hübsche
Snmme von 113 M. ergab. Dadurch, daß spater auch diejenigen
Mitglieder, welche nicht in der Versammlung anwesend waren, zu
denauntem Zwecke beisteuerten, hat sich die Summe noch erheblich
lauf etwa 180 M.) erhöht. Vie Hälfte davon sollen hiesige ver—
chämte und nolorisch Arme erhalten. Zwei Drittel der uͤbrigen
Dälfte soll den Nothleidenden im Fichtelgebirg und das restirende
Drittel den armen Sp ssartern zugewiesen werden.

ih Einen kühnen Fluchtversuch machte dieser Tage ein großer
— Hecht, —, odwodl er, im Wurzbacer Weiher in Gefangen⸗
schaft gerothen, unter statler Eskorte per Bahn hierher transporlirt
vurde. Man hatte naͤmlich dem Fische, den man todt glauble den
Platz angewiesen, der gewöͤhnlich sur kleines Gepad bestimmt ist.
Von dort suchte der Hecht zum Schrechen des mitreisenden Publi—
kums durch einen entschlossenen Sprung in das naͤchste Coupee zu
entwischen, was ihm auch gelungen waäͤre, wenn man nicht recht⸗

zeitig seinem Fluchtversuche hindernd entgegengelreten wäre. (Zur
Strafe wurde er von 14 Feinscmeckern verspeist.) 5

7 Mit Eröffnung des Personenverkehrs auf der Bliesthalbahn
wurde in Herbitztheim eine Posterpedition errichtei.

. Am Sonnabend hielt der pralz. Dampfkessel Rebisionsberein
jeine Generalversammlung. Der Verecin erstreckt seine Thätigleit
jetzt auf 787 Dampfkessel (voriges Jahr 614); es find in der Pfatz
nur noch wenige Dawpfkessel, deren Eigenthümer nicht beigetreten
sind. Unter Anderen wurde dem Oberwärier Jungfleischdahier
dei Herren Gebr. Krämer, für sehr gute Vorbereitung zur inneren
Rebesion ein Preis zuerkannt.

Zweibrüden. Die Schwurgerichtsverhandlungen des
weiten Vierteljahres 1870 werden am 16. Jum nächsthin unter
dem Vorsitze des k. Appellationsgerichtsrathes Schulex dahier ihren
Anfang nehmen.

7Kichheimbolanden. Die hiesige Geflügelausftellung
wurde am Sonntag eröffnet und zog an diesem Tag eine gewaltige
Masse von Schaulustigen an. Von Hühnern oallein sind 262
Stämme ausgestellt, von Tauben 180 Paare, von Zier⸗ und Sing⸗
Aöaeln 106 Sorten. Am Montag besuchte Regierungspräsidentev.
Braun die Ausstellung.

FIn Afselheim bei Grünstadt ist am 1. April die
Lungenseuche ausgebtochen. Zwei Kühe sind gefallen. Die nöthigen
Vorsichtsmaßregeln sind fofort verfügt worden.

Spexyreer. Die hiesige Voltsbank g'ebt für 1878 eine
Dividende von 8 pCt., die Gewerbebank eine solche vor 9 pCt.

.Strabburg., Die Gemeindezeitung für —X—
zen“ publicirt folgende offtc ise Notiz: „Für die zahlreichen in
Elsaß⸗Lothringen lebenden Prätendenten, welche ihre vermeintliche
ckrbansprüche auf den Nachlaß des niederländischen Generals Theo⸗
»ald Metzger von Weibnom zur Geltung gedracht sehen möchten,
diene zur Nachticht daß die Nachlaßangelegenheit des im Jahr
1691 als niederländischer General und Gouverneur von Bieda
zersterbdenen Theobald Metzger genannt von Weibnom, längst durch
Verjährung erledigt und die Verfolgung von darauf bezüglichen An—
prüchen nach den bisherigen Etfahrungen völlig aussichtslos isi.⸗
Uuch hier und in der Umgegend leden Vele, welche glaudten;an
die Henterlassenschaft des gen. Metzger Ansprüche machen zu können.)

Kreuznach, 30. März. . In leßtvergangener Nacht
nachte ein' Schüler der Prima des diesigen Gymnasiums, M. au4
Duchrotb, 18 Jahre alt, seinem Leben durch Erschießen ein Ende.
In seiner Stube fand man nur einen Zeitel mit den Worten:
„Jett wohl auf ewig“, darunter die Bemerkung „Heuspeicher“, und
dort war es, wo man am folgenden Morgen die Leiche des jungen
Mannes fand. Die Elsern desselben hatten erst vor 14 —*8
eine Tochter vetloren. Wie man hört, soll der junge Mann bereits
jet emiger Zeit zuweilen Anwandlungen von Trüdsinn gehabt
haben. *— — EKr. Tagebl.)

FFrankfurt, 1. April. Gestern Rochmstioe gieh der
Kassendiener der Reichsbankhaupistelle dahier, Karl Albt. Fersechar,
mit 40,000 M. flüchtig.

rAschaffenburg. Vei dem hiesigen Centraleomite für
die nothleddenden Spessarter sind b's jetzt in Baarem 64,000 M.
eingegangen, wovon 40,000 M. zur Anschaffang von Saatkartoffeln
derwendet werden. Etwa 20,000 M. wurden bisher jum Antauf
von Lebensmitteln ausgegeben; die erste Noth ist damu beseitigt,
voch wird die Unterstützung mit Lebensmitteln begreiflicherweise noch
gjeraume Zest fortgesetzt werden müssen, und dazu ist Geld —V—

FBonn, 28. März. Eine Fau, welche vor einigen
Wochen durch den Tritt eines Karrenpferdes schwer auf der Bruf

vetlehzt wurde, ist kürzlich leider ihren Wanden erlegen. Es mag
der Fall allen Schleppen nachziehenden Damen zur Warnung und
zur Beherzigung dienen, denn nur durch die Verwickelung in ihre
Schleppe that die Unglückliche den Sturz zur Erde, welcher sie
bot die Füße des Pferdes drachte; ohne die —A sie
rechtzeiiig dem Fuhrwerk ausweichen können. (BG. 3)

7 Im Foyer den deuischen Reichetages zirkulitt der folgende
        <pb n="184" />
        Scherz: „Wie deißt die I Komparation 4.....
„Buh.l — Bühler — Varn bühler.....“

jPetersburg, 26.. März. Der Regierurgebote“
hat aus Riasan solgende Dep⸗ sche erhalten: „In Folue der beftigen
Schne estürme am 21. und 22. d. M. sind hier bis jetzt 22 Leichen
Erfrorener aufgefunden worden. Der Eisenbahndienst ist eingestellt.
Viele Pferde sind während des Orcans umgekommen.“

Marklberichte.

Kaiserslautern, 1. April. Fruchtmitlelpreis und Victualienmarkt./
Weizen 10 M. 50 Pf., sorn7 MR. 88 Pf. Spelzkern — M. — Pf., Spelz
M. 85 Pf., Gerste 7 M. 63 Ppf., Hafer 6 M. 85 Pf., Erbsen 7 M.
35 Pf. Widen 5 M. 61 Pf. Linsen J M. 11Pf., Kleesamen 81 M. 88
pf., Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 64 Pf., 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
z Pfund 37 Pf., Butter per Pfd. — M. 75 Pf. Eier 2 Siuck 10 Pf. Kar⸗
offeln per Ceniner 2 M. 70 Pf. Stroh 1 M. 20 Pf., Heu 1 M. 40 Pf.

v * 18 2*

Licitation.

Samstag, den 19. April
nüchsthin, Nochmiuags 3 Uhr,
zu St. Jngbert bei Georg
Stief, werden durch den un⸗
terzeichneten Amtsverweser des
kgl. Notar Franz Sauer, hierzu
gerichtlich btauftragt, den nach⸗
hin bezeichneten Liegenschaften
In Bonne von St. Ingbert, der
Abtheilung wegen öffentlich an
den Meistbieienden zu Eigen⸗
thum versteigecrt·

I. Pi. Ne 371, 61 qm Fläche,
Wohnhaus mit Hofraum
duf“ dem Hahnacker neben
Mchael Nicolai.

2. Pl.Nr. 331992, 7 2 56
qm Acker allda neben Mi⸗
chael Nicolai und Johann
Weber.

Pl. Nr. 3314, 174 17 qm
Ader allda neben Johaun
Joseph Schmeljer, Witiwe
uind Johaun Joj. Schweizer.
Pl. Rc. 370 14 2 qm
Fiache, Wotznhaus mit Keller,
Siall und Hoi, allda neben
Pl.⸗Nr. 370 und Johann
Weber.
pll.Nr. 3891, 6 a 183 qm
Acker auf'm Großbusch. Ei⸗
genthümer sind die Wiitwe,
dinder und Erben des zu
Si. Ingbert vetleblen Berg⸗
manns Georg Neli, als:
Zatharina Rung, Wittwe
des genannten Georg Nelz,
jezt in zweiter Ehe lebend
mit Johann Adam Spohn,
pensionirtem Bergmanne da⸗
selbst.
Georg Nelz, Bergwann
Alda, volljahriger Sohn
erstet Ehe.

3 Margaretha Nelz, minder⸗
jädrige Tochter dieser Ege
welche ihre genannte Mut⸗
ter zur Votmünderin, ge⸗
nannten“ Johann Udam
Spohn, zum Mitvormund?
und Peler Leininger, Berg⸗
mann allda zum Neben⸗ Apri J
dormunde hai. ghn 7x rul J.

St Jugheit, 29. Mats 1870. J ahrmar hbt
g? Aaffschneider. bin Si. Ingabert.
Amisverwefser

— * *
Licitation.
—Samstag, den 19. April,
nächsthin, Nachmittags 5 Uhr
u S. Ingbert, vbei Georg

Stief,
werden durch den unterzeich-
neten, hierzu gerichtlich beauf⸗
ragten Amtsverweser des lgl.
stolar Sauer, die nachbezeich⸗
geten, zum Nachlasse der Moag⸗
alena Siegwart, im Leben
ẽhefrau von Johann Lembert,
gergmann daselbst, gehörigen
diegenschaften, im Banne von
Su. Ingbert, der Abrheilung
dalber oͤffentlich zu Eigenthum
versteigert, als:
pl. Nr. 2852 48 qꝗm Fläche,
Wohnhaus, Stall und Hof⸗
raum,
Pl. Mr. 25518* 14 qm Gang
undHofraum hinter dem
Hause.
l.·Ne. 25612 12 29 qm
Pflanzaarten, Pl.eNr. 4140
2a 73 qm Ader, das Ganze
gelegen zu St. Ingbert auf
dem Hobels neben Georg
Gries und Georz Müller.
Eigenthümer sind die minder⸗
ahrigen Kinder der Eheleute
Rübert als a. Katharina, b.
Magdalena, c. Johann, d. Ma⸗
cie, o. Theresia, welche ihren
Bater zum Vormunde und Jo⸗
hann Siegwart, Bergmann allda,
jum Nebbenvormunde haben.
St. Inabert, 29. März 1879
H. Auffschueider,
Amitsverweser.

Wer —A— Holzversteigerungen
ungen⸗ er Inpe aus Staatewaldongen des igl.
ungen an Herrn ix Forstreviers Neuhäusel.

J. Kahlem ju machen hat, n
uͤdge letztere an defsen Bevoll⸗

nächtigten, Herrn Siadischreiber

Bayer hier, baldigst entrich⸗

en, all wo er auch sein Gut

haben geltend machen kann.

Donnerstag,17. April
1879, Vormittags 102 Uhr
bei Gastwirih Hushsong in
Neuhäusel.
Schlhäge: Hahnkopf, Fuchs⸗
thal, Fuchsbau, Buchweiher,
Birkenschlag, Todtenpjuhl, Vau—
wald, Birkengarten und Zufäll.
J Ergebnisst.
76 Eichen Stämme 228 Cl.
34 Buchen, 2u .3, Cl.
121 Kiesern 4Cl. und
Sparren
44 Birken Stiämme 2. Cl.
58 Eichen Wagnerstangen 1.
u. 2. Cl.
3 Birken Wagnerslangen,
44 Ster Eichen Misselholz 2.
bis 5. A.
16 Siter Buchen Misselholz 1.
u. 2. Cl.
44 Ster Eichen Nutzbolzprügel,
1,50 m lang
8 Ster Kiefern Nutzholzprügel
1,59 m lang
24 Ster Buchen Scheitholz 1.
Ci., 1,17 m lang.
331 Ster Buchen Sche tholz 2.
Ci. und Anbruch.
23 Sier Eichen Scheitholz 2.
Cl. und Anbruch.
5 Ster Birken und Fichten
Scheit,
23 Sier Buchen Kloßholz,
311 Ster Buchen, Eichec, Birken
und Kiefern Astprügel,
382 Ster Buchen, Eichen und
Bitken Krappenpruͤgel.

Gch zeige hiermit an, daß
q dae Geschaft von
derrn Dahlem übernommen
ind es wie bither fortführe.
Amalie Weizenberg.
Hocrothe füßze groze 2
ĩna⸗Apfelfinen pr. Kaste
. 200 St. enth.. M. 8,50.
Mess. Citronen pr. Kiste
a. 350 St. enth., M. 8,80.
Kranzfeigen pr. 100 Pfd.
M. 20. Großer weißer italien.
Blumenkohl in Körben à
3. 22 bis 24 St., pr. Rose
a. 3 Pido. schwer, br. Korb
0 M. 'Alles ab hier gegen
Borher⸗Einsendung der Hãlfte
des Betrages, Post Nagnahme.
A. L. Mohr,
Triest.

2
*

5

*8
*

*
Chocoladen
und Cacao's
ler Kaiserlichen u. Lönig-

lichen Hof-Chocoladen-

Fabrikanten:
Jebr. dtollwerek
in Cõoln-
18 Hof-Diptome,
19 qoldene, silbernę uncdc
Mroncene Medqœillen.
——

——
er ohnroducte. Vol-
sendete mechcanische HBinmn-

Fichtunngen. Guraunti rt
reine Quatitât bei mds-

sigen Préisen.
FPirmenschilder kennzeieh-
nen dio Conditoreien, Colo-
nial- und Delicatess waaren-
eschätte, sowie Apotheken,
velebe

Ziollwerck'sche Fabrikake

führen.

Montag, den 21. Apru
1879, Vormistags 10 Uhr ber
Wirth Ghwasserr in
Rohrbach
Schlag: Butenschlag:
22 Ster Eichen Nußholzprügen

1,50 m lang,
14 Sier Buchen, Kiefern, Bir⸗
ten und Aspen Schell
2 Cl.
365 Sier Buchen, Eichen, Bir⸗
ken und Aspen Stangen⸗
und Asiprügel,
424 Stet Buchen, Eichen und
Birken Krappenprügel.
Gedruckte Looseintheilungen
iber das zur Versteigerung konm⸗
mende Bau⸗ und Nutzholz sind
bon der Hallanzy'schen Buch⸗
druckerei in Zweibtücken zu ob
ziehen.

Reuhäusel, 31. März 18789.
Der k. Oberförster
Mörschel.
Frischer Chesterkäst

a Pfd. aod Pf.
Weicher Rahmkäse
dei Fritz Francke
—— brader kräsnger Junge

kann in die Lehre treten ber
Joh. Fries, Baͤder.

—Ein braves u. fleiß⸗
ges Dienstmädchen für häus⸗
liche Arbeiten gesucht.

Wo? zu erfiaçcen in der
Frped. d. Bl.

An- uudl verkauf
von
Anlehens Loosen.
Staatspapieren ꝛe.
Einlbsung von Coupons,
Besorgung von Jucassos
und Juszahlungen
im In⸗ und Auslande,
owie Falle das Bankiach be—
rreffende Aufkräge ffectuir!
prompt und bill gst das
Banlhans

A. Molling.
Borlin W. Friedrichst. 180.

Eisenbahn - Jrachtbriefe
1000 Stück zu. .. -· Mlt. 6,50 Pf.
Das Buch (48 Stuch) zu. 40 pf.

Drucderei von
— Demetæ.

ind vorra
4

——— — — — — 7 —— M—
Dend umd Verlaa von F. X. Demetz in St. Ingbert.
        <pb n="185" />
        525222 a a
5258538 25332 3335 5332335 555338 7325353 3383 23*7
23882 —32 83 5523 23255 5335855 2 353 53 32335 223
35—6 33 353— —555 2— 58 333*8 35357 373
53383 3—5573 3553 32353 5—35 —33 — —23— 5557
—3338 3 238 *»5588 335353 33533855— 333
5822 2 * — — — 8 — — * * J ——
— 3 A 325 3 *5 3253—355 88 87223
* 2984 35 —A — * ** — 2—283 5338 “3178 e ——
— 7——828 —22232 2 5— — — 27 —8 2 583* 2 —* 2* 82
52555 5558551355 53332533 33313— 522 5 537 383.536835
535 523 55 — 223 55255 5 — — —3 ——33 — 3.52
—885. 53332 53822* —A— 232852
* J3322 558 — — 255 558BEITR—5* 5388
533222 5 222275* 2 * — —5 538 2 ——— 8* — 2 2
E 5325 *572 51* — * —A 5 23 2 — —358235322 — 225
535*7 38 z5ss 6—5253 8333 3 2333553825 5 2833537
2255 *2 * — s*52355 2 — 3 — —— 2*6 — * 2
5 — 58 9 53583— 858 — n75m58 3223 — —— .* 283 1
W 3 * — 8 m3 —5 —* — 2* 53E 54 5* A
— —6 3 38—5 3323 2 —22325 22252523 282283
25853 5258 — 3858 —— — 55——25
525838 27—3 8333335——3—528* 32368287—
5835, 52535 E5523255 — ——— 23533 *5
4 52— —5 8— 3355 5380335
2 7 —253 — — 5 3—5 5352 ESS 323232 —*55383575 5 —
3 33
— ec * 7 — 0 — * 22325 522 222* —A —
253333 3353835 —— 258 —z—2E5 —— ———— —254222 88*
— — aü * 7 vrr — — 7 —* 52 52356— 2538* S 0 A
20 23* ———— 5575 I . 2 — 3 —A 2 S
3 2 S * Be 2227— 5*5 8 — 55 2
s52 4633
33535 328 5535* 252* —A —— ——— — — —3
BESSSSS AOM —8 ——36 —25 5 2

28
5588233 —A 32
224 55552537 73 a38
35522 25 — 5
3353833335352338 335
363333357252 2 52*2532 52
525525 * —A — 3252* 2555228
2355 5258 3 2233 232 ——— S 2
A— 3233 22232 37353338
— 2 2— 713335 —38 5537 —o 25 73 * — —
4* —A 2 25 283 c2 555282383
— 32332335 * 2353 — — 22 253358 *B5
33283 — 2 338 cv— D *2 0 2523325 329 5232 253
* 23232 S — S — * — 8 — — 88 —A———— r
5333553 2 5 3 — 535323253 *527 * 58
53864233 3333 838387 za —
— — — — 3 — 535 T 2 —— — 2
* 5 25 525 53335533 — 333338 —338 2* —222
553 52 22 * 8 — 2 —A — * 5s583333 —9 55
—3555 * * 888 9 3235 *227 228 —7 35535— 2 —3 —
5535335 *28 23*88 5 — 32555 2324 53s83533555 1288*
35235 837 2 33 5238 5523 55585 5ESF 5232
225328 — 8 —5 2 332375 222 8 A *
58233 5*5 22 3523 —532553336 22 5*35325 ——e
5*5 —* 255B8 —— * z25323 —x 3 8 * — S *
2 23 3 * —5*557 —X
8 2* —— 2355 s532 3238 238 58 —3* 534 — —— —— 2
* 7 2. . 322 — 7 255825 —— — 352 532
2235 — N6 — 283532 88 2 2 3 8 553 5535337
— 275 —33233358* 33 — 2 3 58 33 *
2135 2 2 222 32258 525 235325357 352 2 z3355688
28525 28 223234 25*83 22 —A— —— 253 2872 555
355323— 2 — ——— Ss 2*
s8333838 55322 —— 8 2358335 553353257 * 63
22 — 25* 2 — 52*538 3 8 3332355 33 3557337
3853533 —— — z333 27 8
2 2 22 3*3 2 22822 53*25* —A — 8 — EBEBR
—— 52348 378 15335357 55SE
— —2 —
3223 7378 53 58
322 53* 2328558* —52 A— ν
558537
* 25* 8 *22*82 28 2 33 —I
* 8* — 232325 558 — 8 S
3555585
—7 E BS—
2 53338* 252
2
—

2
— 3 58255
A4— 227
4365534655z58
—— 2333 —A —
— — — 52 5 2* —
22 2583335385 2,58 2*8 825332
222572 3335638 *385 A — —A
—X 52 2 55 2 — —— 58 5
5 858 25755 55 23283 25 z232—22553 2525 5*
2522 5 * 2* * 25 —A 322 2 8 222 9 5272
23 22 8 —58 7 —A 2837533735327 232232 A
23 5 23232 2 283335 z355 8338— 2 z8 23
25 38 227 82335 — 522355 2322 25 53238 —58
2538 2558 —A —. —— *6 — —— — — *
3 *5 522 8* — 33755 7 5333 35325 5* —223337 ——
— 53 25 5233232355 35 8283 —25557— — — — 55
— — 8 2 2 35 * — 235 2 23 — 33
8 325233533235 8* 7 —
33. 223 53 8 25343538335238 5333
23. —E * 3 ã— — * 2 52 5 ——— ẽ — 2 — ———
253322 33 9 0 55— 832232 *2* 533 53325338 232537 —7
322 238 — 282535 5838 552z7 555 —ãS — 5355
55532558* 22522 2332 J —A —A——— 28 — 8 233
—— 337372555 538 e 7
2 — 2 2;3 8 — 3 8
53233*535 33382 5388
* * — 7 — — —2—
33253533* *853352.,358535 22553 558328 —A 538
3358S3* 33553335337 A— 33 333
*825 325352 522* 5 35535365537 2556 3774—33535 —8
22 2582 2 * 5 23555 B535 ——— 235 553
52— —— 535 8 —— —2 2 — 22222 —— ——
23 33533 53—553833383.. 55*235633 —X 3335383
2*222 — 2583533332325 35* — 25 38 — —A— — 2 3
2225 4 —A — 85 —1 — —8 2 — 32345 — 32* 3368
2 W 333355 2353 257 53 35 2 *8— 828—2— *2 *
3283223 —X 55 22 —A 557 33233 53357 30
282 5 3— .8* 1233333 s— —328* 253 37 —A — 2
233533733325525 *23*556* ẽ —Ac — 38332 —558 28
23537535*7 38 5 8— *—252383* 323333337 2 82
2* 2233 — 8 t * —A * x3 222 * 2—2 N 8 5 SEC
— S5353342*
—R * 3, 5828 2 222
634s353345 33323325 —
2588 56 53838 — —
8320 33088 * 353
35. 55 — —
20323
25 22
— — *
—
2* 33 2 * 0 —3 —5 58 —A
2 7 32522 —R 5282 —A 222 e an
52 — 5582532 — 22* —S — 5 — * 383 X
—E— 553 * 53550 232 53 53* A
3253.35553 33 —— 5583 532
3 — 23753 2 5553558 — —— 55 58
2225 5 5—838 58— 7* 22 2 S
5535356 52 22888 22358 A— 3 * — 2*
42 — ESB 58 253 —A 5 5— *52233 28
2 2 2 572 8— — 85 —X Z 3 * 3 —— — « — 5355* — *
5322 5705 27 522 —25. 3853535 —228 8323 — 2268*
2 2 2 —E — ß —S— 3525 —72 —* 8 * —58 53
—52 52856585 * 2252 * —A —323 5 —22 2326
— 583258 2257783398 —A V — 5
5 . 5528 38658 22 235S58 s533 23535 — 23232335
532325. 3 28 252* 3580 38 535 2555 4 3583383* —
2385322* — — 8262 55 —A— .7—5 5238 * 552 522
— 3 —— M * 8 2 —
223538 5 5523 * 73832828 A—— A ——
— 2322283 —— — 232555 2* 3338*85 — S5833
z — 5* 225 —— — —33 7552 22 2 * —* 2* 3 * 2555 3 88
— — 328* 53 8 z2260 23 38 —2823 * 855—538**
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        St. Ingberler Anzeiger.
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Der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mil wõrheutlihhz nA⸗ den Drudlolatte —R Unterhaltunzsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei—
lage) ericheint wohentlich viermalz Dieustag, Donneerztan Sünstrzenid Sonntaa. Der Abounementspreis betragt vierteliahrlich
1A 40 — einichließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 146 60 H, einschließlich 40 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswäris
nrit 15 A fur die viergespaltene Zeile Blattichrift oder eren Num, Neclasnen mit 30 Bpro Zeile berechnet.
M 54. * * Samstag, den 8. April

—
Deutsches Reich.

Berlin, 1. April. In der heutigen Reichstagssitzung
wurden 88 129 des Nahrungsmittkelgesetzes mit Amendements des
Abg. Ruppert (Munchen) angenommen, wonach die Ausüdung der
Koutrole nicht einer besonderen Gesundheitspolizei, sondern der
Polizei der Einzelstaaten überlassen mird.

Die Taꝛifkommission hat heute 2. April ihren Bericht an den
Bundesrath übergeben, nachdem sie das Tarifgesetz schon vor meh⸗
reren Tagen ahgeschlossen und überteicht hatte. Derselbe enthäit
die Motive zu den Zolltarifgesetzen, sowie zu den einzelnen Tarif—
positionen.

Nach den neuesten Erhebungen beläuft sich der Gefamm:betrag
der Aufwendungen für daß Voltsschu'wesen in der preußischen Mo
aarchie auf rund 7793 Millionen Mart.

Der in Ber lin eingelroffene deutsche Konsul in Sdneh,
Austeglien) Herr Stahl, ist zum deutschen Kommissar fur die dor—
tige Ausstellung ernannt worden. Os auch ein deutsches Kriegs⸗
cheff zur Repräsentat'on des Reichs nach Sidney gehen wird, ist
aoch unenischieden. Es scheint der Gedanke erwogen zu werden, den
jur Zeit in den chlenischen Gewässern weilenden „Prinzen Adalbert“,
an dessen Vord sith bekanatlich der zweite Sohn des Kronprinzen,
Prinz Heinrich, bifindet, nach Auxralien zu beordern. Nach amt⸗
licher Mittheilung wird die Ausstellung am 1. September eröffnet
werden.

Das Reichskagshräsidium hat nach der Voss. Zig. beschlossen,
zegen Ende dieser Woche den Reichstag auf drei Wo hen (b 8 zum
18. April) zu vertagen, um den Abgeordneten Zeit zu gewähren,
die während der Ofterjerien dem Reichstag zugehenden Steuer⸗ und
Zoslvorlagen zu studiren. Es sollen deshalb auch ausnah nsweise
waͤhrend der Fetien den Abgeordneten die inzwischen eingehenden
Borlagen nach ihrer Heimath nachgeschickt werden.

Berichte aus Konn theilen mit, daß die am 1. April daselbst
stattgehabte Feier der Enthüllung des Bismard-Denkmals glänzend
berlaufen sei. Bei dem Bankett wurden 30,000 M. für ein
Moltte⸗Denkmal gesammelt.

Ausland.

Die Miltheilunz, daß der König von Jlialien die gegen
Passanaute ausgesprochene Todesstrafe in lebenslängliche Todesstrafe
umgewandelt habe, begleitet das „Berliner Tageblatt“ mit der
Bemerlung: es wollte hoffen, daß der König den Tag nicht kommen
jehe, wo er die geühte große Milde bedauern zu müssen glauble.

Der russische General Kaufmann erhielt — nach einem Tele—
gramm des Newyo:ker Herald — ein Schreiben des Fuhrers der
letzten afghanischen Deputation, wonach vollständige Ruhe in Afgha⸗
nistan herrsche, soweit es Jakub Khan's Herrschaft betreffe; dieser
sei entschlossen, den Krieg gegen England dis auf's Aeußerste fort
zusetzen.

Es vergeht kein Tag, doß das revolutionäre „Comite“ nicht
ein Lebenszeichen von sich giebt, sei es durch aufrührerische Proc⸗
lamatiouen, sei es durch Versendung von Drohbriefen an hochzestellte
Persönlichleiten. Solche Br'efe haben u. a. sämmtl'che Mitgliedee
des Gerichts in Charkow erhalten, welches gegen den Nihllisten⸗Führer
Tonim verhandelte; auf den Vorsitzenden wurde sogar geschossen.
lluch in Kiew sind zahlreiche anonhme Drohbriefe an Beanne vec.
jandt worden. Es ist die Thatsache, daß die Nihilistenverschwörung
ine weite Verbreitung hat und selbst unter den Rezierungsbeamten
Anhänger zählt.

Die Kosaken⸗Unruhen in Rußland dauera forkt. Bisher
gelang es der russischen Reig'erung, nuc die ungebärdigen Kosalken
im Ural zu bewältigen und 3000 Familien derseiben nah Turkestan
zu verbannen. Die donischen Kofaken halten vorläufiz den ange⸗

rüdlen rufsischen Truppen Stand.

In einer se tens der britisch⸗indischen Behörden zu Bombay
oeröffentlchten Bekanntmachung der indischen Regierung heißt es,
die Regierung habe die in B,rma garuisonirenden Truppen nur
zum Zveck des Schutzes der englischen Unterthanen verstärkt, im
llebrigen halte die Regierunz an ihrer rein defensiden Haltung
est und werde jeden Btuch dermeiden, fallz sie zu einem fsolheg

V weor evn e
nicht durch offene Angräffsakte des Königs von Birma genoͤthigt
werden sollte.
Vermischtes.
Si. Ingabert, 4. April. Die gestern Abend im Gre⸗

wenig'schen Saale stattgehabte Generalversammlung des hiesigen
Vorschußvereins war nur schwach besucht; von 394 Mit⸗
gliedetn des Vereins waren eiwa 88 anwesend. Nach Eröffnung
erstattete Herr Kassierer J. Beser den Geschäftsbericht pro 1878.
Nach den Anträgen des Berwaltungsrathes ersoigle dann Decharge⸗
Ertheilung' an den Vorstand, die Festsetzung der Dibidende und
Vertheilung des Restreingewinnes. Einem Vorschlage des Verwal⸗
nungsrathes gemäß wurde das Eintrittsgeld von 7 M. auf 10 M.
rhöht. In den Verwaltungsrath wurden wied er gewählt die
h. H. Baron, L. Beer, Bayer, Drumm, Ehrhardu-Jochum,
D. Feischer, Sam. Kahn, H. Schmilt und M. Thiery. Als Mit⸗
Jlieder der Prüfungs-Commifsion für die nächsten 2 Bilanzen
waͤhlte die Versammlung wieder die beiden Herren Joh. Fiack
und Schlick. — J
Der, Verein zählte am Schlusse des Vorjahrs 374 Mitglieder
gegen 328 im Jahre 1877. Eiwa zwei Orittel derselben ind
von hier, ein Dritiel von auswärts. Die Stammantheile dersel⸗
ben beiragen 186,319 Mt. Der Gesammtumschiag betrug pro
1878 8,.007, 141 Mk., der Reingewinn 13,242 Mt., der Reserve⸗
sond 12,037 Mt. Die Verwaltungskosten stellten sich im verflossenen
Geschaäftsejahr auf 3.424 Mk. Die Vertheilung des Reingewinneß
erfolgte in folgender Weise:
l. 700 Dividende aus 114 987 Mt. dazu bercch⸗

tigter Stammantheile.. 77, 8049 Mark.
2. Reservefond. .55. 3000,

3. Spez alrescrveiodd... .600
1. Remuneration des Beamten und des Bureaupersonalzs 1343 —
5. Beiträge zum pfälz. und deulschen Genossenjchafts⸗

verbandde.. .8 90
b. Abschreibung auf Mobilie 608
7. Stipendien an Fortbildungsschüser . 60,

8. Geschent an das Lehterwaisenstt 508

Von den 374 Mitgliedera hatten am —A
shäfstjahres 183 ihren Stammanth⸗il (600 M. pro Mitgl.) voll
ꝛezahlt, G etwa 500 M., 14 ca. 400, 10 ca, 300. 283 ca. 200,
26 ca. 100, und 110 unter 100 Mtk. —

Nach einer Mittheilung des Hrn. GCasfier J. Beer steht die
baldige Errichtung einer Nolenbank dahier in Autsicht. 2-

Der hiesige Vorschußverein besteht jetzt 10 Jahre. Er wurde
im Jahre 1868 gegründet, zühlte damals72 Mitglieder und hatte
einen Umschlag von 641, 148 Mt. Von Jahr zu Jahr vermearte
ach die Zahl seiner Piitglieder und nahm sein Umschlag groͤßere
Dimensionen an.

TSt. Ingabert, 4. April. Zur Notiz in Nr. 532 dieses
Blaltes wird erlaäͤuternd bemertt, daß nach dem neuen Postbertrage
auf einer Postanweisung 400 M. eingezablt werden können, und
die Gebühr dafür nuc 40 Pfennig beträgt. Die übrigen Tarxen
iür Postanweifungen bleiben die gleichen wie bisher.

t Waldfisqh bach. (Uebertretungen des neuen Karten⸗
stempelgesttzes.) Der Werih M in H. wurde im Monat Januar
abhin betroffen, wie er sich mit drei seiner Gäste ein Spielchen er⸗
aubte, wobei Karlen gebraucht wurden, welche zwar den bayerischen
aber nicht den Reichtstempel trugen. Ferner hatte ider Wirih S.
in H. ein gleiches Karteuspiel an vier Gaste zum Sp'elen abge;
Jeben, und dieselben benlißzt. Wegen dieser Uebertretung wurde
Wirth M. weil er Spielkar en wissentlch in Gewahrsam hatte,
wilche nicht gesetzlich gestembelt waren, zu 30 M. und weil er mit
olchen Karten gespiels, zu weiteren 30 M., und jeder seiner Mit⸗
p'elenden ebenfalls zu je 30 M., ferner Wirth S., weil er ein
solches Kartenspiel wissentlich in Gewabrfam haue, zu le 30 Me.
und seine vier Gäste ebenfalls zu je 30 M, verurthellt und die
Finziehung der Karten verflügt. Die zwei Kaͤrtensp'ele kostelen
omit 300 M. Strafe, wozu noch die Gerichtzkosten kommen
        <pb n="188" />
        — Aus Kaiserslautern wird die Ankunft der Schwal⸗

hen berichte. —E J
FBei Neustadi stehen die Mandelbäume bereits in vol⸗
lem Blüthenschmucke. J
Faus Oppau, 209. Marz, becichtet die Fr. 3.“: Gestern

Morgen versank im Rhein in der Nähe des Canalhauses ein mit
Steinen schwer beladenes Neckacboot; der Führer desselben, ein 30
Jahre alter Mann aus Neckarsteinach, bat in den Fluthen des
Rheins seinen Tod gefunden. Der Berunglüctte Linterläßt 6 un⸗
versorgte Kinder. Zwei Schiffsstnechte, die sich in einem anhaängen⸗
den Schleppnachen besanden, vermochten sich dadurch zu retten, daß
sie schleunigst das verbindende Seil kippten. 7 4

»F. Edenkoben. Daß das Schießen mit den kleinen
Schrotkugeln, wie es auf Jahrmärlten in den Schießbuden geschieht,
nicht immer so ganz ungefährlich ist, beweist ein Vorfall, der vor
einigen Tagen hier vortam:, eine solche Kugel prallte ab und
drang einem Kinde unter dem Auge ins Fleisch; nur unlter Zu⸗
ziehung eines Arztes war es möglich, dieselbe zu entjerncn. Wate
die Kegel eiwas höher eingeschlagen. so wäͤre gewiß der Verlust
des Auges zu beklagen gewesen. (Gzt).

pSpeiser. Das k. Corsistorium ertäßt Folgendes: Am 19.

April laufenden Jahres sind es gerade 350 Jahre, daß sechs Für⸗
sten und 14 freie Städte des deutschen Reiches gegen den für das
rvangelische Bekenntniß so verderblichen Beschluß des Reichstages zu
Speyer jene Protestation urnterzeichneten, von welcher unsere Kirche
einen ihrer bedeutungsvollen Namen trägt. Es hat daher der
Retscherverein, welcher die Aufgabe sich gesiellt hat, dieses weltge⸗
schichiliche Ereignitz durch ein Denlmal in Spiher zu verherrlichen,
den Wunsch ausgesprochen, es möchten die prot⸗stanuschen Geistlichen
der Pfalz in der am 20. April 1. Is- zu halienden Sonntagspre⸗—
digt auf jene Glaubene- und Gewissensthat der Väter entjprechenden
Bezug nehmen und diese Gelegenheit benützen, um ihre Gemeinden
auch für die Errichtung des genannten Denkmals immer mehr zu
gewinnen. Indem die unterfertigte Stelle von diesem Wunsche des
Ausschusses des Reischervereins den protestantischen Pfarrämt rn an⸗
durch Kenntniß giebt, thut sie es in der Ueberzeugung, daß die
Weisilichen gerne bereit sein werden, dem ausgesprochenen Wunsche
zu entsprechen und die für die ganze prolestantische Kirche bedeut⸗
same Absicht des Reischervereins nach Kräften zu fördern ⁊c. Glaser.
7 Jun Sachen der Wiederbelebung der Innungen hot der Köl⸗
ner Gewerbeverein in einct neulichen Sitzung folgeude Resolulion
erlassen: „Wir sind der Ansicht, daß durch vereinte —A
die Interessen des Gewerbe⸗ und Haudwerkerstandes besser gefö dert
werden können als bisher, daß dies aber im Rahmen örilich be⸗
grenzter Vereine geschehen müsse; daß diese Vereinigung jedoch vicht
nuf der Basis einzelner Handwerts⸗Innungen ersolgen dürfe, indem die⸗
selben ihrer Natur nach nicht das allagemeine Juleresse des gesammten
Gewerbestandes zu lördern in der Lage sind, sondern durch Ver⸗
folgung von Sonderinteressen bald in Meßkredit gerathen würdn;
daß ferner jeder Beitriuszwang in, diesen Vereinigungen ausge⸗
schlossen sein solle, da dieselben sich vortheilhaft nur freiwillig kon—
stituiten dürften, daß eine aus freier Wahl aller Gewerbetreibenden
herdorgehende Gewerbelammer das wünschenswerthe Organ zur
Verlreiung der Gesammtmieressen des Gewerbestandes sei, welchem
Organ eine Mitwitkung bei Erledigung aller, das Gewerbe betref⸗
senden Fragen durch die Gesetzzgebung zugesichert werden müsse.“

Bezüglich der Innungen hat sich der Gewerbeverein in Kai
ferslautern in seiner Sitzung am vorigen Samstag dabin
ausgesprochen, daß dieselben an uͤch, aichtig geleitet, ersprießlech wirken
dnnen, voraussichtlich, daß der Grundsatz der Gewerbefre heit und
der Freizügigkeit gewahrt bleibt, die persönliche Freiheit der Ge⸗
werbsgenossen uicht übermäßig beschräntt wird und diesen nicht zu
große VLasten auferlegt werden; daß aber im jetzigen Zeitpunkt und
dei den j tzigen Verbälin ssen der Gewerbebercin es nicht passend
erachtet, seinerseins in dieser Richtung thätig zu sein, daß er es je⸗
doch mit Freuden begrüßen würde, wenn cuuztlne Gewerbszweige
von sich aus Innungen errichten wollien.

'In St. Johann wurde am Dienstag ein junger
Mensch derhaftet, welcher dis Hausknecht im August v. J. den In⸗
halt eines ihm dort zur Absendung nach hier übergebenen Geld—
brieses unterschlug und sich seitter den Nachstelungen der Polizei
zu entz ehen gewußt hatte.

pWürgb'urg. Die „Würzb. Presse“ schreibb: Irde
Wache hatte seicher eiae Anzahl scharfer Patronen. Es wurde
nun jüugst angeordanet, daß dieselben nicht mehr wie bisher offen
zum Gebrauche der Mannschaft daliegen, sondern daß sie in einem
bersieg˖lten Paqueie dem Commandanten überwiesen werden, welcher
dann im Bedarfsfolle sie zu vertheilen hat.

—
Frau ihr eigenes Kind auf eine schreckliche Weise verbrannt, indem
fie deim Kochen, wahrscheinlich in großer Zerstreutheit, das arme
Aind in ein Gesfaß mit siedend heißem Wasser hineinsetzte.

ürrburae Bekanntlich hatte der Stadtmaaistrat im

»origen Herbst die Bierpressionen als gesundheitsschädlich verboten

and d'ese ortepolizeiliche Vorschrist war auch von der Kreisregie⸗

eung als vollziehbar erllürt worden. Dagegen batten 23 hiesige

Bierwirthe Beschwerde eingelegt, indem sie behaupteten, die Prej⸗

jonen seien nicht an sich schädlich, sondern es komme auf ihre Ein⸗

richtung und die Art ihrer Benützung- an. Die Kreisregierung

orderse nun von dem unlserfränkischen Obermedicinalcomitee ein

Butachten. Dieses sprach sich unterm 21. v. Mis. dahin aus,

daß 1) nach den eigenen Erfahrungen der Mitglieder des benann⸗

sen Comile's das Bier in den Pressionen zur heißen Jahreszeit

nach den Preisionsröhren rieche und schmecke, und daß der Geruß

des Bieres aus den Pressionen mitunter Ekel Empfindung errege,

jerner 2) der Att und Weise des Bierqusschankes bei der allge⸗

me'nen Verschlechterung des Bieres verdoppelte sanitäre Aufmerk⸗

amteit zuzuwenden sei, daß ferner 3) die behauptete läugere Zu⸗

rückhaliung der Kohlensäure im Bier durch die einfachen Pressionen
nicht statrfinde, vielmehr bewirkt werde, daß ein Drittheil des Faß⸗
inhaltes als schales, adgestand⸗nes Bier zu Tage trete; ferner
Y bei Anwendung von Kodlensfäure als Druck abe statt der
nimosphärischen Luft zur Etzeugung der ersteren nur völlig reine
Salzsaͤure erforderiich sei, welche wegen des höheren Preises von
»en Pressionsbesitz ru nicht benützt werden würde; endlich 5) d'e
Toutrole über die nothwendige Reinhaltung der Schläuche oder
Rohre bei der einen, wie bei der anderen Pressionsmethode, resp.
die Bescheffung eines brauchbacen Leitungésmateriales überhaupt
nicht möglich sei, weil Rohre von englischem Zuunn, welche als die
möglichst unschadlichen bezeichnet und deshalb meistens zu den Prej⸗
fionen verwe: det würden, dem Bier Geruch und Geschmach mit⸗
cheilen, Kauischukrohre aber absolut unzulassig seien. Das Gut⸗
achten gelaugt zu dem Endresultat, daß völlig reine Bier-Prefsionen
nicht hergestellt und nicht controlirt werden flönnten, unreine Pres⸗
sionen aber als gesundheitsschädlich zu erachten seien. Die Kreis⸗
regierang ist daher der Ansicht, daß eine unschaͤdliche Handhabung
der Prefsionen, selbst wenn alle Bedingungea einer solchen dorlägen,
ohune ununterbrochene und nachdrückliche polizeliche Controle keines⸗
jalls zu erwarten sei, daß aber eine solche Coatrole gar nicht durch⸗
Jeführt werden könne, und sie hat daher die Beschwerde jener 22
Wirihe abgewiesen. ——

Gorfeigen auf Kommando.) Der bayerische Seconde⸗
cieulenant Rudophe Frhr. Schenk v. Geyern wind sich, wie die
Raürnd. Presse“ mitthe lt. demnächst vor dem Militärbezirlsgericht
Würzburg wegen brutaler Behandlung seiner Untergebenen zu ver—
7alworten haben. Er ließ nämlich einzelnen Soldaten, um sie zu
trafen, von ihren Nebenmännern Ohrfe gen geben, und wenn nach
iner Meinung der mit der Exekution Betraute nicht drastisch ge⸗
aug vorgegangen war, wurde auch er bestraft in der Weise, daß
)er von ihm sauft Behandelte ihm die Ohrfe gen zurückgeben mußte.
Auch eine Art von Sp'eßruthenlaujen führte Heir Schenk v.
Beyhern wieder ein; er siellte nämlich seine Leule in zwei Reihen
d Zeringem Abstande vor einander auf und ließ den Delinquenten
Zie enge Gasse passicen, wobei er von jedem Manue der Re he nach eine
Ohrfeige erhieit. Es hat auf diese Weise ein Mann die respec⸗
able Zahl vo: 36 Odrfeigen erhalten. Daß diese Execution
ängere Zeit fortgesetzt werden kounte, erklärt fich nur daraus, daß
)reraetige Ex cutionen nur dann vorgenommen wurden, wenn der
heit. Leutenant als einziger und oderster Befehlshaver am Platz
wat, und daß keiner der Leute sich zu beschweren wagke. Duich
Inen in der Nähe wohnenden Ciwilisten wurde die Sache dem Di⸗
zifions Kommando angezeigt, worauf Schenk v. Geyern, der sich
pen auf Kommandod sin Lichtenau befand. sofjort juependirt und
auh gegen die nächsten Vorgesetzten desselben, den Compagnieche!
und den Batai ons Kommandanten, disz'phnär vorgecangen wurde.
Demnächst kommt eine türkische Kommission nach Essen
(Keupp'sche Werke) unler Führung des Artillerie Generals Hoci
Schubar Pascha. Letzterer heißt mit seinem Geburtsnamen Ma
o. Bonin. Derselbe wurde als Sohn des Staatsministers a. D.
b. Bonin auf Schloß Detzel bei Neuhaldensleben, der ehemaligen
d. Boniu'schen Besitzung, geboren. Max v. Bonin trat 1854 beim
26. InfeKeg. ols Avantageur ein, verliß ledoch bald den Diens
ind ging rach der Türkei.

In Rixdorf dei Berlin sind etwa 30 Personen an
Trichinosis erkrankt, von denen jedoch bis jetzt Nieemand der Krank—
Jeit erlegen ist. Die meisten der Vetrofsenen haben sich die Tri⸗
hinosis durch Genuß von gehactem rohem Schweinefleisch zuge⸗
—XR

Der Welstadt Berlin sind doh noqhh so manche Stadi⸗
im deutschen Reiche — weniastens im Postverkehr — über. Einer
»om Generalpostamt neuerdings aufgestellie Statistit fur das Jaht
1877 gibt hievon schlagenden Beweis. Unter den 39 größeten
Ztadten, welche in dieser Statistik aufgeführt sind, haden die drei
zroßen Handelsstätte Frankfurt a. M., Leipzig und Hamdurg die
erhältnißnaßig größte Porto Einnahme erzielt. Auch durch Mann—
ain Bermen Kom, Sieuin und Karlsruhe wird Berlen bei leiner
        <pb n="189" />
        Jahresporto Einnahme, die eiwa 10 Millionen Mark beträgt, über⸗
gen. Fur Berlin kommen auf den Kopf noch nicht 11 M., für
Fraͤntfurt dagegen über 22 M. jährliche Porro⸗ Einnahme. Den
zerhältnitzmüßig größten Postverk: hr hat Leipzig; Berlin erscheint
hier erst in der elsten Reihe. Im Depeschenvetkehr steht wieder
Frankfurt obenan und Berlin-fosgt erst nach acht anderen Städten.

Die Auswanderung von Europa nach Amerika ist wieder
in der Zunahme begriffen.““ Den Ausweisen des Newhorker sta⸗
nistischen Baxeaus zufolge kamen im Jahre 1878 153,207 Ein⸗
wdanderer in Amerika an, gegen 130,803 im vergangeuen Jahre
d. Feine Zunahme bon ca. 17 pCt. Die obige Anzahl zer⸗
allt in 94651 männliche und 88,866 weibliche Personen, die
⸗on folgenden Ländern ausgewandert waren: aus England 19,581,
Irland' 17, 113, Schottland 8700,5 Wales 311, Deuischland
31958, Oesterre ch 4881,. Schweden 6176, Norwegen 5216,
Danemark 2688. Schweiz 2051, Frantkreich 4668, Italien 5163,
Rußlaud 4216 und aus Canada 24,5883. beg,

Die Schwester des Prasidenten. Eine angesehne aristokratische
Familie Ungarns suchte vor einigen Monaten eine franzoͤsische Er⸗
zieherin und fand eine; solche auch in Paris, welche volllommen
o benitte. Dieser Tage langte nun, wie dem Wiener Neuen Tag⸗
dlatt'aus Pest berichtet wird, ein Brief an die Familie ein, worin
die Pariserin mit Bedauern von ihrem Engagement zurücktritt, weil
ihr Bruder, Herr« Jules Grery, inzweschen zum Prasidenten der
Republit. gewählt set und sie nun seinem Haushalt vorstehen
aüsse.

4 Man entsinnt sich vielleicht, daß Christine Nilsson, die schwe⸗
dische Sängerin, deren Gatte ein geborenet Pariser — der übrigens
aicht dem Theater angehott und nie angehört hat — ist, sich jfrüher
geweigert hatte, in Deutschland zu singen, „um das Nationalgefühl
hres Gatten vicht zu verletzen“. Seitdem scheint Frau Nilsson an⸗
oerer Ansicht geworden zu sein. Christine Nilsson hat ein Gestspiel
dem Berliner Hoftheater angeboten, vorausgeseht, daß man ihr die
Zleinigkeit von 53000 Francs pro Abend zahlen wollte. Die Ge⸗
aetal⸗ Intendantur hat abgelehnt. —

Rew-York. (Eine Eiseisenbahn.) In den Vereinigten
Staaten ist ein merkwurdiges Crperiment geglückt. Der Chefingenieur
der Rotthern Pacific Railway hat trotz Äbtathens von Seiten aller
Fachleute und trotzdem ihm kein Präcedenz zut Seite stand, nach wel⸗
hem er sich richtes- konnte, den Versuch gemacht, den zugefrorenen
N ssourifluß mit Eisenbahnschienen zu überbrücen und über diese
Schienen mit Eisenbahnzügen zu fahren. Der erste Versuch geschad
mit einer Lokomot ve und zwei rrit Eifen beladenen Lowrys. Als
sdieser Versucht glückte, wurden an die Maschine drei mit Eisen be⸗
ladene Lowrhs und außerdem ein Waggon mit Gästen, d'e zu dem
Schauspiele geladen waren, gehängt. Auch dieser Versuch fill durch⸗
aus günstig aus. Der Fluk ist gegenwärtia nur ein Drittel
so breit, als im Frühling und Sommer, aber doch 3300 Fuß.
Das Eis war zur Zeit des Erperiments 42 Zoll dick. Der
Sicherheit halber dar; kia Zug auf dem Ese halten, denn die
Tragkraft ist selbstverständlich giößer, wenn der Zug nur Über das
Eis dahin gleitet, als wenn er eine Zeitlang auf demselben ruht.

7New⸗Yorkt, 12. März. Amerikanische Blätter be⸗
richten über eine neue Eifindung vermititels wel her/ ols Minimum
der Schnelligkeit, 10 Depeschen von je 20 Worten in dem Zeit⸗
raume von einer Minuie von Pars oder London nach Newyork
und vics veraa telegraphirt werden tͤnnen. Die „American Cable
To. of Newyort“ hat das betr. Patent erwocben. Der oder die
Etfinder behaupten, daß innerhalb 80 Minuten der ganze Inhalt
der Londoner Times“ oder der „Newyorl Herald“ telegraphirt
werden kann, reproducirt in fae simile auf einer stereolypen Platte,
die sofort zum Abdruck verwendet werden kann. Die American
Table Co.“ babsichtigt durch ihten in London bifidlichen Gene⸗
ralagenten dafelbsst eine Compagnie mit eigem großen Capital zu
aründen. Wie verlautet, habde die „Anglo American Cable Co.“
100,000 Lstr. für die Cession des Patents geboten, aber erfolg⸗
os. Eine Reduct on des Tariis aus3—5 Cents per Wort wird
in Aussicht gestellt.

Falsge 50. Ratt⸗Scheine. In den letzien Tagen sind in
Berlin so viele falsche Reichskassensheine über 50 Ml. in Umlauf
zesetzt worden, daß das Publikum, um sich vor Verlusten zu schützen,
dei Aunahme dieser Scheine nicht vorsichtig genuz erfahren kann.

Homburg, 2. April. (Fruchimittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
10 M 44 Pf. Korn 4 M. 81 pf, Speiztern — M. — Pf. Spelz M.
pppf, Gersie Areihige — M. — Pf., Gerste Kreihige HGN. — Pf. Hafer
6 M.s8 Pf., Mischfrucht M. — Pf. Erbsen 0 M. — Pf., Wicken
5 N. 60 pf. Bohnen — M. — Pf.Kleesamen — W. — Pf- storn⸗
brodes Pfund 72 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsensleijch — Pf.
Rindfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 50 Pf. Hammielileisch 40 Pf. Schweinefleisch
50 Pf. Butter 1 Pfund O M. 85 Pf., Kartoffeln per Cir. 2 M. 60 Pf.

Se
7

Fahrplan der Bliesthalbahn J
vom IL. April 1879 ab.
Saargemünd-Zweibrücken.“ 5
Morgens. Nachm. Abends.
Zaargemünd (Ortszeit) Abg. 7515 12 13 6 15
zo! persweiler (Oriseit) 7 19 12,51 6 53
gliesbrücken (Ortszeit) 136 11447 21
X 1561 130 739
hersheim⸗Walsheim 1 58 — 7150
Zliesdalheim⸗Herbitzheim 88— — 8 34
Zreitfurt — 8 21 — 8519
Blidweilhe 828 — 330
Blieskastel 837 217843
Rierbach Ank. J— 848229 8558
gierbach Abg. J 8 50. 234 8 58
find direkt über Jf9.9
Zweibtücken Ankt. Schwarzenacker. 9 20
zweibrüchen Abg.. 9 —
kindd — 719 10
-chwarzenackr Ank. 192 24917
S„chwarzenacker Abg. 925 251 918
domburg Ank. 943 839933
4 Anschluß mit Zug 33 nach Zweibrüden, an 9 40 V.
Anschlaß in Eindd nach Homburg..
ZweibrüchenSaarecmünd.
zomburg Abg. 740 1 25 -
„chwarzenacker Ank. 7 58814838 —
zchwarzenacker Abg. 7 59. 1 48 2*
Bierbach Ank. *8 11 2 — —7
Morgens. Rachm. Abends
zweihrücken Abg. 748 — 620
kind — ——631
zierbach Ank. 57 89v. Homb. 6 41
zierbach Alg. 8 20 2 56 42
gliestaftreee 8375 223 654
Bickweiler —A0 — 851 — 73
greiffurtt 92 — 7190—
Zliesdalheim⸗ Herbitzhein —218 — 7 23
zersheim-Walsheim — — 31 — 733
deinheim X 942 357 244
—XVV 950 3183 7 47
Folpersweilee *3* 10112 38386 84
Zaargemünd 1027 351 817
*P Anschluß in Bierbach nach Saargemünd.

* Coursbericht über Looz⸗Effecten von A. Molling,
Bankgeschäft, Berlin W., Friedrichstr. 180
vom 1. April 1879.

Amfsterdam Industr. Pal. 22/2 fU. Kl. G. 8 fl. 6 B. Rnsbacher 7 .
dauptt. i4, 000 ti. Gw. 9 fl. 29,20 G. 31,00 B. Augsburger 7 fl. Hpt. 7006
Gw. 9 fl. 20268 G. 22600 B. Badische 85 fl. Hpt, 40 000 tl. Gw. 50 4.
62320 G. 165,0 B. Bari 100 fres. Hptt. 100,000 kl. Gw. 150 fres. 40 G
Barletia 100 ftes. Hpt. 100,000 kl. Gw. 150 jrcs. 190 B. Braunschw.
30 ihlx. Hpt. 150,000 kl. Gw. 69 Mark. 88,30 G. 85,10 B. Bukarester 20 fr·
„pt.ꝰ Joo dod tl. Gw. 20 fres. 2030 G. 22.223 B. Finnländer 10thlr, Hptt
GCöod ti. Gw. 86 Mark. 4078 G. 42.428 B. Freibuxger 15 frcs. Hpt 40,00. 0
Gw. I9 srcs — o G. 25,10 B. Genueser 150jrcs. Hpt. 100000 ki. G.
60 fecs. — 6G. 850 B. Hamburger 100 Mti. Bo, Hpt. 115,000 M. B.
G 188 R. B.290 G8. Hamburger 50 ihlr. Amortiszie h. Il
gw. 180 Mt. 177,20 G. 179,50 B. Kurhess. 40 thir. Hpt. 96,000 tU. Gw. 225
Hark. 261500 G. 264 B. Lubecker 80 thlr. Hpt. 80,000 kl. Gw. 168 Mek.
7606. 178.008. Mailand⸗Como 14f1. Hpt. 20,000 kl. Gw. 14 fl. 58 G. — B.
Nalländer 45 ir. v 1861 Hpi. 70,000 iu. Gw. 47 fres. 320 B., Mailänder
ofres. v. 1866 Hauptt. 100,000 kl. Gw. 10 fres. 10, 00 G. 11,238 B. Meininger
zi Hpt 18 do s s ue BRaßsauer 25fl. Hyt. 20,000
Go. 48s ii. 101 6. — B. Reuchateler 10 fres. Hpt. 12,000 kl. Gw. 12 fr.
e G. 1730 B. Reapeler 150 fres. Hptt. 35,000 kl. Gw. 150 frcs. 68 G.
8. Osdenburger 20 ihlr. Hpt. 60000 tl. Gw, 120 M. 145606G. 147,80 B.
Breußische Pramien 100 thlr. Hot. 225,000 ki. G. 345 Mt. 154 20 9/0 G.
e Ze Pihpenbein dot. döde ti. Gw T.A. 1653 6. 1810 B.
Schaumo. Lippe 25 thlr. Hpt. 836000 kl. Gw. 138 Mk. — G. Schweden
—X——— Turk. 400 fr. incl.
C. ve April i876 Hpti. 600000 tl. Gw. 400 fres 36 G. 838,0 B. Ungar.
ĩoo s. Haupit. 100 000 kl. Gw. 186 si. 17600 G. 169,30 B. Venediger
30 frcz. Gpu. 60000 kleinster Gewinn 30 fres. 17.060 Brief.

Soweu Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den unter Brief notirten

Toursen Verkaufer, zu den Geld⸗Coursen Käufer. A. Molling.

Faur die Redaction verantwortlich: F. XK. Demexn.

Marktberichte.

Zweibrücken, 3. April. (rruchtmittelpreiz und Vicktualienmarkt.
Weizen 10 M. 72 pf., Korn 7 M. 90 Pf., Gerste zweireihige O M. — Pf ˖
dierreihige 0 M. —, Pf., Spelz 0 M. — pf., Spelzkern — M.— P
Dinkel — M. — Pf. Mischfrucht d M. — Pf Hafer zM. 07 75
Erbsen — M. — Pf., Widen 5 M. 88 Pf., Kartoffeln 2 M. 85 Pf
deu UM. 80 Pf., Stroh 2 M. — pf., Weißbrod U! /3 Kilogr. 82 Pf.
kornbtod 8 Kilogr. 73 Pf., 2 Kilogr. 40 Pf., 1Kilogt. 25 Pf., Gemischt⸗
rod 8 Kilogr. 89 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
6 Pf. I. Qual. 60 Pf., Kalbfleisch s0 Pf. Hammelfleisch 60 Pf., Schweinefleisch
56 94 Butter?/ Kispax. O M95 Pf., ein 1 Liter 70 Pf. Bier 1 Liter 24 Pf
        <pb n="190" />
        Jirto sppᷣaftsver⸗
miethung. Der
Unterzeichnete vrrmiethet wegen
Wohnsitzveränderung vom 1.
Mai ab auf 6 Jahre sein zu
Rohrbach bei St. Ingbert
gelegenes Wohnhaus und Wirth⸗
schafts⸗Inventar mit Scheuer,
Stall, Gartenanlage und Brunnen
vor dem Hause, nebst Pflanz⸗
garten hinter dem Hause.

Auch kann dieses Anwesen, in
welchem seit 11 Jahren eine
rentabele Wirtihschaft betrieben
wird und weiches sich vermöge sei⸗
ner Lage zu einem jeden ondern
GBeschaͤft eignet, auch aus freier
hand gelauft werden.

Nohrbach, 28. März 1879.

Peter Bender.
Für Näherinnen!
Plissẽ⸗ Apparate, zum
dequemen, schnellen und ezalen
Anfertigen von (Messer⸗, Abge⸗
setztes, Schachtel⸗ oder Queisch⸗
falten⸗) Plifse an Damenkleidern
verlauft per Stück zu M. 6 mit

Gebrauchsanweisung

J. Kuhn junior,

in Blieskastel.

—F

Moeou!
Trichinen⸗Microskop
zur Untersuchang des Fleisches
auf Trichinen, sowie allet anderen
Nahrungsmitiel, Naturprodukte ꝛc.

Preis M.g3.

Jedes dieser Mecroscope ist
mit einein Probeobjekt versehen,
welches sofortige Praäfung ge⸗
dattet; jedem ist eine Gebrauchs⸗
anwe sung beigegeben.

Gegen Einsendung oder Nach⸗
nahme des Betrages zu be—⸗
ziehen von
Eh. Stabl's Verlag, Nen⸗Ilm.

Wer an Gicht. Reumatismus oder
cerklültungskrankheiten leidet, versehe
ich mit dem in zweiter Auflage
—

5*

2

—R
Dies vorzügliche, tausendfach be
vahrte und — zu befolgende An⸗
eitungen dr elbstbehandlung u.
deilung obiger Leiden enthaltende
Zuch sollte in keiner Familie fehlen
und namentlich kein an Gicht oder
Rheumatismus Leidender versäu⸗
men, dasselbe zu kaufen. Viele
Kranke, die vorher Alles vergebens
gebraucht, verdanken den Anleitun⸗
Jjen dieses Buches die ersehnte Hei⸗
ung . — Prospect auf —X vor⸗
her gratis u. fr. durch Ch. Hohen-
teltaer in keidziag und Sasel.

) Preis 50 Pf. vorräthig in K.
Fotthold's Buchhandlung in Kai⸗
osrslautern, welche dasselbe gegen
eo Pf. in Briefm. franco überallhin
hersend⸗t

8

—

Zur Frühjahrssaison ewpfchlesich:
Schwarze gesteifte Pateuthüte àAG.
grau ind braun mel Lodenhüte dꝛ
Sommerfilzhüte
ẽtoffhüte, shr soliind43380

'owie das Neuest.e in
—A

7

—

3

8z22
28 8
283 85
84
4 g
237
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55*
8 —

8
—
23
22
2335
— 332
1833
1333
333
885

8
2232
2
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ũber obiges Werk: „Man darf diese Sammlung wohl
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Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? m dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich vkermal: Dienstag, Donunerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementepreis betragt vierteljahrlich

1A 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 12M 60 H, einschließlich 10 ⸗d Zustellgebuhhr. Anzeigen werden mit 10 3, von Anßraru
mit 15 — fuür die viergespaltene Zeile Blattschrift odet deten RNaum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet. *13
A

Sorns taa, den 6. April
Isʒꝛd.
Deutsches Reich.

München, 2. April. Die Thatsache, daß gegenwärtig
aer Waffenhandel nach außereuropäischen und überseeischen Ländern
ziemlich leohaft im Gange ist, ist wohl auf die Kriege zurückzuführen
welche in biesem Augenblicke von verschiedenen halb⸗ oder kaum civi⸗
lisirten Völkerschaften geführt werden. Auch die bayerische Kriegs⸗
berwaltung hat in jüngster Zeit mehrere Verkaufsgeschäfte in
Chafsepots, aptirten anderen Gewehren und 8 om. Geschützen in
nicht unerheblichen Beträgen sowie zu günstigen Preisen abge⸗
chlossfenn.

Berlin, 8. April. Der Reichstag hat heute den Gesetzent⸗
wurf über anderweitige Normirung der Wechselstempel⸗Saͤtze in
zweiter Lesung so, wie ihn die Regierung vorgelegt haͤtte, angenom⸗
men. Nachdem daun noch mehrere Wahlprüfungen erledigt waren,
schlug Prasident v. Forckenbeck vor, keine Sitzung meht vor Ostern
zu halten und die nächste Sitzung auf den 28. April anzuberaumen
— wag auch angenommen wurde. *

Berbhin, 3. April. Der Bundesrath genehmigte in seiner
deutigen Sißung den Zolltarif⸗Entwurf mit einigen Abanderungen.

Der Absaß 9 des Zolltatif Entwurfes bestinmt: Getreide und
andere Erzeugnisse des Laudbaues: a. Weizen, Hafer ilnd Hülsen—
früchte, sowie nicht besonders genannte Getreidearten 10068 1 M.;
b. Roggen, Gerste, Mais und Buchweizen 100 kxkg 0,50 M.; c.
Malz 10048 1,20 M.; d. Anis, Koriander, Fendhel und Kümmel
1I00okg 8 3 e. Raps und Rübsaat 10048 0. 30 M.; E. Er⸗
jeugnisse des Landbaues, anderweitig nicht gerannt: frei.

Absatz 29 besagt: Petroleum: Petroleum, Erddl uad andere
Mineraldle. sowie Theerble anderweitig nicht genannt, toh und
gereinigt, 10048 6 Mart.

Berlin. Die „Trib.“ behauptet, daß die Unterredung, welche
Windthorst am Montag mit dem Reichskanzler hatte, sich nut auf
den Welfenfonds bezogen habe, und daß Windihorst es gewesen sei,
der den Unstoß zu der Besprechung gab. Die ultramogtane „Ger⸗
mania“ ihrerseits deutet an, die Unterredung habe die kirchlichen
Berhältnisse nicht berührt.

Der Frlf. Ztg. wird geschrieben: In den Kreisen der Reichs⸗
regierung. wird berechnet, daß die Finonz⸗ und Schutzzölle dem
Reiche eine Mehreinnahm:? von 100 bis 110 Millioten Mark
dringen werden. Man berechnet namlich die Einnahmen aus der
Tabaksteuer bei den Sätz'n von 60 resp. 40 Mk. auf 40 Mill..
die Einnahmen aus den Finanz;öllen auf 40 Mill. und die aus
ten Schutzzöllen auf 30 Millionen Mi. Plus.

Ausland.

Wien, 3. April. In den Verhandlungen wegen der ge—⸗
mischten Besetzung Ostrumeliens ist eine Einigung darüber erzielt,
daß die fünf Theilnehmer jeder ein gleiches Contingent stellen, zu—
nächst je 2600 Maun. (Ft. 3.)

* Der Vorschußverein Kaisertßlautern, welcher 467
Mitglie der zählt, erzielte im Jahre 1878 einen Netto⸗Reingewinn
oon 14,862 Mt. 35 Pf. und vertheilt 7 pCt. Dividende.

s.Veustadet. J. M. die deutsche Kaiserin hat dam hie⸗
igen Frauenverein 150 M, überschicken lassen, nachdem ihr don
der Vorsteherin der jüngst verdffentlichie Jahresbericht zugefandt
worden war. (R. 3.)

FNeustadein, 3. April. Gestern fand die Generalberfamm⸗
lung der Saalbau-Aktiengesellschaft statt. Der Rechnungsüberschuß
aus dem abgelaufenen Jahre beträgt 4114 M. 28 Ppf., welcher
heils zum Reserdefond geschlagen, theils auf neue Rechnung vor⸗
getragen wurde.

In Dürkheim soll gelegenllich des diessährigen Wurft⸗
marktes eine Geflügelausstellang, verbunden mit einer Ausftellung
oon Obst, Trauben und landwirthschaftlichen Geräthen stattfinden.

Mäünchserg. (Obertranken). Im Hofe des hiefigen
athhauses stehen drei Ster Holz zu demselben Experiment bereit,
velches in Amerika endectt und schon in mehreren westdeurschen
Staaten mit Glück an arbeitsscheuen Strolchen erprobt wurde.
Jerer arbeitsfähige, um eine Reifeunterstützung aus der Armenkasse
auchsuchende ‚,arme Reisende“ muß von nun an diese Beisteuer
zurch Holzmachen sich verdienen; ein gleichzeitig erscheinendes Paar
erselben durch Sägen, der einjelne durch Kleinspallen, Fuͤt die
Stunden werden sodann 10 Pf. verabfolgt.

BGegen die Kaffern. Ein Schüler der Untertertig der Darm⸗
dädter Gymnasiums wird nach den „N. H. V.“ selt dem 22. v.
M., also seit 8 Tagen, vermißt. Seinen Kametaden tWheilte er
nit, daß er nach Afrika durchgehen wolle, um gleich Lulue gegten
die Zulukaffern zu kämpfen. Hoffentlich gelingt es, des thaten⸗
durstigen Bürschchens bald wieder habhaft zu werden.

F Kaum glaubliche Bosheit. Wie man det „Elbf. Zig.“
chreibt, hat man auf dem Zentralbahnhofe durch einen Artillerie—
euerwerker einen mit Sprengpulver und Kugeln gefüllten Blech⸗
asten ausgraben lassen. Verselbe war, wie es heißt, dicht an den
Schienen des Geleises, welches über die seste Bruͤce nach Deutz
ührt, eingegraben, und es scheint darauf gerechnet gewesen zu sein,
daß der Inhalt des Kastens beim Passiren eines Zuges in Folge
der Erschütterung explodire. Der Kasten ragle nur wenig über
en Beden hervor. Die Beamtsen der Bahn sind in ihren Mit⸗
heilungen sehr zurückhaltend, und es war von dieser Seite Näheres
über die Angelegenheit nicht zu erfahren.

fBZeitgemäß. Von einer Anzahl' Nachener Professionisten
st den dot erscheinenden Blättern folgendes „Eingesandt“ zuge⸗
jangen: „Da noch segr viele „Neujahrsrechnungen? nichi bezahlt
ind, so bitten wir die geehrten Herrschaften, selbe doch sobald wie
nöalich zu entrichten.“

Pest. Nach dem letzlen Ausweise des Pesser Amisblaltes
ind bisher dei dem Ministerium des Innern an Spenden für die
im Theiß Thal (Szegedin ⁊c.) Ueberschwemmten 696 042 M. ein-
zegangen.

t Echt amerikanisch. In Newyork wurde kürzlich ein Mann
vegen Diebstahls — er hatte einen Rock und ein Hemd sich wider⸗
rechtlich angeeignet — zu fünf Tagen Haft im ftaͤdtischen Gefäng⸗
niß verurtheilt. Derselbe Mann war vor 10 Jahren ein Millionar
und hatte in seinen glücklichen Tagen mehreren Newyorker Kirchen
auf einmal 100,000 Doll. ageschenkt.

Eemeret iges.

chuhner von Ungeziefer zu befreien) Wenn die duͤhner
Ubends sich in ihren Stall begeben haben, lege man Erlemzweige
zinein und am folgenden Morgen wird man sie voller Hühnerläufe
inden, du diese den Geruch der Erlen außerordentlich üeben; man
perbrennt darn diese Zweige, Einige Male dieses Mitlel wieder⸗
holt, befreit die Hühner von diesem Ungeziefer.
xuur die *RedeAvniworich . *

Alle Erwarstee gen

ibertreffen die zahlreichen aus dankerfüllten Herzen stammenden Zuschrifte
lücklich Geheilter, wie solche in dem Gratis Auszuge aus Dr. Llirv's
hode zu lesen find. Gratis und frantd zu beziehen durch
ichters Ver lags⸗Anstalt, Leipzig.

—
VNermischtes.

F, Der „Zw. Z.“ wird aus Pirmasens unterm 8. April
geschrieben: In der gestrigen Sitzung des kgl. Poltzeigerichts da—
hier wurde der hiefige Weinhändler Sch. wegen Verkaufs versälschler
Weine zu einer Gefängnißstrafe von 14 Tagen, zu 200 M. Geid—
strafe, sowie in die Kosten des Verfahrens verurth ilt. Eine em—
ofindliche, aber gerechte Strafe! Wie wir hören, hat der Betreffende
das Rechtsmittel der Appellation ergrffen.

t Der kath. Kirchengemeinde Ku'ssel wurde für den Neu—⸗
bau einer lathouischen Pfarrkirche daselbst eine Collecke in sämmt⸗
lichen katholischen Kierchen der Pfalz (am Ostersonntag) bewilligt.

fKirchheimbolanden. Die hiesige Geflugelausstel⸗
lung soll während ihrer dreitägigen Dauer von elda 6000 Personen
besucht worden sein.

raiferslautern. Freunde des im dorigen Jahr
verstorbenen Adjuneten Ph. Schmidt haben vor, demselben ein Dent⸗
wal zu setzen, bezw. eine Stiftung zu seinem Gedächtniß zu machen.
Die kgl. Reuideung hat genehmigt, daß Sammlungen zu diesen
3 vorgenoamen werden. Beiträge nimmt Staͤdischreider
intzel an.
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Dienstag, den 22. April St. Ingbert, 5. Apeil 18789.
nächsthin Nachmuͤtags 8 Uhr in Der Amtsverweser des kgl.
der Heußer' Ichen, Bier⸗ Notar Sauer:
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werden vor dem uͤnterzeih⸗ 95577 N v17v7cͤœ8ssport
zeien hiezu gerichtlich v —A st. ugbert
sraglen Ämleverweser die nach- (Eingetragene Genossenschaft.)
hin bezeichneten zu der zwischen Die für 1878 auf 7 o feht˖
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fordenen ersten Ehefrau Elisa⸗ jliedern in den gewöhnlichen Ge⸗
drit Hottong bestandenen chäftsstunden an unserer Kafse
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zenschaften im Banne von St. ex Vorstand.
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SOLL. KRilanz am S1. Dezember 1878. HABIN.
dassa-Conto M I00IS. 91 Sparkassen-Conto A272847, 42
152 Conto-Corrent- 41 Conto-Corrent-

Schuldner 733196, 35 Glãubige 98589, 44
Vechsel·Conto 53759, 66 Stammantheil-Conto 136319, 83
darlehen⸗Conto 45630. 96 Fratten-Conto 22213, 18
AobilienConto. 556,60 Spezial-Reservefond-Conto 2209, 80
ccten Conuto10601, 90 Rescervefond-Conto 12037, 52
Banken und Vereino 2080, 86 Banken und Vereine 307328, 80

Gevwinn- u. verlust-Conto 18242, 87
A 864788, 911 , 3864788. 91
Vorschlag des Verualtungssrathes æur Vertheilung des Rein-
gewinns pro 1878

ron MA 18242, 87
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Genossenschaftsverbande 4 90., -
Abschreibung auf Mobilien 60, —
j. Stipendien an Fortbildungsschü lier 850, —
Reuneration der Beamten u. des Bureauper-

sonals 142348, 78

7põt. Dividende aus A 114987. Dazu be⸗

rechtigte Stammantheile 8049, 00
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M 56.

Dienstag, den 8S. April —

Deutsches Reich.

—* Von S. M. dem König wurde die Verordnung über die
Bestimmung der Gerichtesitze und die Bildung der Gerichtsbezirke
vollzogen. Hornbach und Göllheim erhalten keine Amtsgerichte.

Berlhinn. Nachdem das Gesezt wider die Verfälschung der
Nahrungsmittel angenommen war, hat der Reichstag die Petition
Zer pfaͤlzischen Weinproducenten,, so weit sie das Verbot der Wein⸗
abrikation verlangt, dem Reichskanzler zur Erwägung überwiesen.
Das zweite Petitum (um höheren Zollschutz) konnte bei dieser Ge—
legenheit nicht zur Entscheidung kommen, da es von der Nahrungs—
mittel⸗Commission nicht behandelt werden konnte, sondern zuruggestellt
werden mußte, bis die Zolltarifvorlage behandelt wird. Letztere
erhöht den Zoll auf ausländischen Wein in Fässern von 8 aus 12
M. pro Centner, Wein in Flaschen soll 24 M. zahlen.
Berlin. Von den im Bundesrath beschlossenen Abände⸗
rungen des Zolltarifentwurss ist von Wichtigkeit die in den Ge⸗
setzentwurf aufgenommene Bestimmung, welche den Bundesrath er⸗
nächtigt, die Ciniuhr aus Staaten, welche die deutsche Einfuhr
aberinaßig oder ungünstiger belasten, mit den doppelten Zollsatzen
zu belegen. Der Einführungstermin für den neuen Tarif wurde
offen gelassen; in Ausficht genommen ist der 1. Juli. (A. 3.)

Ausland.

Pest. Das Unterhaus beschloß einstimmig eine Danksagung
au Desterreich und das Ausland für die Spenden zu Gunsten
Sizegedins. Es sind bisher 857,000 fl. für Szegedin eingegangen.
Die Gelder werden furchtdringend angelegt bis zum Beginn des
XEX
Verschiedenen Szegediner Anstalten wird ein fünfprocentiger Credit
hbis zum Belauf von einer Meillion gewährt. Vorarbernten zur
Verhinderung des weiteren Wasserzuflufsses und Trockenlegung des
Stadtgebietes sind getroffen.

Bern. Die Vollksabstimmung über die Wiedereinführung
der Todesstrafe ist auf den 18. Mai anberaumt. K. 3.)
—In Rußland werden die Altentate epidemisch. So schoß
in Moskau am 27. v. M. mitten in einer Gesellschaft ohne vor⸗
aufgegangene unmittelbare Veranlassung ein junges Mädchen, das
direkt aus Petersburg angekommen war, einen jungen Mann nieder
and ließ sich alsdanu ruhig verhaften. Sie erlklärte nur, daß sie
den Erschossenen länger als ein Jahr kenne und daß sie mit über⸗
legter Absicht denstlben ermordet habe. Gerüchtweise verlautet, daß
der Getödtete mit Namen Bajraszweskli zwei Tage vor seiner Er—
nordung einen Drohbrief von dem revolutionären, ExckutiveKomite
erhalten habe und denselhen der Moskauer Volizei üdergab.

tion sind folgende Orte als Postbestellbezirk zugetheilt: Bliesdalheim
Zreitfurt, Herbitzheim, Rubenheim, * olfers heim.

—f Am Samstag wurde zu Saarbrücken das Urtheil im Mar⸗
»inger Prozeß verkündigl. Es spricht sämmtliche Beschuldiate frei⸗
die Erwägungsgründe hezeichnen die angeblichen Erscheinungen der
Punderkinder als eine schändliche Täuschung, an welcher die Eltern
zer Wurderkinder und andere Beschuldigte Theil genommen und sie
interstützt hätten; aber es sei der zur Begründung der Strafbar⸗
eit nothwendige Dolus (auf Schädigung Anderer gerichtete Absicht)
derselben nicht erwiesen.

Saarbrücken, 7. April. Dem Vernehmen nach soll
die Auflösung der Kgl. Eisenbabn-Ditecktion, zu Saarbrücken und
die Untetstellung der hiesigen Bahnstreden unter eine Koͤnigl.
risenbahn⸗Direction zu Franklfurt a. M. pom 1. April nächsten
Fahres ab nunmehr entfchieden sein. An Stelle der Kal. Eisenbahn⸗

direktion sollen ein Eisendahn-Amt hier und ein anderes in Trier
ingesetzt werden. EESbr. 3.).

*Nach einem Rechenschaftsberichte des Centralhilfskomites für
zie Nothleidenden im Spessart waren bis zum J1. April eingegangen
in Geld 74,935 M. wovon bis dahin 21,680 M. zum Ankauf
„on Lebensmitteln und Saatkartoffeln verwendet wurden. Die
aioch anzukaufenden Saatkartoffeln erheischen allein einen Kosten⸗
zufwand von 45,000 M.

Von den in Deutschland im Jahre 1878 verübten Ver⸗
zrechen blieben bis heute unentdeckt: 2 Raubmorde, 6 Morde, 5
m„traßenraube, 13 Raubanfälle, 8 Kirchendiebstähle, 2 Brandstifi-
mingen, 5 Fälle von Nothzucht, 14 Fälle Fälschungen von Münzen
ind Papiergeldern, viele Diebstähle. Aukerdem konnten 70 in
Deutschland aufgefundene Leichen nicht recognosscirt werden.

FWeidenthal. Eine Naturseltenheit ist hier zur Wels
gekommen, nämlich ein Ziegenlämmchen mit nur 2 Füßen (Hinter⸗
einen.) Das Thierchen lebt noch und ist wohl und munter

fNeustadt. Mit dem 31. März hat der Frauenverein
ie Suppenanstalt sür arme Schulkinder gefchlossen, da die Zeit der
ringenden Noih, dank der besseren Jahreszeit und der wiederge⸗
ehrten Arbeitsgelegendeit, vorüber ist. Während der zwei Monate
jebruar und März wurden täglich 90 Kinder gespeist, worunter
von Winzingen. Durch die Suppenanstalt wurde dem Betteln'
er Kinder vollstandig entgegen getreten und der Schulbesach war!
richt nur ein regelmäßiger, sondern auch erfolgreicherer, indem die
dinder besser lernten und sich eines besseren Benehmens befleißigten,
veil den Lehrern durch die Vertheilung der Karten zur Suppe eine
»edeutende Gewalt über die Kinder in die Hand gegeben war.

Speier. Auf den 17. 1. Mis. sind die Oberpostmeister
der 8 Kreise ds Königsreiches nach München berufen, um in post⸗
dienstlichen Angelegenheiten zu conferiren.

F Unter dem Titel „Eine Randbemerkung“ erzählt das
„Berl. Tagebl.“: Es ist eine hinreichend motivirte Anordnung der
S„chulbehörde, daß die den Schülern ertheilten Censuren von dem
Bater des Empfängers zu unterschteiben und dem Lehrer wieder
vorzulegen sind. Dies geschieht auch in den Berliner Gemeinde⸗
chulen. Die me'sten der qu. Zeugnisse tragen die einfache Unter⸗
chrift, einige find „mit Vergnügen gelesen“ von andern ist „Kennt⸗
niß genonmen“. Wir überlassen unsern Lesern die kühnsten Schlüsse
uuf Vater, Schüler und Eensur, wenn wir mittheilen, daß eine
er letzteren in kräfligen Zügen die Worte enthielt; Berlin, den
30. BRärz 1879. Nugust He...„Gelesen und gewichst!“

F Münster (in Westphalen.) Ein h'efiger Arzt, Dr.
Iffenberg, hat mit Erfolg unternommen, die Hundswuth bei Men⸗
hen, die bisher als unheilbar galt, durch Einspritzung von Cutare
Pfeilgift der Indianer) zu belänpfen. Er hat seine Erfahrungen
zarüber in einer bei Max und Cohen und Sohn in Bonn er⸗
chienenen Schrijt niedergelegt.

f Prest. Die Regierung hat mit einem Unternebmer einen
Bertrag geschlossen, wonach bis Ende April jene Arbeiten fertig sein
nüssen, durch welche Szegedin vor dem immer noch andanernden⸗
Wasserzufluß gesichert werden soll; diese schwierige Arbeit wird wohl
100,000 Gulden kosten. Hernach soll das ableitbare Wasser abge⸗
eitet, das Ubrige ausgepumpt werden; zu dem Behuf sollen hundert
zumpen in Bemieb gesetzt werden.

Für die Redactian verantwäartlich: F. Demeæ“*

—
Permisqtes.

*Sit. Ingabert, 7. April. Einem Vorschlage der Orts⸗
schulkommission und des Stadtrathes gemäß wurde der bisherige
Lehrer in Rodalben, Herr Friedr. Frey, zum Lehrer an der
hier neu errichteten 7. kathol. Knabenschulstelle ernannt.

*St. Ingabert, 8. April. Am Sonntag Abend wurde
in Josephsihal ein ruhig heimkehrender hiesiger Bürger, Namens
Hooß, von Fremden angegriffen und durch einen Messerstich im
Rücken nicht unerheblich verlezt. Zu der frechen That war auch
aicht der gerinaste Anlaß gegeben.

— Auf Anregung des Heirn Oberförsters Tochter mann
jat sich dieser Tage dahier ein Verschönerungsverein
zebildet. Wir wünschen demselben eine recht kräftige Unlerstüßung
durch zahlreichen Beitritt.

*— Der gestrige Jahrmarlt war vom Weltter ziemlich begün⸗
stigt. Die Straße war stark mit Buden besetzt, und es herrjchte
ein lebbafies Treiben. Die Käufer sollen jedoch nicht zahlreich
gewesen sein, und so ging das Geschäft flana. Manche Verkäufer
jollen kaum so viel abgesetzt haben, daß sie aus dem Erldse ihre
Untosten decken konnten. Wie uns mitgetheilt wird, wollte auͤch
rin Lanofinger seine Kunst probiren. Der Versuch schlug jedoch
zu seinen Ungunften aus.

„Ein Fortbildungsschüler in Hombunrg wurde wegen thät⸗
iichen Angriffs auf den Lehrer und dadurch herbeigesührler Stbrung
Nes Unterrichts zu 3 Tagen Haft verurtheilt.

F Der am 1. Apri !. Is.in Herbitz heim, Sigtion
der Eisenbahnlinie WweibrückeStorgemünde ⸗nissteten Posservedi—
        <pb n="194" />
        Mobilienversteigerung.

Montag, den 21. April
nächsthin Nachmittags 2 Uhr zu
Rohrbach in seiner Wirth⸗
schaft, laht Priet Bender,
Wirth daselbst, wegen Woh —B
deränderung, folgende Mobiliar⸗
enstande auf Credit versteigern,

582
1 Kommode mit Schreibs
pult und Aufsatz, 1 Kom⸗
mode von Rußbaumholz,
Betlladen, 1 runder Tisch
hon Nußbaumholz, J Nacht⸗
tischchen, 1 Wiege, 1 tlei⸗
nes Tischchen, 1 Regulator
und 1 Wanduhr, 1 Küchen⸗
schrank, 1 Kuchentisch, 1
æüchenschaft, 1 Kocherd,
Porgellan und Zinn, 1
Wasfchtisch, Wadschbütten,
Bocimulde, Stühle und
Zänke, leere Flaschen, 2
Bogeliefige, 2 Bienenstöcke,
mehrere Bienenkoͤrbe und
Bretter, 1 paar starle ei⸗
serne Wagenstörren, 1 Bal⸗
kenwaage, Steigleitern, 1
Doppelieiter, ca. 2 Steer
rieferne und fichten Zaun⸗
pfahle, 140 Stück Bohnen⸗
stangen, 1 Krautbütte, stei⸗
nerne Schweinentröge, 1 Bie⸗
nenhaus auf Abriß, steinerue
Hafen, Atazienholz, Heuga⸗
deln u. sonstige Gegenstaͤnde.

St. Inabeit, 8. April 1879.

Auffschneider.
Auisverweser.
icitation.

Nitrwoch, den 28. April
aöchsthin, Nachmittags 3 Uhr
u St. Ingbert bei Georg
Jung

werden durch den unterzeich⸗
neten, hiezu gerichtlich beauftrag⸗
den Amtsberweser des tgl. No⸗
jar Sauer in St. Ingbert, die
nachstehend bezeichneten Liegen⸗
schaften im Banne von St.
Inghert, der Abtheilung wegen
zffennich zu Eigenthum verstei⸗
gert, nämlich:

gl. Nr. 302, 68 qm Bau⸗

hlotz und Garten, Pl. Nr.
3032*4 14 70 qm Acer
und Pl.Nr. 303 2 2
39 qm Acer, das Ganze
zelegen zu St. Ingdert,
auf der Heide.

Pl-Ne. 3964, 10 a 22
qIm Acker in den einspän⸗
nigen Rödern.

Eigenthümer sind:

I. Friedrich Apfel, Nacht⸗
vächter auj dem Si. Ingberter
Eisenwerk, Wittwer von Mag⸗
dalena Schwatz,

2. die Minderjährigen 2.
Maria Anna, b. Maria, c. Anna
Apfel, welche ihren Vater, ge⸗
nannten Friedrich Apfel zum
Vormunde und Johann Joseph
Schweitzer, Aufither allda zum
Nebenvormunde baben

3. Nikolaus Apfel, Fabtilkar⸗
heiter,

4. Josephine Apfel, ledig und
ohne Gewerde, berde volljährige
inder der Apfel'schen Eheleute
n St. Ingbert wohnhaft.

St. Inabert, 6. April 1879.

Auffschneider.
Umféherweler.

Bekaunntmachung.
Musterung und Loosung der Militärpflich—
tigen und Verbescheidung der Zurück⸗
eeßte
Gemaͤß 8 61 Ziffer 2 der Ersatzordnung wird Nachstehendes
ur allgemeinen Kenntaiß gebracht;

J. Die Musterung der Militärpflichtigen sür das
nufende Jahr wird im Aushebungsbezirke Zweibrücken am 10.,
i2, 155, 16., 17. und 18. Aptil nächshin im Saale der
Wirthschaft zur Jägerslust dahier vorgenommen.

Zur Veusterung habven alle im Jahre 1859 gebornen Militär
Flichtigen, sowie diejenigen Militärpflichtigen früherer Altersklassen,
wy deren Dienstpflicht noch nicht definitiv entschieden ist, zu er—

einen..

Das Nichterscheinen zur Musterung zieht eine Geld—
trafe von 830 A, event. eine Haftstrafe von 3 Tagen
nach sich.

U. Die Verbescheidung der Zurückstellungsge—
uche findet statt am Freitage den 18. April Mach—
nitiags) und am Samstaäge den 19. April. An diesen
eiden Tagen haben diejenigen Personen (Eltern, Großeltern ꝛc.),
u deren Gunsten reklamirt worden it, vor der Ersatzkommission zu
rscheinen.

III. Die Loosung findet am Montage den 21.
April 1. J. statt. Ven Militärpflichtigen ist es freigestellt, ob
ie sich an der Loosung betheiligen wollen oder nicht. Für dieje⸗
nigen, welche zur Loosung nicht erscheinen, wird ein Mitglied der
trsatztommission die Loose ziehen.

IV. Die Sitzung beginni an jedem der obenbezeichneten Tage
Morgens pruzis 8 Uhr und Nachmittags 2 Ubr

—X
irks oöffentlich angeheftete Bekanntmachung zur Darnachachtung
Bezug genommen.

Zweibrücken, den 20. März 1879.
der Civilvorsitzende der Ersatzkommission des

Aushebungsbezirks Zweibrückhen,
Schüäfer.
VnM.

mi stenichaftlich gebrüft u. beautachtet νν
Doppelkräntermagenbitter,
iach einem alten aus einem Be—
iedictinerkloster siammenden Recept
abrizirt und nur en gros ver⸗

jandt von

2. PINGEhPl, in Göttingen

(Provinz Hannover.)

Der Benedictiner ist bis
tzt das kostbarste Hausmittel nud
eßhalb in jeder Familie beliebt
eworden. Ver Benedictiner
qnur aus Bestandtheilen zusam⸗
nengesetzt, welche die Eigenschaften
vesitzen, die zum Wiederaufbau

bn zerrüttelen dahinsiechenden
Abrpers unbedingt nöthig sind
er ist unersetzlich bei Magenleiden, Unverdaulichkeit, Haͤmor⸗
hoiden, Nervenleiden, Krämpfen, Slaͤhuggen Hautaus
chlagen (Flechten), Athemnoth, Gicht, heumatismus,
ZSchwächezuständen, sowie bei Leber⸗ und Niere leiden
und vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Blut und vermehrt dasselbe.
er entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdrudk des Gesichts, das
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
risch, siellt die Harmonie des Körpers wieder her und verlängert das
Leben bis zu seinem vollen Maße.

NBP. Jede Flajche ist mit dem Siegel ‚C. Pingel in Göttingen
verschlossen und mit dem geschützten Etiquett versehen.

Preis à Fl. von ca. 330 Gr. Inhalt S M. 80 Pf.
2 —MV —— e, 8, 660 M 10 6 M. 75 Pf.

Bei 5 Fl. Verpackung frei. Bei 10 Fl. freie Verpadung u. 1 FIl. gra⸗

tis. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage. En gros-

Versandt durch die Fabrik.

Atteft? Sr. Hochwürden Herr Pfarrer Ludwig Schlichting in
Reinhartshausen bei Augsburg berichtet: Ihr „Benedictiner“ hat mir
chon gute Dienste geleiftet, die schon 20 Jahre mich quälenden Krämpfe
im Unterleibe sind bedeutend gemindert und der Appetit ist sehr verbessert
vorden ⁊c. GBestellung.)

Niederlage in St. Inabert bei Herrn I.Friedrich.
NReunadier
Kunstmehl Nr. 0,
jowie Futtermehl enpfiehlt

P. Zepp ·

TGelbe Frühkartoffel
sind zu haben bei

Ch. Riedschy
auf der Robtbocher Glasbüfte

IAstermousag
Tan? nusik
et Jaͤf. Quirin,
uitriich.
Franzöfische Rahm⸗
käfe empfuhlt
P. Jepp.
—XV

— üüVVVVVü—————
——X XX

—
XRX

Holzversteigerung.
aus Staatswaldungen des kgl.
Forstreviers St. Ingbert.
Mittwoch, den 23. April,
10 Uhr des Vormittags zu St.
Ingbert bei Wirth Ober⸗
bhauser
Schläge: Rothenlopf, Zoll⸗
scheidt, Stiefel, Nesselsdelle und
Zufaͤll.Ergebnisse.
36 eichen Stämme, 3. bis
J — 5. Cl.
18 buchen Stämme d Cl.
167, „3. ss. starl
13 hainbuchen Stämme 2. Cl.
7 kiefern Stäͤmme 83. und
4. Cl.
12 atorn Stämme 2. Cl.
1 birken Stamm 2 Cl.
2 aspen Stämme 2. Cl.
231 eichen Wagnerstangen
48 erlen Staͤmme u. Stangen.
5 buchen Wagnerstangen
14 Ster eichen Misselholz 3.
bis 5 Cl.
3 „ buchen Wisselholz
2. Cl.
19, eichen Zaunprügel
13 biuchen Scheit 1. Cl.
vierschühig
113 8 buchen Scheit 2. Cl.
328 —WW an⸗
brüchig
12, eichen Scheit 2. Cl.
u. anbrüchig
10 „ birken, kiefern und
daaaspen Scheit
380 „ buchen Stangens u.
1— Astprügel
490 , eichen, kiefern und
Weichholzprügel
287 , buchen Krappen
49 „ eichen, dirlen xX—
Krappen
39 , biuchen Klotzbolz.
St. Ingbert, 5. Apru 1879.
Tochtermann,
Oberförster.

*8

— 2
3
*23
—&amp;
55
8
5853,—
—
* *
—3232
2523 33
xz
8 ——
R58 0
—— ⸗
2 c—c28
—AA
2232328
588
5258
323
—
532*
8
.35
53
35322
* 3338
5588
MN 8
32—
—A
* 255
*8
2 S
526828 3

51

Ein Notizbuch,
Schneidermasrße enthalt⸗nd, gitig
verfloss nen Sonntag bier ver⸗
loren. Man bittet dasselbe in
er Exped. ds. Bl. zu hinte⸗
eden.
Gesucht ein Lehrling
in ein Colonialwaarengeschaft. Zu
erfragen in der Erped. d. PBl.
        <pb n="195" />
        226
2* 2 53
228—5 8 38 * 5358
— — 535 55835 53 532 53585
—3— 22 538 25 2—2 8 2
2 J —A—— 235535 —5.2 2* —A——
222 5235 52* 52 52 29 5
333 33 3232853 * 524 A
— 2 2 * —5*8 ẽ̃ 35233
358 8* 253 528 2 2522 —* 238
— 32223 — 5 8 2 —5 8* 2— 3 — —— *c 5 —
2* 32 22 2*5525 5383252— — 38924 * 232583235333
588 *7755 233533525558 832 — 253*8 * —2 5553 528*
22254 5225825 533235 ———— —22 1 3 0 —— 53 2 32
— 585 25338285* S 28 * s5as 3
—A — 227 z2833535— 32 Sã— — 2238 — cx* *
2—5 5 53232 83 —A 2 323232 22 — on
3 255 38 38 2 33 5 8. 12522
—— 28 52822338 33535555 5 5 5553 5 . 585332 23238*
—32 — 9 2 2* — 27 2— 27 — 5 2 7 222 5*82
* 5333335. 257 28532:838
84 3X* 272 ** *22 7 — —* S— 8*
335385*. 8532337 238 533 * 5552 —8— —— c
32588 55333332322358 33335532 223. 552 228338
23 8 *7 — 32 5 22 552 — 72 22 8 e⸗ —22 53*
22323355 2353333575335 —222 *23*T7 5228 —AA—
5z52325 — — — * 2235—83 333324 — — 2 *5 5.22* *
55*85283524 5353252353— —— — — 528 28 2 23 484
5353235 5 5335 2 23* 2z2532 A — 52 382 52 2
2353335 33353358* — 535353525 25335 35 —z5 35333352
2 323 333335335* 2333 338425825353 — 2 * 3353, 382325
— * 28725 — * 222
s 28* 32338383* 2* 35 —z238 255328*
— 82532 2527 2232 2c5 22 — 2 *
5 822 223 525232* — 52 2 25 2 8B52337 —
— *26 2 38 s 5522 * 275 —A —
5585 *88 —— 25585 —— —— * — 2555 528 525*
A * A 323— 53535 7 2227 8 3253 5538358*
*532 558 5823533238 5 — 3523 30 3383 32*5
553 2 2353573635 —58 28352 —A 3 875 *
578 52538353355 —2 288 — 2* — 525 333 * »*7
823*355252 52 m5523285 5—233 2 26 22 32 2 2328 3— S“
222 252 —A— — — 23583368 —— —MX 99 5 2
* —— —— 5z52055 — 522 5 55 55
2 2 * 55 2 —3
JJ— — ——*
25 582æ 5 5 —58 32 EBO—
35355358 5 2E
352555 —E
18*8 EEASAS
du
vn
—2
1

J
2
—A 2222 25 253 28 8
553333355 555 3583 33 353 33383 835 58 3385*
* 2 —
— 3553535* 22 2S— 5 78 — 5*53 ——— 2 — 752
—5328 —— 5735 — *85 3. *S7 *5533 22 68 5228
25326 23583 725 723 23—SS3 ——3555 255 82332
9532—632 23 58 5. 5 8 —z3238 — —58
— 3 * 8
*—5353 5 535835 8 75 55837
*22 835 5255
38336 5525 2 283 73— *353 15228 88 25 53238
2555 38 7* 3223 53 25 83 — X —E —1 38 2868*
—X 7 92 5353 * — — 7* 57 — 5 2 28
5833 3535 352 52835 288 323 —A0
— 5. 3 272. 238* 53 28 537723 5328 383 36534
528—8 — e 3 P s838 ** 55 225 8 ——223352
— 224 r — —— — 8 —3 — 2 —* X — »3 —. 53* 58*
*z255522 —R 5 5—8 *855353 5822* 8332— 25 —— —
—— *z3328 55 332 —253 335 38325 —— 352
3 22 J — * 85
3 33 3338 682333 283 535332 333358
—2 * — — 2*8* 2 8 2 —3. * 325 32 8 5*
222 *722 —— 2* — * *2 22322 52215 * 2 5522
22cE5B 22S— 25258 2 S 2 —2 7 * 2 8 588 *7 —
———— —2 *2* 2 E * 2 28* — s—
33333 55 38 252555 2583*
33373 3 438* 283 353833 328335553.3753
85 33233 532538—3 —A ———
— — —A 5z53273332838 — 353
255 — — 33225—33—58 EzS22 ——— 8S —A—— — —— 23
—— — AMA 522 —z3325 —— 5828 A — 5588
2*8 2353333225 33 7532. 535 5 3283 352
— I ————
* —A — — —8 2) — —AA— * — 22328 222 5 8 * 55 58
— 3838 553388 523236 — 53 52 5 — 32538 2288 355
— 3 3. —35 — *
— 68 525 8 55 8

—A —
2⸗ —S
F 2338
38 —235855 2732
— 224 — ————— 2** —A—
228 — — 525 *z). 5532 8
852 533353 23587 —*4 72* 25
2 2 — 22 E 9 8 2 — 3232.52
223238 25.5 22 535 * — 235—4 1922
— a 5 233 58 —2568 —A *2 3553
2243 —A —* — 8 —2*232 2. —2728 4 3382
522233 — A — 3 228 —— 1 z
722 2 B5 3 —— 7 25 — 75 3
25* 2270 5353 5 2552 5 553232 5328 18*8 —JJBSZRAS
5235227 55523238* 232535 58 ã —— 7 * 233
* —E * 22
888 53555533 —* —2 — 752 385 a 8 2 *22
68 25 — * r 22 —— — M 28 5358 — 32 25
33337 523323 35z3575383— 3325338
* —8 F —* 2 — 2 3322 —2 2*
57833557 8385*38 5 57533 F 333333573 32. 523653
TD z53385335527 5 ——— 33 —— —
M 33553355 583223 2 32 52 237 28055 5552
— z23355
— 82B85538 —3 343. 535325 —2227 —53 3522 2* 222 232
* 2 —2 22* 235 —A E 25522* 5* 38*
s 5*838 53872 528528 52753 *
— 5s552387 *588 *5828 —sA 2238 23 — —— — ———
153585 223 8325333 —*2 J 8 — — — ——
588232 E 3338533333 ———— 8 s
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        St. Ingberter AAnmzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj m⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermalz Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementépreis beträgt vierteljährlich

1A 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.M 60 H, einschließlich 420 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswäris
mit 15 — für die viergespaltene Zeile Blattschrist oder ⸗eren RNRaum, Neclanen mit 30 A pro Zeile berechnet.
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Deutsches Reich.

Se. Maj. der König wird sich nach unterfränkischen
Blättern zu einer vierwöshentlichen Kur nach Kissingen, vorher aber
nach Wärzburg begeben. In dem dortigen k. Reñdenzschlosse sollen
hereits Vorbercitungen für den Aufenthalt Sr. Majestät getroffen
werden.

München. Laut Entschließung Sr. Maj. des Königs soll
das Kriegsjohr 1866 allen aus anderen deutschen Contigenten in
bayerische Dienst-Uebertretenden doppelt gerechnet werden.

Der Berl. Volks-Ztig. zufolge deabsichtigt die Neichsregierung
eine Revision der Bestimmungen der Gewerbe-Ordnung über den
Gewerbebetrieb jm Umherziehen alsbald vorzunehmen.

Berlhin, 8. April. Der Bundesrath stimmte heute einer
kaiserlichen Verordnung zu, welche das wegen der Pestgefahr er⸗
lassene Einfuhrverbot auf gebrauchte Leib- und Beitwäjche, gebrauchte
æleider. Hadern und Lumpen aller Art beschräutt.

Ausland.

*Zwischen England und Frankreich droht ein kleiner Conflict
auszubrechen. Die Franzosen besetzten nämlich eine kleine Insel an
der Westküste Afrikas, während die Engländer dieselbe als ihr
Wigenthum beanspre hen.

„Daily News“ meldet aus der Capstadt, in Transvaal sei
ein Aufstand ausgebrochen. (Dort häufen sich für die Engländer
jetzt Berlegenheiten auf Verlegenheiten; sie haben die holländischen
Anfiedler in Transvaal schlecht genug behandelt; jetzt ernten sie
den Lohn.)

* Der Telegraph berichtet wieder ein Schlappe, welche die
Engländer im Kriege mit den Zulus erlitten haben. Eine Proviant⸗
olenne unter Bedeckung von 104 Mann wurde von 4000 Zulus
angegriffen und überwälligt.

Für die höheren Beamten in Rußland wird es recht unge⸗
müthlich. Der Direktor der Kanzlei der Petersburger Stadthaupt⸗
mannschaft und der Gehilse desselben haben, wie die Petersburger
„Nowosti“ schreiben, von dem geheimen Revolutions—Comite auf⸗
gefordert, ihre Aemter niedergelegt, in Folge dessen mit der Leitung
dieser Aemter Staatstath Turtschaninoff und der gewesene Char—
lower Vicegouverneur, Staatsrath Scheltuchin, provijorisch benraut
wurden. Kaum traten diese am 27. v. M. ihre Siellen au, als
sie mehrere anonyme Briefe erhielten, die Beiden mit dem sichersten
Tode drohten, falls sie ihre Aemter weiter ausüben sollten— In

Folgen dessen reichten auch diese Beiden ihre Entlassungsgesuche
ein, die jedoch bis heute noch nicht angenommen wurden. Muthiger
ist der Stadthauptmann von Peletsburg', General⸗ Major Suroff,
der trotz der Menge Drohbriefe, die demselben fast täglich zukom⸗
men, auf seinem Posten verharrt. Dafür aber ist Suroff bestän⸗
dig von einer zahlreichen Schaar Gensdarmen in Unisorm und
Cibil umgeben.

In Süub⸗Amerika g'bt es Krieg. Derselbe ist zwischen Chili
einerseuss und Peru mit dem verbündelen Bolivia anderfeils eitlätt.

beginnt au 22. April. Anmeldungen sind an das k. Bezirksamt
daselbst zu richten.

f Da die meisten Adspiranten für den einjährigen Dienst ihre
Reifezeugnisse an höhere Lehranstalten sich erwerben, wird die
numerische Betheiligung an diesen Prüfungen alljährlich geringer.

F Die pfäulzische Handels- und Gewerbekammer beabsichtigt auf
Anregung pfälzischer Abgeordneten nach Ostern in Neustadt a. H.
eine Besprchung der bei Erledigung der schwebenden Zollfragen
hervorragend interessirten Kaufleute und Industriellen der Pfalz zu
veranstalten.

Saarbrücken. Der Staatsanwalt hat gegen das
Urtheil im Marpinger Proceß Berufung angemeldet.

*Fette Dividende. Die München-Aachener
Feuerbversicherungsgesellfschaft“ zahlt pro 1878
70 Prozent Dividende, die »Colonina?“ 585 Prozent.

F Müachen. Vom Bezirksgerichte Augsburg wurde in
vergangener Woche der Kaufmann Theodor Mühlschlegel wegen
Verkaufs der in Bayern zum Vertriebe vicht zugelassenen Stutt⸗
garter Kirchenbauloose zu einer Geldstrafe verurtheilt, die sich mit
den Kosten auf 14,000 M. beläuft. (Hoffm.)

F Würzburg, 6. April. Gestern wurden vom Militär⸗
bezirlsgericht Sec.⸗-Lieut. Bernhuber des 9. J.“R. und Sec.Lieut.
Steindel des 2. ArtieReg. wegen Zweilampfs mit Studirenden der
Universität zu je 8 Monaten Festungshaft verurtheilt. (Fr. Kur.)

4Berlin. Der wegen sozialdemokratischer Umtriebe aus⸗
gewiesene Restaurateur Hahn hatte vom Polizeipräfidium die Erlaubniß
erhalten, auf einige Tage nach Berlin zu kommen und sein Geschäst
ju verklaufen. Als er nun am 31. v. M. hier ankam, fand er das
Heim leer. Die „Frau Präsidentin“ hatte, wie die Börsenztz, mit⸗
theilt, die unfreiwillige Abwesenheit ihrss Mannes dazu benutzt, um
die sozialdemokratischen Grundsätze in der Praxis anzuwenden und
sich mit ihrem Libhaber unter Mitnahme sämmtlicher Sachen
hres Mannes auf und davon gemacht. Dem armen Maune hatte sie
NRichts als die Büste Lassalle's in der leeren Wohnung zurück
gelassen.

b Solingen. Nicht alle Industriezweigt liegen danieder.
Hier ist ein Auftrag auf etwa 50,000 Infanterie⸗Säbelklingen für
das deutsche Reichsheer eingegangen. —

F Aus Westfalen. In Witten a. d. R. lam ein
junger Arbeiter durch eigene Unvorsichtigkeit auf eine grauuenhafte
Art und Weise ums Leben. Derselbe trat zu nah an eine im Be—⸗
friebd befindliche Walze heran und wurde von einem zu walzenden
zlühenden Eisenstabe buchstäblich durchbohrt. Sofortiger Tod war
die Folge.

„f Die Tunnelarbeiten am Si. Gotthardt sind in Folge von
Differenzen zwischen dem Unternehmer Favre und dem Bundesrath
vollständig eingestellt.

— In der französischen Alademie wurde am Donnerstag der
bekaunte Verfasser des „Leben Jesu“, Ernst Renan, aufgenommen.
Die Rede, in der Renan nach der bei jener Gesellschaft üblichen
Sitte das Lob seines Vorgängers zu verkünden hatte, war mit den
heftigften Ausfällen gegen Deutschland gespickt, und die Elite der
jranzösischen Literatur und Wissenschaft nahm die Nedensarten „pPe⸗
dantische Wissenschaft“, „wenig heitere Literatur“, „glanzlose hohe
Vesellschaft in Deutschland“ ꝛc. m'it enthusiastischem Beisall auf.
Das Urttheil Renan's könnte uns kolt lassen; bedauerlich aber ist
es, daß sich die erste wissenschafiliche Versammlung Frankreichs in
der urtheilslosen Beschimpfung Deutschlands mit dem Pariset Mob
auf gleiche Stufe stellt.

F Echt russich! Ueber eine Episode im Gefängnisse zu Kiew
schreibt der dortige Correspondent der „Petersb. Wiedom.“ wört⸗
lich Folgendes: Die Arrestanten des hiesigen Gefangenenschlosses
jaßten vor Kurzem den Entschluß, die Gefängnikmauern zu unter⸗
graben und sih dann aus dem Gefängniß zu flüchten. Dies wurde
aber von einem der Arrestanten der Behörde hinterbracht. Und
was thaten darauf die Gefängnißbeamten 2 Sie ließen die Gefangenen
cuhig graben, und als endlich der unterirdische Gang fertig ge⸗
graben war und in einer schönen Nacht ein Gefangener nach dem
andern sich durch diesen Gang und daunn durch eine Oeffnung
außerhalb des Gefängnisses ins Freie begeben wolle, da schossen »

Vermischtes.

*Si. Ingbert, 10. April. Wie aus dem Inseraten⸗

iheil der heutigen Nummer zu ersehen, veranstaltet die Gesellschaft
„Gemüthlichteit? 'am Ostermontag⸗ Abend eine sheatra⸗
lische Unterhaltung zum Besten hiesiger Armen und der Nothieiden⸗
den im Spessart. Es sei auf das l'obliche Vorhaben, das der ge⸗
nannten Gesellschaft alle Ehre macht, biermit empfehlend aufmerk
am gemacht.
„OSONiederwürzbach, 9. April. S. Maj. der Konig
daben den Neubau einer latholischen Kirche dahser genehmigt. Das
Baulkopital im Bettrage von 60.000 Mark soll durch ein Anlehen
aufgebracht werden.

* In Landau starb am 7. d. Mis. im Alter von 33
Jahren der prultische Arzt Dr. Friedr. Eichborn.

Eine in Dürheim veranstaltete Unterhallung zum
Iender nothleidenden Spessatter ergab die hübsche Einnahme von

Der Somm⸗i. α - Frauenarbeit8shule in Shenrer
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        Soldalen, welche um die besagte Oeffnung aufgestellt waren, einen
Arrestanten nach dem anderen, wie sich solche nur zeigten, nieder.
Als dann die übrigen Arrestanten, durch die Schüsse erschreckt, in
Fem unterirdischen Gange still stehen blieben, drangen die Soldaten
in den Gang von rückwärts ein und schossen so einen nach dem
inderen n'eder. Diese Prodezur soll den Beamten viel Spaß ge⸗
macht haben; und heute trägt der umsichtige Direltot des Kiewer
Befangenenschlosseß einen großen Orden auf seiner Brust, weil er
Ddescheidt gewesen und die Actestanten nicht hat entweichen
assen.

3 M. 86 Pf., Mischfrucht O M. —, Pf., Erbsen 0 M. — Pf., Widen
Hwi. — pf., Bohnen — M. — Pf. Kleesamen — M. — Pf. Korn⸗
zrode6 Pfuͤnd 72 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch 60 Pf.,
Rindfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 80 Pf., Hammelleisch — Pf. Schweinefleisch
50 Pf. Butter Pfund 1M. — Pf.Karioffeln per Ctr. 2 M. 60 Pf.
Kaiserslantern, 8. April. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 10 M. 21 Pf., sorn 7. M. 90 Pf., Spelzkern 08 M. 50 Pf., Spelz
zM. 93 Ppfi, Gerfte7 M. 65 pf., Hafer 6 M. 98 Pf., Erbsen 9 M.
30 Pf., Wicken 5 M. 90 Pf., Linsen O M. — Pf., Kleesamen 833 M. —
Pf., Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 64 Pf. 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
z Pfund 37 Pf., Butter per Pfd. — M. 75 Pf., Eier 2 Stüuck 10 Pf. Kar⸗
offeln per Ceniner 2 M. 70 Pf., Stroh 1M 20 Pf. Heu 1. M. 40 Pf.
Der Ostererertage wegen erscheint keine Sonn⸗
lags-Re. dieses Blatteẽ. Inservte, die für diese Nr. bestimmt sind,
wollen gefälligst bis Samstag; Morgen eingereicht werden, auf daß
sie noch in der am Samstag eischeinende Nummer Amnahme finden.
Pei der Sams ag?s; Nummer wird auch das llustrirte Unterhal⸗
ungsblatt ausgegeben weiden. Die Expedition.
Flir die Redaction verantmortlich: F X. Dewe
**2* J 7 — ——— I
Lederle's meoh. zwirnérei Kirrweiler
imn Ludwwigshafen u Rh.
litfert alle in die Leinenbrauche einschlarenden Artikel in
oorzüglicher Waare, wi⸗ Leinenfaden auf Knäulen,
NRollch und in Paqueten. Webgarne ꝛc. c
—Zwirnen im Lohne billigst.

Dienstesnachrichten.
Der Oberförster F. Kees von Bobenthal wurde auf das er—⸗
ledigte Kommunalrevier Steinwenden, Forstamts Zweibrücken, verletzt.
WMarktberichte.
lo ꝓHemrura 9. wr Hegemee und Deruatgrandeeee
55 Pf. Korn .ôGô pf. Speizkern — M. — Pi., M.
* I, vee 2reihige ⸗ M. — Pf.Gerste Kreihige 6 —— zn Hafer
Vertragsmaͤßige e l. uptil 1879.
Wiberversteigerung. Der Auaperdett des bal⸗
Mittwoch, den 16. April g. ee
achsthin, Nachmittags 3 Uhr zu —————
St. Ingbert, bei Michael Holzversteigerung.
Paul Am Freitag, den 18. d.
wird auf Betreiben von Georg Ris. Nachmittags um 2 Uhr
Franz Hager, Ackerer in m Stadthausfe dahier wird
⸗n ———— Ir as bedeeet en
iger, gegen Jakob Schenkel- dro / ossen rstei⸗
berger, Schneider allda, Schulde ert,
zer, das nachbezeichnete Grundstück Abth. Hasenbühl:
n Banne von'Si. Ingbert, wex b. Buchen Prügel 370 Ster
en Nichtbezahlung des Erwerbs- 2. 3 Ster
sreises, im Wege der Vertragsmä⸗ 1,20 m lang Stempel).
zigen Wiederversteig rung öffent⸗ 3. Buchen Krappen 366 Ster
d an den Meistbeetenden zu Ei. *. Gemuschte Krappen 4
zenthum versfleigert: .4 Prügel 1498
ee lt gc 4028, 56 4. 35. Nadel Prüzel 21
20 qm Acker hiuter Hobels 7. * 55,
neben Georg Kiefer und 1,20 mm lang (Stempel)
Heinrich Reudelsturtz, die 3. Nadel Krappen 107 Sier
Halfte neben Reudelsturtz. 9. „ Scheit, 2 ⸗
St. Ingbert, 1. April 1879. 10. Buche 2
Der Amtsverweser des kgl. —* Eichen Kypen 37 ⸗
Notar Sauer: 3. 7 Aen — *
K. Auffschneider. 117 337?
——— —* E*e * VQ
Vertragsmäßige —5 —
Wiederversieigerumg. *Richn uon pr ůyg
Mitrwoch, den 16. April * —
aachsihin Nachmnistags 3 ühr— as —Xx
zu St. Ingbert bei Michal — .. uster ··
dau BSaceten d Bekanntmachung.
werden au etreiben R J i
Fheleute Joh. Jos. Schweitzer In Iietun goci ⸗
II.Bergmann und Katharinn enburg sind külrzlich in
Böhler, ohne Gewerbe, beide jolge des Genusses von
ia St. Insbert wodnhaft, Gläu⸗ chweinefleisch mehrfoche Tri—
—A zinen- enn vorgekom⸗
ufer, S n ar⸗ en, welche in einigen Fällen
hete bed a 3 Ser der Erkranlien herbei⸗
—B
— imBanne Hiebei wurde konstatitt, daß
von t. Indbert, wegen Nicht⸗ on dem trichinenhatlsigen Fleische
worden 9 ines Schweines einige Personen
m We ragasmäßigen a rohem, audere in gekbochte
Wiederdersteigerung öffentlich an —88* —8 —* 2*
yen Mestbietenden zu Eigenthum lere erkrankten, während Letz
vilenen o , re gesund geblieben sind. Da
Prenr. 3929 32, 68 qm edurch neuerdiugs die Annabme
Inp w tdonn han mit estätigt wird, daß das gehörige
—A und Hostaum durchkochen des Schwein fleisches
n Pl.Nr. 30929 —
8 In Wengerten hinenfrankheit bilde, sieht sich
abei, das Ganz⸗ gelegen „as k. Staatsministerium des
de J Anet in der Innern veranlafßt, hierauf auf⸗
neben chom Bauer nerksam zu machen und vor dem
un Gebr. Främer. HZenusse rohen Schweinefleisches
Pl.⸗Nt. 4119, 15 a 33 zu waͤrnen.
aie * —J neben Zt. Ingbert, 9. Pptit 1870.
u d ner Wewe, das Pol:zeilommissariat:
—3 Eckerlein.
— — — — — — — —* — —
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Inagbert.

c7* 2 F
Feuerversicherung.

Eine bedeutende deutsche Feuerversicherungsactien⸗Gesell⸗
chaft fucht unter günstigen Bedingungen solide, tüchtige Ver⸗
reter, die in der Lage sind, hauptsächlich auch das industrielle
geschäͤft zu bearbeiten. Gesl. Offerten sind an die Annoncen-Exvpedition
In Ruanßninu Mosse in Darmstadt zu richten.
er 0
Gemüthlichkoit.
Ostermontag, den 14. April 1879 im Saale des Hrn.
Georg Jung,
theatralische Abendunterhaltung
zum Besten. der hiefigen Armen und der Noth⸗
sjeidenden im Spessart.
Aunfang punkt 8 Uhr. J J
I. Abthei Iung: Gesang.
Im Walde, Männerchot von E. Geßleiun. —
Ich halt Dich treu im Herzen, von Joh. Helm.
—88 — Liede, von Ludwig Erk.
died für eine Baßstimme mit Clavierbeqleituns.
II. Abtheilung: Thea ter.
A. Der blaue Montag.
Schwank in 2 Acten von H. Salingr ——
P,. Der Pflegmatikus.
Lustspiel in 1 Act von R. Benedix.
Billete à 50 Pfennig sind zu haben bei den Herren: Franz
Woll, Joh. Weirich, Ferd. Ritter und Wilhelm
Schmelzer (GVorschußverein), auch Abends an der Kasse à 60 Pf.
Zu recht zahlre cher Betheiligung ladet höflechst ein
Der Vorstand.

F d 60
Bierbrauerei St. Ingbert.
eber die Osterseiertage VBockbier, nebst Bock

vürkichen. Anslich Samstaqg Abend 4 Uhr.
——— ——
Gelbe Frühlat fsel Ostermontag
ind zu haben bei

E iedichhe Tanzmusik
zuf der Rohrbader Glaskbütte. bei Jak. Quirin,
Rentrisch.
Gesucht ein Lehrling
n ein Colonialwagrengeschäft. Zu
erfragen in der Exped. d. Bl.
Rechnungen
ziu Jedermanns Gebrauch
in Achtel, Viertel u. Halben Bogen
änd vorräthig in der

Druckerei ds. Bl.
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        22228
8 *22 —A
9 522235228 2535323535*
555735523 238 3333355 23335528—8
333555555555583 ie⸗ 3* 5227 835 —5529 —
335 37 — 7553555 33533333
M.M— — 22 — —Se — —23 —2 * D — 28 * —8 ——
2 22 S —* q2 87 — 2* * S3 538553—2—538 * —
s55 — 22— 523 7 5333.5* 52335333S 5335 8 — —— *25
— * — 5 2223278 32 52 2 53——55332858 55368 89 —*
238 53 —— —— 53 *25 2 3 3352 — 53 52 22 2252 —e—
tri 3 2 cce· — — ̃32 — —583 3 2 22 3 — — 2223
—A 5 * 252 3 7 — 1—4 — 55 5555 ? 228 5355
S8 55353 52225 5 * 8 3 3538 53 213532235 28
552 *58
5 — —3— ——z28 * 2 —A — — * 22 ag. —— ——
*25 —— 5538255 —A 22* —8 — 55 — ——— * 3 * Vv
—3 —R * * 8 — —22532 52 — ã
—— 8 —3 — 8 322 532 — IISI ————
58383 32 z 325838 333238823
555 7358 2333772 s35335 —235353535 2338355338 A—
8 5 252 55535 —A—— 25835333 323 2253 ——
5—27— 88 253528 5—2235358* — 3 253325 2823325
—A — — S 2 —— 23 8 z2555 520838 z7
32 — — —— — 535 72252335 255225 5
255 5 32 52 2386534* —— — 2z 57 — 255 3 785 2538
722 582 — 8 527 — 23333 23 285 53525 23 3252 53
— 25* 8 52 275 — —258235 —2833 222*
333 23336255* 5558588 z53 233335I8
234 g 3 325323885 z28s35835553 55333
2 —— 25 3 * 55*8 2 3 2 258* * —
7 552 8 ——— 8—* — 3 —c 23
3 5 —A — 32 — 2325758 282 — 312565* 55.
5224 585 —5538 233353233388253 —— 58 * — 28
2* —x 3 22 — — * 82* z32383535 222 —A 2
585628 2352 3388 55 2 * —A —5 5 2 3z333333353 35
228 — ———— 255 533 152372—s Z555553 5*5 5 5 5328
— 680 2* * * * * 2 73 58 —2 —— S * 2 s22
3532872 253 æ33 — 228857 22288 2738—
* 553553252335 — 88 — 882823 2728 25 —52253
5 2* 9 —28 —A * 2222 BSES * 52258 —5352
555 2 2 —x 55S4 a A27 —?s * —A 22M 82
—z187 —— 532385583 — —
353555238383 3233358333383 s
7— — 72 2 7 —
s 83 83333338 —
28 s 5 * ey
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2 228322222222 3—
282 8* 2232 232 7—222 25*
—2 — 222 *23238 *
— 3233535538 832——38232 8 325*2 —A —— 2X757 55858 5—222
285 52 * —8 S 8 — 5 z2 ñ— 2 32 35* 2232322
333 3 83 13325 2333 23
583 —— —5—53 2358 522583 5323 ——
2 3222—532 3238338 — 8 22522 —.52 *22 *55
22 523325336 83 6—253 52558 23—35 25 23228
35 —20 ——— “ ——0032322 2 — ⸗ — — 285
23 5** 2 22 235222 — —— —A —A —— —*
232 5235—353 — 5*— 5528 — — 28833 ——
s55 2888 5357755 7—3333528353 3532 533332 52 25 *
— 23 353—385—75285 558 2325 ———— XX
35 — —— 33353— —5*55 8325 —F 532 553322
23 88 2* 5255352823258 8 3 * ——— 2523
—— —XXAX 52* 525323252 —ãA 5z35233 555*
5*5
235 32s53353533353 385333332 5—288* 35853
253 515658—5535383328 —E — kz—753523255825 227
3 —3333* ——
—— 5 — — — 22 —2* 3— J 3 * — —8 —28 5222
2—82332372 — 686 525 3z2 3238 82 25225
—
—* 22 2 22 * 5 * n NA
— —55352323 83—338s3 333 333335 52355 5758*7
22325 —2—2 — 25—32 — —— 55
532—338s3572333232* S5358 —75833 21227828 5, 555823
3383853538 3333 23353553335382335
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3255335333535 — — ——
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53553 35555 —5333 —35—353333335
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S AÆMA&amp;gl A 52 23585 23233 ——8283887
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3553 —22 — 322333 532 —A —
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—— — 5333283 8538* —— 23 3*275 332* —
— 2533333 — —— — 355383 8— 53 383238 338338
*557 — 22 —————— 28 — — 8 8 — —3 52 2 2
338333373333688 —353.3 332353 3555 5753 337
— —— 333753354325 333 2885 533 33 —— — —728
— * * — 2 223— —2S83 * *7 * — E
3 3333373 —8 5322* 82733 225 28
2 2275226 5235232 * * A —A 528 38
25—2 322382368 2253 235 —256 52 55* 53*25. 55833 3 8
3722 —— — 25 22 52 3 227 2 222* 52 3 32
325E 25508* 382 232 257 53723358
A 4 —— x — 5222 5 —— — 22 58285 a —
ð 733383—23388 3 — 23 — — * *
— 52353—33—383* 2 532 5228 32 * 8 353255 —— 23
—33335333 3533*2583 *86 5255 3583— 533282 53828 233
—523332 * — 8 — * 5 — — 843 255 32322* *8 2
25 252 553557755 2828 23 33855 333 388855 I55
*25 J — —* 7 — 22 — — &amp; *
2 —52—222 — — 8 —2232325 3*28 — 25322 —
1523552 —*2 5332365353283 578528 322 3 2538338 235
—— 535338333535535 573333353 753
*8z2 552*7 5335585 35523 533238* — 523*
232 838 2 2 —— — 532. 8* S * 2 —
* — —— 235* S— 3 —— 2 — —— · —
5 3553352383555385 —A 355s8733235238 558
837 228 3* 528553 —337525835335 —
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* — 25 37 85* *28 5 — —36565 .5
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552 —— 18 523
* 3222 — 27 — —&amp; 58
— 553 35 8 2 *
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— 5* 52 8
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3* * — * 5
25— 852 532333 53575 28553
58 3252275 3 — 5* x585285
258 2255583 5325 —z 23 —533
532 —⸗»232 333*5352 28 55
5285 53 * z33555 73— 234 — 377 5528 —
2 5 — * 8* 2
338233 5355 2333358 3935 333383 5
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55 — — 2 23538 3 22 8 23583 — *
522228 22355.32 5*553 5 523238 825
555 53. * —535323332* 238* * * — 2 *
2 *
—323—38* 3323s73533 533553353 327—
5233538333 5575 35536852 556 5375533
5753*55 — —25—853327 58383 *5 3 6 5337553
53 3335352* 3233,53537 353553385
57 — 3 2
3388 —3375555 2353233333 3383543532
4 52358 583 38038*
323582 —3—388323534 53 — —53 —A
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X 38 * 5m37 35 32 55 —2 DO⸗
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7 4 5285353337533
A 532 5323 5.538 —5—53 0
— 7523 8
3 57577— 32353*33335 77 22285
.5253 8 2523365 — * 2.2
8 —— ———— —— — 527 2. 2.
2833 2323838 68555
222 7 552.2 2 —8 5 5585 22
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F — — 7 2. 5
3333333353335387
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52—3358—3333353357
5223.335 7— — 2 525532
533333553335833537
58 —2235 235 —23 83
38 850 29298—2 2 258
3 3 —83*22
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292387 253323 3338 2*2 3
2 5 2 35 Z 2.2*
—3 5 —2833337
5 35 3*3333
7 — — —— — 5
3525. 353838333 — 2233355
s*333333238353523 2553
8 382 — 38327 55*533235
32803 22 6123 225235 2335
— —
—
258 52* 25738322 22
273 3 3 32325* 58
223323 — 3325 582225
*23822—85 25382833 2.
2 223 5— 3 —2322.2355 528
25,335258— 532352*228* 72

2. 52227520 58532 27 —
5932338 553332833 388
2232823 —A — 72 *
—A 7 2353 578372
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5z223833 52333332535
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5233 5 333533—5
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2 25 22.2* 22 52 2 8
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22 32 25 S — ——
2211272 2 2 32322
2203 57 2*2. 2.2. 8
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22.5812 262 *2 —2225
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— 22783 38 5 27
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1536 — 27 233 3 *52 223238 — — 22.22
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82 —2 38—— —38 *88*
28 3 33 5338—3888 — 25 8522 8 282
3 2 7
27 25337538358 —333833555 2332
2*38 — — 5353 — 553385353583 5553
7 83283—655 235553—38552 3835
—— —353353338 —A 522533
G02.2 233 5223325 3 25 75—5333538* 53878
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2 XD 32— 982 5 387— 8355355* *2* 22 2 7 3 7
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57 382333 — — —— — I5s23*
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        Slt. Ingberle
gberler Anzei
x AAnzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mi dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich vViermal? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljaͤhrlich

A 40 — einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 16 60 H, einschließlich 420 Zustellgebuhr. Auzeigen werden mit 10 —,, von Auswärtt
nmit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder seren Raum, Recta nen mit 30 pro Zeile berechnet.
AM 588.

Samstag, den 12. April

Brο,

Deutsches Reich.

München. Die dieswaligen Prüfangen der vor einem
Jahre ols einjährig Freiw llige in die Armee eingetretenen Kandi⸗
daten für Reserve Orfiziers-Stellen, d. h. für Erlangung des
Qualifications Atlestes zum Reserve Oifiz'er, haden ziemlich zufrie⸗
denstellende, jedenfalls bessere Resultate als bisher ergeben, indem
durchschnittlich doch über 50 pCt. die Prüfung bestanden.

Berlin, 9. April. Ueder die geschäftliche Behandlung der
Zoll⸗ und Steuervorlagen wird, wie man nach den ueuesten Be⸗
jprechungen aunehmen muß, im Neichstage rascher eine Einigung
erziell werden, als vielfach geglaubt wird. Das Centrum erklärt
sich entschieden gegen eine sofortige Plenarberaihung, so daß damit
allein schon die Berathung in ber Commission gesichert ist. Wie
wir hoören, dürften unter diesem Zwange auch die Schutzzöllner
keinen weitern Widerspruch dagegen erheben, daß drei Commissionen
gebildet werden, und zwar eine für die besonders schwierige Tabak
steuervorlagr, eine zweite für die Finanzzölle in Verbindung mit
dem Brausteuergesetz, und die dritte endlich für alle diejenigen Po⸗
sitionen des Zolltarifs, welche nicht im Plenum zur Berathung
zelangen sollen. Zu den Tarifpositionen, deren Erledigung im
Plenum des Reichstags von schutzzöllnerischer Seite am dringendsten
zewünscht wird, gehören vornehmlich Getreide, Eisen und Holz.
Aber gerade um diese Artikel wird der Kampf voraussichtlich am
zitzigsten entbrennen, da nach Ansicht der Freihändler diese so
dußerst wichtigen Posit'onen in der Tarifcommission nur obeiflächlich
behandelt sind und deßwegen erst recht einet gründlichen Vorprüfung
bedürfen.

Berlin, 9. April. Ein längerer Artikel der Provin⸗
ziol. Correspondenz über die Aussichten der Finanze und Zollreform
schließt: „Von Tag zu Tag wächst die Hoffnung, daß außer den
parlamentarischen Gruppen, welche von vornherein die Wirthichafts«
und Zollreform auf ihre Fahne geschricben, auch ein beirächtlicher
Theil der gemäßigten Liberalen an dem wahrhaft nalionalen und
bolksfreundlichen Reformwerke sich betheiligen werde.

Berlin, 8. April. Der Minister des Inneren erlicß eine
Verfügung wegen strenger Ueberwachung und Einschreiten gegen die
Tingel⸗Tangel.

Berlhin. Ergötzlich und für die betheiligten Staaten recht
erbaulich zu sehen ist, wie die letzten und ollerletzten Schlußrech⸗
nungen über die französischen Mliarden, soweit sie nach Verlin
lamen und nicht für Werthobjecte in Elsaß ˖ Lolhringen (Eisenbabhnen
a. derg.) vertechnet wurden, immer noch kleine Goldflüsse in de
Staattkassen leiten. Hat der sogenaunte Milliardensegen sich wirthe
schaftlich auch längst als das beglückende Bild mit einer berderb⸗
lichen Kehrseite erwiesen, so ist doch nicht zu verkennen, daß z. B.
diele nützliche und schöͤne Bauten, Eisenbahnanlagen u. s. w. unter⸗
oͤlieben wären in den meisten Einzelstaaten, wenn nicht zur guten

Stunde jene Baarbestände da gewesen wären. Der neueste Ausweis
über die franzoͤsischen Kriegsgelder, der kürzlich dem Reichstag zuge⸗
zangen ist, stellt noch einige kleine Reste und Zinszahlungen in
Aussicht: für Baiern etwa eine Million Mark, für Baden 5
Million, für Hessen 175,000 Maik u. s. w. Brauchen können's
Jeuer Alle doppell.

Berlin. Eine hiesige Corresponden, rechnet bereits heraus,
daß, ohne die eigentl'chen Schutzzölle so wie den Getreide- und
Viehzoll, die Zolle und Sieuerboriagen des Kanzlers schon jetzt ein
Plus von 102338,000 Mart für die Reichskasse ergeben. Das
ist etwa 36 pCt. mehr, als jetzt an Steuern und Zöllen erhoben
werden, und 837 Millionen Mark mehr, als die eigentlichen Matri—
ularbeiträge betragen. Insge ammt wird der finanzielle Effect der
Vorlagen inck. Schutzzölle, Getreidezölle und Viehzolle hanter den
deteits bei den letzt n Wahlen angekündigten 200 Mill. Mart neuet
Steuern nicht zurückbleben.
on Seiten des Präsidiums des deuischen Handelstages ist an
die Kaufmannschaften und Handelsklammern ein Circular in Betreff
»er deuischen Zollpolit unter Uebersendung eines Exemplarß der
dolltarifs vorlage gerichtet worden, worin dieselben veranlaßt wer⸗
den, „diest Vorlage schleunigst zu prüfen und dem Präsidium un⸗

verzüglich ihre motivirte Ansicht insbesondere in Betreff derjenigen
Positionen des Tarifs mitzutheilen, durch welche der Handel und
de Industrie des betreffender Bezirks direkt berührt werden.“ An⸗
gebängt ist eine Reihe spezieller Fragen, deren Beantwortung er—⸗
heten wird.

Nach der „Prov.Corr.“ dürfte auch die Frage wegen der
lünftigen Regierungseinrichtung für Elsaß-Lothringen den Reichstag
in dem zweiten Theil seiner Session von Nevem beschäftigen.

Ausland.

Paris, 9. April. Ver „Patrie“ zufolge soll die Heirath
des Königs von Spanien mit der Erzherzogin Marie von Dester—
reich im Juli staufinden.

Paris, 9. April. Henrl Rochefort wurde begnadigt und
raf bereits hier ein.

London 8. April. Kapstadinachrichten vom 25. Mãrʒ
ufolge wurde am 12. März früh bei Tagesanbruch eine von 101
Mann des 88. Regiments eslortirte engüche Proviantkolonne auf
vem Marsch zwischen DTerby und Lüneburg von 4000 Zulus an⸗
jegriffen und überwältigt. Nur 40 schlugen sich nach Luneburg
»urch; der Hauptmann und 40 Mann sind todt, 20 werden ver⸗—
nißt; außerdem sind 20 Wagen Proviant und Munition von den
Zulus erbeutet, ebenso ein Raketengeschütz, welches spüter wiederer⸗
angt wurde.

In England hat man die Besetzung der Insel Matacong (an
der Westküste Afrikas) durch die Franzosen sehr ernst aufgenom⸗
nen; der britische Botschafter hier hatie deshalb bereits mehrere
Berathungen mit Grevy und Waddington; wie es heißt. verlangt
kngland, daß die Franzosen die Insel sofott räumen. (c. 8

Der Sultan läßt aus dem Üderflüssigen Golde und Silber⸗
Jeraͤthe des kaiserlichen Palastes Münzen schlagen, womit Papiergeld
ingelost werden soll. Der Großvezier und andere hohe Würden—
räger haben, dem Beispiel des Sultans folgend (oder folge.
nüssend) mehr oder minder große Summen zum seiben Zweck geschenkt

Nach der von der Pforte dem Sullan jzur Gutheißung vor⸗
geschlagen neuen Grenzlinie würde Arta, Larissa, Volo und, Agrafa
in Griechenland abgetreten werden, indem sich die Grenze in Thes⸗—
alien der vom Berliner Kongreß bezeichneten wesenllich annäherte,
wogegen dieselde in Epirus von letzterer abweicht und somi Ja—
nina und Prevesa von der Einverleibung in Griechenland ausschließt.

Die bulgarische Notabelnversammlung scheint sich über die Wahl
ines Fürsten nicht einigen zu können. Neuerdings hat dieselbe be—⸗
hlossen, von dem provisor schen Gouvernement des Fürstenthums
Zulgarien eine neue Volksvertretung behufs Vornahme der Fürsten⸗
vahl zu irditten. Dagegen hat sie sich bereits über die Erblichkeit
n der Familie der lünftigen Fürsten geinigt und sich selbst die
Zefugniß zugesprochen, die Grenzen Bulgariens ahzuandern. Auch
zie Farben der dulgarischen Nalionalfahne sind schon festgestellt:
zrün, weiß, roih in horizontalen Streifen. Gegen den leßtzteren
Beschluß wird die Pforte Nichts einzuwenden haben; gegen die
eiden ersteren hat sie dereits durch ihren Kommissär bei dem Fürsten
Dondukow-Korsakow Pro'sest erhoben.

Vermischtes.

. St. Ju gberi, 11. April. Sicherem Vernehmen
rach ist durch Piinisterialerlaß die Einführung der neuesten, gänzlich
umgearbeiteten Auflage der Haesters'schen Lesehücher für Muͤtel—
uind Oberllaffen der Volfsschuie (. Deutsches Lesebuch von Haesiers
ind Richter; für die Schulen des Konigreichs Bayern bearbeitet
»on Röhm?) in den bayerischen Schulen untersagt. Eltern, deren
diader beim Vorrücken in eine höhere Schulklasse ein neues Lese⸗
buch noͤch'g haden, seien auf Vorstehendes aufmertsam gemacht.
Um vor Schaden bewohrt zu bleiben, thun sergut, vor Ankauf
eines Lesebuches mit dem Lhrer der belreffenden Schulklasse Rück⸗
sprache zu nehmen.

*St. Inabert, 12. April. Ganz unerwarket ist über
Nacht der Winter wieder eingezogen uad hat Berg und Thal in
sein weißes Schneelleid gehüllt. Hoffentlich ist diesmal seine Herr⸗
lichleit nicht von langer Dauer und erleidet die Vegelat'on, die sich
        <pb n="202" />
        in der letzten Zeit so ttäftig entwickelt hatte, leinen nachhaltigen
Schaden.

In den Mittheilungen der pfälzischen Handels- und Gewerbe⸗
ammer wird darauf aufmerksam gemacht, daß Gewerbetreibende,
pesche sich an den internationalen Aussiellungen in Sydney und
Melbourne berheiligen wollen, die obengenannie Kammer von dieser
Absicht alsbald in Kennniß setzen wollen.

pOmmersheim, 9. April. Hier herrscht den gauzen
Winter schon die sogenannte Hals braune. Diese tückische Kraukheit
sorderte namentlich unter kleigen Kindern viele Opfer; auch schon
aͤltere Personen wurden davon befallen, ohne jedoch daran zu
lerben. (3w. Ztg.)

L-EBliesta stel. Die Jahresconferenz der pfälzischen
Präparandenlehrer findet am 15. April nachsthin (Osterdieusla)
in Karserslautern statt.

p'Pirmasens. Nachdem an einem vom Bahnhofpverwalter
Gerau getdoteten Hund die Wuthkrankheit constatirt wor den, wurde
iber unsere Stadt und Umgegend eine sechswöchentliche Hundesperre
derhängt. U (Pf. Volksz.)

F In der in girchheimbolanden abgehaltenen 5.
Haupiversammlung des pfaiz. Verschönerungsvereins wurde auf An⸗
—V— Sturm der Beschluß gesaßt, Se. Exc.
herrn Generalfeldmarschall Grafen v. Moltke zu bitten, seine Er⸗
Jennung als Ehrenmitglied des pfälz. Verschönerungsvereins ge
nehmigen zu wollen. Ein Ehrend'plom wird im Laufe dieles Som⸗
mers gefertigt und soll ihm überreicht werden.

fAus Kaiserslautern theilt man der „Pf. Z.“ mit,
daß einzelne der dortigen Industriezweige, wie z. B. Kammgarn
und iNähmaschinen, gegenwärtig einen solch riesigen Absatz haben,
daß die Kammgarnspinnerei Tag und Nacht arbeiten laäßt und de
Nähmaschinenfabriken wöchentlich so dedeutende Sendungen nach
Afrika, Norddeutschland, Rußland, Amerilka u. s. w. effelluiren, daß
auf Lager gar Richts vorhanden ist.

'Am 5. d. M. wurde in Freimers he ieim bei Landau
die Leiche einer 91 Jahre alten Wittwe zur Erde bestattet, als
deichenträger war deren 92jähriger Nachtbar thälig. Gewiß eine
Seltenheif, (Gsot.)

pKeustaurt, 8. April. Heute sind wieder aus der Ebene
4 groͤße Wägen voll Brod auf dem Markte angelommen, welches
m 6⸗ und A4pfundigen Laiben zu 58 und 42 Pf. vertauft wird.
Nebst mehreren hiesigen Bacern, welche die Verkaufer wie zornige
Dleuen uͤmschwärmten, stellte sich aber auch die Gerechtigkeit in
Bestalt der Polizei ein, die einem Wagen 17, dem aus Dudenhofen
25 und dem von Geinshein 36 Laib wegen zu leichten Gewichtes
confiszirte. (Pf. Voltsztg.)

FNeuftadt. Die im hiefigen Bezirk in neuerer Zeit vor—
gelommenen zahlreichen Brandfälle lossen annehmen, daß däufig bei
der Mobilienversicherung Ueberversicherungen vorkommen und bei
der Immobilarversicherung die Anschläge zu hoch gegriffen sind.
Wenn es so fort geht und in den anderen Theilen der Pfalz es
üͤhnlich bestellt sein sollte, würde mehr als das Doppelte des Vor⸗
jahres an Brandversicherung zu bezahlen sein. Das k. Vezitksamt
dat daher die Vurgermeister angewiesen, die bei ihnen hinterlegten
Policen der Mobilienversicherungen bezw. deren Uebersichten genau
zu prüfen und alle, welche fie als zu hoch gegriffen erachten, dem
Besirksamt zur Controle einzuschicken, uund glaͤchermaßen die Grund
bücher der Brandassecuranz nachzusehen und entsprechende Anzeige
zu eistattes.

Ludwigshafen, 10. April. In vergangener Nacht
hat sich der Buchhalter der hiesigen kgl. Filialbänt, Karl Wirtih,
in seiner Wohnung erhängt. Ueder den Anlaß das Selbstmordes
sönnen wir zur Zeit noch nichts berichten. (Pfälz. K.)

pSpeyer. Durch Verfügung der kgl. Kreisregierung vom
2. ds. Mis. wurde bestimmt, daß dom Beginn des Schuljahres
18798/80 an, sowohl wahrend des Sommer— wie waͤhrend des
Winter⸗Halbjahres für alle mit Abtheilungsunterricht oder der Mit⸗
derwesung einer Schule belasteten Lehrer der Nachmittagsunterricht
am Mitnwoch und Samstag wegzufallen hat. Dafur hat an diesen

Tagen beim Abthe lungsunterticht und wo eine Schule am Ort
mitgefühtt wird, jede Abtheilung bezw. Schule einen zweistündigen

VBotmitiagtunterricht zu erhalten; bei der Mitführung e ner aus«

wvärtigen Schule aber hat in der einen Schule am Piittwoch, in

der anderen am Samstag der Unterricht ganz auszufallen. Durch
diese Verfügung wird den betreffenden Lehrern, welche bisher die
janze Woche hindurch jeden Nachmittag wie Vormittag Unterricht

Ju gehen hatten, eine ebenso erwünschte als noihwendige Erleichter⸗

ing gewährt.

F Ter Sommekurs an der Frauenarbeilsschule in Speier be⸗
zinnt am 22. April. Anmeldungen sind an das k. Bezirlsamt
u richtten.

FForbach. Zwischen der Postanstalt Forbach und der
Agentur Kleinrosseln ist nunmehr ein „Fernsprecher“ eingerich'et.
Ehe man denselben aber dem amilichen Verteht überçab, wurde
yperschirdenen Proben unterworfen, welche die überraschendsten

X —A
raute Ingenieur war so freundlich, die Leissungsfähigkeit desselben
der in der Restauralion Förster versammelten Gesellschaft von
derren vorzusühten. Zu diesem Zwecke wurde die Leitung von der
hoststation bis in das Restaurationslokal. in welchem ein großartig
——— Orchestrion aus der Wel⸗
schen Fabrit in Freiburg (Baden) aufgestellt ist, verläagert.
Kachdem der Schallbecher zur Aufnahme der Schallronen in die
ichüͤge Lage zu dem Orchestrion gebracht war, wurde dieses in
hang geseßt, um nach Rosseln zu spielen. Der Versuch gelang
iber die Maßen, denn der Rosseler Postagent Herr Rückert ver⸗
icherte, die Musik so klar und deutlich zu vernehmen daß man
ich versucht sühle, zu glauben, man stehe neben dem Ochestrion.
zum Beweiße serner Angaben spielte er nun auf der Violine meh⸗
cre Melodien nach Forbach. Diese erklangen denn auch eben so
tar und deutlich in dem Restaurationslodal, daß einige anwesende
Musfiter den Auf ˖ und Abstrich des Bogens zu unierscheiden zu
dnuen glaubten. Auch im Sprechen wurden sodann verschiedene
Jersuche gemacht, indem bald eine Person, bald mehrere, dald im
Fonversations-, basd im Flüsterton sprachen, welche Versuche eben⸗
alls immer die befriedigendsten Resultate beferten. (Matz. 3.)

7Der Reingewinn der „Bad. Anilinfsabrik“ pro 1878 beträgt
iber 3193 Mill. Mark. Dir Verwaltungsrath beantragt außer
teichlicher Dotiruug des Reservefonds ꝛc., eine Dwidende von 12
brocent.

In Augsbursg wurde am vorigen Freitag im Hof⸗
aum der Haag'schen Maschinenfabrik einem Arbeiler in Folge
nines geringsügigen Streites von seinem eigenen Bruder mittels
zines Steines die Hiruschale zerschmettert.

Aus dem Spessart kommen noch immer die traurigsten
gerichte. Nachrichten aus deir Gegend von Amordach geben die
Zahl der arbeitslosen Bauhandwerler und Tagelöhner auf mehrere
Tausende an. Ftauen der arbeitslosen Arbetter, welche keine Nah⸗
ung für ihre Kinder hatten und von quten Leuten etwas erditten
vollten, wirden vor Hunger ohnmächtig nach Hause geiragen.

FLippstadt. Am Freitag vergangener Woche wurde ein
unger Mann von hier, 24 Jahre alt, Ersazreservist, früh Morgens
„on der Polizei gewectht, zum Bahnhof und mit der Bahn bis
Soest begieitel und dort der Militärbehörde übergeben, die ihn den
Fahneneid schwören ließ und ihn dann direch zum 16. Regiment
Jach Köln schikte. Der junge Mann «ar seiner Zeit auf Grund
der Rectkamation seiner verwitweten NRutter zur Ersatzreserpe gee
chr:eben, hatie ader die Unterstützungspflicht gegen seine Mutter
im gröbster Weise vernachlässigt und wurde, als solches der Behörde
zetaunt geworden, auf Grund dessen für 3 Jahre in das actibve
Ueilitär tingest Ult — von Rechts wegen.

Greifswald. Säeit vielen Jahren ist der Herings⸗
'ang nicht so erg ebig gewesen, wie der disjahrlge Frühlingsfang.
In den letzten Tagen wurde, wie das hiesige Tobl. berichtet, das
Wall (80 Stüch mit 10 Pfg. bezahlt.

pLondon. Der Sirike, wicher seit einiger Zeit in dem
dohlengrucendistrikt von Durham auszudrechen drohte, st durch die
stachgiebigteit von 10,000 Arbeitern, welche sich zur Annahme der
angetund gen Lohnredultion von 10 —- 15 pCi. bequemien, verm'eden
worden. Nchisdestoweniger wird noh in 90 Zechen die Arbeit
iugestellt werden, da gegen 25.000 Beragleute sich weigern, ihren
Zasneraden zu folzen.
2uarktberichte.

Zweibrücken, 10. April. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.
Peizen — M. — Pf.Korn oM. — Pf., Gerste zweireihige O M. — Pj
serreihige 0 M. — Pf., Spelz 0 M.pf., Spelzkern — M.— Pf.
dintel M. pf. Mijchfrucht d M. T, Pi Haͤfer 7 M. 26 pf.
ẽrbsen — M. — pf., Wicen 0 M. — pf., Kartoffeln 2 M. 85 Pf.
deu 1M. 80 Pf., Stroh 2 M. — pf., Weißbrod 17/3 Kilogr. 52 Pf.
ornbrod 3 Kilogr. 73 Pf., 2 Kilogr. 40 Pf., JKilogr. 25 Pf., Gemischt⸗
rod 8 Kilogr. 80 Pf., das Paar Wed 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
z6 Pf. II. Qual. 60 pf., Kalbfleijch s0 Pf. Hammelfleisch 60 Pf., Schweinefleisch
n nitsar. i Mih Bf, Wein 1 Liter 70 Pf. Bier vLiter 24 Vf.
*Coursbericht über Looz-Effecten von A. Molling.
Vankaeschäft, Berlin W., Friedrichstr. 180
vom 8. April 1879.

Amsterdam Industr. Pal. 2/5 sl. Kl. Ges fl. 6 B. Ansbacher 7
dauptt. 14,000 kl. Gw. 9l. 29,28 G. 31,20 B. Augsburger 7 fl. Hpt. 7006
Gw. 91. 2028 G. 2200 B., Badijche 35 fi. Hpt. 40 000 ti. Gw. 50 4.
z oα . Bati Vᷣ fres, bptt. 100 000 tl. Gw. 150 sres 406.
Barletla 100 fics. Hpt. 100,000 kl. Gw. 150 fres. 19,300 B. Braunschw.
ihlr. Hot. 150,000 kl. Gw. 69 Mart. 88,20 G. 85,00 B. Bularester 20 fr.
dpt. 100000 tl. Gw. 20 fres. 20/8 G. 22,00 B. Finnländer 10 thlr. Hptut.
0,000 ki. Gw. 36 Mark. 41.00 G. 8230 V. Freiburger 13 fres. Hpt. 40,000.
. Gw. 19 fret. — o G. 2518 B. Genueser 15ofres. Hpt. 100,000 kl. G.
öo secs. —6. 8500 B. Hamburger 100 Mt. Bo- Hpf. 115,600 M. B.
Gw. 158 M. B. 290 G — B. Hamburger 50 thlr, Amortiszieh. Il
— il. Gw. 228
tark. 26020 62683 B. Lubecer 50 thlr. Hpt. 80,000 ti. Gw. 168 Me.
V. Viailand⸗Como 1afl. Hpt. 20,000 kl. Gw. 14 f. 58 G. — B.
Railamder ijc. v Isi Hpi. 70,000 ki. Gw. 47 fres. 3200 B. Mailänder
e ruvei. i00 600 tl. Gw. 10 ircs. 10, o0o G. 11,2 B. Meininger
        <pb n="203" />
        7f1. Hpt. 15,000 kl. G. 8 fi. 20,210 G. 21,20 B. Nassauer 25 fl. Hpt. 20,05
tl. Gw. 48 fl. 101 G. — B. Neuchateler 10 frcs. Hpi. 12,000 kl. Gw. 12 fr⸗
—,oo G. 18,30 B. Neapeler 150 fres. Hptt. 35,000 kl. Gw. 150 fres. 68 E
— B. Oldenburger 40 thlr. Hpt. 60,000 kl. Gw. 120 M. 149,00 G. 152,00 B
Preußische Praͤmien 100 ihlr. Hpt. 228,000 ii. G. 345 Mi. 15850 6
157,00 0 B. Pappenheim 7 f. Hpt. 9000 kil. Gw. 7 il. 16.28 G. 18,60 B.
Schaumb. Lippe 25 thlt. Hpt. 36,000 kl. Gw. 138 Mk180 G. Schweden
10 thlx Hptt. 80,000 kl. Gw. 89 Mk. —,o G. 48,00 B. Turk. 400 fr. incl
5. v. April 1876 Hptt. 600,000 kl. Gw. 400 fres. 36 G. 39,00 B. Ungar.
100 fl. Haupti. 100,000 kl. Gw. 136 fi. 17600 G. 179,00 B. Venediger
30 fres. Hptt. 60,000 kleinster Gewinn 80 fres. 17,20 Brief.

Soweit Vorrath and Bedarf reicht, bin zu den unter Brief notirten
Toursen Verkäufer, zu den Geld-Coursen Käufer. A. Molling.
— r di⸗ Riaion vera votiti.. . J

Der Sommerkursus am International-Lehrinstitut
zu Bruchsal beginnt am 21. April. Diese Handelsschule ist
im Großherzogthum die einzige, welche zum einjährigen Militär⸗
Bekanntmachung.

Nach dem Gesetze von 10. Märzel. J. über die Besteuernng
des Gewerbebetriebs im Umherziehen unterliegen, so veit das Geseßz
in Art. 2 und 3 nicht besondere Ausnahmen zuläßt, diejenigen Ge⸗
werbe, zu deren Ausübung im Unherziehen nach 8 55 der deut⸗
schen Gewerbe-Ordnung vom 21. Juni 1869 ein Legitimations⸗
schein erforderlich ist, auch der Steuer vom Gewerbetrieb im Um—⸗
herz'ehen, gleichviel ob diese Gewerbe seither nach den Bestimmungen
des Gewerbsteuergesehzets vom 1. Juli 1856 und des dazu gehörigen
Steuertarifs mit Gewerbsteuer belegt waren oder nicht.

Gemäß Art. 7 des neuen Gesetzes ist Jeder, der ein der
Steuer vom Gewerbebetrieb im Umherziehen unterliegendes Ge⸗
werbe in Bayern ausüben will, bei Strafvermeidung (Art. 16)
gehalten, dasselbe beim k. Rentamte zur Besteuerung auzumelden,
und sihh fäür die jseweilige Betriebsbdauer (Att. 6 Abs. 1) mi
einem Nachweise über Festsetzung der Steuer und deren Entrichtung
ju versehen, und hat nach Art. 8 die Anmeldung und die Ein—
holung. des Besteuerungsnachweises, sofern es zur Ausübung des
GBewerbes in Bayern nach den Vorschriften der Gewerbescdnung
des Legitimationsscheins einer bayer. Behörde bedarf, dem Autrage
auf Ertheiluag des letzteren voranzugehen. J
Im Hinblick auf 8 35 der zu diesem Geseze erlassenen mi⸗
nisteriellen Vollzugs-Vorschriften vom 16. März l. J. werden
nunmehr die fämmilichen herumziehenden Gewerbtreibenden im
Amtsbezirke Zweibrücken, so wohl diejenigen, welche jetzt erst einen
Gewerbebetrieb im Umherziehen zu eröffnen gedenken, als auch alle
diejenigen, welche schon für das Jahr 1879 in Bay⸗rn ein Ge—
werbe im Umherziehen betreiben, und sich zur Zeit des Eintrittes
der Wirksamkeit des neuen Gesetzes — 1. April 1879 — bereits
im Besitße eines ven einer bayerischen Behörde ausgestellten oder
mit dem Ausdehnungvormerle einer baierischen Behörde versehenen
Legzitimationsscheines befinden, auch wenn sie ihrer Gewerbsteuerpflicht
nach Maßgabe des Gewerbsteuergesetzes vom 1. Juli 1856 nachgekom⸗
men sind, hiemit aufgefordert, ihrer Steuerpflicht nach Piakgabe
des neuen Gesetzes vom 10. März l. J. über die Besteuecung
des Gewerbebetriebs im Umherziehen bei demuk. Rentamte ihres
Wohnorteb unverzuglich nach ukommen, und sich für die jeweilige
Betriebsdauer mit einem von dem k. Rentamte auszustellenden Nach
weise über die Festsetzung der Steuet und deren Entrichtung zu
dersehen, wohei ausdrücklich darauf hingewiesen wird, daß nach
Art. 16 des Gesetzes ein Jeder, welcher, ohne mit dem Nachweise
über die Festsehzung der Steuer und deren Eatrichtung nach Maß
gabe. der Vorschriften des neuen Gesetzez vom 10. März 1879
dersehen zu sein, ein der Steuer vom Bewerbebetrieb im Unther
ziehen unterworfenes Gewerbe betreibt, in eine dem zwei⸗ bis fünf⸗
fachen, bei Wanderlagern und Wanderauktionen dem fünfs bis zehn⸗
fachen Bettrage der Jahressteuer sür das betriebene Gewerbe gleich⸗
kommende Geldstrafe verfällt.

Zweibrücken, den 5. Aptil 1879.

Königl. dayer. Bezitlsamt,
Damm,
k. Regierungsralh.
Raͤhe des Bahn⸗ Gegenüber den
hofes. J Telegraphen Vureaux ·
„Restauration Rohre Zzweibrücken.

Einem verehrten Publikum die etgebenste Peittheilung, daß ich
das „deutsche Haus“ verlassen und gleiches Geschäft, ganz in der
Nahe meines Frühern unter obiger Firma eröffnet habe. Bittend
das mir bisher geschenkte Vertrauren auch auf mein neues Lokal
übertragen zu wollen zeichne

Ho dachtue

Ein biaves Dienstmäd-
chen für häusliche Arbeiten bis
4. Mai gesucht. Ein solches dat
auch kochen kann wird bevorzugt.

Naͤhetes in der Exped. d. Bl.

— —
En braves Madchen, das
kochen kaon und alle häuslicher
Arbeilen dversteht, wird bis Juni
u jungen Edeleuten gesucht. Wo,
aßzt die Exped. d. Bl.

dienst berechtigt. Dreimal sind sämmtliche Abiturienten der
VL. Klaffe bestanden, leßtes Jahr 10 unter 18. A

Der Rechts⸗Schutz“, Freisinniges Organ zur Beleh—
rung und Aufklärung auf dem Gebiete des Rechtswesens, sowie zur
hpopulären Beurtheilung richterlicher Entscheidungen ꝛc., erscheint
vöchentlich einmal und ist durch die Post, sowie durch alle Buch⸗
Jandlungen und die Expedition, Berlin 8. W., Beuthstraße 18. 21,
‚um Preise von M. 1.50 pro Ouartal zu bezieben. Rr. 14 ent⸗
jält u. A.: Ueber Bedeutung uund Characier der Rechtsmitiel, be⸗
onders der Appellation, in der neuen Deutschen Sirafproceß⸗
»rdaung von De. J. D. H. Temme (Fortsetzungh. Die Straf—⸗
pro zeß · Oednung. Das Bundesamt für das Heimathwesen. Straf⸗
barkett der Anstiftung. Stempeh-Defraudation. Gerichtsverhand⸗
lungen. Sprechsaal. Rath und Auskunft. Visionen (Criminal⸗
Rovelle ꝛc. ). Briefkasten.
2 — b
Gemũthlichkeit.
Ostermontag, den 14. April 1879 im Saale des Hrn-⸗
Georg Jung,
theatralische Abendunterhaltung
zum Besten der hiefigen Armen und der Noth⸗
leidenden im Spessart.
Anfang punkt 8 Uhr.
I. Abpthei Iung: Gesang.
Im Walde, Männerchor von E. Geßlein.
Ich halt Dich treu im Herzen, von Joh. Helm.
Getrennte Liede, von Ludwig Erk.
Lied für eine Baßstimme mit Clavierbegleitung. 33
II. Abtheilung: Theaber. —*
A. Der blaue Montagg.
Schwank in 2 Reten von H. Salingr.*
B. Der Pflegmatikus. —
Lustspiel in 1 Act von R.Benedirx. .738
Billete à 50 Pfennig sind zu haben bei den Herren: Franz
Woll, Joh. Weirich, Ferd. Ritter und Wilhelm
Schmelzer Gorschußverein), auch Abends an der Kasse à 60 Pf.

Zu recht zahlrescher Betheiligung ladet höflechst ein —
Dor Rorstand.
—XÑοÛÊäÊαä »ÄBuä ÛIBæ
denen die gute Erriehur ihrer Kinder am Her-
Pltern zen liegt, ferner KIn dergärtnerinnen,
d PBPrzieherinnenund KIndergarten
freunde sollten sien umgehend Prospect
kommen lassen über Gorgens'“ Mutter- undRKindere'
gartenbuch, welcher gratis und franco versandt vird vom
Central⸗Verlae » nt⸗ichts- und Beschüftigungs—
alerial
TDr. Richter) in Leipriig.
Soeben erschien im Verlage der K. R. Hof- und Verlags-Buch-
handlung von Ad. Geste wit? in Wiesbaden; FPagiwses, Xö-
niglicher Kanzleiratn und Ober-BSecretair am Appellafionsgerient
NViesbaden: Der Selbst-Anvalt bei den ensche
umtesericten in Civil-Proceeus-, 5Sr—un
GOGBRCUFSSAChG;!aN. Ein unentbebrliches Handbuch für Jedermann
wescher sich vor den Tints- und Schöffengerichten selbst vertreten uni
die erforderlichen KIa gen, Prklärungen und Anträge
SCIbSt anfertigen will oder muss. Prois brochirt 1 Mark, gebunden
1.30 Mark.

Vorraàthig in allen Buchhandlungen.

Flurplatten und Falz- Von heute ab
ziegel in allen Sorten, Qua⸗
luät Ja. zu Fabrik-Original⸗ Münchner Bier
Preisen, stets zu haben. von Sedelmaher
Jofs. Hellenthal, bei M. Paul.
Pfarrgeffe. Biir Pumen!
Bei Kramer &amp; Co. in Leipzig erscheint:
Die
ATrbhoitSStu DO.

Ostermontag
Tanzmusik
bei Jak. Quirin,
Rentrisch.

geitschrift in Monatsheften für leichte ele⸗
ante weibliche Arbeiten, enthaltend neue
ztickmnuster in brillantem Bunt-
arbondruek ausgeführt, sowie Hä—
el⸗ und Filetmuster, Vorlagen für Weiß—
—— hl s e eer Waffel⸗ und Strid⸗
aterzeichneter empfiehlt sein, arbeit, Perlhäkelei c.

u 88 Lager vne bil⸗ Die einfache Ausgabe lostet pro Mo⸗
F * nat nur 16 Pfg. Reichswährung ——
linen und schönen en Die 53— —
doppelt so großem Format als die ein⸗
Tapeten, fache und * das —

i Man abonnirt 20 jeder Zeit a
sowie Wu ser tatn von v drel Heste einer beuebigen Ausgabt
Engelharden Mannheim. i en Vuüchtabldeen und vohnn

Fr. Stutzmann. ucuh
        <pb n="204" />
        22 *
Licitation.
Mittwoch, den 30. April
nächsthin, Nachmittags 4 Uhr zu
Hasel, bei Johann Keßler,
werden durch den unterzeichneten,
hiezu gerichtlich beauftragten Amts⸗
berwefer des igl. Notar Sauer,
m Amessitze zu St. Ingbert, die
nachhinbeschriebenenLiegenschaften
im Banne von Hasel, der Ab⸗
theilung wegen, öffentlich ber⸗
steigert:
C Pl.Nr. 458 20 u. 458 a8
2a 73 qm Fläche, Wohn⸗
haus min Stoll, Keller,
Hof urd Garten, gelegen
u Hasel neben Michael
Heib und Peter Lud.
Pl.⸗Nr. 402, 9 a 88 qm
Acker in den Stangen neben
Flisabeiha Weirich und
Johana Zapp.
pl.·Nr. 684, 8 a 18 qm
ücker im Stockfeld, obere
Ahnung neben Sebastian
Müller und Heinrich Latenne.
Eigenthümer sind die Wittwe,
dinder und Erben des in Hasel
derlebten Holzwaarenmachers Frz.
Heib, als:

1. Die Wittwe Wilhelmine
A

2. Peter Heib, m'nderjaͤhriger
Sohn der Eheleute Heib, welcher
jeine Muiter als Vormünderin
und Michael Heib, Holzwaaren⸗
handler in Hasel zum Nebenvor⸗
mund hat.
3. Barbara Heib, Ehefrau
von Georg Wagner, Tagner in
Rohrbach.
4. Johann Heib, Schmelzar⸗
beiter in Hasel.
5. JZalob Heib, Bergmann
allda.

St. Inobert, 11. April 1879.

K. Auffschneider.

Amtsverweser.

— —
Jagdverpachtung.

Nirtwoch, 16. April l.
Is., Vormittags 11 Uhr, zu
Blieskastel wird die Feld⸗
und Waldjagd der Geme'nde
Bierbach auf einen mehrjährigen
Vestand verpachtet.

Blieskastei, 5. April 1879.

Das Bürgermeisteramt:
Maner.

holzversteigerungen
aus Staatswaldungen des kgl.
Forstreviets Neuhäusel.
Donnerstag, 17. April
1879, Vormittags 10 Uhr
bei Gastwirth Hushong in
Neuhäusel.
Schlä'ge? Hahntopf, Fuchs
thal, Fuchsbau, Buchweiher,
Birkenschlag, Todtenpfuhl, Bau⸗
vald, Birkengarten und Zufäll.
Ergebnisse.
76 Eichen Stämme 225 Cl.
34 Buchen ,2u. 3. Cl.
121 Kiefer —ClI. und
Eparren
44 Birken Stämme 2. Cl.
58 Eichen Wagnerstangen 1.
u. 2. Cl.
3 Birken Wagnerstangen,
44 Ster Eichen Misselholz 2.
bis 5. Cl.
16 Ster Buchen Miffelholz 1.
u. 2. Cl.
44 Ster Eicen Nutzholzprügel,
1,50 m lang
8 Ster Kiefern Nutzholzprügel
1,50 m lang
24 Ster Buchen Scheitholz 1.
Cl., 1,17 m lang.
331 Sier Buchen Sche tholz 2.
Cl. und Anbruch.
23 Ster Eichen Scheitholz 2.
— Cl. und Anbruch.
5 Ster Birken und Fichten
Scheit,
—A
311 Ster Buchen, Eichen, Birlen
und Kieferrx Astprugel,
382 Ster Buchen, Eichen und
Birken Krappenpruügel.
Montag, den 21.* April
1879, Vormittags 10 Uhr bei
Wirth Ghaserr in
Nohrbach
Schlag: Birkenschlag:
22 Ster Eichen Nutzholzprügel,

1,30 m lang,
14 Sier Buchen, Kiefern, Bir⸗
ken und Aktpen Scheit
2Cl.
365 Ster Buchen, Eichen, Bir⸗
ken und Aspen Stangen⸗
und Assprügel,

424 Ster Buchen, Eichen und
Birken Kroppenprügel.
Gedrudte Looseintheilungen
über das zur Versteigerung kom⸗

mende Bau- und Nuzzolz sind
von der Hallanzy'schen Buch—
druckerei in Zweibrüchen zu be—
ziehen.
Neuhäusel, 31. Mär; 1879.
Der k. Oberförstee
Möͤrschel.

— 2. eluslage. Rreis *0 Ds. —
Die in dem lunktrirten Buche:
Die Brust- und
2 Lun⸗ nran· hoiten e
mpsohlene Nethode zur erfolgreichen
Behandlung und, wo noch irgend
möglich, zur schneilen Heilung obiger
Leiden haͤt sich tausendfach dewährt
und kann die Lectüre dieses ausge⸗
zeichneten Werkchens allen Kranken
nicht dringend genug empfohlen wer⸗
den. Preis soͤ Pfg.“) — Prospect
aurch Th. Vohenleliner, Keipzig u. Basti.

Prospeet gratis und franeo.

2) Vorräthig in K. Gotthold's
Buchhandlung in Kaiserslautern,
welche dasselbe gegen 60 Pfqg. in
Briefm. franco überallhin verje ndet.

XRRXC
von
Anlehens Coosen.
Staatspapieren ꝛe.
Einlösung von Coupons,
Besorgung von Incassos
und Auszahlungen
im In⸗ und Auslande,
owie alle das Bankfach be—
reffende Aufträge effectuir—
proinpt und billigst das

Banlhaus
A. Molling.
Berlin W. Friedrichst. 180.

Auszug
aus den Registern des Standeßamts
St. Ingbert
pro Monat März 1879.
A. Geburten:

1. Marz. Maria T. v. Franz
Dengel. 2. Valentin S. v. Johann
Abel. Elisabetha T. v. Jacob Jung
3. Nicolaus S. v. Jatob Bording
Maria T. v. Johann Menges. Ja—
ob S. v. Jacob Kihm. 4. Maria
T. v. Georg Gehl. Theodor S. v.
Theodor Neininger. 5. Margaretho
Tv. Joh. Flätchen. 6. Joseph S.
d. Johann Klein. Christian S. v.
Maria Betz. 7. Katharißa T. v.
Johann Bieg. Barbara T. v. Jo⸗
FJann Kraut. 8. Wilhelmina T. v.
Michael Bohn. Franz S. v. Franz
Bohn. Rosa T. v. Jacob Forscher.

10. Albert S. v. Carl Horst. Carr
8. v. Carl Stein. 12. Peter S. v.
Johann Jungfleisch. 13. Anna T.
d. Johann Bauer. Anna T. v. Wil⸗
Felm Fetzer. August S. von Josephz
Pfter. 14. Karolina T. v. Nicolaus
Stief. Joseph S. v. Michgel Ritter.
Magdalena T. v. Jacob Siegwardt.
15. Katharina T. v. Peter Kreischer.
Carl S. v. Heinrich Kuhn. 18. Eli⸗
abeiha T. v. Adam Aquilin Herold.
Anna Maria T. v. Sebastian Noll.
20. Hermann Theodor S. v. Phi·
lipp Spaniol. Peter S. v. Mathias
Kril. 21. Franz Joseph S. v. Va⸗
lensin Schwaan. Karolina T. v.
Johann Weber. 22. Paulina T. v.
Ludwig Rotdwin. 23 Anna T. v.
arl Lanzer. Adolph S. v. Johang
Beorg Schweitzer. Wilhelming T.
d. Wilhelin Uhl. 24. Maria T. v.
beter Schmitt. Jacob S. v. Franz
dirsch. Elisabetha Tev. Georg Pinb
95. Carl S. v. Karl Feichtner. 26.
Maria T. v. Franz Quirin. Karl
S. v. Johann Schley. 27. Johann
Joseph S. v. Joseph Leouhardt. 28
Daniel S. v. Johann Steller. Ma—⸗
fia T. v. Johann Nicol. Müller.
29. Jacob S. v. Jacob Ammann.
30. Conrad Christian S. v. Johann
Schindler. Maria T. v. Valentiu
Weirich. Anna T. v. Ludwig Gün⸗
iher. 31. Magdalena T. v. Johanr
Ripplinger.
BR. Eheschließungen:?

29. März. Georg Jacob Mose

mit Theresia Knittel.
O. Sterbfälle:

2. März. Barbara, 12 J. alt,
T. v. Joh. Jos. Schwarz. 83. Nico
laus, 8 Stunden alt, S. v. Jacob
Bording. Peter Presser, 26 J. alt,
Themann von Charlotta Alcin. 5.
Peter Jung, 30 J. alt, Ehemann
bon Anna Rohe. 5. Maria Klein,
20 J. alt, Ehefrau von Johann Jo⸗
eph Wagner. 9. Magdalena Stolz.
71'3. aii, Witiwe von Georg Grell.
12. Nicolaus, 13. 2 M. alt, S.
von Franz Jungfleisch. 17. Bar—
bara, 2 M. alt, T. von Joseph Sel
zer. 18. Gertrauda Selgrad, 64
Jahr alt, Wittwe von Peter Brau⸗
sen 27. Peter, 24 Jahr alt, Sohn
zon Peter Klein Ww. Adam Hemmer
39 Jahr alt, ledig. 22. Maria Woll.
12 Jahr alt, Ehefrau von Joseph
dlahm. 23. Maria Kreiter, 62 Jahr
ilt, Ehefrau von Peter Klein. 25.
Magdalena, 9 Monat alt, Tochter
on Geurg Schmitt. 26. Franz Zimmew
nann, 80 J. alt, Witiwer von Ma—
ia Susanna Welsch. Friedrich, ꝰ
Wochen alt, Sohn von Kathar. Hüther
28. Heinrich Kneib, 27 Jahr alt.
ledig.“ 29. Eugen 8 M. alt, Sohn
von“ Jacob Jost. 380. Friedrich,
Jahr 6 Monat alt, Sohn von Fried
rich Kihm.

St. Ingbert, 8. April 1879.

Der Standesbeamte:
Custer.
A. Streveler V —X Johann a. d. saar.
— Ecke der Bahnhof⸗ und Dudweilerstraße. —
Gaänzlicher Geschäfts⸗Anfgabe
Jabe meine sämmtliche Manufaktur- und Rodewaaren einem —
Totalen Ausverkaufe
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ruck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
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Hiezu Illustrirtes

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        St. Ingberler Anzeiger.
Oer St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich

A 40 A einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 MA 60 , einschließlich 40 Zusiellgebühr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswart⸗
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder eren Raum, Neclamen mit 30 — pro Zeile berechnet.
M 59. Dienstag, den 15. April

—IXM

Deutsches Reich.

München, 12. April. Der Kronprinz des deuischen Reichs
wird gelegentlich der im kommenden Herbste vorzunehmenden In⸗
pektion der Truppen des 2. bdayerischen Armeekorps auf Einladuug
des Königs wiederum Wohnung in dem k. Residenzschlosse zu Würz⸗
purg nehmen; debhalb werden zur Zeit daselbst bauliche Verbefferun—⸗
gen getroffen.

Die von München aus verbreitete Nachricht, daß S. M. der
Zonig sich auf den Raih seines Leibarztes heuer zur Kur nach
ꝛissingen begebe, wird officiell als unwahr erklärt. Südd. Pr.)

Berlin. Auf Antrag des Reichskanzlers beim Bundesrath
sollen bei den Gold Ausprägungen zunächst in Höhe ven 50 Mil⸗
lionen nur Kronen (10 Markstücke) ausgeprägt werden, weil diese
jür den kleinen Verkehr geeigneter seien als Doppelkronen. (Fr. J.)

Die Feier der goldenen Hochzeit des deutschen Kaiserpaares
wird definitiv in Berlhin statifinden. Eine Reihe von gekrönten
däuplern und Fürfilichkeiten haben bereits den Wunsch einer Theil⸗
nahme an den Festlichkeiten angezeigt. Weitere Anmeldungen
ltehen behor.

Im Reichskanzleramte; wird unmittelbar nach Ostern eine
SadverständigeneKommission zur Berathung des. Entwurfs eines
Biehseuchengese zes zusammentreten. Die Arbeiten sollen moglichst
deschleunigt werden, damit der Entwutf dem Reichstage noch in
dieser Session vorgelegt werden kann.

In den letzten Bundesrathssitzungen ist auch Bestimmung über
diejenigen Kommissare getroffen worden, welche die ia letzter Zeit
testgestellten Borlagen im Reichstage zu vertreten haben werden.
Die K. Zig. glaubt, man werde nicht irren, wenn man annimmt,
daß die Zolltarifvorlage in der ersten Lesung von stimmführenden
Mugliedern des Burdesratha und in erster Reihe wohl von dem
Reichtkanzler in Person vertheidigt werden wird. Im Uebrigen
wird eine gruppenweise Vertretung des Tarifs, und wwar durch
dommssare verschiedener Bundesstaaten, erfolgen. Die Vertheidig-
ung der Gelrridezölle wird u. A. dem Geh. Reg.⸗ Rath Tiedemann
zufallen.

Berlin. Mit Rüdsicht auf eine aus Washington kommende
Pachricht, daß man den Ausbruch von Feindseligkeiten zwischen den
Parteien auf den Samoa ˖ Inseln und Gefährdung der dortigen
Ausländer befürchte, wird jezt von unserer Regierung amtlich be⸗

cichtet, daß sich die kaiserliche Korvette, Ariadne“ und das Kanonen⸗
»oot „Albatros“ zur Zeit noch in den Samoanischen Gewaͤssern be⸗
sinden uud somit alle Fremden gegen Gewalithätigkeiten gesichert
sein werden.

tiers“, Kaufleute, kleine Beamte, Diener, sogar ein Fiakerkutscher
werden genannt. Ein Drittel aber der Aufgeführten sind Doktoren
drr Rechte und Advolaten.

Paris. Die Nachricht, daß Rochefort hierher zurückgekehrt
'ei oder zurüdkehren werde, ist unbegründet. Rochefort dürfle sich
nicht unter Denjenigen befinden, die noch Amnestirung zu erwarlen
haben.

Paris. Gambetta hat angeordnet, daß die Präsidenlschafts⸗
simmer im Palais Bourbon in Paris prachtvoll möblirt und ein⸗
zerichtet werden sollen, da er die Rückverlegung der Kammern nach
Paris für zweifellos hält.

Paris. Der „Agence Havas“ sind Privatnachrichten zu⸗
jegangen, wonach Rußland den Vorschlag gemacht haben soll, daß
Ostrumelien nur durch italienische Truppen besetzt werde.

Petersburg, 14. April. Heute (Moͤntag) früh wurden
auf den Kaiser Alexander während feines Spazierganges mehrere
Revolverschüsse abgefeuert ohne den Kaifer zu verletzen. Der Thäe
jer ist verhaftte.

In Rußland fahren die Rihil sten fort, nach allen
Richtungen hin Schrecken zu verbreiten. Die „Petersburger Zei⸗
ung“ vom 83. d. meldet, daß unweit der —XV
n Petersburg ein Mann in einer Blutlache gefunden wurde; ne—
hen ihm lag ein blutiger Dolch. Ver Hals des Unbekannten war
ast ganz durchschnitten. Auch fand man bei der Leiche einen
Zettel, auf welchem Folgendes mit rother Tinte geschrieben war:
„Iwan Sabego, 23 Jahre alt, Horer der medico⸗ chirurgischen
Atademie, wird hiermit für seinen Verrath mit dem Tod⸗ bestraft.
Das social⸗revolutionäre Executiv-Comite.

In unterrichteten Kreisen verlautet, daß der Kaiser don Ruß⸗

land Ende Juni in Ems zur Kur erwariet wird.

Die „Pol. C.“ meldet aus Tirnowa: Die russische Regierung

zeschloß, die bulgarischen Wähler auf ben 26. April zur Wabl des
Fürsten einzuberufen.
Rermischtes.

*St. Ingbers, 15. April. Die von dem Verein
„Gemüthlichkeit“ gestern Abend veranstaltete Uuterhaltung
um Besten hiesiger Armen und der Nothleidenden im Spessart
var recht zahlreich besucht und es wurde demnach eine hübsche Ein⸗
ahme (circa 140 Mart) erzielt. Die Leistungen des Vereins,
owohl in musikalischer wie in theatralischer Ornsicht, waren seht
obenẽwerth.

St. Inabert. Der Jahresbericht der Direktion der
Pfälhischen Eisenbahnen füt 1878 bezeichnet als dritte Ursache für
»en Rückgang im Verkehr und Ertrag der Pfalzijchen Bahnen die
ẽröffaung abkürzender Linien außerhalb der Pfalz, welche theils
en Verkehr von den pfälzischen Linien ableiteten, theils durch Con⸗—
aitrenztaxen die Einnahmen schwächten. Als besonders in Betracht
ommend wird der Ausbau des elsaß⸗lothtingischen Bahnnetzes be⸗
eichnet. Die hierdurch geschaffenen Abkürzungen des Weges aus
em Saargebiet nach Elsaß, Südbaden nad ver Schweiz haben
m Laufe des Jahreß den Pfalz. Bahnen den belangreichen Ver⸗
ehr an Kohlen und Gütern aus dem Saarbrückener Gebiet in die
yorbez ichneten Gegenden entzogen, da sie, wenn sie mit dem neuen
Weg hätten in Concurrenz ircien wollen. ihre Frachten auf einen
Sotß hatten ermäßigen müssen. welcher die Betriebslosten nicht mehr
zededt hätte. Gine Hoffnung, daß diefer Verlust
wiender etnigermaßen ausgeglicheen werde
setßt die Direttionsauf die im Sommer dieses
Jabhres zur Erdffnung kommende Babn von
hiernach Saabrüsden und auf die mit 1. Marj d. Is.
in Betrieb gesetzte Bliesthalbahn.

*— Berichte in auswärtigen Zeitungen melden übereinstimmend,
zaß die Nachtfröste der leßten Zeit allenthalben in Feld und Gärten,
namenilich an den Blüthenknospen der Obstbaume, empfindlichen
Schaden angerichtet haben.

f Nach der kgl. Verordnung vom 2. April über die Bestim⸗
mung der Gerichtssitze uud die Bildung der Gerichtsbezitke um—

——————⏑⏑⏑

Ausland.

Wisen, 18. April. Nach der hochoffiziösen Montagerevue
aulen die Nachrichten über die Verhälinisse Ostrumeliens sehr
zünstig. Die Ernennung Aleko Paschas (Fuürst Vogorides) zum
Generalgouverneur mit der im 8 28 des Berliner Vertrages vor—
zesehenen Befugniß, im Falle des Ausbruchs von Unruhen türkische
Truppen herbeizuziehen, sei als feststehend zu betrachten. Das
Mandat der europärschen Kommission wird um ein Jahr prolon⸗
zir z Verhandlungen über die von den einzelnen Staaten zu stllen⸗
den Kontingente dauern fort. Oesserreich wird citca 4000 Mann
stellen. Rumelien bestreitet die Erhaltungskosten sämmtlicher Kon⸗
tingente. Die von Rußland organisirte Miliz wird aufgelöst und
der sür diese bestimmte Betrag dafür verwenddar. Ein Petersbur-
zer Kortespondent derfelben Zeitung meldet, es verlaute dort, daß
jür einzelne Punlle Rußlands die Ernennung von General-Gouver—
neuren beabsichtigt werde, welche in ihcer Person eine Vereinigung
bürgerlichet und militär scher Gewalt dazuftellen hätten. Füͤr
Petersburg dürfte eine solche Ernennung wahrscheinlich sehr bald schon
xfolgen. ( D. M.«Bl.)

In Oesterr eich ist die Bewegung gegen den Wucher jetzl
eine foͤrmliche Volkssirdmung geworden. Aus Wien und Prag
verden die Ausuüber jenes Gewerbes ausgewiesen; in Pest bringen
die Blatter fast täglich Wuchererlisten. Die meisten der also an die
Deffentlichteit Gezogenen ducken sich schweigend; hie und da protestirt
Finet. Die Wucheter rekruliten sich aus allen Ständen; „Priva⸗
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        faßt das künjtige Amts gericht Kirchheimbolanden die bisherigen
Landgerichte Kirüͤheimbolanden und Göllheim, das künftige Amts⸗
gericht Zweibrücken die bisherigen Landgerichte Zweibrücken und
Hornbach; von letzterem⸗ werden nur die Gemeinden Bliesdalheim,
Zreitfuri, Niedergailbach und Walsheim zum Amisgericht Blies⸗
kastel geschlagen.

FDie Direltion der pfälz. Bahnen wurde nach dem „Ir. T.“
dom ilght. Bejirksgerichte Frankenthal verurtheilt, dem Herrn Ge⸗
richtsvoll zieheramsverweser Koch von Frankenthal, welcher am 15.
Mai v. J. in Oagersheim überfahren wurde und dabei den linken
Vorderarm einbüßte, eine jährliche Rente von 1800 M., sowie die
IIL

p.Pirmasens, 10. Apris. Ein Vorgang, der seinen
traurigen Abschluß wohl vor den Schranken des Gerichts haben
wird, läßt uns einen Blick in dee niefste Verworfenheit eines zerrüt⸗
en Fammenlebens thun. Ein hiefiger, dem Trunke ergebener
Schuster, Namens Baudh, 'wollte heute nachdem er Frau und Kin⸗
der auf eine unmenscliche Weise mißhandelt und ein schändliches
Verbrechen an seiner 14jährigen Stieflochter begancen, seinem Leben
durch einen Schuß in den Mund ein Ende machen. Ec erreichte
jedoch seinen Zweck nicht, da der Schuß fehl ging und ihn schwer,
aber nicht lebensgefährlich verlezte. (Zw. 3.)

FIn Oberndorf hei Alsenz ist nach der „Pf. Pr.“ in
cinem Siall der Milzdrand ausgebrochen. Vom Bejirkeathierarzt
wurden sofort die nöthigen Vorsichtsmaßregeln getroffen.

F In Neustadt ist dieser Tage ein Geflügelzuchtverein ins
Leben gerufen worden.

'In Grünstadt fiel am Montag ein vierjähriges
Nind in ein Gefäß mit siedendem Wasser und verbrannte sich derart,
daß es am solgenden Tage seinen Leiden erlag.

TFrankenthal. Die Vorarbeiten zum 4. Verbandschießen
des Badischen Landes⸗Schützenvereins, Pfälzischen und Mistelrhei⸗
Holzverseigerung. Zu verkausen fol⸗
vm Freitag, den 18. d. en 3401J
Mis. Rachminags um 2 Uhr dede egede Voee
sn Stadthaufe dahier wud Fehler) à Is Man San,
das Gemeindeberechtigungzholz —R n. —**
8* 1878779 öffentlich verstei⸗ wr ete 0 Mi,
Blaukehlen —
Abth. Hafenbühl: 3 i dene
Buchen Vrügel 30 Zier pfeffen 6 N.. Paar 9 M.,
· 2 t änflinge iegli
n6 mland Enz puye e
3. Buchen Ktoppen 866 Ster à 1 M, Girlitze à Paar
4. Gemischte Zrappen 4—., 214 M. — Jur lebende An—
5. „ Prügel 14911, urnft wird garantirt.
5 Prutel 32 August Blaucke,
120 dn lang (Smpahe Vodeltandein, Apolde
8. Radel Krappen 107 Ster
. „ Scheit 2
10. Buchen 2
11. Eichen 37,
12. Krappen 117,
13. , Prügel4
14., ⸗ 33,
1,20 m lang (Stempel)
15. Eichen Knorren 2 Ster.
St. Ingbert, 8. April 1879.
Das Bürgermeisteramt:
Custer.

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nahme des Betrages zu be—
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irthschaftsver⸗

miethung. Der
Unterzeichnete bermiethet wegen
MWohnsitzveränderung vom 1.
Mai ab auf 6 Jahre sein zu
Rohrbach bei St. Ingbert
zelegenes Woh—haus und Wirth⸗
schasts ⸗Inventar mit Scheuer,
Stall, Garlenanlage und Brunnen
dor dem Hause, nebst Pflanz⸗
zarten hinter dem Hause.
Auch laun dieses Anwesen, in
welchem seit 11 Jahien eine
rentabele Wirthschaft beir'eben
wird und welches sich vermöge sei⸗
ner Lage zu einem jeden andern
Geschäft eignet, auch aus freier
hand gekauft werden.
Nohrbach, 28. März 1879.

Meter Boender.

nischen Schützenbundes, welches vom 22. bis 29. Juni d. J. hier
tatifindei, sind in vollem Gang. In nächster Zeit sind fämmtliche
23 Scheiben zum Schießen ferkig gestellt. Festhalle und Schieß⸗
Jallen, Gabentempel ꝛc. werden einfach mit Hinweglassung alles
unnützen Prunkes, was gewöhnlich doch nur auf Kosten der activen
Schuüßen geht, aufgeführt. (F«rkih. 3.)

Am 2. April ist die Donaubrücke in Oep fingen bei
Alm äingestürzt. Verluste an Menschenleben sind dabei glücklicher⸗
weise nicht zu bellagen.

fBlaͤubeuren (Würtlemberqg). In dem benachbarken
Bübler hausen wurde in den lehzten Tagen von einem elfjährigen
Diädchen das ihm zur Obhut anvertraute Ktind dadurch getoödtet,
daß es dem erst wenige Monate alten Kinde das Hinterhaupt an
zer Wand völlig zerschmetterte. Die Mördern ist gestandig und
hat weiter angegeben, daß sie kurz vorher ia Berghüllen ebenfalls
»in ihr anvertrautes Kind ermordet habe, weil idr das Kinder⸗
jüten zuwider gewesen sei. Strafrechtlich lann gegen sie nicht
‚orgegangen werden, da sie voch nicht 12 Jahre alt ist. Ein
auberes Kräutchen!)

München. Die zwölf alten Männer, welche zur Be⸗
ächtnikfeier der Einsetzung des hl. Abendmahles gelleidet und mit
veid beschenlt wurden, repräsentiren ein Gesammtalter von 1079
'im Vorjahre 1091) Jahren.

F Die Auswanderung nach Australien bal in der letzten Zeit
rheblich zugenommen. Namentlich sind junge deutsche Handlungs—
geh'ifen in großer Zahl dort hingegangen, in der Hoffaung, Unter—
ommen zu finden. Pribatbriefen aus Melbourre zusoige fiaden
nur Handwerter lohnende Beschästigung, während sich für Kommis
jehr selten lohnende Beschäftigung findet. Es wird deshalb
dringend widerrathen, daß junge aufleute nach Austealien gehen,
um dort ihr Heil zu versuchen.

— ——755 verantwortlich: ir.
— — ))—e⸗
Nähe des Bahn⸗ Begenüber dem

bofes. “ Telegraphen-Bureaus.

„Restauration Rohr“ 2vιhrucken.

Einem verehrten Publitum die ergebenste Peittheilung, daß ich

as „deutsche Haus“ verlassen und gleiches Geschäft, ganz in der

Nähe meines Frühern unter obiger Firma eroͤffnet habe. Bittend

as mir disher geschenkte Vertrauen auch in meinem neuen Lolale
dewahren zu wollen zeichne

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555 33 553 5332
—X —X — 53328 422
sz38s 57 * 5323 73358532
* — 82 5 —— 23223283 2
5822 —8 .8 55255 8* 7 —32353255 823
123 38335 — 38835 13335835 8 223338
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5 258 35 285 —— — 133553 383 2583782* — 255 22 375* 2
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23 — 533 328 — 32 323 3
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5553535533385 — —A 5 55 55
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3355362733 325285 25333735 3
335522 83383333537 28 23523 2385 — *8* 8 23585 * 232
3532723 35538 3222 33333537— 55 5333338 35
52s543 3237 *2538325 — 258 25 5358 — —— 3576
2 59 2—z38 32823 *.5 2z2553 52 73— 55285 * 3388 *
53 833353355 2B552838 — —— s5 3323377 s5352352
25583325 33 —— 2* — 7 2 ——— — 55 *5338383 2322
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        St. Ingberler Anzeiger.

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Der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlichf m⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mil illustrirter Vei⸗

lage) erscheint wochentlich vViermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementsvpreis beträgt vierteliahrlich

1M 40 3 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 14 60 O, einschließlich 420 4 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswaͤrte
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder Seren Raum, Neclamen mit 80 A pro Zeile berechnet.
M G60.

Donnuerstag, den 17. April

1879.

Deutsches Reich.

Mänchen. Nach der von der Irsspeknion der Artillerie
und des Trains aufgestellten und vom Kriegsminister um gench⸗
migten Zeiteintheilung haben die diesjährigen Landwehr⸗Uebungen
der Fußattillerie in der Zeit vom 5. bis 7. Mai auf dem Lech⸗
jelde stattzufinden; jedes Fußartillerie Regiment hat hiezu aus den
tinzuberusenden 3 Leutenants, 10 Uateroffizieren und 90 Kano⸗
nieten der Landwehr eine Kompagnie zu formiren.

München. Nach einer Bekannimachung des Kriegsmi⸗
aisteriums muß, um die den Unteroffizicren beim Ausscheiden aller⸗
höchst bewilligte einmalige Beehilfe von 165 Mk. erhalten zu kön⸗
nen, der betreffende Unterofficier volle 12 Jahre activ gedient
haben. Die Kriegsjahre lommen auf diese 12 Jahre nicht doppelt
in Anrechnung.

Fur die Einberufung der Gesetzgebungsausschüsse der Kam⸗
mern zur Berathung der ihnen vorjulegenden Entwürfe der Ge⸗
bührenordnung und eines Erbschaftssteuergesetzes ist, wie man ver⸗
nimmt, einer der ersten Tage des kommenden Monats in Aussicht
denommen.

Berlin. Der „Post“ zufolge wuͤrde bezüglich der Bethei-
ijgung Deutschlands an den Ausstellungen zu Sydney und Mel⸗
bourne, für welche sich lebhafte Theilrahme in allen Theilen
Deuischlands kundgebe, dem Bundesrath eine Vorlage zugehen.

Rus Berluͤn wird der „Fitf. Zig.“ als sicher gemeldet,
der verwitiwelen Königir Marie von Hannover werde die preußische
Regierung eine Dotation von 180,000 M. iährlich bewilligen.
Windthorst's neuliche Unterredung mit AXA
darauf.)

Auf ursern Kaiser hat das Altental in St. Petersburg einen
tlefergreijenden Eindruck gemacht, der sich, abgesehen von dem frau⸗
rigen Ereignisse an sich, durch die wahrhaft innige Freundschaft
wischen den beiden Kaisern erklärt. Am hiesizen Hoflager herrscht
rine wahrhaft gedrückte Stimmung. — Sofott nach Eingang der
unheilvollen Nachricht entwickelte sich ein lebhafter Depeschen⸗Verkehr
des kaiserlichen Palais mit Petersburg, welcher noch sortwährt.
Unser Kaiser läßt sich fortwährend üder die genauesten Enzelnheiten
des Vorganges und seiner Folgen Bericht erstatten.

ANusland.

Paris, 15. April. Die ‚„Republique Françgaise“, Gam⸗
zetta's Blatt, hat Grund zu glauben, daß das Project der ge⸗
mischten Besezung Ostrumeliens von den Machten definitiv aufge⸗
geben sei. Die Verlaängerung der Vollmachten der internationalen
Fommission auf ein Jahr sei vorläufig genehmigt und es feien
gegenwärtig neue Unterhandlungen im Gange. Vie Wiederbesezung
der Baicanpasse durch die Turten (wogegen man sich in Bulgarien
stemmt) werde bis zu einem noch unbestimmten Termin vertagt
erden', da die Grenzstimmungecommission die neue Grenzt noch
nicht festgestellt habe.

Paris. Auf die Nachricht von dem Altentate auf den
Aaiser von Rußland sch'dte der Präsident Grevy sofort ein Tele⸗
gramm zur Beglückwünschung wegen glückicher Rettung an den
Zaren ab.

In Frankreich machen es jetzt die Großguindbesitzer wie
in Deutschiand: sie verlangen Schutz due und zwar hohe Schutz
zolle auf Getreide, Dieh und Wolle, und spielen sich dabei als die
wahren und berufenen Vertreter aller Landwirthe auf, wahrend
der wahre Vortheil der kleinen Grundbesitzer mi dem ihrtgen doch
durchaus nicht harmonirt.

Peterburg, 15. April. Die Stadt war gestern
Adend außs glanendfie illuminirt; vor dem Winterpalais fanden
enthusiastische Ovpationen statt. Aus allen Theilen des Reiches und
sämmilichen Regierungen Europas sind Glücwünfchtelegramme ein⸗
getroffen. An der Mauer des Generalstabsgebäudes zeigen sich 8
Zugelspuren. Ueber die Personalien des Verbrechers, der vorgiebt,
Iwan Sololoff zu heißßen und Finanzbeamter in der Provinz zu
sein, dauern die amtlihen Erhebungen fort; derselbe hat weitere

Auskunft berweigert. Unter seinen Achselhözlen wurden zwei mit
Wacht befestigte Viftlapseln gefunden; od er bereits Gift genommen.

war nicht sofort zu ermitteln. Bei seiner Verhaftung hatie der
Berbrecher die Zähne fest aufeinander gebissen und Schaum vor
dem Munde; auch trat Erbrechen ein. Trotz seines Widerstrekens
gelang es, ihm Arzeneien beizubringen, die ge virkl zu haben jschei⸗
nen.“ Darauf wurde er unter starker Bewachung aus der Polizei⸗
praͤfectur nach der Peter-Paul-Festung übergeführt. (Am 14. April
var es das dritte Mal, daß das Leben des russischen Kaisers von
Moörderhand bedroht wurde. Am 16. April 1866 versuchte eben⸗
salls in Petersburg Dimitri Karakasov einen Meuchelmord und am
6. Juni 1867 schoß der Pole Berezowsli im Boulogner Wäldchen
bei Paris auf den Kaiser.)

Konstantinopel, 15. April. Der Sultan hat den
Kaiser von Rußland telegraphisch zu seiner glücklichen Errettung
beglückwüuscht.

In Californien gelangt am 15. Mai die neue Ver⸗
fassung des Staates zur Abstimmung, welche folgende Bestimmungen
detteffs der Chinesen enthält: Kein Chinese soll das Stimmrecht in
Talijornien ausüben dürfen; ihre Anwssenheit im Staate wird
qusdrücklich für ein Uebel erklärt, und die Legislatur wird ange⸗
viesen, der Chinesen⸗Einwanderung mit allen ihr zu Gebote stehen⸗
den Mitteln entgegen zu treten; die Beschäftigung von Chinesen an
oͤffentlichen Arbeiten wird verboten, und auch Gesellschaften, welche
einen Freibrief vom Staate haben, dürfen ihnen keine Arbeit geben
(die einheimischen Arbeiter sind nämlich erbost darüber, daß die
seht genügsamen Chinesen so woblfeil arbeiten); die Legislatur
soil allen Gemeinden Vollmacht ertheilen, sie aus ihrem Gebiete
auszuschließen.
Vermischtes.

m In Pirmasens waurde in der Nacht vom 12. April der
Schuhmacher Valentin Schmitt von 2 seiner Kameraden mit Messer⸗
ichen derart traktirt, daß an seinem Auflommen gezweifelt wird.
Die Thäter, zwei junge Burschen, sind verhaftet.

Neustadt, 18. April, Die von doer pfälz. Handels⸗
ind Gewerbekammer angeregte Versammlung von Kaufleuten und
Industriellen der Pfalz zur Besprechung der schwebenden Zollfragen
cesp. zut Kundgebung ihrer Wunsche bezüglich des Zolltarifs fand
heute hier im Saalbau statt. Sie dauerte von Vormittags 10
Uhr bis Abends 6 Uhr mit einer etwa einstündigen Pause für das
Mutagessen. Von unferen Reichstagsabgeordneien wohnten Dr.
Buhl, Dr. Groß und Jordan der Versammlung an.

Landau. In der Nacht von Sonntag auf Montag ist
die Rödel'iche Mühle in Steinweiler abgebrannt.

* Die diesjährige Wanderversammlung der Pollichia findet
am 19. April zu Edenkoben im Schaaf'schen Saale ftatt.
Auf derselben wird Hr. Rektor Dt. Recnagel einen Vortrag halten
aͤber „Rachtfröste und das Vorhersagen derselben“, Hr. Professor
Dr. Mehlis über „die rheinische Thierwelt in vorgeschichtlicher
Jelt“, Hr. Pfarrer Bähring über „der Einfluß der Naturwissen⸗
schaft auf die Kirche.“

De Preiszuchviehmätkte des Stammzucht Bezirks für das
Blan Donnersberger Bieh am Donnersberg finden dieses Jahr zu
Marnheim am 3. Juli und zu Langmeil am 11. Sepiember statt.

1Frankenthal. In Folge der Nichtgenehmigung des
Stadtrathsbeschlusses, die Niede legung der Thore betreffend, haben
Jestern der Bürgermeistet, die beiden Adjunkten sowie 10 Stadt⸗
aihe ihre Stellen niedergelegt und stehen noch weitere Austritts⸗
ertlärungen zu erwarlen. (Pf. Presse.)

F Die diesjährige General⸗Versammkung des Relscher⸗Vereins
ändet am 19. ds. im großen Sitadthaussaale in Speier stalt.
In der hiezu ergangenen Esnladung wird darauf aufmerlsam ge⸗

pwacht, daß dieser Tag der 350jährige Tag der Erinnerung an
ene muthvolle Protestalion von sechs Fürsten und vierzehn Freien
Slädlen des Deutschen Reiches ist, in welcher die evangelische
hristenheit eine der größten weltgeschichtlichen Thaten begrüßte,
Feten Andenken darum auch niemals in den Herzen erlöschen darj.

4Der Derector der deutschen Seewarte, Professor Dr. Neu⸗
mayer (ein geborener Frankenthaler) hat sich als Vertreter des
        <pb n="210" />
        zeutschen Reiches bei dem zweiten internalionalen Meteorologen⸗
Tongreß nach Rom begebez.

p'In der Naht vom 10. auf den 11. d. Mis. wurden in
der Steinkohlengrube Maxschaft zu Stockheim (Gberfranken)
12 Bergleule verschüttet. Nachdem die Arbeiten zu ihrer Rettung
ohne Unterbrechung fortgesetzt worden waren, vernahm man am
Montag feüh ein Pochen und Rufen von den den Rettungsarbeiten
entgegenartbe tender Verschütteten, welche man schon längst todt ge⸗
Jlaubi hatte. Gegen Mittag war der Durchgang frei und die
schon verloren Geglaubten feierten sämmtlich, nachdem sie fast 4
Tage ver chüttet waren, ihre Auferstehung. Die Freude der An⸗
gehörigen läßt sich leicht denken.

7 In der letzten Woche hat sich in Zür isch eine causs
Clèbro vor dem Schwurgericht abgespielt. Es handelle sich dabei
um die Massenvergiftung bei dem Sängerfest in Klolen im Som⸗
mer 1878, in Folge deren 7 Personen am Typhus stlarben und
mehr als 700 erkrankten. Die Vergiftungen wurden bewirkt durch
das Fleisch eines kranken Kalbes, das der Festwirth, zugleich
Metzger, beim Fest bewirthete. Es war Anklage auf fahrlässige
Tödtung und Körperverletzung erhoben gegen zwei Metzer, die das
Fleisch des kranken Thieres mit dem Bewußitsein dieser Eigenschaft
an den Festwirth verkauft hatien und gegen diesen Festwirth, der
das Fleisch ohne Gesundheitsschein und zu einem Spottpreis kaufte.
Die Geschworenen sprachen die beiden Metzger schuldig, den Fest⸗
wirth zur allgemeinen Ueberraschung nicht schuldig! Das Urlheil
des Gecichtshofes ist noch nicht eröffnet. (S. M.)

.7Paris. Seit 14 Tagen herrschen die Blattern als
Epidemie zu Paris. Seit Anfang dieses Jahres bis zum 31.
Maärz starben 157 Personen an derselben, während in den ent—
cprechenden Monaten des Jahres 1878 diese Krankheit nur 87
Opfer forderte. Die Behoͤrden haben Vorfichtsmaßregeln ergriffen.

r Wie aus Petersburg cegraphirt wird, ist in der
Nacht zum 10. April auf der Vioskau-Brester Bahn der Postzug
emigleist. Sümmiliche Waggons wurden zertrünmert. Neun Per—
onen sind getödtet, mehrere verwundet worden.

F In New-⸗York wurde Capitain Schwensen, welcher auf
einer ersten Fahrt nach dem Urtergang der Pommerania am vo⸗
rigen Montag dort eintraf, von einer Deputation des Stadtraths
und zahlreichen persönlichen Freuuden feierlich empfangen, zu seiner
Rettung beglüswünscht und ihm Anerlennung für sein umsichtiges
und muihvosles Verhalten bei dem Unglücktfali ausgesprochen.

4 Die Macht der Gewohnheit. Ein Amerikaner, der als

Photograph schlechte Geschüfte gemacht hatte, beschloß umzusatteln
und wurde Zahnarzt. In den neuen Beruf nahm er aber so
nanche Gewohnheit aus der früheren Praxis mit hinüber, so daß
es dadurch zu mancher drolligen Scene kam. Zum Beispiel: Eine
Dame erscheint im Atelier, um sich einen Zahn ziehen zu lassen.
Er trifft die nöthigen Vorbereitungen und indem er die Zange an
den schadhaften Zahn legt, sagt er: „So, meine Gnädige, wollen
Zie jetzt, bitte, stillhalten und ein recht freundliches Gesicht
machten ?“

F Die Republikaner haben in Cincinnati einen Deut—
chen zum Mayor (Bürgermeister) zu wäblen beschlossen, nämlich
Zerrn Karl Jacob jun. Ueber ihn schreibl das ‚Cinc. Volksbl.“
„Da dies das eiste Mal ist, daß einem Cincinnatier deutschen
Bürger eine derartige Auszeichnung zu Theil wurde, seit Cincin⸗
nati eine Großstadt geworden, so ist es begreiflich, daß diese No⸗
nination in fast allen deutschen Kreisen mit großer Befriedigung
rufgenommen wurde. Herr Jacob ist als Bürger und Geschäfts—
nann wobl bekannt und beliebt und genießt die Achtung und das
Lertrauen seiner Mitbürger. Während seiner Dienstzeit als Poli⸗
eikommissär hat er bewiesen, daß er auch Muih, Ent chlossenheit
ind exekutive Fähigkeiten besitzt. — Jakob ist ein Pfälzer; er
vurde nämlich im November 1835 in Glans Münchweiler in der
Reheinpfalz geboren; als Jüngling kam er nach Amerila, und jetzt
ist er einer der größten Wurfifabrikanten in Cincinnati.
BGeurtertkiges.

Als untrügliches Mittel zur sicheren Ausrottung von Warzen
und Leichdornen empfiehlt Dr. Niemeyer im eben eischienenen 7. Hefte
einer „ärztlichen Sprechstunden“ die concentrirte Essigsäure
Zeize angewandt.

70rktkerichte.

Homburg, 16. April. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
10 M 50 Pf. Korn 8 M. —ppf, Spelzkern — M. — Pf., Spelz 0 M.
— Pl Gerste 2reihige — M. — Pf. Gerste 4reihige O M. — Pf. vafer
7 M. 12 Pf., Mischfrucht 8 M. 60 Pf., Erbsen O M. — Pf., Wicken
d M. — Pf. Bohnen — M. — pf., Kleesamen — M. — Pf, Korn⸗
»rod 6 Pfund 72 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch 60 Pf.,
indfleisch 60 Pfr, Falbseisch 30 pf. Hammelfleischpf, Schweineflenn
z0 Pf. Butter J Pfund 1 M. 20 Pf., Kartoffen per Ctr. 2 M. 60 Bf.
Fur die Nedaction verantwortlich: F. *. Demenß

WMobibienversteigerung.

Montag, den April
wächsthin Nachmittags 2 Uhr zu
Rohrbach in seiner Wirth⸗
chaft, läßt Peter Bender,
Wirth daselbst, wegen Wohnsitz⸗
peränderung, folgende Piobiliar⸗
Jegenstände auf Credit dersteigern,
18:

Holzversteigerung
uus Staatswaldungen des gl.
Focstreviers Neubäusel.

Flurplatten und Falz-
ziegel in allen Sorten, Dus⸗
lität Ja zu Fabrik-Original⸗
preisen, stets zu haben.

Joßs. Hellenthal.
Pfartaosse.

.7

7
Montag, den 28. April
879, Vormitiags 10 Uhr bei
Zastwirth Hußong in Neu⸗
väusel.

Schläge:

Gengelaberg und Hohwand.

3 Kiefern Stämme 4. Cl.
9 Kiefern Sparren.
5 Birken Slämme 2. Cl.

27 EichtnWagnerstangen2.Cl.

16 Ster Eichen Nutzhol prü⸗

gel, 1,50 m lang

9 Ster Kieferu
6875 Buchen Bohnenstangen

13 Ster Buchen, Kiefern u.

Birken Scheitholz

Ster Buchen Stangen u.

Ustprügel

Sier Eichen, Birken, Kie⸗

fern, Lerchen⸗ und Aspen⸗

prügel

Ster Buchen, Eichen und

Birken Krappenprügel
700 gemischte Reiserwellen.

Letzte Holzversteigerung aus

dem Reviere Neuhäusel.

Neuhäusel, 16. April 1879.

Der kgl. Oberfötste
Mörschel.

Chocoladen

— ——

— —

lKommode mit Schreib⸗
oult und Aufsaß, 1 Kom⸗
mode von Nußbaumholz,
Betiladen, J1 runder Tisch
von Nußbaumholz, 1 Racht⸗
tischchen, J Wiege, J klei⸗
nes Tischchen, 1 Regulator
und 1 Wanduhr, 1 Küchen⸗
schrank, 1 Küchenlisch, 1
Küchenschaft, 1 Kochherd,
Porzellan und Zinn, 1
Waschtisch, Waschbütten,
Backmulde, Stühle und
Bänke, leere Flaschen, 2
Vogelkafize, 2 Bienenstöcke,“
mehrere Bienenkörbe und
Brelter, 1 paar starke ei⸗
serne Wagenstörren, 1 Bal⸗
kenwaage, Steigleitern, 1
Doppelleiler, ca. 29 Steer
lieferne und fichten Zaun⸗
pfähle, 140 Stück Bohnen⸗
ttangen, 1 Krautbdütte, stei⸗
nerne Schweinentiöge, J Bie⸗
aenhaus auf Abriß, steinerne
Häfen, Akazienholz, Heuga⸗
veln u. sonstige Geçenstande.
m2t. Inabert. 8. April 1879.
K. Auffschneider.
AUmtsverweser.

Ind Cacao's«

S

ler Kaiserlichen u. König-
liohen Hot-Chocoladen-

Fahrikanten:

—F

Jebr. Stollwerek
—XC

Isß Hof-Dinlome,
19 TTJHM5e. slhey re und

2

hroncene AMeduillæm.
teelte εο
der ROnroducte. Vol-
lendete mechaniscliie Pin-
richtungen. Garantirt
reine Quclitéit bei müus-
Sipen Préiagon.

Pirmenschilder kennzeich-
nen die Conditoreien, Colo-
nial- und Delicatesswaaren-
Geschatte, sowie Apotheken.
xelche

vlollwerck'sige Fabrikalt

führen.

Ein braves

nftmäd⸗

r fuͤr häus⸗

liche —X
Wo? sagt die Exped. d. Mr

Ilgemeine Wechsel
id zu haben in der
Buch⸗ und Eteindruckerei
. X. ꝓæuthh.
drud und Fersaa von &amp;.. J ee77ccc—

Ein brabes Mädchen, das
lochen kann und alle häuslichen
Arbeiten versteht, wird bis Juni
zu jungen Cheleuten gesucht. Wo,
iaat die Exped. d. Bl.
        <pb n="211" />
        8 832228
2 — 22
s 82383837 —25—8
— —— E 558— 5—5 2385229
531 * 5 552 —8 2* — —
5253855 —— ——
L — 52 —A 25 —z 23 7
3 * 8 * * * — 252 ——— * ac *
2 k 5282* 2 2 00 o·
2 523533325 58 53235 527* —23. 2. 5322.8
222 — 53 7* 233233 — 5333228
2252382 —— * 222 2 8 32 — 58 8
82225 — 8 2 53 22z3325 5522 — 52 25 ec
E3 S2 — ñ 3 20 —A —— —1 S 8 2 — 5 — —— * 8*
— * M — — * 31* 2 —2 2 8 22*55 3 — 2
ESES S 5 87 222 F —E —.a 2 5* 52353* E
—— —— 232 . 32238 2 E 23 — —85 255*
— 2EIBRTZRS 57 3232 22332—6 —5227 255 — 83.22 5582 j
3788* —2 52238 —E 2 — 556 58385 89
5333 553323 ——— 5 15222 ——— 685 — 235328 3 5 2
8 2* 227 * 3 —
s3833383333868 533235333 538328337 57—
85538 —z29—8 553335535355* 55331 23 53238 —3 3325 —
— 2 —3 — — — —8 7
—————— 52 525553533 —A — * — 2223356 3 49*
— 5352338 2 2 28 —— —* — 3 3 32 * —
5582 2328352355 ——A 55 22 ..45
— En 8 5 — 5— — 525S5 ⁊ 3 —? — — 2 8 X —*
3 32533 2 — 253335323 —— 5 * —A — 1335 c ⸗ 22
— 333 2—83 j c 523 5* — ——
— »3535338223 2 2 AA * S 25383 2 —— 252
25 —2 222 — —2. 2 533985 30 * * 3 5* — — 2 —A
— TER2 —33532353538 55525 5382*555 533 53
—2 2 — *
38 22 — — 33335—5s833*8 87* 235 5 3383 28.258
3.,2235 5s 35 3 28 —— 5535 * 8*24 328
33733353332353 3s33335334 —— — 3552 3338
* — —3 — —
s733323352238 3 52 55837 — —7 88
3* J—— 532 2323 5355 3 2 8
—8 A — 02 — —23 5552337 323535* 3 *25
⸗ —c 58 — — — * 52z22235 5228 553 — 25 8 —2
—ú —3—56 55 255 8B5 53523325 2 — — x
—— * — 52323323 — 15538 525538 58328 8*
—*2 ——— SM 32 22 * 5 22 — 18* ——— —E 722* S
2553 37228 3 3335 z5238*
23 52 *5533 2 5 5 —353235 5 —
* 32 55333 —— 855— 58526 272
55 * ·7 5* — 538 — 28— 2388 *532
—7 3 5228 1 8 24 — —538 5 555
—2 2238 —22 8 — Ssm587 3223 — * *
5 — 38 — 3338* 25* — —722 ——
8 2 — 3 M —MX 22
27 — 28 3— — * — — — 222
23258* 255 535738 * 58* 22 83* — — 3 2225 *
5 3566 353358 23225 8 Ss582 — 7532557 333388 2284
140 —— —*83553 333 56 — — 5*5* 233
z338 2532354 5312323* 52368 5388
3 573 2 235585 * 32225 53858 23 *58 532
2235—3833235 3 k7 5 —— 5552 23552 —55 —
5 0 55—358* 5z58 — 5 535 — 353288* 5535553 5 E53
32338322 2. 5758 325s8—5 52 25 5333535355585* 2
—A— * 25—2·28 E— — 322—88 —A 8 5 — —E——
E —8 2 5— 5353 5 — 53 5— 28 * — 235 5322 5
222 2328 253 0O 2. 28 2 2* S22 S—224 — * *
*2* 22 — — — — —— 2335 „223 25 —A 22
53 5255 —A 2 — 2358525 5555 5358 8* — ** —
— 553533325 —— 53583 —22 3225337 53
— S 58 ꝛ m—2 275 — 2 Sm2 7 8 2 * *
558 — ——— 32 533 * — —2*8 3— 3 —238 —A A523353 2*
* —X 3 —— 8522 —A —8 3 28 8 2*8 —23
38 55 22523556 52 I483 33832 5523555 25525
22 7 » 22* 3280:s —5S 88 5353 — 32233 *2225 — —
—3325373 323252 ———— 38383353388 358338338357 288 53
3 — — 2 22 — 23282
8 535235 — 5228** 2532 8 —— J58 * 2 27 538 ——
* 5* S 5EESSF ——A S * 3 232 s 38—
2s87358 384368* 43 235333533338
5—5 —— —— 25 ** — 2* — * * 8* — — —
A—— J
—— — 333333
—253323235 ——— —— 83 532532353*5* —— 2
323333335637 23335525
——— —— ——— 533658—
335323858 —233
285586*
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*

222 52526 28
2* 223244 3
— 22 —— 253532258 —2432533—535555
32536335z3333 55332353 J 332555352
—A 55 2* a — 8 28 —15228 52 — 58
3335533333253 556642 —A ;35383233533 *
27 — 7138 ? ——222 m—58 —A —— — 52 3
s 2 ¶ 2838 73838
—* 3335382333 233333 GSESS *8 —25758,3358
222 3533 73533833383 332328 —234 35— 3— .8
—555 553 25333538833355 25232327 53 525 35335 R
S2 509 — 53S5 —— 21555535 — 55888
53553 58 —3532—53528 2683 2* 75253852
5 5338 575 —*2353 ——— · * 2— 35 2583 cẽ
—z3323z3832235 —36355338535833 ——5992 26565 25 532
—155 3538 ——, 233033 253535 52* 2 832 23 —A
75—3 7 552333 25523 853 5—528 5353835383 8 3875233338
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32 25575555—5358 —* *
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77
2* — — e 282— 4 —
834 — s2833 535335
* * 2 A
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22E5 — 212 — —22 — *
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2
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252 — 5523 e * — 787 3 — —— 2* — 2* — * 68 33 2 —
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333385 223532 —— ———— 22
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wochentlich/ m⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Ve—

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnuementspreis betragt vierieljahrlich

JA 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1AM 60 , einschließlich 40 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswãril
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blatischrist odet eren Naum, Neclamen mit 30 H pro Zeile berechnet.

—
M. 61

Samstag, den 19. April

1879.

Deutsches Reich.

Mäünchen. Die Nachricht, daß die Einberufung der Ge⸗
etzgebungsausschüsse für Anfaug Mai beabsichtigt sei, wird officiell
als unrichtig erllart.
gong Ludwig von Baiern beglüchwünsch“e den Kaiser von
Rußland sofort nach dem Eingehen der Attentatsnachricht telegra⸗
ohisch zu seiner Errettung.
wWie dem Baier. K. versichert wird, äußert sich der Staats-
minister der Finanzen, Herr v. Riedel, über seinen jüngsten
Aufenthalt in Berlin, wo derselbe bekanntlich an den Berathungen des
Bundesrathes über die Zoll und Tarifftagen theilnahm, nichts
peniger als befriedigend. Es sollen mehrere Anträge der baierischen
Kegierung im Bundesrathe nicht zur Annahme gelangt sein.

Meünchen. Das Generalcomite des landwirthschaftlichen
Bereins in Bayern hat die Aufrage des Ministers des Innern, ob
sich in landwirihschaftlichen Kreisen Neigung zeige, die Ausstellungen
zu Sidneh und Melbourne (in Australten) zu beschicken, verneinend
heantwortet. Auch in den Kreisen unserer Industriellen zeigt sich
eine Vorliebe für diese Ausstellungen: es haben sich aus Ober⸗
„ayern bis jetzt nur 1 Aussteller fur Sidney und 7 für Melbouene
angemeldet.

Berlin, 16. April. Die offizielle Betheiligung des deutschen
Reiches an den beiden Weltausstellungen, welche in diesem und im
nächsten Jahre in Uustralien statfinden — 15. September 1879
n Sidney; September 1880 — in Melbourne iß nunmehe eine
heschlossene Sache. Das Reichskanzleramt hat Herzn Geheimtath
Franz Reuleaux für beide Ausstellungen als Kommissarius ernannt
und heute Vormittag hat bereits die Organisation des Bureaus im
Bebäude des Reicht lanzleramtes staugesunden. Herr Prof. Reu⸗
ieaux dürfte sich eiwa Mitte Juni nach Australien begeben, und nach
Schluß der Ausstelluug von Sidney nur zurückkehren, um die Or—
zarnifation füc die nächstjährige durchzuführen.

Berlin, 16. Aprii. Die sehr umfangreichen Motive der
Zolltarifvorlage sind dem Bureau des Reichssstages gestern Nach⸗
mittag vollständig zugegangen.

Beriin.“ Nachicäglich wird beklannt, daß außer Oldenburg
auch die Hansestädte im Bundesrath vor Eintritt in die Debatte
uber den Zolltaraf erllaͤren ließen, sie würden, dem Beschlusse der
Heidelberger Corserenz ensprechend, für eine Erhöhung der Zölle
Juf Wein, getrocknete Sudfrüchte, Kaffet, Thee, Tabak und Mine⸗
raldle (Finanzzölle), aber gegen Vieh⸗ und Getreidezölle stimmen.

Der Abg. Dr. Bamderger hat an seine rheinischen Wähler
in offtnes Schreiben über die Frage gerichtet: „Was uns der
Schutzholl bringi.“ Dasselbe schließt wie folgt: „Niemals ist an ein
Boik an eine so furchtbare Veränderung im ganzen Erwerbsleben
mit so geringer Vordereitung herangetreten, niemals war der Ge⸗
rechtigk in dabei so wenig Zeit gelassen, zu Worte zu kommen,
aiemals ist ein verhängnißvoller Schritt mit leichterem Herzen
uinlernommen worden. Moͤchten die Deutschen in der letzten Slunde
⸗wachen aus dem verderblichen Taumel, in welches ein einziges
Stichwort sie versenkt hat; möchten sie nochmals bedenken, ob es
richtig sein kann, daß die Steuer, welche ein Bürger dem andern
aus seiner Tasche zu zahlea gezwungen wird, den Wohlstand Aller
zu heben im Stande sei! Mögen die Deutschen eiwachen, ehe der
berhaängnißvolle Spruch der Geschichte ihr Schichal besiegelt mit
den Worten: Zu spät!“

Bremen, 18. April. Der heusige Kaufmanns-Convent,
jon mehr als 700 Personen besucht, fsprach sich fast einstimmig
gegen die vom Reichtkanzler projectirte Zuschlagsabgaabe von Colo⸗
nialwaaren, die üder nicht deutsche Häfen eingeführt werden, aus.

Ausland.

Auch in Oesterreich⸗Ungarn dversucht der Nihilis⸗
nus anscheinerd seine Kreise hinuber zu ziehen. Der „Gazetta
Ratodowa“ zufolge haben in Wien zahlreiche Arretirungen statige⸗
umnden. Auch vier Polen aus dem Konigreich seien festgenommen
vworden, und habe man bei ihnen sozialistishhe Schriften in rus⸗
ischer Sprache vorgefunden.

Frankreiqh kann nicht ohne irgend eine Aufregung leben.

Jetzt ist es die Kandidatur des greisen Verschwörers Blanqu', der
Jur Zeit noch im Gesängniß sitzt, in Bordeaur, welche die Gemü⸗
her erhitzt. Die Blätter behandeln dieselbe mit wachsender Lei⸗
enschaft. Namentlich erwärmen sich für dieselbe die Organe der
Reallion, die im Stillen wohl gar der Hoffnung leben, die Wahl
Zlanqui's könnte eventuell für das gegenwärtige Regime ebenso
verhängnißvolle Folgen haben, wie die Wahl Barodet's gegen Re⸗
musat in Paris ihrer Zeit für die Regierung des Herrn Thiers
jtchabt hat. I

NR'om. Der Papst hat an den Kaiser von Rußland ein
Beglückwünschungs-Telegramm gerichtet.
Gadribaldi hat am Ostersonntag dem König Humbert im Qui⸗
cinal seinen Besuch abgestottet. Da Koönig Humbert wußte, daß
hm das Treppensieigen schwer falle, so kam er in den Garten
sinab und st'eg in des Generals Wagen, wo er eine halbe Stunde
nit ihm verplauderte.

Petersburg, 16. April. Bei Beantwortung der An⸗
prache des Marschalls des Petersburger Adels äußerte sich der
daiser dahin, daß die Kühnheit und Vermessenheit der jüngsten
Attentate ihm die Pflicht auferlege, sehr gegen seine Wünsche außer⸗
ordentliche Maßregeln zu ergreifen, und zwar nicht etwa seinet⸗
vegen, sondern im Interesse Aller, im Juteresse der Geseuschaft,
m Interesse Rußlands. we

Petersburg, 16. April. „Golos? hört bezüglich des
Attentäters, daßß mit der Voruntersuchung Senator Leontiew be⸗
raut sei. Es deftätigt sich, daß der Verbrecher Alexander Solowiew
seißt; derselbe soll Schullehrer in Totopez, Gouvernement Pleskau,
Polnisch Esthland) gewesen sein. Die Nachrichten über den Ver⸗
ziffungsbersuch des Atientäters bestätigen sich nicht, sein Bluter⸗
zrechen soll die Folge von Mißhandlungen gewesen sein, welche
zerselbe bei der Verhaftung durch das Publikum erlitt; nur die
Intervention der Polizei rettete ihn vom Tode. Die Ansprache
es Kasfers an die in den Winterpalast zusammengeströmte Menge
esugte, er verdanke die neue Errettung der Vorsehung und er
rblicke darin die Weisung, daß sein Leben dem geliebten Vater⸗
inde noch nothwendig sei, welchem er mit derselben Liebe auch
eine letzten Jahre widmen werde, mil der er das ganze Leben
dem Valerlande gedient habe.

Der „Kolln. Zig.“ wird aus Petersburg telegraphirt:
Der Verbrecher heißßt nach neueren Ermitlelungen nicht Sokolow,
ondern Solowiew.. Er ist etwa 80 Jahre alt und war früher
Student in Petersburg, zuletzt Hauslehrer in Toropez, Gouverne⸗
ment Pleskau (Plslow). Mutter, Sqwester und Bruder des Ver⸗
hrechers befinden sich hier, und die Mutter hat ihren Sohn bereits
ꝛekognosciri. Er soll gestanden haben. Mitschuldige zu besitzen,
ohne deren Namen jedoch zu nennen. Er sagt, daß ihn das Loos
getroffen habe, bewahrt aber im Uebrigen vollständiges Schweigen.“

Zu derselben Zeit, da in Peserssburg die verhangniß⸗
ollen Schüsse fielen, hat ein schweizerischer Gerichtshof das Ver⸗
zilt abgegeben, daß auch ein republikanisches Gewissen den Fürsten⸗
nord als ein gemeines Verbrechen verabscheuen müsse. In dem
Prozesse gegen den Redacteur des Journals „Avantgarde“, den
ranzoösischen Staatsangehörigen Brousse, bat die Jury des ersten
idgenössischen Geschworenenbezirls ihr Verdikt auf „Schuldig des
Bergehens gegen das Volkerrecht wegen Vertheidigung des Königs⸗
mords“ abgegeben.

In Warschau hat eine Anzahl hochgestellter Beamter
— man spricht von 12 — darunter mehrete Generale, von dem
zeheimen pihilistischen Centralcomite in Petersburg Drohbriefe zu⸗
jeschict erhalten, worin ihnen angeklindigt wird, daß, wenn sie ihr
Verhalten gegen die in Untersuchungshaft befindlichen Nihilisten nicht
indern, die Todesstrafe unverzüglich an ihnen werde vollstreckt
verden. Die Polizei ist Tag und Nacht auf den Beinen, um die
Urheber und Verbreiter dieser Drohbriefe, die mit gutem Grunde
zort in der Stadt vermuthet werden, zu ermitteln; doch haben ihre
Nachforschungen bis jetzt nicht den geringsten Erfolg gehabt.

Die „Südd. Presse“ schreibt: „Dem Zaren wird man nach
den verschiedenen Schicksalsschlägen seines Lebens anläßlich des
        <pb n="214" />
        zeben gegen ihn versuchten Verbrechens um so größeres Mitgefühl
jollen müssen, als derselbe zur Beseitigung der vielen Schaäden. in
dem dürftigen Organismus seines ungeheuren Reiches stets den
hesten Willen gezeigt hat. Aber dieses perfönliche Verdienst des
Zaren wie der von ihm 1870 erworbene Anspruch auf den Dank
Deuischlands kann das Urtheil nicht hindern, daß das officielle
Rußland. tief erkrankt ist. Es brauchte einen energischen Regenera⸗
sor von weitem Blick, humaner Gesinnung und fester Entschlofsen⸗
heit an der Spetze. Der 60jährige Zar aber kränlelt, und Er⸗
iebnisse wie dicjenigen der lezten Jahre können seine Entschluß⸗
und Schnellkraft schwerlich gehoben haben. Der am 10. März
1845 geborene Thronfolger aber bedeutet nach allem bisher von
hm Vernommenen unbeschadet mancher guten Eigenschaften nicht
eine Besserung, sondern eine noch weitere Steigerang der politischen
und sozialen Desorganisation jenes merkwürdigen Landes.“

— Konstantinopel. Das Scheitern der gemischten
Oktupat'on Ostrumeliens ist Rußlands Schuld und speziell als Ju⸗
rigue Gortschakoffs gegen Schuwaloff anzusehen. Mit Gorischakoff
trelen wieder zahlreiche panslavistische Elemente in den Vordergrund,
deren Spur hier in Konstantinopel noch deutlicher als in Rufsand
erkennbar ist. In ihrem Bunde stehen einzelne französische Agenten,
welche Ostrumelien beunruhigen und die hulgarische Bevölkerung da⸗
selbst in ähnlicher Weise ermuntern, wie die Russen es thun.
Selbstverständlich ist die Reg'erung der französischen Republik solchem
Treiben vollständig fern und sie hat ihre Mißbilligung diesselben
deutlich genug durch Abberufung des Botschafters Fournier, der in
dieser Sache von Verschulden nicht frei, bekundet.

Die Nachrichten aus Indien zeugen von dem Umsichzreifen
Aner für die Engländer keineswegs hoffnungsvollen Auffassung be⸗
züglich der afghanischen Angelegenheit. Einerseits scheint Jakub
shan nicht geneigt, bevor er eine Niederlagen erlitten, sich den
Forderungen der indijschen Regierung zu fügen, und andererseits
—E
eelche den englischen Truppen durch die Bergstämme bereitet werden
tönnen. Sollen doch Sendlinge Jakub Khan's damit beschäftigt
sein, diesen einen „heiligen Krieg“ gegen die Eindringlinge zu
hredigen.
Bermischtes.

*Sit. Ingbert, 18. April. Am Mittwoch-Abend zwi⸗
schen 9 und 10 Uhr brannte es in dem Hause des Schuhmachers
Vichael Henrich in Rohrbach. Einige Mobilien lilten Schaden
und auch ein Theil des Dachstuhls wurde zersiött. ——

7 Die Einnahmen der pfalzischen Bahnen in den Z3 ersten
Mounaten dieses Jahres betrug um 86,888 M. 14 Pf. weniger
us in demselben Zeitraume des Vorjahres. Schöne Aussichten.

Im Deutschen Reiche waren nach der Volkszählung vom
Jahre 1875 rund 11,260,000 heirathssähige Menschen vorhanden,
wenn man die noch nicht Heirathsfähigen und die schon Verhei⸗
ratheten von der Gesammidevölkerung abzieht. Von jenen 1134
Mill. Heirathsfähiger sind nur 4223 Mill. Männer, 694 Millionen
bingegen gehören zum schönen Geschlecht.

F Zweibrücken, 17. April. Nach der bisherigen Ein⸗
lheilung war der Bevbölkerungsstand der 4 Landgerichte des hiesi⸗
gen Bezirksamts folgender:

1) Landgericht Zweibrücken 2319
2) Blieskaste. .122861
8) St. Ingbert.. 14920
4 Hornbach.. 9979

zusammen. 609979

Nach der neuen Eintheilung wird sich der Bevblkerungezustand
folgendermaßen stellen:

1) Amtsgericht Zweibrückn..
2) Blieskastee....
8) F St. Ingbert

31519
14540
14920
zusammen. 60979
so daß Zweibrücken 8300 uad Blieskastel 1679 Einwohner mehr
Jählt. — Ludwigshafen mit 38550, Neustadt mit 39944, Kaisers—
lautern mit 39201, Landau mit 34089 sind die stärkstbevölkerten
Amtsgerichte der Pfalz. (3w. Zig.)

rLandau, 17. Aptil. Bei dem Brande der Rödel'schen
Mähle in Steinweiler wird Brandstiftung vermuthet, welche da⸗
durch bewirkt worden sein soll, daß das leere Mühlwerk in Gang
gefetzt und durch die Reibung eine Entzundung hervorgerufen
wurde. (ilb.)

FIn Harkthausen ist ein Bursche seinen Wunden,
welche ihm ein anderer am Ostersonntag mit einem Messer beige⸗
bracht hatte, erlegen.

f Ein Fischer in Eichwald am Rhein gewahrte in heinem
Nachen fahrend einen ungemein großen Lachs, den die zurüchge⸗
retenen Fluthen in einer Niederung zurückgelafsen hatten; er fing
ihn und zog ihn in sein Fahrzeug. Der Lachs wag 30 Kilo und
zatte, als er geschlachtet wurde, einen Hecht von eiwa 2 Kilo in
einem Innern und in dem Hecht stal eine schlanke Forelle und in

der Forelle ein niedliches Weißfischchen. Es war ein seltener Fisch—
zug und ein sprechender Beweis von dem Darwin'schen Kampf
ams Dasein und dem alten Wort: „Denn Du bist groß und ich
bin klein“.

rF.Sulzbach. In der Nacht vom Freitag zum Samstag
vurde dem in der Nähe der Tränkelbach-Schächte wohnenden
Steiger Schmidt eine Ladung gehackten Bleies, wovon einige zwan⸗
iig Stücke gefunden wurden, zu einem Fenster des Hauses herein⸗
geschossen. Das betreffende Zimmer wurde hisher von dem Be⸗
vohner als Schlafzimmer benutzt, in dieser Nacht jedoch zum Glück
nit einem andern vertauscht, sonst hätte ihn leicht ein Theil der
im Zimmer angeprallten Eleistücke, die arge Verwüstungen darin
ingerichtet haben, treffen lönnen. Es kann hier nur der gemeinstt
Rachealt aüusgeübt worden sein, da schon vor nicht langer Zeit auf
dieselbe Person bei einem Gange durch den in der Nähe liegenden
Wald geschossen wurde, ohne fie jedoch zu treffen. Der Thäter
konnte bis jetzt noch nicht ermiltelt werden. (Bote d. S. Th.)

FSaarbrücken. Die „Saare und Moselztg.“ schreibb:
Die Moselbahn, welche auf der Strecke Trier — Oberlahnstein be⸗
reits im Monat Februar seitens des Vorsitzenden Herrn Geh. Re⸗
zierungsrath Jecklin und Mitglieder der königl. Direktion der
Saarbrücker Eisenbahn, sowie des zur Dienftleistung bei derselben
ommandirten Stabsoffizier der Eisenhahn-Abtheilung des Großen
Generalstabezs befahren worden war, wird vom 15. Mai ab dem
Verkeht für Gütere und Personen⸗Transporte übergeben werden.
Die weitere Fortsetzung dieser Bahn, namlich die Strecke Berlin⸗
Wetzlar, wird dem Guterverlehr bereits am 15. April, dem Per⸗
onenverkehr aber auch erst am 15. Mai eröffnet. Ausgenommen
davon bleibt die Strecke Dingelstädt Eschwege. Das noch fehlende
Stück Berlin-Wetzlar wird durch eine andere Staatsbahnlinie (Lahn⸗
»ahn) via Arenshausen ersetzt und besitzen wir dann eine ununter⸗
hrochene Staatseisenbahnlinie von Eydtkuhnen bis Metz; dieser
dinie wird ohne Zweifel ein großer Theil des Transitverbehrs
wischen Petersburg und Paris zufallen und somit auch den Handels⸗
inleressen dienen, während ihr wohl in erster Linie eine militärische
Bedeuntung beizumessen ist. Da die Bahn zweigeleisig ist, so kann
für einen Kriegsfali nicht nur innerhalb weniger Tage die erforder⸗
liche Truppenmasse an die Grenze geworfen werden, fondern e
wird auch die Nachsendung von Kriegsmaterial und Proviant fin
das im Felde stehende Heer unabhängig vom Personen⸗e und Güter⸗
derlehr erfolgen koͤnnen. In feiedlichen Zeiten wird die nem
Moselbahn auch manchem Touristen Gelegenheit geben, die Relze
des Moselthales sich auf eine bequemere und leichtere Weise zu⸗
zänglich zu machen, als dies seither der Fall war. s

* Auf den kgl. preuß'schen Saargruben betrug die Gesammt⸗
Förderung an Steinkoblen in dem am 31. März abgelaufenen
fẽtatsjahr 187879 87,772,880 Etr. gegen 88,093, 370 Etr. im
Borjahre. Der Absatz hat mit Einschluß des Selbstverbrauchs
38,090,772 Etr. erreicht. Die Zahl der Arbeiter, einschließlich
»er dei dem Grubenbetriebe verwandten Pferdeknechte und der Hafen⸗
atbeiter betrug im letzten Quartale durchschnittlich circa 22,150
Mann, während in oer entsprechenden Periode des Jahtes 1878
noch durchschnistlich 22,944 Mana beschäftigt waren.

F Wahrend seiner Arbeit in der Grube Dudweiler er—
itt der Bergmann Valentin Grill von Ehlingen durch herabstür⸗
ende Kohlenmassen so schwere Verlehungen, daß an seinem Auf—
ommen gezweifelt wird. Der Verletzte ist ein braver und acht⸗
‚arer Mann und war durch das Vertrauen feiner Mitbürger in
den Gemeinderath berufen. Er steht in den besten Jahren, ist ver⸗
Jeiralbet und Vater von 8 unerzogenen Kindern.

Verschiedene Blätter melden von Verhandlungen zwischen
Bayern und Hessen über eine in baherische Hände zu legende Ver
dindung zwischen dem rechts- und dem linksrheinischen Bayern,
). h. also zwischen Unterfranken und der Pfalz. Dieselbe würde
die Linie Aschaffenburg-Darmstadt-Worms⸗Frankenthal umfassen.
Fine Bahnverbmdung zwischen den genannten vier Punkten existirt
zereits und hat es sich somit lediglich um den Erwerb jener Li⸗
nien zu handeln; dieselben sind ükbergll Privateigenthum und zwar
zurchweg im Besiztz der hefsischen Ludwigsbahngesellschaft. Die
Verhandlungen sind bereits ziemlich weit gediehen; ein Abschluß
st bisher nicht erzielt; die hefsische Regierung scheint zwischen jener
Brivatbahngesellschaft und dem bayerischen Staat ein Zwischen⸗
tadium des Uebergangsbesitzes herstellen resp. bilden zu wollen.
Das Interesse des bayerischen Staates an einer in seinen Händen
defindlichen Esenbahnverbinduug zwischen der durch fremdes Gebiet
zetdeilten Land:shälfte springt allerdings in die Augen.

FWiernsheim (Württembergs, Am Gründonnerslag
erschien vor dem hiesigen Schultheißen eine Frau in betrunkenem
zustande und erklärte kurz und bündig, sie habe ihren Maun todt⸗
Jeschlagen, weil er — dem Trunk ergeben sei. Am Thatorte ange⸗
angt, fand der Schultheiß eine große Blutlache auf dem Sluden⸗
oden und den Mann der Uebelthäterin blutüberströmt im Betté
iegend, zwar nicht todt, aber mit zwei schweren Kopfwunden.
Die Verletzung war demselben mitlelst einer leeren Schnapsflasch
        <pb n="215" />
        beigebracht worden! Die Ehegattin sitzt hinter Schloß und Riegel
und hat Zeit zur Reue, von der sie vorerst wenig geplagt zu werden
qeint, denn auf den Vorhalt ihrer verbrecherischen That erwderte
ie gelassen: „Der ist wohl hin.“ (S. M.)

F Eine glückliche Boischaft erhielt, wie der „Düss. Anzeiger
schreibt, dieser Tage ein Herr Müller in Düsseldorf des Inhalts,
r habe in einer auswärtigen Lottere 400, 000 Gulden gewonnen.
Rachdem das freudige Ereigniß hinreichend gefeiert und einige
hundert Mark verzecht worden waren, kam die Nachricht, daß di⸗
frohe Botschaft für einen andern der 280 in Duüsseldorf lebenden
Mullce bestimmt gewesen sei.

F Der Reichslanzler wird sich Anfangs Juli zu einem längeren
Aufenthalt rach Kissingen begeben.

FSzegedin, 15. April. Man lelegraphirt der „N.
Fr. Pr.“: Wir hatten Ostern fortwahrend Regen; Nachts brach
ein fürchterlicher Sturm los, welcher alle Restaurirungs-Arbeiten
schädigte. Sechzig Schlagwerke der Bau⸗Unternehmer wurden um⸗
deworfen und zerstört; Flöhße mit Material und Lebenkmitteln
wurden weggetrieben, sechs Stehschiffe mit Vorräthen und Lebens
mitteln versanken. Die Unternehmer arbtiten nun ausschließlich an
der Hebung der versunkenen Schiffe und an dem Auffangen des
weggeschwemmten Materials. Die Arbeiten der Alfödbahn, welche
als nahezu beendigt angesehen wurden, so daß die Strecke schon
am Mitwoch bätte befahren werden follen, sind durch den Well⸗
ichlag so beschädigt worden, daß die Eröffnung des Verkehrs wie⸗
der verschoben werden mußie. Dasselbe gilt von der Staatsbahn.
Die Matos und die Theiß steigen abermalgs. Heute wurden wie—
der 10 Leichen aus dem Waffer gezogen.

.Sergei Lawrowsth, einer der gewandkesten russischen gehei⸗
men Polizisten, wurde von Petersburg nach Valtawa mit der beson⸗
dcen Aufgabe geschickt, der dortigen weit verzweigten nihilistischen
Organisation auf die Spur zu kommen. Angelangt in Poltawa,
eutwickelte Lawrowsky eine große Thätigkeit und würde vielleicht nichi
ohne Erfolg gearbeitet haben, wenn das Schichsal sein Herz nicht
mit glühender Liebe für ein rtizendes weibliches Wesen hälle en—
dcennen lassen. Der Polizist verleble sich nämlich in die 17jahrige
cochter des Pollawaer Popen Achristow, ohne zu ahnen, daß das
Ideal seines Herzens eine — enragirte Nihilistin sei. Nach zwei⸗
monatlicher Liebe gelang es dem gewandten Polizisten, des gewand⸗
en Polizisten, das Fräulein Achristow für ein nächtliches Stelldichein
in einem von der Stadt entlegenen Parkle zu gewinnen. Bebenden
Herzens ging Lawrowsly hin. Adber statt dort die Liebe wonniglich
jzu genießen, derlor er — seine Nase und seine Ohren; denn an
drm Orte das Rendezvous erschienen in Bertretung des Fräͤuleins
Jüns mastirte Nihilisten mit Dolchen und Rebolbern, banden den
Poliz'sten an einen Baum und vollführten an ihm die Operation,
daß sie ihm Nafe und Ohren abschnitten. Der fast verblutet⸗
Polizist wurde erst am Morgen oes nächstfolgenden Tages von einem
Polizeisoldaten in furchtbar verstümmellem Zustande aufgefunden,
und in seiner Tasche befand sich ein Zettel folgenden Inhalts:
„Wir haben ihm die Nase deßhald abgeschnitten, weil er ein Spür⸗
dund ist, die Ohren aus dem Grunde gestutzt, weil er sich auch als
ein großer Esel erwiesen hat, indem er sich in eine der Unfrigen

derliebter. In Folge des großen Blutverlustes schwebt Lawrowsty
in Lebensgefahr. Fräulen Achristow ist aus Poltawa spurlos ver⸗
schwunden. Die Thäter find nicht entdeckt worden.

Newyort. Madame Elisabelh Pattetson⸗ Bonaparte
die Witiwe des gewesenen Königs Jerome von Westfalen, eines
Bruders des Kaisers Napoleon J., ist am 8. April zu Baltimore
n Nordamerika in dem hohen Alter von 94 Jahren gestorben.
Dekanntlich diente Jerome, als Napoleon noch erster Konsul war,
in der französischen Flotte an der amerikanischen Küste. 1803 ver—
iebte er sich als neunzehnjähriger Mann leidenschaftlich in VPiß
Elisabeth Patterson, die Tochter Anes reichen Kaufmanus in Balti—
nmore, und heirathete sie. Aber schon 1804 proklamirte sich
Napoleon selbst als Kaiser und seine Anschauungen von den Ge—
chicken der Bonaparte erweiterten sich. Er erklärte die Ehe seines
Bruders Hieronymus fůr nichtig und forderle diesen auf, sich von seiner
Angen Frau zu trennen. Derfeibe besaß zu wenig Willenskraft,
um sich seinem Bruder zu widersetzen, und gab nach. Seiner Frau
durde verboten, je einen Fuß nach Frankreich zu setzen und Jerome
Jeirathete 1807 die Prinzessin Katharina, Tochter des Königs von
Würtlemberg. Die Verstoßung Elisabeth Patterson's war der Preis,
den er für die Kione des neuen Koͤnigreichs Westphalen bezahlte.
Aber Eusabeth ihrerseits etkannte die Nichtigkeitserklärung ihrer
khe niemals an und erhlelt ihr Recht aufrecht, den Namen Bonaporie
u tragen. Als Napoleon III. den Thron bestieg, wurde der Sohn
Clisabeihs als legitim erklärt, aber die Ansprüche der Nachtkommen
erselben auf kaiserlichen Rang wurden nicht anerkannt. Ein feler⸗
icher Familienrath welcher kurz vor det Katastrophe von Sedan
ibgehalten wurde, bestät'gte die Entscheidung Napoleons J. und der
aodte dem Eatel der Nadame Elisabeth Jerome die vollen Geburls⸗
edte. Jede andere Auszeichnung stand ihm offen, ja man sagt,

der Kaiser habe ihm selbst den Herzogẽtilel angetragen, wenn er nur
nicht auf einen Anspruch bestehen wolle welcher mit der Legiti⸗
nität von des Königs Jerome zweiter Ehe mit Prinzessin Katha⸗
ina in Widerspruch stand. Aber zu seiner Ehre weigerte sich
Jerome, die Ehre seiner Großmutter zu kompromiliren. Elisabeth
Patterson beharrte darauf die einzige wahre und gesetzliche Frau
Ferome Bonaparte's zu sein. Als Madame Jerome Bonaparte
jatte sie gelebt vnd als Madame Jerome Bonaparie ist sie gestorben.

Dienstesnachrichten.

Der Rechtscandidat Richard Vogt aus Neustadt wurde
zom 1. Mai l. Is. zum Polizeianwall bei den Landgerichten
Obermoschel⸗ Rockenhausen, mit dem Amtssitze in Obermoschel, er⸗
annt.

Der Forstamtsassisten! K. Th. Hauber in Pirmasens
vurde zum Oderförster des Reviers Bobenthal ernannt.
Gemeinnütziges.

Ueber Weidenpflauzungen au Sifenbahndämmen. In Folge
der begründeten Thatsache, daß die Pflanzung von Korbweiden
nicht nur im Interesse der Korbflechtindustrie gelegen ist,
ondern auch für die Grundeigenthümer rinen lohnenden Ertrag
u bieten vermag, und mit Rucksicht auf die an die Generalinspec⸗
ion der Eisenbahnen diesbezüglich ergangene Weisung des Han⸗
delsministeriums, wurden die dsterceichischen Eisendahn ·Verwoltungen
ingeladen, der Einführung der Korbweidencultur auf den entlang
der Bahn disponiblen Bahngründen besonderes Augenmerl zuzu⸗
venden und auf diese auch für das Interesse der Bahnverwaltung
'o wichtige und ersprießliche Cultur ernstlich Bedacht nehmen zu
vollen. Unter den so zahlreichen Weidensorten (bei 800) erschei⸗
nen im Hinblicke auf ihre Verwendung für die Korbflechtindustrie
nsbesondere folgende drei Sorten empfehlenswerth: Salix viminalis
ür feuchten Boden, Salix purpurea für trockenen und sandigen
Boden und dalix prucinosa für sterilen Sandboden. Mit Rus⸗
nahme der eigentlichen Dammböschungen lönnen auf allen hierzu
zeeigneten Bahngründen, insoweit diese nicht eine anderweitige
Verwendung finden, Weidenculturen geschaffen werden, und dürfie
jierzu besonders das Terrain der Materialgräben und das längs
er Flüsse gelegene geeignet sein. Besonders eiguet sich diese An⸗
flanzung für die Uferversicherungen und könnie das Korbflechten
nuch dem Wächterpersonal eine lohnende Beschäftigung ohne Beein⸗
raͤchtigung des Dienstes bieten. (Z3. d. E.)
* alan
Marktbereͤchte.

Zweibrücken, 17. April. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Veizen 10 M. 63 Pf. Korn 8M. 34 pf., Gerste zweireihige O M. — **
ierxeihige d M. — Pf., Spelz 6 M. 84 ppf. Spelzkern — M.— 9
Dintel — M. — Pf., Wischfrucht M. — pf.. Hafet 7 Ma22
krbsen — M. — Pf., Widen 0O M. — Pf., Karioffeln 8 M. — 8.
deu M, 80 pPf.,Siroh Zen. — vf., Wrihbrod Un guon 5 pf
dornbrod 3 Kilogr. 75 Pf, 2 Kilogr. 50 Pf., 1 Kilogr. 25 Pf., Gemischt⸗
brod 8 Kilogr. 90 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 pf. Rindfleisch J. Qual.
86 Pf. II. Qual. 60 Pf., Kalbfleisch 60 Pf., Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleisch
56 Pf. Butter? / Kilogr. IM. 20 Pf., Wein 1 Litet 70 Pf. Vier ĩ Liter 24 Pf.
* Coursbericht über Loos-Effecten von A. Molling,
Bankgeschäft, Berlin W., Friedrichstr. 180
vom 15. April 1879.

Amfierdam Industr. Pal. 22/2 fl. Kl. G. 3 fl. 6B. Ansbacher 7 fl.
dauptt. 14,000 ki. Gw. 9 fl. 20,20 G. 81,00 B. Augsburger 7 fl. Hpt. 7000
l. Gw. O fl. 20.25 G. 22)100 B. Badische 835 fl. Hpt. 40,000 kl. Gw. 59 fl.
64,00 G. 166,00 B. Bari 100 fres. Hptt. 100,000 kl. Gw. 150 fres. 40 6G.
Barletia 100 fres. Hpt. 100,000 kl. Gw. 1Lo fres. 19,60 B. Braunschw.
20 thlr. Hyt. 150,000 kl. Gw. 69 Mark. 8400 G. 83.50 B. Bukarester 20 fr.
Dpt. 100,000 kl. Gw. 20 fres. 21,30 G. 23,. B. Finnländer 10 thlr. Hpit.
0,090 ki. Gw. 86 Mark. 4.00 G. 4280 B. Freiburger 15 fres. Hyt 40000.
l. Gw. 19 fres. — oo G. 25,10 B. Genueser 150frcs, Hpt. 100,000 ki. G.
160 fres. — G. 85,00 B. Hamburger 100 Mk. Bo— Hp:. 115,000 M. B,
l. Gw. 156 M. B. 290 G. — B. Hamburger 50 thlr. Amortiszieh. kl
Sw. 180 Mt. 188 0 G. 186,00 B. Kurhess. 4A0 thle Hpte 6 böod i. n 225
Mark. 26300 G. 266 B. Lubecker 80 thlr. Hpi 30600 il. Gw. 108 Mi.
87006. 190,00B. Mailand⸗Como 14fl. Hpt. 20600 kl Gw. 14 sl. 55 6. — 8.
Mailänder 45 ir. v. 1861 Hpt. 70,000 ti. Gw. 47 fres. 32,000 B. Mailänder
AOfres. v. 1866 Hauptt. 100,000 ti. Gw. 10 fres. 10,00 G. II28 B. Meininger
A. Hpt. 18000 il. G. 8 fl. 26,20 . 22 BNassauer 25 i. Hpi. 20,6000
il. Gw. 48 fl. 101 G. — B. Neuchateler 10 fres. Hpi. 12,000 il. Gw. 12 fr.
—,od G. 18,00 B. Neapeler 150 fres. Hpit. 33000 kl. Gw. 150 fres. 68 6.
— B. Oldenburger 40 thlr. Hpt. 60,000 kl. Gw. 120 M. 149,50 G. 152,86 B.
Preußische Prämien 100 thlr. Hpt. 225,000 kl. G. 345 MNt. 155,00 ꝰe G.
157,00 0 B. Pappenheini 7 fl, Hpt. 9000 kl. Gw 7 il. 17.00 G. 18 8B.
Scaumb Lippe 25 thlr. Hpt. 36,000 kl. Gw. 138 Mk180 G. Schweden
10 thlr. Hpit. 80,000 kl. Gw. 39 Mk. -, o G. 48,30 B. Turl. 400 fr. inch.
I. v. April 1876 Hptt. 600,000 kl. Gw. 400 fres. — G. Ceo V. Ungar.
100 fl. Hauptt. 100,000 kl. Gw. 136 fl. 175180 G. 178,00 V. Vene diger
30 fres. Hptt. 60, 000 tleinster Gewinn 30 fres. 17.30 Brief.

Soweit Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den unter Brief notirten
Toursen Verkäufer, zu den Geld⸗-Coursen Käufer— A. Moilliug.
Fur die Redaction verantwortilich: F. X. Deme
        <pb n="216" />
        Holzversteigerung.
qus Staatswaldungen des X
Forstreviers St. Ingbert.
Mittwoch, den 28. April,
d Uhr des Vormitlags zu St.
Ingbert bei Wirih Ober⸗
dauser
Schhäge: Rothenlopf, Zoll⸗
scheidt, Stiefel, Nesselsdelle und
Zußäll.Ergebnisse.
36 eichen Staͤmme, 3. bis
5. Cl.
18 buchen Stämme 2.] Cl.
167 — aet
13 hainbuchen Stämme 2. Cl.
7 tiefern Stamme 8. und
4. Cl.
12 atorn Stämme 2. Cl.
1 birken Stamm 2 Cl.
2 aspen Stämme 2. Cl.
231 eichen Wognerstangen
48 erlen Stämme u. Stangen.
5 buchen Wagnerstangen
14 Ster eichen Misselholz 3.
bis 5 Cl.
3 , buchen Misselholz
I 2. El.
198, eichen Zaanprügel
13 5 buchen Scheit 1. Cl.
vierschühig
113 ,vuchen Scheit 2. Cl.
32 e an⸗
dan. ⸗e brüchig
123, eichen Scheit 2. Cl.
I u. anbrüchig
10 „ birken, lkiefern und
aspen Scheit
380 „ biuchen Stangens u.
* J * * Astprügel
49 , eicdghen, kiefern und
Weichholzprügel
287 , buchen Kroppen
49 5 eichen, birken xc.
Krirabppen
39, buchen Kloßzbou.
St. Ingbert, 5. April 1879.
Tochtermann,
Kgl. Oberförster.
Die Militärpflichtigen
don 1879 werden hiermit auf⸗
gefordert, si d wegen Besprechung
der Mufik, am Sonntag,
den 19. April Nachmittags, bei
Peter Jung, Gastwirth, ein⸗
zufinden.
Mehrere Militärpflichtige.
herloren)
wurden am Osler⸗

onntag Mittag ein

paar goldene

Doppelohr⸗
ring mit schwarzen Sieinchen,
auf dem Wege von Hrn. Gold⸗
arbeiler Meß in die laih. Kirche.
Der redliche Finder wird gebeten,
jolche auf der Ziegelhütte des
hrn. Paul gegen Belohnung
abzugeben.
Ein braves

Dienstmäd⸗

Jen far häus⸗

liche Arbeit din 4, Mai gesucht.
Wo? sagt' die Exped. d. Bl.
Sta' ion he! lebzette'
nigst bei F. X. Demes

Oasĩmdd.
Sonntag den 20. und Sonntag den 27. April
iaden im Bereinslßkal Geter Schweibe r)
Abends 8 Uhr,
—henater-Vorstellungen
satt. Berechtigungskarten müssen am wei ß en Sonnlag bis
ängstens Abends 6 Uhr bei Herin Johann J u st senior
Muͤhleneck), gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte abgeholt
verden. —
IFJedes Mitglied hat das Recht eine erwachsene Frauenk
person einzusuühren. — Kinder haben keinen Zutritt.
Der Ausschuß.
Wissenschaftlich geprüft u. beautachtet. —
Doppelkräutermagenbitler,
nach einem alten aus einem Be
nedictinerkloster ftammenden Recep
tabrizirt und nur en gros ver
sandt von
C. PINGVL in Gottingen
(Provinz Hannover.)

Der Benedictiner ist bis
et das kostbharfte Hausmittel uud
eßhalb in jeder Familie beliebt
eworden. Der Benedictiner
si nur aus Bestandtheilen zusam ⸗
nengesetzt, welche die Eigenschaften

besihen, die zum Wie deraufbau
—* zerrütteten dahinfiechenden
Körpers unbedingt — sind
er ist unersetzlich bei Magenleiden, Unverdaulichkeit, Hämor⸗
rhoiden, Nervenleiden⸗ Krämpfen, Zlaͤbugger Haͤutaus⸗⸗
chlägen (Flechten), Athemnothe, Gicht, heumatismus
—S — ——— — sowie bei Leber⸗ und Nieren leiden
Ind vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Boene⸗eduic tiner reinigt das Blut und vermehrt dasselbe
er entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
frisch, siellt die Harmonie des Koͤrpers wieder her und verlängert dat
deben bis zu seinem vollen Maße.

NB. Jede Fiasche ist mit dem Siegel „C. Pingel in Goͤttingen
verschlossen und mit dem geschützten Etiquett versehen.

Preis à Il. von ca. 330 Gr. Inhalt s M. 530 Pf.
e , 660 6 M. 73 Pf.
Bei 5 Il. Verpackung frei. Vei 10 Fl. freie Verpackung u. 1 FJl. gra⸗
uͤs. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage . En gros
Versandt durch die Fabrilk.

Atteft: Sr. Hochwürden Herr Coop— Bit. Pantenburg
in Kastleb. Kemnath in Bayern, Oberpfalz, berichtet: Senden Sie mir
gefl. 10 Flaschen Ihres Benedictiner, denn derselbe hat mein fruheres
Mißtrauen, womit man in unseren Tagen Allem was in öffentlichen An⸗
zeigen empfohlen wird, zu begegnen berechtigt ist, vollständig überwunder
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lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuementspreis betragt vierteljährlich

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mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder Leren Raum, Reclamen mit 30 4 pro Zeile berechnet.
M 62.

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1879.

Deutsches Reich.

Berlin, 17. April. Die hier tagenden Vertreter von den
dcutschen Seehandelsplätzen be'chlossen eine Petition an den Reichs
jag, worin dieselben sich gegen Relorsionszölle, gegen Zölle auf Ge⸗—
reide, Eisen und Holz aussprechen und ferner erklären, sie hätten
jegen Finanzölle principiell nichts einzuwenden, die für Thee, Kaffee,
Tabak, Malz, Speck und Pettoleum vorgeschlagenen Zollpofitconen
eien aber viel zu boch.

Berlin, 17. April. Se. Maj. der Kasser hatte gestern
Nachmittag eine einstündge Konferenz mit Fürst Bismaͤrd.

Die „Probinz. Korresp.“ schreibt: Das Attentat gegen Ka.ser
Alexander bilde ungeachtet der eigenhümlichen seit Jahren in Ruß⸗
iand entwickelten Verhältnisse ein Glied in der Reihe der Frevel⸗
haten der durch ganz Europa gehenden revolutionären Bestrebungen.
Das deutsche Volk, welches dem mit seinem Kaiser befreundeten und
seit langen Jahren eng verbündeten Furften die innigsten Gefühle
vidme, habe auch anläßlich der jetzigen schweren Prüfung seiner
erusten Theilnahme für Kaiser Alexander und dessen erhabene Auf⸗
gaben den wärmsten Ausdruck gegeben.

Berlin, 18. Apru. General v. Werder, der aus dem
dentschefranzösischen Kriege bekannte Sieger über Bourbaki, demissio⸗
nirte und wurde in den Grafenstand erhoben. Generalb. Obernitz
erhielt das Kommando des 14. Armeekorps.

Berlin. Nach der „Nordd. Allg. Ztg.“ sind die Vorar—
beiten zum Entwurf eines Reichs Versicherungsgesetzes in Angriff ge⸗
nommen; desgl. ist ein Reichs-Viehseuchengesegin Ausarbe fung
begriffen und wird dasselbe dem Reichstag noch in der jetzigen
Session vorgelegt werden köͤnnen. — Auch die Vorarbeiten für einen
Wesetzentwurf über Regelung der Eifenhahn⸗Gütertarife haben be—⸗
zJonnen; die von den verschiedenen Regierungen zu entsendenden
Mitglieder der Commission, welche den Entwurf fertig zu stellen
hat, werden in nächster Zeit ernannt werden.

Aussand.

Petersburg, 17. Ipril. „Nowoje Wremla“ erfährt, es
ei unter dem Vorsitz des Staatssecrelärs Waluieff eine besondere
Commission gebindet worden zur Berathung Uber außerordentliche
Maßregeln aus Anlaß der vielen Aitenlate

Der geheimnißvolle Bund der Nihilisten soll an die 19,000
wirkliche Mitglieder zählen, der zahllosen vereidigten, aber im Ueb⸗
rigen uneingeweihten Agenten uicht zu gedenken. Man behaupiet,
daß sich unter den Müͤgliedern mehrere Generäle und auch der
Abt eines Klosters befinden. Das Vermögen des Revolutionsko⸗
mite's wird auf 2 Millionen Rudbel veranschlagt.

Die Kaufmemnnschaft von Petersburg hat beschlossen,
der Stelle, wo das Altentat berübt wurde, eine Cavbelle zu er⸗
auen.

Recension in der „Zw. Zig.“ beweisen, welche sich auf ein jüngst
in Homburg stattgehabtes Conzert beziehi: Emmnente Technik, kraft⸗
voller Anschlag und feinez Verständniß zeichneten die Klaviervorträge
zus und gaben nicht nur Zeugniß von hoher musikalischer Begab⸗
ang, sondern auch von seltenem Fleiße. Die schwierigen Conzert⸗
Jücke von Liszt z. B. spielte sie mit größter Bravour und Ge⸗
läufigkeit. Rauschender Beifall wuͤrde der jugendlichen Künstlerin denn
auch nach jedem Vortrage zu Theil. Wir zweifeln nicht, daß fie
nach wenigen Jahren einen weitklingenden Ramen als Klavierkünst⸗
erin sich errungen haben wird. Aligemein hörte man den Wunsch
aussprechen, daß Hr. Lehmann im Laufe des Sommers uns durch
ein zweites Conzert erfreuen moͤge. Der Besuch würde alsdann
zewiß ein noch zahlreicherer sein. Wo Hr. Lehmann, der, nebenbei
bemerkt, einen prachtvollen lyrischen Tenor besitzt und sich auch als
sehr tüchtigen Klavierfpieler erwies, mit seiner Tochter einmal con⸗
ertirt hat, wird ihm für das nächste Mal sicher ein volles Haus.“ —
Wünschen wir ihm auch hier „ein volles Haus!“ *
fBolanden, 16. April. Heute euntleibte sich der
Naurer Peter Menges von hier durch einen Schuß in den Mund.
Da das Terzerol, dessen er sich bediente, keinen Hahn hatte, so
entlud er dasselbe mit Anwendung eines Hammers. (Pf. Pr.)

„FSpeyer, 17. April. Zur Desdung der für 1878 er⸗
vachsenen Brandschäden an Gebäuden ist ein Beitrag von 15 Pf.
pon 100 M. Versicherungskapital erforderlich. Hierauf ist im ver⸗
jangenen Jahr ein Vorschuß von 45 Pf. erhoben worden, weshalb
eizt noch det Rest mit 10 Pf. zur Grhebung kommit. Gleichzeitig
purde die Erhebung eines Vorschusses für 1879 mit 10 Pf. von
00 M. Verficherungskapital angeordnet, um hiermit die Brand⸗
chäden des laufenden Jahres deden zu können.

FSaarbrücken. Die runmehr beschlossene Auflösung
der hiesigen E senbahndirection und deren Verschmelzung mit der
Direction zu Franffurt a. M. vom 1. April 1880 ab wird von
zielen Hausbesitzern hier und insbesondere unserer Nachbarstadt
St. Johann bereits schmerzlich empfunden. Versch edene auf die
derstellung von Miethhäusern berechnete Bauprojecte sind bereits
2d acta gelegt. Der bevorsiehende Auszug von mindestens 80 bis
30 Beamlenfamilien wird im Gegentheil die gegenwärtig noch sehr
johen Micthpreise herabdrücken.

F Die Trichinosis ist in Mainz unter der Garnison aus⸗
jebrochen. Es sind in der Bassenheimer Kaserne gegen 40 Mann
vom Fußartillerie Regiment Ne. 3 erkrankt, von welden ein MNann
dereits gestorben ist.

FAsqchaffenburg. Für die Nothleidenden im Spessart
var bis zum 15. d. M. beĩ dem hiesigen Haupthilfskomite an Geld
die Summe von 185,000 M. 97 Pf. eingegangen.

F Die Reichsregierung hat das Wiener Witzblatt ,Kikerili“
auf zwei Jahre für das Reichsgebiet verboten.

Mons, 17. April. Die Rettungsarbeiten in der Grube
Agroppe werden mit aller Energie fortgesetzt; bisher ist es nicht ge⸗
lungen, auch nur Einen von den in der Grube beschäftigt gewesenen
240 Arbeitern zu retten.

FBern, 18. April. Auf dem St. Gotthard und dem
St. Bernhardin fallen kolossale Schneemassen; jeglicher Verkehr ist
unterbrochen.

f.Von einer fachmännischen Autorilät aeht der , Gonn. Ziq.“
'olgende, in hohem Grade deachtenswerthe Mittheilung zu: „Daß
»er Goldregen, Cytisus Laburnum, der wegen seiner schönen gelben
Zlüshen in unseren Gärten so beliebte Strauch oder Baum, ein
ungemein gefuͤhrliches Gewächs ist, scheint dem größeren Publicum
nicht bekannt zu sein. Er ist aber eine Giftpflanze ersten Ranges,
)enn alle jeine Theile, Blüthen, Blätter, Schoten, selbst die Riͤnde
und die Wurzeln enthallen das von Husemann und Marme 1864
ntdectte Cytisin, das schon in einer Dosis von 0,os Gr. unter die
daut gespritzt, Hunde und Katzen sofort tödtete. Seit der ersten
Beobachtung einer Vergiftung eines Menschen durch Cgristifon
1843 (ein Knecht hatte aus Scherz einer Köchin ein Stücchen Gold⸗
negenrinde in die Suppe gelegi) sind in der medicinischen Literatur

meht ais 100 Vergiftungen duͤrch Cyusin niedergelegt und von
diesen endete eine arokä Zahl oib Ga va pemn

———
Vermischtes.

*St. Ingberf Sicherem Vernehmen nach haben wir
in der nächsten Zett einen seltenen Genuß zu erwarten. Es beab⸗
sichtigt namlich Herr Lehrer Lehem amnnaug Katserslautern mit
einer als glabiervirtuosin bekannten 14j4ͤ hrigen
Tochter Malchen Sonntag, den 27. dieses Mis. dah'er zu
ronzertiren. Der jugendlichen Klavierspielerin geht ein ausgezeich⸗
neter Ruf voraus. Schon in mehreren größeren Städten der Psal;
und des Auslandes hat dieselbe conzertirt und üderall glänzende
Et folge errungen. Stimmen in der Presse sprechen sich uͤbet ihre
deistungen überaus gunstig aus und rühmen ohne Ausnahme die
Vollendung ihres Spieles. Mit dem 1. Miai ds. Is. wird Frl.
Lehmann zu ihrer weieren Ausbildung in das Munchener Conser⸗
ↄatorium eintreten. Darum konnite sie auch einen den hohen Brad
hrer jetzigen musilalischen Leistuncen sehr bejeichnenden Antrag des
—A Hamma aus Stuuigari gecht annehmen, der sie für
ine Kunstreise in die Stadte Meß, Straßburg, Zurich, Augsburg,
—X engagiren wollte.

Wie man uͤber Ftl. Lehmann da denkt und urheilt, wo sie
don einmal eonzerlixt hat. maq nachstehendet Aus uag aus ein,
        <pb n="218" />
        seinder, die von den Schoten und Samen (gehn der kleinen Boͤhn⸗
chen genügen zur Vergifliung eires Kindes) gegessen hatten, aber
auch Erwachsene, die durch Verwechselung der Goldregenblüthen mit
Akazienblüthen erstere zu Thee verwendeten oder sonstwie von Theilen
des Goldregens genossen halten. Wie viel Cyhnisinvergiftungen
mögen schon vorgelommen sein, die als solche nicht erkannt wurden

oder erkannt werden konnten?! Die Erscheinungen der Vergiftung
sind nämlich sehr wenig charakteristisch; sie bestehen in Erbrechen.
Durchfällen, Krämpfen und baldigem Verfall der Kräfte. Ein
Begenmittel giebt es nicht.“
Fur die Redaction verantwortlich: J. X. Demetz.
Mon ritenv⸗
rheigerun
Mittwo ng Pl.⸗Nr. 42 4
— B — ———
e * neben allde
unm utelbar —x —3 —— ———
werden die ion qm Ad a
“p it dehe —— —— Ja⸗
3 ugbert w zu l.Nr. 2
eßz ——
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biliargegenflände an Mo dung neben Hobelsoh
die Meistbielenden zu 9 an Witiwe. eier Walle
versteigert, worunter — Pl.Nr. 983. 14
I irachtiges Schwei ich — a 99
Iny 71 Fane FFlur. m rothen
isch, 2 Siü .* Pl.⸗Nr. 801
1 — Wiese —5 —8
maschi iese
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geräthschaften, 4 z ige Acker⸗ o m Wiesel w 15 4
sonstige 64 Dung wiesen neden De Sues
Inghert 10. Ahrin1 b. im Banne Obe Bec.
Auffschneide 879 0. pl.r. A
Amtsberweser. po aid·r und —* 8
.3 — — en
—— wve den
Versteigerung. eicdigen vunen sind die Wutr
r ir —
nachsthin, Ihedn e mai Irsbert —A— in St.
zu St. Ingb — 2 uͤhr, ars Deinrich —* fie man⸗
Er. Iugbert, bu Lud an phälinger,
verden voe d . die Willwe Eli
hiezu —*8* —8 * ohne —RX y
Amgrenzn des b. Wn en hen J
St. Jugbert mi er minderjähri
ung der m Cinante, Destphainget, ne Dange
nadistebend beren ant nannte Mutter als
aeen —E D e e —ãæz
i h en in
n —5 humn ba ngbert als Nebenvormund
von St . Adelhei
Ingbert. ——— — Westphaͤlinger.
Pl.Ne 60 und 61 Weigand, Cafet au von Karl
d Cofetet in Meß wohn⸗
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e dofraum wꝑ in Verdun eliphalingen
n, gele . A —
ie — der weieteeVephe Mer ven
bert neben .Inz⸗ W efrau von J
man en Johann Butter⸗ eber. Kaufmann in M elot
—— n und Winwe Joh ẽma eñphai et,
hl. ann ohne Gewerbe hainber, iedig
ee. 4190 und 4191 7. —* W
—* qw Acker auf Rarenn allda estpbaͤlirger, R
ahnung neben K St, Ingbert, —X eine 8
— —— αιο .l, 3
eten neder. 8 E. oh
66
u 8t. Johann
4. d. Saar.
— Ecke der Bahnhof⸗ und Dudweilerstraße. *
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111020

in St. Inghert.
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Der St. Ingberter Anzeiger und das (Z mal wöchentlich mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

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mit 15 3 fur die viergespaltene Zeile Blattichrist oder beren Naum, Neelamen mit 30 — pro Zeile berechnet.
A 63.

Dienstag, den 22. April

187

Deutsches Reich.

Mänchen, 20. April. Se. Maj. der König ist gestern
von Hohenschwangau hier eingetroffen. J. M. die Königin Mutter
wird fich am nächsten Dienttag, wie alljaͤhrlich, auf mehrere Monate
nach Hohenschwangau begeben.

Dem „Piälz. Kur.“ wird aus München geschrieben: Ueber
die Amtskleidung, welche unsere Richter künftig in den öffentlichen
Sitzungen kragen sollen, ein Gegenstand, der auch schon im Gesetz⸗
gebungs-Ausschuß der Abgeordnetenkammer zur Besprechung gelangt
war, ist, wie man vernimmt, jüngst im Justizministerium wieder
berathen worden, doch soll ein endgiltiger Beschluß noch nicht gefaßl
worden sein. Daß der Uniformsfrack in den öͤffentlichen Sißzungen
jur die Richter ein unbequemes Amtskleid ist, ist allgemein anerkannt.

Berlin, 19. April. Der „Reichsanzeiget? veröffentlicht
die landesherrliche Genehmigunge des Statuts der Kaiser-Wilhelm⸗
Spende unter dem Proteltorat des Kronprinzen.

Berlin. Simson hat den Posten eines Präfidenten des
Neichsgerichtez augenommen. — Admiral v. Hent soll um seinen
Abschicd einzukommen willens sein. Die „Kiel. Zig.“ gibt zu ver⸗
Fehen, daß er bezüglich des Unlergangs des Panzerschiffs „Großer
Zurfürsi“ derselben Meinung sei, wie der aus dem Marine- Dienst
por kurzem ausgeschiedene Contre⸗Admiral v. Werner, und daß er
hierin wie in anderen Dingen sich nicht in Uebereinstimmung mit
dem Vorstand der Admiralität, dv. Stosch, befinde.
Berklin. Dem Wunsche der montenegrinischen Regierung
entsprechend, ist die Vertretung der Juteressen des Fürstenthums
Montenerro und der Schutz der Unterthanen desselben in Preußen
bis auf Weiteres von der russischen Botichaft in Berlin UÜbernom⸗
men worden.

waren, so wurden sie wohl hiedurch verhindert, denn die etwaigen
Anstifter halten jedenfalls von der Anordnung Kenutniß.“

Nach Telegrammen aus Panam a haben dort Ruhestörungen
dattgefunden, dei welchem es zu einem 14stündigen Straßenlampfe
tam. Viele Personen wurden getödtet. Es gelang, die Ruhe
wieder herzustellen.

Vermischtes.

eSt. Ingbert. Eltern und Lehrherrn machen wir auf
das im heutigen Blatie erscheinende Inserat, „die gewerdliche Fort⸗
hildungsschule“ betreffend, befonders aufmertsam. Mögen sie, die
Vortheile dieser Schule erkennend, ihr sorderend zur Seite stehen
und im Interesse der Fortbildungsschulpflichtigen diese stets zu regel⸗
mäßigem Schulbesuche anhalten.

*Die 14. Wanderversammlung des pfäli. natur⸗
wissenschaftlichen Vereins „Pollich ia,“ welche am 19. April
in Edenkoben stattfand, war schr zahlreich besucht. Die verschiedenen
Vorträge wurden beifällig aufgenommen. Den Vortrag des Hrn.
Rektor Recknagel über „Rachtfröste“ beabsichtigt man zu veröffent⸗
sichen und als fliegendes Blatt unter die Mitglieder und Intereffen⸗
ten zu dertheilen.

gHerr J. Schwager in Ludvigshafen, dessen vor
ꝛinigen Wochen erschienene historische Slizze „der deutsche Männer⸗
Jesang, seine Entstehung und Weiterentwickelung“ bereits in erster
fluflage vergriffen ist, so daß in den nächsten Tagen schon eine
werte, zugleich vermehrte Auflage solgen wird, hat die Absicht, eine
ihnliche Arbeit üUber die von Jahte 1827 an veranstalteten pfäl⸗
zischen Musikfeste zu veroͤffentlichen. Allen Freunden der Musik
ind des Gesanges wird dieses sehr angenehm sein. Denn die
zeiden Werkchen, die sich gegenseitig ergänzen, werden die treffliche
BZrundlage einer pfälzischen Musikgeschichte abgeben.

FWie man erfährt, steht die Einführung einer Geldpostkarte

'n Aussicht. Mittelst derselden sollen Beträge von 3 Mt. an ab⸗
värts im Ixlande für 10 Pfg. und Beträge von 8 Mk. an ab⸗
värts im Auslande für 20 Pf. ohen durch die WMost befoördert
verden koͤnnen.
7 Nach einer der „Pf. Pr.“ zugegangenen Correspondenz
väre endlich der Thäter des an dem Handelsmann Weil von
Winnweiler vor 15 Jahren dei Dörnbach verübten Raub⸗
nordes entdedt worden. Der Moͤrder soll auf dem Todienbetle lein
Berbrechen eingestanden haben.

pVom Gebirg. Der Eigenthümer der kürzlich abge⸗
zrannien Dorfmühle zu Steinweiler, Müller und Bäder Rödel,
vurde wegen Verdachts, jenen Brand vorsätzlich verursacht zu haben,
zu Heuchelheim, seinem bisherigen Wohnsitz, perhaftel und nach Landau
abgeführt.

F Unter dem Rehwild in den Jagden am Donnersberg
vird seit October d. J. eine Vilz: und Nierenkranthrit beobachtet,
in Folge deren bis jetzt 69 Stück eiagegangene Rebe aufgefunden
vurden.

FAnnweiler, 19. April. Ein hiesiger Privatmann
ieß heute Morgen das Fleisch von einer schoͤnen fetlen suh zum
Preise von 48 Pf. ausschellen; gleich darauf warde von einigen
dereinigten Metzgern das Pfund Ohsenfleisch zu 48 Pf. durch die
Schelle ausgeboien und bald darauf hötten wir von einem einzelnen
Megtger das Leßtere eberfalls durch die Schelle ausbieten und zwar
— 40 Pfge (Was die Corcurrenz nicht thut!)

e Die Volkübanl Landau hatte im J. 1878 einen Ge⸗
XED
Abschteibdung don 18.000 M. auf den Debitoren-Conto einen
Reingewinn von 46,870 M. 9 Pf. Die Dividende wurde auf 8
Prozent festgesetzt. Die Mitaliederzahl betrug am Schlusse des
Jahtes 837.

pMänchen. 3000 Mark Belohnung sichert die Reichs
zank, wie eine vom Polize präsidium ausgegangene Vekanntmachung
desagt, Demjenigen zu, der den oder die Verfertiger vorgelkommener
Falsificate von 50, 20:, und 80. Marlscheinen so nachweist, daß die
Berbaftung erfolgen kann.

Ausland.

Wien, 20. April. Das hiesige „Telegroph. Korrespon⸗
denzbuteau“ meldet aus Konstantinopel vom Heutigen: In Folge
energijcher Intervention des deutschen Botschafters Grafen Hazzfeldt
und des englischen Geschäftsträgers Malet beim Sultan zu Gunsten
der Kondennon mit Oesterreich vetteffend Novibazar wurde der
Itade des Sultans zur Untetzeichnung der Konvention ausgefertigt.

Unter den Kohlengruben⸗ Arbeitern von Durham ist ein großer
ESirite aukgebrochen; etwa 60,000 Mann haben die Arbeit ein—
gestellt; die, welche fortarbeiten wollen, werden mit Gewalt daran
gehindert; es sind in dieser Weise schon förmml'che Gefechte vorge⸗
falien. Dauert der Strike lang, so wird eine Menge Fabriken aus
Mangel an Kohlen still stehen müssen. In Folge des Sinbens der
Kohlenpreise haiten die Grubenbesizer den Lohn herabgelttztz ein
großzer Theil der Arbeiter will aber darauf nicht eingehen.

Petersburg, 20. April. Durch kaiserlichen Erlaß sind
foigende Generaladjutanten zu provisorischen Generalgouverneuren
ernannt: Totleben für Odessa, Lotia⸗Melikoff füt Chartow, Gurlo
jür Petersburg. e

Peterbburg. Ueber die Person des Solowjeff verlautet
ferner, er sei der Sohn eines Stalldieners in der Hofhaltung der
Großfürstin Katharine. Er besuchte das Gymnasium und ein paar
Jahre die hiesige Universität, wo er den Lehtcursus nicht vollenden
konnte, wurde Lehrer an einer Kreisschule eines benachbarten Gou⸗
dernements, kam in Untersuchung wegen socialistischer Umtriebe,
berschwand während der Untersuchung und kam mit dem Alttentat
wieder zum Vorschein.

Die Petersburger Blätter theilen noch verschiedene
kinzelheiten über den Mordanfall auf den Kaiser Alezander mit;
doch ist darauf um so weniger Gewicht zu legen, als sie unter sich
nicht in Eintlang zu dringen find. Bedeutungsvoll ist dagegen
folgende Mittheilung in einem Petersburger Briefe der Kreuz⸗
jeisung“: „Einen Tag vor dem Ereign'ß, in der Nacht von Sam⸗
flag zu Osiersonntag, hatte man Unruhen erwartet; denn Samstag
Morgens waren an einigen Stillen, sogar am Winterpalais selbst,
Proklamationen angeklebt worden, welche die „Brüdet“ zur allge⸗
meinen Bewaffaung aufforderten und mit einem Tod dem Kaiser!“
endigten; fur diese Racht waren auch m'lilätischerseits Vorsichts—
maßregeln gettoffen worden und, salls wirklich Unruhen beabsichtial
        <pb n="220" />
        'In München hat ein 37jähriger Drechslermeister, welcher
sich erst kürzlich verheirathet hatte, zuerst seine Frau, dann seine
elfiährige Adoptivtochter und daun sich selbst erschossen. Der Un⸗
glückliche soll an Verfolgungswahnfinn gelitten haben. .

FBerlin, 1i8. April. Der Premierlieutenant Graf v.
Aonigemark hat sich durch einen Revolverschuß in den Mund ge⸗
puodtei. Nach dem „Tagblatt“ soll derselbe Wucherern in die Hände
gefallen und aus Verzweiflurg sich das Leben genommen haben.

P Zwischen Berlin und Leipzig soll, seitens der Niederschlesisch
Markischen Eisenbahn ein neuer Zug eiugelegt werden, der gleich⸗
zeitig bezweckt, die Halle · Sorau⸗ Gubener Bahn mit Berlin und
Leipzig zu verbinden. Es handelt fich jedoch um weiter nichts
alz um eine Konkurrenz gegenüder der Berlin⸗Anhaltischen Eisenbahn

7 Renan, der fkürzlich an Stelle des verstorbenen Physio ·
logen Claude Bernard in die franzoͤsische Alademie aufgenommen
worden ist, hatte in seiner Antritisrede einige geringschätzige Aeußer⸗
ungen über das moderne Geistesleben in Deutschland fallen ge
lassen. Er veroͤffentlicht nun ein Schreiben, worin er versichert, er
habe damit nicht Deutschland angreifen wollen, und in dem er dit
Hoffnung ausspricht, es werde eine Zeit kommen, wo der deuische
Ind der framzösische Geist vereint die Welt beglücken werden. Er
habe in der Alademie allerdings behauptet, das neudeutsche Resch
habe nicht alle großen Welliragen gelöst und dem Volke weder
Slück noch Freiheit gebracht; die aroße deutsche Literatur und der

herrliche Genius des deutschen Volkes würden durch den Militaris.
mus erdrückt.

Bei dem Unglück auf der Moskau⸗Brester Eisenbahn wurden
17 Personen getbdiet, 18 schwer verwundet.

*'Massenkrach. Nicht weniger als 27 Sparbanken
haben in New ˖ York Bankerost gemacht, und die Einjahler haben
im Ganzen 7 Millionen dabei verloren. Füns der Banken machten
so kunstvoll Bankerott, daß die Gläubiger ganz leer ausgingen.

Aenslesnachrichten.

Dr. Ludwig v. Weis, Präsident des Appellationsgerichts in
Zweibrücken, wurde auf sein durch Gesundheinsrücksichten gebotenes
Gesuch in den Ruhestand versetzt. Se. Maj. hat hierbei der Aller⸗
höchsten Zufriedenheit mit den von ihm in treuester Hingebung ge⸗
leineten sangjährigen und ausgezeichneten Diensten Ausdruck gegeben.

e Redaction verammworssia —
Alle Erwartungen It
abertreffen die zahlreichen aus dankerfüllten Herzen stammenden
uücklich Geheilter, wie solche in dem Gratis Auszuge aus Dr. iryꝰs
Raturheil methode zu lesen find. Gratis und franco zu beziehen durch
Richters Verlags-⸗Anstalt, Leipzia.
Unserer heutigen Rummer liegt bei: „Frahjahrs⸗
Modedlatt der Firma Albert Hecht in Mainz', worauj
wir unsere Leser hiermit aufmeilsam machen.

* *

—9
Berichtigung.
In der vorgestern in Nr. 62

63. BI. ausgeschriebenen freiw.
gerichtl. Versteigerung der Ww.
und Erben H. Wistphälinget soll
ez heißen fiatt B. Im Banre
Oberwürzbach: „B. Im
Banne Oberberbach.“

Hausversteigerung.

Freitag 2. WMai, näachst⸗

hin, Nachmiltags2 Uhre zu
Schnappbach in seiner
Dirihschafn laßi Joh. Echu⸗
ster, Kaufmann und Wirth in
Sqchnapphdach, wegen Wohnsißoer⸗
inderung sein nachbezeichnetesß
Wohnhaus im Banne von St.
Jagbert offentiich an den Meist⸗
dietenden zu Eigenthum versteigern
nãmlich:

Vl. Ne. 4998. 8 4 79
qm Fläche, Wohntzaus mit
Waschtüche, Badofen,
Schweinstall, Hof und
Garten, gelegen an der
haupiflraße zu Schnapp⸗
bach.

Das Haus wurde im Jahre
1872 neu erbaut und seitdem
mit Erfolg Wirihschaft und
dandlung darin betrieben, wozu
3 sich seiner günstigen —R
wegen besonders eignet. Das⸗
jelbe laun bis zum Versteiger⸗
ungstage auch aus freietr Haud
ertauft werden und wäre durch
Uebernahme der Laden⸗ und
WirthschaftsEinrichtung und der
dorhondenen Waaren vorräthe
Gelegenheit zur ununterbrochenen
Fortführung des Geschäftes gee
boten.

Si. Ingberi, 21. April 1879.
Der Amisverweser des igl.
Notar Sauer:

K. Auffschneider.
En broͤver traftiger Junge
kann in die Lehre treten bei
Joh. Fries, Bäder.

Zwei Lehrlinge wmit der
ndihigen Schulbildung, welch
die Buchdrucerei erlernen wollen
werden angerommen von

F. X. Demetz

Gewerbliche Fortbildungsschule St. Ingbert.
Der Unterricht im neuen Schuijahre bezinnt Freitag, den
25. April 1879, und wird die Unkerrichtszeit für das Son—
nersemester sestgesetzt auf:
Fachabiheilung::... .. Montag Abend 7—-29 Ußst«
ünterlursss... . Dienstag Abend 7-29 Uhr;
Minel und Oberkur:.. .Mittwoch⸗Abend 7 —29 Uhr;
Mittel- und Oberkurs:.. . Freitag⸗Abend 7—9 Udr;
Unterkurs..... SamstageAbend 7 —9 und
Unter?⸗, Mittel- und Oberkurs: Soantas · Morgen 138-*310 Uhr
Das Bürgermeisteramtt
— — .— Euster.
Sdhriften zur humoristischen Literatur.
Pator Abraham a Sanota Olara rodivivus.
domische humorist'sche Vortiäge aus den Schrifien des Pater AÄbta⸗
ham a Sancta Clara. (Ulrich Matgzerle.) Grsten Bandchen.
27 Nummern enthaltend. broch. 50 38
Mit tiefer Menschenkenntniß und seltener Freiwmülhigkeil ge
zelle der berühmte Barfüßer: Kugustiner Mönch Pater Abraham die
Thorheiten und Schwächen der menschlichen RNatur. Die deutsche
diteratur kennt ihn als einen der bedeutendsten Saftriker, — sein
nnübertrefflicher Witz wird ihm Freunde und Leser für alle Zelien sichern.
Friedr. v. Schillers Gedichte travestirt.
Beittaͤge zu lomischehumorist. Vorträgen. Erstes Bändchen. 38
Stücke enthaltend. 1878. broch. (Sehr wtzig und unter⸗
haltend.) 1M.
Dessen zweues Bändchen. 42 Stilcke. 1M.
Dessen dritles Baändchen. 38 Stücke. i 1V.
Sammlung von höchst komisch humorist. Vorträgen.
Neuer Abdruck, 50 Heftchen, Über 200 Nummern enthaltend.
1M. 50 pf.
F. u. M, L. u. B., Hochzest und Heirath.
54 komischhumorist. Vorträge. broch. 1M.
GGBei Abnahme der ganzen Sammlung dieser Humoresken isl
der Preis anstatt 6 Mk. 5 MI.)

Verlag der Körner'scher Buchhandlung in Erfurt.
—— —— —
Zu verkaufen fol⸗ n une

gende singende Vögel: — F
Aechte Harzer Canarien (ohne Anlehens Coosen.
Fehlery àIB Marl Schwarz⸗ Staatspapieren ꝛe.
——
—EX
Blaukehlen 412 M., Feldlerchen und Anszahlungen
3 M., Rotekehlen 2 M., Dom⸗ im In⸗ und Auslande,
pfaffen 6M., à Paar 9 M., owie alle das Bankfach be
Hänflinge, Stieglitze, Buchfinken reffende Aufträge effectuir
à 2 M., Bergfinken und Zeisige proinpt und billigst das
se 12 M., Girlitze à Paar Banlhans
/ M. — Für lebende An⸗ *
kunft wird garantirt. 2 Molling.
Augaui Bilancke, ——
Vogelhändler Apolda
peitadinhh yup r /boklebzettel
00OGSOACG isliast bei æx. Æ. Demes
Druch und Verlag von ĩ5. X.Demes in St. Ingbert.
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— 52227 3253282 85 —5332— 6G *
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5555 533.78——4355* 53535*368. . 2755833 35 ——8338* 55 252
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533 —3532 385323553—8258383 2525353233 —
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5 532322 5552333——25332332852 578233 2237535*
2 — 2 7 3 — 2 *8
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33338 335 323 333 75 58
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2233255 — ——— 53382582331335633535*
553*5853228 5 —37 —32355323335537 555 *383452 333332
3235233 — 528 ãA
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— 52358 3333 38333 33—333
5233383*333 3855533 538355355 35333532355157375 —
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3 35233 7555755 3 53323835s5553 373535338
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533335 2333358 — 38337*
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25333332355 —— —— *558
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— 7235388523 —— 2273 35323233
5*53. 7323758 1535333352333353—523
2383 833 3233 —
2 7 27 ——— 2 2 — 2 S * ——— 2* * — —
2—55325233 3832 32 552282 Ss . 25x.
2. 8 223 532 233 53533—335833322 223 2. 7
532723 23 5835 T553E52 22 3224 ——
253 25222 2228 —57 2222 228* a 4*
7 3 2832—28 —*
58 2 25. 5 3232 ⁊ 25 3 7*
— 22213 vo — 4 8
3325 83533333 353 2333* 5
233325332 02 2535827 — 22 8
2 —* — 222 2 8—23*253 —2832
—53 5 3—— 333832 — 7 —
— — 2 3268 53 Màʒ-vô10I —— 537233
— 85 233 —XX 25.27
822 23 —A — —2* — *
* 2*323 *55 *52 * 22.723
2 25 58 282 — 8 — 3 5 *325
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2 3 35 42 32—25 5 2*853528 5*23323733
7 2232 2 5* e — ã w 26 —
9858 5 7 5—2* 5252 —A — 52 7— —320223323
*58888 2335—333—33—383332 3555 *
5 533— —— — 232523*32 A 22.5 a,27
8. 2.0 S. 35 »*2822 2523588 22 —2 35 52— 798385
255— ä5328 — 2533 ——
* *8 —3 5222 — 3522 5 2*53 ca

z38. 35 338 3333333353
28353 25. 572 553328 5232233333
8* 53233 ä58 3333 3525333838
— 2 — 2227 533225553252
7 2 2* 5323332323—335 2533
— 328 **5 33—
35— 8 3 55357 32238 —*
55* — 25253 —
92 8 5S5823602 — 222
253 25583 32532 3 235
— 5—— 2 5535332
28 2 22 55*33
2325 8* 5855353232
— 3232265
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        St. Ingberter AAnzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (Z mal wöchentlich? mi dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Beis⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abouuementspreis beträgt vierteljahrlich

1.AA 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 146 60 H, einschließlich 410 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 3, von Auswärt
mit 15 — für die viergeipaltene Zeile Blattichrist oder ⸗eeren Raum, Neclamen mit 80 pro Zeile berechnet.
M 64. Donnerstag, den 24. April

—Ns
—Ipss

Deutsches Reich.

Mänsqchen. Der König wird bis zum 11. Mai in hiesiger
Residenz verweilen, an welchem Tage das k. Hoflager nach Schloß
Berg verlegt wird.

München, 22. April. Der zum Cardinal designirte Prof.
Dr. Hergenröther, welcher auf der Reise nach Rom gesiern hier
eintraf, machte heute Vormittag dem Minister v. Log einen BVefnuch.

Mäünchen. Die Polizeidirektion höt ihren Beamten In—
struktionen zu Maßnahmen gegen das Ueberhandnehmen des Wuchers
ertheilt. (Kann nicht schaden!)

Die Position des Chefs der Admiralität, General v. Stosch,

gilt besonders nachdem sich der Rücktritt des Viceadmirals Henl
bestätigt, vbon Reuem als Ziel vielfacher Angriffe von Seiten sehr
einflußreicher Persönlichkeiten. Es bleibt allerdings zweifelhaft, ob
is gelingen wird, den Rücktritt dieses hohen Staassbtamten in die
Reihen der Armee, als Commandant eines Armeekorps, zu bewir⸗
ken. Das „Vsch. M. ⸗Bl.“ macht jeooch darauf aufmerksam, daß
neuerdings Prinz Friedrich Karl von Preußen angefangen hat, den
Marinenangelegenheiten erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden und so
darf es nicht Wunder nehmen, wenn in Marinenkreisen, in denen
die Beliebtheit des gegenwärtigen Chefs der Admiralität keineswegs
eine sehr große ist, befsondere Hoffnungen aus die Person des kap⸗
jern Bezwingers von Metz gesetzt werden, den man berufen glaubt,
der deutschen Marine, welche so schwere Prüfungen zu erdulden
hjatte noch ganz besondere Diensie zu leisten.
Darmstadt, 22. April. Die „Darmstädter Zeitung“ be⸗
hauptet, die kürzlich von verschiedenen Blätiern (auch vom „An⸗
zeiger“) gebrachte Angabe, daß zwischen Bayern und Hessen Ver⸗
handlungen im Gang seien, um eine in Bayerns Händen liegende
Bahnverbindung zwischen Unterfranken und der Pfalz herzustellen,
sei unbegründet; weder zwischen der hessischen Regierung und
Bahern, noch zwischen der Hessischen Ludwigsbahn und Bayern
jelen solche Verhandlungen jetzt im Gang oder früher gepflogen
worden.

streut werden. Personen, die selches thun, hat der Hauswächter zu
berhaften. Falls er seiner Aufgabe nicht nachkommt, wird er das
erste Mal mit 25 Rubel Geldbuße oder 7 Tagen haft bestraft, das
weite Mal aus der Stadt ausgewiesen. Die Hausbesitzer, deren
Hauswachter lässig sind, unterliegen einer Geldbuße von 500 Rubel.
Ferner werden die Waffenhändler einer genauen Controle uüner-
tellt; Waffen und Patronen dürfen sie nur getzen einen vom
Stadthauptmann ausgestellten Erlaubnißschein verkaufen; zuwider⸗
jandelnden wird der Laden geschlossen. Private, welche Feuer⸗
woffen besitzen, müssen davon der Polizer Anzeige machen und dürfen
äe nur dann behalten, wenn der Siadlhauptmann es erlaubt; zu⸗
widerhandelnde risliren 500 Rubel Geldbuße oder 5 Monate Zaft
nebst Wegnahme der Waffen.

Aus verschiedenen russischen Provinzialstädten wird von
weiteren Ättentaten berichtet. In Charkow wurde am 1. ds. am
jellen Tag auf öffentlicher Straße ein Polizei⸗Sergeant erschossen;
doch wurde der Mörder vom Volk ergriffen und zur Haft gebracht.

Ein Aufstand, der in Ro st o w an Don an dem nämlichen
Tace, 14. Aprel, ausbrach, wo in Petersburg der Mordanfall auf
den Kaser gemacht wurde, wird erklätt ducch die Unzufriedenheit
der Kosalen über die ihnen auferlegten Steuecn. Die Kosaten
lauben, durch ihre Kriegsdienste ein Anrecht auf mehrjährige
Steuerfreiheit etworben zu haben. Mehrere russische Blätter be—
jaupten, die Nihilisten hätten sich mit den Revolutionären vereinigt,
um zunächst eine Konstitution herbeizuführen.

Nam einem Bericht der „Polit. Coir.“ drangen gegen 1000
bewaffnese Arnauten aus dem türkischen Gebiet am vorigen Freitag
dei Prepoljac in das serbische Grenzgebiet ein und besetzt n das
Ztädtchen Kurschumlje, dessen Garnison, 200 Mann, sich vor der
Lebermacht zurüczog. Fürst Milan schickte sofort 3 Baltaillone In⸗
anterie und 2 Batterieen gegen Kurschumlje ab, welche am Sonn⸗
ag die Eindringlinge aus dem Städtchen vertrieben. Auf den
Anhöhen von Samolowo aber setzten sich d'e Arnauten wieder fest
ind greffen von da as am Mopiag die Serben an. Die Ar—
nauten haben den Einfall auf eigene Faust gemacht, wahrscheinlich
ingestiftet durch etliche Hetzer, welche die Abtretung der Grenzbes
zirle an Serbien nicht derschmerzen können. Fürst Milan bat die
Pforte aufgefordert, regulare Truppen zur Aufrechthaltung der Ordnung
an die Grenze zu schicken, wdrigenfalls er es allein auf sich nehmen
nüßlte, die Angreifer, und zwar ohne Rücksicht auf das türkische
Bebiet, exemplarisch zu züchtigen.

Ausland.

Wien. Wie man hört, hat der Kaiser Franz Joseph allen

fremdin Souverainen, welche aus Anlaß seines silbernen Hochzeits—
festes, das heute, 24. April, in ganz Oesterteich⸗ Ungarn festlich be⸗
zangen w'ird, am Wiener Hoflager zu erscheinen beabsichtigten, auf
intimen Weg den Dank für die beabsichtigte Courtosie und zugleich
den Wursch ausdrücken lafsen, fie der Mühe und Störung eines
solchen prsönlichen Besuches überhoben zu sehen.
London, 22. Aptil. „Reuter's Bureau' meldet aus der
Capstadt vom 8. d. M.: 11,000 Zulus griffen am 3. d. M.
Morgens das Lager des Generals Chelmsford bei Gingholovo an,
wurden aber mit großem Verlust zurückgeschlagen. Am 4. April
Nahis entsetzte Chelmsford dann Ekowe. Der Gesammtiverlust der
Engländer besteht in 220 Todte und Verwundete. Die Zulus ver⸗
laren an 2500 Mann. Elowe wurde sodann geräumt. Die Be⸗
jazzung ging über den Tugela⸗Fluß zurück. — Es heißt, die Boers
»es TransbaalsLandes hätten gedroht, Prätoria zu belagern und
den englischen Gouverneur Bartle Frere als Geisel zu behalten,
menn ihre Fotderungen nicht bewilligt würden.

Rom, 22. April. Gestern sfand eine Versammlung der
Häupser der demokratischen Partei unter dem Vorsißze Garibaldis
statt. Garibaldi hielt eine längere Rede und beantrazte, ein Cen—
tral. Com te in Rom und Comites in den übrigen Slädten zu be⸗
slellen, um die gesthzliche Agitation zu Gunsten dez allgemeinen
Stimmrechta und der Abschaffung des Deputirlen-Eides zu fördern.
Dies wutde von der Versammlung gutgehelßen. Ein anderer An—
nag, der auf Eindberufung einer constituirenden Verlammlung
abzielte, wurde verworfen.

Petersburg, 21. April. Der provisorische General⸗
Jouverneur General Guiko hat kraft der ihm übertragenen Voll⸗
macht angeordnet, daß in Petersburg an jeder Hausthür bei Tag
wie bei Nacht ein Hauswächter sein muß, welcher aufzupassen hat,
daß keine Placate ohne polizeiliche Erlaubniß angeschlagen und auf
der Straße keine gefährlichen Gegenstände (Petarden u. dal.) ausge—

Vermischtes.

St. Ingabert. Wohl erkennend, daß die Aufnahme
inserer Stadt in das deutsche Banknetz von höchst wesentlichem Vor⸗
heile für dieselbe wäre, haben die Industr'e⸗ Handel⸗ und Gewerb⸗
reibenden St. Ingberts und Umgegend, sowie die hiesige städtische
Zerwaltung an die Filiale der Bayerischen Notendankein Ludwigs⸗
Jjafen die Bitte gerichtet, doch die geeigneten Schritte thun zu wollen,
um auch in St. Jagbert eine Agenlur der Bayerischen Notenbank
u errichten. Dies Gesuch hak in Ludwigsdafen eine so günstige
Aufnahme und ein solch anerkennenswerihes Entgegenkommen ge⸗
unden, daß wir uns nun wohl der angenehmen Erwartung hin⸗
geben dütfen, auch St. Ingbert bald in das Bereich der Thätig⸗
keit der Bayerischen Notenbank aufgenommen zu sehen.

. In Folge der Eröffnung der Eisenbahnlinie Zweibrücken⸗
Blieslastel Saargemünd für den Güterderlehr und der Erklärung
)er Eisenbahnstrecke zwischen Reinheim und Bliesbrücken zur Ueber⸗
zangsstraße sür den Verkehr mit sseuerpflichtigen Gegenständen
wischen der Pfalz und Eljaß Lothringen ist die Vorrahme der
v»ezüglichen steueramtlichen Abfertigungen in Eisaß-Lothrincen der
lebergangssteuerstelle zu Bliesbrücken überttagen worden. Die ge⸗
zannte Uebergangssteuerstelle besitzt unbeschränkte Befugniß zur
krhebung von Uebergangsabgaben, sowie zur Ausfertigung und
krledigung von U bergangsscheinen.

7 Die Volktligger Eisenhutte ist in den Besitz einer, zum
Irößten Theile aus Inhabern von Prioritätsaktien genannter Hütte
gebildeten, neuen Gesellschaft übergegangen.
        <pb n="224" />
        Otterberg, 21. April. Heute früh kam ein auf dem
Weinbrunnenhof wohnender Mann auf das hiesige Bürgermeisteramt
mit der Meldung, daß er seine Frau, die am Sonntag Abend noch
ganz gesund gewesen, am Montag Morgen todt im Betite gefunden
habe. Da der Mann sehr aufgeregt war, schöpfte man Verdacht
gegen den Mann Jjelbst. Da außerdem der Todtenbeschauer erklärte,
doß d'e Frau ganz blau sei und Spuren von Gewaltthätigkeiten
an sich trage, wurde der Chemann der Verstorbenen durch die
Gendarmerie verhaflet,

pPBeckingen, 21. April. Gestern Abend beim Abfahren
des lehten Zuges nach M.tzig, hat sich ein gräßliches Unglück auf
hiesigem Bahnhof zugetragen. Der Kreisbote M. von Merzig ihat
bei dem Einsteigen einen Fehltritt und gerieth auf die Schienen.
Da der Zug in Bewegung war, so wurde der Unglückliche überfahren
And war sofort eine dis sast zur Unkenntlichteit zermalmie Leiche
Er hinterläßt Frau und 4 Kinder. (Saarztg.)

Seit dem Tage, an welchem sich der Premier-⸗Lieutenant
Graf v. Königsmarck durch einen Pistolenschuß entleiste, wird der
—XR Garde du Corps v. Corvin-Wiersbitzki
bermißt. Das Verschwinden desselben soll mit der erstgenannten
wiffaire im Zusammenhange stehen.

*
* *
Publication
Montag den acht und

wanzigsten April achtzehnhundert

seun und siebenzig, des Nach
mittags zwei Uhr zu St. Jug—
bert bei Johaun Adam Besck

Wittwe;

Auf Betreiben der vereinigten
Knappsfchaftskasse der kal.
Steinkodlenbergwerke St. Ing⸗
bert ußnd Mittelberbach,
bertreien durch ihren Harptrech⸗
ner Carl Zimmermann,
j. Grubensteiger in Schnappbach
wohnhaft.

Gegen J. die Kinder und Er⸗

ben der zu St. Inabert verlebten

Eheleutse Jacob Preßmaun,

Bergmann uz Calharina Leich

ner, ohne Gewerbe, als:

a. Christian Marx, Fuhrmann,
in St. Ingbert wohnhaft,
in seiner Eigenschaft als
Vormund über Margaretha,
Magdalena, Jacob, Elga⸗
betha genannt Lisa und
Johann Preßmann;
Fatharina Preßmann, ge⸗—
werdlose Ehefrau von Jacob
Nicdäs, Schmelzer, beide in
Renttisch in Rheinpreußen
wohnhaft;

Elise Preßmann, gewerblose
Ehefrau von Andreas Wild,
beide in Metz wohnhaft,
Maria Preßmann, gewerblose
Ehefrau von Joseph Neitzel,
beide in Montigny bei Metz
wohnhaft;

die Ehemänner Nckäß, Wild
und Netzel selbst der ehlichen
Ermächtigung und Gütergemein—
schaft wegen als Hauptschuldner
und II. gegen Nekolaus Vauer,
Bergmanun in St. Ingbert als
Drittbesitzer

Werd 'durch den damit gericht—⸗
lich beauftragten k. Notar Sauer
resp. dissen Amtsverweser Auff—
schneidet zu St. Jngbert die
nachbeschtitbene den genaunten
Schuldnern resp. Drittb sitzer ge⸗
hörige Liegenschaft zwangsweise
zIffentlich verst'gert werden, als:

Pl.Nr. 4171 —B — Dez.
Fläche enthal'end ein neu—
srdautes Wohnhaus
nebst allen Zubehörden und
cin Pflanzgarten dabei, ge⸗
legen zu St. Ingbert auf

der vorderen Hobelsahnung
neben Johann Neyzäusel
und dem Weg;
Gelegen in der Gemeindege⸗
martkung St. Ingbert.
Die Liegenschoft kommt als
ein Ganzes zur Verste gerung.
Der Zuschlag ersolgt sogleich
bei der Versteigerung endgültig
und findet tein Nachebot, auch
peder ein Einlösungs- noch Ab⸗
lösungsrecht statt. —
Die nuͤhere Be'chreibung des
Versteigerungsgegenstandes sowie
der Verst⸗egetungsbedingungen
lönnen bei dem genanntea kyl.
Notar resp. dessen Amisverweser
eingesehen werden.

Si. Ingbert, 22. April 1879.
Der Amtsverweser des kgl
Notar Sauer:

K. Auffschneider.
Widerruf.
Unter zeichneter eiklärt hier mit
alles, was er am 20. April c.
in der Wirthschaft von Jos pa
Waanert gegen Jakob
Zchmelzer gusgesagt hat, als
unwahr und bittet diese Ver—
leumdung als nicht geschehen zu

betrachlen.
Georg Jene.
Schöne Ferkel
siud zu habven bei
Georg Best Ww.
2 Zimmer mit Küche und

JMansardzimmer, beziehbar

am 15. Juni, hat zu vermiethen
Carl Engel.

Wer an Gicht, Khenmatismas oder
Erkältangskraukheiten leidet, ver sehe
sich mit dem in zweiter Auflage
erschienenen Bu⸗*
—
— ——
Dies vorzügliche, tausendfach be ·
wñhrie und leicht zu befolgeude An⸗
eilungen zur Selbstbehandlung u.
deilnug obiger Leiden enthaltende
Buch sollte in keiner Famitie fehlen
ind namentlich kein au Gicht oder
Nheumatismus Leidender versaãu⸗
men.dasselbe zu kaufen. Viele
rante, die vorher Alles vergebens
gebraucht, verdanken den Anleitun⸗
jen dieses Buches die ersehnte Hei⸗
ung. — Prospect auf Wunsch hor⸗ *
or raus u. sr. durch Th. Gehen⸗
ceitner in Leivnig und Sasel. 72
J—
353
reis 50 Pf. vorräthig in K.
Zotthold's Buchhandlung in Kai—
ferslautern, welche dasselbe gegen
z0 Pf. in Briefm. franco überallhin
versendet.
druck und Verlag von

F.

x J

F Nach den letzlen bis zum 20. April re'chenden Nachrichten
aus Frameries sind von den in den Kohlengruben Verun—
glückten noch 5 Personen gerettet worden, während ein aus der
Tiefe dringender starker Zeichengeruch jede Hoffnung auf Rettung
der 105 der Grube befindlichen Arbeiter verschwinden läßt.
—

Marklberichte.

Kaiserslautern, 22. April. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.,
Weizen 10 M. 24 Pf., Korn 7 M. 46 Pf. Speizkern — M. — Pi. Spelz
6 Mi. 98 Pf., Gerste 7 M. 587 Pf., Hafer é M. 85 Pf., Erbsen 9 M.
— Pf., Wicken 5 M. 90 Pf., Linsen 9 M. 20 Pf., Kleesamen — M. —
Pf. Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 68 Pf., 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
Z Pfund 309 Pf., Butter per Pfd. 01 M. pf., Eier 2 Stuck 11Pf. Kar⸗
toffein per Ceniner 3 M. 40 Pf., Stroh 1 Mi 50 Pf., Heu] M. 50 Pf.

Homburg, 23. April. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
10 Mö67 pf. Korn 7 M. 87 Pf. Spelzkern — M. — Pj., Spelz 0 M.
— pf., Gersie 2reihige — M. — Pf., Gerste Kreihige O M. — Pf. Hafer
Tmbehe estucht d M. pf. Erbsen d W, — Pf, Wigen
t. — Pf., Bohnen — M. — Pf.“ Kleesamen — M. — Pf., Korn⸗
hbrode6 Pfuud 72 Ppf., Gemischtbrod 6 fund — Pf., Ochsenfleisch 60 Pf.
Rindfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 50 Pf. Hammelfleisch — Pf., Schweinefleisch
50 Pf., Butter 1 Pfund 1 M. 20 Pf., Kartoffeln per Ctr. 2 M. 60 Pf.

Fur die Redaction verantwortlich: F. X. De me z.
Gewerbliche Fortbildungsschule St. Ingbert.
Der Unterricht im neuen Schmijahre beginnt Freitag, den
25. April 1879, und wird die Unterrichtszeit fur das Som⸗
mersemester sestgesetzt auf:
Fachabtheilung:. Montag Abend 7—59 Uhr
üÄnsrtuns; . . DienstagAbend 729 Uhr
ihe und Oberture· Mittwoqht Abend 7z720 Uhr
HPellel- und Oderkurs:. .. Freitag⸗ Abend 7—-9 Uhr;
Udieckurss.. ... . Sanstaze Abend 7—29 und
Unter⸗, Miltel- und Oberkurs: Sonntag; Morgen 28 -210 Uhr
Das Bürgermeisteramt:
Custer.
— —- —
Sonntasg, den 27. April, im Oberhau ser'schen Saakt
—— 060NOPRP —
0 8
der 1Ajährigen Klavierspielerin Malchen Lehmann und ihres
Baters, Hrn. Lehmann aus Kaiserslautern.
Programm:
AI. Theil:
1. Bondo caprico vo. 2
2. Arie des Hüon aus „Oberon? von .
3. Ave Maria, Männerquartett von. *
a. Transscrptionüber „O, du mein holder
4. Abendstern“, von.
b. Novelleten vonn...
II. Theil:
3 a. Gebet des Hüon aus „Oberon“ von.
VD. Das Herz am Rhein, Lied für Tenor v.
6. Conzert Polona'se vvoo. *
7. Led für Bariton.
8. Rhapsodie h'ongrois vuo...* Oszt.
9. „D' Hamkehr“, Mannerquattet von. Thomas Koschai.
rE S Ur Abends. — Entrée: G0 â Person
—jnrrittskarken sind zu habea bei den Herter
Schlaudecker und Abends an der Casse.
— 5

7
—

Die ausserordentlichs Verhreitung dieses Hausmittels ha
eine eébenso grosse Zahl ahnlicher Prüparate als Nachahmei
servorgerufen, welche sich nicht enthlöden Verpackung, Farbe
und Fükette in täuschender Weise herzustellen. Die Paqueteo
de achten Stollwerek'schen Fahrikates tragen den vollen Sa
men äães Fabrikanten und fennzeiehnen sich dio Verkaufsstellet
duren auagelegte Firmen-Schilder.
XV
F ein hiesiges Colonial-
daurzwaaren-Geschäft wird ein
Rehrling
5.
Mäheres in der Exp. d. Bl.

Im Lederkoffer wird z
E kaufen gesucht.
Von wem? ju eisragen inr
der Exped. d. Bl.

Oemetz in St. Inguctzt.
        <pb n="225" />
        2 *
8 23
———
* *52 3852— * —A——
2 5 —5 5 — 5222 22
* —522 * — V — 252582
A—— 85 — 5553353532537 2
— — —84 5353233535382 5—2388
3 75233528 ——518* ———— 23558 FT 8* ⸗*
— 235 28 8 — A * 532 22 —z ⸗ 25 58 — w
5 585383398 5z51733 853388 — *35 555 53533585
2*8. 222 60 —— —A 55 552558 3235 58 8* 2
eA 53*233— —r353* 8238 —35 —5 22.5 53 37
5 —25538272 E —z33 332 —X 23 22* —— v * ——
53325 — 55 — 232* —A 32532823*5 E 57 23823 —— —m— 1
5*8283 552 88 8 — 825 2 22323 2 * 5— 72353303 &amp;
55 223 3353—330 2—233* A 5*2 3 5
323838 525323 225 2753537 3573*8 522 2
58 — 222 —2 — 225 — —— * 28
„——555 55 2253 2 ——— 5 —553 —328 —5 53
353525288* 83335333
5 * by 83 3 *
583 3553* — —— —28 ——— —— — — 7 — —— — 2 —
— 333838 833—3386s885
—* 22 —— * 2 3* —* 3— *
338575538—8 553 2385 — — 2 *35—333533 3
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22527 2233323323 3 3.
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z23535335.3323853233353
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D3 5 22 2—R28— 75R BRRF

— 50* 2. * 277
27 „FTAs 282 233
222 —3235 3322523
R25358 33 —5 —
2—*5—2. 25 5 7532
55322* 2687 8 23
32 ⸗— 35373 2 S 532 22
28 — 523.
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* 322753 233333838235 *
223223. 223 32332. 2832
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258233 3 52 29
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22 2523828 333
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229 23 2. 58 —2 26
2523 55. 725 7 72 3535581
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (W mal wöchentlichf“ mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljährlich

1A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 14 60 H, einschließlich 40 Zustellgebuhr. Auzeigen werden mit 10 Z, von Auswarts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschriit odet veren NRaum, Meclamen mit 30 — pro Zeile berechnet.

— —

1879.

A 65. J

Samstag, den 26. April

Deutsches Reich.

Mäünchen, 22. April. Der König hat aus Anlaß der
älbernen Hochzeit des österreichischen Kaiserpaares ein eigenhändiges
Blückwunschschreiben an den in Wien weilenden Prinzen Leopold
gesendet, welches von diefem am 24. dse. dem Kaiser von Oe⸗ster⸗
reich überreicht wurde.

München, 23. April. Wie der „Bayer. Kurier“ meldet,
zjat der Papst auf die Sammlung von Peterspfennigen durch Sigl's
„Vaterland“ verzichtet. Nach derselben Quelle ist ein auf die
Berhältnisse der Münchener klerilalen Presse bezügliches Schreiben
des Cardinals Nina hier eingetroffen. I

Berlin, 23. April. Nach den neuesten hierhergelangten
Nachrichten wird der Ka'ser von Rußland dirckt von Livadia aus,
»hne Petersburg zu berühren, zur goldenen Hochzeit des deutschen
Daiserpaares nach Berlin kommen und sich von hier zu Längerem
Aufenthalt nach Ems, bezw. Jugenheim begeben.

Wie das „Berliner Tageblatt“ hört, werden diejenigen Reichs⸗
agsabgeordneten welche geneigt sind, für Zöͤlle auf landwirthschaft⸗
iche —* zu stimmen, unmittelbar nach dem Wiederbeginn der
Reichstagsverhandlungen aufgefordert wedden, zu einer letzten ver⸗
raulichen Besprechung zusammen zu treten. Den Heißspornen unter
den Agrariern sind nämlich die von der Tarif⸗Commission beschlos⸗
senen Sätze für Getreide viel zu niedrig; sie wollen daher im
Reichsstage Artrüge auf Erhöhung dieser Sätze siellen und suchen
ür diese Anträge eine genügende Unterstützung zu erlangen. Die
industriellen Schutzzöllner werden derartige Anträge kaum unterstützen,
da sie, wie sie selbst offen bekennen, sich nur mit schwerem Herzen
jür die Getreidezolle erklärt haben, in der rihtigen Voraussetzung,
daß es ganz ohne Getreidezölle auch keine höheren Zölle auf Eisen,
Baumwolle und dergleichen mehr geben werde. Ja, es heißt sogar,
die Eisenleute wollten beantragen, daß auf alle Getreidesorten ohne

Unterschied nur ein Zoll von 25 Pjiennigen pro Centner gelegt
verden solle. Hierzu kommt, daß auch der Beschluß des Vereins
ür Sozialpolitik gegen die Getreidezölle und den Zoll auf Holz,
wvie schon bemerkt, nicht verfehlen wird, einen nachhaltigen Eindruck
zu hinterlassen, zumal derselbe auf Antrag eines Mannes gefaßt
vorden ist, der sich in allen Kreisen der Landwirtihschafft ohne Unter⸗
schied des Parteistandpunktes wegen seiner großen Sachkenntniß
ziner nicht unbedeutenden Autorität zu erfreuen hat. Und mehr
aoch muß es ins Gewicht fallen, daß der Abgeordnete Sombari
teineswegs der freihändlerischen Pattei angehört, vielmehr den
Standpunkt der Kathedersozialisten theilt, die den Congreß nach
Frantfurt einberufen haben. Wie sehr man übrigens in Regie⸗
ungskreisen besorgt ist, daß das Schicksal der Getreide und Holz⸗
zoͤlle sich nicht nach den Wunschen des Fürsten B'smarck gestalten
sönne, dafür spricht auch die Haltung der offiiösen Presse, die
dahin Weisung empfangen hat, noch im letzten Augenblicke einen
Sturm auf alle schwankenden und wankenden Gemäüther zu
unternehmen.

Auf die Stellung eines bedeutenden Flügels der nationallibe⸗
calen Partei zu der deutschen Zollfrage ist durch einen Neqenschafts⸗
zericht des Reichstagsabgeordneten für Erlangen Professor Marquardsen
rin sehr lehrresches Licht gefallen. Herr Dr. Marquardfen bemerkte
einleitend u. A. zu der Wucherfrage, daß alle Parteien eine Stärk⸗
ung der Stratjustiz gegen den Wucher wunschen und daß die Be⸗
chäftigung mit jener Frage schon jetzt die richterlichen wie die Po—
lizeibehöeden auf die ihnen bereits in den bestehenden Gesehen ge—
Jebenen Handhaben gegen den Wuchet besser als alle bisher aufmerlsam
zemacht hat. Zu den schwebenden Zollfragen üdergehend betonte
der Redner die Nothwendigkest der Finanzzölle und sprach sich dabei
sür Tabalsa⸗, Kaffee- und Wein⸗ aber gegen Petroleumzole aus.
Schutzzöolle aber seien im All emeinen nicht rathsam, da Deutschland
ꝛeteits meht exportire als importire; besondere Nothlagen seien von
zieser allgemeinen Regel allerdings auszunehmen wie z. B. bei den
risen⸗ und ebentuell bei den Garnzollen. Dagegen sprach sich der
stedner gegen Korne und Viehzölle aus, namenüch gegen die ersieren,
zenn hinsihtlich der Viehzollfrage könne man noch allenfalls sagen:
„was dem Sqwein rechi ist, isi dem Ochsen billig“. Die Motive

für die Kornzölle hält der Redner wegen ihrer „Gedankenarmuth“
ür leicht bekämpfbar und deshalb einen Widerstand in jener Frage
nicht sür aussichtslos. Die Hauptsache bleibe aber die Finanzjrage
uind in dieser müsse man zum Reiche stehen, wie übechaupt der
Reichsgedanke den Abgeordneten bei Erwägung aller dieser Fragen
eiten müsse.

Die Verhandlungeu zwischen den einzelnen Bundesregierungen
n der Wucherfrage sind nunmehr so weit gediehen, daß bereits im
daufe dieser Woche der Bundesath darüber berathen und sich
chlüssig machen wird. Nach den von den einzelnen Regierungen
rfolgisen Kundgebungen ist nicht zu bezweifeln, daß die Majorität
us Bundesrathes im Prinzip mit der Ergänzung des deuischen
Ztrafrechts durch Einfügung einer Strafvorschrift gegen den Wucher
n das Strafgesetzbuch oder durch die Formulirung eines Spezial⸗
nesetzes sich einverstanden erklärte.

Berlin. Die Mitglieder der einzelnen Frackionen des
steichstags wurden durch die betreffenden Vorstände zu zahlreichem
ẽrscheinen aufgefordert. In den ersten drei Tagen der nächsten
Woche sollen die Fractionen über ihre Stellung zum Tarif be—⸗
athen. (A. 3.)

Die „Magdb. Z.“ schreibt: „Auf den Stand der Fraçe wegen
»er Statthalterschaft von Elsaß⸗Lothringen faällt jetzt einiges
dicht. GeneralsFeldmarschall v. Manteuffel ist auch heute noch der
inzige Candidat, welcher ernstlich in Betracht gezogen worden ist,
voch konnten die betreffenden Verhandlungen noch nicht abgeschlossen
verden, da bisher eine Einigung über das dem Statthalter zu ge⸗,
vährende Fixum, die sogenannte Civilliste, noch nicht erzielt wurdee
Ran hat an den Feldmarschall das Ersuchen geftellt, die Summ—
u nennen, welche er zur Ausfüllung des hohen Postens für noth
vendig halte; seine Antwort darauf lautete auf 180,000 M. Bis
etzt hat man sich an entscheidender Stelle noch nicht entschließen
oͤnnen, eine Civilliste in dieser Höhe zu bewilligen. Indessen scheint
8, daß das Verlangen des Feldmarschalls schließlich doch Annahme
inden wird, da die genannte Summe in Anbetracht der Landes⸗
»erhältnisse nicht unangemessen erscheint.“ (Wir geben das mit
illem Voibehalt; wir glauben, es ist zur Zeit überhaupt noch nicht
entschieden, ob ein Statthalter bestellt werden soll. (D. Red. d. „Pf. K.“)

Ausland.

Wien. Meldungen der „Polit. Corresp.“ aus Belgrad:
Zerbische Brigaden aus Kruschevatz, Alexina und Prokepolje unler
Iberst Horvatobic waren abgesendet worden, um die auf deñ Hoͤhen
»on Samolovo verschanzlen Arnauten zu verireiben. Eben einge⸗
roffener Meldung zufolge sind die Arnauten vollständig geschlagen
ind zersprengt worden. — Aus Bukarest: Die Todrudfscha
purde in den letzten Tagen von den Russen gänzlich geräumt.
—Aus Konstantinopel: Eine muhamedanische Deputation
zus Ostrumelien und Bulgarien begiebt sich nach den europäischen
Zaupistädten, um die Regierungen zu bitten, daß den Versolgungen,
velchen die Muhamedaner von Seiten der Bulgaren ausgesetzt
eien, ein Ziel gesetzt werde.

London, 23. April. Nach den aus Indien eingegangenen
Nachrichten dauern die Unterhandlungen zwischen den Engländern
ind Jakub Khan fort, die Engländer haben noch dieselben Stel⸗
ungen inne, die sie im Herbst besetzten; möglicherweise schieben sie
iber ihre Front demnächst etwas vor, um die Unterhandlungen in
in lebhafteres Tempo zu bringen.

Zwei türkische Truppencommandanten in Adrianopel haben
hre Entlassung gegeben in Folge von Beleidigungen, die ihnen von
Zulgaren zugefügt wurden, die dafür nicht bestraft werden konnten.
— Die Pforte wird ihren Vertretern im Auslande eine Note zu⸗
zehen lassen, worin sie die Aufmerksamlelt der Mächte auf die
Auswanderung von Bulgaren aus der Türkei nach Rumelien lenkt.

Petersburg, 283. April. Die „Neue Zeit“ vernimmt,
daß ein hohes Kreiminalgericht zur Aburtheilung Solowjffs bereits
usammengesetzt sei. Dasselbe bestehe aus sechs Mitgtiedern unter
dem Vorsitz des Großfürsten Konstantin Nikolajewitsch.

Ueber Solowiew dürfen die Petersburger Blätter vorerst
NR'ichls mittheilen. Wie der Wiener Abendpest von ihtem Pekers⸗
        <pb n="228" />
        burger Correspondenten geschrieben wird, benahm sich der Attentäter
beim ersten Verhoͤr außerordentsich frech, auch gegen die Großfürsten
Ritolaus und Michgael, welche ihn auf Befehl des Kaisers verhören
Pollten. Als er aber sah, daß man ihn mit Ruhe behandelte,
gessand er, daß er eigentlich gegen den Kaiser keinen Haß im
Herzen trage, sondern nur das Voos gezogen babe, denselben zu
Amdrden. Durch Vermittelung seiner Multer hoffe die Polizei von
m Geständnisse zu erhalten. Wisse man doch schon, daß an der
Spetze der Moͤrderbande ein Ausschuß von zwölf Perjonen stebe,
Deren Befehlen sich alle Affiliirten zu fügen haͤtten, wenn sie nicht
selbst ihr Leben aufopfern wollten. Ein in Staraja Ruß (bei Now⸗
dorod) verhafteter Lieutenaut Dudrowin soll einer diefer zwölf sein.
ör si dereus vor ein Kriegsgericht verwiesen. — Endlich wird
noch aus der Provinz nachträglich gemeldet, daß der Senator Sa⸗
beliew, der am 7. Upril Abends zur Untersuchung der Affaire
Zrapoitin in Charkow eintraf, verschwunden ist. Er hatte bei
Anem dortigen Hotelier eine Wohnung und einen Wagen bestellt,
der ihn vom Bahnhofe abbolen jollie. Auf dem Tahnhofe wurde
un Sadeliew in der That von einem Individnum mit einem
Wagen erwartet. Seit jenem Abend hat man nichts mehrt von
Sabeliew vernommen, bis am Osterfonntag seine Fiau einen ano⸗
nymen Brief erhielt, welcher ihr anzeigte, ihr Gatte habe ein christ⸗
sich-orthodoxes Begräbniß erhalten.

RPermischtes.

0 Aus dem Bliesgau. Der Vergmann Grill von Eh⸗
lingen wurde in der vorigen Woche auf der Grube Dudweiler von
hetabfallendem Gesiein so schwer getroffen, daß er mehrere schwere
Verlehunges davon trug. Es war schwache Hoffnung, den Ernährer
pon 3 Kindern am Leden zu erhalten. Sein Zustand hat sich nun
atfreulicherweise so gebessert, daß für jetzt krine Geiahr mehr desteht,
und derselbe wieder in das Bergwerksspital nach Dudweiler verbracht
werden lonnte.

4In Folge der dielfsachen Klagen, daß der Didcesan ·Katechis⸗
mus ju umfangreich und schwierig sei, hat der Bischof derfügi, daß,
e in andem Didcesen so künftig auch in der Pfalz die mit und
Fveheichnelen Fragen und Antworten übergangen werden dürfen.
Diernach erleidet die Bestiumung c) der verordnung vom 17.
depienber 1877 ,Gebrauch des Didcesan⸗Katechiamus betr.“ in⸗
jofern eine Abänderung, als von nun an nur noch die Fragen und
Antworten ohne Zeichen in der dort angegebenen Weise durchge⸗
Jommen wirden intissen. Diese Verfügung wird gewiß in der
ganzen pfalz. kath. Lehrerwelt mit Freuden begruͤßt werden. (Pf. Z.)
7RKaiserslautern. Der Siadtrath hat in seiner
letzten Sißung sich einstimmig dahin ausgesprochen, daß es für
aiserslautern wünschenswerth wäre, eine Garnison zu belommen.
Fa wurde eine Commission gewaͤhlt, welche über die zu dem Behuf
ju thuenden Schritte berarhen joll. — Der biesige Gewerb⸗verein
will'un Frühjahr 1880 eine Ausstellung von Lehrlingéarbeiten ver⸗
anstalten.

Neustadit. Der Zuricher Männergesangberein, bestehend
aus 140 Mann, wird am 5. Juni im hiesigen Saalbau ein Con⸗
rert geben. MMN. Z.)

FFrankenthal, 12. April. Für das Schützenfeft
find, wie die „Ftkih. Zta.“ meldet, von auswärts schon mehrere
Ehrengaben eingetroffen; die hiesigen Baäcer und Metzzet haben
deren gleichfalls gegeben und Undere haben solche in Aussicht gestellt.

PFrankenthal. Der Vorort des badischen Landes⸗
schützer vereins wird zum Verbandsschießen in Freankenthal eine
Ehrengabe von 250 M. Werth stiften. (GFrlih. 3.)

In der Nähe von Frankenthal steht in Folge des
hohen Siaudes des Rheines ein Theil der Felder unter Wasser.

F Von welch rührender Benauigkeit städtische Waagen mit⸗
unter sind, hat jüngst ein Wagen Kornsttoh gezeigt, der von Grüu⸗
stadt nach Dürkheim ging; derselbe wog leer in Grünstadt 11 Cir.
30 Pfd., in Dürkheim leer 11 Ctr. 80 Pid., geladen in Grünstadt
35 Ele.“50 pfd. und in Dürtheim angekommen 831 Etr. 70 Pfd.
Die Netto⸗D'fferenz ist jedenfalls sehr nett.

FGrünstadt. Ein eigenthümlicher Handel wurde d'eser
Tage wegen einer Kuh adgeschlossen. Ein kauflustiger Metzger und
der Eigenthümer, ein benachbarter Otkonom, lonnten nicht einig
werden, da letztetetr das Gewicht des Thieres —CI
der Mehger aver weniger taxitte. Endlich machte der Oelkonom
den Voischlag, daß der Metzger nur 200 M. bezahlen solle, wenn
die Kuh weniger als 600 pjsd. wiegen würde, fur den Fall aber,
daß sie 600 Pfund erreiche, 500 M. uu zahlen habe. Unter
zroßem Zulauf wurde rach dem Schlachten ein Gewicht von 584
Pfund konstatirt, und hat somit der Metzger seinen wetlähnlichen
handel gewonnen.

Russisches aus Herxheimweiher! Auf der Thütschwelle des
Herrn Lehrers Heitet dahler lag heute Morgen ein schmutziger
Jettel folgenden Innhalis: „An Eduard Heiter. Sie haben 100
Mark Zulage erhalten. Wer gibt denn uns Zulage? Wir haben

inen Berein gebildet, 80 Mann starl, und baben beschloss en, Sie
ju ermorden, wenn Sie nicht innerhalb 6 Monaten Herzheimw eiher
erlassen. Ferner, wenn Sie sich nochmals erlauben, Morgens
anger, als bis 11, Mittags bis 8 Uhr Schul zu halten, werden
Sie gleich ermordet. Glauben Sie, Eduard Heiter, ja nicht, das
sei ein Spaß. KR. P.“ Pf. 3.)

In Speher fand am Saustag die Gene ralversammlung
des Retscher Vereins stati. Nach dem Rechenschaftsberichte de läuflt
sich das Vermögen des Vereins auf etwa 184000 Mark.

PSpeyer, 28. April. Seit Montag Abend wird in einer
Jiesigen Familie, die bei derselben wohnende unverheirathete Schwester
Jer Frau vermißt. Dieselbe hat sich unter Zurücklafsung eines
Friefes qus der Wohnung entfernt, und es liegt die Vermuthung
jahe, daß sie im Rdeine ihren Tod gesucht hate, da sie in letzter
Zeit immer krankllich war. Die —X
30 Jahren. (Sp. 3.)

p'Saarbrücen, 22. April. Ein 28jähriger, an der
Fisenbahn als Diätar beschäftigter Mann, welcher in der hiesigen
9gahnhofsstraße ein möblirtes Zimmer bewohnte, berübte Selbstmord.
Ddeute jrüh fand die Magd, welche die Wohnung auftäumen sollte,
denselben am Thürpfosten seines Zimmers erhängt. Das Motiv
des Selbstmords ist his jetzt noch nicht anfgeklärt. (Saarbr. 3.)

x Durch Vertraz zwischen Preußen und Oldenburg wurde
der Anschluß des Fürfienihums Birkenfeld an den Bezirk des Land⸗
gerichts zu Saarbrücken und des Oberlandesgerichts zu Koln festgeseht.

Mestz, 1909. Aptil. Heute Nacht machte der Feldwebel
zützel der 8. Compagnie des 8. baher. Infanterieregiments seinem
deben durch Erhängen in seinem Zimmer ein Ende. Derselbe war
uus Pirmasens, noch sehr jung und stand im Begriff?, sich nuchstens
u verheirathen. Die Ursache dieses Selbstmordes ist unbelannt.

pMunqchen. Für die dießjäbrigen Sch'eßübungen der
Feld Artillerie wurde von der Inspektion der Artillerie und des
Trains solgende Zeiteintheilung setngefest: Der 2 Feld· Artilleris⸗
Brigade (Z. und 4. Regiment) ist die Zeit vom 17. Juni mit 20.
Juli, der 1. Brigade (1. und 3. NRegiment) die Zeit vom 18.
Juli mit 20. August zugewiesen, und wird die 2. Feld⸗Artillerie⸗
Zrigade vom 2. bis 5. Jull, die J. Brigade dom 1. bis 8. August
auf dem Lechfelde ganz versammelt.

'manchen. Se. Maj. do Könlg hat wie die „Augeb.
Allg. Zig.“ meidet, genehmigt, daß aus dem budgeimaͤßigen Fonde
t Fotberunz und Pflege der Kunst u. U. nadstehender Beitrag
geleistet warde: für die Herstellung eines Dockengemaldes in dem
Vorbildersaal des neuen Gewerbemufeums zu Kaiserslcatern 15,000
Markt.

Faltein-Niedesheim, 18. Aptil. Heute wurde die
ilieste Person hier zu Grabe teleitet: Katha ina Reiß, Wiktwe
jon Philipp Schall J., 95 Jahr 1 Monat 16 Tage alt. Sie
zatte tiotz ihres hohen Alters nur 24 Geburistage; sie war näm⸗
Ich in einem Schaltjahr, 1784, den 29. Februar, geboren.

In einer Sitzung des Magistrats zu Erfurt wurde ein
zchreiben eines Einwohners verlesen, in wel hem derselbe den Ma⸗
psirat um die Erlaubniß zu stehlen bittet, da „er anders seine
Familie nicht ernähren tkönne.“

f Ein entsetzliches Gruben Unglück hat sich am 17. auf Zeche
da enbeck in Altdorf bei Essen zugetragen. Gegen halb 12
ihr waren auf der vierten Sohle 34 Mann beschäftigt, als plötzlich
die Wasser des daselbst befindlichen Sumpfes den Damm durch⸗
rachen und mit soicher Gewalt einfiromten, daß 7 Mann in den
xluthen ertranken, während die Übrigen nur mit genauer Noth
heils sich selbst retteten, theils durch Kameraden gerettet wurden.

F Bielefeld. Aus dem Lppeschen ist eine große Anzahl
z'egler nach Szegedin abgereist, um in Folge einer Aufforderung
er österreichisch ungarischen Regierung an dem Neubau der zeistdcten
Stadi zu arbeiten. Die Leute werden in Baracken unlergebracht
ind verpflegt werden. Ihre Thatigleit wird, wie man hört, für
angere Jahte in Anspruch genommmen sein, da die ungarische Re⸗
zierung zu dem Wiederaufbau der unglücklichen Stadt tostenfrei die
Ziegelfleine liefern wird, zu deten Anfertigung sie sich der weithin
aus heschidtt belannten Ziegler aus dem Lippe'schen bedient.

reine Russen. Fur die Quroite find in diesem Jahre
zie Aussichten bezüglich des Besuches der Russen sehr schlechte. Nach⸗
ichten aus Petersburg zufolge soll nämlich unter den „strengen
Maßregeln“, welche daselbst in Auesicht gestellt sint, auch eine weit⸗
jehende Beschränkung bezüglich der Ertheilung von Passen nah dem
luslande geplant werden. Wenn man erwägt, daß die Zahl der
stussen, weiche alljährlich nach den deutschen und oͤsterreichischen
Badern ziehen, welche die Seebäder von Belgien, Holland, Frank—
zeich und England überfluthen, nach statistischen Berichten die Zahl
hon nahezu hunderitausend Personen erreicht, so laͤhl sich ermissen,
vie schwer durch diese Paßschwecrigleiten die Bade · Orte belroffen
verden dürften.

p In einigen Stallen der Gemeinde Bsobingen ist die Lungen⸗
enche ausgebrochen. Die erforderlichen Sichet heitzmaßregeln wurden
sofort getickfen.
        <pb n="229" />
        4* Berlin. Bekannilich war nach dem Einzug des Kaisers
im vorigen December der Gedanke aufgetaucht, an der Stelle detz
damals als Decoration errichteten bölzernen Obelisken auf dem
Potadamer Platz einen steinernen Obelisk zum ewigen Angedenken
u errichten. Es wurden zu dem Behuf Sammlungen in Berlin
petanstaltet, die aher nur 102,000 M. ertrugen, während die Kosten
auf 300,000 M. veranschlagt sind. Den Rest will das Comite
zurch eine Prämienlotterie beschaffen, zu welcher 300,000d Loose,
iedes zu 1 M., ausgeneben werden sollen, und für die es die Er⸗
saubniß zum Vertrieb in allen deutschen Ländern zu erhalten hofft.

aAus der Kinderlehrt. EKine drollige Anlwort,
die ein kleiner neunjähriger Knabe in einer Berliner Kirche bei
Belegenheit des Kirchengottesdienstes gab, erregle nicht nur bei den
Zuhörern große Heiterkeit, sondern erschütterte auch den Ernst des
xaminirenden Geistlichen. Derselbe hatte nämlich den Kindert die
Frage vorgelegt: „Wie nennt man diejenigen Leute, die in die
Welt hinausgehen und den Heiden das Christenthum lehren 29 Die
sinder blieben längere Zeit die Antwort schuldig und als der
Geistliche ihnen dieselbe nahe zu legen suchte, meldete sich endlich
Eap Schüler. „Nun, mein Sohn,“ sagt ermunternd der
narrrer, „wie nennt man sie? .. ... Sgzialdemokraten!“
lautete die Antwort des Knaben. Tableau.

F Aus Böhmen. In Außig und den umliegenden Ort⸗
cchaften ist seit mehr als drei Wochen kein Rinderpestfall mehr vor⸗
zekommen, weßhalb die Sperre wieder aufgehoben wurde.

F Brüssel, 21. April. Ungefähr 7400 Grubenarbeiter
haben die Arbeit eingessellt; man befürchtet, daß sich der Strike auf
den Grubenbezitk von Mons ausdehnen werde.

Mostau, 21. April. In Folge des Austretens der
Moskwa sind die benachbarten Orischaften überschwemmt, auch zwei
Stadttheile stehen unter Wasser, welches die niederen Etagen der
Hauser bereits übersteigt, so daß eine Anzahl Familien kaum ge⸗
ceitet werden konnte. Das Wosser steigt noch.

f In der Gegend zwischen Teheran und Tauris hat,
de der „sKawlas“ berichtet, vor wenigen Tagen ein so starkes
ürdbeben statlgefunden, daß in Folge desseiben die Häuser von mehr
als dreißig Doͤrfern völlig eingestürzt find.

—7— New Yotl. Jn Surteka (Nevada) hat eine Feuers—
arunst au 2000 Personen obdachlos çemacht. Der Schaden an
erbranntem Gut wird auf eint Million Dollars geschätzt.

En Ereigniß, dessen Bleichen bisher noch nicht in den
Annalen der —A erwähnt worden ist, hat sich jüngst,
vie der „Victoria Veekly Standard“ meldet, auf einer Farm zu
Cobvington zugetragen. Der Besitzer Mr. Grover ist von einem
Meteorstein erschlagen worden. Seine Tochter und deren Mann,
mit denen er gemeenschaftlich die Farm bewirtbschaftete, fanden ihn,
als fie von einem Besuch in der Rachdarschaft zuxückkehrten, als
ane Leiche auf seinem zertrümmerten Beite; in der Decke des
Zimmers, gerade über der Brust des Erschlagenen, zeigte sich ein
doch, wie von einer Kanonenkugel herrühtend, das mit einem
zoch ica Fußboden kortespondicte; bei weiterer Nachforschung wurde
n dem Keller ein 20 Pfund schwerer Meleorstein ausgegraben, der
sier Fuß tief in den Boden eingedrungen war.

Anerlennung. Der Königl. Preußische Minister der geistlichen
Unterrichtz⸗ und Medicinal⸗Angelegenheiten in Berlin' schreibt
inter'm 4. December 1877 an die Richter'sche Verfag s⸗
nastalt in Leipzig:

„Auf die Vorstellung vom 11. vorigen Monates erwidere

„ich, daß ich die Anschaffung des Werkes: Die Schulen

»der weiblichen Handarbeit von Jan Daniel Ge⸗

„orgens und Jeanne Marie von Gayette-Georgens für die

„preußischen Staatslehrerinnen⸗Bildungsanstalten angeordnet

habe.“ Der NKöniglich Preußische Minisser

der geistlichen Unterrichtss u. Medicinal⸗Angelegenheiten.
Im Auftrag: aer. Greif.
Der „Rechta⸗Schuntz. Freisinniges Organ zur Belehrung
ind Aufklärung auf dem Gediete des Rechtswesens, sowie zur
wpulären Beurtheilung richterlicher Entscheidungen ⁊e., erscheint
vöchentlich einmal und ist durch die Pofl, sowie durch alle Buch—
randlungen und die Erpedilion, Berlin 8. W., Beuthstraße 18/21,
um Preife von M. 1.50 pro Quartal zu beziehen. Nr. 16 em—.
alt u. A.: Ueber Bedeutung und Charaeier der Rechtsmittel,
nsonders der Appellation, in der neuen Deuschen Strafproceß
rduung von Dr. J. D. H. Temme (Schlußs. Die Manpinger
dimmelswunder vor dem irdischen Richterstußt. Die Straspreceß
IArdnung. Enischeidungen; Criminal— und Ereculivstrafe. Gerichts⸗
erhandiungen: Preßprozeß der „Neuen Wormser Zeitung.“
Inderweitige Benutzung der entbehrlichen Räumlichkeiten fur die
ustiz⸗ Verwaltung. Rath und Auskunft. Bisionen (Crimiaal⸗
dobelle. ꝛc.)

Dienstesnachrichten.
Notar Hochreuther in Zell ist quf Agsuchen nach Kirchheim—
zolanden verseßt, Rechtekandidat Fernekeß in Wattenheim zum Rotar
in Zell, Notar Purpus in Pfaffenhofen (Elsaß) um Notar in
Binnweiler ernannt, Notar Dimroth in Grunstgdt nach Ludwigs⸗
jafen auf Ansuchen versetzt worden. IJ
enen 6sqaftliches.

Auf dem Lande glaubt man vielfach, die Steinkohlerasche
ei für den Ackerbau eher schädlich als nützlich und es wird diese
Asche, gleichsam als wertbloser Schutt, ba Seite gebrachj. Die
Rasse von werthvollen Stoffen, welche hierdurch der Landwmirth⸗
haft verloren geht, ist außerordentlich groß. Um sich von der
ützlichteit der Steinkohlenasche zu Lberzeugen, machte einer meiner
Freunde solgenden Versuch. Anfangs Frühjahr nahm er drei
glunentöpfe und füllte dieselben mit solcher Asche, oqne jede Bei⸗
nischung. In den ersten Topf säete er Weizen, in den zweiten
dafer und in den dritten pflanzte er Erdbeeren. Die drei so bee
amten Blumentöpfe grub er hierauf in eine Gartenrabatte ein und
iberließ sie sich selbst Das Keimen der Fruchtsorten verlief nach
Wunsch und schon im Monat April zeigten sich die Pflanzen kräftig.
Der Weizen entwickelte sich bis zu einer Höhe van J Mtr. 60
Ttmr., und der Hafer bis zur Höhe von 1 Mir. 10 Emtt. Was
die Erdbeeren betraf, so zeigten dieselben eine solche Ueppigkeit, daß
hnen der Topf bald zu klein wurde und man sie, um ihte Aus⸗
»ehnung zu ermöglichen, verflanzen mußte. Was hier die Stein⸗
ohlenafche für Weizen, Hafer und Erdbeeren war, ist sie auch für
indere Planzenarten, außerdem dient sie bei schwerem Boden als
dockerungsmiitel. Auch die Chemiler haben beres die Nützlichkeit
er Steinkohlenasche ais Düngungsmittel nachgewiesen. (Sirßb. 8.)
Gemeinne eiges.

Guttopercha zum Verbinden jerrissener Kleider. Risse in
dleidern verschließt man, ohne daß die geringste sichtbare Spur
hleibt, wenn man die Ränder des Risses sorgfältig an einander
zreßt, dann zwischen Unterfutter und Tuch ein Blättchen Guttapercha
egt und auf die rechte Seite des Stoffes ein deißes Plalteisen
tellt. Die Einwirkung der Hitze darf uicht zu lange möhren.
Wenn die Methode sich namentlich für stark —E eiunet,
o ist für alle glalten Stoffe nichts empfehleaswerther als englifches
gflaster, welches man noch dazu auf jedem beliebigen Sioff *
dellen kann. Man muß das Ppflaster hicht zu naß machen. Dicse
Art Risse in Kleidern zu schlieken ist der Agwendung der Nadel in
eder Beziehung weit vorzuziehen.
Marktberichte.

Zweibrücken, 24. April. (Fruchtmittelprels und Victualienmarkt.)
BWeizen 10 M. 18 Pf., Korn 7 M. 81 Pff., Gerste zweireihige d M. —
ierreihige 7 M. — Pf. Spelz O M. — Pf. Spelzkern — R.—
dinkel M. — pPf. WMischsrucht, ¶M. — if. dafer 7 RDC g,.
zrbsen — M. — Pf., Widen 0O M. — Pf. Kariofseln 8M. — yYf.
deu 1 M. 80 Ppf., Stroh 2 M. — Pf, Weißbrod 1/ Kilogr. 51 Pf.
dornbrod 8 Kilogr. 74 Pf., 2 Kilogr. 580 Pf., 1 Kilogr. ee Gemischi⸗
rod 8 Kilogr. 88 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf, Rindfleisch J. Qual.
6 Pf. II. Qual. 60 Pf., Kalbfleisch 0 Pf. Hammelfleisch 60 Pf. Schweineflelss
z6 Ppf., Butter !/3 Kiloar. I M. 10 Pf., Wein 1 Viter 70 Pf. Bier J Liter 24 Pf.
x Coursbericht über Loos⸗scffecten von A. Molling,

Bankgeschaft, Berlin Fe Friedrichstr. 180
vom 28. April 1879.7*
Amsterdam Industr. Pal. 21/, fl. Kl. G. 8 fl. 6 B. Ansbacher 7 I.
Zaupit. 14 000 ti. Gw d il. 200 6. 81 v. Augsburger 71. d 70ð
I Gw. gnfl. 20,00 G. 22,26 B. Badische 35 fl. Hpt. 40000 li. Gw. 80 sJ.
iG6s G. 1680 B. Bari 100 fres Hpu. 100 000 kl. Gw. 150 fres. 40 6.
Barletla 100 fres. Hpt. 100,000 tII. Gw. 156 fres. 19,00 B. Braunschw.
20 thlr. Hpt. 150,000 I. Gw. 69 Mark. 85,20 O. 87.00 B. Bukarester 20 fr.
dpt. 100,000 tl. Gw. 20 fres. 21,60 G. 23,23 B. Finnländer 10 thlr. Hpit.
30,000 ki. Gw. 36 Mark. 41,00 G. 42, 0 B. Freiburger 15 fres. Hpt. 40,000
l. Gw. 19 fres. — 0 G. 25,10 B. Genueser 150frcs. Hpt. 100000 II. G.
60 fres. — G. 8500 B. Hamburger 100 Mi. Bo. Hpt. 115,000 M. B.
l. Gw. 1566 M. B. 800 G. — B. Hamburger 50 ihlr. Amortiszieh. kl.
vIw 180 Mt. I880 G. 1880 B. Kurhefs. 40 hir. Hpt. 96, 000 tl. Gw. 223
hiark. 2650 G. 266 B. Lubeder 50 ihli. Hri. 80000 ih. Gw. 168 Mtk.
86,0 G. 189,00B. Mailand⸗Como Ufl. Hpt. 2ö odo kl. Gw. 14 fl. 558. - B.
MNailander 46 jr. v 1861 Hpt. 70000 A. Gw. 47 irts. 820 B. Mailander
ofrcs. v. 1866 Hauptt. 100,000 ti. Gw. 10 fres. 10, d0o G. 148 B. Meininger
zi Hpt. 1000 il. G. 8 I. 2n eα, V. Rassauer 23 f1. Hpi. 20,0600
il Gw. 48 si. 100 G. — B. RNeuchaieler 10 frcs. Hpi. 12,000 tl. Gw. 12 fr.
d G. 1840 B. Reapeler 150 fres. Hpit. 35,000 kl. Gw. 150 fres. 68 G.
8. Dldendurger I0 ihlr. Hpt. 60, o00 . Gw 120 M. 15220 G. 15500 B.
Preußische Prämien 100 ihlr. Hpt. 225,000 tl. G. 31415 Mt. 15200 0/0 8.
5z e V. Pappenheim 7 s Hpi. 9600 kl. Gw. 7 fl. 17,0 G. 18 B.
Schaumb. Lippe 25 ihlr. ver 36000 U. Gw. 138 Mi 180 G. Schweden
o' hitr. Hpit 30 dod ti. Iw. 389 Mi. —G. 48,00 B. Turt. 400 fr. ind.
T. v Aptil 1876 Hpti. 600 000 t. Gw. 400 fres. 36 G. 89,00 B. Ungar.
00 f. Hauptt. 100,000 tkl. Gw. 136 fl. 17200 G. 17540 B. Veneviger
30 frcs. Hptt. 60, 000 kleinster Gewinn 30 fres. 17,20 Brief. 5

Soweit Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den untet Brief votirten
Toursen Verlaufer, zu den Geld⸗Coursen Kaufer. A. Molling.
— — —— — —— — — —— — — *

Fur die Redaction peranlwortlich! J. X. Sua me .
        <pb n="230" />
        Holzversteigerung
zus Staatswaldungen des kgl.
Forstreviers Neuhäusel.

Das in 2. Aufl. erschienene Buch:
Iice Giht
enthält erprodie Anweisungen zur er⸗
folgreichen Selbstbehandiung und
Zeilung von GSitht u. Rheumnlismus.
aAllen, welche an diesen Uebeln oder
Fxrkaltungskrankheiten leiden, kann
dies Buch wärmstens empfohlen
werden. Ein Anhang von At—
testen beweist die Vorzuglichkeit der
Methode, welche sich tausendfach be⸗
währt hat. Preis s50 Pf.*) — Aus⸗
fuührl. Prospect vers. auf Wunsch
oorher gratis u. franco Eh. Hohen⸗
testner. Keipria u. Lasel.

Möntag, den 28. April

1879, Vormittags 10 Uhr bei

Bastwirth Hußong in Neu⸗

häusel.

Schläge:
Gengelsberg und Hochwald.

3 Kiefern Stämme 4. Cl.

9 Kiefern Sparren.

5 Birken Stämme 2. Cl.
27 EichetuWagnerstangen2. Cl.
16 Ster Eichen Nutzholzpru⸗

gel, 1,30 m lang

Ster Kiefern

Buchen Bohnenstangen

Ster Buchen, Kiefern u.

Birken Scheitholz

Ster Buchen Stangen⸗ u.

Astprügel

Ster Eichen, Birken, Kie⸗

jern, Lerchen⸗ und Aspen⸗

vrügel

Ster Buchen, Eichen und
Birken Krappenprügel

700 gemischte Reiserwellen.

Letzte Holzversteigerunag aus
om Reviere Neuhäusel.

Neuhäusel, 16. April 1879.

Der kgl. Oberförste
Müörschel.
Die so schnell belieht ann—
Fenet 8 —*5— in — —88— An
Angoburger Aniversan ee et we
e pcerin⸗Seife von H. P. — ———— en sur goete
—— ist in in a ae 8 epe “
Ngbert be errn ie einfache Ausgabe kostet pro Mo⸗
aeich. dennnene
Allgemeire Wechsel nb deee die ein-
sind zu haben in der Man abonnirt zu eaer Zelt auf
Buch⸗ und Steindruckerei je drei Hefte einer beliebigen Ausgabe

J. 7r. j en 9 7 deen Buchhandlungen und Postan⸗

„Vorräthig in K. Gotthold'e
Buchhandlung in Kaiserslautern,
velche dasselbe gegen 60 Pfg. in
Briefm. franco überallhin versendet.

Füür
ßei Kramer &amp; Co. in Leipzig erscheint:
Die
AœDGOiISSEIIDG.

Die Vrzeugnisss
der Kgb. Bayerischen, Kgh. Preuss.
⁊ EKassert. Cestepp. Hof⸗⸗Choco-
laden⸗f abrikandten
GFebr. Stollwerck
in (öln a. Ru,

FPilia Ien in Frankfurt a. M., Breslau vna Wien,
verdankenn ihren Weltruf der gewissen-
haften Vver wondung von nmur besten
Rohmaterialien und derenm sorgfüältigster

Rearbeitung.
Die Original - Vund Pfund-Packungen sind mit Prei-
sen und Garantie-Marke (rein Cacao u. Lucker) versehen.

Die Pabrik ist brevetirte Lieferantin:
I. I. M. M. des Kaisers Wilhelm, der Kaiserin Augusta,
Sr. Kaiserl. u. Königl. Hoh. des Kronprinzen, Sr.
Kaiserl. u. Kdénigl. apostol. Majestät Franz Josoph.
sovie der Höfe von England, Italien, der Türkei, Bayern.
dachsen, Holland, Belgien, Badeon, Sachsen-WMeimar.
Mecklenburg, Rumanien und Schwarzhurg.
IO oOlIdene. SIIberne und broncene Medailien.
Sto IIWverolæ?sche O hocoIaden &amp; OMο
zind in à ILGôn Städten Deutschlands 2n haben, sowie auch an dep
J FHanpt-Bahnhof-Buũsfots.

p St. Ingbert bei J. Petera u. bei J. UnI jr.

Druckarbeiten aller Art
werden rasch und billig angeferligt in der
J. J. Demesßb'schen Buͤ- und Steindruckerei.
——7— 7— — —*
Druck und Versag von F. I.

Da die Matorie der neuen Justizgesetze an den deutschen
Amts- und Schöffengerichten Vielon unbekannt sein wird, so
ist durch die Verlagsbuchhandlung von Ad. Gestewibz in
Wiesbaden ein practisches
Vademecum für dem deutschen Staatabiürger,
bearbeitet durch den Kgl. Kanzleirath und Ober-Secretair am
Kgl. Appellationsgericht zu. Wiesbaden, F. Fagiewice, zum
Preiss von 1 Mark, herausgegeben. Dasselbe ist betitelt;
Jer velbst-Aumalt an den deutschen Amts-n. Schöffengerichten.

Diese leicht fassliche Bearbeitung wird Jedermann mit
Nutzen anwenden, wolcher seine Civil-Process-, Straf- und
Concurssachen, bei denen er betheiligt ist, selbst vertreten will.

Das Buch ist vorräthig in allen Buchhandlungen.

———

Neuer Verlag von Theobald Grieben in Berlin.
Theoretisch praktisches Lehrbuch
der
einfachen und doppelten italienischen Buchhau
tung nebst dem Wichtigsten für den Wechselverkehr.
MNacdh pralbtischer Verzeichnung
für Kaufleute, Comptoire und zum Selbstunterricht
V bearbeitet von
H. Schiemann, kaufm. Buchhalter.
Zweite Auflage. — 2Ml.

Kurz, klar, allgemein verständlich — diese Vorzüge
zeichnen das nun in 2 Auflagen erschienene Buch vor ähnlichen
aus, deren Studium den Lernenden zu ermüden pflegt und
unbefriedigt läßt.

Vorrälhig in allen Buchhandlungen. 2

—0 2C00 20000 2000000000⸗

—
r
oh

3090005

Annahvestolle

von
109T.106

I
für allo hiesigen und auswärtigen Zeitungen befindet sich bei
Pvdolh Mosse
17 898. M.
gegenũbor I gegenũber

der Hauptpost. Zeil 45 der Hauptpost.
Gleiche Preise vwie bei den Zeitungs-

Pxpeéditionen selbst. — Bei grösseren Aufträgen hiervon

noch entsprechende Rahatthewilligunug.

GOCOCOOIOOIOOCSV
ꝛoloy
V
Sammlung auserlesener Männerolöre,

hauptsuchlich Repertoirstücke berühmter Vereine, 2. B.

des ICõlner und Wiener Mannergesangrereins ete.

AaAmn G00 Seiten Partitur, Sehbner Klarer Stichi,

Prachtvolle Ansstattiung, begquemes
Taschenformat,
broschirt 2 A., eleg. Leinwandband M 2,75.

2 grosso Auflagen binnen 10 WMochen ausver-
kauft. 3. verbesserto Auflage erschion am
A

Die Kölnische Zeitung schreibt unter Anderem
ühber obiges Werk: „Man darf diese Sammlimg wohl
als die nach Inhalt und Gestalt reichste und beste
aller ahnlichen Sammlungen bezeichnen.

P. M. Tor vey Musikverplag
älu.
—
mo8nn . Snghort.
        <pb n="231" />
        Hl. Ingberler Anzeiger.
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich/ mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

aige) erscheint wochentlich viermal Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentspreis betragt vierteljahrlich

A 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1AM. 60 H, einschließlich 40 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 —⸗0, von Außwartb
mit 15 3 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder beren Raum, Neclamen mit 30 — vro ZSeile berechnet.
M 66.

Sonntag, den 27. April

1879.

Deutsches Reich.

Mänchen, 24 April. Das heutige „Baher. Vaterland“
Dr. Sigl) veröffentlicht den Erlaß des Kardinals Nina mit dem
Jemerken, daß dieser Schlag der denkbar schmerzlichste sei, weil er

rine mn komme, sür welches das Blatt so viel gekämpft und er⸗
Bic habe. Es wolle jedoch zeigen, daß seine katholische Ueber⸗
gung nicht blos Schein sei, es wolle die Kirchenautorität nicht
abziehen, sondern sich derselben unterwerfen. Habe es mit seinem
iftreten zegen den Nuntius gefehlt, so beuge es sich vor dem ihm
zordenen Tadel und ertrage Alles ohne Zorn und Groll.
RBerlin. Nag der „Post“ ist der Gesetzenmwurf über die
rfassung Elsaß⸗Lothringens, so gut wie vollendet. In den letzten
lagen fanden über denselben bei dem Fürsten Bismarck Conferenzen
fait, an welchen Staatssectetär Dr. Friedberg und Unterstaats⸗
ecretär Herzog theilnahmen. Die Vorlage enthält nur sechs Artikel.
zine Trennung von Elsaß und Lothringen ist nicht in Vorschlag
ebracht.

Berlhin. Der Bundesralh wird am Montag über die Vor⸗
age an den Reichstag in Betreff der Bewilligung von A
zächst für die Ausstellung in Sydney (im Betrag ron etwa 300,000
M. vbeichließen.“ Rach Anordnung des Reichskanzlers werden nur
300 deutsche Ausfteller nach sehr strenget Prüfung zugelassen. Man
vill sämmtiiche deutsche Arlikel mözlichst durch ein Fahrzeug unler
deutscher Flagge nach Sydney befördern. Ob auch die Kunst ver⸗
xeten sein wird, ist noch zweifelhaft, obschon es von Australien
inter Garantie⸗Uebernahme lebhaft gewünscht wird.

Aus Berlun meldet man der „Allg. Ztg.“: „Anscheinend
mit Rücksicht auf die Compromißversuche bezüglich des Zolltarifs
hal der Reichskanzler kürzlich ertlärt, eine Ablehnung der Getreide⸗
ind Holpoölle sei für ihn gleichbedeutend mit einer Ablebhnung der
Tarifrevision.“

Vermischtes.

f Der dieslährige Verbandstag der pfälzischen Genossenschaften
pird in der zweilen Woche des Monat Juli in Speher stattfinden.
Schutze⸗Delißsch wird demselben persönlich beiwohnen.

3 Sweibräücden, 25. April. Von Seite des kgl. Be⸗
irksamts ist, wie wir hören, an das Burgermeisteramt eine Ver⸗
agung ergangen, die sicherlich den Dank Vieler finden durfte; es
andeit sich nämlich um das Verbot des Feiltragens von Blumen⸗
näußen in den Wirthshäusern durch schulpflichtige Kinder, die
ieses Geschäft seither bis tief in die Nacht hinein zur nicht ge⸗
ingen Belastigung der Gäste krieben. (3w. Zig.)

In Gernsheim wurde die Leiche eines jungen Mäd⸗
hens heländet und vermuthet man, daß es diejenige des noch ver⸗
mißten Madchens sei, das s. Z. den Tod in den Wellen des Rheins bei
Speyer suchte.

f Zur Wucherpest. In Folge des jüngsten gegen den Wucher
gerichleten polizeilichen Erlasses haben bereiis zwei sehr gefährliche
Wucherer Munchen verlassen.

Dem Oberpf. K.“ wird aus Weiden folgende heilere
heschichte geschrieben: „Der Name Lindne; ist in Bayern ein
eht vetanmer, desonders die Gerichte München's wissen von Einem
ager desselben viel zu erzähten. Der in Rede Stehende hat nun
uduch auch seinen Richter gefunden und hält ———
ufgezwungene Ruhe. Jetzt erkundigt sich ein Bauer ei einem
stotar in der Regensburger Gegend nach dem Befinden des Herrn
zindner und hört zu seinem Schrecken, derselbe sitze. Der biedere

andmann wird zum Reden gehracht, und es ergibt sich, daß er
em Lindner, welcher bekanntlich früher Lokomolidführer gewesen,
uf dessen Lokomotive ein Datlehen von 600 Gulden gegeben habe.
Unglaublich und doch buchstäblich wahr.“

Berlin. Wie der „Bors.Kur.“ berichtet, ist von dem
kommandeur des Garde⸗Corps in Folge verschiedener Vorkommnisse
er letzten Zeit eine strenge Untersuchung darüber angeordnet wor⸗
en, in weicher Ausdehnung die Neigung zum Hazardspiel unter
sen Officieren um sich gegriffen hat und in welchen Localen vor⸗
ugsweise gespielt wird. Ta soll den Officieren der Besuch einzelner
testaurants üderhaupt untersagt werden.

pP Berhi'n. GEin bei Hofe und in der distinguirten Ber⸗
iner Gesellschaft beliebter Ofsicker des Garde du Corps hat nach
Jen Berichien hiesiger Blaiter wegen unglücklicen Spiels seinen
Abschied genommen und sich sofort nach Amerika begeben.

In Paris wurde im November des letten Jahres eine
Frau, die sich fälschlich den Titel einer Vicomtesse beilegte, gefangen
jerommen und unter die Antlage gestellt, mehrere Kinder geraubt
u haben. Die Person harte sich wiederholt jungen Muttern ge⸗
zähert, welche im Hospital einem Kinde das Leben gegeden, hatte
Mmen ihre Hilfe angeboten und sie dann ihres Kindes beraubt.
die Kinder waten bei der Verhaftung verschwunden, und es gelang
nicht, der Räuberin ein Geständniß zu erpressen. Kus dem Um⸗
taude nun, daß die Person nur Säuglinge männlichen Geschlechts
ntführte, und daß dieselbe eine Verwandte in London hat, mit der
ie in reger Korrespondenz stand, glaubte der Untersuchungsrichter
ine Spur gefunden zu haben, die zur Loöͤsung des Geheimnisses
ühren müsse. Mittheilungen aus London destaͤtigen folgende Ver⸗
m uthung: Die Vcomlesse staht die eden geborenen Knaben und
rachle sie nach London, woselbst ihte Verwaidien reichen Adels⸗
amilien zu Hilse kamen, die um die Erdfolge besorgt waren.
Fiweder bertauschten die Eltern, welche sich einen männlichen Erben
vünschten, ein eben geborenes Töchterchen mit dem geraubten Knaben,
»der unfruchtbare Mütter, die einen Sohn brauchten, kauften sich
hen gestohlenen Säugling. GB. BaZtg.)

pPFensterlädenaus Papiser. William Hipkins von
zelair in Ohio erhielt das amerikanische Erfindungspatent für
Fensterläden, bei denen das sonst übliche Holz durch Pappe ersetzt
st. Die Scharniere, welche die einzelnen Pappflügel der Laden
rbinden, bestehen nicht aus Melall, sondern aus Streifen von
sewebtem Zeug, die auf 2 entgegengesegten Seilen det Stöße geleimt
uden und den Verbindungssiellen volle Biegfamkeit gehatten.

Ausland.

Wien, 24. April. Die Residenz prangte bereits gestern
Abend (zu Ehren der silbernen HPochzeit des Karserpaares) im Fest⸗
hmuck. Die „Wiener Zeitung? veröffentlicht einen allerhöchsten
hnadenakt, durch welchen 377 Verurtheilte, darunter 48 wegea
Majestätsb eleidigung und Beleidigung von Mitgliedern des kaiser⸗
sichen Hauses Veruriheilte, begnadigt werden und denselben theil⸗
weise oder ganzliche Strafnachsicht gewährt wird.

Sond on. England lehnte jegliche Mitwitkung bei der Ni⸗
zilist enhetzt ab, weßhalb Rußland ein Geheimpolizei⸗ Departement
nier zur Ueberwachung der in London lebenden Russen etablirte mit
Zweiganstalten in Paris und Genf. (Frkf. Zig.)

Petersburg, 23. April. Der Botschafter A
dondon, Graf Schuwaloff, welcher sich seit einiger Zeit huer aufhielt,
im an den Berathungen über die mancherlei bezüglich der Consti⸗
uirung Bulgariens und Rumeliens entstandenen Schwierigkeiten
heilzunehmen, ist nach Wien abgereist. Es steht fest, daß er dort
ine Verstandigung über verschiedene Punkte, in welchen Oesterreichs
ind Rußland Anschauungen bisher auseinand ergingen, suchen soll.
Desterreich hat sich in diesen Fragen neuerlich eng an England
in geschlossen.

Petersburg, 24. April. Der Kaiser und die Kaiserin
nit großem Gefolge sind heute Varmittag 10 Uhr nach Livadia
ibgereisi. Eine Abtheilung des Leibgarderegiments zu Pferde ge⸗
eilete sie nach dem Bahnhof.

Der kaiserliche Uktas vom 17. April, der eine besondere Strenge
jegen die Hochshulen empfiehlt, hat zur Folge gehabt, daß alle

Drofessoren der Petersburger Universität ihre Entlaffung eingereicht
aben. Auch die Professoren der übtigen russischen Unwersitãten
ollen beabsichtigen, diesem Beispiele zu folgen, und noch den „No⸗
vosti? haben die Charkower Professoren bereits einen bezüglichen
Protest der Regierung überreicht.

Der „Posi“ wird aus Petersburg geschrieben: Der Zar fährt
etzt auf besonderen Wunsch seiner Familie mit einer Eskotte aus.
hon den Nosaten seines Convois reiten zwei der kalserlichen Equipage
doraus, ein Unteroffizier sitzt neben dem Kutscher, drei Reiter folgen.
        <pb n="232" />
        die Fuͤllungen der einzelnen Flügel jenes Fensterladens sind Ja⸗
dufien aus Pappe, die man wie holerne gemeinsam oͤffnen und
schließen kann. Die Pappflügel und Jaloufien der Läden werden
nit buntem oder auch mit geprägtem Papler beklebt und lönnen
dadurch das Aussehen jeder gewünschten Holzart oder jedes belie⸗
bigen Musters erhalten. Der Erfinder giebt als Vorzüge solcher
Paͤppladen an, daß sie leichter und billiger sind als hölzerne, daß
sie sich nicht werfen oder ziehen, sich überall anbringen lassen, durch
Bekleben mit frischen Papier wieder neu werden, daß sie große
Abmechselung der Musier zulassen und dadurch zur Verschönerung
der Wohnungen der ärmeren Classen beitragen.

KRunstnotiz.

Mit dem Hinweis auf das im beutigen Blatte erscheinend
Tonzert Programm erlaubt sich der Einsender dieses, die Leser au
as angezeigte Conzert ganz besonders aufmerlsam zu machen
Schon die einzelnen Nummern des Programms bekunden, daß etwa
Außergewoͤhnliches geboten wird. Nach einem vorliegenden Brief
eines Kenners ist Frl. Lehmann trot ihrer Jugend in der Tha
nehr wie eine fertige Klavierspielerin; fie ist eine Künstlerin
Hoffentlich wird ihr Auftreten hier von demselben Erfolge begleit⸗
ein wie in anderen pfälzischen Städten.

eci eranirecii 8.

27nversteigerung.

Dienstag, den 6. Mai
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr,
zu St. Ingbert bei Julius
Winkelmann,

läßt Anton Höffler, Gießer⸗

neister, Umzugs halber, folgende

Mobiliargegenstände öffentlich

versteigern:
Aleiderschrank, 1 Kom⸗
mode, 1Kana pee, 3 Beit⸗
laden, J1 vollständiges Bett,
1 groen Spiegel, ver⸗
chiedene Bilder, 12 Stühle,
2 Tische, 1 Nachttischchen,
1 Pfeilertischchen, 1 Uhr,

1 Küchenschrank, 1 Füll⸗

ofen, 1 Kochheerd und son⸗

stige Haus⸗ und Küchenge⸗

räthschaften.

Ingbert, 26. April 1879.
Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:

K. Auffschneider.
——
Versteigerung.

Dienstag, 6. Mai
nächsthin, Nachmittags 4 Uhr zu
St. Ingbert, bei Peter
Schweitzer,

laͤßt Peier Josehh Jung,

Bergmann in St. Ingbert, nach⸗
tehende Liegenschaften, öffentlich
zu Eigenthum versteigern:

1. Pl.Nr. 42572, 14 383
Im Fläche, Wohnhaus,
Stall und Hoftaum und
Pl. Ne. 42570, 16 a 22
Im Acker dabel, das Ganze
gelegen zu St. Ingbert auf
hobels.

Hᷣl. Nr. 4256, 14 3 68

Im Acker auf Hobelsah⸗

nung.

St. Inobert, 26. April 1879.
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:

H. Auffschneider.

Zonntag, den 27. April, im Oberhauser'schen Saalen Pappewersteigerung
zu Niederwürzbach Mi
woch, den 7. Mai näoͤchsth
um 1 Uhr des Naqhmittags:
36 Pappelstämme.

6 HYaufen Absfall⸗ u. Astholz.
Die Hoͤlzer find Eigenthun

der Distriltsgemeinde Blieskaste

und lagern in der Rähe de—

rothen Hauses.

Niederwürzbach, 24. April 187
Das Bürgermeisteramt:

A. A.
P. Wolff, Gemeindeschreib⸗

der LAjährigen Klavierspielerin Malchen Lehmann und ihres
Baters, Sru. Lehmann aus Kaiserslauteru—

—I

2. Arie des Hüon aus „Oberon“ von ..

3. Ave Maria, Männerquartett vean. ⸗

a. Transscription über „O, du mein holder

4. Abendstern“, vonnn.

b. Novelleten von..
II. Theil 3

Mendelsfohn.
Weber.
Abt.

diszt.
Schumann.

Gartenstühle
empsiehlt
—AX
Auch kann bei demselben ei
ordentlichr Junge in
Lebre treten.

a. Gehbet des Hüon aus „Oberon“ von.

D. Das Herz am Rhein, Lied für Tenor v.

3. Conzert-Polonaise von.8

7. Lied für Bariton.

8. Rhapsodie h'ongrois vn. ..- 3zt.

d. „O'o Hamlkehr“, Männerquartet! von. Thomas Koschat.

Anfanæx æ FAbendas. — Entréo: 50 à Persom.
. Eintrittskarten find zu haben bei den Herten

Seiser u. Schlaudecker und Abends an der Casse. AN

Schöne Ferkel
find zu haben bei
Geora Best Wo

Fiu Lederloffer wird
kaufen gesucht.

Von wem? zu erfragen
der Erped. d. Bl.

Feuerversicherung.

Eine bedeutende deutsche Feuerversicherungsactien ˖Gesell⸗
schaft sucht unter günstigen Bedin Vg solide, tüchtige Ver⸗
reter, die in der 7 find, en ich auch das industrielle
hefchäͤft zu bearbeiten. Gell. Offerten sind an die Annoncen⸗Expedition
on tnn Monse in Darmstadt zau richten.

i

Er braver kraäftiger Fung
kann in die Lehre treten be
Joh. Fries, Backer

5
*

Ein braves . dchen, da
sochen kann und alle häuslicher
Arbeiten versteht, wird bis Jun
u jungen Eheleuten gesucht. We
aat die Exved. d. Bl.

EisenbahnFrachtbriefe
1000 Stück zu.... Mt. 6,50 Pf.
Das Buch (48 Silich) zu. 40 pf.
sind vorräth's — der Druckerei vou
Demetr.

Rechnungen
zu Jedermanns Gebrau⸗
in Achtel, Viertel u. Halben Boe⸗
iind vorräthig in der

Druckerei Dd8. Bl
A. Strevelor in St. Johann a. d. Saa
Wenrn — Ecke der Bahnhof⸗ und Dudweilerstraße. — —
Gänzlicher Geschäfts⸗Aufgabe
zabe meine sämmtlichen Manufaktur-und KRodewaaren einem
Totalen Ausvperkaufe
— zu sehr redueirten Vreilser

D
3

8 dweilerstrass:

ohann, Leke der Bahnbof- und Dudweilerstrass

8 dure der⸗ —33 ——s ist nach Räumunag des Lagers billiast
verkAufen.
BBEIGOS ñ——————“—“‘ — — —— — — — r— — —
Ding umd Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
Siezu ‚Illustrirtes Sonntaasblatt“ Nr 17.
        <pb n="233" />
        27
uf
en.
as
eft
jat
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il
el
4

F

Slt. Ingberler AAnzeiger.
S
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich; m⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei.
lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuementspreis betragt vierteljahrlich
lA 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 A 60 H, einschließlich 40 4 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswärtt
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 B pro Zeile berechnet.
1879.

M6737.. Dienstag, den 29. April

Deutsches Reich.

München, 24. April. Die Handels ˖ und Gewerbekammer
'ür Oberbayhern als Vorort des Delegirtentazes deutscher Gewerde—
'ammern hat die Delegirtenconferenz auf den 11., 12., 13. und
14. Mai d. J. nach München berufen. Das Programm dieser
Tonferenz bildet die Besprechung und Beschtußfassung üuber vie
Denlschrift der Hamburger Gewerbekammer: „Ein Wort über prin
ꝛipielle Reform der deutschen Gewerbeordnung.“

Berlin. Das Gerücht, daß eine wesentliche Erhöhung des
Militaͤr-⸗Eats in Folge beadbsichtigtker Vermehrung der AÄrtillerie zu
erwarten fei, scheint nicht obne thatsächlichen Anhalt zu sein. Wenig⸗
dens spricht man sich in fachmännischen Kreisen schon seit längerer
Zeit rüchaltlos darüber aus, daß die Ueberlegenheu der franzoͤsischeu
Artillerie für uns größere Anstrengungen auf dem Gebiele dieser
Woffengattung notbwendig mache. Auch deuten wohl die wieder⸗
holten Besprechungen des Commerzienrathz Krupp in Essen mit
anseren militärischen Autoritäten, sowie die demseiben vor wenigen
Tagen vom Kaiser ertheilte Audienz darauf hin, daß man der Nus
jührung des erwähnten Vorhabens bereits naͤher getreten ist. (Und
lo geht es fort in insinitum: ein Staat schraust den anderen!
Wo soll das hinaus 7)

*Der deutsche Reichstag nahm gestern, nach einer Ferlen⸗
pause von 24 Tagen, seine Arveiten wieder auf und wird nun
bald in die Berathung der Steuer⸗ und Zoll Vorlagen eintrelen.

Die „Kreuzzertung“ spricht am Schlusse eines Leitatuikels:
Betrachtungen über die Tabatsteuervorlage die nämliche Ueberzeug⸗
ung aus, wie die Nat.Zig. und die Allg. Ztg., nämtich, daß der
etzige Entwurf darauf berechnet zu sein scheine, den Uebergang zum
Monopol vorzubereiten. „Nur so ist es zu erklären, daß füe den
inländischen geringwerthigen Tabak gegenüber dem werthvolleren
nus ländischen Produkte ein so unzunstiges Besteuerungsberhältniß
in Vorschlag gebracht ist.“

Wie der „Kieler Zeitung“ von angeblich gut unerrichteter
Seite aus Berlin geschrieben wird, hat das sen dem 3. v. M.
im kaiserlichen Cabinet befindliche kriecgsgerichtliche Urtheil in Sachen
des Unterganges der Panzerfregatte „Großer Kurfürsi“ die Genth⸗
nigung des Kaisers bisher nicht erhalten, was in eingeweihten
streisen von Anfang an eiwartei worden zu fein scheint; bielmehr
ist das Erklenntniß jetzt dem Militar:Justizde partement zur Begut⸗
ichtung überwiesen. Wenn auch in einigen Kreisen geglaubt wird,
daß die Sache in einigen Wochen spruchteif sein werde, so versichern
doch Personen, die es besser wissen koͤnnen, daß das Ende noch
gar nicht abzusehen sei.

Nach der „Koͤln. Ztg.“ wäre es seht wahischeinlich, daß der
Prinz von Battenberg zum Fürsten bon Bulgarien gewählt wird.

Ausland.

Wien, 27. April. Die Festlichkeiten zu Ehren der silbernen
dochzeit der Majestaten wurden mit dem heule bei sehr günstiger
Witterung abgehaltenen Festzug abgeschlossen.

Paris, 27. April. Das siebente Begnadigungsdekret wurde
deben vom Präsidenten der Republik unterzeichnet. Man zählt in
Folge dessen jezt 1625 Begnad igungen auf 8100 Verurtheilungen.

Paris. Der Generalraih des Seinedepartements hat sich
dafür erklärt, daß das Reglement der Elementarschulen im Sinne
et gegenwäctigen Inst'tutionen redidirt und dabei der Gewissens
teiheit volle Berücssihtigung zu Theil werde.

Die Luftballon⸗Abtheilung in Woolwi ch stellt Ballona zur
Verwendung für militärische Zwecke sertig. va⸗ Kriegsamt hat
em Lord Chelmsford bereits vor kurzem einige Ballons mit Be⸗
enungsmannschast und den nöthigen Apparaten zur Verfllgung ge⸗
tellt, und, sofern dieses Anerbicten angenommen wird, ist schon
Vortichtung geiroffen, daß eine Ballon⸗Adtheilung unverzüglich nach
xm Cap eingeschifft werden kann.

Der Befehl der russischen Regierung, daß forlan die russischen
diaiter michtz über die neschretungen des Rebelunemine

ind seiner Anhäuger bringen durfen, sowie die allem Anschein nach
edr scharfe Ueberwachung aller freinden Korrespondenten hat zur
Jolge, daß die Rachrichen aus Rußland, welche wirklich die Gre—⸗

passiren, schlechterdings unkontrolirbar siid. Man muß, was be—
richtet wird, in gutem Glauben hinnehmen und kann im Uebrigen
nur hinzufügen, daß, wenn die Dinge wirllich alle wahr sind, welche
berichtet werden, die russische Gesellschaft in der That nicht mehr
vor einer Revolution, sondern bereits mitten in derseiben sich
befindet.

Bermischtes.

*St. Inabert, 28. April. Zu dem gestern Abend statt⸗
gehabten Lehmann'sch en Conzerte datte sich eine ziemlich zahl⸗
reiche und äußerst aufmerksame Zuhörerschaft eingefunden. Mit ge⸗
pannter Erwartung sah dieselbe dem LAuflreten der jugendlichen
dlavierspielerin entgegen. Und die Erwartung wurde nicht getduscht.
Zatten wir dieselbe auf Grund des der Künfllerin vorausgegangenen
stufes hoch gestellt, sie wurde weit übertroffen, denn ein seltener
nusilalischer Genuß wurde uns bereitet. Das Spiel der Frl. Leh⸗
nann ist so fert'g und geläufiz, so sicher und rein und dabei im
Unschlage so kraftivoll und im Vorlrage fein müancirt „daß man
»ergißt, die Vortragende ist an Jahren noch ein Kind. Ihrem
Spiele folgte jedesmal raschender Beifall. Nur bedeutender musila⸗
ischer Begebung und unermüdlichem Fleiße ist es moͤglich, eine
olche Meisterschaft auf dem Klaviete zu erlangen und die schwierigen
Tonzeristücke eines Liszt mit solcher Bravour und Geläufigkeit zu
pielen. Von Frl. Lehmans lie, das bekundele ihr Spiel, eine
eiche Zulunft, eine vielversprechende künsslerische Laufbahn. — Auch
Dr. Lehmann, der sich als vortresflicher Klavierspieler und ausge⸗
eichnetet Tenorist zeigte, erntete fuͤr seine Vorträze reichen Beifall.
Evenso wurden auch die Piecen hiesiger Dillelamen beifällig auf⸗
zenommen. Wir sind überzeugt, sollte Hr. Lehmann uns kommen⸗
den Herbst durch ein zweites Concert erfceuen, zu den gesteigen Zu⸗
jörern werden sich dann gewiß noch viele andere einfinden. Denn
nuch wir müssen sagen, wo Hr. Lehmann mit seiner Tochter einmal
onzertrirt hat, hat er sich so angenehm empfohlen, daß ihm auch
ür das nächste Mal sicher ein volles Haus wird.

RLSt. Ingbert, 28. April. Vorgestern am 26. ds.
Nis., gegen Abend wurde von dem Muüllc Peter Wolter in
kschringen im Bache unweit seiner Mühle die Leiche des 78 Jahre
ilten Peler Dörr don Ensheim aufgesunden. Dorr war in
etzter Zeit eiwas geistesktrank und hat den Tod wahrscheinlich frei⸗
villig gesucht oder fiel beim Waschen eines stleidungsstückes in den
Bach, aus dem er nicht mehr berauskommen konnte, weil das Wasser
dort zu tief ist.

*Zum Fabrikinspettor für die Pfalz mit dem Sitze
in Speyer wurde vom Könige der Hüllendirektor Fmil Heuser
von Kaiserslautern, zur Zeit in Witien d. d. R. ernanm.

F Nach einer Verfügung der preußischen Regierung ist den
klemeniar⸗Lehrern die gewerbsmäßige Besorgung von Schreibereien,
iamentlich da sie zur Winkeladvokalur ausartei, untersagt worden;
sie schädige zunächst des Lehrers Amtswürde, die Interessen der
—A jedes von Beamten betriebene
Rebengewerbe der Etlaubniß der Regierung.

*Kaiserslautern halte am Freitag ein starles Hagel⸗
velter; noch lange nachher waren die Straßen mit Schlossen be⸗
hedt. Ueber Dürlheim und das Isenachthal zog am Sonntag
Drittag ein startes Gewitter mit Hagel. Es filnen Eisstüd.— von
der Grbße eines Taubeneies, so daß die Baumblülbe Schaden ge⸗
litten hat.

*In Maudach wollte dieser Tage ein Ackerer die Hühner
—R Schuß verscheuchen.
Er flellte das geladeke Gewehr auf einen Augenblig neben sich.
Plotzlid ging datselbe los und der Schuß verlehle ihn nicht un⸗
erheblich.

*Nach Vollendung eines unterhalb der Stadi Speyer
borgenommenen Rhein⸗ Durchstiches wurde eine bisher zu Baden ge⸗
yoͤrige Insel, auf welcher der sog. Angelhof liegt, von Baden an
Bayern abgeireten.

FFrankenthal. Die Versteigerungen der zu den Gebr.
Vlossier'ichen somie Heller und Nee
        <pb n="234" />
        Immobilien lieferlen eine drastische Illustralion zu den dermaligen
Daurigen Geschäftsverhältnissen. Wahrend das Glossier'sche Wohn⸗
haus in der Speiexer Sitoße für 12,300 M. durch die hiesiget
Firma Mann und Löb erstanden wurde, ein Preis, der dem wirk
üchen Werthe so ziemlich entspricht, konnten für die Kesselfabrik,
sammt Dampfsmaschine und Kessel blos 27,800 M. und für den
hom Bahnhof dahin führenden —VV
den.Ersteigt wurden diese Obielte durch einen Herrn Kopp—
Ingenieur aus Mühlheim a. d. Ruhr, und wird in denselben das
Fesfelschmiedgeschäft wieder ketrieben werden, was getade als ein
Gluͤck betrachtet werden muß, da den durch die Glossier'sche Gant
hrodlos gewordenen Arbeitern wieder Verdienst in Aussicht steht.
Fur die heute zum vierten Male zum Ausgebot gelommene Heller
und Pelers'sche Cichorienfabrik wurden gar nur 20,050 M. geboten
zu welchem Preise dieselbe der oͤen genannten Firma Mann
und Löb zugeschlagen wurde.
7Mannheim, 25. April. Der leidigen Gewohnheit,
das offene Herdfeuer durch Zugießen von Petroleum rascher vor
warts zu bringen, fiel gestern eine Dame zum Opfer. Durch die
Flammen wurden deren Qleider ergriffen und sie starb an den er⸗
haltenen Braudwunden noch am Abend. (Mh. J.)

Dir Siadimagistrat München hat sich mit 22 gegen 1
Stimme gegen die Wiedereinführung der Lebensmitieltaxen ausge⸗
Prochen. J
7Gern s heim (Hessen). Der hiesige Votschuß⸗ und Cre⸗
dilderein hat seine Liquidation beschlossen. Großen Schaden dürften

die Mitglieder voraussichtlich nicht erleiden, obwohl der Reservefonds
als verloren zu betrachten ist, da Bürgschaft für den gröͤßten Theil
des erlitenen Verlustes geleistet worden.

Barmen. Maturfeltenheit.) Dem „Barm. Anz.“ wurdi
von einem hiesigen Bürger ein Doppel· Ei vorgezeigt, welches derselbe
in einem Neste seines Hühnerstalles entdeckte. Die beiden Eier, das
eine von dem Umfange eines der größten Huhnereier, das andere
von gewöhnlicher Größe, stehen an den Spitzen durch eine schlauch⸗
artige Röhre mit einander in Verbindung. Die Schale des Ganzen
ist michl vollständig entwidelt, sonderu hot nur eine hautähnliche
elastische Beschaffenheit und aͤhneli auch in der Farbe der —A
haut.

Beuthen O.s. (Grubenunglüch) Am 22. d. in
der Mittagsstunde sind auf der gräfl'ch Schaffgotschen Steinkohlen⸗
qgrube Paulus durch Einbruch der hängenden Sandsteinmassen 10
Bergleute verschütlet worden.

— In der erslen Maiwoche werden die Versuche zur Hebung
des „Großer Kurfürst“ durch die Gesellschaft Leutner K Co., und
zwar nicht, wie ursprünglich beabsichtigt, von Folkestone, sondern von
Dover aus durch deutsche und englische Taucher beginnen.

pam 10. März wurde anf einem der südafrilanichen D'a⸗
mantenfelder ein D'amant von 205 Kr. gefanden. Der Sltein
wurde vom Finder um 5800 8. verkauft und einige Tage später
don inem Londoner Haus, um 14500 L. (fast 300,000 Mark)
erworben.

Fur die sedaction veranlworilich: s.

Hausversteigerung.

Freitag 2. Mai naͤchst⸗
hin, Nachmittags 2 Uhr zu
Schnappbach in seiner
Wirthschaft läßt Joh. Schu
fler, Kaufmann und Wirth in
—A Wohnsi tzver⸗
ünderung sein nachbezeichnetes
Wohnhaus im Baune von St.
Ingbert öffentlich an den Meist⸗
dietenden zu Eigenthum versteigeru
nämlich: L —

Pl.Nr. 49981. —A

qm Fläche, Wohnhaus mit

Waschküche, Bado fen,

Schweinstall, Hof und

Garten, gelegen an der

Hauptstraße zu Schnapp⸗

bach.

Das Haus wurde im Jahre
1872 neu erbaut und fseitdem
mit Erfolg Wurthschaft und
Handlung darin betricben, wozu
cz sich seiner günstigen Lage
wegen besonders eignet. Das⸗
selbe kann bis zum Versteiger⸗
ungstaze auch aus freier Hard
erkauft werden und wäre durch
Uebernahme der Laden⸗ und
Wirthschafts-Einrichtung und der
vorhandenen Waaren vorräthe
Gelegenheit zur ununterbrochenen
Fortführung des Geschäftes gee
boten.

Si. Ingberl, 21. April 1879.
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:

F. Auffschueider.
Versteigerung
von Pappeistammholz

Sainstag den 10. Nai
.. J., Nachmitiags 1 Uhr, zu
Lautzkirchen werden 237 an
den bei den Disirikiestraßen von
Blieskastel nach Neuhäusel und
von Lautzkirchen nach St. Ing⸗
bert auf Lautzkirder Gemarkung
lagernde MPappelstämme,
3 Akazien und 28 Loose Absall⸗
und Astholz versteigert.

Bliestastil, 24. April 1879.

Das Bürgermeisteramt:

Mayer.

ARoôtel Laur. —
Eonntag, den 4. Mai 1879
Broßer Ball.
Napelle Heimt. Director Wittig.

Fer sreundlichem Befuch⸗ ladet er⸗
eben ein
Friedrioh⸗Lehnert.

Codes⸗Anzeige.
Heute Morgen 9 Uhr ver
chied nach fünfmöchentlichen
chweren Leiden unser liebe
Zöhnchen
Lud wig
im zarten Alter von 5 Mo—
alen. — Die Beerdigung findet
Donnerstag Nachmittag un
3 Uhr statt.
Wir bitten um stlle Theil
nahme.
St. Ingbert, 29. April 1879.
F. HS. Laur.
Koh Laur, geb. Dietz

Mecechaltlich geprüft u. beautachtet. J, ————
Doppelkrãutermagenbitler,
nach einem alten aus einem Be⸗
nedictinerkloster ftammenden Recep
abrizirt und nur en gros ver

sjandt von

O. PINGVL in Göttingen

Provinz Hannover..
Der Benedictiner ist bis
tzt das kostharfte Hausmittel uud
eßhalb in jeder Familie beliebt
eworden. Der Be nedicetiner
a nur aus Bestandtheilen zusam ·
nengesetzt, welche die Eigenschaften
besitzen, die zum Wie deraufbau
eines zerrütteten dahinsiechenden
sörpers unbedingt nöthig sind

Er ist — bei Magenleiden, Unberdaulichkeit, Hämor⸗

holden, RNervenleiden, Krämpfen, Bläh ungen, Hautaus⸗

schlaͤgen (Flechten), Athemnoth, Gicht, Nheumatismus,
nen, sowie bei Leber⸗ und Nieren leiden
und vielen auderen Störungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Bliu und vermehrt dasselbe,
er entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
frisch, siellt die Harmonie des Körpers wieder her und verlãngert dat
Leben bis zu seinem vollen Maße.

NB. Jede Flasche ist mit dem Siegel „C. Pingel in Goͤttingen
herschlossen und mit dem geschützten Etiquett versehen.

Vreis aͤ Il. von ca. 330 Gr. Inhalt 8 M. 30 Pf.
—MV— , 669 6 M. 73 pPf.

Bei 53 Fl. Verpackung frei. Bei 10 FIl. freie Verpackung u. 1 Fl. gra⸗

tis. Versandt gegen Nachnahme durch nachftehende Niederlage · En gros

Verlandt durch die Fabrik.

Attefst: Sr. Hochw. Herr Pfarrer J. Faltkner in Issing, Post
Rolt bei Landsberg in Oberbayern, berichtet: Der Benedictiner hat bis
'etzt gute Wirkungen gemacht, ersuche weilere * Flaschen zu senden ⁊c.

Niederlage in St. Ingbert bei Herrn J. Friedrich.

en t. bert ve J Friedrich *

dirchenbau⸗Verein.
Sonniag den 4. Mai 187
im Greweniq'schen Saale
Generalversammlung.
Der Vorstand Graffion.

CAEBA CEI
von
AV
Staatspapieren ꝛe.
Einlösung von Coupons
Besorgung von Incassos
und Auszahlungen
im Ju⸗ und Auslande,
owie alle das Bankiach
reffende Aufträge ffectu.
prompt und billgst das
Baplhans
A. Molling.
Berlin W. Friedrichst. 180

U s

d h

dtoll werokebe

OChocoladen
und Oacaos.

Sorgfaltigsto und voll
kommene Pabrikation. Un-
pedingt Garantie für der
Wortlaut der Ptikette
Preise joder Tafel aufge-
druekt.

Verkauf in den moisteé
guten Conditoreien, grõs-
Seren Colonialwaaren-Hand-
ungen vnd Apotheken.

Möblirte Zimmer
»ür ledige Herrn und Famil'ien⸗
wohnungen mit 2—83 ineinander⸗
Jehende Zimmer im obern Stock
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U
XRX —
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ein vortreffliches popalür· mediciniscaes
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7dð Ar. zu deu alle Buchhandl
Leipzig Nichter's Verlaga⸗Anstalt
Ausmua aratis und iranco.

Borkcaihig in R. EGottholos
Buchhandiung in Kaiserslautern,
wvelche dasselbe für 1 M. 20 Pf.
überallhin franco versendet.

Truf und Verlag von æ.

—*.

Oemes in St. Inqbert.
        <pb n="235" />
        2
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beg

3253555258— 28 *

* 5358 — 2223 5238222 * 22 222323— * v 22
385 83 3333 — 3
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25537—0238— 5*5 —A 3 —— 8 2 3z *52 4
52 — —— — —— —A — 2 8 5 2 2 S. 32228 22
325233338 33—7335335* g 2—3—

— * * J 2 25 — 8* —235 2* 238 2 3 *
33s533 5353 3353 — 333 3388
3535 63*238333573 233 2 8 32*25 —
55332225 225 33 3 8 382——5 5358 —— ———
35 —33——33 85 333322—333358

Z — 3235 * —X —2 7 373. 2 2 2 25 —* 52 *
83 38333—3 3 533233

S 8 —26 585832 52q582 — z*X 55 — —85 8 55
33337 23 353355
—2222353532 3 — 2 2 525 ———— — 2 258 —* 8 28283 — —
3383 32
3 3 3385
55 3 3—— 335
323 —38—33 3333 —3—33385
352 —2— 3 ——33—3 3—— — 5333 55 ——785332
32384383325 Ä„2533—23533 — ———— —
E * 37
2—35— —7535— 3583 323535535753335355333
35335—38 33333 ———332 5 —335535333586s 88*
55 —323323256 —— —A— 83 58 33535253 22
— * 35*. 2 *
3 3333353—3377
c2 ãS F— 2 — 33 — * —— * 3 * — *—
2 283 253 —5 6338
2
Ss5282 32228
—* S * 24 — 2 5344
—s5 5 8 2 358 A —55 55 5 2555 5553558
583 3 353 *2*533 535 232353 AV—
37353157 2 3 33353 53333335335358*
* — 5 — 8»3252 285 * — 6 —322 8 5523
2 2 2.6 65 2 2 * 28 ————— —
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        Slt. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich; mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. Sonntags mit illustrirter Bei⸗

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A 68.

Donnerstag, den 1. Mai J

U—

Deutsches Reich.

München, 29. April. Der den Gesetzgebungs-Ausschüssen
der Kammer vorzulegende Gesetz ˖ Entwurf über die Gebührenordnung
wurde kürzlich den Notariaiskammern zur Begutachtung mitgetheilt.

Der Reichskanzler soll die Absicht haben, bis zu der Pfingst
—XXD
ohne Unterbrechung in Berlin zu bleiben und sich an den parlamen⸗
tarischen Verhandlungen aktiv zu betheiligen. Bis dahin wird
jedenfalls in den wichtigsten Fragen die Entscheidung gefallen sein,
so daß es dem Reichskanzler eher möglich werden dürfte, sich von
den Geschäften etwas mehr zurückzuziehen.

Berllin, 29. April. Der Reichskanzler hat bei dem Bundes⸗
raih die Bewilligung von 200,000 M. für die Betheiligung des
Reichs an der Weltausstellung in Sydneh beantragt. (A. Z.)

* Der Reichstag nahm in seiner Sitzung am Montag das
Gefetz über den Verkehr mit Nabrungsmitteln in dritter (letzter)
Lesung an.

Berlin. Die neuliche Angabe der „Germania“, daß eine
Erhdhung des Militäretats durch Vermehrung der Artillerie beab⸗
sichtigt sei, wird von det Kreuzitg.“ als grundlos erklärt.

NAussand.

Rom. Ein Manifest Garibaldi's verlündigt die Bildung
einer demokratischen Liga behufs Erlangung der thatsächlichen Aus-
übung der nalionalen Souverenität. Die Liga wird mit friedlichen
Mitteln arbeiten, so lange ihr Werk nicht durch die Regierung
gehindert wird.

AX
einstimmig durch Acclamation unter dem Namen Alexander J. zum
Fürsten von Bulgarien gewählt. (Prinz Alexander Battenberg isl
der Sohn des Nrinzen Alexzander von Hessen. Er ist geb. am
6. April 1857, Sekondelieutenant im Regiment der preuß'ischen
Gardes du Corps und Neffe des Kaisers von Rußland. Er hat
den letzten russisch⸗türlischen Krieg mitgemacht und hat so die Zu⸗
stände Bulgariens aus eigener Anschauung kennen gelernt.)

Nothleidenden im Spessart hat, wie es bekannt giebt, seine Samm⸗
lungen deschlossen. .Die Noth ist als gehoben. zu betrachten, umso⸗
mehr als die, eingekretene milde Witterung auch wieder Arbeit und
Verdienst gebracht haatt. —

4 Die. „Mürchener Correspondenz“. schreibt: Saämmiliche
Berichtsvollzieher, welche im Jahre 1870 die Gerichtsbollzieher⸗
Prüfung mit der 1. Note bestanden, haben Aussicht bei der neuen
Berichtsorganisation als k. Gerichtsschreiber angestellt zu werden.

Der diesjährige Verbandstag der pfälz. Kampfhgenossenfchaft
wirbd am Sonntag den 18. Mai zu Kirchheimbolanden abgehalten
werden.

f Aus Pirma segs wird der „Zw. Zig,“ geschrieben⁊
Wenn man aus allen Gauen des Vaterlandes immer noch über
die allgemeine Geschäftsstockung kiagen hört, so ist es gewiß erfteu—
lich, berichten zu können, daß man hier, wenigstens in dem Haupt-
erwerbszweig der hiesigen Bevölkerung, der Schuhfabrikalion, von
iner solchen Stocung bisher Nichts gewußt hat; im Gegentheil
ind die Fabriken mit Bestellungen überhäuft, was man wohl am
zesten daraus erfieht, daß die meisten derselben die Arbeitszeit bis
10 und 11 Uht Abends ausgedehnt haben. Den eklatantesten
Beweis für den Aufschwung unseres Industriezweigs aber liefert
ans die Bekanntgabe der Post Verkehrsverhältaisse pro 1878, weiche
der soeben herausgegebene Bericht der pfälz. Handels- und Gewerbe—
ammer enthäli. Danach hat fich die Zahl der Postsendungen auf
das Doppelte gegen das Vorjahr erhöht, nämlich 85,0834 gegen
11,238 Stud mit einem Werihe von Mark 3.0809,410, gegen Mart
502,308. Briefe sind 371,267 gegen 330,720 im Vorjahre
hefötdert worden. Der Werth der abgegangenen Postanweisungen
ꝛeträgt Mark 1,043. 408 und der der eingegangenen Mart
1.238,230.

In Waldfischbacqh schlug das Pferd eines Comödian⸗
sen den Wirth Niederberger, bei welchem der Comödiant Aübernachtete,
jo unglücklich, daß der Getroffene am Samsiage in Folge davon
Serschied.

FKaiserslhautern, 29. April. Das Erirägniß des
am Sonntag im Fruchthalljaale veranstalteten WohlthätigkeitsCon—
ertes (für die Spessarter) beläuft sich auf 323 M. 42 Pf.; die
Uusgaben auf 290 M. 10 Pi., so daß sich ein Ueberschuze von
294 M. 32 Pf. ergiebt. Da nach Verdffentlichung des Central⸗
omites zu Aschaffendurg die Sammlungen für die Spessart -Ve⸗
wohner geschlossen sind, soll nach Comitebeschluß die Einnahme für
die hiesigen Octsarmen sämmilicher Confessionen verwendet werden.

F. Sandau. Einem Berichte des „Land. Anz.“ über die
am 25. April statigehabte Generalversamm!lung der Landauer
Bolksvank entnehmen wir, daß verschledene, zum Theil beträchilche
Ireditüberschreitungen vorgetommen, inzwischen aber durch neue
Dechungen vollständig beseitigt worden sind, so daß für die Volls
auk daraus keine Gefahr zu beforgen ist. Um aber den umlau—⸗
enden Gerüchten ein Ziel zu setzen, wurde eine Revisionscommission
rnanat, welche spater über das ganze Rechnungsergebnitz Bericht
erstatten soll, worauf dann erst die Decharge ertheilt werden wird.
Der bisherige Tircckor Loeb wurde durch Beschluß der Versamm⸗
ung von dem aus einem geführten Proceß erwachsenen Schaden im
Betrag von 18,000 Mark entlastet. Zum Director wurde J.
CTlemens, zum Cassier A. Dercum. zum Controltur Buchhallter
Schmiß gewählt.

föFrankenthal. Fuür das Schützenfest ist Capellmeisser
Schirbel von Mannheim engagirt. Derselde wird mit seiner ganzen

Capelle während des Festes hier musiciren und erbält dafür 2000
Mark. (F. 3.)

Rermischtes.

*St. In gbert. Die Frequenz unserer Lateinschule ist
in den letzten Jahren so gestiegen, daß die Räumlichkeiten für
einige Klassen zu klein geworden sind. Es wurde darum, wie
uns mitgetheilt wird, von der kgl. Regierung der städtisthen Ver⸗
waltung nahe gelegt, Abhilfe eintreten zu lassen. Ob und in welcher
Weise diese geschehen wird, darüber ist uns nichts brekannt.

*Sit. Ingbert, 30. April. Herr Cafetier Seiter
erhielt dieser Tage aus einer Pariser Fabrik ein neues Instrument,
Darmonicor genannt. Es ist eine neucre Erfindung und wird
wohl bei uns noch wenig bekannt sein. Sein Toncharalier ist sehr
ansprechend, er schwebt elwa zwischen Clarineit? und Heutbos.

*— Schon oft wurden Stimmen des Bedauerns über die dem
allmölichen Abbruche hoffnungslos entgegengehende Burg Kirlel laut.
Im Jihre 1874 hatte der pfälz. Verschönerungsverein die Erhalt⸗
ung der Burg, ja selbst deren Ankauf in's Auge gefaßt; jedoch
bergehens. Die von den Eigenthümern verlangte Verlaufssumme
war zu hoch und alle von einem für die Sache warm fühlenden
Uusschußmugliede in Homburg unkernommenen Schritle scheiterten
an der offen ausgesprochenen Absicht, die Mauern nach und nach
abzutragen und die Steine zu verlaufen.

* Am Sonntag Nachmittag fand zu Saarbrücken untier dem
Vorsitze der Bürgermeister von Eaarbrücken und St. Johann eine
aus den beiden Saarstädten und der Umgegend sehr zahlreich be⸗
fuchte allgemeine Handwerlerversammlung statt, um zur Frage des
Innungswesens Siellung zu nehmen. Die Versammiung war der
Ansicht, daß durch vereinie Bestrebungen die Inleressen dez Hand⸗
werlerstandes besser gefördert werden lönnen, als disher. Sie sprach
sich dorum einstimmig für die Neubildung von Jonungen, b. h.
Vereinigungen der einzelnen Geschäfisarten nach Maßgabe der
83 97-104 der Reichsgewerbeordnung aus und belonle dieselbe
ausdrüclich als eine dringende Rothwendigkeit.

Des Aschaffenburger Centrafbilfätkomite zur Unrlersiükung der

Fur die Redaction verantworilich: J. X. Demetz.

——
IXXXX
sut die in der hentigen Nommer unserer Zeitang zieh befindende Glera-
Anreigo von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sioh
lurch seine prompte und versehwiegene Auszahlung der hier und in der
Umgegend gewonnenen Beträüge einen dermassen guten Ruf erworbon.
lass wir Jeden aut dessen heutiges Inserat schon an dieser Stalle auf-
merkaam machen
        <pb n="238" />
        Vergebung
vonStraßenbauarbeitenimKantoneBlieskastel

Die Herftellung zweier Strecken der von Habkirchen über
Bliesmengen-Bolchen bis zur preußischen Grenze bei der Uhrigs—
mühle projektirten Distriktsstraße, nämlich:
der 1778,20 mm langen Sirecke von der Banngrenze Hab—
tirchen bis zur Octstraverse Bliesmengen (Abiheilung II),

B der 883,80 mulangen Strecke von der Ortstraverse
Bliesboichen bis zur Uhrigzmuhle an der preußischen Grenze (Ab⸗
theilung U

beide Snaßenstrecken auf der Gemarkung der Gemeinde Blies
mengen⸗Bolchen gelegen,
soll auf dem Wege der allgemeinen schrifilichen Submission zut
Ausführung vergeben werden.

Die Strecke A ist veranschlagt:

1. Erdarbeitenz zz. *

2. Versteinung der Fahrbahn excl. Decklage zu.

3. Decklage zuuu ..7

4. Pflasterrinnen z uz

5. Kunstbauten zzzz

8. Grenzsteine z *
zusammen

Die Strecke B ist verauschlagt:

I. Erdarbeiten z zzz. *
2. Bersteinung der Fahrbahn exel. Decklage zu .
——
4. Rinnenpflaster

5. Kunstbauten zuuu..88*

6. Grenzsteine 8

Pappelversteigerung
uu Niederwürzbach Mitn
woch, den 7. Mai näͤchsthin
um 1 Uhr des Nachmittags:
36 Pappelstämme,
6 Haufen Abfall⸗- u. Astbolz. *
Die Hölzer sind Eigenthum Betreff:
der Distaͤtisge meinde Bueskastel Bericht über die Thätigkeit und
und lagern in der Nähe des den Stand des Vereins.
rothen Hauses. Wahl des Vorstandes und des
Niederwürzbach, 24. April 1879 Ausschusses.
Das Bürgermeisteramt: Der Vorstand Graffion.
A. A. Den Deutschem Oel-
P. Wolf, Gemeindeschreiber GIABE-Laclx aus der
— — — Pabrik von G. C. Hisgen,
Meinen Freunden und Be⸗ Firniss- &amp;æ Farbenuers
kannten bei meiner Ab⸗ M — — —
prãmii adelphia
vese g 4 —— c in Zre mnd einæige Fabrik der
herzliches Le ewohl: achten deutschen Oel-Glanæ-
Rohrbach, 28. April 1879. Lacke zum Apstrich für Bisen,
Peter Bender. Holz ete., insbesondoro für
Ein b B 7 IIEIIXVVVXI
in braver Bursche, in original Biechiaschen von
nit guten Schulkenntnissen 2, 8, 10 u. 20 Pfd. pr. Pfd.
vird unter günstigen Bee AILB2O. ewpfiehlt als bewahrt
ingungen in meiner Buch⸗ Joh- ν
druckerei als Lehrling ange⸗ v ενO O
nommen. Stationsbeklebzettel
F. X. Demetz. billigst bei F. X. Demetz.

Kirchenbau⸗Verein.

Sonniag den 4. Mai 1879
Nachmittags 83 Uhr im Grewe⸗
nig'schen Saale
Generalversammlung.

—
7028,13
4787, 64
3546,40
2026,08
1677.01
148,00
19208,26
Mä
1445,10
2739,78
2301,00
808,52
921,42
74,20
zusammen 8290,02
Beide Strecken zusammen sind sonach veranschlagt zu. Ab 27498, 28
Solide, verlässige Uebernehmer werden eingeladen, ihre nach
ganzen und zehntel Projenten bemessenen Angebote schriftlich auf
Stempelpapier und verschlossen mit der Aufschrift:
„Submission anf den Straßenbau von Habkirchen bis zur
preußischen Grenze bei der Uhrigsmühle“
längstens bis Donnerstag den 8. Mai nächsthin,
Vormittags 11 Uhr,
bei der unterferliglen Behörde einzureichen, bei welcher bis dahin
die Plaäne, Kostenanschläge und das Bedingnißheft zu Jedermanns
Finsicht aufliegen.
Zweibrücken, den 29. April 1879.
Kgl. bayer. Bezirksamt:
Damm,
al. Regierungsrath.
ille Diejenigen, welche zur Herstellung eines
gnũgungsplates für St. Ingbert bereits
gezeichnet haben, sowie Diejenigen, die sich
weiter an der Sache betheiligen wollen, werden eingeladen
auf vonntag den 4. Mai, Abends 8 Uhr bei Gastwirth
Conrad, behufs Besprechung über Verwendung der Gelder
und Creirung eines
Verschönerungsvereins.
tan
„HELVETIIA
Feuer⸗Versicherungsgesellschaft in St. Gallen.

EHanupt-Gewinr
ev.
A400, 000 M.
Eiuladung zur Retheiliguug an den
GEWwinn- OhAncen
der vom Stante Hamburg garantirten groasen
Geid-Lotterie, in welecher über
8 Millionenmn 200, O00 OMATI
sicher gewonnen werden müssen.

Die Gewinne dieser vorthei haften Geldl· Lotterie,

welobe plangemäss nur 86, 500 Looxe enthalt aind folgende, nämlioh:
Der groösate Gewinn ist ev. 400, 000 Narb.
Prämie 250, 000 Mars, 1 Gewinn a 150,000 Mark,1 Gewinn a
100, 000 Mark, 1 Gewinn a 60, 000 Mark, 1 Gewinn a 50,006 Mark,
2 Gewime sa 40, 000 Mark, 2 Gewinne a 80,000 Mark, 5 Gewinne
a 25,000 Mark, 2 Gewinne a 20, 000 Mark, 12 Gewinne a 15,000 M.
i Gevwinn a 12,000 Mark, 24 Gewinne a 10,000 Mark, 5 Gewinne a
8000 Mark, 2 Gewinne à 6000 Mark, 54 Gewinne a 5000 Mark, 6
Gewinne a 4000 Mark, 71 Gewinne a 8000 Mark, 217 Gewinne a
2000 NMark, 2 Gewinne aà 1500 Mark, 2 Gewime a 1200 Mark, 531
Gevwinmne a 1000 Mark, 673 Gewinne a 500 Mark, 950 Gewinne a
300 Mark, 65 Gewinne a 200 Mark, 100 Gewinne aà 150 Mark, 24650
Gevinne à 1388 Mark, 1400 Gewinne a 124 Mark, 70 Gewinne a 100
Mark, 7300 Gewinne a 94 u. 67 Mark, 7850 Gewinne a 40 u. 20
Mar' und Kommen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur
CHCBGCII Entscheidung.
Die erste Gewinnziehung ist amtlich festgestellt und kostet hierzu

qdas ganze Originalloos nur 6 Reichamark,

das halbe Originalloos nur 83 Reichsmark,

das viertel Originalloos nur I/ Reichsmark,
and werden diese vonn Stante garantirten Original-
LoOose (keine verbotenen Promessen) gegen franlcirte Ein-
sendung des Betrages oder gegen POSASVOoFSCMIIVBS
lbet nacuk den entferntesten Gegenden von mir versandt.

Jeder der Betheiigten erhaàlt von mir neben seinem Original-
Loose uch den mit deim Staatswappen versehenen Original-Plan gra-
s Vnd nach stattgehabter Ziehung sofort die amtliche Ziehungaliste
unaufgefordert zugesandt.

Pie uszabplung und Versendung der Gewinngelder
zrfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strengstar
Verschwiegenheit.

F-Jede Bestellung kam man einsach auf eins Posstein-

zahIungskarte machen.
D ⁊ dan wende sich daher mit den Aufträgen der nahe bervorste-

henden Ziehung halber bis zum

FAMIai d. J.
vertrauensvoll an
Sametl eocscher sent.
Banduier und Wechsel-Comptoir in Unmburg.
————y⏑ ⏑ü——⏑⏑

Die Gevwinne
guruntirt
d er 8tqct.

— —33

Grundkavital I0,000. 000 Franken.
Wir brinçcen hierdurch zur Kenntniß unserer resp. Verscherten
in St. Ingbert und Umgezend, daß, nachdem Herr Lehrer Günther
unsere Ägentur niedergelegt hat, wir dieselbe dem Herrn J. Ficker,
Geschäf'smaun in St. Ingberk übertragen haben.
Nie Generai-Agentur für die Pfalm:
J. Durlacher Solim-
—
Sonutag, din 4. Mai
Tanzmusik
Peter Schweitzer.
fang Nachmittags 3 Uhr. 7
—A bckses Mor meiner Thür wurde ein
enne Wechel Vaanne
o zu Laben in der . Pf. Inhalt gefunden, und kann
Buch⸗ und Steindruckerei bei mir abgeholt werden.
F. J. Demetz. G. Linn Schuhmacher.
Fruck und Verlag von F. X. Dem ⸗k In R. Inadert.

Hirrzu als Beilage ein
Wrospeet von C. Pingel in
nötlingen „Venedietiner
Doppelkräuter-Magen
bitter“ betreffend.
        <pb n="239" />
        * —e,22 28 283 —XRV 2 2—2223 2822 —
3 552 — ——— 33 3 22 323558 — — ————
22 325 5—3835 : 85 5 5 23 5*2325 3833 583— 57
— 3 * 9
532255 35532555 238332835255 ———28872332833
C 2822* 5———æ— 7 22 5 — —37— 5585 222532 52 555—52
2 5 2 2 — 588 553 5322 5352323238 860 ——22288
58 355 —A— — —A 5 »75 5852578 ——
— 2 — 33 —A * 2822 8*— 22 82*.
* 22 —2* S * 2 5552—5 32 2 8 23222 3
n.* —55 3——5—5 —5 5 23383 6353 52337358
— —— — X
—5—327 574 — — 25333 —3*5328 333353232
2532 52387 2 5555 532 25 —253 —5— 8 —522 5758
555 53 3332 — 2722 25383 ꝰ33 3333338
87 — * *

—55 3555 55382385 3538 2— 333383 3338 33683533338
3 553 25333853 —283 383
5 3 28* * * 3z5*
288 55585* SSE«„— 2—5—32 —38 23 SeS52 52

28 8 35282 835 232 —555 5——33 2—232

— 2 5 — —M 25 * 22 33 2 — 225
253 2255 8—32353;2 7353 s5 3. —*5583 z3838 —8

E a * — — — — eι! — 2 P * 53— — — z — —

373. 535. 23375—353585 —55533 538 35338 3535
235 38532325555358&amp; — ——
23323 EÄ—E5—63 —5—23882 383 6227 —3——53—82582 8 — ——
———— — — 225* 2* —A 225 3 v * — D8
X 3z0 5 — — 3— —4 2 ——A 82 —55 — — 2
S— * — 52209 * — — 28.52 4517 * 32.
—5S2c—3 53532 55 —5 — 38 2— 13335853

2 —— — 2 3325* —A — 5356 — — — 23 ——
20220 —— 538585 . ——3105 8* 52 —A
E——5— A 5 —3 — 333—5332

8 3 3 2 — * 5* 8 —222 2* —— — 223 *
QG 6 25852 56 MSSSB2 B83E 2382

7*
2
—2 —

2
2
4

—
22
55353352
335523538
*22 —3313333533
52223 — 835555* *
5258 — 2 232* 22
—e— 32258535 57 25 3*
e
8 — ——— —* 7*
7853 83338 2
5523353 28535583 55 55 — 2
5* 5 22385* 353 2 3 22 25
* 74 ES 4 * 32882 * — *
— —88 — 568 A **2 —2 25 532
—RX*4 —— — 2 25 — *7 2 — * — *
2 2—25 — 5* 27358 *9 5223285 3 3 —A
3 — 5355 558 55 3 —— 5 233 *7
5323 E — — — —* 5 * *5 52 5 2 3 2 — —
322237 —A 3828 —5 5 5* 23535
3 323335 2. 2 35 — * 32 5333 S.
525 52328—88 * 25557 5377 43237.7 5875 —AA *
5 5
5323 583585* s *3 25582 857 8** 8323 5 z 8728* 3
— 275 55333 5582 3535 8 — — 53885
5323535* —XV— — z3358 — 525 525 S 8 5 253 —A
* 5853 23353 35—534 — 5 52 2 — — 22 5 32 —
55* 53.8 — 5* 235 35*557
23 —82 —S 2 8 2.8 2 * * 2* 2535 3 3 *
5 2355 —— 32 * —A —* 5335 2 572 S
5zE 36 — — 53332338 — 533233538 223 1 —— 3 — —
— —— — — 35338373 — 25558* —32 — 5z235358 5
32 * 2.5 * —AA 238 2 5 ü 2588 22 —553358 o*
3 — * 3555 53258 — ——
25526 533738 5588 55z73 588 528 383 *68* H8
5238 z3338 357533335 F 33335 —A 352588
3238 358 k 5553325 55 323322 —— 33532
55 535 25338*8 ——— 2 —— 5* 225** 255 —
— —— 538535 52 ———————— 522353 1555 —
—355733535 —— S 555358 — — 8525
533532355 3353*338 5 43 —— 353235358 5252 —
25552 28 558235 253*5* 53*8 A 558* eW
5 22 28 S8* 2382 S 5 — *
*ʒ * 26 53* 22 5 50 2 —
2* Sæ 172 25 77 55
22 558 ——— —— 5*
— 3 — —
35563 ras 5223
—A — ——
—3
— — 15355 2
5 5 88
.*4 35533
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—AVVV— — 22 —— 2
—325853 — . 5223 5 57 535 2292 5 52332 —353522 582
3* * 8 — * 2 —3 —Z * 7 — * 8 — 2 — 7 225 52
353235s—552 24385 — *225 225,223 15 7353 353
J 2 a A —
523332 58 50 *6 * 552537533* ——— 2538
s83355 * 3— — — 2 53335 352525 85
—z332 3239 ꝛ2287 * 355383 ——7837* 85 — —
— —* * Z *8* 25 * 82 —— »52 * 222 c * ——
55* * 2 — 275— 223 — 2234 — 828 — — —20
z2388 5 *243233 23538 —2283—383 5553323 375
— 22 s3 * —— 30 —2555255 82522 2z83
—A — 55358 — J * 32 ——2352223 — 28
5527855* „5385 7* — ——
—* 2 8 22 7 — ß 57
5* —553. 22— 58—— 25 38 —53888 — 5458*28 852
2222 — 82 3 2 25338523.653—33 2z 2—2 88—
55335335 375 75—— x556 —5 — 58850 3355 5—58323352755
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5 3532— 55655 5583 22322 ——833—85 57 ISs 88⸗
3335 5357 38388 33 5. 33 —
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55 553 c —83838 — R—75 1537553353328588 55*5

7 7 — —2 23 —A —— —225 3223* 3 8S —

335373 7333 :63338 52— 3283 57333832. 54 3z33685 8

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5— 2533 — 2* 2328 5 725 * —A—— — 53 S2 S

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2723 3— —28 2—* — SS —— — 532325

— — —5325235 2555 62— —3—3332 2 3 8 *5
532 533335 5638* 553 33z—368 — * 8

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— 75 —25 —D —857. EZR—— 5*4 2. 5 ——358

332 8 — :853-232338 3;, 33 5753535 3335, 3*353—5235 2.232553358

* 227 * 22 — —— 2

35353353353553555 55 —A— 5523—325255

——— 3 2—22 —A —— 23* —R8 »22 —A —

5336 3 3 238

355 5* —8328335539 558 1335 — 25—33* —1838 ——323225265

8A EM — — 3333 353 535233*52

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        83 * 223
3832888 883
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——— — —— 57382383 —8 33385335 IZs8*33
22 2* 533 83— 90 33855533f J 228 s 5 * 2. * —
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253492 — 332388 23223 333333 „ 18 53535
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*58 853233 — 83 253 26333 3238
3317 2868 2 *25338388 12353823 8382*3 55 35— 2
3 *7028 522 2* 3 35 —A 22 2883 3 * 85 — *
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23537 —A —A4; — 22 55 323 8—*B8 255
28 — 23 *82* 7 *2 5. 3232 —— 523
23532332 272 75323 223 ——— 522
227 583223 S8 — 3 8 — 28 —8 7
852 8 2525 S S 323*33 — * —2232
3 3 2 32 52 8 * — — 2*
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233233 2. 322 22 233 152 8 22
272*77 7 3 25537 723 2382 32
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252333 233 222828 7
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35 383—52388 A — 25 z*223
538*38 233975338 28355335528
23 55 2 55337537 2385 5353333 2
52*3 ——— — 3245333 533332 7353*
522* 353— — 2 * 7333355533
7 —8 55822 25235823 72* —— 53*835
253328 5323283 * 325 33532 32* 25
2z226 23 553373 255238 5 2 5253
57522 258 **5 25335233555 3333
—— 2622 2223388 52328 5325
———
3 237 F — — —A 223 —— 3327
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223537* 2 2*83 85.* 23 5*838082 *258 —z838
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252 5832823 25323 5253238 ———
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582. 2 * 2. —2— 23235855 5 323225
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* 223386885 85 223 7 —A 2* — ——
—— 232353 583 58. 2583 3 83552 22333257
22 55337258 I 57527 25 2 — 338
2532333 5335 535 — 32358 2523535333 —
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— 8 3 8 2823 253 23 —— — X 8X2 223
— 5 * 2. 7 — 9 2 —2 S — *B8823
*3325860 ——— 2232. 52323287 5323
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        St. Ingberter Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mis dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Wei⸗

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mit 15 B fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
A 69.

A

1579.

—
Deutsches Reich.

München, 30. April. Se. Maj. der König wird heute
Abend den neu ernannten Bischof von Würzburg, Dr. Stein, em⸗
pfangen und dessen Eidesleistung entgegennehmen. Minister Dr.
b. Lutz wird hierdei die Eidesformel verlesen.

München. Von bairrischen Reichstagsabgeordneten haben
in den letzten Tagen die Herren Frhr. v. Leichenfeld und Herr
Banquier Feustel in Kronach, resp. Baireuth vor ihren Waählern
gesprochen und sich über ihre Stellung zu der Zoell⸗ und Wirth—⸗
schaftsfrage geäuß rt. Einem Bericht darüber entnehmen wir, daß
Herr Feustel in einem zweistündigen Vortrag, welchen die Ver—
sammlung mit der größlen Aufmerksamkeit verfolgte, in llarer und
lichtvoller Weise die Ursachen unserer jetzigen allgemein trostlosen
Geschaftelage entwickelte. Er lieferte den Rachweis, daß unsere
Noihlage zu dieser Zollresorm geführt habe, und habe
führen müssen; sodann erörterte er, in welch äußerfl
gewissenhafter Weise die Reichsregierung alle Verhältnisse unlerfucht
und geprüft habe, und gelangte endlich zu der Schlußfolgerung,
daß der Reichetag die Vorlsage annehmen werde und müsse, wenn
Deutschland gesunden und wirthschaftlich besseren Zeiten entgegen⸗
gehen wolle. Reicher Beifall wurde Herrn Feustel am Schluß zu
Theil. Frhr. v. Lerchenfeld hat sich in Kronach ungefähr in dem—
jelben Sinne ausgesprochen; er erklärte, er sei der Ueberzeuçung,
daß der vorgeschlagene Tarif der de utschen Industrie förderlich sein
werde; er sei bereit, ihm im Ganzen zuzustimmen, vorbehaltlich der
Abänderung des einen oder anderen Punlies.

Berlin, 30. April. Der „Reichsanzeiger“ veröffentlicht
heute die Ernennung Simsons zum Präsidenten des Reichsgerichis
und Drecqchslers, Henricis, Hocheders, Uketis, Drenkmanns, v.
Beherles und Dr. Bingners zu Senatspräsidenten des Reichsge—
cichts, ferner die Ernennuug von 60 Reichszerichtsräthen (darunler
19 bisherige Reichsoberhaudelsgerichtsrälhe).

Berlin. Der Bundesrath wurde zu schleuniger Beschluß⸗
fassung über einen Antrag des Reichskanzlers wegen Einführung
der Tabalsperre berufen. Bei der Vorlegung des Antrags wird
die Reichsregierung erklaͤren, daß sie den Gesetzentwurf wegen der
Nachsteuer auf Tabak nicht zurück iehe. (A. 3.)

* Heute (Freitag) tritt der Reichstag in die ersite Berathung
der Zoll⸗ und Steuervotlagen ein. Er nimmt hiermit die Loͤsung
einer Ftage in die Hand, die für unser gesammtes vollswirthschaft⸗
liches Leben von der größten Wichtigkeit ist, die aber auch bei den
sich einander entgegensisehenden mannigfachen Interessen sehr große
Schwierigkeilen bielet.

Bezüglsch der geschäfllichen Behandlung der Zoll: und Steuer⸗
vorlagen im Reichstage wird jetzt in den einzelnen Fraklionen des
Reichstages beralhen. Wahrscheinlich werden drei Kommissionen
beliebt werden: eine für die eigentlichen Wirthschaftszölle, eine für
die Finanzzölle einschließlich der Tabalsteuer und eine für die
Brausteuer. D'e Frage der konstitutionellen Garantieen wird jetzt
auch in den Gruppen der rechten Seite ventilirt.

eAuf eine an den Reichskanzler Fursten Bismard gerichtete
und dessen Steuer und Zollreformplänen zustimmende Adresse vom
27. März dieses Jahres, welche aus den Bezirksämtern Zweibrü—
den, Homburg und Pirmasens mit 53694 Unlerschriften versehen
war, erging unterm 88. April an den Gutsbesitzer Herrn Otto
Freudenberg in Zweibrücken solgende Antwort: Die Adresse, welche
Fuer Hod wohlgeboren die Freundlichkeit gehabt haben wmir zu
übersenden, hat mir ebenfo wie die früheren zur besondern Genug⸗
huung gereicht. — Aus der großen Anzahl von Unterschriften
glaube ich schließen zu dürfen, daß alle diejenigen Ihrer Landsleute,
welche mit uns von der Ueberbürdung der Landwirthschaft überzeugt
sind, sich entschlossen haben, die Abhiise einmüthig zu erstreben und
die wirthschaftichen Interefsen unabhäncig von allen sie durchkreu⸗
enden politischen Fragen zu behandeln. — Ich konstatire diese Ihre
Absicht mit lebhafter Befriedigung und doffe, daß sie alsenige
Nachahmung findet. Gez. v. Bismard.

Geruchtweise verlauiet, daß an maßgebender Stelle in Berr—
lün die Frage in Erwägung genommen sei, die Medizinal⸗Ange⸗

legenheiten vom Kultusministerium abzuzweigen und einem anderen
Ressort zu übertragen.
NAusland.

Paris. Die „Agence Havas“ sagt, eine Madrider De⸗
pesche vom 29. d. erwähnt des beglaubigten Gerichts von einer
deitath zwischen dem König Alphons und der Erherzogin Marie
Thristine von Oesterreich. Die Hochzeit würde im September
tattfinden.

Petersburg, 30. April. Depesche des „Golos“ aus
Ddessa vom 28. d.: Heute passirte durch Odessa der Generaladjutant
Obrutscheff, welcher sich nach Kostantinopel begiebtzund einen Brief
des Kaisers Alexander an den Sultan überbringt. Obruischeff ist
auch Träger einer Proclamation des Kaisers an die Bulgaren,
worin letztere aufgefordert werden, sich von Unruhen fernzuhallen
und sich den Bestimmungen des Berliner Vertrags zu fügen.

Am 24. d. hat der Czar Peter 8Sburd verlassen und sich
nach Livadia begeben. Auf den Bahnhof fuhr er in einer Kutsche,
velche von 400 Mann Militär begleitet wurde. Der Bahnhof
var mit Militär und Polizei von allen Seilen umstellt und der
Eingang zu demselben Jedermann verboten. Aehnlich waren auch
auf allen E senbahnstationen, wo der den Czar führende Zug Halt
nachen sollte, die sorgfältigsten Sicherheitsmaßregeln gelroffen.
Außerdem wurden längs der ganzen Eisenbahnlinie in ziemlich ge⸗
ringen Entfernungen Soldatenwachen aufgestellt. Der Zug, welcher
dem Hauptzug, in welchem der Cjzar selbst fuhr, voraneilte, war
von Leibgardisten und Polizei überfüllt. Die Sicherheitsmaßregeln
waren von solhhem Umfang, daß die Durchführung derselben meh—
nere Tage in Anspruch genommen hat. In Äbständen von je 50
dlaftern waren Holzscheiterhaufen aufgeführt, welche während der
Fahrt des Cjars beim Anbruch der Nacht angezündet wurden, um
o die volllommenste Ueberwachung der Schienen dem Militär zu
ꝛimöglichen. Auf 24 Stunden vor der Abfahrt des Cjars waren
alle Züge auf der Eisenbahnl'nie sistirt und die Annaͤherung zu
den Schienen auf das strengste verboten.

* Es unterliegt wohl keinem Zweisel, daß Prinz Alexander
von Battenberg die durch Rußlands Gnade auf ihn gefallene Wahl
jum Fürsten von Bulgarien annehmen wird. Es ist eine schwere
Aufgabe, die an ihn als den kuünftigen Beherrscher Bulgeriens
jerantrit. Das Land ist nicht in der Lage, sich sulbstständig zu
egieren, und der Regent wird auf fremde Elemente zurückgreifen
nüssen. Zunächst wird er nicht umhin können, in fast allen höheren
Berwaltungs⸗ und Militärämtern Russen anzustelien, wenn auch
ielleicht später hierin ein Wandel eintieten kann. Rur mit dleser
remden Hülfe wird er das Volk regieren koöͤnnen, und auch dann
vird es ihm noch schwer fallen. Die Bulgaren waren schon vor
»em Kriege ein wildes, bökartiges Volk; durch den Krieg mit seinen
Plut⸗ und Gräuelscenen kann et nur noch schlimmer geworden sein.
Pas man über ihren Blutdurst urd ihre Grausamkeit erzählt hat,
st leider nur zu wahr, und es wird eine gewallige Arbeit erfordern,
ie zut Ordnung und Ruhe zurückzuführen und gecegelte Rechtszu⸗
tande zu schaffen. Auf dieses Ziei, die Consol dirung der inneren
Ungelegenheiten, hinzuwirken, wird die erste Aufgabe des neuen
Fürsten sein müssen; wenn er sie richtig erfaßt und kräftig durch⸗
ührt, wird er sich ein ungeheures Verdienst nidt nur um Bul⸗
zarien, sondern auch um die Sache der Menschheit erwerben können,
zin größeres, als wenn es ihm gelänge, die Grenzen seines Staotes
noch weiter nach Süden hinauszusch'eben. Bulgarien ist ein von
Natur so UÜberaus reich angelegtes Land, wie wenig andere. Es
zesitzt alle Mittel zu flaatlichen Wohlsein, nur steht die Bevösse⸗
ung auch nicht im Entfernlesten auf der Stufe, sich selbst dieses
Hut erwetben zu können. Fremde Kräfte wird der Fürst zur
Kegierung und Organisation des Landes heranziehen und, durch⸗
)rungen vom Gefühl der Gerecht gkeit und Billigkeit, dem Volle
allmölich die Wohlthaten der Civilisation erwirken müssen. So
allein kann Bulgatien wahrhaft selbstständig gemacht werden.

Moskauer Berichten zufolge wurden dort seit den ein⸗
jeführten Ausnahmemaßregeln 1800 Verdächtige derhasiet, darunler
ele Studenten, Officiere und Setzer der dorligen Druckereien.
Biele der Verhaftelen wurden bereits nach Sibirien devortirt. Jeder
        <pb n="242" />
        GBensdarm ist berechtigt, jederzeit überall Haussuchungen vor⸗ei
zunehmen.

In der Stiadt Merito soll nächstes Jahr eine am 15.
Januar zu eroffnende und auf die Dauer von drei Monaten be—
rechnete Aussteliung von Erzeugnissen der Landwirthschaft, der In⸗
dustrie, der Wissenschaflen und Kunste statifinden, an welcher alle
Völker sich betheiligen lönnen. Das Uaternehmen steht unter der
Zeilung der mexkanischen Regierung.
Sermuqtes.

*St. Ingbert, 2. Mal. In der Nacht von Mittwoch
auf Donnerstag leßen in ber Kohlenstraße einige Nachtschwärmer
ihrem Muthwillen dermaßen die Zügel schießen, daß die Polizei
fich beranlaßt sah, nach ihnen zu fahuden.
9Aus dew Biesgau. In Wittersheim hat sich ein
hedauernswerther Fall ereignet. Ein Oekonom, Vater von meh—
reren unmundigen Kindern, hat sich in einer Anwandlung von
Trübsinn, als Ausfluß einer Milzkrankheit, mit einem Be'ile fast
den ganzen Arm durchhauen, so daß für die Erhaltung seines
Lebens Gefahr besteht.

In Raundel hat sich der Apotheker Hoffmanz, der an
Verfolgungswahn uütt, erschossen.

FLudwig 3hafen, 30. Apr'l. Die heutige General⸗
versam nlung der Pfälzischen Eisenbahnen erledigte die sämmtlichen
Punkte der Tagesordnung nach den Anträgen des Verwaltungs⸗
rathes. Die staiutengenäß aus dem Verwaltungsrath ausscheiden⸗
den Muitglieder Reichsssrath Ferdinand v. Boecking in Landau, Re—⸗
gierungẽrath Franz Flamin Meuth in Kasserslautern, Anwalt Fr.
August Maͤhla in Landau und Barquier Maher Karl v. Rothschild
wurden wieder gewählt.

Speyer. In der Pfalz bestanden seit dem 1. Juli
18783 273 Brauereien und zwar 268 Privat· und 5 Actien⸗
hrauereien. Malzverbrauch: 99802 H.ktol., Bier: 207,646 H.-ktol.;
Weißbierbrauereien: 1 mit 16 Hetol. Malzberbrauch und 32 Heklol.
Dier; Branntweinbrennereien: 1307 mit 12110 Hektol. erzeugtem
Branniwein, 44 Eisigsiedereien mit 3304 Hektol. Esjfig und 75
Gramsiedereien wit 1824 9etiol. Hefe. — Im Jahre 1878 stan⸗
den in Gebrauch 10 öfentliche und 87 gemeinschaftliche Mühlen;
ohne Messungkapparat 330; —XE
Futterschrot⸗ und Hausmühlen ohne Controlapparat: 243, mit Con⸗
srolapparat: 1. Nahimalzbrechende Mühlen: 639. (Pf. 3)

JAuch auf dem Ne ubauerhosfe brei Dielkirchen ist eine
uh plöhlich erkrankt und verendet und wurde durch den Bezirks⸗
thierarzt Milzbrand constarirt. Die veterinärpolizeilichen Maßregeln
wurden sofort angeordnet. — Waͤhrscheinlich ist, daß diese Sesch⸗
mit jenen mitbrandähnlich , n Krankhrit, die unter dem Wild des
Forsitebiers Imebach so veheerend auget eten ist und auch weuere
Herbreuung gefunden hat, im enesten Zusammenhange sseht.

pFrankfurt. Verschiedene der höchsten Finanz ange⸗
horige Familien haben ihre Gärtner und Kutscher entlassen und die
Anlage und Unterhaltung ihrer Gärten einem Garten⸗Director, das
Fuhrwert hiesigen Lohnlkutschern übergeben.

F Unter allen deutschen Staaten verwendet, wie die „Neut
Pad. Ztg.“ berichtet, Bayern aus Regierungsmitteln am me sten
jur das Schulwesen, nämlich 2,68 M. pro Kopf der Bevölkerung,
Hessen 2,61 M., Wuͤrtlemderg 1,96 N., Baden nur 1,75 M.
Preußen logar nur 1,36 M. pro Kopf.

p Aus Württembetg. Bis zum Jahr 1855 bestand
in Württemberg das wohl begründele Verdot, Kälber, die noch nicht
drei Wochen all sind, zu schlachten. JIu genanntem Jahr wurdt
dies Verbot aufgehoben, und seiidem hat man die Ersahrung machen
müssen, daß, namentlich auf dem Land, das Schlachten unzeiliger
Fälber zum Schaden von Gesunden, Kranken und Genesenden sehr
berhand genommen hat. Nicht bloß sür die Gesundheit der Mensch—
heit sist Tas zu beklagen, sondern auch in vollswirthschaftlicher
Beziehung, denu unzeitige Kälber können kein dauerhoͤftes Ledet
riefern. Neuerl'ch hat Dr. Hettich in Stuttgart wieder darauf
aufmerksam gemacht, wie nothwendig eine ernste polizeiliche Für⸗
sorge in dieser Beziehung ist.

Kirn. Emi 10jahriges Mädhen, das auf hiesiger Stal on
das Bahngeleise überschreiten wollte, gerieth zwischen die Pfuffer
Rwoeiet Wagen und wurde ihm —X
queischt, daß es alsbald verschitd.

p' Den Benrieb der Loofe der Prämiencollelle zum Neubau
einer kalholischen Kirche in KRissingen hat die Firma A. und
B. Schuler in Zweibrücken übertragen erhalten. Es werden im
Ganzen 8300, 000 Loose ausgegeben werden, deren Preis per Stüc
auf 2 M. festgesetzt worden ist.

p Die helandlen Vorgange in Würzbur g sind nicht chne
nachtheiligen Einsluß auf die Frequenz der dortigen Universität
geblieben. Bis zum 26. ds. haben sich, obwohl der gesetzlicht
Inskriprionstermiu schon zu Ende ging, erst citca 200 Studenten
Mmunattikulitt. Im ganzen glaubt man, daß die Zahl der Hoͤrer
iich in diesem Semester auf nur etwa 500 belaufen wird.

pWärzborg, 29. Apil. Auf Grund der Arztlichta
wButachten wurde gestern die Schuhmachersehefrau Burger, welch
m Dezember vor. Is. in einem Anfalle von Geistesstorung drei
hrer Kinder tödtete, aus der Beobachtungsabtheilung des Juliukße
pitals dahier entlassen. — Für die Nothleidenden im Spefsart
fünd bei dem Zentralhilfskomite bis heute rund 106,0090 M.

ingegangen.

F 'Alles versammelt sich! Vom 15. bis 18. Juni ds. Is
halten die deutschen Conditoren ihren Verbandstag in Würzburg
Wenn sich genug Tbeilnehmer finden, soll am 19. ein —X
sicher Aueflaͤg mittelst Extrazuges nach Kissingen gemacht werden;
wo nicht, begnügt man sich mit einem „musikalischen Frühstüd.“

f (Zeiigemaße Annonce.) In der Köln. Zig. lesen wir fol-
zendes Juserat: „Für einen gesitteten 18jährigen Tertianer, der
zicht stieg, w'rd ein anderes Gymnasium gewuͤnscht. Bei gleichen
Wünschen andererseits könnte kostenfreie Auswechselung der Knaben
erfolgen. Gute Referenzen.“

Eine aufregende Scene lockte, wie die .Hamb. Nachr.“
nittheilen, anr 24. d. Mis. in der Neustädter Fuhlentwiete zu
Hamburgq ein so zahlreiches Publ'kum an, daß die Straße durch
Schutzmänner abgesperri werden mußte. Es hatte namlich eint
Dame einen Laden daselbst verlassen und aus Veisehen ihren Hund,
einen mittelgroßen schwarzen Pudel, mitzunehmen vergessen. Als
das Thier durch die Spregelscheibe des Ladens seine Hircin fort⸗
gehen fah, sprang es ehe man es noch daran verhindern konnie,
durch die diemlich dicke Scheibe hindurch, und ohne einen Laut von
sich zu geben, stürzte eß, da ihm Hais und Brust vollständig durch
Hnuten so wie der Leib aufgeschlezt war, zu Boden und starb bald
darauf. Das an dem Fensier und an der Mauer herabfliehendt
Blut veranlaßte mehrere Leute zu dem Glauben, es sei dort ein
Mord verübt.

pBremen. Eine arme Arbeiterfrau von hi'er erhielt un—
vermuthet eine Erbschafr von 2000 Mark. Natürlich war ihre
Freude darüber groß. Sie trug dieses Geld zut Bank und setzie
ich, während ihr der Beamte ein Cernficat darüber ausstellte, auf
inen Sluhl. Als fie das Ceruificat in Empfang nehmen sollte,
war sie leblo?e. Der herbe gerufene Arzt constatirte einen Herzschlag
herdorgerufen durch die übergroße freudige Aufreguug.

4Hartnäckige Spieler. In einer Stadt im Erzgebirge wurde
neulich ein langes Kartenspiel absolvirt. Ein Herr aus Schneeberg
sam vorthin und traf mincinem Varbier in einer Restauration zu—
ammen. Abends 6 uUhr fingen Beide an, Korten zu spi len und
war Sechsundsechzig. Sie spielten die ganze Nacht —XL

vechselndein Glück; Goldstücke — deyn es wurde hoch gespielt —
itun hinaber und heruber. Es wurde früh, sie spielten; «s
vurde Mittag, sie spielten, und so spielten sie und tranken nicht
denig, bid Nachmittags 4 Uhr, um welche Zeit der Barbier gründ⸗
ich barbirt war, denn er hatte nicht nur sein ganzes Geld dverspielt,
sondern sinem Partner auch noch einen Weghel üder 200 M. ge⸗
zeben. Veide waren zudem so im Thee, daß sie nicht wuß!en, ob
3 hell oder dunkel war. Spaßvdgei danden fie mit Bindfaden
zusammen und ein paar dreiste Schuljungen führten sie so in der
Stadt herum.

'Gest' Kaffe Gift) Mebrire lebenslustige Berlinern
Chambregarnisten saßen an einem Abend der letzten Woche gemüth⸗
uch plaudernd beifammen, als man auch auf die Schädlichkeit det
Keafftes zu sprechen kam. Während die Einen die Unschädlchleit
des edleu Motka behaupteten, meinten die Anderen, daß der Traul
sozar tödtlich wirken könne. Der Streit follte bald entschieden wer⸗
den indem einer der Anwesenden; der Architekt S.— sich bereif
— selbst zu prüfen
und zu beweisen. In Gegenwart aller Freunde bereitete mon aus
rinem halben Pfund besten, gemahlenen Kafftes eine tleire Portions
jasse voll Molka-Ertrakt, die S. denn auch mit sichtlichem Wohl—⸗
behagen in etnem Zuge leerte. Ungesähr 10 Minuten spater stellten
sich dei S. die ersten Symtome eint Vergiftung ein. Zunächt
nolgie heftiges Erbrechen, h'eraus quollen die Augen aus den weit
geöffneten Augenhöhlen, Schaum bedeclie die blau ewordenen Lippen,
der ganze Körper verfiel in krampfhafte Zudungen, wobei der
Angstchweiß in hellen Haufen aus den Poren floß. Der sofor!
herdeigerufene Arzt erllärte den Zustand für einen außerst gefäbt⸗
schin da jeden Kugenblick ein Schlagfluß zu deftlechten stand. Ersi
nach mehrstündiget Anstrengung gelang es unter Anwendung starker
—— doch dürften
noch Wochen vergehen, bevor derselbe völlig wieder hergestellt ist
Amn Samstag Abtend befand sich der Kranke noch in einem höchst
bedauerlichen Zustande, und der ärztlliche Besuch ist noch täglich
erforderlich.

paAus Holstein. Am 21. Apeil starb in Hademarschen
der ältesie Geistliche Schleswig Holsteirs, der Konsi forialrath Vent
im Altet von 94 Jahrer. Derselbe hat fünf Königen gedient,
was in einer Beamicmaufbahn wohl noch nicht dagewesen sen dürfte.

Das Wasser in Szegeduen ist abermals gestigen; der
Wasseistand ist nur Einen Schuh niedriger als zur Zeit der —X
        <pb n="243" />
        N

FPetersburg, 380. April. In der Stadt Orenburg
ist am Montag Motgen ein starkes Feuer ausgebrochen. Es dauerte
bei starkem Sturm den ganzen Tag, die Nacht hindurch und einen
Theil des folgenden Tages. Der größte Theil der Stadt ist ver⸗
nichtet, über die Hälfte der Bevölkerung obdachlos und ohne Nah—
rungsmittel. Bis jetzt sind drei Verbrannte gefunden.

Generale zu vermiethen. Aus dem⸗St. Petersburger Blatt
„Molwa“ erfahren wir, daß in Rußland die Sitte herrscht, zum
Aufputz von Hoch eitsfesten entlassene Generale in voller Uniform
zu miethen. Diese Sitte hat sich besonders in Bürgerkreisen, welche
zern mit dem Verkehr mit höhern Staatswürdenträgern prahlen,
eingebürgert. Der gemiethete General — die Miethe kommt in
olchem Falle von fünf Silber⸗Rubel aufwärts, je nach der Ordens⸗
jahl zu stehen, erscheint in voller Uniform bei dem Feste, bleibt je
nach der Bezahlung kürzere oder längere Zeit, betrinkt sich gewöhn⸗
lich und geht dann, wenn mibglich, stolz nach Hause.

FGegen hartnäckigen Schluckser empfichlt ein französischer
Arzt ein Stückchen Zucker, das mit Essig befeuchtet ist, in den Mund
ju nehmen und zu zerbeißen. Dieses einfache Mittel soll auch in
den hartnäckigsten Fällen unfehlbar sein.

Marktberichte.

Zweibrücken, 1. Mai. (ssruchtmittelpreis und Victualienmarkt.“
Weizen 10 M. 64 Pf., Korn 7M. 88 Pf., Gerste zweireihige O M. — *
vierreihige7 M. — Pf., Spelz 0O M. — Pf., Spelzkern — M.—
Dinkel — M. — Pf., Mischfrucht M. — Pf., Hafer 7 M.609 8
Erbsen — M. — Pf., Wicken 0 M. — Pf., Kartoffeln 3 M. 80 P.
Zdeu 1 M. 80 Pf., Stroh 2 M. — Pf., Weißbrod 1/3 Kilogr. 52 Pf.,
dornbrod 3 Kilogr. 78 Pf., 2 Kilogr. 49 Pf., 1 Kilogr. 25 Pf., Gemischi⸗
brod 8 Kilogr. 89 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual
536 Pf. N. Qual 60 Pf, Kalbfleisch od Pf. Hammelfleisch b0 Pf. Schweinefleisch
36 Pf. Butter !/2 Kilogr. M. 10 Pf. Wein 1 Liter 70 Pf. Bier 1 Liter 24 Pf.

Homburg, 30. April. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
10 M. 44 Pf. Korn 8 M. — Pf., Spelzkern — M. — Pf., Spelz 0 M.
— Pf., Gerste 2reihige — M. — Pf., Gerste 4Kreihige O M. — Pf. Hafer
Freiwillig gerichtliche/ 9. Plen οιι —
8 9 igerun 84 qm Wiese in den Steg⸗
ersteig g. wie en neben Adam Beck.
Montag, den 5. Mai B. im Banne Oberbexbach.
nächtthin, Nachmittags 2 Uhr, 10. Pl.Ni. 1772. 4a 43
zu St. Ingbert, bei Lud⸗ qm Acker und Wiese in den
wig Weirich, Neuwiesen neben Joseph
woerden vor dem anterzeichneten, Rauͤifing.
hdiezun gerichtlich beauftragten Eigenthümer sind die Wittwe,
Amtsverweser des k. Notar Sauer dinder und Eiben des in St.
ju St. Ingbert mit Ermächtig-⸗ Ingbert verlebten Geschäftsman⸗
ing des Familieunrathes, die ies Heinxich Westphälinger,
nachstehend bezeichneten Liegen⸗ uls:
schaften, öffeatiich zu Eigenihumn 1. die Wittwe Elisabeth Süß—
persteigert, nämlich: )orf, ohne Gewerbe in Metz
A. im Banne von St. wohnhaft,
Ingbert. 2. die minderjahrige Auguste
— 60i und 61150. Westphälinger, welche ihte ge·
87 qm Flache, Wohn⸗. nannte Mueter als Vormunderin
haus mit deller, Waschtüche, ind Peter Schmitt, Rentner in
Schweinstoll, Hofraum und g Ingbert als Nebenvormund
BHarten, gelegen an der
aeee en u uf 3. Adcheide Wesphalnget,
dert neben Johann Butter⸗ ewerblose Eh frau von Farl
mann und Wittwe Johann naad— Cafetier in Metz wohn⸗
—D 4190 und 4191. ‚, Zinrich Weshaumger,
21 2 47 qm Acker auf destem Verdun,
Hobelsahnung neben Karl s5. Anna Westphäliager ge—
Vioß ind Wo. Weidmann. verblosje Ehefrau von Jalob
Pi her 4226 und 4227. Weber, Kaufnana in Meß
i7 7 q Acer allda 6. Emma Westphälinger, ledig
neben Eheleute Schweitzer. »hne Gewerbe allda, —8
— 34 aut Westphälinger,
Vwr I e neben Ju e aehet o. Ahrit 1870.
— — K. Auffschneider,
qm Acker auf'm Großbusch ,—R
aeben Jakob Müller. Mobilienversteigerung.
Pl.Nr. 4240. 33 a 39 Pittwoch, den 7. Mai
im Acker auf Hobelsah⸗ üdsthin, Nachmittags 2 Uhr,
nung neben Peter Walle, u St. Ingbert bei Julius
Wittwe. Winkelmann,
Pl.-Nr. 983. 144 99 läßt Anton Höffler, Gießer⸗
qm Acker auf'm rothen neister, Umzugs halber, folgende
Flur. MNobiliargegenstände öffentlich
Pl.Nr. 8014. 8 a 86 versteigern:
Im Wiese in den Große 14 1Rleiderschrank, 1 Kom⸗
viesen neben Jos. Fichter. mode, 1Kanaper, 8 Bett⸗

7 M. 43 Pf., Mischfrucht O M. — Pf., Erbsen O M. — Pf., Wicen
) M. — Pf. Bohnen — M. — Pf. kleefamen — M. — Pf., Korn⸗
rod 6 Pfund 72 Pf. Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleijch 60 Pf.
Rindfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 50 Pf., Hammelfleisch — Pf., Schweinefleisch
30 Pf. Butter 1 Pfund 1 M. 20 Vf., Kartoffeln ver Ckr. M. — Pf.
s Coursbericht über Loos⸗Effecten von A. Molling,

Bankgeschäft, Berlin W. Friedrichstr. 180

vom 29. April 1879.
Amsterdam Industr. Pal. 21/3 fl. Kl. G. 3 fil. 6 B. Ansbacher 7l.
dauptt. 14,000 kl. Gw. 9 fl. 30,60 G. 32,26 B. Augsburger 7 fl. Hpt. 7000
l. Gw. 9 fl. 22.60 G. 24,00.B. Badische 35 fl. Hpt. 40000 kl. Gw. 59 I
65,80 G. 168,00 B. Bari 100 fres. Hptt. 100,000 kl. Gw. 150 fres. 40 G.
Zarletta 100 fres. Hpt. 100,000 kl. Gw. 150 fres. 19,20 B. Braunschw.
20 thlr. Hpt. 150,000 kl. Gw. 69 Mark. 885,00 G. 86,76 B. Bukarester 4
Dpt. 100,000 kl. Gw. 20 fres. 22,300 G. 24,00 B. Finnländer 10 ihlr. Hpit.
0,000 kl. Gw. 86 Mark. 41,60 G. 48,00 B. Freiburger 15 fres. Hpi. 40 600
l. Gw. 19 fres. 2400 G. 25,16 B. Genueser 150fres. Hpi. 100000 kl. G.
60 fres. 80 G. 85,00 B. Hamburger 100 Mtk. Bo. Hpt. 115,000 M. B.
l. Gw. 156 M. B. 310 G. — B. Hamburger 50 thlr. Amortiszieh. Il.
8w. 180 Mk. 185,0 G. 188,00 B. Kurheff. 40 thir. Hpt. 96,000 kl. Gw. 225
Mark. 263,.0 G. 266 B. Lubecker 50 thlr. Hpi. 80000 il. Gw. 168 Mt.
86,008. 189,00B. Mailand⸗Como 14fl. Hpt. 20,000 kl. Gw. 14 fl. 55 G. — B.
Dailänder 45ir. v. 1861 Hpt. 70,000 kl. Gw. 47frcs. 30,20 G. 32,00 B. Mai⸗
änder 10fres. v. 1866 Hpf. 100,000 I. Gw. 10 fr. 10,00 G. 11,26 B. Meininger
7 fl. Hpt. 15,000 kl. G. 8 fl. 21,40 G. 28,00 B. Naffauer 28 fl. Hpt. 20,000
l. Gw. 43 fil. - G. 114 B. Neuchateler 10 fres. Hpi. 12,000 kl. Gw. 12 fr.
17,00 G. 181600 B. Neapeler 150 fres. Hptt. 35,000 kl. Gw. 150 fres. 68 G.
— B. Oldenburger 40 thlr. Hpt. 60,000 kl. Gw. 120 M. 152,60 G. 155,00 B.
reußische Prämien 100 thlr. Hpt. 225,000 kl. G. 345 Mti. 188,00 9/0 G.
540,0 6/0 B. Pappenheim 7 fl. Hpt. 9000 ki. Gw.7 fl. 17,00 G. 18,20 B.
S„chaumb. Lippe 25 thlr. Hpt. 86,3000 kl. Gw. 188 Mk. 190 G. Schweden
10 thlr. Hptt. 30,000 kl. Gw. 89 Mk. -,o G. 51,00 B. Turk. 400 fr-. inel.
T. v April 1876 Hpti. 600, 000 UN. Gw. 40d fres 834 G. 87,00 B. Ungar.
100 fi. Hauptt. 100,000 kl. Gw. 136 fl. 17300 G. 176,00 B. Venediger

30 frcs. Hpit. 60,000 kleinster Gewinn 80 fres. 17,220 Vrief. —

Soweit Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den unter Brief notirten
Toursen Verkäufer, zu den Geld⸗-Coursen Käufer. A. Molling.
cIcur die ισ αααααν——ια]:. DVν B.
laden, J vollständizes Bett,
1großen Spiegel, ver⸗
schiedene Bilder, 12 Simhle,
2 Tische, 1 Nachttischchen,
1 Pfeilertischchen, 1 Uhr,
1 Küchenschtank, 1 Füll⸗
ofen, 1 Kochheerd und son⸗
stige Haus⸗ und Küchenge⸗
rärhschaften.
St. Inqbert, 26. April 1879.
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:
Ri. Auffschueider.

Versteigerung
von Pappelstammholz
Samstag den 10. Mai
l. J., Nachmittags 1 Uhr, zu
2autzkirchen werden 237 an
den bei den Distrikisstraßen von
Blieskastel nach Neuhäusel und
von Lautzkirchen nach St. Ing⸗
bert auf Lautzkirchher Gemarkung
agernde MPappelstämme,
3 Akazien und 28 Loose Abfall⸗
und Astholz versteigert.
Blieskastel, 24. April 1879.
Das Bürgermeisteramt:
—Mahyer.
Kirchenbau⸗Verein.
Sonntag den 4. Mai 1879
Nachmittags 3 Uhr im Grewe—⸗
nia'schen Saale
Geueralversammlung.
Betreff:

Bericht über die Taätigke t und
den Stand des Vereins.
Wahl dis Vorstandes und des

Ausschusses.
Der Vorstand Graffion.
Wohnungsveränderung.
VPteinen geehrten Kunden und
Hönnern hiermit die ergebene
Nachticht, daß ich meine jetzige
Wohrung an der Großbach im
dause des Hrn. Bürgermeister
Custer verlassen, und ietzt im
Josephsthale gegenüber der prot.
Kirche wohne.
Jor. Keipert.
Gartenstühle

Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.

Donnerstag, 8. Mai
ächsthin, Nachmittags 3 Uhr zu
Zt. Ingbert in der Wirth
chaft von Johann Jos. Hein—
»ich wird auf Betreiben von
Joh. Jos. Jungfleisch,
Schmelzarbeiter in St. Jagbert
vohnhaft, Gläubiger gegen
Adolph Jungfleisch, Eisen⸗
valzer allda wohnhaft, Schuld⸗
rer wegen Nichtbezahlung des
Erwerbspreises, im Wege der
)ertragsmähigen Wuderdersteige⸗
rung das nawbezeichnete Grund⸗
tück, im Banne von St. Ing⸗
zert, öffentlich an den Meist—
bietenden zu Eigenthum ver—⸗
steigett:

Pl. Nr. 3317. 9 a 88 qm
Acker auf'in Hahnacker neben
Peter Zintel und Jakob
Allar.

St. Ingbert, 22. April 1879.

Der Amtsverwesex des kgl.
Notar Sauer:
Auffschneider.

empsiehli
J. dertum, Schreiner.
Auch s demselben ein
ordentliche Junge in die
68 2 f dehre aun.
anzmun Ein Geldbeutel
zei Peter Jung. mit Geld gefunden und abzu⸗
Ansang 4 Uhr. — Enitée 60Pf. J holen bei W. Kahn.
        <pb n="244" />
        Vergebung
von Straßenbauarbeiten im CantoneBlieskastel
Der Straßenbau von Lautzlirchen nach Alschbach auf Lautz⸗
kirchener Gemarkung mit einer Länge von 596 msoll auf dem
Wege der allgemeinen schriftlichen Submission zur Ausführung ver⸗
geben werden.
Die Herstellungsarbeiten sind veranschlagt:
I. Erdarbeit z z. 8*
II. Verstemung exel. Declage zu ..
i. Decklage zuß.
. Rinnenpflaster zußu.
Kunsttauten zu...
va. Grenzsteine zzu....

A Allen, &amp;
welche an Beschwerden der Arh⸗
munga⸗ Organe, VBrust oder Lunge
leiben, tann das iunstrirte —

Oie Brust⸗ und
Lungenkrankheiten
mit Recht als ein bewahrter Rath⸗
deder empfohlen werden. Die in
Fiefem vorzugl. Buche) enthaltenen
Rathschlage beruhen auf langiähr.
Ersfahrungen, sind leicht zu befolger
und haben fehr vielen Leidenden di
ersehnte Heilung selbst da nock
verschafft, wo jede Hoffnung auf
zietben war; versaume daher
mand, sich rethtzestig dasselbe
anzuschaffen. Ausführlicher Pro⸗
ipect gratis und francs vurch Ch.
Zebderleuner. Leipzig und Basel.

inr n:
Bei Kramer &amp; Co. in Leipzig erscheint:
Die
ArDisss CD.
Jeitschrift in Monatshesten für leichte ele⸗
ante weibliche Arbeiten, enthaltend neue
tiekmustor in briblantem Bunt-
arbondruek ausgeführt, sowie Ha⸗
el⸗ und Filetmuster, Vorlagen für Weiß⸗
sckerei Weißnahterei, Waffel- und Strick⸗
arbeit, Perlhälelei x.
Die einfache Ausgabe kostet pro Mo—
nat nur Ib Pfg. Reichswährung —10 tr.
üsterr. Die Doppelausgabe erscheint in
boppelt so großem Format als die ein⸗
fache und koͤstet das Doppelte.
Man abonnirt xu eagt Zeit an
Vorräthig m Gotehord's je drei Heste einer beliebigen Ausgabe
Buchhandiung in Kaiserslautern, bei allen Buchhandlungen und Postan—
velche dasselbe gegen 60 Pfg. in salten.
Friefm. franco überallhin versendet.

A
2149,60
1847,60
1885,00
38,13
3336,36
* e 0 ⸗ 44,00
im Ganzen zu 11300,69
Tüchtige Uebernehmer werden eingeladen, ihre nach ganzen
und zehntel Prozenten bemessenen Angebote schriftlich auf Stempel⸗
papier und verschlossen mit der Aufschrift:
Submission auf den Straßenbau von Lautzkirchen nach
Alschbach“
bis längstens am Saustag den 10. Mai lJl. J.
Vormittags 11 Uhr,
hei der unterfertigten Behörde einzureichen, dei welcher bis dahin
die Plaͤne, Kostenanschläge und das Bedingnißheft von Jedermann
eingesehen werden können.
Zweibrücken, den 1. Mai 1879.
Kgl. bayer. Bezirksamt:
Damm,
kgl. Regierungsrath. F
TTedens versicherungs-⸗Gesellschaft zu Leipzig
auf Gegenseitigkeit gegründet im Jahre 1830.
Hierdurch bringen wir zur öffentlichen Kenntniß, daß Herrn
Jakoͤb Ficker, Geschäftsmann in St. Ingbert eine Agentur
biger Gesellschaft für St. Ingbert übertragen worden ist.
Leipzig, den 1. Mai 18795.
Lebeusversicherungs⸗Gesellschaft zu Leipzig
A. Kummerx. Dr. Gallus.
Die obige Gesellschaft, mit einem Versichtrungsbestande von über
A1835 Millionen Mark, F
sͤbernimmi unter gunstigen, den Beitritt in jeder Weise erleichtern⸗
den Bedingungen Kapital⸗Versicherungen bis zum Betrage von
609,000 Mark und verbindet mit dec vollständigsten Sicherheit durch
Fückgewähr der gesammten Ueberschüsse an die
Verficherten die äußerste Billigkeit.
Dividende für 1878: 87 Procent.
1879. 38
Zur Vermittelung von Anträgen, sowie zur Ertheilung näherer
Auskunft empfi⸗hit sich IAcCOD iCLRær.
*
*
Vorschuß⸗Verein St. Ingbert
einagetragene Genossenschaft.

Verlag von Theodald Grieben in Berlin (Königgrätzer Str. 49)
2 r * 7 v
Die kaufmännische Arithmetik
im Umfange des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs.
Mit Musiere und Uebungs-Aufgaben aus der alltäglichen VPraxis
und nach den gegenmärtigen Münze, Maaß-, —X
Verhältnissen Deutschlandz und des Auslandes. — Zum Selbst⸗
unterricht für angehende Kaufleute, Gewerbtreibende und Jedermann.
Von C. H. Perpéet, Lehrer der Buchhaltung.

2. Auflage. 118 Seiten. UE Nur J WMark. —6
Frando⸗Expridition bei Frarco-Jahlung (Briefmarken.)

Vorräthig in allen Buchhandlungen.
5chriften zur humoristischen Literatur.
Patoer Abraham a Sancta Olara redivivus.
Zomisch⸗ humoristische Vorträge aus den Schriften des Pater Abra⸗
ham a Sancta Clara. (Ulrich Megerle.) Erstes Bändchen.
27 Nummern enthaltend. broch. 50 pl.
Mit tiefer Menschenkenntniß und seltener Freimüthigleil gei—
zelle der berühmte Barfüßer: Augustiner Mönch Pater Abraham die
Thorheiten und Schwächen der menschlichen Ratur. Die deutsche
duͤeratur kennt ihn als einen der bedeutendsten Safiriker, — sein
anuhdertrefflicher Witz wird ihm Freunde und Leser für alle Zeiien sichern.
Friedr. v. Schillers Gedichte travestirt.
Beiträge zu komischehumorist. Vorträgen. Erstes Bändchen. 38
Stücke enthaltend. 1878. broch. (Sehr w'itzig und unter—
haltend.) .. 1M.
Dessen zweites Bändchen. 42 Stücke. 1M.
Dessen drittes BVandchen. 38 Stüce. 1M
Sammlung von höchst komisch humorist. Vorträgen
Neuer Abdrud, 50 Heftchen, über 200 Nummern entholtend.
1M. 50 Pf
F. u. M, L. u. B. Hochzeit und Heirath.
64 komischehumorist. Vorträge. broch. 1M
(Bei Abnahme der ganzen Saimmmlung dieser Humoreslen
der Preis anstait 6 Mk. 8 Mt.)
Verlag der Körner'schen Buchhandlung in Erfurt.

Eilanæz pro 80. April 1879.
80LIL EHABEN
M M
Tonto⸗Corrent:Conto 609251,75
Wechsel⸗Conto 49041,17
Sparkassen; Conto
Stammantheil Conto
Tratten Conto
Darlehen⸗ Conto 33868,76
Cossa· Conto 2452, 10
Spezialreservefond: Conko
Bewinn⸗ u. Verlust. Conto 926, —
Reserdefond Conto
Mobilien⸗ Copto 496,60
Dividenden⸗ Conto
ẽffecten⸗· Conto 632,90
Zins u. Provisions-Conto 640,63
Banken⸗ u. Vereinen:Conto
Lombard Conto 250,—
699656 91 699656,91.
Umsaßz im Monat April 1879 702745387.
St. Ingbert, den 2. Mal 1879.
Der Vorstand.
Druckarheiten aller Art
werden rasch und billig angefertigt in der
J. J. Demet schen Buch⸗ und Steindruckerei.
Drud und Verlag von s5. — ODemetz in St. Ingbert.

Annahwestollo

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— 0n00
für alle hiesigen und auswärtigen Zeitungen befindet sieh v
Rudolph Mosse
Bnwb 9. IM.
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der Hauptpost. Zeil 45 der Hauptpost.
Gleiehe Proise vwio bei den Zeitungs-

Oxpeditionen selbst. - Boi grôsseren Aufträgen hiervon

noch entsprechendo Rabatthewillignuug.
        <pb n="245" />
        St. Ingberler AAnzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich/ m dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblati. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint wöchentlich vlermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonnutag. Der Abonnuementspreis betragt vierteljahrlich
A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 G60 , einschließlich 40 4 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswaͤrts
J mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum, Neelamen mit 80 Bvro Zeile berechnet.

— —
4 70. Sonntag, den A4. Mai

1879.
Deutsches Reich.

Eine Munchener Korrespondenz der „Allgemeinen Zeitung“
hält ungeachtet des erfolgten Dementi die früheren Angaben betref⸗
jend Verhandlungen über Eisenbahn-Angelegenheiten zwischen der
hessischen und der bayerischen Regierung aufrecht. (Auch eine Mün⸗
chener Correspondenz des „Pf. Kur.“ hält daran fest.)

Berlin. In parlamentarischen Ktreisen wird von einem
bevorstehenden Kompromiß des Gros der Nationalliberalen u ter
Führung Bennigsen's mit Bismarck gesprocher. Das Gros der
Nationalliberalen bewilligt sast ausnahmslos die Schutz-⸗ und Finanz⸗
zölle, dafür wird von Bismarck die jährliche Ouotisirung der Kaffer⸗
und Salzsteuer, sowie anderer Steuern zugestanden. Mit diesem
stompromiß ist Bismarck einer erheblichen Mebrben für seine Pläne sicher.

Berhin. Die „Nordd. Allg. Z.“ erfährt, daß die Con
servativen, die Freiconservativen, das Centrum und ein großer Theil
der Nationalliberalen sich darüber verständigt haben, die Eisens,
Getreide⸗, Vieb⸗ und Holz⸗Zöͤlle sofort im Plenum des Reichstags
zu berathen, die übrigen Tarifpositionen aber, insonderheit die Finanz
zölle, einer Commission zur Vorbera'hung zu überweiser.

Ver Kronprinz des deutschen Reiches weilt zum Kurgebrauche
in Kissingen.

In nächster Zeit werden in Berlin auf Einladung des
rortigen Magistratz die Vertreter der größeren deuischen Städte
uusammentreten, um über die projectirten Getreide⸗ und Viehzölle ihre
Pdeinung kundzugeben. Anfangs zögerte der Berliner Magistrat,
die Einladung ergehen zu lassen, weil er zweifelte, ob von den west⸗
lichen und fuͤdlichen Slädten Deuischlonds eine genügende Beihemge
ung zu erwarten sei; auf das dringende Ansuchen der östlichen
Seestädte urd auf ergangene Anfragen anderer Städte und Per—
sonen hat er sich zuletzt doch noch entschlossen, die Einladung ergehen
zu lassen.

artillerieregiment, die beiden Pionierbataillone, Delachemenis der
heiden Trainbataillone, eine Abtheilung Kavallerie und außer der
»ortigen Garnison noch vier weitere Infanteriebataillone betheiligen.
Die Uebungsdauer ist auf 28 Tage X

. In Ol ab rũuden erdängte sich am 30. April ein v0jah⸗
riger Mann, ein dem Branntweintrunke ergebenes Individuum.

BZur Nachahmung empiohlen. Zu Grünberg in Schiefien
ertheilt der Gartenbauberein sei einigen Jahren an die Konfir⸗
nanden Obstbäumchen, deren Anpflanzung und Pflege durch den
Lerein coutrolirt wird. In diesem Jahre haben sich 80 Konfir⸗
manden zur Empfangnahme eines Baumchens gemeldet, ein Beweis,
daß die hübsche Sitte bereits Wurzel im Volke geschlagen hat.

Der große Ball, welcher am vorigen Freitag Abend in
Paris zum Besten der Szegediner Ueberschwemmten stattfand, hat,
vie der „Figato“ berichtet einen Gewinn don ca. 60.000 Fres.
rbracht. Die Kosten des Arrangements — ca. 35,000 Fres. —
zat das Comite getragen.

f.Der Scharfrichler von Paris und ganz Frankreich (mit
Ausnabme Algeriens und der Kolonien), Johann Nikolaus Roch,
ist am Freitaz in seiner Wohnung zu Paris am Gehirnschlage ge⸗
dorben. Er war 55 Jahre alt und seit acht Jahren im Ame,
vährend welcher Zeit er 54 Hinrichtungen durch die Guilloline
zollstrect bat.

x.Alte Liebe rostet nicht. Ein danischer Officier Graf Ranßau
ag 1864 in Flensburg im Quartier, lernie das damal'ge Kinder⸗
nädchen Doris Danielsen auf „Bellebue“ kennen und verliebie sich
n dasselbe. Der Onkel des Grafen aber wollle von einer Mes⸗
alliance nichts wissen. Jetzt ist der Opkel gestorben und der Graf
lührt die Braut heim. Sie „Flensb. Nordd. Zig.“ schreibt da⸗
rüber vom 27. April: Gestern ist dieselbe in Begleitung ihres
ten Vaters, des hiesigen Bürgers und Stuhlnmachers Nicolat
—XL heute Mittag findet die Trauung
in der Kirche zu stolding statt. Die jetzige Frau Gräfin hat fich
in den letzten fünfzehn Jahren als brave und fleißige Handarbeiterin
ernaͤhrt und war in vielen angesehenen Familien unseret Stadt
ein willkommener Gast.

rIn Rußland giebt es gegenwärtig arge Ueberschwem⸗
mungen, in Folge deren nicht weniger als dreizehn Eisenbahnen
unfahrbat gemacht wurden.

7Orenburg. Nach amilichem Bericht wurde die Feuers⸗
runst durch Unvorsichtigkeit verursacht. Es sind niedergebrannt:
349 Hauser, 2 Kir hen, eine Moschee, 4 Mühlen und 292 Laden
(nebst Lager), Theer⸗ und Kohlenbuden, Fleischwaaren⸗, Gemüse⸗,
Bau⸗ und Brennhbolz-Bazare. Außerdem brannten das Maͤdchen⸗
aymnasium, das Proghmuasium, das Clubhaus, das Armenhaus,
das Polizeigebäude und das Bureau des Friedensrichter nieder.
— ——— — — er— —“
Hienstesnachrichten.

Der bei dem Bau der Bliesthalbahn verwendete Ingenleur
Emil Glaser in Blieskastel wurde zum Bahnmeifter in Bellheim mit
dem Rang eines Ingenieur⸗-Assistenten ernannt.

Fur die Redaction vexantwortlich: F. X. Demer,

AIntereanu
at die in der hentigen Nummer unserer Zeitang zaich beündende —W
Anzeigo von Samue Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat aieh
lurch seine prompte und verschwiegeno Auszahlung der hier und in der
Umgegend gewonnenen Betrage einen dermasen guten Ruf erworbon,
lass wir Jeden auf deaton heutiges Inserat schon an dieser Stelie kut
merbsam machen.

Aussand.

Tirno wa. Furst Donduloff⸗Korsaloff der russische General⸗
zouverneur von Bulgarien ersetzt jetzt alle russischen Behörden in
Bulgarien durch bulgarische Beumten.
Jermischtes.

*Sit. Ingbert, 3. Viai. Wie bekannt, hat die letzte
Beneralversammlung des Vorschuvereins nach dem Vorschlage des
Verwaltungsrathes der gewerblichen Fortbildungsschulein höchst
anerkennenswerther Weise ein Geschenk von 50 M. überwiesen,
welche Summe zur Anschaffung von Büchern bestimmt war, die an
fleißige und würdige Schüler als Preise vertheilt werden sollten.
Gestern Abend wurde nun im Schullokale von der Commission und
den Lehrern der Forlbildungsschuie in Gegenwart aller Sqhüler die
Preisvertheilung vorgenommen. 9 Schüler wurden ausgezeichnet.
Als Preise wurden vertheiln: „Atlas“ von Slielet (1 Erpl.),
„Zeichenschule? von Weishaupt (1 Erpl.), Deutsches Land und
Bolt“ von Kutzen (1 Expi.), „Deuisches Land“ von Kloden ¶
Expl.), „Buch der Erfindung“ von Dr. Birnbaum u. Bötiger ꝛc.
IJ. u. VI. Band, Raiurkrasie“: V. B. „Himmel und Erde“ dvon
De. Zech, VI. B. „Die eleltrischen Naturträfte“? von Dr. Carl,
C. B. ‚Wind und Werler“ von Dr. Lommel. — Mögen die
Ausgezeichneten ihre Preise in Ehren hallen und nie vergessen, daß
Fleiß und Wohlberhalten immer ihre Anerlennung finden; den
übrigen Fortbildungeschlllern aber sei die gestrige Preisverthtilung
ein Sporn, ihren Miischülern in Fleiß nund gesittetem Betragen
nachzueifern.

In Ramstein geriethen nach der „Pijalz. Bollkazig.“
mehrere Conscribirte, welche von der Ziehung in Homburg zurüd—
iehrten, in einen Wortwechsel, der damu endee, doß einer seinem
ameraden einen Stich in den Leib beibrachte, so daß derseibe nach
Stunden ssarb. Der Thäter, ein gewisser Nilolaus Wengel,
welcher am nächsten Morgen wie gewoͤhnlich zur Ardeit ging, wurde
auf dem Felde durch die Gensdarmerie verhaftet und nach Land,
stuhl verbracht.

Im August resp. September wird eine große Festun81bung
bei Ingoustade fialfine, an derselben werden sich das 1. Fuß

Noötol Laur.
Sonnutag, den A. Mai 1879
s8roszer Ball.
Kapelle Heinitz. Director Wittig.
—SAM Besuche ladet er⸗
Priedrioh Lehvert.
        <pb n="246" />
        Li ci tati o 1. Magdalena Spengler, Ehe⸗
l l l n. rau von Jakob Baus, Bergmann.
Montag, den 19. Mai 2. Johann Spengler— Metall⸗
aächsihin, unmittelbar nach der oreher. *
Mobiulerversleigrrung, zu St. g3. Georg Spengler, Walzer.
Jugbert bei Peler Jung, 4. Marie und 5. Nilolaus
werden vor dem unterze chneten Spengler, diese beiden minders
hiezu getichtlich beauftragten Amiss ährig. welche Heinrich Spengler,
berweser des kal. Nolar Sauen, Drahtz'ieher zum Vermunde und
die nachstehend bezeichneten Lie⸗ Jatob Selgrad, Erzgräber zum
genschaften, im Banne von St. Nebenvormunde haben.
Ingberi, der Abtheilung wegen. St. Ingbert, 2. Mai 1879.
Fifentlich zu Cigenthum versteigert: K. Auffschneider,
pi.⸗Nr. 3632 14 19 qm Amisberweser.
jche, Wodnhaus mit Sialts
e ofra n ad Pl. Nr Sonutas, den 4. Rg EHaupt-Gewinn 8 1BDie Gevinne
Hofraum und Pl.Nr. T GIũCIAMS-
zögt 51 qui Gatien da anzmusi * AZISG. oaruntirt
n pet heeer 25 * —— *
St. Ingbert am Forelleu⸗ N— Tns zur Betheiligunus an don—
nfang Nochmittags 3 Uhr. “
weiherr. — Gewinn-OhaAanoemn —
—— ie so schnell beliebt gewor dene der vom Stane ambnrg garantirtonm grossen
mat Pi. Kr. 3408, 18 4 Pberall ais vorzüglip anerkannte — — — —
29qm Acer links in den Ingeturac Universal Minon— 30O,000 Mar
Seyen. yeerin⸗ Seife von H · p. aicher gewonnen werden XXX
p̃l Ne. 3684, 20 a 44 Beh i lag ist vorrättig in Die Gewinns I ιιαÂν Geld Lotterie,
qu Acker beim dorellen⸗ 2 V 8 45 bel Herrn elebe plapcemaez n 8 ει eeze oheie An
eißer, * Joh. Friedrich⸗ Der grosste Gewinn ist ov. ark.
Fi weiher. J Friedric · ceramie 856, dd NMark..l Gegin od ood drWνM,1 Gewinn a
d e eeme Rech nungen —528 — —8 — ve ——8 vhcg n
Erden zu St. Ingber —J ewinne a 40, ark, ewinno a 30, ark, ewinne
verlebtenr — * 26. 000 Mark, 2 Gevinne a 20, 000. Mark, i2 Gewinnena 15,000 M.
Ebeleute 9 Johann qu Jedermauns Gebrauch Gevinn a 12,000 Mark, 25 Gewinne a 10, 000 Marb, 5 Gewinne a
Spengler weiland. Metall⸗ In Achtel, B B *

8 4872 ⸗m Achiel, Virtelu. Halden Bogen ob ), Ge 3 S0οοN Mαν, 0 —V— —
5 d atharina Sel⸗ ind 8— in Vi. Gewinne a Mark, , a 3 Mark, 8 —2
) als: — ruckerei ds. 2000 Mark, 2 Gewinne a ark, owinno a r
— — — re Vige a Mark, De * Mark 8

.. ———— 9 300 x, 6. ewinne a 200 Mark, ewinne s ark,
V ergebung von Straßenbau⸗ Arbeiten im —*3* a 138 —* 0ο Gn—TNeα a 124 Mark, 70 Gewinnes 100
3 2 Marx, 7300 Gewinnes 940 u. 67 Mark, 7850 Gewinne a 40 u. 20
— Kantone St. Ingb ert. Mark und — — in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen æur
* * VDAITI— —X —&amp; t i
Die Arbeiten zur JInstandsetzung der 475,25 m langen Straßen; ie e e ist amtlieh festgestellt und kostet hierzu
flrecke oberhalb des Drtes Oderwürzbach in der Richtung nach ãas ganze Originalloos nur 6 Reiehsmark,
538 Juigberi behufs deren Uebernahme als Distritisstraße sollen auf * *8 3 nur J —
dechnung der Gemeinde Oderwützbach im Wege der augemtinen viertel originalloos ur ————3
XA in b— md werden di vVom Stante garantirten Original-
chrisulichen Submijssion zut Ausfüh rung vergeben werden. in — ——— —X Ein-
Dieselben sind veranschlagft: V—— une des Béirages oder gegen POStVOrSeChuas
Erdaärbeiten zu · 640.48 relbet nach 9 ——— — Jon w — —
Hersteinung der Fahrbahn zu F 355 150000 Jeder der Betheiligton orhalt von mir neben, seinem Originab
* Looss mch den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gra
sunstbauten zuu..!!— 450.00 q pach atattgehabter Ziohung dofort die amtlicho Ziehungeliste
im Gangen zu 2590,45 aufgefordert zugesandt.
Tuchtige Uebernehmer werden eingeladen, ihre nach ganzen Die Auszahlung und Versendung der Gewinngelder
und jehnlel Prozenten bemessenen Ancebote auf Stempelpapier und rfolgt r vec n qic Interenenten prompt und unter atreßgste-
rerschlossen mit der Aufschrift: v wiegenheit.
7 s de Bestellun —X Posstein-
Submission auf den Straßenbau bei Oberwürzbach“ 36 atach aut in⸗ te
bis läugstens Montag den 12. Mai l. J./ e eher wit den Auftrügen der nabe bevorste ·
Vormittagns 11 Uhr, henden Zienung halber dis zum n
dei der unterfertiglen Behörde einzureichen,, dei welcher bis dahin ISñ. Mæai d. J.
die Plaͤne, Kostenanschläge und das Bedingnißheft eingesehen werden vortrauensvoll an
sdnnen · Famuel heeksefrer sen
—
Zweibrücken, am 1. Mai 1879. Banquier und Vecheel Comptoir in Uamburg.
NRgl. bayer Bezirksamt: —
amm, —28 —32438 b J billigst bei
— lal. Negierungerath. l Stationsbekle zette F. X. Demes
—— J .* “ — 7«
A. 8Strov dler im 8gt. —JRX

„REIVPIIA
Feuer⸗Versicherungsgesells chaft in St. Gallen.

— Egfe der Bahnhof⸗ und Dudweilerstraße. —
BGaänzlicher Geschäfts⸗Aufgabe
gabe meine —— und Kodewaaren einem
Sotalen Ausverkaufe
Iu sehr reducirten Preisen
—RB J
reveler,. öunn- Leke der Babuhaot- und Dudweilerstras:e.
843 Laden· sowie vollstandige Gas Einrichtung in nach Naumunag des Lagers Piliast ve

2— ufen.
———————e — — 75756 *2 inss ι
7IAIci Demes in St. Ingbert.
Dierru „Illustrirtes Sonnta⸗ablatt Nr 18.
        <pb n="247" />
        Slt. Ingberter Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöͤchentlich? mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementsvreis beträgt vierieljahrlich

tAM 40 Z einschließlich Traͤgerlohn; durch die Post bezogen 1 A 60 H, einschließlich 40 4 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswarts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder eren Raum, Neclanen mit 30 pro Zeile berechnet.
Mei.

Dienstag, den 6. Mai

1878

Deutsches Reich.

Berhin. Der Aufenthalt des Kronprinzen Friedeich Wilhelm
in Kisfingen, wird, wie die „Trib.“ hört, bis gegen Ende dieses
Monais dauern und ist von den Nerzten in Folge eines Magenleidens
empfohlen worden, welches sich schon früher gezeigt hatte, durch die
Aufregung aber, die das letzte Familienunglüch dem Thronfolger be⸗
reliete, erneut hevorgetreten war. Die Cur ist eine Vorbeugungs⸗
maßregel gegen weiteres Umsichgreifen des Uebels.

eDas Redeturnier über die Zoll- und Steuervorlage hat
m Reichsstage am Freitag begonnen. Fürst Bismarck eröffnete die
Debatte. Es fehlt uns natürlich der Raum, um die Ausführungen
der einzelnen Redner auch nur im Auszuge hier wiedergeben zu
toͤnnen. Der Freitag war übrigens für die Anhänger der Reform⸗
projekte günstiger als der Samstag. Bemerkenswerth ist das Be⸗
kenntniß des preußischen Finanzministers Hobrecht in der Samstaes⸗
sizung, daß er leineswegs zu denen gehöre, die von den Segnungen
des Schutzzolls so unbedingt überzeugt seien, und daß er daran
wweifle, ob es sich als möglich herausstellen werde, aus den vom
Fursten Bismarck in Aussicht gestellten Ueberschüssen in den Reichs⸗
einnahmen die angekündigten Steuerermäßigungen ins Werk zu setzen.

Wie die „Berl. Ztg.“ berichtet, ist den Berliner Gardetruppen
durch Korpbbefehl das Lesen und Halten aller in Berlin er⸗
scheinenden liberalen Zeitungen verboten worden. In den Kasernen
sollen dem genannten Blatte zufolge von Zeit zu Zeit d'e Stuben
und Schränke der Mannschaften durch die Offiiere revidirt und
alle Soldaten, welche verbotene Zeitungen und Zeitschriften besitzen,
mit Arrest bestraft werden.

Berlin, 3. Mai. Das Schredensregiment, welches Ge⸗
neral Gurko als General⸗Gouverneur des Petersburger Gouverne⸗
ments eingeführt, hat schon seine ersten Früchte gezjeitigt. Am
Freitag Morgen wurde nämlich der frühere Setondelieutenant Du⸗
browin, welcher zur revolutionaͤren Partei gehoͤrte und bel seiner
Verhaftung zwei Gendarmerie-Unteroffiziere durch Revolverschüsse
derwundete, auf dem Glacis der Peter⸗Paub⸗Festung mittels des
Stranges h'ngerichtet. Viele Andere werden ihm bald nachfolgen.
Es bleibt allerdings fraglich, ob diese also thatsächlich durchgeführte
Ubschreckungstheorie ihren Zwed erreichen werde.

—XX

Paris, 4. Mai. Die Unterhandlungen über die griechische
Frage dauern fort, da sich England der Abtretung Janinas an
Griechenland nicht geneigt zeigt. Die Frage über den Zusammen⸗
tritt eiuer Konferenz ist noch nicht entschieden, bis jetzt sind nur
zwei Mächte, Deutschland und Oesterreich für einen sochen.

In Frankreich machen die Schutzzollner jetzt gerade so
einen Lärm, wie in Deutschland; auch dort geht angeblich die
inländische Industeie zu Grunde, weil sie die Corcurrenz der aus⸗
laändischen nicht ertragen kann (oder besser gesagt: die großen In⸗
daste ellen wollen auch dort durch hoͤhere Zolle sich in die ange⸗
nehme Lage bringen, sich aus den Geldbeuteln ihrer Mitbürger zu
bereichern), und wie in Deutschland, sucht man auch dort der Land⸗
bevöllerung einzureden, die Einsuhr von ausländischen Hammeln,
Ohsen und Kälbern müsse durch Zoll so regulirt werden, wie es
die franzöͤsischen Vlehzüchter für ihren Vortheil angemessen finden.
Der Handelsminister Tirard zeigt sich aber nicht geneigt, den An⸗
forderungen der Schutzzoͤllner zu entsprechen, und hat erklärt, er
würde zurlcktreten, wenn es denselben gelänge, den Senat und
d'ie Abgeordnetenkammer für ihre Zwecke zu gewinnen.

Iwan Turgenjew, der berühmteste der zeitgenössischen r u⸗
disschen Dichter, dessen Romane eine so genaue Kenntniß des Volks⸗
lebens und der Volisgedanken in dem gtoßen Cjarenreiche be⸗
kunden, ist aue Rußland ausgewiesen worden. Auch gegen ihn
hat man den R hilisten⸗Ukat in Anwendung gebracht, trotzdem der
geniale Schriftsteller jenen Umsturzbestrebungen ganz fern steht;
allein er hat es gewagt, der russischen Gesellschaft einen Spiegei
vorzuhalten und muß diese Kühnheit mit der Verbannung büßen.
Die Praxis ist nicht neu im heiligen Rußland: Puschkin und
Lermontoff, die bedeutendsten Dichter, schicte man nach dem Kau⸗

sosus, wo sie den Ton fanden, und den berühmten Chirurgen
Birogoff enthob man seiner Stellung, da er zu liberaler Ideen
jerdächtig war. Das konnte gefährlich werden am Secirtisch und
n der Klinik.

Jakub Khan sprach die Absicht aus, sich nach dem britischen
dager zu begeben, um mit den Engländern in Unterhandlung zu
resen. Es scheint demnach, daß der Krieg in Afganistahn feinem
FEnde entgegen geht.

Bermischtes.

*St. Ingberit. In einer Versammlung am Sonntag
Ubend im Hotel zur Post hat sich der Verschönerungsvercin, dessen
hründung schon feit einiger Zeit in Aussicht genommen war, de⸗
initiv gebildet. Per Akklamation wurden folgende Herren in den
gusschuß, dem auch die Festsetzung der Statuten obliegt, gewählt:
Iberförsser Tochtermann, Ingenieur Seitz, Kaufmann Schanck,
ẽhrhard· Jochum, Direktor Fiuch, Stadtschreiber Boher und Schreiner
gogelsang. Die Einnahmen belaufen sich bhereins auf 254 Ml.
30 Pf. Die Ausgaben bis jetzt betragen 88 Mt. 40 Pf., so
zß ein Ueberschuß von 171 Vet. 10 Pf. bleibt, der Verein also
nit einer ziemlich gut bestellten Kasse sein Dasein beginnt. — Der
Berein beadbsichtigt zunächst, einen Platz im Walde so herzurichten,
zaß er sich im Sommer für Gesellschaften und Vereine bequem
um Abhalten von Waldparthien eignet und auch für Spoziet⸗
anger ein angenehmer Aufenthalt und Ausruhepunkt bietet. Die
Arbeiten sind unter der Leimng des Hrn. Oberförsters Tochter⸗
nann bereits so weit vorgeschritten, daß saon in den nächsten Ta⸗
jen Tische und Bänke auäfgestellt werden können und der Platg
jald zu seinem Zwecke fertiggestellt ist.

St. Ingbert, 6. Ma. (Eingesandt) Bei der am
Zonntag Nachmitlag abgehaltenen Generalversammlung des Kir⸗
denbau Vereines St. Ingbert, der seit 4 Monaten gegründet ist,
rgaben sich sehr erfreuliche Resultate, die der ganzen Bevölkerung
zer Stadt St. Ingbert mit Schnapybach, sowie den Gemeinden
dassel, Rentrisch. Sengscheid und Reichenbrunnen zum Lobe und
sur Ehre gereichen. Die Einnahme betrug 1687 Mt. 68 Pf.,
ie Ausgabe 79 Mk. z es ergab sich somit eine Baaisumme von
578 Mt. 68 Pf. von welcher der Betrag von 1347 M. 13 Pf.
m hiesigen Vorschuß Vereine verzinslich angelegt ist, und 31 Mt.
15 Pf. in Cassa verblieben. Die Jahl der Miglieder ohm Un—
erscied der Confession beträgt 1318, und wächst mit jedem Tage.
den Bezirks⸗Cassierern wurde vom Vorstande eine Belobung aus⸗
esprochen, für die pünktliche Besorgung ihrer schwierigen Obliegen⸗
eiten. Die Versammlung war sehr zahlreich besucht, gewürzt mit
jerrlichen Gesängen, welche die Sanger des ‚Casino“ vortrugen,
ind schloß mit einem dreimaligen „Hoch“ auf die Mitglieder des
Bereines und die Stadt St. Ingbett. Möore dieser schoͤne Verein
lühen, wachsen und gedeihen.

*St. Angbert, 58. Mai. Gestern Abend hat sich der
24jährige, ledige Arbeiser Peter Adam von hier im Walde nahe
zer Stadt erhängt, wie man sagt, in Folge eines Streites mit
einem Bruder. Er galt als fleißiger und stiller Mensch, hatte bei
zer Artillerie gedient und war vor noch nicht langer Zeit vom
Militär zurückgelehrt.

f Der Abschied für den Landralh der Pfalz ist erschienen.
Bir entnehmen demselben folgende Stelle: „Auf den Antrag des
dandroths wegen Ertichtung einer obersten, sechtten Closse an den
solirten Lateinschulen derjenigen pfälzischen Städte, welde die er⸗
vachsenden Kosten ganz auf ihre Rechnung übernehmen wollen,
ann nicht eingegangen werden, da, abgesehen von einer solchen
rinrichtung entgegenftehenden principiellen Bedenken, bei dem fur
Zeit noch jumer nicht beseitigten empfindlichen Mangel an gepruf⸗
en Lehramtscandidaten für die beantragte Erweiterung der isolirten
zateinschulen der Pfalz das nöthige Lehrpersonal nicht vorhanden
st, und nach den dvon der Reiqsschulcommission bisher besolgten
Brundsaätzen einer solchen sechsclassigen Lateinschule die Berechtigung
ur Uusstellung des Zeugnisseßs der wissenschaftlichen Befähigung
        <pb n="248" />
        für den einjährig⸗freiwilligen Militärdienst ohne besondere Prüfung
nicht eingeräumt werden iönnte. Bezützlich des Antrags auf Er⸗
maßigung der Taxen (Euregistrement) auf die Höhe der im rechts ⸗
rheinischen Bayern bestehenden Tarfätze wird bemerkt, daß in den
Dotiven zu dem Entwurf eines Gesetzes über die Behandlung der
Sesetzentwürfe über das Gebührenwesen und die —A
bereüs Bedachtnahme zugesichert wurde.

7 3weibräcken. Der hiesige Vogelschutz⸗ und Geflügel⸗
Verein sd am 18. und 19. Mai hierselbst eine Geflügel Aus⸗
Jellung veranstalten. Auch in Neustadt bat ßich ein Geflügel ⸗Verein
gebildet. der beabsichtigt, noch in diesem Jahre eine Geflügelaus⸗
stellung abzudalten.

*Die Kammgarnspinnerei Kaisersslautern halte im
perflossenen Betriebsjahr einen Bruttoverdienst von 969,812 M.
diPf., wovon nach Abzug der statutenmäßigen Abschteibungen ꝛc.
rin NRetiogewinn von 610 818 M., 45 Pi. verbleibt. Pro Aetiva
wurde eine Dividende von 190 M. — etwa 11 Prozent vertheilt.

Das Zuchtpolizeigeriot in CKaisers lautern verhandelte
in voriger Woche gegen eine ganze Bande von Kindern, die seit
Jahrten das Geld verpraßten, welches ein 12jähriger Knabe seinen
Fltern gestohlen hatte. Der Besammtbetrag des gestohlenen Geldes
beläuft sich auf 300 M. Sechs Mitglieder jener Gesellschaft im
Allet von 16 Jahren nebst einem 15jährigen Mädchen hatten sich
wegen 60 verschiedener Delicie, einer Reihe, mie sie noch selten in
iner einzigen Strafsache Gegenstand gerichtlicher Vrhandlung bildele,
zu veraniworten. Der Strafantrag der Sitaatsbehörde lautete auf
J'bis 6 Monat Gefängniß. Das Urtbeil wird am 6. Mai veir⸗
1 8Feimste limb. Käse Stüd
Bekanntmachungen. Pf. feinste bosn. Zwet⸗

schen,, Pfd. 32 Pf., feinste
—A
pe feinste Nudeln, Pjieoe.
6 Pf. empfiehlt
M. Haas,
Oberstadt.

»Undigt. Gegen den Diesb selbst kann nicht gerichtlich vorgegangen
verden, da er noch „strafunmündig“ ist.

F Der Stadtraih von Neustade a. d. H. beschloß, den

obligaltorischen Turnunterricht an den oberen und mittleren Kna⸗
benkiassen der Volksschule einzusühren und bewilligte für Ertheilung
desselben einen jährt'chen Geholt von 500 Malk.
7 Der gescaftssührende Ausschuß des pfälz. Gewerbevereins
Verbandes hat beschlossen, gemäß dem Antrag des Gewerbevereins
Frankeathal auf 25. Mai eine Delegirten-Versammlung nach Neu⸗
iadt a. d. H. zu berufen und als Hauptgegenstand die Innungs⸗
frage auf die Tagesordnung zu setzeu.

*In Dürkheim sieht die Gründung eines Obstbaumzuchi⸗
vereins bevor.

4 Der Unleroffizier Pude in Würzburag (bekannt aus der
Affaire Sieken) hat gegen den „Insterburger Buͤrger⸗ und Bauern«
reund“, weil er in diesem Blatie „Meuchelmörder“ genannt war,
Strafantrag wegen Beleidigung und Verleumdung stellen lassen.
Nuch das Militärgericht hat Strafantrag gestelli. Der Proceß soll
am 5. d. M. zur Verhandhung kommen.

Sr di— wdhaction verantwortlich: F. X. Demetz.
Interessant
ist die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sieh besindende Glueks
Inzeigo von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sieh
lurel seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in de
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben
las? Si Jeden aut dessen heutiges Inserat schon an dieser Stello auf-
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seht schöne Bettfedern per Psd. 2 Mt. 80 Pf,
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Art empfithlt zu äußerst billigen Preisen
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Tebensversicherungs⸗Gesesl/chaft zu Leipzig
auf Gegenseitigleit gegründet im Jabre 1830
gierdurch bringen wir zur öffentliben Kenniniß, daß Herrn
Jakob Ficker, Gescaftsmann in St. Ingbert eine Agenlur
Siger Gesellschaft für St. Ingbert übertragen worden ist.
Leipzisgt, den 1. Mai 1879.—
Lebensversicherungs⸗Gesellschaft zu Leipzig.
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1833 Millionen Mark,
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50,000 Mart And verbindet mit dec vollständigsten Sicherheit durch
sKtückgewähr der gesammten Ueberschüsse an die
Verfsicherten die äußriste Billigkeit.
Dividende fuͤt 1878: 37 Procent.
.1879. 38
Zur Vermittelung von Anträgen, sowie zur Erthe lung väbetet
nustunft empfi hit sich ο icKGL,.
—F spp ttlag von F. X. Demes in St. Inghbert.

Uaupt-Gevinn Gui cka- Die Gevinne
ev. ————⏑—— garcuntirt
400. OO00 MM. ⸗ er 8u
Einladung zur Betheiligung an dem
Gewinn- Oha n?n——
der vom Stante Hamburg garantirten grosgen
Geid- Lotterie, im weleher üu ber

3 Millionęn 200, 00 OMarx

aieher gewonnen werden müssen.

Die Gewinne dieser vortheilhaften Gield · Lotterie
welehe plangemass nur 86, 500 Loose enthault, sind folgende, nümlich
Der grosste Gewinn ist ev. 40 0, O000 Mark.

Prämie 250, 00 Mark, 1 Gevwinn a 150,000 Mark, 1 Gewinn a
100, 000 Mark, 1 Gewinn a 60,000 Markx, 1 Gewinn s 50, 000 Nark.
2 Gewinne a 40, 000 Mark, 2 Gewinne a 30.000 Mark, 5 Gewinné
a 25,000 Mark, 2.Gewinne a 20, 000 Mark, 12 Gewinno à 15,000 M
i Gevinna 12,000 Mark, 24 Gewinne a 10,000 Mark, 5 Gewinne 4
8000 Mark, 2 Gewinne a 6000 Mark, 54 Gewinne a 5000 Mark, 6
Gevinne 44000 Mark, 71 Gewinne a 3000 Mark, 217 Gewinne a
2000 Mark, 2 Gewinne a 1500 Mark, 2 Gewinne a 1200 Mark, 531
Govinne a 1000 Mark, 678 Gewinne à 500 Mark, 950 Gewinne 4
300 Mark, 65 Gewinne a 200 Nark, 100 Gewinne a 150 Mark, 24650
Gewinne à 138 Mark, 1400 Gewinne a 124 NMark, 70 Gewinne à 100
Mark, 7300 Gewinne a 94 u. 67 Mark, 7850 Gewinne a 40 u. 26
NMari und Fommen volche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen 2zu⸗
slceren PEntscheidung.

Dic erste Geninnzieunung ist amtlieh festgestellt und kostet hierzr

das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das halbe Originalloos nur 3. Reichsmark,

ãas viortel Originalloos nur 1/ Reichsmark,
und werden diess vom Stante garantirten Original-
Loose (keine verbotenen Promessen) gegen sraulirte Kin⸗
sendung des Retrages oder gegen Postvorsehuas
lbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt.

Jeder der Betheiligten erhàlt von mir neben seinem Original·
I.oos vuch den mit em Staatswappen versehenen Original-Plan gru-
tis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtliehe Ziehnngslist
anaufgefordert zugesandt.

Pie Auszahlung und Vorsendung der Gewinngelder
arfolgt von mir direct an dio Interessenten prompt und unter atrengste
Versehwiegenheit. 3

ĩ-cde Bestelliung kam man einfach auf eine Posteim-
hIungskänrte machen, 2*
ism Fende vien daher mit den Auftrügen der nahbe bevorste
qnden Ziehung halber bis zum
IS. MAi d. F.
Samuel Hececkscher sen.
Banduie- und Wechsel-Comptoir in IIamihurg.

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3333535 8333 35* 325385383
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58* 3358338533 23333337 5: 3*3 38338333 5557557323
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55 —32—323* 5. 3 323252* — 585535385 23582
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3 3325 *5833233538 —A 38335576535525
7 —33225 522 52* 237—E3 333553753238 —238338
2*233 2237553523* 2M2363—88 *85 2*53333 *
38253 25 — z35zs8358
2 —5— a —2 — 83
238 53—33333332387558 sG : ss 33—5 ——
28 532 * 7 — — — —2 — ⸗
53322 — — 85 183 —5 222
—— 28385 552025855 5338
— *—25 — — —A
* * 42328222 2222 2232 2* 8
333535553335 55353333352 323 3283 585 533
332 23 355555—3533 535233335 23535 3582—22828 2
3— 2 2 2 * — 2 * * z— 232 5* — 23 55
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2 * *2 22 — —
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32558 3 336 33253 568323532.
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22 — 5253 —X 58 333— O *8 3 2
5385 3283* 283333337 77*79 825 222 — —
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— —— E 5822 585 — — S r 525 2 —22 81. 8
— 2S—— 2— —E 522 28* — 3 5568 2*
—28 5332 2* 233858 *53553 3 332 ** 284 2*

322 2* —A— 2 25 — * EÆ 25 —7 55 232 2

52 — 252352— 2 2285 355 —82 22 2 3 ——
387 3 3533 683387 353233 32385 55
88 e28 — — 25322 55272 5—5 7 3

—— * s573337— S 533523S5 S228 58 —

— 35353583 8522* 25 —ã— — 25556 a 3 —

23 5532 3358527 5355 583886 A 23328 558 27

z22 558532 —A 3* 753832223 223 25588 *5
3238 8 s15323332432 A 235333 355 5235k3 78
—22353 ————— —55*3 —— — —8 ——— *55388 —*

2 — *5 23 — 8
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        St. Ingberter Anzeiger.
Der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich mu dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuementspreis betragt vierteliahrlich

1 A A0 A einschließlich Tragerlohn; durch die Vost bezogen 1AM 60 H, einschließlich 40 4 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswarta
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blatischriit oder eeren Raum, Neclanmen mit 30 4 pro Zeile berechnet.
M 72. Dounerstag, den 8S. Mi

Deutsches Reich.
Mäünchen. Die diesjährigen größeren TruppemUebungen
werden Anfangs September und zwar das J. Armeekorps in der

Gegend zwischen Regensburg und Ingolstadt, das II. Armeelorps

zwischen Dinkelsbühl und Gunzenhausen vorgenommen werden.

Berhin. Für de Feier der goldenen Hochztit des Kaiser⸗
paares sind zwei Tage bestimmt: am 11. Juni werden die Depu⸗
tationen im Schlosse empfangen und wird die Einsegnung des
Jubelpaares in der Schloßlapelle, sowie Abends Galasper statt⸗
finden; am 12. Juni ist große Parade zur Feier der fünfzigjährigen
Zugehörigkeit des Kaisers Alrxander zum preußischen Militär, dann
Galadiner im Schlosse und Abends Gesellschaft im kaiserlichen Pa⸗
lais. Am Tage darauf wird der Kaiser nach Ems, die Kaiserin
nach Baden Baden abreisen.

Der Kaiser wird heute (Donnerstaqg Abend) Wiesbaden ver⸗
lofsen und nach Berlin abre sen. F—
Aus Berlin hört man, daß in Folge der gepflogenen Ver⸗
handlungen der Königin Maria von Hannover jährlich 180,000
M. und jeder ihrer Töchter 30.000 M. aus dem sog. Welfenfonds
ausbezahlt werden.

Berlhin. Der Bundesra'h hat am 8. Mai beschlossen,
daß bei den nächsten für Rechnung der Reicsbank statifindenden
Goldausprägungen bis zur Höhe von 50,000.000 Mit. nur Kro—⸗
nen geprägt werden; ferner daß Reichskassenscheine zunächst nur
in Stücken von 50 Vik. ausgegehen werden sollen.

* ( Re'chstag.) In der Montagssitzung sprachen zum Zoll⸗

tarif Eugen Richter gegen deuselben, Finanzminister Hobrecht,
seine Rede vom Sametag erzänzend, Bundeslommissät Tiedemann,
herbordebend, daß die Borione mit in eister Linie die Hebung der
Landwirthschaft bezwecke, v. Kardorff sür die Vorlage, Oechsel⸗
häuser in vermittelndem Sinne. Am Dienstag sprachen Bundes⸗
commissär Meyer, Löwe und Varnhüler für, Maltzahn⸗Gültz und
Sommermann gegen diefelde Bennigsen vorwiegend für die Vor⸗
lage. Letzterer begann dit der Erklärung, daß die Steuervorlage
an den Reichstag die schwerste Aufgabe stelle, welche seit Gründung
des deutschen Reiches an derselben zur Lösung herangetreten sei.
Er gebe aber die Hoffnung nicht auf, das Resultat der Arbeit
werde mehr heilsam ats schädlich für Deutschland sein, da Pa⸗
triotismus genug im Reichttage berrsche, um erwarten zu lassen,
daß es gelingen werde, eine Einigung zu erzielen. — Des Buß,
und Bettages wegen wurde gestern keine Sttzang gehalten. Die
General Debatte wird heute sortgesetzt und wabrscheinlich zu Ende
gebra hit.

Darmstadi. Der Kaiser von Rußland hat den Wunsch
ausgesprochen, den Fürsten Alexander von Battenberg in Lvadia
zu sehen. Dieser wud dem Wunsche nackommen und wollie schon
gestern (Mmittwoch) nach Livadia abreisen.

In dieser Woche wird in Heidelberg eine Konferenz in
Sachen der Hersiellung eines einbeitlichen internationalen Eisenbahn⸗
frachtrechts staufiaden.
NAusland.

Verschiedene Blätter bringen die Nachricht, da die Ehe des
Fursten Katl von Rumanien kinderlos sei, so sei beabsicht den zweil⸗
Altesten Sohn des Erbprinzen von Hohenzollern, den 14jahrigen
Prinzen Ferdinaud, zum präsumtiven Thronfolger in Rumänien zu
bestimmen.
Vermischtes.

*Berichtigung. In dem die Gründung des Verschönerungs⸗
vereins betr. Artikel der vorigen Nr. ds. Bi. soll es statt ein
angenehmer Aufenthalt ꝛc.“ heißen „einen angenehmen Aufenthalt
ꝛc.“; in einer Notiz ders. Ne. die Kammgarnspinnerei Kaisers
lautern betr. statt „Activa“ — Achie“.

*St. Ingbert, 8. Mai. Der Wonnemonat machte bis
jeht seinem Namen noch wenig Ehre. Kaum hatte er sich vorgestern
dan einer milderen Seite geseigt und die Hoffnung entstehen lassen,
daß der längst ersehnte Witterungsumschlag eintreten werde, so
ank die Temperatur geaen Erwarien in der Nacht wieder so tief,

—2

daß wir gestern ein den ganzen Vormittag über anhaliendes
Schneegestöber hatten und ein „Mailüfterl“, ols ginge es direlt
»em Winter entgegen. Der richtige „kalte Mitiwoch !“ Die un⸗
zünstige Witterung mag denn auch wohl der Grund gewesen sein,
aus dem gestern fast gänzlich die Gaste fehlten, welche sich sonst
zu Hunderten an diesem Tage aus den benachbarten preußischen
Bemeinden hier einstellten, um am „Bayerischen“ sich zu laben.
Nur Wenige waren, dem Wetter zum Trotz, der alten Gewohnheit
treu geblieben.

Die Direltion der pfaͤlzischen Eisenbahnen gibt bekannt, daß
bdom 1. l. Mits. ab die Vergnũgungsreise-Billele dach der Schweiz
und verschiedenen anderen Touren wieder zur Ausgabe gelangen.
Die Billete nach der Schwelz haben eine Zosagige Gungten.

F.Aus der Nord pfauz. Verflossenen Montag machte sich
tin 81 jähriger Mann aus Würzweiler, Namens Hengstenberg,
auf den Weg nach Wiesbaden, in der Absicht, daselbst seinen Kaiser
zu sehen und zu sprechen. Und siehe, troß aller leicht erklätlichen
Schwierigkeiten, die sih im Anfange entgegengestellten, gelang ihm
sein Vorhoben, und zwar noch am nämlichen Tage. Nachdem ihn
wei hochgestellte Herren vom Hofe in eines der kaiserlichen Ge⸗
nächer geleitet, dauerte es nicht lange, so stand er dem ehrwurdigen
Fürsten Auge in Auge gegenüber. Es würde zu weit führen, hier
m Einzelnen wiederzugeben, wie ihn dieser freundlich begrüßte, wohl
ine halbe Stunde lang auj''s Leutseligste mit ihm verkehrte und

sum Adschied nob ihm huldvollst die Hand reichte: auch daß er
sum Schlusse noch in einem anstoßenden Zimmer von den beiden
Zerren, die ihn eingeführt, mit einem Glase Kaiserwein“ bewirthet
wurde, sei nur kurz erwäͤhnt, — man muß das Alles den Mann
elbb erzählen bören, und die Art, wie er Das aus übervollem
derzen thut, macht es begreiflich, daß er jene Stunde mit Stolz
die dentwürdigste seines Lebens nennt. (Pf. P.)

fDer statutengemäße ordentliche Turntag des pfälzischen
Turnesbundes für 1879 findet Sonntag den 11. Wiai im Saale
des Gasthauses zum Löwen in Edenioben stait.

F Aus Zeiskam geht dem „Pf. K.“ die folgende Notiz
zu: In Folge der in letzier Zeit von A
re benen Agitationen gegen die Tabalsteuerprojecie des Fuͤrsten
Bsmarck jah sich die Gemeinde Zeiskam veranlaßt, heute eine der
Finazpolitit des Reichskanzlers zust mmende Adresse, welche mit
nassenhaiten Unterschraften bedeckt ist, an diesen abgehen zu lassen.

F, Aus der Vorderpfalz berichtet das „Pf. Vbl.“: An
inem Gerichte der Vorderpfalz sind gegenwärtig sieben Fälle der
Brandsteftuag in Voruntersuchung, und wie wir vernehmen, vier Mein⸗
idsverbrechen. Die Ganien überwaltigen die Kraft der Gerichte,
'o daß man begierig wird, zu erfragen, woh'n wir noch gelangen.

fFrankenthal. Den das Schützenfest besuchenden
Schützen ist von der Direckion der falz. Bahnen eine Fahr⸗
preisermätßigung von 50 pCt gewährt, so daß vom 21. Juni an
ꝛinfache Billete zur freien Rüdfahrt biß 80 Juni einschließlich
—X

f Zum Schüßenfest in Frankenthal sind bis jetzt don
den dortigen Bäckern, den Metzgern, dem Turnveremn und der
Turnergesellschaft Ehrengaben zugesagt; andere Corporationen und
Dereine werden nachfolgen. Zur Besorgung des noͤthigen Wache⸗
dienstes wähtend der Dauer des Festes haben sich die Mitglieber
des Turkßvereins erboten.

Speyer. Zu der am 12. Mai naͤchsthin dahier begin⸗

nenden Concursprüfung der Staatsdienstadspiranten sind 18 Reane,
zandidaten zugelassen.
7 LEin trauriger Unglüdcefall hat sich in St. Johann
zugetragen. Ein Vorübergehender sah aus einer Man' gede Rauch
dervordringen und alarmirle, Feuer vermuthend, die Bewohner des
Dauset. Als man die Thulre der Mansarde gewaltsam öffnete,
jand man die Frau eines Postbeamten leblos neben ber Thüre,
Ren untern Theil des Körpert fast ganz verkohlt und nur noch am
Obertörper Reste der verbrannten Kleider tragend. Allem Anschein
zach hat die Frau, welche schon längere Zeit an Schwermuth litt,
in einem Anfall von Geistesslörung ihre Kleider angeiündet und
so auf schredliche Weise den Tod gefunden.

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        pDiedenbofe d. Der lgl. Abiheilungsbaumeister Simons
ist, nach der „M. 3.“, um Vetriebsdirecltor der rumänischen
wahnen in Bularest mit 46,000 Fics. Jahresgehalt ernannt worden.
Die große Schnupftabal· Fabril Lotzheck in Laher wird
in Folge der drohenden Tabaksteuer auf Schweizer Gebiet verlegt
werden. Die Fabrik beschaftigt mehrere hundert Arbe ter.
IFrantfurt. Eine in den Jahren schon sehr voran⸗
geschrittene Köchin sah es nicht ungern, daß ein junger Schmied
ihr seine Huldigunzen darbrachte; sie nidum ie bon nichis Anderem
als dem versprochenen Ehestandsglücke. Zur vorgespielten Begründ⸗
ung seines Geschästes, da ja seine Devise immer lautete: „Hand⸗
wert hat einen goldenen Boden“ lieferte sie ihm ihren in 1200 M.
bestehenden Sparpfeunig aus, worauf der Liebhaber plötzlich ver⸗
schwand. Das Aergste bei der Sache war, daß die Braut einer
jungeren Concurrentin mitbehilflich war, sich jenfeits des Oceans
in Hymens-Fesseln schlagen zu lassen. Freude ist jedoh plotzlich
wieder in das verwais:e Herz eiugekehrt, indem gestern bei der
Verschmähten und Betrogenen aus Chicago eine Sendung von
1400 M. einiraf, welche der vor zwei Jahren Verschwundene nun
mit Zinsen und Dankschreiben der Holden zurückerstaltete. (Fr. J.)
FMundhen. Die Odligation des bayerischen —XC
Aulehens von 1866, auf welche dei der Gewinnziehung am 1. d.
Mis. der Haupitreffer mit 800,000 Mti. fiel, befand sich bis 8
Tage vor der Ziehung im Eigenthum des Rechnungskommissärs
Anc diesigen Bebdörde, den derselbe dann an ein hiesiges Bank⸗
haus um 640 Mi. (der nicdersie Treffer dri der Zehuug su
300 Mt.) verkaufte. Das Bankhaus wollte dieses Serien⸗ Loos
hier wieder vderäußern, fand aber nicht den gewuͤnschten Käufer
und sandte es deshalb an ein Frantfurter Banlhaus, welches dann
auch dieses Serien »Loss zu dem verlangten Preis von 660 Ml.

erlaufite und zwar — einen Tag vor der Ziehung. Wer der
glückiiche Käuftr war, ist dis jetzt hier noch nicht bekannt.

F Die ersten Kirschen find auf dem Münchener Markt
ingetroffen. Dieselben kamen aus Neapel und wird das Pfund
su — ödrei Mark verkauit.

ιν ι

Homburg, 17. Mai. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarki.) Wei zen
— —*
pf., Gersie reihige — M. ÿᷣf. Gerste 4reihige O M. — Pf. Hafer
n zohe ishcucht s R. Pl, Erosen o W, — W Wicen
. — pf.. Bohnen — M. — Pf.Kleesamen — M. — Pfl, Korn⸗
»rod 6 Pfund 72 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsensle isch 60 Pf.
i sise ho pf, Koibteisch 60. Pf., Oammielneisch —ki, ESch weinefle isch
50 Pfr. Buller 1 Vfund 1M. 20 vf. Kartoffeln per Cr. 3 M. — Pf.

Kaiserslautern,, 6. Mai. Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 160 M. 24 Pf. Korn 7M., 67 ppf. Spelztern ⸗M. — pf., Spelz
z Pi. 95 Pf., Gerste 7 M. 82 Pf., Haser 6 M. 99 Pf., Erbsen 10 M.
Pf., Widen 5 M. 88 Pf., Linsen 6 M. 55 Pf., Kleesamen — M. —
f., Kornbrod 6 Pfund 1. ual. 64 Pf., 2. Qual. — Pf., Gemijchtbrod
zPfund 37 Pf., Butter per Pfd. — M.'95 Pf. Eier 2 Stüch os Pf. Kar⸗
loffeln per Ceniner 3 M. — pf., Stroh 1 M. 20 Pf., Heu 1 M. 40 pf.

Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demesz.
—ã

Marktberichte.

Interessant
t die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sien befindende Glueks-
Anzeigo von Samuei Heckscher senr. in iamburg. Dieses Haus hat X
surchꝰ eine prompte und verschwiegene Auecahlung der hier und in der
Umgegend gewonnenen Beträge cnen dermassen guten Ruf erworben.
lac? Sit Jeden auf desten heutiges Inserat en tn aieser Stolle aus-
merxsam machen.

—
Feuerversicherung.

Eine bedeutende deutsche Feuerversicherungsactien Gesell⸗
schaft sucht unter gtunsti gen Beoingungen solide, tüchtige Ver⸗
reter, die in der Lage find, hauptsachlich auch das industrielle
Beschaͤft zu bearbeiten. Gefl. Offerten sind an die Annoncen⸗Exdedition
on Rudéiph Mosse in Darmnistadt Im richten.

Ein drei⸗
sröd ges Wohnhaus
mu Hofraum und Stallung, zu
edem Geschaͤite geeignet, vis A⸗ vis
ihrem Wohnhause an der Haupi ·
raße u Schnappbach ho
aus freier Hand zu verkaufen
Zwe. Hauck.

*
Lebensbitter.

Attest. Geehrter Herr
A. Hellmich, Docimund. —
Ich muß Ihnen weinen
Dank ausspeechen für den
bewährten Lebensbittern,
welcher mich von einem 21
onetichen schweren Leiden
(Sodbrennen, Magentrampi
und Magenvers chem uno),
welches durch alle ange⸗
wandle ärzniche Hülfe nicht
beseitigt werden konnte, wie⸗
der gunt hergeftellt hat. —
Boͤd'gen Rd. Koͤssel 7. Fee
zruar 1879. Wirth W.
Regenbogen.

LS. Mahnheit ob'gen In—
halis sowie die eigene Na⸗
wensunterschrift des Wirtho
Duͤhelm Regenbogen be—
glaubigt — Bödigen, 12.
Febr. 1879. Paulus, Bür⸗
germeilter.

Haupt-ew inm
ev.
A00., OO00O M.

Die Gewinne
gurcantiri
der Staut.
4. —
EFEinladung æur ,Retheiliguug an den
Gevwinn- OhAnc

der vom Staate Hamburs garantirten grotsen

Geid- Lotterie, im weleher über

MilIlIionen Q00, OOOMarK

siceher gewonnen vwerden misnen.
Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld · Lotterie,
welehe plangemüss nur 86. 500 Loosae enthült, sind folgende, nũmlieh:
Per prosste Gewinn ist er. 400, 000 Mark.
Prãmie 250, 000 Mark, IGevinn a 150,000 Mark, 1 Gewinn a
100,000 Mark, 1 Gexvinn a 60,000 Mark, 1 Gewinn a 50,000 Nark.
2 Gevinno a 40,000 Mark, 2 Gexinne a 39. 000 Mark, 5 Gewinne
a 25,000 Mark, 2 Gexinne a 20. 000 Mark, 12 Gewinne a 15,000 M.
i Gewinn a 12,000 Mark, 21 Gewinne a 10, 000 Mark, 5 Gewinne a
Zodd Mark, 2 Gewimne a 6000 Mark, 54 Gewinne a 5000 BMark, 6
Gewinne a 4000 Mark, 71 Gewinne à 3000 Mark, 217 Gewinne a
2000 Mark, 2 Gevwinne a 1500 Mark, 2 Gewinne a 1200 Mark, 581
G.Finne a 1000 Mark, 6738 Gevinne a 500 Mark, 950 Gewinnes
300 Mark, 65 Gowinne a 200 Mark. 100 Gewinne a 150 Mark, 24650
Gewinne à 188 Mark, 1400 Gewinne a 124 Mark, 70 Gewinne a 100
Mark, 7300 Gewinne, a 941 u. 67 Mark. 7850 Gewinne a 40 u. 20
vlari und kommen solcho in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur
ieheren Entscheidung.

Die erste Gewinnziehung ist amtlicn festgestellt und kostet hierzu

das ganze Originalloos nur 6 Reiechsmark,

ꝗꝝ ͤaibe Originalloos nur 3 Reichsmark,

ꝗæ vertel Originalloos nur Il/⸗ Reichsmarx.
und werden diese vom Sianate garantirten Original-
oGoOSe (xkeine verbotenen promesson) gegen frankirte Ein-
endung des Retrages dder Feren FPostvorschuss
vbet nach den entferntesten Gegonden von mir versandt.

Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-
Loose auch den mit dem Staatswappen versehenen OriginalPlan gra-
i d nach stattgehabter Ziehung aosort die amtlieko Ziehungaliste
unaufgefordert zugesandt.

ie Luszablumg und Versendung der Gewinngelder
orfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter etrengetor
Verschwiegenheit.
7 Jede Us—lIung kann man einfach auf eine XXXX
znhiungskarte machen.
i Fenae vehb daher mit den Auftrügen der nabe devorate-
Genden Zichung bhalber bis zam 8
1. Mai d. J.
rortrauensvoll an
awued heckscher sene.
Panquier und Wachsel ·Comptoir in Uamhurg.

In

ι F

Das in 3. Aufl erichenene Vuch:

2
A
2 —— —
entraͤlt tryroble Anwweisungen zur er
solgreichen Seibstbehandiung und
Henung von Sicht u Ryentiofiamas
Auen, eiche an diesen nebeln oder
Frtaltunas drankheiten leiden, kaun
dez Buch warmsstens ewnpsohlen
wverden. Ein Auhang ven At⸗
sesien deweis die Vorzũglichteit der
Neivode, welcbe sich tausendjach be⸗
aãber hat. Preis s0 Pf.) —.Aus⸗
fübrl. Projpect verj. auf. Wunsch
vorher gratis u. franco Eh. hoden
leren. vreiriann Balel.

) Borraͤthig in K. Gotthol
Buchhandlung in Kaiserslautern,
welche dasselbe gegen 60 Pig. ir
Zricim. franco übetallhin versendet.

⸗

—3 4
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8
9
317

Mart 10,000 zahle ich
Demjenigen, welcher meine
27 amuüche und 216 Ptri
dal⸗ wie auch 7 Atteste aus
Amerita (gegen Magenlei-
den) unwahr mocht. — Man
achte genau aus meine
blaue Flaschen mit 4mali
gem Namen incl. Siegel
dad Bleitapsel.

Dortmund.
A. Hellmich.

Niderlage bei Herrn P.
J. Wolðu, St. Ingbert.

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Unterze'chnete hat noch ein
Beet in' den Stegwiesen und
weiKlee · Aeckerzu vermiethen.

Carl Ehrhardt Wwe.

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— — — — —— 5 scopu—
ina n Cecea von F. X. Demes in St. Inabert.
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z 553 3232 —— 3528 282 35
— 55 —S 5222 5233 5 ————
A 253 —— s*88 5223883
5* 7 32 — * 228226 * W8
587— 2 5383 — —— 3255 283386
538 53. 8 358 * 2538* 22 85 5 2384 RBV. ——
—8 —A 8 553533 S — z. *8328 238 355
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2 5 2 285 52243537 55 538 *2 — 15E 2* 52 *
3 28* — — 2 2 — d 25. 3 F 2B2 2e5. 7c
A * 2 533 ——— 10 27228 2 2.
5 5 378385363 — *
27600 5 35 225 522888 5283 — —8 A
23 * z325325388 223358* 8 — 725722* 8*8 25523—
282 —e———— 22 —582 233* 53333335 A — —
*73—22 2558 533883 5855 308 38
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53525386 JPJ 52 58 32353 * 535 —— —— 5338: 58
8 —— 32333 22 2355 553 *8*58375 52 8m523 * Z2 23.
—— — 555383 233232 388 288 ——XA *2 z2 5
538383 7235832 ———— —X
T 2 * ——22.28 2 22 2 Sñ 22 83 V2*
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a — — 8 5 — *
35328 238 3333 85 553
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3335 53388
53 5235 3s583535 553 8 255532—5 8
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222 —— 5 —XVS 25 — 2 —2 —— 2
253538—5 *.5 s 8 835 * ẽ *228548 *
8333835*5535 25225 —X 3*83838** 255 3 758 2
535828385* 285 * 228 S28 588 8282 5 35585 *2238
3 * 3 8 —2 58228333288 52 28 233 8 28 3z35 1
758332328 24 —— —A 8 9 23533 —52 8 *2 22 *
58555 523 2* — — * —— * — 338 8
882235528 2538 — 2— —— 2 532 22 2* —8 532 52.*
—A — 3538255 — 2 3 — — — * —— 5222
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252537 5525 5* 55 55, 25 z2553 5 X —55 A 5
3 —A— 55 5 —»*22 25—5225 552 — — 55
3333 pe 5258* —533355 8 23338888 2 25833*8838
F *5 — — 3825332588 22 3 2528 3 —553 — *
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c 353 82 53532335 —2 228 t: * — — 25 53 53 2 5
—8 — 533z55355533 2 5552 82 —* — 25—3 — 32523 —
23 — —* 25 — — —— 2 82524— 208 *
22 558 —527 — 5 2 8 — 22 — —2
* —c 22 8 2 5 —— 2ES 2 —s *535—
—— 0 57 — 25 282 22 2 * 27225*57 — z2353s523858*
—53z5223283 — 258 —SS8 3 8883323 5 E8 25
2 25353 5322 —E —2 2353383 *3 528282 ——
1553 — 5. 5532 —z2385—8 —— 25 32E —
57 — —A— 53 — 35 5—7 832 2522—z—33855
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— 2 e * * 2 2 — * — 2 — 2
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2 2 2 — 825 —A—— 85— — — —* —— 38B32
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25825 —5— ——6 835 52583 55375
—28323333532322 —2— 285 3
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— Bm9 5 5852 * —E 2
—x — 28— — — 2 ——— —2
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————— S7 —X 235 238 2
* 52 22 2 255 2982 32
» —27— 23 23 ů 2 * 2 *
232535683 5 ——333 333353332 5206
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7es 53— 33 332353238— 87*
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5358 — — 2 52253 I3 3.. — 32. 58*
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33—3 4638 —5533353*323 388
2E 8 — 2 58 5532* 52833 —E 2 e
32 528 38 38322* 2832527—532233 53525 52528
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2 2 22 2S 232 52558 — 58—8 A 3733388* * 37
* 34 2 5 8 — a * * — 2 2 —— 252 22
— 53 et —A——— —A —3 E2 56* 5*ꝰ8 — 53 583—2328

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75723533858 35—3 5 353258 153355375528 — — 2
—— 233636383335 2 3433
—8 7 — — — * — 22 — 7 38— * —
*8 — 25255 * 52282232323.2 5 7 2 — 5* *
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* — 232 2. 2 5—245822 2 F 55 52 528323 2
2 52 2 * —— — 2 868 2 20 —A T 58 528 * 35 s
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—— 2585* 553* — — — 52s5* 5z5—— 52—27222 —
— 2 —525 —22 — 5 — s83723385 3352
573 —33255—5 —5252 —— —2—85 25 2 535*9
8 —*; 22225* * 335* — ** 236 8 —823 —7

2857333203335 — —752 —582 5322368 2* * ——
25 —A * 225387 * 2226 3 —z3828 2 52 255* J 3583
2253 2535573—3228 3353 *3282 S2 D 4 53 2338 8
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25573 33 2* 553— —5338608 2 38 —A —
—252 358558* 10628333828 — 53 3323 533
3333337 5 3 83838 33
25. 5372* 23325 333—35338558 2 223. 3 32389
7282. 2 3 273 2582532383523 — 257312 2 53 ——
5 — 282 3335372357 222228 * — * 2723
2323538 8 55583 5S5335 5 * 33232
— * S5232 5B 22 22*728* 55322 —38 J223
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372533355 335358 22 * 2 I — —A
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3338233538338538 5335333255332 —
3258 3385 3228 32z333— 22233358 —A
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Iugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mß dem Hauptoblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mil illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich vViermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlic

lA6 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 6 60 —, einschließlich 40 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswart
mit 15 B fur die viergespaltene Zeile Blattschriit oder ⸗eren Raum, Meclamen mit 30 — pro Zeile berechnet.

Deutsches Reich.

Mänchen. Das ‚ Vaterland“ theilt seinen Lesern mit,
daß Boyern in diesem Jahre wieder 19 Millionen Mk. an Ma—
tritularbeiträgen zahlen muß und daß, wenn das „Reich“ nicht
waͤre, wir diese Millionen, die etwa den Ertrag sämmtlicher direc⸗
ten Steuern ausmachen, ersparen lönnten; daß dagegen die Kosten
der gesammten bahyerischen Armee mit etwas über 42 Millionen
Mt. vom Reiche bezahlt werden, das verschweigt das „Vaterland“.

Dem „Fränk. Kur.“ wird aus München geschtieben: Einem
n artilleristischen Kreisen gerne geglaubten Gerüchte zusolge ist eine
VBermehrung der bayerischen Artillerie um 2 Feld-Regimenter beab⸗
chtigt; zur Bildung der neuen Regimenter sollen diese von dem
l. und 4. Feld: Artillerie-Regimente (Dibifions-Arlillerie) je eine
Abtheilung zu 4 Batterien als Stamm erhalten, die dann noch
kehlenden 4 Abtheilungen S 2 Regimentern sollen neu formirt werden.

Berlin. Unter den messenhasten Petitionen, Ane und

Vorträgen, welche den Reichstagsabgeordneten jetzt iäglich von „Be⸗
heiligten“ jeder Sorte zugehen, findet sich auch eine interessante
Vergleichung des Procentverhältnisses der bisherigen Zollsätze und
der im neuen Zolltarif vorgeschlagenen erhöhten Zollsätze zum
Werth der zollpflichtigen Gegenstände.“ Die Werlhe sind der aml⸗
lichen Reschsstatistit für 1877 entnommen. Daraus ergiebt sich,
daß die beiden Großindustrieen Esen und Garn den Löwenantheii
erhalten sollen. Die der Laudwirthschaft und den anderen In⸗
dustrieen zuertheilten Begünstigungen erscheinen gegenüber dem je⸗
nen zwei Großindustrieen gewährten Schutze von 1i5 bis 28 resp.
10 bis 17 Procent geringiügig. Der dem Landwirth zu gewäh⸗—
rende Schuß soll 2 bis 5 Procent betragen. Dieser kleine Shutz
joll kann durch die gleichzeitige Vertheuerung anderer ihm nöthigen
Artilel ein Druck für den Landmann werden. Weiter könnten die
döhne der Arbeiter, wie erwartet wird, doch nur steigen, menn
der allgemeine Verbrauch sich mehrt. Geschieht dies aber bei einer
Veriheuerung der Fabrikate? Das Loos Aller auf Kosten Aller
zu verbessern, ist — unmoöglich, dagegen werden sich leicht auf
stosten Aller Einzelne besser stellen. Das gleicht die Concurrenj
nicht aus. Ein Trost ist freilich: die neuen Zoölle u. s w. flie—
zen in die Reichskasse und mindern v'elleicht eiwas den Druck der
direclen Steuern, aber die Zollabgaden würden ungleich, den Aer⸗
meren verhältnißmähig mehr belasten, als den Wohlhabenden oder
zar Reichen. In letzterer Beziehung so sanguinisch weit zu gehen,
vie der Reichslanzler in seiner Vi⸗elen verheißungsreichen Patla⸗
mentsrede vom 2. Mai, wagte Tags darauf schon sein preußischer
Tollege, Finanzminister Hobrecht nicht.

Der Gegensatz zwischen Stadt und Land, den Fürst Bismard
durch feine wirihschaftlichen Pläne geschoffen hat, kommt wieder ein⸗
mal zum Ausdruck in dem Protest der Stadi Alzey gegen das
VBorgehen einiger Bürgermeister des Kreises Alzey, die in einer
Zuftimmungsadresse an den Reichskanzler ihr Bedauern ausgesprochen
jatten, als Vertreter im Reichslag Herrn Bamberger (Freibändler)
ju haben. In einer Sitzung des Gemeindelollegiums wurde gegen
diese Demonstration entichiedene Verwahrung eingeiect und beschlossen,
Hettn Bamberger von der gegentheiligen Slimmung der Siadt Al—
jey in Bezug auf seine Person in Kenntniß zu sehen.

Ausland.

Wien, 7. Mai. Meldung der ‚Polit. Korrespondenz“
us Tirnowa. Die Deputation der bulgarischen Nationaidersamm⸗
ung tritt erst nach der zum 10. Mai beborstehenden Rücklehr Don⸗
dukoff's ihre Reise an, um dem Prinzen von Battenberg die Er⸗
wpahlung zum Fürsten zu notifiziren. Demnächst findet eine Lager⸗
ibung der gesammten bulgarischen Miliz Sialt. In Folge von
Erzessen bulgarischer Banden gegen tütkische Bewohner des D striktes
Tirnowa sind türkische Agenten elingetroffen, um die Auswanderung
Rr türkischen Bevölkerung nach Kleinasien zu veranlassen.

Wien, 7. Mai. Im ersten Vierteljahr 1879 tat die
„sterreich. Staatslosse an directen und indirecien Sleuern 4 Mill
Bulden mehe eingenommen als im gleichen Zeitraum des Jahres
1878. GKann's brauchen.)

London. Daos GReuler'sche Bureau“ meldet aus der

M 73. Samstag, den 10. Mai

1879.

Tapstadt vom 22. April: Die Vorbereilungen zum Einmarsch in
das Zulu⸗Land haben begonnen; 4 Regimemer rücken auf Dorn⸗
herg vor. Der Einmarsch dürfte in 14 Tagen erfolgen. J

Petersburg, 7. Mai. Die „Agenee Russe“ meldet:
„Das von Obruischeff dem Sultan überreichie Schreiben des Kai⸗
ers Alexander und dessen Proclamation an die Rumelier ist in
Tonstantinopel sehr günstig aufgenommen worden. Der X
zat in Folge dessen Obrutscheff beauftragt, der Commisstion in
Philippopel anzuzeigen, er beabfichtige von den ihm durch den
Berliner Vertra zustehenden Rechten icht keinen Gebrauch zu
na hen. — Deutschland, Oesterreich, Frankreich und England
limmten der Wahl des Prinzen von Battenberg zum Fürsten Bul—
zjariens zu.“

Athen. Das griechische Kabinet hat gegenüber der von
Frankreich ergriffenen Iniliative behufs Verhandlung und Rege⸗
ung der Grenzfrage in Konstantinopel seinen Standpunlt zu pra⸗
isiren füür oppottun erachtet. Es verlangt zunächst, vaß die eben,
uellen Berathungen und Verhandlungen in Konstantinopel auf
Brund des XIIL Prototolles des Berliner Kongresses stattfinden
ollen und verwahrt sich gegen ein Engehen in neuerliche direlle
Berhandlungen mit der Pforle, bevor nicht von Seine der letz teren
die formelle Anerlennung der Gilligkeit des fraglichen Prototolles
rusgesprochen ist.

Konstantinopel, 7. Mai. Die Russen haben begon⸗
nen, Ostrumelien zu räumen. Die früher zur Einübung der bul⸗
jarischen Miliz gebildeten russischen Lehrbalaillone wurden aufge⸗
oͤst. Viele ruffische Offlziere erhiellen Erlaubuiß, noch vor dem
Abmarsch ihrer Truppeniheile mit Urlaub nach Rußland zurückzu⸗
kehren. — Mehr als 600 muhamedanische Familien Bosniens und
der Herzegowina haben dem Sultan eine Petition übersandt, ihnen
nuf kürkischem Gebiete Landstriche anzuweisen, wohin sie auswan⸗
ern könnten, da sie nicht unter fremder Herrschaft bleiben wollen.
Den meisten Muhamedanern scheint es unter der österreichischen
Berwaltung gut genug zu gefallen). Die türkische Regierung dat
zaß Gesuch in Erwägung gezogen.

Vermisqtes.

t(Pfalzische Eisendahnen.) Die staatlich ga⸗
antirten Präzipualbezüge (außer den bereits bezogenen Aktienzinfen
von 4 proz. bezw. 41 proz.) werden als Dibidende für 1878
muebezahlt wie folgt: 1) futr die pfätzische Ludwigsbahn M. 42,86,
) für die pfälzische Maximilianbahn: M. 8.57. Diese Dividen⸗
»en sind sofort zahlbar. Nachdem auf die Nordbahnai'en gemaß
ser Fusionagrundlagen außer den bereits bezogenen 4proj. Zinsen
ein weiterer Prazipualbezug fallt und eine Superd vidende sich
nicht ergeben hat, ist der Dividendenschein der Norddahnakten X
1878 für werthlos erklärt worden.

fDas Jahresfest des pfalzi'chen Hauptvereins der Guftad⸗
Adolphe Stiftung wird in diefem Jahre in Zweibtucken gefeiett
verden.

T Dem ‚Pf. K.“ wird geschrieben. Ein der in Zweibrücken
iegenden Sch vadron des 8. Chevauxlegers⸗Reg. zugehoriger Sol⸗
hat, Namens Bergmann, aus Unleriranken wird seit Ostermoniag
dermißt, ohne daß dis heute eine Sput ermittelt wurde, die daraus
ühren koͤnnte, wo er verblieben ist. So viel nur steht fest, daß
Bergmann mit Kameraden am Ostermontag einer Tanzmusik zu
Bubenhausen beigewohnt hatte. Eine dafelbst zwischen dortigen Ein⸗
vohnern und den Soldaten stattgehabte Schlägerei und das damit
derbundene Durcheinander wird Ürfache sein, daß das Fehlen des
Berschwundenen erst in der Kaserne wahrgenommen wurde.

In Dansendberg siellle die Tagnersfrau Studig einen
Topf lochenden Wassers in das Zinmer. Ihr vierjähriges Kind
iel darüber hin und verletzte sich deratt, daß es starb.

In Rogheeim ertrank ein fünfjahriges Mädchen in einen
Braben an der Tuchbleiche.

fVom Bienwald. Ein Seitenstück zur Kartenstempel⸗
übertretung, wonach 5 Wirthe don Diedesfeld resp. Edesheim von
der hetreffenden Steuerbehörde aui Grund des Arse24 3.
        <pb n="256" />
        rartenfleuergesetzes und 80 Kartenspieler mit je 500 resp. 80 M.
Sirafe belegt wurden, bildet jolgender Foll: Das Gesetz, belreffend
den Gewerbebelrieb im Umherziehen, trat am 1. April l. Is. in
Bahern in Kraft. Ein badijcher Getreidehandlet iraf am 31.
März l. Is. in der Pfalz ein und verkaufte am diesem Tage da⸗
selbsi auch einige Säcke Gerreide. Folgenden Tags bot er solche
nun auch aus, wurde aber dabei von der Gendarmerie ertappt und
auf Grund des Haufirgesetzes von dem Rentamt N. N. beanzeigt.
Unser Badenser, der jedensalls im guten Glauben mit seinem An⸗
gebote handelle, wurde pldtzlich mu einem Strafbescheid von 380
Ht. isberrascht. An diesen Beijpielen kann man ersehen, in welcher
Schaͤrfe unsere neuen Steuergesetze gehandhabt werden und wie Vor⸗
sicht hier am Plaze sei.

7 Seit Sonntag Abend werden in Spey err zwei auf dor⸗
tigen Bureaus beschaftigte junge Leute vermißt, die, nach einem
zurückgelassenen Brief zu schließen, im Rhein ihren Tod gesucht
haben.

Saarbrüchen, 8. Ma'. Ein schweres Unglück hat
heute Nachmittag einen Lehrer hierfelbst betroffen. Die Ehefrau
desselben ging heute Nachmittag zw'schen 2 und 3 Uhr mit ihrem
Zjährigen Söhncheun vor ihrer Wohnung, Thalstraße 27 hierselbst
auf dem Banket spazieren, als plötzlch ein Lothringer Fuhrmann
dus Kerbach, Kreis Forbach, mit einem eiuspännigen Wagen im
schnellsten Trabe herangefahren kam. Der Fuhrmann hatte durch
uberaus schuelles Fahren sein Pferd nicht mehr in der Gewalt, und
so tam er mit seinem Fuhrwerk von der eigentlichen Fahrstraße ab
und auf die eine Seite des Bankets, wo die Frau mit dem Kinde
war, welches überfahren wurde. Das linke Rad exrfaßt es und
beide Räder gingen über Kopf und Brust des Kindes, es eine kleine
Strecke mit fortfchleifend. Das Kind starb Abends 8 Uhr in Folge
der erhaltenen Verletzungen. (Saarbr. Ztg.)

7 Der „Hag. Zig.“ zufolge wird das Schleißthal⸗
Weißenburger Pferderennen in herkömmlicher Weise am
—X jedoch wird
dasselbe von nun an von dem neugegründeten elsaß⸗ lorhringischen
Pferdezuchtverein veranstaltet werden.
Saargemund. In Folge Besuchs höherer Thier⸗
arzte aus Stroßburg und Würzburg haben dem Vernehmen nach
die hiesigen bayerischen Chevaurlegers wiederum 6 Pferde verloren.
Dieselben mußlten als rotzverdaͤchtig abgethan werden. Diesem
Verdachtsmoloch opfert der Trappentheil nun seit 8 Jahren nicht
mit auffallender Begeisterung, wie leicht zu begreifen. Die Schulb
un der Seuche, deren Identitat mit dem eigentlichen Rotz jedoch
beharrlich in Abrede gestellt wird, schiebt man auf die Stallungen,
namentlich in einem Flügel der Caserne, wo dem Gerücht nach zu
französischer Zeit sogar unter den Mannschaften typhusartige Krank⸗
heiten so regelmäßig auftraten, daß man die Raͤume gänzlich auf⸗
gab. (Straßb. 8.)
dDas Scoffengericht in Homburq hat in einer Klage⸗
sache entschieden, daß in der Aeußerung, Jemand gehdre der social⸗
demotraßschen Partei an, eine Ehreukränkung liege, und den Au⸗
gellagten in eine Geldstrafe von 80 Mt. verurtheilt.

FeAus Nürnberg hört man, daß die Negergesellschaft,
welche daselbst am Stadttheater en deuischer Sprache „Onkel
Tom's Hütte“ aufführt, eine so gewaltige Zu, kraft ausübt, daß
selbst die jetzt arrangitten Nachmittags⸗Vorstellungen bei woral aus⸗
verkauftem Hause stattfinden. Von Nürnberg begiebt sich die Ne⸗
gergeselljschaft nach München, wo sie bis 15. ds. im kal. Theater
am Gärtnerplatz gastirt und dann nach Augasburg (Staditheater)
übersiedelf.

Mäanqcen, 7. April. Föür die Ausstellung in Mel ⸗
bourne haben sich aus Oberdayern bei der Handels- und Gewerbe—
sammer zwar nur 12, aber die hervorragendsten Industriellen an⸗
gemeldet.

Wie in wohlunterrichteten Kreisen verlautet, hat Kronprinz
Friedrich Wilhelm die bayerische Regierung um die Wahrung des
fürengsten Incognito während seines hiesigen Aufenthaltes gebeten
und in Rüdsicht hierauf jedes auffällige Anerbieten dankend abgelebnt.

x Auf der Eisenbahnstrecke zwischen Capellen und Neuß ereig⸗
nete sich vor einigen Tagen ein Fall, der neuerdings zeigt, wie
gefähtlich es ist, Kinder während der Fahrten in den Wagen an
den Thüren stehen zu lassen, der zugleich aber die controlirenden
Zugbeamten iehren wird, wie nöthig es ist, daß sie, bevor sie die
Thüren des Waggons öffnen, den belreffenden Passagieren dies
durch Klopien, auf die Fensterscheibe etwa, auzeigen. Auf bejsagter
Strecke nämlich stürzte, als ein Schaffner waährend der Fahrt
plötziich de Thür eines Coupees öffnete, ein sechtjähriges Mädchen
hinaus aus dem Wagen; der Beamte fing das Kind zwar mit
dem Arme auf, gerieih aber zugleich in die Gefabr, mit der Klei⸗
nen vom Teitibreti hinabzufallen. Man kann sich die fürchterliche
Siluation der im Wagen sitzenden Fahrgäste denlen, welche so
zwei Menschenleben zugleich in der schredlichssen Gefahr schweben
jahen. Zum Gluck gelang es dem Schaffner, der dadurch, daß er
a dem Augenblicke, wo das Kind in seine Arme fiel, sich mit der

anderen Hand so fest an dem Wagengriffe hielt, daß er oat
Hleichgewicht nicht verlor, die Kleine wohlbehalten in den Wage
urückzuschieben. „Wir alle aber, die im Wagen saßen“, so er⸗
zählte uns einer der Passagiere, „waren todtenbleich, eben so der
Zeamte, und noch zwei Siunden, nachdem der Fall sich ereignele,
jonnte ich nicht aus dem Zittern kommen.“

Sonderbares Vergehen. Aus Wattenscheid, 30. April,
chreibt die dortige Zeituag: Gegen einen Anwohner hiesiger Stadt
vird demnächst die Königl. Staatsanwaltschaft vorgehea. Dersel be
tiefette einigen Nachbarn von seiner Kuh die Milch, wobei er, wie
sich herausgestellt hat, lüchtig aus der Wassrleitung zufüllte. Ein
eines Kind, bekam von dieser Milch seine einzige Nahrung, ist
aber in Folge der bedeutendsten Falschung und der wenig nährenden
Ztoffe aus fraglicher Misch nah langerem Siechthum gestorben.
dierauf hin soll gegen den Milchlieferanten ein Strafantrag wegen
ahrlassiger Tödtung gestellt sein. Auf den Ausgang der —X
darf man sehr gespannt sein.

F Von den meht als 49 Local ˖ Gewerbe Vereinen des Groß⸗
herzozihums Hesssen haben sich nur 3 kleinere Vereine für die
cinführung des Innungszwanges ausgesprochen.

Id uebertingen' wucde am 5. d. eine Riesenfor:lle
im Gewicht von 30 Pfund gefangen.

Wie dem „N. B. B.“ mitgetheilt wird, ist ein großer
Theil des Marktes Bruck bei Nittenau letzten Sonntag Nachts ein
staub der Flammen geworden. 42 Häauser sollen vollständig ab⸗
Jebrannt sein, darunter der Pfarrhef und das Rathhaus, Kirche
uind Schulhaus blieben verschont.

Puiaferbarmersbach. Unglaublich, aber wahr! ruft
der „O. B.“ bei Mittheilung des Folgenden: Die Steuerbehörde
jat der hiesigen Gemeinde die einzige Feuerspritze gepfändet. Wie
s aussieht, wenn es brennt, ist schwer zu sagen. Geld ist in der
Hemeindekasse, aber der Redner ist ohne Dekretur nicht in der
dage, Gelder verausgaben zu können, und so scheint eben nur eine
dässigkeit an dieser Blamage schuld zu sein.

F Ds8bein. Welch abscheulich dumme Witze von lei chisin⸗
aigen oder boshaften Menschen verübt werden, das beweist ein hier
ꝛürzlich vorgekommener Fall. In der letzten Montagsnummer der
Dresdener Nachrichten“ findet sich eine voa hien eingeschickte Todes⸗
anzeige, in welcher die „tiefbetrübten H'nterbliebenen? den Tod eines
ziefigen Fleischers anjseigen und das Begräbniß für letzten Mittwoch
ansehen. Infolge dessen erhält die Famil'e eine Menge Trauerkarten
und Todtenkranze. Mittlerweile wandelt der „Todte“ noch ganz
seisch und munter unter den Lebendigen — und die Todesnachrich
eilt sich als der schlechte Witz eines Dritten heraus.

In Eislheden hat ein Postbeamter von dem Birubaum
in seinem Garten goldene Früchte geeratet; sie hingen aber nich
un den Zweigen, sondern in den Wurzeln. Er fand beim Aus
soden des Boums Goldmünzen im Werth von 27,000 Mark.

FBerlin muß recht biele abenteuerlustige Einwohnet zaͤh⸗
len, denn wie die „Kreuzzeitung“ mittheilt, ist Prinz Alexander
von Battenberg in den wenigen Tagen seit seiner Wahl zum Für⸗
sten von Bulgarien mit einer solchen Fülle von Anstellungẽg⸗fuchen
ꝛc. zum'ist aus Berlin überfluthet worden, daß derselbe erforder⸗
lichen Falles fast sämmtliche Militdr⸗ und Cwilstellen in gan z Bul⸗
zarien von Beilin aus zu desehzen im Stande wäre.

Ein dor drei Wochen verstorbener Berliner Namens Splitt⸗
zerber hat seiner Vaterstadt ein Kab tal von 150,000 Mark ver—⸗
macht zur Begründung und Unterhaltung eines Hospitals für in⸗
palide und altersschwache Arbe ter und Handwerker.“

4— Friseur:-Kongreß. Am 14., 15., 16. Juli d. J. findet

in Ber din der siebente Kongreß der deuischen Friseuf⸗ Genossen⸗
chaft statt. Mit dem Kongreß wird eine große „Haar und Be⸗
harfsArlikel-Ausstellung“ sowie ein großes „Preis⸗Frisicen“ ver⸗
nüpft sein.
7 uUm seinen Stammgästen den Frieden beim Bier zu wahren
zak der Wirlh eines von dem saliden Bürgerstande start besuchten
Ferliner Lokals über den Siammtisch folgendes Warnungs Plalat
inbringen lassen: „Wer hier am Tisch für Squtzzoll spricht —
Fur Freihandel eine Lanze bricht — Uad sich m Volkswirthschaft
versucht — Der sei verflucht! — Wer dennoch dies Gesttz herletzt
—Dem wird ein „Stiefel“ vorgesetzt — Daß er auf Kosten
jeiner Kasse — Ihn unverzüglich füllen lasse!!“

f Gegen den Vertried von Geheimmitteln tritt jetzt das Be r⸗
linner Poltzeipräsidum recht wirlsam auf, indem es —A
iber den Werth, oder richtiger, Unwerth dieser Mittelchen den
Zeitungen zugehen läßt. „Eine Annonce — so lautet die neueste
ʒerartige Pablitation — findet sich jetzt vielfah in den Zeilungen,
'n welcher unter Hinweis auf ein daneben gesetztes blühend aus⸗
chendes Frauenbitd graines de beaute de Dr. Penelle in Paris
zum Preise von 8 Mark die Schachtel mit dim Bemeiken ausgeboten
verden, daß der Genuß der Plllen ebenso blüh nde Fotmen, wie
Figura zeigt, schon nach kurzem Gebrauch herstelle. Dem —X
nehmen nah hat auf Veranlassung des Poligeiprasidii esne chemische
lütersuchung der Biln stautgeiunden und erqgeben, daß die mit
        <pb n="257" />
        einem starlen Quedlsilber⸗Ueberzuge versehenen Pillen aus Hülsen⸗
fruchtmehl und Zucker, versetzt mit einigen aromatisch schmeckenden
Pflanzenstoffen bessehen. Die 100 Pillen, welche jede Schachtel
enthält und die zusammen etwa 18 Grm. wiegen, haben demnach
etwa dieselbe Wirkung, wie eine aus letzterem Quantum gebochte
Mehlsuppe, nur mit dem Unterschied, doß man für letztere nicht 8
Mark zu zahlen braucht.“

7 Folgendes originelles Gesuch ging dieser Tage dem Lehrer
einer Gemeindeschule zu: „Ich ersuche freundlichst meinen Sohn
Julius im Rechnen etwas zu schonen, indem er mir die Nächte
nicht Ruhe verschafft, und nur von seinen Rechnen und Prügel,
die er bekommt, fantasirt. Denn wo ich in meine Jugend das
Rechnen auch nicht in den Kopf rinbekam. so findet sich das in
alteren Jahren von selber, wo ich jetzt die Buchführung mit Leicht⸗
fertigkeit vollbringen kanun. Nur Schonung u. s. w. F. B.“

In Posen ist, wie die „Pos. Zig.“ berichtet, eine An⸗
jzahl hochachtbarer und unabhängiger Männer zu dem Zweck zus
sammengetreten, ein „schwarzes Registet“ der dortigen Wucherer an⸗
zulegen. In diesem Register sollen außer dem Nationale und dem
Lebenslauf insbesondere auch die etwaigen Vorbestrafungen jedes
„Halsabschneiderz“, ferner, soweit dies, ohne indscret zu werden,
möglich ist, die durch Wucherer geschädigten Personen nebst Angade
der Fälle vermerlt werden; ebenso soll auch die Art und Weise,
wie jeder der Wucherer zu operiren pflegt. genau angegeben werden.
Aus diesem schwarzen Register soll von Zeit zu Zeit ein Namens—
auszug der Wucherer aufgestellt und in denjenigen Kreisen, von
denen man annimmt, daß ihnen von den Wucherern Geldofferten
gemacht werden, vertheilt werden; auch sollen derartige Listen vors
nehmlich den dorthin versetzten Officieren und Beamten sofort nach
hrer Ankunft zugestellt werden, damit sie sich vor den Geschästs—
ieuten? in Acht nehmen.

* Als ein Zeichen der Geschäftslosigleit unserer Zeit möge
hier registrirt werden, daß sich für die Stelle eines Reisenden in
Flensbuorg ba einem kenommirten Hause nicht weniger als
700, schreibe ebenhundert, Bewerber gemeldet hatten.

F Bern. Der Richtungsstollen des Golthard-Tunnels wird
bis Ende des Jahres vollendet.

Bery. Der Streit zwischen dem Vau⸗Unternehmer Favre
und der Gotthard Gesellschaft ist geschlichtet. Die Arbeiten im
Tunnel sind in ihrem ganzen Umfang vwieder aufgenommen.

F. Praktiten der rus ssissch en Polizei. Die russische Polizei
verfolgt den Grundsatz, die Festnahme eines jeden Individiums
geheim zu halten und jeden zu verhaften, der dann kommt, um
den bereits abgeführten Missethäter zu besuchen; die Wohnung
desselben wird selbstverständlich von einem halben Vutzend Polizisten
jcharf bewacht. Run wurde, wie erzählt wird, kürzlich ein prat⸗
tischer Arzt durch die heilige Hermandad aufgehoben, und unglück
lichetweise wat in einer Familie, bei welcher derselbe Hausarzt
war, ein Kind schwer eikranklt. In der Nacht, als der Zustand
»es Nleinen bedenllicher wurde, machte sich der Vater auf zum
Doktor, aber angelommen an dessen Wohnung, vadten ihn mehrere
derbe Fäuste und der Mann wurde trotz allen Protestes abgefuͤhrt.
Die Mutter wartete eine oder zwei Stunden, und da ihr Mann
nicht wieder kam, so rannte sie in ihrer Angst gle'chsalis zum
UArzt und wurde gleichfalls eingesteck. Das Kind lag aber nun
allein zu Haus und am anderen Morgen war es todt.

Eine schreckliche „Opferung“ in Amerika. Bostoner Tele.

gramme vom 3. Mai berichten von einer furchtbaren Aufregung in
dem Städtchen Pocasset im Staat Massachusetis. Charles Free⸗
mann, ein Mitglied der „Zweiten Advent Gemeinde“, wurde neu⸗
üch durch religisse Erregung wahnsinnig. Vor einer Woche erklaͤrte
er, er habe eine wundervolle Erscheinung gehabt, und hat seildem
veder etwas genossen noch geschlafen. Er erkläcte: Gott habe ihm
defohlen sein djähriges Töchlerchen Edeih zu opfern; dieselbe würde
am dritten Tage wieder aufstehen. Am letzten Donnerstag ergriff
das unglückliche Kind, defestigte es mit einem Messer auf dem
Tisch, erbaute sich einen Altar, worauf er seine Tochter ödlete und
Rit ihrem Blute den Altar besprengie. Hierauf trieb er die ent—
etzte Familie aus dem Hause und detbartikadirle Thüren und Fen⸗
ier; er war sehr gut bewaffnet und drohte Jedem, der sich dem
dause nahe, milt sicherem Tode. Die Bevölkerung mußte eine
bemliche Belagerung ersffnen, es gelang ihr bis jetzt aber noch
aicht, sich des Wahnsinnigen zu bemächtigen. —
7 Die neuesten Zeitungsberichte auß den Vereiniglen Staaten
vestätigen die schon früher gemachte Mitthe lung, daß die ripubli⸗
auische Partei für die nächste im Nodembet 18806 stattfind nde Prä⸗
identenwahl General Grant als Ktandidaten für den Prasidenstulhhl
wieder in Aussicht nimmt.

Gemeirnütziges.

Verbesserter Gasbrenmer. In London werden
Versuche mit einem neuen Kundbrenner gemacht, der zwei corcen⸗
rische Kreizeinschnitte ensthält. Vor wenigen Tagen“ wurde nun
dem „Standard“ aus Varis folgende Vorkehrung empfohlen, durg

die die Leuchtkraft der Gasbrenner außerordentlich erhöht werde
uind die Jeder erproben lönne. Dieses Mittel bestehe darin, ein
Aeines Metallplätichen, z. B. das adbgebrochene Stück eines feinen
Federmessers, in die Spalte des Brenners in der Art zu stecken,
daß die Flamme gespalten oder geschlitzt wird. Die dadurch be⸗
virkte Verstärkung des Lichtes sei ganz überraschend und die Wir⸗
ung verstätke sich mit der Kleinheit des Brenners. Brenner,
velche nach diesem Principe construirt und mit einem geeignet ge⸗
ormten weißen Opalglas übecdachht würden, um die Tichtver⸗
chwendung nach oben zu verhindern, würden eine bedeutende Er⸗
roöhung der Leuchtlraft hervorbringen.
Holz⸗Propsen als Ersaz der KorkPropfen. Nachdem die
Zorkstöpselpreise so ziemlich hoch sind, hat man nun versucht, ein
inderes Ersatzmittel zu finden, und dieses n weichen sehr dünnen
»olzspänen gefunden. Die Späne werden zu Streifen in der
Zreite von 5 mm geschnitten und um einen dünnen Holzstab ge⸗
punden. Bei der Windung wird zuglich die konische Form eines
ztöpfels gemacht. Vorzüge dieses Stöpses sind: genaue Rundnug
jerbunden mit einer Elast cität. welche dem Kontk gleich kommt unðd
ie Billigkeit derselben, da 1000 solcher Pröpfen nur auf 3,.8 M.
u stehen kommen sollen.
Lampencylinder zu reinigen. Um den angesetzten Rußbe⸗
Hlag zu entfernen, gibt es kein befferes Mittel als Adreiben mit
was Butter oder Feit.

PNarktberichte.

Zweibrücken, 8. Mai. (Fruchtmittelpreis und Victualienmark
Weizen 10 M. 60 Pf., Korn 8 M. 14 pᷣf., Gerfie zweireihige d M. — 5j)
ierreihige d M. — Pf., Spelz 7 M. — pf., Spelzkern — M.— »j.
dinkel — M. — Pf. Mischfrucht d M. — Pf., Hafer 7 M.79 5j.
irbsen — M. — Pf., Widen O M. — Pf., Karioffeln 8 M. 50 pjf.
»eu 1 M. 80 Pf., Stiroh 2 M. — Pf., Weißbrod Li/, Kilogr. 82 Pf.
ornbrod 3 Kilogr. 74 Pf., 2 Kilogr. 50 Pf., ĩ Kilogr. 25 Pf. Gemischi⸗
rod 8 Kilogr. 89 Pf., das Paar Wed 100 Gr. 6 Pf. Rindfleijch J. Qual.
z6 Pf. N. Quat, 60 Pf., Kalbsieisch dd Pf. Hammelfieisch 60 Pf. Sweinefleuch
6 Vf. Butter !/3 Riloar. JI M. 10 Pf. Wein 1 Liter 70 Vi. Bier J Liter 24 Pf.
Coursbericht über Loos⸗Effecten von A. Molling,

Bankgeschäft, Berlin W., Friedrichstt. 180 7
vpvom 6 Mai 1879.
Amsterdam Industr. Pal. 22/2 fl. Kl. G. 3 fl. 6 B. Ansbacher 7 fI.
dauptt. 14, 000 ki. Gw. ꝰ fl. 80,60 G. 82,26 B. Augsburger 7 fi Hpt. 7000
1. Gw. O fl. 22,0 G. 24,26 B. Badische 88 fl. Hpt. 40000 ti. Gw. 89 II.
6090 G 172,00 B. Bari 100 fres. Hpit. 100 000 ti. Gw. 150 fres. 40 6
Barletia 100 fres. Hpt. 100,000 ti. Gw. 150 fres. 19,0 B. Braunschw.
O thlt. Hpt. 150,000 ti. Gw. 69 Mark. 85,820 G. 87,8 B. Bukarester 20fr.
dↄpt. 100000 tl. Gw. 20 fres. 2228 G. 24,00 B. Finnlander 10 thir. Hpu.
30,000 Il. Gw. 86 Mark. 41.80 G. 48.00 B. Freiburger 15 fres. Hpi. 40,000
tl. Gw. 19 fres. 24,00 G. 25,28 B. Genueser 150fres. Hpi. 100 000 ti. G.
160 fres. 80 G. 85,00 B. Hamburger 100 Mi. Vo. Hp:. 115,000 M. B.
l. Gw. 156 M. B. 310 G. — B. Hamburger 50 ihlr. Amortiszieh. M.
gw. 180 Mk. 185,00 G. 188,0 B. Kurhess. 40 thir. Hpt. 96, 00 ti. Gw. 228
Nark. 267,20 G. 270,20B. Lübecker 50 ihit. Hpt. 30 000 kil. Gw. J168 Mi.
86.,006. 18020B. Mailand⸗Como 14f1. Hpt. 20 00) il. Gw. 14 fl. 58 6. — B.
Nailänder 45fr. v. 1861 Hpt. 70, 000 kl. Gw. Afrcs. 80320 G. 8236 B. Mai⸗
ander Jofrcs. v. 1866 Hpt. 100, 000 ti. Gw. 10 fr. 10,20 G. 1In B., Meininget
fl. Opt. 15,.000 tl. O. S II. 2000 G. 24 0 B. duuer 23 fi. pi. 20.0bo
l. Gw. 43 fl. — G. 114 B. Neuchateler 10 fres. Opt. 12,000 il. Gw. 12 fr.
16,20 G. 1820 B. RNeapeler 150 fres. Hptt. 35, 000 kl. Gw. 150 fres. 68 6.
—iB. Oldenburger 40 thlr. Hpt. 60,000 tl. Gw. 120 M. 148,00 G. 151,0 B.
Preußische Prämien 100 thlr. Hpt. 225,000 ki. G. 345 Vii. 15340 0/0 G.
54,00 /0 B. Pappenheim 7 fl. Hpt. 9000 ti. Gw. 7 fl. 16.220 G. 1860 B.
Schaumb. Lippe 25 ihlr. Hpt. 36,000 kl. Gw. 138 Mk290 G. Schweden
O thlx. Hptt. 30,.000 ki. Gw. 89 Mk. .-,0 G. 51,00 B. Tuck. 400 fr. inch.
5. v. April 1876 Hptt. 600,000 tl. Gw. 400 fres. 35,50 G. 88,40 B. Ungar.
100 fl. Hauptt. 100,000 ki. Gio. 186 fl. 1790 G. 182,320 B. Veneodiger
30 fres. vptt. 60,000 tleinster Gewinn 30 fres. 17,800 Brief.

Soweit Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den unter Brief notirlen
Courien Verkäufer, zu den Geld⸗Toursen Käuier. A. Molliung.

Filr die Redaction verantwortlich: F. X. Deme tz.
—e—
Shchönhelt und Jugend, Reichthum und Ehren, Talente und Fähigkeiten,
* was bedeuten all diese Gaben und Vorzuge, wenn der Leib siech ist
and eine hartnächige Krankheit am Leben zehrt.“ „Mens sana in corpore
ano“. Nur im gesunden Körper wohnt eine gesunde Seele! Diese Worte
ind eine mahnende Wahrheit fur Jene, welche oft aus Unwissenheit gegen
»ie Gesundheit sündigen, denn es fällt den Wenigsten ein, sich über ihre Ver—
»flichtungen, die sie dem eigenen körverlichen Ich gegenüber zu erfüllen haben
— gründlich zu unterrichten.

Ein Buch, welches diesem Zwecke dient, den Leser in leichtfaßlicher Weise
nit Ursprung, Charalter und Behandlung jeder strankheit bekannt macht,
ohne ihn mit dem Ballast unverdaulicher wissenschaftlicher Phrasen zu be—
Naweren. fanden wir in dem in 110. Auflage erschienenen Buche „Dr. Airy's
chturheilmethode“, welches in Richter's Verlags-Anstalt in Leipzig erschienen,
und gegen 1M. 20 Ppf. in Briefm. franco zu beziehen ist.
— — — — ———
Interesasant
st die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sieh befindende Glücks-
Anzeige von Samunes Heckscher senr. in HUamburg. Dieses Haus hat sien
lurch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben,
fass wir Jeden autf dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle auf-
nerksam machen.
        <pb n="258" />
        Publication.

Drenstag, den 24. Juni
1879, Nachmitiags zwei Uhr
in der Wirihschaft von Peter
deufser in St. Ingbert
Werden auf Betreiben von
Peler Custer, früher Gerber,
jetzt Rentner und Bürgermeister
in St. Ingbert wohnhaft, wel
cher den unterzeichneten k. Advo⸗
jaten Heinrich Gießen zu
Zweibrůcken zu seinem Anwalte
uind ZZustellungs bevollmächtigten
aufgestellt hat.

Gegen Georg Grefß, Schuster
und dessen gewecblose Eheirau Eli⸗
sabetha Toussaint auch Touhsaint
heisammen in St. Ingbert
wohnhaft,

vor dem damit gerichtlich be⸗
auftragten Igl. Notar Sauer
resp. dessen Amtsverweser zu
Si. Ingbert die nachbezeichneten
Liegenschaften öͤffenilich zwangs⸗
weise versteigert, als:
I. PlNr. 219 und 220.7

Dezimalen Flaͤche, worauf
ein zweistöliges zu St. Ing⸗
bert in den Hobels gärten ge⸗
legenes Wohnhaus mit Hof⸗
gering und Pflanzgürtchen
dabei, neben Georg Kraus
und Peier Stief's Wittwe,
jammt allen fonstigen Zube⸗
hörden;;

Pl. Nr. 3768, 66 Dezima⸗
len Ader auf Schiffelland,
neben Johann Hilenthal
uud Ludwig Schmelzer's
Erben. R

Pl. Nte. 3841, 44 Dezima⸗
len Acer ouf Schiffelland
am Rothenkopf neben Jo⸗
hann Dickarm und Georg
Rung Witwe;
Pl.⸗Nre. 3567, 25 Dezima⸗
len Ader ouf Gersienbusch
neben Peter Custer umd
Schmied Junofleisch;
Pli.Nr. 8897 und 8898,
d1 Dez malen Abdeer, links
in den Kosteler Rodern, ne⸗
ben Neolaus Stief Wittwe,
und Valentin Böhler Wwe.;
Pl.⸗Nr. 3788, 48 Dezßi⸗
malen Acker auf Schiffelland
oder am Reichenbrunneipfad,
neben Johann Jung und dem
Schuldner selbfttt.

Die Liegenschaften kommen
einzeln zur Versteigerung.
—Der Zuschlag erfolgt sogleich
bei der Versteigerung endgiltig
und findet kein Nachgebot, auch
weder ein Einloͤsungs⸗ noch Ab⸗
ldjungsrecht statt.
Die nähere Beschreibung der
Liegenschaften, sowie die Ver ⸗
deigerungsbedingungen, loͤnnen
bei genanntem kal. Notär resp.
dessen Amtsverweser eingesehen
werden.

Zweibrüden, 8. Mai 1879.

28 23 Anwalt

es betteibenden Theils:
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sind zu haben in der
Buch⸗ und Steindruckerei
J. J. Demeh.

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Tauf-A Verkaufa- LeirathsOssertor
XXVC Diaor. do Anzeig
in alle Zeitbungen der Wolt.
Die Hauptblatter der
Sch weiz und PFrankreichs
zind von uns gepachtet &amp;
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—XDXX

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GrWinmnn-Ohn
der vom Stante HEHamburg garantirten gzrogsen
Geid- Lotterie, im weleher uber
MilIIionen 200, OOOMA TIL
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Pie Qewinne dieer vortheilIhaften GeldLotterie
velehe plangemäss nur 86, 500 Loose enthalt, vind tolgende, namlien

Der grosnste Gewinn ist er. 400, OO0 MarkKk.

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100, 000 Mark, 1 Gewinn a 60, 000 Mark, 1 Gewinn a 50,000 NMark,
2 Gewinne a 40, 000 Mark, 2 Gewinne a 80,000 Mark, 5 Gewinne
a 25, 000 Mark, 2 Gewinne a 20, 000 Mark, i2 Gewinne a 15,000 M.
ĩ Gevinmn a 12,000 Marx, 24 Gewinne s 10,000 Mark, 5 Gewinne a
gooo Mart, 2 Gewinno a 6000 Marx, 54 Gewinne a 5000 Marx, 6
Gevinpe c 4000 Maric, 71 Gewinne à 8000 Mark, 217 Gewinne a
2000 Marx, 2 Gewinne a 1500 Mark, 2 Gewinne a 1200 Marbk, 531
Gne 1000 Marie, 678 Gewinne s 500 Mark, 950 Gewinne
300 Mark, 65 Gewinne a 200 Mark, 100 Gewinne a 150 Mark, 24650
Gevwinne a 138 Mark, 1400 Gewinne a 124 Mark, 70 Gewinne a 100
Mart, 7300 Gewinne a 94 u. 67 Mark, 7850 Gewinno a 40 u. 20
Uaric and Fommen solche in wenigen Monaten in ̃ Abtheilungen zur
vicheren EFntscheidung.

Dic ete Gevinnzienung ist amtlich sestgestellt und kostet hierzu

ãas ganze Originalloos nur 6. Reichsmark,

das hqalbe Originalloos nur 8 Reichsmark,

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and merden diese Snnt rantirten Original-
LGose (reine verbotenen Promeasen) gegen frankirte Ein-
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Jeder der Betheiligten erhâlt von mir neben seinem Original-
Loose uch den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gra-
tis nä nach viattgehabter Ziehung sofort die amtliecho Ziehungeliste
mnaufgefordert ꝛugesandt.

bie Auszahlung und Voersendung der Gewinngelder
orfolgt von mir direct an dio Interessenten prompt und unter atropgstor
serschwiegenheit.
Jede BestelIIung kann man einfach auf eines Postein-
zaungekarte machen.
p- san wendo sieh daher mit den Ausfträgen der nahe bevorate-
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dienen die gute Erziehung ihrer K inder am mJer

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reunde sollten sien umgehend Prospect

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Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wochentlich viermal? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuementspreis beträgt IXXX

i A 40 — einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 14 60 H, einschließlich 40 4 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswaris
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder eren Raum, Neclamen mit 80 Hpro Zeile berechnet.
M.

Sonntag, den II. Mai

1879.

Deutsches Reich.

München. Laut Bekanntmachung des Justizministeriums
werden vom Inkraftreten des Reichs Gerichtsverfassungsgesetzes an
die Sitzungen der Schwurgerichte in denselben Siadien abgehalten,
wie bisher.

Berlin. Die officiöbse „Provinz.Corresp.“ schreibt über die
neueste Reichstags Rede v. Bennigsen's: „Durch diese Kundgebung
des angesehenen Führers der gemäßigt liberalen Partei, welche den
Zöhepunkl der bisherigen Berathung bezeichnete, ist in der That die
doffnung auf einen ersolgreichen Verlauf und Abschluß der wiwdtigen
Verhandlung wesentlich erböht.“ — Bezuglich der goldenen Hochzeit
des Kaisers Wilhelm und der Kaiserin Augusta“ meldet dieselbe
Correspondenz: „Die Festlichkeiten bleiden auf zwei Tage beschränkt.
Die Feier soll nach ausdrücklicher allerhöchster Bestimmung wesentlich
den Charakter eines Familienfestes tragen. Die Deputationen aus
den verschiedenen Theilen der Monarchie jollen die Wahl von 10
bis 12 aus jeder Provinz nicht übersieigen.“

*Auf der am Donnerstag in Berlin stattgehabten Vorbe⸗
'athung in Betreff der Einberufung des Städtetages zur Berathung
uber die Getreidezoͤlle wurde beschlossen, den Städtetag auf den 19.
Mai nach Berlin einzuberufen und die Magistrate und Stad. der-
ordnetenversammlung dazu einzuladen.

(Rechssstag.) Bei der Fortsetzung der Berathung über die
Zoll- und Steuervorlage sprachen am Donnerstag Bundeskommissär
Zurchatdt, Lasker im Großen und Ganzen gegen die Vorlage, Fürst
Bismarck, auf Laskers Ausführungen erwiedernd. Windthorst
Meppen) für mäßige Schutzzölle und bedingungsweise Figangölle,
Mossle (nat.lib.) für die Vorlage. Fortsetzung der Berashung am
Freitag.

Laskers Rede, die Fürst Bismarck nicht persoönlich angehört,
zab dem Reichskanzler zu verschiedenen Bemerkungen Beranlassung,
vorauf sich nochdem Windthorst gesprochen, folgender Zwischenfali
abspielte: Präsident Forckenbeck wünscht die Fernhaltung aller per⸗
sönlichen Empfindlichkeit aus den Debatten und stellt die Aeuße⸗
rungen richtig, welche der Reichskauser bei Lasker als persönlicht
Angriffe gegen ihn rügte, womit indirette Vorwürfe gegen seine
Leitung der patlamentarischen Debatten gerichtet worden salen.
dasker habe das Wort „unzuverlafsig“ gegen den Reschskanz er
aicht gebraucht. Laskers Angreffe seien viellescht zu schacf gewesen,
aber nicht beleidigend; deßhalb bätte er dieselben nicht zurüweisen
önnen. Fürst Bismarck dankt dem Präsidenten für die Richtig⸗
stellung. Dieselbe beweise jedoch, daß die Sache so läge, wie er
vorausgesetzt. Er achte das Urtheil des Nräsidenten des Reichs⸗

ages, stehe aber hier als Präsident des Bundesraths und habe als
olcher sein eigenes Urtheii. Demgemäß habe er seinen Ausfüh⸗
cungen Nichts hinzuzufügen, noch Etwas davon zurückzunehmen.
(Sensation. Fuist Bismarck verläßt den Soal.) Lasker bedauert
in persönlicher Bemerkung, daß der Reichskanzler sich entfernt habe,
da demselben vollständig falsche Notizen über seine NRede zugetragen
worden waͤren.

Die am Montag vom Abg. Richter (Hagen) im Reichstag
zehaltene Rede zum Zolltarif ist duf Wunsch seiner Parteigenossen
inter dem Titel: „Gegen die Zoll⸗ und Steuervorlagen des
Kanilers“ als Broschüre eischienen,

Ausland.

Paris, 8. Mai. Prasident Greby unterzeichnete ein Dekret,
durch welches wieder 440 Commune · Verurtheilte begnadigt werden.

Die französischen Großindustr ellen weigern sich, die rückteh⸗
renden amnestirten Communards in ihren Fadriken zu beschäftigen,
veil sie Konflikte mit denselben befürchten.

Paris, 8. Mai. Der Kronprinz Rudolph von Oester⸗
eich kam Mittwoch früh in Madrid an. Er wurde am Bahuhof
om Konige Alphons eipfangen. Die Heirath des Konigs Al
hons mit, der Traherzogin Maria Christine bon Oesterreich (Enke⸗
— Aspernsiegers, Erzherzog Karls) soll im Olktober siatt⸗

en.

Die Engländer haben troß ihrer Kriege gegen Afghanen und
Zulus neue Proben ihres regen Handelsgeises abgelegt. Nach
ehnmonailichem Besitz von Cypern haben fie die Insel bereits zu
tinem Haubthandelsplat rach der Lebane emborgeboben In Cpvbern

Haubistadt Larnala entstehen zahlreiche engliche Geschaͤfishauser,
welche den Kaufleuten der syrischen und angtolischen Küste englische
Fabrikate zum Handel bis in das Innere von Afrika liefern.
Frankreichs und Oesterreichs Handel nach Syrien und Kleinasien
st dadurch bedeutend gefährdet.

*Nach einer Correspondenz des „Pf. Kur.“ stammt der jetzt
ziel genannte, zum Fürsten von Bulgarien gewählte Prinz Alexander
yon Battenberg von natürlicher Seite aus der Rheinpfalz. Seine
Nutter ist die Urenkelin von Heinrich Wilhelm Schweppenheuser,
hemaligem Pfarrer zu Rechtenbach. Die Tochter der Letzteren kum
ämlich als Gesellschafterin einer jungen Prinzessin an den Hof
on Hessen⸗Darmstadt, begleitete diese nach Warschau und ver hei⸗
atheie sich hier mit einem Herrn Haucke. Ein Sohn dieser Ehe
vurde russischer General und Kriegsminister. Nach seinem Tode
vurden seine Kinder am Hofe des Kaisers Nikolaus erzogen. Eine
Tochter vermählte fich mit dem Prinzen Alexander von Hessen und
purde zur Prinzessin von Battenberg erhoßen. Aus dieser Ehe
tammt bekanntlich der Prinz von Battenberg. — Der ehemalige
Biarrer Ludwig Schweppenheuser zu Langweiler bei Pfaliburg, so
vie Pfarrer Schweppenheuser in Sesenheim, unmittelbater Nachfolger
Jes durch Goethe bekanntien Pfarrers Brion, waren Söhne des
3farrers Heinrich Wilhelm Schweppenheuser zu Rechtenbach und
eie leiblichen Brüder der Großmuiter der Vrinzessin don Battenbera.
Rermisqhtes.

F. In Hedendaluheim wurde nach der „Iw. Zig.“ am
7. Mai ein Kind von kochender Suppe, die auf dem Osen Land,

erart überschüttet, daß am Kopfe die Haut längs den Schläfen
otal verbrannte und das Kind in Folge dieser Verleßungen starb.
Der Fall dürfte alle Eltern zur größten Vorsicht gegenüber ibren
leinen Kindern mahnen.

tDer Dingler'schen Maschinenfabrik in Zweiberücdken wurde
ein Palent auf eine Einrichtung an den Auslaßbentilen von Dampf⸗
naschinen, um den Abschluß beliebig zu verzögern, erthtilt.

In der am 7. Mai abgehaltenen Generalversammlung des
cisenwerls Kaiserzlautern hob der Vorstand hervor, daß
die allgemeine Geschästsstockung sich jehzt auch bei diesem Weri fühl⸗
zar mache und daher der Geschäftsgewinn dieses Jahr bedeutend
zeringer ausgefallen sei, als der des vorigen, obwohl der Umschlag
ach gleich blieh. Die Versammlung beschloß eine Dibidende von
Procent d. h. 54 M. pro Actie — immer noch eine schöne
Berzinsung des Capitals, mit der man wohl zufrieden sein dürfte.

»In Kaiserslautern beabsichtigt ein Herr J. P. Wagnet
in „ichwarzes Buch“ auzulegen, in das er alle Wucherfälle, die
hm mitgetheilt werden, mit näheren Angaben eintragen will. Den
Namen der Wucherer wird er gegebenen Falls veroͤffentlichen.

F Die Notiz der „Pfälz. Zig.“, daß zwei junge Leute ver⸗
nißt würden und wahrscheinlich den Tod im Rhein gesucht hätten,
vird von der „Sp yer. Zig.“ als unwahr erklärt: dieselben hätten
ine Rheinreise unternommen und besänden sich zur Zeit wohl und
nunter in Worms.

t Gohes Alter.) In voller Gesundheit, rüstig an Geist und
dörper, feierte vor einigen Tagen ein Privatier in Regensburg
einen hundersten Geburkstag, umringt von zahlreicher Familie, die
hn mit Blumen penden, dem schönsten Symbole des Lebens, über—
äufte und ihm Glüch und Segen wünschte zum Antritt den zweiten
Jahrhunderts seines Lebens.

F Durchstechung der Landenge von Panama. Am 15. Mai
ritt in Paris auf Einladung des Herrn v. Lesseps ein internationales
jeographisches Comitee zusammen, um die Richtung zu bestimmen,
n welcher ein Canal vom Allantischen zum Stiden Occean au
liehen ist.
— —eç— — — — — — — BZ—————⏑—⏑——⏑ ——
ur die Redaction verantwortlich: F. X. Deme“.
Intereasant
et dio in dor hentigen Nummer nuserer Zeitang sien befindende Glüekæ-
ineigo von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus het vion
arch seine prompte und verschwiegens Luszahiung der hier vnà in der
Imgegend gewonnenen Beträgo einen dermascen goten ttuf erworben
lass wir Jeden auf detaon heutiget Inerι bor d azaS tale
nartaam wa
        <pb n="260" />
        Versteigerung.
Montag den 12. Mai
aächsthin Nachmittags 3 Uhr, zu
St. Ingbert, bei Johann
Schmeldzer, lassen die Kin⸗
der und Erben der zu St. Ing⸗
bert verlebten Eheleute Peter
Brau fen und Gertraude Sel⸗
grad, folgende Liegenschaften,
im Banne von St. Ingbert,
offentlich zu Eigenthum ver⸗
steigern:

zu St. Ingbert an der

Pfartgasse.
Pl.⸗Nr. 4231, 8a 86 qm
Uder auf.der Hobelsahnung.
St. Ingbert, 10. Mai 1879.
Der Amtsverweser des kgl.

Notar Sauer:
Auff schueider ·
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mit Presfion
aebst completier Wirthschafts
Einrichtung billig zu ver⸗
y * 68 qm daufen. Wo, saat die Exped. d. Bl.

e ohnhaus mit 7
vlede Wohnas glIcrbeiler ·hildungu- herein
dabei, das Ginze gelegen Abend-Unterhaltung.
— 2
Die Gevwinne
garuntirt
58tqat.
Einladung zur Betheiliguug an demn
GEWvinn Ohan
der vom Staate Hamburg garantirten zrosaen
Gieio Totterie, in welcher uber
S Millionen 200, 000 Ma r K
saicher gewonnen werden miisnemn.

Die Gewinne dieser vortheilhaften GeId- Lottorie

welehe plangemãss nur 86,500 Looce cnthalt, sind folgende, nämlieh
DPer grossste Gewinn ist ev. 40 0, 000 NMark.
Prämis 250, 000 Mark, 1 Gewinn a 150, 000 Mark. 1 Gewinn a
100,000 Mark, 1 Geéewinn a 60, 000 Mark, 1 Gewinn a 50,000 Mark
2 Gewinne a 40, 000 Mark, 2 Gewinne 4 830,000 Mark, 5 Gewinne
a 25, 000 Mark, 2 Gewinne a 20, 000 Mark, 12 Gewinne a 15,000 M.
i Gevwinn a 12,000 Mark, 24 Gewinne a 10, 000 Mark, b Gewinne a
8000 Mark, 2 Gewinne a 6000 Mark, 54 Gewinne a 5000 Mark, 6
GeAanne 4 4000 Mark, 71 Gewinne a 8000 Mark, 217 Gewinne a
2000 NMari, 2 Gewinne a 1500 Mark, 2 Gewinne a 1200 Mark, 631
Gevine a 1000 Markx, 6738 Gewinne a 500 Mark, 950 Gewinne a
060 Marx, 66 Gewinne a 200 Mark, TodO Gewinne a 150 Mark, 24650
Gevinne 2 188 Mark, 1400 Gewinno a 124 Mark, 70 Gewinne a 100
Nart, 7300 Gewinne a 94 u. 67 Mark, 7850 Gewinne 2 40 u. 20
Mart und kommen solehe in wenigen Monaten in q Abptheilungen 2ur
vieheren Entscheidung.

Die erste Gewinnziehung ist amtlich fertgestellt und kostot hiorzu

qas ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das hdalbe Originalloos nur 8 Reichsmark,

qA vicrtei Originalioos nur I2/0 Reichsmark,
und werden diess vom Staute garantirten Original-
Loose (xkeine verbotenen promessen) gegen frankirte FCim-
—EEXD oder Fegen Portrorsehuas
elbet nach den entferntesten Gegenden Fon mir versandt.

— — neben seinem Original-
Loose cuch den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gra-
tis und vach atattgehabter Ziehung sofort die amtliche Ziehungelisté
maufgefordert ꝛugesandt.

Die Auszabdung und Versendung der Gewinngelder
erfolgt von mir direct an die IEXV—
Verschwiegenheit.

ι αJHng bann man einfach auf eine Posteimn-

nlungstknrte machen.
NMan vende sich daher mit den Aufträgen der nahe bevorsteo-
senden Ziebung halber bis 2um
IS. Mai d. -J.
vertrauensvoll an
Samuel Heolbseher senb.
Banquier und Mechsel Comptoir in HUamburg.

2
Vergebung von Bau Arbeiten.
Die Bauarbeiten zur Herstellung eines neuen Schulhauses in
der Gmeinde Rohrbach soilen auf dem Wige der schrifilichen
Zubmission vergeben werden. Dieselben sind veranschlagt, wie folgt:
Eid Arbeit zu . 160 nt. 88 ÿf.
) Maurer⸗Arbeit zu 11773, 43,
zimmermanns⸗Arbeit zu 2891, 90,
Dachdecker⸗Arbeit zu 1530, 08,
Schreiner⸗Arbeit zu 18891, 07
Blaser-Arbeit zu 1377 —
Schlosser⸗Arbet zu 2667, 09,
Spengler⸗Arbeit zu 4390, 96.
Gypser⸗ Arbeit zu —We
Tuͤncher⸗ Arbeit zu 1093, 26,
Taprezierer⸗Arbeit zu 222 —
2) Pflasterer⸗Arbeil zu * 436 15,
Im Ganzen 25081 Vit. 77 pf.
Lustiragende tüchtige Meister wollen ihre Gesuche schriftlich
versiegelt mit der Ausschrift: „Sub mission auf die Bauarbeiten
sum Schulhause in Roͤhrbach“ bis langstens am Samstag den
24. Mai 1. J. an die unterfertigte Behorde einsenden, bei welcher
bie dahin die Pläne, Kostenarschläge und das Bedingnißbeft einge—
jehen werden föößpnen. Spater eimjulaufende Submissionen werden
aicht mehr berücksichtigt. Die Eröffnung der Submssion en findet
am 26. Mail. J. Nachmittags um 2 Uyr auf dem unterfertigten Bür
germeisteramte statt.
Rohrbach, den 9. Mai 1879.
Das Bürgermeisteramt:
Arban Jacob.
— —

—— — —

— — —
Musik
Sonntag, den 18. Mai, in Oberhauser's Saal
EAbend⸗-Unterhaltung. T
rearamm:

Vérodin.

J J
I. Saͤnger's Gebet, Maännerchor mit Beglei⸗
tung von Blechinstrumenten fBöes porer.
2. Fruͤhlingsglaube, Duett iür Tenot u. Barhton Schul4.
3. Andenken, gem'schter Chor W Mendelssoh
4. Abendlied, Soloquattett. .. Abt.
5. Solo für Fiöte— Tulon.
IV.
6. 1733 Thaler 224 Silbergroschen.
Posse mit Gesang in 1 Aet v. E. Jacobsan.
III.
WRAMDT-
Nur Mitglieder haben Zutritt: Fremde koͤnnen eingefun
werden. 8 18 der Statuten.
Anfang des Concerts präeis 8 Ubhr.
Tanzes 10
Der Vorstand.

ei
FX. Demrt

A. gtrevelor in St. Jobann a. 4. sasr
— Ecke der Bahnhof⸗ und Dudweilerstraße. — —
manGänzlicher Geschäfts⸗Aufgabe—
habe meine imn anufaktur-und Modewaaren einem
Zptalen Ausverkaufe
2zu sehr reducirten Preiser

—

42
o -eseiet.
7 —IR
reve OhAann, LEcke der Bahnhof- und Dudweileret
78 — R Gas —S ist nach Räumung des Lagers billigst ax
verkaufen.

———— — — — — — — ——— — —
Drua mno eriag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
Hiezu Illustrirtes Sonntaasblatte Nr10.
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Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich mA dem Hauptslatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis betragt vierteljährlich

1A 40 A einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 146 BGO H, einschließlich 40 3 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswartt
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschriit oder ꝛeren Raum. Reclamen mit 30 — pro Zeile berechnet.
M 75. Dienstag, den 18. Mai

vSBio

Deutsches Reich.

Berlin. Nach der „Kreuzzeitung“ gilt die Ernennung des
Feldmarschalls Frhen. v. Manteuffel zum Siatthalter von Elsaß⸗
Lothringen als sicher und würde derselbe dieses sein Amt noch vor
dem Besuch des Karsers im Reichsland antreten.

Bersin. Der Reichslanzler hat dem Bundesrathe einen
Besetzentwurf, betreffend die provisorische Einführung von Aender⸗
ungen des Zolltarifs vorgelegt. Darnach lönnen Eingangszölle von
bis dahin jollfreien Gegenständen und Erhöhungen bestehender Zolle,
wegen deren Einführung dem Reichstage ein Gesetz zum Beschluß
dorgelegt ist, mit Zustimmung des Bundesraths und Reichstages
durch Änotdnung des Reichskanzlers vorläufiz in Geltung gesetz
werden. Die Anordnung erlischt, wenn das jetzt dem Reichstagt
vorliegende Gesetz in Kraft tritt oder abgelehnt wird, spätestens
mit dem 15. Tage nach Schluß der Reichssagssession. Falls höhere
Zoͤlle erhoben sind, als durch das neue Giesetz bestimmt sind, müssen
die zuviel erhobenes Beträge sofort zurückgezahlt werden. (FIr. 3.)

Berlin. Der Bundesrath berieth über sein Verhalten
gegenüber den im Reichstag eingebrachten Wucheranttägen und be—
schloß, seine Zustimmung zur Aufnahme solcher Bestimmungen in's
—ADVV
Wucher qualificirende Geschäft bestraft werden kann.

Unter Vorsitz des Ministers Maybach trat der außerordentliche
Zundesraihs-Ausschuß behufs Ausarbeitung eines Gesetzes zur
Regelung des Gütertariswesens auf deutschen Eisenbahnen zu⸗
ammen.

(Reichstag.) Am Freitag wurde endl'ch die General⸗
debatte über die Zolle und Steuervorlagen zu Ende gebracht. Ge⸗
mäß einem Antrage don Löwe wird von dem Zolliarif ein Theil
einer Commission zur Vorberathung überwiesen, ein Theil abtr so⸗
fort vom Plenum in Spejialberathung (zweite Lesung) genommen.
Außerdem wurde in der Freitags⸗Sitzung der Gesetzentwurf über
die Vertheilung der Mairikularbeiträge für 1879/80 in erster und
zweiter Lesung angenommen, desgleichen der über die Erwerbung
der preußischen Staatsdruckerei für das Reich, ferner der über die
Nosten der Bethe'ligung des deutschen Reichs an der Weltaus⸗
stellung in Eydney. Die drei zuletzt genaunten Gesetzentwurie be⸗
chäftigten auch in der Samstagssitzung den Reichsnag und wurden
in druter Lesung angenommen. Es folgte hierauf die erste Bera⸗
thung der Tabaisteuervorlage, die heute (Montag) fortgesetzt wird.

Aus Anlaß des gegenwärtigen Krieges zwischen den Repu⸗
bliken Chile, Bolivia und Peru hat die deuische Reichsregierung
zum Schutze der an der Westküste Süd Ameriklas wohnenden Deuischen
das Kriegsschff „Hansa? in die dortigen Gewösser beordert. Vor
10 Jahren noch war das nicht möglich. Da waren in den fremden
Erdsheilen die Deutschen schutzlos allen Eventualitäten ausgesetzt.

Ausland.

ẽDie Bonapartisten in Frankreich sind sehr beunru⸗
higt; denn der gxkanserliche Prinz (Lulu), der bekanntlich nach
Afrika ging, um bei den Engländern im Zulukriege Lorbeeren zu
pflücken, soll ernstlich erktrankt sein. (Ob er wohl das Kanonen⸗
jieber haben wird 7)

London. Dem „Standard“ geht aus Lahore vom 9.
Mai: Jalkub sthan nahm sümmtliche Friedensbedingungen Englands
an. Dieselben umfafsen: Vorschiebung der Grenze Indiens in der
Richtung auf standahar hin bis Kojalamram einschließlich des
stajah · Passes und des Pischin⸗Thales, Abtretung des Kurum-Thales
bis Shaturgaroan, des Khyberpasses bis Loargi. Major Cavag⸗
nari geht mit dem Emir nach Kabul als englischer Gesandter.
England ist derechtigt, einen diplomatischen Agenten in Kaadahar
aufzustellen. (Es scheint sich also der Frieden zwischen England
und Afghanistan rasch seinem Abschlusse zu nähern.)

Vorträgen folgten die Anwesenden mit großer Aufmerksamkeit.
Der Deklamator lkomischer Gedichte hatte für den Abend wieder
zuwas Neuct und regte dadurch zu lebhafter Heiterleit an. Die
Pausen zwischen den Vorträgen und Deklamationen wurden passend
durch Chor⸗ und v'erstimmige Lieder ausgesüllt. Erst nachdem die
Blocke die Polizeistunde verkündigt, treunte sich die Gesellschaft.

Zweibrücken. Ueber den vermißten Chevaurleger
Bergmann wird der „Zw. Zig.“ berichtigend geschrieben, daß
veder Bergwann noch dessen Begleiter am Ostermontag mit Ein—
vohnern von Bubenhausen Streit gehabt haben. Bergmann habe
dart betrunlen die Franl'j he Wirthschaft in der Nacht mit seinen
dameraden ganz friedlich verlassen, sich noch im Ort von denselben
getrennt, wahrscheinlich den Weg nach dem Miltärspital in Ernft⸗
beiler, wo er als Lazarethgehilfe verwendet war, eingeschlagen und
ei vermuthlich in die Schwarzbach, die er auf seinem Weg zu
iberschreiten hatte, gefallen und darin ertrunken.

fOtterbach. Hier wurde am Donnerstag das Wilteln
gang'sche Haus abgerissen. Unter den Ziegeln, resp. zwischen
inem Sparten und der Pett, fand sich in einem kleinen Sädchen
die Summe von 88 fl. in Kronenthalern und 17 Kreuzerstücken.
— Der frühere Besitzer dieses Hauses, Friedr. Bang, verkaufte im
Jahre 1848 eine Kuh für obige Summe. Mit dem Nachzählen
eines Erlsses beschäftigt, wurde er durch den Ruf „Die Preußen
ommen!“ aufgeschrechi. In seiner Bestürzung versteckte er das Geld
uinter dem Dach. Nach einigen Minuten wollte er dafsselbe hervor⸗
joten, sand aber zu seinem Entsetzen den Platz leer. Natürlich
mußten hier die Preußen einen Diebstahl verübt haven, was er
sich auch nie ausreden ließ. (Pf. V.)

* Am Sonntag wurde zu Sdenkoben der ocdentliche
fälzische Turntag abgehalten. Vertreten waren von 23 Veremen,
velche der Pfälzer Turnerbund zählt, 20. Di Mitgliederzahl hat
ich gegen früher bedeutend vermehzrt. Die Kasserrebision ernab
321 M. 13 Pf. Kassenbestaud. Die Vertretung beim deutschen
Turntag im Juli e l. J. zu Berlin wurde Hrn. Dr. Waßmanns⸗
orf übertragen. Zur Adhaltung einer allgemeinen pfälzischer Turn⸗
ahrt wurde das Dahner Thal gewählt. Der nächste Turutag für
ie Pfalz findet in Kusel statt.

F Am Sonniag den 25. Mai wird in KCirchheimbo—
anden der 10. Verbandstag der pfaälzischen Kampfgenossenschaft
ibgehalten. Auf der Tagesordnung steht u. A.: „Minheilung
»er Verhandlungen mit dem Präsidium des boyerischen Veteranene,
drieger· und Kampfgenossen-Bundes; Beschlußlfassung übet even—
uellen Anschluß an diesen Verband und dadurch nothwendig wer⸗
dende Erhöhung der Verdandsbeilräge von 10 Pf. auf 15 pf.
'ür das Mitglied jährlich.“

fSelbstmorde. In Speier erhängle sich der Zimmer—
wann J. Höhl; Moriv zerrüttete Vermögensverhältnisse. In Kai⸗
serslautern ertränkte sich der Notariatsgehilfe Jakob Messer
zus Herxheim; Grund: Uaterschlagung von 160 M. bei seinem
rüheren Prinzipal. Im Glan ertränkte sich der 27 Jahre alte
Jakob Drum von Ul met; als Mortiv wird Ge'istesstoͤrung angegeben.

Saarbrücdcken. Der Staatsanwalt hat die Appellation
zegen das im Marpinger Wunderproceß ergangene Erkenntniß zu⸗
rückgezogen.

F Nüruberg. Der Scecondelieutenant Freiherr Schenk
jon Geyern wurde wegen 66 einzelner Fälle von Mißbrauch der
Dienstgewalt durch Mißhandlung von Untergebenen in die öffentliche
Sitzing des Militärbezirksgerichss Würzburg verwicsen.

FInsterburg. Der Redaclkeur dez hiesigen „Bürger⸗
and Bauernfreund“, Dr. Wolff, wurde heute vom Kreisgericht
vegen Beleidigung des Unterofficiert Pude in Würzburg, sowie des
dortigen Militärberirlsgerichts zu 100 M. Geidstrafe, event. 10
Tage Gefängniß verurtheiit. Die Beleidigung war in einem die
Erschießung des caud. med. Sicken besprechenden Artikel begangen,
n welchem Pude ein „Pteuchelmörder“ genannt und g'sagt war,
das genannte Gericht habe den „Meuchelmörder“ einfach freigesprochen.

f Daß es noch Leute gibt, die Geld haben, beweist die Hin⸗
erlassenschaft des Rugs burger Bankiers und Rittergutsbesigers
Baron Beck; dessen Sohn und die beiden Schwiegersöhne, Ritt⸗

eeden e
RVermischtes.

Sit. Ingberf. (Arbeiterbildungäverein) Die am
Sonntag Abend stattgehabte Unterhaltung desselben war seht zahl⸗
ceich besucht und verlief in recht würdiger Weise. Ernstes und Hei⸗
geres wechsellten in bunter Folge mit einander ab. Den beiden
        <pb n="262" />
        meister Graf Gatterburg und Frehr. v. Hertling, erhilten je 25
Millionen Gulden als Erbe. J

Eine Bitte um allergnädigste Hinrichtung verdient gewiß
unter die Kuriosa aufgenommen zu werden. Der Pester L'oyd
meldet nämlich: „Ein nach Sakard zuständiger Infanterist wandse
fich in einem Gesuche an den Kaiser mit der Bitte, der Monarch
moͤge ihn, da er serne Zeit abgedient und nicht zu arbeiten im
Siande sei, ihn, den in Bosnien nie eine Kugel traf, während
seine Kameraden dezimirt wurden, im Hofe der Großwardeiner
Festung alleranädigst hinrichten lassen.“

fAgram. Aus dem slavonischen Grenzgebiele werden Ueber
schwemmungen gemeldet. Ueber 40.000 Joch Culturboden steben
ier Waffer. Die Wintersaaten im Savbe⸗Thale sollen ver
nichtet sein.

7 Ein seltenes Naturspiel. Das in Agram erscheinende Blalt
Abꝛor“ berichiet aus Karlstadt, daß deort der Assensirungskommission
rin Rekrut vorg stellt wurde, welcher eine fünf Centimeter lange Ver⸗
längerung der Rucdenwirbelsäule hatte, die ihn jedoch beim Sitzen nicht
genirte und ihm auch sonst keine Unbequemlichkeiten verursachte.
Dieser verlängerte Rektut dürste wohl lange die wissenschaftlichen
Zeitschriften unsicher machen.

Raris, 1II. Mai. Gestern entgleiste der Postzug zwischen
Cadix und Madrid. GEs sind dabei sechs Menscheuleben zu beklagen.

F In Brufssel wird jetzt auf dem neuen Kirchhofe den
in den Jahren 1870/71 in Beleien, vornehmlich in der Hauptstadt
ihren Wunden erlegenen dtutschen Kriegern ein Grabdenkmal er⸗
richtet. Der hierzu udthige 16 Ouadratmeler große Platz ist vom
Brüsseler Gemeinderath in liberalster Weise dem Comite unent⸗
geltlich und für alle Zeiten überlassen worden. —
7 London, 9. Mai. Das vritische Panzerschiff „Iron
Duke“ ist bei Ashore in der Raͤtze Shangai's auf den Grund
gerathen.
7Amexikaniis ches. Die Tageszeitung“ in Elisa⸗
beihtown in Kentucky meldet in einer ihret letzlen Nummern Fol—
Möbelversteigerung. sSu dre
WMobelversteig —I9. — flöckges Wohnhaus
aächsihen, Nachmittags 2 Uhrt zu mit Hofraum und Stallung, zu
Et. Ingbert im Sierbthause edem Geschäite geeignet, vis-a- vis
tassen die Kinder und Eiben der drem Wohnhause an der Haupt ˖
paselbst verlebten Eheleute Jo⸗ raße zu Schnappbach hat
hann Spengler Ii. weiland aus freier Hand zu verkaufen
Meialldrehet und Katharina Wwe Hauck.
Selgrad die zur Gultergem—⸗ in⸗
schaft, welche zwischen den Ver⸗
lehten bestanden hat, getörigen
Mobiliargegenstände öff nilich an
die Meistbietenden zu Eigenthum
versteigern, worunter namentlich:

Schrant, 1 Kommode,

2Betien, 1 Tisch, 1Oien.

1 Wanduhr, 9 Bilder, 1

Schasselschaft, 1 Ziege,

Zartoffeln, Heu, eine Par⸗

hie Dung und sonstige

Gegenstände.

St. Ingbert, 13. Mai 1879.
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:
S. Aufschneider.
Ein braver Junge wird r
in die Lebre an enom en bei Rechnungen
Johanu Hager, sind vorräthig in der
S eeed Diecniet. Drucker⸗i da. Bl.

Todes⸗Anzeige.
Freunden und Verwandten die schmerzliche Trauer⸗
nochricht, daß es Gott in feinem unerforjchlichen Rathschlusse
gefallen hat, unseren innigst geliebten Vetlet und reund
Jakob dohuster

im Alter von 27 Jahren heutt Raͤcht um 12 Uhr n
ein besseres Jenseits abzuru'en.

Die Beerdigung findet am Donnerslag, Morgens
num 8f Uhr vom Bürger-Hospitale aus ftalt.
J St. Ingbert, den 13. Ma —1879.

Die trauernden Augehöt?en

——

gendes: „Overlon war einer der schäbigsten Patrone unserer Stadt,
aber er hielt stetz Wort. Wer ihn beleidigt hatte, dem versprach
er eine Tracht Pruͤgel und wem er solche zugedacht, der konnte
auch sicher auf den Empfang rechnen. Craig war im Gegentheil
ein ruhiger Kerl, der Keinem etwas zu Leide that. Eines schö⸗
nen Tages aber mußte er doch wohl Overton beleidigt haben, kurz
letzterer erklarte öffentlich: „Ich breche dem Craig das Genick, so
waͤhr ich lebe.“Das erfuhr natürlich Craig. Craig dachte:
Oberton haält Wort, ich kenne ihn. Da giebt's es nur ein Mit⸗
sel!“ Dam suchte er Overton in der Kneipe auf und bohrte ihm
vorsich 8halber sein Messer in die Brust. Alle Welt ist hocherfreut,
daß Overton todt ist. Craig fand natürlich keinen Ankläger.“ —
„Am solgenden Tage“, fährt das Blatt sort, „ührte Martin
Frader eine Klara Winter zum Ball, berahm sich aber gegen sie
so flegelhaft, daß ihr Vater hm deßhalb Vorwürfe machte. Do
jog Mariin Kreiner den Revolver und schoß den Alten über den
haufen. Wirklich ein rober Bursche!“

Ein selisames Zeitungsunternehmen. In Newyork wird
gegenwärtig eine Reise um die Welt geplant, die an Bord des
Dampfers „Werder?“ vor sich gehen soll. Darin würde nun weiter
nichts Meriwürdiges liegen, aber diese Weltreise erhält dadurch ein
merkwürdiges Gepräge, daß an Bord des Dampfers eine Zeitung
Jedrudt und herausgegeben werden soll, die alle Reiseeindrücke
fix ren und nicht blos bei den Passagieren, sondern auch überall da
Jum Verkauf gelangen soll, wo in Europa, Afrika und Asien der
Dampfer anlegf.
Dienstesnachrichten.

Der Bezitksammmann Späth in Berg za bern wurde zum
Rath bei der kal. Regierung in Speher, Kammer des Innern, der
RKegierungsass ssor Haenlein in Speyer zum Bezirksamtmaan in
Bergzabern und der Bezirksamtsassessor Fr. Frhr. v. Loffelholz⸗
TFolderg. in Gerolzhofen zum Regierungsassssor bei der Regierung
der Pfalz, Kammer des Innern, befördert.

Für die Redaction veranlwortlich: — * D ⸗me⸗exr
Segelleinen⸗-Schuh,
schwarz und melirt,
ind eingetroffen, sowie eine an⸗
e aroße Auswahl Schuh⸗
Artikel in allen Sorten und

Brößen, ewpfiehlt
Linn, Schuhmacher.

— — —
Die so schnell beliebt gewordene,
iberall ais vorzüglich Merkannte
Augsburger Universal—
Glyecerin⸗Seife von H. P
Behsichlag ist vorräthig in
St. Ingbert bei Herrn
Joh. Friedrich.

SSGBMRGOCGCAICVIiIIMG?S-
doppelkrüntermagenbitler
nach einem alten aus einem Be
nedictinerkloster sitammenden Recen
abrizirt und nur en gros ver.

fandt von

J. PINGVEL in Gottingen

(Provinz Hannover.)

Der Benedictiner ist o
zt das kostbarste Hausmittel unt
eßhalb in jeder Familie belieb
eworden. Ver Benedictine
tenur aus Bestandtheilen zusam
mengesetzt, welche die Eigenschafte.

besitzen, die zum Wiederaufba
eines zetrütteten dahinfiechende
Körpers unbedingt nöthig sind
er ist unersetzlich bei Magenleiden, Unverdaulichkeit, Haͤ mor
rhoiden, Nervenleiden, Krämpfen, oceer „Hautaus
schlaͤgen (Flechten), Athemnoth,⸗ Gicht, Rheumatiomus
ee eden, sowie bei Lebers und Niere leiden
Ind vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Blut und vermehrt dasselb⸗
r entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, du
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter un—
frisch, siellt die Harmonie des Koͤrpers wieder her und verlängert da
Leben bis zu seinem vollen Maße.

Aß. Jede Flasche ist mit dem Siegel .C. Pingel in Göttingen
verschlofsen und mit dem geschlutzten Etiquett versehen.
Preis à Fl. von ca. 330 Gr. Inhalt 8M. 50 Pf.
—M— — 660 . 4 6 M. 73 R
Bei 5 Fl. Verpackung frei. Bei 10 Fl. freie Verpackung u. 1 Fl. gra
us. Versandt gegen Rachnahme durch nachstehende Niederlagt · En grue
Versandt durch die Fabrilk.

Attest: Herr Simon Bach m aiser, Krämer in Indersburg
Baumgarten in Niederbayern, berichtet: Bei mir und 2 Freunden wirt
Ihr Benedictiner vortrefflich. Der eine Freund, welcher schon 8 Monat
deitlägerig ist, weder gehen, noch sitzen kann, leine Speise vertrügt, a
deter Appetitiosigkeit, Schmerzen im Magen und der rechten Seite sowi
an schredllicher Abmagerung leidet, hatte alle Arzneien vergebens gebrauch
ind wurde doch, nur nach einer halben Flasche Benedicliner, trotz seines
Aliers von hoch in 60 Jahren, so weit hergestellt, daß er Speise vertra⸗
gen kann, Appetit erhäli und die Schmerzen gelindert —— auch haben
sch die seräfte so gemehrt, daß ex wieder sitzen kann. A
doch rasch wieder 10 kleine Fl. Benedictiner.

Niederlaac in St. Ingbert bei Hexen, J. Friedrich.
Druck und Verlag von F. X. Deme En St. Inghert.
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3 5. 78, 32 g 5353 S2B8BS55 —A—— 52322 55333375
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4333532535 — 58338
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52 737* 333315575 333853 ——
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22 32 5585 55357
55 3355 57 83557 —
— 2 — 55235 282538 5837
— 58 2 54 —— — 8* —A
——FIII 8* „558357 — — 235658 8
2353225 —6 ——— — B353 5 — 2*
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56323 55285338 — 5885 55388 23 * 35
—A ——— 5523*8 — 38 * 5228 285 — 2 *
3.28 * 33 5858 8 2 S 8 — — 8
— 8325234 — 8828* 2 8 — a
s3 . 538 3335085 55 S * 2*26* 22 * 29
233785535 53557 53855333 23 25 532.3 — * 23
23355858 0 —— — —525 5253 385 — 82
22*5 52 537,2258 8* —A —* 53 —— — 58 — —
553 *23 55 — —— 22323— 2 25 *2522 22 ———
5523 * 225255 — —A7 —A * — 2.5 — *25
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MRM5223 222 53357 277 4 a 2— * * — —A * E 14 HEe⸗· ··
—33333 533353558* 53* *8 5* — * —* —A —A —
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—A 23853253 53533535353333 —A— —7 2 * *
5 —572 5c5— 532355835 —A— 2* — —* * —A—
T 52505 353533353333 — — .* —— —— 2 — 8922
52 2782 158* 555 — — 22238 — 2533,22 —
722 5522328733 535555 2* 325233353635* — * 8B 556
— 33225535 538 5823 3 —27333230 5 2 —3250 5 5*686
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—— — —— — —35 8 5 5s565—5 E —A — * ð
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        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, GSonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich vBiermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuementspreis beträgt vierteljahrli

1A 40 einschließlich Trägerlbhn; durch die Post bezogen 14A 60 B, einschließlich 40 Zusiellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 5, von Auswarts
mit 15 B fur die viergespaltene Zeile Blattichrist oder eeren Naum, Neclanen mit 80 pro Zeile berechnet.
M 7G6. Donnerstag. den 18. Mai

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Deutsches Reich.

Wie dem ‚Nürnb. Corr.“ mitgetheilt wird, ist für das ge
jammte deutsche Heer eine Vermehrung der Feldartillerie um 34
Batterien (204 Geschütze nebst ensprechender Anzahl von Mann
schaften und Rossen) beabsichtigt; Boyern soll daran mif einer Ver⸗
mehrung um 4 Barterien (24 Geschützen) mit einer Friedensbe⸗
spannung von 176 Pferden betheiligt werden. (Darnach wäre die
aeuliche Notiz zu berichtigen.)

Berlhin, 18. Mai. Der Kaiser empfing heute Nachmittag
nach der Rücktehr von den Uebungen am Kreuzberge den Erb—
prinzen von Meiningen, welcher die gestern Nachmitsag 293 Uhr
erfolgte Entbindung seiner Gemahlin von einer Tochter meldete.
(Der Kaiser ist sonach Urgroßrater geworden.)

Die am Dienstag vom Leichstag gewählle Commission zur
Vorberathung des Zolltariis besteht aus 28 Mitglieder und zählt
b. Deuischconservative, 3 Freiconserbative, 8 Ultramontane, 8 Na⸗
lionalliberalen, 3 Fortschrittler.

*Die Tabaksteuervorlage wurde nach zweitägiger Berathung
im Dcerade an eine besondere Commission zur Vorprüfung er⸗
wiesen.

Der Kaiser wohnte am Dienstag zum ersten Male wieder
auf dem Tempelhofer Exercierfelde den Truppen⸗Uebungen bei; er
blieb gegen eine Stunde zu Pferde. Er sah gut' aus und gebrauchte
auch mit Leichtigkeit den durch Nobilings Schuß verletzten Arm.

Aus Elsaß-Lothringen. Das diesjährige Rekrutir⸗
ungsgeschäft im Reichslande geht seinem Abschluß entgegen. So
weit bis jetzt Einzelberichte vorliegen, ist das Ergebniß derselben ein
durchaus befriedigendes, indem sich der Procentsatz der sich der
Militärpflicht entziehenden jungen Leute abermals um ein Eheb⸗
liches erniedrigt hat. Die auf Elsaß entfallende Quote, schon seit
‚wei Jahren erreicht, ist diesmal bedeutend überschritten worden.
dluch bei dieser Gelegenheit machte sich die auf verschiedenen auderen
Bebielen beobachtete Thatsache bemerklich, daß die Landbewohner sich
der neuen Ordnung der Dinge viel rascher anschließen, als die
unter dem Einflusse der französijcden Presse stehende Stadtbevölker⸗
ang. Während erstere größtentheils vollzählig vor der Musterungs⸗
tommission vertreten ist, liefert die einheimische Bevölkerung der
Staͤdte ein verhältnißmäßig viel geringeres Contingent von Recruten.

Ausland.

Wien. Meldung der „Polit. Corresp.“: Die Uebernahme
pon Spizza (welcher Plat am adriatischen Meer durch den Ber—
liner Frieden von der Türlei an Oeslerreich überging, nachdem ihn
waͤhrend des Kriegs die Montenegriner besetßt hatien) ift gestein
in feierlicher Weise erfolgt. Die österr. Truppen rückten unbe⸗
hindert ein. In Suttomore wurden die osterreichischen Behörden
don einem Abgesandten des Fürsten von Montenegro im Auftrage
des Leßteren begrüßt. Der Vertreter Montenegros forderte das
ersammelte Volk in einer Ansprache zur Treue für den neuen
herrscher auf.

Paris, 13. Mai. Der „Temps“ sagt: Die Schwierig⸗
teiten, welche sich hinsichtlich der Organisation der PolizenPrafektur
und der Rüdkehr der Kammern nach Paris erhoben hatten, sind
ausgeglichen. Das Kabinet wird in unverändertem Bestande vor
die Kammern treten und, wenn befragt, die Ansicht vertreten, daß
die Angelegenheit der Polizei⸗Präfektur absolut unabhangig ift von
der Frage der Rückkehr der Kammern nach Paris.

baute kleine Strecke noch während des Sommerdienfies dem Ver⸗
kehre übergeben zu können. Wir werden dann gewiß auch Abends
einen späteren Zug von Zweibrücken resp. Homburg her erhalten.
Bis dahin aber wäre sehr wünschenswerth, wenn der Abenbs um
3 Uhr 832 Min. hier ankommende letzte Zug auf eine spätere
Stunde verlegt werden könnte, auf daß eher die Moglichkeit ge⸗
zeben wäre, von bier aus an einem Tage Auswärts ein Geschäft
erledigen und wieder zurüdkehren zu können. Vielleicht hat eine
diesbezügliche Vorstellung aus hiesigen interessirien Kreisen bei der
gl. Direktion den gewünschten Ersolg.

St. Juabert, 15. Maĩ. Wir verweisen unsere Leser
auf den im heutigen Blatte enhaltenen Auszug aus dem Sommer⸗
fahrplan der pfälzischen Bahnen.

*St. Inabert, 15. Mai. Gestern Abend gegen 10
Uhr zog über unsere Stadt ein Gewitter, das einen für die Vege⸗
tation sehr wohlthätigen Regen brachte.

F In der Pfalz starben im Jahr 1878 fünfzehn active
und siebenzehn penfionirte Lehrer. Das Durchschnitisaller der ac⸗
tiven Lehrer ist 48,5 das der pensionirten 69,1 Jahre.

F An den bayerischen Schullehrerseminarien bettägt im Schul⸗
jahr 1878/79 die Frequenz 948 Schuͤler (gegen 812 im Jahre
1877/78) wovon 653 tatholisch sind, 291 protestantisch und 1
Israelit ist. — Die Frequenz an den Präparandenschulen des
tönigreiches beträgt im Schuljahr 1878,79 2469 (gegen 2364
im Jahre 1877/78 wovon 1366 tatholisch, 900 protestantisch und
3 israelitisch sind. — Die Frequenz der Lehrerinnen-Bildungsan—⸗
dauuen des Königreichs beträgt im Schuljahr 1878/79, 449 (gegen
385 im Jahre 1877/78), wovon 881 latholisch, 114 protestantisch
und 4 ijraelitisch sind.

F Die 21. Wanderbersammlung bayerisch⸗r Landwirthe wird
vom 9. bis 11. Juni zuCelheim abgehalten, verbunden mit einer
Bezitts: Thierschau und einer Ausstellung der niederbayerischen Holz⸗
ndustrie.

Juterefsant dürfte es sein, zu erfahren, daß bis vor wenigen
Tagen an die Milglieder des Reichstags vom Burcau in Summa
zegen 80,000 Exemplare von Brofchüten und Petitionen, auf die
Zoll · und Steuervorlage bezuglich, vertheilt worden waren.

fNeustadt, 13. Mai. Heute Morgen wurde von einem
Metzger das Pfund Kalbfleisch zu dö Pf. ausgebaten; gleich darauf
ließ ein anderer das Pfund zu 48 Pf., ein driner zu 40 Ppf. und
ein vierler gat zu 36 Pf. ausschellen. Den Konsumenten kann
diese Konkurrenz gar nicht unongenehin fein.

T, Gleishorbach, 18. Mai. Friedrich Weiß von hier,
14 Jahre alt, in guten Verhältnissen lebend, aber dem Trunke er⸗
zeben und in diesen Zustande oft mißbraucht, schuldete einem
Handelsmann in Ingenheim 2 Termine, welcher dieser stunden
vollte, wenn er eine Kuh, die ca. 2000 M. werth wäre, um 400

Mark kaufen wücde. Deeser und ähnliche Händel gingen Weiß im
Kopfe herum und entfernte er sich Samsiag Morgen von Hause,
und nach vielen Suchen fand man am Montag Nachmittag ihn
arschoffen im Walde seinen Karabiner krampfhaft in der Hand hal⸗
end; der Schuß war durch den Mund und die Kehle gedrungen.
Weiß hinterläßt 4 Kinder ˖ und wird als sehr autmuthig geschildert.
TFrankenthal. Die hiesige Schützengesellschaft hat zum
Verbandschießen 7 Ehrengaben im Werthe bon zusammen 1200
Mark gestiftet.

Frankenthal, 12. Mai. Gestern wurde hier der
Schützentag des pfälzischen Schützenbundes abgehalten und de—
schlossen, zum Verbandaschießen eine Ehrengabe von 300 Mi. aus⸗
zusegen.

fLudwigsthafen, 14. Mai. Auf die vom Berliner
Magistiat ergangene Einladung zur Beschikung des in Berlin ab⸗
zuhaltenden Städtetages (behufs Remonstration gegen die Getreide⸗
und Viehzölle) beschloß der hiesige Stadtrath gestern, einen Vertreter
dahin nicht zu entsenden, von der Ansicht ausgehend, daß die Ent⸗
scheidung dieser wichtigsten Angelegenheit vertrauensvoll dem Reichs⸗
jag überlassen werden lönne. (Pf. a.)

Sagargemünd. Ein scqrecklicher Unglücefall hat sich
vor einigen Tagen auf der Eisenbahnstrece pwischen Enchenberg und

uu⸗
Vermischtes.

— St. Ingbert, 15. Mai. Mit dem heutigen Tage
iritt auf den pfalzischen Bahnen der neue Sommerfahrplan in Kraft.
St. Ingbert ist auf demselben in die große Linie Bruchsal-Saat⸗
brücken eingestellt, freilich noch als Endstation für die Züge, well
die Strecke von hier nach Saarbrücken, wie ja bekannt, noch im
dau begrifsen ist. Bei den Stationen Scheidt und Saarbrüden
ind darum die Anlunfts⸗ und Abgangszeiten der Züge vorläufig
loch nicht angegeben. Wir sagen votläufig; denn wir glauben
aus der ganzen Anordnung schließen zu dürfen, daß wohl von Sei⸗
an der kal. Direction Hoffnung besteht, die jetzt noch nicht ausge⸗
        <pb n="266" />
        lein⸗ Rederchingen zugetragen. Die Frau eines Bahnpa'roleurs,
welche selbst Baͤhnwarierdienste versah, sprang kurz vor dem heran⸗
fahrenden Zuge noch ins Geleise, um ihr kleines Kind, das im
jetzten Moment unter der Barriere durch dorthin gelaufen war,
fortzureißen. Sie kam jedoch zu spät — das Kind wurde über⸗
fahren und sie selbst erhielt von dem Puffer der Maschine einen
Sioß, der sie weit wegschleuderte. Die unglückliche Mutter starb
gach einer halben Stunde an den erhaltenen Verletzungen, das
stind war soiort todt. Acht noch kleine Kinder sowie der Vater
aieen mn den berben Veriust. (S. 85.).

Im Walde in der Nähe von Claufsen zündele ein 10—
jübriges Madchen e'ne Parthie Taunenzapfen an, wobei die Kleider
des Kindes im Flammen geriethen und dasselbe derart verbrannt
wurde, daß an seiner Hersiellung gezweifelt wird.

JDas Centralhitfstomitee für die Nothleidenden i Spessar!
hat seinen zweiten Rechinschaf!sbericht verdffentlicht, welcher mit
Fem 30. April abschließt. Dem Comitee waren bis dahin
171,492 M. 40 Pf. zugegangen. Es ist anzunehmen, daß davon
nach vollständiger Bezahlung des angeklauften Saalgutes noch der
Beirag von 80,000 M. übrig bleibt! Wie dieser am zweckmäß'g⸗
sten zu verwenden ist, darüber wird das Centralcomitee, nachdem
die Gudchten der Lokalbilsscomitees gehöͤrt hat, beschliehen.

Würzburag, 13. Mai. Ein gestern Abend an den
„Frauenverein unterm ro hen Kreuz“ gelangtes Telegramm meldete,
baß die ganze östliche Seite der Stadi Tann in der Rhön voll⸗
ständ'g niedergebrannt ist, und bat um schleunige Hilfe. Heute

seht bereiis eine Sendung Lebensmittel und Geld füe die Abge⸗
rannten von hier ab. Tann gehört zu dem im Jahr 1866 an
Bteußen abgetretenen Theil der Rhön und zaͤhlt etwa 1200 Ein⸗
vohner. (Wzʒb. Pr.)

In Köoln hat ein Handlunasreifender, ein bayerischer
Reserveoffiz'er, einen anderen Reisenden, mit dem er in bittere
Feindschaft gerathen war, durch einen Revolverschuß geködtet und
ich selbst eine Kugel in den Kopf gejagt. Schwerverletzt wurde
er in das Hospital gebracht.

Aarsitberichte.

Homburg, 14. Mai, (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Werzen
10 WVg98 Pf.“ Korn 8 M. 14 Pf. Spelztern — M. — pf., Spelz O M.
ppf. Gersie 2reihige — M. — gꝙf., Gerste 4reihige O M. — Pf., Hafer
7 M.'65 ppf., Mischfrucht 8M. 45 pᷣf. Erbsen O M. — Pf., Wicen
d M. — pf., Bohnen — M.— Pf., Kleesamen — M. — Pf., Korn⸗
rod'6 Pfund 72 Pf. Gemischtbrod 6 Pfund 5 f., Ochsenfleisch 60 Pf.
kindfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 40 Pf. Hammelleisch — Pf., Schweinefleisch
0 Pf. Butter 1 Pfund 1 M. 30 f. Kartoffeln per Ctr. 3 M. 50 Pf.

Kaiserslautern, 18. Mai. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.⸗
Weizen 10 M. 80 Pf., Korn 8 M. — Pf., Spelzkern M. — Pf., Spelz
MNos pf., Gerste 7 M. 69 pf., Hafer 7 M. 53 Pf., Erbsen 09 M.
53 pf., Wicken O M. — Pf., Linsen 6 M. 55 Pf., Kleesamen — M. —
Pf., Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 68 Pf., 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
z fund 89 Pf., Butter per Pfd. o M. pPpf. Eier 2 Siuck 10 Pf. Kar⸗
offeln per Ceniner 3 M. — Pf. Stroh 1M. 60 Pf., Heu 1 M. 40 Pf.
Fur diie Redaction verantwortlich: ZJ. X. Deme ß.
—
⸗⸗ s 61 so h
Vfälz. Eisenbahnen.
rahrplan vom 15. Mai 1879
2 hedentet Schnellzug.
fahrt Aukunft
bon St. Ingbert nach Zweibrücken in St. Ingbert von Zweibrüden
ꝶes IO je (8. Cl.) Zeo 720. gie 9 (q. Cl.) 10 60 825.
on Zweibrücken nach St. Ingbert n Zweibruͤden von St. Ingbert
7aq 784 (3. Cl.) 1218 314 7 6 IIoI ge (8. Cl.) 46 gre.
von Zweibrucken nach Pirmasens in Zweibrucken von Pirmasenz
5260 708* 1212 522 8⸗8 6** 108 30 5b0e 1022
„on Pirmasens nach Zweibrücken n Pirmasens von Zweibrücken
3b0 920 226 462* gue —X g866e 120 68 106.
von Pirmasens nach Landau in Pirmasens von Landau
520 8* 122* 462 1020 g20 686* 106.
bon Landau nach Pirmasens in Landau von Pirmasent
82 1 362* 788 763 g9so* 282 766
bon Zweibrücken nach Homburg in Zweibrucken von Homburs
ʒee q Iobo 1220 416 620 880. —— 9o 13 120 530 6*
von Homburg nach Zweibrüucken Anschluß nach Saargem.) 72 1012
ßꝛ qαν . CI) 9ν 4α Gus in Homburg von Zweibrücken
662 907 z11 726 11 16 12*0 3286 (3.C1.) 40 —33 8*
von Homburg nach Neunkirchen in Homburg von Neunlirchen
zub —X 1120* 180 (3. CI.) 401 9⸗ 622 721* 1262 687 9e
hon Neunkirchen nach Homburg in Neunkirchen von Homburg
588 7 104 1220 bio —XR zes 926 1120 — (3. Cl.) 468 920
‚on Homburg nach Haiserslautern in Homburg von Kaiserslautern
—A— 7uo (8. Cl jo 1lꝛe⸗ je (8. Cl.) A d ⸗
on Kaiserslautern nach Homburg in Kaiserslautern von Homburg
—— — ————
300 8.
von Landstuhl nach Kusel
7 888 410 g828
von Kusel nach Landstuhl
t 80 —XR 12 507

Danksagung. J . Am Sonntas, 18. Mai
Fäür die liebevole Theilnahme H
während der Krankheit unseres itk armonie
nun verstorbenen lieben Sohnes mit komischen Vorträgen
n sun de zahlteiche Betden bO und Gesang ⸗
Jung bei seinem Begräbnisse, un Entree nach Belieben. u
nsbesondere seinen Herren Letz⸗ Frecurdlich ladet zin
rern und Mitschülern unseren Beter Jung ˖
efgesühlten Danl. Zu vermieihen meine Werk⸗
ep Ie stätte mit oder ohne Schreiner⸗
Rosalie Jsaac· vertzeug, aug ist letzteres zu
D—— 27 verkuufen.
anz-Laclx aus der bole.
Pabrik von G. C. Fisgen, Nahser, Vohbelt
Firniss- ch Farbenvwerk
Naossmihl b. Hanau,
prãmiirt Philadelphia 1876.
Isęe und einæige Tabrik der
ichten deutschen bιν
TLacsxe zum Anstrich für Pisen,
Holz etc., insbesondere fũür
Fuasbodem-Austrieh
in Original-Blechflaschen von
2, 5, 10 u. 20 Pfd. pr. Pfd.
Mi20o. empfienlt als bewabrt,
JoOh. FPrioedrich
in St. Ingbert.
Stationsbeklebzettel
hilliast bei F. X. Demetz.

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in Landstuhl von Kusel

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usel von Landstuhl
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Drutt und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
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5555 553223,22 526 —s 5 538338353533
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s 58* 222285 223835 15532 552553557
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3583 .3338* 2538 5335 3—2385823588
8333348 325 133323573 235338653 8
3 2353553322 235
— 2 55 228 53 2* — ——
2285*23 2253733 — —— 35* 5—52
2 c 255 237 3333 3383365233525* e
22 * D 3 82 ——c —ö — 5 3 53 — —18
5535238 — ——— kXx — —A 2858
536 —32 * B 2 S 2 22 52 2 2
328536 3537 3 38
— 092 28 2 —73 — 272 —*8 — * 323* * —*
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— — 222822 2228 3 ——
2* ——— 223 2. —5325
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* 222 2555522—5823 —2233525 — 2* 23 55 2 3358
553 233 — z333—333 5232233 523 7
22 8 3z538 2532 —* * 4 — 2 3* 3 —
— * *5 8 5358 223532285 2 5O 572. 5358 3 2
— 2 * — — 8 — 5 2
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—A 22 2322323223 —2 22—222 2253225 —— 2 2232
222 J —E— —— — 532 25 5 2 55 —2 5538 2522 E 238
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825 z1822 2353 232 — F —A — — 2522 —— 2 * — ——
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347 J— 37*
J *3 3 5 —522 235 —A——— — 3 53 — ——2 52
5 —2 33 — 2 8 2 —A—— 2— 553 82 3 —62
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F 2 S2 * — 2 222 —* —A 5 c — *3— *
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2 5538322 8 3 71*5*2 —A — 8 — 2 8 53 —2
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325332355365323398 55223333 358. .-53 33288 33235
25 55 —253353232 —5252352232323 —— —— —
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5535 283 25335355—5 38—333353 333——33 553835352343 23
—353 2— 3—35 38388 883333 2z2353885 5
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223* 752 57828 8* z55323— * 253 2355 3253523 * *
325 — c*822 —— 25*8—282 23257 —2 *3c35 5883
733335 3—33—3— 333535233 85535535333 32
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358 253* 553 358 332 8353355 25325555 —72338 33
8333 77 3 333 333338
2. 33 —355 — — — 1223 ; 52
—57223533—33——33353 358338353338 52385353353 5*
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— — 2— — J — 2 * F 5 252 528 25 8
28* 8752 5 2 35822* 8 SS2 — r
5 s53 325383 3858 33853* 3533726 353333
5 ——5837 235233 2353. 3838 3335635— 5525
2 2 3335 RA2 * —8X 226 3 5323 — —
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5—832 8 52 5 8. 5752875 2235 —s 7 * — —XX
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23 —2 — *232 .* 3 5z28 . 2 *8* *n5 ——— 33
2 73 32 —2 35533358. 55 352 —273538332 5538
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54 —1* 3 35.2 *53 25533 58 25553353885 83 3323
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        St. Ingberter Anzeiger.
— —322 — — — ——

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich mi? dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mil illustrirter Beb⸗

lage) erscheint wochentlich viermalz Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

LA. 40 2 einschließlich Träͤgerlohn; durch die Post bezogen 1A 60 , einschließlich 420 Zustellgebuhr. Anmzeigen werden mit 10 S, von Auswarts
mit 15 A fuür die viergespaltene Zeile Blattschrijt oder eren Raum, Neclamen mit 30 — pro Zeile berechnet.
AMAe. 7y/. Samstag den 17. Mai *

—F—
——

— —
Deutsches Reich. .

München. Se. Maj. der König hat die Gesetzgebungs⸗
AMusschüsse beider Kammern des Landtags auf Mittwoch den 4.
Juni einberufen.

Der Augsburger Magistrat hat auf die Einladung zur
Beschickung des Städtetages ablehnend geantwortet, indem er die im
Zolltarif vorgesehenen Viehzölle und einen Zoll von 50 Pf. auf
den Centner jeder Betreidegattung als nicht gefährlich für die Städte
rachtet und der Ansicht ist, der Zolltarif verdiene weit eher eine
hdeifällige als eine abfällige Kritik.

Berlhin. Die Konservativen bereiten Anträge auf Erhöhung
zer Vieh⸗ und Holzzölle vor. — Das Verfassungsgesetz für Elsaß⸗
dothringen wird in Kurzem dem Kaiser zur Genehmigung unter⸗
jreitet werden; Manteuffll soll M. 180.000 jährliche Dotation als
Statthalter erhalten.

Berlin. Die russische Regierung ließ, wie verlautet, hier
erkläären, daß fie in Folge des neuen deutschen Zolltarifs Repressalien
zegen Dentschlund vornehmen werde, namentlich für Schienen, Eisen,
Locomotiven und Maschinen. — Die schuzzoͤllnerische Vereinigung
ZRes Reichstags nahm geflern die Zollsätze jür Roheisen und Stab⸗
ꝛisen nach den Vorschlägen des Tarifs an. Gegen die Erhböhung
des Kornzolls auf 50 Pf. werden die meisten industriellen Schutz⸗
vᷣslner stimmen. (Fr. Z3.)

Berlhin. Eine der „Kreuzzeitung“ „aus diplomatischen
creisen? zugehende Nachricht, wonach man hier annimmt, die Kon⸗
rolidirung der inneren französischen Zustände werde dem Andringen
der radicalen Elemente nicht Stand halten, findet vielseitige Bes
ichtung.

Berlin. Die officisse ,Prov.⸗Corresp.“ meldet, Se.

Maj. der Kaiser Wilhelm gedenke zunächst abwechselnd in Berlin
und Babelsberg zu residiren. Nach den Fesilichkeiten der goldenen
Hochzeit; woran Kaiser Alexander mit mehreren Großfürfsten theil⸗
ithmen werde, dürfte eiwa Mitte Juni die Baderetse unseres Kaisers,
poraussichtlich nach Ems, eintreten, welcher im Laufe des Juli der
besuch Gastein's folgen solle.
Der Reichs⸗Anzeiger meldet: Der Kronprinz erfreut sich
r Kissingen unausgesetzt des erwünschten Wohlbefiadens. Die
zemselben mehr als eine allgemeine Vorsichtsmaßregel denn auf
Brund eiwa hervorgetretener bestimmter Krankheitserscheinungen an⸗
zerathene leichte Brunnenkur ist vom günstigen Erfolge bealeitet, so
daß mit Zuversicht seine Rücktehr in bekannser Kraft und Gesundheit
jegen Ende dieses Monats zu erwarten steht.

In Frankfurt a. M. sollte am Donnerslag eine von der
sortigen Handelskammer berufene Versammiung von Vertretern der
Handelscorporationen des Rheingebiets tagen zur Berathung über
»ie ptoiectirte besondere Abgabe von Waaren; die auf nichtdeutschen
Schiffen eingeführt werden. Durch diese Abgabe sollen die Handels
tädte der Nord- und Ostsee mit den Schuhz ollen ausgesöhnt, einiger⸗
nußen defür entschädigt werden; das ginge aber auf Kosten des
heinischen Handels, dem sein überseeischer Waarenbezug großenthels
zurch ausländische Schiffe vermittelt wird.

Straßburg. Hier eingelaufenen Nachtichten zufolge be ·
timmt der dem Bundesrath vom Reichskanzler vorgelegte Gefehzent⸗
durf über die zufünfstige Verfassung und Verwaltung Elsaß-Loth-
ingens im Wesenilichen Fosgendes: Se. Paj. der Kaiser ernennt
inen Statthalter zur Ausubung der Staatsgewalt mit der Reñdenj
n Straßburg. Der Statthalter teitt an die Stelle des Reichs
anzlers und des Odberpräsidenten. Das Oberpräsidium und die
Abtheilung für Elsaß⸗ Lothringen im Reichskanzleramt in Berlin
verden aufgelsst. In Straßburg wird ein aus mevreren Abtheil-
ingen bestehendes Ministerium mit einem verantwortlichen Staais⸗
ecretäͤr an der Sp'tze gebildet. Zur Begulachtung der Gesetzes⸗
orlagen und zur Erledigung anderer vom Statthalter ihm über—⸗
aiesenen Angelegenheiten wird ein Staatsrath eingerichtet. Sieben
MNitglieder desselben ernennt der Kaiser, Mitglied ist auch der
ommanditende General des 15. Armeccorps, den Vorsiß führt der
qtanhalter. Der Landesausschuß zählt künftig 88 Muglieder.

Im Bundesrath vertritt Elsaß⸗Lolhringen ein Delegirter mit be⸗
athender Stimme, welchen er Landescusschuß wählt und der Kaiser
zestatigt. (Pf. K.
Ausland. I

Graf Andrasffey hat abermals die Initialive zu iusernationalen

Lerhandlungen ergriffen. Dieselben betreffen die Donauschifffahrt

ind sollen einen Ersatz für die Donau⸗Akte vom 7. November 1857

ezwecken. Diese Donau⸗Akte regelte bekannllich die Schifffahrt

oslständig, ist aber nunmehr hinfällig geworden, weil die Uferstaaten
etzt ganz andere sind als früher. Die Türkei hat aufgebört, Ufer—⸗
taat zu sein, während Rußland, das unabhängige Rumänien,

Serbien und das neue Fürstenthum Bulgarien Uferstaaten geworden
ind, welche sich um die alten Bestimmungen gar nicht zu kümmern
rauchen. Der Berliner Vertrag hat˖wohl die Freiheit der Donau,
iber nicht auch die Rechte und Pflichten der enzelnen Uferstnaten
estgestellt, und darüber eben finden jetzt auf Anreguug des Wiener
dabinets Verhandlungen statt. F— IJ

Lendon. Endlich ist der Strike in Durham beigelegt.
zwar sind die Arbeiten noch nicht mieder aufgenommen, die Löhne
nicht festgestellt. Aber im Laufe der nüchsten Woche werden alle
zruben wieder befahren werden, wäbrend die Abgeordneten der Ar⸗
eiter mit den Besitzern über die streitigen Punlte unterhaudeln.
die Besitzer habeß sich bereit erklärt, sich dem Ausspruche des
5„chiedsgerichts zu fügen. Nach einem langen, schweren, pe'nlichen
dampfe haben also die Arbeiter das Princip, für das sie gefochten,
um Siege gebracht. Es laäßt sich ermessen, weiche Freude in der
vrafschaft Durham und dem Cieveland Eisendistrikt herrscht. Richt
peniger als 110,000 Arbeiter, meist mit Familien, die heute noch
eiern, werden im Laufe der rächsten Woche eine lohnende, stetige
Zeschaͤstigung wieder aufnehmen, die in den letzten 35 Jahren nie⸗
nals eine Unterbrechung erlitten hatte. (Abdi.)

Der neue Fürst von Bulgarien wird in Livadüa die bul⸗
arische Throndeputation empfangen und dann wahrscheinlich am
8. Mai nach Wien abreisen, von wo aus er eine Rundreise nach
zerlin, Paris, London und Rom antreten wird. Von leßzterer
Ztadt begiebt er sich zur Investitur nach Konstantinopel, voñn wq
jus er zuerst in Varna den Boden Bulgariens, vom Farsten Don⸗
ukow und einem Theile der letzten bulgarischen Wahlassemblé em⸗
ffangen, betteten wed. Von da aus wird er sich über Rustschuk
'ath Tirnowa zur Kidesleistung und nach dieser nach Sofia als
leibende Residenz begeben.

Bezüglich desrussisch-türkischen Uebereinlommens über die
dichtausübung des der Pforte eingeräumten Rechtes zur Besetzung
er Balkanpässe und zur Haltung von Garnisonen in Burgas und
zchtiman wird heute offiziös gemeldet, daß die Pforte wohl ihre
neneigtheit etllärt hat, vorläufig auf die Auslübung jener Rechte zu
erzichten, es jedoch als nicht in ihrer Macht gelegen bezeichnele,
nieserhalb eine fötmliche Verpflichtung einzugehen, da es sich hiebel
im Abmachungen des Berliner Vetlrags handle.

Der Batikan ist mit seinen Forderungen dei der Hohen Pforke
uurchgedrungen; eine Allokution des Papstes konstatirt, daß die
zragen der Katholiken zu ihren und des deiligen Stuhles Gunsten
jeregelt seien.

Trotzdein der Termin der Neuwahl desnordamerikanischen
Bräsideaten noch lange aussteht, merkt man bereits aller Enden die
Vorbereilungen zu der großen Kampagne. So hat jetzt die Repräe
entantenkammer auch die von den Demokraten eingebrachte Bill an⸗
jenommen, wonach bei der Präsidentenwahl die Anwesenheit von
zundestruppen in den Wahlorten verboten ist. (Der Präsideut
hahes hat gegen den Beschluß der Repräsentantenkammer sein Velo
ingelegt. Man sieht, auch in Republiken ergeben sich Meinungs⸗
zerschiedenheiten zvischen der Vollsbertretung und der Exekutivgewait.)

Vermischtes.
St. Ingbert. Es ist wohl jetzt wieder der rechte Zeit⸗
vunkt gekommen, wo in allen Schulen uͤnd Familien den Kindern
5 huß der nützlichen inseltenfressenden Vogel, der munteren be—
        <pb n="270" />
        Jügelten Sänger, an's Herz gelegt werden muß. Während im
schneereichen Winter wir immer wieder an die Anlegung der Fut⸗
jerplätze erinnerten, ist es jezt der Schuß der Nester, deren Bau
biele Boͤgel schon begonnen haben, weicher gepredigt werden muß.
lund da muß nicht nur vor der bößtzwilligen Zerstörung der Nester,
der Heraus nahme der Eier und Jungen gewarnt werden, sondern
auch vor der Neugierde und Unvorsichtigkeit in Beziehung auf ent⸗
dectie Nester, die bekarntlich von den Vögeln verlassen werden, so⸗
bald sie sich beobachtet und beunruhigt sehen.

St. Ingbert. (Eingesandt.) Die letzie Abend⸗
unterhaitung des Ardbeuerbildungsbereins hat ihren Besuchern wieder
recht gezeigt, daß der Arbeiterbildungsberein seinen Namen „Bil⸗
— Thate! Wenn ein bildender
Werih denjenigen wissenschaftlichen Vorträgen zuerkannt werden muß,
welche so gehallen sind, daß der Zuhsbrer dem Sioffe mit Behagen
nahe tritt, neue Seiten defselben erkennt und mit seinen bisherigen
Vorstellungen in Vergleich zieht und so zu dem Bewußisein gelangt,
daß seine Kennmiß der Wahrheit und Wirklichkeit zugenommen
hat; wenn es ferner wahr ist, daß ein warmes Wort für das
Wahre und Schöne die gleichtlingende Sae in der Brust des
Hörers anschlägt, sein Gemüth veredelt, jeinen Willen kräftigt und
jur guten That anspornt; wenn es endlich wahr ist, daß der durch
zeistige Vergnügungen und harmlose Scherze wachgerufene Frohfinn
line veredelnde Wirkung auf die Sitten ausübt: Dann darf vor⸗
zugsweife die letzte Unierhaltung eine „bildende“ genannt werden.

Der Inhau derselben war der längst usuelle: Vierstimmige
Maͤnnerchoöre, Chorgesange, Vorträge und freie Gespräche in engeren
uind weliteren Kreisen wechselten in bunter Reihe, Alles in
hester Stimmung gegeben und aufgenommen. Vor allem muß hier
unseren Sängern ein Wort der Ermuthigung zugerufen werden.
Dieselben haben bei ihrer geringen Zahl Treffliches geleistet und
ea ist vorauszusehen, daß der Mannerchor, der bisher allzusehr an
Weghsel der Mitoliever zu leiden hatte, bei dem jetzigen Eifer in
furzer Zeit ein sehr guter sein wird. Die Chorlieder haͤtten etwas
bolitdniger sein durfen; man börte heraus, daß verschiedene Lieder⸗
hucher sehlten. Diesem Mangel wurde indeß durch Aufmerksamkeit
und Gedachmiß in Etwas abzuhelfen gefucht. Den übrigen Theil
der Unterhaltung bildeten einige wohlgelungene Deklamationen,
jowie zwer belehrende Vortraͤge. .Zur Orientirung“ lautete das
Thema des ersten Vortrages, in welchem Herr S, uns nach Be⸗
eahrung des betreffenden Theiles der mathematischen Geographie
die Geschichte der Orientirungsarten vorführte, und mit den Nord⸗
polsternbildern, namentlich dem Polarstern, den allgemeinsten und
ptatnischften Anhaltspunkt an die Hand gab.

Den Haupigenuß aber bereitete uns der zweite Vortrag. In
wohlgebildeier Rede zeichnete Hert D. das Geschichtsbild Kaiser
Friedrichs des Rothbarts: dessen Stamumhaus, der „hohe Staufen“
ju der tauhen Alp, dessen kräftige Regierung, namentlich dem Aus⸗
ande, dem tüdischen Welschlande gegenüber, dessen enge freund⸗
schaftliche Verbindung mit Ouo von Wittelsbach, dem Stammherrn
unseres erlauchten boyerischen Fürstenhauses, dessen nähere Be⸗
siehungen zu unserer nächsten Rachbatschaft, in welcher das alte
Zanmern durch des Kaisers Wohnsitz zu seinem Namen und zu sei⸗
ger Würde „Kaiserslautern? emporstieg, endlich dessen Kreuzzug
und Tod. Alles Dies fand sichtlich in hohem Grade die Therl⸗
nahme der Zuhdrer. Und als dann der Redner in der bedeutungs⸗
vollen Sage vom Kyfftäufer auf die Sehnsucht des deutschen Vol⸗
cs nach Einheit und Größe hinwies, und an die Erlösung des
alten Rothbartes durch einen Sprossen aus jener andern schwäbischen
Burg, dem Hohenzoller, durch jenen andern Heldengreis, Wilhelm
den Weißbati, erinnerte, der das deutsche Vaterland wieder zur
alten Größe und Macht empothob, da jchlug die Vaterlandsliebe
mächtig in Aller Herzen, und selten werden einem Vorttag so leb⸗
hafte Dankesworte gefolgt sein, wie Diesem. Er sollte aber auch
doch einen schönen Nachhall finden. Dieser wurde ihm durch einen
wackern Handwerksmeister in etwa diesen Worten: Meine Herren!
Dem schönen Vortrage des Herrn D. habe ich zuzufügen, daß heute
dor einem Jahr, am 11. Mai 1878, Nachmutags, auf diesen
ansern Kasser Wilhelm von einer deutschen Hand ein Mordbersuch
gemacht wurde. Ich dente, es ist darum heute am Platze, ihm
zin kräftiges Hoch auszubringen?. Und daß das Hoch“ ein drei⸗
jaches kräftiges wurde, das darf uns die Nachbarschaft belunden,
—V vollem
Hetzen kam, das wissen wir, die wir es gesungen haden. — — —

Wir schließen mit dem Wunsche: Möchten doch in allen
deutschen Gauen derartige Vereine in's Leben trelen, möchte in
illen solchen Vereinen derselbe gute Ton, dieselbe Frische, die
namliche selbstlose, freie Hingabe ihren Einzug halten, möchten aber
auch alle Deejenigen, füt welche die Worte „Volt und Valerland“
ein eitler, leerer Schall ünd, solchen Vereinen beitteten und sich,
sei es als Geder oder als Nehmer, eiftig am Vereinsleben bethä⸗
igen und so durch. rüdchalsloses Einstehen für die gute Sache
diese allmälig zum Gemeingut, zu einer nur dem deuischen Naturoll
nöalichen allgemeinen, alldeutschen Einrichtung heranziehen helfen.

Ob sich diese Wünsche ersüllen, das hängt von der Initiatide
er Einzelnen, haupisächlich der tonangebenden Personen ab. An
ias aber ist es, offenkundig werden zu lassen, weß Geistes Kind
nser Verein ist. Wir sind unsg bewußt, daß unser Vereinsleben
icht nur das Licht nicht scheuen muß, sondern daß die Orffente
chkeit desselben nut von anregender, gemeinnütziger Wirlung fein
ann, und deßhalb, verehrier Leser, haben wir es als unsere Pflicht
rachtet, in Vorliegendem einmal etwas ausführlicher zu sprechen
sber den Arbeuerbildungsberein in St. Ingbert.“ (Den großen
Theil der Mitglieder des A.⸗“B.⸗Vereins bilden Handwerker und
irbeiter; doch sind auch das Beamtenthum und die Geschäftswelt
ahlreich in dea selben vertreten. Der Verein darf somit als ein
eeigneser Sammelpunkt aller Stände belrachtet werden. An⸗
nerkung d. Red.)

»Die Phaälzischen GEisenbahnen trugen im April d. Is.
16700 M. 88 Pf. mehr ein als in dem gleichen Zeitraum von
878. In den abgelaufenen 4 Monaten d. Is. beträgt die Mehr⸗
weezue gegenüber den 4 ersteu Monaten des v. Is. 9821 M.

Pf.

* Der Stadtrath von Zweibrücken hat in seiner Sitzung
om Minwoch eine an ihn von Seiten des Vorstandes des land⸗
virthschaftlichen Vereins, Hrn. Freudenberg gerichtete Aufrage, olb
e Slade damit einverstanden sei, daß die im Juni 1880 statt
judende Versammlung beyerischer Landwirthe in Zweibrüden tage.
ejahend beantwortet und beigefügt, daß die Stadt es fich zur Ehre
Hatze, von den bayer sbben Landwirthen als Festort ausersehen zu
ein, und daß dieselbe es hinsichtlich der Pflichten der Gastwirth
haft an Nichts werde fehlen lassen.

x Der Vogelschuß und Geflügelzuchtderein in Z we ibrücker
zeabsichtigt, am 18. und 19. d. Mis. eine Geflugelausstellung ab
uhaiten. Die Anmeldungen sind sqhon recht zahlreich eingelaufen
v daß mit aller Bestimmiheit anzunehmen ist, recht schoͤne und
üchtige Exemplare auf der Ausstellung sehen zu koͤnnen. Die
AussteIung befchrankt sich auf Thiere der Bereinemitglieder.

*Am letzien Freitog erlegte Herr Landrichter Spannagel von
Baldmohr mit einem Schusse eine Wildjau in Gewichte vor
170 Pfund.

* Im Festzuge gelegentlich des Sa Utenfestes zu Franken
b al wird auch eine von Kurfücfst Karl Thtodot im Jahre 1773
jestiftete Fahne getragen werden.

Su. Johann, 13. Mai. Wie hier allgemein erzähl
vird, hat der verstorbene Rentner Herr Langwied, belannt durch
eine Wallfarrten nach dem geloblen Laud, mittelst Testamentt
vertvolle Liegenschaften, sowie ein —XV
tichtung eines Versorgungshauses für lathol:sche Gemeindeangehoͤrige
Si. Jshanns dermacht. (Saarbr. Zig.)

F In Darmsst adt wurde ein Barbier verhaftet, der seir
zjahriges Kind auf brutalste Weise mißhandelt und schließlich direc
in die Wand geschleudert hatie, daß der Tod kast augenblicklic
rfolzie. Der Unmensch hatte sich nach der That kaltblüng an jein
Vefchaft begeben, von wo idn die Schutzmanuschaft abholte.

In Isenbura schoß ein Sohn auf seinen Vater, der
hm Vorhali gemacht hatte, traf ihn jedoch nicht, lief sodann zu
iner Braut, die ihm den Trauring zurücgeschichh hatte, schoß aus
ze, fehlte jedoch ebenfalls. Ein Gendarm, der ihn festnehmer
pollie, wurde gleichfalls zum Ziele einer Nugel gemacht, die glüch
icherweise auch fehiging; ein junger Mensch, der den Wüthendin
halten wollte, erhielt eine Kugel in den Overschentel. Unter fort⸗
vährendem Schießen auf seine Verfolger stürzte er fort und gal
chließlich auf fich selbst drei Schüsse ab, die ihn todt hinstreckten.

In Lohr sind die Miiglieder des verkrachten Creditver⸗
ins, die bereits ihre saͤmmtlichen Einlagen verloren haben, nur
zurch den Gerichsvollzieher aufgefordert worden, außer dem nod
ur Deckung der Forderung einer Frankfurter Bank eine Nachzah
ung von 285 Miak zu machen. Sehr angenehm! Uebrigeni
jeißt es: Thu' die Augen auf oder den Beutel.

Ansbach. Mit welcher Leichtfect gleit“ heutzutagt
Fredit gewährt wird, das zeigt nachstehendes Beispiel. Einem
siesigen Kaufmaun, welcher erst vor mehreren Jahren mit seiner
hläubigern accordirt hat, gelang es wiederum, Waaren bis zun
helrag von 250,000 M. zu erhalten, wofür er nun den Lieit
zanten ein Arran ement von 80p6t. bietet.

p München. Vor dem oberdahyerischen Schwurgerich
vurde ein Monstrehroceß gegen eine zehulöpfige Räuber⸗ und Mon
erbande verhandelt, welche sich wegen einer langen Kette von

hweren Verbrechen, die fast alle unter einander im Zusamme ghang
tehen, zu verantworten hatien. Das Haupireat is der Raubmord.
velcher im Narz 1878 während der Kirchzeit zu Weßling Etarn⸗
zerg) an. dem 74jahrigen Austrägler Caspar Holij chalt verübh
burbe. Ein weitetes Reat ist ein schon im Jahre 1864 vorge
ommener Giftmord, wobei eine Schwägerin aus Gewinnsucht ihren
-chwaget umgebracht hat. Das Urtthell ertannte, nahdem die Se⸗
hworenen die Angeklagten in allen Fällen für schuldig befunden
zuten, gegen 1 Angetlagte auf Todesstrase, gegen 3 Angeklaglen
        <pb n="271" />
        auf lebentlaͤngliche Zuchthausstrafe, gegen 1 Angeklagie auf 12jah⸗
tige Zuchthausstrafe, gegen 3 weitere Angeklagten auf Zuchthaus⸗
lrafe von 5 bis zu 1 Jahr. Zwei andere der Hehlerei und
Theilnahme Beschuldigte erhielten Gefängnißstrafen.

4 Ein Herr Eckart ans München erfand einen sog. hy⸗
draulischen Impräsnirungsapparat, welcher mit Anwendung hydrau⸗
—I mikrostopische, mit⸗
unter unzuverlässige Untersuchung eutbehrlich macht. Ohne Kosten
und mit wenig Muͤhe werden mehrere Centner Fleisch in einigen
Minuien inprägnirt. Bei angestellien Proben mit trichinosem im⸗
zragnirtem Schweinefleisch, weldes man jungen Hunden und Katzen
ju freffen gab, stellte sich weder nach der Fütterung noch später
das geringste Unwotzlsein ein. Fleischmaden, welche sich in's
Fleisch eingefressen halten, tödtete der Apparat schon mit zwei At⸗
mosphären Druck und darf sohin als sicher erwiesen erachtet werden,
zaß ein Druck von 12 Atmosphären, wie solcher beim Impraͤgniren
angewendet, alle in dem Fleisch erhaltene Parasiten, Baklerien und
Menfalls im Fleisch vorhandenen Trichinen tödtet.

4 Die „Südd. Post“ bringt die Mittheilung, daß in der
dayerischen Armee nach Beendigung der die sjährigen Herbstmanöver
die Säbel der Offiziere abgelegt und durch Degen (wie in Rreußen)
ersetzt werden sollen.

4Auf der Krupp'schen Fabrik in Essen fand in der vo⸗
cigen Woche ein kurzes Probeschießen mit einer neuen 40 em Ka⸗
acne statt, welche auf der Fabrik hergestellt worden ist. Es wur⸗
den nur drei Schüsse abgegeben, die mit furchtbarem Knall über
die Stadt hinwegdröͤhnten. Man kann sich von der Größe des
Geschüßes eine ungesähre Vorstellung machen, wenn man bedenkt,
daß jeder Schuß 220 Kilo oder 440 Pfund prismatisches Pulver
crfordert, und daß das Geschoß das hübsche Gewicht von 20 Cent⸗
nern hat. GMette Kulturbeförderer !)

Berlin. Durch Verfügung des Polizeipräsidiums ist
nor Kurzem die Polizeistunde für die zahlreich hier vorhandenen
Tanzlotale auf 12 Uhr festgefetzt worden. Zur Rechtfertigung die⸗
ser Anordnung ist in mehreren Blaͤttern solgende officiose Notiz
zischienen: „Diese Maßregel schneidet zwar tief in die in Betracht
vmmenden Berhältn sse ein, sie ist aber eine Consequenz des
rengen Vorgehens des Polizeipraͤfibdiums gegen die Tingeltangel
und wird sich ebenso wie letzteres der Sympathie des Publicums
ju erfreuen haben. Wer weiß, daß mehr oder weniger beinahe die
Ammilichen hier bestebenden Tanzlokale Märkte für die Prostitution
ind, und ihre Existenz zumeist auf Foͤrderung der gröbsten Völlerei
zafirt ist, und wer weiß, wie viele Unschuld und Tugend zhysisch
und moralisch durch die Tanzlokale und Alles, was damit zufam⸗
Fenhäugt, vernichtet worden ist und käglich noch zu Grunde ge⸗
richtet wird, wird mit Fteuden die Verfügung unserer Polizeibe⸗
horde degrüßen, und in ihr einen Schritt auf dem Wege jur
Zesserung unserer sittlichen Zustände erkennen.“

x Als Beitrag zur Lösung der Frage, woher die kalte Wit⸗
derung dieses Frübjahrs kommt, theilt die Nat.Zig.“ eine Stelle
dus dem Privatbriefe eines Herrn mit, welcher von Boston nach
dverpool gereist ist. Der Steamer, mit welchem dieser Herr
reifte, begegnets nämlich auf seiner Reise nach Europa (ungefähr
anier dem 60. Grad nördlicher Breite) einer Menge schwimmender,
don den Polarzonen losgelöster Eisberge, die stellenweise sich jo
dicht zusammenhäuften, daß das Schiff Mühe hatte, sich durchzu⸗
Arbeiien. Es ist daher nicht zu verwundern, wena uns der fast
heständig wehende Nordwind, nachdem er über große Massen Eises
dahingesaust ist, statt lauer Mailtftchen eine recht empfindliche Kälte
dringt und aus dem heurigen Frühlinge einen „stellenweise grün
angestricheren“ Winter macht.

In Hannover findet vom 21. bis 25. Mai eine Aus⸗
stellung von Hunden statt.

FPetersburg. In Irbit (Siadt im asiatischen Ruß⸗
land, Gouv. Perm) brach am Freitag Abend bei starkem Wind
ine Feuer-brunst aus, wodurch der beste Siadttheil zerstört wurde.
Der Schaden ist seht großß. (Irbit zählt 4 bis 5000 Seelen.)

pPerersburg, 14. Mai. Nachdem ein zweiter Brand
in Drenburg am 8. gelöͤscht worden, brah in der Kosalenvorstadt
don Orenburg am 12. d. M. abermals eine Frungaetunn aus,
welche bei starkem Sturmwinde die Hälfte der Vorstadt zerstorte.
Am 11. vernichtete eine bei starkem Sturm entstandene Feuersbrunst
einen bedeuterden Theil der (16,000 Einw. zählenden) Stadt
Uralst. Der Brand dauert fort und es ist keine Möglichkeit, das
—XXX
F Die russisscchen Schwurgerichte kommen mitunter zu
jelisamen Wahrsprucheit. Letzthin wurde vom Peterdburger Schwur—⸗
zericht ein gewisser Timofejew freigesprochen, welcher aus Eifersucht
inem begünstigten Nebenbuhler mit einem Säbel zwei töoͤdtliche
opfwunden deigebracht hatte — wohlgemerlt, er lauerte dem Ge⸗
Adteten hinter einem Schrank auf. Kurz vorber war von dem⸗

elben Schwurgericht ein Franzose freigesprochen worden, welchet
zuf eine Magd, die Bekanntschaft mit ihm gehadt hate, aber nichtse
aehr von ihm wissen wollte, mit einem Revolver geschossen hatte,
lück icherweise ohne sie zu treffen. Curiose Leute, diese rufsischen
ßzeschworenen!

AMarktberichte.

Zweibrücken, 15. Mai. (Fruchtmittelpreis und Victualienmark
Peizen 10 M. 89 Pf. Korne 8 M. 80 Pf., Gerste zweireihige d M. — J
ierreihige O. M. — Pf., Spelz M. — Pf., Spelzkern — M. — Ps
dinkel — M. — Pf. Mischfrucht M. — Pf., Hafer 7 M. 99 Pf.
irbsen — M. — Pf., Wicken O'M. — Pf., Kartoffeln 4 M. 20 pjf.
)tu 2 M. 10 Pf., Stroh 2 M. — Pf., Weißbrod L/ Kilogr. 53 Pf.,
rornbrod 8 Kilogr. 75 Pf., L Kilogr. 50 Pf., ĩ Kilogr. 25 Pf., Gemischt⸗
rod 8 Kilogr. 91 Pf., das Paar Weck 100 GEr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
6 Pf. II. Qual. 60 Pf., Kalbfleisch 50 Pf., Hammelfleisch 860 Pf. Schweinefleisch
0 Pf., Butter?/ Kilogr. I M. 16 Pf., Wein 1 Liter 80 Pf. Bier J Liter 24 Pf.
mCoursbericht über Loos⸗Effecten von A. Molling,
Bankgeschäft, Berlin M., Friedrichstr. 180
vom 13. Mai 1879.
Amsterdam Industr. Pal. 22/, fl. Kl. G. 8 fi. 6 B. VAnsbacher 7 fl.
dauptt. 14,000 I. Gw. O fl. 320 G. 842. B. Augsburger 7 s. Hpi. 7000
—
9,00 G. 172,00 B. Bari 100 fres. Hpit. 100 000 tl. Gw. 150 fres. 40 G.
Zarletia 100 fres. Hpt. 100,000 il. Gw. 150 frcs. 21i0 B. Braunschw.
O thle. Hpt. 150,000 l. Gw. 69 Mark. 8500 G. 8616 B. Bukarester 20 fr.
pt. 100,000 kl. Gw. 20 fres. 22,00 G. 240 B. Finnländer 10 thlr. Hptt.
O, 00 kl. Gw. 36 Mark. 4120 G. 48.00 B. Freiburger 15 fres. Hpt. 40,000
l. Gw. I0 frez. 24.0 G. 265,20 B. Genueser 150fres. Hpi. 100 600 ti. G.
60 ircs, 80 S. 8860 B. Bamburger iod Mi. Vo Dpuis odd . 8.
. Gw. 156 M. B. 315 G. B. Hamburger 50 ihlt. Amortiszieh. i.
w. 180 Ml. 185,00 G. 188,0 B. Kurhefs. 40 thlr. Hpt. 96,000 kl. Gw. 228
Nark. 267,00 G. 270,00B. Lübecker 50 thlx. Hpt. 30,000 kl. Gw. 168 Mk.
88,008. 189,00B. Mailand⸗Como 14fl. Hpt. 20 000 tl. Gw. 14 fl. 55 G. — B.
Nailander 45fr. v. 18601 Hpt. 70 00d tl. Gm. i7frcs. 80 G. 32 B. Mai⸗
ander LOfres. v. 1866 Hpi. 106, 600 tl. Gw. I0 fr. ĩ Too G I20 B., Meininger
fl. Hpt. 15,000 tl. Gs fi. ο G α B. Rassauet 26 fl. Hpi. 20 000
I. Gw. 48 fi. — G.ieo B. Reuchateler 10 fres. Hpi. 12 dooi. Gw. 18 fr.
60 G. 1820 B. Neapeler 150 fres. Hpit 35,000 iI. Gw. 180 sres. 72 6.
B. Oldenburger 40 thlr. Hpt. 60 00d i. Gw. 120 M 1482 B. 15b.403
Zreußische Pramien 100 ihlr. Hpt. 225,000 ti. G. 845 Mi. 154,0 */. 6
55,26 0 B. Pappenheim 7 fl. Hpt. 9000 ti. Gw. 7 fl. 16006G. — B.
SHaumb Lippe 25 thlt. Hpi. 86 dbo in. Gw. 138 Wit 200 G.Schweden
0 thlr. Hptt. 80, 000 til. Gw. 39 Mt. 48,0 G. 51,00 B. Tück. 400 fr. incl.
s v. Aprii 1876. Hpti. 6d0 o00 i. Gwo Loο frc ö 88. B. ungar.
100 ifl. Hauptt. 100,000 kl. Gw. 186 fi. 17810 G. 181,60 B. Vene diger
30 jrcs. Optt. 60, 006 kleinfter Gewinn 80 fres. 1960 Vrief.

Soweit Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den unter Brief notirten
Toursen Verkäufer, zu den Geld⸗Coursen Käufer A. Molling.

Nassauer * fl. Loose sind von Deutschen Prämienloosen diejenigen,
velche zunächst zur vollständigen Ausloosung gelangen. Dieselben find in
aur wenigen Exemplaren noch am Marite. Ich befitze einige wenige Stücke,
ie ich so lange der Vorrathreicht à 120 M. belaffe
Fur die Redaction veranwortlich: F. X Demeß.

“ , Uniere heutige Nr. bringi für alle Abonnenten eine
Frira:Beilage des rühmlichst bekannten Benediktiner: Doppelkräuters
Nagenbitter von C. Pingel i. Gotungen. Niederlage in St. Ing⸗
ert bei Herrn J. Friedrich.
Spottbilligo Musikalion.
Folgende beliebte Musiksstũcke für Clavier zu 2 Händen
werden gegen FPinsendung des Betrages von HU. AIlexander's
Musikalienhandlung in Pr. Stargardt unter Beifügung von
20 Pf. für Francatur franceo versandt:

. Badarzewska. Das Gebet der Jungfrau, statt 1 00 für 20 Ps
3. Béethoven, Trauermarsch 1.00 20
Letterer, Silberfischchen 560 40,

Gerville, Carillon do mon chocher 1,00 „20,

. Leybach, Pantasie sur un thèême allemand 2,00, 50
5. Weber, O. M., Aufforderung zum Tanz 1,560, 50,
. Wely-Lefebure, Klosterglocken —VV —
3. Mendelssohn. Hochzeitsmarsch 20 30

Mark 2,70

—X

Pur tadellose noue Exemplaro wird garan-

. Da der Vorrath nur gering, so Können

xuerst eingehendo Auftràge berücksichtögt
Jeleeohn. 0*344er ohne Worte. brillante Aus-
80⸗Pf. frapeo

—X

*
        <pb n="272" />
        Vergebung von Bau⸗Arbeiten.
Die Bouarbeiten zur Herstillung eines neuen Schulhauses in
der Gemeinde Rohrbach sollen auf dem Wege der schriftlichen
Submission vergeben werden. Dieselben sind veranschlagt, wie folgt:
4)Erd⸗Arbeit z 160 Ml. 83 Pf.
2) Maurer Arbeit zu 7758, 43,
2). Zimmermanns ⸗Arbeit zu 2891. 90,
Dachdecker⸗Arbeit zu 153008.
Schreuer⸗Arheit zu 891 07,
Glaser: Arbeit zu . 377 —,
Schlosser⸗Arbeit zu 667 09,
Spengler⸗Rrbeit zu 430 96
Gypfer Arbeit zu. 608 —⸗
Tuͤncher⸗ Arbeit zu 093, 26,
13) Tap zurer⸗ Arbeit zu 222 —
12) Pflasterer⸗Arbeit zu 436, 15,
Im Ganzen 25081 Wt. 77 Pf.
Lusttragende tüchtige Meister wollen ihre Gesuche schriftlich
versiegelt mit der Aufschrüüt: „Submission auf die Bauarbeiten
zum Schulhause in Rohrbach“ bis langstens am Samstag den
24. Mail. J. an die unterfertigte Behörde einsenden, bei welcher
bis dahin die Pläne, Kostenapschläge und das Bedingnißheft einge⸗
sehen werden tzupnen. Später einzulaufende Submissionen werden
nicht mehr berücksichtigt. Die Eröffnung der Subm'ssionen findet
am 26. Maill. J. Nachmittags um 2 Uhr auf dem unterfertigten Vür
germeisteramte statt.
Reohrbach, den 9. Mai 1879.
Das Bürgermeisteramt:
Arban Jacob.
Musik
2Zonutag, den 18. Mai, in Oberhauser's Saal
Abend-Unterhaltung.
Programm:

Terein.

1. Sanger's Gebet, Männerchor mit Beglei⸗

J tung von Blechinstrumenten Kös porer.
2. Fruͤhlingsglaube, Duett iür Tenor u. Baryton Schul z.
3. Andenlen, gemischter Char Mendelssohn.
4. Abendlied, Soloquartett. * . Abt. —
5. Solo für Flöte n Tulon.

6. 1733 Thaler 2214 Silbergroschen.
Posse mit Gesang in 1 Act v. E. Jacobson.
III.
DAM7.

Nur Mitglieder haben Zutritt: Fremde koͤnnen eingeführt
werden. 8 18 der Statuten.
Anfang des Concerts präcis 8 Uhr.

Tanzes 108.
Der Vorstand.

E J
282222828288
SSSGOBAASG A
e
c63 ⸗c ·c ·c

2*
———
——

—

J

23
24

52
52
——3 2

Bezirkslehrerverein Blieskastel⸗St. Ingbert.
Mittwoch, den 21. d. M., Nachmiftags um S Uhn
beginnend, im König“chen Gartensaale zu Blieskastel
Eruhjahrsversammlung.
Mitglieder und Freunde des Vereins sind höflichst eingeladen.
Der Ausschuß.
S. v. Johann Bohr. 19. Anna,
T. v. Johann Gries. Peter, S. v.
Carl Schäfer. 28. Jacob, S. v. Ja⸗
lob Erbach. 25. Jacob, S. v. Ni⸗
kolaus Schreck. Ludwig, S. v. Ka⸗
tharina Bickel. Wilhelm, S. v. Jo—
hann Palm. 26. Joseph, S. v. Jo⸗
hann Joseph Feichtner. Karolina
Elisabetha, T. v. Nicolaus Lorenz.
Magdalena, T. v. Thomas Wambs⸗
ganß. Barbara, T. v. Nikolaus
Rohe. 28. Jacob, S. v Ludwig
stüntzer. 29. Elisabetha, T. v.
Wendel sohler. Maria, T. v. Jo⸗
hann Joseph Schmitt. 30. Emil,
S. v. Heinrich Behr. Philipp, S.
b. Johann Defflaud.
BR. Eheschließungen:

24. April. Peter Leonhardt. mit
Katharina Schwarz. Ludwig Jung
mit Elisabetha Eiswirth. 26. Georß
Müller mit Maria Katharina Weber.
29. Georg Stief mit Margaretha
Wagner.

O. Sterbfälle:

1. April. Jacob Brutsch, 23
alt, S. v. Maria Brutsch. Katha—
rina, 87 J. alt, T. v. Peter Leh⸗
mann. 4. Peter, 1 M. 20 T. alt,
S. v. Johann Kneib. Katharina
Selgrad, 51 J. alt, Wittwe von Jo⸗
jann Spengler. 5. Katharina Stein⸗
eld, 75 J. alt, Wittwe von Johanm
Breß. 6. Magdalena Woll, 74 3.
alt, Wittwe von Valentin Klam.
Margaretha, 13. 10 T. alt, T. v.
Adam Buser. 9. Elisabetha Best,
27 J. alt, Ehefrau von Johann
Mohr. 12. Michael Bur, 44 3. alt,
khemann von Katharina Walle.
Dorothea Guckelmus, 31J. alt, Ehe⸗
raus von Joseph Motsch 13.
Raximilian Joseph, 1 J. 2 M alt,
5. v. Johann Franz Lieser. Jacob,
M. alt, S. v. Jacob Eicher. 14.
Johann, 5 St. alt, S. von Johann
Ichulet. Magdalena, 1. 10 M.
ilt, T. von Wilhelm Schittner. 16
donrad, 9 J. 18 M. alt, S. von
donrad Naumann. 19. Friedrich
Zeller, 80 J. alt, Ehemann von
Sleonora Schaum. 21. Katharina
Andres, 79 J. alt, Wittwe von Ge⸗
org Rung. Ludwig, 11 M. alt, S.
von Franz Adolf Eckrich. 24. Jacob,
1. T. alt, S. von Jacob Erbach.
27. Katharina Kuß, 83 J. alt, Ehe
frau von Theobald Schunk. 29
Ludwig, 5 M. alt, S. von Friedrich
Hhermann Laur.

St. Ingbert, 8. Mai 1870.

Der Standesbeamte:
Custer.

„Preis 50 Pf., vorräthig in K.
Botthold's Buchhandlung in Kai—
serslautern, welche dasselbe gegen
b0 Pf. in Briefm. franco überallhin
oersendet.
sind vorräthig 'in der
Druckerei ds. Bl.

Auszug

außb den Registern des Standeßamtt
SEt. Ingbert

pro Monat April 1879.
A. Geburten:

1. April. Franz Jacob, S. v.
Julins Ehrhardt. Maria Katharina,
T. v. Joseph Matheis. Bertha, T.
o. Joseph Muller. Olga Auguste
Anna und Karl Leopold, Zwilings—
kinder v. Karl Barnikel. 2. Eli-
abeiha. Tochter von Joseph Motsch
Anna Maria, Tochter von Wil—⸗
helm Gunther. 4. Heinrich, S. v.
Bweorg Hauck. Heinrich, S. d. Ma⸗
ria Vahlem. 5. Maria Eva, T. v.
Alois Enzensberger. 7. Sophia, T.
„. Mathias Keßler. Barbara, T. v.
roseph Stolz. 9. Ludwig Friedrich
5. v. Ludwig Weingardt. Andreas
2. v. Johann Grund. Margaretha,
. v. Franz Sammaari. 10. So—
hia Kalharina, T. v. Jacob Sel—
zrad. Lina, T. v. Karl Schwarz
14. Johann, S. v. Johann Schuler
6. Maria, T. v. Jacob Haberer
7. Julianna, T. v. Peter Beck. 18.
dudwig, S. v. Ludwig Peter Stalter.
Elisabeiha, Tuv. Heinrich Kneib
Johann, S. v. Peter Ochs. Carl,
5. v. Franz Weisgerber. Bernhard,

7*
—

3

28
27
*5
82
*8
5325
— 7*
z2
*8
28
78
— —
5
3 —
— 585
— x28
— 538
3 3
353832
2
3228
5285
338
A
533
5*5
—222
5383
228
—
F
2
33
57

28
*15
3 —
58*
372*
5624
—12—

Druck und Verlag von F. x. Demet in St. Inghert.
        <pb n="273" />
        St. Ingberler Acnzeiger.
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich mü dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint wächentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentspreis beträgt vierteljahrlich
A 40 4 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1A 6 B, einschließlich 40 4 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswaärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift odet deren Raum, Neclanmen mit 30 — pro Zeile berechnet.
—
1379.

—

Deutsches Reichh.
(GKeichstag.) Bei der am Donnerstag begonnenen zweiten Le⸗
sung des Zolltarifs trat Bundeskommissar Burchardt bei der Po⸗
ition „Eisen und Eisenwaaren“ für die vorgeschlagenen Eisenzoösle
ein, da dieselben nach der Ansicht der Regierungen durchaus voth⸗
wendig seien, um der deutschen Eifen-Industrie die Möglichkeit dee
Fortbestehens zu sichern. Abg. Bamberger hingegen behauptete,
das Verlangen nach Schutzzöllen sei nur durch das unermüdliche
Drängen und Queruliren der reichen groben Eifen⸗ und Hütten⸗
verlsbesitzet und Actiengesellschaften herbeigeführt; Deutschlands
Fisenerzeugung sei so stark, daß sie den Wettkampf mit allen anderen
Landern wohl bestehen könne; durch Eisenzölle derde vielen anderen
Bewerben ihr Rohmaterial verthuert. Abg. Rentzsch bestritt Bam⸗
vergers Behauptungen. Abg. Delbrüd fragte an, ob, wie fruͤher,
Eisenmaterial zu Schiffsbauten zollfrei eingehen und der Eilenzoll
ür Material zu im Inlande gebaulen Schiffen vergütet werde,
erner, ob den Befißern von Schmelz⸗ und Walzwerken auch ferner
die zollfreie Einfuhr von Bruch⸗ und Roheisen zum Export gewährt
werde. Bundescommissär Burchardt erwiderte. die Erleichterungen
ür Steschiffe würden jedenfalls aufrecht erhalten; betreffs der zwei⸗
ien Frage glaube er versichern zu konnen, daß dem Veredlungs⸗
dertehr jeder mögliche Vortheil zu Theil werden solle. Danach
vurde die weitere Debatte über die Position „Eisen“ auf Freitag
dertagt. —

Berlim, 15. Mai. Der Bundesrath nahm das Gesetz
aber die provisorische Einführung von Aenderungen des Zolltarif—
zesetzes (Sperrgesetzz, nach dem Antrag des Zoll⸗ und Justizaus⸗
chusses an. — Behufs rascher und ununterbrochener Erl edigung
der Geschäfte wird der Bundesrath zu Pfingsten keine Ferien machen.

Aussand.

Paenst. Es find an baarem Geld für Szegedin vigher volle
wei Millionen Gulden eingeflofsen. Von diesem den Wohltbätig⸗
eitssinn Europa's beleuchtenden Betrage find bis jetzt nur 100.0600 fl.
perausgabt worden. Der übrige Betrag soll erst beim Wieder—
nufbau zur Verwendung kommen. Es find namlich von allen
Seiten und aus der Nachbarschasft so zahlreiche Spenden an Kleid
ungsstüden und Lebensmitteln eingelangt, daß diese bisher zur
Unterstüßung ausreichten, und nicht mehr baares Geld verausgabt
ju werden brauchte. Leider läßt die Witterung die Intwasserungs⸗
arbeiten nur sehr langsam fortschreiten.

Nachrichten aus Madrid beftätigen, daß die Vermählung
)es Koͤnigs Alphons von Spanien mit ver Erzherzogin Chriftine
oon Oefterreich beschlossen sei.

Die Waffenfabriken der Bereinigten Staaten sind
vegen der aus Südamerika eingelaufenen Aufträge über und über
efchaͤstigt. Argentinien hat Gewehre, Chile Schießpulver und
Bolivien allerlei Kriegsmaterial beftilil. Am 105 635. fuhr der
Dampfer Crescent Cih mit 10,000 Gewehren und 800,000 Pa⸗
gonen für Peru von Newyork nach Panama ab. Die italienische
Regierung hat den stre tigen Pa rteien in Südamerika anempfohlen,
ich einem Schiedsspruche 2u um⸗rwerien.

Der Direltor der deutschen Seewarte, Admiralitätsrath
Professor Dr. Neumaher, ein Frankenthaler, isi, wie aus Ha m⸗
purg berichtet wird, vorigen Samstag von Rom zurücͤgekehrt,
vo er als Vertreter des Deuischen Reiches dem internaonalen
neteorologischen Kongreß beiwohnie und als Vorsitzender der Kon—
zreßKommission für maritime Meteorologie und Wetter⸗Telegraphie
ine xeiche und angestrengte Thätigkeit zu entfalten Gelegenhei hatte.

F In Bezug auf das Körpermaß einiger Mitglieder des
aiserlichen Hauses und des Reichskanzlers ist die „D. L. 3.“ in
»er Lage. nach amttichen Quellen folgende Mittheilungen zu machen.
Dder Kaiser hat 5 10 36, Der Kronprinz 50 10“. Der
Brinz Karl 50 9“. Prinz Friedrich Karl 7 L. Prinz Al⸗
recht 60 49. Prinz Wilhelm 50 6 2, — Fuürst Bismarck
nißt 5 11. —

Nach der soeben vollendeten Bebölkerungs⸗ Aufnahme zählt
Szegedän noch 10,100 Seelen, vor der Katastrophe hatte es
iber 70,000.

fParis. Der Gewmeinderath von Paris bewilligte 5000
Francs für die Ueberschwemmten in Szegedin.

Das italienische Ministerium hat die Concession zum Bau
iner Zahntad⸗Bahn auf den Vessunveertheilt. Mit den Arbeinen
vurde sogleich begonnen, und man hofft, die Bahn am 1. August
em Verkehr übergeben zu können.

fFPetersburg. Aus Irbit wird vom 13. dz. gemels⸗
det: Heute Abend fand abermals eine große Feuersbrunst statt,

velche vier der ärmsten Stadtviertel zerstörie. U

kUeber einen neuen Coup der Rihilisten meldet man aus

Petersdurg wie folgt: „Vor Kurzem erhielt der hierselbst am
deschtulow Pereulock im Hause Nr. 15 wohnende Kaufnann Pawel

xufalew ein mit „Rebolutions⸗Komile“ unterzeichnetes Schreiben,

a welchem von Fufajew ein Betrag von 40,000 Rubel „für

zwecke der geheimen nationalen Regierung“ verlangt wurden und

er Kaufmann aufgefordert wurde, diese Summe bi⸗ laͤngstens 3.
Nai an einem bestimmten Orte zu hinterlegen. Im entgegenge⸗

tzten Falle war Fufajew mit dem Tode gedroht. VSis zum 2. Mai
var Fufajew unschlüssig, ob er das Losegeld zahlen oder den ano⸗
ymen Drief bei der Polizei hinterlegen sollen. Um 10 Uhr früh
es 2. Mai ging Fufajew aus, und erst draußen enischloß er sich

»ahin, bei der Polizei Raih und Hilfe zu suchen. Kaum aber war
er in der Nähe des Polizeihauses angelangt, ols er übder den Kopf
nit einet eisernen Stange einen heftigen Schlag erhielt und be⸗
innungs los zusammenstützte. Der Aitentäter und mit ihm 40,000
tubel, die Fufajew bei sich trug, sind spurlos verschwunden und
onnte der Verbrecher, der unzweifelhaft ein Abgesanvter des Re⸗
olutions⸗somites“ gewesen, bis heute nicht ermittelt werden. Der
Zustand des Verletzlen ist besorgnißerregend.“

Die Reise um die Erde beträgt 40,000 Kilometer. Ein
Nann, der Tag und Nacqht in gewöhnlichem Schritt marschirte,
»urde, um den Weg zurüchulegen, 1 Jahr und 68 Tage brau⸗
den, eine Eisenbahn 83—40 Tage, der Schall 8230 Siunden,
me Kanonenkugel 21 Stunden, das Licht inidESecunde, vi⸗

klekir ciaͤt weniger als ad Secunde. 2)

., Die von Dottor Kehr herausgegebenen „Pädagogischen
Blatter“ enthalten folgende höchsi interessanten statistischen Mit⸗
heilungen; Im deuischen Reiche leben 24,830 Irre, 835,048
Blinde, 88,489 Taubftumme, 54 519 Blodfinnige, 1917 Bldd⸗
innige 8* Irre. — Welche Fülle von Elend schliehen diese Jab⸗
en ein

Vermischtes.

Die Bürgermeister des Cantons Ber gzabern beab⸗
ch tigen nach dem „T. f. d. S.“ ihrem scheidenden Amtsvorstande
in Aibum mit photographischen Ansichten sämmtlicher Gemeinden
nes Cantons zu widwen. Gleiches wird auch von den Buärger—⸗
neistern des Cantons Annweiler beabsichtigt.

F Bei dem Brande in Tann sind 40 —50 Gebäude, dar⸗
inter die Kirche, das Amtshaus und die Post ein Raub der
Flammen geworden. Auch Menschen sollen verbrannt sein da in
em abgebrannten Sladttheile viele Typhuskranke sich befanden.
Schleunige Hilfe thut um so mehr noth, als den ganzen Winter
sindurch eine heftige Typhusepidemie in Tann und Umgebung
errschte, überdies die Bevollerung jener Gegend sets mit großer
doth zu bekämpfen hat und die Hilfsmittel seit Monaten auper⸗
rdentlich in Anspruch genommen si

Gemeinnütziges.

Butterprobe. Das „P. Nol.“ stheitt eine sehr einfache Me⸗
hode mit, die Verfalschung der Butter durch andere Felle zu er⸗
ennen. In einer Mischung nämlich von 5 OC. Nethes und 15
20 85atãdigem Spiritus wird ein Gramm reine Buter bei eine
Temperatux von —- 20 Grad Celsius bis auf das darin enthal⸗
ene Solz und wenige Cas⸗ In vollstandig gelöst, wäͤhrend Schweine⸗
ett, Rinder. wie Hammeltalg nur wenig zur Lösung gelangen und
jaher ihr Vorbandersein mindestens über 10 Procent eidi u con-
        <pb n="274" />
        statiren ist. Aber auch kleinere Quantitäten werden leicht durch
die Trübung der Flüssigkeit erkannt, wenn deren Temperatur im
Wasserbade allmälig erniedrigt wird: denn eine Lösung von reinem
Butierfett bleibt auch unter diesen Umständen völlig klar.
Die Schußmasle. Die Schlachtmaske, welche vor einigen
Jahren zum Toͤdten des Rinddviehs vielfach empfohlen wurde, hat,
wie man aus Basel schreibt, dort einer Schußmaske“ Platz ge⸗
macht, deren Leistungen im höchsten Maße befriedigen. Die Feld⸗
schläͤchterei der 5. schweizerischen Armee⸗ Dision hat bei ihren letz
en RHandvbern nur diesen Apparat angewandt, da bei demselben
das Thier nicht angebunden zu werden braucht, die Tödtung also
an ijedem beliebigen Platze vorgenommen werden kann. Die Schuß⸗
maste besteht aus einer Lederkappe, welche dem Thiere über den
Vortkopf geschnallt wird, und aus kinem kurzen, gezogenen Gewehr⸗
lauf, der sich auf eine einfache und ungefährliche Weise auf der

—XR auf die Gegend det großen Ge⸗
zirns zu liegen kommt. Vorher wird eine, eine Spitzkugel ein⸗
chließende Meiallpatrone von hinten in denselben eingeschoben, so
daß dieselbe durch einen leichien Schlag auf den Perecussionestift
xplodirt und die Quzel in das Gehirn driugt. Der Tod tritt
olötzlich und volltommen ein, da die Gewalt der Zundmasse die
uget his in die Gegend des sechsten und sebenten Halswirbels
reht: der slarlste Stier jaällt sofort zu Voden, und zwar mit dem
dintertheil zuerst, in Folge der Versetzung des Rückenmarkes. Der
Apparat st in Aarau bereits für die Tödtung alles Großviehẽ
zesetzlich vorgeschrieben, in Zurich und Basel vielfach von den Met—
jern in Gebrauch genommen.
— —— — —— —
Flür die Redaction veraniwortlich: F. XR. Deme 3.
Bezirkslehrerverein Blieskastel⸗St. Ingbert.

Mittwoch, den 21. d. M., Nachmitags um 2 Uh
beginrend, in König' den Gartensaale zu Blieskastel
prumakrsversammung e

Mitalieder und Freunde des Vereins sind höfligst eingeladen.
Der Ausschuß.

cou 5

ZMobilienversteigerung.
Samstag, den 24. Mai
nächsthin, Nad mittags —AX
St. Ingbert, im Sterbe⸗
hause werden durch den unter⸗
seichneten Amtsverweser des tgl.
HNosars Sauer daselbst, die zur
Sunergemeinschaft, welche zwischen
bem zu St. Ingbert wohnenden
Johann Jofehh Wagner,
Schreiner und dessen verstorbenen
Ehefrau Marie Klein vestanden
hat, gehörigen Modbiliargegen⸗
dände öffentlich zu Eigenihum
hersteigert worunter namentlich:
J vollständige Färbereiein⸗
richtung nebst einem Vor⸗
raih Farben, 8 vollftändige
Benlen mit Bettftellen, 2
Aleiderschränke, 2 Chiffonier,
Z3 Nachnischchen, 2 Tische,
1 Naͤhtischchen, 8 —
ftuhle, Holistühle, verschie⸗
dene Spiegel und Bilder,
z Lampen, 2 Kuchenschraͤnke,
uchengeschirr, Getüch. 1
Ofen und sonstige Gegen⸗
ftände.
St. Inobert, 16. Mai 1879.
—Auffschneider,
Amtsberweser.

1 sauchenschrank, J Schrank
mit Glasthüren, 1 Kleider⸗
schrank, 1 runder Zulea⸗
tijch, 1 Nachttischchen 10
Fellchen schwarzes Schaf⸗
seder, eiwa 70 Kaphen und
sonstice Gegenslände.

Blͤeskastel, 18. Mai 1879.

Der k. Gerich'zvollzieher,

Wolff.

50

Stadtrathssitzung
am Montag den 10. Mai
. Is. Nachmittaꝛs 4 Uhr.

Tagesordnung:

1. Abhor der Gemeinde⸗ und
Basanstaltsrechnung vom
Jahre 1878.
Besetzung der neu ertich⸗
zeten 7. Madchenschule.
Localitaͤten der Lateinschule
detreffend. W
Abtheilungtunterricht in
der J. und V. katholischen
nabenschule.

5. Alignement betreffend.

St. Insbeti, 16. Mai 1879

Das Bürgermeisteramt:

Guster.

E

—
E.
z3 ppf., U Liter 7 Pf. T
18. Mai 1879

diter

2*

enemneonstern
Kinderwagen
mit ihrem sog. automatischer
Chaisendache, welches sich neben un
dinten oͤffnen u. schließen laͤßt, ind auch mil
2 Druder versehen, und lonnen deßbalb
vor⸗ und rüucwärts geführt werden
wodurch nach dem Gutachten vieler me⸗
dicinischen Autoritäten die XXI
0O. 34v Erziehung des Gesichts:Sonnes der Kinder
zefordert wird. Diese Wagen derlauft der Unterzeichnete zu dem
Hreise der Wagen elter Vouart, und Lehtern zu dem hero bgefe tzter
reise von 12 bis Ia Mark. Alte Wagen lönnen mit dem neuen
wedmaßigen Dache versehen werden. Rohrsesseh, Blumentische
Sorjen Korb⸗ und ein gut bestelltes Lager in Schuh
Waaren emwpfieblt

*0
—
75en

—— —D —
3 Uhr ab ufik und Ge⸗
Zwangsversteigerung. sangsvorträge der Familie
Mittwoch, den 21. Mai haas aus XX
nächsthin. Morgens 9 Uhr jzu W. Weisgerber.
St.“ Ingbert vor dem — —
Pouse des Happenmachers Eugen Ein braver Junge wird
Rtumelius werden im Wege — in die Lehre angenommen bei
der Zwangsvollstredung gegen Johann Hager,
baare Zahlung versteigert: Sclosser urd Medaniker.

3J. 3. Ziack ir. Sattler.
—
—
C
Gaͤnzlicher Geschäfts-⸗Aufgabe
habe meine snuhen d an u aktu r⸗ wad Modewaare n einem
Italen Ausverkaufe
zu sehr reducirten Preisen

— B SMÆM
—— —

Ecke der Bahnhof⸗ und Dudweilerstraße.

x .. —

apzgesetm. nof-· und Dudweilerstras

*8* Mobann, Lcke der Bahbnhot- 7

* —B — — σιανα it nach Raumung des Lagers billiast
verkanufen.
Drud und Verlag von J. X. Dementz in St. Ingbert.
Hie zu Junstrirtes Sonntaosblatt Nr 20.
        <pb n="275" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.
Dder St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wochentlich? mie dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. Sonntags mit illustrirter Bei⸗

age) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donuerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt viertellahrlich

M 40 Z einschließlich Träͤgerlohn; durch die Post bezogen 16 60 H, einschließlich 40 — Zustellgebͤhr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswarts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschriit oder deren Raum, NReclamen mit 80 — pro Zeile berechnet.
M 79.

Dienstag den 20. Mai

187

— Z
α
Deutsches Reich.

Dem „Pf. K.“ wird aus Mün qeen geschrieben: Die Per⸗
sonalberanderungen, welche im Zusammenhang wit der neuen Ge⸗
ichtsverfassung zu erwarten sind, werden sich, wie man verninunt,
uuch auf mehrere der höheren Richterstellen erstrecken. Mit der
Eniwerfung des „Justiz⸗ Armeebefehls“ — wie man wohl sagen
darf — ist man jetzt im Justizmiaisterium auf das eifrigste beschäftigt.

»In seiner Freitagssitzung nahm der Reichstag den im Ta—
cifentwurf angesetzten Zoll auf Roh⸗ und Brucheisen (pro 100
ꝛilogramm 1 M.) bei namentlicher Abstimmung mit 218 gegen
38 Stmmen an. 2 Mitglieder hatten sich der Abstimmung ent⸗
halten. Die pfälzischen Abgeordneten stimmten für die Position.

*Auf dem am Samstag in Berlin abgehaltenen deutschen
Städtetag waren von den eingeladenen Städien 72 verireten, die
Abstimmung über die Resolution gegen Getreide⸗ und Viehzölle
ergab 68 Städte für dieselbe und dagegen. Auf das Resultat
zer Berathungen im Reichztage wird das Votum der Städte, wie
ne Sachen heute liegen, wohl von geringem Einflusse sein.

Wie das „D. M. Bli.“ hoͤrt, wird die Betheiligung der aus⸗
pvärtigen Höfe an der Feier der bevorstehenden goldenen Hochzeit
des deutschen Kaiserpaares eine viel bedeutendere sein, als dies bis
jetzt geglaubt wurde und die Zahl der fremden Fürstlichkeiten, welche
nach der deutschen Hauptstadt zu kommen gedenlen, wird eine sehr
deträchtliche sein. Namentlich steht seitens der russischen und Ister⸗
reichischen Herrscherfamilien eine starke Betheiligung bevor. Wie
dis jetzt fesigesetzt, sollen außer dem Kaisee von Rußland auch seine
drei juͤngsten Sohne in Berlin eintreffen, die Großfürsten Paul,
Alexei und Sergei, so daß hier wahrend der Festlage so zu sogen
rin kleines russisches Hoflager aufgeschlagen werden wird. O ˖ster⸗
reichischerseitz wird der Kaiser Franz Josef in Begleitung des Kron⸗
zrinzen Rudolf erwartet. Man verspricht sich in den diplomatischen
reisen, daß die Feierl chleiten, sowie das ganze Fest einen äußerst
zlänzenden Verlauf nehinen und sogar die berühmten Drei⸗Kaiser⸗
Tage hiuter sich lassen werde.

Das Furflenthum Liechtenstein ist der einzige europäische
Staat, der bisher in seinem Strasprozesse noch dos Inquisitions⸗
verfahten hatte. Dem am 15. d. zusammengetrelenen Landiag für
diechtenstein ist nun eine der österteichischen nachgebildete moderne
Strafprozeß: Ordnung vorgelegt wrden.

Ausland.

Wien, 18. Mai. Bekanntlich sollie nach den russischen
Dispositionen die vollständige Raumung Bulgariens und Rumeliens
am 25. Juli volljogen sein. Auf den Wunsch Englands, Oester⸗
reichs und Italiens, den Raäumungstermin zu derkürzen, wobei
Defierreich den 8. Juli als Termin bezeichnete, um eine baldige
zefinitive Konstituirung Ostrumeliens zu erleichtern, antwortete Ruß⸗
land entgegenkommend, Alles zur Beschleunigung zu thun und dabei
einzig milüär ·technesche Erwäqungen zelten zu lassen.

Paris, 18. Mai. Die „Republique française behauptet,
die Uñterhandlungen über die Regelung der griechischen Grenze
vürden Anfang Juni in Konstantinopel beginnen; die Thätigkeit
der Mächte dabei werde eine kollektive sein und wahrscheinlich den
Tharoctet einet Konferenz haben, deren Entscheidungen mit Ein⸗
timmigkeit zu treffen wären.

Petersburg. Meldung aus Livadia vom 16. d.:
Die gestern eingetroffene bulgarische Deputation überreichte heute
dem Füuͤrsten Alexander (Prinz Baltenberg) die Acie seiner Thron⸗
erhebung. Mittags 12 Uhr wurde der Fürst an der Spitze der
Deputauon vom Kaiser empfangen und richtete an denselben in
franzosischer Sprache solgende Worte: „Nachdem ich von der De⸗
hutation die Acte meiner Erhebung empfangen, erachte ich es als
irste Pflicht, Ew. Maj. als Befreier unseres Volles meine Dant⸗

barkeit auszusprechen“.

*Petersburg gibt die Stadt der Hausknechte. Nach
den Vorschriften des General⸗Gouverneurs Gurlo mußte die Zabl
derselben auf 51,000 erhbht werden.

Floren. Das Schwurgericht verurtheille drei Leute,
welche am 9. Fihruar v. J. Orsinibomben unter die von der

Requiem füe König Vicior Emanuel heimtehreuden Arbeitervereine
Jeworfen hatten, zu 2ljähtiger Zuchthausstrafe.
Vermischtes.

—* St. In aberf, 109. Mai. Die gestrige Abendunter⸗
haliung des Musikvereins war recht gqut besucht; der in Aussicht
lestellte musikalische Genuß. Theater und Tanz übten ihre Anzie⸗
sungskraft aus. Die musikalischen Vorträge wurden ohne Aus⸗
ahme sehr beifällig aufgenommen. Besonders günstige Aufnahme
and wieder die Piece für gemischten Ehor. Was den theatra⸗
ischen Theil der Anterhaltung betrifft, so dürfen wir mit Ver⸗
mügen constatiren, daß die Leistungen der Mitwirkenden in hohem
rade befriedigten. Jede einzelne Stelle wurde zu enisprechender
hellung gebracht und dadurch ein so exaktes und glattes Zusam⸗
nenspiel erzielt, daß wir überrascht waren. Denn für wirlliche
Zchaus pi eler, und nicht nur für 'dilettanten, ist es oft schwer, ein
o qules Zusammenspiel, wie wir es gestern Abend sahen, zu er⸗
jelen. Wir haben darum zum Lobe alle Ursache. — Auch der
II. Theil der Unterhaltung fand lebhafte Theilnahme. Wer wird
uuch einem Tänzchen abhold sein! Die Tanzmufik, von unserer
nesigen sogen. Stadtkapelle ausgeführt, war recht gut. Die ge⸗
aunte Kapelle kann, das bewies uns der gestrige Abend, bei fort⸗
gesetztem Fleiße und tischtiger Schulung unseren Vereinen sehr gute
dieaste leisten und sich dadurch selbst eine entsprebende Einnahme
ichern.

2Si. Ingbert, 20. Mai. Da die Lateinschulcaumlich⸗
eiten bei der stärker gewordenen Frequenz der Anstalt nicht mehr
usrrichen, so beschloß der Siadtrath in seiner gestein Nachmittag
tatigehabten Sizung, auf das jehige Lateinschulgebäude im Laufe
es nächsten Jahres einen dritten Stock aufführen zu lassen.“ Die
Mittel hierzu sollen in das nächstjährige Budget eingestellt werden.

⸗»Sit. Ingbert. Das Aseeonneeeeast wird für das
Zezirlsamt Zweibcücken am 26., 27., 28. und 30. Juni zu
Zweibrücken. stattfinden.

*Sit. Jugbert. Am Samslag Nachmittag kam ein
wa elfjahriger Qnabe au der Stutzmann'schen Siraßenece unter
in Fuhrweik und erlitt einen Oberschentelbruch.

paus dem Bliesthal. Nacdem der Cbersinger
tisenbahndamm bei der Station Bliesbrücken vor etwa 14 Tagen
rochmals eine Senkung erlitt, ohne jedoch den Betrieb irgendwie
zesiört zu haben, scheint derselbe nunmehr bald. zu feiner Ruhe
ommen zu wollen, denn es gehen zu dessen vollständiger Her⸗
tellurg seit dem 15. Mai nur noch täglich zwei ftalt wie bisher
rei Materialzüge von St. Ingbert aus dahin ab. (Zw. Z3.)

pPirmasens. Der , Pirmas. Anzeiger“ schreibt: „Wir

Jaben neulich berichtet, daß die hiesige Schuhfabrilation in solcher

qlüthe steht, daß man von der schlechten Zeit dahier nichts merlt.

Zu unserem Vedauern müssen wir aber constatiren, daß die guten
—rinnahmen, welche die Arbeitet haben, auch idre schlimmen Wirk⸗
ingen äußern, und daß unter der erwachsenen Jugend sich eine

Ktohheit geltend macht, die unsere Stadt in einen sehr schlimmen

Luf bringen kann, wenn nicht ganz energische Mittel dagegen an⸗

Jewendet werden. In der abgelaufenen Woche sprach das

Jiesige Polizeigerich 8 Monate und 17 Tage Gefangniß und 292

Tage Haft aus, welche größtentheils Bewohner von hier trafen.“

Der Ausbau des Districtsstraßennetzes im Bezitk Hom⸗
zurg schreitet immer mehr vorwäriz. Außer zwei bemabe fertig
zestellien Sttaßen sind zur Zeit noch fünf im Bau begiiffen.

irhheimboltanden.Ueber die Todesursache des
rützlich in Chicago verlebten Deutschamerikaners Hetrn Th. Weber
ceberlig aus Alsenz),, welcher sich in den letzten Johren hier, in

Diesbaden und Kaijerslautern aufhielt und wegen eines Prozesses

egen eine fallite Bant, welcher er einen großen Theil seines an⸗

ehnlichen Vermögens anbertraut halte, vor Aurzem nach Chicago,
einem früheren Wohnorte, zurückgelehrt war, erfährt man nun
zurch amerikanische Zeitungen, daß derselbe auf dem Bureau seines

Advolaten erschossen worden ist. Pf. Presse.)

F Die 64 Jahre alle Schwester des Bürgermeisters Klein zu
        <pb n="276" />
        Lampertheim ist am Sonntag mit eingeschlagenem Schädel todt
im Keller aufgefunden worden. Eine an derselben Stelle vorge⸗
fundene Brieftasche wird wohl zur Ermittelung des Mörders bei⸗
tragen.

F Wie die „Pf. Z.“ mittheilt, ist Regierungßrath Osann (bis
bor Kurzem Bezirksamtmann in Frankenthal) mit dem
sereis· Schulrefrrat betraut worden.

Speyer, 17. Mai. Auch bei uns unkterbieien sich in
ꝛdlein Weitstreit die Metzger. In der gestrigen Speherer Zeitung
ließen einige derselben das Kalbfleisch zu 50 Pf. anzeigen, ein
zweiter setzte den Preis des Kalbfleisches auf 48 Pf., Kuh., Rind⸗
und Farrenfleisch auf 58 Pf. und Schweinefleijch auf 534 Pf.
Heute fruh wird durch die Schelle von zwei weiteren Metzgern
salbfleisch zu 45 und Schweinefleisch zu 50 Pf. ausgeboten. (In
Pirmasens verkaufen einige Metzger das Pfund Kaldfleisch
zu 40 Pf.)

Speyer. Das Ergebniß der am zweiten Ostertage in
den protestantischen Kirchen der Pfalz erhobenen Collecte zur Tilg⸗
ung der Kirchenbauschuld der Vicariatsgemeinde Hühfler⸗Wahnweren
deläuft sich nach Ausweis der Decanatsberichte duf M. 2266 33.

F In einem Theil der Nainzer sozialdemokrasischen Arbeiter
ist plötzlich Wanderluft eingebrochen. Dieselben sind, wie wir im
Frankf. Journ. lesen, gesonnen, nicht allein ihre Vaterstadt, sondern
überhaupt Deutschland für immer zu verlaffen. Ein in der Neu⸗—
stadt wohnender fozialdemokratischer, wegen seiner abenteuerlichen
Ideen bekannter Wirth ist der Urheber des Wandersieberss. Er
vill mindestenä au der Spitze von 8300 Mann excl. Kind und
stegel nach Kalifornien oder in einen anderen Theil von Amerika
auswandern, um dort eine neue Heimstätte zu gründen. Wöchent⸗
lich finden bei dem Wirth zablreich befuchte Auswanderungsversamm⸗

sungen statt, wobei das zur amerikanischen Union gehörige Neu⸗
oder Hochkalifornien als das zutünftige Eldorado bezeichnet wird.
Demnäachst soll eine Deputation dieser Leute fich zu dem amerikauischen
onsul begeben, um sich mit d'iesem wegen Landerntrbsa, Ueber⸗
jahrt ꝛc. zu benehmen.
7 Die Unirerstiät Würzburg jählte von allen deuischen
Universitäten im dorigen Winter die meisten Vedizindudirenden (440).

FJLaudshat. In seinem Heim, am Tische, als er eben
das Abendbrod verzehren wollte, wurde ein Maurerpolier in Lich⸗
tenhaag erschofsen. Er war vom Gasthause heimgekebrt und hatu
—— — — —

* 7

Bierbrauerei St. Ingbert.
— GEröffnung der Gartenwirthschaft —
Donnerstag, den 22. Mai, Bei günstigerWitterung

IIMFMOMBG.
Anfang Nachmittag3 Uhr.

S——0—æ0ò 5—
—Al
Dem Herrn Johaun Schwarz ir. habe ich Limburger
Käse in Depot gegeben und wird derselbe kistenweise zum Taues
preije abgegeben.
A. Allenspach, Kasebandsung en gros,
St. Johann a. d. Saar.

———
2SASA SGCAæM
ex c A

*

——
**

F 35
2 *

ich zum Abendessen niedergelassen, als ein Schuß durch das Fen⸗
der fiel und ihn sofort todt niederstreckte. Es ist ein Meuchelmord,
ver wohl nur Rachegefühl zum Motiv hat.

F In Ber lin war dieser Tage eine Mastdieh⸗Ausstellung.
gesucht war dieselbe stark (u. A. kam auch der Kaiser am Don⸗
nerstag) aber das Geschäft wollte nicht recht gehen; nur Schweine
durden stark gekauft. Für Rindvieh wurden durchschuittlich nicht
vehr als 60 Mk. für 100 Pfund Schlachtgewicht gezahlt.
Dienstesnachrichten.

(Katholischer Kirchendienst, Auf das durch den Tod des
Domkapitulars Dr. Dietrich Btcker und das Vorrücken der jünge«
ten Kapituhrre erledigte 8. Kanonikat in dem bischöflichen Dom⸗
'apitel wurde der Pfarrer von Offenbach, Bezitksamts Landau a.
Qu., Priester Andreas Dauscher, ernaunt.

Dem Priester Valentin Auth, Pfarrer (bon Imsweiler, wurde
die katholische Pfarrei Stetten, Bezitlsamts Kirchheimbolanden,
übertragen.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Deme .
—X———— — — w—e—222——2————
Der Deutsche Jäger. Illustrirte Südd. Jagdzeitung.
herausgegeben und redigirt von Oscar Horn in Aschaffenburg. GVerlag
on Heinrich Kilbinger in München und Leipzigh Genannte Jagd—
eitung hat den Zweck dem von einheimischen Jagdfreunden oft gefühllen
Langel eines eigenen, den Jnteressen der Jagd — mit specieller Berück—
htigung süddeutscher Verhältnisse, Gebräuche, Ausdrucksweisen und gesetzlichen
zestimmungen — gewidmetem Preßorgane, abzuhelfen und dürfte solche
aher von allen auf Erhaltung und Berbesserung des Wildstandes bedachton
Uddeutschen Jägern und Jagdfreunden mit Freuden begrüßt werden. Nr. 1
nthalt Folgendes: Originalaufsätze: Der Deuische Jäger. An unsere Leser.
— Schlingen und Schlingensteller. — Ein neues Jagdgewehr. — Jagdliche
Nittheilungen: Ein Fuchs vom Baume herabgeschossen. — Einer von der
ekannten Sorte. Eine Schnepfe gefangen. Wird auch nicht oft vorkommen.
jJagdergebnisse. Rachahmungswerth. — Allerlei: Stiefelschmiere. Geschoß⸗
ett. — Literatur: Veutsches Jagdbuch. — Vriefkasten der Redaktlon.
Mustrationen: Treibjagd im Jannar. — Ein nenes Jagdgewehr. — Aus
sem Nachlaß Max Haider's: Unsere Treibdt. — Mit einer Inseraten⸗
beilage. —
Des Cheisti⸗Himmelfahrtsfestes wegen, wird die

donnerstags· Nummer schon morgen (Mitiwoch) aus⸗
jegeben und bitten wir Instrate für diese Nummer längstens Muß
woch⸗Bormittag einzusenden. Die Erpedition

Amn- unud verlaufsf
von
Anlehens soosen,
Staatspapieren ꝛe.
Einlösung von Coupons,
Besorgung von Jucassos
und Auszahlungen
im In⸗ und Auslande,
owie alle das Bankiach be⸗
reffende Aufträge effectuirt
proinpt und billigst das
Banthaus
A. Molling.
Zerlin W. Friedrichst.J 80

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Das in 8. AuP. exschienene Nch;
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nihalt errrooite Anweisungen zur er⸗
olgreichen Selbstbehandsung und
Heilung von Sich u. Uhenmatismus
KUen, welche an diesen Uebeln ober
krkältungskrankheiten leiden, kann
dies Buch wärmstens empfohlen
werden. Ein An von At⸗
tesren beweist die Vorzũglichteit ber
Methode, welche fich tausendfach be⸗
währt hat. Preis bo Pf.) — Aus⸗
fuhrl. Prospeot vers. auf ——
orher gratis u. franco Ch. HSohrn-
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) Vorrdthig in K. Gottholdn
Buchhandlung in Kaiserslautern,
velche dafselbe gegen 60 Pfq. ir
Briefm. franco Üüberallbin versennet

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23523368 232 73 3 535232558352
5—32— 253 855 23223 * 57 — —
52 23523333 483 5 2832 23535
2275822. A — 23 *8335. 73723
—A— 2. 3 533 25222 —A
—z225525 5835 2 — 3 753 2 3382
2 323 8* 3522 *5 8 5375 —
— —2 5832 5* 237 —23 3 53
5. 22 — 532 —27 *23 832 282 2 23 2322
*5383355335823 2535 233323 737
22333 3—38332 * 2 * 32 —2. 3282.
23223 5 — 523273 5 5 — 27 —
3233:7522. —z 237— 5 2 J 22. 7* —2235 3
—— —»528235 233 3532* 235387 22
32 v — 38 — * ẽ 5.5 5*32 J 28
2 —** 8.3 .— * 7 5352 8 3
3332328 335 3353285 32338 238
2523 525322*25 225 32*835 232322 52227

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—72 —
2 2* 222 2. — 2 2 252 222387 *—2839027 S
2555 23385733535 — *2178
3333383833533 25232 3836
2* — 7 2 52 2 2 57222 —— 2* 2 2 — 2
233357 *33 333 32355535
2 * 2. * 4 —— — .
255 3833 —
25* —528 25— 3 53.3533 2848 *
5175332 2323232 — — Ie . —3532. 8533 8 *
255352 553 33535 —35859*33233322 22223—23
55535 *523 —20323323323 2 5533
322 3 * * 8622* 8 35233 — 33686* 3225 8 —
282 242 2 225222 ev 2 2 — 2 *25332223
333 353 33355
2—32 3* 3333— —3—33322638 ——
8385 3— 383 3 —33333805 232355
25,237 2532—53233 32387 — ——
— — . * — 3* — * *
333323325337
23 2— —3 333 333833333
323. 75823 2 233 **352. 2 25398 223223235
553 52 383823825 52335—533235 023338328
2 583253—32322 .3*52828 5853 3353
»7335. 5233355*3523 53 353 ——55323228 “*
53205 3738233 353— 23 3 33823
2383 383 333—3 55353 2 233833
* 3* —A — 23 227 — —— 235 *
— 22272 —A 58 335.3 — 828 328
2532 — — 32327 S2. * 2. 223..3 88
22 52* 2 2 * &amp; 2. — — —
223*3 —578 — — 33—5 3323 *25555333—
53385. 5 385 535352 355355 55353233353332323532
2* 3 —57 — o2*
2338 523233553555 2332358 7 2232552 322 * 253 228

2
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—
7
*
        <pb n="279" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal woöͤchentlich mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wächentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

1 24 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.4 60 H, einschließlich 40 Zußftellgebühr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswart?
mit 13 3 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder ꝛeren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
M 80.

Donnerstag den 25 LNat

1819.

Deutsches Reich.

Muünchen. Durch den, den Gesetzgebungsausschüssen der
stammern vorzulegenden Entwurf eines Gesetzes über das Gebühren—
wesen soll letzteres für den ganzen Umfang des Königreichs Bayern
auf sämmtlichen der Landesgesetzgebung unterstellten Gebieten theils
neu geregelt, theils revidirt und an Sielle des zur Zeit in einer
großen Zahl von Gesetzen und Verordnungen (von denen manche
Jahrhunderte zurückreichen) zerstreuten Materials eine vollständige
Todification aller einschlägigen Normen gesetzt werden. Es handelt
sich sonach hier eine umfassende, sehr schwierige Aufgabe, deren
Lösung aber auch als große Wohlihat erscheinen wird. — Der
Feneralmajor à la suite und Ritter des Maltheset-Ordens Erwin
Fürst von der Leyen ist auf seinem Gute Waal bei Landsberg im
Alter von 82 Jahren gestorben. (Pf. K.)

Von den bayerisschen Reichstagsabgeordneten haben nur
Regierungspräsident v. Feder und Prof. Marquardsen gegen den
Roheisenzoll von 1 Mk. (Regierungsvorlage) gestimmt.

Berlin, 19. Mai. Der Reichstag nahm heute die erste
Lesung des sog. Sperrzesetzes vor, welche damit endigte, daß das⸗
selbe zur Vorprüsfung an die Tarifcommission verwiesen wurde.

(Reichstag.) In der Sitzung vom Dienstag theilte der
Vizepräsident Lucius ein Schreiben des Reichstagspräsidenten v.
Fordenbeck mit, welches erklärt, Forckenbeck lege das Präsidium
des Reichsstags aus Gesundheitsrücksichen und wegen des Gegen⸗
satzes, in welchem er sich der Majoritäl des Reichstags gegenüber
befinde, nieder. Heir v. Fordenbeck gehört der freihändlerischen
Richtung innerhals der nalionalliberalen Fraktion an und befindet
sich so allerbdings in einem Gegensoͤtze zu der Majorität des Reichs—
tages, wie fie in den gegenwärtig vorliegenden Zoll und Steuer⸗
fragen sich herausgebildet hat.

Berlin. Von den hier anwesenden zahlreichen Deputationen
verschiedener Industriezweige haben mehrere, u. A. namentlich die
Vertreter der Tabakindustrie, Anstrengungen gemacht, eine Audienz
bei dem Reichskanzler zu erlangen, um ihre Wünsche bezüglich der
Zollermäßigungen vorzutragen. Es ist ihnen aber bedeutet worden,
daß der Reich⸗kanzler grundsätzlich keine Deputationen in dieser An⸗
gelegenheit zu en pfangen enischlossen ist.

Im Jahr 1878 betrug die Zahl der deut schen Aus⸗
wanderer über die deutschen Häfen und Antwerpen 24,217
Personen, d. h. 2253 mehr als im Vorjahr. Davon gingen
20,373 nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika, 1048
nach Beasilien, 1718 nach Australien, die übrigen in kleineren
Mengen nach anderen überseeischen Läundern. Nächst den Vereinig⸗
ten Staaten hat die größte Menge don Deutschen Brasilien auf⸗
genommen, wo eiwa 44,000 Personen deuischer Nationalität leben;
nächstdem Australier, das ersichtlich eine immer größere Anziehungs⸗
kraft auf die Deutschen ausübt.

Ausland.

Paris, 19. Mai. Beim Eupfang von Delegirten der
aͤußerslen Linlen erklärte der Justizminister, die Regierung habe
beschlossen, Mitglieder der Commune nicht zu amnestiren, sondern
aur nach dem 5. Juni Rochefort, Valleͤs, Blanqui und andere zu
begnadigen, welche sonach an der Wohlthat der Amnestie nicht wer⸗
den theilnehmen können.

London, 19. Mai. Meldung des „Reuter'schen Bureaus“
aus Simla: Jakub Khan stimmte den Grundlagen des Friedens⸗
verlrages zu.

Wie ein hannoversches Blait dem Londoner „World“
entnimmt, hat Prinz Leopold, jüngster Sohn der Konigin von
England (geb. 7. Aptil 1853), um die Prinzessin Marie von
dannorer (geb. 3. Dec. 1849) angehalten.

Da demnächst die öͤsterreichischen Truppen in den Bezirk von
Kovibazar einrücken werden, um dort einige Punkte zu be⸗
etzen, hat die Pforte in den benachbarten Städten Mitrowitza,
Prischtina und Uesküb einen Firman verkünden lassen, welcher ün—
er Androhung der Todesstrafe vor Angriffen auf österreichisches

Militär warnt. Ueberflüssig ist diese Vorsichtsmaßregel nicht, denn
die dort wohnenden Arnauten könnten sich lescht zu einem ähnlichen
Streich Serleiten lassen, wie neulich ihr Freischarenzug nach Ser⸗
bien, don dem sie mit blutigen Köpfen heimgeschickt wurden.

Vermischtes.

4 Si. Ingbert. Sie haben in Ihrem geschätzten Blatte
»or einiger Zeit die Mittheilung gebracht, daß die gefsteigerte
Frequenz der hiesigen Lateinschule eine Erweiterung der Schulloka⸗
itäten zur Nothwendigkeit gemacht und haben in Ihrer gestrigen
dummer berichtet, der Stadtrath habe den Beschluß gefaßt, einen
Stock auf das jetzige Lateinschulgebäude aufzusetzen. Beide Mit⸗
heilungen bedürfen einer Vervollständigung. Nicht allein die ge
teigerte Frequenz erfordert eine Vergrößerung des Lateinschulge-
audes, auch sanitäre Gründe, in einem dezirksärztlichen Gutachten
jervorgehoben, nöthigen dazu, da die eben vorhandenen besuchtesten
dehrsäle zu dunkel sind und die Subsellien wegen Ueberfüllung der
Tlaßzimmer in eine sanitär nicht zulässige Nähe der Oefen gebracht
verden müssen.

Ferner hat der Siadtrath beschlossen, einen dritten Stock in
dem Falle aufzusetzen, wenn die Frequenz der Anstalt auch im
nächsten Studienjahre in die Höhe gehen wird, eine Bedingung, an
deren Erfüllung wohl Niemand zweifeln wird. Dieser Beschluß
unserer Gemeindeverwaltung auf Anregung der k. Regierung in
ricctiger Würdigung der Sachtage ohne Zögern erfaßt, verdient
übrigens alle Anerkennung.

sSit. Ingbert. Von dem Gewerbe⸗Verein Kaisers—
autern ging uns zur Veröffentlichung ein Programm der im Früh—
'ahr 1880 in Kaiserslautern stattfindenden ersten pfälzischen Aus—
tellung von Lehrlings⸗Arbeiten zu. Der Raum unseres Blattes
rlaubt es uns nicht, dasselbe seinem ganzen Umfange nach zum
Abdrucke zu bringen, und greifen wir darum nur das Wichtigste
seraus. Die projektitrie Ausstellung hat den Zwech, einen richtigen
kinblick zu erhalten: a. in die gewerblich-technische Ausbildung der
dehrlinge durch die ausgestellten Gewerbserzeugnisse; b. in deren
Schulbildung und Verhalten durch ihre vorgelegten Schularbeiten
und Schulzeugnisse. Sie soll umfassen: a. Handarbeiten oder mit⸗
elst Maschinen hergestellte Erzeugnisse von Lehrlingen, soweit fie
twas Ganzes darstellen, also nicht fabrikmäßige Theilarbeiten sind
sind die Arbeiten nach Zeichnungen ausgeführt, so sollen dieselben
den Arbeiten beigelegt werden und ist dabei zu bemerken, ob sie
vom Lehrlinge selbst gefertigt wurden oder von Anderen); b.
Schulardeiten der ausstellenden Lehrlinge, wie Aufsatz, Dictando⸗,
Rechnen⸗, Buchführungshefte, Zeichnungen aus dem Schuljahre
1879,80 (namentlich werden derartige Arbeiten von Lehrlingen,
welche eine gewerbliche Fortbildungsschule besuchen, gewünschi);
2. allenfallsige Collectidausstellungen von gewerblichen Fachschulen
der Pfalz. — Bedingungen für die Ausstellung sind: a. Lehr⸗
linge, welche Arbeiten ausstellen, sollen im letzten Jahre ihrer ge⸗
verblichen Lehre stehen. Ausnahmen sind jedoch gestattet; nur muß
aingegeben werden, wie lange der Lehrling in der Lehre steht.
AMusstellungsarbeiten von Lehrlingen, welche nach der Versendung
der Anmeldebogen auslernen, sind zulässig; jedoch muß die Arbeit
in ihren wesentlichen Theilen noch während der Lehrzeit gefertigt
worden sein; b. die Arbeit muß vom ausstellenden Lehrling selbst
verfertigt worden sein. Der Meibßer oder stellbertretende Gesellen
ürfen dem Lehrlinge nur die Idee hietzu angeben und nicht mehr
chun, als die Arbeit deaufsichtigen und leiten; e. der Ausstellungs-
arbeit hat der Meister eine Erklärung auf Ehrenwort beizufügen,
daß dieselbe nur vom Lehrlinge angefertigt worden ist. Sollte
wider Etwarten nachträglich bekannt werden, daß ausgestellte und
bielleicht prämiirte Arbeiten nicht von dem betreffenden Lehhrlinge
ergestellt wurden, so steht es dem Hauptausschusse zu, den Namen
des Meisters und des Lehrlings zu veröffentlichen und Lezterem
en Preis wieder zu entziehen; d. Schularbeiten, schriftliche wie
zraphische, find durch die Unterschrift der betreffenden Lehrer als
        <pb n="280" />
        von dem Lehrlinge herrührend ni legalisiren. Hervotragende
deistungen unter den augsgestellten Arbeiten sollen prämiirt werden.

»Während in einzelnen Gegenden des Westrichs sich der
Maikafer in ungewöhnlich großen Massen zeigt, hat man hier und
in der Umgegend noch wenig von ihm bemerlt.

* In einer im Laufe der nächsten Woche stattfindenden Ver⸗
sammlung wird sich zu Zweibrü cken ein Fröbel Verein mit
Findergarten constituiren. 200 Personen haben bereits durch Un⸗
terschrift ihre Bereitwilligkeit zur thatsächlichen Förderung dieses
im Interesse der Jugend dienenden Unternehmens bethätigt.

p Am 25. ds. Mis. wird in Neustadt Vormittags 10
Uhr ein Delegirtentag des pfälzischen Gewerbevereinsverbandes unit
foigender Tagesordnung staufinden: 1. die Frage der Wiederein⸗
führung von Innungen, Reßferent Göhring Frankenthal, Correferent
Habertamp Ludwigshafen; 2. statistische Erhebungen als Ergänzung
zum Jahres berichte der pfälzischen Handels⸗ und Gewerbekammer,
Referent Göhring; 3. Notizen über Vehrlingswertstätten; 4. Mit⸗
Bekanntmachung.

In der Stadtrathssitzung
hom 20. ds. Mts. wurden fol⸗
gende Beschlüsse gefaßt:

1. Die Rechnungen der Gas⸗

anstalt und der Stadtge-
meinde St. Ingbert wur⸗
den abgehört und gaben
zu keiner Etinnerung An⸗
laß.
Die Localitäten der La⸗
teinschule sollen erweitert
werden, sobald die Schu⸗
lerzaht im nächsten Jahre
derbleibt und die jetzigen
dorhandenen Räumlichleiten
nicht ausreichnn.
Bezüglich der Besetzung
der neu errichteten kath. 7.
Mädchenschule wird Aa—⸗
trag gestellt, daß die Schul⸗
schwester Hildegardis an
diese Schule, die Schul⸗
schwester Bonaventura an
die III. und die Schul⸗
schwester Columba an die
V. Schule ernannt wer⸗
den moͤge.

St. Ingbeti, 21. Mai 1879.

Das Bürgermeisteramt:

Custer.

hbei

Donnerstag, 22. Mai
aëü nstiger Witterung
— ASrfnung der

T

Höflichs. iadet ein
Ph. Emrich.
Stollwerokrehe
Ohocoladen
und Oacaos.
dorgfaltigste und voll-
kommone Fabrikation. Un-
—X
Wortlaut der Ptikette.
Preise jeder Tafel aufge-

druckt.

Verkauf in den meisten
zuten Conditoreion, grös-
deren Colonialwaaren-Hand-
ungen und Apotheken.
Allgemeine Wechsel
ind stets vorräthig bei

4. J. Deme.

MWie — ——
— —

Auflage von „Dr. Airy's Uaturheilmt⸗
ihode⸗ kann allen Kranten mit Recht als
ein vortreffliches populür-medicinische⸗
Buch empfoblen werden. Preisn Mark
Nð Kr. zu bezieh. durch alle Buchbandl.
deipzig, Richter's Verlags⸗Anstalt
BAuszug“ gratis und franco.

HantCouverts
mit Firmendruck
liefert billigst
⁊*. X. Demetz.

Vorräthig in R. Gotthold'e
Buchhandiung in Kaiserslautern,
welche dasselbe für 1 M. 20 Pf.
berallhin franco versendet.
Die neu eonstruirten
Kinderwagen
mit ihrem sog. automatischen
Chaisendache, welches sich neben und
hinlen öffnen u. schließen läßt, sind auch mit
2 Dirücker versehen, und können deßbalb
bort- und rücwärts gefübhrt werden;
wodurch nach dem Gutachten vieler me⸗
dicinischen Autotitäten die naturgemaäße
. 2MV. Srziehung des Gesichts-Sinnes der Kinder
defördert wird. Diese Wagen berlauft der Unterzeichnete zu dem
Preise der Wagen alter Bauart, und Letzlern zu dem herabgesetzlen
Preise von 12 bis 18 Mark. Alte Wagen können mit dem neuen
weckmäßigen Dache versehen werden. Rohrsessel, Blumentische,
au, Sorten Korb- uvrd ein gut bestelltes Lager in Schuh⸗
Waaren em'pfieblt

heilungen über die erste pfälzische Ausstellung von Lehrlingsarbei⸗—
en im Frühjahr 1880 zu Kaiserslautern.

F In der Borsig'schen Fa brik eine der groͤßten in⸗
zustriellen Etablissements in Deutschland ruhen feit einigen Tagen,
vie die „Post“ meldet, die Arbeiten fast gänzlich. Selbst Arbeiter,
die mehr als 25 Jahre in der Fabrik thätig sind, und für die
isher immer Arbeit vorhanden war, find augenblicklich zum Feiern
Jezwungen.
Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Deme 8.
Interessant
st die in der heutigen Nommer unserer Zeitung sich befindende Glüuexs-
Tnreige von Samune Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sich
lurch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben.
lase vwir Jeden auft dessen heutiges Inserat schon an dieser Stelle auf-
merksam machen.

Todes⸗Anzeige.

Freunden und Verwandten die schmerzliche Nachricht,
daß es Gott in seinem unerforschlichen Rathschlusse gefallen
hat, heute Morgen um 8 Uhr upsere innigst geliebte gute

Mutter, Schwester, Tante und Schwgerin

Einmia Rarolinma Dreher
geb. Schöffler,
nach längerem schweren Leiden, in einem Alter von 43

Jahren zu sich abzuberufen. Friede ihrer Asche!
St. Ingbert, den 20. Mai 1879.
Die trauernd Hinterbliebenen.
Die Beerdiqgung findet Donnerstag Mittag *33 Uhr statt.

CVXLIX
ev.
400. 000 I-

GIũcKa-
AIILZECGS O.

Die Gewinne
garantirt dor Staar
Erate Ziehung.

I1. und 12. Juni.
Finladung zur Betheiligung an den
GęWinn- Ohanen
der vom Stante Hamburg gzarautirten groasen
Geld-Lotterie, in welcher über
MiIlIionàæm ↄ200, OOOMBAT L
vicher gewonnen werden müssemn.

Die Gewinne dieser vortheilhaften Geld Lotteri
welehe plangemãss nur 86, 000 Loose enthält, sind folgende, nümlieh
Der grösste Gewinn ist er. 400, 000 Mark.

Prämie 250, 000 Mark, 1 Gewinn a 150,000 Mark, 1 Gewinn -
100,000 Mark, 1 Gewinn a 60,000 Mark, 1 Gewinn a 50,000 Mark
2 Gewinne a 40, 000 Mark, 2 Gewinne a 30.000 Mark, 5 Gewinue
a 25, 000 Mark, 2 Gewinne a 20, 000 Mark, 12 Gewinne a 15,000 M
1 Gewinn a 12,000 Mark, 24 Gewinne a 10,000 Mark, 5 Gewinne
3000 Mark, 2 Gewinne a 6000 Mark, 54 Gewinne a 5000 Mark,
Gewinne à 4000 Mark, 71 Gewinne a 8000 Mark, 217 Gewinne
2000 Mark, 2 Gewinne a 1500 Mark, 2 Gewinne a 1200 Mark, 531
qewinne a 1000 Mark, 678 Gewinne aà 500 Mark, 950 Gewinne
300 Mark, 65 Gewinne à 200 Mark, 100 Gewinne a 150 Mark, 24658.
Gewinne aà 138 Mark, 1400 Gewinne a 124 Mark, 70 Gewinne a 100
Mark, 7300 Gewinne a 94 u. 67 Mark, 7850 Gewinne a 40 u. 2
Mark und Kommen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zv
sicheren Pntscheidung.

Die erstoe CGewinnzichung ist amtlieh auf den

LI. uUnd LA. TuUni d. -.

festgestellt und kostet hierzu

das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das halbe Originalloos nur 3 Reichsmark,

das viertel Originalloos nur I2Aä Reichsmark,
und werden diess vom Stante garantirten Origina-
Loose (keine verbotenen Promessen) gogen frankirteé Riu-
sendung des Betrages oder gegen Postvorschuas
selbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt.

Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Origina
Loose auch den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gru
tis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtlicho Ziehungeliste
unaufgefordert zugesandt.

Die Auszahlung und Versendung der Gewinngelder
orfolgt von mir direct an die Interessonten prompt und unter atrengste
Verschwiegenheit.

MS J Restelliung kann man einfach auf eine Postein-
2nhIungskarte machen.
5 Man wende sich daher mit den Auftrigen vortraueneroll an
Samuel bhleosssseher senp.,
Banquier and Wechsel-Comptoir in Uamburg.
J. J. Fiack ir., Sattler.
Truck und Verlag von F. X. Demez in St. Inghert
        <pb n="281" />
        —
4

* A 232222— 44 —2.. 52 4 *28 —A—— * —A 8 8 —8
335333353335553 55 555 53 5335 35 33553533 35 5 3
32 S32——08 S 58 8 — 222 25 5 2— * —x— 42828382 *

5253 — 2235383 8 2* — 7——28 28 2*3 535 —— —7—
32533 8 33 35 8 83333 —Ss 53 33

2 — 23 — * 2 2t* —6 2 *
3 4 5 538 —35 55835323 2355 B3 3—
2 *56 533 * * 255 . —75222328 3238 2
—— — 525859 — 8 SA* 22 2** —— —A— *5 ———
3 —X »5 — — 238 — 7 2 — 2 * 20 —— 53 — —
—ü— 3228233835 — * — 8 22 552 — e 2* 2 2 2
— — — 52 5 288 5 53 22 —3 —223 5 A
23—337335575 5363533 735838 —33—55825**

22 — 325 —32 — —* — 5 —* 2. 2 M S e —
A — —5 — 55 — — —* 238 —8 * —
253 5535555538— 554 223258 5* 2235 35 23522238255 x8 —
5322 z78533.5 —— 8 5 280232—— 26 218 *
2* 55 — — — —2— 3 — —3 — * 5 — 55 S —
—55531332 5553* —225* —3 23582 526—82 3522 523 3553 —
—5———53565 2325* 2 5223,.55 —855333—5 555 52
55 5 5c*2365 552* 3z2523* 25 — —— 535 2
2563851333882 . 5.5 3—*3 33338—325 23 77
— 55 82 8 252. 255 — 8 252 8*
5555 583328 5533283 68385325 253333383223335 35
2 —5I 530— 2 552 —ã— ——— 8 3
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A 223253. z22283 3352 533
3323*333* 52* —X ⸗ —— —— 25 * 3
—235—5—752 —A 225 838 2538 22 2. 5 328
55332337573 535. 5 3— — 825 —2* 23
— VV 5835838 233
2323 2353383 25385* 2083 —— * —3 2. 2. 2
58
2. 55 — — 2322 25. 221 5 5— 52*3—335353 3
232223 2 5 223 22 758 5272523 3 735 —25
* 253 323 7220* 25*5 253* 2.2. 58 22 2 2
— —— — *3. * 225 —— 233 23 52 3 58S235 —X
5 — 3335325383 533 32323557 5255 8233
— —2—333832 552—033 25
53225* — — ——ù—— — —22* 32278 A 2 ** 22
—ä — —27 5 * 2 28 — —25 —
. 222728 23 22 53* 2 —— 22* 2 2.*
5 833525 ———3 3— 2338—5.8. * 38
2 2 3 ; 5223 — 8 —
2232382.2 . 33— 2—238 332.2223*83 * 2
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* 2 2823 235

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        St. Ingberker Anzeiger.

—8

Der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöhentlich mi⸗ dem Hauptolatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntage mit illustrirter Vei⸗
lage) erscheint wöchentlich piermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuementspreis beträgt vierieljahrlich
1 A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 40 60 H, einschließlich 410 4 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 HZ, von Auswartz
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder beren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
1879.

A⸗ 81. Samstag den 24. Mai

Deutsches Reich.

München. Se. Maj. der Konig hat den Reichsstath Dr.
o. Doͤllinger zum Vorstand der kduiglichen Atodemie der Wissen⸗
schaften und zum Generalconservator der wissenschaftlichen Samm⸗
iungen des Stoats auf weitere Jahre ernannt.

Mänchen. Der Eiat für die Verwaltung der bayerischen
Armee im Jahre 1879480 zeigt die Summe von M. 41,27 1,344.
Was die in Berlin projektirte Vermehrung der Artillerie der deutschen
Armee betrifft, so vernimmt man hier, daß noch bestimmt ist, bis
zu welchem Zeitpunlt der desfalls erforderliche Antrag zur Bewil⸗
ügung der nöͤthigen Mittel an den Reichstag gelangen wird; man
qgiaubt aber annehmen zu dürfen, daß Dieß nicht vor der nächst⸗
Jjährigen Session des Reichstags der Fall sein werde.

München. Nach hierher gelangter Mittheilung hat zufolge
Bestirmung des Generalkommando's des XV. Armeckorps die baye⸗
rische Besazungs-Brigade in Meiz (4. und 8. Reg.) bei genannter
Fefiung ihre Brigade⸗Uebungen, in dem Gelände an der Saar,
dann zwischen dieser und.den Vogcsen ihre Detachements-Uebungen
oorzunehmen. Für die Div sions Uebungen vom 11. bis 18. Sep⸗
sember werden die Brigade, das 2. Jägerbataillon und die beiden
Batterien des 2. Feld⸗Art.-Reg. der 30. preußischen Division atta⸗
hirt, welcher das Unter-Elsaß, die Gegend nördlich der Zorn als
debungs Terrain angewiesen ist; das 5. Chev. Reg. wird der 31.
Division (Straßburg) zugeth ilt: das fünftägige Kaisermandver wird
vom 19. bis 23. September nordwestlich von Straßburg an der
Zorn in der Gegend von Hahfelden und Mommenheim abgehaälten.

Berlhin, 21. Mai. Der Reichstag nahen beute die Präsi⸗
dentenwahl vor. Es wurden 324 Stimmzettel abgegeben (897
Mitglieder zählt der Reichstag); davon waren 119 (unationalliberale
und fortschritiliche) uabeschrieben; 195 Stimmen (Centrum und
Tonservatibe) fielen auf den Abg. d. Seidewitz (conservativ). Der⸗
jelbe nahm die Wahl an.

(Reichstag.) In der Sitzung vom Dienstag begann die
Beralbung der Getreidezölle mit einer einleitenden Rede des Bundes⸗
tommissars Geh. Rath Tiedemann, der demnächst eine äußerst klare
Austinandersetzung des Abgeordneten v. Saucken⸗Tarputschen vom
Standpunkte des Landwirths aus foigte. Dieser Redner wies
Uberzeugend die üteraus schädlichen Folgen nach, welche die Ein⸗
jührung der Kornzölle für die Landwirihschaft herbeiführen müsse,
und die Eatgegnung des Abg. Günther (Sachsen) vermochte den
Eindruck der ruhigen und fachgemäßen Auseinandersetzungen seines
Vorrednets nicht zu schmülern. Die Rede des Abgeordneten v.
Treitischke zeichnete sich durch das an ihm bekannte Pathos aus,
nach seinen Aukführungen wurde die Sitzung mit Rücsicht auf die
Praͤsidentenwahl vertagt. Fürst Bismarck erschien auf kurze Zeit
im Saale und begrüßte den Vizepräsidenten Dr. Lucius Kberaus
freundlich.

Aus Berhin meldet man der „Frif. Zig.“: „Die Tarif⸗
Commission des Reichssags hat nach Auhörung der Regierungs⸗
rommissare das Sperrgesetz vorerst von der Tagesordnung abge⸗
zi, was einer Adlehnung desselben gleichkommen dürfte.“ ()

Der Reichstag wird sich zu Pfingsten für eine Woche
hen die Tarifscommisjsion dagegen nur 4 Tage Ferien
alten.

Ueber den Rücktritt Forckenbeckks vom Präsidium des deut«
schen Reichstags läßt sich der „Pf. K.“ solgendermaßen aus:
Derselbe ist auch Lin Zeichen der Zeu; die immer weiter um sich
greifende Reaction hat Forckenbeck aus seinem Ehrenamte verdrängt.
Er räumte den Platz, da er sich bewußt war, nicht mehr den Ver⸗
rauensmann der gegenwärtigen, aus einer Interessen⸗Coalition ge⸗
dildeten Majorität des Reichstages zu sein, einer Coal tion, welche,
venn nur ihre einseitigen Interessen gehegt und gepflegt wirden,
z5 mit der Wahrung der die politische Freiheit verbürgenden Rechte
und der Selbstständigkeit der Vollsvertretung nicht eben genau zu
gehmen gewilli scheint. Fürst Biamarck gebrauchl diese Coalition,
wie er seiner Zeit die Liberalen gebraucht hat. Das Reich zu
tlnden, die dem Reichsgedanken widerstrebenden particularistischen
Strebungen niederzuhalten, dazu waren ihm die Liberalen recht;

um ihre Hilfe dazu zu erhalten, machte er ihnen manche Zuge⸗
tändnisse, welche ihm im Grund genommen wider den Strich
zingen. Nun ist das Werk so weit vollendet, daß er ihre Beihilfe
»ntbehren zu lönnen glaubt, und so werden sie von ihm zum al⸗
en Eisen geworfen.

Jetzt sind die Conservativen an der Re'he, die ihm helfen
'ollen, ein der Form nach parlamentarisches, der Sache nach abso⸗
utistisches Regiment einzurichten. Das absolutistische Regiment ist
a das, was seinem Narurell am besten zusagt. Die Reihen der
Fonservativen aber, d ren Zahl fur sich allein nicht ausreichen
vürde, werden verstärkt durch die immer mehr anwachsende Zahl
»erjenigen, d'e in Form von Schutzzöllen und dergl. eine Begün⸗
tigung ihrer speciellen Interessen von Seite der Reichsregierung
»rwarlen und um dieser Begünstigung willen im Uebrigen als be⸗
eitwillige Jasager im Kielwasser der Conservativen einherfahren,
venn sie auch noch nicht formell dieser Partei sich anschließen. So
ommt die Raction — gestehen wir's nur offen — nicht blos
on Oben, sie kommt auch von Unten, sie kommt namentlich auch
on der gtoßen Masse Solcher, die seither unter liberaler Flagge
egelten und nun um des Linsengerichts ihres Privatvortheils willen
ie durch Jahrzehnte langen, schweren Kampf errungene politische
Freiheit leichten Herzens preiszugeben geneigt sind.

Ses darum! Wir werden uns dies? von Oben und von
UInten gewollte Reaction schon eine Zeit lang gefallen lassen müssen;
s hilft nichts, wie sehr man sich auch dagegen stemme; sie fluthet
seran, wie ein Hochwasser, das Alles, was im Wege steht, mit
orisch vemmt. Ader es wird schon die Zeit kommen, wo den
seute Verblendeten die Augen aufgehen, wo sie die Bescheerung in
brer wahren Gestalt erkennen, wo sie einsehen werden, daß alle
»ree jezt ausbedungenen oder erwarteten kleinlichen Privatvortheeile
pie der Schnee vor der Sonne schmelzen vor dem absolutistischen
Regiment, dessen eigenwillige Neigungen und Launen nicht gezügelt
ind durch politische Institutionen, welche Volksfreiheit und Volks⸗
echt wahren.

Berlin. Das über den Untergang des Kriegsscheffes, Großer
durfürst“ erganzene kriegsgerichtliche Etlenntniß ist gutem Bernehmen
iach von Sr. Maj. dem Kaiser aufgehoben und ein neues Kriegs⸗
jericht bestellt worden, zu dessen Präses, wie verlautet, der General⸗
Injpecteur der Artillerie General von Podbielsky ernannt ist.

Der „Nordd. Allg. Zig.“ zufolge bestimmte Se. Maj. der
daiser, daß sämmtliche Oberpräsidenten und Generale an der
Feierlichkeit der Goldenen Hochzeit thelnehmen.

Aussand.

In der Schweiz ist laut Volksbeschluß die Todesstrafe
vieder eingeführt. Am Sonntag fand darüber eine allgemeine
VBoltsabstimmung statt. Nach den bisherigen Nachrichten über diese
Volksabstimmung stimmten 186,041 Schweijer Bürger für 175,164
zegen die Wiedergestatiung der Todesstrafe. Rächständig sind aller⸗
dings noch d'e Abstimmungsergebnisse aus dem ganzen Kanton
Wallis und aus einem Ircßen Theil Tessins und Graubündens.
Das Votum von Tessin ist zweifelhaft, während die rücständigen
Stimmen von Wallis und Graubünden voraussichtlich die jetzige
Mehrheit noch vergrößern dürften. Gegen die Wiedergestattung der
Todesstrase stimmien Zürich, Bern, Baselstadt, Baselland, Thucgau,
Neuenburg und Genf.

Der Friede zwischen Afghanistan und England ist
Jeschlossen. Die Haupfpunkie des mit Jalub Khan adgeschlossenen
Bertrags sind die Annexion der Paässe und eines für Herstellung
tiner angemessnen Grenze hinreichenden Geb'etez, die Anstellung
eines englischen Residenten in Kadul, die Kontrole der auswärtigen
Beziehungen Afghanistans und die Anabhängigleit der Afridisstämme,
jedoch ohne Präjudiz für die Herischaft über die Pässe.
Bermischtes.

„. St. In gabert. Bei sehr zahlreicher Betheiligung sei⸗
ftenz der Mitglieder hielt der Baäirkslehrerverein Blieskastel⸗
St. Ingbert wie in den Vorjahren, so auch heuer seine Frühjahrs⸗
versammlung zu Blieskastel ab. Auch aus dem Nachbarvereine
        <pb n="284" />
        Zweibrücken hatten sich einige Gäste eingefunden. Nach dem Er⸗
oͤffnungsgesange begrüßte der Vorfland, Hr. Hauptlehrer Leibig, mit
warmen Worlen die Anwesenden. Im ersten Theile seines einleiten⸗
den Vortrages besprach er sodann in objiekkiver Weise die soziale
Stellung des Volksschullehrers, während der zweite Theil von der
Vernachläfsigung der Volksschule und damit der Bildung der großen
Massen handelte. Als zwe ter Referent trat Hr. Lehrer Berg von
Blieskastel auf. In wohlausgearbeiletem Vortrage referirte er über
„Charakterbildung.“ Nach Erledigung inuerer Vereinsangelegen⸗
heiten schlossen die Verhandlungen mit einem dreifachen Hoch auf
S. Maj. den König. Höͤchst befriedigt über den Verlauf der Ver⸗
jammlung trennten sich die Besucher derselben. — Hervorzuheben
ist, daß der Bezirlsverein aus dem letzten Jahre einen erfreulichen
Zugang an Mitgliedern zu verzeichnen hat. Seine naͤchste Ver⸗
fammlung gird er kommenden Herbst dahier abhalten.

PLimbach. Am Dienstag wurde in der Blies nahe
dem Dorfe Beeden ein männlicher, schon stark in Verwesung über⸗
gegangener und angefressener Leichnam gefunden. Derselde wurde
As derjenige des seit Ende vorigen Jahres vermißten Schreiners
Adam Schwarz von Alistadt erkannt.

Die Prüfungen der Apotheker⸗Gehilfen sind nach einem Er⸗
saß des Staetsministeriums des Innern in Zutunfl schon in der
zweiten Hälfte der Monate März. Juni, September und Dezember
Lorzunehmen. Die kgl. Regierung der Pfalz hat in Folge dessen
jür das Jahr 1879 folgende Prüsungstermine bestimmt: 24. Juni,
29. Septeniber und 29. Dezember. Anträge auf Zulassung sind
mindestens 14 Tage vor dem festgesetzten Termine an den Medi
rinalrath Dr. Karsch in Speyer zu richten.

4 Nach amerikanischen Zeitungen theilt die „Pfälz. Presse“
ber den Tod des Hrn. Th. Weber aus Alsenz noch mit, daß
derselbe die Folge eines Schusses in den Unterleib war, welchen
ihm eine Frau Ada Roberts auf dem Bureau eines Advocaten bei—
gebradet, wo sie sich zur Besprechung in einer zwischen ihnen schwe
benden Proceßsoche eingefunden ha ten. Die Roberts hatte nämlich
eine Klage auf Zahlung einer beträchtlichen Alimentationssumme
gegen Weber erhoben, indem sie behauptete, er sei Vater eines von
ir geborenen, aber bereits verstorbenen Kindes und habe sich ver—
pflichtet, ihr zeitlebens eine Alimentation zu bezahlen. Weber be⸗
striui, Vater des Kindes zu sein, gab zu, daß er ihr, um Skandal
zu verme den, seit dem Jahr 1867 wiederholt Geld gegeben habe.
Es würde zu weit führen, hier aus einander zu setzen, warum
päter die Zahlungen eingestellt wurden; kurz, die Roberts erhob
Hlage, wahrend Weder sie als eine Gaunerin erklärte, die Geld
von ihm zu erpressen suche, dabei auch vermuthete, sie handle als
Werkzeug ellicher falliten Barquiers, gegen welche auf Webers Be⸗
neibea tin Criminalverfahren eingelzilet worden war. Die Frau
soll schon srüher einmal den Weber mit einer Pestole bedroht haben,
und er muß geahnt haben, daß fie ein Attentat gegen ihn im
Schild führe, denn er hatte sich schon einige Tage vorher bei'm
Ausgehen von einem Geh impolizisten auf Schritt und Tritt be⸗
gleiten lassen. Nach verübter That ließ sich die Roberts ohne
Widerstand verhaften.

IIn Waidmoher winde ein 2jähriges Kind, das ohne
genügende Aufsicht vor der elterlichen Wohnung spielte, don einem
schwerbeladenen Wagen überfahren; es wird wohl den erhaltenen
Verletzungen etliegen.

Im Dorfe Schmalen berg beli Waldfischbach wurde
am 18. d. M. ein jedensalls verirrter Auerhahn erlegt.

f Kaifserslautern. Nach Bestimmung des Kreiscomites
des landw. Vereins der Pfalz ist zur Abhaltung der alljährlch statt⸗
findenden Kreisverlammlung des Vereins im laufenden Jahre die
Siadt Kuiseralausern ausersehen. Das hiesige landwirthschaftliche
Bezirlscomite hat den Beschluß gesaßt, damit gleichzeitig nach pun⸗
mehr zwölfjähriger Pause eine jandwirtbschafiliche Producten⸗ und
Maschinen-Ausstellung zu verbenden. Diesem Vorgehen wurde vom
Hreitcomete die volle Unterstützung zugesagt; ebenso erfreut sich das—
selbe jeglicher Förderung durch die tgl. Verwaltungsbehörde hierorts
Aund die Siadtverwallung, welche letztere bereits die großen Raume
des Fruchthallgebäudes dem Comite zur Veifügung gestellt hat. Die
Productenausfstellung soll sich auf die Pialz erstrecken, jür die Ma—
schinenausstellung jedoch ist allgemeine Concurrenz in Aussicht ge⸗
nommen. Als Termin wurde Ende September und Anfang Octo⸗
I in der Tauer von 8—10 Tagen festgesetzt. (Pf. Volksz.)

Dürtheim. Am letzten Sonntag Nachmittags gegen
6 Uhr erschoß sich in einemt bei Grethen, in der hiesigen Gemark—
ung, gelegenen Stenbruch eine unbekannte Mannsperson mit einer
nenen einldufigen Taschenpistole. Der obere Theil des Gesichtes
und die Hirnschale mit dem Gehirne find zerstötrt. In den Kleidern
fanden sih eirige Münzen und ein Sacktuch, letzteres schon öiter
gewaschen, rolhund weiß gewürfelt, gezeichnet mit J. L. 6. Die
Zeiche war bdeim Auffinden betleidet mit einem leinenen, frisch ge⸗
waschenen Hemde, einem schwarzen Tuchrock, einer schwarzen Tuch—
hose und Kappe, einer schwarzen Weste und ledernen Rohrstiefeln.
Shümbfe fehllen. Größe eiwaä ein Melter 70 Centimetet. Haare

chwarz mit grau, Badenbart desgleichen, Alter ungefähr 60 Jahre.
Nachweise zur Fesistellung der Identität nimmt die Dürkheimer
Polizeibehörde entgegen und es ertheilt dleselbe bereitwilligst jeden
Jewünschten Aufschluß.

'Frankenthal, 19. Mai. Se. Maj. König Lud⸗
wig II. hat den Betrag von 300 Mtk. aus seiner Privatchatoulle
zu einer Ehrengabe für das Schützenfest dahier zu bewilligen ge⸗
uhl. (GFftlh. 3.)

4HDer Cacilienverein und die Liedertakel in Speyer ver
rastalten am nächsten Sonntag eine Aufführung des Oratoriums
Paulus“ von Mendelssohn. Die Direktion der pfälzischen Bah⸗
ien hat zu dieser in der protestantischen Kirche zu Speier statt⸗
indenden Aufführung eine Fahricxermäßigung von 50 vCt. ein⸗
zeräumt.

Geh. Kommerzienrath Steu mim zu Neunkirchen hat,
vie die „N. Frantj. Pr.“ hört, das Patent auf Entphosphorirung
zon Roheisen angekauft, — eine Ueberraschung für manchen con
zurritenden deutschen Eisenproducenten, welche diesem die Freudt
uber die in Aussicht stehenden Eisenzölle sehr vergällen dürfte.

— In einem Stalle der Gemeinde Wiünzeun ist Milzbrand
amtlich constatirt und sind sofort strenge pol'izeiliche Maßregeln in
Vollzug gesetzt werden. (u. A.)

* Aus Bahern werden sich etwa 80 Firmen an der
australischen Weltausstellung betheiligen. Die geuaue Zahl läßt
sich noch nicht feststellen, da die Prüfung der Anmeldungen noch
nicht beendigt ist.

pWuͤrzburg, 18. Mai. Heute faud hier die Consecrati on
und Inthronisation des Bischofs Dr. Stein statt; der Feierlichleit
wohnten außer einer großen Volksmenge aus Stadt und Land die
qvil. und Militäre wie Gemeindebebörden der Stadt in zahlreichen
Vertretung bei.

Wuürzburg. Der Ir. 3.“ wird geschrieben: Entgegen
den Geruchten, der aus der beklagenswerthen Affare Sicken bekannt
gewordene Uateroffizier Pude sei von hier dbersetzt worden, konstatiren
dir, daß derselbe sich nicht nur vach wie vor hier aufbälte, sondern
ogar den am 1. April l. Is. eingetrelenen EinjährigfreiwLigen,
ie überwiegend Studenten find, als ausbildender Unteroffizier vor⸗
esetzt worden ist. Wir glaubten diese interessante Thatfache der
Defsentlichkeit nicht vorenthallen zu sollen.

FRäürnberg. Der Besitzer der belannten Faber's chen
gleistiftjabrihl, Lothar v. Faber, hat eine Stiltung von 100,000
M. zu dem Zwederrichtet, daß hieraus jährlich die Zinsen von
5000 M. einem begablen, unbemitltelten, soliden jungen Mann don
zier odr der Umgegend, der selbstiändig ein Gewerbe beginven
vill, zu diesem Zweck verliehen werden. In einem Schreiben an
den Mag stiat sagt v. Faber; „Der Zwech, welchen ich hiermit
»erfolge, ist, dauernd zur Blüthe un'erer Gewerbe und Fabriken
ʒ»eizutragen. 5000 M. war die Summe, welche ich mein Eigen
zennen koante, zals ich meine selbstständige geschäftliche Thatigkeit
dier begann“.

'In Aug sbur gq kam vor einiger Zeit bei einem Brand⸗
eine Explosion vor, wobei ein Feuerw hrmann getö tet, andere ssatk
heschädiet wurden. Die Enwoh erichaft brachte sehr rasch an frei
willigen Beiträgen zur Unlerstützung der Familie des Getödteten
ind der beschädigten Feuerwehrmänner die Summe von 20,897
Mark zusammen. Alle Achtung vor einer solchen Stadt!

München. Das Generalkomite des landwirihschaftlichen
Nereins in Bayca theilt mit, daß es dem Kreisscowite von Unter⸗
ranken nicht gelungen ist, mit dem Nreiscomitee der Pfalz einen
Tausch in der Abhaltung der Kreisthierschau füt 1880 zu verein
»aren, und daß daher dieselde von Unterfranken abgehalten werden
oll.Voraus sichtlich wird daselbst nun auch die 22. Wanderva
ammlung bayerischer Landwirthe abgehalten, um einem Wunsch
des Ehrenpräsidenten Prinzen Ludwig zu enisprechen.

F'In München starb am Diens!ag der verdienstvoll
BZeneralsse etär des landwirtthschaftlichen Vereins in Bayern, Adan
Mübler, ein geborenter Pfälzer.

— Die Zeaschrift „Gesundheit“ eczählt von einem inleressanken
Fall. Der Oberarzt ener sächsischen Irrenpflegtanstalt, De—
huppert, fand bei der Section eines an Bauchfellent;ündung ge
jorbenen Irten eine Nähnadel im Herzen, welche die hintere Wand
er linten Her kammer schräg von oben nach unten und vorn durch
ohrt hatte. Der Kraufe erreichte ein Alter von 52 Jahren, und
— Krantheit sich
örpetlich ünmer wohl befunden, insbesondere nie über en Herz
eiden geklagt. Wie die Nadel ins Herz gelkommen, ist unenträtb
elt geblieben.

f Der Magistrat von Berlin hat beschlossen, zur Feier der
zoldenen Hochzeit des Kaisers mit einer Summe von 300,000 R.
eine Allerversorgungsanstalt zu stiften.

p In Bérlun hat ein sechzie jährigetr Kaufmann Sellaͤch m'
zeiner Frau und seinem eil che 20 Jatzre allen Adoptivsohn dur
Thloralt ydrat sich vergiftet. Er hatte sich mit Getreide Commmsions
Beschästen abgegeben uünd war an der Vöise eine geachtete Perlon
        <pb n="285" />
        uchkeit. Seine Verhältnisse verschlechterten sich aber in letzter Zeit
so, daß er zuletzt kaum im Stande war, seine Familie zu ernähren. In
einem von dem Stiefsohn zurückgelassenen Brief heißt es: „Meine
geliebten Eltern haben den Entschluß gefaßt, wegen einer sie be—⸗
drängenden Schuld von 3600 M. sich das Leben zu nehmen. Ich
habe versucht, sie von ihrem Entschluß abzubringen. Da mir das
nicht gelungen, so haben wir beschlossen, alle Drei zu sterben.“

f Die Verhaftungen von Kaufleuten resp. Geschäftsreisenden
wegen betrügerischen Banquerottes mehren sich in Berlin so,
daß fast kein Tag vergeht, an dem nicht wenigstens einer in Haft
genommen wird.

F Der „Allg. Anz.“ schreibt: „Laut Mittheilungen aus
Wisen wird die Durchbohrung des Simplon gegenwärtig ernstlich
zeplant. Die Bauunternehmer des Gotthard⸗Tunnels unterhandeln
wegen U⸗bernahme auch dieser neuen Riesenarbeit. Kommt das
Project zu Stande, so wird die Entfernung von England in den
Orient um 80 englische Mellen, der Weg von Paris nach Mai⸗
land durch den Simplon-Tunnel um 70 Meilen abgekürzt. Die
Lange des Simplon⸗Tunnels würde 8 engl. Meilen (3790 Klafter)
hetragen; die Kosten desselben sind auf 3,000,000 Pfd. Sterl.
decanschlagt.“ (Wäre nur erst die Gotthardbahn fertig! Eher
glauben wir nicht an die Simplonbahn.)
Eineneue Erfindung von außerordentlicher Trag⸗
weile, schreibt die „Weserzeitung“, wurde kürzlich von Cowper,
einem Mechaniker und Telegraphenbauer in England, gemacht. Es
ist dies eine in die größte Ferne schreibende Maschine. Der Ab—
sender einer Depesche bewegt seine Feder auf dem präparirten Pa—
pier des Apparats und gleichzeitig macht auf der anderen Station
eine zweite Feder genan dieselben Züge und Bewegungen, als ob
sie durch eine unsichtbare Hand geführt würde. Im Februar do.
Is. wurde bereits auf diese Weise zwischen London und Brighton
in Gegenwart des Redacteurs der englischen Zeitschrift „Nalure“
telegraphirt. Das sichere Arbeiten des neuen Instruments grenzte
an's Wunderbare. Die Feder des Apparats auf der Emp'fangs—
station machte Bewegungen, als ob sie durch ein geiftig belebtes
Wesen geführt würde. Demnächst sollte der Apparat von Cowper
weitere Proben jeiner Tüchtigkeit vor der Gesellschaft der Tele—
zraphen: Ingenieure Englands ablegen.“

F In Rom ist am 15. Mai der Architekt Gotifried Semper,
Erbauer des Dresdener Hoftheaters und des neuen Wiener Burg⸗
iheaters, im 76. Lebensjahre gestorben.

fPetersburg. Von der Poti-Tiflis-Bahn wird ge—
meldet, daß dort so kolossale Heuschrecken-Schwärme niedergefallen
sind, daß am 4. Mai beispielsweise der Zug wegen zu großer An—
häufung auf dem Bahndamm stecken blieb.

Alkoholkonsum in Nordamerika. Nach Angaben des
Sektetärs der auswärtigen Angelegenheiten in Washington wurden
in den Jahren 1860 bis 1870 in den Vereinigten Sitaaten für
drei Milliarden Dollars Spirituosen konsumirt. 300,000 Men—⸗
schenleben fielen diesen Konsum direct oder indirect zum Opfer;
100,000 Kinder wurden in die Armenhauser aufgenommen; we—
nigstens 180,000 Leute brachte der Allohol ins Gefängniß oder
ins Atmenhaus. 2000 Selbstmorde wag,en auf seine Wulung zu—
rüczusführen, sowie ein Verlust durch Sachbeschädigung (Feuer und
Gewalt) von circa 10 Millionen Dollars. 20,000 Wittwen und
100,000 Waisen verloren durch ihn den Ernährer.

F Der evangelische Bischoff Gobet zu Jerusalem ist am
12. Mai im 81. Lebenssabre Fanee ischlasen. Das evangelische
—ED vom Koönige Frie⸗

jtet; die Ernen⸗
»n England und
rnannie Bischos
zuig Friedrich
Godat zum
Bisthum zu

cupeu.

Alexander starb ir

Wilhelm IV. im Iche.

Bischofe; jetzt ist wieder an Englanb
besetzen.

IIILXMVI

f Einnenes ABC. Durch die Blätter geht zur Zet
olgende Azekdote: Ein junger Mann, der allen hübschen Mädchen
die Kur, doch aber mit keinem Ernst machte, wurde von einem
Freunde zurechtgewiesen, und ihm gerathen, er möge statt der
immerwührenden Liebeleien einmal ein ernstes Verhältniß anfangen
und eine Battin wählen. „Das will ih thun,“ antwortete der
sunge Mann,,„ sobald ich bei einem Mädchen das A B C overeint
finde, das ich leider bei Vielen sehr vertheilt bemerken muß, so bin
ich nicht abgeneigt, mir eine Frau zu gehmen. „Was ist Das sfür
ein AB C?“ fragte der Freund. „Das will ich Ihnen sagen:
Ein Mädchen, das meine Gattin werden will, muß: artig, bescheiden,
haralterfest, dantbar, chrlich, freundlich, gut, häuslich, innig, jung,
eusch, lieben?;würdig, munter, niedlich, ofsenheczig, perselt, rechtlch,
janftmüthig, treu, unschutdig, vernünftig, wirthschaftlich und zärtlich
sein.“ — So weit die Aneldote, welche aber den Fedlet hat, dre

Lücken zu besitzen, indem die hübschen Buchstaben Q, X. und Y
übersprungen sind. Wir erlauben uns daher, diese Lücken durch
drei nach unserem Geschmack gewählte Epithefa auszustopfen, indem
wir hinzusügen: Das Mädchen muß quabbelig, xund und ylang—
ylangduft'g sein.

Gemeinnühiges.

Rostflecke aus Weißzeug zu entfernen. Eine schwache Auflösung
von sogenanntem Zinnsalz (Zinnchlorür) ist eine der besten Ver—⸗
tilgungen der Rostfleckke aus Weißzeug; die Wuͤsche muß aber,
wenn die Flecke entfernt sind, sofort mit vielem Wasser ausge⸗
wvaschen werden. Man wendet auch wohl Oxalsäure oder auch
Sauerkleesalz an, diese wirken aber weit langsamer als Zinnsalz.
Wenn man aber das durch Eisenrost verunreinigte und gehörig
befeuchtete Weißzeug in einen ganz reinen zinnernen Löffel bringt
und darin mit einer concentrirten Lösung von Oxalsäure versetzt,
—AVV
auffallend und die gelben Rosiflecke werden schnell uud vollständig
verschwindeu. — P. Nbl. —

—Aã
Marktberichte.

Zweibrücken, 21. Mai. (Fruchtmittelpreis und Vicktualienmarkt.)
Weizen — M. — Pi. Korn 7 M. 48 Pf., Gerste zweireihige O M. — Pf
ierreihige 0 M. — Pf., Spelz O, M. — Pf. Spelzkern — M. — Pf.
Dinkel — M. — Pf. Mischfrucht d M. — Pf., Hafer 7 M. 83 Pf.
krbsen — M. — Pf., Wicken O M. — Pf., Kartoffeln 3M. 80 Pf.
deu 2 M. 10 Pf., Stroh 2 M. — Pf., Weißbrod I!/ß Kilogr. 83 Pf.
dornbrod 3 Kilogr. 74 Pf., 2 Kilogr. 50 Pf., 1 Kilogr. 25 Pf., Gemischt⸗
hrod 8 Kilogr. 91 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf, Rindfleisch J. Qual.
686 Pf. II. Qual. 60 Pf., Kalbfleisch 50 Pf. Hammelfleisch 60 Pf., Schweinefleisch
680 f., Butter? / Kilogr. 1 M. 20 Pf., Wein 1 Liter 80 Pf. Bier J Liter 24 Pf.

Homburg, 21. Mai. (Fruchtmittelpreis und Bictualienmarkt.) Weizen
10 Mi 91 ppf. Korn 8 M. 11 Pf., Spelzkern — M. — Pf., Spelz 0 M.
pf., Gerste Areihige — M. — Pf. BGerste 4reihige OM. — Pf. Hafer
7 M. 86 ppf., Mischfrucht 8 M. 20 Pf., Erbsen O M. — Pf., Wicken
d M. — pf., Bohnen — M. — Pf. Kleesamen — M. — Pf., Korn⸗
brodes Pfund 72 Pf., Gemischtbrod 6 Pfand — Pf., Ochsenfleisch 60 Pf.,
Rindfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 420 Pf. Hammellleisch — Pf., Schweinefleisch
50 Pf. Butter 1 Pfund 1 M. 20 Pf., Kartoffeln per Ctt. 3 M. 60 pf.

Kaiserslautern, 20. Mai. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 10 M. 93 Pf. Korn 7 M. 87 Pf Spelzkern — M. — Pf. Speli
6 M. 98 pf., Gersie 7 M. 52 Pf., Hafer 7 M. 41 Pf., Erbsen 08 M.
08 Pf. Widen 0O M. — Pf., Linsen O M. — Pf., Kleesamen — M. —
Pf., Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 68 Pf., 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
Z fund 89 Pf., Butter per Pfd. — M. 90 Pf., Eier 2 Stuck 10 Pf. Kar⸗
toffeln per Ceniner 4 M. — Pf., Stroh 1M. 50 Pf., Heu 1 M. 30 Pf.
Coursbericht über Looz⸗Effecten von A. Mollĩng,
Bankgeschäft, Berlin W., Friedrichstr. 180
vom 20. Mai 1879.

Amsterdam Industr. Pal. 2*/5 fl. Kl. G. 8 fi. 6 B. KRusbacher 7 fl.
Zauptt. 14,000 kl. Gw. 9 fl. 833,00 G. 84,10 B. Augsburger 7 II. Hpt. 7000
4J. Gw. 9 fl. 28,60 G. 25,26 B. Badische 35 fl. Hpt. 40,000 ki. Gw. 50 fl.
7εα ũ. Bari 0ο fres, bpit. 100 0000 ti. Gw. 150 fres. Io 6.
Barletia 100 fres. Hpt. 100,000 kl. Gw. 150 fres. 22,00 B. Braunschw.
20 thir. Hpt. 180,000 kl. Gw. 69 Mark. 85,20 G. 87.28 B. Bularester 20fr.
Hpt. 100,000 kl. Gw. 20 fres. 22,00 G. 24,00 B. Finnländer 10 thlr. Hptt.
36,000 ki. Gw. 36 Mark. 4160 G. 48.10 B. Freiburger 15 fres. Hpt. 40000
l. Gw. 19 fres. 24,26 G. 26,80 B. Genueser 150frcs. Hpt. 100,000 kl. G.
160 fres. 80 G. 85,00 B. Hamburger 100 Mt. Bo. Hpt. 115,000 M. B
l. Gw. 156 M. B. 315 G. 322 B. Hamburger 50 thlr. Amortiszieh.kl.
9w. 180 Mk. 185,00 G. 188,00 B. Kurhess. 40 thlr. Hpt. 96,000 kl. Gw. 225
Htark. 268,00 G. 27 1,00B. Lübecker 50 thlr. Hpt. 30,000 kl. Gw. 168 Mk
185,000. 188,00B. Mailand-Como 14fl. Hpt. 20, 000 kl. Gw. 14 fl. 55 G. - B.
Mailänder 45jr. v. 1861 Hpt. 70,000 kl. Gw. 47frcs. 31,2s G. 33,00 B. Mai⸗
ander Iofrcs. v. 1866 Hpt. 100,600 tl. Gw. 10 fr. II,26 G. 1218 B. Meininger
zfl. Hpi. 15,000 kl. G. 8 fi. 22,20 G. 24,23 B. Rassauer 25 fl. Hpt. 20,000
L. Gwp. 43 fl. 115 G. 120 B. Neuchateler 10 fres. Hpt. 12,000 kl. Gw. 12 fr.
16,3 G. 180 B. Neapeler 150 fres. Hptt. 35,000 kl. Gw. 150 fres. 72 G.
— B. Oldenburger 40 thlr. Hpt. 60,000 kl. Gw. 120 M. 147,00 G. 150,00 B.
Preußische Prämien 100 thlr. Hpt. 225,000 kl. G. 345 Mk. 152,260 o G.
V. Pappenheim 7 sl. Hpi. 9000 ti. Gw. 7 I. 1626 G. 1340 B.
Zchaumo. Lippe 25 thlr. Hpt. 86,000 ki. Gw. 138 Mt. 290,G. Schweden
Io ihlr Hptt. 30,000 kl. Gw. 89 Mtk. 49,00 G. 82,00 B. Tück. 400 fr. incl.
C. v April 1876 Hptt. 600,000 kl. Gw. 400 fres. 87,320 G. 41.00 B. Ungar⸗
100 fl. Hauptt. 100,000 kl. Gw. 136 fl. 186,00 G. 189,00 B. Venediger
30 fres. Hptt. 60,000 kleinster Gewinn 30 fres. 19,00 Brief.

Soweit Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den unter Brief notirten
Coursen Verkäufer, zu den Geld-⸗Coursen Käufer. A. Molling.
Fur die Redaction veraniwortilich: F. X. Demezz.
n geht dahin, sich in Geographie,
Die moderne Bildung Geschchle etc moguůhn —8X
zu unterrichten, während die meisten Menschen, oft die Gebildetsten, über die
Einrichtung und Funklionen ihres eigenen Körpers fast gänzlich im Unklaren
sind. Das bekannte Buch Dr. Airy's Naturheilmethode nimmt
unter den populär⸗medicinischen Werken einen hervorragenden Rang ein und
mußte in dem Besitze eines jeden Gebildeten sein. Dasselbe ist reich illustrirt
und elegant ausgestattet in Richter's Verlags-Anstalt, Leipzig er—⸗
schienen und gegen 9 Mark 20 Pf. (in Briefmarken) durch diese franco
deziehen. Auszug daraus gratis und franco!
        <pb n="286" />
        Strob ⸗Hüte

in großer Auswahl
pfiehi billigst
Jermann PVischer.

4

Die Königl. Präparandenschule Blieskastel
eiert Mittwoͤch, 28. ds., des Nachmittags von 2* Uhr an
m Gartensaale des E. König dahier ihr
Maife st,
vozu hiermit die Angehörigen der Zöglinge, sowie Schul— und
Musikfreunde ergebenst eingeladen werden.
(Statt besonderer Einladung.)
Teibig, k. Hauptlehrer.

0
Waldparthie
* 0
Mittwoch den 28. Mai (vei günstiger Witterung)
Eröffnung der Wald-Anlage
bei Sengscheid,
wozu sämmiliche hiesigen Vereine und Familien höflichst einladet
Der Ausschuß.
NB. Der Abgang findet um balb 8 Uhr vom Bahnhofe aus statt.
Fahnenweihe
Sdes Männergesang-Vereins zu Veuweiler &amp;
Sonntag, den 25. Mai.

Punkt 120 Uhr: Enthüllung der Fahne und Festrede.
Von 227 Uhr: COCEDE unter gef. Mitwirkung
von 13 auswärtigen Gesang Vereinen
und der Bergkapelle Sulzbach, letztere unter Leitung des

Musumeissers Herrn Lindiner zu Altenwald.
Abends von 8 Uhr ab:
——
O Naberez besagen die Poaramme. —2
Zestpkatz hinter dem Rußy'schen Garten.
Fnrée für Ehneert 25 Pi. für Ball 1M. 26 pf.

Der VOrStAnd.

Wissenschafilich gebrüft u. beautachtet nν.
Doppelkräntermagenbitler,
nach einem alten aus einem Be⸗
edictinerkloster siammenden Recept
ibrizirt und nur en gros ver⸗

sandt von

D. PINGEL in Göttingen

Provinz Hannover.)

Der Benedrctiner ist bis
tzt das kostbarste Hausmittel uud
eßhalb in jeder Familie beliebt
eworden. Ver Benedictiner
nur aus Bestandtheilen zusam ·
engesetzt, welche die Eigenschaften
esitzen, die zum Wiederaufbau

eines zerrütteten dahinfiechenden
örpers unbedingt nöthig sind
zr ist unersetzlich bei Magenleiden, Unberdaulichkeit, Haͤmor⸗
rhoiden, Nervenleiden, Krämpfen, hageer, Hautaus⸗
te Athemnoth, Gicht, Nheumatismus
Schwächezuftanden, fowie bei Leber⸗ und Nieren leiden
und dielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Blut und vermehrt dasselbe
er entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
jelbfarbige Auge, die saffranfatbige Haut, macht den Geist munter und
frisch, ftellt die Harmonie des Korpers wieder her und verlaͤngert das
Leben bis zu seinem vollen Maße.

NB. Jede Flasche ist mit dem Siegel C. Pingel in Goͤttingen
erschlofsen und mit dem geschützten Etiquett versehen.

Preis à Il. von ca. 330 Gr. Inhalt 8 W. 80 Ff.
—Mu —V — 660 M D 6 M. 73 pf.
Bei 5, Fl. Verpadung frei. Bei 10 Fl. freie Verpacung u. 1 Fl. gra⸗
iis. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage. En gros
Versandt durch die Fabrik.

Attest: Herr Aloit Heiß, Tabakfabrikant in Aßling in
Oberbayern, berichtet: Meine Frau und ich fühlen uns nach dem Bene⸗
dictiner ganz frisch und munter, ebenso mein Freund Herr Jos. Dremel,
velchem ich 2kleine Flaschen Benedictiner uberließ, ist durch dessen Ge⸗
»rauch von seinem 2Zjährigen Leiden an Nierenverschleimung ꝛc. befreit
uind ny wir a unsern teructen Dank ꝛ⁊c. 6

iederlage in St. Inabert bei J. iedrich.

a Ina — J. Friedri
Druck und Verlag von F. x.

Bekanntmachung.
Die Verifikation der Maaße,
hewichte und Waagen pro 1879,
vird in nachstehender Weise im
Stadthause dahier vorgenommen.
Am Montag den 26. Mai für
das J. Viertel.
Um Dienstag den 37. Mai für
das II. Viertel.
Am Mittwoch den 28. u. Don⸗
nerstag den 29. Mai für das
LI. Viertel.
Am Freitag den 30. Mai für
das IV. Vertel.
Am Samstag den 31. Mai u.
Dienstag den 3. Juni
werden die großen Waagen an
den verschie denen Standorten
erificirt und Mitiwoch den 4.
Jani zu Schnappoach. 33
St. Inobeiu. 23. Mai 1879. Bei Kramer &amp; — Leipzig erscheint
Doe eeet: ATrDGitSStIBG.
Eckerlein. TAS. X7.
— — — — Zeitschrift in Monatsheften für leichte ele⸗
Sonntag den 285. Mai eee ehn e nene
i günsti i tiekxmustor in brihblantem Bunt-
er Wineruv⸗ farbendruek ausgeführt, sowie Hä—
Harm O niemusik lel⸗ und Filetmuster, Vorlagen für Weiß—
—*8 sigerei⸗ e Waffel⸗ und Strick⸗
dei 8 eu, Schi arbeit, Perlhaͤtelei ꝛc
ei Me athieu. Scieren. art aůnfache Ausgabe kostet pro Mo—
nat nur 16 Pjg. Reichswährung — 10 xr.
zfterr. Die Doppelausgabe erscheiut in
doppelt so großem Format als die ein—
ache und kostet das Doppelte.
—XEXDVVV
je drei Heste einer beliebigen Ausgabe
8 allen Buchhandlungen und Postan
alten.

vιNι—
Danksagung.
Für die zahlreiche Bethe's
ligung bei dem Leichenbegüng⸗
nisse unserer innigsigeliebten?
Mutter, Schwester, Tante und
3chwägerin
Emma Karolina Preher
geb. Schöffler,
'agen wir diermit unseren.
iefgefühllesten Dank. Wir;
bitlien der Verstorb⸗nen ein
liebevolles Andenkten bewahren?
zu wollen.
St. Ingbert, 22. Mai 1879
Die trauernd Hinkerbliebenen.
— AAHAnοο —XRE

* J
G 2. Auflage. Rreis 50 pf. Y
Die in dem iunftrirten Buche:

I Die Brust-und
Lur--o heitene
pfoylene Methode zur erolgreichen
Behandlung und, wo noch irgend
mõglich, zur schnellen Zuung obiger
Leiden hat fich tausendfach bewährt
und kann die Lectüre dieses ausge⸗
zeichneten Werkchens allen Kranken
nicht dringend genug empfohlen wer⸗
den. Preis 60 Pfg. ) — Prospect
vch Ch. Gobenlekttuer, Leipzig u. Lasel.

Prospect gratis und franeo.

Krieger-Verein.
Sonntag Mocgen, präcie
4 Uhr vom Vereinslokale ab
ilerho
Vorrethig in F. Gotthold's Aus slug nach ULeuweilerhes
dahandmg in ——&amp;æ mit Fahne und Musik.
e
—* ane i, —*8X Der Vorstand.
———— — — — 2 2000005
Vebersolig
für Sopran oder Tenor mit Llavierbegleitung
componirt von
Garlt Bobm
op. 251. M. 1.,50.
Dieses neuesto Lied des beliebten Componisten
Carl Bohm wurde in Berlin und Cöôln von renommirten
Sangern vorgetragen und stets mit stürmischem Applaus
begrüsst und da capo verlangt.

V.

2

—A —
ikalienbano—

— —
rosses Potpourri für Clavier 2u 2wei Handen.
Dieses in mitielschwerer Spielart arrangirte brillante Potpourri
enthait die sehöneten Melodien aus den dekanntesten neneren
Operetten, wie: „Flotte Burscho“ (Suppé) — „Zehn Madchen
ud bein Mann“ (Suppé), — „Das Pathenkind des Xõnigs“ (Vo-
gel) — „Der Seekbadett“ (Genée). — Fatinitza“ (Suppé). --
Mamsell Angot (Lecoeq). Das BPotpourri wird bereits von vielen
Capellen gespielt und findet überall den grösston Beifall. Jeder
Clavierspieler sollte sich diese achne, 14 Seiten Notendruck um-
asaende Musikpiece, welche in Prachtausgabo erschienen ist, an⸗
zchaffen.
DPreis nur 1 MATIS-
degen Vinsendung des Betrages versendet franco
II. Alexavder's Musikalienhandlung,
Pr. Stargardt.

2u beziehen :
perettenstrauss

X
Demest in St. Inghert.
        <pb n="287" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? m⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich vVviermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonue mentspreis betragt vierteljahrlich

AGc 40 BA einschließlich Trägerlohn ; durch die Post bezogen 14 60 H, einschließlich 410 4 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 8, von Auswaris
mit 15 — für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Naum, Neclamen mit 30 A pro Zeile berechnet.
SEonntag den 25. Mai

———
Deutsches Reich.

(Reichstag.) Nachdem derselbe in seiner Mittwochs⸗Sitz⸗

ung die Wahl des ersten Präsidenten vollzogen hatte, setzte er die
Berathuug des Zolltarifs Pos. 9 (Getreiderölle) fsort. Es war ganz
natürlich, daß das Resultat der Wahl lebhaft besprochen wurde und
daß somit der konjervative Redner Abgeordneier Dr. Frege sich
einer großen Aufmerksamkeit erfreute. Diese kehrte erst wieder, als
dex Abgeordnete Dr. Delbrück das Worl ergriff, um die vorgestrigen
einleitenden Bemerkungen des Bundeskommissars Tiedemann gründ⸗
ich zu widerlegen. Dr. Delbrüch wies mit der ihm beiwohnenden
Xuhe und Klarheit nach, daß einmal der Rückgung der Landwirth⸗
chaft nicht so außerordentlich sei, als er von den Vertheidigern der
Zolle geschildert werde, daß aber auch andererseits die Landwirthschaft
don ihrem Standpunkte aus nicht den allermindesten Grund habe,
ich für die Getreidezölle zu interessiren. Während dieser Rede er⸗
chien Fürst Bsmarck mm Saole, begrüßte zunächst den neuen Pra⸗
sidenten überaus freundlich, fo'gte alsdann aber den Ausführungen
des Dr. Delbrück sehr aufmerksant, sich ab und zu Notizen mit
jeinem historischen Bleistift machend. Nachdem der Redner geendet,
erhob sich Fürst Bismarck, nachdem er vorher, was auf eine lange
Rede deutete, einem Diener des Hauses den Auftrag gegeben, ihm
in Glas Wasser mit Cognae vermischt zu bringen. Und in der
That, der Kanzler hielt eine Rede, die über anderthalb Suunden
dauerte und in welcher er zur Unterstütung der Kornzoͤlle alle mög⸗
lichen direlt und nicht direlt dazu gehörigen Argumente vorbrachte.
Die Füllung dis Glases mußte mehrere Male erneuert werden und
»as Haus folgte mit gespanatester Aufmerksamleit dieser Rede, die
yom Kanzler sorgfältig vorbereitet war, da er in derselben eine
zroße Menge Zahlen und statist sche Notizen vorbrachte. Wie sehr
die Behauptungen, welche Fürst Bismarck in seiner Rede aufstellte,
Sensation machen mußten, dürfte wohl der Umstand beweisen, daß
derselbe unter Anderem bestritt, daß die Kornpreise mit den Brod⸗
preisen in irgend einem nachweisbaren Zusammenhange ständen.
Der Redner konnte es dabei nicht unterlasfen, wieberum die Lage
der Landwirthschaft als eine äußerst traurige zu schildern und da⸗
dei zugleich abermals der Grundsteuer zu Leibe zu gehen, die er
als das Hinderniß der Produktion von billigem Gelreide bezeichnete.
Bleich nachdem er geendet und während Abgeordneter Reichensperger
Olpe) unter völliger Unaufmerksamkeit des durch die Rebe des
dauzlers erregten Hauses sprach, verließ dieset das Haus. Fürst
Bismard betheiligt sich also eigentlich an den Berathungen, er
ommt nur, spricht und — geht. Das Haus verlagte darauf die
Fortsetzung der Beralhung auf Freiltag.

Die Kommission zur Berathung des Wuchergesetzes hat auf
Antrag des freikonservaübven Abg. Dr. v. Schwarze die Merlmale
des slrafbaren Wunaue ü ιια,- —Wer unter Ausbeutung
i.Rur'in Jerusalem wurde im Jahte 188 nhen eines Anderen
)rich Wilhelm IV. und der Königin Victoria gepr Aner Geldforder
aung des Bischofs wechselt zwischen den — bersprechen oder
ewuͤhren laßt, wlz von der Kongin Betoric Hich“ uberschreuen
und nach den Umstaͤnden des Fuuce“f ernaunte 39 Mißverhalt⸗
nisse zu der Leistung stehen, wird wegen Wug eue raft.“

Die Einbringung eines neuen Reichbeisenbahngesetzes
aach Ablehnung des alten st jeßl erfolgt. Der dem Bundesrathe
vorgelegte betreffende preuß sche Antrag geht zunächst auf Einsetzung
einet Kommission zur Auearbeituug eines Reichsgesetzes Über das
Eisenbahnwesen. Es handell sich um drei Gesetz ntwürfe, einen
olchen über die Eisenbahnen im Allgemeinen, dann einen Entwurf
über die Ertichtung eines Reichseisenbahnrathes, über die Errichtung
eines Verwaltungeschiedsgerichtshoses für streitige Eisenbahnfachen.

Ausland.

Paris. Faur die an der ostafrikanischen Küste gelegene
iranzösische Insel Reunion, welche durch einen Orcan verwüflet
vorden ist, bewilligte die Abgeordnelenkammer 500,000 Frea. —
Der Unterrichtsminister J. Ferry hat einen Gesetzentwurf Uber den
Nachweis der Befähigung zum Unterricht in den Volksschulen ein⸗
gebracht; vie Obedienzbriefe, durch welche die geistlichen Oberen
aisher den Mitgliedern geistlicher Orden das Recht zum Unterricht⸗
zeben ertheilten, verlieren dadurch ihre Werlsamkeit.

— —⏑——

London. England hat den mit einander Krieg führenden
Republiken Chile und Peru seine Vermilkelung angeboten.

Petersburg. Das „Journal de St. Petersburg“ er⸗
lärt die Behaupiung deutscher Blätter, Rußland habe Angesichts
des neuen deutschen Zolltariss mitRepressalien dei der Einfuhr von
Schienen, Eisen und Locomstiven gedroht, für falsch. Diese Frage
ei, sagt es, gar nicht erwogen worden ; Rußland habe niemals
eine Tarife durch Verträge gebunden und erkenne pei anderen
Slaaten dieselbe Freiheit an.

Athien. Ein griechisches Lager von 10,000 Manm ist bei
dapeno an der Grenze von Eperus gebildet worden, ein anderes
zager im Osten des Landes. Zwei Ciassen der Reserve werden
inberufen, wenn es noͤthig wird. (Wird aber wohl nicht nöthig
verden; denn es hat allen Anschein, daß die langwierige Zänlerei
wischen Griechenland und der Türkei uüber die Bestimmung der
brenze durch Vermittelung der Großmächte endlich zum Schluß
ommt.)
Bermischtes.

St. Ingbert. Nach der „Saarbr. Ziq.“ wurde am
Freitag in St. Johann in Folge polizeilichet Requisition ein junges
frauenzimmer von dier verhaftet. Dasselbe hatte zu Herresohr
inem Kinde die Ohrringe ausgehackt und war dann mit seiner
Beute nach St. Johann flüchtig geworden.

Zum FJeste der goid nen Hochzeit des deutschen Kaiserpaares
im 11. Juni d. Is. wird von den Gesangvereinen Berlins
ine große musikalische Feier vexanstaltet, bei der durch deutschen
Zßesang, durch deutsche Musik der herzlichen Freude über diesen
Tag Ausdruck gegeben werden soll. Das Festcomitoͤ erläͤßt an die
eutschen Sangesbrüder und an alle Vereine, in denen das vater—
andische Lied gepflegt wird, eiren Aufruf, in welchem dem Wunsche
lusdruck gegeben ist, daß sich im gamzen deutschen Reiche, in Stadt
ind Dorf, die Sänger an diesem Tage zu einer natisnalen
Zanges⸗Feier entschließen mögen und zwei Nummern des
Jrogramms durch ganz Deusschland gemeinsam sein zu lassen, und
war: „LKrum Lobe Gottes“ und Ein Gebet für den
daiser.“ (Ein Gebet für den Kaiser“ von Wilh. Pfeiffer
ür Männerchor, Schulchor und gemischten Chor. Verlag von Carl
Zimon, Berlin W.)

* Die bayerische Landwirthschaft verlor in
»em im Alter von 64 Jahten zu München verstorbenen Adam
RNüller, dem langiähricgen Gineralsekrekär des landwirthschafilichen
Zereins in Bayern, einen ihrer besten und ausgezeichnetsien Ver⸗
relet. Der Verlebte war von 1849 bis 1868 auch Maitglied
inserer Abgeordneteykammer. Auch auf dem literarischen Felde
ulwickelie er eine bemerker zwerthe Thaͤtigkeit, so daß schon August
Becker in seinem 1858 erschienenen Buche: „Die Pfalz und die
Pfälzet“ van Gerhardsbrunn auf der Sickthger Höhe, dem Ge⸗
hurtsorte Mullers, besonders hervorhob, „daß Herr Adam Müller,
»er berühmte literarisch thätige Landwirth, dort wohnt.“ Die
deiche des Verstorbenen wuürde bon München nach Gerhardsbrunn
ur Beerdigung üÜbergeführt.

—In Rinnthal fiel am Dienstag Abend das * jährige
Zöhnchen des Müllers Schaaf in die Queich und ertrank. — An
demselben Tage, Nachmittags, verunglückte ein in den 20er Jahren
tehender und bis jetzt unbekannter junge Mann bei Speyer auf
)em Rheine, indem sein Nachen umsqhlug und ihn in den Fluthen

begrub. — Am Miitwoch erhängte sich in der Nähe von Pir⸗
masens der 84jährige Gemüfehändier Schmenger von da, aus
Mißmuth über einen verlornen Proceß, wie der „P. Anz.“ berich⸗
et. — Tags vorher war im Walde bei Neustadit der schon
seit etwa 14 Tagen vermißte Schuhmacher Reich aus Wirzingen
erhängt gefunden worden.

tDie altlatholishhe Gemeinde Zweibrücken wählte wieder
heirn Ir. Kayser aus Mittelberbach als Delegirien zur dies⸗
‚ähtigen Synode nach Bonn.

In drei Siallungen der Stadt Pirmasens ist der
Utilzbrand ausgebrochen.

In Dürkheim hat sich ein Obstbauverein gebildet,
dem sefort 41 Personen beitraten.

—K
        <pb n="288" />
        In Lu g wurde gestern eine Frauensperson wegen dringen⸗
den Verdachts, ihr neugeborenes Kind umgebracht zu haben, ver⸗
haftet. (E lbote.)

Saarbräücden. Seit Erledigung des bischöflichen
Stuhles zu Trier sind in dieser Diöcese katholischerseits keine Firm⸗
ungen mehr vorgenommen worden. Es wenden sich daher, falls
jolche in Grenzorten durch außerpreußische Bischöfe stattfinden, vrele
Firilinge dorihin. Am sommenden Sonntag, den 25. d. M.,
verden viele Firmlinge aus der Saar⸗ und Biiesgegend nach Hom⸗
durg in der Pfalz sich begeben, woselbst der Bischos Ehrler aus
Speher firmen wird. Wie die „Saarbr. Zig.“ serner hört, wird
demnächsi auch der Bischof von Meßt resp. dessen Weihbischof in
Forbah die Firmung spenden und wird dann auch dort der Besuch
von Firmlingen aus unseren Staͤdten und deren Umgegend nicht
ausbleiben.
Sonntag den 29. Main
Eröffnung der SForscheni

——
AVis.

7Da mehrere Geschäfte
Schuh Waaren verkaufen,
ohne dafür besteuert zu sein, so
möze Ihnen d'es zur Nachricht
dienen daß, wenn sie nicht soe
fort den Verkauf d'eses Art kels
inftellen, der Steuerbehoͤrde zur
Aneige gebracht werden.

Mehrere Steuerzabler.

Zwei Lehrlinge mit der
ndihigen Schulbildung, welche
die Buchdruckerei erlernen wollen,
verden unter günstigen Be⸗—
dingungen angenommen vor

F. X. Demeß.

7

A
unter Leitung ihres Directors
Herrn Schadewitz.
Herrenschuh
mit mechanischem Verschluß,
Segelleinen-Schuh,
schwarz und melirt, für Herren,
Frauen, Mädchen u. Kinder bei
— G. Linnu.
Zu verpachten
ine Wi ese im Alment und ein
Nileeacker im Koth.
Michael Haas.
riefpa pier
mit Firma, zu Sesohãftsbriefen
in schöûnen veræierten
Schriften,
onogrumumnae, Visiten-
RKarteém eto., werden rasch
inã billig angefertigt in der 8 Gott
j „Vorräthig in J. Go oꝛ
Buob- und Stoindruckerei d gu
Deæm etæz- delae vasse ibe gegen 60 Pfa. in
. Ingbert. Zriefm. franco uberallhin versendet.
—A
1000 Stück zu... . Mli. 6,50 Pf.
Das Buch (48 Stuch zu. 40 pf.
sind vorräthig in der Druckerei vou
N. X. Demetæ.

— Die aus strategischen Gründe neuhergeftellte kürzeste Eisen⸗
zahnverbindung zwschen dem Reichslande Lothringen und der
Reichshauptstadt B erlin ist in ihrer ganzen Länge seit dem 185.
d. Jem Verkehr überwiesen. Ihr westlicher Ausläufer ist die
Moselbahn.
Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Demeb.
⏑—— —

jgt die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sieh besindende Glũoxa
ceeige von Samuel eclecher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat rioh
iureh seine prompte ã Ferchviegene Auszahlung der hier und in de
Imgegend gewonnenen Betrâge einen dermassen guten Ruf erworben
lase vir Jeden auf desen peatiges Inserat schon an dioser Stello auf
nerkssam machen.

IXXXI

Haupt-Gewi nui

ev.
AO00, OOO -
PVinladung zrur Ræetheiliguut an dem
Ge winmnn⸗ Ohanoenm
der vom Staate HUamhburg garantirten zrotsen
Geid- Lotterie, im weleher über
B Millionen 200, 000 Mar L
nieher gewonnen werdem misnn.

Die Gewinne dieser JortheilIhaftenm Geld Lotteris
welehe plangemũss nur 86, 000 Loose enthalt, sind folgende, nämlieh

her grosste Gewinn ist ev. 400, OOO0 Marx.

Prämie 250, 60 Mark, i' Gevinn a 150,000 Mark, 1 Gewinn x
100, o0o Mark, 1 Gewinn a 60,000 Mark, 1 Gewinn- 50,000 Mark,
2 Gevinne a 40,000 Mark, 2 Gewinnea 30.000 Mark, 5 Gewinne
a 285, 000 Mark, 2 Gevinne a 20, 000 Mark, i2 Gewinne a 15,000 M
i Gewino a 12.000 Mark, 24 Gewinne a 10, 000 Mark, 58 Gewinne 2
Z000 Mark, 2 Gewinne 2 600d Marx, 5 Gewinne a 5000 Mark, 6
Gevinne a 4000 Mark, 71 Gewinne a 3000 Markx, 217 Gewinnes
3000 Mark, 2 Gewinne a 1500 Marx, 2 Gewinnea 1200 NMarxk, 531
Gewinmne a 1000 Mark, 678 Gewinne a 500 Mark, 950 Gewinne
300 Mark, 65 Gewinne a 200 Marx, 100 Gewinne a 150 Mark, 24686
Gewinne a 188 Mark, 1400 Gevwinne a 124 Mark, 70 Gewinne a 100
Marx, 7300 Gewinne, 4 94 4. 67 Mark, 7850 Gewinne a 40 u. 20
Ait und Commen solehe in venigen Monaten in7 Abtheilungen 2u
icheren Eptacheidung.

Die erste Gewinnziechung ist amtlich auf den

1I. Und I12. Iuni d. J.
tfestgestellt und kostet hieren
as ganze Originalloos nur 6 Reichswarb,
ãas halbe Originalloos nur 3 Reichsmark,
ãas viertel Originalloos nur II/ Reichsmark,
und werden diese vom Stanate garantirten Originai
LGo ose (xeino verbotenon Promessen) gegen franirte EBin-
gendung des ,Retrages oder gegen PoOtvorselnuna
bet meh den entferntesten Gegenden von mir veraandt.

Jeder der Betheiligten erhait von mir neben seinem Original
Loose cuch den mit dem Staatswappen versehenen Original·Plan gra
tis und nach ctattgehabter Ziehung ofort die amtlicho Ziehupgeliste
unaufgefordert zugesandt.

Die Auszahlung und Vorsendung der Cewinngelder
orfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und untor etrengete
versehwiegenheit.

D5 Jede tung kann man einfach auf eine Postein-
ungstarte machen,
DE Aan wende eb daher mit den Aufträgen vertrauensroll ar
Samued eokscher sent.
Panq ier and Wechsel-Comptoir in Uamburg.

PDlie Gewinne
GIũcS- see der Btaat
ATZTGOIBRD. Erete Ziehung:
11. und 12. Juni.

A. gtrovolor in dt. Johann a. I. saar
Wwenen — Ecke der Bahnhof⸗ und Dudweilerstraße.
Gänzlicher Geschaäͤfts⸗QAufgabe
habe meine sämmtlichen Manufaktur— und Modewaaren einem
Zotalen Ausverkaufe
— zu sehr reducirten Preisen *

—

*

uusgesetzt.
A. Streveler, 21- Johann, Lcke der Babnbot- und Dudweilerstrasee
B. dαν Laden⸗sowie voll ständige Gas ⸗Einrichtung ist nach Näumung des Lagers billiast zu
——

Drudh und Derlag von F. xX. Demeß in St. Ingbert.
Sieru Illustrirtes Sonntaasblatte Nr 21.
        <pb n="289" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? m⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sountag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich
1AA 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 G60 , einschließlich 40 A Zustellgebüuhr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswäris
mit 15 B fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder ⸗eren Raum, Reclamen mit 80 — pro Zeile berechnet.
1879.

—2
Deutsches Reich.

Berlin, 25. Mai. Die Tarifscommission des Reichstages
berieth heute den Gesetzentwurf über die provisorische Einführung
oon Zollen (Sperrgeseze) v. Bennigsen beantragte, daß die Reichs⸗
regierung Sperrmaßregeln gegen ausländischen Wein, Tabak und
Roheisen schon vor der zweiten Lesung dieser Positionen des Zoll⸗
tarifs anordnen dürfe. Die Commission nahm Bennigsen's Antrag
hinsichtlich des Weins und Tabaks an, lehnte denselben aber mil
Stimmengleichheit bezüglich des Roheisens ab. Reichskanzleramts⸗
präsident Hoffmann hatte alle Gegenstäude, für welche die Regie⸗
rung die Zrovisorische Einführung von Zöllen wünschet bezeichnet:
Roheisen, Specereien, Consumtib lien, Mühlenfabrilate, Tabat, Thee,
Zucker, Kaffee und Petroleum.

Die „Koͤln. Zig.“ schreibt: „Bezeichnender konnte die De⸗
balte über die Haupt- und Entscheidungs-Position des Zolltarifs,
die Getreidezölle, welche den Reichstag nunmehr zwei Sitzungen
hindurch beschaftigte, nicht eingele tet werden, als durch den Ruͤck
tritt des ersten Präfidenten Max v. Forckenbeck von seinem hohen
Vertrauensposten geschah. Damit ist auch äußerlich in unsere
augenblichliche parlamentarische wie politische Lage volle Klarheit
gebracht. Was jetzt im Deutschen Reichstage geschieht, für das
und dessen Folgen wird nicht die liberale Partei, sondern wird die
Verein'gung der Uttramontanen und Conservativen die Verant—
wortung vor dem Vollke und der Geschichte zu tragen haben. Diese
Vereiniguug beherischt thaisächlich den Reichstag, so war es denn
schiklich, daß sie ihm auch den Vorsitz und die entsprechende oberste
Spite gebe.“

Bei der am 24. dfs. im Reichskag vorgenommenen Wahl
eines ersten Vizepräsidenten (an Stelle des jzurückgetretenen Frhrn.
o. Stauffenberg) wurden 301 Stimmzettel abgegeben. Frhr. zu
Franckenstein (Zentrum) wurde mit 162 Stimmen (bei 301
abgegebenen Stimmzettel) gewählt; derselbe nahm die Wahl dan⸗
tkend an.

Das Reichskags-Präsidium ist nun folgendermaßen zusammen⸗
gesetzu: v. Seydewitz (deutschkonservativ) Präsident, Frhyr. zu
Franckenstein (Zentrum), 1. Vizepräsident, Dr. Lucius (ireitonser⸗
dativ, deutsche Reichspartei) 2. Vizepräsident. Die nationalliberale
Partei, aus deren Reihen bisher die beiden ersten Präsidentenstellen
besetzt waren, ist jetzt im Präsidium nicht mehr vertreten.

Die FreitagsSitzung des Reichstags hat die wenn auch nur
borläufige Entscheidung in der Frage der Geirtidezölle gebracht.
Mit 226 gegen 109 Stimmen wurde der Getredezoll in der Höhe
der Regierungsvorlage aagenommen, ein Anttag auf Erhöhung des
Roggenzosles von 25 auf 80 Pf. dagegen mit einer Majoritat von
nur 12 Stimmen abgelehnt. Es ist demnach die Möglichkeit keines
wegs ausgeschlossen, daß in dritter Lesung sich diese Majotität in
rine Minorität verwandein wird.

Bei der Abstimmung in Socher des Gelreidezolls stimmten 5
ä l 3. Reichstagsabgeordneten nämlich die HH. Dr. Buhl, Dr.
GBroß. Jordan, Kail Schmidt und Dr. Zian (det 6. pfälz. Reichs
ags⸗Abgeordnete Herr Bolza fehlte) für die Torifvorlage (also
jür 25 und resp. 50 Pf. per Zentmer) jedoch gegen den Antrag
Mirbach, welcher die in der Vorlage enthaltenen Zolljätze noh be⸗
deutend erhoͤht wssen wollte.

Wie es scheint. würde der Reichskanzler sich bereit finden
assen, auf die vorläufize Einführung der höneren Tabalzolle einzu⸗
Fehen, aber nur unter der Vorausfetzung, daß der Reichstag auch
der vorläufigen Einführurg der Eisenzdlle seine Zustimmung er—
cheilen wũrde, was bis jetzt nicht wahrscheinlich.

Berlin, 23. Mai. Im ‚Reichsanzeiger“ wird heute das
Vesez über d'e Berfäl shungvon Nahrungsmittel
c. verlündigt. Die streugen Strafen, mit denen es Verfälschungen
and Feilhalten gefälschter Gegenstände didroht, werden hoffentlich
dem in dieser Beziehung eingerissenen Unfug kräftig steuern.
—Berlin, 24. Mai. Ver Kaifer empßng heute Nach⸗
mitiag um 42 Uhr den Präsidenten des Reichstages, v. —A
oeitz, und den Vizepräsidenten v. Franckenstein.

Berlin, 24. Mai. Der „Nordd. Allg. Zig.“ zufolge

trifft der Kaiser von Rußland am 9. Juni zu einem Aufenthalt
bon 4 bis 5 Tagen hier ein. Derselbe wird von den drei jüng—
sten Großfürsten begleitet sein und mit dem Herzog und der Her⸗
jogin v. Edinburg hier zusammen eintreffen. Saͤmmtliche russische
Bäste werden im russischen Boischaftshotel absteigen.

Berlin, 25. Mai. Fürst Alexander von Bulgarien ist
gestern hier eingetroffen und wird heute von Sr. Maj. dem Kaiser
empfangen. Nachmittags findet zu Ehren des Fürsten Hoftafel slatt.

NHussand.

Wien, 25. Mai. In Betreff der griechisch-türkischen Grenz⸗
frage ist ein vorläufiges Einvernehmen der Großmächte auf fol⸗
gender Basis hergestellt worden. Frankreich läßt den Vorschlag
der Abhaltung einer formellen Boischafter-Conferenz fallen, weit
derselbe große Schwierigkeiten bietet, nachdem eine Einstimmigkeit
kaum erreichbar und die Mächte die Majorilätsbeschlüsse perhorrtes⸗
ziren. Dagegen werden fämmtliche Botschafter in Konstantinopel
zu gleicher Zeit vermitteln, gemäß den prinzipiellen Vorschlägen
dezüglich der zu ziehenden Grenzlinie.

Paris, 24. Mai. Der Präsident der Republik hat durch
Dekret von heute wicderum 400 Commune-Verurtheilte begnadigt.

Kiew, 15. Mai. Ueber den am 12. Mai hier verhandelten
politischen Prozeß theilt das Journal Kyewski Gubernsly Wedo⸗
mosti“ folgende Details mit: Vor dem Kriegsgericht erschienen 14
Personen, darunter der preußische Unterthan Ludwig Brandtner,
inige Edelleute sowie Mädchen und Frauen aus den zöheren
Ständen. Die Anklage lantet auf Theilnahme an einer verbotenen
Besellschaft zum Zwecke des Umsturzes der Staatsordnung. Brandi—
ner und zwei Andere waren auperdem des bewaffneten Widerstandes
legen Polizeibeamte angellagt Zwei Angeklagte wurden freige⸗
prochen, Brandtner und ein Unbekanuter, welcher sich —AL
annt, zum Tode durch Erschießen verurtheilt, d'ie übrigen zum
Hetlusie der Ehrenrechte und Zwangsarbeit von 4 bis 14 Jahren
10 Monalen.
32eruuuutes.

Schnappbach, 25. Mai. Das von dem Pianisten
derrn, Frauz Litlerscheid aus Köln unter Mitwirkung mehrerer
Husitlräfte gestern Abend in dem Eisel'schen Saale dahier ge⸗
jebene Concert fand in allen seinen Theilen den ungetheiltesten Bei⸗
all. Es wäre zu wunschen, doß Herr Litierscheid den Musil—
reunden hier und den Nachbarorten dald wieder einen ähunlichen
zenußreichen Abend verschaffen würde.

rPirmasens, 24. Mai. Auch in Hengsberg ist itßzt
in einem Stall der Milzbrand ausgebrochen. (P. v)

x Die prolestantische Gemeinde Otterberg feiert am 3.
Juni l. J. den 300. Jahrestag ihres Bestehens.

fNeustadt, 23. Mai. Von Hrn. Kreuder wurde
gestern Morgen auf der Wolfsburg eine große Rin gelnatter
hyon der Lauge von 107 Centimeter gefangen und getödtet, ein
kxemplar einer Giftschlange, wie es von dieser Größe hier durch⸗
aus zu den Seltendeiten gehört.

f Landau, 24. Mai. Als Stifter des am 11. Mai im
Frankweiler Walde stattgehabten Brandet, wobei 8 Tagwerke ge⸗
wischt kastanien und kiefern Wald, 14 ähriger Bistand, abgebrannt
sind, wurde durch die Gendarmerie ein 15jähriger Bursche Adam
Wodei aus Franlkwe ler ermitlelt und der k. Staatsanwalijchaft pur
Anzeige gebracht. (L. A.)

fLandau, 24. Mai. Die Hoffnung unserer Winzer,
daß das kalte Frühjahr zur Vernichtung der Feinde des Wein—
stockes beigetragen habe, scheint sich nicht zu erfüllen. Wie die
„Ggl.“ berichtet ireten in der Gemarkung von Edenkoben die Reb—
sticher besonders start auf. Rasches und oft wiederholtes Ablesen
dieser kleinen Feinde unserer Rebenlulturen hat sich bis jatzt als
einziges Mittel bewährt. Selbstberständlich kann dasselde nur
helfjen, wenn es allgemein gehandhabt wird. (Eilb.)

Speyer, 28. Mai. Der hiesige Geflügelzuchtverein
vird am 29. d. M. in der städtischen Fruchthalle einen Geflugel⸗
marlt eröffeen. Derselbe beginnt Morgens 9 Uhr und werden
alle Arten Geflügel, als;: Hühner, Tauben, Perl⸗ und Truthühner.
        <pb n="290" />
        BPfauen, Enten, Gänse, Schwane ꝛc., sowie Sing⸗ und Zierdögel CXRRXV
zum Marhte zugelassen. Kranke Thiere werden zuröckgewiesen. 8 dio in e A unserer —5 nede
— Inrzeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat aic
Anmeldungen find bei dem J. Vorstande Herrn Louis Grohs hier durcuꝰ eine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in de
franco einureichen. mnegena gewonnenen Beträüte einen dermassen guten Ruf erworben
ia I Jeden xuf aesson heutiges Inserat schon an diesor Stello auf-
merksam maechen.

Für die Redaction verantworilich: F. X. Demeß.
Bekanntmachung.

Der Kallbrenner Johann Har ßz don Hecgendalheim hat bei
der umerfertigten Behörde um die Genehmigung zur Erbauung
Anes Kalkofens auf einem demselben gehörigen Grundstücge
Pl.⸗Nr. 1604 „hohe Kiefer“, Bann von Hedendalhem, nochgesucht
Dies wird andurch zur allgemernen Kenniniß gebracht mit dee
Aufforderung, etwaige Einwendungen gegen die projektirte Kall⸗
ofenanlage innerhalb längstens 14 Tagen entweder bei der unter⸗
jertigten Beyörde oder auf dem Bürgermeisleramte Ommersheim
anzubringen.
Eine Beschreibung und Zeichnung des Kaltofens sowie ein
Simationéplan können innerhalb der anberaumten Frist sowohl
hier, als in Ommersdeim eingesehen werden.

Zweibrücken, den 19. Mai 1879.

Kgl. Bezirksamt:
Damm.

2
Käse.

Dem derrn Johaun Schwarz jr. habe ich Limburger
äfe in Depot degeben und wird derselbe kistenmeise zum Tages⸗
preije abgegeben.

A. Allenspach, Kisevandlung en gros,
St. Johann a. d. Saar.

—IXEX F PDise Gewinne
p 7 GIiti CIXB- garantirt der Staat
⸗ AnZzig Prste Ziehung:
00.000 M- * 11. nod 12. Juni.
XEEXI den
GWVIiIAHh-OhATCOn
der vom Stante Hamburg garantirten grossson
Geid Lotterie, in welecher über
Millioneàm 200, O0O0O MATI
aicher gewonnen werden müssen.
Die Gewinne dieser vortheitIhaften Geld-Iotterit
nelehe plangemãss nur 86, 000 Loose enthult, sind folgende, nümlieb
Der grosste Gewinn ist er. A4O0 O. OVOO Mark.
Prämie 250, 000 Mark, 1 Gewinn a 150, 000 Mark. 1 Gewinn a
100, 000 Mark, 1 Gewinn a 60, 000 Mark, J Gewinn a 50,000 Mark
2 Gewinne a 40, 000 Mark, 2 Gewinne a 80. 000 Mark, 5 Gewluné
a 258, 000 Mark, 2 Gewinne a 20, 000 Mark, 12 Gewinne a 15,000 M
i Gewinn a 12,000 Mark, 24 Gewinne a 10, 000 Mark, 5 Gewinne -
000 Mark, 2 Gewinne c 6000 Mark, 54 Gewinne 2 5000 Mark, 6
Gewinne aà 4000 Mark, 71 Gewinno a 3000 Mark, 217 Gewinne:
32000 Mark, 2 Gewinne a 1500 Mark, 2 Gewinne a 1200 NMart, 53)
Gevimo a 1000 Mark, 673 Gewinne a 500 AMark, 950 Gewinne:
300 Mark, 65 Gewinno a 200 Mark, 100 Gewinne a 150 Mark, 24656
Gewinne a 138 Mark, 1400 Gewinne a 124 Mark, 70 Gewinne à 100
Marx, 7300 Gewinne a 94 u. 67 Marx, 7850 Gewinne a 40 u. 26
tt unã TCommen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen 20—
aicheren Entscheidung.
Die erste Gewinnziehang ist amtlich auf den
LI. uUMd IS. Juni d. J.
festgestellt und kostet hierzu
das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,
das halbe Oricinalloos nur 3 Reichemurk,
das viertel Originalloos nur It/ Reiclsmark,
und werden diese vomni Stante gurantirten Original⸗
LoGose (reine verbotenen Promessen) gerαν srankirte Kin-
dendung des Hetrages oder zegen FOSIVOFrBRCIIIISB
elbet nach den entferntesten Gegenden von inir versandt.
—— Original
Loose naeh den mit deimn Staatswappen versehenen Original-Plan gra
tis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtlieho Ziehungsliste
unaufgefordert zugesandt.

Die Auszahlung und Vorsendung der Gewinngelder
rfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter atrengsto
Versehwiegenheit.

α Hε—ung kann man einfach auf eine Posstein ·
zIungskarte machen.
dim vende vien daher mit den Auftrũgen vertrauensvoll an
Samuel heoksoher sen.
Banduier und Wechsel Comptoir in Unmburg.

Soeven ist erschienen: ** *
„Der gute Kaiser Mar!
Historische Erzaͤhlung von
Ednard Josl.
Elegçant ausgestattel, 286 Seiten starkl. — Preis 2 Mark.
Eine der schönsten Thaten des ritterlichen Kaisers Maximilian J.,
deren kein Biograpy dieses edlen Monarchen gedenlt, bildet den
Hintergrund der odigen Erzählurg. Am Ostermontag des Jah⸗
Fes 1508 hielt Kaiser Maximifian J. seinen freierlichen Einzug in
die anstige freie deutsche Reichsstadt Landau und am
folzenden Tage vollzog sich die aagedeutete That, welche der Be⸗
bolnrrung den Inbeiruf auf die Zunge drängte: „Der gute
Kaiser Mar!“
Die Kolmsche Zeitung“ vom 9. dä. Mis.. Rr. 128. U.
Blott, schreibt über ob ge Erzäblung:
„Eduard Jost hat uas wicder eine —X
dung geschenlt, welche alles Lod verd'ent, weil sie nicht nur in
der Form gefällig, sondern auch in ihrem Gehalt durchaus gesund
ist. Während ein anderer Pfälzer, der sich nach seinem Pfaurdorfe
Bolanden nennt, sich dariu gefällt, das Zeitalter dir Refor mation
anzuschwärzen und zu verleufeln, entwirft Jost seine historischen
Bider, wie es sich füc einen guten Erzähler ge sent, in heiterer
Ruhe ohre jede kraäulliche Adsi hilichtert. Wie sein Christlich oder
popstlich? ist auch sein neuestes Wet: „Der gute Kaiser
Max!“ eine daulensweithe Gabe.“
Tie Etzählung ist in jeder Buchhandlung zu haben.
Landau. D'e Berlagshandlung.
Ser ungünstigen Wit-· errenschuh
D terung wegen ist wit schug
die morgige
.ESegelleinen-Schuh,
Waldpartio schwarz und melitt, für Herren,
Frauen, Mädchen n. Kinder der
— fgeschoben. G. Linn.

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Druck und Verlag von F. X. Demes in St. Inguet
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5523852 228 22 —22322 — 22 22822 252928 422 2
533355 —8 833353 538 53532 338558 353 585
8 — 53 *22 — — F 8 E 22 322 32 —
2552* 475 — 2— ——— 27375 xz255 53532
82 7 2 35 2* 2 5 — 2 — 55 * 50 —555 625
8 2 * 22. 5288 3
zsszes5 — 533 *32.73 1353332 z28s53 3 32838
v 2 —2 — 2* 3 ———
5*55283 2. 2 36 23r — ———— — 52 5*22—
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82 533— — 52283 27328*8 — 52235 53 22 53 — — —
2222 * ¶ 2 222 e v 3 —— Sa 7 8 2 55ñ2 2*225
* 2* —— 528 22 —2 — — — — v
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—25253 7 —A— 8 —* 2 A 2 58 25 22
8 —A 5 ——— 838 758* 53 25352 5532535 *
22827 553 3353 53322823 3—3—33832 23333535533233—
25538535f5s Z25 3388 532383 533233 83535—2385853336
258 5 2 — — 53552528 * 5283 5
—A— 253 2333355 532523338—28352535
—A— —825353—385322 *72 2523 32 2855323*323
5223222 3 * 2 — 2 2. * 5 * * — 28
358 35 —25———3—338 228-—332 3537535322322
—AE —52 21232 — — —25282352—— 2 5. — 358332327 *
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3355 —28 23522353
22 — 2 333 73
22 S. 5* 2 3252
33252 2 85 27 1277
5355 33338 337258
A22 — 2533 2 — 52
3 —A — — * A
2* —— — 2 cvc 25 *
28273 ———— 828 558
2233 33525 —23535
35 6 253232 02 &amp; 5
23 52 * * ——— —
—— — 5232356 2752
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        <pb n="293" />
        St. Ingberler Nmzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich/ m dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Eei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich

1A 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 M 60 H, einichließlich 10 4 Zufiellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 D, von Auswarts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 — yro Zeile berechnet.
M B84. Donnerstag den 29. Mai

is
Deutsches Reich.

Berslin, 27. Mas. Der Reichstag berielh heute das
Sperrgesetz und nahm den F 1 in der von Windthorst (ultramon⸗
tan) beantragten Fassung an, wonach die Zölle für Roheisen, Ma⸗
kerialwaaren, Spezerei: und Conditor⸗Waaren, Consumtibilien, Tabal
und Petroleum durch Anordnung des Reichskanzlers in dechenigen
Hdhe vorläufig erhoben werden können, welche der Reichstag bei der
zweiten Lesung des Tarifgesetzes oder des Tabakgesetzes genehmigt
dat oder noch genehmigen wird. (Windthorst hat sich dei dieser
Gelegenheit aiso als nüßzlicher Parteigänger des Reichskanzlers er⸗
wiesen. Die Reichssstagscomm'ission hatte blos für Tabak und Wein
das Sperrgesetß in Kraft treten lassen wollen; Windthorst hat dem
Reichsklanzler noch ein Paar Artilel mehr verschafft, auf die derselbe
besonderes Gewicht legt. Für solche Dienste wird die Gegenleistung
wohl nicht ausbleiben; Minister Falk wird die Zeche ju zahlen
haben.) Nach der Abstimmung über den Windtho st'jchen Antrag
irat Fürl Bismarck in den Saal. Der Rest deß Sperrgesetzes
wurde dann nach den Anträgen der Commission genehmigt.

Berlin, 27. Mai. Die Commission des Reichstags für
die Tabaksteuer lehnte die Steuersatze der Regierungsborlage von
120 M. für ausländischen und 80 mN. für inlandischen Tabak per
100 Kilogramm mit 24 gegen 2 Slimmen ab und nahm dagegen
die don den Centrumsmiigliedern Graf Galen und Gielen dean—
kragten Steuersätze von 60 M. resp. 25 M. mit 17 gegen 9
Stimmen an. Die Vertreter der Reichsregierung hatten vorher
diese letzteren Steuersätze als unannehmbar ertlärt. Eine ganze
Reihe anderer Anträge, in denen die vorgeschlagenen Zollsätze zwischen
denen der Regierung und denjenigen der obengenannten Antragsteller
lich bewegten, wurde abgelehnt.

Aussland.

Die „Italie“ versichert, der Papst bereite einen Brief an den
staifer von Deuischland vor, in welchem er seine Grarutatidn
zur goldenen Hochzeitsfeier ausspricht, gleichzeitig
die Notowendigkeit eines Friedensschlusses auf der Grundlage der
Beziehu gen vor dem Jahre 1873 betonend. —

—A Duieper
der Fähnrich des 42. Insanterie-Regiments, Fürst Dulgornkoff, als
keiche aufgefunden wurde. Der junge Fürst hatte in der Brust
eine Schußwunde. Man glaubt allgenein, daß hiee ein politischer
Mord verüdt wurde.

vetheiligen. Außerdem wurde bei namentlicher Abstimmung der
rinstimmige Beschluß gefaßt, unter Wahrung der Selbstständigkeit
des Pfälzischen Verbandes und unter Aufrechter haltung der Zuge⸗
hörigleit zur „allgemeinen deutschen Kriegerlameradschaft“ dem
unter dem Protektorate unseres Konigs slehenden baher. Krieger⸗
und Kampfgenossenbunde als „Pfaͤli. Kampfgenossenschaft“, d. h.
als geschlossenes Ganze, beizutreien. Um die Kosse des heimath⸗
lichen Verbandes zu Unterstützungen an invalide serieger ausgie⸗
biger zu machen, sollen die Pfälzischen Musik- und Gesangvereine
gebeten werden, Wohlthätigkeitskonzette u. j. w. zum Besten der
Unterstützungstasfse abzuhalten. (Kais. Zig.)

fKaiserslautern. Zu der im nächsten Jahr hier
zu veranstaltenden ersten pfälz. Ausstellung von Lehrlings: Arbeiten
hat Regierungspräfident v. Braun einen Zuschuß von 200 Mtk.
aus dem Fond zur Unterstützung der Geweibe in der Pfalz für
Preise bestimm.

Am lommenden 1. und 2. Juni findet eine allgemeine
pfälzische Turnfahrt nach Dahn⸗Weißenbur g statt. Die
vorderpfälzischen Vereine sammeln sich am 1. Juni 5 Uhr Nach⸗
nittags in Hinterweidenthal, gehen direlt auf den über —XRWW WVùTesXe
genen Jungfernsprung und beziehen dann Rachtquartier in Dahn.
Um Pfingstmontag früh 4 Uhr ist gemeinschaftlicher Abmarsch nach
der Wegelnburg übher Bruchweiler, dumbach, Schönau, Notihweiler.
210 Uhr Aufbruch auf Wegelnburg, Marsch über Nothweiler,
Bobenthal, Germanshofen nach Weißenburg. Heimfahrt von da
3 Uhr 3 M. Nachmittags.

Dürtheim, 27. Mai. In den Waldungen an der
oberen Isenach zeigen sich im heurigen Flugjahr (alle vier Jahr)
Unmassen von Maikäfern. Eine einzige Sammlung im Revier
hardenburg ergab deren an 300,000 Stüd. (Durto Anz.)

FNeustadt, 25. Mai. Die heute hier zusammengekom⸗
nenen Vertreler der Gewerbevereine von Speyer, Kasserslautern,
dudwigẽhafen, Zweibrücken, Neustadt, Frankenthal, Grünftadt, Kirch⸗
deimbolanden und Bergzabern sprachen sich dahin aus, daß die
xrrichtung sachgewerblicher Körperschaften (Innungen), aber ohne
Beeinträchtigung der Gewerbefreiheit und Freizügigleit, förderlich
vare, daß dieselbe dem freien Zusammentreten der Geinerbedetreiben⸗

den anheimzustellen, daß Betheiligung der Gesellen hierbei im Ali⸗
zemeinen wünschenswerth sei, daß die Innungen das Recht haben
'ollten, das Lehrlingswesen sowie die Fadschulen zu überwachen.

fLandau, 28. Mai. In der gestrigen Sitzung den
Zuchtpolijeigerichtes wurde gegen 2 Wirthe von Edesheim und
einen von Diedesfeld verhandelt. In den Wirihschaften der Ge⸗
nannten war nach dem 1. Januar dieses Jahres noch mit Karten
zespielt worden, welche zwar den baherijchen, nicht aber den Reichs⸗
dempel trugen. Auf eifolgte Anzeige verhängte das Oberzollamt
eine Strafe von je 500 M. für jedes Kartenspiel über die drei
Wirthe, so daß Schwarz sür 2 Spiele 1000 M., Vogt und Glaser

jüür je ein Spiel 500 M. zu jzahlen hatten. Jeder der Misspie⸗
jenden wurde zu 80 M. verurtheilt. Die Wirthe appellirten. Eilb.)
T. Speiser, 28. Mai. Die „Sp. Zig.“ schreibt: Der
durch die Affaire Sicken in weiteren Kreisen bekannt gewotdens
Unterofficier Pude befindet sich zur Jeit in Speier commandirt zu
den Jufanterie⸗Pionier⸗Uebungen. (Dadurch erweist sich die neu⸗
iiche Nachricht der Fikf. Jig.“, et habe in Würzburg die Ein—
ährigen⸗Freiwilligen einzuegercieten, ais falsch.)
tSulzbach. Ein sqreclichet Unglücksfall ereignele sich
am Dienstag Nachmittag auf der 8. A
veiler, indem 5 Bergieute durch schlagende Wetter so verbrannt
vurden, daß sie augenbliclich ihten Tod gefunden. Die Verunglückten
AUnd sämmilich Familienväter. —A

f Fraakfurter Blätter berichten von einer in Frank⸗
furtt a. M. in diesen Tagen verstorbenen Magd, die v1 Jahre
in einer und derselben Familie gedienl hatle. Das Dienstbuch,
vesches ihr 1838 auegestellt wurde, trägt nur den Namen einer
hertschaft, die sie eia⸗, aber nicht ausschrieb, da der Tod sie im
Aller von 87 Jahren aus dem Kreise der Fanilie, welcher sie ihr
janzes Leben gewidmet, abrief.

tStuttgart, 16. Mai. Vor dem koͤnigl. Ohertribunu

Nerunisqtes.

Si. In abert. (Eingesandt.) In der am 27. d. Mis.
staltgehabten Stadtrathssitzung wurde dem Stadtrathe von einer
hoöͤchsten Eutschließung des igl. Staatsministeriums — die Her⸗
stellung der erforderlichen Amisrdume bei den Gerichten der Pfalz
betr. — seenntniß gegeben, in welcher im Hinblicke auf das zu
gewartigende Reichs · Strafvollzugs Gesetz von der Annahme des An—
erbietens der Gemeinde St. Ingbert Abstand genommen wurde
mit dem Vorbehalte s. Z. auf das Entgegenkommen der Gemeinde
St. Ingbert, insoweit der Erwerb eines geeigneten Bauplaßzes für
ttwaige Reubauten in Betracht gezogen werden follte, zurüchzu⸗
lommen.

FPirmasens, 27. Mai. Gestern Abend ungefähr um
acht Uhr wurde auf der Fehrbacherstroße unweit des Straßenwärter⸗
hauses, oberhalb hiesiger Stadi, der Maurer Joseph Jennewein
von Fehrbach, etwa 26 Jahre alt, erstochen. Ueber die Ursache
berlautet noch nichts Sicheres. Die Gendarwerie verfolgte fofort
die Thäter und verhaftete im Orte Petereberg drei Burschen, welche
noh in der Nacht hierher verdracht wurden. (P. a.)

fKirchheimbolanden, 23. Mai. Heute fand
dahier der 10. Verbandstag der Psalz. Kampfgenossenschaft ftatt.
Lertreten waren circa 80 vereine aus allen Theilen der Pfalj.
Von Beschlüssen, die allgemeines Interesse haben, heben wir hervor,
daß der Verband sich auf dem allgemeinen Kriegertage zu Magde⸗
zurg durch eines seiner Vorstandsmitglieder verireten lassen wird.
Fbeaso wird fich der Verland auch bei der nach Frankfurt einbe⸗
ufenen Versammlung, um eine Vereinigung aller deutscher Krieget ⸗
Berbande unler dem Protectorate des deutschen Kaisers zu ergielen,
        <pb n="294" />
        ier kam gestern nach der „W. Lzig.“ ein seltenet Fall zur Ver⸗
Zandlung. Ein hiesiger Architelt hatte bei einem von ihm ausge⸗
hrten Bau den Voranschlag nur um 20,000 M. übeischritten.
Ddas wäre nun nichts gar zu Seltenes. Daß der Bauherr sich
er unter keinen Umständen zur Zahlung der Mehrforderung ver⸗
dand, der Architekt klagbar wurde, der Proceß bis vor's Obertrebunal
sam und der Acchitekt mit seiner Forderung abgewiesen wurde, so⸗
mit 20,000 M. aus seiner Tasche zulegen muß, das ist gewiß
ebenso selten, als interessant.

pWürzburg, 21. Mai. Das Militärgericht verurtheilte
den Leutenant Schenk v. Geyern wegen 66 verschiedener Mißhand⸗
lungen ihm untergebener Soldaten zu 2 Jahren Festung und Dienst⸗
entlassung. (Der Verurtheilte ist 33 Jahre alt und verherrathet.)

Munchen, 23. Mai. In der heutigen Sitzung ded
Schwurgerichts wurde der Gutsbesitzer Ernst Frhr. von Linden
wegen Aufforderung zum Hochverrath, Beleidigung des Deulschen
aisers und des Reichskanzlers, begangen in der von ihm verfaßlen
Broschüre: „Die Wiedergebutt des Deutschen Reiches“, zu 4 Jah en
Festung und 8 Monaten Gefängniß, der Buchdändler Schabelit in
Zürich wegen Theilnahme an diesen Handlungen zu 15 Monaten
Festung und 3 Monaten Gefängniß verurtheilt.

FMunchen. Vor dem oberbay rischen Schwurgerichte
stand abermals eine Verbrecherbande, welche mit einer Reihe von
Missethaten, als Raub, Mord, Diebstählen ꝛc., belastet ist und ihre
Verbrechen theils im südlichen Bayern, theils in Oesterreich zur
Ausführurg brachte. Theilweise bereits zu schweren Kerkerstrafen
verurtheilt, duchten sich die Angeklagten bisher meistentheils durch
Annahme falscher Namen denselben zu entziehen, und dies war auch
meistentheils der Grund, weshalb bei vorhandenem Verdachte mehr⸗
fach die eingeleiteten Untersuchungen wieder eingestellt wurden.
Durch das am Mittwoch gefällie Urtheil wurden 2 der Angetlagten
zu lebenslänglichem, 1 Angekl. zu 12jährigem und 1 Ungell. zu
tjaͤhrigem Zuchthaus verurtheilt.

pMünchen. Der „Baher. Kur.“ schreibt: „Wir haben
aus der .Münchener Korrespondenz die Nachricht entnommen,
zaß der jugendliche Sohn eines höheren Officiers, des Obersten
Frhrn. v. F. in Banbkerg, dreimal auf seinen Vater geschossen
Jabe und von diesem mit dem Säbel schwer verwundet worden,
Juch der Verletzung bereits erlegen sei. Von authentischer Seite
pird uns nun mitgetteilt, daß die ganze Erzählnng vom Anfang
zis zum Ende rein erfunden ist.“ IIn litzier Zeit wuchern leider
derattige „Empfindungen“ foͤrmlich.)

7Das k. Oberbergamt in R'ünchen beabsichtigt im Laufe
des Sommers die bereits in den Vorjahren begonnene geognostische
Aufnahme eines Theiles der Psatz und zwar haupisächlich in den
Diftticien der k. Bezirkaämter Zweibrücken, Pirmasens, Homburq,
usel, Kaiserlautern und Kirchheiibolanden sortzusezßen. Die be—
üglichen Arbeiten werden unter der · Leitung des k. Oberbergraths
Dr. Gümbel, von den Assistenten Dr. von Ammon, Dr. Gerster
Ind den Volontär Dr. Oebbeke vorgenommen werden.
sBochum, 21 Mai. Gluck im Unglüdh! Die hiesige
Westf. Zig.“ schreibt: Einen glücklichen Fall that hier vorgestern
zr Baufuͤhrer X. St. Derselbe war vor etiva Jahresfrist bei
inem Sireite am Halse gewürgt worden, wodurch sich die Siimm⸗
dänder so unglüclich verquetschi oder festgeseht hatten, daß er die
Sprache verlor. Durch einen Sturz von der Le'tet erlangte er
borgesiern seine Sprache wieder, weshalb er den unerheblichen Koͤr⸗
derschaden, den er dabei erlitien, wobl leicht verschmerzen wird.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 4. Juni
1879 des Morgens 9 Uhr,
n der Wohnung des Johann
Sschweutzer, Schuster in
St. Jugbert, werden fol⸗
gende Gegenstände gegen gleich
zaare Zahlung im Wege der
Zwangsvollstreckung durch den
ür terzeichreten versteigert wet⸗
din, als:
2 Kleiderschränke, 1 Pfei-
serschränkchen, J runder Zu—
legtisch, 4 Rohrstühle, 1
Züchenschradk, 1 Tisch und
Wasserdank, 1 großer Blech⸗
hafen, dann Leintücher,
Hand!ücher, Bettüberzüge
und sonstige virschiedene
Utensilien.
Blieskaftel, 28. Mai 1879.
Der k. Gerichtsvollzieher.
Wolmũ.

Danksagung.

Für die zahlresche Wihet
igung an dem Leichenbe—
zängniß unserer innigstge-
i bien Tochter, Schwester
und Schwägerin
Lottchen Becker,
sowie für die vielen Beweise
herzlicher Theilnahme sagen
vir hiemit Allen unfern
tiefgefühlten Dank und ver
binden damit die Bitte, der
Verblichenen ein freundl ches
Andenken bewahren zu wollen.

Zweibrüchen u. St. Ing⸗
zert, den 29. Mai 1879.

Die tiestrauernde Familie

Beder.

Stationsbeklebzettel
illigst bei F. X. Demets
Fruck und Verlaa von F. X.

4 Die 23. allgemeine deutsche Lehrerversammlung wird vom
3. bis 6. Juni (Pfingstwoche) in Brau nschweing stattfinden.

p Berlhin. Eine von einem Beamten der Reichsbank,
Zaedina, eingegangene Wette, binnen 6 Monaten 2 Millionen
griefmarken zu sammeln, ist von demselben gewormnen worden. Es
ollen sogar 2,300,000 Marken gesammelt worden sein.

p die „Pos. Zig.“ erzählt folgenden Vorgang: Bei einem
Wirthichafts⸗Inspctor auf einem Dominium bei Obersitzko im
achbatkreise von Samter klopfte vor Kurzem ein „ar er Reisender“
im. um ein Almosen bittend. Einem eigenthümlichen Umstande
zatte es der Reisende zu doordanken, daß ihm hier eine äußerst
msländige Aufnahme zu Theil wurde. Die Frau des Hauses näm⸗
ich und deren Töchter hielten unseren Reisenden für einen Geist⸗
lichen, welcher, da er blos deutsch sprach, aus Schlesien sein konnte
und ihrer Meinung nach wegen Uebertretung der Maigesetze aus
eirer Heimath verwiesen war. Fs wurde nun beschlossen, dem
irmen Geistlichen ein anständiges Frühstück zukommen zu lassen.
Derselbe lonnte aber natürlichet Weise nicht in der Küche abge⸗
peist werden; deshalb wurde er in d'e gute „Siube“ geführt, wo
r auf dem Sopha Platz nehmen mußte. Die Frau Inspeltor
nachte sich, gleich Martha, diel zu schaffen, um einen solch seltenen
hasi auf das Beste zu bewirthen, während die Tsbier sich mit
him ehrfurchtẽvoll unterhielten. Dem Gaste kam die Geschichte
war fehr seltsam vor, er zeigte aber keineswegs eine Spur von
Herlegenhtit, sondern that sich recht gütlich nach Herzenslust. Als
r seinen Mazen gefüllt hatle und nach einigen Kratzfüßen und
‚schönen Dank“ sich bequemte, aufzubrechen, kam die gastfreundliche
Frau Wirthin aus der „kleigen Sltube“ und wollte dem unschuldig
Zerfolgten noch ein blankes Fünfmaristück als Zehrpfennig in die
dand drücken. Dies bemerkie eine der Töchter, und indem sie der
Nutter ein Zeichen gab, die Spende noch zurückzuhalten, wagte
je es, den geistlichen Gast zu fragen, wer er denn eigentlich fei.
„Ich bin ein armer Schneidergeselle,“ antwortete der Gefragte kurz
ind etwas verlegen. Verblüfft sahen die Gastgeber das geistlich
zussehende Schneiderlein an, freuten sich aber, als dasselbe bereits
die „gute Stube“ verlassen haite, über dissen Aufrichtigleit, welcher
sie es verdankten, daß die Frau Mutler fünf Maͤrlt in der Tasche
zehielt.
Jienstesnachrichten.

Dem kgl. Obersöcker statl Ludwig v. Besnard zu Zwei⸗
hrüdken wurde in Rücksicht auf seine 80 Jahre lang mit Treue
ind Eifer geleisteten Dienste die Ehrenmünze des kgl. baher. dude
pigtordens allergnädigst verliehen.

Marklderichte.

Homburg, 28. Mai. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
11 Mod ppf. Korn 8 M. — Pf. Spelzkern — M. — Pjf., Spelz M.
pf., Gersie 2reihige — M. F f. Gerste 4reihige O M. — Pf. Hafer
3 M. 67 Pf., Mischfrucht 8 M. 535 Pf., Erbsen O M. — Pf., Wicken
I. — pf. Bohnean — M. — Pf. Kleesamen — M. — Pf., Korn⸗
rod 6 Pfund 72 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch 60 Pf.,
kindfleisch 60 Pf., albfleisch 40 Pf., Hammelleisch — Pf., Schweinefleisch
‚0 Pf Vutter Pfund 1 WM. 15 Pf., Kartoffeln per Cir. 3M. 60 Pf.

Kaiserslautern, 27. Mai. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Peizen — M. — Pf., sKorn7 M. 90 Pf., Spelzkern — M. — Pf. Spelz
M. 17 pPf., Gerste 7 M. 36 Pf., Hafer 7 M. 81 Pf., Erbsen 10 M.
— ppf., Widen 0O M. — Pf., Linsen 0 M. — Pf., Kleesamen — M. —
gf., Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 68 Pf., 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
3 Pfund 39 Pf., Butter per Pfd.ol M. 10 Pf. Eier 2 Stück 09 Pf., Kar⸗
offeln per Ceniner 4 M. 2. V. Stroh 1 M. 80 Pf. Qeu 1 M. 80 pf.

Aon bero ilworilich: &amp;. X. Deme:

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Anlehens Loosen.
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22 222 2222 — 523255 55 — 5
* — * 2 225 * —z—*2—52 55582 28* 552553 25.55 34
—E——— 538 52 — z25 55 —55 22 — 23833 38
DD* — — — 22 — — — 3 28* * ⸗ 3 — —
3 — 3228 5 — —X 2 * 8 RA8 — SE
22 2 5 —5— 28 —X ——— 3 * — 2— * — —
— 8* 2 531 0 * 2 222* 28 —E — 222 222 22 —87
2* 2 3 5 * 272 28 * 3 25 5 233236 **· 5
— — 2 2B53 8 *
323 ẽ 882 —25 553 3,252 2535 238375373
5532 8. 8 — —3 85 235 ⁊ * s 5 22 — ———
22. 22 —22 —— — 7 5 3 *7338
— 0 55 — — 855* F5* 538— 8 2 28* — —
255 22 225 A———— 588 c— S S. s5*82353 555 35232
—2 * 3— * * —32 — ⸗— *8
285 — 227 3 8 —5 5 28
25332. 53 53 258 25383 535 3 — 53352358. 53236 *
—5* 2 2 252 —22—4 —* 282 —— 238238
238535 —A — 35557233 327 3332 * 3 3538 3— 2358
— — — — — 8 2 5 ——
55 8 — 533 553 * 58838 — E 553238
503 — * —.2 23 525 *2 — * —325 322 2 758 —
— 2 7*
——— 523z8 33 z3255 522538 —585. 33 85363333535 —35385
* 532 2* e ¶ z3 222 — — 2 25
2 — *5 — — 5— 5352232 852 s—228
— 328 — 2 2 —à25252 3 5 * *
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—— —2 58 —8 2 e — * 38 —û —*2 — — 8 s5 5 2 22
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—— —* 22 822. 2*8 22 —2ECA 22 8 285
— 32 —55 57 —e— 55 28 * 52 8 —
* — 2 S 2 O T 25* * *8 2* 2555 8* —
22 5 32233 EE 3 Ez s532 2 — — 558*2 22 538 282* *
*— 2—357 2.2 5 * 3 —3 22 »— 3 5828 —— 3 2222 — 58288.
533 8 58 B37c— 335287 — —325* S5 — —— *Gs8
43353738838386885 3337848
234 3 3* ——— »z1323 5»522 5237 528 8
G53228 * 2 54722624 * 5* 25 — 8 3 2 2 *
22 74 2 3 — * 3 2 — —22
— — — * 23 25* »3 638 5
— 252 8 ⁊* — D
—22 πÇôαäy,
— :533 2 — 235 2555
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S 353—5332S3S35—53233 83 35 — *2 — 3* 2758
—255 5235 5*53 2 23 — 2 2.
25 53385 —35 35 3 535353 73 2 868 35355
——E2— 22 8 —— 22 — 7 228 — 2 * m32
2225 * —522852 * — — 8 — — 325
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        St. Ingberler AAnzeiger.

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Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich; m⸗ dem Hauptolatte verbundene Unierhaltunczblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

age) erscheint wöchentlich vViermal: Dieunstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuementsvreis beträgt vierteljahrlich

lA 40 2 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 AM 60 H, einschließlich 410 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 , von Auswaärtts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattichrift oder seren Raum, Neclamen mit 30 4 pro Zeile berechnet.
M 85

Samstaqg den 31. Mai
—D
Deutsches Reich.
Berlkin, 27. Mai. Die Tarifkommission des Re'chstages
hat für Sohlleder 18 Mt. angenommen statt, wie die Regierungs
borlage will, 24 Mt. Dagegen ist für alle amerikan schen und
australijchen, nicht mit Eichenrinde gegerbten Sohlleder, ferner für
schwarzes Lohgares Leder 40 Mk. angenommen worden. Alle an⸗
deren Positionen Leder und Lederwaaren wurden nach der Vorlage
angerommen. (Fr. 3.)

Berlin, 28. Mai. Der Reichstag nahm in dritter Lesung
das Sperrgesetz unverändert nach den Beschlüssen zweiter Lesung an.
In Reichstagskreisen tritt das best mmie Gerücht auf, Bmarck be⸗
absichtige, eine Vorlage einzubringen, welche die Einführung der
weijahrigen Vudgetperiode bezweckt.

Dann wurde die Berathung über den Holzzoll fortgesetzl.
Während derselben erschien auch Fürst Vismarck im Saal. Bei
der Abstimmung wurde lit. a, welche die zollfreien Holzlorten
Brennholz, Reisig, Holzkohlen ꝛc. aufzählt, mit einem Amendement
osn Lerchenfeld genehmigt; dann lit. &amp; 1(Bau⸗ und Nutzholz, roh
ader mit der Axt vorgearbeitet) mit 172 gegen 88 Stimmen an⸗
genommen, also 10 Pf. von 100 Kilo oder 60 Pf. vom Fest⸗
meter; ferner lit. e 2 (Bau⸗ und Nutzholz gesägt x., Zoll 25 Pf.
vpon 100 stilo oder 50 Pf. vom Festmeter) mit einem Amendement
von Fürth angenommen.

Berlin, 28. Mai. Die Brausteuer-Commission lehnte die
Vorlage der Regierung, als Steuer auf den Hekioliter Malz 4
Mark festzusetzen, ab und nahm 2 Mark nach jetzigem Satz an.
Die Tatif-Comm'ission nahm den Zoll auf Wachstuch nach der
VBorlage an und fetzte Kautschuckdruckiücher und Kratzenleder von 6
auf 8 Mark herab. Die sonstigen Sätzen auf Kautschuk wurden
unbde räudert angenommen.

Die ‚Previnzial-Kotrespondenz“ tritt in einem laͤngeren Ar⸗
likel den Behauptungen der liberalen Presse entgegen, daß der Wech⸗
'el im Präsidium des Reichsstages einen Wendepunkt der gesammten
Politik des deutschen Reiches beginnen, und die freiheins⸗
ieindliche Halung der Regierunz sogar eine schwere Gefährdunz
der Stellung Deuischlands noch Außen erlennen lasse. Die Kor—
responden; weist nach, daß der Wechsel im Präsidium sowohl wie
die Art der Wiederbesetzuag desselben ledighch durch freies Verhalten
and politisch berechnetes Vorgehen gerade der liberalen Parteien
derbeigeführt wurde.

Der Kreuzzeitung“ zufolge tritt das Kriegsgericht betreffs
nes „Großen Kurfürsten?“', welchem außer den bereils
delannten Mitgliedern die Generäle v. Grolmann und Leszynaki
jowie die Corvetten: Capitäne Ditmar und Treuenfeld nebst mehre⸗
ten Marine:;Offizieren unterer Charge angehören. am 4. Juni zu⸗

ammen.

Des kaiserliche General-Postamt hat mit Be⸗
zinß dieses Monals einen Vertrag mit der Hamburgisch -Amerika⸗
auschen Packe!fahrt-Aktien-Gesellschaft geschloffen, um eine direkte
dostalische Verbindung zwischen Deutschland und Mexiko via St.
Thomas herzustellen. Der hetreffende Dampfer, welcher die erste
Reise im Postdienste nach Mexito antreten wird, ist die „Lotha⸗
ingia“?, welche am 4. d. aus Hamdura ausgelaufen und in der
—V
St. Thomas gemacht hat. Von dort wird der genannte Dampfer
a 28. d. die erste direkte deutsche Vostsenduog nach Wiexito über⸗
ühren.

Ausland.

Petersburg, 28. Mai. Vor dem Kriegsgerichte zu
diew fand am 17. Mai der Prozeß gegen die dem adeligen
Stande angehörigen Waltian Ojffinsky, Fräulein Sophie Herzseld
und dem ehemaligen Studenten Woloschinko wegen Betheligung
an einer gegen die Staatsordnung gerichteten Gesellschaft, Verbrei⸗
jung von Schriften verbrecherischen Inhalts und Mordversuchs gegen
Polizeibeamte statt. Ojffinsly und Herzfeld wurden zum Tode
durch Erschießen, Woloschenlo zu zehnjähriger Zwangtarbeit ver⸗
urtheilt.

Der Unterrichtsminister erließ ein Rundschreiben an die Vor⸗
steher verschiedener Lehrerlreise. wodurch diese angewiesen wurden,
zesonders vorsichtig in der Auswahl der Lehrer und Erjzieher zu
ein, um dem ruchlosen Einwirken der Propagandisten auf die
Schuljugend entgegenzutreten; namentlich handle es sich darum,
)en Schülern der höheren Gymnasial- und Realklassen die Sinn—⸗
ofiakeit der sozialistischen Lehren klar zu machen.

Bermisqtes.

St. Ingbert, 29. Mai. Von herrlichem Wetter be⸗
zünstigt, feierte die lönial. Präbarandenschule Blieskasftel am
28. d. M. daselbst ihr Maifest.

Der Besuch seitens der Angehörigen der Zözlinge, sowie der
dehrer, der Schul- und Musikfreunde war ein außerordentlich
tarker. Der Gariensaal des Herrn C. König konnte dee Festbe⸗
ucher bei weitem nicht alle fassen.

Zugegen war auch der an der Schule stets innigen Antheil
nehmende Herr Regierungsrath und königl. Bezirlkgamtnann Damm
aus Zweibruͤcken.

Das Concert war ein sehr gelungenes. Saämmtliche Piecen
vurden mit einer solchen Sicherhei? und Bravour gegeben, doß man
ãch fragen mußte, od die Concertirenden wirtlich nur Zoͤglinge
iner Präparandenschule und nicht Schüler einer Fachschule seien.

Die beiden, ich möchte fast sagen für die Schüler zu schwierigen
Doppelchͤre — Wagenrennen und Ringkampf aus: „Der Raut
der Sabinerinnen“ v. G. Vierling — wurden meisterhaft durch⸗
jeführt. Sie gaben Zeugniß von einer ausgezeichneten Schule.

Die beiden Vollsliedchen: „Zu Straßburg ꝛ⁊c.“ und „Dort un⸗
en in der Mühle u. s. w.“ dürften durch den inunigen Vottrag die
VBerle des gesanglichen Theiles gewesen sein.

Mit einem von Herrn Niedhammer arrangirten Waldchore
jand das Concert seinen Abschluß.

Möge die Anstalt auch fürderhin blühe⸗n und gedeihen!

fFalsche Fünfzig-⸗Markfcheine sind zur Zeit
vieder v'elfach in Umlauf. Ein Kolner Geschäftshaus datie dieser
Tage einen solchen eingenommen und bei der Reichsbank einge⸗
ahlt, wo er aber als falsch angehalten wurde. Das Faisificat ist
io täuschend und gut nachgemacht, daß nur ein geübtes Auge es
wuu erkennen vernag. In Bonn und Umgegend sind ebenfalls
alsche Fünfzigmarlscheine in Cuculation, ouch hat man daselbst
nerschiedene der Falschmünzerei verdächtige Personen verhaftet. Vor⸗
icht ihut also noth!

fAus der Pfalz. Ein 10jähriger Junge kam voller
Freude zu s inem Vater, einem Bauern der Pfalz, aus der Schule
jelaufen, um demselben seine geistigen Errungenschaften zu schildern.
— Vatter, Du glaabscht nit, wie g'scheid mer in der Schul'
perren! Dent' nor, ich weeß, wo der Bliß heikummt, ich kann
VYr sage, warum die Fenschter vun inne und nit vun auße g'iriere,
ich weeß sogar de Thermemelter zu erkläre, warum er steigt un
allt, ich kan ball Professer werre!“ — Det Vater, ein Bauer
som alien Schlag, hört den Knaben rühig an, holt eine Schiefer⸗
afel, legt sie ihm vor und spricht: „Heut' haw ich mein Duwak
)erkaaft, rech'n mir emol aue, wann der Zentner Duwak 28 Me.
47 Pf. kostet, was kosten dann 1723 Zentner?“ — Nach langem
stechnen brachte der Junge eine Summe von etwas über 2000 Mek.
jeraus: der Alte aber rief, die Tafel auf dem Rücken des Jungen
erschlagend: 's Dunnerwetter un die Krenl sollen Dich verschlage,
ummscht mer noch emol mit Blitze un Thermemetter, lern Duwak
uusrechne.“

Auch die stirche in Otterherg, einets der schönfsten und

Gegen deutsche KEisenbahnen erxllnsive Baierns sind bei
em Reichseisenbahnamt vom 1. Januar bis 31. März ds. Jse.
z9 Beschwerden aus dem Publikum eingelaufen, von welchen fich
9 auf den Personen-⸗, 835 anf den Güterverlebt, 15 auf andere
Begenstände beziehen. Das Reichstisenbahnamt hat als begründet
ünf erachtet, ais unbegründet zurückgewiesen 15, wegen mangelnder
zuständigkeit der Reichzgewalt nicht zur Kognit'on gezogen 10, an
en Reichstag verwiesen 13, die übrig gebliebenen 20 Beschwerden
durden in den neisten Fällen sofort an die zuständige Eisenbahn⸗
jerwaltung abgegeben. Die Zabl der bettoffenen Verwaltungen
eträgt 28
        <pb n="298" />
        großartigsten Baudenlmäler millelalterlid er Kunst, sowie die Kirchen
Ju Kaiserslautern, Enkenbach ꝛc. restaurirt werden. Wie die „Pf.
Zig.“ berichtet, nahm vor einigen Tagen Herr Regierungspräsident
d. Braun den Bau in Augenschein, der dem Verfalle entgegen geht,
wenn nicht bald etwas zu seiner Erhaltung geschieht.

Regensburg, 26. Mai. Ein mirkwürdiger Vorfall
ereignete sich kürzlich unweit von Donaustauf. Ein Bauer in an⸗
getrunkenem Zustande, auf dem Heimwege begriffen, sah unter der
Wurzel eines Baumes eine Natter hervorkriechen, er erfaßzte und be⸗
trachtete sie, — es war eine Kupfernatter. Nachdem er sie be⸗
zrachtet, schod er sie wieder in das Voch, aus welchem sie hervorge⸗
krochen war, und als er die Hand zurückzog, fühlte er einen stechend.en
Schinerz und sah, daß das gistige Tier iha gebissen hatte? als⸗
bald riß er dieses wieder aus dem Schlupfwentkel hervor und sagte
kaltblütig: „So, da jeht ich sterben muß, sollst du auch sterben!“
Mit diesen Wortene beß er der Natter den Kopf ab und ver—
schluckte ihn. Wenige Stunden nach seiner Heimlehr war der Mann
eine Leiche.

pWuürzburg. Ein Soldat des 9. Inf. Res. halte sich
bor dem Militär Bezirksgerichte wegen Fahnenflucht zu verantworten
und meinte: „Wenn man so behandelt wird, wie in Ihrem Regi⸗
ment, Herr Oberst, so bieibt einem gar nichts anderes übrig, als
durchzugehen.“ Der Gerichtshof hielt indeß die Vertheidigung für
ungenügend und verurtheille den Angeklagten zu 1 Jahr 7 Monat
Gefängniß.

xFEin verbrannter Geldbrief. Auf der Post- Expedition in
Rosenberg (wischen Sulzbach und Amberg) hat sich dieser
Tage das seltsame Ereizniß zugetragen, daß ein Gelddrief mit
18,000 Mark Inhalt angeblich dadurch zu Verlust gegangen ist,
daß er mit Makulaturpapier in den geheizten Ojen gestedt wurde.
Die „Amderger Volkszeinung“ schreibt hierüber, indem sie wieder⸗
gibt, was man sich in Amberg erzählt:“ Mit dem Frühzuge traj
n Rofenberg eine Geldsendung von 80,000 Pr. und zwar
12,000 M. in Gold und 18,000 M. in einem Geldbrief in Pa⸗
pier ein. Den Betrag in Gold saloß der Expeditor ein, aber der
Geldbrief mit 18,000 M. blieb unvorsichtiger Weise offen liegen.
Der Expeditor entfernte sich, und es waren nur noch ein Adspirant
ind ein Portier auf dem Vureau. Um 8 Uhr wurde der Bries
vermißt und schließlich dessen Fahrt in den Ofen vermuthet. Der
Portier will jedoch sein Heizmaterial nur aus dem Pap erkorb ge⸗
nommen haben. Im Ojen fand sich wirklich ein angebrannter
Rest von einem Hunderi⸗Marhschein. Höhere Postbeamte aus Re⸗
genẽburg und Nürnberg trafen bald zur Untersuchung ein. Die
fostbare Asche wurde zur Unterfuchung nach Nürnberg gesandt.
Der Unlersuchungsrichter soll sich ebenfalls mit der Angelegenheil
heschaftigen. Der Betrag bestand aus 7 Tausend-Marknoten und
der Rest aus HundertMarknoten.
7In Deggendorfhf verlor küczlich ein Bauer die Summe
bon 6000 M. in Papieren, welche ein armer ehrlicher Mann Na—
mens Anetsberger gefunden und zurüͤckgestellt hat. Als Bilohnung
erhielt Letzterer 250 Mt.

pRottweil, 21. Mai. Eine Weinschmiererei war
gestern der Gegenstand der Strafkammersitzung und fand heute
uren Schluß. In Hord betrieben die Brüder Ferdinand und
Isaak Schwarz den Weinhandel. Im Okiober v. J. kaufte Fer—
dinand Schwarz von mehreren Produzenten 5772 Liter Wein um
1708 M.“ Bei dessen Ankunst im Keller in Horb war schon ein
3000 Liler haltendes Faß mit Sprit, Zucker und so vielem Wasser
hergerichtet, daß die Menge der Flüssigkeit auf 8823 Liter gestrect
wurde. Von detselben wurden an 24 Wirthe 4908 Liter verkauft,
weitere 2502 Liter wurden von W'irthen, an welche sie gesandi
wurden, zurückgesendet. Auf Grund einer Reihe von Zeugenau⸗
sagen und schriftlichen Vorlagen, Weinmustern und Gulachten Sach
verständiger erhob Staatsanwalt Hecher in einigen Fällen Anklage
auf vollendeten, in anderen auf versuchten Bet ug. Erschwerend
war die Gewerbsmäß'igleit, mildernd die Häufigleit der Weinnschm e⸗
retei allerwärts, welche, so oft schon straflos weggekommen, das
Gefühl der Rechtswidrigkeit dieser Machinationen abstumpft. Der
Slaalsanwalt beantragte für jeden der Augeklagten 1 Jahr Ge⸗
fängniß und 2000 M. Nach der Vertheidung von R.A. Schmal
aus Sturtgart erkannte das Strafgericht bei dem mehr Thätigen
in dieser Branche, Ferdinand Schwatz, 3 Monate Gesängniß,
welche durch die Urtersuchungshast abgebüßt sind, für Isaat
Schwarz, bisher auf freiem Fuß, 6 Woqen Gefängniß und jur
Jeden 1500 Mt. Geidstrafe.
7 Aus der Rhoͤn wird abermals eine bedeutende Feuers—
brunst gemeldet. Am Feeitaz Abend brach in dem sa dfen weima⸗
rischen Piare dorse MRalten-Westheim Feuer aus, welches n
kurzer Zeit 30 Häuser und 10 Scheuern in Asche legte. Da das
Dorf im Ganzen 97 Häuser zählt, so ist demnach fast ein Trit!el
derselbe:: abgebrannt. Im Jahre 1796 war Kalten-Westheim
gänzlich niedergebtannt.

p Die Execulion nach der neuen Civil⸗Proceß ⸗Ordnung. Der
vekannte Kölner Advocat Dr. jur. N. Weinhagen erläßt folgendes
Anhellenswertbe Circular; „Tie am L1. October 1879 mit der

neuen Proceß⸗Ordnung in Kraft tretenden Bestimmungen über die
Zwanasvollstrecung machen es mir zur Pflicht, schon jetzt keint
Mandate mehr zu übernehmen, mit welchen die Kinziehung von
Heldbeträgen durch Mobilior · Erecution oder durch Beschlagnahme
»on Forderungen, Behältern und Pensionen ꝛc. verbunden ist. Diesen
ẽnischluß hade ich schon jetzt prattisch werden lassen müssen, weil
Mandaten, welche mir jetzt zugehen würden, mögzlicherweise am 1.
Dctober d. J. noch nicht erled gt sein könnten und es illoyal sein
würde, ein noch nicht erledigtes Mandat zurück ugeben, vielleicht in
einem Zeitpunkle zurückzugeben, wo möglicherweise durch eine ganz
leine Zözerung meinen Mandaten ein Nachtheil erwachsen lann.
Bom J. October 1879 an ist ein, aus dem Grabe ins Leben zu⸗
rückgerufenes, mittelalterliches Gewohnheitsrecht einiger französischen
Städte Gesetz im Deutschen Resche. Wenn beispielswerse am 1.
October 1879 ein Gläubiger auf Grund eines notariellen Alkles
oder gerichtlichen Erkenninisses die sämmtliche fahrende Habe seines
Schuldners am frühesten Morgen (6 Uhr) durch einen Gerichtsvoll—
zieher pfänden läßt, so habea abe übrigen Gläubiger das leere Nach—
ehen. Der ersipfandende Gläubiger hat die Rechse eints Faust
pfandinbabers und auf sein Verlangen muß der Gerichtsvollziehert
dem Schulder sofort die sämmtlichen gepfändeten Gegenstäunde weg-
nehmen und in die Pfandkammer schleppen lassen. Der Gläubiger
datf bei der Pfändung anwesend fein, der Schuldner hatte keint
Ahnung von der ihm bevorstehenden exorbitanten Makregel, denn
ein vorheriger Zahlbesehl werd nicht gemacht. Von einer vernünf—
tigen, in der Mehrzahl von Fällen noch mehr dem Interesse des
Bläubigers, als dem des Schuldnets entspreghenden Nachsicht kann
nach dem 1. October 1879 nicht mihr die Rede sein. Wenn gegen
einen Schulder in derselden Viertelstunde zu Gunsten dreier ver⸗
chiedener Glaäubiger Contumacialurtheile, welche in Zukunft der
stegel nach provisorisch vollstreckbar sein werden, ergehen, so hängt
s vom Zufall oder vom Wohlwollen des Gerichtsschreibers, vielleichl
au d dessen Bureau-Gehülfen ad, welcher Gläubiger das Glück hat,
zuerst die Ausfertigung seines Urtheils zu erhalten und sofort nach
Empfang derselben in Begleitung eines Gerichtsvollziehhers das obige
Verjahren auszuüben. An d'iesem Wettrennen mag ich nicht Theul
ehmen und zwar um so weniger, als ich die Verantwortlichkeit
»afür, in demselben unterlegen zu sein, nicht zu tragen vermag.
nuch kann ich mich uscht dazu verstehen, dazu mitzuwirlen, daß
ähriich so und sobiel faliche Eide (Offenbarungside) geschworen
verden. Die Erfahrung wird meines Erachtens lehren, daß die
neue Prozeßze Otdnung, welche im Grohßen und Banzen gewiß als
ein bedeuiungsvoller Fortschritt bezeichhnet werden darf, nach wenigen
Jahren in den obigen Puulten abgeändert werden muß.

Hohis Alter. In Dässeldorf ist am Samstag ein
Schuhmacher Namens Hertmann 100 Jahre alt geworden, der sig
aoch durch seiner Hände Arbeit selbst ernährt.

Im 2. u. 3. Bataillon des Garde⸗Füsilier ⸗Regiments zu
Seriin sind in den letzten Tagen 82 Mann an Teichinosis
attrankt.

p In Puchkirchen GOesterreich) ist dieser Tage der dor—
sige Pfatrer Mötz gestorben, und zwar unter Umständen, welche
in die Ocffentlichtenn gebracht zu werden verdienen. Der Pfarrer
ha'ne 1.ä ulich die Gewohnheit, die Stahlfedern mit der Spehze nach
Iben in das Schreibzeug zu stecken. Vor einiger Zeit stach er
sich zufallig auscheinend unbedeutend in die Hand, als er ein Buch
neben dem Schreibzeuz niederlegen wollte. Schon am folgenden
Tage erkrautie der Pjarrer, und der Arzt constatitte Blubergij⸗
luna. Am dritten Taze war Hand und Arm bis zur Schultet
nesig angeschwollen, und nach achtwöchentlihem Leiden teat der
Tod etin.

Die Spenden für die Szegediner Urberschwemmten be⸗
ragen schon über 2 Millionen Gulden.

fDer Nachfolger des Herrn Roh, der „exccuteur des
nautes·oeuvres“, der neue Scharfrichter von Paris, der zugleich
ille Hinrichiungen in Frankreich zu voll,iehen hat, ist dieser Tage
rannt worden. Er heißt Deibler und war früher erster Scharf⸗
ichtergehitfe in Algier. In seinem „Berufe? ist er schon seit dem
Jahre 1858 thätig. Seine Stellung ist nicht schlecht dotirt. Als⸗
ufter Gehelje bekam er viertausend Fraucz, jehzt erhält er sechztausend
Fiancs und außerdem zwölf Francs für jeden Taz, den er in
einem Berufe außerhalb Paris zubringt. Der neue Schartfrichter
von Paris ist ebenso wie der verstorbene Roch glüclichet Gate und
Familienzaler. Es hat um diese Stellung eine außerordentlich lebe
Jaite Bewerbung Statt gesunden. Sogar eine große Anzahl von
Nerzten ohne rechte Stellung haben sich um den Posten beworben.

epererzburg, 27. Mai. Aus dem Regierur gebeunirle
Iia wird gemeldet, daß ein Dorf, aus 186 Häusern bestehend,
purch Brandsti,ter eingeäschert wurde. Mehtere Personen wurden
ocrhaftet.

F Alles geht ausgezeichnel. Der Permer Vize⸗ Gouverneut
elegraphirte umer dem 18. d. M. aus Ir bit an das Ministe⸗
ium des Imern uach Petersbutg wörtlich Foigendes: „Malde
zehorsaust, daß All s hier ausgezeichnet geht. D'ie ganze Stadt
F Auchahme weniger Vorstadihäuser ist ganzlhich abgebranni
        <pb n="299" />
        Der Schaden beträgt 22 Millionen. Nachforschungen nach den
Brandlegern werden eifrigl forigesttzi. Ein Verdächtiger wurde
eingefangen und befindet sich bereiis in der Tiurma (Gefängniß)
in Gewahrsam“. Der Minister des Innern soll auf dieses Tele⸗
Rramm mit einem der Zoologie enfnommenen Veraleich geantwortet
haben.

4Madrid, 27. Mai. Sennora Baldomera Larea, welche
in Madrid eine Sparbank errichtet hatie und mit den Depositen
zavonging, wurde in Paris verhaftet, hierhergebracht und gestern
ju 6 Jahren Gefängniß verurtheilt.

F Calcutta, 27, Mai. Der englische Indiendampfer
„Ava“, auf der Heimsahrt begriffen, und das Schiff „Brenhilda“
hatten 70 Meilen von Landheads einen Zusammensioß, wobei der
Dampfer „Ava? sank und 66 Personen der Schiffsmaunschaft und
4Passagiere in den Wellen ihren Tod fanden.

Kapitän Boyton, der berühmte „Schwimmbold“, ist glück⸗
lich an dem Endziele, das er sich gesteckt hatte, angelanat. Boyton
trat am 6. Februar seine Schwimmtour in Ol Creek City, an der
Mündung des Ohio, an und erreichte am 27. April, nach Zurück⸗
legung von 2342 engl. Meilen, New Orleans.

F Die Mineral⸗Schötze des todten Meeres und der Gegend Lon
Sodom und Gomortha an Asphalt u. s. w. werden jetzt bald
autzbar gemacht werden. Dem Vern'ehmen nach haben französische
Tapitalsten die Concession zum Bau einer Eisenbahn von Joͤffa
in das Innere von Palästina erhalten. Diese Vahn würde das
Thal des Jordan, wie die Gegenden nördlich vom Suezkanal dem
Handel erschließen. Von erheblicher Bedeutung wird in dieser Hin⸗
sicht das todte Meer mit seiner Umgebung sein. Ein Haupt
hinderncß der Einführung des Dampfes in den Verkehr der Le⸗
zante ist bisher der Mangel an Brennmaterial gewesen. Nicht
tlein Egypten, sondern auch die Küsten Syriens und des Roihen
Meeres sind durchaus holzarm; die vom Westen eingeführte Stein⸗
ohle stellt sich auf 10 -224 Dollars die Tonne. Man hat jetzt
wischen Jaffa und dem lodten Meere zahlreiche bergmännische Ver⸗
juchs-Arbeiten vorgenommen, bei denen zwar keine Steinkohlen,
aber unerschöpfl'che Braunkohlenlager gefunden sein sollen. Diese
d ger würden schon an sich von grofer Bedeutung fülr die Ent—
v'ctelung des Handels und der Industrie in der Levante sein.
Man hofft jedoch, durch die Herstellung von Briquettes aus Braun⸗
ohle und Asphalt ein vortreffliches Brenrinaterial herzustellen, dessen
Zosten sich auf kur 2 Dollars 50 Cents für die Tonne siellen
vucden. (Ec. Am.)

Fe (Zur Entdeckung der Seele) Unler dieser vielversprechen⸗
den Ueberschrift begegnen wir in der neuesten Nummer des Aus⸗
and“ e ner Zuschrift an dessen Redakteur. Dieselbe lautet: , Stutt⸗
Fart, den 11. Mai 1879. Werthefler Freund! Da ich weiß, daß
Sie siih füt meine „Entdedung der „Siele“ lebhaft interessiren,
vird Ihnen vielleicht die kurze Notiz willkommen sein, daß es mir
jeute, nachdem mein Chronoskop seit acht Tagen in Gang, gelungen
st, den mathematischen Beweis fur den Knotenpunkt meiner Ent⸗
»eckung in wünschenswerthester Weise zu führen. Auf der nächsten
Naturforscher⸗Versammlung in Baden * Baden werde ich die Secle
öA
Areopag ad oculos, ad nares eb ad manum demonstriren. Mit
esten Grüßen Ihr Dr. G. Jäger.“ Man darf auf den inter ˖
sssanten Gast jedenfalls gespannt sei; vorläufig noch die Beinerkung,
)aß G. Jäger sich seit laängerer Zeit mit Studien über den speci⸗
ischen Gecuch beschäftigt und in diesem die unmittelbarste Aeußer⸗
mig des Seelenlebens gefunden haben will.
Gemeinnütziges.
Reinigung von Luft. Um ausgeathmete Luft für den Ath—⸗
nungsproceß wieder tauglich zu machen, soll sie nach dem eiwas
ibsonderlichen Vorschlage von L. Löwenthal in London durch Kalk-
vasser oder Natronlauge, dann durch Knochenkohle, Holzkohle und
doke geleitet werden. Die Kohle soll ven zum Athmen erforder—
ichen Sauerstoff abgeben, welchen ie vorber au der Luft absorbirt
jatte. — Dingler. —
Das Luften der Betten. Gewöhnlich legt man die Betten,
im sie zu lüften, in die größte Sonnenhitze. Dadurch trocknen
iher die Federn zu sehr aus, werden ihrer Elast'cität beraubt und
bröde gemacht. Besser ist es, die Betten dei trockener bededter Luft,
ind wenn die Somie nicht eben fiark scheiut, herauszulegen und
ie dann, wie dies gewöhnlich geschieht, auszuklopfen. — Ebenso
ses zu tadeln, wenn dos Bett, besonders im Sommer, wo der
dorper meistens statk ausdünstet, Fnachdem es am Morgen gemacht
st, zugedect und noch mit einer Decke berschlossen wird. Man lasse
as Bett, rahdem es am Morgen gemacht wird, offen stehen und
as Oderdett oder die Decke zurückgeschlagen, denn dadurch wird
an erreichen, daß es gehörig ausdünsten; kann man dasselbe den
Fag über noch dem Lustzuge dussetzen, so ist das um so viel besser.
Wasserglaͤs-Anflrich gegen Feuersgefahr. Die Anwendung des
Basserglas. isirichs degen Feuersgefahr hat immer noch nicht ge⸗
enden Eingarg im Pubuͤkum gefunden, weshalh wir im In⸗
tesse der Sache eine vom W. Giwol. gebrachte Mittheilung der⸗
entlichen osf j mönahebeĩ einem unlänast stattaäbhabten aroßen

Zrande einmal'ger Wasserglasfarben⸗Ansteich genügte, das damit
ingestrichene Holzwerk vor dem Feuerfangen zu schützen und so den
Jrand auf den nicht mit dieser Farbe versehenen Dachstuhl zu be—
hränlen. Nur die obere Seite des Fußbodens verkohlie bis zu
em an der unteren Seite desselben vorhandenen Anstrich, welcher
ine Kruste bildete, die das Feuer nicht durchließ. Im Interesse
egen Feuersgefahr wäre es wohl wünschenswerth, daß besonders
jei Neubauten die Valken mit Wasserglasfarbe angestrichen würden,
imsomehr. da der Preis derselben ein billiger, nicht viel größer
ils der der gewöhnlichen Leimfarbe ist.

Kalk als Ersatzmittel für Sprengpulver. Neuerdings wird
ingeloschter Kalk, in Patronen gepreßt, oder auch lose angewandt,
udem man ihn in Bohrlösher stampft und ihn dann mit Wasser
ättigt, als Ersatz des Sprengpulvers vorgeschlagen, besonders zum
Hebrauche in Kohlenminen. Das Verfahren hat, wenn wirklich
zraktisch, den Vorzug der Gefahrlosigkeit und der Bill gkeit, da es
veniger Kohlenklein liefert und die Gefahr der Entzündung der
Brubengase vermieden ist. Außerdem wird die Atmosphäre nicht
durch die Pulvergase verschlechtert.

Marktlberichte.

Zweibrücken, 29. Mai. (sruchtmittelpreis und Victualienmark.
Beizen 11 M. 02 Pf. Korn 8 M. — Pf., Gerste zweireihige d M. —pf.
ꝛierreihige d M. —, Pf. Spelz O M. — pPf. Spelzkern — M. — pPf.
Dinkel — M. — Pf., Mischfrucht M. — Pf., Hafer 8 M. o8 Pf.
ẽrbsen — M. — Pf., Widen 0 M. — Pf., Kartoffeln 4 M. 40 Pf.
deu 2 M. 50 Pf., Stroh 2 M. 60 Pf., Weißbrod U/ Kilogr. 854 Pf,
dornbrod 8 Kilogr. 74 Pf., 2 Kilogr. 50 Pf., J Kilogr. 25 Pf., Gemischi⸗
rod 3 Kilogr. 91 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
6 Pf. II. Qual. 60 Pf., Kalbfleisch 850 Pf. Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleisch
6 Pf., Butter /2 Kilogr. IM. 20 Pf., Wein 1 Liter 80 Pf. Bier J Liter 24 85

Coursbericht über Loos-Effecten von A. Molling,
Bankgeschäft, Berlin W., Friedrichstr. 180
vom 27. Mai 1879

Amsterdam Industr. Pal. 2/2 fs. Kl. G. 3 fl. 6 B. Ansbacher 7 fl.
auptt. 14,000 kl. Gw. 9 fi. 35,20 G. 87,50 B. Augsburger 7 fl. Hpt. 7000
Gw. Onfl. 26.00 G. 28,00 B. Badische 35 fl. Hpt. 40000 ti. Gw. 50 f.
86,80 G. 169,60 B. Bari 100 fres. Hpti. 100,000 kl. Gw. 150 fres. 40 G.
Zarletia 100 fres. Hpt. 100,000 kl. Gw. 150 fres. 22,00 B. Braunschw.
O thlr. Hot. 180,000 kl. Gw. 69 Mark. 88,00 G. 90. 00 B. Bukarester 20 fr.
»pt. Ido doo tl. Gw. 20 fres. 2200 G. 2000 BFinnlander 10 ihic Hptt.
O, 00 kl. Gw. 36 Mark. 48 600 G. 580.0 B. Freiburger 15 fres. Hpi. 400600
. Gw. 10 fres. 27,00 G. 288 B. Genueser 150fres. Hpi. 100 000 ti. G.
60 fres. 80 G. 85,00 B. Hamburger 100 Pit. Bo. Hpt. 115,000 M. B.
. Gw. 156 M. B. 315 G. 822 B. Hanuburger 50 ihlr. Amortiszieh. ki.
w. 180 Mk. 187,00 G. 190,00 B. Kurhess. 40 thlr. Hpt. 96,000 kl. Gw. 225
stark. 267,00 G. 270,00B. Lübecker 50 thlr. Hpt. 300000 il. Gw. 168 Mt.
87 330. 160. Mailand-Como 14sf. Hpt. 20 oon i G 14 n
stailänder 45ix. v. 1861 Hpt. 7T0, 000 kl. Gw. 47frcs 32,20 G. 834.80 B. Mai-
inder IOfrcs. v. 1866 Hpt. 100,000 Il. Gw. 10 fr. Ino G. 18.0 B Meininger
— 6
. Gw. 48 fl. 115 G. 120 B. Neuchateler 10 fres. Hpt. 12,000 tl. Gw. 18 fr⸗
6,89 G. 18,0 B. Neapeler 150 fres. Hptt. 35,009 kl. Gw. 150 fres. 74 6.
— B. Oldenburger 40 thlr. Hpt. 60, 000 kl. Gw. 120 M. 151,0 G. 154,00 B.
zreußische Prämien 100 thlr. Hpt. 225,000 kl. G. 8345 Mt. 1583,00 */0 G.
v. Pappenheim 7 fl. Hpt Söoo ti Ew 7 il. 17. 6. 9 8.
„chaumb. Lippe 25 thlr. Hpt. 86,000 kl. Gw. 138 Mt 290 6G. Schweden
O thlr. Hptt. 830,000 tl. Gw. 39 Mk. 49,060 G. 52.60 B. Turk. 400 fr. inci.
ẽT. v. April 1876 Hptt. 600,000 kl. Gw. 400 fres. 39,20 G. 42,26 B. Ungar.
00 fl. Hauptt. 100,000 ki. Go. 136 fl. 185,30 G. 188,320 B. Venediger
z0 fres. Hptt. 60,000 kleinster Gewinn 30 fres. 19,00 Brief.

Soweit Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den unter Brief nolirten
Toursen Verkäufer, zu den Geld-⸗Coursen Käufer. A. Molling.

Recht lebhafte Umsätze bei steigernden Coursen in sämmtlichen Szosva⸗

bieren, bevorzugt Barletta und Venediger Loose.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demeß.
IXXR
zt die in der heutigen Nummer unserer Zeitung sich befindende Glücks-
inzeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sienh
ureh seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Imgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworbon,
lass wir Jeden auf dessen' heutiges Inserat schon an dieser Stello auf.
nerksam machen,
Bierbrauerei
St. Ingbert.
PfinastSponntag
Harmoniemusik
der hies. Stadtlapelle unter Lei⸗
tung ihres Directots Hren.
Schadewitz.

Aniang Nachmittaas 3 Uhr.
Allgemeine Wechsel
sind steis vorrätbig bei

I. Vemeh

Gegoen Hals-&amp;
Brustleiden
ziind die StolIwereεααn
Jonig-Bonbons. Malz-Bonbons,
ummi- Bonhons, aquet
20 Pfg., sowie Stollwerck'sche
Irust·Bonbons Pauet
g. die enpsellenswerthesten
Janamitftal
        <pb n="300" />
        Vergebung von dtrassenbauarbeiton
im Kanton Zweibrücken.
Das Straßenproj⸗kt von Zweibrücken über den Kreuzberg bis
jur Cantonsgrenze in der Richtung nach Käthofen mit einer Länge
hon 1413,84 Vietern wird auf dem Wege der allgemeinen schrift⸗
lchen Submission zur Ausführung vergeben. J
Die Herfiellungstosten sind veranschlagt, wie folgt: M
Erdarbeiten z zzc 12691,76
Versteinungsarbeiten zu.. 22672.00
Pflasterarbeiten zu . 3554, 65
sunstbauten zuu... 8 4398,54
Lieferung von 21 Geländerstangen aus V-Eisen zu 70,80
Versetzung des Brunnens dei Pref. 48K zu. 30,00
im Ganzen zu 43417,75
Verlässige Uebernehmer werden eingeladen, ihre vach ganzen
und zehntei Prozenten bemessenen Angebote auf Stempelpapier ver⸗
schlossen mit der Aufschrift:
Zubmisston auf den SJlraßenbau von Zutibrücen über
den Kreuzberg nach A
bis längstens Montag den 16. Juninxl. J. Vor⸗
mittags I1 Uhr kei der unterfertigten Betdede einzureichen,
dei weldder bis dahin die Pläne, der Kosteranschlag und das Be⸗
dingnißheft zu Jedermanns Einsicht auftiegen.
Zweibrücken, den 28. Mai 1879.
Kgl. Bayer. Bezirksamt:
Echäfer,

— e 9 Die Gewinne
naupt. ve ——— —— 8taat.
u — rste Ziehung:
æ00, 000 M- ια ,
FEinladung zur Betheiliguug an den
GWVinn-OhCGn
der vom Stante Hamburg garantirten grosson
Geld-Lotierie, in welcher über
Millionenmn 20—0, OOOMIMT Ix
sieher gewonnen werden müssen,

DPie Gewinne dieser vortheilIhaften Geld-Lotterie
welche plangemũss nur 86, 000 Loose enthalt, sind folgende, päümlieh
er grosste Gewinn ist ev. 4200, O00 Mark.

Prâmie 250, 000 Mark, 1 Gewinn a 150,000 Mark, 1 Gewinn a
100, 000 Mark, 1 Gewinn a 60, 000 Mark, 1 Gewinn a 50,000 Nark,
2 Gevinne a 40,000 Mark, 2 Gewinne a 80. 000 Mark, 5 Gewinne
a 25, 000 Mark, 2 Gewinne a 20, 000 Mark, i2 Gewinne a 15, 000 M.
ĩ Gevwinn a 12,000 NMark, 24 Gewinne a 10,000 Mark, 5 Gewinne a
8000 Mark, 2 Gewinne a 6000 Mark, 54 Gewinne a 5000 Mark, 6
Gevinne a 4000 Mark, 71 Gewinne a 8000 Mark, 217 Gewinne a
2000 Mari, 2 Gewinne aà 1500 Mark, 2 Gewinde aà 1200 Mark, 531
Gewinne a 1000 Mart, 673 Gewinne a 500 Mark, 950 Gewinne a
300 Marx, 65 Gewinne a 200 Mark, 100 Gewinne a 150 Mark, 24650
Gevinne I88 Mark, 1400 Gewinne à 124 Mark, 70 Gewinne a 100
Marx, 7300 Gewinne a 94 v. 67 Nark, 7850 Gewinne a 40 u. 20
NMari und Fommen solche in wenigen Mouaten in 7 Abtheilungen m
sicherenn Entscheidung.
Die ersta Gewinnziehung ist amtlieh auf den
II. uUmd LA. IUMi d. J.
festgestellt und kostet hierzu
das ganze Originalloos nur 6 Reichsmark,
das halbe Originalloos nur 3 Reichsmark,
das viertol Originalloos nur 12/5 Reichsmark,
amd vwerden aiere vo Stante uranutirten Original-
LGcOSS (reine verbotenen Promessen) gegen XRXR
gendung des BRetrages oder gegen PoOtvorscelauan
delbet nach den entferntesten Gegenden von mir versandt.
jeder der Betheiligten erhalt von mir neben seinem Original-
Loossss ch den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gra-
ts Gã nν cattgehabter Ziehung sofort die amtlicho Ziehungslisto
unaufgefordert 2ugesandt.

Die Auszahlung und Versendung der Gewinngelder
orfolgt von mir direct au die Interessenten prompt und unter strengstor
Verschviegenheit.

-dede Bestellung kam man einfaeh auf eine Postein-
zIungskarte machen.
J Nan Fenas vick daher mit den Aufträãgen vortrauensvoll an
Samued Heckscher zen.,
Napovier und Weehsel Comptoir in Hamburg.

r. a.
Wirthschafts-Eröffnung.
wist ag, den 31. d. W.röffne ich meine neu⸗—
Bier und Wein⸗Wirthschaft
mit Restauration
meinem Hause in der Oberstadt (frühern West
linger'schen).
Fur gule Speisen und Gekränle bestens
Sorge tragend, werde ich mich bemühen, durch aufmerkame und
billige Bedienung das Zutrauen meiner Kunden zu erwerben suchen.
Achtungs vollst
seaßnar Nohr.
Ein Haufen
Gassenkehricht min Kob—
lenasche vermescht, klann un⸗
entgeldlich abcesahren werden bei

F. X. Demen

Ausverkauf.
Wegen Aufgabe meines
Manufakturwaaren- und Herrenkleider-Geschäftes
verkaufe ich sämmtliche Vorräthhe wit ußwte πιιJονισα-

24 *
u Die IDXM.
— BWw
Auflage von „Dr. Airi's la turbtilu
lbede⸗ kann allen Kranken mit Recht aks
ein vortreffl iches popalar· medicinisces
Buch empfohlen werden. Preis 1 Mark
70 Kr⸗zu bezieh. durch alle Buchhandl
ipꝛig Richter's Verlags-Anstalt
Außsaua“ axrotie un ranco —

SAMGO.
nebtt den im warterre belindihen
Mein z3a4141
Räumen ist bis zum 1. August beaziebbar

»a4 —

22
* n.
Vorräthig in R. Gotthold
Buchhandiung in Kaiserslautern,
welche dasselbe für 1 M. 20 pif
üherallhin franco versendet

35*
*
—

8*2 88808090
222282228822
SSSS e
e o

5— A
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—2
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*
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— 582
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J

⸗
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Druck und Verlag von F. —8 emetz in St. Inghert.
        <pb n="301" />
        Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich; m⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage) erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuementspreis beträgt vierteljährlich

1A 40 V einschließlich Trägerlohn ; durch die Post bezogen I M GO , einschließlich 40 4 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswäris
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 vpro Zeile berechnet.
M 86.

Sonntag den 1. Juni 1379.
Deutsches Reich.

Müunchen, 29. Mai. Die erste Sitzung des Gesetz
zebungkausschusses der Abgeordnetenkammer wurde vom Vorstand
urz auf kommenden Mittwoch anberaumt. — Zur Theilnahme
in dem nächste Woche hier statsfindenden Delegirtentag deutscher
Bewerhe·, beiw. Handels- und Gewerbekammern haben sich don
auswärts angemeldet die Gewerbekammern von Dresden mit 8,
hamburg mit 4, Leipzig mit 2 und Ldübeck mit 2 Abgg.; de
Hdandels · und Gewerbelammern von Mittelfranken, Unterfranken,
Ulim und Zittau mit je 2 und Carw mit 1 Aba.; dann die Ge—
werbebereine don Stutigart und Rosenheim und der pfalzische Ge⸗
verbevereins · Verband mit 1 bis 2 Abgg.

Wie verlautet, wird Se. Moaj. der König Ludwig anlaßlich
der goldenen Hochzeit des Kaisers im Juni die wegen Beleidigung
desselden Verurtheilten begnadigen.

Bexrlhim, 28. Mai. In parlamentarischen Kreisen waren
heute Gerüchte von dem demnächsftigen Ruͤcktritle der Minister Hobrecht
und Fall verbreitet. Letzterer soll rach der goldenen Hochzeit des
daiserpaares demissioniren. — Die „National-Zeitung“ schreibt:
Die immer fühner werdende Art, wie die Goldwährung angegriffen wird,
erwedt nach und nach selbst Bedenken der solchen, die bisher nur
eine dreiste Börsenspekulation vor sich zu haben glaubten. Die Be—
unruhigung hat bereits so weit Fortschritte gemacht, daß eine Inter⸗
zellation im Reichs!age wahrscheinlich von verschiedenen Seiten heute
zestellt worden wäͤre, stünden wir nicht unmittelbar vor den Ferien.
. ,‚Berhin, 29. Mai. Die Ernennung des Corveiten
Fapitains Zembsch zum Generalconsul auf den Samoa⸗Inseln ist
etzt erfolgt; derselbe wird in vier bis sechs Wochen nach seinem
Bestimmungsorte abreisen und bis zu diefer Zeit im Auswartigen
Amte behufs Insormation für seinen neuen Posten arbeiten. Ca—
Atain Zemdsch wird vorläufig nur beutlaubt; er verbleibt als
Torvetten⸗-Copitain im Admiralstabe.

Uus der intimen Umgebung des Kaisers verlautet, daß den
Monarchen der Rückritt der Herren Forckenbeck und Stauffenberg
von ihren Prasidial Aemtern sehr peinlich berührt hat. Der Kaiser
ah damit die lange Reihe von Absagen fich vergrüßern, wel he in
den letzten Jahren die Politik des Kanzlers hervorgerufen hat.
Fordenbed's GEutschluß namentlich hat bei ihm schmerzliche
xkmpfindungen wachgerufen, denen er im Gespräch mehrfach Aus⸗
yxud verliehen haben soll.

Zur Frage der Differentialtarise, die neuerdings wieder bei
)er Holzzoll⸗Debatte im Reichstage zur Sprache kam, schreibt der
Pfaiz. Kut.“: „Mit dem Schlagwort „Differentialtarife“ wird
in heilloser Unfug getrieben. Es mag mit D fferentioltarifen
Manches gesündigt worden sein da, wo eine deutsche Bahn der
anderen Conkurrenz machte, um den Gulerderleht über ihre Linien
uu leiten; aber so arg, als man es jeyt oft macht, ist es damu
nicht. Man kann keä behaupten, daß die Meisten von Denen,
velche blindlings über die Differentioltarise locziehen, har herziqh
venig davon verstehen. Ganz entbehren wird mon die Differentialtarife
noch nie lönnen, ganz einsach aus dem Grund, weu sich in dem diel⸗
zestaltigen Leben nun einmai nicht Alles über Einen Kamm schee⸗
N, laßt. Die Schweiz z. B. bezieht viel Gelreide aus üngars,
Zalizien, Rumanien. Miltels des für dessen Transport gewährten
differentialtarifs bewirken die bayerischen Staatabahnen, daß es
sber ihre Linien geht, und sie ziehen daraus eine schöne Einnahme.
heben wir diesen Differentialiarif auf, so ristiren wir, daß diese
Vetteidemassen einen anderen Weg einschlagen, die dayherischen
Ztaatsbadnen also so viel weniger einnebmen und schließlich die
Zteuerzahler den Ausfall aus ihrer Tasche deden massen Ist
das ein Profit ? Der Vorwurs, welchen der Reichetanier den
adetischen Staatsbahnen in seinem Bricf an Frrn Thungen
aacht, erscheint übrigens in einer gar eigenthümlichen Bel⸗uchtung,
enn man bedenkt, doß erst vor wenigen Monaten das preußeische
dandeleministerium D fferentialtarife für die Routen noch Danzig
dd.dnigeberg eing suhrt datnee Nus diese Linien hateb
— in seiner —XVX Minister⸗

dent gewißß Einfluß unn ba sind Differentialtarife ein⸗

zeführt worden, weil man glaubte, das Interesse des eige⸗
anen Landes dadurch zu wahren. Sind etwa die Differential⸗
sar fe dort nur deßhalb unschädlich, weil sie durch ein preußisches,
nicht durch ein bayerisches Ministerium angeordnet wurden ? Roch
in anderes, uns sehr nahe liegendes Beispiel. Um den elsäfsischen
dandel zu heben, waren — was sicher auch nicht ohne Zuthun des
teichsslanzlers geschah — sehr ausgiebige Differentialtarife für die
nus dem Norden nach Elsaß gehend⸗n Guͤter in Kraft gesetzt worden,
o ausgiebig, daß pfälzische Kaufleute noch ihren Voriheil dabei
'anden, ihre Bezüge aus dem Norden nach einer elsaͤssijchen Station
astradiren und von da bis zu ihrem Wohnort zurücklaufen zu lassen.
Dir wifsen im Augenblick nicht, ob Das jetzt noch so ist, aber vor
)urzem noch war es so. Was folgt aber daraus ? Wenn man
elbst in einem Glashaus, soll man nicht mit Steinen werfen.
Oder gilt zweierlei Maß, je nachdem eiwas von München oder
non Berlin aus anseordnet wird ?“

Vermischtes.
fAusder Pfalz, 26. Mai. Die durch verschiedene
Blätter verbreitete Nachricht, daß Minister v. Pfeuffer beabsichtige,
ie Gemeindeschreiberei von den Schuldiensten ju trennen und für
tsteres Ant eigene Pesönlichleiten aufzustellen, was schon mit dem
fintritt der neuen Gerichtsorganisation jur Ausführung kommen
oll, hat degreiflicherweise eine sehr verschiedene Aufnahme gefunden.
Dder Unbefangene muß dieselbe duͤt heißen, wenn er bedenkt, daß
as Schulamt bei den heute au dasselbe gestellten Forderungen den
janzen Mann in Anspruch nimmt und daß, wenn vereinigt, eine
ꝛer beiden Beschäftigungen noihleiden muß. Obne Zwiifel haben
msere Kreisschul'nsp⸗cioren in dieser Richtung schon viele nicht er⸗
teuliche Erfahrungen gemaht. Wenn aber das Schulamt den
anzen Mann in Anspruch nimmt, so muß es auch den ganzen
Nann nähren, und der Herr Minister müßle Sorge tragen, daß
nies in der Folge allenthalben geschehe: sons dürfte man jene be⸗
bsichtigte Aenderung nicht so uͤnbedingt loben. Andererseits aber
tnicht zu verkennen, daß auch die Absicht besteht, den Gemeinde⸗
chreibern eine selbstständigere Stellung zu berschaffen, wie dies eiwa
nn Baden der Fall ist. Denn auch dei ihnen gilt der Satz: Ver⸗
nehrte Pflichten setzen groͤßere Rechte voraus. (Pf. Kur.)
fPirmasens, 28. Mai. Vom 1. Juni ab werden lt.
Berfügung der Direltion der Pfälz. Bahnen zum Besuche der Bade⸗
instalt in Biebermühle auf den Stationen Pirmasens und Thal⸗
ischweiler Badereisebillele mil 80 0 Ermäßlgung ausgegeben, und
ind zu deren ausschließlicher Benutzung während der Sommersaison
is 15. Sept. c. oie nachbenannten Zuͤge bestimmt: von Pirmasens
jach Biebermühle und zurück: Hinfahrt Zug 278 Abg. h'er 4 Uhyr
2 M. Abds. Nüchfahrt Zug 262 Abg. in Biebermühle 9 Uhr
5 M. Abds. — von Thaleischweiler nach Biebermühle: Hinfahrt
zug 259 Abg. Thaleischweiler 6 Ußr 7M. Rückfahrt Zug 262
ibdg. Biebermühle 9 Uhr 42 M. Bei der Siation Pirmasens
derden auch noch besondere Badereisebillete III. Al., mit einem dreiten
lauen Streifen versehen, ausgegeben, die nur zur Fahrt an Sonn-
ind Feiertagen mit foigenden Zügen berechtigen: Hinfahrt Zug
265 Abg. hier 8 Uhyr Morgens. Ruckfabri Zug 268 Aba. Bieber-
mühle 10 Uhr Vorm.
fVon der Blies, 26. Mai. Gestern Morgen wurde in
der Naͤhe von Saargemünd ein Mann vom Zuge überfahren und
bis zur Unkenntlichket zermalmt. Os dier ein bioßes Unglüd vor⸗
iegt oder ob der Mann den Tod gesucht hat, laͤßt sich schwer ent⸗
cheiden. Derselbe im Dienste der Eisenbahn siehend, ging näm⸗
lich vor dem Zuge her die Bahnstrecke entlang, hörte aber unbe⸗
zreiflicher Weise die Signale nicht, die die Locomotive mehrteremal
jab oder — wollte sie nicht hören! Seine Frau, welche in der
Nähe stand, war Zeugin des ganzen Vorganges. Der Unglücdliche
var aus Bilschenrohrbach und genoß sonst den Nuf eines braben
annes. — Ein anderes, aber ähnliches Bild! Gleichfalls gestern
Norgen wurde in der Nähe von Bierbach die Leiche einer
mwa 30 85 Jahre alten Frau aus der Blies gezogen. Die
deiche ist schon stark in Verwesung Übergegangen. muß also schon
        <pb n="302" />
        längere Zeit im Wasser gelegen haben. Wer die Veraunglückte sei,
ob sie freiwillig den Tod gesucht habe oder sonst auf irgend eine
Weise verungluckt sei, konnte bis jetzt nicht festgestellt werden.

pannweiler, 80. Mai. Ueber unsere Stadt und Um⸗
gebung hat sich gestern Nachmittag abermals ein Gewitter eniladen,
wobei Eisstücke von ziemlicher Größe und nicht in geringer Anzahl
fielen. Der dadurch angerichtete Schaden soll nicht unbeträchtlich sein.
Tandau, 28. Mai. Ein für rauflustige Gesellen, deren
Eltern und Vorgesetzte lehrreiches Urtheil wurde kürzlich vor dem
biesigen Bezirksgerichte gefaͤllt. Ein 181ähriger Bursche, im Tag⸗
lohn seines Herren, hatte einen Kameraden, der dei demselben Herrn
im Taglohn stand, mit einem Rechen derart mißhandelt, daß der
amerad mehrere Wochen arbeitsunfähig wurde. Vom Zucht poli⸗
zeigericht Landau früher schon hierfür zu einer Gefängnißstrafe von
einem Jahre veruriheilt, wurde ihm jehtzt überdies eine Ertschädigung
für den Mißhandelten von 1500 M. aufaelegt. Tausend Mark
hievon fielen unter Solidarhaft auf den Vater des Thäters, fünf⸗
hundert auf den Arbeitgeber. Eltern, sowie Dienstherren mögen sich
Dieses merken und achtsam auf ihre Dienstleute oder Taglöhner sein.

Der Held des bekannten Frell'grath'schen Gedichtes: Die
Trompete von Gravelotte“, der In valide August Binke⸗
bank, ist am 22. d. zu Halberstadt seinem langjährigen Leiden
erlegen.

Woeer⸗ 27. Mai. Der Rhein ist seit gestern Abend

im weitere 14 Em. gestiegen, der Pegel zeigte heule früh 8 Uht
2,29 Meter. Da vom Oberrhein ein starkes Wachsen des Wassers
zemeldet wird, ist ein weiteres Steigen des Rheins zu gewärtigen.
dDer Pegel zeigte heute Nachmitsags 4 Uhr 2,33 Meter.

Kifssugen, 29. Mai. Der deutsche Kronprinz ist
nittelit Erirazuges heute Vormittag abgereist. Zur Verabschiedung
var Regierungspräsident Graf Lurxburg mit den Spitzen der Behoörden
erschienen. Von dem zahlreich versammelten AX
eisterte Hochrufe.

puus Baden. Auf dem Schwarzwald, in Schluchsee
zei St. Blasien, allerd'ngs 3000* über dem Meer, hat am 24. ds.
nach einem heftigen Gewitter ein Schneefall stattgefunden, der Fel⸗
er und Wiesen mit einer dichten Schneedece überzoa. Aehnliches
vird aus Schönwald bei Tryberg und Umgegend berichtet.

FDer betaunte englische Riesendampfer Great Eastern wurde
üngst von einer Gesellschaft zum Traasport von Vieh zwischen
kexas und London angekauft. Er wird in Milford Hafen für seine
hestimmung ausgerüstet, erhält neue Kessel und Maschinen für
00,000 Doll., wird mit den erforderlichen Kaltemaschinen versehen
ind soll 2200 Stück Rindvieh und 36.000 Stück Schafe auf⸗
vehmen lönnen.
Fur die Redaction verantwortlich: ZJ. xXx. Demeß.
Waldparthie mit Musik
Pfingst montag Mittag 2 Uhr
in der Aulage bei Seungscheidt.
.Speisen und Getränke besorgen die Wirthe Jo⸗
hann Schwarz zu St. Ingbert und Jakob Schmitt
zu Sengscheidt.
Ueber die Pfingst⸗Feiertage
Bockbier, am Pfingst⸗Montag
Harmonie
wozu ergebenst einladet.
Eberhard.

Todes⸗Anzeige.

Goit dem Allmächtigen hat es gefallen unser liebes
Tochlerchen
Maria Eckerlein,
im Alter von 1 Jahr 2 Monalen nach langer Kranlheit,

zu sich abzurufen.
Um stille Theilnahme bitten
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdiguag findet am Montag, Nachmittags
2 Uhr statt.

Der Deutsehenm Oel
GIABB-Luel aus de
Pabrik von G. C. Hiegen.
Firniss- ch Farbenuerk
Naossmiilhl b. Hanau,
pramiirt Philadelphia 1876.
rste und einæige Pabrik der
ichten deutschen Oel-Gluna-
Lackxe zum Anstrich fũr Pisex.
Jolz ete., insbesondere für
u⸗boden-Auatrieh
in Original-Blechflaschen vou
2, 5, 10 u. 20 Pfd. pr. Pfau.
20. empfiehlt als bewahrt

Ausverkauf.
Wegen Aufgabe meines
Manufakturwaaren- und Herrenkleider-Geschäftes
verkaufe ich sämmtliche Vorräthe weit untgrim EinKkJPPrͤS&amp;-
rnr

WeC Co
. — — — — —
Mein 6 nebst den im Warterre befindlichen
Räumen ist bis zum 1. August beziehbar zu verwjiefben.
TOh. Friedrich
in Ot. Ingbert.
A. Strevoler in St. Johann a. d. vSaar
— Ecke der Bahnhof⸗ und Dudweilerstraße. —
Gaänzlicher Geschäfts-Aufgabe

habe meine sämmtlichen Manufaktur- und Wodewaaren einem
Totalen Ausverkaufe

zu sehr reducirten Preisen
pg d Dudweilerstras:e

Johann, LEcke der Bahnhbotf- un raeee

* —RR— Gas Einrichtung ist nach Räumung des Lagers billiast
verkaufen.
Druct und Verlag von F. X. Demez in St. Ingbert.
Hiezu Illustrirtes Sonntags vlart

—VN

238.
        <pb n="303" />
        J.
—A
Der St. Jugberter Anzeiger and das (2 mal wöchentlich' m⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sountags mit illustrirter Bei—

lage) erscheint wöchentlich vViermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljährlich

1AM 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 M 60 H, einschließlich 420 4 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswäris
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder ⸗eren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.

3
M BSVT.

Dienstag den 8. Juni

1879.
Deutsches Reich.

Berlin, 30. Mai. Der Bundesrath hielt heute Nachm't⸗
tag eine Plenarsitzung im Reichskanzletamt unter Vorsitz des Staats⸗
ministers Hofmann. Nach den einleitenden Geschäften wurde der
Gesehßentwurf wegen vorlänfizer Einführung von Aenderungen des
Zolliarifs nach den Beschlüssen des Reichstages angenommen. Das
Gesetz soll unmit:elbar durch den Kaiser vollzogen und demgemäß
wohl schon morgen publicirt werden. Belannilich tritt dasselbe so⸗
fort in Kraft und es wird damit von dem bis heute steuerfreien
Roheisen eine Mark pro hundert Kilogramm erhoben. Sonst hat
das Gesetz vorläufig weiter keinen Zweck; denn da die Sperre für
die übrigen Artikel erst nach der zweiten Lesung des Zolltarifs in
Kraft tritt, so ist die Maßregel mehr ader weniger dedeutungslos
und die Pfingstgabe kommt lediglich den Eisenzöllnern zu Gute. —
Im Uebrigen ist aus der S'tzung die AUnnahme des Entwurfs über
Verfassung und Verwaltung von Elsaß⸗-Lothringen nach den Aus⸗
schußanträgen zu melden. (KR. 3.

—A
ziemlich genauer Berechnung, bis zum 9. Juli währen.

Wie das Deutsche MontagsBlatt hört, ist in der Betheilig⸗
ung des russischen Hofes an der Feier der goldenen Hochzeit des
deutschen Kaiserpaares eine Aenderung eingetreten. Einer der drei
jungsten Söhne des Kaisers Alexander, nämlich der Großfürst Paul
bleibt zu Haufe, so daß nur zwei Söhner, Alexis und Sergei den
Czaren begleiten werden. Da aber der Kaifer Alexander die ur⸗
sprünglich festgesetzte Betheiligung seines Herrscherhauses an der ge⸗
nannten Feier nicht um eine Person verringerl sehen möchte, so
wird er, außer den beiden Söhnen, noch von seinem Bruder, dem
Großfürsten Michael Nitolajewitsch begleitet seit. Der Kaiser von
Rußland bleibt in Berlin fast eine ganze Woche, nämlich vom 0.

bis zum 14. Juni. — Indessen gelangt man in den hiesigen diplo⸗
matischen Kreisen immer mehr zu der Ansicht, daß schließlich das
oͤsterreichische Herrscherhaus durch kein einziges Mitglied desselben
zei der Feier betheiligt sein werde.

Der zum Statthalter für Elsaß⸗Lothringen designirte
Generalfeldmarschall Freiherr d. Manteuffel wird sich unverzüalich
nach der Sanktion des Gesetzentwurfs über die elsässische Verfaffung
und Verwaltung auf seinen Posten nach Straßburg i. E be⸗
geben. Zu gleicher Zeit erfolgt die Auflösung der betreffenden
Spezialbehörde für Elsaß-Lothringen in Berlin, deren meiste Be⸗
amten nach Straßburg üdersiedeln. Mit der Auflösung des Ober—
präsid ums von Elsaß-Lothringen wird auch Herr v. Möller aus
dem Amte scheiden.

welchem Todesstrafe Denjenigen angedroht wird, welche sich den
sterreichischen Truppen widersetzen. Zugleich conzentrirte die Pforte
7000 Mann im Distrikt zur Riederhaltung jedes ewwaigen arnau—
ischen Aufstandversuchs. Gestern ging Andrassy's Note ab, in
velcher die Zustimmung zu Waddington's zweitem Vorschlage in
Betreff der griechisch⸗türkschen Grenzfrage ausgesprochen wird.

Bermischtes.
F Mit dem 1. Juni 1879 treten die neuen Reichsssbe⸗—
st immungen über die Wechselstempel-Steuer in Kraft. Nach
F 2 beträgt die Stempelabgabe:
Bis 200 M. 10 pf.
Von einer Summe über 200 —400 M. 20 pf.
400 - 600 M. 30 pf.
600 - 800 M. 40 pf.
F F 4 800-1000 M. 50 pf.
uind von jeden ferneren 1000 M. der Summe 50 Pfennig mehr,
zergestalt, daß jedes angefanzene Tausend für voll gerechnet wird

f In Kaiser z14utern sind seit Wochen die Preise von
Fleisch und Fleischwaaren bedeutend zurückzegangen: Gutes Rind⸗
uind Kuhfleisch kostet 50 dis 56 Pf., geringeres sogar 40 Pf.,
Schweinesleisch 50 Pf., Kalbfleisch 36—40 Pf. (Pf. 3.)

tKaiserslautern. Die im kommenden Herbst hier
Jattfindende landwirthschaftliche Ausstellung soll sieben Gruppen
amfassen: 1) Feldproducte und Etzeugnisse der Nutzgärtnerei;
2) Weintrauben, Obst und Pilze; 8) Weidenbau und Korbflech⸗
erei; 49) Imlerei; 5) Culturpläune, belehrende und statistische
Begenstände und Modelle (Pläne über die in der Pfalz ausge⸗
ührten Wiesenculluren, Ent⸗ und Bewässerungs ⸗Anlagen; Pläne
der Kreisverfuchestation, instructive Darstellungen aus dem Arbeits⸗
elde der Versuchsstat'on, besonders auch der Samencontrole; Aus⸗
vahl aus den Sammlungen der Kreiswinterschule; Schülerarbeiten
erselben; Modelle; landwirtoschaftliche Jeitjchriften und Literatur;
dehrmittel für den Unterricht in den landwirtschaftlichen Disziplinen
iusgestellt ducch die Verleger und Lebrmittel · Handlungen); 6) Mol⸗
erei⸗Produete und Gerathe; 7) Geraͤthe, Maschinen, künstliche
dünger.

München, 30. Mai. Nach vierwöchigem Kranlsein
tard gestern an den Folgen von Rippenfell- und Lungen-Entzündung
ein hochverdienter Offizier der bayerischen Armee, Hr. Oderstlieule⸗
aant Ernst v. Baumüller des 3. Feld ˖ Art⸗Reg., im besten Man⸗
nesalter. Der Verlebte hatte sich durch seine hervorragende Thä⸗
igleit im Treffen bei Coulmiers am 9. November 1870 als
Haupimann, im 1. Art. Reg. den Max⸗Joseph⸗Orden und hiemit
den persoönlichen Adel erworben; am 2. Dejember wurde er in
der Schlacht bei Orleans schwer verwundet. Die Armee und
speziell das 3. Art.Reg. betrauern in dem Todten einen tüchtigen
Offizier und braven Kameraden.

In den nüchssen Tagen wird von N ew⸗PYork aus eine
großartige Expedition unternommen werden. Zweihundert junge
Leute aus den besten Familien Nord⸗Amerikas treten in Begleitung
iner Reihe der tüchtigsten Lehrer eine Reise um die Welt gun. Di.
Nosten der Ausrüstung, der Reise und Verpflegung fiellen sich für
jeden Theilnehmer auf 1000 Dollars. Den Impuls zu dieser
Expedition gab einer der reichsten Staatsbürger Mr. Goodwin. Er
stellte einen mit allen Erfordern'ssen der Neuzeit ausgestatlesen
Dampfer ohne jedes Entgelt zur Verfügung, den er für 200,000
Dollars angelauft hatte. Die Dauer der Reise, wohl eine der
großartigsten Studienreisen, die je unternommen wurden, ist auf
vier bis fünf Monate veranschlagi.

Ausland.

Wien, 1. Juni. Die hochoffiziöse Montagsrevue sagt, daß
die Interpellationz Veantwortung Tiszas die baldige Olkupation der
in der Konvention bezeichneten Punkle von Novibazar als eine feft—
stehende Thatsache erscheinen läßt. — Ein Berliner Telegramm deß
jelben Blattes meldet, daß Deutschlands energische Bemuͤhungen bei
der belgischen Regierung, um eine Abkürzung oder Auflösung des
belgisch deutschen Handeisvertrages zu erlangen, eine enischiedene
Ablehnung ersahren haben. — Heuie Nacht ist Gisskra im Kurort
Baden gestorben.

(Bisfra starb im Alter von 59 Jahren. Im Jahre 1848
als Leiter der akademischen Legion kompromittirt, gehörte er in der
lonstituirenden deutschen Nationalversammlung zu der Fraktion des
Württembergerhofs. Seit 1861 gehörte er dem österreichischen Ab⸗
Jeordnetenhause an, zu dessen gefeiertesten Rednern er zählte. Im
riegejahre 1866 zeichnete er sich, (der bedeutendsie Advokat der
Stadt) als Bürgermeifter von Brünn durch organisatorisches Talent
aus. Zur Zeit des Bürgerministeriums (1868 bis 1870) war
Biskra Vein ster des Innern, als welcher er fuͤr die liberale deutsche
hattei nicht immer günstig witlie. Seine Ridalilat mit Dr. Herbst,
uf einem tiefgehenden Chatakterunterschied begründet, war auf den
Slurz des Burgerministeriums nicht ohne Einfluß.)

Wien, J. Jani. Im Hinblid auf den beabsichtigten Ein⸗
narsch der österreichischen Truppen in Fribowpriepolje und Bielopalje
aleß die Pforte neuerlich einen Erlaß an die Bevollerung, in

II

die Redaction verantwortlich: F. X.Demeß.
,
XXXX
ist die in der hentigen Nummer unserer Zeitung sieh befindende Glücks-
Anzeige ron Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat ien
durch seine prompte und verschwiegene Auszahlung der hier und in der
Umgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworben
dass wir Jeden auf dessen heutiges Inscrat ichon in diesor Stelle auf-
merksam machen.
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        Vertragsmäßige Bekanntmachung.
Wiederversteigerung. ihtw o iedin ZJeri
Samstag, den 21. Juni des Morgens Uhr.
us e ahnage üühr uun der, Wohnung dtJohann
St. Ingbert, in der Wirth⸗ 3 h werntzer, Sduster in
schaft bon Bern h ardt wird ẽt. Ingbert, werden fol⸗
en delen⸗ Hager, Winwe sende Gegenstände gegen gleich
ede in“ St. Inadert verleblen are Zahlung im Wege der
Wirihes Josepyh Morlo, wegen 3wangsvollstredung durch den
Richtbezahlung des Erw⸗rbspreises n ihpelen versteigert wer⸗
im Wege der vertragsmäßigen 3
Wiederversteigerung, oͤffentlich zu 2 enn rünte Pfei
Figenthum versteigert: lerschräntchen, runder Zu
—— legtisch. 4* Rohrstühle.
Fiache Wohnhous und stücenschrank, 1 Tisch und
dostaum und Pl.⸗Nr. 2339 Wasserbaunt. 1 großer Blech⸗
—3836 qin Gerien daben, hafen, dann Leiutücher,
das Ganze gelegen zu St. Handfüchet, Bettüber zůge
Ingbert in den Bruchrechgärten — verschiedene
dern Zudni Merle und Josenyh gulse 28. Mai 1870.
St. Inoberl 8. Juni 1879. Der . gpongeher.
Der Amtsverweser des igAl. —. —
Notar Sauer: Stationsbeklebzettel
H. Auffschneider. hilligft bei F. X. Demetz.

F g *
Vorschuß⸗Verein St. Ingbert
Rilanz ann 81. Mai 1879.
SOLI HABEN
aää —*
583365, —
55917,61

Conto⸗Corrent·Conto
Wechsel Conto
Sparlossen· Conto
Siammaͤntheil Conto
Tratten Conto
Darlehen⸗ Conto 353608,71
Cassa Conto 9918,14
Dpezialreservefond⸗Conto 2809,90.
Gewinn- und BerlustConto 1218,—
Reservefond · Conto 15280,53.
Mobilien⸗Conto 496,60
Dividenden Conso 277,12.
Effecten· Conto 579,33.
Zins ˖ u. Provisions Conto 565,58
Banken⸗ u. Vereinen Conto 247608,73.
Lombard Conto 850, —
687939 64 687939,64.
Amschlag im Monat Mai 1879 18897865.
Der Vorstand.
WaarenVersteigerung.
Am Samstag den 14. d. M-Nachmittaos 2 Uhe be⸗
ünnend, lasfse ich inn Saale des Herrn Oberhauser
eine große Parthie Ellenwaaren T
gegen Zablungs-Ausstand verstelgern.
zum Ausgebote kommen unker Anderem:
Kattune, Bettzeuge, Schamas, Barchent, baumwollen
Tuch, leinen Tuch, halb⸗ und ganzwollene Kleider⸗
doffe, Lamas, Merinos, Flanell, Bieber, Schirting
demdentuch ꝛc.
erner eine Parthie fertiger Kleider, abs
Röcke, Joppen, Hosen, Westen, Hemden, Kittel ꝛc.
Heinrich Isage.

F F Die Go vinne
avpi pvinæ. GIiũ BM- 7 Staat
rate Zichung:
a00, o00 241. Anrεͤ —— — —
sα“ l * — ⸗ e MιοXαäαXαα᷑ααXÄOÛXÄäÔσαÔXXÛXαãx æOαααα—
EFEinladung aur Bethæisfiguax an den
Ge Winn⸗ Ohan
der rom Stanute Hamburg goarantirton greason
Geld⸗Lottorio, ia welohor ber
MiIIionem 200, OOOMATIL.
aαι eNnon r ναν

Die Gowinnue dieser vorineilInton Gι · Lανα

woleho plan ʒemass nur 86, 000 Looso enthalt, ind folgonde, nũtobn
Der gronaste Gewam ist or. 400, Guso Narkt.

Präümie 250, 600 Mark, 1 Gowvinn a 150, 000 Mark, 1Govinu a
1õd.odo Mark, 1 Gewinn a 60, 000 Mark, 1 Gewinn a 580, 000 Meth,
2 Gewinne a 40, 000 Mark, 2 Gewinno a 80, 000 Mark, 8 Gooα
a 25,000 Marx, 2 Gewinne a 20, 000 Mark, 12 Gevinne a 15,900 A
i Gewinn a 12,000 Mark, 24 Gewinne à 10.000 Mark, ß Gevin
8000 Mark, 2 Gewinne 2 6000 Mark, 54 Gewinne a 5000 Mark, ⸗
Gewinne a 4000 Mark, 71 Gewinne a 8000 Mark, 217 Gewiauo-
2000 Marit, 2 Gewinne a 1500 Mark, 2 Gewinne a 1200 Mark, 33)
Gewinne a 1000 Mark, 678 Gewinne à 500 Mark, 950 Gewinno
300 Mark, 65 Gewinne a 200 Mark, 100 Gewinne a 150 Mark, 2463
Gewinne a 138 Mark, 1400 Gewinne a 124 Mark, 70 Gewinne aà 100
Mark, 7300 Gewinne a 94 u. 67 Mark, 7850 Gewinne a 40 u. 2
Mark und kommen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen 2u
siclieren Pntscheidung.

Die erste Gewinnziehung ist amtlich auf den

II. uUnd I2. Juni d. -J.

festgestellt und kostet hierzu

das ganze Originalloos nur 6 Raichsmark,

das halbe Originalloos nur 3 Reichsmarb,

das viertel Originalloos nur I/ Reichsmark,
und werden diess vom Stante garantirten Original-
Loose (keine verbotenen Promessen) gegen frankirte Kin-
gendung des Retrages oder gegen Postvorschuss
selbst nach don entferntesten Gegenden von mir versandt.

Jeder der Betheiligten erhalt von mir neben seinem Original-
Loose auch den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gra-
tis und nach stattgehabter Ziehung sofort die antliche Liehnngsliste
unaufgefordert 2ugesandt.

Die Auszahlung und Versendusg der Gewinngelder
orfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strengsteꝛ
Verschwiegenheit.

dx Jede Bestellung kann man einfach auf eine Postein-
ZzAhIIngskarte machen.
Ian wende sich daher mit, den Austrügen vertrauensvoll an
Samuel Heckscher senb.
Banquier und Wechsel Comptoir in Hamhurg.

13CC CAäAaeæ,
doppelkräutermagenbitler,
zach einem alten aus einem Be—
edictinerkloster stammenden Recept
ibrizirt und nur en gros ver⸗

sandt von

J. PXNGHL in Göttingen

(Previnz Hannover.)

Der Benedictiner ist bis
zt das kostbarste Hausmittel uud
eßhalb in jeder Familie beliebt
eworden. Der Benedictiner
t nur aus Bestandtheilen zusam⸗
aengesetzt, welche die Eigenschaften
hesitzen, die zum Wiederaufbau
eines zerrütteten dahinsiechenden
Körpers unbedingt nöthig find—

xr ist unersetzlich bei Magenleiden, Unverdaulichkeit, Hämor⸗
Hoiden, Rervenleiden, Krämpfen, Blähn ngen, Hautaus—
schlaͤgen (Flechten), Äthemnothe, Gicht, Nheumatismus,
Schwächezuftänden, sowie bei Leber- und Niere leiden
und vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Blut und vermehrt dasselbe,
er entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
gelbfatbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
risch, fiellt die Harmonie des Koͤrpers wieder her und verlängert das
Leben bis zu seinem vollen Maße.

Nh. Jede Flasche ist mit dem Siegel ‚C. Pingel in Göttingen“
verschlossen und mit dem geschützten Etiquett versehen.

Preis à Fl. von ca 330 Gr. Inhalt S8 M. 30 Pf.
—— 1 6600 * 14 6M. 75 Pf. —
Bei 5 Fl. Verpackung frei. Bei 10 Fl. freie Verpackung u. Jl Fl. gra⸗
tis. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage. En gros-
Versandt durch die Fabrik.

Attest. Herr Grorg Thal ham er, Maurer in Erlhaus in Rotthal⸗
münster (Niederbayern), berichtet: Meine Frau und meine Mutter welche
Ihren Benedictiner gebrauchen, spuren schnelle Besserung, erstere litt schon
lange an Magenbeschwerden, an der Leber und Rheumatismus, meine
Mutter war schon ein halbes Jahr kränklich und hatte anfangs die Leber—
entzündung, bisher die Gelbsucht. Ich bitte um weitere Sendung von
10 Flaschen Benedictiner.

Niederlage in St. Ingbert bei Herrn J. Friedrich.

Im Arrestlokale wird
Holz zum klein machen
angenommen.

Rriespapier
mit Firma, zu Gesohàãftsbriefes
in schoônen veræaierten

Schriften,
Uonogramme, Visiten
IAVAM eteo., werden rasel
and billig angelertigt in det
—XVX. ,

. X. Dem etz.
Si. Inghbeiro.

Zwei in einandergehende fein
möblirte Zimmer
für eiren ledigen Herrn
ind zu vermiethen. Wo? sagt

die Erped. d. Bl.
Druck und Verlag von T. F. Demekt in St. JInabiert —

— —

1
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        —4
*

7 2
— —X3 58 2 —
—3 3 5332383 555 3353 5235 —28 3828
— 32 —A 5*2 5 5—5— 558 222538
3 22333583 53538 323 — 5* 55 628533
·48 55,52 — *3 5—553 2 2 222 5 722
*2 52 * 8 — * — — 42 — 525 55 — —8 252
—A — ——W 58 32 523 285 —2525 5835 32 5238
— * 2 —— * —— * — * 53 * 2222
—F—— —88553—8 28 5 — —*5 3 —— 5538 5 5856
8 —3 5EI3882* 2 — 8 * —— 8 5 82 ꝛ
—A 5858 32338 555 x78 —A—— 5z28 5257 558582
22232. 325483238 8 5 52 —N522 —— — 25 * 53
—z1352 68688 — — 268 * 52 586 2*543*5
23488 555232 * 3*8 — 2 *VV. 25 — 2
â— —— 555 52 532 Z. 25 55 —— 7585 s525
S —— — * — * 582
— — —2.5 32 —— 7— * X 536 25 55283
— — 5585 228 — 2322* 8582 z235
3373638—53 2552 * —z5—58 32323.38857 25357
22 — 352 * —* — 2 —S 2* * — * 22 8
— * * 2 8* —
55332228 555 3533 —583 775 3 558 —A —— 585s35*
33— M2 α —8 2 — 2 * — —3 838
22 ———— 25* 2 3 ⁊ 8s65* 3522558* 8 2
223 —535 5325525 — 2* *24 3 — —— — 2252
—235533233 5 ZR*522 — 22 —— 325352 8852
2553 —A— 23 2 20 22 —3 23538 223
5385553832* —A 552 38 ——32838 213332535 86
828 7* 82.7 2 — 5353 5325 — — 532 * —
—— 233335 88 32338 2345 *388 3333358
* *a —8
—A — J— 253—55*35 233.5532833336
— —— z5553583355
* 5833533533 *835585355 88s zs4ast z88
. * 22— 2 —Z— * 5 32 22 153553 —*
2⸗9 DB Sc 5 — —X · * 8 —3— 2 583
** —2 2 253 S. G — — — —
— ⸗ S* —
7

—2—
2 2 228822 222
212 22 x 9 22 22, 3 2 8 255 5352
55333285 55 23328 533 2 75533533 ——— F —— 55
mR—253525— 852358 75 EFeE . c—æ24 8 5757 *
3 3 35 33338533355 2328 38
* 8* R2 — 82 * —7525 7 3 —2 55 2 * — 8* —
* 20 85 — 253—2333 —3* —A ** —A — 25
3 253 72 — — — 5 —57—
3 533 58 3 383 88 A
—A — —— 225533533 — ———
* —43
3538538 35* — ——— 2260 —8 — E 38.52 — 55
33 38 5335 3323 633 33352 565
8 335253 53 3233535336 325533533 755
5338 5—358 3 877 332323 333——8 2325
—S *3 —53—23 32223 ——
3325855333228 — 2 5—832 2 — — 255353538
* 3* * —2 — 5 22 52 32 8 5 E —J F 2 —
22 — — 59 2* 2 * 222 5 &amp; s 258
58 s
8 3 33
7 * 5 — 2 — * 82 5 — 25 * 7 * E2
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E—2ESS 2328 2 57 —. Ee ————— Ez28 55 725
5252*32635S365 —AA—— 52.2.32 — 578335 5533— 23
253222 552506 s325. —33—35 7535585 555383533 z33853333528
— V ———— — 533835836 255—S2 —— —
8333 ——— 5335525— —82832235 32
8 255ẽ ; 3335535* 7223333 g4 3 2338
2* — — 2* 323 —*2 2 — 22 —— 5 258 38 —43 —3*— 52
68 25553335
25 7 * 38 E.5 —F —*

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228— — — ¶ 221
5335555 5 —3555555,.5 2555 753355 5 5— 553 53 —3 23 8*
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55235 — — — 3 2 —2
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        Slt. Ingberler AAnzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich“ my dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

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A s8.

Donnerstag den 3. Juni

—

Deutsches Reich.

Mauchen, 30. Mai. Die im Finanzministerium aus.
gearbeiteten Stevergesetzentwürfe, die eine Reform der sämmtlichen
directen Steuern herbeizuführen bestimmt sind, gelangten dieser Tage
zur Vollendung und wurden an die Finanzkammern der Kreisre⸗
gierungen herabgegebven, welche Gutachten abgeben sollen. Die Ent⸗
Dürfe werden demnach ohne Zweisel bereits dem nächsten Budget⸗
landtage vorgelegt. Jedenfalls wäre es aber sehr wünschenswerth,
daß sie vorher zur allgemeinen Kenntniß gebracht würden, damit
die oͤffenlliche Meinung eine heilsame Kritnik in so einschneidenden
AInd wichtigen Fragen zu üben im Stande ist. EFtkf. Z.)

Der Autrag Bafern s, daß der Statthaller von Elsa ßz·
Lothringen nicht einer der regierenden deutschen Fürsten jein
derese, richtet sich offenbar gegen das eine Zeillang ventilirte Projekt,
den Großberzog von Baden zum Statthalter von Elsaß Lothringen
zu ernennen. In München fürchtet man wodyl, dieje Ecenennung
aurde nur die Einleitung zur Annerion des Elsoß an Baden und
Loihringens an Preußen sein.

Die „Germania“ schreibt: Trotß des Entgegenlommens der
Nonservativen in formellen Fragen, trotz der Freundlichkeit des
Reichbkanzlers gegen den neugewählten Vizepräsidenten des Reichs⸗
lages und gegen den Abg. Windthorst, trotßz aller Gerüchte über
den Rüdtrin Falk's bleihen drei bedenkliche Hindernisse für ein
dauerndes Zusammenwirken der genannten Factoren bestehen. Das
ttste und bedeutendste ist der Kuliurkampf, dessen Ende sich unge—
achtet aller Verheißungen noch nicht adsehen läßt. Das zweite
Hinderniß ist die Vorliebe der Konserbativen für den Polizeistaat
und Absolutismus in der staatlichen, für ungebührliche Stärkung
der preuß:schen Präponderanz in der Reichsentwickelung. Hier
zeigt die dielbesprochene Frage der konstitutisnellen und foͤderativen
Garantten den Zwiespan. Wir glauden, daß in diefer Beziehung
eine Eintracht mit der Rechten nur herzustellen ist durch den prak⸗
nischen Sinn und die Geschicklichkeit des Fürsten Biemarck. Das
drute, vielleicht bedeutendere Hinderniß bietet die Höhe der bean⸗
spruchten neuen Einnahmen, an deren Fersen die schwierige Frage
des Militäraufwandes sich heftet.“

Das „VBerliner Tageblatt“ schreibt: In welchem Umfange
die Gegenmaͤßregeln des Auslandes gegen die Bi sim a rick' sche
Wirtopschaftspolitik bereits jetzt wirlsam geworden sind,
ist in Bezug auf die rapide Verkehtssteigerung des Libauer Hasens
auf Kosten derjenigen von Königsberg, Danzig, Stettin schon im
Reichstage nachgewiesen worden und bezüglich dessen, was zur Schä⸗
digung unserer Nordseehäfen an unseren südlichen Grenzen vorgeht,
haden wir mehrfach auf die Tariferleichterungen der österreichischen
Süudbahn und der österreichischen Eisenbahnbau⸗Projelte zur directen
Verbindung mit der Schweiz au'merlsam gemacht. Daß man in
Oeslerreich Ungarn alle Hebel ansetzt, um beim Absatz der Produlte
auf dem Welimarkt die Vermittelung des deutschen Handels und
der deutschen Verkehrs · Anstalten zu umgehen, geht unter Anderm
aus den eifrigen Bestrebungen herdvor, welche die Hafenstadt Fiume
im Verein mit den ungarischen Export Industriellen sich angelegen
fein läßt, um das Wort Bismarcks zu Schanden zu machen, daß
Rußland und Oesterreich unter allen Umfländen auf den Export
nach und über Deutschland angewiesen seien, und uns als stunden
und Vermitiler gar nicht entbehren könnien. Ebenso wie bei der
neulichen Begehung des Semmering-Jubilaums die aus diesem An⸗
laß gehaltenen Fesireden in Bezug auf das Arlbahn-Project den
Herrn Reichkkanzler einigermaßen stutzig machen lonnten, so kann
ihm in noch erhöhtem Maße eine Festlichkeit zu denken geben,
welche dieser Tage in Fiume stattgesunden hat und welche von der
ungarischen Presse mit Fug und Recht als der Ausgangspunkt
einer neuen Aera des diretten Verlehrs zwischen Oesterreich Ungarn
und England unter Umgehung der deuischen Vermittelung gepriesen
wird. Die Zoll⸗ und Tarif⸗-Politik des Fürsten Bismarck hat
näͤmlich die irkung gehadt, daß seit Beginn dieses Jahres die
angarischen Exportartileĩ in solchen Mengen stalt über die Nord-
jeehäfen über Fiume nach Grtoßbritannien verschufft wurden, daß
rine englische Rhederfirma auf eigene Faust ohne Subvent'on einen

regelmäßigen monatlichen Kurs zwischen Fiume und Schottland
einrichtete. Die dieser Tage veranstaltete Festlichkeit in Fiume,
an welcher sich die ungarischen Behörden, ein großer Theil der
TZonsuln fremder Staaten und die Finmanischen Handelsnotabilitäten
zeiheiligten, galt dem plötzlichen Verkehrsaufschwunge der ungarischen
dafenstadt aus Anlaß des Einlaufens des ersten neugebauten Damp⸗
ers der neuen anglo ungarischen Dampfschiff Verbindung der zu
Ehren der neue Daämpfer „Hungarian“ getauft hatf. Unter den
ahlreichen Festreden, welche Anspielungen auf die deutsche Wirth⸗
chaftspolitik enthielten, ist besonders die des Podesta von Fiume
Jervorzuheben, welchet die Mahnung aussprach, „die günstige Ge—
egenheit, welche die nordische Retorsionspolitik darbietet, dazu zu
benutzen, um den Handel der Adria wieder zu beleben.“ Zu be—
merken ist noch, daß unsere deutschen Verkehrs-Anstollen nicht nur
zezüglich des Transits aus Ungarn, sondern auch im Durchgangẽ⸗
»erlehr nach Ungarn durch die direkte anglo⸗ungarische Verbindung
zeschädigt werden, insofern sich an der Hand der neuen Dampfer⸗
aͤnie ein Importverkehr von englischem Roheisen, Leder, Baumwolle,
Nähmaschinen, Chemikalien und Kolonialwaaren entwickelt hat, der
zum Theil bisher via Deutschland befördert wurde.

Eine vorläufige Berechnung hat ergeben, daß am 1. Oltober
etwa 500 Richter und Siaatsanwälte in Preußen zur Verfügung
des Justizministers verbleiben.

Die Protektorstellung, welche das deuische Reich, wie die mit
dem Fürsten der Tonga- und Samoa-Jnseln abgeschlossenen Ver—
räge beweisen, auf den Südsee-Inseln anstrebt, hat eine stärkere
Bertretung der deutschen Kriegeflagge in jenen Gewässern als noth—
wendig erscheinen lassen. Nachdem das Kanonenboot „Albatroß“
in Auckland Station genommen hat, war die deuische Kriegsmarine
in der Südsee nur durch die Korbette „Ariadne? vertreien, welche
ach den letzten Nachrichten in dem Hafen von Nuvualofa (Tonga⸗
Infelu) stanonirie. Neuerdings hat auch die Korvette „Bismarck“,
velche sich Anfangs März an der brasilianischen Küste befand, Be⸗
ehl erhalten, sich nach der Südsee zu begeben und den Hafen von
Apia, die künitige deutsche Marinestation auf den Samoa-Jaseln,
anzulaufen.

Der Kaiser von Rußland wird nach den bisherigen
Dispositionen om 14. Juni nach Ems abreisen, wohin ihm Kasser
Wilhelm am 15. nachzufolgen beabsichtigt. Zuvor wird voraus⸗
sichtlich an 15. Juni die Taufe der Tochter des Meiningen'schen
Erbprinzenpaares Stat! finden.

Bermischtes.

F Bei den Weltausstellungen in Australien betheiligen
sich aus der Pfalz 9 Aussteller und zwar: 1) Heinrich Weltz in
Speyer, 2) Joh. Cion in Neustadt a. H., 3) 8. Neuhäuser in
Ludwigshafen, 4) Emil Holtzmann in Speyer, 5) Wollfilzfabrik
dambrecht, 7) Gedtüder Webel in Großkarlbach, 7) G. M. Pfaff
in Kaiserslautern, 8) Eichhorn und Comp. in Speyer, 9) Karl
Labroche in Neustadt a. H.

FZweibrücken, 3. Juni. Die Leiche des seit Oster⸗
montag vermißten Chevauxlegers Bergmann ist gestern Nachmittag
im Bach bei Eindd aufgefunden worden.

4 Ein 73jähriger Bürger von Kaiserslautern hat
seinen Tod im Rhein bei Worms gesucht. Eine qualvolle Krank⸗
heit, welcher der alte Mann entgehen wollte, wird in einem zu⸗
rückgelassenen Briefe als Monib zu dem bedauernswerthen Schritt
bezeichnet.

p Neustadt, 3. Juni. Die Familie Georg Correll traf
heule Mittag nach 1 Uhr ein neues, entsetzliches Unglück. Der
Orkan, der schon den ganzen Tag wüthete, slürzte die westliche
Giebelmauer der abgebrannten Mühle größtentheils ein und begrud
unter ihten Trummern 8 Knaben Cortells von 82811 Jahren,
die dort arglos gespielt hatten. Der älteste wurde förmlich zer—⸗
quetscht aus dem Schutte ausgegraben, der zweite ist schwer ver—
etzt, iebt aber noch, der jüngste haue sich unter eine Hobelbank
„eclrochen und lam mit Hautabschürfungen davon. Wen die
Schuld trifft, wird die Untersuchung ergeben, da den gelegentlichen
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        Finsturz dieser Mauer Jedermann voroussehen konnie und die Ab—⸗
zragung derselben auch von der baulichen Erpertise längst ange⸗
ordnet war. Trotzdem wurde eben jetzt mit dem neuen Anbau an
die geborstene Mauer begonaen. (MR. 3.)
In Obermoschel schlug am 29. do. der Blitz in den
Nirchthurm der prot. Kirche ein und richtete große Verheerungen
an. Die Deckee wurde zerstört und die Orgel schwer beschädigt,
so daß beträchtliche Geldmittel erforderlich sind, um den Schaden
zu beseitigen.
afürnberg, 8. Juni. Gestern Abend ist in unmittel⸗
barer Nähe unserer Stadt ein schweres Verbrechen verübt worden.
Die auf der Tullnauer Höhe wohnenden drei Gebrüder Schwarz,
deren Ruf nicht der beste ist, geriethen in Streit und zwac des⸗
wegen, weil der eine von ihnen einen neuen Anzug vom Vater
erhalten hatie. Es kam zu Thätlichkeiten, ein Fußtritt raubte dem
Angegriffenen die Besinnung und bald starb er unter den Miß⸗
handlungen seiner beiden Brüder. Die Untersuchung ist bereits
eingeleitet, die beiden Verbrecher find gefänglich eingezogen worden,
und heute Nachmittag findet die gerichtliche Obduktion statt.
F Wir lesen im Amb. Tgbl.: Ueber die Affaire des Obersten
v. F. in Bamberg wird aus bester Quelle miigetheilst, daß
der Hr. Oberst seinen nichtsnutzzigen 14jährigen Sohn im Wirths
hause fand, derb ablanzelte und heimschaffte, daß aber der Jungt
weder einen Revolder hatte, daher nicht schießen konnte, noch der
* * *
Licitation.
Montag, den 23. Juni
nächsthin, Nachmittags 8 Uhr
zu St. Ingbert, in der
Wirthschaft von Georg Jung,
werden vor dem unterzeichneten,
hiezu gerichtlich beauftragten
Umisverweser des kgl. Notar
Sauer in St. Ingbert, die
nachstehend bezeichneten Liegen⸗
schaften, im Banne von St.
Ingbert, der Abtheilung wegen
offentlich zu Eigenthum der⸗
steigert:
. PlNr. 371. 61 qm
Fläche, Wohnhaus mit
Hofraum auf dem Hahn⸗
acker neben Michael Nicolai.
Von Pi. Nr. 83194.
7a 56 qm Acker allda,
die Fläche hinter obigem
Wohnhause bis zum Eisen⸗
bahndamm.
Pl.⸗Nr. 370. 34 qm
Fläche, Wohnhaus und
Hofraum allda.
Eigenthümer sind:
J. Die Wittwe, Kinder und
Erben des zu Si. Ingbert ver⸗
lebten Bergmannes Georg Nelz,
als
L. Naftkaring Puna. Wittwe

des genannten Georg Nelz, jetzt
in 2. Ehe lebend mit Johann
Adam Spohn, pens. Bergmann
allda.

32. Georg Nelz, Bergmann
illda, volljaͤhriger Sohn, 1. Ehe.

8. Margaretha Nelz, minder⸗
ährige Tochter dieser Ehe, welche
hre genannte Mutter zur Vor⸗
nünderin, genaunten Johann
Udam Spohn, zum Miwwormunde,
und Peter Leininger, Berguonn
allda, zum Nebendormunde hat.

II. Die Kinder der Eheleute
Johann Pink, Bergmann allda
ind Elisabetha Selgrad, als
Testamentserben und Marsaretha
Bink, weiland Ehefrau des in
A
nannes Friedrich Nelz, als:

1. Georg Pink, Bergmann
allea.

2. Katharina Pink, Ehefrau
yon Jostph Wagner, Schmelz⸗
arbeiter allda.

8. Peter Pink, zur Zeit Sol⸗
dat in Landau.

4. Margaretha Pink, Minder⸗
ährige, vertreten durch ihren
Vater Johann Pink.

St. Ingbert, 5. Juni 1879

K. Auffschneider,
MAmie yermeser

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Valer den Säbel zog und den Sohn verwundete. Der junge
Mensch ist vielmehr ganz gesund. Das ist die Wahrheit an der Sache.

fF In der am Pfingstmontag in München abgehaltenen
Delegirten⸗Versammlung des bayerischen Veteranen⸗, Krieger⸗ und
Kampfgenossenbundes wurde die Aufnahme der „Pfälzer Kampfge⸗
nossenschaft“ genehmigt, und pwar lunter Berücdsichtigung der Be—
dingungen, welche letzterer Verein bezüglich seiner Verbindung mil
vem Kampfgenossenbund auf dem Kriegertage zu Kirchheimbolanden
estgestellt hatte.
rktberrire.

Homburg, 4. Juni. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
10 M. 94 Pf. Korn 7 M. 92 Pf. Spelzkern — M. — Pf., Spelz 0 M.
—Pf., Gerste Areihige — M. — Pf. Berste Areihige O M. — Pf. Hafer
3 Wös Pfo, Wischsrucht d M. 6Pf. GErdjen“d M — pfian
M. — Pf., Bohnen — M. — Pf. Kleesamen — M. — Pf. Korn⸗—
zrode6 Pfund 78 f, Gemischtbrod 6 Pfund — pf., Osenfle isch 6o Pf,
Rindfleisch 60 Pf., Kalbfleisch 40 Pf, Hammelfleisch — Pf., Schweinefle isch
50 Pf. Butter 1 Pfund 1 M. 10 pf., Kartoffeln per Ctr. 4M. — pf.

Kaiserslautern, 3. Juni. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 11 M. 19 Pf. Korn 7.M. 88 Pf. Spelzkert — M. — Pf. Spel—
7 M. 08 Pf., Gerste 7 M. 33 Pf., Hafer 7 M. 99 Pf., Erbsen — M.
— Pf., Wicken 6 M. — Pf., Linsen O M. — Pf., Kleesamen — M. —
Pf. Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 64 Pf., 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
3 Pfund 87 Pf., Butter per Pfd. — M. 85 Pf., Eier 2 Siudck Od Pf., Kar⸗
offeln per Ceniner 3 M. 80 Pf., Stroh 1 M 20 Pf., Heu 1 M. bö Pf.

Ar die Redactton vercn
Warnun g.

Ich ersuche hiermit Jeder⸗
nann meinem Sohne Jvhann
Joseph weder was ju dorgen
»der zu leihen, indem ich keine
Zahlung für denselben leiste.
St. Ingbert, 4. Juni 1879.
J. Wagner, Wiesenarbeiter.

*4 Morgen Klee in der
Mäusbach hat zu verpachten.
Wittwe K. Günther,
Shnappbach.

In. X. Demetx,.
Buchdruckerei d
/ Lithograph. Anotalt,
t. Tnodert,

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Auslage von „Dr. Alris Aaturbetimt·
thode Laun allen Krauken mit Meht als
vin vortreffliches popaldr· edicinische⸗
Buqch empfoblen werden. KRredðs 2 Nart
*7d Kr. zu bezich. zug alle Buchhandl.
beipug Nichter's Verlags⸗UAnstalt
—3Auszug“ aratis und rraneo. C

empsfleala aieb
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AalIer Art
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bei billigen Preisen.

Borräthig in . Gotthold'«
Buchhandiung in Kaiserslautern,
welche dasselbe für 1 M. 20 pf.
Aberallhin franco versendet.
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Käne.
„Dem Herrn Johaun Schwarz jr. habe ich Limburger
Käse in Depot gegeben und wird derselbe kistenweise zum Tages ·
preise abgegeben.
A. Allenspach, Kasedandlung on gros,
St. Johann a. d. Saar.
Soeben in erschienen:
Humor verloren, Alles verloren!
Reichhaltigste Anekdotensammlung. Zur Unterhaltung für lach⸗
lustige Leute. Zehn Hefte, mehr als fünfhundert Uneldoten
enthaltend. Preis für alle zehn Hefte 80 Pf.
Gegen 90 Pr. in Briefmarken erfolgt Franko⸗Zusendung.)
Verlag der Körner'schen Buchbaändlung in Frfurf

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2 — 2* Se 622 8523
25 5 25— 23 1. —75 2235
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2 Se Z3 755 2 255287
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3 58 232 e 25 2 38
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8 — 8 3 * 3 *
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        St. Ingberter Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mil woͤ hentlichj m dem Hauptolatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sountag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

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M88.

Samstag den 7. Juni
—
Deutsches Reich.
München, 4. Jini. Der konigl. Staalsmin'-e der Justiz,
Dr. v. Fäustle, ist in Angelegenheiten der Durchführung der Ge⸗—
richtsorganisation heute Morgen nach Bamberg abgereist. .— Der
Besetz zebungsausschuß der Kammer der Abgeordneten hielt bereits
heute Mittaz eine Sitzung, welchet, mit Ausnahme des noch nicht
hier eingetroff nen Abzesrdneten Wilter, sämm'lich? Mitglieder des
Ausschusses beiwohnten. D'e kgl. Staatsminister des Iunern und
der Finanzen haben sich mit mehreren Regierungs⸗Comm ssionen zur
Sitzung eingesunden. Herr Stautsmin ster d. Riedel gab die Vor⸗
lage der Gesetzentwürfe eine Darlegung der Grundsätze, welche bei
der Abfassang derselben leitend waren, und verbreilele sich auch über
die hauptsächlichsten Berschiedenhei'en derselben von ber bisherigen
Gesetzgebung. Der Ausschuß beschloß dann: zuerst den Gesetzent⸗
wurf bezüglich der Erbschaftssteuer in Berathung zu z'ehen und mit
der ersten Vsung derselben näcubsten Samstag zu begiunnen. Von
den Abag. Stenglein und Düreschmu'dt wurde die Frage angeregt:
ob sie in Folge ihrer Ernennung zu einem Reichsamte noch als
legitimitt zu erachten seien — welche Frage nach einiger Debate
mit Einstimmigkeit bejaht wurde. — Die heutigen Berathungen
der Conferenz deuischer G werb kammern nahmen über 513 Stunden
in Ansp uch; besonders hervorzuheben ist, daß in der Innungsfrage
der von der Minorität der Münchener Kammer gestellte Antrag auf
Begutachtung der Einführung obligatorischer Innungen mit 12 gegen
5 Stimmen abgelehnt, und in dieser Beziehung eine von dr.
Biehmer (Lübech vorgeschlagene Compromiß: Refolulion angenommen
wurde, welche von dem Grundsatze des freiwillingen Beitrittes zu den
Innungen ausgeht.
Berhin, 29. Mai. Die sog. Wucher ⸗Kommission des
Reichsstages genehmigte in threr vorgestrigen Abendsitzung zunächst
die Vorschläge ihrer Redaktions-Kommission, den früher beschlosse
nen 88 a und c olzende Fossung zu geben: „S a. Wer unter
Ausbeutung der Nothlaze, des Leichtsianes oder der Unerfahrenhel
eines Anderen für ein Darlehen, oder im Falle der Kündigung
einer Geldforderung sich oder einem Drillen Vermögensvorlheile
o rsprechen oder gewähren läßt, welche den üblichen Zinsfuß der—
gestalt überschteiten, daß nach den Umständen des Falles die Ueber⸗
ichreitung in auffälligem Mißverhältniß zu der Leistung steh!, wird
wegen Wucher mu Gefäugniß bis zu GMonalen oder mit Geid⸗
slrafe bis zu 1500 M. bestraft. 8c. Deselben Str fen treffen
Denjenigen, welcher mit Kenntniß des Sadhverhaltes eine Fordecun;
der vorbezeichneten Art erwirbt und entweder dieselbe werter ver.
dußert oder die wucherischen Vermoͤgensbortheile gellend macht.“
Die 883 b. und d. bebielien die neulich von der Kommission be⸗
Hlossene Fassung. (. Wer sich oder einem Dritten die wuche rischen
Vermögensvottheile verschleert, oder wechselmaßig, oder unter Ver
prändung der Ehre, auf Ehreewort, eidlich oder unter ähnlichen
Versicherungen oder Betheue u gen versprechen läßt, wird mit Ge—
fängniß dis zu 1 Jahr oder mir Geibstee bie zu 3000 M. be—⸗
straft. Neben der Geföngnißstrafe kann auch auf Verlust der bür⸗
getlichen Ehrenrechte erkanat werden — „Wer den Wucher (88
1- 0) gewerbs⸗- oder gewohnheitsmäßig betreibt, wird mit Gefäng⸗
niß nicht unter 3 Monalen und mit Beldstrafen von 150 bis zu
6000 Mark bestraft werden.“) Ferner nahm die Komm ssign den
Vorschlag ihrer Redattions-Kommission an, der vorgestern hbe—
schloss nen Bestinmung üder Pfardleiher und Rücklaushindler in
der Weise einen Ausdruk zu geben, daß ser 8 360 Rr. 12 deg
Strafesetzbches folgende nede Fassung empfohlea wird: „12) We
als Pfjandlesher oder Rückkaufshädler bei Ausübung seines Ge
vrerbes den da über erlassenen Anordnungen zuwiderhaude!t, inz⸗
desondere den für dee landesgesetzlich bestimmten oder in Erma igel
ung laadeszesetzlicher Vorschrifien von der Landesregierung zu be⸗
stimmenden Zuͤsfuͤß Uberschreitet.“ Man erachtele cs dabe als
selbstverständuch, daz die Pfandleiher oder Rückkaufshändler, wenn
sie den ihnen nachelassenen Zinsfuß dergestalt ubecschte ten, daß
de Vocaussehungendes S. voheraden sind, auch den Waher
trasen underiegen. Die Konmission beschäftigte sich sodann nit
er Fraze, od die von ihe gegenden Wahec vorgeschagenen Be—
timmu igen au9 auf Handelsgeschäfbe, b.i denen dr Kreditnehmer

Kausmann ist, anzuwenden seien, und bejahte mit großer Stimmen⸗
mehrheit diese Frage. Man geng dabei don der Ansicht aus, daß
ↄei der Fassung des Z a das legitime laufmänn sche Geschäft gegen
ne nicht beabsichtigte Anwendung der Mucherstrafen gewahrt sei.
S hließlich beschäftigte sich die Kommission mit dem ihr ebenfalls
zur Vorb rathung zugewiesenen Antrag auf Beschräukung der Wech⸗
jelfähigleit; sie sprach sich aber dagegen aus, auf diesen Antrag
einzugehen. Vem Abg. Reichensperger (Olpe) liegt ein Antrag, betr.
die c vilrechtliche Behandlung von Wuchergeschäften, vor. ¶ Die vor⸗
ehenden Beschlüsse beschränken sich auf strasrechtliche Ahndung.) Dieser
lautet: a. Verträge, durch welche wucherische Verbindlichkeiten im Sinne
des 8 1 übernommen worden sind, lönnen durch stlage oder Ein⸗
rede angefohten werden. Wenn die Anfechtung für begründet be⸗
junden wird, so ist die Forderung des Gläubigers auf einen rach
richterlichre Würdigung den Ve:hältnissen enisprechenden billigen
Zunssatz sür degjenige Caphtal, welches nach Abrechnung der beceits
erfolgten übermäßtgen Zahl ngen und Le stungen noch verschuldet
wird, sowie auf das Copilal selbst zu beschränken. Dem Gläubi—
Jer steht dagegen das Recht zu, die Aufhebung des Verirages zu
'ordern, in welchem Falle ihm das gegebene Captal nebst gesetzlichen
Zinsen von 5, bejw. 6 pC.. jahrlich vom Tage des Darlehens an

unter Aufrechnung der erfolgtin Zahlungen und Leissungen zuzuer⸗

tennen ist. — Die für die urjprüngliche Schuld bestellen Sicher⸗
heiten und P'andrechte bleiben aufrecht exrhalten. — b. Die oben
bezeichnete Klage und E'nrede findet sowohl gegen Denjenigen Statt,
welcher sich die übermäßigen Vortheile ausbedungen hat, als auch
gegen Denjenigen, wesch ren Kenniniß des Sachverhalts die Forder
ung erworben hat oder geltend macht. — c. Di⸗ Klage auf Rück⸗
erstattung gele steter Wu herzinsen verjährt in drei Jahten, vom

Tage der Lesstung an gerechnet.

Berlin. Die Zolltarif: Kommission nahm am Donnerstag,
den 5. d. M., ihre Arbeiten wieder auf, und wird sich zunächst
mil der sehr wichtigen Position der Leinengarne und Leinenwaaren
beschäftigen, über welche die Abgeordneten Delbrück und Freiherr
v. Varnbiller das Reierat führrn Die Hoffnungen, die Textil⸗
waaren im Eink ang mit den jaklreich eingelaufenen Petitionen im
Zolle ermäßigt zu seben, sind nach den letzien schutzzöllnerischen Be⸗
chlüssen der Kommission auf ein Minimug herabgesunken. — In⸗
jwischen gelangen an den Reichssstag noch unaufhörlich Petitionen.
So unterbreitet der Verbond d utscher Vüller in Berlin XI
nabme des Getreidezolls folgende Vorschläge, um den ferneren
Vehl Erport der deunschen Mühlen zu ermoöglichen: 1) Jeder Mühle,
welche Vehl theilweise im Inlande, theilweise nach dem Auslande
absetzt, kann ein Zoll!onto eröffnet werden, worauf der Impoit an
Betreide belastet, der Export an Mehl entlastet wird, so daß nur
die Differenz zwischen Import und Exrport zur Verzollung gelangt.
2) Eine Vermischung inläund schen und ausländischen Getteides ist
gestattet. De Fabrikatio darf nicht durch Zollvorschriften oder
Koutrolen behindert wirden. 3) Jede Mühle muß d xch ein Lager⸗

buch na hmeisen, welches Quanium fremoden Getreides sie importirt
und welches Qua num Mehl sie zum Erport gebracht hat.

In Betreff des n der Bandsrathssitz ing vom 30. Mai zur
Ers terung gkomm nen Gesetzes üüber die Verfassung von Elsa ß⸗
Lotbringen fi den sich A gaben, als ob dieses Gesetz nicht
zur Erlediguung gkommen. Dese Anrahme ist itrthünlich. Der
Bundesroth hat vielmehr nit Ausschluß der Stimme Baierns dem
Besetze nach den Aueschußanträsen feine Genehmigunz ertheilt.
leber dan Antrag Baiernus, den 8 1 dahin zu ve vodstandigen,
daß kein regierender d utscher Fürst zum Poslen eines Siatthauerz
herufen werden dürfte, wid erst spater Beschluß gefaßt werden.
Deser Autrag ist nur ein Zusatz, wünde also, auch wenn er ange⸗
nom nen, leine Aenderung involviren.

Berlin, 4. Juni. Der „Re'ch zanzeiger“ meldet: Kaiser
Al xurder deüctte heule ielegraphisch St. Maj. dem Kiiser Wilheim
sein groͤßt s Bedauera aus, daß andaucrad ungünstige Nachrichten
über das Befiaden der Geoßsürstin Wad mit iha reranlaßten,
den Besuch zum 11. Juni (dem Tan der goldenen Hochzeih) in
Berlin auf ugeben.
        <pb n="312" />
        ören. Die Sache wird einer sehr genauen Untersuchung unker⸗
ogen.

Aus durchaus zuverlässiger Quelle verlautet, daß aus Peter 82
zurg allein 4900 Personen verzogen sind, welche in dem Verdacht
tehen, daß sie mit den Nihilisten in Berbindung sind, resp. den
Tendenzen derselben huldigen, ohne daß ihnen Strafbares nachge⸗
viesen werden konnte. Diese Personen haben sich nach den nicht
Anter dem Belagerungszustand befindlichen Gouvernements gewandt
ind befinden sich dort selbstredend unter weiterer polizeilicher
Aufsicht.

Braunschweig, 3. Mai. Die Lehrerversammlung ge⸗
nehmigte einstimmig eine Anzahl Thesen, in welchen den Lehrern
empfohlen wird, zur Besserung der sozialen Mißstande das religidse
Bewußtsein der ihnen anvertrauten Jugend mehr als bisher zu
weden und zu pflegen, mehr als bisher in ethischerziehlicher Weise
zu wirken und durch bessere Bildung des heranwachsenden Geschlechts
Ane veredelnde Rüdwirkung auf die Familie und die soziale Wohl⸗
fahrt auszuüben.

Brrunschweig, *. Juni. Die deutsche Lehrerbersamm⸗
lung nahm heute einstimmig folgende Resolution an: 1. Der Reli⸗
giousunierricht darf der Stule, wenn diese ihren Zweck erreichen
soll, nicht entzogen werden; 2. die Versammlung protestirt gegen
die Vorwürfe, daß in der deuischen Volksschule der Religions⸗
anterricht nicht mehr mit alideutscher Pflichtireue und Gewissen⸗
Haftigteit gelehrt werde.

NAusland.

Bern, 4. Juni. Der Bundesrath beantragt bei der
Bundesversammlung, daß zur Wiederherstellung des finanziellen
Gleichgewichts vom 1. Januar 1880 an jolgende erhöhte Zollsätze
per 100 Kilo zur Erhebung kommen sollen: Rohtabak 25, Ta⸗
halfabrikate 80, Cigarren 80 Fres., Petroleum 1*/3 Centimes,
Kaffee 4 Fres. Kaffeesurogate 3, Thee 60 und Gewürze aller
Art 16 Fres.

Wie das Berl. Tagebl. mittheilt, wird zu Constant inopel
im Palast von Dolma Bagdsche schon Quartier für Fürst Alexander
von Bulgarien vorbereitet. Inzwischen hat, wie der Paciser „Globe“
erfährt, in Sofia sich bereits ein panbulgarisches Agitationslomitee
gebridet, dessen Zweck ist, mit allen erdenklichen Milteln die Ver⸗
cinigung Bulgariens, Ostrumeliens und Macedoniens — trotz des
Berlinet Vertrages — anzustreben. Dieses Revolutionslomitee hat
in allen drei Laͤndern schon an 40 Lokalausschüsse ins Leben ge⸗
rufen, welche nachstehendes Programm zu verwirklichen berufen sind:

1) Die Bewaffnung der Bevölkerung ist zu vervollständigen
und in Siand zu erhalten.

2) Es sind „Befreiungsgelder“ einzusammeln und an die Cen⸗
ralkasse in Sofia adzuliefern.

j 3) Die Bevö.kerungen sind derart zu bearbeiten, daß der
doltalpatriotismus sich zu einem allgemeinen bulgarischen Patriotismus
auswächst.

4) Die bulgarische Presse muß geschaffen und gepflegt werden.

5) In den Schulen ist durch bulgarische Lehrer der Jugend
von früh auf die Vaterlandsliebe einzuimpfen.

6) Das Landvolk ist durch Grundung von Sparkassen, Volls
hanken und Kreditinstituten für die bulgarische Sache zu gewinnen.

Wie man sieht, ist dieses Programm ziemlich erfchöpfend, und
wenn man bedenkt, daß diele bulgarische Propaganda im russischen
Solde steht, so hat man in Mostkau alle Ucsache, mit der ausge⸗
streuten Saat zuftieden zu sein.

Petersburg, 4. Juni. Durch kaiserlichen Befehl wird
die Bewaffnung sammtlichet Polizeibeamten mit Revolvern ange⸗
ordnel. — Nach amtlichen Meldungen aus Irkutst vom 2.d.
sind der Amur und dessen Nebenflüsse ausgetreten; Wiesen und
Felder stehen unter Wasser, die Verdindungen sind unterbrochen,
der Telegraph ist beschädigt. Die Haäuser werden von deu Be—
wohnern verlafsen. Blagow ischenek ist ernstlch bedrohi. Das
Wosser steigt noch weiler. Es macht sich Hungersnoth fühlbar.

In Pelersburg ist ein Diebstahl ausgeführt worden,
der einen etwas politischen Beigesomack hai. In der Wohnung
des preußischen Militairattachees, Majors v. Lagnitz, ist doct, wie
die Kreuzztg. erfährt, „dieser Tage ein Einbruch derübt worden;
ihm sind alle m'öglichen Papiere, Geld, sowie seine Oden entwen—
dat worden. jSehr () wichtige Sdriftflücke hat man nischt gestoh—
len, da dieseZon nicht in der Wohnung, sondern in der deutschen
Botschaft aufbewahrt wurden. Der Diebstahl geschah am Tane
während der Abwesenheit des Majors und feiner beiden Diener
and ist mit großer Ortskenntniß ausge üuhrt. Die sofortigen Nach⸗
focschungen der Polizei waten bisher ohne Erfolg.“ Seyr wichliz
ind also die gestohlenen Schriftsiücke nicht, aber vielleicht wichtig.
Demselben Blatt wird ferner solgende geheimnißvolle Geschich te
mitgeiheilt: Am 29. v. M. begab sich der Großfürst-⸗Thronfolger
nebst Gemahlin und Gefolge von Peterhof, woselbst derselbe seinen
Sommeraufenthalt genommen, zu Wagen nach Oranienbaum, um
dort den Thee einzunehmen. Etwa eine halbe Stunde, bevor die
Hertschasten ihre Rückfahrt antraten, gegen 11 Ugr Abends, ritt
An Officler vom Garde Ulanen-Regimegt der Thronfolgerin den—
selben Weg und fand die Straße nach P terhof durch eine Barci⸗
kade gesperit, in der Nähe der letzleren mehrete verdaͤchtig aus
sehende Gestalten. Da er wußte, daß der Großfürst in kurzer
Zeit im offenen Wagen an dieser Stelle ankommen müsse, be⸗ilte
er fich, Peterhof zu erreichen, benachrichtigte die Polizei und mit
deren Hüife wurde die Barrilade fortzeräumt und der Weg frei
gemacht. Zwei Menschen, die ihren Aufenthalt mitten in der
Racht an dieser Stelle nicht begründen konnten, wurden arretirt;
air gaben an. zur Dienerschaft einer fürltlichen Persönlichkeit zu ge⸗

Vermischtes.

Warenproben, welche 20em in der Länge, 10em in
der Breile und dem in der Dicke in irgend einer Richtang über⸗
hreiten, werden, wie wir verneh nen, seit dem 1. April von der
Post nicht mehr befördert. Es kommt nun aber vor, doß derartige
Zendungen von den Aufgebern in die Brie stasten gelegt, und wenn
ie dort vorgefunden, den Absendern nicht wieder zugestellt werden
önnen, weil jene sich auf den Ausschriften nicht genannt haben und
uch sonst undekannt sind. In Fällen dieser Art werden die Send⸗
ingen einige Monate bei der Oder-Postdirektion des Aufgabebezirks
usbewahrt und, wenn der Adsender sich bis dahen nicht gemeldet
Jat, vernichtet. Es wird sich daher empfehlen, daß Absender größerer
Hrobenpalete, welche in der bezeichneten Weise eingeliefert worden
ind und von deren richtiger Zustellung an die Empfaänger Nach⸗
icht noch nicht vorliegt, sich der erfolgten Beförderung besonders
versichern und nach Umständen zu pwäheren Ermittelungen an die
etreffende Ober. Postdirektion wenden.

pOber⸗Tribunals-⸗Entscheidunng. Die in einem
uffen lichen Lokal abgehaltene Tanzlustbarteit, an welcher sich nur
ine geschlossene Gesellschaft betheiligt, fällt nach einem Erlenntniß
es Boer Teibunals vom 6. Mal 1879 nicht unter die von der
Irta polizeibehorde für Schanl⸗ und Vergnüungslokule vorgeschriebene
Holizeistunde. „Die Ausführung des ersten Richters, daß jede in
nem offentlichen dokale abgehaltene Tanzmusik als eine oͤffentliche
anzlastbarkeit anzusehen sei, auch wenn nur eine geschlossene Gesell⸗
chaft sich daran betheiligt, ist von dem Nekursrichter mit Recht als
mhaltbar zuräckgewiesen, denn unler einer oͤffentlichen Tanzlustbar⸗
eil kann nur eine solche verstanden werden, an welcher ni t ledig⸗
ich einer Anzahl im Voraus bestimmter Personen, die sich zu diesem
— haben, sondern
)em Publikum ais solchem die Theilnahme gestattet ist. Muß aber
iernach durch die Negatiofeststellang des zweiten Richterz bezuglich
zer Abhaltung einer öffentlichen Tanzlusibarkeit die Unschuldigung
der Verletzung der Polizeiverordaung vom 4. Januar 1859 für
viderlegt Jelsen, so erledigt sich auch der Vorwurf einer Uebertretung
des g 363 Str. G.⸗B. von selbst, da sich diese Bestimmung nur
auf die von Wrthe in seinem Lokale, soweit dasselbe als ein bffent⸗
'iches aazusehen ist, geduldeten Gaste, nicht aber auf die Mitalieder
ziner ges hlossenen Gesellschaft bezieht.“

fLambrecht, 8. Juni. Der romantische Geisbod
nachte heute seine Jahreswanderung von hier nach Deidesheim;
derselbe wurde, da er die vertragsmäßigen Eigenschaften besaß, von
den „Vätern der Stadt“ ohne Bedenken acerptirt und dem Führer
das „Kaͤsebrod nedst einer Flasche Wein“ sosort verabreicht. Wie
anze shon dieser Bocktribut besteht, geht daraus hervor, dag eine
irtunde vom Jahre 1534 jaut, Lamdrecht muß seit „unfürdenl⸗
chen“ Zeiten an Deidesheim einen Geisbock geben. (Ruust. 3)

F Ein Bursche von HRauer Sheinm bei Kirchhtimdolanden,
er dei Gelegenheit der jüngsten Militäcmusterung dem Uebermaß
einer Freude dadurch Ausdruck verlieh, daß er einer dortigen
Dienstmnagd um den Hals fil und ihr einen Kuz gab. erhiell des⸗
jalb eine Hasistrafe von diei Tagen.

Daee Gesammtzaht der Stnd renden der Universität uu
deidelberg in diesem Sommersem'ster beträgt 843. De
heologische Facultät zählt 24 Zuhörer, die jristische 399, die
nedicinische 136 und die ph'losophische 232. Dazu kommen noch
32 Personen reiferen Altets, welche zum Besuche von Vorlesungen
ugelassen sind. Die Zunahme in der Frequenz gegenüber dem
»otigen Semester beträgt nasezu 300 Studirende; auch überle fft
zie jetz ge Frequenz deeienige der Semester von 1873. 1877. 1876
ind 1875.

F Ern reichetr Bauer in Gaifsach lebte in 10jäahrizer
inderioser, aber glücklicher Ehe und hatte endlich die Freude einem
reben entgegen zů sehen. Im Wirthshaus ader wurde er so oe
zänselt und wülhend gemacht, daß er in blinder E fersucht heim⸗
tärmte und seine Ftau erschoß.

Munchen, 29. Juni. Sechzehn Pridaleihgeschãsib⸗
nhabec geben bekannt, daß sie sich dahin geeinigt haben, vom
. Juni an für Darlehes auf Pfandstüde aller Act per Mart und
Monat 1 Pfenaig Zins zu berechnen.

f (Em theures Hundchen.) Das hoͤcste Gebol, welches ʒiel⸗
eicht je auf einet Rac⸗hunde-Ausstellung gemaht und trohzdem
efüsirt wurde, ist auf der gegen värtigen Ausflellunz in Hanno ver
indeltreien. Auf den im Kataloz unter Re. 8607 aufgführten und
        <pb n="313" />
        mit dem ersten Preis bedachten Seidenspitz (Name: Schnips, Be⸗
itzer: Frau Dr. Fischer in Berlin) wurden von einem Engländer

1000 Pfd. Sterl. geboten, ohne daß der splendide Bieter in den

Besitz des begehrten Hündchens gelangen konnte.

f Der Generalpostmeister Stephan beabsichtigt in mehreren
aroß ren Städten wie Köln, Frankfurt a. M., Breslau, Leipzig u. s. w.
die Rohrpost einzuführen.

F Fürst Bismardk soll angeblich dem Prinzen Alexander von
Battenberg, als derselbe ihn um Rath fragte, wegen An⸗
nahme der ihm angebotenen Fürstenkrone Bulgariens, geanwortet
haben: „Warum nicht, nehmen Sie das Anerbieten nur an, es
bleibt immerhin eine angenehme Erinnerung für's Leben.“

fEine kleine Geschichte. In Schlefien lebte, so schreibt
man der „Tribüne“, ein sehr reicher Rittergutsbesitzer, welcher eine
Tochtet und einen Sohn hatte. Die Tochler war zuerst geboren,
jedoch nicht Erbin, weil man allgemein glaubte, das Gut sei ein
Majorat. Der Vater statrb und der Sohn freute sich, nun das
Majorat antreten zu lönnen; aber da kam ein zwar armer, doch
kluger Assessoe, auf welchen die Tochter bereits vorher ein Auge
gJeworfen hatte, und lieferte den Beweis, daß das Gut kein Majo⸗
tat, sondern Seniorat sei. Da war es leider um den jungen
Herrn geschehen. Seine schönsten Träume für die Zukunft waren
jerstört, er zog, mit einer Summe von 6000 Tholern abgefunden,
aach Amerika, und der Assessor führte die Braut und das Geld
und das Gut heem! — Von dem enttaͤuschten Majoratserben jen⸗
feits des Oceans haben wir keine Kunde, der „luge“ Assessor von

damals aber id heute — erster Präsident des deutschen Reichstages.

Bern, 1. Juni. Kin schreckliches Lawinen⸗Unglück hat
sich gestern zu Fontana in der Nähe von Airolo ereignet. Wie
zein Telegramm melsdet, wurde dort eine ganze Familie, Vater,
Nutter und vier Kinder, verschüttet; außerdem wurde noch die
Kuche, das Gemeindehaus, eine Anzahl anderer Häuser und Ställe
jerstort, sowie weitere Gebäulichkeiten arg beschädigt.

Paris, 2. Juni. Der Zudrang ju dem Wellrennen
von Auteil, wo der Prinz von Wales erwartet wurde und sich auch
einfand, war groß. Der H'mmel aber ergoß seine Ströme über
die Zuschauer, als das erste Wettrennen seinen Anfang nahm. Als
um den großen Preis (30,000 Fres.) gerannt wurde, ertd ate plötz⸗
lich der Ruf: „Au feu!“ Das Feuer war in der Küche der Reun⸗
zahn ausgebrochen und in einem Augenblicke stand fast der ganze
cechte Flügel der Tribünen in Flammen. Alles ergriff die Flucht,
aber man wurde schnell Herr des Feuers und es blieb auf den
rechten Flüzel beschränkt, der über zwei Stunden lang brannte.
Im Augenblick, wo der Feuerruf erscholl, stürzten die Zuschauer
unter Angstgeschrei aus den Tribünen, während d'e Pferde ganz
xuhig ihre wilde Jagd fortsetzten und die große Menge dor den
Tribünen sich um das Feuer gar nicht belümmerte, sondern den
Pferden zujauchzte, die zuerst am Ziel angekommen waren. In
dem durch den Brand entstandenen Gedränge haben viele Personen
Verletzungen erlitten.

fLondon, 3. Juni. Ein furchtbarer Zusammenstoß hat
auf der Linie zwischen Birmingham und Crewe bei —A
zefunden, indem der Expreßzug in einen Personenzug fuhr. Gegen
30 Personen eiltten dabei mehr oder minder scubere Veilchungen.

fLondon, 83. Juni. Baron Lionel v. Roihschud“ is
gestorben.

t Rom, 28. Mai. In Norditalien sind bedenkliche U⸗ber⸗
schwemmungen eingetreten. D'e Flüsse Po, Tanars, Belbo sind
ausgetreten. In Turm sind die Häuser am Po bedroht, sie wurden
deraumt. Bei Alessandria ist die ganze Umgegend ein See, die
Stadt ist in groößter Gefahr. Die Schutzarbeiten waren bis jetzt
ꝛergeblich; die Eisenbahn ist zerstört: bei Asti haben die Ueber⸗
chwemmungen schon Menschenlehben gekhostet.

Méantua, 2. Juni. Faft die ganze Stadt ist über⸗
schwemmt, doch sind Vorkehrungen getroffen, durch die maa grö⸗
zeren Schaden zu verhüten hoffi.

FMantua, 4. Jum. In Folge eines Sturmwindes hat
ein Dammbruch am rechten Ufer des Po zwischen Sermide und
Revere stastgefunden. Die Gegend von Sermide bis Fergare ist
überschwemmt. Der Schaden isi beträchtlich.

T Donna Baldomera Larra Weclotrt. die beruchtigte span'sche
„Dachauer Bank“-Schwindlerin, ist vom Madrider Gerichtshof
zu einer Zuchthausstrafe von 6 Jahren und 1Tag verurheut
worden. Ihr Genosse Satornino Isiegas Sagastizabai wurde frei⸗
desprochen. Der Proceß hat nahezu zwei Jahre gedauert.

Wasbington, 1. Juni. Nach hier eingegangenen
Nachtichten hat in Kansas und Nebraska in Orkan gewürhet, durch
welchen 40 Personen getödtet, mehr als 100 verwunde wurden
5*0 Gebaude find zersioͤrt worden. Die Ernten und anderes Be⸗
sißzthum haben beträchtl chen Schaden erlitten.

Arsenikvergiftung. — In Amerila hat man von Seite der
Hesundheitzbehörden die Entdecklung gemadt, daß dort Stärle im
bandel vorfommt, welche einen Zusatz von Arsenik enthält. Es
joll dies sogenannte „Glanzstärle“ sein, und man behauplet, daß
der Arsenik derlelben ein desonders schönes glänzendes Aussehen

ersheile. Es ist auch bereits ein Vergiftungsfall durch Wäsche, die
mit solcher Stärke behandelt war, nachgewiesen worden. Da die
Befahr nahe liegt, daß solche Stärkte auch nach Deuischland im—
»ortirt, oder daß hier die Zusammensetzung nachgeahmt wird, so
jalten wir es für geeignet, auf diese Thatsache aufmertsam zu
nachen. — Auch in sogenannten Glanzpapieren von gruͤver, rother,
»lauer und Choboladefarbe hat der amerikanische Staalschemiker
Wood Arsenik in gefährlicher Menge gefunden. Da solche Papiere
u allerlei Gegenständen des täglichen Gebrauchs, zum Einwickeln
von Bonbons, für Spielwaaren von Kindern u. s. w. häufig Ver—
vendung finden, so dürfte es nicht überflüssig sei, auch auf diesen
Begenstand die Aufmerksamkeit hinzulenken.

Ein Ersatz für irdene Geschirre. — In Amerika werden jetzt
Befäße aus Baumwollenbrei gesertigt, die bestimmt sein sollen, die
Stellen der Töpferwaaren zu vertreien. Sie sind mil einer Com—
position glacirt, welche einen reichlichen Antheil von geschmolzenem
Blas enthält. Sie sollen sich durch Leichtigkeit, Unzerbrechlichkeit
ind Dauechaftigkeit auszeichnen. Selbstverständlich muß die Er—
indung erst ihre Probe im Groben bestehen. Derartige Geschirre,
die kürzlich in England eingeführt wurden, haben Beifaäll gefunden.

Eisenbahn Biensies en.

Versetzt bezw. ernannt wurden vom 1J. Juni ab: Bahnhofpverwalter Karl
Zauer von Marximiliansau nach Worth, Siationsverwaller Ed. Lex von
Wörth in gleicher Eigenschaft nach Kandet, Bahnhofverwalter Fr. Schuhmann
n Biebermühle als Verwaltungs-Assistent nach Maximiliansau, Stationsver⸗
dalter Eugen Sommer von Beliheim als Bahnhofverwalter nach Biebermühle,
ʒtationsverwalter Fr. Rode von Ebernburg als Stationsverwalter nach Bell⸗
eim, Gutererxpeditor Jul. Schild von Münster a. St. zum Stationsverwaller
n Ebernburg, Gehilfe Gg. Schaefer von Frankenthal zum Gütererpeditor in
MNunster a. St., Gehilfe Max Godron in Bexbach zur Guͤtererpedition Franken⸗
hal und Ingenieur⸗Assistent Theodor Bäckler von Edenkoben zum Ingieur⸗
diirt dee — Ausgetreten ist am 1. Juni: Ingenieur Aug. v. Schilling
n Langmeil.
Gemeinnütziges.

Nachweisung von Fuchsin im Wein. (Von R. Brunner). In
ein mit dem zu untersuchenden Weine gefülltes Glas wird ttwas
Stearinsaͤure (ein etwa nußgroßes Stuͤck einer Stearinkerze) ge⸗
zracht, worauf das Glas in den Ofen oder in heißes Wasser ge⸗
tellt wird, bis das Stearin auf dem Weire geschmolzen ist. Einige
Minuten lang wird nun die Flüssigkeit stark umgerührt, worauf
nan wartet, bis das Stearin sich wieder auf dem Niveau des
Weines abgeschieden hat und dann das Ganze erkalten läßt. War
der Wein Fuchsinhaltig, so erscheint nun die Stearinsäure mehr
»der weniger intensiv violett gefarbt. Das Resultat ist das näm—
iche, ob der untetsuchte fuchsinhaltige Wein ursprünglich weiß war,
»der ob der natürliche Rothwein den Augen der Confumenlen zu
diebe durch Fachsin „aufgebessert“ wurde. Bei fuchsinfreiem
)unkelrothen Wein färbt sich das Stearin nie violett, höchstens er⸗
cheint die untere Flache der Scheibe schwach röthlich, von einzelnen
zeim Erstarren mechanisch eingeschlossenen Weintropfen.

Terpentiröl als Hilfsmittel beim Bleichen der Wäsche. Ein
Mittel, welches die Bleiche gelb gewordener Wäsche an Licht und
Luft in hohem Grade unterstützt und in keiger Weise zersidrend auf
»as Zeug einwirkt, wenn man Rasenbleiche nicht haben kann, ist
as Terpentindl im Stande, den Sauerstoff der Lust in Ozon zu
JNerwandeln, welcher letztere eine stark bleichende Eigenschaft hat; ja,
nan hat starte Giünde, anzunehmen, daß die ganze Rasenbleiche
ruf die Gegenwart des Ozons zu begiünden sei. Wird nun dem
eten Spulwasser, welches die Wäsche passirt, etwas Terpentindl
ugesetzt, so häagt sich ein wenig des letzteren an die Fasern det
zeugs, und ts findet beim Trocknen des letzteren zugleich ein ziem⸗
ich energisches Bleichen stait. Um das Teipentind passend anf
as Zeug zu bringen, muß dasselbe sehr genau unter das Wasser
zemischt werden; man vermengt zu diesem Zwecke in einem Glase
Th. Terpentinöl und 3 Th. starken Spiritus mit einander.
AIuf einen Eimer Wosser genünt ein Eßlöffel voll dieset Mischung.
Die Wäsche wird hierin eingeweicht, gut ausgerungen und zum
Trochnen an die freie Luft gehängt. Das Zeug ist nach dem
Trocknen gebleicht und riccht nicht im Geringsten nach Terpentinöl,
wenn dasselhe rectificirt und nicht im Uebermaße angewendet wurde.

ZAarktberichte.

Zweibrücken, 5 Juni. (ruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 10 M. 85 Pf. Korn 7 M. 833 Ppf., Gersie zweireihige dO M. — pjf.
ierreißige &amp; M. — Pf., Spelz 0 M. — Pf., Spelzkern — M. — Pf.
Dinkel — M. — Pf., Mijchfrucht d M. — Pf., Hafer 8 M. 85 p.,
krbsen æ M. — Pf., Widen 0 M. — Pf., Kartoffeln 4 M. — pf.
deu 2 M. 50 Pf., Stroh 2 M. 60 pf., Weißbrod Ul/3 Kilogr. 54 Pf
dornbrod 3 Kilogr. 74 Pf., 2 Kilogr. 50 Pf., 1 stilogr. 25 Pf., Gemischi⸗
brod 8 Kilogr. 91 Pf., das Paar Wed 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
36 Pf. II. Qual. 60 Pf., Kalbfleisch d0 Pf., Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleisch
56 Pf. Butter / Kilogr. 1 M. 15 Pf., Wein J Liter 80 Pf. Bier J Liter 24 Pf.

Fur die Redactior ortlich: æ Dem — 55

Inateressanu

ist die in dar heutigen Nummer unserer Zeitung sieh befindende Glücks-
Anzeigo von Samues Heckscher senr. in Hamburg. Dieses Haus hat sieh
Jurch seine prompte und verschwiegeno Auszahlung dor hier und in der
Umgegend gewonnenen Beträge einen dermassen guten Ruf erworbon,
lass wir Jeden aut dessen heutiges Inserat schon an dieser Stello auf-
ner;-Isam machen

—
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        ———

Vern den zu dem Rothenbau
im Banne von Niederwürz⸗
bach gehörigen Wiesen wird das
Heu von ca.30 Morgen
guͤf dem Halm aus freier Hand
vergeben.

Liebhaber wollen sich wenden
an P. Muller auf dem
Rothenbau.

4
—8

8

d⸗
Ausvorkauf.
Wegen Aufgabe meines
Manufakturwaaren- und Herrenkleider-Geschäftes
berkaufe ich sämmtliche Vorräthe wit unterm FinKMusBSD-SC-
Aœs

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C

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Mein Zader lLoRal nebst den im Vorterre besindlichen
Räumen ist bis zum 1. August beziehbar zu verem iethen.

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J
4
Im Verlage von H. Ale xander,s Musikalienhandlung
in Pr. Stargardt ist erschienen und durek alie Musikalienhand-
lungen des in- und Auslandes 2u beziehen:

—0
Goldene Hochzeits-Klünge.

»WUnseru geehrten
— Nunden und Gönnern
von Schnappbach und Umgegend
zur gefälligen Kenntniß, daß vom
1. Juni ab in unserm Geschäft
eine bedeutende Preisermä
ßigung eintritt.

J. Schanne,

M. Paulnus,

Schuhmaher.

*
2
—
—
—2
—2—
*
*
Walzer.

Zur Peier der goldenen Hochzeit Ihrer Majestäten des Laisers
W un der Kaiscrin Kugusta (am 11. Juni 1879)
componirt von
Garh sssehransek.

Op. 23.

Dieser wvundervolle, melodiôse und dabei leieht apielbare
Walzer, dessen Titelblatt uns in frappanter Aehnlichkeit die Por-
traits der hohen Jubilare, umgeben von einem prũüchtigen Korn-
blumenkranze, zeigt, ist jedem Llavierspieler aufs Angelegent-
lichste zu empfehlen.

BPreis nVr IMArTE- —

Gegen Fipe--Aung des Betrages versendet francoe

r Anderꝰs Musikalienbandlung,
»rx. 8targardt.

Fir Pamor!
Bei Kramer &amp; Co. in Leipzig erschein
Die
ATDBDEGĩISSCIIDO.
Zeitschrift in Monatsheften für leichte ele
sante weibliche Arbeiten, enthaltend ner
tiekmustor in brillanutem Bunt
arbondruek ausgeführt, sowie Hä
zel⸗ und Filetmuster, Borlagen für Weiß
Rickerei, Weißnähterei, Waffei- und Strid
arbeit, Perlhätelei ꝛc

Die einfache Ausgabe kostet pro Mo
nat nur 18 Pfg. Reichswährung — IV0 Xr
ofterr. Die Doppelausgabe erjcheint in
doppelt be großem Ferniat als die ein
fache und kostet das Doppelte.

Man abonnirt zu jeder Zelt au
je drei Hefte einer beliebigen Ausgab
bei allen Buchhandlungen und Postan
dalten.

Gegen Hals- &amp;
Brustloiden

ind die StolIwerelkx?schen
ons.Aalz-Bonbons,

tummi-Ponbons, paquei

D ig σ sñerck'schée

grust-Bonbons, à Paquet 50

gie em pfehlenswerthester

Jausmittel.

Die Gewinne
GILũcIAS- sbeae der 8Staat.
i 2 Prste Ziehung;:
Anzei g . II. und 12. Juni.
— — ——— —
Einladung zur Betheiligung an den
6EWViInn- OhAnn
der vom Stante Hainhurg garantirten grossen
Geiu Lotterie, in welcher üuber
S Miiiione 3—oO, OOOkOMaTIx
saicher gewonnen werden uniissni.

Die Gewinnue dieser Vortheilhaften Geld—-Lotterie,
welehe plangemuss nur 86, 000 Loose enthält, sind folgende, nümlieh:
Der groösste Gewinn ist ev. AO O, OOO Mark.

Prämie 250, 000 Mark, 1 Gewinn a 150,000 Mark, 1 Gewinn a
100, 000 Mark, 1 Gewinn a 60, 000 Mark, 1 Gewinn a 50,000 Mark,
2 Gewinne a 40,000 Mark, 2 Gewinne a 80,000 Mark, 5 Gewinne
a 25, 000 Mark, 2 Geéewinne a 20,000 Mark, 12 Gewinne a 15,000 M.
i Gevwinn a 12,000 Mark, 24 Gewinne a 10, 000 Mark, bæ Gewinne a
8000 Mark, 2 Gewinne a 6000 Mark, 54 Gewinne a 5000 Nark, 6
Gewinne a 4000 Mark, 71 Gewinne a 3000 Mark, 217 Gewinne a
2000 Mark, 2 Gewinne a 1500 Mark, 2 Gewinne aà 1200 Mark, 531
Gewinne a 1000 Mark, 673 Gewinne a 500 Mark, 950 Gewinno a
300 Mark, 65 Gewinne a 200 Mark, 100 Gewinne a 150 Mark, 24650
Gevwinne à 1I38 Mark, 1400 Gewinne a 124 Mark, 70 Gewinne a 100
Mark, 7300 Gewinne a 94 u. 67 Mark, 7850 Gewinne a 40 u. 20
diat und Fommen solche in wenigen Monaten in J Abtheilungen zur
sICHEren Pntscheidung.

Die erste Gewinnzichung ist amtlich auf den

II. uUnd LI2. IUni d. J.

festgestellt und kostet hierzu

das gamze Originalloos nur 6 Reichsmark,

das halbe Originalloos nur 3 Reichsmark,

das viertel Originalloos nur II/2 Reichsmark,
und werden diese voni Stante garantirten Original-
Loose (keine verbotenen Promessen) gegαν fra nlirte Lin-
sendung des Betrages oder gzegen BPOSIVOoOFrSCIIVBA
gelbet nach den entferntesten Gegenden von mir vorsandt.

Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-
Loose auch den mit dem Staatswappen versehenen Original-Plan gra-
tis und nach stattgehabter Ziehung sofort die aintliche Ziehnngsliste
unaufgefordert 2ugesandt.

Die Auszahlung und Vorsendung der Gewinngelder
orfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strengster
Verschwiegenheit.

Jode RestelIung kann man einfach auf eine Postein-
AnhlIungskarte machen.
Ian wendo sich daher mit den Auftrügen vertrauensvoll an
damued Heecschey ssenh.,
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj; mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntagt mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich vBiermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

A 40 2 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 A 60 —, einschließlich 40 Zustellgebühr. Auzeigen werden mit 10 H, von Auswaris
mit 15 A fur die viergespaltene Zeile Blattischrist oder deren Raum. Neclamen mit 30 — pro Zeile berechnet.
M 90.

Sonntag den 8S. Juni

1579

Deutsches Reich.

Münchem, 5. Juni. Die Deleg'rten-Conferenz der deutschen
Gewerbelammern erklärte sich in der heutigen Schlußsitzung mit allen
zegen 2 Siimmen für Einführung der obligatorischen Lehrlings⸗
prüfung und Einführung von Arbeitsbüchern für alle Arbeiter, auch
folche über 21 Jahre, endlich für Beschränkung der Schankwirth⸗
schafisconcession nach dem Gesichtspunlte des allgemeinen Bedürf⸗
nisses. Der Hamburger Autrag wegen Beschräntkung der allge⸗
meinen Wechselfähigkeit wurde abcelehnt. Zum nächsten Vorort
wurde Stuttgart gewählt. — Die Einberufung des bayerischen
Landtages ist auf den 14. Juli in Aussicht genommen.

Das bayerissche Ministerium des Innern erließ, wie die
„Frankf. Ztg.“ erfährt, vor Kurzem eine Weisung an die Ge—⸗
meinde⸗ und andere Stiflungen, die verfügbaren Kapitalien unter
den entsprechenden Voraussetzungen vorzugsweise der Landwirth⸗
schaft zuuuwenden. Eine weilere Maßregel zu Gunsten der Land⸗
wirthschaft ist gegenwärtig in der Vorbereitung begriffen. Es wird
ein Gefetzentwurf ausgearbeitet, der das Hagelversicherungswesen in
ühnlicher Weise staatlich zu organisiren besummt ist, wie es mit dem
Brandversicherungswesen in Bayern schon lange mit dem besten
Erfolg der Fall ist. Auch ein neues Gesetz über Arrondirung von
Brundstücken hat der Minister des Innern dem letzten Landtage
versprochen.

Berlin, 5. Juni. Der Sonderausschuß des Bundesrathes
beantragt bei Letzterem die Zustimmung zu dem Gesetzentwurf über
das Gütertarifwesen der deutschen Eisenbahnen, welcher 80 Para⸗
zraphen umfaßt. Der Entwurf behält dem Reiche die gleichmäßige
Bestimmung des Tarifsystems und der Normaleinheitssätze für alle
deutschen Bahnen vor. Abweichungen bedürfen der vocherizen Ge⸗
nehmigung des Reiches. Gegen die Benschtheiligung der deutschen
Production durch Begünstigung ausländischer Erzeugnisse ist ein be⸗
jonderer Schutz vorgesehen und Verslöße gegen die gleichmäßige
Tarifanwendung mit einer hohen Geldstrafe bedroht. Das Geseh
stellt ferner die Grundsätze über die Verkehrsleitungs-Bestimmungen
jur Beschränkung der Concurrenz unter den Bahnverwaltungen auf.
Die Besörderungspreise sür den Gütertransport werden aus dem
Entfernungs⸗ und Streckensaß und aus der Abfertigungsgebühr ge⸗
zildet. Für den ersteren ist die Geleiglänge nach Kilometern maß ⸗
gebend. Die Tarifvorschriften, für alle Bahnen gleich, setzt der
—X
timmt. Günstigere Bestimmungen für die Frachtsähe ausländischer
Erzeugnisse gegenüber den inländischen erlöschen Ende 1879, wofern
sie nicht bis zum 1. December 1879 von dem Bundestath geneh⸗
migt werden. Anderweitige Festsetzungen durch Staaisverträge
bdleiben unberührt.

Dem Vernehmen nach hat die preußische Regierung nun⸗
nehr die Einführung der Robe als Amtskleidung der Richter und
Unwaͤlte heschlossen.

Braunschweig, 5. Juni. Die Lehrerversammlung nahm
heute solgende Resolufion an: Die Loslösung von der Schule mit
dem vollendeten 14. Lebensjahre ist zut Erlangung einer guten
Volksbildung verfrüht und es sind deshalb obligatorische Fortbil⸗
dungsschulen für beide Geschlechter zu errichten. — Als nächfler
Versammlungsort wurde Karlsruhe gewählt uad alsdann die Ver⸗
ammlung mit einem dreifachen Hoch auf Se. Majestät den Kaiser
geschtossen.

sommuneaufstande im Jahre 1871 verurtheilte Personen begnadigt
verden.

Paris, 5. Juni. In der Depulirtenkammer brachte der
Zandelsminister einen Gesetzentwurf ein, nach welchem die bestehenden
Handelsberträge um 6 Monale verlängert werden.

London, 85. Juni. Hervorragende Banquiers und Kauf⸗
leute der City haben Lord Begconsfield eine Dentschrift übersandt,
in welcher eine Enquete über die Eimobirkung der wesentlichen Ver⸗
minderung der Metallwährung auf den Welthandel nachgesucht wird.

Washington, 5. Juni. Die demokratische Convention
yon Ohio nahm eine Resolution an, welche Schutz für die Rechte
iller naturalisirten, im Auslande sich aufhaltenden amerikanischen
Bürger verlangt.
Bermischtes.

F Zweibrücken, 6. Juni. Dem Vernehmen nach sind
Verhandlungen im Gange wegen Verlegung einer zweiten Schwa⸗
dron des k. b. 5. Chevauxlegers-Regiments in die hiesige Garnison.
7Kaisershlautern, 5. Juni. Ueberfahren wurde
gestern Rachmittag in der Kerstgasse ein 18jähriger Bursche durch
einen mit Steinen beladenen Wagen. Dem Unglüdlichen ging
eines der beiden Hinterräder quer über die Brust und ist dieselbe
derart zerquetscht, daß an seinem Aufkommen sehr gezweifelt wird.

F In Neustadit wurde der „N. Beztg.“ zufolge, der Schwager
)es Wirthschaftshalters Joque, Namens Ehresmann, der einen
wischen jungen Leuten ausgebrochenen Streit schlichten wollte, durch
inen Stich in die Lunge lebensgefährlich verletzt.

FSiebeldingen, 5. Juni. Am verflofsenen Dienstag
vurden durch die Gendarmerie von Aanweiler der Schustergeselle
Friedrich Martz von Göcklingen und der Tagner Johann Wendelin
Zraun von Albersweiler nach Landau transportirt und daselbst
er Staatsanwaltschaft vorgiführt; dieselben sind beschuldigt, am
Bfingstmontage zur Nachtzeit auf dem Wege zwischen Albersweiler
ind dem Bahnhof Siebeldingen einen Mann aus der Umgegend
don Annweiler, welchen sie begleiteten, mißhandelt und einen Raud⸗

versuch an ihm verübt zu haben. (L. A.)

F Die k. Regierung der Pfalz hat den Beschluß des Stadt⸗
»aths von Bergzabern, wonach Bäcker und Brodhändler in
Zukunft das Brod nach dem Gewicht verkaufen und etwaiges
Manco bei einzelnen Laiden durch Beifügung entsprechender Stuͤcke
iuegleichen kͤnnen, ihre Genehmigung erlheilt..

FSpeyer, 4. Juni. Während des gestrigen Nachmittagt
sobte ein Orkan über unserer Landschafi, der in Wäldern, Feldern
und Gärten großen Schaden angerichtet hat, indem er Bäume und
Pflanzen entwurzelte. Am Abend trat bei klarem Himmel fast
Windstille ein, heute früh ist es kühl und regnerisch.

Worms, 4. Juni. Vorgestern Abend kamen an die
Adresse einer hiesigen Geflügelhandlung in einem für diesen Zweck
desonders gebauten Waggon etwa 1300 Stück junge Hühner aus
Desterreich Ungarn an. De ganze Ladung, welche während des
Transportes zweimal gefüttert worden war, traf in verhältniße
väßig kurzer Zeit gefund und wohlbehalten hier ein. Diese neue
Bezugéquelle dürfte den bisherigen in Italien eine nicht zu unter⸗
haͤtzende Concurrenz bielen.

Nachahmungswerth. Unm der Verfälschung der
debensmittel entschieden und mit Erfolg entgegen zu treten, hat
die städtische Sanitätskommission in Düsseldorf beschlossen, die Na⸗
nen aller Personen durch die Presse zu veroͤffentlichen, welche wegen
Betkaufs verfälschter oder verdorbenet Lebensmittel bestraft würden,
owie auch die Namen derjenigen, welche wegen Uebertretung der
Fleischbeshauordnungen in Strafe fielen. Das erste amilich fest⸗
zestellite Verzeichniß ist in den dortigen Preßorganen publizirt.

F Messina, 30. Mai. Die Ausbrüche des Aetna dauern
ort. Neue Oeffnungen bedrohen die Orte Biancavilla, Randazzo
ind Castiglio. Dichte Aschenwolken bedecken Piedimonte; es herrscht
ast vollständige Finsterniß. Die Gebirgscommunicationen zu
nehteren Dörfern sind bedroht. De Richtung des Lavrastromes be⸗
roht Piedimonte nicht, doch wird das Austreten des Cantara⸗
Flusses in Folge von Stauung befürchtet. Die Lava ist 9 Kils⸗
neter von Linaudalohsa entfernt

Ausland.

Paris, 4. Juni. In der Kommission, welche mit der
Dorberathung der Vorschläge detr. die Rekrulirung der Armee be—
naut ist, erklärte der Kriegsminister, er werde einen Gesetzentwurf
dorlegen, nach welchem der obliatorische Militärdienst auf drei
Jahre herabgesetzt, das Instiut des Einjahrig Freiw lligendienstes
uufgehoben, dagegen aber halbjährige Prufungen eingefühtt würden,
vodurch es ermöͤrlicht werden solle, für die als die befähigiesten
rlannten jungen Männer die Dauer des Dienstes herabzusehen.

Paris, 85. Juni. Der französische Gouverneur von Cale⸗
donien nahm Besit von den neuen Hebriden im Stillen Ocean.
Paris, 5. Juni. Das „Journal oͤfficiel“ veröffentlicht
in Defkret. durch welches weitere 288 wegen Theilnahme an dau
        <pb n="316" />
        Gemeinnütziges.

Herstellung eines Nahrungsm'ittels aus Reiemehl. G. Lockie
in London wili enthülsten Reis einweichen, dann mit reinem Wasser
waschen, trocknen und mahlen. Das erhallene Mehl soll für sich,
oder mit Linsenmehl gemischt, ein sehr gutes Nahrungemittel für
stinder und Kranke geben.

Wosserdichte Einlegesohlen, welche zwischen Sohle und Brand—
sodle eingearbeitet oder auch in die Fußbelleidung eingelegt werden
können, fiellt . Riewe in Bärwalde in Pommern aus wasserdich—
ser Leinwand und Wollenstoff her. (Reichspatent.) Die Leinwand
wird dadurch wasserdicht gemacht, daß sie durch eine Mischung von
30 Gewichtsth. Harz, 30 Th. ausgelassenem Rindertalg, 5 Th.
Wachs und 5 Th. Terpentin durchgeführt wird, die in einem
Kessei mittelst eines Dampfbades dünnflüssig gemacht wird. Nach
dem Austritt aus dieser Flüssigkeit wird die Leinwand durch eine
lose aufdruckende Walze mit Wollenstoff der Art vereinigt, daß der
jetztere weich bleibt. Das Ganze wird dann in Tafeln geschnitten,
die nach dem Erkalten auf der Leinwandseite mit einer dünnen
VLeimlösung bestrichen werden, um das Arlleben zu vermeiden.

7sl. Hpt. 15,000 tl. G. 8 fl. 25,80 G. 27,00 B. Nassauer 20 fl. Hpt. 20,006
kl. Gw. 48 fi. 123 G. 180 B. Neuchateler 10 fres. Hpt. 12,000 kl. Gw. 12 fr.
16,16 G. 18,60 B. Neapeler 150 fres. Hptt. 835,000 kl. Gw. 150 fres. 74 8
—'B. Oldenburger 40 thlr. Hpt. 60,00 kl. Gw. 120 M. 15000 G. 153,00 B
Preußische Prämien 100 thlr. Hpt. 225,000 kl. G. 345 Mk. 153,28 e G.
15406 00 B. Pappenhein 7 fl. Hpt. 9000 kl. Gw. 7 fl. 17,280 G. 19,428 B.
Schaumö. Lippe 25 thlr. Hpt. 86,000 kl. Gw. 1388 Mk. 210 G. Schweden
10 thlr Hptt. 80,000 kl. Gw. 89 Mk. 82,00 G. 55,00 B. Türk. 400 fr. incl.
C. v April 1876 Hpit. 600,000 kl. Gw. 400 fres. 88,00 G. 41,.60 B. Ungar.
100 fl. Hauptt. 100,000 kl. Gw. 136 fl. 1861800 G. 189,30 B. Venediger
30 fres. Hptt. 60,000 kleinster Gewinn 80 fres. 18,20 G. 20,28 B.
Soweit Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den unter Brief notirten
Coursen Verkäufer, zu den Geld⸗Coursen Käufer. A. Molling.
In sämmtlichen Loospapieren lebhafte Umsätze bei steigernden Coursen;

bevorzugt Nassauer, Barleita und Venetianer 80 fl.⸗-Loose.

Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demeßz.

Anerkennung.

Die durch das Kreisblatt von Siegfried Cohn empfohlenen
Brustkaramels Maria Benno v. Donat, sind so vortrefflich,
vovon ich die schönste Ueberzeugung gewonven habe.

Seit 6 Monalen litt ich, der ich 80 Jahr alt bin, an.
starkem Katarrhusten, keine Mittel halfen dagegen, bis ich zu
dem obigen Mittel meine Zuflucht nahm und siebe da, kaum
hatte ich einen Carton verbraucht, so verschwand der Husten,
ebenso die Appetitlosigkeit. Ich bin wie neu geboren, — und
tann nicht genugsam dem Herrn Cohn meinen innigsten Dantk
russprechen, daß er im Besitze dieser heilsamen Mittel zum
Besten der leidenden Menschheit ge kommen ist.

Czurnikau, den 12. Mai 1879.

Carl Wolff,

Königl. Hauptmann u. Stener⸗Inspector a. D.

In St. — befindet sich das General⸗Depot der
obigen weltberühmten Brustkaramels Maria Benno
von Honat bei Herrn Jean Peters. 1 echter Carton
kostet in ganz Deutschland nur 50 Pfg.

Vor Fälschung und Nachahmung wird gewarnt.

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vom 4. Juni 1879.
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20 thlr. Hpt. 1500,000 kl. Gw. 69 Mark. 90,00 G. 98,00 B. Bukarester 20 fr.
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Dienstag den 10. Juni

—
— —
Deutsches Reich.

Berlhin, 7. Juni. Die Tarif-Ktommission nahm den An—
zrag v. Wedell-Machows, die Regierungskomm'ssarien möchten der
Kommission über die muthmaßliche Vermehrung der Zolleinnahmen
gegen früher durch die Annahme des Zolliarifs eine Berechnung
machen, mit einigen Modifikationen an und genehmigte ferner den
Antrag Windkthotst's, vor der definitiven Annahme von Zöllen und
Steuern sei dringend geboten, daß die Fiuanzminister über die
Finanzlage der Einzelstaaten genaue Angabe machten. In der fort⸗
gesetzten Berathung der Baumwollzölle genehmigte die Tarif-Kom—
mission die Positionen für gebleichtes oder gefärbtes Baumwollgarn,
ein⸗ und mehrdrähtiges, drei⸗ und mehrdrähtiges, mehrfach gezwirnte
Nähfäden unverändert. Unter Position Baumwollwaaren wurde
rin besonderer ‚roher Tüll“ mit 60 M. für 100 Kilo angesetzt.
Für gebleichte dichte Gewebe unter dem besonderen Titel wurde
der Zoll von 120 auf 100 M., für baumwollene Fischernetze bon
12 auf 3 M. herabgesetzt. Der Zoll für Schmirgeltuch wurde ganz
gestrichen. Der Antrag Hammachers auf Herstellung des Ausgangs⸗
Zolls für Lumpen wurde mit 14 gegen 12 Stimmen abgelehnt.

Berlin, 7. Juni. Nach Lage der Geschäfte wird der
Reichslag vor dem 15. Juli nicht geschlossen werden können, da die
Berathungen der Zolltatifkommission sich noch sehr lange hinziehen
werden. Ein früherer Schluß könnte nur dann eintreten, wenn
allzu große Hitze die Redelust und Redekraft völlig unterdrückte.

Berlin. Der Kaiser erläßt die partielle Armestie für die
anläßlich der vorjährigen Attentate wegen Majestätsbeleidigung ver⸗
artheilten Personen natürlich nur für Preußen, da das Begnadig⸗
ungsrecht den einzelnen deuischen Bandesstaaten zusteht. Wie man
hört, joll gleichzeiiig mit der von Kaiser zu erlassenden Amnestie
auch seitens der übrigen deutschen Landesherrn eine solche für gleich⸗
artige Verbrechen erfolgen.

Während man von eisichtlich offiziöser Seite von hier aus
nach auswärts schreibt, daß die Versuchung schr nahe liege, der
Botschaft des Czaten, daß er der goldenen Hochzeit Kaiser Wilhelms
nicht anwobnen werde, eine politische Seite abzugewinnen, welche
sie indeß keineswegs habe, wenigstens nicht, soweit die Beziehungen
der beiden Soub räne und der beiden Regierungen zu einander in
Betracht kommen“, fügt man doch bezeichnend hinzu: „Daß Kaiser
Alexander aus Gründen der inneren Verhältnisse Rußlands seine
Anwesenheit in St. Petersburg für so nöthig erachtet, um deshalb
seine Reise aufzuzeben, wie hie und da behauptet wird, scheint
ebenfalls eine unrichtige Annahme zu sein; die Enischließung des
staisers findet ja in der schweren Erkrankunz seiner Schwieger⸗
ochter eine ausreichende Vegründung.“

Es scheint indeß doch, daß der Ka'ser Alexander anfänglich
wirklich Willens war, in Berlin zu erscheinen. Von Wien aus
wird dem „Berl. Tagebl.“ wenigstens von inspirirter Seite sob—
zende telegraphische Mitiheilung:

„Die Reise des Kaisers Franz Josef nach Berlin war im
Prinzip heschlissen und schon avisirt gewesen, als in Wien ein
Schreiben des Cjars eintraf, welches die Hoffnung aussprach, die
Berliner Festiage würden Gelegenheit bieten, die durch neuere Er⸗
eignisse etwas gelockerten austro⸗russischen Beziehungen wieder fester
ju nüpfen. — Kaiser Franz Josef answortete zwar höflich, indem
et versicherie, welchen hohen Werth er auf russische Freundschaft
ege, — aber die Berliner Reise wurde doch unter einem passenden
Vorwand alsbald aufgegeben.“

.„Demnach al'so scheint das Ausbleiben des einen oder des andern
zieser fürsilichen Persönlichkeiten doch von volit:schen Erwägungen
nicht ganz freigeblieben zu sein.

Rermischtes.

[81 S. In 4bern, 10. Juni. Morgen feiert Deutschland
ein hohes Fest. Es begeht das Jubelfest oder die Fier der goldenen
Hochzeit des Deutschen Kaisers. Da unsere Stadt keinerlei Vor—
bereitung zu irgend einer allgemeinen Feier dieses Tages getroffen,
'o ist es um so erfreulicher, daß hiesige Privale beschlossen haben,
)urch ein öffentliches Gartenfest unserer Bürgerschaft Gelegenheit zu
zeben, ihre Theilnahme on dem Freudentage des hohen Jubilare zu
»ezeigen. Indem wir auf die betreffende Anzeige aufmerksam machen,
aden wir unsere werthen Mitbürger ein, durch reichsten Flaggen⸗
chmuck auch unserer Stadt St. Ingbert das Festkleid anzulegen,
pas einer jeden Deutschen Stadt an diesem Tage gebührt.

T Die Feier der goldenen Hochzeit Ihrer Moöjest. des Kaisers
und der Kaiserin wird auch in Pirmasens festlich begangen und
zreibt das dortige Bürgermeisteramt folgendes Festprogkramm aus
Vorabend, 10. Juni: Böllerschießen und Glockengeläute —
Zapfenstieich. Fessttag, Mittwoch 11. Juni: Morgeus 6 Uhr:
Heusik durch die Straßen der Stadt, Böllerschießen und Glockenge-
äu:e. Abends 8 Uhr: Festversammlung in den Franz Hartmuth'⸗
chen Lolalitäten, wozu die Bürgerschaft eingeladen isi.“ Die Be⸗
vohner der Stadt werden gebeten, ihre Häuser fesilich zu beflaggen.“

In Kaiserslautern starb am 7. os. Herr RMRusit⸗
director A. Maczewslki.

rOtterberg, 9. Juni. Das Programm zur Feier
des dreihundertjährigen Stiftungstages der
zrotestantisch ˖ evangelischen Kirchengemeinde Olterberg am kommenden
Zonntag den 15. Juni 1879 ist nun festgestellt und laut⸗t

A. Am Vorabend des Festes: 1. Beleuchtung der Stadt, 2.
Umzug m'it Musit, 8. Vorverfammlung im Bartten der Bierbrauerei
»on J. Schuff. Ansprache des Pfarrers C. Reiffel über die Grün—
»ung und die Geschichte der prot. Krchengemeinde Otterberg. B.
Um Festtag: 1. Vormittags 6 Uhr Choralmusik, 2. Um 91 Uhr
lufstellung des Festzugs vor dem Triumphbogen am untern Thor,
3. Um 10 Uhr Festsottesdienst: a. Choralgesang mit Occhesterbe⸗
zle'tung, b. Begtüßung und Ansprache, e. Chorgesang des Lieder⸗
ranzes „Der Herr ist mein Hirt“, d. Festpredigt gehalten von
Pfarrer Heß in Kasseislautern, e. Schlußgebet und Schlußgesang.
l. Nach dem Goltesdienst Befichtigung der Dekorationen. 5. Nac-
nittags 3 Uhr Reunion in den Gartenlocalikäten und im Saale
)es Heusser'schen Bau's. Musikaufführungen und Gesangesvorträge
vechseln mit Ansprachen ab: a. Ansprache über die Schirmherrn
)es deutschen Protestantismus schließend mit einem Hoch auf den
daiser von Deutschland; b. Ansprache über die Beschützer der
fälzisch protestantijschen Kirche endigend in einem Hoch auf den
tönig von Bayern; e. Ansprache über die Segnungen der lirch⸗
ichen Union ausgehend in ein Hoch auf die unirie Kirche det Pfalz.
3. Um 8 Uhr Schluß der Fessfeier.

Hambach, 5. Juni. Daß man mit herumjiehendem
Bettelvoll kein Muleid haben soll, dürfte folgender Vorfall beweisen.
Fin Winzer dahier gab einer Bäreaführer⸗Familie Obdach und bald

aach deren Abuug — heute früh — stand dessen Scheuer und
Nebe igebäude in helen Flammen. — In der berflossenen Nacht
vurden einem Weinbergsbesitzer über 700 Rebslöcke derart abge⸗
oflückt, daß die Ernte vollständig verloren ist.

f An der Universiät Erlangen sind im la fenden Som—
mersemester 436 Studirende imatrikulict gegen 434 im Winterhalb⸗
iahre; darunter 138 Theologen, 49 Juristen, 88 Mediziner, 33
Pharmazeuten, 37 Chemiker, 7 Mathematiker, 9 Philssophen, 30
Philologen. Die Zahl der Theologie Studirenden hat um 28 zu⸗,
die aller anderen Fakultäten etwas abgenommen.

* Muüunchen, 5. Juni. Prinz Luitpold, welcher sich im
allerhöchsten Auftrage Sr. Maj. des Königs zur Feier der goldenen
HDochzeit des deutschen Kaiser: Paates nach Berlin begibt, witrd von
'einen beiden Adjutanten, dem Obersilieutenant Freyschlag v. Freyen⸗
tein und dem Premietlieutenant Frhrn. Wolfskeel v. Reichenberg,
egleitet werden. Der Ministerialrath im Staatsministerium dez
al. Hauses und des Aeußern, Hr. v. Gombart, ist heute Morgen
n einem Alter von 54 Jahren gestorben. — Die Studirenden der

Ausland.

Paris, 8. Juni. Eine Depesche des „Temps“ aus Con—
lantine (Algetien) meldet: Der Stamm Uledaud in der Nachdat—
schaft von Batnaist in völligem Aufruhr. Der Sohn des Kaid
ind mehrtre Häuptlinge wurden gelödtet. Die in Batna ange⸗
ommenen Truppen haben auf dem Marsche viel gelitten. Die
Bevdllerung von Batna derlangt Gewebte.
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        hiesigen Universität beabsichtigen, das goldene Hochzeitsjubildum des
deutschen Kaiserpaares durch einen gemeinschaftlichen Kommers
zu feiern.

— Fr die Redactee ve—ort

Des Fiohnleichnamsfestes wegen wird der St. Ing⸗
berter Anzeiger schon morgen (Mittwoch) ausgegeben und sind An—
noncen für dieses Blatt bis längstens morgen Vormittag 11 Utz
einzureichen. Die Ervedition.
Bergebung von StraßenbauArbeiten
im Kantone Blieskastel.

Die Arbeilen zur Herstellung einer 418 mm langen Distrikls⸗
straßenstrecke zwischen den beiden Orischaften Erfweiler und Ehlingen,
serner die Arbeiten zur Instandsetzung einer 98,70 m langen
Strecke in der anstoßenden Ortstraverse voa Erfweiler werden auf
dem Wege der allgemeinen schriftlichen Submission zur Aueführung
vergeben.

Dieselben sind veranschlagt, wie folgt:

füt die 413 mm lange Distrittsstraßenstrecke: M

1. Erdarbeiten zu ..... 66798

2. Versteinung der Fahrbahn excl. Dechlage zu . 1371,16

3. Decklage zuuzßf.. 693,84

4. Pilasterrinnen zuuu...* 1623.80

5. Kunstbauten z uu..* 1000,44

6. Lieserung von 87 Grenzsteinen zu. 95.70

im Ganzen zu 5462,92
b. sür die auf Rechnung der Gemeinde Erfweiler⸗Eolin⸗
gen erfolgende Instandsetzung der 98,70 m langen
Sirecke der Ortstraverse in Erfweiler:

1. Erdarbeit zz.....* 119,54

2. Beisteinung der Fahrbahn excl. Decklage zu . 327,68

Z. Dedlage zz... * 165.81

4. Pflaftetrinnenua J.. * 266,79

im Ganzen zu. 879.82
Die Gesammtkosten sind veranschlagt zun. 6342,74

Solide Uebernehmer werden eingeladen, ihre rach ganzen und
zehntel Prozenten bemessenen Angebote auf Slempelpapier und ver—
ichlossen mit der Aufschrift:

Zubmission auf den Straßeubau von Erfmriler nach
Ehlingen“
bis längstens Donnerstag den 19. Juui l. J. Vor
mittags 11 Uhr bei der unterfertigten Behörde einzureichen,
bei welcher inzwischen die Pläne, Kostenanschläge und das Beding
nißheft taglich eingesehen werden können.

Zweibrücken, den 7. Juni 1879.

Kgl. Bayer. Bezirksamt:
Damm,
egl. Regierungstalh.

Veraebung von Straßenbau-Arbeiten
im Kantone Blieskastel.

Die Arbeiten zur Herstellung der Distriltsstraße von Hablirchen
liber Bliesmengen⸗Bolchen bis zur preuß. Geenze bei der Uhrigs—
mühle und zwar der 756,40 m lungen Strecke auf der Gemarkung
oon Habkirchen — J. Abtheilung — sollen auf dem Wege der
allgemeinen schriftlichen Submission zur Aussührung vergeben werden

Dieselben sind veranschlagt, wie folgt: M

I. Erdarbeiten zu.......... 22401,46

II. Verstemung der Fahrbahn ixcl. Tecklage zu .. 23571,76
IU. Dedlage .... ö 212315, 36
IV. Pflasterrinnen zuu... 442,80
V. Kunstbauten zß. 1123,91
im Ganzen za. 8445,29

Zuverläfsige Uebernehmer werden eiugeladen, ihre nach ganzen
und zehntel Prozenten zu bemessenden Angebote auf Stempelpapier
urd verschlossen mit der Auffchrift:

„Suhmission auf den Straßenbaun in Habkirchen“
bis längstens Samstag deun 21. Juniel. J. Vor.
mittags I1 Uhr bei der unrerfertigten Behörde einzure chen
dei welcher bis dahin die Pläne, Kostenanschluge und das Beding
nißheft zur Einsicht offen liegen.

Zweibrücken, den 7. Juni 1879.

Kgl. Bayer. Bezirksamt:
Damm.
kal. Regierun zeratb.
Herstellung der Ortstraverse
in Heckendalheim.

Samstang den 14. 1. M. werden auf dem Bürgermeifter⸗
im Ommersheim die Arbeiten zur Herstellung det Ortara
»erse in Heckendalheim, vtrarschlagt zu 206 M60 an der
Wenigstnehmenden in Alkord vergeben.

Ommersheim, den 5. Juni 1879

Das Bürgermeisteramt:
Wack.

Todes⸗Anzeige.
In Gottes Rathichluß hat es gelegen, gestern Abend
10 Uhr unsern genebten Gatten, Vater, Sohn, Bruder,
Schwiegersohn, Schwager und Freund
Johann dohmelzer
versehen mit den hl. Sterbsakramenten zu sich abzube—
rufen.
Die Beerdigung findet Morgen früh um halb 10
Uyr statt.
Um stille Theilnahme bilken
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Ei. Ingbert, den 10. Juui 1879.

— —
Feier der gehdenen Hochzeit
e8
achmittags von ra
Cartenfost
bei Wirth Emrich
unter Betheiligung der St. Ingberter Bergkapelle,
wozu alle Vaterlanosfreun'e eingeladen sind.

Urren onert verkauft aus
fteier Hand und un'er
annthmbaren Bidingungen:
Ein Stück Aterland
am Schafkopf (Leimkau⸗
der Spitze) 1 Tagwerl
90 Dezimalen groß,
sammt dem daranf ste—
henden Korn —

αι
Ile

— — *
*
3
Morgen Mitt—⸗
woch 11. Juni

feiert unser
deutsches Kaiserpaar

N och nie dagewesen!
Nur ZHarkl!

eacabꝭ

seine
goldene Hochzeitsfeier.
Da nun hier keine öffentliche
Feier stattfindet, so laden
wir unsere Mitbürger zur
Beflaggung ihrer Häuser ein.
Mehrere Zürger.
Montag, 16. Juni
6* —J 2 4
Jahrmarkt
aESt. Inabert.

Für nur 5 Mark versendet
jegen Nachnahne oder vorheriger
Finsendung des Betrages 1 voll⸗
sändig modern und elegant ge⸗
erbeitetes jeder Dame passendes
„Costümes.“ Im Bestellungs
jalle wolle man sid umgehend
an mich wenden, da nur noch
circa 800 Costümts am Lager
ind.

Das Lerliner Waarenhaus
ILeO LesLRe

—— WMw
Idaic ilun

erner

Allgemeine Wechsel
sfind steis vorräthig bei
J. J. Demch.

Ein Stück Itkerland
mittlere Hobelsahnung,
61 Dezim. groß, eben—⸗
falls mit dem daraus
stehenden Korn —

Das Korn ist in beiden
Stücken fehr sadn.
Ehrhardt Jochum.

Der Fruchtmarkt in
Zweibrücken
vird des Fichnleivnamsfestes
wegen, morgen, Mittwoch,
den I1. d. Mts. abge
70 Grüner Weag 70, Berlin.

*
Jantnhn
Druck und Verlag von

F. x. emetm eat.

Inghbe.
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        a⸗
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557 —— 552337 25 28
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323027 —* —A —A — 258. —— 2
ẽ 13 —— * 2 — 282 * —— 3 2**
* 8 — — 55*8* 538 —8 8 * — 527
532533* 5388 53235*85 2557 23809 8853458
22 0 ——— —— — e 22 2 238* 28 2
2 23 2 58 S — 8 —*5S5 8
323 25 22328 558558 25837* 258 —
*— —5723 333*2 2 285 2 S 332 9 ———
5 55737 57832 —7388*8* — 22332 —D 38 283
25338 ** ac 2 * — — — —52 55235 5 2
— —z 8 7 25 6c2* ——— — —A 5 — 32
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7, 337 —535523. — 5 — 35.383337 7 5535 2 *
523 5538 — 5*73—8 7* 1333858 8 ——2358 *
— 22— 8353 —8 8 3235 —5 — —5— — — 52
3533333832 —38— 53** 53 533352* — *
—A— 3 S * 3 535,35553 — —2 — TD2*
22 5353532358 * 3223 3338 3* 25 5—323*
A s33238338 535 1835033 — 7333
A * —35322 5333857— 525355 55—
2537522 55— — 525* 353—33872 —A 5575538
238 5522 52* 2205 — — 5222 * —T38 28
2383352 —A—— 2 555 —EE — 2. 5. 9 832* 335323528
22 55233 5—2 233 53 623258 —27 — * ⸗
3345 — * — — 53—335 232833535 22 5*
258533 582555 22 328*8* 5 * 8* 33a
2 22 22525 5c5.2.2 2* —55258 3 5332 — 5537
53— 8 — — 55 37 —— c 3 3 —
232 23 23 55635 z8 5355288 355
—— 35 .25 53528 8.
22 57328 2533238 233 —
s853 4 28 33535338 225355
8 533 59 8 5723 —33 2525
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80 * — *55 8338 364
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22* 535253 3555* — *2 2 —25* cx Ss
5533—22 3. —— 235272 ——— z35 * 38
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S52 333 A s88353 EB *3838 —
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75 15232333 5253232 58 335 55 55855 73—325 55
—W 28 233532633 — 375835 5355* 33352538 —
— 328 28 22 2 2223 2 2 2 8252 3 3 *
23 2332383 8 2525⸗* —— 0— 522 25853882 — 55
— 6B 8 —XMAA 52* 32 * —H —A 2*
2 S2 — 8 —— — 5200 * — —A 2 2
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2 35 333 25— — 33 — ——— 2260 7 8 34 —E —A 8
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58 53z28352352 —2 — — 53338* 3236 5532328 5533 8
37— —— 5 2 553 — S85.3. 38 — *5 5533 *
23 — 35353 — 223 — 58 5823 28 — 25 5z*8 13 *
53* * — 5c2 222 29 2 35* — 290 8882 — z 2 8
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A— 835 x 32. 53855 s85837 22
2 2 5 —258358 22 3 22— 55* 88 2 ——— * ⸗ 22328 2
— 2 55 55322 8 — 323235 9 2 — Bm2k 2—127 —8 —A — ·˖
—E 2538 333558 3335233333
232 5 —A 95 22 — 32 i* — ——— * 2 37 5—228 —A
555 2 * 333 35533 23 10 —AX 335 5—235 —
8 — 72 2237 s53884 5E3 222 — 2235 8 S22
52 88 * * 8 13324 — ⸗ ——— — ——* — *
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33 2285 333833553 * 258 —* 2,222 S2 323* 22* —
37 — 3 8 — 2—2 * —A ——æe—— y— 5 2 22 * — 235 —
25 52— 3383338 —A 5335 53 7228 3 *5355 —— — 5S 2
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5225* * 2557336—556 ·8B s2. 55* 8 8222* —— —ẽ
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        St. Ingberter Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint wöchentlich Siermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementépreis beträgt vierteljährlich
MA 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen I MA 60 H, einschließlich 40 Zustell zebuhr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswaärits
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschriit oder deren Rauum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
1879.
—— —

Deutsches Reich.

Berlin, 7. Juni. Die Vertagung der Berathung über
das Eisenbahngütertarifwesen in dem Bundesrathsausschusse erfolgte
duf Antrag Württembergs. Der Entwurf war einzelnen Regier-
ungen auf amtlichem Wege noch nicht einmal in vollem Umfange
»ekannt geworden. Die Beraihung wird erfolgen. sobald die Justruc⸗
cionen für d'ie Commissaire vollständig eingegangen sind. Die
Möglichkeit, diese hochwichtige Vorlage noch in dieser Session
bollständig durchzuberathen, begegnet vielfach lebhaften Zweifeln.

Aus Berlhin, 8. Juni wird der „Köln. Ztg.“' berichtet:
Der mehefach erwähnte Antrag, din der bayerische Bevollmächtigte
m Bundesrath in dessen Plenarsitzung vom 30. Mai zu dem Ge⸗
jetzentwurf über Verfassung und Verwaltung Elsaß Lothringens ge⸗
stellt hat, ging lediglich „auf Consiatirung des Einverständnisses,
zaß die Angliederung der Stalthalterwürde an den Chef eines re⸗
zierender bundesfürftlichen Hauses mit dem reichsländischen Charakter
von Elsaß Lothringen nicht als vereinbar zu erachten sein würde“.
Der Correspondent der „Köln. Ztg.“ fügt bei, ein Einvberständniß
aͤber diese Auffassung sei im Bundesrath nicht erzielt worden.

Berlhin, 9. Juni. Die Tarif-Commission des Reichstages
setzte die Berathung der Popierzölle fort und genehmigte die Zoll⸗
ätze der Vorlage unverändert mit nachfolgenden Ausnahmen: der
Zoll für ungeglättetes Packpopier wurde von 4 auf 3, für geglät⸗

retes Padpapier, Glanzpappe und Lederßpappe von 8 auf 6 M.
herabgesetzt, für Druckpapier, Schreibpapier, Löschpapier und Seiden⸗
»apier von 8 auf 10 Mark erhöht.

Die in Berlin wieder eingetroffenen baierischen Reichstags⸗
bgeordneten, von denen ein beträchtlicher Theil auch dem baieri⸗
schen Landtage angehört, geben der Annahme Ausdruck. daß die
Vertagung des Reichstages unter allen Umständen vor Ablauf der
zwe'ten Juliwoche in Aussicht stebe. da andernfalls der baierische
dandtag nicht zum 14. Juli einberufen sein würde. Uebrigens
neinen auch Reichsboten aus anderen Gegenden Deuischlands, daß
iller Wahrscheinlichkeit nach die Reichstagssession nicht weit in den
Juli sich bineinziehen würde.

In den letzten Tagen haben zwischen hervorragenden Mitglie—
)ern der Tarif⸗Commission vertrauliche Besprechungen stattgefunden.
Dieselben bezogen fich auf das zwischen der zweiten und dritten
desung zu treffende Arrangement, die Korn⸗ und Eisenzölle betref⸗
end. Es verlqutet auf das Bestimmteste, daß die Eisenzöllner,
wenigstens die Mehrzahl derselden, die unter keinen Umsländen von
iner Herabsetzung der Eisenzoͤlle etwas wissen wollen. enischlossen
iund, in der dritien Lesung für die Erhoöbung der Kornzöͤlle auf
M. zu stimmen. Man nimmt als ziemlich sicher an, daß die
Fisenzölle nach dem Beschluß zweiter Lesung und die Kornzölle mit
1M. zur Annahme gelangen werden.

Zerlin, 9. Juni. Fürst Bismardk wird heute Abend hier

rwartet.

den in den letz'en Jahren etwas zurückzegangenen Einnahmenffder
pfälzischen Bahnen wieder aufzuhelfen. Man hofft nämlich, die
neue Bahnlinie werde den bedeutenden Kohlen⸗ und Güter⸗Verkehr
aus dem industriellen Saargebiete nach Elsaß, Südbaden und der
Nordschweiz, welcher jetzt größtentheils auf die reichsländische Bahn
iberging, wieder durch die Pfalz führen. Die schon durch die er⸗
ffnete Bliesthalbahn verkürzte Entfernung der Linie Frankfurt —
da serslautern — Frouard — Paris wird durch die St. Ingbert —
Saarbrücker Bahn abermals verkürzt. Man sieht hiernach, daß die
neue Bahnstrecke, trotz ihrer geringen Länge dennoch bestimmt ist,
eine wichtige Stelle in dem südwestdeutschen Eisenbahn-Neß einzu-
nehmen.

Zweibrücken. Die Rennen finden heuer am 28.
Zepiember Rachmittags statt. Der höchste Preis ist der der Siadt
Zweibrücken, 2000 M., bei einem Jagdrennen für Pferde aller
dänder; dann kommt ein Preis von 1000 M. für ein Jagdrennen
mit Pferden im Besitz von aclkiven Officieren der deutschen Armee
ind nachweisbar im Dienste geritten. Die Preise bei den sechs
inderen Rennen bewegen sich zwischtn 380 und 880 Mark.

fDie Geflügel-Ausstellung in Frankenthal hat einen
ßeing wian von 575 M. 62 Pf. ergeben.

F Dem Bürgermeister Mich. Becker in Böchingen wurde
n Anerkennung seines langjährigen und ersprießlichen Wirkens im
Vemeindedienste das silberne Ehrenzeichen des Verdienstordens der
aierischen Krone verliehen.

Frantfurt, 6. Juni. Das Universal⸗Reise⸗Bureau
„eabsichtigt den diesjährigen Reigen seiner Vergnügungs-Extrazüge
nit einer Tour nach der Schweiz durch die Pfalz und die Reichs⸗
ande zu eröffnen. Als Abfahrtszeit ist die ersie Woche im Juli
in Aussicht genommen, da um diese Zeit auch die Ferien der hie
igen Schulen, Gerichte ic. beginnen.

fAmberg, 7. Juni. Gegen den k. Landrichter Anton
k᷑der in Burglengenseld, der als Mitglied der patriotischen Partei der
dammer dvon 1869 bis 1875 angthörte und die Stelle eines M.
Zekretärẽ bekle.dete, soll, wie dem Fränk. Kur.“ geschrieben wird,
eit geraumer Zeit straftechtliche Untersuchuag eingeleitet sein.

tMünchen, 6. Juni. Das Bejirksgericht Muͤnchen rechts
ver Isar hat heute die Polytechniler Henel aus Dürkzeim, Pflaum
nus Nürnberg, Stauffer aus Roth, Jolaste aus Hamburg, Zoller
ius Erlbach und Bischoff wegen Vergehens des Zweikampfes —
donvenienzpaukerei mit Schlägern und voller Deckung —, welcher
im 9. Februar zu Forstentied Statt hatte und wobei Henel einen
blutigen Schmiß“, Jolaste eine Wunde am Arme erhalten hatte,
u je 8 Monaten Festung verurtheilt, den Forstgehilfen Sepp. der
»er Theilnahme durch Verschaffung des Lolals (ein Stadel) beschul⸗

deogt war, freigesprochen.

7 München, 8. Juni. Heute Nacht wollte sich ein yphus⸗
ranler junget Mann in einem Anfall von Delirium aus vdem
Fenster seiner im 4. Stock befindlichen Wohnung stürzen. Seine
Mutter in dem vergeblichen Versuche ihren Sohn abzuhalten, stürzte
nit demselben aus dem Fenster auf einen Balkon dez zweiten Stock⸗
verkles. Beide mußlen erheblich verlezt in das Krankenhaus ge⸗
zracht werden.

Leipzig, 8. Juni. Der Vorstand des deuisch⸗ieraelilischen
Bemeindebundes dat beschlossen, an den Kaiser und die Kaiserin im
Namen der deutschen Juden eine Gluckwunsch⸗Adresse zur goldenen
dochzeit zu tichten. In den deusschen Tempeln und Syhugagogen
ollen am 11. d. deuische und hebtä'sche Gebete abgehalen und
Beilräge zu einer wohlthätigen Stiftung gesammelt werden.

fEn höchst settenes Naturereigniß erlebten vor einigen Tagen
das Zucperschal und die Passagiere des aaf der Lespziger Baͤhn
abgegangenen Essenbahrzuges auf der Reise nach Thüringen. Als
der Zug in Trecden hald 8 Uhr abfuhr, thürmten sich in der
Segend nach Moritzburg zu gewallige Gewilterwollen auf, 1Und faum

zatte der Zug Köbichenbroda erreicht, ais auch sdon das Gwitler
mit aller Macht losbach. Ter Zug hatte eben die hicn Häuser
on Hotzchentroda purjsict, als plozich sich ein eigerthümsicues
dnistern btmertbar mag!te, wottnt sämmiliche Paßbagicre in cbren

Ausland.

Petersburg, 8. Juni. Großfürst Alexis Alexandro⸗
oiisch ist gestern von Zarskoje⸗Selo nach Berlin abgereist, um den
Fzar bei der Jubelfeiet des Kaisers Wiih lm zu vertreten.

Petersburg, 9. Juni. Das über Solowjeff ausge⸗
prochene Todesurtheil wurde heute Vormittag 10 Uhr auf dem
Smolendkyschen Felde mittelst des Stranges vollstredt. Der zut
dinrichtung bestimmte Platz war von Militärabtheilungen abgesperrt,
jinter den letzteren hatten sich große Zuschauermassen aufgestellt.
der Verurtheilte bewahrte bis zum Momente der Hintichtung voͤllige
duhe, geistlicher Zuspruch wurde von ihm zurlickgewiesen. Der
anze Akt verlief obne iede Störung oder sonstigen Zwischenfall.
ermischtes.
.Die Saarbr. ZItg. schreibt: Mit kommendem 1. Juli sell,
»c bestimmt derlaetet, die Boahastrece Gaarbrüchen—
21. Ingbert, an deren Ferligjtellung gegenwärtig rust g und
nunterbrobben genrbeitet taird, dein Beirieb ühergeben werden, Es
nden dadurch nicgt pur pasere Schwesterstadte der pfälzijsten Nach—
acstadt naher geruckt, fondern die neue Bohnsist auch dazu bhestimmt,
        <pb n="322" />
        Coupees und das Beamtenp ersonal dom Zugflhrer bis zum Bremser
in demselben Augenblicke einen elektrischen Schlag erhielten, dem
in siarker Krach folgte. Alle sahen sich momentan erstaunt an,
allerdings nicht wenig erschrocken, aber — der Zug ging ruhig
weiler, als wenn nichts vorgefallen wäre. Erst in Riesa hatte
man Gelegenheit, sich bei den Bahnbeamten zu erkundigen, und so
wurde denn die allgemeine Vermuthung bestätigt, daß der Blitz dicht
hinter dem Zuge in das Geleis geschlagen habe. Der gegenseitige
Meinungsaustausch über das eben Erlebte war höchst interessant.
Fin paar junge Leute, die am offenen Fenster gesessen hatten, be—
haupteten, der Blitz wäre ihnen über die Beine gefahren, ein
Druter ging sogar lahm und sagte im treuherzigen Tone: es wäre
etwas zum Fenster hereinzefahren gekommen und gerade auf den
Fuß, aber eben sa schnell wäre es wieder hinausgefahren. Die
auf dem Zuge befindlichen Bahnbeamten hatten sämmilich einen
Schlag auf den Kopf erhalten und waren zum Theil einen Augen⸗
blich bisinnungslos gewesen.

p'Brünn, 7. Juni. Ein gestern Abends niedergegangener
Wolkenbruch richtete große Verheerungen nördlich von Brünn an.
Mebhrere Ortschaften, wie Blausko, Caꝛernahorꝛa und Villow tz, wurden
Zurch den ausgetretenen Zwittawa Fluß und andere Wässer arg
mitgenommen. Möbel und Vieh trieben alsbald auf dem hochan⸗
geschwollenen Flusse. Man spricht davon, daß die Ueberschwemm⸗
ung Menschenleben gefordert habe. Auch im schlesischen Gevirge
sind starke Wolkenbrüche niedergegangen. Die Flüsse Oppa und
Mohra find ausgetreten. Mehrere Vorstädte und Troppau stehen
unter Wasser. Der Schaden ist bedeutend.

FParis, 6. Juni. Am verwichenen Mittwoch begann im
Hotel Drouot die Versieigerung der Schmudsachen der verstorbenen
Konigin Christine von Spanien. Die 23 Siücke der ersten Ab⸗
theilung ergaben 301,155 Frarcs, darurter wurde ein Halsschmuck
in BVrel anten und Perlen zu 110,000 Fres., zwei Stücke Kopfputz
in Brillanten mit 60,700 Fres. bezahlt.

p London, 4. Juni. In den letzten Tagen hat es hier
ziemlich ohne Unterlaß geregnet, in Schotiland hat es im Juni

yeschneit, und zwar so stark, daß die Felder eine Zeit lang voll⸗
jändig mit Sqchnee bedeckt waren, wie im Winter.

FeEin falomonisches Urtheil. Der Konstan⸗
inopeler Korrespondent eines russischen Blattes erzählt folgende
Serailgeschichte: Die schöne Hafize, Gemahlin des Kaffedschi Pascha
Mahmud Effendi, hatte sich eines schönen Tages in dem roman⸗
ischen lürkischen Dorfe Besilikeij, welches zwischen Teropia und
Bujukdere liegt, zu einem Liebes⸗Stelldichein mit dem Adjutanten
8 Sullans, Recif Beh, eingefunden. Dort unter dem Schatten
der Platanen wähnte das Liebespaar ruhig weilen zu können.
Mahmud, welcher von dem Verschwinden seiner Gemahlin Wind
Hetam, schickte ihr aber die Polizei nach und diese erwischte richtig
zas Paar. Skandal! .. Das Glück wollte, daß die schöne Frau
ntwich und daher von der Polizei nicht festgenommen wurde, um
wangsweise dem Gemahl zugestellt zu werden. Als Sultan Abdul
damid die Geschichte ersuhr, da ließ er sofort beide, den Gemahl
ind den Geliebien der schöuen Frau zu sich bescheiden und sprach
u denselben: „Ihr beidt seid aus meinen Diensten entsassen; Du,
decif, hast eine freuide Frau gestsohlen — was Du einem Anderen
hust, dasselbe könnlest Du bei Gelegenheit auch mir thun. Und
D'ch, armer Mahmud, Dich kann ich auch nicht mehr als Kaffedschi
Zascha brauchen. Deine Pflicht ist, mir Kaffee zu serviren; kannsi
du aber über meinen Koffee gehörig wachen, wenn Du nicht über
Deine eigene Frau gewacht hast ?“

péinenschlechten Scherz hat sich in Sehna (Gou
vernement Smolenst) der Provisor der dortigen Apotheke unlängp
laubt. Bei demseiben befanden sich eines Abends mehrere Gäsie,
velche sih, nachdem sie mit Speise und Trauk gehörig bewirthet
varen, entfernen wollten. Der Provisor beredete dieselben zum
Aleiben, aber ohne Erfolg. Als er dun sah, daß seine Aufforderung
uchts nütze, schütiete er jedem Gast unbemer't ein Pulver in das
Hlas. Vie Folge davon war, daß alle Gäste auf ihren Plaͤtzer
inschliefen, einer aber, um nie mehr zu erwachen.
Faun die Rodaction derammworilich· F. J. Deme —.
— — —WM —
Biorbrauerei dt. Ingbert.
Am Frohnleichnamstage X J ger Witterune
der hiesigen Stadtkapelle unter Leitun:
Concert ihres Directors Herrn Schade w i tz.
Ansang Nachmittag 3 Ubr.

Waaren-Versteigerung.

Am Samstag den 14. d. M. Nachmittaas 2 Uhr be⸗
ginnend, lasse ich im Saale des Herrn Oberhauser
Seine große Parthie Ellenwaaren DM
gegen Zahlungs-Ausstand versteigern.

Zum Ausgebote kommen unter Anderem:

Kattune, Bettzeuge, Schamas, Barchent, baumwollen

Tuch, leinen Tuch, halb⸗ und ganzwollene Kleider⸗
stoffe, Lamas, Merinos, Flanell, Bieber, Schirting,

Hemdentuch ⁊c.
kerner eine Parthie fertiger Kleider, als

Rocke, Joppen, Hosen, Westen, Hemden, Kittel ꝛc.

Heinrich Isaae.

—287*7

Die ausserordentlichs Verbreitung dieses Hausmittels han
ino ebenso grosse Zabl ahplicher Präparate als Nachahme
nervorgerusen, welche sieh nicht entblõdsn Verpackung, Parbe
d FPukette in tauschender Weise herzustellen. Die Paquote
les ãckten Stollwerck'schen TFabrikates tragen den vollen Na-
nen des Fabrikanten und kennzeichnen sich die Verkaufsstellen
lurch ausgelegte Firmen-Scbilder.

Zu vermiethen und sofort beziehbar:
die votalitaͤten, worin bisher eine

dattwirtaechaft und NMetegerei
mit gutem Erfolge betr'eben wurde. —

Alle zum Mehexeigeschäft gehörigen Werkzeuge und ine gute
Fleischwiege und Wurstmaschine, sowie olle zur Wirtkshait
gebörigen Requisiten, Gläser, Gesgirr, nebst einer seht auten Bier⸗
pumpe weiden mitabgegeben bei

Wittwe Jriedrich Deutsch in Altenwald.
*00 200000000000 22 7277

Soeben iit erschienen:
Humor verloren, Alles verloren!
Reichhaltigste Anekdotensammlung. Zur Uniterhaltang für lach
justige Leute. Zehn Hefte, mehr als fünfhundert Aneldole
enthallerd. Preis für alle zehn Hefte 80 pi
(Gegen 90 Pi. in Briefmarken erfo'gt Franko⸗Zusendung.)
Beriag der Körner'schen Buchbandlung in Erfurt.
Danksagung.
Allen Denjenigen, die unhen
Trauer zu wuͤrdigen wudten und
an dem Begrädnisse unjertt
ih· uern Galten, Vaters, Sohnet
Zrudert, Schwiegersohnes und
Schwagers
Johann 5chmelzer
Theit nahmen, sagen wit hie
nin unern herzlichften Dank.
Die tiestrauernd Hinterbliebenen
Si. Ingbert. 15. Auni 1879
Stationsbeklebzette!
dissiast bei F. X. Hemer

Vebersolig
für Fopran oder Tenor mit Klavierbegleitung
componirt von
—A
op. 251. M. 1.50.

* —— —
Oꝛ. Auflage. Preis do f.
Die in dem iunnstrirten Buche:
Dis Rrust- und

8 *440n ẽ
vaptohlene ernode zur erfolgreichen
Behandlung und, wo noch irgend
— —
Leiden hat sich tausendfach bewährt
und kann die Lectilre dieses ausge⸗
eichneten Werkchens allen Kranken
nicht dringend genug empfohlen wer⸗
den. Preis 60 Pfg.) — Prospect
e*Eh. Sohenltitaer, Leipzig u. Lasel.

Prospect gratis und franco. *

Dieses neueste Lied des beliebten Componisten
Carl Bohm vunde in Perlin und Cöln von renommirten
dangern vorgetragen und stets mit stürmischem Applaus
begrüsst und da capo verlangt. v ane K. ee
in 0 8 Buchhandlung in Kaiserslautern
F. J. Tongeor in CõIn a. Ru. welche dasselbe gegen 60 Pf. d
—0 50000 00 000oC Brieim. franco überallhin versendet
—— ———, — — — — 1 ——————
F umnd Lersag von F. X. Demetz in St. Inqbert
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        —

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15
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—XX a22 —3 d * m WD ⸗ — 2*
3335555 533 33 33 3535535333553—5555 3553355 —
—— 2 * ⸗ * — — — —X 2222
8 — — 23 —A 838 2 es253*53 53353 — 8 5559
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—3353555 5— —5 5 33535 5352333 *
* —8B5833—3* 385 —* —5336— —— 2 —5*37
8 22 5 S — 52 — 3 35385 5 — 23 2 526 223.2
8 — 524 — *5 2 3 52532222 253 58325 zz28257 5
2525 —3—5 258 25 — XRA22 823285 3 ——
23. 538 26 * 3 — — *585 —ùúÂ
— Z.53222. 5.62 5— 53255327—3—555—5283 252383 e
252 —z222 —* —2 2 325 —E — T —.5282 6e —2323232
— 532355 —535 —5527538——— 73* 55* 532 2
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* 5 8 BEä5S22 2 5 82 S E — 5—82 7385 3 2
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3 33 323
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38s33335 35 355 833 —2238 7 383378
—33325— —533 5283 653 538 358 23553 3355
— 53553 3835 —28 3—2—3—3—3 322
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55 2—⏑2—⏑ 3—53 *53—23— 5822 * — —z38232 2 * —
23 * 2 —* 2 5 53—25822323525 2 357 —“
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3 — —S 83428 — *2224 235 533
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323 2 * — 75 2223233 27 5322228 —AA 25
838*333333388385 5258 553353 25 2* 533 322. 232
22.2 —5 —53— 283233223 XA— 7 —A * 8 —— — —
22282 A2* 5 — — . 5*62 ——— * 2*. *5*5523
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57 8353 *32 523333 38327 2222223.5 —52. 725.3 3
55—53 2 — 28237333 56633737 Es 35535*8*3
—532— e
23335 28 23*373—779 —5360 238253 556823268
— XA * 823 333882 226238 22822 ——3222.7
2 * 243 6253332332 332 — 233 555233
538 5* . . ** 20 22 3 — 22 S 2332*
2 2— 3 — 25537 32 52523332352 23532 —
277 87 87278352 32 5723 5533323 8 — 328
223 22133 823 2 785 52 2.2 2 883 327 23352. 835 22
3223* — 3*225 88 332 355 35
22227 5283 228 2235 35. 235225 233823333
— 22* 783 3 2*2 2832.523 —— x5578 584
227 5—· 3832 — — 553 2 232
—98 8 23233335 2 2235238 28 ——— —
* * 82 2 322 a * W8 22* * * 2—— —
—X z3383 33352329 2323325 53338 IMAIIM
3 22 22. 3 5 222* 2322525 —— 5*358 —533
5S 3 »38 27223383 55 35 555335 3333233 *
8 —4 — * * — 2. * ⸗E 2* 33 22 7
22 r5. *— 23. 583 77* 2 23 —— 258 23288322
23 ⸗ 275 5 —— S**5c. 285 — —225 5833323
253 7 23 35 835 528238 —2,37 55055 523533
32 2 237 S EãZEBs532 238335 7 — * 2
33 5 3283823 733 2852 838* 253223 3583838
* —A 522222 2333583
—
⸗
— α 2 2 —
23. 332. 5—53., 2375 2835855 5 537 x 757309
— 52568 — 25 2 2 *2 3 * 2 *
— —X3 2323 5225 5808 533522 * —xV 2SD
* —32 225382 5833353558 2232 —353—383 233873282 ——
—5—2* — — 532 7332 . 5357 22 52823 —
* * — * ⁊* — 2— *
235 * 25 62355*53 — 20 * — 55325 57
2738553 3.53 *— 85273 232225 27 ——— 27753
2 533 5*83 225328 232 —3 — 3
12 23 * 9 3 3 * —— — — w3 25 2353 2
44 5383 28352. 55 38* 23 —5 333238
22 ⸗ * 2 A 77 275 — 27 *7 —— 8R375
*—*3553 532 58 33222 * — 58
2z228 332 3823 53853 *7* 5—257285
2 — — — 2— 38 2257
7 57 * 3 2. 23 3 52* 2 * 2 722*
227* 232 —322 22273 — . ——
28 * 842 *25582—2 22 2 5 *577 5—
253 2.2 23 2532 2 * 2 3222 2
8 5223237 — 28 * 255 *
— — 3—
—X — * * 5 S. 252
235 2323585 55327 37 — 523 5
22 * 55 * 22 8 532 —
*—7 7 —— — 2 6 5 * 2 8* — 8
—2 * 7 52 7* 22 —A 3
332 52807 2228 J 282 72 525 32
38 — 3 33 23 732838
* —
5285 53 33533 553 —225 522 252 5
— J5 853 2287* —— 2588 22 2 3
— — — 27585 73773 2* 5I38 —
— 5 28 585* —3 — 3 8— 8 — — 2 — —2
5553 35335 55 3355 3335863 —227 —5 335 5
25 —Ax — 755 73272 2525 23 25 523 55 2333 72
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3 8375 —383388 5
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358 — 282 — — 33332855* * 2 2
———— *83 25 225 2333 88 9
2 2 S
533 5 1255325 3353 z
* —— 3222 5 2.7 — 2*7 —A —Ax
2522* 5* 5 2* 3 523 23
33 * 2323 7 — ** 58388 A
2 15 — — 258 — * 2 2335 1222 25 —3
233 * — 2523 2235 — 2
27 * 55 535353 3252*238 52 55288
7 —7— SD 232323 8 223 227 78 —z3 —
2 a 3 28 * 5923 — 732 —3— 8
53 7 * 28354 — 3— 2 22375
⸗ẽ 3 * 33868 3 — 825* — —X
— * 87 —5— 55 * — 722. 3 3 2
*87* * 58 2535* c * 2* S6* 253857 —
3 22* 22 85 — — 338 — *
—A 2 383335 — — 2 z33233 38
— — 2* 5 3232323 3 * 2 3 3353333 2. * 2
84 2 23 337333* 2* 553 35538 — 825
— 358 —3 53280 2 522 3333338 —
*227 252 * 268 25 — 2 53 53232 9 *
223 7 53 28888 2. * * 2. * — — 22
2 * 5 2.2 —258* 5. * 3 2 e 3 &amp;* 3 52 2. *
77 5223 —5*7 38 187 — 23223 8 2
4 32725 * 3 3 2 7 —* — 52 —
25757 3 33 2 —3 227* *
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5 2. 2 333382 ⁊ 32885 258383255 328 8
——n 2 QN M . 3238 2. 22032 2. 5. 2 5 2333525233
83385333525 g 357 83238 23533
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3535553533 2323 — 57
—A . e 8 — 8 2333 * 35 323
233 3 353 32 338—53323 — — 35335 —
*57528 2383 23335338 — —
X 5 —3 —* * . 3 722
x*G6S SS 52. 23 — 2223588 —B— 23 355*
— 25 22 2 9 28 2357* 225 3322 —
3*87 23 * 58 282.*88 —3 * *2538925333232
2 —2 ⸗ * —Z2838 2 2* —22 2* 2285 2
* — 22* 7
—— 33235 52378* 355 7385337
— —A 20 5332283 92 38 — 55383 753 325
22*2 5387 —A— 55 5 3*8333
385 232 — —5 57523 24* 3
53882 22 S. 2 2 * 72 25
3 * 3 * S. — * ec
— 5 2 22 77 45 —— — *8* — *2257 — 3.
283 2 22 — 255 2323335 7823 * 25330
23*8 —— * 5 — ——— 952238 535 53—305
*3839 23 338 5337582355 22883
553— 22 25—228353358 582 3*8537
8 5* — 3— 7 232 * 237 222 553
253 ꝛꝛ Oq * 3 3 325—
* 3 23574 2533532 8 333360325
* —5 235333268 — 553835 335383334
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        Slt. Ingberler Anzeiger.
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöhentlich/ mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

age) ericheint wochentlich vlermalz Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonnutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezozen 1 AM 60 H, einschließlich 40 B.Zustell zebͤhr. Auzeigen werden mit 10 —9, von Auswärts
mil 13 3 für die viergespaltene Zeile Blattschrift odet deren Raum, Neclamen mit 830 — vro Zeile berechnet.
M 93 Samstag den un. Juni 1879.
—
Deutsches Reich.

München, 9. Juni. Justizminiiter Dr. von Fäustle kraf
vergangenen Samstag Abend von Bamberg wieder hier ein und
vird in den nächsten Tagen sich noch in Sachen der Gerichts⸗
»rganisation nach Zweibrücken begeben. Alsdann
erst werden die Personal ⸗Anträge dem König unterbreitet werden.

München, 11. Juni. Anläßlich der goldenen Hochzeit
es deutschen staiserpaares fand heute Festgoltesdienst in der Me⸗
ropolitan · Kirche Statt, welchen der Erzbischof zelebrirte und dem
lle Prinzen und die Minister beiwohnten. Ebenso fand Gottes⸗
ienst in der protestantischen Kirche Statt, woselbst Mitglieder des
»iplomatischen Korps und der städtischen Behörden erschienen.

Die meisten klerikalen Blätter in Bayern trelen der neuesten
haltung der Centrumsfraktion des Reichstags immer entschiedener
utgegen. Dem „Frank. Volksblatt,“ das zu diesen Blattern ge⸗
zöri, wird nun „von gut unterrichteter Seite“ geschrieben: „Das
Tentrum hat noch nicht dor Bismark kapitulirt und wird es nicht
hun; möge man die dritte Lesung des Zolltarifs abwarten und
vann d'e Haltung des Centrums beurtheilen, das hiebei entschieden
den förderaliftischen und konstitutionellen Standpunkt wahren, und
zafür eintrelen wird, daß die Zolleinnahmen nicht Biswarck's Mili⸗
arplänen, sondern den Einzelstaaten zu gut lommen.“

Ein bekannter bayerischer nationallikeraler Reichstagtabgeord⸗
reter, regelmäßiger Korrespondent der Köln. Ztg. und außerdem
Universitssprofessor, stellt über die Stellung Bayerns zu den Ge⸗
reidezöllen einige Betrachtungen an, denen wir Folgendes entnehmen:
Gerade Bahyern kann ohne Einfuhr landwirthschastlicher Produlie
ind namenilich von Getreide seine Bevölkerung vicht ernähren. Ein
inderer wichtiger Gesichtspuntt, den auch die bayerische Landwirth⸗
chat nicht aus den Augen lassen sollte, weil sie dabei als bayerische
Steuerzahlerin lebhaft interessirt ist, betrifft die bayerische Turchfuhr
iad den Handel mit Gerreide nach auswärts, welche durch die neueste
Hetreidezollpolitik des Reiches schwer bedroht sind. Ein blühendes
Durchfuhrgeschäft von Ost nach West bedeutet füct die bayerischen
Bahnen eine gute Rente, ein Erlahmen diesselben das gerade
Hegentheil, und wenn wir jetzt den südrufssischen und galizisch unga⸗
ischen Getreide⸗ Export durh unsere Zölle ausschließlich in d'e
häfen des Adriatischen und Schwarzen Meeres treiben, mag sich der
zayerische Landwirth ausrechnen, ob der Entgang der bayerischen
Bahnfrachten hinzugerechnet zu den durch die erhöhlen Industriezölle
ermehrten Kosten aller von ihm zu kaufenden Beduürfnisse nicht viel
chwerer in's Gewicht fällt, als der etwaige Mehrerlös aus dem in
Bahern gebauten und zum Verkauf kommenden Getieide. Augen⸗
alidlich sind allerdings alle Warnungen vergebens, urd die wirth⸗

chafiliche Erbjünde der Menschen, nur durch eigenen Schaden klug
u werden, nimmt wieder einmal ihren Lauf.“

In einem die Beschlüsse des Münchener Delegirtentages
deutscher Handels⸗ und Gewerbeklammern würdigenden Artikel der
Frantf. Zig. lesen wir u. A. folgende seht richtige Betrachtungen:
„Die Blatter, welche seiner Zeit das Maybach'sche Rundschreiben
ils eine bedeutungsvolle That gepriesen haben, sind voller Lob
über die in München geübte Mäßigung. Sie machen sich dabei
ffenbar nicht klar, was es heißt, den Innungen die in München
erlangten Befugnisse zu gewähren. Schon das- bloße Recht, die
dehrlings⸗ und Gesellenderhaltnisse zu überwachen und zu oidnen,
hließt die Moͤglichkeit des Wiederauflebens der schlimmsten Zunft⸗
nißbräuche ein. Ist einmal an dieser Stelle mit dem Zwang
degonnen, so lommt leicht der ganze alle Zunftplunder hinten nach.
Denn die Zunft war eine durchgebildete Organisation und in der
päteren Zeit ihres —AX
Wiederbelebung holt, ein sestgefügles System von Zwangsmaßregeln,
on denen eine immer die andere bedingt. Oder meint man wirk⸗
ich, daß eine Lehrlingsprüfung möglich sei ohne Meisterprüfung,
eine korporative Gliederung des Kleingewerbes ohne die Beschränk⸗
ing der Zug⸗ und Niederlassungsfreiheit, ohne feste Abgrenzung
)er einzelnen Gewerbe, ohne Einengung des Bekriebsrechts, kurz
hne alle die Fesseln, welche uns früher so lästig gefallen find?
Das Handwerk hat allen Grund, sich vor den Wohlihaten seiner

zuten Freunde in Acht zu nehmen; es könnte leicht kommen, daß
nan mit den vorgeschlazenen Mitteln es vollends zu Tode kurirte.
leberhaupt scheint sich zur Zeit Alles verschworen zu haben, um
er Kleinindustrie das Leben sauer zu machen. Die großen Fa⸗
ztiken haben ihr Schritt vor Schritt an Boden entzogen, das
Magazinzewerbe und ähnliche Unternehmungen treten ihr überall
nit flärleten Kopitalmitteln und überlegenem Geschäftsgeiste ent⸗
Jjegen, der Handel hebt in Folge der Eutwickelung unserer Ver⸗
ehism'ttel vielfach fast die lokalen Vortheile gegenüber der von
ußerhalb des Wohnotts wirlenden Konkurrenz auf. Dazu lom⸗
nen nunmehr alle die neuen Schutzzölle, welche mindestens dem
uuf lolale Kundschaft arbeilenden Handwerk nur Schaden bringen,
udem sie ihm das Rohmaterial vertheuern und auf der anderen
Zeite die sociale Macht der Großindustrie nur noch vergrößern.
x566 kommen weiter hinzu die Finanzzölle und indirecten Steuern,
velche auf die Bedürfnifse des fäglichen Lebens fallen, und von
illen Ecken und Enden das bescheidene Einlommen des kleinen
Mannes zehnten: an Nahrungs⸗ und Genußmitteln, an Kleidung
ind Wohnung, an Beleuchtung und Heizung, an vielen Dingen,
velche in seiner Werkstätte Verwendung finden.“

Berlin, 11. Juni. Die Tariftommission des Reichsstags
jat nach langen Debatten anstatt der von der Regierung vorge⸗
schlagenen zwei Gattungen Wollenwaaren zu 100 M. und 150 M.,
ür Strumpfwaaren und Teppiche 100 und für alle anderen Wollen⸗
paaren 120 M. Zoll angenommen. (ẽxrff. 3.)

Berlhin, 10. Juni. Eine Deputation des Ulanen-Regi⸗
nents „Kaiser Alexauder von Rußland“ ist gestern Abend nach
Betersburg abgereist, um den Kaiser von Rußland zu seinem
0jährigen Jubiläum als Chef des Regiments zu beglückwünschen.
daiser Wilhelm übersandte durch die Deputation dem russischen
Zaiser anläßlich dieses Jubiläuns einen Ehrendegen.

Berlhin, 11. Juni. Die Stadt ist bis in die entlegen⸗
den Vorstädte mit Flaggen, Guirlanden, Kränzen von Gold⸗
litter, Laub und Tannengrün, Büsten, Bildnissen des Kaiser⸗
aares, Transparenten und Sinnsprüchen festlich geschmückt. Alle
„traßen sind vom früden Morgen an von einer festlich gekleideten
Menge durchwozt. Massenhafter Zu ug aus den Provinzen. Die
Ztraße Unter den Linden, namentuch beim Kaiserpalais, ist schon
rüh Morgens von einer Kopf an Kopf gedrängten Menge ange⸗
uüllt. Bis jetzt schönes Wetter. Eben fand auf dem prächtig ge⸗
chmückten Dönhofsplatze eine von über zweitausend Sängern und
Musikern ausgeführte Festmorgenmusit statt. Die Siudenten zlehen
nit Fahnen nach ihren Sammelplätzen, um bei der Festiahrt des
daiserpaares nach der Schloßkapelle die Spalierbisdung zu über-
nehmen.

Berlin, 11. Juni. Soktben 11 Uhr 40 Minuten ver⸗
sündet Kanonendonner die vollzogene Einsegnung des Kaiserpaares.
Die Auffahrt der Fürstlichkeiten und des Kaisers nach dem Schloß
zollzog sich unter unermeßlichem Jubel und begeisterten Zurufen
iner Kopf an Kopf gedrängten Menscheumasse. Beim Eintritt
'n die Kapelle wurde das Kaiserpaar von der Geistlichkeit empfangen.
Der Kaiser, die Kaiserin an der linken Hand führend, bestieg den
haut · Pas, wobei hinter dem Kaiser der Minister des lon'glichen
Zauses und die dienstihuenden Adjutanten, hinter der Kaiserin die
Ofbethofmeisterin, die Palast⸗ und Hofsdamen Stellung nahmen.
Alsdann volljoz Hosprediger Kögel die Einseguung. In der gan⸗
en Umgebung des Schlosses bildeten die Studirenden der Uni⸗
jersität und der Gewerbeokadenie mit zahlreichen Bannern und
Musikkorps Chaine.

Wie der Frkf. Zig. aus Berlin geschrieben wird, sollen am
13. Juni der Ausschuß der deutsch-konservativen Partei und der
nusschuß der deutschen Reichspartei zu einer gemeinschoftlichen Be⸗
athung zusammentreten. Es seien Dieß nicht etwa die Fraktions⸗
vorstände, sondern die von den Parteien gewählten Ausschüsse für
zas Reich. Diesem Zusammentagen der Aueschüsse der verwandten
onservativen Fraktionen wird von dem Gewährsmann der Frkf. Zig.
ine besondere Bedeutung beigelegt. Daß bei diesen Berathungen
ser dereits bei Beginn dieser Legislaturperiode gestelle Antrag auf
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        Verschmelzung beider Fraktionen zu einer einzigen großen konserbatiben
Partei wieder in den Vordergrund trete, wird von ihm als sicher
angenommen. Allein, meint er, die Ausführung dieses Planes dürfte,
mie im Borjahre auf Schwierigkeiten stoßen. Jener Theil der
Reichspartei, der dem Vorsitzenden der Centrumsfraklion, Frhrn. zu
Frankenstein, bei der Wahl zum ersten Vizepräsidenten seine Stimmen
gegeben, würde gern bereit sein, sich mit den Deutsch-Konservativen
zu vereinigen. Doch widerstrebt eine große Minderheit der Reichs⸗
partei unser der Führung des Grafen Bethusy deser Koalition,
und zwar vornehmlich wegen Bedenken auf dem lirchenpolitischen
Gebiete, wie sich Das ja auch schon bei der Wahl des 1. Vize⸗
präsidenten herausstellte. Ist daher an eine vollständige Fusion der
tonservativen Gruppen für's Erste auch nicht zu denlen, so ist doch
der bevorstehendenden gemeinschaftlichen Konferenz am 13. Juni um
deßwillen besondere Bedeutung beizulegen, da dort der Schlachtplan
nicht allein für die beborstehenden Wahlen zum preußischen Abge⸗
ordnetenhause, soudern auch für die etwaigen Wahlen zu den ein⸗
zelnen deutschen Landesvertretungen entworfen werden soll. Es
gilt, eine Cooperation aller konserpativen Nuancen gegen die Libe⸗
ralen in's Werk zu setzen. Die Konservativen glauben, daß jetzt
die Zeit gekommen, um sich eine Mehrheit in den gesetzgebenden
Versammlungen schaffen und das Werk der Rückrebidirung der
liberalen“ Gesetzesära mit allen Kräften beginnen zu könuen. Der
Unterstühung der Regierungen sind ja die Herren sicher.

Am nächsten Sonntag den 15. wird, wie die F. Z. schreibt,
in Frankfurt a. M. eine Versammlung Frankfurter und aus⸗
wärtiger Tabak-Interessenten ftatifinden, „welche den Zweck hat,
Aber das Vorzehen des in Kassel gewählten Ausschusses von Han⸗
delskammern in der Tabalsteuerfrage einen Meinungsaustaufch her⸗
vorzurufen und über Mittel zu berathen, durch welche die Inte⸗
refssen der Mittel- und Klein⸗-Industriellen besser gewahrt werden
können, als es bis jetzzt von gewissen Besitzern großer Massen im⸗
vportirten Tabaks geschehen ist.“

Ausland.

Paris, 9. Juni. Die framösische Regierung erklärt in
den Motiven der Vorlage über provisorische Verlängerung der
Handelsverträge, sie werde nur denjenigen Staaten eine Verlänger⸗
ung gewähren, welche ihrerseits auch Frankreich im provisorischen
Fortgenusse der bisherigen Begünstigungen belassen. — Die Ic⸗
suiten haben gegenwärtig in Frankteich 60 Institute; die Anzahl
der in Frankreich lebenden Jesuiten beträgt 1500.

Paris, 10. Juni. Das Getode in der heutigen Kammer
war, nachdem der Schluß der Debatte, der aber später für auf⸗
gehohen erklärt wurde, ausgesprochen worden, ein so furchtbares,
daß jeden Augenblick eine Schlägerei erwartet wurde, da eine große
Anzahl von Deputirten von ihren Sitzen herabgestiegen war und
sich gegenseitig bedrohte. Die Bonapartisten und Klerikalen riefen
den Ministera zu: „Feiglinge!“ „Fälscher!“ „Verfaultes Kabi
net!“ Mehrere Republikaner antworteten nicht weniger lebhaft, und
der Quastor Margaine hatte nicht geringe Mühe, einen Zusam⸗
menstoß zu verhindern. Gambetta war nicht mehr Herr der Lage
und beschränkte sich darauf, die Stenographen aufzufordern, „Nichts
von diesen standalösen Scenen zu melden.“

Frankreich konzentritt zunächst seine Anstrengungen auf Griechen⸗
land und dessen Forderungen an die Türkei. So richlete der
französische Geschäfisträger gestern an die griechische Regierung das
Ersuchen, neue Kommessarien zur Wiederaufnahme der Verhandlun en
mit der Pforte bezüglich der Grenzfeststellung zu ernennen. Die
griechische Regierung hat eine baldige Rückäußerung zugesagt. —
Aber unterdessen hat Frankreich in Algier alle Hände voll zu thun.
Aus Algier wird nämlich gemeldet, daß der von zwei Kompagnien

Chasseurs und einer Esladron Spahis vertheidigte Posten Redaa
am Montag früh von emem etwa tausend Mann zählenden Insur—⸗
centenhaufen angegriffen wurde. Die Insurgenten wurden zurück⸗
geschlagen, verloren 50 Mann an Todten und wurden von den
Spahis versolgt. Aber man sieht, daß der Ausstand durchaus nicht
so keicht zu nehmen ist, wie man anfänglich in Paris Willens war.

London, 10. Juni. Die meisten Morgendlätter widmen
der goldenen Hochzeitsfelser des deutschen Koiserpaares Leitartikel,
welche rühmend die Herrschertugenden des Kaisers hervorheben.
Die ,Times“ schreibt: Das deutsche Volk habe guten Grund, den
Kaifer zu ehren, welcher sich um Deutschland so hoch verdient ge⸗
macht und die auf ihn gesetzten höchsten Erwartungen mehr als
übertroffen habe. Der Kaiser stehe hocherhaben über den Parteien
als ein mit Recht von dem ganzen Volke hocverehrter und be⸗
wunderter Hertscher.

Mantua, 10. Juni. Die Ueberschwemmung in Folge
des Durchbruches von Dammen richtet in der Provinz Mantua
ungeheuren Schaden an. Zwischen Revere und Sermide wurden
weitere 12 Kommunen plötziich und zur Nachtzeit von den Fluthen
überrascht, so daß die Einwohner sich kaum noch auf die Dämme
retten konnten, woselbst auch die Gemeinde⸗-Vörstehun gen lampiren.
Die dem Kinsturze nahen Häuser, das ertrunkene Bich und de,
ruinirten Eigenthümer bicken ein Bild des Jammers dat. Den—

noch herrscht in Folge der von den Behörden getroffenen Fürsorge
iberall vollständige Ordnung.

Rom, 11. Juni. Der Papst und Kardinal Nina
jaben den Kaiser Wilhelm anläßlich der Feier seiner goldenen
Zochzeit beglückwünscht. Die betreffenden Devpeschen machen keinerlei
Anspielung auf Poluik. J

—AVV
ands leichter, als es für ihn vortheilhaft ist. Er hat keine rechte
Vorstellung von der Bedeutung des geeinten deutschen Reichss. Im
Journal des Debats wird darüber erzäblt: „Was spricht man unz
yon den Deuischen?“ sagte der frühere Finanzminister des Khedive,
der unglückliche Jemoael Sadyt, „es ist möglich, daß die Deulschen
in Europa gewaltige Kriegsmänner sind, was geht das aber unsß
Egrpter an? Ich kenne nur die Nationen, welche Geld haben; nun
jabe ich aber wohl schon oft französisches und englisches, aber noch
niemals deutsches Geld gesehen.“ Der Khedive denkt ziemlich ebenso;
r urtheilt über die Macht eines Vollkes nicht nach der Zahl der
Soldaten, die es ins Feld stellen, sondern nach der Zahl der Zeich⸗
ungen, die es auf eine Anleihe machen klann. Wenn indessen die
Initiative Deutschlands, wie es den Anschein hat, zu einer gemein⸗
amen europäischen Pression führen wird, so dürfte er seinis Irr⸗
hums bald genug gewahr werden. Daß er den Sultan gebeten
jaben soll, ihn gegen Deutschland in Schutz zu nehmen, klingt wenig
slaubhaft; wenn es aber wahr ist, so hat der Schlaukopf eine
nerkwürdige Albernheit begangen.

Vermischtes.

I51 St. Ingbert, 13. Juni. Des Kaisers Jubelfeft, seine
‚goldene Hochzeit“, ist nun auch in unserer Stadt, wenn auch ohne
veitere Vorbereitung, doch in sehr schöner Weise gefeiert worden.
Das Gartenfest bei Emrich war stark besucht. Die mit Fahnen,
taiserbildern, Transpatent ꝛc. reichgeschmück:e Baumanlage sah
mehrere Hundert Gäste, die sich sämmtlich der besten Stimmung
rxfreuten. Die Stimmung war eine Abspiegelung des Wetters:
der Himmel hatte halt wieder das richtige ,Kaiferwetter“ gesandt.
Dazu trug schon von 4 Uhr ab die ganze Berglapelle zäahlreiche
ind schöne Musikstücke vor, zwischen welchen später die Sänger
)es Musikvereins und des Arbeiterbildungsvereins mehrere Gesänge
ertönen ließen. Der Feststimmung wurden Worle ver liehen durch
den Herrn Obereinfahrer Ktamer. In kurjer, gedrungener An⸗
prache hob er hervor, wie selten es unter den Sterblichen im All⸗
semeinen einem Ehepaar gegöant ist, die lange Zeit von 50 Jahren
sinducch die Lebensbahn gemeinsam zu durchschreiten; wie das
Blück, einen solchen Jubeitag zu erleben, vor unsern Augen eben
inem Kaiserpaare, und zwar unserm Kaiserpaare zu Theil
vird; wie aber auch beide Gefeierten sowohl als Fürsten, wie als
Batten und als Eltern das Bild eines würd'gen, pflichtgetreuen,
ines Musterpaares darbieten, das in hohem Grade die Segens⸗
vünsche verdient, die ihm heute vom deutschen Volke dargebracht
verden. Wie diese Worte rom Herzen kamen, so gingen fie auch
vieder zu den Herzen und fanden in begeistertem, dreimaligem Hoch
inen mächtigen Wiederhall. Die Unterhaliung währte dis Mil⸗
ernacht und die Gäste trugen die Erinnerung an einen wohlge⸗
ungenen, schoͤnen Hochzeitsfefsttag mit sich zur Ruhe. — Auch die
Besellschaft Harmonie feierte den hohen Tag in ihrem Kreise, und
vohl mit denselben Gefühlen der Festfreude; denn ebenfalls erst
Viternaht mahnte die Theilnehmer zum Aufbruch. Der vom
hetrn Subrector Barnikel gebrachte Toast lautete ungefähr so:

Verehrte Gesellschaft! Der heutige Tag kann nicht vorüber⸗

jehen, ohne daß wir der Feier gedenken, welche uns heute hier zu
jersammeln freudigen Anlaß gegeben hat.
Das deutsche Kaiserpaar begeht heute ein seltenes Fest, das
Fest der goldenen Hochzeit. Goldene Hochzeit eines Kaiserpaates
vie unendlich selten! Goldene Hochzeit Unseres Kaisers. wie tief
argreifend.

Wie wallt heute in uns und in der Brust jedes Deuischen so
mächtig auf das patriotische Gefühl, das Gefsühl der Liebe und
VBerehrung, welches unser Karser durch feine persönlichen Eigenschaften
ind durch Alles das, was er uns Gtoßes und Echabenes errungen
zat, hervorruf und'kräftigte und stärklte.

Dem tiefften Grunde unseres Herzens entquellen die Glück und
Segenswünsche, welche wir heute dem allverehttesten Jubelpaar ent⸗
zegenbringen. Möze das kaiserliche Jubelehepaar noch lange Jahre
»en glücklchstett Eheßund genießen! Moöge unser Karser noch lange
Zeit in der Fülle körperlicher u. geistiger Kraft u. Frische bleiben,
'owie er heuse dasteht, ein strahlend Vorbild deuischer Heldenkraft.

So fordere ich Sie auf, mit mir einzustimmen im den Ruf:

Seine Majestät unser Kaiser, Ihre Majestät unfere Kaiserin,
das erlauchte Iunbelpaar lebe hechh! — — —

— Im Ganjen darf St. Ingbert mit Genugthuung auf die⸗
'es Kaiserfest zurückblicen. Nicht nur waren die svestpläte starlk
hesucht, sondern ouch die Straßen pranglen in reichem Flaggen⸗
chmuck, so daß sich die Häuser einiger belanntlich verbissenen Re⸗
nitenten jämmerlich genug auszeichneten.
        <pb n="327" />
        f.Auch in Blieskastel wurde am 11. de. eine goldene

dochzeit von den Eheleuten Joseph Paulh, beide noch verhaͤliniß
mäßig rüstig, mit ihrer zahlreich anwesenden Familie und ihren

Freunden gefeiert.

I, Vom mittleren Haardtgebirg, 8. Jani. Mit un⸗
seren Weinbergen geht es nun allmählich vorwärts, so daß das
Versaumte bald nachgeholt sein kann. Doch wollen Manche an
einem Theil der Triebe nur wenig Samen (Schein) bemeiken. Am
oberen Gebirge soll in manchen Lagen sich bereirs der Sauerwurm
finden. Hinsichtlich unserer Früchte, die im Allgemeinen, besonders
die Sonmmerfrucht, sehr gut fiehen, ist zu bemeiken, daß im Korn,
hdauptlächlich in Sandböden, die Vogelwicke sich in großer Menge
zeigt. Auch unsere Wiesen bringen das theilweife zurückgebliebene
Bodengras wieder ein. Schließlich möchten wir die Landwirthe
darauf aufmerlsam machen, daß hinsichtlich des Maͤhens die gün⸗
stigste Zeit dann ist, wenn die meisten Gräfer in der Blüthe stehen,
nicht aber schon verblüht haben und also verholzt, d. h. nahrungs⸗
los sind. (Pf. K.)

7 In Frein sheim wurden am 9. ds. die ersten Kirschen
dersandt. Fur das Pfund zahllen die Händler 70 Pfennige.
— Speyer, 1II1. Juni. Zugleich mu dem Kaiser Wihelm
begeht auch ein hiesiger Bürger, Weinwirth Annicker, früher Lehrer,
heut⸗ sein goldenes Hochzeitsfesi.

t, Aus Darmestadit' wird gemeldet: Ein hiesiger Tauben⸗
züchter hatte vor ca. 3 Wochen mehrere Tauben nach Bergzabern
in der boyer. Pfalz verkauft. Die Thiere haben sich nun in den
letzten Tagen nach und nach fämmtlich wicder hier in ihrem alten
Schlage eingefunden.

7 Aus Rohracker (Würtemberg) erzählt man eine heitere
Geschichte. Die dortigen Milchhändlerinnen ließen durch den Amts⸗
diener mit der Schelle bekaunt machen, daß sie fortan 2 Pfennige
weniger für den Liter Milch als bisher bezahlen würden. DTarauf—
hin versammellen sich die Kuhbauerinnen des oberen Dorfes und
beschlossen nach seht ertegter Debatte: — auch etwas ausschellen zu
iassen. Jeßt kam aber erst die Hauptfrage zur Erörlerung, was
man ausschellen lassen wolle. Nach erneutem heftigem Disput,
wobei eine Besitzerin verschiedener Gaisen und Kühe ganz hervor⸗
ragende Anlagen für Persönliche Bemerkungen? und andere parla⸗
mentarische Kleinigkeilen bekundet hatte, eiaigte sich der Kühbäue⸗
rinnentag zu folgender Redakton ihrer Resolution: „Jedes Weib
vom oberen Dorf, die ihre Milch unter dem alten Preise gibt,
rthält zwei Schröpflöpfe an die Suirne gesetzt. Das wurde denn

auch ausgeschellt. Es ist übrigens Aussicht vorhanden, daß die
Milcherinnen vom unteren Dorf troß der Schröpflöpfe den Milch
abschlag durchsetzen werden.

J Calw, 4. Juni. Herr Spöhrer, Direllor der hiesigen
Handelsschule, hatte mit seinen Zozlingen über Pfingsten einen
Ausflug gemacht, von dem er am Montag Abend mit dem letzten
Zuge zurückkehite. In Unterreichenbach si⸗l einem der Zoglinge
seine Mütze zwischen 2 Wagen hinunter; anstatt von der Pͤlau—
form auf den Perron zu steigen und, für das Zugspersonal sicht ⸗
bar, dieselbe von außen wieder zu erlangen, stieg derselbe zwischen
den Puffern hinab, in demselben Auuenblicke aber setzte sich der
Zug in Bewegung. Schnell entschlossen legte sich der junge Mann

Aatt auf den Boden und es gingen die drei letzten Wagen des
Zuges über ihn weg, ohne ihn zu berühren. Abends 6 UÜhr kam
der Vermißte vergnuͤgt mit dem Pforzheimer Zuge zurück und wird
uun wohl zeitlebens an die Paar Augenblicke unter dem Zuge
denken.

x Erschossen, ethängt und verbrannt. Ein seltener Selbstmord
iam dieser Tage in der Taubergegend vor. Am Miltwoch Vor⸗
nittag 11 Uhe hörte ein Hirtenknabe im nahen Walde bei Weikers⸗
geim einen fürchierlichen Schuß. Neugierig ging er hinein. Do
ah er an einer jungen Fichte einen Mann sitzen, voa dem Rauch
aufstieg. Rasch ergr ff der Kaabe die Flucht, er glaubte, es sei
der leibhafte Gotiseibeiuns. Später h'nzugekoramene Leute erkannten
den Schlosser E. von Weitersheim „der in sitzender Stellung an
der Fichte hing. In der Nahe lag eine sogenannte Legbüchse
entladen. Es unterlag keinem Zweifel, daß der E., um einer Vor—
adung aufs Rathhaus zu entgehen, sich mit der Legbüchse erschossen
und vorsorglich noch den Strick um den Hals gelegt, damit, wenn
zas eire Mittel nicht genüge, das andere nachhelfe. Durch die
tarke Schußladung entzündelen sich die stleider, daß der Mann den
dreifachen Tod, des Erschießens, Erhängens und Verbrennens erlitt.
Die T.Zig.“ fügt noch bei: Jede dieser Todesarten war sehr

Jündlich, so daß J. B. ein großer Theil des Korpers förmlich ge
raten war. Uner solchen Umständen war eine Abfuhr des Selbst⸗
noͤrders an die Anatomie nicht moͤglich.

. In einer schwäbischen Ortschaft prangte jüngst in

anem Transparent folgendes geschmackvolles Verslein;
„Der Bismarck ist ein Bauer fein,
Betreid und Viehzoll führt er ein.
Das macht den armen Bauer relch,
Und alles Andere ist unz gleich.“

J., x Die Vermählung des Prinzen Friedrich von Hohen⸗
zollern mit der Prinzessin Luise von Thurnund Tarxis
findet am 21. Juni in Regensburg sian.gin derselben
vird der Oberceremonienmeister des deutschen —XRXbO —
ried, Oberburghauptmann von Hohenzollern, auf eine an ihn er⸗
gangene Einladung theilnehmen. J

7. Bamberg, 8. Juni. Heule Nachmittag 1 Uhr erschoß

ich mit einem Revolber die 18juhrige blühende Tochter eines hie—
igen sehr achtbaren Kausmannes, nachdem sie noch eine Stunde
»orher mit ihrem Verlobten einen Spazierçang gemacht hatte. Die
dugel war ihr durchs Herz gedrangen, so daß der Tod sofort ein⸗
srat. Als Anhaltspuntt für den Beweggrund der Unglucklichen
wird mitgetheilt, es sei ihr, als sie nach Hause gekommen, ein
Brief des Vaters ihres Verloblen vorgelesen worden, in welchem
hre Ehre in rohen Ausdrücken verunglimpft wird. In der ersten
Aufregung ihres Schmerzes zog sie sich in ihr Zimmer zurüch, und
wenige Minuten darauf iag sie in ihrem Blute,

Mänchen, 9. Juni. Die sämmtlichen 46 Kandidaten,
welche dahier die vom 10. März bis zum April d. J. währende
Prufung für den Staatsbaudiensi mitmachten, haben das Examen
ꝛestanden. Einer derselben, welcher die Note J mit Auszeichnung
hielt, ist bereits als Assessor angestellt, einem andern, welcher der
Prüfung zum zweiten Maie sich unterziehen mußte, wurde die Note
II zuerkannt. Leßtere Note ist als Endergebniß bei den Geprüften
oorherrschend.

FMoos (I Siunde südlich von Salzburg) 8 Juni. Dem
„Wendelstein“ schreibt man: Es öffnete sich im dortigen Torfmoose
ane natürliche brennende Gakquelle. Nachdem schon im vorigen
Jahre von den Torsarbeitern ein sonderbares Knistern und Stoßen
unter der Erde wahrgenommen worden war, fing heuer beim Wie⸗
derbeginn der Torfarbeit und Tiefergraben das Wasser in den
Bruben zu brennen an, nachdem ein Arbeiter das noch brennende
Zündholz in dasselbe geworfen hatte; unter der Torfschichte lagern⸗
der mergelartiger Kies wurde bald darauf haushoch emporgeschleu⸗
dert und der in der Nähe sich befindende Arbeiter konnte nur mit
Mühe nach vielen erhaltenen Brandwunden aus dem Graben gezo⸗
gen werden. Vor drei Wochen stieß man an betreffender Stelle
eine Bleiröhre 4 Fuß tief in die Erde und jetzt brennt auf offenem
Felde Tag und Nacht die Flamme aus demselben herbor. In
einer lleinen Röhre ist ein Theil des Gases von der großen abge⸗
japft und in die Arbeiterhütte geleitet, wo es vie jede andere
künstliche Gasflamme brennt. Das Landvolk ist auf diese Erscheis
nung nicht gut zu sprechen, denn nach einer urallen Bolkssage ist
für jene Zeit, wo Feuer aus der Erde brennt, viel Elend prophe⸗

zeit. Die Wissenschaft vermuthet eine Schwefelquelle (da das Gas

start nach Schwefel riecht und Schwefel an der Flamme nicht

brennt) oder ein Kohlenlager. Bohrdeisuche find bereis im Gange.
(Südd. Pr.)

F. Wie der Berl. „Börsen⸗Kurier“ vernimmt, gründet Jacob
Plaut in Leipzig, früher Inhaber des Bankhauses Plaut und Comp.
aselbst, am Tage der go'denen Hochzeit des Kaiferpaares eine
Stiftung für Altersversorgung in seiner Valerstadt Nordhausen die
ex mit einem Capitat von 300, 000 Mart für eigene Rechnung
ausstatten.

T. Dae Fest der goldenen Hochzeit ist in dem preußischen
önigshause nuc einmal begangen worden, und zwar seltsam genug
in der puren Schein⸗ und Konvenienzehe Friedrichs des Großen mit
der Prinzessin Elisabeth Christine von Braunschweig. Der Verkehr
des großen Königs mit der ihm durch seinen Vater aufgezwungenen
Bemahlin beschränkte sich belanntlich, wenigstens von seinet Thronbe⸗
deigung aß, auf einen der tadellosen und schönen, aber nicht eben
durch Geist ausgezeichneten Gemahlin alljaͤhrlich am Neujahrstage in
Escarpins und Schnallenschuhen gemachien Anstandsbesuch. Die
Ehe des jetzigen deutschen Kaiserpaares fing in der Stille einer
derhältnikmäßig sehr bescheidenen Häuslichte r an.

FIn Betreff der Borsig'schen Werke dringt die
Vossische Zeitung“ folgende Nachricht: Eine sehr empfindliche
Maßregel, die namenilich die aͤlteren der Betheiligten schwer treffen
wird, hat die Verwaltung des Vermözens der Borsip'schen Erben
dadurch getroffen, daß sie sämmil'chen Beamten und Meistern der
Werke bis auf Weileres 25 Procent des bisherigen Gehalts in
Anbetracht der schlechten Geschäfisnerhälemisfe abgezogen hat.
J eric,.e.

Zweibrücken, 11. Juni. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.
Beizen 10 M. 28 Pf., Korn 8M. 18 Pf., Gerste zweireihige d M. — pjf.
»ierreihige d M. — Pf., Spelz O M. “ pf Spelzlern — M. — Pf.,
Dinkel — M, — Pf. Mischfrucht M. — Pf. Hafer 8 M89 Pf.,
—
deu 2 M. 50 Pf., Siroh 2 M. 60 pf., Weißbrod It/ Kilogr. 54 Pf..
Kornbrod 3 Kilogr. 75 Pf., 2 Kilogr. 50 Pf., 1 Kilogr. 25 Pf., Gemifchi—
brod 3 Kilogr. 92 Pf., das Paar Weck 100 Sr. 6 Pf. Rindfleisch J. Oual.
36 Pf. I. Qual. 60 Pf., Kalbfleisch 50 Pf. Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleisch
56 Pf. Butter /2 Kilor. 1IM. — Pf., Wein 1 Liter 80 Pf. Bier J Liter 24 Pf.

Homburg, 11. Juni. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Wetzen
11 M. o6 Pf. Korn 8 M. 806 Pf., Spelzlern 10 M. — Pf., Spelz O M
— Pf. Gerste 2reihige — M. — Pf. Gerste 4reihige O M. — yÿf. 615

—S
        <pb n="328" />
        z M. od Pf., Mischfrucht . M. 83 Pf.,Frbsen d M. — Phee Wien
Zeeee wl.Kleesamen — M. J.F- Korn⸗
dds pfun 72 hi. Gemichibrod h tund — Pf., Oqhsentteiscz — 8

Kindfleisch 36 Pf., Kalblleisch 40 Pf., Hammelfleisch — Pf., Schweinefleisch
50 Pf., Butter 1 Pfund 1 M. — f. Kartoffeln pber Cir. 4 M. — Pf.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demes.

Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.
Samstag, den 21. Juni
1879, Nachmittags 2 Uhr zu
St. Ingbert, in der Wirth⸗
schaft von Bernhardt wird
egen delene Hager, Wittwe
des in St. Ingbert verlebten
Wirthes Joseph Morlo, wegen
Nichtbezahlung des Erwerbspreises
im Wege der vertragsmäßigen
Wiederversteigerung, oͤffentlich zu
Figenthum versteigert:

Vl.Nr. 2388. 1 a4 583 qm
Fläche, Wohnhaus und
Hofraum und Pl.Ne. 2339
Z a 56 qm Garten dabe',
das Ganze gelegen zu St.

Ingbert in den Bruchrechgärten
deben Ludwig Morlo und Joseph
Neymann Wittwe.

St. Ingbert, 3. Juni 1879.
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:

N. Auffschneider.

Ausverkauf.
Wegen Aufgabe meines
Manufakturwaarens und Herrenkleider⸗Geschäftes
verkaufe ich sämmtliche Vorräthe weit unte n EinkMussspreise-

—AXE
Mein AUrsnnar nebst den un Parterre besindlichen
Räumen ist bis umi 1. August beziehbar zu vermiethen.

—
Französische und englische Sprache.
LInterprèto Pho Interproter
?panzõs. Journal fũe Deutsehe. Ens lisesa. dournasl fũe Deutselte.
mit erlauternden Anmoerkungen und alphabetischem Vocabulaire,
owie mit ganz neuer, vervolliommneter Ausaprachebezeiehnung für das Puglisssche.
uni 1874 berausgegeben von RMIL SOM MER.
drloichtertste und virksamste Hilfsmittel bei Erlernung der französischen und englischen
jprache, namentlich für das Seihetetuaium und bei Vorbereitung auf Examina (Linjâbrig-
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KCeuantnissen in erspriessliehster Weise verwendbar.

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Wocheatüch eine Nummer. — Quartalpreis für jedes der beiden Journale: bei der
Post, dem Buchhandel sowie direct inter Band 1 M. 75 Pfg. 18B. 5 xr. õ. WV.) Preis
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ĩoch sind jederzeit Nachbestellungen lasig. — Probenummern gratis. Inserabe
a Zs Pf. die Aspaltige Petitzeile) bei dem ausgedehnten, bereits ũber gan⸗ Deutschland und
yↄterreich-Ungarn sich erstreckenden Leserkreise von erfolgreiehster Wirkung.

hdenxiben in der bayer. Rheinpfalz. Die EXxpeditiom.

Waruung.

Ich ersuche hiermit Jedermann
meinem Sohne Ludwig weder
auf meinen Namen etwas zu
borgen oder zu leihen, indem ich
keine Garantie oder Zahlung für
denselben leiste.

Schnappbach, 12. Juni 1879.

Johann Neuhäuser.
, 16. Juni
Ja h rmarkt
in St. Inabert.
Deutsche Feuer Versicherungs⸗Actien⸗Gesell⸗
schaft zu Berlin. Gegründet 1860).
Grundcahilal, voll begeben.. 3,000,000. —
Pramien⸗ Reserve und Neservesfondds⸗ 668,559. 51,

Zur Entgegennahme von Versicherungs Anträgen empfehlen
sich die Sprecial-Agenten PBPeter Weisgerber in
St. Igbert; Josef Siegriest in Erfweiler,
sowie der Haupt⸗Agent;
Aucgust Touquet in Kaiserslautern.

Pirtäοιαιια ανrũt u. beautachtet. —
Doppelkräutermageabitter
nach einem alten aus einem Be
aedictinerkloster siammenden Recep
ebrizirt und nur en gros ver

jandt von

D. PIXNGHEL in Gottingen

Provinz Hannover.)

Der Benedictiner ist bi
zt das lostbarste Hausmittel uud
eßhalb in jeder Familie belieb
eworden. Der Benedictiner
nur aus Bestandtheilen zusam⸗
zengesetzt, welche die Eigenschaften
esitzen, die zum Wiederaufbau
eines zerrütteten dahinsiechenden
Rörpers unbedingt nöthig find

er ist unersetzlich bei Magenleiden, Unverdaulichkeit, Haͤmor

hoiden, NRervenleiden⸗ Krämpfen, cugeen Haͤut aus
schlägen (Flechten), Athemnothe, Gicht, NRheumatismus,
aigen de, sowie bei Leber⸗ und Nieren leiden
Ine vielen anderen Storungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Blut und vermehrt dasselbi
er entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, da
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter unt
risch, siellt die Harmonie des Koͤrpers wieder her und verlängert da
Ceben bis ju seinem vollen Maße. .

NB. Jede Flasche ist mit dem Siegel ‚C. Pingel in Goͤttingen
verschlossen und mit dem geschütten Etiqueit en

Preis à Fl. von ca. 330 Gr. Inhalt M. 30 Pf.
—A —V — 660 * e 6 M. 753 pPf.

Bei 5 Fl. Berpadung frei. Bei 10 Fl. freie Verpackung u. 1 Fl. gra⸗

us. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage. En gros

Versandt durch die Fabrilk.

Atteft. Herr Caspar Lauthausser in Strahlungen bei Munnen
stadt in VBahern, Unterfranken, berichtet: Gegen Magen- u. Ner venschwãche
die auch gegen Blutarmuth gebrauchte meine Frau Ihren Benedictinen
nit bestem Erfolge, selbst die Geschwulft der Fußze wurde durch den Be ·
edicliner beseitigi, weshalb ich es nicht unterlassen kann, meinen Dan
zffentlich auszusprechen, mit dem Wunsche, daß doch Niemand die Kosten,
cheuen moͤge, dies koͤfiliche und wirlsame Hausmittel zu cebrauchen.

Riederlage in St. Ingbert bei Herrn, J. Friedrich

PEben orschien in 17. Auflage: .
12 beliebte Mavierstücke
in neuer orleichtorter Bearbeitung
neruusvxν von
O. T. BVUBHhnæer.
on. 1652.
No. J. Labitzky, Vie Elstn, Walzer.
2. Morgen muss ich fort von hier, Fantasie.
J 3. Launer, der Lreubadeur.
4. Muss i denn zum gtadtle 'naus, Fantasie.
X. Alpensangerwarsch.
Tch, wenn du vwarst mein eigen, Galopp.
7IOtow, Aartha.
pPLIotow, Stradela.
do viel Stern' am Himmel steh'n.
An dem schöônsten FPrũhlingsmorgen.
zrauss, AMNrtheunwalzer.
potpourri äber beliebte Kieder.
Frois jeder No. 78 Psx.-
zen im 1 Bande —V—— 8 ML.
Gegen Tinenäude den betrages versende ich franco.
J 7T08. PM
—XVXE

———
—⸗—

——
Drud und Verlag von J · x. Demetz in St. Ingbert.
Hiejn fur unsere Po st⸗ Abonnenten „Julustrirtes Sonntagsblatt⸗ Nr 2n
——
        <pb n="329" />
        St. Ingberlker Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (S mal wödentlich? mie dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sountags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementépreis betragt vierteljahrlich

1A 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.4 60 —, einschließlich 40 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 à, von Außwarte
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Neclamen mit 80 &amp; pro Zeile berechnet.
M 94

Sonntag den 15. Juni

18.
Deutsches Reich.

Berlhin, 12. Juni. Der Caar Alexander feiert heute
das fünfzigiährige Jubiläum seines Eintritts in die preußische Ar⸗
mee. Von hier sind viele Gratulationen nach Petersburg abge⸗
gangen, darunter solche von Moltke und Bismarck. — Im kaiser⸗
lichen Schloß sind die Gratulationsbriefe so zahlreich, daß sie in
Wagen nach der Privatkanzlei des Kaisers geschofft werden müssen,
woselbst sie gesichtet werden. Die Blumenspenden kommen gleich—
falls in Wagenladungen an. Der Kaiser hefahl, die Aussiellung
aller Geschenle, Telegramme und Schreiben und erklätte, er wolle
alles selbst sehen; ebenso solle später das Publikum alles sehen.
Der Kaiser ist heute recht munter. (Fr. J.)

Berlin, 12. Juni. Der Minister des Hauses, Herr v.
Schleinitz, ist in den Grafenstand, Oberstkämmerer Graf Redern
in den Fürstenstand erhoben. Unter den anläßlich der gestrigen
Feier Decorirten befinden sich der Präsident des Reichstags d. Seh⸗
dewitz, der den Kronen⸗Orden 2. Cl. mit dem Stern, Abg. v.
Bennigsen, der den Stern zum Kronen⸗Orden 2. Cl., der Herzog
bon Ratibor, der den Stern als Großcomthur des Hohenzollern⸗
Ordens, und der Oberbürgermeister von Frankiurt a. M., Mumm
b. Schwarzenstein, der den Kronen⸗sOrden 2 Cl. erhielt.

Die „Provinzial⸗Korrespondenz“ bestäͤtigt, daß die Verkündig-
ung eines eigentlichen Amnesiie⸗-Erlasses nicht erfolgen konnte, da es
sich nicht um die Begnadigung ganzer Kategorieen don Veruriheilten,
sondern um die Prüfung und Berücksichtigung aller Einzelfälle je
nach den besonderen Verhältnissen und unter bestimmten Voraus—
setzungen handelte. Immerhin seien auf Grund der Statt gehadten
Ermittellungen durch die vom Jubelfestiage datirlen Erlasse bereits
weit über 600 Begnadigungen, darunter eine große Zahl wegen
Majestätsbeleidigung verurtheilte Personen, ergangen. Unzweifelhaft
werde durch eine weitere erhebliche Reihe gleicher Gnadenakte in der
Folge die Gesammtzahl sich auf etwa 800 steigern.

Der Reichs Anzeiger schreibt: Ihre Majestät die Kaiserin und
Zdnigin haben geruht, unmatelbar nach Enigegennahme derjenigen
Adresse, mit welcher die unter dem rothen Kreuz verbündeten deutschen
Frauenbeteine und unter ihnen der Vaterländische Frauenderein das
Resultat der Statt gehabten Sammlungen, 200,000 M. für vor⸗
geschlagene Zweche und 70,000 M. jur Allerhöchsten Berfügung,
überreichten, folgende Ordre an den deutschen Verband zu Haͤnden
der anwesenden Deputationen zu erlassen:

Der ernste Erinnerungstag, der uns mit dem Familienleben
Deutschtands so innig verbindet, gibt mir in dem Ausdruck der
allgemeinen Theilnahme eine besondere Veranlassung zur Dankbar⸗
keit gegen Gott. Aus weiten Kre'sen deuischer Frauenherzen
empfange ich Zeichen einer Gesinnung, welche die Gebenden
wie die Empfangende gleichmäßig ehrt; denn das Bewußt⸗
jein der Zusammengehörigkeit ohne Unterschied des Belenntnisses,
des Standes, der Arbeit ist die Quelle jener großen Freude, welche
mir heute durch die deutschen Frauen bereitet wird. Ich würde in
den mir zugewandten Gaben eine ernste Verantwoctlichkeit erblicken,
wenn ich nicht darauf dedacht wäre, ihrer Verwendung sofort die
gemeinnützige Bestimmang zu gebden. Uater Vorbehalt der zu er—
laffenden Statuten habe ich vorläufig beichlossen, d'e Gaben unter
der Benennung „Frauentrost“ als bleibenden Natonalbesitz anlegen
und durch den ständigen Ausschuß des Deutschen Frauenderbandes
verwalten zu lassen mit der Maßgabe, daß jährlich am 11. Juni
die Zinsen des Kapitals ganz oder theiweise den betreffenden
Freuenvereinen zur entsprechenden Verwendung fuͤr besondere Fälle
zu überweisen sind. Neben dieser mir überlieferten Gabe habe ich
herzlich danldar der von pielen Frauendeteinen odegrundeten Stift⸗
ungen zu gedenten, d'e als schöner Beweis echter Vaterlandsliebe
tine blibende Ermnerung an die seltene Feier durch wohlt datige
Spendea erhalten und die Ausubung werlihätiger Nächstensiebe er
weitern und fördern werden. Gott segne den Erfsolg für ganz
Deutschland!

Betlin, 11. Jum 1879. Augusta.
Zuwischen bervocragenden Mitgliedern der Taristommission

haben in den lehlen Tagen Besprechungen statigefunden. Dieselben

bezweken den Abschluß eines Kompromisses zwischen
Industriezöllnern und Agrariern hinsichtlich der Korne und Eisen⸗
vlle für die dritte Lesung des Zolltarifs. Es rerlautet, daß eine
Anzahl Eifenzöllner, welche in der zweiten Lesung gegen den An⸗
rag auf Erhöhung des Kornzolls gestimmt, jeht bereit sind, bei
der dritten Lesung für diese Erhöhung und zwar, wie sie uͤrsprüng⸗
ich beantragt war, auf 1 M. zu stimmen, da die Eisenzöllner von
ner auch noch so kleinen Herabsetzung des beschlossenen Eisenzolls
nichts wissen wollen. Wenn man erwägt, daß nur 15 Stimmen
ehlten, um dem Antrage Günther-Mirbach auf Erhöhung des
dornzolls zum Siege zu verhelfen, so dürfte die Alliance der
Agrarier und Eisenzöllner bei der dritien Lesung das Resultal er⸗
geben, daß die Kornzölle nach dem Wunsche der Agrarier zur An⸗
nahme gelangen und der Beschluß wegen der Eisen, dile unverändert
viederholt wird.
Ausland.
Ftaazoͤsische Blätier melden gerüchtweise, daß die Vermählung
des schwedischen Thronfolgers mit der Prinzessin Victoria von
Baden, Enkelin des Kaisers Wilhelm, im Werke sei.
BVermischtes.

7 St. Ingbert. Die von der Saarbr. Ztig. gebrachte
ind auch in unser Blatt aufgenommene Notez, daß die Saar⸗
drücer⸗St. Ingberter Bahn sam 1. Juli d. Is. eröffnet
verden würde, hat sich als unrtichtig erwiefen. Die Eröffnung der
neuen Bahn wird wahcscheinlich erst Mitte Oktober erfolgen.

f. Aus Grünstadit, 7. Juni, meldet die „Pf. Pr.“: Als
Beispiel seltener Thattraft und Ardeitslust soll hier angeführt wer⸗
den, daß der 82jährige Schieferdeckermeister, Hr. Fessinger hier,
borige Woche mil der Reparatur des Thurmes der Martinskirche
zeschäftigt war, und denselben bis zur Spitze, also in einer Hshe
on ungefäht 200 Fuß rüstig bestiegen hat.

f.Sandau, 18. Juni. In der Sitzung des k. Zuchwoli⸗
eigerichts von 10. Juni abhin wurden wegen Zuwiderhandiung
segen das Reichsgesez über den Spielkartenstempel vom 3. Juü
878 durch Unterlassung der Anmeldung ihrer Gesammworräthe an
Spieltarten bei der zustäͤnd igen Steuerbehoͤrde verurtheilt und zwar:
Idolph Schwaitz, Wirth von Edeshe im, Rusin Hertel, Wirih von
MNailammer, Peter Bay, Wirth auf der unteren Bienwaldziegeihütte
Zemeinde Steinfeld, zu je 500 M. Geldstrafe eventuell zu je 3
Monaten Gefängniß, und Ja kob Ignatz Vogt, Wirth von Edesheim,
Johaun Baumann, Wirth von Maikammer, Leonhard Glas, Wirth
zon Diedesjeld, Friedeich Glaser, Wirth von Diedesfeld, zu je 30
M. Geldbuße ebentuel je 50 Tagen Haft, und die Einjiehung der
Ammtlichen beschlagnahmten Spielkarlen verordnet. (Eilb.)

Der Verweser der Erzdibse Freiburg, (Baden) Dr.
Zothar Kübel, halte zu Ehten der goldenen Hochzeit des Kaiser⸗
daares in allen Kirchen die Abhaltung eines Tedeums angeocdnet.

tIn Dil lingen hat sich der Ched.-VLieut. Frhr. d. Eg⸗
offstein Wucherschulden halber erschossen.

T. Die Firma Meister, Lucius und Brünning in H5h st am
Main hat zur Feier und Ecinnerung des 11. Juni eine Stiftung
von 180,000 M. zum Wohl ihre Arbeiter unter dem Namen
„Kaiser⸗Wilhelm ⸗Augusta-Stiftung“ in's Leben gerufen.

—L
en Moltle das Ehrenbürgerrecht zu verleihen.

F Eme Riesenkanone ging aus dem Krupp'schen Etablissement
ach Meppen, um bei dem dortigen Probeschießen verwendet
u werden. Die Laänge des Geschüßtohres beträgt 10 Meier,
vährend der Durchmesser des Kalibers 40 Cim. und das Gewicht
)er Kanone etwa 1440 Cir. beträgt. Die Kanone war auf 2
Waggons verladen, welche, auf je 6 und 4 Achsen ruhend, mit
ꝛinet Gesammt⸗Tragfähigteit von 100,000 Kilogr. sich nur laug⸗
am sortbewegten. Deses Riesengeschütz soll im Stande sein, eine
Rugel von 23 CEtr. im Gewicht sortzuschleudern, womun sie jedea
Mal ein Quantum von 4* Ctr. Pulver bedacf.

rOfschersleben, 9. Juni. In öffentlicher Sitzung des
lal. Kreisgerichts zu Halberstadt am 7. ds. Mis. wurde der hiesige
        <pb n="330" />
        saufmann Wernecke wegen wiederholten Betruges zu drei Monaten
Gefaͤngniß und 800 M. Geldstrafe, ebentuell noch 3 Monaten Ge⸗
füngniß verurtheilt. Der Verurtheilte hatte im Laufe der letzten
Jahre das von ihm an verschiedene Kuͤnden verkaufte Futter mit
Angehsrigen, den Futterwerth bedeutend vermindernden Substanzen,
namennlich inn Sqchwerspath oder Marmormehl, vermischen Uassen
und solches Präparat dann zu den ublichen Preisen, welche für
Futter in unvermischtem Zustande gezahlt zu werden pflegen, verkauft.
Es wurde der Firma Warnecke nachgewiesen, daß sie allein in einem
Jahre von einer Firma in Nordhausen zweimal je 100 Zeniner
Marmormehl oder Schwerspath bezogen haite. (Magdb. 3.)

F Der eben verstorbene Lionel Rot hschil d hat — man
rechne sich das in Mark um — ein Dutzend Millionen Pfund
Sserling oͤder mehr hinterlassen. Im Allgemeinen hält man die
dondoner Firma für die reichste der vier Firmen, die in den
Hauptstädten Englands, Frankreichs, Oesterreichs und in der ehe⸗
maligen Haupistadt des deutschen Bundes, in Frantfurt a. M.,
ztablirt sind.

In Neapel winde der Deyutirte Incagnoli auf der
Straße Santa Chiara ausgeplündert. Ebendort schoß in der dicht⸗
besuchten Kirche Santa Brigita ein Mann Namens Bucci auf eine
Dume wegen Eiferfucht; eine andere Beterin wurde loͤdtlich getroffen.
Der Thäter wurde verhaftet.

4Der neueste Sport in Amerika ist die Wetischieberei
zweier Schubkarrenmänner, die zu gleicher Zeit mit ihrem relp
Schubzeug San Francisko verließen. Wer zuerst in New York an⸗
kommt, erhaͤlt vom anderen 1.8500 Dollar. Am 9. Dezember des
letzten Jahres sind die Beiden von San Francisco abgereist; fünf
Wochen schoben“ fie gemüthlich neben einander her, dann trennten
sie sich. Jetzt ist der Eine dem anderen 250 Meilen votaus und
hat daher Hoffnung, seinen Concurtenten bieten“ zu koͤnnen. Der
Sieger ist ein Lothringer und mag ca. 42 Jahre alt sein; in den
Felsengebirgen hat er während der Wintermonate viel von der Kalte
und dem Schaee leiden müssen. Sein Schubkarren wiegt 110 Pfund.

p Ein neues Riesenwerk ist in New⸗Yo rik in Aussicht
genommen. Man beabsichtigt einen gewaltigen Tunnel unter dem
Hudsonfluß zu dauen, um eine Eisenbahnverbindung zwischen New⸗
Hort und der gegenüberliegenden Stadt Jersey City und alle in
Jetzteret Stadt einmündenden Bahnen nach einem gemeinsamen Cen⸗
raͤlpunkt in New York zu führen. Die Strecke von New⸗-NYork nach
Jersey City über den Strom beträgt über 2 Meilen, unter dem⸗
seüben würde he wohl 3 Meilen betragen. Erne Vorlage, welche

sum Bau dieses Riesentunnels eermächtigen soll, ist bereits der
Besetzgebung des Staates New⸗NYork unterbreitet worden.

Ein Sprung, der an Qühnheit wohl ohne Gleichen ist,
vurde am 21. Mai von einem Manne Namens Harmon Peer ge⸗
han. Er sprang nämlich mit einem Rettungsgürtel um den Leib,
Schwaͤmmen vor Mund, Rase und Ohren und starken Gummi⸗
zaͤndern zum Zusammenhalten der Beine versehen, von der über
die Niagarafälle führenden Keitenbrücke in den unten in
iner Ticse von 192 Fuß daherbrausenden Strom hinab. In 3*4
Setunden erreichte er das Wasser, sank ungefaähr 11 Fuß unter die
Dberfläche, wurde 50 Fuß weit vom Strome davon getragen und
sam innerhalb 2 Sekunden wieder an die Luft, worauf er von
inem der drei bereit gehaltenen Boote aufgenonmen wurde. Am
4. Juli gedenkt er den kühnen Sprung zu wiederholen.

Fur die Redaction verantwortlich: Z. X. Demeß.
Fine der größten Zeitungen Europas schreibt:

„Wien, Verstimmung.“ Man erzählt fich hier vielfach, daß wäh⸗
tend der Z Jubiläums⸗Kaiser⸗Festtage anläßlich der silbernen Hochzeitsfeier
des Oesterreichischen Kaiserpaares nicht weniger als zwei Mal Hundert⸗
tausend Cartons der weliberühmten wunderwirlenden Brusikaramels
Maria Benno von Donat verkauft wurden. Ob nun diese
Berstimmung der sonst so gemüthlichen Wiener Kehlen mehr in
Fole der ungünstigen Witterung oder der nicht endenwollenden
zonnernden Hochs, Eljens oder Ebivas auf das Jubildums-⸗Kaiser⸗
paar entstanden ist, lassen wir anheimgestellt —“

Wir bringen diese Mittheuuung nur deßhalb zur öoͤffentlichen
Zdennmiß, weil wir glauben, daß es gewiß Manchen zu interessiren
vird zu erfahren, daß sich in obiger Beziehung zwischen unseren
rinwohnern und den guten Wienern eine auffallende Aehnlichkeit
erausgestellt hat. Es wird uns nämlich mitgeiheilt, daß auch in
jem hiesigen Depot der echten Brustkaramels Maria Bennno von
dongl bei Herin Jean Peters, St. Ingbert, Kohlen⸗
traße Nr. 631V. in den letzten Wochen die Nachfrage wieder
ine jo bedeutende und der Andrang wieder ein so enormer ge⸗
vorden ist, daß der ganze Sommervorrath bereits vollstündig ge⸗
ãumt und in Folge dessen Zfach schleunigst nachbeordert werden mußte.

Neben der ja anerkannten, weltberühmten Wirksamkeit der
grustkaramels Haria Renno von Donat mägt gew'ß der
inglaublich villige Preis von 50 Pig. pro Carton nicht wen'g zu
zieser allgemeinen Verbreitung und Beliehtheit bei.
— —
*X XVCXX Oel-
GIABI-Lucx aus der
habrik von G. C. Hisgen,
Firniss· &amp; Marbenuerk
Nassmünl b. Hanau,
prãmiürt Philadelphia 1876,
Orste und einæige Fabrik der
ehten deutschen Oel-Glunæ
Dacxe zum Anstrich für Fisen.
Jolz ete., insbesondere für
—REEX
in Original-Blechflaschen vo
2. 5, 10 u. 20 Pfd. pr. Pfd
i2O. empsiehlt als bewahrt
FOh. Friedrich
in St. Inr bheri.

Ausverkauf.
Wegen Aufgabe meines
Manufakturwaaren- und Herrenkleider-Geschäftes
verkaufe ich sämmtliche Vorräthe weiit unterim —B
Arere Isaa .

Hein 11d re1
Räumen ist bis zum ! Auagust beziebbar zu vermiethen.

— 7 J —BBAÆSXAXMA—,-c„Mu—, DSöMAA———?&amp;—————
nebst den im Partarre befindlichen

A. 8* B. V 0
Sonntag, 15. Juni 1879
Abend-Unterhaltung.
Geschäftsempfehlung.

Meinen Freunden und Gön⸗
nern die ergebene Anzeige, daß
ich die von Herrn Louis
ZSchwarz in meinem Hause
detriebene

Bier⸗ und Weinwirthschaft
wieder Kdernommen habe und
wie früher forijühre. Für gute
Speisen und Getränke, sowie
prompte Bedienung bestens Sorge
trogend, bittet um geneigten Zu⸗
pruch.

St. Ingbert. 15. Juni 1879.

Carl Enael.

Anzeige.
Während meiner Abwesen⸗
heit von hier, wird Herr
snappschaftsarzt Dr. De ze s
meine Praxis versehen.
St. Ingbert, 14. Juni 1879.
Dr. Carf Eßrhardt.

Urezonert verkauft aus

freier Hand und unfer

innehmbaren Bedingungen:
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der Spitze) 1 Tagwerk
90 Dezimalen groß,
sammt dem darauf ste⸗

henden Korn —

ferner

* GO Allen, &amp;
welche an Beschwerden der Ath⸗
mungs Organe, wrust oder Lunge
—— Buch:
Sie Brufl⸗ und
Lungenkraukheiten
nit Recht als ein dewärrier Kath⸗
eber empfohlen werden. Die in
lesem voczugl. Bucheꝰ) enthaltenen
—EXXL auf langsahr.
orfadrungen, sind leicht zu befolgen
und haben sehr vielen Leidenven die
tsehnte veilung selbst da noq
Aescafft, wo jede Hoffnung auf⸗
egeben war; verstaime daher
niemand, sich en dasselbe
puschaffen. Ausfahrl cher Pro⸗
gect aratis und francs durch b.
—ne un —

Das Heu uud Ohmet
von 8 Beet Wiesen in den
Stegwiesen hat zu verpachten

Wwe. Jos. Neumann.

Ein Stück Itkerland

mittlere Hobelsahnung,

61 Dezim. groß, eben⸗

falls mit dem darauf

stehenden kKorn —
Das Korn ist in beiden

Zrücken fehr schön.
Ehrhardt Jochum.
Hruck und Verlag von F. x. Dem ez in St. Ingbert.

Siezu .SAllustrirtes Sonntaasblatt“ Nr 24.

worräthig i e. Gotthold
Buchhandliung in Kaiserslautern⸗
velche dasselbe gegen 60 Pf. in
Brieim. franco überallhin versendet
Ztorignebetlebzettel
ailliost bei F. X. Pomet.
        <pb n="331" />
        Der St. Jugberter Auzeiger und das (S mal wöchentlichj m dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich vlermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlis

1AG 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.4 60 , einschließlich 40 Zustell zebuhr. Auzeigen werden mit 10 J, von Ausmari
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum, Neclamen mit 30 — pro Zeile berechnet.
A 95.

Dienstag den 17. Juni
ig
Deutsches Reich.

Berlin, 14. Juni. In Bundesrathskreisen wird die An⸗
gabe, die Reichsregierung wolle die Doppe lwahrung einführen, be—⸗
sritten; doch wird im Bundesraih demnächst ein Antrag auf Ver—
wehrung der Silbermünzen gestellt werden, da nach Ansicht mehrerer
Regierungen nach Einziehung der Thaler ein großer Mangel an
Silbermünzen sich herausstellen wird.

Berhin, 14. Juni. Der „Reichsanzeiger“ veidffentlicht
einen Erlaß des Kaisers und der Kaiser'n, welcher hervorhebt, wie
die Begehung des 50jährigen Vermählungs-Jubiläums in ganz
Deutschland und weit hinaus über dessen Grenzen zu Festtagen von
allgemeiner Bedeutung sich gestaltet und mehr als je kandgegeber,
von welcher Liebe und Anhänglichkeit das deutfche Volk für seinen
Kaiser und dessen Haus erfüllt sei. Der Erlaß gedenkt des tiefen
Eindrocks, welchen die beglückwünschenden Huldigungen in mannig⸗
fachster Form und die Begründung des über das gesammte Reich
sich erstreckeenden Netzes von Stiftungen zu dauernden Zwecken der
Humanität hervorgerufen, wodurch die mit besonderer Wärme von
dem Kaiserpaar gehegten Wünsche ihre Erfüllung erhielien und
allen Nahen wie Fernen für ihre Aufmerksamkeiten dankt. Der
Reichskanzler ist beauftragt, diesen Erlaß sofort zu veröffentlichen.

Berlhin. Während über den Spruch des neuen Kriegsge—

richts in Sachen des „Großen Kurfürst“ nichts verlautet, wird jeßzt
bekannt, wie das Erkenntniß des ersten Kriegsgerichts ausgefallen
war. Von den drei unter Anklage Gestellten, dem Geschwaderchef
Baisch, dem Grafen Monts und dem Deckoffigier Klausa, waren die
beiden Erstgerannten freigesprochen und nur der Letziere zu einer
mehrwöchentlichen Arreststrafe verurtheilt worden. Auf Grund eines
Gutachtens, welches über dies Urtheil das Beneralauditoriat an
den Kaiser abgab, erfolgte die Verwerfung des Erkenntnisses und
die Einsetzung eines neuen, aus Officieren der Armee bestehenden
seriegsgerichts. Das Generalauditoriat haite in seinem Gutachten
aus gesprochen, daß- nach Laze der Dinge die Ertlassung der drei
Angeklagten aus dem Dienst geboten sein würde.

Das Verfassungsgesetz tüür Elsaß⸗Lothrin⸗
zen soll nach der Absicht der Reichsregierung am 1. August in
eraft sreten. In Straßburg werden bereits die nöthigen Vorbe⸗
reitungen zum Empfang der neuen Behörden getroffen. Der Statt⸗
halier Feldmarschall v. Manteuffel wird in der Präfeltur Wohnung
nehmen, in welcher der Kaiser zuletzt in Straßburg logict hai und
auch in diesem Herbste wieder zu wohnen gedenkt. Für die Siß—
ungen des erweiterten Landesausschusses wird die Mairie in Straß
burg hergest UIt. Als sicher gilt, daß der Unterstaatssekretär Herzog
als Staaissekreiär, der Reichstagsabgeordnete Generaladvokat v.
Puttlammer als Unterstaatsselretär der Justiz nach Straßburg geht;
zum Unterstaatssekretär für das Innere soll, wie verlautet, der im
Reichskanzleramt für Eisaß Lothringen beschäft'gte Geheime Ober-⸗
Regierungsrath v. Pommer⸗Esche, der Schwager des Staatsminisiers
Delbrück, ernannt werden. Der Reichslanzler wünscht, als weiteres
Mitglied der in Straßburg zu etablirenden Regierung einen einge⸗
bornen Elsässer zu gewinnen. Wegen eines solchen Eintrit!s in
die Regierung haben mit dem bekannten Apoiheker Klein in Straß⸗
burg, dem Vorsigenden des unterelsässischen Bezirkstages, Verhand⸗
lungen stattgefunden, die sich jedoch zerschlagen haben sollen, da
Herr Klein nicht gewillt zu sein scheint, dem an ihn ergangenen
Rufe Folge zu leisten. Mit der Einführung des neuen Verfassungs⸗
gesetzes in den Reichslanden wird auch ein großer Umschwung in
den dortigen Preßverhältnissen eintreten. Wie wir hören, beab⸗
sichtigen die Protestler ein großes Blatt in Straßburg, die Aulo⸗
nomisten ein solches in Metz zu begründen. Man rechnet mit Be⸗
stimmtheit darauf, daß der Statthaller v. Manteuffel der Begrür⸗
dung eines Blattes, auch durch die Protestler und die Klerikalen
gegenüber, keine Schwierigkeiten in den Weg legen wird.

Ausland.

Aus Petersburg wird jett verschiedenen Blätiern ge⸗
hrieben, der Czar habe die Reise nach Berlin aus Furcht vor den
Nihilisten unterlassen, die Berliner Polizei sei den Vorbereitungen
zu einem Attentat gegen ihn auf die Spur gekommen. Allem An—

—

schein nach haben wir es jedoch nur mit einer Conjunclur Solcher
zu thun, welcher der officiosen Versicherung, daß er nur wegen der
Erkrankung der Großfürstin Marie Paulowna sein Erscheinen zu
dem Berliner Freudenfest abgesagt habe, nicht Glauben schenten wollen.

Schwurgericht der Pfalz.
Bei der am 16. d. Mis. (geslern) unter dem Vorfitze des k. Ap—
pellationsgerichtsrathes Schuler begounenen Session des pfäl⸗
jischen Schwurgerichts pro U. Quarlal 1879 kommen folgende
Fälle zur Aburtheilung: 1) Montag, den 16. Juni, Vormit⸗
taga 8 Uhr: Verhandlung gegen Aulon Wen zel, 20 Jahr
alt von Ramstein, wegen Körperverletzung mil tödtlichem Ersolge.
2) Dienstag, den 17. Juni, Morgens 8 Uhr beginnend und am
iolgenden Tage: Verhandlung gegen a) Anna Maria Ipser, 47
J. alt, von Donsieders wegen vorsätzlicher in betruͤgerischer Absicht
derübter Inbrandsezung von Waaren und b) ihren Ehemann den
Bildweber Johanues Kohlmayer, 51 J. alt, ebenfalls von
Donsieders wegen Anstiftung zu diesem Verbrechen und Betrugsver⸗
suchs. 3) Donnerstag, den 18. Juni, Morgens 8 Uhr beginnend
und den folgenden Tag: Verhandlung gegen Georg Paul Lein—
zeber, 35 J. alt, Müller in Walsheim, Kanlons Landau, wegen
Brandstiftung und Betrugs. 4) Samsiag, den 21. Juni, Morgens
3 Uhr: Verhandlung gegen Thomas Moriso, 42 J. alt, Winzer
uind Adjunkt in Raaschbach, Kanlons Landau wegen vorsätzlicher
Brandstiftung. 5) Montag, den 23. Juni, Vormittags 8 Uhr und
den folgenden Tag: Verhandlung gegen Christian Thomann,
pegen vorsaätzlicher Brandstiftung, vorsätzlicher Koͤrperderletzung und
Bedrohung. 6) Mittwoch, den 25. Juͤm, Morgens 8 Uhr: Ver—⸗
jandlung gegen Jakob Schüler, 18 J. au, Schreinergeselle
on Speyer wegen Mords. 7) Donnerstag, den 26. Juni, Morgens
3 Uhr: Verhandlung gegen Johann Balima nun, 26 J. alt,
Maurer auf dem Weinbrunnerhof bei Otterberg, wegen Körperver⸗
etzung mit nachzefolgtem Tode (verübt au seiner Fran). 8) Freitag,
deu 27. Juni, Morgens 8 ühr: Verhandlung gegen 3) Jakob
denhart, 53J. alt, Bäcker von Edenkoben, wegen betrügerischen
Bankerotts, und b) G⸗org Becker, 81 J. alt, Metzger von Ven⸗
ringen, zuletzt in Edenkoben, wegen Beihilfe hiezu. 9) Samstag,
den 28. Juni, Morgens 9 Uhr, Verhandlung gegen Barbata
Sprenger, 35 JJalt, ledige Tagnerin, von Lug bei Ann⸗
veiler, wegen Kindsmords. 10) Verhandlung gegen a) Peter
dennel, 63 J. alt, Ackerer, und b)y dessen Ehefrau Philippine
Forster, 59 J. alt, beide von Otterbach. wegen vorsäatzlicher
Brandstiftung in gemeinsamer Ausführung, e) dessen Schwiegersohn
Johannes Gehm, 34 J. alt, Diensilnecht in Otterbach, wegen
Btandstiftung, und d) dessen Sohn Franz Kennel, ledig, 82 J.
alt, wegen Beihilse zur Brandstifiung.

Zweibrücken, 16. Juni. Verhandlang gegen Anton Wenzel,
20 Jahre alt, Tagner von Ramstein bei Landstuhl wegen Koörperverletzung
mit tödtlichem Erfolge. Vertreter der nk. Staatsbehörde: Stactsanwali
Petri, Vertheidiger: Anwalt Gebhard.

Am Abend des 29. April abhin saß der Angeklagte nachdem er am
Morgen desselben Tages der Ausloosung der Wehrpflichtigen in Homburg
eigewohnt hatte. in der Hene'schen Wirthschaft zu Ramsiein in Gesellschaft
nehrerer Kameraden. Der ledige Schustet Adam Fendler von Ramstein
'am um halb 10 Uhr ebenfalls dahin und gerieth hier mit dem Angeklagten
in einen Wortstreit, der jedoch von keinerlei Bedeutung war. Als Feier⸗
abend geboten war, verließen sämmtliche Vurschen die Wirthschaft. Fendler
trat in Begleitung eines gewissen Noll ebenfalls heraus und traf auf der
Straße auf den Angeklagten und einen gewissen Peter Heinrich, welche Beide
— nach Angabe des Noll —- mit offenen Messern daftanden und dem Fend⸗
ler mehrere Fußtritte versetzten. Dieser verhielt sich Anfangs vollständig
ruhig, als ihm aber diese Behandlung zu bunt wurde, drehte er sich um
und wollte gegen den Angeklagien stoßen, erhielt jedoch im selben Augenblick
von demselben einen Stich in den Unlerleib, woraͤuf er davonlief, jedoch nach
etwa 200 Schritten zusammenstürzie und noch in derselben Nacht, nachdem
man ihn nach Hause gebracht hatte, verschied, bevor noch ärztliche Hilfe her⸗
beigeholt worden war. Der Stich war nach dem ärztlichen Sektionsbefunde
ein absolut tödlicher. Der Angeilagte leugnete nicht, den tö dlichen Stich
zeführt zu haben, will aber vorher von Fendler durch „Anrempeln? dazu
zereizt worden sein. Weder Fendler noch der Angeklagte sollen erheblich be⸗
runken gewesen sein. Letzterer genoß bis jett einen recht guten Ruf. Ohne
Annahme mildernder Umstände, ganz nach Antrag der k. Staatsbehoͤrde, von
en Geschworenen fur schuldig eriläri, wurde der Angeklagte zu einer sechs
        <pb n="332" />
        jahrigen Zuchthausstrafe und zum Berlust der buürgerlichen Ehrenrechte auf
gleiche Dauer verurtheilt.

neue Karloffeln ausgegraben, von denen eine das staitliche Gewicht
von 14 Pfund ergab.

F Die deutsche Reichsbank hat in Pirmasens und
dandanu Nebenstellen errichtet mit der Wirkung vom L., resp.
15. Juli 1870 an. Mit der Führung der ersteren ist Hr. Frz
Breith, mit jener der letzteten Hr. Karl Fr. Jung (von der Firma
Müller u. Weyland) betraut.

fKirchheimbolanden, 14. Juni. Heute Vormit⸗
tag trafen mehrere Herren aus Mainz hier ein, um, wie alljährlich,
inen Lorbeerlranz an dem Denkmal der im Jahre 1849 hier Ge—
fallenen niederzulegen. Das Rondell am Denkmal und die Grab⸗
stätte waten hübsch geschmückt. Herr Möbelfabrikant Fischer von
Mainz erinnerte daran, daß heute 80 Jahre verflofsen sind, seit
die Kämpfer für die deutsche Reicheverfasseng fielen, und zog eine
Parallele zwischen damals und jetzt. (Pf. Presse.)

FKaiserslautern. Nach der „Kais. Zig.“ hat der
Bemeinderath in seiner letz'en geheimen Sitzung eine Eingabe an
das gl. Staatsministerium um eine Garnison beschlossen.

F Die „Pf. P.“ berichtet aus Weisenheima. S. 12.
Juni: Am verflossenen Montag begann die Kirschenernte. Das
Pfund wurde zu 70 Pf. verlauft, am Donnerstag stellte es sich
auf 50 Pf. Die Ernte fällt in diesem Jahre nicht so gut aus,
als im vorigen; sie ist wohl kaum eine halbe zu nennen. Die
nasse Witterung ist derselben nicht günstig.

FSeyer, 14. Juni. Herr Niemand jun. hat ein
Wasservelociped construirt, dessen Fortbewegung dem Zuschauer gro—
zes Interesse abgewinnt. (Sp. Z.)

Saarbrücken, 16. Juni. In seiner heutigen Sitz⸗
ung verurtheilte das Königl. Zuchtpolizeigericht u. A. einen übel⸗
»eleumdeten, zuletzt in Schiffweiler wohnender Schuster zu 9O Mo—
naten Gefängniß, weil derselbe einen Gerber und Lederhändler zu
St. Johann um Lederwaaren im Werthe von über 500 Mark zu
deirügen versucht hatte.

f Ein vergesseuer Saugling. Der Statlonachef in Gent
empfing dieser Tage folgende telegraphische amtliche Mittheilung
don. der Station Alost: „Im Zuge von 10 Uhr 50 Min. ver⸗—
zessen: ein Kind von 6 Mouaten, ein Regenschirm, ein Pacdel
dleider.“ Der Stationschef in Alost hat sich vorläufig des „der—
gessenen“ Säuglings annehmen müssen.

Tilr die Redackion veran rrie

Bermischtes.

4 An verschiedenen Orten der Pfalz wurden in der vergange—
nen Woche große Schwärme Schmeiterlinge (Distelfalter) beobachtet.
Aehnliches wird aus Württemberg und der Schweiz berichtet. Von
der meteodrologischen Station des Gotthardhospizes aus wurden am
7. d. M. Taufende von Schmetterlingen, ermattet auf dem Schnee
liegend, bemertt, so daß man muthmaßt, der an diesem Tage an
mehreren Orten beobachtete große Schmetterlingeflug sei, vertrieben
durch die Ueberschwemmung in Oberitalien, von dort über die Al⸗
pen nach der Schweiz gelommen.

FAm 23. Mainist das Gesetz vom 14. Mai 1870 betreffend
den Verkehr mit Nahrungsmitteln, Genußmittel und Gebrauchs⸗
gegenständen veröffenilicht worden. Da ein Geltungstermin in
dem Gesetz nicht bestimint ist, so tritt dasselbe 14 Tage später
nach Veroͤffentlichung in Kraft. Auf dem Gedviete des Verkehrß
mit Nahrungsmitteln ist in Betreff der Fälschungen bisher ein
wirklicher Nothsiand vorhanden gewesen. Die Untersuchungen, die
erst in letzter Zeit zahlceich statigefunden haben, zeigen sehr be—
trübende Ergebnisse. In Bremen war Wurst in 146 Föllen zehnmal
berdorben, in Siettin in 19 Fällen elfmal, in Magdeburg in 12
Fällen zwölfmal. In Essen fand sich Cacao und Chocolade in
34 Foͤllen neunzehnmal verfälscht, in Hannover in 49 Fällen drei—
zehnmal. Wein zeigte sich in Barmen bei 111 Untersuchungen
nicht weniger als stebenundsechszigmal, in Lespzig in 25 Fällen
achimal verfälscht. In Bremen sind 62 Untersuchungen von Milch
vorgenommen und 44 Verfälschungen gefunden worden, in Harburg
stellen sich die Zffern auf 32 und 27, in Coblenz auf 20 und

20. Branntwein war in Breslau in 11 Fällen elfmal verfälscht,
in Stuttgart in 8 Fällen zweimal. Bier zeigte sich in Bayreuth
dei 10 Untersuchungen zehnmal, Sodawasser in Stuttgart in 8
Fällen achtmal verdorben. Aehnliche Ergebnisse haben sich in ver⸗
schiedenen Stäften bei Untersuchungen von Gebrauchsgegenständen
ergeben. In München waren Papierumhüllungen in 4 Faällen vier⸗
mal als gistig zu bezeichnen, in Berlin in 4 Faͤllen zweimal;
Kinderspielwaaren in Berlin wurden bei 123 Unlersuchungen neun⸗
mal giftig gefunden.

F Ia einem Garten in Pirmasens warden dieser Tage
De in Nro. 88 dieses Blattes
ausgejchriebene Lieita
tion auf Anstehen der Erben
Nelz wird micht bei
Georg Jung, sondern bei Ge⸗
ora StIGCTI aqacdgehalten,
was hiermit als Berichtigung
dienen soll.

St. Ingbert, 17. Juni 1879

K. Auffschneider,
Amtsverweser.

die größte Anflage aller deutschen Zeitungen
hut das
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erreicht und damu bewiesen, daß es die Ansprüche, welche an
eine große deutsche Zertung geslellt werden können, zu befric—
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vornehmlich in Folgendem:

Das Hen und Ohmet
auf ca. 2 Morgen Wiese in der
Großwiesen ist zu verpachten
Durch wen sagt die Exped. d. Bl.

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A Allon, &amp;
welche an Beschwerden der Ath⸗
mungs· Organe, Brust oder Lunge
leiden, dann das lafriru 34
ODle Bruft⸗ und
Inngenkrankheiten
mit Recht als ein dewahrter Karh⸗
zrder empfohlen werden. Die in
blesem vorzugl Buche) enthaltenen
Rathschlage beruhen auf langhahr.
Erfahrungen, sind leicht zu befolgen
und haben Weee Leidenden die
ersehnte Heitung selbst da noch
verschafft, wo jede de auf⸗
gegeben war; verläume daher
hiemand, sich regtzeitig dasfelbe
anzufchaffen. Ausführlicher Pro⸗
pect gratis und franco durch Ch.
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Jagdverpachtung.
Freitag, den 20. Juni
. J., Nachmittags 2 Uhr, wird
die Feld« und Waldjagd
der Gemeinde Lautzkirchen
in einigen Parzellen auf mehr⸗
zährigen Bestand verpachtet.
Blieskastel, 10. Juni 1879.

Das Börgermeisteramt:

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Berliner Tageblatt
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Frau Wwe. Hager hat noch
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28535 8—384255533525— 23233e
2* — 22253355 — 5525535 222
— 59*23 cq458*3 53323 52335*
— — 2.
2333335*3355 53583232383 333335
* 8 * 22
225252 25333 —— 2. 7 3 * 575
22 —A— 53323 2588535
38 333 2833
5 335335 —58 335
82. 37 257 23828* s3 5235383
8*333 3232325 5253 23383 2523322
J 23 A 55 35322 — 53 2*
— 5822. — 555 252 533—
2 2 —5*— — S 2 2285 2. 325232
— — — 333287 7 2. 22 E. ⸗ 522 8
— 57522323 — 2 72 — *52 3223288
1553383 *3553 25553 57* —
2 2 *2 22122 — 53
2 — — — — z. 2.2 52
123 223 — — *. 277* 23 2 — 2 —————
2322252 *535 5 35327 Z8s8s 5353*22
⁊* 3 222 — 2* 2 8 * 2* 28 2S2
7 —A J 235 2 23 3. * 3
—A 52 9 6 233. 2833 253 3.
553 38 5328 288 5352 530 733
55 322 5—255 9388 — 5333 33 55
*. ———— —A 8 7 38 3
53 5— 3833 35 —A— 225 227
355 * —2 * — n * *2 * ð
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—A 737 5 —— 2. 2. 323553.
5 3 3 3323325
2 — —A 3 O 7 3223 9
*3 3 7 38532353355
53382——22608335 A 323— 8
2235 —2 2—252 — 3 —— 625 38
55 53*388333353333 — 33232 33322 * 5
27*82* 32555 3333883232353 s3233532 3 2
4 23488 72754 3525*232 2585 —2353225 2 8 2
— 3 **2 * 33 2* * —A — —2* ———— ** 8
—A— —— —522 2268 — —3 — 32552— 8 I 8
z 32 585 52353 323
e 3309
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8383233375 2333 773— 32532 5232.537 —*
23333——3 833 ——75282
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235 537 — 3 3*82827 37 — 253 5 —— —
8533 572323233853 23 — — 223233
2735383 2355 3** —15*838 * EO5 5 57 2—
— 22525* —— — 52 352 33 *5 832. 5 * 55033 2 *
— 3. 8* * 23325 — 252257 52 257327 25
— 582 — 53253 272 —— 32373 222
823. 77 8732 5252522 55 z22589524*
— — 322338 *28 8 ——
2 —* —
* —A 3833238* 55523233
2 3. 2. 5353—525705 m ñ O
* s 85* — 3556 —z52585 2335
. *8.2 *6* 87 583385 523* 28 32335
—A — 2— 28 53 28553 * 532327 2
55 3 2535533 2 IA 2. *
221 5 22 * 3222 8* 2517
A — —— èæ 2322 — 222 — 2 32
3525 83 3333s323827 —A —
23823352828
3—38 3 7 2839
729* 3 ** * 9
283353 —— — 5335833 22*
— — 2237 * —A — 233— T7
235388 —— 2382238 755
—B —A———— 52332333 —
12 5— 2 28 2353 S 8. ——— 3 ——8
52 * 2233 53283 8 62377 2278 7
* —— — — 5z282 267 93*7 *2*
—A— 2 838 8 138 * 5
* 22 5283 222
7 4 153332338 557 * 8
F 812 52233588 22 —
2 22232.2 ẽ.2 * 3385 ⁊ ä
22 2 5E 52 337 2323 — 8 *
— 22 5253 22. 27 7
223 338 82 ** 8 *
—5 z222523*523 —7— —A *
2 7i 2 32. 5 * — 5 * *
— 55251
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wohentlich mü dem Hauptslatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

MA 40 B einschließlich Träzerlohn; durch die Post bezogen 1M 60 B, einschließlich 420 H Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 8, von Auswäris
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder drren Raum, Neclamen mit 830 4 vpro Zeile berechnet.
AM 96. Donnerstag den 19. Juni

15

— &amp;—
Deutsches Reich.

München, 16. Juni. In der ersten Woche der nächsten
Monats hat in jedem der künftigen Amtsgerichtsbezirke die Wabl
der sieben Vertrauensmänner stattzufinden, welche den Ausschuß zu
zilden haben, dem die Herstellung der Urlisten für die Schöffen und
—XV —

München, 186. Juni. Prinz Arnulph, welcher dem deutschen
aiserpaare das Glückwunschschreiben Sr. Maj. unseres Königs zu
iberreichen hatte, hat, wie man vernimmt, ein sehr herzliches Ant⸗
wortschreiben des Kaisers an unseren König mil hierher gebracht.
Prinz Arnulph hatte sich von Seiten der kuaiserl. Majestäten wie
des gesammten Hofes in Berlin einer überaus freundlichen Auf⸗
nahme zu erfreuen.

Ueber die Finanzlage des bayerischen Staates sprach sich, wie
baherische Blätter berichten, bei der Debalte des Gesetz ebungsaus
schusses über das Eibschaftssteuergeletz der Finanzminifier v. Recdel
ahin aus: Selbst wenn im Richstage alle neuen Zölle ꝛc. die
Henehmigung fänden, sei nach der dermaligen Finanzlage ein kleines
Defizit kuum zu vermeiden; wenn aber d'ie Zollvorlagen ganz oder
jum großen Theile abgewiesen werden sollten, so muͤßte eine ganz
unverhältaißmäßige Erhöhung der direklen Steuern eintreten.

Berlimn, 16. Juni. Die Meldung von der Erhebung des
Ministers Frhen. v. Schleinitz in den Grafenstand ist unbegründel.

Berlin, 17. Juni. Die Abgeordneten Delbrück, Bam⸗
berger und Harnier haben im Reichstag. die Interpillation einge⸗
bracht, ob die Regierung eine Abäuderung der Münzgesezgebung
herbeizuführen heabsichtige.

Berlin, 17. Juni. Der Bundesrath hat das Eisenbahn⸗
zütertarifgesetz mit Stimmenmehrheir ahgenommen. Der Verfassungs⸗
nusschuß wurde mit der Prüinng der Frage beauftragt, ob in ge⸗
wissen Best mmungen des Geseßes eine Äenderung der Reichsver⸗
jassung enthalten sei, od alsjo für diese d'e einfache Mehrheit nicht
genüge.

Serlin, 17. Juni. Der Reichs iag hat heute die Ge⸗
»ührenordnung für Rechtsanwälte in dritter Lesung ohne Debatte
n Bausch und Bogen mit großer Mehrheit angenommen. Dann
vurde die zweite Lesung des Zolltarifs fortzesetzt; die Positionen
feine Holzwaaren“ und „gepolsterte Möbel“ wurden belassen, wie
n der Regierungsvorlage; dasselbe geschah mit der Position Hopfen“
20 Marh, sowie mit der Position „Instrumente, Maschinen und
Fahrzeuge“, bei welcher Akg. v. Wedell-Malchow vergeblich bean⸗
ragte, im Juterefse der Landwirthschaft den Zoll auf Locomodilen
u streichen.

Bei Besprechung der Eisenbahntariffrage läßt sich
zie Berliner „Post“ dazu herbei, den Hinterzgedanken der reichs⸗
anzlerischen Politik anzudeaten. Die Einführung eines einheit⸗
ichen Gütertarifs hat danach keinen anderen Zweck als den, die
Besitzer der Privateisenbahnen zum Verdauf der Bahn an den
Staat zu zwingen. Gibt das offindse Blait doch auch zu, daß
»er einheitlihe Gütertarif mit der Reatabslilät des in den Eisen⸗
ahnen angelegten Kapitals unverträglich ist. In der That, ein
inheitlicher, die Verschiedenheit der Salbfkosten miht berücksichtigen⸗
)er Tarif satzt auch die einbeitliche Firanziirung und also die Ein⸗
jeit des Besißers voraus. Wer diese nicht will, kann auch den
inheitlichen Tarif nicht wollen. Im Interesse des Private sen⸗
ahnwesens wäre es übtigens besser, wenn die Frage noch im Lause
ieset Session zur Entscheidung gebracht und der Ungewißheit über

ie Zukunst ein Ende gemacht wuͤrde.

„Berhin. Am Tage der goldenen Hochzeit des Kaisers
Wilhelm trafen 1278 Telegrawme mit zusammen 47,088 Wor!en
cus allen Gauen des Valerlandes, so wie aus dem Auslande, selbst
von fernen Welttheilen für das Kaiserpoar bei dem Berliner Haupt.
Lelegrabhenamte und der Palaisstatson cin. Die Zahl der von
er Cabinets⸗Erpedition des Hofpostamtes abgelieferten Briese be⸗
zuft sich auf viele Tausende.
pi Ems, 17. Juni. Die Ankunft Sr. Maj. des Kaisers
Vilhelm in Ems ist auf nächssen Sonnag festgesetzi.

Dreaden, 17. Juni. Die Dreedner Nachr.“ melden

angeblich ans guler Hand, daß demnächst die Entlassung Falk's er⸗
olgen werde und bezeichnen als Nachfolger den Oberpräsidenten von
Schlesten, Herrn v. Pultlamer, im Reichslaze Mitglied der deuisch⸗
onfervaliven Fraktion.
NAusland.

Paris, 17. Juni. Fürst Hohenlohe ist gestern Abend nach
Paris zurückgekehrt. — Bischof Frappel in Angers protestirt in
mer Antwort auf den Bericht des Abgeordneten Spuller über das
neue französische Unterrichtsgesetz gegen di⸗ Bestimmung, daß der
Staat als der erste öffeniliche Lehter der Nalion u gelten habe.

Wie der Londoner M-Korrespondent des Berl. Tobl. tesegrophisch
neldet, beschreibt in der Times vom 17 d8. der Pariser Korrespon⸗
sent die Szenen in der französischen Kammer vom 16 8. und be⸗
auplet, ‚daß mehrere Deputirte der extremen Linken sich thatsächlich
nit Bonapartisten geprügelt hätten und durch die Amtédiener aus⸗
inander gerissen werden mußlen.“

Petersburg, 77. Juni. Ein Telegramm des „Golos“
uus Odessa meldet, daß aus der Rentei in Checson 12 Milllonen
kubel entwendet worden sind. Die Diebe hatten, um in das
dassenlocal zu gelangen, einen 15 Faden langen Gang unter dem
Boden gegraben.

Aus Meriko vom 11. d. M. wird gemeldet, daß der
Urmee-Kommandant Negrete eine Aufstands - Erklärung gegen den
Kräsidenten Porfirio Diaz gerichtet und mit 8000 seiner Anhaͤnger
Meriko verlassen hat. Der Präsident Diaz hatte fich zur Verfolg⸗
ing Negretes aufgemacht, die Regierung wurde provisorisch von dem
Itäsidensen des obersten Gerichtsͤhofes Vallacta geführt. Angenehme
zustände! Uebrigens müssen wir den Mexikanern der Wahrheilt ge⸗
näß das ehrende Zeugniß ausstellen, daß sie während der gangen
etzten awei Monate kerne einzige Revolution gemaut haben

Schwurgericht der Pfalz.
Zweibrücken, 17. Juni. Verhandlung gegen 1. Anna Maria
zpfer, 47 Jehre alt, Ehesrau von 2. Johannes Kohl meyer, 51
zahre alt, beide zu Donsieders wohnhaft. Erstere angeklagi der vorsä ßzlichen
nbrandsetzung eines Waarenvorraths, le zterer der Anstiftung hiezu und des
etrugsversuches. Staatsanwalt: Petri. Vertheidiger Anwait Kieffer und
Inwalt Schmidt. — Den Angellaglen gehört ein zu Donsieders be findliches
ãuschen, das aus einer Stube, Küche, Hausgang und darüber lie gendem
Ppeicher besteht. Die Familie derselben zaͤhlt d Kinder. Außerdem befand
ich noch im Hause der Schwager des Angeklagten, Georg Deininger, Schuh⸗
nacher. Mit letzterem und seiner Tochter Elisabeth verließ der Angellagte
in Abend des 14. Sept. 1878 sein Haus, angeblich um in staiserslautern
Messingdraht zu kaufen und seine zwei in der Nähe von Kaiserslautern woh⸗
ienden erwachsenen Söhne zu besüchen. In der folgenden Nacht brach in
dem Hause des Angeklagten Feuer aus und ein Zeuge sah durch ein Fenster
zindurch die Angeklagte vollständig angelieider vor einer Kiste stehen. Ein
anderer inzwischen hinzugekommenet Zeuge, der Schuster Baas, bemerkte, daß
an einem unweit des Speicheraufganges befindlichen Stutzpfoften des Dach⸗
gebälkes dort aufgehängte Baumwolle brannte, sowie daß Baumwollwaaren,
ie auf einem aus dem Speicher befindlichen umgelegten Wägelchen lagen, in
zlammen standen. Auf einer andern daͤvon getrennten Stelle brannle auch
in kleiner Holzvorrath. Da das Hauschen ganz isolirt steht, und das Ka
nin in gutem Zustande war und nach der eigenen Versicherung der Ange⸗
lagten Niemand an dem fraglichen Tage mit Licht auf den Speicher kam,
o fiel der Verdacht der Brandstiftung auf die Angekiagten, die, sich ver⸗
ächtig fühlend, einem unbekannten Feind die Schuld zuschoben, ja sogar zur
Anterstützung dafür folgendes Stuchchen improvisirlen: Am Tage nach dem
Brande war die Angeklagte mit mehreren Zeugen auf dem Speicher, als sie
zuf einmal ausrief: „Herr Jesus, guckt einmai da, da sieht man's, das ist
ins angestedt worden, das war ein geheimer Feind, der wußte, daß mein
Mann sort war.“ Hiebei zeigte sie auf einen Vohnensteden, der anscheinend
urch das Dach gesteckt zu dem Platze hereinragte, an welchem die Waaren
Jbꝛannt hatten. An diesem Steden war mu frischem Bohnenkraut ein
Ztück Holz befestigt, das an einem Ende leicht gespalten war. In der Spalte
tachen 4 Zündhoölzchen, von denen zwei halb verbrannt, von weiteren zwei
nur der Schwefel abgebrannt war. Nach Lage der Oertlichkeiten ist es nun
iußerst unwahrscheinlich, daß ein dritler diesen Bohnenstecken in der ange⸗
ebenen Weise hingebracht hatte, da dies unmittelbar vot dem Fenster der
Wohnstube hätte geschehen müssen, von wo aus die Angeklagte alles wahr⸗
zenommen hätte. Angeftellte Versuche haben ergeben, daß es selbst bei wind⸗
tillem Wetter unmöglich ist, in der angegebenen Weise einen Brand hervor⸗
urufen. In fraglicher Nacht ging aber sogar ein hefliger Wind. Mert—
virdiger Weise will die Angellagie gar nichts von einem Brandgeruche
vahrgenommen haben, obwohl die über ihrem Haupte in offenein Speicher
rennende Wolle einen so penetranten Geruch verbreitete, daß man ihn schon
ruf eine Entsernung von 70 Schritten verspürte. Der Angeklagte befand
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        sich in schlechten Vermogensverholinissen; so halle er an 1500 Mark Aus⸗
gangs October fällige Schulden für Waaren. Anfangs August hatte der
Angeklagte seine Mobilien zu 2848 M., darunter das Waarenlager zu
1784 M. versichert. Hie rin lag fowohl eine Ueberversicherung der Waaren,
vie der Mobilien, indem von den Letzteren Beiten mit Weißzeug und Klei⸗
dern zu 764 M. versichert waren, von den Experten jedoch nur auf 180 M.
caxirt wurden. Der Angeklagte declarirte den Brandschaden gegenüber dem
Versicherungsagenten auf Jögo M., gab fich schließlich doch mit einer Ab⸗
findungssumme von 1000 M. zufrieden. Mußte nun schon durch die Ueber⸗
herficherung fur den Angeklagten ein großer Gewinn aus dem Brande er⸗
wachsen, so wurde andererseils constatirt, daß die beklagte Ehefrau kurz vor
dem Brande von den vorhandenen Waaren massenhaft in der Umgegend
absetzte, fie förmlich den Leuten aufdraͤngte, ja einen Theil der Waaren hatte
sie in dem Orte Winzein bei einer Witiwe Linn deponirt. Nach der Schil⸗
herung der Zeugen von dem Umfange des Brandes ist es auch gar nicht
moglich, daß so viele Waaren, wie der Angeklagte angegeben, verbrannt sein
sollen, woraus sich ergibt, daß auch noch ein Beirugsversuch vorliegt.
Schluß folgi.)

ieser Thiere sithend, mit demselben ploͤßzlich untergegangen war.
Anftatt auf dem Thiere, welches augenblicktich wieder zum Vor—
heine kam und mit ihm herausgeschwommen wäre sitzen zu bleiben,
ersuchte der von seiner Geistesgegenwart Verlassene sich selbst em⸗
or zu arbe'en, was ihm jedoch, da er des Echwimmens unlundig
var, nicht gelang.

FAm 12. ds. eullud sich über Wotms ein Gewitter mit
o kolosfalem Regen, daß alie Straßen sich in Bäche verwandellen.
In die Synagoge drang das Wasser gleichfalls ein und setzte die
Libe sowie die Raschi⸗Kapelle unter Wasser, so daß die darimen
Res Gonesdienstes hatber Anwesenden flüchten mußten. Die ein⸗
ledrungene Wassermasse war so groß, daß erst nach stundenlanger
S„chöpfarbeit dieselbe wieder entsernt werden konnte. Schließlich
sling der heftige Gußregen auch noch in —A
jem Schlofsen in der Geöße von stirschen in solcher Masse fielen,
zaß noch einige Stunden nachher dieselben Zoll hoch in Höfen,
harten und auf den Straßen lagen. Es ist leicht begreiflich, daß
n vden Gärten an Bäumen und Pfla. zeu und an den Reben in
en Weinbergen durch diesen Hagelschlag, der über eine Viertel⸗
unde anhiel, sehr bedeutender Schoden verursacht wurde. Auch
n der Pfalz wurden in voriger Woche mehrere Gemeinden durch
dagelschlag schwer heimgesudt.

p'am 11. ds. warde im Rheine bei Gi mbsheim eine
—XD Man⸗
es mit veißem Bart, kahlem Kopf und von kleiner Statur ge⸗
ändet. In einem ledernen Portemonnaie fand fich außer 10 Me.
a Geld auch ein Papierstreifen vor, worauf die Worte standen
„Andrié aus K'Lautern“ und ist der Ectrunkene wohl mit der Per,
znlichkeit identisch, welche voc einiger Zeit von der Schiffbrücke
Worms den Tod im Rbeine gesucht datte. (WV. Z.)

Vermischtes.

Die pfälzischen Bahnen vereinnahmten im Mai
1879 1016,470 Mark 16 Pf., um 58,115 Mark mehr als im
Mai 1878. Die Gesammteinnahme der verflossenen fünf Monate
bon 1879 beträgt 4617.197 Vet. 77 Pf. was gegen jene des
gleichen Zeitraumns bon 1878 ein Mehr ergiebt von 67.936 Mark
74 Pf.

— 3
Dörfern unseres Bezirks und zwar in Hornbach, Fehcebach und
Gerabach je 1 Stsd Rindvieh an der Milzbrandseuche verendeten.
Unsere Viehbesiher sind in Angst und Schrecken versetzt. Bis jetzt
siind 14 Siüc Vieh der Seuche zum Opfer gefallen.

Vom Glan, 18. Juni. Dieser Tage wurde im prot.
Pfarrhause zu Glanmünchweiler eine ebenso seltene als schmetzlche
Operation geschickt vollzogen. Hr. Pir. Vogt von Otterberg halt
sich zu diesem Behufe und zur Pflege seit einigen Wochen bei sei⸗
den Eltern dortselbst auf. Im Jahre 1868 duellirte sich derselbe
—XL (Hessen) mit dem Sohne des designirten
Statthalters für Elsaß Lothringen, einem Fehr. v. Manterffel, und
der junge Theologe erhielt einen Schuß in den Uaterleib. Die
Fugei konnte damals nicht gefunden werden, es bildete sich ein
Ateeß und eist nach 11 Jahren gelang es, die Kugel, die sich
bedeutend gesenkt hat, zu entfernen.

FSpeyer, 17. Juni. Im Befiaden des Hrn. Geifil.
Ralhs Molitor, der seit Monaten schwer leidend war, ist eine be⸗
deuiende Bisserung eingetreten. Pf. 3ig.)
7 Großbiüitrersdorf, 14. Juni. Heute Abend ertrank
in der Saar in unmittelbarer Nähe der Blittersdorfer Fähre, der
necht eines hiesigen Müllers. Der Unglückliche, welcher zum
Schwemmen dieier Maulthiere in die Saar geritten war, wagte sich
über den Bereich der Schwemmstelle hinaus, so dakß er. auf einem

——⏑

2Narktberichte.

Homburg, 18. Juni. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarli.) Weizen
.o M77 f. Korn 7 M. ds Pf., Spelztern ⸗— M. F Pf., Spelz 6 M.
30 Pf., Gerste Lreihige — M. — Pf. Gerste 4reihige O M. — Pf. Hafer
M.'s7 pf, Mischfrucht 8 M. 35 Pf. Erbsen 0 M. — Pf., Wicken
M. — pf., Bohnen — M. — Pf.“ Kleesainen — M. — Pf., Korn⸗
zrode6 Pfuͤnd 72 pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — Pf.
stindfleisch 866 Pf., Kaibfleisch 40 Pf., Hammeleisch — Pf., Schweinefleisch
30 Pf., Butter 1 Pfund 1M. — Ppf. Kartoffeln her Ctr. 4 M. — pf.

Kaiserslautern, 17. Juni. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarlt.)
Weizen 11 M. — Pf. Korn 7 M. 80 Pf., Spelztern — M. — Ppf., Spelz
MR. 10 Pf., Gersie 6 M. 80 Pf., Hafer 7 M. 81 Pf., Erbsen — M.
— ppf., Wicken 6 M. — Pf., Linsen O M. — Pf., Kleesamen — M. —
pf., Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 68 Pf. 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
KHfund 39 Pf., Butter per Pfd. — M. 78 Pf., Eier 2 Stück 0O8 Pf. Kar⸗
offein ver Cenner 4 M. 00 Pf., Stroh 1 M. 50 Pf., Heu 1 M. 50 Vf.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Dementz.

Hausversteigerung.
Hrontag, den 23. Juni
nächsthin, gleich nach der Lcita
sion der Erben Nelz in der
irthschaft von Georg Stief,
aßn Philpp Koch, Schmelzar
beler in St. Ingbert, das
nachbezeichnete, m Banne St.
Ingbert gelegene Wohnhaus öof⸗
sentlich an den Meistbietenden
u Eigenthum veirste gern, näw lich
It Ne. 210. 68 qm dläche,
Wohnhaus mit Hoftaum
und Feisenkellet in den
Hobelsgärten und
Bl. Nr. 137423*. 17 qm
Weg in den Gossen, ärten
halber Antheil, das Ganze gelegen
an der Blieskasteler Straße neben
Nitolaus Zimmermann und Ni⸗
kolaus Peters.

St. Inabett, 19. Juni 1879.
Ter Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:
Auffschneider.
Feinsten Weinessig
emypfieblt J. Friedrich.

Waldfest
der freiwilligen Feuerwehr —
Zonntag, den 22. Juni a. c., in der schönen neuge
haffenen Waldanlage bei Sengscheidt, wozu die passiven
MRitglieder der Feuerwehr und Freunde derselden höflichst einge⸗
aden find.
Abmarsch nach dem Fissplatze vom Vahnhofe 'aus unter
Begleiltung der Stadttapelle Nachmittags 122 Uhr.
EDer Eintritt zum Waldfeste ist gratis. DU
Das Commando der freiwilligen Jeuerwehr.

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Für Bureau's
vroletten u. blauen Streu—
sand bei
J. Friedrich.

Das Heu und Ohmern
auf 1 Morgen 15 Ruthen Wiest
dat zu vermiethen.

Jos. Schmelzer,
Fuhrmann.

Münchener und Aachener Mobiliar-Feuer—
Versicherungs-Gesellschaft.

Nach Vorschrift des Um

versitäts-Professors D
Harless, Köniꝗl. Geheimer
Hofrath in Bonn, gefertigt⸗
StolI werok?ꝰ sche
rST-BOn PoOns-
seit 40 Vaulhren bevüluri
nehmen unter allen ähn-
lichen Hausmitteln den J.
kKang ein.

Gexen Unsten n. Het
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ESMGBM.

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versiegelten Paqueten
den meisten gnten Colonial-
waaren-Geschaften undCon-
litoreien sowie Apotheken
lurch Dépôtschilder kennt-
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Der Geschäftsstand der Gesellschaft ergibt sich aus den nach⸗
kehenden Resuitaten des Rechnungsabschlusses für das Jahr 1878:
—X— 9.000,000. —
Brämien? und Zinsen Einnahme für 18788, 7,765,651. 70
Zrämien Uebertrage ... 10490.228,886. 30

Ac 26.994,.038. —
Kersichetungen in Kraft am Schlusse des
Jahres 188. .354308. 748, 199. -
Den 1. Mai 1879.
Die HIuupt-Agentur fümr die Pfoulæe
LIeiur. Kern in Neustadt a. H.
sie Agenten der Gesellschaft:
nnh. FPriedrieh in St. Ingbert.
ↄhn. Meister in Hornbach.
;mannel Simon in Zweibrücken.
Tahn, wWannenanacher in Ommersheim.

Zu vermiethen
eine Stegwiese, nebst zwe'
Großwiesen vei

J. Hofmann sen.
Druck und Verlag von F. X. Demestz in St. Inabert.
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5 52 2 585* . 283
55 2 53 75833533 28 53 z* 78 536, 33 25538 53538
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555 5 32553252 83 85 23 *58 —3255 335322 —
* —R 25 257 5355536 — 508
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5533 33—532255358353 522 857 222335 255353—352
2 5 2 * —28
238 — — X * — 223335525—
5— — 75 23—— 2—2. 5 382. 7 — 3322— 235383 56
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535 3 5 5 — —55 —38 52332 s3— 225 38
347f5 253 322S— 5583 —523233 58535328
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353 5 —6 2356 . 55* 2323—52388 353835 A
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35357555856683 * 755335232355 5 — 53538308
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25 —5 523 5553 2—83 55 535 5 45 553 23
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723 52355 2* 353355838 3 83 ——8—88— 2 * 5 2 — 5 *
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225 563 32559093 3238 *288—33 3—333
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—5333 2328328 2 838 227523
532 8SS 52 3.3322 ——— 2258
202 830 *2— * 8. 258 3 5 5932852236 35
2 5. 2 5 53325 23 23.2 5 8 »z23* 53
*53332333*837 —— 73
532373553 ——— 28 a8c33
5ñ *33 23335222 — — —
2 538223330333 —*3 3
52 22332 383233588 —*8
—3231 335365
733 77 5525233 535583 2
7 —⸗
7 22322 2* 823225 —
82* 3 25325225 833537 6
1532 382 260 2 37 3 3
n 232 2523 s
— * 27 3333
3 8 3 53
* 32. 2 2 *
m528* 78
*2275 23
5 —A —52*
22 25.* 5
FJ 25523 12235
*2 2538 47537
5235 23333 25. 533
MD 3. 272
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wö hentlich mü dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage) erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Dounerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuementsvreis beträgt vierteljahrlich

1A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezozen 1. 60 4, einschließlich 40*4 Zustell zebuhr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswärts
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Naum, Neclanen mit 830 Bpro Zeile berechnet.
A 97.

Samstag den 21. Juni
—D
Einladung zum Abonnement.

Der „St. Angaberter Anzeiger“ wird in dem am 1.
Juli nächsthin beginnenden III. Quartale d. J. in ders Iben Weise
und zu demselben Presse wie bieher erscheinen. Die politischen Nach⸗
richten wird er in gidrängter Uebersicht, aber mögiichst rasch und
vollstandig geben; die wichtigsten Tagesfragen werden ausführlicher
in größeren Artikeln besprochen werden. Localen und probinzielien
Angelegenheiten wird er besondere Aufmerksamkeit zuwenden und da⸗
neben die interessantesten Falle aus dem Gerichtssaale und die wich⸗
tiasten Handels- und Verkehrsnachrichten bringen. Im Unter⸗
haltungsblatte wird nur Gediegenes jum Abdrud⸗ gebracht
werden. Für dasselbe liegt bereit eine sehr sinnige Erzahlung: „Eine
Gouvernante“, sowie ein groͤßerer panneßder Romon von
Otto Werner: „Die Jagd nach dem Glücke“. Das
illustrirte Sonntagsblatt wird der Anzeiger⸗ auch ferner
als angenehme Beilage behalten.

Neubestellungen wollen gefälligst bald, sowohl bei der Post
wie bei uas oder unseren Austrägern gemacht werden. Unsere bie⸗
herige hiesige Abonnenten werden den „Anzeiger“ auch im neuen
Quartale fortgeliefert erhalten, wenn sie nicht ausdrüdlich abbestellen.

Indem wir noch den „St. Ingberter Anzeiger“ einem geehrien
hiesigen und auswärtigen Publikum zur Aufgabe von In seraten
aller Art in empfehlende Erinnerung bringen, laden wir zugleich
zu recht zahlreichem Abonnement auf denselben cin.

Hochachkungsvollst
Redaction und Expedition des St. Ingberter Anzeiger“.
Heutsches Zieich.

München, 17. Jani. Das eben erschienene Gesetz⸗ und
und Berordnungsblatt für das Königreich Dayern Nr. 30 publicirt
eine die Vollziehung der Personalhaft betreffende l. Verordnung d. d.
Linderhof, den 8. Juni. Diernach sind die Zwangshaft (88 355
Abs. 2,774, 782 der Cvilproceßotdnuug), der persönl'che Sicher⸗
geitsarrest 68 798, 812 der Clvilproc ßordnung) und die Haft
zegen den Gemeinschuldner (553 93, 98 der Concucrs Ordnuno) in
dem Gefängnisse des Amtsgerichts, in dessen Bezirk die Verhaftung
zxfolet ist, und wenn an dem Sitze dieses Amisgerichis sich ein
Landgericht b findet, in dem Gefargnisse des letzteren zu vollziehen.
Die Vetordnung tritt im ganzen Umfange des Königreiches Zleich⸗
zeitig mit dem Gerichtsversassungsgese z sür das Deutsche Reich vom
27. Jauuar 1877 in Kraft.

Berlin, 17. Juni. Der Reichsanzeiger“ veröffenilicht
das Gesetz wegen Abänderung der Wechfelskempelsteuer, welches mit
dem 1. Juli in Kraft tritt.

Die Labalsteuer-⸗Commission des Reichstags lehnte
heule den Antrag Richter Hagen), wonach auch die Nachversteue⸗
tung des Rohtabals vecworfen werden follte, ab und nahm den
eisten Antrag Buhl an, wonach die Halbfabrikate und Ganzfabri—
kate der Nachsteuer nicht unterliegen sollen, lehnte dagegen den
zweiten Antrag Buhl betreffend die verschiedene Besteuerung des
ausländischen und inländischen Tabals ab. VRlzs darauf die ent⸗
scheidenden 88 1 und 2 d.e⸗ Nadhversteuerungs-Gesetzeniwurfs mit
dem angenommenen ersten Buhl'jchen Antrag zur Abstimmung
lamen, wurden dieselben von der Commission gleichfalls abgelehnt.

Der Reichsanzeiger publiziri Ene laiserliche Verordnung vom
14. Juni, wonach unter Aufhebung der bezüglichen Verordnung
oom 2. Februat 1879 jeder aus R ußhand kommende Reisende
iich durch einen von der deulschen Botschaft in Petersburg oder von
uiner deu schen Corsularbehörde in Rußland visirlen Paß aus⸗
weisen und solchen beim Eintrilt über de Reichsgrenze behuss Ge⸗
tattung der Weiterreise der diesseitigen Grenzbehörde vorlegen muß.
Se. Maj. der Kaiser reist, soweit bis jetzt best'mmit, am
Samstag Abend uach Ems ab, Ihr. Moj. die Kanserin morgen
Abend nach Kobsen,.

owurgericht der Ffalz.
8wei bruücken, 18. Juni. (Fall Kohlmeyer) Die k. Staatsbe⸗
orde hielt die Anllage nach allen Richtungen hin vollftändig aufrecht, wah⸗
die außerst geschlct gefuührten Vertheidigungen den strikten Beweis als
erbracht erachtelen und auf vollftändige Freisprechung plädirlen. Es

liegen zwar Verdachtsmomente vor, aber welches die zundende Hand gewesen,
as könnte kein menschlicher Richter mit Gewißheit entscheiden; beim gelindesten
Zweifel müsse aber Freisprechung erfolgen. Die Geschworenen schlossen sich
denn auch diesen Ausführungen an und sprachen die beiden Angeklaglen we⸗
gen der Verbrechen der Brandstiftung, resp. der Anstiftung hie zu frei, wäh⸗
rend sie dagegen den Mann wegen Betrugeversuchs ohne Annahme mildern⸗
der Umstände für schuldig erkannten. Der Präsident des Schwurgerichts
verfügte sofort die Freilassung der Ehefrau Kohlmeyer, und der Schwurge⸗
richtshof verurtheilte hierauf den Ehemann Kohlmeher in eine Gefängniß⸗
trafe von 4 Monaten, ohne dabei die Uniersuchungshaft in Abrechnung zu
zringen, und verfügte auch sofort dessen Freilassung. Unter Thränen verlicß
die Ehefrau den Saal, während der Ehemann noch ruhig sein Urtheil er⸗
wartete und es ebenso ruhig entgegennahm.

Vermischtes.
tD'ie Herren Winkelkonsulenten, chreibt die
„Tribüne“, welche sich von Freigebung der Advolalur mit dem
Inslebentreten der neuen Reichsjustizgesetze eine gewinnbringende
xkristenz versprechen, dürften von Täͤuschungen befangen sein. Denn
»rr 8 143 der Cpilprozeßordnung vom 80. Januar 1877 wirb
dem Geschäfte der Winkelkonsulenz sehr enge Grenzen ziehen. Dieser
vohlbedachte und wohlerwogene Patagraph lautei: Vas Gericht
ann Bevollmächtigte und Beistände, welche das mündliche Ver—
jandeln vor Gericht geschäflsmäßig beireiben, zurückweisen. — Eine
Anfechtung dieser Anordung findet nicht ftait.“ (Auf Rechtsan—
välte findet dieser Paragraph selbstverfändlich keine Anwendung.)
Der Amts- oder Landesrichtet wird aljso in Zukunft die verklagte
Partei ohne Weiteres contumac'ren lönnen. wenn sich für deren
Vertreter ein Bevollmächtigter legitimirt, von dem der Richter die
Leberzeugung hat, daß örstere das mündliche Verhandeln vor
Bericht „geschäftsmäßig“ betretibt. (Derartige Contumacirungen
vurden bisher auch an den rheinischen Friedens und Handelsge⸗
ichten häufig geübt, vhne daß dadurch die Winkeladvocatur beseitigt
verden konnte. Das beste Mittel zur Beseitigung des Unwesens
väre die Concessionirung undescholtener, gerichiskundiger Leute und
deren Unterstellung unter die Disziplinargewalt des beir. Gerichts.)
fOtterberg, 186. Juni. (Das Wallonensest.) Vom
jerrlichsten Wetter beguüͤnstiat, fand gestern und vorgestern hierselbst
»as 300jährige Stiflungsfest der protestantisch· evangelischen Kirchen⸗
jemeinde Otterberg in programmmäßiger Weise statt. Die ganze
Ztadt war in einer Weise schön geschmückt, daß man es selhst
ehen mußte, um es zu glauben, daß ein Stadichen wie Otterberg
ꝛiwas Dexartiges zu bieten im Staude sei. Die Bethe ligung
der Bevöllerung an der Feier war eine im wahren Sinne des
Wortes allgemeine, die Stimmung derselben eine gehobene und des
jchönen Festes würdige.
Nachdem das Fest am Samstag Abend gegen 9 Uhr durch
Gloclengelaͤute eingeleitet worden, wurde die Surt in glänzendster
Weife illuminirt. Ein' Musikkorps zog hierauf durch die hetrlich
»eleuchtete Stadt, und ihm schloß sich eine unabsehbare Menschen⸗
nenge an, welche die prachtvolle Illumination bewunderte. Neben
)em Floggenschmuck sind befonders hervorzuheben die vielfachen sin⸗
aigen Juschriflen an den Häufein, welche die hohe Bedeutung des
Tages verherrlichten.

Von 10 Uhr an fand im Gartensoale der Bierbrauerei von

J. Schuff die Vorversammlung statt, in welcher der Vorsitzende
des Festlomite's, Hert Pfarrer Reiffel von Oiterberg, einen höchst
nter· ssanten Vortrog über die Gruͤndung und die Geschichte der
protestantischen Kitchengemeinde Ollerberg hielt. Schon diese Vor—
persammlung war so zahlreich befucht, daß bei Weilem nicht alle
Zrschienenen Plat fassen konnten. Wir heben aus dem interessanten
Botttage für heute nur hervor, daß am 7. April 1867 de refor⸗
mirte Gemeinde dvon Aaiwerpen nach dem Einrücken der panischen
Truppen unter Mansfeld mit ihrem Geistlichen Clignet, welcher
andesberwiesen war, auswanderte und zuerst im Kloster Schoͤnau
bei Heidelberg eine Heimstätte fand; daß sie ober mehrere Jahre
später auh von hier wieder auẽziehen müßie und vom Kurfürsten
Johann Cafumir das Kloster Otlerberg durch Erlaß vom 15. Juni
1579 angewiesen erhielt, wo sie sich feitdem niederließ und eine
Bemeinde gründete, welche sich band durch den regen Gewerbefleiß
arer Vüͤrger auszeichneie. Tiesen Wallbnen derdantt das heitig
        <pb n="340" />
        Ollerberg seine zEnistehung, und die Familien Raquet, Louis,
Fordier, Therdron ꝛc. ⁊xc. stammen von diesen ab. Ruͤhmend hob
der Festredner hervoe, daß hier auch die Union zwischen Reformir⸗
sen und Lutheranern schon lhatsächlich in's Leben gerufen wurde,
noch ehe sie offiziell sankt'onirt worden. Er schloß seine Festbe⸗
rachtung mit dem Wunsche, daß in unserer heutigen, so vielfach
—VO malerielle Interessen so vielfach auseinander
Jerissenen Zeit der Geist der Liebe, des Friedens, der Eintracht
und der Opferwilligleit, wie er in der alten Wallonengemeinde ge⸗
herrscht, wiederkehren, die Siadt Otterberg namentlich für alle Zu⸗
tunft beseelen und einer schönen Zukunft zuführen moͤge.

Am Sonntag Morgen strömten schon vom frühen Morgen an
Festgäste don Nah und Fern in die festlich geschmückte Stadt. In
der Siadt selbst herrschte, bald nachdem um 6 Uhr Choral⸗Musil
die Feser eingeleitet, das regste Leber. Die Schultinder durchzogen
mit Fahnen und Kränzen die Straßen, die Fremden bewunderten
die hecriich dekorirte Stadt. Kurz vor 10 Uhr stellte sich der Fest⸗
zug vor dem Triumphbogen am unteren Thote auf, votan die fest⸗
lich gekleideten Schulkinder unter Führung ihrer Lehrer, hierauf
der Gesangverein „Liederktanz“, sadann mehrere Geistliche im Or⸗
nat, denen sich das Festkomitee und die auswärtigen Deputationen
laus Frankenihal, Lamsrecht, Aaiserslautern ꝛc.) anschlossen; die—
sem solgte eine unabsehbare Menge hiesiger und auswärtiger Fest⸗
genossen, deren Zahl man eist recht merkte, als der Zug sich in die
sestlich geschmückte Kirche begab. Diese war troß ihres großen
Flächeninhaltes bald bis auf den letzten Platz gefüllt, so gefüllt,
wie wohl kaum jemals zuvor.

Nach einem mit Occhesterbegleitung ausgeführten Choralge⸗
sange („Allein Gott in der Hsh' sei Ehr“) hielt Herr Pfarret
Ddeß von Kaiserslautern die Fesnpredigt, welcher er den biblischen
Text zu Grunde legte Offenb. Joh. UI, V. 11: „Halte, was Du
hasi, daß Niemand Deine Krone nehme,“ die auf alle Zuhörer
zinen wahrhaft erhebenden Eindruck machte.

Nach einem sehr schön durchgeführten Chotgesange des Lieder⸗
kranzes (, Der Herr ist mein Hirte“) hielt Herr Pfarrer Laurier
eine begeisterie und begeisternde Ansprache, welcher er das Bibel⸗
wort zů Grunde legte: „Sehet Euch vor,Daß wir nicht verlieren,
was wir erarbeitet haben.“

Er begrüßte in seiner Aalprache die Festversammlung persön⸗
lich als ein Abkömmling der vertriebenen Hugenotten, im Namen
der protestantischen Gemeinde Fraakenthal, die gleichfalls wallonischer
Abstammung ist, sowie im Namen des protestantischen Vereins der
Pfalz und schloß mit einem poetischen Gtuß an die Gemeinde
Otterberg, in welchem er dieseilbe zum treuen Festhalten an dem
Glauben ihrer Väter ermahnte.

Nach einem Schlußgebete und Schlußgesange wurde der dest
gottesdienst geschlossen. Besonders hervorgehoben zu werden vei⸗
dient. doß sich an dem Festzuge und am Gotltesdienst u. A. auch
ein ü6jähriger Abkomme der alten Wallonen (Carra vom Gehr⸗
weiler Hofe) betheligte, der sich voch einer fur dieses Aller selienen
körperlichen und geistigen Frische erfreut.

Nach dem Gotte⸗-dienst zerstteuten sich die Festiheilnehmer in
der Stadt, um die witrklich sehenswerthen Dekorationen zu besich⸗
rigen und auch dem Magen ihren Tribut zu zollen. Nachmitlags
nach 3 Uhr begann sodann die Fest⸗ Reunion in den Gartenloks⸗
sldlen und im Saale des Heusser'schen Baues, wobei die Herren
Pfarrer Reiffel und Bezirksarzt Dr. Ullmann den Vorsiß führlen.

Tie erste Ansprache hielt Herr Pfarrer Knipser von Heiligen⸗
moschel, der mit seiner ganzen Gemeinde jzu dem Feste ersch enen
war. In begeisterten Worten, die ihren Eindruck nicht verfehlten,
sproch et Uüber die Schirmherren des deuischen Protestantismus, von
denen er namentlich den Kurfürsten Friedrich den Weisen voun
Sachsen, Philipp den Großmüthigen von Hessen, Guslav Adolph,
stönig von Schweden, den eigentlichen Beg ünder der proteftan⸗
üischen Gemeinde Otterberg, Johann Casimir, und schließlich unse⸗
ren erhabenen Kaser herdorhob. In das auf Letzteren ausge⸗
brachte Hoch stimmte die Versammlung begesstert ein.

Die zweite Ansprache hielt Herr Pfatrer Reiffel von
Olterberg über d'e Beschützer der pfälzischen protestantischen Kirche.
Er hod hervor, was die protestannsche Kitche dem Wialtelsbachet
Herrjchergeschlechte und namentlich dem jetzigen Könige in dieser
Zeziehung zu verdanken habe, und schloß mit einem Hoch auf den
önig von Bayern, daß begeistert aufgenommen und sofotrt in
einem Telegramm nach München gemeldet wurde.

Hert Pfarrer Laurier von Frastentbhal hielt sodann eine be—
zeisterie Ansptache über die Segnungen der kirchlichen Union, mahnte
angesichts det diohenden Reaktion eindringlich zum energischen Fest⸗
halten an den Errungenschaften der protestantischen Freihcit und
schloß mit einem Hoch auf die unirte Kirche des Pfalz, welches
gleichfalls ungetheilte Zustiwmung fand.

Hert Pfarrer Reffel begrüßle hierauf die auswättigen Fest⸗
äste und Deputalionen, zu denen u. A. auch als Vertreter des k
Bezirksamtes Kaiserslautern Herr Bezirtsamisassessor Conrad ge
due; und verlas eine große Anzahl Zaichriften und Telegramme

bon auswärts, in denen die herzlichsie Theilnahme an dem Fesle
heisichert wird, u. A. von den Pfarretn Liebrich, Dieisch, Kalbfuß
Tröger, D'Alleux, Maurer, Reiffel MOuicubach), auch eine Zuschrift
des Konsistoriums der Pfalz, welches dem Feste reichen Segen
wünscht ꝛc.

Herr Dr. Ullnann vou Otterberg dankte den Festrednern für

ihre Reden, die so viel zur Verherrlichung des Festes beigetragen,
und brachte diesen ein Hoch. Herr Lehrer Pfleger von Erlenbach
rühmte das friedliche und gedeihliche Zusammenwirken zwischen den
Geistlichen und Laien der Gemeinde Otterberg und brachte ein Hoch
auf das schöne Fortbestehen dieses Verhältmiffes.
Zunm Schlusse wies Redatteur Weise von Kaiserslautern noch
auf die soziale Bedeulung des Festes hin und hod hervor, was
die umliegenden Ortschaften und namentlich die Stadt Kaisers⸗
autern der Apofiedlung der gewerbfleißigen Wallonen in Oiterberz
zu verdanken haben. Sein Hoch gaßt dem Fortbestehen der guten
Zeziehungen zwischen der Bürgerschast von Kaiserslautern uad
Diterberg.

Voriräge eines gutbes hzien Musilkorps IIIV
Besangvortraͤzen, die von den Gesangvereinen von Ottecberg und
Frienbach richt gut durchgeführt wurden, die Pausen aus, und nur
zu früh nahte für die Festlheilnehmer der Abend, der dem Feste
ein Ziel setzie.

Als interessanter Festbeitrag ist hervorzuheben, daß eine Flascht
herumgezeigt wurde, die ein altes Erbstück der Famihe Louis bil—
bet, indem dieselbe beim Auszug der Wollonen aus Antwerpen vor
300 Jahren einem Vorfahren der Familie Louis als Feldflasche diente.

So viel steht fest, daß das Fest von Aufang bis zu Ende den
chönsten Verlauf hatte und seinen Veranstaltern alle Ehre macht.
Besonders hervorgehoben zu werden verdient die Gastfreundschaft
nit welcher die Bürger von Otterberg die auswärtigen Festgenossen
aufgenommen haben, und das Bestreben, auch für die materieller
Bedücfnisse derselben nach allen Richtungen hin zu sorgen, das auch
mit bestem Erfolge gekrönt wurde.

So wind denn das Ollerberger Wallonenfest sicherlich allezeit bei
allen Fesitheilnehmern eine angenehme Erinnerung bilden. Kais. 3.

Sie Fesivelsammlung hat an Se. Maj. König Ludwig nach
stehendes Telegramm abgesardt:

„Die protestantische Kirchengemeinde Otlerberg, in zahlreicher
Festversammlung zur Feier ihres dreihundertjährigen Stiftungsfestes
dil den Gliedern aus den Schwestergemeinden vereinigt, hat soeben
der reichen Seznungen gedacht, welche Eure Majestät und deren
zrlauchte Ahnen, unter welchen besonders der hochherzige Pfalzgra
Johann Casimer die hiesige protestantische Gemeinde gegründet hat,
zer pfälzischen Kirche und auch im Besonderen decr hiesigen Gemeinde
Jaben zu Theil werden lassen. Die Festversammlung hat ihren
Dantk für diese Wolthaten in lauter Begeisterung Ausdruck gegeben
Sie beeilt sich, diesen Dank vor Euerer Majestät erhabenem Thron⸗
niederzulegen mit dem begeisterten Wunsche: der Allinächtige segne
chütze und schirme unserer pfälzifchen unirten Kirche Schutz⸗ und
Schirmherrn, Anseren allergnädigsten stönig.“

Auf dieses Telegramm ist am 16. Juni aus Schloß Berg
Vormitiags 10 Uhr 45, folgende telegraphische Antwoit eingetroffen
Herrn Reafffel, Kirchenvorstand in Otterberg. Seine Majestät der
önig haben Ihre Meldung von der gestern begangenen erhabener
Gedeutfeier mu Freude entgegengenommen und lassen den Festiheil—
nehmern für den aus Aulaß der Feier Uber nittelten Ausdruck ihrtn
Befühle huldvollsti danken. Die besten Wuünsche Seiner Majestaͤ
hegle ten die Kirchengemeinde Oiterberg in das neu begonnene viert
Fahrhundert ihres Besftandes. Im allerhöchsten Auftrag: v. Z'egler,
—AWﬀsr

In einer in der Nähe von Bedesbach a. Gl. gelegerer
Sandgrube wurde am Sonntag der Aderer Drum unter einer her
abstürzenden Sandmasse begraben; nach eindiertelstündiger Arbei
wurde er als Leiche hervotgezogen.

pVom Klingbach. Das Wetter macht noch Alle⸗
hört man gewöhnlich den Landmann fagen. Er hat auch wirklid

Recht und man darf zum Beweise hiefür nur den jhzigen Stani
det Früchte und Weinberge betrachten. Welcher Wuchs und welchi
uppigten Winter⸗ wie Sommeifrüchte stehen rorzüglich. Rept
zeht langsam der Reife entgegen, er zeigt schöne, volle Schoten
Das Koru hat bereits verblüht. Die übrigen Früchte zeigen jttz
hre Aehren. Die Gerste ist diefes Jahr mit Leichtigkeit aus der
hosen geschlüpft. Die Kartoffeln sind gehackt und gehäufelt un
sehen schon, fuifch und drafng. Decwurzein sind auch schon gefetzt
zuch mehrete Accker sieht man mit Tabat depflanzt. — Die Reben
ehen prachtdoll aus und man glaubt allgemein, daß sie dis Kuans
ag“ blühen. Die einzige Klage verutsacht die wilde Wice, welch
bitses Jaht wieder fast alle mit Winterfrüchten destellien Aede
lark überwuchert hat. Pf. 3.)

pFrankfurt, 17. Juni. Die Zeil gibt eben dit
cchörste Illustralion zu der detmaligen Geschäftslage. Bom, Türken
Duͤß bid zur Conftabler Wache sind nicht weniger als 10 Lader
zu vermieihen und 12 Ausverkäuse angezrigt.
        <pb n="341" />
        4Mainz, 13. Juni. Ein Festungsgefangener, welcher schon
angere Zeit auf der hiesigen Citadelle in Einzelhaft internirt war,
erschwand vorgestern, ohne daß es der Militairbehörde vis jetzt
jelungen wäre, desselben wieder habhaft zu werden. An dem ein-
igen Fenster der Zelle befinden fich dicke Eisenstäbe, welche, je 16
Fentimeter von einander entfernt, in die Mauer eingelassen sind.
Da sowohl die Mauer als auch die schwere Thüre der Zelle gar
eine Beschädigungen zeigen, so kann nur angenommen werden, daß
der Sträflirg seinen Körper zwischen den Eisenstäben hindurchgezwängt
hat und auf diese Weise flüchtig wurde.

Eine alte Frau in der Rheinprovinz, so erzählt detr B. B.C.,
welche sich mit der Anfertigung von Schuhen mit Tuchsohlen be—⸗
schäftigt, hat an den Kaiser ein Schreiben gerichtet, worin sie die
Figenschaft der Tuchsohlen empfiehlt, indem dieselben ein Ausgleiten
unmöglich machen. Hieran ist die Bitte geknüpft, ein solches Par
an Se. Majesiat übersenden zu dürsen. Der Kaiser hat der alten
Frau die Aaiwort ertheilen lassen, sie möge ihm nur ein Paar solcher
Schuhe schicken. Die hocherfreute alte Schuhmacherin hat denn
auch bereits ihr Geschenk abgehen lassen.

Am Donnerstag Nachmittag als der Alzeher Zug sich
wischen KRlein winternheim und Niederolm in der
Nähe des Tunnels befand, warf sich ein hessischer Dragoner auf
die Schienen, um so den Tod zu finden. Mit zerrissenen Gleed⸗
naßen und zerquetschtem Kopfe fand man ihn nachher am Fuße
der Böschung, wo er hingeschleudert wurde. Der Unglückliche ist
ein geborener Wörrstädter, Namens Knippenberger und war vom
Militär desertirt. Wahrscheinlich gab er sich aus Furcht vor der
zu erwartenden Strafe den Tod.

F Die Unlversitä Tübingen hat in diesem Sommer⸗

jemester die größte Frequenz, die sie je erreicht hat: es sind dort
1183 Studirende immatrikulirt, 698 Württemberger und 485
Richtwürtemberger, unter diesen 324 Preußen.
7 Solnhofen soll in Ungarn einen Nebenbuhler ge⸗
funden haben. In Heteny, einem Dorfe des Komitats Baranya,
will man lithographische Steine von einem noch reineren, egaleren,
Korn, als bei den Solnhofer Steinen gefunden haben.

f Nach einer Meldung der „Allg. Ztg.“, welche „W. T. B.“
aus Augsburg bringt, ist der Oberst, ein Major und ein
dauptmann des 14. bayerischen Infanterie-Regiments, bei welchem
die von dem Lieutenant Schenk v. Geyern beg angenen Mißhand⸗
lung von Soldaten vorkamen, pensionirt worden.

fMunchen, 183. Juni. Der dom Militairbezirksgericht
Würzburg verurtheilte Lieutenant Schenk von Geyern hat nunmehr
erst gegen das militairbezirksgerichtliche Urtheil die Nichtigkeitsbe—
ichwerde eingereicht, und es ist dieselbe erst im Laufe dieser Woche
an das General⸗Auditoriat dahier gelangt.

F Bei der mit dem deutschen Gastwirihsstag in München
serbundenen Fachausstellung wurde auch Herr Dr. Schmidt-Achert
von Edenloben mit einem Ehrendiplome ausgezeichnet.

In Eisenach häalten am 29. und 30. Juni die Vege⸗
rarianer eine Generalversammlung.

F. Stettin, 15. Juni. Kurz vor Abgang des Dampfers
„Orpheus“ von hier nach stönigsberg expltodirie heute früh der
Kissel d sselben; bis jetzt sind 10 Todie ermittelt.

fFParis., 13. Juni. Die Rhonegegenden wurden von
einem furchtbaren Hagelmetter heimgesucht; der angerichtete Scha⸗
den wird, im ersten Schrecken wohl übertcieben, aui 10 Millionen
oeranschlagt.

F Wie das „Diario de Murc'a“ meldet, kamen während des
Aufenthaltes des Kronprinzen Erzherzoz Rudolph und des Prinzen
Leoposd von Bahern in Fuenussanta mehrere junge Mädchen
und Bauernburschen aus den nahen Ortschaften Aljezates, Beniajan,
la Alberca u. s. w. mit Guitarren und Maudolinen, w'e sie kort
iblich, und gaben dem Prinzen mehrere Lieder und Tänze zum
Besten. Diese schienen großen Gefallen daran zu inden. Einer
ooun ihnen begehrte dꝛe Castagnatten zu sehen, die eine der Tän⸗
serinnen so geschickkt zu handhaben wußte, und diese bot sie dem
Prinzen, in ein seidenes Tuch gewickelt, zum Geschenke an. Ein
anderes spanisches Blatt erzählt, daß ein Wirih in Murca den
johen Reisenden für eine kurze Gastfreundschaft eine Rechnung von
36.000 Realen (9000 Francs) präsentirt habe.

f In Neapel stürzte während der Frohnleichnamsprozession
ein Balkon, auf welchem sich die Herzozin von Sangra befand, auf
die Straßt. Die Herzogin brach das Rückgrat und starb nach wenigen
Stunden. Die anderen kamen mit leichten Verletzungen davon.

Messfina, 17. Juni. Sta. Venerina und Guardia,
in der Näbe von Giarre, sind von einem Erdbeben theilweise jer⸗
tött worden. Es find v'ele Verwundete zu beklagen. Die Ein⸗
wohner flüchten in's Freie. In Missina spürie man nichts.

—— —
Gemeinnütziges.
Einfachste Methode der Trinkwosser-Prüfung. Um festzu⸗
killen, ob Trinkwasser frei pon organischen Substauzen ist. nimmt

man eine reine Halbliler⸗Flasche, füllt diese zu drei Vierlel mit
dem zu untersuchenden Wasser, löst darin einen Theeldffel des tein⸗
ken weißen Zuckers oder Candis auf, verkorkt die Flasche gut und
iellt sie 2 Tage lang an einen warmen Ort. Wenn dann in 34
Stunden das Wasser flockig oder milchig wird, so ist es für den
säuslichen Gebrauch ungeeignet. Bleibt es dagegen vollkommen
lar, so kann dies als Beweis gelten, daß verunreinigende Sub⸗
danzen, sowelt die heutige Wissenschaft diese rachzuweisen im Stande
st, nicht darin enthalten sind.

7 Umeisen von irgend elwas abzuhalten, setze man das Gefsäß
nit seinem Inhalt auf Asche und sirteus noch etwas Asche in der
tähe herum. Keine Ameise wird dann im Stande sein, zu Speißen
der Süßigkeilen, welche man auf diese Weise schützt, zu gelangen.

*Coursbericht über Looz-Effecten von A. Molling,
Bankgeschäft, Berlin W., Friedrichste. 1820
vom 18. Juni 1879.

2

Amsterdam Industr. Pal. 22/. fl. Kl. G. 8 fil. 6 B. KRusbacher 7 fl.
daupu 14 000 th Gw. d . 35 G. 3723 VB. Aussburger 7 sl. Hpi. 7000
. Gw. 9 fl. 25,26 G. 27,28 B,. Badische 35 fl. Hpt. 40000 I. Gw. 80 fl.
— ,—
Barletia 100 fres. Hpt. 100,000 tI. Gw. 150 fres. 25,00 B. Braunschw.
30 ihlr. Hor. Id6 odo tl. Gw. 60 Mari. 8720 G. 80,36 V. Bularester 20 sr.
Hpt. 100,000 ti. Gw. 20 fres. 28,00 G. 241485 B. Finnländer 10 thlr. Hptt.
90,000 ki. Gw. 36 Mark. 43 60 G. 45,28 B. Freiburger 15 fres. Hpi. 40,000
ll. Gw. 19 fres. 26,26 G. 28,00 B. Genueser 180fres. Hpt. 100,000 ki. G.
160 fres. 89 G. 95,00 B. Hamburger 100 Mk. Bo. Hpt. 116,000 M. B,
. Gw. 156 M. B. 315 G. 325 B. Hamburger 50 ihlr. Amortiszieh. kl.
Bw. 180 Mk. 188,00 G. 186,00 B. Kurhess. 40 thlr. Hpt. 96,000 kl. Gw. 225
Mark. 262,80 G. 265,60B. Lübecker 50 thlr. Hpt. 30,000 kl. Gw. 168 Mk.
185,000. 188,00B8. Mailand-⸗Como 14fl. Hpt. 20,000 kl. Gw. 14 fl. 55 G. — B.
Mailänder 45fr. v. 1861 Hpt. 70,000 kl. Gw. 47frcs. 32,6 G. 34,80 B. Mai-
änder 1Ofrcs. v. 1866 Hpi. 100,000 kl. Gw. 10 fr. — o G. 14,00 B. Meininger
fl. Hpt. 15,000 kl. G. 8 fl. 24,8 G. 2640 B. Nassauer 25 fl. Hpt. 20,000
I. Gw. 43 il. 124 G. 180 B. Neuchateler 10 fres. Hpi. 12,000 kl. Gw. 12 fr.
16,00 G. 17,16s B. Neapeler 150 fres. Hptt. 835,000 kl. Gw. 150 fres. 72 G.
— B. Oldenburger 40 thlr. Hpt. 60,000 kl. Gw. 120 M. 149,80 G. 152,50 B.
greußijsche Pramen 100 thlet Hpt. 225 6000 ti. G. 345 Mi. 181
152,28 60 B. Pappenheim 7 fl. Hpt. 9000 il. Gw. 7 fl. 17,60 G. 109,28 B.
Schaumb. Lippe 25 thlr. Hpt. 86,000 kl. Gw. 1388 Mk. 200 G. Schweden
O' thlr. Hpit. 80,000 kl. Gw. 839 Mk. 50,00 G. 53,00 B. Türk. 400 fr. incl.
ẽ5. v. April 1876 Hptt. 600,000 kl. Gw. 400 fres. 89,50 G. 42,00 B. Ungar.
oo fl haupii. 100 000 tl. Gw. 186 s1. 18200 G. 185 0 B. Venediger
30 fres. Hptt. 60,000 kleinster Gewinn 30 fres. 18,28 G. 20 0 B.

Soweit Vorrath und Bedarf reicht, bin zu den unter Brief notirten
Toursen Verkäufer, zu den Geld⸗Coursen Käufer. A. Molling.

Nassauer 25 fl. Loose beliebt und steigend.

Warktberichte.

Zweibrücken, 19 Juni. (rruchtmittelpreis und Vicktualit.)enmark
Weizen 10 M. 62 Pf., Korn 7 M. 97 Pf., Gerste zweireihige d M. — Pf.
ierreihige d M. — Pf., Spelz O M. — Ppf., Spelzkern — M. — Pf.
Dinkel — M. — Pf., Mischfrucht d M. — Pf., Hafer 7 M. 93 ppf,
krbsen — M. — Pppf., Wicken 0 M. — Pf. Kartofseln 4 M. — Pf.
deu 2 M. 80 Pf., Stroh 2 M. 60 Pf., Weißbrod 1/ Kilogr. 54 Pf.
kornbrod 3 Kilogr. 74 Pf., 2 Kilogr. 50 Pf., 1 Kilogr. 25 Pf., Gemischi⸗
rod 8 Kilogr. 91 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
36 Pf. II. Qual. 60 Pf., Kalbfleisch 50 Pf., Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleisch
56 Pf., Butter?/3 stiloar. O M. 90 Pf. Wein 1 Liter 80 Pf. Bier 1 Liter 24 vf.

Fuür die Redaction veraniworilich: F. X. Demeß.
(Eingesandt!)

Hohe wissenschaftliche Autorxitäten haben wiederholt die Aufmerksamkeit
»es Publikums auf die Benediktiner Doppelkräuter⸗Magenbitter⸗Essenz des
derrn C. Pingel in Göttingen gelenkt und dar elegt daß die weliberühmte
Firma mit Recht ihr Fabrikat ein unübertroffenes Hausmittel nennen kann.
yn jüngster Zeit sind der genannten Firma neuerdings unzählige Anerken⸗
jungen aus allen Theilen des deutschen Vaterlandes, aus Oesterreich, Frank⸗
reich, England, Amerika u. s. w. zugegangen. Daß es bei solchen enormen
erfolgen dem Fabrikanten nicht an Neidern fehlt, beweist daß erst vor Kur⸗
em einige Herren welche sich „Chemiker“ schelten, durch verschiedene Zeikungen
em Publikum glaubend machen wollten, daß der Benediktiner nichts sei als
Ingelikawurzel und Branntwein. Abgesehen davon daß ein Jeder durch
inen Versuch die durchgefallenen Herren bdlamiren kann, muß man bewundern
die der Neid eben Alles zerreißen will. Der Benedikliner ist der feinste Ge⸗
undheitstrank die Blume von 48 Kräutern und Gewürzen verbdunden mit
en edelsten Essenzen und ist kein Chemiker der Welt im Stande auch nur
mnähernd die Substanzen des Benediktiner zu bezeichnen, er ist kein neuer
ind neuerprobter, sondern ein Artikel, dessen Ruf alle ähnlichen Präparate
n den Schatten stellt, er ist gänzlich vegetabilischer Ratur und vieltausendfach
ewährt befunden bei Magenleiden, Appetitlosigkeit, Leberleiden, Schwäche,
helbsucht, Nervenleiden u. s. w, weßhalb Niemand versäumen sollte sofort
ies köstliche Mittel zu gebrauchen. Bei dem Ankauf des Bamediktiner achte
nan vor allen darauf, daß man nicht ein anderes nachgeahmtes Getränke
zelommt welches in vielen Fällen schädlich wirken kann, denn gewisse Nach⸗
fuscher erdreisten sich die Injerate und Prospekte des ächten Benedittiner
auschend nachzubilden und hangen ihrem Gebräu einen Namen an welcher
eicht mit dem des Benediltiner zu verwechseln ist, um ihrem Machwerk Ab⸗
atz zu verschaffen. Habt darum Acht vor den verabscheuungswürdigen Nach⸗
föschern mit und ohne Hoflieferantentitel! Alle Flaschen mussen die
Firma „C. Pingel in Gottingen“ tragen. In unserer Stadi erhält man den
Zenedictiner Dodpeltranter · Magenbiiter des Herrn C. Pingel in GSöttingen
xt bei Hetrn J. Friedrich in St, Inabert.
        <pb n="342" />
        vo
Publication
Dienstag, den 24. Juni

1879, Nachmittags zwei Uhr

in der Wirthschaft von Peter

deusser in St. Ingbert
Werden auf Betreiben von

Peter Custer, früher Gerber,

setzt Rentner und Bürgermeister

in St. Ingbert wohnhaft,

Gegen Georg Gref, Schuster
und dessen gewerblose Ehefrau Eli⸗
sabetha Toussaint auch Touhsaint
zeisammen in St. Ingbert
wohnhaft,

vor dem damit gerichtlich be⸗
auftragten Igl. Notar Sauer
resp. dessen Amtsberweser zu

St. Ingbert die nachbezeichneten

diegenschaften öffentlich zwangs⸗

veise versteigert, als:

—

Dezimalen Flaͤche, worauf
ein zweistöckiges zu St. Ing⸗
bert in den Hobelsgärten ge⸗
legenes Wohnhaus mit Hof⸗
gering und Pfla nzgärtchen
habei, neben Georg Kraus
und Peier Stief's Wittwe,
jammt allen sonstigen Zube⸗
hörden;

Pl.Nr. 3768, 66 Dezima⸗
len Acker auf Schiffelland,
neben Johann Hellenthal
und Ludwig Schmelzer's
krben.

Pl.Ne. 3841, 44 Dezima⸗
len Acker auf Schiffelland
am Rothenkopf neben Jo—⸗
hann Deckarm und Georg
Rung Wittwe;

Pl.Nr. 3567, 25 Dezima⸗
len Acker auf Gerstenbusch
neben Peter Custer und
Schm'ied Jungfleisch;
Pl.-Rr. 8897 und 3898,
91 Dezimalen Acker, links
in den Kasteler Rodern, ne⸗
hben Necolaus Stief Wittwe,
und Valentin Böhler Wwe.;
Pl.⸗Nr. 3788, 48 Dezi⸗
malen Acker auf Schiffelland
oder am Reichenbrunneipfad,
neben Johann Jung und dem
Schuldner selbst.

Die Liegenschaften kommen
rinzeln zur Versteigerung.

Der Zuschlag erfolgt sogleich
bei der Versteigerung endgillig
und findet kein Nachgebot, auch
weder ein Einlosungs⸗ noch Ab⸗
ösungsrecht statt.

St. Indobert, 19. Juni 1879
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:

. Auffschneider.
onntag „den 22. Jum
Harmoniemusik
dei Jakob Schmitt,
Sengscheidt.
l. VDer Scoppen Bier
u 12Pf.
Rechnungen
zu Jedermanns Gebrauch
in allen Formaten
sind dorräthig in der
Druckerei ds. Bi.

Cousumverein zu Mariannenthaler⸗Glas⸗
hütte E. G.
Gemaäß 8 11 der Statuten werden die Mitglieder hierdurd
su einer ordentlichen
General-Bersammlung
auf Donnerstag den 26. d. Mts., Nachmittags At Uhr,
im Saale des Herrn Mich. Schneider zu Schnappbach
ingeladen. TagesOrdnuung:
1. Rechnungsablage und Antrag auf Entlastung des Vorstandes
2. Dividende⸗Vertheilung.
3. Wahl der Verwaltungsorgane.
Mariannenthaler: Glashütte, den 19. Juni 1879.
Ver Vorsihende des Verwaltungsrathes:
Gust. HeéeIm baceh.

—XXEXXXO O
Die in dem iuustrirten Buche:
Dio Brust- und
ννννοαοeiten«
embno! E reicher
Behandlung und, wo noch irgend
möglich, zur schnellen Heilung obiger
Loiden hat sich taufendfach bewährt
und kann die Lectüure dieses ausge⸗
zeichneten Werkchens allen Kranken
nicht dringend genug empfohlen wer⸗
den. Preis boͤ Pfg.) — Prospect
vurch Th. Hohenleitner, Leipzig u. Lasel
Arcehect gratis und franes. D
— — — — —
„Sorräthig m K. Gotthold
Buchhandlung in Kaiserslautern
welche dasselbe gegen 60 Pf. ir
Briefm. franco überallhin versendet

Bäüddeutli—
1
J und
Münchener Nachrichten.
Herausgegeben von Dr. Cajus Möller.

Für das vorstehend genannte größte Blatt Münchens laden wir hierdurch
ergebenst zum Abonnemen ein. Die „Süddeutsche Presse und Münchener
Nachrichten“,, ein nach allen Seiten hin unabhängiges nationalliberales Blatt, hat
sich durch Schnelligkeit und Schlagfertigkeit in Mittheilung und Besprechung innerer und
jußerer Tagesfragen, Ausgeprägtheit und Selbständigleit der Gesinnung allgemeine Aner⸗
zennung verschafft und innerhalb der großen deutschen Tagespresse eine über ihre räumliche
Ledeuiung weit hinausgehende ebenbürtige Stellung zu erringen gewußt. Ihr lokaler
wie ihr dayerischer Theil bringt reiche Originalmittheilungen aus der Hauptstadt wie dem
ganzen Lande. Ihr handelspolitischer und volkswirthschastlicher Theil ist in sietem Auf⸗
schwunge begriffen und bespricht die in unseren Tagen so brennend gewordenen betreffenden
Interefsenfragen eingehend und selbständig. Für Unterhaltung ist durch interessante Qri⸗
nnalerzählungen, Vermischtes ꝛc. bestens geforgt. Dem Theater, der Kunst und der
diteralur wird in Besprechung aus namhaften Federn eine unparteiische Aufmerksamkeit
zugewendet.

Die seit dem 1. Januar d. J. als selbständig zu bindende Wochenbeilage ersche'
nenden Bayerischen Literaturblätter“ dienen den gleichen Interefsen und
haben sich in der kurzen Zeit ihres Bestehens der allgemeinen Beliebtheit zu erfreuen gehabt.

Der am 15. Juli d. J. hier beginnenden großen

„internationalen Kunstausstellung“
wird von der „Süddeutschen Presse“ eine besondere Aufmerksamleit in Berichterstatlung
wie in Kritik und Schilderuug durch d'e namhaftesten Federn zugewendet werden.

Die neu hinzutretenden Abonnenten erhalten den kürzlich begonnenen vortrefflichen
Roman „Jelle Rummer Sieben“ von Pierre Zacconme gratis nachgel'efert.

D'e Verbreitung der Süddeutschen Presse“ sowie das stetige Wachsen ihres Inse⸗
ratentheiles beweist die lohnende Verbrtitung der Inserate in den kauf⸗ und zahlungs
jähigsten Schichten der Bevöllerung. D'e Annoncen werden mit 20 Pf. prio Zeile
herechnet. Sittlich bedenlliche oder Wucherinserate werden nicht aufgenommen.

München, im Juui 1879. Die EXpeodition-

Fuürstenfelderstr. 13.

Irelle

Pranzöosische und englische Sprache.
2
L'Interprèto Thoe Interprotor
franzõs. Jouraal fũe Deutsoho. Eanslisoh. dournal fũr Deutsehe
mit erlauternden Anmerkungen und alphabetischem Vocabulaire,
sowie mit ganz nener, ver volIIommneter Ausprachebezeichnung für das Englische-
Seit 1. Juni 1877 herausgegeben von PRMIL SOMMPR.
Arleichtertsto und wirksamste Hilfsmittel bei Erlernung der framösisehen und englischer
Sprache, namentlich für das Selbstetudium und bei Vorbereitung auf Pramina (LBinjahrig
Freiwillige); zugleieh anziehendste und erfolgreichste französische und englische Lectũüre 7w
Jebung und Unterhaltung, durch die besondere Finrichtung schon bei den bescheidenstor
Kenntnissen in erspriesslichster Weise verwendbar.

Inhadlt (bei beiden Blàttern vollständig verschieden): Tagesgeschichte, belletristische
populãrwissenschastliche and vermischte Aufsützo, gediegene Novellen, interessante Prooesse ete
— Wõochentlich eine Nummer. — Quartalpreis“fur jedes der beiden Journale: bei de—
—RDO
ꝛines einzelnen Monats direct 60 Pf. — Quartalanfang: Januar, April, Juli, Oetober
loch sind jederzeit Nachbestellungen zulässig. — Probenummern gratis. - Inserat
à 25 Pf. die 48paltige Petitzeile) bei dem ausgedehnten, bereits über ganz Deutschland un
desterreich- Ungarn sich erstreckenden Leserkreise von erfolgreichster Wirkung.

Edenxkoban in der bayer. Rheinpfalz. Die Expedition.
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
»Siem füre unsere Wöoste Abonnenten „Illustrirtes Sountaasblatt“ Nr. gaxc.
        <pb n="343" />
        St. Ingberker Anzeiger.
Dder St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich/ mi dem Hauptölatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter VBei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljährlich

AA 40 A einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.4 60 , einschließlich 40 4 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 4A, von Auswärts
mit 15 A fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 80 pro Zeile berechnet.
AM98.

Sonntag den 22. Juni

158

Deutsches Reich.

Berlin, 18. Juni. Der Reichstagspräsident v. Seydewitz

hat an die abwesenden Reichstagsmitglieder schriftlich die dringende
Aufforderung gerichtet, ihre Sitze im Reichssag schleunigst wieder
einzunehmen, damit die Berathungen keine Stoͤrung erleiden, und
aur in den dringendsten Füllen Urlaubsgesuche einzureichen.

Berlin, 19. Juni. Die Interpellation Delbrücks und
Benossen wegen Abänderung der Vünzgesetzgebung beantwortete
Furst Bismarck entschieden dahin, daß die Frage weder im Bun⸗
desrath, noch im preußischen Ministerium angeregt worden sei.
Die Sistirung der Silbervertdufe geschah um bessere Preise zu erwar⸗
len. Die Zweifel an der Stetigkeite er Gesetzgebung seien underechtigt.

Berhin. Wie die officiöse „Prov.-Corr.“ sagt, wird der
Zesetzentwurf über das Güteriarifwesen der Eisenbahnen, voraus
ichtlich dem Reichstag in dieser Session noch vorgelegt werden.

Berlin. Die Wuchercommission det Reichstags hat den
Befetzentwurf, betreffend Ergänzungen des Strafgesetzbuches für das
Deutsche Reich, in solgender Fassung angenommen:

„Artikel J. Hinter dem 8 802 werden folgende neue Para⸗
graphen eingeschaltet:

8 302a. Wer unler Ausbeulung der Nothlage, des Leicht⸗
sinns oder der Unerfahrenheit eines Anderen für ein Darlehen oder
im Falle der Stundung einer Geldforderung sich oder einem Drinen
Bermönensvortheile versprechen oder gewaͤhren läßt, welche den
üblichen Zinsfuß dergestalt überschreilen, daß nach den Umständen
des Falls die Ueberschreitung in auffälligem Mißverhältnisse zu der
Leistung steht, wird wegen Wuchers mit Gefängniß bis zu 6Mo⸗
naten oder mit Geldstrafe bis zu 1300 Mt. bestraft.

8 302h. Wer sich oder einem Dritten die wucherlichen Ver⸗
moͤgensvorthe le (F a) verschleiert oder wechselmäßig oder unter
Verpfändung der Ehre, auf Ehrenwort, eidlich oder unter ähnlichen
Versicherungen oder Betheuerungen versprechen läßt, wird mit Ge⸗
färgniß bis zu einem Jabre oder mit Geldstrafe bis zu 3000 Me.
bestraft. Neben der Gefängnißstrafe kann auf Verluß der bürger—
tichen Ehrenrechte erkannt werden.

8 3020. Dieselben Strafen treffen denjenigen, welcher mit
denntniß des Sachverhalts eine Forderung der vorbezeichneten Art
—AR
Vermögensvortheile geltend macht.

8 302d. Wer den Wucher gewerbs⸗ oder gewohnheitsmaäßig
betreibt, wird mit Gefängniß nicht unter 8 Monaten und zugleich
mit Geldstrafe von 180 Mt. bis zu 6000 Mt. bestrast. Auch
lann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden.

Artilel I. Rr. 12 des 8 360 wird durch folgende Bestim
mung ersetzt:

Nr. 12. Wer als Pfandleiher oder Rücktaufshändler bei
Autubung seines Gewerbes den darllber erlassenen Anoronungen
zuwider handelt, insbesondere den für sie landesbesetzlich bestimmten
oder in Ermangelung landesgesetzlicher Vorschriften von der Lan⸗
esregierung zu bestimmenden Zuisfuß überschreitet (der wird mit
Heldstrafe bis 1350 Mk. oder mit Haft destraft).

Die Tabakssteuer⸗Commission schloß heuie ihre
aste Lfung und beauftragte eine besondere Commission wit der
Redaltion ibrer Beschlüssfe. Die Commission hatte vorher noch den
Untrag Richters angenommen, für den Fall der Ablehnung der
Tabalsnachsteuer den inlandischen Tabql bis azu Anfang April 1881
leuerfrei zu lassen.

der Ausdetnung der Fahrposigelegenheiten verweist das Ministerium
darauf, daß die Orte mit stärlerem Verkehr in das Eisenbahnnetz
aufgenommen sind und die übrigen Orte den für ihre Posteinricht⸗
uingen erwachsenden Kostenaufwand nicht zu decken vermögen. In
iner Vereinbarung über die gegenseitige Giltigkeit der verschiedenen
)eutschen Postwerthzeichen erblidt das Ministerium keine große Ver⸗
ehrserleichterung, da allerwärts Gelegenheit zum Bezuge der betr.
Postmarken geboten ist, die hin und wieder vorlommende Ausgleich⸗
ung kleiner Geldbeträge aber durch Wechselstewpelmarken erfolgen
oͤnne. Der Bitte um Ermäßigung der Kohlentarife für Trans-
porte aus dem Saargebiet kann zur Zeit keine Folge gegeben werden.
Den Beschwerden über die sog. Weinfabrikation wird voraussichtlich
hurch den Vollzug des Nahrungsmittelgesetzes in genligender Weise
abgeholfen werden. Auf die rechtzeitige Vorkehrung von Maßnahmen
zegen das Auftreten der Reblaus wird die Regierung siets ein sorg⸗
ältiges Augenmerk richten. Wanderlager. Dem Wunsche wegen
ingemessener Besteuerung des Geschäflbetriebes der Wanderlager
vird durch den Vollzug des Gesetzes vom 10. Marz d. J. über
—XXX
verden. Bei den Berathungen über dieses Gesetz wurde anerkannt,
saß alle Gewerbetreibende, welche in einer Gemeinde mit der Steuer
ach Maßgabe desseiben Gesetzes angelegt werden, auch zu den da⸗
elbst zur Erhebung kommenden Gemeindeumlagen herangezogen
verden können. Zolltarif und Tabakbesteuerung. Hinsichtiich dieser
pichtigen Gegenstände wird auf die dem Reichstage zur Zeit vorlie⸗
zenden bezüglichen Gesetzentwürfe verwiesen, bei deren Vorberaihung
die k. Staatsregierung demüht war, den heimischen Initeressen die
nõglichste Berücksichtigung zu sichern. Malzaufschlag. In Anbetracht
ser unter dem Rubrum „Malzaufschlag“ besprochenen Gegenstände,
nebesondere hinfichtlich der Aufschlagsrückvergütung bei der Bieraus⸗
uhr, daun der Gssig⸗ und Hefe⸗Besteuerung sind Seitens der Inte⸗
essenten besondere Ankträge beim k. Staatsministerium der Finanzen
ingebracht worden. Die Bescheidung dieser Anträge wird, insoweit
ine ausdrückliche Eroöffnung neben den sonst getroffenen Einleitungen
och veranlaßt erscheint, nach geschlossener Sachinstruction auf dem
Wege besonderer Entschließung erfolgen. Lohrinden-Cultur. Wie
—ACLLLOä
hunlichste Vermehruug der Eichenschälwaldungen durch Erweiterung
ind neue Anlagen solchet an ensprechenden Oertlichkeiten bereits
eingeleitet; für die Pcivatwaldungen steht der Staatsregierung in
rag licher Beziehung eine Biemfluffung in keiner Weise ꝛu.
Hambach, 15. Juni. In das Haus des Oekonomen
J. dahier schlich sich heute früh ein dagabundirender Bettler ein,
)er sich auf einem nicht mehr ungewöhnlichen Wege fremdes Eigen⸗
hum anzueignen versuchte. Hierdei wurde er jedoch von dem wach⸗
samen Haushunde gehötig attaquitt und durch den Hauseigenthümer
nach einer tüchtigen Tracht Prügel davongeiaat.
Fur die Redaction verantwerilic· * Demeß.

SEt. Petersburg. „Senden Sie für den Generat« Ud—⸗
utanten Sr. Majestäͤt des Kaisers von Rußland von
Ihren weitberühmten Brustkaramels, dieselben scheinen in der That
ein Wunder zu wirken und ⁊c. ꝛc.“

Die Brustlaramels Uaria Renno von Donat wer⸗
den gebraucht gegen Appetitlosigkeit, Magenschwäche,
Alters schwäche, Schlaflosigkeit, Nervenschwäche,
Asthmatische Leiden, Husten. Seiserkeit und Lungen⸗
schwind sucht.

Ju unserer Stadt einzig und allein echt bei Herrn Jeaun
Veters, St. Ingbert, Kohlenstraße Nr. 63iV. 1
»ter Carton kostei jin canz Deutschiaad nur 50 Pf.

Ausland.

London, 20. Juni. Oificielle Kapnachrichten melden den
bdod des Prinzen LouisNapoleon (.Lulu“), welcher
aachdem er bei einer Rekognoszirung vom Pferde geftürzt, von Zulu's
aͤberrumpelt und getödtet wurde. (Der Veistorbene war als Sohu
des Frauzosenkaisers Louis Napoleon und der Graäfin Eugenie von
Theba geboren am 18. Marz 1856 und baue iomit ein Alier
don eswos über 23 Jahren erreicht.)

ermischtes.
yDer Ministerialbescheid de⸗ Jahresberichtes der pfälzischen
Handels- und Gewerbelammer pro 1377 ist eischienen. Bezüglich

teachtenswerthe Notiz für Teitungsleser.

Die außergewdhnliche Anziehungskraft des Berliner Tageblatt?
velche demselben bis jetzt mehr als 76,000 Abonnenten zugeführt hat, ist vor⸗
iehmlich durch die besonderen Vorzüge begrundet, welche diesem Bliatt au
igen und in Rachfolgendem näher präcisirt sind.

Taglich zweimaliges Erscheinen als Morgen⸗ und Abendblatt, wovon
detziteres bereits mit den Abendzügen befördert wird und womit den Abon-
renten außerhalb Berlins sehr gedient ist. Zahlreiche Special⸗Telegramm
        <pb n="344" />
        von eigenen Correspondenten an den Haupt⸗Weltplätzen, durch welche daß
Berliner Tageblatt“ mit den neuesten RNachrichten allen anderen Zeitungen
ftets voran zu eilen im Stande ist. Freisin nige und von allen speciellen
Freattirnsrüdfichten unabhängige politische Haltung, die dem. „Verliner Tage⸗
blatt es gesiaitet, zu jeder einzelnen Frage sein objektives Urtheil freimüthig
abzugeben. Reichhaltig und sorgfältig gewählte Nachrichten aus der Residenz
und den Probinzen, die auch das Bedurfniß nach einer unterhaltenden und
über die Tagesereignisse orientirenden Leltüre täglich befriedigt. Ausführliche
Kammerberichte des Abgeordneten⸗ und Herrenhauses sowie des Reichstages,
welche, vermöge eines eigenen parlamentarischen Bureaus, bereits in der
Abenb⸗Ausgabe zum größeren Theil Aufnahme finden. Eine kurze resumi⸗
rende Uebersicht umfaßt die Verhandlungen bis turz vor Beginn des Drucke
der Zeitung. Dem Erziehungs⸗- und Unterrichtswesen widmet das „Berliner
Tageblatt“ unter Mitarbeiterschaft einer auf diesem Gebiete anerkannten Ca⸗
pacität ganz besondere Beachtung. Vollständige Handelszeitung, sowohl die
Borse aͤls alle Gebiete des Produktenhandels umfaffend, nebst einem sehr
ausführlichen Coursbericht der Berliner Böorse, ebenfails bereits in der Abend⸗
usgabe. Wöcheuntliche Mittheilungen über Land- und Hauswirthschaft, Gar⸗
senbau in einer Separat⸗Beilage, welche jeden Sonnabend beigegeben wird.
Hausversteigerung.
Hontag, deun 23. Juni
nächsthin, gleich nach der Lcita
tion der Erben Nelz in der
Wirthschaft von Georg Stief,
laͤßt Philipp Koch, Schmelzar
beiter in Et. Ingbert, das
nachbezeichnete, im Banne St.
Ingbert gelegene Wohnhaus oͤf⸗
fsentlich an den Mtieistbietenden
zu Eigenthum versteigern, nämlich
Pl.⸗Nr. 210. 68 qm Flãche,
Wohnhaus mit Hofraum
und Feisenkeller in den
Hobelsgaärfen und
Pl.Nr. 437*. 17 qm
Weg in den Gassengärten
halber Antheil, das Ganze gelegen
an der Blieskasteler Straße neben
Nikolaus Zimmermann und Ni⸗
tolaus Peters.

St. Ingsbert, 19. Juni 1879.
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:

K. Auffschneider.
ckür TCanben⸗ und Zühner⸗

liebhaber.

Dienstag, den 24. de.
Mis., von Nachmiftags 1 bis
Abends 7 Uhr, hätt M. Biron
aus Mainz den Verkauf einer
aroßen Auswahl von Tauben
und Hühner hiser ab. Das
Verkaufslokal befindet sich
in der Wirthschaft von Peiter

Beck neben der kalh. Kirche.

Danksagung.

Dder Vorfchuße Verein
n St. Jugbert hat der dor
igen Cantonalb-Volksvbibliothel
in Werk: „Schulze⸗Deliztzsch,
deben und Wirken, von A. Bern⸗
tein“, in elegantem Einbande
um Geschenke gemacht, wofür
demselben Namens der D strikts⸗
zjemeinde hiemit bestens gedankt
vird. *

Zweibrücken, 20. Juni 1879
sAönigl. Boyer. Bezirkßamt:
Damm,

k. Regierungsrath.

Unter Garantie hochf. Ceylon⸗
Taffee à Pfd. 115 Pf., hochf
Jelben Java⸗Caffee à Pid. 115Pf.
f. Menado-Caffee à Pfd. 110 Pf.,
f. Laguahra-Caffee à Pfund
00 Pf., ff. Campinas Caffee
Pfd. 100 Pf., versendet von
JPfd. an franco Fracht und
Zoll das Caffee⸗Export Geschäft
zon W. Meinecke, Hamburg

Beu und Ohmet von
2 Beeten in den Steqgwiesen
und 2 Beeten im Alment zu
berpachten. W. NKahn.
Anzeige.

Müller Hauck auf der Rohr⸗
dacher Mühle häl! einen roth—
checkgen Schweizer Zucht
rassel. Das Spiungueld be⸗
rägt 1 Mart und 10 Pf.
Trinkgeld.

Der außergewöhnlich sensationelle Erfolg, welchen das
Deufsche Montags-Blatt
—XRXXC Verleger⸗
—W — n. Raa. Berlin.
nach einem Bestehen von noch nicht drei Jahren sich errungen,
hat der Redaction und Verlagshandlung die Pflcht auferlegt,
nach wmie vor mit Aufbittung aller Kräfte auf dem eingeschla
genen Mege fortzusahren. Das „Deutsche Montags-
Blatt“ in Wahtheit ein Familienblatt sfür die Klasse der
jeistig Vornehmen und der Aristfolratie der Bildung, ist durc
die Mannigfaltigkeit seins Inhalts, womit es nach allen Sei—
sen hin reichste Anregung giebt, zu einem Spiegel des Lebens
und Strebens unserer Tage geworden und bleibt, getreu seinen
Wahlspruch: „Von dem Guten das Beste, von dem Neuen das
Neueste!“ die originellste literarisch⸗politi sche Wochen⸗
schrift, welche im deutschen Reiche erscheint. Das „Deutsche
Montags⸗Blatt“ erscheint Montag Morgen, auch außer
hald Berlins am Montag.
1 All nstalten nnd Buchhandlungen J1
Vhe Mrxk. ——* —— Iu Mrk.
2 2 2 Ni i 4 2 3
—D 0 0
Zur Begegnung von Verwechselungen verweise man bei Post ⸗
bestellungen auf Nr. II63 der Post⸗Jeitungs-Preisliste
vro 1879

Theater, Kunst und Wissenschaft finden im taglichen Feuilleton des Berliner
rageblait“ sorgfaltige Beachtung meistens in geistvoll geschriebenen Feuilletons
serdorvagender Kritiker; auch glünzen darin die Romane und Novellen unserer
ersten Autoren.

Im Laufe des III. Quartals erscheint im täglichen Feuilleton: „Ro mu—
lbussenkel“, neueste Novelle von Paul Heyse.

Der Meisier der deutschen Novelle bietet in dieser, ausschließlich im
„Beriiner Tageblatt? erscheinenden Erzählung eine seiner liebens⸗
vürdigsten und humorvollsten Schöpfungen.

Die Gratis⸗Beigaben, das iliustrirte Witzblatt „u uke und die belle.
ristische Wochenschrift „PBerliner Sonntagsb Latt! erfreuen sich
zei dem großen Leserkreise des „Berliner Tageblati“ einer allgemeinen Aner
ennung und Beliebtheit. Der enorm billige Abonnemenispreis von s Mart
23 9f. pro Quartal bei der Fuͤlle des gebotenen Stoffes beschließt die
Reihe der besonderen Vorzüge des „Verliner Tageblatt“, durch welche dasselbe
die gelesenste und verbreitetste Zeitung Deutschlands geworden ist. Alle Poft—
instalten des Reichs nehmen Abonnements jederzeit entgegen und wird eine
recht frühzeilige Bestellung empfohlen, damit die Zustellung des Blattes vom
1. Julli ab punktlich erfolgen kann.
Vergebung von Straßenbauarbeiten
im Cantone Blieskastel.

Die Arbeiten zut Herstellung der Ortstraverse in
Ruüubenheim sollen auf dem Wege der allgemeinen schriftlichen
Submission zur Ausführung vergeben werden.

Dieselben sind veranschlagt, wie folgt: A

I. Cwarbeisen juju.... . . . 1372,87
H. Versteinung der Fahrbahn excl. Decklage zu .— 1825.80
III. Decklage zzz. 1074,00
V. Pflasterrinnenz c.. 1726,85
V. Kunstbauten zzz 8667. 15
VI. Grenzsteinlicferung zuzgg. * 22.00

im Ganzen zu 14887,87

Davon geht jedoch ab der Werth des Stimm⸗
betriebs aus dem Abtrage und der noch verwendbaren
Pflastersteine mi ea... 2* 267.87

und bleibt ein Gesammtkostenbetrag von 14620,00

Zuverlässige Uebernehmer werden eingeladen, ihre nach ganzen
und zehrtel Piszenten bemessenen Augebote auf Stempelpapier ver⸗
schlossen mit der Aufschrift:

„Submisston auf dru Straßenban in Rubenheim“
bis iängstens Samstag den 5. Juli nächsthin, Vor ⸗
mittags 11 Uhr, bei der untersertigten Behörde einzureichen, bei
welcher bis dahin die Pläne, Kostenanschläge und das Bedin gnißhefl
ju Jedermanns Einsicht offen leegen.

Zweibrücken, den 19. Juni 1879.

Kgl. Bayer. Bezirksamt:
Damm.
tal. Regierungsrath.
Waldfe st
der freiwilligen Feuerwehr —
Zonntag, den 22. Juni a. e., in der schönen neuge!
daffe nen Waldanlage bei Sengscheidt, wozu die passiven
Mitglieder der Feuerwest und Freunde derselben höflichst einge⸗
laden sind.

Abmarsch nach dem Fsiplatze vom Babnbose aus unter
Begleitung der Stadttapelle Nachm'ittags 142 Uhr.
Dde Der Eintrit zum Waldfeste ist gratis. A
Das Commando der freiwissigen Jeuerwehr.

— 2

ladung för . Nierfetiahr 1879

äzi Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn⸗

—X lzisch Vresse. und Feiertage mit dem zweimal wochentlich

herausgegebenen Erzählungs⸗Blatte „Feierstunde. Abonnements

i bein vher frei ars Haus. Vasche

nur und reichhaitige Berichterstattung. Verbreitung

durch die ganze Pfalz, weßhalb Anzeigen die lohnendste Verdffentlichung
sinden. Man abonniri bei betr. Postanstalt resp. den Postboten.

XR er Rerleger Garl Thieme.

*

In der Serie gezogene — am J. Juli a. c. sicher gewinnend⸗
Kurhessische Thlr. 40-Loose
nicht zu verwechseln mit halben sagenannten Thlr. 20 Loosen),
Haupigewinn v&amp; VG, OOO, find AsssS - und nach Vorauskur⸗
sung des geringften Fewinnes, Ganze 2 260. —, Halbe
A 180 2, Viertel à 65. —, Achtel à M 82.50 und
Sechs zehntel ⸗Antheile AM IG6. 28 noch vorräthig im Bankge⸗
geschäft von
Woriz Stiebelzhne in Frankfurte

————— ————— — — — — — — — —
Drud und Verlag von K. X. Demez in St. Ingbert.
Seien Sllustrirtes ZonntarAbla“““ Ne 28.
        <pb n="345" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wö hentlich; m⸗ dem Hauptslatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) ericheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Sanstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

A 40 2 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 M 60 H, einschließlich 420 H Zustell zebüuhr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswarts
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Naum, Neclamen mit 80 — pro Zeile berechnet.
—W Dienstag den 20. Juni
igig
Austand.
Einladung zum Abonnement Paris, 21. Juni. Prinz Napoleon Jerome (Plon-Plon)
Der „St. Inaberter Anzeiger“ wird in dem am 1. traf don Trouvile hier ein. — Gestern Abend waren viele Pa—
Juli nächsthin beginnenden UI. Quartale d. J- in ders Iben Weise riser Häuser wegen der nun gesiherten Rücktehr der Kammern
und zu demselten Preise wie his her erscheinen. Die politischen Nach⸗ ah voris beieshien; viele andere Hausbesitzer unterlicßen jedoch
ichten wird rein gidtangter Uebersicht. aber möglichst rast und die Beleuchüng aus Abeuünchne weee ae
zollständig geben; die wichtigsten Tagesftagen werden ausführlichet AX

n groͤßeren Artikeln besprochen werden. Localen und probinziellen Paris, 22. Juni. Es ist sicher, daß sobald Prinz Jerome
Angelegenheiten wird er besondere Aufmerksamktit zuwenden und da⸗ Napolcon oder sein Sohn Victor sich als Prätendenien aufstellen
neben die interessantesten Fälle aus dem Gerichtssaale und die vich⸗ assen, die Ausweisung derselben aus dem französischen Territorium
igsten Handels und Verkehtsnachrichten beingen. Im Unter. ide mnn vpeantragt werden wird, in Foize des Votums der
zaltungsblatte wird nur Gediegenes zum Abdrude gebracht datlonalversammiumg , welches die Absehung der nopolcomschen
erden. Fuͤr dasfelbe liegt hereit eine sehr finnige Erzählung: „Eine Dynastie aussprach. Prinz Jerome deobachtet eine durchaus refer—
Bouvernante“, sowie ein größerer Pannender Roman von ien Haltung, aber er spricht bestimmt aus, daß er das Haupt der
Atbo Werzer: „Die Jagd nach dem Glücke“. Das Famin ist. Man erwartet Rouhers Rückkehr am Diensiag. In
llustrirte Sonntagsblatt wird der „Anzeigec“ auch ferner Bersailles cirkulirt das Gerücht, daß Pierre Bonaparie gestorben sei.
als angenehme Beilage behalten. Die Engländer jsollen, abgesehen von dem für den
Neubestellungen wollen gefalligst bald, sowohl bei der Post Prinzen Louis Napoleon födilich verlaufenen Scharmützel in Süd⸗
vie bei pus odet unse ren Austrägern gemacht werden. Unsere bis . rit, and n Besutolande eine vollständige Niederlage mit

zerige hiesige Abonnenten werden den „Anzeiger“ auch im neuen einem Blutbade ähnlich demjenigen von Isandula erlitien haben.
Auartale fortgeliefert erhalten, wenn sie nicht ausdrüclich abbestellen. Rom, 22. Juni. Es cirkulirt das Gerücht, die Regierung
Indem wir noc den „St. Insberter Anzeiger . einem geehren werde de dantr utösen sae —R
iesigen und auswärtigen Publikum zur Aufgade von Iunferaten Abschaffung der Mahlfieuer ablehnt, welches die Kammer bereits ge⸗
aller Art in empfehlende Ermnerung dringen, Jaden wir zugleich nehmigt hat. Die Morgenblätter bezeichnen den Frieden zwischen
uu recht zahlreichem Abonnement auf denselben ein. »em Vatikan und Rußland als nahe bevorstehend. Die Bedingungen
Hochachtunbsvollst sselben wären folgende: Der Papst soll alie kalholisch n Wurden⸗
Redaction und Expedition des „St. Ingberter Anzeiger“. täger Polens ernenren; die Bullen und Enchcliten sollen das
Placet des Czaren zu ihrer Veroöͤffentlichung nöthia haben; die Geist⸗
ichen werden von Rußland zurückbetufen. Leo XIII. wird einen
duntius in Petersburg, der Czar einen Botschafter beim Vatikau
iktreditiren. Die zanze Notiz bedarf noch der Bestätigung. —
Uchtzig Senatoren sandten einen Kondolenzbrief an die Kaiserin
fkugenie ab. Prinz Carl Bonaparte eilte von hier nach Chislehurst

ind nehm einen Beilendäbrief des Popstes an die Kaiserin mit

ðermischtes.

f Bezüglich der Ot ischen Millionen⸗Erbschaft ist
eine in die Pfalz gelangte Zuschrift des Wiener Hof⸗ und Gerichts⸗
idvokaten v. Neupauer erwähnenswerrh, wonach der in Wien vder⸗
torbene Millionar Martin Oit höchst wahrsche nlich mit einem ge
vissen Johann Mactin Oit identisch ist, welcher am 13. Sept. 1799
in Zimmern bei Grunsfeld im Großherzogthum Baden geboren
vurde. Dieser Johann Martin Ott war öder eheliche Sohn des
Bartholomaus On und dec Anna Maria geborenen Henneberger
ius Unter-Wittighausen. Von den wahrscheinlichen Erben des
Mattin Oit hat sich bisher noch keiner erberklärt. Das Edict,
velches die Erben einberuft und denselben eine Frist von einem
Jahre zur Einbringung der Erbeiklärung einräumt, datirt vom
23. Mai 1879, so daß bis 23. Mai 1880 Erberkläcungen bei
»em Landesgerichte in Civ lsachen in Wien angendmmen werden.

Speyer, 19. Juni. Der Verdandstag dec pfalgischen
venossensthaften wird am 8. und 9. Juli in —A
derden. Dr. Schulze Delitzsch wird sowohl der am 8. Juli Abends
Ztatt findenden Vorversammiung, als der Haup dersommlung am
). beiwohnen. (Sp. 3.)

F In Würzburg wurden am Domnerstag bei hellem
Lageslicht der Privarier Jalob Glaser, ein 70jähriger Geeis und
essen 6õjaͤhrige Ehefrau meuchlerisch angefallen und durch Schläge
nit einem Hammer sowie durch Messerstiche so schwer verletzt, daß
an ihrem Auflommen gezweifelt wird. (Glaser ist bereits gestorben.)
Der muthmaßliche Thäter, ein junger Mensch in den 2051 Jahren,
vird gerichtlich verfolgt. (500 Mk. Belohnung sind von einem
Verwandten auf die Ermittelung des Thäters zugesichert.)

fx Auch in West-Frankrei qh hat man in lehterer Zeit
„chwärme von Schmetlerlingen bemerki, die zu Zehntaufenden, aus
OIsten kommend, über die Gegend dahin flogen. In Angers durch⸗
pogen sie die Hauptstraße, so niedrig und in so dechten Massen
liegend, daß d'e Leute ihnen ausweichend, sich an die Hauser drüdten.
— F

Deutsches Reich.

München, 22. Juni. Die Kreisregierungen, Kammer
der Finanzen, welchen der im Finanzministerium bearbeiteten Gesetz⸗
Entwurf über die allgemeine Einkommensteuer zur Begutachtung
orgelegt wurde, haben, wie verüchert wird, in allen wichtigeren
Punkien den Entwurf fehr günstig beurtheilt. Nach einer srüheren
Ueußerung des Finanzminissers soll der Gesetzentwurf den Lam—
nern schon in der bevorstehenden kurzen Sommersession vorgelegt
verden; zut Berathung in denselben aber wird er erst bei dem
auf Ende September zu berufenden Budget Landtag kommen.

Berlhin, 21. Juni. Die Tabaksleuer ⸗Commission des
keichstages beg unt am Dienstag die zweite Lesunz des Entourfes.
zum Referenten für das Plenum ist Abq. Buhl ernannt. — Die
Unterhaudlungen der Regierung mit dem Centrum über ein. Com⸗
nomiß bezlglich der Finanzzoͤlle gelien als gescheitert. (A. 3.)

Berlin, 21. Juni. Die Zolltarife Kommission des Reichs⸗
ages nahm heute in zweiter Lesung fast sämmtliche Schutzzoͤlle mit
etingen Abweichungen nach den Beschlussen erster Lesung an.
Sohlleder wurde, abweichend von dem Beschiusse erster Lesung, für
ille Sorten mit 86 Mark Zoll angesetzt. Der Antrag Windihborst,
it Lumpen 8 Mark und fuͤr Tauabfaͤlle 2 Marl Ausfuhrzoll an⸗
ase tzen, wurde mit 16 gegen 12 Stimmen abgelehnt.

Wie das Deutsche Mont.Blatt wissen will, wird der Abgeord⸗
ete v. Vennigsen hinsichtlich der konstuutionellen Garantien in der
carifkommission den Antrag stellen: 1) daß Kaffee und Salz all⸗
ibrlich ducch den Etat quotisirt werden und 2) daß, falls nach
ewilligung der Zolle und Steuern in den Einnahmen des Reichs⸗
nushaltsetats sich ein Ueberschuß ergebe, dieser Ueberschuß durch Fest⸗
zung im Etat an die Einzelstaaten pro rata der Beboͤllerung zu ver⸗
reilen set. — Die Ansprüche des Centrums fordern gerade das Gegen⸗
eil des Bennigsen'schen Antrages. Das Centrum verlangt nämlich als
derative Garantie, daß nach Deckung des Defizus im Reiche alle
9 ergebenden Ueberschüsse direlt in die ESinelstaaten vertheilt
derden, ohne daß dieselben zuvor an die Reichokasse fließen.Es
rird abzuwarten sein, in wie weit der Anttaz Bennigsen, sich der
inlerstützung der Konserrval den zu erfreuen hat.

vder den Schluß der gegenwärligen Ses Jion verlautet,
srhelhen die Zeit dom 12. bis 16. Juli in Aussich ge⸗
ꝛ ten sei.
        <pb n="346" />
        Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.
Donnerstag“ den 10.
Juli nächsthin, Nachmittags 2
ühr zu St. Ingbert, bei
Peiter Friedrich,

wird auf Betreiben von Jo⸗
hann Ficker, kal. Arrestver⸗
walier, ais subrogirter Gläubiger
von Peter Friedrich, Küfer,
hdeide in St. Ingbert wohnhast,
gegen Bernhard August,
Handelsmann allda, wegen nicht
vollständigem Bezahlen deß Er⸗
werispreises, die nachstehend be⸗
schriebene Legenschaft im Banne
von St. Ingbert, im Wege der
prriragsmäkigen Wiederversteige⸗
rung, öffentlich zu Eigenthum
verstesgert:

1. p̃l Ne. 2852, 3 a 58 qm
Fläͤche, Wohnhaus mit Ein⸗
jahrt und Hofraum und
Pl.⸗Nr. 28523, 17 a
55 qm Garten und Acker,
das Ganze gelegen zu St.
Ingbert, auf der Meß ne⸗
ben Peter Leonhart Wwe.,
und Klosterguititi.

St. Insbert, 24. Juni 1879
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:

Q. Auffschueider.

Feinsten Weinessig
DMel⸗e vSLem
kine Wiese e
zanz oder getheilt zu verpachten
ʒei Pet. Schmidt.

Vergebung von Straßenbauarbeiten
im Cantone Blieskastel.

Die Arbeiten zur Herstellung der Ortstraverse in
RMubenheim sollen auf dem Wege der allgemeinen schriftlicher
Zubmission zur Ausführung vergeben werden.

Dieselben sind veranschlagt, wie folgt: —

IJ. Erdarbeisen zu...... ... 148572,87
.N. Versteinung der Fahrbahn exel. Dedlage zu .. 1825.80
IHII. Declage zuu...... . .. . 1074,00
7 Pflasterrinnen zu u ... 1736,385

. Kunstbauten zuuz.. 8667, 15
VI. Grenzsteinlieferung zu .. —WV— 22.00

im Ganzen zu 14887,87

Davon geht jedoch ab der Wertih des Steinma⸗
derialz aus dem Abtrage und der noch verwendbaren
Pflastersteine mi caa... 28617.87

und bleibt ein Gesammtkostenbetrag von 14620,00

Zuverlässige Uebernehmer werden eingeladen, ihre nach ganzen
und zehatel Prozenten bemessenen Angebote auf Stempelpapier ver
jchlossen mit der Aufschrift:

„Snbmisston anf den Ikrahenban in Rubenheime
bis iängstens Saistag den 5. Juli nächsthin, Vor—
mittags 11 Uhr, bei der unterfertigten Behörde einzureichen, bei
welcher bis dahin die Pläne, Kostenanschläge und das Bedingnißhef
zu Jedermanns Einsicht offen liegen.

Zweibrücken, den 19. Juni 1879. J

Kgl. Bayer. Bezirksamt:
Damm. I
Recgierungsrath.

3000 M. u. die Pramie von
300000 M. auf No. 40152
Juni 1876
150000 M. auf No 65195
Novbr. 1876
G0000 M. auf No. 39144
. Nobbr. 1876
4000 M. u. die Pramie von
300000 M. auf No. 34185
Jun 1878
owie viele andere Haupt⸗
treffer wurden bei mir zur an⸗
gegebenen Zeit in der vom Staate
jarantirten u. genehmigten großen
Geld-u.Prûmien-
Verloosung
jewonnen, welche wegen ihrer vor ⸗
heilhaften Einrichtung,
a über die Hälfte der Loose
gewinnen muß,
besonders zu empfehlen ist. —
Die nächste Verloosung
eginnt am
17. 1. 18. Juli d. J.
ind bietet folgende Haupttreffer
430000 Mark event.,
OoOoũbOũO, 150000, 100000, 75000,
zu 6000, 1 zu 40006, 6 zu
30000, 1 zu 25000, 2 zu 20000,
12 zu 15000, 1 zu 12000, 22
u idood, 2 zu 8000, 4 zu 6000,
31 zu 5000, 6 zu 4000, 108 zu
00d, 263 zu 2009, 6 zu 1200,
517 zu 1000, 848 zu 500, 1350
u 300 Mark ꝛc.
Original⸗Antheile zu der oben
rwãhnten Verloosung, und zwar
Hanze, Halbe, Viertel Achtel
16 Mk., 8 Mk., 4 Ml, 2 Ml.
znnen bis Tags vor Ziehung be⸗
o en werden durch
G. Daubert i un-
Braunschweig/⸗
Voststraße Nr. 6.

Codes⸗Anzeige.

Heute Morgen 10 Uhr verschied nach längerem
Leiden unerwartet schnell unsere geliebte Mutter, Groß⸗
mutter, Sorwiegermutter, Schwester, Schwägerin u. Tante 1

Latharina Ehrhardt

geb. Jochum,

wim Alier von 63 Jahren.

7* Die tieftraueruden Hinterbliebenen.
St. Ingbert, den 23. Juni 1879.

Die Beerdigung findet Mittwoch den 25. ds. Vor⸗
mittags 10 Uhr statt.

47
Für Bureau's
violetten u. blauen Streu—
sand bei
J. JFriedrich.
— o

Trunksucht, 3
yöchsten Stadium, heilt unter Garantie
zuch ohne Vorwissen des Patienten,
und ohne der Gefundheit zu schaden,
der Erfinder Th. Konetzky, Dro⸗
uist, Berlin, Bernauerftr. 99
Die zweckentsprechende Wirksamkeit
der von mir erfundenen Mittel ist
Jaun Patienten vor Koniglich Preußi⸗
chen und Königlich Bayerischen Kreis⸗
zerichten eidlich bestätigt, und von
snem Sanitätsrath geprüft. Man
vende sich deshalb direkt an mich
und lasse Nachahmer unbeachtet, da
mehrere derselden sogar ihren Namen
alschen und überhaupt Schwindel
rTesben. Amilich beglaubigte, sowie
Adlick bestätiate Atiese aratis u, franco.

— ü— 28
n 6.
IIII.
X A⸗
28
Donnerstag, den 26. ds., wird in der neuen Anlag
Senascheidt eine
—Baldpartbie
abaehalten, wozu die Mitglieder und alle Freunde des Mufilkvereint
hiermit freundlichst eingeladen werden.
W Eimnheimissche Nichtmitglieder und Fremd
dürfen eingeführt werden.
Abmarsch vom Bahnhof Uachreis um 3 ülhr.
2Vorstand.
J
νανια. aduna für“ —1. Vierteliabr 1879
Zeuif D Erscheint taglich mit Ausnahme der Sonn
Plãlzisch * resse. und Feiertage mit dem zweimal wöchentlich
S herausgegeber »n Eraählungs⸗Blatte „Feierstunde“. Abonnement
sir beite vter n frei rs Hausasch
nur VWI. Ind veichhalge Berichterfiatiung. Verbreilunc
durch die ganze Pfalz, weßhalb Anzeigen die lohnendfte Veröffentlichun⸗
sinden. Man abouniri bei betr. Postanstalt resp. den Postboten.
Q.lon⸗äνö cDer Verleger: GCarl Thieme.

Signirzettel
billiast ben F. X. Demetz
Abonnements Einladung.

Met dem 1. Juli beginnt ein neuts Adonnement auf di
wochentlich WMet erscheinende

—
Saarbrücker Zeitung.

nebst dem Gratisbeiblatt: Jer Bergmannsfreund,
das älteste und verbreiteiste aller in der industriellen Saargegend
eischeinenden Tageblätter, dessen Auflage die jedes andern im Re⸗
gierungsbezirke Trier erscheinenden Blattes üdersteigt.

Die Saarbrucer Zeitung, deren sich Behörden und Private
mit großem Erfolg zur Verdff nilichung ihrer Bekannimachungen be⸗
dienen, hal einen ausgedehnten Leserkreis nicht nur in den Siädten
Saacbrücken und St. Johann, sondern auch in dem diesseitigen und
den benachbarten streisen und namentlich in dem deutichredenden
Theile Lothringens.

Die Haltung der Zeitung ist liberal. Leitartikel, Tagebüber⸗
uüchten, Landiags- und Reichstaas⸗Berichte, Telegramme, Corte spon⸗
denzen, Lokainotizen und interessantes Feuilleton in jeder Nummer.

Anze;igen werden mit 156 Pfg., Reklamen mit 30 Pig.
pro Zeile berechnet.

Abonnements zum Preise von 3 Mark pro Quartal
nehmen alle Poftanstalten des In⸗ und Auslande entgegen, und
ladet dazu höflichst eein

Die Expedition der Saarbrücker Zeitunß.
Druck und Nersag von F. X. Demek in St. Inabert

An der Serie gezogene — am 1. Juli a. c. sicher gewinnende
Kurhessische Thlr. —E
(nicht zu verwechsein mit halben sogenannten Thlr. 20⸗Loosen),
Dauptgewinn VG, O00, sind aM 485. — und nach Vorauskur⸗
ung der geringften Gewinnes, Ganze 4à A2600. - Halbe
VA iaο,iertei à -, Achtel à M 3230 und
Sechs zehntel⸗Antheile à M 16. 25 noch vorräthig im Baukge⸗
geschäft von
Woriz Atiebel Ahnmne in Frankfurt a. M.
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        2
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23 2 283 33533838 289388 u 288 —*
2* S * —3252 ——— 5 2 28 —*
7 2 2 — — 2 2868 * * —z
2 — 33 *325 725228 — *27 823
ãA— 8 555 22253 58524 2
— — — — vä 27 32,23 *2 S. * — A
2 * 5 — 8 3 3. 2 7
2.— 2 — 228 3 — 222 5
5 * 2 572 5535.. 23 555 223
*8 25 52* 3 5235 7 7* 322 273

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* * * α — 222
522 2535838 55358 325338 87
3 25356
J —* — 2 — B *
2— 3—— 39
* —* 2 — 2
J 2 23*8*7 S. 5 5. 58
223 38s5 33 23—288 32533325325*
* 123— 22. 2 8 —— 2 — 8 2 — *
253,3385555333 3 353335335 333355
283 —552533—2335*53335323533*353
75 52 * 2. 2 2 * 13 3 2. 25*
— —53234 2z27. 3—25.„33223 2335
228 532235 —A ——
1355 2534532* 385*
22 io — 5 .28
8 S23 0 —A 5353 —— ———
—A 32 37* ————
—JF —2 — —— * 22.240 2 2. * * 22
2 2 3 22323 8 — — 75—33225 55
8 533588 33 * —55553353
8* 2* 3 22 232 73 2323223 27 q
23 5228288 5233. 23253 3 32535245*
5 33 253555 722335582
cc * * 28* 353 22 3— 37 5ñ3 2
2 —— —3 233 8285 —— 28 —
z52 85332 7 —V 23235 ——— 25
53 —* 28 —— 7— *33 352 533
—A *2
5: 7* 52 —5323238* 3 125 2 5855. 55338 538388
Si 232 — — —* ——— S
3 82 2 2 S. 2
— 3 532727 232822 2 2822 * 52357 73
— o — — ⸗ —
—5 527 532 5 5353 5 255533 27

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———

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        St. Ingberler Anzeiger.
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wo hentlich m⸗ dem Hauptolatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

—QWoA5— Dieustag, Donnerstag, Samstazg und Sonntag. Der Abounementspreis beträgt vierteljahrlich

1AA 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 A 60 B, einschließlich 20 J Zustellgebühr. Auzeigen werden mit 10 B, von Auswärts
mit 15 à fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum, Neelamen mi 30 pro Zeile berechnet.
M Ido.

Donnerstag den 26. Juni
—
eutsches Reich.

Berlin, 23. rinee Vernchmen nach würde Gene⸗
ralfeldmarschall v. Manteuffel am 1. August die Statthalterschaft
Elfaße Lothringens übernehmen; gleichzeitig würde auch der Staats
jekretär und der Unterstaatssekretär dahin abgehen.

Berlin, 23. Juni. In der heuligen Vorm'ttagesitzung
der Tarifkommission wurde von Seiten der bayerischen wie der
uchsischen Regierung der Nachweis des finonziellen Bedüstfnisses
porgelegt, der bayerische Nachweis veranschlagt den ungedeckten Be⸗
srag für jedes der beiden Jahre 1880 und 1881 auf 25,536,185 M.,
der sächsische das Jahresdeficit auf 5,500,000 Mark.

Berlin, 24. Juni. Oificsö3.nalionalliberale Correspon⸗
denten theilen mit, daß zwischen Führern des rechten und linken
Flügels der nationalleberalen Parlei eine Besprechung stattgehabt
Jabe, in der in loyalsler Weise eine Trennung der Frakt on als
nothwendig anerlannt wurde. Mit Bennigsen verbleibt das Gros
nei der Fraktion; es scheiden aus Forckenbeck, Stauffenberg, Lasker,
Receit, Bamberger, Braun mit der Minodrität. Die Scheidung
oll nach der dritten Lesung des Tarifs statifinden. (Fr. 3.)

Berlin, 24. Juni. Bezüglich der Frage der konstitutio⸗
aellen Garantieen derlautet, beide konservativen Fraktionen hätten
nit dem Zentium sich dahin verabredet, dem ersten Theile des
Franckenstein'schen Antrages zuzustimmen, falls die Tabaisteuer in
iner dem Zwed der Voilage entsprechenden Höhe bewilligt werde,
vogegen das Zentrum den zweiten Theil des Franckenstein'schen
—XX Darnach würde die Forderung all⸗
ãhrlicher Bewilligung gewisser Zölle (Salz, Kaffee) wegfallen; alle
Zoͤlle und Reichssteuern flössen zur Reichskasse behuͤfs Ueberweisung
un die Einzelregierungen. Dee Fesistellung der Höhe der Matrikular⸗
Beiträge bliebe nach wie vor von der Zustimmung des Reichstages
bhaͤngig. (Darch Reußerungen der „Nordd. All, Ztig.“ bestätigt.)

Ausland.

Der „Soleil“ bespricht heut nochmals den Tod des Prinzen
douis Napoleon und nennt denselben das Ende der Ty⸗
nastie, das Ende des Regimes, das Ende der Partei der Bsnapar⸗
isten. Jetzt seien für Frankreich nur zwei Lösungen offen. Die
Begenwart gehört der Republik mit einem Grevy, dem später ein
sßambelta und dann ein Clemenceau (cadikalh) foigen wird. Die
zukunft aber siellt eine monarchische Losung in Aussicht, die mit
dem Grafen Chambord beginnt, mit dem Grafen von Paris ihre
Fottsetzung feiett und mit dem jungen Herzog von Orleans schlie⸗
ien wird.

London, 23. Juni. Den englischen Zeitungen gehen
ahlreiche Zuschriflen zu, welche der Beschaͤmung Ausdrod verleihen
iber die Vorfälle bei dem Tode des Prinzen Louis Nopoleon.
ẽs giebt fich eine große Entrüstung kund über den Mangel an
ollegialer Aufepferung sestens der Eskorte und des Offizert,
velche vor den Zulus flohen und den Prinzen im Stich leßen.
kbenso wird die Unfähigkeit Lord Cdelmsjords als Befehlsdaber ge⸗
adelt. Aus diesen Umständen erklärt sich auch die besondere
heilnahme der englischen Volles an dem Todesfalle; man betrach⸗
sꝛ den Prinzen gewissermaßen als ein Opfer brilischer Fahi⸗

sigkeit.

jahlbar in 6 gleichen Terminen immer am 1. August. Schon den Ankaufs⸗
pxeis mußte der Ängeklagte gegen hypothekarische Sicherheit aufnehmen und
zing die Mühle trotz der großen Anstrengungen des Angeklagten, der allge⸗
nein als fleißig und zuverlässig galt, so schlecht, daß vorauesichtlich der“1.
Termin nicht bezahlt werden kennte In der Racht vom 24. auf 25. Feb⸗
uar abhin gegen 5 Uhr Morgens bemerkte ein Nachbar im Hause det
Ungellagien Feuerschein, lief, nachdem er sich angekleidet, in den Obsigarien
esselben und klopfte daselbst an den Fensterladen, worauf letzterer heraussah
ind fragte: „was ist !“ Auf die Mittheilung hin, daß es brenne, dffnete
er Angeklagie mit einem Mühlanzug angethan die Mühle und den verein—
en Anstrengungen der herbeigeeilten Leule gelang es, den Brand zu bewäl⸗
jen, so daß der entstandene Schaden sich nur auf 831 Mart belief. Der
Imstand, daß der Angekllagte sehr lässig beim Löschen fich zeigte, sowie die
Vahrnehmung, daß viele Petroleumflecken und mehrere Brandsteilen ohne Zu⸗
ammenhang gesehen wurden, sowie daß an der Haupibrandsielle viel Spreu
ufgebäuft war, daß der Angeklagte, der die Entstehung des Biandes einem
jeinde zuschob, selbst wohl der Brandstifter war. Drei Tage darauf brannie
ie Muhle voliständig meder. Als die Flammen sich auf das Wohnhaus
iusdehnen und die zum Löschen herbeigeeilten Leule die Mobilien retten
vollten, schloß der Angeklagte min den Weren „Wenn's bren:nt, darf man
aichts heraͤustragen“, sammtliche Zimmerthüren zu und sah am Ende des
hanges, der vom Wohnhaus nach der Mulhle führte, in das Feuermeer, wo—
ei er die Bemerkung machte „Da kann mian fich auch noch wärmen.“
das ropide Umfichgreifen des Feuers, das Benehmen und die schlechten Ver⸗
nögensverhältniffe des Angeklagten lassen keinen Zweifel an der Schuld des
Angeklagten zu. Die Untersuchung über den Brand im Ma 1878 wurde
ieder aufgegriffen, und wenn sie auch bezüglich einer Braudftiftung zu kei⸗
em Resultate führte, so ergab sich doch, daß der Angeklagte die Müuchener
Feuerverficherunsgesellschast um circa 100 Mark dadurch betrogen hatte, daß
r zwei neue Dedbeiten als verbrannt angab, während sie noch jetzt vor
handen sind. Die Anklage lautet daher auf zwei Verbrechen der Brandstif⸗
ung und ein Vergehen des Betruges. Die k. Staatsbehörde erachtele den
ollen Beweis im Sinne ver Anklage für erbracht und beantragle Schuldig⸗
prechung wegen der beiden Brandstiftungen und des Betrugs. Die Verthei⸗
igung fuͤhrte aus daß bezüglich des ersten Brandes zwar bewiesen sei, daß
erselbe gelegt aber durchaus nicht, von wem er gelegt sei. Alle zu Tage
etretenen Momente spraͤchen gegen die Annahme, daß es gerade der Ange⸗
lagte war, der die zundende Hand an das Haus gelegt habe. Schon aus
»em Umstande, daß der Angeklagte durch einen wirklichen Brand nicht wie
ie k. Staatbehörde behauptete ein gutes, sondern vielmehr, wie er nachzu⸗
veisen versuchte, ein sehr schlechtes Geschäft gemacht hätte, folge, daß ein
lmderer, sei es nun ein Feind oder ein Pyromane das Feuer gelegt habe.
kine so bodenlose Dummheit, sich selost durch einen Brand Schaden zugu⸗
gen, konne der Angeklagte nicht besessen haben. Beim 8. Brand läge auch
icht ein gewichtiges Indicium dafür vor, daß das Feuer gelegt worden sei
nd noch viel weniger sei hier die Schuld des Angeklagten auch nur wahr⸗
heinlich gemacht worden. Der Betrug sei vom Angeklagten eingestanden,
—RE Versuchung dazu so groß gewesen, daß wmildernde
imstände angenommen werden müssen. Die Geschworenen sprachen den An—
„ellagten der ersten Brandstiftung und uner Annahme mildernder Umftände
»es Betrugs schuldig, sprachen ihn jedoch wegen der zweiten Brandstiftung
rei. Das Uriheil, auf 4 Jahre 1Monat Zuchthaus und „iährigen Verlust
er bürgerlichen Ehrenrechte lautend, nahm der Angeklagte bleich und nieder
zeschmettert. vohne ein Mori n reden, entgegen.
Bermistes.

Kirchheimb olanden, 24. Junꝛ. Am Sonntag
Norgen statb der älteste Mann unserer Stadt, Herr Christ au Lin
ech, im Alter von 86 Jahren. Der Verstorbene hat noch unter
et Fahne Napoleons gestanden. Nach seiner Entlassung aus d⸗em
Nilitärdienst und mehrjährig· m Aufenthaite in der Fremde, ließ er
ich hier als Färber und staufmanng nieder. Herr Liebeck hatte
ich noch bis kurz vor feinem Tode eine selten 5 p.rliche und
Jeist'ge Frische bewöahrt PiV
Achwurgericht der Pfalz.

Zweibrücen, 19. Juni. Verhandlung gegen Georg L eitgeber,

5 Jahre alt, Müller, gebürtig zu Hersbruck in Mittelfranken, wohnhaft in
dalßheim bei Landau, wegen Brandstiftung und Betrug. Vertreier der k.
taatsbehoͤrde: Staatsanwalt Scherrer. Vertheidiger: Anwalt Frenckel.
im Jahre 1870 kam der Angeklagte nach Hainfeld und heirathete dafe lbst
n Mädchen, daß ihm als Mitgift einen Hausantheil, nebst Wingert und
harten einbrachte. Dies Eindringen verkaufte er jedoch bald wieder um
0 fl. und taufte um 400 fl. einen anderen Hausantheit, in welchem seine
jtau einen Kramladen betrieb, während er selbst vor wie nach als Muhlarzt
tbeitete. Der Umsiand, daß der Kramladen schlecht ging, erwedte, als der
ilbe in der Nacht dom 5. auf 6. Mai 1878 abbrannte, schon damals den
herdacht der Brandstiftung. Da jedoch Beweise fehlten, wuͤrde dem Ange⸗
lagten eine Brandentschädigungssumme von 2850 i 88 Pf. ausbezahit,
oomit er das Haus wieder aufbaute. Im August v. Is. kaufte der Ange⸗
lgte die sogenannte Dorfmuhle in Wals heim, bestehend aus der eigentlichen
Rahle, Wohnhaus, Stau, Sceuer, Kellerhaus, Schweinstall, Hof Pflanz⸗
ind Obstgarten, um den verbältnißmaßig hohen Vreis von 13514 9. 38 Pf.,

Marktberichte.

Homburg, 285. Juni. (Fruchtmiitelpreis und Victualienmarki.) Weizen
10 M. 81 pf. Korn 7 M. 94 Pf. Spelzkern — M. — pf., Spelz O M.
-.Pf. Gerste Lreihige — M. — Pf. Gerste 4reihige O M. — pf., Hafer
J M. 79 Pf., Mischsrucht 8 M. 106 Pf., Erbsen O M. — pf., Widen
M. — Pf. Bohnen — M. Pf.AKleesamen — M. — Pf., Korn—
prod 6 Pfund 72 Ppf. Gemischtbrod 6 Pfund —, Pf., Ochsenfleisc — Pf.,
Rindfleisch 56 Pf., iee Pf., Hammelileisch — Pf., Schweinefleisch
50 Vf., Butter 1 Pfund Oo M. 9) Pf., Kattoffeln per Cir. a M. — Pf.

Kaiserslautern, 24. Juni. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Beizen 10 M. 23 Pf. aAorn 8 M oĩ pf Spelzkern M. — pf. Spelz
W. 16 Pf., Gerste d M. — pf., Hafer M. 76 Pf., Erbsen 09 M
O Pf., Wichen O M. — Ppf., Linsen o M. — Pf., Kleesamen — M. —
8f. Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 64 Pf. 2. Qual. Pf., Gemischtbrod
Pfund 87 Pf., Butter per Pfd. — M.70 Pf., Eier 2 Stück 00 Pf., Kar⸗
offeln per Ceniner ꝛ M. 80 Vif., Stroh J M20 Vf., Heu 1 M. 50 pf.
— — MäBBM—«»—aοο ο— ——2üůů2 222-7-2 — X

Fur die Redaction veraniwortlich: F. x. D n.

23
        <pb n="350" />
        Bekanntmachung.

Gemaäß hoher Enischließung kgl. General⸗Berawerks⸗ und
Salinen Administrat'on vomm 81. Mai 1879 Nr. 1550 werden
guf der kzl. Grube St. Ingteit vom 1. Juli lid. Irs. an die
Zohlen zu nachstehenden Preisen verlauft:

FörderkohleI. Oualität per 100 Kilogr. 1IA14 ,
II. — —* 100 83 8,

III. * 100 F 668,
einschüeßlich des Ladgeldes.

Ei. Ingbert, den 21. Juni 1879.

Kgl. Bergamt St. Ingbert:
VJ. Kamann.

im Wohm⸗
Eine Wiese bacherweiher
ganz oder getheilt zu verpachten
Hei Pet. Schmidt.

Ein ganzes Siedcwerk, klei—
nere Familienwoh.
nungen, möblirte und unmöb—
lirie Zimmer, in meinem neuen
Daufe sind zu vermiethen.
Geora Klein.

na ienischaftlich geprüft u. beoutachtet Benaædictimpr-
Vnoppelkräutermagenbitler
aach einem alten aus einem Be⸗
iedictinerkloster stammenden Recep
ibrizirt und nur en gros ver
sandt von
O. PINGHL in Gottingen
(Provinz Hannover.)

Der Benedictiner ist bi
tzt das kostbarste Hausmittel uud
eßhalb in jeder Familie belieb
eworden. Der Benedictinen
it nur aus Bestandiheilen zusam⸗
aengesetzt, welche die Eigenschaften
esitzen, die zum Wiederaufbau
eines zerrütteten dahinsiechenden
Asrpers unbedingt nuothig find

zer ist unersetzlich be Magenleiden, Unverdaulichkeit, Haͤmor⸗
rhoiden, Rervenleiden, Krämpfen, lnagen Hautaus
chlagen (Flechten), Athemnoth,, Gicht, Rheumatismus-
Schwächezuständen, sowie bei Leber⸗ und Nierer leiden
und vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Blut und vermehrt dasselbe
er entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdrud des Gesichts, da ˖
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
frisch, stellt die Harmonie des Körpers wieder her und verlängert da⸗
Leben bis zu seinem vollen Maße.

NB. Jede Flasche ist mit dem Siegel C. Pingel in Göttingen
verschlossen und mit dem geschützten Etiquett versehen.

Preis à Fl. von ca. 830 Gr. Inhalt 8 M. 50 Pf.
,u, n 6604 6 M. 753 Pf.
Bei 5 Fl. Verpackung frei. Bei 10 Zl. freie Verpackung u. 1 Fl. gra
us. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage. PEn gros
Versandt durch die Fabrik.

Ltteft: Herr J Heiß, Wirth u. Oekonom in Pfahldorf b. Kipfen.
berg in Baiern, Rittelfranken, berichtet: Da ich durch den Gebrauch Ihre?
Venedictiner von meine Magenleiden beinahe gänzlich geheilt bin, sprecht
ich Ihnen meinen innigsten Dank aus, und bitte gleichzeitig um fernere
Zusendung von 10 Flaschen Benedictiner.

Niederlage in St. Ingbert bei Herxrn, J. Friedrich-

——— DO
Herzog. Braunsobweigisohe
Landos-Lotterio,
vom Staate genehmigt und garautirt.
Dieselbe besteht aus 0,000 Original⸗Loosen und
AGß,D00 Gewinnen:

Oaupitreffer v. 4800001 Tdaupilreffer à 12000,
*300. 000, 239 10,000
150,000, 8000
00,000, 6000.
*00, 3000.
509 1000

79 3000

2000

200,

1000

500

O,
00,
3,000, 12? 38
Reichs-Marleu. s. w.
Die erste Ziehung findet statt
am 17. und 18. Juli 1879,
u welchet i Driginas Loose
Ganze Hnlhbe Viertel Achtel
16 Mark 8 Mark 4 Mark 2 Mark
egen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß versende.
Jeder Spitler erhält die Gewinnlisien gratis!
WVIh. Rasilius-
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— in Bruae— F
0000

hat das
„Berliner Tageblatt“
rreicht urd damit bewiesen, daß es die Ansprüche, welche an
ne große deutsche Zeitung gestellt werden können, zu befrie
gen weißß. VDie desonderen Vorzüge dieses Blattes besteher
wrnehmlich in Folgendem

Die größte Auflage aller dentschen Zeitungen

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In der Serie gezogene — am 1. Juli a. c. sicher gewinnende
Kurheffsche Thlr. 40-Loose
nicht zu verwechsein mit haͤlben sogenannten Thlr. 20.Loosen),
Zauptgewinn 6 VYG6, O00, sind A85. - und nach Vorauskur⸗
sng des geringsten Gewinnes, Ganze à M 260. - Halbe
, Siertei a ö. —, Achtel à x 82. 50 und
Sechszehntel⸗Antheile àñ 16.23 noch vorräthig im Bankge⸗
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Berliner Tageblatt
nebst den Gratis⸗Beigaben:

der belletristischen Wochenschrift und' dem illustr. Witzblat—

8Beoerliner Sonutaasblatt“ .IU L Ieec.

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NUalehenm Walther
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Unabhäng'ge fre sinnige politische Hattung. Zahlreich
Zpezial Telegramme eigener Korrespondenten. Täglichk
2inaliges Erscheinen, als Abend⸗ und Morgendlatt
Reichhaltge Nachrichten aus der Residenz und den Provinzen
Ausführliche Kammerberichte seines eigenen parlamentarischer
Burcaus. Erziehungs- und Unterrichtswesen. Bollständig
Handelszeilung mit sehr ausführlichem Berlener Courszettel
Theater, Kunst und Wissenschaft. Wöchentliche Mittheilungen
iber Lande und Hauswirthschait, Gartenbau. Bei der Füll
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Im Laufe des II. Quattals erscheint im taglichen Ftuilleton
Romulusenliel“ vneuese Revele Paul FKeyse
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Der Meister der deutschen Novelle bietet in d'eser, ausswließlia
m, Berliner Tageblatt? erscheinenden Erzählun
ine seiner liehensmürdiasten und shumoenassiten GRnfungen

fröhlich Pfalz, Gott erhall's!
Humorist. Sonntagsblatt.
Eingetragen im Zeitungs-Katalog
unter Nr. 1547)
Dies Blatt erscheint die Woch' einmal,
hreis: 70 Pfennig pro Quartal.
diebei hat schon den Trägerlohn
Zeremnet die Exrpedition.
Jed' Postanstalt und Buchhandlung
rmpfiehlt sich zur Befoörderung.
rinzelne Nummern zu 6 Pfennig,
Für vas Gebot'n⸗ wirklich wenig.

—EBILOBTDBMB.
It. Ingbert. Sehwarzenacker
im Juni 1879

Danksagung.

Für die Zerzliche Theilnahme
un unserer tiefen Trauer sagen
vir Alle den innigsten Dank.
Die Familiesckhrhardt-⸗ochum.

Bestellungen werden von allen
Post⸗Anstalten und Vostboten ange⸗
rommen.

Gegen Franco⸗Einsendung von 1
Mark in Vriefmarken werden die be⸗
eits erschienenen 26 Nummern franco
nachgeliefert.
Probenummern auf Wunsch
zratis und franco.

Speyer.

Die Expedition.

Anzeige.
Müller Hauck auf der Rohr⸗
h»acher Muhle hält einen roib⸗
hechgen Schweizer Zucht⸗
Fassel. Tas Sprunggeld be—⸗
zrägt 1 Mark und 10 Pf.
Trinkzeld.

auf das Berliner Tageblatt“ net
Man ab onnirt LIXxund Werliper Sonntagsblatt⸗
um Preise pro Quartal bei allen Reichspost
von nur 5 Mk. 25 Pf. anstalten und wird im Interess
zer Abonnenten höfl. gebeten, das Abonnement recht frühzeitig anzu⸗
nelden, damit die Zustellung des Blattes beim Beginn des Quartol?
unktlich erfolgen konn
Druck und Vensaa von F. xX. De met in St. Ingbeit.
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        3
—

——— — —XX 2 5
83235 53333 2832822 523353
— 22 ⸗ —222338 3 * 8 8 8 25 S
— 33381833385335* ——
535 5333 8 s56* 5—55 — *2 — 9 —A—5 3* 2 2
5237555526 5—555 32235 533585 5 8 — ——
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55S 3 566 —553688 5558335. S 588 —F
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233 —855523333— 33 3
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—z22222 — 62 3 32 * ——552 25232309 3 — * — 227
— —— 3238 283835325 38 —3
—* * —A—— 28. * —32 * 5s 3232358 2—3288
3 — 55555335352 8 2 2 — 22 * SE72 —8 2*8 * *
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—»*5œ5372.78* 22 33225233 553 5223 5253 35 ⁊
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— 85 * 22 — S 3 23368 32.337
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5*3* — — 2 2552352* 32 3322 4* 5—22* 2 82
* 22 50* 2553532333 822.2 2 * 2 *3 22
— 235*5 * 23833 53 5552538 S2 35. 7 255 22
z*5 —Aã 332025 22 —— 233 5*7 —
3 8 22222537 522 2 2223285 — —5z5—253 760
32522335 23338 23533335 5 255258382
3275 553*88 5333358 3333853533— 27725325 35
253253 232337 5555533 535 35838 333333 83
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27 2222 682978 —— — 2
23822338* 23 235225 2225 7
32323 — 552— 2277 32 602532 —
5 33 2 2235338 5325 *2882 353 —
58 3253 33 333333 7353—533 2283822
2 — * 55 e* x3
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        St. Ingberter Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich“ mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich piermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

1 M 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 A 60 4, einschließlich 40 Zustellzebüuhr. Auzeigen werden mit 10 Z, von Auswaris
mit 15 — fuür die viergespaltene Zeile Blattischrift oder deren Raum, Neclanen mit 30 pro Zeile berechnet.
AM Idil.

Samstag den 28. Juni

1558

Einladung zum Abonnement.

Der „St. Jugaberter Anzeiger“ wird in dem am 1.
Juli nächsthin begiunenden III. Quartale d. J. in derselben Weise
und zu demselben Preise wie bisher erscheinen. Die politischen Nach⸗
richten wird er in gidrängter Uebersicht, aber möglichst rasch und
vollstäͤndig geben; die wichtigsten Tagesfragen werden ausführlicher
in größeren Artikeln besprochen werden. Localen und provinziellen
Angelegenheiten wird er besondere Aufmerksamktit zuwenden und da⸗
neben die interessantesten Fälle aus dem Gerichtssaale und die vich⸗
ligsten Handels⸗ und Verkehrsnachrichten beingen. Im Unter
haltungsblatte wird nur Gediegenes zum Abdruck gebracht
werden. Für dasselbe liegt bereit eine sehr sinnige Erzählung: „Eine
Gouvernante“, sowie ein größerer spannender Roman von
Otto Werner: „Die Jagd nach dem Glücke“. Das
illustrirte Sonntagsblatt wird der „Anzeiger“ auch fernet
als angenehme Beilage behalten.

Neubestellungen wollen gefälligst bald, sowohl bei der Post
als bei uas oder unseren Austrägern gemacht werden. Unsere bis—
herige hiesige Abonnenten werden den „Anzeiger“ auch im neuen
Quartale fortgeliefert erhalten, wenn sie nicht ausdrücklich abbestellen.

JIndem wir noch den „St. Ingberter Anzeiger“ einem geehr.en
hiesigen und auswärtigen Publikum zut Aufgabe von Insseraten
aller Art in empfehlende Erinnerung bringen, laden wir zugleich
zu recht zahlreichem Abonnement auf denselben ein.

Hochachtungsvollst
Redaction und Expedition des „St. Ingberter Anzeiger.“

zabe des Gesetzes errichteten Kassen ist der Landesbehörde zuzu⸗
weisen.“ Den Bericht an das Plenum wird Frhr. v. Herlling
chriftlich erstatten.

Seitdem die zahlceichen Erhöhungenvon Zollsätzen
zekannt geworden sind, welche die Tarifkommission des Reichstages
zjegenüber den Vorschlägen des Tarifentwurfs beschlossen hat, ist
ine neue Fluth von Petitionen an den Reichstag eingetreten, die
ämmtlich von solchen Industriellen ausgehen, denen durch die Ver—⸗
heuerung der Hilbfabrikate ihr Betrieb erschwert wird. Diese
Betitionen sind zuweilen von einem wahren Galgenhumor getra⸗
jen; nachdem sie anfänglich in überzeugender Weise dargethan
jaben, daß die beschlossenen Erhöhungen der Hilfsstoffe in jeder
Weise ungerechtfertigt sind, machen sie zum Schlusse eine kühne
Wendung und bitten, wenn denn alle Vorstellungen fruchtlos sein
ollten, nun wenigstens auch ihnen einen erhöhten Schutz zu ge⸗
vähren. Die Tintenfabrikanten, denen man Farbholz-Extrakt,
Bummi arabicum, chromsaures Kali, Karmin u. s. w. vertheuert,
hellagen sich, in die Tinte gekommen zu sein, und die Schuhfabri⸗
'anten weisen nach, wo sie der Schuh drückt. Auch sie wissen sich
chließlich nicht anders zu helfen, als daß sie bitten, den Zoll fuür
rertiges Schuhwerk viermal so hoch anzusetzen, als den für Halb⸗
zabrikai. Das wäre 160 Mt. für 100 Kilogramm, da das nicht⸗
richenlohgare Leder 40 Mk. bezahlen soll. Diese Vertheuerung
vürde auf ein Paar leichte elegante Sommerstiefel annähernd
dMk., auf ein Paar hohe wasserdichte Stiefel aber reichlich das
Dreifache betragen. Die „Nat. Zig.“ findet diesen letzteren Punlt
aller Beachtung werth und bemerkt dazu: „In dem Budget des
leinen Mannes gibt es kaum einen Posten, der so drückend ist,
als die Schuhmacherrechnung. Je kleiner det Haushalt, desto grö⸗
zer wird der Procentsatz, der für Schuhzeug ausgegeben wird.
Der arme Mann, sofern er nämlich überhaupt noch Lederzeug trägt
ind nicht barfuß geht oder sich mit den Holischuhen begnügt, ver⸗
raucht auf den Kopf eher mehr als weniger Sohl⸗ und Oberleder,
ils der reiche, der bei schlechten Wetter fahren oder zu Hause
»leiben kann. Der Lederzoll wirkt nicht viel anders als eine Kopf⸗
teuer. Wo soll eine weitere Verlheuerung des Schuhwerkes aifo
inaus, als dahin, den Verbrauch von ledernem Schuhwerk zu ver⸗
ingern ? Nun scheint uns Das einer weiteren Ausführung nicht
nehr zu bedürsen: der kleine Mann, der bisher ein ordentliches
Schuhzeug gewöhnt wat, und sich nun darein findet, barfuß zu
dehen, hat von dem Wege, der ihn zum Vagabondenthum führt,
zie größere Hälfte zurllckgelegt.“

Der Kaiser wird in Ems bis Mitte Juli verweilen,
nachher einige Besuche in Süddeutschland abstatten und Ende Juli
nach Gastein gehen, von wo er zunächst nach Berlin zurück⸗
kehren wird.

Deutsches Reich.

Berlin, 24. Juni. Die Tabalsteuer⸗Kommisñion trat heute
in die zweite Lesung des Entwurfes ein und erledigte den technischen
Theil desselden, die Z3 — 16. Im Wesentlichen wurde die Vor⸗
lage der verbündeten Regierungen wieder hergestellt. Die Debatte
drehte sich namentlich um ein in erster Lesung des 8 14 ange⸗
nommenes Amendement des Abg. Dr. Buhl, wonach der Tabak⸗
pflanzer befugt sein sollte, seinen Tabak außer der Kontrolverwieg⸗
ung auch noch beim Verkauf zur Verwiegung zu bringen. Der
Abgeordn. Freiherr von Marschall beantragle, das Amendement zu
streichen, welches auch der Herr Finanzminister Hobrecht bestimmt
üür nicht annehmbar erklärte. Nach eingehender Debatie, an der
sich gegen das Amendement Dr. Buhl besonders die Abgg. Freiherr
von Morschall und von Schmidt betheiligen, wurde das bezeichnete
Amendement mit überwiegender Majorität abgelehnt. Morgen er⸗
folgt die Fortsetzung der Berathung.

Die Tarif ˖ Kommission hat Seitens des Reichskanzler⸗Amts eine
Darlegung der in den Einzelstaaten vorhandenen finanjiellen Bedürf⸗
nisse erhallen. Für Bayern belduft sich der ungedectte Betrag jaͤhr⸗
lich auf mindestens 25,536,183 Mactk, für Württemberg auf
mindestens 8 Millionen, für Baden auf 8,.900 000 Mark, für
Sachsen auf 5,500,000 Mark.

Die Reichbtags⸗Kommission zur Vorberathung
des Antrages Stumm, beiteffend die Einführung von Invaliden⸗
tassen, hat in der von den Abgeordneten Stumm und Fehr. v.
Hertling vorgeschlagenen Fassung mit 12 gegen 3 Stimmen solgende
Resolution angeno nmen: „Der Reichstag wolle beschließen, den
hderrn Reichskanzler aufsufordern, dem Reichstage thunlichst bald
einen Gesetzentwurf betraffend die Errichtung von Inbaliden⸗ und
Alterversorgungskassen sür die Fabrilarbeiter mit obligatorischer
Beitragspflicht auf folgender Grundloge vorzulegen: 1) Die Kassen
haben neben der Peusionirung der Ärbeiter auch ihren Wittwen

aund Waisen entsprechende Unterstützung zu gewähren. 2) Die Ar⸗
beiter und Arbeitgeber haben gemeinschaftich sowohl Beiträge zu
den Kassen zu leisten, als deren Verwaitung zu führen. 8) Das
durch die gezahlten Beiträge erwotbene Recht des Arbeiters an die
dassen ist namentlich durch Uebertragbarkeit seiner Ansprüche von einer
gKasse auf die andere zu schützen. H Es sind Normativbestimmungen
it die Errichtung don Kossenverbänden unter besonderer Berück
ichtigung und Foörderung des Zusammenschlusses verwandter In—
dustriezweige zu erlassen. 5) Die Kontrole uͤber die nach Moß⸗

Ausland.

Paris, 23. Juni. Die Meldung, daß der Peinz Peier
Bonaparte (‚Mordpeter“) im Sterben hege oder gae schon ge⸗
dorben sei, beruhte auf einer groben Uebertreibung, ber Prinz lei⸗
et an einer Herzkrankheit und hütet seit einigen Tagen das Bett;
ein Zustand ist aber kein bedenklicher und er hat auch nicht die
Zterhesaklramente empfangen.

London, 24. Juni. Aus Chislehurst wird gemeldet, daß
zas Besinden der Kaisetin Eugenie wicderum sich berschlimmert hat.
Das vom Dr. Courvdisart ausgegebene neueste Bulletin lautet un⸗
zünstig. Die Pitientin schläft schlecht, dabei dauern die Schmerz⸗
Paroxismen in gleicher Heftigkeit fort. Aus Zureden der Königin
Billoria suchte die Leidende zwar mehr Nahrung zu sich zu nehmen,
iber der Ersolg ist unzuereichend.

Ein Londoner Correspondent des „National“ will den Inhalt
»es Testaments des Prinzen Lud vig Napoleon aus sichererer Quelle
ennen. Dasselbe, wie das englische Geseßz verlangt, im Beisein
weier Zeugen, englischer Offiziere, mit denen der Prinz von Wool⸗
vich her befreundet war, geschrieben und Diesen von Anfang bis
Ende vorgelesen, sei ganz kurz und ohne jeden politischen Inhalt.
Der Prirz ernenne daran seine Mutter zu seiner unumschränkten
Iniversalerbin mit dem einzigen Beisatze, daß sie seinem Dienstper⸗
        <pb n="354" />
        jonal einige Andenken geben, Herr Pieltri bei sich zu behalten, den
Jugendfreunden Conneau und Espinasse gewisse Waffen und Bücher
als“Souvenir aushändigen, endlich seinem allen Kammerdiener,
sinem Kürassier von Reichshofen, eine Leibrente zahlen jolle.

Madrid, 24. Juni. Die „Epoca?“ meldet von einer
Bande Ausständischer, die sich in Katalonien erhoben und in meh⸗
reren Ortschaften Zwangslieferungen von den Bewohnern einge⸗
krieben haite. Von der zur Herstellung der Ruhe aufgebotenen
Gendarmerie waren sechs Aufständische getödtet und mehrere andere
perwundet worden.

—
reAꝛrgericht der Pfalz.

Zweibrücken, 21. Juni. Verhandlung gegen Thomas Morio,
42 Jahre alt, Winzer und Adjunkt in Rauschbach (Cantons Landau) wegen
vorsaͤßlicher Brandstiftung. Veitreter der k. Staaisbehörde: Staatsanwalt
Scherrer, Bertheidiger Anwalt Gebhart.

Mit seiner Frau und 8 Kindern bewohnte der Angelklagte sein in der
Haupistraße zu Rauschbach gelegenes einstöckiges Wohnhaus. Unter demselben
Dache mil demselben und nur durch eine Riegelwand von ihm getrennt, be⸗
fand sich das Kelterhaus und unter Wohn⸗ und Kelterhaus lag ein sogen.⸗
Balkenkeller, in welchem der Angeklagte seinen Wein aufbewahrte. Funf
Meter hinter diesem Hauptgebäude steht in dem Hofraume das erst vor eini⸗
gen Jahren erbaute Nebengebsude, bestehend in Scheuer und Stall. In der
Nacht vom 8. auf den 4. März abhin zwischen 1 und 2 Uhr hraunte das
Wohnhaus mit Kellerraum zusammen und deuteten eine Reihe von Umständen
sofort daraufhin, daß man es hier wieder einmal mit einer Brandlegung,
wie fie in letzter Zeit in schreckenerregender Weise überhand nehmen, zu thun
habe, Die Leute, welche zuerst an der Brandstätte sich befanden, sahen zu
zleicher Zeit im Keller und im Speicher Flammen und bei der gerichtlichen
H rtsbesichtigung fand man 4 bis 5 räumlich getrennte Feuerherde und Ueber⸗
reste von leicht brennbarem Material unter solchen Gegenständen, die für
Flammen nicht so leicht empfänglich find, z. B. unter der Kelter und unter
den einzelnen Weinfässern im Kellec.“ Der Angeklagte sieht auch die Wich—
tigkeit dieser Indicien für eine objectiv vorhandene Brandlegung ein und
sucht nur in subiectiver Hinsicht dieselbe einigen ihm seindselig gefinnten
Burschen, die ihm schon früher einmal gedroht hätten, in die Schuhe zu
schieben. Von einer derartigen Drohnng wissen aber die von dem Ange⸗
klagten hiefür producirten Zeugen gar nichts und durch die geführte Vor⸗
uniersuchung wurden denn auch mancherlei Indicien dafür vornefunden, daß
der eigentliche Thäter doch wohl in der Familie des Angeklagten zu juchen
sein duürfte. Der Angeklagte befand sich zur Zeit des Brandes in den be⸗
draͤngtesten Vermögensverhaltnissen, er und sein ganzes Anwesen war mit
Schulden überbürdet und die einzelnen Gläubiger hatten die Geduld verloren.
Ende Feoruar und Anufangs Maͤrz waren verschiedene Vorsichtsverfügungen
erwirkt und Arreste angelegt worden und die gänzliche pekuniäre Vernichtung
des Angeklagten stand in nächster Nähe. Er besaß zwar noch etwas mehr
als 8000 Luer Wein, aber der war „gemacht“ und zwar so schlecht gemacht,
daß er nach Aussage der Sachverständigen nur mehr zu Essig haͤtte verwendet
erden können umd das will doch heutzutage viel sagen! 95 M. — sage
funfundneunzig Mark war der wahre und wirkliche Werth von 1000 Liter
dieser fabricirien Flüssigkeit — „Wein“ genannt. An einen einigermaßen
qunstigen Verkauf desselben konnte der Angeklagte unter diesen Umständen
natürlich nicht denken, aber wenn es brannte, wenn die Fässer ausliefen, wer
wollte den wahren Werth der ausgelaufenen Flüssigkeit festsezen ? dann konnte
er hoffen, ein annehmbares Summcchen für sein Fabrikat zu erhalten. Das
Feuer hatte ihm aber diese Gefälligkeit, trotzdem mit Siroh und leichtver⸗
oͤrennlichem Holz unter den Fässern vorgesorgt war, nicht vollständig gethan
der „Wein“ war wohl auch ihm zu schlecht — denn so groß die Flam⸗
men im Keller auch waren, 1100 Liter Wein ließen sie zur Beglückung der
Menschheit doch noch übrig, und das war dem Angeklagten doch nicht ange⸗
nehm. Wenige Tage nach dem Brande hatte er dem Gendarmen Roth in
Landau gegenüber geäußert: „Er stecke nicht mehr so tief in Schulden, wenn
er jetzt seine Versicherungssumme erhielt, könne er sie Alle bezahlen und dann
werde er fich einschränken.“ In der Voruntersuchung wurde auch constatirt,
daß kurz vor dem Brande ungewöhnlich große Quannuitäten Petroleum gekauft
vorden, die nach dem Brande nicht mehr vorhanden waren. Die k. Staats⸗
behörde glaubte, nach beendigtem Zeugenberhöre koͤnne bei den Geschworenen
tin Zweisel an der Schuld des Angeklagten nicht mehr aufkommen. Die
bielen Brandspuren in dem fest verschlossenen Keller könnten doch unmöglich
von der Hand eines Dritten gelegt sein. Die Vertheidigung führte aus, es
jei nicht ganz ausgesthlossen, daß die Kellerthüre vor dem Brande nicht doch
geöffnet gewesen sei und dann könne ja das Feuer auch von der Frau oder
den Kindern des Angeklagten gelegt worden sein. Die Schuld des Ange—
klagten sei durchaus nicht über allen Zweifel erhaben und es mufsse deshalb
Freisprechung erfolgen. Die Geschworenen bejahten jedoch die Schuldfrage
und der Schwurgerichtshof veruriheilte den Ängeklagten in eine Zuchthaus⸗
strafe in der Dauer von 8 Jahren und zu gleichdauerndem Verluste der
bürgerlichen Ehrenrechte.
SBermijhtes.

p Geldvermittlung mittelsi Postanweisung und durch den Tele⸗
grophen. Im Interesse des cortespondirenden Publikunis sei daran
rinnert, daß auf eine Postanweisung bis einschließlich 400 Mark
eingezahli werden können und daß sich diese Art der Uebermittelung
bon Geldbeträgen nicht allein der Billigkeit (0 Pf. jür 400 M.)
und Einfachheit wegen, sondern auch in Rüchssicht auf die größtmög⸗
liche Schnelligkeit in der Ueberkunft empfi hlt, da Postanweisungen
als Briespostgegenstände auch mit den Schnellzügen Besörderung er⸗
halten, was bei Geldbriefen 2c. nicht der Fall. Die Möglichkeit
des Geldaustausches durch den Telegraphen scheint noch immer nicht
genügend erkannt zu sein. Wie auf einer Postanweisung koönnen jetzt
mittels eines Telegramms Beträge bis zu 400 M. versendet werden.
Der Absender hat das Postanweisungs⸗ Formular — oder mehrere
bei größeren Summen — vorher auszufüllen und mit dem Vermert
emittelst Telegtaph“ oder „ielezraphisch“ zu versehen. Etwa wün⸗
schenswerthe, mitzutelegraph rende Bemerkungen können auf den Ab⸗
schuitt der Anweisung niedergeschtieben werden. Dabei und bei
Fertigung der Adresse ist die wöglichste Kürze räthlich, weil jedes

Wort der Ueberweisungsdepesche bezahlt werden muß. Die Audgfer⸗
igung des Telegramms geschieht durch den annehmenden Beamten.
Ia Gebühren sind zu entrichten: das Franco für jede Postanwei⸗
ung, Telegrammgebühr (etwa je ein M. bei einfacheren Adressen
ind ohne Bemerkungen und 50 Pfg. Eilbeslellgeld für die Austra⸗
jung jedes Telegramms und des darauf überwiesenen Betrages am
Bestimmungorte.

Hornbach, 24. Juni. Vergangenen Freitag den 18.
yuni haite der dahier in Diensten stehende Schreinerlehrling Paul
Schreiber, ein fleißiger junger Bursche von 160 Jahren, das
Unglück, sich mit einem Beile in den Daumen zu hauen. Derselbe
derklebte die stark blutende Wunde sofort nach Schreiners⸗Gebrauch
mit Leim, der in einer eisernen Pfanne aufbewahrt wurde, welche
vahrscheinlich Rost gezogen hatte; ohne die ihm nicht gefährlich
cheinende Wunde zu beachten, arbeitete derselbe weiter, bis später
Blutvergiftung eintrat, worauf Starrkrampf erfolgte, welchem er
Jestern unter heftigen Schmerzen erlag.

4 Das Landgericht in Wald moher scheint zur Aufhebung
zestimmt zu sein. Dieser Tage begab sich eine Deputation nach
München, um den Justizminister fuür Erhaltung desselben zu be⸗
timmen. Privatnachrichten zufolge dürfte dasselbe vorläufig bestehen
leiben, aber bei einer nach vier Jahren erfolgenden definitiven
Zutschließung bezüglich der Amtsgerichte als Opfer fallen.

Kaiserslautern, 26. Juni. Wie uns mitgetheilt
vird, hat ein kürzlich im hiesigen Zuchthause verstorbener Strafling,
er wegen verschiedener Diebstähle eine längere Strafe zu verbühen
satte, vor seinem Tode gebeichtet, daß er auch noch einen anderen
Diebstahl, den einert silbernen Cylinderuhr, verübt habe, wegen dessen
in anderer Mann unschuldig zu 4 Wochen Gefängniß verurtheilt
vorden sei. Er habe die betr. Uhr damals im hiesigen Polizei⸗
vachtlocale verstectt. Auf erfolgtes Nachsuchen fand man denn auch
die Uhr im Wachtlocale auf dem von dem Sträflinge angegebenen
Blatze versteckt, und zwar stark verrostet. (t. 3.—

F Vor zwei Jahren wurde in Dürkheim ein liberaler
Wahlverein gegründet, der, wie aus einem Bericht im D. Anz.
servorgeht, ohne vrel Spectakel zu machen, eine so gute Wirkung
Jeübt hat, daß bei der letzlen Reichstagswahl sämmtliche Stimmen
n Düctkheim auf den liberalen Candidaten vereinigt wurden. Der
Zzericht schreibt diese günstige Wirkung der Verbreitung von Schriften
u, die deu Wahlern den nöthigen Aufschluß geben über die schwebenden
xragen. Der Verein zu Dürkheim zählt laut Liste zur Zeit 320
Nitglieder, darunter sind alle Stände, am zahlreichsten Gutsbesitzer,
Hewerbetreibende und Oekonomen vertreten. Constituirt sind ferner
dolalvereine zu Deidesheim, Wachenheim, Freinsheim, Erpolzheim,
Bdöanheim u. a. O. im Canton Dürkheim.

FBurbach, 25. Juni. Heuie Nacht starb hier nach
ängerer Krankheit Herr Commerzienrath Nilolaus Flaum. Das
Ausblühen und die jetzige große Bedeutung der Burbacher Hütte
ind lediglich das Resultat seiner Leitung. Er war richt nur als
hutenmann, sondern in jeder Bez'ehung eine ausgezeichnete Per⸗
onlichteit, so daß sein Verlust in allen betheiligten Kreisen tief
mpfunden werden wird. (S. 3.)

Saargemünd, 24. Juni. Ueber Personalver⸗
inderungen am hiesigen Landgericht läßt sich die „Straßb. Zig.“
chreiben: der Kammerptraäsident Shhneider geht in gleicher GEigen⸗
schat nach Kolmar, der Oberprokucator Mühlinghaus als ältester
Zammerpräsident nach Straßburg, der Staatsprokurator Becker als
erster Staaisanwalt nach Met Zum Kammerpräsidenten hier soll
der ällesie Landgerichtsrath, Herr Krieger, befördert werden
ind als erster Slaatsanwalt der Staatsprolurator Böcking aus
Straßburg hierher lommen.

Würziburg. Das Militärbezirlsgericht hat in seiner
Sitzung vom 7. d. Mis. den Unterofficier Nic. Lang des 4.
Infanterie⸗Regiments in Metz, der angeschuldigt war, in mehreren
Fällen Untergebene gröblich mißhandelt und beleidigt zu haben, zu
JJahr 4 Monaten Gefängniß und Degradation verurtheilt.

FMarau, 24. Juni. Am Samftag Abend fiel hier ein
—V
var bereits im Versinken begriffen, als eine in der Nahe (beim
Damenschwimmbad) im Freien badende hiesige Dame die drohende
Hefahr bemerlkte, auf das sinlende Kind zuschwamm und es glüdlich
rettete. (S. W.)

4 Der Lieutenant Frhr. von Egloffstein, welcher sich jürgst
in Dillingen erschossen, war der letzte übtig gedliebene Sohn
einer nun tiesgebeugten Mutter. Derselbe war von Natur ausge⸗
tattet mit Allem, was zu einem glücklichen Leden hier berechtigt.
Besund, kräftig, wohlerzogen, kiudlich an seiner treuen Putter han—
gend, ein tüchtiger Officiec und braver Kamerad. Als er Ojficier
burde, bezog er eine Jahresrente von 9000 Mark, wovon er nur
eine Mutier zu apanagiren und die Kosten seiner Gutsverwaltung
uu wagen hatie. Es blieben ihm baar 6000 Mark jähtlich. Da
eranlaß e ihn sein Rittmeister, mit ihm einen Weqhsel von über
.5,000 Mart zu unterschreiben, auf welchen Vetrag der Rittmeister
ür einen anderen Nittmeister gutgestanden war. Egloffstein wurde
        <pb n="355" />
        eingeklagt und mußle 16,000 M. bezahlen, tesp. es wurde Beschlag
auf die Rebenuen seines Majorats gelegt. So kam der Unglückliche
in die Hände der Geldhändier. Unter diesen prangt obenan ein
gewisser Birn von Munchen, dem er für nicht ganz erhaltene 83000 M.
woͤlftausend Mark verschreiben mußle. Mit einem anderen
dameraden versuchte der Arme noch das Börsenspiel, und häufte
äch tine neue Schuldsumme unglaublich schnell bis zu 11,000 M.
an. Emen erfreulichen Gegenfatz zu diefen ttraurigen Vorkommnissen
zibt das schöne Bild der Kameradschaft, da mehrere Freunde und
Officiere des 2. Chev.Regts. Alles aufboten, dem von allen ver⸗
ehrten Kameraden aus der Noth zu helfen. Leider konnte der un⸗
alũdtiche Schriti Egloffsteins nicht verhindert werden.

t.Wie Soldaten behandeltwerden! Unler
dieser Ueberschrift berichtet der „Westph. Merkur“ aus Münster,
21. Juni: Eine empdrende Scene fiel heute Morgen auf dem
Peuplatze vor. Einem Soldalen, welcher beim Reiten eiwas aus
der Linie gekommen war, schleuderte ein Unteroffijier vom Train-⸗Ba⸗
aillon eine ganze Hand voll Koth in's Gesicht. — Commensar überflüssig.

fIn Bochum fanden sich beim Schlachten einer fetten Kuh
im Innern derselben 16 Drahtistifte verschiedener Größe, 1 Dessert⸗
zaͤbel und 7 Plomben von Blei, letztere wahrscheinlich von steuer⸗
amtlich verschlossen gewesenen Säcken herrührend. Bei dem Thiere
und nach Aussage des Besitzers irgendwelche Krankheitserscheinungen
richt beobachtet worden.

Osnabräck, 20. Juni. Eine geisteskranke Frau warf
jestern Morgen 4 Uhr, während der Mann außer dem Hause be—
chäftigt war, zwei ihrer Kinder aus dem Fenster des ersten Stockes
uuf das harte Steinpflaster und sprang dann selbst mit einem kleinen
Zinde in der Schürze nach. Ein felten glücklicher Zufall wollte,
aß alle vier, ohne erhebliche Verletzungen zu erleiden, dabon kamen
iud nur das kleine Wesen in der Schürze einige leichte Wunden am
dopf erhielt.

Ein furchterliches Hagelweiter richtete in den Phane⸗⸗—
—— —E Vv
Herzogl. Braugoß velgioho
Landos-Lottorie,
vom Staate genehmigt und garantirt.
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am 17. und 18. Inli 1879,
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der Rraunschw. Landes-Lolterie
Anscehweig

7

24 Auf Grund der thatfachich —
elten Heilersolge kann das bereits in
110. NAufl erschitnene reichiunftririe Buch:
ur. Airy's Naturheilmneihode,
breis 1 Mark,*) allen Aranken aufs
Varintte zur Anschafung empforlen
rrden. In diesem 1 Sciten siarten
Werke findet ein Jeder, gieibviel an
delcher Krankheit leidend, tausendfach
—XRX leicht zu befelgende Ratb-
qläge, die, wie zadlese Dantschreiben!
beweisen, oft felbst Shwerkranten
— Hilse — Heilung brachten
ñKisier Verlags Ansalt, Leip-
nig, sendet auf Wunte
nen 105 Si

—XI
1
— — —
tollwerckess
Brust- Bonbons
aine nach äretlicher Vor-
schrift bereitete Vereinig-
ung von Zucker und Kräu-
ter-Pxtracten, welche bei
Hals-· und Brust⸗Affectionen
inbedingt woblthuend wir-
ken. Naturell genommen
und in heisser Mileh auf—-
gelöst, sind dieselben Kin-
lern wie Erwachsenen zu

ꝛmpfehlen.

Vorrüthig in St. Ingbert
ei J. J. Greweniq und bei
J. Vnt r.

——— —
Worräthig in K. Gotthold's
uchhandie,“ welche dasselbe gegen 1
—* Pf. in Briefm franco ver⸗

Zegenden einen Schaden von gegen 10 Millionen Franken an
Auch die Departements des Jura, Puy de Dome und des Pas
de Calais sind vom Hagel schwer heimgesucht worden.

Bei einem zu Ehren des Kronprinzen Nudolph von Oester⸗
reich in Madrid abgehaltenen Revue explodirie ein Pulver⸗
wagen, wodurch ein Mann gelödtet und viele Soldaten und Ci⸗
bilisten verwundet wurden.

Petersburs, 24. Juni. Ein Telegramm des Gou⸗
veruners von Cherson meldet unterm 23. d.: Die Felder der
am Strand liegenden Dörfer Knoblewka und Adschiaska sind von
enormen Massen von Kornkäfern bedeckt, die durch die Meereswogen
ans Ufer geschleudert wurden; es sind Maßregeln behufs Ausrott⸗
ang der Kaäfer ergriffen
MNarktberichte.

Zweibrücken, 26 Junm. (Fruchtmittelpreis und Victualienmark.)
Beizen 10 M. 75 Pf. Korn 7M. 70 pf., Gerste zweireihige.d M. — Pf.
ierreihige d M. — Pf., Spelz O M. Pf.. Spelzkern — M. — Pf.
Dinkel — M. — Pf. Mischfrucht d M. — Pf. Hafer 7 M. 29 pf.,
Irbsen — M. — Pf., Widen d M. Pf. Kartoffeln 4 M. 580 pf.
den 2 M. 80, Pf. Slroh SW. 60 pf, Weißbrod Un guoe p
dornbrod 8 Kilogr. 78 Pf., 2 Kilogr. 18 Pfn Kilogr. 25 Pf., Gemifchi⸗
zrod 8 Kilogr. 91 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
ßs pf. I. Qual. 60 Pf. Kalbfieisch od Pf. Hammelfieise bo pf. Schweinsicise
b6 Pf. Butter! / Kiloar. O M. 83 Pf. Wein 1 Liler 80 Pf. Bier WLiter 24 Pf.
FTür die Medaction verantwortli«· — 9
Illustrirte Jagdzeitung. Organ für Jagd, Fischerei und Natur—
unde Herausgegeben vom 1. Obersorsier H. Nißzsche. 3. Jahrgang.
ser. 20 enthält: Üeber Schwarzwild in Wildparken voni Forstmeister Pfizen⸗
nayer. — Thierleben und Jagd in fernen Zonen von br Pechuel⸗Lösche. —
Jagddilder aus Siebenbürgen von M. Wagner mit Bild. — Zur Gewehr⸗
rage von v. Homeyer-Murchin. — Jagdhumoreste vom Maler Beckmann.
Jagdeinladungskarten mit Bildern vom Thiermaler Deiker. 25 Stü
M. Verlag von Schmidt &amp; Günther in Leipzig. 8 M. halbjährlich.
Ils Anhang dazu erscheint: Bibliothekfür Jäger ünd Jagdfreunder
don erfahrenen Fachmännern herausgegeben. Jahrlich 12 Hefte, 8. Mart pro
dalbiabr. Alle Buchhandlungen und“ Poftantalten nebmen Beitellungen an

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zuß Fetery der goldnen Hoch2eéòt

Ihror Majestaton, des deutsohen Kaigors

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nebst dem Gratisbeiblatt: Der Bergmanusfreund,
das älteste und verbreitetste aller in der industriellen Saargegend
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gierungsbezirke Trier erscheinenden Blaues übersteigt.

Die Saarbrücker Zeitung, deren sich Behörden und Private
mit großem Erfolg zur Veröffenilichung ihrer Bekannlimachungen be⸗
dienen, hal einen ausgedehnten Leserkreis nicht nur in den Städten

Saarbrüden und St. Johann, sondern auch in dem diesseitigen und
den benachbarten Kreisen und namentlich in dem deutichredenden
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Die Haltung der Zeitung ist liberal. Leitartikel, Tagesüber⸗
Jsichten, Landtags⸗ und Reichstags. Berichte, Telegramme, Correspon⸗
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Jos. Schmelzer mit Maria Geh⸗
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Johonn Klemmer mit Elisabetha
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datharina Wischan. 17. Karl
inbehend mit Kath. Steinfels.
27. Juliuz Joh. Müller mit
Johanna Lindemann. 29, Franz
Fal. Kichler mit Kath. Heip.
O. Sterbfälle:
4. Mai. Joh. Bohr 80 J.
ilt, Ehem. von Sophia Heib.
Peler Adam 23 J. alt, S. b.
dat. Adam. 5. Kath. Grübel
io J. alt, Ehefr. von Wendel
Massar. 6. Johanna 7 J. alt,
T. d. Wilh. Pfeilstücker. Mar⸗
jaretha 9 J. alt, T. v. Peter
rder. Anna Maria Best 73 J.
At, Wwe. von Joh. Siegwart.
7. Magdalena Moje 81 3. all,
Bwe. v. Jak. Schmelzer. 10.
Jacob 17 J. alt, S. v. Peter
allenborn. 11. Katharina
1 J. und 4 M. alt, T. von
Theobald Schunck. Ernst 10J.
ali, S. v. Heint. Isaac. Ma⸗
ria 26 J. olt, T. von Daniel
Brutsch. 12. Julianna 2 J.
11 M alt, T. v Jat. Schmitt.
13. Heinr., 22 J. alt, S. v.
Daniel Schroer. Jal. Schusitet
28 J. alt, Wittwer v. Carolina
Dahlem. 17. Henriette Jung
72 J. alt, Wwe. von Johann
Schwarz. 18. Carl 2 M. alt,
S. v. Carl Stein. 20. Emma
Schöffler 48 J. alt, Wwe. von
Nug. Dreher. Charlotta Loffler
74 J. alt, Wwe. von Peter
Maurer. 21. Jalob 4 M. 16 T.
alt, S. v. Jak. Ritz. Anna
3 J. alt, T. v. Heinr. Horle⸗
mann. 22. Heinrich, J M.
24 T. alt, S. v. Maria Dahlem.
26. Ludwig Friedr. 1 M.184.
alt, S. v. Ludwig Weingardt.
28. Katharina Dreßler 67 J.
alt, Wwe. v. Joh. Jos. Schwarz.
dudvigec Myait, S. v. Wilh.
Poller. 29. Friedrich 3 M. alt,
S. d. Fried. Schlegel. 30. Ka⸗
—
Peter Stroh. 80. Gettkrauda
3 M. alt, T. von Barbara
Brell. 31. Maria 1 J. alt
T. d. Fried. Christian Ederlein.
St. Ingbert, 19. Juni 1879.
Der Standesbeamte:
Custer.

Zur Entgegennahme von Versicherunas⸗Antraägen empfehlen
sich die Special⸗Agenten; BPeter WVeisgerber in
St. Ingbert; Josef Siegrist in Erfweiler,
iowie der Haupt-Agent;
ugust Fouquet in Kaiserslautern.

Auszug
uus den Registern des Standesamtt
St. Ingbert
pro Monat Mai 1879.
A. Geburten:
2. Mai. Katharina, T. v.
Johann Schweitzer. 83. Joseph.,
. von Jakob Ewerle. 4. Lud⸗
vig, S. von Heinrich Sonn.
Barbara, T. v. Johann Kihm.
3. Lotenz, S. v. Peter Mathieu.
heinrich, S. von Ludwig Feß.
zohann, S. v. Adolph Filipo—
vitz. Katharina Paulina, T.
J. Daniel Triem. 7. Nilolaus,
—A
zalena, T. don Ludwig Wolfj.
stikolaus, S. v. Jalob Wigold.
). Margaretha, T. v. Pet. Kastel.
O. Andreas, S. v. J. Selzer.
Naria, T. v. Joh. J. Wendel.
4. Johaun, S. v. J. Klahm.
3. Jofeph, S. v. J. Fischer.
6. Maria Elis., T. v. Mathias
lemmer. 19. Johann, S. v.
Naria Gebhardt. 20. Heinrich,
5. von Johann Quiring. 21.
ranz, S. v. Ludwig Feichtner.
2. Felica, T. v. Wol. Siachel.
Johann Joseph, S. v. Georg
zraus. Karolina, T. v. Hein⸗
ich Jung. Jaktob, S. v. Jo ˖
jann Hubertas. 24. Anna
Nariu, T. v. Christian Abel.
35. Joh. Peter, S. v. Ludwig

44,
Abonnements Einladung sür TI. Vierteliahr 1879.
Fañ szi Erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn⸗
* kölzische Vresse. und Feiertage mit dem zweimal wöchentlich
D herausgegebenen Erzählungs-Blatte erenede Abonnements
für beide Blaͤtter 2 M vlerteljaͤhrlich frei in's Haus. Rasche
nur und reichhaitige Verichterstattung. Verbreitung
durch die ganze Pfalz, weßhalb Anzeigen die lohnendste Veröffentlichung
inden. Man abonniri bei betr. Postanstalt resp. den !A34—
Kirchheimbolanden. Der Verleger: Carl Thieme.
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Siets umgehende Erpedition. Convenirt die Sendung nicht, so
vird solche reiourgenommen.
Oari Minde in Leipzig.

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Zäddentlche Prelle
&amp; 8 —*
und
Müunchener Nachrichten.
Herausgegeben von Dr. Cajus Moͤller.

Für das vorstehend genannte größte Blatt Müuͤnchens laden wir hierdurch
ergebeust zum Abonnemenn ein. Die „Süddeutsche Presse und Münchener
Rachrichten“, ein nach allen Seiten hin unabhängiges nationalliberales Blatt, hat
ich durch Schnelligkeit und Schlagfertigkeit in Mittheilung und Besprechung innerer und
ußerer Tagesfragen, Ausgeprägtheit und Selbständigleit der Gesinnung allgemeine Aner⸗
dennung verschafft und innerhalb der großen deutschen Tageepresse eine uͤber ihre raͤumliche
Bedeutung weit hinausgehende ebenbürtige Stellung zu erringen gewußt. Ihr lokaler
wie ihr bayerischer Theil bringt reiche Originalmittheilungen aus der Haupistadt wie dem
zjanzen Lande. Ihr handelspolitischer und volkswirthschaftlicher Theil ist in stetem Auf⸗
wunge begriffen und bespricht die in unseren Tagen so brennend gewordenen betreffenden
Interessenfragen eingehend und selbsländig. Für Unterhaltung ist durch interessante Ori⸗
Finalerzaählungen, Vermischtes ꝛc. bestens gesorgt. Dem Theater, der Kunst und der
Ziteralur wird in Besprechunz aus namhaften Federn eine undarteiische Aufmerlsamleit
zugewendet.

Die seit dem 1. Januar d. J. als selbsiändig zu bindende Wochenbeilage erschei⸗
nenden Bayerischen Literaturblätter“ dienen den gleichen Interessen und
haben sich in der kutzen Zeit ihres Bestehens der allgemeinen Beliebtheit zu erfreuen gehabt.

Der am 15. Juli d. J. hier beginnenden großen

„internationalen Kunstausstellung“
wird von der „Süddeuischen Presse“ eine desondere Aufmerksamkeit in Berichterstatiung
vie in Krilik und Schilderuug durch d'e namhaftesten Federn zugewendet werden.

Die neu hinzutretenden Abonnenten erhalten den kürzlich begonnenen vortrefflichen
Roman „Selle Kummer Sieben“ von Plrre Lacoonso gratis nachgel'efert.

Dee Verbreitung der „Süddeutschen Presse“ sowie das stetige Wachsen ihres Inse⸗
ratentheiles beweist die lohnende Verbreitung der Juserate in den kauf⸗ uad zahlungs⸗
ahiosten Schichten der Bebbltlerung. Die Annoncen werden mit 20 Pf. pro Zeile
berechnet. Siillich bedenkliche oder Wucherinserate werden nicht aufgenommen.

Mänchen, im Juui 1879. Die Expedition-

Furstenfelderstr. 13.

—— — — — — — — — —
Drud und Verlag von F. X. Demet in St. Ingbert.
Hierm für unsere Wo ste⸗Abonnenten „Illustrirtes Sonntaasblatt“ Nr246. *

X3
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        Sl. Ingberter Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich mie dem Hauptblatie verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag nud Sonntag. Der Abonue mentsvreis betragt vierieljährlich

1A 40 A einschließlich Tragerlohn; durch die Post bezogen 1 A 60 4, einschließlich 420 Zustellgebühr. Auzeigen werden mit 10 B, von Auswäris
mit 15 A fur die viergespaltene Zeile Blattschrift odet deren Raum, Neclamen mit 80 4 vrs Zeile berechnet.
M 10.

Sonntag den 209. Juni

1879.

Deutsches Reich.

Berlin, 26. Juni. Der Reichslag hat heute in erster
und zweiter Lesung den Gesetzentwurf über den Bau einer Eisen⸗
bahn von Teterchen nach Diedenhofen genehmigt.

Berlin, 26. Juni. Heute Abend stimmt die Commission
über die Tabaksteuersäte ab. Es liegen Anträge vor vom Cenitum
b0 Mark für ausländischen, 25 Man für inländischen Tabak; von
Buhl 85 resp. 45 Mark; von Blum 80 resp. 40 Mark; von den
Tonserbatiben 100 resp. 60 Mark. Aussicht aus Annahme hal der
Antrag Buhl, der ebentuell Nachsteuer von 82 resp. 20 Mark
vorschlägt.

geklagte hat nun Schaden durch den Brand und scheint fich durch diese That
nur an seiner Frnu habe rächen zu wollen.
Bermẽecchtes.
783weibrücken, 27. Juni. (3. 3.) Gestern Nach⸗
mittag um 4 Uhr beehrte Se. Exiellenz Hr. v. Pfeufer, Staais⸗
ninister des Innern, nachdem er vorher in Begleitung des Hrn.
Regierungspraͤsidenten v. Braun und mehrerer hohen Bahnbeamten
die Bliesbahn befahren hatte, unsere Siadt mit einem lurzen Be⸗
suche. Bei seiner Rundfahrt durch die Stadt befanden sich in sei⸗
ner Begleilung Hr. Regierungs taih und Bezirlsamimann Danm,
Hr. Assessor Schäfer, Hr. Gestütsdirekltor v. Rad, Hr. Bürger⸗
meister Marder und die HH. Adjunkten Zorn und Brünisholz.
Der Hr. Minister besichtigie die katholische Kirche und die Syna⸗
zoge und fuhr kurz nach 8 Uhr in der Richtung nach Landau
vieder weg. Gestern Vormittag war er in Kaiserslauern, wo er
sich speziell den neuen Bahnhof, das Gewerbemuseum und das
neue Gymnasium ansah und im Schwanen zu Mitiag speiste.
Speyer, 20. Juni. Auf Anregung des hiesigen Bür⸗
jermeisseramis gab die Stadt Speher dem zur Zeit zum Zwecke
ner Inspeltion in der Pfalz anwesenden Mimister des Innern, Hrn.
). Pfeuffer in dem Saale des „Wittelsbacher Hofer“ gestern Abend
in Bantett. Dasselbe war so zahlreich von Vertrelern aller Slaude
zesucht, daß der geräumige Saal die Guste nicht fafsen konnte; viele
nußten in den Nebenzimmern Stellung suchen. Der Minister wurde
m Namen der Stadt durch den Adjunkien Sünß mil einem Toast
egrüßt, in welchen der Redner an bie schoöͤne und die schlimme Zeit
xinnerte, die Se. Exjellenz als Regierungspräsident der Pfalz in
unseren Mauern verbracht, an die Zeit, in der in gemeinsamer
Sorge um das Wohl des engeren Balerlandes er der Surgerschaft
nahe getreten sei mit Rath und That. Wie die Stad⸗ ihm, so
nöge er der Stadt ein freundliches Andenken bewahren. Das Hoch
galt dem Staatsminister, der der Stadt die Ehre seines Besuches
geschenkt. Dem Speyerer Ehrenbutger Pfeuffer brachte Dr. Weltz
pas zweite Hoch. Auf beide Toaste erwiderie Se. Erzellenz sofort
in dem Sinn, den wir hier zusammenfassen: Schlimme Tage habe
x allerdings in der Pfalz erlebt, aber auch schoͤne. Ein erhebendetß
Befühl in schlimmer Zeit sel es gewesen, daß die Pfalz, obgleich
Brenzland gegen Frankreich, Angefichis des Oer Krieges muthvoli
uund opferwillig, gehobenen Hauptes in patriotischer Hingebung an
as deutsche Vaterland Nichts von Neutralität wissen wollie, daß
Siegen oder Sterben ihre Parole gewesen, während im baherischen
dandtage ein Theil geg en den Krieg war, ein Theil aus Gegen⸗
den geschickt, die selbst im schlimmsten Falle niemald mit den sieg⸗
eichen Franzosen in Berührung komwmen konnten. Dant der treff⸗
lichen Armee und ihrer ausgejeichneten Führung sei die Opfer⸗
vpilligleit der Pfalz belohnt worden; fie sei heule noch, was sie vor
70 war, treu dem Konig, treu bem Valetlande. So lange er
ebe, bleibe ihm jene Zeil in freudiger Erinnerung. Ueber Erwarten
jabe ihn Speyer geehrt durch die Ernennung zum Ehtenbürger,
hn Üüberrascht durch solchen Beweis der Anhänglichkeit, und daß
»ie damals für ihn gehegie Gesinnung nicht erlaliel, lese er in dem
Zesichte der Gesellschaft, in der alle Siände vertreten seien in schoͤnster
darmonie. Sein Hoch galt der anwesenden Gesellschaft und der
Stadt Spehetr. Der letzie Toast wurde von Lehrer Hoͤrner ge⸗
prochen. Im Anschluß an ein Wort von Jean Paul: Es gibt
zewisse Zeiten, in denen die Seele sichtbar wird, in denen sie ihre
Vestalt entschleiert und ihre Larde ablegt: unter diese Feiten gehört sicher
»er Augenblid des Dankens“ — sprach Lehrer Hörner über vie
vohlthuende Gesinnung, die sich darin ausspreche, daß ein Btamter
nuf der höchsten Stelle des Beamtenthums sich in dürgerlichen
dreisen so wohl fühle und damit die wohlwollenden Gesinnungen
St. Maj. des Qonige gegen sein Volk zu so wahrheitsgetreuem
Ausdrud bringe; Hiermit lentte er zu einem Hoch auf Se. Maj.
den König über, dem die Absingung der Nationalhymne folgte.
Um Mitternacht verabschiedete sich der Hert Minister mit dem Herrn
Regierungspräfidenten dv. Braun. (Sp. Ztg.)
fIn Bornheim bei Frankfurt hat ein Wirih mit seinem
dinde und der Amme desselben, welche sein Herz gefesselt, das

Ausland.

Paris, 25. Juni. Das Journal ‚Le Voltaire“ behaup⸗
tet, zu folgender Erklärung ermüchtigt zu sein: Das Manifest, wel⸗
hes Prinz Jerome Napoleon an das Land XL
Versicherung enthalten, daß er, der Prinz, nicht als Pralendent
aufzutreten beabsichtige, und daß er in seiner Familie keinen Praä⸗
endenten dulden werde. Die Republit jei die bon ihm alzeptirte
Staatsform, und der gedenke er ireu zu bleiben.

Paris, 26. Juni. Heute Mittag wurde in der Kirche
St. Augustin der Trauergottesdienst für den Prinzen Louis Na—
poleon gehalten, welchem Prinz Jerome, der das große Band der
Ehrenlegion trug, begleitet von seinen Söhnen, ferner Prinzessin
Mathilde, die Königin Isabella, der Erzbischof von Paris, bas
diplomatische Korps, sämmtliche bonapartistische Notabilitaäten und
ein äußerst zahlreiches Publikum beiwohnien.

Konstantinopel, 26. Juni. Der Sultan unterzeichnete
den Erlaß, welcher den Khedive abseßzt, und seinen Sohn Tewfil
zum Naͤcfolger ernennt.

Kairo, 26. Juni. Tewfik Pascha wird heute Abend 5
Uhr in der Citadelle zum Vicelonig von Aeghpten unter dem Namen
Tewfik J. gusgerufen. Ismail Pascha hat sich dem Abseßzungs⸗
decret oes Sultans ohne Wiederrede gefüht.

punrgsrrich der Pfalz.

Zweibrüuden, 28. Juni. Verhandlung gegen Christian Thomann,
38 Jahre alt, Aderer in Asselheim, wegen Brandftistung vorsätzlicher Kör⸗
perverlezung und Bedrohung. Bertreler der i. Staats behörde: Staatsan-
walt Scherrer. Vertheidiger Anwan Frenkel.

Der Angeklagte lebte mit seiner zweiten Frau Elisabetha Köhler, seinem
78jährigen Onkel Tarl Thomann und drei erftehelichen Kindern zu Asselheim.
Er bewohnte daselbfi ein ihm und seinem Ontel gehöriges Haus. Seiner
Ehefrau hatte er im Ehevertrage einen Kindesantheil seines Vermögens ver⸗
Racht. Die Anfangs glückiche Ehe wurde jedoch bald sehr gestört, als die
Ehefrau an Weihnachten in eine hartnäclige Krankheit verfiel, die große
Kosten verursachte ja sogar eine eigene Pflegerin fur die Frau nöthig machie.
Daruber gerielh der Mann in Unmuth, krieb sich in den Wirthshäusern
herum, behandelie feine Frau auf die roheste Weise, warf ihr vor, sie bringe
die erstehelichen Kinder um ihr Vermögen, ja er drohle ihr, als sie im Fe⸗
bruar wegen der Kalle sich Feuer machen wollte, das Beti unter dem Leibe
zu verbrennen. Unter solchen Umstanden faßte die Frau den Entschluß das
Haus ihres Mannes zu verlaffen. Als nun am 8. Februar eine Chaise sie
abholen wollte, wurde der Mann ganz rasend, bedrohte fie mit Prügel und
Messer und versuchte sie, als sie in die Chaise gebracht war, herauszureißen,
vas ihm jedoch nicht gelang. Nun versuchte er wieder eine Versohnung her⸗
eizufuͤhren, unter anderem auch durch Drohungen, wie: wenn keine Ver⸗
bhnung zu Stande kommt, paffirt in ven nächsten Tagen ein Ungluck. Am
12. Februar ging der Angellagte nach Franlkenthal zu einem Änwalt, um
hn zu befragen, ob er den Ehevertrag rückgängig machen könne. Hier laß
er im Frankenthaler Tagblatt einen Artilel“ uüber den Scandal, den er am
3. Februar aufgefuͤhrt hatte und kehrie, nachdem er fich betrunken, in großer
EIntrüstung nach Hause zurlik. Daselbst ging er zu der Warlerin seiner
Frau, die wahrend seiner Abwesenheit einige der Frau gehorige Sachen geholt hatle
um sie daruber zu Rede zu stellen, und machte dieser gegenüber die Aeußerung
er wolle noch das Grunfiadler Blau lesen, stünde dort noch eiwas darin, dann
wurde fie bald sehen, was er mache, dann habe er nichis und seine Frau
richts. Als der Angeklagie nach Haufe kam, trieb er sich in Stall 'und
Scheuer herum, sagie zu seiner Magd, sie solle den Kindern zu essen geben,
er wolle sich schlafen legen. Er ging nun in den zweiten Siock des Hauset
und kurz darauf stand das ganze Gebäude in Flammen. Roch bei Beginn
des Brandes außerte er seiner Magd gegenüber: „Laß es nur brennen, vwaß

ann man da machen.“ Anfangs behauptete der Angeklagte, er könne sich gar
richt denken, wie der Brand entflanden sei, später aber sagle er, sein 78juͤhriget
Onkel musse das Haus angesteckt haben, was aber dadurch widetlegt wird,
aß leßterer vor dem Brande hinter dem Ofen der Wohnstube seiner Ge⸗
vohnheit gemaß eingeduseli und von da nicht fortgekommen war. Der An—

—ZR2222
        <pb n="358" />
        Weite gesucht. Zum Abschied erhielt die zurücgelassene Frau einen
Vnief, worin ihr folgender Rath gegeben wurde: Wenn das Faß
mit AÄeppelwein leer ist, laß' es von dem Zuüfer schwenken und kauf'
Dir neuen.“

In Darmstad,t wurde der Forstwart Schmitt von
Siedelsbaum, der in der Dämmerung in dem Glauben, ein Reh
vor sich zu sehen, einen Esel und dessen Treiber erschossen, zu 2
Monalen Gefängniß verurtheilt. Der unglüdliche Rimrod bat sich
min dem Eigenthumer des Esels, mit 150, mit der Mutter des
Erschossenen hingegen durch Zahlung von nur 120 M. ab gefunden.

4Das Testament des unlängst verstorbenen Barons Lionel v.
Rothschild ist veröffentlicht worden. Es ist vom 24. Juli
18687 dalirt und von ihin eigenhändis geschrieben. Seine Söhne
Sir Nathaniel de Rothschild und M. aAijfred de Rothschild sind zu
Testaments⸗Exelutoren ernannt, von denen das Persynal⸗Vermögen
des Verstorbenen auf unter 2700,000 Pfund Sterling beschwoten
wurde. Der Erblasser hinterläßt seiner Gattin 100,000 Pfd. St., so⸗
wie die Jahreseintünfte seiner Hauser in Frankfurt und London in
Hdhe von 80,000 Pfd. St., seine Stadtwohnung in Piccadilly
nd das Gut Gunnersburg. Den jüdischen Wohlthätigkeits An⸗
88 Londons vermachte er 10,000 und den anderen 5000

.St.

Ver heutigen Nummer liegt ein Prospelt von E. Winter
in Berlin „Sich erste Hilfe gegen Gicht und Rheu—⸗
matism'us“ beir. bei.

Lur die Red etion veraniwortlich: F. XR. Deme tz.

Paris. „Ein Jeder weiß, daß bei Appetitlofigkeit
— Magenleiden — Alter schwäche, Schlaflosigkeit,
Nervenschwäche und Asthmaͤtischen Leiden, Husten,
Heiferkeit, Schwindsucht und katarrhals'schen Af⸗
feetionen — die weltberühmten wunderwirkenden Brustlaramels
Axrin Renno von Donat entweder roh gegessen oder
Is Siud in gutem kräftigem Biere oder Milch aufgelöst und
bann nach Vorschrift gebraucht werden. —

Wenn Viele in ihrer Verehrung für dieses ja allgemein an⸗
erkannte Hausmittel sogar so weit gehen, zu glauben, man müsse
das in den Cartons befindliche Extra⸗Blatt nicht nur während der
Zur, sondern überhaupt stets als glückbringenden Talisman bei
sich tragen — so scheint uns doch Line solche Ansicht der Prin⸗
zipien unseres modernen und aufgeklärten Zeitgeistes zu widersptechen.“

Das hiesige General⸗ Depot beßndet sich einzig und allein bei
derrn Jean Peters, in St. Ingbert, Kohlenstraße
ze G631VY. in echter Carton kostet nut 50 Pf.

Heute, Sonntag den 29. Juni
Waldparthie mit Harmoniemusik
in der neuen Wald-Anlage bei Sengscheidt wozu
hoöflichst einladet
Jak. Schmitt von Sengscheidt.

I. Fierteliahr 1879.

4541 .Erscheint täglich mit Aussnahme der Sonn⸗

Rbiια und Feiertage mit dem zweimal wöochentlich

herausgegebenen Erzählungs⸗Blatte Aersnde Abonnements

ur beide Blätter 2 M Neritelaͤhrlich frei in's Haus. Rasche

nur und reichhaitige Berichterstattung. Verbreitung

durch die ganze Pfalz, weßhalb Anzeigen die lohnendste Veroffentlichung

ainden Man abonniri bei betr. Postanstalt resp. den Ersoie

Kirchheimbolanden. Der Verleger: Carl Thieme.
Codes⸗Anzeige.

Theilnehmenden Verwandten und Freunden die
Trauernachricht, daß heute Morgen 9 Uhr unsere ge⸗
lieble Gattin, Multer, Schwester, Schwägerin und Tante

Elisabetha Barbara Eckert
geb. Unbehend,
im Alier von 37 Jahren, sanft dem Herrn enischla⸗
fen ist.
Et. Ingberter Eisenwerk, den 27. Juni 1879.
Rie trauernd Hinterbliebenen.

Die Beerdigure 5* Sonntag Nachmittag um

83 Uhr Fatt

— — 323

88 Brauuschweigisoho

andesLotterieo,

vom Staate genehmigt und garantirt.

Dieselbe besteht aus 0,000 Original⸗Loosen und
Aß, 100 Gewinnen:

1Hauptireffer eb. 460,000, — 1 daupitreffer à 12,000,
3 300,000, 22 — .10,000,
150,000,.— 8000,
100,000, 6000,
—W 5000
o 4000
3000
2000
), 1200.
00, 1000
15,000,, 848, 300.

Reichs⸗Marl u. s. w.

Die erste Ziehung findet statt
am 17. und 18. Inli 1879,
u welcher ich Drigmas Tovs⸗

Ennze XX Viortel Arhtel
I6 Mark 8 Mark 4 Mark 2 Mark
zegen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß versende.
Jeder Spieler erhält die ete
II. BRasilius-
Obereinnehmer der Braunschw. LandesLoiterie
—

)

Der außergewöhnlich sensationelle Erfolg, welchen das
Deulsche Monlags- Blatt
ChefRedacteur: Verloger:

Ar enn Ru —* 7 o. Borlin.
nach einem Bestehen von noch aicht drei Jahren sich errungen
hat der Redaction und Verlagshandlung die Pflicht auferlegt
nach wie vor mit Aufbictung aller Kräfte auf dem eingeschla
men Mege fortzufahren. Das Deutsche Montags
Blatt“in Wahrheit ein Familienblatt fuͤr die Klosse der
Jeistig Vornehmen und der Aristolratie der Bildung, ist durch
die Mannigfalligkeit seines Inhalts, womit es nach allen Sei
ten hin reichste Anregung giebt, zu einem Spiegel des Leben?
ind Strebens unserer Tage geworden und bleibl, geireu seinem
Wahlspruch: „Von dem Gulen das Beste, von dem Neuen dat
Neuesie!“ die originellste uͤterarisch⸗politische Wochen⸗
schrift, welche im deutschen Reiche erscheint. Das „Deutsche
Riontags⸗Blatt“ erscheint Montag Morgen, auch außer
halb Berlins am Montag ·

—1 All astalten nnd Buchhandlungen ]!

Vhe Mrxk. —— 3— * I⸗ Mrk.

2 ⸗N tis · 5 *
vierteljährlich. Pre uwee d 88 vierteljährlich

Zur Begegnung von Verwechselungen verweise man bei Post ·
oslellungen auf Nr. 1163 der Post⸗ Zeimngs⸗ Preisliste

uto 1879

287 ogar
Trunksucht,
höchsten Stadium, heilt unter Garantie
auch ohne Vorwissen des Patienten
und ohne der Gesundheit zu schaden,
der Ersinder Th. Konetzky, Dro⸗
qguist, Berlin, Bernauerstr. 99.
Die zweckentsprechende Wirksamkeit
der von mir erfundenen Mittel ist
von Patienten vor Koniglich Preußi⸗
schen und Königlich Bayerischen Kreis⸗
gerichten eidlich bestätigt, und von
linem Sanitälsrath geprüft. Man
wende sich deshalb direkt an mich
und lasse Nachahmer unbeachtet, da
— — — —— — — Mmebhrere verselben sogar ihren Ramen
—— billigst bei falschen und überhaupt Schwin de
Stationsbeklebzettel g * rerben. Amtlich beglaubigte, sowie
F. FX. Demetz. idlis bestätite Aneste gratis u. frane-

Ein bra⸗
ves Dienst⸗
mädchen für

zaͤusliche Arbeiten, welches auch
ju kochen versteht, wird, gegen
Juten Lohn gesucht. Wo sagt
die Exped. d. BlB
Rechnungen
sind vorräthig in der
Druck⸗rei ds. Bl—

* — — . — —
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
Siem Sllufstrirtes Sonntaasblatt“ Nr 26.
        <pb n="359" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wö hentlichj m dem Hauptslatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierleljahrlich

AA 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 14 60 , einschließlich 40 Zustell zebühr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswärts
mit 13 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 — vro Zeile berechnet.
—

Dienstag den 1. Juli 1879.

Deutsches Reich.

Berlinn, 27. Juni. Der Bundesrath hat heute den Antrag
Sachsens, Württembergs und Badens angenommen, wonach d'ie
Zzz 2 und 4 des Geseßzentwurfes betr. den Gütertarif der deutschen
kisenbahnen behufs Herbeiführung einer Verständigung an den be⸗
dreffenden Sonderausschuß zurückverwiesen werden sollen. Bezüglich
der Wuchergesetzgebung sowie der Gesttzentwürfe über Waarenstatistik
und über Konsulargerichtsbarkeit stimmte der Bundesrath den Be—⸗
schlüssen der betreffenden Reichsstags-Kommissionen ju.

Die Tabaksteuer⸗Kommission beschloß ferner, daß die volle
Steuer von 45 Mark für inländischen Tabak erst am 1. April
1882 eintrete und daß die Steuer vom 1. April 1880 bis 1. April
1884 nur 20 M., vom 1. April 1881 bis 1. April 1882
30 M. betrage.

Berlin, 28. Juni. Die Tarif-Kommission beendigte die
allgemeine Debatte über die Bedürfnisse der Einzelstaaten und die
Finanzzölle, nahm den Welinzoll nach der Vorlage an und lehnte
den Vierzoll ab.

Von unterrichteier Seite wird dem „Berl. Tagbl.“ über die
zegenwärtige politische Situation folgendes ge⸗
schrieben: „Der Finanzminister Hobrecht hat seine Entlassung
beim Kaiser eingereicht, daruber jedoch, ob dieselbe ihm gewahrt
worden, war in parlamentarischen Kreisen heute noch nichts be⸗
kannt. Sowohl der Finanzminister, ais alle übrigen Mitglieder
des preußischen Staalsministeriums erhielten erst Kenntniß von dem
Antrage Franckenstein, nachdem derselbe schon gedrudt vorlag, wäh⸗
rend die Vertreier der mittelstgatlischen Regierungen von
hefreundeten Abgeordneten über die Vorgänge hinter den Coulissen
trefflich unterrichtet waren. Drei Tage lang lagen die Vorschläge
des Centrums und des Abgeordneten v. Bennigsen im
Kabinet des Kanzlers; dieser entschloß fich endlich, den Pakt mit
dem Centrum abzuschließen, als er von Bennigsen nicht erfahren
lonnte, welche Gefolgschaft dieser innerhalb der nationalliberalen
Fraktion hinter sich habe. Ueber einen so tief einschneidenden An⸗
trag, wie den des Abgeordneten Francenstein, hitlt man es nicht
jür angemessen, das preußische Staatsministerium zu einer Be⸗
rathung zusammentreten zu lassen. Daraus erklärt fich wohl das
beredie Schweigen der Minister Hobrecht und Hofmann
bei Berathung der Garantiefrage im Schooße der Tariskommission.

Daß Herrn Hobrecht die Minister Falk und Friedenthal fol⸗
gen dürsten, gilt in parlamentarischen Kreisen für feststehend; letz⸗
tere beiden Minister haben in den jüngsten Tigen im Reichstage
mehrfache vertrauliche Besprechungen gehabt. Windthorst
und Genossen fordern geradezu für das Kompromiß als Opfer die
Berson des Kullusministers Falt.

Nhusland.

Paris, 29. Juli. Die Republ'que francaise schreibt:
Indem die Kammer, shrem Mandat getreu, das Unterrichtsgeseh
mit 366 gegen 150 Stimmen annahm, bekundete sie durch ihre
Abstimmung den unbeugsamen Willen des Landes. — Prinz Na⸗
poleon hatte eine Zusammenkunft mit Rouher; der Prinz wird
als Chef der Partei anerkannt. Es ist nun die Frage, einen
Wahlbezirk zu finden, in dem ein bonqpariistischer Abgeordneter
zu Gunsten des Prinzen sein Mandat niederlegen würde.

Petersburg, 29. Juni. Ein Erlaß des Migisters des
Innern weist die Dorsbehörden und die Landpolizei an, Maßregeln
zegen die ümherziehenden Agitatoren zu ergreisen, welche durch die
Verbreitung falscher Gerüchte von einer beborstehenden neuen Ver⸗
heilung des Grundbeßtzes Unruhen im Volke zu stiften suchen.

SEchwũrgericht der Pfalz.

Zweibrücken, 24. Juni. (Fall Thoma u n. Schluß.) In dem
zestern statigehabten Zeugenverhöre wurde von allen Zeugen übereinstim⸗
wend erklärt, daß der Angeklagte seine Frau in der ersten Zeit ihrer
trankheit mit der orößten Aufopferung gepflegt habe, erst 10 Tage
por dem Brande habe sich sein Venehmen ihr gegenüber geändert.
kr beharrt auch heute bei seinem Leugnen, bezeichnet doch nicht mehr
mit aller die seinen alten Onkel als den Brandstifter, sondern
raumt ein, der Onkel könne ihm vielleicht auch nur so im Wein—
ausche eine Art Geständniß abgelegt haben. Gegen seine Frau will er
Jauptsaͤchlich deßhalb so sehr aufgebracht gewesen sein, weil er vermuthet

habe, fie conspirire hinter seinem Rücken mit ihren Verwandten und wolle
ju ihnen ziehen. Die k. Staatsbehörde hält außer bezüglich einer Mißhand⸗
ung, für welche der Beweis nicht volllommen erbracht worden sei, die Anklage
n allen Punklen aufrecht, während die Vertheidigung für beide, die dem
Angeklagten zur Last liegen und für das Verbrechen der Brandstiftung den
Beweis als nicht erbracht erachtet; das heimtückische Verbrechen der Brand
tiftung passe schon nicht zur jähzornigen Natur des Angeklagten, dem man
ziel eher einen unüberlegsten Mord zutrauen dürfte. Bezüglich der Bedroh⸗
ingen stellte die Vertheidigung die Schuld des Angeklagten ganz in das Ers
nessen der Geschworenen, welche den Angeklagten der Bedrohungen und der
Brandstiftung schuldig erklärten. Urtheil 2 Jahre 8 Monate Zuchthaus.

Zweibrucken, 25. Juni. Verhandlung gegen den 18 Jahre al⸗
en Schreinersgesellen Jacob Sch ü le r von Speier wegen Mords. Vertreter
der k. Staatsbehörde: Staatsanwalt Petri. Bertheidiger: Anwait Giessen.

Am Sonntag, den 16. März abhin Morgens, erschien der Angeklagte
auf dem Polizeibureau zu Speier und gab an, er habe soeben den Schuh⸗
nachergesellen Adam Kinsler von Speier erschossen. Diese Selbstanzeige
vurde durch die sofort angestellten Nachforschungen bestätigt: Gegen 10 ühr
in jenem Morgen war der Angeklagte vor die am Johannitergäßchen zu
Speier gelegene Wohnung des Schuhmachers Fischer, bei dem Kinzler arbei-
ete, gekommen, hatte letzterem zuerst gepfiffen und ihn dann bei seinem Vor⸗
namen „Adam“ gerufen; als daraufhin Kinsler ahnungslos unter die Haus⸗
thüre getreten war, feuerte der Angeklagte in einer Entfernung von kaum
3 Schritten aus einer schon vorher schußbereit auf dem Rücken gehaltenen
Pistole einen Schuß auf den Wehrlosen ab, der mit dem Rufe: „Ach Gott,
iieber Meister, helfen Sie mir, ich bin geschossen“, zurück und die Stiege hin⸗
aufging. Die Kugel war ihm in den Unterleib gedrungen, an eine Rettung
war nicht mehr zu denken und am Abend des nächstfolgenden Tages ftarb
dinsler, nachdem er — immer bei vollem Bewußtsein — bis zu seinem Ende
noch die fürchterlichsten Schmerzen ausgestanden hatte; er stand in seinem
24. Lebensjahre. Was waren nun die Motive zu dieser schrecklichen That?
Der Angeklagte gibt sie zum größten Theil selbst der Wahrheit entsprechend
in, wie er denn auch den ganzen Thaibestand vollständig zugesteht. — Eifer⸗
ucht hatte die beiden zu den unversohnlichsten Gegnern gemacht, hatte zu ver⸗
chiedenen Thätlichleiten zwischen beiden und endlich zu der fuͤrchlerlichen Ka—
astrophe an jenem Sonntaa Morgen geführt. (Säluß solat.)

Rermischtes.

1Sit. Ingbert. Im Laufe dieses Monats wird der
hderr Bischof von Speher hierher zur Firmung kommen,
voju auch die angrenzenden preußischen Orischaften ihre Firmlinge
dierhersenden werden.

Pirmasens, 26. Juni. Nach äeiner heute durch das
ziesize Handels: und Gewerbe⸗-Gremium erfolgten Zusammenstellung
‚estehen in hiesiger Stadt 23 größere und 33 kleinere Schuhfabriken,
velche zusammen etwa 2800 mäanliche und 700 weibliche Arbeiter
heschäftigen. Dieselben verfertigen jährlich ungefäht 4,500, 000
Paar Schuhe, welche annähernd einen Werth von 10 Mill. Martk
epräsentiren. Im Betiriebe dieser Fabriken find au Mototen und
Zilismaschinen thätig: 3 Gasmotoren, 14pferdekr. Dampfmaschine,
20 Sohlen-Nahmaschinen, 97 Sohlenstanzmaschinen, 12 Sohlen-
chraubmosch'nen, 2 Sohlennogelmaschinen, 11 Sohlenausballma⸗
chinen, 18 Sohlenrißmaschinen, 12 Absatzpressen, 5 Adsatzfraise⸗
naschinen, 7 Absatznagelmaschinen, 1 Abfaßpolirmaschine, 2Ledir⸗
Walzmaschinen, 2 Lederspaltmaschinen, 18 Keder⸗ Spaltmaschinen,
18 Kappen⸗Schärfmaschinen, 1 Pappmasch'ne, 495 Steppmaschinen,
Walkmaschinen, 3 Siemplpressen. (P'rm. Anz.)

Pirmasens, 28. Juai. Am RKugelfelsen wurde
jestern Abend von einem Forstwart die Leiche des hiesigen jungen
Jehrers F. aufgefunden. Derselbe hatte durch einen Redolverschuß
einem Leben ein Eade gemacht. Der Unglücklichc litt, wie man
erzählt, an einem unheilvaren Brustleiden, was ihn wohl zu der
schrecklichen That getrieben haben mag. (P. P.)

F In Hors ach ist wiederholt ein Fall von Milzbrand
vorgekommen, und zwar im Stall des Ackerers Frz. Klingel.

rHertlingshausen, 28. Juni. Gestera Äbend er—
schoß sich der 33 Jahre alte Mühlen- und Gutsbesitzer Joh. Hertzler
n seinet Wohnang. Er hinterläßt eine Ftau und zwei kleine
—

f,London, 26. Juni. Die hinterlassene Erbschaft des
ꝛxlaiserlichen Prinzen wird auf mehrere Millionen geschäßt, welche
nun, da zwischen der Ex-Kaiserin und ihrem Sohne noch keine
Theilung stattgefunden hat, im Besitze der Ex Kaiserin verdleiben,
uind nach deren Tode ihrem nächsten Verwandten, dem in Madrid
lebenden Herzoz von Huscar zufallen. — Der Schmud des Prin⸗
sen, der Ißt in den Händen der Zulus ist, bestand, wie dem „B.

Sjpæ
        <pb n="360" />
        Fr.⸗Bl.“ berichtet wird, aus zwei Ringen, darunier eine alte werih⸗
‚olle Camee, ein Andenken von der Königin Hortense, welches
daiser Napoleon stets am kleinen Finger getragen hatte. Seine
Ahr, seine Ketle, Alles war verschwunden; nur ein Doppel ⸗Me⸗
daillon mit den von der Stirn des todten Kaisers vom Prinzen
selsst abgeschnittenen Haaren fand sich bei ihm vor und ist der
Mutter überbracht.

Der Schubkarren⸗ Mann, welcher, wie kürzlich
Jjemeldet, gewettet hat, mit einem Karren den nordamerikanischen

kontinent quer zu durchreisen, Federmaher mit Namen, langte am
Montag, den 2. Juni, um 714 Uhr Abends in Cincinnati an.
Er ist seinem Rivalen jetzt um eiwa 400 Meilen voraus und hofft
nach vier Wochen als Sieger in Newyork anzulangen. Er ist, wie
die „Freie Presse“ meldet, ein kräftig gebauter Mann von 5 Fuß
14 Zoll Höhe. Seine Beine scheinen noch ganz und gar nicht
durch seinen gewaltizen Marsqch gelitten zu haben.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. De *
Bekauntmachung.

Mobislienversteigerung.
Freitag, den 4. Juli
nächsthia, Morgens 8 Uhr an—
zangend, zu Blieskastel im
Massenhause, läßt Herr Geschäfts-
mann Carl Ambos in Zwei—
hrüden, als Verwalter der Gant⸗
masse der Wittwe und Erben
des zu Blieskastel verleblen Bier⸗
zrauers Christian Beresheim
nachverzeichnete Mobilien ver⸗
teigern als:
Schreinerwerk., Wirths⸗
und andere Tische, Stühle,
JCommode, 1 Glasschranl,
Chiffonier⸗Kleiderschrant,
Spiegel ꝛc. ꝛ⁊c.
in Weißzeng: 36 Lein⸗
lücher, Bettüberzüge u. d. gl.;
silberne Kaffeelöffel, Küchen⸗
geschirr aller Art, 1 Decimal⸗
waage und sonstige Gegen⸗
stände.
zlieskastel, den 28. Juni 1879.
Der k. Goerichtsvollzieher
Wolff.

Donnerstag, den 3. Juli
Waldfest
im Pfserchthal.
niliiär⸗Musik der ganzen Jäger⸗
Capelle aus Zweibrücken.
höfl. ladet ein
Grorg Hussong, Wirth
in Neuhäusel.
IF Zür gute Speisen und
Zetränke ist bessens gesorgt.
* — &amp; —7
Vorschuß⸗Verein St. Ingbert
eingetragene Genossenschaft.

—X
Bei günstiger Witterung
iindet die bereits angezeigte
Waldparthie
im Donnerstag, den 8.
Juli siatt.

Die Urlhiste der zum
Schöffen: oder Geschwornendienste
hefähigten Personen ist aufge—
dellt und liegt eine Woche lang
vom 1. Juli an gerechneh) zu
Jedermanns Einsicht auf dem
interfertigten Amte offen.

Allenfallsige Einsprachen gegen
die Nichtigkeit oder Vollständig—
'eit der Urliste können bei dem
Bürgermeister schriftlich erhoben
der zu Protokoll erklärt werden.

St. Ingbert, 80. Juli 1879

Das Bürgermeisteramt:

Custer.
Bilancæ aim 30. Juni 1879.
8SOLI EHABEN
bä M
Tonto⸗Corrent. Conto 582792,68
Wechsel Conto 97702,72
Sparlossen⸗Conto
Stammantheil Conlo
Tratten Conto
Darlehen⸗Conto 36010,60
Tassa Conto 14068,04
Spezialreservefond-Conto
Bewinn⸗- und Verlust-Conto 1880,63
Reservefond Couto 15403,21.
Mobilien⸗Conto 496,60
Dividenden⸗Conto 277,12.
Effecten: Conto 601,58.
Zins˖u. Probisions Conto 1046,20
Banlen⸗ u. Vereinen ˖Conto 284849,16.
dombard Conto 250,— —
7ι ιαιια—.
Umsatz im Monat Juni 187090 61353944.
St. Ingber!. 30. Juni 1879.
Der Vorstand.

Danksagung.

Allen Verwandten, Freunden
und Bekannten für die jahlreiche
und liebevolle Theilnahme bei
»er Beerdigung unserer unver—
zeßlichen Gattin, Mutter, Schwe—
ter, Schwägerin und Tante
klisabetha Barbaru Etert.

geb. Unbehend,
prechen wir hiermit unsern innig⸗
ten und herzlichsten Dank aus.

St. Ingberter Eisenwerk, den

Juli 1879.

Die trauernd Hinterbliebenen

* * 1*
Licitation.
Donnerstag, den 17.
Juli nächsthin, Vorminags 10 Uhr
u Ommersheim, bei An—
dreas Lang, Wittwe, wird
bor Karl Auffschneider,
Rechtscand'dat in St. Ingbert
wohnhaft, Amtsverweser des lgl.
Nolär Franz Sauserr, daselbst,
hiezu gerichtlich beauftragt, die
nachstehend beschriebene Liegen⸗
schaft, im Banne von Ommers⸗—
heim, der Abtheilung wegen,
yffentlich zu Eigenthum ver⸗
steigert:
Pl.Nr. 47, 2 a 38 qm,
Fläche, worauf ein Wohn⸗
Jaus mit Scheuer und
Stall, Hofraum und son⸗
stigen Zubehörden, sodann
Pi. Nr. 51* 17 qm Ein⸗
jahrt, nebst Pl.⸗Nr. 48
2 a 4 qm Pflanzgarten
deim Hause, Alles beisam⸗
nen gelegen im Orte Om⸗
mersheim neben Johann
Hary und Nicolaus Grau⸗
pogel.
Eigen hümer sind:

1. Barbara Grauvogel,
Fhefrau von Georg Ochs,
Schmelzarbeiter.

2. die Kinder und Eiben des
u Ommersheim verlebten Schmie⸗
des Peter Grauvogel als a.
Michael b. Barbara c. Johann
Brauvogel, welche ihre Mutter
Thristine Linz zur Vormünderin
ind Nicolaus Grauvogel, Ackerer
um Nebenvormunde haben. Alle
n Ommersheim wohnhaft.

St. Ingbert, 1. Juli 1879.

Auffschneider,
Anusverweser.

A
ZFeine Grauwurst
K. Hauck,

Metzger zu Schnappbach

hei

——⏑ ⏑ —————
Herzogl. Braunsobweigischeoe
Landes-Lottérieè,
vom Staate genehmigt und garantirt.
)ieselbe besteht aus 0, 000 Original⸗-Loosen und
A6,000 Gewinnen:

Haupttreffer eb. 450 000, 1 Haupitreffer à 12,000,
300 000. 28 10.000.
150, 000, 3000
00.000, 5000
75,000, 3000
090, 1000
0.. 300
59, 26 2000
90, 200
— ooo
.5,000, 1 848 500
Reichs-Mark u. s. w.
Die erste Ziehung findet statt
am 17. und 18. Zuli 18979.
welcher ich Original Loose

PUnnzeo IEIn Ibe Vioertel —XX

16 Mark 8 Mark 4 Mark 2 Aark
egen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß verjsende.

Jeder Spieler ⸗»rhält die Gewinnlisen 72tis!
*
—Da.· Kotte

»Enn braves fleißiges
E Dienstmädchen
wird gesucht. Wo? sagt die Ex—
ded. d. BI.
Signirzettel
hilligst hbe F. X. Dem⸗—

fröhlich Pfalz, Gott erhall's!
Humorist. Sonntagsblatt.
Eingetragen im Zeitungs-Katalod
unter Nr. 1547.)
Dies Blatt erscheint die Woch' einmar
Breis: 70 Pfennig pro Quartal.
diebei hat schon den Trägerlohn
BHerechnet die Expedition.
Jed' Postanstalt und Buchhandlung
Empfiehlt sich zur Beförderung.
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7
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— 2232
5323
583 — 3230
52. * 58
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28 28 518335. —»,2983—3.
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e * 72 — — — 5 — 2 3 * 3 —

3 3 33328 5335535 28*3.
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52 — ˖˖ ) 5
233383 155575 *3332 3 23863*88 os5s 7
—— 377 352*5553 2 58
— 238 2233 * s3532 833 38.
— 282 8 2 282.* S860 33323535 38
—— — 5388 583268. ——— 5
— 8253 * 53 — 282 — *3 S
338 733353333558 —A F
32 —33223 22 ——— — 33258
222 2 7355 33 — 53 8* 838 e

7 2 *2 B — 2 32.* 2232388 —
2835 233832*5 725328 335335382 8
— 25 2* 2233268 227* 2324 —
22837* — — —— — 25 57 * 8
— 353257 22235 ⸗—3 753382 2
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F ⁊ — F 8 * —8 2— —A 5 2 5
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—73 —35—33828353555 3535 58* 355
237——33 33—3 33— 8
*38 235535 33353528—935 523 232355
2 —M— —— G 5533 2323835* 7223 0 2 —
5 —VV—— 3 32 8 — 33*
2 55232 5 28222 22 * — 28 2357 22. 52
3 355
2 ———A 8 —3 —3 2253** 552*6 3 2
2 2* * E —2 2
338 8 38—3
—3 333 33 3 33 338233
22338322823 2838 326835— 385.—5 3832535326
2153535 25253— —383337 2336422358
8 * 2 355 — — 2
—522 53 — 2* — R — — * * —
—A 333 333563788 A— 5*—233
2 3 2 8 *22. 5535* 27 5 2. *2 3
—A 25323 — 35538522* — — 2832235
8 735333—33375* ⸗28 2583*332. 22 233335*8
* 2— — 2 2.
2333833 —2 8
—233232 — 2 —* —5378 — 3
7 2 22 2 c2 * * 8 222
2 * 2 3 8 2425 35 — —
3*23 5355733333388 5*23323243 S —A 23
z22355 2. *28 ———— 3 7
— 5333 33233 3 3:22 725
2223—3——— —— —— —535 5. 355335 2. —A
5 3325 253 232236 728 —2323283 2 — Z F —3

2
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22

4
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wö hentlich? mi⸗ dem Hauptslatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) ericheint wöchentlich vpiermal: Dieustag „Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonunementspreis betragt vierteljahrlich

1A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 A 60 H, einschließlich 420 Z Zustell zebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswäris
mit 15 für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
AM 104.

Donnerstag den 3. Juli ä 1879.

Deutsches Reich.

Neben dem Getreidezoll ist wohl kaum eine andere
Belastung so geeignet, der groben Vollsmenge beschwerlich und
jühldbar zu werden, wie der am 25. Juni im Reichstage durchge⸗
drachte Zoll von 5 Mark den Centner auf Schmalz. Um diesen
Zoll richtig zu würdigen, versetze man sich an die Stelle der Be⸗
troffenen und dergegenwärtige sich, daß das amerikanische Schmalz
und Speck bei seinem billigen Preise von 34—40 und 32-35 Pf.
das Pfund für die weitesten Kreise des Arbeiter⸗ und kleineren
Bürgerstandes, welche sich den Luxus der theuren Butter und des
jrischen Fleisches versagen müssen, in den letzten Jahren geradezu
ein unentbehrliches und durch Nichts von gleicher Billigkeit zu er⸗
jeßendes Nahrungsmittel geworden ist; ferner denke man daran,
»aß es vorausfichtlich gerade die ärmeren Clossen sind, welche den
Zoll zu tragen haben werden.

Aausland.

Paris, J. Juli. Das bereits erwähnte Kodizill in dem
(vom „Gaulois“ veröffentlichten) Testamente des Prinzen Louis Na—
ooleon lautet folgendermaßen: Ich brauche meiner Mutter nicht zu
empfehlen, daß sie Nichts vernachlässige, um das Andenken meines
zroßen Oheims und meines Vaters zu vertheidigen, und sie zu
bisten, sie möge sich gegenwärtig halten, daß, so lange es Bona⸗
partes geben wird, die laiserliche Sache Vertreler haben wird. Die
Pflichten unseres Hauses gegen das Land erlöschen nicht mit meinem
deben. Nach meinem Tode fällt die Aufgabe, das Werk Napoleon's
j. und Napoleon's III. fortzuiühren, dem ältesten Sohne des
Prinzen Napoleon zu. Ich hoffe, meine geliebte Mutter wird ihn
mit ihrer ganzen Macht unterstützen und dadurch uns, die wir
nicht mehr sein werden, diesen letzten Beweis ihrer Liebe geben.

s

glaubte, daß man nach allen vorliegenden Umständen nicht daran zweifeln
könne, daß wirklich die That mit Ueberlegung ausgeführt worden, vollstãn dig
geplant gewesen und, dann diesem Plane gemäß vollendet worden sei. Die
Bertheidigung bestritit das Moment der Ueberlegung, der Angeklagte sei so
ung, so aufgeregt, so verzweifelt üuber die Vorwürfe seiner Mutter gewesen,
aß eine ruhige Verstandesthätigkeit, wie sie zur Ueberlegung gehöre, gat
nicht bei dem Angeklagten vorhanden gewesen sei. Sei aber keine Ueberleg⸗
ung vorhanden und werde deßhalb der Angeklagte nur wegen Todischlags
chuldig gesprochen, dann müßten selbstverftändlich mildernde ümstände ange⸗
nommen werden. Die Geschworenen sprachen den Augeklagten des Mors
huuldig und der Gerichtshof verurtheilte ihn hierauf zum Tode und zum
berlust der bürgerlichen Ehrenrechte.
Sermischtes.

. .f Si. Ingbert, 2. Juli. In der gestern stoltgehabten
Distriktsrat bafitzung wurden nachsolgende 7 Verirauens⸗
nänner gewähll, um in Vereinbarung mit dem Herrn kgl. Land⸗
richter König hier, aus der Urlisse die zun Schöffen⸗ und Ge⸗
chworenendienste geeigenschaftete Persönlichteiten für den Kanton
St. Ingbert aufiustellen, namlich die Hß.: P. J. Woll, Adj.,
. Kahn, Siadtrath, Burgermeister Ur bean Jacob von Rohr—
hach, Bürgermeister Schem itt von Ensheim, Wolter, Adj.
don Eschringen, Joh. Hofemann von Ommersheim und Peter
Wall« von Heckendalheim.

F. Der in Aussicht stehenden KRaffeezoll⸗Erhöhung
wird die Verspätung der diesjährigen Kaffee-⸗Ernte zu Gute kom—
men. Die Niederländische Handel-Maatschapph macht bekannt, daß
die im Juli und August auf Java abzuhaitenden Kaffee⸗Aultlonen
je um einen Monat hinausgeschoben sind, da in Folge des Regens
nicht genügend Kaffee herbeigeschafft werden konnte. Aus leßzterem
Grunde find auch bis jetzt kut 40,000 Ballen von der auf
912,000 Ballen geschätzten Ernte von Gouv.⸗Kaffee in die Lager⸗
häuser der Regierung abgeliefert worden.

j In Kaiserslautern wurden am 23. d8. die drei
neu vergoldeten Kuppeln auf den drei Thürmen der Protestantischen
dirche aufgezogen. — Ja Kaiser staut ern sind in der
Nacht vom Sonntag auf Montag die beiden Gerlach'schen Mühlen
(staisermühle und Schalk⸗-Mühle) abgebraunt.

öFrankenthal, 29. Juni. Bei der heute Nachmittag
vorgenommenen Vertheilung der 10 ersien Preise auf den Fest⸗
cheiben erhielten solche von den Pfälzer Schüten die nachgenannten:
Uuf „Laufendes Wild“: Or. Michel, Ludwigshafen, 17 Punkte,
Rauchtisch, Werih 20 M. Auf ‚Feld-Ehrenscheiben“: Friedr.
Tropf von Frankenthal, 50 Punkie, 6. Preis. A. Köth, Ludwigs-
jafen, 50 Punkte, 6. Preis, und A. Schuler von Ludwigshafen,
19 Punkie, 9. Preis. Auf Sceibe „Kaclsruhe“: Ad. Illy,
Bermersheim, 125 Theiler, 1. Preis, 1 silb. Tafelbestek, Weribh
250 M.; Joh. Heintz, Frankenthal, 162, 1 Dutz. silb. Eßlöffel
mit Vorleger. 170 M.; Vetter, Ludwigshafen, 225, 1 Punsch-
»owle, 86 M.; F. Pachmeyer, Kaiserslautern, 233, 10 Flaschen
Thampagner, 70 M.; Peter Kumpẽ, Lambrecht, 246, 10 Duß.
ilb. Eßlöffeb 70 M.. Auf Scheibe „Frankenthal“: W. Minot,
Frankenthal, 173 Theiler, 1 Zentralbücheflinte, Werth 125 M.;
J. M. Eyer, Grunkadt, 217, 1 Punschbowle, Werth 90 M.;
d. Rübsamen jrt., Ludwigshasen, 15 Flaschen Wein, Werth 60
N. Auf Scheibe „Pfalz“: Ferd. Pachmaher, Kaiserslautern, 39,
a Dztzd. Eplöffel, Gabein, ⁊c., Wertd 200 M.; Friedr. Tropf,
Frankenthal, 36, 1 Damenschreidtisch, Werth 120 M.; Ad. Illy,
Bermersheim 36. 2 Wiener Bettdecken nebst Vorlagen, Werth 100
M. Auf Scheibe „Mittelrhein“: C. Breyer, Frankenthal, 37
Punlte, baar 150 M.; M. d. Gienanth, Hochstein, 33, 1 Frucht⸗
chale, Werth 75 M. Fesiprämien erhielten auf Stand: E. Bibel,
Forst, 20 M., Ph. Eberhard, Frankenthal, 10 M.; auf Feld:
Ph. Eberhard, Frankenthai, 20 Mi.

TFlomersheim, 30. Juni. Vorgestern wurden durch
Herrn Dr. Fromm von Frankenthal die ersten neuen hiesigen Kar⸗
loffeln, 17 Mi. pr. 100 Kilo, verladen. (Fr. T.)

fSiebeldingen, 80. Juni. Die heiße Witierunz
der vergangenen Woche hat auf unsere Wingert in der günstigsten
Weise eingewirlt; allenthalben seht man Traubenblüthen in Menge.
Die Feinde der Reben treten bis jetzt nur in bescheidenem Maße

Schwurgericht der Pfalz.

Zweibruücen, 25. Juni. (Fall Schüler. Schluß.) Kinsler, ein in
seder Hinsicht Ubelbeleumundeter Bursche, hatte schon vor eiwa 6 Jahren ein Verhali⸗
niß mit der Fabrikarbeiterin Christine Oechssner angefangen und mit ihr 2
dinder gezeugt. Im Juli vorigen Jahres lernte der recht gut beleumundete
Angeklagte die Oechsner bei einer Kahnfahrt auf dem Rheine kennen und
müpfte nun seinerseits ein Berhältniß an, obwohl er wußte, wie sie zu
Rinsler stand. Die Oechsner nahm keinen Anstand, sich mit beiden einzu—
lassen und schien sogar den Angeklagten zu begunstigen; so entstand denn
zwischen dem letzteren und Kinsler eine heftige Feindschafi, einer drohte dem
anderen mit Todtschießen und Kaltmachen““ Schon in der Neujahrsnachi
— so gab Kinsler bei seiner eidlichen Vernehmung auf dem Todesbeite an —
Jabe der Angellagte seine Pistole auf ihn angelegt, damals habe er sie ihm
sedoch abgenommen und ihn mit derselben blutig geschlagen; der Angeklagte
will jenes Mal nur der Oechsner das Neujahr angeschossen haben, muß aber
jugeben, daß auch damals seine Pistole scharf geladen war. Am 10. März
laufte fich der Ängeklagte eine neue Pistole und zwei Kugelpatronen und
58 Abends der Oechsner mit den Worten: „Mit der wird einer kalt
zemacht.

Am Abend ver der Katastrophe — 15. März — war der Angeklagte
vei der Oechsner in ihrer Wohnung und Kinsler ging unten auf der Straße
auf und ab. Beide hatten damals ihre geladenen Pistolen bei fich und
Rinsler soll zu einigen Zeugen gesagt haben, wenn er mit dem Schüler
usammentreffe, dann habe es gereucht“. Dem Kinsler dauerie es aber offen·
bar an diesem Abend qzu lang bis der Angeklagte herauskam und entfernte
fich deshalb vorher. Äm nächsten Morgen so gibl der Angeklagie selbfl
an — habe ihn seine Mutter mit Vorwirfen darüber Uberhäuft daß er sich
immer noch mit der lüderlichen Oechssner abgäbe und da sei er im Unmuthe
bon zu Hause fort und auf den „Eselsdamm“ gegangen. Bei diesem Spa⸗
ziergange sei ihm der Gedanke gekonimen, den Kinsler, seinen Nebenbuhler,
zu todten. Stunden sei er hin- und hergegangen, habe dann nach fefi—
gefaßtem Enischlusse seine Pistole mit einer Kugelpattone geladen und fich in
ous Johannitergäßchen begeben. Dort sei er zuerst noch . Stunde vor der
Wohnung des Kinsler auf⸗ und abgegangen, habe ihn dann beim Namen
getufen, sich mit der schußbereiten Pistole auf dem Rücken an der Haust hür
postirt und den herausiretenden Kinsler zusammengeschossen. Dann sei er
u der Christine Oechsner geeilt, habe ihr das Geschehene mitgethe ilt und
fich dann unter Zurücklassung der Pistole in der Behausung der Oechsner
der Polizei zur Verfügung geftellt. Der Angeklagte, ver mit bewunderungs⸗
würdiger Wahrhaftigkeit die That selbsi sowohl als auch alle einzelnen Mo⸗
mente vor derselben zugesteht, gibt heute noch an, er sei durch Criminalletture
auf den Gedanken gelommen, wie der Held in jener Novelle, ebenfalls seinen
Gegner aus der Weit zu schaffen. Er P cen an Schwermuth und einige⸗
male an epileptischen ÄAnfaͤlien gelitten, ja sogar zweimal Selbstmordversuche
emacht haben. Die Debatten drehten sich hauptsächlich um die Frage, ob
hiet ein Mord oder nur ein Todtschlag vorliege, d. h. ob mit Ueberlegung
»ie That ausgefuhrt wurde oder ohne Ueberlegung. Die kal. Staatsbehörde
        <pb n="364" />
        auf und so können wir bei fordauernd günstiger Witterung auf
einen guten und reichlichen 79er hoffen.

FBViele Lehrer und Schulfreunde kamen am 29. Juni nach
Jagelheim, um den Namenstag ihres Collegen P. Gärtner
sesilich zu begehen, weschem als Zeichen der Anerkennung für den
angjährigen Vorstand des pfälzischen Kreislehrerbereins „Bgrehm's
Thierleben“?“ mit einer Widmung Überreicht wurde.
7Speyer, 1J. Juli. Gesuche um Zulassung zur naächsten
Prufung für den Einjährig⸗-Freiwilligen-Dienst, welche im Herbst
Statt findet, sind längstens bis zum 1. August bei der Prüfungs-
stommission dahier einzureichen. Der Termin der Prüfung wird
noch bekanrt gegeben werden.

pIn Mainz beß ein 7jähriger Knabe einem Mädchen vom
gleichen Alter im Streit ein Stück Fleisch aus den Atm. Die
werletzung ist nicht ungefährlich.

FKRarlaruhe, 29. Juni. Der Gewinner des großen
Looses in der letzten Ziehung der badischen Hunderthaler-Lodje
im Beirage von 120,000 Mart ist ein Pfälzer, und zwar aus
staiserslaulern oder dessen Umgegend. Er sackte seinen Gewinn
in 120 Tausendmarkscheinen ganz kaltblütig ein und wünschte gu⸗
jen Morgen. Es geht Nichts über kalt Blut! (Pf. K.)

Karlsrubre, 80. Juni. Bei der heutigen Gewinn⸗
iehung der Bad schen 835 fl.-Leose fielen je 1000 fl. auf die Nam⸗
mern 42222 52604 53905 61404 82866 101330 155855
187934 266778 267786.

fHundert Tage gehungert. Ein gemästeles
Schwein war durch das Inundationswosser in Szegedin in
einen Stell des Fabriksrahons gedräugt worden. Nun, da das
Wasser fällt. ist der Stall wieder zugünglich geworden. Als man
den Stall oͤfffete, fand man das Schwein, bis auf die Knochen
abgemagert, aber non am Leben. Das außerordentlich zäte Th'er
war huündert Tage im Stalle gewesen, wo es außer dem Miste
Amn
4
Versteigerung einer Brauerei.
Montag, den 14. Juli nächsihin, Nachmiitags 2 Uhr
——
Steiner, Reutner in Faiserslautern, folsende Liegen⸗
chaft öffentlch an die Meistbietenden zu Eigenthum versteigern, ols:
Pl.⸗Nr. 5081,, 14 70 qm Fläche, dierbraueretigebäude
mit hofraum und
Pl.Nr. 809, 4 4 43 qm Garten mit Felsenkeller
dabei,
das Ganze gelegen zu St. Iugbert in der Pjarr—
Jafse neben Georg Brunion und Peter Kiefer, nebst der ganzen
daber befindlichen Brauerei⸗Einrichtung, Fässern und sonstigem Zubehör.
Sit. Ingbert, den 2. Juli 1879
K. J„uffschneider, Amisverweser.
Uerzog BraunsohwWeigisoho
andes-Lotterie,
vom Staate genehmigt und garantirt.
Dieselbe besteht aus UO, 000 Original-Loosen un
A6,000 Gewinnen:
Haupttreffer ev. 460.000 1 Haupttreffer à 12,000
s800 000,1 22 10000
150,000, 3000
90,000 5000
900
00.
30001
000
200.
J 1000
8,000. 18, 300
Reichs-Marl u. s. w.
Die erste Ziehung findet statt
am 17. und 18. Inli 1879,
u welcher Driginai Toose
EUanze IIRIbe Viertel Achtel
16 Mark 8 Mark 4 Mark 2 Mark
zegen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß verjende.
Jeder Spieler »rhält die Gewinnlisten gratis!
rinus,
.9es·Lotterie

ind Abfällen nur an seinem eigenen Feite zehren konnte. Das
Thier frifßt nun wieder und dürfte am Leben bleiben. — Na, na,
ib dieses Schwein nicht eine Ente ist?

fNew⸗NYorkt. Am vorigen Samstag ist, wie von hier
elegraphirt wird, eine Frau Rolland aus Lüttich, welche in Be⸗
leilung ihres Gemahls gerade eine Reise um die Welt glücklich
jeendet hatte und im Begriff stand, von New York nach Europa
urückzukehren, in den Nagara gefallen und über die Wasserfalle
zeschleudert worden. Sie verlor das Gleichgewicht, als sie über
em „Hufeisenfall“ mit einem Gefäß Wasser zum Trinken schöpfen
vollte uad stürzte so schnell in den Strom, daß ihr Gemahl sie
niicht mehr erfassen konnte.
Sdurktberichte.

Homburg, 2. Juli. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
11 M. — Pf. Korn 8 M. 80 Pf. Spelzkern -M. — Pf., Spelz 0 M.
— Pf., Gerste 2reihige — M. — Pf. Gerste 4reihige O M. — —* Hafer
M. 68 Pf., Mischfrucht 8 M. 50 Pf., Erbsen 0O M. — Pf., Wicken
) M. — Pf. Bohnen — M. — Pf., Kleesamen — M. — Pf., Korn⸗
rod 6 Pfund 74 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ocsenfleisch — Pf.,
kindfleisch 56 Pf., Kalbfleisch 50 Pf., Hammelfleisch — Pf., Schweinefle isch

0 v. Butter J Pfund O M. 90 Pf., Kartoffeln per Ctr. 4 M. — Ppf.
aiserslautern, 1. Juli. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.
Weizen 10 M. 60 Pf. Korn 7 M. 52 Pf., Spelzkern — M. — Pf., Spel—
7 M. — Pf., Gerste O M. — Pf., Hafer 7 M. 50 Pf., Erbsen — M.
— Pf., Wicken O M. — Pf., Linsen O M. — Pf., Kleesamen — M. —
pf., Kornbrod 6 Pfund .. Qual. 64 Pf., 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
3 Pfund 37 Pf., Butter per Pfd. — M. 70 Pf., Eier 2 Stück 09 Pf., Kar⸗
offeln per Ceniner 3 M. 80 Pf., Stroh 1 M. 20 Pf. Heu 1 M. 50 Pf.

xXur die Redaction verantworilich: F.
th
Unsere heutige Rummer bringt füt alle Abonnenten
ine Extra-Beilage des rühmlichst belannten Benediktiner Doppel—
räuter: Magenbinter von C. Pingel i. Göttingen. Niederlage in
St. Inabert bei Herrn IJ. Friedrich.

Todes⸗Anzeige.

Theilnehmenden Verwandten und Freunden die
Trauernachricht, daß heute Mittag *412 Uhr unsere ge⸗
liebte Gattin, Mutter, Tante, Schwiegermutter, Groß⸗
mutter und Urgroßmutter

Louise Chandon geb. Schaller,

nach längerem Krauksein, im Alter von 71 Jahren, sanff
dem Herrn entschlafen ist.

Um stille The:lnahme bitten

Die trauernd Hinterbliebenen.

St. Ingbert, den 1. Juli 1879

—2

J I 5
8 *
o

Um mit Lagerresten zu räumen
zin ich beauftragt, rachstehende 10 Gegenstände gut in Kiste ver—
zacht für den Spottpreis von nur 6 Mark per Nad—
rohme oder Franco Einsendung zu offeriren:

1lecht chines. Sonnenschirm. — 1 echt japanes. Fächer. —

lreizende Maniltn Tischdecke, 87 Centim. lang. — 1 Mi—

rroscop, welches 30 Mal vergrößert. — 1 Telephon, neue

Erfindung, vermittelst der man mit Personen in die Enftfern⸗

ung sprechen kann, mit Erklärung. — 1 feine moderne Börse,

dauerhaft nnd schön. — 1 gutes Terzerol (kein Spielzeug).

— 1 feine Panzer-Uhrlette mit gelben Einlagen. — 1 amer

Taschen-Blendlatkerne — 1 Metermaß.
Alle diese 10 Gegenstände zusammen für nur 6 Mark.
AV—
vird solche reiourgenommen.

OIMinde in Leipriio.
Merpher Runstmehl
Nr. O und Suppen⸗
gries empfiehlt

WB. Jepp.

— oga
Trunksucht, bp

jöchsten Stadium, heili unter Garantie
auch ohne Vorwissen des Patienten,
und ohne der Gesundheit zu schaden,
der Erfinder Th. Konetzky, Dro⸗
puist, Berlin, Bernauersir. 90.
Die zweckentsprechende Wirksamkeit
der von mir erfundenen Mittel ist
von Patienten vor Koͤniglich Preußi⸗
chen und Koniglich Bayerischen Kreis⸗
zerichten eidlich besiätigt, und von
tinem Sanitätsrath geprüft. Man
vende sich deshalb direlt an mich
uind lasse Nachahmer unbeachtet, da
nehrere derselben sogar ihren Namen
alschen und Uberhaupt Shwindel
reiben. Amilich beglaubigte, sowie
eidlich bestätigte Mieste gratis ukranco.

—XI
Auflage von „Dr. Airy's Uaturheilme -
lhode“ kann allen Kranken mit Recht als
ein vortreffliches populärmedicinisches
Buch empfohlen werden. Kreis 1VMark
— oð Kr. zu bezieh. durch alle Buchbandl.
Lipꝛig Richter's Renlags⸗Anstalt
Ausama“ saratis und franes.
„Vorräthig in K. Gotthold's
Yuchhandl., welche dasselbe gegen 1
Mk. 20 Pf. in Briefm franco ver⸗
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Druck und Verlag von J. X. Demet in St. Ingbert.
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2533 333 553332— 55*5 2335*8 82225
— 3237 7 83 ẽ — — 8 *
75 228352** 7383883382 22 227 8533 3.2
2 2 *88 2* 39 222 2 2 355
56 3835352333 2* 5353 2353
833 — 3225 853 338 535333
—2827 2573 3. 72 — 253523
G 2 — 53 22 — 8 * 6 555 3 —
888 5 383738383353 23 —— 8
—3 ——— — 5 3 — 95 8
22223 23*5 53222358. 73 F ——
323— 582 525323 —A j 23553333
— — —A — — —8— 8238 F
257 — — 5388 5. F J 35
53333 28 852— 875922332
* 3a53 53253 58 25338225375
t 8 — 85
483235386335 5— *23583
*235533233555 3
22 57 237

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3 — 2 23 2776 7*
* z — 518 — * 8 8
258 983742333 — —282 **5 543 *7 — 3290— 32223
22 —— 23233 22 53852 71225 228 5*8 ——
525 528353538 33838388 —— *2
238 28 58
232 5523835 2* 2,35538 2225252335 5225238
— — — 332338338 3235 5733
25235328
3343 A A 5833 235538. 5335 — —
—A 52 522 —A 2—23 83833339 523
* — *5* —532238233335 225823838 53
*2 55 2838* —3 2 5 —A 7 8 A 58—* —
23522355535 385233888 222283253 2338
3*23 3332835 552332 35
2 553 — 235 23 — 257 —
*72* 523582 3 06057 253532 3 522533358232 2
*25539 323533 —53538 333535333355 538
232 755 —A — 28575 — 5325
0 —A— J7 5 3. 22 25 oöä¶ 2 8 2 27 3 * 2
— — 2535753 —— *5 8 53 3375 s
22 972 52855 Z * —5 *2983 528859 s 98
28 28335338 237 82858*53 33
25 „32333 20633338 537535253835 —
25 353533325384 *337 25135532352* —
X 32 — — 2838 — 283 28 25*
—8 22 23 5 28823. 2 55 522572 322* 8*
S. 22 2 2 2 02* —8 3 5— 53832 2*
ð 733325335325 2337883 33233 533333 735
—— —A 52322232386 —BR * 5527 52* 2223
2325 S..2 * — — 7 — — 23532332 2 2.8
* 2532398 —25237 2255323 3*5*
252 3 2323 222 2— ————— —8 2
25278333* 223239283 525235 2323 575 —
35335 53352323 5232 582858 8
75222 22222 —A—— 2
338553737 52
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der Et. Jugberter uzeiger und das (1 mal wöchentlich mi⸗ dem auptblaite verbundene Unkerhaltungsblati. (Sonntagh mu iUlustrirter Eei⸗

age) erscheint wochentlich vlermalz Dieustag, Donnerstag, Sanotag nud Sonatag. Der Abonuemeutapreis belragi rierteljahrlic

MA 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.M 60 , einschließlich 420 Zustellgebühr. Amzeigen werden mit 10 4. von Auswarts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattichrift odet deren Raum. Neelamen mit 80 pro Zeile berechnet.

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2
2

M 108.

Eamstag den s3. Juli

ARI
—5

Deutsches Reich.

Bextin, 2. Jun. Die Tarif· Commission nahm Süd⸗
üchte, Syrup und Zucer nach der Regierungsvorlage au. sowie
hee. Bei Kaffee und Petroleum blieh die Nostimmung resultat⸗
3 und kam kein Beschluß zu Stande, indem alle Anträge den
affeezoll auf 39 und 35 M. herabzusetzen, sowie der Regierungs⸗
J(42 My abgelehnt wurde; ebenso wurden bei Petroleum der
i der Vorlage auf 6 M., der Antrag Windthorst auf 5, der
srag des Referenten Benda auf 4 M. und endlich der Antrag

lert auf gänzliche Zollbefreiung abgelehnt.
Berhin, 2. Juli. Die „Provenjial⸗Korrespondenz“ schreibt
inem Attilel unker der Ueberschrift: „Die nauonalliberale Agi⸗

und der Reia slanzler“ Folgeodes: Es fei eine Umkehrung
an, venn der Regierung, insbesondere dem Reichskang
as Streben zuf Schwächung dec nat onalliberalen Partei zu⸗

—* werde. Wohl aber hat das ganze (7) Verhalten der⸗

ellin RNn letzten beiden Jahren in fortwaͤbrend schatfen Angriffen

uadeadgebungen des Mißtrauens gegen den Kanzler sich bewegt.
WenWelimmungen bestehen und nich steis erneuert haben so
aind machweislich von den Nationaliberalen und deren Prefse
zerführt uud verschuldenDer RNegierung liegt es fern, die
Oqung der pationalliberalen Partei für die jeweilige Reichspolitik
u erschähen. Die Abwendung einer so großen Fratuon von
ygierung, wie solche im Laufe det vergangenen und gegen⸗
en Jahres Stait gefunden muß die Reichsregierung noth ·
dahin drängen, fur die Erreichung ihret nnberander fest⸗
nen nationalen Zieie andere Wege und Bahnen im Einzelnen
schlagen. Agitationen, wie sie dem Rücktriite v. Forcenbed:
Reichstagepräsidium vorausgingen und seitdem in fast allen
en Parteiblattern und Reden einselner Mitglieder dee Nartei
nmet geftegerter Tonart zum Ausdruͤd gelangten, mußten vollende
Eindruck machen, daß die Partei als solche die Zollreform und
anzreform zum Anlaß unverhohlener Kriegserllärung gegen die
ierung genommen habe. — Der Artikel shüeßt: Je ehr zu
aschen unb zu hoffen ist, daß die große Zahl wahrhaft patrio⸗
her Elemente, welche sich der nationall beraien Fuͤbrung mit dem
schiedenen Wellen ernsier Unterstützung der Regierung angeschloffen
den, auch fernerbin lebendigen und wirksamen Antheil an der
liden politischen Ardeit fut das Reich nehmen, um so dringender
th der Kuf an die besonnenen Männer der Partei ergehen, sich
lich offen und beflimmt von einer agitatorischen Oppositioushalt⸗
lozzusagen, weiche die Partei zu jeder praktischen Betheiligung
er weiteren Gestaltung der nationalen Ausqaben uunfähig macht.
Berlin. Der Bundesrathsausschuß für Zoll⸗ und Steuer⸗
n hat bezuzlich der Sieuerfre heu des Branniwein⸗ zu ge⸗
tlichen Zwecen jolgenden Gesehenwurf beantragt .9 1. Der
adesrath ist ermachtigt, fur Brannfwein, welcher innerhals des
eles der Branntweinsteuergemeinschaft zu gewerblichen Zwecken,
dließlich der Essigbereitung/ verwendel wird umer den don ihm
uschreibenden Bedingungen und Controlen die Brannsweinsteuer
demjenigen Satze zu dergilten, welcher bei der Ausfuhr dvon
anntwein dvergütet wird. 72. Wer unternimmt, eine Rück⸗
utung der Branntweinsteuer zu —RRXX
nur zu einem geringeren Betrag zu beanspruchen war, hat
dem Vierfachen der zur Ungebuhr beanspruchten Dercütung
tlommende Geldsrafe verwirti. Im Falle der W'iederholung
vorhergegangener Bestrafung wird die Geidstrafe auf das
.he der zur Ungebuͤhr beanspruchten Verzultung erhöht. Je⸗
exnere Rückfall zieht Gefängnißstrafe bis zu zwei Jahren nach
och kann nach richterlichem Ermessen mit Berückfichtigung aller
inde der Zuwiderhandlung und der vorausgegongenen Falle
daft oder auf Geidstrafe nicht umer dem Doppelten der für
eisten Rüdfall destimmten Geidsirafe etlanm erden. 83.
iche Sirase (d 2) hifft denjenigen, wo icher den atucein
mntwein zu einem anberen als dem gestatleien Zwecde verwendet.
Wer den jur Ausfuhrung des 8 1 erlassenen Bestimmungen
rhandelt. verfam in eine Geldnras⸗ bis zu 150 Mt. 8 53..

Die Bestimmung Ziffer 23834 Lit. d des Art. 8 des Zollver⸗

inigungsbertrages vom 8. Juli 1867 wird aufgehoben.“

Ein Vergehen gegen das Sozialistengesetz kam nach längerer
Pause wieder einmal am Sonnabend vor der 7. Krimineldepunmnea
*es Stadtgerichts zu Berbün zur Verhandlung. Zu den aus
Berlin verwiesenen Sozialdemokraten gehörse auch der —A
Schulze. Derselbe leistete anfanglich der Ordre Folge, kehrle aber
hald zurück und l'ieß sich in seinem Lokal unter dem Billard eine
brube ausgraben, wel he ex als Schlupfwinkel gegen die Nachftell-
ingen der Polizei benutzte. Vor einiger Zeit kam die ser Ausweg
iber zur Kenntniß der Polizei, Schulze wurde in seinem Verstea
zerhaftet und zu vier Wochen Gefängniß veruttheilt.

Berlhin. Die „National-VZeitung“ bemertt zu dem De⸗
nissionsgesuch des Finanzministers Hobrecht (und die oifizioͤse Nordd.
Allg. Ztg.“ drudt es nach). „Was die vorliegenden Fragen be⸗
rifft, so sieht man d'e Aussichten des Tabalsteuergesetes alis durq
den Rücktritt des Finanzministers wesentlich gemindert an; dvou
nancher Seite erblicht man in dem Röcktritt sogar das Signal deß
Falles des Tabalsteuergesetzes.“

Die „Probinzial⸗Kortespondenz“ bestätigt, daß die Minister
dobrecht, Friedenthal und Faikehre Eatlassung eingerecht haben.

Aussand.

Zur Verbollständigung der Mittheilungen über das tragische
rnde des Prinzen Sssuls Napoleon wollen wir noch er⸗
vähnen, was in englischen sitting rooms als Praäludium dieser
Lragödie angesehen werd. Demnach hatte Prinz Napoleon im
»ergangenen Frühjahr um die Hand der englisen Prinjessin
Zeatrix angehatten und nicht von der Prinzessin, wohl aber von
hrer Mutter, der Königin. einen Korb erhalten. Darauf zog
Lrinz Rapoleon in den Zaffernkrieg, während fast gleichzeitig die
Zonig in Bictoria ihre jüngsie Tochler noch Oberitalien führte, um—
we die englischen Blaͤtier betonen, ihrem einsamen Leben ein—
erstreuende Abwechselung zu bieten. Als die Nachricht vom Tode
Rapoleons in England anlangte, fiel Prinzessin Beairix in Ohr.
nacht. Auch die Konigin Victorig ist über den Fall lie ühe⸗
ümmert.

Rom, 3. Juli. Wie Rizzaer Blatter melden, droht am
Lol di Tenda, dem von den Itaulen Reisfenden so gern benutzten
Passe, der die Posistraße von Turin nach Nizza bildet, ein oroßer
Berusturz. — In Reapel wurden die deiden —X
Biustiniani und Manone verhaften. (Fr. J.)

Konstantinopel, 8. Juli. Die Turquie,“ welche an⸗
aßlich der Nachricht, daß Frankteich und England die Aufhebung
ꝛes Fixmans von 1873 mißbill gien, ihr Erstaunen ausspricht, sagt?
Die Aufhebung dade nicht die Bedeutung einer Reptessalie, ad
ie Rechte der Mächte bezüglich ihrer Unterthanen selen gewahrt.
Der Firman jedoch, weicher so schlechte Resultate hatte, sei aufge⸗
zoben worden, um die Veranlassung zu neuen Nachtheilen in —X
zuu heseitigen.

Schwurgericht der Pfalz.

Zweibrüden, 26. Juni. Verhandlung gegen Johannes BalI-
nann, 36 Jahre alt, Maurer aus Asselheim, auf dem Weinbrunnerhofe
vohnhaft, wegen vorsätzlicher Koͤrperverle zung mit tödtliche m Ersolge. Staats⸗
inwalt: Scherrer; Vertheidiger: Rechtecandidat Nicolaus.

Der Angellagte lebte mit einer gewissen Maria Elisabetha Katharina
Fischer, Wittwe des Philipp Heinrich Kouer auf obengenanniem Hofe in wil⸗
»er Ehe. Der Angeklagte, ein roher brutaler Mensch, der dem Branntwein⸗
zinlen ergeben ist. behandelte diese seine Genojfin sehr schlecht und tractirie
ie häufig mit Schlägen. Als Ballmann im Monal December vorigen Jat⸗
es aus dem Gefangniß, in das er jur Abbußung einer einmonatlichen, we⸗
jen Diebstahls ihm zuerkannten Strafe derbracht worden, nach Hause zurud⸗
ehrte, verlegte er sich auf das Beltein, ünnfie sig ein⸗ Ziehharmonika, mit
er er an Sonntagen aufspielte, während die Fischer das Geld einsammeln
nußte. Am 11. Marz juͤngst verheiratdeien fich beide miteinandet Am
Nittage des 20. April kehrte die nunmehrige Ehesrau Vallmann von Kaiserg⸗
autern, wo sie die daseloͤst in Reparatur vefindüche Ziehharmonika abgeholt
atte, nach Hause zurück, wo sie ihren Mann siart berauscht im Betie jand.
Als er etwaß aufwachte, frug sie ihn, ob er nicht noch Abends mit der Har⸗
nonika etwas Geld in Olterderg verdienen wollie, worauf er aufsprang, um
die Harmonika zu probiren, was er aber der Trunkenheil halber nicht fertig
rachte. Er schlief nun wieder ein. Gegen Abend borien Ratarz —

— —
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        iges Paischen in der Wohnung des Ballmann und das Geschrei der Ehefrau
Brumann „au, ich hab' ja keines“ — nämlich offenbar Geld meinend —,
reiß mir doch nicht die Seele beraus“. Das Vraufschlagen hörte aber nicht
auf und der Ängellagte schrie: Gibst Du es bald her ? Das ist noch nicht
illes⸗ Mehrere Kinder erzählen, sie hätten gesehen, wie der Angeklagte
nit einem Besenstumpen, einen dicken Slocke und einem Waschblaule seiner
Frau auf Kopf und Budel geschlagen habe. Die ganze Scene soll etwa
Stunde lang gedauert haben. In der Nacht darauf um 1 Uhr kam
Hallmann in die Wohnung seines Nachbars Stuber und verlangte, „er möge
dicht machen und tit in seine Stube gehen, da seine Frau keine Antwort
mehr gäbe.“ Als sie hinuberkamen, sah Stuber die Ehefrau Ballmann todt
n Beue liegen, das Gesicht derselben war arg verschlagen und es kam ihm
vor, als wenn eine schmutzige Masse uüber die Wunden geschmiert sei, damit
man die Verletzungen nicht sehen sollte. Ferner sah Stuber verschiedene
Zlulflecken im Zimmer, insbesondere auch an einem auf dem Boden liegen⸗
den Waschblaul. Eine Nachbarin, zu der die beiden später kamen, machte
dem Angeklagten den Vorwurf, er habe seine Frau todtgeschlagen, worauf er
sagte, er habe sie gar nicht geschlagen. Erstere rieih ihnen, nur Anzeige bei
dem Bürgermeister zu machen, was sie auch am andern Morgen thaten. Dem
Burgermeister kam die Sache sofort verdachtig vor und dieser schickte den
deichenbeschauer in das Haus, der daselbst die Leiche mit einer Unmasse von
Zexletzungen bedeckt fand. Der auf gemachte Anzeige sofort herbeigeeilte
dandrichter von Otterberg constatirte dies gleichfalls, sowie auch zahlreiche
Blutspuren im Zimmer und an dem Waschblaule. Eine vorgenommene
Section ergab eine hochgradige Blutleere des Herzens, der Lungen und der
andern Organe, die eine Folge der durch die vielen Verletzungen herbeige⸗
juhrten Blutungen war und den Tod herbeiführen mußte. Dieje Ver—⸗
ehungen bildeten auch allein die Todesursache und konnten nur mit einem
tumpfen Instrumente beigebracht worden sein, insbesondere war der aufge⸗
jundene Waschblaul besonders dazu geeignet. Der Angeklagte, der jd ließlich
die That eingestand, will aus Aerger daruber gehandelt haben, daß seine
Frau sich in Branntwein berauscht habe. — Nach den Depositionen des kgl.
Bezirksarztes Dr. Ullmann konnte es keinem Zweifel unierliegen, daß der
Tod der Ehefrau des Angeklagten nur in Folge der ihr von dem Letzteren
sugefügten Verletzungen eingetreten sei. Die Vertheidigung bestritt deßhalb
bergeblich diesen Causalzusammenhang, denn die Geschworenen sprachen nach
kurzjer Berathung den Angeklagten der Koörperverlezuͤng mit tödtlichem Er⸗
folge ohne Annahme mildernder Umstande schuldig. Urtheil: 9 Jahre
Zuchthaus und Ehtenverlust in gleicher Dauer.

Z8weibrüscken, 27. Juni. Verhandlung gegen V) Jalob Lenhart,
53 Jahre alt. Bäcker und Mehlhändler von Edentoden wegen betrügerischen
Banquerotts und 2) Georg Becker, 81 Jahre alt, Metzger aus Venningen,
zuletzi in Edenkoben wegen wissentlicher Beihilfe zu diesein Verbrechen. Ver⸗
eter der k. Staatsbehoͤrde: Staatsanwalt Petri. Vertheidiger des Lenhart:
Rechtskandidat Gink, des Becker: Rechtskandidat König.

Seit dem Jahre 1853 betrieb der Angeklagte Lenhart zu Edenkoben ein
tãdere igeschöft mii Mehlhandel. Allmählich kamen durch große Kinderzahl
ind unordentliche Haushaltung die Verhältnisse desselben immer mehr her⸗
nier Uls er nun noch im Januar 1877 für seinen Schwiegersohn den
Mitangeklaglen Becker, fuͤr den er sich verbürgt halte, 1817 Mk. als ersten
Termin einer Hauskaufpreisschuld zahlen mußte, sah er fich genöthigt, sein
igenes Wohn⸗ und Geschäftshaus zu veräußern. Der Erlös daraus, 4885 Mtk.
zing schon damals dis auf 739 Mi. an Schuldentilgung darauf. Von da
ging es immer weiter und schneller abwärts, Lenhart konnte seine Mehllie⸗
feranten nicht mehr bezahlen, es erfolgte ein Urtheil nach dem andern gegen
ihn, und nachdem noch am j1. Marz Mehlhändler Levi von Edesheim pro—
bisorische Moöbelbeschlagnahme hatte vornehmen lassen, erfolgte am 16. Marz
die gerichtliche Ganterklärung auf Antrag mehrerer Gläubiger. Die Aktiva
belrugen 4881 M., die Passiva mit Einrechnung der jetzt zu besprechenden
angeblich an seinen Schwiegersohn geschuldeten 1000 M. 8080 M., also
dar eine Ueberschuldung von 8180 Mik. vorhanden. Die Anklage legt
un dem Angeklagten Lenhart folgende zwei, in der Abficht die Gläubiger zu
detrügen, vorgenommene Handlungen zur Laft, bei denen Angeklagter Becher
visentlich Hilfe geleistet habe. 1) Am 18. Februar erschien Ängeklagter
Lenhart mit seiner Frau und dem Angeklagten Becker bei Notär Geenen in
Jandau und ließ sich dort eine Schuld⸗ und Pfandverschreibung beurkunden,
vonach die Eheleute Lenhart an ihren Schwie ersohn Becker far baares
Darlehen die Summe von 1000 M. schulden. Schon einige Wochen früher
voliie der Angeklogte Lenhart seine. Verwandten, die Geschwister Frank in
Identoben, dazu verleiten, die Glaͤubigen einer derartigen fingirten Schuld⸗
verschreibung zu werden und ihm dann die 1000 M. nach beendigter Gant
dieder auszůzahlen, war aber mit seinem Anfinnen entrüstit abgewiesen worden.
Schon dieser Umstand macht wahrscheinlich, daß auch die Schuldverschreibung
dom 13. Februar eine fingixte war, was nach der Anklage zur absolnten
Bewißheit wird durch die Thatsache, daß der Schwiegersohn Becker in so
hollstäͤndig zerrütteten und verjchuldeten Verhältnissen lebt, daß ein von ihm
gegebenes Darlehen von 1000 Mek. in's Vereich der Unmöglichkeit gehört.
Trotzdem behaupten beide Angellagten, es sei keine fingirte, sondern eine auf
inem wirklichen Darlehen basirte Schuldverschreibung; die Aussage der Ge⸗
chwister Frank bezeichnet Lenhart als Lugen. 2) Als der l. Gerichtsvoll⸗
zieher Haas zu Edenkoben am 11. März abhin die obengenannte Mobiliar⸗
fändung vornahm, fehlte es an jedem nennenswerthen Mobiliar und ins⸗
hesondere war auch nicht der geringste Mehlvorrath vorhanden. Der Ange⸗
lagle Lenhart erklärte damals auf das Bestimmteste, es sei gar Nichts ver⸗
schleppt. Später aber fand man, durch einen anonymen Brief aufmerlsam
genucht, bei einem Nachbarn verstedt 7 Saͤche Mehl — 164 M. werth —
did 23 leere Mehlsäcke im Werthe von 6M. 90 Pf., die nach beiderseitigem
Beständnisse vom Becker im Auftrage des Lehnhart hinübergeschafft worden
and. Ebenso ist der Angeklagte Lehnhart geständig, einen Wagen, einen
Pflug und ein Fuhrgeschirt in der Absicht, deren Werth den Gläubigern zu
ntziehen, bei Seite geschafft zu haben. Die Geschworenen sprachen, da fie
die gegebenen Indicien für nicht genugend erachteten, beide Angellagten wegen
zZer angeblichen fingirten Schuldverschreibung frei und ebenso den Angeklagten
Becer wegen Beihilfe bei der Verschleppung der Mehlsäcke und des Mehles.
denhart wurde dagegen wegen der Verschleppung des Wagens und Pflugs
unter Annahme mildernder Umftünde des betrügerischen Banlerotts für schul⸗
dig ertlärt und vom Gerichtshof zum Minimum 8 Monaten Gefängniß
oerurtheilt.

Zweibrücdcken, 28. Juni. Verhandlung gegen Barbara Speng⸗
er 885 Jahre alt, ledige Tagnerin aus Lug, Cantons Annweiler, wegen
stindsmords, vertheidigt durch Rechtslandidat Schuler.

Die Angellagte, welche mit ihrein 14 Jahre alten unehelichen Sohne
and mehreren Geschwistern bei ihrem ganz unbemittelten Voter wohnte, be⸗
and sich seit Anfang diesez Jahres ersichtlich in anderen Umständen Da

ies nach den Wahrnehmungen der Leute in den vorhergegangenen Jahrt
—
ekommen und allgeme in der Verdacht bestand, daß sie ihre Kinder jedesmal
jach der Geburt gewaltsam beseitige, so wurde sie im Auftrage des Adjunkten
‚on Lug von der Hebamme beobachteit. Als diese am 20. Mai abhin eine
lenderung an der Angeklagten bemerkte, veranlaßte sie eine gerichtlich
intersuchung, welche zur Auffindung einer Kindsleiche führte. Diese war
m Stalie des Vater Spengler unter einem Krautfständer vergraben, seit eiws
Tagen geboren und durch Erstickung umsz Leben gekommen, da der Schlund
es Kindes bis zum Kehlkopf sich fest mit Moossireu verstopft zeigte. Die
lngeklagte gestand auch beld zu, daß sie am 14. Mai zuvor im Stalle ge.
oren, daß das Kind gelebt und daß sie ihm mit Streuwerk gewaltsam den
Pund verstopft habe. Da im Keller noch Theile eines Kinderslelettes auf
efunden und auch von Zeugen verschiedene Wahrnehmungen gemacht wurden
Negt der Verdacht nahe, daß die Angeklagte, welche mit ihrem eigenen
zater in einem sträflichen Verhältnisse stehen soll, vom Jahre 1878 an jchon
viederholt geboren und das Kind jedesmal gewaltsam beseitigt habe. Der
auf der Angeklagten ist selbstverständlich ein schlechter. Die Anklage wurd
hon der k. Staatsbehörde aufrecht erhalten. Die Vertheidigung führte aus
aß auch sehr dringende Verdachtsgründe gegen den Vater der Sprengler al⸗
Thäter sprächen. Die Geschworenen sprachen die Angeklagte schuldig des
kindsmordes ohne mildernde Umstände. Das Urtheil des Gerichtshofes
lautete auf 8 Jahre Zuchthaus.

Vermischtes.

4 Die im 2. Quarial 1979/80, Juli — Sepember 1879
in den einzelnen Garnisonen zahlbaren Verpflegungszuschüsse berechnen
iich pro Tag: Speier: Mannschaft 19 Pjg., Unteroffiziere 29 Pfg.
daiserslautetn, Germersheim. Landau: Mannschaft 20 Pfig, Unte
Afiziere 80 Pfa.; Zweibrüden: Mannschaft 22.Pfg., Uateroffigte⸗
33 Pfennig. 9

F Zweibrücken. Fuür das Rechnungsjogt 1878/79
valten die Actionäre des hiesigen Gaswerkes 27 Mt. Dibide—
auf die Actie von 100 fl.

7 Die Veirsicherungs- Summe der beider in Kaisey,
fauskern niedetgebrannten Mühlen der Kaisck- und Schalt“
Muhle, betxägt nach der „Pf. Voltsztg.“ 35400 Mt.

fNeustadt, 2. Juli. In der heut stattgefurderen e⸗
chußsitzung des Pfalzischen Feuerwehrv rbaudes wurde der 3ust
ur Abhailung des Verbandstages in Ludwegshaf'n bestimmi. ⸗
egentlich des Verbandstages findet auch eine Ausst urra
Fruerlöschgeräthschaften staii. Die vorgelegenen Uaterstütun
uche für Feuerwehren wurden, da die Rechnung bereita
rlessen ist, sur die nächste Ausschußsihung zurückhel -gt. Ur
dützungsgesuche für im Dienste verunglücte Feuerwehrleute le
ier vor nad wurden dieselben nach den bestehenden Normen
ed'gt.

pSaargemünd, 29. Juni. Die „Saargemünder Zie
chreibte Wie bestimmt verlautet, wird in der allernächsten 3
e hier garnisonircude 5. Schwadron des 5. bayerischen Chevan
egers Regiments einstweilen nach Germersheim in der Pfalz verler
Man beabsichtigt nämlich, den als Rotzherd geltenden Siall i
diesigen alten Casernement einer gründlichen Des niektion oder sog
inem Umbau zu unterwerfen, weßhalb derselbe geräumt werd⸗
nuß. Man hofft jedoch, daß an der neuen Kaserne die Stallunge!
venn auch nur durch Barackenbau, so erweitert werden, daß di
scheidende Schwadron baid zurücklehren kann.“

In Waldinsssingen (Wuürttemberg) brannken ar
28. v. Mts. 29 Haupt⸗ und Nebengebdude ab. Ein seinen
Sohne zur Reltung behilflicher Voter fiel in die Flammen und
alag kurz darauf den erhaltenen schweren Brandwunden.

fGeroldshausen bei Würzburg, 80. Juni. We
iegt unsere Flur so wüste, die noch gestern ein Bild des Segens
ind des Landmanns Lust und Freude war! Das gestern Aben'
sber die hiesige Gemarkung hingezogene Bewitler hat sich in furcht
arem Hagelschlage entladen. Der ganze Erntesegen ist vernichte!
Alles ia den Boden geschlagen. Hunderte von Bäumen sind dure
en das Unweiter begleitenden Sturm gelknickt oder entwurzelt
Ddie noch vor wenigen Stunden lachende Flur ist nunmehr en
gild des Jammers und des Entsetzens.

In Bamberg wurde ein Magistralsrath von einen
Forstgehifen in dem Augenblicke getreffen, als er sich rechtswidr
hohnenstangen aneignen wollte. Der forstfrevelnde Stadtvater
sielt einstweilen Urlaub und wird sich wohl nicht mehr zum Nun
ind Frommen seiner Vaterstadt den Kopf zerbtechen müssen.

FAugsburg, 80. Jani. Der hiesige Magistrat hat be
hlossen, durch ottspolizeiliche Vorschrift den Gebrauch von Bier
ressionen und Bierspritzen zu verbieten. (Verdient allerwätt—
Nachahmung.)

Muünchen, 2. Juli. Das hiesige G.neralapditori
biez in der heuligen Sihung die RNichtigkeilsbeschwerde des Frhin
Schenk v. Geyern ab.

Mäüanchen, 2. Juli. Kaufmann Streicher, wegen Ban
erotis zu siebenjähriger Zuchthausstrafe verurtheilt, ist in Zurich
erhaftet worden.

Fmün hen, 2. Juls. Die Erdffnung der internat ounun
Zunstausstellung ist nunmehr bistimmt anf den 19. Juli sest. eseh
        <pb n="369" />
        Teu
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on
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28

Dieselbe wird im Auftrag des Königs durch den Prinzen Luitpold
rfolgen.
Quedlinburg. Zwei Kinder, das eine im Alter von
z, das andere im Alter von 4 Jahren, spielten nahe der Siadt
n der Bode; pidtzlich gibt das ültere Kind dem jüngeren einen
Stoß, so doß dieses inz Wasser stürzt. Leider genügte dies noch
nicht der noch so jungen Vexbrecherseele. Als der vierjährige Knabe
draft genug hesaß, um durch Erfassen eines Weidenstrauchs sich vor
Fririnken zu reiten, eilte sein Mörder hinzu und riß die Handchen
om rettenden Zweige los, so daß das arme Wesen endlich unter⸗
sehen und seinen Tod fiaden mußte. Der satanische Racker aber
rollte sih nunmehr, als vb nichts passirt wäre, ruhig und guter
Dinge nach Hause. J ..
pDie Kaiserin Augusta hal ihren Dank fuur die ihr
von den deuischen Fürstinen zu ihrer goldenen Hochzeit verehrte
dabe (24,000 M. in einer künstlerisch ausgestatteten Truhe) durch
in Handschreiben an die Geberinnen ausgesprochen, worin sie sagt,
aß die Gabe zu zwei Freistellen für deutsche Tochter an die Kaiserin⸗
Auzusta Stiftung zu Charlottenburg (Grziehungs anstalt fuͤr Toͤchter
„on im“Kriege gefallenen Offizieren, Beamten rc.) verwendet
verden soll.

Die Legende von Szegedin. Moriz Jolai theilt unter seinen
Zzegediner Skizzen im „Hon“ folgende Legende mit, die er in
Szegedin erzühlen hörte: Vor hundert Jahren brannte Szegedin
oial nieder. Szegedin war auch damals eine stolze, schöͤne ungarische
Stadt. Die Bewohner saßen weinend auf den rauchenden Trümmern
hrer Häuser nud fragten sich in bangem Kummer, ob wohl Szege⸗
din noch einst so schön und groß sein werde, wie es gewesen?
Damals enistand eine Weissagung, welche im Volle sich verbreitete
uind bis auf den heutigen Tag erhalten blieb. „Wenn die Todten
in die Stadt zurückkehren, wird Szegedin wieder so groß und schön
ein, wie es war.“ Am Tage der großen Katastrophe erbrach die
sosende Sturmfluth die Gräber im Unterstädter Kirchhof und plöß⸗
iich sah die auf die Dämme“ geflüchtete Bevölkerung, daß die
Todten in ihren Särgen in die verödeten Gassen zurückkehren. Nun
slaubt das Volk fest, daß die alte Weissagung sich ihrer Erfüllung
naht. Auch ich glaube es, fügt Jokai hinzu, Gott möge uns dazu
helfen!

Aus Genf wird gemeldet: Vor Kurzem fand man den
tmordelen Korper eines Reisenden, Namens Mülller, in einer
Schlucht in der Rahbarschaft. Nach kurzer Zeit fiel Verdacht auf
die Brüder Steiner, Eigenthümer des Hotels ju den „Drei Schwei⸗
ern“. Sie wurden zur Haft gebracht und gestanden, daß sie Mül⸗
er, wilcher dei ihnen eingekehrt war, in seinem Beite etwürgt und
dann den Leichnam in die Schlucht gevorfen. Einer der Thäter
jat außerdem gestanden, daß er vor einigen Jahren seine eigene
Frau ermordet habe. 5.

In Paris koͤnnen 21,000 Kinder wegen Mangel on
Raum die Schulen nicht besuchen.

Ein muthiger Greis. In Temesvar hat am 17.
. M. der pensionirte Förster Weischl, ein 82jähriger Mann, der
ereits Ur- Colcl auf seinen Knien schautelt, sich mit einem 21jäh⸗
nigen, lebensfrischen Mädchen .... dermählt.

f (Zum Tode des Prinzen Napoleon.) Als Gegenstcd
es Verhaltens des Kapitäns Carey bei dem Ueberfalle von Zulus,
velcher dem Prinzen Napoleon das Leben koftete, sei folgende That⸗
ache erwähnt. Der verstorbene General v. Schmidt ritt in den
tagen vor dem Treffen von Spicheren mit feinem Adjutanten
elognosciren. Man stieß auf französische Infanterie, bekam Feuer
uind mußzte umkehren.“ Da gar keine Nothwendigkeit vorlag, sich
zei folchem Anlasse todischießen zu lossen, ritlen beide Herten im
halopp weg. Hierbei belam das Pferd des Adjutanten einen
odtlichen Schuß, so daß es sofort zusammenbrach. Die fran zoͤsischen
Jufanteristen drangen vor, um sich einen werthvollen Gefangenen
u holen. Als General v. Schmidt dies Alles bemerlte, wandte
r im Jafanteriefeuer sein Pferd, ritt zu seinem unter dem todten
Bferde liegenden Adjutanten zurück, nöthigte ihn, sich hinter den
Heneral — also zu Zweien — auf's Pferd zu sehen — und nun
zing's fort im Galopp. So handelt ein Soldut, der von der
dahren militärischen Ehre beseelt ist. Man läßt seinen Kameraden
nicht im Stich, ohne Alles auigeboten zu haben, um zu helfen.
xs sel hierbei erwähnt, daß obige Thatsache nicht einmal öffentlich
zekannt wurde. Selbst wenn man davon absieht, daß der Be⸗
leiter Prinz und Gast der Armee war, kann das Verhalten des
apitaͤns Carey nicht einmal eine Erklärung, geschweige denn eine
knischuldigung finden. Weiter ist es bezeichnend, daß der eng⸗
ische Oberbefehlshaber Lord Chelmsford in dem kurzen Telegramm
Raum dafür findet, die Veranwortung für das Ende des Prinzen
hon sich abzuwälzen und sie dem Generalquartiermeister zuzuschreiben.
rin fremder Prinz, der Gast des Hauptquattiers ist, ist der Ob⸗
jut des Feldherrn anvertraut. und der allein trägt alle Verant⸗
vortung.

pNeue Art Photographien. Ein Deuischer, Namens Carl
Zteinbach, hat in Lima eine wichtige Erfindung gemacht. Nach

jahrelangen Siudien und Erperimenten soll es ihm nämlich gelungen
ein, eine chemische Composition herzustellen, mittelst welcher das
Spiegelbiid selber zu fixiren iß und wie eine Photographie in den
Zandel gebracht werden lann. Mit dieser Composition wird die
Spiegelfiache bestrichen; die Rüchseite des Spiegels enthält gleich⸗
alls einen Oel⸗Anstrich. Der so zubereitete Spiegel wird der
Herson, die photographirt werden soll, vorgehalten; wie durch einen
Zauber verdunstet der Oel-Anstrich und das Bildniß der Person
leibt in natürlichen Farben und mit lebhaften Augen auf der
zichtfläche haften. Das so fixirte Bild kommt in ein Bad und
vird eine halbe Stunde dem Sonnenlichte ausgesetzt, um als fert ig
ibergeben weiden zu können. Ein reicher Capitalift in Peru hat
zie Erfindung fur Special-Photogtaphien um 400.000 Dollars
zequirirt, und es werden zur Ausbeutung dieses Verfahrens große
xtabl ssements in Norde und Südamerila eingerichtet. J

FEinen guten Magen besitzt jedenfalls ein Australier, der
zurch seine Virtuosilät, Alles zu verschluken, „was nicht niet⸗ und
agelfest ist, „elbst den seiner Zeit berühnten Gabelschlucker
n Paris weit übertrifft. Nach der medizinischen Presse wurde man
uerst auf ihn aufmerlsam bei Gelegenheit eines von ihm ausge⸗
ühtten Diebstahls. Er hatte einen goldenen Ring gestohlen, war
»abei adgesaßt und ins Gefängn'ß gebracht worden. Da er den
stting nicht sogleich wieder herbeischaffen konnte, sondern angeblich
erst nach einigen Stunden, so erhielt der Gefängnißarzt deu Auftrag
hu zu untersüchen. Bei der genauen koöͤrperlichen Untersuchung des
Delinq nenten constatirite der Arzt in der Hoͤhe des Magengrundes
Fremdtörper von harter tundlicher Beschaffenheit, welche er mit
deichtigkeit durch die Bauhdecken hindurch fühlen und gegen ein⸗
inder drücken lönne. Nun gestand denn anch der Dieb, daß er
vor neun Monaten eine große stählerne, sogenannte „Albert⸗Keite“
gestohlen und verschluckt habe, ohne die geringsten Beschwerden dabon
u empfiaden. Unter entsprechender ärztlicher Hilfe kamen nun
nicht allein der gestohlene goldene Ring und die große Stahllkette
ondern auh noch ein Federmesser und ein gewöhnlicher bronzener
sting zum Vorschein. Der Besitzer dieses hehlerischen Straußen⸗
nagens ist ein jurger Mensch von 23 Jahren, in desseͤ Wohnung
zei einer vorgenommenen Haussuchung eine schoͤne Sammlung von
Begenständen aller Art, wie Ringe, Ketten, Portemounaies, Feder⸗
messet u. s. w. vorgefunden wurden, welche von dem Gewohnheits⸗
dieb gestohlen, verschludt und spätet wieder an das Tageslicht be⸗
iördert worden waren.

Gemeinnütziges..

Billige Nahrungsmittel. Die Hausfrauen werfen gewöhnlich
die von den Erbsenkoörnern befreiten grünen Hülsen als ungemeßbar
sort und berauben sich dadurch einer vortrefflichen Suppenwürze
ür die Zeit, in welcher es an frischem Gemüse mangelt. Dr.
bleimer ertheilt den Rath,' jene Erbsenshalen zu einem Exltrakte
nuszukochen. Ein Theeldffel voll des Ertraktes genügt, um einem
Teller voll Fleischbtühe den Geschmack nach frischen Erbsen mitzu—
heilen. Beim Einschneiden des Sauerkrautes werden die Kraut⸗
trünke ebenfalls als werthlos weggeworfen und doch könnte man
dieselben zu einem Gerüchte zubereiten, welches den Koblraben an
Beschmack und Nahrwerth gleichkommt.

Zur Herstellung von Sqlackenwolle. Elbers in New-Yoik
chlägt in einem Zusatzpatent vor, die in Kasten abgelagerte Schla⸗
kenwolle zu pressen, so daß sie einen wattenarticen Filz bildet, der
zur Erreichung einer größeren Haltbarlet mit Leim oder Leim und
Hiycetin bestrichen wird. Fur manche Zwede wird er mit harzigen
»der bitumindsen Stoffen versetzt aind, wenn erforderlich, bis zur
Zersetzung derselben erhizht.

Weiterfester Anstrich. Nach A. Bruchhold in Darmstadt gibt
ein Gemisch von 75 Th. Silberschlacke, 24 Th. Leindifirniß uünd
Th. Kreosotoͤl eine Aunstrichfarbe, die Walser und Säuren
vi dersteut.
Verloosungen.
Braunschweigische 20Thl.⸗Loose v. 1868.
Bei der am 1. Statt gefundenen Nerleosung wurden folgende
Serien gezogen: 147 664 795 875 927 991 1333 1689 2153
2221 2438 2556 3349 3620 4037 4188 4669 5222 5294
5528 5712 5849 6124 6179 6268 6279 6770 6939 6957
3969 7080 7137 7467 7477 7658 7685 7828 7941 7942
3125 8196 8615 8713 8780 8865 8918 9072 9161 9167
)315 9500 9713 9885 9919 und 9928. Die Prämienziehung
ändet am 31. August Statt.
Meininger 7 fl.Loose. Serieniehung vom
. Juli. Gezogene Serien: 68 146 805 479 5327 585 610
338 909 1150 1533 1596 1663 1747 2243 2463 2526
3013 4177 4351 4784 4830 48885 4913 5009 5017 53043
5044 5070 5138 5781 5945 6420 6760 6856 7245 7324
1587 7618 7924 8162 83835 8605 9119 9215 9461 9547
2823 9948 9953.
        <pb n="370" />
        Rauratberichte.

Zweibrücken, 8 Juli. (Fruchtmittelpreis und Biciualienmar
Beizen — M. — plf., Korn 8 M. 09 Pf., Gerfste zweireihige d R. —
erreihige O M. — pf. Spelz O M. — Pf., Spelzlern — R. 7
n. Ptisttct w. — p ber 07
Fisa — . — p, Wiaen o . pyf. Rarieein 4 .
—* 3 . . Sure . 60 f. Welßero ailogr. 84 pj.

—E⏑
rod 8 Kilogr. 91pf, das Paar Wed 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
ße e co Pi, aalbsicisch d Vf. Vammelfieise go vf. Schweincsiense
30 pᷣf, Butler / Kilogr. O M. 90 Pf. Wein 1 Liter 80 Pf. Bier 1 Liter 24 Pf.
Fur die Redaction veraniwsrilich: F. X. Deme .

Vertragsmäßige

Wiederversteigerung.

Donnerstag, den 10.
Juli nächsthin, Nachmittags 2
Uhr zu St. Ingbert, bei
Peter Friedrich,

wird auf Betreiben von Jo⸗
dann Ficker, kgl. Arrestver⸗
walter, als subrogirter Gläubiger
von Peter Friedrich, Küfer,
beide in St. Ingbert wohnhaft
zegen Bernhard August,
dandelsmann allda, wegen nicht
pollständigem Bezahlen des Er⸗
werbspreises, die nachstehend be⸗
schriebene Liegenschafl im Banne
bon St. Ingbert, im Wege der
bertragsmaßigen Wiederversteige⸗
rung, öffentlich zu Eigenthum
berfteigert:

Pl.Nr. 2852, 8 4 88 qm
Flaͤche, Wohnhaus mit Ein⸗
ahrt und Hofraum und
Pl.Nr. 285292, 17 4
oͤ5 qm Gorten und Aceer,
das Ganze gelegen zu St.
Ingbert, auf der Meß ne⸗
den Peter Leonhart Wwe.,
and Klostergut.
Ingbert, 24. Juni 1879
Amtsverweser des kgl.

Notar Sauer:
—. Auffschneider.
Jagdverpachtung
Ormesheim.
Donnerstag, 17. Juli
d. J., 11 Uhr Vorm'ttags wird
die Felde und Waldjagd der
Vemeinde Ormesheim auf einen
weitern Gjährigen Bestand auf
zem unterfertigien Bürgermeister⸗
amte öoͤffentlich verpachtet.
Aßweiler, 8. Juli 1879.
Das Bürgermeisteramt:
Steis.
Jeiner Landesschinken,
Jeine Grauwurst
bei K. Hauck,
Mestaer zu Schnappsach

2 Lehrlinge
werden angenommen, um das
Schuhmacherhandwerk zu er⸗
lernen, bei Gebr. Leonbard.

3000 M.u die Pramie vor
300000 M. auf No. 40152
Juni 1876
I50000 M. auf No. 65195
Novbr. 1876
—XE
Novbr. 1876
4000 M. a. die Pramie von
300000 M. auf No. 34185
Jum 1878
owie viele andere Haupt⸗
treffer wurden bei mir zur an⸗
zgegebenen Zeit in der vom Staate
zarantirten u. genehmigten großen
Geld·a.Pràûmieon·
Verloosung
gewonnen, welche wegen ihrer vor
heilhaften Einrichtung,
da uͤber die Haͤlfte der Loost
gewinnen muß,
vesonders zu ieher ist. —
Die nächste Verloofung
veginnt am
17. 1. 18. Juli d. 3J.
ind bietet folgende Hauptireffer
450000 Mark event.,
Ododοo, 180000, 100000 15000,
2 zu 50000, 1 zu 40000, 6 zu
30000, 1 zu 25000, 2 zu 20000.
i2 u 15000. 13u 18000, 28
u 1IOOOO, 2 ʒu 8000, 4 zu 6000,
31 zu 5000, 6 zu 4000, 108 zu
3000, 268 zu 2009, 6 zu 1200,
517 zu 1000, 848 zu 500, 1350
u 300 Marlk eꝛc.
Original⸗Antheile zu der oben
rwähnten Verloosung, und zwar
Banze, Halbe, Viertel Achtel
ig Mk., 8 Mk. 4Mk, 2 Mt.,
önnen bis Tags vor Ziehung be⸗
ozen werden durch
G. Daubert iun.
Braunschweig,
Boststraͤße Nr. 6.

5
s57
283
—727*4
—A
548
344
—
33
57
333
234
2

Drucłarbeiten

e
9
5
—9—
94
n
5 —
—333
—
4
152
iä

der
Buch-
Bteindruckerei
ron
J. F M-ETZ

T. RXIACBDEBRT.

Saoneit und Jugeno, Neicuyum nud Ehre Talente und gamgceuen
was bedenten all diese Gaben und Vorzuge, wenn der Leib siech
und eine hartnäckige Krankheit am Leben zehrt. Mens sana in eorpors
ano“, Rur im gesunden Körper wohnl eine gesunde Seele! Diese Worit
iind eine mahnende Wahrheit fur Jene, welche oft aus Unwissenheit gegen
ie Gesundheit sundigen. denn es fallt den Wenigsten ein, fich über ihre
Verpflichtungen, die sie dem eigenen korperlichen Ich gegenüber zu erfüllen
haben — gründlich zu unterrichten.

Ein Buch, welches diesem Zwecke dient, den Leser in leichtfaßlicher Wer.
nit Ursprung, Charalier und Behandlung jeder Krankheü belannt maun
ohne ihn mit dem Ballast unverdaulicher wissenschaftlicher Phrafen zu
chweren, fanden wie in dem in 110. Auflage erschienenen Buche „Dr. Airyn
Noalturheilmethode“, welches in Richter's Verlags⸗Anstalt in Leipzig erschienen
und gegen 1 Mt. 20 Pf. in Briefm. franco zu beziehen ist.

Bekanntmachung.

Vom Sonntag den 6. d. Mits. an wird die bisherig.
Zufuhrstraße zum alten Stativnsgebände dahier wegen
Dersiellung von Bauarbeilen für Fuhrwerke gesperrt.

Von diesem Tage an wollen Fuhrwerke, welche Reisende zum
Bahnhofe bringen oder von dort abzuholen haben an der Staats:
raße zunächst des Viaductes anfahren.

St. Ingbert, den 4. Juli 1879.

Die Babnhofverwaltung:
Eifler.

3
T deob⸗A⸗ eig
To 474 nzeige. r
Theilnehmenden Verrraudten, Freunden und Belannten w
machen wir hierrmit die segr betrübende Nachricht von
dim gestern Abend 11 Uhr ploöͤtzlich erfolgten Hinscheiden —
nuseres innigsi geliebten Vaters, Schwagers und Onlels
Andreas Eckert,
—1
inn einem Alter von 51 Jahren.
St. Ingberter Eisenwert, 4. Juli 1879.
Die tieftrauered Hiuterbliebenen.
1. ITTTSC. .
. Die Veerdiguug findet heute, Samstag den 58.
Juli Nachmittaugs 4 Uhr siatt.

— —V
, Braunsochweigisoho
Landeos-Lotteorie,
vom Staate genehmigt und garantirt.
Dieselbe besteht aus BO, ooo Original:Loosen und
Aß, O00 Gewinnen:
lHaupttreffer eb. 450 000. — 1 Haupttreffer à 12,000,
J 300.000, 22 i0.0ο
50,000, 3000
O, 00, 3008
odod. 58
o 1000,
n 3000 æ8
0, 88
00 1200
000. 31* 1000:
45,000, 1 848 F 500
J Neichs⸗Marlk u. s. w.
Die erste Ziehung findet satt
am 17. und 18. Zuli 1879,
zu welcher ich XXX Loose
XVX Halhe Vilortel Acohtel
16 Mark 8 Mark 4 Mark 2 Mark
negen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß verjende
Jeder Spieler erhält die Gewinnlisten 94
rh. Rasilius,
„.inwer der Brounschw. Landes Lotterie
v Brens Woer
——— — —

F⸗
Druck und Berlag don F. X. Demet in St. Ingbert.
Siem für msere Bo stt⸗ Abonnenten „Illustrirtes Sonntagsblatt“ Ne. 27.
        <pb n="371" />
        t
a
e
*

—

4
3

St. Ingberter Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich/ mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

age) erscheint wöchentlich vVlermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentspreis betragt vierteljahrlich

1A 40 A einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.M 60 A, einschließlich 40 4 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Reclamen mit 30 A pro Zeile berechnet.
A 106.

Sonntag den 6. Juli

1379.
Deutsches Reich.

Berlin, 3. Juali. Die Zolltarifcommission des Reichstags
lellt den Antrag, daß die Zoͤlle anf Eisen, Hopfen, Instrumente,
Materialwaaren, Lichter, Oel, Petroleum, Thiere und Vieh sosort
n Kraft treten sollen. Von den Materialwaaren bleiben vorläufig
draftmehl und Mühlenfadrikate ausgeschlossn. Vom 1. Januar
1880 an sollen die Zoͤlle auf chemische Zündhölzer, Malz, Kraft⸗
mehl, Mühlenfabrikate, einfaches Leinengarn und weißes und farbiges
Slas in Kraft treten, vom 1. Sciober 1879 an die Zolle auf
ille übrigen im Tarif aufgeführten Arüikel, also auch Getreide,
dolz, ꝛc.

Berlin, 83. Juli. Außer der Einigung über den Tabakzoll
und die Tabaksteuer von 85 resp. 45 M. ohne Nachsteuer und
Licenzsteuer sollen sich Centrum und Conservateve über den Kaffee⸗
oll zu 40 Mark und den Petroleumzoll zu 6 M. verständigt haben.

Als Finanzminister gilt aus designirt der Unlerftaats-
ekretär im Ministerinm des Innern, Biter, als Kultusminister der
Oberpräsident v. Schlesien, v. Puttlamer; für das Minist.rium der
andwirthschaft scheint die Entscheidung zwischen v. Seydewitz und
ducius (dem bekannten persönlichen Freund des Fürsten Bismarch)
noch auszustehen. Die Verhandlungen nähern sich ihrem Abschlusse.
Die Ernennungen werden uͤnmmelbat erwartet.

Die „Deutsche Allgem. Zig.“ in Leipzig schreibt: „In un⸗
eren Reichbangel egenheiten hat in der vergangenen
Woche die Trübung und Verwirrung aller Verhältnisse einen so
sohen Grad erreicht. daß es in der That auch dem ruhigsten und
miner moͤzlichst das Beste hoffenden Politiker nachgerade sehr
chwer wird, sich von Anwandlungen des Pessimismus freizuhalten.
Statt einer Verstaändigung des Reichskanzlers mit dem rechten Flü⸗
jel der National Liberalen unter Bennigsen, welcher vor acht Ta⸗
jen in Aussicht zu stehen schien, ist eim solche mit dem Centrum
ingetreten und hat ihren Ausdruck in einem Beschlusse — aller⸗
ungs zunächst nur der Tarifkommission — gefunden, der, wenn
o gemeint, wie er seinem Wortlaut⸗ nach veistanden werden muß
ind von den Ultramontanen offenbar auc verstanden wird, in der
khat einen bedenklichen Sieg des Partikularismus und einen ent—
diedenen Rüchschritt in der Reichspolitik, selbst über die Reichs⸗
erfassung hinaus rückwärts, anzeigen würde, dagegen in der Aus—
gung, welche man konferdativer⸗ und offizoserseits ihm gibt, eine
zweideutigkeit, ja, anscheinend eine versuchte Ueberlistung des Cen⸗
rums enthält, von der wir uns eben so wenig Gutes versprechen
dnnen. Dazu kommen nun die —AL Minister.
„o geräth Alles ins Wanken und Schwanken. Eine konserbativ
iltramontane Mehrheit im Reichstage, mit der Bismard regieren

u wollen scheint, eine Neubildung des preußischen Staatsministe⸗
iums unter Ausstoßung gerade der Elemente, an deren Verbleiben
e letzten Hoffnungen der Liberalen sich tnüpften, eine ans heinend
eabfichtigte „Umkehr“ der ganzen in den letzien 12-15 Jahren
ingehaltenen Politik sowohl im Reiche als in Preußen, Das ist
n d'esem Augendlicke die Signatur unserer deutschen Zustände.“
xẽ s ist nur gut, daß die Klarung dieser Verhäitnisse unmöglich
ange auf sich warten lassen kann. So ganz und gar das Ver—
rauen auf den Fürsten Bismarck jetzt schon fahten zu lassen, scheint
ins trotz Alledem noch nicht XXVXV

ehbede ließ die Anklage gegen den Schwiegersohn Gehm fallen, da sie haupt⸗
achlich auf den Angaben des jungen Franz Kennel basirte, der jedoch schon
vegen seiner geistigen Beschaffenheit nicht den geringften Glauben verdiene.
lus demselben Grunde muͤsse dann auch die Anklage gegen den Franz Ken—
el selbst fallen. Der alte Kennel jedoch müsse, nachdem er noch zu allem
leberflusse in der öffentlichen Verhandlung ein Geständniß abgelegt, an dessen
Bahrhaftigkeit man nicht zweifeln könne, allein der Brandstifter gewesen sein,
ei aber dazu allerdings von seiner Ehefrau verleitet worden. Die k. Staats⸗
ehörde beantragte deßhalb, den allen Kennel der Brandstiftung und dessen
ẽhefrau der Anftiftung zu diesem Verbrechen schuldig zu sprechen. Die Ver—
heidigung des alten Kennel führte aus, daß trotz des Geständnisses die Schuld
es Ehemannes Kennel nicht unumstoßlich feststehe; es läge eine Unmasse
Indicien gegen den Schwiegersohn Gehm vor und dieser könne mindestens
bensogut der Thäter sein wie der alte Kennel. Die Anficht des k. Unter⸗
uchungrichters, der trotz des Geständnisses des Kennel den Gehm als den
igentlichen Thäier bezeichne, falle doch sehr schwer ins Gewicht; dieser Beamte
abe sich während der 874 Jahr dauernden Untersuchung ganz in die Sache
ineingelebt, und wenn er nun seine fruhere Ansicht, der alte Kennel sei der
randstifter, aufgebe und trotz des jungsien Geständnifses des Kennel aufgebe,
o müßten doch sicherlich gewichtige Gruͤnde für ihn vorhanden sein. Zur
berurtheilung des alten Kennel sei nothwendig, daß die Geschworenen sich
uf ihren Eid hin sagen könnten: Wuͤ wissen, daß der alte Kennel es waͤr,
»er den Brandstoff,/ ans Haus gebracht hat.“ Das könne aber Niemanß
agen, da die ernstlichsten Zweifet vorhanden sein müßten. Der Vertheidiger
Aer Ehefrau Kennel stellte auf, es läge auch nicht der geringste Beweis fur
die Schuld der Ehefrau vor; wer könne denn bezeugen, daß sie ihren Mann,
venn dieser der Thäter sei, zu der That aufgehetzt habe? Die beiden andern
bertheidiger hatten, nachdem die Anktlage von der“l Staatsbehörde fallen
elassen worden war, leichtes Spiel und beantragten Freisprechung ihrer
dlienten. Die Geschworenen sprachen ganz nach Antrag der k. Staatsbehörde
»en alten Kennel der Brandftiftung und die Ehefrau Kennel der Anstiftung
u diesem Verbrechen schuldig, den Gehm und den jungen Kennel dagegen
rei. Letztere wurden dierauf sofort in Freiheit gesetzt, die Eheleute Kennel
edoch zu einer 5!/jahrigen Zuchthausstrafe und der Ehemann Kennel zum
Ferlust der bürgerlichen Ehrenrechie in der Dauer von 8 Jahren verurtheilt.
In dieser Strafe ist zugleich die einjährige Gefängnißstrafe zu welcher die
eiden Eheleute wegen Betrugsverfuchs in der vorigen Session veurtheklt
vorden waren und die in Zuchthausstrafe umgewandelt wurde, mit einbegriffen.
Mit diejem Falle schloß diese Sefsion. und die Geschworenen wurden in
hre Heimatheentlasien.

Vermischtes.

Der Vermögensstand der prot. Pfarrtöchterkasse
der Pfalz bezifferte Ende 1878 89,891 M. 16 Pf. und zeigt
egen jenen von Ende 1877 eine Mehrung von 6280 M. 87 Pf.
Die Ausgaben pro 1878 sind: Unterstüßzung an auf die frühere
Pfarrreliktenkasse angewiesene Pfarrerbtöchter 53010 M., Unier⸗
tützung an Pfarrerstöchter nach Maßgabe der Satzungen von 1872
070 M. 50 Pf., Verwaltungs tosien 130 M. 14 Pf., Kapital⸗
anlagen 7920 M., zusammen 14, 150 M. 64 Pf.

FPirmasens, 83. Juli. Ein Maurer, Namens Reiland
aus Otterberg, am Neubau des Waljz'schen Fabrikgebäudes beschaf⸗
iot, veruuglückte gestern Abend auf schrecklich⸗ Weise. Ein Brett
nuf dem Gerüste des Baues, auf welches der Unglückliche treten
vollte, löste sich los, und er fiel aus dem 2. Stocdwerk in den
dellet. Außer mehreren Rippen brüchen, die sich der Unglücliche
uzog, zerschmetterte er sich den Kopf dirart, daß er wohl nur noch
penige Stunden zu leben haben wird. Reiland ist verheirathet
und Vater dreier unversorgten Kinder.

r Der Pfälzische Turnerbund veranstaltet Sonn⸗
'ag den 20. Juli in Landau ein Vreitlurnen füt Turnwatie
und Vorturner.

fTrier, 8. Juli. Gestern Nachmitlag zwischen 5 und 6
Uhr zog ein Gewitter mit Hagelschlag üder un sere Sladt, wie wir
»s so andauernd und so hestig wohl seit mehr als einem Jahrzehnt
nicht mehr erlebt haben. Volle 48 Minuten lang sirdmte der
Regen hernieder, so daß die Straßenrinnen zu reißenden Baächen
inschwollen und Straßen, sowie theilweise das Trottoire unbassi rbar
nachten. Mit vier ganz kurzen Pausen fielen während derselben
Zeit Hagelstücke bis zur Größe von Taubeneiern so dicht herab,
aß man fich mitten in den Winter versetzt glaubte. Stellenwe se
agen die Hagelkoͤrner fußhoch, so daß sie bequem in Kuübeln gefaßt
ind als Eis foctgetragen werden konnien. Der Schaden, welchen
der gestrige Hagelschlag angerichtet hat, wird uns als ein sehr be⸗
eutender bezeichnet. Abgesehen von den hunderten zertrümmerter
Fäensterscheiben sind namentlich die Gärten. insbesondere die Baum—

—

Schwurgericht der Pfalz.

Zweibrücken, 2. Juli. WVerhandlung gegen Keun el, Gehim wegen
drandstiftung.) Das Verhör der 41 Zeugen nahm den ganzen ersten und
en halben zweiten Verhandlungstag in Anspruch. Aus demselben wollen wir
ur noch die Aussage des Herrnek Untersuchungsrichters von Kaiserslautern
arz hervorheben, welcher in der vorigen Session es als seine Ueberzeugung
insteilte, daß der alle Ehemann Kennel der eizentliche Brandftifter sei Jetzi
at fich in Folge der gepflogenen Untersuchung die Ansicht des Herrn Unten
hungsrichters dahin geandert, daß zwar die alten Eheleute Kennel bei der
drandlegung geholfen haben koͤnnten; daß aber troß des Geständniffez des
lten Kennel in der Sitzung der eigentliche Thater niemand Anderes als der
Hwiegersohn Gehm gewesen sei. Der alte Kennel beharrte auch in der
estrigen Verhandlung bei seinem Geständnisse, wonach er allein der Thäter
ewesen sei und sonst Niemand in der Familie um die Brandlegung auch nur
wußt habe. Gestern Nachmittag begannen die Debatten, die gefiern Äbend
iz9 Uͤr und dann hein⸗ früh von 8 bis 11 Ubr bauerien S
        <pb n="372" />
        chulen arg mitgenommen worden. Wieweit die Weinberge und
Felder beschädigt worden sind, darüber liegen uns im Augenblicke
noch keine näheren Nachrichten vor. (S. u. M.⸗Zig.)

Das Miutãr⸗Vezirisgericht in Wurzburg verurtheilte am
29. Juni den Unteroffizier Friedrich Moses des 8. Infanterie⸗
Regiments aus Metz, gebürtig zu Stahlberg bei Kirchheimbolanden,
vegen Mißbrauchs der Diensigewalt zu 9 Monaten Gefängniß und
Degradation. Moses hatte in der Zeit vom 16. Sept. bis 5. Oct.
md vom 12. bis 18. Oct. v. J. den Reecruten Adam Lone aus
Siallberg bei Minden in Hannover, den er allein zu exerciren hatle,
äglich mißhandelt, indem er ihn mit der Faust und Hand auf den
opf und an Ohr und Nase schlug, so daß diese anschwollen und
biuleten, mit dem Yatagan in der Scheide an die linke Hand stieß,
daß dieselbe aufschwoll und sich entzündete, und mit dem Yatagan
in der Scheide in die Qniescheibe stieß, daß er laͤngere Zeit hinkte.
Am 24. Ociober kam der Mißhandelte in's Lazareih, am 14. März
do. JIs. erfolgte dessen Tod in Folge eines Gehirnabscesses. Das
arztliche Gutachten sprach sich dadin aus, die Todesursache sei cariss
Knochenfraß) im Schädel gewesen und stehe in keinem Zusammen⸗
hange mit dem durch die Mißhandlungen hervorgerufenen Gehör⸗
eiden; die Gehirnkrankheit sei organischer Nater gewesen, doch müsse
angenommen werden, daß die Mißhandlungen den Tod beschleunigt
saben koͤnnten.

pAugsaburg, 80. Juni.‘ Heute Vormittag follte die
Fiviltrauung eines hiesigen Geschaftsmannes stattfinden. Die Braut
erschien im schönsten Gewand, die Chaisen, die Bräutigam und
Braut und Zeugen befördern sollten, standen vor dem Hause, im
denachbarten Gasthofe traf man alle Vorbereitungen zum Festmahl,
ielbst die Musikanten, die nach der Trauung aufspielen sollten, waren
chon zur Sielle, als sich die Kunde verbreitete, daß der Bräutigam
nirgends anzutreffen sei. Der Vater des Bräutigams konnte Auf⸗
schluß über das Verschwinden seines Sohnes nicht geben, und so
mußte die anberaumte Familienfeier unterbleiben.

Berlin, 3. Juli. Der russische Garde Oberst a. D.
Basilewitsch, welcher dom hiesigen Stadtgerichte wegen Taschendieb⸗
dahls zu dreimonatlichem Gesfangniß verur theilt war, wurde heute
dom Kemmergericht freigesprochen.

Berin. Im Jahre 1877 kawmen einem hoheren Steuer⸗
beamten a. D. auf unerklärliche Weise drei Staatsschuldscheine ab⸗
handen. Der Mann begnügte sich damit, Berliner Banquiers, falls
die Papiere früher oder spater präsentict werden sollten, um Mit⸗
heilung zu ditten. Einen Verdacht gegen destimmte Personen ließ
niemais laut werden, und schon war über die Angelegenheit Gras
gewachsen. Am Minwoch voriger Woche ist die Sache endlich auf⸗

eklärl worden. Zwei der gestohlenen Schuldscheine wurden nämlich
eeinem Banquier in der Friedrichsstadt durch einen jungen, an⸗
undig gekleideten Menschen zum Verlauf angeboten. Der Präsen⸗
unt ward festgehalten und nach dem Bestohlenen geschickt. Dieser
gzing in ein nahe gelegenes Gartenlocal, wohin der Erlds abgeliefert
derden sollte, und fand hier als Auftraggeberin — die eigne Frau,
il der er seit 6 Jahren in zuoeiter Ehe lebt. Erbleichend sank
zie junge Frau zu Boden und wurde in schonenster Weise von dem
etäuschten Ehemann in einer Droschke nach Hause geleitet.

Aus Kußland kommt wieder einmal die Nachricht von
inem großen Brande, dessen Enistehung diesmal direkt dem Revo⸗
unonscomite zur Lost gelegt wird. Am 21. Juni brannte das
neist von Juden bewohnte Städchen Uziany im Gouvernement
ddiono vollstandig nieder; mehr als 300 Häuser gingen dabei zu
grunde und 14 Personen fanden dabei den Tod. Das Feuer
oll angeblich deßhalb gelegt worden sein, weil die Geemeinde sich
veigerte, die ihr von dem Revolulionscomite auferlegte Contribution
u zahlen. Bisher war ein Zusammenhang der zahlreichen Brände
nit der Thätigkeit der rebolunonaren Partei enischieden in Abrede
gJestellt worden, doch ist es nicht unmdglich, daß man jetzt auch
Zieses Mittel gebraucht, um Schrecken zu verbreiten und Unzufrie⸗
denheit zu erzeugen.

pAmerikani sche Blätter berichten von einer stetig
unehmenden Einwanderung aus Europa. Im Mai dieses Jahres
amen im Hafen von New Vorl 18,328 Einwanderer an, eine Zu⸗
ahme von rund 7000 über den gleichen Monat letzten Jahres. Die
hejammt⸗-Einwanderung seit dem I. Jan. d. J. im Hafen von New⸗
hork war 40,592 — eine Zunahme von 12 747 über den gleichen
jeitraum letzten Jahres. Die Einwanderungs⸗Commissäre New Vorks
lläten die Klasse der Einwanderec, welche dieses Jahr kommen, fuͤr
ine vorzügliche, meist tüchtige Farmer und Handwerler. Communistische
zratehler scheinen sich unter diefen Antoͤmmimngen beinahe gar keine zu
efinden.
— — — — — M
Fur die Redaction verantworilich: F. X. Demen.
Von Sr. Majestät dem Kaiser von Deutsch⸗
land besitzt Maria Benns von Donat allein drei ruhmreiche
Anerkennungen und segenspendende Ancikennung, Ordens⸗Verleihung
ind Diplom von Sr. Heiligkeit dem Papste durch Jo⸗
ephus Valecza, Patriarch von Jerusalem. — Das hiesige Depo
zer weltberühmten Brustlaramels Matia Benno von Donat befinden
ih bei Herrn Jean Peters in SEt. Ingbert. 1 echter
Farton kostet betanntlich in Deutschland nur 50 Pfg.

J — 2 ñ⸗ꝰ⸗
Die so schnell beliebt gewordent
aberall als vorzüglich anerkannne
Wgsburger Universal
Glyeerin⸗Seife von H. P
Behschlag ist vorräthig in
S1. Jugbert bei Herrn
Joh. Friedrich.

Widerruf.

Die in Nr. 99 und Nr. 108
dieses Blattes inserirte vertrags⸗
mäßige Wiederversteigerung gegen
Bernhard August hier,
änder nicht sait.

St. Inbbert, 5. Juli 1879.
Der Amisverweser des kgl.
Notar Sauer:

. Auffschueider —
Holzversteigerung.
Siensta'g den 8. Juli,
Uhr Nachmitlags im Schul ·
hause zu Rohrbach werden
us dem dortigen Gemeindewald
nachfolgende Holzsortimente oͤffent⸗

ich versteigert:

3 Eichen Stämme,

58 Eichen Schälstangen,
38 Eichen Schälgabeln

I1 Sier Eichen Schälprügel,

Birken Prügel,

diefern Zaunprügel,
Fichen Schälkrappen,
diefern Krappen,

2 ,„Birken Krappen.
Das Bürgermeisteramt:
Urban Jacob.
Rudolph Velten, Bcer,
zat 8 schöne Ferkel (erheilh)
zu vrkaufen.

—— Zimmer hal uu ver⸗

miethen
L. Bogelsang.

wane Bade-Anstalt but n
nun an täglich geöffnet.
Aosse Peters.

it o

—EE α
Horzogl Brauasgoh weigischo
andes-Lotterio,
vom Staate genehmigt und garantirt.
Dieselbe besteht aus 0, 000 Original⸗Loosen und

AG,00 Gewinnen:
lHaupilreffer ev. 450.000,1 1 daupitreffer à 12,000,
1 300,000, dr 10,000
150,000, 3000,
00,000, 6000,
tooo, 3000
2 1000.
3000
2000
J 200.
N, 1000
8,000., 8⸗ 500
Reichs⸗Marl u. s. w.
Die erste Ziehung findet statt
am 17. und 18. Zuli 1879,

—XR Toos⸗

—XX LHalhe Viertel Arnhtel
16 Mark 8 Mark 4 Mark 2 Mark
egen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß versende.
Jeder Spieler erhält die Gewinnlisten aratis!

XjIIIS-
Araunschw. Landes Loiterie

— —

Ein braves fleißiget

dienstmädchen
wird gesucht. Wo? sagt die Ex⸗
ved. d. Bl.
Rechnungen
zu Jedermanns Gebrauch
a aitlen Formate
iind vorräthig in der
Zruͤckerei ds. Bl.

DPür DPumen!
BZei Kramer &amp; Co. in Leipzig erschenn
Die
Arbeitastube-
Jeitschrift in Monatshesten silx leichte c
nie weibliche Arbeiten, enthaltend neut
iernstor in bril lantem Bunt·
Abonaruei ausgeführt, sowie Hie
i d dilemmufier, Vorlagen für Weih
nickerei, Weißnahierei, Waffel- und Strid⸗
Abeit, Perlhätelei x.

Die anfache Ausgabe kostet pro Mo

nat nur b iewabrung — 04
zsterr. Die oppelausgabe erscheint in
bopelt so großem Format als die ein⸗
jache und kostet das Doppelte.
Man abonnirt mu Jeder Zeit
edrei Oeste einer beiebigen Ausgen
en Vuchhandlungen und Postan
dalten.

Me
»in?
— —

Druck und Verlag von F. X. Dem etz in St. Ingbert.
Siem ZAulustrirtes Zonntaasblatt“ Nr 27.

—

A
        <pb n="373" />
        Sl. Ingberrer Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich; mi⸗ dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗
lage) erscheint wöchentlich vlermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementépreis betragt vierteljährlich
1AM 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1I M 60 -, einschließlich 40 K Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswärts
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Reclamen mit 30 A pro Zeile berechnet.
—
1879.

A 107.

Dienstag den 8. Juli
ein undeschollener Mann, Namens Schultheis — sei an den Folgen
jenes Bisses gestorben.

.Darkheim, 5. Juli. Heute Nacht um 1292 Uhr wußte
die in der Fieberhitze liegende 25jährige Frau des Steinhauer⸗
meisters Fries in Hardenburg ihre Wärter zu entfernen und stürzte
sich in den nahe der Behrerschen Mühle gelegenen Weiher, ohne
daß sie in ihrem sraurigen Vorhaben von irgend Jemand gehin—
dert werden konnte. Die Leiche wurde erst nach vierstündigem
Suchen aufgeiunden. (D. A.)

7 Dürkheim, 6. Juli. Das Fest der Amerikaner zur Erinnerung
an die Unabhängigkeitserllärung am 4. Juli 1776 verlief hier in programm-
mäßiger Weise und in schönster Harmonie. Die vortreffliche Lauenburger
Kapelle holte gegen 11 Uhr die anlangenden Gäste aus der Pfalz, Baden
und Hefsen, gegen 70 Personen, mit klingendem Spiele und wehendem Ster⸗
renbanner ein. Der Zug begab sich von da in Schick's Garten, wo die
Besellschaft, vermehrt durch eingeladene Gäste von hier, bis 1 Uhr vereinigt
»lieb. Gegen 2 Uhr machten die Fremden einen Ausflug auf die Limburg.
Im halb 6 Uhr begann in dem reich und geschmeckvoll mit Bildern, Büsten,
mierikanischen, deulschen, bayerischen Fahnen, Guirlanden und Kränzen ge⸗
hmückten Saale der „vier Jahreszeiten“ das Banquet. Gegen 80 Personen,
Damen und Herren, mochten hier vereinigt sich eingefunden haben. Herr
eopold aus New-Orleans, der Veranlasser des Fefies und der Vorsitzende
dcs Comites, erbifnete die Reihe der Toaste mit einer in englischer Sprache
zehaltenen Begrüßung der Gäste. Er hob die Bedeutung des Tages, den
sohen Werth der amerikanischen Constitution hervor und schloß mit einem
doch auf die Uni onn, Mit einem gleichfalls in englischer Sprache gehal⸗
enen speache reihte sich das anwesende Congreßmitglied für Boston, Moxrse,
ein gebdrener Wachenheimer, an. Er schilderte die Pfalz als schönes, reiches
Land, und betonie die Aufklärung jeiner Bewohner, bedauerte aber den
Mangel an Freiheit und den Druck der Militär- und Steuerlasten, der
chwer auf der alten Heimath laste. In der Reihe der offiziellen Toaste fuhr
derr J. Lob von hier mit einem hubschen Toaste auf den deutschen Kaiser
ort, ihm folgte Hr. Th. Mayser mit einem solchen auf den Landesherrn,
dönig Ludwig V., sowie auf die Stadt Durkheim und ihre liebenswuͤrdige
Vertretung. Hr. Bürgermeister Bart sprach dafür den Dank der städtischen
Vertretung aus und sprach zugleich den Wunsch aus, den Gästen möge es
zier wohl gefallen. Hr. DBr Mehlis von hier erinnerte an die 200
Jahre andauernde Auswanderung aus der Pfalz und den Rheinlanden nach
ben Vereinigten Staaten, betonte die Culturarbeit der „Pfälzer“ daselbft,
hob den Minister Karl Schurz als Repräsentant deutscher Kraft hervor, ferner
»en Senatspräsidenten von Ohib, Jakob Müller, einen geborenen Kirchheim⸗
»vlander, als einen Berireter des deutschen Geistes, ferner das anwesende
Tongreßmit lied Morse als den Mann der deutschen Arbeit. Er schloß mit
inem Hoch auf die Deutschen in Amerika, als die Pioniere der deutschen

Jultur in der Union. H. Kahm vom Staat Missouri toastete in humori—
tischer Weise auf die amerikanischen Frauen, deren jede eine Konigin an
Sittenreinheit, Unabhängigleit und Einfluß sei, was wir dem Rtedner für
»iesmal gerne glaubten. Gegen 8 Uhr schloß unter allgemeiner Vefriedigung
das Banquet. — Die festlich beleuchteten Räumen füllten sich gegen 9 Uhr
mit Damen und Herrn in reicher Balltoilette. An der Polongaise mochten
zegen 99 Paare Theil genommen haben. In zwangloser, gemuihlicher Weise
nerlief der schöne Ball, der von einer hübsch arrangirten bengalischen Be—
euchtung des hübsch arrangirten Gartens unterbrochen ward. Mit dem
Morgengrauen trennten sich die Gäste, wohl Atle mit angenehmen Erinner—
angen an diesen Tag und mit einem gewissen Gefühl des Vantkes für das
zelungene Arrangement der ganzen Feier, dem sich das Comite und besonders
derr Leopold mit rühmlichem Eifer unterzogen hatte. Möge dieser Erfolg
Veranlassung geben, daß wir diesen bedeutungsvollen Tag noch biters von
Seiten unserer amerikanischen Freunde in den Mauern Dürkheim's ge—
feiert sehen! (D. A)

F Wie die a hört, wird der SaAarbrücker
driegerverein die Gedenlkfeier der Spicherer Schlaht dieses
Jahr am 10. August begehen, und zwar im Alten Calinogarien
port, wohin der Verein sich im festlichen Zuge begeben witd und
voselbst Concert der Kapelle des Saarbr. Drazoger⸗Regiments
jowie Gesangsvorträge des Kr'egerveteins⸗Sängerchotes jtattünden
sollen.

Mannheim. Das 9. mitt Irheinische Munkfest wird
in unserer Stadt am 26., 27., 28. und 29. ds. Mts. abgehalten
werden; es ist damit die 50jäahrige Jubiläumsfeier des Mannheimer
Musikvereins verbunden. Tirigent der beiden Konzerte ist Herr
Hofkapellmeister V. Lachner in Karlsruhe. Als Miwirkerde für
die Gesangs-Solopartieen sind Ftau M. Kölle-Murjahn, die HH.
Hofopernsänger Staudigl und Stritt, fämmtlich aus Karlsruhe,
zewonnen. Im zweiten Konzert spielt Herr Jean Becker Beethoven's
Violinkonzert; der Chor besteht aus etwa 700 Sängern und Sänge—
rinnen aus den Städten des mitteltheinischen Musilverbandes.

7 Die Eröffnung der neuen Eisenbahnstreke Mannheim—⸗

Deutsches Zeich.

Munchen, 5. Juli. Durch königl. Rescripi vom 3. dse.
w'rd der am 2. März vertagte Laundtag auf den 16. Juli wieder
einberufen.

Berlin, 5. Juli. Die Brausteuer Commission des Reichs—
tages, welche in der ersten Lesung den Satz für ungebrochenes
Malz auf 2 Mk. pro Hektoliter festgesetzt hatte, erhöhte in der
deutigen zweiten Lesung auf den Antrag Feustels den Zoll auf
8 Mtk., schlug also den Mittelweg ein, da die Regierungs-Vorlage
4 Mk. gefordert hatte.

Ein Züricher Blatt macht aufmerksam auf die im Herbst
devorstehenden, in der Nähe von Straßburg zu hallenden deutschen
Mandvber, und fährt dann fort: „Während die deuische Heeres⸗
leitung durch die in den letzten Tagen vollendete Armee⸗Eisenbahn
bvon Berlin nach Metz die Stoßkraft Deutschlands gegen den Nord—
osten Frankreichs vermehrt hat, antwortet Frankreich, nachdem dessen
ungeheure Festungsbaulen nahezu vollendet sind, durch ähnliche
gegen den Sadwesten Deulschlands gerichtete Maßregeln. Die Ar—
beiten der Linie Besangen⸗ Morteau werden in der allernächsten Zeit
wieder aufgenommen, gle'chzeitig mit ihr soll eine von Pontarlier
über Morteau und St. Hippolht der Schweizergrenze entlang nach
Montbeliard führende Linie fertig werden. Die der Paris-Lyon⸗
Mittelmeer-Gesellschaft gehörende 219 Kilom. lange einspurige
Linie von Bourg en Bresse über Besangon vach Vesoul läßt der
Staat auf seine Kosten zu einer zweiten Spur erweitern und die
diesfälligen Arbeiten sind bereits vergeben. Das zweite Geleise
wird Eigenthum des Staates. Wie wenig dieser mit seinem Gelde
geizt, zeigt sein Vorgehen gegenüber der Linie Besangon⸗-Morteau.
Die frühere Gesellschaft hasle auf den Bau 3,200,000 Franken,
darunser 1,200,000 Ir. Staatssubvention, verwendet, und, da sie
zu Grunde gegangen, nahm ihr der Staat das Objelt für 2 Mill.
ab, so daß die Gesellschaft nichts verliert; der Wunsch nach mög⸗
Ip rascher Durchsührung des Werkes sei dabei mabgebend ge⸗—
wesen.“
Auscand.

Paris, 5. Juli. Nach der Lichenfeler für den kaiser—
lichen Prinzen wird sich die Kaijerin Eugenie auf einize Monate
in ein Kloster bei Burgos (Spanien) zurügz ehen.

Paris, 6. Jul:. Rach dem Vorgange des Genetal Fleury
bat ouch ein anderer ehtmaliger Adjutant Napoleon III., General
Castelnau, seinen Abschied genommen, well ihm der Kriegsminister
die Etlaubniß versagte, zum Leichenbegängniß des Prinzen nach
england zu gehen.

Versailles, 5. Juli. Die Kammer der Deputirten
der'elh heute über den Artikel 7 des Unterrichtsgesetzeß. Der De—⸗
putirie Keller vertheidigte den Unterricht der Kongregationen und
der Jesuiten und verwaährte sich besonders gegen den Vorwurf,
lein Franzose zu sein. Paul Berk griff die Jesuiten an und zitirte
Auszüge aus deren Werken. Man müsse die Jugend einem solchen
Unterricht entreißen.

London, 4. Juli. Lieulenant Careh, welcher den Prin⸗
zen Napoleon auf der Recognokcirung, wo dieser fiel, begleitete,
wird vor ein Kriegsgericht gestellt.
Bermisqtes.

F.Die Direction der pfäl zischen Bahnmen gewährt
bei Ausflügen, an denen mindestens 20 Petsonen theilnehmen, eine
Fahrlaxermäßigung von 50 pCs., wenn ein und dieselbe Strede
zur Hin⸗ und Rückfahrt benutzt wird.

F Pirmasens, 4. Juli. Der Maurer Reiland von
Otterberg, welcher sich durch eͤnen Sturz vom Walz'schen Neubau
den Schadel zerschmetterte, ist heute Vormillag in den Armen sei⸗
ner hierhergekommenen Frau seinen furchtbaren Verletzungen er⸗
legen. (Pi. V.)

frKusel, 85. Juli. Vor einigen Wochen wurde, wie da⸗
mals berichtet, einen Manne aus Dennweiler auf der Diedellopfer
Straße von einem Tagelshner, Namens Kohler, der Finger abge⸗
bifsen. Heule gelangte nun die Nachricht hierhec, der Verletzte
        <pb n="374" />
        Frankfurt soll, wie die „M. Z.“ hört, am 1. August d. J.
n Aussicht genommen sein.

pFrankfurt, 4. Juli. Heute Motgen erblodirte einem
hiesigen Einwohner ein Schophenglas von sogenanntem „Hartglas“,
Ais er eben im Begriff war, dasselbe zum Munde zu führen. Tau⸗
sende von Glassplitterchen pflogen im Zimmer umher, glücklicher⸗
weise ohne Schaden anzurichten. Der Schoppen war schon jahre⸗
lang im Gebrauch gewesen; die Ursache der Erplosion scheint über⸗
mnangansaures Kall zu sein, welches als Zahnreinigungsmittel in
dem vm Schoppen befindlichen Wasser aufgeloͤst wurde. Das Zer⸗
platzen des Glases erfolgte nämlich unmiitelbar nach Aufloösung des
genannten Medicamentes.

p In Hoff wurde durh ein Urtheil des Bezirks: Gerichts con⸗
statirt, daß Beimengung von geriebener Semmel zur Wurstfabrication
un doch als eine Lebenstmitlelverfälschung zu betrachlen ist, und
das „Gefschaftsübliche“ solcher Beimengung fitr die Folge zu unter⸗

Versteigerung.

Samstag, den 12. Juli
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr in
einer Behausung, zu
St. Ingbert, läkt Peter
Joseph Jerrig, pensionitter Berg⸗
mann, faigende Mobiliergegen⸗
ände öffentlich zu Eigenthum
dersteigern::

Schwein, 1 Küchenschrenk,

Tisch, verschiedene Siuhle

und Bilder, 1 Pflug, eine

Partie Dung.

Unmitlelbar nach dieser
Mobiliarversteigerung läßt der⸗
eibe Jung in der Wirthschaft
non Peter Schweitz er

Pl.⸗Ni. 4257 » 3,9 Dez.
Fläche Wohnhaus mit Siall
ind Hokraum und Pl.⸗Ne.
1257 * 47,6 Dez. Acker dabei,
das Ganze gelegen zu St.
Ingbert, auf Hobels, öffent⸗
ich zu Eigenthum versteigern.
St. Jugbert, 7. Juli 1879.
K. Auffschneider,
Anusverweser.

hleiben haf. Die deswegen angeklagten Metzger wurden zu ziemlig
mpfindlicher Geldstrafe verurtheilt.

pRegensburg, 3. Juli. Aus Zwiesel im bayherischen
Wald meldei man, daß der Forstbedienstete Zollner, welcher fteit
längerer Zeit vermißt worden, in einem schrecktichen Zustande, mil
hen“ Futen an einem Baume aufgehängt, aufgefunden worden ist.

PMünchen, 2. Juli. Geftern hat es an der ganzen
oberbayerischen Gebiraskette hin geschneit.

dienses naccriccten.

Der Gerichtschreiber Heinrich Dapping in Wolf stein
vurde, vom 1. Juli l. 38. angefangen, wegen nachgewiesener
zurch körperliches Leiden herbeigeführler Dienstesunfühigkeit für
mmer in den Rubhbestand versetzt und vom gleichen Datum der
Berichsvollzieher Philipp Weismann in Bergzabern zum Ge—
richtschreiber am Landgericht Wolfstein ernaunt.

— sie ese veranlworilich: F. x. Dmee
— ü
cronchoftlich geprüft u. beautachtet. —
Poppelkräntermagenbilter.
nach einem alten aus einem Be—
nedictinerkloster stammenden Recepi
abrizirt und nur en gros ver
sandt von
). PRGEDL in Göttingen
(Provinz Hannover.)

Der Benedictiner ist bis
et das kostbarsie Hausmiitel uud
eßhalb in jeder Familie beliebt
eworden. Ver Benedictiner
st nur aus Bestandtheilen zusam⸗
mengesetzt, welche die Eigenschaften
besitzen, die zum Wie deraufbau
eines zerrüttelen dahinsiechenden
Körpers unbedingt nöthig Find

zr ist unersetzlich bei Magenleiden, Unverdaulichkeit, Haͤmor⸗
hoiden, Rervenleiden, Krämpfen, Dbn en Haͤutaus⸗
chlägen (Flechten), Athemnothe, Gicht,* —A
he ben, forwie bei Leber⸗ und Nierenleiden
und vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Blut uͤnd vermehrt dasselbe
er entfernt den truben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
frisch, ftellt die Harmonie des Körpers wieder her und verlängert da⸗
deben bis zu seinem vollen Maße.

NB. Jede Flasche ist mit dem Siegel „C. Pingel in —A
verschlossen und mit dem geschützten Etiqueit versehen.

Vreis à Fl. von ca. 3380 Gr. Inhalt 3M. 30 pf.
—V — 660 M. 73 Pf.
Bei 8 FIl. Veryvackung frei. Bei 10 Fl. freie Verpackung u. 1 Fl. gra
uis. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage. En gros
Bersandt durch die Fabrik.

Sittest: Herr Jac. Geyer, Wirth und Jagdpächter in Petersbuch in
Titting in Baiern, Mittelfrauken, berichtet: Ihr Benedictiner ist mir seh
jut bekommen. Die Wirkung ist überhaupt bei Allen, die denselben in
inserer Umgegend genießen, vortrefflich aut. Ich ersuche um Zusendun«
yon 10 Flaschen ꝛc.

Niederlage in St. Ingbert bei Herrn J. Friedrich.

) Preis 50 Pf. vorräthig in K.
Sotthoid's Buchhandl., welche das⸗
elbe gegen 60 Pf. in Briefmrk. franco
Weralhin versendet.

Signirzettel
FJ. X. Demeb

zilligst hei
Consum-⸗Berein
zu Mariannenthaler Glashütte E. G.
Bitanz pro 187879.
iva?
Waaren; Couts, vorräthige A
Waaren 4 4 2855. 05
cassa-Conto, Baarbestand 295. 84
Moͤbilieꝛu Conto, vorhandene
Mobiliee 380.92 M
Debiior* F 2100.00 53631.81
PaSiVva:
Fabtal Conto, Geschaftb⸗ —
unthei...* 594. 00
Reservesonds Contoe. 208.97
Crediior ——2 612.50
Gewinn⸗ u. VerlufConto
ewinge Uebertrag von 187778 A. 459.75
nnneueceitag iberrd 384.0. 4306.84 8ů
Der Verein zählte am 31. Mal 84 Muglieder.
Digtien eulhaler Glashütte. den 5. Juli 1879.
Der Vorftand.

Herzogl. Braunsohweigische
Landes-Lottorio,
vom Staate genehmigt und garantirt.
dielade besteht aus Bed, 00 Original⸗Loosen un'
A6,000 Gewinnuen:
Hauptireffer eb 450,000, 1 daupitreffet à 12,000,
300,000, 20 10,000
30.000, 000.
—*** 6000
d 3
4000,
30004
9
200
1000
500

9J,
0, 85*
000., 8418
Reichs-Marl u. s. w.
Die erste Ziehung findet statt
am 17. und 18. Inli 1879,
u welcher ich VFrigmas CLoose
—XX X Visertel Achtel
16 Mark 8 MMark 4 Mark 2 Mark
egen Einsendung des Bettages oder Postvorschuß versende
Jeder Spieler erkatt die Gewinnlisten gratis!
8iluus,
Acchw. Landes Loiteri⸗
—*88

Feuerwehr-Bezirksverband Zweibrücken.
zu der Sonntag den 13. Julinl. Is. Naghmmitiags
2 Uhr zu Eusheim im Saale des Warihts Fries stattfindenden
Bezirksversammlung
verden Feuerwehren und GCemeindchehörden hierdurch freundlichst
ingeladen. Ner Keurksansscuuß.
Druck und Verlag von F. x. Demes in St. Juabert
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        —
233

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52 5*23385 228 2235 38 5 8288* — ———— 535*533 *55
— ——X * — 5 —— 8 — — —— * 32
2358213838383285 —333383 532385 55335 53 3333335
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233735 3353832333 68335333 232888 8 833838
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S2 — 2222 — — 2 2— —— — * * 28 — 5 24
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22 ———— 252555 c ——— 9827 — —— — —* — —
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7 E2. 2 25 8 23383 * —E 2— 572 »*
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—523 323—255332 5724 A —
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22 — 5 * 5*

235 5—5 —— — — —3 58 335 53
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— 52 — 5223253—32325 7 „.—? 28* — — v

5222 S2298 ——— —— 2. 3z55 225 22 —A— 2 8 2
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33353 3253383 32 3 3 33
3532383 5338338336557 3 333 332
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52325 225533535535 3835536— 33 333333333353 28
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3535533 33 3 —3523*3 532237 2325 333—557533 XA
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2225 733 —2533 52 — 2 —— r — —— 27323 71833
5332352323 3 2 3 2 23 5.5 3 23333 2 S 8322 —232223 82.5*
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528335 553535 —— 5238 23333 —2355
5532 23375325357 52—22133533 2355 523222388
* * — 8 22 8 — 2 —— 2. 2 5332 5525—2 8
3528 8. 232 5258 335 —— 53322 22 122* 52 73B332
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3 —2229 *
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383338337828
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3525 53.,.03 52553
2 — 5—2883.3, 23 8
39. *5837 538 3
— — — — 282 * — 2* 2S*2 2 —— —52 372
—22688 3. *7 2832 3 —— *Sm1382
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333 38*—
2 5* —7 78— * 8833 e 2*6437 — 2 38 2
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—232 2 — 2 322 5272 *7 *
—535 1 73837863 55322 257 8537
1 335 » * * 325322 43 523022 7232314
22232* —1227 53 2835 3 2738
222 ĩ 533— 83 — — 2*8
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2 * 84 55583278* 53333388 *
58 333858
—3 3 27 2 2 * 585.
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7—335 259338
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223. S 2 53538 2 5S5* 2.2 2*
2 — 72 — 2 —— 22 ** 33 *
223 — —— — S —A 222.5
338 23387 32823 3233
* 2* 17
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22 * 55 33383 —
— 5315553333 2757
25 77 138535 *
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—35 —353533307532877 85333533
3z3255*553 725733323 53, . * 3*853533
o22 ——2 — — 132 — 88 * — 2
2*98223 1* — 22 —R 52 2* —
* 222 33. ⁊ S22. —— —
—35 7537 ——
7 —RB— —2 0133 S— 3 — * *22687
* 15 355* 573. 32 sz3353823.7*
2222 * ⁊ 22 — 8 82 —6
—37772 2 * 52 2523 5* — 2 2 —
3353 —55 3—753383323283 — *
— 35 353 53383 — 2802
2 323 5*— 323 S 25323 2360 ———
6 — —D * 2,5. 52 7533 335.3.2 * 58*0 AA — 357
23 5 —3333 — 33333683 33 55
5 333 33538 25888
5 —— 3256 235532323 2333538558
—5838233—38 —22 3233533263 5535,.37
533—53329 — 2535553238
233835 — — 3333333 223232.3 533
7 ——— —— 328 * — —* 2 * 3 3 — 2* —
2 23 — — 6258 * 5228
5335 53532323335* 223532
* — * 27 2 7 — —3— .58 2. 2 —
333333333533355 54328 553253
— — 22— 2 * * 3.
7* 3 52. 33 2 3528 232 * 2 25 2
2232853 — — 7285
223* 553523535358 53335322 *582
553— 2 373—538 Sg 55533
—— ——— 232
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2 —2 7 —122 — 2* 322* 2 2
— — —323

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        Sl. Ingberter Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöoͤchentlichj mi/ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntagt mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonmnementspreis beträgt vierteljahrlich

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A ios.

Donnerstag den 10. Juli

1879.

Deutsches Reich.

Berlin, 7. Juli. Der Reichstag hielt heute Abend noch
ine Sitzung, in welcher u. A. der Gesetzentwurf über Abänderung
er Gewerbeordnung (Schenkwirthschaften ꝛc. betr.) in zweiter Lesung
zis Art. 2 eiunschließlich angenommen wurde mit einem Amendemeni
»on Windthorst, wonach die Entscheidung der Bedürfnißfrage bei
srtheilung von Konzessionen für Schenkwirthschaften den Gemeinde-
behörden zustehen soll.

Berlhin, 8. Juli. Der „Reichsanzeiger“ veröffenllicht
eine Belanntmachung des Reichskanzlers, betr. die vorläufige Ein⸗
führung von Eingangszöllen auf Tabak und Tabakfabrikate nach den
Beschlüssen zweiter Lesung des Reichstages.

Berlhin, 8. Juli. Reichstag. In heutiger zweiter Be⸗
rathung des Gesetzentwurss über die Nachsteuer von Tabat beschloß
jas Haus ohne Debatte, dem Commissionsantrag gemaß den Ge—
etßzentwurf abzulehnen.

Das Reichsgesetzblalt verkündet die vom 5. d. M. datirte
undmachung des Reichskanzlers, wodurch die in zweiler Lesung
aingenommenen Eingangszölle auf Material- und Spezerei⸗, auch
Konditorwaaren und andere Kosumtibilien (Arrak, Rum, Essig,
Wein, Most, Südfrüchte ꝛc.) sofort vorläufig eingeführt werden, —
darunter auch roher Kaffee mit 40, gedrannter mit 50 M. pro
100 xg, Thee mit 100, Petroleum und Mineraldle mit 6 M.
Den Zollbehörden ist gestern telezraphische Weisung zugegangen.
— Das Gesetz betreffs der Rechtsverhälinisse der Studitenden und
der Disziplin auf den Landesuniversitäten ist unter dem Datum
ges 29. Mai jetzt verkündet.

Ausland.

Paris, 8. Juli. Der Prinz Napoleon geht mit seinen
iden Söhnen Freitag, die Prinzessin Mathilde schon Donnerstag
nach London, um dem Leichenbegaͤngnisse in Chislehurst beinu
vohnen. — Eine Schweizer Versicherungszeitung das Assecuranz⸗
glatt“, behauptet, daß der kaiserliche Prinz vor seinem Abgange
jach Afrika sein Leben bei einer englischen Gesellschaft auf d'e
zumme von 830,000 Pfund Sterling dersicher! hätte.

In Nanch wird am 3. August ein Denkmal Thiers ent⸗
üllt. An diesen Alt kaüpfen sich viermigige Festlichkeiten, welche
m 1. August, als am Jahrestage des Abjugẽ der deutschen Ol—
ubationstruppen, ihren Aufang nehmen sollen. Die Minisiet Lepoͤre
ind Jules Ferrh werden gewiß, die Herren Waddington, Léou
zah und Freycinet vielleicht zu diesen Festen in Nancy er⸗
beinen.

sehle, nachdem sie sich einem argvöhnischen Diener des Gesetzes
gegenüber legitimirt hatte, ihre Reise nach Coblenz fort.
fKeaiserstautern, 8. Juli. Joseph Demuth,
der letzte Veleran von jenen Vielen aus hiesiger Stadt, welche s. Z.
der ehemaligen franzöfischhen Armee angehörten, ist gestern im 88.
Lebensjahre verschieden. (Ksl. 3.)

Wachenheim, 9. Juli. Bei der gestrigen Guͤlerver⸗
teigerung der Erben Benger in Forst wurden für 834 Dezimalen
Wingert im Mäuerchen (noch lange nicht von den besten Lagen)
12,400 Mark und für 1510 VDezimalen Wingert im Hofftück
3250 Mt. erloͤst; ein Beweis, das bei diesen schlechten Zeiten
Weinberge in guten Lagen immer noch bejahlt werden.

FIn Edentkoben soll nachstens ein humoristisches Blatt
für die beiden Cantone Edenkohen und Neustadt. die „Reblaus“,
erscheinen.

Speyer. Dr. Halenke verdffentlichte dieser Tage in
der „Speyer. Z.“ das Ergebniß der von ihm und Dr. Bräuninger
m Auftrag bes Stadtraths angestellten chemischen Untersuchung der
—Speyerer Biere, welche die erfreuliche Ueberzeugung verschaffte, daß
die Speherer Biere, im Vergleich mit gleichzatig untersuchten
Münchener, Augsburger, Erlanger, Wiener ꝛc. Sieren, zu einem
johen Procentgehalt eingesotten werden und durchschnittlich einen
zohen Alkoholgehalt haben, welch letzterer lediglich aus der Ver⸗
zührung des Zuckers herrührt, wie die Ziffern des Extractgehalts
rweisen. Auch hat die chemische Untersuchung keinen Anhaltspunlt
rgeben, der auf die Verwendung von Surrogaten schließen ließe.
Den starken Alkoholgehalt der Speyerer Biere erllären, wie Vr.
dalenke angiebt, die dortigen Bierbraͤuer damit, daß es nicht mög⸗
ich sei, bei den dortigen örtlichen und klimatischen Verhaͤltnissen
leichtere und zugleich haltbare Biere herzustellen.

fFBonder Saar, 28. Juni. Heute Nachmittag wurde
die Frau des Müllers Jacoby in Bibelhausen, die sich am Putz⸗
jange in der Mähle zu schaffen machte, vom KNäderwerk erfaßt, in
»ie Höhe gezogen und ganz zerqueischt. Die Frau war, nachdem
ie Mühle zum Stehen gebracht wurde, eine Leiche. Der Muller
it erst feit 4 Wochen verheiralhet, seine Frau aus Trawern und
zie Tochter eines Müllers.

rAusdemReichsland. Die kayerische Besatzungs⸗
zrigade in Mez sammt dem 2. Jäger-Bataillon (Z veibrücken) wird
om 6. bis 9. Sepibr. Detachements · Uebungen bei Saaralben vor⸗
iehmen, vom 13. bis 16. September an den Mandvern der 30.
Division bei Buchsweiler⸗Hochfeiden theilnehmen. Das 8. bayer.
Lhevauxlegers ⸗Regiment nimmt vom 30. August bis 5. September
in den Brigade- Uebungen bei Hagenau Theil, vom 9. bis 13.
September an den Detachementa⸗Uebungen der 6I. Insanterie-
Irigade bei Mutzig, dom 15. bis 17. Seplember an den Tabalerie
dibisions⸗Uebungen bei Brumath, die 4. Schwadron des Regiments
iber vom 18. bis 16. September an den Manbbern der 81. Di⸗
ifion bei Oberehnheim. Die 4. und 6. Batterie des bayer. 2.
Felde Art.Reg. hat vom 6. bis 9. September Detachements⸗Uebungen
ei Saaralben und betheiligt sich vom 13. bis 16. September an
den Mandvern der 80. Division. — Am 19. und 20. September
st große Parade des 15. Armeecops bei Straßburg und Corps⸗
nanoͤver nordwestlich davon; an 22. und 23. September Feld⸗
nandver der Divisionen gegen einander an der Zorn in der Gegend
jon Hochfelden.

f Mannheim, 7. Juli. (Pfälzer Tabak.) In Folge
»er neuen Wendung der Tabal-Steuer⸗ Frage macht sich großes
deben in unserem Tabal⸗Markte bemerlbar und nicht unbedeutende
Transactionen zu namhast höheren Preisen fanden in den letzten
Lagen statt. Wenn erst die neuen Gesehe in Kroft geireten, wird
as Geschaft in ganz andere Bohnen gelenkt werden. Man vder.
nuthet, daß das Pfaͤlzer Gewächs — insbesondere bei guten Jahr⸗
ängen wie 1877 und 1878 — in Zukunft auch im Heimath⸗
ande mehr gewürdigt werden wird. Möchten nun nur die Land—
virthe die größimögliche Sorgfalt der Pfiege dieser hochw'chligen
dandelspflanze widmen! Wie wir hören, wurde in dierr
edeutend weniger Tabak andepflanu—

Vermischtes.

Der Verbandstag der pfälzischen Credit—
renossenschaften mußte nochmals derschoben werden, um
dem Anwalte Herrn Dr. Schulze⸗Delitzsch zu ermoͤglichen, der
dersammlung beiwohnen zu koöͤnnen und findet nunmehr endgiltig
mm 16. und 17. Juli nächsthin in Speher siatt.

fMit dem Neumond am 19. voe., Vormittags, ist eine
ʒonnenfiasterniß verbunden; jedoch wird nur im südlichen Deutsch⸗
and gegen 9 Uhr früh ein sehr kielner Theil der Sonne verfiasiert
ijheinen und zwar sudlich von der durch nachstehende Orte ge⸗
dzenen Linie: Luxemburg, Mainz, Kissingen, Koburg, Hof, Ober⸗
niesenthal, Leitmeritz, wenig norduͤch von Reisse unn wnig sadlich
n Oppeln.

f3weibrücken, 8. Juli. Die Eroͤffnung des pfaͤlzischen
zIhwurgerichts für das 3. Quarial ist auf Montag den 8. Sep⸗
mber sestgesetzt und zum Präasidenlen desselben der k. Appellat'ons⸗
etichtsraih Hr. Karl Osthelder ernaunt.

FAus der Pfalz,, 8. Juli. Wie man der „Pf. 3.“
ud Kaiserblautern mittheili, stand dortselbst gerade an dem Tage,
mwelchem die beiden Excellenzen, Hr. Minijster v. Pfeufer und
st. Regierungspräsident v. Brann die Siadt mit ihrem hohen
lesuche deehrten die Furstin don Reuß, die Gemahlin des deuischen
Jesandlen in Pelersburg, in Gefahr, verhaftet zu werden. In
mem Reisewagen, von drei Lakaien begleiten, fuhr die hohe Frau

inem Meßgerladen an, kaufle da sür 3 Mar Watun
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        — Unlängst fuhr ein Mädchen von Bodenheim von Mainz da⸗
zdin. Bei dem Coupiren des Fahrbillets nahm der Condulkteur, der
ine Frage an das Mädchen richtete, Anlaß zu sagen: machen Sie
das Maul auf,“ worauf das Mädchen dem Condukeur erwiderle:
Sie sind ein Grobian, ein Flegel, ein Bengel.“ Der Condutteur
ellte wegen Beleidigung Klage: das Bezirksgericht aber sprach das
Madchen frei, indem es nach dem „M. A.“ sagie, daß das Mäd⸗
Zen sich allerdings richtig ausgedrückt habe, denn ein Eisenbahncon⸗
zukteur müsse anständig sich benehmen.

PIn Offenbach findet zur Zeit die hessische Landes⸗
gewerde⸗Ausstellung ftatt. Am Sonntag trafen daselbst 380 Ar⸗
deiler der Fabrik von Cornelius Heyl in Worms ein, die ihrt Chef
auf seine Kosten zum Besuch der Gewerbe⸗Ausstellung hatte reisen
lassen. Bei ihrer Ankunst wurden sie auf gleiche Kosten gespeist.

rBamberg, 6. Juli. Heute Mittag erschoß sich in
einer Wohnung Secondelieutenant v. H., Sohn des belannten
Lokalhistoriters v. H., nachdem vor genau 3 Wochen zur selben
Stunde und genau derselben Weise seine Braut, ein allgemein be⸗
rauertes Mädchen, ihr Leben geendet hatte.

Vom Lande wurde dem „Fränk. Volksblait“ von ganz
zuverlässiger Seite geschrieben: „Vor etwa einem halben Jahre
hat ein nicht gerade unbemitteltet Bauer von Gensfeld, Bezirls⸗
Imts Gerofzhofen, bei einem „Geschäftsmann“ 50 M. geborgt —
gegen 2 Mark Zinsen per Woche — macht pro Jahr 208 M.
Zinsen von 100 M. Aapital. Bei der andauernd herrschenden
Rtoih war dem Schuldner die Bezahlung der Zinsen wie des Ka⸗
pitais unmöglich und wurden demfelben nun zwei Kühe und rine
stalbin abgenommen.

Muünchen, 7. Juli. Der Enischluß der französischen
Regierung, daß die hieñge internationale Kunstausstellung von
Frankreich micht beschickt werden soll, hat hier einen üblen Eindruck
Jemacht. Wenn nun auch Frankreich hier nicht ofßciell erscheint,
vird doch die französische Kunst in unserer Ausstellurg in, wie man
hoffen darf, würdiger Weise verireten sein. Nach gestern aus

Möbelversteigerung.

Freitag, den 18. Juli
aachsthin, Vormittags 9 Uhr, zu
St. Ingbert, im Sterbe⸗
house, lassen die Kinder und
Erben der in St. Ingbert ver⸗
chien Eheleule Andreas Eckert,
Huttenbeamier und Anna Maria
Uubehend, der zum Nadlaß
dieser Eheleute gehörigen Mo⸗
hilien, öffentlich zu Eigenthum
zersteigert, darunler namentlich:

2 Kanapee, 1 Clavier, 1 Se—

relär, 1 Pfeilerschrank, ver—

ch'edene Tische, 83 Kleider⸗

schränke, 1Commode, 1 Pen⸗

Faule, 1 Regulator, verschie—

dene Spiegel und Bilder,

2vollständige Betten, Weiß⸗

jeug, Bettung und sonstige

Haus⸗ und Küchengeräth⸗

schaften.

S1. Ingbert, 8. Juli 1879.

Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:
—AXXV

zatis hier eingetroffenen Telegrammen sind nämlich an oortig⸗
—„pediteure bereits 60 Kisten mit Werlken der hervorragendsten
künsller zur Hierhersendung übergeben, und weiter wird mitge⸗
heilt, daß einige der ersten Künstler von Paris sich für die hie⸗
ige Auestellung sehr interessiren und um das E'nsenden von Kunst⸗
verken sich seht bemühen. (Pf. K.)

In Coblenz ist ein junges Mädchen gestorben, das sich
ine Blulvergiftung in Folge farbiger Strumpfe zugezogen hatte.
Die Unglücküche hatte eine kleine Verletzung an einem Beine, durch
velche der giftige Farbstoff sich dem Blute mittheilte.

puIn Gotha hat eine Vereinigung von —A
vom 1. Juli ab den Preis für das Liser Lagerbier von 26 auf
28 und 30 Pf. zu erhöhen. Die Gothaer aber wollen sich Das
nicht gefallen lassen. Ein Com'te hat diejenigen Wirthe, welche
nicht mit dem Bierpreis eufschlagen wollen, um Veröffentlichung
hrer Namen gebeten, damit man die „hinausschraubenden“ Wirthe
zänzlich meiden könne.
Marktberichte.

Homburg, 9. Juli. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
10 Mvö Pf. Korn 8 M. 85 Ppff., Spelatern — M. — Pf., Spelz M
pf., Gersie 2reihige — M. — Pf. Gerfte 4reihige O M. — Pf- Hafer
3WM.os Pf., Mischfrucht O M. — Pf. Erbsen 0 M. — Pf., Wicken
Rt. — pf.. Bohnen — M. — Pf.“ Kleesamen — M. — Pf. Korn⸗
Frodes Pfund 74 Pf., Gemischtbtod 6 Pfund F Pf., Ochsenfleisch 60 Pf.
kindfleisch 56 Pf., Kalbfleisch 40 Pf. Hammelfleisch — Pf., Schweinefleisch
0 pf., Butter 1 Pfund 0 M. 90 Pf., Kartoffeln per Ctr. 4M. — pf.

Kaiserslautern, 8. Juli. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 10 M. 70 Pf. Korn 7 M. aͤĩ pf, Spelztern — M. — Pf., Spelz
MN15 Pf., Gerfie 0 M. — Pf., Hafer 7 M. 40 Pf., Erbsen — M.
— pf., Widen 0O M. — Pf., Linsen M. — Pf., Kleesamen — B.x
Bf., Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 64 Pf., 2. Qual — ßf., Gemischtbrod
zppfund 87 Pf., Butter per fd. — M. 70 Pf., Eier 2 Stuͤck Oo9 Pf., Kar⸗
ofsfeln neue per Pfund 10 Pf.“, Stroh 1 M. 20 pf., IHeun1 M. 50 Pig.
is 2M.

Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demet.
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iervorgerufen, welche sich nicht entblõdesn Verpackung, Farbe
d Tkette in tauschender Weise herzustellen. Die Paquete
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hen des Fabrikanten und kennzeichnen sich die Verkaufsstellen
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50,000, 3000

90,000, 6000

6,000, 5000

1000

30007

2000

200,

1000

500

d

—283 *
83 8
85 3
—232
——
13
*838
1

*
4353
2823r
333383—
28382
* 28
85835
282
585
51332
28832
158
233
88
8358
33
238
—53
ID

8

Kriegerverein.
Sonntag, den 13. Juli,

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2 Lehrlinge
vperden angenommen, um das
Schuhmacherhandwerk zu er⸗
ernen, bei Gebr. Leonhard

Signirzettel
billigst bei F. Xx. Demes
Druck und Verlag von F.:

Demet in St. Ingbert.
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—38 363333585 253328 43533333825
2 — 3373333
22 — 2 23 55
235878 2235
2. 5132 55535 2 2223 3833553338 2
3533 —A —353093*337 3532333
35 2333 3 3 —
z388 3883 3325323538 —s— —
—A — — 8 222 2 2 — 2253
233 235538 * * — 2533 2 *85 2
358 3 te
2*7 2. 2 *7* ⁊
27 * — 528333385* *
55 8 5553527533 *
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273588
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3 83—2 575
2 . *. 353252 — * 57233
3353535 3 38353
— *22 . 8 2 2 5* 2* * * 2
33333—3 25 25258205 73 53323332
2522 25 55 — 82* 2332358. 2 2 25
t 2555338353 2257 2 t 8 3 258 2
25 23355—3533355 * 323322 25*3078
3— 78 5537. 22 8** — 32222 — — 3 323
57 838 3222 2*53 —8 2. 5 — 2 r
— 2533333
— — 5 7338 2255533 2522535 28 283
32*5328
* 22 — * 2 22 — 2 — 2* — — 3
2277 ** 33 — 2 * 325 8 923 J
*353853 *358 ——— 5225 — — 737 5222
*323 —A —— *3 23 3 55237— * 73222
u 22 c⸗ 22 33 * 2,2532* 322 8 23 — 3 5. *
222 3285.33 — 58225* 3 —A—— —— 230323
— 23535.5337 222 52585* S 38
w 557 3 7 —A — J2S 282 2. 27 *252 —
F 823430
1528535333 57 353223
x* —** — — ——A — Si 22 —⁊ * 3 — — *
73*32. — —2552—23 2 38 235
3333333 55333583358* 268 22 72 28 2.2
5332338 588355233 2253 2332872533 25335
1325 — 255235 38 538538
— 2* 6 32
—8 —A— 5æ322 22 ——A —— 3*838335 2 2
2522225 25828 252383 ⸗223 2862 32 855
— —A — —8 8 2228 20 r 925
A—— 538933
—— 2 35* 282 * —— 5.25 *
—— 353833—5525392393
33 33363
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich; mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage) erscheint woöͤchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonunementspreis beträgt vierteljahrlich

LM 40 Z einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.M 60 H, einschließlich 40 H Zustellgebühr. Auzeigen werden mit 10 —9, von Auswarts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattichrist oder deren Raum, Neclamen mit 30 — pro Zeile berechnet.
As 109.

Samstag den 12. Juli
8

Deutsches Reich.

Mänchen, 8. Juli. We man hört, soll die Staatsre⸗
zierung entschieden darauf dringen, daß der Landtag vor Allem
zie Etatsvariante für die Gerichte im letzten Quartal d. J. ver⸗
zescheide, damit die von den Beamten schwer vermißte Publitation
der in Folge der Gerichtsorganisation sich ergebenden Personalver⸗
inderungen endlich erfolgen kann.

B—erlhin, 8. Juli. Eine Nachsitzung gestern Abend von
zalb 8 bis 11 Uhr und heute wieder eine sechsstünd ge Tagessitzung
de? Reichsstags fördern die Erledigung der Arbeiten, so daß vor⸗
russichtlich am Samstag geschl ossen werden kann. Unter den vielen
agerledigt dleibenden Angelegenheiten wird sich auch das Brausteuer⸗
zesetz bifinden. Die dafuͤr bestellte Commission schlägt vor, die
Steuer nur um die Hälfte, von 2 auf 3 Mark nicht auf 4 Mark
u erhöhen. Möglich, daß der Reichskanzler von der Session des
ommenden Winters Besseres erwartet und schon deßhalb nicht auf
Erledigung drängt. Jetzt wäre es auch zu spät dazu, über den
—E—

Die neuen Zöhle. 1. Die neuen Zölle sind bereits in
raft gesetzt fur Eisen und Eisenwaaren, Petroleum, Bier, Brannt⸗
wein, Hese, Essig, Wein, Butter, Fleisch, Wild, Geflügel, Fische,
Sudfrüchte, Gewüͤrze aller Art, Heringe, Honig, Kaffee, Kakao,
aviar, Käse, Konfitüren, getrocknetes und eingemachtes Obst,
Sämertien, Muschel⸗ und Schalth ere, Reis, Salz, Sycup, Thee,
Zucker, Tabak und Tabaksfabritate. 2. Die Zölle treten sofort,
h. doch wohl nach der driiten Lesung, sobald die Publ kation
des Zolltatifg setzes erfolgt ist — also schon innerhalb der nächsten
aht Tage — in Kraft für Hopfen, Instrumente, Maschinen und
Faͤhrzeuge, Lichte, Fetie (d. h. Schmalz von Schweinen und Gan⸗
en, Sieatin, Palmitin, Paraffin, Wallrath, Wachs, Fischspeck,
Feschthran und anderes Thierfet!), Eier, Vieh. 3. Die Zölle tre⸗
den vom 1. Oltober ds. Is. ab in Kraft für alle Getreidearten,
hülsenfrüchte, Anis, Koriander, Fenchel und Kümmel, Raps und
Rübsaat, Holz jeder Art, Gerberlohe, grobe Holzwaaren. 4. Für
alle micht“ besonders genannten Artikel erlangen die neuen Zölle
im 1J. Januar 1880, den generellen Einführunastermin des Ta—
rifs, ihre Gültigkeit.

In parlamentarischen Kreisen ist seit einigen Tagen das Ge—
rücht derbreitet, daß auch der Minister des Innern, Graf Eulen⸗
zurg II. an die Einreichung seines Entlassungsgesuchs denle. Be⸗
hauptet wird, daß der Graf durch den Fürsten Bismarck von der
—XVO Finanzministerposten
erst als von einer vollendeten Thatsache erfahren habe und von
dieser Ueberroschung nichts wenizer als erbaut gewesen sei. Zwi⸗
schen dem Graͤfen Eulenburg und Hertn Bitter scheint das persön⸗
iche Berhältniß kein besonders gutes gewesen zu sein. Thatsache
ist ferner, daß Graf Botho Eulendurg erst nach langem Wider
süreben und gegen das ausdrückliche Abrathen seines jeht verstorbe⸗
nea Vaters, das durch den Abgang seines Vetters Fritz erledigte
Ministerium übernommen hat, und daß er ein Mann von slark
ntwickeltem Unabhängigkeitsgefühl ist. Es gewinnt übrigens den
Anschein, als ob auch Minister Hobrecht so gut wie die Herren
Fait und Friedenthal auf eine anderweitige Anstellung im Staats⸗
zienste verzichtet hätte.

Der Reichsanzeiger“ publizirt die Ernennung des bisherigen
Ministxs Hobrecht zum Wirklichen Geheimen Rath.

Mannuheim, 8. Juli. Wegen Verbreitung socialistischer
Schrften wurde vor einigen Tagen ein hiesiger Einwohner (Otten⸗
hal jun.) auf Grund des Social stengesetzes in Haft genommen.

Ausland.

London. Lieutenant Carey, der den Prinzen Louis Na⸗
yoleon in dem Gefecht mit den Zulus am 1. Juni so vorsichtig
n Stich ließ, ist bekanntlich vor ein Kriegsgericht gestellt worden.
Das „Fr. Journ.“ theilt nun das Urlheil der Untersuchungskom⸗
nission mit: Die Kommission findet, Lieutenant Carey begriff sein
Verhältniß zu dem Prinjen nicht und besand sich folglich nicht in
ꝛer Lage, seine Verantwortlichteit richtig abzuschätzen. General
sverison sagt aus, Carey kommandirte die Eslortz, während Carey

selbst behauptet, er hätte nach seinen Instruknionen keine Autorität
iber die Eskorte besessen. Die Kommission findet, solche Mei⸗
zungsverschiedenheit hätte nicht zwischen Offigieren desselben De⸗
arsemenis existiren dürfen. Die Kommission tadelt ferner den
zieutenant Carey energisch, weil derselbe Kraals als Halteplatz,
janz umgeben von einer Deckunz für den Feind, gewählt habe.
Dies beweise einen beklagenswerthen Mangel an militärischer Klug—
seit. Schließlich bedauert die Kommission tief, daß kein Versuch
jemacht wurde, die Eskorte zu ralliiten und dem Feinde die Stirne
u bieten, wodurch vielleicht Denjenigen, welchen der Rückzug nicht
lückte, häiste Hült⸗e geleistet werden können“

Was kostet das neue Schutzzollsystem der deutschen

Nation?

Ein ausgezeichneter Fachmann aus Suddeutschland veröffenllicht
anter dem Titel „Die Jutegrale des Schußzolles“ in der N. Fr.
ßr. einen Artikel, in welchem der interessante Versuch gemacht ist,
Je große Belastung, welche dem deutschen Volke aus den neuen
-chutz zöllen erwachsen wird, ziffermäßig nachzuweisen, An einer
olchen Berechnung fehlt es zur Zeit noch gänzlich. Und doch
ann sich Niemand einen klaren Begriff von der Bedeutung einer
Zteuer machen, wenn ihm nicht wenigstens eine annähernde Taxa⸗
ion ber Gesammt Einflüsse gegeben ist, welche sie auf das wirth⸗
haftliche Leben der Nation ausüben muß.

Die vorliegende Berechnung stützt sich auf die Grundanschau⸗
ing der Schutzsöllner, daß diejenigen Industrien eines Schutzes
eduürfen, welchen die Hersiellung ihrer Fabrikate theurer zu stehen
ommt, als das Ausland sie zu liefern vermag. Die Ausgleich⸗
ing dieser Differenz zwischen inländischer und ausländischer Waaren
indet ihren Ausdruck in den einzelnen Positionen des Schutzzoll⸗
arifs. Will man Das zur Ausgleichung dieser Differenz von der
dation zu bringende Gesammtopfer rechnungsmäßig feststellen, so
nuß man also die Gesammtproduktion jeder zu schützenden Industrie
nit ihren bezüglichen Tarifsätzen multipliziren und die auf diese
Veise für die einzelnen Industrien erhaltenen Beträge addiren.

Die erforderlichen statistischen Angaben über die Produklion
ind nur für die Tertil⸗ und Eisenindustrie mit einigermaßen aus⸗
eichender Zuverlässigkeit zu beschaffen, und die Berechnung beschränkt
ich deßhalb zunächst auf diese beiden Industrien auf Grund der
Jieduttions Quontitäten in den Jahren 1873 bis 1877. Das
ẽcgebniß ist, daß in diesen fünf Jahren durch die bestehenden
—chutzzosle der Textil ⸗Industrie ein Nehraufwand von 981314 698
N. zugewendet wurde. Ein Jahresopfer betruq alio in diesen Bran⸗
hben 196 262 939 M.

Veranschlagt man die anderen bestehenden Schutzzölle auf
deder, Glas, Thonwaaren, Papier ꝛc. zusammen in dem Mebrauf⸗
vand bei ihrer Produktion nur eben so hoch, wie bei der Terxtil⸗
Industrie allein, so leistete die deutsche Nation ihrer Industrie in
ser angeblichen Freihandels ⸗Periode binnen den fünf Jahren 1878
is 1877 einen Beitrag von beinahe 2 Milliarden M. oder pro
Jahr von rund 400 Millionen M.

Die künft'gen Opfer würden, die gleiche Höhe der Produktion
zorausgesetzt, fuͤr die Textil-Industtie 2722/3 Millionen M., für
zie Eisen-Industrie 9223 Millionen M. pro Jahr detragen.
zchätzt man die GesammmOpfer, die durch die übrigen Industrien
owie durch die Land⸗ und Forstwirthschaft erfordeit werden, nur
uuf das Zweifache der genau berechneten Textil- und Eisen Opfer,
o erhätt man ein jährliches Gesammt-Opfer von rund 1100 Mil-
ronen Mack; in fünf Jahren würde dieies Opfer schon 514 Mil-
iarden Mark betragen!

Das sind die Konsequenzen einer solch großart'gen systematischen
Pflege der nach eigenen Bekenntnissen destrultiven Indusltie auf
zosten der produktiven, der minderwerthigen Arbeit mit faltischer
Unterbilanz auf Kosten der naturwüchsigen Arbeitsthätigkeit, die ja
itlein einen Ueberschuß hat, aus welchem sie Unterstütungen ver⸗
ibreichen kann!
ermisqtes.
fAusder Pfalz. „(Pf. Kur.)“ Kann ein Bürgermeisler
der Adiuntt als Vertrauensmann in den Ausschuß, welcher die
        <pb n="382" />
        Liste der Schöffen festzustellen hat, gewählt werden? Diese Frage
ist, wie uns mitgetheilt wird, in verschiedenen Vezirlen der Pfalz
bei den in diesen Tagen vorgenommenenen bezüglichen Wahlen von
Verwaltungsbeamten verschieden beantwortet worden: im Bezirl
Frankenthal z. B. wurden Bürgermeister und Adjuneten zugelassen,
im Bezirk Speyer hingegen nicht. Das Gesetz sagt, daß „gerxicht⸗
liche und polizeiliche Vollstredungsbeamte“ nicht in jenen Ausschuß
berufen werden sollen. Es fragt sich also: gehören Bürgermeister
und Adjuncten zu diesen „Vollstreckungsbeamten?“ Eine ministerielle
Instruct'on scheint nicht vorzuliegen, sonst könnte wohl eine so ver⸗
schiedene Auslegung nicht Platz greifen; letztere hat aber ihr fehr
Miißliches, und so wäre es gew'ß am Platz, wenn bald diese Con⸗
troverse enischieden würde.

Die neuliche Notiz bezüglich der Fahrtaxermäßigung, wo⸗
nach die pfälzischen Bahnen bei Ausflügen von mindestens zwanzig
Personen 5090 Nachlaß gewähren, ist dahm zu berichtigen, daß
sich diese Begünstigung nur auf Schulen bezieht.

p'ufel, 7. Juli. Die „Kus. Zig.“ schreibt: „Die am
Samstag hierhergelangte Nachricht, der durch einen Biß am Finger
berletzte Mann aus Dennweiler sei gestorben, bestatigt sich
nicht; dagegen wird aus bester Quelle versichert, der Verletzte sei
seit jenem Vorfalle leidend und sein Befinden derart, daß der end⸗
iiche Ausgang noch immer zwe felhaft erscheine.“

p Reustadit, 9. Juli. Heute früh wurden der 19jährige
Schreinergeselle Philipp Schumann von hier und die 20jährige
Dienftmagd Maria Schmidt von Hochspeier auf der Wolfsbutg todt
aufgefunden. Neben der Leiche des Schuhmann lag ein Terzerol.
Es ist anzunehmen, daß Schumann zuerst das Mädchen erschossen
Und daunn' mulelst der Schußwaffe sich selbst das Leben genommen
hat. Beide standen feit längerer Zeit in intimen Beziehungen zu
rinander, und soll Cifersuht das Motiv des Mordes sein. (N. 3.)

4 Peter Pelge, Winzer von Diedesfe Ud, wurde am
3. ds. in seinem Keller erhängt aufgefunden. Moliv: zerrüttete
Vermögzensberhältnisse und Ehescheidung von seiner Frau. EGGat.)

p'Germersheim, 9. Juli. Vorgestern Nachmittag
stahl ein bettelnder Handwerksbursche aus der Wohnung des Herrn
Assessors W. eine goldene Uhr und versuchte, dieselde bei einem
Pfandverleiher zu versezen. Diesem mochte die Sache doch nicht
ganz geheuer erscheinen und er machte die Gendarmerie auf den
Handwerksburichen aufmerlsam, die denselben verhaftete. Kurze
Zeit darouf fand man den Burschen im Arrestlocale erhäͤagt.

Speier, O. Juli. Am 23. 68. Mis. findet in Zwei⸗
hrücken das Jahresfest des pfälzischen Gustav Adotf Vereins statt.
Es werden sich bei demselben folgende auswärtige Geistlichen mit
Allerhöchster Genehmigung als Redner betheiligen: Prälat Doll
aus Karisruhe, Pfarter Fournier aus Straßburg, Parrer Zäh⸗
ringer aus Weinheim und Pred ger Dr. Rilsert aus Darmstadt.
Als Consistorial Commissat wird Consistoꝛialrath Hofer dem Feste
beiwohnen. (Sp. Z3.)

Aijjsingen, 6. Juli. Neueren Nachrichten zufolge dür⸗
fen wir der Antunft des Fürsten Reichskanzlers zu Beginn der
nächstfolgenden Woche (weschen dem 12. und 15. d. Mits.) ent⸗
gegen sehen.

p Wärzburg, 6. Juli, Die Traubenblüthe am Stein
und in den besseren Lagen ist großentheils vorüber und nach An⸗
gobe der Sachverständigen gut ausgefallen. Auch mit der Menge
Zer angesetzten Trauben ist man zufrieden, so daß die Aussichten
des Winzeis bis jetzt gut stehen.

pfarriirchen, 7. Juli. In Brombach, 1 Stunde
von hier entfernt, spielte sich gestern Nacht w'eder einer jenet
Alie der Rohheit ab, die im gesegneten Niederbayern leider keine
Ausnahmen bilden. Zwei Verheirathete, der Schneider von Brom⸗
bach und ein Gütler, geriethen in Streit, und der Letztere schlug
den Schneider vor seinem Hause besinnungslos auf den Boden
nieder, verwundete den im Hemde zur Hilse eilenden Sohn des
Letzteren am Arme und stach zuletzt dem wieder zur Besinnung ge⸗
lagten Schneider in die Brust, so daß er leblos umsant. Der
Thater sitzt in Nummer sichet, und Untersuchung ist e'ngeleitet.

pMänchen, 8. Juli. Wie ein Corr. des „Fränk. Kur.“
aus militärischen Kreisen als sicher erfährt, wird das in Ger ners⸗
heim etablirie Depot des 8. Inft.Regiments, welches gegenwörtig
alz Theil der daierischen Besatzungs⸗Brigade in Metz garnisonirt,
aufgelöst, während das unter g'eichen Verhältnissen stehende Depot
des4. Infant. Regts. fottbestehen bleibt; man schließt hieraus, daß
das 8. Inf. Regt. von Metz nach Germersheim und dasür das 17.
Regiment nach Mezz verlegt wird.

München. Bezüßlich der Nichtbetheil gung des officsellen
Frantreich an der hiesigen internationalen Kunstausstellung und der
Einwendung, dak die französische Regierung durch best hende Gesetze
berhindert sei, aus den Sammlungen des Staates Werke zu ent⸗
uehmen, düůrefte wohl daran erinnert werden, daß dieselben Gesetze
auch bereits zur Zeit der Wiener Weltousstellunag im Jahre 1873
bestanden und daß dessen ungeachtet viele Kunstwerle aus frarzösischen
Siaalssan mlungen in der gar nicht einmal einen speciell künst⸗

erischen Charakler tragenden Wiener Wellausstellung ausgestellt
varen. (S. Pr.)

4 Vom k. Militärbezirlsgerich München wurden am 1.
Juli wegen des militärischen Verbrechens des Mißbrouchs der
Hienstgewalt im Zusammenhange mit einem Verbrechen der Koͤr⸗
zerverlehung die Unterofftciere Ludwig Wohlers vom 1. Pionierbatail⸗
on zu 8 Monaten und Georg Buckreuß vom 1. Fuß⸗Artilletie⸗
Regiment zu 5 Monaten Gefängniß verurtheilt.

7 Vom Thüringer Walde, 2. Juli. In Kleinhen⸗
nersdorf wurde dieser Tage die 10jährige Tochler des Steinhrechers
M. beim Beerenpflecken von einer Kreuzotter gebissen. Sehr
ichnell zeigte sich starle Axschwellung des Fußes und Gesichtes.
Sofort herbeigeholte ärztliche Hilfe beugte hoffentlich Weilerem vor.
Fine auf dem Felde mit Kartoffelhacken beschäfligte Frau aus Rein—
jardtsdors legle ihr Kindchen in den Tragkorb. Durch einen
Schrei desselben aufmerksam gemacht, eilt sie zu ihm hin und sin⸗
det eine Otter bei dem Kinde, welches bereits gebissen war und
einen Geist bald aufgab. In Schönau bei Reinhardisdorf wurde
ein mit Reißigbinden beschäftigter Mann von einec Otter plötzlich
in den Daumen gebissen.

4 Auf der Station Algermissen (bei Lehr'e) hielt die⸗
er Tage ein Personenzug an und der Schaffuer rief nach Vor⸗
chrift die Worte: „Algermissen, aussteigen!“ Es folgte dieser
Aufforderung nur ein Landmann, und der Zug fuhr alsbald wei—
er. Dei belreffende Passagier wartete einige Zeit auf dem Perron
und wandte sich, da sich Niemand um ihn kümmerte, an einen
Beamten mit dem Ersuchen, man möget ihm, dem Passagier, nun
endlich sagen, was man von ihm wolle, denn er müsse weiter.
Als ihm geantwortet ward, daß man seinem Fortkommen durchaus
lein Hinderniß in den Weg lege, stellte sich heraus, daß unser
seisender gar nicht nach Algermissen wollte, daß er sich aber Al⸗
zermissen nannte und nur dem Befehle des Schaffners: „Alger⸗
nissen, aussteigen!“ Folge geleistet hatte. — — Tableau.

„xAus Braunfschweig bringt die „Magdeb. Zig.“
olgende sehr seltsame Mittheilung: „Dieser Tage ist ein junger
Them'iker B., Sohn eines hiesigen Lehrers, gestorben. B. stand im
Rufe, Diamanten machen zu können, und er sowohl als sein Vater
oslen dritten Personen gegenüber keinen Hehl aus dieser Kunst ge⸗
nacht, auch verschiedentlich Proben derselben gezeigt haben. (277)
Banz ernfthafte Leute sind fest überzeugt, daß B. wirklich diese
Zuuft versianden und daß die von ihm angefertigten Steine in
Amsterstam zum Schliff kamen, ohne daß man dort eine Ahnung
»on ihrer künstlichen Anfertigung hatte. Man will sogar dies be⸗
raͤtigende Briefe gesehen haben. Thatsade ist, daß B. Jahre lang
ebte, ohne daß er — abgesehen von seinem Aufenthalte in einem
iasteren Raume zum Diamantenfabriciren — praktisch arbeitete.
Was daran ist, daß B. sein Geheimniß für mehrere Millionen nach
Amsterdam verkauft hat, weiß ich nicht. Heute erfährt man aber,
)aß Grund zu der Annahme vorliegt, B. sei keines natürlichen
Todes gestorden. Der Arzt soll sich geweigert haben, einen Todten⸗
schen auszustellen, und so ist eine Sccirung der Leiche nöthig ge⸗
worden, über deren Ergebniß nichts bekannt geworden ist.“

Hamburg, 6. Juli. Gestern starb hier der ehemalige
Reichstagkabgeordnete Fritz Mende, seit 10 Jahren der Begleiter
ind Adlatus der Gräfin Hatzfeld. In der social stischen Bewegung
hat er eine kläbliche, im norddeutschen Reichstag eine lächerliche Rolle
gespielt.

p,Aus Gewohnheit“ hat sih dieser Tage eine Frau
n Ujtigyos, Ungarn erhängt. Die Unglückliche hatte nämlich die
Hewohuheit, sich, wenn sie sich mit ihrem Manne zankle, ein wenig
rufzuhängen, aber so, daß ihr kein Leid geschah. Auch dieses Mal
vollle fie sich auf diese Weise hängen, aber aas dem Scherze wurde
rauriger Ernst, denn der storb, den sie unter ihre Füße gestellt
zatte, kippte um, und die Bedauernswerthe konnte sich nicht aus
er Schlinge ziehen. Ihrem zerkratzten Halse sah man an, daß sie
zelämpft hatte, um sich zu retten.

FParis, 6. Juli. Es wird versichert, daß im gestrigen
Miodisierrathe M. Lepere seinen Collegen mitgetheilt habe, daß in
Folge des unaufhörlichen Regenwetters nur eine geringe Ernte zu
rwarten wäre und daß nach den von ihm eingezogenen statistischen
Herichten für mindestens 500 bis 600 Millionen Francs Getreide
don Frankreich im Auslande angekauft werden müßten.

F Paris, 7. Juli. Der Polize präfelt hat angeordnet,
daß von jetzt alle Cafe- und sonstigen Wirihshäuser bis 2 Uhr
stachts offen bleiben dürfen. Den Wirthshäusern an der Halle
vird gestattet, die ganze Nacht offen zu bleiben, wie es früher der
Fall war. Diese Wirihthäuser an der Halle, die seit undentlichen
zJeiten nie schlossen, mußlen sich vor ungefähr 15 bis 46 Jahren
benfalls zur Polizeistunde bequemen, weil die Kaiserin Eugenie es
eines Tages unmoralisch fand, daß Wirthsbäuser, die durch ihre
Preise auch dem gemeinen Mann zugänglich waren, die Nacht üder
offen bleiben.

JNach einem Ausschreiben in der „Köln. Zig.“ wird am
20. August in Patis das weltbekannte Grand Hotel am Boulevard
        <pb n="383" />
        odes Capucines gerichtlich versteigert. Die Taxe ist, Material und
Mobiliar mit eingeschlosser, auf 25,700, 000 Fres. festgesetzt. Mit
diesem Hotel sind noch verbunden ein großes Café, abgeschätzt zu
5,8500,000 Francz, eine großartige Waschanstalt, welche zu
1,800.000 -IIrcs. veranschlagt ist.

F Eine sensationelle Mitiheilung über den Prinzen Louis Na⸗
poleon bringt der „Berl. Börsen⸗Courier“ in einer Privat⸗ Kor—
respondenz aus London. In derselben wird eine höchst mysteridse
Beschichte erzählt, welche darauf hinausläuft, daß der Prinz eine
heimliche Ehe eingegangen, aus welcher ein gegenwärtig etwa 3 Mo—⸗
nat alter Knabe entjprossen sei. Die junge Mutter soll bereits
eine Audienz bei der Kaiserin Eugenie nachgesucht haben.

kZürich, 6. Juli. Aus der ganzen Schweiz kommen
Nachrichten über schwere Gewitter mit verderblichem Hagel und starken
Regengüfsen, Flüsse und Seen steigen. Der Genfer See stand am
2. Juli um 67 Centim. höher als das Mittel der letzten 25 Jahre
und 19 Centim. höher als im Vorjahr. In den ersten 3 Juls
tagen stieg er um 25 Centim. Auch der Züricher See stieg vom
27. Juni bis 4 Juli von 1 Meter 38 Centim. Pegelhoͤhe am
Stadthaus auf 1 Meter 59 Centim., er ist schon theilweise aus⸗
getreten und man fürchtet Ueberschwemmungen. Ueberdies ist das
Wetter seit einigen Tagen traurig kalt, stürmisch und regnerisch.
Auf dem Gotthard schneit es seit 4. ds. Vormittogs 11 Uhr und
aus den Alpencurorten treffen trostlose Berichte über Kälte und
Mangel an Gästen ein. In Ragaz ist der König und die Königin
von Sachsen eingetroffen. S. M.)

F Rom, 3. Juli. Der berüchtigte Prozeß Lambertini—
Ankonelli ist endlich in sein letztes Stadium geireten. Frau Lam—⸗
bertini, welcher das Tribunal in erster Instanz gestattete, durch
Indizien und Zeugen zu beweisen, daß sie die Tochter des Kar⸗—
dinals Artonelli sei, welches Recht ihr dann vom Appellhofe, der
das Urtheil erster Instanz bernichtete, wieder entzogen wurde, hatte
den Rekurs zum Kassationshof ergriffen, welcher aber trotz der
Beredtsamleit ihres Advokaten Mancini auch verworfen wurde,
Somit enden sfür die Gräfin Lambertini alle Träume einer glän⸗
zenden Zukunft und eines enormen Reichthums.

F Ein schredlich Ereigniß ist das Tagesgespräch Neapels,
doch bis heute hat man noch nicht den wahren Beweggrund der
Tragödie entdecken können. Der Kavalier Ottaviano Cassitto hat
seinem Leben ein Ende gemacht und vorher seine Frau erschossen.
Tassitls war ein wohlhabender angesehener Mann, seilne Frau aus
zuter Familie und reich, Beide leblen in einer reizenden Villa in
der Nähe Neapels in Resina. Man behauptet, die Gatten hätten
jeit einiger Zeit sortwährend in Hader und Sireit gelebt, und die
Nachbarn hältten oft Geschrei und Schimpfsworte in der Stille det
Nacht gehört. Dann sagt man wieder, schlechte Finanzen seien der
Beweggrund der That gewesen; die Frau hätte helfen sollen und
tönnen, habe jedoch ihre Hülfe verweigert. Noch Andere behaupten,
Fifersucht und zwar nicht unbegründele sei hier im Spiel gewesen,
Tassitio war ein Fünfziger, seine Frau 40 Jahre alt. Am 30.
Juni, um 7 Uhr Morgens, stritnen sich die Gatlen so heftig, oaß

die Kammerjungfer gens higt war einzuschreiten, um Hondgreiflich⸗
keiten zu vermeiden. Sie glaubte Frieden gestiftet zu haben und
zing in die nächste Siube, um dem Töchterchen des Hauses das
Frühstücl zu bereiten, als sie plößlich einen Schuß hörte und
gleich darauf einen zweiten. Sie stürzte ins Zimmer und fand
beide Gatten in einer Blutlache. Die Frau lag halb auf dem
Bette und hatte eine Schußwunde im Ohr, er lag am Boden und
hatte sich eine Kugel in die Schläfe geschossen. Der 18jährige
Sohn (aus erster Ehe der Frau) wurde gerufen und warf sich
weinend auf die Leiche dert Mutter. Der Kutscher, der mit dem
Wagen vor der Thür wartete, ließ Pferd und Wagen im Stich,
sowie er den Schuß hörte und eilte ins Haus, kam aber leider zu
spät. Außer sich nahm er das kleine Miädchen auf den Arm, stedte
den Rebolder in die Tasche und lief wie wahnsinnig davon. Dies
absonderliche Beiragen erregte Verdacht, es wurde nach Neapel
elegraphirt und er wurde verhaftet, mußte jedoch wieder in Frei—
heit gesetzt werden, da man ihm nichts anhaben konnte. Er hatte
das Kind dem Bruder des Verstorbenen gebracht und ihm auch
den Revolver eingehändigt. Der Kutscher behauptete, Cassitto habe
Spuren von Geistesabwesenheit gezeigt, die bose Welt sagt, er sei
der Liebhaber seiner Hertin gewesen und das kleine Mädchen sei
sein Kind. Das Ehepaar Cassitto ist todt; wer kann jetzt mit
Bew ßheit den Beweggrund der That feststellen7

xIn der Kohlengrube von Higbh Blantyhre in Schott⸗
and, wo vor zwei Jahrten über 100 Menschen verunglückten, sind
jetzt durch eine Explosion wieder gegen 830 Arbeiter ums Leben
jelommen.

fNew-⸗York, 5. Jali. Uetber die Staaten Jowa,
Minnesota und Wisconsin ist ein Wirbelwind gezogen, der 25
Menschen den Tod gebracht, diele Gebäude zerstört und auch fonft
Moßen Schaden angeriqtet hat.

r Die in Cincinnati erscheinende „Freie Presse“ versffentlich

gelegentlich des Sängerfestes des nordamerikanischen Sängerbundes
eine biographische Skizze des Festpräsidenten, John Grossius,
eines gebornen Speyerers. Grossius ist im Jahr 1833 in Speyer
zeboren. Er trat früh in das Geschäft seines Vaters, eines Klemp⸗
ners und Ofenfabrikanten, ein. Im Alter von 17 Jahren ging
er nach Amerika. In Cincinvan arbeitete er 4 Jahre langols
Handwerksgeselle, bis er im Jabre 1855 mit einigen hundett er—
Pparten Dollars sein eigenes Geschäft begründete. Durch Fleiß und
Energie schwang sich Grofsius zu einem der angeschensten und
Nmößten Fabrikanten des Landes empor. An dem öffentlichen Leben
nimmt er regen Antheil. Er war Ausstellungscommissar für den
Staat Oßio bei der im vorigen Jahr in Paris stattgefundenen
Weltausstellung.

Siena (Toscana), 4. Juli. Wie voriger Woche aus
anderen italienischen Städten gemeldet wurde, so sahen wir gestern
über einen Theil unserer Stadt Milliarden von Schmetterlingen
liegen. Ihre Menge war so ungeheuer, daß sie wie eine gtoße
Gewitterwolke einen Augendlick die Sonne verfinfterte.
Wie man's nach 500 Jahren treiben wird. Scene! Stu⸗
dierzimmer in dem Hause eines alten Herrn irgendwo in Austra«
lbien: Der alte Herr telegraphirt nach dem Bedientenzimmer und
Johann erscheint, durch Luftdruck aus einer Roͤhre herborgepustet.
Herr: „Johann, geh in die Remise und fülle den Familienballon,
meine Frau und meine Kinder werden um 4 Uhr nach Calcultta
ju Herrn Kohnson fliegen, um einem Ballfest beizuwohnen. Dann
»ürste meinen kleinen Ballon gut aus und fülle ihn ebenfalls, ich
nuß sofort nach London zur Börse fliegen, gedenke aber noch vor
dUhr zurück zu sein, um meiner Frau einige 100 Meilen kas
Beleit zu geben. Dieselbe wird um 5 Uhr Morgens zurück sein,
ollte es um diese Zeit sehr dunkel sein, so laß einen der Affen
zas elektrische Licht anstecken, so ungefähr, daß es 2—300 Meilen
weit leuchtet. Morgen erwarte ich verschiedene Freunde aus Hong⸗
long und St. Francsco, vergiß deshalb nicht, nach Paris an
Thevet Nachf. wegen der Pasteten à la Napoleon XVIII. zu tele⸗
Zzraphiren, bemeike ihm, daß wir dieselben um 532 Uhr, noch
warm, erwarten. Sage dem Koch, daß dei dem gestrigen künst⸗
lichen Beefsteak St dstoff zu reichlich vertreten gewesen sei — solche
bedauerliche Unrezelmäßigkeiten solllen gar nicht vorkommen.“
Diechinesisscche Mauer. Die Großartigkeit dieses
Kiesenwerkes übertrifft alleß, was die alte und neue Zeit in der
Bautunst aufzuweisen hat. Die ägyptischen Pyramiden, die großen
römischen Wasserleitungen, unsere Brücken und Eisenbahntunnels
sind nichts dagegen. Ein amerikanischer Ingenieur, Herr Undank
(dem Namen nach ein Deutscher), der in China den Bau einer
Fifenbahn leitet, hat die große Mauer näher untersucht und gibl
davon folgende Beschreibung: Sie ist 860 deuische Meilen lang,
18 Fuß hoch und oben 18 Fuß breit. Das Fundament besteht
durchweg aus solidem Granit, das Uebrige aus festem Mauerwerf.
In Zwischentäumen von 2—300 Schritlen befinden sich feste, 25
dis 30 Fuß hohe und 24 Fuß im Geviert messende Thürme.
Oben auf der Mauer befiaden sich auf beiden Seiten Brustwehren,
jo daß die Vertheidiger von einem Thurm zum andetn gehen
'önnen, ohne dem Anblick der Feinde ausgesetzt zu sein. dDie
Mauer ist ohne Rücksicht auf das Terrain übet Berge, Thäler und
kbenen ost an 1000 Fuß tiefen Abgründen vorüber aufgeführt,
Bäche und kleinere Flüsse sird überbrückt, große Ströͤme an beiden
Afern mit starten Thürmen flankirt. Die Mauer wurde etwa 200
Jahre vor Christi Gedurt gegen die Einfälle der Tataren gebaut.
Die Zeit, welche die Aufführung dieses kolossalen Werkes in An—
spruch nahm, und die Kosten, die es verursachte, entziehen fich jeder
menschlichen Berechuung. Jedenfalls müssen virle Millionen Men—
ichen dahei thätig gewesen sein.

f Die Wellerberichte aus Oesterreich, Frankreich und England
lauten gleich ungünstig wie die aus allen Theilen Deutschlands
borliegenden. Bisonders trostlos gestaltet sich die Witterung in
England. Aus London, 5. ds., wird gemeidet: „London zeigte
heute Mocgens ein wenig Sonnenschein. Gestern Nachmittags war
der Nebel so stark, daß eine Zeit lang Gas gebraunt werden mußte.
In Dublin war stlarker Sliurm. Ene Brücke über den Aire bei
Kidstall ward fortgerissen. In Lancashire und in Derbyshire ist
durch Sturmwetter großer Schaden angerichtet worden. Viele
Lämmer sind durch Kälte ungekommen. In Schottland sind ganze
Felder überfluthet.“

Dienstesnachrichten.
Die in Grünstadt erledigte Notarstelle wurde dem kgl. Notar
Zassert daselbst verliehen und auf die hienach sich erledigende Notar—
stelle in Grünstadt der Notar Jalob Heck in Kusel auf Ansuchen
versetzt.
        <pb n="384" />
        Gemeinnütiges.

Erfrorene Glieder schmerzen und belästigen den daran
Leidenden in einer Weise, daß oft die Berufsthaligleit ausgesetzt
werden muß. Schreiber dieses hatte sich beide Hünde erfroren, so
daß bei strenger Kälte sämmiliche Finger aufbrachen und wurde durch
nachstehendes Mittel so rasch und sicher befreit, daß er seine leiden⸗
den Mitmenschen bittet selbes anzuwenden. Es werden vollständig
reife Erdbeeren sorgfältig gesammelt und mit Butter, welche aber
nicht gesalzen sein darf, tůchtig durchkaetet (auf einen Teller Beeren
za. 1 Pfd. Butter), das Prodult, eine etwas unapetittliche Masse,
dird dann im Keller aufbewahrt. Zeigen sich im Herbste nun
Beulen oder Schmerzen, wird vorbesprochene Mafse vom Schimmel
gereinigt, auf einem Slechloffel geschmolzen und die leitenden Theile
gut eingerieben. Die gute Wickung bleibt sicher nicht aus.
Z. A. Seyfried.

— B— JJ
Versteigerung einer Brauerei.

Montag, den 14. Juli nächsthin, Nachmittags 2 Uhr
zu St. Ingabert bei Heinrich Schmitt läßt Herr M.
Stéiner, Reuiner in Kaiserslautern, folgende Liegen⸗
schaft öffentlich an die Meistbietenden zu Eigenthum versteigern, als:

— 508, L4 70 qm Fläche, Bierbrauereigebãude
mit Hofraum und

Pl-Hir. 600, 414 43 4m Garken mit Felsenkeller
dabei,

das Ganze gelegen zu St. Ingbert in der Pfarr—⸗
gasse neben Georg Brunion uand Peter Kiefer, nebst der ganzen
dadei befindlichen Brauerei⸗Einrichtung, Fässern und sonstigem Zubehör.

Siut. Jugbert, den 2. Juli 1879

K. Auffschneider. Amtsverweser.
— . ——
Wino Braunsohlweigischo
andos-Lotterie,
vom Staate genehmigt und garantirt.
dieselbe besteht aus 90, 000 Original⸗Loosen und
A6,000 Gewinnen:
Haupttreffer ev. 460.000. 1 daupitreffer à 12,000.
*300,000, 20 10,000
150,000, 8000
00,000, 3000,
e00. 5000,
IJ t1000.
3000
3000
1200
DO, 5 1000
.5,000, 1 848 500
Reichs-⸗Marlk u. s. w.
Die erste Ziehung findet statt
am 17. und 18. Zuli 1879,
u welcher ich VDriginai Loose
—X LIu Ihe Viortel Achtel
16 Mark 8 Mark 4 Mark 2 Mark
egen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß verjende.
Jeder Spieler erhält die Gewinnlisten gratis!
VilIh. Rasilius,
Obereinnehmer der Braunschw. Landes Lotterie
in Br —
I——————
* 7
Um mit Lagerresten zu räumen
hbin ich beauftragt, nachstehende 10 Gegenstünde gut in Kiste ver⸗
zadt für den Spottpreis von nur 6 Mark per Nadb—⸗
nahme oder Franco ⸗ Einsendung zu offeriren:
echt chines. Sonnenschirm. — 1 ccht lapanes. Fächer. —
reizende Manilla⸗Tischdece, 87 Centim, lang. — 1 Mi⸗
croscop, welches 50 Mal vergrößert. — 1 Telephon, neue
Erfindung, vermittelst der man mit Petsonen in die Enssern⸗
ung sprechen kann, mit Erklärung. — 1 feine moderne Boͤrse,
daderhoft und schön. — 1 gutes Terzerol (tein Spielzeug).
iseine Panger⸗Uhrkette mit gelben Einlagen. — 1 amer.
Toschen⸗Vlendlaterne. — 1 Metermaß.
Alee diese 10 Gegenftünde zusammen für nur 6 Mark.
Siets umgehende Expedition. Convenirt die Sendung nicht, so
—XXLLR
O Minde in Leipiia.

Mark!lberichte.

Zweibrücken, 10 Juli. (Fruchtmittelpreis und Viciualienmarkt.
Weizen — M. — Pf, Korn 8M Z38 Ppf., Gerste zweireihige O M. —7
ierreihige 0 M. — Pf.Spelz — MR. pf., Spelztern — M. — Pf.
Dinkel M. — Pf., Mischfrucht M. f., Hafer 7 M. 65 Pf.
crbsen — M. — Pf. Widen o M. ppf., Kartoffeln 4 M. 50 Pf.
deu 2 M. 580 Pf., Stroh2 M. 60 f., Weißbrod 1N/3 Kilogr. 54 Pf.
Irnbrode3 Kilogr. 75 Pf., 2 Kilogr. 80 Pf., 1 Kilogr. 25 Pf., Gemifcht
rer 3ilogr. 92 Pf. das Paar Wedk 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
36 Pf. II. Qual. 60 Pf., Kalbfleisch 80 Pf. Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleisch
6 Vi., Butler /1 Kilogr. M. — Pf. Wein 1 Liler 80 Pf. Bier Liter 24 Pf.

—⏑— —,—————— —
Alle Erwartunugen
Abertreffen die zahlreichen aus dankerfüllten Herzen stammenden Zuschrifte
Iucklich Geheilter, wie solche in dem Gratis Auszuge aus Dr. Airy's
aturheil methode zu lesen find. Gratis und franco zu beziehen durck
shiners Verlaas⸗Anstali, Leipzia.
kriegerverein. Frisches PRehsleisch
Sountag, den 183. Juli, ortwätrend zu haben im
stachmitiags von 8 Uhr ab Motol Laur.
zei günstiger Witterung
—XEX
n Peter Weisgerber's Gar⸗
ten. Abends
SZ Feuerwerk. —
Eintritt für Nichtmitglieder
20 Pf. Für Mitglieder frei.

50 war noch nix!
—A———
Miss'n mer 4 mol grat'lire
Weil 4 Kumbeer, doch do luh,

e nämlich Name führe.

r Eene is d'r Kumbeer P......
Yr Anner is d'r lange T5.

Oir Driti', d'r dienschtbeflisse E.......
Als Viert' nenn' m'r Gerwer B.....
Jetzt „Vivat Hoch⸗⸗ mit Storm⸗
Auz voller Kehl' gekrische! gebrüll
Wann Eener uffhört un is schtill
Do wer'n mer'n schun verwische!
Un wer jetzt sa't 'is was nit klor,
Wu find' mer die Name unne?

Der hat fe jo beim Männerchor
ODes A. B.V.' gefunne.

F RAXÆCh. XRILM. I. p. 3. 8. L

3000 M. u. die Praͤmie vor
300000 M. auf No. 40132
Juni 1876
I50000 M. auf No. 65195
Novkr. 1876
60000 M. auf No. 38144
Novbr. 1876
4000 M. u. die Prämie von
300000 M. auf No. 34185
Jum 1888
sowie viele andere Haupt
treffer wurden bei mir zur an
gegebenen Zeit in der vom Staate
garantirten u. genehmigten großer
Geld-u.Pròúmien-
Verloosung
gewonnen, welche wegen ihrer vor
theilhaften Einrichtung,
da über die Häifte der Loose
gewinnen muß,
hesonders zu empfehlen ist. —
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zu 10000, 2 zu 8000, 4 zu 6000,
81i zu 3000, 6 zu 4000, 108 30
ood, 303 ju 2009, 6 u 1200
5317 zu 1000, 848 zu 800, 135060
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ekr unsfere BG⸗Abonnenten „Allustrirtea Souutaaablattv Ne 920
        <pb n="385" />
        Ss. Ingberler ANnzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöͤchentlich mie dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungablatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

iage) erscheint wöchentlih viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuue mentspreis beträgi vierteljahrlich

lA 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 A 60 4, einschließlich 40 Zustellgebühr. Aunzeigen werden mit 10 —., von Auswärts
mit 15 Z fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Naum, NReclamen mit 30 4 pro Zeile berechnet.
M 110.

Sonntaa den 18. Juli

Deutsches Reich.

München, 9. Juli. Der Gesetzgebungsausschaß der Kam⸗
mer der Abgeordneten hat heute Nachmitiag die Berathung der
Bebührenordnung beendet und tritt morgen zur Beschlußfassung üder
die Rückäußerung der Kammer der Reichsräthe zum Erbschaftssteuer⸗
zesetz zusammen.

Das „Bayer. Tagbl.“ schreibt: Die gesammte öffentliche Mein—
ung richtet sich in Bay ern gegen die Einführung der Robe als
Amtstracht der Richter, die damit, wie der Volkswiß sagt, zu Kri⸗
minalpfarrern“ gestempelt würden. Es wird die Meinung geäußert,
nan solle die bisherigen militärischen Uniformöröcke beibehalien, die
übrigens pur in besonderen Fällen getragen zu werden pflegen.

Wie mehrfach berichtet wird, soll die Feldartillerie jedes bea i⸗

ischen Armeekorps um je 4 Batterien verstärkt werden. Die
Nachricht bedarf, weil nicht officiell, allerdings noch der Bestäligung,
zieselbe ist jedoch bisher noch nicht dementirt worden. Wenn die
elhe sich begründet erweisen sollte, so darf jedenfalls als sicher
ingenommen werden, daß diese Maßregel sich nicht auf die bairische
Atmee allein beschränken wird, sondern daß dieselbe aller Voraus⸗
icht nach eine allgemeine Ausdehnung auf die ganze deutsche Ar⸗
nee erfahren werde, was übrigens genau mit der schon früher von
artilleristischer Seite in der „Allg. Milit.«Zig.“ erhobenen Forder⸗
ung übereinstimmen würde, xach welcher die Feldartillerie der 18
deutschen Armeecorps eine Verstärkung um je 4 Batterien, die ge⸗
jammte deutsche Armee also eine solche von 72, oder mit Einschluß
der dem 11. deutschen Armeecorhs zugetheilten hessischen Division
um 74 Baterien erfuhren — GEs darf als nicht unwahrschein⸗
ich erachtet werden, daß im Anschluß an die mit dem nächsten
jahre bevocstehende neue Feststellung der deutschen Heeresstärke auch
ie Idee der Erhebung einer Weh reist euer von denjenigen jungen
deuten, welche sich aus irgend einem Grunde nicht zuͤr personlichen
Ableistung ihrer Militärpflicht geeignet erwe sen, wieder zur Sprache
ebracht werden dürfte. Es ist bekanntlich eine solche Steuer vor
870/71 in Baiern einige Jahre erhoben worden und man ist
vort und überhaupt in Säddeutschland vielfach auch jetzt noch für
neselbe eingenommen. / Auch eine Aenderung der Berechligung zum
imjährig Freiw igendienst, oder vielmehr des bisherigen Modus der
Able stung desselben ist neuerdings in den Militärorganen mehrfach
zeansprucht und dabei namentlich d'e Forderung erhoben worden,
zaß diesen Freiwilligen die ihnen jetzt zussehende Wahl des Teuppen⸗
heils, dei dem sie dienen wollen, eutzogen werde, und daß die Zu⸗
heilung derselben fortan zum Zweck ihrer vortheilhafteren Ausbild⸗
ing zu Reserveoffizieren prinzipmäßig nur noch zu nicht in ihren
)eimats⸗ resp. zeitigen Aufenthaltsorlen garnisonirenden Trupben⸗
heilen erfolgen solle.

und Mellerichstadt mit 8 Bivouals der Vorbosten. Vom 6. bis
d. Sept. Feldmandver der Division in 2 Äbtheilungen gegen
inander zwischen Mellerichfladt und Königshofen mit Bivouai der
janzen Division und 2 Vivouak der Vorposten. Vom 11. bia 18.
Sept. Divisionsmanöver mit markirlem Feind zwischen Königshofen
und Neustadt a. S.

F Die neuen seit 1. Juli ausgegebenen Wechselstempel⸗
narken welche bei Beträgen von 200 zu 200 Mark immer um
10 Pf. wachsen, unterscheiden sich von den alten insbesondere durch
die Bequemlichkeit für das Publilum, daß sie sagen, für welche
Summen sie anzuwenden sind. Beispielswesse sieht in Rothdruck
nuf der 0,20 M.“ „von über 200 bis mit M. 400“, auf der
„O,50 M.“ „von über 800 M. bis mit 1000 M.“

F Sicherem Vernehmen nach sollen auf allen Siaatsbahnhof-
Restaurationen in Bayern die Bierpressionen, wo solche vorhanden,
nuf höhere Anordnung abgeschafft werden.

T Aus der Pfali, 7. Juli. In manchen Strichen ist
der Abgang des Wildes, besonders der Rehe, ein ganz immenser,
und werden Hunderte von verendeten Thieten auf kurze Entfern⸗
aungen gefunden. Die Ursache der Krantheit scheint wissenschaftlich
Jnoch nicht seftgestellt zu sein. Während viele Jäger glauben, die—
elbe sei durch eine Zerrüttung des Magens und der Verdauung in
jolge langen Futtermangels im Winter hervorgetufen, befürchten
indere den Milzbrand. Wieder andere schreiben das Uebel der
ogenannten Nasenbremse, vestrus nasalis, zu, einer Fliegengattung
ius der Familie athericera, welche ihte Eier in die Haut, Nasen-
oͤcher u. s. w. des Wildes legt, worauf die Larven unter der
)aut, im Kachen, an den Stirnschleimhöhlen, dem Magen⸗ und
Ddarmkanal fich bilden und die armen Thiere sehr belästigen. Jeden⸗
alls ist, was auch die Ursache der Krankheit jsei, der Rehdestand
tark dezimirt und bedarf zu seiner Erholung einer Reihe von Jahren.
ks sollte daher Nichts unterlassen werden, was eine Chance bielen
dunte zut Ubhelfe der Kalamität. Außer der Anlage von Salz-
ecken, die das Rehwild besonders bei schlechtem Fuller stets gern
nnimmt und wodurch die Verdauung sehr defördert wird, ist vor
Ullem dahin zu wirken, daß das gefallene Wild nicht in den Wald⸗
ungen liegen dleibt. Der Ausschuß des pfalzischen Jagdschutzvereins
tsucht daher alle Vereinsmitglieder, Jäger und Jagdfreunde, sowie
ie Polizeibehörden, auf das Vergraben des gesallenen Wildes hin⸗
uwirken, und ist bereil, die Kosten hiefür zu tragen.

fBZweibrücken, 11. Juli. Heute Vormittag ist Se.
ẽkxcellen; He. Justizminister Dr. v. Fäustie in Begleitung des Hrn.
Ministerialrathes v. Los hier eingetroffen. Wie wir hören, soll der
Aufenthalt der beiden Herren in unserer Stadt nur bis morgen
rih dauern. (3. 3.)

Neustadt, 10. Juli. Gestern Abend wurde das vjährige
Bubchen des Tagners Joh. Gebert an der Eisenbahnbrücke ausgangs
der Landauer Straße von einem Juhrmanne von Edesheim üÜbet-
'ahren und war auf der Stelle todt. (M. Z3.)

Die Winzunger Kirchweihe, schreibt die N. 3.“ ist
ziesmal im — Wasser verlaufen. Der Besuch derselben war
deßhalb auch viel schwächer als im vorigen Jahre. Selbst ber
letzte Tag, der sonst der vo nebhmen Welt zum Rendezvous diente,
ieß sehr zu wünschen übrig. Sonst bewahrte die Kirchweihe ihr
ultes Aussehen: Schießbuden, Carroussels, Waffelnbäckereien, die
obligaten , Sehenswürdigkeiten“ ꝛc. waten in duntem Durcheinander
aufgestellt und dienten während der 8 Tage als Tummelplatz für
Jung und All. Die Tage verliefen in aller Ruhe, bis auf eine
Schlaͤgerei, bei der es einige blutige Köpfe gegeben haben soll.

F Der Musikverein in Randau wird am Sonntag, den
20. Juli nächsthin in der dortigen Simultankirche das „Requiem“
»on Mozact zur Aufführung bringen. Die Proben hierzu werden
chon seit lääͤngeter Zeit eifrig betrieben und es steht zu erwatten,
daß die Auffuͤhrung eine des großen und schwierigen Werles wür⸗
zige sein wird. Die Soli wurden Uübernommen von den Damen
Frl. Fties von Sp her und Ftl. Nieten von Koln und von den
Zerren Jagenieur Stumpf von Dürkheim und Professor Haas von
Veißenburg. Das Orchester wird gebildet auz dem Karlsruher

Ausland.

Paris, 10. Juln Der Prinz Napoleon und Paul de
Cassagnac begeben sich morgen früh mit demselben Zuge nach
Bondon. Man derechnet die Zahl der Franzosen, welche zu
vem Leichenbegängniß nach Chislehurk gehen, auf 7000; dem Be—
räbnisse Napoleon III. hatten ihrer 11 000 beigewohni.
Zermischtes.

k Die in der Pfalz garnisonirende Infanterie wird sich an
den Herbstwaffenübungen in folgender Weise betheiligen: 6. Inf.⸗
dez., vom 20. bis 27. Aug. Regimentsübung bei Amberg. 7.
inf.»Reg. vom 25. Aug. bis 1. Sept. Regimentsübung bei Bay⸗
euth; vom 2. bis 6. Sept. Biigadeübung bei Bayreunh, vom 8.
»its 10. Sepl. Detachementsübung zwischen Bayreuth und Creussen
nit 8 Bivouaks der Vorposten; vom 12. bis 15. Sept. Feldma⸗
oͤber der Division in 2 Abtheilungen gegen einander zwischen
demnath und Creussen und Neustadi a. S. mit 1Vibouat der
anzen Division; vom 16. bis 18. Sept. Mandver der Divisi on
Wen markirten Feind zwischen Creussen und Kulmbach mit 1.
Iwouak der gonzen Division; 17. Inf. Reg. vom 18. bis 26.
lug. Regimenteübung bei Neustadt a. S. mit 3. Jäger⸗Bataillon,
n 28. Aug. bis J. Sept. Brigade: Uebung bei Reustadt a. S.,
om 3. bis 5. Sevt. Detachemenisübungen zwischen Munnerstad

—
        <pb n="386" />
        Hofth⸗ater⸗Orchester und Mitgliedern des Musikvereins⸗Orchesters
Der Thor zähin 60 bis 70 Mitwirkende. Zur Dedung der nicht
imbedeutenden Kosten wird selbstverständlich ein Entree erhoben und
es ist der Besuch auch Nichtvereinsmitgliedern gestaltet, wobei haupt⸗
fächüch auf einen starken Besuch aus den benachbarten Städten
und Döͤrfern gerechnet wird. (8. A.)
p'Schifferstadt, 10. Juli. In vergangener Nacht wurde
die hiesige Einnehmereikasse erbrochen und ihres ganzen Inhalts —
die Einnahme des letzten Monats — entleert. Von dem Thäter
hat man keine Spur. (Sp. 3.)
FDas deutsche Turnfest im Jahre 1880 findet, auf
Einladung des Ausschufses des deutschen Turnerbundes, in Frank—
furt a. M. statt.
7Frankfurt, 7. Juli. Ein bhiesiger Wirth merkte an
seinen feineren dundeln Liqueren einen merklichen Abgang, ohne sich
bewußt zu sein, daß dem Schnaps bei ihm in letzterer Zeit merllich
zugesprochen worden sei. Er kam auf einen für ihn klugen Ein⸗
sall, der ihm allerdings einige Tage Zeit kostete. Er dertauschte
die Ecklaschen, welche den Angriffen am meisten ausgesetzt waren,
mit Anilin⸗Tinte und hatte er endlich die Genuzthuung, einen
seiner sogenannten Kellner mit einem tüchtig blauen Mund zu be⸗
jreffen. Das heißt in doppelter Beziehung Tinte getrunken.
7 London, 10. Juli. Der „Orontes“ ist mit der Leiche
des Prinzen Napoleon in Porlsmouth angekommen; ter Sarg ist
auf die HYacht „Enchantress“ gebracht, um nach Woolwich geführt
—
Bekanntmachung.
Die Kataster müssen an
das k. Rentamt Blieslastel zur
Umrechnung des Feldmaßes ein⸗
gesendet werden und werden d'e
Besitzer aufgefordert ihre Kataster
in den nächsten Tagen auf dem
Polizeibureau abzugeben.
Für Diejenigen, welche ihre
Kailaster nicht einliefern, werden
auf ihre Kosten neue Kataster⸗
auszuge geferrigt.
St. Jngbert, 12. Juli 1879.
Das Bürgermeisteramt:
Custer.

Die so schnell beliebt gewordene,
überall als vorzüglich anerkannte
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hlhyrerin⸗Seife von H. P.
Zeyscchlag ist vorräthig in
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Joh. Friedrich.

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Joh. Weirich.

Wwirtkstafts⸗Vermiethung.

Das frühere Morlo' sche
Haus ouf der Schmelz (ietzt
Gebr. Schmitt von Zwei⸗
brüchen) mit Wirthshafts-Ein⸗
richtung ist sofort zu vermiethen.

Näheres bdei J. Weirich.

Rechnungen
zu Jedermauns Gebrauch
un allen Formaten
sind vorräthig in der

Druckerei ds. Bl.
————————— X
UHerzog. Braunsohweigischo
Landos-Lottori,
vom Staate genehmigt und garantirt.
Dieselbe besteht aus B0, 000 Original-Loosen und
Aß, 00 Gewinnen:
J Haupttreffer ev. 450,000,) 1 Haupittreffer à 12,000,
300,000, 8 10,000
50,000, 8000,
90,009 5000
DOn n00.,
1000.
3000.
5000
200.
20,200, 6 X
15.000., 848, 500
Reichs⸗-⸗Marl u. s. w.
Die erste Ziehung findet slatt
am 17. und 18. Juli 1879,
u welcher ig Driginai Toos⸗
EGanze Halbe Viertel Achtel
16 Mark 8 Mark 4 Mark 2 Mark
gegen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß versende.
Jeder Spieler erhält die Gewinnlifien V! —
*—
n. Tslius,
Obereinnehmer der Braunschw. Landes Loiterie
h uy v iv

*
12

— 7 —

v

—X—
England transportirt werden.

New⸗Yorlk, 9. Jali. In Memphis (Tennessee) ist heut⸗
ein Todesfall' am gelben Fieber vorgelommen; nach Aussaze der
Aerzte wäre der Fall sporadisch.

p In St. Touns ist ein deutscher Preßveteran, Karl Ludwi
Bernays, einstiger Redakteur der Mannheimer Abendzeitung, ge—
lorben. Er war in den 60er Jahren amerikonischer Konsul in
Zürich und später in Helfingfors.
—··

——2———— R—
Die schönsten Rosen. Trotem der Rosenmonat sie
mit dem herrlichsten und dufligsten Gewande umgibt, ist er doe
nach Ausspruch der hervorragendsten und klügsten Aerzte der Wel
iner der ungesündesten. Deshalb können wir nicht unierlassen
zaran zu erinnern, daß anerkannter Maßen bei allen im Sommer
o häufig vorkommenden Erkältungsfällen — wie auch bei schon
nerallelen Leiden die schnellste und billigste Hütfe die wellberühmten
Brusicaramels Maria Benno von Donal bringen. Tritt allgemeint
Schwäche hinzu, so versäume man nicht, einen wissenschaftlich ge—
bildeten Arzt zu consultiren.

In unserer Stadt befindet sich das General⸗Depot der echter
unverfälschten Brustcaramels allein bei Hertn Jean Peters
Der unglaublich billige Verkaufspreis von 50 Pf. wird, wie win
hören. allgemein rühmend anerkannt.
jergebung von Straßenbau⸗Arbeiten
im Cantone Blieskastel.

Die Arbeiten zur Herstellung einer 1800 m langen Straßen⸗
streke von der Bierbach Wörschweiler Baangrenze bis zum Ende
der Oristraverse Wörschweiler in der Gemarkung der Gemeind
Worschweiler — J. Abiheilung — sollen auf dem Wege der all⸗
gemeinen schriftlichen Submission zut Ausführung vergeben werden.

Dieselben find veranschlagt, wie folgt: —*

J. Erdarbeiten zu.... 2573,46
I. Versteinung der Fahrbahn exck. Dedlage zu. 6261,60
III. Dedlage zu ... — 4278,00
IV. Rinnenpflaster zu 3135, 96
V. Kunstbauten zzzz... 2528,91

Im Ganzen zu . 18775,98

Zuverlässige Uebernehmer werden eingeladen, ihre nach gan zen
und zehntel Prozenten bemessenen Angebote auf Siempelpapier und
mi der nufscorifte Submission auf den Straßenbarn
in Wörschweiler⸗“ bis langstens Samstag den 19
Juni 1l. J. Vormittags 11 Uhr bei der unterfertigten
Jehoörde einzareichen, bei weicher dis dahin die Plane, Kostenan—
schiäge und das Bedingnißheft von Jedermann eingesehen werden
koͤnnen.

Zweibrũcken, den 11. Juli 1879.

Kgl. Bayer. Bezirksamt:
Damm.
kgl. Regierungsralh.

Feuerwehr-Bezirksverband Zweibrücken.
Zu der Sonntag den 13. Juli l. Is. Naqmittag
2 Uhr zu Ensheim im Saale des Wirthes Frie stattfindender
Bezirksversammlung
werden Feuerwehren und Gemeindebehörden hierdurch freundlichß
eingeladen. Der Zezirksausschuß.

VPiar DPamen!
Sei Kramer &amp; Co. in Leipzig erscheint
Die

—— — 2 — —
z.Auflage. Preis 80 ps. E
Die in dem lunsiririen Buche:

Nie Brust· und
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vng weibliche Arbeiten, enthaltend neue
tiokmustor in brillantem Bunt
arbondruck ausgeführt, sowie Hä⸗
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stickerei, Weißnähterei, Waffel- und Strick⸗
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Die einfache Ausgabe kostet pro Mo—
nat nur 16 Pfg. Reichswährung — 10 Xr.
vfterr. Die Doppelausgabe erscheint in
doppelt so großem Format als die ein⸗
fache und kostet das Doppelte. J
Man abonnirt au eg Zelt aul
je drei Hefte einer beüebigen Ausgab
bei allen Buchhandlungen und Postac
dalten.

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Vehanblung und, wo noch irgen
möglich, zur schneilen Heilung obiger
Leiden hat fich tausendfach dewähr!
und kann die Lectüre dieses ausge⸗
eichneten Werkchens allen Kranken
nicht dringend genng empfohlen wer⸗
den. Preis bo Pfg. ) — Prolvpeci
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velche dasselbe gegen 60 Pf. i
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Druck und Verlag von F. X. Demez in St. Ingbert.
Hiezu „Allustrirtes Sonntaaosblartte Nr 28.
        <pb n="387" />
        iTI

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St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich mi dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint woöͤchentlich viermal: Dieustag⸗ Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljährlich

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M 1u11.

Dienstag den 15. Juli

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J⸗

Deutsches Reich.

Berlin, 11. Juli. Seit der vorgestrigen einschneidenden
Rede des Reichskanzlers hat sich im Reichstag sichtlich Manches
berander.“ Die WMiajorität ist ßegesgewisser und die Minorität
entschlossener geworden. Wer weiß, daß er allein auf sich gestellt
ist, wird rascher, selbst sicherer zur That. Unverkennbar ist aber
uch unter dem neuen Präsidenten die Disziplin im Hause nicht
nehr die gleiche wie vordem. In die überhandnehmende Ge—⸗
schaftsordnungedebatte schleicht sich immer mehr ein, was dorthin
nicht gehött. Wenn heute gar zwischen den Abgg. Sonnemann
(Frankfurt) und Grad (Eljäfser) in einer Erdrterung der schutz
zoͤllnerischen Bestrebungen der elsäfser Spinner das Wort „Lügner?“,
Allerdingß unter dem Ordnungsruf des Prasidenten, ausgetauscht
wurde, so geht das schon stark über das Muß des Zulaässigen
hinaus. Auf der Höhe der Bewegung stand heute die Debaite,
als die Eisen⸗ und KornLiga die Verdoppelung des Kornzolles,
hon 80 Pf. auf 1 Mt. pro 100 Kilo, beantragte. v. Kleist⸗
Retzow ging dabei gegen den Berliner Städtetag los, v. Forcken⸗
bed erläuterle dessen legales und berechligtes Zustandekommen, wäh⸗
rend Richter (Forischr.) entschieden die Großgrundbesitzer anklagte,
hier verhängnißvolle Interessenpolitikt zu treiben, die schwer von
Hlechter Ernten, auch einem Finger Goltes, getroffen werden
dune. Bamberger erinnerte daran, daß man seit 1808 auf Be⸗
freiung nöthigster Lebensmittel von Zoͤllen in Preußen und Deutsch⸗
jand hingewirkt habe und nun dahinter zurückgehe; kein Wunder,
habe dach der heutige Vertheidiger der Verdoppelung des neuen
ornzolls, v. Kleist, in den 1880er Jahren, als Oberpräsident
von Rheinpreußen, alle Fabrik⸗Schornsteine für Werke des Teufels
erklärt. Schließlich wurde in namentlicher Abstimmung, wie schon
hekannt, mit 186 gegen 160 Stimmen die Verdoppelung des
otnzollis beschlossen. Die Regierung verhielt sich — zustimmend,
trotz ihrer nur auf die Halfte des nunmehr beschlossenen Zolls, auf
50Pf., gehenden Vorlage. Bei einer anderen Posilion verstieg
sich Reichskanzleramtspräsident Hofmann soweit, die Regierungsvor—
lage, welche unter den jetzigen Zollvorschlägen des Hauses bleibt,
— verwerflich zu erklären. So hat
Alles seine Geschichte. — Heute war zur Fortsetzung der dritten
desung des Zolllarifs auch eine Nachtsitzung.“ Zuerst stand ein von
Zinn Groß, Buhl, Schroeder⸗Friedberg unterstützter Antrag auf
Erhöhung des Malzzolles von 1M. 20 Pf. auf 1M. 75 Pf
zur Verhandlung. Dr. Groß vertheidigte ihn. Aber — die
Mehrheii will fertig werden und von nichts mehr wissen, was nicht
riwa fie selbst noch fordert. So wurde alsbald Schluß der De⸗
balte beschlossen und der Antrag abgelehnt, ohne daß über seine
Berechtigung oder Nichtberechtigung viel nachgedacht wurde.

Berfüin, 12. Juli. Auf Antrag von Dr. Buhl und Dr.
v. Schauß wurde das Inkraftreten der Getreidezoöͤlle vom 1. Octo⸗
der d. J. auf J. Januar 1880 verschoben.

Berlin, 12. Juli. Auf den Antrag des Abg. Gareis
sprach heute die nationalliberale Frackion mit 45 gegen 35 Stimmen
ihr Bedauern über Voöͤll's Reichstagsrede aus. — Von den 18
Rotionalliberalen, welche heute für den Zolliarif gestimmt haben
sind 16 aus der nationalliberalen Fraction ausgetrelen; nur Gueist
und Muller (Sangershausen), die auch— für den Tarif stimmten,
haben ihren Austritt ous der Fraction noch nicht erklärt. Dagegen
ist auch Abg. Zinn, der heule gegen den Tarif gestimmt hat, aus
der Fraction ausgetreten.

Beririn, 12. Juli. GReichstag.) Der Präsident gibt die
Abliche Geschäftsübersicht. Abg. Graf Molike dankt im Namen des
Hauses dem Präsidium und dem Bureau für die Leitung der Ge—
schäfie. Der Präsident dankt dem Hause für die ihm gewährte
Unterstützung. Ein großer Theil dieses Dankes gebühre dem Ab⸗
geordneten, der vor ihm mit hingebender Thätigkeit und Aufopfer—
ung die Geschäfte gefuhrt. Er sordere die Mitglieder des Hauses
auf, sich zum Dank fur den verdienten Abgeordneten v. Forckenheck
don ihren Sitzen zu erheben. Geschieht.) v. Forckenbeck sazt dem
dause für die gewaerdene Auszeichnung seinen herzlichsten Dank.
Fürst Bizmatd verliest darauf die kaiserliche Ordre, durch welche

die Session heute geschlossen wird. Der Reichskanzler danlt im
Namen der verbündeten Regierungen dem Hanse für seine Thätigkeit
und spricht die Hoffnung aus, daß die jetzt hervorgetretene Mein⸗
ungsverschiedenheit keine dauernde sein und der Reichstag sich zu
neuer Arbeit, einig in dem Streben nach dem Wohle und Heile
des Vaterlandes, wieder zusammenfinden werde. (Beifall.) Der Prä⸗
sident p. Seydewitz shließt hierauf die Session mit einem dreifachen
HDoch auf den Kaiser. Damit schließt die Session und die Sitzung
um halb 5 Uhr Nachmittags.

Berhin, 13. Juti. Die „Post“ meldet: In der heutigen
Sitzung des Bundescathes ist ein Anttag auf Einführung zwei⸗
jähriger Etatsperioden (statt der bisherigen einjährigen) eingebracht
worden.

Welche Wirlung der Roheisenzoll schon vor seiner Ein⸗
tührung gehabt hat, erhellt aus einem Cirkular, welches 13 große
Fisenwerke unter dem 27. Mai d. J. versandt haben. Das—
selbe lautet: „Wir unterzeichneten Hüttenwerke waren seit geraumer
Zeit durch die Ungunst der Verhälinisse gezwungen, die von uns
rzeugten rohen Gußwaaren zu Preisen zu verlaufen, die aucb den
bescheidensten Gewinn ausschlossen, ja in den meisten Fällen die
aufgewenbeten Selbstkosten nicht enffernt ersetzten und direkten
Berlust brachten. In diesem Augenblicke wird die Unerträglichteit
dieser Lage noch erheblich vermehrt, wenn und sobald auf das von
uns bisher verarbeitele Rohmaterial, das englische Roheisen, ein
Finfuhrzoll von 0,80 Mark gelegt wird. Wir sind daher über⸗
ꝛingekommen, von heute ab die Preise der rohen Gußwaaren um
2 Mark pro 100 Kilo zu erhöhen, und bitten hiervon geneigte
Bemerkung zu nehmen.“ In Folge Dessen wurde der Preis pro
100 Kils von 1550 auf 1750 Mi. gesteigeri. Die große
MPehrheit derselben Eisenwerke hat ebenfalls unter dem 27. Mai
noch Folgendes bekannt gegeben: „Im Anschluß an unser gemein⸗
ames Circular vom 2. d. M., die Herabsetzung der Rabaitfätze
ar emaillirte und rohe Geschirre betreffend, beehren wir uns heute,
Ihnen die ergebene Mittheilung zu machen, daß wir diese Aufbes—
erung der Preise auch auf emaillirte Sanitätsutensilien, Kessel,
Wannen und Ofentöpfe“ auscedehnt haben, und zwar liefern wir
zdiese eben benannten Artikel von heute ab zu den bisherigen Prei⸗
sen mit einem Aufschlage von 20 Proz.“

ANusland.

Rom, 13. Juli. Der Papst empfing eine eigenhändige
Antwort des Kaisers Wilhelm auf sein Glückwunschschreiben zu dessen
joldener Hochzeif. Der Kaiser betont darin den Wunsch, daß die
chwebenden Verhandlungen gekrönt und der Religionsfrieden in
Deuischland bald hergestellt werde. Der Kardinal Hergenröther
entwirft jetzt Verhaltungsbefehle für den deutschen Klerus nach einem
„ventuellen Friedensschluß mit der preußischen Regierung. (D. M. Bl.)
RVermischtes.

f(Wechselsstem pel.) Es lief dieset Tage eine Noliz
durch mehrere Blaͤlter, welche geeignet erschien, in weiten Kreisen
ine nicht geringe Beunruhigung hervorzurufen, indem datin gesagt
war, daß bei allen vor dem 15 Juli cr. ausgestellten Wechseln die
zeuen Siempelmarken keine Verwendung finden dürften, eine solche
ielmeht als Steuet⸗Contravention angesehen und mit dem fünfzig⸗
jachen Beirage bestraft werden würde. Nun werden aber in den
meisten Fallen die Wechsel erst bei deren Begebung mit einer Stem⸗
pelmarke versehen, was ja auch gesetlich zulässig ist, und da sich
ine zahllose Menge derartiger Weqhsel noch in den Portefeuilles
der Aussteller befindet, so wären Letztere nach obiget Auffassung in
eine seht mißliche Lage gelangt, da ältere Stempelmarken nicht
mehr käuflich zu haben waren und einzelne Spekulanten sich dafür
den 5- und öfachen Werth bezahlen ließen. Auf eine an das
Reichskanzleramt gerichtete Anfrage erfolgie, nach der „N. B.-3.“,
tin Bescheld, wächer jedes Bedenken aufhebt: es koͤnnen hiernach
auch bei allen vor dem 1. Juli ausgellellten Wechseln, welche nur
Fine Unterschrift haben, neue Stempelmarken, allerdings nach dem
Tarif vom 4. Juni c., verwendet werden.

4 Die Behandlung der Fundsachen erfährt nach der neuen
        <pb n="388" />
        Prozeßordnung eine wesentliche Umwandlung. Wer heute beispiels⸗
veise 1000 Mark findet, ohne daß später der Verlierer ermittelt
wirb, erhält nur 660 Mark, während 350 Me. der Orts Armen⸗
iasse zufallen, wer aber nach dem 1. Oktober 1000 Mi. findet, er⸗
häit den unverkürzten Betrag von 1000 Mk. Künftighin hat der
Finder selbst die gefundenen Sachen aufzubewahren, wobei ihm jedoch
freisteht, auf Grund der Hinteclegungsordnung 8 1. 87. die Fund-
jachen zum Hinterlegungsamt zu schaffen. — Nach den Vorschriften
der 88 823ff. der Cibilprozeßordnung kann der Finder ein Aufge⸗
hot deim Amtsrichter beantragen. Nach Ablauf der Aufgebotsfrist
vird dann dahin erkantt, daß dem unbekannten Verlierer oder
Eigenthümer nut der Anspruch auf Herausgabe des durch den Fund
erlangten und zur Zeit der Erhebnug des Anspruches noch vor⸗
zandenen Vortheils vorbehalten, jedes joeitere Recht desselben ausge⸗
schlossen wird. — Durch dieses Ausschlußurtheil wird der Finder
srei berfügungsberechtigt. — Ob eine Fundsache vor dem Ausschluß⸗
utheil zu vertaufen sei, hat der Amisrichter auf Antrag zu be⸗
stimmen.

paaiserslautern, 13. Juli. Im Laufe des gest⸗
rigen Nachmittags wurde in der Bahnhossicaße ein frecher Diebstahl
ausgeführt. Ein hiefiger Geschäfismann verkaufte sein Geschäft und
erhielt als Anzahlung 1000 M. in Gold, welche er im Seccretär
herschloß. Heute Morgen machte er die Entdeckung, daß das Geld
verschwunden war. Auf den Thäter wird gefahndet. (Pf. B.)

f Qaiserslautern. Ein Mitlel, wie man Streitende
einig bringt, hat dieser Tage unsere Stadtverwaltung gefunden;
kämlich d'e auf dem Marktplatz stehenden Obsthäudler konnten sich
über die Plätze nicht enigen, ein Jeder wollle der Vorderste sein;
da dies ein Ding der Unmöglichkeit ist, so wurden von Seiten der
Stadtverwaltung die Plätze 8meterweise versteigert und siehe da,
ür die ersten drei Meter wurden 80, für die zweilen 45, für die
Bekanntmachung.

Die Anlieferung der Vickuglien sür das diesjährige Bergfest

hestehend in Brod, Schweine- und Ochsen-Fleisch ee. soll Dienstag

den 22. Juli er. Vormittags 9 Uhr im Bureau der

anterzeichneten Berg' nspection im Wege der Submission vergeben
verden.

Die Bedingungen liegen im genannten Büreau zur Einsicht offen.

Susabach, den 10. Juli 1879.
nigliche Verginspection V.

7

J

Todes⸗Anzeige.

Wir erfüllen hiermit die betrübende Pflicht, werthe 1
Verwandten, Freunde und Bekannte von dem gestern am,
13. ds. nach kuczem Krankenlager im 48. Lebensjahre
erfolglen Abl:hen unseres innigstgeliebten Gatten, Vaters,
BGruders, Onkels und Schwagers

Johann Paul Böélzheber
in Kennmiß zu setzen.

Schnapphach, den 14. Juli 1879.

Die trauernd Hinterbliebenen.

—

Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittiag 4 Uhr
Nauf dem St. Ingberter Kirchhofe statt

—

—77

Todes⸗Anzeige. I
Goit dem Allmächtigen hat es gefallen unsere liebe“
Tante und Großtante
MArianneæ Dux&amp;
gestern (14. Juli) Abends halb 10 Uhr, nach langem,
Zrankeniager, im 82. Lebensjahre, zu sich abzuberufen.
St. Ingbett, 15. Juli 1879.
Die trauernd Hinterbliebenen.
8

Die Beerdigaung Finde

————

»Morgen 9 Uhr statk.,

Dem Hercn Johaun Schwarz jr. habe ich Limburger
Räfe in Depot gegiben und wird derselbe kistenweise zum Tages—
preise abgeben.

——
ou

e.

ibrigen je 20 Mark, zusammen 12 Meter 190 Mark erlöst. Nun
itzen die Betreffenden ruhig nebeneinander.

L. Hermann in Ingenhieim erhielt ein Patent auf
Neuerungen in der Herstellung von Lampenschirmen mit Lichtbil⸗
)ern aus Porzellanerde. (L. A.)

7 Am 13. findet in Hettenleidelheim ein Volksfest
tatt, bei welchem ein lebendes Bild „Prinz Lulu's Tod durch
wölf Zulutaffern“ dargestellt werden sollte. Das k. Bezirksamt
Frautenthal hat mit richtigem Takte diese Produktion verboten.

Wie bdie „Pf. Pr.“ berichtet, wurden am 11. ds. in dem
VBasser, welches sich in einem Steinbruche im Albisheimer
Bemeindewald, unweit Dannenfels befindet, die Geschwister Philipp
deber, 17 Jahre alt, und Barbara Leber, 19 Jahre alt, Kinder
»es Tagners Ludwig Leber, todt aufgefunden. Es wurde zuerst ein
Unglückfall vermuthet, aber die gemachten Erhebungen stellten her—
zus, daß die Verstorbenen freiw'llig den Tod gesucht haben. Den—
elben wurde vom Waldhüter ein Protocoll wegen Grasfrevels an⸗
jekündigt. Aus Furcht vor ihrem Vater warfen sie die gesammelle
Zast Gras hin und ertränkten sich in jenem Steinbruch.

In Otterstadt wunde am Donnerstag der Kopf eines
Zindes und neben demselben ein Tornister mit dem Rumpf gefnunden.

7 Die Altiengesellschaft der katholischen „Vereintdruckerei zu
3 peier? hat sich durch Beschluß der Generalversammlung vom
J. d. aufgelöst.
Dienstesnachrichten.
München, 12. Juli. Der Oberförster Markien vom
deviere Stisfiswald ist auf Ansuchen auf das Revier Lauterecken
forst-Amts Kaiserslautern, versetzt worden.
Fur die Redaction verantworilich: F. X. Demet.
wirthschafts-Permiethung.

Das frühere Morlo' sche
)aus auf der Schmelz (etzt
ßebr. Schmitt von Zwei⸗
rücden) mit Wirthshafts-Ein⸗
ichtung ist sofort zu vermitthen.

Näheres bei J. Weirich.

— Allon, &amp;⁊
welche an Beschwerden der Ath⸗
mungs⸗ Organe/ Brust oder Lunge
leiden, kann das ilunslrirte Buch:

Die Brust⸗ und

Lungenkrankheiten
mit Recht als ein bewaurter Kath⸗
zeder empfohlen werden. Die in
ciesem vorzugl. Buche) enthaltenen
Natbschlage beruhen auf langjähr.
Erfahrungen, sind leicht zu befolgen
und haben sehr vielen Leidenden bie
sehnte Heilung selbst da nod
verschafft wo jede Hoffnung auß
zegeben warz versäume daher
Riemand, sich rechtzeitig dasselbe
anzuschaffen. Ausführlicher Pro⸗
hect gratis und franco duxch Co.

Babenruner. Leiona und GBalel.

Frisches Rehfleisch
st fortwätrend zu haben im
BMIGHESI Laum.-

En möblirtes Zimmer zu ver⸗
Bmielhen tkei
Joh. Weirich.

) Vorräthig in K. Gotthold
Buchhandlung in Kaiserslautern,
velche dasselbe gegen 60 Pf. in
Briefm. franco überallhin versendet
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Herzogl Braunschweigisoho
andes-Lotterie,
vom Staate genehmigt und garantirt.
dieseibe besieht aus 0, 000 Original⸗Loosen und
Aß,000 Gewinnen:
lHaupttreffer eb. 450, 000, . 1 Haupitreffer à 12,000
à 300, 000, 29 10,000
150,000, 8000
00,000, 6000,
5090 3000,
4 1000
3000
2000
.0, 1200
25,500,. 1000
.000. 848 500.
Keichs⸗Marl u. s. w.
Die erste Ziehung findet statt
am 17. und 18. Zuli 1879,
welcher ich Driginas Toose
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St. Johann a. d. Saar.
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St Ingbert.
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—X —A —3 —2 8 * 2335 —A 2* — — —*
— — 52225 82 2 882 5 — — 2 — —A — —
A 5585 — 2268 325 5525 3 —
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982 8* —J 23353333 58 38 25
52 35 — 7*— 2 —A — 2332 —2 — 5 * 322
S· 8 * 28 * 282855 * 3 8 2.
2 538 —8 5323— * 2* 5* *3 7 5 2525 3 6123
32 — 5283 23853 5283. — 3 8—2 2
Veo 22 32 —83383* * 5.3 * — 8 7
332 —— A 253 —— 588353
2 823. 5 ẽ 328633332 25 78 23 258 2.9
5. 58. 58 * * 2553*53* 3 2 4 z 2 8
— A —AR 233 5223 * 32 5 2822 2
* * 38 38 3 5828* 8 5533538 7 7 S*9 2* *
—A 38 2225 25 2 5335322 327 a
S 2. 3 * z335 52 —— 2233 2*
28 s— * 38 22 383 2
235332 *533375 552 -—38893 533385 7
32 228 13335335 255 23 ã 2 8
3 * —3— — * — 2. 2 2. 57 —— — 2—
2* * 23 * 25 —— 532 s —
58— * 23 — x 832* 53 *
*333228 353532237 53233 285*5 S 533583 ⸗
5*
2338338 238 25 25533 258
32 A—— * 63 2884 8
2325332 2255 5 2 2 23 3 2
3533222* 2532 253 533 52*
734855 2
2353352.5553 32. 7 28—
—553 33 737 3 8
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Wei⸗
QWVWVWVoX— Donuerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlick
iA 40 S einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen J MA 60 H, einschließlich 20 Zustellgebuhr. Auzeigen werden mit 10 , von Auswartz
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Neclamen mit 830 H vro Zeile berechnet.
1879.
Deutsches Reich.

München, 11. Juli. Der Berechnung des Militärbudgets
für das Etalsjahr 1879/80 liegt nachsteheude Heeresstärke zu Grunde:
Offiziere 2134 und zwar 1189 der Infanterie und Jäger, 256
der Kavallerie, 273 der Artillerie, 56 des Ingenieurlorps, 28 des
Trains, 838 in besonderen Formattonen und 294 nichtregimentirte
Kriegsministerium, Generalstob ec.); Militärärzte 197; Mannschaften
18,244 und zwar 6121 Unteroffiziere, 87 Zahlmeisieradspiranten,
1487 Spielleute (wobvon 590 im Unteroffigiersrange), 38, 560
Gefreite und Gemeine, 870 Lazarethgehufen und 1120 Oekonomie-
Handwerker dann 91 Zahlmeister, 5 Veterinäre, 74 Büchsenmacher
und 10 Sattler. Von den 8726 Diensipferden treffen 6890 auf
die Kavallerie, 1600 auf die Attillerie und 236 auf den Train.

Mänchen, 14. Juli. Wie im Reichstag, so droht auch
hier die nationall berale Partei in zwei Gruppen zu zerfallen, in
eine schutzzoͤllnerisch durchsetzte und in eine freihändlerisch ange⸗
hauchte. Noch im Frühjahr dieses Jahres hatte man es zu Stande
gebracht, als Vorstaͤnde des weiteren Ausschusses der Partei einen
Schutzzöllner (Dr. v. Schauß) und einen Freihändler (Großhändler
Schuster) zu berufen — jeßt erweist sich diefe Reorganisation als
eine unqlückliche, ja geradezu unhattbare, da an ein ersprießliches
Zusammenwirken unter diesen beiden Gegensäten natürlich richt zu
denlen ist. Von dieser Erwägung ausgehend, sind denn nun auch,
wie ich höre, die auch in wirthschaftspoliischer Hinsicht liberal ge⸗

finnten Mitglieder des weiteren Ausschusses der Partei zu dem
Entschlusse gelangt, ihren Austritt zu ertlären und sich im kom—
menden Hervbst selbstständig zu constituiren, und zwar zunächft als
virthschaftepolitischer Verein mit der Aufgabe, durch Verbreitung
vollswirthschaftlicher Kenntnisse auftlärend und belehrend zu wirken

Berlin, 14. Juli. Heute fand beim Reichskanzler eine
oertrauliche Besprechung über die wichtigen schwebenden Fragen statt.
Die neuen Minister Bitter, v. Puttiamer und Dr. Lucius wurden
heute eingeführt. Unterstaatssekretär v. Sydow aus dem Kulius-
ministerium wird die Stelle des Praͤsidenten der Staatsschuldenver⸗
waltung sür den verstorbenen Grafen Eulenburg erhalten. Fa!k und
Friedenthal übergaben heute die Geschäste an ihre Nachfolger.

Berlin, 18. Juli. Dem Vernehmen der „Rordd. Allg.
Zig.“ zusolge begeben sich die drei neuernannten Minister im Laufe
des Tages nach Koblenz, um sich dem Kaiser und der Kaiserin vor
zustellen.

Der Abgeotdnete Delbrück verläßt Verlin auf mehrere Mona!e
und begibt sich zunächst nach Kissingen, dann nach Italien.

Die „Post? veröffentlicht einen Brief des Abgeordneten Treischke
an die nationalliberale Frallion, worin er seinen Ansiritt dus der
Fraltion begründet. Er erkläri, die Frattion werde wider den
Willen vieler ihrer Mitglieder durch ihre Abstimmung über die
Zolliarifvorlage in die Siellung einer geschlossenen Oppositionspartei
hinuͤbergedrängt. Geireu seiner Ueberzeugung halte er diese Wend⸗
ung für einen verhängnißvollen politijchen Fehler und fuhle fich
außer Stand, dabei mitzuwirken.

Von den dayeriscchen Reichstagsabgeordneten haben
nur 11 gegen den Zolltarif im Ganzen hestimmt, nämlich die
jaͤmmtlichen Pfälzer und Miltelfranken (mit Ausnahme des ultra—
montanen Abg. Stodl von Eichstäti): Bolza, Dr. Buhl, Regie
rungspraͤsident d. Feder, Dr. Groß, Guünther, Jordan, Prof.
Varquardsen, Maurer, Pabst, Oberappellrath Schmidi, Dr. Zian.
Gesehlt haben 7 Uliramontane (Arbinger, Dotzi, Freytag, Hauck,
ratzet, Lang, v. Pfetten. — Frehtag und Hauck sind ber'm Ge⸗
setzaebungsausschusse in München). Frhr. v. Hafenbrädl enthielt
ch der Abstimmung. Die übrigen 28 haben mit Ja gestimmt,
darunter v. Schauß, Feustel, Fürst Hohenlohe, v. Lerghenseld, Graj
Luxburg und Völt.

Die Erklärung der aus der nationalliberalen
Frattion ausgeschiedenen i6 Mitgüeder lauen

.Nachdem die nationolliberale Fraktion beschlossen hat, trotz
der von dem Abgeordneten Dr. Volt abgegebenen versöhnlichen
IX——— ihm im Reicht
age gehaltene Rede auszusprechen, und durch diesen Beschluß Herrn

1

Dr. Völk zum Austritt aus der Fraktion veranlaßt hat, so können
die Unterzeichneten nicht umhin, diesem Schritte fich anzuschließen,
wenngleich auch sie nicht in allen Punkten mit dem Inhalle jenet
Rede übereinstimmen, und nur mit schmerzlichem Bedauern sich von
langjährigen politischen Freunden trennen. Sie finden sich hierzu
insbesondere dadurch veranlaßt, daß die in der letzten Zeit statige⸗
undenen Fratktionssitzungen in ihnen die Ueberzeugung hervorge⸗
rufen haben, daß innerhalb der Fraktion über die in der gegen⸗
wärtigen Lage einzunehmende politische Haltung ein so tiefgreifender
Begensatz vorhanden ist, daß sie einen geeigneten Boden für eine
ernere gemeinschaftliche Thätigkeit nicht mehr zu erkennen vermögen.
Die Unterzeichneten, den Grundsätzen der nationalen und üüberalen
Partei auch in der Zukunft getreu, erllären deßhalb ihren Austrilt
aus der Fraktion.“

Straßburg, 14. Juli. Aus Anlaß der Installirung
der neuen Landesregierung und der Justizorganisation sind Ver—
waltungs⸗ und Gerichtsbeamte des Reichslandet seit Wochen einiger⸗
maßen in Aufregung. Für die Justiz sind, wie indessen verlautet,
'olgende Ernennungen kürzlich bereits erfolgt. Es wurden ernaunt:
Oberprocurator Mühlinghaus von Saargemünd zum Landgerichts⸗
director in Straßburg; Landgerichtsrath Jung zu Straßburg zum
Obeclandesgerichtsrath in Colmar; Landgerichisrath Krieger zu
Saargemünd zum Landgerichtsdirecter daselbst; Läandgerichtsraih
Mitscher zu Straßburg zum Direcior in Mülhausen und Staats—
ocurator Boecking zu Straßburg zum ersten Staatsanwalt in
Saargemünd.
Sermilchtes.

183weibrücen, 12. Juli. Gestern um halb 10 Uhr
in der Frühe langte Se. Excellenz der Herr Justizminister Dr. b.
Fäustle in Begleitung des Hrn. k. Ministeralraths von Loe hier an
ind nahmen die Herren im „Zweibrücker Hof“ Ouartier. Herr
Appellationsgerichtsdirectot von Kieffer und Oberstaatsanwalt Zoͤller
nachten um 11 Uhr ihre Aufwartung und conferirten bie halb 1
ühr mit dem Herrn Minister. Nachmittags wurden auch der Herr
Zezirksamtmann und der Bürgermeisier empfangen, worauf sich Seine
xrcellenz nach dem Justizhause begal,, wo bis spät Abends conferirt
purde. Offenbar sind es haupisächlich Personalfragen, welche die
derren hierher geführt haben. Heute Morgen um halb 10 Uhr
egaben sich die beiden Münchener Herren in Begleitung des kgl.
Iderstaatsanwalts abermals ins Jusuzhaus, heute Abend sndet in
»en Zmmern Seiner Excellenz ein Diner statt, wozu die Vorstände
der hiesigen Gerichte sowie die Spitzen drr Behörden eingeladen sind.
Die Abreise der beiden Herren wird morgen erfolgen. Heute Mittag
um 12 Uhr traf auch Se. Excellenz det Herr Rezierungspräsident
v. Braun hier ein.

fPirmasßens, 14. Juli. unsere Wosserleitung wurde
jeute zum ersten Mal probirt; den geöffneten Hydranten entstroͤm⸗
sen armsdiche Wassersäulen und eine an verschiedenen Hydranten
orgenommene Spritenprobe ergab die günstigsten Resultate. Höher
als unscre beste Feuerspritze trieb die eigene Kraft der Leitung den
Strahl in beliebiger Dauer, was in Bezug auf Feuersgefahr der
diesigen Bevölkerung zu höchster Beruhigung gereichen wird.

Kaiserslautern, 15. Juli. Das tgl. Zuchtpolizei⸗
zericht Zaiserslautern hat den Handelsmann und Krämer Leopold
Bötz, 830 Jahre alt, in Gonbach wohnhaft, der Uebertretung der
Dotschriften des Reichsgesehzes über den Spielkartenstempel vom
3. Juli 1878, verübt im Januar 1879 zu Gonbach durch den
Besißg von 62 Stüch neuen, mit dem ersorderlichen Stempel nicht
persehenen Spiellarten, zu der von der k. Staatsbehörde beantrag⸗
sen, gesetzlich niedrigsten Geldstrafe von 1860 Mk., eventuell zu
124 Tagen Gefangniß, sowie zu den Kosten des Verfahrens ver—
urtheilt. — Diese Verurtheilung dürfte wahrlich geeignet sein,
andere Petsonen, die sich etwa noch im Besihze deraͤrtiget unge⸗
stempelter Karten befinden folllen, au die Entsernung soicher Kar⸗
len zu erinnern. (Pf. Volksztg.)

7 Reustadet. Der hiesige Verein für Geflügelzucht wird
am 6., 7., 8. und 9. September l. Is. eine Gefluͤelausstelung
hier im Saalbau veranstalten.
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        Schifferstadl. Wau weiß jetzt, wer den Diebstahl
an der Eisenbahn⸗EinnehmertiKasse dahier verübt hat; auffallender⸗
weise hat einer der Betheiligten (es sind Leute, die früher als Ar⸗
ee e de Eisenbahn beschaftigt waren) die Saqhe selbst ange
Jeigt. Des anderen, der das Geld hat, ist man noch nicht hab⸗
haft geworden. Das leere Soruirköstchen, in welchem das Geld
fich befunden hatte, fand man in einem Kornacker.

Speyer, I1. Juli. Die andauernde regnerische Witler⸗
ung, die eine Nißernte befuͤrchten läßt, hat das Bischöfliche Ordi⸗
naciat veronlaßt, in allen Gemeinden der Dideese Gebeie um ge⸗
segnet/s Wetter anzuordnen.

Reunkirchen, 13. Juli— Gestern wurde im lzgl.
Walde auf der Spieser Höͤhe (im Schlage Dörmel) der seit läͤnger
als acht Tagen veriißte, hier beschäftigte Huttenarbeiter Jacob W.
aus Herschweiler (Pfalz) an einem Baume erhängt aufgefunden
und jim hiesigen Leichenhause untergebracht. Der Verstorbene,
8 Jahre alt und ledig, litt der „S.⸗ u. B.Zig.“ zufolge nach

ussage seiner Kameraden schon längere Zeit an Geistesstörung.

FSaargemünd, 8. Fuli. Der Sieuer empfänger
Cruger don hier hat sich in einemn Gafthof zu St. Johann er⸗
schossen. Er verübte die That, wie aus hinterlassenen Briefen
zervorgehen soll, in gemüthskrankem Zustand.
7F In Münster in Oder-Elsaß starb kürzlich der auch in
der Pfaln wohl belkannte Theaterdireltor Schroth.

Alzey, 185. Juli. Gesiern Nachmiitag wurde der hie⸗
sige Friedensrichter Knaus auf dem Friedhof, auf einer Bank
sihend, als Leiche, durch den Mund geschossen, aufgefunden. Die
Grunde, welche ihn zu dieser That veranlaßten, sind nicht bekannt.
Knaus war zum Oberamsrichter von Alzey ernannt. Er war ein
von Jedermann geliebter und hochgeschätzter Mensch und führte ein
uberaus glückliches Familienleben. (W. 3.)

p Von der k. Amtshaupmannschast Leibpzig ist soeben eine
Verordnung erlassen worden, durch welche in Folae des Ueberhand⸗
nehmens studentischer Zweikämpfe in den Orischaften des amishaupt:
mannschafilichen Bezirks den Inhabern von Gasthöfen und Schank⸗
wirthschaften d'e Duldung studentischer Zweikämpfe bei Vermeidung
bon 150 M. Strafe für jeden Ueberfretungssall verboten wird.
Die Polizeibchörden sind zu strengster Durchfuührung dieses Verbotes
angewiesen.

Auf der Berliner Ausstellung des Verbandes deulscher Müller
wurde Hrn. Martin von Neustadt die silberne Staaismedaille ver⸗
liehen.

Am D'enstag wurde in Wisen ein Landw⸗hroffizier Koller
berhaftet, der unter falschen Namen bei mehreren Großindustriellen
Erpressungen verübt hatte untet dem Vorgeben, er sei Delegirter
„des sozialistischen Buͤndes“ und nur durch an ihn zu leistende
Zahlungen entgehe ihr ẽlabi ssement dem soast an dasselbe zu
egenden Feuer. Die Polizei hatte Anfangs wirklich an sozialistische
Unmtriete geglaubt.

pPParis, 86. Juli, Wie die „France, meldet, ist der
Direltor der Paris⸗Versailler Tran way Gesellschaft, Frank, seit einigen
Tagen versowunden und hat, wie sich herausftellte, in den stassen
der Gesellschaft ein Defizit von über 5 Millionen Francs zurück⸗
elassen.
sr Chiselburst, 12. Juli, Abends. Das Begräbniß des
Prinzen Napoleon hat in hiesiger Kirche unter militärischen Ehren
latigefunden. Der Prinz von Wales, die Herzdzeo von Edinburgh,
Fonnaught und Camdridge, der Prinz von Monaco, Prinz Jerom⸗
ind dessen Sbhne waren an der Spitze der Leidiragenden. Die
Adnigin und die Prinzessinnen von Wañes und Beatrice blieben bei
der Kaiserin im Cambdenpa lace während der Feier. Zahlreicht
Persoͤnlichkeiten der franzdsischen Diplomatie, dann der Arme«⸗ und
Mariueverwaltung, sowe Deputationen aus Paris und anderen
Ztädten wohnten der Feier bei.

PWie schwer wiegt der Mensch? Das miltlere Gewicht des
nännlichen Kindes bei der Beburt ist 3,20 Kilogr. das Gewich
ez weiblichen Kindes verliert an Schwere in den ersten drei Tagen
nach der Geburt und nimmt bis ungefähr zum siebenten Tage nicht
nentrar an Gewicht zu. Bei gleicher Altersslufe ist der Mann
jewöhnlich schwerer ais das Weid; nur im zwölften Lebensjahre
ind sich beide in der Regel gleich. Das vierrigste Jahr ist der
Zeitpunkt der vollkommenen Entwickelung hnsichtlich des Gewichtes;
as Weib aber errescht ihr höchstes Gewicht doch oftmals erst im
50. Jahre. Nah umfassnden Veobachtungen ist das Onrchschnitts—
zjewicht des Mannes im 25. Jahr 62,93 Kil., im 40. Jahr 63,7
eim Weibe im 28. Jahr 58,2 im 50. Johr 56,16. Das höͤchste
des normalen Menschen beträgt bdeinahe das Zwonzigfache dessen
hei seiner Geburt. Vom 10. und 50. Jahre an erleiden die
MNännet und Weiber eine Abnahme des Gewichts, welche 6—7
Zilo am Schlusse des Lebens beträgt.

Marklberichte.

Homburg, 16. Juli. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
emtg dn. he Speieteen . i Spez 838.
—ppf., Gerste 2reihige — M. F f., Gerste 4reihige OM. — Pf. Hafer
z Mio pf., Mischfrucht M. J. Pf. Erbjen O M. — Pf., Wicken
R. pf.. Sohnen — M. — Pf. Kleesamen — M. — Pf., Korn⸗
hrod 6 Pfund 74 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch 60 Pf.
Kindfleisch 56 Pf., Kalbfleisch 40 Pf., Hammelileisch — Pf., Schweinefleisch
50 ppf., Butter 1J Pfund 0 M. 95 Pf., Kartoffeln per Ctr. 4 M. — Pf.

Kaiserslautern, 15. Juli. EFruchtmittelpreis und Victualienmarki.)
Weizen 11 M. 30 Pf., gorn g M. — ppf. Spelzkern --M. — Pf., Spel—
7M. 31 Pf., Gerste O M. — Pf., Hafer 7 M. 70 Pf., Erbsen — M
— pf., Wicken O M. — Pf., Linsen O M. — Pf., Kleesamen — M. —
Pf., Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 68 Pf., 2. Qual. — Pf., Gemischtbrol
z Pfund 39 Pf., Butter per Pfd. — M. 75 Pf., Eier 2 Stuüd 09 Pf., Kar—
loffeln per Cent. 5 M., Stroh O M. — Pf., Heu O M. — Pfg.
Fur die Redaction veraniwortlich: FJ. X. Demetz.

Sonntag, den 20. Juli!
bon Nachmittags 4 Uhr ab
Harmoniemusil
X Mich. Schntider,

Schnapphbach.

Kein Landwirth
sollie versaumen, auf die in Frankfurt a. M. wöchenllich einmal erscheinende,
lierieljaͤhrlich uur Eine Mark kostende
Ddeutsche Allgemeine Zeitung
für Landwirthschaft, Gartenbau und For stwesen
(Groͤßtes landwirihschaftliches Organ in Süddeuischland)

zu abomiren, welche die tüchtigsten Männer der Wissenschaft, wie auch der
Prarxis zu ihren Mitat beitern zaäͤhlt und es sich zur Aufgabe gemacht hat,
Fen rationellen landwirthschaftlichen Fortschritt durch geeignete Besprechungen
dractischer Neuerungen zu uͤntersiutzen. Keine Kosten scheuend, um dem In⸗
eresse ihrer Abonnenten dienen zu können, wird derselben vom 1. Juli d. J.
Ib monailich zweimal eine Gratis⸗Beilage unter dem Titel:
Zeitschrift für Viehhaltung und 2ilchwirthschaft

redigirt von Dr. von LIenze, Molkerei⸗Consulent für das

Königreich Ba y ern

beigegeben werden, welche bestimmt ist, die Eniwickelung der Milchwirthschaft
zu befördern und zur Erzielung des größtmoöglichen Reingewinnes aus der
Biehhaltung Anleitung zu geben.

Man atonnirt bei ollen Postanstalten und Buchhändlern. Eingetragen
in der Posfi⸗Zeitungs⸗Preisliste unter Nr. 1033.

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chen Hof-Chocoladen-
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reine Quatitat bei mds-

sinen Preisen-

Firmenschilder kennzeich-
nen die Conditoreien, Colo-
nial · und Delicatesswaaren-
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        Sl. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wochentlich/ mi⸗ dem Hauptblaite verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

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mit 15 B fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 80 4 vro Zeile berechnet.
M IT3.

Samstag den 19. Juli
Bio
...AAbonnemenls auf dieses Blatt werden für die
Monate Juli, August und September noch jederzeit von
allen Postanstalten, sowie in der Expedition oder von den
Trägern entgegengenommen.

Deutsches Zeich.

München, 153. Juli. Justizminister Dr. v. Fäustle ist
bon der nach Zweibrücken unternommenen Dienstreise hierher zu
rückgekehrt.

München, 183. Juli. Nach dem Hauptetat der Militär⸗
herwaltang für das Konigreich Bahern pro 1879/80 betragen:
1) die fortlaufenden Ausgaben 37,689,726 M., 2) die einmaligen
Ausgaben, hauptsächlich zur Ausführung größerer Bauten 897, 184 M.
und 3) die Militär⸗Invaliden-Pensionen 3,474,814 M., demnach
die Gesanmtausgaben 41,961,724 M. (darunter künflig weg—
fallend 236,091 M.). Gegen das Vorjahr ergibt sich pro 1879/80
rine Minderausgabe von 196,879 M.“ 9väa Referat über den
Militär: E:at im Finanzausschufse ist wieder dem Abg. Dr. Franken⸗
jurger übertragen worden. (Pf. K.)

München, 16. Juli.“ An die Abgeordneten⸗Kommer find
heute bereits folgende Regierungsbotlagen gelangt: der Mililaireiat
für 1879/80, der Etat des Verwaltungsgerichtshofes für die letzten
drei Monate des laufenden Jahres, dann ein Nachtrag zu dem mit
der Kammer schon während des letzten Landtages vereinbarten Ge⸗—
setzenwurf zum Vollzug des Reichs⸗Strafsprozesses. Dieser Nachtrag
st aus dem Grund erforderlich, weil der längst ins Aussicht gestellte
Entwurf eines Beamten-Disciplinargesetzes den Kammern uicht vor⸗
zelegzt werden kann. Daß dieser Entwurf bereits im Staatsrathe
herathen und erledigt worden sei, wie bon einigen Zeitungen be⸗
hauptet wurde, ist unbegründet; es ist derselbe noch gar nicht an
den Staalsrath gelangt. — Die Abgeordneten⸗Kammer wird ihre
Sitzungen morgen wieder aufnehmen, auf die Tagesordnung kommt
indessen nur der Bericht des Präsidenten über den Personalstand
hder Kammer und die Festsetzung der Präelusidfrist, innerhalb deren
Mod' ficationen zu den beiden dem Gesetzgebungsausschuß vorliegenden
Besetzentwürfe eingebracht werden können; indessen dürfte wohl
morgen die Feststellung der Tagesordnung für die nächste Sitzung
ju einer Debatte über die Frage des Zeitpunktes für die Berathung
des Eisenbahngesetzentwurfes führen.

München, 16. Juli. Heute gelangte an die Abgeordneten⸗
tammer ein Gesetzentwurf über Umwandlung des AV/a procent. Eisen⸗
ahnanlehens in ein Aprocentiges. — der Min sterialrath im
Ministerium des Innern dahier, Dr. Mayr, ist angeblich als Unter⸗
daatssecretair in der Regierung von Elsaß-Lothringen in Aussicht
zenommen. (Es ist dies der Vorstand des statistischen Bureau, der
in letzter Zeit zugleich als Bundesratbsbevollmächtigter in Berlin
jungirte.)

Berlin, 16. Juli. Fürst Bismard ist mit seiner Gemahlin
und seinem zweiten Sohne Graf Wilhelm heute Morgen um 814
Uhr nach Kissingen abgereist.

Dem vormaligen Minister Falk ist unter Belassung des
Tharaciers a's Staatsminister zugseich der Adel fur seinen Sohn,
velchet als Offizier im Garde⸗ Fühsllierregiment dient, verliehen.

—
minister und zugleich der Ades derliehen worden. (Friedentdal soll
die Annahme des Adels abgelehnt haben).

—XXE

Wien, 16. Juli. Die letzten Russen verlassen Ostrumelien
im 1. Angust. — Rach Berichten aus Rustschuk über die Unruhen
n Rasgrad (Bulgarien) begaben sich die türkischen Insurgenten nach
OAsmandazar. D Unruhen entstanden durch Streitigleiten zwischen
Dulgaren und Türken. (Fr. 3)

Paris, 16. Juli. Laut Privaltelegrammen hiesiger Blät⸗
er sind in Buigarien in der Gegend von Rasgrad Unruhen aus⸗
ebrochen; auch bei Jamboli in Rumelien seien Insurgentenbanden
aschienen. Von Rustschuk seien Truppen abgesendet; bestimmtere
— liegen nicht vor, da die Jasuenten den Telegraph
erstörten.

Nach der Pariser Truppenschau am 13. Juli hat
der Präsident Grevyy in einem an den Kriegsminister gerichteten
Schreiben seine volle Zufriedenheit mit dem ihm gebotenen mili—⸗
ãrischen Schauspiel ausgesprochen. Als der päpstliche Nuncius die
Tribüne des Präsidenten berließ, wurde ihm — nicht gerade ein
Zeichen französischer Höflichkeit, da der Nuncius als geladener Gast
mnzusehen war — laut zugerufen: „Es lebe das Gesetz Ferry!
cs lebe Artitel 71 Es lebe die Republit!“ Ein Zwischenruf: „Es
ebe der Popst!“ wurde durch ein brausendes „Vive la Répu-
blique e ⸗ærlickt
ches oder altgebreckenes Brod⸗

Unzweifelhaft ist das Brod nicht allein das allgemeinste Nah⸗

ungeẽmittel, sondern es bildet gleichsam die Grundlage aller übri⸗
jen Speisen, welche der Arme wie der Reiche genießt. Fast kein
Tag geht vorüber, an welchem wir nicht Brod essen, das zugleich
ie außerordentlich wichtige Eigenschaft hat, raß selbst der häufigste
Senuß keinen Widerwillen gegen dasselbe erregt, wie dies fast bei
illen andern Speisen der Faͤll ist. Dennoch fehlt ihm eine Eigen⸗
haft, welche ein tägliches Nahrungsmittel durchaus besitzen sollte,
ämlich die Leichtverdaulichkeit.

Brod, d. h. Schwarzoͤrod, ist schwerer zu verdauen als Fleisch,
kier und manche Gemüse; seine Verdaulichkeit kann aber dadurch
jefördert werden, daß zum Brode Felle genoffen werden, wie Butter,
eties Fleisch zc. Auf der andern Seite wird die Verdaulichkeit
ʒes Brodes dadurch bedeutend erschwert, daß sehr häufig ganz
irisches Brod genossen wird, weil viele Menschen den Geschmack
des frischen Brodes dem des altgebadenen vorziehen; aber gerade
veil es viel schwerer zu verdauen ist, sollie feisthes Brod me ge⸗
nossen werden.

Der weseniliche Unterschied zwischen frischem und allgebackenem

Brode, soweit er äußerlich in die Augen fällt, ist bekannt. Beim
rischen Brode ist die Rinde fproͤde und die Kruͤmme weich, zäh
und elastisch, während letztere beim altgebadenen Brode fester, die
Kinde dagegen weicher ijl. Gewöhnlich glaubt man, das frische
Zrod enthalte viel mehr Wasser, welches bei dem altgebackenen aus⸗
rockene; dies ist aber in Wirklichkeit nicht der Fall, und wenn es
er Fall waäre, würde der größere Wassergehalt des Brodes nicht
m Stande sein, die Verdaulichkeit desselben zu erschweren. Der
Unterschied zwischen dem frischen und altgebackenen Brode wird nicht
urch die Verdunstung des Wassers, sondern durch das Erkalten des⸗
elben hervorgerusen. Es geht mit dem Brode ein chemischer Pro⸗
zeß vor, der aber noch nicht völlig erforscht ist. Das altgebadcene
Brod wird durch das Kauen zerlleinert und mit Muadspeichel ver⸗
nischt; es gelangt dann in den Magen, und der zersetzende Magen⸗
aft vermag es leicht zu durchdringen, aufzulösen und zu verdauen.
Anders ist eßs mit dem frischgebackenen Brode. Es wird durch das
dauen nicht zermalmt oder zerkleinert, sondern zu festen, zaͤhen
dlumpen zusammengeballt; diese werden mit Mundspeichel überzogen,
hlüpfrig und gelangen sehr leicht in den Magen. Der Magenfafi
dermag nun aber die zusammengeballten zähen Klumpen nicht zu durch—
)ringen und zu zersetzen, er muß sie von außen langsam gleichsam zer⸗
nagen. Der Verdauungsproceß wird dadurch bedeutend erschwer, die
chwer lözlichen Brodmafsen bleiben lange Zeit im Magen liegen und ver⸗
irsachen einen nachtheiligen Reiz. Haufige Folgen des Genusses
jon frischgebackeuem Brode sind Magendrücken, Vellemmungen, Ap⸗
»etitlosigkeit. Durch den kranlhaften Reiz des Magens wird der
Zlutumlauf gehemmt und es konnen Congesionen nach dem Kopfe,
dopfschmerzen, Schlaganfälle, Krämpfe und selbst Delirien uͤnd
Hirnentzündungen, sowie langwierige Magenbeschwerden und Krant.
heiten eintreten. JIu manchen Fullen hat der Genuß frischen Bro⸗
des schon den Tod veranlaßt.

Dies Alles gilt jedoch von Schwarzbrod weit mehr als vom
Weißbrod, weil jeues schon an und suür sich schwerer zu verdauen
st und sein größerer Klebergehalt das Zusammenballen des Brodes
yegünstigt und seine Zahigkeit erhöht. Solche Brodklumpen erhal⸗
en im Magen die Dichtigkeit und Festigkeit der Seife, welcher fie
ehr ähnlich sind. Noch bedenllicher als Brod ist der Genuß
ischen Kuchens. Die meisten Sorten sind sdon an und fut sig
        <pb n="396" />
        wegen ihres reichen Felt⸗ und Zudergehallis schwer zu verdauen;
rischer und warmer Kuchen wird fuͤr Personen mit nur wenig
mpfindlichem Magen fast zu Gift, und doch sind viele Menschen
leichtsinnig genug, den Kuchen frisch zu essen, und viele Eltern
inwissend oder gewissenlos genug— ihren kindern selbst warmen
uchen zu geben. Es mag ühecirieben scheinen, ist aber dennoch
wahr, daß zwei Drittheile der Menschen, wo für manche Festtage
der für Tauffeierlichteiten u. w. Kuchen gebacken wird, das
Fest mit krankem, geschwächten Magen beendigen, und blickt man
Finein in die Familien, so wird man bemerken, daß Tausende sich
zurch ihre Thorheit den Magen und die schönen heiteren Festtage
—X
Vermischtes.

J St. Inabert, 18. Juli. Hente Miltag von 5 Uhr
wWeist'in der Heufser'schen Gartenwirthschaft Großes Mili⸗
ar Concert, ausgeführt vom Trompeter⸗Corps des Schles⸗
wig: Holstein'schen Ulanen-Regiments Nr. 15 in Straßburg.

F Vom 15. 1. M. ab bis incl. 8. October c. werden aus
Anlaß der internationalen QAunst⸗Ausstellung in München auf
en Stallionen Dürkheim, Frankenthal— Germersheim, Homburg,
Kaiferslautern, Landan, Ludwigshafen, Neustadt, Pirmasens, Speyer
und Zweibrücken Retourbillele II. für Schnellzüge und Retour⸗
dillete III. Classe für gewoöͤhnliche Züge nach München mit einer
Billigkeitsdauer von 14 Tagen verausgabt.

r7 Zur „Vertheuerung der Lebensmittel“
n Jolge der von der Reichstagsmajorität bewilligten Finanzzoöllen
wird dem (schutzzöllnerischen) „Dusseldorfer Anzeiger“ von befreun⸗
zeter Seite geschrieben: „Es steht zu erwarten, daß die Konkurrenz
im Handel die Sache wieder ausgieichen wird. Die Konkurrenz
hat es ja auch fertig gebracht, daß beisplelsweise das Petroleum
dis auf 17 Pf. heruntergegangen ist. Uamögl'ch ist es sogar nicht,
daß trotz des Zolles in den nächsten Jahren der Preis des Petro⸗
leums sinkt. Denn der Reichthum der Erde an Petroleum ist ein
mormet. — Was den Kaffee anbetrifft, so werden, wenn auch
nicht sofort, so doch späͤter ganz entschieden Preisermäßigungen ein⸗
reien. Diese Frage hängt innig mit der deutschen Hafenfrage
jowie mit der Ausbreilung des deutschen Handels in fernen Welt⸗
heilen zusammen. — Eine Erhöhung der Brod⸗ und Fleischpreise
rürde kinen Sturm des Unwilens hervorrufen. Denn darin ist
man doch einig, daß Brod und Fleisch schon jetzt viel zu theuer
ind. — Was unserm Volle für die nächste Zeit Noth thut, ist
ine gute Ernte. Wird uns die zu Theil, so wird man nur die
guten Wirkungen der Finanzzoölle in den Staats⸗Einnahmen, aber
nicht die bösen Wirkungen im Säckel des Einzelnen verspuren.
Faͤllt die Ernte schlecht aus, so würde die Noth auch ohne Finanz⸗
ölle steigen. Das Bitterste in der Noih war der Steuer⸗Exekutor.
Er verlangte baares Geld was nicht da war, Wird das Volk in
Zukunft weniger vom Exelutor delostigt, so ist das ein Gewinn
der Finanzzölle. Wenn es sein muß, kann der „arme Mann“ die
Petroleumiampe jeden Abend 13 Stunde früher ausblasen und
wasse Kaffee weniger trinken. Baares Geld fuͤr die Steuern
aber läßt fich nicht immer schaffen.

7 Zweibrücken, 1i5. Juli. Amitiracht der bayr. Ge⸗
richts personen. Wie wir aus bollständig sicherer Quelle wissen, hat
ich der Herr Just' zminister während seines Verweilens in hiesiger
Siadt muͤ aller Bestimmtheit dahin ausgesprochen, daß die schwarze
Robe auch in Bayern als Amistracht für Richter, Staatsanwälte,
Berichtsschreiber und Anwälte bestimmt sei. Nur die Einzelrichter
Amisrichter — sollen dieselbe bei Sitzungen nicht kragen.

4 .ber die während der Anwesenheit des Herrn Ministers zur
Sprache gekommenen Personalfragen verlautet noch nichts Sicheres.

FAus Zweibrt de'n 'wird der „Frk. Z.“ mitgetheilt,
daß auf Berufung der Gesellschaft der Pfälz. Bahnn das Appella⸗
ionsgericht die jährliche Rente, welche die Gesellschaft laut Urtheil
des Bezirlsgerichts Frankenthal an den Gerichtsvollzieherverweser
och (wegen der im Oggersheimer Bahnhof erlittenen Beschä⸗
digung) zu zahlen hat, von 1800 Mark auf 1500 Mte. herabsetzte.

Pganmbrecht, 185. Juli. Nach dem ‚B. v. Tr.“ wurde
»as 214 Jahre alte Kind des auf der Hormssenwiese bei Igel⸗
zach wohnenden Ackerers und Waldarbeiters Franz Kühner, nach—
em man es seit 11 Tagen vermißt hatte, vorige Woche im Waide
rodt aufgefunden. Durch eine Gerichtskommission wurde constatitt,
zaßz das Kind den Hungertod starb und dessen Magen nichts ent⸗
hielt als Buchenlaub. Wie und auf welche Weise es von daheim
weggelommen ist, konnie noch nicht festgestellt werden.

54Kaiserslautern. Unser neues Bahnhofsgebäude
soll am 25. August nächsthin, dem Geburts- und Namenkfest Sr.
Moj. des Koͤnigt, dem Vertehr übergeben werden.

Wir erwähnten vor Kurzem den Bischluß des Stadtralhes
daiferslaueren, eine Petißon um eine Garnison an das
Il. Ministerium zu richten. Die ‚Pf. Post“ widmet dieser Frage einen

sgenen Artikel. Sie macht darauf aufmerksam, daß in der Pfalz
zo baute und unbenützte Räumlichkeiten sich in genügender Menae

vorfinden, so daß es nicht nothig sei, daß ch die Siadt Kaisers⸗
sautern durch die Erbauung neuer Localitäten eine Schuldenlast von
»3 Millionen Mark auflade, die in keinem Verhältnisse stände
nit dem Nutzen, den die Stadt aus einer Garnison zu erzielen
jofft. Aber auch diesen hält der „Pf. K.“ für illusorisch und
neint, höchflens ein halbes Dutzend Baͤcker, Metzger und Wirthe
zätten einigen Nutzen, 99 Prozent der Bevolkerung aber, schon
zurch die Vertheuerung der Lebenzmittel, bleibende Nachtheile.
endlich sei die ganze Frage eine rein müßige, da der Mobil⸗
nachungeplan der gesammten deuistben Armee dabei in Frage
ommen eventuell eine Abänderung erleiden müßle.
1Schifferstadt, 185. Juli. Auf einem Felde in der
Nähe unseres Ortes wurden die zwei Kästen geleert aufgefunden,
die der Dieb aus der hiesigen Eisenbahn · Einnehmereilasse geraubt
hatie. Wie weiter erzählt wird, ist man dem Diebe bestimmt auf
der Spur. Gestern Abend kamen nämlich zwei Maänner von Lud⸗
vigshafen hierher urd eitlärten dem Stationsverwalter, ein in der
naͤhe von Ludwigshafen wohnender Wirih, gebürtig aus Weisen⸗
deim a. S. habe den Diebstahl vollführt. Zum Bervoeise der Rich⸗
igkeit ihrer Aussage erklärten sie, man möze in dem sKteller des
Zahnhofsgebäudes nachsehen, dort werde man eine Hebe ßnden,
velche der Verbrecher daselbst liegen gelassen. Der Dieb habe fich
nehtere Tage im Keller versteckt gehalten, um eine gänstige Gele⸗
enheit zur Ausführung seines Plaues abzuwarten. In der That
hurde im Keller die Hebe gefunden. Wie die beiden Maͤnner
ut Kenntniß der Sachlage gelangt sind, ist ungewiß; verschiedentlich
dird die Vermuthung ausgesprochen, dies⸗ Iben hätlen bei der That
nitgewirlt, bei der Theilung der Beute aber zu wenig erhalten
ind im Zorn hierüber die Sache zur Anzeige gebracht. Für die
richtigkeit dieser Erzählung können wir nicht bürgen, wir geben
ur wieder, was man hier w'ssen will. (Der Dieb soll in Coblenz
dingfest gemacht worden sein.

Speher, 186. Juli. Die Einführung des Malzauf⸗
chlags kosteste unsere Herren Vierbrauer ein ordenlich Stück Geld.
gom' 1. Juli 1878 bis 1. Juti 1879 zahlten u. A. Bierbrauer
Sid 68.000 Mt., Weiltz 48.000 Ml., Shwarz 39,000 Mt.,
Schultz 34,000 Mk., Hauser 15,000 Mask Malzsteuer. (Sp. 3.)

fOttweiler, im Juli. Der hiesige Bürgermeister hat
nach Berathung mit dem Gemeindevorstande für die Gemeinde
Miebelslirchen folgende Polizeiverordnung erlassen: 8 1. Minder-
ährige unverheirathete Freuenspersonen, welche ohne Begleitung ihres
Baters odet Vormundes zur Sommerzeit nach 8 Uhr Abends, zur
Winterzeit nach 6 Uhr Abends als Gäste in Wirthslokalen ver⸗
veilen, werden mit einer Geldbuße bis zu 9 Mark oder entsprechen⸗
)er Haft bestraft. 8 2. Wirthe, welche das Verweilen solcher Frauens⸗
zersonen über die in 8 1 gebotene Stunde hinaus dulden, werden
nit einer Geldbuße von 329 Mart oder mit entsprechender Haft
hestraft. 8 3. In Fallen erlaubter Tanzereien findet diese Verord⸗
nung keine Anwendung.

Saarlouis, 15. Juli. Durch einen Anwalt Namens
Duraud in Paris (Rue St. Marc 5) wird in urserer Gegend nach
Fen Erben eines gewissen Joachim Seheil (oder Scheil) recherchirt,
i Saaudeis im Jahre 1776 geboren sein soll. Die Erbschaft
soll nicht unbedeutend sein. (S. J.)

pP'Frankfurt, 16. Juli. Heute Vormittag um halb
10 Uhr wurden von Oberrad drei Personen, welche man des Raub⸗
infalls in der Bendergasse sür verdächtig hielt, eingeliefert. Auf
ar Dbermaindrücke sprang einer der Verdafteten über das Gelünder
a den Main. An der Baggermaschine vor der alten Brücke wurde
ex aufgefischt, gebunden und mit sorgsamerer Bewachung zut Wache
geflhrt. (F. J.)

pKisffingen, 18. Juli. Gestern Nacht trafen aus
Maunchen kgl. Equipagen und Pferde, begleitet von kgl. Dienerschaft
Jier ein welche, wie in den Voꝛjahren, auf allerhoͤchste Anordnung
zem Fürsten Bismarck, während jeines hiesigen Curaufenthalts zur
Berflzung gestellt sind.

I Freifing, 11. Juli. Der hiesige Gendarmerie ⸗ Wacht⸗
meister Reif, welcher sich um die Sicherheit in unserer Gegend schon
jroße Verdienste erworben, hat in dem benachbarten Dorfe Haus⸗
nehring eine zweite Barbara Ubritk ausfindig gemacht. Die Ge⸗
chichte ist nach dem „K. f. N.“ folgende: Im genannten Dorfe
vohnt ein in gunstigen Verhältnissen lebender Bauer, der eine
Ilsosinnige Schwester hab, die ihm bei Uebernahme des Anwesens
ur Abnährang arveriraut wurde. Längere Zeit hindurch ging
un das Gerede im Volkamunde herum, die erwähnte Schwester
es Bauern werde schon längere Jahre in einem Edwinlel, sogenannten
hersteck, im Schafstalle gefangen gehalten und erhalte nur eine
zußerst dürflige Nahrung. Die Sache kam dem Wachtmeister Reif
zu Ohren, auf delsen Veranlassung fich nun heute eine Gerichts⸗
ommission, bestehend aus dem Herrn Untersuchungstichtet, dem
derrn Beyitkzarzt und drei Gendarmen unverhofft dei dem Bauern

jinfand. Der verhängnißvolle Sqcafstall wurde umstellt und alsbald
ie Lagerstälte der Unglücklichen aufgefundeun. Ein Bild des Ente⸗
hend war es, als die balbnadte Frauensberson, einen abscheulichen
        <pb n="397" />
        Geruch verbreitend, gleich einem wilden losgelassenen Thiere auf
die Commission zusprang. Die schmutzigste Schweinestallung ist ein
Palast gegen die Stelle, in welcher dieses menschliche Wesen sein
de— fristen mußte. Verfaultes und Übelriechendes Stroh ziert
en Boden und seuchte Wände umklawmmerten die lebendig Begrabene,
die starren Blickes die Gerichtskommission betrachtete. Wer die
Schuld trägt an dieser unmenschlichen Behandlung wird sich jeden⸗
falls im Verlaufe der Untersuchung herausstellen.

Erlaugen, 16. Juli. Handschuhfabrikant Fleischmann
dahier beabsichtigte sein Anwesen Lilienstraße Nr. 7 zu vergrößern;
er lReß deshalb auf das bereits stehende Haus einen neuen Gitbel
auffetzen und außerdem einen Anbau in Angriff nehmen. Der
erwähnte Giebel war seit mehreren Wochen aufgefetzt und der An⸗
bou auch bereits zu einer ziemlichen Höhe herangewachsen. Gestern
Abend gegen 64 Uhr hoͤrte ein im unteren Vorplatze des alten
Hauses mit Einrichtung der Wasserleitung beschäftigter Maurerge—
jelle ptötzlich ein drohendes Knistern; geschwind rief er seinem
stameraden einen Warnungszuruf zu. Beide sprangen aus dem
hause, und in demselben Augenblick stürzte die eine Hälfte des al—⸗
ten Hauses unter donnerähnlichem Krachen in sich zusammen, die
beiden in der Kuüche des oberen Stocwerks beschäftigten Fleisch—
mann'schen Toͤchter (ein 19jähtiges und ein 18jähriges Mädchen)
im Schutte begrabend. Der sofort herbeigeeilten Menschenmenge
bot sich ein erschreckender Anblick dar: am Fenster des noch stehen
gebliebenen Theils des Hauses sah man händeringend die unglücklicht
Mutter nach ihren Kindern schreien. Fleischmann selbst befand sich
waãhrend der Katastrophe auf dem Nachhauseweg von einer Sitzung
der Gemeindebevollmächtigten. Sofort wurden die Rettungsarbeiten
in's Werk gesetzt, und nach kurzer Zeit wurde aus den Trümmern
die Leiche des äͤlteren und drei Schuh tiefer auch die des zweiten
Mädchens hervorgezogen. Die Koͤrper derselben trugen ganz unbe⸗
deutende Verletzungen, so daß die Vermuthung besteht, daß die Be—
dauernswerthen den Tod durch Erstickung gefunden haben. Einem
lOjahrigen Sohn Fleischmann's welcher sich während des Einsturzes
im zusamwengestürzten Theile des Hauses aufhielt, gelang es, aus
dem Schutt hervorzulkriechen. Eine genaue Feststellung der Ursache
des Einsturzes ist zur Zeit nicht moͤzlich, nur so viel läßt sich be⸗
urtheilen, daß die Verbindung zwischen dem stehengebliebenen und
dem zusammengestürzten Theile des Hauses eine sehr mangelhafte war.

FBamberg, 14. Juli. Wie belannt hat sich am Sonn⸗
iag den 8. Juni die 18jährige Kaufmannstochter Frl. Lina Ham⸗
merbacher dahier mittelst Revolvers erschossen; ihr Bräutigam
der Secondelieutenant Frhr. v. Horn erschoß sich am Sonntag den
b. Juli. In heutiger Sitzung des k. Stadtgerichts Bamberg
wurde nun eine Klage des Valers der Braut, des Kaufmanns
Herrn F. C. Hammerbacher hier gegen den Vater des Bräuligams,
den qu. k. Postexpeditor Frhr. v. Horn daselbst wegen Beleidigung
derhandelt, welcher Verhandlung wir Folgendes entnehmen: Der
qu. k. Postexpeditor Frhr. v. Horn mißbilligte die Verlobung sei⸗
nes Sohnes mit Fräul. Lina Hammerdacher und war bestrebt, sei⸗
aen Sohn zur KAuflösung dieses Verhältnisses zu bestimmen. Hier—
lüber kam es kurz vor dem 8. Juni c. jwischen Vater und Sohn
ju einem heftigen Auftriti, bei welchem der Vater Freiherr von
horn sich übher die Braut seines Sohnes sehr ungünstig äußerte.
Der Vater der Braut und der Bräutigam ließen den Freiherrn
don Horn unter Bedrohung einer Beleidigungklage auffordern, feine
Aeußerungen über die Braut zurüdzunehmen. Der Fihr. v. Horn
erklärte jedoch brieflich er lönne nichts zurüdnehmen, seine Aeußer⸗
ungen über die Braut seines Sohnes feien durchaus wahr. Als—
bald nach erlangier Kenntniß dieser Antwort zog sich die beleidigte
Braut auf ihr Zimmer zurück, schloß sich ein und toödtete sich durch
zinen Schuß in das Herz. Auf Grund dieses Briefes wurde nun
bon J. E. Hammerbacher gegen Frhrn. v. Horn Klage wegen
Beleidigung erhoben. Von den vernommenen Zeug'en konnte auch
nicht eine einzige Wahrnehmung bestätigt werden, welche auf den
Kuf des unglückichen Mädchens, Frl. Lina Hammerbacher, einen
Schalten zu werfen geeignet wäre. Frhr. v. Horn wurde zu 4
MNonaten Gejfängniß verurtheilt.

rF Munchen, 15. Juli. Wie das „Fremdenblatt“ mit⸗
zheilt, wurde gestern in der Thallirchnerstraße eine Falschmünzerei
entdeckt und einer der Bande sofort verhaftet. Diese Bande be⸗
chäfrigie sich mit Verfertigung von Zehn⸗ Markstücken, wovon welche
horgefunden wurden. Dieselbe stand nach den aufgefundenen Briefen
mit Konstanz und Pforzheim in Verbindung.

fMDässeldorf, 11. Juli. Drei unschuldig Verurtheilte
jaßen gestern zum zweiten Male auf der Anklagebank, ein und des
jelben Verbrechens beschuldigt. Es waren dies der 27 Jahr alte
Taglöhner Karl Tack, der 19 Jahr alte Weber Hermaun Tac und
der gleichfalls 19jährige Weber Wilhelm Werdeimann, olle drei
ꝛus Hamm. Sie waren seiner Zeit beschuldigt, den Wedergesellen
Thristian Frischkorn beraubt zu haben, uad da Frischlorn seint
Uussagen beschwoor, waren sie zu 10 Jahren Zuchthaus resp. 5
Jahren Gesaunguißz verurtheilt. Frischlornerzürvse sich spaler mu
einer Beliebten, welche darauf aukplauderise, daß ihr ehemaliget

diebhaber gar nicht beraubt sei und die Drei falschlich angeklagt
habe. In der gesirigen Verhandlung wurden daher die damals
Verurtheilten freigesprochen, nachdem sie zwei Jahre lang unschuldig
gesessen hatten.

Berlin, 16. Juli. In der Konigin⸗Louisa⸗Brube bei
Bleiwitz wurde eine Arbeiter-Revolte, die durch Lohnverkürzungen
zeranlaßt war, durch Gleiwitzer Ulanen unterdrückht. Es gab zwe
Todte und fünfzig Verwundete. Sechzig Arbeiter wurden ver⸗
haftet. (Fr. J.

4 Die ,Voss. Zig.“ meldet die am 23. Mai d. J. in Tokio
Tapamn) vollzogene eheliche Verbindung einer Berlinerin mit Kiisuma
Yamasasi, Director der kaiserlich japanischen Papierfabrik zu Umedu.

F Ein gräßliches Unglück hat sich vorige Woche unter eigen⸗
hümlichen Umständen in einem Gehöfte bei Bekum in Westfalen
ereignet. Das massive und mit Blitzableiter versehene Gebäude
wurde bei heftigem Gewitter, das sich entlud, vom Blitze getroffen
und in Folge dessen vollständig zertrümmert. Eine größere Anzahl
Personen, welche in demselben Schutz vor dem Unweiter gesucht,
vurde verschünet. Von diesen wurden neun als Leichen unter den
Trümmern hervorgezogen.

Wandsbeck. Der Redacteur der „Wandsbecker Ztg.“
war zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt worden, weil er den
dorligen Stadtcassier einen unrtellen Beamten genannt hatte. Kaum
jatte er seine Strafe abgebüßt, so verschwand der Cassier mit
10,000 M. Stadigeldern.

Petersbur]g, 12. Juli. Aus Omsk wird der „Pe⸗
ersburger Zig.“ vom 11. bs. Mis. derichtet, daß in der Racht
pom 3. auf den 4. d. Mts. das Omsker Gefangenhaus von un⸗
hekannten Thätern mittelst Schießpulver und Dynamit in die Luft
gesprengt wurde. Die Sprengstoffe wurden ausschließlich unter die
Zimmer gelegt, in welchen die Gefängnißbeamten wohnten; doch
wurde das ganze Gebäude zerstört und fanden hiebei viele Per⸗
sonen den Tod.

Petersburg, 10. Juli. Ein Unglücksshlag folgt dem
gadern. Pest, Heuschrecken, Getreidekäfer, Wassersnoth, Dürre,
Nihilismus und Feuersbrüuste, das alles haben wir in diesem Jahre
in Rußland durchgemacht und noch scheinen die Prüfungen nicht
am Ende zu sein. Ein neues Telegramm über einen nochmaligen
urchtbaren Brand in Irkutsk ist gestern hier eingelaufen. Dasselbe
autet: Am 24. Juni, 12 Uhr Mittags, brach in Irkutsk im
Lentrum der Stadt bei gewöhnlicher Hitze und heftigstem Sturm
abermals Feuer aus, und ungeachtet der ergriffenen Maßregeln und
der Anstrengung der Löschcommandos, die von dem vorhergehenden
Brand erschöpft waren, breitete sich das Feuer nach allen Seiten
nus, die besten Gebäude wurden ein Raub der Flammen. Nieder⸗
gebrannt sind u. A. fünf Kirchen und die meisten öffentlichen Ge⸗
häude. Von den Peivathäusern ist über die Hälfte der Stadt,
azu die bessere zerstͤrt. Die Zahl der umgekommenen Personen
st noch nicht ermittelt. Die Vorräthe der Intendantur, das ge⸗
chmolzene Geld und die Summen der Banken sind gerettet. Die
Finwohner haben mit der gerelteten Habe die Stadt verlassen und
ich zum Ufer der Flüsse Angara und Uschakowka begeben. Das
Feuer rast fort. Ein geringer Theil der Gebaͤude am Angara⸗Ufer
rennt. Maßregeln zur Versorgung und Befriedigung der dringend⸗
len Bedürfnisse der Abgebrannten sind getroffen. Die Verluste der
—AXVV
Alle großen Firmen der Siadt sind abgebrannt, ferner der Trödel⸗
narkt mit allen Reihen und beiden Kaufzöfen. So sind in kurzer
Zeit vier blühende Städte in Rauch aufgegangen, der zahlreichen
rniedergebrannten Dörfer und der größern Feuersbrünste in andern
Städten gar nicht zu gedenken. Die ausgedehnteste Unsuchung ifl
eingeleitel, da man nicht weiß ob Nihilisten, Diebsbanden oder irgend
ein Zufall Veranlassung der Feuersbrünste ist.

Newyork, 12. Jul'. Im Westen und Nordwesten der
Uaionsstaaten und in Canada r'chtete ein heftiger Sturm viel Scha⸗
den an der Ernte an. Die Telegraphenderbindungen sind dielfach
unterbrochen.

4 Ein Alt unglaublicher Verzweiflung ist die That eines
Deutschen, Namens John Keinmler, der in South Holyoke, Mafs.,
ebt. Da derselbe seit Febtuar außer Beschäftigung war und nicht
nehr wußte, wie er seine Familie ernaͤhren sollte, erschoß er seine
drei Kinder von denen das älteste 6 und das jungste 1 Jahr alt
war, und stellte sich dann selbst den Behörden.

Marsktberichte.

Zweibrücken, 17. Juli. (Fruchtmittelpreis und Vickualienmarkt.
PWeizen — M. — Pf. Korn O M. — Pf., Gerste zweireihige d M. Sppf
ierreihige M. — Pf., Spelz O M. — Pf. Spelzkern — M. — Pf,
Dinklel — M. — Pf., Mischfrucht d M. — Pf. Hafer 8 M. 17 5f.
ẽrbsen — M. — Pf., Widen 0O M. — Pf., Kartoffeln 5 M. — Pf.
heu 2 M. 50 Pf., Stroh 2 M. 60 Pf., eern 12/3 Kilogr. — Pf.,
dornbrod 3 Kilogr. — Pf., 2 Kilogr. — Pf., 1 Kilogr. — Pf., Gemifcht⸗
zrod 8 Kilogr. — Pf., das Paar Wed 100 Gr. 6 Pf. Rindfleijch J. Qual.
z6 Pf N. Qual. 60 Pi, Kolbfleisch 30 Pf., Dammelfleisth 60 Pf. Schweinefieiscs
56 Pf. Butter /2 Rilogr. O M. 80 Pf., Wein 1 Liter 80 Pf. Vier J1 Liter 24 Pf.

Für die Redaction veranlworilich: F. X. Demen
        <pb n="398" />
        Bekanntmachung.

Die Anlieferung der Victualien sür das diesjährige Bergfest
bestehend in Brod, Schweine⸗ und Ochsen⸗Fleisch ec. soll Dienstag
bden 22. Juli er. Vormittags 9 Uhr im Bureau der
unterzeichneten Berg'nspection im Wege der Submission vergeben
werden.

Die Bedingungen liegen im genannten Blreau zur Einsicht offen.

Sulzbach, den 10. Juli 1879. *
Koͤnigliche Verginspection V.

— — — — —
S 2. Auflage. Preis 80 Pf.
Die in dem iuufrirten Buche:

— Die Rrust⸗ und
2un⸗ranlehaitene
empfohlene Methode zur erfoloreĩchen
Vebandlung und, wo noch irgeud
moglich, zur schneilen Heilung obiger
Leiden hat sich tausendfach bewährt
und kann die Lectüre dieses ausge⸗
zeichneten Werkchens allen Kranken
nicht dringend genug empfohlen wer⸗
den. Preis 60 Pfg. ) — Vrospec
urch Ch. Sobenleitner, Leipzig u. Sasel

Prosvect aratis und franco. —1
Der Krieger-Verein St. Ingbert
zit am Sonniag den 20. d. in der neuen An⸗
age bei Sengscheid eine
WVa Id PA ILHGC
ab, wozu alle Bewohner der Stadt und Umgegend hiermil freund⸗
lichst eingeladen werden.
Abends: Großes Feuerwerk. Entiée: 20 Pfa.
—Mitglieder mit Müten frei. AN
Der J. Vorstand. Fischer.

) Vorräthig in K. Gotthol
Buchhandlung in Kaiserslautern,
welche dasselbe gegen 60 Pf. in
Briefm. franco überallhin versendet.

nie billiasten u. besten Uhren!
—XEC
Faronnie fur gules schweizer
Fabritat. Ohne Schlüssel auf⸗
uziehen. 15 Mark.
Damen⸗Uhren in schwarzen Pat.⸗
mder. 12 Wark,
bersende ich pr. Nachnahme od.
Franeo ·Einsendung des Betrages.
Falls die Uhren nicht gefallen
siehme ich solche sofort retour.
Carl Minde in Leipzig.
Export Geschäft.

Wifetα—ειαα - -Jft u. beoutac fet αν
Hoppelkräutermagenbitler,
nach einem alten aus einem Be—
iedictinerkloster sftammenden Recep
abrizirt und nur en gros ver⸗

sandt von
C. PINGEL in Göttingen
(Provinz Hannover.)

Der Benedictiner ist bis
t das kostbarste Hausmittel uud
eßhalb in jeder Familie beliebt
eworden. Ver Benedictiner
tenur aus Bestandtheilen zusam⸗
tengesetzt, welche die Eigenschaften
oesitzen, die zum Wiederaufbar

eines zerrüttelten dahinfiechenden
Körpers unbedingt nöthig sind

Er ist unersetzlich bei Magenleiden, Unverdaulichkeit, Haͤmor⸗

rhoiden, Rervenleiden, Krämpfen, oren Hautaus

schlagen —8 Athemnothe Gicht, Rheumatismus,

Schwächezuftänden, sowie bei Leber⸗ und Nieren leiden

und vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Boeneducriner reinigt das Blut uͤnd vermehrt dasselbe,
er entfernt den trüben, matten, forgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
frisch, stellt die Harmonie des Körpers wieder her und verlängert das
Leben bis zu seinem vollen Maße.

VVB. gede Flasche ist mit dem Siegel „C. Pingel in Göttingen

verschlossen und mit dem geschützten Etiquett versehen.

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Bei 5 Fl. Verpackung frei. Bei 10 Fl. freie Verpackung u. 1 Fl. gra⸗

is. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage. En gros-

Versandt durch die Fabrik.

Attest: Herr Mich Ruckerbauer, Bureaudiener in der Gasanstalt zi
Passau, berichtet: Seit ungefähr 4 Jahren litt ich an Magenbeschwerden
Ind onnie von denselben trotz aller ärztlichen Hülfe nicht befreit werden
weßhalb ich zu dem von Ihnen bereiteten Benedictiner meine letzte Zu⸗
flucht nahm und schon nach Gebrauch der ersten Flasche bedeutende
Besserung verspürte. Jetzt bin ich nach Verbrauch von einigen weiteren
Flaschen von meinem langjährigen Uebel ganz befreit.

Niederlage in St. Ingabert bei Herrn J. Friedrich.

Rechnungen
zu Jedermanns Gebrauch
in allen Formaten
sind vorräthig in der
Druckerei ds. Bl.
Fuir PDPamen!
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Zeitschrift in Monatsheften für leichte ele⸗
sante weibliche Arbeiten, enthaltend neu
tiekmuster in brillantem Bunt-
farbendruck ausgeführt, sowie Hä—
lel⸗ und Fileimuster, Vorlagen für Weiß-
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Die einfache Ansgabe kostet pro Mo—⸗
nat nur 16 Pfg. Reichswährung — 10 Xr
oͤfterr. Die Doppelausgabe erscheint in
doppelt so großem Format als die ein⸗
fache und kostet das Doppelte.

Man abonnirt zu seder Zelt au
ze drei Hefte einer beliebigen Ausgabe
bei allen Buchhandlungen und Postan-
dalten.
Franaösicche und englische Sprache.
LInterprèto Iho Interpréèter

franzẽs. Journal fũe Deutsche, Englischo. douraasd fũr Deutsche.

mit erlauternden Anmerkungen und alphabetischem Vocabulaire,
sowie mit ganz neuer, vervolIom mneter Aussprachebezeichnung für das Englisehe.

Seib 1. duni 1877 herausgegeben von PRMIL SOMMVR.
Erleichtertsts und virksamste Hilfsmittel bei Erlernung der französischen und englischen
Sprache, namentlich für das Selbststudium und bei Vorbereitung auf Examina (Linjahrig-
Preiwillige); zugleich anziehendste umd orfolgreichsto französische und englischo Lectũre z⁊ur
Uebung und Unterhaltung, durch die besondere Einrichtung schon bei den bescheidensten

REeuntnissen in erspriesslichster Weise verwendbar.

Inhait (bei beiden Blattern vollständig vorschieden): Tagesgeschichte, belletristische,
populürwissenschaftliche und vermischte Aufsutze, gediegene Novellen, interessante Processe eto.
Wodchentüen eine Munmer, — Quartalpreis fũr jedes der beiden Journale: bei der
Fost, dem Buchhandel sowio direct unter Band 1 M. 78 Pfg. (X IH. 5 xr. 6. V.) Preis
eines einzelnen Monats direct 60 Pf. — Qu artalanfang: Januar, April, Juli, October;
doch sind jederzeit Nachbestellungen zulüscig. — Probenummern gratis. — Inserate
(à 25 Pf. die 48paltige Petitzeile) bei dem ausgedehnten, bereits über gane Deutschland und
ODesterreich-Ungarn sich erstreckenden Leserkreiso von ersolgreichster Wirkung.

Pdenkoben in der bayver. Rheinpfalz. Die EXModition.

Frisches Rehsleisch
st Jortwährend zu haben im
IEIGfI Laur.

Auszug
aus den Registern des Standesamte
St. Ingbert
pro Monat Juni 1879.
A. Geburten:
1. Juni. Wilhelm Friedrich, S
v. Franz Joseph Reuchel. 83. Wilh
Karl, S. v. Ludwig Reppert. 4
Joh. Joseph, S. v. Jacob Hubertus.
v8. Friedr, S. v. Joh. Fuchs. Nicolaus
S. v. Adam Schmitt. Emil, S. v. Jac
Schweitzer. 7. Heinrich, S. v. Her⸗
mann Lubitz. 8. Lina, T. v. Johann
Kennerknecht. 9. Barbara, T. v.
Nicolaus Huy. Johann, S. v. Jo⸗
seph Schmitt. 10. Joseph, S. v.
Joseph Kuhn. Joseph, S. v. Joseph
Abel. Ostar Adolph, S. v. Adolph
Brewenig. Karl, S. v. Johann
ditzelberger. Adolph, S. v. Michael
verberich. 11. Ernst, S. v. Joseph
Lutz. 12. Margaretha, T. v. Joh.
Adam Grell. 13. Maria, T. v
Johann Schumacher. 14. Gertrauda
d. v. Michael Fischer. 15. Peter,
5. v. Peter Theobald. 16. Peter,
5. v. Andreas Wachall. Joseph, S.
. Martin Frank. Katharina, T. v.
Johann Joseph Schweitzer. 17. An⸗
Freas, S. v. Johann Giesen. 17.
Jacob Ludwig, S. v. Lorenz Seel⸗
Jach. 20. Karolina, T. v. Jacob
danauer. Christina, T. v. Christian
dellmaier. 22. Maria Emilie, T.
v. Karl Best. 23. Fanny, T. v. Peter
Schillo. 24. Johann, S. v. Heinrich
lemmer. Johann, S. v. Johann
Schillo. Engelbert, S. v. Philipp
cäitniß. 25. Katharina, T. v. Ni—
rolaus Hager. Peter, S. v. Johann
Adam Eller. 27. Maria, T. v. Pe⸗
ter Joseph Fischer. 28. Georg, S.
v. Jacob Schmitt. 29. Johann, S
o. Johann Stief.
. Eheschliestungen :?
J. Juni. Jacob Gunther mit
Louisa Högel. 17. Johann Stiet
mit Margaretha Kohler. Jos. Badar
mit Maria Schmelzer. Joseph Betz
mit Elisabetha Haas. 19. Georg
Rohe mit Barbara Zintel. 26. Karl
staiser mit Maria Nau.
O. Sterbfälle:
2. Juni. Wendel Lefebre, 69 J.
alt, Ehemann von Margar. Reidel⸗
stürtz. 38. Magdalena Wolf, 33 J.
alt, Ehefrau v. Franz Schmadel. 5.
Maria, 11 Tage alt, Todter von
Joseph Reimertshofer. 8. Johann,
J. alt, S. v. Peter Philippi. 9.
Johann Schmelzer, 43 J alt, Ehem.
don Carolina Peters. 11. Johann,
l J. alt, S. vou Johann Butter—
mann. 12. Jacob, 7 Mäalt, Se v.
Peter Mollendick. 13. Katharina
Stupp, 66 J. alt, Wittwe von Hein-
rich Braunberger. Johann Glattfeld,
6 J. alt, Ehem. von Barbara Thiery.
9. Jofeph, 6 M. alt, S. von Georg
Zopp. 20. Sirxtus Tiefel, 33 J. alt,
Ehem. von Maria Klam. Maria,
1M. 10 T. alt, T. von Joh, Jacob
Wendel. 23. Katharina Jochum,
52 J. alt, Ehefr. von Franz Jacob
Fhrhardt. 25. Maria Brunion 58 J.
ali, Wittwe von Jacob Fischer. Lud⸗
wig, 5 M. alt, S. von Franz Seibert.
27 Katharina, 1 J. alt, T. von
Peter Schumacher. Elisabetha Bat ⸗
bara Unbehend, 37 J. alt, Ehefrau
bdon Aadreas Eckert. 28. Katharina
Steinfeld, 65 J. alt, Wittwe von
Seorg Fichtet. Otto, 10 M, alt,
S. von Valentin Derschang. Philipp,
686 J. alt ledig, S. von Förster, —
opp. 29. Ludwig, 2 M. alt, S
von Katharina Bickel. 30. Katharina
pᷣhilipp, 71 J. alt, Ehefr. von Joh—
Westrich.
St. Ingbert, 12. Juli 1879.
Der Standesbeamte:
Custer.

Druck und Verlag von F. X. Demes in St. Ingbert.

Hiern für unsere

w 566⸗Abonuenten „Allustrirtes Sonutaasblatt“⸗

VV—
214
        <pb n="399" />
        St. Ingberler AAnzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntagt mit illustrirter Bei—
lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich
A 40 A einschließlich Trägerlohn; durch die Post beiogen 1.M 60 4, einschließlich 40 Zustellgebihr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswaris
mit 15 A fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum. Neclamen mit 80 4 pro Zeile berechnet.
— “ —
1879.
Deutsches Reich.

München, 17. Juli. (Landtag) Die Kammer der Ab⸗
Jeordneten hielt heute Vormittags ihre erfle Sitzung in gegenwär⸗
iger Session (die 86. des gegenwärligen Landtags), in welcher die
Minister v. Pfretzschner, v. Pfeufer und v. Riedel, sowie ca. 120
Abgeordnete erschienen waren. Präfident Frhr. b. Ow begrüßte
die Versammelten auf's herzlichste und gedachte sodann der seit
Schluß der letzten Session verstorbenen Abq. Dr. Lindner und
Adam Lang, zu deren ehrendem Andenken sich die Kammer erhob.
Sodann wurde der für den verlebten Abg. Lang einberufene Ersatz⸗
nann Pfarrer Kühn beeidigt. Urlaub erhielten die Abg. Frhr.
b. Soden, Fihr. v. Stauffenberg und Frehtag und zwar je 4
Wochen. Das Austrittsgesuch des Abg. Feigel (Ansbach) wurde
zjenehmigt. Aus den Mittheilungen über den Geschäftsstand ist
ju entnehmen, daß der Geschäftsordnungsausschuß zu berichten hai,
»b die Legitimation der zjum obeisten Reichsgerichtshofe berufenen
Abg. Dr. Dürrschmidt und Stenglein auch noch nach dem J. Ot-
ober fortbestehend fei. Es ergriff hierauf der Staatsminister des
Innern v. Pfeufer das Wort, um mitzutheilen, daß er von Sr.
Majestät dem König beauftragt sei, dem Landtage einen Gesetzent⸗
vurf, betreffend die Disziplin der Staatsbeamten, vorzulegen. Der
—A
Zum nächsten Gegenstande der Tagesordnung wird auf Antrag des
Abgeordneten Kurz beschlossen, die Präklusivfrist füe Ausübung des
den Kammermitgliedern in Bezug auf die Gesetzenwürfe über das
VBebührenwesen und die Erdbschastssteuer zustehenden Rechtes auf
3 Tage don Zustellung der Gesammtbeschlüsse der Gesetzgebungs⸗

aueschüsse beider Kammern festzusezen. Nich Erledigung der Tages⸗
yrdnung wird die Setzung um *2 11 Uhr geschlossen. Morgen früh
10 Uhr findet die nächste Sitzung statt.

Augsburg, 17. Juli. Nach der „Augsburger Post-
jeitung“ ist ein Wechsel in der Person des päpstlichen Nuntius zu
Munchen bevorstehend; der bisherige Nuntius Masella sei als Ver⸗
steter des Papstes für Lissabon defsignirt.

Berlin. Die Gebühren, welche der Rechtßanwalt in Straf⸗

rachen anzusprechen hat, find durch die neue Gebührenordnung
rolgendermaßen normirt. Derselbe erhalt als Vertheidiger in der
hauptverhandlung erster Instanz 2. vor dem Schoͤffengericht 12 M.,
d. vor der Straftammer des Landgerichtes 20 M., c. vor dem
Schwurger cht oder dem Reichsgericht 40 M. (rFur Anfertigung
einer Schrist zur Rechtfertigung einer Berufung, oder zur Be—⸗
zründung einer Revision, oder eines Antrags auf Wiederaufnahme
des Verfahrens, oder eines Gnadengesuchs erhält der Rechtsanwalt
die Hälfte dieser Sähe, für Einlegung eines Rechtsmittels und An⸗
sertigung anderer Aniräge ꝛc. je 2 N.) Wenn die Verhandlung
mehr als einen Tag dauert, erhöhen sich diese Sate fur jeden
weiteren Tag um die Hälfte. In der Berufungsinstanz erhäli der
Rechtsanwallt dieselben Gebühren, wie in der ersten Instanz. Für
die Vertheidigung im Vorverfahren erhält der Rechtsanwalt in den
zur Zustandigkeit det Schöffengerichte gehoͤrigen Sachen 6 M., in
den zur Zuständigkeit der Straftammer gehorigen Sachen 10 M.,
in den zur Zuständigkeit der Schwurgerichte oder des Reichsgerichts
gehörigen Sachen 20 Me.
Die „Magd. Zig.“ schreibt: Es darf als nicht unwahrschein⸗
ich erachtet werden, daß im X
Jahre bevorstehende neue Veststellung der de utchen Heere⸗⸗
tärke auch die Idee der Erhebuͤng einer, W ehrsteuer“
von denjenigen jungen Leuten, welche sich aus itsend einem Grunde
nicht zur persönlichen Ableistung ihrer Militärpflicht geeignet erwei⸗
en, wieder zur Sprache gebracht werden dürfte. Es uͤst bekannt⸗
üich eine solche Sieuer vor 1870 - 71 in Bayern einige Jahre
zthoben worden und man ist dort und überhaupt in Süddeutsch⸗
jand vielfach auch jetzt noch jür dieselbe eingenommen.

Ber nischtes.
In der Zuchtpolizeigerichtssitzung in Jweibrüuden vom
6. Juln wurde philibbel a h ie afmenn

des Vergehens gegen das Reichsgesetz über den Spiellartenstempel
»om 8. Juli 1878 durch Unterlassung der Anmeldung seines zum
Zwecke des Wiederverkaufes angelegten Vorrathes von Spielkarten,
bestehend in acht ungestempelten Spielen, bei der zuftändigen Steuer—
hehörde, begangen zu Pirmasens vor dem 4. Juni 1879 und seither,
pãter durch Feilhalten als Inhaber der Kartenspiele, für überführt
rtlärt und zu einer Geldstrafe von fünfhunderi Mark, im
Falle deren Uneinbringlichkeit ungewandelt in fünf Wochen Gefäng⸗
niß, sowie zu den Kosten des Verfahrens verurtheilt. — In der⸗
elben Sitzung wurde Georg Michael Kippler, Wirih und
Acerer, in Eppenberunmn wohnhaft, desseben Vergehens gegen
as Reichsgesetz über den Spielkattenstempel vom 8. Juli 1878
urch Unterlassung der Anmeldung seines in vier Spielen bestehenden
dartenvorrathes dei der zuständigen Steuerbehörde bdis zum 8. Januar
Irs. und beziehungsweife diesem Zeitpunkte nachgüngig durch
Jerwahren und Vertheilen dieser vier ungesterapellen Kartenspiele
in Gaͤste in seinem Wirthslokale für siberführi erildri und zu einer
Beldstrafe von fün fhunmndert Mart, im Falle deren Unein—
ringlichleit umgewandelt in fünf Wochen Gefängniß, sowie zu den
dosten verurtheilt.

FMesß, 13. Juli. Troßdem in den Tagen vom 16. bis
18. August 1870 und gleich nachher die Schlaqhtfelder bei Metz
gewiß auf das Sorgfältigste abgesucht worden waren, hat man vor
inigen Tagen. nach fast neun Jahren, dennoch die Leichen dreier
Zoldaten aufgefunden, eine nahe der alten Romerstraße zwischen
Bionv'sle und Mars⸗la⸗Tour und zidei bei Vionville. Die erstere
vurde im Dickicht von Reifigsammlern aufgefunden; es scheint so⸗
nit die eines Soldaten zu sein, welcher schwer verwundel in das
Dickicht gekrochen ist, um hier Schutz zu suchen, dann gestorben und
anentdedct geblieben ist; denn die Ueberresse waren nur mit der⸗
aultem Laub und Reisig bededt und nicht vergraben. Die beiden
inderen Leichen fand ein Bauer beim Umpflügen des Aders; sie
ind hler vermuthlich gleich nach der Schlacht, uad zwar nicht üef
jenug, vergraben worden. Nach den Uederresten der Montur zu
chließen, ist anzunehmen, daß einer der Todten dem oldenburgischen
Infanterie⸗Regiment Nr. O1, die beiden anderen dem brandenbur⸗
zischen Füsilier ⸗Regiment Nr. 835 angehöct haben. Das hiesige
Bsuvernement, welchem von dem Funde Meldung gemacht worden
var, hat die irdischen Ueberreste der Gefallenen neben dem Denkmal
des Füsilier: Regiments Nr. 35 in einem Grabe jur Erde bestalten
lassen.

t In Um wurde neulich ein Mann wegen Betrugs, dadurcqh
hegangen, daß er runde Eisenstücke, geldrollenmäßig eingewickelt,
gegen Gold oder Papiergeld umtauschte, — ganj in derselben Weise
vie solche Fälle kurz vorber in Diedesfeld (Hfalz) und dann in
Weiler bei Weißenburg vorgelommen waren — berhäftet. Die Ver
nuthung, daß der Inhaftirte wohl auch die henagaic Betrüge⸗
reien ausgeübt, hat sich als stichhaltig erwiesen. Der Verhafiete
Jeißt Ph. Ort und ist aus Nedarau, had. Bezirksamts Schwetz ⸗
ingen. (Gawt.)

fMäünchen, 17. Juli. Nach hieher gelangten Rachrichten
wird der deutsche Kaiser am Montag oder Dienstag auf der Reise
pon Mainau nach Gastein den hiesigen Bahnhof passiren.

f Munchen, 17. Juli. In der heutigen kaum drei Vier⸗
elstunden dauernden Sitzung der Abgeordnttenkammer, welche ohne
egliches Redetucnier verlief, eteigneten sich zwei Zwischenfälle be⸗
onderet Art. Als der Herr Staatsminister d. Riedel seinen Plat
verließ, um der Saalthüre zuzuschreiten, that er einen Fehitriu
und fiel von der Minisserttibüne herab. Der Fall rief große Sen⸗
ation und allgemeine Theilnahme hervor; glücklicher Weise hatte
der Herr Minister keinen Schaden genommen, obschon der Sturj
sehr gefährlich aussah. Als aber später auch der Herr Staats⸗
ninister v. Pfeufer beim Verlassen der Rednertribüne leicht stolperte
ind h'erauf seinen Hetren Kollegen scherzend beziehungsboll mit
zem Finger drohte, brach stürmische Helterkeit aus, die nur mühsam
zurch die Glode des Präsidenten gedämpft wurde. „Ein boses
Omen, murmelte das Volk“ — wir aber sagen und glauben „ahsit
men⸗ sSñünn ve*
        <pb n="400" />
        pAmberg, 17. Juli. (Bestrafung der Eltern wegen
einer Kinderei der Söhne.) Neuerdings wurden 4 Schüler des
hiesigen Gymnasiums, Shhne sehr achtbarer Eltern, wegen Wirihs⸗
hausbesuchs und Theilnahme an einer Gymnasiastenverbindung
bimittirt. (A. T.)

Die Krupp'schen Schießversuche auf dem Schießversuchsplatze
zu Meppen werden, wie nunmehr 'bestimmt verlautet, am 5.
August d. Is. stattfinden, und sind die Vorbereitungen, zu denen
auch noch verschiedene —DD
in vollem Gange. Die Groößte der alsdann zu probirenden Kanoneen
ist 72, 000 Kilo schwer, hat eine Oeffnung von 40 Centimeter
Durchmesser und erfordert eine Ladung von 220 Kilo Pulver.
Als Kugeln zu den Geschühen werden sog. Hartigtanaten im Ge
wichte von 740 Kilo und weite Zundgranaten von einer Schwere
von 800 Kilo und einer Länge von 136 Meter verwandt. Wie
es weiter heißt, werden Seitens der englischen Regierung die Her⸗
en Conmreadmiral Hamilton, Kapitan Herbert Bridge und Com⸗
modore Grenfeld den hiefigen Schießversuchen mit beiwohnen.
Auch glaubt man den Prinzen Karl von Arenberg dazu hier er⸗
warten zu durfen.

4 Der berühmte Seiltänzer Blondin hat sich belanntlich
por Kurzem in Brüfsel, woselbst er gegenwärtig als reicher Mann
lebt, wleder einmal öffentlich pioducirt und dadurch dem wohlthaãtigen
Zwede, für den er sich interessirte, die Summe von 40,000 Frs.
eingebracht. Aus diesem Anlasse wurde ihm zu Ehren ein Banket
gegeben und im Verlaufe dieses Bankets gab Blondin die Geschichte
des Mannes zum Vesten, den er so oft auf seinen Schultern über
den Niagara geiragen und der als sein „Blondin's Sekretär“ po⸗
pulr geworden. Wahrend meiner Anwesenheit in Amerika,“ be⸗
jann Blondin, „ging ich eines Abends an den Ufern des Erie⸗Sees
spazieren. Da bemerkte ich einen Mann, der augenscheinlich im
Begriffe stand, sich eine ugel durch den Kopf zu jagen. Ich sprang
auf ihn zu, hinderte ihn varan, sein Vorhaben zur Ausführung zu
bringen und fragte ihn, wie er zu dem unseligen Entschluß gekom⸗
men sei. Der Unglückliche war ohne jegliche Existenzmittel und
wollte lieber, als im Elende umkommen, seine Zuflucht zum Revol⸗
ber nehmen. „Wenn es nur das ift,“ sagte ich zu ihm, „und
Ihr durchaus sterben wollt, so schlage ich Euch vor, dies auf eine
hervorragendere und minder gemeine Weise zu thun. Ich will
Euch auf meinen Schultern ber den Niagara tragen. Fällt keiner
don uns in den Strom, so werdet Ihr viel Geid dabei verdienen
und keinen Grund mehr haben, Euch ums Leben zu wünschen.“
Wir wurden handelseinig und sind seit der Zeit beieinander geblieben.“

FDie Opinioneꝰ meldet die Verhaftung eines in Ne apel
verheiratheten deuischen Journalisten wegen gewaltthaätiger Entfüh⸗
rung eines jungen Modchens und wegen angeblicher Faͤlschung eines
päͤpstlichen Breves. Die Opinione? sagt, der Name des Ver⸗
hafteten habe die Anfangsbuchstaben Sch. und bezeichnet ihn als
rinen Berliner.

f Wie der in Genua erscheinende ‚Mobimento“, allerdings
inter Vorbehall meldet, hätte leßter Tage der Erbprinz Albert von
Monaco seinem Leben im Wege eines Selbstmordes durch Grhängen
iin Ende gemacht.

pHüngersnothein Cheina. Die neuesten Berichte
zus Turkesian und Orenburg bestätigen den uns aus Petersburg
agehenden Mittheilungen zufolge die schon vor einiger Zeit durch
daufleute übermittelten Nadchrichten von einer abermaligen Hungers⸗
soth in China, welcher bereits 100,000 Menschen zum Opfer ge⸗
allen sein sollen.

pNew⸗York, 18. Jali. Der Dampfer „State of
zirginia“ ist auf der Fahrt zwischen Newyork und Glasgow am
2.* Mis. unweit Sabdle-Island (an der AQüste von Neuschott⸗
and) bei Nebel gescheitert. 3 Frauen und Kinder sind umgekom⸗
nen, die Uebrigen 74 Passagiere dagegen sind gerettet worden.
hon Halifax wird den Schiffbrüchigen Hilfe gebracht.

fWashington, 16. Juli. Laut Bericht des landwirih⸗
chaftlichen Bureaus der Bereinigten Slaaten wird der zu erwartende
Ertrag der Baumwollernte nac dem Stande am 1. Juli auf 983
Brocent geschäzt. Das Getreide sieht ziemlich gut, theilweise vor⸗
glich.
———— — — * — —
Cn die Redaction veraniwortlich: * * Oemes.
Der rasche, sich mit jedem Tage noch mehrende Absatßz, selbst
vährend der duftenden Rosenmonate — und der Weltruf, den
zieses beliebte Hausmintel gegen Hals⸗. Nerv en· und Magenleiden
zei allen Völkern und Nationen der Erde gejunden — hat leicht
zegreiflicher Weise zuw Nachtheile vieler Kranken zahllose Fälschungen
und Imitationen hervorgerufen.

Eine Garantie für die Echtheit kann nur dann übernommen
verden, wenn sich auf der Vorderseite eines jeden Cartons nichts
Anderes gedrudi findet, als die 4Worte: Maria Benno von
donat. Ein echter Carton koset in Deutschland nur 80 pig.
In St. Ingbert bei Herrn Jean Peters.
Die meistgelesenen Bücher erfreuen sich keiner so großen Popularität wie
das in 110. Auflage erschienene Buch „Dr. Kirv's Nalurheilmethode“,
welches in fast alle lebenden Sprachen übersetzt in vielen tausend Exemplaren
derbreitet ist. Daß ein popular·medizinisches Buch, welches nicht nur Theorien
nthält, sondern praktische Heilvorschlãge ertheilt, wirklich ein Bedurfniß ist,
heweist die enorme Verbreitung dieses nutzlichen Buches. Wir empfehlen den
desern dieses Blattes, die verschwindend kleine Ausgabe nicht zu scheuen und
das Buch anzuschaffen. Dasselbe erweist fich besonders bei plotzlich einireten⸗
den Krankheusfällen als unbezahlbarer Raihgeber, zumal wenn Arzt und
Apotheke nicht leicht erreichbar sind. Wir glauben im allgemeinen Inleresse
u handeln, wenn wir Gesunde und Leidende auf dieses dirch Richter's Ver⸗
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Siezu Allustrirtes Zonntaasblatt“

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        <pb n="401" />
        Slt. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2M mal wöchentlich' mis dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermalr Dieustag, Donnerstag, Samstag uund Sonntag. Der Abonuementspreis betragt vierteljährlich

A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.M 60 H, einschließlich 40 Zustellgebuhr. Auzeigen werden mit 10 —, von Auswärits
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen mit 30 4 pro Zeile berechnet.
A IIBM.

Dienstag den 22. Juli
—

—
Deutsches Reich.

München, 19. Juli. Aus der Etatsvorlage des Justi z⸗
ninisters geht hervor, daß eine Gehaltsaufb esserung der Richter am
b. Ociober nicht eintritt; lediglich die Gehalte der Staatsanwälte
fud etwas erhöht.

München, 20. Juni. Wie man vernimmt, soll für die
cledigte Stelle eines Präsidenten des Appellations- (künftigen Ober⸗
landes:) Gerichts der Pfalz der Justiz⸗Min sterialrath Dr. Gott⸗
ried von Schmitt in Aussicht genommen sein. Derselbe hat
is Mitglied der Comm'ssion für Bearbeitung eines Civilgesetzbuches
für das Deuische Reich schon seit einigen Jahren seinen festen
Wohnsitz in Berlin. Dr. v. Schmitt war früher Rath am Appel⸗
ialionsgericht zu Bamberg und einige Zeit auch Mitglied der baher.
Abgeordnetenkammer. — Der Finanzausschuß der Abgeordneien⸗
lammer nahm in gestriger Sitzung den Voranschlag des Finanz⸗
ministeriums Uber die Ausgaben auf den Verwaltungsgerichtshof
für das letzte Quartal 1879 ohne Abänderung an und beschloß,
ihn dem Kammerplenum zur Genehmigung zu empfehlen. Es wurde
n Laufe der Sitzung constatirt, daß moöglicherweise eine spaͤtere
Mehrforderung nicht ausgeschlossen ist.

Berlin, 18. Juli. Das Justizministerialblatt verkündigt
heute die allerh. Entschließung, wodurch für die Richter, Staatsan⸗
walte und Gerichtsschreiber, sowie für die in den öffentlichen Sitz ⸗
ungen der Landgerichte und Oberlandesgerichte handelnden Rechts⸗
anwälte als Amistracht ein langes schwarzes Kleid, Halsbinde und
schwarzes Barret mit vecschiedenen Abzelchen je nach den Rang⸗
klafsen eingeführt wird.

Bresltau, 18. Juli. Bei der heutigen Stichwahl eines
Abgeordneten zum Reichstage erhielt Leonhardt (nationalliberal)
ã390 Stimmen, Hasencleber (Socialist) 7889 Stimmen. Hasen⸗
lever ist somit gewäblt.

Aussand.

droteftirt gegen die von Brüssel aus bestätigten Gerüchte einer Be—
heiligung der Jesuiten bei den Drohmanifesten in Belgien.
(Deuisches Mont.Bl.)

Der von Bulgarien an die Pforte zu entrichtende Tri⸗
but ist für das Jahr auf 500,000 Fres., wie wir englischen
Blattern entnehmen, festgestellt worden.

Petersburg, 20. Juli. Der hiesige zeitweilige General⸗
jouverneur General Gurko erließ eine vom 17. d. datirte Verfüg-⸗
ing, wonach im Falle der Entdedung geheimen Druckens oder
zithographirens regierungsfeindlicher oder rebolutionärer Schriften,
owie geheimen Verkaufs oder sonstiger Uebergabe von Druclettern
nicht nur unmittelbar Schuldige, sondern auch Eigenthümer und
Bächter der betreffenden Drucketeien der strafrechtlichen Verantwor⸗
ung mit vorläufiger Verhaftung unterliegen sollen, wobei die
Druckereien und Lithographieen geschlossen werden.

New-York, 19. Juli. In Memphis ist abermals ein
Todesfall am gelben Fieber vorgekommen, und hat die Zahl der
krkranlten zugenommen. Handel und Verkehr haben faft aufge⸗
ört; die Bantgeschäfte sind geschlossen. Die Einwohner verlaffen
nassenhaft die Stadt. In mehreren Städten des Südens ist die
QAuarantäne wieder eingeführt.

Rermischtes.

7* St. Ingbert, 22. Juli. Am Samstag wurde in
ser benachbarten Gemeinde Scheidt ein 134 jähriges Kind von
iner hiesigen Fuhre so unglücklich überfahten, daß es bald darauf
erschied. — An demselben Tage, Nachmittags, schlug der Blitz
iuf der Kohlenhalde dahier ein. Der Strahl zerfchmelterte einen
Theil eines Wagebalkens, sprang dann zu dem neben der Wage
tehenden Schutzhäuschen des Ladkrechtes über und fuhr in eimt
xkIce desselben in die Erde, während in der andern Ecke Ladkaecht
Roͤdel saß, der glüdlicherweise vollstandig unbeschädigt blieb und
nit dem bloßen Schrecken davon kam. — In der Nacht von Sonn⸗
ag auf Montag stürzte in der Kohlenstraße der zweistöckige Neu⸗
au des Buchbinders Seibel theilweise zusammen, wahrscheinlich in
rjolge des starken KRegens der letzten Tage. Der Baussollte in
nachster Zeit völlig fertig gestellt und noch im Nachsommer be—
jogen werden.

Die GEroffnung der Wasserleiuung in Pirmasens soll,
der „Zw. Zig.“ zufolge, durch ein Fest am nächsten Sonntag den
27. Juli gefeiert werden. Am 21. Juli findet eine Feuerwehr⸗
ibung statt, um den praltischen Werth der Leiturg bei Vrandfällen
estzustellen.

fKaiserslautern, 20. Juli. Heute Vormittag ist
jier der in weilen Kreisen bekannte quiescirte Richter Reuthner,
borstand der hiesigen altkatholischen Gemeinde, ploͤhlich in Folge
ines Schlaganfalles gestorben. (Pf. K.)

fBergzabern, 18. Juli. Heute wurde eine Dienst⸗
nagd von hier verhaftet. Dieselbe soll mit einem Helfershelfer in
Ztraßburg einen bedeutenden Gelddiebstahl man spricht von circa
3600 M. — verübt haben. Ein großer Theil des Geldes wurde
noch bei ihr aufgesunden. (L. A.)

Speier, 19. Juli. Im abgelaufenen Jagdjahr 1878/79
1. Juni 1878 bis 31. Mai 1879) wurden nach statistischen Zu—
ammenstellungen im Regierungsbezirie der Pfalz folgende Wild-
jattungen etsegt: 1 Dammhirsch, 240 Saue, 2921 Rehböcke,
11,173 Hosen, 216 Lapins, 2068 Füchse, 50 Edelmarder, 115
Steinmarder, 43 Wildkatzen, 21 Fischotier, 96 Dächse, 131 Iltis,
Auerhahn, 28 Haselhähne, 246 Fasanen, 20,738 Feldhühner,
13 Wildgänse, 812 Wildenten, 884 Waldschnepfen, 335 Bakassinen.
—Würzburg, 19. Juli. Im Juliushospital wurde vor⸗
zestern dem Gendarmen Volpert aus Piellrichstodt durch Dr. Pie⸗
inget eine Chassepotkugel glücklich herausgenommen, die er im
Treffen bei Orleans am 2. December 1870 erhallen hatte. Acht

Jahre und sieben Monate war die Kugel im Beine gesteckt, bis
die heftigen Schmerzen, die sie in letzter Zeit verursachte, Volpert
eranlaßten, Hilfe im Juliushospitale zu suchen.

München, 19. Juli. Die internationale Ausstellung

Mehrere franzosische Bläuter erwähnten vor einigen
Tagen das Gerücht, der Minister des Innern hätte dem Minister⸗
rath die ihm zugegangenen Berichte über die Ernteaussichten vor⸗
zelegt und gleichzeitig erllärt, daß Frankreich im nächsten Jahre
ür ungefähr 500 Millionen Franken Getreideeinkäufe im Auslande
u machen haben werde. Hiergegen wird nun officiös geschtieben,
es sei gar keine Betrachtung dieser Ait im Ministerrathe angestellt
vorden, und das Publikum solle sich nicht durch falsche Nachrichten
äuschen lassen. — Die „Ftance“ glaubt, unter Bezugnahme auf
zie von den Präfeeten der Regierung erstatteten Berichte, eine
nittlere Ernte in Frankreich in Ausssicht stellen zu können.

Aus Brüssel wird gemeldet, daß der Mensch, welcher
uüber dem Anheften eines Drohbriess gegen den König betroffen
vurde und uachher angab, von einem Jesuitenpater dazu und zum
Aufwiegeln des Volkes gedungen worden zu sein, ein ganz verkom⸗
nener Mensch, ein Säufer sei, der aus dem latholischen Verein,
velchem er früher angehötte, seit mehreren Jahren ausgeschlofsen sei.

Rom, 20. Juli. Der päpstliche Nuntius in Munchen,
Masella, erhiest Befehl, nach Kissingen abzureisen, um dort mit
Fürst Bismarck vertrauliche Besprechungen über einen modus vi-
sondi zu eroffren. Der Vanlan wäre zu genehmigen geneigt, daß
zach ertheilter Amnestie einige Bischöfe und Pfarrer außerhalb ihrer
tüheren Didzese Verwendung finden. Nach Asschluß eines Vertrags⸗
Perhältnisses auf der Basis der Bulle ‚de salute animarum“ soll
die jetzige Majorität des Reichstages die Maigesetze abändern.
hierauf werde der Papst den Frieden durch ein öͤffentliches Doku⸗
nent feierlich verlunden. Der mit vatikanischen Kressen in engen
Beziehungen stehende „Courrier d'Italie“, welcher obige Insor ma⸗
onen ebenfalls bestätigt und noch diel weiter gehende Mittheilungen
zringt, sazt, der Vatikan sei ganz unbesorgt wegen der Zustimmung
)es Reichstags und Abgeordnetenhauses, weil Flrst Bismarck im
»origen Jahre dem Nuntius Masella erllärt habe, der Reichstag
nüsse thun, was er, Bismaidh, wolle, anderenfalls würde er ihn
gfott auflösen. Dec, Courrier d'Italie“ verbürgt diese angebliche
leußerung des deuischen Kanzlerz. Die kletitale Voce della deritg“
        <pb n="402" />
        wurde bei prüchtigem Wetter soeben durch Prinz Luitpold eröffnet.
Nach der Begrüßungsrede durch den zweiten Comitevorstand, Pro⸗
—V— des Prinzen erfolgte unter
Mufitklangen der Nundgang durch die Ausstellung, die fertig erscheint.
Bei der Eroffnung waren gegen 1000 Personen anwesend, für die
rcin perhältnißmäßig lleiner Centralsalon nicht genügenden Raum bot.
Vor dem Polast war die Volksmenge versammelt. Der Fremden⸗
zufluß ist bedeutend, die Hotels sind Überfüllt. Auch französische
Fniler und Journalisten sind zahlreich anwesend.

p'In Heilbronn vergiftete eine von ihrem Manne ge⸗
schiedene Frau ihre beiden Töchterchen im Alter von 6 und 9
Jahren, wahrscheinlich durch Kohlengas; sie selbst suchte durch Er⸗
hängen ihrem Leben ein Ende zu machen, wurde jedoch durch Rach⸗
Jarn, die dazu kamen, noch rechtzeitig abgeschnitten.

Trier, 17. Juli. Gestern verfammelten sich die Tabak—
jabrikanten von Trier und Umgegend, um zu berathen, wie hoch der
in Folge der beschlossenen Tabalsteuer erforderliche Aufschlag auf
mandischen Tabat festgefetzt werden solle. Die Versammlung beschloß,
auf jede Sotle von inlaändischem Tabak nur einen Aufschlag von
10 Pf. eintreten zu lassen.

4Die Haupistadt Preußens und des deutschen Reiches hat
m verwichenen Sonntag einen interessanten Gast beherbergt. Es
ist d'es der regierende Fürst Johann von und zu diechtenstein, der
wie Berliner Blaͤttet melden — im „Hotel „Kaiserhof“ über⸗
nachteile und am Montag die Reise nach Hamburg fortsetzte. In
Berlin hat somit der Regent eines Landes geweilt, welches sich de
Zcto im Kriege mit dem Konigreich Preußen befindet. Denn im
Jahre 1866 war das Fürstenthum Liechtenstein einer jener deutschen
Bundesstaaten, die an der Seite Oesterreichs kämpften, und während
alle übrigen Regierungen, so weit sie selbsiständig dlieben, mit dem
Sieger ihren Frieden machten, ist ein Friede zwischen Preußen und
Liechtenstein bis auf den heutigen Tag nicht abgeschlofsen worden.
Am 13. August 1866 traktirlse Preußen mit Würktemberg, am
17. mit Baden, am 22. mit Bahern, am 23. mit Oesterreich und
am 21. Okiober mit Sachsen. Von Liechtenstein ist nicgends —
auch nicht im Prager Frieden — die Rede, und da nach der Auf⸗
fassung des Staatenrechtes ein Krieg von der Kriegserklärung an—
gefangen, jedenfolls so lange dauert, bis ein Friede zu Stande ge⸗
kommen, so ist hier der gewiß feltene Fall eingetreten, daß ein
Herrscher als Vergnügungs Reisender die Haup stadt eines Reiches
desucht, mit dem er einen zwar unblutigen, aber außerordentlich
angwierigen Krieg führt, dessen Beendigung vorläufig gar nicht ab—
zusehen ist.

pader König Alfons von Sp mien lommt am 8. Aug.
nach Wien, um sich mit der Erzherzogin Chriftine zu verloden.

— Adeline Patti wird diesen Winter wieder in Peter 8⸗
burg singen, und zwar zu einem Honorar von 25,000 Fr. für«
Vervielfaltigungs

Apparafeo
empfiehlt
iür Oktav 8,— Mi.
„Quart 10,- Mt.
Folio 12,50 Mt.
Franz Woll.

den Abend. Signor Ricolini ist ebenfalls für die Saison
engagirt. (Cobl. Z.)

F Russische Blätter melden: In der Orlower Gegenseitigen
Treditbank wurde dieser Tage von einer Revisionscommission der
Abgang von mehr als einer Million Rubel entdeckt. Das gesammte
Berwaltungspersonal der Bank wurde in Folge dessen vechaftet und
Jat sich bei der Untersuchung herausgestellt, daß sämmtliche Beamte
der Anstalt an der Defraudation betheiligt waren.

p'Rew⸗-PYork, 17. Juli. Eine Luftströmung von sehr
zeißer Temperatur zieht über den östlichen Theil der Vereinigten
Staaten. Das Thetmometer zeigte zu New Yotk 102 0, zu Phila⸗
Zelphia 100 0 und zu Putsburg 99 0 Fahrenheit (087 9 C.)
Am 186. Juli Abends stifteten heftige Gewitter großen Schaden,
hesonders in Neu⸗-England. Dreißig Menschen wurden erschlagen
ind noch mehrere verwundet durch Blitz und einftürzende Gebände.
deftige Stürme haben viel Unheil angerichtet. Im Hafen von
Boston kenterte eine Yacht und fünf Personen ertranken; vier andere
ertranken in der Nantajeket⸗Bught, drei zu Hull; zwei wurden ge—
Bzotet und vier verwundet zu Pitisfield in Mafsachusetts und zwei
gelodtet und sieben vetwundet zu Shelton in Conneclicut. Es find
hdiele Fälle von Hitzschlag vorgelommen.

Aus Utah wird Über ein Zerwürfniß unter den Mo r⸗
momnen gemeldet. Von den 213 Millionen Tollars, welche sich
der verstorbene Leiter der Heiligen am Salziee Brigham Young zu⸗
ammengescharrt hatte, deignete sich der jetzige „Prophet der Kiche
Fesu Christi der letzten Tage“, John Tayhlor, für seine Korporation
nit Konnivenz der dem Kollegium der „12 Apostel“ angehörigen
Testamentsvollstrecker (worunter Brigham Young's gleichnamiger
altester lebender Sohp) fast eine Million an, wobei er anfänglich
yon faß allen Ecben durch Androhung oder Anwendung der reli—
iözsen Daumenschrauben des Gewissenszwangs die Zustimmung er⸗
angte. Jetzt aber tritt eine der Tochlet des entschlafenen „Pro⸗
ohelen“ als Klägerin gegen die Testamentsvollstrecker einer⸗ und
zegen John Taylor als „Trusteesin -Trust“ der „Kirche“ andererfeitẽ
zuf und berlangt Herausgabe des ganzen väterlichen Gutes für sich
ind ihre Miterben, zu denen 46 Kinder und 17 Weiber des ame⸗
itanischen Muhamed gehören. Die ‚Kirche“ steht vor dem heileln
Dilemma, entweder eine Million Dollars oder den ehrlichen Namen
hres mit dem „Heren“ in beständigem direlten Verlehr gestandenen
Propheten zu opfern. Es scheint ihr mehr am Klange der Gold⸗
zücke als am Klange des guten Namens gelegen zu sein.

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Ubertreffen die zahlreichen aus dankerfüllten Herzen stammenden Zuscriften
Fucklich Geheilter, wie solche in dem Gratis Auszuge aus Dr. Airy's
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Zeitschrift für Viehhaltung und 2ilchwirthschaft

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522. 5 53 2328 —8. 5*
3— 583335
2 —
— 5525333
22 22 3— * 285 —2 — — *3
23555373 28 257 3233, — —— —
3532 733—5 33533*
382 — 3 — 2 —* — —A * 2 7 — ——
s53 3337355353 333585*
5 7253557 38 555 —— 33—35 23 755 25
— 3525 5858 3338 32532383 25 2222 13*58 ——
3 55 —A 5523358 z365 — 2333 z225* ——527
52* s33523358 * * 2 3538533338 —— * 2 255533
* 24553557* 2 — 24 3235335228 — 57 32 5 2228
7523 32 2 53585*55322 * 323 2227 5*35 —&amp;X *25 3 —
3 383838325 2533 —— 2 — — — 753332 2.
738 J
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2 — — 85 — S 55 3 38 2 35 55
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2 25533328* 8B2335* 23333533 3235 521 * 55538 3
22 3833335328 555222* 3 553335338 28 252 — 2
— 255 335323 333288
3 57328 ···· 22 — —ce 52 35 — 2523* —
5 —A 25 —7 » 52 ⸗3*5 *—5233 838
—T 88 88 35335 *8 5.2248 27555 B33 *
822 588233 —A — 235 8 32258 z5823 288 8 F —*
* 8 523353 —— 28 33358 — 2533
X 5 —— — cz 72 Ez5233 E 22 2 3 55 —2— *3 5 *8.
* 8 52*8 * 1289 *33 —2 385 25 535587
535 5253 5328 —3 2 —3 — —z, 5* 2* 2833 8 —*
* 533385 575275 333532355 253253583 —A 5333 B
253 338 55.55 22555 —— — 2328 7234 3 3
B3f588 354353373738 375538558 — 2334 * * —
3253333 8 2232238 — 5 553 A ——
8 2 2 — x 2 ——8 2 ñ 5 * 3 — 8
2* — — —— —33 — 233 53 23
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74 3232 23 533535 225*2 38* 3358725
32285 —! 2333335 ——— 2 2. — 728* —
— 22 * 2*8 5335*23338 —3— —R— 35— 2 —— —373
333*8385 223 5233228 858 7 2283 2 X
7538 38 5553833 E 55.27
2255833 T 4 * 35325533 * 57 2225 . —2—
257 — ——— * — 2233— —A — —M —2 —
*8832 52333 —ä— —23 2338 — — 3333 3
38 2. 688 J— *8 *33 7223 —— * 9
2 2 * *2 — * * —e— *
— 5328 8 0G245 22 5532323
222 52535 —— * — 53 a2 5
—— 538733 Zz25583 —— 353 335383
—— 33— 5523355 3533
325* —F 35553353 333
—— *58 — ãa *58
2 —8 * 2 —
— 5753 53 232
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22333
74 23

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        St. Ingberler Neveinor.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mi dem Hauptslatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei—

lage) erscheint wochentlich viermal: Dieunstag, Donuerstag, Sanstag uud Sonntaz. Der Abonuementspreis beträgt vierteljährlich

A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 A 60 B, einschließlich 410 Zustellzebühr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswäris
smit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Naum, Neclamen mit 30 B vro Zeile berechnet.
AMA VIIG.

Donnerstag den 24. Juli 1879.

X8—

Deutsches Reich.

Mänchen, 21. Juli. An die Stelle des für die Nunliatur
in Lissabon designitten hiesigen Nuntius Masella soll nach klerikalen
Blattern der derzeilige Nuntius in Brüssel, Migt. Vannutelli, tre
en. Herr Vannutelli wird nach denfelben Quellen als äußerst
entschiedener Maan, ein unbeugsamer Anhänger des Syllabus und
als ein Diplomat, der sich auch vom Fürsten Bismarck nicht dila—
orisch behandeln lassen dürfte, geschildert. Abwarten! Aus der
Bersetzung des Msgr. Masellan scheint nur so viel hervorzugehen,
»aß der Schwerpunkt der Verhardlung über Beilegung des deuts
chen Kirchenkonfliktes nach Rom selbst berlegt wird, wo der deutsche
Botschafter bei der italienischen Regierung, Herr v. Keudell, die
VBermittlung übernehmen dürfte. Iedenfalls werden die Verhand⸗
ungen, wie auch bisher, über die Köpfe des Zentrums hinweg ge⸗
führt, was die Parteileiter einigermaßen empfindlich be rühren
osl. (Südd. Pr.)

Das Gesetzblatt publizirt eine kaiserliche Verordnung, welche
zie elsaß-lothringischen Kreistage zu einer
ußerordentlichen am 4. August beginnenden und am nämlichen
Tage wieder zu schließenden Sitzung einberuft.

Nach Braunschweiger Nachrichten soll der regierende Herzog
»on Braunscchweig nicht unbedenklich erkrantt sein. Bea
)em hohen Alter des Herzogs kann man sich eben auf alle Eden⸗
walitäten gefaßt machen. Unzweifelhaft wird für den Fall der
Erledigung des braunschweigischen Thrones die preußische Krone
hre Ansprüche auf denselben geltend machen, da nach ihrer Ansicht
nie hannoverische Dynastie, nachdem sie des hannoverischen Thrones
erlustig gegangen, keine Rechte auf Braunschweig mehr habe. Die
zraunschweigische Bevölkerung selbst will am wenigsten vom Herzog
»on Cumberland Etwas wissen. Letzterer dürfte um so weniger
von der preußischen Krone zugelassen werden, als er sich immer
noch auf das Enischiedenste weigert, für sich und seine Nachkommen
ruf den hannoverischen Thron zu verzichten. Die Folge davon
vird die sein, daß die preußische Regierung den beschlagnahmten
Welfenfonds bis auf das Kapital, dessen Zinsen die Königin
Marie von Hannover und die hannoverischen Prinzessinnen erhul—
en, in das preußische Staalsvermögen übergehen wird.

Nusland.

Die Nachrichten Uber die Zerwürfnisse zwischen Frankreich und
ẽngland in Veranlassung der neulichen bonapartist schen Trauer⸗
eierlichkeit erhalten sich hartnäckig. Der französische Geschäftsträger
hderr v. Montebello begab sich in Stellvertreiung des Botschafters
Admirals Pothuan am Donnerstag den 10. Juli zu dem Marquis
f Salisbury mit der Bilte um Unterlassung der Salutlanonenschüsse
vor der Leiche des Prinzen Louis Napolton, da derselbe kein regie⸗
render Herr gewesen sei. Der Minisierrath stimmte bei; Freitag,
en 11. Juli, schwiegen in Woolwich die Kanonen. Aber au deu—
elben Abend ließ die Konigin Vickoria den Grafen Beaconsfield
ommen, drückte demselben ihre Mißbilligung aus und befahlfür
S„amstag, den 12. d., als dein Begräbnißtage des Prinzen Artillerie⸗
alven. Der jener Audienz Beaconsfield's bei der stönigin anwoh⸗
jende Prinz von Wales erklärte gleichzeitig, et habe der Leichenfeier
n Cibil beiwohnen wollen; jetzt werde er dies in Unisorm thun.
Im Samstag Abend sprach dann die Koͤnigin Viktoria ihren Ver⸗
xuß über jene zudringliche Tactlosigkeit des französischen Kabinets
n sehr heftigen Worten aus. So wird dem Spezialorgan des
drinzen Jerome. der Variser .Estaf⸗tio* qus London gemeldet.

und die wider⸗rechtliche Aneignung des Erlöses als Unterschlagung
zu bestrafen, gleichviel ob er ausdrücklich beauftragt worden, auf
»en Namen seines Auftraggebers zu verkaufen oder nicht.

. Der Wunsch des Amerikaners J. B. Rhoads, Boyertown

Berkls County, Pennsylvania, welcher wie wir seiner Zeit berich⸗
eten, erforschen wollie, aus welchem Theile Deutschlands sein Ur—
zroßvater Matthias Roth im Jahre 1752 nach Amerika aus⸗
vanderte und zu diesem Behufe einen Brief an den Vorstand des
Postamtes in Mannheim schrieb, ist erfüllt worden. Man schreibt
ꝛämlich dem „L. A.“ aus Bergzabern: Der Taufschein des frag⸗
ichen Amerikaners Mathias Roih, der 1752 aus der Pfalz aus⸗
jewandert war, wurde in dem Pfarrbuch der Gemeinde Klingen⸗
nünster (Pfalz) vorgefunden. Er lautet; Mathias Roth, Sohn
jon Andreas Rotb, Steinmacher, und Maria Angelika, wurde ge⸗
auft am 18. Juli 1732. Taufzeugen waren: Mathias Leibrecht
und Magdalena Brauin. Die Anzeige hievon ist dem Vorstand
)es Mannheimer Postamts nebst besagtem Taufschein zugestellt wor⸗
den, und befindet sich die richtig nachgeweesene Famili— Roth in
dlingenmünster, Annweiler und Bergzabern.“

x Von den nach Siegedin gelockien Arbeitern aus der Pfalz
st nah dem „Pf. Vol.“ ein guter Theil betrogen krank, verelendet,
»hne Geld, zu Fuß in höchster Noth zurückgekommen.

fAus dem Bliesgau', 19. Juli. Borgestern den
17. d. Mts. überfiel ein schweres, von Su Ost kommendes Ge⸗
pitter derart unsere Fluren, daß in Erfweiler und namentlich in
khlingen mehrere Menschenleben in die Gefahr des Eririnkens ge⸗
riethen, so furchtbat war der Wolkenbruch, und de— Blitz schlug
nehrere Male, unter anderen auch in den Erfweiler Kirchthurm
»in. Geslern erfolgte abermals in derselben Gegend ein Wolken⸗
zruch, verbunden mit einem schweren Gewitter. Der Donner rollte
ürchterlich, und der Blitz schlug mehrere Male in der Gemarkung
»on Ommmersheim nad Heckendalheim ein. Die Thäler, in denen
ziel Heu fortgeschwemmt wurde, waren in Seen verwandelt, und
uuch hier sollen mehrere Menschen, die nicht schnell genug die
Thäler verließen, in großer Gefaht gestanden haben. Wenn es
nit der Witterung noch eine Weile so fortgeht, sind alle Hoff⸗
nungen des Landmanns dahin. (3. 3.)

FPirmasens. Ein Fau, der ein recht schlimmes Licht
auf eine gewisse Schichte der hiesigen Bevölkerung warf, kam in
der letzten Woche zur Verhandlung. Es mußte nämlich eine Frau
hestraft werden, weil sie es unterlassen hatte, ihr schulpflichtiges
dind von Ungeziefer zu reinigen. Der Lehrer des Kindes hatte
dasselbe wiederholt aus der —A seine Mutter
zuffordern lassen, dasselbe zu reinigen, was aber fruchtlos blieb,
bis die gerichtliche Vorladung kam. Leider sollen derartige Faͤlle
ster vorlommen. Vorwürfig wurde die Beschuldigte wegen Ver—
vahrlosung ihres Kindes in eine Haftstrafe von acht Tagen ver⸗
artheilt. Es ist wirklich zu bedauera, daß es Eltern gibt, welche
zurch die strafende Gerechtigkeit ermahnt werden müssen, ihren Kin⸗
dern die allernöthigste Pflege angedeihen zu lassen. (Pirm. A.)

PKaiserslautern, 19. Juli. Nach hieher gelangter
Nachricht an seine polilischen Freunde beabsichtigte unser Reichstags⸗
abgeordneter Herr Vr. Zinn, gleich nach Schluß der Reichstags⸗
session hierher zu kommen und in einer großen Wählerversammlung
ju sprechen. Leider wurde er an der Ausführung seines Vorhabens
amtlich verhindert, indem der stellbertretende Arzt in der Irrenan—
talt Eberswalde einen längeren Urlaub antrai. Sobaid diefer
v'eder seine Thätigleit in der Austalt aufnimmt, wird Herr Dr.
Zinn sofort hierher konmen und dor seinen Wählern seine Ausichten
ind Abstimmungen besonders in den Zoll⸗ und Steuergesetzen ent
vickeln, resp. begründen. (st. 3.)

F, Edenkoben. Wie die „Gegenwart“ vernimmt, muß
das Erscheinen des projsctirten humorist'schen Sonnlagsblättchens
„Reblaus“ bis auf Weileres verschoben werden, da de— dazu be⸗
timmte Redacteur das 21. Lebeusiahr noch nicht erreicht hat.
Schade! —

⸗ , Speher, 21. Juli. Gestern früh machten einige Fischer
yberbalb des Pontonier⸗Uebungsplatzes einen seltenen Fana. Rein

RVermischtes.

Der Malzaufschlag in der Pfalz, der bis voriges Jahr
ut die Staatskasse als Pauschale die Summe dvon 171, 000 Marl
etragen hat, wird, nachdem bekanntlich von 1879/80 ab das
Ralzauffchlagsgesetz in der Pfalz zur Anwendung kommt, nunmehr
ür das erste Jahr ca. über 2 Millionen Mark ergeben.

Obertribunals⸗Entscheidung. Uebergibt Jemand einem
Underen ein Waare, damit er diese verkaufe und ihm den Erlös
ninge, so ist nach einem Erkenniniß des Ober⸗-Tribunals vom 14.
Jun 1879 der Erlss fur den Beaufttracten gine fremde Sache
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        Ziehen einer Legangel hatfe sich an derselben dĩe Leiche eines in den
Iber Jahren stehenden Maunes festgefangen. Dieselbe wurde als
die eines seit Mitwwoch verschwundenen Hausknechts einer hiesigen
Wiribschaft erkannt, welcher sich zum Nachtheile seiner Herrschaft
Unterschlagungen zu Schulden kommen ließ. Der aus Furcht vor
Strafe freiwillig in den Tod gegangene, war aus Rheins heim —R
Hermersheim gebürtig. (Sp. Ztg.)

pWürzburg, 21. gunf. Am Samstag Vormittag fand
im Guttenberger Walde ein Pistolenduell zwischen einem Lieutenant
des hiesigen 9. Infanterie ⸗Regiments uad einem Studirenden der
Verbindung „Franconia“ statt, wobei Letzlerer einen Schuß quer
Jurch den Leib erhielt. Die Kugel kam an der Seite wieder her⸗
Jus. Die Verwundung ist eine sehr schwere, doch lebt der junge
Mann noch.

p Ansden 3 bayer. Universitäten haben sich für
die Sommerprüfungen im laufenden Jahr 85 Rechtskandidaten
angemeldet; voriges Jahr waren es nur 45.

p Berlin, 20. Juli. Was die Arbeiten zur Hebung des
Großen Kurfürsten“ betrifft, so ist wohl mit Bestimmtheit anze⸗
ithmen, daß Herr Leutner bis zum 1. August d. J.- an X
Taͤge der Kontrakt abläuft, seinem mit der k. Admiralität abge⸗
schlossenen Kontrakte nicht nachtommen wird. Obgleich man in
den nechnischen Kreisen dernk. Admiralität von Anfang an eine
debung des Großen Kurfürsten für möglich hielt, so ist man doch
aͤcht abgeneigt, am 1. August den Kontrakt mit der von A. Leutner
hegründelen Wreck Recodery and Solbage Company (Eimitet) zu
derlängern. Dieser Kontralt war für die k. Admiralität in jeder
Beziehung günstig und bot kein Risiko, so daß, abgesehen davon,
daß kein anderer Unternehmer überhaupt vorhanden war, der sich
inem so gewagten Unternehmen unterzog, diek. Admiralität sich
verpflichtet hielt, nachdem sie bei der deutsched Botschaft die um—
iassendsten Erkundigungen über die Leistungsfähigzkeit des ꝛc. Leutner
eingezogen hatte, Alles zu thun, um die Hebung des Großen Kur⸗
fürsten zu ermöglichen.

— Ueber den Afrikare'senden Gerhard Rohlfs sind bei der
Berliner efrilanischen Gesellschaft authentische Nachrichten eingelangt.
Die Erpedition, welche von der afrikanischen Gesellschaft in Deutsch—
jand unter Leitung von Rohlfs ausgerüstet wurde, um von Tripo⸗
iis aus über Wadai nach Conzo vorzudringen, ist am 4. d. Mis.
hon Bengasi aufgebrochen, um über Kufra nach Wadai zu ge—
langen. In Uebermaß hatten sich Schwierigkeiten und Hemmn'sse
der Expedition entgegengestellt, bis endlich das Eintreffen des neu
ernannten Vali von Cyrenaifa, Ali Kemali Pascha, dieselden be⸗
feitigte. Dem neuen Vali oder Statthalter war auf Verwendung
des deutschen Botschafters in Konstantinopel der bestmmte Befehl
don der türkischen Regierung zugegangen, die Expedition in jeder
Weise zu fördern, um eine schnelle Rese zu ermöglichen. Es sind
dann den Reisenden zur Eskorte gegen 80 Mann Suyas heigegeben

vorden, welche ihnen bis Schaluba au der Grenze von Wadai und
on dort einige Tagerreisen weiter bis Abeschr, der Haupistadt von
Waͤdai, das Geleit geben werden. Zur Beförderung des Gepäcks
seden 22 Kameele; die Eskorte führt noch eine Anzahl Laftthiere
nit sich. Die Mitglieder der Expedition erfreuen sich insgefammt
zer desten Gesundheit und hoffen im Oltober dieses Jahres von
beschr aus wiederum Nachricht von sich geben zu önnen.

Aus Ungarn wird verichtet, daß die Ernte sich dort
ünstiger gestaltet, als man früher erwartele, und daß daher die
Zleuer⸗Eingänge in den nächsten Wochen ein noch befriedigenderes
irgebniß liefern werden, ols in den letzlen Monaten, welche be·
eils die entsprechenden Monate des Vorjahretß übertroffen haben.
Ferner macht man sich in Ungatn Rechnung darauf, heuer er⸗
ebliche Mengen ungarischen Weines nach der Schweiz versenden
unkounen, da die Weinlese in Deutschland und Frankreich nicht
onderlich ausfallen zu wollen verspricht.

JBern, 17. Juli. Gestern Morgen um 1 Uhr ereignete
ich bei Nomont im Canlon Freiburg ein großes Unglück. In
Folge des langanhaltenden Regenwelters sand dort an einem Berg⸗
ibhange ein Erdruisch statt, welcher zwei Hauser ganzlich verschüt⸗
7 und mehrere andete bedeutend beschädigt hat. In den erfteren
vurden sieben Personen unter den Trümmern begraden, von dewen
nach langer angestrengter Arbeit man leider zwei todt und die
brigen fünf mehr oder weniger verletzt vorfand.

pAus Paris kelegraphirt man dee „Nat. Zig.“: Die
veltbekannte „Agentur Havas“ ist von einer Actiengesellschaff ge—
aufst worden, welche im Laufe der nächfsten Woche das Geschäft
ibernehmen wird. Das Actientapital beträgt 8,8500,000 Fres.
hei der Gründung der Gesellschaft haben sich fammtliche bedeutende
Zariser und Provirz-Journale betheiligt.

Memphis, 21. Juli. Die Zahl der Sterblichkeitsfälle
im gelben Fieber ist start gestiegen. Die Flucht der Einwohner
Fauert sott. Fur die in der Stadt Verbliebenen wurden von der
Regierung Nahtungsmittel obgesendet.

Aarstberichte.

Homburg, 28. Juli. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
17M. 40 Ppf., orn FZM. 10 Pf., Spelzkern ⸗-M. — Pf., Spelz O M.
O Pf., Gerste 2reihige — M. — Pf., Gerste 4reihige O M. — Pf., Hafer
n e istrucht d. M. . Pfz. Erbsen 0 W, — 83 Widen
Hiu. — yf. Bohnen — M. — Pf.« Kleefsamen — M. — Pf., Korn⸗
rod 6 Pfund 74 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — Pf.,
kindfleisch 86 Pf., Kalbfleisch 10 Pf., Hammelfleisch — Pf., Schweine fleisch
0 Pf., Butter 1 Pfund 0 M. 99 Ppf., Kartoffeln per Ctr. 4.,.M. 50 Pf.

Kaiserslautern, 22. Juli. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Peizen 11 M. 12 Pf., Rorn 8 M. o7 Pf., Speizkern — M. —, Pif Spelz
M 40 Pf., Gerste 7 M. 52 Pf., Hafer 7 M. 51 Pf., Erbsen — M
— Pf., Wicken O M. — Pf. Linsen &amp; M. — Pf., Kleesamen — M. —
gf., Kornbrod 6 Pfund 1 Qual. 68 Pf., 2. Qual. — Pf. Gemischtbrod
Hfund 39 Pf., Butter per Pfd. F M7t5 pf., Eier 2 Stück 10 Pf., Kar⸗
offeln per Cent. 5 M., Stroh 2 M. 50 Pf., Heu 1M. 80 Pig.

— Fise le Netdection verantwortlich: F. X. Demek.
Anzeige.

Fahrpreisermäßigung
Von j tzt ab lostet eine Fahrt
ach Saacbrücken und zurüch mit
neinem Zweispanner⸗Wagen bei
inem dis *44stündigen Aufent⸗
salt 5 Mik., bei 1 Siunde
lusenthalt 80 Pfg. mehr. Für
nach Brebach, Ensheim, Sulz⸗
jach und Friedrichshal gelten
Fiefelben Preise. Für 1 ganzen
Tag berechne Mk. 10.-
vei langeren Geschäftsreisen
on einigen Tagen tritt eine wei⸗
ere Pressermäßigung ein.
Nikolaus Feht, Lohnkulscher
wohnhaft im
frühern Zix'schen Hause.

n einem hiesigen Manufoktur
J Spezerei⸗ und Kurzwaaren
Heschäft ist eine Lehrlings⸗
Telle offen. Bei wem sagt dit
Frpedition ds. Bl.

Ich beehre mich hiermit mei⸗
ner verehrlichen Kundschaft in
St. Ingbert höflichst anzu⸗
—Wo—— binnen einigen
Tagen diesen Platz besuchen werde.

Gefl. Aufträge für mich kön⸗
nen schon jetzt bei Herrn Her⸗
mann Fischer oder im Hotel
Zehnert angemeldet werden.

Hochachtungsvollst
3. kauffmann, Hemdenfabrikant
Ds Straßburg i.E.
Vom Dienstag auf
* Mittwoch ist mir ein
muger Hund, dänische Dogge,
10 Wochen alt, von schwarzer
Farbe mit weißer Brust und
Füßen abhanden gekommen. Es
wird gebeten den Hund an den
Anterzeichneten zurücbbringen zu
wollen. Pet. Weisgerber,
St. Ingbert.
—
22 4
ArRẽeßt

Danksagung.

Für d'e liebevolle und zahl⸗
eiche Theilnahme bei der Be—
rdigung unseres lieben Gatten,
zaters, Großvaters, Bruders,
zchwagers, Onkels und Groß:
nkels, Herrn

Heinrich S5chmitt,
agen wir hiermit unsern innig
tlen Dank.

Si. Ingbert, Metz und Haisers⸗
autern, den 21. Juli 1879.
die tieftrauernd Hinter⸗

Bliebenen.

Haasenstein &amp;
Vogler.
Prstoe und älteste
Aunoncen⸗Expedition
Prankfurt a. Maimn
Filiatlen in Darmstad

Mannbeim, Carlsruhe, Stutt

gart, Würzhurg, Ulm
Preiburg in Baden.

—— —
*

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Anzoigeon. Disc rots Anzoit

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Druckarheiten

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Huchdruckerei von
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8 5 * — —— 22 * — 5—52 * 2522 25233372
— 2 555 2 — — 8833 —A ——— 5* 2573 35
25 S * 25 c2 5z2582* 338 3353
— 255—383 —— —538 —33555 A—
2 * *223 330. 75 — —388 2523 — —z33 — 2368 ẽ 338
—37— 8835532 558 885 25 — — —— 558* 55 238533
»53283 —383333375 —— 3352 35337
A 582 583585 23—52 — 8.2 — — —A
222 — —2 7823 2 *ẽ
— — 8 5333—553—35558 58588 —
3223* 353 5 5 —A —E — ——23 — — —
3 8 I 32328
5233 5 7 * * 238 255— 33 555*52 Z5 — 335285
538 83 2353255 —— ——53*8*
— 32— * * *
8 ——5333
8 8 — * 38 *
55 5323235557 252 —— — —
53338. 2355332332232—58 322545 253 22552204
F 33333* 538* 2 * * 252 5 52 28
3 553 338 3 333 338683
32 — —8 —A 55 38 525 * 3
—53333352338 3 33338333353 335 3855
38 3733535* — — 2333335
3238 638 — 15238 32 5 533
2 2 2 — —8— * * 25 5535
235353 35535838 28 52 * 5252535255 *2 —A 532 *
7 22 — — 25 — 3 —
—5—5 8 83—2838 E4x I28522328 —83838863 38 383
e 2 * —— — — —————
* * F
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* 232 —2 2 322
5353555S5?z —3233 33538355
— 53 52 238 z2528 5.5
2228 5 —533328 —5327* 25236
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22553 3 2 253 8 *
* — — *
35—z3s 533—35175
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33——3 53335
38 55 52.
3 3658
3333—833533355
3535 537 —— 233332383
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Aunzeiger und das (2 inil wo heutlihz mu dem Haudtblaite verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

age) erscheint wo hentlic viermul: Dieuztaßz, Donnerstaz, Sunstag nuad Sonutag. Der Abonunementspreis beträazt vierteliährlich

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smit 15 — für die viergespaltene Zeile Blattschrisit odet deren Raum, Neclarnen mit 30 pro Zeile berechnet.
M uu7.

Samstag den 26. Juli 1879.

Deutsches Reich.

Mänchen, 22. Juli. In dem Bericht, den der Abg.
Dr. Frankenburger über den Militäretat erstattet, ist u. A. be⸗
merlt, daß die Nothwendigkeit der Erhaltung eines Gouverneurs
in Germerssheim zu beanstanden sei. Wenn für Raftait und
koblenz ein Kommandant genüge, so werde auch für Germersheim
ein solcher unter den jetzigen Verhältnissen ausreichend sein.
Aus Munmnchen, 22. Juli schreibt man der „Abdz.“ ? „Die
Rochticht, daß der frühere Abgeordnete und Appellrath Dr. v.
Schmitt, zur Zeit Mitglied der Reichkcommission für Bearbeitung
ines allgemeinen deuischen bürgerlichen Gesetzbuches in Berlin, zum
Präsidenlten des künftigen Oberlandesgerichtes für die Pfalz in
Aussicht genommen sei, beruht auf einem Irrihum. Man hat viel⸗
meht gerade mit Rücksicht darauf, daß Dr. v. Schmitt in seiner
Eigenschaft als Mitglied der Reichsscommission zur Ausarbeitung
eines Cwilgesetzbuches noch mehrere Jahre in Berlin wird beschäf⸗
sigt sein, einen anderen, in der Pialz sehr bekannten, zur Zeit dem
Appellgericht in Zweibrücken angebörigen Nichter für diese Stelle

in Aussicht genommen.“
München, 22. Juli. Den Bemerkungen zum Etat des
. Justizministeriums pro IV. Quactal 1879 entnehmen wir weiter
Folgendes: In Ansehung der Oberlandesgerichte ist nach Maßgabe
zer künftigen Bevölkerungsziffer ihrer Sprengel und des Umfangs
der bisherigen Geschäftsaufgabe, mit Ausschluß der Berufußg in
Strafsachen, an ordentlichem Personalbedarf die Besetzung des Ober⸗
andesgerichts in Zweibrücken mit einem Präsidenten, 1 Senaisprä⸗
sidenten und 6 Räthen, des Oberlandesgerichts in Augsburg, wo
in Folge der bedeutenden Vergröherung des Sprengels 2 Senate
nicht zu umgehen sind, mit 1 Präsidenten, 1 Senatspräsidenten
und 12 Räthen, der Oberlandesgerichte in NUürnberg und Bamberg
mit je 1 Präsidenten, 1 Senatspräsidenten und 14 Räthen, endlich
des Oberlandesgerichts in München mit 1 Präsidenten, 4 Se—
natspräsidenten und 82 Räthen ia Aussicht genommen. Die Zahl
zer künftigen Landgerichtsräthe bleibt hinter jener der dermalen vor⸗
zandenen Vezirlsgerichtscräche um 18 zurück, welche in den nächsten
Etledigungsfällen ebenso wegfallen werden, wie die 10 Stellen der
Obergerichtsschreiber der aufgelösten Bezirlsgerichte. Das disherige
Personal an Sekretären und Unkergerichtsschreibern beĩ der Bezirks⸗
zerichten beträgt 84 Veamte. Eine Minderung deser Zahl ist nicht
nöglich, thells wegen der wesentlichen Geschaftsvermehrung, welche
uf Grund der Ciilprozeß⸗Ordnung, Konkursordnung und Straf⸗
rozeß Oidnung auch bei den Gerichtsschreibereien der Landgertichte
exwächst, theils aber auch wegen des besonderen Umstandes, daß an
gen Landgerichten der Pfalz an Stelle des bisherigen, aus den künftig
vegfallenden Gerichtsschreibereigebühren gelohnten Hilspersonals vom
Staate besoldete Gerichtsschreiber angestelt werden müssen. Anbe⸗
angend die künftige Besetzung der Amisgerichte, so sollen auf Grund⸗
age der bisherigen Geschäfisermittelungen 838 Amtsgerichte bei einer
Durchschnitts bevoͤllerungs iffer von 9000 Seelen mit einem, 155
nit 2, 33 bei einer Durchschnittsbevöllerungsz'ffer von 23,000
Setlen mit 3, 5 mit 4, 12 mit 53, 2 mit 6 und der Rest mit
nehr als 6 Richtern besetzt werden. Das Amisgericht München J
vird wit mindellens 28 Richtern, das Amtsgericht Nürnberg mit
nindesiens 15 Richtern auszustatlen sein. Gegenüber dem bisherigen
Personalsiande der Stadt und Landrichter ergibt sich eine Personal⸗
dermehrung um 57 Amäisrichter, welche jedoch bei der sehr bedeu⸗
enden Vermehrung der Geschäftslast, wie sie die erhöhte Kompeten;
mit sich dringen wird, unverme:dlich erscheint, übrigens aber durch
zie Ersparungen an Richterpersonal am obersten Landesgerichte, den
Oberlandesgerichten und Landgerichten vollständig ausgeglichen wird.
kine wesentliche Vermehrung stellt sich bei den Gerichtsschreibereien
der Amtsgerichte als nothwendig dar. Bei solchen, welche künftig
nit Z Richtern beseht sein werden, dann bei den größeren mit mehr
als 3 Richtern auszustattenden Amtsgerichten, endlich auch bei einigen
nur mit 2 Richtern besetzten Amtsgerichten von hoher Einwohner;ahl
und besonders umfangreichet Geschäftsaufgabe ist die Beigebung
deiterer Gerichtsschreiber in Ausficht zu nehmen, so daß eine Mehr⸗
ing des Gerichtsschreibereipersonals gegenüher dem Personaletat der

aufenden Finanzperiode um 70 Berichtsschreibet, nothwendig wird.
Die bisherigen Erträgnisse des Gerichtsvollzieherdienstis werden in
Johem Grade geschmälert. Diese Schmälerung beträgt nach einer
auf amtlichen Erhebungen sich gründenden Wahrscheinlichke teberech⸗
nung zwilchen 3 und 8 des dermaligen Einkommens der Gerichis⸗
vollz'eher. Ein Diensteseinlommen von 1500 M. dürste jedoch das
nindeste Maß Dessen sein, was zum nothdürstigen Auskommen eines
ünftigen Gerichtsvollziehers unerläößlich ist. So weit nun die Er—
rägnisse der bezüglichen Stellen hinter diesem Betrage zurückbleiben,
rübrigt als weitere Maßregel nichts Anderes, als die erforderliche
krgänzung aus der Staatskassa zu le sten, wenn nicht das dienstliche
Interesse bon vorneherein in bedenklichem Grade gefährdet werden
oll. Für die Zeit der Uebergangsperiode find beim obersten Lan⸗
desgerichte mindestens 3 Senate vorgesehen und hiezu außer dem
Zräsidenten noch 2 Senatspräsidenten unumsänglich nothwendig.
In Zulunft werden 2 Senate genügen und sind die Besoldungen
jür 1 Präsidenten, 1 Senatsprosidenten und 16 Räthe vorgesehen.
(Fr. Kur.)

Berlin, 22. Juli. Die „Vossische Ztg.“ schreibt „Wie
ins versichert wird, ist der Nuntius Masella bereits in Kissingen
ingelangt. Die im vorigen Jahre angeknüpften Verhandlungen
wischen ihm und dem Kanzler werden nun unverweilt wieder auf⸗
zenommen werden. Da sich die Situation gegen das vorige Jahr
vesentlich geändert hat, so ist es nicht unwährscheinlich, daß fie
iesmal zu einem Resultate fübren werden. — Das ‚Tageblati“
chreibt: „Aus zuverlässiger Quelle geht uns folgende Nachticht zu,
zie vermuthlich mit dem Gerüchte von dem Rücktritt des Feldmar—
challs Molte im Zusammenhang steht. Früher war nämlich
)emselben der General Graf Wartkensleben, F'jeßt Kommandant pon
Betlin, als Adlatus beigegeben und ist es bis jetzt nicht gelungen
iaen Nachfolger für diesen zu finden. Je nolhwendiger jedoch
in solcher bei der Fülle der Geschäfte geworden ist, desto iauter
vurde duch das Verlangen nach Ernennung eines solchen. In
jeueter Zeit ist nun wieder dabon die Rede gewesen, auf diesen
vichtigen Posten den General von Berdiy, den berühmten Mili—
ärschriftsteller, jetzt Brigadelommandeur in Straßburg oder den
heneral Bronsart von Schellendorf, sjetzt Konimandant don
Jotsdam zu berufen. Die Euischeidung dürfle immerh'n noch auf
nch warlen lassen, dazegen steht sest, daß der Feldmarschall Graf
Noltle unter allen Umständen bis nach der endgültigen F sistellung
)es deuischen Heeresbudgets zu bleiben gewillt ift, um in den hei⸗
zen, dann zu eiwartenden Debatten sein gewichtiges Wort in die
Waagschaale zu werfen. Gleichzeitig tönnen wir mitthellen, daß
s so gut wie feststeht, daß der Min'ster Stosch abgeht und zwar
nach den Herbstmanövern, da nach denselben der lommanditende
veneral des 15. Corps, General Fransecki den Abschied nehmen
pird und alsdann durch Herrn von Shossch im Kommando ein—
etzt werden soll. Das Marine⸗Minuisterium übernimmt General⸗
Neutenant von Boigt⸗Rhetz, der jetzige Direktor des allge⸗
neinen Kriegs-Departemeuts. Derselbe bat bereitz vor einiger Zeit
eine Wohnung gekündigt.

Berlin, 22. Juli. Nach der jetzt festgestellten Ordnung
vird der Kaiser am 4. September in Koͤnigsberg zum Mandver
intreffen und dort sechs Tage verweisen. Für die Ankunft in
Ztraßburg ist der Tag noch nicht festgesetzt. (A. Zig)

Am 18. Juli machten der derzeilige Rektor und Proreklor der
ßerliner Universität, die Professoren Zeller und
)elmholtz, dem Staatsminister Dr. Falk ihre Aufvartung, um
emselben den Dank des alademischen Senats für die großen Ver—
ienste auszudrücken, die er sich durch seine einsichtige, freisinnige
und charattervolle Leitung des preußischen Unterrichtswesens um
das wissenschaftliche Leben unseres Volles und insbesondere um die
Universität Berlin erworben habe.

Laut amtlicher Zusammenstellung des Reichskanzlers wurden
m vorigen Jahre 'ausgeprägt: An Reichsgoldmünzen 2257,118
Stüct Doppellronen, 1,707, 372 Stüd Kronen, 551,100 Städ
jalbe Kronen in den preußischen Münzstätten in Berlin, Hannever
ind Frankferrt, pzusammen für 64,971,580 Mt.; bei den Münx
        <pb n="410" />
        stätten in München, Dresden, Stuttgart, Karlsruhe. Darmstadt und
Hamburg 4,257,084 Stück Doppelkronen, 3,891,199 Stüuck Kronen
und 729,323 Stück halbe Kronen, zusammen für 59,727, 885 Mi.,
überhaupt im Gesammtbetrage sür 124,699,46065 Mt. An Reichs⸗
silbermünzen keine Fünsmarkstücke und keine Zwanzigpfennigstücke
Aberhaupi. Letztere dürften vielleicht anscheinend späler eine Aender⸗
ung in der Größe und dem Umfange erfahren, doch sind bis jetzt
alle dahin gehenden Anträge noch nicht zur Erwägung gelommen.
3 wurden 349,578 Stück in Hamburg, Einmarkstücke

485,384 Stüd in allen Münzstätten, mit Ausnahme von Dresden,
Stuttgartt, Darmstodt, Fünfzigpienn'gstüce 575,403 Stück geprägt.

Berlhin, 24. Juli. Das Reichsgesetzblatt verkündigt das
Gesetz über den Zolllatif und die Tabalfteuer.

NAusland.

Aus Rom, 18. Juli wird der „Augsb. Postztig.“ geschrie⸗
ben: Im Monat September l. J. wird ein geheimes Konsistoriuu
abgehalten werden. Der heilige Vater wird in demselben mehrere
neue Kardinäle creiten. Einer der neuen Kardinäle wird Migr.
Jacobini, apostolischer Nuntius in Wien, sein, der, auch wenn er
Fardinal sein wird, noch einige Zeit als Pro⸗Nuntius in Wien
zu verble'ben haben wird. Ja diesem Konsistoriun wird der Papft
auch neue Bischöfe für Preußen und Rußland ernennen, was als
ein Zeichen genommen wird, daß die Unterhandlungen zwischen dem
hl. Stucl und den beiden genannten Staaten den gewünschten Ece
folg haben werden. Ueberdies steht eine große Bewegung in dem
Personal der apostolischen Nuntialurten bevor. Migr. Roncetti,
der gegenwärtig hier in Rom weilt, wird nicht mehr als Nuntius
nach Rio de Janeiro zurüdkehren, sondern als Nuntius nach München
versetzt werden.

Es wird in England sehr auffällig bemerkt, mit welchem Eifer
man die Exrichtung eines Denkmals für den verstorbenen laiserlichen
Prinzen Louis Napoleon betreibt. Nicht nur daß der Thron⸗
folger an der Spitze des Comite's steht, welches die Ausführung
dieses Planes zur Erinnerung an einen doch mindestens mit der
Regierung des England befreundeten Nachbarstaates auf sehr ge⸗
spanntem Fuße stehenden Mann übernommen hat, so dern auch der
Umstand, daß das Denkmal in der Westminster⸗Abtei errichtet weiden
soll, erregt manches Bedenken. Wenn Großbritannien sich einer
Schuld bewußt ist gegen den unglüchlichen jungen Mann, so ist, um
die Sühne hiefür zum Ausdruck zu bringen, die Westminster⸗
Abbey, der Schauplatz der Denkmale von Männern, die sich um
Englands Größe verd'ent gemacht haben, doch geweßenchl der rich
tige Ott, da selbst die wätmsten Freunde der Person dis Prinzen
nicht behaupten werden, er habe etwas für England oder überhaupf
etwas Großes gethan. Dechant Stanley von Westminster erklärt
denn nun auch, er habe die Errichtung eines Denlmals für den
kaiserlichen Prinzen nicht in der eig ntlichen, dem Andenken be—
xühmter Engländer geweihten Abtei gestattet, sondern in der Königs—
grabcapelle, woselbst verstorbene Exilir'e aus der ersten Bourbonen⸗
zeit, nämlich der Bruder Louis Phslippe's und die Gemahlin
Ludwig's XVIII. begraben liegen. Polit sche Gründe hätten ihn
nicht dabei geleitet, da er Niemand der Familie Bonaparte persön⸗
lich kenne uid die Nicderlage Napoleon's III. bei Sedan so freudig
wie irgend Jemand empfunden habe. Auch im Parlament hat das
Befremden über das beabsichtigte Denkmal für Lous Nipoleon
feinen Ausdruck gefunden. Jenkins, entschieden liberaler Abzeord
neter für Dundee, hat am Freitag im Unterhause (allerdings unter
Protest der irischen Homeruler, die trotz ihres Radikalismus sehi
tlerilal und sehr boncpartistisch sind) angekledigt, er werde in einen
der nachsten Sitzungen den Schaßkanzler fragen,“, ob die Regierung
irgend welche Verfügung über die Gewährung von Begräbniß—
plätzen in der Wesiminster⸗Abtei habe, nund wenn Dies der Fall,
db sie gedenke, Schtitte zu thun, um die Errichtung eines Denkmals
in der Abtei für den Prätendenten des Thrones einer jetzt republi⸗
lcnischen Nation, mit der England aus freundschaftlichem Fuße lebt,

zu verhindern.“ — Nach den „Times“ ist in Kalkutta die
Fhnlera ausgebrochen
Vermischtes.

FKaiserslautern. Wie schon früher erwähnt wurde,
veranstaltet der landwirthschaftliche Bezirksverein Kaiserslausern
unter Mitwirkung des Kreitcomitees des landwirthschaftlichen Ver—
tins der Pfalz und in Verbindung mit der diesjährigen Kreisver—
sammlung im kommenden Herbst dahier in der Fruchthalle eint
„pfälzische landwirthschaftliche Ausstellung“. Ihre Dauer ist vom
d. bis 12. Otober bestimmt. Der späteste Termin für die An⸗
metdungen ist dr 15. August. Wer Gerärhe und Malchinen ein—
jchicti, hat die Kosten des Transportes selbst zu tragen; fulr die
landwirthschaftlichen Producte aber trägt das Ausstellungscomitee
die Kosten des Trausportes nach Kaiserslautern. Für die nicht
verlauften Gegenstände wird auf den Pfälz. Bahnen und der Hess.
Ludw'igsbahn binnen 14 Tagen nach der AusLellung freier Rüd⸗
uansport gewährtt. —

. Wegen Abnahme des Bepdlkerunassandes in dem Zuch'⸗

hause Kaiserhautern werden die in der Pfalz zur Zucht
hausstrafe von mehr als 2 Jahren dverurtheilten männlichen Per⸗
donen nicht mehr nach Plassendurg, sondern nach Kaiserslautern
verbracht.

FFrankenthal, 20. Juli. Bei Wirth Fr. Götzler
hier wurde eine Maus gefangen, die als Nalurseltenheit gelten kann.
Dieselbe hat bis in die Naͤhe der Augen graue Schnauze, von da
bis zur Halfte des Körpers ist sie schneeweiß, ebenso am Bauch
und an den Füßen, der übrige Körper ist grau, der Schwanz ist
perhälmißmäßig stark und endet ganz siumpf, ist grau und unbe⸗
haart wie bei der Ratte. Die Ohren sind sehr breit und von
Farbe grau. Heute fing derselbe Wirth eine ganz junge Maus,
die ganz grau war, und hinter ven Ohren waren weiße Fleden.

pLandau, 23. Juli. Dem Verfasser der in moserer
Stadt in den Jahren 1304 - 1508 spielenden Erzählung „Der
zute Kaiser Max“,. Ed. Jost, ist heute von der österreichischen
Desfandtschaft in München folgendes Schreiben zugegangen: „Wohl⸗
jeborener Herr! Seine la serl. königl. apostolische Majestät gerudten
nit allerhoͤhster Entschließung vom 12. ds: Mtis. Ihr Werhk:
„Der gate Kaiser Mox!“ historische Erzühlung aus dem XVI.
Jahrhundert, für die k. k. Familien⸗Fideicommiß Bibliothek huldvollft
inzunehmen. Hiecvon beehre ich Euer Wohlgeboren im Auf—
rage des k. k. Oberstkämmerer⸗ Amtes ganz ergeben in Kenntniß
u Hsetzen. München, 22. Juli 1879. Der lk. und k. Geschäfts⸗
räger v. Pußwald.“
7Si. Johann, 22. Zuli. Nach den amtlichen Bekanpt⸗
machungen haben sich in unseren Städten bisher fünf Innungen
ebildet, nämlich: 1. der Bäcker, 2. der vereinigten Holzarbeiter
Schrelner, Glaser, Drechsler, Korbmacher, Stuhlmacher, Gypser x.),
3. der Schlosser, Mechaniker und Windemacher, 4. der Schuhmacher
uind Schneider, 5. der Schmiede und Wagner. Wir vernehmen,
»aß nach vollsiändiger Einrichtung dieser Innungen — Wahl der
horsitaände u. s. w. — die Innungsvorstände zur Bildung eines
Zesammt-Innungs« Ausschusses zufammentreten werden, um nach
dem Vorbilde von Osnabrück, Magdeburg, Berlin ꝛc. eine Spitze
des Handwerts aller Gattungen zu besißen, welche anstreben wird,
uuf Äenderungen der Gewerbeordnung durch Verbindung mit den
hehöcden 2c. hinzuwirken. Zugleich sind diese Innungsausschüsse
erüfen, unter sihh in Verbindung zu treten und so die Jateressen
des Hindweirls im ganen Lande durch Wort und Schrift wahr⸗
—XV2
‚ares. Wir woll'n heute nur wunschen, daß möglichst alle Hand⸗
vertsmeister den Innungen beitreten, um die sozialen und technischen
horthele derselben zu genießen. Jedenfalls haben die Innungsstatuten
Zaragtaphen, welche auf ein Zusammenhalten hindeuten. So lauiet
. B. der 8 26 des Statuts der Schneider und Schuhmacher, daß
Innungegenossen, welche einen Lehr ing oder Gesellen eines Nicht⸗
nunungsgenossen in Arbeit nehmen, in eine vom Voistande zu erken⸗
nende Ordnungsstrafe von 50 Mark verfallen. Aehnliche Paragrophen
haben die anderen Innungen. Die Eltern, welche ihre Söhne in
zin Lehtlingsverhäliniß thun, werden daher vorsichtig sein und sich
jcagen müssen ob es vortheilhafter ist, den Lehrling einem Innunge—
neister oder nicht anznvertrauen. Jedenfalls haben die Innungen
zu'e Kontrolen über die Lehrlinge, Lehrlingsprüfungen, beglaubigie
GBesellenbriefe u. s. w. und sind demnach auch die erziehlichen Ab—
ichhten der Innungen nur zu loben. (Saarbr. Zig.)

Mainz, 21. Juli. Während seit dem Tode des Bischofs
p. Kettiler die Firmung in der Diöcese Mainz unterblieben ist,
vird nun am 3. August der Bischof von Speier dieselde im hie—
sigen Dome vornehmen.

FFrankfurt, 22. Juli. Heute Vormitlag erregie in
den Straßen der Stadt eine in 14 Miethwagen aufziehende Gesell—
schuft Amerilaner die Aufmerksamkleit. Dieselbe klam von Heidel⸗
zerg und begab sich, nach Besichtigung einiger Hauptsehenewürdig⸗
leiten, um 1Uhr wieder zur Eisenbahn, um nach Wiesbaden zu
jahren. Ein hi siger Wirth, der in Folge e nes Mißverfländnisses
der Meinung war, die Gesellschaft würde vor ihrer Abreise das
Diner dei ihm einnehmen, und ein solches für 100 Mann vor⸗
dereitet hatte, wurde unangenehm enttäuscht, als er erfuhr, daß die
Fremden bereits wieder abgereist sei n und nicht diniren wurden
da fie ‚leinen Hunger hätten.“

fErlangen, 20. Juli. Zum Prorektor unfeter Uni⸗
vecfität für das Studienjahr 1879/80 wurde gestern, wie das
„Tagzblaii“ meldet, dem Turnus entsprechend aus der theologischen
Fakultät Herr Professor Dr. Franck gewählt.

FGelbocipedrenuen.) Das vor einigen Tagen dowm
Mün vener Velocipedklub veranstasiete Rennen bildete den Schluß
einer Reihe von Festlichkeiten, mit der derselbe sein 10jähriges Be⸗
tehen jeietlse. Es waren zahireiche Eingeladene, darunter eine großt
Unzahl hier studirender Engländer und Amerikaner erschienen, welche
Alle die Entwicklung des Rennens mit größtem Interesse verfolgten-
Am Start waren 9 Herren erschienen und zwar mit Maschinen
von 1,9 b's 1,34 Raddurchmesser. Das Rennen war nur, füc
Auhmitalleder. In dorislalicher Verfassang kam als Erstet ans
        <pb n="411" />
        giel: J. Y. Carringlon (Wanchester), als Zweiter M. Ladinig
Narnien), als Dritter H. Hildebrand (München). Die Rennbahn
hatte eine Lange von über 49/3 Kilometer und wurde vom Ersten
durchfahren in 10 Minuten 33 Sek. Nach diesem kamen 12 Mi⸗
auten 5 Seh., 12 Minuien 24 Sel. ꝛc. Der Sieger halte sonach
den Kilometer in 2 Minuten 20 Sek. gefahren.

F* Gießen. Der ‚Gießener Anzeiger“ illustrirt das Unter⸗
stützumgswohnsitzgesetz, indem er Folgendes erzählt: „Im Mai d. J.
traf eine Fmilie, vestehend aus fünf Personen, mittellos von Meg,
zesp. Frautfurt in Gießen ein. Der Mann gab an, vor drei
Jahren aus Brasilien, wosIbst er begütert gewesen, ausgewandert
zu sein, weil sein Familie das dortige Klima nicht habe ertragen
koönnen ꝛc. Im Laufe dieser drei Jahre sei er mittillos geworden,
Er beabsichtigte nunmehr nach Hamburg zu gehen, und von da
verde ihm Gelegenheit, wieder nach Brasilien zu kommen. Er bat
schneßlich in Gießen um Unterstützung zur Weiterreise, welche ibn
mit 1. M. Zehrgeld und den betreffenden Eisenbahnbilleten bis
Marburg qus der Kasse, welche die Polizeiverwaltung zur Verfüg—⸗
ang gestellt hat, auf der Polizei gewährt wurde. Selbsiverständlih
wurde dem Manne auf seinem Paß vermerkt, daß er hier Unter—
stützung mit dem betreffenden Betrage erhalten habe. Es ging nun
diese Sache gut bis nach Hamburg. In jeder Stadt wurde weiter
gesorgt, und in Hamburg begab sich die Familie in die sog. Schutz
haft, d. h. wurde vom dortigen Armenverein untergebracht. Dieser
Tage langle nun von der Behörde zu Hauburg ein Schreiben des
Inhalts in Gießen ein, daß sie für die betreffende Familie nach
Zräften gesorgt und es ihr gelungen sei, dieselbe billigst nach Bra—
ilien zu beschaffen, und sie erlaube sich, der Stadt Gießen die
Rechnung über Reisespesen von 680 Mark 47 Pfg. zur Begleichung
porzulegen, weil die Stadt Gießen durch ihre Unterstützung, die sie
der Familie gewährt, Unterstützungsort geworden sei.

F Zum „Steuer⸗Aufschlag“ theilt die „Bonner Z.“
unter'm 21. d. Folgendes mit: In einen hiefigen Laden tritt gestern
Jemand und verlangt ein Päctchen Tabakt. Das Päckchen wird
gereicht und der Empfänger legt die gewohnten 20 Rpf. auf den
Thekentisch. „Eutschuldigen Sie, der Tabak kostet jetzt 24 Rpf.“ —
„Weshalb?“ — „Wegen des „Steuer-Aufschlages!“ — So, ist
dies denn bereits versteuerter Tabat ?“ — „Jawohl, frische Sendung,
gestern empfangen.“ — ‚Bedaure, dann ist mir der Tabak zu
frisch.“ — Sprachs, ging von dannen und deckte seinen Rauch⸗
bedarf'in einem anderen Hause zum altem Preise.

7 In Gothea wird am 17., 18. und 19. nächsten Monats
ver ersie Kongreß deutschet Thierschuͤtzvereine abgehalten werden,

Die Mußsikkommission des Sedansestes zu Leipziig, welche
in vifiellem Auftrag aus dem „Zöllnerbund“ hervorgegangen ift,
hat beschlofsen, in dem großen Vollskonzert am 2. Septembier das
dti C. F. Kahnt in Leipzig ecschienene Werkt: „Sedania“. Fest⸗
laͤntate aller Deutschen, Dichtung von Müller von der Werra, kom⸗
ponirt für Männerchor mit Instrumentalbegleitung von V. E.
Becker, zur Aufführung zu bringen. Ueber diese Rovität des be⸗
rühmten Wilrzdurger Männergesangskomponisten hat sich namentlich
auch Richard Wagner sehr günstig ausgesprochen.

F Die Adresse Berliner Studirender an den frü⸗—
gertn Staatsminister Dr. Falk ist am 19. Juli, mit 1141 Unter⸗
schtifsen bedeckt, dem Gefeierten überreicht worden. Sie ruht in
ziner Enveloppe von kornblumenblauem Safim, die mit einem
ptächtigen ornamentalen Rahmen im Barodstil delorirt ist.

Durch die unsinnige Mode der hohen Hacken (Absätze) ist
am 15. Juli wieder ein schwerer Unfall herbeigeführt woiden.
Die 29 Jahre alle Gattin eines Berliner Rentgers kehrte am
Urm ihres Mannes von der Geburtstagsfeier ihres Bruders heim.
Im Begriffe, sich nach den auf dem Flur' stehenden Verwandten
noch einmal umzuͤsehen, stürzte die Dame, mit den Hacken an der
obersten Stufe abgleitend, die Treppe hinab und riß den Gatten,
der sie stütßen wolte, mit hinunter. Die Dame hat einen Bruch
des Oberschenkels erlit:en, während der Galle sich die Kniescheide
ausfiel, so daß im Geburtstagshause‘ zwei Krankeuͤhelten hergerich⸗
let werden mußten.

dolgende Warnung, welche die weileste Verbreitung ver⸗
dient, bringt der „Niederschl. Bote.“ „In verschiedenen Zetungen
inden wir eine Anzeige von der sog. „Wiener bereinigten Britan⸗
aiasilber-Fabrit“. Dieselbe kündigi 12 Stuͤck verschiedene, aus dem
,einsten Britanniasilber verfertigte Sachen an, für den enorm billl⸗
jen Preis von 14 Mark und bemerkt dabei noch, daß dieselben
Hegenstände ftüher 50 M. gekostet haben. Wie veriockend eine
wlche Anzelge ist und wie oft ein „Reinfall“ gesch'eht, dies ift
sur Genüze bekannt. Um nun hierein klar zu sehen, haben wir
ans im Jnteresse unserer Leser an ein befreundetez Haus in Wien
Rwandt und um Aufklärung gebeter. Wir erhielten nachstehende
Antworh:,Entgegnend Ihrer Aunftage bezüglich des eingehend be⸗
hrlebenen Brilaunia⸗Silberwaaren⸗Fabrikgeschafts, welches zu bei⸗
diellos billigen und unglauhblichen Preisen offeritt, können wir nur
barnend miltheilen, diß dies, wie Sie selbst erwähnen, purer
Schwindel ist und die Reklame auch' auf solchein fußt.“

k Vorigen Freitag ist im Kanion Wallis das hochsie
Telegraphenbureanu der Welt eröffnet worden. Dasselbe befindet
sich im „Hotel Ryffel“ unterhals des Ryffelhorns, etwa 8300 Fuß
über dem Meere.

7 Zu der jetzt so vielfach ventilirten Frage einer Beschränkung
des Borgsystems liegt ein sehr interessanter Vorgang in der Schweiz
dor. Der Halbkanton Obwalden hatte am 22. Januar 1876 ein
Wirthschaftsgeseß ersassen, dessen Artikel 21 vorschreibt: bezüglich
aller Forderungen für Brantwein und andere gebranntie Wasser
vird kein Rechisschuz gewährt.“ Ueber diese Bestimmung haben,
uls der durch Art. 31 der Bundesverfaffung genährleisteten Han⸗
nelsfreiheit zuwiderlaufend, mehrere Spirituosenhaͤndler außer dem
danton Beschwerde erhoben und Aufhebung derselben verlangt.
Der Bundesrath hat, in Erwägung, daß auch Forderungen, welche
us dem Großhandel mit Spirituosen, auf Lieferungen von drößeren
Quantitäten in Fössern, an Wirthe, Spirituosenhandler, herrühren,
inter die erwähnte Rechtsregel gestellt werden, daß aber eine so
veit gehende Rechtsverweigerung den Handel, speziell das Kredit⸗
jeschäft mit Spirituosen wenn nicht verunmöglicht, doch in hohem
Brade erschwert und beeinträchtigt und deshalb mit dem Princip
)er Handelsfreiheit im Sinne von Art. 81 der Bundesverfassung
m Widerspruche steht, beschlossen, den Art. 210 in seiner gegen⸗
värtigen Fassung aufzuheben, der obwaldnerischen Gesetz zebung aber
orbehalten, für die Ausübung des Wirthschaftsgewerbes und für
)en Kleinverkauf von Branntwein und anderen Spirituosen die
ingemessenen Vorschriften aufzustellen.

Westhofen, 22. Juli. Gestern Morgen ereignelte fich
dahier ein recht bedauernswerther Unglücksfall, welcher uns wieder⸗
jolt daran erinnert, welche Vorsicht bei Maschinen nothwendig ist.
der Sohn des Besitzers einer Dawpf ˖ Dreschmaschine aus Biebes⸗
jeim wurde heute Morgen, als dieselbe in der Hofraithe von Jacob
Sponagel in Betrieb gesetzt wurde, von einem Riemen erfaßt und
nit solcher Gewalt fortgerissen daß dessen rechter Arm mehrmols
zebrochen und nahe an der Schuller total abgerissen wurde, so daß
der Arm oben in der Riemenscheibe hing und der junge Mann am
Boden lag, alles Fleisch von der Brust losgerissen. Der Unglück⸗
liche wurde heute Morgen von seinen gräßlichen Schmerzen er⸗
löst. (W. Zig.)

In Sachen der Ot'schen Millionenerbschaft in Witen fin⸗
det sich im Inseratentheile der Karlsruher Ztg.“ folgende Be⸗
kanntmachung des Gerichtsnotars Bittmann in Tauberb schofsheim:
„Zum Nachlasse des Martin Ott in Wien ist zunächst sein voll⸗
bürtiger Bruder Adam Ott, geboren in Zimmern, Amt Tauber⸗
bischofseim, am 19. Ottober 1795, erbberechtigt. Derselbe ist.
seit dem Jahre 1830 vermißt. Die bisher gepflogenen Nach—
sorschungen haben ergeben, daß er vom Juni 1815 bis Mai 1830
in der ehemaligen großherzogl. badischen Artilleriebrigade (Garnison
Bottesaue) als Kanonier gedient hat; weiter wurde mit ziemlicher
Sicherheit ermittelt, daß er bei Premier⸗Lieutenant Großmann Be⸗
dienler war, aus der Garnison sich heimlich entfernt und im Rheine
ertrünlt habe. Versuche, diese Thatsachen festzustellen und einen
Todesschein zu erlangen, waren erfolglos. Es ergeht nun an
ämmtliche Pfarrämter der Rheinorte von Rastatt abwärts, sowie
an die Gerichte⸗ und Verwaltungsbehörden, deren Bezirle an den
Rhein grenzen, und zwar sowohl des diesseitigen afs auch des
enseitigen Ufers, das dringende Ersuchen, in den Kirchendüchern,
zeziehungsweise in den Akten über Unglücksfälle und dergl. nach
dem Tode des Vermißten zu forschen und den Erfund dem Unter⸗
zeichneten belannt zu geben. Zugleich werden die etwa noch le⸗
benden Kameraden des Vermißten, die über sein Schidsal Auskunft
zu geben vermözen, aufgefordert, Nachricht darüber brieflich an den
Anterzeichneten gelangen zu lassen.“ Diejenigen, welche solche An⸗
jaltspunlte liefern, daß der Tod des Adam Ott gerichtlich festge⸗
stellt werden kann, wird von den in zweiter Linie erbberechtigten
Verwandten eine Belohnung von 200 Mark zugesichert.“

F Eine merlwurdige Episode aus dem Scauspiel der Bei⸗
etzung der Leiche des Prinzen Louis Nopoleon in Chiclehurst:
Durch einen seltsamen Zufall, wie die Geschichte deren hin und
wieder aufweist, waren der Chirurg und der Arzt, welche die Iden⸗
lität des Leichnams sesistellten, Lorrey und Corvisart, die beiden
Söhne des Chirurgen und des Leibarztes des ersten Napoleon.
Und nicht genug daran: Der Bischof, welcher den Kardinal Man—⸗
ning nach dem Trauerhof begleitete, hieß Las Casas. der Sohn
des Veifassers der Memoiren von St. Helena, der Sohn des
reuesten Freundes des Stifters der bonapartistischen Dynastie, der
nun herbei kam, um über dem Sarge des letzten Thronerben des
Hauses der Napoleoniden den Segen der Kirche auszusprechen.

fF Wie aus New⸗NYork gemeldet wird, hat Herr Edison
dus Hindernid, welches sich seinem eleklrischen Lichte durch den hohen
Preis des Platina entgegensiellte, theilweise Uberwunden. Seine
dampen, deren Koslenpceis anfänglich sich auf mehrere Dollars
reslvn sollte, können nun aus einer Mischung von Platina mit
ixdinären Metallen zum Preise von nur 56 Cents pro Stud
zergestellt werden. Herr Edison erklärtte, er könne nun den
        <pb n="412" />
        sjpiralförmigen Draht für die Weißglahhitze zu einem Preis erzeugen,
Hen Lille, die Gas benützen, leicht erschwingen kbönnen.

FcEs in schon lange her, dideldum.) Auf einem der Triumph·
bögen, welche zum Empfange des Fürsten von Bulgarien in Sofia
errichtet waren, las man die Inschrist: ,Willtommen, Fürst! Wir
haben Dich seit 500 Jabren erwartet 1* —

Farktberichte.

Zweibrücken, 24 Juli. (FIruchtmittelpreis und Victualienmarli.)
Weizen — M. — Pf. aorn o M. wPf.. Gerfte zweireihige d M. — Pf.

Aierreihige d M. — Pf. Spel 7 M 86 Pf. Spelzkern — M. — pj
dintel M. pf.Viischfrucht M. — pf., Hafer 8 M. 22 3
*rbsen — M. — Pf., Widen 0 M. — Ff., Kartoffeln 5 M. — yj.
Zeun2 M. 560 Pf., Stroh 2 M. 60 Pf., Weißbrod 1!/3 Kilogr. — Pf.,
Kernbrode3 Kilogr. — Ppf., 2 Kilogr. - Pf. 1 Kilogr. — Pf. Gemischt⸗
rod 8 Kilogr. — Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
ß6 Pf. ii. Qual. 60 Pf. Kalbfleisch 80 Pf. Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleisch
56 Pf. Butter/ Kilogr. O M. 83 Pf., Wein 1 Liter 80 Pf. Bier J Liter 24 Pf.
Fur die: Nedaction verantwortlich: F. X. Deme ß.

Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.
Montag, den 11. August
nächsthin, Nachmittags 8 Uhr zu
St. Jugbert bei Philipp
Emrich,
wird vor dem unterjeichneten
Amtsverweser des kigl. Notar
Sauer in St. Jagbert, auf Be⸗
treiben der Winwe, Kinder und
Erben des zu St. Ingbert ver
lebten Handeismannes Karl Eion
gegen“ Theobald Metzger,
Oekonom und Ziegler aus
Schmittshausen, die nachstehend
hezeichnete Liegenschaft, im Banni
von St. Ingbert, wegen Neacht:
bezahlung des Erwerbspreises

iin Wege der vertragsmäßigen

Wieder versteigerung, dffentlich zu

Eigenthum dersteigert.
Pl.⸗Nr. 731 und 782. 10 2

90 qm Fläche, Wohnhaus

mit Hof, Stallung, Scheuer

und sonstigen Zubehörden
nebst Garten, Acker und

Wiesenland, gelegen an der

Kohlenstraße zu St. Ingber!

neben Philipp Wentzel und

der neuen Synagoge.
St. Ingbert, 24. Jun 1879

7. Auffschneider,

Anmtsverweser.

2 —33
UV D— x ** 4 4
wil⸗ Kx Merrin.
—EXRXVBV den 27. Juli, Abenés Halbb O Uhr
in OBERHAUSER's gaal:
MusIlã sele u theédotroules elae
Abend-Unterhaltung.
Nach derselben TAN 2.
*Schulpflichtige Kinder duũrfen nicht mitgebracht werden.
Der Vorstand.

— —
Anzeige.

Ich beehre mich hiermit mei—
ner verehrlichen Kundschaft in
St. Ingbert hoͤfl chit anzu—
zeigen, daß ich binnen einigen
Tagen diesen Platz besuchen werde.

Gefl. Aufträge für mich Brꝛꝛ⸗
gen schon jetzt bei Herrn Her—
mann xFischer oder im Hote!
Lehnert angemeldet werden.

Hochachtungs vollst
J. Kanffmanu, Hemdenfabrilant
aus Straßbarg i.E.

Soeben erschien in der K. K. Hof- und Verlagsbuch-
handlung von Adolph Gestewit?z in Wiesbaden
Der neue deutsche Solltarif vomdJuli 1879

Nachschlagebuch für Jedermann.

Nächsten Sonntag
—AXII
der hiesigen Stadtkapelle in
der Gartenwirthschaft von

Feusser.
Daorselbe enthàlt den gesetzlichen Text und alle ent-
gũltig festgestellten Tarifpositionen, theils jetæt, theils am
. Januar 1880, wie solche gesetzlich in Kraft tretep
werden. Das ungemein grosse ĩnteresse, welches diesem
neuesten Zolltarife beigelegt wird, dürfte diesem Buche
viele Abnehmer sichern.

Preis broch. B0 Pf., cart. 60 Pr.

. Vorrathig in allon Buchhandlungen.

Der obere Stock
meines Wohnhauses ist zu dver—
miethen und kann bis 1. Okiober
bezjozen werden.

G. Uhl, Zimmermeister.

Kein Landwirth
ollte versäumen, auf die in Frankfurt a. M. wöchenilich einmal erscheinende,
Rierteljäͤhrlich uur Eine Mark kostende
deutsche Allgemeine Zeitung
für Landwirthschaft, Gartenbau und Forstwesen
(Groͤßtes landwirthschaftliches Organ in Suddeutschland)
zu abonniren, welche die tüchtigsten Männer der Wissenschaft, wie auch der
Pratis zu ihren Mitarbeitern zählt und es fich zur Aufgabe gemacht hat,
den dationellen landwirthschaftlichen Fortschritt durch geeignete Besprechungen
practischer Reuevungen zu unterstültzen. Keine Kosten scheuend, um dem In
jerefse ihrer Abonnenten dienen zu können, wird derselben vom 1. Juli d. Js
ab monatlich zweimal eine Gratis⸗Beilage unter dem Tilel
Zeitschrift für Viehhaltung und Wilchwirthschaft
redigirt von Dr. von KlIenæze, Mollerei⸗Consulent für das
Koͤnigreich Ba y eren

beigegeben werden, welche bestimmt ist, die Entwickelung der Milchwirthschaft
zu befördern und zur Erzielung des größtmöglichen Reingewinnes aus der
Viehhaltung Anleitung zu geben.

Man abonnirt bei allen Postanstalten und Buchhändlern. Eingetragen

»in der Post⸗Zeitungs⸗Preisliste unter Nr. 1038.

Franzögische und englische Sprache.

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zu Jedermanns Gebrauch
in allen, Formaten

sind vorräthig in der
Druckerei ds. Bl.

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Wer an Gicht. Kuenmatismns oder
Erkältungskrankheiten leidet, versehe
fich mit dem in zweiter Auflage
erschien⸗ Nα
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Dies vorzugliche, tausendfach bt
wuhrte und leicht ju befolgende An⸗
leitungen zur Seibsibehandlung u.
deilung obiger Leiden enthaltende
duch soAte in keiner Familie fehlen
und namentlich kein an Gicht oder
Rheumatismus Leidender versäu⸗
men, dasselbe zu baufsen. Viele
Krauke, die vorher Alles vergebent
gebraucht, verdanken den Anleitun⸗
gen dieses Buches die ersehnte Hei⸗
dung. — Prospect auf Wunsch vor⸗
zer gratis u. sr. durch Ch. Hohen
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Franzẽs. Joutnal fũr Deutsehhe. Taslisoh. Journal für Deutsehes.
mit erlauternden Anmerkungen und alphabetischem Vocahbulaire,
sowie mit ganz neuer, vervol—neter Aussaprachebezeiehnung für das Engliseho.
Seit T. Juni 1877 herausgegeben von RMIL SOMMBR.

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populãrwissenschaftliche and vermischte Aufsutae, gediegene Novellen, interessante Processe ete.
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eines einzelnen Monats direct 60 Pf. — Quartalanfang: Januar, April, Juli, October
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Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
Hiem für unsere Post⸗Abonneuten „Illustrirtes Sonutagoblatt“ Nr. 80.
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        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich; mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗
lage) erscheint wochentlich viermal? Dieustag, Dounerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuementspreis betragt vierteljahrlich
lAcf 40 A einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1I M 60 , einschließlich 40 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswärts
jmit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 80 Vvro Zeile berechnet.
/2
A 118.

Sountag den 27. Juli 1879.
Deutsches Reich.

München, 23. Juli. Ein Min'sterialerlaß beauftragt
neuerdings die Distriktsbehörden, die Gemeinde⸗ und Ortspolizeibe⸗
hörden, auf genaue Handhabung der Viktualienpolizei aufmerksam
zu machen; insbesondere auf Art. 73 der Gewerbeordnung, wonoch
Baͤcker u. s. f. den Preis ihrer Waaren allgemein sichtlich im Laden
ju verzeichnen haben, sowie auf Art. 143 des Polizei-Straf⸗Gestetz⸗
buchs, der neben den betreffenden Bestimmungen der Gewerbeordnung
in Kraft sei.

Berlin, 24. Juli. Das „Reichsgesetzblatt“ publizirt das
Besetz betr. den Zolltarif und die Tabaksteuer. Die neue Zoll⸗
erhebung tritt sofort ein für Eisen, Hopfen, Instrumente, Lichte,
Materialwaaren (ausgenommen die Mühlenfabrikate), Fette, Pe⸗
hroleum, Thiere und Vieh; mit Anfang Oktober fur Getreide, Holz;
mit Anfang Juli 1880 für Flachs und Spinnstoffe (ausgenom⸗
men Baumwolle); mit Neujahr 1880 für alle übrigen Gegenstände
des Tarifs einschließlich der Mühlenfabrikate.

Berlhin, 25. Juli. Die „Nordd. Allg. Z.“ schreibt: Wie
uns aus Kissingen zugeht, bittet der Reichskanzler zu eutschuldigen,
wenn er, so lange seine Cur dauert, außer Stande ist, die Zu⸗
schriften und Telegramme zu beantworten, mit denen er beehrt wird.

Gastein, 24. Jusi. Se. Majeflaͤt der Kaiser ist von der
heute Nachmitiag unternommenen ersten Ausfahrt nach dem Kötschach⸗
hal im besten Wohlsein zurückgekehrt. Der Kaiser hatte heuie
wiederum gebadet und sodann eine längere Promenade gemacht. —
Die Witterung ist güustiger geworden.

Ausland.

Paris, 24. Juli. Die offiziöse Agerce Havas dementirt
die vom Gaulois gebiachte Nachricht, daß die Regierung Mac
Mahon die Stelle eines Gouverneurs von Paris angeboten habe.

Nihilistische Verschwörung in der russsisschen Armee. Dem
„Novoje Wremia“ wird aus Wladimir gemeldet, daß dort viele
Soldaten und Unterosficiere des Welikoluzki⸗Infanterie Regimentes
wegen Theilnohme an nihilistischer Verschwörung und wegen ge⸗
planter Niedermetzelung der vorgesetzten Officiere verhafiet wurden.
Andere russische Bläuer berichten, daß auch in mehreren anderen
tussischen Regimentern unter der Mannschaft „enragirte Nihilisten“
ntdecht und durch Bethafiung unschädlich gemacht wurden. In
Rowoczerkast wurde sogar ein ObersteNhilist sestgenommen.

Hrodbacken beschäftigt, da entzündete sich auf unbckannie Weise das
Bulver, und der Mutter und zwei Kindern wurden die Kleider und
»er Körper in gräßlicher Weise verdrannt. (Pirm. A.)
1Steinalben, 20. Juli. Der Mühlbursche des hie⸗
igen Müllers Reinhard Jakob kehrte in der Naobt zum 21. Juli
degen 12 Uhr aus dem Wirthshause in die Mühle zurück. Wie
nan vermuthet, ist derselbe in start angetrunlenem Zustande an der
Brücke abgeglitten und in den Bach geflürzt; die Frau des Müllers
joͤrte um dieselbe Zeit einen Schrei, dann war wieder Alles ruhig.
In der Meinung, eine Kuh habe geschrieen, schlief sie wieder ein.
Des andern Morgens, als man den Burschen wecken wollte, fand
nan sein Bett leer. Ahnend, daß hier ein Unglüd passirt sei,
vurde sogleich im Bache nachgesorscht, allein bis jetzt noch Nichts
rufgefunden. (Pirm. A.)

7 Därkheim, 22. Juli. Heute wurde in einem hiesigen
Weinderg der Beginn der längst befürchteten Traubenkrankheit con⸗
tatirt. Nur durch sofortiges sorgfältiges Schwefeln der etkrankten
Ztöcke kann weiterer Calamität vorgebeugt werden. (D. A.)

Kifsingen, 23. Juli. Die Kurfrequenz scheint ihren
döhepunkt noch nicht erreicht zu haben, wie die heute wieder in
zrei Nummern erschienene Kurliste ziffernmäßig beweist. Die Ge—
'ammtzahl unserer Badegäste beläuft sich hienach bereits auf 7323,
nit welcher Ziffer das Vorjahr um mehr als 1000 überholt ist.
Nach den zahlreich einlaufenden Anmeldungen dürfte auch noch der
aächste Monat sich recht lebhaft anlassen. Man erwartet namentlich
hohe [wie hoch N] russische Gäste. (S. 3.)

*Wäurzburg, 21. Juli. Ueber die Veranlassung des
Pistolenduells, in welchem ein Angehöriger des Korps Franconia,
ztud. jur. Wolf, eine lebeusgefähriiche Verletzung im Unterleib
»avontrug, dernimmt der „Nücrnb. Korr.“ Folgendes: Der Oifizier,
Secondelieutenant Wendler, früher selbst Stadent, spielle Billard
und stieß dabei mehrmals an den Studenten, der an einem be⸗
rachbarten Tische saß, an. In dem hierauf entstandenen Wort⸗
vechsel gab der Student dem Offizier eine Ohrfeize.

fKarlsruhe, 20. Juli. Vom 18. —24. September
ds. Is. findet in Baden⸗Baden die Versammlung der deutschen
Naturforscher und Aerzte und in unmittelbarem Anschluß daran die
der Deutschen geologischen Gesellschaft vom 25. —28. Sepibr. statt.

tKarlsruhe. Ruf den 30. d. M. ist eine auserkesene
und zahlreiche Gefellschaft vor das Amtszericht geladen — gegen
300 Personen, meistens Damen aus den höhecen Militäc⸗ und Be⸗
amten⸗, sowie den angesehensten bilrgerlichen Kreisen — „wegen
Waldfrevel, bestehend in Erdbeersuchen und Betreten eines verbotenen
Waldschlages.“

Aus Bücdceburg wird geschrieben: Im Lippe'schen Dorfe
kslerburg a. d. Weser hat ein der Tollwuth verfallener Hund vor
etwa acht Tagen verschiedenes Rinddieh geb ssen, von denen eines
ebenfalls als der Tollwuth verdächtig erklärt, ein anderes aber schon
zeschlachtet worden ist und von dessen Fleisch mehr als 8300 Menschen
zegessen haben. Somit befürchtet man daselbst allgemein den Aus-
zruch dieser schrecklichen Krankheit, in Folge dessen alle Aerzte der
ganzen Gegend thätig sind.

7 Dortmund, 24. Juli. Die „Westph. Ztg.“ meldet:
Bestern Nachmittag 6 Uhr wurden durch schlagende Wetter in der
Zeche Neu⸗Iserlohn bei Marten ein Arbeiler gelödtet, acht Arbeiter
und ein Beamter theils schwer, theils leicht verwundet.

F Berlin, 24. Juli. Der allgemeine deutsche Handwerler⸗
jag wird in diesem Jahre am 7., 8. und 9. August in Bremen
statifinden.

fNew⸗PYork, 23. Juli. Außer in Memphis sind auch
an anderen Puntten Fälle von gelbem Fieber eingetreten: zwei in
douisville und einer in Hobolen bei Flüchtlingen aus Memphis.
In Broollyn ist eine von Havanna gekommene Person am gelben
Fieber erlrankt'; außerdem find auf Schiffen, die don den Anlillen
amen, mehrere Fälle vorgelommen.

F Ein interessantes Kompagniegeschäft ist soeben in Amerila
abgeschlossen worden. Der belannte Luftschiffer Professor King baut
oeben an einem Ballon, in welchem er das Wagniß unternehmen
bill, von Amerika nach Europa zu reisen. Um für den Fall des

Vermischtes.

F Pirmasens, 19. Juli. In verschiedenen Städien der
Pfalz tauchte in letzter Zeit wiederhoit ein gewisser Martin Opel
aus München auf, der sich in den Zeitungen als Specialist für
Bruch⸗ und Kropfleidende ankündigie. Auch in hiesiger Stadt suchte
derselbe, „vielseitigen Wünschen“ entsprechend, seine Kunst an den
Mann zu bringen. Die Polizei sah sich jedoch deranlaßt, der Sache
zuf die Spur zu gehen, und diesen Wiederherfteller menschlicher
Zerrüttung zur gerichtlichen Anzeige zu dringen. Bei der neuuch
tattgehabten Verhandlung ergab sich nun, daß Opel, ein wegen
medicinischer Pfuschereti und unbefugter Führung des Doctortuels
schon oft bestraftes Indiv duum, seines Handwerts Bandagist aus
Muünchen ist. An seine Patienten verkaufte er weißliche und grün⸗
liche Jodsalbe und ein aus geriebenem Schwamm und Zucker be⸗
ceitetes Pulver. Auch verkaufte derselbe Vandagen. Von amtlichen
Zeugnissen, welche Opel als Belege für die Wirksamken seiner Kunst
in den Zeitungen ankündigte, war bei der gerichtlichen Verhandlung
nichts zu hören; dagegen soll derselbe im Besitze einer großen Liste
jolcher Gimpel sein, weldhe sich vertrauenspo zur „sicheren und
radicalen“ Heilung in seine Arme warfen.' Das hiesige Polizeigericht
derurtheilte denselben wegen Verkaufs von Medicamenten zu einer
Haftstrafe von drei Wochen, wegen Anmaßung des Doctortitels in
eine Geldstrafe von 530 M. und wegen Ausübung seines Gewerbes
als Bandagist im Umherziehen ohne im Besitze eines Legilimations⸗
scheines zu sein, in eine Geldstrafse von 3 Piark. (P. Anz.)
In Nünscweiler sst dieser Tage durch Unvorsichtig⸗
leit eines Hausbaters ein schreckiiches Unglüd passirt. Derselbe
atte nämlich Sprengpulver im Küchenschrank aufbewahrt, ohne
zasßz die Frau Etwas davon wußle. Diese war i- v»er Kuͤche wil
        <pb n="414" />
        Verunglückens auf dem Ocean aber gesichert zu sein, wird au der
Wondel ein Kahn befestigt werden. Zum Begleiter, und zwar mit
Räücksicht auf diese hoffentlich nicht eintretende Eventualität, ist Ka⸗
pitäͤn Voyton gewonnen worden, den Europa ja bereits perjoönlich
in seinen großen Schwimmtouren lennen gelernt hat.
pRGene Spielkarten.) Eine originelle Neuigkeit auf
dem Gebieie der Kartenfabrikation sind die ovalen Spieikarten,
französische uud deuische, welche im Verlage der Buchhandlung von
A. Twieimeyer in Leipzig seit Kurzem erschienen sind. Der Vei⸗
leger macht für die von ihm eingeführte neue Form seiner Karten
nachstehende Vortheise geltend: Bequemeres Mischen und Halten,
sowie leichteres Ordnen. Die Praxis muß lehren, ob diese Be⸗
hauptungen sich als stichbaltige erweisen. Was dagegen die Aus—
ftatiung der ovalen Spielkarten betriffi, so ist ihr alles Lob nach⸗
zusagen. Ein rüchtiger Leipziger Künstler, Fedor Flinzer, entwars
die ebenso sinnreichen wie geschmackvollen figürlichen Kompositionen.
Es galt hierbei vor allem Ersatz zu schaffen für die jetzt gebräuch—
lichen, meist recht unschönen Zeichnungen. Der Kunsiler ging bei
scinen Enwürfen auf den Urspcung der Karten uad die Bedeutung
ihrer Farben zurück. Bei den sogenannten franzoöͤsischen (Whist.)
Karlen bedeuten nämlich die vier Faiben die vier alten Stäude.
Dem entfprechend findet sich der Handel, der Nährstand, Wehrstaud
und Lehcstand auf den Figurenkarten in sehr gelungener, künstlerischer
Weise personifizirt. Die Figuren der Könige, Damen und Buben
erscheinen dabei in dem malexischen Kostüm der Renaissance. Bei
der deutschen Karte vertritt Eicheln die „Bauern“ (Ackerbauer, Vieh⸗
Haus⸗ und
Güterversteigerung.
Montag den4. August
nächsthin, des Nachmittags um
3 Uhr zu St. Ingbert, in
der Wirtbsbehausung des Schrei⸗
ners Joh. Schmelzer, läßt
Philipp genannt Ferdinand
Straß, Handelsmann von da,
auf langjährige Zahltermine zu
eigen versleigern:
I. Pi.Nr. 494, 495, 4962
und 497, 17810 Dezim.
ð5 a 96 qm Flaͤche, ent⸗
haltend ein zu St. Ing⸗
bert, in der Pfarrgasse,
am Seienrech gelegenes
Wohnhaus mit Siall, Hof,
Garten und Ackerland, ne⸗
ben Johunn Seel und
Johann Schmitt.
Pl.Nr. 2864, 22 Deiim.,
7 a 50 qm Alcer ini
Seienrech, neben denselben
Nebenlaͤgern, beide Item
ein Ganzes bildend. in der
Pl. Mir. 1449 u. 4480/, Bierbrauerei Heusser.
1038110. Dezim., 38 4 Entree frei.
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neben Heinrich Steinfeld, billigst bei F. X. Demeßz.
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Internafional Lebrinstitut.

und Georg Franz Hager.
Pl.⸗Nr. 4269, 87 Dezim.,
29 aà 64 qm Acker auf
Hobelsahaung, neben Wwe.
Jochum und Wwe. Schmel
zer, mit Klee bestellt.
Pl.⸗Nr. 83182, 62 Dezim.,
214 13 qm Ader am
Schafkopf, neben Michael
Paul, mit Klee bestellt.
KAuffschneider,
Amtsverweser.

Hõôhere Handelsschule mit der Berechtigung zum
einjährigen Militärdienst. — Vorbereitung für üe höberen
Clssen der Gymnasien und Realgymnasien, für Risenbahn-
dienst eto. ete. - Pensionat mit besonderoer Abtheilung
für Knaben von 10—- 12 Jahren; gesunde Luft und prächtige
Raumlichkeiten aut dem Schlösschen Reserve. — Programmé
versendet der Vorstand in αανο—l- n auoe-

‚ächter, Jäger), Grün die „Künsitler“ (Dichter, Maler, Musiker)
Roth die „Gelehrten“ (Lehrer, Aezt, Jurist.) Schellen die „Städter“
Krämer, Handwerker, Soldat.) Für de Figuren der deuischen
Zarle waͤhlie der Künstler das Roltokokostum. Die Ausführung der
Zartea ist eine sorgfältige und sehr elegante, so daß dieselben in
erster Linie sich für den Salon eignen, wo sie ihrer originellen Form
wie ihres anziehenden Aeußeren wegen eines entgegenlommenden
Empfangs sicher sein dürfen.

Fur die Redaction verantwortlich: z. ⸗9 emeß.

n— —— —

Nathschlage für den Sommer. Einer der begab—⸗
testen Naturforscher unseres Jahrhunderts schreibt:

„Bei der großen Hitze der Sommermonate halten wir es für
unsere Pflicht, die alten Gesetze der Farbenlehre in Erinnerung zu
»ringen. Auf Schwarz brennt die sirahlende Wärme des Son⸗
nenlichts am Meiften, dann auf Blau — und demnächst auf Roth
ud Geum. Das kuhlste Gewand gegen die Sonnenhitze ist ein
weißes — dem weißen am Näusten kommi ein gelbes. Legt man
z. B. Tuchproben von verschiedenen Farben auf Schnee, so sinken
die schwarzen am schnellsten ein.

Bei sih stark fühlbar machender Trockenheit im Munde von
der Hitze, vom vielen Sprechen, Predigen, Kommandiren, aus
Maärschen oder auf Reisen gebraucht man am Besten zur Anfeuch—
tung und Erfrischung des Mundes und Schlundes die weltberühm—
en Bruftcaramels Maria Benno von Donat.

Depot der echten unverfälschten Brustcaramels in unsere⸗
Stadt bei Herrn Jean Peters Vreis 50 Pfg.
Bekanntmachung.
Stipendien zum Besuche der
Treisbau⸗Gewerkschule in
Zaiserslautern und der
Frauenarbeitsschnle in
Speyer be treffend.
* —

Die Distriktsräthe des Amtsbezirks Zweibrüdden haben auch
für das Schuljahr 1879,80 zum Besuche der Kreisbauge—
vertschule in Kasserslautern und der Frauenarbeitsschule in Speyer
ur ärmere distriktsaugehörige Schüler wieder Stipendier
demilligt, und zwar:

a. für die Kreisbaugewerksschule in Kaiserslautern:

der Distriktsrach von Zweibrücken drei Stipendien

200 M. im Ganzen.. 4600 M

der Distriktsrath von Hornbach ein Stipend um im

Betrage von ...... ... 150 M

der Distriktsrath von Blieskastel ein Stipendium im

Betrage voonn. 28* 200 M.

der Distriktsralh von St. Ingbert ein Stipendium

im Bekrage vnn.. .... 200 M
Sa. 1150 M

32.

3.

b. jur die Frauenarbeitsschule in Speher:
1. der Distrikisrath von Zweibrücken ein Stipendium

im Betrage von. ** 250 M

der Destrsitsraih von Hornbach ein Stipendium im

Betrage vonnn. 2* 150 M

der Destriktsrath von Blieskastel ein Stipendium im

Betrage von 0 ⸗ 150 M

der Distrittsraih von St. Jngbert ein Stipendium

im Betrage von. .... 200 M
Sa. 750 M.

Jünglinge und Mädchen, welche im Schuljahr 1879/80 ein
der bejeichneten Anstalten zu besuchen gedenken, wollen ihre Gesuche
um Verleihung eines solchen Distrikts⸗Stipendiums, mit der
vorschriftsmätßgen Zeugnifsen über regelmäßigen Schulbesuch und
Schulentlassund, Lebensalter, sitiliche Führung und Duritigkeit be
legi bis längstens Freitag den 18. August J. J. bei
der unterfertigten Behörde eipreichen.

Außerdem haben zum Besuche der Kreisbaugewerk schul⸗
in Kanferslautern die Stadtgemeinde Zweibrücken umb
St. Ingbert für ärmere vrtsangehörige Sgüler je
rin siadtisches Stipendium ausgeworfen, um welches di
Bewerbdungs⸗Gesuche nebst Zeugnissen bei dem betreffenden Bürger
meisteraͤmt Zweibrücken resp. St. Ingbert rechzeitis
einzureichen sind.

Zweibrucken, den 25. Juli 1879.

Kgl. Baver Bezirksamt:
Hemm.
Negierungsrath.
Drug und Derlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
Siezu SAllustrirtes Sonutaasblatt“ Nr30.
        <pb n="415" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich; mis dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
Vr
6 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1I M 60 —, einschließlich 40 ß Zustellzebuhr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswärts
smit 15 A fur die viergespaltene Zeile Blattichrifst oder deren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
— — —
—1879.

—
Deutsches Reich.

Würzburg, 23. Juli. Der Kronprinz des Deuischen
Reiches wird in diesem Jahr wieder zur Inspektion der Tru ppen
des 2. bayerischen Armeekorps nach Würzburg kommen und auf
Finladung des Königs Aufenthalt im hiesigen Residenzschlosse neh—⸗
nen. Die Truppen des 2. Armeekorps werden sich zu diesem
zweck in der Umgebung zusammenziehen; die größeren Manöver
werden in der Richtung gegen Mellrichstadt abgehalten.

Berlin, 25. Juli. Bei der Ausführung des neuen Zoll-

rarifs sind nach dem Beschlusse des Bundesrathes bis auf Weisleres
ei Berechnung des Nettogewichts von folgenden Gegenständen für
Tara zu vergüten: grobe, feine Eisenwaaren, Instrumente und
Maschinen, Lichte. Malerialwaaren, soweit schon bisher decren Ver—⸗
jollung nach dem Nettogewichte ersolgte, feine Holzwaaren, gepol—
terte Möbel aller Art die im bisdher gilkigen Zolliarif festgesetzten
Prozentsätze. Ausgeschlachtetes, frisches und zubereitetes Fieisch,
aicht lebendes Geflügel und Wild aller Art, Fleisch xirakte, Tafel—
»ouillon beim Eingange in Fässern und Kisten 15 pat., in Kör⸗
»en 9, in Ballen 6 pPCt. Schmalz von Schweinen und Gänsen,
Stecrin, Palmitin, Paraffia, Walltrath, Wachs beim Eingauge in
Fässern und Kisten 13 pCt. Hölzerne Möbel und Meöbelbestand⸗
heile u. s. w. beim Eingange in Fässern und Kisten 16, in Ballen
3 pCt. des Bruttogewichts. Dabei bleiben alle bezüglich der Ta⸗
rifvergütung bestehenden Bestimmungen auch ferner in Krafst. Da
aach dem neuen Zolltarif der Bundesrath befugt ist, Mineraldl,
welches für andere gewerbliche Zwecke als Leuchtölsabrikation be⸗
timmt ist, unter Kontrole der Verwendung von Eingangszoll frei
zu lassen, so wurde beschlossen, daß Valkandl, Lubricatinöl, Pe—⸗
troleumfett, Destillationsrückstände des Petroleums, oder ein an flüch—
igem Kohlenwasserstoff armes Erdöl, überhaupt solche Mineralbee,
welche ihrer Beschaffenheit nach zur Leuchltölfabrikation nicht ge—
eignet sind, sondern als Schmiermittel dienen, unter Abstandnahme
von einer Verwendungascontrole zollfrei zu lassen seien. Auch ist
der Reichslanzler ersucht worden, Probeberwiegungen der Gebinde,
in denen Pettoleum eingeht, herbeizuführen, und das Ergebniß
derselben dem Bundesrathe m'tzutheilen. Zur Belehrung der Zoll-
»eamten und zur Herbeisührung einer gleichmädigen fichern Ab⸗
jertigung hat der Bundesrath den Reichskanzler ersucht, alsbald
den Drud entweder des vollständigen neuen Zolltarifs, in welchem
die neu aufzestellien Tarasätze aufjunthmen wären, oder doch eines
jeeigneten Auszugs aus demselben zu veranlossen. Auch joll die
ur Ausatbeituug des amtlichen Waarenverzeichnisses niedergesetzte
ommission beauftragt werden, zunächst und mit thualichster Be⸗
chleunigung das Waarenverzeichniß bezüglich der bezeichneten Ta⸗
rifposit onen zu entwerfen und vorzulegen.

Berlin, 25. Juli. Bekanntlich sind gegen die Zweckmäßig⸗
leit der kleinen silhernen Zwanzigpfennigstücke von Zeit zu Zaͤt
Bedenken laut geworden, und es ist wiederholt eine andere Gesialt-
ang dieser Münze in Anregung gekommen. Jeztzt will die „Berl.
Börsen. Ztg.“ zuverlässig ersahren haben, daß beschlossen sein, fur
ünf Millionen Mark Zwanzippfennigstüdde außer Cours zu segen
ind sie in Ein- und Zweimarkstücke umprägen zu lassen.

Straßburag, 26. Juli. Die „Straßb. Zig.“ schreibt:
Es bestäligt sich, daß der kommandirende General des 15. Armee—
orps (Elsaß Lothringen), v. Franseckhy, der schon wiederholt um
eine Pensionirung nachgejucht, nach Beendigung der Herbstinanöber
ꝛifin tiv gewillt ist, den Dienst zu quittiren. Dagegen ist die Nach—
icht, daß der Chef der Admiralitat General v. Stosch, der sich
andauerrd der besonderen Bunst des Kaisers und Kroupriuzen zu
rfreuen hat, aus seinem bishetigen Amte scheiden und das Gene⸗
alkommando des 15. Armeckorps übernehmen soll, unbegründet.
verüchtweise verlautet übrigens, daß man brabsichtigt, das General⸗
ommando des 15 Korps von Straßburg nach Meß au verlegen.

des Herrnukgl. Regierungsralbes und Bezirlsamtmannes Da mm
don Zweibrücken und des Hrn. kgl. Landrichters König von hier
die Vorschsagsliste zum Geschwornenamte festgestellt und die Wabl
»er Schöffen und Hilfsschöffen für das Amisgericht St. Ingbert
horgenommen.

A. Als Geschworene wurden für die Zeit vom 1.
October 1879 bis incl. 31. Dezember 1880 folgende
Bersonen vorgeschlagen:

1. Orth Ed., Kaufmann in Ensheim, 2. Marx Joh., Ackerer
illda, 3. Wolter Pet., Müller in Eschtingen, 4. Wack Mich.,
Bürgermeister und Oekonom in Ommersheim, 5. Becker Franz,
Wirth und Kaufmann in Oberwürzbach, 6. Jacob Urban, Bür—
jermeister und Gutsbesitzer in Rohrbach, 7. Dörr Joh. Jos., Guts⸗
zesizer zu Triedscheiderhof, 8. Kræmer Heinr., Hüttenwerkebefitzer,
). Gottmann Phil., Kaufmann, 10. Custer Carl, Gerber, 11.
Jeinrich Joh. Jos., Wirth, 12. Kahn Sam., Seifenfabrikaut, 13.
hiery Mich., Bäcker, 14. Weéeigand Carl Aug., Apotheker, 15.
handon Wilh. jun.,, Kaufmann, 16. Laur Heiur., Weinhändler,
7. Martin Joh. Bapt., Pulberfabtikant, 18. Graffion Carl Vikt.,
Birth in Schnappbach.

B. Als Schöffen wurden folgende Personen gewählt:

I. Marx Andr., Ackerer in Enshein, 2. Schmitt Jak., Bür⸗
ermeister und Schreiner allda, 3. Karren Heinr., Ackerert allda,
Volter G. jun., Adjunkt, Ackerer und Wirth in Eschringen, 5.
Vannewacher Joh., Kanfmann in Ommersheim, 6. Hofmann
soh. II., Kalkbrenner allda, 7. Walle Pet. Sohn von Johann, Ackerer
n Heckendalheim, 8. Puchs Mich., Kallbrenner allda, 9. Schmitt
»ob., Adjunkt und Ackerer in Oberwüzbach, 10. Villeroy Heinr.,
zutsbesitzer auf dem Glashütterhof, Gemeinde Hasel, 11. Dörr
leorg Franz, Gutsbesitzer auf Triebscheiderhof, 12. Glaser Jak.,
Pirth in Rohrbach, 13. Hauck Pet., Müller allda, 14. Munzin-
er Phil., Holzhändler, 15. Kahn Dav., Seifenfabrikant, 16.
eidiger Joh. jun., Müller, 17. Beer Joseph, Kaufmann, 18.

semetz Franz Xaver, Buchdruckereibesitzetr, 19. Risel Jakob,
Ddirth in Schnappbach, 20. Fiack Joh., Direktor, 21. Grewenig
udw., Kaufmann, 22. Hahne Franz, Fakior in Schnappoach,
3. Heinrichsdorf Jon., D'erektor von da, 24. Kiefer Oskar,
üttenbeamte, 25. Kræmer Oskar, Hüttenwerlsbesißer, 26. Kræmer
just., Hüttenwerksbesitzer, 27. Martin Heinr., Palverfadritant,
28. Schauck Carl, Faufmann, 29. Weiland Joh Jak., Fabritant,

30. Woll Pet. Jos., Kaufmann, 31. Zott Martin, Kaufmann

in Schnappbach, 32. Fischer Herm, Kaufmann, 33. Weigand

Nto, Kaufmann.

Alle, wo unter A. und B. nicht anders angegeben zu St.
Ingbert wohnbait.

Zu Hilfsschöffen wurden gewählt:

1. Metz Adolf, Goldarbeiter, 2. Müller Benno, Gerber, 3.
Zepp Peter. Kaufmann, 4. Weiler Wilhelm, Cegarrenfabrikant,
5. Zorn Albert, Apotheker, 6. Böhm Josephe, Gülerexpeditor,
“. Biflier Aug., Bahnhofverwalter 8. Hauck Joh., Fastor, 9.
tress Pet., Bäcker und Adjuntt, 10. Schneider Jak., Hüctenbe⸗
imte, 11. Seyb Carl, Hüttenbeamte, 12. Uhbl Joseph, Hüttenbe-
imte, 13. Schreiber Joh. Andr., Ingenicut, 14. Conrad Ernst,
Wirth, 15. Oberhauser Ferd., Wirth, 16. 8Steinteld Friedr.,
dauf nann, 17. Uhl Georg, Zimmermeistet, 18. Pflug Conrad,
Schneider, 19. Schwarz Jak., Rentner, 20. Hellenthal Joh.,
Ddüslter, 21. Schmelzer Joh., Schreinet, 22. Dercum Jakob,
Schreiner, 23. Tock Carl, Uhrmacher, 24. Klinck Phil., Kaufm.,
25. Fiack Joh. Jos., Sattler, 26 Kircher Jak., Hüttenbeamte,
27. Paul Mich., Wirth, 28. Seiter Val.,, Werih, 29. Friedrich
Joh., Kaufmann, 30. Kahn Woltgang, Seifeufabrikaat, 31. Grat-
fion Vict, Rentner, 32. Custer Pet., Bürgermeister, 33. Horst
Carl, Bäcker. Alle von St. Ingbert.

F Sit. Iengbert, 28. Juli. Die Kohlenstraße vor der Weirich'schen
Wirthschaft war gestern Abend der ee eiñner ruchlosen, abscheulichen
That. Von dem 20 Jahre alten Tuüncher Vitus Kimmmel wurde da—
elbst der 48jährige, ledige Tagner Adolph Becker (gewöhnlich nur
ser einarmige Adolph genannt, weil er schon vor mehreren Jabren den rech—

Rermischtes.
Si. Ingbert, 27. Juli. In der gestrigen Sitzung
er laut 8 40 des Reichsgerichtsverfasffungsgeseßs gewählten 7
Berirauenzmänner des Distritis St. Jyaben warde“ im Beiein
        <pb n="416" />
        ien Arm verloren hatle,) er st och en. Der Thilter, körperlich und an
Jahren noch ein Bube, hatte schon vorher in der Wirthschaft von Winkel⸗
mann Streii gehabt, in welchem er das Messer gebrauchte und dem Wirth
zine Verlehung am Kopfe beibrachte. Von da begab er sich mit einem
gleichgesinnten Kameraden in die Weirich'sche Wirthschafl, wo er sofort bei
seinem Einirut wieder Streit anfing und einen Anwesenden am Hahse packte.
Von der Wirthin wurde er darum vor die Thüre gewiesen, trat aber bald
darauf wieder ein. In kurzer Zeit mußte die Wirthin mehrmals gegen ihn
ihr Hausrecht gebrauchen und ihn ausweisen. Als er zum vierten Male
rintrat, wurde er von dem genannten Becker, der in der Rähe der Thüre
saß und bisher ruhig zugesehen hatte, genommen und auf die Straße ge⸗
jührt. Kaum hatte sich Beder zur Thüre zurück gewandt, so versetzte ihm
Kimmel mit einem Dolchmesser einen Stich in den Rücken. Mit den Wor⸗
en“ ZIqh hab' meine Sach'! betrat Becker die Wirthsstube; er zog noch
Wamms und Weste aus und stürzte dann zum Schrecken der Anwesenden
sodt zusammen. Der Stich, mit aller Wucht geführt, hatte die Lunge ver—
lege und war absolut tsdtlich. Ergreifend war die Scene als Vater und
erer Bruder des Thäters das Opfer ihres leichtsinnigen Sohnes und Bru—⸗
ders sahen; wir bedauern die braven Leute aufrichtig. — Das Mesfser, mil
dem vdie blutige That ausgeführt wurde, fand sich im Emrich'schen Garten
Kimmel selbst wurde heute Morgen gegen vier Uhr in der Nähe der protest
Kirche festgenommen und noch am Vormittage nach Zweibrücken abgeführt.
In ihm haben wir eines jener unreifen, leichtsinnigen Burschchen, die, kaum
der Schule entwachsen, die Lehren derselben mißachten, alle Scheu vor Gesetz
Ind Ordnung beiseite setzen, sich Alles erlauben, jeden Sonntag mit Trunl
und Spiel und einer tüͤchtigen Schlägerei feiern und dann die Spitze det
Nessers ohne viel Bedenken gegen Jeden kehren, der ihnen nahe kommt
Leider ist diese Klasse von Buͤrschchen auch bei uns zahlreich und Messer⸗
affairen sind darum nicht sellen. So spielte auch am Samstag bei einer
Schlägerei in einer Wirihschaft unterhalb des Viaduktes das Messer eine
Rolle; in Oberwürzbach ethielt gestern ein Bürger einen Stich in die Lunge;
in Rentrisch und Scheidt kamen Verletzungen mit dem Messer vor. Es be⸗
rühren diese Tbatsachen unangenehm und schmerzlich; aber sie rechtfertigen
den Wunsch, daß alle Messerhelden die volle Schärfe des Gesetzes treffen möge.
Der 18 Jahr alte Schustergeselle Jakob Sch warz ging
vor 8 Tagen von Niederwürzbach, wo er in Arbeit steht, nach
Aßweiler um seine Eltern dort zu besuchen und wurde am Saume
des Biesinger Waldes von 2, aus diesem kommenden Burschen an⸗
gefallen, zu Boden geworfen, so daß er die Besinnung verlor. Als
Schwarz wieder zu sich kam, blutete er start aus der Nase, an
Nien und Brust hatte er Messerstiche, und sein Geldbeutel mit 55 Pf.
Inhalt war verschwurden. Der Ueberfallene befindet fich in ärzt
scher Behaudlung und ist in Folge des Vorganges noch so an—
gegriffen, daß wenig mit ihm zu sprechen ist. Die Angreifer sind,
meint, keine Handwerksburschen, sondern sonstige Arbeiter.
4 Auf den pfälzischen Stationen Ludwigshafen und Neustadt
werden seit 15. Juli Rundreisebillete mit 301ãgiger Giltigkeitsdauer
2*
20 — 4
Vervielfaltigungs
Apparateo
empfiehlt
für Oktav 8,— Mi.
Quart 10,- Mi.
Folio 12,50 Mt.
fFranz Woll.

zur Fahrt über Weißenburg⸗Basel⸗Bern⸗Interlaken⸗ Luzern⸗Zürich⸗
Romansborn-Lindau-München-Würzburg-Aschaffenburg⸗ Frankfurt:
Mainz-Worms oder in umgelehrter Richtung zum Preise von 1.
Ci. 94 M. 60 Pf., 2. Ei. 69 M. 80 Pf. ausgegeben.

Speyer, 25. Juli. An den 4 künftigen Landgerichfen
der Pfalz, welche je eine Ci'vile und eine Strafkammer erhalten, X
an Richierpersonui in Aussicht genommen: für Frankeuthal 1
Präsident, 1 Director, 8 Mitglieder; für Kaiserslautern 1 Pra
ident, 1 Director, 7 Mitglieder; für Landau 1Prästdent, 1 Di⸗
ector, 6 Mitglieder; sür Zweibrücken 1 Präsident, 1 Dertctor, 6
Mitglieder. — Die Zahl der gegenwärtig bei den Bezirksgerichten
Bayerns etatsmäßig angestellten Richter beträgt 402, der bei den
ünftigen Landgerichten anzustellenden 352; es verbleiben also noch
50 zu etwa ndthiger Personalvermehrung bei den Amtsgerichten
derwendbar.

—Das Schwurgericht zu Saarbrücken hat kürzlich dan
dandelsmann Wilhelm Kahn zu St. Wendel, einen notorischen
Wucheter der schlimmsten Sorte, dem wie kaum Einem die treffende
Bezeichnung Halsabschneiber gebührt, wegen Meineids, falschen Zeug—
nisfs, Verleilung zum Meineid und Betruges zu 5 Jahren Zucht⸗
haus und 2005M. Geldbuße verurtheilt. Die Gegenden von
St. Wendel und Ottweiler, als haupisächlicher Schauplatz der ver—
»erblichen Thätigkeit des gewissenlosen Menschen, dürfen froh sein,
daß derfelbe nun auf geraume Zeil unschädhch gemacht ist. (3. 3.)

FWürzburg, 25. Juli. Der Generalmajor Anton Oerff,
Fommandeur der zweiten Feldartillerie-Brigade, ist am gestrigen
Abend 813 Uhr gestorben.

Wie verlautet, hat das zweite, in Sachen des Großen
Zurfürsten“ niedergesetzte Kriegsgericht den Kontre-Admiral Batsch
u sechs Monaten Fesiung, den Kapitän-VLieutenant Mauser vom
„König Wilhelm“ zu einem Monat Festung berurtheilt. Der Ka⸗
pitän Kühne wurde freigesprochen, gegen den Grafen Montis wird
ein drittes Kriegsgericht entscheiden. (D. M. Bl.)

f Schnee im Juli. Am Mittwoch, 16. Juli, ist nach der
„N.Ztg.“ im Freienwalde a. O. bei den Gewittern und schweren
Regengüssen Schnee gefallen. Verschiedene Leute hatten die Stube
geheizt und fühlten sich wohl am warmen Ofen. Auch in dem eine
Merle von Freienwalde entfernten Städtchen Oderberg hat man die
elbe Erscheinung wahrgenommen.

Fur die Redaction verantwortlich: F. F De⸗e

—

Käse
Dem Heren Johann Schwarz jr. habe ich Limburger
Käse in Depot gegeben und wird derselbe kistenweise zum Tages—
preise abgeben.
A. Alleunspach, Käsehandlung en gros.
St. Johann a. d. Saar.

F— p

uh Die IIX
Auflage von „Dr. Airy's uaturhesine
ihode“ kann allen Kranken mit Recht als
ein vortreffliches popuiar-medicinisches
Buch empfoblen werden. Preis 1 Mart
70 Kr. zu bezieh. durch alle Buchbandl.
Leipzig, Richter's Verlags-Anstalt
D Angazuo“ aratia und franco. 9

—XXXXX
Joppelkräutermagenbitker,
nach einem alten aus einem Be—
nedictinerkloster stammenden Recepi
abrizirt und nur en gros ver⸗

fandt von
C. PINOEL in Göottingen
(Provinz Hannover.)

Der Benederiner ist bis!
zidas kostbarste Hausmittel nud
eßhalb in jeder Familie beliebt
eworden. Der Benedictiner
tenur aus Bestandtheilen zusam⸗
aengesetzt, welche die Eigenschaften
besitzen, die zum Wiederaufbau
eines zerrütteten dahinfiechenden
Körpers unbedingt nöthig sind
Er ist unerseßlich bei Magenleiden, Unverdaulichkeit, Hämor⸗
choiden, Nervenleiden, Krämpfen, Blähungen, Hautaus—
ge C(Fiechten), Athemnoth, Gicht, heumatismus,

Schwächezuständen, sowie bei Leber⸗ und Nieren leiden

und vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Blut und vermehrt dasselbe,
er entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
frisch, siellt die Harmonie des Körpers wieder her und verlängert das
Leben bis zu seinem vollen Maße.

XB Jede Flasche ist mit dem Siegel C. Pingel in Gsttingen
oerschlossen und mit dem geschützten Etiquett versehen.

Preis à Fl. von ca. 330 Gr. Inhalt 8 M. 30 pf.
u , 660 3* 6 M. 73 pf.
Bei 5 Fl. Verpadung frei. Bei 10 Il. freie Verpackung u. 1Fl. gra⸗
tis. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niaderlage. En gros-
Versandt durch die Fabrik.

Attest: Herr J. Mörner, Holzbauer vom Kirchberg, Gem. Ra—
henden bei Ältenmark in Baiern, berichtet: Ich bescheinige hiermit gern, das
ich durch ihren Benedictiner von meinem chronischen Magenleiden nach
hebrauch von nur 2 öl— befreit bin ꝛc.

Rieirsae in St. Ingabert bei Herrn J. Friedrich.

) Vorräthig in K. Gotthold's
Buchhandl., welche dasselbe gegen 1
AV
sendet.
Signirzettel
billigst be F. X. Deme
Der obere Stock
meines Wohnhauses ist zu ver⸗
miethen und kann bis 1. Okiober
bezogen werden.

63. Uhl, Zimmermeister.

Haasenstein &amp;
Vogler.
Erste und älteste
Annoncen⸗Expedition
Pranukfurt a. Main
Aech Vorschrittdes Vni-
rersituts-Professors Dr.
Harless, Köniꝗi. Geheimer
Hofrouth in Bonn, gefertigte
StoIIWwerK? sche
BRrust-Io0n bhoris.
Sseit 40 Valren beicülirt,
nehmen unter allen ähn-
lichen Hausmitteln den J.
Rang ein.
Gegen Lusten n. IIci⸗
scriceni gihi e n
Vorruting à 50 Pf. in
versiegelten Paqueten in
den meisten guten Colonial-
waaren-⸗Geschâften und( on-
ditoreien sovie Apothekeh
durch Dépôtschilder kennt-
lich

Filialen in Darmstad'

Mannbeim, Carlsruhe, Stutt

gart, Würzhurg, Ulm
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ohne alle Nebensosten:
Stellen-Qesanoho. Paohtungen
Vacanzon-·Angebe) Submissionen
Cans-&amp; Verkausa · ¶ Hoiraths· Offort·

Anszeigen. Dise reoto Anzei:
in allo Zeitungen der Welt

Die Hauptbluttor der
Schweis und Frankreich
sind von uns gepachteted
nehmen Anzeigen nmur

dureb uns.

— — —
———— —— — — — — — — —
T on Vetsad von F. F. Demes in St. Ingbert
        <pb n="417" />
        2
—2
XJ

X
2
X

2222
2 —2535323
23285282223 2523 55335
3 2282 5532355555337232334 ——
* 532253588 —z55 232332535 5 372 535 — —
55385532 525583535 555353 3353335353825357 —23—,3*83348
—— — — —8 2223*7* 3 — 28 *
25352 —A 275 2 22 —— 2 722 33—5285
253825* —X— — —A 2533 * 2 52 5 3258 3255533253856
222 5 32*882255 553335 33335853383335 2332 3
—555325 523 332582853 535 52 3353535 25353535 2322
5223233 — 59 * — 5 3588 —— 533325F — 245
35333788333 735 533833 3 —7— 233
222 —8 22533 — — 2— —55ES2— 53352 ag * —— 223338
—8 — — —— * O25 2N2 *
5*5335383 55357 —833352335 55533585 SV ——A ———
* 5 753833833312 38383 *8
8 533833 85235332355 52k 7572 23355 5538 27 2
—RE * —2 — 23338 5 S —2 4 328 2378372
2538 2 — — —— 33 ** — —A 52 585533
2125558538 8c2* — —— 2 5535 —2 5z35235—5 —A— *
2 * —— 3227 — * —* —8*
283882355 —A 2 —38383338583335 3* *82 cv„
—82. 5 — 53 2 —V — —35 —8 53223 F —25322 —* —35355
—XÆ Ts2à4 — 253 —253282 27 258353—5233328 53555228
— 8328 52 3**535 55856 835355— —* — 2 232
— »323585338373
—e—— 2 38* 3225 8 3 — 2528 *3333356833 22838
—53585 —A 323222 28* 3 7555 z213 —c — —
5838 2523 22 — 3 —AA — —53536385333233 E
* —A 8 3* 33 35522 8 S SZR5— 8 2 85 — *
8 22 —AA — 522 2* 255—558 —A— — 2 2 28 8 3 —
— 22 2 — z — — 2 * 53 2 2 5 5525* —— — — — —
—— 282 —Bú— 25 22 — 7 * 22 7 *28 22 **
5 22 — — * 5232 —2 —* 84 — — — 9 —2 — —————
22 —;— — 2 523 — —3238 S 8.22 —3 2 525 — —A—
* 2 — * —XA —25285 — 5227 223
52 ———— 2* 522 58 — — 2. 2385 2 *5 253 * 58
53538 3 — 35323235 587 — — —A—— ẽ
5 8583 2255 —— 2 8 — ä— 52 5222 25 — —A
—9 553 35 — —222 22 —2553533—23533 —— 255353338
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3283358 — 3283358 235532
—3 —X 7233333 28335 * 55325
* 38*8 — * 222 8. 558 23375
52 2322 22 23 —3 —3 25335533 —
238 3322337 * 38* 5z0 353322
2228 —3 53 28 5 2553833 —2
— ę 7
* 3853323— 55 33 — — 3285285
53 83 — — 25 28 — — — Eñ
A— ———
233328 *3 52553* 3333—5553
* 2532883 3 573 532555
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—— AMAX; 6
53 5353228 223525
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wochentlich pViermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementépreis beträgt vierteljährlich

AsAOd A einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 60 , einschließlich 420 Zustellzebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswarts
smit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrisft odet deren Raum. NReclamen mit 30 A pro Zeile berechnet.
M 120. Donnerstaa den 81. Juli —1879.

Deutsches Reich.

München, 28. Juli. Der Gesetzgebungsausschuß der
sammer der Reichsräthe hat dem Eatwurf eines Gesetzes, betreffend
zinen Nachtrag zum Entwurf eines Ausführungsgesetzes zur Reichs⸗
trafprozeßotdnung, in der vom Ausschusse der Kammer der Ab—
geordneten beschlossenen Fassung beigestimmt. — Der Namens des
Finanzausschusses erstattete Bericht des Abg. Frankenburger über
den Hauptetat der Militärverwaliung Bayerns pro 1879/81 wird
heute Abend zut Vertheilung gelangen und die Berathung desselben
in der Kammer noch vor Ende dieser Woche stattfinden. (A. 3.)

Muünchen, 28. Juli. Das Staatsministerium der Fi—
nanzen hat die Generalzolladministration ermächtigt, für Petroleum
Privattransitlager ohne amtlichen Mitverschluß zuzulassen. Eine
Aufnahme in die amtlichen Niederlagen kann nicht staltfinden. —
Die Generalzolladministration hat in Ausführung des Beschlusses
des Bundesrathes: „daß bei der Eingangsberzollung von Weinen,
welche aus Weintheilungslagern abgemeldet werden, der Zollsatz
iür Weine in Fässern auch dann maßgebend ist, wenn die Weine
in Gebinden eingelagert und auf dem Lager in Flaschen umgefüllt
vorden sind,“ die Zollbehörden mit dem Beifügen verständigt, daß
s den Direktivstellen vorbehalten ist, die Einlagerung von Wein
in Flaschen mit Wein in Gebinden in Theilungslager ohne Tren⸗
nung der Lagerräume und ohne daß dadurch der höhere Zollsatz
für Flaschenweine für den gesammten Bestand des Lagers begrün⸗
det wird, zu gestalten.

München, 29. Juli. Die Kammer der Abgeordneten
heschloß, nachstehende Linien in den Artikel 1 des Eisenbähngesetzes
aufzunehmen: Kirchseeon -Schwaben, Erding-Landshut, Neustadt-
Bischofsheim, Brückenau-Jossa, Gemünden-Hammelburg, Hof-Naila
und den Anschluß der Südnordbahn bei Schöd:as, Dintelsbühl .
Feuchtwangen, Dombilhl⸗Rolhenburg, Steinach ˖ Windsheim, Neustadt
a. d. Aisch-Forchheim ⸗Bayreuth (der Antrag Aments auf Erbau⸗
ung einer Linie Neustadt mit Anschluß an die Bamberg-Forchheimer
Bahn wurde abgelehnt). Die Linie Kehlheim-Georgsmünd wurde
genehmigt nach Ablehnung der von Fleischmann und Fischer bean⸗
ragten Linie Kehlheim⸗Pleinfeld. Die Kammer wurde auf mor⸗
gen dertagt.
Ausland.

Rom, 29. Juli. Die Polizei con fiscirte in einer hiesigen
Druckerei viele Abdrücke eines republikanischen Programms, das
zur Theilnahme an einer demnächstigen Bewegung auffordett. Es
vurden mehrere Verhaftungen vorgenommen.

Rom, 29. Juli. Die „Agencia Stefani“ will wissen, der
rühere päpstliche Nuntins in Brasilien, Roncetti, sei au Stelle
Masella's zum Nunlius in München ernannt.

— EAS—— ——2

— —
Rermischtes.

f. Det „Vor de la Mos.“ zufolge haben die Herren de
Wendel und S chneider einen Associationsvertrag unterzeich-
aet, um zu Joeuf im Ornethale, unfern der deutschen Grenze,
ein großes Stahlwerk zu errichten, in welchem sie die neue Erfin⸗
dung der Ensphosphorung des Eisens geschäftlich ausbeuten wollen.
Mehr als 100 Hektaren Landes sind bereits von ihnen angelauft.

FGalendarisches.) Es wird fuͤr v'ele Leser interessant sein,
zu erfahren, daß wir nächstes Jahr (1880) im Febtuar 5 Sonn⸗
sage haben. Dies erleben wir, wie die N. W. Z. schreibt, alle
100 Jahre nur dreimal; man wird daher nach 1880 bis 1920
auf die Wiederlehr dieser Konstellation warten müssen. Im 20.
Jahrhundert folgen dann noch die Jahre 1948 und 1976 mit
derselben Erscheinung.

f Waldmohr, 28. Juli. Als gestern der Localauf⸗
seher Sorg von Höchen und dessen Sohn Jakob, Schlaghüter von
»a, mit 2 Treibern auf Wildschweine jagten, stellie letzterer gegen
) Uhr Abends die Treiber zum letzten Trieb, den er allein machen
wollie, da der Vater zurückgeblieben war, an. Eine junge Saü
war zweschen zwei Wetgen in dichtler, buschiger Stell⸗ eingekreist.
dorg stellte zuerst die Treiber und dann sich an die von ihm be⸗
seichneten Stellen. Die Treibet wichen jedoch von der ihnen an—⸗

gegebenen Richtung ab und suchten auf einer elwes kürzeren Strecke

»ju Sorg zu kommen. Da Dunkelheit eingetreten war und die
Treiber an dieser dichten Stelle fast nicht durchzukommen wußten,
nielten dieselben die Büsche oben mit den Händen auscinander, um
o in das Freie zu gelangen. Sorg, durch dieses Geräusch irre
zeführt, glaubte, ein Wildschwein komme auf ihn zu, schoß und
raf statt eines Wildschweines mit sogenannten Saurollern die bei—
»en Treiber. Der eine davon, Johann Becker, Schmied, erdielt
1Roller, 3 in die Beine und 1 in den Unterleib, und ist bereits
jeute Morgen 290 Uhr seinen Wunden erlegen. Aerztiche Hilfe
onnte leider keinen Erfolg mehr haben. Der andere Treiber er—
,ielt 2 Roller, beide in den Oberschenkel, so daß der eine durch
»en ganzen Fleischtheil durchging, der andere aber wahrscheinlich
joch bei ihm sitzt. Beide Verunglückte sind Familienväter; der
Kerstorbene hinterläßt eine Wittwe mit 6 unversorgten Kindern in
Dürftigkeit. (3. 3.)

FUngstein, 29. Juli. An einem Traubenstocke im Hofe
der Frau Wwe. Henel dahier wurden gestern die ersten gefärbten
Trauben angetroffen. (D. A.)

F Forst, 29. Juli. Frau Flöhr dahier verkaufte gestern
an die Herren Schillhorn⸗Wallbillich in Forst und Buhl in Deides-
jeim 121 Dez. Wingert im Unzeheuer, Mühlweg und Langen⸗
acker, Bann Forst, um 22,000 Mart. (D. A.)

F7Hsöheischweilter, 27. Juli. Vorgestern fiel dahier
in Maurer von Nünschweiler, Nanens Weiß, kurz vor der Feier⸗
ibendstunde vom Dache herab und war sofort eine Leiche. Der
Berunglückte hinlerläßt eine Frau und neun Kinder. (P. A.)

7, denkoben, 27. Juli. In der Edesheimerstraße be⸗
inden sich an einem am Hause gezogenen, in sehr geschützter Lage
tehenden Weinstock vollständig ausgewachsene Trauben mit verein⸗
elten schwarzen Beeren. (Ggt.)

Das k. Zuchtpolizeigericht Landau verurtheilte am 29. ds. den
Zahnwart Johann Wolf von Kirrweiler, durch dessen Nach⸗
Vsigkeit Michtabsperrung des Bahnüberganges) kürzlich das Pferd
es Fuhrmanus Weiß von Diedesfeld darch einen Bahnzug ge⸗
dodiet und der Zug selbst gefährdet wurde, zu 6 Tagen Gefängniß
uind den Kosten. An Entschädigung hat die Bahnverwaltung für
das Pferd bereits 1100 M. bezadlt, welche Wolf ebenfalls er—
etzen muß.

FSpeyer, 28. Juli. Letzten Samstag Abend gegen 11
Ahr wurden wir von einem heftigen Gewitter mit Hagelschlag heim⸗
nesucht, wie wir ihn noch nicht erlebt. Wenn wir in Gewitlerbe⸗
tichten hie und da lasen, es seien Hagelkörner gefallen wie Tauben⸗
ier, so hielten wir dies der erschredten Phantasie der belreffenden
Schreiber zu Gute. Am Samslag jedoch haben wir uns eigenen
Auges überzeugt, daß derartige Ercesse wirllich in der Natur vor
ich gehen. Als od die Häuser mi einem Sieinmeer bombardirt
vürden, so krachte und kaisterte es, so klirrten die zerbrochenen
S„cheiben. Und in Wald und Feld sah es aus, als ob das wilde
deer gehaust hätte. Aeste und Blätter bedeckten den Boden, eine
Unzahl erschlagener Vöozel lagen dazwischen bedauerlich anzusehen.
Blücklicherweise beschtänfte sich das Hagelwetter auf einen kleinen
Umkreis, so daß der Schaden im Großen und Ganzen nicht bedeutend
st, immerhin empfindlich genug für diejenigen, die er betroffen.

FSpeyer, 29. Juli. In der gestrigen Stadtrathssitzung
vurde mit 11 gegen 8 Stimmen beschlossen, den neuen Kirchhof
nicht nach Confessionen abzutheilen. sondern gemeinschaitlich anzu—
legen.

x Das kol. Bezirkdamt Speyer erläßt Folgendes an sämmi⸗
iche Bürgermeisterämter des Bezitls: Nach einem der k. Kreisre⸗
zsierung der Pfalz zugekommenen Berichte der k. Gesandtschaft in
VParis vom 83. Juni l. Is. wird dieselbe, sowie der Hilfsvercin in
Zatis, trotz der stattgehabten officiellen Abmahnung forswährend von
Angehörigen der Pfalz in hohem Grade belästigt. Die Arbeitsge⸗
egenheiten in Paris sind wenig zahlreich, da auch der französische
dandel und die französ. Industtie untet der allgemeinen, noch immer
indauernden Handelskrisis leiden. Die Bürgermeister erhalten hier⸗
jon mit dem Auftrage Kenntniß, ihre Gemeinde-Angehörigen auf
ese Verhältnisse aufmerksam zu machen und dieselben zu vbetwarnen.
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        sich nach Paris zu begeben, um daselbst Arbeit zu suchen und sich
dem sichern Elend auszusetzen, da die wenigsten daselbst Arbeit finden
Und es weder der k. Gefandschaft noch dem deutschen Hilfsverein in
Paris möglich ist, allen Hilfesuchenden beizustehen, die meisten viel⸗
mehr abgewiesen werden müßssen.

Der „Saarbr. Zig.“ geht aus Reichenbach bei Baum⸗
holder seitens eines Lesers soigende Mittheilung zu: „Hier ist
die allgemeine Klage des Landwirihes das massenhafte Auftreten der
Raupen, welche, vegünstigt durch die anhaltend nasse Witterung,
jetzt großen Schaden in Feld und Garten anrichten. Hauptsächlich
sind es die Hanf⸗, Flachs⸗, Klee⸗ und Gemüsestücker der hiesigen
und benachbarten Gemarkunzen, welche von dem Ungeziefer schwer
heimgesucht worden sind.

p Meß, 28. Juli. Bei dem starken Gewitier von vor⸗
gestern Nachmittag wuͤrde während einer Felddienstübung auf der
Chaufsee zwischen Marly und Frescaty ein Soldat der 10. Kom⸗
pagnie 29. Inf. Regts., Namens Becher, durch den Blitz getödtet.
Derfelbe, in seinem Civilverhältniß Bergmann, war im Herbst 1878
sn das Regiment eingetreten. Cothr. Ztg.)

Essen, 27. Juli. Das hiesige Stadkverordneten⸗Colle⸗
gium hat dem Reichskanzler Fürsien Bismarck einstimmig das
Ehrenbürgerrecht verliehen.

FBerlin, 30. Juli. Auf dem Artillerieschiff ‚Renown“
in Wilhelmshaven ist ein 24-Centimetergeschütz gesprungen, wobei
z5 3 Todie, 8 Schwerverwundete, 11 Leichtberwundete gab.

fIn Neuenburg wurde bei einem Sattlermeister bei
Abbruch des Schornsteins ein grausiges Verbrechen entdeckt. Man
fand in dem Mauerwerk ein gut ethaltenes menschliches Skelett,
in dessen Schädel sich eine Menge Blei besand. Wahrscheinlich
bq man dieses geschmolzen, der beireffenden Person ins Ohr ge⸗
3 und dadurch den Tod herbeigeführt. Nach Vollführung der
schrecklichen That muß dann der Leichnam eingemauert worden sein.
Der Schornstein stand nahe an 70 Jahre und man meint, daß
das Verbrechen aus den Kriegsjahren datire.

PInnabrud, 27. Juli. Die evangelische Gemeinde
Innsbruck hat heute die feierliche Grundsteinlegnng der ersten prot e⸗
fantischen Kirche Tyrols vollzogen. (3. 3.)
Pfälzische landwirthschaftliche Ausstellung zu Kaiserslautern.

p. Die Vorarbeiten zu der vom 4. bis 12. Oklober ds. Is. stattfinden⸗
den laͤndwirthschaftl. Ausstellung schreiten rüstig vorwärts. Der Versendung
des gedruckten Programmes folgen diejenige der Anmeldebogen. Beide
Sachen können jederzeit vom Bureau der Ausstellung kosteufrei bezogen wer⸗
den. Das Programm bezeichnet als Zweck des Unternehmens, daß dasselbe
allgemeine Anregung zum Fortschritte in dem landwirthschaftlichen Gewerbe
zu geben beabsichtize. Daruber, in welcher Weise dies zu Stande gebracht
werden soll, belehrt uns das Programm, wenn es sagt; Dem Produjzenten
soll Gelegenbeit geboten werden. sich mit bewährten Geräthen, Maschinen

und Hilfsstoffen bekannt zu machen; dem Consumenten sollen die vorzüglichen,
unmittelbaren Bezugsquellen des Regierungsbezirks vor Augen geführt werden;
llen Interessenten aber soll der wechselseitige Verkehr zum Sporn werden,
der sie das gesehene Neue nicht blos zu bewundern, sondern auch praltisch
ju verwerthen anregt. Es dürfte nun die Frage aufgeworfen werden, ob
zenn speziell der pfälzischen Landwirthschaft durch die Ausstellung überhaupt
ieles Reue, Unbekannte gebracht werden koͤnne? Gilt ja doch der Pfälzer im
Algemeinen als tüchtig deanlagter, geistig regsamer Mensch', der sich umzu⸗
hun wisse und sich nicht leicht einen Vortheil zum Geschäftsbetriebe ent⸗
qHlüpfen lasse. Vie Wahrheit dieses Satzes im Allgemeinen zugegeben,
vagen wir dennoch zu behaupten, daß durch eine Zusammenstellung und ein
Nedeneinanderfinden von Producten der Landwirihschaft, der Geräthe und
Maschinen,der kunstlichen Dünger ꝛc. ꝛc. in der beabsichtigten Weise kein
Zesucher, und sei er theoretisch und praktisch noch so sehr durchgebildet, die
lusstelluͤng ohne Nutzen besuchen wird. Wie aber wird es sich mit der
Masse der mitileren Hekonomen verhalten, denen im Allgemeinen nicht mög⸗
lich war, durch den Besuch von landwirthichaftlichen Schulen, von Maschinen⸗
närkten, Aussiellungen rc. sich jene theoretische Durchbildung zu verschaffen,
zie fur jedes praktische Beduürfniß durch Bekanntsein mit den vorhandenen
heräthen und Maschinen, mit billigen Bezugsquellen u. s. f. rasch und leicht
Äbhilfe zu treffen vermag? Fur diese durfte sich die Ausstellung zu einer
ehr instructiven Gelegenheit gestalten, um anderwärts gemachte Erfahrungen
ußerordentlich vielfacher Art, Erfahrungen, die oft große pecunitre Opfer
ind viel Mühe verursachten, fur sich kostenlos auszunutzen, sich mit ander⸗
därls bewährien Geräthen und Maschinen bekanni zu machen, auf den An⸗
„au besserer Sorten aufmerksam zu werden, billige Bezugsquellen aufzufinden
ind dieles Andere mehr. Das Gesagte an den einzelnen Gruppen nachzu⸗
veisen, wollen wir sachkundigeren Referenten überlassen und für heute nur
ioch mittheilen, daß die Ausstellung sich überhaupt günstiger Aufnahme zu
rfreuen hat, wie schon der Umstand beweist, daß bereits die verehrl. Ver⸗
vallungen der pfälz. und hesfischen Ludwigsbahnen für unverkauft gebliebene
Lusstellungsgegenstände in liberalster Weise freie Rückfracht gewährten. Auch
ie Thalsache daß die Vewohner der beinahe durchaus industriellen Stadt
daiserslautern für die Ausstellung einen Garantiefond von 20,000 M. zeich⸗
riten ist ein hochst erfre aliches Jeichen und verdient gewiß alle Anerkennung.

Marktberichte.

Homburg, 30. Juli. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
11 Wss pf. Korn 8 M. o3 pf., Spelzkern — M. — Pf., Spelz 0 M.
do Pf., Gerste Lreihige — M. — Pf., Gerste reihige O M. — Pf. Hafer
7 M. 84 pf., Mischfrucht O M. — Pf., Erbsen 0O M. — Pf., Wicken
) e. — Fyÿf. Bohnen — M. — Pf. Kleesamen — M. — Pf. Korn⸗
zrode6 Pfund 72 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — Pf.
Rindfleisch 56 Pf., Kalbfleisch 10 Pf. Hammelileisch — Pf., Schweinefleisch
50 Pf. Butter 1 Pfund 0 M. 90 Pf. Kartoffeln per Ctr. 4 M. 50 pj.

Kaiserslautern, 29. Juli. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 11 M. 41 Pf., Rorn 7 M. 81 Ppf., Spelzkern — M. — Pf., Spelz
7 M. 581 Pf., Gerste O M. — Pf., Hafer 7 M. 47 Pf., Erbsen M.
— pf., Wicken d M. — Pf., Linsen O M. — Pf. Kleesamen — M. —
Pf., Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 64 Pf. 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
ihfrann va f Vutier per vid. — M. 76 pf. Eier 2 Siud 0s pfi. ar
difeln per Cent. 5 M., Stroh 1M. 20 Pf., Heu 1 M. 50 Pifg.
Fuür die Nedaction verantwortlich: FJ. X. Demeß.

Am Sonntag, 3. August
Tanzmusik.
Anfang 3 Uhr. — Entré 50 Pf.
Es lJadet freundlichst ein
Veter Jung.
sumangtis ohe
—A
Schnelle und doch gründ-
liche Vorbereitung für die hö-
heren Klassen der Gymna-
sienn und Realgymnæ-
gien und Besuch solcher
Tehranstalten unter strenger
Beaufsichtigung. Gute Pen-
gion bei billigen Preisen, wie
auch Nachhülfe bei den dStu-
dien. Beste Referenzen und
seur günstige Resultate, Na-
heres unter Chiffer L. GIIABNBNH5
Uaasenatéeim &amp; Vogler
in Karlsruhe-
De⸗s früher Carl Weisgerber⸗
»jche Haus, bis jetzt
von Herrn Blechsbmied Kuhn
bewohnt, ist, bis zum 16. Olt.
d. J. beziehhar, zu vermiethen.
Näheres bei W. Kahn&amp; Cie.
Weinkarken

Zur Beschickung
der
Bfälzischen landw. Rrodußten⸗, Molkerei⸗ und
Maschinen· Ausstellung
in Kaiserslautern (4. -12. Oktober)
adet ergebenst ein
Das Ausstellungas-Comite.

Eingesandt.

Seilens mehrer achtbaren Bür⸗
ger, sowie durch eigene Wahr⸗
nehmung kann bekundet werden,
haß in hiesiger Stadt von jun⸗
Jen Leuten beiderler Geschlechts
in solcher Unfug verübt wird,
vie er an keinem andern Orte,
elbst auf den sogenannten Berg⸗
nannecolonien, nicht vorkommt,
ind in Folge dessen man auf
iffentlicher Straße insulnrt wird.
luch in den Wirthschaften kann
nan noch in später Nachtstunde
das jüngere weibliche Geschlecht
antreffen.

Es wäre also zu wünschen,
daß wie in anderen Gemeinden,
und zwar Ottweiler und Wie—
zelskirchen, ein verehrlicher hie⸗
ñger Stadtrath Beschluß fassen
würde, daß nach 8 Uhr Abende
leine jungen Leute, namentlich
Mädchen auf Straßen und be—
sonders in Wirthschaften ange—
roffen werden dürfen.

Programme und Anmeldebogen kostenfrei zu beziehen durch das
luskunfisbureau, welches jede gewünschte Auskunft ertheilt.
— “ s— G — — 6 — — —
—

Meino beabsichtigte Badereise nach Ostende
abe ieb verschoben und fübre meine
Augonklinik
veiter. Sprechstunden wie bisher:
Vormittags 9 bis 12 Ubr,
Naobmittacs 2 bis 8 Ubr.
Dr. Qustav 2wieke,
—äXCLIXC

Der obere Stock
meines Wohnhaufes ist zu ver⸗
miethen und kann bis 1. Oktober
dezogen werden.

G. Uhl. Zimmermeister

auf Carton sind stets vorräthi—
in der Buchdruckerei von
J. X. Demeb.
Truck und Verlag von F. x. Demest in St. Inagbert.
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        229 85522 2 22 2 8 22228 —X acr * 2 2
8 2 — 2 — * oc 52 228248 F 82 222323 13 338
33—51338335 3355 3335338 23
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32535 3823 3333 3 33 8323 388 s8
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48—8 33 —7333 3333335 —
77 —— *3 — —3—5 336535755 —35zS SS58 533—335 —8
5*5—335— —55 —352 3—3—85 353S325 287
33— 3—35 —3383—353 35533 325355 535
58235 — 53538—— 2283332553*25 552 3525 538625 23
*—e —2 —8 32222 —* T — 23 — 282 — *
5 x * *F 5 — * * —2—2 — 8 2
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3 53 53 3838
s 35 383 53 35333 3533 3
8 228
5 583* —333 3235 3— —33—2—333 5—38555
—8 2 WO 7 252583—22— — 3* —52 28 —
34 — — 585 — — 3223835333——
z35335—22338238 332 33553335 335333353533353388388
* 3 28325 53 E 78 55352 27 —— ——— —— —X2
2538 — — 3 —323
75255 553 5 273583355 253 5—32812 —
3 —533 3 338 35358
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        St. Ingberler Nnzeiger.
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöͤchentlichj mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Sa nstag und Sonuatag. Der Abonaementspreis beträgt vierteljahrlich

A 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1I.A 60 —, einichließlich 40 Zustell zebühr. Auzeigen werden mit 10 —, von Auswärts
mit 13 — fur die viergespaltene Zeile Blattschriit oder deren Naum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
M 121.

Samstag den 2. August
cBWg.

Deutsches Reich.

Mänchen, 30. Juli. Die Kammer der Reichstäthe hat
einstimmig nachfolgende Gefetze genehmigt: betreffend die Ertjcheid⸗
ung von Kompetenzkonfliklten, die Ausgaben für den Verwaltungs⸗
gerichtshof pro letztes Quattal 1879, die Umwandlung der 4*/ pro⸗
jentigen Eisenbahnschuld in eine 4 prozentige und den Nachtragsetat
des Justiz Ministeriums.

Wie man sich erinnert, sseht Dentschland mit Frankreich in
leinem eigentlichen Handels vertragsverhältniß, sondern gen'eßt nur
die eigentlichen Voriheile der meistbegünstigten Nation kraft des
Frankfurter Friedens, so daß uns alle Zugeständn'sse, welche Frank⸗
reich künftighin irgend einem anderen Staate macht, selbstverständ⸗
lich mit zu Gute kommen.

Metz, 29. Juli. Der Tag der Ankunft des Kaisers in
Meß ist nunmehr endgültig auf den 24. September festgeseßt wor⸗
den. Der Kaiser wird die Truppen der 16. Tivision,, welche
pährend des Kaiser⸗Manövers die hiesige Besatzung dilden werden,
vor ihrem Abrücken in ihre Garnisonen in der Parade sehen.
Die Anordnungen für die Parade müssen dahin getroffen werden,
daß dieselbe Nachmittags 3 Uhr beendet sein kann. Zur 16.
Division gehören die Rheinischen Infanterle-Regimenter Nr. 29,
30, 69 und 70, das Rheinische JägereBataillon Nr. 8, das West⸗
fälische Dragoner⸗ Regiment Nr. 7. und das Rheinische Husaren⸗
Regiment Nr. 9.

Schöffengerichten hat der Amisrichter den Vorsitz, eröffnet und leitet die Ver⸗
andlung, verhört den Angellagten und die Zeugen und verkündet das Ur⸗
heil; während die Schöffen in gleichem Maß das Richteramt ausüben, er⸗
änzende und zur Aufklärung dienende Zwischenfragen thun und bei der
losummung gleiches Stimmrecht wie der Amtsrichter haben. Wäbrend die⸗
er sich das Urtheil auf Grund seiner erworbenen Rechtskenntniß und seiner
zraktischen Erfahrung bildet, sollen die Schoöfftu aus ihrem Rechtsgefühl, aus
hrem Rechtsbewußtsein heraus und, da sie haͤufig Gemeindegenossen des An⸗
eschuldigten sein werden, aus ihrer Personen⸗, Sach⸗ und Ortskenntniß den
„chuldigen treffen, den Unschuldigen aber frei lassen.

Da das Schöffenamt ein Ehrenamt ist, so giebt es Personen, welche
infähig find, dasjselbe zu bekleiden. Dahin gehören alle, welchen die Fähig-
eii, osentliche Aemter zu bekleiden, oder die bürgerlichen Ehrenrechte durch
ichteriiches Urtheil aberkannt sind, oder gegen welche das Hauptverfahren
vegen eines Verbrechens oder Bergehens eroͤffnet ist, daß die Aberlennung
er bürgerlichen Ehrenrechte oder der Fähigkeit zur B.kleidung öffentlicher
Lemter zur Folge haben kann; ferner diejenigen Personen, welche in Folae
erichtlicher Anotdnung über ihr Vermögen zu verfügen beschränlt sind. An⸗
ere Personen sind zu diesem Amt nicht geeignet und sollen daher zu dem⸗
elben nicht berufen werden. Dahin gehöͤren Personen, welche das 30. Le⸗
ensjahr noch nicht zuruckgelegt haben oder noch nicht zwei volle Jahre ihren
Vohnsitz in der Gemeinde haben: ferner solche, welche Armenunterstützung
us öffentlichen Mitteln empfangen, oder mit geistigen oder körperlichen Ge⸗
rechen behaftet find; endlich Sienstboten. Einize sollen zum Amt eines
zchoͤffen nicht berufen werden weil sie schon andere öͤffentliche Aemter be⸗
leiden, so alle Rechts-⸗ und Staatsbeamte vom Minister an bis zum Volks⸗
hullehrer und den Militärpersonen. Endlich können gewisse Personen das
imt eines Schöffen ablehnen, so die Mitgilieder geseßgebender Versamm⸗
ungen; Personen, die im letzien Geschäftsjahr bereits Geschworene oder
Zchoöffen gewesen find; Aerzte; Apotheker, wenn sie keine Gehilfen haben;
Hreise, vom 65. Lebensjahr an; endlich Personen, welche glaubhaft machen,
aß sie den mit der Ausubung des Amts verbundenen Aufwand zu tragen
nicht im Stande sind.

Die Urlisten werden alljährlich aufgestellt und eine Woche lang in der
zemeinde zu Jedermanns Einsicht ausgelegt. Die Einsprachen gegen die
irliste können schriftlich eingesandt, oder beim Genteindevorsteher zu Protokoll
rtlärt werden. Ueber die Urlisten und die dagegen erhobenen Einsprachen,
zelche von dem Gemeindevorsteher an den Amtsrichter des Bezirks eingesandt
ind dort zufammengestellt werden entscheidet ein Ausschuß, der alljährlich
asammentritt und aus dem Amisrichter, einem Verwaltungsbea mten und
leben Vertrauensmännern aus dem Amisgerichtsbezirk als Beisitzern besteht.
dach diesen Entscheidungen wird die Urliste berichtigt und aus derselben die
on der Landesjuftizverwaltung für jedes Amtsgericht festgesetzte Anzahl der
Zchöffen gewähit. Die Ramen derselben werden in eine besondere Jahres
ste eingeiragen. Die Anzahl der Schöffen ist für jeden Amtsgerichtsbezirk
dbemessen, daß Jeder hoͤchstens zu fünf ordentlichen Sitzungstagen im
jahre herangezogen wird. Vie Reihenfolge wird durchs Loos bestimnt und
ie Sitzungstage für jedes Jahr vorher bekannt gemacht. Die Schöffen wer⸗
len bei ihrer ersten Dienstleistung fur die Dauer des Gejchäfisjahres vereidet.

Zwar nicht sogleich, aber im Laufe der Zeit wird sich bei den Schöffen⸗
zerichten eine jeste, constante Praxis bilden, und man wird wieder von einer
iten Gewohnheit des Urtheilens sprechen können, von einem Rechtserzeugniß,
velches sich nut in den alien Vollsgerichten und Volksrechten, aber nicht bei
en gelehrten Richtern und der Advokatenpracis findet. Die Meinung der
eßzteten ist aus allzu großer Wissenschaftlichkeit stets schwankend. Mit der
dechtsübung wird das Rechtsbewußtsein, welches durch die Gelehrtenbildung
uruckgedräugt war, im Vollke wieder erwachen und der Schöffendienst wieder
u einem seloͤstverständlichen Recht eines jeden Bürgers werden. wie er dies
m Mittelalter gewesen ist.

In den frühesten Zeiten Deuischlands urtheilte die ganze Gemeinde,
häter in deren Vertretung Einzeine, welche vom Könige ernaunt wurden.
Anfangs wurden fie fur jede Sizung aus der anwesenden Gemeinde ge⸗
vählt, seit Karl dem Grotzen wurden sie zu ständigen Urtheilsfindern er⸗
annt, so daß die Gemeiude gar nicht mehr zu Gericht zu kommen brauchte,
bgleich es in der Regel geschah. Vie aligermanische Weise unterschied das
Gericht halten“ und dasz Urtheil finden“. Der Beamte des Königs, der
dichier, hatte das Gericht zu ha ien, d. h. den Vorsitz im Gericht zu führen,
b zu eröffnen, das ganze Verfahren bis zun Vollzuge des gesprochenen Ur⸗
heils zu leiten, die Schöffen um das Recht oder Urtheil zu fragen, es zu
erkünden und die Sitzung zu schlietzen. Das Urtheil durfte er aber nicht
elbsi finden, auch nicht das defundene Urtheil schelten. Die Schoöffen muß⸗
en ihm vielmehr das Recht weisen. Die Gemeinde, welche außer den
zchöffen noch zum Gericht kam, nannte man „den Umstand“, weil sie außer⸗
alb des durch Pfähle eingehegten Gerichtsplatzes, des Gerichtsbildeß (extra
iguram judicii oder extra cepta judicialia, außerhalb der Gerichtspfähle)
mherstanden, während die Schöffen und der Richter auf ihren Bänken in⸗
zerhalb derselben saßen.

Dieser Umstand⸗ hatte das Recht, das von den Schöffen gefundene
Artheil zu beftätigen oder zu schelten, es zu verwerfen. Auch durjte der
dichter die außerhalb der Gerichisbänle flehenden Leute um das Urtheil fra⸗
en, und dies muͤßte geschehen, wenn was zuweilen auch vockam, in der
zihung keine Schöffen anwesend waren. Jeder um das Urtheil gesragte
zürger war zum Finden des Urtheils verpflichtet; wer sich weigerte, wurde
estraft. Sie durflen sich zuvor mit anderen Vürgern berathen oder ander⸗
ariz Rai holen. Wer tkein Recht finden donnte, mußte es beschweren

Ausland.

In Frankreich rüsten sich die Republilaner zu einer
zroßen Demoustration, welche nächsten Sonntag in Naney bei der
Tnthüllung der Statue von Adolphe Thiers stattfinden soll. Frei⸗
lich hut Gambetta den Anttag abgelehnt, bei dieser Gelegenheit die
Festrede zu halten. „Nancy“, soll er gesagt haben, „liegt mir zu
nahe an der Grenze, da könnte ich mich vielleicht nicht enthalten,
ungereimtes Zeug zu schwatzen.“ Und so wird denn Jules Simon
m Namen der Frau Thiers das Wort ergreifen. Letziere reist
con Donnerstag früh zur Enthüllung des Denkmals ihres Gatten
nach Nanch ab. Unterwegs wird sie in Toul anhalten, nachdem
der Gemeindevotstand dieser Stadt sie eingeladen hat.

London, 30. Juli. Das ‚Reuter'sche Bureau“ meldet
aus Konsiantinopel von gestern: Sawas Pascha theilte dem bri⸗
lischen Botschafter Lahard und dem franzoͤsischen Botschaiter Fournier
nit, die Pforte sielle die in dem Ferman von 1873 dem Vice⸗
»duig von Aegypien zugestandenen Privilegien wieder her und ver⸗
lange nur, daß der Khedide alle Verträge der Pfotte zur Ge⸗
nehmigung unterbreite. Layard und Fournier verlangen ihrerseits
die Abfassung des neuen Fermans für den Khed ve in der Act,
daß der Khedive veirpflichtet sein soll, alle Verträge der Pforte
nitzuthe:len; der Tribut Aegyptens an die Türktei solle erhöht
werden; im Falle alle früheren Privilegsen wieder gewährt wür⸗
den; Tewfil solle den Tribut herabsetzen löanen. sobald ein ein⸗
siges Prud legium versagt werde.

Burgas, 28. Jali. Gestern haben sich hier die letzten
tussischen Truppen eingeschifft. Ost Rumelien ist mithin jetzt voll⸗
sänd:a von den Russen geiäumt. (A. Z3.)
Die Schöffengerichte.

Die wichtigste Neuerung des am 1. October in Kraft tretenden Gerichts⸗
erfassungsgesetzes ist die Bildung von Schöffengerichten. Bereits werden von
den Gemeindebehörden die Urlisien, d. h. die Verzeichnisse der in jeder Ge⸗
neinde schoöffenbaren Personen aufgestellt und in nicht mehr ferner Zeit wird
Diesen und Jenen das aus der Urne springende Loos von der Werktags⸗
arbeit hinweg auf den Richterstuhl rufen. Ein weiterer Schritt in der Ent⸗
vichelung der Selbstverwaitung wird damit gethan und dem Bucger auf's
neue in Erinnerung gebracht, daß es außer der häuslichen Sorge auch öffent⸗
iche für ihn giebt. Wir wollen daher bei Zeiten auf diese Neuerung auf⸗
merksam machen, damit Jedermann vorbereitet sei, wenn ihn an Stelle des
sachbarn das vielleicht unerwarteie ˖ Loos zuerst trifft.

Die Schöffengerichte werden bei den Amtsgerichten und für die Amts-
zerichtsbezirle gebiidet. Den Amisgerichten stehen Einzelrichter vor, welche
n den ihnen gesetzlich Uberwiesenen dürgerlichen Rechtsfstreitigleiten allein ver⸗
vandeln und entscheiden; bei der Verhandlung und Enticheidung der den
Imtsgerichten geseziich überwiesenen Straffachen ist dagegen der Amtsrichter
n Gemeinschaft mit zwei Schöffen thätig. In diesen Strafgerichten oder
        <pb n="424" />
        GHaus⸗ und
Güterversteigerung.
Montag den“ 4. August
nächsthin, des Nachmittags um
zühr zu St. Ingbert, in
der Wiridsbehausung des Schrei⸗
ners Joh. Schmelzer, läßt
Philipp genannt Ferdinand
Straß, Handelsmam von da,
auf langjaͤhrige Zahltermine zu
igen versleigern:
pPi.⸗Nr. 494, 495, 496
und 497, 178/110 Dezim.,
z a 96 qm Fläche, ent⸗
haltend ein zu St. Ing⸗
dert, in der Pfarrgasse,
am Seienrech gelegenes
Wohnhaus mit Siall, Hof,
Garten und Ackerland, ne⸗
ben Johann Seel und
Johann Schmitt.
p̊l.⸗Nr. 2864, 22 Dezim.,
7 a 50 qm Acer im
Seienrech, neben denselben
Nebenlägern, beide Item
ein Ganzes bildend.
Pl.⸗Nr. 4449 u. 4450 ⸗,
1038110 Dezim., 38 2
26 qm Wiese im All⸗
ment auf'm Langenstein,
neben Heinrich Steinfeld
und Georg Franz Hager
Pl.⸗Nr. 4269, 87 Dezim.
29 4 64 qm Acker auf
Hobelsahaung, neben Wwe.
Jochum und Wwe. Schmel ·
jer, mit Klee bestellt.
Pl.eNr. 3182, 62 Dezim.,
31 a 13 qm Ader am
Schaftopf, neben Michael
Vaul, mit Klee bestellt.
Auffschneider,
Amtsverweser.

Sonniag, den 8. August
Tanz⸗Musik
Entroͤ 50 Pfg.
bei Georg Junag .
Am Sonmag, 3. August
Tanzmusik.
XV Entré 50 Pf
Fs ladet freundlichst ein

Beter Jung.
Sonntag, 3. August
—
Entree 50 Pig.
Anfang Nachmittags 3 Uhe,
ei Beter Schwoeitzer.
23

Lir DPamen!

zei Kramer &amp; Co. in Leipzig erscheint
Die

Arbheitsstui .
zeitschrift in Monatdheften für leichte ele⸗
nie weibliche Arbeiten, enthaltend neut
iekmnuster in briilantem Bunt-
Abenarueic ausgeführt, sowie Hã⸗
und Filemuster, Vorlagen für Weiß
ickerei Weißnähierei, Waffel- und Strid⸗
rbeit, Perlhätelei x

Die anfabe Ausgabe kostet pro Mo⸗
at nur 16 Pfa. Reichswaͤhrung — 10 Xr.
jterr. Die Doppelausgabe erscheint in
oppelt so greßem Format als die ein⸗
ache und kostet dad Doppelte.

Man abonnirt z20 jJeder Zeit auf
e drei Hefte einer beliebigen Ausgabe
ri allen Buchbandlungen und Postau⸗
alten.

—*
Auf dem Rittershof
sind sehr schöne und gute
8
Kirschen

zu haben. 10 Pfund 80 Pfg.,
ber 100 Pfund billiger.

Auf Wunsch wird frarco ge⸗
liefert. ViIIęrov.

Loose
650 95f. zu der vom Ge⸗
fügelzucht⸗Vertin Neustadt a. d.
Haardt am 6., 7., 8. und 9.
September d. J. veranstalteten
Geflügel⸗Ausstellung sind
zu baben in der Exbed. d. Bl.

Soeben erschien in der K. K. Hof- und Verlagsbuch-
handlung von Adolph Gesgtewit? in Wieshaden
Her neue deutsche 2olltarit vom Juli 1879
Nachschlacobneh für Jodor mann
Derselbe enthalt den gesetzlichen Text und alle ent-
zältig festgestellten Tarispositionen, theils jetzt, theils am
Innar Isö, wie solehe gesetzlich in Krast treten
werden. Das ungemein grosse Interesse, welches diesem
deuesten Zontarife beigelegt wird, dürfte diesem Buche
viele Abnehmer sichern.

Freis broch. 30 Pf., cart. 60 Pr.

Vorrathig in allen Bnehhandlungen.

Hoôtel Laur.
Sonntag, den 3. August 1879
drosser Ball.

Anfang 8 Uhr Abends.
Freundlichst ladet ein
Ir. Lehnert.

—5*
eino beabsichtigte Badereise nach Ostende
habe ich verschoben und führe meine
Augenklinik
weiter.

Sprechstunden wie bisher:
Vormittags 9 bis 12 Ubr,
Nachmittags 2 bis 3 Ubr.
Dr. Qustav 2vicke,
eii- Arat Tur Außenirankheiten.
5
25

Kach der kaiserl. Berordnung vout 4. Januar 1845 ist der Berkaus
achten Bernhardiner Magenbitter Jedermann gestattet.
pruwit· Pernhardiner Wier 18723.
Alpenkräuter ⸗Magenbitter
Wernkard'e Alpenkräuter⸗Liquer.)

IJr——

Dieser
hochfei⸗
ie, nach
inem 18
alten E
dloster⸗22
recept 18
abrizire
te sträu⸗
er⸗Ma⸗
enbitter
wurde
von den
bekannt.
JIutoriläten den Herren Univerfiidisprofessoren Dr. 8. A.
Zuchner, Dr. Kayser, Dr. Winstein, sowie von vielen be⸗
ruhmlen Aerzien wie Dr. Joh. B. Kranz, Dr. Echoner in
—— — Hanemutt und wirk⸗
famste Stomachicum bezeichnet. — Seine vorzüglichen
Wirkungen bei Dtagenbeschwerden aller Art, Ma⸗
—RX— Verdauungsschwäche, die gewoͤhnlich
n Folge schlechter Zähne bei mangelhafiem Verlauen der
Speisen enisteht, Blähungen, Haͤmorrhoiden, Eckel
vor Fleischspeisen, Kraͤmpfen, Hautanssolagen
Leber⸗ und Nierenleiden, Affectionen des Her⸗
I Bieichsucht, weißer Fluß, Wurmleiden,
echsfeifieber etc. ꝛc. find vurch eine große Anzahl
Dank⸗ und Anerkennungsschreiben von Aerzten und Laien
seit einer Reihe von Jahren glänzend bestätigt. Dieser
Magenbitier wird pur, oder 1 VFhloͤffel voll als Zusatß zu
Wasser, Wein ꝛc. gettunken, gibt mit Sodawasser oder
dZuderwasser eine außerft gesunde Bitterlimonade, die Ka⸗
sarrh⸗Verschleimuug und Katzenjammer sofort be⸗
eitigt, ist in allen Formen ein die Gesundheit för⸗
ades blutreinigendes Getränke, das bis in's
höchfte Alter gesund erhält.
Berkauf außer den belannten Flacons à 2 Marlk und 1 Mark 5 Pfa.
Große Flaschen ca⸗ 780 Gramm Inhalt A Mart.
Bei Abnahme von 5 großen Flaichen freie Verpacung, bei N Flaschen frer
Verpacung und 1 Zlasche dratis. Bersandt per Riachnahme durch )
Niederlagen; En·gros- Versandt durch die Fabriken von
Wallrad Gtlmar gernhard, t. Oofdestillateu
Mäunchen — Zurich — Kufftein (Tirol.
Atteste und Gebrauchtanweisung liegen jeder Flasche bei. Nur ächt
beziehen in: St. Ingbert bei Jenm Peters.
Arzheim b. Landau: Julie Schandein. Annweiler: Chr. Haberer. Blies-
nafiel: L. V. Hussong. Dreisen: J. Oberlaänder. Duͤrkheim: D. Dam⸗
bach. Edenkoben: P. Vaumann. Erbach bei Homburg: Carl Dielforter
Frankenihat: J. Muller vorm- S. J Storch. Germersheim: Emil
Rheinwald. Glanmunchweiler: Carl Vreith. Grunstadt: J. B. Floͤhr
daßloch; Joh. Fischer. Kaiserslautern VPreffer. Kirchheimbolanden
. he aobeit. “ Landau: J. B. Feldbausch. Landstuhl: M. Schlott⸗
sauer. Ludwigshafen: W. Ruelius. Reuftadt: Julius Hauck. Pirmasent
F. Mohrbarti. Rogenhausen: Ch. utz. Speyer: J. B. Fell.
Dweihrüiken M. Angq. Seel.
Druck und Verlag von F. X. Demet in St. Ingbert.
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        <pb n="425" />
        St. Ingberter Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuementspreis beträgt vierteljährlich

AA AO einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1A 60 H, einschließlich 40 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 D, von Auswaͤrts
mit 15 — für die viergespaltene Zeile Blattschrift odet deren Raum, Neclamen mit 30 A pwo Zeile berechnet.
122.

Sonntag den 83. August

1819.

Deutsches Reich.

München, 31. Juli. Mit Bezug auf die Ausführung
der Converlirung der 43/2 procentigen Eisenbahnanlehen in 4procentige
hat sich heute hier ein Consortium gebildet, an dessen Spitze die
bayer. Hypothelen- und Wechselbank steht und dem die anderen
hiesigen Banken und größeren Bankgeschäfte angehören. An den
Berathungen, die im Gebäude der Hypotheken˖ und Wechselbank
stattfanden, hat auch der aus Nürnberg hierzu eingetroffene Vorstand
der koͤnigl. Hauptbank, Finanzrath v. Mainz, Theil genommen.

Berlin, 31. Juli. Auf Befehl des Kaisers soll, wie der
Voss. Ztg.“ mitgetheilt wird, das neue Kriegsgericht, das über
den Capitäͤn zur See, Grafen v. Monts, das Urtheil zu fällen
hat, unverzüglich zusammengesetzt werden. Es besteht, wie das letzte,
das in Sachen des GeschwaderChefs Batsch und Corvetten⸗Capitäns
Nlausa zu entscheiden hatte, aus Offizieren der Armee. Das zur
Fällung eines Urtheils nothwendige Malerlal liegt vor. Es han⸗
delt sich also nur um Beantwortung einzelner Fragen der Anklage⸗
Instanz durch die als Richter fungirenden Offiziere, die ihrem
Range nach höher stehen müssen als der Angeklagte Graf v. Monts. —
Finem Privatbriefe Leutners aus London ist zu entnehmen, daß
alles bereit ist, um den „Großen Kurfürsten“ schon in den räch⸗
sten acht bis zehn Tagen zu heben, wenn das Wetter günstig ist.

Nach der „Kreuzztg.“ hat der Kaiser die sechsmonatliche
Festungsstrafe für Contreadmiral Batsch und die einmonatliche für
Tapitän Klausa in Festungshaft umgewandelt.

Ausland.

Nach den Ferien wird, wie das Gerücht geht, die Regierung
bon Frankreeich einean Gesetzentwurf vorlegen wegen Ankaufs
sämmtlicher Eisenbahnen. Mit der Orleansbahn soll angefangen
verden. In Folge dessen fallen die Eisenbahnbapiere.

rohres betroffen, hat an sich schon einen schmerzlichen Eindruck ge⸗
macht, der noch dadurch gesleigert worden, daß die dortige Marine⸗
verwaltung sich in Schweigen hüllt. Das Geschütz ist übrigens,
wie man hört, alt — dann hätte es nicht mehr benutzt werden
sollen — und die Ursache des Unglücks festzunehmen, der sofort
angeordneten Untersuchung vorbehalten, zu welcher ein Mitglied der
Admiralität und ein Vertreter Krupp's sofort abgesandt worden.

f Der Züricher Männerchor, welcher durch den Tod des
Prinzen von Oranien und die darauffolgende Landestrauer in
holland an seiner Fahrt zu dem internationalen Gesangfest in
stotterdam verhindert wurde, hat nachträglich von einem dortigen
hastwirth eine Rechnung von 1000 fl. als Enischädigung für die
jestellien Zimmer unter gleichzeitiger Androhung eines Prozesses im
Falle der Nichtberichtigung erhalten. Der Männerchor soll den
Wirth mit seiner Rechnung an den kgl. Hof in Amsterdam ver⸗
viesen haben.

fBrüssel, 30. Juli. Gestern fand ein großes Unglück
in Folge Durchbruchs einer Quelle in der Kohlengrube St. Laurent
bei Lüttich statt. Vermißt werden 250 Arbeiter; bis jetzt sind 25
deichen gefunden. Nähere Details fehlen noch.

F Lulu auf der Bühne. Kaum hat der Prinz Louis Napo⸗
eon sein Leben unter den Speeren einiger Wilden ausgehaucht, so
vird er von einem unternehmenden französischen, Dramatiker“ flugs
auf die Bühne geschleppt. Felicien Renard heißt der Dichter, der
zie Thaten des unglücklichen jungen Mannes in einem historischen
Bemalde „Prinz Louis Napoleons Leben und Ende“ zusammenge⸗
faßt hat. Das Stück ist auch ins Deutsche übertragen worden
und gelangt im Posener Volksgartentheater zum Besten des Regis⸗
seurs Herrn Nosen zur Aufführung. Ueber den Inhalt des Stückes
njeißt es, daß es „das Wirken und das Ende dieses unglücklichen
ungen Prinzen wahrheitsgetreu schildert und durch Anbringen ver⸗
chiedener edelmüthiger Charakterzuge aus seinem Leben anmuthsvoll
zusgeschmückt ist.“ Bezüglich der Exposition der Handlung schreibt
nan: „Das Stück beginnt mit der Affaire bei Saarbrücken (1870),
pielt dann in Chisflehurst und führt uns an Napoleons III. Sterbe⸗
ett, später versetzt es uns nach Afrika (Kampf mit den Zulus und
Tod des Prinzen) und endigt mit der Verzweiflang der Kaiserin
Zugenie bei der Todesnachricht ihres einzigen Sohnes. Schließlich
mird noch die Beisetzung der prinzlichen Leiche zur Darstellung gebracht.“

F Die Geschichte von den fünfundzwanzigtausend Francs Ho—⸗
norar, welche man Adelina Patti für jede Gastvorstellung in
Petersburg während des nächsten Winters bew'illigt habe
erweist sich als Puff. Adelina Patti wird, wie aus Paris ge⸗
meldet wird, in Petersburg überhaupt nicht singen, sondern vom
15. Februar ab in zwanzig Opernvorstellungen im Gaitétheater
auftreten.

New⸗York, 17. Juli. Die „N.«Y.-Staatsztg.“
chreibt: Das heiße Weiter, das sich in den leßgten Tagen so un⸗
ingenehm fühlbar gemacht, wurde gestern nachgerade unerträglich
ind Alles lechzte, seufzte und stöhnte unter der enormen Hitze, die
nuf hiesige Stadt und Umgegend heeniederbrannte. Hundert Grad
Fahrenheit im Schatten! Dies ist wahrhaftig keine Kleinigkeit und
muß selbst den kaltblütigsten Menschen in Schweiß bringen. In
den durchhitzten Häusern war's kaum zum Aushalten und in den
von der Sonne durchglühten Stroßen war's um kein Haar besser.
sticht einmnal an der Seeküste konnte man der Hitze entgehen und
Zühlung finden, denn selbst in Coneh Island zeigte der Thermo—
neter 90 Grad im Schatten. New-Yoik konnte sich übrigens mit
inderen Städten trösten, denn auch aus Baltimore, Boston, New—
Irleans, St. Louis, Toledo, Pittsburg, Harrisburg, Philadelphia,
Wafhington, Rochester ꝛc. wurden 95 bis 101 Grad Hitze gemel—
det. Es war eine wahre Wohlthat, als sich gegen Abend Ge—
vitterwollen am Horizont zusammenzogen und eine Reihe don Ge—
wittern auf einander folgten, welche die heiße Atmosphäre abkühlten
und Menschen und Thiere wieder leichter aufathmen ließen. Et—
tranlungen in Folge der Hitze waren natürlich zahlreich.

f Die Untersuchung, ob ein verzinntes Gefaäß Blei enthält, ist
eine so einfache und leichte, daß sie Jedermann in Anwendung

Rermischtes.

F Die „Allg. Ztg.“ gibt eine vergleichende Zusammenstell ung
der Procentberhältnisse von den in den Jahren 1860 - 1878 zur
Ergänzung der activen bayerischen Arme e eingereihten
Militärpflichtigen, welche in Baysern schulpflichtig waren und
exrweislich einen mangelhaften Schulunterricht genossen haben. Die
Pfalz figurirt in dieser Zusammenstellung im Jahre 1860 mit
14 Procent. Dieser Procentsatz fällt dann bis zum Jahre 1866
auf 8,9 Proc., von da an steigt derselbe wieder dis zu 18,3 Proe.
in Jahre 1871; 1874 ist derselbe 13,1 Ptoc., im folgenden
Jahre plötzlich 2,6 Proc., im Jahre 1878 betrug er 0,4 Procent.

Landau. Der Verfasser der historischen Erzählung
„Der gute Kaiser Max.“ Ed. Jost, erhielt aus dem Kabinet Sr.
Hoh. des deutschen Kronprinzen foigendes Schreiben: „Ew.
Wohlgeboren benachrichtige ich ergebenst, daß Se. kaiferl. und königl.
Doh. der Kronprinz Ihrt Werk „Der gute Kaiser Mar!“ gern und
nit Interesse empfangen und mich beaustragt hat, Ihnen für die
jreundliche Uebersendung desselben in Höchst Seinem Ramen bestens
zu danken. Potsdam, 25 Juli 1879. d. Normann, k. Qammerherr.“

F In der Nähe von Frankenthal wurden von 1250
re 163 Centner Kartoffeln geerntet und um 570 Mark
erkauft.

Fürth, 29. Juli. Heute wollie sich eine dem Aus—
ehen nach dem Arbeiterstande angehörige Person in der Nähe der
leberfahrt nach Stadelhof von dem um 8 Uhr 19 Minuten nach
Bamberg abgehenden Zug überfahren lassen, wurde aber von det
Maschine aus dem Bahngeleise geschleudert. Der Zug hielt sofort,
»as Zugpersonal sah jedoch nur noch, wie der Lebensüberdrüssige
aufstand, seinen Kopf befühlte, dann seine am Boden liegende Muͤtze
ergriff und davon lief.

FMunchen, 31. Juli. Heute Morgen wurde der pen⸗
onitte Major Carl v. Train in seiner Wohnung Herrensttaße
r. 29 ermordet aufge funden. Drobbriefe gefährlicher Individuen
iind vorhanden.

7Berlin, 80. Juli. Der schwere Unfall, welcher unsere
Marine gestern in Wilhelmnshaven durch Sptingen eines Geschütz⸗
        <pb n="426" />
        bringen kann. Dr. Kedzie empfiehlt zu diesem Zweck einen Treopfen
starle Salpetersäure mitielst eines Glasstäbchens oder Hoͤlzchens auf
die verzinnte Oberfläche fallen zu lassen und die Säure zu ver—
reiben, so daß sie einen Flecken von der Größe eines Pfennigstückes
bildet. Dieser wird dann bei gelinder Wärme getrodknet und auf
denselhen eine Aufslösung von Jodkali gebracht, wozu 2 Tropfen de—

aügen. Wenn Blei zugegen ist, so entsteht sofort ein hellgelber
Fleck von Jodblei. Das Refjultat dieser einfachen Pruüfung ist
unfehlbar.

Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demetz.
— uI — —
Sonntag, 3. August
De ũLa
Entree 50 Pfg.
Anfang Nachmittags 3 Uhr,
dei Peter Schweitzer.

Hausversteigerung.

Samstag den 9. Wugust
nächfthin, Nachmittags 2 Uhr bei
Bietbrauer Heufser laͤßt An—⸗
drees Schweitzer, Tüncher
dier, sein an der Blieskasteler
Straße dahier neben Peter
Schwartz und Johann Weidmann
auf 5 Dezimalen oder 1470
qm Fläche, stehendes Wohn⸗
haus mit Keller, Stall, Schop⸗
pen und Hofraum öffentlich an
den Meistbietenden zu Eigenthum
dersteigern.

Dasselbe kann bis dahin auch
äuflich erworben werden.

St. Indbert, 2. Aug. 1879

K. Auffschneider,

Amtsverweser.

Höôtel Laur.
Sonntag, den 3. August 1879
Grosser Ball.
Anfang 8 Uhr Abends.
Freundlichst ladet ein
— Ir. Lehnert.
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Der Geflügelzucht-Verein Neustadt a. Haardt
veranstaltet
am 6., 7., 8. u. 9. September d. J. seine
erste allgemeine Geflügel -Ausstellung
.. verbunden mit einer
pfälzischen Obst-Ausstellung,
diese vom 6. bis inel. IA. Sept. Abends 6 Uhr,
in den Räumen des Saalbaues.

Für beide Ausstellungen sind Prämien ausgesetzt und wird
die erstere mit einer Verloosug geschlossen werden.

Anmeldungen, welche nur bezüglich der Geflügel
Ausstellung erforderlich, sind bis 2 u un Üsö.
ugusgt 1. J. an den Sebretär unseres Vereins, Herrn
Stadtschreiber Pfirmann, zu richten.

Bezüglich des Verkaufs der Loose beliebe man sich an unseren
gzibliothekar Herrn G. Kullmann, Wirth, zu richten, von
welchem auch die Anmeldebögen und Programme
zu beziehen find.

Die zur Ausstellung angemeldeten Thiere, sowie die Obstfrüchte
nüssen spätestens am Morgen des 5. Septembers unter der
3— „Ausslellungs⸗Comits, Saalban Ueustadt a. Haardt“
untrefsen.

Neustadt, im Juli 1879.

Der Vorstand des Geflügelzucht Vereins.
— 4
InternationalI-Lebrinstitut.

Sonntag, den 3. August
Tanz⸗Musik
Entré 50 Pfga.
bei Georg Jung.
Auf dem Rittershof
find sehr schöne und gute
Kirschen
zu haben. 10 Pfund 80 Pfg.,
per 100 Pfund billiger.
Auf Wunsch wird franco ge—
liefert. ViIIerov.

Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.
Dienstag, 19. August
aächsihin, Vormittags 10 Uhr,
zu Heckendalheim, in der
Wirihschaft von Ludwig Buch—
heit,
wird vor dem unterzeichneten
Amisverweser des kgl. Notar
Sauer in St. Ingbert, auf
Betreiben von Elisabeiha Fick
inger, gewerblose Ehefrau von
Nikolaus Wahrheit, Schmelz⸗
arbeiter in Ommersheim, gegen
Johann Reinstadler, Acerer
in Heckendalheim, die nachhin
beschriebene Liegenschaft, im Ban⸗
ne von Heckendalheim, wegen
Nichtbezahlung des Erwerbsprei⸗
ses, im Wege der vertragsmäßi⸗
gen Wiederveisteigerung, öͤffentlich
zu Eigenthum versteigert:
Pl.Nr. 635. 14 70 qm
Wies im Flachsgarten
neben Johann Walle und
Georg Walle.
St. Ingbert, 2. Aug. 1879.
. Auffschneider,
Amtsverweser.

Für

Tauben⸗ u. Hühner⸗Liebhaber!

Montag den 4. August, von
Morgens 10 Uhr bis Abends
7 Uhr halt M. Biron aus
Mainz den Verkauf einer großen
Auswahl von Tauben und Hüh—
ner in St. Ingbert bei Hrn.
Bastwirih Pet. Beck, neben
der kath. Kirche, ab.
Loose
60 Pf. zu der vom Ge⸗
fügelzucht⸗Vertin Neustadt a. d.
daardt am 6., 7., 8. und 9.
September d. J. veranstalteten
Geflügel Ausstellung sind
zu baben in der Exvbed. d. Bl.

—

hanu
V
13
7
32
ð

—

Die so schnell beliebt gewordene,
äberall als vorzüglich anerkannte
— Untiversal⸗
Glyeerin⸗Seife von H. P.
Beyschlag ist vorräthig in
St. Ingbert bei Herrn
Joh. Friedrich.

Hoöhere Handelsschulo mit der RBerechtigung zum
ꝛinjührigen Militardienst. — Vorbereitung für die höheren
assen der Gymnasien und Realgymnasien, für Eisenbahn-
lienst ete. ete. — Pensionat mit besonderer Abtheilung
ür Knahen von 10-12 Jahbren; gesundo Luft und prachtige
käumlichkeiten auf dem Schlösschen Reserve. — Programme
rersendet der Vorstand in Rruchaal. (A 611264.)

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Jager⸗Matjes Holl⸗30, p., 8,50
Holländische Voll- 25, p., 3,00
Feinste Delic.⸗Salz⸗200, p., 2,75
Fettheringe, große 80, p., 8,00
Fettheringe, mittel 50, p. 2,75
Fettheringe, kleine 100, p., 2,50
ff. marin. Fetih. 80, p., 3,50
ff. Fischroulade, pikant 48, p., 3,75
Kronsardinen, neue 120, p., 8,00
Pom. Neunaugen ff. 80, p., 58,50
verzollt u. freo. p. Post, b.3 F. Rabait.
E. H. Echulzin Altona b. Hamburg

ä

T

**
Echt. J

Bei Huflen und Heiserkeit, Erkältung, katarrhalischen
Affellionen. Brustreiz, Lungenschwindsucht, Magenschwäche,
einfacher Appetitlosigleit und Altersschwäche werden die
weltberühmten Brustkaramels Maria Renno von
Donat um die bekannte überraschende Wirkung der⸗
elben noch zu erböhen, entweder roh gegessen, oder 6 bis
10 Stück in heißer Milch aufgelöst, aber nur lauwarm
gelrunken.

General. Depot in St. Ju gbert bei Herrn

———

Der vorigen Sonn⸗
zagsnummer wurde aus Versehen
Nr. 31 statt 30 des illustr.
Sonntagsblattes beigelegt, weß⸗
halb heute Nr. 30 beigegeben
wird, welches berichtigend wir
zu beachten bitten.

Die Erpedition.

—

4

24

224
XR

*2W8
—

— HCGCO..
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
Hiezu „Illnstrirtes

Sonntaasblatt“

—X

*394
        <pb n="427" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (Z mal wöͤchentlich; mie dem Hauptblatie verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

.A 40 A einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.M 60 ⸗—, einschließlich 40 H Zustell zebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswärts
mit 13 fuͤr die viergespaltene Zeile Blattichrift odet deren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
M 123.

Dienstag den 3. August

1879.

1. * AIbonnements auf dieses Blatt werden für die
Monate August und September von allen Postan⸗
stalten, sowie in der Expedition oder von den Trägern
entgegengenommen.

Ausland.

Witsen, 3. August. Ein Berliner Telegramm der Wiener
hochofficibsen „Montagsrevue“ meldet, daß die Unterhandlungen
wischen dem Fürsten Bismarch und dem tumänischen Minister
Stourdza reultatlos verlaufen seien. Fürst Bismarck verlangte
für die rumänischen Eisenbahnen 100 Millionen Francs, Minister
Stourdza bot nuͤr 60 Millionen. Fürst Bismarck beharrte auf
seinen Forderungen und die ersten Anterhandlungen blieben demnach
resultatlos.

Versaitles, 2. Aug. Ministerpräsident Waddington ver—
laß im Senate und in der Deputirtenkammer ein Dekret, durch
velches die Session für geschlossen erllärt wird. Die Wiedereröff⸗
nung der Kammern wird in Paris zwischen dem 25. Nobember
uind dem 1. Dezember Statt finden.

London, 3. Aug. Das „Reuter'sche Bureau? meldet
nus Kapstadt vom 15. Juli via Madeira: General Chelmsford
at seine Entlassung gegeben und ist nach Durban zurückgelehrt.

Deutsches Reich.

München, 2. Aug. Die Abgeordnetenkammer nahu heute
ohne Debatte das Ausführungsgesetz zur Reichsstrafprozeßordnung
einstimmig an, ebenso das Erbschaftssteuergesetz, dann kam die Fort⸗
setzung der Eisenbahndebatte. Abg. Fischer beantragte die Linie
semplen⸗-Vils mit Rücksicht auf das Fernbahn-Projekt. Völk und
Jörg sprachen dafür. Minister v. Pfretzschner erklärte, diplomatische
Erkundigungen in Wien hätten ergeben, daß die österreich. Regier⸗
ung neuerdings das Projekt der Arlberge Bahn zu fördern suche und
der Fernbahn nicht günstig sei. Fischer's Antrag wurde von der
sammer angenommen. Abg. Hermann beantragt, in Att. 1 noch
zinzusetzen eine Linie von Weiden (Oberpfalz) über Vohenstraße
nach Waidhaus zum Anschluß nach Pilsen (Böhmen). Dieser An⸗
trag wurde mit 65 gegen 59 Stimmen angenommen. Ein Antrag
des Abg. Höfer (Limie Bamberg⸗Steigerwald⸗Kitzingen) wurde ab⸗
gelehnt, ebense Senestrey's Antrag (Anschluß von Berchtesgaden an
die Salzburg⸗Halleiner- Bahn). Art. 1 hat nunmeht 28 Nummern
und wird in dieser Gestalt mit 80 gegen 450 Stimmen angenom⸗
aien. — Montags kommt die Gebührenordnung zur Berathung.

Mäünchen. Ueber die Vergütung der Reisekosten an Ges
schworene, Schöffen und Vertrauensmänner sind vom 1. October
d. J. an, folgende Bestimmungen maßgebend: 1) Geschworene,
Schöffen und Vertrauensmänner haben, soferne Eisenbahn, Dampf⸗
boot oder Postomnibus denützt werden lann, und ihr Wohnsitz weiter
als zwei Kilometer vom Gerichtssitze entfernt liegt, als Reisekosten
Verqütung den Ersatz der Fahrtaxe und zwar für die Benützung
der 2. Wagenclasse auf der Eisenbahn oder des 1. Platzes auf dem
Dampfboote hin und zurück anzusprechen. 2) Unter Voraussetzung
der gleichen Eutfernung des Wohnsitzes vom Gerichtssitze werden in
Fällen, in welchen die Benützung der Eisenbahn oder des Dampf⸗
bootes oder des Postomnibus nicht statifindet, für jedes angefangene
Zilometer des Hin⸗ und Rückweges zehn Pfennige R.-W. vergütet.
3) Soweit nach besonderen Umständen ausnohmsweise die Benützz⸗
ung von Beförderungsmitteln, welche höhere Auslagen erfordern,
ür angemessen zu erachten ist, können diese Auslagen liquidirt
werden.

Vom Landtage. Der Abg. Nub und 40 Genossen
hzaben folgenden Antrag zum Gesetzentwurfe über das Gebühren⸗
vesen eingebracht: die Kammer der Abgeordneten wolle beschließen:
Artikel 170 habe zu lauten: für Jagdkarten- und Jagdaaffen⸗
cheine wird eine Gebühr von 20 Mark erhoben. Diese Gebühr
ließt zur Hälfte in die Staatskasse, zur Hälfte in die Kasse der⸗
jenigen Armenpflege, in deren Besirk der die Jagdkarte oder den
Jagdwa fenschein Lösende wohnt. Die vorstehender Bestimmung
entgegeuftehenden gesetzlichen Bestimmungen sind aufgehoben,

Der Abz. Xaver Frhr. v. Hafenbrädl reichte an die Kammer
einen Antrag ein, welcher die Wiedereinsührung der Lebensmittel⸗
axe, Fleisch, Brod, Mehl und Bier bezweckt.

Berlin, 2. Aug. Die Zölle von Weizen, Noggen,
Hafer, Hülsenfrüchte, Gerste, Mais, Buchweizen und andere Ge⸗
rreidearten, dann für Mühlenfabrikate aus Getreide und Hulsen⸗
irlichten treten erst am 1. Januar 1880 in Kraft.

Die ofiziose „Nordd. Allg. Ztg.“ befürworket, die körperliche
Züchtigung als Strafe für vrutale Vergehen wieder ein zuführen;
man wisse ja, daß schon manche gewohnheitsmäßige Verbrecher über⸗
haupt durch die Freiheitsstrafe sich nicht sonderlich abschrecken lassen,
die ihnen oft sogar als erwünschtes Mittel der Uatertunft und Ver—
oflegung gelte; nun aber gebe es auch gewisse Verbrechen, deren
Bestialität eine solche Att der Sttafe erfotdern, von welcher man
Zaͤhmung der Bestien erwarten kann. Die Humanität, die man
gegen die körperliche Züchtigung ins Feld führe, habe sich vor Allem
n dem austeichenden Schutz der ordentlichen Bürger zu hbethätigen.

Rermischtes.

St. Ingabert, 5. August. Heute Morgen wollte der
deim Bahnbau zwischen hier und Rentrisch beschäftigte, 19 Jahre
ilte Arbeiter Friedrich Pfleger aus Heimkirchen von
inem beladenen und schon im Fahren begriffenen Materialwagen
jerabspringen, rutschte aber aus und gerieth so unglücklich unter
zie Rädert, daß ihm ein Bein unterhalb des Knie's abgedrückt
vurde. Derselbe wurde sofort in das hiesige Burger ˖ Spital über⸗
geführt.

[(1S85nappbach. Die Dipbtheritis, welche im ver—
lossenen Winter in Sulzbach, Altenwald und Hühnerfeld so viele
Ipfer forderte, triit neuerdings auch hier auf. Nachden in voriger
Woche ein Kind an der gesährlichen Krankheit gestorben, liegen
Wbermals mehrere Kinder in verschiedenen Häusern an derselben
darnieder.

— J.41 Ein neiles Spaäßschenist dem Vernehmen nach in
Altenwald passirt. Zwei daselbst wohnende Meister gleichen
d»andwerks, ein Hert K. und uin Herr Kl., sind schon längere Zeit
ẽrzfeinde. Hert K., welcher glaubt, daß ihm Herr Kl. zu starke
Foncurrenz mache, beschließt, sich zu rächen. Er geht zu einem
herüchtigten Raufbold und Schläger, S., und beredet diesen, dem
sel. nächtlichet Weise eine gehorige Tracht Prügel zu geben. Als
Prügellohn soll S. fünfzehn Mark nach vollbrachter That erhalten.
S. läßt sich zwei Mark Handgeld geben und — verrälh Kl. das
zanze Vorhaben. Um sich aber die fünfzehn Mark nicht entgehen
su lassen, muß Kl. am andern Tage mit verbundenem Kopfe und
zepflastertem Gesichte, wie ein arg zerschlagener Mann, sich an die
Arbeit begeben, wo K. vorüberkommen muß. Dieser sieht seinen
Feind und glaubt die Sache richtg. An seines Herzens Freude
aßt er noch am nämlichen Abend den S. lommen, zahlt ihm die
ünfzehn Mark und tractirt ihn noch mit zwei Flaschen Wein aus
einem Keller und sodann mit einem großen Quantum Bier in
iner nahen Wirthschaft. Wie sehr aber war er enttäuscht, als er
um folgenden Tage seinem Feinde begegnet, dieser die Maske ab⸗
zelegt hat und ihm höhnisch in das Geficht laht! Und alle Leute,
hdie von der Geschichte hören, lachen. Herr K. abecr lacht nicht,
'ondern soll sich wedlich argern, daß er „rein gefallen“? ist. Wer
eben den Schaden hat, der braucht für den Spott nicht zu sorgen.

f Die dietjahrige ordentliche General-Versammlung des Pfal⸗
Aischen Schreibgehilfen⸗Vereins, anerkannter Verein, findet Sonntag
den 17. August, Vormittags 11 Uhr, zu Zweibrücken, im
Basthause „zjum Deutschen Hause“ bei Herrn Karl Oit Statt.

Am 3. August ist beim Baden in der Bließ der 16 Jahre
alte Sohn des Straßenwärters Weber von Wolfersheim
ertrunken.

Homburg, 2. Aug. Der hiesige Stadtrath hat in
einer gestrigen Sitzung beschlossen, die Gehalle der Lehrer um je
100 M. aufzubessern; deßgleichen, daß die Herbstferien auf die
zeit vom 1. Sepiember bis 15. Oltober verlegt werden. Letzlerer
Zeschluß bedarf jedoch der höheren Genehmigung.
        <pb n="428" />
        Ludwigshafen, 2. August. Der jür die Ziehung
der Kirchenbauloose der hiesigen protestantischen Cultusgemeinde von
Anfang an bestimmte Termin, 1. September, naht heran, und bei
dem guten Absatz, welchen die Loose bisher gefunden haben, dür—
fen wir wohl annehmen, daß dieser Termin pünktlich eingehalten
werden kann und nicht, wie es bei manchen anderen ähnlichen
Lotterie:Unternehmen vorkam, zu einer Hinausschiebung desselben wird
gegriffen werden müssen. Daß sich der Absatz bisher so befriedigend
gestaliete, mag u. A. auch darin seinen Grund haben, daß die Ein⸗
theilung der Gewinne dieser Prämien-Collecte eine für die Loosab—
nehmer besonders güastige ist. VDie Zahl der Loose (Preis eines
einzelnen 2 M.) ist anf 160,000 Stück festgesetzt; auf diese treffen
Geldprämien im Gesammibetrag von 115,400 M.; der niederste Ge—
winn ist 3 M., der höhste 30,000 M., der zweithöchste 10,000
M. Die Ziehung geht unter notarieller Leitung vor sich.

F Hamburd, 1. Aug. Heule starb hier am Herzschlage
der bekannte sozialistijsche Agitator August Geib, ein geborener
Pfalzer. (Ir. 3.)

f Messungen der Meerestiefe. Das „Philadelphia Ledger“
enthält einen Bericht über die Forschungsreise des „Tuscarora“
unter dem Befehle des Capitäus Beiknop. Bei Vermessungen im
Bett des Siillen Oceans, über 1000 Meilen von Cap Flattery
entferntt, wurde ein 2400 Fuß hoher untersee scher Bera entdecht.

Die groͤßte Tiefe, die arinittelt wurde, betrug 16,240 Fuß. Der
Brund des Stillen Oceans ist ein blauer, schwatzer und brauner
Lehm, mit Schlamm und hier und da mit Saad und Kies vermischt

Dienstesnachrichten.
Der kgl. Oberbergrath Dr. Wilhelm Gümbel wurde zum
Dherberadirektor beim kal. Oberbergamte München beilördert.

RVerloosungen.

—Augsburger 7fl.Loose von 1864. Bei der
im 1. d. stattgehabten Verloosung wurden folgende Serien ge—
ogen: 4483 820 841 885 1248 1797 1853 und 2004. Präa—
nienziehung am 1. September.

Köln-Mindener l00⸗Thaler-Loose. Bei
der am 1. do. stattgefundenen Ziehung fielen auf folgende Num
mern höhere Gewinne: 60,000 Thaler auf Nr. 8327; 8000 Thlr.
auf Nr. 133496; 4000 Thlr. auf Nr. 80106; 2000 Thrr.
auf Ne. 153491; 1000 Thlr. auf Nt. 30115, 30,121 und
153489; 500 Thlir. auf Nr. 8328 und 8338.
Flr die Redaction veraniwortlich: F. X. Demeß.

——
Vertragsmäßige

Wiederversteigerung.

Montang, den 11. Augusit
nächsthin, Nachmittags 3 Uhr zu
St. Ingbert bei Philipp
Emrich,

wird vor dem unterzeichneten
Amtsverweser des kgl. Notar
Sauer in St. Ingbert, auf Be⸗
treiben der Wittwe, Kinder und
Erben des zu St. Ingbert ver
leblen Handeismannes Karl Lion
gegen“ Theobald Metzger,
Dekonom und Ziegler aus
Schmitiéh usen, die nachstehend
bezeichnete Liegenschaft, im Banne
von St. Ingbert, wegen Nocht
bezahlung des Erwerbspreises,
im Wege der vertragsmäßigen
Wiederversteigerung, öffentlich zu
Eigenthum dersteigert.

Pl⸗Nr. 731 und 732. 10 a
90 qm Flöche, Wohnhaus
mit Hof, Stallung, Schener
und sonitigen Zubehörden
nebst Garten, Ader und
Wiesenland, gelegen an der
Kohlenstraße zu St. Ingbert
neben Philipp Wentzel und
der neuen Synagoge.

St. Inabert, 24. Juli 1879
K. Auffschneider,

Anusverweser.

Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.
Donnerstag, den 21.
August nächsthin, Nachmittags
3 ühr zu St. Ingbert, in
der Wirthschaft von Ferdinand
Oberhauser,
werden vor dem unterzeichne⸗
ten Amtsverweser des kgl. Notar
Sauer in St. Ingbert, auf Be⸗
treiben von Maria Fiack, ge⸗
wecblose Ehefrau von Johann
dartmann, Schreinermeister in
Blieskastel, gegen Elisabetha
Fiack, geweroͤlose Ehefrau von
Emil Grewenig, Saitler und
Tapezierer in St. Ingbert, wegen
Nichtbezahlung des Erwerbspreises
die nachstehend bezeichneten Lie—
zenschaften im Wege der ver—⸗
tragsmäßigen Wiederversteigerung
öffentlich zu Eigenthum versteigert:
1. Pl.Nt. 139, 12 86 qm
Fläche, worauf ein zwei—
stöckiges Wohnhaus mu
überbauter Einfahrt, Keller,
Hofraum und Zubehör, und
Pll.Rr. 140, 3 à 75 qm
Pflanzgarten dahinter, das
Ganze gelegen zu St. Ing⸗
bert an der Kaiserstraße
neben Karl Toch und Hein—
rich Behr;
Pl. Nr. 1093, 10 a 56
q¶m Acker längs dem St—
Ingberter Banne, im Bannk
von Rohrbach.
St. Indbert, 1. Aug. 1879
K. Auffschneidor,
Amtsverweser.
Vervielfaltigungs
Apparafo
empfiehlt
für Oktav 8,— Mt.
Quart 10,—- Mt.
Folio 12,50 Mt.
Fran; Woll.
Auf dem Rittershoi
—— 777— 70O0) nd sehr adve und gute
Druckarbeiten aller Art Kirschen
werden rasch und billig angefertigt in dt —A — —— pfa
J. J. Demeh'schen Buch⸗ und Steindruckerei. Auf Wansge ccfranco ge—
XvV liefert. Villero-

Vermiethung.

Der neu hergerichtete zweite
Stock meines Wohnhauses, be⸗
stehend in 8 Zimmer, Küche,
Keller und Speicher, sofort be—
ziehbar, an eine siille Familie,
ist zu bermiethen.

Auch ist meine Scheuer zu
vermieihen, welche sogleich in
Besitz genommen werden kann.
Ehrhardt⸗Jochum.

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60 Pf. zu der vom Ge⸗
flügelzuchtVertein Neustadt a. d.
Haardt am 6., 7., 8. und 9.
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Geflügel-Ausstellung sind
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— —
Druck und Verlag von F. X. Demet in St. Ingbert.
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        —* * — 22 222 2 22527
2352553333 338333232 533535323853 ——
—323 —*25 5. 58338 253 2.23 85 E 32 52
53233 —3 5383 5*352 525 383233
2 *
—53 —3 53338 58 5852375353 — 25
55353333z35553335583333358 s352 57—338585 3538
— 22 ——— —28 8 I52 53 2825
8 3 3 33 353 —3
* — — F —
BEILIB88 733533332 —s 5523 32—7 *2—
——————— —335 383885 5
5— — — 54 —
—533— —7524 55 —3325 —6
5328 23 222332 2AX53* 225325733533 *
s 5* 2z2B* — 83 * 7—72 238 5z29 25 WE 2*
—25*» ——————322 —26— 8 —
28 5253 7322588 * 28 8 3235 — — ——
85* —— 325 8 235235r* x —37*
* z583353 —35—38 33353333835 323555
——— — 22— 25325335 —232335353 *—
— 28 — —5——853323555255— 52 7.
—— — 82— 5 —33222
2 6 — 252822 8* p — 2* 2
*52 * 55 t E3 n 2223 — 25
55353553735 8———32388 25z3ñ8735*
2 55 *25323235 8 ————— 2322 — — — —
— — ———
— —s * 22*
s33— —33 353383338
8 — — 3 28* — 2 —— EE—
33 3 33
533 3 —33 332353 — ————
5* 232 52 — — —52— 28 220 *
— —

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2822
— —
22 2
28
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8
—
227*
*
5

—23 24
—8 — —
—A— 8
—A —— 533238 538235
25 25358 * — —— 3*2
555355555 3— 3335 583
— — * 5 — 3 22
112837 s523523— 5355* 555573327 7z3355 2355
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325 28 F 258 —3335 2 522 — — —A — 2525
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5 5233 22 35 8 558
533 23338 2822 73333
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5333 232 33 1233 5233
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55332 75 258 33383 23
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        St. Ingberler Anzeiger.
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich, mi dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Absnnemeritspreis betragt vierteljährlich

AA A0 A einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1IAM. 60 H, einschließlich 420 H Zustellzebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum, NReclamen mit 30 H pro Zeile berechnet.
M 124.

Donuerstag den 7. August

———

äιαιι.

Deutsches Reich.

München, 1. Aug. (Kammer.) Der bezügliche Gesetzent⸗
vurf, durch welchen der Militäretat für die Zeit vom 1. April
1879 bis zum 31. März 1880 auf 41,961,724 Mark festgesetzt
sstt, wird schüeßlich bei namentlicher Abstimmung einstimmig (141 Ja)
zenehmigt.

Muünchen, 2. Aug. Landtiag. Ohne Debatte wurde das
Ausführungsgesetz der Reichsstrasprozeßordnung einstimmig, eben so
das Erbschaftssteuergesetz augenommen.

München, 5. Aug. Die Abgeordnetenkammer nahm die
Zebührenordnung einstimmig an unter Ablehnung zahlreicher dazu
eingebrachter Anträge: Zu Artikel 281 wurde der Zusatz von
SZtobäus: „Die Umwandlung von Guldenobligationen in Mark⸗
obligationen wird von diesem Gesetz nicht betroffen“, angenommen.
In dieser Sitzung vom 4. Aug. hatte Hr. Finanzminister Riedel
1. A. dargelegt, daß die Regierung bei Ausarbeitung des Gebühren⸗
Hesetzes wie dei den durch die Ausschußverhandlungen herbeigeführten
Aenderungen größtmögliche Gerechtigkeit geübt habe durch Abschaff⸗
ing aller undilligen Gebühren. Insbesordere sei sie in der Be—
siehung auch den Bedürfnissen der Landwirthschaft entgegengekommen;
das Gesetz schaffte dieser eine Etleichteung von 8 bis 10 Prozent
»er Grundsteuer. Dann wurde in erster und zweiter Lesung das
Besetz über die Pensionsanstalt für die Wiitwen und Waisen der
üdvotaten einftimmig angenommen, ebenso das Gestetz über den
ompetenzkonfliltsgerichtshoff.

Berluin. Im Interesse einer Erleichterung des Verkehrs
hat der Minister für öffentliche Arbeiten am 25. v. M. in einem
Etlaß bestimmt, daß die von einer Staatsverwaltung gestempelten
Frachtbriefe auch von den anderen Staatsverwaltungen als gültig
aerkannt werden.

Die Novelle wegen Revision des Altiengesetzes wird, wie das
D. M. Bl. hört, vom Bundesrath bei seinem nächssen Zusammen⸗
creten in Angriff genommen werden. Vor längerer Zeit hat bereits
der Justiz⸗ Ausschuß des Bundesraths an das Plenum den Antrag
gestellt, eine solche Revision des Aktiengesetzes vorzunehmen. Bei
her von allen Seiten anerkannten Schwierigkeit dieser Vaterie dürfte
edoch eine Regelung derselben noch längere Zeit beanspruchen.

Nachträglich erfährt man noch, daß die Regierung des König⸗
reichs Sachsen im Bundesrathe gegen die Erhöhung der Kornzzölle
zestimmt hat. Es ist dies um so auffaälliger, (als bis auf 4 Liberale)
ämmiliche größtentheinls den konservativen Fraktionen angehörige
jächsische Abgeordnete für die Erhöhung der Kornzölle votirt, ja
sogar der Hauptantragsteller, Herr Günther, ein Sachse ist. Es
st jrdenfalls nicht ohne Bedeutung, daß die schutzzöllnerische Negier⸗
ang des industriereichsten Staates sich dagegen ertlärt hat, daß der
Bevöllerung die nothwendigsten Lebensmittel allzu sehr vertheuert
verden sollen.

NeweYork, 4. Aug. Alle Land; und Wasserverbindungen
nit Memphis sind gesperrt. Die Sterblichkeit am gelben Fieber
in der letzten Woche hetrug 26.

Vermischtes.

*St. Ingbert, 7. Aug. Der Bahnbauarbeiter Fried⸗
rich Pfleger aus Heimkirchen, welcher am Dienstag, wie wir in
voriger Nr. berichteten, schwer verletzt in das Spital gebracht
wurde, ist in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch seinen Ver⸗
letzungen erlegen. Er soll ein ruhiger, sparsamer Mensch gewesen
ein. — Am Dienstag Nachmittag erlitt ein ebenfalls am Bohn⸗
jau in der Nähe von Scheidt beschästigter Arbeiter Namens Siem on
pon hier, eine Queischung des Fußes, so daß er auf einem Wagen
dierher gebracht werden mußte.

*St. Ingbert. Still und rub'g ging der gestrige
Jahrestag der Schlacht von Spichern dahier vorüber. Von einer
reier des denkwürdigen Tages, an dem dor 9 Jahren der Feind
urch deun Opfermuth der deutschen Truppen aus der Nahe unserer
Stadt zurück gedrängt wurde, war nichts zu merken. Doch mögen
Ziele unter uns seiner gedacht haben; denn die Erinnerung an die
rübe Besorgnitz lener Zeit und an die Freude über den Sieg ist
ins wohl Allen unauslöschlich im Gedächtniß. In unserer Nach—
varstadt Saarbrücken wurde, wie bisher jedes Jahr, so
zuch heuer der 6. August festlich beganzen. Der „Saardr. Ztg.“
ntnehmen wir darüber das Folgende: Unter Blitz und Donner,
ast einer Geisterschlacht gleich, brach heute der für uns dentwürdige
Tag von Spichern an. Ein Gewitter ging demselben in der
dacht voran, nachdem ihn am Abend schon Glockengeläute und
Bölletkrachen angekündigt hatten. Auch heute Morgen (6. August)
rdröhnten die Boöller und viele Häuser schmüctten fich mit Flaggen
ind Fahnen. Und baid begannen sich die Straßen zu beleben und
ie Schuljugend zog aus, den Tag festlich zu begeher. Die höhere
röchterschule, die Marschall'sche Schule legten Krünze auf die Krie—
ergrabstatten nieder. (Die Giäber der im Ehrenthal ruhenden
driegee waren schon am Abend des 8. August durch die Mitglieder
es Saarbrücker Turnvereins und des Sangerbundes durch Kränze
eschmüdt worden.) Sonntäglich gelleidet, eillen die Schüler der
Flementarklassen in die Turnhalle, wo der Tag durch Redeact und
vesang patriotischer Lieder gefeiert wurde. Ein entsprechender Attus
and auch in der Aula des Gymnöesiums und in der Gewerbe⸗
hule hier statt. Auch aus den Orischaften der Umgegend besuch⸗
en v'ele Personen und einzelne Schulen gestern und heute die
driegergrabstätten, welche sämmtlich reich mit Kränzen und Blumen
jeschmückt sind. Wir treten nun in eine Reihe von Erinnerungs⸗
agen, welche in den Jahrbüchern unseres Vaterslandes, unseres
Heeres mit go denen Lettern eingezeichnet sind, kelner aber ist für
ins an der Saar wie der 6. August 1870 eine so naheliegende
frinnerung — eine Erinncrung, die nie erlischt, so lange noch
in Grabbügel sich über den tapfern auf unsern Fluren gefallenen
driegern wölbt, so lange noch ein Denlstein der hesdenmüthigen
stegimenter auf dem Blachfelde steht und so lange das Winterderg⸗
dentwal weithin als Ruhmeszeichen ins schöne Saarthal ragt!
Uad all' die schoͤnen sinnigen Feiern, über die wir gestern und
zeute berichtet haben oder morgen noch berichten werden, sie alle
egen Zeugniß ab von dem treuen Sinne unfserer Bebölkerung an
)er Saar, welcher den Gefallenen gegenüber auch heute das Dich⸗
ierwort wieder zur Wahrheit gemacht hat:

„Vergiß der treuen Todten nicht und schmücke
Auch ihte Urne mit dem Eschenkranz!“

Als Einrückungstermin für die zu den Herbsima⸗
növern einzuziehenden Reservisten und Dispositionsurlaubet des 4.,
8. und 17. Inf. Regiments ist der 9. August bestimmt.

fZweibrücken, 4. Aug. Das Schwurgericht der Pfalz
'üt das III. Quartal 1879 soll am Montag den 8. Sept. unlet
Vorsitz des k. Appelltaths Osthelder eröffnet werden.

7 In Landstuhl weitete Fruchthändler K. von da mit

J. Sch. von Oberarnbach, daß er die Strecke von Landstuhl nach

NAusland.

Man erzählt sich, daß das über Lieutkenant Careh verhängte
Todesurtheil vom Generalcommando bestätigt, vom Cabinet aber
assirt worden sei. Die „United Service Gazette“ bestätigt d'eses
Berücht. Das militairische Fachblatt schreibt: Das seitens des
Zriegsgerichts in Südafrika gegen Lieutenant Carey gefällte Urtheil
autete auf Tod. Lord Cheimsford wollte nicht die Verantwortung
ibernehmen, dieses Urtheil zu bestätigen, und Lieutenant Carehy
vurde unter Arrest und unter der Obhut eines Officiers nach
kngland gesandt. Er selbst ist noch nicht hier angekommen, wohl
aber das Prolokoll der Verhandlungen des Kriegsgerichts, die in
Folge eines Formfehlers fur ungesetßuͤch erllärt und niedergejschlagen
vorden sind. Doch befindel sich noch die Frage unter Eroörterung:
b nicht die königliche Prärogative ausgeüdl und Lieutenant Carehy
zus der Armee entlassen werden sollie. — Wie die „Army and
Naby Gajette“ angebch aus bester Quelle erfahren haben will,
vird der Königin empfohlen werden, zu gestatten, daß Lieutenani
Latey zu seinem Regiment zurüdkehre, da nach dem Ermessen der
isten Autoritäten die wider ihn erhobene Anllage der Feigherzigleit
zicht aufrechterhalten werden idnne, indem er nur „indiscrei⸗ ge⸗
andelt habe.
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        Ramstein eben so schnell zu Pferd zurücklegen werde, als der Eisen⸗
bahnzug. K. hat diese Wette auch wirklich gewonnen.

FPirmasens, 4. Aug. Der Gesammtumschlag des hie⸗
figen Vorschußvereins im ersten Halbjahr 1879 betrug M. 421,443. 04.
Das Stammantheil Conto beträgt M. 16,596.87 und der Reser⸗
b fond M. 1,218.21: dem letzteren wird aus dem diesjährigen
Gewinn ein bedeutender Zuschuß geleistet werden lönnen. Die
Mitgliederzahl ist seit 31. Dezember 1878 von 191 cuf 2285 ge⸗
stiegen. Im Monat Juli wurden schon wieder 11 neue Mitglieder
aufgenommen.

Wolfstein, 4. Aug. Heute Morgen gegen 3 Uhr
schlug der Blitz in den Stall des Ackerers Gauch zu Einöllen und
ddtele zwei Ochsen, einen Stier und ein Rind. Der Eigenthümer
ocfand fich gerade im Stall und kam mit dem Schrecken dabvon.

pReustadi, 4. Aug. Ein raffinirtes Gaunerstückchen
wurde gestern Morgen von der noch nicht 14 Jahre alten Dienst
nagd eines hiesigen Bäckermeisters auszuführen versucht. Dieselbe
Jatie jeden Morgen d'ie Wecke in das Thal zu besorgen, so auch
gestern wieder. Nachdem sie mit einer Kinnahme von ca. 13 M.
sich auf den Heimweg gemacht hatte, warf sie plötlich ihren Korb
weg und schrie. Einem gerade des Weges kommenden Gendarmen
erklärte sie, daß ein Mann sie gepackt und sie ihres Geldes beraubt
habe; derselbe sei alsdann schnellen Schritles nach Neustadt zuge⸗
iaufen. Rachdem de Magd denselben genau bezeichnet hatte, eilte
der Gensdarm dem angeblichen Straßenräuber nach. Derselbe
wurde mit Hilfe eines hiesigen Gendarmen in einer Wirlhschaft
dahier attrapirt, und, trotzdem er seine Unschuld betheuerte, auf
die Polizei gebracht. Derselbe erklärte dem Polizeicommissaär, daß
er unschuͤldig sei und das Mädchen gar nicht lenne. Auf Befragen
der Pagd, ob dies der Mann sei, der sie beraubt habe, sagte sie
Ja. Dersilbe wurde alsdann genau untersucht, und wucde bei ihm
ine Baarschaft von nur 150 Pf. gefunden. Nun wurde auch die
Magd visitittund sand man bei ihr das angehblich geraubte Geld.
Auch im Hause ihres Dienstherrn wurden noch einige Mark in
inem Sitrumpfe versteckt vorgefunden. Der Mann wurde sofort
in Freiheit versetzt.

Dürkheim, 4. Aug. Heute Morgen zwischen 3 und
ijz ühr wüthete im Isenachthale usd über Dürkheim ein grauen⸗
Jaftes Gewitter. Der wo kenbruchartige Regen, vermischt mit Schlossen,
cichtete an den Feldern und Wigen, an den Böschungen und in den
Straßen der Stadt eine große Verheerung durch Flözungen an.
Mehrere Oekonomen mußten ihr Vieh aus den Ställen retten vor
der eindringenden Wasserfluth.

Krüngenmünster, 5. Aug. Die dfinitive Ernenn⸗

ing des Herrn De. Löchner zum Direktor der hiesigen Kreisirven⸗
ainfialt ist nunmehr eingetroffen. (T. f. S.)

Frankenthal, 4. Aug. Das „Frekth. Tsbl.“ meldet,
zer als Verwaltungsassistent nach Maximiliansau zurückversetzte
rühere Bahnhofberwalter von Biebermühle, Schuhmann, fei, während
zei ihm Kassenrebision vorgenommen werden sollte, verduftet und bitz
ur Stunde nicht zarückgekehrt. Ob ein Kassendefizit vorhanden ist
nd wie viel es beträgt, sei bis zur Stunde noch nicht bekannt.
der Mann, der durch Heirath in den Besitz eines bedeutenden Ver⸗
ndgens gelangt war, soll durch falsche Spekulationen sich um das⸗
elbe gebracht haben.

Germersheim, 3. Aug. Heute Mitstag 4 Uhr
rtrank bein Baden ein Obergefreiter des k. 2. Fuß Artillerie-Regi⸗
nents. Derselbe ging bei der hiesigen Militär-⸗Schwimmschule in
zen freien Rhein und konnte trotz rascher Hilfe und eifrigen Suchens
is jetzt nicht gefunden werden.

f Speyer, 5. Aug. Die Eröffaung der Feldjagd flir
as Jahr 1879 ist für Felddühner und Wachteln auf den 20.
nugust, sütr Hasen auf den 15. September festgesetzt worden.

F In Saarbrücken schlug in der Nacht von Dienstag auf
Nittwoch der Blitz in das Haus Brunnenstraße Nre. 2, und zwar
n das Gedält des Dachsttuhls so, daß die Splitter umherliegen,
von da fuhr der Blitz in ein Mansardzimmer, schlug neben dem
dopfende eines Bettes ein großes Stück Mauerbewurf von der
Vand. Die zu Bette liegenden Bewohner des Zimmers, Mann,
Frau und ein kleines Kind, wurden von dem mächtigen Luftdrud
etäubt. Mann und Frau erlitten im Gesicht, an den Beinen und
Fußsohlen einige leichte Contusionen, der Frau wurden die Kopf⸗
aare versengt, das Kind aber blieb unversehrt.

Rarktberichte.

Homburg⸗ 6. August. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
1 M38 ppf., Korn 8 M. 21 Pf. Spelzkern — M. — Pf., Spelz O M.
d f., Gerste Zreihige — M. — Pf., Gaste Areihige 0O M. — Pf., Hafer
M.74 pf., Mischfrucht O M. 50 pf. Erbsen 0 M. — Pf., Wicken
HRi — pf., Bohnen — M. — Pf. hͤleesamen — M. — Pf., Korn⸗
rode6 Pfuͤnd 72 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — Pf.
sindfleisch 56 Pf., Kalbfleisch 40 Pf., Hammelfleisch — Pf., Schweinefleisch
0 Ppf.. Butter 1 Pfund 0 M. 9 Pf., Kartoffeln per Ctr. 4 M. — Pf.

Kaiserslautern, 5. August. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 11 M. — Pf. sorn 7,WM. 8o Pf., Spelzkern — M. — Pf., Spel
— Pf., Hafer 7 M. 46 Pf., Erbsen — M.
— pf., Widen O M. — Pf., Linsen 0 M. — Pf., Kleesamen — M. —
pf. Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 68 Pf., 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
fund 39 Pf., Butter per Pfd. — M. — Pf., Eier 2 Stück — Pf., Kar—⸗
offela per Cent. M., Stroh O M. — Pf., Heu O M. — Pig.

Fur die Redecrinn veranimartlich: F. X. Demez.

Widerrups.
Die in Nr. 128 d'eses Blat⸗
ses eingerückte conv. Wieder ver⸗
dteigerung gegen Emil Gerew e⸗
ni'g fiadet nicht satt.

St. Inabert, 7. Aug. 1879.
K. Auffschneider,
Umtsverweser.

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madchen wird gesucht.
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22235 833332—35* ——— 5355855353883 5553358388
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2 3335 —553 33 3357—3533333557*
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich mß dem Hauptolatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mil illustrirter Bei⸗

Lage) erscheint wochentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Sanstag und Sonntag. Der Abonnementsvpreis beträgt vierteljährlich

in 40 einichließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1AC 60 H, einschließlich 40 Z Zustell zebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Reclamen mit 830 pro Zeile berechnet.
AM 125. Samstag den 9. Auaust

Biꝛs

. Abounements auf dieses Blatt werden für die)
Monate August und September von allen Postan⸗
stalten, sowie in der Expedition oder von den Trägern
entgegengenommen.

entjallen 47 950 529 auf bisher zollfreie Artikel, 23 843 8357 auf
xẽchöhungen bisher schon zollpflichtiger Artikel. An Schutzzöllen
entfallen auf die Landwirthschaft - 24 120 201, auf die Forst⸗
virthichaft - 8796 821, auf die Textiliadusttie - 5744 550,
nuf die Metallindustrie - 6641 760, auf andere Jadustrien —
3421828. Die Finanzzölle (Malerialwaaren und Petroleum er⸗
geben - 27572 226 Mark
Ausland.

Die Fesil chkeiten in Nancy sind doch nicht ganz ohne sis—
renden Zo'schenfall verlanfen. Der Deputirte, Odersi Langlois,
Jjat gelegentlich der Enthüllung der Thiers: Statue eine im schroff
ten Gegensatz zu den Auslassungen der Minister stehende, zur
„Rebanche“ auffordernde Rede gehalten. Sämmiliche republika⸗
nischen Bärter tadeln indeß dieses Vorgehen in entschiedenster Weise
als eine Takilosigkeit, sür welche Herr Langlois ganz allein die
Berantwor ung zu tragen habe. Der Abgeordnete Langlois, der
ogenaunte Oberst Langiois, weil er während der Belagerung als
Oderst in der Nationalgarde gedient hat, ist übrigens eine vor⸗
viegend lächerliche Persönlichkeit, die aber in der Kammer eine
jewisse Rolle spielt und schon w'ederholt als Berichterstatter über
vas Kriegsbudget fungirt hal. Von Hause aus war Langlois ein
5chüler Proudhons, ißkK aber später als Schleppträger des Herrn
Chiers zahm geworden und in allen Lagern in denen er noch ge⸗
dient hHat, ein enfant terrible gewesen.

Der vorstehende Fall Fanglois hat neulich sein Seiten⸗
zück bei einem Schützenseste in. den Schwesterstädten Charlhes—
Billbe und Mezieres gefunden. Dort ließ sich der Präfekt
der Ardennen durch seinen Generalsektetär, Herrn Lambert, ver—
reten, und dieser, also eine offinelle Persdalichkeit, sagte in einer
dede, nahdem er es als den Zweck der Shützengesellschaft bezeichnet
atle, tüchtige Vaterlandsvbertheidißer heranzubelden, wie die offiziöse
Jeitung des Orts, die Union Liberale“, berichtet, wörilich: Der
tag ist vielleicht nicht fern, da Frankreich von seinen Kindern
zchutz und Revanche verlangen wird; sesen wir für diesen
Lugenblick bereit! Ich krinle auf Eure Gesundheit, künftige
zoldaten, auf Eure wackeren Führer und auf unser aller Oberhaupi,
»en Präsidenten der Republik, Herrn Greyy!“ Wir wiederholen,
daß diese „Union Libecale? selbst erklärt, sie gebe in Vorstehendem
den Trinkspruch des Regierungsbeamten wörtlich wieder. Sie fügt
zinzu, daß ein anderer Redner, Herr von Jouvencel (ein früherer
Abgeordneter) an den Toast des Herrn Lambert auknüpferd bemerkt
zjätte, „auch er fürchte, doß es demnächst cinen Kriegemit
Deutschland geben werde.“ Es scheint doch in gewissen Ver-
daltungskreisen eine arge Zügellosigkeit zu berrschen; denn daß
herr Lambert von der Regierung nicht ermächtigt war, in der
rwähnten Weise zu sprechen, sind wir die Ersten anzunehmen.

London, 4. Aug. Eine gestern angelangte Depesche Wol⸗
ley's an den Kriegsminister, datirt vom 15. Juli, meldet: Sämmt⸗
iche Zuluhäuptlinge im Küstenstrich bis zur Amatongagrenze unter⸗
darfen sich Dabulamanzi und andere Brüder des Königs eingesdlossen.
5'e ertlärten, sie wollten Cetewayo nicht länger zum Könige haden.
Fetewayo ließ seit Anfang des Monats nichts mehr von sich hören,
oll sih mit Weibern und Hofstaat in den Ingomewald zurückge⸗
ogen haben.

In Bezug auf die Betheiligung deutscher Interessenten an der
m Hherbst ds. Is. in London staufindenden Molterei⸗
Lusstelluug hören w'ir, daß die mit der Berathung dieser
Frage betraute Kommission soeben ihre Vorschläge eingereicht hat.

Moskau, 2. Nug. Nach Beendiguag des letzten fürtischen
kdrieges macht sich in der russischen Armee nicht nur unter Sol⸗
aten, sondern auch unter Olficieren eine ganz eigenthümtiche, wir
noöchten sagen kom'sche Erscheinung geltend. Die russischen Truppen,
welche auf Tod und Leben mit din Türken gekämpft', dehren hute
nus Bulgarien mit entschiedener Sympathie, wenn nicht Zäril'chkeit
ür diese Türken zutlick. Die Officiere namentlich iprechen offen
uus, daß, wenn es unter der Bevölkterunz der Balkanhalbinsel eiwasß
Zutes gibt, dieses nur unter den Türken zu suchen sei. Will man

Deutsches Reich.

Müuchen, 7. Aun:. Der Landtag beendete heute die Be⸗
rathung über das Eisenbahngesetz und nahm Altikel 2 (Bauartikel),
ebenso Aruikel 3 an. Die Gesammtsumme der bewilligten Linien
zeträgt 44,900,0000 M. Der ganze Gesetzentwurf wurde mit 149
Stimmen angenommen.

Aus München schreibt man der „N. A. Z.“: Mit der
neuen Justizgesetzgehung wird auch in Vayern die Robe und das
Baret als Amtstracht zur Eenführung gelaugen, aber nur bei den
Zollegialgerichten, also bei den Landgerichten, Ode landesgerichten
ind bei dem obersten Landesgerichte. Bei den Einzelgerichten (Amts-
zerichten) wird es bei der bisher'gen Uebung sein Bewenden haben.

Nürnberg, 3. Aug. Heute ist die Nachricht hier ein⸗
zelangt, daß der Kronprinz des d utschen Reichs am 27. ds. hier
äntreffen wird. Der Kronptinz wird dahier Hauptquartier nehmen,
am 28. ds. die 3. Cwalleriebrigade auf dem Manöverterrain bei
Siegelsdorf und Vach inspiziren, am selben Tage hierher zurückkehren,
im 29. ds. das hiesige 14. Infantere⸗Regiment besi htigen und
zarnach unsere Stadt verlassen, um einige Abtheilungen des 1.
Armeecorps zu inspiziren.

Berkhin, 6. Aug. Tie „Prov. Corr.“ riproducirt die
Meldung der „Azence Havas“ aus Rom, 3. Aug., wonach Ron⸗
retti Botschafter beim deutschen Hofe wind, vor dem 20. d. auf
seinen Posten sich begeben und sefort mit Bismarck in Verbindung
reten wird. Derselbe ist Träger von Ernennungen neuer Bischöfe,
velche die mit Tode abgegangenen ersetzen sollen. Die „Prov.
Torc.“ fügt hinzu: „Abgesehem von der veelleicht nur auf Un⸗
wissenheit der Cotrespondenten zurückzuführenden Verwechselung des
eünchener Nuutius mit einem Botschafter bem deutschen
Hofe, haben wir zu bemerken, daß alle in neuester Zeit von Rom
n Wiener und Pariser Blättern verbreiteten Nachrichten über die
Verhältnisse zwischen Preußen und dem heiligen Stuhl sich mit der
vittlichen Sachlage im Grunde widersprechen.“

Berlin. Die von den Abgg. v. Benda, Delbrück und
carsten veranstaltete, „Spezielle Abschätzung der Minimalerträge
nach dem neuen Zolltarif“ liegt jetzt als Reichstagsdrucksache vor.
Wir entnehm'n derselben das nachsolgende Tableau der finanziellen
Ergebnisse, welche der neue Zolltarif über die bisherigen Ertraägnisse
hinaus nach jener Schätzung zur Folge haben wird. Zu bemerken
ist dabei, daß bei einigen Positionen in dritter Lesung noch Er⸗
hdhungen vorgenommen worden sind, deren Wirkung noch nicht
berücksichtigt werden konnte. Die wichtigste dieser Ethöhungen faud
beim Roggenzoll statt, wo die Abschätzung noch auf Grund des
niedrigsten Satzes von 0,50 Mk. erfolgte. Ebenso sind bei den
Positionen Eisenwaaren, Flachs, Kaffee, nachträglich noch Aender⸗
uingen vorgenommen worden. Hie und da ergibt also die Ab⸗
schätzung ein für die schließliche Gestaltung des Zolltarifs nicht gunz
reffendes Bild. Zu bemerken ist, daß der Tabak nicht mit in
Nechnung gezogen ist. Es werden danach die Finanzerlträgnisse
gegen früber betragen in Mark bei: Baumwolle 1711687,
Blei - 178377, Buürstenbinderwaaren —- 2349, Droguen —
549 993, Eisen 5 485 027, Getreide - 12 000 000, Glas

50 370, Haare - 174 090, Hotz 5033 310, Instrumente

1049 087, Kouischuk 20 382, Kieider — 503 693, Kupfer

137 201, Kurze Waaren — 177 180, Leder — 180 196,
deinen — 254476, Lichte — 18337, Materialwaaren —
14 103 707, Oel -4728 053, Papier - 408524, Pelzwert
-4017, Petroleum - 16 500 000, Seide - 1621300,
Seife - 47 624, Steine 429 679, Strod - 136 170,
Thiere 4 360 667, Thon 338 625, Veh — 4000 V00,
Wachstuch — 17 898, Wolle - 1654 369, Zink — 8631,
zian — 1068 — in Summa also: 4 71297386. Davon
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        Awas kaufen oder hat sonst ein Geschäft, so wird vor dem Bul⸗
garen als Betrüger gewarnt, der Türfte als ehrlich empfohlen.
Ifficiell geschieht dies nicht, im Privatverkehr aber wiegt das Wort
nes Türken den Schwur des Bulgaren auf. Höchst bezeichnend
st dabei, daß nicht nur die Russen, sondern auch die in Rußland
xzogenen Bulgaren eine solche geringschätzende Meinung von ihren
Landsleuten hegen.
Rermischtes.

* St. Ingbert, 8. August. Die hiefigeet. Latein,
sich ule war bei Beg'nn des jetzt abgelaufenen Schuljahres 1878,79
bon 107 Schülern besucht. Am Schlusse des Schuljahres betrug
die Schülerzahl 104. Von diesen sind 68 Katholiken, 834 Pro⸗
estanteiꝛn, 3 Mennoniten und 4 Israeliten. 77 sind Eindeimische
ind 27 Auswärtige. Auf die J. Klasse treffen 35, auf die II. 26,
zuf die III. 25, auf die IV. 10 und auf die V. 8 Schüler.
in dem Mitte Oclober eröffneten Instrumentalkurs betheiligten sich
31 Schüler. Das Studienjahr 1879/80 beginnt Donnerstas,
den 25. Siptember mit der Inscription der Schüler, welche im
Amtszimmer des k. Subrektors votgenommen wird. Die Aufnahms⸗
und Nachprüfungen finden am 27. und 29. Sep'ember statt.

Su.'Iugbert, 8. Aug. Der beim hiesigen Bahnbau
heschäftigte Arbeiter Anselmm Käuferr von hier, 48 Jahre alt
und verheirathet, erlitt heute Morgen eine Quetschung am linken
dandgelenk, indem durch unglückliches Hinfallen ein Materialwagen
Farüber hinging. Die Hand braucht jedoch nicht abgenommen zu
werden, und soll deren Heilung möglich sein.

'Es ist nicht ohne Jateresse, eine Vergleichung des jetzigen
Zolltarifs mit den früheren Sätzen desselben anzustellen. Die
Zaumwollengarne, welche früher nur 3 Staffel von 12, 24 und
26 Mt. gehabt, siad jetzt in 16 Ssaffel von 1236, von 15-39,
don 21248 Vit. aufgeführt; mehrfach gezwirnter Nähfaden ist von
38 auf 70 Mti. erhöht. Laumwollene Gewebe zahlten bislang 60
resp. 96 Mk., bei feineren 166 Mt., jetzt 80, 120, 200 und
250 Mk. Bliei, früher frei, zahlt jeßt 8 tezw. 6 Mk. Grobe
Bürstenbinderwaaren, früher frei, jezt 4 bezw. 8 Ml. Bei den
Drogueriewaarten sind eine Anzahl Artikel verollt, theils erhöht
porden. Bei Eisen und E senwaaren, bisher frei, jetz! Roheisen 1
Mt., schmiedbare Eisen 2,80 Mk., Draht 3 Mk., Eisenwaaren
2,50, 3. 6, 10 und 15 Mk. Flachs, bisher frei, zahlt vom —1.
Juli 1880 1 Mk. Getreide, bisber frei, ist von 0,850. 612 3Mk.
derzollt. Glas und Glaswagren ꝛc., hislang frei, zahlen jetzt 3
Mk., für weißes Hohlglas ist der Saß statt 4 auf 6, 8 und 10
Mt. erhöht worden. Bei der Posit'on Haare haben Menschenhaare,
bisher frei, eine Erhöhung auf 100 Mt., Perrücken von 90 auf
200 Mk. erfahren. Federn, bislang frei, zohlen 3 bezw. 6 Ml.,
Schmuckfedern statt 180 800 Pit. Rohes Holz ist mit einem Zoll
von 0,10 bdis 0,25 Mtk. belegt, Holzwaaren zahlen 3 Mt. Von
Instcumenten sind musi'alische von 12 auf 30 Mk. erhöht. Mas
hinen, dielang frei, zahlen 3, 5 und 8 Mk., E senbahnjahrzeuge
3'pCt. vom Werth. Kautschuk, bisher frei, zahlt 3 Mi., grobe
Qautschukwaaren sind von 24 auf 40, feine von 42 auf 60 Mk.
erhöht. Kleider und Putzwaaren aller Art zahlten bislang 90 - 180
ind 240 Mt., je nach ihrer Feinheit. Bei diesen Artikeln sind
hedeutende Erhoͤhungen eingetreten. Der niedrigste Satz ist jetzt
120 Mt., der höchste 900 Wk. Kupferwaaren sind von 15,50
zuf 12, von 24 auf 28, von 16 auf 18, von 24 auf 30 Pik.,
‚ei den feineren Kupferwaaren von 24 auf 60 Mt. erhöhl. Kurz⸗
vaaten und Quẽrcaillerien sind von 300 auf 600, von 24 und
)0 auf 120 bis 200 Mt. erhöet. Bei der Posit'on Leder ist
vornehmlich Sohlleder von 12 auf 86 Mk. erhöht worden, grobe
dederwaaren von 24 auf 50 Mt, fe nere von 42 auf 70, Hand⸗
schuhe von 80 auf 100 Mt. Alle Leinengarne, gleichviel ob Ma⸗
ichinengeipinnste oder Handgespinnste, die bisher unterschirden und
von denen lehlere frei waren, zahlen jetzt in der einfichen Sorte bvon
5. Stufen 3— 12 Mt. gegen bisher 3 Mk., die gefärbten, bedruck en
und gebleichten Leinengarne in 8 Stufen 12- 20, statt bisher 10
Nl., leinene Zwirne erhöht von 24 auf 36 Mt. Auch bei Lein⸗
wand ist eine andere Abstufung beschlossen, nämlich von 6, 12, 24,
36, 60, 100 und 120 Mi. wöhrend bisher nur 4, 24 und 60
Mi. firitt waren. Lchte sind von 9 auf 15 Mt. erhöht. Aus
der Position 25, Materia:waaren (F nanzzölle), sind besonders
jolgende Aenderungen zu reg steiren: Bier ist von 4 auf 6 Mk.,
granmwein von 36 auf 18 Mk., Wein von 16 auf 24 resp.
18 Metk., Butter von 8 auf 20 Mi., frisches Fleisch, bisher frei,
und Geflügel, Fleischexiract ꝛc. bishet 3 Mt., auf 12 Mt., ein'ge
Südfrüchte von 24 auf 30 Mt., Gewürze von 39 auf 50 Mt.,
Honig von 2 auf 3 Pik., Kafffe von 35 auf 40 Mk., Capiar von
dG auf 100 Mi., Ause von 10 auf 20 Mt. erhöht, Stärke und Stärke⸗
mehl, Nudeln und Sago, b'sher frei, zahlen 6, andere Mühlenfabrikate
2 Mt., Reis ist von 8 auf 4 Ml., Salz von 12 auf 12,80 Pit.,
Tabal von 24 resp. 60 Mt. auf 83, 188 resp. 270 Mt., Thee
»on 48 auf 100 Ml. erhöht; decr Zoll auf Oele ist vierfach so
och als früher bhemessen. Schmali von Schweinen und Gaän'en,

islang frei, zahlt 10, Stearin stalt 3 Mk. 8 M. Die Haid⸗
toff? bei Papier zahlen jetzt 1Mk., Glanz und Lederpapier 6;3Mtk.;
zeizwerk sitatt 66 Mt. 150 Mt., Petroleum, bislang frei, 6 Mk.
—AVD
vaaren stattgefunden. Zwirn von roher Seide, bisher frei, zahlt
00 Mk., Seide und Floretseide von 24 auf 36 Mt., Seiden⸗
vaaren von 180 bis 200 Mtk. auf 600 Mitk. erhöht. Bei Sei⸗
'en und Parfümerien sind feste Seifen im Zoll verdoppelt, Par⸗
ümerie⸗ und Luxusseifen 21)0fach, alle übtigen Seffen verfünffacht
vorden. Bei Steinwaaren ist Schiefer, bislang frei, mit einem
ZJoll von 1,30 Mk. belegt. Die bisher freien Strohwaaren zah⸗
n 3 Mk., die freien Strohbänder 18 Mö., Eier 8 Mt. mittlete
Thonwaaren, bisher frei, I Mk. Das meiste Nuzzhieh ist jetzt mit
inem Zoll belezt worden, der von 30 Pf. an bis zu 20 Mt. pro
Zztück Vieh d fferir:. Grobes Wahstuch zahlt statt 4, 12 besseres
datt 12, 30 bis 50 Mt.; gekäaͤmmte Wolle ist mit einem Zoll
‚on 2 Mk., Garn aus Rindbiehhaaren mit 3 Me., beide bisher
rei, belegt, die anderen Wollgarne sied mit Ausnahme der ein⸗
achen und doublirten Genappes, Mohair und Alp acca von 3 auf
3 bis 12 Mk. erhößt. Bei Wollenwaaren ist jatzt eine ausge—
ehnte Classification eingetreten, nömlich von 24 bis 450 Mt.,
die bisling nur zwischen 3 und 180 Mk. betrug. Gewalzies Zink
uind Zinn, disher frei, sowee Zinn⸗ und Zinkwaaren zahlen 6 Mk.

Weltpostkarten mit Antwort sind nunmehr verwendbar für
Ditiheilungen nach Belgien, Frankreich, Helgolaud, Italien, Lux m⸗
zurg, Niederland und den Niederländischen Coloneen, Norwegen,
Porlual, Rumänien, der Schweiz, Svanien und der Argentinischen
Repablik.

4Sämmiliche 14 Schüler der Oberklasse des Gymnasiums
nKaiserslautern haben die Abitur'enten-Prüfuag bestanden.

f Auch in Winnweiler und dessen Umgebung hat das
zewitier in der Nacht von Sonntag auf Montag g'oßen Schaden
ingerichtet; die Schlossen fielen in der Größe von Taubeneiern.

ꝓAuf dem am Sonntag in Ludwigshafen abgehal⸗
enen Verbandstage der p'ätzischen Feuerwehren waren im Ganzen
30 Vereine vertreten. Beschlossen wurde u. A. die Herstellung
ines Entwurfs sür eine Distrikfe-Feuerlöschordnung. In den Kreist
usschuß wurden gewählt: Sp yer (2 Vertreter), Landau, Kaifers⸗
autetn, Dürkheim, Reustadt und Zweibrücken (je 1 Vertreter).
der nächste Verbandstag wird in drei Jahren in Neuftadt abge⸗
alten.

Frankenthal, 5. Aug. Durch Polizei-Commissäer
Schädler in Ozgershe'm wurde heute der Provifionsreisende der
Fiima König und Herf, der 56jäh ige Nudolf Herf, verhaftet und
a Uatersuchungshaft hierher gedracht. Derselbe hat eingestanden,
»en Brand, welcher am Monkag das Heumagaz'n der Herren Koͤnig
i. Herf einaͤscherte, ungelegt zu haben. Die verbrannten bedeutenden
Zuantitäten Heu und Stroh waren nicht versichert und ist das Motiv,
velches den Augeklagten, der übrigens schon einmal in einer Irren!
instalt war, zur That veranlaßten, bis jetzt noch unklar. (F. 3.)

f In Berghausfen bei Speier erschoß sich am 5. d. der
Naurer Paul Jestter, wie es heißt, aus Anlaß von Familien⸗
vistigleiten.

F InSpeyer balte vor einiger Zeit im Laden des Drehers
jrey ein Ausverk uf von Regenschitmen staltgefunden. Da der
lusverkauf kein Ende nehme wollte, dafür aber fortwährend neue
Vaaren eintrasen, so wurde die Sache untersucht und man fand,
aß man es weniger mit einem Ausverkauf als mit einem Wander⸗
nger des Schirmsabr'kanten Heup! von Straßburg zu ihan hatte.
Vie die „Sp. Ztg.“ mittheilt, warde Heupel am 4. ds. vom k.
zuchtpolizeigericht Franlenthal in eine Geldstrase von 265 M. und
ur Nachentrichtunz der hinterzogenen Steuer verurtheilt.

F Am letzten Donnerstag gingen 4 oder 5 Bergleute aus
2013, die gerade unbeschäftigt waren auf ein benachbartes Dorf.
Hei der Heimkehr gerieihen sie in Streit, wobei der 32jährige
gergmann Jakob Scherschel von dem Berzmann Groß einen Stich
n den Nacken echielt, der den Halswirbel durchschnitt und sofortigen
ͤod zur Folge hatte. Der Thäter ist verhuftet. Der Getödtete
interläßt eine Frau und 4 Kinder.

Saargemünd, 6. August. Gestern Abend fiel von
inem im Fahren begriffenen Güterzug zwischen Wolfskirchen und
jinstingen ein Hilfsbremser so unglücklich herunter, daß ihm beide
)Nberschenkel üÜüberfahren warden. Der Verunglückte wurde erst
pärer in diesem bejammernswerthen Zustande gefuaden, zwar noch
im Leben, aber ohne Aussicht, dasseIbe zu erhalten. (Saurg. 3)

In Saargemünd kam in der vorigen Woche ein Fall
or, der cin grelles Schlaglicht auf die dortigen Zustände und die Ge⸗
innung der Bedölkerung wirft. Ein Cyevauxlegers-Unteroffizier
jing nämlich in etwas angetrunkenem Zustande über die Saarbrüde.
Dort faßten ihn einige Stirolche und warfen ihn in den Fluß, wo

3 seinen Tod fand. Die Thäter sitzen bereits hinter Schloß und
Kiegel.

FSaatalben, 2. August. Am 4. wurden ganze Körbe

boll frisch gefangener. aber meist todter Fsche für einen gering ke
        <pb n="437" />
        Zreis feilgebblen. Es steht zu befürchten, daß unter den sonst so
pohlschmeckenden Albe- und Saarfischen eine epidemische Kranlheit
usgebrochen ist. (Saarg. Ztg.)

Schlettstadt, 4. Aug. Das Dorf Kestenholz (Bad)
prennt seit heute früh 8 Uhr. Circa 150 Häuser liegen in Asche;
3 Compagnien Militär (Würitemberger) Ebschen. Für die Nacht
ist von Straßburg vom General: Commando Hülfe requirirt. Circa
200 Familien sind obdachlos und lagern mit Kindern und Vieh
uuf dem freien Felde. Der Schaden wird auf 1 Mill. Mk. be⸗
rechnet. Zwei alte gebrechliche Eheleute sind in den Flammen um⸗
jeko umen. Die canze Garnison von Schlettstadt war am Platz,
ind ohne deren Hlfe wäre wohl das ganze Dorf abgebranat. Ver⸗
zrannt ist u. A. die Fahnenfabrik von Bonati, die Spinnerei Kö⸗
aig (wodurch 160 Arveiter brodlos wurden), die Apotheke ꝛc.

Metz, 6. August. Das Gewitter, welches nach drücken⸗
jer Hitze gestern Abend in 9. Stunde über Metz und Umgegend
ich entlud, war in Magnh, Pouilly, Fleury, Pelter ꝛc. von star⸗
tem Hagel begleitet, der den Erttrag der Weinberge und Aeccker fast
zollstaͤndig vernichtet hat; auch Maizieres und die Nagbarschaft
ollen noch Hagel erhalten haben. In Metz felbst hatten wir nur
jeftigen Regen, der mit kurzen Unterbrechungen bis nach 11 Uhr
mhielt. (M. Z.)

8 Worms, 6. August. Der am nächsten Samstag und
Zonntag hier stat findende zehnte hessische Feuerwehrtag verspricht
in sehr gelungenes Fest zu werden. Das Feflcomité gibt sich alle
Mühe, den wackeren Männern, welche fich Jahr aus Jahr ein den
Zchutz des Eigenthums ihrer Mitbürger mit so großer Aufopferung
ucr Aufgabe machen, alle Annehmlichkeiten während ihres Aufent⸗
jal?es in hiesiger Stadt zu bieten. Mit anerkennenswerther
zreundlichkeit sind auch die Bahnverwaltungen der hessischen Lud⸗
vigs⸗, Main-Neckar⸗ und Pfätzischen Bahnen den Fesitheilnehmern
atgegengekommen, indem die hessische Ludw'gsbahn den Abgeord⸗
jeten sowohl als den übrigen Feuerwehrleuten, sofern sie sich in
Uniform befinden und am 10. d. Mis. fahren, gegen einfache
Billete freie Rückfahrt am 10. und 11. d. Mis. gewährt. Die
dfälzischen Bahnen gestatten den in Uniform erscheinenden Feuer—
oehtleuten aus der Pfalz gegen einfache Billete freie Rückfahrt am
J. und 10. August, wobei jedoch der Aufdruck des Stationsstem⸗
„els der Abgangsstation nöthig ist. Für Schnellzüge sind Schnell⸗
ugsbillete erforderlich, Die Main⸗Nckar⸗Vahn gewährt den in
LInifortm erscheinenden Feuerwehrmännern eine Fahrbegünstigung in
»er Art, daß die am 9. und 10. gelösten Retourbillete zur Be⸗
ützung aller fahrplanmäßigen Züge bis 11. ds. berechtigen. —
den Besuchern des Festes ist endlich in einem Extrazuge Gelegen⸗
zeit gegeben, Abends 9 Uhr in der Richtung nach Mainz ihre
Heimreise anzutreten.

Frankfurt, 5. Auag. Das billigste Fleisch ist im
Augenblick das Kalbfleisch. Dasselbe wird in der Stadt zu 45
üfg. ausgeboten, ein Fall, der seit 1860 nicht da war. — In
er heutigen Markthalle-Auckion wurden bezahlt das Psfd. frisches
Achsenfleisch mit 40 Pfg., Karpfen 60— 70, Sols 1,20, Salm
222,50, Lachsforelle J— 1,60, Schinken 75, westphälischer Schinken
)0, Enten 2-2,20, Poulards 3-2 5 M., Gänse 424,550 M.

fHomburg v. d. H., 4. Aug. Der Verordnung vom
3. v. M. über die Bildung der Amisgerichtsbezirke ist nach dem
Rh. K.“ ein merkwürdiges Mißgeschit untergelaufen. Es ist
nämlich darin das Dorf Seulberg, welches nach seiner Lage zweifel⸗
os bei unserm Amisgerichte verbleiben sollte, ganz und gar ver⸗
lessen worden und es würde daher, wenn nicht noch zeitig eine
kektifikation eintritt, mit dem 1. October d. J. der merkwürdige
fall eintreten, daß ein ziemlich ansehnlicher Ort zwar nicht ohne
HZesetze, aber doch ohne Richter wäre.

fGKissingen, 31. Juli. Herr v. Delbrück, der vor⸗
nalige Reichskanzleramtẽpräsident, der zur Kur hier verwellt, wurde
sestern von Fürst Bismarck zur Tafel gezogen; die Fürstin fuhr
ꝛei Delbrück vor. Dr. Heinrich Schliemann min Gattin waren
benfalls Tags zuvor Gästẽ des Fürsten. Der hellenische Archäo⸗
oge mit Familie ist Gegenstand allgemeiner Beachtung; seine beiden
dinder Andromache und Agameinnon, von einer griechischen Wärterin
eführt, sind liebliche Erscheinungen. Mit Dr. Schliemann zusam—
nen sieht man den babylonischen Archäologen, Dr. Julius Oppert,
drofessor am College France in Patis, Entdecer und Entzifferer
et Vabylonischen Alterthümer und Keilschrift; er hat den Lehrstuhl
it assyrische Philologie und Archäologie in Paris jane. Ein ge⸗
orener Hamburger, ist et mit seinem norddeuischen Landsmann,
zchliemann, einem Mecklenburger, seit vielen Jahren befreundet.

»Aus Baden, 5. August. Zwischen Liux und Kehl
etraf ein Gendarm diei Handwerksbursche, deren Reiseausweise
icht in Ordnung waten. Die Burschen nahmen Reißaus und
aben der Auffotderung des Gendarmen, stehen zu bleiben, keine
zolge. Da schoß der Gendarm und einer der Handwerksburschen
schwer verwundet nieder, von eiwa 40 Sdroikörnern in den
ücken getro fen. — Am 8. d. M. legte sich der Landwirih Anton
roch von Bruchsal zwischen dieser Stadt und Untergrombach in

jelbstmörderischer Absicht auf die Gisenbahnschienen und ließ sich
durch den Güterzug den Kopf vom Rumpfe trennen. Der Selbst⸗
mörder ist Vater von 10 Kindern.

Stuttgarz, 8. Aug. Gestern ereignete sich hier ein
zräßliches Ungiüuck. Vei dem Neubau des Realghmnastums gegen⸗
über der neuerbauten Garnisonskirche wurde ein eiwa 28 Cir.
qhwerer Stein mittels der gewöhnlichen Hebmaschine mit Zahnrad
eraufgezogen. Die Trommel der Maschine gab nach, als der
Stein schon sast oben war, und die Foige war, daß durch die
Wucht des Steins das Zahnrad zerschmettert wurde. Die Stücke
ꝛessellen flogen nach mehreren Seiten, eines derselben flog in den
200 Meter enifernten Stadtzraben und riß einer dafselbst im
Zchatten sitzenden Dame von 81 Jahren den Kopf weg.Die
Dauie ist die verwittwete Frau Oberst von Einsiedel, Schwieger⸗
nutter des früheren Kabinelschefs geh. Raths Frhrn. v. Egloffstein.
Die Theilnahme ist eine allgemein⸗. Ein anderes Stud flog in
zohem Bogen über die Garnisonskirche weg in ein Wirthsbaus,
derletzte aber Niemand. Auch von den sechs auf dem Gerüste
zeschaftigten Männern wurde keiner verletzt. (A. 3)

7. Sch welim (Wellphalen), 1. August. Ein enisehzliches
Treigniß, welches gestern Morgen etdeckt wurde, hat unsere Sladt
in die größle Aufregung versetzt. Zwei Knaben, im Aller von 13
und 16 Jahren, deren Eltern im dorigen Jahr gestorben sind und
die seit der Zeit bei ihrem Großvater wohmen, fand man gestern
Morgen in ihrem Schlafzimmer als schauetlich verstümmelte Leichen.
Nus den von den Knaben hinterlassenen Aufzeichnungen ergab sich
daß hier ein Mord und Selbstmord vorlag. Beide hatten geschrieben,
daß sie die Sehnsucht nach ihren verstorbenen Eltern in Jenseits
getrieben; sie hatten über ihre Kleider, Bücher ꝛc. Verfügung ge⸗
troffen, dagegen nicht über ihr von den Vormündern verwalleles
bedeutendes Vermögen. Nach gegenseitiger Abrede hatte der ältere
nabe dem jüngeten mit einem mächtigen Hammer die Hirnschale
zerschmeltert, so daß das Gehirn überall umher gespritzt war. Nach
dieser Unthat hatte der Möͤrder selbst Gift genommen, sich dann
mit einem Rasirmesser die Pulsader der rechten Hand durchschnitten,
sich einen Strick um den Hals gelegt und eine Revolverkugel durch
die Stirn geschossen! Der Großdater der Knaben, welcher d'eselben
dets mit der größten Liebe und Zuneigung behandeli haben soll,
var während der Unthat auf einer Geschäftsreise abwesend. Mad⸗
hen und Hausknecht hatte der älteste KRnabe am Abend der That
30. Juli) ausgeschickt und so wurde das Verbrechen erst gegen
Udorgen, als die Haushälterin die Schlafzimmer verschlossen fand
ind durch einen Schlosser öffnen ließ, entdeckt. (GFIr. 3.)

Hamburg. Zur Verhütung der Einschleppung von
Biehseuche hat der Hamburger Senat angeordnet, daß bis auf
Weiteres „Rindvieh, welches aus Großbrilannien oder aus Nord.
amerika oder Südamerika auf dem Wafsferwege oder dem Landwege
n den Hamburgischen Staat gebracht wird“, vor der Ausladung
)er Polizeibehörde anzumelden urd auf Kosten der Vetheiligten in
zeiner, von dem Verkehr mit inländischem Vieh isolirten Räumlichkeit
interzubringen ist. Dafelbst wird das Vieh vier Wochen lang einer
hierärztlichem Beobachtung unterzogen, und erst, wenn es nach Ab⸗
lauf dieser Zeit von dem angestellten Thietarzte für frei von an—
iteckenden Krankheiten erklärt worden, zum freien Verkehr zugelassen.

fF Breslau, 6. August. Die „Breslauer Zeitung? mel⸗
del aus Zabrze von gestern: Auf der Ludwigs-Glücks Grube sind
in Folge eindringenden Wassers 2 Bergleute kodt, einer schwer ver⸗
letzt, 11 noch verschüttet.

t Paris, 4. August. Ein großer Unfall ist auf der Ei⸗
'enbahn zwischen Nancy und Xeuillh vorgekommen. Von ver—⸗
orecherischet Hand waren während der Nacht die Schienen so ge⸗
cichtet worden, daß der Zug die Richtung auf ein Gebäude neh⸗
nen mußte. Die Locomotive rannte sich fest und die Wagen stürz⸗
en übereinander. Man zählt drei Todte, fünf schwer, acht ziem⸗
ich schwer Verioundete und zwanzig leichter Beschadigte. (n. 3.)

Auch ein Reglementsparagraph. Det Super⸗
ntendent der New-York, Lake Erie und Western E. B. hat eine
VBerfügung erlassen, laut welcher den im Dienste dieser Gefellschaft
tehenden Bremsern auf das Strengste verboten wird, jungen Mäd⸗
hen, die längs der Stiecke wohnen, vom Zuge aus die Kour zu
chneiden, namentlich aber denselben Kußhände zuzuwerfen. Diese
Lerordnung erfolgte auf die Beschwerde eines Farmers in Orange
Tounty hin, der dem Superintendent mittheilte, daß die Bremser
eine hübsche Tochter mit solchen und ähnlichen Aufmerksamkesten
belästigten.

Landwirthschaftliches.

Die Berichte üdber den Ausfall der heurigen Ernte
sauten von Tag zu Tag günstiger. Selbst in solchen Gegenden,
oo man in Folge des anhaltenden Regens im Juli das Schlimmste
defürchten zu müssen glaubte, ist die Ernte von Roggen und Gerste
ibetraschend gut ausgefallen, was namentlich von einem großen
Theil Süddeutschlands gilt, wo man heute schon d'e Roggenernte
ils eine gute Mittelernte bezeichnen kann. Auch die Ausichter
        <pb n="438" />
        zuf die Weizen⸗ und Spelzernte werden täglich besser und die
Zlagen über das Darniederliegen der Halme sind verstummt. —
Aus Frankreich lauten die neuesten Nachrichten ebenfolls günstiger;
fur viele Gegenden Frankreichs kam aber doch das gute Wetter zu
spät, so daß im großen Ganzen die Ernie dort unter einer Mittel⸗
ernte bleiben wird. Am schlimmsten von allen europäischen Laän⸗
dern scheint heuer Ungarn weggekommen zu sein. Die früheren
allzu sanguinischen Hoffnungen sind furchtbar enttäuscht worden und
die neuesien Nachrichten lauten, besonders was Weizen betrifft, ge⸗
radezu verzweifelt, so daß die Ernte in Ungarn als eine entschieden
schlechte“ bezeichnet werden muß. In Folge dessen sind in Ungarn
Zie Weizenpreise in kurzer Zeit um volle 20 pCt., für spälere
Termine sogar um mehr als 25 pCt. geitiegen. Usance⸗Weizen,
welcher noch im Juli fl. 9. 25 kosteie, sleht heute fl. 11, fuür Früh—
jsahr fl. 11.70 per 100 Kilo, während gleichzeitig in Neio-NYork
Red Winter“, die maßgebende Weizensorte, von 120 auf 112
ücents per Bushel zurückgine. Obgleich amerikanische Ernteberichte,
hbesonders vor Beginn der Ernte, mit größter Vorsicht aufzunehmen
sind, so müssen wir doch die Thatsache coustatiren, daß man in den
Vereinigten Staaten selbsi auf eine gule Mittelernte rechnet und
demgemäß dem kauflustigen Europa die zu erwartende Ernte zu
Preifen zur Verfügung stellt, welche in Aubetracht des außeror—
»eutlich großen Bedarfs, welchen England und zum Theil auch
Frankreich zu decken haben, immerhin als müßig bezeichnet werden
müssen, besonders nachdem das Resultat der ungarischen Ernte nun
auch in Amerika bekannt ist.

Dintel — M. — ppf., Mischfruht — M. —, PI vaser 8 . 40
frbsen — M. — Pf., Wicen 0 M. — Pf., Kartoffeln s M. —

hdeun 2 M. 50 Pf., Stroh 2 M. 60 Pf., Weißbrod 12/3 Kilogr. 56 Pf.
rnbrod 3 Kilogr. 75 Pf., 2 Kilogr. 60 Pf. 1 Kilogr. 28 Pf., Gemijscht⸗
rod 3 ailogr. 84 Pf. das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
0 Pf. II. Qual. 50 Pf., Kalbfleisch 40 Pf. Hammelfleisch 80 Pf. Schweinefleisch
6 Pf, Butter /1 Rilogr. IM. — Pf. Wein 1 Liter 80 Pf. Bier J Liter 24 Pf.

Ir die Redaccion ver⸗ tlich: F. Xx. Se
Brehms SDhierleben. Von der Verlagshandlung, dem Bibliogra⸗
hischen Institut in Leipzig, wurde soeben der letzte Band der Abtheilung
Vu gel“ ausgegeben, welche nun in vdrei gleich starken Bänden fertig vorliegi
zs ist uns nicht entgangen, wie umgestaltend auch hier Verfasser und Illustra⸗
or gewirkt haben. Die Vergleichung mit der ersten Auflage zeigt an jeder
Jeile, daß Brehm hier mit Vorliebe zu Hause ist, denn von Haus aus —
er Thierleben⸗Brehm ist ja der Sohn des Vogel-⸗Brehm — steht er mit
em gefiederten Voik auf vertrautestem Fuß; fur diese seine Freunde ist sein
derz am wärmsten, sein Ohr am feinsten, sein Blick am schärfsten, hier flie
en“ seine Beobachtungen am reichlichsten; noch keiner vermochte uns Leben
ind Haushalt dieser devorzugten Lieblinge der Schöpfung so zu erschlie ßen
bie er. Zu gleichem Eifer hat er auch den Illustraior, seinen Freund Müteel,
ingespornt; nicht weniger als 195 neue Abbildungen wurden den „Vögeln“
inverleibt, darunter eine Fülle von Reuheiten, welche uns hier zum ersten
nal zu Gesicht kamen, aber alle von gleicher Naturwahrheit und mit gleicher
iiebe und Sorglichkeil auf diesen prächtigen Blättern fixirt.

Man durfte schon vordem sagen, daß das ganze Werk, von dem kein
ztein auf dem andern, wohl aber die Grundlage deblieben, zum Nenbar
seworden ist, unbergleichlich reicher und stattlicher, als er früher war; aber
nin dem Vogelbuch hat er seine würdige Bekrönung erhalten.

Der nun noch folgende Schlußband, die ‚Fissch'e“, wird sich einer
leichmäßigen Erweiterung zu erfreuen haben, denn in der ersten Auflagt
daren sie noch das Aschenbrödel und haben ersi seitdem, neben den übrigen
Bbewohnern des feuchten Elements, die Patronage der Naturbeschreibung er⸗
vorben. Es sind über 100 neue Species zur Darstellung bestimmt, meifl
durch den Fischmaler Braune, dessen ausgezeichnete Beobachtungsgabe nament
lich den einheimischen Arten zu gute kommen wird.

Die Auͤsgabe dieses letzten Bandes, und damit die Vollendung des voll—
lommensten Werkes leiner Ärt, wird bis nächsten Herbst in Au sicht gestellt

—
Markitberichte.
Zweibrücken, 7 August. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarlt.)
Weizen 11 M. 72 Pf. Korn 8 M. 27 Pf., Gerste zweireihige O M. — Pf.
erreihige 0 M. — Pf., Spelz O M. — Vi., Spelzkern — M. — Ppf.
—
Maobilien⸗
Versteigerung.
Dienstag den 12. August

nächsthin, Nachmittags 3 Uhr zu
Schnappbach in ihrer Woh⸗
nung läßt die Wittwe des zu
Schnapphbach verlebten Schreiners
Johann Paul Hölzheber die
zur Guütergemeinschaft, welche
zwischen ihr und ihrem verstor⸗
benen Ehemann bestanden, sowie
zum Nachlasse des Letzteren ge⸗
dörigen Mobilien öffentlich an
die Meistbietenden versteigern,
votunter namenllich:

l Kuh. ferner 4 Chffonier,

2 Kleiderschränke, 2 Com⸗

node, 3 Pfeilerschränke, 2

unde Tische, 6 viereckige

Tische, 4 Küchenschränke,

8 Waschtijche, 2 Schüssel⸗

schafte, 1 Wiege, 6 Bett⸗

laden, 4 vollständige Betten

mit Bettladen, 6 Nacht⸗

tischchen, 2 Nähtische, end⸗

lich Hobelbänke und

un vollftändiges Schrei⸗
nerhandwerkszeug.

Die Möbel, zum Verkaufe im

Magazin ausgestellt, sind alle

noch ganz neu und ungebraucht.

St. Jngbert, 8. Aug. 1879.

Der Amtsverweser des kgl.

Notar Sauer:
RNRuctschneider.

Wifenschoitlich ceprüit u. beouto“ it, ιαν—
doppelkräutermagenbitter,
nach einem alten aus einem Be⸗
nedictinerkloster siammenden Recept

ibrizirt und nur en gros ver⸗
sandt von
]. PIXNGEL in Gottingen
(Provinz Hannover.)
Der Benedictiner ist bis
zidas kostbarste Hausmittel uud
eßhalb in jeder Familie beliebt
eworden. Ver Benedictiner
xnur aus Bestandtheilen zusam⸗
nengesetzt, welche die Eigenschaften
vesitzen, die zum Wiederaufbau
rines zerrüttelen dahinfiechenden'
Zörpers unbedingt nöthig sind.
er ist unersetzlich bei Magenleiden, Unverdaulichkeit, Haͤmor⸗
hoiden, Rervenleiden, Krämpfen, er Hautaus⸗
agen (Flechten), Athemnoth, Gicht,‚ heumatismus,
Schwächezuständen, sowie bei Leber⸗ und Nieren leiden
und vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Blut und vermehrt dasselbe,
r entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
elbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
risch, siellt die Harmonie des Körpers wieder hber und verlaͤngert das!
eben bis zu seinem vollen Maße.

NB. Jede Fiasche ist mit dem Siegel ‚C. Pingel in Göttingen“
erschlossen und mit dem geschützten Etiquett versehen.

Preis à Il. von ca. 330 Gr. Inhalt 8 M. 30 pf.
—M— ä 660 M ⸗ 6 M. 75 Pf.

Bei 5 Fl. Verpackung frei. Bei 10 Fl. freie Verpackung u. 1 Fl. gra⸗

tĩs. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage. VDn gros-

Veriandt durch die Fabril.

Attest:

Herr Mich. Weinzier1, Bäckermeister in Brud in Baiern
Iberpfalz, berichtet: Ich sprechs Ihnen meinen vollkomm ensten Dank fur
Ihren Venedictiner aus, da sich solcher trefflich gegen meine so lastigen!
Nagenwinde bewährte ꝛc.

Riederlage in St. Ingbert bei Herrn J. Friedrich.

Loose
d60 q90f. zu der vom Ge—
qJüge lzuchi·Verrin Neustadt a. d.
Haardt am 6., 7., 8. und 9.
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u baben in der Exped. d. Bl.

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rolgreichen Selbsibehandiung. und
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certattungskrankheiten leiden, kaun
dies Vuch wärmistens empsohlen
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2525 2————— —
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
Siezu SAllustrirtes Sonntaasshbsatt“ No 42.

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        <pb n="439" />
        St. Ingberker Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? mis dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

1 A 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.M 60 H, einschließlich 420 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswär is
mit 13 A fuüͤr die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Reclamen mit 30 vro Zeile berechnet.
M 126. Sonntag den 10. August 87

Deutsches Reich.

München, 5. August. Das kalte Sturzbad, welches der
Finanzminister in der gestrigen Kammersitzung durch Enthüllung
der bayerischen Finanzlage den Anträgen auf Herabsetzung der
don Regierung und Kammerausschüssen vereinbarten Gebühren be⸗
xeitete, hat auch heute seine Kraft bewährt, und mit Ausnahme
eines Amendements Stobäus, dem die Staatsregierung zustimmte
und das als eine richtige Konsequenz der neuen Reichswährung be⸗
trachtet werden muß, wurden alle Abänderungsanträge mit großer
Mehrheit abgelehnt. Schließlich fand das Gebührengesetz bei der
namentlichen Gesammtabstimmung allseitige Annahme, und bei der
großen Schwierigkeit, diese früher bunt verzettelte, nach den ver⸗
schiedenen Territorialbestandiheilen des Landes auseinander gehende
Materie einheitlich zu ordnen, verdienen der Finanzminister und
seine Hilfsarbeiter für das gelungene Werk warme Anerkennung,
zumal der Steuerpflichtige belennen muß, daß die Regierung nicht
engherzig fiskalisch vorgegangen ist, sondern manche Härten des
früheren Systems beseitigt hat. Gelingt dem Finanzminister, wie
fest zu hoffen steht, die Konvertirungsmaßregel der Eisenbahnschuld
im gewünschten Maße, so darf das Land sich doppelt beglück⸗
wünschen, eine so tüchtige, frische Kraft an die Splitze des Finanz⸗
wesens gestellt zu sehen. Auch der Justizminister, der augenscheinlich
die letzte Hand an die zahlreichen durch die Justizorganisation noth⸗
wendig gewordenen Vorschläge für das Personal der Richter und
Nebenbeamten legt und dadurch manche Ungeduld hoffentlich befrie⸗
digend stillen wird, kann sich über uncoulante Behandlung seitens
der Abgeordnetenkammer nicht beklagen. Zwei Gesetzentwürfe über
die Advolaten-Wittwenkasse und das Verfahren in Kompetenzkon⸗
litften sind ohne Ausschußberathung und ohne Diskussion im Plenum
heute in erster und zweiter Lesung und bei der Gesammtabstimmung
einstimmig' angenommen woiden. Von Arbeiten für die Zweite
stammer — die Reichsräthe werden am Donnerstag ihr ganzes
Pensam auf Einen Satz abmachen — ist jetzt nur noch das Eisen⸗
bahnbaugesetz übrig.

Muünchen, 6. Aug. In hiesigen Kammerkreisen wird
die Vertagung der Landtagssession bei dem jetzt innege⸗
haltenen Arbeitstempo bercits für Freitag 8. oder Samstag den
9. d. Mis. bestimmt erwartet. Die Wiedereinberufung ist beft'mmt
auf Montag den 29. September in Aussicht genommen.

Mäünchen, 7. Aug. Der Reichsrath nahm einstimmig
nach den Beschlüssen der Kammer den Militär-Etat, die Ausfüh—
cungẽ gesetze zue Reichsstrasprozeßordnung und die Vorlagen betreffs
der Erbschaftssteuer und des Gebührenwesens an. Zu letzterem
beantragte Freiherr v. Franckenstein, in Ariikel 822 einzuschalten:
„Von Gebühr befreit sind Versteigerungen von Gemeinde⸗ und
wohlthätigen Stiftungen.“ Der Antrag wurde nach lebhafier De⸗
batte zwischen Frandenstein und dem Finaunzminister mit großer
Mehrheit abgelehnt. Das Gesetz detreffs der Pensionskasse für
Wittwen und Waisen von Advoiaten wurde angenommen und hie—
rauf die Vertagung auf morgen zur Entgegennahme der allerböchsten
Botschaft beschlossen.

Mäünchen, 8. August. (AbgeordneteneKammer.) Referen!
Stenglein beantragt die Annahme des Gesetzentwurss betreffend
pfalzische Bahnen. Shels (ultt.) gegen den Entwurf, Vaillant,
Buhl und Kuby für denfelben, Schlöt gegen die Lauterthalbahn,
ideil dieselbe eine Sackbahn sei; er regt den Ankauf der pfaälzischen
Bahnen durch den Staat an. Minister v. Pretzschner erklärt auf
wiederholtes Befragen seitens des Abg. Schels, ob der Verwaltungs⸗
cath der pfälz. Bahnen gegen die Lauterthalbahn sei, er (der Mi⸗
aister) sei nicht verpflichtet, diese Frage zu beantworlen; der Ver⸗
waltungsrath möge früher abgeneigt gewesen sein, jetzt sei er es
ledenfalls nicht mehr. Hierauf wird der Gesetzeutwurf mit 77 gegen
49 Stimmen angenommen. Ueber den Anirag des Abg. Gufiav
Schmitt (Pirmasens), bett. den Bau einer Bahn von Kaiserslauiern
nach Biebermühle, wird, dem Antrag des Ausschusses entsprechend,
jur Tagesordnung Ubergegangen. ( Rach dem Gesetzentwurf betr.
die pfälz. Bahnen sollen gebam werden die sog. Lauierthalbahn, ein
Verbindungsbahn zwischen den Eisenbahnlinien Bisch ⸗Saargeinunt

und Zweibrücken ⸗Saargemülnd. Zweibrücken⸗Bitsch ist in dem Ent⸗
wurf bekanntlich nicht enthalten) Die Austrittsgesuche Stenglein's
und Dürrschmidt's werden genehmigt. (Beide sind bekanntlich zu
Mitgliedern des Reichsgerichts in Leipzig ernannt.) Schließlich ver⸗
liest der Minister des Innern die Vertagungsbotschast. Das Gleiche
geschieht in der Kammer der Reichsräthe.

Berlin, 7. Aug. Die Norddeuische Allg. Ztg.“ bespricht
in einem längeren Artikel die Antworten, welche von einigen Blät⸗
jern auf ihre Frage an die „Weg mit Bismarck“⸗Rufer, wer an
des Reichskanzlers Stelle treten solle, eingegangen sind, und bemerkt
hezüglich des Wahlkampfes: Sprechen wir unsere Ueberzeugung aus,
die Parole der nächsten Wahlen muß lauten: Schutz der nationalen
Arbeit oder Preisgebung derselben!

Mannheim, 7. Aug. In einer hiesigen Maschinenwerk⸗
fätte ist ein Werkmeister wegen Empfangs und Besitzes so zi a⸗
listischer Schriften, welche aus Rußland kamen, verhaftet
worden.

Straßburg, 7. August. Die Einführung des Ver⸗
fassungsgesetzes für Elsaß-Lothringen ist auf den 1. October, also
nach den dietjährigen Kaisermanöbern, verschoben worden — ohne
Zweifel, um Inconbentenzen zu vermeiden. Ebenso ist jeder Zwei⸗
sel geschwunden, daß Oberpräsident v. Moͤller, sowie der comman⸗
dirende General des 15. Armeecorps General v. Fransechh mit dem
Eintreffen des Statthalters in den Ruhestand oder doch zur Dis⸗
zosition treten werden. Beide haben in den letzten Tagen kais er⸗
liche Handschreiben erhalten, worin Se. Maj. die Hoffnung aus⸗
prichi, die beiden Herren bei seinem Eintreffen in Straßburg wie⸗
der in seiner Nähe zu sehen. — Dem Oberpräsidenten v. Möller
steht von Seite der hiesigen Hochschule eine letzte Ehre bevor. Sie
wird ihm heute durch eine Deputalion feierlich eröffnen lassen, daß
sie ihm die Dociorwürde honoris causa verliehen habe. — Durch
den in dem Badestädichen Kestenholtz auf bis jetzt noch unermittelte
Weise am letzten Sonntag ausgebrochenen Brand find 117 Wohn⸗
häuser, 80 Scheunen und 120 Siälle mit allem Inhalt zerstört
worden. Der Brand griff in Folge eines starlen Nordwindes so
rash um sich, daß die Leute kaum das nackte Leben retten konn⸗
jen. Das Elend st groß; 1800 Personen waren obdachlos, noch
Itzt find 800 unterzubringen, welche im Feld lagern. Im Lande
sind bereits Sammlungen veranstaliet. Ist der unversicherte Scha⸗
den auch nur auf 200,000 Mt. berechnet, so herrscht doch großes
Elend, denn die Abgebrannten haben gar nichts gerettet.

Aus dem Reichsland, 7. Auguit. Folgende Ver⸗
anderungen, soweit sie pfälzische Juristen betreffen, treten in der
diesseitigen Justizverwaltung ait J. October ein: Landgerichtsrath
Jung in Sttaßburg ist zum Oberlandesgerichtsrath in Colmar
rnannt, Landgerichtsraih Krieger in Saargemünd zum Landge—
ichtsdit ecior daselbst, Staatsprocurator Boͤcking in Straßburg zum
l. Staatsanwalt in Saargemünd, Staatsprocurator Beder in
Saargemünd zum Staatsanwalt in Metz, Friedensrichter Janton
in Coimar zum Landgerichtstath daselbst, Friedensrichter Haas in
Kaysersberg zum Landgerichthstath in Metz, Friedensrichter Treiber
in Hordurg zum Amisrichter in Kaysersberg, Friedensrichter Syffert
in Drulingen zum Amesrichter in Niederbronn.

Ausland.

Madrid, 6. Aug. In Xeres wurden sieben Sozia⸗
listen verhaftet, welche derdächtig sind, Feldfrüchte in Brand gesteckt
und Heerden weggetrieben zu haben.

BVermischtes.

fZweibrücken, 8. Aug. Die hiesige kal. Realschule war
hei Beginn des Schuljahres 1878/79 besucht von 169 Squlern,
im Scqhluß don 133; leßtere Zahl übersteigt jene des vorigen
Schuljahrez um 33. Von den 159 Schülern sind 114 Prote—
Tanten, 31 Katholiklen, 4 Mennoniten und 10 Jsraeliten; 75
Schüler sind von hier, 84 von auswärts. (3. 3.)

p Die k. Siudlenanstall Kaser zlautern zahlte am
Schlus des Schullahts 1878,79 256 Schuler, 21 mehr als im
Vorjahe, dene in Lan dan hatte 354 Schüler.
        <pb n="440" />
        Das k. Zuchtpolizeigericht in Fran kenthal verurtheilte
am 4. ds. den Restauraieur Moses Lob von Neustadt wegen Ver⸗
ausgabung einer von dem Zauberkünstler Harms ausgegebenen
Bert Banknole zu 6 Monaten Gefaäͤngniß unter Aberlennung der
bürgerlichen Ehrenrechte auf 2 Jahre.

Hundswuih. Aus Saarburg in Lothringen
berichtet man der „Straßb. Z.“: Vor einigen Wochn wdiete ein
Fisenbahnarbeiler in dem benachbarten Hemingen einen tollen Hund,
wpurde aber dabei don demselben in die Hand gebissen. Trotzdem
nun d'e Folgen dieser furchtbaren Krankheit selbsi in den ungebil⸗
delsten Schichten des Volkes hinlänglich bekannt sind, so unterließ
der Gebissene es denroch, sofort Maßregeln zu treffen und kam erst
spät am übend zum Doktor. Letzterer machte ihm Vorwürse üder
sein unvorsichtiges Verzögern und erllärte ihm, daß er sich gefaßt
machen müsse, ebenfalls von der Tollwuth befallen zu werben. Seit⸗
dem ist der Kranke slels genau beobachtet worden, bis vorgestern
wirklich die Tollwuch ihn befiel. Ein anderer Eisenbahnarbeitet
vpurde von ihm in die Brust gebissen und mußte letzterem die Bruft
abgeschuttien und die Wunde ausgebrannt werden. Darauf flüchtete
sich der Unglückliche und wurde gestern Abend dessen Aufenthalt im
Walde von den hiesigen Gendarmen ermittelt, ohne daß man in⸗
dessen seiner habhaft werden konute. Heute früh begab sich nun
zin Deiachement Ulanen an den betreffenden Ort, um den Wuüthenden
ingfest zu machen. Beim Annähern des Militärs verhielt der Be⸗
aueruswerthe sich ruhig und bat nur, als man ihn band, ihn nicht
ju seiner Ftau und zu seinen Kindern zu bringen, indem er auch
diese beißen würde, sobald ihn die Tollwuth weder befalle. Vor⸗
aufiz ist der Kranke in das Spital gebracht worden.

'Bamberg, 4. Aug. Letzie Nacht hat die Frau des

pens. Telegraphisten Maislein zuerst ihr Kind von 6 Jahren, dann
äch selbst erschossen.

4 Die Bevölkerung BerlUins umfaßte nach den Veröffent⸗
ichungen des städtischen statistischen Büreaus am Anfang der Woche
vom 6. bis 12. Juli 1,0601,453 Seelen.

pNancy, 6. Aug. Der Urheber des Eisenbahnunglücks
st verhaflet. Es soll ein abges tzter Eisenbahnbeamter sein. Von
zen Verwundelen sind 7 gestotben, so daß die Zahl der Todten
Jegenwärtig 12 beträgi.

4 Heidenmäßig viel Geld. Die jährlichen Staalsausgaben
der europäischen Reche betragen nach einer Zusammenstellung von
x. Pfeiffer 11,657,000,000 M., davon tommen auf Frankreich
5411 Vell onen, auf Großbritannien und Irland 1521 Millionen,
nuf Rußland 1488, auf Oesterrtich⸗Ungarn 1271, auf Italien
159, auf Preußen 702 Millionen u. s. w. Um diese kolossale
Summe anschaulich zu machen, bderechnet Pfeiffer, daß dieselbe in
Nattftücken (4 0.024 Meier Durchmesser) neben einander gelegt,
ine Lange von 279,768,000 Meter giben würde, so daß man
amit um die ganze Erde, die eisen Umfang von 40 Millionen
Reler besitzt, einen siebensachen Reif ziehen könnte; oder: die Ge⸗
ammtsumme in Markstücken, die eine Dicke von 1/3 Mill'meter
aben, aufeinander gelegt, würde eine Höhe von 17,500,000 Meter
der 17,8500 Kilometer ergeben, so daß mit denselben 4000 silberne
Zäulen von der Höhe des Montblarc (4442 Meter hoch) errichtet
verden könnten.
————— — — — — — — —
Fur die Redaction verantwortlich: J. X. Deme.

Mobilien⸗
Versteigerung.
Samstag den 16. August

nächsihin, Nachmittags 2 Uhr,
au St. Ingbert im Sterbe⸗
hause, werden die zum Nachlaffe
der daselbst verlebten Eheleute
Franz Schmadel, Puddler u.
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Ilsllwerk'sche Labrikale
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Esch J
Bei Hasten und Heiserkeit, Etkaltung, katarrhalischen
Affektionen, Brustreiz, Lungenschwindsucht, Magenschwäche,
einfacher Appenillosigleit und Altersschwäche werden die
weliberühmten Brustkaramels Raria RBeuno von
Donat um die belannte überraschende Wirkung der
jelben noch zu erhöhen, entweder roh gegessen, oder 6 bis
1d Stud in heißer Milch aufgelöst. aber nur lauwarm
getrunken.
General:Depot in St. Ju gbert bei Herrn
Jeamnm DPetæerss.

Zugleich werden die Gläubi⸗
jer der genannten Eheleute
Schmadel aufgefordert, ihre For⸗
derungen innerbalb 14 Tagen
hei dem unterzeichnelen Amts⸗
erweser einzurcichen.

St. Ingbert, 9. Aug. 1879.

Au ffschneider,
Amtsverweser.

— x x5

Oeffentlicher Dauk.

Meine Mutter lag uüber 83 Jahr fast ununterbrochen im Bette an einem
chleichenden und Wechselsieber, verbunden mit Magenkatarrh, Hämorrhoidal⸗
eiden und Windsucht, zu dem sich noch schmerzlicher Rheumatismus einstellie,
nit unsagbaren Schwächen und Schmerzen und alle Arzneien wurden
zifig erfolglozs angewendet. Es war zrostlos diesem schon oft bei
em leisesten Temperaturwechsel fast undenlbaren Leiden hoffnungslos zusehen
u mussen, ohne irgendwelche Linderung verschaffen zu können. Aus völligem
zufall kamen wir auf den Bernhardiner Kräuter⸗Liqueur, von
Zerrn Wallrad Ottmar Bernhard in Munchen, und wie Aberraschend war
ie Wirkung dieses einfachen Hausmittels.

Das Fieber verior sich in einigen Tagen vollständig ja
usehends, Appetit und gesunder stärkeuder Schlaf bewirkten
asche Kraͤftigung, so daß sich die andern Uebelstände nach und
nach von selbst verloren.

Ich habe die feste Ueberzeugung von der wohlthuenden und sicher heil⸗
zaren Wirkung dieses Mittels, indem fich meine Mutter ganz wohlauf und
rußer Vett befindet und gesund ihren gewohnten Beschäftigungen nachgeht,
roß ihrem hohen Alter. Es bleibt uns ftets ein inniges Danigefühl, daß
vir die Heilung unserer geliebten Mutter, der heilsamen Wirkung Ihres
Nagenbitters, beziehungsweise Ihnen als dessen Fabrikanten verdanken und
mpfangen Sie meinen und meiner Mutter herzlichsten Dank. Ich kann da⸗
ser allen Jenen, die mit diesen oder ahnlichen Leiden behaftet sind, Ihren
Apenkräuter⸗Liqueur nicht genug empfehlen.

Mit aller Hochachtung Georg Treffer in Luttach in Tyrol.

Rur acht zu bezjsehen in St. Inabert bei Jenn pαν
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.

Sienu Allustrirtes Sonntaasblaft“ Nr 32.

Arbeiter⸗Bildungs⸗
Verein.
Heute, Sonntaa den 10.
August
Abend-Anterhaltung
hei Wirth Schweitzer⸗
dF Nichtmitglieder
sonnen durch Mitglieder einge⸗
jührt werden.
Der Vorstand.

Tür DPamen!
nei Kramer &amp; Co. in Leipua erscheint:
Die
Arhæiñ ᷑D.
Zeitschrift in Monatsheften für leichte ef⸗
ante weibliche Arbeiten, enthaltend ueut
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lel⸗ und Filetmnster, Vorlagen für Weiß⸗
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Die aͤnfache Ausgabe kostet pro Mo⸗
nat nur 16 Pfg. Reichswäbrung — 10 Ar.
oterr. Die Doppelausgabe erscheint in
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Bean abonnirt au jeder Zeit an
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auf Carton sind siets vorräthig
n der Buchdruckerei von

4. J. Hemek
        <pb n="441" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich m⸗ dem Hauptolatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Sanstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betraägt vierteljahrlich

124 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 ACSG0O , einschließlich 40 Zustell zeblhr. Anzeigen werden mit 10 , von Auswaͤrts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrisit odet deren Naum, Neclazmen mit 80 — pro Zeile berechnet.
M I2J.

Dienstag den 12. August
819

Deutsches Reich.

München. Das Ergebniß der mit den Wehrpflichtigen
des Jahrgangs 1878 vorgenommenen Prüfung ist, wie das neueste
Fultus ministerialblatt bekannt gibt, solgendes: Zahl der geprüften
Wehrpflichtigen in Oberbayern 2420, mit mangelhafter Schulbildung
13; Rederbayra 2298, mit mangelhafter Schuldildung 313 Pfat;
2080 mit mangelhafter Schulbildung 9; Oberpfalz 1880, mit
mangelhafter Schulbildung 21; Oberfranken 1785, mit mangelhafter
Schulbiidung 9; Mittelfranken 1751, mit mangelhafter Schulbil⸗
dung 8; Unterfranken 1926, mit mangelhafter Schulbildung 6;
Schwaben 2009, mit mangelhafter Schulbildung 8. Das gün-
igste Ergebniß lieferte demnach Mittelfranken mit O,2 Prozent;
daunn folgen Unterfranken und Schwaben mit je o,8, Plalz mit
d 4, Oberpfalz und Oberbayern mit je 0,68, Oberfranken mit 1
und zuletzt Niederbayern mit 1,83 Prozent.

Berlin. Nach einem vom Ministerium der öffentlichen
Arbeiten entworfenen Plan zur Umbildung der Verwaltung der
oreußischen Staatseisenbahnen sollen künftig im Ganzen sechs Eisen⸗
hahndirectionen in Preußen bestehen: in Berlin, Breslau, Bromberg,
dannover, Kassel und Elberfeld. Den Direckionen, welche nicht
nehr collegiale Verfassung haben würden, sollen Eisenbahnämter
anterstellt werden.

In Ber lin wird im September wieder ein deutscher Städte⸗
jag zusammentreten, der voraussichtlich stärker beschick werden wird,
als der im vergangenen Mai. Es w'rd auf demfelben vornehmlich
die Frage erörtert werden, wie sih die deutschen Siädte zu dem
Zollpcogtamm des Fürsten Bismard zu stellen haben.

Ausland.

Gastein, 9. Aug. Der Kaiser von O sterreich ist heude
Mittag heer eingetroffen. Kaiser Wilbelm begab sich sofort nach
dessen Ankunft mit sämmtlichen Herren seines Gefolges nach dem
Absteig quartier des Kaisers Franz Joseph und begrüßte denselben
zuf das herzlichste. Nach einer halbstündigen Besprechung fuhren
deide Kaiser in offenem Wagen nach dem Badeschloß, der Wohnung
des Kaisers Wilhelm.

Gastein, 10. Aug. Der Kaiser von Osterreich wohnte
jeute früh dem Goltesdienst in der katholischen Kirche bei uund be—
juchte dann den Kaiser Wilhelm, welcher den Besuch alsbald er⸗
viderte. Beim Abschied küßten und umarmten sich beide Kaiser.
Begen 11 Uhr Vormitlags reiste Kaiser Franz Joseph wieder ab.

Paris, 8. Aug. Die heutigen Abendblätter enlhalten ver⸗—
schiedene Depeschen aus New NYorl, nach welchen die Regierung der
Vereinigten Staaten officiell unterrichtet worden wäre, daß die
deutsche Reichssregierung geneigt sei, ihte Auschauungen in der
Münzfeage zu modificiren und mit der amerikanischen Regierung die
Annahme der Doppelwährung zu discutitren. Die Depeschen machen
hier großes Aussehen. (Fr. 3.)

Paris, 10. Aug. Lambert, Generalsecrela'r des Ardennen⸗
Debattementa, ist seiner Stelle enthoben und zur Dieposition ge⸗
stellt; derselbe hatte in einer Rede bei Eröffnung des Schützenfestes
in Charlebille auf die Moͤnlichteit einer Revanche angesp'elt; und
solche Anspielungen von Seite eines Beamten hält die gegen⸗
wärtige franzoͤsische Regierung mit Recht für ungeeignet.

Rom. Ein Mailänder Blatt brachte neulich die Nachricht,
daß gegen den Koönig und die Königin ein Complott bestanden
jabe, das nur durch Enthüllungen eines Verschworenen entdickt
worden sei. Die „Opinione“? ist nun auf Grund sicherer Mitthe!⸗
Apssen in der Lage, diese Nachricht für erfunden zu erklären.
Serajewo, 9. Aug. Im lateinischen Viertel brach gestern
Nachmlttag eine Feuersbrunst aus. Der Herzog von Württemberg,
iraf umfassende Maßregeln zur Bewälkigung des Brandes. Die
Feuersbrunft wuthete die ganze Nacht hindurch und verheerte nament⸗
lich das ganze Handelsbiertel. Tausende Gebäude, darunter d'e
latholische Kirche, etliche Moscheen, det Bazac und mehrere Maga-
zine, sind niedergebrannt. Drei Soldaten sind umgekommen;
20,000 Menschen sind obdachlos. Der Handelsstand von Serajewo
st schwer getroffen. Der Vrand war heute Morgen acht Uhr so
)egrenzt, daß ein weiteres Umsichzreifen nicht mehr zu besorgen war.

Konstaniinopel. Der Sultan hat das Gesuch des
themaligen Khedive Ismael Pascha, in Konstantinopel seinen Aufent⸗
zalt nehmen oder nach Aecypten zurückkehren zu dürfen, zurückge⸗
wiesen. — Die Pforte hat die von Serbien anläßlich des Arnauten⸗
Fiufalls erhobenen Entschädigungsansprüche abglehnt.

Die englisch-indischen Truppen begannen die Räumung Afghea⸗
nistars; diese soll am 1. September beendet sein.

In Nordamerika findet der Plan, die Landenge von
Panama zu durchstechen, weniz Beifall, namentlich weil er ohne
staatliche Betheiligung Nordamerika's durchgeführt werden soll. Es
ist nicht unmöglich, daß aus diesem Grunde dem Unternehmen noch
manche Schwierigkeiten in den Weg treten werden. In Mem—
phis dauert das gelbe Fieber noch immer an, und die Stadt ist
fast gänzlich von Einwohnern verlassen. Die durch die Seuche her⸗
beigeführten pekuniären Verluste werden als ungeheuer bezeichnet.

Newe⸗York, 10. Aug. „Herald“ meldet, die Regierung
stehe im Begriff, durch Rundschreiben die europäischen Regierungen
aufzufordern, die dortigen Mormonen von der Auswanderung nach
den Verein. Staaten von Nordamerika abzumahnen, da die Re—
zierung ders elben entschlossen sei, der Polygamie schärsstens entgegen
ju treten. (In dieser Form dürfte die Nachricht schwerlich be⸗
zründet sein.)
Vermischtes.

* St. Ingbersl. Am Donnerstag⸗Adend kurz nach 10
Uhr wurde der auch hier wohlbekannte Buchbindermeister Kärchner
uus Sulzbach von seinen Angehörigen im Bett seiner Wohuung mit
drei schweren Schußwunden am Kopfe getroffen. Es soll wenig
Hoffnung bestehen, ihn am Leben zu erhalten. Ob hier ein Selbst⸗
nord, wogegen freilich Alles spricht, oder die That eines Zweiten
yorliegt, darüber wird hoffentlich die Untersuchung Licht verbreiten.

IS. Ingbert. Das hiesize Ocarina⸗Orchester
zeabsichtigt, nächsten Sonntag; Abend im Oserhauser'schen Saale
inter Mitwirkung des Tenoristen Hrn. Rehmann aus Kaisers-
autern ein Conzert zu veranstalten. Es ist dieses das zweite Mal,
daß genanntes Orchester hier mit einem Conzert vor die Oeffent⸗
ichteit triit. Schon sein erltes Auftreten fand den wohlverdienten
Zeifall und gas Veranlassung zu dem Wunsche, die Conzerte des
Orchesters möchten sich in nicht allzulangen Pausen wiederholen.
Meit erneutein Eifer und großer Geduld arbeitete in der Zwischen⸗
eit das Orchester an seiner Vervolllommnung; Opfer an Zeit und
Beld wurden nicht gescheut; unermüdlich waren die Leiter thätig,
mmer Besseres zu erzi len... So wurde ein Wirk geschaffen, das
m Ansange oft Spott und Witz gegen sich wach rief, das aber
jetzt in Deutschland wohl selten, wir wollen nicht sagen einzig, da⸗
tehen mag.

Mit einem reichen, gut einstudirten Repertioir, das eine große
Auswahl von Piècen zuläßt, mit neuen und verbesserten Instru—
nenten, Alle vom Erfinder aus Bologna in Ikalien bezogen, tritt
das Orchester diesmal auf. Wir zweifeln nicht an dem Erfolge,
der demselben hier in seinem zweiten Conzerte ebenso sicher wer⸗
»en wird, wie er ihm bereits Ende vorigen Jahres in Saarbrücken
vard, wobei einem Conzerte desselben im Tivoli⸗Saale das geräu⸗
nige Lokal die Zuhörer nicht alle fassen kornte. Das schon fest⸗
sestellte Conzert Programm, das in nächster Nr. d. Blattes veröf⸗
eutlicht wrd, brinat 8 Ocarina-Piöcen: Overturen, Polonaisen.
Nen Pariser Welt-Ausstellungs⸗-Watzer von Strauß in seinem ganzen
Umfange, Märsche von Faust und A. — Auf dem Conzerte wird
nuch Herr Seister mit einem neuen Instrumente Har mon i⸗
hotr, das er vor einiger Zeit aus Paris bezogen hat, debütiren
ind auf demselben verschiedene Pècen, — wir hören: Arie aus
»er Oper: „Die weiße Dame“ und steierischen Ländler, — vor⸗
ragen. In Herrn Lehmann, der sich bereit erklärt hat, im
Fonzerte mitzuwirken, haben wir vor noch nicht langer Zeit, als

e hier mit seiner Fil. Tochser conzertirte, einen vortrefflichen Te⸗
joristen und Klavierspieler kennen gelernt. Durch ihn wird uns
ner naͤchste Sonntage Abend auch in gesanglicher Hinsicht Ausgezeich⸗
etes bieten, indem er sowobl mit Einjel⸗Vottraͤgen, wie auch in
Zuarietflen und Duelten aufttitt.
        <pb n="442" />
        So ist in jeder Hinsicht ein genußreicher Abend gesichert.
Wer darum ein Freund angenehmer musikalischer Unterhaltung ist,
der versäume nicht, dem Conzerte beizuwohnen, auf daß ein volles
Haus den Mitgliedern des Ocarina Orchesters die Anerkennung
werde für ihr eifriges unermüdliches Streben.

FHomburg, 8. Aug. Die sämmtlichen Stadträthe dahier
mit dem Bürgermeister und den beiden Adjuncten an der Spetze,
haben heute ihre Stellen niedergelegt.

Auf einem Kornacker von Christian Hunsiler in Wolfer s
he im wurde ein Kornhalm mit 3 Aehren gefunden. Der Eigen⸗
hümer will das seltene Naturprodukt auf die Kaiserslauterer Aus⸗
stellung schcken.

fKaiserslautern. Die „Pf. Volkeztg.“ meldet, der
altkatbolische Pfarrer Duren habe sein Amt niedergelegt.

r In Riseschweiler ereignete sich der gewiß sellene Fall,
daß eine Kuh des Ackerers Christian Reller drei lebende Käl⸗
ber warf.

— Die „Pfälzer Presse“ schreibt: „Die von der „Zw. Zig.“
gebrachte Mittheilung, daß ein Chevaurlegers Unteroffizier in Saanr—
gemünd von Strolchen in die Saar geworfen worden sei und
dort seinen Tod gesunden habe, sowie daß die Thäter bereits ver⸗
haftet selen, ist unrichtig. Der Unteroffizier, nach der „K. Zty.“
ein Pfälzer as Mölschbach, ist 200 Meter un'erhalb der
Brüche von der steilen Ufermauer in die Saar gestürzt. Man
glaubt, daß sich der Verunglückle bei dem heißen Wetter auf die
Mauer gesetzt hatte, um sich am Wasser etwas abzukühlen, daß er
aber hierber eingeschlafen und so in den Fluß gefallen sei. Man
fand näml'ch in seiner Hemdenbrust eine Cigarrensp'tze mit Stum⸗
mel, die ihm während des Schlafes wabrscheinlich aus dem Munde
gefallen ist. Auch hatte er noch seinen Säbel umgegürtet, ein Be⸗
weis, daß h'er kein sampf Statt gesunden hatte.“

f In Bayern wird man im nächsten Jahre ein in der
Weltgeschichte äußerst sellenes Jubiläum feiern. Im Jahre 1180
wurde ein Witelsbacher mit dem Herzogthum Bay ern bilehnt, und
so sind denn nun bald 700 Jadre verflossen, seit die Wittels⸗
dacher die Herrschaft über Bahern angetreten und ununterbrochen
ausgeübt haden. Falls offizielle Feierlichleiten nicht angeordnet
werden solllen, so gedenlt der histor sche Verein für Obertayern das
sellene Fest zu begehen, sei es ducch eint besondere Publitation, sei
ez durch eine feierliche Sitzung. Diese Absicht wurde ag der eigent⸗
lichen Wiege der Wittelsbacher, des einstign Grafen von Scheyern,
in dem jehigen Kloster Scheyern, der Ruhestätte von 120 Wetiels—
bachern, woh'n der bistorische Verein für Oberbay⸗rn unter Leitung
——— des Herrn Major Würdinger, einen wissenschaft⸗
iihen Ausflug unternommen hatte, im Kreise der Mitglieder be⸗
sprochen, und sie wird in einer oder der anderen Weise zur Ver⸗
wirklichung gelangen.

F.Fie Umgebung von Bochum wird durch forigesetzte schwere

herbrechen in fieberhafte Nufregung versetzt. Inherhalb kurzer
Zeit wurden drei erwachsene Mädchen im Walde erdrosselt gefunden.
Bis jetzt ist es noch nicht gelungen, des Thäters habhaft zu werden.

FGraudenz, 5. Auz. Während der hier am gestrigen
Tage abgehaltenen Insp'cirung der Infanterie:NRegimenter Nr. 4
und 44 stitens des Generalmajors v. Koeppen wurden ein Reserve—
ieutenant, ein Fähnrich und mehrere Gemeine — die genaue Zahl
hat der Correipondent des „Westpr. V.V.“, dem wir die Nachricht
entnehmen, bis dahin nicht erfahren können — während des Erxer—
zirens vom Sonnenstich befallen. Der Reserbelieutfenant, erst seit
zestern wieder im Dienst und Familienvater, sowie der Fähnrich
sind todt, während die anderen hoff rungslos darniederliegen sollen.

4 Die Berliner „Tribune“ bringt solgende Mittheilung: Die
zuf der Heimre'se aus den ostasiatischen Gewässern begriffene deutsche
sriegs⸗ Corvette „Freya“ hitte erst wenige Tage Batavia ver—
lassen und benutzte das günstige Wetter, um den Kessel reinigen zu
Fossen. Wöhrend der Nocht war indessen das Wetter umgeschlagen,
die „Freya“ brauchte Dampf, und ohne daß daran gedacht wurde,
daß der Kessel noch nicht genug Wasser habe, ersolgte der Befehl
um Anheizen. Oh nun vom Commando oder vom Maschinen⸗
Aersonal der schwerere Fehler begangen wurde, ist uns noch nicht
zekannt, genug — plötzlich wurde der Deckel des Mannloches vom
Zessel mil furchtbarer Gewalt losgesprengt und der Maschinenraum
Jänzlich mit dem überhitzten Dampfe angefüllt. Vier Mann fanden
zier sofort ihten klägl'chen Tod durch Verbrühen, während eine An—
jahl anderer noch mehr oder weniger verletzt wurde. Die „Freya“
jat sich nach der Katastrophe zurück nach Batavia begeben, von
wo die Meldung hierhet gelangse. — Von einem weileren Unfall,
Jer die deutsche Marine betroffen hat, glücklicherweise ohne ernste
Folgen für dieselbe, berichtet die Hamb. Börsen-Halle? folgendes
dus Chriftiania, 8. August: Gestern Abend verließ der deulsche
Avisodampfer „Falke? den hiefigen Hafen, um sich nach dem
Sognefsord zu begeben und den Prinzen Friedtich Karl bei Laer⸗
leßren aufsunehmen. Beim Abgang hatle der „Falle“ das Un—
»lück, m't einer uünbeladenen norwegischen Yacht zusammenzustoßen,
heiche wrack wurde. Die Besatzung der Yacht wurde vom Dampfer
Falte“ aufgenommen, der während der Nacht an der Stelle aukerte.
Der Zusammenftoß soll, wie man glaubt, dadurch herbeigeführt sein,
doß der „Falke“ in so schueller Fahrt ging, daß die Wendung des
Schiffes nicht rasch genug ausgeführt werden konnte.
—
Dienstes nachrichten.
Der zum Reichsbevollmächtigten für Zölle und Steuern in
Altona berufene Oberzollinspector Dr. Herm. Schaller zu Ludwigs—
hafen wurde zum Oberzollrath ernannt.
Für die Nedaction verantwortlich: F. X. Demest.

Sehmalz,
IJ. Qual. per Pfund 40 Pfqa.
in Ir. Irancke's
Filiale Nr. 5.

—
*
Tanzunterrichts-Anzeige.

Den geehrten Herrschaften in St. Ingbert diene hiermit zut
zefl. Nachricht, daß ich kommenden Montag, 18. August,
im Saale des Hotel Laur einen TanzeCursus eröffte und
lade zu zahlreicher Vetheiligung ergebenst ein.

Anmeldrtingen werden jeder Zeit bei Herrn Lehnert
XDO

nin Achtungsvoll
O. Jacob.

8
522
2
23
2
*84
33
2
3
R
58
23*
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232
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33
1—
—FE
* 2
523
—732
180

Men in der Blieskastelerstraße

gelegens Wohnuhaus

ist sofort beziehbar zu vermiethen.

Um näher? Auskunft beliede

man sich zu wenden an Peter
Schweistzeer im Mühleneck.

Andreas Schweitzer,

Tüncher.

*
*
7
5
—
*
*

Käse.

Dem Heren Johaun Schwarz jr: habe ich Limburger
Fäse in Depot gegeben und wird derselbe kistenweise zum Tages—
preise abgeben.

A. Allenspach, Kasehandlung en gros,
St. Johann a. d. Saar.

7
7

7

Ern zuverlässige Mann,
der sich über seine Soli—
dität ausweisen kann, sucht eine
Stelle als Hirte.
Heinrich Scheer
wohnhaft bei Joh. Hellenthal,
Pfarrzasse.

MAä

*
2

7
4
*
Loose
à 30 Pf. zu der vom Ge—
flügelzucht Verein Neustadt a. d.
Haardt am 6., 7., 8. und 9.
September d. J. veranstalteten
Geflügel Ausstellung sind
zu haben in der Erped. d. Bl.

Die ausserordentliche Vorbreitung dieses Hausmittels hat
ine ebenso grosse Zahl ühnlicher Präparate als Nachahmer
iorvorgerufen, welche sieh nicht entblöden Verpackung, EFarhe
ind Etikette in täuschender Weise herzustellen. Die Paquete
les ächten Stollwerck'schen Fabrikates tragen den vollen Na—
nen des Fabrikanten und kennzeichnen sich die Verkaufsstellen
turch ausgelegte Firmen-Schilder.

Rechnungen
zu Jedermanns Gebrauch
in allen Formatern

sind vorräthig in der
Druckerei ds. Bl.

2
Truck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
        <pb n="443" />
        —2
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NIJ.

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52 55 53 —A 323* 5— 7 —— — 5*— * * *
53552358575 —— 328288 5355s855 —5 —2235 255238 eæ38
2* 53538 5328 55 537z5523 5 3858323335 5z253255 82
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—— — 5 2 — — —
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—F * —— 8
36* 33333332—
8 33355 5 5338238
—9* 25 273 25285 2 8* 2 —2
255 —3— — 222 522 2331 552224.2
— 23 33 33
2 *
—3357 33333 533 3328-*5
— 2222323 —25333233 32222 2 * ——
. 25332 55 * —— 5568 2323727— 853 2 — 52
—A 5233332 73383
333353323338 5 35337 —333 33333353338
— — 3 — 54
3552553333833 —5 233533 3838383
— 523 27 2262 2385333846 238 428 3
53 388 228383 75325338383338 —
— *5 — 3 * 22.233
33953388333 833 3355333333338
* —2 — * — 2 —— 2
28335385 258532 325535335335
⁊* — 3. S 2 70 *
— 2548362 3237 3533533323538
22. 22 27 —2 J] 32553 2.53— 22. 3233 2
* * 2* 5328 8 58 72 572*725 5* 22 2
52 28 52 722 3 — — WB22—
4238233 33338 2358ES 233338
* — 2 53 — 2 2 58 — 2
J ——— 3333333 35532822
22 — * — — * — 2,*
2 2 —24322223 22
—— 553285 —3 23*3853*
33 25 32233 77 1728 22222
— 2222 —— —— 4——
82 —55 23232 —232 32 2 — —** 383
22 253 2 ——— — 2M232 — —
43325223 38 —— ——— — B —
233—32 334237

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        St. Ingberler Anzeiger.
Dder St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wo chentlich/ m dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

age) erscheint woöchentlich viermalz Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

. 40 Z einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1M 60 , einschließlich 120 Zustell zebuhr. Auzeigen werden mit 10 A, von Auswaͤrtk
mit 15 — fur die viergesvaltene Zeile Blattschriit oder deren Naum, Neclamen milt 30 pro Zeile berechnet.
AM 128.

Donnerstag den 14. August 1879.

Deutsches Reich.

Berhin, 11. Aug. Bezüglich der drei Mand'eer, welche
in diesem Jahre vor dem Kaiser siattfinden sollen, sind nunmehr
solgende Beistimmungen getroffen. Nachdem dec Kaiser die Revue
iber das Gardecorps abgenommen haben wird, begibt er sich nach
Aönigsberg i. Pr., woselbst er an 4. Sepiember eintreffen wird.
Am 8. findet die Parade des 1. Armeecotps statt; am 6. ist
TForps-⸗, am 8. und 9. Feldmanöver. Am 10. erfolgt die Rückreise
nach Berlin. Am 11. begibt sich der Kaiser nach Stettiin. Am
12. findet die Parade über das 2. Armeccorps statt; am 13. und
14. Corps⸗, am 15. und 16. Feldmanöver. Am 17. rest der
Zaiser nach Berlin zucück. Am 18. begibt er sich nach Straßburg
and nimmt am 19. die Parade über das 15. Armeccorps ab.
Am 20, findet das Cotps⸗, am 22. und 23. Feldmanöver statt.
Um 24. erfolgt die Abreise des Kassers nach Berlin oder nach Metz.

Bertin, 12. Aug. Die ‚Nerdd. Allg. Zeitung“ erklärt
die Notiz verschiedener Blaͤtter, die Admiralität habe seiner Zeit
uͤber die Leistungsfähigleit Leutners bei der Londoner Botschaft sehr
eingehende Erkundigungen eingezogen, sei unrichtig. Die Verm ttel⸗
ang der Botschaft sei weder in dieser Richtung noch überhaupt bei
dem Abschluffe des Contracies zwischen der Admiralität und Leutner
n Anspruch genommen, sondern alle Verhandlungen derect zwischen
den beiden Contrahenten geführt worden.

Berlin, 12. Aug. Die „Nordd. Allg. Zig.“ reproduzirt
einen Artikel der Times“ vom 2. d., welcher das Petersburger
Blatt „Neue Zeit“ veranlaßte, das russische Publikum gegen Deulsch⸗
and und den Fürsten Bismarck aufzuhetzen, und bemerkt gegenüber
rinem Passus, worin es heißt, daß beim Hervortreter eines beflimmten
Begensatzes zwischen Rußland und den Westmächten Teutschland
inter dem Einfluß Bismarc's schließlich immer zu Gunsten des
Westens entschieden habe: es bleibe nur die Annahme übrig, daß
der Verfasser des „Times“⸗Artikels entweder keine Ahnung von den
stongreßverhandlungen habe, oder als Engländer es den Inieressen
Englands enisprechend finde, die Verstimmung der Panflavisten gegen
Deutjchland zu schüren und zwischen beiden Ländern zu hetzen.
Wenn russische Blätter Lügen v rbreiten über Deutschlands Haltung
zuf dem Kongresse, so sei dies erklärlich: es müsse ihnen daran
liegen, Fehler und Mißgriffe der russischen Poluit damit zu ver⸗
deden, daß sie die Schuld auf Fremde schieben. Das englische
Blatt habe diese Eutschuldigung nicht. Die Streitfregen zwischen
Rußland uad den Westmächten auf dem Kongresse betrafen Batum,
die Dobrudscha, die Kriegstosten, Sofia und überhaupt die bulga⸗
rische Grenze. In allen diesen Punkten neigte Deutschland die
Schale zu Gunsten Rußlands. Ueberhaupt siellte Rußland auf
ꝛem Kongreß keinen Antrag, welchen Deuischland nicht unterstützte.
Russischer als Rußland zu sein, war nicht die Aufgabe der deuischen
Polinuk. Was Rußland nicht den Muth hatte zu fordern, darauf
mußte es naturlich verzichten; die obigen Forderungen hat ihm
aur Deutschland durchgesetzt. Daß d'e deuische Regietung dierbei
auf Dankbarleit und Anerlennung russischerseits gerechnet, sei kaum
anzunehmen. Wäre dies der Fall, so habe in diesem Punkte aller⸗
dings die deutsche Politik geirrt; dieselde sei abet wohl überhaupt
n'cht nach Berechnung der Zukunft, sondern nach den JIntentionen
des Kaisers nach Maßgabe der Freundschaft geführt, welche die
Monarchen beider Länder bekanntlich verbinde.

Mentz, 10. Aug. Zur Herstellung eines Abschlusses zwischen
dem Fott Kameke bei Woippy und dem Fott Manteuffel (St. Ju⸗
lien) soll noch in diesem Jahre ein neues Fort bei St. Cloy in
Angriff genommen werden. Die Ginleitung zum Ankauf der er⸗
sorderlichen Ländereien sind getroffen und die Arbeiten sollen schon
einem Uaternehmer zur Ausführung übertragen sein.

Ausland.

Waen, 18. Auz. Die Mutwochs⸗ Nammer der „Wiener
Zeitung? veröffentlicht ein kaiserliches Handjchreiben an den Vor⸗
iitzenden des Minifterraths, von Stremayr, und an den Minister des
Innern, von Taaffe, datirt aus Munchen, 10. August, mittelst
velchem der Ktaiser Franz Josef die unlerm 11. August erbetene
Amtsentlassung des cisleihanischen Gesammimin steriums annimmt.

1

Graf Taaffe wird mit Neubildung eines neuen M'nisteriums beauf⸗
tragt und sieht der Kaifer den desfallsigen Antiägen ehestens entgegen.

Rom, 11. Aug. Die klerikalen Blätter veröffentlichen eine
umfangreiche Encyklika des Papstes an den gesammien Episkopat
äber das in den katholischen Seminarien und Schulen für den
Unterricht in der Philosophie anzunehmende System. Der Papst
ezeichnet als solches die Philosophie des heiligen Thomas von
Aquino, indem er dieselbe belobt und ihren Einfluß auf die Ge⸗
sellschaft, die Künste und Physik erbretert.

Während man in Deutschland die Getreidezölle beschlossen hat,
geht dieistalienisscce Regierung bekanntlich damit um, die Mahl⸗
auer, durch welche ebenfalls die nothwendigsten Lebensmittel ver⸗
heuert würden, vollständig zu beseitigen. Der italienische Senat
jat vor den parlamentarischen Ferien die Abschaffung der Mahlsteuer
ür die m'nderen Geireidesorten beschlossen, dagegen die Berathung
es Gesetzentwurfs, soweit sich derselbe auf die besseren Getreide⸗
arten bezieht, vertagt. Der in offiz'ösen Beziehungen stehende
„Diritto“ widmet nun der „Brodsteuer“ eine eingehende Betrachtung,
n welcher er zu folgendem Schlusse gelangt: „Wir sind gewiß, der
Zenat wird sich überzeugen, daß Brodsteuer und parlamentarische
stegierung zwei Dinge sind, welche nicht lange Zeit miteinander ge⸗
neinsam gehen können. Und der Finanzminister wird einen un⸗
viderleglichen Beweis für die Nothwendigkteit der allmählichen Ab⸗
schaffung der Mahlstener unter Zuhilfenahme einer Umwandlung
inderer produktiver Steuern vorzubereiten suchen. An diesem Tage
vird sich aber eine große Wohlthat vollziehen, und wenn die Be⸗
»dlkerung des gesammten I'aliens auch keine Bacchanal'en feiern
»der Monumente errichten wird, so wird sie doch einen Gtund mehr
haben, die heimeschen Instiktutionen und das Vaferland zu lieben.“

Bermischtes.

4Im Reichsgesetzblatt ist das Gesetz belreffend die Abänder⸗
ing einiger Bestimmungen der Gewerbeordnung vom 23. Juli
879 publizirt, durch welches die Reichsgewerdeordnung vom Jahre
872 neuerdings wieder mehrfach modifizirt wird. Besonders er—⸗
»ähnenswerth ist die Bestimmung des Art. III., wodurch die Fest⸗
etzung des Gesetzes vom 12. Juni 1872, daß, insoweit bisher in
Zahern der Betileb der Gast⸗ und Schankwirthschaft oder des
dieinhandels mit geistigen Getränken ohne Erlaubniß statthaft war,
s einer solchen auch in der Folge nicht bedarf, aufgehoben wird.
Diese aufgehobene Bestimmung war s. Z. vornehmlich in Rüchicht
ruf die Pfalz getroffen worden, woselbst das Wirthschaftsgewerbe
hollständig freigegeben war. Nunmehr tritt also auch für die Pfalz
jer 8 33 der Gewerbe: Ordnung in Wirksamkeit, welcher bestimmt,
»aß, wer Gastwirthschaft, Schankwirthschaft oder Kleinhandel mit
Zgranntwein oder Spiritus betreiben will, dazu dir Etlaubniß
»edatf. Ausgenommen hievon ist nur der Ausschank der eigenen
xẽrztugnisse an Getränken. Die erwähnte Erlaubneß wird von der
Disttiftsverwaltungsbehörde ertheilt.

Schlechte Zeiten! Seit Menschengedenken war die Ho ch⸗
peierer Kirchweihe nicht so stark besucht, als dies am Montag
der Fall war — wenigstens von Kaiserslautern aus — und konnfen
peciell die Mittags ˖ und Abdendzuge kaum die „Kerwe“'⸗Gäste alle
lesördern. Uebrigens waren nach der „Pf. V.“ die dort gen Wirthe
ammt und sonders gegen den mächtigen Anprall wohl gewappuet
und leisteten deren Küshen und Keller ganz vorzügliches.

paiserslautern, 12. Aug. Die „Pjf. V.“ schreibt:
geslern Abend gegen 7 Uhr langte dahier ein junger Hert per
Beioc ped an, der des Morgens erst Wüctzburg mit seinem Fahr⸗
eug verlassen hatte. (7)

Vonder Lauter wird der „‚Pjälz. Post“ geschrieben,
daß in det dortigen Gegend a s Anlaß des vom Landtage bewil⸗
ligien Baues der Lauterihaldahn, große Freude herrjsche.

fIn Neustadt wurde der Bierbtauet Kielhoͤser weqen
Theilnahme an einem betrugerischen Bankeroit, begangen durch
Hehlerei, verhaftet.

'Frantenthal, 12. Aug. Gestern wurden nahezu 100
Fuhren Kartoffeln hier eingefahren und wurden durchschnittlich
        <pb n="446" />
        s M. 80 pf. pro 100 Kilo bezahlt. Der gleiche Preis ist bei
sebhastem Geschäft in Lambsheim und Flomersheim bew'lligt
worden. F. T.)

p Der durch das Hagelwelter in voriger Woche in der G—
markung Im 8sb a qh angerichtete Schaden wird auf ca. 82,000
Mk. berechnet. Versichert ist nichtss. Dagegen erhalten in Rup⸗—
perisecden fünf Hagelbeschädigte nahezu den vollen Betra
der Versicherungssumme ausbezahlt, da durch die Schlossen fast ihre
ganze Ernte zerstört wurde.

PHheusweiler, 8. Aug. Heute Morgen hatte eine
Bergmannsfrou aus Walpershofen im Oe Guichenbach das Unglück,
umer ihren von zwei Kühen gezogenen, mit zwei über sie gehenden
Rädern verletzt zu werden, daß der Tod sofort erfolgte. Das
Schicksal der erst 39 Jahre alten Frau, welche einen braven Mann
und 9 Kinder hintecläßt, wird allgemein bedauert.

pLosheim, 10. Aug. Große Aufregung herrscht unter
den Einwohnern hiesiger Gezend über einen vor mehreren Tagen,
des Nachts zwischen Losheim und Britten begangenen Frevel, indem
vierzig noch junge Obstbäumchen, dem Wege entlang stehend und
der Gemeinde Losheim zugehörig, schändlicher Wesse abgehauen
wurden. Bis jetzt lonnte man leider dem ruchlosen Thäser noch
nicht auf die Spur gelangen. (S. 3.)

4 Aufsehen hat das Ergebriß der dieslährigen Prüfung an
der kgi. Forstlehranstelt Aschaffenburg gemacht. Von etwa
88 Candidaten, welche in 2 Cursen sich derselben unterzogen, haben
nur 30 bestanden, 23 sind rein durchgefallen, die Ubrigen haben
sich einer meht oder minder großen Anzahl von Nad prüfungen zu
unterziehen. Die „Asch. Ztß.“ schiebt, wohl im Interesse des Ver⸗
bleibens der Anstalt in Aschaffenburg, den noch nicht definitiv ge⸗
wordenen Zuständen der Schule, sowie dem Experimentiren das
schlechte Refultat zu. Das ist jedenfalls eine tendenziöse Auffassung.
Rach Ansicht tüchtiger Forstleute wäre eine V.erlegung der Anstalt
dringend wünschenswerth.
arina-Orchester in 8t. Ingbert.

0 n M—

0n0076

Sonntesg den I7. August, Abends 8S OVnr
im Oberhanser'schen Zaalet. —

I.
Vr. 1. Jubel-Marsch von G. Sonntag.
2. „Ouverture*, Blumenlese von G. donntag.
3. a) Der Neugierige, b) Ungeduld, Lieder v. Schubert (Tenor)
4. Bluettenwalzer von Faust.
5. „Abendfeier“ Soloquartett von Kreuzer.
6. Clavier-Concert, „DPas Prwachen der Vögel“ v. Lysberg.
7. Trudel (Gertrauden) Polka-Mazurka, von Faust.
II.
Nr. 1. Polonaiso von G. Sonntag.
2. Pariser Weltausstellungs-Walzer von J. Strauss.
3. Duett fär Tenor und Bass aus „Belisar“.
4. „Alte Erinneruugen“ Mazurka.
5. Soldaten-Liebe, Solo-Quartett.
6. Lied von Boldieu, für, Harmoni-Cor“.
7. a) Kaiser-Wilhelm-Marsch,
b) St. Ingberter Alpen-Galopp.
Kartem à 50 Pf. zu hahen bei: Herrn Hermann
Vischer und im Café Seiter, des Abends an der Casse 70 Pf.
Bekanntmachung. mer noch in Menge vorkommen,
Auf Grund des Au. 40 des o wird von nun an gegen Säu⸗
dosahoinn Beschuses wied nach. Uge eee —8
dehendes bekannt gegeben. da iie
Wöhrend der heißen Witterung EAlein
ind die Straßen Morgens 7, — —
—
mit frischem Wasser zu begießen. hen von 14 oder 15 Jahren
Die Hauseigenthümer, oder vird n Dienst gesucht.
da wo nur Mietheleute wohnen, Wo? saat die Exvd. d. Bl.
die Miether, haben dieses Girßen
jd weit ihr Eigenthum geht und
bis in die Mitte der Straße zu
besorgen.
Da trotz Bekanntmachung mit
der Schelle und schon vireler
Warnungen, Unterlassungen dieser
ortsposize lichen Vorschreiften im⸗

Die Untersuchung bezüglich des schredlichen Unfalles auf der
⸗anzösischen Ostbahn bei Xeuilly hat zur Entdeckung der muthmaß
schen Urheber der Katastrophe geführt. Es sollen dies zwei ehe⸗
nalige Arbeiter der Herren Nicot und Weber sein, von denen der
»ine früher Weichensteller bei der Ostbahn gewesen war. Derselbe
vurde wegen seines schlechten Betragens aus dem Geschäfte des
derren Nicot und Weber fortgejagt und hätte nun mit Hülfe eines
ioch nicht entdeckten Mitschuldigen den Zug zur Entgleisung gebracht.
der Verhrecher befindet sich in Haft.

fLondon, 12. Aug. Ernstliche Ruhestörungen haben
jestern Abe d in Dublin stattgefunden. Zahlreiche Verwundungen
ind vorgekommen.

J Dem „Figaro“ wird aus London bveschrieben: Das
lötzliche Verschwinden der beliebten Tänzerin, Frln. Kate Vaughan,
velche von dem Capitän Wellesley, Sohn des Lord Cowley und
Nilitär⸗Attache bei der englischen Boischaft in Petersburg entführt
vorden ist, macht in den fashionablen Kreisen von London enormes
Iufsehen. Capitän Wellesley hat eine Tochter des gewesenen eng⸗
ischen Botschafters Lord Augustus Loftus zur Frau und mehrere
dinder. Man sagt, daß einige Bewunderer der schönen Tänzerin
»en Capitän zum Zweikampf fordern wollen.
ö— —
Markt tberichte.

Homburg, 13. August. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
2.M. — Pf. Korn 7 M. 77 Pf., Spelzkern — M. — Pf., Spelz 0 M.
0 Pf., Gerste 2reihige — M. — Pf., Gerste 4Kreihige O M. — Pf., Hafer
M. 77 Pf., Mischfrucht dO M. — Pf., Erbsen 0O M. — Pf., Wicken
) M. — Pf., Bohnen — M. — Pf., Kleesamen — M. — Pf. Korn—⸗
rod 6 Pfund 70 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — Pf.
stindfleisch 56 Pf., Kalbfleisch 40 Pf., Hammelfleisch — Pf., Schweinefleisch
50 Pf. Butter 1J Pfund 1 M. — Pf. Kartoffeln per Ctr. 4 M. — Ppf.
Fur die Nedaction verantwortlich: F. X. Deme.

Anzeige.
Den Herren Oekonomen von hier und Umgegend beehre
ich mich ergebenst anzuzeigen, daß meine
IERELXXLOVVEMNXV
m Hofraum des Herrn Fabrilant Weyland aufgestellt, und bis
ommenden Montag in Betrieb gesetzi wird. un Gutes sauberes
Dreschen und Putzen der Frucht wird zugesichert und wird
pro Garbe mit 7 Pfg. berechnel.
Achlungsvoll 3
Heinrich deyb.
— 124 — —2—
F Prüfet und behaltet das Beste.

Die Wissenschaft war von jeher bemüht, nach Mitteln zu suchen, oen
kranken Magen zu heilen und damit die meisten Störungen der mensch⸗
ichen Gesundheit rationell zu beseitigen, und hiezu haben sich viele unserer
Alpenpflanzen als vorzüglich geeignet erwiesen, nur müssen dieselben
mit fachwissenschaftlicher Kenntniß ausgesucht, je nach ihren
Art verschieden bearbeitet, und auch richtig zusammengesteilt
werden. Um einen guten wirksamen Magenbilter herzustellem müssen
manche Kräuter, Wurzeln und Bluthen abdestillirt, von manchen der Sa
ausgepreßt, andere durch Digeration extrahitt werden, und es ist schließ
lich noch Hauptsache, diese Produkte dann so zu mischen, daß ein durch⸗
aus unschädliches, aber die Gesundheit und gefunde Blut⸗
hbildung förderndes Stomachicum daraus entsteht.

Der seit 20 Jahren von dem königl. Hofdestillaieur Wallrad
Ottmar Bernhard in Munchen bereitete:

Jechte Bernhardiner Alpenkräuter-liqner
st nach den Aussprüchen deutscher und ausländischer Universitãtspro⸗
essoren und vieler berühmter Aerzte, ein solches bis jett un
ibertroffenes Hausmittel.

Dieser allbewaͤhrte blutreinigende Magenbitter ist aus 21 ven
chiedenen Kräutern, Wurzeln und Bluthen in obenbezeichneter Went
musammengesetzt, und nimmt eine Bearbeitungszeit von 15 Wochen ir
Anspruch, ehs der Bitter vollstaͤndig fertig und versandtfähig ist. Rur di
zroße Ausdehnung der Fabrik, deren Fabrikat nach allen Weltgegende
dersandt und exportirt wird, macht es moͤglich, diesen Magenbitter zu dem
billigen Preis von M. 4, M. 2, und M. 1.3 per Originalflasche zu
iefern und sollte derselbe auch als Präservativmittel in leiner ge
nilie fehlen.

Da in Zeit theure aber werthloseé Fabrilate unter
ihnlichem Namen aufgetaucht sind, achte man genau auf den seit 20
Jahren bekannten

Aechten Bernhardiner Alpenkräuter⸗Liquer von Wallrad Ottma

Bernhard und ist derselbe nur allein ächt zu beziehen in
St. Inabert bei Jean Patese.

—
Druckorbeiten aller Art
werden rasch und billig angefertigt in der
J. F. Domeß'schen Buch⸗ und Steindruckerei.
Druck und Verlag von F. X. Demes in St. Inabert.
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        er
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222222 —*22 S 2 222 —

3— — 3 55 8 3358 523233—332
55 32* — 25598—5 552 55 5— 3533355 3 53523
5533553358 —55—8 2*83 22583 328——33
585355——33552 2 58423238 8 — 5 255 — 532355853
3557 — ———53 5 5258 —583 3 52 538 — *5555
52835 52*83 525 —n 32525 BZ37 — — z3*8
—55285 525 535335—3 53553 —8—3 336 2
5s —z—85333353 55333535 3383553 I355 2—25s 23375
*25 — — * 526 533 ** — —X 5*

—— — — — —— — 28 *2 8 —A
3 3 3 3
——— 235 28—55 23—7—5— 8 22* 533382
55 ——2887— 58 — 5*8 5382 83285— —8323238355828
537533 232 —2288* 8* 58 S326385 38—3S3 32237
— SEB3225 222235 24—4 * * 2822 5253—582
— 2** —— 2 2 —2 — * —5 — — α
*388333— —33523 38338
S 5 8* 2 . 5* 2 8 * —ü— T 5*2 * 5
—— 22553 8328 575 —
—— — 3555335—3—3583 335325 338 335338 5.
IEs 522 — 8 — —22302 28
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232 *5»—z3—————2353— 5 — 255233 23326736
52255— 833 28 .. ———332828
*⸗ —AA 8 — — — — — —
52535385—3355557 33875 2576333833883838535535
* —* — * 23
5535— —3 3832 z3857533—35 553383555833
— — 2——z 2—8 8 352 ——8
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— ẽ —
362682 55 —28 25—33 38585——
26 55E
— ——
2 a2 22
55355— 35555355 53 5538 *4
38 5222 22855 —* «— 8* *2 * 555
3235223 353 5225 653253335 z2—355348 3
—AFFSI —— * — 25 * 3 —I32 58 28 — 8 *7
—53582— —— 25 5 —A Ex 2 2 *7 ——* 55 —* — 3388*8 —s8
3835 53335 3* 323*38 5523255 33
8 F 3 8 2 23 75 3 — 7 3
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3325383 33383 —533 — 23537

2 2* 2. * 23 *
232 2383388 13, 222323 222. 29268 2323552 27
5222 333233 211322373 22552. 23 — 253 2 * 23 —
35373 5352 382 — 23222 5 528 — 3232325*

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2
*
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        St. Ingberler Anzeiger.
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich; mi⸗ dem Hauptblatte verbundene unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
age) erjcheint wöchentlich vlermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich
A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1A 60 , einschließlich 40 Zustellzebuhr. Auzeigen werden mit 10 H, von Auswarts
mit 15 — fur die vieraespaltene Zeile Blattischrift oder deren Raum, Reelamen mit 30 vro Zeile berechnet.
1879.

M 129. Samstag den 16. August

Deutsches Reich.

München, 10. Aug. Die Verhandlungen zwischen dem
Siaatsministerium der Finanzen und dem Consortium im Betref
zes zur Convertirung der 41 procentigen Eisenbahnschuld erforder⸗
uchen Anlehens sind beendet. Bezüglich der devorstehenden Kün⸗
digung vernehmen wir, daß für d'e Entgegennahme der Erklärung
der Besitzer der 41 procentigen Obligationen, ob sie für die Um⸗
vandlung in Aprocentige bei einer Bonification von —A
iebungsweise zur Entgegennahme von Hafischeinen auf die später
erscheinenden neuen Obligationen eine sechswöchige Frist wird be⸗
stinnt werden, und daß diese Frist noch vor Ablauf des Monats
Jugust beginnen soll. Von denjenigen, welche diese Frist nicht
lenuͤzen, würde angenommen werden, daß sie die Rückzahlung ihrer
uihaben al pari vorziehen.

München, 12. Aug. Der Direclkor der Kunstgewerbe⸗
ichule in Nürnberg, Adolph Gnauth, hatte einen sehr ehrenvollen
Ruf als Directior der neu zu gründenden Kunstgewerbeschule in
Frankfurt a. M. erhalten. Se. Maj. der König hat unter beson⸗
derer Anerkennung der herborragend ersolgreichen Thätigkeit dieses
tünstlers den Wunsch zu erkennen gegeben, daß Director Gnauth
der Nürnbrerger Schule erhalten bleibe, und derselbe hat, wie wir
nun erfahren, den an ihn ergangenen Ruf bereits abgelehnt.

Peünchen, 13. Aug. Der König von Sachsen hat gestern
den Nuntius Masella empfangen.

Eine ebenso ruhige als im großen Ganzen zutreffende allge⸗
mein politische Bemerkung knüpft ein halboffiziöses Pariser Blait
‚le National“ an die KaiserzusammenktunftinGastein.
Das gevannte Blatt jchreibt:

„Wenn das Drekaiserbündniß nicht aufgelöst ist, so bleibt doch
ffenbar die Freundschaft zwischen den Kaisern von Oesterteich und
Deuischland die stärkere. Während eine Begegnung des Kaisers
Wilhelm mit dem Czaren Alexander nicht zu Stande kam, vollzieht
sich die von Gastein unter wiederholten Beweisen der größten Herz⸗
lichkeit. Wie sollte dem auch anders sein ) Jedes der beiden Lünder
derfolgt seinen Aufschn ung, ohne dem andern lästig zu jallen. Herr
d. Bismarck lickß es sich in dem Berliner Vertrage höchlich angelegen
sein, dem Herrn Andrassy die Bahn frei zu machen, so zwar, daß
Desterreich schon seinen Theil und zwar den nicht zum wenigsten
beneidenswerihen besitzt: Bosnien und die Herzegowina sind erobert
worden, der famose Korridor zwischen Serbien und Monlenegro
wurde sorgsam offen gehalten. Bald werden die österreichischen
Soldaten in Novis Bajsar einrücken; ein Eisenbahn⸗ Projekl ist in
Vorbereitung, welches dem Wiener und Pesther Handel den Weg
zum Mitelmeer dffnen *oll. Salonichi ist der Endpunlt dieser
surchtbaren Annexionspolitik. Mehr und mehr wendet Oesterreich
sein Streben der Donau zu und giebt den Rhein preis; Preußen
hat also von dieser. Seite lein Uebelwollen, keine Feindseligkeit zu
befürchten. Oesterreich hat seinem Ehrgeiz eine andere Richtung
gegeben, es hat voch für lange Jahre zuzugreifen und das Erworbeune
zu befestigen. Sein natürlicher Gegner wird Rußland, dessen Tri⸗
umphe es beeinträchtigt und dessen Einfluß auf der Balkanhalbinsel
es die Wage hält. Gewiß deutet Nichts in Europa auf nahe be⸗
borstehende Verwicklungen; bei einer allgemeineren Betrachtung der
Begebenheiten erkennt man aber bald, daß Deutschland und Oester⸗
reich denselben Nebenbuhler, aber leinen Grurd mehr zu gegenseitiger
Eifersucht haben oͤnnen. Ist das nicht die beste Bürgschaft einer
dauerhaften Allianz ? Alles das ist nicht jetzt eben in Gastein zur
Stande gekommen; die gestrige Zusammenkunft bestätigt nur diese
Bemerkungen in ihrer Gesammtheit.“

Wenn wir auch nicht Alles in diesen Auslassungen unterschreiben,
bemerlt das Verl. Tagebl., so ist auch uns dies Eine unzweifelhaft,
daß der Berliner Kongreß dem deutschen Reiche das Gute gebracht
zat, daß Rußland und Oesterreiche Ungarn in eine politische Lage
gerathen sind, in welcher sie sich gegenseitig starkl im Schach halten.
Dies sehen wohl auch allmälig die russischen Zeitungen ein und
daraus resultirt wohl zumeist der Mordsspeltalel in der ruisischen
Presse gegen das „perfide Deutschland“, welches diese Sachlage her⸗
beigesühtt' habe. Als obe nicht Rukland selbst fich mit aller Ge⸗

walt in den Krieg und die daraus sich ergebenden politischen Folgen
hineingeslürzt hat ?!

Das im Reichsschatzamte aufgestellle Berzeichn iß der
Waaren nach'dem neuen Zolltarif befindel sich be⸗
reits im Drucke und witd Ende dieser Woche den Zoll behörden zu⸗
Jehen und unmittelbar darnach dem öffentlichen Verkehr übergeben
Herden. Das Verzeichmß hat eine größere Ausdehnung erhalten
als ursprünglich beabsichtigt war. Es sind darin nicht nur die
Waaten enthalten, deren Verzollung bereits mit Erlaß des Tarij⸗
gesetes begonnen hat, sondern auch alle jene Artikel, deren Zölle
din 1. Ollober d. Is. ab zur Erhebung kommen. Dieses Ver⸗
zeichniß genügt also bis zum 31. Dezember d. Is. allen Bedürf⸗
nissen. Das weitere Waarenverzeichniß wird voraussichtlich nicht
bot Ende September von der Commission fertiggestellt werden kön⸗
nen, dann soll ⸗8 den Bundesregierungen zugehen und wird nach
der Beschlußfassung des Bundesrathes darüber etwa im Monat
November zur Ausgabe gelangen. Mit demselben zu gleichet Zeit
erscheint auch der neue amtliche Zolltarif, mit den für die Zoll⸗
behoͤrden und die Interessenten nothwendigen Einzelbestimmungen.
In dem alten Tarifgesetze halte die Tarabestimmung Aufnahme
gefunden, es war im Gesetz festgestellt worden, daß die Tara
20 Proz. betragen solle. Za dem neuen Zolltarifgesetz ist die Tara
zar nicht erwähnt worden, ihre Bestimmung haͤngt lediglich vom
Zundesrathe resp. von den Erfahrungen der Exekutlive ab. Auf
diese Weise erhält der amilich aufgestellte Zolltarif mit seinen Ne⸗
henangaben einen ganz besonderen Werth für die Betheiligten.

In Veipzrg hat, wie man der dortigen Volks Zig.“ mit⸗
cheilt, dei einigen sozialistischen Reichstags Abgeordneten eine Haus⸗
suͤchung nach einem nach Auffassung der Behoͤrde wichtigen Schrift⸗
ücke Hattgefunden, weiche jedoch resultatlos verlaufen sei. — In
demselben Blatte lesen wir: Bei einer der Sozialdemokratie ergebe⸗
nen, als Direlkirice in einem Geschäft ia Zitt au thätigen jungen
Taime ward auf Requisition der Dresdener Polizei Haussuchung
zehalten, die 35 Briefe gravirenden Inhalts ergeben haben soll.

Aus dem Elfaß scheeibt man: Noch ist der neue Joll⸗
arif nicht ganz in Kraft getreten und schon machen unsere Schutz⸗
sollinteressenten Verhesserungsvorschlage; so verlangen sie jetzt mit
zroßer Entschiedenhest die Aufhebung des Zolles auf Kartoffelmehl
von 6 Mk. pro 100 Kilo), weil die elsässische Industrie viel
rartoffelmehl (namentlich aus dem benachbarlen Frankreich) ge⸗
raucht. Die elsasser Industriellen fühlen sich, und sie dürfen et
amsomehr, als der Prasident der Tarifkomm ssion, wie das „Els.
Journal mittheilt, ihnen versprochen hat, die Kartoffelzollmehl srage
n der nächsten Session wieder zur Verhandlung zu bringen, wobei
er bemerkte, daß ja an dem neuen Tarif überhaupt gar viele Ver—
inderungen anzubringen seien.

Ausland.

Konstantinopel!l, 12. Aug. Nach aus Salonichi ein⸗
Jelangten Meldungen sind von den dorligen türlischen Truppen
Jegen 2000 Mann wegen Noachtbezahluna rückständigen Soldes fah⸗
neuflüchtig geworden.

Rew'⸗PYort, 10. Aug. Der „New HYork Herald“ mel⸗
det: Die Regierung steht im Begreff in einem Rundschreiben die
⸗ꝛutopdischen Neg erungen zu ersuchen, daß diese die Mormonen von
er Ausvanderung nach den Unionsstaaten abmahnen, da die ame⸗
itanische Regierung entschlofsen sei, der Polygam'e auf's schärfste
zutgegenzutreten. — Die Sterblichteit am gelben Fieber in Mem⸗
Wbiß deitug in der lekten Woche 29 Fäll⸗.
—“
Vermischtes.

4 Aus der füdlichen Vorderpfalz, 11. Aug. Die
dießjährige Ernte wac vom besten Wetter begünstigt und ging des⸗
Jalb auch verhältnißmäßig rasch von staktten. Das Ergebniß an⸗
angend, so ist heuer so ziemlich eine halbe Ernte zu verzeichnen.
Manche Getreidesorte lieferte zwar mehr, manche aber auch weniger
is miltleten Erirag; fur Korn und Weizen z. B. gilt das Erstere,
jüt Spelz das Letztere. Ueber das vom neuen Roggen gewonnene
Mehl sind nur zünstige Urtheile zu hören. Das Ergebniß an
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        Stroh ist ebenfalls befriedigend. Wir haben sonach eine bissere
Ernte bekommen, als man vorher gehofft hatte. Der Stand des
Hafers, welcher schon in den nächsten Tagen schnittreif sein wird,
ist ein vorzüglicher, und man erwartet einen vollen Ertrag. Wenn
das jetzige Wetter beständig bleibt, so ist eine ausgezeichnete Kar⸗
zoffelernte zu hoffen. Die Frühlartoffeln haben von der Nässe
gelitten, und man höͤrt hie und da, daß dieselben statle Neigung
zum Faulen zeigen.

Neustadt, 13. Aug. Auf eine Anregung des Verschõ⸗
nerungsbereins hin hat der Gemeinderaih von Hambach in seiner
letzten S zung den Beschluß gefaßt, daß zur Verherrlichung des
Festes am 24. August auch die Maxburg in effeltvollster Weise
deleuchtet werden solle.

Dürkheim, 11. Aug. Heute Naqhmittag passirte ein
Student aus Würzburg mittelst Velocipede unsere Stadt. Der⸗
jelbe benützt die Ferienzeit, um eine größere Wette durch seine
Reise ber Veloc'pede zu gewinnen. Kommilitonen von ihm reisen
per Schnellzug und erreichen ihn nicht. So begraußte er sie bei
ünkunft des Zuges in Heidelberg, um seine Tour über Mannheim
und hier nach Kaiserslautern fortzusetzen. Im Hotel zu den vier
Jahreszeiten angelommen, labte sich der Wettende mit Speise und
Trank, gad seinem leicht, aber solid gebauten Geführt die nöthige
Schmiere, und fott ging es mit Windeseile über die Steige nach
Frakenstein, Hochspeyer und Kaiserslautern. Es unterliegt keinem
Zweifel, daß auch dort Vegrüßung am Bahnhofe Statt findet,
denn schon hier war eine Stunde Zeit voraus gewonnen. Die
Reise soll über Homburg, Saarbrücken, Forbach, Meh, Straßburg
zurück nach Würzburg projektirt sein. Der junge Wann bedient
ach einer Pfeife, um Personen und Fuhren auf sein Vorübersausen
aufmerksam zu machen und Platz zu gewinnen. Die Raäder des
Veloc pede sind mit Gummi belleidet und laufen ohne Geräusch.

fLudwigshafen, 12. Aug. Der ebden ausgegedene

Jahresbericht der pfälzischen Handels- und Gewerbkammer für das
Jahr 1878 (152 Seiten Oktav) äußert sich über die deutsche Zoll⸗
ind Handels polit:k folgendermaßen: „Was die princ'pielle Stellung
der Handels⸗ und Gewerbelammer gegenüber der Wandlung in der
deutschen Zoll⸗ und Handelspolitik anlangt, so lönnen wir, im
Ansasiusse an unsere diesbezüglichen Aeußerungen im letzten Jahres⸗
betichte nur unser Einverständniß damit bestätigen, wiewohl wir in
der Ausführung dieser Politik ein etwas zu weit gehendes Nach-
gebin den Schutzolldestrebungen gegenüber glauben erkennen zu
müssen. Allein wir hoffen auch, daß es bei der Neuconstruirung
eines autonomen Tarises nicht sein Bewenden haben wird, erwarten
pielmehr, daß dem provisorischen Zustand unserer Handelsbeziehun⸗
gen zu den meisten Nachbarstaaten, desonders Oesterreich, dadurch
rin befriedigendes Ende gemacht wird, daß neue Verhandlungen
zum Ahschlysse von Handelsverträgen jühren, die neben einer ge⸗
zügenden Ruͤcksichtnahme auf den eigenen Markt, auch der Export⸗
industrie und dem Erporthandel ihre berehtigten Ansprüche auf
dem internalionalen Matkte sicher zu stellen bestreibt sind.

Mälhausen, 10. Aug. Eine schreckliche Katastrophe
hat sich diesen Nachmittag in der seit vorigem Sonniag auf hiefi
gem Meßplatz eröffneten Bude des beliebten Taschenspielers Agoston
zugetragen. Es war gegen Ende einer um 4 Uhr Nachmittags
beginnenden Vorstellung, als plötzlich der letzte der amphitheatral sch
sich erheben den Plätze, auf dem sich Hundecte von Menschen in dicht
zedrängten Massen neben einander befanden, zusammenbrach und
oAlles Kopf über Kopf unter in die Tiefe hinabstürzte. Eine
scheedlche Verwirrung folgte diesem Augenbliche; aber alebald ar⸗
beitete sich aus der Tiefe empor, was noch heile Glieder hatte, wo⸗
bei natürlich die zu untderst Liegenden noch manchen Stoz bekamen.
Eadlich kam auch die Reihe an die letzteren, an diejenigen, die
o rwundet waren und denen Hilfe geleistet werden mußte; ihre Zahl
ist bis jetzt noch nicht genau bekaunt, doch weiß man, daß schwerer
perwundet etwa zwanzig Personen sind, während goitlob kein Todes⸗
jall zu verzeichnen ist.

FDie Darmst ädter Schuhmacher⸗-Innung hat folgen⸗
den Beschluß gefaßt: „In Erwägzung der mit dem 1. Otiober ein⸗
retenden veränderten Gerichtsbarkeit, der damit verbundenen Kosten
uind Mühen in Klagesachen und der sich mehrenden Unsicherheit im
Beschaäftsleben, um sich vor ferneren Verlusten zu bewahren, die
Baarzahlung als Regel für geliefette Schuhmacherarbeit einzuführen,
zuverlässigen Personen jedoch eiden Kredit von neunzig Tagen zu
gewähren and bleibt letzieres dem Ermessen jedes Einzelnen über⸗
lassen.“

München, 12. Aug. Waährend der d'esjährigen Herbst⸗
voffenübungen werden verschiedene Versuche hipsichtlich der feldmä⸗
zigen Verpflegung der Truppen angestellt werden und soll daupt⸗
rächlich die Verwendung von Hartgemüse (Erbsen und Linsen), das
bei den norddeutschen Truppeutheilen schon längere Zeit mit Vor⸗
theil denützt wird, in Erwägung dezogen werden,

* Der Diamantenherzog von Braunschweig hat be—
lanntlich der Stadt Genf 24 Millionen Frarcs hinterlassen, mit
der Bedingeng, daß ihm die lachende Erbin ein Grebdenkmal nach

dem Muster jenes der Scaliger von Verona setze. Dies Denkma
st jetzt fertig und wird am 15. September feierlich enthüllt wer—
»en. Bei Barbedienne in Paris wurde die große Reiterstau
velche das Denlmal krönt, gegossen, der Pariser Bildhauer 64
hjat den Herzog im vollen Ornat eines Regenten dargestellt, und
eicher Goldschmuck zieht sich über die dunkle Bronze. Cain hat
nuch zwei Löwen aus rothem veronischem Marmor für dies Dent.
nal gemeißelt.

F Herr Krupp in Essssen ist ein Patent auf eine Doppel
anone mit nach entgegengesetzten Seiten gerichteten Rollen ertheill
vorden. Das scheint ein ganz imposantes Mordgewehr zu sein
za es nach vorn und hinten schießt.

rBerlin, 12. Aug. Das biesige „Tageblatt“ schreibt:
Als im Laufe des Fruͤhjahres Szegedin durch Ueberschwemmung
u ungeheurem Maße heimgesucht ward, bildeten sich aller Orten
n Deutschland Hilfs⸗Comite's, und zahlrelche Gaben an Geld und
kleidern wurden der nothleidenden ungarischen Stadt von Berlin
zus zugesandt. Die gleichzeitige Noth in Schwetz, also bei
inseren eigenen Landsleuten, fand nur vereinzelte Theilnahme,
ind viele Gaben wurden von nicht mit Guücksgütern Gesegneten
ür Schwetz — wie wir zu beobachten Gelegenheit halten — wir
wöchten sagen, nur aus Unmuth üder die Zurücksetzung der eigenen
dandsleute gespendet, welche die letzteren durch besser Situirie er⸗
uhren. Und gegenwärtig schon wieder erleben wir das gleiche
Schauspiel. Der Brand von Serajewo ist kaum gemeldet, —
hon steht der Aufruf für die dortige Bevölkerung an den Säulen
Berlins. Die gleichzeitig von schwerem Brandunglück heimgesuchte
Ztadt Kestenholz im Elsaß findet wohl in Paris ein hilfsbereiies
ẽntgegenkommen, in Berlin aber hat man wieder nur für die ab⸗
jebrannten Vosniaken Theilnahme, nicht für die gleichem Schichsal
verfallenen elsässischen Landsleute. Es ist wahr, die Menschenliebe
oll nicht nach der Rationalität oder Konfession dis Bedrängten
ragen; neben der freiwillig wirkenden Menschenliebe gibt es aber
ruch eine Pflicht der Hilfsbereitschaft gegen Solche, die uns durch
Bande des Blutes oder nationaler Zusammengehsrigkeit verbunden
ind! Wenn das ganze Haus des Nachbars in Flammen steht und
ei uns eine Gardine brennt, werden wir mit Recht gescholten,
venn wir's im eigenen Hause lustig brennen lassen, um dem Nach—
ar zu helfen! Hüten wir uns, einen solchen Fehler in kurzer Frist
um zweiten Male zu machen, und thun wir auch für Kesltenholz
»as Unsrige! Nach dem Vericht des „Elsässer Journals“ thut auch
jort rasche Hilfe dringend Noth“

f Aus Gastein berichtet man dem „Deutschen Montags⸗
lattꝰ: Als Kaiser Franz Joseph zum Abschied zum Kaiser Wil⸗
jelm kam, blieben beide Monarchen nahezu eine volle Stunde in
ifrigem Gespräche beieinander, worauf sie sich unter herzlichen Um—
irmungen trennten. Dem deutschen Kaiser kraten die Thränen in

die Auzgen beim Abschiede, und er meinte lopfschütlelnd: „Wer
veiß, ob wir uns noch einmal wiedersehen! Ich bin zwar sehr
zestärkt, aber ich fühle dech, daß ich anfange, alt zu werden“
daiser Franz Joseph meinte, wer so rüstig ausschaue, wie Kaiser
Bilhelm, brauche vor diesem Abschiede keine Sorge zu haben; er
joffe, ihn noch oft als fröhlichen Kurgast auf oͤsterreichischem Boden
egrüßen zu können.

AAufopfernde Kindeslhiebe), Am vorigen
Nittwoch hielt die Pariser Akademie ihre diesjährige
iffentliche Sitzung behufs Vertheilung der von ihr alljährlich zu
»ergebenden Preise. Ueber die literarischen Auszeichnungen, die bei
zieser Gelegenheit zuerlannt wurden, ist wenig zu sagen; um so
nteressanter war dagegen der Bericht des Direklors Jules Simon
iber jene Alte werkthätiger Nächstenliehe, welche mit dem von
Monltyon begründeten „Tugendpreis“ gelrbnt wurden. Die zahl
eiche und glänzende Versammlung, welche der Feierlichkeit im Pa⸗
ais Mazaria beiwohnte, wurde zu Thränen gerührt, als Herr
zimon die Geschichte eines Fräulein Leontine Nicolle erzählte, die
nus lindlicher Pietät ihre Jugend, ihr Leben in einer Itrenanstalt
zegraben hat. Die genannte Dame, die eine vorzugliche Erziehung
rhalten hatte und eine nicht gewöhnliche wssenschaftliche B'ldung
hesaß, bewarb sich vor etwa dreißig Jahren um die Stellung einer
Unterwärterin in der Salpéêtrière, dem bekannten Pariser Asyl
ür Geisteskranke. Mit Ungeduld wartete sie auf das Freiwerdin
ꝛiner solchen untetgeordneten, mit den mühseligsten Dienstleistungen
verbundenen Stelle; endlich ward ihr dieselbe zu Theil, und mit
vahrer Freude trat sie in eine Existenz, im Vergleich zu welcher
»as Leben im Kloster wie ein Paradies erscheinen würde. Hinter
ieser Weltentsagung stedte allerdings ein Geheimniß. Die Mutter
on Fräulein Nicolle 1tt an Verfolgungswahnsinn. Leyntjne konnte
ie nicht in ihrer Häuslichkeit pflagen lassen und dewirkte ihre Auf⸗
iahme in die Salpériece. Von da ab war ihr einziger Gedanke
er, sich mit ihrer Mutier dort einschließen zu lassen, um sie noch
erner pflegen zu können. Wie gesagt, wurtde ihr auch dieset
Vunsch gewährt. So lange ihre Mutter lebte, verbrachte Fräulein
sicolle ihre Tage mit der Aufsicht über die ihr anverlrauten Geistes⸗
canlen, die wenigen Augenblicke der Etholung aber, welche ihr
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        Ya
*

4

1

trauriger Dienst übrig ließ, widmele sie der Irren, die ihre Multer
var. So ging sie beständig von einem Martyrium zum andern
und fühlte sich doch glückich, weil sie ihre Kindespflicht erfüllen
onnte. Dieses Leben führte sie 27 Jahre hindurch. Vor einem
Jahre starb die arme Irrsinnige in den Armen ihrer Tochter, die
sie kaum erkannte und deren Fürsorge sie mit Entfetzen zurücwies,
obald sie ihre Wahnsinnsansälle hanle. Heute sind es 28 Jahre,
eit Fräulein Nicolle in der Salpotridre ihren Wärterinendienst
versieht. Sie hat sich diesem Beruf mit der Zeit vollständig hin⸗
gegeben; sie sieht ihre Aufgabe darin, durch liebevolle Geduld jene
Unglüchlichen zu retten, und in der That haben mehr als füuf⸗
dundert geisteskranle Frauen, die von ihr gepflegt worden waren,
vieder in ihre Familien und in das bürgerliche Leben zurückkehren
oͤnnen.

tDer tiefste arlesische Brunnen der Welt wird in Pest ge⸗
dohrt; vor einigen Monaten war er schon 951 Meter tief, während
der arlesische Brunnen zu Passh nur 547 Meter tief ist. Der
Pester Brunnen liefert ein sehr klares, stark kalkhaltiges Wasser —
jur Zeit etwa 7000 Hektoliter täglich —, das jetzt eine Tempera⸗
ur von 387 Grad C. hat. Man will die Bohraͤbeit so lange fort⸗
setzen, bis das Wasser die Temperatur von etwa 65 Grad C. erreicht
und so reichlich zustrmt, daß damit die Bäder und die städtischen
Unstalten Pesis versorgt werden können.

Ein sauberes Empfehlungsschreiben. Der Pariser „Figaro“
erzählt folgende Anekdote: Eine Dame, welche ein Bad besuchen
wollte, ließ sich von ihrem Hausarzte einen Empfehlungsbrief an
den dortigen Badearzt geben. Die weibliche Neugierde ließ ihr keine
Ruhe, sie öffnete den Drief und las Folgendes: „Lieber Freund!
Ich schicke Ihnen hier eine Gans. Ich hade ihr schon sehr viele
Federn ausgerupft, aber es sind ihr noch einige übrig geblieben,
die ich Ihnen überlasse. Ganz der Ihrige, R. X.“

F CDie traurige Lage der Geschäfte in England) wird
in „Kemp's Mercantile Gazette“ durch Aufzählung der wöchentlich
ausgebrochenen Konkurse im ersten Semester d. Is. im Vergleiche
uu denen des vorigen Jahres nachgewiesen. Die Anzahl der Kon—
kurse ist danach in den ersten sechs Monaten d. Is. gegen die des
dorigen Jahres um 1518 gewachsen. Bei der Rolle, welche Eng⸗
land auf dem Weltmarkte beansprucht, ist es natüclich, daß die
heute noch über die ganze Erde verbreitete industrielle Krisis dort
ihte verheerendste Wirkung äußert und daß England nur durch
ausgedehnten Fceihandel gewinnen, durch das Schutzzollsystem an⸗
derer Völker nur verlieren und sich felbst durch Schutzzölle nicht
wieder heben kann.

— Der Elping Dulchmann, der fliegende Holländer, ist der
Name eines englischen Personenzugs, der sich durch außerordentliche
Schnelligkeit auszeichnet, der aber auch, wie sein bekannter Namens⸗
oetter, maritimen Angedenkens, einen etwas bosen Ruf dezüglich
seiner Sicherheit genießt. Neuerdings ist aber die Fahrgeschwindig⸗
eit des Zuges noch mehr erhöht worden; derselbe laäuft jetzt 60
englische Meilen per Stunde, die größte Schnelligkeit, die bis jetzt
zon irgend einem regulären Zuge erreicht worden ist.

T Eine Rihhilistin mittelst Ballon durchgegangen. Aus
Moskau wird gemeldet: Die hiesige Polizei sahndete dieser
Tage nach einem in Moskau sich aufhaltenden Mädchen, Namens
Diga Gobieslawsta, die dringend verdäqtig erschien, einer nihi⸗
listischen Verbindung anzugehören. Nach langem Recherchiren ge⸗
lang es endlich der Polizei, die Wohnung des Mädchens zu ent⸗
decden und sie sollte in der Nacht des 25. Juli verhaflet werden.
An demselben Tage stieg von einem der hiesigen Gärten ein Ballon
in die Lüfle. In demselben besanden sich zwei Maͤnner und ein
Madchen. Das Mädqchen war niemand Anderes als Gobieslawska,
wie es spater fesigestellt wurde. Der Ballon ficl eine halbe Meile
»on Mozkau auf ein Feld. Die Spur des Mädchens ging ver—
loren.

7 Wieliczka, 12. Aug. In Folge einer erneuerten
Wasser⸗Eruption in den Salinen isi heute um * Uhr Morgens die
ẽcdoberfläche an mehreren Punklen, wie auch eine Reihe von
dausern geborsten. Es herrscht große Panique, man befürchtet die
—RV— gefährdeten Stadt⸗
iheils, darunter das Postamt, find geräumt.

Ein Tunnel zwischen Spanien und Afrika unler der Meer⸗
nge von Gibraltar ist das neueste Project dieser Art. Dieser
Tunnel würde auf der Spanischen Seite unweit Algesiras, auf der
Afrikanischen Seite zwischen Tanger und Ceuta münden. Seine
dange wuürde eiwa 14 Kilometer bei einem Gefaͤlle don 15100
betragen. Da die groͤßte Tiefe des Meeres in der Straße vou
Bibraltar 900 Meter beträgt und da man beabsichtigt, zwischen
dem Grunde des Meeres und der Tunnelwölbung einen Zwischen—
rtaum von 90 Meter zu lassen, so würde die tiesste Stelle 990 bis
1000 Meter unter dem Meeresnideau liegen.

Am Mitwoch vorige Woche landete der Dampfer „Algeria“
nNew-Yocrt 22 Familien, aus 102 Personen bestehend,
ümmtlich Messerschmiede aus Shefield, welche unter günstigen Ver⸗
zältnissen in einer Messerfabrik zu Bridgport untergebracht sind.

Man erwartet dort noch weitere 300 Messerschmiede aus Sheffleld,
owie aus Deutschland.

Gmerikanisch.) Ein Yankee wurde durch ein un⸗
hellbares Leiden in die fatale Lage versetzt, zu wahlen, entweder
dom Leben oder von seinen beiden Beinen Abschied nehmen zu
mnffen. Scheiden thut weh, in diesem Falle gewiß sehr weh!
Aber was half's? Die ihm von den Aerzien gestellte Alternatide
var so bestimmt gegeben, daß er eine Wahi treffen mußte, und da
der Tod betannilich ein bineres Kraut ist, so entschied er sich end⸗
lich für die Trennung von seinen lieben Beinen. Ein Chirurg
vollzog die Amputation nach allen Regeln der Kunst, und der
tranke wurde ein gesunder Nann. Die Operation muß ihm wohl
ein Interesse sür Anatomie eingefloßt haben, denn eines Tages fallt
hm ein, in seinem Rollwägelchen das anatomische Museum seiner
Stadt zu besuchen. Er bewundert eine fürfbeinige Kuh, vertieft
sich in das Studium anderer Monstrositäten und gelangt auch an
ein mächtiges Spiritusglas, welches zwei menschliche Gliedmaßen
nthaält. Seine Augen heften sich start auf dasselbe; mit jeder
Minute wächst sein Interesse daran. „Die Beine kenn' ich doch“
7T, ruft er plötlich aus — Das sind doch meine Veine Der
Chirurg haite die Beine, da sie eine interessante Abnormität bil⸗
deten, dem Museum zum Geschenk gemacht. Baid dorauf ging dem
Chirurgen von seinem Patienten eine⸗ Forderung von 15,000 Dollars
u wegen felbstständiger Verfügung über fremdes Eigenthum. —
Der Chirurg beansprucht indessen die Beine als sein Eigenthum
und weigert sich, zu zahlen, — und die Rechtsgelehrlen suchen nun
n allen Rechtsbüchern nach dem Paragraphen, der die schwierige
Streitfrage entscheide.

F Das großte und schnellste cigacrenförmige Schiff wird jetzt
ür Rechnung des Herrn Winans zu Baltimor— auf den Werften
der Clyde — für ewwa 1 Million Dollats gebaut werden. Das
Schiff soll einen Gehalt von 4—- 3000 Tomen haben; sein Eigen⸗
humer hofft, daß es die Fahrt über den Allanuschen Ocean in5
Tagen zurücklegen wird.

F Das Körpergewichtals Motor. Gegenwäriig liegt
dem amerikanischen Patentamie eine Nähmaschine zur Prüfung vor,
bei welcher das Körbergewicht der arbeitenden Person ais Molot
henutzt wird. Mit dem Gangwerk der Maschine ist nämlich durch
eine eigenthümliche Federconstruction der Sitzplatz der arbeitenden
Berson in Verbindung gebracht. Sobald sich die betreffende Person
auf dem einem Drehschemel gleichenden Sitzplat niederlaßt, setzt sich
durch den auf die Feder geübten Druck der mechanische Apparat
der Nähmaschine von selbst in Bewegung. Um die Maschine in
Bewegung zu bringen, genügt eine Belastung von 50 xg. Durch
inen Hebel kann übrigens der Mechanissmus auch während des
Druckes durch die Körperkraft ganz oder theilweise außer Function
gesetzt werden.
Dienstesnachrichten.

Die lathol. Pfarrei Annweiler wurde dem Repelenten im
dischöfl. Klerikalseninar zu Speher, Konrad Dusch, die kathol.
Biarrei Offenbach dem Pfarrer Fried. Bischof in Ommersheim, die
athol. Pfarrei Imsweiler dem Pfarrer Ludw. Philipp in Woeilec—
vach übertragen.

Gemeinnütziges.
Lupinensamen, ein sehr empfehlens⸗—⸗
werthes Kaffeesurrogat. Im Laufe meiner Kaffee⸗
untersuchungen, schreibt Ur. Hager, habe ich gefunden, daß der
Zamen der gelben Lupine ein excellentes Kaffeesurrogat ist, daß die
n geschlossener Trommel gebrannten Lupinensamen dem Kaffeege⸗
qhniack und Geruch am nächsten kommen. Vielleicht nur der bittere
Beschmack ließe sich beanstanden, würde aber durch Beisatz von ge⸗
östetem Roggen sich abschwächen lassen. In einem solchen Kaffee⸗
urrogat, aus Lupinen⸗ und Roggensamen hestehend, bleten sich dem
Tonsumenten noch bessere Nährsioffe als im Kaffee, und was die be⸗
ebende Wirkung des Kaffees betrifft, so is sie nicht minder in dem
dupinensamen vertreten. Dieses Surrogat wäre übrigens geeignet,
den erbärmlichen Cichorienkaffee, der kaum Spuren von Nährsub⸗
anz bietet, noch weniger belebende Kraͤfle besitzt, zu verdrängen.
NRach meinem Dafürhalten wäre ein geröstetes Gemisch von 1 Theil
dupinensamen und 2 Theilen Roggenfrucht eine passennde XX
zon welcher 2 Theile den Nähr⸗ und Belebungswerth von 1 Theil
bessem Kaffee sicher haben. Zwar würde der Staat bei Einführung
hieses Surrogats eine beträchiliche Einbuße an Zoll erleiden, wir

ersparen uns aber mehrere Millionen Mark.
Doppelfenster-Ersat. Nach Dr. Didtmann in
Linnich kann wan sich die Vortheile der Doppelfenster billig dadurch
verschaffen, daß man im Innensatze des Fensterrahmen, in dessen
Außensatz die erste Scheibe eingesetzt ist, eine zweite einkitten läßt.
hierdurch enisteht zwischen beiden Parellel⸗Scheiben eine dvon der
Zimmere wie von der Straßenluft abgeschlossene Luftschicht, ein
chlechter Wärmeleilet. Beim Cinkiiten der Scheiben ist die Vorsicht
zu beobachten, daß nicht allein diese Flächen sorgfältig von Staub
        <pb n="452" />
        d M. 64 Pf., Gerste 7 M. 38 Pf., Hafer 7 M. 41 Pf., Erbsen — M.
— pf., Wichen O M. — Pf., Linsen O M. — Pf., Kleesamen — M. —
pf. Kornbwde6 Pfund 1. Qual. 64 Pf. 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
z'ßPfund 37 Pf., Butter per Pfde — M. 80 Pf., Eier 2 Stüch 10 Pf., Kar⸗
ffeln per Cent. 4 M., Stroh 1 M. z0 Pf. Heu 2 M. 50 Pis.
deme tz.
— JMXX

und Sthmutz gereinigt werden, sondern daß auch die wischen den
Scheiben sich befindende Luft trocken sei, also das Verglasen der
Fenster nur zu einer snockenen Zeit vorgenommen werde. Eisblumen
seigen sich an solchen Fenstern niemals. Auch im Sommer schützen
diese Fenster gegen die belaͤstigende Hitze der directen Sonnenstrahlen.
Fin Zimmer bieibt im Sommer etwa bei 260 R. bei doppelter
Verglasung um 40 kälter als bei einfachen Scheiben.

Der neue Reichsbote. Kalender für Stadt und Land auf das Jahr
880 ist da und erfreut uns wie seine Vorgänger wieder durch seinen urwülch-
igen, gesunden Humor, schöne Erzaͤhlungen, seine prächtigen Bilder und viele
nraktika, die dem Kalenderleser zju wissen gut und nützlich sind. Besonders
chön sind die farbigen Bilder, daruner Ashenbrödel“ zu dem bekannten
Rärchen, das der Kalenderschreiber seinen Lesern ebenfalls wieder erzͤhlt.
„olche farbige Bilder zu den schonsten Märchen und Sagen soll von jetzt an
eder Jahrgang bringen. Ferner ist in diesem Jahrgang als Oeldruckprämie
er große Porträtkopf „Kaiser Wilhelm im 82. Lebensjahre“ in
rächniger Ausführung beigegeben. Der ganze reich ausgestattete Kalender
oftei nur 40 Pfg. und sei allen unsern Lesern als Hausbuch für das neue
yahr bestens einpfohlen.

Marklberichte.

Zweibrücken, 14, August, Fruchtmittelpreis und Victualienmar!
Weizen 11 M. 76 ᷣf, Korn 7 M. 99 Pf., Gerste zweireihige O M. —9
erreihige 0 M. —. Pf. Spelz O M. — Pf. Spelztern — M. —
dinteMm. pf.ischtrucht d M. F Pf. Hafer 8 M. 28 f
ẽrbsen — t. — Pf., Wien O M. — ppf., Kartoffeln 3 M. — Pl.
deu 2 M. 60 Pf., Stroh 2 M. 60 Pf., Weißbrod 1N/3 Kilogr. 56 Pf.,
dornbrod 8 Kilogr. 74 pf., 2 Kilogr. 50 pf., 1 Kilogr. 25 Pf. Gemischt⸗
zrod 8 Kilogr. 93 Pf., das Paar Wed 100 6r. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
30 Pf. II. Qual. 50 Pf., Kalbfleisch 40 Pf. Hammelfleisch 60 Pf., Schweinefleisch
36 ᷣf, Butter/a Kilogr. J Pf. Wein 1 Liter 80 Pf. Bier 1 Liter 24 Pf.

Kaiserslautern, 12. August. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 11 M. 50 Pf., Korn 7M. 0 ᷣs., Spelztern — M. — Pf., Spelz
Vertragçg aßige
Wiederversteigerung.
Drenstag, 19. August
nächsthin, Vormittags 10 Uhr,
zu Heckendalheim, in der
Pywcast von Ludwig Busch⸗
eit,
wird vor dem unterzeichneten
Amtsverweser des kgl. Notat
Sauer in St. Ingbert, auf
helreiben von Elisabetha Fick⸗
inger, gewerblose Ehefrau von
Riulaus Wahrheit, Schmelz⸗
urbeiter in Ommersheim, gegen
Johann Reinstadler, Aderer
in Heckendalheim, die nachhin
heschriebene Liegenschaft, im Ban⸗
ne von Heckendalheim, wegen
Nichtbezahlung des Erwerbẽ prei⸗
egz, im Wege der vertragsmaßi⸗
zen Wiederveisteigerung, offentlich
su Eigenthum versteigert:
Pl.Nr. 6853. 1a 70 qm
Wies im FJlachsgarten
deben Johann Walle und
Georg Walle.
5t. Ingbert. 2. Aug. 1879.
NO. Auffschneider,
Amusperweser.

Anzeige.
Den Herren Oekonomen von hier und Umgegend Peehre
ch mich ergebenst anzuzeigen, daß meine
resebmaschine

Zum
—XEXVV

Nur L Arkx. Te Pt.

r —

heträgt das Monats-Abonuement
auf das .
„Berliner Tageblatt“
iebst „Rerliner Sonn⸗
ag8blatt? und illustrirtem
Witblatt V LEX.“.

Im Laufe des dSeptember er⸗
heint im taͤglichen Feailleton des
Berliner Tageblatt“ die neueste
ovelle von
PauI Heyseé

unter dem Titel:

Romulusenkel,
vorauf wir die vielen Verehrer
des gefeierten Dichters aufmerk⸗
am machen.

Damit die Zusendung vom
—EXLD
volle man moͤglichst prühnze i⸗
ring bei der nächstgelegenen Post⸗
anstalt abonniren.

Das Rerliner Tageblatt
ist die gelesenste u. verbrei⸗
fetste Zeitung Deutsch—
aunuds!1!

m Hofraum des Herrn Fabrilant Weyland aufgestellt, und bis
inneuden Montag in Betrieb gesetzt wird. ta Gutes sauberes
Drefchen und Putzen der Frucht wird zugesichert und wird
oro Garbe mit 7 Pfg—- berechnet.
Achlungsvoll
Heinrich deyb.

*
Tanzunterrichts-⸗Anzeige.

Den geehrlen Herrschaften in St. Ingbert diene hiermit zut
efl. Nachricht, daß ich sonmenden Montag, 18. August,
Saale des Aotel Laur einen Tanz⸗ Cursus eroͤffne und
ade zu zahlreicher Betheiligung ergebenst ein.

Aumeldungen werden jeder Zeit bei Herrn Lehnert
reundlichst enigegen genommen.

Achtungsvoll
0. Jaoob.

Klassisohe Salonstuücke
fur Llavier
æueihcndiq, æu nacliatehenden Snpottnreisen:
vicnaelssonn, Rondo Capricioso statt 2,00 für 80 Pf.
Weber, O. M. v., Polacoa brillante, 1,50, 40,
MWeber, C. M.v., perpetuum mobile, 1,550, 40,
Pavarger L'Adieun... 1,20, 30,
5. Walzer eines Wahnsinnigen .- 1,00, 20,
Mark 1,80.
Alle ß Stiltexe furs1 Mark æ0 Pf.
Gaegen Linsendung von,1l Mark 20 Pf. in Brief-
marken versendet alle diese 5 klassischen Musikpiecen,
Fon denen eine allein in jeder andern Handlung mehr
kostet, franeo:
q. Altxander's Musikalienhandlung, Pr. Stargardt.
AÆPFur tadellose neue Prachtexemplare wird ga-
ürt, wofür auch schon der gute Ruf der Hand-
—E

Todes⸗Anzeige.
Freunden und Bekannten
die traurige Mittheilung, daß
E dem Uleben Gott gefallen!
at unsern lieben Vater
Alexius Kirchner
essern Mittag um 4 Uhr
iach kurzem aber schwerer
eiden in seinem 54. Lebens⸗
ahre zu sich zu rufen.
Sulzbach, 15. Aug. 1879.
Die trauernde Familie.

Men in der Blieskastelersiraße

gelegen · Wohnhaus

st sofort beziehbar zu vermiethen.

Um näher? Auslunft beliebe

man sich zu wenden on Petter
Schweistzeer im Müblened.

Andreas Schweitzer—

Jüuncher

Die Beerdigung findet beut
—AVV
ihr vom Lazareihe aus statt.

*
———

—*

V
3
2
8
7
2*8
28
28

Schmalz,
I. Qual. per Pfund 40 Pfg.
m Ir. Irancke's
Xitale Mr. 5.

Augenklinik

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2 630 Pf. zu der vom Ge⸗
Jügelzucht: Vertin Neustadt a. d.
Haardt am 6., 7., 8. und 9.
S„eptember d. J. veranstalteten
Fügel⸗Ausstellung sind
d khoben in der Erpe) dBl.

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J321 2n. Vorstad'str. 29.
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illigst bei F XR. Dem⸗

Ordination:
Vormittags von 9-12 Vnr.
Nachmittacgs 2—238,

Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
— Siem für nusere Bost⸗Abongnenten „Illustrirtes Sonutaasblatt⸗ Ner

—
        <pb n="453" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich; mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

1A 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen I M 60 H, einschließlich 40 Zustellgebhr. Anzeigen werden mit 10 —., von Auswärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blatischrift odetr deren Raum, Neclamen mit 830 pro Zeile berechnet.
130. Sonntag den 17. August 1879.

———

S. 1291) zahlt das Absolutorialzeugniß einer k. Industrieschule
gleich dem eines Gymnasiums zu den Zeugnissen, welche die Zu⸗
lassung zu dem genannten Dienste in der Eigenschafl eines Staats⸗
dienstaspiranten vermitteln. 2. Das Gleiche gilt gemäß allerhöchster
Verordnung vom 8. Juli 1870 (reisamtsbl. der Pfalz 1870
S5. 1289) für den Zolldienst. 3. Gemäß allerhöchster Verordnung
pom 26. Mai 1873 können Kandidaten, welche eine Industrie⸗
schule mit hervorragendem Erfolg besucht haben, nach dem vor⸗
chriftsmaßigen Besuch der Hochschule zum Staatsexamen für das
Lehramt der Mathematik und Physit zugelassen werden. 4. Durch
Entschließung des kgl. Staatsministeriunms der Finanzen vom
5. Juli 1879, die Vorbildung der Geomeler betreffend, ist be⸗
timmt, daß jene Kandidaten der technischen Hochschule, welche im
Besitz eines Gymnasialabfolutoriums oder des Absolutorialzeugnisses
iner kgl. Industrieschule sich befinden und an der technischen Hoch⸗
chule das Absolutorium als Vermessungs-Ingenieure erhalten haben,
unuf Grund des letzteren sofort in die Praxis des Kataster⸗ und
Bezirksgeometerdienstes übertreten köͤnnen. — Im Uebrigen ver⸗
veisen wir auf die soeben ausgegebenen Jahresberichte der In⸗
uftrieschulen. — Dem Jahresberichte der hiesigen koͤniglichen
Industrieschule entnehmen wir solgende Notizen: Die Anflalt besteht
aus drei Abtheilungen: einer mechanisch⸗ technischen, einer chemisch⸗
lechnischen und einer bautechnischen Abtheilung. Der Unterricht
vird in 2 Jahreskursen ertheilt. Das Lehrpersonal bestand außer
dem Rektor aus 7 Professoren und Lehrern. Die Gesammt⸗Ftequenz
der mechanischetechnischen Abtheilung betrug 18 (17 Schüler und
lHospitani), die der chemisch-technischen 11 (9 Schüler und 2
Hospitanten) und die der bautechnischen 24 Schüler. — Die Ju⸗
tription für das Schuljahr 1879/80 findet am 1. und 2. Otltober
Vormittags von 9 bis 12 Uhr statt.
FIn Kaiserslautern fiel gestern ein Mann beim Ent⸗
leeren eines Abtritts in die noch gefüllte Grube und erstickte darin.
Der Verunglücdte soll nach der „K. Z.“ Vater von fünf Kindern sein.
F Landau, 14. Aug. Der Gasthof „zum Pfälzer Hof“
Jermisqhtes. Wwe. Jung) wurde heute an den Bahnhofrestauraleur Breuer in
F Die von uns kürzlich der „Zw. Zig.“ entnommene Nach⸗ Marburg, für 90,000 M. (ohne Inventar) vrxkauft. Die Ueber⸗
richt, es sei der 16jährige Sohn des Straßenwätters Weber von nahme erfolgt am 1. October d. Is.
Wolfers heim in der Blies ertrunken, hat sich als falsch het⸗ t Aus Frankenthal, 10. Aug, meldet die „Fekth.
ausgesiellt. Der Beireffende, der übrigens erst 12 Jahre alt ist, 3tg.“: Gestern weilte Se. Königl. Hoheit Prinz Georg von Preu⸗
wollte über das Mühlerwehr der Breitfurter Mühle gehen, rutschte ben in unserer Siadt, um die Gemäldesammlung des Herrn Martin
dabei aus und fiel in die Blies, wurde aber glücklicher Weise von Perron zu besichtigen. Derselbe war von Mannheim zu Wagen
dem jungen Heinrich Dahlem, Sohn von Jatod Dahlem, aufgefischt hierhergekommen.
und herausgezogen. In Mainz wurden juüngst 20 Aklien der Rheinischen
f Aus pirmasens wird der Pf. Post“ berichtet: Unsere Brauerei im Nominalwerthe von 12,000 M. versteigert und 720
Wasserleitung ist zwar fertig, aber die Zahl der Wafserabonnenten M. dafür erloöst.
hebt sich nur langsam. Es sind bis jetzt ungefahr 80 Häuser durch fOffenbach, 9. Aug. Herr Metzgermeister Mathas
dieselbe mit Wasser versehen und elwa 50 werden noch angemeldet Broh wurde vorgestern auf dem Wege von Mühlheim hierher von
jein. Das Wasser ist zu theuer, und da uns der Himmel heuer iner Fliege in die Hand gestochen, diese lief etwas auf so daß
reichlich ganz unentgeltlich damit versotgt hat, so ist es leicht erllar. er beim Nachhausekommen Bleiwasseraufschläge machte, die aber
lich, daß man zögert, die von England unter ziemlich schweren Be⸗ nicht austeichend waren. Als er sich hiervon am andern Morgen
dingungen uns gespendele Wohlthat in Anspruch zu nehmen. uüͤberzeugte, ließ er sofort, aber leider zu spät, den Arzt rufen, der
fdambrecht, 14. Augnst. Gefiern Abend gegen 10 Uhr eine bereits weit vorgeschrittene Blutvergiftung constatirie, die trotz
wollte ein in der hiefigen Kunfimuhle beschäftigier Muller, jeden- Anwendung aller noch möglichen Mitfel heute früh den Tod des
falls schlaftrunken, im Glouben, er jei im unleren Stockwerke, in vonst so kräftigen robusten Mannes zur Folge hatte. Möne dieser
den Hof gehen. Derselbe öffnete jedoch die Thüre im zweiten kraurige Fall zur Warnung dienen.
Stocke, welche ins Feeie geht (da sich vor der Mühle ein soge⸗ f In nächster Nahe von Rottendorf wurde der Haud⸗
nannter Sachzug befindet) und stürzte so unglülcklich herab, daß er werksdursche Gg. Anton Wolzbacher von Haibach bei Aschaffenburg
sofort in das Spital verbracht werden mußlke. Wie wir heute auf der Straße nach Kitzingen von einem mitreisenden Handwerlks⸗
Morgen hören, soll derselbe mehrere Verletzungen erlitten haben. burschen, Martin Ecker aus Erbach in der Pfalz, durch einen Stich
Derselbe ist aus Germersheim, verheitathet und Vater von dier in die Brust dem Anscheine nach schwer verwundet.
Kindern. (Burgz.) FGriesheim, 12. Aug. Bei dem Uebungsschießen des
feaiserblautern, 12. Aug. Die Kenniniß der brandenburgischen Fußarnllerle-Regiments Nr. 13 krepirte beim Ein⸗
Berechtigungen, welche durch das Absolutorium der kgl. bayer. In⸗ setzen in das Geschütz eine Granate und riß einem Soldaten der
dustrieschulen jUr den Staatsdienst erworben werden, ist so wenig Bedienungsmannschast den Kopf und einem andern die Hand weg.
vderbreitet, daß wir den Eltern, deren Söͤhne die Realschule ber Ein Lieutenant wurde durch ein Sprengstücd an der Brust schwer
suchen, durch Mittheilung derselben nützlich zu sein glauben. 1. verleßzt.
Den Bestimmungen über die Aufnahme der Adspiranten für den rKetiwig sa. d. R, 13. Aug. Am gestrigen Tage er⸗
Dienst der kgl. Verkehrsanstalten gemäß (Regierangsblatt 1868 eignete sich hier der überaus seltene Fall einer Fünflingsgeburt. Die

Deutsches Reich.

München, 14. August. Was die Einführung der Robe
als Amtstracht auch für die bayerischen Richter betrifft, so verlautet,
daß d'e an höchster Stelle ia Vorlage gebrachten Zeichnungen nicht
entsprochen haben und die Anfertgung neuer Zeichnungen ange⸗
ordnet wurde. In Folge dessen wird sich die Entscheidung noch
einige Zeit verzͤgern. — Wie sich aus einer Münchener Corresp.
in der „Germania? ergibt, hat man in ultramontanen Kreisen mit
S'icherheit erwariet, daß Regierungsrath Frhr. v. Ow in Lands⸗
hut — bekanntlich Präsident der Abgeordnetenkammer seit 1875 —
zum Präsidenten des Verwaltungsgerichtshofes ernannt werden würde.
— Der Regierungs-Vicepräsident a. D. Karl v. Lindner ist nach
lurzem Krankenlager im 71. Lebensjahre hier gestorben. Der Ver—
lebte, der früher Director der Kreisregierung der Oberpfalz war,
zählte zu den hervorragendsten Verwaltungsbeumten Bayerns.

Berhin, 14. Aug. Aus Rom meldet man dem ‚Berl.
Tagebl.“: Papst Leo XIII. ist unpäßlich. Die Aerzte und seine
Familie berlangen von ihm Luftveränderung. Der Papst will erfl
die Cardinäle consultiren, bevor er einen endgiltigen Enischluß faßt.
Eventuell geht er nach Schloß Pasignano am Trasimener See.

Die Waͤhrungsfrage hält fortgesetzt die Gemüther in Spann⸗
ung und beunruhigt den internationalea Geldmarkt. Neuerdings
wird der „Morn. Post“ angeblich aus Berlin gemeldet: „Trotz
wiederholier Dementis steht es fest, daß die deutsche Regierung ge⸗
wisse Falia in Verbindung mit der Münzfrage einer sorgfältigen
Untersuchung unterzieht behufs Erzielung einer Entscheidung betreffs
der beabsichtigten Wiedereinführung einer Doppelmetall⸗Währung
Die Regierung wünscht zu ermitteln, ob eine Rückkeht zu der Dop
pelwährung wünschenswerth ist. Daß die Münzfrage ein Gegen
stand sorgfältiger Beachtung seitens der deutschen Regierung bleibt,
fleht wohl fest; ob aber die Absicht der Einführung der Doppel⸗
währung vorliegt, bleiln nach wie vor ungewiß, zumal Angesichts
der neuesten atken Schwankungen und Spekulationen am Silbermarkt.
        <pb n="454" />
        Multer, Frau eines hiesigen Arbeiters Namens Schorn, befindet sich
beute in jeder Beziehung recht wohl. Die fünf Kinder (vier Knaben
und ein Mädchen) lebten nur einige Stunden nach der Geburt; sie
waren auch sehr klein, so doch durchaus wohlgebitdet. Wir be⸗
merken, daß nach Prof. Kleinwächter (Lehrbuch der Geburtshülfe,
1877) bisher bloß zwei sichere Fälle von Fünflingen erwiesen waren.

p Soaoredliches Ende. Die nagstehende Thatsache
dürfte wieder ein Beleg dafür sein, daß in heißen Sommertagen
kaltes Wasser nur mit großer Vorsicht zu trinken ist. In ver⸗
flossener Woche suchte ein auf der Rheinifchen Eisenbahn in Alten⸗
doif bei Essen beschäftigter Taglöhner seinen ungewöhnlichen Dursi
bei starker Hitze durch ein großes Quantum Wasser zu stillen.
Hurze Zeit nach dem Genuß desselben überfiel den Körper ein ge⸗
waltiges Zittern und mußle der Betreffende nach Hause gebrachs
werden. Dort fiel er in Kraämpfe, die Adern schwollen an, das
Fleisch am Körper ballte sich in Klumpen zusammen und am an⸗
dern Morgen war er schon eine Leiche.

fAus dem Kreise Marienwerder, schreibt man dem
„Weichselboten“: Am 10. Juli cr. wurden in Gemauertkrug
rinige Hundert Kinder geimpft. Bald nach der Impfung erkrankten
mehrere am Scharlach, dei einigen Kindern schwollen Arm und Brust
sehr flart an, bei anderen bildeten sich bösartige Geschwüre an dem
zeimpften Arm und in vielen Fällen erfolgte der Tod. Es wurde
in Kozielec eine Kindesle'che secirt, die am linken Arm eine mehr
als ein Zweithalerftück große liefeingefallene Wunde hatte und eine
zweite an der Brust. Diese Sektioa ist bereits die dritte in dem
denannlen Jinpfbezirk. Man vermuthet, daß die Lymphe schlecht
gewesen, und läßt die Behörde die Sache genau untersuchen. Am
8. d. M. machte der Kreisphysikus, Herr Sanitätsrath Köhler aus
Marienwerder, eine Rundreise bei allen Schulen; er hat in sämmt⸗
lichen Ortschaften die zur Anzeige gebrachten Krankheitsfälle konstatirt.

Paris, 13. Aug. Heute sprach das Zuchtpolizeigericht
sein Urtheil in dem Doppe! prozeß, welchen Don Carios gegen die
„Republique Francaise“ und den „Gaulois“ eingeleitet. Diefelben
hatten nach spanischen Blättern über die „Schandthaten“ des spanischen
Prätendenlen berichtet. Der Gerichtshof schloß sich der Ansicht der
Staatsbehörde an und sprach die beiden Blätter frei. Im Ein⸗
gange des betreffenden Urtheils wird gesagt, daß zweifelsohne die
polinschen Personen Anspruch auf Achtung für ihr Privatleben
haben;, aber daß, wenn ein Prätendent sich bemühe, auf andere
»Sedan.
Die Freunde des Sedanfestes, von hier und Schnappbach
werden hiermit zu einer Versammlung im Lokale Oberhauser,
Pontag Abend halb neun Uhr, zur Befprechung und
Beschlußfassung über die dieszährige Feier, freundlichst eingeladen.

Einige Ratrioten.
nenfabrik Zweibrücken
HDramdc, Hauptstraße 82 empfiehlt:
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Stadtrathssitzung,
Montag den 18. August l. Is.
Abends 5 Uhr.
Tagesordnung:

Herstellung der Localitäten

jür das zukünftige Amts⸗

gericht.

Stipendien zum Besuche

der Kreisbaugewerlschule in

Kaiserslautern.

Die Errichtung einer dritten

Schulstelle zu Schnappbach.

Herstellung von Rinnen auf

der Meß.

5. Alignement berreffend.

St. Inobert, 16. Aug. 1879.

Das Bürgermeisteramt:
Custer.

Weinkarken
nuf Carton sind stets vorräthig
n der Buchdruckerei von

J. 4. Demtb.

Weise ols durch den regelmäßigen Gang der Staaiseinrichtung seine?
dandes den Thron zu erobern, er sich außerhalb der gewöhnlichen
Regeln stelle und deßhalb an den Schutz der Gesetze keinen Anspruch
machen könne.

pPLondon, 14. Aug. In vergangener Nacht stieß der
die Temse aufwärts fahrende Hamburger Dampfer „Vesta“ mil
dem abwärts jahrenden Aberdeener Dampfer „City of London“
zusammen. Ersterer wurde slark beschädigt, letzterer sank, seine
Passagiere und Mannschaften wurden von der „Vesta“ gerettet.

Petersburg, 183. Aug. Eine Feuersbrunst ist gestern
in der Stadt Promsino Garodischt aus gebrochen, wobei zwei Drit—
theile der Stadt in Asche gelegt wurden. 4000 Personen find
dadurch abdachlos geworden.
Handels; und Verkehrsnachrichten.

Erhöhung des Walzeisens. Wie der „Schles. Zig.“ von der
Laurahüite mittgetheilt wird, hat die Direklion dieser Hütte die
Walzeisengrundpreise vom 1. August um weitere 25 Pifg. per
100 xXg erhöht.

Erhöhung der Eisenpreise. Folgendes Cirkular von Eisenin⸗
dustriellen ist unterm 5. August von O 8 na berüsd aus versand
worden: „Die unterzeichneten Firmen beehren sich hierdurch, Ihnen
nitzutheilen, daß fie sich bei der gegenwärtigen Lage der Produk—⸗
ionsverhältnisse, welche die Einhaltung der unverhältnißmäßig ge⸗
junkenen Waarenpreise nicht ferner gestatten, und mit Rücksicht aul
die Wirkung des seit Juli wieder eingeführten Roheisenzolles veran
laßt gesehen haben, d'e zur Zeit gellenden Preise ihrer Handelsguß—
waaren sfür die von heute ab eingehenden Aufträge um —A
jür 100 xg zu erhöhen. Aktiengesellschaft für Maschinenbau und
Fisenindustrie zu Varel a. d. Jade. Dirks u. Co. in Leer. Franzen
4. Co. in Leer. H. Hespe in Nord-⸗Brake. Koch u. Franksen in
Oldenburg. Julius Meyer u. Co. in Norden. Meyer u. Co. in
Dldenburg. Oldenburgische Eisenhütten⸗Gesellschaft in Augustfehn.
Primavesie u. Co. Friedrich ⸗Wilhelms- Eisenhütte zu Grabenhorf
hei Höistel.“
Fur die Redaction veraniwortlich: J. X. Deme t.

200
m

Gech—

Bei Hustsen und Heiserkeit, Erkältung, katarrhalischen
Affektionen, Brustreiz, Lungenschwindsucht, Magenschwäche,
einfacher Appelitlosigkeit und Altersscowäche werden die
weliberühmten Brustkaramels Aaria Benno von
Donat um die bekannte überraschende Wirkung der
selben noch zu erböhen, entweder roh gegessen, oder 6 bis
10 Stück in heißer Milch aufgelöst, aber nur lauwarm
getrunken.

General Depot in St. Jugbert bei Herrn
Jean Peters.

— ——— —— *

000000.

αäÇͥÇ
4

Oeffentlicher Dank.

Meine Mutter lag Uber 8 Jahr fast ununterbrochen im Betite an einem
schleichenden und —* verbunden mit Magenkatarrh, Hämorrhoidal⸗
leiden und Windsucht, zu dem fich noch schmerzlicher Rheumatismus einstellte,
mit unsagbaren Schwächen und Schmerzen und alle Arzneien wurden
völlig erfolglos angewendet. Es war trostlos diesem schon oft bei
dem lesesten Temperaturwechsel fast undenkbaren Leiden hoffnungslos zusehen
zu müssen, ohne irgendwelche Linderung verschaffen zu können. Aus völligem
Zufall kamen wir auf den Bernhaͤrdiner Kraäuter⸗Liqueur, von
herrn Wallrad Ottmat Bernhard in Munchen, und wie überraschend war
Fie Wirlkung dieses einfachen Hausmittels.

Das Fieber verlor sich in einigen Tagen vollständig, a
zusehends, Appetit und gesunder ftarkender Schlaf bewirkten
rasche Kraͤftigung, so daß sich die andern Uebelstände nach und
nach von selbst verloren.

Ich habe die feste Ueberzeugung von der wohlthuenden und ficher heil⸗
baren Wirkung dieses Mittels, indem sich meine Mutter ganz wohlauf und
außer Beit befindet und gesund ihren gewohnten Beschaftigungen nachgeht,
troh ihrem hohen Alter. Es bleibt“ uns fiels ein inniges Dankgefühl, daß
wir die Heilung unserer geliebten Mutter, der heilsamen Wirkung Ihres
Magenbitiers, beziehungsweise Ihnen als dessen Fabrikanten verdanken und
empfangen Sie meinen Ind meiner Mutter herzlichsten Dank. Ich kann da⸗
her allen Jenen, die mil diesen oder ähnlichen Leiden behaftet sind, Ihren
Alpenkrauter⸗ Liqueur nicht genug empfehlen.

Mit aller Hochachtung Georg Treffer in Luttach in Tyrol

Nur ächt zu beziehen in St. Ingbert bei Jean Peters.
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
Hiezu „Illustrirtes Sonntagsblatt' Nr 38.
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (23 mal wöhentlichj mie dem Hauptolatte verbundene Uaterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage) erscheint wochentlich vieral: Dienstag, Dounerktag, Sa nstaz und Sonntag. Der Abonnemeutspreis beträgt vierteljahrlich

A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezozen 1A 60 H, einschließlih 40 3 Zustell gebühr. Auzeigen werden mit 10 8, von Auswärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blatischrisit oder deren Raum, Neclamen mit 30 A pro Zeile berechnet.
A IBI.

Dienstag den 19. August

U—

Deutsches Reich.

München, 16. Aug. Der Köaig hat dem von hier ab⸗
verufenen päpstlichen Nantius, Masella, wescher am 20. d. München
herläßt, das Großkreuz des Verdienstordens verliehen.

Berlhin, 16. Aug. Sicherem Vernehmen nach wurde
Fonlreadmiral Baisch, der seit eiwa 14 Tagen seine schsmonatiche
Festungshaft angetreten hat, begnadigt. In unterrichteten Kreisen
»erlautet, daß seine Ernennung zum Director der Admiralität be⸗
vorstehe.

Wie wir erfahren, ist dem früheren Finanzminister Hobrecht
zon einigen Wohlkreisen seiner heimathlichen Probinz Preußen ein
Mandat für das Abgeordnetenhaus angeboten woden. Es ist ge⸗
zründete Aussicht vorhanden, daß Herr Hobrecht sich zur Annahine
einer Kandidatur verstehen wird.

In h'esigen Hofkreisen wil man wissen, daß auch der Czar
ich binnen kurzer Zit zum Besuche nach Schloß Heiligenberg bei
Zugenheim begeben werde. Es wird hier nicht für uͤnwahrscheinlich
zehalten, daß Kaiser Wilhelm — man nimmt an, auf der Tout
uu den Mandvern nah Elsaß-Lothringen — dem russischen Kaiser⸗
»aare dort einen Besuch abstatten wird.

Ausland.

London, 16. Auz. Das Thatsächliche an der Mittheilung
der „Times“, die Geneigtheit Deutschlands zur Einführung der
Doppelwährung betreffend, reducirt sich auf Folgendes; Die Re—
zierung der Vereinigten Staaten fragte in Berlin an, ob De utsch⸗
and einen Silbercongreß zu beschicken bereit sei und erhielt hierauf
ufagende Antwort.

Rom, 15. Aug. Wiederum wurden mehrere Deutsche aus
Flalien ausgewiesen. Fanfulla sagt, es seien Sozialisten, und ver˖
ichert, die deutsche Boilchafi habe die Maßtregel lobend gebilligt.

Rom, 17. Aug. Der , Courrier d'Italie“ meldet unler
Vorbehalt, es sei wahrscheinlich, daß Cairoli und Bismarck in einer
deutschen Stadt im Laufe des Sommers zusammentreffen werden.
Das Blatt berichtet ferner, daß über den Zusammentritt einer ston⸗

erenz duischer, oͤsterreichischer und italiegischer D plomaten in der
zayptischen Frage Verhandlungen schweben. Die Riforma meldet,
England befestige mit Zustimmung des Sultans Tanger in Marolko
vegen eines von Spanien geschürten Auflehnungsversuhs des Prinzen
hassan. — Der Vesuv war seit dem großen Ausbruch von 1872
niemals so stark in Allion wie gestetn. — Jtalien derlangt von
Lhili 19 Millionen Franken als Entschädigung für die dort
vährend des Krieges benactteiliaten Italiener.

mente und Musikalien mit großem Fleiße obliegen, um die
technischen Schwierizkeiten des Spieles zu überwinden. Von
diesen drei Faltoren darf zu einer erträglichen Leistung kein ein⸗
jeluer fehlen, und in Anbetracht der Schwierigkeiten des Zustande—⸗
kommens darf daher die gestrige Leistung e'ne vorzügliche genannt
werden. Die Auswahl der Stüde war reichbaltig und wohlge⸗
noffen; Getragenes wechselte mit schönen Märschen und Tänzen
ab. Der Vortrag war paäcis, die Intonation durchweg rein, der
Anjchlag frisch, so daß in den raschen Taktarten das Orgelähnliche
der Ocarinamusik gänzlich verschwunden war. Ju einigen dieser
Stüche, namentlich einem Marsche, glaubten wir sogar Etwas Hasi
zu gewahren, was dem Eifer und der Neuheit des Austretens wohl
ugeschrieben werden darf. Die meisten Stücke aber waren tadel⸗
os, fess.lten das Ohr und steigerten den Frohmuth der Zuhzrer.
Voczüglich tönten die Ouverturen, Blumenlese“ von G. Sonntag
und der „Patiser Weltausstellungswalzer“ von Faust; eine eigen-
hümlich liebliche Musik lieserten die Schalmeientöne des Harmoni⸗
ror mit einer Ocatinafextett⸗Begleitung. — — — —

Zwischen d'ie zahlreichen Ocarina⸗Piecen wurden ein Klavier⸗
Bortrag und vier Vokalstücke eingelegt. Die treffliche Durchführ⸗
ung dieses Theiles ist der Mitwirkung des Tenoristen Herrn
de hmann aus Kasserslautern zu verdanken, der an diesem Äbend
Borzügliches leistete und welchet mit Herrn Seiter in der Wie⸗
dergabe des Duettes aus „Belisat“ manche Bühnenanfführung über—
raf. — Das ganze Concert ist ein sehr Schönes zu nennen und
als Wahrzeichen dieses Ausspruches führen wir an, daß die nahezu
dreistündige Dauet keinerlei Etmüdung im Saale hervorrief. Möge
die Ocarinagesellschaft auf dem beiretenen Wege fortfahren und
uns dald wieder eine so schöne Unterhaltung bieten: Dees ist der
Wunsch, den wir von vielen Zuhörern vernommen haben.

*St. Ingbert, 19. Aug. Bei der gestern Abend statt⸗
ehablen Versammlung wegen Abhaltung des Sedansfestes
vurde nah Wahl eines Comte's das Programm dahin festgestellt,
»as Sedanfest wie alljährlich am 2. September durch Beflaggung
der Häufser event. Bollerschießen und Abends durch eine Reunion im
Iberhauser'schen Saale zu feiern.

St. Ingbert, 19. Aug. Eine festliche Reunion wird
norgen die Bürgerschaft unserer Stadt zur Feier des 25jährigen
Priesterjubilaums des Herrn Stadtpsarrers J. D. Den⸗
Jel dahier in din Grewenig'schen Localitäten vereinigen, bei wel⸗
her Gelegenheit dem Jubilar seitens der hiesigen kathol. Einwohner⸗
chaft ein prachwoller silberaet Polal mit reicher Goldverzierunßz
iberreicht werden wird.

F Die Schülerzahl der humanistischen Anstalten der Pfalz
im Schluß des Schuljahres 1878/79 ist folgende: a. Gymnasien:
1) Speyer 466; 2) Landau 354; 3) Zweibrücken 285; 4) Rai⸗
erslautern 256. b. Loteinschulen: 1) Giünstadt 161; 2) Frau⸗
enthal 132; 3) N.ustadt 129; 4) Pumajsens 115; 5) Eden⸗
oben 107; 6) St. Ingbert 104; 7) Ludwigshafen 101; 8)
Dürkheim 100; 9) Germersheim 95; 10) Winnweiler 93; 11)
zetgjabern 89; 12) Landstuhl 80; 13) Kirchheimbolanden 66;
.4) Annweiler 53; 15) Kusel 51; 16) Hombutg 46; 17) Blies-
astel 45; 18) Deidesheim 28.

F Vor eiwa 2 Monaten wurde in der Nihe von Wesel-
derg eine alte Frau von einem Strolch angefallen und beraubt.
Wie der „P. A.“ mittheilt, begegnete die Frau ihrem Augreifer
rürzlich auf dem Landstuhler Naikt und erkannte denselben mit
aller Bestimmtheit, worauf dessen Verhaftung erfolgle.

g. Kaiserslauteren, 15. August. Mit der Ausgabe
der Loose zu der mit der landwirthschaftichen Ausstellung ver—
»undenen Verloosung wurde heute begonnen. Der Preis eines
Looses bettägt IM.; 70 Procent des Erlösez werden zum An—
kauf von Gewinnsten verwendet.

Auf 100 Loose treffen 5 Gewinnste. Der Werth des höch-
ten Gewinnes soll mindestens Mk. 500, der des niedtigsten Mk. 2
hettagen. Beim Ankaufe der Gewinnste wird auf möglichst allge⸗
neine Brauchbarkeit und solide Herstellung gesehen und sollen alle
Zweize der Haus⸗ und Landwüurthschaft BVerüchsichtigung finden.

Bermischtes.

s St. Jugbert, 18. August. Das längst erwartete
Dearina⸗Concert, das zweite das die hi sige Dileitanten⸗
—ILLL anderthalbjährigen Bestehen dahier gibt, hat
zestern Abend vor einer zahlreichen Zuhsrerschaft Stott gefunden,
und wird allerseits als wozigelungen, als schön bezeichnet. In
er That entjprachen die Leistungen den geheglen Erwartungen —
ind überttafen fie noch. Wer sich nämlich des vorigjährigen Cou⸗
ertes hier und in Schnappbach erinnert und die damaligen Pro⸗
dultionen mit den heurigen vergleicht, dem mötchte es fast ein
säthsel sein, wie einer aufänglich so unjcheindaren und wirllich sehr
anvolllommenen tönernen Pfeife eine fast orchestermaͤßig harmonisicte,
eine Musit entlockt werden kann. Auf Befragen wurden uns drei
Schlüssel zu diesem Räthsel angegeben: Einerseits hat Ht. Seiter
einem Titel Reichsbosseler“ wieder alle Ehre gemacht, indem er
ucch vieles Nachdenken und immer neue Versuche es dahin brachte,
ie ursp ünglich sast durchwegs unreine Stimmung der Instrumente
un berichtigen und so das erforderliche Assortiment vollständig zu
zarmonisiren — eine Auigabe, die nur von einem geschickten Me⸗
haniker, der zugleich Peusiker ist, gelöst werden kann. Undrerseits
auße ein Dircdior wie Herr napellmeister So nntag da sein,
delcher die Geduld hatte, die einzelnen Lagen der 12218 Instru⸗
nenie zu beobachten und alsdann möglichs günstig bei der Com⸗
vsition und Harmonisirung zu verwerhen Außerdem mußten
adlich die andern 11 Mitgueder dem Sludium ihrer Insicu—

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        St. Ingberler Anzeiger.
der St. Jugberter Auzeiger und das (Wmal wö hentlich? mie dem Hauptolatte verbundene Unterh altungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint woͤchentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Sanstag und Sountag. Der Abonnementspreis beträgt vierteliährlich

A 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 A 60 , einschließlich 40 Zustell zebühr. Auzeigen werden mit 10 , von Auswäris
mit 13 — für die viergespaltene Zeile Blatischriit odetr deren Raum, NReclamen mit 30 — vro Zeile berechnet.
—— I32 Donnerstag den 21. August 1879.

Deutsches Reich.

München, 18. Aug. Der bisherige päpstliche Nuntius,
Msg. Masella, hat heute Vormittag unjere Stadt verlassen; er
»egibt sich zunächst nach Rumm.

Muüuchen, 19. Aug. Die weue Gerichtsor-anisat'on wirft
ztereits ihre Schatten vor sich her in Form zahlreicher Pensionirungen
»on Justizbeamten, welche bei der numn Orduung der Dinge nicht
neht mitthun föünen. So wurden neuerlich füaf Appellations⸗
zerichlscäthe, ein Bezirksgerichtsdirector, drei Bezirksgerichtsräthe
ind fünf Landrichter (alle in den rechtsrheinischen Kreisen des
dö nigreichs) wegen „Krankheit“ in den dauernden Rubestand ver⸗
tzt. Bei der besherigen Ocdnung der Dinge würden diese wohl
zrößtentheils noch einige Zeit mitgethan haben; aber mi der
Aenderung dier Gerichtsorganisation blieb am Ende keine andere
Wabhl als daurch Pensionirung ihrer angegriffenen Gesundheit Rech—
nung zu tragen. — Die diesjährigen Absolutorialpcüfungen an den
amanistischen Gymnasien des Königreichs haben im Allgemeinen
ehr günstige Resultate ergeben.

Wenn nicht alle Anzeichen trügen, so hat die deutsch-russische
Freundschaft vorläufig ihren Höhepunlt überschritten und nur das
nnige persönliche Band zwischen den Hertschern beider Reiche ist
8, welches die gegenseitige Abaeigung der ruisischen und deutschen
eiteuden Staatsmänner nicht schroffer zu Tage treten läßt. Die
nspirirte russische Presse ergeht sich andauernd in Angriffen gegen
die deutsche Poltik und liebäugelt nach einem Bünduisse mit Frank⸗
reich, waͤhrend diejenigen Organe, denen man nicht mit Unrecht eine
jewisse Beziehang zu unserm deutjchen Auswärtigen Amte nachsagt,
ine solche Sprache gegen die russische Volitil führen, wie man sie
zisher nicht gewohnt war.

Münsster, 14. Aug. Die giestern hier statigehabte Versamm ˖
ung des Klerus der beiden Diöcesen Münster und Paderborn war
»on mehr als 500 Geistlichn besucht; aus dem Verlauf der Ver⸗
sandlungen ist Folgendes zu entnehmeu: Die Versammlung erklärte,
)em Minister v. Putikamer ihr Vertrauen entgegenbringen zu wollen
uind bes hloß deshalb, ihm eine Deunklschrift zu üderreichen, in welcher
)e „Nothlage auf dem Gebiete der Schule“ dargelegt und Adhelfe
rbeten würde. Im weiteren Verlaufe der Verhandlungen wurde
benso eiustimmig beschlossen, eine Petiton an deide Häuser des neu
u wählenden Landtags um Aufhebung der Maigesetze zu richten.
Die Versammlung billigte das Verhalten des Centrums im Reichs⸗
age rückhalnos; die Schutz ölle seien norhwendig für die Existenz
der heimischen Industrie und Landwirthschaft gewesen. Die Finanz⸗
ölle hätten als neue Einnahmsquelle nicht bermieden werden können,
veil die „vom Liberalismus begünstigten“ Ausgaben im Reichs⸗
ind Staa'shaushalt Deckung verlangten; Ersparnisse müsse und
verde das Centrum nunmehr anstreben. Als eigentliche Parole
ther wurde jür die Neuwahlen ausgegeben: Aufhebung der Maigesetze.

Aussand.

Die Noihlage der englischen Landwirthschaft hat die cana⸗
ische Regierung veranlaßt, neuerdings Schritte zur Foörderung der
luswanderung von England nach Canada einzuleiten. Pachter und
andliche Arbtiter sind gerade die Classe von Auswanderern, deren
man in Canada vor Allem bedarf und begehrt. Der canadische
Minister der Landwirihschaft hat einen Vertreter in L verpool er⸗
aanunt, welcher ermächtigt worden ist, Abgesandten engl scher Pächter
ine freie Reise nach der Colonie mit Empiehlungen an die dortigen
Dehörden zu gewähren. Sobald sich eine Anzahl Pächter zu⸗
ammenfinden, von denen anzunehmen ist, daß sie, sofern ihnen die
Lerhältuisse zusagen, mit einigermaßen austeichenden Piitteln zur
Ansiedlung, in Cauada auswandern werden, soll der Verueter der
ortigen Regierung ihnen gestatten, auf je fünfundzwanzig Aus-
vanderungslustige einen Adgesandten auf Kosten seiner Reg'erung
ach Canada abzusenden, um sich dort Land und Leute in den
Jegenden, welche ihnen passend ecscheinen, anzusehen. Enischließen
ich die Uebrigen zur Auswanderung, so deabsiqtigt die canadische
degierung, sich ihnen gegenüber nach Möglichkeit entgegenkonunend
u zeigen.

uus Philadelphi« vom 1858. d. erhält die „Times“

»in Telegramm, welches gegenüber den mehrfach erwähnten Silber⸗
depeschen einen Rückzug darzustellen scheint und folgendermaßen
autet: Die Vereinigten Staaten regen auf dem diplomatischen Wege
vie durh besonders beauftrazte Vermittler den Zusammentritt eines
„weiten Koneresss an, der die Silberfraze in Betracht ziehen und
vomözlich für d'e Doppelwährung sich eutscheiden soll. Ste möchte
en Kongriß nicht seldst zusammenrufen, sondern einer europäischen
Macht diesen Schr'tt überlassen. Wahrend Deutschland Neigung
leint, eine neue Erörterung des Gegenstardeg günstig auf:unehmen,
st es doch roch nickt abzusehen, ob irgend enne europäische Re—
jierung gewillt ist, einen zweiren Kongreß einzuberufen, obwohl die
imerikanische D plomatie eifrig darauf hinarheitet.

Vermischtes.

f Die Direktion der französischen Oslbahn hat wieder einen
Frtrazug von Nancy nach Paris angekündigt, was
ür Vergnüßungs- und Beschäfts-Reisenden von Interesse sein
»ürfte. Der belreffende Extrazug verläßt Nanchy Samstag, 30. Aug.,
Abends 11 Uhr und trifft am nächsten Vormittag 10 Uhr 10 Min.
n Patis ein. Nach fünftäzigem Uufenthal:e in der Seinestadt
rfolgt die Rückceise nach Nauch am 4. September 10 Uhr 10 Min.
Abends. Der Preis für Hin⸗ und Rücfahrt beträgt, wie gewöhn⸗
ich, in zweiter Cloasse 20 Frs., in dritter Classe 13 Frs.

fFKaiserslautern, 17. Aug. Die Entlassungs⸗ und
Aufnahmsprüfungen an dem kzgl. prorcstantisch u Schullehrerseminar
der Palz sind gestern zu Ende gegangen und haben folgendes Re—
ultat ergeben: Sämmelsche 30 Schüler des obern Curses dürfen
n die Proxis übertreten; von den 52 Zözlingen des untern Cur⸗
es haben 14 die Eclaubniß zum Vorrücken nicht erhalten; von 77
Präpatranden, welche sich der Aufnahmsprüfurg in das Seminar
interzogen, wurden 66 als zum Uebertrilt befähigt erklärt, so daß
er untere Seminarcurs im nächsten Jahre 78 Schüier stark sein
vird. Eine Zahl, wie sie unsers Wissens noch niemals dagewesen
st und wmodurch dem Lehrermangel bald abgeholfen sein wird.

Kaiserslautern, 19. Auzg. Wi wir vernehmen,
»Ul die Steuer, welche die hiesigen Brauer in Folge dis Malzauf⸗
hlages im letzten Jahte gezahtt haben, sich auf etwa 150,000
Nark belausen. Jn erslter Linie steht die Actienbrauerei mit
39,000 Mark.

f. Kaiserslautern, 19. Aug. Welche Anerkennung
zie der landwirthschaftlichen Ausstellung zu Grunde liegende Idee,
Rieselbe zu einer instructiy wirkenden zu gestalten, auch auswärts
indet, bewe st die Thatsache, daß die Fiima Mayer K Comp. in
dalk bei Köoln a. Rh. dem Ausstellungscomite eine Unkrautsamen⸗
Juslescmaschine, für Gerste passend und zu 380 Vre. gewerthet,
zratis für den Zweck der Verloosung überlassen hat. — Solche
roulante Unterstützung des gemeinnüzigen Unternehmens bverdient
in den weitesten Kreisen bekunnt zu werden.

f Nach dem Geschäftsbericht des Vorschußvereins Kaifer s⸗
'autern beträgt der Reingewinn iri ersten Semester des laufen⸗
)en Jahres M. 7396.853. Die Mitgl'ederzahl ist um 2 gestiegen
und beträgt 469.

fSi. Wendel, 17. Aug. Allgemeines Mitgefühl errgt
dietr das Schicksal eines Gymnastasten, welcher, vor einigen Tagen
don einem Jusect in die Oberlippe gestochen, gestern notz aller
izztlichen Bemühungen au Blutvergistung verstorben iff. Die tele—
raphisch aus Elvecsberg bei Neuntirchen herbeigerufenen Eltern
rafen den hoffaungsvollen Sohn als Leiche an.

f Triet, 18. Aug. Füe die 31. Versammlung deuischer
Philologen und Schulmanner (24. —27. Sept.) dahier, hat der
Reichskanzler für die Reichs Eisenbahnen und der preuß. Haudels⸗
ninister für die preuß. Stgaisdahnen freie Rückasrt der Theil⸗
ehmer gewährt. Da auch von Seite der bayerischen Staatsbahnen,
zer Rheinischen, der Hessishen Ludwigs- und der Pjälzischen Eisen—
zahnen den Theilnehmern an jener Verfammlung Vergüustigungen
ugestanden sind, so ist der Besuh der alten Trediris so viel als
nöglich erlejchtett. Nach den disherigen Anmeldungen werden Ge⸗
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        2. 22 —
2883875535553365833377 328 38977
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5 — 52323328285 A 23578 33,382. —7 353353
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233323835 533—5 z553252232 *23222 232322
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233533*7 A 298 i —3 237 22533223* 38265582
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2* 32 — 53 32333535853 3 12 53 — 58 —
* — —— —zAXX — 5 * 225337*3
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3155—595333 352— 335333* 8388 —z533*535
723 —3835—383838 55333572723 35 —————
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3 —— 5 253855—338 53223 3757
2*3 — 7 55 —8 252 2533 335
8 783 633 15z828233 533827353588 5322 333
* 93833 * 25 —3 252333 — 23 5
A 28 5 23 7 5323* — *25* * * 532 — 2
2 34557 2 2 * * 2 * 2253222 —A — 368* S
* JF s 3 225558 —— —2 5— 58 55
38283 25 52235 2 —A 226.3. * 73. 2
5*23135533853* 253385 5353 233 232723 35*3 233
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2 17338 2323 *8 23 — 3. 7237 2 352
2 5352. — 8868 32321283 38272533328* 2«
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich, mie dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich piermalz; Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

AA 40 — einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 146 60 H, einschließlich 40 4 Zustell zebuhr. Anzeigen werden mit 10 S, von Auswäris
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
A 133. Samstag den 28. August

1879

—

Deutsches Reich.

Mänchen, 20. Aug. Fürst Bismard tkraf heute früh 8
Ahr von Kissingen ein und reiste halb 10 Uhr nach Gastein weiter.
— Der neuernannte Nuntius, Migr. Roncetti ist aus Rom hier
ingetroffen.

In dem „Gesetz- und Verordnungsblatt“ wird eine in Rück
icht auf das Reichsgesetz vom 23. Juli d. J., betr. die Abänder⸗
ung einiger Bestimmungen der Gewerbe-Ordnung, erlassene kgl.
Berordnung veröffentlicht, welche folgendes bestimmt: „S 1. An
Stelle des 5 10 Unserer Verordnung vom 4. Dezember 1872, den
Vollzug der Gewerbe⸗Ordnung betreffend, treten folgende Bestimm⸗
ungen: Die Erlaubniß zum Betriebe einer Gastwirthschaft, Schank⸗
wirthschaft und dis Kleinhandels mit Branntwein oder Spiritus
Z 33 der Gewerbe⸗Ordnung) wird von den Distriktsverwaltungs⸗
dehörden, in München von dem Magistrat, ertheilt. Hierbei be⸗
timmen Wir, daß a. die Erlaubniß zum Ausschenken von Brannt⸗
vein oder Lqueur, sowie zum Kleinhandel mit diesen Getränken all⸗
zemein, b. die Erlaubniß zum Betriebe der Gastwirthschaft und
sum Ausschänken von Wein, Bier oder anderen nicht unter a fal⸗
enden geistigen Getiänken in Ortschaften mit weniger als 15,000
Finwohnern, sowie in Ortschaften mit einer größeren Einwohnerzahl,
sür welche dies durch Ortestatut (ß 142 der Gewerbeordnung) fest⸗
gesetzt wird, nur dann ertheilt werden darf, wenn ein Bedürfniß
zjiefür vorhanden und nachgewiefen ist. Als Kleinhandel in diesem
Sinn ist der Verkauf in Quantitäten unter zwei Liter anzusehen,
ofern derselbe nicht in versiegelten Flaschen von mindeslens einem
alben Liter erfolgt. F 2. Die Erlaubniß zum Betriebe des Geschäfts
mes Pfandleihers ( 5 34 neu der Gewerbe-Ordnung) wird von den
Distrikteberwaltungsbebörden, in München von der Polizeidirektion
ertheilt. Dieselben Behörden entscheiden auch Uuber die Zurücknahme
ner Erlaubniß gemäß 8 54 der Gewerbeordnung. In Ortschaften,
ür welche dies durch Ortsstatut (4 142 der Gewerbeordnung) fest⸗
zesetzt wird, darf die Erlaubniß zu diesem Geschästsdetriebe nur
vann ertheilt werden, wenn ein Bedürfniß hiefür vorhanden und
jachgewiesen ist. 8 383 der Gewerbeordnung war auf die Pfalz
»ermöge nachstehender Bestimmung des Einführungsgesetzes vom
12. Juni 1872 bisher nicht anwendbar: „Insoweit bisher in
Bayern der Betrieb der Gast⸗ und Schankwirthschaft oder des
dleinhandels mit geistigen Getränken, dann der Ausschank der
igenen Erzeugnisse an Getränken ohne polizeiliche Erlaubniß statt⸗
zaft war, bedarf es einer solchen auch in der Folge nicht.“ Die
»dige Verordnung hat jedoch auch Anwendbarkeit auf die Pfalz.

Berlin, 19. Aug. Dem Reichstagspräsidenten v. Seyde⸗
pitz wurde gestern das Patent seiner Ernennung zum Ober präsi⸗
zenten von Schlesien zugestellt.

Berlhin, 20. Aug. Die „Provinzial-Correspond.“ hält in
inem „Die Parteistellung bei den Wahlen“ überschriebenen Artilkel
jegentider mehrseitigem Widerspruch fest daran, daß die Losung bei
den Wahlen keine andere sein könne, als nationale Arbeit und
Selbstftändigkeit oder Abbängigkeit des nationalen Wohlstandes von
)»en Leistungen der fremden Industrien. Die Cortrespondenz ertlärt
id gegen de Behauptung, daß die Mittelstellung des Zolltarifs,
uso der Schut der nationalen Arbeit, nicht zu den Aufgaben des
dandtags gehöre. Die Regierung müsse die Männer, don denen
ie Unterstützang im Landtage erwarten dürse, vor Allem daran
nit Sicherheit erlennen, wie dieselden sich zu der wichtigen Ent⸗
cheidung der Reichspolitik stellen, wofür die Staatsregierung mit
iller Energie einzustehen die Pflicht und den Willen habe.

Die „Prob.⸗Korr.“ bekämpft ferner die von liberalen Blätiern her⸗
»orgerufene Furcht vor dem ungreifbaren Schr ckbilde, das man
deaktion heiß“. Die Regierung müsse erwarten, daß diejenigen
Wahler, welche entschlossen seien, die Regierung zu unterstützen, von
»en Wahlbewerbern das Erkennungszeichen fordern, woran zur Zeit
Freunde und Gegner der Regierung am sichersten zu unterscheiden
7 —AL
Arhent.

Der Zeitungskrieg russischer Journale gegen Deutschland daueri
jort und der Aruikel der Nerdd Auj Hiq.“, in welchem das

9
russenfreundliche Verhalten des Fürsten Bismarck auf dem Berliner
Fongreß nachgewiesen wurde, findet in der russischen „Petersburger
Zeitung“ einen übeln Widerhall. Das russische Blatt ereifert sich
über die deutsche Niedertracht, die Alles thut, um dem unschuldigen
stußland in jeder erdenklichen Weise zu schaden und die nicht ruhen
vird, bis die baltischen Provinzen von Rußland abgerissen und dem
jermaunischen Reiche einverlebt sein werden. Großen Erfolg werden
iun diese Hetzereien zwar unmittelbar nicht haben können, aber sie
verden doch immerhin eine Mißstimmung zwischen Deutschland und
stußland vorbereiten helfen und den Weg zu einer politischen Gegner⸗
haft baynen.
Ausland.

Paris, 20. Aug. Die jezt erfolgte Bekannimachung von
desseps bestätigt, daß die zur Durchstechung der Landenge von Pa⸗
nama gebildete internationale Kanal-Gesellschaft bereit sei, den ein⸗
jezahlten Betrag der gezeichneten Allien zurückzuzahlen. Lesseps er⸗
lärt darin, daß er des schließlichen Erfolges des Unternehmens
jewiß sei und nach Amerika gehen werde, um die Frage der Aus-
ührung des Unkernehmens zu lösen.

Dem „Berl. Tagbl.“ wird aus Petersburg unterm 18.
d. telegraphirt: Auf Grund einer Benachrichtigung, daß die Nieder—
age einer Kleinhandlung auf der Wyborger Seite des Besborodko⸗
Zruospelt bedeutende Pulvervorräthe aufbewahrte, beschlagnahmte die
Zolizei am Samstag Nacht einen dort gerade ankommenden Trans⸗
vort von mehreren Wagen. Auf denselben waren außer drei Kisten
nit Pulver auch andere Sprengstoffe sowie gefüllte Granaten. In
er Niederlage wurden 200 Kilo Pulver und andere Sprengstoffe
orgefunden. Der Ladenbesitzer, welcher das alte Geschäft vor Jahres⸗
rist gekauft, wurde verhafiet und das Geschäft versiegelt.
Rermischtes.
. St. Ingbert, 21. Aug. Da hier noch vielfach über
die Vortheile, welche der ersolgreiche Besuch einer vollständigen La⸗
einschule gewährt, Unkenntniß besteht, so werden im Nachstehenden
zie hauptsächlichsten Rechle bezeichnet, welche die Absolventen einer
iollständigen Lateinschule gen'eßen.

1. Schüler, welche eine fünfklassige Lakeinschule mit vier Ordi⸗
narien besucht haben, sind zum Uebertritt in die J. Gymnasialklasse
ines humanistischen Gymnasiums ohne Prüfung berechtigt, wenn sie
das Zeugniß der Reise erhallten haben.

2. Nur solche Schüler, welche die dritte Classe der Latein⸗
chule besucht und die Berechtigung zum Vorrücken in die vierte
ꝛrhalten haben, sind zum Eintritt in den J. Kuts des Realgym⸗
nasiums ohne vorhergehende Prüfung berechtigt.

3. Die Verechtigung zum einjährigen Freiwilligendienst ge⸗
vährt der erfolgreiche Besuch der J. Gymnasialklasse eines huma⸗
nistischen oder des III. Kurses eines Realgymnasiums.

4. Da nach Bekanntmachung des Reichskanzlers vom
35. März 1875 nur derjenige als Apothelerlehrling angenommen
verden kann, welcher sich an einer Anstalt, an welcher Latein obli—
atorischer Lehrgegenstand ist, das Zeugniß der Reife für den ein⸗
ährigen Freiw'll gendienst erworben hat, so ist der Besuch der La⸗
einschule für alle Diejenigen geboten, welche sich dem Berufe eines
Apothekers widmen wollen.

5. Für Diejnigen, welche sich dem Post-, Eisenbahn⸗ oder
elbstsiändigen Telegraphendienst zu widmen gedenken, ist von Wich⸗
iigleit, daß der erfolgreiche Besuch einer vollständigen Lateinschule
sur Aufnahme als Adsprant ohne Prüfung berechtigt.

6. Nach allerhöchster Verordnung vom 29. Sepliember 1869
zefähigt der Besuch einer vollstäud gen Latelnschule zum Eintritt in
zin Schullehrerseminar mit der Bedingung des Bestehens einer Auf⸗
nahmsprüfung und des Nachweises über genossenen Privatunterricht
in det Musil.

7. Der erfolgreiche Besuch der Lateinschule, verbunden mit dem
Absolutorium der Reatschule erwirbt die Zulossung zur theoreilischen
Heometerptüfung.

8. Laut Justizministerialhlait vom 13. Juli 1871 haben di—
        <pb n="460" />
        Candidalen des Gerichtsvollzieherdienstes den Nachweis des mit Er⸗
folg gepflogenen Besuches einer vollständigen Lateinschule zu liefetn.

9. Nach allerhöchster Berordnung vom 26. Mai 1869 ist die
Aufnahme von Forstschutzdienst-⸗Adspiranten unter anderem auch be⸗
dingt durch den Besuch der 5 Lateinklassen mit der Befähigunge—
note zum Uebertriit in die nächsthöhere Unterrichtsanstalt.

10. Rach den vom k. Kriegs-Ministerium am 28. Mai 1875
erlassenen Besiimmungen über die Aufnahme von Zözlingen in das
t. bayr. Cadetten⸗Corps loönnen nach g 4 und 10 nur Diejenigen
zur Prüfung in die J., II. oder III. Klasse dieser Anstalt zugelassen
werden, welche die drei refp. auch vier oder fünf Klassen einer
Loteinschule besucht und die Etlaubnißz zum Vorrücken in die nächst
höhere Classe erhalten haben.

p Qusel', 20. Aug. Der Student aus Würzburg, dessen
Velociped⸗Wettfahrt mit der Eisenbahn in vielen Blättern erwähnt
wurde, befindei sich seit einigen Tagen hier zum Besuch in einem
ihm befreundeten Hause und erfteut die hiesige Einwohnerschaft
nuͤcht selten durch seine Gewandtheit. Das sehenswerihe Veloc ped
interessirt besonders auch das Bahnpersonal, vor Allem die Loko—
motivführer. Das große Rad des Veloc peds hat eine Hoͤhe von
1,35 w, d. i. genau die Höhe der Raͤder einer Personenzug
maschine.

F In Breitenbach wurde der Feldschütze Goͤliel in der
Nacht vom 16. auf den 17. Aug. mit einem Kübel kochenden
Wafsers übergossen, als er schlafend im Bette lag. Göltel war
Abends, wie es heißt in angeheitertem Zustande, von Waldmohr,
wo er in der Polizeigerichtssitzung zu erscheinen gehabt hatte, zurüͤck⸗
gekehtt. Er ist durch Brandwunden derart verletzt, daß an seinem
Auftommen gezweifelt wird. Im Verdacht der Tyäterschaft steht
die Frau des Verletzien, die jedoch leugnet. Göttel ist Vater von
sechs Kindern. (Goͤttel ist an diesen Brandwunden gestorben).

pKirchhheimbolanden, 20. Aug. In der Nitters⸗
pach'schen Fabrik ereignete sich gestern Nachmuttag ein schrecklicher
Unglücksfall. Der fünfzehnjährige Sohn des Tünchers Peter Unfrich!
in der Breilstraße, welcher in der genannten Fabritk beschäftigt war,
wurde von dem Treibriemen der Transmission erfaßt und mezrere
Dale herumgeschleude t. Et erlitt an beiden Armen schwere Brüche,
die beiden Oderschenkel sind gebrochen, außerdem scheint ert bedenkliche
innere Verletzungen davongeiragen zu haben.

J. Fahferstaufern, 20. Aug. Zur Beweilstelligung
einer sachgemäßen, instructiv wirkenden Aufstellung und Anordnung
der zur landwirthschafilichen Ausstellung zu bringenden Gegenstände
wird das Komite allen jenen, welche ihre Anmeldung rechtzeitig
einsenden, für jede angemeldete Gruppe ein Specialformular zur
Ausfüllung zustellen. Für einzelne Gruppen ist dies bereits geschehen.

Saarbrücken, 18. Aug. Der erste Deuische, welcher
1870' in französische Kriegsgefangenschaft gerieth und darin vom
19. Zuli bis 7. August jenes Jahres bleiben mußte, Herr Kauf
mann F. H. Müller von hiert, wurde gestern zut Erde bestattet.
Mit seiner Gefangenschaft hatte es folgende Bewandtniß. Müller
hatte eine Tochter, welche sich zur Zeit, als der deulsch franzöfische
Krieg ausbrach, in einem Pensionate zu Nancy befand. Sie hatte
ihm heschrieben, daß sie am 19. Juli hier eintreffen würde. Da
aber 'am vorhergeheyden Tage die Züge von Forbach nicht mehr
hier tiagelaufen waren, so begab sich Müller am 19. Juli früh
Morgens von hier nach Forbach, um dort seine Tochter zu erwer⸗
len.“ Der erste Zug von Meß brachte aber nur frauzösisches Mi—
litär und keine Passagiere, und als die Soldaten den neugierig
und vergeblich nach seiner Tochter schauenden Mann sahen, glaubien
sie, er ser ein deurscher Spion und schlippten ihn zur Kirche, welche
als Artestlocal diente. Nur mit Mühe lonnte er durch die ihn
ezrortirenden Soldaten vor Insulten des Pöobels gerettet werden.
Als er späler auf seinen Wunsch vor den General Frossard geführt

wurde, koente dieser sich nicht entschließen, ihn frei zu lasseu, er
gestattete ihm aber, sich in Forbach ein Logis zu suchen, frei herum
zu gehen und sich täglich drei Mal beim Polizeicomm'ssar zu mel⸗
Fen? Als er am Morgen des 6. August fich abermals beim Poli⸗
zeicommissar melden wollte, derunc tte ihn der über die Straße
hummelnde Pödel als Spion und die Soldaten richteten schon ihre
Chass pois auf ihn. Rechtzeitig bemerkte dies der Commissair und
rief den Soldaten zu: „Dieser Mann steht unter dent Befehl des
Fommandanten.“ Darauf schulterten sie ihre Gewoehre und der
Commissair, der ihn kannte und für unverdächtig hielt, rieth ihm,
fich in die Wohnung des Bürgermeisters zu begeben, weil er ihn
nicht mehr schützen könne. Hier wohnte Frossard und er wurde
qut aufgenommen. Am 7. August früh gegen 4 Uhr rückten preu⸗
hische Cadallerie:Regimenter tin und als die ersten preuß schen Sol ˖
daten sich sehen ließen, lief er ihnen freud'g entgegen, sie als seine
Reller aus Todesgefahr degrüßend. Am 7. Morgens 11 Uhyr kam
er wohlbehalten nach 18giger Gefangenschaft bei den Seinen
wieder an. Die ausgestandene Angst hatte seine Nerven derart
angegriffen, daß er bis zu seinem Tode an den Folgen seiner
Befangenschaft zu leiden hatte.

2reurnach, 18. ANuaust. Aus Vatris erhielt ein hie—

iger, in der Neustadtstraße wohnender Kaufmann einen Brief mit
pigender Aufschrift: „Monsieur Pp- -. KR..40 nögt,
S3chritt fahren, à Kreurnach.“ — Wer werß, daß in der Nähe
der Brucke eine Warnuengstafel für Fuhrwerke „Schritt fahren“
angebracht ist, wird leicht den Schlüssel zu jener Briefadresse
find en. J

Frankfurt, 20. Aug. Vorige Woche wurde ein
Hursche von den Geschworenen von der Anklage des schweren Dieb—
tahis freigesprochen. Derselbe benutzte die erlangte Freiheit dazu,
in demselben Hause, wo ihm der fruüͤhere Diebstahl zur Last geleg
wurde, einzubrechen und zu stehlen.

Karlsruhe, 20. Aug. W'ie die „B. L.3.“ hoͤrt,
st das Hotel Grosse hier an den langiährigen Geschäftsfkührer des
rothen Huuses“ in Straßburg, Fischer, um den Preis von
100,000 Franken einschl. Inventar verkauft worden.

fPassau, 14. Aug. Die Obsternte verspricht heuer bei
ins einen außerordentlich reichen Ettrag. In unserer ganzen Um⸗
Jebung sind die Birn- und Aepfelbäume theilweise mit einer solchen
Masse von Früchten beladen, daß das rechtzeitige Stützen der nie⸗
»erhangenden Aeste zur Nothwendigkeit wird, sollen nicht die Bäume
erheblichen Schaden leiden. Gegen alle Erwartungen sind aber die
Nuͤßeaume beladen. Es ist keine Seltenheit, daß ein Zweig dieser
Bäume mit einem Knäuel von 5 bis 8 Stück ausmündet, so daß
die Blätter trotz ihrer Breite vor den Früchten verschwinden.

Münschen, 18. Aug. Zur Bearbeitung der Einführ
ungsbestimmungen anläßlich der Wirksamkeit der Reichsjustizgesez—
gebung müssen im Justizministerium die einzelnen Referenten eine
Thätigkeit entwickeln, welche au's Unglaubliche grenzt. Obwohl
ille nöth'gen Einleitungen hiezu schon früher getroffen waren, so
rweist sich der auf den 1. Ockober d. Is. festzesetzte Einführungs—
ermin ails fast verfrühl und wäre es nach Ansicht hervorragender
Tapacitäten vottheilhafter gewisen, den genannten Termin auf den
l. Januar 1880 zu verlegen.

FKoblenz. In der Koblenzer Zeitung lesen wir fol—
genden merkwürd'gen Fall von Selbstantlage: Kuürzlich erschien
juf dem h'esigen Polizeiamt ein Mann und verlangte in Haft ge⸗
ommen zu werden, weil er sih einer strafbaren Handlung schuldig
Jemacht habe. Am verfloss nen Sonntage, so erzählte er, habe er
n seinem Heimathsorte Rolandseck mit seiner Frau einem Tanz⸗
»erguügen beigewohnt, und weil er mit einer Nachbarin ein Tänz⸗
hen gemacht, habe seine Ehehäsfte ihn deshalb vor einem zahlreichen
Publikum geohrfeigt. Hierüber erzürnt, habe er, mit seiner Frau
iuf der Straße angelangt, diese in den nahe vordeifließenden Rhein
zeworfen und sei ihr nachgesprungen, um sie noch einige Male zu
tunten“. Ecst als sie rach ihren Kindern geschrieen, habe er fie
vieder aus dem Wasser gezogen. Um nicht schmachvoll von der
Polizei seiner Heimath aufgegriffen und hierher transportirt zu
verden, habe er sich von Hause entfernt, und bitte nun, doß das
röchige Verfahren gegen ihn eingeleitet werde. Da der aufgeregte
Zustand des Mannes so wie dessen recht außeigewöhnliche Mit⸗
heilungen der Vecmuthung Raum gestatteten, daß derselbe nicht
Jjanz geistesllar sei, so wurde die Heimathsbehörde ui Aufklärung
rsucht. Letztere ist bereits eingetroffen: die Angaben des rtuigen
Batten beruhen auf Wahrheit.

Köln, 18. Aug. Das große Dombaufest soll nicht an
»em Jahrestage der Grundsteinlegung, vielmehr an dem, an wel⸗
hem Friedrich Wilhelm IV. im Jahr 1842 den Grundstein zum
Fortbau legte, gefeiert werden. Von allen den hohen und böchsten
Zerrfd asten, die der zweiten Grundsteinlegung bewohnten, leben
iur noch wenige, u. A. unser Kaiser Wilhelm, der damals als
Prinz von Preußen h'er weilte, und der Domprotst Dr. München,
zeide jetzt schon in den 80ber Lebensjehren weit vorgerücht. Bei
»em leßzten Zusammensein versprachen sich beide, sie wlrden, wenn
nöglich, bei dem Vollendungsfest zugegen sei. (Fr. J.)

F(Eoretey mit Heidelveeren.) Das ‚Leipziger
Tageblati“ erzählt: En junger Ehemann aus Leipzig, welcher mit
einer Auserwählten sich auf der Hohzeitsreise befindet, hot bei der
Vorüberfahrt am Loreleyfelsen einen Böllerschuß, wie sie dort des
xcho's wegen adgefeuert werden, sehr theuer bezahlen müssen. Als
nämlich der Schuß krachte, fiel die junge Frau nicht nur in Ohn⸗
nwacht, sondern auch in eine auf dem Verdece des Scheffes neben
hr stehende Kiepe mit Heidelbeeren. Dieser Unfall koltete ihrem
Hatien 7 Mk. 20 Pf. für die zerquetschten Beeren, 90 Ml. für
—VV
chuhe, 50 M. für eine Pariser Spetzentasche mit darauf gesticktem
leinen Amor, 8 Mt. 50 Pf. für Wiederherstellung des Paletots
ind 20 Mt. fuür einen neuen Hut, indem der alte von dem zut
—X
Dder Schuß kostete dem Neuvermählten demnach 179 Mt. 70 Pi.
uud als Zugabe hatte er auch noch den Schreck.

Em'drolltiger Brief mit der Einlage von 50 Mark
st dieser Tage an einen Berliner Rechtsanwalt von einem seiner
Flienten angelommen. Das Schreiben lautet nach der Magd. Zig.:
.Bester Hert Anwalt. Sie haben mich vor etwa 6 Monaten ver⸗
        <pb n="461" />
        zheidigt, wo ich einen Hund auf den Hausirer Wenzlaff gehetzt, den
das Thier furchtbar zerb ssen und ich noch gehauen haben soll. Ich
donnte damals bloß 10 Mark Vorschuß geben, aber Sie haben
doch einen von ihren Arbeitern hingeschickt, der seine Sache sehr
gut gemacht hat, denn ich mußte selber staunen, daß ich freige⸗
sprochen wurde. Ihr Vertreter sprah für mih so schön und so
meitwürdig, daß ich beinahe selber glaubte, der Wenzlaff hat Un⸗
recht. Wenn der Herr noch so lange gesprochen hätte, so wäre es
beinahe dahin gekommen, daß der Hund nicht den Wenzlaff gebissen,
sondern daß Wenzlaff den Hund gebissen hat. Ich bedante mich
für die Freihteit, die ich Ihnen verdanke, und schicke Ihnen hier
noch 50 Mk. als Lohn flir die Vertheidigung, wovon Sie ja dem
jungen Mann etwas abgeben können.“

f Auf der Seifen⸗Ausstellung inHamburg, welche dem⸗
nächst erd snet werden wird, kammt u. A. ein Seifen⸗ Mouument
im Gewichte von — 253 Ceninern zur Ausstellung. Es ist dies
eine mit einem kolossalen Sockel versehene Büste des Kaisers in
Seife, 3 Meter hoch und in der Seisenfabrik dus Herrn C. Witt⸗
maack in Segeberg hergestellt. Das Monument ist in den ver⸗
schiedensten Farben zusammengestellt.

Eine Breimser Bohrgesellschaft, welche durch einen in
Amerita ausgebildeten Ingenieur in der Lüneburger Haide mit
amerikanischen Maschinen und Wertzeugen hat bohren lassen, fand
in der Feldmark Odesse, eine Stunde von Peine, bei einer Tiefe
von etwa 180 Fuß Samieröl, und hat seitdem ununierdrochen im
GBanzen ciwa vier Monate lang täglich 8—10 CEtr. dieses Oeles
durch Pumpen gewonnen, im Ganzen also 1000 bis 1200 Etr.
Die große Menge von Gasen, welche dem Loche eniströmen, werden
durch ein Rohr unter den Kessel geleitet, der die Pumpmaschine
treibt, und mit zum Heizen verwandt. Da nach den Ergebn'ssen
der amerikanischen Ersahrungen dies Schmieröl als Petroleum aus
guößerer Tiefe durch die Gase hervorgetrieben gilt, so hat die Ge—
selljchaft unweit davon ein zweites Loch zu einer Bohrung in grö—
ßerer Tiefe begonnen, um das Vorhandensein des eigentlichen Brenn⸗
ols festzustellen. In geringerer Entfernung davon hat eine andere
Geselljchaft schon in der geringer Tefe von 60 Fuß eine nicht
unerhebliche Menge Schmieröl angetroffen. Die Thatsachen lassen
nun zum ersten MRale wohl die vielfachen Spuren von Petroleum,
welche man bei Odesse und nicht weit davon, insbesondere in Hä—⸗
nigsen, über eine größere Fläche verbreitet findet, in einem ganz
anderen Lichte erscheinen und geben der Hoffnung auf Gewinnung
einer größeren Menge von Petroleum in Deutschland eine festere
thatsächliche Grundlage.

FHelgoland, 17. Aug. Gestern Nachmittag landete
hier Prinz Heinrich XX. von Reuß (kösttitzer Linie, geb. 1852)
mit seinet Braut, Clotilde Loisset, geb. Roux, der kühnen und an⸗
muthigen Parforcereiterin vom Ci:.cus Renz, drei der Braut ver⸗
wandte Damen, ihtem Vater Herrn Roux und einem Rechtsbei⸗
slande aus Hamburg. Heute Morcen leisteten der Prinz und seine
ιαια
Koͤnigliche Lateinschule
St. Ingbert.
Das Studienjahr 1879/80 beginnt Donnerstag den 25. Sep—
lember mit der allgemeinen Einschreibung. Neu eintretende
Schüler haben Geburts⸗ und Impfschein, sowie die früheren Schul—
oder Studienzeugnisse vorzulegen.

In die J. (unterste) Klasse lönnen solche Schüler eintreten,
welche daßs neunte Lebensjahr erreicht haben und sich über den
Besiß der für die vierte Klasse der Voiksschule genügenden Kennt⸗
nissein der Religion, im Deutschen und Rechnen auszuweisen ver—
mögen. Die Aufnahms- und Nachprüfungen finden am 27. und
29. September stait⸗

St. Ingbert, den 20. August 1879.

Koönigliches Subrectorat:
Barnikel.
Sonntag, den
am Vorabend des Gebert

879 F
Wonn 8. M. unse

dei
Entrée 1MEkE.

Georg Jung.

Druckarbeiten aller Art
wetden rasch und billig angefertigt in der
J. J. Demetz'schen Buch- und Steindruckerei.

Braut vor dem hiesligen Pol'zeigericht den Offenbarungseid, daß
ktein Ehehinderniß obwalte, und erbielken darauf den vom Gouver⸗
neur ausgestellien sogenannten Königbrief, der die Trauung ge⸗
nehmigte. Nachmittags fand die kirchliche Einsegnung statt. Die
Neuvermählten werden noch einige Zeit auf Helgoland als Curgäste
verweilen.

fParis, 18. Aug. Ueber das Unglüd, welches sich
Jestern Morgen auf der Eisenbahn von Argentan nach Wynru⸗
zreignete, vernimmt man folgendes Nähere: Der Zug Nr. 81, der
im 5143 Uhr von Argentan abfährt, hatte Flers zur vorgeschrie⸗
zenen Zeit mit einer bedeutenden Anzahl Reisenden verlafsen, die
»as H'mmelfahrlsfest im Seebade von Granville zubringen wollken.
Von Dreux an hat die Bahn wach Bra wville nur ein Geleise. Um
7 Uhr 10 Min., begegnete der Zug Nr. 531 in einem zlemlich
iefen Einschnitte, dessen starke Biegung nur auf kurze Strecke die
ANussicht gestattet, einem Güterzuge, der mehr als eine Stunde ver⸗
pätet war, und die Bahn frei wähnend, mit vollem Dampfe fuhr
Die Entfernung zwischen den beiden Zügen war in dem Augen⸗
olicke, als die Maschinenführer die Gefahr erkannten, zu gering, um
nit Erfolg bremsen zu können; der Zusammenstoß war deshalb
ürchterlich. Man hörte ihn auf 5 Ktilometer Entfernung. Die
deiden Locomotiven waren ineinander gedrungen. Die ersten Per⸗
onenwaggons, die sich an den Gepäckwagen anschlossen, waren
huchstäblich zermalmt. Der Aunblick der ineinander gefahrenen Lo—
omstiven, der zerbrochenen Wagen, des zerstreuten Gepäcks ist
chrecklich. Die Zahl der Todten belief sich nach den letzten Nach—
richten auf 10, die der Verwundeten ist schwer festzustellen.

F Vor dem Schwurgerichte in Aix ist eine junge Frau
Namens Bapkistine Favet wegen dreifachen Mordes zu lebensläng⸗
licher Zuchthausstrafe verurtheilt worden. Sie hatte eine Frau,
in deren Diensten sie gestanden, dann einen Oheim ihres Gatien
und zuletzt ihren Gatten selbst durch Arsenik ums Leben gebracht.

FBombay, 11. Juli. Auf der Radschputana-Staats⸗
Fisenbahn hat ein gräßliches Unglück stattgehabt. Eine Brücke über
ꝛigen Fluß gab nach, als der Zug darüberfuhr, die Locomotive
uind 4 Waggons stürzten ins Wasser und 40 Personen verloren
dabei das Leben.
Markelberichte.

Zweibrücken, 21. August. (Fruchtniitielpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 11 M. 22 pf., Korn 8M. 2 pf., Gerite zweireihige J M. 67 Pf.
erreihige O M. — Pf. Spelz 5 M. 9i Pf., Spelzkern — M. — Pf.
Dinkel — M. — Pf. Mischfrucht M. — Pf., Hafer 7 M. 81 Pf.,
tIrbsen — M. — Pf., Widen 0 M. — Pf., Kartoffeln 3 M. — Pf—
deu 8 M. 50 Pf., Stroh 3 M. — Pf., Weißbrod 1N/, Kilogr. 56 Pf.,
ornbrod 3 Kilogr. 74 Pf., 2 Kilogr. 50 Pf., J Kilogr. 25 Pf, Gemifcht-
brod 8 Kilogr. 93 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
60 Pf. II. Qual. 50 Pf., Kalbfleisch 40 Pf. Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleisch
56 Pf. Butter /2 Kilogr. O M. 9ô Pf., Wein 1 Liter 80 Pf. Bier J Liter 24 Pf.
Fur die Redaction veraniwortlich: J. X. Deme tzz.
— — —
heehre mich andurch ergebenst anzuzeigen, daß ich vom
Iy 1L. Spitember 1879 an ein
Gesc α rl Consul-
tations⸗BRureau
in St. Ingbert errichten und im Hotel Laur daselbsit
Wohnung nehmen werde.
Waldmohr, 18. August 1879.
Hochachtungsvollst
Ph. Fitz,
4. Z. J. Gehilfe des k. Berichisvollziehers Fitz dahier.
Geschäfts-Empfehlung.

Einem hiesigen und auswärtigen geehrten Publilum biermit
ie ergebene Anzeige, daß ich mich unter'm Heutigen am hiesigen
piere ais Hotagor
etablirt habe, und wohne im Grewenig'schen Hause neben
Herrn C. V. Graffion.

Unter Zusicherung guter Waare bei reeller Bedienunz empfehle
ch mich Hochachtungovollst

N. dohmitt.

Schnappbach, den 20. August 1879.

,—

— — —
Insorabtoe—
8— ersier Auflage in 3000 Exremplaren erscheinenden Ka⸗

pfälz. landwirthsch. Ausstellung zu Kalserslautern

bom A. bis 12. aae d. J. g zu atser
Das Bureau der pfälz. landwirthsch. Ausstellung.
        <pb n="462" />
        Acach der kaijerl. Verordnung vom 4. Januar 1845 ist der SBertauf de—
ächten Bernhardiner Magenbitter Jedermann gestattet.
Pramirt Pornhardiner Wien 18738.
2Alxenkräuter ·Magenbitter
3 (Bernhard's Alpenkräuter-Liauer
2 Dieser *
hochfeie 828
ie, nach 3 3
einem 537
alten 182
dloster⸗ 73
trecept 3
jabrizir 38
eKräu-⸗ 5
zer⸗Ma⸗ 5.
nbitter 23
wurde *
oon den 2
hekannt
Autoritäten den Herren Universitätsprofessoren Dr. L. A.
Buchner, Dr. Kayser, Dr. Wittstein, sowie von vielen be⸗
rühmten Aerzten wie Dr. Joh. B. Kranz, Dr. Schöner in
Müuͤnchen ꝛc. als das beste Hausmittel und wirk⸗
samste Stomachicum bezeichnet. — Seine vorzüglichen
Wirkungen bei Magenbeschwerden aller Art, Ma—
genkatarrh, Verdauungsschwäche, die gewöhnlich
in Folge schlechter Zähne bei mangelhaftem Verkauen der
Speisen entsieht, Blähungen, Haämorrhoiden, Eckel
vor Fleischspeisen, Krämpfen, Hautausschlägen,
Leber⸗ und Nierenleiden, Affectionen des Her⸗
Bleichsucht, weißer Flusßs, Wurmleiden,
Wechselfieber ꝛc. ꝛc., sind duͤrch eine große Anzahl
Dank-⸗ und Anerkennungsschreiben von Aerzten und Laien
seit einer Reihe von Jahren glänzend bestätigt. Dieser
Magenbitter wird pur, oder 1 Eßlöoffel voll als Zusatz zu
Wasser, Wein ꝛc. getrunken, gibt mit Sodawasser oder
Zuckerwasser eine äußerst gesunde Bitterlimonade, die Ka⸗
tarrh⸗Verschleimuug und Katzenjammer sofort be⸗
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Die Berlagshandlung von Wer—

Ei grau und schwarz gefleckter
Hund, Bastard von einem
Pudel, ist mir am Dienstag zu⸗
gelaufen. Der Eigenthümer kann
denselben bei Mathie, Berg⸗
mann und Wirth in Schieren,
abholen.
Weinkarten
auf Carton sind sieis vorräthig
in der Buchdruckerei von

F. J. Demeb.

Auszug
zus den Negistern des Standesamts
St. Ingbert
vro Monat Juli 1879.
A. Geburten:

J. Juli. Anna Margaretha, T
o. Beorg Landshuter. 2. August, S.
v. Jacob Maurer. 6. Magdalena,
T. von Jacob Andres. Anna, T. v.
Joseph Ruffing. Maria, T. v. Fried.
Brund. 7. Peter, S. von Adam
Benoit. Nicolaus, S. v. Nicolaus
Wild. 10. Friedrich, S. von Friedrich
Becker. Christian, S. von Nicolaus
Muüller. Helena, T. v. Philipp Schwarz.
14. Johann, S. von Peter Weber.
Thristina, T. von Friedrich Eckerlein.
15. Heinrich, S. von Joseph Wagner.
16. Jobann, S. von Peter Bosche.
Margaretha, T. von Peter Hager.
zarl, S. von Christian Stahl. 17.
datharina, T. von Philipp Ripp⸗
inger. 19. Louisa Helena, T. von
Foseph Fiack. 20. Elisabetha, T. v.
Friedrich Frisch. 21. Franz Ludwig,
5. von August Vogel. Jacob, S.
»on Johann Kiehl. Margaretha, T.
wn Philipp Christ. 22. Heinrich,
3. von Georg Steinfeltz. Johann
5. von Andreas Stolz. 23. Maria,
c. v. Johann Paul Weiser. Anna,
T. von Balthasar Gebhardt. Mar—⸗
‚aretha, T. von Nicolaus Weber.
Fohann, S. von Franz Ganster.
ẽlisabetha, T. von Andreas Schmitt.
24. Jacob, S. von Jacob Leonhardt.
„ophia, T. von Daniel Hoffmann.
35. Jacob, S. von Peter Jung.
27. Elisabetha, T. v. Joseph Schwarz.
Philippina, T. von Carl Renner.
38. Nicolaus, S. von Johann Morlo.

B. Eheschließungen:

8. Juli. Theobald Schunk mit
Farolina Zentz. 10. Jatob Lembert
nit Maria Krill. 17. Georg Fischer
nit Margaretha Krill. 19. Leopold
Ast mit Anna Schmelzer. 24. Jo⸗
sjann Lembert mit Elisabetha Lembert.
Johann Carl Spengler mit Anna
Martini. Georg Detemple mit Ger—
trauda Brausen. 26. Carl Christian
Bellaire mit Amalia Walter. 20.
Jacob Luck mit Louisa Albrecht.

O. Sterbfälle:

1. Juli. Maria Louisa Schaller,
71 Jahr alt, Ehefrau von Wilhelm
Thandon. Peter Arnold, 52 Jahr
ali, Ehem. von Margaretha Schmitt.
2. Johann Senger, 23 J. alt, S.
von Nicolaus Senger. 3. Christian
Jungfleisch, 64 J. alt, Wittwer von
Barbara Schmelzer. Andreas Eckert,
51 J. alt, Wittwer von Barbara
Unbehend. 183. Maria Preßmann,
31 J. alt, Ehefr. von Christian Marz.
Johann Paul Hölzhöber, 47 J. alt,
Shem. von Henrietie Spaniol. 14.
Maria Duy, 81 J. alt, T. von Wer⸗
ner Duy. 18. Susanna Lutz, 81J.
alt, Ehef. von Johann Spieß. 20.
Adam, 4J alt, S. von Elisabetha
Suttor. 28. Magdalena, 2 J. alt,
T. von Johann Schlickling. 27.
Maria Grewenig, 60 J. alt, Wittwe
»on Joh. Jung. Nicolaus, 2 J. alt,
5. von Balthasar Gebhardt. Bar—⸗
zara Maier, 36 J. alt, Ehefr. von
Hdeinrich Klahm. 28. Adolph, 48 J.
zIAn, S. von Johann Adam Becker

zt. Ingbert, 14. August 1879.

Der Standesbeamte:
Custer.
Druck und Verlag von F. X. Deme in St. Ingbert.
BSieru für unsere Wast Abonnenten „Illustrirtes Sonntagablatt⸗v 2*
        <pb n="463" />
        St. Ingberler Nnzeiger.
Der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementsvpreis beträgt vierieljahrlich

1A 40 — einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1I A 60 , einschlieülich 20 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswaris
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
M IBA.

Sonntag den 24. August

18785

Deutsches Reich.

Berlin. Die „Nordd. Allg. Ztg.“ hält es für zweckmäßig.
doß den deutschen Handelsinteressen im Orient unsere ganze Auf
merksamkeit zugewendet werde. Es erscheine angezeigt, die Herstell⸗
ung einer Verbindung Deutichlands mit den Staaten der Balkan⸗
Halbinsel auf dem Seewege über Salonichi um so mehr zu erstreben,
als hierdurch einerseits bei der großen Entfernung Deutshlands und
den noch nicht vollendeten Eisenbahnverbindungen der Transport der
Waaren auf ein Minimum der Kosten reducirt werden würde,
anderseits aber, weil die Donau kaum als Communicationsminei
in Betracht gezogen werden kann. Es läge daher im Interesse des
deutschen Handels und der deutschen Industrie, sich möͤglichst bald
mit dem Gedanken der directen Verfrachtung deutscher Waaren nach
den Häfen des Mittelmeeres vertraut zu machen.

Aussand.

Petersburg, 21. Aug. Durch Erkenntniß des Odessaer
Ktriegsgerichts in dem am 17. d. beendelen polit schen Prozesse
wurden die Angeklagten Tschubaroff, Lesogub, Davidenlo, Willen-
berg und Ligowenko zum Tode durch den Strang, Fräulein Gukoms—
kaja zur Ansiedelung in Sibirien, die übr'gen 22 Angeklagten zu
Zwangsarbeiten bis zu 10 Jahren verurtheili.

Gegen den Unfug des Mormonenthums zieht die amerikanische
Regierung mit aller Energie zu Feld. In einer Note des Staats-
sekretärs Evarts wurden diejenigen europäischen Staaten, aus wei⸗
chen sich der Mormonismus haupisächlich relrutirt, ersucht, den Zu⸗
zug nach Utah und insbesondere die Verlockung der Frauen zum
Uebertritt in die Secte nach Kräften zu verhindern. Auch an
Deutschland ist diese Note gelangt, woselbst haupfsächlich Sachsen
und Württemberg an der Sache interessirt sein sollen. Die ameri⸗
lanische Regierung wird übrigens dabei nicht stehen bleiben, sondern
namentlich die Gesehe, welche gegen die Bigamie gerichtet sind, mit
rüdsichtsloser Strenge zur Ausführung bringen.

um 2 Uhr 33 mit dem Zuge an Station Sckönthal ankommenden
Festgäste durch Musik; von da Zug zu den schattigen Festplätzen,
vo Musil und Gesangsvorträge seitens verschiedener Musitkbereine,
Waldhornquartett ꝛc. ꝛxc. das Publitum amüsiren werden. Für ganz
vorzügliche Restauration am Platze hat der Verein ebenfalls Sorge
getragen. Abends ist der NRückmarsch, wodei das Auge durch eine
zroßartige bengalische Beleuchtung augenehm überrascht iwerden wird.
Alle Bergesspitzen, wie auch die Maxburg, das Haardter Schloß,
owie die verschiedenen Landhäuser auf den benachbarten Höhen
derden illuminirt sein; nach den Vorbereitungen, die allseinng ge⸗
ro fen werden, verspricht die Illumination, schon wegen der Ällge⸗
neinheit, großartig zu werden. Um 9 Uhr wird auch der Saalbau
jestlich erleuchtet, in desfsen Anlagen wird eine italienische Nacht mit
all ihrem Zauber und ihren Uebetraschungen arrangirt, während
im Saale selbst eine Tanzunterhaltung Statt findet. Dies das
Programm nur in seinen Haupipuntten. — Das Fest verspricht,
wie gesagt, eines der schönsten und gelungensten zu werden, die je
in der Pfalz gefeiert wurden.

Neustadt, 21. Aug. Seine Exzellenz Herr Regier⸗
uingspräsident v. Braun wird dem am Sonntag Statt findenden
Waldfeste und Abends der Burq⸗ und Villenb⸗eleuchtung beiwohnen.
Dirigirt wird das großartige Illuminationswert durch die Pyrotech⸗
niker Kilian aus Speier und Schmitt aus Mannheim. Beleuchtet
verden die Amalienburg, die Augustahöhe, die Villen der Frau
Wwe. Dacquo, des Hrn. Rud. Dacqus und des Hrn. Schiffer,
der Apollotempel des Hrn. Deldesheimer, das Waldschlößchen des
Drn. Böckler, die Maxburg, die Villa Hetzel, die Woidmannsburg,
der Steinbruch, das Hotel zu den vier Jahreszeiten und der Saal⸗
bau, letzterer mit 2200 Flammen. Das werd jedenfalls ein große
artiges Schauspiel werden.

FSpeyer, 21. Aug. Heute früh 5 Uhr verschied Herr
Ph. Fr. H. Moschel k. b. Consistorial'ath hier, in einem Aller von
75 Jahien. In weiten Kreisen wird dieser Todesfall aufrichtige
Theilname erwecken, da der Verstorbene, eine kernige Natur durch
und durch, sich im Leben durch sein biederes joviales Wesen die
Zuneigung aller derer erworben hat die mit ihm verlehrien.

fFFrankfurt, 18. Aug. Zwei Bremser gerieihen gestern
Ubend auf der Weserbahn in Wortwechsel; im Verlauf defsselben
tieß der eine dem andern ein Messer in den Hals. Noch während
die herbeigerusenen Aerzte mit dem Verbinden beschäftigt waren,
darb der toödtlich Getroffene.

FDas kaiserliche Generalpostamt in Berlin
jat jetzt strenge Weisung ergehen lassen, daß mit den Paqueten
rünftig behutsamer umgegangen und dieselben namentlich nicht ge⸗
worfen, gegen einander gestoßen oder zu Boden fallen gelassen, son⸗
dern vorsichtig niedergelegt werden sollen. (Rh. u. N.⸗3.)

Dem jüngst aus Helgoland gemeldeten erfreulichen
Ercigniß, daß die gewandie Schuulreiterin Klotilde Loisset⸗Roux ihr
Herz und ihre Hand dem Prinzen Reuß schenkte, dürfle, wie die
Bolkszeitung zu erzählen weiß, ein ebenso erfreuliches auf dem Fuße
olgen, nämlich die Vermählung der Schwester der Prinzessin Klo⸗
ilde, Emilie Loisset-Rour, mit dem Fürsten H.... 2 Der
Fürst machte die Vekanntischaft der schönen Emilie, als dieselbe mit
hrer Schwester im Circus Salomonsky engagirt war. Allabendlich
eutete Fürst H. der reizenden Springerin seine brennende diebe an
durch ein Bouquet rother Rosen, und jetzt soll derselbe entschlossen
ein, dieselbe zur Fürstin zu machen. Die Verantworkung fülr diese
enfationelle Notiz glauben wir freilich dem genannten Blatte über⸗
assen zu müssen. Ueber die Abstammung der Damen erfahren wir
Folgendes: Die Mutier derselben, eine geborene Loiffet, Tochter des
zerühmten Kunstreiter-Direkiors, den Freiligrath besang, heirathete
ꝛeinen Konditor Roux in Lyon. Die aus dieser Ehe entsprossenen
Töchter blieben nicht in der süßen Branche ihres Vaters, sondern
raten in die Manege ihres Onkels Loisset ein, bei dem sie bis zu
dessen Tode engagitt waren und dessen Namen sie auch adoptirten.
7 Einfranzsfisches Eisengeschäft hat seine Kunden in Deutjch⸗
land miltelst Circulares benachrichtigt, daß es seine Preise nicht
erhöht, sondern den Zoll selbst zu tragen bereit ist.

Rermischtes.

fLateinische Unterrithts⸗Briefe. KTin Uner⸗
nehmen, welches gewiß in hohem Grade Beachtung verdient, be⸗
reitet der Verlag des Hausfreundes in Leipzig vor, dessen italienische,
spanische und russische Unterrichts-Briefe sut das Selbst⸗ Studium
nach der Methode Toussaini- Langenscheidt sich in allen Kreisen,
welche Sprachstud'um treiben, ungetheilte Anerkennung erworben
haben. Durch den bisherigen Ersoig und die vielfachen Anfragen
aus allen Kreisen des Publitums ermuͤthigt, brabsichuigt die genannte
Verlagsfiema latein sche Unterrichts Briese nach der Methode Tous
saint · Langenscheidt herauszugeben, und da die bewaͤhrten Verfasser
der italienischen Uaterrichts ⸗Briefe, Prof. Gamb. Buonaventurg
und Dr. Albert Schmidt, die Leitung auch dieses Unternehmens
Abernommen haben, kann man eine in jeder Veziehung gediegene
Leistung erwarten. Die lateinischen Unterrichts-Briefe werden
Tausenden willkommen sein. Alle Jene, welche noch nachholen
mödten, was ihnen in der Jugend versagt geblieben, werden nun
Gelegenheit finden, sich den deichen Schah der laleinischen Lueraim
zu erschließen und an allen Voriheilen der classischen Bildung Theu
ju nehmen. Namentlich Adspiranten zum Einjährig Freiwilligen⸗
Examen dürften diese Briefe mit ihrer leicht faßlichen, d'e Schwie⸗
rigleiten des Unterrichts auf ein Minimum reduzirenden Lehrmethode
sehr willlommen sein. Wir werden nach Erscheinen der Briefe noch
auf dieselben zurückkommen.
.Neustadta/H., 20. Aag. Der hiesige Verschönerungeverein, der
jeit einigen Jahren mit unausgesetzter, aufopfernder Thaͤtigkeit an der
Ausschmückung unserer Stadt und ihrer an Naturschönheiten so reichen
Umgebung arbeitet, wird nächsten Sonntag zur Feier des Geburts⸗
ages unseres allverehrten Koͤnigs und gleichzeitig zur Einweihung
der don ihm im Schönthal parlartig prachtvoll ausgeführten An⸗
lagen ein Vollsfest begehen, an dem sich, wie die Vorbereitungen
deigen, die ganze Bevölkerung betheiligen wird. Doe Programm für das
—AI Vormittags von 2 11 bis 12 Uhr Mili—
tärmusil in den Anlagen des Saalbaues. Nachmitlaas: Begrüßung der
        <pb n="464" />
        41Madride 15. Aug. Große Feuersbrunste werden vom
Lande gemeldet. Eine derselben zersiörte von eiaem Dorfe, daß
ur 34 Gebäude zählte, 39 Häuser. Den Leichnam des Pfarrers
fand man ganz verkohlt im Pfarrhaus. Man vermuthet politische
Racheakte bei diesen Feuersbrünsten.

4Die Eidffaung der nieruationalen Ausstellung in Sidney
ist nunmehr auf den 17. Seblember angesetzt worden.

Das loynt Ihnen wohl nicht.

Ich bin überzeugt, wußte man hier, daß dieses köslliche und
vohlschmeckende Nahrungsmittel 5 Mal so billig und 15 Mal so
ahrhafi als Kaffee ist — Ihr so berühmter Kalkao⸗Thee würde
nuch in Itolien den Kaffee eben so schnell verdrängen, wie in
Frankreich und England.

Vine senden Sie umgehend 10 Cartons zu 20 und 10 zu
30 Pf., sowe 10 Cartons Brust: Caramels zu 80 Pf. Wir trinlen
nichts Anders mehr x. ⁊c.

An das Haus Maria Benno von Donat.

Lei den vielfachen Fäͤlschungen und Imitalionen möge man
nicht außer Acht lassen, daß der Katao⸗Thee nur dann echt ist,
venn sich auf der Vorderseite eines jehven Cartons nichts Anderes ge—
Fruckt findet, als die A Worte: Maria Benno von Donat.
Das hiesge Depot befindet sich bei Herru Jean Peters.

Dienstesnachrichten.

Auf die Sielle eines Bezirksamtmannes in Kaiserslautern wurde
der Bezirksamtmann Gustab Schmitt von Pirmasens versetzt und
zum Bezirkaamtmann in Pirmasens der Bezirksamtsassessor Maxi⸗
iñan Alwens von Speier befördert. Der Bezirlsamtsassessor
Christian Gräf von Pirmasens wurde an das Bezirksamt Speier
versetzt und der Regierungsaccessist von Oderfranken und siändige
Funltionͤr am Bezirksamte Tirschenreuth Rudolph Stobäus zum
Vegirksamtsassessor in Pirmasens ernannt.

Die Nr. 34 des illustr. Sonntagsblaltes konnte ein—
zeiretenet Störung wegen heute unserm Blaite nicht be'gelegt
derden, und wird deßhalb jene Nr. nächsten Sonntag mit Nr. 35
Jusgegeben werden, weßhalb wir um gütige Nachsicht ditten.

Die Erbedition.

Fluͤr die Redaction deromiwerilik 5 m

— —
⸗απαι
Solferino, Sonntags.
Warum annoneciren Sie Ihren echten Par'ser Aakao · Thee
nicht anch in Italien?
Versteigerung.
Samstage, 30. August
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr zu
Et. Ingbert im Sterbehause
lassen die Kinder und Etben der
daselbst verleblen Fuhrmanns⸗
eheleuie Franz Jofseph Behr
uind Margaretha Kohler, die
zum Nachlasse dir Verlebten ge⸗
hörigen Mobilien dffentlich zu
Figenthum versieigern, darunter
namentlich:
Schrank, 1 Commoode,
Küchenschrank, 1 Uhr,
Stuͤhle, Beiten, Getüch und
sonstiger Haus⸗ und Küchen⸗
geraͤldschaften.
Unmiltelbar darauf wird zu
demselben Nachlasse gehörig ver⸗
steigert:

Zon Pl.⸗Nr. 648. 11 Dezʒ.
Fläche, 2 Wohnhäuser,
Scheuer, Siallung mit
Heuspeichet und Hofraum,
Feben Konrad Pflug und
Gebrüder Kraemer, das
Haus mit der ganzen Ein⸗
sahrt und dem Hofraum
dahinter bis zum Pflug'⸗
schen Eigenthum,, ungesähr
4 Dez. Flaͤche enthaltend.

Si. Ingbert, 23. Aug. 1879.
K. Auffschneider,

Amtsverweler.

2

Sonntag, den 24. August in
der neueßn Wald⸗Anlage
bei Sengscheid

Harmonie⸗Musik,
wozu freundlichst einladet

Jakob Schmitt.

Friegervorein dt. Ipgbert.
r Feier des Uamens⸗ und —A
3. M. unferes Königs Lndwig
indet am 25. ds. im Oberhauher' schen Saale, Abends 8
*a Fest-Ball
ftall. — Für RNichsmitalieder erfolgt specielle Einladung.
Der Vorstand.

Bügeleisen
mit dicken Böden, welcht
nicht sengen, billigst bei

IJ. J. Fries.

— 8*
Schnappbacher Kirchweih.
pnntag den 24. und Montag
n 25. ds8. Mis., von Nachmittaas
Uhr ab F
neert⸗ usiIx
Entree 25 Pf. — Damen frei.
Atends um 8 Uhr
27
BalII-Mus:x.
Entree 1 M. 50 Pf.
Freundlichst ladet ein J. LFisel.

Loose
I 30 ppf. zu der vom Ge⸗
llagelzuchi⸗Verein Neustadt 0. d.
daardt am 6., 7., 8. und 9.
September d. J. veranstalteten
Heflügel⸗Ausstellung sind
su haben in der Exped. de Bl.
—95 —
*. —— —
Wer an Gicht, Kuenmatis mus oder —

Erkaliangsakrankheiten leidet, versehe

sich mu dem in zweiter Auilaae

richlenenen Buche

S—
— — —
vies vorzugliche, tausendfach de ·
oahrte und zu befolgende An⸗

eitungen zur elbsibe handlung u.
Zeilung obiger Leiden enthaltende
Zich solte in keiner Familie sehlen
Si namentlich kein an Gicht oder
Rheumatismus Leidender versu⸗
nen, —D zu raufen. Biel⸗

cranke, dle vorher Alles vergebent
zebraucht verdanken den Auleitun⸗
jen dieses Buches die ersehnte Hei⸗
ung · —⸗ Prospect auf Wunsch vor⸗
Iratia u. fr. durch Ah. Hohen ·

Nuner in keivia und Aalt⸗l. p

Geschäfts-Empfehlung.

Einem hiesigen und auswärtigen geehrien Publikum biermit
die ergebene Anzeige, daß ich mich unterim Heutigen am hiesigen
Platz als Herrger
etablirt habe, und wohne im Grewenig'schen Hausfe neber
Herrn C. V. Graffion.

unter Zusicherung guter Waare bei reeller Bedienung ewpfebl⸗
ich mich Hochachtungs vollst

N. Schwmitt.

Sqrabpbach, den 20. August 1879.

Oeffentlicher Daunk.
Meine Mutter lag über 3 Johr fast ununterbrochen im Beite an einem

schleichenden und Wechselsieber, verbunden mit Magenlatarrh Hamorrhoidal ⸗
leiden und Windsucht, zu dem sich noch schmerzlicher Rheumalismus einftellte,
mil unsagbaren Schwächen und Schmerzen und alle Arzneien wurden
böllig erfolglos angewendet. Es war wrostlos diesem schon oft bei
dem leisesten Temperaturwechsel fast undenkbaren Leiden hoffnungslos zusehen
zu müssen, ohne irgendwelche Linderung verschaffen zu loͤnnen. Aus voͤlligem
Zufall kamen wir auf den Bernhaͤrdiner Kraäuter-Liqueur, von
Zerrn Wallrad Ottmar Bernhard in Munchen, und wie Überraschend war
die Wirkung dieses einfachen Hausmittels.
DBDas dFieber verlor sich in einigen Tagen vollständig, ja
zuseisends, Appetit und gesunder ftaͤrkender Schlaf bewirkten
rasche Kraͤftigung, daß fich die andern Uebelftände nach und
nach von selbst verloren.

Ich habe die feste Ueberzeugung von der wohllhuenden und sicher heil⸗
daren Wictung dieses Mittels, indem sich meine Mutter ganz wohlauf und
außer Bett befindet und gesund ihren gewohnten Beschäftigungen nachgeht,
trotz Pen hohen Alter. leibl uns“ fieis ein inniges Dankgefuhl, daß

wir die Huͤlung unserer geliebten Muͤtter, der heilsamen Wirkung Ihres
Magenbitters, beziehungsweise Ihnen als vessen Fabrikanten derdanken und
empfangen Sie meinen und meiner Munter herzlichsten Dank. Ich kann da⸗
her allen Jenen, die mit diesen oder ahnlichen Leiden behaftet sind, Ihren
Alpenkrauter⸗ Liqueur nicht genug empfe hlen.
Mit aller Hochachtung de Treffer in Luttech in Tyrol.

Nur Acht zu beziehen in St. Inabert bei Jean Peters.

—————— —— — — — — — — —
Drud us Reag von K. F. Dem⸗* u St Inabert.

—— — — —— —⏑—,— —— ——e— —

— Ruscisch. —
ltalienisch. drtorcrcinetot Spaniseb.
funr das Selbst-⸗Studium
boarbeitot von
Prof. Iwan Wagiemonos; pᷣrof. CGiamb. Buonaveniura
Prof Gil Zunarates, Pr. Theophil Helmnhorst und
Dr. Albert Schmidt.
die russssisc hemn Unterriehts-Brieso zind complet in 2 Lursen
I8 pliele Ppreis des ersten Briefes: 50 Pf.; aller folgenden.
Mx. Hie itaitenischen (8. verbesterte Auflage) und die
Aniscuen Unterrichts-Briefe inã complet in 2 Kursen
voriefe. pPreis eines Briefes: 60 Pfennige. 7 Complete
emntaore der italienischen Unterrichta Briefe (soweit noch
J geringe Vorrath reicht) sammt 2 Enveéloppen: 24 MAx.
aia. Nerlag des hausfrennden
        <pb n="465" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich;/ m⸗ dem Haudtolatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage) ericheini wochentlich viermalz: Dienstag, Donnerstag, Sa ustag und Sountag. Der Abounementspreis beträgt vierieljahrlich

A« 40 A einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1I A 60 Z, einschließlich 420 Zustell zebüuhr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswärts
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum, Reclamen mit 30 A pro Zeile berechnet.
A 135. Dienstag den 26. August

iS

Deutsches Reich.

Aus Berlin, 21. Aug., schreibt man der „töln. Z3.“:

„Wie ich höre, bestätigt es sich, daß der Feldmarschall Frhr. v.
Manteuffel als Statthalter der Reichslande zum Oberstlomman⸗
direnden aller im Reichslande stehenden Truppen ernannt werden
wird. Dadurch wird dem Feldmarschall die Berechtigung zur In⸗
spizirung der Truppen eingeräumt; ein General⸗-Kommando des
15. Armeekorps bleiht nach wie vor bestehen und nach wie vor
dem Kaiser, bezw. dem Kriegsminister untergeordnet; die Stellung
des General Inspelteuts der 5. Armee⸗Inspel ion (des Großherzogs
oon Baden) wird nur in so fern berührt, als derselbe jedesmal
eine Inspizirung dem Oberstiommandireden in den Reichslanden
vorher anzeigt.“

Berlin, 22. August. Die „Post“ schreibt: Die russische
Presse ist in ihrem Haß gegen das Deutschihum so weit gekommen,
daß sie ihre Angriffe auf Institutionen der baltischen Prodinzen
Rußlands richtet und dieselbe des Pactirens mit Bismarck, des
Vaterlandsverrathes beschuldigt. So stellt die russische „St. Veters⸗
burger Zeitung“ die freiwillige Feuerwehr, die sich in allen balti⸗
schen Städten gebildet hat, nicht nur als eine staatsgefährliche
Institution hin, sondern auch als eine Bruistätte des Veterianda⸗
berraihs, als Cadres der Aufrührer, welche auf Bismard's Seite
stehend „im fünftigen Kriege mit Deutschland“ den vaterländischen
Truppen in den Rücken fallen werden. Die deutsche Petersburger
Zeitung“ bemerlt zu den Auslassungen der russischen Peteisburger
Zeitung“, daß solchen Unterstellungen gegenüber kein anderes Gesühl
denkbar sei, als das der Verachtung. Hierzu bemeilt die „Posti“:
„Wer glauben, daß ebenso die Deutschen in Teutschland emport sein
müssen über das unwürdige Spiel mit dem Feuer und über die
Verdächtigungen und Auschuldigungen, mit de en man in Rußland
seinen Grimm über den Mißerfolg der Gorischatoff'schen Poltik
und über die schweren Schäden des socialen Lebens Ausdrus gibt
und welche in ein förmliches System der gegen Deutschland und
den diuischen Reichskanzler gerichteten Verleumdungen ausarten.
Für das deutsche Publicum ist es auf alle Fälle lehrreich zu sehen,
mit welchen Gefühlen man sich gegenwärtig in Rußland trägt und
nach welcher Richtung hin die difentliche Meinung daselbst bear⸗
deitet wird.“

Berlin, 22. Aug. In Beuthen (Schlesien) haiten sich
bisher noch v'er Schulschwestern aufgeholten; die Oberin hatte vor
einigen Wochen den neuen Cultugminister ersucht, ihr ferneres Ver⸗
bleiben zu gestatten, da sie sich jeder Ordensthäcigleit wie auch
des Unterrichtens enthielten. Hert d. Puttkamer hat aber den noch
von seinem Vorgänger herrllhrenden Ausweisungsbefehl) beflätigt.
Darüder ist natütlich die ‚Germania“ sehr ungehalten; sie vermmßt
die „milde Praxis“, auf welche sie mindestens rechnen zu lköunen
me nte.

Berlhin. Der Reichskanzler Fürst Bismard wird nach
Beendigung feiner Kur in Gastein eiwa gegen den 20. Sceptembet
h'er eintreffen, um au den Sitzungen des preußischen Staatsmini⸗
steriums bezüglich der dem Landtage zu unterbreitenden Vorlagen
heilzunehmen. Alsdann möchte sich der Reichskanzler zu eirem
ängeren Urlaube entweder nach Varzin oder Friedrichsruhe begeben,
und erst mit Beginn der Reichstags⸗Kampague, Anfangs Febtuar.
nach Berlin zurückehren.

Die Ernennung des Contre ⸗Admirals Baisch zum Direkior in
der Admitalität wird erfolgen, soba!d das kriegegerichtliche Ver⸗
jahren gegen den Grafen d. Monts, den Kommandanten des
Großen Kurfürsten“, zum Abschluß geiangt sein wird.

Ausland.

Wien, 24. Aug. Aus Buklarest wird gemeldet: Gestern
wurde auf den Minister Cogalniceanu geschossen. Einzelheiten Uber
das Attentat sind disher unbelannt.

Wiren, 25. Aug. Verschiedene vernaulich hierhergelangte
Berichte signalisiren auffallende millarische Mai regeln Rußlands an
den Westgrenzen. In Russischpolen sollen ungewoöhnliche Truppen⸗
anhäufungen statifinden.

Der vielgenannte enalissche Lieusenant Cateb, der den Prinien

Louis Napoleon so tapfer den Zulus gegenüber im Siiche ließ, ist
dvon der Königin begnadigt worden. Die „S. Pr.“ macht dazu die
eiwas ungalante Bemerkung, daß Damenregiment in militär schen
Dingen noh weniger nuztz zu sein pflegt, als in aaderen.

Rom, 24. Aug. Das Uebungslager bei Ceprano wurde
Alötzlich aufgelsst wegen ausgebrochenen Sumpffiebers. Die Ga—⸗
jetta d'Italia meldet die Absendung eines Kriegsschiffes nach Tan⸗
zer. — Sir Paget, englischer Botschafter beim Quirinal, ist auf
Arlaub nach England abgereist.

Petersburg, 25. Aug. Der deutsche Botschafter, Graf
Schweinitz, tritt am Donnersiag eine längere Urlaubsreise an.
Der Legationsrath Stumm, dessen Zurückkunft bevorsteht, ist mit
der Vertretung beauftragt. — Zu den deutschen Kaisermanöverun ist
General Skobeleff als russischer Vertreter kemmandirt.

Aus Philippopel wird gemeldet: In Jenisagra fand
vieder eine gräßliche Judenverfolgung unter des Stadipräfekten
Führung statt. — Ju Batum ist die Agentur des österreichischen
2loyd abgebrannt. — Achitägiger furchtbarer Sturm stört die
Schifffahrt auf dem Schwarzen Meer.

Bermischtes.

fSit. Ingbert, 25. Aug. Das Geburis; und Namens⸗
fest S. M. dis Koönigs wurde heute in herlömmlicher Weise durch
Beflaggen der Häuser und öffentlichen Gebäude, Festgottesdienst,
owie Festessen und Ball der Knappfchaft der Ingberler Grube ge⸗
eiett. Auch der hiesige Kriegerverein veraustaltete S. M. zu
khren einen Jestball.

St. Ingbert, 25. Aug. Am Samstagz-Abend mit
dem 27 UhrZug, traf von Sp.yer und Oagersheim kommend,
der Bischof Fidelius von Jassyein Rumänien hier ein
und wurde von Herrn Stadtpfarrer Deugel am Bahnhofe be—
zrüßt und in Empfang genommen. Der Herr Bischof fuhr nach
der Kirche, wo er an die zahlreiche Versammlung eine Ansprache
Jielt. Gestern las er die Messe und später hielt er das Hochamt
ab. Vor Jahren fungirte Herr Lischof Fidelius hier als Caplan
und hatte derselbe in jener Zeit nicht die kräftige robuste Gestalt
and Lebensfrische, wie er solche heute im 62. Lebensjahre aufzu⸗
weisen hat. Heute Abend fuhr der Herr Bischof nach Ensheim
weiter, allwo er früher einige Zeit Pfarrverweser war.

kDie Rednerliste der leßten Reichsstagssession ist soeben er⸗
chienen. Von den 397 Abgesidneten ergriffen 216 Mitzlieder
während der Session (einschließlich der persönlichen Bemerkungen
urd zur „Geschaftsotdnung“) das Wort, unter ihnen Richter Hagen
154, Windthotst 129, Ricert 93, Larker 90, v. Karderff 70,
Hammacher 67, Graf Stolberg⸗ Retzuw 40, Neichensperger (Crefeld
39. Stumm 35, Ban berger 32 Mal.

FZweibrüden, 23. August. Der srühere Gemeinde⸗
chreiber von Pleitweilet, Julius Manlel in Bergzabern, war zu
Landau zu Hipolizeilich zu 6 Wochen Gefängniß verurtheilt worden,
veil er dem dortigen Bürgermeister Conrad H. bei Unterschlagung
don 13 M. zun Nachtheile der Armenkosse von Oderhofen wissent⸗
lich Beihilfe geleistet hatte, dadurch daß er von diesem Gelde,
welqet an die Armenlasse abzuliefern war, 5 M. annahm, während
der Bücgerme ster 5 M. für sich behielt und 3 M. dem Polizei⸗
d'enet gab. Die Berufung des Mantel wurde unterm 21. 1. Mis.
durch das tal. Appellationsgericht verworfen. (C. A.)

fKeaiserblautern. Der Siadttalth hat dem Comite
sur Feter des Sedanfestes eiagen Zujchuß von 200 Matk aus Ge⸗
neindemitteln bew.lligi.

fPNeustadi, 22. Auz. Heute wurde die K'elhöfer'jche
Btauerei mit allem Zubehör versteiget und un 62,500 Wart
rinem Tabakshändler aus Bruchsal, dessen Sohn Bierdrauer sein
osl, zugeschlagen. Bei einer früheren Versteigerung waren 75.000
M. geboten worden.

Neustadt, 23. Aug. Das kgzl. Bezirksamt erläßt ein
Circulät an die Bürgermeisterämter ꝛc., in welchem bekannt gemacht
wird, daß durch Art. 3 Abs. 2 des Gesetzes vom 23. Juli 1879
1 1 Ubsß. 2 des Gesetzes von 12. Juni 1872 aufgehoben worden
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        ist. Die Folge hievon ist, daß vam 13. Augustel. J. an arch in
der Pfalz Riemand eine Gastwirthschaft, eine Sqankwirihschaft
cder einen Kleinhandel mit Branntwein oder Spiritus eroffnen
darf, ohne daß er zuvor die Erlaubniß des Bejirksamtes erwrlt
hat. Die Bestimmungen, welche in dieser Veziehung nunmohr zur
Lawendung zu kommen haben, sind im Hinblck auf die oden citirten
Gesetze und die kal. Verordnung vom 8. August l. J. folgende:
„Wer Gaftwirthschaft, Schankwirthschaft oder stleinbandel mit
Branntwein oder Spiritus betreiben will, bedarf dazu der Erlaub⸗
niß. Diese Erlaubniß ist nur dann zu versazen: 1) wenn gegen
den Nachsuchenden Tyatsachen vorliegen, welche die Annahme recht⸗
fertigen, daß er das Gewerbe zur Foͤrderung der Völlerei, des ver—⸗
botenen Spieles, der Hehlerei oder der Unsitilichkeit mißbrauchen
werde; 2. wenn das zum Beiriebe des Gewerbes best mine Local
wegen seiner Beschaffenheit oder Lage den poltizeilichen Anforder⸗
ungen nicht genügt. Auß rdem darf die Eriaubniß zum Betriebe
der bezeichneien Gewerbe nut dann eitheilt werden, wenn ein Be⸗
dürfniß hiefür vorhanden und nachgewiesen ist. Als Kleinhandel
in obigem Sinne ist der Verkauf in Quantitäten unter zwei Liler
anzujehen, soserne derselbe nicht in versiegelten Fiaschen von min⸗
estens 10 Liter ersoigi. Vor der Erlaubniß, welche, wie bemerkt,
das Bezirksamt zu erthe len hat, wird die Ortspolizei und die Be⸗
meindebe orde gutachtlich gehlött. Wer den selbstständigen Betrieb
eines der bezeichneiten Gewerbe ohne die vorschriftsmaͤßige Geni hmig⸗
ung unternimmt oder forisetzt, oder von den in der Genehmigung
sestgjeseß en Bedingungen adweicht, wird nach 8 147 der Gewerbe—
ordnung av Geld bis zu 300 M. und im —IXVVä
Hatt bestrast.“ Bemerkt wird noch, daß die Wirthschaftsconcessionen
x. siets persönlicher Natur sind und immer nur einer bestimmten
Person ertheilt werden. Es muß daher jedesmal eine neue Er⸗
laubniß erwirtt werden, wenn bei einer bestehenden Wirthichaft
u. dgl. eine Aenderung in der Person des E genthümers eifolet.

F In Edenko den starben in der letzten Woche drei Manner,
welche zusammen 240 Lebenséjahre zählten. Einer derselbe erreichte
in Alter von 90 Jahren, der andere ein solches von 80. der driite
wurde nur 70 Jahre alt.

4Von der Landauer Garnison enlfernlen sich 2 Faähm⸗
cche. Dieselben haben sich, wie verlautet, nach der Schweiz be⸗
geben. Einer von ihnen ist aus Hainfeld gebürtig. *

4 Vor dem Polizeigerichte in Sulzoͤ ach wurden am 21.
NAugust mehrere Bäcker von Sulzbach, Altenwald und Dudwiiler,
vegen Verkauf zu leichten Brodes, zu je 50, 20, 10 und 5M.
derurtheilt.

Auf dem Marsche von Karlsruhe nach Bruchsal wurden
)rei Soidalen des Leibgrenadier ⸗Regiments vom Sonnenstich be⸗
lroffen; einer derselben verschied nach kurzer Zeit.

P Dem Fuürften Bismarck ist die Kur in aissingen gut
ingeschlagen, er hat ganze drei Pfund seines Koͤrpergewichts der⸗
oren.“ Der Reichtkanzlet wiegt jetzt noch 244 Pfund.

Aachen, 20. Aug. Gestern ist der Köln. Volksztg.“
zufolge der Vuchhalter eines hiesigen Geschäftes unter Mitnahme
houn etwa 25 000 M. durchgebrannt.

Darch eine in Bordeaux om 20. ds. ausgebrochene
Feuetebrunst wurden viele Gebäude zerstöct. Der Schaden belauft
ich auf 2 Mill. Fres
Hienstesnachrichten.

Auf die Stelle eines Affessors am Bezirksamte Zweibrücken wurde der
Bezirksamtsassessor A. Dilg von Homburg versetzt, und zum Bejitksamtsasses⸗
cxin Homburg der Accessist der Regierung der Oberpfalz und ständige
zu actionär am Bezirksamt Obernhurg . Schwaab ernannt.

Der Director am Odecsten Gerichtshofe D. J. G. v. Kalb wurde under
Inerlennun seiner Dienfte in den Ruhestand versetzt.

Die kath, Pfarrei Offenbach, B.A. Landau, wurde von S. M. dem
dönig dem Pfarrer Frdr. Bischof von Ommersheint, die kathol. Pfarrei
znisweiler, BeA. Kaiserslautern, dem Pfarrer Ludw. Philipp von Weilerbach,
beriragen und genehmigt, daß von dem Bischof v. Speyer die kathol. Pfarrei
innweiler, dem Repetenten im bischöfl. Klerikalsemnar zu Speyer, Konr.
gusch, verliehen wurde. Die kath. Pfarrei Goff rsweiler, B. A. Bergzabern
ade von S M. dem König dem Verweser derselben Franz Brittinger
iberlragen und genehmigt, daß von dem Bischofje von Speyer die kath.
ßfarrei Blickweiler, B-A. Zweibrücken, dem BPfarrer Jakob Vogel von Bun⸗
enthal, verliehen werde.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Deme 6.

Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.
Donnerstag, den II.
September noͤchsthin, Nachmitiags
Z uͤhr zu St. Inabert, in
der Wirthschaft von Feidinand
Oberhauser,
werden vor dem unterzeichneten
almisverweser des kgl. Notat
ESauet in St. Ingabert, auf
Vareiden von Maria Fiack, ge⸗
werblose Ehesrau von Jodann
Hartmenn, Schreimermeister in
Blieskastel, gegen Ehnabetha
Fiack, gewerblose Eheirau von
Emil Grewenig, Sot let und
Tapezierer in St. Inebert, wegen
Nichtbezablung des Ecwerbspreised
die naukistehend bezeichneten Lie⸗
genschaften im Weze der ver—⸗
ragemaßigen Wiederverst igerung
zffentlich zu Eigentham versteigert:
Pl. Nr. 139, 1 a 36 qm
Fläche, worauf ein zwei ˖
stöckiges Wohnhaus mit
uiherbauter Einfahrt, Keller,
Hofraum und Zubehör, uud
Pl.Nr. 140, 3 4 75 qm
Iflanzzarten dahnier, das
Ganze gelegen zu St. Ing
pert an der Kaiserstraße
neben Karl Todk und Hein⸗
rich Behr;
Pl. Nr. 1093, 10 a 56
qm Acker längs dem St.
Ingberter Banne, im Banne
von Rohrbach.
Si. Ingbert, 26. Aug. 1879.
K. Auffschneider,
Amniederweser.

InZerate—
ür den in erster Auflage in 5000 Eremplaten erscheinenden Ka⸗
talog dee
pfälʒ. sundwirtg Ausstellung zu Kaiserslautern
zom 4. bis 12. Oktober d. J., nimmt entgegen

Das Bureau der pfälz. landwirthsch. Ausstellung.

Loose à I Mark
zu der vom 4. - 12. Okioder
1879 in Kaiserslautern
datifindenden Pfätlzischen
landwirthschaftlichen
Ausstellung sind hier zu
daben bei Joh. Weirich,
Friseur.

Reichenhaller Kirchenbau Lotterie.
200 000 Loose. — Geldgewinnste 185,000 Mark.
Jiehung am 15. Oktober 1878.

Treffer 60,000 N., 25,000 M., 10,000 M. u. s. w

Loobse à 2 Mark zu bezichen durcd die
General⸗Agentur
Cari Lang, Bantgesshaftir D,anchen.
dier bben bei Herrn Franz Woll.

Zum
Probe-Abonnement géeignet

— —
Nur K Mrkx. 75 pr.
beträgt das Vonats-Abonnemer
auf das

„Berliner Tageblatt“
iebst „Berliner Sonn
agsblatt“! und illustrirtem
Witzblatt „U LX.“.

Im Laufe des deptember er⸗
cheint im täglichen Feuilleton dee
„Berliner Tageblatt“ die neuest⸗
Novelle von

Paul Heyso

unter dem Titel:

Romulusenliel,
vorauf wor die vielen Verehre
des gefeierten Dichtetrs aufmerk
am machen.

Damit die Zusendung von
J. September ab pünktlich erholge
volle man moͤglichst Früh zei
ig bei der nächstgelegenen Poste
anstalt abonniren.

Das Béerliner Tapeblat
sudie gelesensto u. verbrei
etste Zeitung Deutsch
lauds!1!

e

UUErdbeeren!!

Für diese sind d'e Mopate August und Septemwber die beste
Verpflanzzeit. Man erntet dann im nächsten Jadre bereits die
vstlichsten Früchte. Erdbeeren verdienen vrel mehr kultivirt zu
verden, als dieß bisher geschehen, indem sich durch ihre Einführung
)ie loynendsten Errräge eizielen iossen. Ihre Cultur ist eine hoͤchst
infache. Sie gedeihen am bisten in etwas sandigem, humosen
Lehemoden, der eine warme Laze hat. Bei der Vorbereitung des
Zodens düngt man mit abgelegenem Dünger und nimmt hiezu am
esten Kuh⸗ oder abgerotteten Pferdemist. Die Pflanzen werden
nisdann einzeln, etwa “ Meter von einander in Neihen und
Herdand auf die Beete gebracht.

Wir besitzen ein sehr großes und reichhaltiges Sortiment der
mpfehlenswerthesten GErobeeren und erlassen:

Zorniment don 10 sehr guten Sorten à 2 Pflanzer für 2M.
Zort. von 10 der großfrüchtigst. Sorten à ——
Sortim. von 25 eben solche Sorten à 2 Pflanzen 4M.
Sortim. von 10 ganz neuen Sorten à1 Pflanze 3 M.

00 Stuck Erdbeeren, beste großfrüchtige in extra schönem

Rommel 6S Marlx.

(Fuͤr Aechtheun der Sorten garanuren wir.)
BerereEintrake SArauendorf,
Post Vilshoken, Niederbhapern.

Signirzettel
hill'gst bei F. X. Deme
— — — — — 5 — —. 134
drud Versag von F. F. Demes in St. Inabort.
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        *
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555538 8 833355335
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33532355 383 8ES * — s——20288 5355575755—
2335833—58 232 22— 535322 —2858——885
23 55235 3232 2522 5233 25523 3 3283537 56 ———
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—— z23553223 55 251 —— 2 23233583* 2235 3278
23253 335* 27555 35 3 — ——— 382233323 —523838328
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52 5235 5 525322 41* *2 8 2832 8 5* 5 — ——
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25233325 2557 —A —— — J 52535 238 223255
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8 22 522 —525 33 2572 — 524 — 5252* — 22 335232382
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——
— * * * * p
3233 322333 538 5æ58883328 2
53288 —3 —A —— 5238585 7
284 553822 S — —5525 3 3269
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—*553338 7 235 553 55 233 7535 555 52 5353 555533
*5732385343 53533858335335 3353. 537285 338
— — — — * — * —28 7
— — 2 228 353 * 222 — * 55 .25SS
5535735358 — 25553 33 2338 533 z323 533 58333—5 ————
* 32 —8 22 2 S 3 2 8 — ——— —E — 5
33550 — 2—25512 7 5 22238 75 2 A — 58
z3852352 55333 853 5233 5235 53* 533 5733333335—328
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333335 33333 33 32 38 532 33332333—
— z252383 33828 z25 335*—3338328*
— —— 28 38 55333—23 —— —. 232 5233 ———
2523— — 522 — 2222 58 —235 228* 552 523
335735333852 3333588* 522333 35833338 33533373333
—722 —532 —z5 38 5885 2322 5232 523235
— 258 3 5758 2 52 —58 53**528 8* —— 28 282 5 2275 33*
223 52 8 5533535— 7 58222—,7 28 — 52353
— 2237 522223252253 358853 33 2 * —A 2
* 535 25 2z225323525 — 5328 * 332325 D 28 —A
z533838—3 733 28583527 53353353557 22325 22—55353382887
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¶ —A ——— —XR 3B352 8 * * 5332 225225 58

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322 2* — 2 *3 2 3 2* * 323 22 8358 2* 2 22 2* 44

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2 eæ 226 —— 527 — 8 — 28 — 52 J *

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        St. Ingberler Anzeiger.
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich mi⸗ dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

age) erscheint wochentlich viermal: Dieustag, Donuerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich

A 40 Z einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 A SGoO H, einschließlich 40 ⸗ Zustell gebuhr. Auzeigen werden mit 10 H, von Auswãrts
mit 13 fur die viergespaltene Zeile Blattschriit oder deren Raum, Neclamen mit 30 — vpro Zeile berechnet.
A Ig6.

Donnerstag den 28. August 1879.

Deutsches Reich.

Mäünchen, 21. Aug. Die bayerische Centrumbresse rückt
mit den Pläuen ihrer Parlei immer deutlicher heraus. Sie ver⸗
angt ausdrüdlich ein Hand in Hand Gehen mit den preußischen
Tonservativen, um dahin zu wirlen, daß in Deutschland ein con⸗
ervalides Regiment hergestellt werde. Noch vor einem Jahre
waren diese nämlichen breußischen Conservaliven Junker“, vor
denen unsere ultramontane Presse nicht genug warnen konnte. Sie
nuß also jedenfalls überzeugt sein, daß die Leute, welche der ulkra⸗
nontanen Fahne solgen, ein ebenso scowaches Gedächtniß als Ver⸗
dändniß haben.

Berlin, 28. Aug. Ueber die Sendung des Generalfeld⸗
nmarschalls v. Manteuffel nach Warschau werden hier vielerlei
Bermuthungen und Glossen laut; die Einen nehmen sie als ein
Zeichen, daß die Verstimmung Gortschakoffs gegen Bismaick, die
ꝛ*euerlich das Bedürfniß verspürte, sich in einer Zeitungsfehde zu
ntleeren, an dem freundschaftlichen Verhäliniß der Kaiser Wilhelm
uind Alcxander nichts geändert habe; Andere hingegen wollen aus
dem Umstand, daß Kaiser Alexander diesmal den gewohnten all⸗
ährlichen Ausflug nach Deutschiand unterlassen had, den Schluß
siehen, er sei gleich Gorischatoff doch ungehalten darüber, daß
Deutschland ihm auf dem Berliner Congreß nicht noch mehr rettete.
Die Letzteren mögen wohl Recht haben, und daraus würde sich's
nuch ertlären, warum gerade Generalfeldmarschall von Manteuffel
auserlesen wurde, den Czaren in Warschau, wo er die in Polen
iegenden Truppen inspicirt, zu begrußen. Ware es weiter nichts,
als eine gewöhnliche sormelle Begrüßung, würde eine andere Per⸗
oͤnlichleit auch genügt haben. Aber Manteuffel, der deim Kaiser
Alexander sehr zut angeschrieben ist und bei verschiedenen Gelegen⸗
zeiten für delicale diplomatische Aufgaben eine ganz besondere Ge⸗
chicklichkeit bekundet hat, wird wohl den Auftrag erhalten haben,
vo möglich die Fallen auf der Stirne des Czaren zu glatten.
Wenn es aber nicht gelingt — nun dann braucht man auch nicht
jofort an Krieg zu denken, wiewohl es immerhin gut sein mag,
ich für alle Faͤlle vorzusehen. In die Rubrik der Vorsichtsmaß-⸗
regeln gehört wohl auch die neuerlich angeordnete Beschleunigung
des Ausbaues der die Festung Thorn umgüͤrteten Foris. Anfangs
var die Bauzeit auf 4 Jahre fesigesetzt; jehzt aber sollen fie in
184 Jahren alle fertig sein. Jenseits der Grenze auf russischem
Bebiet ift man eifrig daran, die neuen zur Grenze führenden Eisen⸗
dahnlinien baldigst fertig zu stellen; gerade das mag für die oberste
Mititarbehörde in Berlin ein Sporn sein, die Thorner Festungs⸗
zausen auch zu beschleunigen.

Berlin, 26. Aug. Die ‚Nordd. Allgem. Zeitung“ ver⸗
zffentlicht den Wahlaufruf“ der Neutkonservativen. Derselbe spricht
sich füc Reform der Klassen⸗ und Einkommensteuer durch Entlastung
des lediglich aus der ürbeit fließenden Einkommens, für Ueber⸗
weisung der Grund ˖ und Gebaͤudesteuer an die Kommunen, für
Verrinigung der Haupt⸗-Eisenbahnlinien in der Hand des Staates,
Fortsetzung der Verwaltungsreform auf Grundlage der Kreisordnung,
Aus dehnung derselben mit Rücksicht auf die Verschiedenheit der that⸗
ächlichen Verhältnisse auf das ganze Staatsgebiet aus. Zur Wie⸗
derherstellung des kirchlichen Friedens sei die Hand zu bieten. In
vie weit einzelne Bessiimmungen der zum Zwede des Kampfes er⸗
assenen Gesehe einer Veraͤnderung unterliegen könnten, werde von
riner zwischen der Regieruug und dem päpstlichen Stuhle zu er⸗
sielenden Verständigung abhängen. Vei solcher Verständigung müßten
die unveraͤußerlichen Rechte des Staates gegenüder der Kirche ge⸗
rahrt dleiben. Der konfessionelle Charalter der Vollsschule sei zu
xhalten, die Leitung des Relig'onsunterrichts den Religionsgesell⸗
chasten zu Kberlassen, die Leitung des gesammten Unterrichtswesens
nusse der Staat in fester Hand dehalten. Der Aufruf spricht sich
endlich für eine Verlängerung der Budgetperiode aus und fordert
ur Wahl konservativer Maͤnner auf.

Ueber den Joll auf Eier sprechen sich die schutzzollnerischen
Dresdener Nachtichten“ sehr unzufrieden aus. Sie erkläten die
Annahme desselben seitens des Reichoͤags aus dem Zustande der
rrmudung, in dem sich das Plenum in dem Moment der Verband⸗

ung befunden habe, auch sei die Abstimmung ziemlich zweifelhaft
jewesen, Viele möchten in dem Gedränge von Abstimmungen gar
icht gewußt haben, wofür sie aufstarden. Nachdem sie an die
lussührungen Delbrücks in der Generaldebatte erinnert und die
zesorgniß ausgesprochen haben, daß die Albuminfabrilen nach
Desierreich übersiedeln würden, fahren sie fort: „Das ist das Wider⸗
nnige an dem Tarif, daß, während der Robhstoff, das Ei, ver—⸗
Illl werden muß, die Fabrikate aus dem Ei, das Eiweiß und das
Figelb für sich, zollfrei eingehen. Der Schutz der nationalen Ar⸗
eil liegt hier aiso thatfächlich beim Huhn, auf den Cierschalen.
Das lebendige Huhn selbst geht zollfrei über die Grenze; zweifelhaft
ann die Sache werden bei Huͤhnecn, welche launig genug sind, ge⸗
ade auf dem Transport über die Grenze Eier zu legen. Der
fierzoll ist so recht ein Plackzoll für alle Grenzbewohner; chikan bsen
zelästigungen aller Aut wird damit Thür und Thor geöffnet. Aber
nicht diese Eier im Kleinverkehr reizen den Appelit des Reichsfiskus,
ondern die Waggonladungen, welche wir vom Auslande beziehen.
ym Jahre 1868 wurden 772.000 Err. Eier brutto in Deulschland
ingesührt (687, 000 Ctr. über die österreichische Grenze). Italien
eersorgi das übrige Europa jährlich mit einem Eierüberschuß im Werthe
on 25 Millionen Fransen. Aber diese fremden Eier bleiben nur
ur Haͤlfte in Deuischland. Deutschland exportirte im Jahre 1878
os dod Centner Eier, zumeist Durchsuhr fremder Eier, welche zum
rößten Theil über Hamburg nach England gehen. Liegt es nun
ücht nahe, daß die Zollbehandlung, Kontrole und Aufenthalt dem
durchsuht· Verkehr andere Richtungen geben wird, und daß der
zinnahme⸗Etat für 772, 000 Centner Eier im Zollentwurf einfach ein?
Illusion ist, die man wie manche andere beseitigen wird?“ Man
seht, die Ernüchterung tritt rascher, als die meisten Gegner des
Jolltarifs erwariet haden mögen, ein, und tioß der Mahnungen
er schutzzöllnerischen Organe, an dem Tarif nicht zu rütteln, wird
unachst ein Lebensmittelzoll nach dem andern Gegenstand von An⸗
griffen in den Blättern ihrer eigenen Partei.

Stuttgar!t, 26. Aug. Der Genossenschaftstag nahm den
Intrag des engeren Ausschusses, beir. einen Protest gegen die Ver⸗
ächtigungen der Consumvereine, an und erklärte, es sei die Pflicht
iller Genossenschaften, speciell der Vorschußvereine, die Consum⸗
ereine als wichtiges Glied in der Keite des Genossenschaftswesens
n dem von den Gegnern aufgezwungenen Kampfe auf's Kräftigste
u unlterstützen, vorausgesetzt, daß die Consumvereine gut organisirt,
üchtig verwaltet seien und im Pritcip die Baarzahlung durchgeführt
sätten. — Der Genossenschaftslag lehnte den Antrag des Credit⸗
ereins in Meißen auf Zulassung der beschränkten Haftpflicht ab
ind nahm die motivirte Tagesordnung des engeren Ausschusses, die
inbeschrankte Solidarhast als richtige Rechts⸗ und Creditdasis der
Jenossenschaften beizubehalten, mit allen gegen 8 Stimmen an. —
Zum nächsten Versammlungsort für den deutschen Genossenschaftstag
vurde Aliona bestimmt.
Ausland.

Die NRew⸗NYorker Handels-Zeitung bespricht in einer ihrer
etzten Nummern die hochinteressanten Berichte, welche die amerita⸗
aischen Consuln in den europäischen Handelsastädten über die Lage
er europäischen Arbeiter im Vergleiche zu jener der amerikanischen,
in das auswärtige Ant in Washington erstattet haben. Dieser
Vergleich fallt fur Amerila dußerst günstg aus. Namentlich
väten jolgente Punkie festzustellen: „1) daß die Arbeitslöhne in
en Ver. Staatlen doppeit jo hoch sind, als die in Belgien, Däne⸗
nark, Frankreich und England, dreimal so hoch wie in Deutschland,
Jialien und Spanien und viermal so hoch wie in den Niederlan⸗
sen; 2) daß die Preise der nothwendigen Lebensbedürfnisse in den
Hereinigten Staaten niedriger sind, als in Europa; 3) daß die
Irbeilerbebolkerung von Frankreih sich in Folge ihrer Sparsamktit
ind Genügsamleit verhältnißmäßig besser befindet, als die von Eng⸗
ind, der bestbezahlten in Europa; 9 daß aus Strikes, Trunljucht,
Socialismus und Communismus in England und Deutschland mehr
Unheil für die arbeitenden Classen erwächst, als aus allen übrigen
üArsachen zusammengenommen.“
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        Vermischtes.

Si. Ingbert, 26. Aug. Am Sonntag wurde iu der
Schmitt'schen Wirthschaft zu Sengscheid von jungen Burschen
aus Scheidt arger Unfug durch Gläserwerfen verübt, wodurch 8
Personen erheblich verletzt wurden. Gegen die Ruhestörer wurde
protoboslarisch eingeschritten und dürften dieselben ihrer verdienten
Strafe entgegensehen. — Am nämlichen Tage wurde auf der
Schnappbacher Kirchweihe ein verheiraheter Mann aus Sulz
hach ohne alle Veranlassung von einem andern Sulzbacher meuchlings
in den Hinterkopf und Hals gestochen. Der Thäter ist verhaftet.
— In der Nacht vom 26./27. ds. wurden die Bewohner des
Hauses des Herrn Ferd nand Lösgen vom Riegelsberg bei
Heusweiler durch eine furchtbare Detonation erscheeckt; schlaftrunken
süürzte Alles aus den Beiten, nicht anders glaubend, als das Haus
sei am Einstürzen. Ruchlose Hände haiten Dynamispatronen vor
die Hausthüte gelegt und entzündet. Die furchtbare Explosion hat
die Ladenthüre und Fenfter der Vorderseite des Hauses zerschmettert
und auch bis ins Innere Zerstörungen angerichtet. Verletzt ist
glücklicherweise Niemand, doch soll Frau Lösgen in Folge des ge⸗
habten Schrecks sehr bedenklich erlrankt sein. Ueber den Urheber
und die Moiive zu dieser schändlichen That herrscht noch Dunkel.

*Niederwürzbach. Gemäß Erlasses des Herrn Obecr⸗
taatsanwaltes vom 14. August J. Is. wurde dem hiesigen Sian⸗
desbeamten — Gemeindeschreiber Peter Wol s — ob der fehler⸗
reien richtigen Redakllion der Standesakten und musterhaften
Haltung der Standesregister vom Jahre 1878 eine Belobung
ertheilt.

Ende 1880 soll in ganz Deulschland eine Volkszäh⸗
lbung statifinden. Zum Zwece der Vorhetathungen werden die
deutschen Siatistiker in der 2. Octoberwoche in Berlin zusammen⸗
treten. Mit der Zäblung soll auch die längst beabsichtigte allgemeine
Aufnahme des Viehstandes, sowie eine neue Gewerbestatistik, aber
erweitert zu einer vollständigen Berufsstatiftik verbunden werden.

F Burtweiler, 23. Auzust. Heute wurden durch eine
Berichtekommission in einem Keller dahier mehcere Fösser Wein
zugemacht, aus welchen vorher mehrere Flaschen Wein zur Probe
herausgenommen, weil der Wein in den genannten Fässfern fabricirt
sein soll.

FKaisersslautern, 24. Aug. Im Gewerbemuseum
sind die von Lehrlingen angefertigten zur Preisconcurrenz bestimmten
Schlosser arbeiten, 10 an der Zahl, ausgestellt. Die Arbeiten sind
jast olle me'sterhaft ausgeführt und werden die Prämiirung sehr
erschweren. Vertireten sind die Städte: Kaiserslautern, Ludwigs⸗
hafen, Sptier und Pirmasens.

f Das Fest des Verschönerungs-Vereins in Peustadt am
Sonntag nahmm trotz der etwas regnerischen Witterung einen gün-
stigen Verlauf. Das meiste Interesse nahm die Abends stattfindende
Prima amerik.
o Schweineschmalz,o
per Pfund 40 Pf.
dei Abnahme von 5,Pfd. 38 Pf.
fr. Francke's Filiale Ur. 5.
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dienung zusichernd. — Um gefl.
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Klassische Salonstücke
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2. Weber, C. M. v., Polacca brillante, 1,60, 40,
2. Weber, C. M.v., perpetuum mobile, 1,.50, 40,
4. Favarger L'Adien.... .⸗ 1.20, 30,
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LA Fũr tadellose neue Prachtexemplare wird ga-
rantirt, wofür anech schon der gute Ruf der Hand-
ung bürgt

Illumination und das Feuerwerk in Anspruch. Die an den Sgal—
zau stoßenden Straßen waren prächtig illuminirte, ebenso alle z
iegenden Burgruinen, Berosp'tzen und Villen, was von einem
zthöhten Standpunkte aus sich gar schön ansah. Von den Villen
varen unstreitg die „Villa Hetzel“ am schönsien beleuchtet. Von
)em Feuerwerk auf dieser Villa hatte man sich viel versprochen,
hie Erwartungen wurden noch durch die Leistungen der Feuerwerker
ibertroffen. Nachdem das Feuerwerk zu Ende war, wurde im
Harten dis Saalbaues von dir Musik die Vollshymne gespielt und
ang die zahlreich versammelte Menschenmenge kbäftig mit. Der
Anfang der Festlichkeiten in den Räumen und Anlagen des Saal⸗
haues war auf 9 Uhr festgesetzt; allein da sich Niemand von dem
Anblicke der festlich illuminirten Straßen trennen mochte, konnte
nit denselben eist später begonnen werden. Das allgemeine Urtheu
'autet dahin, daß Neustatt geboten habe, nas manche gidßere
Stadt nicht hätte bieten können. Die „Neust. Zig.“ ist von diesem
Erfolge so sehr begeistert, daß sie ihren Festbericht mit den Worten
chließt: „Neustadt ist und bleibt, trotz Anfeindungen und Wider—
prüchen, doch die pfälzische Metropole !“

FParis, 23. Aug. Die Zahl der bei dem Eisenbahn⸗
anglück bei Flers getödteten Personen beträgt 9, die der Verwun⸗
deten, unter denen viele schwer verletzt sind, 51; der Schadenersaß,
den die Westbatzngesellschaft zu zahlen haben wird, wird auf zwei
Millionen veranschlagt.
Hienstesnachrichten.

Ernannt wurden: Am Oberlandesgerichte Zweibrüchen zum Präsidenten
Appelldireltor Kieffer, zum Senatspräsidenten Oberstaaltsanwalt Zoller, zum
Obexftaatsanwalte der Appell.⸗Ger.-Rath Jakob Fitting, alle drei in Zwei—
rücken. Am Landgericht Frankenthal zum Präsidenten üppellrath Uebel von
Zweibrücken, zum Direktor: Koch. Am Landgericht Kaiserslautern zum Prä—
identen Bezirksgerichtsdiretteor Müller, zum Direlktor: Bezirksgerichtsrath
Reiffel. Am Landgericht Landau zum Präsidenten Föll, zum Direktor Apell⸗
rath Osthelder in Zweibrücken. Am Landgericht Zweibrücken zum Prasidenten
Direktor Haas, zum Direktor: Staatsanwalt Herfeldt in Zweibrücken.

In Folge der Gerichtsorganisation wurden die Landrichter Ludwig
Wilde in Waldfischbach und Jacob Damm in Otterberg unter Aner—
enaung ihrer geleisteten Dienste in den Ruhestand für immer versetzi; desgl.
der Assessor Joh. Bold in Zweibrücken, die Gerichisschreiber Friedẽ. Aulen-
bach in Dürkheim und Ludw. Rapp in Otterberg.

Marktberichte.

Homburg, 27. August. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
11 M 43 pf. Korn 7 M. 51 Ppf, Spelzkern — M. — Pf., Spelz 0 M.
— Pf. Gerste Zreihige — M. — Pf., Gerste Kreihige O M. — Pf. Hafer
7 M. 33 Pf., Mischfrucht O M. — Pf., Erbsen 0O M. — Pf., Wicken
M. — Pf., Bohnen M. — Pf., Kleesamen — M. — Pf., Korn⸗
brod 6.Pfund 68 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — pf.,
Rindfleisch 50 Pf., Kalbfleisch 40 Pf., Hammelfleisch — Pf., Schweinefleisch
50 Pf., Butter 1 Pfund O M. 80 Pf., Kartofeln ver Ctr. ß M. — pf.

Fur die Nedaction verantwortlich: F. xX. Demesßs.

— 1*— — —2
S Prüfet und behaltet das Beste. S
Die Wissenschaft war von jeher bemüht, nach Mitteln zu suchen, den
kranken Magen zu heilen und damit die meisten Störungen der mensch⸗
lichen Gesundheit rationell zu beseitigen, und hiezu haben sich viele unserer
Alpenpflanzen als vorzüglich geeignet erwiesen, nur müssen dieselben
mit fachwissenschaftlicher Kenntniß ausgesucht, je nach ihrer
Art verschieden bearbeitet, und quch richtig zufammengestellt
werden. Um einen guten wirksamen Magenbiller herzustellen müssen
manche Kraͤuter, Wurzeln und Blüthen abdestillirt, von manchen der Saft
ausgepreßt, andere durch Digeration extrahirt werden, und es isi schließ⸗
lich noch Hauptsache, diese Produkte dann so zu mischen, daß ein durch⸗
aus unschädliches, aber die Gesundheit und gesunde Blut⸗
bil dung förderndes Stomachicum daraus entsteht.

Der seit 20 Jahren von dem köonigl. Hofdestillateur Wallrad
Ottmar Bernhard in Munchen bereitele J

Aechte Bernhardiner Alpenkräulter-liquer
ist nach den Aussprüchen deutscher und ausländischer Universitaͤtspro⸗
fessoren und vieler berühmter Aerzte, ein solches big jeßt un—
übertroffenes Hausmittel.

Dieser allbewaͤhrte blutreinigende Magenbitter ist aus 21 ver⸗
schiedenen Kräutern, Wurzeln und Blüthen in obenbezeichneler Weise
zufammengesetzt, und nimmt eine Bearbeitungszeit von 17 Wochen in
Anspruch, ehe der Bitter vollständig fertig und versandtjähig ist. Nur die!
große Ausdehnung der Fabrik, deren Fabrikat nach allen Weltgegenden
versandt und exportirt wird, macht es moͤglich, diesen Magenbitter zu dem
Dilligen Preis von M. 4, M. 2, und M. 1.3 per Originalflasche zu
liefern und sollte derselbe auch als Präservativmittel in keiner Fa.
milie fehlen.

Da in Itr Zeit theure aber werthlose Fabrikate uuter
ähnlichem Namen aufgetaucht sind, achte man genau auf den seit 20

Jahren bekannten

Aechten Bernhardiner Alpenkräuter⸗Liquer don Wallrad Ottmas
Bernhard und ist derselbe nur allein ächt zu begehen in—

St. Inabert bei Jonn Peters.
AAnn
Ein aaren⸗ouch
auf den hiesten Vorschuß Verein hing am Mitnooch in hie—
siger Stadt verlonen. Der iedliche Finder wolle dasselbe auf dem
hiesigen Polizeibureau gegen Belohnung abaetben.
—R Verlag von F. x. Demest in St. Jnabert.
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        2
—
*

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323 5333333333853 23253335338383535235* 32233532 25*
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2 —A 52557372 5255858 82 570 2 22 2 5 3— — 53 — 3852
F — 3 — — —7526 5* —A 7 2 — ——— *
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228 —25233535323373 —535783538 — 3
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2 8 2 72 — 2* — 2 — 27
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— 558 —23233228 8—— —5322353*8* 552 3 * * — 2 3 4 —5ES
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5 33338 —3238 33 353 333335
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2989 87* 2 2 —5A— 2 5532 2222—* — * — 2
55385 553535335—52 3—333 3 2 67
555 23332545528833 —— 3 3
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* —. 232 2 —5 3 *5
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55533235*5335 5 *55 33 3—283 585 * 22 25 *333—232357
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255328 257* 5282835533233238 3 5—4— 5253522835
33 283833555 5533365885 83 2533—— 2333
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* — * 2 5855 5 3583835738 33 F 7 2327 8222 — —2k7z22—
5 — — —— 8 5 Äz2583B8B80 3 —2 3 68 52535 53 22323
* 5— 55 23232 525555 2 —* 833 5 —SB4— —E 32
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* 53 323383. —— 5 32538 2 2275 3523 —A—
553333338 33383 3 S* — 3 —3—
* 32,2 25. —5323 323537 5262 2 8 7558 25— 5223332255
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5 53 3552* 88 53 55352;2 ——— 2
2.3 * * 23 * 282823 2* 22* 2* —A —21
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        St. Ingberler Anzeiger.

—
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich mi⸗s dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wächentlich viermal? Dienstag, Donnerstag, Sanstag nud Sonntag. Der Abounementspreis beträgt vierieljähplich

1M 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezozen 1AG 60 H, einschließlich 420 Z Zustell jebuhr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattischrisft oder deren Raum, Neclamen mit 30 A pro Zeile berechnet.
M 137. Samstag den 830. August

—*

Abonnemenks auf dieses Blatt werden für den
Monat September von allen Postanstalten, sowie in
der Expedition oder von den Trägern entgegengenommen.

natürlich nichts, doh glaubt man, daß desselbe d'esmal trotz der
Rlänzerden Vertheidigungsrede des Angeklagten, Grafen v. Monts,
ein freisprechendes gewesen sei. Mit dem Modell des „Großen
Zurfürsten“ (das nebenbei gesagt von der Actien-Gesellschaft Vulcan
'n Siettin gefertigt war und 1500 M. koste) wurden am 23. d.
nuf dem Springbrunnen-Bassin im Garten der Admiralitüt Verfuche
angestellt. Diese Versuche hatten ganz denselben Erfolg wie einige
vorher vor dem Chef der Admiralstät, indem sich anfsänglich bei
jeschlosseinen Compartements und geöffnetem Leck (dies durch den
Sporn des „König Wilhelm“ veranlaßte Loch war an dem Modell
uerst zugeklebt) die erstern mit Wasser füllten und das Schiff sich
aur leicht auf die Seite legte, sich dagegen bei dem zweten Versuch
mit geöffneten Compartements die Katastrophe vom 31. Mal 1878,
ndem fsichh das Schiff scharf auf die Seite legte und kenterte,
viederholte. Graf v. Monts soll allerdinzs behaupken, daß er vor
der Katastrophe befohlen habe, die Compartements zu schließen.
Leider hat der betreffende Offic'er, der Capitän⸗Lieutenant Ludwig,
dei dem Untergange des Schiffes den Tod gefunden. Dagegen soll
nach der Aussage des Corvetten⸗Capitäns Krokisius, damals erster
Dffizier auf dem „Großen Kurfürsten“, feststehen, daß der Befehl
zum Schließen der Compartements zu spät ausgeführt und durch
Begenstände auf den Wallgängen, die nicht dahin gehörten, wie
Taue u. s. w., erschvert worden ist.

Berlin, 27. Aug. Feldmarschall v. Manteuffel wird
eine Reise nach Warschau erst morgen Abend antreten.

Die heute früh eingetroffenen Großfürsten Wladimir und Alexis
jegaben sich Nachmittags um 313 Uhr zum Besuch der Waojestäten
rud der übrigen Mitglieder des königlichen Hauses nach Potsdam
ind folgten dann einer Einladung der Majestäten zum Diner nach
Babelsbere, wozu auch das Personal der russischen Botschaft ge⸗
aden war.

Stuttgart, 27. Aug. Der Genossenschaftstag erledigte
die Angesegenheiten der Konsumvereine und nahm eine Instruktion
zur Verhütung des Verkaufs verfälschter Nahrungsmittel und fer⸗
ner eine Resolution an, naqh welcher eine einheitliche Methode bei
der Untersuchung von Lebensmitteln herbeigeführt werden soll und
vor großen Gelegenheitseinkäufen gewarnt wird. Schenck (Wies⸗
daden) schließt den Vereinstag mit einem Dank an Stuttgart.

Ausland.

Paris, 27. Aug. Nächstes Jahr soll bekanntlich die neue
franzoͤsische Heeresbverfassung zum ersten Male in ihrem ganzen Um⸗
'ange in Kraft treten. Bisher wurde aus Budgetrücksichten nur
zine Klasse von Reservisten per Jahr und nur ein Theil der Terri⸗
orialarmee (Landwehr) einberufen. Für das Jahr 1880 sollen
ider die nothigen Kredite bewilligt sein, um das Herresgesetz in
illen seinen Theilen durchzufühten. Das Effsktiv wird sich dann
zuf folgende Ziffern belaufen: 497,793 Mann; Reserve (zwei
dlassen) 313, 839 Mann und 2850 Offiziere; Landwehr: 149,6000
Naun und 4800 Offiziere, zusammen 968,300 Maun. In die
ttive Armee werden in diesem Jahre 1880 164,554 Mann auf-
jenommen werden, nämlich: Infanterie 108,729, Kavallerie 16,363,
Itillerie 25,221, Genie 3544, Truppen Equipage 5422, Adminis
tdration 3272 Mann. Dese 164,554 Mann zerfallen nah dem
Besetze in zwei Portionen: die ersse, welche nominell fünf Jahre
u dienen hat, wird sitz auf 107,300, die zweite, die ein Jahr zu
ienen hat, auf 57,254 Mann belaufen. De Zahl der für das
Jahr 1880 zuzulassenden Einjährig⸗ Freiwilligen ist auf 8820

Deutsches Reich.

München, 26. Aug. Heute wurden die mit der neuen
Gerichtsorganisation eintretenden Aenderungen im Rchterperlonal
hekannt gegeben; eine beträchtliche Anzahl von Rchtern (außer den
in letz'er Zeit schon qu eszirten) wurde in den dauernden Ruhestand
dersetzt, namlich 4 Bezirksgerichtsdirekioren, 13 Bezitksgerichtsräthe
Ddarunter der Abgeordnete Al. Freiherr v. Hafenbrädl in Regens.
durg — nicht zu verwechseln mit seinem Bruder Franz Xuver, der
auch Asgeordneter ist), 28 Stadi⸗ und Landrichter (darunter zwei
piälzische). Ferner wurden aus dem gleichen Anlaß in Ruhestand
persetzu: 2 App.llationsgerichtssekretäre, 1 Obergerichtsschreiber, 2
Bezirksgerichtsseklretäre, 2 Untergerichtsschreiber, 1 Bezirksgerichts⸗
chreiber, 10 Gerichtsschreiber an Landgerichten (darunter 2pfälzische),
8 Landgerichtsdieuer.

Berlin, 25. Aug. Im gegenwärtigen Augenbl'ick, wo die

officiöse und halbofficiöse Presse in einem heftigen Kampfe mit Ruß⸗
land liegt, erscheint es gut, davon Notiz zu nehmen, daß auch ein
Blatt, das sehr häufig directe Mittheilungen aus dem Kriegsmini⸗
sterium und aus der Admiralität erhält, nämlich die „Deutsche
Heereszeitung“, fich in seiner neuesten Nummer an der Besprechung
zines etwaigen Krieges zwischen Deutschland und Rußland (mit dem
zs übrigens noch gute Wege haben wird) beth iligt. In einem
durchaus ruhigen und sachgemäßen Actikel kommt das Blatt zu
dem üderraschenden Schluß, daß der naturgemäße Verbündete Deutsch⸗
lands gegen Rußland China ist. Nachdem auf das genaueste die
Grenzenverhältuisse zwischen Rußland und China erörteit worden
and und nachgewesen ist, wo an der 8540 Kilometer langen Grenze
Bewegung und Erhaltung von größeren Heeren behufs einzuleitender
kriegerischer Operationen möglich ist, nachdem ferner die in den
Brenzprovinzen vorhandenen militairischen Kräfte abgewogen und
deren Organisation geprüft ist, nachdem endlich die milita rischen
Verhältnisse heider Resche zur See abgewogen sind und der Beweis
erbracht isi, daß China in keiner Beziehmg von einer Flotte ndemou⸗
stration bedroht ist, wird nachgewiesen, daß Rußland mindestens
200,000 Combattanten nach dem fernen Osten senden mühte, um
sich vor China nur einigermaßen zu sichern. Mit einem Hinblick
auf die Zähigkeit der Chinesen im Erhalten und Wiedererobern
ihres alten Besitzes und dem Hinweis, daß China nie eine Gelegen⸗
heit versäumen werde, auf moͤglichst billige Weise in den Wieder⸗
besitz des Amurgebietes zu gelangen, heißt es am Schluß: „Dies ist
der Grund, warum China als der naturgemäße Bundesgenosse
Deutschlands angesehen werde. Je länger sich nun für China der
Moment, aus deutsch- russischen Verwidelungen Nutzen zu ziehen,
hinausschiebt, desto mehr naht es sich dem Ende der Umbildung,
Reorganisatien und Modernisirang seiner Streitmittel, mit desto
pibßerer Energie und Aussicht auf Erfolg kann es auftreten und
»esto mehr nüht sein Eingreifen, durch Abziehen bedeutender russischer
sträste nach Osten, dem Deuischen Reiche.

Berhin, 26. Aug. Ueber den Besuch des Kaisers in
Metz wird der „N. Pr. Ztg.“ von dott geschrieben: Wie nunmehr
astgesetzt ist, wird der Kaiser am 23 Sepiember von Straßburg
aus hier eintreffen und das Abdsteigequartier in den reservirten
Raumen der hiesizen Präfeltutr nehmen. Es ist nicht unwahrtschein-
ich, daß auch der König von Sachsen den Herbstmandvern des 15.
—X und der Patade beiwohnen wird, da außer dem sächs. Fuß⸗
Artillerie ⸗Regiment Nr. 12. auch das säcsis he 6. Jufanterie Regiment
Lc. 108 zum 15. Armeccorps gehoͤtt.

Berlhin, 26. Aug. Das dritte Kriegsgericht über den
Lapitan j. S. Grafen d. Monis, ehemaligen Commandanten des
Beoßen Kurjürften“, das am 22. da. degoanen, hat gestern seine
Sitzungen beendet und geht das Urtheil nun an das Enigliche
e zur Begutachtung, che es dem Karser zur Be⸗
atigung dorgelegt wird. Ueber den Ausfall des Ustheils verlautet

Beruinijqtes.

FZweibrücken, 26. Aug. Durch Allerhöchstes Refkt'pt
d. d. Linderhof, den 18. Aug. l. Is. wurde die durch das Schwur⸗
ericht dahler am 25. Juni abhin gegea Jalßsb Schüler, 18 Jahre
alt, Schreinergeselle aus Speyer, wegen Mordes ausgesprochene
Todesstrase in eine Zuchthaussirafe von 15 Jahren gemildert. (3. 3),

faiserzlautern, 26. Aug. Vor dien Ehren-
zreisen, welche laut der Stijtung Sr. Majestät des Königs zur
Förderung der Gewerbsthäligleit im Regierungsbezirke der Pfalz
iür die dieses Jaht loalurrirenden Schlosserarbeiten ertheill werden.
        <pb n="474" />
        wurde der erste dem Schlosser Hrn. Karl Michel h'er, der zweite
bem Schlosser und Kassenfabrikanten Hrn. Nudolph Wagner-hier,
der dritle dem Schlosser Hrn. Oehlschläger in Zweibrücken zuerkannt.

pNeustadit, 28. Aug. Heaute haben wir wieder das
Ende eines Drama's zu melden, welches eine Familie in Haardt
betroffen hat. Vor etwa 3 Monaten hat sich ein junger Mann,
Namens Steger von da, der als Unteroffizier ein doppeltes Liebes⸗
berhältniß hier und in Bayrenth unterhiell, von denen das letztere
mit Folgen begleitet war, in letzterem Orte erschossen. Dessen
Bruder, welcher ohnlängst sein elterliches Erbtheil erhielt und hier
diponirle, war vor eiwa 6 Wochen beschuldig“, eine Arzabl Wald⸗
ba ume ruinirt zu haben. Vor einigen Tagen holte derselbe sein
Geid, reiste nach Bayreuth, suchte das Grab seines, Bruders auf
und erschoß sich auf demselben, wie ein heute eingelaufenes Tele⸗
gramm von dort mittheilte. (Pf. V.)

pNeustadt, 26. Aug. Ein gemüthlicher Bürger, der
sich am Sonnlag für das Fest besonders begeisterte, hätte fast sein
Leben verloren. Derfelbe eilte vor Tagesanbruch seiner Wohnung
zu, hatte aber keinen Hausschlüssel bei sich und fand auch kein Ge⸗
hör bei seinen Angelörigen, die fest schlifen und wohl von dem
jchönen Balle träumten. Als alles Klopfen und Hämmern vergeb⸗
lich war, suchte er auf eine andere Art, nämlich durch das Keller⸗
soch in die Wohuung zu gelangen. Kaum zur Häilfte hineinge⸗
schiupit, konnte er nicht mehr weiter, auch nicht mehr rückwärts.
Ein Glück war es, daß ein Arbeiter vorübertam, der die Beine
die Trommelschlegel wirbeln sah. Trotz aller Mühe konnte auch
dieser nicht helfen. Es blieb nichts übrig, als den Nachtdar zu
wecken, der mit Meisel und Hammer herbeieilte, um einen Stein
aus der Oeffnung zu nehmen und den Halbtodten aus seiner Lage
zu befre'en. Der wieder eingesetzte Stein soll die Inschrist erhal⸗
sin: „Zur Erinnerung an den 25. Augufst 1879.“

7 GGefährlichkeit des Heklographen.) Ein reicher, angesehener
Buͤrger einer pfälzischen Stadt hatte als Vorstand einer Corpo⸗
ralioa Einsadungen an Beamte und Honorationen der Stadt zu
zner Festidität dieser Corporation ergehen zu lassen. Er bediente
sih dazu des Wunderapparats „Hektograph“ und setzie unter jede
alfo hetlographirte Einladung seinen Namen — denn er war ja
der Vorstand. Die Einladungen wurden herumgesandt und de
Festlichleit rcecht gut besucht. Der Herr Vorstand war in bester
Jaune und sprach auch dabei den geistigen Getränken zu. Da
näherte sich ein ihm peribalich betannier Bankier mit ernster Miene,
hielt ihm tin Blatt Papier vors Gesicht und frug ihn, ob dies
wohl seine Unterschrift sei, was der Vorstand nicht anstand zu be—⸗
jahen. „So, dann iesen Sie einmah!“ — Tableau! — Dr
erschrecte, einer Ohnmacht nahe Vorstand h'elt eine mit seinet
Unterschrift versehene Schuld verschreibung über 20,000 Mart in der
Hand und konnte erst beruhigt werden, nachdem man ihm versichert
hatte, es handle sich nur um einen Scherz, man habe bei erner
jener Einladungen den einladenden hekrogtaphischen Thel durch die
Sonnenstratlen wegbl ichen lassen und dann die inhallsschwere
Schuldverschreibung aa Stelle der freundlichen Einladung über di:
Unlerschrijt des Herrn Vorstandes gesetzt. En großer Stein fiel
dem guten Mann vom Herzen, als man das verhängnißvolle Pap er
bor seinen Augen zerriß. Er schwur, niemals mehr von dieser hör⸗
nischen Eifindung, die das Liͤcht der Sonne nicht vertragen lönne,
Gebrauch zu machen. Wir glauben, er hält seinen Schwur.

Worms, 26. Aug. Pächsten Sonniag fi det hier eine
Versammlung sämmtlicher mittelrbeinischen Reserveoffiziere statt.
Diefer Vereinigung gehören die Reserveoffiziere aus Baden, der
bayerischen Pfalz, Elsaß, Nassau, Frankfurt und dem Grobherzog⸗
thum Hessen au.

PgIn Frankfurt a. M. hat sich der Lieutenant Dörc dom
118. Regiment erschossen. Zwistickeiten mit Kameraden, welche ihn
aus einem Cercle, der, wie es scheint, nur dem hochfeinen Reun⸗
sport zugänglich war, gewaltsam entfernten, sollen den Grund des
Selbstmordes bilden.

Würzburg. Die Trauben haben sich bei uns, unter
dem Einfluß der heißen Witterung, nuu so weit entwickelt,
daß sich in sämmtlichen desf ren Lagen schon weiche Beeren
vorfinden. Eine Verschiedenheit im Stand der Trauben wie
sie sich in diesem Jahr zeigt, dürste noch nicht da gewesen sein.
Man findet in einzelnen Weinbergen Siöcke, bei deren an Fülle
und Größe der Trauben wenig zu wünschen übrig bleibt. An an⸗
deren Orien sind wieder sehr wenig Trauben und diese siehr gering.
Bikommen wir einen guten Ociober, so haben einzelne Besitzer
immer noch eine erttägliche Traubenernte zu hoffen.

fDas jfreundliche Städichen Gernsbach im Murgthal
(Baden) ist seit Kutzem in großer Aufregung. Man fand nämlich
dort schon zweimal je einen Brandbrief, der audrohte, die
Stadi werde angezuͤndet, wenn der Oderjörster K. (ein zwar
strenger, abet dennoch wohlwoll:nder Beamtet) nicht dinnen acht
Tagen die Stadt verlasse. Die Drohung ist um so unsinniget, als
T.Eiadltso Leinerlei Finwüutung ani“ die Erneunung oder Wr⸗

etzung dieses Stlaalsbeamten hat. Es wurden zwar Nachforschungen
n Betreff des Briefschreibers gemacht, indessen ohne Ersolg.
Schließlich beruhizte man sich bei dem Gedanken, es handle sich um
Anen fribolen Schreckschuß. Aber siehe da! wenige Taze nach
duffiaden des zweiten Brandbhriefes bruch in Gernsbach an einer
Ztelle, wo durch bie enge Bauart des Häuserquartiers das Loschen
ehr erschwert ist, und in demselben Augenblicke, wo die Gerns⸗
hacher Feuerwehr zu einer Uebung versammelt war, Feuer aus, das
neun Häuser derzehrte. Hoffenllich brinqt die Untersuchung Licht
n die dunkle Angelegenheit.

p Ein Feenschloß im Chiemsee. Auf der „Herreninsel“ des
Fhiemsees erhebt sich bereits bis in's zweite Stockwerk der eine
Flügel desjenigen Schlosses, welches der König Ludwig von Bayern
'ort errichten iäßl. Die Bauzeit ist auf 5 Jahre noch berechnet,
ie Kosten sind (oorausgesetzt, daß der Correspondent nicht über⸗
reibi) im Minimum auf 16 Mill onen. Mart veranschlagl. Das
34105 soll im Barochtyl erstehen. König Lud vig ist ausdrüclich
nehrfach in Versailles gewesen, um die Bauplaͤne des dortigen
zchlosses zu studiren, Teiche, Bassins, Wosserkünste sind vorgesehen.
Die nere Aussla'tung sol m'it ungemöhnl schem Luxus erfolgen.
das Himmelbett ist bereits fettig. Es wird von 16 vergoldeten
Säul⸗a getragen. Mehrere Stickerinnen arbeiten seit Jahren an
den Porlieren des Schlifzimmers und den Gardinen dis Bettes.

Berhin, 21. Auz. EEin Beitrag zum Kaptel des
Abergiaubens.) Ein hiesijer bekannter Theateragent passirte vor⸗
jestern die Behrenstraße, als plötzlich eine elegant getleidete Dame
zuf ihn zutrat und ihm ohne weiteres ins Gesicht spie. Der Herr,
velcher die Dame nie zuvor gesehen hatte, glaubte im ersten Augen⸗
lich cs mit einer Irrsinnigen zu ihun zu haben; da die Dame
doch im allgemeinen durchaus nicht den Eindrud einer solchen
nachte, folgie er ihr und forderte sie allen Ernstes auf, ihm nach
em nächsien Polizeibur?au. behufs Feststellung ihrer Persönlichleit
u folgen. Die Dame weigerte sich und es eusstand ein heftiger
Wortwechsel, welcher einen bedeutenden Auflauf veranlaßte. Da
hrach plötzlich die Dame in Thränen aus und rief. „Nun wohl, so
Aerhafien Sie mich; bin ich doch nun wenigstens die Gelbsucht los.“
— ,Die Gelbsucht ?“ fragte der Herr erstaunt, der nunmehr doch
in dem Verstand der Dame zu zweifeln begann. Stalt aller Ant⸗
vort zog die letztere ein sogenanntes „Buch der Sy upathie“ aus
)er Tasche und las mit lauter, vernehmlicher Stimme: „Mittel
seyen die Gelbsucht. Dem ersten Dir am Morgen begegnenden
Nanun, welcher Dir gefällt, speie ins Gesicht und die Gelbsucht
hwindet in 12 Stunden.“ Der Theateragent war großmüthig ge⸗
lug, von der Verhaftung der Bemitleidenswerthen Abstand zu nehmen
ind sprach nur sein Bedauern darüber aus, daß gerade er ihr ge⸗
allen mußte.

fBerlin. Aus den jetzt vorliegenden Anmeldungen für
ie internationale Feschere-Ausstellung, welche seitens des deutsches
zischereie Vereius im Aprihet. J. in Berlin veranstaltet wird, geht
aivor, daß Frankreich sich nicht offiziell betheiligt; dazegen stebt
ine privaie Betheiligung unserer fransvogesischen Nachbarn in Aus⸗
icht. Von größeren europäischen Ländern dürste nur Spanien un⸗
eitreien bleiben; von den übrigen Welitheilen fehlt nur nod
Australien in der Anmeldeleste, während Asien und Amerika mit
iner großen Anzahl von Emzelländern, uund Afrika durch Egyplen
»Atreien sein werden. Gesammtausssellungen auf Kosten der betref
enden Regierungen sind stirens Hollands, —AXXEGSI
Norwegens, Portugals und Italens in Aussicht genommen.

'Ju Szege din haben am Mocgen des 18. August, des
Zehurtslags des Kaisers Franz Joseph, die letzten Pumpen, die
noch in Betrieb waren, ihre Thätigkeit eingestellt. Das Wasser ist
aun vollstandig ausgepumpt.

4J Pest'h, 24. Aug. Gestern um 5 Uhr Abends wurde ein

ztoßer Brand signal'sirt. Das „N. P. J.“ mildet darüder: Un⸗
jefähr eine halde Stunde von der Mauth, auf jener Schienenstrecke,
Helche die Linie der ungarischen Staatsbahu mit jetet der öller⸗
eichischen Staatsbahn verbindet, stand auf offenem Felde ein
Ssenbahnzug mit Petroleum und Kurzwaaren in hellen Flammen.
zin Zug mit 48 Waggous sollte von der einen Bahulenie auf die
indere übe süh t werden. Drei Waggons hinter der Lolomotwe
daren mit Petroleum in Fassern beladen; die veer LL
nit Waaren allerlei Atrt. Auf der jäh abfallenden Verbindungo⸗
inie merkie der Zugfühter, daß der (aus dem Sieindruch kommende)
Traen mu rasender Schnelligkeit vorwärts eilie; er gab Kontre
anpf und versuchte zu bremsen; doch vergebens, d'e Bremsevor⸗
ichtung erwies sich als mangelhaft und am Ende der Verbindungs⸗
inie entgleiste die Lolomotive, riß einen Sturzwall mit sich und
hohrte sih hef in den Boden ein. Die naqsolgenden Waggous
hürmten sich über einander, Wagen und Faͤsser zerschmetterten, ein
Funke setzt das Petroleum in Btand und binnen Kutzem stand en
acht Wagzßons mitsammt ihrem Inhalte in Flammen. Der Scha⸗
den beträgt ea. 100,000 fl.

Paris, 20. August. Eine lom sche Geschichte, welcht
waleich auf denische Handelsvertälinisse ein Licht wirft, begegnete
        <pb n="475" />
        vor einiger Zeit dem Besitzer eines großen Modewaarengeschäfte in
Berlin. Eine rheinische Sammt⸗ und Seidenfabrik hatte demselben
gesteiften Sammt (einen neuen, von ihr angefertigten Artikel) ange⸗
bolen. Das Modewaarengeschäft wies das Anerbieten mit der Gr·
klärung zurück, daß man solche Dinge nur in Frankreich kaufen
tönne, zumal da die eleganten Berliner Damen nur französische
Fabrikate haben wollten. Einige Zeit später kam der Innbaber
der Modewaarenhandlung nach Paris und fand, daß der von ihm
derschmähte rhein sche Sammt in Paris Mode⸗Ariikel geworden war.
Da er wußte, wer denselben fabricirte, bestellte er in Pars nichts
dadon, sondern wandte sich an das rh inische Haus, um seine Ein⸗
käufe zu machen. Er erhielt jedoch de Antwort, daß er sich an
eine bestimmte Pariser Firma wenden müffe, welche durch —A
alleinige Herrin dieses Artikels geworden sei. Da er nun den
rheinischen Sammt haben mußte, war er genöthigt, ihn in Patis
50 Procent theurer zu bezahlen, als er ihm angeboten worden
war, und außerdem den deutschen Engangszoll zu entrichten. Doch
selbstverständlich war nicht er es, der die Kosien zu tragen haite,
sondern jener närrische Theil der Berliner Damenwelt, der nichts
kaufen will, was nicht den Pariser Siempel trägt. Es scheint über⸗
haupt, daß Deutschland sich trotz des Loosungswortes der naticnalen
Arbeit vach wie vor anschmieren lassen will. So senden z. B. die
großen franzöfischen Modewaarengeschäste jedes Jahr nach Deutsch⸗
and zahlre che Waarenverzeichnisse, in denen eine Unzahl deutscher
Erzeuznisse aufgeführt ist, natürlich nicht mit Angabe der Herlkunjt.
Die thöcichten deumchen Frauen, welche dieselben für Pariser Mach⸗
werk halten, finden sie äußerst wohlfeil und bestellen sie in Masse,
während sie dieselben in Deutsshland billizet haben lönnten. In
diejer Hinsicht rürde sich noch Vieles sagen lassen. Heute sei nur
noch die Bemerkung gemacht, daß nicht om wenigsten die reichen
Schutz öllner Deutschiands, welche säglich von der Hebung der
nat'dnalen Arbeit“ sprechen, ihr Geld dem Auslande hinwerfen.
Fs ließen sich hier viele aufzählen, die ihre Schneider oder sonstigen
Teseranten in Paris haben; z. B. eine hochadelige Dame. deren
Mann erzultramontaner Agrarier ist, die während igret kürzlichen
Anwesenheit in Paris fuür mehr als 100,000 Frcs. Einkäufe
machte; oder solche, die hier Juwelen zum doppelten Werth bezah—
len, während sie in Deulschland Alles unter dem Preise bezahlen
wollen! oder andere, die zum Baus oder Umbau großer Schlösser
Mill oren än Frankreich abzeben, um von dort Bauleute und
Baumaterial zu beziehen. Wie angedeutet, sind unter denen, die
Deuischland mit französischen Federn schmücken, gerade viele von
denjenigen, die sich sehr nationoledeutsch und sehr anti:französisch zu
geberden pflegen.

7 Am B8. d. ist beinahe die Hälfte dir Hafenstadt Batum,
die im letzien russisch türkischen Krieg eine hervorragende Rolle sp'elte
und j tzt zu Nußland gehört, ein Raub der Flammen geworden.
Dar Vrand kam in einet armenischen Handelsbude zum Ausbruch.

1 Die Größe des Hotelgeschäftes in New-York lkann
durch folgende S'atistik in Bezug auf 15 der Hauͤpthotels (die
indeß kaum dedeutender sind als viele andere der 108, welche die Stadt
besitz) bemessen werden. In diesen 15 Hotels leht im Laufe des
Jaͤhres eine iemporäre Bevöllerung van 1,8500,000 Personen, und
dieselben geben für ihre Unterkunft in demselben Zeittaum circa
14 000,000 Dollars aus. Diese 15 Hotels verbrauchen in jeder
Woche 54 600 Ppfd. Fleisch; 600,000 Pfd. Fische und 600,000
Pfd. Austern in einem Jahre. Sie verbrauchen ferner in einem
Jahre 5,000,000 Eier, 1,500,000 Pfd. Geflügel und Wildpret,
10.000 Faß Mehl, 20,000 Faß Karieffeln, 180.000 Pfd. Kaffee,
35.000 Pfd. Thee, 700,000 Pid. Zucker, 1,800,000 Quart Piilch,
170,000 Quari Sahne und 450,000 Pfd. Butter. Ihre Wasch⸗
anstalten waschen jährlich 19,000,000 Stücke, und sie verbrennen
60 Mill onen Cub.⸗Fuß Gas und 25,000 Tonnen Kohlen, wahrend
sie zur Verbreitung von Kühle 12,000 Tonnen Eis bedürfen. Diese
15 Hotels haben 4662 3 maier, in denen 6030 Personen dequem,
7640 im Rolhfalle untergebracht werden lönnen; sie bhaben einen
täglichen Durchschnitt von 3925 Gästen, zu deren Bedienung sie
1456 weibliche und 1479 mängliche Dienstboten beschäftigen. Sie
hesitzen 390 Equipagen, in denen ihre Gäste ausfahren löpnen, aber
nicht ohne dafür eine guke, runde Summe zu entrichten. Die durch⸗
schnittliche iägliche Aussgabe eines in einem dieser Hotels logirenden
Derrn betragt circa 10 Dollars.

p Die größte Obstbaum⸗Anlage in der Welt besißt ein Ameri⸗
kaner Namens M'Kinstty am Hudson Fluß. Sie enthält mehr
als 24000 Arp'el 1700 Birne, 4000 Kirschen⸗, 800 Pfitsischen ⸗
und 200 Pflaumen⸗Bäume, 1500 Rebslöcke, 6000 Johannis⸗
beersiräuche und 200 füße Kastanien. Die vorjährige Aepfel⸗rnte
lieferte 30,000 Faässer, wovon ein aroßer Theil nach Eutopa ver⸗
sandk wurdd.

PIn Parzuonibei Neopel hat, wie der Piccolo erzählt,
ein Duell eigener Ärt stattgefunden. Zwei junge Damen, Fraäulein
Biuseppino Leffredo und Fräulein Rosina Lanni,- beide im Alter
bdon ungefähr vanzig Jahren, waren feit lange Nebenbuhlerinnen.
Das bäßlda der beiden Fräulein forderte das bübschere auf

Flinten, um sich der lästigen Neberbuhler'n zu eniledigen. An
hie Noihwendigkeit den Zweikampf durch Zeugen überwachen zu
assen, dachte man nicht. Eines Tages begaben sich die beiden
indersöhnlichen Feindinnen nach einem Hügel Glontagna spaccula)
n der Nähe der Stadi. Kaum auf dem Kampiplatz angekommen,
egte die Geforderte ihre Flinte an und drüchte los. Dann entfloh
ie nach Hause, so daß ihre Gegnerin gar nicht zum Schuß gelangte,
ind ebenjalls, da sie glücklicher Weise unverletzt war, ruhig wieder
nach Hause gehen klonnte.—

FMr.“ Aichibald Forbes, der Berichterstalter der „Daily
News“, befand sich unter den Passagieren des am 19. d. M. in
Plymouth vom Cap angelangten Postdampfers „Dublin Castle“.
Als der Peinz von Wales und der Herzog von Edinburg, die sich
zur Zeit an Bord der königlichen Yacht Osborne“ im Hafen von
Plymouth befauden, von dir Apkunft des berühmten Korrespondenten
joͤren, luden sie denseben zu sich ein. Me. Forbes war indeß ge⸗
öthigt, die schmeichtlhafte Einladung abzulehnen, da er an einem
Fieber leidet, das er sich im Zulu Land zugezogen, sowie an einer
Jernachlässigten Wunde, die ihm durch einen Streifsschuß in der
Schlacht von Unlundi zugefügt worden.

Dienstesnachrichten.

Ernannt wurden beim Landgericht Frankent hal: zu Räthen: C.
J. Hönes, J. Bossert, W. Baum, von Jau, Dr. Freyburger, R. Tillmann,
ammllich bisher Bezirksgerichtsräthe in Frankenthal, Bastian von Landau und
Pauli, bisher 2. Staatsanwalt in Frankenthat; zum Ob ergericht⸗
schreiber: Ph. Denig, bisher in Frankenthal; zu Gerichtschreibern:
Wagner, bisher Polizeianwalt in Pirmasens, und Briglmayer, bisher Ge⸗
ichtzvollzieher in Ludwigshafen; zum Gerichtsboten: Vlatz, bisher in
Windsheim.

Landgericht Raiserslautern: zu Räthen; G. Kuhn, A. Wolff,
d. Muller, F. W. Baumann, Ph. Clement, sämintlich bisher Bezirksgerichts⸗
rälhe in Kaiserslautern, Lobenhofer, bisher Untersuchungsrichter, und Pfister,
Feide bisher in Kaiserslautern; zum Obergerichtschreiber: Fr. Rossee,
isher in Kaiserslautern; zu Gerichtschreibern: E. Kissel, bisher Poli⸗
eianwalt in Ludwigshasen, und Mayer; zum Gefängnißv erwalter;
J. Zimmer, Beide disher in Kaiserslauteru; aum Gerichtsboten: Graf
uus Pfarrkirchen.

Zandsericht Landau: zu Räthen: F. Böcking, G. J. Beder, J. V.
Stichter, Th. Brünings, Heintz, E. Reither, sämmtlich bisher Bezirksgerichts⸗
ãthe in Landau: zum Obergerichtschreiber: I. Pfirmann; zu Gee⸗
icht schre ibern: Fooß und Rettig, seither Gerichisvollzieher, sämmtlich
isher in Landau; zum Gefängnißverwalter: Kohl, bisher in Neu⸗
tadt; zum Gerichts boten: Bindel, bisher in Speyer.

Laͤndgericht Zweibrücken: zu Räthen: F. Gugel, E. Erbelding,
F. X. Bauer, O. Bruch, Ph. Seubert, J. Platz, sämmtlich bisher Bezirks⸗
Ferichtzräthe in Zweibruͤcken; zum Obergerichtschreiber; G. Merckel,
isher in Zweibrücken; zu Gerichtschreibern: Cullmann, bisher Polizei⸗
mwalt in Kandel, und Hatzfeld, bisher Untergerichtschreiber am Appellations⸗
jericht Zweibrücken; zum Gefängnißverwalter; W. Walter, bisher
n Zweibrücen; zum Gerichtsboten: Leiueweber, bisher in Germersheim.

Ernannt wuürden: Zum Staatsanwalt am Oberlandesgerichte
Zweibrücken: D. A. Scherrer, bisher Staatsanwalt beim Appelgericht in
zweibrücken.

Landgericht Frankenthal: 1. Staatsenwalt D. Fahr, disher 1.
Staalsanwalt am Bezirksgericht Frankenthal, 2. Staatsanwalt Zöller, bis-
ser Assessor in Ludwigshafen; 8. Staatsanwalt C. Männer, bisher Polizei⸗
inwalt in Neustadt a. H.
Vandgericht Zweibrücken: 1. Staatsanwalt H. Petri, bisher
Ztaalzanwalt am Appellationsgericht Zweibrücken; 2. Staatsanwalt Dr.
ärelt, funkt. Staatsanwaltsubstitut ain Bezirksgericht Kaiserslautern; 8.
Ztaalsanwalt F. Kieffer, bisher in Zweibrücken.

Landgericht Landau: 1. Staatsanwalt C. Hofmann, bisher 1.
Staalsanwalt daselbst; 2. Staatsanwalt J. Silbernagel, bisher Landgerichts⸗
Pirmasens, 3. Staatsanwalt Scherrer, bisher Polizeianwalt in
Edenkoben.

Landgericht Kaiserslautern; 1. Staatsanwalt A. Edhard, bis⸗
jer 1. Staatsanwalt am Bezirksgericht Kaiserslautern; 2. Staatsanwalt A.
Schäfer, bisher 2. Staatsanwalt daselbst; 8. Staatsanwalt Schmitt, bisher

n Kaiserslautern
Gemeinnütziges.

Grüne Bohnen aufzuvewahren. Man nehme Bohnen, deren
derne noch nicht sehr groß sind, ziehe davon d'ie Fäden ab, tauche
je einen Augendlick in kochendes Wosser, losse sie ganz erbalten,
ege in ein Faß gesundes reines Weinsauk, dann ungefähr fünf
Zoll hoch Bohnen, dann wieder eine Lage Weinlaub und so ferner,
o daß letzteres oben den Schluß macht, und erhalte darauf das
vanze in gepreßlein Zustande. Dann gießt man Salzwasser auf,
zaß es noch datüber stehl, und eisetzt, was davon vperoünstet. von
Zeit zu Zeit durch frisches.

Marktberichte.

Zweibrücken, 28 Ruͤgust. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarlt.)
Veizen 10 M. 96 Pf., Korn 8M. — Pf. Gerste zweireihige 7 M. 93 Pf.
—E— Pf., Spelzkern — M. — Pf.
e . Pf. Mischtruht d R. — Pf, Hdafer 7 W. 20 ppf,
frbsen — R. — Pf., Widen o M. — Pf., Kartoffeln 2 M. 40 pf.
deun8 M. 50 Pf., Stroh 3 M. — Pf., Weißbrod 1!/3 Kilogr. 54 Pf.,
rnbrodes Kilogr. 74 Pf., 2 Kilogr. 50 Pf., 1Kilogr. 25 Pf., Gemifcht⸗
rod 3 Kilogr. 91 Pf., das Paar Wed 100 GEr. 6 Bfo Rindfleisch J. Qual.
he hfe n Dualso Pf, Kalttesh 5ö Pf. Vammelfleis h Sd Pf. Sgweinefleist
nee itear d Moh Vi. Wein Liler 80 Pf. Bier 1Woer 24 Pi
Fur die Redaction veranlwortlich: A. X. Deme
        <pb n="476" />
        Ein Kanarienhahn
ist entflogen vnd wird gegen
Belohnung in Empfang genommen
bei G. Linn.

Sonntag den 31. August von

Abende 7 Uhr an
Tanzmusik

bei Pet. Schweitzer.

Weinkarten
auf Carton sind stets vorräthig
in der Buchdruckerei von

F. J. Demeb.

Todes⸗Anzeige.
Theilnehmenden Verwandten, Freunden und Vckannten
zeigen wir hiermit trauernd an, daß am Donnerstag 28.*
Auqust, Morgens 7 Uhr, unser innigstgeliebter Gatte,
Vater, Großvaker und Schwiegervater
Philipp Ewrioh,
Messerschmicd,
im 83. Lebensjabre plötzlich sanft verschie den ist.
Um stilles Beileid bitten
St. Ingbert, Rieg⸗lsberg, 29. August 1879.
Die tieftrauernd Hinterbliebenen.

Augenklinik
von
Du. . rιιοια_ ν..
⸗n. Vorstadtstr. 29.
Ordination:
Vormittags von 9-12 Uhr,
Vachmittags, 2-28

Zum
Probo-Abonnemoent geeignet.

— 8*8

Die Beerdigung findet am Samstag Nachmittag um
3 Uhr statt.

Nur MUrx. 25 Pf.
1 —
beträgt das Monats⸗Abonnement
auf das

4
„Berliner Tageblatt“
nebst „Berliner Sonn—⸗
tagsblatt? und illustrirkem
Witzblatt „OD LX.“.
Im Laufe des September er
heint im käglichen Feuilleton des
„Berliner Tageblatt“ die neueste
ovelle von
PaulI Heyseée
unter dem Titel:
Romulusenkel,
worauf wir die vielen Verehrer
e des gefeierlen Dichters aufmerk⸗
Zeitschrift in Monatsheften für leichte ele
Nute weibliche —* e am maqhen.
eete in I; Bunt. Damit die Zusendung dvom
arbendruck ausgeführt, sowie Hä— ünktti
kel⸗ und Filetmuster, —88 — an F ebtember ab Lontmich erfolge·
suckeren Weihnahlere Woane und Sric, wolle man moͤguichst prüh zei⸗
arbeit, Perlbätelei e. ding bei der nächstgelegenen Post⸗
Die einfache Ausgabe kostet pro Mo. unfialt abonniren.
nat nur 18 Pfg. Reichswährung —10 Xr. Das 1
üsterr, Die Boppelausgabe erscheint in.. Das Berliner Tageblatt
—* s —5* 533 ein⸗ ist die gelesenste u erbee
jache und ko as Doppelte. 1
Man abonnirt zu Jeder Zelt auf 5 Ftitung Deutich⸗
je drei Hefte einer belebigen Ansgabe
9 allen Buchhandlungen und Posian⸗
alten.

*

8
—8

*
F

zür den in erster Auflage in 53000 Exemplaren erscheinenden Ka—
talog der
pfälz. landwirthsch. Ausstellung zu Kaiserslautern
om A. bis 12. Oktober d. J., nimmt entgegen

Das Bureau der pfälz. landwirthsch. Ausstellung.

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200 000 Loose. — Geldgewinnste 185,000 Mark.
Ziehung am 15. Oktober 1879.

Treffer 60,000 Vi., 25,000 M., 10,000 M. u. s. w.

Loose à 2 Mark zu bezichen durch die
GeneralAgentur
OarI Tan, Bankgeschäft in Munchen.
Hier zu baben bei Herrn Franz Woll.
AnpahHoestolle
SànediCtineære,
oppelkräutermagenbitter,
nach einem alten aus einem Be⸗
edictinerklofter fitammenden Recepi
ihrizirt und nur en gros ver⸗

sfandt von

C. PIXNGEL in Göttingen

(Provinz Hannover.)

Der Benedictiner ist bis
zt das kostbarfte Hausmittel nud
eßhalb in jeder Familie beliebt
eworden. Der Benedictiner
tnur aus Bestandtheilen zusam⸗
iengesetzt, welche die Eigenschaften

esitzen, die zum Wiederaufbau
leines zerrütteten dahinfiechenden
sKörpers unbedingt nöthig find
Er ist ere bei Magenleiden, Unverdaulichkeit, Haͤmor⸗
rhoiden, Nervenleiden, Kraͤmpfen, eunen Hautaus⸗
schlagen upe „Athemnothe, Gicht, Nheumatismus,
Echwächezuständen, sowie bei Leber⸗ und Nieren leiden
und vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Blut und vermehrt dasselbe
er entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
frisch, stellt die Harmonie des Koͤrpers wieder her und verlängert das
reben bis zu seinem vollen Maße.

NB. Jede Flasche ist mit dem Siegel C. Pingel in Göottingen
verschlofsen und mit dem geschützten Etiquett versehen.

Vreis à Fl. von ca. 330 Gr. Inhalt 3 M. 80 pf.
ge ν ⸗, 660 ⸗5 6 M. 70 pPf.
Bei 5 Fl. Verpadung frei. Bei 10 gyl. freie Verpadung u. 1 Fl. gra⸗
tis. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage. En gros-
Verlandt durch die Fabril

70n
NONnGoOnT
für alle hiesigen und auswärtigen Zeitungen befindet sich be'
Rudolvh Mosso
D. RUEOGAj.II.
gegenũber gegenũber

»r Hauptpost. Zeil 46 der Hauptpost.
Glelehe Freise wie bei den Zeitungs-

Expeditionen selbst. — Bei gröôsseren Austrägen hiervon

noch entsprechende R-hatthewiltenng.

Die ausserordentliche Vorbreitung dieses Hausmittels hat
ꝛine ebenso grosse Zahl ahnlicher Präparate als Nachahmer
norvorgerusen, welche sieh nicht entblöden Verpackung, Barhbe
und Ftikette in täuschender Weise herzustellen. Die Paquete
les Achten Stollwerek'schen Fabrikates tragen den vollen Na-
men des Pabrikanten und kennzeichnen sich die Verkaufsstellen
durch ansgelecgte Firmon-Schilder

Attest:
—** Pae Wea debeer ug Posbote ia Deaßmang, Vaiern
exichtet: Ich befinde mich auf Ihren Benedictiner gan;
gesund, mein Magenleiden ist bereits geschwunden und werde den Bene⸗
dictiner dieserhalb besiens recommandiren e
Niederlage in St. Inabert bei Serin A. Frie⸗drich.

Druck und Versag von F. x. Demeß in St. Ingbert.
— Hiern für unsere Wo e Abongnenten „Allustrirtes SonntaahlatteéeMPe R—

—— —
        <pb n="477" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich; mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementsvpreis beträgt vierteliährlich

l A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.46 60 H, einschließlich 40 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswärts
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
M is8s.

Sonutag den 31. August

1879

.2 Ibonuemenls auf dieses Blatt werden für den einheimische Gesang- und Mußsilvereine haben die Aufforderung er⸗
Monat September von allen Postanstalten, sowie in halten, ihre französelnden Abzeichen ꝛtc., sofern ihnen an ihrem
der Erpedition oder von den Traͤgern entgegengenommen. dottbestand gelegen ist, abzulegen

Ausland.

Wien, 28. Aug. Die Blätter melden aus Gastein: Graf
Undrassy verweilte gestern von 11 bis nach 4 Uhr beim Fürsten
Bismarck; nach dem Diner fand eine gemeinschaftliche Spazierfahrt
45tatt.

London, 28. Aug. „Siandard“ schreibt: Die Begegnung
)es Fürsten Bismarck mil dem Grafen Andrassy in Gastein ist ein
vürdiges Pendant zu der Begegnung der beiden Kaiser. Das gute
Finvernehmen zwischen Deutschland und Oesterreich bedeute keine
neuen Abenteuer. Die Annahme, Deutschland suche einen Streit
mit Rußland, ist nicht der Erwähnung werth. Wir begrüßen die
Freundschaft der beiden Großmächte im Herzen Europa's als eine
ausgezeichnete Vorbedeutung des Friedens, denn die Erhaltung des
europäischen Friedens ist der heuerste Wunsch Englaads.

Deutsches Reich.

München, 28. Aug. Das kgl. Kultusministerium hat sich
deranlaßt gesehen, in Betreff des Tarnunterrichtes an den Studien⸗
anstalten, Realgymnasien und Realschulen, zu deren obligaten Lehr⸗
gegenständen derselbe zahlt, neue Bestimmungen zu treffen und haben
dieselben mit dem gleichzetig erlassenen Lehrprogramme, welches
Lehrziel, Lehrstoff und Lehrgang enthält, mit Beginn des Schul⸗
jahres 1879,80 in Wirksamkeit zu treten.

Berhin, 28. Aug. Der Kaiser hatte gestern auf Babels-
berg eine längere Confetenz mit dem Staatsminister v. Bülow.
Zu heute Nachmittag haben die neuernannten Unterstaatssekretäre
d. Pommier⸗Esche, Scholz und Starke Einladungen zum Diner nach
Babelsberg erhalten. — Die Großfürsten Wladimir und Alexis
sind heute früh 8 Uhr nach Hubertusstock abgereist und gedenken
von dort morgen Abend hier wieder einzutreffen, um alsdann nach
Kissingen zurückzukehren.

Die Kronprinzefsin derläßt Berlin am 1. September, um nach
dem Süden zu reisen.

Wie man dem „Frankf. Journ.“ don hier telegraphirt, wird
der Reise Andrassys nach Gastein große politische Bedeutung bei⸗
gelegt; dieselbe wird vielfach als Beweis seines amtlichen Verbleibens
aufgefaßt.

Es wird versichert, daß die Sendung des Feldmarschalls Man⸗
teuffel an den Kaiser von Rußland keineswegs die Bedeutung einer
bloßen Höflichkeitsbezeugung, sondern zugleich einen politischen Cha⸗
rakter habe. Es wird bekannt, daß bis vor wenigen Tagen ein
lebhafter telegraphischer Verkehr zwischen Bismarck und Manteuffel
stattgefunden habe. Es soll sich um Ausgleichung von Differenzen
handeln, welche sich auf die Congreßzeit zurückführen lassen und
seitdem durch die bekannten persönlichen Zerwürknisse zwischen den
beiden Reichsskanzlern von Deutschland und Rußland noch ge—
wachsen sind.

Der „Frkf. Ztg.“ wird aus Berlhin mitgetheilt, doaß man
im Reichsschatzamt einer Verlängerung der Kreditfrist für die Tabaks«
fabrikanten nicht abgeneigt sei.

Die „Prov.⸗Corr.“ schließt einen längeren Artikel über die national—
liberale Partei mit dem Satze: Wenn diese Partei sich so wenig
geeignet zeigte, den Beruf einer Mittelpartei festzuhalten, und dies
zu dem Bedauerlichsten in unserer neueren Entwickelung gehört, so
läßt sich eben deshalb das Bedürfniß nicht verkennen, daß die Bild-
ung einer solchen Partei von Neuem versucht werde, zu welcher die
bisherige nationalliberale Partei durch geistige und politische Be⸗
fähigung hervorragende, an Zahl nicht geringe Kräfte daibielet.
Wenn von der anderen, bereits bestehenden Mittelpartei gesagt wer⸗
den kann, ihre Aufgabe sei die Geltendmachung berechtigler Ge⸗
danken des Liberalismus in konservatiden Kreisen, so bleibt fürs
Erste noch Raum für eine andere Mittelpartei mit der Aufgabe, die
sür die Erhaltung der deutschen Nation und ihrer Kultur unver—⸗
äußerlichen konservativen Einsichten in liberale Kreise zu leiten.

Straßburg, 28. Aug. Die zu den bevorstehenden Kaiser⸗
manovern befohlenen Truppen concentriren sich bereits in solcher
Menge in unserer Stadt und Umgegend, daß sowohl die Kasernen
als die Privatwohnungen von denselben thatsächlich überfüllt sind.
A —
wird von den Königen von Sachsen und Württemberg. dem Kron⸗
prinzen Friedrich Wilhelm, den Großherzogen von Baden und
Mecklenburg, den Prinzen Friedtich Karl und Albtecht und dem
Kronprinzen von Schweden begleitet sein. Feldmarschall Molttke
mit dem Generalstab sowie russische, franzoͤsische, englische, spanische,
portugiesische, chinesische und japanische Oberofficiere sind in seinem
Befolge. Alle diese Fürsten und die außerdeutschen Militärs sind
Baste des Kaisers und werden bei hohen Civil- und Militärbeamten
zjinlogirt werden. — Auch die hiesige Feuerwehr sowie eine Anzahl

X
Vermischtes.

FZweibräcken, 27. Auz. Vor dem Zuchlpolizeige⸗
cichte wurde heute gegen Simon Levi, Mehlhandler in Pirmasens,
vegen Betrugs und einfachen Bankerolts verhandelt: Die Ueber⸗
chuldung des Angeklagten betrug nach einer Aafstellung vom 17.
Rovember 1877 circa 40,000. M., am 18. Januar 1878, wo er
in Gant kam, dagegen schon 100,000 M. Von dieser Summe
ind 13,000 M. nachweislich im Geschäfte verloren gegongen; über
den Verbleib der übrigen 50,000 M. fehlt jeder Nachweis. Den
Betrug soll Levi dadurch begangen haben, daß er nach Abtretung
weines ganzen Vermögens an Banquier Schneider in Pirmasens
noch große Quantitäten Mehl von allen möglichen Häusern Deuisch⸗
ands und Frankreichs ankaufte und die Vorräthe bedeutend unter
zem Marktpreise wieder verkaufte. Der Antrag der Staatsanwalt⸗
ichaft lautet auf 6 Jahre Gelängniß und Verlust der Ehrenrechte
nuf 5 Jahre. Das Urtheil wurde auf den 8. September vertagt.

Zweibrücken, 29. Aug. Die Dingler'sche Maschinen⸗
abrik dahier hat bei dem internationalen Wettstreit in Arnheim
Holland) in der Gruppe Motoren für eine Dampfmaschine mit
Tefsel von drei Pferdekraft den ersten Preis, die goldene Medaille,
und eine Prämie von 200 Gulden erhalten. Bei der Konkurrenz
waren holländische, belgische, deutsche, französische, englische und ame⸗
tikanische Maschinenfabrilen betheiligt. 63. 3.)

Am 19. August sand in Ommer sheim die Jahres⸗
tonferenz der kath. Lehrer des Kantons Blieskastel Statt. Nachdem
die Tagesordnung erledigt war, hielt Herr Juspektor Bischoff eine
ängere Abschiedsrede, worin er besonders betonte, daß er mit un⸗
arleiischer Gerechtigkeit die Lehrer behandelt habe und für das
Wohl der Schule stets einzutreten bestrebt gewesen sei. Die Lehrer
nöchten ihm ein freundliches Andenken bewahren, wie auch er sich
Jjern seiner ihm unterstellten Lehrer erinnere. Lehrer Heist von
Blickweiler brachte nach dem Mittagessen auf den Scheidenden ein
yvon der Versammlung freudig aufgenommenes Hoch aus.

Dürkheim, 29. Aug. Seit Mittwoch sind die ersten
reifen Trauben auf dem hiesigen Traubenmarkt zum Verkaufe aus⸗
zestellt. (Dürkh. Anz.)

Oggersheim, 28. Aug. Bei der gestrigen Versteiger⸗
ing der Plähe zur Aufstellung von Buden ꝛc. während des Kirch-
veihfestes wurde ein Carousselplatz für M. 2416 — ein anderer für
M. 107 auf die Daner der 3 Kirchweihtage gemieihet. EFr. Z.)

Landau, 28. Aug. Als eine bemerkenswerthe Wirkung
der neuen Gesetzesbestimmungen über den Geschäftsbetrieb von Pfand⸗
leihanstalten ist zu derzeichnen, daß die vier hier bestehenden Pfand⸗
haäuser ihr bis 1. September nächsthin erfolgendes Eingehen an⸗
tündigen.

Speyer, 27. Aug. Zur Abhaltung einer kirchlichen
Feier am 2. September (Sedantag) ist für folgende prokest. Ge⸗
neinden die allethöchste Genehmigung eingetroffen: Tiefenthal,
Zt. Julian, Ludwigshafen, Obermoschel und Bergzabern.

Jgaiser Wilhelin hat für die durch das Brandunglück zu
        <pb n="478" />
        destenholz bei Markirch im Elsaß Beschädigten und Verun⸗
glückten aus seiner Schatulle eine Beihilfe von 1000 M. bewilligt.

4 Die samose weiland Bankinhaberin, aus Munchen,
Adele Spitze deir, wendete sich, wie russische Blaͤtter melden,
neulich an den Stadtirath von Riga brieflich um die Erlaubniß, mit
einem 86 Mann starten Orcheker nach Riga kommen und daselbsi
konzertiren zu dürfen. Adele Spitzeder ist Kapellmeisterin dieses
Orchesters.

F Die Mevbizinalpolizei von Coblenz; fand sich dieser Tage
veranlaßt, eine Anzahl papierner Kragen und Manschetten aus einer
großen Leipziger Fabrik chemisch unersuchen zu lassen. Das Er—⸗
gebniß lautete dahin, daß diese beliebten „Waͤsche“-Artitel einen starken
—X

F Berhkin. (vunktlichkeit in Familienangelegenhbeiten.)
Am Sonnabend den 23. d. Mis., wurde unserem Milbürger, dem
Bankier J. B., das seltsame Glück zu Theil, den dr'tten Sohn
am 23. August geboren zu sehen. Der erste Sohn erblickte das
dicht der Weli am 23. Aug. 1874, der zweite am 23. Augusif
1876, den Abschluß bildet nun der Jüngstgeborene, der, wie gesagt,
am 23. Aug. 1879 geboren wurde. — Ein derartiger dreifacher
Geburtstag in einer Familie dürfte gewiß ein Unicum sein.

Bieern. Schnecenburger, der Dichter der Wacht am
Rhein“, liegt begraben in Burgdorf auf einem jetzt allerdings ver⸗
lassenen Friedhofe; ein gußeifernes Kreuz ziert das Grab, auf dem
man jetzt ein steinernes Denkmal errichten will.

Eine deutsche Wascherin in Bern, welche einige französische
Brocken aufgelesen hatte, traf eine ihrer Kunden, eine Engländerin,
die in einen kleinen Orte des Berner Oberlandes wohnt, eines
Tages, als sie ihr die frisch gewaschene Wäsche abliefern wollte,
nicht zu Hause. Sie ließ nun, in der Meinung, franzosisch sei das
Idiom der ausländischen Dame, einen Zettel mit folgender Aufschrift
suruct: Jo suis Venus avec du linge. Der Londoner „Globe“,
der diesen kleinen Scherz erzählt, fügt hinzu, daß die Wäscherin in
Antlitz und Gestalt der vollkommene Rebers der Venuz von Medici
Bekanntmachung.
In Gemäßheit der 8 45 des Gerichtsberfassungsgesetes vom
27. Januar 1877, sowie des Erlasses der Ministerien des Junern
und der Justiz vom 3. Maiel. J. wird hiermit bekannt gegeben,
daß die Reihenfolge, in welcher die für die Zeit
vom 1. October 1879 bis incl. 31. Dezember 1880
für das Amtsgericht St. Ingbert gewählten Haupt⸗
schöffen an den einzelnen Sitzungen Theil nehmen, in
der öffentlichen Sitzung des kgl. Landgerichtes vom
Mittwoch den 8. September nächsthinu,
des Vormittags um 8 Uhr,
durch Ausloo sung festgesetzt wird.
St. Ingbert, den 29. August 1879.
Der k. Landrichter:
König.
Sonmag den 81. August von
Mittags 3 Uhr an
Tanzmusik
bei Bier und Wein.
Entree 25 Pif.
Höflichst ladet ein
, Veter Juna.
Buͤgeleisen
mit dicken Böden, welche
aicht fsengen, billigst bei
J. J. Fries.
Ein Kanarienhahn
ist eniflogen vnd wird gegen
Belohnung in Empfang genommen
X G. Linn.
Loose à I Mark
u der vom 4.—- 12. Oklober
1879 in Kaiserslautern
Jattfindenden Pfälzischen
landwirthschaftlichen
Ausstellung sind hier zu
haben bei Joh. Weirich,
Friseur.

*
X

2
—
3
——
2
—

—
7
sn
—
F
j

war. Diesem Geschichlchen finden wir in der K. Zig. angefügt,
daß einer ihrer Milarbeiter einmal von einer .waschenden Venus“
nachstehenden, gleichfalls recht heiteren Waschzettel erhielt: „Z3 große
Betttiger gewaschen — 60 Pig., —A
sachger gewaschen — 40 Piaqg.“
Dienstesnachrichten.
Ernannt wurden:

Amtisgericht Otterberg: Oberamisrichter: Bickert, seither Landgerichts⸗
asfsessor in Germersheim. Gerichtschreiber: Christ, seither in Kaiserzlautern:
Verichtsdiener: Moritz, seither in Otterberg.

Amtsgericht Blieskaste! Oberam srichter: Adolf Trauth. Gericht⸗
schreiber: Julius Postius. Amlsdiener: Joh. Schutz, sämmtlich in Blieskastel.

Amtsgericht St. Ingbert: Oberamsrichter; Ludwig König. Gericht⸗
schreiber: G. A. Krieger, beide in St. Ingberte Amisdiener: Chr. F. Herr⸗
mann in Hornbach.

Amtsgericht zweibruüden: Oberamisrichter: Rob. Schaaf in Zwei⸗
vrücken und Eugen Spach in Hornbach. Gerichtschreiber: Georg Weicht in
Zweibrücken und Karl Wilh. Lesnhard in Hornbach. Amisdiener: Joj. Reger
—X

Der bisher im Justizministerium verwendete Staatsanwalt Ludwig Weis
Pfälzer) wurde zum Rath des Oberlandesgerichts Munchen ernannt.

Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Demes.
— — N—

Wichtig für sparsame Hausfrauen. Der reißende
Absatz, den dieses beliebte Rahrungs⸗Mittel, welches 5 Mal so
zillig und 15 Mal so nahrhaft als Kaffee ist — bei fast allen
Fam'lien, besonders in Frankreich und England gefunden, hat leicht
—X— Fälschungen und Imitationen hervor⸗
gerufen.

Echt ist der Kakao⸗Thee nur dann, wenn si h auf der Vorder⸗
seite eines jeden Kartons nichts Anderes gedruckt findet als die
IWorte: Marin Benno von Donat-

Das hiesige General⸗Depot befindet fich, wie wit bören, bei
derrn Jean Peters und beträgt der unglaublich dillige Preis
n — sür einen echten Carion 20 und 50 Pf. — Vrust⸗
Taramels 50 Pf.
Aufruf.
Die Unterzeichneten sind zusammengetreten, um die dies⸗
ährige Sedanfeier vorzubereiten. Das Fest wird durch
Böllerschießen am Vorabend eingeleitet und findet seinen
Abschluß durch eine

Allgemeine öffentliche Versammlung
am 2. September, Abends 8 Uhr, im großen Saale
des Hrn. Oberhauser.

Indem wir unsere Mitbürger ersuchen, zur Erhöhung
dieses einzigen deutsch⸗nationalen Festes unserer Stadt durch
Fahnenschmuck ein möglichst feierliches Aussehen zu ver
seihen, laden wir zugleich Alle ein, mit ihren erwach
senen Familienmitgliedern der Versammlung anzuwohnen.

Im Namen und zur Verherrlichung des Vaterlandes
Das Fest-Comité:
Barnikel, Fischer, E. Grewenig, J. B. Martin
Schanck, Schlick, Schreiber, Seitz, Stutzmann,
Vogelsang.

Nethode Taαννν Langenseheidt.

7 —. — — — e
ltalienisch. oaterrichtabrielol Spanisch.
fünr dus —X
boarboitot von
Prof. Iwan Masgjemonost, Prof. Giaumb. Buonaventurq,
Prof Gil ZuανteS, Dr. Theophil Helmnhorst und
Dr. Albert Schmidt.
Die ESSISCNBM Vnterrichts-Briefe sind complet in 2 Rursen
is puete preis ães ersten Briefes: 50 Pf.; aller folgenden:
je ιι_ιιαναν (. ve᷑rMesueærte Auslage) und die
paiscinen Unterrichts-Briefe ind complet in 2 Kursen à
Preis eines Briefes: 60 Pfennigo 7 OComntete
emptare der italienischen Vnterrichts⸗Briefo (soweit noch
geringe Vorrath reicht) sammt 2 Enveloppen: 24 M.
herlag des bansfreundes.

Rusisch.

Drud und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
Hiezu Illustrirtes —XXXL 38.
        <pb n="479" />
        St. Ingberlker Anzeiger.
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wö hentlich? m⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Sa nstaz und Sonntazg. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich

124 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1I M 60 —, einschließlich 40 Zustellzebühr. Anzeigen werden mit 10 , von Auswaͤrts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blatischrisft oder deren Raum, Reclamen mit 30 —A vro Zeile berechnet.
Mä 139. Dienstag den 2. September 1879.

Deutsches Reich.

Mänchen, 31. Aug. Die von den Ministerien der Ju⸗
stiz, des Inneren und der Finanzen erlassenen, sehr umfassenden
Vorschriften für die Geschäftsbehandlung in den zur Zuständigkeit
der Schöffengerichte gehörigen Straffachtn enthalten verschiedene auch
das größere Publicum interessirende Bestimmungen. So heißt es
in 5 11: „Bei Uebertretungen und sonstigen minder wichtigen
Strafsachen wird sich die Thätigkeit des Amtsauwaltes im vorbe⸗
reitenden Verfahren in der Regel auf die Erforschung der Beweis—⸗
mittel sowie, wenn die Erholung von Ueberführungsgegenständen oder
chriftlichen Beweisstücken veranlaßt erscheint, auf deren Herbeischaff
ung zu beschränken haben, während die Erhebung des Beweises der
Hauptverhandlung vorzuhalten ist.“ In 8 31 wird angeordnet:
Die ordentlichen Sitzungstage sind, nanientlich auf dem Lande,
chunlichst so zu wählen, daß die Bevölkerung durch die Vorladungen
hierzu nicht in der Verrichtung ihrer Berufsgeschäfte, z. B. im
Besuch von Schrannen, Märkten u. dgl. gestört wird.“ (Mit dieser
Anordnung ist einem seiner Zeit in der Abgeordnetenkammer ge⸗
äußerten Wunsch entsproheu.) Nach 8 32 soll, soferne nicht be⸗
ondere Hinderungsursachen bestehen, ein Sitzungstag, welcher späler
us 3 Wochen vom Einlaufen des amtsanwalischaftlichen Strafan⸗
rags statifiadet, nicht als Termin best:3mmt werden. In die Straf⸗
üisten sind, wie 8 81 bestimmt, gleichviel ob die Verurtheilung in
Bahern oder außerhalb Bayerns erfolgt, u. A. einzutragen die
Strafurtheile und Sirasbefehle wegen der im R.St. G.B. für das
Deutsche Reich, in dem bayerischen Ausführungs-Gesetz zur R.St.⸗
P.O. im P.St.“G.⸗B. oder in besonderen Reichs⸗ und Landes—⸗
jesetzen oder Verordnungen vorgesehenen Ueberlretungen, jedoch nur
in dem Falle, wenn die fragliche Uebertretung für die Beurtheilung
des allgemeinen bürgerlichen Lebenswandels oder des Verhaltens der
betr. Person in ihrer besonderen Berufsstellung von Bedeutung ist.
— In 8 00 endlich wird angeordnen: Die Ecledigunz der Straf⸗
achen ist mögzlichst zu beschleunigen. Jede vom Amtsanwalt oder
pom Amtsrichter zu pflegende Amtshandlung muß in der Regel
binnen 24 Stunden, nachdem sich der Anlaß hierzu ergeben hat
mn dringlichen Fällen selbst an Sonn⸗ und Feiertagen vorgenommen
oder angeordnet und letzteren Falls unverzüglich ausgeführt werden.
— Wie heute versichert wird, soll die Ernennungsordre der Räthe
für das oberste Landesgericht bezüglich einiger der Vorgeschlagenen
höchsten Ortes auf Hindernisse gestoßen sein und es sich hieraus er⸗
lläre, daß die Bekanntgabe dieser Ernennungen sich bisher ver⸗
zoͤgert hat.

Berlhin. Der Kaiser wird am Montag von Babelsberg
in das hiesige königliche Palais übersiedeln und daselbst dis zur
Abreise nach Königsberg (4. September) verweilen.

Berlin. In Folge der kriegerischen Verwidelung zwischen

Peru, Bolivia und Chile ist es nothwendig erschienen, für eine
Jarkere Vertretung der deuischen Kriegsflagge an der Westküste von
Südamerika Sorge zu tragen. Zu diesem Zwecke ist die Bildung
ines aus zwei schweren Korvetten und einem Kanonenboot bestehen⸗
den Odservationsgesoͤwaders angeordnet. Die Panzerkorvette Hansa
befiadet sich dekanntlich schon seit einiger Zeit im Stillen Ocean.
Zu derselben wird in Kurzem noch eine der auf auswärtigen Sta⸗
ionen befindlichen Korvetten und endlich das Pauzerkanonenboot
Dyäne, dessen Indiensistellung möglichst beschleunigt wird, hinzu—
treten. Zum Olktober werden außerdem noch drei Korveiten, die
gedeckte Korvette Vineta“ und die Glattdeckskorvetten Victoria und
Augusta zum Ersatz der auf der ostasiatischen und australischen
Station befindlichen Schiffe in Dienst gestellt.
Die praktische Durchführbarkeit des Gesehes gegen die Verfäl⸗
hung von Nahrungsmittteln ꝛc. erheischt eine Anzahl eingehender
Jdus führungsbestimmungen. Dieselben erfordern sehr umfangreiche
Arbeiten, mit welchen man im Reichsgesundheiteamt augenblicklich
zeschaͤftigt ist.

Zu den neuesten großartigen Eisenbahn⸗—
inkaufsprotetten der preußischen Regierung
zemerlt die NRat.“Iig.: „Das in der Berlin⸗Anhalter Bahn ange⸗
egte Kapital betraäͤgt Ml. 107,250, 000; dabon sind M. 51,150, 000

Stammaktien, Mk. 55,500,000 41 procentige Prioriläten. Das
Unlagekapital der Rheinischen Bahn beziffect sich auf M. 447,600,000;
zavon Stammaklien 220,575,000, Prioritäls-Stammaktien
,425,000 und Prioritäten 222. 600, 000 (größtenthe 18 zu 422 pCt. ).
Duzu kommen noch Mk. 37,500,000 Stammaktien der Call Trierer
fisenbahn. Es handelt sich also um ein Geschäft im Werth von
Mk. 600, 000,000, und mit der Stettiner, Berlin⸗Potsdamer,
Mazdeburg-Halberstädter, Hannover-Altenbekener und der Köln⸗
MNindener Eisenbahn, zusammen von ungefähr anderthalb Milliarden
Mark. Man sieht, wir sind wiederum in einer Milliardenzeit an⸗
gelangt. Führen die Verhandlungen zum Abschluß und findet fich
m Landtaz die Majorität für die Ecwerbung dieser 6 großen Ei⸗
enbahnen, so wäre die Verstaatlichung der preußischen Esenbahnen
in der That so weit durchgeführt, daß alsdann zu thun fast nichts
nehr üdrig bleibt. Zunädhst bleibt indeß noch die Vorfrage, ob
die Altionaͤre der beiden letztgenannten Bahnen, insbesoudere der
Rheinischen, die Begründung des niedrigen Gebots als richtig an⸗
exkennen und sich zur Annahme disselben bereit fiiden werden. Was
die Entscheidung der Ankaufsfrage im Abgeordnetenhause anlangt,
o kann es nur erwünscht sein, wenn die Reg'erung die bezüglichen
Vorlagen vereinigt vor den Landtag bringt. Auf diese Weise
vird wenigsteas die ganze Tragweite der Maßregeln unverschleiert
bor Augen treten.“
Ausland.

Paris, 30. Aug. Die deuisch⸗ russische Spannung be⸗
häfrigt hier alle Blätter. Das „National“, indem er die Missson
des Freiheren v. Manteuffel nach Warschau bespricht, ersieht darin
ine augenblicklich verpflichtende friedliche Erscheinung, ftagt aber,
velche dauernden Chancen des guten Einvernehmens dadur h erzielt
verden.“ Die ‚Estafette“ meint, die augenblckliche Mißstimmung
zer beiden alten Freunde Deutschland und Rußland läßt scheinen,
als ob Deutschlund von dem Wohlwollen Rußlands absieht, um
ich die All anz mit Oesterreich zu reserviren, welches den besten
Vortheil aus der Situation ziehen wird. In einem Wiener Briefe
ührt die „République frargaise“ aus, daß, je mehr sich Deutsch⸗
and von Rußland entferne, es genöthigt sei, sich an Oesterreich
inzuschließen. Andererseits sei es klar, daß, je mehr Oesterreich
m Orient vorrücke, es um so mehr verpflichtet sei, sich mit Deuisch⸗
and zu liiren und in Folge dessen auch um so mehr in Abhängig⸗
leit von Deutschland gerathe.

Petersburg, 31. Auz. Bestinstru'rte Kreise nennen
den Fürsten Donduloff Korsakoff als General-Gouberneur von Odessa,
wvohin derselbe mit seinem Siabe abgereist ist. Totleben geht in
derselben Eigenschaft nach Warschau.
Rermischtes.

F Aus Zweibrücken, 29. August schreibt man der
„Ksrs!. Z.“: Wie wir aus sicherer Quelle hören, haben sich zwei
Officiere der Zweibrücker Garnison duellirt und soll der eine, Lieule⸗
nant Merkel, schwer verwundet vom Platze getragen worden sein.

J Zweibrücken, 1. Sept. Gutem Vernehmen nach wird
der Herr Bischof Ehrler von Speyer am Samstag den 4. Oklober
nächsthin hierherlommen, um an diesem Tage die feierliche Ein⸗
weihung der kathol. Kirche vorzunehmen und am darauffolgenden
Zonniag hier zu firmen. (Zw. 3.)

F Metz, 80. August. Morgen früh rüden der Stab, die
l. und 8. Compagnie des Pionier-Vatls. Rr. 15, welche wahrend
der großen Herbstübungen der 31 Dwision zugetheilt sind,
von hier ab, die beiden Infanterie-Regimenter der baierischen
Besatzungs⸗Brigade, welche gestern ihre Brigade ˖Uebungen deschlossen
haben, sowie die Dragoner⸗Regimenter Nc. 10 und 183 und das
Alanen⸗ Regiment Nr. 4 verlassen nächsten Montag die Garnilon,
die frei werdenden Kasernements werden schon am selben Tage,
also am 1. September, durch die hier eintückenden Truppen der
16. Division und zwar Jaftr.⸗Rat. Ne. 30 und 70, Jäger-Batl.
Nt. 8 und das Dragoner⸗Regt. Nr. 7 bezogen.

fWuürzbarsg, 29. Aug. Der Mörder der Glaser'schen
Eheleute ist ermittelt: ein schon seit einiger Zeit in der Frohnfeste
        <pb n="480" />
        Verdachtes halber inhaftirler Bäckergeselle aus Thüngerbheim hat jeht
ein umfassendes Geständniß abgelegt. (N. W. 3.)

pDas k. Zuchtpolizeigeridt Wür zburg hat am27 v. M.
den Freiherrn Karl v. Thüngen von Bamberg, 32 Jahre
alt, sfrüher preuß. Portepeefähnrich, wegen Betrugs zu 214 Jahr
Gefängniß verurtheilt. Mit ihm angeschuldigt war die 34 Jahre
alte Posioffizialsgattin Susanna Ries von Würzburg, die indessen
freigesprochen wurde. Dieser Schwindler hatte u. A. die Weinhänd—
zersswiwe Marg. Leubach von Mainstockheim durch falsche Vorspiegel⸗
ungen (als erhalte er Aünstellung im tgl. Kabinet ꝛc.) zur Verab—
reichung größerer Darlehen und Ausstellung von Wechseln zu be⸗
stimmen vermocht, wodurch die Geprellte um ihr ganzes Vermögen
bon ca. 60,000 M. kam.

Die Untosten, welche die jüngsten Schießversuche in Meppen
der Firma Krupp verursacht haben, werden nach einer ungefähren
Berechnung auf 450,000 Mart angegeben. Die zahlreichen fremden
Offiziere und höheren Militärs, welche im Auftrage ihrer Regier
ungen den Schießversuchen beiwohnten, wurden als Gaͤste des Herrn
srupp angesehen. Daß die französische Regierung keine Einladung
erhaiten, erklaͤrꝛ die „Ess. Voks⸗Zig.“ damit, daß Frankreich noch
miemals auch nur die geringste Bestellung bei der Essener Gußstahl⸗
fabrik gemacht hat.

'Brestau, 29. Aug. In der vergangenen Nacht hat
zu Herminenhütte bei Gleiwitz eine Kesstlexplosion Statt gefunden,
woducch 5 Menschen das Leben verloren und 9 schwer verwun det
purden. Ein großer Theil des Hattenwerts ist niedergebrannt.

Mäadhdenduell. Kürzlich hat in Newyork, wie die
„N. Y. H.“ berichtet, zwischen zwei jungen Mädchen ein wirkliches
Duell mit ernsthaftem Ausgange stattgefunden. Helene Manson und
Jenny Landshamu waren von der Pension her Freundianen geblieben,
als ein Strein beim Spiel sie auf die Mensur brachte. Die For⸗

derung lautele auf dreimaligen Kugelwechsel mit fünf Schritt Bar—
riere; als Sekundantinnen fungirten zwei Unterlehrerinnen der Pen—
ijon. Miß Landsham feuerte zuerst zwei Kugeln ab und erwartete
dann das Feuer ihrer Gegnerin. Diese avancirte rasch und schoß
dann auf Niß L., welche mit einem Schrei zu Boden sank. Die
dugel hatte ihren rechten Arm durchbohrt und ist die Verwundung
o schwer, daß waohrscheinlich die Amputation des zerschmelterten
Bliedes erfolgen muß.

Verloosunger.

Karlsruhe, 30. Aug. Bei der heutigen Serienziehung
der badischen 35⸗fl.Loose von 1845 wurden folgende
Serien gezogen: 7 29 83 113 160 1609 175 185 191 359
161 618 646 668 790 800 857 892 938 945 1063 1075
1082 1088 1089 1093 1292 1298 1331 1344 1358 1407
1476 1655 1682 1786 1883 1885 2055 2076 2091 2142
2182 2256 2382 2405 2489 2531 2604 2629 2830 2688
2748 2765 2791 2800 2804 2827 2856 2882 2924 2933
3014 3050 3073 3082 3090 3095 3241 3243 83340 3382
3458 3556 3638 3981 4049 4035 4086 4101 4133 4345
1354 4400 4407 4420 4428 4448 4482 4491 4505 4535
1559 4676 4706 4742 4758 4984 4991 5007 5036 5160
5284 5316 53357 5406 5412 5414 3422 5500 5518 5547
5642 5653 5665 5808 3833 5874 5922 5947 5874 6016
5033 6124 6145 6282 6317 6410 6428 6600 6670 6708
5722 6733 6790 6867 6917 6959 6997 7059 7092 71583
7163 7248 7263 7347 7434 7475 7486 7490 7572 7592
7661 7667 7689 7790 7809 7856 7934 7971.

Fur die Redaction verantwortlich: *. X. Deme ß.

Zwangsversteigerung.

Dienstag, den 9. Sep⸗
tember nächsihin, Nachmittags
2 Uhr bei Ferdinand Ober⸗
haufer hier

werden auf Anstehen von
Simon Levi jir., Kaufmann
in Blieskastel wohnhaft, durch
den unterzeichneten, damit ge⸗
richtlich beauftragten Amtsver⸗
wefer des kgl. Notars Sauer,

gegen Magdalena Beck, ge⸗
werblos in St. Ingbert wohn⸗
haft, Wittwe von Jos bh Stolz,
im Leben Schmelzer, sowohl eige⸗
nen Namens der beslandenen
Gütergemeinschaft wegen, wie auch
als gesetzliche Vormünderin ihrer
mit demselben erzeugten noch
minderjährigen Kinder Joseph
und Karoline Stolz, als Erben
ihres verlebten Vaters — die
nachbeschriedenen, den genannten
Schaldnern gehörigen Immo—
bilien, zwangsweise öffentlich ver⸗
steigert als:

1. Pl.⸗Nr. 118, 44 qm
Fläche mit Wohnhaus,
Keller, Stall und Hofraum.
Pl. Nr. 117, 3 a 8 qm
pflanz zarten, Alles im Banne
St. Ingbert.

Der Zuschlag erfolgt sogleich
bei der Versteigetung endgiltig
und findet kein Nachgebot noch
Einlösungs- oder Ablösungsrecht
Statt.

St. Inabert, 2. Sepibr. 1879.
Der Amtsverweser des kgl.
Notar Sauer:

H. Ausffechneid⸗er

Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.
Donnerstag, den 18.
Zeptember nächslhin, Nachmittagẽ
2 Uhr zu St. Ingabert bei
Michael Paul
wird auf Betreiben von Peter
Custer, Rentner in St. Jng
dert gegen Heinrich Metz, Berg—
nanun allda, wegen Nichlbezahlung
des Erwerbspreises, im Wege der
hertragsmäßigen Wiederversteiger—
urg, folgende Legenschaft im
Banne von St. Ingbert öffeutlich
a Eigenthum versteigert:
Pl.⸗Nr. 2620 und Pl. Nr.
26/2b, 11a 2 qm FJläqe,
worauf ei Wohnhaus mit
Stall, Hofraum und Zubekör,
im Mühleneck neben Georg
Steinfeld und Peter Schwarz.
St. Inabert, 2. Sept. 1879.
HK. Auffschneider,
Amtsverweser.

Rufruf.
Die Unterzeichneten sind zusammengetreten, um die dies—
ährige Sedanfeier vorzubereiten. Das Fest wird durch
Böllerschiefen am Vorabend eingeleitet und findet seinen
Abschluß durch eine

Allgemeine öffentliche Versammlung
am 2. September, Abends Ss Uhr, im großen Saal«
des Hrn. Oberhauser.

Indem wir unsere Mitbürger ersuchen, zur Erhöhung
dieses einzigen deutsch-nationalen Festes unserer Stadt durch
Fahnenschmuck ein möglichst feierliches Aussehen zu ver—
eihen, laden wir zugleich Al le ein, mit ihren erwach
enen Familienmitgliedern der Versammlung anzuwohnen.

Im Namen und zur Verherrlichung des Vaterlandes
Das Fest-OComité:
Barnikel, Fischer, E. Grewenig, J. B. Martin,
Schanck, Schlick, Schreiber, Seitz, Stutzmann.—
Vogelsang.
Teca 40 Schoppen
* 122
süße Milch
sind täglich abzugeben bei
Nud. Munzinger.

Ich beehre mich, andurch ergebenst anzuzeigen, da'
ich unterm Heutigen ein
Geschäftsund Censultationsbureau
dahier errichtet habe.
E Meine Wohnung befindet sich im Hotel Laur.
St. Ingbert, 1. September 1878.
Hochachtungsvoll
RBh. Ji
seitheriger erfter —* it Gerichtsvoll
ziehers Fitz in Waldmohr,

Looso à I Mark
zu der vom 4. —-12. Oktober
1879 in Kaiserslautern
tattfindenden Pfälzischen
landwirthschaftlichen
Ausstellung sind hier zu
haben bei Joh. Weirich,
Fristur.
Signirzettel
billiaff be' F. X. Dement.
118072ab0
für den in erster Auflage in 3000 Exemplaren erscheinenden Ka⸗
talog der
pfälz. landwirthsch. Ausstellung zu Kaiserslautern
vom A. bis 12. Oktober d. J., nimmt entgenen
Das Bureau der pfälz. landwirthsch. Ausstellung.
Druck und Verlaga von F. FX. Demes in St. Inabert.

neichenhaller Rirchenbau⸗Lotterie.
200 000 Loose. — Geldgewinnste 185,000 Marlk.
Ziehung am 15. Oktober 1879.
Treffer 60,000 Bi, 25, 000 M., 10,000 M. u. s. w
Loose à 2 Mark zu beziehen durch die
General⸗Agentur
OarI Lang- Bankgeschäftin Mäünchen.
Hier au haben bei Herrn Franz Woll.
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        2 2 2

* 2 DO —A

8 523 —5222 2222 — —

3 2 2 5*z*z5e 52 52335356 2

3 538 * 825 z252338238 55535 535555 5325328

52223 1553 535S —A 58BS— 32.253 NB22

s 23 —z55558238 — ————— *24 25353 557357—3 g

38 50 ——z3355.23887 2235275 — 23283 55 28383583358 58

2 — 5 O — —— 53 212325 — c *

33 3 3

2 —E k —* 2*

S 2 8323332355 555328 3383 —3458 56 258 53 833
3 53—— 33s 3 333 8*
5 25233535 58 — —— —. 55535332 — 2
2 3 2583 55922 5 ñ,3 —— 25—33 355—75 — — 5232
*25 388—283453* — — — 5255
—45855 28 — —— —A — 222 5 723 8*
* — 88 5232*r* 5522822 —A— 8 238 22 2 — 2

8 — 232 — 5 2 8 25 —— 5 * 8 2* —8
535 5—25283253 34 —— *25 55 56555 55 73553 5 *
85 133
2* 222 * 3 * x8 z32 IS25 ——
5338 33 3 3 555835233
5— 58 — 33535 3222 2 35 5*38 3523258 5—235884 —
— —— 253 3 55823355 533555823 52 5233

— 533—5583 233 323 — 33 838355355322

3 — 53338 582225255 8 S8 —5 528 32532228 55 55 82

53. 5588 —2 —— 32 52* 8 2353 —52238 222 5 —2* 7 —— ——

32 33333435 — 333838553 3—353555

5 353—33252888 2533 333 3335

235—553—5853 32—552325 5 —5 275 — 83353838 5333538

33853568* —255332— 555387557 —533337533—3555 —23235282

—— — 353 3383333858 A z3355 3 33558*

33858 ——

— 33— 38 5226 35223 —33388
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52 &amp; —3—
2322— 52 25233 583335 S —
* —— 5352 *282 5568 5
—A 323ę5530— 28
— 8 2 2 — ——— —A 52* — —
— 75235 58 * ——— — —&amp; A 22*
— — W —X * * 2 . S — 7 63 323 —XS
* 28* 8 2 8 — —A ——z22322.75 — —58 —
32 z2552 —— 53s832 3553 53233 83 538
———— QASQAF EM 553353 — 25 — — — 2 — 28
528 — 3 25.235* 5 8 253 5 5— 55
— 28 25s535325325 z3 72 282 R 2
5 8 —A 2*5 35 535 75275255 ——
5233 585* 5 35822 A— 55533532 —
—— ———— 33333333 3228* 2233838824 —34
12 ⁊ 5 8 S —5 * — — 5 32 *
25 *53 — — 25 223535 —75 —
25 5 E 2* 8 * * 8 —E *
3 22 z258— 52 7 —* 28 2 282*
233 5z5333 2533853333 33338333 8s e3 55
* — — 8*
2 — — 3253 —35 32882 538323 ——— 3338* 323
* * —8 5385 B7 —— — *
58 20 85* 35535 —
5 2 R u Q* — — 2*23 — — — * 8 —R—
— 2 * 2 — 583 * 22
8 3 — 8* 5 8 —8* 2 —22 2 — —
7 8 J u — 7T —— 2— z332—3 ——28322 2 —A —* —
*2 3 224 —5z2358 555522— — 2 55B15 83—
2 * * S4 8 x z2 —
24 228322*. — —x 2355 * — — 235516 *
— ———— —— EZR E 5*—*8 A —x 52— 52 ——
3 * — 3533237— —— —1 —A — 338 — ———
8552— —22733553 255335825685233 333553338358 33
2 —5S — * 3 AZzc —— 235 2282 55 852536 8 5 * 8
— E 335323 B8383 : 553
— —5——5828 26 2 * 2285222 25—* A * 2 —
A 338 2533328 J
—A— —— — v —— — 58 * —8333 3 — *
8* 25 823cx27 523882 253 —Q8258 2 13 —
538723587 — 35—23 565 S 5 —æ—— — 5 3 *
35353 z33538 6
* 52655 —A 55 B
55582382 3 ———
23 55
—
32

5
229 —
2 55338 28*
— 55352 52
8 —E 5353532236 53835 58
28
*» 5238* 8 ——— 75 5 5 582 8257 *
—A * * 28 3 553 — 3*55253 3 *88* 5
8 8 * *
522 353353351 538 225 53 338 3832883 58 z38*38 33
— 3 ⁊ * 2* . 2 — —Z ròo 3 ——
*85 — — 5* 35 — * * — 55 * 2 — —
—55 — 528 322 — 558 *7 282 133855637 2533232 —
555 2228 ——— 253 523 * * —A — 2233.5 2
28 ——A —— 34 — 2533 — 8 2 —
252 232385 25 * *—* * —A— 534 — 253 —
—37 — 2* 9 — * 355 —53385 3322328
7 2 2588 — * — — 32 * — 23 5 *55238 8 *
5 582 — — 53 2 — 82 —8
— 2 23235 8533 225 232 327 * 5 5 55553 — 83—
222 *. 22 * —— * 2352 3553 22 25
*25 * — — 2 5 322 — 727 5832* —8 2 E —
28 2 2 398* * D S,. 2* * — 2— 552255 —52335 —2
238 58 * — 2 — — 85 2353 — —— —
—7 5 53 — * A 833. 3 25*528— E53—R—
5 2 * 522* * 85 3* 53 8 *XcS8* 8
2 55535333383 v33 — 22 2222 * 53* — —714 55 2
* 5 28 22 22 —A — 2 5885 222 3 s 25
22 3355323 — —*— 23 5— 2 —8 z*282 25*
33583335 55 32223 5557 — 8* —— —A
XM 755333* 5883 z8. 522 32332 3553535 2533*
555537 8 * —A 5z32*8 5258 3 528582 — 382322338
353535333535 253 —V 237553 25 32333535323 53323833
533383883 * —
* 5. * 3 25 2755 53328 E *253 s2 28 3 38 22
285338235338 53353375 53 2 368 s2BB383 32 s52287 — 7
2838522 — 8537 z5 52306038 —e——— 8 8 535235
3* 2 2 * 2 —— 2 52* 3 — —152 X ax —3— —A— *
2 7*3 5z5755 25 13835 8 5254238* 5323 2Z6 275
—* —* 22 — — 32 — 32 D F 253386538 2
23 —— 222 2 5 38 —— — —A— —— — — 532 —A —8
52 22 —* — — 3 5225 8 23 — —A 3 V
— 5533 —783337 8553525* s48657 238368 S
52355 528—55853 —A— — —— — 58 —8 8
85 5 5528235 —30605 8 —RX
83535—5 — 75 57 5 —5
5 3823353333558 —c5 5 9
—— 0 2 —B 533
3535 555 5263
2 *
—A—
335
258 8
55535 —
3585 —
—M 275 —* —57
—A 35*88 —58
355553 3*4 D *
—3355377 38 8 575
55853 5E35 233388 —8—
3 326 235 *8 2*
27 2* *
22 751585 — 22 2 2 2 3
355 5 28283 53233 254 58 2
58 8335 335* —— 5 —— —F
2 8* A 2 8
533 * —— — 52 53338 —8 — —
29 — 32
53335355* * 20253 5 * 3 S ——
333363* —335 2 — *8 —
5332 —— 5 S 3— 8 8 z*225 2 k — — —
—2 8 8 — 32 z23988 — 53
3377 * 2232 —5 33353 5555 5 2 2
523533 38 * 3535558 8 —X
——— 235333 J—— ——
—3— 8 — —A z23533 —2 E 255 —2 — 8 86
— —* * 82 3533 28 — — 2 2 3253858 *
59 88 27 —8 ð 32 * 222 * 7 —
3575 383 —— — 3325 A 2 3388255
—«S — 2888 — 7 28 232 S 88 55 5235
— 3255 22 8 252 2853 57 *8 z785 7
52 53 5538 — 52 — —A 285553 —— 2
* ——— 3533 —83 —— 53*8 22 *38338
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöhentlich? mü dem Hauptolatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage) erscheint wöchentlich viermalz? Dienstag, Donneretag, Sumstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

A 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1IAM 60 , einschließlich 420 Zustell jebuhr. Auzeigen werden mit 10 Z, von Auswärts
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum, Neclamen mit 80 — pro Zeile berechnet.
M 140. Donnerstag den A. SZepteuber

isꝛo

Deutsches Reich.
München, 2. Sept. Se. Maj. der König hat, wie
„»crlautet, auf Antrag des Justizministeriums bestimmt, daß die
Richter, Staaizanwälie und Gerichtsschreiber bei den öffentlichen Ge⸗
richtssitzungen vom 1. Januir 1880 an Robe und Baret zu tragen
saben. Die hierzu erforderlichen Deta'lvorschriften werden seiner
Zeit vom k. Juflizministerium erlassen werden.

München, 2. Sept. Die Frau Kronprinzessin des Deuischen
Reichs ist heute Morgen hier eingetroffen und im Gasthof zu den
„Vier Jahreszeiten“ abgestiegen. Schon um 10 Uhr fuhr sie in
den Glaspalast und verweilte mehrere Stunden mit großem Interesse
in der internationalen Kunstausstellung. Die Frau Kronpriuzessin
ist bekanntlich selbst Malerin. — Das Gesetz⸗ und Verord:ungsblatt
dublicitt heute das vom 18. ds. Mis. datirte Gesetz über das Ge⸗
bührenwesen und das Gesetz in Betreff der Pensionsanstalt für die
Wittwen und Wa sen der Advocaten des Koͤnigreichss. Das Gesetz
über das Gebührenwesen hat ebenso wie das neue Gesetz über die
Erbschaftssteuer gleichzeiiig mit dem Reichsgeri biskostengesetz, dem ·
zach am 1. Ocober ds. Irs. im ganzen Umfang des Koͤnigreichs
in Kraft zu treten.

Berlin, 2. Sept. Die heutige Parade des Garde⸗Corps
vor dem Kaiser auf dem Tempelhofer Felde nahm bei herrlichem
Wetter den glänzendsten Verlauf. Der Kronprinz, Prinz Karl,
Prinz Friedrich der Niederlaude und die Erbprinzessin von Meiningen
mit glänzendem Sefolge und die miilitairischen Abgesandten vieler
fremdländischen Armeen wohnten der Parade bei. Die Kaiserin und
die Prinzessia Friedrich Karl zu Wagen. Die Parade commandirte
Prinz August voun Württemberg. Rachdem der Kaiser die Frout
zeider Treffen abgeritten war, erfolgte der zweimalige Vorbeimarsch.
Der Kaifer und der Krouprinz wurden auf dem Hinweg und dem
Rückweg von den dichtgedrängten Menschenmassen mit unaufhörlichen
JFubelrufen begrüßt. Die Stadt ist überall reich mit Flaggen
zeschmüdt.

Berl'in, 2. Sept. Kaiser Wilhelm reist morgen früh zu⸗
nächst nach der russischen Grenze, woselbst in Alexandrowo eine Be⸗
jegnung mit dem Kaiser Alexander, der aus Warschau dorihin
ommt, statifiaden wird. Am Donnerstag setzt er seine Reise nach
2onigsberg zu den Mandvbern fort. Er reist nur mit militairijchem
Befolge.

Bedenktages der Schlacht bei Sedan ducch eine
Reunion, welche in dem mit bayerischen und deutschen Fahnen und
Buirlanden festlich geschmückten Odberhaufer'jchen Saal staufand.
Fin ansehnlicher Theil unserer Bücgerschait hatte sich zusammen-
gefunden, um diesen einzigen nationalen Festitag, den Geburtstag
)es neuen deutschen Reiches. in frohem heiterm Kreise zu feiern und
das Andenken an die glacreichen Tage von 1870,71 besonders
rber an den Tag von Sedan durch Wort und Lied zu erneuern.
Meden und patr'otische Lieder, begleitet von den stiängen der hie⸗
igen Stadtmusik, wechselten ab mit Einzelvorträgen des
Rusiund Arbeiterbildungs-Vereins, die durch
hre Theilnahme am Fest nicht wenig zur Verherrlichung des Abeuds
eitrugen. Der besonderen Erwähnung verdient noch das von Hrn.
Seiter mit ächtem deutschem Feuer vorgetragene Lied „Hurrah
Hermania“ dessen Refrain die Versammlung mit wahrer Begeifter⸗
—XD—
deren Woctlaut wir im Folgenden mittheilen.
Verehrte Festversammlung!

Sedantag heute Im Festgewand prangen Städie und Dörfer rings-
mm im deutschen Vaterland. Sedantag heute! Allüberall, soweit die deutsche
Junge klingt und deutsche Herzen schlagen für den Ruhm und die Ehre des
Laterlandes, wird dieser Tag festlich begangen. Sedantag heute! Auch wir,
ie deutsch gesinnten Bewohner der Stadt St. Ingbert, sind heute in üblicher
Weise hier zusammengekommen, um den Tag mitzufeiern, der zu einem na⸗
jonalen Fesitag geworden ist.

Heute vor 9 Jahren geschah es, daß unser Heer in dem gewaltigen
dampf, den uns ein üÜbermüthiger Feind aufgezwungen hatte, eine seiner
lorreichsten Waffenthaten voll brachte, eine That, wie die Weltgeschichte bisher
ioch keine gesehen hat: heute vor O Jahren bei Sedan wurde der Kaiser der
Franzosen mit seinem ganzen Heere gefangen genommen.

Und doch ist es nicht allein und hauptsächlich die Freude über den
skuhm, den unsere Brüder damals in heißem Kampfe errungen haben, welche
ins gerade diesen Tag vor allen anderen feiern läßt — unser Gemüth wird
nehr als zu einer andern Zeit an diesem Tage dewegt von der großartigen
ind erhabenen Idee der weltgeschichtlichen Gerechtigkeit, welche in dein jähen
Zusammenbruch der napoleonischen Herrlichleit zur Geltung gekommen ist.
Darin liegt vorzüglich die fittliche Berechtigung der Sedanfeier.

Das Sedanfest ist aber nicht allein das Fest der Erinnerung an den
zei Sedan eingetretenen welthistorischen Alt; es ist ein Fest der Erinnerung
überhaupt an die großen Jahre 1870,71.

Welche Bilder entrollen sich heute vor unserem geistigen Auge! Herz⸗
rfreuende und tiefernste Bilder, Bilder, wie sie in ihrer Großartigkeit kein
Zeschichtabuch mehr aufweisen kann. Die Erinnerung ruft in uns den An⸗
ang des Krieges zurück. Es braußt ein Ruf, wie Donnerhall, wie Schwert⸗
eklirr und Wogenprall, zum Rhein, zum Rhbein, zum deutschen Rhein!
Welche Begeisterung allenthalben, welche Vaterlandsliebe, welche Opferfreudig⸗
eit, welche Bruderliebe, welche Gottesfurcht, welches Gottvertrauen! Tann
n rascher Aufeinanderfolge die Siege bei Weißenburg, Wörth, Spichern,
MNarslatour, Beaumont, Sedan, die Uebergabe von Straßburg und Metz,
ie Siege vor Paris, an der Loire, vor Belfort, die Gründung des deutschen
keiches, die Capitulation von Paris und dann der Friede mit der wichtigsten
Zestimmung, der Abtretung von Elsaß⸗Lothringen. Alle diese Ereignisse
iehen heute an unserem Geiste vorüber und lassen unser Herz von Stolz
reudiger schlagen, niahnen uns aber auch mit inniger Verehrung und auf⸗-
ichtigem DTanke aller derjenigen Faktoren zu gedenken, welche in den ruhm⸗
»ollen Jahren 1870,71 in schönem Vereine all die großen und erhabenen
ẽrrungenschaften ermöglicht und herbeigeführt haben. Und so gestaltet sich
vas heutige Fest auch zu einem Danklfest.

Danken wollen wir insbesondere unserem König, der sich bei Beginn
es Krieges mit seinem Volke entschirden und rasch auf die Seite des nord⸗
eutschen Bundes stellte, der gegen Ende des Jahres 1870 an die einzelnen
eutschen Fürsten die hochherzigen Worte richtete: Es ist mir ein erhebender
Bedanke, daß ich mich durch meine Stellung in Deutschland und darch die
Heschichte meines Landes berusen fühlen lann, zur Krönung des deutjche:
kinigungkwerkes den ersten Schritt zu thun.

Danken wollen wir unserein greisen Kaiser, der sich in treuer Pflicht⸗
rfüllung an die Spitze der deutschen Truppen stellte und sie von Sieg zu
Sieg führte, der das Kaiserreich wieder aufrichtele und so den Traum, dent
pie deutsche Jugend einst nachgejagt, das Ideal, für das die besten des Vol⸗
es geschwärmt, zur schönen Wahrheit und Wirlklichkeit machte.

Danken wollen wir dem Heere und seinen Führern, das treu für Gott
ind Vaterland in das Toben der wüurgenden Schlacht schritt und unsere
reili sten Guüter schützte.

Danken wollen wir Allen, die in jener großen JZeit in irgend welcher
Weise ihre Vaterlandsliebe bethätigt haben.

Der Sedantag richtet aber endlich auch eine ernste Mahnung an uns,
zie Mahnung, daß wir Tasjenige, was unsere Bruder mit ihrem Herzblut
ins errungen haben, daß wir das in Ehren halten und behaupten mit dem
anzen Aufgebot unserer physischen und sitilichen Kraft, daß wir die Angriffe
uf unsere nationale Ehre ebenso aufopfernd und entschieden zurücweisen,
pie sie es ihaten, eingedent des Dichterwortes: Nichtswürdia ist die Nation.

Ausland.

Während ein Theil der russsisschen Presse sich einer zurückhal⸗
jenderen Sprache Deutschland gegenüber befleißigt, faͤhrt die russische
.St. Petersb. Zig.“ fort, zu hetzen, indem sie u. A. schreibt:
„Europa (2) erwartet mit Ungeduld den Augenblick, wo das wieder⸗
erstatlte Frankreich seine Rechnungen mit Deuischland abschl'ießen
wird, was doch früher oder später geschehen muß. Das ist die
Meinung Aller, selbst die des Fürsten Bismarc. Frankreich wird
elbstversiändlich dieses Mal den Krieg mit Deutschland nicht kopf⸗
'os, wie Napoleon UI. beginnen und Rußland wohrhaftig nicht
einen groben Fehler von 1870 wiederholen. Demnach wird Frank
reich, durch seine Freiheit machtig, ficherlich gewinnen und die Ge
chichte alsddann dem Fürsten Bsmuck einn ebenso ehrenvolles Biatt
anweisen wie dem Helden von Sedan. Den einjigen Unterschied
wischen ihnen würde nur die Zeitdauer bilden: der Eine hatte
nämlich kürzere, der Andere längere Zeit fizurirt. Die Politit des
Blutes und des Eisens wird in Europa anhören, die Staaen
verden nicht mehr in die Nothwendigkeit veisehtt sein, alle ihre
Zräfte unprodulliv auf den Unterhalt unzähliger Heerhaufen zu
ʒergeuden und die Polizeirolle Oesterreich Ungarns wird ausgespielt
sein. Ein Bündniß Rußlands mit Franukceich und Italien ist die
dgische Folge der hohen Mission, welche Rußland in der Sache
ver Befreiung der Slaven der Balkan⸗Halbinsel vom muselmännischeu
Joch auf sich genommen hat.“

Vermischtes.
RSi. Ingbert; 3. Sept. Nachdem am Vorabend
Bollerjchuffe den Fefitag angekündigt hatten, beging unsere Stadt,
die in reichem Farbenschmud hrangle, Gestern. die Feier de«“
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        zie nicht ihr Alles setzt an ihre Ehre, die Mahnung, daß wir den stolzen und
herrlichen Bau, den unsere Brüder um den Preis ihres Blutes haben auf⸗
Zauen helfen, erhalten und beschützen sollen, daß wir die Palladien der Nation,
nationale Einheil und Freiheit stets hoch und heilig halten und nach dem
Wort handeln: Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, in leiner Noth
ins trennen und Gefahr! Darum laßt uns heute mit dem Dichter sprechen:

Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland!

Danach laßt uns alle streben, brüderlich mit Herz und Hand!

Finigkeit und Recht und Freiheit sind des Gluͤckes Unterpfand

Bluh' im Glanze dieses Glüces, blühe deutsches Vaterland!

lnjer liebes schönes deutsches Vaterland es lebe hochl

Nach Herrn Subrektor Barnikil ergriff Herr Fischeer, Vor⸗
dand des hiesigen Kriegervereins das Wort und brachte einen
Toast aus ausj S. M. Wilhelhm J., Kaiser von Deutschlaud.
Der Redner erinnerte mit begeisterten Worten die Festversammlung
an die Zeit, wo der greise Monacch an der Spitze der Armee seine
Truppen von Sieg zu Sieg führte, und gab seiner Freude und
dem Danlkgefübl Ausdrud, daß Gottes Hand unferen Kaiser glücklich
rurch die in letzter Zeit von verrätherischer Hand gegen das Leben
unseres erhabenen Herrschers gerichteten Nachstellungen hindurchführte.
— Herr Realienlehrer Schlick toastirte auf Se. Mai. König
Ludwig II. von Boyern und gedachte besonders seiner Verdienste
um die Einigung Deutschlands sowohl bei Beginn des Krieges durch
die rasche Vereinigung mit dem norddeutschen Bund als auch später
durch den erhabenen Alt der Kaiferltönung. — Herrn Schlick schloß
sich Herr Pfarrer Krieger mit einem Hoch auf die deutssche
Armee und ihre Führer an und schitderte in kernigen
Worten die Errungenschasten des letzten Krieges und die Tugenden unserer
braven Soldaten, indem er besonders ihre Schlagfertigkeit bei Beginn
des Krieges, ihre Ausdauer, ihren Muth und Gehorsam waͤhrend des
Krieges und ihre Bescheidenheit und Friedfertigkest in der Heimath
herporhob. Schließlich sprach der Redner im Hinblick auf das
Woct: „Willst du den Frieden so rüße dich zum Krieg“ die Hoff⸗
nung und den Wunsch aus, daß diese Schlagiertigkeit der deutschen
Armee fortan auch im Frieden erhalten bleibe, zumal gerade jetzt
am östlichen Himmel villleicht n'cht bedeutungtlose Gewitterwökchen
aufftiegen. Rachdem die Versammlung auf Antrag des Ferrn
Sechlick durch Absingung des Ledes: „Der gute Kamerad“? der
Gefallene'n vom Kriege 187071 g dacht hatte, war die oifi
zielle Feser eigentlich zu Ende, doch treunte man sich nicht so rasch,
sondern gab sich bei den Klängen der Musik der ungezwungensten
Heiter?eit und Geselligkeit bis spät in die Nacht hin. Der Abend
verlief in durchaus ungetrübier und befriedigender Weise und mit
freud gem Stolz lönnen und dürfen wir sagen, daß das Gefühl
* 2 12
Licitation.
Samstag, den 20. Sep⸗
tember nächsthin, Nachmittags 2
Uhr in St. JIngbert bei
Johann Mayer *
werden vor dem damit beauf⸗
troglen kgl. Notar Sauer in
St. Ingbert die nachhin bezich⸗
neten zum Nachlasse des in St.
Ingbert verlebsen Bergtannes
Jalob Schweitzer gehörigen
Liegenschaften im Banne von
St. Inabert der Abtheilung
wegen öffentlich an die Meist⸗
bielenden zu Eigenthum verstei⸗
gert, nämlich:

IPl.Nr. 1180, 3 à 40 qm
Adter in den Stauchgärten
neben Peter Stolz und
Bernhard Weidmann.

Pl. Nr. 3729, 10 a 20
¶m Wiese in den Potiasch
wiesen neben Georg Allar
Wittwe und J. J. Hellen⸗
thal.

Pl. Nr. 2394 und 2454,
4 a 80 qm Wiese in den
Bruchrechwiesen neben Jo⸗
seph Peters und Franz
Foos Wittwe.

Pl.Nr. 1146, 21 a 830
im Acker rechts der Kapelle
reben Korl Hüiher und
starl Feichtner.

Eigenthümer sind die Kinder des

Erblassers als:
a. Natharina Schweitzer, ohnt
Gewerbe. minderjahrige durch die

Heirath emarcpirte Ehefrau von
Ncolaus stopp, Lehmformer,
heide in St. Ingbert.

b. Jakob Schweitzer, Schnei⸗
der allda.

c. Johann Schweitzer, Schuh⸗
nacher allda.

d. Georg Schweitzer, Bäcker,
son da jetzt ohne bekannten
Wohn⸗ und Aufeuthaltsort ab—
vesend.

e. Margaretha Schioe het,
ninderjähriz und ohne Ge⸗
verde, welche ihre Mutter Mar⸗
jareiha Raßkopf, Wittwe erster
khe des genannten Erblassers
Jakob Schweitzet und Ehefrau
weiter Ehe von Johann Mayher,
Wirth, in St. Ingbert, zur ge⸗
eßlichen Vormünderin, ihren
Stiespater Johann Mayer zum
Nitvormunde und Neko!aus Jung,
kaufmann in St. Ingbert zum
Nebenvormunde hat.

f. Karolina und g. Johann
Mayer, minderjasrige Kinder der
zenannten Ebeleute““ Johann
Mayer und Margaretha Raß—
opf, und durch ihren Vater
pertreten.

St. Irgbert, 4. Sept. 1879.

K. Auffschneider,

Amtsverweser.

Eine gute
frische Kuh
deht zum Vertauf bei
Steiger Schuster.

inserer Bürgerschaft den denlwürdigen Tag von Sedan von Jahr
u Jahr mehr und mil Recht zu einem Festtag macht, zu dem
ersten wahren Nationalfest, das unserm Volke als ein lang⸗
ntbehrtes, lauge gesuchtes Gut zu Theil geworden ist.

DDie Direltion der pfäl zischen Bahnen hal den Mitgliedern
der pfälz. Kampfgenossenschaft und des Kriegerbundes, welche sich
in der Kaiserparade in Straßburg belheiligen wollen, 50 00 Fahr⸗
axermaßgung eingeräumt. Die betr. Billete haben 8 Tage
vültigteit.

7Zweibrücken, 2. Sepibr. Das Innere der neuen
athol. Kirche dahier ward gestern Nachmittag gegen 5 Uhr leider
X
ahl Maurer und zwei Anstreicher waren auf einem Gerüst in
ziner Höhe von 12 Metern damit beschäftigt, die letzte Hand an
ortige Arbeiten za legen, als plötzlich das Gerüst zusammenbrach
ind die Arbeiter in die Tiefe stürzten. Dieselben, 9 an der Zahl,
rugen mehr oder minder starke Verletzungen davon. — Die Feier
des heutigen Nationalfesttages wurde gestern Abend und h eute früh
ingeleitet mit Völlerschüssen und Glockengeläute. Unsere Stadt
zranot in dem üblichen Fahuenschmuck. (3w. Z3.)

f Am Dienstag wurden von der Grute Altenwald 2
Bergleute in das Sulzbacher Knappschafts-Lazareth gebracht, wo⸗
von der eine durch Brandwunden leicht verletzt und der Andere durch
derabfallen eines Balkens an der Schulter erheblich verletzt war.
Dienstesnachrichten.

Anweisung erhielten Domcaplan Seb. Keller in Speier als
Administrator von Weilerbach, Jak. Burthard, Pfarrverwefer in
Dffentach, als Administrator von Bundenthal, E. Breitling, Pfart⸗
herweser in Imsweiler, als Administrator von Ommersheim.

Marktberichte.

Homburg, 3. Sepibr. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
o M683 ppf. Korn 7 M. 41 pf, Spelzkern — M. — Pf., Spelz o M.
pjf., Gerste Zreihige 7 M. 52 Pf. Gerste 4reihige O M. — Pfa Hafer
z M'Gé61 pf., Mischirucht 7 M. 89 Pf., Erbsen 0 M. — Pf., Wicken
) M. — Pf. Bohnen — M. — Pf.Kleesamen — M. — Pf. Korn⸗
rode6 Pfuͤnd 68 Pf. Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — Pf.
Kindfleisch 50 Pf., Kalbfleisch 10 Pf., Hammelfleisch — Pf. Schweinefleisch
50 Pf. Butter 1 Pfund O M. 80 Pf., Kartoffeln per Ctr. 3 M. — Pi.

Ich beehre mich, andurch ergebenst anzuzeigen, daß
ich unterm Heutigen ein
Geschäfts und Consultatisnsbureau
zahier errichtet habe.
SMeine Wohnung befindet sich im Hötel Laur.
St. Ingbert, 1. September 1878.
Hochachtungsvoll
seitheriger erster Gehilfe des k. Gerichtsvoll⸗
ziehers Fitz in Waldmohr.

Zur die Redaction verantwortlich: F. X. Demes.

7

Die ausserordentliche Vorbreitung dieses Hausmittels hat
ine ebenso grosse Zahl ahnlicher Präparate als Nachabhmer
rorvorgerufen, welche sich nicht enthlödén Verpackung, Parbe
ind PEtikette in täuschender Weise herzustellen. Die Paquete
les achten Stollwerck'schen Fabrikates tragen den vollen Na-
nen des Fabrikanten und kennzeichnen sich die Verkaufsstellen
iurch ausgelegte Firmen-Schilder.

Circa 40 Schoppen
* 12
süße Milch
ind täglich abzugeben bei
Rud. Munzinger.

— — — — — —
Das in 2. Aufl. erschienene Vuch:
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ithali erotoec Anwerisungen zut er⸗
olgreichen Selbsibehandlung und
Feung von Gicht u. UBneumntiomus
AUen, welche an diesen Uebeln oder
TAltungskrankheiten leiden, lann
ies Vuch wärmstens empfohlen
verden. Ein Anhang vou At—
resten beweist die Vorzuͤglichkeit der
Nethode, welche sich tausendfach be⸗
bahrt hat. Preis b0 Pf.“) — Aus⸗
nuͤhrl. Prospect vers. auf Wuunsch
»orher gratis u. franco Ch. Hohen-
eüner. Leipzig u. Vasel

Rechnungen
zu Jedermanns Gebrauch
in Schwarzdiuck, sowie in roth
und blauet Linialur—
ind vorräthig in der
Druckerei deꝛ. BI.
Druck und Verlag von F. x. Demeß in St. Ingbert.
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5— —24 4* 2 —2
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5. 52 —52 22 *8 51 *2232580 —8323 2357 83222.5
555 —7—52 5 23253 222 7 255232323355 7255 3335233
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3255387 5222362 — *23z336—525 8338 233 3533758
253—23—3 22338 832—5383528 5552228
8238323 322*382 éj· 3 35.,35—3553886533 5553 3 2373
58333353732253 832385354353 5533253 555 53333858
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25 8757 22 7237 2 — — K 5 * 2322— 2 28 —A
55 2 * — 2 —— — * 2 *2 *
*— 238— 5835 5238 —2532 2— 37333
* ẽ 2 2 — — 2 2 2 I
35333523 —558828 3582 s5332 5533353 323 2332332
— —7
—A— 235 82332 232332* 52 2323 2 752. —
238553835357353 223232 3357 323323 3355 72538 8
8 r 52 2 * * 7* J D3 62 2 38 222 — 5
355 5z3738 5553 5 4232 23223. 9333232 2 358* 5215
* 2· 2 — — 7* — 25 — 2622 2 5 5* —* — 7.
2253 0 5— 223 5 — — * 2 * — — — S* 8 — — 2
573 2 * * ———— *2 z5 — 3
5— 5828 2. 78252 2325 5235 e Is* 222323
—8558 53356 5558 3533 7 2233 28358
5275 2. Q 8* — 8 — * —A 2* 7 5 —58 — 8—
2. 72 8227 ue 2 — 2 ã *38 — 55 8 3252 —
52 *2*5 J ⸗8 — — — — 37 — 28 2
32 5 3223 33323 Ss .* 2. z52.5 2333 35335332
7 2 —22 — * XÆX — 2. 2 3* 2
— — „2 — *wWꝛ ⁊ — — 3

2*
* 722 355 2722 5392 38. 88
535702322232 535 553 2,333 *22 29
2582536 ——— — * 3 323 327
—35—2.575 3333——82603.33282 5235333
235 5 235 *2 vꝛ ——A — 558 —
3——333—38
—Mä— 52523383323538 —— 2525*23 35353385 *
2 255 7 322 2cI523 * —232335255 4
—3z52335235333 232—3253335233238 3.3 3
— 5z35 533232535 7525833523337 2532 *
— *255 33323333 8333553
3 8 6.
* 5372 5. * 5 * —— — 252382 —92 8*
—32832238 5532353523753— 232 — 7
32253553532338 2234 33 **3 73 28 57 J
3333332 33383233332 2233
38 3153233 232388 22283 **3* 3838
28 2.2 53 22 5z28738 S 2 —
2725 —æz25 382325252525 24
253 82 22332352 *525 53558 2 *
253322. 75335338 2535552 2328323 353398 3
5 3338 2383333568 88898—38
—— —— —3— 832333533 528
0—32 333352333383 55—53 85
2353 3555——3833 22332 2
3.537 *2328527238 53,25 2
35—3 82
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2— * 325323 — 53
* 133 2 235*5 33882 — 2358
7 F S2. 8
2 — — 152382835 z8
323 27 2523 33823
* 23 *8 7 —— 22
2 8* 2 220 * 52 9
7 * 5. 8 292 —— I5;
*87 e 3
J J — * —
——— ——— z 25
8 — 2— 5257 2 2 — 223288 25 355
e — — * 282232 — 553353 53
— 2 2 53 *2 537 58 — 8 F ⸗
* — — 32* . 33 2 — * ꝛ
2* 533s5 7333* 53 —2 23535 ——— 22 5328 b
2 — * 2 8 e —— —— —5—— 232 —
8 37 233235 228 22 28 55 2 2 3 20
* * 32 22.5 2* 2 — C5 * 2 55 J
* — * 25 — — 2.2. 53823 J
2 8 23 — . 5 ⸗ 8 *
2 * *522 . — *5232338 2 —B. F
* S 2 * 2 *255 * 228
— * 528 —73— 32 5742 77755 4
— 1. — 8 23 2337334728 5578 5
7. 35* 522 28 s — e 3. *2213533 25
7 7 8 α —— 327 55 83
38 271 —I 533557 538 ——
* 5311 — —— z5
—A * 2.* A
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5* 8 1 22558
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mil wö hentlichj mie dem Hiuptolatte verbundene Uaterhaltuagsblatt. (Sonntazs mit illustrirter Vei⸗

lage) erf heint wöchentliy viermil: Dieustaz, Doanerstag, Sanstaz und Sonutaßg. Der Abonnemeuntspreis beträgt vierteljahrlich

A 40 B einschließlich Trägerlohn; darh die Post bezzgen 1 40 60 4. einschäeßlich 49 3 Zustell eb Ahr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswaäris
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blatischriit odet deren Raum, Neclamen mit 30 — vro Zeile berechnet.
A 4J.

— — — —
Samstag den 6. Septenber

*

RöRBVYXXR

Deutsches Reich.

Berlhin, 2. Septbr. Wie das „Tageblatt“ hört, ist der
om deutschen stat stischen Amt hierfelbst beschäftigte Regierungsrath
Dr. v. Scheel als Dircktor an das löniglich rayer sche stat'stische
Bureau in München berufen worden und hat die Annahme dieser
Stelle zugesagt. In der neuen Stellung w'rd Herr d. Scheel
der Nachfolger des Geheimrath Mayr, welcher bekanntisch als
Unteistaatssekrelär in die elsaß lothtingische Verwaltung berufen
woiden ist.

Berlin, 3. Sept. Der Sedantag brachte eine große
Nachricht: „Urser Kaiser reist morgen, Mitwoch, früh von Berlin
zunächst nach der russischen Grenze, woselbst ia Alexandrowo eine
Begegnung mit dem Kaiser Alerander von Ruß—⸗
land, der aus Warschau dorthin kommt, statifinden wird. Am
Donnerstag setzt Se. Majestät die Reise zu den Manövern nach
Königsberg sort. Der Kaiser reist nur mit dem milisärischen
Befolze.“

Die Kaiserbegegnung ist gerade jtzt von ganz hervorragender
Bedeutung, und wenn sich die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“
gestern noch abmühte, die Mission des Feldmarschalls Manteuffel
deim Czaren in Warschau jeder politischen Wichtigkeit zu eutlleiden,
so haben die Teatsachen sie unmittelbar Lügen gestraft. Diese
Ktaiser⸗Entrebue ist d'e dirette Folge der Entsendung Manteuffels.
Damit ist aber auch gesagt, daß dieles Mal der Marschall in seinen
versöhnlichen Bestrebungen glücklicher gewesen ist, als bei seiner
letzten Petersburger Mission bei Ausbrtuch des russisch⸗türkischen
sKrieges. Die deutschfeindl che Partei in Ruß!and ist damit wieder
rinmal aufs Haupt geschlagen.

Wie man uns von vertcauensweriher Seite schreibt, w'rd in
füddeutschen Hoslkräisen — welche das sind, ist leicht zu er⸗
rathen — jetzt der Versuch gemacht, den Fürften Gortschakoff von
dem Verdacht zu reinigen, als ob er an den Hetzartikeln der rus⸗
sischen Bläuter irgend eine Mitschundd habe. Der Urhrber dieses
Federkriegs, so verbreitet man, sei Niemand arders als der russische
Ktriegsminisser General Miljutin, dessen Haß gegen Deuischland
bekannt sei und dessen Einfluß auf den Kaiser Alexander ein sehr
erheblicher geworden, seitdem Fürst Gorischakoff durch seinen Gesund⸗
heitszustand sich verhindert sehe, die russische Politik direkt beim
Kaiser zu vertreten. Die Erzählung würde vielleicht mehr Glauben
finden, wenn der Arlikelschreiber es nicht für nöthig gehalten hätte,
auf die Intimität hinzuweisen, welche vor und sogar noch während
des Kongresses zwischen dem Fürsten Bismarck und dem Fürsten
Bortschakoff bestanden habe. Seitdem Fürst Bismarck während
des Kongresses dem Pariser Times Kortespondenten Herrn Blowitz
über diese „Intimmtät“ eine Vorlesung gehalten hat, weiß mau ji
ziemlich, was voa dergleichen — Schönfärbereien zu halten ist.
Jedeufalls aber bläst man heute schon auf der ganzen russischen
Linie mit Friedensschalmeien zum Rücdzug. Denn wie amtlich aus
Petetsburg ielegraphirt wird, bespricht das hochoffiziösen, Journal
de St. Pet rsbourg“ die phautastischen Kombinationen verjchiedener
auslandischer Blaätier ürer den Bisuch des Großfürsten Thronfolgers
in Stochholm, der doch ledig!ich ein Höfl chleitsbesuch gewesen sei
und hebt dabei hervor: „Wenn Rußland sich glüdlich schötze, in
bottrefflichen Bez ehungen mit seinen nördlichen Nahbarn zu leben
und dafür Zeugniß zu geben durch den Besuch des Großfürsten⸗
Thronfolgers in Stodholm, wenn es Rußland liebe, auf volle
Rcipcozilät zählen zu sonnen, so liege es ihm weuigstens ebenso
seht am Herzen, eine alte Freundschaft aufrecht zu ethalten und
zu besestigen, welche so oft sich bwährt habe und welche vorüber⸗
gehende leichte Wökchen niemals zu trüben vermocht hätten.“ Man
wird gestehen müssen, daß diese Sprache gar schleht mit den bis˖
herigen Redewendungen harmonirt und daß vom Czaren direkt aus
aicht mißzuverstehe nde Weisurgen nach der Hauptstadt gelommen
jein müssen, um diese Wandlung sich vollziehen zu lassen. Wir
nehmen mit Befried'gung von dieser Aenderung Kenntnißßz, ohne
uns uns im Uebrigen einzubilden, daß solche Freundschaftsgefühle

auf höheres Kommando gerade eine sehr große Betuhigung oder
sonst ein wertbvolles Pfand für die hetzliche Gesinnung darbieten,

welche man in Rußlands pol tischen Kressen für uns Deutsche hegt.
Der Schiei des Hasses von gestern war ein unverfälschter Natur⸗
aut, die höflichen Redensarten von heute sind angenehm, weil sie
uns für jetzt den Frieden verbürgen, aber sie dürfen uns nicht über
de wahre Natur unserer innerlichen Vez'ehungen zu Rußland
äuschen. (Berliner Tagbl.)

Der bisherige Reich?ztagspräsident v. Seydewitztz,
der am Sonnabend die Geschäfte eines Oberpräsidenten von Schle⸗
fsien übernommen hat, hat gleichzeitig dem Bureau des Reichstags
die Niedeclegung seines Mandats angezeigt. Nuumehr gelangen
die laufenden Reichstagsangelegenheiten durch den ersten Vicepräsi⸗
denten, Freiherrn v. Franckenstein, dem bekaunten Centrumsführer,
zur Etledigung.
Ausland.

Wien, 3. Sept. Eine Deputation des österreichischen
XX&amp;
Falkenhain. Unter andern Wünschen ertlärte diesilde den Abschluß
ines Zollvertrages mit Deuischland als den Interessen der öster
ceichischen Eisenindustrie widerstreitend; nur ein Meistbegünstigungs⸗
dertrag, auf dem besteheden Zolltarif basirt, mit Beibehaltung dex
darin aufgestellen Minimalsätze, sei mit Deuischland anzustreben.
Der Minister erwiderte, er sei von der Schutzbedürftigkeit der Eisen⸗
ndustrie überzeugt und werde seinen Einfluß in dieser Richtung
geltend machen.

Paris, 3. Sept. Die „Armee Franqaise“, das Organ
Bambetta's meldet heute, daß die französischen Offiziere, die den
Mandvern dei Königsberg anwohnen, nicht den Manövern im Elsaß
unwohnen, sondern Befehl erhalten hätten, nach den Manövern von
ddaigsberg sofort nach Frantreich zurückzukehren.

London, 1. Sept. Wenn der bei dem gestern in Limerid
Irland) statigehabten Meeting von verschiedenen Seiten geäußerte
Wunsch zur Ausführung gelangen sollie, dann dürfte die Lösung
der agrarischen Frage keine großen Schwierigkeiten bieten. Es
vurde nänlich aus der Mitte des Publikums der Vorschlag ge-
necht, die Grunddesitzer todtzuschlagen und dieser Vorschlag wurde
nit Leifall aufgenommen. Parnell und audere Redner, es muß
ies zu ihrer Ehrenretiung gesagt werden, begnügten sich allerdings
nit Anempfehlung weniger energischer Maßregeln. Vom Praäsi—⸗
benten wurde cine Resolution beantragt und einstimmig genehmigt,
dahin lautend, daß in Anbetracht der überaus schlechten Zeiten die
Brundbesitzer einen Theil des Pachtzinses erlassen jollten.

Alexandrowo, 3. Sept. Der Kaiser von Nußland
st mittelst eiaes 8 Salonwagen zählenden Extrazuges Nachwittags
bu3 Uhr m'it großem Gesolge h'er eingetroffen. Der deutsche
daiset kam kurz nach dtei Uhr an. Die auf dem Bahuhofe auf⸗
zestellie rufsische Ehrenlompagnie intonirte, als der Kaiser Wilhelin
n den mit Fahnen und Guirlanden reich geschmückten Bahnhof
infuhr, die p eußische Nationalhymne. Die Begrüßung der beiden
Monatchen war üdetaus herzlich. Die von allen Seiten in die
rächste Umgebung des Bahnhofes herzugeströmten Volkswassen be⸗
zrüßten beide Majestäten mit enthusiastischen Zurujien. Nach dem
Difiliren der Ehrenkompagnie zogen sich beide Majestäten zurück,
im demnächst das Diner geincinsam einzunehmen. Kaiser Wilhelm
hat im Bahrbofssaebüude Wohnung genommen.
BVermischtes.
fEschbach, 1. Sept. Wie unvorsichlig es von manchen
ẽltern ist, Kinder ohne Aufsicht zu House zu lossen, zeigt folgender
ehr trauriger Fall; Gestern Morgen gingen die Eheleute Dausch
vie gewöhnlich in den Veorgengottesdienst, auch ihre beiden erwach⸗
enen Kinder wurden zur Kirche geschickt, während ein Knabe von
EXEDD
Aber welch ein Schrecken für die Eltern als sie nach Hause kamen
ind den Knabea todt fanden. Das Kind hatte am Tisae gespielt,
velcher nicht ganz festgestanden haben mag. Der Tisch fiel um
und jchlug dem Kiade das Genich ab.
f Landau, 4. Sept. Heuie früh verschied hier im 51.
Lebenzjahre nach längerem Leiden Herr Lehrer Karl Friedrich Tahbl.
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        Dder Dahingeschiedene war seit dem 18. März 1854 ununterbrochen
aAls Lehrer au der hiesigen Voltsschule thätig und hat sich derselbe
hurch die Anspruchslosigket und Biederkeit seines Charalters, wie
durch den Eifer und die Treue, mit welcher er sich seinen Berufs⸗
pflichten hingab, die Hochachtung der Bürgerschaft unserer Stadt
vie seiner Schüler und Collegen zu erwerben gewußt. Möge ihm
zie Erde leicht sein!“ (L. Elb.)

FBacker O. von Ludwigshafen mit Frau ist am
Souniag verduftet. Die Ladenkasse mit 2 Pfg. Juhalt hat er seinen
zahlreichen Gläubigern zurückgelassen.

F'Aus Mal stattt bei Saarbrücken wird unlerm 28. August
zemeldet: Auf den Kirchweihfesten, auf denen so Manche ‚von
Sinn und Verstand“ sich trinken lommen, oft in Folye d.ssen
hlimme Auflritte vor; die hdier am vorigen Sonntag gefeierte
Kirchweih ließ ein blutiges Drama eutstehen. Ein von Bekannten
gentckter beirunkener junget Arbeiter gerieth deshalb, nachdem ichon
der Höhepunkt seines Rausches vorüber war, in eine Wuth, die
yn Schreckliches verüben ließ. Dem einen der Betreffenden schlug
et mit einem eisernen Justrument derart auf den Kopf, daß der
Schädel förmlich zerschmeitert wurde; bis auf den Halswirbel
zestreckzke sich der Hicb, der den Getroffenen sofort zu einer Leiche
machte. Einem Anderen versetzte der Wütherich einen Messerstich,
der auch dies Opfer dem Tode Überlieferte. Beide Gemordete
waren ebeufalls junge Arbeiter. Der Thäter befiadt sich in den
Ddänden der Juitiz.

7 Frankfurt« M. 1. Sepi. Das Schwurgericht sprach
in heutiger Sitzung die Angellagten Hiisenbeck und Treulieb des
erfuchen Mordes und Raubes an dem Geldbriefträger Tafel schuld g.
Demgemäß wurden Hilsenbeck zu 14jähriger, Treulieb zu 12jähriger
Zuchthausstrafe, Beide zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte
„rurtheilt und die Zulässigkeit der Stellung unter Polize'aufsicht
zuf 10 Jahre gegen Beide ausgesprochen.

In Bensheim aß ein 16jähriger Gymnasiast Pflaumen
und Gurkensalat und starb andern Tags in Folge davon an der
Cholerine. F

Karlsruhe, 30. Aug. In der gestrigen Sitzung der
Straftammer wurde der 22 Jahre alte Polytechniker Phelipp Hoff
mann von Klingenmünster wegen eines am 2. Juni d. I8. mit
einem O ficier der hiesigen Garnison gehabten Zweikampfes auf
Säbel zu 4 Monaten Festungshaft verurtheilt.

pFürth, 1. Spt. We die „F. N. N.“ erfährt sind
hei den in hiesizer Umgebunz statifindenden U⸗-bungen zwei Sol—
haten der 1. Ezkadron des 6. Chev.⸗Reugt. verunglückt und beide
todt. Der Eine stüczte vom Pferde, wobei er das Genick brach
und dem Anderen, ebenfalls gestürzten, trat sein Pferd das Gehera ein.

F Auch in Augsburg hat der Magistrat den Gebrauch
non Bierpressionen verboten.

4 Ein jepanischer Universitätsprofessgfr aus Bayerten. In
den nächsten Tigen tritt ein junger Gelehrter, Herr Dr. Döderlein
don Bayreuth, seine Reise Urer Macseille nach J'odo an. Derselbe
hat von der japanischen Regierung einen Rauf als Pofessor der
Naturwiis nschaften nach Jeddo erhalten. Der iunge Gelearte be⸗

gann seine Lehcthätigkeit an der Universitat Straßburg und ist der
Soqyn des kgl. Gymnasialprofessors Dt. Döderlein in Bayreuth.

In Gunzenhausen GBayerr) starb in seinem 94.
Lebenejahre ein Lehrer Namens Kraus. der 70 Jehre am ˖
irt harte.

München, 2. Sepibr. Für Lateinschulen wurden im
Jahre 1878 in den 8 Kreisen zusammen 349,742 M. aus e⸗
zeben; hievon treffen auf Oderbehern 31,518, Niedenbayern 189 Me.,
Pfalz 174,744, Oberpfalz Nichts, Oberfranlen 11,729. Mitiel⸗
itankten 82,124, Unterfranken 21,830 und Schwaben 27,717 M.

VPan schreibt der „Fikf. Zig.“ aus München: „Mit
Bedauern vernehmen wir, daß auf Veranlassung der großh. ha⸗

dischen Staalsbahnverwaltung im nächsten Wenter-Fahrplan die bei⸗
den Nacht Courierzüge Wien-Paris und Paris-Wien w'gfallen sollen,
und daß sich in Felge dessen auch die Generaldirtektion der tgl.
hayer. Verkehrsanstalten genöthigt sehen soll, auꝝy die Anschlußzüge
HPiüuchen Ulm und vice versa nicht mehr foribestehen zu lassen.
Es find die Züge, welche um 7 Uhtr 10 Min. Abends von Müu—
chen abgehen und um 12 Uyr 58 Min. Morgens in Stuttgart
anfommen, reip. don Stutigart um 2 Uhr 47 Viin. Morgens ab⸗
gehen und in München um 8 Uhr 45 Min. früsy ankommen.
Durch den Wegfall dieser Züge würde nicht nur die Postverd ndung
Dtünchens mit Württemberg, Baden, Eisaß und Frankreich eine er⸗
hebliche Beeintrachtigung ersahreu, sondern es würden ouch die für
die Postbejördetung sehr wichtigen Nachtverbindungen zwishen
Württemdirg und ZFrantsurt q.)0. bezw. Köln ꝛc. gefährdet er⸗
scheine:. Im Interesse der Aufrechterhaltung dieser wichtigen Ver⸗
„udungen liegt ch sicherlich, doß die badische Bahnverwaluunzg —
denn lediglich an dieser liegt es — ihren ungerechtfertigten Wider⸗
sland gegen den Fortbestand der fraglichen Courierzuge aufg'dt.
Die Handels- und Gewecbekammet fuͤr Obertayern hat desdalb
Schrette geihan. um den Fortbestand der für den Korrespordenz—

Jerkehr Münchens so wichtigen und bewährlen Verbindungen zu
ichern.“

— 4 Lachende Erben. Die kürzlich in München im Alker von
36 Jahren verstorbene Oberstenwitiwe Wolff hat ein Vermögen
jon mehr als vier Mill onen Mark hinterlassen; es befinden fich
m Nachlasse nicht weniger als 399 Stück Attien der Moximilians⸗
Pülte, ebenso mehrete hundert Stück Aktien der bayer. Hypotheken⸗
ind Wechselbank; Frau Wo'ff hinterläßt keine Leibeserben und geht
eshalb die reiche Erbschaft in die Hände von entfernteren Ver⸗
vandten über.

In Bautzen seierte man dieser Tage ein Jubiläum,
as wenigstens nach seiner Seltenheit wegen des Feierns weith ist.
xẽs beging die Bautzener Tischler ⸗Innung das Fest ihres 500jährigen
Bestehens. Noch ist die Innung im Befitze der auf Pergament
Jeschriebenen Gründungsurkunde vem 5. August 1379.

Im Bade Elster bat sich zu Eude der Saison noch fol⸗
jende ergötzliche Scene abgispielt: Aus einer Zelle, in welcher eine
Ddame ein Moorbad nahm, erscholl, wie der Berliner „Börsen—
Fourier“ erzählt, prötzlich ein üngsiliches Gekressch und die Glocke
vurde stürmiüch in Bewegung gesetzt. Große Aufregung! Das
Zersonal lief zusammen und zwei Bademägde drangen muthig in
ie Zelle ein. Da stand die Dame, von einer dichten Moorkruste
iberzogen, außerhalb des Bades, zeigie zitternd in das Bassin und
ief: eine Schlange, eine Salange! Das war zu viel sür den
Muth der Bademägde, si⸗ zititten den Bademeister, eine wahre
zünengestalt, herbei, der sich vor keiner Schlange der Welt fürch⸗
et. Er tauchte den entblößten Arm in die dde Flüssigkeit und
ↄas zog er heraus? — einen Zepi! Hoffentlich wird dieser tra⸗
zische Fall den Damen zur Warnung dieunen, daß fie hüdsch ihre
Zöpie feststecken, bevor sie in's Bad steigen.

FBerlin. Töoaätlichkeiten eines Gatten gegen den anderen
Theil, welche an und für sich nicht gesundheitsgesahtdend sind, ja,
nicht einmal einen Schmerz verursachen, die aber mit Rücsicht auf
ie Judividualität des angegriffenen Theiles mittelbar dessen Ges
undheit erheblich geführden können, berechtigen nach einem Erkennt⸗
niß des Oꝛer: Treibunals, 1. Senai, vom 10. Januar 1879 den
ingegriffenen Gaiten zur Ehescherdungsklag“. Ein Kaufmann, wl⸗
her mit sener ungemein nervösen und kräutlichen Frau in Uafriedea
ebte, ergriff eines Tages einen Toilettenspiegel und schlug mit dem⸗
elben dee Frau auf den Kopi. Obwohl die Gewalt des Schlazes
urch den falschen Haacweilst — man sirht, auqg die Eintazen können
Zegen bringen —, gigen welchen er geführt worden, abgeschwächt
vurde, so daß die Frau einen kaum merklichen Schmerz etlitt, so
aut sie doch aus Shrecken über den Gewaltakt ohnmäshtig zusa nmen
ind erholte sich erst allmählich wicder. Auf die Ehsscheidungs!lage
er Frau wegen gesundheitsgeführdender Mißhandlung wurde vom
ppellationzgerechte die Ehe getrennt und der Mann füc den schul—
igen Thel erllart. Auf die von ihm dagegen eingelegte Nichtig⸗
eits3besch verde wwurde vom Ober-Tribunal die vorinstanzliche Em—⸗
heidung bestätigt. Die cholerischen Ehemänner mögen sich also
arnach richten.

F Sieben Menschen vom Blitz getroffen. Das furchbare Un⸗
vetter, welhes am Sonntag Abend üder Görlitz und dessen
dugedung nur zum Theil entlud, hat an der sähsisch böhm schen
ßrenze veträchtlihen Shhaden angerichte. In dem böodhmischen
Dorje Schnauhübel, nicht weit von Rumburg gelegen, wurden durch
inen Blitzschlaz sieben Personen theils tödtlich, theils mehr oder
ninder sywer verletzt. Das schreckliche Unglück ereignete sich in
dem Hause eines Tischlers, das durc den Buz auch sosort in
Irand gesetzt worden war. Denen, welche zur Hilfeleistung herbei⸗
lten, hot fich ein grauenhaftes Bild dar. Besinnungzlos, theil⸗
veise mit Braudwunden bedeckt, lagen 6 Personen im brennenden
ause, während ein anderer, in der offenen Thür stehender junger
MNann durch die Gewalt des Blitzes üder die Straße geschleudert
var uad dort, mit dem Kopf gegen einen Stein anpcallend, eben⸗
alls besianungslos zusammenstürzte. Von den Verunglückten sind
»ereits zwei gestorben, während die übrigen noch schwer darnieder⸗
iegen und bei einzelnen von ihnen die Rettung sehr zweifelhaft ist.
das Haus des Tischlers brannte vollständig nieder.

FuUnter der Ueberschrift „eine abgewendete Hun—
gersnoth“ bespeicht die „Nat.⸗Ztg.“ das auf dem intet⸗
jationalen Getreide: und Saatenmarlt in Wien konstatirte Ecnte⸗

»rgebniß und bemerkt hieber: „Der Gesammteindruck, den wir von
ziesem Ecnteergebniß haben, ist, daß wir einer Hungersnoth, wie
m Jahre 1816 und 1847, in einem großen Theile von Europa
nig gensehden würden, wenn nicht die großartige Entw'clelung det
Verlehrem'tiel uns davor schützte. Die Zufuhren aus Amerika
ind gewaltig, sind geradezu vechluffend und üben deunoch nicht
en geringsten Preisdtuckh aus. Statt tiesster Dankbarlkeit füc dee
Retlung aus den Leiden und politischen Gefahren einer Hungers
noth hören wir die solchen Verhaltnissen gegenüüber nahezu frevel
zaften Klazen über amecrikanische Ueberproduktion. Und Angesichts
ieses Zustandes gehen wir zum 1. Jimnar der Einführung von
Jetreide,öllen cntaegen!“
        <pb n="489" />
        f Dreißig Opfer eines Wucherers. In der Artlilletiekadeten⸗
schule des Arsenals in Wisen trug sich dieser Tage ein Vorfall
zu, der zeigt, in welchem Grade das schleichende Gift des Wuchert
noch immer in allen Kreifen Verheerungen anrichtet, trotz aller Be⸗
strebungen, dieses grause Uebel einzudämmen und seine schädlichen
Wirkungen zu hemmen. In der genannten Anstalt wurden 30 Fre—
quentanten „wegen leichtsinnigen Schuldenmachens“ ausgewiesen. Dit
Namen der 30 jungen Leute, denen durch die Erbarmungslofigkeit
eines Wucherers die Existenz vern chtet wurde, sind auf Schuldur⸗
tunden unterschtieben, welche zusammengenommen den enormen Betrag
bvon 36,000 fl. repräsentiren. Man darf aber nicht glauben, daß
die jungen Mäupner wirklich Schulden in der angegebenen Höht
tontrahirt haben. Füfzehu derselben hatten von einem stadtbekannten
Wucherer Beträge von insgesammt ca. 900 fl. entlehnt; die anderen
Fünfzehn hatten in falsch verstandenem Kameradschaftsgefühle für
ihre Kollegen Vürgschaft geleistet. Die Schulden wurden vor zwei bdis dre
Jahren konteahict und sind durch Zinsen und Zinzeszinsen bis zu
der vorangegebenen Höhe angeschwollen. Von 900 fl. auf 36,000 fl.!!
Der Kommandant der Artilleriekadetenschule beschwor den Wucherer,
sich mit den Angehötigen der betreffenden Schüler auszugleichen und
nicht das Lebensglück von 30 jungen Leuten zu zerftören. Vergebens,
der Shy'ock bestand auf seinem Schein, den er ganz und voll ein⸗
gelöst haben wollte. Er erstattete, als dies nicht geschah, die Anzeige
bei dim Schulkommando, welchem nichts übrig, als die Schüler
auszuweisen. Unter den Ausgeschlossenen befinden sich Söhne aus sehr
guten Familien, Schüler, die sich durch ihren Fleiß und ihre sonstige
Aufführung der vollsten Zufriedenheit und Anerkennung ihrer Lehrer
und Vorgesetzten zu erfreuen hatten. In welcher Weise der infame
Wucherer mit jenen unerfahrenen jungen Männern umsprang, mag
das folgende Beispiel erhärten: Ener der nun ausgtwiesenen entliet
sich von dem Gurgelabschneider am Anfange des vorigen Jahres den
Betrag von 10 fl.; seine Schuld an den Wucherer belanft sich gegen⸗
wärtig auf 4900 il. ö. W.!! Und der Mann, der so handelte
geht frei umher und lann Jeden wegen Ehrenbeleidigung anklagen,
der ihm jene Prädikate gibt, die et derdient. Denn nach dem Ge—
jetze ist er ein Ehtenmann !“*

t Dis,;ipiia muß sein. Die „Appenz. Ztg.“ bringt folgende
Scene aus dem schweizer Militärlben. Hauptmann, zu einer
Sektion tretend: J gsieh do, daß no a Paar wiße Kols trägid,
das witini Zuelunft numma gsieh — seine Person betrachtend:
— i ha zeor au no es a, aber i ha's hüt z'Minaz wergesse
ab z'nue.

f Paris, 2. Sept. In den Kohlengruben von Rondcamp
(Ober⸗Saone) fand heute eine Explosion statt. 15 Bergleute wur—⸗
den geiödtet und eine groke Anzahl verwundet.

FParis, der Sammelpunlli menschlichtr Curiositäten und
Specialiiäten aus allen Laäandern und Welttheilen, hat vor einigen
Tagen eine seiner interessante Len lebendigen Merkwürdigkeilen durch den
Tod verloren, eine Dame, die nicht aur an und für sich eine eigen⸗
thümliche Erschheinung, sondern zugleich auch eine hiftorische Curio⸗
sität war. Es war dies die Gräfin B. .„ die letzte Flamme
Cavour's, oder, wenn man will, eine seiner letzten Flammen —
denn der große Staatsmann war auf die Einheit Italiens lebhafter
dedacht, als auf die Einheit seines Herzens, und verwickelle ch
mitunter in föruliche Intriguen“ und Verwechslungs Comödien,
was den König Victor Emanuel, der seinen gestrengen Minister
gern auf solchen Schwächen ertappte, daß erfreute. Gräfin B...
war nicht nur eine Liebe Cavour's, den sie abgöttisch, selavenhaft,
leid⸗ und se leneigen verehrte, sie war auch eine seiner vielbest äf⸗
tigsten Emissärinnen, und manche delicate Mission nach Rom, zum
Cardinal Antonelli sozat, war ihr übertragen — denn Cavour hatte
bis an sein Ende nicht die Hoffnung aufgegeben, das Papstihum
zum Bundesgenossen dei der Föcderung der italienischen Einheil zu
machen. Die „Sqhmetterlingsdame“ hieß Gräfin B. .. von ihren
ungiwöhnlich statken und schönen schwarzen Augenbraunen, die sich
wie Schmetterlinzeflügel bewegten, was zum Theil an der Kurz—
sichtigkeit der Gräfin und dem dadurch verursachten Vibriren der
Augenbrauen lag. Den Cultus für Cavour hatie sie bis an ihr
Ende bewahrt.

r* Ein Kampf mit den Zulus — in London. Ein in'e⸗
ressanter Aufteitt ereignete sich vor einigen Tagen in London bei
einer Vorstellung der dort zur Schau gestellten Zulus. Unter den
Zuschauern war einer, der ein tiefes Interesse an Allem zeigte, was
sih auf die Gesräuche, die Racengeschichte, die Sprache und die
religiösen Idcen dieser wilden Kriegernation bezog. Ehe die Vor⸗
stellung auf der Bühne beganu und während mehrere der dunkel⸗
farbigen Athleten in ihtem Kampfkostüme, den Schild am Arme
unter der Zuschauerschaft umhergingen, stellte er mittels des Dol
meischerz haufiz Frazen an sie und unterhielt sich mit ihnen. Um
ihre Muskelkraft zu prüfen, erfuchte er schließlich den stärkstgebauter
Zulu, mit ihm die rechte Hand in einander zu schlingen, worau
Jeder des Andern Arm wollte niederzuzwingen suchen. Der Kamp
dauerte einige Zeit, inden der lupferfatbige Batbat mit aller
Rrach jeinen Beiner zu überwinden suhle, der jedo h mit außer

zewöhnlicher Körperkraft begabt zu sein schien. Während einiger
Minuten schienen die Chancen sich gleich zu stehen; allein zuleßt
iberwältigte der hellhäutige, vollbärtige Europäer, dessen weiße
Zand sich gegen die seines dunkela Widersachers stark abhob, plötz⸗
lich den energischen Zulu, zwang den muskulssen Arm des Letzteren
nieder und forcirte ihn zur Niederwerfung. Ueber dies unerwärtete
Refultat war der schwarze Athlet augenscheinlich eine Weile von
Schmerz bewegt. Der kräftige, gewandte Sieger war Karl
Blind, welcher, obwohl schon im Jahre 1866 amnestirt, in
London noch immer in freiwilliger Verbannung lebt.

Der Khedive Ismail hat in Neapel seinen Hatem aus⸗
chffen lassen. Hoch oben in Posilippp in der Nähe der Thal—⸗
bergschen Villa hat er die Villa Rocca Bella für seine Damen ge—
miethet. Die Vlla ist nicht zu groß für vierzig Frauen, Mädchen
and Dienerinnen. Von Zeit zu Zeit sieht man einige von ihnen auf
der Tertasse erscheinen, um das bezaubernde Schauspiel des Golfs
u genicßen. Und der Golf ist nicht undankbar, er spiegelt sich in
einer hiareißenden Pracht in den prachlvollsten Augen hinreißender
Weibert.

FPetersburg, 1. Sepkt. Der Führer der Expedilion
gegen die Tekke-Tutkmenen, General Lazareff, ist an der D'essenterie
gestorden.
Dienstesnachrichten.
In der Justizverwaltung des Reichslandes wurden der Staats⸗
yrokurator Veit in Metz zum 1. Staatsanwalt am Lardgericht
Müthausen; der Friedensrichter Schiebler in Metzerwiese zum
zandgerichtsrath in Saargemünd; der Friedensrichter Manlel in
lbesdorf zum Staatsanwalt in Saargemund; der Friedensrichter
Friedr. Klein in Forbach zum Amtsrichter am Amtsgericht Dieden⸗
sosen; der Staatspcocutalor Hamm in Mezt zum Ämktksrichter da⸗
elbst ; der Landgerichissecretair Clundt in Metz zum Amtsgerichts⸗
h eiber daselbst; der comm. Friedensgerichtsschreiber Franz Lichten⸗
häler in Dieuze zum Landgerichtssecrelait in Meß; der comm.
Landgerichtssekretair Aufmwasser in Metz zum Amtsgerichtsschreiber
in Dieuze; der Friedensgerichtsschreiber Rheinländer in Metz zum
Amtsgerichtsschreiber in Diedenhosen ernannt. Versetzt wurde der
Landgerichtssekretair Kayser in Mülhaufen in gleicher Eigenschaft
an das Landgericht in Metz; der Friedensrichter Buß in Nieder⸗
bronn wurde als Amtsrichter an das Amtsgericht Colmar versetzt.
Bezirksgerichtsrath Hutter in München, die Landrichter Platzer
in Markibibart, Krieg in Uffenhein, Grüner in Ouobeuren find
wegen Krankheit unter Anerkennung ihrer Dienstleistungen auf An⸗
suchen, der Landrichter Eder in Burglengenfeld auf Grund des
8 19 in den Rahestand versetzt, der Kassirer an der kgl. Haupt«
»ank Wucherer in Nürnberg auf Ansuchen in den Ruhestand qauf
die Dauer eines Jobres hersekt worden
Verloosungen.

Augsburger 7 fl.Loose vom Jahre
1864. Ziehung am 1. September 1879. Ausjahlung sofott.
daupipreise: Serie 8341 Nr. 12 4000 fl. Serie 1853 Nre. 43
4 Gulden 1000. Serie 841 Nr. 41, 50, Serie 2004 Nr. 18,
17 à 100 fl. Serie, 820 Ne. 7, Serie 841 Nr. 28 2 70 fl.
Serie 820 Nr. 51, 72, Serie 841 Nr. 12, 589, Serie 843 Nr.
, 11, 30, 53, Serie 885 Nr. 61, Setie 1797 Ne. 61, 84,
Serie 1883 Nr. 84 à 50 fl. Serie 820 Ne. 22, 36, 78, Serie
341 Ne. 23, 54, 77, 81. Serie 885 Nr. 72, 82, 98, 99,
Serie 1797 Nr. 18, 31, 75, Serie 1853 RNr. 38, 96, Serie
2004 Nr. 27, 75, 91, 96 à 30 fl. Serie 443 Nr. 69, Serie
820 Nr. 44, 59, Setie 841 Pr. 14, 56, Serie 1797 Rr. 42,
15, 68. S. rie 1853 Nr. 48, Serie 2004 Nr. 69 à 20 fl.

Braunschweiger 20-Thaler-Loose vom
Jahre 1868. Ziehung am 1. September. Auszahlung am
30. November 1879. Haupepreise: Serie 8196 Nr. 46 à 90000
Mark. Setie 6179 Nr. 46 à 9000 Mart. Serie 7658 Nr. 26
à6000 Mart. Serie 147 Nr. 33 à 3000 Mark. Weitere Ge⸗
vinnste sind: Serie 2438 Nr. 25, Serie 4037 Nr. 31, 50,
Serie 53294 Nr. 80, Serie 5849 Nr. 18, Serie 7080 Nr. 32,
Serie 7658 Nr. 45, Serie 7942 Nr. 49, Serie 8865 Nr. 20,
Serie 9313 Nre. 32 à 300 Mark. Serie 2556 Nr. 29, Sexie
1188 Ne. 30, Serie 6124 Nr. 3, Serie 6279 Ne. 5, Serie
7080 Nr. 10, Serie 9072 Pe. 33 105 Mack.

— —

Marktberichte.

Zweibrücken, 4. Septbr. (Iruchimittelpreis und Vicknalienmarkr)
Weizen 10 M. 21 Pf., Korn 7 M. 63 Pf., Gersle zweireihige O M. — p.
pierreihige 6 M. 65 Pf., Spelz 6 M. 99 Pf., Spelzkern — M. — p;.
Dinkel — M. — Pf. Mischfrucht M. — Pf., Hafer 6 M. 72 pf.,
rbsen — M. — Pf., Wicken O M. — Pf., Karltoffeln 2 M. 80 pf.
deu 3 M. 20 Pf., Stroh 2. M. 20 Pf., Weißbrod 17/3 Kilogr. 52 Pf.,
dornbrod 3 Kilogr. 73 Pf., 2 Kilogr. 49 Pf., 1Kilogr. 25 Pf., Gemischt⸗
brod 8 Kilogr. 89 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. QOual.
oͤo Pf. il. Qual. 50 pf, Kalbsieisch dd Pf. Vammelfleiseh 80 Ps. Saweinesiensch
56 Pf. Butter /3 Ktilogt. O M. 95 Pf., Wein 1 Liter 80 Pf. Vier 1 viter 24 Pf.

Fur die Revuction derunwoortlich — 4
        <pb n="490" />
        Vertragsmäßige

Wiederversteigerung.
Donnerstag, den II.

September naͤchsthin, Nachmittags

3 Uhr zu St. Ingbert, in

der Wirthschaft von Feidinand

Oberhauser,
werden vor dem unterzeichneten

Amtsverweser des kgl. Notar

Sauer in St. Ingbert, auf

Betreiben von Maria Fiack, ge⸗

werblose Ehefrau von Johann

Hartmann, Schreinermeister in

Blieskastel, gegen Elqabetha

Fiack, gewerblose Ehefrau von

Emil Grewenig, Sattler und

Tapezierer in St. Ingbert, wegen

Nichtbezadlung des Erwerbapreised

die nacstehend bezeichneten Lie⸗

genschaften im Wege der ver—
tragsmäßigen Wiederversteigerung
oͤffentlich zu Eigenthum versteigert:

1. Pl. Nr. 139, 14 86 qm

Fläche, worauf ein zwei⸗
stöckiges Wohnhaus mit
überbauter Einfahrt, Keller,
Hofraum und Zubehör, und
Pl.⸗Nr. 140, 8 a 75 qm
Pflanzgarten dahinter, das
Ganze gelegen zu St. Ing
bert an der Naiserstraße
neben Karl Tock und Hein⸗
rich Behr;

Pl. Nr. 1093, 10 a 56
im Acker längs dem St.
Ingberter Banne, im Banne
bon Rohrbach.

St. Ingbert, 26. Aug. 1879.
A. Auffschneider,
Amtsverweser.

Urta empfiehlt sich
einem verehrlichen Publikum
im Färben u. Druk⸗
ken aller Stoffe und
Kleidungsstücke
unler der Zusicherung rascher und
guter Bedienung.

Gefl. Aufträge beliebe man
bei Herrn G. ECh. Kayser
in St. Ingbert zu machen,
wo auch meine Musterkarte
zur gefl. Ansicht aufliegt.

Sulzbach, im Septemb. 1879.

Achtungsvoll
K. Iselt.

Bekanntmachung.
Am 15. d. Mis. wird mit
»er Pflasterung des Kapellen⸗
veges begonnen und lann von
da an bis zum 4. Ollober l.
J. der Weg nicht besahren
verden.

Zuwiderhandlungen werden an
Beld bis zu 60 Mark oder mit
daft bis zu 14 Tagen besttaft.

St. Ingbert, 4. Sepl. 1879.

Das Bürgermeisteramt:

Custer.
Augenklinik
von
Dr. G. Avicsceir.,
Saarbrücken. Vorstadtatr. 29.
Ordindtion:
Vormittags von 9-12 Ubr,
Nachmittass, 2 28

Aum Die —IIO. ν
Auflage von „Dr. Airy's Naturheilc⸗
ihoder kann allen Kranken mit Recht als
ein vortreffliches poͤpulurmedicinisches
Buch empfohlen werden. Preis 1 Mark
7ð Kr. zu bezieh. durch alle Buchhandl.
Ripꝛig Richter's Verlags⸗Anstalt
m Auszug“ grätis und franco —

⁊) Vorräthig in K. Gotthold't
ßBuchhandl., welche dasselbe gegen 1
MNk. 20 Pf. in Briefm franco ver⸗
endet.
Loose à Il Mark
uu ider vom 4. —- 12. Oktoder
1879 in Kaiserslautern
tattfindenden Pfälzischen
landwirthschaftlichen

Ausstellung sind hier zu
haben dei Joh. Weirich,

Friseur.

*

Bad⸗-Kisfinger Kirchen—
Lotterie.

Hauptgewinne: A. 45,000. —
Zmal 12,000 M. ⁊c. ꝛc. Zu⸗
sammen 11,800 Geldgewinne im
Gesammtbetrage don 230000
Mark.

Preis des Looses 2 Mk.
Ziehung am 24. Februar 1880
Die Loose sind nicht in Serien
abgetheilt, sondern tragen fort⸗
laufende Nummern.

Die General Agenfur:
vreuler, Zweibrücken.
Allerorts werden so⸗

side Agenten gesucht.

Tir Pamen!
zei Kramer &amp; Co. in Leipzig erscheint
Die
AM ThARiSStIIDO.
Jeitschrift in Monatsheften für leichte ele—
aute weibliche Arbeiten, enthaltend neuc
tiekmuster in brillautem Bunt-
arbendruck ausgeführt, sowie Hä—
el⸗ und Filetmuster, Vorlagen für Weiß
lickerei, Weißnähterei, Waffel- und Strick
rbeit, Perlhäkelei x

Die einfache Ausgabe kostet pro Mo⸗
iat nur 15 Pfg. Reichswährung — 10 tr.
zftert. Die Doppelausgabe erscheint in
oppelt so großem Format als die ein—
ache und lostet das Doppelte.

Man abounirt 2u Jeder Zeit auf
e drei Hefte einer beliebigen Ausgabe
bei alleu Buchhaudluugen und Vosian-⸗
falten.
1I18675t0——
für den in erster Auflage in 3000 Exemplaren erscheinenden Ka⸗
talvg der
pfälz. landwirthsch. Ausstellung zu Kaiserslautern
vom A. bis 12. Oktober d. J., nimmt entgegen

Das Bureau der pfälz. landwirthsch. Ausstellung.

neichenhaller Kirchenbau Lotterte.
200 000 Loose. — Geldgewinnste 185,000 Mark.
Ziehung am 15. Oktober 1879.
Treffer 60,000 Vi, 25,000 M., 10,000 M. u. s. w.
Loose A2 Mark zu bezichen durch die
General⸗Agentur
OarI Tung- Bankgeschäftin München.
Hier zu böben bei Herrn Franz Woll.

Met hodde Tonννι

—AäI
— * —* *
ltalienisch joltsbriefe Dpanisch.
VUnterriohtsbriofo 8p4
fir das Selbst-Studiume
bearbeitet von
Prof. Twan Magsemonos,; Prof. Giamb. Buonaventurqa,
Prof. Gil Lunarates, Pr. Theoplhil Helmhorst und
Dr. Albert Sclumidt.
Die rSSiS«BMn Unterrichts Briefe sind complet in 2 Rursen
à 18 Briefe. Preéis des ersten Briefes: 50 Pf.; aller folgenden:
1 Mk. — Die italienischen (S8. verbesserte Auflage) und die
SPAIMGIICM Unterrichts-Briefe sind complet in 2 Rursen à
2 Briefe. Preéeis éines Briefes: 60 Pfeunige. — Comntete
Erempltareèé der itatieniscliien Unterriehts-Briefe (soweit noch
der geringo Vorrath reicht) sammt 2 Enreloppen: 24 Mx.
Leirzig. Verlag des Hausfrenndes.

Rach der kaiserl. Verordnung vom 4. Januar 1875 in der Verkau
ächten Bernhardiner Magenbitter Jedermann gestattet.
pPramirt BPrRhardineèr Wien 1873.
Alpenkräuter Magenbitter
Bernhard's Alpenkräuter-Liquer]
Dieser
———
ie, nach 55
einem 735
alten *
kloste1287
trecept 37
abrizes
ie Kräu⸗ *
jer⸗Ma⸗
enbitter
wurde
oon den
belannt
Autoritäten den Herren Universitätsprofessoren Dr. L. A.
Buchner, Dr. Kayser, Dr. Witistein, sowie von vielen be⸗
ruhnten Aerzten wie Dr. Joh. B. Kranz, Dr. Schöner in
Muͤnchen ec. als das beste Hausmittel und wirk⸗
samste Stomachicum bezeichnet. — Seine vorzüglichen
Wirkungen bei Magenbeschwerden aller Art, Ma—
genkatarrh, Verdanungsschwäche, die gewöhnlich
in Folge schlechter Zähne bei mangelhaftem Verkauen der
Speisen enisteht, Blähungen, Hämorrhoiden, Eckel
por Fleischipeisen, Krämpfen, Hautausschlägen,
Leber⸗ und Niereuleiden, Affectionen des Her—
73 Bleichsucht, weißer Flusß, Wurmleiden,
Wechselfieber ꝛc. ꝛc., sind duͤrch eine große Anzahl
Dank⸗ und Anerkennungsschreiben von Aerzten und Laien
seit einer Reihe von Jahren glänzend bestätigt. Dieser
Magenbitter wird pur, oder 1 Eßloͤffel voll als Zusatz zu
Wasser, Wein ꝛc. getrunken, gibt mit Sodawasser oder
Zuckerwasser eine äußerst gefunde Bitterlimonade, die Ka⸗
tarrh⸗Verschleimuug und Katzenjammer sofort be⸗
eitigt, ift in allen Formen ein die Gesundheit för⸗
derndes blutreinigendes Getränke, das bis in's
höchste Alter gesund erhält.
Verkauf auher den belannten Flacons à 2 Mark und 1 Mark 5, Pfa
Große Flaschen ca. 780 Gramm Inhalt 4 Mark.
Bei Abnahme von 5 großen Flaschen freie Verpackung, bei 9 Flaschen frei
Verpachung und 1 ZFJlasche gratis. Bersandt per Nachnahme durch di
Niederlagen; En-gros-Versandt durch die Fabriken von
Wallrad Oltmar Bernhard, k. Hofdestillateur
Muünchen — Zürich — Kufstein (Tirol.
Atteste und Gebrauchsanweisung liegen jeder Flasche bei. Nur ächt zu
beziehen in: St. Ingbert bei Jenn Poters.
Arzheim b. Landau: Iulie Schandein. Annweiler: Chr. Haberer. Blies⸗
safiel: L. V. Hussong. Dreisen: J. Oberländer. Dürkheim: D. Dam—⸗
ach. Edenkoben: P. Baumann. Erbach bei Homburg: Carl Dielforter.
Frankenthal: J. Müller vorm. S. J. Storck. Germersheim: Emi
Rheinwald. Glanmunqhweiler: Carl Breith. Grunstadt: J. B. Flöhr
Hhaßloch: Joh. Fischer. Kaiserslautern; L. VPrefser. Kirchheimbolanden
. We aobeit.“ Landau: J. B. Feldbausch. Landstuhl: M. Schlott⸗
Jauer. Ludwigshafen: W. Ruelius. Reustadt: Julius Hauck. Pirmasens
5. Mohrhartt. Rockenhausen: Ch. Küulz. Speyer: J. B. Fell.
Zweibrücken· W Ana. Seel.
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
Siern für unsere Bo c⸗-Abonnenten „Allustrirtes Sonntagablattv WMe R
        <pb n="491" />
        St. Ingberler Anzeiger.

4—
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierlellährlich

Ac A0 A einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezozen IA 60 , einschließlich 40 Zustell zebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift odetr deren NRaum, Neclamen mit 30 4 pro Zeile berechnet.
M 142. Sonntag den 7. September

187

Abonnemenis auf dieses Blatt werden für den
Monat September von allen Postanstalten, sowie in
der Expedition oder von den Trägern entgegengenommen.

worden und er wird in Petersburg große Verwunderung herbor⸗
gerufen haben. Der Bevollmächtigte, der den Diebstahl hierher
neldete, ist in den Besitz seines Manufkripts nie wieder gelangt,
»bwohl von hier aus der Wunsch geäußert wurde, das russische
Vouvernement möchte dem Bevollmächtigten bei der Habhafiwerdung
des Diebes behilflich sein. Der Dieb war kein gewöhnlicher
Ztrolch, der goldene Uhren und Klberne Löffel mitgenommen hätte,
ondern es war zweifellos ein recht vornehmer Mann, denn er ließ
Ulles sonst Werthyolle unberührt und nur an dem Manuscript
jatte er Gefallen. Seit dieser Diebstahls-Affaire ist eine Verstim⸗
nung eingetreten, die von Tag zu Tag zugenommen hatte, die aber
u entfernen jetzt endlich Zeit ist, damit sie nicht in Entfremdung
und Bitterkeit ausartet.

Die russische Polizei halte inzwischen in Alexandrowo ganz selt⸗
ame Vorbereitungen getroffen. Sie hatte außer einer völligen Ab⸗
perrung des Bahnhofes auch die Sperrtung der Passage innerhalb
)er Stadt selbst versügt. Außerdem hatte man alle zwanzig Schritt
inen Polizeiposten aufgestellt. Es scheint also, daß die Furcht vor
Nerhilisten oder polnischen Verschwörern den Czaren noch immer auf
Schritt und Tritt verfolgt. Nach einer amtlichen Dedesche wird
daiser Alexander heut Nachmitiag sum 1 Uhr nach Warschau zu⸗
ückreisen. Die Abreise des Kaisers Wilhelm dürfte gegen Mittag
über Bromberg und Dirschau erfolgen, woselbst die Ankunst auf 4
Ahr Nachmittags festgesetzt ist.

Das gelbe Fieber kommt in New⸗Orleans, wie vom
30. v. M. gemeldet wird, wieder zum Vorschein. General B. Hood,
»in Führer der konfoöderitten Armee, ist dort an dieser Krankheit
gestorben. Auch in Memphis hat die gelbe Fieber⸗Epidemie nicht
zachgelafsfen. In der vorletzten Woche des August raffte dieselbe
»1 Personen hinweg.

Bermischtes.

F Die Einfuhr von Wein in das deutsche Reich in den ersten
ünf Monaten dieses Jahres zeigt, wie alle mit Finanzzöllen beschwerte
Artikel (Kaffee, Schmalz u. s. w.), eine ganz außerordentliche Zu⸗
ahme erfahren. Die Einfuhr von Wein in Fässern betrug in dem ein⸗
igen Monat Mai 810,536 Centner (im Mai 1878 128,831 Ctr.),
n Flaschen 66,916 CEtr. (im Mai 1878 18,622 CEtr.) Im
Banzen beträgt die Einfuhr etwa das Vierfache derselben Periode
des Vorjahres: natürlich eine Folge der in Aussicht stehenden Er⸗
jöhung des Zolles auf Wein. Man kann annehmen, daß der
regelmähdige Bedarf unter solchen Umständen auf ein Jahr im Vor⸗
aus mehr als gedeckt ist, und es wird von Interesse sein, die
Wirkung dieser Masseneinfuhr auf das inländisqe Geschäft zu be—
obachten. ( W.⸗H.)

F Wolfstein, 3. Sept. Heute in der Frühe machte der
26 Jahre alte Ackerer Heinrich Klein von Rudolphskirchen im hie⸗
ägen Acrrestlokal einen Selbstmordversuch, indem er sich mit einem
Messerchen, das er vorher versteckt hatte, mehrere Verwundungen
im Halse beibrachte. Klein ist der Brandstiftung verdächtig und
'ollte heute nach Kaiserslautern kransportirt werden. Außerdem
jatte er auch im dortigen Gefängniß Strafe abzubüßen. (Ksrsl. Z3.)

fLandau, 3. Sepibr. In heutiger Polizeigerichtssitzung
vurde Ludwig Herxhauser, Bierbrauer von Kaiserslautern, der vor
einigen Wochen einem der Wittwe Meyer in Bergzabern gehörigen
Pferde in der Nähe des Bahnüberganges auf der Wollmesheimer
Ztraße mittelst eines Messers eine Wunde beibrachte, wegen Thier⸗
juälerei und Sachbeschädigung zu 2 Monaten Gejfängniß ver—
uttheilt. (L. A.)

Speyer, 4. Sept. Die „Pfalz. Zeitung“ schreibt:
GBestern Nachmittag erschien auf unserem Redactionsbureau der Herr
Polizeicommissair Behringer mit zwei Unkterbeamten, um im Auftrag
zer Staatsanwaltschaft in Frankenthal eine Haussuchung nach ver⸗
otenen socialdemokratischen Schriften, an deren Verbreitung wir
zethe ligt sein sollen, vorzunehmen. Nachdem die Herren ihre Durch⸗
uchung vollendet, auch dem Erpeditionslocal einen Besuch abgestattet
salten, entfernlen sie sich, ohne etwas entdeckt zu haben. — Bei
der Redaction des „Pf. Volksbl.“ wurde ebenfalls eine Haussuchung
ordenommen, die resultatlos verlief.“

Aeutsches Reich.

Berlin, 3. Sepibr. Der Eutschluß des Kaisers Wilhelm
zur Begrüßung des Czaren in Alexandrowo ist dem Vernehmen
zach erst im Laufe des vorgestrigen Tazes gefaßt und der ganze
Plan so geheim betrieben worden, daß selbst das Gefolge des
daisers erst vorgestern Mitlag davon Kenntniß erhalten hat. Man
zarf annehmen, daß eine dringende Einladung des Kaisers von
Rußland zu dieser Begegnung vorangegangen ist.

Berlin, 4. Septbr. Der „Reichsanzeiger“ publ'cirt eine
raiserliche Verordnung, durch welche der Bundesrath auf den 15.
September nach Berlin einberufen wird.

Berlin, 4. Sept. (Berl. Tagbl.) Aus Alexandrowo liegen
von der Zweilkaiser⸗Begegnung nur vereinzelte briefliche Privat Nach⸗
ichten vor, da, wie uns von dort geschrieben wird, Bahahof und
Telegraphen-Amt polizeilich abgesperr wurden, so daß es unmög
lich war, Telegramme direkt abzusenden. Aus den uns vorliegenden
Briefen entnehmen wir üdber die Aeußerlichkeit der Zusammenkunft,
daß der Czar Mittags 12 Uhr mit großem Hoftrain ankam und
in der Wohnung des Generals Fixan abstieg. Der Kaiser hatte sich
vesondern großen Empfang verbeten, auch der Kommandeur des Kaiser
Wilhelm⸗Regiments und der Führer des nach Alexandrowo verlegten
Schützen-Bataillons, sowie die anwesenden Generale waren zum
Empfang befohlen worden. Kaiser Alexander begab sich alsbald
nach seiner Ankunft in das Zollhaus und zwar auf einem eigens
für ihn in der Nacht asphaltirten Wege. Wie man sieht, ist für
den Czaren die Zeit der potemkinischen Dörfer noch nicht ganz vor⸗
xüber. Nachmittags 8 Uhr langte Kaiser Wilhelm auf Station
Alexandrowo an, begleitet vom Feldmarschall v. Manteuff˖l und
dven General-Adjutanten Graf Lehndorff und Fürst Radziwill. Kaiser
Alexander empfing seinen kaiferlichen Oheim am Bahnhof, indem
er ihn dreimal herzlich umarmte. Die vom Negiment ‚Kaiser
Wilhelm“ gestellte Ehrenwache wurde darauf von beiden Monarchen
abgeschritten. Der Czar trug die Uniform seines preußischen Ulanen⸗
Regiments, während der deutsche Kaiser diejenige seines russischen
Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm“ trug. Nach mehrmaliger
herzlicher Begrüßzung und Vorstellung des beiderseitigen Gefolges,
vurde das Diner auf dem Bahnhofe eingenommen.

Bezüglich der Sistirung der Silberverkäufe und einer um⸗
jangreicheren Circulation des Silbers wird jetzt bekannt, daß, ab⸗
gesehen von den zur Einziehung bestimmten älteren Jahrgängen der
Silbermünzen, ziemlich alles bis dah'n zutückzehaltene Silber wieder
m Umlauf gesetzt ist. Hierbei soll es aber sein Bewenden haben.
Die Reichskegierung hebt ausdrücklich hervor, daß sie dieses Ver⸗
fahren bei Berathung des Mänzgesetzes bereits sich vorbehalten
habe, daß im Uebrigen aber eine Aenderung der Müͤnzgesetzgebung
auch jetzt durchaus nicht beabsichtigt sei.

Ausland.

In den letzlen Tagen ist in österreichischen Blältern ein eigen⸗
thümlicher Beschwerdepuntt Rußlands aufgetreten. So brachte
—AIX
wonach Rußland über die geheimen Ziele des Fürsten Bismarck
Zenntniß erhalten habe durch die Papiere und Aufzeichnungen des
deutschen Botschafters in Petersburg, die es sich zu verschaffen ge—
vußt hätte und deshalb die freundschaftlichen Beziehungen zu Berlin
gelocker habe. Die Wiener „Presse“ läßt sich nun aus Berlin
zur Geschichte dieses diplomatischen Diebstahles, als dessen Opfer
hbekanntlich jedoch nicht Herr v. Schweinitz, sondern der Militkär—
devollmächtigte Herr v. Liegnitz bezeichnet wurde, das Folgende
berichten:

Der Bevollmächligte halte, wie das allerwärts üblich ist,
eine Beobachtungen in zwangloser Form und mit derjenigen Offen⸗
heit und Ausführlichkeit zu Papier gebracht, die er seinen Auftraq -
zebern, dem Kriegsminister und Reichskanzler, schuldig ist. Der
Bericht war nicht für russische, sondern für deutsche Leser geschrieben
        <pb n="492" />
        pMunchen, 4. Sepl. Seit Eröffnung der internationalen
Tunstausstellung bis iacl. 31. August wurden an Eintrittsgebühren
in Summe 101,832 M. vereinnahmt.

Manchen. Die vom k. Justizministerium veröffentlichten
Frnennungen bei den Amisgerichten umfassen nicht weniger als
1314 Namen, und zwar fallen hievon auf den Sprengel des Ober⸗
landesgerichts Zweibrücken 118.

FIn Elberfseld ist es gelungen, einer Falschmünzerbande
nuf die Spar zu kommen, die in Barmen, Crefeld und anderen
rheinischen Städten falsche Zweimartfstücke zu verbreiten gewußt hatten.

F Man schreib dem Innsbrucker Tagebl. unter Berufung
wvuf die Aussage eines verläßlichen Augenzeugen: Monsieur de
Tourbisle, dem die engl sche Rechtswissenschaft sein durch Ermordung
einer Gallin erbeutetes großes Vermögen beläßt, amüsir! sich aus⸗
gezeichnet an seinem Strafort in Gradiska. Er spielt mit den
Zeamten der Austalt und denen der Schülerschen Fabrik Karten,
häll sich Zeitungen und ist ia Leihbibliotheken abonnirt. Von Zeit
su Zeit fehlt es ihm auch nicht an weiblicher Gesellschaft. In
Bezug auf Essen und Trinken befindet er sich für sein Geld so, wie
in einer ersten Pension in der Schweiz. Das Winterllima Gra⸗
dista's ist ausgezeichnet.

fParis, 2. Sepibr. Am Abend des 23. Juli erschien
ein woͤhlgekleideter junger Mann am Eingange der Closeries des
dilas, des betaunnten Tanzlotals im lateinischen Viertel, mit einem
Regenschirm in der Hand. Der dienstthuende Polizeibeamte machte
hn höflich darauf aufmerksam, daß er den Schirm in der Garde⸗
Ibe ablegen musse; aber der junge Mann weigerte sich Dessen,
und da der Polizist dem Reglement gemüß auf seiner Forderung
hestand, entspann sich ein Streit, in welchem der Gast dem Schutz
manne eine Ohrfeige gab. Nunmehr um seinen Namen und Cha ·
rakter besragt, zog der Fremde aus seiner Brieftasche eine Visiten⸗
karte herbor, ouf welcher zu lesen stand: Alberto A. de Guerrich
Konsui⸗General of Uruguah for London. Die Sache erregte in
den diplomatischen Kreisen nicht geringes Aufsehen. Der Minister
des Aeußeren zog Erkundigungen ein, welche als zuverlässig erga⸗
ben, daß Herr v. Guerr'co in der That den Posten des General⸗
fonsuls von Uruguay in London begleitet, sich auf Urlaub in Paris
hefand und hier im „Hotel Continental“ wohnte. Herr v. Guerrico
machte die mit seinem Amte verbundene Exterritorialität geltend;
etz wurde ihm aber entgegnet, daß dieselbe nur in dem Lande
Platz greife, dessen Regierung ihm das Exequatur ertheilt habe.
Demnach erschlen er heute ver der achten Kammer des Zuch tpolize i⸗
gerichts; er vertheidigte sich selbst und versicherte, daß der Sicher⸗
heitsbeamte, ihn „wie einen Hund“ behandelt und sich zuerst an
hm vergriffen hätte; zwet Zeugen, ein Kaufmann und ein Student,
straften jedoch diese Angaben Lügen. Herr Alberto A. de Guerrico
durde demnach zu vier Wochen Gefängniß und 100 Fr. Strafe
verurtbeilt.

fLondon, 2. Sepl. Ein schreckliches Eisenbahnunglück,
zei dem 20 Menschen, meistsens lebensgefährlich verletzt wurden, er⸗
ignete sich gestern auf der Great Northern Eisenbahn im Bahnhof
von Noitingham. — Die ersten Zeichen des kommenden Winters
verden von Schottland gemeldet. In Braeriach schneite es vor⸗
jestern und das Thermometer zeigte gefiern 2 Grad Kälte nach
seaumur.

Tod in der Wüste. Im Monate Februar dieses
Jahres verließ eine Karawane, welche das Eigenthum zweier tülr⸗
ischer Sklavenhändler aus der Hafenstadt Harnim in Süd: Arabien
var, diese Stadt, um nach Nord⸗ Arabien zu gehen uad dort ihre
„Waare“ abzusetzen. Letztere war eigentlich Menschenwaare und be⸗
land aus achtzehn Mädchen im Alter von zehn und fünkzehn Jahren
ind zehn Somali⸗Knaben, denen acht Personen zur Bewachung und
tzedierung beigegeben waren. Außerdem befanden sich noch bei der
darawane die Eigenthümer derselben, dann zwei Köche, ein ara⸗
aischer Arzt und zwei arabische Kaufleute im Ganzen also 48 Per⸗
onen, die mehrere Kameele zur Verfügung hatten. Ihren Weg
ahm die Reisegesellschaft Latt übers Meer durch die arabische Wüste,
veil sich diese Rouie als besonders billig herausstellte. Die Kara—
vane ist jedoch an ihrem Bestimmungsorle nicht angekommen; da⸗
Jegen wurde der türkische Gouverneur in Sanda von einigen Be⸗
zuinen benachrichtigt, daß fie in der Wüste auf einen Haufen von
zeichnamen von Menschen und Kameelen gestoßen seien, die von den
Heiern und anderen Raubvögeln aufgezehrt würden. Man glaubt
rzun, daß diese Karawane auf ihrem Ritte durch die Wüste den
Weg verloren habe und in Folge Wassermangels zu Grunde ge⸗
gangen sei.
Tie Rcon vera y

as wrmnational Lehrinstitut zu Bruchsal zaͤhle
zieses Schuliahr in der VI. Klasse 22 Abiturienten, unter welchen
i9 (Gdarunler die zwei Pfaälzer Leinenweber (Fried.) aus
ßirmasens und Wei's (Otto) aus Zweibräden)
ie Prufung in der Anstalt selbst bestanden und dadurch die B e⸗
e chrigung zum einjährigen Wilitärdienst erhielten. —

parfa me Sausfrauen. Eme wie große Zahl prak⸗
ischer und spar samer Hausfrauen auch wir besitzen, IXX
rfreuliche Thatfache zu beweisen, daß sich von Seiten unseres schönen
heschlechits die Nachfrage nach diesem so wohlschmeckeuden, billigen
uind gesunden Nahrungsmittel noch von Tage zu Tage steigert.

Wir hoffen, daß es dem hiesigen General ⸗ Depositär Herrn
Jean Peters inzwischen gelungen sein wird, derartige Vorräthe
hon dem echten Cacad Thee Maria Benno von Donat herber⸗
zuschaffen, um auch die weilgehendsten Wünsche des Publikums in
zieser Beziehung befriedigen zu lönnen.

Neben seiner Vorzüglichkeit trägt gewiß die unglaubliche Bil⸗
igkeit dieses gesunden Rahrungsmittels von 20 u. 80 Pf. pro
chten Original⸗Carton nicht wenia zu seiner Beliebtheit bei.

— —

Bügeleisen
mit dicken Böden, welche
nicht sengen, billrast bei
J. J. Fries.

U Erdbeeren!!

Für diese sind die Monate August und September die beste
Berpflanzzeit. Man erntet dann im nächsten Jadre bereits die
östlichsten Früchte. Erdbeeren verdienen viel mehr kultivirt zu
verden, als dieß bisher geschehen, indem sich durch ihre Einführung
ie lohnendsten Erträge erzielen lassen. Ihre Cultur ist eine höchst
infache. Sie gedeihen am besten in eiwas sandigem, humosen
dehmboden, der eine warme Lage hat. Bei der Vorbereitung des
Zodens düngt man mit abgelegenem Dünger und nimmt hiezu am
zesten Kub⸗ oder abgerottelen Pfeidemist. Die Pflanzen werden
ilsdann einzeln, etwa e Meter von einander in Reihen und
Verband auf die Beete gebracht.

Wir besitzen ein sehr großes und reichhaltiges Sortiment der
»mpfehlenswerthesten Erdbeeren und erlassen:

Sortiment von 10 sehr guten Sorten à 2 Pflanzen für 2M.
Zort. von 10 der großfrüchtigst. Sorten A3—4 Pfl. 3M.
Sortim. von 25 eben solche Sorten à 2 Pflanzen 4 M.

Sortim. von 10 ganz neuen Sorten à 1 Pflanze 3M.

100 Stück Erdbeeren, beste großfrüchtige in extra schönem

Rommel ;5Mark. T

(Fur Aechtheit der Sorten garantiren wir.)
Vereins-Lentrale Frauendorf,
Post Vilshofen. Niederbayern.

Haasenstoein &amp;
Vogler.
Erste und ãlteste
Annoncen⸗Expedilion
Frankfurt a. Mair

——— —
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aͤberall als vorzüglich anerkannte
derge Univerfal⸗
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Cauf-d Verxauss-¶ Hoiraths · Osteru
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Druch und Verlag von F. XR. Deme in St. Ingbert.
Sieru Allustrirtes Sonntaasblatte Nr. 46.
        <pb n="493" />
        St. Ingberlker Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger and das (2 mal wöthentli h? in denn Huuptolatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermalz Dieustag, Donnerstag, Samstazg nuud Sonntag. Der Abounementsvreis betragt vierteljahrlich

zA 40 33 einschließlich Trägerlohn; durhh die Post bezozen IM 60 3, einshließlich 40 Z Zustell zebühr. Auzeigen werden mit 10 Z, von Auswärts
mit 15 — fuür die viergespaltene Zeile Blattichriit oder deren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
M IIzB.

—
Dieunstag den V. September

187

Deutsches Reich.

Berlin, 4. Sept. D'ie von den Oberbehoörden ergangene
Weisung, eine Beschränkung des Branntweinschanls zu förd en, hal
in einzelnen Landestheilen zu Polizeiverordnungen geführt, in denen
Folgendes festgesetzt wird: „Unerwachsenen (unter 16 Jahren)
Handwerkslehrlingen und Leuten, welche ihrer Ge sleskrafte nich
mächtig sind, darf von Branntweinverkäufern kein Braumwein vere
obreicht werden. Ebenso gilt dies von bekannten Trunkenbolden, rüchsicht
lich deren den Verkäufern eine obr'gkeitliche Weijung dereits ertheil
ist. Den bezeichneten Persanen datf auch don Andern als Braunt
veiid rtaufern, namentlics von Wirihshausbesuchern, kein Brannb
wein vrabreicht werden. Diese Vorschriften sollen nicht nur vom
eigentlichen, Branntwein“, fondern auch von den sonstigen gebrauten
Wassern (deflillirten Getränken) gelten. Alle Branniweinberkäufer
sollen die bezüglichen Polizeiordnungen in ihren Lokalen offen sicht
dat ausshängen. Zuwiderhaudlungen dagegen werden, soweit keine
höhenre Strafe auderweit angedroht ist, mit einer Geldstrase von 8
24 9 Warl oder mit vertzätnißmäßiger Hait bestraft.

Berhin, 6. Sept. Fürst Lodanoff. bisher rufsischer Bot⸗
schafter in Konstantinopel, ist auf den Londoner Boischafterposten
berufen. Die ‚Voss. Ztg.“ bemerlt dazu: Die Bedeutung dieser
Nachricht leegt darin, daß man darous iesen ainn: „Graf Schu⸗
waloff ist von seinem Botschafterposten in London embunden und
nach Petersburg zurückzerufen.“ Schuwaloff ist don der öffentlichen
Meinung längst als Nachsolger Gorischakoffs bezeionet; er ist eine
diel zu rüst ge Kraft und steht im Verltauen des C'aren viel zu
hoch, als daß an sein Zurücktreten in das Privaneben zu denken
ware. Liegt da der Gedantke nicht nahe, daß für den alten Fursten
Gortschateff die Stunde gekommen ist, von feiner Hoͤhe heradzu⸗
eigen? Oder gar die Vermuttung, daß Manxeuffels Mission den
Wechsel in der Leitung der auswärtigen Angelegenhilen des russischen
Reichs beschleunigt habe ? Qui vivra verra. — die Norddeuische“
schreidt: Graf Schuwaloff wird voraussichtlich zunächst ohne weitere
dienstliche Stellung rach Nußland zurüdlehren und einen Platg im
Reichsraih einnehmen. — Die „Nationalzeitung“ demerte Von
der Art der Verwendung, welche Graf Schuwaloff nach se ner As⸗
berufung dom Londoner Boischafterposten fiuden, wird es abhängen,
ob man darin einen Sieg oder eine Nederlage des Fursten Gort
IIIX

Berlin. Gerl. Tagbl.) In den russischn diplomatischen
Kreisen ist man jetzt eifrig datran, Miutel und Wege zu finden,
den Fürsten Gortschakoff mit dem Fürsten Bismard zu versöhnen,
oder weniostens eine Zusammeulunft zwischen den beiden Kanzlern
zu Stande zu bringen. Diese lehztere Evenmalität ift auch in der
Umgebdung der beiden Monarchen, während der jüngsten Zusammen ·
tunft iun Alexandrowo, dielfach besprochen und die chdent. Vidglichkeit
tiner Kanzler⸗Begegnung hervorgehoben worden, welche erst der
— —— derlechen und auch die
hffentliche Meinung der beiden Nachdarftaaken ein für alle Mal
dberuhigen würde. Indessen bereitet dus Zustandebringen dieser
Zanzler⸗Begegnung um so gioßere Schwierigkeiten, als es doch dem
Fursten Gorijchatoff, weldder auf dem Rückwege aus dem Bade
durch Berhin reisen wird, obliegen müßte, den deutschen Reichekanzler
„aufzusuchen“, ein Schritt, der dem greisen Staalsmann laum
leicht werden dürfte. Demgemäß erscheint auch deeses Artangement
Vielen als unmöglich. Velleicht, daß in einem gewessen Zusammen⸗
hange m't dieser Angelegenhent auch die rashe Rückleht nach Berlin
des rujsischen Botschafters, Herra d. Oubrl, steht, welcher schon
deute (Dienstag) hier eiutreffen muß. Der Hert Botschafter pflegt
sonst seinen Sommeraufenthait auf dem Lande auf eine bedeutend
langere Zeit auszudehnen, dießmal aber lehrt er schnell und fast
pmerwartet zurück, während sammtliche hiefigen Botschafts Palais
doch dde und derlosstu dastehen. Möglich iß cu, boß Herrn d.
Dudtil der Auftrag geworden ist, den Weg für aine demnäachstige
Zusammenlunft der beiden Kauzlet zu ebnen. Es liegt außerhait
seden Zwieifels, daß, wenn es dem Herrn Botschafter gelingen sollte,
nt Versdhnung zwischen seinem hohen Chef und dem Fürsten Bit⸗
natck einzuleiten, dieses eins der grohten Verdienste sein würde,

das er sich während seiner langjährigen Allreditirung am Berliner
Hofe zu erwerben Gelegenheit gehabt.
Auslaud.

Es ist eine sehr bemerkenswerthe Thatjache, daß sich Fran!⸗
reisch bei dem jüngsten rusfischedeutschen Streite volllommen fern⸗
Jehalten hat. Die Franzosen haben einsehen gelernt, daß sie mit
»en russischen Bestrebungen nicht fympathisiren können; von einen
ufsisch jranzösischen Büadnisse haben wir Deutsche für lange Zeit
nichts zu fürchten.

London, 8. Sept. Lady Cavignari in Edinburg
empfing gestern Abend ein Telegramm des Vezelönigs von Judien,
neldend, ihr Gatte, Sekretär Jenchus, Dr. Kelly, Lieutenant
Hamilton und die ganze Eskorte, bestehend aus 67 Mann, von der
englisch eUGesandsjchaft in Kabul, seien nach verzweifelter
Begenwehr getödtet worden.

Rom, 7. Sept. Der ‚Courrier d'Italie“ versichert, daß
eine Unterredung zwischen Bismard und Monsignor Jacobini in
Bastein unter Wahrung des strengsten Geheimnisses wrotz aller
Dementis stattgefunden habe.

Vermischtes.

*St. Ingbert, 9. Sept. Johann Vitus Kämmel.
19 Jahre alt, Tüncher von hier, wurde heute vor dem Geschwor—

iengerichte zu Zwe:brücken, wegen Körperverletzung mit tödtlichem
Srfolge zu einet achtjährigen Zuchthausstrakfe ver⸗
urtheilt. (Ausführl. Bericht solgi.)

*Miederwürzbach. We bekannt, wurde dem hiesigen
Ztandesbeamten wegen Führung der Standesregifter pro 1878
ine Belobung — die fiedente seit der Wirlung des Lehrers
B. Wolf als Gemeindeschreiber, seit 1871 — ertheilt. Darauf⸗
hiu bewilligse der h'iesige Gemeinderath gedachtem P. Wolf die
Brat fikation von neunzi« Mort.

T,Zweibruüucen, 5. Sept. Vor die Montag, den 8. Sept. unter
dem Vorsitze des kgl. Appellationsgerichtsrathes Osihelder beginnen de
—Aä — sind folgende
Fälle zur Aburtheilung verwiesen:

J. Montag, 8. Sept., Vormitiagt 8 Uhr: Verhandlung gegen Heinrich
deck, 27 Jahre alt, ledig, Tagner von Mundenheim, wohnhaft zu Lud⸗
wigbhafen, wegen vorsätzlicher Körperverleßzung mit tödtlichem Erfolge. Ver⸗
reter der kgl. Staatsbehörde: Staatsanwalt Scherrer, Vertheidiger: Rechts⸗
andidat Engelhorn.

2. Dienstag, 9. Sept. Vormittags 8 Uhr: Verhandlung gegen Johann
Bitus Kimmel, 18 Jahre alt, Tuncher von St. Ingbert, wegen Körper
»erlezung mit tödtlichem Erfolge. Vertreter der k. Staatsbehörde: Staats⸗
anwalt Peiri, Vertheidiger: Rechtsklandidat Goldmann.

3. Mittwoch, 10. Eept., Vormittags 8 Uhr: Verhandlung gegen Katha⸗
cina Günteher, 20 Jahre alt, ledige Dienstmagh vom Nadterhof bei
Reuleiningen, zuletzt in Grünstadi, wegen Kindsmords. Vertreter der k.
Staatsbehörde: Staatsanwalt Scherrer, Vertheidiger: Anwalt Kiesjfer.

4. Donnerstag, 11. Sept. und folgenden Tag: Verhandlung gegen 1.
deinrich Hintei;, 18 Jabre alt, 8 Ludwig Gaubatz, 18 Jahre alt,
3. Friedrich Staller 17 Jahre alt, 4. Christian Dauen hauer,
20 Jahre alt, 5. Joseph Fren zel, 28 Jahre alt, 6. Ludwig Schnei⸗
der, 37 Jahre alt, sammtlich ledige Schuster in Pirmasens wohnhaft,
wegen in Gemeinschaft verüeter Rothzucht. Vertreter der Staatsbehörde:
Staatsanwalt Peitri, Vertheidiger noch nicht befümnu.

5. Samstag, 13. Sept., Vormiltags 8 ühr: Verhandlung gegen Eli⸗
abetha Pfaff, 37 Jahre alt, gewer blose Wittwe von Daniel Goͤttel im
Leben Felde und Waldschütze, von Breitenbach wegen vorsatzlicher Körperver⸗
letzung mit tödtlichem Ersoͤlge. Vertreler der K Siaatsbehörde: Staa van-
valt Scherrer, Vertheidiger noch nicht bestimmt.

F, Neust adt. Sonnadend Minag wurde die Geflügel⸗
and Obstausstellung im Saalbau eröffnet, die einen eben so sreund⸗
lichen wie interessanien Anbleck gewähet.

fOppan, 5. Sept. Hier wurden in den letzten Tagen
non einem Tabaksabrikanten größere Posten Dickrübenblätier zu 5
Bf. das Kilo aufgelauft, die voraussichtlich als Emlage zur echten
Pfälzer⸗Habanna verarbeitet, oder mit gutem Soandbiatt in schön
edtuctten Pädchen vereint, als jenes unũbertreffliche Product in den
dandel gebracht werden dürften, dessen schauerliches Aroma nicht
»ios Schnalen, sondern auch startnervige Menschen zwingt, dem
kaucher fünf Schritte vom Leibe zu dleiben. Auch in Eppftein
wollte jüngst ein Tabalshändler Didcübendlätter auftaufen und be⸗
        <pb n="494" />
        absichtigie, dies ausschellen zu lassen. Der Bütgermeister verbot in⸗
dessen, die Schelle zu folchem Zwecke in Thätigke't zu setzen, und
das war recht. Grtth. 3.) *
pRorheim, 85. Sept. Als w'r jüngst die Erwartung
ausspruchen, daß jener Schuster Jos. Reinhatd, ein 7djähriger
Breis, welcher 59 Jahre in der Fremde weilte, nunmehr seinen
Lebensabend in der Heimathgemeinde zubringen würde, —X
uns geläuscht. Der alte Bursche vermochte wiederum jeine Wan⸗
derlust nicht zu zugeln. Er verschmähte die ihm von der Gem'inde
gebotene Freistatt und griff, mit 40 Mart Reisegeld versehen, gestern
dieder zum Wanderstabe. Als Reiseziel bezeihnete er Südfrankreich,
voselbst er den größten Theil seines Lebens zuzebracht hat.
pFrankenthal, 6. Sept. Wegen Gefährdung eines
Eisenbahntransports wurden heute die Gebrüder Georg und Anton
VJaab von Königsbach und Friedrich Auicket von Mußbach dier
eingeliefert. Sie hatten Anfangs Januar abhin einen Wezweiser
ausgevissen und dei Mußbach auf das Eisenbadngeleise gelegt.
Die Sache wird vor dem Schwurgericht zur Verhandlung kommen.
fLandau. Die h efige Volksbank hat im eirsten Halbjahr
1879 einen Unschlag von 6,469,927 M. 40 pi. gehadt und
einen Reingewinn von 29,765 M. 62 Psf. erzielt.
tSaarbrücen, 7. Septbr. Wir werden demnächst das
Vergnügen haben, ein groͤßeres Concert der St. Inaberter
Ocarina-⸗Geselljchaft hier zu hören. Auf der Rückreise
von Saarlouia traf Herr Seiter mit seiner Gesellschaft gestern
zegen Mittag im Cafe Schühmann hier ein und improvisirte, den
Bitten seiner zahlreichen Freunde nachgeberd, beim Frühschoppen
eine Unierhaltung, welche einen kleinen Vorgeschmack von dem gab,
was wir spülter zu hören bekommen werden. Alle Anwesenden
exrfreuten sich herziich der schönen, mittelst des unscheinbaren In⸗
truments meisterhaft vorgetvagenen Musikstücken, sowie an der
nächtigen Bruststimme des liederreichen Alpensängers, der einige
seiner eigenen Compositionen vortrug. Abgesehen don dem zu mil⸗
den Zwecken bestimmten Concert. welches Herr S. demnaͤchst bier
a vetanftalten gedenkt, beabsichtigt derselbe auch mit seiner Gesell⸗
schaft vor Sr. Majestät dem Kaiser gelegentlich dessen Anw. senheit
in Metz zu concertinen, wozu hoffentlich das Oter Hofmarschallamt
die nachgesuchte Erlaudniß ertheilen wird. (Saarbr. 3ta.)

sMunqchen, 23. Sept. Die neue Amistracht —
und Barett — wird auch von den Handelsrichtern anzulegen sein.

FMünchen, 6. Sept. Der Präsident des protestantischen
Dber⸗Konsistoriums, Dr. Adolph Harleß, ist heute gestorben.

x Verhütetes Unglück. Köln, 6. Sept. Der gestrige
amburg; Kölner Schnellzug ist in Folge der Aufmerksamileit des
Zugpersonals einer großen Gefahr entgangen. Kurz hinter Münster
7bickte der Lokomotivführer Busch (aus Oznabrück) mitten auf dem
Heleise haltend einen schwer beladenen Heuwagen; er gab sosfort
zas Halisignal, und den Bremsern geltang es, den dahinbrausenden
Zchnellzug so schnell einnuhalten, daß er vom Augenblick des Brem⸗
ens höchstens noch 60m zurücklegte. Der Zug war vorn Reisenden
tark besetzt, die erst in der letzten Selunde merllen, welche Lebens⸗
gefahr sie liefen. (K. 3.)

Der „Berl. B. Cour.“ erfährt von verläßlicher Seike, doß
der P'an e'ner Weltausstel lumg in Beilin im Jahre 18865
m Prinzip in den letz'en Tagen die Genehmigung des Kaisers
sefunden hat, nachdem der Kronprinz sich lebhaft füe die Idee
nieressirt hatte. Ein bekannter Berliner Bauweister hat Ptäne
ntwoifen, welche sich auf den Bau eines Ausst Uuugspalastes be—⸗
ieben und welche dem Kaiser bereits vorgelegen haden, der sich
zersönlich mit d esem Projekte e nverstanden erkärte.

Dienstesnachrichten.

Anweisung als Kapläne erhielien: Kaplan Ullemeher in Lan—
zau nach Speier; Kaplan Wothe in St. Jasbert nach Roxhäim,
daplan Weis in Germersbeim nach Dahn: Kuablan Langhauser cu
Ddahn nach Herxheim; Koplan Knoll in Trulben nach Kirrweilet:
daptan Schon in Diedesfeld nach Türkheim; Kap'an Muller nach
Diedesfeld, Kaplan Maurer in Rorxheim nach Mundenheim; Kap⸗
an Christ in Bundenheim als Hülfspriester nach Brücken. —
Firner erhielten Anweisungen als Kaplane solgende Neopresbyter:
Foseph Becker nach Landstuhl, Martin Jäger nach Trulben, Joseph
zörber nach Germersheim, V. Pfaff nach Steinfeld, Franz Reichert
nach St. Ingdert, Jacob Schmitt nach Landau, Johann Stamer
nach Speier, Nik. Stuckert nay Ruppertsberg.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X Demeß.

—
Mehrere Wagen —
buchen Spähne
sind abzugeben bei
IIh. Munzinger.

Looseo à I Mark
u der vom 4.- 12. Otiober
1879 in Kaiserslautern
tatifindenden Pfälzischen

landwirthschaftlichen
Ausstellung sind bier zu
saben be Joh. Weirich,

Friseur.

mge gend fundige Personen, wesche
00 bis 1000 gute Adressen einsenden
'önnen, belieben Frco.Offerten unter
s. 24 postlagernd Hamburgq
inznsenden

* —E
Feuer-Versicherung. *
Eine eingeführte bedeutende Feuer-⸗Versicherungs⸗Actienu⸗

Zesellschaft Rmoht unter güngtigen Bedingungen solide tüch⸗
ige Vertreter; Offerten 51b Kr. 434 an Rudolf Mossne.
Aunoncen-Expeditiou in DParstadt.

— —

— *
0

—TEUIMANMNAGA.,
Joppelkrüntermagenbitter
rach einem alten aus einem 3.
iedictinerkloster ftammenden Recep
abrizirt und nur en gros ver⸗
sandt von
O. PIXGEL in Gottingen
(Provinz Hannover.)
Der Benedictiner ist
zt das kostbarste Hausmittel «
eßhalb in jeder Familie belien
worden. Der Benedictin;
wnur aus Bestandtheilen zusun
iengesetzt, welche die Eigenjchafte
esitßzen, die zum Wiederaufba
eines zerrütteten dahinsiechend⸗
dörpers undedingt nöthig sin
er ist unersetzlich be Magenleiden, Unverdanlichkeit, Hamor
hoiden, Rervenleiden, Krämpfen, ennrn Hautans
chlagen (Rlechten), Athemnoth, Gicht, Nheumatismus,
Schwächezuftänden, sowie bei Leber⸗ und Nieren leiden
und vielen anderen Störungen im Organismus.
Der Benedictiner reinigt das Blut und vermehrt dasselb
r enffernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, d
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter un
risch, siellt die Harmonie des Körpers wieder her und verlängert
Leben bis zu seinem vollen Maße.
XB. Jede Flasche ist mit dem Siegel „C. WR in Göttingen
»erschlossen und mit dem geschützten Etiquett versehen.
iies Preis à FIl. von ca. 330 Gr. Inhalt 8 M. 30 Pf.
e 1⸗ 660 7 6 M. 75 Pf.
Bei 3 Fl. Verpackung frei. Bei 10 6Fl. freie Verpadung u. 1 Fi. gra
tis. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage · En gro
Versandt durch die Fabrik.

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1

5

40

865
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Rechnungen
zu Jedermanns Gebrauch
in allen Formaten
in Schwarzdiuck, sowie in roth
und blauer Liniatur

sind vorräthig in der
Druckerei ds. Bl.

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neichenhaller Kirchenbau⸗zotterie.
200 000 Loose. — Geldgewinnfte 185.000 Mark.

Ziehung am 15. Oktober 1878.

Treffer 60,000 Bin, 25,000 M., 10,000 M. u. s. w.

Lobse A 2 Mark zu bezichen durch die

General Agentur
CarIl Lang, Banktgesbafti 7 chen.

dier zu hahen bei Hertrn Franur

Attest:

Herr Andreas Weichselbauner, Bauer in Rothof
zZchrodenhausen in Oberbaiern, berichtet: Bei nilr um einent gut⸗
eunde, wo alle Hoffnung auf Genesung aufgegeben war, hat Itr Be
edictiner rasche Hülfe gebracht. Von nur einer Flasche hob sich dae
eiden meines Freundes c.

Niederlage in Et. Jugbert bei Herrn J. Friedvich.

—

Truck und Verlag von F. X. Demes in St. Ingbert.
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5333 33355 52353 85535 —33325 335353235255
—— — * —A—— A 255 212532 —22555235233523 2
A — 3355322557 5 525322 235353 —z33z33523223 5558
— 255353 55532583 5338 — 35555 32 25 —
— — — — — n 232
55— 5522 55385 * 2 23232—52 22232353 s —5
—A 538335858333752 2*87 2355* 2538333357 535 682
— * 2* 3. 3 2 22 25 83 * —2oV32 23
33538 —325334835328 333 z2325553 7223536233 2383 5335*
9553 5228 2** — 53253 5 * —A * 3. —
253. — — — —A —— 5285 — 552 5253—33535335 86 555
5 3—28373333388 *8523 552335 538352*2538335 —X
2* S — 225 2 —2 —— * * 2. * 8
363 58 3232 358553 37853333 —A
—53357533253 55—23*3 5538 — 222* 582 —5 5 E—— 353
52532325 ẽ 58 8255 — 7587 — — — —2— * 5
—3357 5332387535355888 3575 3522555 ———83 557
275 5353—5 582 —A— 25 * — 2 22 ———32
3733537333333328 3—38383 38
2 2 * — 537 8 ꝛ —37 22
z 3 36838358533 333 6328535 52353—233 53578
* — 3 — —

— 535 3323 6 235238 37
* — —— ⸗BÚBee — * 5 2 — * 7
253335333337 3338
3. * 8
22 33 k5— 2 *5 — 23 —— 22655
2— 22 —55 22 5 — 3 52 —3 22 2 8 — — 22 —5 — — —

5223 —52353537 33532233283387 —2253512323, ?72353 — 2
25 5 52 — *2235—35235533555 — —5 — 53298 5832
32sz338733333556335533537 5852 8 223 — 52553228 —22
53533 —334 33 3648353 .338355 Z825553
— * 2 — —* 33 — 2 J *
— — —— 335535375 753 28333853*
—2S 252 28236352 5333—3 533165 352 53
J — —E 2 2. 43
*2. 525 —R822 2.222 —
— — 25352523562537*— 2855 —2222 22
z33 —— — — E * 2298
332355 533353—058 532325 535335353853355555536532388 32
— — 23 32 55 55 235558 2323 8582232 —— — 522 — —z 2
— —582 * 58 ?: 55 22532 55 —z558—355 *22 255 5535382 5*
659 * 5—58538—3 23 28 55222* 338 8 8 8338 — *
—A *2B88 5383 583*—5 * * ——— 2 23
—— —8 —582 * I——3—2— —5—3227 * E
222 —22—8222238 8227 „5355323355* — 3523 *
52522 8 27— z253560 2m8 2—— 255288 2* — 2 J
22358 56 65 5 * — — 2552 —58 511
— S — — S * ——22 — 2 2199 522 —A — 51
2 —8333223 3 223* —A 55528 — —2*
— — F —3 — —3 2 S
538 3337 783535563 s553s8s87338 5
2 * 2 2 —*2*2 5 — 42
23355 338385333358 —— — ———— 5*
— 3 —E — 5 22555 2 72 — — — E S* * — —— S .
—53235—35—55388 53 83552 55255 555 52222*3 —A ——
E 3533—3 5—5—557—38 5s836 — —— 322222355 —
5* z22 5* 222823 *58 322322 F ————— 2353329
—A— 32 —* 22 —22 28—33538 EcE ——52 s —385
33 —55s5575333357523 55 —s5*555572352255 —
5 8 28523 2*52 55228 7 825 8 53* 5—3220 —222
—285325 —25 33,82*3 6322* 57323 5322—8875 5z55332 3333
2333555373—333 * ———
— —A—— — —3z5335333222—58 5522
3 33333 3 37
— — 2 8
—z254325233 —— —33—5 —5333s08 —5z2 352 5227
—— S 8 * —— * 2 5 * 2 2
—z32236522 5. 2 3 2 5 — 27 231 — 33 7553328
53*855 — 33 2533533335335 —E
— S22 *5 2 2 4226 5 —553355233232355 —
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—ä—S— 3—— 553 35325 * z2284823 —— 533—2— 55—
22 8 — 2 —252 2 — 2 * * de 2
——38355 — ————— 232 5*—22—2822 —
——e —— ———— 3353383856S 55582 253
2—8 5s655 553252* 5532* —5 5—355—3——37238 —
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* — 28 5.,23 8 28 —

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522 —A —
35 5353 55533755 sB7
——— —— —55338 55325 82 722322
* — —* — 2 2 — — DT 4 * 2822 222
2 — 7S2 —— 2 —— — 22 24
522 522 5325753— —E—— 58 8—2 52237 222 5538322
2 3 2 388 — —33—25335 — 3 5285 — 2553323
2575 2— 225 —— — — — 2 5
X 2 35** 2832352 52522 —3 — 1223 — —
* — 2z25—3—555 — — * 22 — 258 33
— T2— — 32 55* 5532355 —S — 525532 32535
3 7—3 8 — 3553 25533 2588 55555853338
527 37332283333* s528 3253553 233* 556 38838332*
— 22 —8 * 233 — 7
333 3 83583 55583 —73
— 3 528532 — — — c—32 ẽ 8 27 —A
553 532132 — 53353332338 —z38 22 —8* 333735223325*
228 3373 35553 23 5, 5273 — 233 ——365* 522*
5WVO 8— 235 —5528 *— 3* 553 53 —A —
53. 553—3538—8 28855 — — 332 22 — 81
* 52228 553 22 57553 8 2233 522 — 23 3272
— *2— —A 2535 —A 22 53.5 — 58*
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zs 33 2273*833336 3 55253332355
25 353332333325 S 582 8 —53* *22 335—358 S 4
25 2356 22333323337 82376 22*238 253235
528268688 23735*73373232 524 z258253 3 3332323364
— 2*82 75334 3335255 ——28383563 —— 322—5
*5325 35*328 3268 —22 — 2 2BR2 5 6 8 ẽ 252* 52824
—385*5 — —3837 523 —— 223 53* 2377637
— 8 * * —«“ * —— ——— —— 3
28*58 S522 — 2 55 8 3* 227 2 52 8
252 5323553338
32256233557 778 2353* 28 — —F — 528
—A — 2 55557 5z53535353 228* 58 522
52257 22 — — —A — 5 — — *
z5338535323835 562332 A — 55553 355—
— —258 3—65535* 835
— 55 A — 328
Nà * 5323 5383533
2* 55—z858—* *
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255
15355
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25 535 —
3 5—53222
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2* — —8—232*
2 * 2533553523*
3 3535323
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35 35635
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—XEE 2* 33 3
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2 27 —25 .55 55*
52322 3323355
5353 333235355
—22252 23325
2332325 ——

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33—3z23558 55233 23
525552; 7—35335352356* 5832 5
355355535335238 —A— * 5
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55835533—552 255 2 5 5 3 2
253552323535 2823 83 — 2222 2333 *

25 523 —z *
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7535553 — *2835 5358* 5 37

322 28 J
8 3583555533853 38553 55 25
——— 2365 —3322 — *55 —*

—AA — 83 32352 5888 35 *8 2
7c38D . *5*53232 z2*838 55 —85
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5 35 —J—— —838 —

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37 575385522383333 522338 55*556
—— — * — 2 53 *
—38233337 A— 732555357237.355
8 3 22355
288 2355 —5333353 2B3c55 8358 2222
2 —— —D— 7523383
—— 3358355323385355388 — z22534
25— 2 75 —2 2 — — *2 — 4 2— 5 9
25* z3236 23375835573533356433
—— * F
33833—3338337 286 33223 28—
67 22.5 5 7 2 —2238563

—— —— 532252 —

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J
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        558 52285 7
522 2258* 27 222.3
—A — —*

35 33535 5555—53,55
2332 —382 z3—8 —3333——30383—
———— 25362557 —333353 33585* 2203
Is * — 535 —A 23 063* 2 *83 533233 231234
23338738 78 55333 z3223 32 5352322 233
423533332325338 532553* 38 323 354 —553523 58
335385525353355 33533 25 3 3 335353

7 — 2 ð 2 — 22 —A α ———
583353353355* 5233 52*335 233557333 8

2 * 2 2 m 232 F — E 32. —2 57 533

8382 53333328—283 888353 ————

252 * — — 5 32 253 253233 5225 *

55352385 * ——— — 1 52322 595 3 23z253233 2—83 *

33 385 83 3327 335 33883

— 2 —2 27 2

232853 23332937 s233z3875 3538 —255573335333535235*

38 —— * .2 *

3332 5—353535* — 3383—533 —333575632
23333 3 3* ———
— ẽ 3 *2 — —* 3 2 —— — * 2 * 2.

3 * * * 4 ——— — * *
—V — — 2534 53 53533 —8355335 55528 *
2238 22* 732 522 8 22555 522 25
1333 33255 33 333255 255535 5353355837
538 2.28 8 532233 A —
253 5233285 58 *—28252 22552 2*5858 *
* * — 8 — 5
55 35383 53 2538 55233 3225238356 7
2* *2722 2* 5 222.2 3 2.3 27 * — 58 *8
— — EXR2 2* 2 — — — ——A
— 8

22
32
—

*502 2323828
532.522 57 —A
— 3 J —2 Z3.
3
3 —A — z3755333333323538
253383 — ——
2 IX * 2 7 5 * 2
5 ?
8*5* 12 —233 .7 — 22 **
8 53553 2338322333 2 605*533 s5.22
D* 5 2538 2 8 24 * — *
— — *—88555 52832 552323 7
52332— 25382 3 ——— — 23
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2— 25 3333 75—332328 25
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———— 33333355 583 53 283 5233 3z288
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23 3 5233335 — — 5— —A 2 38 2353 F 8
D2 2 * 23 23335 5357 54
— 25 523* —— — 8 2 5323 5B7
5838 226 7 — 233352 233538 z5753233
38 *28 2 —523— — 5835 3338
322 — 523 J 2. 33383 335
22 232 F J
3383 23338
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22 2333727
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Der St. Ingberter Auzeiger und das (Rmal wo hentlih) mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal? Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteliahrlich

A 40 A einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1A G0 H, einschließlich 40 3 Zastell jebühr. Auzeigen werden mit 10 Z, von Auswäris
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattichrift oder deren Raum. Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
AM 144.

Donnerstag den LI. September

1875

— —
Deutsches Reich.

München, 7. Sept. Nach den vom k. Staatsministerium
des Innern erlassenen Vollzugsvorschriften zum Gesetze, betr. den
Verwaltungsgerichtshof und das Verfahren in Verwaltungsrechts—
sachen, ist bei den Distriktsverwaltungs-Behörden die Zulassung der
Deffentlichleit bei der mündlichen Verhandlung, soweit nicht Rück
chten der Sittlichkeit oder des öffenllichen Wohles entgegenslehen,
dem Ermessen der Behörden anheimgestellt. Die mündliche Ver—⸗
handlung der Senate der Kreisregitrungen aber hat (nach Art. 33
des Gesetzes) regelmäßig öffentlich staltzufinden; über eine Bi⸗
schränkung der Oeffentlichkeit ist in nicht öffentlicher Sitzung zu
derhandeln, der Beschluß, welcher sie keschränkt, muß öffentlich ver⸗
kündet werden. Die bei den Kreisregierungen zu ihrer Ausbildung
beschäftigten Accessisten und Praktikanten sind zu den mündlichen
Verhandlungen, sowie zu den Berathungen der Senate beizuziehen;
dieselben können als Schriftführer verwendet werden. Die Senais⸗
sitzungen sind regeslmäßig an im Voraus ein⸗ für allemal zu be—
stimmenden und öffentlich bekaunt zu gebenden Tagen der Woche
oder des Monats abzuhalten, unbeschadet der Anberaumung außer⸗
ordentlicher Sitzungen, wie dies die Umstände erheischen. Die
jeweilige Tagesordnung ist durch Anschlog vor dem Stzungssaale
rechtzeitig zu veröffentlichen. Das, was, wie vorstehend angeführt,
bezüglich der Oeffentlichkeit der Sitzungen ꝛc. der Senate der Kreis—
cegierungen bestimmt ist, hat auch auf die Sitzungen des Verwal⸗
jungsgerichtshofes, bezw. dessen Senate Anwendung zu finden.

Berlin, 9. Sept. Das hiesige „Tageblatt“ erhält aus
Nönigsberg ein Telegramm, wonach der Kronprinz auf dem Stu⸗
dentencommers geäußert habe, der ganze Skandal mit Rußland sei
Unsinn, Major Liegnitz von der deutschen Botschaft in Petersburg
habe ihn, den Kronprinzen, zur Eiklärung ermächtigt, die Diebstahls
geschichte sei infame Eifindung eines Wiener Blattes; dem Herrn
p. Liegnitz seien nur Orden und Werthsachen, aber keine Paviere
Jestohlen worden.

Aus Straßburg schreibt man der „N. A. Z.“ über das
Kaisermanöver: am 18. September Mittags wird der Kaiser seinen
Einzug in Straßburg über den Bahnhofstaden, die Blaue—
wolkengasse, den Broglieplatz, durch die Luxhof⸗ und Brandgasse
halten und in der Präfectur Quartier nehmen. Auf dem Wege
bilden die Schulen Spalier, am Bahnhof und an der Präfectur
wird Sr. Majestät von Ehrenwachen empfangen. Am Abend wird
Sr. Majestät ein Zopfenstreich von sämmtlichen Spielleuten und
Musitkorpz des 15. Armeekorps — einschl'eßlich der bayer schen
Besatzungsbrigade und des badischen Feldartillerieregiments Nr. 80
sind es 10 Infanterieregimenter, 8 Cavalerieregimenter, 2 Feld⸗

artillerieregimenter, 1L Jägerbataillon und ein Fußartillerierefgiment.
— gebracht. Am 19. September findet zwischen Königshofen und
Eckolsheim die große Parade des 15. Armeekorps statt; die Krie⸗
gervereine werden auf dem Wege zum Paradefeld Auistellung nehmen.
Am 20. September ist ein Manoͤber des ganzen Atmeeckorps gegen
einen marklirten Feind zwischen Dossenheim, Wiesersheim, Haärtig
heim und Stützheim in Aussicht genominen. Am Abend disselben
Tages gibt Gegeral v. Fransechh Sr. Majestät ein Fest in den
Räumen des ODificierkasinos. Am 21. September ist Ruhetag.
Am 22. und 23. September finden Feldmanöver der 30. und 31.
Divisionen gegeu einander in der Gegend südlich Hochfelden statt.
Den Manoͤvern werden eine große Anzahl von fürstlichen Per—
lonen, darunter die Prinzen Karl und Friedrich Karl, der Groß⸗
derzog von Baden und Peinz Georg von Sachsen beiwohnen; ob
der Kronprinz Friedrich Wilhelm seinen Vater wird begleiten
dunen, ist noch zweifelhaft. Außerdem treffen eine große Änzahl
jremder — frarzoͤsischer, russischer, englischer, österreichischer, spa
nischer, italienischer, ja soßar ein chinesischher und ein japanesischer
— ODffiz'ere hier ein, zu deren Beritienmachung 140 Pferde hierhet
geschickt werden. Zu idrer Orientirung sind Major Dincklage vom
10. Oragonertegiment und Hauptmann v. Kageneck vom 9. Jäger⸗
dataillon commondirt.

Ausland.

Die Nachricht von der Niedermetzeling Cavagnaris und
einer Begleitung in Kabul hat in England um so mehr eischreckt,
als sie unerwartet kommt. Man hatie nach Beendigung des Krieges
allerdings anfangs gefürchtet, daß eine Anzahl Häupilinge gegen den
neuen Emir revoltiren werde, weil dieser mit den Engländern einen
ür die Afghanen nicht güostigen Frieden geschlossen habe; man hatte
ich bereits mit dem Gedanken vertraut gemacht, daß man Jakub
Than mit Waffengewall unterstützen müsse. Statt dessen entwickelten
ich die Dinge in Afghanistan anscheinend auf die friedlichste Weise.
Tavagnari wurde in der Haupistadt Kabul mit allen Ehren und
zroßem orientalischeu Pomp empfangen und hat in den sechs Wochen,
die er bereits in der afghanischen Haupistadt verweilte, nur angenehme
Pachtichten nach London senden fönnen. Am 3. d. trat ein jäher
Imsturz in der Stimmung ein; einige afghanische Regimenter,
velche ihren rückständigen Sold verlangten, revoltirten und haben
hren Zorn nicht an dem eigenen Fürsten, sondern au den Fremd⸗
ingen ausgelassen und diese ermordet. Die Sache klingt seht wahr⸗
cheinlich und nalütlich; trotzdem tauhen bereits Anfichten auf,
velche hinter dem Aufstande entweder den neuen Em'r selber suchen,
der sich auf diese Weise eines ihm lästigen Aufsehers entledigen
wolle, oder welche die intellectuellen Utheber in Rußland zu finden
meinen, das ein großes politisches Interesse hat, den Engländern
in Afahanissan Schwieriakeiten au hereiten.

—V — — i — — — — ———
Schwurgericht der Bfalz.
Cii. Quartal 1870.

Zweibrücken, B. Septbr. Verhaundlung gegen Johann Vitus
kimmel, 19 Jahre alt, Tuncher in St. Ingbert, wegen Körperverletzung
mit tödtlichem Erfolge. Vertreter der k. Staatsbehörde: Staatsanwalt Peitt
Vertheidiger: Rechtskandidat Goldmann.

Der Angeklagie, der nicht gerade gut beleumundet ist, kam am 27. Juli
ibhin Adends gegen 9 Uhr mit seinem Kameraden Martin Pfleger in die
Weirich'sche Wirthschaft in St. Ingbert. Beide waren angetrunken und fingen
alsbald ohne jede Veranlafsung Streit an, was Grund dazu gab, die Beiden
zus dem Lokale zu entfernen; zur hinteren Wirthsthüre wurden sie hinaus—
zeschafft, kamen jedoch, ohne sich im Geringsten dadurch abschrecken zu lassen,
vieder zur vorderen Thüre herein und fuhren fort, sich ungebührlich aufzu—
ühren. Jetzt bat die Wirthin die anwesenden Gäste, ihr bei der definitiden
Entfernung der Beiden behilflich zu sein. Es kamen denn auch drei Männer
dieser Aufforderung nach, darunter auch der 48 Jahre alte einarmige Tagner
Adolph Becker. Der Angeklagte wurde zuerst hinausgeschafft, Pfleger sträubte
jich jedoch lange an der Thüre, bis ihn Becker mit seinem einen Urme faßte
und hinauswarf. Dabei lam jedoch Beder selbst vor die Thüre, die fich
hinter ihm schloß. In dem Momente, als er sich umdrehte, um die Thüre
wieder zu öffnen, fFürzte der Angeklagte mit einem gezückten Dolchmesser auf
hn und stieß ihm die fürchterliche Waffe mit dem Rufe: „Soil man sich
von so einem einarmigen Hund hinausschmeißen lafssen!“ mit aller Wucht
wischen die Schulterblätter und lief dann davon. Der Geftochene ging ins
Wirthszimmer, zog mit den Worten „ich hab' aber eben eine gekriegi“ feine
Joppe aus, taumelte, stürzte zusammen und war nach wenigen Augenblicken
eine Leiche. Die Sektion ergab, daß das Messer 9 —10 em tief eingedrungen
var und in der liuken Brusthöhle die absteigende Hauptaterie durchschnitien
satte, so daß der Tod mit innerer Verblutung und damit verbundener
derz⸗e und Lungenlähmung nothwendig eintreten mußte. Der Angeklagte
sielt sich an jenem verhängnißvollen Abende noch einige Zeit im Wirths-
jarten von Philipp Emmrich auf, wo er sich seines Messers entledigte. Äls
ie Kunde von dem eingetretenen Tode des Becker auch in den Emmrich'schen
Barten drang, entfernte er sich und verstechte sich im protestantischen Pfarr⸗
jzarten, wo er am andern Morgen verhaftet wurde. Er gesteht seine That
in. Bezeichnend ist, daß er am Nachmittage jenes Tages äußerte, heüte
eichne er einen, daß er daran zu lecken habe, so lange er lebe. Kurz vor
»er Katastrophe hatte der Angeklagte mit Pfleger in der Winkelmann'schen
Wirthschaft sich ebenfalls so aufgefuührt, daß man sie hinauswerfen mußte,
vobei Wirth Winkelmann einen Stich in den Kopf, erhielt, ob derfelbe
edoch auch vom Angklagten herrührte, konnte nicht festgestellt werden. Die
. Staatsbehötde führte aus, wie die Verbrechen dieser Art mit dem Exzeß⸗
edurfniß und der Verwilderung unserer Jugend immer mehr im Zunehmen
egriffen seien und wie in dieser Hinsicht zwischen der Pfalz und den ver⸗
eufenen jenseitigen Provinzen bereits kein Unterschied mehr bestunde. Der
Borfall, nm den es sich heute handelt, kennzeichne so recht das Sonntagsleben
der jungen Burschen; da werde den ganzen Tag gezecht, krakehlt, und endlich
uhe man nicht, bis man das Blut eines Nebenmenschen habe fließen sehen.
Das Leben eines Menschen sei dann auf die Spitze des Messers eines solchen
Burschen gestellt. Diesen Vorkommnissen müsse der Strafrichter mit aller
hm zu Gebote stehenden Strenge entgegenireten; im vorliegenden Falle etwa
wegen der Jugend oder wegen der Betrunkenheit des Angeklagten mildernde
Umstände anzunehmen, das hieße die Erzeßsucht dieser Leute nur noch unter⸗
düten. Die Vertheidigung plädirte in erster Linie auf Freisprechuna weger
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        mangelnuder Zurechnungsfähigkeit. Zu dem an sich reizbaren Temperament
des Angeklagien sei noch die hochgradige Betrunkenheit und der Aerger über
Jas dräamalige Hinauswerfen gekommen — da habe er nicht mehr gewußt,
was er thue. Jedenfalls müsse aber dieser aufgeregte Geisteszustand als mil⸗
dernder Umstand bei der Beurtheilung der That berücksichtigt werden und
dazu komme noch die Jugend, die geistige Beschränktheit und das reumüthige
Geständniß des Angeklagten, so daͤß man die Frage nach mildernden Um⸗
nden sicherlich bejahen müsse. Die Geschworenen sprachen dagegen, ohne
mildernde uͤmstaͤnde anzunehmen, ihr „Schuͤldig“ und der Gerichtshof ver-
artiheilte den Angeklagten (wie schon mitgetheilt) zu einer 8Sjährigen Zucht⸗
aussirafe und erkannte ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf wenere 8
Jahre ab.

Beldbuße (falls er nicht zahlt, zu 60 Tagen Gefängniß). Der
Berurtheilte, ein sehr wohlhabender Mann, hatte nach der „Saarbr.
Zig.“ versucht, auf ein nur bis Oberstein lautendes Eisenbahnbillet
j. Klasse nach Bingerbrück zu reisen, war aber in Kreuznach von
inem Bahnkontroleur betroffen worden, dem er unrichtige Angaben
machte.

— F In Kostheim bei Mainz mußte dieser Tage die Feuer⸗
veht aufgeboten werden, um die Polizei bei der Austreibung ein er
ie Gegend unsicher machenden Zigeunerbande zu unterstützen.

F'Lindau, 6. Sepibr. In der neben dem Gasthof zur
Krone“ befindlichen Weinschänle des Schiffmannes Reinhard Roth
xplodirte gestern Abend eine noch etwa 12 Liter Pelroleum ent⸗
saltende Flafche mit soscher Gewalt, doß einer der Gäste sofort,
zis zur Ünkenntlichkeit verbrannt, seinen Geist aufgub. Den er—
tlenen Brandwunden eilag ferner heute im Spital ein Maurer
uus Tyrol und Nahmittoge die Ehefrau des Gastgebers. Weitere
um Theil lebensgeführlihe Brandwunden erlitten drei Männer und
ine Dienstmagzd, leichte Brandwunden vier Männer, einer dadurch,
aß et die aus dem Erkerfenster des ersten Stockes sich herabstür⸗
ende Diensimagd auifing. Die Ursache des Unglückes ist grobe
fahrlässigkeit beim Fuͤllen einer Pelrsleumlampe. Konstatirt wurde,
aß Gastheber Roth, unterstützt von seiner Frau und der Dienst⸗
nagd, in Arwesenbeit der Gaste zur kritischen Zeit mit Auffüllen
er im Wirthszimmer befindlichen Petroleumlampe heschäftigt war.
Man hatte die etlöschende Lampe heruntergenommen, Roth schraubte
den noch glimmenden Docht zurück, die Dienstmagd wollie die in
zen Händen der Frau Rolh befindliche Lampe aus der Kanne auf⸗
üllen — die entsetzliche Katastcropse war da. Schrecklich war der
lableck füt die Herbeieilenden, als der ganz und gar brennende
Naurer sich durch das Fenster des Nebenzimmers stürzen wollte,
iber entkräftet zurücksank. Gleich schreclich ist das außen und innen
nit Blut befleckie Haus anzusehen. Eine Leiter konnte sogleich
uicht herbeigeschafft werden, bis die resch alarmirte Feuerwehr ein⸗
raf. Das Feuer wurde schnell gelöscht.

Dortmund, 1. Sept. (Ein vorsorglicher Staatsanwalt.,
Der Oberstaatsanwalt in Hamm hat an sämmtliche Polizeiverwalt—
ingen vor kurzer Zeit eine Verfügung etlassen, nah welcher ein
Jeder, welcher bei einem Streite ein Messer, einen Kugelstock, ein
Zier,las oder sonst ein gefährlich z3 Instrument gebraucht, sofort
erhaftet werden soll. Verdient Nachahmung.

VRermischtes.
Als Sitz des einzigen Handelsgerichts für die Pfalz ist
Frankenthal bestimmt.

J. Den Ausstellern der Gruppen I. und II. der pfälz.
danodw. Ausstellung bemerken wir, daß sie doch ja Sorge
zragen wollen, daß die Spezialanmeldebogen, welche ihnen in der
etzien Woche zugingen, bis sputestens 15. September iun den Händen
des Ausstellungs-Comite's sind, da es demselben sonst nicht mög⸗
tich ist, die betreffenden Ausstellungsgegenstände an der richtigen
Sielle in den Kalaloz aufzunehmen. Für Aussteller und Aus⸗
stellungscomite sowohl als auch für Handhabung des Kataloges
jselbst ist es dagegen äußerst unangenehm, dem Kataloge allenfallsige
Nahträge zugeben zu müssen. Noch unangenebmer muß sich aber
die Sache fuͤr die genannten Inleressenten in der Hinsicht gestal⸗
en, daß die Ausstellangsobjecte selbst auch nicht den Raum in der
Ausstellung erhalten können, der ihnen bei rechtzeitiger Abgabe der
Spezialanmeldebogen werden wird.

pPirmasens, 8. Sept. Der Wirth und Weinhändler
Jecob Schütz dahier war vor einiger Zeit durch das hiesige Poli⸗
seigericht auf Grund eines Gutachlens des Chemikers Dr. Heine zu
afertlautern wegen Weinfälschung zu 14 Tagen Gefängniß und
200 M. Geldbuße verurtheilt worden. H'ergenen halte der Ver⸗
artheilie Berufung eingelegt, und das königl. Appellationsgericht
Zweibrücken hat nun, auf Grund eines neuerdings eingeholten Gut⸗
Wieng des chemschen Laboratoriums der Universität Würzburg,
welches ducch Prosessor Wisliecenus dahin abgegeben wurde, daß
lein Grund zur Annahme einer Fässchung des in Frage slehenden
Weines vorliege und daß das Gutachten des Dr. Heine der wissen⸗
haftlichen Zegründung entbehte, den Beklagten freigesprochen.

JKaiserslautern, 9. Sept. Nach dem jüngst aus—
Jegebenen Jahresbericht des k. Schullehrerseminars zu Kaiserslautern
und der demselben unterstelllen Präparandenschulen Edentoben,
Kaiserslaulern und Qusel ist solgende Frequenz zu verzeichnen:
Seminar: 86 Zögliuge; Präparandenschulen: Edenkoben 73 Schü⸗
er, Kaiserelautern 99 Schüler und Kusel 45 Schüler. Dem
Jahresbericht ist als Programm „Die Ptysik des J. A. Comenius,
Nu Shudie von CT. Andreae“ beigegeben. (Kais. 3.)

pOggersheim, 8. Sept. Heute ftürzte einer der Hrn.
Pater des hiesigen Klosters so unglücklich in den Kellet, daß er eine
Hirnerschütterung erlitten haben soll. Es wurde sofort ärgztliche
dilfe requirirt. (F. T.)

Saarbrücen, 6. Sepht. Das Zuch'polizeigericht hier
deruriheille heute einen Viehlöndler zu St. Johaun wegen Be⸗
ttuges zum Nachtheile der Eisenbahn-Verwaltung zu 300 Mark

Marktberichte.

Kaiserslautern, 9. Septbr. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.,
Weizen 10 M. 45 Pf., storn 7 M. bluPf., Spelzkern — M. — Pf. Spelz
3 M. 68 Pf., Gerste 7 M. 90 Pf., Hafer 6 M. 56 Pf., Erbsen 07 M.
;50 Pf., Wicken O M. — Pf., Linsen O M. — Pf., Kleesamen — M. —
Pf., Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 68 Pf., 2. Qual. — Pf., Gemischtbrod
3Pfund 39 Pfg.

Homburg, 10. Septbr. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
10 M. 45 Ppf. Korn 7 M. 39 Pf., Spelzkern — M. — Pf., Spelz 5 M.
77 Pf., Gerste 2reihige O M. — Pf., Gerste 4reihige O M. — Pf. Hafer
3 M. 40 ppf., Mischfrucht 8 M. 13 Pf., Erbsen 0O M. — Pf., Wicken
M. — Pf., Bohnen — M. — Pf., Kleesamen — M. — Pf., Korn⸗
rod 6 Pfund 68 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — Pf.,
tindfleisch 30 Pf., Kalbileisch 40 Pf., Hammelfleisch — Pf., Schweinefleisch
50 Pf., Butter 1 Vfund O M. 90 Pf. Kartoffeln per Ctr. 2 M. 50 Pf
Fuür die Nedaction veraniwortlich:

X

Bad⸗Kissinger Kirchen
Lotterie.
Hauptgewinne: l 45,000. —
mai 12,000 AcC ꝛc. ꝛc. Zu⸗
ammen 11,800 Geldgewinne im
Zesammibeirage von 230,000

Mark.

Preis des Looses 2 Mk.
Ziehung am 24. Februat 1880.
Die Loose sind nicht in Serien
ibgetheitt, sondern tragen fort⸗
aufende Nummern.

Die General Agentur:
J. &amp; 8. Schuler, Zweibrücken.
er — Allerorts werden so⸗
de Agenten gesucht.

Königliche Lateinschule
St. Ingbert.

Haasenstein &amp;
Vogler.
PErste und älteate
Annoncen⸗Erpedition
Frankfurt a. MLätoe

Das Sindienjahr 1879,80 beginnt Donnerstag den 25. Sep⸗
ember mit der Einschreibunz der Schüler, welche im Amtslokale
er unterfertigten Sielle vorgenommen wird. Neu eintretende
—A
Ztudienzeugnisse vorzulegen.

Wer in die J. (unterste) Klasse eintreten will, muß das
neunte Lebensjahr vollendet, darf aber das zwölfte nicht üder⸗
hritten haben. Doch lann unter gewissen Voraussetzungen von
eiden Bestimmungen diepensitt werden. Die Aufnahme in die
. Alasse ist durch eine Prüfung bediogt, in welcher sich der Schüler
ber ein für die IV. Kl. sse der Volksschule genügendes Maß von
denntnissen in der Relig'on, im Deutschen und in der Arithmetil
ubzuwrisen hat.

Die Auͤfnahms⸗ und Nachprüfungen werden am 27. und
29. September abgehalten.

St. Jngbett, den 11. September 1879.

Königliches Subrectorat:
Barnikel.

Filialen in Darmstad

annheim, Carlsruhe, Stuti

gart, Würzdurg, Ulm
Préeiburg in Baden.
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ohne alle Nebenbosten:
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Anzeigon. Dieo reto Apzoir
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sind von uns gepachtet &amp;
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vermiethen.

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— 2 2

25

55* 5

*8335 1277*
—— —
22552 55
28 * 5 5

5528 538 635353558 5235
523328— 7555 553538558333223223
3383 2 33556563352339
—342 883233
2 25237— — 253 * 2 * 52 23 —5535
2 52 28 5252 8 22. 2 5 225 3
— — *2 2 — 285 325222323 * 33 5
* AeS Z 2 —— — —— —23— — 23
8 2 272 52272 2 3 — **
—— — —
5z332.273 28 2 553223 * 2 *5538
2 — —52322 32338 8 2 *56020⸗ s 23. *
— 538 254— 33835535 5527 3232— 223255*
22* 2 S 2 25323 23223 8 —2
———— 33833333333
—— 8 — * —*
5S27* 323385553 4 253 3233355535 2
73 —8232383333—3 3335835
323588 s 33357
2
3 * 75 3232 582.528523525 2827
2— 35 1555 355035 * —— 2 25 **28 52*7
3 B8— 252395233353* —— —
3 — V 25237 232. 725 5 22 —
5 2578 522 — —
7332 225582 q2227*83
5J3255. 33 535* 2323 3 35232
— — —4 358328 23223
86 —
3* 228233—333238 2
*25* * 2 —D 2*
553222328 * —
— — — 7 — — J
25853335—0 3.
55328 32 5 — 2
—A *
—2 57
523533206
23 257 —23
2235.2 35322

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23238
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3 — *85*
— 3333 28 72*
52 * *5 58 —8 —* * —
— 2 — *
—5— 223 * s 533338* 328883 2 2 2 7
8 — 2253385 *552233555 327 — 5 397
—A— J —— 5233 778 8 —
2533 7. *—4365 38 3838553223 s 4343335453
2* 8 5357 — — — —* — 23537 2 2
2238 603353* 862*5 332 322 — 728 3
28338 538* 3* 238*8387 5227553 Mh 5323337
—A 5235 523*735 52
* 25 7* g 3353587 2398
2333 3228* 588 525233 522* 53238* 57 3
2 2.3. 3 53 238 * 3352353 — 228 2 *5 557
2 5 38 2.2 223 3732 9 2. 2 33
3 — 82 32 * 2 28* 830 58333
—— 222 *5323837 s3258
227 ae eza— 2835 —— 213323 2532
* — 22 32533358 A —A — — — — 2. 3532328
28 3225 —3 — — 522 23582 * —
35 2 532327 —A * 2 2 —
57 3555538 2 —A 53 38 52287 2583 *
* 255233 3593 233 2257* F —2355235 8
232 3* 2853 3383355 — 728 3523353*
233623* 25 — 2* 5535328 X 3 23535
* s 2* 953 * 3 * 335357 — — — 2*
28*8* 9832325 A —A 37 5523 —— —
— 2 —A 483 5ñ5. 2553353353 2
—— 2223577 2533933 223332 —
— 255328 32332333 A 333 3232335
* —&amp; 22 58 255 2 7 —2 —3— 2*
* — — —— 20 72 2 2
— 383533 8 3
238 22 82 52 —28 5 222 235235
22 8 2 — * —— 185357
—A 2 32 * 2 z2.3 3 2
— —— 238 8. 25 222
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53 528 228 *
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wö hentlich m⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblact, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

age) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

A 40 3 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezo zen 1I A 60 , einschließlich 40 Z Zustell zeblhr. Auzeigen werden mit 10 —, von Auswärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum, Neclamen mit 30 — pro Zeile berechnet.
M 145. Samstag den 13. September 1879.

Deutsches Reich.

München, 9. Septbr. Nunmehr haben auch die Verord⸗
aung über die Geschäftseinrichtung“ der Gerichtsschreibereien, dann
die Gerichtsvollzieher Ordnung und Gerichtsvollzieher ⸗Gebührenord⸗
aung, endlich die Verordnung über die Behandlung des Depositen⸗
vesens in bücgerlichen Rechtsstreitigkeiien und Strafsachen — lau⸗
er umfangreiche Elaborate — die Genehmigung des Konigs er⸗
jalten. Auch die Ernennung der Gerichtsvollzieher ist allerhöchsten
Orts vollzogen. Gleichzeitig mit allen diesen Arbeiten war auch
noch der Budget⸗Entwurf des Justiz⸗Ressorts für die bevorstehende
jeue Finanzperiode zu erledigen und den neuen Personalveränder⸗
ungen anzupassen. (Allg. Zig.)

München, 9. Sept. Im Gesttze und Verordnungsblatt
PNr. 57 wird heute das Gesetz den Hauptetat der Militärverwaltung
Bayernz für die Zeit vom 1. April 1879 bis 31. März 1880
»etteffend, sanktionirt d. d. Linderhof den 18. v. Mis., puͤblicirt.
Der einzige Artikel lautt: Der Hauptetat der Miluärvet valtung
»es Königreichs Bayerns, für die Zeit vom 1. April 1879 bis
31. März 1880 wird nach der in einer Beilage enthaltenen Ka⸗
ditel⸗ und Titel-Eintheilung auf M. 41 961,724 in Einnahme
ind Ausgabe festgesetzt. Bezüglich der in den Spezial⸗-Etals zu
diesem Hauptetat bei den einzelnen Kapiteln und Tüeln als über⸗
tagsfähigen bezeichneten Fonds wird dem k. sKtrriegsminister das
Kecht der Uebertragung eingeräumt.

Mänchen, 10. Sept. Der erste Präsident der Kammer
der Neichsräthe, Graf v. Siauffenberg, war durch ein Augenleiden
perhindert gewesen, an den Sitzungen der Kammer während der
etzten Versammlung des Landtazes theilzunehmen. Geaf Stauffen⸗
zerg befindet sich nunmehr aber w'eder wohl und hat nach hierher
gelangter Mittheilung bereits erklärt, daß er zu Beginn der bevor—⸗
dehenden Landtagsversammlung in Viünchen eintreffen werde. —
Fin Theil des den stammern vorzulegenden Budgets für die nächste
Finanzperiode befindet sich schon im Druck. An den am 22. ds.
Mis. im Finanzministerium beginnenden Berathungen üder die
Steuergesetz Entwürfe haben Vertreter aller Ministerien heilzunehmen.
Der Finanzministet hofft, wie uns versichert wird, die Gesetzent⸗
vpütfe bis Mitte Octoder den Kammern in Vorlage bringen zu
onnen.

Mäünchen. Zufolge der vom dem koöͤnigl. Rath Dr. med.
darl Mejer nach amtlichen Quellen hergestellten Statistik der zur
Ausübung der Heilkunde in Bayern nichtapprobirten Personen de⸗
ug am 31. Dezember 1878 die Gesammtzahl der Personen.
velche, ohne approbitte Aerzte zu sein, die Behandlung erkranktet
Menschen als Haupt- oder Nebenerwerbequelle betreiben, 1814,
). h. 251 mehr als am 31. Dezember 1877 und 658 mehr als⸗
aim Schlusse des Jahres 1874. Legt man letzteres Jahr der Be⸗
echnung zu Grunde, so hat die Zahl dieser Personen im Verlauf
on 4 Jahren um 57 Procent zugenommen. Dem Geschlechte
nach besteht das dermalige Contingent von Pfuschern aus 1344
MNännern und 470 Weibern. Eistere haben im Vergleich mit
874 um 433 oder 47,5 Procent, letztere um 228 oder sast 92
Zrocent zugenommen. Von je 100 Pfuschern trafen im Jahre 1874
nur 2, im Jahre 1878 aber 26 auf das weibliche Geschlecht. Es
rührt das daher, daß einestheils die Hebammen mehr und mehr
hre Befugnisse überschreiten, während andererseits viel Weber Heb⸗
immendienste verrichten, ohne hierzu befugt zu sein, ein Mißstand,
er jedoch fast blos in Niederbayern sich eingeschlichen hat. Außer⸗
»em hat sich aber auch eine weit größere Zahl von Frauen, als
nüher, mil Synpathie und besonders mit Bereilung und dem Ver—
auf von Arzneimilteln befaßt. Auf die einzelnen Reg'erungsbe⸗
irke lreffen folgende Zahlen der nicht approbirten „Heilkünstler“:
Niederbahern 486, Schwaben 325, Oberpfatg 283, Oberbayern 214,

Anterfranken 197, Mittelftanken 183, Oberftanken 128, Pfalz 53

Berlin. Bejzüglich der Zusammenkunft von Alexandrowo
hreibt die Prob.⸗ Cottespondenz: die Zusammenlkunft hat erneut
Zeugn ßz gegeben don den innigen Beziehungen, welche zwischen den
eiden Monarchen bestehen.

—AXD

Alexandrowo nach Königsberg in Elbing die auf dem Bahrhof auf⸗
gestellten Korporalionen hulddoll begrüßte, an die Geistlichen beider
donfessionen nach der „Elb. Ztig.“ auch die Worte: ‚Ja meine
ꝛerren, auf Religion und Schule beruht die ganze Zukunft unserer
dation.“ Weiter vorschreitend, äußerte Se. Majestät, beim kauf⸗
nännischen Verein angelangt, zum Vorsitzenden des Vere'ns, Herrn
Zallbach, und zu den in dessen Reihe stehenden Herren ungefähr
rolgendes: „Handel und Wandel liegen sehr darnieder. Hoffen
Zie mit mir, meine Herren, daß die neuere Gesetzgebung den Auf⸗
hwung bringe. Aber, meine Herren, in vierzehn Tagen kann die
Zesserung nicht eintreten; dte Gesetze müssen sich erst bewähren.“
AUuf die Entgegnung des Herrn Sollbach, daß die Elbinger Zauf⸗
nannschaft trotz der durchlebten schweren Zeit dennoch mit Vertrauen
n die Zukunft schaue, sagte Se. Maj stät: „Möge dieses Vertrauen
m ganzen Vaterlande festen Fuß fassen.“

Dem preaß. Landtage wird, von Minister fur die öffent⸗
ichen Arbeiten eine umfassende Druchschrift über das Kanalwesen
n Preußen vorgelegt werden. Minister Maybach vertritt mit großer
Entshiedenheit den Standpunkt, daß mit der Arrondirung des preu⸗
zischen Staatsbahnnetzes Hand in Hand eine Entwickelung unseres
arg vernachlässizlen Kanalwesens gehen müsse. Fürs Erste will
derr Maybach dem Landtage in der Denkschrist einen neuen Plan
vorlegen, dessen Ausführung bei günstigerer Gestaltuug der Finanz⸗
age für die nächhsten Jahre vorbehalten bliebe. Außerdem wird
»em Landtage eine Deatschrift über die Studien zugehen, welche der
Beh. Rath Max Maria v. Weber in England und Schweden über
»as Kanalwesen gemacht hat.

Preußische Blätter bringen übereinstimmend folgende offiziöse

Dittheilung über den Ankauf von Privateiseabahnen
Rurch den Staat: Vor dem Antritt seines Urlaubes hat
Finanzminister Bitter sein Votum über die wichtige Frage wegen
»es Aukaufes von Privat⸗-Eisenbahnen abgegeben. Das Votum
jeht dahin, daß die Vorlagen über Bahnankäufe sich zunächst unbe⸗
ingt auf die vier Bahnlinien beschränken, mit denen die bezüg⸗
ichen Verhandlungen schon seit längerer Zeit in die Wege geleitet
vorden sind: nämlich die Berlin⸗Stetliner, Magdeburg Halbersiädter,
döln⸗Minde ner und Berlin ⸗˖Potsdam ⸗Magdeburger Bahn. Da die
zerhandlungen mit diesen 4 Gesellschaften noch nicht vollständig
um Abschluß gekommen sind, so liegt die Wahrscheinlichteit vor,
aß die bezüglichen Vorlagen nicht sämmtlich rechtzeitig für den
andtag vorbereitet werden können, und es ist Grund zu der An⸗
nzahme vorhanden, daß die für Eisenbahnankäufe zu fordernde
zumme gegen 700 Mill. Mark betragen wird, während das An⸗
age-Kapital für die genannten vier Bahnen ziemlich 1200 Mill.
Nark repräsentirt. Im Finanzministetium ist man bei Abgabe des
hutachtens von dem Grundsatze ausgegangen, daß, bevor man die
kinwilligunz zum Ankaufe weiterer Bahnlinien ertheilt, erst abge-
vartet werden müsse, welchen Einfluß die Ausgabe einer so be⸗
raͤchtlichen Summe von Konsols auf die preußischen Siaatspap'ere
jberhaupt ausüben werde. Zur Feststellung eines solchen Resul⸗
ates bedarf ez, wie bekannt, geraumer Zeit, und dadurch würde
zie weitere Verstaatlichung der Eisenbahnen, welhe im Arbeits⸗
ninisteriun bereits staik in's Auge gefaßt ist, ziemlich weit hinaus⸗
ꝛeschohen werden. Im Arbeitsministerium hegt man jedoch die
eberzeugunz, daß, abgesehen von einer allgemeinen Besserung des
gerkehrs, schon die einheitliche Regelung der Eisenbahngütertarife
zie Einnahmen aus den Staatsbahnen merkbar erhöhen werde.
Damit würde natürlich ein günstiger Einflaß auf die neuen und
ilten Staatepapiere nicht ausbleiben und der Anlkauf weiterer
gahnen kaum noch auf große Schwierigleiten Seitens des Finanz
ninisteriums stoßen.

Von Seiten der Eisenbahn⸗Fachmänner wird jetzt der vielleicht
was zu weit gehenden Anpreifung eines ausgebildeieren Kanal⸗
yst ems, das den Eisenhahnen eine erdrückende Konkurrenz bieten
allte, entgegenzutteten. Auf einen Satz der Kanalfreunde: Legi⸗
ime billige Tarife gewähren nur dir Kanäle,“ antwortet man von
Zeiten der Esenbahnen mit dem Hinweis auf eine im vorigen Jahre
rijchienene Schrijt des Bergassessots Jordan: „Der Saarkanal und
        <pb n="502" />
        —EDD solgende wichtige Sätze her⸗
leiten und beweisen lassen sollen: 1) daß Kanäte bei geringen Trans⸗
bort⸗ Entfernungen — unter 80 bis 100 Kilometer —- mit den
Eisenbahnen nicht konkurriren können; 2) daß auch bei weiteren
Entfernungen die Transporte nur dann den konkurrirenden Eisen⸗
bahnen entzogen werden können, wenn sie in nächster Nähe des
Kanaigebiets zur Verwendung kommen, also niht etwa am End⸗
punkte der Wesserstraße einer Umladung in Eisenbahnfahrzeuge zum
Weilerversandt zu untkerziehen sind; 3) daß die Wasserfrachten im
höchsten Maße schwanlen und oft piotzlich sogar um mehrere hundert
jrozent aufe und abwärts gehen können, und 4) daß den Vor—⸗
heilen des Wasserwegs — wenn die Frachten niedriger find, als
zie Etsenbahnfrachten — doch aud setzr erhebliche Nachtheile ent⸗
gegensteben.
5chwurgericht der Yfalz.
III. Quartal 1879.

Zwelbruücken, 10. Sept. Verhandlung gegen Katharina GUn⸗
her, 20 Jahre alt, ledige Dienstmagd vom Nadterhof bei Neuleiningen,
zuletzt in Grunstadt, wegen indesmords. Vertreter der k. Staatsbehörde:
Staatsanwali Scherret; Vertheidiger: Anwalt Kieffer.

Die Angeklagte genoß bisher den besten Ruf und galt allgemein als ein
—2— undꝰ ordentliches Maädchen. Vorige Weihnachten trat fie bei dem
ederhändler Karl Nahm II. in Grünstadt in Dienst und damals schon
prach man davon, fie sei in andern Umsta den. Diesdezugliche Andeutungen
ind Anfragen wies fie jedoch immer entschieden zurück. Am 15. Juni, fruh
7uUnyr, gebar sie in einer Speicherkammer ihrer Dienstherrschaft. Anfangs
Augneie sie entschieden, geboren zu haben, zeigte aber doͤch endlich ein todtes
Zind männlichen Geschlechts vor, indem fie angab, dafselbe sei bei der Ge⸗
rurt auf einen Balken in jener Speicherkammer gefallen und sofort gestorben.
Die gerichtliche Obduktion und Seltion der Kindesleiche ergaben sehr viele
Verleßungen uud Hautabschürfungen an derselben, insbesondere aber einen
ruch der Kinnlade, zwei Schädelsprünge auf, der rechten und linken Kopf⸗
seite und entsprechende Blutergüsse im Gehirn, Bruch von 6 Rippen u. s. w.
Aus der Beschaffenheit und insbesondere aus der Menge dieser Verletzungen
jieht die Antiage den Schluß, daß die Angaben der Angeklagten bezuglich
e Todes des Kindes unrichtig seien, daß vielmehr wenigstens die meisten
Rerletzungen vorsätzlich von der Angeklagten beigebracht worden seien. Die
Aerzte — es war 'auch der hiefige k. Bezirksarzt als Sachverstaändiger geladen
jprachen sich auf das Bestimmteste dahin aus, daß uͤnmöglich sammtliche
Berietzungen durch den bei der Geburt alierdings möglichen Sturz verursacht
worden sein tönnten. Die k. Staatsbehörde sprach entschieden für Schuldig⸗
jprechung und zwar ohne Annahme mildernder Umstände. Die Vertheidigung
suͤchte darzuthun, daß die Aufftellung der Angeklagten doch mö licher Weise
lichtig sein koönnie; Aerzte hätten fich schon oft geirrt und bei einem solchen
Slturze könnten Zufälligkeiten eintreten, an die jetzt kein Mensch denle. Seiner
Ansicht nach könnten alle Verletzungen recht gut einzig und allein durch den
Sturz verursacht worden sein. Wenn aber nur die geringste Moöglichkeit dafür
bestunde, dann dürfte kein Schuldig gesprochen werden. Sicherlich aber müsse
man mildernde Umstände annehmen: die Jugend und Unerfahrenheit der
Angeklagten, ihr ausgezeichneter Ruf, ihre Verlassenheit bei der Geburt, die
sie uͤberrascht habe, das seien doch waͤhrlich Umstände, die geeignet wären, die
That in eineni milderen Lichte erscheinen zu lassen. Die Geschworenen be⸗
Ihlen beide Fragen, nahmen also imildernde Umstünde an. Urtheil 8 Jahre
s Monate Befängniß. Die Angekllagte hörte das Urtheil und die ein⸗
dringliche Ermahnung des Herrn Praͤsidenten unter Thränen an. versicherte
aber immer noch ihre Unschuld.

Zweibrücken, II1. Sept. Verhandlung gegen 1. Heinrich Hinkel,
18 Jahre alt, Schuster, 2. Ludwig Gaubaͤtz, 18 Jahre alt, Schuhzuschneider,
3. Friedrich Staller 17 Jahre alt, Schuster, 4. Christian Daueuhauer, 20
Jahre alt, Schuster, 5. Joseph Frenzel, 23 Jahre alit, Schuster und 6. Lud⸗
wig Schneider, 37 Jahre alt, ESchuster, jammtlich ledig und zu Picmasens
wohnhaft, wegen in Gemeinschaft verübter Rothzucht. Vertreter der k.
Staatsbehörde: Staatsanwalt Petri; Vertheidiger: ad 1: Rechitskandidat
Hexamer; ad 2: Rechtskandidat Rübell; ail 83: Rechtskandidat Engelborn:
4, 5 und 6: Anwalt Rosenberger.

Ein Altt wohl noch nie dagewesener Rohheit und brutaler Gewalt soll
nach der Anklage in der Nacht vom 27. auf 28. Juli abhin, etwa eine viertel
Shunde von Pirmosens von den obengenannten 6 Angeklagten in Gesellschaft
eines gewissen nach der That flüchtig gegangenen Schusters Kaspar Gerst von
Pirmasens an einem 18 Jahre alten, unbescholtenen Mädchen. das in Pir⸗
masens in Tienst steht und in jener Racht gegen 12 Uhr von einer Tanz⸗
musik vom nahegelegenen Ruhebankerhof zurüdkehren wollte, verübt worden
sein. Selten hat sich unser Schwurgericht mit Verbrechen dieser Gattung zu
beschästigen, dafür ist aber das heute vorliegende in unserer Strafrechtspflege
vegen aller begieitenden Umstände wohl alleinftehend. Die Natur des Falles
vderbietel es, naͤher auf den Thatbestand desselben einzugehen. Die Verband⸗
lung findet bei deschloñ⸗nen Thüren statt.
Permischtes.

g. Der Schlußternin der Annahme von Inseralen für den in
einer ersten Auflage von 5000 Ex⸗mplaren ‚erscheinenden Katalog
der pfälz. landwirthschaftlichen Ausstellung
zu Kaiserslautern ist auf den 24. September nächsthin jestgesetzt.
Dee Wteise der einzelnen Inseate berechnen sich für:

1240 Stite auf 20 M.
.11
— — 6 —

Eine andere Seiteneintheilung für Inserate kennt det Kalalog
nicht. Wird die Beigabe don Cliches vetlangt, so sind solche bei
Finsendungen der Inserate beizulegen. In letzterem Falle dürfte
es sich für die Inserirenden sehr eimpjehlen, nicht zu spärlichen Kaum
für das Jaserat zu verlangen, da dei etwas größerem Raum durch
geschicktes Arrangement, allenialls fonstige geschmockvolle Ausstattung
und die dadurch bedingte gunstige Psasentation der Annonce der
mas arößßere Kostenbetrag mebe? als aufgewozen wird

Oggersheim, 9. Septbr. Der Bruder des hiefigen
dlosters, weicher, wie wir bereits gestern meldeten, das Unglüd
aut⸗, in den Keller zu ftürzen, ist schon nach wenigen Stunden
cinen hiebei erlinenen Verlezungen erlegen. (F. 8.)

P'Frankenthal, 9. Septbr. Heute Vormittag gegen
1 Uhr wurde der frühere Bahnwart und jetzige Arbeiter der
zühnle'jchen Maschinenfabrik, Joh. Ober von Veindersheim, von
inem feeren Eisenbdahnwagen überfahren und war sofort eine Leiche.
zwei leere Eiseabahnwagen waren von der Locomotive in den
Schienenstrang, welcher die Fabrik mit dem Bahngeleise vecbindet,
Jesloßen worden. Um nun die Wagen in ihrem Lauf plötzlich ein⸗
uhallen, schob der Verunglückte eine eiserne Röhre zwischen die
Spangen eines Vord rrades und einen festangemachten Theil des
Wagens. Durch die Gewalt des Anpralles wurde — so nimmt
nan' aun — der Unglücliche von der Roͤhre am Kopfe, wo die
Zeiche eine Verl⸗tzung zeigte, getroffen und fiel betäubt rücklings
imer das Hintertad des Wagens, das ihm über die Brust ging
ind seinen fofortigen Tod deranlaßzte. Der Verunglüchte war ver⸗
reirathet und Viter von vier Kindern. (Frlih. 3.)

f Weißenburg, 5. Sept. Dem dahier und in Bitsch
garnisonirenden 60. Infanterieregiment sind sehr betklagenswerthe
Jaglückzfälle zugestoßen. Am 21. v. M. deilor es auf dem Marsch
von Bitsch nach Lembach 2 Soldaten durch Hitzschlag und bei dem
jesiern in der Nähe von Hagenau stattgehabten Beigademanðver
tarb ein Unterofiz'er am Herzschlag.

Straßbuürg, 10. Sept. Gestern Morgen fand ein
daufnannsledtling auf der Straße einen Werthbtief von 7800 M.,
zen ein Ausläufer der Boden⸗ und Communalcreditbank verloren
atte. Der ehrliche junge Manu überlieferte den Fund sofort der
holigei, welcher der Eigenthümer bereits belannt war. Nur m't
Mühe konnte man den Finder bewegen, eine Belohnung von 200
MN. anzunehmen.

f'Mannheim, O9. Sept. Gestern tagte dahier im Gast⸗
ofe zum „Pfälzer Hof“ eine große Zihl E sen Industrieller rhein⸗
fälzer, rheinhessischer, rhein preuß schet, westphälischer, hessen; nafsau⸗
scher, dahrischer und elsässijcher Bezirke. Die bedeutendsten Pro⸗
ugenten der genannten Branche waren vertreten. Gegenstand der
Zerathungen war die Luge des Geschäfts und die Preise der
xisenprodukle. Die Versammlung beschloß eine Preiserhöhung von
2 M. pro 100 Kilo für E sengußwaaren eintreten zu lassen.

p' Die großte Cigarrenfabrit im Amisbezirk Wiesloch
Großh. Baden) wurde jüngst von ihrem Besitzer geschlossen, weil
r sich einer Erhöhung der Steuereinschatzung nicht unterziehen
vollte. Hierdurch verlieren eiwa 150 Arbeter ihren bisherigen
Verdienst, was sie und ihre Angehörigen dermaßen in Auftegung
grachte, daß sie sammiliche Fensterscheiben der Fabrik einwarfen.

De. Friedrich Kapp hat sich zum Besuch nach den Ver⸗
inigten S aalen zurückbegebhen. Ein her,licher Empfang duürft
hm daselbst gesichert sein, denn unvergessen bieibt sein segensreiches
Wirken füt den Rechtsschuz unserer in Ametika einwandernden
Laudsleute.

f Aus Mittelfranken. Ein in Hainefarth bei Det
singen geborener Israelite Namens Ries hatte seinem Geburtsort
in Legat von 40,000 Mk. vermacht, welche Summe dicser Tage
n zwei Wechseln aus Amerika eintra. Dem Testament des Ver⸗
dordenen geinäß follen 30,000 Vit. der politiichen Gemeinde
Hainssatth zu Armenunterstützungen und zur Erbauung eines Ar⸗
nenh nuses zusallen; die übrigen 10,000 Mt. gehören der ijtaelitischen
Tultu? gemeinde zu Cultuk zweden. (Fikth. 3.)

f'Landshut, 8. Sepibr. Gestern Abend gerieth der erfl
eit 3 Wochen verheirathete Müller Jos. Vauer von Schönbrunn
»i'm BViet mit einem schweren Reiter (Kürassier) in Streit; mar
ʒeswimpfte und mißhandelte sich gegenseitig, wie das so üblich, und
auf der Straße, auf dem Heimweg, erstach dann der Reiter seinen
Begner. (K. f. N.)

4 Bayreuih. Deie Behötde der Stadt Bayteuth ver
iffennucht eine Tadelie, welche einen Zeitraum von 12 Jahren
umfaßt und die Korn⸗e, Brode, Bieh⸗ und Fleischpreise vor und
zad Aushebung der Biod⸗ und Fleijchtoxe zusammenstelll. Dit
Tadelle zeigt, daß die Aufhebung der Polizeitaxe das Btod und
ats Fleische um 80 bis 50 Prozent vertheuert hat. Hoffentlig
vird die stets zunehmende Versendung des norddeutschen Rogger
oden und der ameritanischen Fleischeonserven dem Monovol. dat
Jeißt der Wlkür, ein Ende machen.

f In München hat der vor einigen Tagen in den Ruhe⸗
darddersetzte Bezitksgerichtsrath Hutter jeinem Leben durch einen
Schuß ein Ende gemacht.

— ——
lich schwerer Ungillksfal zu, welchet die gan e Stadt mit inniget
Theilnahme erfuüͤllt. Es fuhr nümlich gestern Nachm'ttag der
7jahrige Sohn des hiesigen Kaufmanns B. mit seiner 14jahrigen
Schwesser und einer Tochter des Appellationsraths Kr. von gleichem
Ainte inem Kabne auf det Allet umder. Der Khan schlug um
ind alle drei Insassen erttanken. So sanken in einem Auaenblid
        <pb n="503" />
        drei blühende hoffnungsvolle Leben in's Grab! Die Ellern deß ver⸗
unglückten Geschwisterpaares befinden sich auf Neisen.

F Aalen, 83.Sept. Ein tragischer Foll ereignele sich gestern
wischen Schwabsberg und Goldshöfe. Ein flüchtiger, in Bremen
jestgenommener Soldat aus Ulm sollie durch einen Unteroffizier per
Bahn nach Ulm verbracht werden. Es gelang ihm zwischen Schwabs⸗
derg und Goldshöfe aus dem Fenfter des Personenwagens, in wel⸗
dem er transportirt wurde, während der Zug im Laufe war, zu ent⸗
springen, ohne Schaden zu nehmen. Die Gefohr des Entrinnens
lag nahe, der Sergeant gab deßhalb schnell entschlossen, unter Be⸗
obachtung der nöthigen Formlichleiten, vom Wagen aus einen Schuß
auf ihn ab und slürzte sich, in der Meinung, gesehlt zu haben,
ohne weiteres Bedenken ebenfalls aus dem Zug. Wunderbarer
Weise blied auch er bei dem gefähtlichen Sprung unverletzt, so dab
er sofort einen zweiten Schuß auf den Flüchtliag abgeben
lonnte, der ihm den Oberschenkel durchschlug. Der erste Schuß
hatte in die Ferse getroffen. Der Unglückliche wurde auf die Station
Boldshöfe geschafft und mit der Bahn hierher verbracht, er starb
auf dem hiesigen Bahohofe an den Jolgen seiner Verletzungen un⸗
mittelbar nach der Ankunft.

Paris, 9. Sept. Meldungen aus Bougie in Algerien
zufolge ist daselbst ein leichter Eidstoß verspürt worden. Die Be⸗
vegung dauerte unzefähr vier Minuten und endete mit einem abe
geseuerten Kanonenschusse ähnlichen Knalle.

FParis, 4. Sepibr. Einer der berühmten Kuiras⸗
fiere don Reichhofen“, der nungehrige Maschinendauer
Sagnier, erschien gestern vor dem Paoriser Zuchtpolizeigerichte unter
der Anklage mihrerer einfacher Diebstähle, wird sich aber bald we⸗
gen viel schweterer Verbrechen zu verantworten haben. Sagnier
hat erwiesener Maßen die berühmte Kavallerie ⸗Charge in der
Schlacht von Wörth mitgemacht und einen Bajonettstich empfangen,
in Folge dessen man ihn für todt auf dem Schlachtfelde aufhob.
Er ward aber bald wieder hergestellt, nahm dann an der Ver⸗
heidigung von Straßburg Theil, wurde hier wiederum durch einen
Bombensplitter derwundet und verbrachte nach der Uebergabe der
Stadt die Zeit seiner Gefangenschaft in Bresluu. Nach der Rück
lehr in seine Heimath trrat ein bedauerlicher Umschlag in seinem
Wesen ein: er konnie es nicht verwinden, daß man jseine Dienste
nicht mit dem Kreuz der Ehrenlegion belohnt hatte, ergab sich dem
Trunk und kam sogar als Opfer des Absynths in die Irrenanstalt
vpon Sainte-Anne zu Paris, lonnte dieselde aber bald wieder als
zeheilt verlassen, und die Aerzte haben ihn auch in dem vocliegen⸗
den Prozeß für vollkommen zurechnungsfähig erklärt. Tieser und
liefer gesunken, verübte Sagnier zuerst einige kleine Diebstähle,
vegen deren er gestern zu drei Monaten Gefängniß derurtheilt wor⸗
den ist; dann aber lauerte er am 12. August auf dem Ftiedhof
don Saint-Quen einer Dame auf, Übeifiel dieselbe, während sie
einsam am Grabe ihrer Schwester betete, betaubte sie mit einem
Hammerschlage auf den Kopf und taubte ihr eine Uhr nnd Keite

sowie ein goldenes Kreuz, welches fie an Halse truce. Da um
dieselbe Zeit auf dem nämlichen Friedhof einige ganz ähnliche
Raubansaͤlle verübt wurden, ist Sagnier auch dieser dringend ver⸗
dächtig. Wegen der That vom 12. August wird er demnüchst vor
die Geschworenen gestellt werden.

4Das gelobie Land der Haukwirthe scheint gegenwärlig Paris
zu sein. Von dem Verhältniß zwischen Wirth und Miether, welches
doti ex stirt, wird man sich eine Vorstellung machen lönnen, wenn
man auf dem Treppenflur eines Hauses der Rue Rodier einen aus⸗
hängenden Ulas liest, von dem uns einer unserer Pariser Korie⸗
pondenfen nach dem Original folgende Adschrift giebt: „Vom 23.
d. M. ab witd die Hausthür pünktlich um 9 Uhr Abends geschlos⸗
sen. Die Herren Miether sind somit gehalten, vor der oben be⸗
zeichneten Stunde nach Hause zu kommen, resp. ihre Freunde vor⸗
her hinaugzulassen. Die Klipgil zum Portier wird abgeschafft,
tbenso die 12 Gashähne auf Flur und Treppe. (Rotadene: Haus
schlüssel giebt es in Paris nicht). Die Miether sind verpflichtet,
zer Reihe nach die Treppe und die Pottierloge scheuern zu lassen.“

Lyon, 10. Sept. Gestern früh um J Uhr wurde hier
ein Etdbeben verspürl. Der Stoß ging von Süden nach Norden
und dauerie zwei Sekuuden.

r Das Gesammterträgniß der Ernte in Eugland wird
auf 50 Millionen Pfund (1 Milliarde Varkh) weniger als in einem
gzuten Durqschnittsjahre geschätt.

F Der Pariser „Globe“ erhaͤlt aus Konstantinopel
zine übertaschende Nachricht. Es handelt sich um nichts Ger ngeres
als um den Verkauf der Insel Rhodus au Deutschland. Der Fi⸗
nanzminister Zuhdi Effendi habe diesen Kauf zuerst der englischen
Regierung angeboten, und erst als diese ablehnte, soll Deutschland
au die Reihe gekommen sein. Verzweifelte Geldnoth habe den Sul⸗
an getrieben, seine Einwilligung zu dieser Gebietsveräußerung zu
ertheilen. Wir müssen natuͤrlich dem Pariser Blatte die Verant⸗
wortlichkeit fur diese senfationelle Mitiheilung überlassen.

r Mifsungen der Meerestiese. Das „Philadelphia Ledger“
inihält eiren Bericht üder die Forschungbreise des „Tutcarora“

inter dem Befehle des Capiläng Belknap. Bei Vermessungen im
hett des Stillen Oceans, über 1000 Meilen von Cap Flattery
enifernt, wurde ein 2400 Fuß hoher unterseeischer Berg entdeck.
die gioßte Tiefe, die ermittelt wurde, betrug 13,240 Fuß. Der
Brund des Stillen Ocean's ist ein blauer, schwarzer und brauner
dehm, mit Schlamm und hier und da mit Sand und Kies vermischt.

7 Galant. Eine junge Dame wurde in einer engen Possage
von einem Herrn auf ihren wunderbaren kleinen Fuß getreien.
„Pardon, me'ne Gnädige“, entschuldigte sich der Herr, ‚aber es
st so schwer, Ihren Fuß zu bemerken.“ Die Dame lkächelte und
- vergab.

cLandwirthschaftliches.

Getreidebericht. Die Ernteergebnisse sind nun zwar
um größten Theil bekannt; einerseits jedoch fehlt der Speculation
noch die nothige Klarheit darüber, weiche Wendung das Geschäft
berhaupt nehmen wird, und andererseits hat man so ziemlich die
hewißheit, daß Amerila mit seiner reichen Ernte fast den ganzen
lusfall Europas zu decken vermag. Es hat auch in Amerila die
lusfuhr schon eine große Ausdehnung angenommen, und haupt⸗
ichlich aus diesem Grunde blieb in England der Verlehr beschranlt,
rotzdem dort eine weit bedeulendere Einfuhr nöthig ist, als im
zorjahr. Ebenso haben in Frankteich die Käufer eine zurüchal⸗
ende Stellung eingenommen und die Courfe konnten sich in voriger
Woche nicht mehr vollständig behaupten. Belgien dagegen hatte
iewlich lebhaftes Geschäft, wal durch die dortige vollftändige Miß⸗
rnte in Karioff˖ la hervorgerufen wurde. In Oesterreich⸗Ungarn
ucht man die, gegenüber anderen Ländern außersrdentlich feste
Stimmung zu erhalten, was jedoch für längere Zeit nicht mehr
nöglich sein wird, weil die jetzigen Preise dort eher ein⸗ als aus⸗
uführen gestatten. (8. M.)

Gemeinnütziges.

Fellgift, Wurstgift, Kasegift. Diese drei sebr
ihnlichen, oft sehr schnell tödsenden und wahrscheinlich in einer durch
ine Art Gährung erzeugten Säure bestehenden Gifte entwickeln
ich besonders in nicht genug gesalzenen, zu feucht bereiteten Käsen,
zwie in schlecht oder zu spät geräucherten und nicht hinlänglich ge⸗
alzenen, oder auch aufeinanderliegenden, in verschlossenen, feuchten
disten eingepackten Wärsten, Schinken, Pasteten und ähnlichen
Fleischzubereinungen, lassen sich aber steis dadurch leicht erkennen,
aß, wenn man ein Stück davon stark auf blauem Lackmuspapier
erumreibt, dieses davon eine rothe Farbe belommt. Auch wenn
Zchinken oder Fleisch mit Holzessig anstatt des Raͤucherns behandelt
verden, dildet sich dieses Gift sehr leicht. Zugleich eutsteht dieses
Hift oft so schnell, daß Dinge, die heute noch eßbar waren, morgen
hon tödniich werden können. Die Kennzeichen einer solchen Ver⸗
sistung sind: bald nach dem Genusse eintretendes Sodbrennen mit
lebelleit, Gefüihl von Trockenheit im Halse, die später bis in den
Nund, Nase, Augen und Ohren geht, und endlich sogar die Finger⸗
prtzen trocken und spröde macht, wobei die Stimme gewöhnlich bald
eiser, der Puls langsam und schwach, Hunger und Durst sehr groß
verden, der Kranke aber kaum etwas schlucden kann. Meist ist auch
zroße Schwäche dabel, nebst Erweiterung der Pupillen, Trübsschtig⸗
eit, Lähmung der Augenlider, Bauchanspannung, Leibschmerzen und
3tuhlverstopfung. Erfolgt der Tod niqtt bald, so bleibt doch eine
angwierige äußerst schwer heilbare Krankheit zurück. Die einzigen
Hittel, die hier helfen lönnen, sind Säuren und Terpentinöl. Zu
clererst aber trinse man so viel lauwarmes Wasser, als man nur
ann, um zum Brechen zu reizen, bis alles wieder aus dem Magen
seraus ist. Ist der Magen entleert, so nehme man dann von Zeit
u Zeit einen Schluck mit Wasser verdünnten Essigs oder Citronen⸗
afles, gurgle den Hals damit aus und wasche sich damit, oder
jehme von Zeit zu Zeit einen Tropfen Terpentixöl auf Zucker.
luch starler schwarzer Kaffee sind gute Gigenmittel. Vor Allem
ꝛber hüte man sich vor dem Genusse dieses Giftes dadurch, daß
nan nie fauliges, schmieriges, halbsäuerliches, scharfes oder ranziges
Fleisch, Blut oder Feit genießt, so wenig, als schon seit ein paar
Tagen bereiteten sauren Schweins⸗ oder Kalbskopf, Prehlopf ⁊c.

Marktberichte.

Zweibrücken, 11 Septbr. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt)
Beizen 10 M. O9 Pf., Korn 7 M. 68 Pf., Gerste zweireihige 7 M. 0o1 ppf.
jerteihige 6 M. b7 Pf. Spelz 6 M. 11 Pf., Spelzlern — M. — ÿs.
dinlkel — M. — Pf., Mischfrucht M. — Pf., Hafer 6 M. 20 pf,
rbsen — M. — Pf., Widen 0O M. — Pf., Kartoffeln 2 M. 80 5f.
den 8 M. 20 Pf., Stroh 2 M. 20 Pf., Weißbrod I!/3 Kilogr. 52 Pf,
ornbrod 8 Kilogr. 78 Pf., 2 Kilogr. 40 Pf., TKilogt. 25 Pf., Gemifchi⸗
rod 8 Kilogr. 89 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
30 Pf. II. Qual. 50 Pf. Kalbfleisch 80 Pf. Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleisch
6 Vi. Butter /2 Nilogr. O M. 95 Pf., Wein 1 Liter 80 Pf. Bier J Liter 24 Pf.
Für die Redaction veraniworilich: JF. XDeme“
        <pb n="504" />
        Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.
Donnerstag, den 18.
September nächsihin, Nachmittag
2 Uhr zu St. Ingabert bei
Michael Paul
wird auf Betreiben von Peter
Custer, Rentner in St. Ins
bert gegen Heinrich Metz, Berg⸗
mann allda, wegen Nichtbezahlung
des Erwerbspreises, im Wege der
bertragsmäßigen Wiederversteiger⸗
ung, folgende Liegenschaft im
Banne von St. Ingbert öffentlich
u Eigenthum versteigert:
Pl.Nr. 26238 und Pl.Nr.
262/30, 114 2 qm Zläche,
worauf ein Wohnhaus mit
Stall, Hofraum und Zubehör,
im Muͤhleneck neben Georg
Steinfeld und Peter Schwarz.
St. Inabert, 2. Sept. 1879.
K. Auffschneider,
Amtsverweser.

Todes⸗Anzeige.
Heute Morgen 4 Uhr enischlief sanft nach mehr⸗
monatiichem Leiden unser innigstgeliebter Vater, Großvater,
Urgroßvater, Schwiegervater, Onkel und Schwager, Herr

Peter Adt,
Fabrikant,
Ritter des kgl. bayerischen Michaelsordens,
im Alter von 80 Jahren und 10 Monaten.
Um stille Theilnahme bitten
Die tieftrauernd Hinterbliebenen.
Ensbeim den 12. September 1879

I

rieichenhaller Kirchenbau Lotterie.
200000 Loose. — Geldgewinnste 185,000 Mark.
Ziehung am 15. Oktober 1878.
Treffer 6ö, O00 Vi., 25,000 M., 10,000 M. u. s. w
Lovse A 2 Mark zu beziehen durch die
General⸗⸗Agentur
Oari Lang, Banktgesschaftin Mluochen.
Hier zu bobnm bei Herrn Franz Woll.

Warnung.

Es wird Jedermann gewarni
meinen drei Söhnen Heinrich,
Johann und Jakob, die
ohne mein Wissen und Willen
von ihrem elterlichen Hause fott⸗
gegangen sind, weder etwas zu
borgen oder zu leihen, indem ich
keine Jahlung oder Garantie für
dieselben leiste.

J. X. Koch.

IRXthOoC2 ——

angenscheidt.
— — — ——
ltalienisch. doterrichtedrieto Svanisch.
fum das Selbst-Studium

bearbeitot on
Prof. Iwan Wagijemonoß; Prof. Giamb. Buonaventuraq,
pprof Gil Zunarates, OPr. Theophil Helmnorst und
Dr. Albert Schmidt.
Die ruSSisαν Unterrichts-Briefe sind complet in 2 Raursen
Iis Briefe. Preis des ersten Briefes: 50 Pf.; aller folgenden:
MX. vie aααν (8. verbesrerte Auflage) und dis
Ipanisciien Unterrichts-Brieso sind complet in 2 Kursen à
vGöFee preis eines Briefes: 60 Pfennige. - Compnletæ
Eremndare der italienischen Vnterrichts⸗Briefe (soweit noch
der geringe Vorrath reicht) sammt 2 Enveloppen: 24 Mk.
imis Verlag des hansfreundes.

ARusziseh.

enene empfiehlt sich
einem verehrlichen Publikum
im Färben u. Druk⸗
ken aller Stoffe und

Kleidungsstücke
aunter der Zusicherung rascher und

guter Bedienung. 3
Gefl. Aufträge beliebe man
bei Herrn G. ECh. Kayser
in St. Ingbert zu machen,
wo auch meine Musterkarte
sur gefl. Ansicht ausliegt.
Sulzbach, im Septemb. 1879.

Achtungsvoll
K. Iselt.

—
5*

— — — ——— 2— 27
—7 —8

2000
—22
5
—
35
—8
—
5528
553 5
— J
5327
28553
3353
—
8
222
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*

—V
5325
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3738
* 783
—*2384
323
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A
3353
35333
3
A
8775
522
A
35
4**
D20O00.

J
Drucekarbeiten

dar

Loose à I Mark
zu der vom 4. -12. Oktober
i879 in Kaiserslautern
stattfindenden Pfälzischen
landwirthschaftlichen
Ausstellung sind hier zu
haben bei Joh. Weirich,
Friseur.

Hucli-
Steindruckerei
ron
F. xX. DPEMETZz
7. 4

— Hals-· &amp;
rustleiden

zind die tolwerekschen
Jonig- Bor bons, Mal⸗Bonhons,
uwees, a —“ᷣaqust
20 Pfg., sowie Stollwereksche
Brust· Bonbons Faquer
sg.. die empfehlenswertheston
Janawmittel.

Fiir DBæmen!

kei Kramer &amp; Co. in Leipzig erscheini
Die

Arhæi tæStu hæ.
Jeitschrift in Monatsheften für leichte ele⸗
ante weibliche Arbeiten, enthaltend neue
tiexkwnster in brillantem Bunt-
arbendruek ausgeführt, sowie Hä—
el⸗ und Filetmuster, Vorlagen für Weiß
ickerei, Weißnähterei, Waffel- und Strid⸗

irbeit, Perlhaäkelei x.

Die einfache Ausgabe kostet pro Mo⸗
lat nur 16 vJ Reichswährung — 10 Xr.
zjterr. Die Doppelausgabe erscheint in
»oppelt so großem Format als die ein⸗
jache und kostet das Doppelte.

Man abonnirt zu seder Zelt auf
e drei Hefte einer beliebigen Ausgabe
allen Buchhandlungen und Posan⸗

alten

Auszug
zus den Registern des Standesamis
St. Ingbert
pro Monat August 1879.
A. Geburten:

J. August. Ida, T. d. Karl
Hßimber. 2. Anna, T. v. Joh.
S„chwarz. Johann, S. v. Peter
Wogner. 3. Helena, T. b. Joh.
Z„chmitt. Philipp, S. v. Heinr.
Zimmer. 4. Paul, S. v. Ni—
colaus Ochs. Heintich, S. v.
Joh. Friedr. Greß. 6. Johann.
5. v. Nicolaus Gries. Jacob,
S. v. Geotg Allar. Johann,
S. d. Jos. Meland. NKatha⸗

wijblirtes Zimmer

ür einen ledigen Hetrn ist zu
bermiethen.

Wo, saat die Exved. d. Rit
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
— Siern für unsere Wo sa Abonnenten „Allustrirtes Sonntaasblatt“

—X

rina, T. v. Joh. Paul. 8
Theresia, T. v. Johaan Schu—⸗
macher. 9. Anna Maria, T.
v. Peter Leonhard. 10. Nico⸗
aus! S. v. Joh. Jos. Theobald.
Jakob Peter, S. v. Michael Hien.
Thristian, S. v. Christian Koch.
Peter: Svp. Joh. Jung. 11.
nna Maria, T.v, Karl Deckarm.
Seinrich, S. v. Joh. Buchheit.
Joseph, S. v. Andreas Ganster.
12 Barbara,“ T. v. Nicolaus
Bausch. 14. Elisabetha, T. v.
Joh. Kneib. Augusta, T. v.
Faz Foos. Maria, T.“ v.
oeter Kolter. 15. Maria, T.
„. Joh. Best. 17. Heinrihh S.
v. Heinr. Kuntz. Susannd Eli⸗
sabeiha, T. v. Carl Jac. Biees.
arl, S. v. Joh. Buttermann.
18. Maria, T. v. Joh. Jos.
Jungfleisch. Emil Friedtich, S.
v. Peter Jäcer.“ Georg,“S. v.
Jos. Detemple. 20. Maria, T.
v. Jac. Klein. Henriette? Kar
rolina, T. v. Maiͤchael Paulus.
Elisabetha, T. v. Joh. Kihm.
Eduard Jacob, S. v. Wilhelm
Hentich. 21. Ludwig⸗ S. v.
Jof. Hellenthal. 22. Heinrich
Friedrich, S. v. Heinr. Ruppert.
hermann, S. v. Johann Heib.
23. Peter, S. v. Joh.? Weber.
26. Jacob und Helena, Zwillinge
von David Ohnesorg.* 27. Eli⸗
sabetha, T. v. Grorg Best. 28.
Anna, T. v. Johann? Morlo.
Rosa, T. v. Heint. Koch. Au—
zust Philipp, S. v. Philipp
Paulus. 29. Anna, T. v.
Louisa Hettinget. Anna, T. v.
Joh. Schwarz. 30. Karl, S.
v. Jacob Zeitlinger. 31. Jo—
seph, S. v. Ludwig Schuster.
B. Eheschließungen?
5. August. Heinrich Knerr
mit Susanna Albertina Kroner.
12. Joseph Moisch mit Elisa—
deiha Kreibiehl. 23. Johann
Beorg, Klaer mit Maria Anna
Zimmermann.
O. Sterbfälle:
1. August. Maria, 1 Mi,
alt, T. v. Friedrich Grund. 5.
Oscar Adolph, 1 Mi. alt, S
von Adolph Greweig. 6. Friedr.
19 J. Falt,* S?* von Veichael
Pfleger.“ 7.0 Joh.“ Greß, 43 J.
ali, Ehemann v.“ Maria Weder.
Margaretha,* 6 Mi. alt, T. v.
GBeorg Jene. 10. Margare ha
stohler, 62 J. alt, Witswe von
Franz Joseph Behr. 12. Marie
Abel, 72 J. alt, Ehefrau von
Johann Hauck. 15. Elisabetha,
AMt. alli, T. von Joseph Motsch.
8. Karl, 12 Stde. alt, S. v.
Johann Buttermann. 20. Ernst,
3 J. alt, S. v. Karl Gunther
ẽlifabetha, 16?J. alt, T. von
sicolaus Maher.* Louisa, 3J.
iit, T. von Johann Krob. 27.
darl Jungfleisch, 74 J. alt,
Bittwe dvon Ehisabetha Scherer.
28. Philipp Emrich, 82 J. alt
rẽhemann von Margaretha Poös.
Peier Würtz, 55 J. alt, Ehem.
von Theresia Collisi.
St. Ingbert, 10. Septbr. 1879.
Der Standesbeamte:
IXA
        <pb n="505" />
        Slt. Ingberler AAnzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöͤchentlichj mi? dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich

A 40 Beinschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1J M 60 A, einschließlich 420 Zustellgebhr. Anzeigen werden mit 10 , von Auswarts
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrisit oder deren Raum, Neclamen mit 80 — pro Zeile berechnet.
M 146. Sonntag den 14. September

18579.

Deutsches Reich.

Mäünchen, 10. Sept. Die Personalveränderungen im Ge⸗
richtsvollzieher-Personale sind nunmehr vom Koͤnig genehmigt wor⸗
den. Diejenigen Gerichtsvollzieher, welchen zur Zeit keine ihrem
Beruf entsprechende Verwendung zu Theil werden lann, werden bis
auf weiteres je mit einem Bezug von 1800 M. sustentirt.

Die Verhandlungen zum Abschlusse eines definitiven Handel 5⸗
Vertrages zwischen Deutschland und Oesterreich werden in Bälde
wie der aufgenommen werden. Bekannilich wurde der jetzt in Kraft
destehende Meistbegünstigungs Vertrag nur auf ein Jahr abgeschlossen.
Es ist jedoch bei der ausgeprägt schutzzöllnerischen Haltung, sowohl
der deuischen als der österreichischen Rigierung, sehr fraglich, ob ein
dandels-⸗Vertrag überhaupt zu Stande kommen wird.

Muünster, 10. Sept. Der „Westphälische Merkur“ ver⸗
oͤffentiicht den vom 8. d. datirten Bescheid des Kultosmin'sters v.
Puttkammer auf die Eingabe des Wesiphälischen Klerus betreffs
zes Schulwesens; der Minister hält an den Prinzipien Fall's fest
und drückt die Hoffnung auf spätere Mitwirkung der Kirche bei den
Schulangelegenheiten aus.

In Aachen findet gegenwärtig die Generalversammlung der
Katholilen Deutschlands statt. Ueber die gestrige Versammlung
elegraphirt man der „Germania“: Die Verfammlung war von
3000 Personen besucht und verlief sehr glanzend. Graf Droste
sprach über Pius IX. und Leo XIII., indem er auf Letzteren ein
Hoch ausbrachte. Der bischöfliche Komm'ssar Zehrt sprach uber das
Zetkenntniß des Glaubens: Bachem über rheinfränkisches Leben;
Brimm, Kaufmann aus Frankfurt a. M., über die kaufmännischen
Bereine; Generalpräses Schäffer über die Gesellenbereine; Loẽ über
die Schule und empfahl die Canisiusvereine; Schaepmann über die
dage in Holland. Der Domchor veranstaltete Abends für das Cen⸗
rum eine Ovation. Windihorst wurde überall begeistert begrüßt.
Fehr. zu Frankenstein ist angelommen. De heutige geschlossene
Bersammlung empfahl den Görres-Verein. Abends Arbeiterver⸗
sammlung. — An die Versammlung haben fast alle hervorragenden
Bischoͤse Begrüßungsschreiben gerichtet, darunter auch der neu ernannte
päpstliche Nuntius in München Herr Roncetti.

Volles, daß sich davon ein nachhaltiger Eindruck erwarten lasse. Noch
zinen Schritt weiter geht der „Morning Advertiser“, der die voll⸗
tändige Zerstorung der Stadt Kabul verlangt. Vorläufig, mögen
ich die Engländer des Sprichwortes von den Nürnbergern“ und
vom „Hängen“ erinnern, denn die englischen Truppen dürften mög⸗
icherweise noch eine harte Nuß zu knacken bekommen, ehe sie an's
Zerstören gehen.

Vermischtes.

Die reissumlagen haben sich in den letzten 10 Jahren in
den einzelnen Regierungsbezirken in folgendem Betrage erhöht: Oder⸗
zayern um 15 PCt., Niederbayern um 10 pCt., Oberpfalz um 11
„Ct., Oberfranken 13 pCt., Mittelfranken 18 pCt., Unterfranken
1I0*4 pCt., Schwaben 11 pCt., Pfalz 1V pCt.

fPirmasens, 10. Sept. Der Umschlag des Pirma⸗
enser Vorschußvereins pro J. Halbjahr 1879 beträgt M. 421443 04.
Das Stammantheile: Conto beträgt M. 17,790. —. und der Reser⸗
ond M. 1,808. —. Die Mitgliederzahl betrug am 30. Juni
1879, 225. . A.)

f.Weidenthal, 10. Sept. Die so friedlich verlaufene
ziefige Kirchweihe hat einen höchst unwürdigen Abschluß gefunden.
gaͤcker K. aus Reustadt hat sich dei der Heimfahrt in seiner Wein⸗
jaune an einem der untern Häuser des Dorses einen Spaß erlaubt,
der ein blutiges Ende nahm. Der Sohn des Hauses hat nach
ergeblichet Abweisung des K. demselben mit einem Dolch in die
Brust gestoßen. Die Wunde kann gefährlich werden. Der Thäter
st verhaitet, die Untersuchung im Gange.

f Von der Bedeutung des Getreideverlehrs in Nannheim
jeugt der Umstand, daß gegenwärtig die großen Räume zur Lagerung
von Frucht alle gefüllt sind, während noch große Transporte fich
interwegs befinden. Es hatten sich daher am 3. d. Mitglieder der
generaldirektion der Staatseisenbahnen dahin begeben, um zu sehen,
velche Räumlichkeiten sie dem Handel noch zur Verfügung siellen
dunten. Die Bedeutung des Verkehrs im effectiven Fruchthandel
vird dadurch charakterisirt, daß der Umsatz in dieser Compagne
twa 2 Mill. Sack beträgt. Es ergibt dies allein an Spesen für
Imladung, Schüttung und Mischung zu 40 — 50 Pf. den Sad ge⸗
rechnet, eine Einnahme von ettoa 1 Mill. Mark für Acbeilslohn,
der dem Platze Mannheim zu gute kommi.

Hanau. Ein hiesiger Einwohner, welcher kürzlich nach
Frantfurt verzogen ist, hat das seltene Glück gehabt, mit 2 öster⸗
reichischen Loosen 2 Trieffer und zwar im Bettage von 200,000
zstert. Gulden und 20,000 österr. Gulden zu machen.

Lindau, 8. Sept. Heute ist auch noch die Dienstmagd
Zchäch ihren bei der Petroleum- Explosion erhaltenea Verletzungen
exlegen. Die Zahl der Opfer beträgt jetzt vier und bei dem Maurer⸗
gesellen Hainz ist keine Hoffnung auf Erhaltung seines Lebens vor⸗
handen.

fMunchen, 11. September. Im Gebirge hat es gestern
zeschneit: es sind sowohl die Höhen wie die Vorberge bis weit
detunter gegen das Thal mit theilweise fußtiefem frischem Schnee
vedeckt.

Straßburg, 9. Sept. (Die Herbstmandver
des 15. Armeekorps.) Seit gestern sind alle diehlenigen
Truppen der Besatzung Straßburg, welche zu den Herbsimandvern
ind zum Kaisermandver mitzuwirken haben, in der Gegend zerstreut,
velche den Schauplatz dieser Uebungen bilden sollen. Unsererseits
vollen wir nun 218 eine Slizze der Mandver zu geben,
velche bis nach der großen Patade vom 19. September stattfinden
ollen. Erwähnen wir vor Allem die 30. in Metz garnisonirende
division, welche gegenwartig Brigade-Mandver an den Ufern der
Zaar ausführt und bis zum 16. September in der Umgegend von
Zaarburg konzentrirt bleiben wird. Gehen wir nun zu der in
Ztraßburg stationirten 31. Division über: Vom 9. bis 12. Sep⸗
ember finden in der Umgebung von Mutzig Detachements⸗Uebungen
der 61. Brigade und zwischen Oberehnheim und Barr diejenigen
zdet 62. Brigade stalit. Am 15. Sepiember deginnen dei Ober«

Ausland.

Wien, 11. Sept. Meldung der „Presse“ aus Plevlje,
10. Sept.: Vor dem Einzuge der öͤsterreichsschen Truppen in Plevlje
erklärte der türkische Commandant Mustafa Pascha, er sei beauftragt,
mit einem Bataillon in der Stadt zu bleiben. Generalmajor Killics
zrklärte, dies im Sinne der österreichischetückijchen Convention nicht
ugestehen zu lͤnnen. Mustafa bereitete auch sonst Schwierigkeiten.
Schließlich wurde der Einmarich unter Zurufen der christlichen Be⸗
odlterung vollzogen. Der Abmarsch der türkischen Truppen soll
morgen erfolgen.

Paris, 9. Sept. Seit einiger Zeit finden in den excen⸗
zrischen Vierteln von Paris internationale Socialisten⸗Zusam⸗
nentünfte Stait, an welchen sich Russen, Deutsche, Schweizer,
Belgier, Daͤnen, Engländer u. s. w. betheiligten. Es werden die
wildesten Reden gehalten.

London, 11. Sepi. Der „Standard“ meldet aus Bombay:
Fs geht das Berücht, daß der Emirt von Afganistan von den auf⸗
dandischen Afghanen getödtet worden sei. Ein anderes Gerücht be⸗
jaze, der Emir habe sich selber entleibt. Eine anderweitige Be⸗
stätigung dieser Gerüchte liegt noch nicht vor.

dondon, 11. Sept. Wie dem Daily Rews aus Lahore
dom 10. d. gemeldet wird, rückt die Brigade Massey in groößter
Eile gegea Kabul vor, um sich mit den Truppen des Generals
Roberis zu vereinigen. Man hofft, daß der allgemeine Vormarsch
zegen Kabul in eiwa 14 Tagen beginnen werde.

Die Mehrzahl der englischen Blätter führt in ihrer gewiß
aicht unberechtiglen Entrüstung UÜber die Katastrophe in Kabul eine sehr
nergische Sprache. Wahrend die ,Daily News“ eine Besezßung
dabul's verlangen, ist der „Standard“ damit nicht zufrieden, er
vünscht eine so eindringliche Bestrafung des ganzen afghanischen
        <pb n="506" />
        hnheim die bis zum 16. dauernden Divisionz ⸗Manoöber. Am 17.
vird sich das ganze 15. Armeekorps in Stroßburg und dessen Um⸗

gebungen konzentriren. Am 18. am Tage der Ankunft des Kaisers,

haben die Truppen einen Ruhetag. Am Abend des 18. findet in

Straßburg zu Ehren des Kaisers ein Zapfenstreich statt, an wel⸗

dem alle Musikkorps und Trowmler des ganzen 15. Armeelorps

heilnehmen. Bei vielem Anlasse witd man von einem aus 600

Mann bestehenden Militärorchester ausgeführte Symphonien zu höcen

defkommen. Was das Gefolge des Aaisers beirifft, so erinnern wir

daran, daß dem Monarchen die Großherzoöge von Baden und Meck⸗

lenburg⸗ Schwerin, Prinz Georg von Sachsen, als Oderbefehlshaber

des 18. d. h. des sächsischen Armeeckorps, General Fabrice, säh⸗

sijcher Kriegsminister, und ihr militärisches Gefolge zur Seite stehen

verden. Die Ankunft des Königs von Sachsen ist noch nicht be—
ftinumt. Rußland, England und Oeslerreich werden durch militä⸗
Aische Gesandte vertreten sein. Der großen Parade bei Konigshofen
am 19. September werden die Kasserin und die Großherzogin von
Baden beiwohnen. Die Pierde des Kaisers und seines Gefolges,
I60 — 200 an der Zahl, werden in den Kasernen zu St. Ncolaus
und am Metzgerthot untergebracht. Als Quartiermeister des Kaisers
vird ein Siabsoffizier eines Dragonerregiments funttioniren. Kom⸗
men wir zu den Manövern zurück. Am 20. Sept. mansövrirt das
15. Armeccorpza im Nochen von Straßburg in der Noaͤhe von
Stützheim gegen einen markuten Feind. Der Sammesplatz des
Forpe befindet sich an letztgenanntem Orte. Sonntag den 21.
Sepleinber wird der Kasser mit seinem Gefolge dem Gottesdienst
in der St. Thomaskirche in Straßburg beiwohnen. Man weiß
noch nicht, ob der Kaiser Straßburag schon am 21. oder erit am
24. verlossen wird. Am 22. und 23. finden die Divisionsmanöver
in der Weise flatt, daß die Straßburger Division und die Metzer
Division gegen einander mandyriren. Dieser Scheinkrieg findet
wenfalls im Norden von Straßburg, in der Nähe von Hochfelden,
n der Zorn statt. Vom 21. bis 22. September beziehen sämmt⸗
iche Truppen ein Bivouak und am 24. am Tage des Schlusses
det Herbsimansver, kehren sie in ihre Garnison zurück. Man
schaͤzt den Bestand der Mannschaften, welche an den Mandvern
unde an der Parade vom 19. heilnehmen werden, auf 30,000 Mann.
Vhom 17. bis 28. September wird es kein Dorf noͤrdlich und west ·
lich von Straßburg, von Stützdeim dis Enzheim, geben, das nicht
mit starker Einquartierung belegt wäre. In dem gegenwärtig im
Naterelsoß konzentririen Armeekorps befinden sich Truppen aller
deuijchen Volksstäͤmme. Schließlich fügen wir noch hinzu, daß die
Regimenter der Besatzung von Siraßburg, welche gegenwättig in
verschiedenen Kantonnitungen steben, sich zur großen Parade der
Ziadt naͤhern und in Bischheim, Schilligheim und Köͤnigshofen
selbst einquartiert werden.

f Ueber eine Naturme rtwürdigkeit schreibt man
deni Hann. Kur.“ aus Todfstedt: Es dürite wohl zu den Sellen⸗
heiten gehören, daß ein Habicht Mutterstelle bei Külen vertritt, anstatt
sie zu verspeisen, wo er ihrer nur habhaft werden lann. Und doch
sann Einsender, dieses auf Grund eigener Anschauung verbürgen.
Der Oberamtmann W. in Moisburg besitzt seit laͤngerer Zeit einen
Bussard, welchen er frei auf dem Hofe umherspazieren läßi. Neben
nen von lehterem gelegten Ei, wurden von Hertn W. auch v'er
Zühnereier dem Raubvogel zum Biuten untergeschoben und von

etzlerenm auch ausgebrütet. Bei zweien der Külen hat er jedoch
cnem Triebe nicht widerßehen könnenn und solche verzehrt; die
nberen beiden, schon ziemlich ausgewachsenen üden pflegt et da⸗
jegen mit mütterlicher Liebe und loch und sucht Nahrung für sie
vie das beste Huhn. Nur schwer laßt er Jemanden sich ihnen
nahen.

Eranzosische NRaucher.) Eine Raucher-Stauislik Frank-
eich s enthaͤlt folgende interessante Daten: Es leben in Franlreich
3,671,000 Raucher, deren Durdhschnitisverbrauch an Tabakt
1098 Kg. pro Anno betraͤgt. Von jeden 15 Rauchern rauchen
3 Pfeife, 5 Cigatren und nur 2 Cigarretien, gleichwohl aber be⸗
äuft sich der Gaäjammtverbrauch von Cigarretten in Frankreich pro
Jahr auf 294 Milliarden oder 805 Millionen fäglich, 33/5 Mill.
sündlich, 559,000 pro Minute und 9323 pro Selunde. Diese
Figarrelten, der Lange nach aneinandergereiht, würden eine Strecke
son 2,957,930 Kilometer, das heißt 514 Mal den Umkreis der
xIrde bededen.

pLondon, 8. Sept. Lange bat lein Weitrennen so sehr

nteressirt als das mehrerer Velocipedisten in der Agrikulturalhall,
velches am Montag Morgen begann und am Samstag um die
Ninernachtstunde zum Abschluß gelangte. Es hatten ihrer acht um
en Siegerpreis gekämpft, daruntet ein Franzose, der am Sdlusse
sur um 14 Meilen hiuter dem Sieger, dem Englander Waller,
mäückrlieb. Der Welitkampf war aber in der That interessant, in
d fern er zeigte, was sich mit dem unscheinbaren Velociped und
raftigen Musleln zuwege bringen läßt. Sechs Tage hintereinander
annien die acht Bewerber von 6 Uhr Morgens bis Mitternacht
n der abgestechten Rundbahn, selten nur für wenige Minuten aus⸗
uhend, um etwas Nahrung (zumeist Auflern) zu sich zu nehmen.
Dder Wettlauf dauerte somit durch 108 Stunden, und in dieser
zeit legte der genannte Waller 1404, der ihm am naͤchsten kom⸗
nende Franzose Terrout 1800 englische Meilen zurück, ohne daß
je übermäß'g angegriffen erschienen wären. Das ist so ziemlich
die gradlinige Entfernung von London nach Konstantinopel. Eine
rößere Strede ist in solcher Frist noch nie zuvor auf dem Rücken
es Veloc peds zurückgelegt worden.

p Die Vermäblung des Konigs Alfonso mit der Erzherzogin
xI hristine soll am 28. Rovember, dem 22. Geburistag des Konigs,
zaufinden. Die Erzherzogin wird zur See von Triest nach Varce⸗

ona sahren und dort durch eine aus Ministern und Granden be—
debenden Deputation empfangen werden.
Fur die Redaction veranlworilich: J. A. Deme .
Wichtig für sparsame Hausfrauen. Bei den viel
achen grade in letzter Jeit so häufig. vorgelommenen Fälschungen,
noͤge man nicht außer Acht lassen, daß der Cacao⸗Thee, dieses loͤst⸗
iche, so gesunde und beliebte Nahrungsmiltel nur dann echt ist,
venn sich auf der Vorderseite eincs jeden Cartons nichts Anderes
sedruct findet, als die 4 Worte Maria Benno von Donat.

In St. Inabert allein echt bei Herrn Jean Peters.
Fin echter OriginaleCarton kostet in Deutschland nur 20 oder
30 Pf. Brusttaramels 50 Piq.

Arbeiter⸗
Bildungs-Verein.
Sonnta's 14. Sept. 1879
Abendunterhaltung

bei Wirih Peter Schweitzer,
wozu böfl. einladet
Der Vorfland.
Taguich i —hefe

daz Zweibrücker Pfandhaus v.a
Wochentagaen geöffnet.

Augenlinik

⸗⸗ — — —

von
Dr. G. Zwicscor.
Saarhrꝰ -tn. Vorstadtatr. 20
Ordincation:
Vormittass von 9-12 Vpr.
Nachmittagzg. 2—-43

hei
Die ausserordentliche Vorbreitung dieses Hausmittels hat
ine ebenso grosse Zabl anhnlicher Praparate als Nachahmer
vorvorgerufen, welche sich nicht enthlöden Verpackung, Larhe
ind Ttikette in tauschender Weise herzustellen. Die Paqueto
les achten Stollwerck'schen Fabrikates tragen den vollen Na-
nen des Fabrikanten und kennzeichnen sich die Verkaufsstellen
tureh ansgelagte Virmen-Schilder

Weinkarkten
vuf Carton sind siets vorrathie
in der Buchdruckerei von
J. J. Deneb
Dryuckarbeiten aller Art

möblirtes Zimmer
ür einen ledigen Hetra ist zu
verden rasch und billig angefertigt in der
J. FJ. Demetz'schen Buch⸗ und Steindruderei.

vrmielhen.
Wo, saai die Exped. d.

AI

Drud und Verlag von F. XR. Demegz in St. Ingbert.
Si⸗u Alluarirtes Zonntaasblatt“ Nr- 87.
        <pb n="507" />
        St. Ingberlker Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöo hhentli hz mis dem Hiuptolatte verbundene Unterh altungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗s

lage) erscheint wöchentlich viermalz Dieustag- Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abounementspreis betragt vierteljahrlich

1MN 40 Z einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1A GO B, einschließlih 49 Ziltell zebühr. Autzeigen werden mit 10 Z, von Auswärts
mit 13 A fur die viergespaltene Zeile Blattschrijt oder deren Raum, Neclasnen mit 30 — pro Zeile berechnet.
4Ac 147.

Dienstag den 16. September

1857

Deutsches Reich.

München, 18. Sepibr. Der König hat auf Grund des
z 155 des Reschs⸗Gerichtsverfassungsgeietzes und des Art. 65 des
Ausführungsgesetzes zu demselben über die Dienstverhälin sse der
Gerichtsvollzieher, d. d. Schloß Berg, 6. Sept. Bestimmungen
etlassen, welche in 39 Paragraphen enthalten sind. Heenach werden
—0
Diener und führen ein Dienstsiegel. Sie sind verpflichtet, ein eigenes
Geschastslokai zu halten. Es wird darauf Bedacht genommen werden,
den durch Alter, Krantheit oder Gebtechen dienstunfähig gewor denen
Gerichtsvollziehern, auch wenn sie nicht zugleich Amtsgerichtsdiener
sind, soferne sie zur Zufriedenheit gedient haben, sowie ihren
Wittwen und Waisen, sofern dieselben ein zu ihrem Unterhalt hin⸗
reichendes Vermögen nicht besitzen, ständige Unterhaltsbeiträge an—⸗
zuweisen. Die Disziplinarstrasen sind: Verweis, Geldsteafe bis zu
100 M., Hausarresi oder Hast von 1 Tage bis zu 1 Woche.
Das bisherige Gerichtsvollzicherinstitut wird aufgehoben. — Die
Verordnung detr. die Gebuhren der Gerichtsvollzicher umfaßt 17
Paragraphen. Die Gebuͤhr für Zustellungen beträgt 20 beziehungsw.
40 Pf.; für zwangsweise Vorführung einer Person 3 M., Real⸗
anerbicten2 M. 50 Pi. Wechselproiest 2 M. 25 Pf. u. s. w.
Die Verordnung betr. die Geschäfseinrichtung der Gerichts
schreibereien und die Schreibgebühren bei den Gerichten gibt in 11
Paragraphen die nöthigen Direltiven. Der Dienst der Gerichts—
schreider umfaßt außer den ihnen gesetzlich zugewiesenen Geschäften
die Besorgung des Schreibwerkes, die Registratur⸗ und Expedilions⸗
geschäfte dei den Gerichten, sow'e die sonstigen ihnen durch die Dienst⸗
horschriften übertragenen Gejchafte. Tie . Verordnung vom J. Juli
18760. Die Sdreibgebühren der Gerichtsichreiber in den Landes—
theilen d. d. Rh. betr. ꝛc., ist aufgehoden.

ausland.

Konstantinopel, 14. Sept. In Aidos in Ostrumelien
haben zwischen den zurüdtehrenden IILI
und der bulgarischen Bevöllerung blutige Konflikte ftaltgesunden.
VBei dem Einschreiten der ostrumelischen Gendarmerie wurden zahl⸗
reiche muhumedanische Flüchtlinge getödlet und verwundet: auch die
Gendarmerie batte mehrere Todte.

ihm keinen besonderen Aerger über die Strafe an und gegen Abend fuhr er
Jjanz vergnügt auf einer Bierfuhre nach Breitenbach. Unterwegs waren auf
hem Wagen zwei kleine Bierfäßchen angezapft worden und Göttel sprach da⸗
bei dem Getraänke tüchtig zu, so daß er, als um halb 9 Uhr der Bierwagen
bor seiner Wohnung hielt, ziemlich angetrunken war. Er rief Weib und
stinder heraus und reichte ihnen von dem Bier zum Trinken. Erst beim
Nachtessen kam wieder der Aerger über die Strafe und er schimpfte mit seiner
Frau, doch offenbar nicht ernsilich und nicht lange. Seine Kinder legten sich
sleich nach dem Nachtessen zu Bette und zwar die drei älteren Knaben im
Alter von 13, 10 und 8 Jahren in die neben dem Wohnzimmer gelegene
dammer, das 6bijährige Töchterchen wurde wie gewöhnlich in das Bett der
Mutter gebracht, welches in einem Alkoven im Wohnzimmer sich befand.
Das kleinste Kind lag bereits in der in der Wohnstube stehenden Wiege.
Die Knaben sahen noch vor dem Einschlafen, wie der Vater der Mutter eine
Ohrfeige gab, wie dann diese mit einer höhnischen Bemerkung zur Thüre
zinausging, wobei ihr der Vater einen Stiefel nachwarf, jedoch ohne zu treffen.
hierauf legte sich der Vater auch zu Bette und die Buben schliefen ein.
Gegen ?/38 Uhr wurden sie plötzlich durch ihren Vater geweckt, der unter
Fammern und Stöhnen nach seinem ältesten Sohne rief: Ach Gott! Karl,
eh' auf: was ist da vor!?“ Den erschreckten Blicken des jungen Burschen
boi sich nun ein schauderhaftes Bild dar: Sein Vater lag in dem mit fiedend⸗
heißem Wasser übergossenen Bette vollständig verbrüht da, vom ganzen Kör—
her hingen Fetzen Haut herab. Der vor Schmerzen rasende Mann war
interdessen aus dem Bette herausgesprungen und hatte ein frisches Hemd an⸗
zezogen. Er sagte nun seinem Sohne, er solle schnell hinüber zu einem
Kachbar gehen und ihn herüberholen. Dieser könnte sich nun auch überzeugen,
aß Göttel an seinem ganzen Körper mit Brandwunden bedeckt war. Der
rine Mann litt die fürchterlichsten Schmerzen und jammerte foriwährend;
ich muß sterben, ich lebe nur noch einige Stunden; soll denn das wirklich
ie Muruer gewesen sein, ich kann es kaum glauben, aber sonst kann es ja
siemand gewesen seinl“ Nun sah man sich auch einmal im Haus um und
da fand man vor Allem, daß das fechsjährige Töchterchen nicht mehr in dem
Betie der Mutter, sondern bei ihren drei Brüdern lag. Die Mutter selbst —
die heutige Angeklagte — war mit dem kleinsten Kiude sammt der Wiegen⸗
decke verschwunden. Vor dem Beite des Mannes stand ein Blecheimer und
anter dem Leintuch dieses Bettes lag ein Handbeil, welche Gegenstände fich
onst immer draußen in der Küche befanden. (Schluß folat.)

Rermischtes.

*5Si. Inabert, 16. Sept. Heute Nachmittag gegen 4
Uhr wird Hert Direltor v. Jäger mit mehreren Oberbeamten
er piälz. Bahnen per Extra⸗Zug hier eintreffen, um morgen (Mitt⸗
voch) jrühe um 8 Uhr eine Fahrt auf der neuen Linie St. Ing⸗
berteSaartbrücken bis dorthin zu machen. Mehrere
Direttionsmitglieder der Saarbrücher Bahn fahren dan mit den
Beamten der pfälz. Bahnen nach Zweibrücken, um daselbst Verschie⸗
)enes, die Eroͤffnung und den Vettieb der Linie St. Inabert ⸗Saar⸗
hrücken, zu vereindaren.

RKaiserslautern. Auf die Eingabe des Stadtraths
um Errichtung einer Garnison zu Kaiserslautern ist eine Ministe⸗
rialentschließung gelommen, welche besagt, daßg die Verlegung einer
Barnison nach Kaiserslautern zur Zeit nicht in Aussicht genommen
verden lönne.

7Neustadt, 12. Sept. Ein Gastwirlh dahier, geboren
ind erzogen im Westrich, hatte bei Beginn der Gesflügelausftellung eine
rößere Anzahl Loose niedriger Nummern angelauft. Bei der
Ziebung anwesend, hörle man denselben fortwährend rufen: „Ich
hann gewurn!“ Gleich darauf ließ derselbe eine grohße Anzahl Kafige
mit dem Geflügel in seine Wohuung schaffen and ob dieser herr⸗
lichen Gewinne seinen Freunden auftragen, was der Tisch geiragen
hat. Der Champagner floß in Strömen. Endlich suchten die aus⸗
ührenden Herrn im Ausstellungslokale nach dieser und jenet Num-
ner, die andere Gewinner in Ausptuch nahmen, aber — ver—⸗
chwunden waren. Schließlich siellte es sich heraus, daß der Herr
Hastwirth die Catalog⸗ Nummern für die Gewinnste hielt und nicht
illein nichts gewonnen hat, sondern auch das noch Hause geschaffte
HJeflͤgel wieder zurückbringen mußte. Der Champagner floß in
Stroͤmen — umsonst. Gi. V.)

Munchen, 11. Sept. Daß wie die Richter so auch die
Schöffen eine Amistracht erhalten sellen, ist eine sehr irrige Ansicht.
Für di⸗selben wird durchgehends die —I
ztidung verlangt. Neue Amissiegel für die Oder⸗ und Landes⸗
dwie Amtsgerichte werden dermalen in der kaul. Münze gefettigt
ind sollen am 15. d. M. bereits jedem Gerichte zugestellt werden.

Vwr sdar 9. Sept. (Zur Arbeltzlosigkeit.) Zu der mit

5chwurgericht der Rsalz.
(III. Quartal 1879.

Zweibrücken, 12. Sept. Unter großem Menschenandrang
wurde gegen 5 Uhr Abends das Urtheil gegen Hinkel und Genossen verkün⸗
digt. Die Geschworenen hatten fämmtliche Augeklagte ganz im Sinne der
Antlage ohne Annahme mildernder Umstande der gemeinschaftlich ausgeführten
Rothzucht schuldig erllärt. Hinkel wurde zu 10 Jahren, Gaubatz ebenfalls
ju i0 Jahren Zuchthaus, Staller, weil zur Zeit der That noch nicht 18
Jahre all zu 7 Jahren Gefängniß, Dauenhauer zu 5, Frentzel zu 6 und
endlich der aͤlteste Angeklagte Schneider zu 12 Jahren Zuchthaus verurtheilt.
Llußerdem wurden den Angeklagien mit Ausnahme des Staller die bürger⸗
ichen Ehrenrechte aberkanut und zwar dem Hinkel, Gaubatz, Dauenhauer
und Frentzel auf 6 Jahre, dem Sqhneider anf 10 Jahre.

Zweibrücken, 13. Sept. Verhandlung gegen Elisabetha Pfaff,
37 Jahre alt, gewerblose Witiwe von Daniel Gottel, im Leben Feld⸗ und
Waldschutze in Vrcitenbach, wegen vorsätzlicher Korperverletzung mit tödtlichem
Erfolge. Vertreter der k. Staatsbehörde: Staatsanwalt Scherrer: Vertbei⸗
diger: Anwalt Schmidt.

Die Angeklagte wird als ein halsstarriges Weib geschildert, das die
Haushaltung unordentlich und unsauber führte. Der Chemann Goͤttel soll
zwar an sich ein ganz guter Mann gewesen jsein, über den aber oft sein
hitziges Teniperament und seine etwas zu starke Vorliebe für geistige Getränke
die Herrschast belamen. Er schalt dann mit seiner Frau— drohte ihr mit
Schlaͤgen und schlug denn auch manchmal wirllich zu. Auch am 27. Juli
abhin kam es zwischen den beiden Eheleuten zu einem derartigen Auftritt,
wobei Gottel, der einen Kindtaufschmauß nicht ohne Folgen an jenem Tage
mitgemacht haͤtte, seine Frau und Kinder in später Nacht noch auf offener
Straße schimpfte und schiug. Wegen dieses Vorfalls beziehungsweise wegen
der dadurch verursachten nächtlichen Ruhestörung wurde er protolollirt und
zuf den 16. Auguft vor das 1. Polizeigericht Waldmohr geladen. Von der
Zeit an, wo er die Ladung in Händen hatte, schien er ungemein gereizt und
trank mehr wie zuvor. Seiner Frau drohte er, wenn er auch nur um eine
Mark gesiraft wuͤrde, bliebe er nicht mehr bei ihr wohnen; die Angeklagte
wird wohl auch nicht stillgeschwiegen haben, so daß ver Unfriede im Goͤttel'⸗
schen Hause nech jenem Vorfall am 27. Juli immer stärker hervortrat. Nun
dam der 16. August und mit ihm die Polizeigerichtssitzung in Waldmohr, in
escher Gollel zu' einer Geldstrase von 9 Mart verfälli wurde. Man merkte
        <pb n="508" />
        1. Januar neu zu besetzenden Bürgermeisterstelle der Stadt Weida
haben sich nicht weniger als 38 Kandidaten gemeldet, darunter 1
Major, 2 Hauptleute, 1 Premier⸗Lieutenant, 4 Bürgermeister u. s. w.
4Tholey. Am 6. d. Mis., Nachmitlags gegen 5 Uhr,
wurden die Ortschaften Hasborn, Dautweiler, Bergweiler und
Sotzweiler von einem wolkenbruchartigen Regen heimgesucht. Zwei
Bruͤcken in der Nahe von Hasborn und einige Fußstege bei Berg⸗
weiler und Sotzweiler sind eingestürzt, resp. vom Wasser fortgeführt
worden. Schwere Bäume schwammen den enorm angeschwollenen
Theilbach hinab und rissen Alles mit sich fort. In Bergweiler
fand man bei der oberen Mühle 100 Wagen von Steinen, welche
von den nahe gelegenen Bergen herabgeschwemmt waren, darunter
Exemplare von 4 vis 5 Zentner. Fast alle Wege sind derartig
beschädigt, daß sie kaum mehr mit Fuhrwerk zu passiren sind. Glück
licher Weise sind Unglücksfälle von Personen nicht vorgekommen.
Die ältesten Leute wissen sich nicht zu etinnern, je einen derartigen
Regenguß erlebt zu baben. (S. Bl. 3.)
FParis, 10. Sept. Allgemeines Entsetzen erreg: heute
die Meldung, daß ein noch in altivem Dienst stehender Polizeimann
in dem Stadtviertel La Chapelle sich des Raubmordes am hellen
Tage schuldig gemacht hat. Der Verbrecher zählt 14 Jehre un⸗
bescholteren Militärdienstes und 10 Jahre als Gardien de la paix
bei der hiesigen Polizei. Der Missethäter hat sein Verbrechen be⸗
reits eingestanden: emen hausitenden Bijoutier, der gegen 12 Uhr
tes Nachmittags zu ihm kam, um seine Waare anzubieten, schlug
er mit einem Beil nieder und zerhadte dann den Körper in Stücke,
deren Auffinden in der Straße zu der Entdeckung des Verbrechens
führten. Den Kepf des Ermordeten fand man im Zinmer des
Verbrechers veisteckt.
7 London, 11. Sept. Heute Morgen fand bei Dungeness,
sädlich von Faltkestone, zwischen der englischen Barke Corinna und

Todes⸗Anzeige.
Freunden und Verwandten, auf diesem Wege, die
traurige Nachricht, daß es dem Allmächtigen gefallen hat
unsere theure unvergeßliche Gattin, Muller, Schwester,
Schwägerin und Tante

d

Babette Beer geb. Essinger
heute Morgen um 42/3 Uhr in einem Alter von 36 Jahren
8 Mon., nach kurzem aber schwerem Leiden zu sich abzurufen.
Um stilles Beileid bitten
Die trauernden Hinterbliebenen.
St. Ingbert, den 15. September 1879.
Für die trauernde Familie:
Foseph Reer.

⏑ ⏑ ——⏑ —⏑y ——

7

wu⸗ 3

——
Todes⸗Anzeige.

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen unsere innigst⸗
geliebte Gattin, Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin
und Tante

Frau Karolina Wilhelm
geb. Schwarz
heute früh unm 6 Uhr nach längerem Leiden, im Alter
von 37 Jahren zu sich zu rufen.
St. Indbert, 15. Sept. 1879.
Um stlles Beileid bitten
Die trauernden Hinterbliebenen.
D'ie Beerdigung fie“ Mewoch Vormit'ag um
19 Udr vom väterlichen veter S wo
.Metzzer ) aus Statt.

neichenhaller Rirchenhau-⸗Hgtterie.
200 000 Loose. — Geldgewinnste 185,000 Mark.
Ziehung am 13. Oktober I879.
Treffer 60,000 N, 25,000 M., 10,000 M. u. s. w.
Loose A 2 Mark zu bezichen durch die
General Agentur
QarlI Lang, Bantgesscafin München.
Hier zu waden bei Hetrn Franz Woll.
—

dem belaisch amerikanischen Dampser Zeeland ein Zusammenstoß
statt. Die Barke sank, die Frau des Schiffsführers mit 2 Kin⸗—
dern und eignem Mamosen ertranken, die Uebrigen wurden gerettet.
Der Dampfer setzte, anscheinend unbeschädigt seine Fahrt fort.

FPetersburg, 10. Sept. Ein Telegramm des Gou⸗
zerneurs von Smolensk, datirt von gestern, meldet den Ausbruch
iner großen Feuersbrunst in Wiasma. 200 9äufer und das Ge⸗
ängniß sind in Flammen. Die Feuerwehr von Smolensk ist zur
dülfeleistung abgesandt.

Dienstesnachrichten.

Zu Gerichtsvollziehern wurden ernannt: in Dürk⸗
heim: Waltz; in Frankenthal Rehm und Koch; in Grünftadt:
Völckel; in Ludwigshafen: Neu (Dürkheim) und Gotthold (Otter⸗
»erg); in Neustadt: Reischel und Steidel; in Speier: Beder und
deller; in Kaifecslautern: Fitz und Diehl; in Kirchheimbolanden:
Nellarts; in Kusel: Riffel; in Lauterecken: Berls (Obermoschel);
in Obermoschel: Zindgraf (Kandel); in Otterberg: Eichner (Land⸗
duht); in Rockenhausen: Glaser.

In Winnweiler: Reubecker (Lauterecken); in Wolfstein: Büch—
er; in Annweiler: Hertel; in Bergzabern: Stutz (Waldfischbach);
in Edenkoben: Michel (Grünstadt); in Germersheim: Hauder,
ig Kandel: Graf; in Landau: Kipp und Wolf; in Blieskastel
Adam (Hornbach); in Dahn: Brendel (Ludwigshafen); in Hom
hutg: Claus (Waldmohr).

In St.Ingbert: Faßbender; in Landstuhl: Fleisch-
vann; in Pirmasens: Kirsch und Schultz; in Woldfischbach:
Bönnheimer (Kockeuhausen); in Waldmohr: Fitz; in Zweibrücken:
Hasemann und Völckel.
Far die Redaction verantwortlich: F. xX. D eme 5.
in Geschäft,
ot bis 20.
chlossen.

os. Beer.

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otollwerox reho
Brust- Bonbons
eine nach äretlicher Por-
schrift bereitete Vereinig-
ung von Zucker und Krau-
ter-· Extracten, welche bei
Hals· und Brust· Affectionen
anbedingt wohlthuend wir-
ken. Naturell genommen
und in heisser Milch auf-
gelõôst, sind dieselhen Kin-
dern wie Erwachsenen zu
empfehlen.
Vorrüthig in St. Ingbert
bei Z. J. Oreivenig und bei
J. Vnt᷑ 4p.

Loose a I Mark
u der vom 4. - 12. Oklober
1879 in Kaiserslautern
tatifindenden Pfälzischen
landwirthschaftlichen

Ausstellung sind hier zu
jaben bei Joh. Weirich,

Friseur.
Weinkarken
nuf Carton find stiets vorräthig
in der Buchdruckerei von

*. J. Demeb.

Signirzettel
billigft bei F. X. Demez.

Im Verlage von C. Brügel &amp; Sohn in Ansbaa
st soeben ersch'enen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen:
5tatistisches Ortssexikon

des Königreichs Bayern.
J. Heft.
Herausgegeben nach den zuverlässigsten Quellen und amtlichen Mittheil⸗
ingen der k. Post⸗ und Eisenbahnbehörden sowie nach Maßgabe der vom
. Oltober 1879 und bezw. 1. Januar 1880 bestehenden neuen Ger ichts⸗
und Amisbezirke ꝛc. ꝛc. von
V. Grübel, kgl. Reg.⸗Registrator.
hollständig in 15 Lieferungen (60 Bogen) à Heft 80 Pfennige
Dieses neue Lexilon üdberragt alle bisherigen ähnlichen
Werle. Es bringt im J. Theil die Eintheilung des Königreicht
Bayern nach Stellen, Behörden⸗ und Amtssprengeln ꝛc. — Der
II. Theil enthalt alle Orte Bayerns — von der Einoͤde
dis zur Haupistadt — in ca. 46,000 Ortsnamen und
»ezeichnet die Einwohnerzahl, den einschlägigen Regierungsbezirt
und Gemeindeverband, das zustandige Amisaericht und Bezirls
imt, den Postbestellbezirk, sowie die nächste Eisenbahn
station, mit welcher der belreffende Ort in Verbindung steht.
— ein Nachwes, der in keinem ähnlichen Werke bishet pu
finden war. — Das neue Ler kon wird deßhalb nicht nur fuüͤr
alle amtlichen Bureaux, sondern hauptsächlich in hervorragende
Weise für alle Geschäfts und Handlungshäuser als ein unent
vehrliches Nachschlagebuch sich erweisen.

Lruck und Verlag von F. X. Deme in St. Ingbert.
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—A 22* 5 23888* — 533227— 323323*5 33
323233 557533875 — — A 2382235838* 2858 23273258 23 * s6
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21738 —X — — 55533757 —5333 3 3535333855 55 5

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—5353353727 7538 333533 55 57535—3 532323533 535832333
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— —* — 8 —8 50 2334 2532 84 3 22
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2 — 8 — S 2 — 22 232 *275 522 57 *8* 2.2*
22 23 — * — 2 8 257 — * 2 22. *
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2 22522853 55 233833 5* 9383
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2322 4 233 3332 2 * 52*. 5 * 5
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* 55 s3 3223 * c * 38.5533 75 SZB8523. 3
* — 8 — ——— ẽ 3 * * 75 ,22 8 *
2* * * 2. *
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AX — —A —E — 8 — 7 537 * 2 * 2 — —
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5535 53 23553 —— — 522285 8 * 25333823 5 58 —A— 82
333 —5 2763 8537 5 52225853 zS 2228 A
236 —*382 — 2. 5587 2375 —A *5E. * — 32 2.
5 2220 535333335 —— 5523 335523 —
*32255*35 2232*283 2335858 532** 7 323
— 333 3383383 2535 83 3333
223.232 22 2. — 2 28 —— A —253 2 2 —A —
——— 8* 7 2 2 2252 5—32 522.7 5558 52 2 Sm
2235 — ————— 27 * 352353 —555z538225533 *
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2342583 58S— 5555 553 335 838252
523 53 ——3389 255—523585,5 384 22 5
———— *22 *A528232 —2 7. — 52338
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2 —— 2 * 32233 23
—323353838228 533 58 2583
A 222 85 — * 262 — 22— —A 2 —8 n 32377
— —— 5 358353 Sa* ——z2088 5
—5 —58355 3328 88 123 5325583 4 22
558 8383332 z2255 333333835 2852387 32283
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2358235—3333527 *333 332853 5525
5 —38 53335 255532732 —8
3 — 22. — * 28 5*25 2 20 * 523* —X
2335533583 383 53 835333 —333353 2583
355333 5*83337 883—32 233

32 2 — 5. — — * 2 2 ———— 2* * v 22.

2 —Z * 2. 555 3 . 2. 2.
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—* —A 23 — —9— 2 225 2 rẽ
A— —— 383 32 — 325333375 * —
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        St. Ingberler Anzeiger.
der St. Ingberter Aunzeiger und das (2 mal wöhentlih) mi dem Hauptolatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint wöchentlich vlermal: Dienstaz, Dounerstag, Samstag und Sonutag. Der Abounementspreis beträgt vierteljährlich
AA 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezozen 1AG GO Z, einschließlih 40 Ziste Izebühr. Auzeigen werden mit 10 B, von Auswäris
mit 13 — fur die viergespaltene Zeile Blatischrift odet deren Raum, Neecla nen mit 30 — pro Zeile berechnet.
4
M 148. Donnerstag den 18. September 1879.

Deutsches Reich.

München, 16. Sepebr. Gencral v. d. Tann wird sich
morgen zu den Manovern nach Straßburg und Metz begeden.

München. Eine mit dem 1. October in Wirksamleit tretende
Verordnung destimmte, doß künftig dei jedem Landgericht ein Laud⸗
ger'chtsarzt, bei jedem Bezirksamt ein Bezicksarzt 1. Classe aufgestellt
verden soll, ferner bei soschen Amtégerichten, in deren Sprengel
ich nicht ein Bez'rlsarzt 1. Classe befindet, im Fall besonderen Be⸗
dürfnisses ein Bezirksarzt 2. Clafs⸗. Wird die Stelle eines Be⸗
irksarztes 2. Ciasse bei einem Amtsgericht nicht mehr besetzt, so
zeht dessen Dienst auf den Bezirksarzt 1. Closse über. Für drin⸗
gende amtliche Geschäfte, welche die Beiz'ehung des auswärts woh—⸗
nenden Bezirkkarztes 1. Classe nicht gestatten, wird am Sitze des
Amtsgerichtes ein Stellpertreser des Bezirlsarztes aus der Zahl der
dort befindlichen Aerzte aufgestellt und verpflichtet. Soferne sich an
einem Amtsgerichte, bei welchem ein Bezirksarzt 2. Classe vicht auf⸗
zestellt ist, ein zur bezirksärztlichen Stellvertreiung tauglicher Arzt
nicht befindet und ein solcher auch durch Beiträge aus Gemeinden,
Districts- oder Kreism'tteln nicht gewonren werden kaun, bleibt es
dem Minifsterium des Juneren vorbehalten, einen Arzt als Stell⸗
dertreter des Bezirksarztes mit einer fixen Jahresremuneration dahin
abzuordnen. Die Landgerichtsärzte 1, und 2. Classe haben gleichen
Rang und tragen die bisher für die Bezitlsgerichts und Beziils⸗
Arzte vorgeschriebene Amtskleidung.

Berlin, 16. Sept. Der „Reichsanzeiger“ publizirt eire
aus Stettin von gestern datirte königliche Berordnung, welche das
Ab,eordnetenhaus für aufgelöst erklärt, sowie eine Bekanntmachung
des Minister des Innern, welche den 30. Septemder für die Wahl
nännerwahlen und den 7. Ottober für die Abgeordnetenwahlen
eslseßt.

— Reichskanzlher hat bein Bundesrathe bean⸗
ragt, daß für Rechnung des Reichs von den 20-Pfennigstücken ein
Betrag von fünf Millionen Maxrk eingezogen und je zur Hälfte in
b⸗und 2⸗Marlsftücken ausgeprägt werde.

NAusland.

Nach einet Depesche aus Gastein, 15. Septbr., sind da
selbst am 14. Nachts der deutsche Botschafter Fürst v. Hohenlohe
aus Paris und der päpstliche Nuntius Cardinal Jacobini mit 2
Sectetäten aus Wien eingetroffen. Fürst Bismard ist auch noch
in Gastein. (N. C.)

Pesteh, 15. Sept. Auf einem Banket bei dem Präsidenten
des evangelischen LandeshelIfevereines, Ivanka, brachte der Kultus⸗
minister Trefort einen sehr defällig aufgenommenen Trinkspruch
aus, worin er die Befürchtungen beschwichtigte, welche protessantischer⸗
seits an das sogenannte Untecrichts⸗-Aufsibtsgesetz geknüpft werden.
Der Minister erkiärte: Wenn der ungarische Staat ein Monopol
hätte auf dem Gebiete des Unterrichtzs, so wäre er der erste, der
auf die Aufhebung desselben hinwirken würde; denn die Konkutrenz
sei im geistigen Leben ebenso heilsam wie im maleriellen.

London, 16. Sepibr. Das Transporischiff „Malabar“
st heute von Porlsmouth nach Bombay mit 40 Oijfizieren abge⸗
egelt und nimmt in Queenstown 1100 Unterofficiere und Sol⸗
daten zur Verstärkung der afghanischen Armee auf.

New-York, 15. Sept. Rachrichten aus Santiago de
Tuba zufolge derlangten die Sklaven auf den Plantagen die Freis
heit, welche die Sklaveneigner auch versprachen, im Falle jene sich
perpflichteten, drei Jahre gegen Löhnung zu arbeten. Die Sklaven
desertiren. Die Behörden haben den Generalkapitän hinsichtlich dec
Ergreifung don bez. Maßregeln um Rath ersucht. Eine Madrider
Depesche besagt, die Regierung beabsichtige in den Cortes die
kmanzipation der Stlaven vom Juli 1880 ab unter der Bedingung
ãebeniähriger zwangsweiser Arbeit gegen Löhnung zu beantragen.
5chwurgericht der Rfalz.
(III. Quartal 1879.
Zweibrücken, 13. Sept. Merhandlung gegen Elisabetha Pfaff,
37 Jahre alt, gewerblose Witiwe von Daniel Göttel, im Leben Feld⸗ und
Waldschutze in Vreitenbach, wegen vorsätzlicher Kbrperverletzung mit iö dtlichem
krfolge. (Schluß). Der Ofen im Wohnzimmet war kalt auf demielben

jatte am Abens zuvor ein wohl zefüllter Kochhafen mit Wasser gestanden.
Dieser befand sich lerr in der Küche von Rauch geschwärzt vor, die eine Hand⸗
zabe war ganz abgeschmolzen, die andere hing nur noch ein wenig daran.
Man nimmt nun an, in diesem Hefen sei das Wasser draußen in der Küche
ochend gemacht und dann in jenem Eimer in die Stube und zum Bett des
Dannes gebracht wrrden. Damit wuürde auch die Aussage eines Zeugen
tiurmen, der um 2 Uhr Nachts in der Küche Lichtschein gesehen hatte. Am
Aben Morgen fand ein Sohn der Angeklassen hinter dem Hause auf einer
Wiese zwei Windeln und das Röckchen des kleinsten Kindes, welches dasselbe
ioch am Abend vorher getragen hatte.

Aerztliche Kunst konnte dem schwer verletzten Manne nicht inehr helfen,
r starb am Abend des 18. August unter den entsetzlichsten Schmerzen, und
war, wie die Section ergab, allcin in Folge der Brandwunden.

Der Verdacht der Thäterschaft richtete sich natürlich unter diesen Um⸗
tänden sofort nach dem Vorfall auf die heutige Angeklagte. Dieselbe war
Abends um 10 Uhr vor dem Vorfall heulend und über ihren Mann klagend
us Dorf hineingelaufen, jedoch ohne ihr jüngstes Kind. Sie gibt nun an,
ie sei eiwa um 11 Uhr nach Hause zurückgekehrt, habe das Kind mitge⸗
rommen und sich mit demselben auf einen Strohhaufen gelegt. Aber gerade
im die kritische Zeit, kurz nach dem Vorfall, etwa um 8 Uhr, verlangte sie
zei verschiedenen Leuten Einlaß und erzählte einer Zeugin, die ihr das Haus
zffnete: „Mein Mann hat mich gestern Abend geschlagen; sei still, ich gehe
auf Deinen Speicher bis Mittags und dann gehe ich unten hinaus“ (d. i.
ins Preußische, wo sie Verwandte hat). Als man ihr sagte, ihr Mann sei
tark verbrannt, sie solle ihn doch pflegen, sagte sie, sie wisse von gar Nichts
ind weigerte sich hartnäckig, ins Haus zu gehen. Auf verschiedene Vorlaute
»er Leute, ob denn nicht sie die Thäterin sei, antwortete sie entweder gar
azicht, oder sie sagte, sie wisse von Nichts, er könne sich ja auch selbst ver—
xannt haben. Auch bei einem Auswanderungsagenten in Waldmohr fand
ie sich ein und sagte, sie wolle nach Amerika. Der Agent wies sie aber ab
und sagte, Das ginge nicht mehr, denn sie käme in Untersuchung. Als sie
»en Tod ihres Mannes erfuhr, erbleichte sie und sagte später: „Der hai's
etzt überstanden, aber ich stecht' drin.“ Erst am Tage nach dem Tode gab
e den Bitten der Leute und hauptsächlich ihrer stinder nach und kehrte nach
Jause zurück. Sie vetrachtete die Leiche, weinte und jammerte und legte ihr
leinstes Lind zu derselben auf's Bett. Die Angeklagte beharrte während
der ganzen Voruntersuchung harinäckig auf ihrem Leugnen: „er könne es ia
elbst gethan haben, oder einer seiner Feinde.“

Die Angelklagte macht nicht den besten Eindruck. Stumm und nieder⸗
jeschmettert fitzt sie auf der Anklagebank und gibt auf die allerdings er—
rückend belastenden Vorhalte des Herrn Präsidenten ausweichende und ver⸗
egene Antworten. DTie Hauptzeugen, die eigenen Kinder der Angeklagten,
varen wohl mit Rücksicht auf das Verhältniß, in welchem fie zu der auf
»er Anklagebank Sitzenden standen, nicht geladen, aber ihre Aussagen wur—
»en verlesen. Dieselben zeigen von großer Logik dieser Büben und es erregt
virklich Erstaunen, wenn wir von dem l0jährigen Rudolph hören, wie er
eine Matter gleichsam der That überführte; nachdem er sie nämlich nach
»em Absterben des Vaters direct gefragt, ob sie es denn gewesen und sie
ies verneint hatte, sagte er: „So, und wer hat denn den Kochhafen aus
»er Stube in die Küche und den Eimer aus der Küche, das Handbeilchen
ind eine Haue aus der Scheune in die Stube gebracht?“ Vernichtet durch
iese motivirte Anschuldigung ihres eigenen Kindes habe sie dann geäußert?
„Ach Gott, wenn ich's denn gewesen bin, so verzeih' mir!“ Die beiden Her⸗
en Aerzte kommen auf Grund des Obduktions⸗ und Sektionsbefundes zu
»em Schluß, daß die Ueberschüttung im Bette geschehen sein müßte, während
»er Mann auf der linken Seite gelegen, und daß deshalb von einer Selbst⸗
iberschüttung des unglücklichen Mannes nicht die Rede sein kann. Alle Zeu—
jen sind in ihrem Urtheile darüber einig, daß nur die Angeklagte die That
erübt haben kann. Aus den Zeugenaussagen geht aber auch hervor, daß
er Mann es eigentlich gewesen, der den Streit immer angefangen, seine
zrau und Kinder in der grobsten Weise mißhandelt und beschimpft, ja sogar
einer Frau bei jeder Gelegenheit den nach Ansicht der Zeugen sicher unbe⸗
zründeten Vorwurf des Ehebruchs gemacht habe. Die k. Staatsbehörde
aührte aus, wie heute die Kette des Indizienbeweises mit einer vollendeten
kestigkeit unn die Angeklagte geschlungen sei, ein Entrinnen durch Leugnen
ei da nicht mehr möglich. Göttel selbst könne fich nicht verbrüht haben, ein
remder Feind könne nicht in das Gottel'jche Haus und noch weniger in die
azu gehörige Scheune eindringen, ohne daß der in lezzterer sich befindliche
ingemein wachsame Hund durch sein lautes Bellen die Nachbarsleute geweckt
jätte; und wenn selbst ein Feind Rache an Göttel hätte nehmen wollen,
sätte er zu einem einfacheren Mittel greisen können und hätte nicht die höchst
imständlichen Manipulationen des Wusserkochens und Neberschüttens gewählt.
Zon mildernden Umständen könnte bei dieser grausigen That, die man fast
ils Mord qualifiziren könne, nicht die Rede sein. Die Vertheidigung führte
ius, wie trotz des Gewichtes der Belastungsmomente doch immerhin die Mög—
ichkeit bestünde, daß Göttel sich selbst verbrüht habe odex von einem Dritten
iberschüttet worden sei; ja dieser Dritte brauche kein Fremder, es könne auch
zer 18jährige Sohn Karl gewesen sein, gegen den dieselben Indizien mit
zerselben Schwere vorhanden wären. Für den Fall aber, daß die Geschwore⸗
ien wirklich die Ueberzeugung von der Schuld der Angeklagten bekommen
hätten, müßten sie mit Verüdsichtigung des traurigen Familienlebens, des
ohen und unmenschlichen Gebahrens des Göttel gegen seine Frau, der voll⸗
jändig verzweifelten Lage der Angeklagten mildernde Umstände annehmen.
die Geschworenen bejahten die Schuldfrage, sowie die auf mildernde Um⸗—
Ande gerichtete und die Angeklagte wurde vom Gerichtshofe zu einer diäb⸗
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        222.*3 7222 3388 — 2.2 22

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— 33 5—5 6 383 53. 552 3 52 3 2.7 3232
—z532360 S —835 — —

— 2 * * 2 —X * 32 2 xX32 23.2 2 8
238 — ———————— —— 23335727
— ——33338 52323—383——3—323833283 —22 —D 2.
5255 222333532 3237

* * — — — 9 — * —3— 2 22

—VV —85232, 35—* —25 —33— 88 8557 *27 8 * 22523
7 — 45 *— 4 2** — 5 3 — —F — 2
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—8 — —— 2.2 . — — — 22 67
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*2 * 2* — 7 * 525 2328 2* .5 5 22 52* 2* 2
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* — 2 * * 3 —— — — —
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2835325 3333750833337 22322225 522722, 23253 72
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A 552758323 —— 537
A 2535 332—553 3333* — —
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3 5553 2 2* 22283 * 532S 8 2B833 2 — 72
2 2 3532.85338 2 2 * 5.2 2 S⁊
333 22 23858 332235353 38 353 3 2 *
3 25*3 222 * S.
2238 J s3885350* F
— ** — 525227 57 22 53 *
* * ⁊ —— 2—* 2. 3 *2 —— —
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3 23223 23. 2 523 35228 — —
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— 228 *23332388 —
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5 222 —8 3332 383333
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— —3— 3 83 *33— ——— 3323083538
22 785 —— 2232234 323232 25222
223 8. 33785 252822 582 2357*22 2 2* 225 53—
2 —3 63— ——— 538 335
—* —2 — — * 2 ꝓæ
5 27—3—3——— 3— ——3——53235 5 53330523
22322 3 — 5.5 —— 52535228. * *
3333 8333
3 48 2223* 23 ——235 — —
323325333335336 .2 *23 2257—33335553337
—2. 2 * — —— 3 * 538* —2. 5 2 22 — 25— 232
9—5 *8*38 22. 32323 33335.5 7 —353*72
— 25532—735 5.38 ———
232883 —8332855— — —AA —A
2. 33323— 233 53333 — 55.288
2 5—33338 8333 3—338353*
32 2 *8. — 22 —8 — — —
3— 333333533353
2722 22825 5 5 3 5222 2 2*833. 573 225333 5
22 235525332 2.2 —25—332— 52 —A— 2 28 *
583733 A232 5—53 323 383 333253
28 23537823233 — s—22553.285
— ——— 2 — 233—325225 —
— 385223 .23 72 55 x —
272*5 ——— — 3 * — *
— 2 52282*25 5733538*— — —ẽ3 2225
23383533873 — 353353 3533333288 5223538
5. D3 72 3 — 52723 52.233 25 522 —823522
5383353328323335 3—23555333358 5532335
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2mal wö heutlichj) m⸗ dem Haudptolatte verbandene Unterhaltungsblait. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) ericheint wöchentlih viermalz? Dieustag, Donnwostag, Saustag und Sonntag. Der Abounementspreis beträgt vierteljahrlich
A 40 B einschließlich Trägerlohn; durh die Post bezogen 146 60 H, einschließlich 40 Zastell gebuhr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswärts.
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum, Neclasnen mit 80 — pro Zeile berechnet.
1879.

Mia8.
— 2
Deutsches Reich.

Mänchen, 17. Septbr. Der Keiegsminister General v.
Maillinger und Gereral v.d. Tann sind, begleitet von ihren Ad⸗
jutanten, einer Einladung des Teutschen Kaisers folgend, heute
Morgen nach Straßburg abgereist.

München, 17. Septbr. Das Justizministerialblatt Nr.
25 verkündigt eine Bekanntmachung des Justizministeriums, wonach
der Ablegung der Prüfung für das Gerichts vollzieheramt ein min⸗
ꝛestens sechsmonatlicher Vorbereitungsdienst bei den Amtsgerichten
zorangehen muß. Während desselben sind die Bewerber hauptsächlich
zei einem Gerichtsvollzieder, daneben auch in der Gerichtsschreiberei
des Amisgerichts zu beschäftigen. Die Zalassung zum Vorbereitungs⸗
gdienst und die Best:umung des Amisgerichts, bei welchem der Be⸗
verber denselben abzuleisten hat, eifolgt durch den Präsidenten des
dandgerichts.

Man schreibt der Allg. Zig. unterm 14. Sept. acus Berlin:
„Der Gefsandte der Vereinigten Staaten, A. Whiie, ist
aach mehrwöshiger Abwesenheit von Homburg wieder hier einge⸗
troffen. Man glaubt, daß er im Auftrage seiner Regierung bei
der bevorstehenden Anwesenheit des Fürsten Reichskanzlers demselben
die Pläne des Washingtoner Kabinels wegen Feststellung eines all⸗
gemein giltigen Wer hverhältnifses zwischen Gold und Silder von
NReuem zu unterbreiten haben werde. Es unterliegt kaum noch
einem Zweifel, daß die amerikanische Regierung an die Wiederauf⸗
iahme des im vorigen Jahr in Paris abgehallenen Münzlongresses,
velcher damals an der Opposition Deuischlands scheiterte, denkt
und zu diesem Zveck alle Hebel in Bewegung setzt, um die Unter⸗
jützung des Reichskanzlers für ihr Project zu erlangen.“

Ueber die Manöverreisen des Kaisers nach Preußen
und Pommern berichtend schreibt die „Prov. Corresp.“: die Uebungen
im Bertiche beider Armeecorps machten einen günstigen Eindruck
und bestätigten nach allseitigem Zeugniß die erfreuliche Ueberzeugung
‚on der stetig fortschreitenden Ausbildang unserer Armee.

Abgesehen von dem schon seit längerer Zeit ventilirten Projelte
vegen Vermehrung der Feldartillerie des deut chen Heeres wird auf
Brund der in letzter Zeit eingegangenen Berichte über die Organi⸗
jation der franzoösischen Feldartillerie die Moöglichkeit bezw. Noth⸗
vendigkeit einer Aenderung in dem deutschen Geschützsystem diskutirt,
welches durch das in der französischen Armee eingeführte Geschütz
in mehrfacher Beziehung in den Schatten gestellt werden soll. Die
Erwaͤgungen find zur Zeit noch nicht abgeschlossen; indessen gilt die
Bejahung der Frage in militätischen Kreisen für wahrscheinlich.

Metz. Zum würdigen Empfange Sr. Wajestät des Keisers
im 28. d. M., Abends 7940 Uhr, wird hier eine erfreuliche Thä⸗
igkeit entwickelt. Hierbei kommt diesmal eine wirllich hübsche
Idee zur Ausführung. Die verschiedenen Vereine von Metz und
Umgegend haben nämlich beschlossen, vom Bahnhof bis zum Be⸗
zirtt präfidium Spalier mit Lampions zu bilden. Die Vereine
werden in natstehender Reihenfolge Ausstellung nehmen: Krieger⸗
zerein Metz, Gewerbeverein, Thalio, Liedertafel, Vogesenllub, Leh⸗
erfeminar, Maschinenwerkstätte Montigny, Fauna, Fidelio, Steno⸗
zraphenverein, Liedertafel Montignh und Kriegerverein Montigny?“.
Obwohl durch die ansehnliche Mitgliederzahl der Vereine die Durch⸗
führung der Aufstellung bereits gesichert ist, so fotdert das aus
denselben gebildete Komitee dennoch heute die Bevöllerung von Mitz
and Umgegend auf, sich an dieser Veranstaltung zu betheiligen.

Ausland.

London, 17. Sept. Gegenüber der Nachricht der „Times“
mus Kandahar, die Proklamirung des heiligen Krieges betreffend,
die bis jetzt unbestätigt geblieben ist, meldet der „Standard“ aus
Bombay vom 16. Seplember: Das Gerücht, der Emir sei der
Bewegung gegen die Engländer beigetreten, wurde durch Auf⸗
tandische verbreitet, um die Stämme zu veranlassen, sich ihnen
anzuschliehen. Der Versuch ist aber bis jetzt mißlungen.

London, 17. Spibr. ‚Reutet's Bureau“ meldet aus
Zapstadt vom 29. Augusi via Aden: Koönig Cetewayo ist am
28. August gefangen genommen worden.

Die neuesten Vorgänge in Afgbanistan werden von den

Russen, wie begreiflich, mit größter Spaunung verfolgt, denn jetzt
exst dürfiten sich die Folgen, welche die zarische Regierung von
inem englisch⸗afghanischen Kriege erwartete, bemerkbar machen.
Vergebens müht sich die „Times“ ab, zu beweisen, daß die Nie⸗
)ermetzelung der britischen Gejandischaft in Kabul nur eine ver⸗
inzelte unpolitische That des Fanatismus gewesen sei — Alles
seutet vielmehr darauf hin, daß es sich um einen wohl ausgedach⸗
en Plan handelt. Während das halbamtliche Organ der russischen
stegierung, das „Journal de St. Petersbourg?, ganz allgemein
von der Ausgleichung der russischen und englischen Interessen in
Mittelasien spricht, deutet der „Golos“ die Art und We'se an, in
velcher man sich in Petersburg diesen Ausgleich ausgeführt dentt.
„Die Unruhen in Afghanistan“, schreibt das russische Blatt, „und
ẽnglands schwierige Lage bieten Rußland eine günstige Gelegenheit,
rinen Eirfluß in Buchara zu befestigen und den englischen Einfluß
n Persien, welcher Rußland feindlich ist, zu verdrängen. Dieses
ziel kann erreicht werden, indem man das Recht Englands zur
interwerfung Cibuls und Eundahars anerkennt, vorausgesetzt, daß
herat an Persien — das heißt an Rußland — übertragen wird,
ils Entschädigung für die Annexion eines Landstriches am linken
Ufer des Alrek durch Rußland, welches diesem genügen wird, um
ort auf einer sicheren Grundlage seine Operationen vom kaspischen
Meere gegen Mero zu organisiren und das auch den Lagergrund
»er Tutkomanen umfassen würde.“ Der Plan ist sehr einfach,
)enn er läuft auf eine Theilung Afghanistan's zwischen Rußland
ind Eugland hinaus, wodei ersteres die fruchtbaren Gebiete, letz⸗
eres die unfruchtbaren Gebirge, eine erweiterte „wssenschaftliche
Brenze“ erhalten würde. Man hat Grund zur Annahme, daß
zieser Plan na nentlich im russischen Kriegsministerium befürwortet
vird und da dieses noch stets mächtiger gewesen ist, als das aus⸗
värtige Amt, so dürjte die Frage dald praktische Bedeutung er⸗
sal:en, es sei denn, daß die Englander sich mit der bloßen Zuͤchti⸗
zung der Kabulefen begnügen, im Uebrigen aber den Zustand, wie
r durch den Frieden von Gundamak hergestellt worden, erhalten
vollten. Das würde nur einen Aufschub, nicht eine Lösung des
donflikis bedeuten. Da die Lage Rußlands in Central:Asien gün⸗—
tiger ist als diejenige der Engländer und die Russen mit den
Asiaten besser als die Engländer umzugehen verstehen, so dürften
ene schließlich auch ihre Absichten durchjctzen.

Konstantinopel, 17. Sept. Heute waren in der
5tadt verschiedene Gerüchte über ein angebliches Attentat auf den
S„ultan verbreitet. Veranlassung hierzu gad ein angeblich geisftig
jestörtes Individium, welches den Eingang in den Garten von
Jeldiz Kiosk erzwingen wollte, hierbei 8 Soldaten verwundete und
»Abst schwer verwundet wurde.

Bermischtes.

Die Direckion der pfäl ziscchen Bahnen hat eine Verordnung
tlassen, wonach Plakate in den Stationsgedäuden nur nach vorher
ingeholter Genehmigung aufgehängt werden dürsen. Die Gebühr
zafür beträgt auf den Bahnhdien 1. Classe 5 Pf., auf allen übti—
jsen Stalionen 3 Pf. für den Quadraldecimeter, mindestens aber
2 Mk. jährlich. Befreit von dieser Gebühr sind jene Plakate,
velche sich ausschließlich auf Verlehrsverhältn sse deziehen, wie Fahr⸗
läne, Anzeigen über Omnibus-Verbindungen und Dampischiff⸗
ahrten, ferner temporäre Bekann!machungen, welche die Frequenz
u erhöhen geeignet sind, wie über Ausstellungen, Pferderennen,
Alaemeine Vollsfeste.

f Bisher waren die an zffentlichen Kalfen einzu⸗
eichenden Rechnungen don 8 M. an auf Stempelpoprer. Vom
. Oltober mit Einführung der neuen Gebührenordnung sind Rech
rungen schon von 5 M. an stempelpflichtig. J der, der dicse Er⸗
parniß noch machen will, möge sich daher beeilen, seine ag öffeut⸗
iche Kassen zu stellenden Rechnungen noch vor dem 1. October ein⸗
uretichen.

fAltenglan, 16. Sept. Gestern Abend bei dem letzlen
Zug von Landstuhl nach Kusel ist zwischen Theisbergstegen und
isenglan der Scheffaer vom Zug gelallen, während der Zug im
        <pb n="514" />
        Behen war, wobei er den Arm gebrochen hal. — Gesiern hal Herr
Rübel von Neunlirchen am Potzberg das Vergnügen gehabt, einen
weißen Feldhasen zu schießen. (Pf. V.)
—gn— Kaiserslautern, 16. Septbr. (Land⸗
wirthschaftliche Ausstellung.) Da in Folge der äußerst
zahlreichen Anmeldungen zur landwirthschaftlichen Ausstellung selbst
die ausgedehnten Räume der hiefigen Fruchthalle zur Unterbringung
der vielen Ausstellungsobjekte nicht ausreichen, wird gegenwärtig
zum Zwecke der Ausstellung von Maschinen, Geräthen ꝛc. der Frucht
hall⸗ und Schillerplatz umzäunt und auf letzterem eine große, gedeckte
Halle errichtet. Die erwühnten Räume werden aber immer noch
nicht zur Placirung der angemeldeten Ausstellungsgegenstände aus⸗
reichen, so daß noch der in der Nähe der Fruchthalle zwischen dem
Realschusgebäude und dem Marxschulhaus gelegene Marvplatz ver⸗
wendet werden muß. Die Ausitellung felbst soll am Samstag, den
4. Oktober. l. Irs., des Vormittags um 11 Uhr, erdffnet werden.

FKaiserslautern. Dr. Heiner (nicht Heine, wie
es neulich irrthümlich hieß), dessen Gutachten bezüglich eines von ihm
untersuchten Weines vom Prof. Wislicenus in Würzburg als falsch erllärt
worden war, unterstellt in der Ksrsl. Ztg.“ dem Urtheil von Sach⸗
verständigen einstweilen (bis ihm das begründende Gutachten des
Proͤf. Wislicenus zulommi) die Analhse jenes Weines, wie sie seine
hemische Untersuchung ergab: specif. Gewicht O0,997; Altohol 6,48;
Extractivstoff 1,78; Asche 0,14; Säure 0,69; Zucker 0.018
sSpuren); Glycerin 0,719 Procent.

rNeustadt, 16. Septbt. Das hiesige Handels⸗ und
Gewerbegremium hat sich gegen das Verlangen der Mindener
Handelskammer, daß dem Weingroßhandel wieder der frühere Zoll⸗
cadatt von 6*3 bezw. 20 Priozent gewährt werden möge. ausge-
prochen und an die pfälzische Handels- und Gewerbekammer das
Etsuchen gerichtet, eine Gegenpetition an das Reichskanzleramt zu
richten. Das Neustadter Gremium macht geltend, dieser Rabatt,
welcher thatsächlich eine Herabsetzung des Zolleßs um 6?4 resp.
20 Proz. bedeute, käme nur den großen Händlern zu Gute; diese
aber hätten durch den hohen Zoll auf Flaschenweine schon genug
Bortheil. (Pf. K.)

FGermersbeim, 186. Septbr. Heute slürzte sich ein
Soldat vom 1. Bataillon, 3. Comp. des 17. Inf.-Reg. aus dem
dritten Stock der Zoller-Caserne und war sofort eine Leiche. Ur⸗
jache: weil er nicht mit den Urlaubern nach Hause konnte.

Germerheim, 18. Septbr. Wie uns mitgekheilt
wird, erhielt Bezirks-Obmann Deboi von hier in seiner Eigenschaft
als Präsidial⸗Mitglied des unter dem Protektorate Sr. Maj. des
stönigs Ludwig II. stehenden bayerischen Veteranen⸗, Krieger⸗ und
Kampfgenossen⸗Bundes die Weisung, sich an die Spetze sämmilicher
bei der Kaiserparade in Straßburg erscheinenden pfälzischen Krie⸗
gervereine zu stellen und dieselben dem Kaiser vorzuführen.

FFrankenthal. Die genannte Madonna von Limburg
wird in Köln zur Versteigerung kommen, wo demnächst die von
dem verstorbenen Bischof von Hildeebeim hinterlassenen Kunstgegen⸗
stände versteigert werdeu.

FAus Anlaß der am 19. d. M. in Straßburg und am
23. d. M. in Metz Statt findenden großen Kaiserparaden werd
auf den pfälzischen Bahnen eine Fahrtaxpreisermäßigung von 5000
für alle Besucher in nachbezeichneter Weise bewilligt. J. Zur Reise
nach Straßburg: Die am 18. und 19. d. M. gelösten direllen ein⸗
fachen Fahrbillete nach Lauterbura, Weißenburg oder Straßburg
haben auch Giltigkeit für die Rücksahrt und zwar bis inkl. 20.
September. M. Zur Resse nach VPietz: Die bei den pfälz. Siat'onen
am 22. d. M. gilösten direlten Billete nach Saargrmünd, Neun—
rchen und nach Metz über Sacrgemünd oder Forbach sind auch
sür die Rückfahrt und zwar bis inkl. 24. d. M. giltig. Sämmt⸗

liche B'llete sind vor der Ausgabe auf der Rückseite mit dem Sta—
tionsstempel zu versehen.

fWMainz, 15. Sept. Ein sehr geheimnißvollis Verbrechen
kat unsere Sicherheitspolizei in Aufregung versetzt. Im Laufe der
perflossenen Woche wurde von hier aus mit der hessischen Ludwigs⸗
dahn ein Koffer mit Inhalt an einen in Bosel wohnenden Herrn
zesendet. Der Koffer lam an, doch gelang es der Bahuverwaltung
zu Basel nicht, den auf dem Frachtbrief angegebenen Adressaten
nusfindig zu machen. Das Frachistück wurde in Folge dessen ge⸗
zffnet, um vielleicht auf diesem Wege Anhaltepuntte zu erlangen,
aber wie war die Behötde erschrocken, als man in dem Koffer an⸗
statt Kleidungsstücke ꝛc. die Leiche eines neugeborenen Kindes erblickte.
Die hiesige Polizei erhielt sofort von dem schrecklichen Fund Kennt
niß und wünschen wir nur, daß es derselben gelänge, den Schläer,
der über diesem Dunkel bis jeht nochh schwebt, zu lüften. — In
einer heesigen Wirthshaft wurde gestern ein Metallgießacgehilfe aus
Aachen wegen Majestäts beleidigung verhaftet.

M annheim, 16. Septbe. Die Frau eines h'er woh⸗
nenden Inspectots einer Lebensversicherungsgesellschaft ist gestern
Abend auf gräßliche Weise um's Leben gekommen. Sie nahm das
Licht mit auf den Abort und jsdeint dort eingeschlafen zu seir.
Sypäter hörten die Üübtigen Bewohner des Hauses eißen Schrei, be

achleten denselben — es war gegen Mitternacht — aber vich!
weiter. Erst als ein anderer Bewohner des Hauses heimtehrend,
Feuer im Abott dieser Wohnung bemerkte, eilte er dahin und fand
die unglückliche Frau sast ganz verkohlt. Der Gatte, welcher sich
noch in Gesellschaft befand, lonnte seine Frau nicht mehr sprechen
dean sie war inzw schen gestorben.

FEtlwangen, 7. Septbr. Große Sensation erregte
die Ungiltigkeins ⸗-Erklärung der heutigen Abiturienten⸗Prüfung am
hiesigen Gymnasium durch den kgl. Studienrath wegen im Com⸗
plott verübten Betruges. Einige der betheiligten Gymnasiasten
hatten fich die Prüfungs Themata zu verschoffen gewußt, übrigens
auf eine Weise, welche die Annahme mangeinder Vorsicht auf der
andern Seite ausssbließt. Jm Zusammenhang damit steht es ohne
Zweifel, daß in den Wohnungen des Rektors und eines Professors
die Fenster eingeworfen wurden.

FStutigart, 12. Septbr. Ju der bikannten Hack⸗
änder'jchen Nachversteuerungsesache ist kürzlich das Urtheil vom Ge⸗
richt gesprochen worden. Es lautet auf Nachzahlung von 12,000 M.
und auf die gesetzliche Verzehnfachung dieses Betrages als Strafe.
Damit würde der bedauernsweithen Fämilie, welche an der Steuer⸗
porenthaltung Hackländer's bei dessen Lebzetten ganz unbetheiligt
st, alles Vermögen genommen werden, das der fruchtbare Schrift⸗
teller hinterlassen hat. Die Wittwe hat sich deshalb mit einem
Bnadengesuch an dern König gewandt und man muß gespannt
darauf sein, wie die allerhöchste Entscheidung ausfallen werde.
Viel Hoffnung auf Gewährung des Gesuchs, die 120,000 Mart
Strafe zu erlassen, ist freilich nicht zu hegen, da damit ein für
dergleichen Vorkommnisse allzu bedenkliches Präcedenz geschaffen
würde.

FStuttgart, 17. Sepibr. Die 7. Versammlung des
zeulschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege wurde heute er⸗
zffnet. Es haben sich 170 Theilnehmer eingefunden. De Ver—⸗
ammlung wurde don Seiten der Regierung und der Stadt be—
rüßt. Bürgerwmeister Eyrhardt von München wurde zum Vor⸗
itzenden gewählt. Professor Hirsch von Berlin vertheidigle Thesen
iber Schutzmaßregeln gegen vom Auslande drohende Volksseuchen
und verdreitete sich insbesondere über Grenzsperre und Qua⸗
ranlaͤne.
r,Munchen, 16. Sept. Laut allerhöchster Verordnung
J. d. Schloß Berg den 8. d. Mis. ist bei den lürftigen Amtege
richten, sowie bei jedem Notaꝛe des Konigreichs zum Eintrage von
Privaturtunden zum Zwecke der Festellung des Datums ein Buch
zu führen; die Einträge in dasselbe haben durch den Gerichlsschreiben
hezw. Norar zu geschehen.

Münster, 11. Septbr. Großes Aufsehen ertegt hier
der prötzliche Tod eines in den besten Jahren stehenden angesehenen
VPannes. Anfangs hieß es, decselbe sei an Unterleibgentzundung
zestorben. Jetzt hat es sich jedoch der „D. Z.“ zufolge herausge—
tellt, daß der Enischlafene sich wegen eines langjährigen Leidens
mit einem Quackfalber in Holstein in Verbindung geseht hatte, von
vem derselbe einige Pulver erhielt. Nach dem Tode, der vor acht
Tagen erfolate, ist der Rest der Pulver don einem huesigen Apotheker
intersucht und iu demselben eine so große Quantital Arsenik gefunden
worden, wie sie niemals verordnet werden darf.

JTessin, 18. Siptbr, JInsolge der plötzlichen almosphä⸗
rischen Depression hatten wir in der Nacht vom'9. auf den 10.
). Mis. eine scharfe Kälie; eine Frau aus dem Bleniothole ist
nit 20 Schweinen, welche sie ins Thal treiben wollle, eifroten.
Die Heerden auf den Alpenweiden haben des gefallenen Schnees
jalber zum großen Schaden der Aelpler und des Viehs herabsteigen
nüssen. Zum Glücke hat sich das Weiter wieder zum Vesseren ge⸗
vendet und wenn es bis zum Ende dieses Monals sich hält, so
werden die Trauben ausrefen; sie find im Vergleich mil anderen
Jahren um eiwa drei Wochen zurück, ebenso die Kastanien und die
späteren Feldfrüchte. (N. Z3. 3.)

7 Wismar, 16. Sept. Heute Vormittag lollidirte bei
dem Seebad Wendorf der englische Dampfer ‚Autilope“ mit dem
Wismar'schen Schooner „Germania“ bei stillem, sounigen Wetter.
Die „Bermania“ sank sofott. Die Mannschaft wurde gerettet.

F Wie man in Franlreich Geschichte macht und was noch
chlimmer ist, auch in den Schulen lehri, darüber liesert die Hi⸗
toire de France v. V. Durny ein lehrreiches Beispiei.“ In Ve⸗
ug auf den letzten Krieg heißt es z. B., die deutschen Heere seien
Mannern anverttaut gewesen, die den Satz ou'stellien, daß Gewall
yor Recht gehe und die sich überhaupt aus Gerechtigleit und Ehre
nichts machten. Frankteich sei zum Kriege gezwungen und von dem
)rei bis dier mal stärkeren Feinde überwältigt worden, der trotzdem
ich nur aus der Ferne oder im Gebüsch versteckt zu schlagen wagle.
Ju Bezug auf Straßburg ist gesagt, daß es 1681 ebenso wie Vietz
1552 freiwillig von Deuischland au Frankreich abgetreten worden
ei; das histot sche Recht sei also auf franzoͤsischee Seite. Außetr
)en 58 Milliardea seirn noth Hundert:e von Millionen in Folge von
Requ'sitionen und Diebstahlea an Mobela, Silbergeschitt, Büchern
und sturnstejenständen über den Reein gegangen. Ein Seitenfs
        <pb n="515" />
        zu diesem Geschichtswerk bilden die ebenfalls in vielen französischen
Schulen verbreiteten, in den letzten Jahren erschienenen Landkarten,
in welchen Elsaß Lothringen immer unoch zu Frankreich gerechnet ist.
GBGlückbringend! In der Rue du Faubourg⸗ Mont⸗
marire zu Paris hatten sich am jüngsten Sonntag gegen 10 Uhr
Abends mehrere Wagen derartig verfahren, daß eine Verkehrestod⸗
ung entstand. In dem Menschenknäuel, der sich zusammendrängte,
befand sich eine ältere bucklige Dame und neben dieser ein Straßen⸗
iunge. Was that der infame Lümmel? Er strescht der alten Daun
mit der Hand über einen Theil des Korpers, der zwar eine Aus
eichnung, aber keine Zierde für sie bildete. Voll Wuthz drehte die
Alte sich um, Feht aber nicht den Jungen, der sich in der Menge
derstect hat, sondern einen hinten ihr stehenden Heren, den sein
Lächeln als den boswilligen Spaßmacher verräth und dem sie ohne
Weiteres eine mächtige Ohrfeige applizirt. Der Geschlagene ist
außer sich, er holt mit dem Spazierstock aus, die Alte bückt sich
jedoch, und ihr Nachbar rechts, ein harmloset Bourgesis, belommi
den Hieb, der ihr gegolten, mitten in's Gesicht. Diese ganze Siene,
die in ihrer drastischen Wirkung lebhaft an gewisse Circus- Panto⸗
mimen erinnerte, spielte sich in zwei Selkunden ab. Die Umstehen ⸗
den schüttelten sich natüclich vor Lachen, während die Nächstbethei⸗
ligten, guf deren Kosten sich diese allgemeine Heiterteit eutwickelte,
dadurch noch mehr in Zorn gesetzt wurden und eine regelrechte
Keilerei? zu Dreien aufführten, die erst endete, als ein Paar Po⸗
zisten interdenirten und die Kombattanten nach der Polizeiwache
in der Rue Drouot mitnahmen. Der Anstifter des Skandals, der
Hassenjunge, gab verdnügt grirsend den Arrestanten das Geleit,
hat abder, als ob er nie ein Wässerchen getrüdt hätte. Da kein
herer Beamter auf dem Wachtbüreaun anwesend war, so wurden
zie Ruhestörer Behufs späterer Vernehmung einfach eingestickt und
jerbrachten die Nacht im Polizeigewahrsammn. Am Montag früh
sührte man sie vor den Kommissär und eben sollte das Verhör de⸗
zinnen, als der Gaimin im Bureau erschien und halb lustig, halb
ingstvoll seine Unthat am vorigen Abend eingestand. „Veifl....
Lümmeh,“ suhr der Beamte ihn an, „wie iommst Du auf solche
jaule Witze?“ „Ja, Herr Kommissär“ antwortete der Schlingel,
„sehen Sie sich die Dame mal von hinten an! Sie wissen doch,
wenn ma da 'rüber streicht, Das bringt Glüd.“ Die drei
Oper dieses Aberglaubens konnten sich selbst des Lachens nicht er⸗
wehren, und da sie unter einander auf die Stellung von Siraf⸗
anträgen wegen Mißhandlung verzichteten, so ließ auch der Polizei⸗
ommissär es hinsichtlich des Straßenstandals bei der schon erlittenen
Strafe bwenden. „Sehen Sie wohl,“ sagte der Straßenjunge zu
den Entlassenen, „Sie haben immer noch Glück!“
7Petersburg, 153. Sepibr. (Ländlich, sittlich) In
Zarskoieselo hatte kürzlich ein Mann seine Frau wegen Trunlsucht
an die Kette gelegt und war deshalb in Untersuchung gezogen
worden. Wie die „Neue Zeit“ hört, hat die Frau in der Unter⸗
juchung ausgesagt, zwischen ihr und ihrem Manne bessände eine
Abmachung, daß der betrunkene Theil von dem nüchternen an die
stette gelegt werden dürfe. Von einer Gewaltthat oder widerrecht⸗
lichen Freiheitkentziehung könne gar keine Rede sein. Wier an die
steite lommt, erhält neben sich gestellt ein wenig Branntwein mit
einem Imb ß. Die Kette wird abgenommen, sodald der Gefesselte
aüchtern geworden ist und um Befreiung bittet.

F Edison, der Unermäüdliche, hat eine neue Vor⸗
richtung geschaffen, welche die Anwendung des Telephons zu verall⸗
jemeinern verspricht. Am 1. September hat er vor dem wissenschaft ⸗
ichen Verein in Saraloga Proben abgelegt, welche die kühnsten
Erwartungen übertrafen. Ohne Benutzung von Schallhörnern waren
die in großer Entfernung gesprochenen Worte oder gesungenen Lieder
zen tausend Anwesenden çanz ebenso deutlich, vernehmbar und llar,
als ob die Sprechenden und die Sänger in demselben Zemmier ge⸗
vesen wären. Edison war ehrlich genug zu erllären, daß er s.idst
aech nicht recht wisse, worauf er dieses großartige Resultat zurück
zusühren habe. Judessen habe er zuauchst den Ersolg zu konsialiren
und werde sich nan bemühen, seine Vordidingungen sestfustellen.

F Die Selbstmörder scheinen in muester Zeit darcuf
versessen zu sein, in möglich origineller Weise aus dem Leden zu
cheiden. So wird aus Edmsa dlham ein ungemein absonder⸗
licher Selostmotd gemeldet. Die beiden Vauerssoöhne und Brüdet
Florian und Franz Hoffinger hatten bereits vor drei Jahren um
die Gunst der Bauerdirne Maria Fiebinger sich beworben. Die
Fiebinger verl'ebte sich in den älteren Bruder Florian, uuterließ es
aber nicht, als dieser zum Militär abgestellt wurde, d'ie Lebe an
einen Bruder Franz zu übertragen. Vor drei Wochen kehrie nun
Flotian in seinen Heimathsort zurück und sein erster Gang war zu
einer vermentlichen Geliebten. DTer Empfang, der ihm dereilet
vurde, ließ für Ftauz das Schlimmste befürchten. Franz bestürmte
das Madchen, ihn icht unglüchlich zu machen, er werde, falls fie
den Bruder in der Liebe vorziehen sollte, zum Selbstmorde seine
Fuflucht nehmen. Umsonst — das Mädchen hatte für ihren ein⸗
sigen Gelicbien aue Worte des Spoites. Als nun am deiflossenen
Sonnabend Abends der Vursche ahermals um die Fortsetzung der

hela anischaft die Fiebinger anging, sprach diese zu üahm ˖ „Geh,
du Feigling, sprichst immer von Selbstmord und traust Dich nicht,
enselben auszuführen, spring einmal in die Salzach, es ist fo nicht
chade um Dich.“ „Das werde ich wohl nicht thun,“ anlwortkere
er Bursche, „ich werde aber einen Selbstmord ausführen, über
velchen Dir die Hagre zu Berge steigen werden.“ Sprachs und
nifernte sich. Sonntag Morgens, als seine Eltern und Geschwister
n die Kirche gegangen waren, führte er ein junges Pferd aus dem
5talle, befestigte einen langen Strick an demselben und nachdem er
ich selbst das Ende des Sirickes um den Leib gebunden hatie, legte
reinen glimmenden Schwamm in eines der Ohren des Pferdes.
Ddas arme Thier lief vor Schmerzen über Berg und Thal, Wald
ind Wiese, den bedauernswerthen Burschen hinter sich ziehend, bis
s an den Seelirchner See gelaufen kam, in denselben sprang und
den Selbstmörder mit hineinzog. Sowohl das Pferd, als auch der
hredlich zugerichtele Leichnam des Franz Hoffinger wurden noch im
daufe desselben Tages aus dem See gezogen.

fVon ärztlichet Seile wird neuerdings darauf aufmerksam
jemacht, daß das Seilspringen, belkannilich eines der be—
iebtesten Spiele der Kinderwelt, vorzuzsweise der Mädchen, für die
vesundheit überaus gefährlich isft. Nicht allein daß durch das Ein⸗
uhmen des bei den Uebungen mössenhaft aufgewirbelten Staubes
ie Lunge sehr bedroht wird und die fottwährenden Ssoße der Füße
jegen den harten Boden höchst nachtheilig auf das Nervben system ein⸗
virken, werden auch durch diese Art des Springes chronische Ge⸗
)irnerschütterungen erzeugt, und bei zarten Kindernaluren kann Ge⸗
rnentzundung in bedenklicher Form auftrelen. Ebenso sind in
rolge genannter Bewegungen Foͤlle von Darmverschlingungen kon⸗
tatirt worden, die meist tödtlichen Ausgang nahmem, ünnte diesen
Imständen kann nicht eindringlich genug vor dem Seillpringen ge⸗
vatnt werden.

rKechts⸗Scchutz.“ Unter diesem Titel eischeint seit
Januar dieses Jahres in Berlin ein freisinniges Organ zur
wpuldren Beurtheilung richterlichter Enischeildungen und zur Be⸗
brung und Auftlärung auf dem weiten Gebiele des Rechtswesens.
dieses Blatt hat sich die hohe Aufgabe gestellt und nach den bis
eßt erschienenen Rummern auch zu losen derstanden, nicht nur die
n das Justizgebieie einschlagenden Gesetze mit außerordentlicher
dlarheit zum vollsten Verständniß für das gesammte Publicum zu
eleuchten, Licht⸗ und Schaltenseilen derselben gebührend hervorzu⸗
eben, sondern auch die Thätigkeit des Richters durch sachgemaͤße
dritik seiner Handlungen und Entscheidungen zum Segen sür die
hechtsprechung zu controlliren. Außerdem bietet die belehrende Be⸗
intwortung der verschiedenartigsten Änfragen auf allen Rechtsgebieten
inter der Rubrik Rath⸗ und Austunfto Ertheilung“ einen großen
„chatz zur Hebung der Rechtskeuntniß im Volke und giebt den
desern Gelegenheit, sich über die heitelften Rechtsfragen eine sachge⸗
naße Auslunst zu verschaffen. Auch für ein gediegenes Feuilleton
ius den Aunalen der Criminaljustiz ist besten⸗ gesorgt. Wir em⸗
fehlen daher das Abonnement auf dieses Blattum so angelegent⸗
icher, als mit Rüchsicht auf die zahlreichen und durchgreifenden
lenderungen in unserer neuen Justizorganisation eine Informirung
des Publikums unumgänglich nothwendig ist und als eine noch
beitete Veröreitung desselden e'nen immer heilsameren Einfluß auf
die richterliche Thaͤtigkeit gewinnen muß. Der Preis von M. 1,50
pro Quartal, — wohür dasselbe sowohl durch jede Buchbandlung
als durch die Post zu beziehen ist — ist ein so billiger, daß Jedem
Belegenheit geboten wird, sich diese so wer' hvolle Zeitschrift zu hatten,
aczhalh zu hofsen ist, daß der „Rechts⸗Schutz“ bald in teinem Hause
feblen wird—

Gemeinnütiges.

Der Apfel aus dichtiges Nahrungsmittel.
Sorgfältig ausgeführte Analysen haben ergeben, daß der Apfel eine
iel größere Menge Phothpor enthält als irgend eine andere Frucht
der ein Gemüse, und daß daher diese Fruchtgattung den geistig
ingestrengten, eine sitzende Lebensweise führenden Menschen zum
Benusse seht empsohlen werden kann, umsomehr, als sie außer
Bhesphor (Gedicnfutter) gewisse Säuren enihalt, die vor Gelbsuckt,
3cblaflosiaken und Hautkrankteiten schützen.

Moarssitberichte.

Zweibrücken, 18 Septbr. (Fruchtmitteipreis und Bictualienmarkt.
Beizen 10 M. 09 Pf. Korn 7 M. 92 Pf. Gerste zweireihige d M. — Pf.
ꝛierreihige ß6 M. 50 Pf., Spelz 6 M. 22 Pf., Spelzkern — M. — Pjf.
dinkel — M. — Pf., Mischfrucht 8 M. 27. Pf., Hafer 6 Mss vij,
erbsen — M. — Pf., Wichen O M. — Pf., Kartoffeln 2 M. 40 Pf.
den 8 M- 20 Pf., Stroh 2 M. 20 Pf., Weißbrod ün, Kilogr. 52 Pf,
dornbrod 8 Kilogr. 73 Pf., 2 Kilogr. 49 Pf., UKilogr. 25 Pf Gemisci⸗
rod 3 Kilogr. 89 Pf., das Paar Wech 109 Gr. 6 Pf. Rindfleisch T. Quai.
'9 Pf. U. Qual. 50 Pf. Kalbfleisch 0 Pf. Hammelfiiich 80 Pf. Schweinefleisch
8 Pf. Buttet/⁊ Kilogr.O M. 95 Pf. Wein 1 Liter do Pf.Viet JLiter 24 Pf.

— — — —ñ e —ñ—— —
dr dißä NPedactian veracüö
        <pb n="516" />
        Wimenschafilich geprüft u. begutachlet. Beonsdictinęev-
Voppelkräulermagenbitler,
ach einem alten aus einem VBos⸗
edictinerkloster stammenden Recept

brizirt und nur en gros ver⸗
jandt von

q. PE˖NGVL in Gottingen

(Provinz Hannover.)

Der Benedictiner ist bis
zi das kostbarste Hausmittel uud
eßhalb in jeder Familie beliebt
eworden. Der Benedictiner
tnur aus Bestandtheilen zufam
iengesetzt, welche die Eigenschaften
nesihen, die zum Wiederaufbau

eines zerruütteten dahinsiechenden
sörpers unbedingt nöthig sind
er ist unersetzlich bei Magenleiden, Unverdaulichkeit, Haͤmor⸗
hoiden, Reraenleiden, Krämpfen, — Haͤntaus⸗
ee Glechten) Athemnoth, Gicht henmatismus,
Schwächezuftänden, sowie bei Leber⸗ und Nieren leiden
And vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedicetiner reinigt das Blut und vermehrt dasselbe,
er enffernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
selbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geift munter und
frisch, siellt de Harmonie des Körpers wieder her und verdängert das
Leben bis zu seinem vollen Maße.

NB. Jede Flasche ist mit dem Siegel „C. Pingel in Göttingen“
verschlossen und mit dem geschützten Etiquett versehen.

Preis aͤ Fl. von ca. 330 Gr. Inhalt 8 M. 80 Pf.
—M— , 660 M e G M. 73 pPj.

Bei 5 Fl. Verpackung frei. Bei 10 Fl. freie Verpackung u. l Fl. gra⸗

sis. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage· En gros-

Bersandt durch die Fabrik.

Urtene eupfiehlt sich
einem verehrlichen Publikum
im Färben u. Druk⸗
ken aller Stoffe und

Kleidungsstücke
inter der Zusicherung rascher und
zuter Bedienung.

Gefl. Aufträge beliebe man
bei Herrn G. Eh. Kayser
in St. Ingbert zu machen.
wo auch meine Musterkarte
zur gefl. Ansicht ausliegt.

Sulzbach, im Septemb. 1879.

Achtungsvoll
K. Iselt.

Lrieger-Vorein.
Sonntag, den 21. Sep—
tember 1879, Nachmittags halb
1W Uhr im Vereinslokal

Generalsversammlung.
Tages· Orduuug ·
i. Rechnungsablage.
2. Neuwahl.
3. Stiftungsfest.
Um zahlreiches Erscheinen bittet
Der J. Vorstaud
Fischer.
in Haarpfeilen, Agraff- ana Giraff-
Das Neueste αιαæ
Staubkaämmen in Elfenbein. Büffel-
sorn una Kautschuck iet einæorrofen boi
IoB. Iræirieh. Friseur.

neichenhaller Kirchenbau⸗Lotterie.
200 000 Loose. — Geldgewinnste 185,000 Mark.
Ziehung am 15. Oktober 1878.
Treffer 60, 000 Vi., 25,000 M., 10,000 M. u. s. w.
Lovse à 2 Mark zu bezichen durch die
General⸗Agentur
Oarl Lang, Bankgeschäftin München.
Hier zu baben bei Herrn Franz Woll.

Attest:

Frau Katharina Ehrnhofer, Soöldnerin am Gschwend
n Benediltbahern in Oberbayern berichtet am 2. Mai 1877: Da mich
o viel Gichtleidende um Ihren „Benedictiner“ zu schreiben ersuchen, weil
vei vielen schon die erste Flasche Besserung brachte, bitte ich um baldige
ernere Zusendung von 10 Flaschen aͤ 330 Gr. ꝛc.

Riederlage in St. Ingbert bei Herrn J. Friedrich.
AhonnementsEinladung.

Auf das mit dem 1. October a. c. beginnende 4. Quartal erlauben wir

uns zuni Abonnement auf daz

Südpfaͤlzische Wochenblatt“,
Anzeigeblatt sür die Kantone Bergzabern. Dabn und Kandel,
hierdurch geziemend einzuladen.

DasSudpfalzische Wochenblalt“ erscheint wie seither vierman
wöchentlich, mit zweimaliger Beigabe des beliebten Unterhaltungsblaites

„VDer Erzähler.“

Der Abonnementispreis betragt durch die Post bezogen M. 1.23.

Inserate finden im „Südpfälzischen Wochenblait? eine weite Verbreit⸗
ung und wird die einspaltige Zeile zu 8 Pfa., groͤßere Aufträge mit
entjprechendem Rabatt berechnet.

Duͤrch die Reichhaltigleit seines Inhaltes ist das „Südpfälzische Wochen⸗
latt“ zu einem sehr beliebten und vielgelesenen Blaite sowohl in hiesiger
Stadt, als auch in den Kantonen Bergzabern, Annweiler, Dahn und Kandel
jeworden und erfreut fich zahlreicher Freunde und Gonner.

Das Eudpfalzische Wochenbiatt? bespricht die politischon Ereignisse in
objecliver und ruhiger Form ohne alles Parteigezanke und richtet namentlich
sein Hauptaugenmerk nicht allein auf die localen Interessen der Stadt Berg⸗
jabern und deren nächsten Umgebung, sondern auch auf die Vorgänge in der
zanzen Pfalz, worin dasselbe durch gefällige CKorrespon denzen zahlreicher
Freunde unterftützt wird; ebenso finden die Interefsen des Handels, Gewerbes
nd der Landwirthschaft in demselben geeignete Vertretung.

Bergzabern, im September 1879.

Die ebaelion und Expedition des Züdvf. Wochenblattes.“

Metho

f- AgenScheidt.
ltalienisch. onterichusnete Span isch.
— —
bearbeitots von
Prof. Twan Wagiemonos,; Prof. Giamb. Buonarenturq,
Prof. Gil Lunarates, Dr. Theophil Helmhorst und
Dr. Albert Schmidt.
Die SBMISCBGn Unterrichts-Briefe sind complet in 2 Karsen
Is Briefe. Preis des ersten Briefes: 50 Pf. ; aller solgenden:
ĩ . Chbie italtienisehen (8. verbesserte Autlage) und die
3pSCIn Unterriehts-Briese sind complet in 2., Kursen a
20 pᷣriefs. Preis éeines Briefes: 60 Pfonnige. — Comptetæe
Erempntare der itatienischen Unterrichts-Briefe (soweit noch
ααα Vorrath reicht) sammt 2 Enveloppen: 24 Mx.
Verlag des Hausfreundes.

W—
Rassizeh.

Augenkinik

Pranzösissche und englische dprache.

on * —9
Dr. G. Avicsceir.
Saarhr -ben. Vorstac *r. 29.

LIntoerprèteè The Interprotor
ßpanzõs. Journal fũt Deutsoste, Englisoh. Jouraal fũe Deutsche.
mit erlauternden Anmerkungen und alphabetischem Vocabulaire,
sowie mit ganz neuer, vervolIiom mneter Auss praehehbexeiehnung für das Englische.
geit dem I. Juni 1877 herausgegeben von PRMIL SOMMPR.
drleichtertsts una virksamste Hilfsmittel dei Frlernung der franzdsizenen und englischen
Sprache, namentlieh für das Selbststudium und bei Vorbereitung auf Examina (injũ hrig
sreiwillige); zugleieh anziehendste und erfolgreichste französischo und englische Lectüre ꝓur
hebung mä Unterhaltung, durch die besondere Finrichtung schon bei den bescheidenstop
Kenuntnissen in erspriessliehster Weise verwendbar.

InhaIt (bei beiden Blattern vollständig verschieden): Tagesgeschichte, belletristische.
bopulärwissenschastliche and vermischte Aufsatze, gediegene Vovellen, interessante Processe ete.
Wödehentlien eine Nummer. — Quactalpreis fũr jedes der beiden Journale: bei der
post, dem Buchhandei vowis direct unter Band 1 M. 75 Psg. ( 18.5 xr. ô.. V.) Preis
ines einzelnen Monats direct 60 Pf. —Qnartrzlanfang: Janvar, April, Juli, October:
ioch vind jederzeit NachbesteHungen zulassig. — Probenummern gratis. — Inserate
à 25 Pf. die Aspaltige Petitzeile) bei dem ausgedehnten, bereits ũber ganz Deutschland und
desterreich-Ungarn sich erstreckenden Leserkreise von erfolgreichster Wirkung.

RAABRXGQhen in der haver. Rheinpfalz —XLR

Oruaination:
Vormittags von 9-12 VUbr.
Nachmittags 2—3,

Drudck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
Bieum kür uusere B⸗ Abonnenten „Illustrirtes Sonutaaablatt e
        <pb n="517" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöͤchentlich? mi dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Eei⸗

lage) erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag aund Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich

A 40 S einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1I AM 60 H, einschließlich 40 B Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswar ik
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 80 — pro Zeile berechnet.
A 130.

Sonntag den 21. September
1879.
Deutsches Reich.

München, 17. Sepibr. Das Stempelamt der Pfalz wird

vom 1. Oktober Jl. J. an aufgelöst werden.

Mänchen, 17. Sepibr. In das Komite zur Veranstaltung

einer Jubiläumsfeier am 16. Septembet 1880, an welchem Tag
por 709 Jahren Kaiser Friedrich J. den Pfalzgrafen Otto von
Wittelsbach als Heinrich's des Loͤwen Nachfoiger mit dem Herzog⸗
hum Bayern belehnte, sind vom hiesigen Magistrat die beiden
Herren Bürgermeister, Baurath Zeneiti, Herr Hergel und Herr
Schreibmaier, vom Bemeindekollegium die beiden Herren Vorstände
und die Herren Radspieler, Sedlmayer und Riemerschmid gewählt
vworden. Das Komite wird sich mit Künstlerkreisen in Verbindung
ijetzen und auch mit anderen größeren Städten Baherns, um dem
Fest einen einheitlichen Charakter zu verleihen. Höchst wahrschein⸗
lich wird ein historischer Festzug in Aussichi genommen. Die Ge⸗
meindebevollmächtigten volirten dem Herrn Bürgermeister Dr. Ehr⸗
zardt ihren Dauk für die Anregung der Sache, welche der Bür⸗
zerschaft Gelegenheit gebe, ihre patriotischen Gefühle zu doku⸗
mentiren.

Berlin, 18. Septbr. Prinz Karl ist in Folge leichter
Erlältung gestern Abend nicht mit dem Kaiser nach Straßburg ab⸗
gereist, wird indessen voraussichtlich morgen nachfolgen können. Der
Broßherzog von Mecklenburg-Schwerin ist heute früh von Ludwigs⸗
iust hier eingetroffen und 813 Uhr Morgens nach Straßburg weiter⸗
gereist. General Stobeleff ist geskern Abend 10 Uhr zur Beiwohn⸗
ung der Manbver nach Straßburg abgereist. Die franzöosischen
Offiziere, welche den Mandvern bei Danzig und Siettin beigewohnt
jatten, haben sich gestern Abend nach Dresden begeben und reifen
von dort heute nach Wien, um den österreichischen Mansbern bei⸗
uwohnen. Feldmarschall v. Manteuffei hat sich heute früh nach
Tropper begeben und geht dem Vernehmen nach Ende September
nach Straßburg. Prinz Ludwig von Orleans (Gemahl der Kron⸗
zrinzefsin von Brasilien und somit nach drafsilianischer Erfolgeord⸗
aung zukünftiger Kaiser) traf gestern früh in strengstem Incognito
aus Paris hier ein und reiste Äbends nach Breslau. Prinz Peter
»on Oldenburg, welcher gestern Abend aus Eutin eingetroffen war,
etzt heute Nachmittag seine Reise nach Wien fort.

Berlin. Wie die „N. P. Z.* heute meldet, ist aus An⸗
aß der Koiferzusammenkunft in Alexandrowo dem General⸗ Feld⸗
narschall Frhrn. v. Manteuffel die erste Klasse des russischen
Wladimir⸗Ordens verliehen worden. Den russischen Andreas · Orden
vesitzt der Feldmarschall bereits.

Der Wirkliche Geheime Rath v. Giers, Adjunkt des Reichs⸗
tanzlers und Verwalter des russischen Ministeriums der auswaͤrtigen
Angelegenheiten, hat das Broßkreuz des preußischen Rothen Adier⸗
Ordens erhalten.

Strabburg, 18. Sept. Nachdem Kanonendonner von
den Festungswallen die Ankunft des Kaisers zemeldet, trafen der
caiset, die Kaiserin, der Kronprinz, die Großherzogin von Baden
nebst hohem Gefolge um 3 Uhr im Bahnhofe ein. Zur Begrüßung
varen anwesend: der Oberpräsident v. Moͤller, Bezirkspraͤsident v.
dedderhose, Bürgermeistereiberwaller Back, General v. Fransech
und Gouverneur Schtopp, sowie säͤmmiliche Generäle und Abihei—
ungschefs. Auch der Großherzog von Baden, seit gestern hier au⸗
vesend, war erschienen. Im Bahnhofe war eine lombinirte Ehren⸗
ompagnie aufgestellt; die eine Hälfte derselben bestand aus Bayern,
die andere Hälfle aus Sachsen, Württembergern und Braunschweigern.
Bei der Einfahrt praͤsentirie die Manaaschaft, die Musit spielte die
Nationalhymne. Im Empfangssalon überreichten Fräulein Schlopp
und Fräulein Bauer der Kaiserin und der Großherzogin Bouqueis.
Bor dem Bahnhof nahm der Kaiser das Defilee der Ehrenkonpag⸗
nie ab, schritt dann die Front der aufgestellten Kriegerbereine em⸗
ang, mit Vielen freundliche Worte wechselnd, und stieg hierauf
nit der Kaiserin in einen vierspännigen offenen Wagen und fuhr
)ei prächtigem Sonnenschein unler Glockengelaute, brausendem Jubel
ind Hochrufen in die festlich geschmückte Stadi nach seiner Wohn⸗
ing im Bezitkspräsdium, wo die hoͤhere Toͤchterschule und die
jrauen · Industrieschule Aufstellung genommen hauten und Bougueis

und Kornblumen warfen. Im zweiten Wagen befanden sich die

Hofdame Graͤfin Brandenburg und Graf Lehndorf, im dritten

Wagen der Großherzog und die Großherzogin von Baden, im dierten

Wagen der Kronprinz und der Kronprinz von Schweden. Lebhafte

dochrufe wurden dem Feldmarschall Molike. Un 4 Uhr findet

Familiendiner, um 8 Uhr großer Zapfenstreich Statt.
Ausland.

Wien, 18. Sept. Zürst Bismarck tkrifft mit Gemahlin und
einem Sohne Wilhelm morgen Abend hier ein und wird vom
daiser empfangen werden. Die Dauer des hiesigen Aufenthalis des
Fürsten ist noch unbestimmt.

London, 19. Sept. Der „Standard“ mildet aus Alit⸗
jeyl vom 18. Sept. daß in Herat ein großer Aufstand ausgebrochen
ei; die Truppen meuterten und richtelen nuter dem Behördenher⸗
onal ein grohes Blutbad an.

Aermischtes.

Bei der am 17. Sepibr. in Ottweiler stattgehablen
sehr zahlreich besuchten Waͤhler⸗ Versanmlung wuede Herr Rich.
Vopelius; fast einstimmig und Herr Sel lo und Herr Ker ug
von Nidda mit großer Majorität als Candidaten aufgesiellt.

.Die Auswanderung aus der Pfalz nach übersee⸗
ischen Ländern gestaltete sich seit 1873 wie folgt:

Ueber Bremen Nach
Jahw. Personen. und Hamburg. Nordamerila.
1873. 1741 1561 1556
—1874. 7 727 726
1875. 397 397
1876 800 306
1877 261 261
336 342
1878 —— 344 8 Uber Ant⸗ 1 nach Peru
Esömannl., 114weibl)) werpen. i n vae

Nicht mit inbegriffen sind die über Havre und Liverpool Aus⸗
Jewanderten, da über dereu Zahl Anhauͤspuntte bis jeßt nicht zur
Berfügung standen.

Bezüuglich der Entwiclung der größeren Slädte der Pfalz (bec
000 Seelen) liefert nachsteherade Zusammenstellung ein interessantes
Bild; dabei ist zu bemeiten, daß die Zahlen nur die Einwoͤhner⸗
jahl mit Ausschluß der Peilitärpersonen angeben.

Jahr 1840 1882 1861 1864 1867 1871 1875
daiserslautern 8227 9962 11993 13465 15289 17807 22668
Speher 9838 11088 11378 12185 12728 13002 14821
dudwigshafen 90 1503 3127 3714 4849 7813 12093
X 6726 7083 7611 80090 8608 9298 10222
Zirmasens 6410 7021 7097 7971 8675 8344 10136
weibrücken 6841 7554 7183 7650 7704 7968 9248
5t. Ingbert 4015 4747 6918 7479 7815 8101 9220
Frantenthal 4622 5826 6228 6496 6533 7008 7907
dandau 6281 6249 6098 6255 6138 6066 7379
Durkhe im 5050 5787 5540 5551 5541 5540 8841

Auf der letzten Otterberger Kirchweihe war ein
Mann von Göllheim nebst einem Maune aus Eindllen bei einem
Ziegeleibefitzer doriselbst auf Befuch, und diese drei Leute, alle in
rster Ehe lebend, waren Väter: der eine von 183, der andere von
17 und der dritte von 21, also von zusammen bios 81 Kindern.
Die Mutler der 21 Kinder ijt eine ganz rüstige Frau von erfi
17 Jahren.

T Nach der „N. Z.“ ergab die Geflügelausstellung in Meu⸗
dadit ein Deficit von 100 U. — Der Verschönerungsverein da⸗
elbst plant füt 1880 eine Blumenausstellung.

F Goltheim, 17. Septbr. Auf der Ramjer Kirchweihe
vurden in der Nacht vom letzten Montag auf Dienstag dem unzu⸗
zechnungsfähigen Hermann Mandler aus Eisenderg in einer Wirth⸗
haft so viel geistige Getränke verabreicht, daß derselbe in Folge
ibermaͤßigen Genufses bald darauf, vom Schlage gerührt, seinen
Beist aufgab. Untersuchung ist bereits im Gange.

Das „Südpfl. W.“ schreibt aus Bergzabern, 18. Sept.
„Das Wasser kommt! das Wasser kommt!“, das war der Schreckens⸗

—
pα
        <pb n="518" />
        ruf der gestern Abend nach 10 Uhr unsete Stadt in Allarm setzte.
E welletleuchtele den ganzen Abend ziemlich stark, bis gegen 9 Uhr
ein heftiges Gewitter mit einem furchtbaren Regen eintrat. Das
Bewilier war aber bald vorüber, man athmete etleichtert auf, als
auf einmal der Ruf erscholl: „Das Wasser kommt! Das Wasser
sommt! In mächtigen Strömen mit furchtbar reißender Gewalt
ergoß sich das entfesselte Element, aus dem Böllenborner, Birken⸗
börbier und Blankenborner Thal kommend, in unsere Stadt.
Sämmtliche Brüchen in der Voristadt wurden losgerissen und mit
fortgenominen. Sämmtliche niedrig gelegenen Häuser und Woh⸗
nungen füͤllten sich schnell mit Wasser. Möbel und Haushaltungs⸗
gegenstände schwammen in den Zimmern herum. Aus den Stäͤllen
erscholl das Gebrüll des Viehes, das an vielen Orten an höher
geiegene Stllen gebracht werden mußte. Schweine wurden sogar
auf den Speicher gebracht, um sie vor dem sichern Tod zu retten.
Stamme, Pollken, Dielen, Holzstöße ꝛc. wurden losgeldst und fort⸗
gerissen. Männer kamen auf Balken und Dielen die Bachstraße
heruntergetrieben. Die Verwirrung und Bestuͤrzung war eine all⸗
gemeine.

Oggersheim, 17. Septbr. Die 22. Hauptversamm⸗
sung der pfälzischen Bienenzüchter, sür das Jahr 1879 wird am
23. September, Morgens 9 Uhr beginnend, dahier in den Locali⸗
jaten des Gastwirlhs Friedrich Wenz abgehallen.

Am verflossenen Dienst ig brannten zu Baumholder
3 Zäuser nieder. 5 Familien wurden obdachlos und verloren fast
ihr gauzes Mobiliar.

7Mainz, 15. Sepibr. An einem Kirschbaum in der Ge⸗
markung Kastel wurde gestern die zweite Ernte vorgenommen. Die
Besitzerin deß Baumes erlöste dem „M. Tabl.“ zusolge von einem
Eugländer für das Pfund Kirschen zwei Mark. 2

Frantfuri, 15. Sept. Ein hiesiger Einwohner wurde
von einer Fliege in den linken Arm gellochen. Derselbe schwoll

Königliche Lateinschule
St. Ingbert.
Das Simdienjahr 1879/80 begiunt Donnerstag den 25. Sep⸗
lenber mit der Einschreibung der Schüler, welche im Amtslokale
der unterfertigten Sielle vorgenommen wird. Neu eintrelende
Schüler haben Geburts⸗ undImpfschein, jerner ihre Schul⸗ oder
Studienzeugnisse vorzulegen.

Wer in die J. (untersie) Klasse eintreten will, muß dag
neunte Lebensjahr vollendet, darf aber das zwölfte nicht üder⸗
schritten haben. Doch kann unter gewissen Vorausfetzungen von
beiden Bestimmungen diebpensirt werden. Die Aufnahme in die
J. Aalasfe ist durch eine Prufung bedingt, in welcher sich der Schüler
iber ein fur die IV. Klasse der Volksschule genütgendes Maß von
Kenninissen in der Religion, im Deutschen und in der Arithmetil
auszuweisen hat.

Die Aufnahms⸗ und Nachprüfungen werden am 27. und
29. September abgehalten-

St. Ingbert, den 11. September 1879.

Königliches Subrectorat:
Barnikel.
X —XX — — —8 — — —
Bekanntmachung.

NMaria BRenmo von Donmatꝰsn weltberühmte
Brust-Karamels siad heute in neuer Sendung eingetroffen.
Dieselben werden entweder roh gegessen oder 52 6 Siück
in heißer Milch aufgelöst, aber nur lau⸗warm geirunken.

Bei den vielfochen Fälschungen und Nachahmungen
möze man nicht vergessen, daß die Brust:Karamels, wie
der“ Nakao⸗Thee, diefes so allgemein belicbie, gesunde und
billige Nahrungemittel, nur dann echt sind, wenn sich auf
der Vordeiseite eines jeden Original: Kartous nicht Anderes
gedruct fiadet, ols die vier Worte: Maria
iRenmno von Donat.

Jean Beters in St. Ingbert.
7 000r
Heiter auch in ernster Zeit.

Ein Vademecum des Frohsinns und der guten Laune. —
Füns⸗ und vierzig Heftchen komisch-humoristi. Vorträge. Seht
dankbar und in geselligen Kreisen von erprobtetr Wirlung. — Pcreis
jür alle 45 Hefichen: 90 Pf.

(Gegen 1 Mait in Vriefmarlen etfolgt Franco Zusendung.)
Verlag der Körner'schen Buchhandlung in Erfurt.

tasch an und jetzt, nach einem dreitägigen Verlauf der Kranlheit,
mußte ihm derselbe abgenommen werden.

p Die Gesammtzahl der vbllig Hülflosen betrug in London
am Ende der vierten Augustwoche 78,726, von denen sich 42,240
n den Armenhäusern befanden, 836,486 außerhalb der Wohnunq
Anterstützung erhielten. **

Fir die Nedaction verantwortlich: F. D⸗me.

—EXZD—————— — — * — —————— — — — — νααανα.

Als die inhaltreichfte und billigste deutsche Zeitung
sann mit vollem Recht das täglich zweimal als Morgen⸗ und Aben d⸗
züatt erscheinende ‚Berliner Tageblatt“ nebst seinen Beiblättern dem
llustrirten Witzblati Ulke, der delletristischen Wochenschrift „Ber⸗
iner —— — sowie „Wöchentliche Mittheilungen uber
andwirthschaft, Gartenbau und Hauswirthschaft bezeichnet werden. Wir
ben außs dem uberaus mannigfalfigen Inhalt Folgendes hervor: Freisinnige
zeitartikel aus der Feder hervorragender Publicisien. — Politische Tagesuber⸗
icht. — Zahlreiche Spezial⸗ Telegramme und. Correspondenzen aus allen
Weltplätzen. (In Paris, London, Petersburg, Wien, Pesth, Rom, ist das
Berliner Tageblati“ durch eigene Correspondenten verireten, wodurch sich
asselbe in der Lage befindet, ue wichligen Nochrichten mittelst ausgedehnter
Zenutzung des Telegraphen, zuverlässiger und schneller als die meisten anderen
Jeituͤgen zu bringen) — Vermischte Nachrichten aus dem Reiche. — Ber⸗
er Local · und Gerichtszeitung. — Ausfuhrliche Kammerberichte seines eige⸗
ien parlamentarischen Bureaus. — Vouistaͤndige Handelszeitung unter be⸗
onderer Berucksichtigung der Roh Producten⸗ Branche nebst ausführlichem
xroursbericht der Berliner Börse. — Erziehungs⸗ und Unterrichtswesen. —
ziehungsliste der Preuß. Lollerie. — Reichhalliges interessantes Feuilleton,
n welchem Theater, Kunst und Wissenschaft sorgfaͤltigste Beachtung finden und
rußerdem spannende Romane der beliebtesien Audoren veröffentlicht werden.
Im bevorstehenden IV. Quartal erscheint: „Auf Irrwegen“, Roman
‚on E. Vely, deren früher veröffentlichten Werke allgemein den lebhaftesten
Beifall gefunden haben. Um die Billigkeit des Abonnementspreises so recht
or Augen zu fuühren, dürfte die Thatsache genügen, daß die einzelne Num⸗
ner nur 3 Pfennig den Abonnenten zu stehen kommt, indem der Abonne⸗
nents⸗Preis nur 5 Mark 25 Pf. viertehaͤhrlich beträgt und dafür 150 Num⸗
nern des Berliner Tageblatt“, 13 NRummern des „Berliner Sonntagsblatt“
ind 183 Nummern des illustrirten Wizblatt ult“ geliefert werden. Maxs
abonnirt bei allen Reichsnostanstalten.
Sopntag den 21. September,
hei sch dnem Wetter, in der
aeuen Aulage bei Sengscheidt

Harmonie-⸗Musik
hei Jak. Schmitt.

Loose à l Mark
u der vom 4.— 12. Oktobe⸗
1879 in Kaiserslautern
tatifindenden Pfälzischen
laͤndwirthschaftlichen
Ausstellung sind hier zu
haben bei Joh. Weirich—
Friseur.

Rechnungen
zu Jedermanns Gebrauch
in allen Formaten
n Schwarzdiuck, sowie in roth
und blouer Liniatur
ind vorräthig in der
FdruFerei ds. Bl.

Weinkarten
auf Carton sind stets vorräthia
in der Buchdruckerei von

J. J. Demeb.
ds Zweibrücker Pfandhaus 64
Wochentagen geöffnet.
Interessanteste Wochenschrift!!!

— 5
»eutsche NMontag Mlatt
1M. — 9 4
u e Alon gs Nla
ef⸗Redacteur: erleger:

Arthur Levysohn. Rudolf Mosse. Borlin

MoOtbto: Von dem Guton das Boste,
Von dem Nouen das Noueste

Das „Deutsche Montags⸗Blatt“ erscheint Montag Morgen, aus
ehehe Berlins am Montag.

Das Beutsche Montags⸗Blatt“ gibt durch seinen vielseitigen In
halt nach allen Seiten hin reichste Anregung.

Das Deutfche Montags⸗Blatt“ enthält in jeder Rummer ein⸗
holitische Wochenschaus des Chef-⸗Redacteurs Dr. Arthur Levysohr
uederficht über den europäischen Geldmarkt von Pr. Ebeling —
Ungereimie Chronik von Ernst Dohm — Dramaturgische Glofftt
bon Friß Mauthner und viele andere bemerlenswerthe Sevara⸗
Arlikel aus der Feder der ersten Schriftsteller.

Das „Deutsche Montags⸗Blatt“ ist ein Familienblatt für di
lasse der geistig Vornehmen und der Aristokratie der Bildung.

Das „Deutsche Montags⸗Blatt“ ist durch die Mannigfaltigkeĩ
seines Inhalts, welchen es an dem sonst zeitimgslosen Montag dar
bietet, zu einem Spiegel des Lebens und Sirebens unerer Tad—
geworden.

Deutsche Montags⸗Blatt“ ist und bleibt die originellsu
niierarisch⸗ polilische Wochenschrift, welche im deutschen Reiche erscheint
Deutsche Vontags⸗Blatt“ lostet pro Quartal nur —A
vd FE. und nehmen alle Postanstalten und Buchhandlungen Be⸗
stellungen hierauf entgegen.

Das Deut sche Montags⸗Blait“ ist eingetragen in der Von

Zeuungs. Vreisliste pro 1879 unter Ro 1163.

Drud und Verlag von F. X. Demet in St. Ingbert.
Sierzu Allustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. *8
        <pb n="519" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöhchentlichj m⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljährlich

A 40 Z einschlieklich Tragerlohn; durch die Post bezogen 1.40 60 A, einschließlich 40 9 Zusteügebühr. Auzeigen werden mit 10 Z, von Auwaria
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren NRaum, Neclamen mit 80 pro Zeile berechnet.
As 1351..

Dienstag den 28. September
18179.

Abonnements⸗Einladung.

Bei dem bevorstehenden Beginne eines neuen Quartals er⸗
auben wir uns, zun Abonnement auf den „St. Ingberter
Anzeiger“ hiermit ergebenst einzuladen.

Der ‚Anzeiger“ wird fortfahren, die Tagesereignisse in gedrängter
lebersicht, aber möglichst rasch und vollständig mitzutheilen.

Besondere Aufmerksamkeit werden wir den lokalen und provin⸗
ielen Angelegenheiten zuwenden.

In dem mit dem Se. Ingberter Anzeiger verbundenen Unter⸗
haltungsblatt kommt nur Gutes und Gediegenes zum Abdruck und
wird das illustrirte Sonntagsblatt auch ferner als angenehme Beilage
ausgegeben.

Neubestellungen wollen gefälligst bald, sowohl bei der
Post wie bei uns oder unseren Austtägern gemacht werden. Unsere
oisherigen hiesigen Abonnenten werden den „Anzeiger“ auch im neuen
Quartale fortgeliefert erhalten, wenn sie nicht ausdrücklich abbestellen.

Schließlich erlauben wir uns noch den „St. Ingberter An⸗
zeiger“ einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum zur Auf—⸗
gabe von Irnseraten aller Art in empfehlende Erinnerung zu bringen.

Redactien und Eprdilion des St. Ingberler Auzeiger.

tenden Truppen machte auf die Zuschauer einen ungeheueren Ein⸗
druck. Mit einem Worte, die Parade verlief vortrefflich, vicht nur
in mil'tärischem Sinne, sondern auch mit Rücksicht auf die Festigung
des Deutschthums in den neuen Provinzen. Ter Kaiser sprach
über den Erfolz seine vollste Befriedigung aus.

Ausland.

Wien, 21. Sept. Die hochoffizdse Wiener, Montagsrevue“
agt bei Besprechung des Besuchs des Jürssen Bismarck in Wien:
Heute mache ch in dem System der europäischen Politit das Ax om
jeltend, daß Deutschland und Oesterreich untereinander auf eine
nähere Verbindung angewiesen seien, als mit irzend einer anderen
Broßmacht Europas. Es sei unzweifelhaft, daß die Anwesenheit
des Fürsten Bismatck diese Allianz neu bekräftigen werde. Ob
durch positive vertragsmäßige Vereinbdarungen den Schwankungen
der Lage ein festerer Damm gezogen werden würde, das entziehe
ich der offentlichen Diskussion. Jedensalls erfüllte der Besuch mit
Lertrauen und Zuversicht. Oesterreich begrüße im Fürsten Bis—
narck neben dem mächtigsten Staatsmann auch einen warmen Freund.
Seit den großen Entscheidungen, welche die neue Rechtsordnung
rkuropas begründeten, habe Fürst Bismarck allen Anspruch auf die
Dankbarkeit der österreichischen Völler. Seine jetzige Anwesenheit
ei eine Beruhigung für die Gegenwart und eine Bürgschaft für
die Zukunft.

Madrid, 20. Sept. In Katalonien ist eine aus 28
Personen bestehende republikanische Bande aufgetreten; die Behörden
zaben eine energ sche Verfolgung derselben eingeleitet, acht Betheiligte
ind bereits verhaftet. Verschiedene Papiere, durch welche eine große
Unzahl anderer Petsonen kompromittirt wird, sind in die Hände
er Regierung gelangt.

NVeutsches Reich.

Ueber die Kaiserparade bei Straßburg bringt
die Koln. Zeitg.“ einen Bericht, dem wir entnehmen, daß der
Kaiser auch von den Elsässern mit voller Begeisterung empfangen
wurde. Einen vortrefflichen Eindruck machten die 2000 Mann
Reservisten aus Straßburg und Umgebung, sast durchweg eingeborene
Elsasser. Die Kriegerbereine aus der Umgegend waren zahlreich
eingetroffen; die Maunschaften ganzer Reservebata'llone hatten fich
vollständ g eingefunden mit Fahnen und Musik. Den in unsetm
Militärdienst geschulten Pionieren des Deutschthums war keine Spur
pon Unzufriedenheit mit den Verhältnissen, wohl ader den kräftige
ꝛisässischen gewandten Leulen der Militärdienst noch anzusehen.
trugen Miliärmützen ihter alten Regimenter, oder am Hut weiße
Bander mit aufgedrudten Namen und Nummern der Landwehr⸗
batasllone. Außerdem hatten alle die deutsche Cocarde im Kopfloch.
Alle — das ist als wichtiges politisches Momeunt hervorzuheben
— waren freiwillig und sehr gern erschienen, wie sie alle
laut und freudig versicherlen. Der einzige Beweggrund war fur sie,
sich durch Anfchauen der Mandver in die alte, gern erlebte Zeit
zurückzuversehen und den deutschen Kaiser zu grüßen, den diele
während der Dienstzeit in Reihe und Glied schon gesehen. Auf
dem Paradeplat hatten die Reservisten und Kriegervereine vor den
Tribünen Spalier gebildet. Mehrere Musikcorpo mit 21 Fahnen
waren zur Stelle. Als der Kaiser anlangte, grüßte ihn donnern⸗
des Hurrah. Genetal v. d. Tann führte dem Kaifer in preußischer
Beneralsuniform sein 47. Regiment vor. Durch den siarten Regen
am Mittwoch war das Paradefeld grundlos aufgeweicht und so der
Parademarsch grenzenlos erswert. Als das 1. Infanterieregiment
»efilitte, waren die weißen Paradehofen bis üͤber die Knier mi
Schmuß befledt und deutlich sah man, welche Anstrengung noͤthig
zewesen war, um bei jedem Schritt die Fuͤße aus dem Jähen Lehm⸗-
ↄoden zu ziehen. Was noch nie gesehen worden, erfolgte hier: alle
Augenblicke blieben Stiefel im Sqchlamme steden und barfuß und in
Strümpfen mußte mancher dvorbeimarschiren. Als der Kaiser dies
ah, gab er Befehl, die verlorenen Stiefeln zu sammeln, so daß
zald eine ganze Reihe aufgelesener Stiefel an der Seite des Pa⸗
adeplatzes stand. Hinter einer Compagnie wurden 9 Stiefel her⸗
gettagen. Troß solch unerhörter Bodenjchwierigkeit defilirien die
Truppen verhältnißmäßig ausgezeichnet wenn auch natürlich ein
zanz glatter Vorbeimarsch unmöglich war. Minder vortrefflich
ausgebildete Truppen waͤren in glei hen Verhältaissen außer Rand
und Band gerathen. Die auf den stark besezten Tribünen zahl⸗
teich anwesenden Franzosen schauten mit getheillen Gefühlen auf
die Parade. Die angeborene Vorliebe fur militaͤrische Schauspiele
ließ fie oft in lautes unverhohlenes Entzücken ausbrechen, bald trat
der Neid wieder hervor. Nicht unbemerkit blieb von den Franzosen
die großartige Reservistenaufflellung. Der Vorbelmarsch der tei⸗

Bermischtes.

* Am 1. Oklober nächsthin wird der hochw. Herr Bischof
zon Speyer in Homburg eintreffen, um verschiedenen Pfarr⸗
jemeinden der angrenzenden preußischen Tiözese Trier das Sakra⸗
nent der Firmung zu spenden.

* Am Samsiag (20.) Abend wurde ein 16jähriges Bürschchen
»on Pirmasens in das Untersuchungsgefängniß in Zwe i⸗
»rücken eingebracht, der ein ähnliches Verbrechen an einem
Ojahr. Mädchen biging, wie die in der letzten Schwurzerichtssitzung
zu schweren Strafen verurtheilten 6 Pirwasenser Schuster.

*Ein junger Mann von Oeberschingen bei Bliesbrücken
ahm vor einigen Tagen ein Gewehr von der Wand und legte im
Spaß auf eine nahe Verwandte, die Braut ist, an; nichtsahnend,
)aß das Gewehr geladen sei, drückte er los und der Schuß traf
»as Madchen so unglücklich in den Kopf, daß dasselbe sofort eine
deiche war. Der Schmerz der Familie ist grenzenlos. Der un⸗
lücliche Thäter soll dem Wahnsinne nahe sein.

F(Fremde Geistleche.) In der Didzese Regensburg
ind 145 Gesstliche aus Preußen und Baden angestellt, die nach
en staatlichen Gesetzen in ihrer Heimath keine Änstellung haben
inden können, und zwar 66 aus der Erzdiözese Kdln, je 12 aus
zen Didzesen Breslau und Paderborn, 7 aus Münster, je 6 aus
Ttier und Culm, 5 aus Limburg, 1 aus Posen, 80 aus der
krzdidzese Freiburg.

f Der Vater unseres Herrn Kullusministers Dr. J. v. Lutz,
der Jos. Lutz, pens. Stadtschullehrer, ist 79 Jahre alt zu Würz⸗
zurg verstorben.

f Im Hofbräuhause zu Münsen sind, wie ein Besucher
rhärtet, an einem Tage Vormittags 10,35 Uhr zwei große Bier⸗
onnen angezapft worden. Um 10,48 war die eine und 10,51
zie andere leer. Der Stioff muß gut gewesen sein und der Durst
er Vormittagszecher noch besser.

F In Enger (Westfalen) geriethen zwei Cigarrenmacher mit
inem Tischler, einem ordentlichen Manne, in Streit. Sie ver⸗
alaten denselben aus dem Witthshause, fielen über ihn her und
erfleischten ihn foͤrmlich mit ihren Messern, so daß er sofort den
Beist aufgab.

Fur die RKedaction veraniwottlich: F. 4. Demen
        <pb n="520" />
        Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.
Donnerstag“ den 9.
Oktober nächsthin, Nachmittags
2uhr, zu St. Ingbert bei
Ferdinand Oberhausex wird
zuf Beiteiben von Louis Beer,
Müller in St. Ingbert wohn⸗
haft, Gläubiger, geben Peter
Jung;, Bergmann und Wirth
und dessen Ehefrau Maria We⸗
ber allda, Schuldner, wegen
Nichtbezahlung des Erwerbs prei⸗
ses, die nagdbezeichnete Liegen⸗
schaft im Banne von St. Ingberi
durch den tgl. Notar Sauer
daseibst, im Wege der vertrags⸗
maßigen Wiederversteigerung öf⸗
fentlich zu Eigenthum dersteigert:
Pl.Nr. 350, 34 qm Flaͤche
mit darausstehendem Wohn⸗
hause nebst Hof und
Pl. Nr. 332, 8a 7 qm
Fläche mit Tanzsaal, Scheul;
otal, Küche, Kegeldohn uud
Hofraum, olles beisammen
gekegen zu St. Ingbert neben
Jakob Allar und Ludwig Weirich.
Si. Ingbert, 22 Sept. 1879.
Sauer, k. Notar.
Größere Quantitä—
ten frisch geschossene
Hafen kauft zu den
höchsten Preisen.
G. A. Couturier
Zweibrücken.

Zwangsversteigerung.

Am Dienstag den 80.
Zeptember 1879, Morgens 10
Uhr in der Wohnung des Satt⸗
sets Emil Grewenig dahier,
verden verschiedene demselhen
epfandete Waaren nebst
Saus⸗Mobilien öͤffentlich
wangsweise gegen baare Zahlung
durch den unterzeichneten kgl.
Berichtsvollzieher versteigert.

St. Ingbert, 283. Sept. 1879
Der k. Gerichtsvollzieher:

Faßbender.

1. Preis 170 M. b. Preis 120 M. 9. Preis 50 M.

2. 150 6.. 90 10., 40,

8. 1308 7. 70 —

4. — 120 8. 60, zusammen 990 M.
. 10 Preise für Stuten, welce früher schon einen

Preis erhielten und mit einem Fohlen vorgeführt werden:

l1. Preis 100 M. 5. Preis 60 M. 9. Preis 30 M.

2., 90 6., 560. 10. 25,

3. 80. 7. 45, — —

4. 70 8. 35 zusammen 583 M.
ül. 18 Preise ür Stutfohlen

1. Preis 90 M. 2. VJreis 40 M.

2.80, 2588

8. 70

. 69,

». . 50

1. Preis 20 M.
12., 20
13. 20
4. 20
.10
zusammen 590 M.

20
Für die uns in so rei⸗
chem Maße gewordene
Theilnahme bei dem uns
betroffenen so schweren
Unglück Allen, Allen un⸗
sern tiefgefühlten Dank.
Jos. Betr und Kinder.
50 0 0 0

IVV. A Preise für Hengsifohlen:

1. Preis 70 M 3. Preis 50 M.
A 4. 40—
zusammen 220 Vt.

V. Für Weitpreise im Beirage von 8 bis 16 M. nach
dem Ermessen der Commission, sowie für Medaillen.. 187 M.

Summa aller Preise 2572 M.

Für die Bewerber sind nachfolgende Bedingungenn festgesetzt:

1. Die Rutterstuten müssen von Haupt⸗ und Erbfehlern frei
ind gut gedalten sein, ven Beschälern des Landgestütes trächtig
sehen und das vierte Jahr bereits zurückgelegt haben;

b. nur solche Fohlen können concurriren, welche von Hengsten
es Landgestütes abstammen. Hiebei w'rd besonders bemerki, daß
„tut. und Hengstfohlen vor zurückgelegtem zweiten Lebensjahr nicht
ur Preisbewerbung zugelassen werden;

c. von den zur Concurrenz bestimmten Pferden muß nachge—
viesen werden, daß fie ansässigen Personen der Pfalz angehören,
vas durc ein Zeugniß des betreffenden Bürgermeisteramtes bei der
kxperten Commission nachiuweisen ist.

Speyer, den 8. September 1879.

Königlich Bayerische Regierung der Pfalz,
Kammer des Innern.
In Vertretung des k. Regierungs⸗Präsidenten.
v. Lamotte,
k. Regierungs Direltor. ««n. Schild,
k. Reg.Secretär.

—e—

Franz Heinrich Stolz, Berg⸗
nann vom Hdichen , hait zwei
Zucht⸗Ziegenböcke.

das Sprunggeld beträgt
30 Pfennige.
— — — —
Die so schnell beliebt gewordene,
iberall als vorzüglinn anerkannte
Augsburger Universal
Glyecerin⸗Seife von H. P.
Beyhschlag ist vorräthig in
St. Ingbert bei Herrn
Aoh. Friedrich.
Die Preis evertheilung beim pfälzischen Land⸗
gestüte zu Zweibruͤcken pro 1879 betr.
Die Vertheilung der Preise an die Eigenthümer der schönsten
in der Pfalz gezogenen, sowie zur Nachzucht verwendeten Pferde
wird für das laufende Jaht Sonntag, den 28. Septemn ber,
Vormittags 11 Uhr, im Gestütshose in Zwekrücken staufinden.

Die Musterung und Auswahl der zur Preisbewerbung ge—
brachten Pferde wird am vorhergehenden Tage, Samstag den
27. September, durch die hiczu ernaunte Commission ersotgen.

Zur Vertheilung gelangen folgende Preise:

JA0 Preise für An jährige Stuten, welche das
erste Mal trächtig gehen:

Reichenhaller Kirchenbau⸗orerie.
200 000 Loose. — Geldgewinnste 185,000 Mark.
Ziehung am 15. Oktober 1879.

Treffer 60, O000 Vi., 25,000 M., 10,000 M. u. s. w

Loose à 2 Mark zu bezichen durch die
GeneralAgentur
OarIl Lang- Bankgeschäftin Manchen.
Hier zu baden bei Hetrn Franz Woll.

Bad⸗Kisfinger Kirchen—
Lotterie.
Haupigewinne: b 45,000. —
Zwai 12,000 M xx. ꝛc. Zu⸗
sammen 13,800 Geldgewinne im
Gesammibetrage von 230.000

Mark.

Preis des Looses 2Mk.
Fiehung am 24. Februat —1880.
Die Loose sind nicht in Serien
abgetheitt, sondern tragen sort⸗
laufende Nummern.

Die Gentral Agenkur:
I.? 8. Schultr, Zweibrücken.
Allerorts werden so⸗

lide Agenten gesucht.

Süddeutsche Presse und Münchener Nachrichten.
Herausgegeben von Dr. Cajus Möller.

Fur das vorstehend genannte größte Blatt Munchens laden wir hierdurch ergebenst zum Abonne⸗
ment 'ein. Die Süddeutsche Presse und Münchener Nachrichten“, ein nach allen Seiten
din unabhängiges nasionalliberales Blalt, hat sich durch Schnelligkeit und Schlagfertigkeit in Mittheilung
ind Besprechung innerer und ßerer Tagesfragen, Ausgeprägtheit und Selbssändigkeit der Gesinnung
illgemeine Anerkennung verschafft und innerhalb der großen deutschen Tagespresse eine über ihre räum⸗
iche Bedeutung weit hinausgehende ebenbüttige Stellung zu erringen gewußt. Ihr lolaler Theil ist
vweitaus reichhaltigste und selbständigste einer Münchener Zeitung; ihre bayerische Rubrik
zringt aus allen Theilen des Landes selbstänoige Mittheilungen. Ihr handelspolitischer und volks⸗
virthschaftlicher Theil ist in stetem Aufschwunge begriffen und bespricht die in unseren Tagen so brennend
zewordenen betreffenden Interessenfragen eingehend und selbständig. Für Unterhaltung ist durch inte⸗
essante Originalerzähl ingen, Vermischtes ꝛc. bestens gesorgt. Dem Theater, der Kunst und der
Aleratur wird in Besprechung aus namhaften Federn eine unparteiische Aufmerksamkeit zugewendet.

Die seit dem i. Januar d. J. als selbständig zu bindende Wochenbeilage erscheinenden ,Baye⸗
rischen Literaturblätter“ dienen den gleichen Interessen und haben fich in der kurzen Zeit ihres
Bestehens der allgemeinen Beliebtheit zu erfreuen gehabt.

Die verichte über die „inbernalionale Kunslansstellung“
werden von verschiedenen angefehenen Federn in der bisherigen Weise forigeführt werden.

Das Feunlelon wird mit Beginn des neuen Quartals den spannenden engl schen Sittenroman

„Die Familie Kirby
nach F. V. Robinson, deutsch von G. de Beaulien, enthalten.

Die Verbreitung der „Süddeutschen Presse“ sowie das stetige Wachsen ihres Inseratentheiles
zeweist die lohnende Verbreitung der Inserate in den kaufe und zahlungsfähigsten Schichten der Be⸗
bölkterung. Die Annoncen werden mit 20 Pf. pro Zeile berechnet. Sittlich bedenlliche oder Wucher⸗
inserate werden nicht aufgenomigen.

Munchen, im September 1879. Die RXPpeditifon,

Furstenfelderstraße 13.

Obige Loose sind in St.
Jnabert zu haden bei Hun.
Franz Woll.

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Hanf⸗· Couverts
mit Firma bedruckt, werden rasch
und biellig anoeferniat in der
Buchdruckerei von F. X. Demetz.

Deuck und Verlag von F. X. DMnn St. Ingbert.
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352,—55335—3333833535323 —233333323553
21223 —— 3283835335338328
8 s vc 5 — — 153
522523225 225. 33 25 5223
2 —X 23222.* S. 25 2 2. * X 2 55
2 883 —8
—A— 2232 * — — — 21
— — —8 3— —— — 5*8 — ———— 3 22
*
35 5353835335 2333 53235335537725253225325
3* 8532533 283353 — 3 82.5.,5. . 75 3 ——85.2325
— 2* 253333 58 225388 2233x53 *3
2 — — 28 *3 028 ——83232353 338143
33 833 3733 583 8— 83
—A ——— S 2 » Wrau —2 —— —— e
—A— W2 2555 282 3 2— DSB3 2 2.
S 53 2 23 * * 22
3 833 33233333325
— —* — — 4
3 3 523 42333—33538253
——R prerere 8·231 328283 3228
223 * 2 —A 752 523235
233 * — 27524 123 22752 8 58.
22*53 2* 2288. — —— 3
2374 8285* 2332528 3 58
5123 55
*2232 22 5420 233260 22
—2. 5 * 8 — 38— —153833—20S 8
55 2 33 53 3383 2*33 533572 2 238
—— 22 27 333 52138 132232257 5*385.
—S. — E E ui 3 5

2

—

2
—
*

5

*
        <pb n="523" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchhentlich mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei—⸗

lage) erscheint wochentlich Viermal? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonnutag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljährlich

wA 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1M 60 , einschließlich 40 Zustell jebühr. Auzeigen werden mit 10 —, von Auswärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen mit 30 — pro Zeile berechnet.
AM 152. Donnerstag den 25. September

Ilroq.

Deutsches Reich.

München, 21. Sept. Durch kal. Verordnung d. d. Lin⸗
derhof, 15. Sept., wird bestimmt, was folgt: Durch Verwendung
don Gebührenmarken sind außer den bereits im Gesetz über das
Bebührenwesen vom 18. Aug. ds. Is. (Art. 242, 2514) vorge⸗
sehenen Fällen die Gebühren an die Staatskasse zu entrichten: a.
jür Besoldungs⸗, Peusions⸗ und alle übrigen Quiltungen oder Be⸗
scheinigungen über Zahlungen und Natralvergütungen, welche aus
Hof, Staats⸗, Gemeinde⸗, Stiftungs⸗ oder anderen oͤffentlichen Kassen
zeleistet werden; b. für Anstellungen und Beförderungen (Besoldungs⸗
nehtungen) im Hof⸗, Staats⸗, Militäͤr⸗, Gemeinde⸗s und sonstigen
zffentlichen Dienste; c. für Prüfungszeugnisse, soferne dieselben
zicht gemäß Art. 192 Ziff. 19 des Gesetzes gebührenfrei sind; d.
jür die Diplome der Doktoren und Lizentiaten; 6. für die Zeugnisse
der Amtsärzte; f. für die Zeugnisse der Pfarrämter, welche auf
Brund der bis zum 1. Januar 1876 von denselben geführten
Standesregister ausgestellt werden, g. für die Alte der Gerichtsvoll
zieher in Sachen der nichtstreitigen Rechtspflege; b. für Uebertrag?⸗
arkunden, weiche von den Gerichtsvollziehern der Pfalz nach Maß⸗
zabe des Art. 1690 des pfälzischen Zwilgesetzbuches zugestellt werden.
Das Finanzministerium kann je nach Bedürfniß Ausnahmen von
der Pflicht zur Verwendung von Gebührenmatken in den vorbe⸗
zeichneten Faͤllen zulassen.

München, 28. Sept. Sämmiliche Bezirksgerichtsärzte,
welche an den Sitzen von bisherigen Beziuksgerichten und känftigen
Landgerichten angestellt maren, wurden zu Landgerichtsärzten ernannt.
Zu Bezirksärzten 1. Classe wurden ernannt zehn bisherige Bezirks—
gericbtsärzte an Bezirksgerichten rechs des Rheins, die mit 1. Octo—
bder eingehen, und vier prakusche Aerzte (in Deggendorf, Memmingen,
Eichstätt und Feuchtwangen.)

Berlin, 28. Sept. Ein Pribvat⸗Telegramm der „Nordd.
Allgem. Ztg.“ meldet über die gestrige Besprechung Bismard's und
Andrassy's, beide Staatsmänner seien lebhaflest befriedigt von der
ilebereinstimmung der beidersenigen Ansichten in den von ihnen be⸗
prochenen Fragen.

Die „National ⸗Ztg.“ mildet aus Wien vom 22. d.: Wie
authentisch verlautet, wurde in der Conferenz des Fürsten Bismarck
mit dem Grafen Androssy die gesammte polit:sche Lage Europas
einer eingehenden Erdrtetung unterzogen, deren Ergebniß die Con⸗
tatirung war, daß für jetzt dem europäischen Frieden don keiner
Seite eine Gefährdung droht. Mit Rüdsicht auf die Möglichkeit
ziner eintretenden Aenderung in diesem Verhältnisse wurde beider⸗
seits anerkannt, daß die sicherste Gewähr gegen jede, von wo immer
kommende Bedrohung des Friedens ein fester und inniger Aneinan⸗
)erschluß Deutschlands und Oesterreich Ungarns sei. Diese Aner⸗
lennung der beiderseitigen Verhaltungslinien dürfte auch die Grund⸗
lage der Unterredung des Fursten Vismarck mit dem Kaiser in der
Jeutigen Audienz gebildet haben. Morgen wird Fürst Bismarck
zine längere Besprechung mit dem Nadfolger Andrassy's, Baron
daymerle, haben.

Fürst Bsmarck ist in Wien nicht blos vom Hof und von
)en Staatsmännern sehr freundlich empfangen worden, sondern auch
as Publitum hat ihn bei der Einfahrt in den Bahnhof, wie auf
)em Weg zu seinem Gasthof mit einer stütmischen Begeisterung be—
zrüßt, weiche zeigte, daß Kch die Bevöllerung des hogen Wetthes
vohl bewußt ist, welchem das in seinem Besuch sich kund gebeuͤde
innige Einvernehmen Deutschlands und Oesterreichs für beide Staaten
vie für den Frieden Europas überhaupt hat.

Straßburg, 28. Sept. Gestern Abend hatte der Kron⸗
otiaz die Kommission, welche der Kaiser im Mai 1877 empfangen
ind welche zur Erinnerung an den Aufenthalt des Kaisers im Elsaß
zeim Diner am Samstag dem Kaiser eine Gedenkmedaille überreicht
zatte, zu sich gebeten. In einer halbstündigen, herzlichen Unter⸗
jaltung danlte der Kronprinz für den Empfang und alle Aufmerk⸗
amleiten und sprach die Zuversicht aus, daß die Verhältnisse sich
jür die Reichslande günstig weiter entwickeln und daß ihm vergönnt
sein werde, einmal längeren Aufenthalt hier zu nehmen. Die Worie⸗
)es Kronprinzen machten auf die Versammelten den besten Eindtud.

Metz, 24. Sept. Die Ankunft Sr. Moj stät des Ka'sers
erfolgte gestern Abend 7 Uhr 40 Minuten. Prinz Karl von
Breußen war bereits vorgestern gegen 5 Uhr dier eingetroffen.
Bom Vahnhofe durch die festlich geschmückten und beieuchleten
Straßen begleitete endloser Jubel die Fahrt des Kassers in die
Stadt. Ti heute Morgen 11 Uhr staitgehabte große Parade der
—D— Schönsste.
UAuch auf der Rückkehr wurde Se. Majestät mit brausenden Jubel—
ufen begrüößt. Heute Nachmittag 5 Uhr findet Diner bei Sr.
Dajestät statt, zu welchem alle bei der Parade betheiligten höhereu
Difiziere und die Civilbehörden geladen sind.

Ausland.

Paris, 22. Sept. Gestern und deute haben in allen
nößeren Städten Frankreichs Bankette zur Feier der eisten Pro⸗
lamirung der Republik im Jahre 1792 statigefunden. In Mar⸗
eille hielt Louis Blanc eine große Rede in dem Theater Valelle
ber die Zukunft und Bedürfnisse der Republik. Bei Ankunft
Ilancs wurden ihm die Pferde ausgespannt und der Wagen vom
zublilum in Paris gezogen. Gestern fanden 10 Bantette hier
att; kein stoͤrender Zwischenfall kam vor.

Vermischtes.

Sit. Ingbert, 21. Sept. In der öffentlichen Sitzung des kgl.
dandgerichts vom 3. Sepi. l. J. wurde durch Ausloosung die Reihenfolge
estimmt, in welcher die Hauptschöffen an den einzelnen Sitzungen des
—chobffengerichts vom 1i. Oktober 18790 bis Ende Dezember 1880
u fungiren haben. Das Resultat war folgendes:

—XE 1879.
1. Olt. Schmitt Jakob, Bürgermeister in Ensheim, Eisel Jakob, Wirth

n Schnap, vach.

Pungzinger Philipp, Holzhändler in St. Ingbert, Haud Peter,
Müller in Rohrbach.

zott Martin, Kaufmann in Schnappbach, Schanck Karl, Kaufm.
n St. Ingbert.

Valle Peter, Ackerer in Heckendalheim, Kraemer Gustav, Hutten⸗
verks besitzer in St. Ingbert.

demetz F. X., Buchdruckereibesitzer in St. Ingbert, Fuchs Michael,
dalkbrenner in Hecendalheim.

darren Heinrich, Ackerer in Enzheim, Kahn David, Seifenfabrikant
n St. Ingbert.

fiack Johann, Direktor in St. Ingbert, Weiland Johann Jakob,
Fabrikant daselbst.

draemer Oskar, Huttenwerlsbesitzer in St. Ingbert, Heinrichsdorf
johann, Direktor in Schnappbach.

RMaser Jakob, Wirth in Rohrbach, Dörr Georg Franz, Gutsbe⸗
tzer zu Triebscheiderhof, Gemeinde Hassel.

Rartin Heinrich, Pulverfabrikant, Weigand Otto „Kaufmann,
eide in St. Ingbert.

MNarx Andreas, Ackerer in Ensheim, Hofmann Joh. II., Kalk⸗
renner in Ommersheim.

Lilleroy Heinrich, Gutsbesitzer zu Glashütterhof, Gemeinde Hasel,
hrewenig Ludwig, Kaufmann in St. Ingbert.

dahne Franz, Faktor in Schnappbach, Schmitt Peter, Ackerer und
ldjunkt in Oberwürzbach.

Woll Peter Joseph, Kaufmann „ Fischer Hermann, Kaufmann,
eide von St. Inabert.

1880.

Vannemacher Johann, Kaufmann in Ommersheim, Wolter Georg
un., Adjunkt, Ackerer und Wirth in Eschringen.

deer Joseph, Kaufmann, Reidiger Johann jun., Müller, beide
yon St. Ingbert.

tiefer Ostar, Hüttenbeamte in Si. Ingbert, Schmitt Jakob, Bür⸗
zermeister in Ensheim.

Lisel Jakob, Wirth in Schnappbach, Munzinger Philipp, Holz⸗
händler in St. Ingbert.

daud Peter, Muller in Rohrbach, Zott Martin, staufmann in
A

Schand Karl, Kaufmann in St. Ingbert, Walle Peter, Ackerer in
deckendalheini.

kraemer Gustav, Hüttenwerksbefitzer, Demetz F. X. Buchdruckerei⸗
desitzer in St. Inoͤbert.
Fuchs Michael, Kalkbrenner in Hechendalheim, Karren Heinrich,
Uckerer in Ensheim.

dahn David, Seifenfabrikant, Fiack Johann, Direktor, hier.
Weiland Johann Jakob, Fabrikant, Kraemer Oskar, Hutten⸗
verksbesiter, beide von St. Ingbert.

Heinrichsdorf Johann, Direltos in Schnappbach, Glaser Jakob,
Wirth in Rohrbach.
Dörr Georg Franz, Gutsbesitzer. Martin Heinrich, Pulberfabrik

8. Olt.
15. Olt.
22. Okt.
29. Okt.

12. Nov.
19. Nov.
260 Nov.
3. Dez.
10. Dez.
17. Dez.
24. Dez.
31. Dez.

7. Jan.
14. Jan.
21. Jan.
4. Febr.
11. Febr.
18. Febr.
25. Febr.
3. März
10. März
17. März
24. Maärz
31. Mäcxz
        <pb n="524" />
        Weigand Olto, Kaufmann, Marx Andreas, Ackerer.
dofmann Joh. II., Kaltkbrenner, Villeroy Heinrich, Gulsbesitzer.
Zrewenig Lubwig, Kaufmann, Hahne Franz, Faltor.
Schmitt Peter, Achkerer und Adjunkt, Woll P. J. Kaufmann.
Fischer Hermann, Kaufmann, Wannemacher Joh. Kaufmann.
Wolier Georg jr. Adjunkt, Beer Joseph, Kaufmann.
Reidiger Johann jr., Müller, Kiefer Oskar, Hüttenbeamte.
Schmit Jakob, Burgermeister, Eisel Jakob, Wirth.
Munzinger Philipp, Holzhaͤndler, Hauck Peter, Müller.
Zott Martin, Kaufmann, Schanck Karl, Kaufmanu.
Palle Peter, Ackerer, Kraemer Gustav, Hüttenwerksbesitzer.
Demeg F. xX. Buchdruckereibesiher, Fuchs Michael, Kalkbrenner.
darren Heinrich, Ackerer, Kahn David, Seifenfabrikant.
Fiack Johann, Direktor, Weiland Johann Jakob, Fabrilkant.
raemer Oskar, Huttenwerlsbesitzer, Heinrichsdorf Joh., Direltor
Zʒiaser Jokob, Wirth, Dörr Georg Franz, Gutsbesitzer.
Nartin Heinrich, Pulverfabrikant, Weigand Otto, Kaufmann.
Riarx Andreas, Ackerer, Hofmann Joh. II., Kalkbrenner.
hilleroh Heinrich, Gutsbesiter, Grewenig Ludwig, Kaufmann.
Hahne Franz. Faktor, Schmitt Peter, AÄderer und Adjunkt.
Won Peier Joseph, Kanfmann. Fischer Hermann, Kaufmann.
Poannemacher Johann, Kaufmann, Wolter Georg ir., Adjunki.
veer Joseph, Kaufmann, Reidiger Johann jr., Müller.
diefer Oskar, Hüttenbeamte, Schmin FJakob, Burgermeister.
Fisel Jakob, Wirth, Munzinger Philipp, Holzhändler.
daud Peter, Müller. Zott Martin, Kaufmann.
Schand Karl, Kaufmann, Walle Peter, Adcerer
ernier Guftav, Hüttenwerksbesitzetr, Demetz F. *. Buchdruderei
Fuchs Michael, Kallbbrenner, Karren Heinrich, Ackerer.
xahn David, Seifenfabrikant, Fiack Johann, Direktor.
Weiland Joh. Jak., Fabrikant, Kraemer Ostar, Hůttenwerksbes.
Zeinrichsdorf Johann, Direktor, Glaser, Jakob, Wirth.
dorr Georg Franz, Guisbesitzer, Martin Heinrich, Pulderfabrfl
Weigand Otts, Kaufmann, Mart Andreas, Ackerer.
Hosmann Johaunn 11., Kalkbr., Billeron Heinrich, Gutsbesitzer.
Irewenig Ladwig, Kaufmann, Hahne Franz, Faltor.
Schmiti Peter, Aderer und Adjunit, Woll B. J., Kaufmann
Fischr Hermann, Kaufmann, Wannemacher Johann, Kaufmann.
WBolter Georg jr. Adjunkt, Beer Joseph, Kaufmann.
Sitzungsaufang:;
Vom 13. März bis 15. Oltober Morgens um 8 Uhr.
Vom 16. Oltober bis 15. März Morgens um b/ Uhr.

p Tie KeZ.“ schreidt: Die Aawälte in Zweibrücken
goben in Betreff der vielbesprochenen Fintraquna der Vrivilegien.
— ⸗ —

Zwangsversteigerung.

Am Hienstag den 30
September 1879, Morgens 10
Uhr in der Wohnung des Satt⸗
lers Emil Grewenig dahier,
werden verschiedene demselben
hepfandete Waaren nebsi
Haus-Mobilien öffentlich
zwangsweise gegen baare Zahlung
durch den unterzeichneten igl.
Gerichtsbollzieher versteigert.

St. Ingbert, 23. Sept. 1879
Der k. Gerichtsvollzieher:

Faßbender.

Kin btaver Junge wird in
E die Lehre gesucht, um die
Bäckerei zu erlernen.

Wo, sagt die Exp. d. Bl.
Piar Pamen!
zei Kramer &amp; Co. in Leipzig erscheint
Die

ATIISSTIIDLDG.
zeitschrist in Monatsheften für leichte ele⸗
ante weibliche Arbeiten, enthalteud neue
tiekmuster in brillautem Bunt-
arbendruek ausgeführt, sowie Hä⸗
el⸗ und Fileimuster, Vorlagen filr Weiß⸗
suckerei, Weißnähterei, Waffel- und Strid⸗
arbeit, Perlhätelei x.

Die einfache Ausgabe dostet pro Mo⸗
nat nur 16 Pfa. Reichswährung —10 xr.
ijterr. Die Doppelausgabe erscheint in
‚oppelt so großem Format als die ein⸗
ache und koͤstet das Doppelte.

PMean abounirt zu Jeder Zelt auf
e drei Hefte cinex beüebigen Ausgabe
v allen Buchhaudlungen und Vostan⸗
salten.

Wohnung zu vermiethen

In meinem Hause gegenüder

der prot. Kirche ist bis 15.

Dezember l. J. im odern Stocke

das dieher von Hrn. Walter
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E. Hofmann.

Jlt.
Italieniseh. Aptohriefe DPanisch.
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prof Gil Zunarates, Pr. Theophil Helmnhorst und
Dr. Albert Schmidt.
DPie TESSISCIGEn Unterrichts-Briese sind complet in 2 Rursen
à 18 Briefe. Preis des erston Briefes: 50 Pf.; aller folgenden:
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npaninelen Tnterriehts⸗Briefe sind complet in 2 Kursen à
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der geringe Vorratu reicht) sammt 2 Enveéloppen: 24 Mk.
,Leipig. Verlaa des Hausfreundes.
— ati —w illigst dei
tationsbeklebzettel “eze Demen

ur Erwerbspreise von Immobilien ein Gutachten ab, und lamen
ieselben darin zum Schlusse, daß die Vrivilegien, wegen etwa'ger
Foncurse, inseribirt werden müssen, indem nur dadurch deren ur⸗
prünglicher Rang gewährt werden lann.

In Edesheim, schlug am Freitag der Blitz in ein Haus
ind richsete daselbst staunenswerthe Verwüstungen an. Eine Frau
am unier eine einstürzende Mauer und l'egt schwer verletzt darnieder.

4 Die neulich in Burrweiler versiegellen beiden Fäfsser
Wein sind freigegeben worden, da die chemische Unterfuchung () er⸗
Jab, doß der Wein rein sei.

In Efsen und in Hörde sind in den letzten Tagen viele
alsche Ein⸗ und Zweimarkstücke ausgegeben worden, die wie Nickel
russehen und sich fettig anfühlen.

Eisenbahnunglück. Am 20. Abends ist in Folge
ines Wollenbruches der oberschlesische Güterzug zwischen Gogolin
ind Leschnitz verunglückt; der ganze Zug enttleiste, 10 Wagen
purden zernümmert, der Maschinenheizer blieb todi, der Maschinen⸗
ührer wucrde schwer verwundet.

—RE——
Marstberichte.
Homburg, 24. Septbr. (Fruchtmittelpreis und Vickualienmarkt.) Weizen
10 M77 ppf. Korn 7 M. 64 pf. Spelzkern — M. — Pf., Spelz 0 M.
— pf., Gersie Zreihige d M. — Pf. Gerste 4reihige O M. — Pf., Hafer
ß Mol Pf., Mischirucht 8 M. 16 Pf., Erbsen O M. — Pf., Wicken
) M. — pf. Bohnen — M. — Pf., Kleesamen — M. — Pf. Kown⸗
zrode6 Pfund 68 Pf. Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — f.
sindfleisch do Pf., Kalbßeisch 10 Pf, Hammelfleisch — Pf. Schweinefleisch
30 Pf., Butter 1 Pfund 1 M. — Pf. Kartoffeln per Cir. 2 M. 50 Pf.

Kaiserslautern, 28. Sept. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 10 M. 26 Pf, gorn 7 M. 86 Pf. Spelztern — M. — Pf. Spel
5 Mi. 23 Pf., Gerstess M. 82 pf., Hafer 6 M. 23 Pf., Erbsen 7 M.
z0 Pf., Wichen O M. — Pf., Linsen 8 M. 50 Pf., Kleesamen — M. —
pf. Kornbrod 6 Pfund 1. Qual. 64 Pf., 2. Qual. — Pf. Gewischtbrod
zefund 82 pfg. Bulter per Pfd. — M. 96 Pf., Eier 2 Stück Ob Pf. Kar⸗
offeln ver Tente 2 M. 60 Pfi. Strobh 0 M. 00 Pf. Heu 0O M. — Pigq.
Für die Redaction veraniwortilich: F. X. Deme zz.
des Zweibrücker Pfandhaus war
Wochentaaen geöffnet.
—enßhh —

u Die
sinhaltreichste und billigste deutsche Zeitung
ist unbedingt das
täglich zweimal ass Morgen- und Abendblatt erickeinende
Berliner Tageblattlcue
nebst dem il lustrirten Witzblatt „ILLC; und
der belletristischen Wochenschrift „Verliner Sonn⸗
tagsblatt“ sowie Wöchentliche Mittheilungen über
Zndwirthschaft. Gartenbhau und Sauswirthschaft.
an Fenpnicen wie Paris, London, Peétersburs
Wjen, Pesth, Rom, ist das „Berliner Tageblatt durch
i gene Correspondenten vertreten, wodureh sich dasselbe in der
Lage besindet, alle wiehtigen Nachrichten, mittelst ausgedehnter
Denutrung des Telegraphen, 2nverlitsiger und achneller als die
meisten anderen Zeitungen zu bringen.

Aus dem überaus reichen Inhalte heben wir Folgendes
hervor:

Freifinnige Leitartilel aus der Feder hervorragender Publicisten. —
Politijche Tagesübersicht. — Zahlreiche Special⸗Telegramme und Corre⸗
spondenzen aus allen Welipltätzen. — Vermischte Nachrichten aus dem
Reiche. — Berliner Local⸗ und Gerichtszeitung. — Ausführliche Kammer⸗
berichte seines eigenen parlamentarischen Bureaus. — Vollstaͤndige Handels⸗
zeitung unter besonderer Berücksichtigung der Roh⸗Producten⸗Branche nebst
qusführlichem Coursbericht der Berliner Börse. — Erziehungs- und Un⸗
terrichiswesen. — Ziehungsliste der Preuß. Lotterie. — Reichhaltige⸗
interessantes Feuilleion, in welchem Theater, Kunst und Wissenschaft forg
fältige Beachtung finden und außerdem spannende Romane der be⸗
sebteften Autoren ericheinen. Im bevorstehenden IV. Quartal veröffenr
lichen wir:

„Auf Irrwegen““, Roman von E. Vely,
deren früher veroͤffentlichen Werke allgemein den iebhafteften
Beifall gefunden haben.
Vm die Rilligkeit des Abonnementspreises so recht ro-
Augen zu führen, dürfta die Thatsache genügen, dass dio
eineelrne Nummer nur 4 Pfenniu
den Abonnenten zu stehen kommt, indem der Abonnements-Preis
nur 4 Mark 245 Pf. viortoljahrlich
betrügt und dafür 150 Nummern des „Berliner Tageblatt“, 13 Num-
mern des, Berliner Sonntagsblatt“ und 13 Nummern des illustrirten
ritablatt VLK“ golicfert werden.
cikrhubei alen VReicbspestanslahten.

Druck und Verlag von F. X Demes in St. Inabert.
        <pb n="525" />
        —
2
7

1

— 2*
8 *2æ—593388—
25—2 2 3 531522588

⸗ —S—38333 8 532—855
2 2 28528 * * —— —2 — 23*3 573 —
5 885 — * 375

————— 5855 ——A—— — * * D2 55 52—
—A —— 552 5528535 z33 ——
— * 2* 25 —52 —A — — * * —

52 523535 582 *7328 823 —A — * 53125 ——A
25 5383335235 9 8 3* —A 3 — 25*5 — 555

2 532558* —ES 2 535 537 535. 2z2252 235572 — ———
285 85 —87 — 8355 32* z32832 *82 522 — 2
—— 58 * ——— 552 —238* 2252* — —A
33 55753375553
—28 3355365522 8 — 233—33 — 52 — 7 827 5225 S7—2 —

* E4 222 —* 55553 — 57532* 8 — — — 3 5*4
— 5338* X 2 235 —— — 555 53533355328*
———— 23 —A — —— ——— 5—3835355 52558
2 — 522 232 ** — 5 —2554 —* 5z5 2 255
—A —235 552 3238 33 2 732 852535 3822 x 32233 —
8 —* 2 A 5253 2 323SE5* 328555535 —575 52

—AA — —e235338238 ——— 335 8383355* 7
* 9 S t* ——28333—2 22 * 255 24. 8
5— * — * — —43— —— 9 28535 —A —— —4 53 2 8
32* * 52 7 5 225 — 5 —32 — 2 S 2 23 53 —X 5z5
22 SB2 * — 22568 —z3z255 2 2538 3*2 223
—— — 5553 27 533753533232 5— 22 25 —58282 —?!*
5 23

—*x 2 55 X s35332 2 3538 23 25 —50 8 S 3853
— 532323252 5332 5659 7 2 38 —A * — —*
25—, 5383363535 *523523235 8 33532335 2853.5. 52238 53335875
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A— 225 383 355 —22 5355 83 8335

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2 — 25 2 S8 7— 523235 * 557 35
2333333338387 555333333—373537335s—5338553
* —8 —3— 2* 7
333 —33333 3538 22 2*
* 573232368 — 3 25325253353 —— —
— 8335 83335233— 33335358
52528223 2332—235c 2522. 5*2 — 338 7
X 333 2538783383 32
—— 23535583 — 2 2 5 3523 2.2 —A
55332353238* S. 23822 —*5235 23 — 5 3238723.58
* 2532 583 2 A— — 2*2 A D ui 3
3 33 86
2 77 — 27— 52
5528 3353 8333
25— 2 2 — 2 * 8 2
— 27 53555538333 223. 23335233 9 *
23 365335 5258 383225 3 2533555395
— 35237 8 —A 2538 —A— 3 — 2233 5
* — 2 523 —— 22. m 5223 22 *3 33 —
— 582 2255 2 5235—387 2738 2 — 3
7 22 er —— — 24 * 22 —æ2 * 2*
— 22 232238 K3523533 25298 222352 — S
z 8 33 383 1338583 3555
22 —27— 2 S. 5533 5323 33 7
ʒe 28 2 —3 O *8 2 22 ⁊ — 2 5 —
5. 33 —A 25333 35332 »235333 —
2 28 222 X3 —A — 2 7525333 238
358 22 333 23 —33235555555*2 X * 7
3537 n 5*5 332 — 7 7

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        <pb n="527" />
        St. Ingberler Anzeiger.

——
Dder St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wö hentlich mj dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗
lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljährlich
AA 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 60 J, einschließlich 10 Z Zustell zebuhr. Anzeigen werden mit 10 S, von Auswarts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrist odetr deren Raum, Reclamen mit 80 pro Zeile berechnet.
1879.

M 153.

Samstag den 27. September

Abonnements-⸗Einladung.

Bei dem bevorstehenden Beginne eines neuen Quartals er
sauben wir uns, zumn Abonnement auf den „St. Jugberter
Anzeiger“ hiermit ergebenst einzuladen. »

Der ‚Anzeiger“ wird fortfahren, die Tagesereignisse in gedrängter
Uebersicht, aber möglichst rasch und vollständig mitzutheilen.

Vesondere Aufmerksamkeit werden wir den lokalen und provin⸗
iellen Angelegenheiten zuwenden.

In dem mit dem Ste. Ingberter Anzeiger verbundenen Unter⸗
jaltungsblatt kommt nur Gutes und Gediegenes zum Abdruck und
wird das illustrirte Sonntagsblatt auch ferner als angenehme Beilage
ausgegeben.

Neubestellungen wollen gefälligst bald, sowohl bei der
Post wie bei uns oder unseren Austrägern gemacht werden. Unsere
zisherigen hiesigen Abonnenten werden den „Anzeiger“ auch im neuen
Quartale fortgeliefert erhalten, wenn sie nicht ausdrücklich abbestellen.

Schließlich erlauben wir uns noch den „St. Ingberter An—⸗
zeiger“ einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum zur Auf⸗
jabe von Inseroten aller Art in empfehlende Erinnerung zu bringen.

Redackion und Expedition des SIf. Ingberter Anzeiger.

danzlers entgegengesehen wurde und die in dem Begrüßungsartike
»es halbamtlichen Blaties Ausdruck fand, und hebt hervor, daß die
jesammte Wiener Presse den deutschen Kanzler mit wärmster Sym⸗
jathie begrüßt und daß die Meinung von der großen politischen
zedeutung des Besuches in der lebhaften Bewegung Bestätigung
sefunden habe, welche sich in den leitenden Regierungskreisen an
en Besuch kaüpfte. Bezüglich der Auffassungen und Erwartungen
iber die Wiener Verhandlungen nimmt die Korrespondenz auf die
stotiz der amtlichen „Wiener Zeitung“ und auf eine Stelle des
tannten Wiener Briefes der „Nordd. Allg. Ztg.“ Bezug und
hließt ihre Besprechung dann mit fsolgenden Sätzen: Soweit das
vorläufize Urtheil übetr Charakter und Bedeutung der im Gange
efindlichen Verhandlungen. Eine in hohem Maße beachtenswerthe
khatsache ist die, daß, abweichend von allen sonstigen ähnlichen
Fällen, diesmal ganz Europa von der friedlichen Bedeutung und
Wirkung der Verhandlungen überzeugt zu sein scheint.

Mit den Gesinnungen der Bevölkerung des Reichslandes

eschästigt sich anläßlich des Besuches des Kaisers im Elsaß ein
ingerer Artikel der „Kreuzzeitung“, „Aus dem Elsaß“ datirt. Der
hewährsmann des Blattes glaubt, daß man die Gesianungen am
Zeflen nach drei Ständen charakterifiren könne, nach dem Bauerne,
Zürger⸗ und Notabelnstande, welche sich alle drei seit der Wieder⸗
zewinnung des Landes in ihrer Eigenart treu geblieben ind. Das
dandvolk sei urdeutsch und im Grunde recht glücklich, wieder
u Deutschland zu gehören. Zurückhaltender sei der Bürger—
rand. Freilich enthalte er sich offener Opposition, aber er sei
naißtraursch und vielfach in der Hand der Protestler, welche die
Ibhängigleit des Gewerbetreibenden und des Kaufmanns von dem
kapital zur Verhinderung einer Annäherung an Deutschland oder
sielmehr an Preußen mißbrauchten. Doch seien in den letzten Jahren
iele Vorurtheile und Beargwöhnungen geschwunden, und würde
aan sich offen zur Huldigung belennen, wenn nicht dieses Wagniß
u viel widrize kommerzielle und finanzielle Folgen haben könnle.
In sehr gereiztem Tone aber äußert sich die „Kreuzzeitung“ über
ie Rotablen: „Von einer kleinen, aber nicht minder mächtigen
Hesellschaft wird bis heute fast das ganze Reichsland beherrscht, von
hr wird „Stimmung“ gemacht. Es ist jene durch Kapital und
ranzösische Bildung präralirende Klasse, welche, eng mit Frankreich
nerbunden, Kaiser Wilhelm vielleicht im Vergleich zu den früheren
Machthabern Frankceichs als Menschen auch in ihrem Innern hoch-
uachten beginnt, aber in der Wiedervereinigung mit Deutschland
sen Unglücksstern für die Geschicke ihres besonderen Vaterlandes
rblick. Von den sog. Notabeln wird das ganze Volk in einem
llem deuischen Wesen abholden Geiste beeinflußt. Diese Wider⸗
acher des deutschen Patriotismus sind nicht zu gewinnen; sie sind
nur niederzuhalten durch ein echt deutsches Regiment. Je deuischer
ie deutsche Regierung in Elsaß Lothringen, um so geringer und
enlräftiger die französische Partei!“ Abgesehen von unseren
Zweifeln an der Ersprießlichkeit des in den letzten Zeilen gegebenen,
vohl gut gemeinten, aber recht unklaren Rathschlages, halten wir
die Schilderungen der Stimmung in jenen drei Gesellschastsschichten
des Elsasses für richtig.

Straßburg, 24. Sept. Wie die Kaiserin bei dem Be⸗
uch der Wohlthätigkeitsanstalten dieselben persönlich beschenkte, so
jat der Kaiser dem Oberptäsidenten 3000 Mi. übetgeben zur zweck⸗
nätzigen Vertheilung an die Armen, welche sich.mit Bittgesuchen
sersönlich au Se. Majestät gewandt hatten. — Der Bürgermeisterei⸗
Zerwalter Back verbffentlicht folgende Bekauntmachung: „Se. Ma⸗—⸗
estät der Kaiser und König haben mir den Auftrag zu ertheilen
jeruht, für den Allerhöchst ihm und Ihrer Majestät der Kaiserin in
iesen Tagen hierselbst gewordenen freundlichen Empfang der Bes
yölkerung Straßburgs seinen Dank auszusprechen. Es gereicht mir
ur Freude, dieses allerhöchsten Auftrages mich hiedurch erled gen
u können.

Deutsches Reich.

München, 23. Sept. Vom Generalkommando wurde
bezüglich der Einstellung der Rekruten des heurigen
Jahrgangs verfügt, daß dieselbe bei sämmtlichen Truppentheilen zum
Dienste mit der Waffe und als Kraukenwärter am 7. November zu
zeschehen habe; die als Oekonomie-Handwerker und zur Equitation
iusgehobenen Rekruten sind schon am 1. Ottober einzustellen.

Berlin, 283. Sept. Der Reichskanzler legte dem Bundes⸗
rath eine Verordnung betreffnd die Abänderung der Bestimmung
iber die Tagegelder, Fuhrkosten und Umzugskosten der Reichsbe—
imten vor. — Die Einführung der neuen Prüfungsordnung für
Deutschlands Aerzte, welche am 1. Olt. wirksam werden sollie, ist
runächst auf ein Jahr vertagt worden, da über die bezüglichen Vor⸗
chriften kein Einvernehmen der betheiligten Ressoris zu erzielen
har. — Die Vorarbeiten zur Nevision der deutschen Pharmakopde
chreiten so langsam vor, daß die Einberufung der Sachverständigen ⸗
dommission nicht vor dem Dezember erfolgen wird.

Berlin, 24. Sept. Die Kaisermandver in Elsaß⸗Loth⸗
ringen besprechend, schreibt die „Probinz'al⸗Korrespondenz“: „Auch
n den Reichslanden war der Empfang des Kaisers, dessen majestä⸗
ischer Huld ja ohnehin kein Herz widerstehen kann, ein so wohl⸗
huender, daß darin gewiß der Beweis für die Richtigkeit der Po⸗
itik, welche diesen dem deutschen Vaterlande wiedergewonnenen
Provinzen gegenüber gehandhabt worden ist, zu erkennen war. Die
reudige Begrüßung des Kaisers bezeigte den Dank für das Ver⸗
zrauen, welches den Reschslanden durch Gewähruag des hohen
Brades von Selbstständigkeit, welche sie genießen werden, bewiesen
worden ist, eine Selbstständigkeit, die ohne Zweifel mehr und
nehr dazu beitragen wird, ihnen die Wiedervereinigung mit
dem deutschen Vaterlande theuer zu machen. Jedenfalls haben sie
hurch den Empfang bewiesen, daß sie den Berühr. naspunlt zefunden
jaden, welcher alle deutschen Herzen gleichmäbig bewegt: die Liebe
uind Verehrung des Kaisers.“

Die „Provinzial⸗-Korre pondenz“ bespricht den Besuch des
Fürsten Bismarck in Wien, welcher, zunächst als Gegenbesuch
Undtassy's und zugleich zur Fortsetzung der Gasteiner Besprechungen
ꝛeider Staatsmänaer in Aussicht genommen, durch den Gang der
Sreignisse und durch die Unstände und Kundgedungen, welche die
Anwesenheit des Reichskanzlers in Wien begleitelen, eine noch erhöhte,
uicht bloß in beiden großen Reichen, sondern auch in ganz Europa
tlannte Bedeutung gewonyen habe. Der Empfang Bismarcs in
WBien seitens dis Hofes wie in der Regierungssphäre, nicht minder
eitens der Bevölletung sei ein so ehrenvoll auszeichnender, wie er
n solcher Weise kaum einem fremden Staalsmaun jemals zu Theil
eworden sei. Die Korrespondenz schildert den Empfang und die
Stimmung, in welcher seitens der Regierungskreise dem Besuche des

Ausland.
Wien, 22. Sept. D'e „Presse“ übertreibt nicht, wenn
ie sagt, daß noch niemals einem fremden Staatsmann ein so
varmer Empfang in Wien zu Theil geworden sei, wie gestern dem
        <pb n="528" />
        Fünsten Vismarck auf dem Westbahnhofe und bei seiner Fahrh von
dort in's Hotel Imperial“. Trotz der späten Stunde waren so
ungeheuere Menschenmassen versammelt, daß die Constabler Mühe
haten, die Ordnung aufrecht zu erhalten. Auf dem Bahnhof
nußte sich der Stationschef mit allen seinen Leuten abquälen, Raum
dor dem Perron zu schaffen; vor dem Gasthofe hatten die Sicher⸗
heitswachmänner viel Arbeit, ehe sie die andrängende Menge be—⸗
wogen, ruhig ein Spalier zu bilden. Der Kanzler benahm fich
auch den larmenden Ovationen der Menge gegenüber ungleich
jreundlicher als 1864 und 1873: er grüßte nicht nur, sondern er
chwentie sörmlich mehrmals seinen breiten Calabreser, als ihn die
HDurrahs umbrausten. Andrassh begleitete den Händedruck, mit dem
er den hohen Gaft begrüßte, auf das Volk hiuweisend, mit den
Worten: „Da sehen Sie, Durchlaucht, wie man fich freut!“ fast
As wolle er eine ähnliche irsnische Bemerkung, wie sie Bismarck im
Jahre 1873 hier gemacht hatte, abschneiden, einen Ausdruck der
Verwunderung darüber, daß „man uns hier so erschrecklich gerne
hat“; Als Andrassy allein nach Hause sahren wollte, redete Bis⸗
marck ihn eindringuich an: „Wir fahren doch zusammen in die
Stadt!“ Schon das bewies, daß der deutsche Kanzler dieselbe
Gemeinsamkeit der Situation, wie vor 6 Jahren bei der Fahrt über
die Ringstraße herstellen wollle, um nicht allein der Gegenstand so
nusgiebiger Deinonstrationen zu sein. Natürlich entsprach Graf
Andrassy der an ihn gerichteten Aufforderung.

Wien, 23. Sept. Fürst Bismarck stattete heute Besuche
hei'm Erzherzog Wilheim, benm türkischen und französischen Bot⸗
schafter, sowie bern päpstlichen Nuntius ab. Um 5 Uhr fuhren
Füst Bismarck, die Fürstin Bismarck, Graf Wilhelm Bismard und
die Fürstin Odescalchi zum Diner bei'm Grafen Andrassy, zu
welchem 16 Personen geladen waren. Das Diner endete um 7
Uhr, worauf die Gäste, auch die Fürstin Bismarck und Graf Wil⸗
helm Bismard, sich entfernten. Fürst Bismarck und Minister⸗
zräsident Tisza blieben bei Andrassy zurück. Eine halbe Stunde
später entfernte sich auch Tisza, wonach Fürst Bismarck und Graf
Andrassy noch längere Zeit mit einander conserirten.

Wien, 24. Sept. Die österreichische und ungarische Re⸗
Jierung wurde berei.s o fiziell von dem zwischen Bismarck und
Andrassy beschlossenen Zoll und Verkehrsübereinkommen versländigt.
Delegirte beider Regierungen tieten hierüber zur Verathung zusam-
men. Bismarck konferirte gestern über eine Stunde mit dem Nun⸗
sius Jacobini. Abends fuhr er nach Berlin ab. Der Eintritt der
Tzechen in den Reichsralh unter Wahrung des Rechtsstandpunktes
wurde beschlossen, trotzdem Rieger ausdrücklich erklätte, Taoffee habe
jede Concession verweigert und die Czechen immer nur auf den
Reichstath verwiesen.

London, 24. Sept. Dem Reuter'schen Bureau wird aus
Simla (Ostindien) gemeldet, die Vorhut der russischen Expedirion
gegen die Turkmenen sei bei Syeskepl von diesen geschlagen worden
und habe 700 Mann verloren.

Madrid, 22. Sept. Aus Havanna wird geweldet: Der
Generalkapitän gibt bekannt, daß die Rebellen, durch Freiwillige aus
dem belreffenden Orte unterstützt, das Dorf Majari angegtffen, daß
die kleine Garnison aber trotzdem durch drei Tage Wideistand lei⸗
stete, und nachdem sie verstärtt worden war die Rebellen zarückschlug.
Mehrere Sclavenbesitzer haben eine Eingabe an die Reg'erung
gerichtet, in welcher sie die Ergreifung umfassender Maßregeln
derlangen, widrigenfalls sie genöthigt wären, alle Sclaven frei⸗
zulassen, um das Niederbrennen ihter Besitzungen zu verhindern.
Die Kegierung antworfete telegraphisch: sie hoffe, die Sclav.nb. sitzet

werden in Uebereinstimmung mit der kubanischen Reg'erung handeln
und hiebei von Patriotismus sich leiten lassen.

Madrid, 24. Sept. Drei Grundbesitzer auf Cuba, welche
1000 bezw. 1200 und 800 Sclaven besaßen, haben lettere frei⸗
zegeben und mit ihnen füufjährige Arbeitscontracte abgeschlossen;
undere dürften diesem Beispiele folgen. Die Regierung fendet 8000
Soldaten nach Cuba, weil da und dort wieder Aufstandsversuche
portkommen.

mgr
Vermischtes.
Kaiserslautern, 24. Sept. Der Schriftführer eines
hiesigen Kranken Unterstützungsvereins, welcher seine Versammlungen
in der Wirthschaft zum „Gutenberg“ abhalt, hat mit 411 M. das
Weite gesucht. Derselbe ließ Ftau und Kinder zuük. (Es. Z.)

Es wurde genehmigt, daß die Aufsschlageinnehmerei „Neu⸗
hornbach“, Haupzollamtsbezirk Kasserslautern, künftig die Benennung
Aufschlageinnehmerei „Hoenbach“ zu führen hat.

Neustadit, 22. Sepe. Herren Fabrikanten Heck wurde
heute Nacht von ru dloser Hand ein beträchtlicher Schaden zugefügt.
Durch Eindruch in dessen Pechsiederei wurden mehtere Krahnen des
Delreservoirs geöffnet, wodurch ein seht bedeukendes Quantum Oel
in den vorbeifließenden Spey tbach floß.

f Der Vorstand des Geflügelzuchtvbereins Neustadt erklärt
nun officiell, daß die Behauptung det „N. Ziz.“ von einem Deficit

hel der Ausstellung unrichtig sei, das Ergebniß wäre vielmehr ein
ehr günstiges. J

J Wachenbeim, 24. Sept. Bei großer Betheiligung fand
gestern im Saale des Dalbeiger Hofes die Weinversteigerung der
dherren A. Brack Erben dahier, statt. Es würden folgende Preise
per 1000 Liter erzielt: 1877er Wachenheimer, eigene Crescenz.
M. 370 bis 930, Forster Süßkopf M. 475, Bechstein 705, Dürkh.

Z„chenkenböhl M. 630. 1874er eigene Crescenz, Wachenheimer
M. 910 bis 1570, Forster N. 1075 bis 1490. 1876er eigene Cres—
ꝛenz, Wachenheimer M. 650 bis 1690, Lugins'and und Forster
steunmorgen M. 1040, Dürkheimer Schenkenböhl und Wachen—
seimer Völker M. 1075. 1875er Herxheimer M. 555 bis 575,
—XX
dönigsbacher R. 600 bis 820. SFigene Crescenz Wachenheimer
D. 600 bis 1830, Forster Saßkopf M. 1360. Alienburg und
Durth. Schenkenböhl M. 1220, Wachenheimer Hohl und Forster
Bechstein M. 1630. (D. A.)

f In Winzingen sollte am vergangenen Sonntaß ein
Sängerfest stattsinden, wozu die Gesangvereine der Umgegend eine
gjeladen waren. Es war ein Triumphbogen gebaut und die Häufer
nit Fahnen und Kränzen geschmückt worden. Schließlich fehlte
nichts als die Sänger, denn es fand sich nur ein einziger Verein
us mehreren Köpfen ein. Die „Pf. V.“, der wir Vorstehendes
ninehmen, zieht daraus den Schluß, daß eine Uebersättigung an
Festlichkeiten eingetreten sei.

fDie „Pf. Zig.“ schreibt aus der Südpfalz, 22. Sept
War schou disher die vollständ'ge Sicherung der Grundrenten nug
durch die Trausscription der Grundzinstitel möglich gewesen, so
ift die Bethätigung derselben nunmehr angesichts der neuen Justiz⸗
zesetzzebung jevenfalls ein unerläßliches Erforderniß. Es werden
deßhalb die Gemeindeberwaltungen — d. i. die Einnehmereien —
zur Fernhaltung eigener Verantwortlichkeiten gut thun, fragliche
Trausscr ptionen noch vor dem 1. Oct. vollziehen zu laffen.

Speyer. Die kgl. Regierung der Pfalz maqte die kgl.
gezirkeämter auf die Bistimmung des 8 9 der tgl. Verordnung
vom 27. Juni 1862, „die Abhaltung öffentlicher Tanzmusik beir.“
nufmerksam, wonach am zweiten Kirchwerhtage die Abhaltung öffent⸗
icher Tanzmusiten über die festgefetzte Polizeistunde h'naus nicht
Jestattel werden darf.

Darmstadt, 24. Sept. Das neue Lebensmittelgesetz
jußert berets seine Wirkung. Vor enigen Tagen wurden drei
Milchverfälshet mit 20 und 25 M. bestraft und das Urtheil ist im
„Tagblati“? mit Niunung der Namen pubhizirt worden; das fruchtet.

In Heilbronn wurde am 20. ds. die Ehefrau des
Metzzers Feucht von Ziegelbronn wegen Ermordung ihrer beiden
leiblichen Kinder durch Erst ckung mittelst Kohlenoxydgas zum Tode
verurtheilt.

FHanau, 19. Sept. Bei dem Bau der Friedberg ˖ Hanauer
ẽsenbahn ist gestern Abend zwischen 5 und 6 Uhr ein entsetzliches
Unglück passict. Zwischen Windecken und Heldenbergen wird die
Nidder und zwar in einer Höhe von circa 80 Fuß überbrückt. Die
gfeiler standen schon und zum Mauern der Bogen wurde von
z'mmerleuten ein Gerüst aufgeschlagen. Man nimmt an, daß das
Rüstzeug zu schwach war und daß in Folge d ssen der eine Bogen
aumfill, wodurch das çanze Gerüst in die Tiefe stürzte, zahlteiche
Arbeiter mit sich begrabend. Drei Zimmerleute von Heldenbergen,
yon denen der eine verheirathet und Vater von 7 Kirdern ist, süͤnd
odt, fünf größtentheils auch Familienvater, so schwer vetletzt, daß
an ihrem Aufkonmen gezweifelt. Eine größere Anzahl« Arbeiter
rettete sich durch kühnen Sprung. Sechs Bogen sind zusammenge ·
dürzt. Die Bestürzung und Trauer über den schweren Unglücksfall
ist allgemein.

In der Nähe von Kaufbeuren ger'ethen dieser Tagt
zrei Knaben, die im Wald Beeren suchten, au einen Tollkirschen⸗
Steauch; sie aßen von den Frühten, und die Folge war, daß zwei
avon Tags darauf unter gräßlichen Schmerzen der Vergistung
erlagen; den dritten der weniger von der Giftfrucht genossen hatte,
hofft man retten zu können.

f.Auch die in Sisenach versammelten Deuischen Aerzte
jaben de Möglichkeit einer Gefahr bei dem Impfen aneikannt, sie
„aben aber zugleich ausdrücklich erklärt odet „constatirt“, „daß bei
Beobachtung aller durch Wissenschaft und Erfahrung an die Hand
zegebenen Vorlichtsmaßregeln de detr. Gefahr so gering ist, daß
)ieselbe gegenüber den großen Segnungen der Impfung gar nicht in
Betracht gezogen werden darf.“

FKöln. Aus Scher; w'rd nicht selten Ernst. Eine Ge⸗
ellschaft lustiger Vogel zog mit einem angenommenen Dienstmann
zocr einigen Tagen am Abende durch die Stadt und krackitte diesen
veidlich. Als er nach den großen Strapazen Morphens in die
Arme gesunken war, farbte man den Mann gründlich mit Anilin.
Der Dienstmann, der später mutterseelen allein erwachte, nahm als
alle Waschversuche nicht anschlugen, seine Zuflucht zum Staatsan⸗
valt. Os die Spaßvözel im Stande sind, sich am Zuch! polizeige⸗
icht reinznwaschen, muß die Zukunft lehren.
        <pb n="529" />
        Withen (a. d. Ruhr), 28. Sept. In der Nacht von
destern auf heute sand zwischen 8 und 4 Uhr ein Erdbeben statt,
welches von Norden nach Südosten ging. Die Erschütternna war
eine so heftige, daß die Mehrzahl der Bewohner unserer Stadt aus
dem Schlafe geweckt wurde. Man fühlte die wellenförmige Erschüt⸗
terung deutlich 3—4 Secunden lang, und in einem Schlafzimmer
wantie ein kleiner Nachttisch sowie eine Spiegeltoilette. In einem
anderen Hause fiel ein großes Bild von der Wand.

7 Ver Berliner Luftschiffer Da min hat vor einigen
Tagen in Amsterdam eine ziemlich gefahrvolle Fahrt unternommen,
die sich bis zu einer Hoͤhe von 6000 Meter ausdehnte. Das Ge—
sahrbolle der bei dichtestem Nebel und anhaltend stülrmischer Witter—
ung ausgeführten Luftreise wurde durch die hereinbrechende Nacht
noch erhoht. Auch vas Landen auf freiem Felde konnte erst nach
unsäglichen Mühen stattfinden. Wie Herr Damm nach Berlin mel—
dele, befindet er sich augenblidlich auf der Reise nach Spanien, wo
er während der Hochzeitsfeierlichkesten in La Grandia zu Luftsahrten
eugagirt worden ist.

PIm Plötzensee bei Berlin, dessen Tiefe bekannilich sehr
bedeutend ist und fiellenweise 26 Meter beträgt, ist ein interessanter
Versuch gemacht worden gesunkene Schiffe sowie versenkte Gegen⸗
slande durch Kohlensäure zu heben, welche Erfindung dem Ingenieur
Eidner aus Wien zu verdanken ist. Herr Eidner wendet folgendes
Berfahren an: In einem leeren Ballon steckt zur Hälfte eine Flasche
mit Schwefeisäure, die mit Bullrich'schem Salz umgeben ist. So⸗
bald nun durch Drehung einer Schraube died Flasche zerstört wird,
so mischen sich die genannten Substanzen, es entwickell sich Kohlen⸗
jaure und füllt den Ballon. Es ist klar, daß dieser Apparat wenn
er in einem versunkenen Schiffskörber zut Wirkung gelangt, diesen
al?bald heben muß. Es wurde nun im Plötzensee zuerst ein kleines
Schiff versenlt, das mehrere Centner schwer war. Ein Taucher ging
mit dem Apparat hinunter, befestigte denselben und setzte ihn in
Thangleit. Kaum war dies geschehen, so erschien das Schiff an
det Oberfläche und wurde von dem Ballon auch gehalten. Bei
einem zweiten Versuch warf man fünf schwere Sandsäcke über Bord
hei einer Tiefe von 16 Meter. Der Taucher ging hinunter, be⸗
jestigte die Saͤcke an einander, und alsbald brachte der Ballon die—
jeiben an die Oberflüche.

Major Covagnari ein Sohn Napoleons III. Dem
Pester Lloyd“ wird von seinem Londoner Correspondenten folgende
inysteriöse Geschichte erzühlt: Man versichert mir auf das Bestimm⸗
jesie, daß der in Kabul ermordete englsche Gesandte Sir Louis
Napoleon Cavagnari der natürliche Sohni Napoleons III. gewefen
sei. Der spätere Kaiser machte ais Prinz während seines Londoner
Aufenthaltes die Bekannischaft der Irländerin Kavannah oder Ca⸗
dannah und gab dem Sohne, der aus dem eingegangenen Verhält⸗
aisse entsprang, den italienisch klingenden Namen, der an denjenigen
der Mutler erinnert und nun der englijschen Geschichte angehört.
Für die Mönlichtelt der Behauptuug, die ich hiermit widergebe,
spricht außer den beiden Vornamen des Majors, naͤmlich Lonis
Napoleon, und dem Alter desselben auch noch die große Aehnlichkeit

in den Gesichtszügen der angeblichen Verwandten, die ganz besonders
auffällt, wenn dasbiüngst ia der „Illustrated London New⸗“ erschienene
Portral Cavagnaris genauer betrachtet wird. — Fürt die Richtig⸗
deit dieser Enthüllung möchten wir keine Bürgschaft übernehmen.

f'Dreißig Kinder verletzt. In Chrudim brach
am 19. d. M. nach 8 Uhr früh im Hause eines Bäcers in der

Llostergasse Feuer aus. In wenigen Augenblicken stand der ganze
Dachstuhl in Flammen und auch das Dach des benachbarten Schul⸗
zebäudes fing schon zu brennen an. In der Verwirrung vergaßen
die Lehrer, daß ihrer Obhut unvernünstige Kindtr anvertraut sind,
und liefen in das zweite Stockwerl, um nachzuschauen, ob keine
Befahr drohe. Unterdessen bemächtigt sich der Kinder eine solche
Panik, daß sie, auf die Gefahr nicht ach tend, so schnell als möglich
die Stiege herunterzukommen trachteten. Die Kleineren konnten
natürlich nicht so schnell sortkommen wie ihre ältere Kameraden,
tolperten und fielen zu Boden. Die nächstfolgenden konnten wieder
hretwegen nichl vorwärts, fielen auch zu Boden und Einer kollerte
über den Andern die Stiege herunter. Um das Maß des Unglück—
voll zu machen, gab schließlich auch das Stießengeländer nach und
die armen Kinder fielen kopfüber ins Stiegenhaus hinab, woselbst
die schwer verwundeten liegen blieben, während die zufällig unver—
letzt gebliebenen über die Leiber ihrer unglücht'chen Kameraden dem
Ausgange zueilten. Herzerschütternd war daß Jammern der Kinder,
die vor Schmerz und Schreck nicht im Stande waren, sich von der
Stelle zu ruhren. Noch größer war das Lamento, als die besorgten
Mütter, von dem Ungluͤck, das ihre Lieblinge betroffen, benach⸗
richtigt, an der Urterrichtsstätte erschienen. Im Ganzen sollen über
)reißig Kinder mehr oder minder verletzt sein. Ein besonderes
Klück kann man es nennen, daß Niemand dodtgetrelen wurde.
oiterarisches.

Im Verlage von J. Diemer in Mainz ist soeben erschienen und durch
alle Buchhandlungen zu beziehen: Die außerordentliche Witterung
des Jahres 1879. Ihre Ursachen; ihre Fortdauer in der Zukunft.
kinfluß der Störungen und bewegenden Ursachen auch auf den menschlichen
Irganismus. Nach Beobachtungen seit vorigen, seit Beginn der Haupilrifis,
von Nudolph Nöttger. Der Leser sieht hier vor einein merlwuͤrdigen
leinen Werke. Der Verfasser beginn im December d. J, nachdem er mehr⸗
sache Versuche angestellt hai, sich in compelenten Kreisen init seinen Theorien
iner auf dem Ausbau der Falbschen Lehre basirlen Melereologie — der
Ausdruck ist unpassend; denn es handelt sich hier um weit mehr als das,
vas man Metereologie nennt; doch wir haben keinen anderen im Augenblick
— Eingang zu verschaffen, unter stetem Hinweis auf bevorstehende außeror⸗
dentliche Ereignisse seine Beobachtungen zu veröffenilichen und Alles was
nachfolgt gibt ihm Recht. In der Lufte, swie in der Erde geschehen Dinge,
„wie seit Menschengedenken nicht.“ So hört man sagen und sieht man ge⸗
chrieben, wenn man in die Berichte über Wolkenbruche, Sturme uͤ. j. w. blidt.
Alles ist außerordentlich, was seit Tecember v. J. gesdah. Erinnern wir
uns an Szegedin, Mantua, an die einstürzenden Vergwerke, die versiegenden
deilquellen, die Ebbe und Fluth in den Grundmassen der Erde, die Ausbrüche
der Vulkane, Aetna Vesuv u. a. die zahlreichen Erdbeben, die Schneefälie
im Sommer, die Mißerndten fast überall und was sonst in kurzen Zeiträumen
geschah, während es sonst auf Jahrzehnte selbst Jahrhunderte sich zu vertheilen
pflegt. Der Verfafser hat ein kleines Voltsbuch geschrieben. um das Alles
wissenschaftlich aber leicht faßlich zu erklären. VDas kieine Werk ist auf weite
eene berechnet und der Preis stellt sich trotz schͤnem Drucke auf nur

ennig.
Marßtberichte.

Zweibrücken, 25 Septbr. Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 10 M. 27 Pf. Korn 8M. iß pp, Gerste zweireihige 6 M. 85 Ppf.
ierreihige &amp; M. — Pf., Spelz 6 M. sö pf.“ Spelzkern — M. — pf.
Dinkel — M. — Pfr, Mischfrucht d M. — pf. Hafer 5 M.88 Pf.
Erbsen J M BVf., Wigen, d M. — pf.Karioffein 2 R. o Pf
deu 3 M, 20 Pf., Stroh 2 M. 20 Pf., Weißbrod Iu/3 Kilogr. 52 Pf.,
Kornbrod 3 Kilogr. 74 Pf., 2 Kilogr. 60 Pf1 Kilogr. 25 Pf., Gemischt⸗
brod 8 Kilogr. 89 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
0 Pf. L. Qual, 80 Pf, Kalbsleisch od Pf. Hammelfieisth bd ps. Saweineseisch
56 Pf. Butter ?/2 Kiloar. O M. 95 Pf. Wein 1Liler so Pf. BSie Tuea pf.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. D e me tz.
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höchsten Preisen.

O. A. Couturier

Zweibrücken.

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Arbeitsstube,
Zeitschrift in Monatsheften für leichte ele—
en weibliche Arbeiten, enthaltend neue
tiekmuster in brillantem Bunt-
farbondruek ausgeführt, sowie H
kelZund Filetmuster, Vorlagen für Welß—
stickerei, Weißnählerri, Waffel- und Strick
acbeit, Perlhätelei ꝛc.

Die einfache Ausgabe kostet pro Mo⸗
nat nur 16Pfg. Reichswährung — 10 Rr.
sterr. Die VDoppelausgabe erscheint in
doppelt so großem Format als bie ein—
ache und kostet das Doppelte.

Man abonnirt z2u Jeder Zoft auf
e drei Hefte einer beliebigen Ausgabe
en Buchhandlungen und Postan⸗
talten.

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Franzdeicche und englische dprache.

L'Interproto Tbo Interproter

feanzõs. Journal fũe Deutsche, Enslisch. dournal fur Deutsche,
mit erlãuternden Anmerkungen und alphabetischem Vocabulaire,

sowie mit ganz neuer, rervoIKommneter Aussprachebezesehnung für das Englische.
deit dem J. Juni 1877 herausgegeben von EMIL SOMMBPR.

Srleichtertste umd wirksamste Hilfsmittel bei Erlernung der französischen und englischen

prache, namentlieh für das Selbstetudium und bei Vorbereitung auf EXamina (Einjahrig-

Freiwillige); zugleich anziehendste und erfolgreichste französische und englische Lectüre zur

Jebung und Unterhaltung, durch die besondere Tinrichtung schon bei den bescheidensten

Kenntnissen in erspriesslichster Weise verwendbar.
Inlialt (bei beiden Blattern vollstündig verschiedon): Tagesgeschichte, belletristische,
populürwissenschaftliche and vermischte Aufsatze, gediegene Novellen, interessante Processe ete.
- Wöchentlich eine Nummer. — Quactalpréeis“fär jedes der beidon Journale: bei der
Post, dem Buchhandel sowie direct unter Band 1 M. 75 Bfg. ( 1fH. 5 Kr. 6. W.) Preis
ines einzelnen Monats direct 60 Pf. — Quartalan fang: Januar, April, Juli, October;
loch sind jederzeit Nachbestellungen zulässig. — Probenummern gratis. — Inseraté
à 25 Pf. die 48paltige Petitzeile) bei dem ausgedehnten, bereits über ganz Deutschland und
esterreich- Ungarn sich erstreckenden Leserkreise von erfolgreichster Wirkung.

Edenkoben in der baver. Rheinpfalz. *14
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        Kgl. Kreis-Vaugewerkschule
Kaiserslautern.

Der Uaterricht an der Kreis-Baugewerkschule für das Winter⸗
halbjahr 1879/180 beginn Montag, den 3. November in
den Localitaten der Kreis-Baugewertschule (Pfälz'sches Gewerbe⸗
Museum) und dauert von November dis Ende März. Die Schult
besteht aus 8 Cursen in 83 Winterhalbjahren und bezwedt jungen
Leuten, welche dem Bauhandwerke angehöcen oder sich ihm zu
widmen beabsichtigen, demnach Mautern, Steinhauern, Zimmerleuten,
Glasern, Spenglern, Dach⸗ und Schieferdedern, ferner Schreinern.
Schiossern, Tünchern, Zimmer⸗ und Decorationsmalern die zum
ranonellen Betriebe ihres Handwerls erforderlichen Kenntnesse zu
dbermitietn. Der Unierricht erfolgt durch theoretische und praktische
Anleitung, sowie graphische Darstellung in thunlichst populär ge⸗
haltener Weife. Fuͤr Schreiner und Schlosser schließt sfich an ihre
iheoretische Ausbildung der Unterricht in den Lehrwerlstätten an,
wo sie, als Schreiner, in den Manipulationen des Holzschnitzens,
Drehenẽs, im Fertigen bon Aufsätzen und geschweiften Möbeltheilen,
als Schlosser im Schmieden, Diehen, Githen, Cifeliren und Trei⸗
ben geübt werden. Dieser Unterricht kann im Sommer fortgesetzl
werden, wenn der Schüler als Lehcling in die Werlstätte tritt.
Face die Tüncher, Zimmer- und Decorationsmaler ist ebenfalls
Gelegenheit zu ihrer practischen Ausbildung gegeben, wie aus dem
Jahresbericht zu ersehen ist.

Außerdem können auch junge Leute vom Kunstgewerbe als:
Qunfischreiner, Gold⸗ und Silberschmiede, Metallarbeiter, Töpfer,
Holzschneider, Tapezirer ꝛc,, als Hospitanten Aufnahme finden, um
un Zeichnen und Enwerfen von lunstgewerblichen Gegenständen
geübt zu werden.

Sie Inscription findet am 30. und 31. Oltober l. Is. auf
dem l. Reciorate, 9 bis 12 Uhr Vormittags und 4 bis 6 Uhr
Nachmittags, statt, wobei die amilich beglaubigten Schuls und Lehr⸗
Jeugnisse mitzubringen sind. Das Schulgeld beträgt 20 M. und ist
bei der Inscription zu entrichten. Zur Befreiung von demfelben
ist die Vorlage eines Dürftigkeitszeugnisses nöthig.

Lehrprogramme und Siatuten können durch die Ta scher'⸗—
sche Buchhandiung hier, jeder Zeit, gegen portofreie Einsendung
von 40 Pf. per Exemplar, bezogen werden.

Kaiserslautern im September 1879.

Kgt. Rectorat:
O. Spatz.

— — — — — —— CGSMDmTeP , ä
Nach der laiserl. Verordnung vom 4. Januar 1875 ist der Verkau,
ächten Bernhardiner Magenbitter Jedermann gestattet.
Pramirt Bernhardinor Wien 18738.
Alpenkräuter⸗Magenbitter
sBernbard's Alpenkräuter-Liquer.

2
2
dsre 7
hochfei⸗ 2*
ie, nach sF
inem 35*
alten S5
tloster⸗*
recept 183
jabritz13
e Krau⸗ 53
er⸗Ma⸗ ñ.
nbitter 53
wurde 5*5
von den 328
bekannt 2
Autoritäten den Herren Universitätsprofessoren Dr. L. A. 5*
Buchner, Dr. Kayser, Dr. Witistein, sowie von vielen be⸗
rühmten Aerzten wie Dr. Joh. B. Kranz, Dr. Schöner in
Muͤnchen 2c. als das beste Danomte und wirk⸗
samste Stomachicum bezeichnet. — Seine vorzüglichen
Wirkungen bei Magenbeschwerden aller Art, Ma—
genkatarrh, Verdauungsschwäche, die gewöhnlich
in Folge schlechter Zähne bei mangelhaftem Verkauen der
Speisen enisieht, Blähungen, Haͤmorrhoiden, Eckel
vor Fleischspeisen, Kraͤupfen, Hautausschlägen,
Leber⸗ und Nierenleiden, Affectionen des Her⸗
woe, Bleichsucht, weißer Fluß, Wurmleiden,
Wechselfieber ꝛc. ꝛc., sind durch eine große Anzahl
Dank-⸗ und Anerkennungsschreiben von Aerzten und Laien
seit einer Reihe von Jahren glänzend bestätigt. Dieser
Magenbitter wird pur, oder 1 Eßloffel voll als Zusatz zu
Wasser, Wein ꝛc. getrunken, gibt mit Sodawasser oder
Zuckerwasser eine äußerst gefunde Bitterlimonade, die Ka⸗
farrh⸗Verschleimuug und Katzenjammer sofort be⸗
feitigt, ist in allen Formen ein die Gesundheit för⸗
derndes blutreinigendes Getränke, das bis in's
höchste Alter gesuünd erhält.
Verkauf außer den bekannten Flacons à 2 Mark und 1, Mark 5 Pfg.
Große Flaschen ca. 780 Gramm Inhalt 4 Mark.
Bei Abnahme von d großen Flaschen freie Verpackung, bei 9 Flaschen freit
Verpackung und 1 Zlasche gratis. Bersandt per Nachnahme durch die
Niederlagen; En-gros-Versandt durch die Fabriken von
Wallrad Ottmar Bernhard, k. Hofdestillateur
Muünchen — Zürich — Kufstein (Tirol).
Atteste und Gebrauchsanweisung liegen jeder Flasche bei. Nur ächt zu
beziehen in: St. Ingbert bei Jean Peters.
Arzheim b. Landau: Julie Schandein. Annweiler: Ehr. Haberer. Blies⸗
faftel: L. V. Hussong. Dreisen: J. Oberlander. Duürkheim: D. Dam⸗
hach. Edenkoben: P. Baumann. Erbach bei Homburg: Carl Dielforter.
Frankenthal: J. Müller vorm. S. J. Storck. Germersheim: Emil
Rheinwald. Glanmunchweiler: Carl Breith. Grunstadt: J. B. Flöhr
daßloch: Joh. Fischer. Kaiserslautern; L. Presser. Kirchheimbolanden
F. W. Kobelt. Landau: J. B. Feldbausch. Landstuhl: M. Schlott—
hauer. Ludwigshafen: W. Ruelius. Neustadt: Julius Hauck. Pirmasens
H. Mohrhardt. Rockenhausen: Ch. Külz. Speyer: J. B. Fell.
Zweihbrücken?; M Aug Seel

Reichenhaller Kirchenbausotterie.
200 000 Loose. — Geidgewinnste 185,000 Maik.
ZZiehung am 15. Oktober 1879.
Treffer 6o, O00 Vi., 25,000 M., 10,000 M. u. s. w.
Loose àA 2 Mark zu bezichen durch die
General⸗Agentur
OarI Tang- Bankgeschaft in Manchen.
Hier uu baͤßen bei Herrn Franz Woll.

Sonntag, den 28. September
Harmonie⸗Musik
im Saale von Pet. Schweitzer.
Anfang Nachminags 3 Uhr.
Fintriu frei

Süddeutsche Presse und Münchener Nachrichten.
Herausgegeben von Dr. Cajus Möller.

Fur das vorstehend genannte größte Blatt Münchens laden wir hierdurch ergebenst zum Abonne⸗
ment dein. Die Süddeutsche Presse und Münchener Nachrichten“, ein nach allen Seiten
hin unabhängiges nationalliberales Blatt, hat sich durch Schnelligkeit und Schlagfertigkeit in Mittheilung
ind Besprechung innerer und äußerer Tagesfragen, AÄusgeprägiheit und Selbfländigkeit der Gefinnung
Algemeine Aneriennung verschafft und innerhalb der großen deutschen Tagespresse eine über ihre räum⸗
iche Bedeutung weit hinausgehende ebenburtige Steülung zu erringen gewußt. Ihr lokaler Theil ist
der weitaus reichhaltigste und selbständigste einer Münchener Zeitung; ihre bayerische Rubrik
zringt aus allen Theilen des Landes felbstänoige Mittheilungen. Ihr handelspolitischer und volks⸗
virthschaftlicher Theil ist in stetem Aufschwunge begriffen und bespricht die in unseren Tagen so brennend
zewordenen betreffenden Interessenfragen eingehend und selbfständig. Für Unterhaltung ist durch inte⸗
cessante Originalerzählangen, Vermischtes ꝛc. bestens gesorgt. Dem Theater, der Kunst und der
dileratur wird in Besprechung aus namhaften Federn eine unparteiische Aufmerksamkeit zugewendet.

Die seit dem i. Januar d. J. als jelbständig zu bindende Wochenbeilage erscheinenden ‚VBaye⸗
rischen Literaturblätter“ dienen den gleichen Interessen und haben fich in der kurzen Zeit ihres
Bestehens der allgemeinen Beliebtheit zu erfreuen gehabt.

Die Vericte uber die „internalionale Kunstans slellung“
werden von verschiedenen angesehenen Federn in der bisherigen Weise forigeführt werden.

Das Feuillelon wird min Beginn des neuen Quartais den spannenden engl schen Sitlenroman

„Die Familie Kirby“
aach F. V. Rodinson, deutsch von G. de Beaulieu, enthalten.

Die Verbreitung der „Suddeutschen Presse“ sowie das stetige Wachsen ihres Inseratentheiles
beweist die lohnende Verbreitung der Inserate in den kauf- und zahlungsfähigsten Schichten der Be⸗
bollerung. VDie Annoncen werden mit 20 Pf. pro Zeile berechnei. Sittlich bedenkliche oder Wucher⸗
inserate werden nicht aufgenomgen.

Mäanchen, im Sevtember 1879. Die EXpeditfon,

Fürstenfelderstraße 13

SFröhlich Rfatz,
Gott erhalt's!
Humoristisches Sonntagsblatt.
(Eingetragen im Zeitungs⸗Katalog
unter Nr. 1547)
Dies Blatt erscheint die Woch' einmal,
Preis: 70 Pfennig pro Quartal.
Hiebei hat schon den Trägerlohn
Gerechnet die Expedition.

Jed' Poftanstalt und Buchhandlung
Empfiehlt fich zur Beförderung.
Einzelne Nummern zu 6 Pfennig,
Für dos Gebot'ne wirklich wenig.
Bestellungen werden von allen
Post⸗Anstalten und Postboten ange—
nommen.

Probenummern auf Caasch gratis
ind franco.

Spbeyer. Die Erpeditiop

Druck und Verlag von F. X. Demet in St. Ingbert.
e Siezu für unsere Woste⸗ Abonnenten „Illustrirtes Sonntagsblatt Nr. 20
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (Z mal wö hentlichj; mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich vlermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementsvpreis betragt viertellah rlich

RX Trägerlohn; durch die Post bezogen 1IM 60 B, einschließlich 410 Zustell zebühr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswärts
mit 15 — fur die vieragespaltene Zeile Blattschrijt oder deren Raum, Neclamen mit 30 4 pro Zeile berechnet.
Mä 154. Sonntag den 28. September

13879.

p
Deutsches Reich.

Mäünchen, 25. Sept. Die vielfachen berechtigten Klagen,
velche über die Verschiedenheit der von den einzelnen Lehrern und
Schulen befolgten Schreibweise erhoben wurden, haben das Mini—
sterium des Inneten für Kirchen und Schulangelegenheiten beran⸗
aßt, auf Grund des von dem dverleblen Universitätsprofessor b.
Raumer in Erlangen aufgestellten und von einer Commission Sach⸗
verständiger durchberathenen Entwurfes das im Verlag von R.
Oldenbourg in Munchen so eben erschienene Büchlein „Regeln und
Worterberzeichnitß füe die deuische Rechtschreibung zum Gebrauch an
den bayerischen Schulen? ausarbeiten ju lassen. Dasselbe ist zufolge
Ministerialerlaß vom 21. ds. dem Unterricht an allen Schulen dee
dönigreics in der Art zu Grunde zu legen, daß die Lehrer für die
Durchführung der darin aufgestellten Normen der Rechtschreibung
in allen schriftlichen Ausarbeilungen der Schulen Sorge zu tragen
haben. Zugleich ist bei der Eiführung neuer Lehrbücher darauf
u sehen, daß denjenigen der Vorzug gegeben werde, in denen die
n dem besagten Büchlein aufgestellte Orthographie befolgt ist. Die
bereits eingeführten, für den Unlerricht im Deutschen bestimmten
dehrbücher aber werden nur dann auch fücr die Zukunft genehmigt
uind empfohlen werden, wenn der Verleget bei dem Druck einer
ieuen Auflage sich zur Einhaltung der für die Schulen des König⸗
reiches vorgeschriebenen Orthographie versteht. — An der unter
Führung des Generalfeldmarschalls Grafen Molike diesen Herbsi
tatifindenden Generalstabsreise hat auch der bayerische General⸗
tabsmajor Frhr. v. Könitz, der feit Jahresfrist dein großen Gene⸗
ralstab in Berlin beigegeben ist, Theit zu nehmen. Derselbe ver—

veilte mehrere Tage in Urlaub hier und is heute nach Colmar
aibgereist.

Berlin. Der Kronprinz wird am 5. Oklober in Wien
intreffen und am 6. Oktober von dort nach Roͤmerbad weiterreisen,
vo sich die Frau Kronprinzessin befindet. Voa dort wird sich das
ronprinzliche Paar zu längerem Aufenthalt nach Pegli (bei Genua)
degeben.

Berlin, 25. Sept. Fürst Bismarck nebst Gemahlin iñ
jeute Mittag hier eingetroffen.

Der Generalleldmarschall Freihert v. Manteuffel wird
ich, wie die „N. Pr. 3.“ hört zu Anfang der nächsten Woche nach
Straßburg i. E. begeben. Die Uebernahme der Statthalterschaft
üct Elsaß-Lothringen wird wohl am 1. Ociober erfolgen.

Aussand.

Paris, 35. Sept. Die „Rpublique francaise“, bas Or⸗
jan Gambeltas, bespricht die auswaͤrtige Politik Frankreichs und
jebt dabei hervor, Frantreich dürfe sich nicht in irgend eine be
ondere Kombination einlassen, welche die Unabhängigkeit seiner
Aktion beeinttächtigen würde, und dültfe vo— Niemand Raihschläge
mnnehmen. Eine aufmerkjame Resferde allein entspreche seinen
Interessen.
Bermisqtes.

F Der „Pf. Q.“ schreidt: Am 22. Sept. ssarb zu Ensheim
m Alter von nahezu 81 Jahren Peter Adt sen or. Wie Borsig,
o hat fich auch dieser Mann durch rastlosen Fleiß und e'serne
Willenskraft emporgearbeitet und wahrhaft Großartiges geschaffen.
Lon Haus aus unbemiltelt legte er sich auf die Fabrication von
Waaren aus Papiermacho und genirle sich nicht, dieselben im An⸗
ang selbst zum Verkaufe umherzutragen. Seine Etzeugnisse fanden
heifall und Absatz, und bald und immer mehr konnte er das Ge—
chäft vergroͤßern, als später zweckentsprechende Maschinen aufgestellt
verden konnten, nahm die Fabrilation einen mächtigen Aufschwung.
die Söhne des genialen Mannes griffen fpäter umsichtig und that⸗
raftig mit ein, und heuse beschäftigen dieselben in den drei großen
xtablissements in Eusheim, Fordach und Pont à Mousson Taufende
non Arbeitern.

In Homburg wurden am 28. d. bel der Burgermeister⸗
ind Adjunktenwahl wieder gewählt. Hr. Ervst Dümmler zum Bür⸗
ermeister, Hr. Jalob Hollander als 1. Adjunkt, Hr. Johaun
diltner als 8 Adjunkt. Dieselben hatten vor einiger Zeit in Folge
on Diffserenzen mit dem F Bezitksamte ihre Stellen diederdeleat

fAm Sonntag Abend wurde bei einer Prügelei in Reiden⸗
fel s einem Bahnwärter das Ohr fast vollständig abgebissen.

F Duürkheim, 26. Sept. Heute wurde uns eine in der
Umgebuag von Dürkheim gewachsene Kartoffel gezeigt, die nicht
veniger als 625 Gramm (also 854 Pfund) wog.(Durth. Anz)

t Aus dem Gossersweiler Thal, 23. Sept. Uasere
Begend scheint dieses Jahr durch eine reiche Obsternte ausgezeichnet
zu sein, denn uasere Bäume, namentlich die Aepfelbäume haben
ine sosche Menge Frucht, wie dies schon einige Jahre nicht mehr
»er Fall gewesen. Hauptsächlich ist dies bei dem sog. Kohlapfel
vorherrschend. Der Zentner wird hier zu M. 8—350 verlauft.
kaäufer hatten sich in den letzten Tagen mehrere eitigefunden.

Frankenthal, 24. Sept. Im Anschluß an unsere
jestrige Mittheiluag betr. die außerordentliche Größe von Kartoffeln,
ibersandte uns Herr Adam Völker in Heuchelheim eine Kartoffel
m respectablen Gewicht von 700 Gramm. Der Stock, au welchem
olche gewachsen, hatte im ganzen 18 Stück Karioffeln im Gewicht
zon 2500 Gramm. (GFrtth. Tgbl.)

F Eine hübsche Episode aus den Straßburger Mandvertagen
rzählt ein Correspondent der „Hamburger Nachrichten“. Unweit
Wolfisheim bemertte der Kaiser während einer augenblicklichen Ge⸗
echtspause einen in blauer landesüblicher Blouse gelleideten, mit der
hrenlegion und einigen Kriegsmedaillen decorirten Mann von
ühnem, energischem Gesichtsausdruck und mit einem hölzernen Stelz⸗
uß, der alle Truppenbewegungen mit der schärfsten Aufmerlsam⸗
eit verfolgte. Er ritt an ihn heran und frug freundlich in franzd⸗
ischer Sprache: „Wo haden Sie gedient und wo den Fuß ver⸗
oren ?“ Sich sofort gerade aufrichtend, militärisch salutirend und
jen Kaiser sest anblickend, antwortete der Gefragte kech: Ich diente
ierunddreißig Jahre als Corporal bei dem 2. Zuaben⸗Regiment,
nachte 14 Campaguen in Algerien, der Krim, in Italien und
Mexiko mit und verlor den Fuß bei Sedan.“ „Da haben Sie viel
urchgemacht, mein Braver,“ erwiderte freundlich det Kaiser. Nun,
S geht, Sire, es ist gutes Soldatenblut in unserer Familie, mein Vater
iente über deeißig Jahre Napoleon le grand, ich lange Zeit
Napoleon III. und mein ällester Junge, der jeßt dei den Gardejägern in
zerlin steht, wird will's Gott,, dem Kaiser Guillaume ebenfalls
ange Jahre als Soldat dienen.“ Der Kaiser über diese Antwort
ichtlich erfreut, fragte nun: „Kann ich Ihnen irgendwie dienen
Moerci Monseigneur,“ antworte der Veteran, „ich erhalte eine
zute Invalidenpenfion aus Paris und sonst verdiene ich mir noch
held durch Korbflechten und hölzerne Schuhe schnitzen, habe ein
igenes kleines Häuschen mit Garten, und das genügt für mich und
neine Alte vollkommen und wir braucben nichts.“ Sie sind ein
elteuer braber Mann und ich habe mich gefreut, Sie kennen gelernt
u haben“, sagte der Kaiser, beim Fortreiten freundlich grußend.
Aerei, Sir o. die Ehre war ganz auf meiner Seite,“ entgegneie der
zöfliche Elsässer.

f Mülhausen, 23. Sept. Gestern wurde in der Kleber⸗
jasse ein adscheuliches Verbrechen verübt! Ein 20jähriger Mensch
rwürgte seine eigene Mutter. Ueher daß Motiv verlautet noch
—X

f Ein Fischer am Bodensee hat einen glücklichen Fang
zethan; er hat einen Wels, 117 Pfund schwer und 2 Meter lang,
n der Dicke eines kleinen Kindes, gefangen und stellt ihn nun zur
S„chau aus.

f In einer Sitzung des medizinisch⸗ pädagogischen Vereins zu
Zerlin wurden von ärztlicher Seite folgende Thesen über die
Jerwendung der schutfreien Zeit vorgettaßgen: „1) Der Sonnteg
oll weder für Schularbeiten noch für Privatstunden in Anspruch
jenommen, sondern der Erholung und der Beschäftigung nach freier
Wahl gewidmet werden. 2) Privatunterricht in den Lehrfachern
er Schule soll nur da ertheilt werden, wo es die Schule für noth⸗
vendig oder zweckmäßig erachtet. 3) Pewatunterricht n Musik und
Zeichnen ꝛc.) werde im Allgemeinen nur in einem einzigen Gegen⸗
fande ertheill, so daß in der Regel nicht mehr täglich eine Stunde
n Anspruch genommen wird. 4) Musilalischer Privatunterricht soll
icht vorzeitig, ohne Rücssicht auf Alter und koöͤrperliche Entwickelung
Aonnen werden. 5) Der Tanzunterricht werde. wenn er überhaupf
        <pb n="532" />
        daltfinden foll, vor der Zeit des Konfirmanden-Unterrichts absolvirt.
6) Die Mahlzeiten seien pünktlich und regelmäßig; die Zwischen⸗
mablzeiten sind unbedingt zu vermeiden. 7) Nach dem Mittagessen
ist jede anstrengende Thätigkeit zu vermeiden. 8) Nach dem Mittag
issen folge eine kurze Echolung und dann an den schulfreien Nach⸗
mitlagen die Zeit für die Schularbeiten ohne Unterbrechung bis
zum Vesper; an den übrigen Nachmittagen liegt diese Arbeitszeit
zwischen Vesper und Abendbrod. 9) Nach Vollendung der Schular⸗
heiten sei die zwischen Vesper uud Abendbrod übrige Zeit dem Pri⸗
batunterricht, den Vorbereitungen dazu und den körperlichen Beweg ˖
ungen (Spiel, Baden ꝛc.) gewidmet. 10) Nach dem Abendbrod sind
im Sommer Spaziergänge, im Winter Familienspiele die deste Er⸗
holung; fie dienen dazu, den Fam'liensinn zu festigen, den Einklang
im Hause aufrecht zu erhalten oder wieder herzustellen, und so das
finduͤche Gemüth weich und underbittert zu erhalten. 11) Zwischen
Abendbrod und Zubettgehen sei eine Stunde Zwischenzeit.“

F Aus Galizisen. Die zu 12 Jahren schweren Kerlers
derurtheilti gewesene und am 3. d. aus dem Lemberger Gefängniß
entwichene Giftmischerin Katharina Onischkewitsch wurde am 20.
d. in Monastyrska von Gendarmen aufgegriffen und w'eder nach
Lemberg gebtacht. Die Hyane vermochte während ihrer siebzehn⸗
zägigen Freiheit nicht weniger als sechs Personen zu vergiften und
zu berauben.

7 In Madrid ist kürzlich der Thiechändiger Karoly wäh—
rend einer Production von einer Boa eonstrictor erdruckt worden.
Er hatte d'e gelehrige Schlange wie gewöhnlich um —
winden lassen, als sie ploͤtzlich ihre Ringe enger zog. Karoly stieß
einen heiseren Schrei aus, mehrere Zuschauer applaudirten, in der
Meinung, es handle sich um eine neue Schauftellung, aber der un⸗
glückliche Thierbändiger war binnen wenigen Augenblicken zerdrückt.
Ueber eine Stunde bielt die Schlange, der sich Niemand zu nähern
wagte, den Leichnam umschlungen; endlich wurde eine Schale Milch
Zwangsversteigerung.

Am Dienstag daen 30.
Septembet 1879, Morgens 10
Uhr in der Wohnung des Satt⸗
lers Emil Grewenig dahier,
werden verschiedene demselhen
gepfändete Waaren nebst
Haus⸗Mobilien oͤffentlich
zwangsweise gegen baare Zahlung
durch den unterzeichneten kgl.

Berichisvollzieher versteigert.

St. Ingbert, 23. Sept. 1879

Der k. Gerichtsvollzieher:

Faßbender.

Morgen, Sonntag Abend
halb 7 Uhr

Spansau
dei Heusser.

L0oosso à Il Mark
zu der vom 4. —- 12. Oktober
1879 in Kaiserslautern
tattfindenden Pfälzischen
landwirthschaftlichen
Ausstellung sind hier zu
Jaben bei Joh. Weirich,
Friseur.
Er braver Junge wird in
die Lehre gesucht, um die
Bäckerei zu erlernen.

Wo, sagt die Exp. d. Bl.

Irohlich Bfalz,
Gott erhalt's!
Humoristisces Sonntagsblatt.
Eingetragen im Zeitungs⸗Katalog
unter Nr. 1547.)

Dies Blat erscheint die Woch' einmal,

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Herechnet die Expedition.
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Fur das Gebot'ne wirklich wenig.

Bestel ungen werden von allen
Post ⸗Anstalten und Postboten ange⸗
nommen.

Probenummern auf Wunsch gratis
und franco.

Spener. Die Expedition.

Rechnungen
zu Jedermanns Gebrauch
in allen Formaten
n Schwarzdtuck, sowie in roth
und blauer Liniatur

ind vorräthig in der
Druckerei ds. Bl.

Georg R204
RXä
donnerndes Hoch, daß die Hobel⸗
vank wadelt und in der Wirth⸗
chaft von Haas das Decdeilglas
caoppelt. Mebhrere Freunde.
»s Neueste in Domen-«“leiderstosfen, sowie

Winter-RBuxkin zu Herren- und Knaben-

Anzügen, ist eingetroffen und empfiehlt zu den
billigsten Preisen Larl 8Schanek.

in ihren Kafig gestellt, worauf sie sich langsam von dem Leichnam
abwickelte und in den Käfig kroch.

Surbiton, 24. Sept. Das Gerücht circulirt, daß der
Fxkurfionsdampfer „Ramsgate“ bei der Insel Wight zusammenge⸗
fahren wurde; alle Passagiere (über hundert an der Zahl) er⸗
ranken.

4 Daß das Einathmen von Kohlenstaub den Lungen fschädlich
sei, wird duͤrch statistische Aufzeichnungen von Hirt nicht bestätigt.
Nach diesen litten an Lungentuberculose von je 1000 erkranklen
Arbeitern 260, welche der Einathmung von anorganischem Staube
zusgesetzt waren, 170, welche organischen Staub einathmen mußten,
110, deren Beschäftigunz die Einathmung von Staub überhaupt
nicht bedingle, und nur 13, welche gezwungen waren Kohlenftaub einzu⸗
thmen. Danach erscheint der Kohlenftaub fast zgeeignet, die Entw clung
zer Lungenschwindsucht zu verhüten oder wenigstens zurückzuhalten, wie
denn auch hier und da voa ärgtlicher Seite schon Kohlenstaub⸗
mhalationen verordnet worden sind.

p Der Krieg, der z wischen Mensch und Raubthier in In dien
geführ! wird, fordert mehr Opfer, als die Meisten sich träumen
assen. Im Jahr 1877 wurden daseldst nicht weniger als 19 695
MNenschen von wilden Thieren getödtet, und zwat 819 durch Tiger,
3200 durch Leoparden, 83 durch Baren, 564 durch Wölfe, 24 durch
dyãnen, 46 durch wilde Elephanten, 1180 durch andere Bestien
d 16777 durch Schlangen. Außerdem fielen 53000 Stück
Bieh wilden Thieren zum Opfer. Die Menschen ihrerseits rächten
ĩhe durch Tsdiung von 22 581 wilden Thieren und 127 295
ziftigen Schlangen. Uebrigens werden letztere in ganz unglaublich
zielen Fällen als Mordinsirumente von Menschen gegen Menschen
zenutzt, um, in Häufern und Betten auftauchend, umbequem ge⸗
vordene Ehegatten und Verwandte geräuschlos in's Jenseits zu
esörderu. —

5 Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demes.

— —
—1R
Bekanntmachung.

NMaria Renmno von Donat's weltberühmte
Brust Karamels sind heute in neuer Sendung eingetroffan.
Dieselben werden entweder roh gegessen oder 3-6 Stuck
in heißer Milch aufgelöst, aber nur lau-warm geirunken.

Bei den vielfachen Fälschungen und Nachahmungen
möge man nicht vergessen, daß die Brust-Karamels, wie
der Kakao⸗Thee, dieses so allgemein belicble, gesunde und
dislige Nahrungémittel, nur dann echt sind, wenn sich auf
der Vorderseite eines jeden Original⸗Kartons nicht Anderes
gedrudt findet, als die vier Worte: Maria
Renmno von Donat.

Jean Peters in It. Ingbert.
2CqODG.

30

—

Juteressanteste Wochenschrift!!!

* 4 9
ontags-Mlatt
eutsche Montags-Nla

Chef⸗Redacteur: Verleger:

Arthur Levysohn. Rudolf Mosse. Borlin

Motto: Von dem Gnton das Bonto,
Von dem Nouen das Neueste

Das „Deutsche Montags-Blatt“ erscheint Montag Morgen, aus
außerhalb Berlins am Montag.

Das „Deutfche Montags⸗Blatt“ gibt durch seinen vielseitigen In
halt nach allen Seiten hin reichste Anregung.

Das „Deutfche Montags⸗Blatt“ enthäͤlt in jeder Rummer ein.
politische Wochenschau des Chef⸗Redacteurs Dr. Arthur Levysoh
Uebersicht über den europäischen Geldmarkt von Pr. Ebeling
Ungereimie Chronik von Ernst Dohm — Dramaturgische Gloffen
pon Fritz Mauthner und viele andere bemerkenswerthe Separat⸗
Urtikel aus der Feder der ersten Schrififteller.

Das „Deutsche Montags⸗Blatt“ ist ein Familienblatt für
Klafse der geistig Vornehmen und der Aristokratie der Bildung.

Das „Deutsche Vontags⸗Blatt“ ist durch die Mannigfaltigse⸗
seines Inhalts, welchen es an dem sonst zeitungslosen Montag dar
bietet, zu einem Spiegel des Lebens und Strebens unserer Tage
geworden. F
Deutsche Montags⸗Blatt⸗⸗ ist und bleibt die originenst.
iiterarisch⸗politische Wochenschrift, welche im deutschen Reiche erscheini
Deutsche Montags⸗Blatt“ lostet pro Quartal nur 2 Mk.
50 FE und nehmen alle Postanstalten und Buchhandlungen Be⸗
tellungen hierauf entgegen.

aß Deutsche Montaͤgs⸗Blait⸗“ ist eingetragen in der Pon⸗
Zeitungs⸗Vreisliste pro 1879 unter Ro. 1168.

Druck und Verlag von F. X. Demet in St. Ingbert.
Hiezu Illustrirtes Sonntaasblatte Nr. 389.
        <pb n="533" />
        St. Ingberter Anzeiger.
Der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mal wöhentlich) mis dem Hauptblatte verbundene Unterhaltunzsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Sümstag und Sonatag. Der Abonnementspreis betragt vierteljährlich
A 40 2 einschließlich Traͤgerlohn; durch die Post bezogen 1 A6 60 —, einschließlich 420 Z Zustell jebühr. Auzeigen werden mit 10 Z, von Auswärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift odet deren Raum, Neclamen mit 30 — pro Zeile berechnet.
1879.

M 155. Dienstag, den 80. September
AIAbonnements auf dieses Blatt für das vierte
Quartal werden von allen Postanstalten, sowie in der
Expedition oder von den Trägern entgegengenommen.

der Weise Zeugniß von der freudigen Bewegung der Bevölkerung
ablezte. Ich ersuche Sie, Meinen Dank zur öffentlichen Kenntniß
ju bringen, dem Ich gern auch den Ausdruck Meiner Befriedigung
ür die allgemein entgegenkommende und gute Aufnahme der Truppen
vährend der Uebungen hinzufüge. Ich verlasse Elfaß Lothringen
jeute mit dem Wunsch für das fernere Gedeihen dieses schönen
dandes und mit der erhöhten Zuversicht, daß einsichtsvolles Streben
»er Regierung und wachsendes Vertrauen der Bevöllerung Beidte
bald mit einem festen Band vrreinigen werden.

Metz, 26. Sept. 1879. (gez.) Wilhelm.

Meatßtz, 26. Sept. Vor der Abreise des Kaisers erhielt der
driegsminister v. Lameke den Schwarzen Adler⸗Orden; der Gou⸗
derneur von Metz General⸗ Lieutenant von Schwerin wurde zum
Domherrn von Brandenburg ernannt.

Ausland.

Petersburg, 28. Sept. Die Enthüllungen der Nord⸗
eutschen Allgemeinen Zeitung werden heute in der russischen Presse
ebhaft angegreffen. Der „Golos“ behauptet, der Auespruch Goti⸗
chaloffs spreche die Usberzeugung der gesammten russischen Nation
uus. Die „Nowaja Wremia“ sieht darin einen schwächlichen An⸗
näherungs-Versuch Deutschlandß an Rußland. Die russische Peters⸗
zurger Zeilung bezweifelt, daß die russische Diplomatie ihre Pflichten
zei einer so heiligen Sache wirklich so weit habe vernachlässigen
oͤnnen. Sämmtliche Zeitungen erwarien eine Richtigstellung der
That achen durch die offiziöse Prefse. Nur allein die deutsche Peters⸗
zurger Zeitung sagt treffend: Jeder Unbefangene wird zugeben,
daß durch diese Enthütlungen den russischen Angriffen auf die
deutsche Politik aller Grund und Boden entzogen ist.

Rom, 27. Sept. In Sachen dir Friedensverhandlungen
wischen Jacobini und Bismarck erfährt die „Italie“, daß in Gaslein
»eiderseits die von Masella entworfene Friedensbasis als unannehm⸗
»ar aufgegeben und dagegen neue Prälimmarien zwischen Bismarck
und Jacobini entworfen wurden, welche dem Papst jetzt vorliegen.
Monsignor Vannur'lli gilt als Nachfolger Jacobinis in Wien. Der
neue Pariser Nuntius, Czachy, erhielt eine versöhnliche Instruktion
zetreffs der Ferry'schen Unterrichtsgesetze, nur gegen den bekannten
Paragraphen 7 derselben soll er energisch oppomren.

Madrid, 28. Sept. Die Militärbebörde befahl die Ver⸗
haftung eines Obersten und anderer Offiziere, deren Theilnahme an
ꝛinem Versuche der Stsrung der öffentlichen Otdnung aus beschlag⸗
nahmten Schrifistücken herborging.

Deutsches Reich.

Mäünchen, 285. Sept. In Folge der Verlegung des Ein—
stellungsstermins für die Rekruten des heurigen Jahrganges auf den
7. Robember haben wir in diesem Jahr eine mehr als fünfwöchent⸗
liche Rekrusenpvacanz, d. h. die jungen Mannschaften werden um
37 Tage später als an dem grundsählich angenommenen Termin
[(I. Ociober) zum Dienst einrücden. Es geschieht dieses theils in
Rtücksicht auf die landwirthschaftlichen Berufekteise, theils in Rüchsicht
auf das Militärbudget, welches durch durch diese Maßregel um mehr
als 500,000 M. erleichtert wird. (Abdz.)

Berlhin, 27. Sept. Feldmarschall v. Manteuffel ist heute
Vormittag nach Straßburg abgereist.

Berlin, 27. Sept. Nach einer Wiener Correspondenz der
„Kreuzzeitung“ ließ Bismarck in seiner Unterredung mit dem fran⸗
jösischen Boischafter in Wien, Teisserenc, die Hoffnung durchschimmern,
daß, wenn er einmal nach Paris kommen sollte, sich die Beziehungen
so gestaltet haben werden, daß er auch von der Pariser Bevölkerung
freundlib begrüßt zu werden erwarten dürfe.

Es fällt den Franzosen schwer, sich in unparteiischer Weise über
die Kaisertage im Elsaß zu außern. Der Straßburger Kor⸗
tespondent der „Republ que francaife“ urtheilt sehr streng über die
Revue von äRönigshofen, die er mit zweifelhaftem Witze den
großen Stiefeltag nennt, weil, wie es scheint, eine Anzahl von
Soldaten in dem von Regengüssen durchweichten Boden des Parade⸗
feldis ihr Schuhwerk stedcen ließen.

Der erste Aufmarsch, sagt er, war jämmerlich (pitoyable)
und es gibt kein einziges ftanzösisches Regiment, welches nicht auf
der Ebene von Longchamps einen besseren Eindruck machte. Die
Distanzen wurden nicht beobachtet, kurz, das Schauspiel war ganz
derfehlt und mit den im Kothe verlorenen Stiefeln hochlomisch.
Das zweite Defilo war besser. Die Kavallerie ritt erst im Schritt
und dann im Trab vorüber. Jedes Regiment enthielt fünf Schwad⸗
ronen, mit Ausnahme der bairischen Chevauxlegers, die nur zwei
Schwadronen stark waren, da die anderen drei in Folge einer
Rohzepidemie in der Garnison zurücbleiben mußten. Ich zählte die
Reihen. Keine einzige Schwadron erreichte hundert Pferde, einige
hatten sozar nur achtzig; nimmt man neunzig als Durchschnitts
siffer, so schätze ich die Gefammtzahl der 37 Schwadronen mit den
Dffizieren, Trompetern u. s. w. auf 3600. Das Defilé war in
einigen Schwadronen bewunderungswürdig, in andern aber bemerkte
man Schwaukungen, Offiziere und Gemeine, die in Galopp gerathen
waren, wie bei uns, wenn auch in geringerer Anzahl. Die Artillerie
endlich konnte keinen Verglesch mit der unserigen aushalten. Alles
in Allem, und selbst wenn ich dem schlechten Terrain Rechnung
rage, war die Kaiserparade weit entfernt, den pomphaften Lobreden
zu entsprechen, mit denen man uns bisher d'ese wilitärischen Fest⸗
iichleiten angepriesen hat. Von einem Theil der Kavallerie abgesehen,
stelle ich site tief unter die Defilbs der Armee von Paris auf der
Ebene von Longchamps.

Karlsruhe, 27. Sept. Die amtliche „Karlsruher Zei⸗
tung“ veröffentl'cht ein kaiserliches Kabinetsschreiben d. d. Straß—
hzurg, 23. d., worn der Kaiser dem Großherzoge von Baden scinen
Dank für die sorgfältige und kenntneßreiche Führung der fünften
Urmee⸗Inspeltion ausspr'cht.

Straßburg, 27. Sept. Der Oberpräsident v. Moller
zringt folgendes karserliche Handschreiben zur oͤffentlichen Kenniniß:

Die Eindrücke Meiner diesmaligen Anwesenheit in Elsaß—⸗
Lothringen haben Mir zu Meiner lebhaften Genugthuung und Freude
bestätigt, daß der innere Wiederanschluß dieses Landes an das deuische
Vaterland in erfreulichem Fortschritt begriffen ist. Es ist Mir und
der Kaiserin und Königin, Meiner Gemahlin, überall ein Empfang
hereitet worden, welcher Unsere Etwartungen weit überttoffen hat
und welcher durch die sichtbare weitere Beiheiligung in sehr wohlihuen⸗

Vermischtes.
eSit. Ingbert, 30. Sept. Morgen wird der hochw.
Herr Bischof von Speyer, Dr. Ehrler, zur Firmung hier ein⸗
reffen und am Freitag seine Reise nach Zweibrücken forlsetzn.

*Sit. Ingbert, 30. Sept. Nicht gerade vom günstigsten
Wetler begleitet fand am Sonntag das Rennfest in Zwei⸗
zrücken statt, das wie gewöhnl'ch eine ungeheure Menschenmenge
jerbeigelock hatte. Trotz dem aufgeweichten schlüpftigen Boden,
ser zu Befürchtungen Anlaß gab, verlief das Rennen in einer
yurchaus befriedigenden Weise und bis auf einen glücklich abgelau⸗
enen Slurz ohne jeden Uafall. Als besonders glänzend unter den
sennen, deren es 7 waren, sind das Jagdrennen für Pferde aclier
eutschet Offisiere und das Herren:Reiten zu erwähnen. — Das
Ergebniß der Rennen ist kurz folgendes:

1. Flachrennen für Zjährige in der Pfalz geborne Pferde.
Betheiligung: 4. Sieger: Jacob Kolter von Wallhalben. (Preis
250 M.)

2. Erbffnungs⸗Rennen. Herten⸗Reiten. Betheiligung: 3.
Sieger: Lieum. v. Ruville mit bt. Stute ,Pride“. (Preis 800 M.)

3. Trabreiten fsüt 32, 4. und Sjährige in der Pfalz geborne
Pferde. Betheiligung: 9. Sieger: Breuer vom Sturzenhof.
Preis 200 M.)

4. Ojfiziers Hurdenrennen. Betheiligung: 4. Sieger: Lieutn.
Jacoti mit .Diplomatie“. (Preis 600 M.)

5. Flachrennen für 42, d⸗ und Gjährige in der Pfalz geborene
        <pb n="534" />
        Pferde. Betheiligung: 38. Sieger: Rittmeister Lehfeld mit Fuchs
Cavalier“. (Preis 250 M.)

6. Jaßdrennen. 1. Preis 500 M. Lieutn. Leistner mit
schw. Stute „Dora“.

7. Preis der Stadt Zweibrücken im Werthe von 2000 M.
Herren⸗Reiten. Jagdrennen für Pferde aller Länder. Betheiligung:
6. Sieger: v. Heyden Linden (Hannover) mit br. Wallach „Wel⸗
lington.

fPirmasens. Am Freitag Nachhmittag wurde dem nach
Kaiserslautern versttzien Bezitlsamtmann Gustav Schmitt in An⸗
wesenheit einer zahlreichen Versammlung aus den drei Kantonen
unseres Bezirkkamtes ein demselben für die Verdienste, welche er
sich in seiner hiesigen Amtsthätigkeit erworben, gewidmetes Ehren⸗
geschent (silberner Tafelaufsaß im Werthe von 600 M.) überreich!.

fThaleischweiler, 27. Sept. Durch Erlaß der J.
Regierung der Pfalz vom 15. d. Mis. ist die Einführung von
Fommunalschulen in hiesiger Gemeinde genehmigt. (P. A.)

F Kaiserslautern, 27. Sept. Heute Morgen ver⸗
anglüdte der Müller Adam Blafi auf der Dammmühle, Gemeinde
Moͤorlautern. Das Werl war zum Stillstand gebtacht worden, um
neu einzurichten z doch hatie das Wasser noch zu veel Druck, so
daß es das Rad in Bewegung setzte, das den Unglücklichen derart
berletzte, daß er nach Verlauf von Le Stunden starb.

fNeustadt, 27. Sepf. Gestern Mittag wurde zwischen
Speyerdorf und Mußbach eine männliche Leiche gefunden. Es soll
die des Odsthändlers Christ von Haardt sein.

fSaarbrücken, 28. Sept. Mit dem 30. Sepiember wird
auf den der Verwaltung der hiefigen Koͤniglichen Eisenbahudireltion
anierstehenden Bahnen die Ausgabe von Rundreisebilleten eingestellt.

Mez, 26. Sept. Der Kaiser hat verliehen: dem Gene⸗
ral v. Muck, Kommandeur der bayr. Besatzungsbrigade dahier, den
Siern zum Kronenorden 2. Kl., dem Oberst v. Gropper im 8. b.
Juf. Rec. den Kronenorden 2. Kl., dem Oberstlieutenant Kurz dess.
Keg. den Kronenorden 3. Kl., dem Hauptmann Neuhirl dess. Reg.

den rothen Adlerorden 4. Kl. und dem Feldwebel Geiler dess.
Reg. die Kriegerberdienstmedaille am weißgelben Bande.

Wurzburs, 27. Sepibr. Das Urtheil gegen den
Mörder der Glaser'schen Eheleute, den Bäckergesellen Holleber, lau⸗
ete wegen des Mordversuches gegen Rosa Glaser und wegen des
Todischlagsversubs gegen Emma Rosenau auf 15 Jahre Zuchthaus,
wegen der Ermordung des Jalob Glaser auf Todesstrafe.

pKeine Tuberculose mehr. Von Jnnsbrud aus
vird diese freudige überraschende Kunde der Welt mitgetheilt, und
war tomgimt dieselbe aus der Klinik des Prefessors Protop v. No⸗
itansky, welcher im benzoesauren Natron das souveräne Gegengift
gegen die Tuberculose gefunden haben will. Es wurden mehrere
Zaspiele von Kranken angeführt, die, bereits sehr herabgekommen.
nach kurzem Aufenthalte und Anwendung des genannten Mittels
im Spitale geheilt eutlassen wurden. Die ärztliche Welt wird wohl
diese Verheißung einer genaueren Prüfung unterziehen, so daß wir
hald erfahren, ob und was an dieser Sache ernst zu nehmen.

pDihtungsmörtelfürMauerwerk. W. Meißrer
in Siargard benützt zur Herstellang eines kalt berarbeitungsfäbigen,
wetterbesiandigen Dichtungsmörtels für Mauerwerk folgende Mischung:
100 Th. Stankohlentheer mit 60 Th. Thon, 8 Th. Asphalt, mit
3 sogenannten amerikanischen Harz, 4 Th. Glätte und 360
Th. Sand.
Hienstesnachrichten.

Es kommen als Amtsanwälte: nach Ludwigshafen August Zahn
z sher Polizeianwalt in Dürkheim; nach Dürtheim Dr. Theodo
Wolf, disbher Polizeianwalt in Waldmohr; nach Neustadt Karl
Schuͤhmacher, bisher Polizeianwalt in Grünstadt; nach Grünstadt
Rechtẽcandidat Catl Laux aus Gimmeldingen; wach Frankenthal
Rechtzcandidat Carl Bastian aus Sp yer, nach Waldmohr Rechts-
andidat Müller (Landau), nach Dahn Feldbausch (Landau), nach
Dtterberg · Winnweiler Kemmer (Landau), pach Landau Waltz
Dürtheim), nach Edenkoben Bechtel (Zweibrücken), nach Kandel
Janser (bisher Polizeianwalt in Dabn.)

Fir die Redaction verantwortlich: F. X. Demeß

Einladung.
Zar Errichtung eines Grab⸗
Denkmals des verstorbenen
Lehrers Heinrich Hettes⸗
heimer werden andurch alle
Schüler desselben zu einer Be⸗
sprechung eindeladen auf nächsten

Sonntagu, den 65. Oxtober
bei Witih Nikol. Stolz
(Höfchen).

Größere Quantitä⸗
ten frisch geschossene
Hafen kauft zu den

höchsten Preisen.
G. A. Couturier

Zweibrücken.

neichenhaller Kirchenbeu⸗Aotterie.
200 000 Loose. — Geldgewinnste 185,000 Mark.
Ziehung am 15. Oktober 1879.
Treffer 60,000 Vi., 25,000 M., 10,000 M. u. s. w.
Lovbse àa 2 Mark zu bezichen durch die
General⸗Agentur
Oari Lang, Bankgeschaftin Maunchen.
Hier zu baben bei Herrn Franmz Woll.

4 9
ðStollwerokꝰ rehe
Ohocoladen

und Oaoaos.

Sorgfaltigste und voll-
kommene PFabrikation. Un-
bedingt Garantie fũr den
Wortlaut der Ptibkbette.
Preéise jeder Tasel aufge-
druckt.

Verkauf in den meisten
guten Conditoreion, grös-
seren Colonialwaaren-Hand-
lungen und Apotheken. J

TCBREGDOICLIMGV-
oppelkrüutermagenbitler,
nach einem alten aus einem Be⸗
nedictinerkloster stammenden Recept
*abrizirt und nur en gros ver⸗
sandt von
C. PINGEL in Gottingen
(Provinz Hannover.)

Der Benedictiner ist bis
etzt das kostbarste Hausmittel uud
deßhalb in jeder Familie beliebt
geworden. VBer Benedictiner
st nur aus Bestandtheilen zusam⸗
mengesetzt, welche die Eigenschaften

sbesihen die zum Wiederaufbau
eines zerrütteten dahinsiechenden
Körpers unbedingt nöthig find
ir ist unerseßlich bei Mageuleiden, Unverdaulichkeit, Hämor⸗
hoiden, Nervenleiden, Kraämpfen, hba e Haͤutaus⸗
chlägen (Flechten), Athemnoth, Gicht, Nheumatismus,
heenben, sowie bei Leber⸗ und Niere. leiden
und vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Blut uͤnd vermehrt dasselbe,
r entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
frisch, siellt die Harmonie des Koͤrpers wieder her und verlängert dat
Heben bis zu seinem vollen Maße.

NB. Jede Flasche ist mit dem Siegel „C. Pingel in Göttingen
verschlossen und mit dem geschüßten Etiquett versehen.

Preis à Fl. von ca. 330 Gr. Inhalt 3 M. 30 pf.
e —V — 660 e 6 M. 73 R
Bei 5 Fl. Verpackung frei. Vei 10 5Il. freie Verpackung u. 1 Fl. gra⸗
ug. Vetsandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage. En gros-
Versandt durch die Fabrik.
Attest:

Herr Ludwig Weitmanm, Schreinermeister in Viberach be
Roggenburg in Baiern (Schwaben), berichtet: Mein Kind, welches bereit
seit zwei Jahren ein Herzleiden hait, ist durch Ihren lostlichen Benedil⸗
iner völlig davon befreit ꝛc.

mie deriage in St. Ingbert bei Herrn J. Friedrich.

Haasenstein &amp;
Vogler.
PErste und ãlteste
Aunoncen⸗Expedition
Prankfurt a. Main
J
O0

Fitliudlen in Darmstadt

Mannheim, Carlsruhe, Stutt-

gart, Würzburg, Ulm,
Freiburg in Baden.
Besorgen zu Originalpreisen
olne alle Nebensosten:
gtollen· Qocucho. XX
Vaoanaon-Angob Bubmissionen,
Tauf⸗ Verxanfa·¶ Heiraths- Offorten
Anzeigen Diasc reto Anæeig
in alle Zeitungen derWelt.
Die Hauptblätter der
Schweiz und Frankreich—
gind von uns gepachtet 8
nehmen Anzeigen mur

dureh umns.
Signirzettel

—8*
—“

hilligst dei

F. X. Demes
Truck und Verlag von F. X. Demes in St. Ingbert.
        <pb n="535" />
        22
— 92 2
333355
1833358 *
—A 2 —2 S824
52*55 252538 32
—A 555 38338388337
88 22558* 38 252585 A—
33 2535— 55338 32353335
5 75288 5337 ———
22 — 2 53 —— — 252333
532 — 5* —A 525 —
55 558 — 258 A z 5*25 5
2* — * — —A 9 26 3432 23
—— — 2 52583 —58 — 22 333328 2*
5 353 z2352 55 338 23535833567 — 52883
55353535 TME 375 5555 *288 J— ——
5 58324 *27* 5555 52 9 5 —— — 2333755
38338 523232 2 5 22 533*88 538 25 —A —XA
*2c — 28 35 —— —33337 52555 5255 23233333
—— 325 ——A —— — 555
18 23 3258 5538 2538 558 — 5233 —e—
52 —2 —7 58 S 53533538 X — —A — ⸗ * 58
225 7z s*c*7 —— * * — 72 22 2 42333853 3
82 —A 225 838— 8 — 2 323322 2223 8 255535
7 αα — 2 S 838337 —A 8- — 38 225
—*2*38 32828 22 3 53835 53528 8 52
273587 57883 3535 —— — 2375 * 35335333* 33358 *
A 2 — 2237 525 — S —733887 32 2
232 * —— — A 53.55 3255 k 8 — B5 23232 —— —
2 52 25 — z8358353 s38532 — Gã
5z588 2— * —z58 3 55 8235 5 833 —A —86
—2 * * —A— —— — —53 522 —— b5 5385333 * ẽ
— 322 3 * —— B 3 22323 2 * E — —
—5— — — *xe⸗ 335258 232 — m ** — 5 3 2555
FX — 2 65 33335332 53533 25338 5332 2 58 322
— 2* 57 8233 35 5335 —M — —
533333 * 5233238333 — 5 325 —A 58 —2
52 8 —8 * 233255 S 5252355
* 2 8 3 2 — 27
283333 3323 5288 — — 568328 25
582333. 235 5 5358 ——— A —25
3 *7* — 82 78
33335535* — — 53333
— — 337435 6G8s
—5* 8⸗ —8
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2 52 — 253333335 2285 —A 8 522
23363448 52337 *2 —A — 3557

A 2 323*53 5383884 A— —
57233 2535853 2333532 5337 I 257
8 A 2 333835835 323373 8
z385333 pye 2 7 2* *52 —A *522 528 72* A
3z338* 32358 —2*32 28 A 3608 2 2 3
5.7 33383 3 32 32823535 Vs — —A —

—A— 8 325832 58 — — 222 —— — 23538
*323 3235 — 37* 23533257 *8 53325
—3 23533 —— 532 25
5 * 5323335 e* 2. 2 — 82 7 8235 22 35
A 525233 3 8 53273 5 2128

2 — 73 — 3* A * 3 36* 2 —— —

5 532 3 582327 7 3 237 2 5557 5 *
—A 28 53384 532388 23 —X

23353332357 7 * 288 A 5 3333

A 82 * 4228 * 72— 8 223
A 5832333*5 2*23 —2 53 —A 22
ev 32337555 2 2 8
J — 25* : 2 22 233 1—
— 5523 8 GO 522 * 3
5255* 523 257 5 73 F
— 222 2530 7 * — —
— 3335 522 — *
* 332 335*
238
        <pb n="537" />
        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich Vviermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljahrlich

A 40 A einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1A GO , einschließlich 420 Z Justell zebuhr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswäris
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattischriit oder deren Ruum, Neclamen mit 30 A pro Zeile berechnet.
18 156. Donunerstag, den 2. Oktober * 1879.
Deutsches Reich.

Speyer, 30. Septbr. Bei der heute vorgen ommenen
Landtagswahl fielen auf den bisherigen Abgeordneten, Landgerichts
ptäsident Mü llerr in Kaiserslautern 160 Stimmen. Zwei Wahl⸗
männer stimmten mit Nein, zwei Zettel wurden für ungiltig erklärt.
Die Zahl der Abstimmenden betrug 164.

—ADDV
riänner Eckardt, Bergmann, Kallenbach und Schneider für die

»n Abgeordneten Dürrschmidt, Sienglein, Hauck und Strö—
.reather werden vereidigt, die Austritisgesuche der Abgeordneten
Kraußold, Merkle und Horn (Frankenthal) genehmigt. — Der Fi—

minister legt das Budget für 1880,81, den Entwurf eines

»pigesetzes nebst Mot ven und die Generalbilanz für 1877 vor,
hann einan Gesetzentwurf über Erhebung des Malzaufschlags, wel⸗
her Mißstände, die sich bezüglich der Hefenfabrikation in der Pfalz
xgeben haben, zu beseitigen und einige erhebliche Erleichterungen,

. B. bei Ausfuhr von Flaschenbier, zu schaffen bezweckt. Das
Defizit der zwei Jahre 1880/81 beträgt 25 Millionen Mark. Der
Minister hofft, die Zölle werdes eine Eatlastung von etwa 9 Mill
oringen, wodurch das Defizit sich auf 16 Millionen reduciren
wrrde. Durch Erhöhung des Malzaufschlags um 1 M. auf das
Hektoliter Braumalz würden weitere 5 Millionen vom D fizit ab—
gehen, wenn dieser Aufschlag schon bis 1. November genehmigt
würde; falls er erst am 1. Juli kommenden Jahres eingeführt
würde, könne das Destzit nur um 83 Millionen Mark erleichtert
werden. Der Aufschlag würde auf das Liter Bier a Pf. betra
D «. Eine Erhbhung der direcken Steuern sei nicht zu umgehen,
*würden die Steuerzuschläge nicht ständig bleiben, da für die
ndeite Finanzperiode höhere Zolleinnahmen zu erwarten seien. Die
bezüglichen Gesetzeuiwürse würden baldigst der Kammer zugehen.
—XL

Nusland.

Petersburg, 29. Sept. Ein Telegramm aus Burmo
dom 15. Sept. berichtet: Während einer Recognoscirung bei Herk⸗
pe am 9. Juni begegneten die Russen einer großen Masse Tekke—
urkomenen, welche sich stark verschanzt hatten. Die Russen be—
schossen das Werk aus zwölf Geschützen sechs Stunden lang und
zesttzten Abends die Außenwerke. Während der Nacht flüchtete der
Feind, mehrere Tausend verlierend. Der Verlust der Russen be—
crägt 7 Offiziere, 178 Mann todt, 16 Offiziere und 234 Mann
jerwundet.

Vermischtes.

*St. Ingbert, 2. Okt. Gestern Abend gegen 7 Uhr
iraf Herr Bischof Dr. Ehrler von Homburg hier ein. Zu
einem Empfange waren die gesammte hiesige Geistlichkeit, vermehr!
zurch einige fremde Geistliche, die Spetzen der Stadt, der Fasrik—⸗
cath, die Bergleute mit ihrer vollständigen Kapelle, weißgelleidete
Juugfrauen und Mädchen mit Blumen und Kränzen geschmückt, die
Schulkinder, eine Abtheilung Feuerwehr und ein großer Theil der
Jesigen kath. Bevöllerung ihm entgegengezogen. Der Zug geleitete den
Aen. Bischof unter Glockengeläute und Böllerschüssen durch die im
Fahnenschmuck prangende Stadt zur festlich geschmückten Kirche, wo
in kurzer Gottesdienst staltfand. Nach demselben, um halb
) Uhr, brachten unter Voranttitt der Bergmusilk die Bergleute mit
hren Grubenlichtern, eine Abtheilung Feuerwehr mit Fackeln und
diele hiesige Bürger mit Lampions dem hochw. Herrn einen Facke l⸗
jug. Derselbe bewegte sich von der Wohnung des Hrn. Berg—
neisters durch die Stadt zum kath. Pfarrhaus, wo man sich unter
yen Klängen der Musik in einem Halbkreise um dakselbe aufftellte.
dachdem eine Sängerschaat dem Hrn. Bischof ein Willkommen!
ntgegengebracht, begrüßte Herr Geschäftsagent Eckrich von hier
»enselben im Namen der hieügen kath. Bürgerschaft, die als ein
Jeichen der Verehrung und hingebung ihrem Oberhirten diese kleine
Doation entgegenbringe und schloß mit einem Hoch auf denselben.
hert Dr. Ehrler gab mit weithin vernehmbarer Stimme seiner
Freude Auddruck über den herzlichen Empfang und die prächtige
Obation, ermahnte die Kirchengemeinde St. Ingbert und brachie

tin Hoch aus auf seine Heiligkeit Papst Leo XIII. Nachdem die
Bergleute noch auf Anregung des Hrn. Sieiger Schuster dem
Hen. Bischof den Bergmannsgruß Glück auf“ entgegengebracht hatten
und einige Lieder abwechselnd mit den Klängen der Bergmusik
dorgetragen wartn, ordnete sich der Zug in seine frühere Aufstellung
und nahm seinen Weg wieder zurück. Wie bereits mitgetheilt, wird
der hochw. Herer noch bis Freilag Abend hier verweilen und dann
seine Reise nach Zweibrücken fortsetzen.

—“* Gestern wurde die erste Sitzung bein Schoffenge⸗
richte St. Ingbert abgehalten.

fKaiserslautern, 29. Sept. Das Zuchtbolizeige⸗
richt verurtheilte in heutiger Sißung nicht weniger als 20 Wirthe
wegen Ueberttetung des Spielkartenstempelgesetzes zu Geldbußen von
je 500 M. Die betreffenden Kartenspiele sollen dazu nicht einmal
mehr zur Verwendung, sondern zum Verbrennen bestimmt gewe⸗
sen sein.

T Gsöllheim, welches bekanntlich sein Landgericht verloren,
hat am 28. Sept. den scheidenden HH. Landrichter Lombardino,
Berichtsschreiber Molitor und Gerichtsvollzieher Voͤlckel eine Abschieds⸗
feier veranstaltet.

f Duürkheim, 27. Sept. Die sog. Madonna von Lim-—
hurg wurde gestern bei der in Köln stattgefundenen Versteigerung
der Kunstgegenstände des verstorbenen Herrn Bischoss von Hildes⸗
heim zum Preise von 1310 Mk. von einem geistlichen Herrn für
rine kathol. Kircheugemeinde in Köln erstanden. (Fr. 3.)

7 Däürkheim, 29. Sept. Von dem heurigen Wurstmarkt
haben wir leider nichnis Günstiges zu berichten. Die hohe Steuer
auf Schaubuden, Caroussels u. s. w. hatte zur Folge, daß sich eine
weit geringere Anzahl solcher Vergnügungs-Etablissements als dies
sonst der Fall ist eingefunden hatten. Dazu kam noch das anhal—
send schlechte Wetter, welches bis zum 1. Wurstmarkistage andauerte
und die schlechten Geschäftsverhältnisse. Unter diesen Umständen
darf es nicht Wunder nehmen, daß der Besuch des Wurstmarkts
Jinter den vorherigen Jahren weit zurückblieb. — Wir haben von
inem Verbrechen zu berichten, welches sich heute Morgen halb 6
Uhr auf dem Wurstmarkt zugetragen hat. Der Schneider Ältherr
jatie schon seit längerer Zeit einen Groll auf seinen Schwager
Schott und drohte ihn zu erschießen. Heute hat er seine ver⸗
brecherische Drohung zur Wahrheit gemacht. Als Schoͤtt nichls
ahuend mit einem Bekannten sprach, trat Altherr auf ihn zu und
schoß seine Pistole auf ihn ab. Der Geiroffene stürzte zusammen
und gab Anfangs kein Lebenszeichen von sich, spater bemerite man
noch Leben an ihm, doch ist seine Verwundung eine sehr schwere.
Altherr hat sich der Polizei als Thäter selbst gestellt. (D. A.)

Dem Hypothetkenamt Frankenthal sind bis 80.
Seplember innerhalb 8 Wochen nahe an 4000 Stück Kaufprivilegien
»orgelegt worden, etwa so viel, als sonst in einem halten Jahre
inliefen. Von den Betheiligten wurde die Esntragung mit einem
Dalrum verlangt. Die Erledigung derselben wird trotz Heranziehung
jon zahlreichem Hilfspersonal längere Zeit in Anspruch nehme, und

Rürfte dieser Priv legiensturm überhaupt eine Stockung im hypotheken⸗
amtlichen Dienst herbeiführen.

F Landau, 29. Sept. Gestern Abend 6 Uhr wurde die
Obst- und Gartenbau⸗Ausstellung geschlosen. Die Zahl der Be⸗—
zucher im Lause der 8 Tage betrug im Ganzen etma 4250 Ver⸗
onen.

FLandau, 30. Sept. Einer hierher gelangten Privat⸗
nitiheilung zufolge wurden die Porlepeefähnriche Hagenbuch und
Seubtrt von dem Militärbezirksgericht Würzbueg zu je 4 Monoten
Befängniß verurtheilt. Ferner wurde Sccondlieutenant Wildner,
owie der Gefreite der Reserve August Woif, cand. jur. daselbst,
vegen Vergehens des Zweitampfes zu je 4 Monaten Festungshaft
»erurtheilt, Secondlieutenant Muller wegen Cartelltragens dagegen
reigesprochen. (Eilb.)

Speyer, 30. Sept. Milt dem Inkrafitreten des neuen
Taxgesetzes am 1. October müssen alle Schteiben an Behörden auf
Papier von bestimmtem Format — 21 Centimeter breit und 83
soch — geschrieben sein. Im Falle des Zuwiderhandelas ist nicht
        <pb n="538" />
        aur der Stempel verloren, sondern erfolgt auch auf die Schreiben
leine Enischließung.

In Darmstadt wurden bei einer dieser Tage staltge⸗
habten Versteigerung von gepfändelen Gegenständen im Pfandlokal
jur ein Sopha 50 Pfg., flir ein Klavier 6 M. erlöst.

fWürzburg, 26. Sept. Von den 18 Kaadidaten, die
fich hier zum Einjahrig-Freiwilligen⸗Examen angemeldet hatten, traten
Z noch vor Beginn der Prüfung, 8 während derselben zurück. Von
den ubrigen bestanden 8, 4 fielen durch.

p'ünchen, 27. Septbr. Die Einlährig-Freiwilligen-
Prüfung dahier ergab, daß von 21 Prüflingen nur fünf diesilbe
hestanden haben.

pHamburg, 30. Sept. Heute Nacht 3 Uhr exrplodirte
auf der Elbe unweit Harburg der Ewer des Pulverschiffes „Boothby“
zus St. Pauli, worduf drei Wagenladungen Pulver sich befanden.
Drel Mann, welche die Besatzung bildeten, sowie angeblich auch
einige Fescher sund getödtet. In Harburg und Hamburg wurde
mehrfacher Schaden durch Luftdruc angerichtet. Der Ewer, auf
pelchem die Explosion stattfand, war mit 500 Centner Pulver be⸗
aden; es scheint Vöswilligkeit im Spiel zu sein. Das Dampf⸗
boct „Courier“ ist start beschädigt, ebenso die Gaiser'schen Fabriken.
Biele Haüuser im Lauenbruch'schen Scloßbezirt und in der Stadt
vpurden abgedett und sonst verwüstet. Fenster sind auch in der
Stadt nach Tausenden gesprungen.

f Der große Gotthardstunnel, 15 Kilometer lang,
wird in eiwa 4 Monaten durchgesprengt sein. Es sind nur voch
D00 M. zu durchbohren.

An 6. de. iangie in London der Dampfer Hooper nach
einer vierzehntägigen Reise von Boston mit der folgenden gewal⸗
tigen Ladung an: 135,000 Bushels Weizen, 17,500 Bushels
sorn, 4500 Kisten Hummer, 932,970 Pfund Tabak, 435 Sack
Hafergrütze, 6973 Sack Metl, 200 Kisten präservirtes Fleisch,
10od Faß Mehl, 100 Faß Wachs, 33 amerikanische Orgeln, 460
Stücl lebendes Großvirh, 1600 Stück lebende Schafe sowie noch
oerschiedene Kaufmannsgüter.

pNew⸗York, 27. Sept. Eine große Feuersbrunst in
Deadwood zerssörte 1785 Häuser; 2000 Personen wurden ob⸗—
dachlos.

N. Pfälzische landwirthschaftliche Ausstelluug
„Zum Werke, das wir ernst bereiten,
Geziemt sich wohl ein ernstes Wort.“
Unser Zeitalier ist das Zeitalier der Ausstellungen. Der günstige Ein⸗
luß derselben auf Industrie, Kunst und Gewerbe ist unbestritten und hat
nan durch Förderung von Spezial-Ausstellungen auf diesen Gebieten immer
Besseres und Ersprießlicheres geleistet. Auch die Landwirthschaft soll und
vill sich diese Vortheile zu Nußen machen und wirklich hat sich auch hier der
vohlihaͤtige und belebende Einfluß der Ausstellungen auf die Technik des Be⸗
riebs nach den Erfahrungen vieler Länder im shohen Grade geltend gemacht
ind so bewährt, daß es heute wohl zu den selbstverständlichen Pflichten eines
eden Vaterlandsfreundes gezählt werden kann, zum Gelingen derartiger,
ywieriger Unternehmungen zum allermindesten dadurch beizutrageu, daß er den⸗
»Iben seine volle Sympathie entgegenbringt. — Wenn unsere Dichter es ge—
ungen und wieder gesungen, wenn unsere größten Männer immer und immer
s dem deutschen Volke gesagt haben, was einer derselben in den schlichte
Vorten ausspricht, „daß der Landbau überall der Anfang der Kultur
hr Erhalter ist“; wenn uns die Geschichte unwiderleglich bezeugt, d
olitische Selbstständigkeit, daß die Wehrkraft der Völker steigt und J
»em Gedeihen einer gediegenen Bodenbewirthschaftung — dann muß e
vahr sein und wahr bleiben, daß auch der Nichtlandwirth, weß Standes c
uun sein möge, ein Interesse, ein eminent hohes Interesse an dem Blühen
ind Gedeihen, an dem Voranschreiten der vaterländischen Bodenbewirth—⸗
chaftung haben muß. Es muß wahr sein, daß es zu den freudig und gerne
ju erfüllenden Pflichten eines jeden Patrioten gehört, auf dem Platze zu sein,
venn es gilt, die Landwirthschaft zu fördern. Ein solches Unternehmen zur
Förderung der heimischen, der pfälzischen Landwirthschaft, ist die —
andwirihschaftliche Ausstellung, welche am 4. Oktober von Seiner Excellenz,
»em königlichen Regierungspräsidenten der Pfalz, Herrn Staatsrath v. Braun
in Keiferslautern feierlich eröffnet wird. Das Festprogramm ist hinausge⸗
jangen in jedes Dorf, auf jeden Hof und weit über die Pfalz hinaus, um
inzuladen zu diesem herrlichen und ernfsten Feste. Stolz und hehr, ge
chmückt wie eine Königin, erhebt sich schon jetzt das Festgebäude inmitten
einer bekränzten Umgebung, und mehr noch des Schmuckes wird herbeige—
racht, und mit Recht — denn alle seine Räume, festlich angethan, werden
a aufgeboten, um die Fülle des Herrlichsten und Köstlichsten, des Besten, was
zälzischem Boden entsprießet, in sich aufzunehmen. Mit Dank im Herzen,
o hoffen wir, gegen die Landwirthe aller pfälzer Gauen, die durch ihre
ifrige Beschickung der Ausstellung dies ermöglichten, wird der Beschauer
jeimkehren — wohl auch bereichert an Anregung, an Belehrung, an Muth
ind an Freude Über die Leistungen und den edlen Goldeswerth des hei—
nischen Bodens, den vielleicht sein Fleiß und seine Ausdauer mit zum Heile
ind Segen des Landes bebauen hilft. Fehle darum kein Pfälzer, kein Va—
erlandsfreund — aber auch keine Pfälzerin, keine Hausfrau und Wirthschaf—
erin — für Euch alle hat die Pfälzisch-landwirthschaftliche Ausstellung ein
serzlihes WWäillkommen! F
Fuür die Medaction verantwortlich: F. Memek.

*
Berichtigung.
Die in Nr. 151 d8. Blattes

auf Betreiden von Louis Beer
zegen Pelter Jung eingerückte
bertragsmäßige Wiederversteiger
ung findet nicht statt.

Sauer, k. Notar.

Krieger—

erein.

Er⸗ reichhalt ge Auswahl in
Tisch und Hänge
lampen, Glocken und
Eylinder zu sehr billigen
Breisen empfiehlt

Otto Weinand.

Sonntag, den 5. Oktober, Abends 8 Uhr im Vereinslokale
F (großer Saal)
Stiftrimgsfest,
vozu die Mitglieder mit Famille eingeladen werden. Fremde
hürfen durch Mitglieder eingeführt werden.
Der 1. Vorstand Fischer.
Bewerbliche Fortbildungsschule St. Ingbert.
Der Unterricht im neuen Semester dezinnt Dienstag, den
7. Oktober 1879, und wird die Unterrichtszeit sestgeseßt auf:
fachabtheilung:... Montag Abend 7—-9 Uhr;
interkurs6ß; Dienstag Abend 7—æ9 Uhr;
Nittel- und Oberkurs: .. Mittwoch Abend 7 —9 Uhr;
Nittel- und Oberlurs: . Freitag Abend 7—9 Udhr;
interkursss8s.. .. .. Samstag Abend 7—9 und
UInter⸗, Mittel- und Oberkurs: Sonntag Morgen 28—-210 Uhr.
Die Eltern und Lehrherrn der Fortbildungsschüler werden
rmahnt, diese zu einem regelmäßigen Schulbesuche anzuhallen.
Das Bürgermeisteramt:
Custer.

v4
Widerruf.

Der Unterzeichnete bekennt hier
nit, daß er Alles, was er gegen
drn. Joseph Koch, Wirth,
usgesagt hat, wieder zurück
simmt und als unwahr erklärt.

Johann Geiger.

Einladung.

Zar Errichtung eines Grab.
Denkmals des verstorbenen
Lehrers Heinrich Hettes⸗
heimer werden andurch alle
Schüler desselben zu einer Be⸗
sprechung einzeladen auf naͤchsten
Sonntau. den 5. Oxtober
hei Witih Nitol. Stolz

(Höfchen).

Wohnung ?t v reiethen

In meinem Hause gegenübe

»er prot. Kirche ist bis 15

Dezember l. J. im obern Stod
»aß bisher von Hrn. Walte
zewohnte Logis zu vermiethen.
C. Hofmann.

——

Neue holländische
Häringe —
pr. Stück D pf.

frisch eingetroffen in

fritß Franche's Filiale Ur. 5.

ang
zum Besuche der g
pfälzischen landw. sstellung zu Kaiserslautern
von 2. Oktober 1879.

— A — —
Das in 2. Aufi. erschienene Buch:
T CICMIC-
mirdit irrrent Anweißringen zur et⸗
solarcichen Seibsbehandsung und
——
Allen, wol ho an viefen Ucbeln ode:
Ertaltunugstranktdelten beiden, kannu
dies 3uÿe wartsteea enpfohlen
werden. Ein Anbaug von As
ecnen bedweist die Borz v hch xit der
etyode, welche sich taaArfach be⸗
dahtt hat. Brris z20 Ff.) — Aus
urrel. Trosvret verß auf Wunsch
orher gratis u. sronco sy. hohen ·
—B—

—
Jeora

Die feierliche Eröffnung durch Se. Excellenz, Herrn Staats-
ralh v. Braun, königl. Regierungspräsidenten der Pfalz findet
am 4. Oktober Vormittags 11 Uhr statt.

Preise der Eintrittskarken:
1. Karten für einmaligen Besuch tMark.
Dienstag und Freitag 50 Pig.

2. Abonnementstarten für Einzelpersonen 3 Mark.

3. Kinderbillets 50 Pfa.

Die Ausstellung ist äglich von früh 8 Uhr bis Abends 6 Uhr
eöffnet.

wurde gestern

Mittwock) Abend

uf dem Wege von

der Oberstadt bis
zur kath. Kirche e'n schwarzseid⸗
ier Sonnenschirm.

Der redliche Finder wird ge⸗
ztten denselben gegen eine gute
Belohnung in der Erxp. d. Bl
azugeben.

e

BPreis b0 Vf. vorrathig in
Bottholdes idelch· da
oAbe gegen 6h Pf. m Vriefmtk. fraw
ͤerallhin versendet.

vanf·Couverts
m' iFirma bedeuckt werden m.
ind bdilllg angefetsnte in
von R. X. Dem⸗

Das Ansstellungte Comits6.
Näheres besagt das Festprogramm.
Druck und Verlag von F. * Demes in Et. Ingbett.
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        x
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— — 2*5222 J
52 * 2 222 AXD 8
3253 — —A— — *
75 —E 2 7555 2 333 —252582 5—5583 —88
ò 5 —A
728 2565 53 52282 5573 35* 53333832 3358 E83232 57 2 532
58* — 2 * — 2 —* 22 „F 5— 2 * ———— 3 3IA ——* J S 2
— 2 282 * — 2 2253 —— 2⸗ — —2 2 —3 — 5* — 2 3
—*»33* —A —z8326 25 A 2257585 588 8 — 825 —
—533 5355 3 23573 553 38 552358 33 383378335388
555 7 5—252 53 23* z237552585 —5858 338323733357
555 35585 5 388 356 28 335352 7533 35 333832
* * * *
—— 23855 2 5* —55 *2 538 — ——— 2223— 53355*5 * 5585
525 53825 — — 5 2558 —5—* — ——
55 533357 5 3532 3855553 538555 333 —33
53 23* 8 —— — 8 5 — 3 325 2 82—z—2z8332 8
— 2 8 328 — — — * 223 R 8 8 —E
—S.. ä22 235— * 58857 52252 5 5225535335 *
— 22 55223 3535258 —e—— 3 883 —83 52 535323
288 5385 — * 55 — 3 383 222 53253—53 8
* *2 * —ẽ —A 525 — —— * 40 2 — 58332
— 2 52 23 8 — — 55 — — 28 —
8 292 —XV 3 — —— — 2 B2 * — * — 2 —xx
2535z—57328338 325235353 553358 758— 33358
——— 55355* —— 523558c 2*58
8 225 E—.2232232 — 52223582 — — 253 32 222 35
3 70 5* — 32533253
— 2 —A— —A 3 5SS8 28 2328 —— 222
— * ⸗2 Ec 2 2 — 2 2 — 2 —2 — 32 —
833732233 33335333332383 332832258 —A —
— 235353535 35 333823338383*
— 35555 25 27 8 —— — z2585 — 588F
3 —2 s5258227 M a 15 —5 — —5355 * —z8558333 *
— — 33—755338332883* —533325338385
—— * 5 — * *2* 2
22— 3—— 353537
2 5— 55605 285 358 33553570 333038 .3*5 238
555 53256 — ——
B2338332 57*

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—
*
WVD
*L12
2235— 8335 22222 02
553255 3553 —5535555535555—535 38
535233 53352 — 238 53 335 572353 *
78634 2373 337 776685* 35 3258 35555
— — — 3* * 55 F ĩ — —
* 5325283 2322 —5355 5 33388 23* 8 —
—— 22 5828 52238 »583232533 535 ——5 *55* —5355
*5 —* — — * 7
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        St. Ingberler Anzeiger.

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Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mis dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Dounerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljährlich

1A A40 S einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 60 H, einschließlich 40 Z Zustell zebuhr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auzwarts
mit 15 — fuür die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren NRaum, Neclamen mit 80 A pro Zeile berechnet.
M 157. Samstag, den A. Oktober

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SAIbonnemenls auf dieses Blatt für das vierte
Quartal werden von allen Postanstalten, sowie in der
Expedition oder von den Trägern entgegengenommen.

Augsburg, 1. Oct. Der „Allgem. Zig.“ wird aus
Baden⸗-Baden von heute gemeldet: Den durch eine Wiener Korre⸗
pondenz der „Times“ verbreiteten Gerüchten gegenüber, welche den
russischen Reichkkanzler Gortschakow nach Berlin zu einer Jusammen⸗
kunft mit dem Reichskanzler Fürsten Bismarck ressen lassen, erfahren
wir aus bestetr Quelle, daß Fürst Gortschakow keineswegs beabsichtigt,
in nüchster Zeit Baden⸗Baden zu verlassen, sondern bis Ende Ro⸗
bember hier zu verweilen gedenkt.

Leipzig, 1. Oct. Heute Mittag fand die feierliche Eroͤff⸗
nung des Reichsgerichts in nichtöffentlicher Sitzung in der Auͤla statt;
die Stadt ist anläßlich der Feier reich mit Flaggen geschmückt.

Straßßburg, 380. Sepi. Reichstagkabgeordneier Schnee—
jans ist nun wirklich zum Ministerialrath in der neuen Verwaltung
?Usaß⸗Kothringens mit einem Gehalt von 9000 M. ernannt. Man
»arf darauf gespannt sein, welche Lobreden die französischen Blälter
dem ehemaligen Deputirten in Bordcaux nun halten werden. Graf
Wilhelm v. Bismarck, zweiter Sohn des Reichskanzlers, welcher seit⸗
her als Hilisarbeiter im Cabinet seines Vaters beschäftigt war, ist
nun als Hilfsarbeiter unserem Statthalter v. Manteuffel beigegeben.

Straßburg, 1. Oct. Der Generalfeldmarschall v. Man—
truffel, Statthalter von Elsaß-Lothringen, ist soeben um 920 Uhr
mnit dem Schnellzuge von Basel kommend hier eingetroffen und
vurde am Bahnhofe von dem Polizeidirektor v. Saldern und dem
Bürgermeiste eiverwalter Back empfangen. Se. Excellenz bestieg als
ald einen Wagen und machte dem kommandirenden General v. Fran⸗
ecky uud hierauf dem Staatssekretär Herzog einen Besuch und fuhr
alsdann in das Schloß.

Straßburg, 1. Oct. Der Statthalter, Generalfeldmar—
schall v. Manteuffel, erläßt folgende Ansprache: Ich trete das Amt
als kaijerlicher Statthalter in den Reichslanden, das Se. Majestät
nir zu übertragen Allergnädigst geruht haben, mit dem heutigen
Tage an und bitte Gott um Kraft, dasselbe zum Ruhme des Reiches
und zum Wohle von Elsaß-Lothringen zu üben.

Wie man der „Magd. Ztig.“ schreibt, dürften sich Oesterreich⸗
Ungarn und Deutschland zunächst üder einen Zwischentarif verstãn⸗
digen, über dessen Grundzüge man bereits einig geworden sei. Die
heiderseitigen Kommissare, welche die bezüglichen Verhandlungen
ühren sollen und im Laufe dieses Morats zusammentreten werden,
ind bereits ernannt. Ob und welche Ausdehnung die zu treffenden
Vereinbarungen auf einige andere, Oesterreich, Ungarn benachbarte
Staaten zu finden haben würden, darüber wäre nach den —A
uingen der „Magd. Zig.“ bis jetzt noch gar nichts bestimmt, es
scheint, daß man in dieser Beziehung über die ersten Andeutungen
noch vicht hinausgekommen ist. Man soll diesseits zu ziemlich weit⸗
Jehenden Konzessionen an Oesterreich bereit fein, selbsiverstndlich
jedoch auf volle Gegenseitigkeit rechnen.

Ausland.

Paris, 27. Sepibr. Der militärische Berichterstatter der
„Repudlique francaise“, welcher den Manövern im Elsaß beige—
dohnt hat, schließt seine Studie mit folgendem zusammenfassenden
Uriheil: „Die deutschen Truppen, welche ich vierzehn Tage lang
in und bei Straßburg, in Zabern, Obernai, Hochfelden, Brumatt
uind Metz sowohl in der Gacnison, als auf den Manbpern beob⸗
achtet habe, sind Alles in Allem sehr schör. Ohne Zweifel wei⸗
hen sie in der Haltung, in der Bekleidung und im Charakter je
nachh ihrer Herkunft aus den verschiedenen Staaten des deutschen
Reichs ein wenig von einander ab; aber sie haben alle dieselbe
Ausbildung, dieselbe Kohäsion. Nirgends waren, soviel ich be⸗—
nerken konnte, die wirklichen Effektive so hoch, wie man sie in den
Instruktionstabellen für die Manöver des 15. Armeekorps ange⸗
jeben hatte, doch beliefen sich die Bataillone auf 400 —500 Mann
ind die Schwadronen auf 80—100 Reiter. Bekanntlich widmen
die Führer, trotz der großen Dienste, welche die Arullerie in dem
Zr'ege gegen Frankreich geleistet hat, der Infanterie und Kavallerie
hre besondere Obsorge. Die deu'sche Artill rie schien mir ganz
offenbar hinter der unsrigen zurückzustehen; aber die Kavallerie ist
der unseren noch wirklich überlegen, und wenn die Jufantetie nicht
zie unseren Soldaten eigenthüumlichen individuellen Vorzüge besitzt,

Deutsches Reich.

Mäünchen, 80. Septbr. Nach dem Budgetentwurf stellt
sich der Etat der direkten Steuern folgendermaßen: E'nnahme:
Grundsteuer nach 218 Simplen 11,461,450 Mark, Haussteuer:
Arealst. mit 62110 Spl. 622,440, Mieihsteuer nach 28110 Simplen
2,891,290 M., Gewerbsteuer mit 40 Zuschlag: 3.779,380 M.,
Steuer vom Gewerbebetrieb im Umherziehen: 1509,840 M., Kapi⸗
talrentensteuer mit 40 Zuschlag: 2,136,840 V. Außerdem soll
nach 8 8 des Finanz⸗Ges. Eniw. eine Mehtung eintreten von
13,391,300 M. Summa: 35,725,510 M., mehr gegen die
14. Finanzperiode 14,085,007 Mt. Die Summa von
13,391,500 M. soll als außerordentl. Zuschlag auf die verge—
nannten Steuern je nach der Hohe derselben vertheilt werden.
Näheres ergibt solgende vergleichende Uebersicht:

Finanzperiode Finan;periode

XIV. XV.
—A 11,438,323 11,461,450
— ieihste 91290
Haussteuer Jiestue s aoo soo 233131
Gewerbesteuer 3,664 370 3,779,330
Steuer auf Gewerbe im Umherziehen — —159,840
Kapitalrentensteuer 2,004,460 2,136,949
A 1,242,460 1282720
Ges.“Summe der directen Steuern T 2337070
Außerordentlicher Zuschlag von
rund 60 Proztent —

13,391,500

Summa: 35,725,510

München, 30. Septbe. Die Kommission zur Berathung

der neuen Steuergesezentwürfe, welche am 21. September im Fi⸗

nanzministerium zusammentrat, hat die erste Lesung gestern beendet.

Es waren ihr vier Gesetzentwürfe: über die Grunde und Häuser—

steuer, über die Enkommensteuet und über die Kapitalrentensteuer,

vorgelegt worden. Mit den Grundlagen der Entwurfe erklätte sich

die Kommission einverstanden, an den Einzelnbestimmungen bean—

sragte sie jedoch mehrfache Aenderungen. Auf Grund dieser An—

räge werden die Gesetzeniwürfe nunmehr einer nochmaligen Ueber—
atbeitung und Berathung unterzogen. (Pf. N.)

Das Verliner Tageblalt schreibt: Die Ziffern aus dem baier⸗

sqchen Budget lassen erkennen, wohin ein staatliches Finanz⸗
wesen gelangt, wenn die Einnahmen desselben von der schwanken⸗
den Rentabilität staatsindustrieller Betriebe abhängt. Wesenilich
in Folge seiner Eisenbahnpolitik, bezw. in Folge der Zuschüsse,
welche die Eisenbahnen aus der allgemeinen Staatskasse erfordern,
sht fich das Vaterland des Herrn d. Franckenstein in der Lage,
stotz der neuen Zölle und der dadurch geschaffenen indireklen Ab—
zaben zur Beseitigung des Defiz'ts eine weitece Vermehrung der
directen Steuern eintreten lassen zu müssen. Es ist dies dieselbe
Erscheinung, welche auch für die Gestaliung des preußischen Bud⸗
gets in Aussicht zu nehmen ist, daß nämlich alle die Versprechungen,
velche kei Berathang der Zollreform in Bezug auf die Enilastung
der Einzelbudgets und auf die Herabmäßigung der directen Steuern
egeben worden sind, den thassachlichen Verhaͤlinissen gegenüber in
nichts zerfliefen. Dies wird um so sicherer der Fall sein, je mehr
das Staatsbahnnetz erweitert wird, wie ja auch dezüglich Preußens
beim Beginn der vporigen Landtagssession bereits von dem Abge⸗
ordneten Ridert überzeugend dargelegt ist, daß der Krebsschaden in
unferen Finanzen der siaatliche Tiseubahnbetuieb ist, welcher bishet
er ca. fünf Millionen Mark Zuschüsse aus der Staaiskafse er⸗
orderte.
Berlin, 30. Septbr. Der Kaiser geht im Oktober auf
inige Wochen nach Wiesbaden, der Kronprinz direct von Baden
iber Wien nach Venedig, um dort mit der Kronprinzessin zusam
nenzutreffen. Die jungeren kronprinzlichen Kinder riisea in Be⸗
zAeitung des Hofmatschalls Grafen Enlenburg nach Genua.
        <pb n="542" />
        Zwangsversteigerung.

Montag, den 13. Oktober
nächsihin, des Nachmittags um 2
uhr, zu St. Ingbert in der
Wirthschaft von Philipp Em⸗
rich, werden auf Anstehen von
Abraham Levi III., Privat⸗
mann, in Blieskastel wohnhaft,
durch den zum Versteigerungs⸗
kommissär ernannten tgl. Notaͤr
Sauer in St. Ingbert,

gegen

Michael Eberhard, Wirth,
und dessen gewerblose Ehefrau
Anna Eich, beisammen in St.
Ingbert wohnhaft, Solidar⸗
schuldner,

die nachbeschriebenen Liegen⸗
schaften öffentlich zwangsweise
versteigert werden:

Bann von St. Ingbert:

l. Pl.Nr. 148602, 1010

Dez. Fläche mit Wohnhaus,
Waschtüche, Sommerwirth⸗
chaftslolal und Hof und
Pl.Nr. 1450b, 6910 Dez.
Garten, worauf ein Neubau
errichtei ist, beide Pl.Ni.
zin Ganzes bildend;
Pl.⸗Nr. 6, 80 Dezimalen
Fläche und

Pl.⸗Nr. 7, ebenfalls No
Dez. Fläche, beide Pl.⸗Nr.
ein Ganzes bildend.
Pl.Nr. 1451, 10 Dezim.
Garten im Etzelgarten.

Der Zuschlag ist sogleich defi
nitiv und es findet weder ein
Nachgebot, noch ein Einlöfungs⸗
oder Ablösungsrecht Statt.

Von den Grundstücken werden
die sub Wund 2, ferner die sub
Ziff. 3 und 4 angeführten je
als ein Ganzes, und das sub
Ziff. 5 bezeichnete Grundstück
einzeln versteigert.

Die naͤhere Beschreibung der
Liegenschaften, sowie die Ver⸗

teigerungsbedingungen koönnen bei
dem Versteigerungsbeamten ein⸗
gesehen werden.
St. Ingbert, 8. Olt. 1879.
Sauer, k. Notar.
Großere Quantitä⸗
ten frisch geschossene
Hasen lauft zu den
höchsten Preisen.
O. A. Couturier
Zweibrücken.
De an der Kohlenstraße in
Si. Ingbert gelegene früher
Morlo'sche Haus ist sogleich
zeziehbar zu vermiethen auch aus
reier Hand auf Termine zu
erkaufen.
Gebrüder Schmidt
Brauerei zum Partk
Zweibrücken.
Einladung.
Zar Errichtung eines Grab⸗
Denkmals des verstorbenen
Lehrers Heinrich Hettes⸗
heimer werden andurch alle
Schüler desselben zu einer Be⸗
prechung eingeladen auf nächsten
Sonntau, den G. Osxtober
»ei Wirth Nikot. Stolz
Höfchen).
Er⸗ teichhalt ge Auswahl in
Tisch⸗ und HSänge—⸗
ampen, Glocken und
Eylinder zu sehr billigen
Breisen empfieblt
Olio Weigand.
Best Prima hosslandische
Höringe
Pfa.
zi v . Friedrich.
Enmn junges Maäd⸗
cheu wird zum Dienst gesucht.
Wo, sagt die Exped. d. Bl.
Einladung
zum Besuche der
pfälzischen landw. Ausstellung zu Kaiserslautern
vom A.-12. Otktober 1870.
Die feierliche Eröffnung durch Se. Excellenz, Herrn Staats—
ralh v. Braun, köntal. Regierungspräsidenten der Pfalz findet
am 4. Oktober Vormittags 11 Uhr statt.

Preise der Eintrittskarten:
—EI 1 Mark.
Dienstag und Freitag 50 Pig.

2. Abonnementskarten für Einzelpersonen 3 Mark.

3. Kinderbillets 50 Pfa.

Die Ausstellung ist läglich von früh 8 Uhr bis Abends 6 Uhr
geöffnet.

Das Ausstellungs EComitsé6.
Naͤheres besagt das Festproaramm.
5202002200005050
VUnwiderruflien
findet am 80. OctoOber die Ziehung der
Ludwigshafener Kirchenbau⸗-Lotterie siatt
IXVYX
Gesammt⸗Gewinne Mark 116,400
auf 20 Loose ein Treffer
sind zu beziehen durch die General-Agentur
I. C pat der Im. Goldschmit,
Ludwigshafen am Rhein,
4l und von Herrn Franz Woll in St. Inabert.
ö OO

Kgl. Kreis-Baugewerkschule
Kaiserslautern.

Der Unterricht an der Kreis-⸗Baugewerkschule für das Winier⸗
halbljahr 1879/80 beginnt Montag, den 8. Novemtber in
den Localitäten der Kreis;Baugewertkschule (Pfalzisches Gewerbe⸗
Museum) und dauert von November bis Ende Marz. Die Schnle
hesteht aus 3 Cursen in 3 Winterhalbjahren und bezweckt jungen
deuten, welche dem Bauhandwerke angehören oder sich ihm zu
widmen beabsichtigen, demnach Maurern, Steinhauern, Zimmerleuten,
Blaͤsern, Spenglern, Dach:⸗ und Schieferdeckern, serner Schreinern,
Zchlofsern, Tünchern, Zimmer⸗ und Decorationsmalern die zum
rationellen Betriebe ihtes Handwerls erforderlichen Kenntnisse zu
dermitteln. Der Unterricht erfolgt durch theoretische und praktische
Anleitung, sowie graphische Darstellung in thunlichst populär ge⸗
haltener Weife. Fuͤr Schreiner und Schlosser schließt sich an ihre
heoretische Ausbildung der Unterricht in den Lehrwerlstätten an,
vo sie, als Schreiner, in den Manipulationen des Holzschnihens,
Drehens, im Fertigen von Aufsätzen und geschweiften Möbeltheilen,
as Schlosser: im Schmieden, Drehen, Gießen, Ciseliren und Trei⸗
hden geübt werden. Dieser Unterricht kann im Sommer fortgesetzt
werden, wenn der Schüler als Lehcling in die Werlstätte iritt.

Far die Tüncher, Zimmer⸗ und Decorationsmaler ist ebenfalls
Belegenheit zu ihrer practischen Ausbildung gegeben, wie aus dem
Jahresbericht zu ersehen ist.

Außerdem können auch junge Leute vom Kunstgewerbe als:
Zunsischreiner, Gold⸗ und Silberschmiede, Metallarbeiter, Töpfer,
dolzichneider, Tapezirer ꝛc., als Hospitanten Aufnahme finden, um
in Zächnen und Entwerfen von kunstgewerblichen Begenständen
deübt zu werden.

Die Inscription findet am 830. und 31. Oltober l. Is. auf
dem k. Reciotate, 9 bis 12 Uhr Vormittags und 4 bis 6 Uhr
NRachmittags, statt, wobei die amilich beglaubigten Schul- und Lehr⸗
‚eugnisse mitzubringen sind. Das Schulgeld beträgt 20 M. und ist
hei der Inscription zu entrichten. Zur Befreiung von demselben
ist die Vorlage eines Dürftigkeitszeugnisses nöthig.

Lehrprogramme und Staluten können durch die Tascher'⸗
sche Buchhandlung hier, jeder Zeit, gegen portofreie Einsendung
von 40 Pf. per Exemplar, bezogen werden.

Kaiserslaulern im September 1879.

Agl. Rectorat:

O. Spatæ.
20 d
Internat. Kunstausstellung München.
Verloosung von Kunstwerken u. baarem Gelde.
Anzohl der Loose nur IOO, OOO, der Gewiuuste
AG„62 im Gesammtwerthe von 140,000 Mtark
und zwar:
AASßS2 Gewinnste baares Geld, im Beirage von
60,000 Mk. und 150 Kunstwerke im Werthe von⸗
80,000 Mark.
Ziehnng am 5. UNovember 1879.
Joose à 2 Klark versenden gegen Postaumeisung oder
Uachnahme die bekannten Verkaufsstellen in der Pfalz,
in München: die General-Agentur Alb. Rotsl,
Mürnchen, Kaufingerstraße 27/2, (Eafé Fritsch.)
r err—νν erl,ι abatt. —

F F 8— ——————
Lieblingsstücke für das Clavier
zu Spottpreisen.
1. Beethoven, 3 Walzer, Sehnsuchts⸗,
Hoffnungs⸗ und Schmerzenswalzer,
alleßs.. latt 1.20 für 30 4
2. Badarzewska, Prière exaucée, Er-
höhte Gebt
3. Dussek, Les adiceux.
4. Haydu, Berühmte Serenade.
5. Weber, C. M. v., Rondo brillan!
6. Weber, Letzter Gedanke..
7. Konisti, Le reveil du Lion, Erwachen
des Löwen, berühmtes Tonstück ., 2,00, 50,
Mark 2,10.
Alle 7 Stücke für 1 Mark 30 Ppf.
Vorstehende 7 Stücke versendet zin tadellofen neuen
Exemplaren gegen Einsendung von 1 Marl 70 Pf. in
Briefmarken franco:
Mlerander's Musikal ienhandlung, Vr. Stargardt.
—

⁊

—
3
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
— Siern für unsere Po ste⸗Abonnenten „Illustrirtes Sonntaasblatt“ Me An
        <pb n="543" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Enzeiger und das (2 mal wöchentlich mi⸗ dem Hauptblaite verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beiragt vierteljahrlich

A 40 B einschließlich Tragerlohn; durch die Post bezogen 1 M 60 H, einschließlich 420 Zustellgebuhr. Auzeigen werden mit 10 Z, von Auswert⸗
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 80 pro Zeile berechnet.
M I1B38.

Sonntag, den 3. Oktober

1879.

Deutsches Reich.

München, 1. Olt. Das Justizministerium hat über die
Geschäftsführung der Gerichtsvollzieher 36 Paragraphen
enthaltende Vorschriften ergehen lassen. Ebenso wurden über die
Ausführung der den Gerichtsvollziehern obliegenden Zustellungen und
Anheftungen Weisungen ertheilt.

Die wichtigsten 88 des der Kammer vorgelegten Entwurfes
der Malzaufschlagsnovelle haben solgenden Wortlaut:
Z 2. Art. 8 des Gesetzes über den Malzaufschlag vom 16. Mai 1868
soll lauten: Von dem Hektoliter ungebrochenen Malzes ohne Unter⸗
jchtidung zwischen trockenem oder eingesprengtem Malze und ebenso
pon dem Hekioliter des zur Grünmalzbereitung für aufschlagpflichtige
Fabrikation bestimmten Getreides wird als Rerarialmalzaufschiag der
Betrag von vier Mark, von dem Helioliter des zur Bierbereitung
bestimmten Malzes der Betrag von fünf Mark nach der in der
Mühle oder am Betriebsorte vorgenommenen Abmessung erhoben.
Ein Malz⸗ oder Getreidequantum, welches weniger als vier Liter
beträgt, bleibt außer Ansatz. Die k. Regierung ist ermächtigt, den
Lluffchlag für das zur Bereitung von flüssiger Kunst ⸗(Malz) Hefe
bestimmte Malz, insoferne hiebei das gewöhnliche Maß der Malz
verwendung bei Herstellung von trockener Hefe Übeirschritten wird,
zu einem Theile zu erlassen und die deßfalls nothwendigen Sicher
ungs maßregeln anzuordnen. Art. 8. Art. 11 erhält im Äbs. 1 jclh
gende Fassung: Wird im Inlande erzeugtes Bier in das Ausland
ausgeführt, so hat der Ausführende für jede Sendung, welche min⸗
destens sechszig Liter bettägt, Anspruch auf Rückvergütung des
Malzaufschlages.

Attikel 1. Dem Artikel 6 dis Malzaufsschlaggesetzes von
1868 ist als vierter Absatz beizufügen: „Das zur Erzeugung von
Branntwein und anderen Spirituosen, von Essig oder Hefe della⸗
rirte Malj darf ohne besondere Genehmigung und Nachzablung des
nach dem höheren Steuersatze treffenden Aufschlages nicht zur Bier⸗
bereitung verwendet werden.“ Art. 4. Dem Art. 27 ist ala
fiebenter Absatz beizujügen; „Die Haltung von Futterschrotmühlen
ohne Kontrolapparat kann, wenn ein aufschlagpflichtiges Geschäft

aicht betrieben wird, auch in anderen als den vocstehend (Abs. 6)
bezeichneten Fallen, beim Nachweise des Bedürfnisses unter geeig⸗
neter Kontrole gestattet werden.“ Art. 5. Art. 43 Ads. 83 soll
lauten: „Die gemäß der bezeichneten Einhebungstermine gewährte
ordentliche Stundung (Nachborge) tritt dann außer Wirlsamkeit,
und es ist die Aufschlagberwaltung zur sofortigen Einforderung des
verfallenen Aufschlages befugt, wenn der Besißer eines aufschlag
pflichtigen Geschaftes dasselbe deräußert oder wenn besondere Um⸗
stände einen Ausfall im schuldigen Aufschlag besorgen lassen, es sei
denn, daß der neue Erwerber die Berichtigung der bestehenden Auf⸗
schlagschuldigkeit nach Ausweis des Vertrages übernimmt, oder daß
eine von der Aufschlagverwaltung als ausreichend erkannte Sicher⸗
heit bestellt wird.“ Art. 6. Dem Art. 69 ist als zweiter Absaß
beizufügen: „Die gleiche Strafe trifft denjenigen, welter das zut
Erzeugung von Branntwein und anderen Spiriiuosen, von Essig
oder Hefe declarirte Malz ohne besondere Genehmigung und Nach-
zahlung des nach dem höheren Steuersatze treffenden Aufschlages
zur Berbeceitung verwendet.“ Art. 7. Die Ueberschrift des rt.
77 hat zu lauten: „Desfraudation in Fallen der Rückvergütung und
des Erlasses von Malzaufschlag.“ Der genannie Aruülel erhält
jolgende Fassung: „Wer im Inlande erzeugtes Bier zum Zwecke
der Rckvergütung des Malzausschlages zur Ausfuhr deciacirt, wäh⸗
tend in den Gefähen, welche augeblich das Bier enthalien sollen,
kein Ber oder solches in geringerer, als in der declaritien Quan⸗
tität sich befindet, ist mit dem zehnfachen Betrage der Rüdver⸗
gütung, welche er sich widerrechtlich zu verschaffen suchte, zu strafen.
Außerdem ist derselbe zum Ersatze der widerrechtlich dezogenen Rüd⸗
bergütung derpflichtet. Wer zum Zwede der Erlangung eines Auf⸗
ichlagerlassez nach Art. 8 übs. Zdie Menge des zur Hefenbe⸗
teitung verwendeten Malzes unrichtig declarirt, ist min dem zehn⸗
jachen Betrage des Rachlasses, weichen er sich widerrechtlich zu
xerschaffen suchte, zu bestrafen. Außerdem geht der Schuidige der
zewährten Begünstigung verlustig.“ Art. 8. Art. 80 Ziffer 6

joll laukten: „G, poletitirtes Malz zu einem anderen als den in
der Polette ungegebenen aufschlagpflichtigen Zwecke verwenden, ohne
vorher die Abaänderung der Polette erwirkt zu haben, insoferne nicht
hiedurch eine im Art. 69 oder im Art. 77 vorgesehene Ueber⸗
sretung begangen wurde.“

Art. 9. Gegenwaͤrtiges Gesetz trilit am 1. November 1879
im ganzen Umfange des Konigsreichs in Wirksamkeit. Die kgl.
Staatsregierung ist indeß ermächtigt, den Erlaß des Ausschlages für
Hdefenmalz (Art. 2) auch sur das vor dem gedachten Zeitpunkt seit
1. Januar 1879 verwendete Malz zu gewähren, wenn die Menge
des zur Hefenbereitung verwendeten Malzes in sicherer Weise nach⸗
räglich festgestelli werden kann.

Der „Bayer. Kur.“ bemerkt zu dem Finanz⸗Erposé
des Herrn Finanzministers von Riedel: „In jedem Falle bleibt
nach des Herrn Finanzministers Rechnung ein Defizit, das durch
krhöhung der direkten Steuern gededt werden muß. Der Herr
Finanzminister bemerkte dabei, wir wissen nicht zum Ttoste oder
zur Entschuldigung, daß in Bayern die direlten Steuern seit 1856
nicht erhöͤht worden seien. Das ist richtig, und doch weiß jeder
Zteuerzahler, daß fich seine Steuer bei einem unveränderten Ein⸗
ommen seit jener Zeit sehr bedeutend, oft um das Doppelte erhöht
hat. Die Kreis-, Distriktb und Gemeindelasten
ind eben ganz außerordentlich gewachsen. Wir glauben auf diese
Thatfache sollte die kgl. Regierung einmal recht ernstlich ihr Augen⸗
nerk richten. Statt kostspielige Institutionen, für welche im Land⸗
iag die Mittel nicht zu bekommen sind, den Steuerzahlern durch
willfährige Kreisvertretungen aufhalsen zu lassen, sollie sie die
Minel⸗ und Unterbehörden der Verwaltung einmal recht ernsilich
inweisen, daß auch sie der Noth der Zeit Rechnung tagen. Un⸗
erer Staatscegierung ist ohne Zweifel belannt, wie enorm inner⸗
jalb 20 Jahren die Schuldenlast der Gemeinden gewachsen ist.
xẽs ist neben vielem Uebeiflüssigen gewiß auch recht Nützliches und
Angenehmes geschaffen worden, aber die wirthschaftliche Lage for⸗
derte gebieterisch die Einschrankung auf das Nothwendige. Das
joll nicht blos von der Volksvertretung und der Staatsregierung
zedacht, sondern von letzterer auch den Kreigregierungen und Be—
irksamtera eingeschärft werden. Man möge die Kreid⸗ und Di⸗
triktsvertretungen nicht ferner Rit mehr oder weniger langen Nasen
zedelligen, wenn dieselben nicht zu allen Wunschen der Verwaltungen
zereitwilligst Ja und Amen sagen, kutz man moͤge auch nach unten
sin zum Sparen zwingen, dann wird die allgemeine Staatslast
rtrãglicher sein, auch wenn sie gesteigert wird. Wenn aber von
allen Seiten dem Rücken des Volkes aufgeladen wird, so trägt
et's eines Tages nicht mehr.“

Berlin, 1. Ott. Zwei hohe amerikanische Postbeamte sind
in Berlin eingetroffen, um über den Abschluß eines neuen Vertrags
wischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Rordamerita
etreffend den Austausch von Postanweisungen zu verhandeln.

Vermischtes.

*St. Ingbert, 4. Oklibr. Heute früh kurz vor 5 Uhr
iel der bei dem Ackerer Ludwig Fleck in Dienst siehende Knecht
Jacob Preizemann aus Engsheim beim Heuholen vom Speicher
serab und starb in Folge des Sturzes nach etwa 2 Siunden.

f Der „Pfaͤlzer Zig.“ wird geschrieben: „Ihre Mittheilung
zezüglich des Papiersformates zu Emgaben und Gesuchen
st nicht richtig. Allerdings soll nach riner Bela nutmachung vom
23. August — Ges. und Verord.VBi. Ne. 51 — vom 1. Oltober
in im amtlichen Verkehre nur noch Papier des neuen Formates
erwendet werden, „unbeschadet jedoch der in 8 2 der Belannt⸗
nachung vom 12. April 1877 statuirten Ausnahmen“, und hier
Jeißt es: Private können sich zu ihren Eingaben auch der Brief⸗
ogen in Quariform bedienen.“ Was die Bemerkung bezüglich
»es Stempels betrifft, so glaube ich darauf aufmerlsam machen zu
nüssen, daß vomn 1. Ottober an der Stempel für Eingaben und
zeren Beilagen ausnahmslos aufgehoben ist; alle Eingaben ꝛc. find
aher auf frei Papier zu schreiben. Ueberhaupt sind vom 1. Oltober
        <pb n="544" />
        Folge Jedermann abhallen kann, mit der Verpflichiung jedoch, 2
Tage vorher dem Rentamte Anzeige zu machen, der Verloosungen,
der Renten⸗ und Schuldverschreibungen, welche auf den Inhaber
auten, der Versicherungsverträge und der Lombard-Darlehen. Un⸗
ser bisheriges Stempelpapier lommt nur noch zur Anwendung in
jenen Rechisstreitigkeiten, Zwangsvollstreckungen und Konlursen,
welche schon vor dem 1. Oltober anhängig geworden sind.“
pHochfpeier, 1. Olt. Im Walde in der Nähe von
hochspeier wurde die Leiche eines Frauenzimmers gefunden. Um⸗
fände lassen darauf schließen, daß diefelbe vergewaltigt wurde.
Licitation.
Montag den 20. October
nächsthin, Vormittags 9 Uhr, zu

Eusheim im Saale des Wir⸗

hes Heinrich Fries werden

por dem dazu gerichtlich beauf⸗
ragten kgl. Notar Sauer in

St. Ingbert, die nachhdin be—
veichnelen zum Nachlasse des in

Ens heim verstorbenen Fabrikanten
Herrn Peter Adt III. und
seiter auch verlebten Ebefrau
Margaretha Walter ge⸗

hörigen Liegenschafsen im Banne
bon Ensheim der Abtheilung we⸗
gen öffentlich an die Meistbieten
den zu Eigenthum versteigert,
aämlich:

La 0,34 Flache mit Kapelle

im Kaͤpellenfeldz;

a 83,50 Garten und

Wiese im Piorisfeldgarten,

bComplex

1 45,32 Wiese in den

dummersgärten in 11 Par⸗

zellen;

aà 196,00 Wiese hinter

den Hummersgärten in 2

Parzellen;

1838,70 Oedung mit

Steinbruch am Ählstein.

Eigenthümer sind
die Kinder der Erblasser und
Reprösentanten von solchen als:

1. Peter Adt, Fabrikant
in Ponba⸗ Moufson;

2. JohannBaptistAdt
Fabrikant in Forbach;

3. Die Kinder des verstorbe⸗
nen Sohnes Franz Adt, weiland
Fabrikant in Ensheim als:

a. Eduard Adt, Fabri⸗
lant in Ensheim;

b. Anna Adt, Chefrau
von Karl Leichtenftern, Premier⸗
dieutenant im k. b. U. Jäger⸗
dataillon zu Zweibrücken in Gar⸗
nison;

c. Bertha Adt, minder⸗
jaͤhrig, welche ihre Mutter Bertha
Aautz, Rentuerin, jetzt in Saar⸗
drücken wohnhaft zur gesetzlichen
Vormänderin, und genannten
Johann Baptif Adt zum Ne—⸗
henpormunde baft n

. Katharina adt,
Ehefrau von Nilolaus Wilbelm,
Renter, beide in Forbach;

5. Barbara Adt, Ebe—⸗
frau von Karl Ludavici, Ziege⸗
eibesitzer, beide in Ludwigshafen;

8. Mathilde Adt, Ehe—
frau von Franz Brozler, Kauf⸗
mann, beide in Kaiserslautern;

7. Die Kinder und Repräsen⸗
anten der verstorbenen Tochter
Margfaretha Adt, gewe—⸗
enen Ehefrau von Ludwig
Jochum, Ziegeleibesitzer in
deunkirchen, Ramens a. Peter
Baul und b. Margareiha Mag
halena Jochum, beide minder
ährig und vertreten durch ihren
jenannten Vater als gesetzlichen
bormund und genannten Johann
doptist Adt als Nebenvormund;

8. Peter Haag, Kaͤuf⸗
nann in Paris, als einziger
Sohn und Repräsentant der ver⸗
dorbenen Tochter Maria Adt
und deren auch verlebten Ehe⸗
nannes Daniel Haag, weiland
tgl. Forstamtsaciuar in Pir⸗
masens.

St. Irgbert, 2. Oclbr. 1879

Sauer, k. Nolar.
Ein reichhaltige Auswahl in
Tische und Hänge⸗
lampen, Glocken und
Cylinder zu sehr billigen
Breisen empfieblt
Ottio Weigand.

Neue holländische
23 232 J
ꝛaringe —
or. Stück 9 Pf.
ngetroßen in
— —

v3

Die so schnell beliebt gewordene,
uüberall als vorzüglich anerkanyn“
Augsburger Universa.
Glycerin⸗Seife von H. P.
Beyschlag ist vorräthig in
St. Ingbert bei Herrn
Aoh. Friedrick
Gewerbliche Fortbildungsschule St. Ingbert.
Der Unterricht im neuen Semester beginnt Dienstag, den
—AXE
Fachabtheilung:4 Montag Abend 7—-9 Uhr;
Unterkurs:.. Dienstag Abend 7-29 Uhr;
Mittel- und Oberkurs⸗ Mittwoch Abend 7—9 Uhr;
Mittel- und Oberlurs: .. Freitag Abend 7—9 Uhr;
Unterkursss...... Samstag Abend 7—-9 und
Unters, Mittel- und Oberkurs: Sonntag Morgen 28-410 Uhr.
Die Eltern und Lehrherrn der Fortbildungsschüler werden
ermahnt, diese zu einem regelmäßigen Schulbesuche anzuhalten.
Das Bürgermeisteramt:
EGRiuasa evx

p Muünchen, 30. Sepibr. Heute Nacht wurde auf dem
Aborte des Hotel Oberpollinger ein Student aus Bonn mit nicht
unbedeutenden Brandwunden aufgefunden. Trunkenheit und unvor
ichtige Behandlung einer brennenden Cigarre scheinen zu der Ver—⸗
lehung Aniaß gegeben zu haben. Der Verlezte ist bereils heute
Morgen verstorben.

pIn Munchen haben sich mehrere Gerichtsvollzieher ver⸗
einigt, um zusammen ein Gexrichtsvollzieherbureau zu errichten.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demetz.
as Reueste in ZDamen-Kleiderstosfen, sowie

n Winter-Ruaktin zu Herren- und Knaben—

nzügen, ist eingetroffen und empfiehlt zu den
billigsten Preisen Larl Sohanok.

—3— s
8 Gänzlicher Ausverkauf.
Da ich mein Ladenlokal vermiethet und bis
Ende dieses Monats geräumt haben muß, verkaufe

ich meine noch vorräthigen Waaren zu jedem nur

annehmbaren Preise.

Der Verkauf dauert nur bis 27. d. Mts.
Heinrioh Isaao.

M

4

Einladung
zum Besuche der
pfälzischen landw. Ausstellung zu Kaiserslauterr
vom A.12. Oktober 1879.
Die feiersiche Ersffnung durch Se. Excellenz, Herrn Staats
rath v. Braun, königl. Regierungspräsidenten der Pfalz finde
am 4. Oktober Vormittags 11 Uhr statt.

Preise der Eintrittskarten:
J. Karten für einmaligen Besuch 1 Mark.
Dienstag und Freitag 50 Pig.

2. Abonnementskarten für Einzelpersonen 3 Mark.

3. Kinderbillets 50 Pfo.

Die Ausstellung ist säglich von früh 8 Uhr bis Abends 6 Ub
geöffnet.

Das Ausstellungs Comits.
Näheres besagt das Feflprozramm.

ι—
Bekanntmachung.

Naria Renno vor Domat's weltberühmte
Brust-Karamels sind heute in neuer Sendung eingetroffen.
Dießelben werden entweder roh gegessen oder 85-6 Stück
in heißer Milch aufgelöst, aber nur lau⸗warm getrunken.

Vei den vielfachen Fälschungen und Nachahmungen
indge man nicht vergessen, daß die Brust⸗Karamels, wie
der Kalao⸗Thee, dieses so allgemein beliebte, gesunde und
billige Nahrungsmittel, nur dann echt sind, wenn sich auf
der Vorderseite eines jeden Original⸗Kartons nicht Anderes
gedrudt findet, ols die vier Worte: Mar“a
BRenno von Donat.

Jean Peters in 83t. Ingbert.
BAMGC. CCC

125

neichenballer Kirchenbau Lotterie.
2005000 Loose. — Geldgewinnste 185,000 Mark.
Ziehung am 15. Oktober 1879.
Treffer 60,000 V., 26,000 M., 10,000 M. u. s. w
Loose A 2 Mark zu bezichen durch die
General⸗Agentur
Oari Lang, Bankgeschäftin Nhbachen.
Hier zu bben bei Herrn Franz Woll.

Druck und Verlag von F. x. Dem etz in St. Ingbert.
Siezu Illustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. AO.
        <pb n="545" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheiat wöchentlich vBiermal: Dienstag, Dounerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementsvreis betragt vierteljährlich

1M 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezozen IAM 60 H, einschließlich 40 3 Zuastell zebuhr. Anzeigen werden mit 10 A, von Auswarts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum. Neclamen mit 30 A pro Zeile berechnet.
A i39.

Dienstag, den 7. Oktober
1879.

— Ibounementis auf dieses Blatt für das vierte
Quartal werden von allen Postanstalten, sowie in der
Expedition oder von den Trägern entgegengenommen.

iammlungen, 8 Ausschußsitzungen, das Stiftungsfest, eine Christ-
»aumverloosung und in der Fastnachtszeit eine Carnevalssitzung ab⸗
zehalten wurden, zwei Ausflüge nach Neuweiler und Saatgemünd,
sowie eine Woaldpartie auf dem sogenannten Verschöneruagsplatze
tattfanden. Auch wurde zum ersten Male das Geburts und Na—
mensfest Sr. Maj. des Königs Ludwig II. durch einen Festball und
vie alljährlich im Vereine mit vielen Mitbürgern, sowie auch das
Sedanfest gefeiert. Die Erllärung über an bedürstige Kametaden
aeleistete Unterstützungen und den Stand des Vereinsvermögens.
das sich trotz vieler Ausgaben um ein Ansehnliches vermehrt hat,
ildele den Schluß des Napportes über das Wirken des Vereins
im Innern. Der Redner theilte dann den Stand des Krieger⸗
jereinswesens im Allgemeinen und der pfätzischen Kampigenossen⸗
chaft insbesondere mit. welch letztere durch Beschluß des Verbands⸗
ages in Kirchheimbolanden in corpors dem bahr. Veteranen⸗
drieger· und Kampfgenossenbunde umer ausdrücklicher Wahrung
hrer Angehörigkeit zu Allgemeinen Deutschen Krie
zerkameradschaft“ beitrat, und ermahnte die Kameraden
vie bisher festzuhalten an der guten Kameradschaft, da nur daraus
edem Einzelnen Gutes ersprießen köͤnne. Nachtem derselbe noch
»er hoffentlich bald erfolgenden Uebernahme des Protectorais über
ämmtliche deutschen Kriegervereinsverbände von Seiten S. M. des
kaijers Wilhelm Erwähnung gethan, brachte er ein Hoch auf die
Deuische Kriegerkameradschaft aus, in das Alle kräfug mit ein—
timmten.

Hierauf folgten Gesangsvorträge der beiden eingeladenen Chöre
des Musik⸗ und Ardeiterbildungs-⸗Vereins, die
reichen Beifall erntelen, sowie ein Lied: Kaiserblumen, vorgetragen
von Kamerad Grewenig, der ebenfalls durch Applaus de—
lohnt wurde.

Des Kaisers Wilhelm und Königs Ludwig II. gedachte der
I. Vorstand Herr Conrad in einem vereinigten Toaste. Der
Abend verlief in der gemüthlichsten Weise, wozu die guten Leistungen
det Vereinscapelle und einige Klaviervorträge des Herrn Schader
witz nicht wenig beitrugen, und hielt die messten Festgenoisen bis
pät in die Nacht hinein vereint.

Möge dem Kriegervereine St. Ingbert auch für die Folge
zutes Gedeihen blühen, was wir ihm von Herzen in Anbetracht
einer patriotischen Gesinnung wünschen und derseibe steis festhalten
am Wablspruch aller deutschen Krieger⸗-Vereine:

Mit Gott für Kaiser, König und Vaterland!
In Treue fest!

Si. Ingberi, 7. Olibt. In der Nacht von Sonnlag
auf Montag wurden die Bewohner unserer Siadt durch Feuerläcia
nus dem Schlafe geschreckt. Es brannten die Gebaul'chtkeiten dog
dorenz Nautin Schüren. Unfere Feuerwehr war baid zur
Ztelle. Ihrem thatigen Eingreifen ist es zu verdanken, daß das
Feuer auf seinen Heerd beschräntt blieb und die nächst gelegenen
daͤuser verschonte. Der zuerst vom Feuer ergriffene Stall mit den
datauf sitzenden Futtervorrälhen wurde jedoch gänzlich zerstört.
Ein Pferd in demselben konnte nicht mehr gerellet werden und
zing jammeclich in der Flamme zu Grunde. Auch ein an den
Stall angtenzendes Wirthslokal hat stark vom Feuer gelitten. Ueber
die Entstehung des Feuers können wir nichts mittheilen.

St. Ingbert. Die neuangelegte Bahnhossstraße, welche
auch als Distrikisstraße dient, wurde dieser Tage an den Distrikt
bergeben und zu gleicher Zeit der bisherige Uebergang der Ens⸗
heimerstraße über das Bahngeleise cassirt. Säwmtliches Fuhrwerk
nach der jenseits des Bahnldrpers gelegenen Ensheimersiraße hat
aun seinen Weg durch die neue Bahnhofsstraße zu nehmen.

Die Genetalversammlung der Pollschia wird am 11. Olti.
im Siadlhaussaale in Dürkheim statfinden.

Annweiler, 2. Olt. Der ‚Bote vom Trifels“ hat
nach 10monatlicher Existenz mit dem heutigen Tage sein Etcscheinen
eingestellt.

f In Mutterstadt ist unter den Sch veinen eine Seuche
aukgebrochen, welcher bereits 50 Stüd erlegen sind.

*Speyer, 2. Okt. Auch in diesenn Jabre hat die Prü—

—
Deutsches Reich.
München, 5. Okt. Der deutsche Kronprinz ist heute früh
88*/4 Uhr in Begleitung seines Adjutanten des Rittmeisters v. Ny⸗
venheim hier eingetroffen und vom Polizei⸗Präsidenten v. Feilitzich
am Bahnhof empfaugen worden. Der Kronpriaz ist im Hotel zu
den vier Jahreszeiten abgestiegen. Die Weiterreise nach Italien
erfolot morgen.
NAusland.

Wien, 8. Olt. Die hochoffizidie Montagsrevue bespricht
d'e volitische Lage nach dem Bismarckbesuch und sagt, das Gefüh!
moralischer Isolirung werde allerdings schwer auf Rußland lasten,
doch sei die Isolirung wesentlich selbstverschuldet, da innerhalb des
Dreikaiserbundes kein Raum war für den Panslav ssmus, welchen
die russische Regierung niederzuhalten oder zu desavouiren unmächtig
oder nicht gewillt sei. Innerhalb Europas sei kein Raum für so
weitreichende turbulente, alle destehenden Verhältnisse bedrohenden
nationalen Bestrebungen. Der panslavbistische Chauvinismus habe
die Wirkung erzielt, daß die Stellung der Friedensmächte Europas
Rußland gegenüber eine andere geworden. Uebrigens sei es in
Petersburg betannt, daß die deutschösterreichische Verbindung für
Niemand eine Herausforderung oder Bedrohung enthalten, jedoch
vom Gedanken an deren Abwehr beherrscht und geleitet werde.
— Rußland sei ein aufrichtiger Anschluß freigestellt. Bisher stehe
Rußland im Verdacht beabsichtigter Selbstausschliißung, und erst,
wenn dieser Verdacht beseitigt, werde Euroba das Gefühl voller
Beruhigung wiedergegeben sein.

Paris, 4. Olt. Wie man dem „Globe“ aus Laon tele⸗
zrophirt, hat die Revue, welche gestern den Abschluß der dortigen
VMandeer bildete, einen sehr Ublen Verlauf genommen; nachdem
nämlich die Fußjäger, die Infanterie und Artillerie glücklich vorbei
defilirt, kam dꝛe Reihe an die Kavallerie; diese machte aber eine
jalsche Bewegung und ritt mitten in die Volksmenge hinein, welche
sich nur mit genauer Noih vor den Pferden der Kürassiere retten
tonnte. Die Sache war um so peinlicher. als viele fremde Mili—
jaͤrs dem Schauspiele beiwohnten.

Nach Reuter'jchen Berichten aus Konstantinopel hal der
Sullan dem österreichischen Botschafter, gegenüber den Wunsch ge⸗
üußert, in ein Buündniß mit Oesterreich zu treten. — Der fran⸗
ösische Botschaller hatte am 1. d. beim Sulian eine Audienz, der
—AVV
lüber die griechische Frage erörtert wurden. — Der Sullan hat dem
inglischen Vertreter Malet erklärt, er beabsichtige die Bestimmungen
des Berliner Vertrages getreulich auszuführen, und theilte ihm
weiter mit, daß er Maßregeln zur Wiederherstellung des firarciellen
GBleichgewichts angeordnet habe. — Laut Nachrichten aus Scuilari
zereitet der albanesische Aufstand den montenegrinischen Behörden
große Besorgniß. Sie fürchten, daß die Erbebung sich üher das
ganze jüngst einverleibte Gebiet erstrecken werde.
Rermischtes.

VSt. Ingberi, 6. Ott. Gestern Abend feierte der
Kriegerve rein St. Ingbert sein Stiftungosest im Oberhaufer'schen
Saale. Nachdem die Vereinsmusik unter der Leitvng ihres Diri—
genten zur Einleinung der Feier einen Marsch gespelt hatte und
das Bundeslied: „Brüder reicht die Hand zum Bunde“ von allen
Anwesenden gesungen war, begrüßte der J. Vorstand des Krieger⸗
Vereins Herr Fijcheer die eingeladenen Gäste, als: die hier
wohnenden Herren Reserbe-Officiere und ⸗Unterofficiere, den Sän—
gerhor des Musikvereins, den Ausschuß und den Saͤngerchor des
Arbeiterbildungs Vereins, sodann die Vereinsmitglieder mit ihren
damil en und hieß olle herztich willlommen. Hierauf flanuele er
en JahreSberichi ab, wonach der Verein deute aus 102 Mutgliedern
zesteht, im letzten Jahre 4 Monateberfammlunagin, 3 Gemrasver.
        <pb n="546" />
        funz der Schuldienslexspectanten wieder ein unerfreuliches Ergebniß
dehabt. Von 28 Candidaten sind 8, also über 20 Proz. durch⸗
gefallen.

Speyer, 3. Olt. Dem Vernehmen nach hat die erste
Classe des hiesigen Realgymnasiums diesmal leider keinen Schüler
aufzuweisen, da sich nob Niemand hicfür gemeldet hat.

Speyer, 4. Ott. Nachdem mit dem 1. Okt. l. Is.
in Krast tretenden Gesetze über das Gebührenwesen vom 18. August
I. J. tann das bisherige verhältnißmäßige Stempelpapier fernerhin
nicht mehr benützt werden. Diejenigen, welche am 1. Olt. noh
im Besihe von reinem und ungebrauchtem verhältniß näßigem Stem⸗
pelpapier sind, kloönnen dasselbe bis zum 31. Oklt. I. J. bei den b.
Rentämtern gegen Baargeld einlösen. Nach Ablauf dieses Tetinins
findet eine Einlösung von verhältnißmäßigem Stempelpapier nicht
mehr statt. Das Dimensionsstempelpapier ist vom 1. Olt. an nur
mehr für die in Art. 281 det etwähnten Gesetes bezeichneten
Schriftflücke zu verwenden. Jenes Dimensionsstempelpapier, für
welches sich keine Verwendung mehr findet, kann ebenfalls vom
IJ. Dit. A bei den k. Rentämtern gegen Baargeld eingelöst weiden.
Fin Endtermin für die Ein!:oͤsung dieses Stempelpapieres wird vor
erst nicht bestimmt.

Si. Johann. Es steht nun fest, daß die kgl. Direktion
der Saarbtücker Bahn nach Frankfurt verlegt wird.

Saargemünd, 1. Olt. Auf einer heute von Herrn
Jaunez im Gemeindewalde von Grundweiler abgehaltenen Jagd
relegte Herr Steuer Kontioleur Hecker einen zweijahrigen Woif.
Ein noch stärke er Wolf, der sich in einem angrenzenden Distrilte
befand, würde wahrcscheinlich, da dieser Tries noch nicht gemach

var, auch zum Schusse gelommen sein, wenn nicht zwei aus einer
zenachbarten Jagd überjagende Hunde denselben aufgescheucht hätten,
zevor die Schützen aufgestellt waren.

In Baͤden lursiren falsche 20-⸗Pfennig ⸗ Stücke, wie es
cheint in größeren Mengen. Ein Haus in Karlsruhe hatte kürzlich
ine gröhßere Anzahl 20.Pfg.Stücke, die es in Rollen erhalten, un—
röffnet zur Ummechslung an die Reichsbankstelle gesandt und die⸗
elben durchschnitten zurücbbetommen. Die betreffenden Stücke sind
ämmtlich als unecht besunden worden. Das Falsificat trägt die
Jahreszahl 1875, ist von schmutziggrauer Farbe und fühlt sich sehr
settig an. Das Münzzeichen ist C. Die badische Eisenbahnlasse
zibt ebenfalls bekannt, daß bei nicht weniger als drei⸗ und fünfzig
Ztationskassen falsche 20 pfg.⸗Stücke in großer Anzahl einge
zangen sind.

7 In München wurde ein Brauer, welcher zur Klärung
»on Weißbier 20 Gr. Schwefelsäure auf 1 Hi. gebdraucht hatte,
zu 21 Tagen Gefängn'ß, und in Nuürnberg Jemand, welcher dem
Bier beim Sieden Süßholz zugesetzt hatte, zu 180 M. Geldstrafe
verurthe'lt.
Dienstesnachrichten.

Ernannt: Kaplan Heinr. Rumg in Mittelbexbach zum II.
doplan in Ludwigshafen; Kaplan Wilh. Kercher in St. Ingbdert
zum Kaplan in Mitlelbexbach; Kaplan Phil. Mathes in Luad—
wigshafen zum 1I. Domtapiam in Speier; Neopresbyter Josept
Trauth in Herrbeim zum Kaplan in Gossereweiler; Kaplan
Franz Schaub in Eußerthal zum Kaplan in St. Ingbert.

Für die edaction ve piiis me r.

Mobilien⸗
Versteigerung.
Samstag, den 18 Oktober

nächsthin, Nachmitiags 2 Uhr zu
Hasel im Sierdehause,
lassen die Kinder und Erben

der daselbst verlebsen Ebeleute
Johann Peitr Unbehend J.
we:land Bergmann und Katda
rina Osthof, die nachbezeich—
neten, zu der zwischen den Ver⸗
lebten bestandenen Gütergemein⸗
schaft gehörigen Mobiliargegen—
stände öffentlich an die Meist
bietenden zu Eigenthum veisteigern,
worunter namentlich:

1 AMuh, 1 Rind, 1 Wagen,

1 Pflag, 1Esge, Kartoffel,

Siroh, Heu, Ohmet, Korn,

Z Beilen, Bettzeug, Tische,

Stuͤchle, 1Schrank, Kücheu⸗

geschirt, Getũch und sonstige

Gegenstände.

St. Inoebert, 3. Okt. 1879.
Sauer, k. Nolar.

Mittwoch den 8. Oktober im Caftée Obervauser, MAnfang ð
Donnerstag den Okt. in der erei . Feuss eEr UhrAbends

Jest Prima hollandifd
Häringe
229 k
bei d trich

National- Concertoe
der wirklichen und renom'rten Throler Sänger
Veit Rahm u. Frl. Kathi aus dem Zillerthale
im National ECostüm,
verbunden mit
Vorträgen auf der Cither und dem Holz
und Stroh⸗Instrumente.

Bad⸗Kissinger Kirchen
Lotterie.
Hauptaewinne: A 45, 000. —
2wal 12,000 A. ⁊c. ꝛc. Zu
ammen 11,800 Geldgewinne im
Gesammibetrage von 230,000

Mark.
Preis des Looses 2 Mk
Ziehung am 24. Febtuat 1880
Die Loose sind nicht in Serien
abgetheitt, sondern tragen fort
laufende Nummern.
Die Gentral Agentur:

J. &amp; B. Schuler, Zweibrücken

Allerorts werden so
—E lide Agenten 888

Reichenhaller KirchenbauLotterie.
200 000 Loose. — Geldgewinnste 185,000 Mart.
Ziehung am 15. Okbtober 1879.

Treffer 60,000 Ve, 25,000 M., 10,000 M. u. s. w.

Loose aA2 Mark zu bezichen durch die
GeneralAgentur
CATI LaAng-Bankgeschafft in München.
Hier zu baben bei Herrn Frauz Wols.

Im Vetrlage von C. Brugel &amp; Sohn in Ansbaa
st soeden erschsenen und durch alle Buchhandlungen zu bezichen:
Statistisches Ortssexikon

des Königreichs Bayern.
Herausgegeben nach den zuverlässigsten Quellen und amtlichen Mittheil—
ungen der k. Post⸗ und Eisenbahnbehörden sowie nach Maßgabe der vom
1. Dktober 1879 und bezw. J1. Januar 1880 bestehenden neuen Gerichts

und Amtsbezirke ꝛc. ꝛc. von

V. Grübel, kgl. Reg.⸗Registrator.

Vollständig in 15 Lieferungen (60 Bogen) à Heft 80 Pfennige
Bis jett sind 4 Heste erschienen.

Obige Loose sind in St
JInabert zu haden bei Hrn
Franz Woll.
Bekanntmachung.

Wegen der Saatzeit sind die
Feldtauben von heute mit 30.
Ottober nächsthin eingischlossen
zu halten.

Si. Ingbert, 6. Oll. 1879.

Das Polizeilommissariat:

IF Eon.

J
Mibue Familienwohnungen
und einzelne möͤblirte
Zimmer für ledige Hetrn hat zu
—QX

GNlein, Gastwirth.

Signirzettel
billigst bei F. X. Deme!
X

Hiir Parnen?!

Bei Kramer &amp; Co. in Leipꝛig erscheint

Die

AThISSfC-lBbG.

Zeitschrijt in Monatsheften für beichte ele⸗

gante werbliche Arbeuen, enthaltend neu

Ztickmuster in brillantem Bunt-

farbondruck ausgejührt, sowie Hä—

lel⸗ und Fileinmster, VBorlagen für Weiß—
sickerei, Weißuahterei, Wasfei- und Strick

arbeit, Perlhätelei x.

Die einfache — kostet pro Me
nat nur 16 Pfg. Neichewahruug — 1V Ar
bstorr. Die Doppelausgabe erscheint in
voppelt so großem Format als die ein
sache und bostet das Dorpelte.

Man abonnirt 20u Aaer Zeit au

je drei Heite ciner delebegen 3

e en Buchhaudlungen und Posan
olten

—W Lagerdier, teinen Wein,
stets frische Sülze, feinsten
Schweizerlase, Sardelleubrödchen,
selt marinirte Häriuge,
Sardinen in O.l.
empfiehlt
Joh. Jos. Krixrich.

Dieses neue Lexkon üderragt alle bisherigen ähnlicher
Werke. Es bringt im J. Theil die Eintheilung des Köuigreicht
Bayern nach Stellen, Behörden- und Amtssprengeln ꝛc. — Der
II. Theil enthält alle Orte Bayerns — von der Einöde
bis zut Haupistadt — in ca. 16, 000 Ortsnamen und
bezeichnet die Einwohgerzahl, den einschägigen Regiecungsb⸗zirt
und Gemeindeverband, das zustandigze Amtsgericht und Bezirks
imt, den Postdestellbezirk, sowie die nächste Eisenbahn
station, mit welcher der betreffende Ort in Verbindung stehl
— ein Rachwes, der in keinem ähnlichen Werke böher zu
finden war. — Das neue Lrkon wird deßhalb nicht nur fu
alle amtlichen Bureaux, fondern hauptjächlich in hervorragenden
Werse für alle Geschäjts- und Handlungshauser als ein unent
»ehrliches Nachschlagebuch sich erweisen. Die Anschaffung de⸗
Werktes aus der Gemeindefknsi- ist genattet

Größere Quantitä—
ten frisch geschossene
Hasen kauft zu den
höchsten Preisen.

G. A. Couturier

Zweißrücken.

— ——
— — —— — — — — — — —
Druck und Verlaga von F. X. Demek in St. Jnahert
        <pb n="547" />
        12 22 ,
28222 *
25222 22382233 2 5338 8—* —
33k2 232372 5 5225 — 2 87 2
8 ——— 883223 8 88 5 2 J 2 55 — 2 522 522228 —
—537 8s 55535——s 583 553 5 5372303 5335535753253
— 525238 ——— —— — — —5 2 53232 — 233 —
—A 2333238 2 525355 —328 533235 z386585 —
. * — 3* 88 78 2 8
2 32 2 22m — 8 x
23228 35353533 zs3 58.,223 27355 333355
8 2 A
7332333 228* 53 338383583 5533523 7 53538255 225555823 2
R —2322 — 258 —z353552325 — 2823583 55553 522
3 3335 — — 5273255 35 5583?5 8
* *
2 255 —32535—3 3 — — —— ———— —A
288 337 33 — — —A — 8 82* — 8 5 3 23 5323 3
—25323223 2 — 4 55 —A ——— — — * — *
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5235 538 —23933535333 5323 38335328
253733 253353 555323233 232332 5 5553238
7 232. — * *2253 22753 558,727
28 353335353 383333333*
— 2*
322553 *512 98 —355*533328 223 —A
82733 8370* 25 32 582.—55 ——z32278
2255358 3 3353873— 236085 8388 — —238
—A 3.8 8 5 2352785 25 22353*
2 253—8— —— — —A—— —A — 3
5382.233 03 353*82 528 5232 52553553726 —
2. 22 — — 2822 —— 2 3
2353535 2337 588 37233285*
52 2*8238 23333535223 28 5335332325832*
8* 55 22—2373— S 35233
52 735 3355 2353 53235
55 33323. 332375
222535

b
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8
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⸗
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F
        <pb n="549" />
        Ai. Angberter Aunzeige
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

age) erscheint wöchentlich viermal? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementopreis bewragt vierieljährlich

As 40 H einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1A6 60 , einschließlich 410 Zustellzebühr. Anzeigen werden mit 10 , von Auswärts
mit 15 — für die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
A 160.

Donuerstag, den 9. Oktober

1875

Deutsches Reich.

Munchen, 6. Oktbr. Aus dem Budgetentwurf für das
Telegraphenwesen ergibt sich, daß für den internen bayerischen Ver⸗
lehr vom 1. Januar 1880 an eine Steigerung der Telegraphen⸗
zebühren um 6623 Prezent beabsicht'gt ist, indem mit Rücksicht
auf die stetig sich mindernden Einnahmen statt der dermaligen Wort⸗
joxe von 3 Pf. auch im inlernen Verkehr die im Reichstelegraphen;
gebiete und im gesammten Wechselverkehr bestehende Woritaxe von
5 Pf. zur Einsführung gelangen soll. Die aus dieser Erhöhung
rwartete Mehreinnahme ist auf 210,000 Mt. veranschlagt.

München, 6. Okt. Der Finanz⸗-Ausschuß der Kammer
zer Abgeordneten hält am Mittwoch Vormitlag Sitzung, in welcher
Besprechung über den Gesetzenswurf den Malzaufichlag betreiffend
erfolgt.

Der Antrag des Finanzministers v. Riedel auf Erhöhung des
Nalzaufschlages soll in Abgeordnetenkreisen ebensowenig
Sympathie finden als bei der Berölkerung. Man füurchtet in
Müuchen, daß eine weitere Vertheuerung des Bieres namentlich in
den unteren Classen, die durch die neuen Zölle ohnehin schon stark
in Anspruch genommen sind, Erbitterung hervorrufen und so den
o zialdemokratischen Bestrebungen neue Nahrung zuführen würde.

Vor wenigen Tagen soll Beiliner Blättern zufolge Herr v.
Forckenbeck zu mehreren seiner politischen Freunde gesagt ha
ben: „Wenn wir jetzt in eine Reaktion hineingerathen, so
wird diese viel schlimmer sein, als je eine frühere.“

NKusland.

Venedig, 7. Oklt. Der Kronprinz des Deuischen Reiches
ist heute im streugsten Inkognito hier eingetroffen und hat in dem
Hotel Royal Danieli Wohnung genommen.

unter der Arbeiterbevöllerung seit Kurzem reges Leben. Eine Berg⸗
»augefellschaft aus der preußischen Rheinprodinz läßt in dem ganj
nahe an Bingert gelegenen Niederhäuser Waide die alten verfallenen
Bergwerte wieder auftäumen, um nach Quecksilber zu suchen. Acht
Bergleute aus Trier unter Führung eines Steigers find dort nebst
einigen Arbeitern aus Bingert beschäftigt. Es steht zu hoffen, daß
in kurzer Zeit noch mehr Arbeiter dart beschäftigt werden können.

f Ein Fall, welcher lebhaft an den von einem Elberfelder
Aczte verschluckten und nach monatelangem schwerem Siechthum
zlüchlich wieder ausgeworfenen Hemdknopf erinnert, ist auch in
Vaiunz vorgekommen. Ein junger Mann verschluckte vor 13
Jahren einen Tap⸗ziernagel, welcher durch die Luftröhre in die
runge drang. Da der Nagel nicht beseitigt werden koönnte, trat
ine Vereiterung ein, in deren Folge der Arme von einem starken
Schleimauswurf geplagt wurde und einem körperlichen Siechthum
zerfiel. Als dieser Tage der Leidende nun wieder von einem sol⸗
den Husten befallen wurde, kam mit bedeutenden Schleimmassen der
dagel zum Vorschein. Dantk der Entfernung dis Störenfrieds er⸗
reut sich der junge Mann nun wieder völligen Wohlseins.

fFBockenheim, 2. Okt. Dienstiag Nachmitlaz wurde
iin zu 5 Jahren (1) Festung verurtheilter Husar von hier nach
Dainz zar Verbüßung seiner Strafe abgeführt. Derselbe hatte im
etzten Manöder einen Kameraden, der wegen eines Dienstvergehens
in einen Baum stranm gebunden worden war, aus Mitleid mit
»emselben die Banden eiwas gelockert. Der Wachtmeister der Es—⸗
adron, der dies beobachtet hatte, eilte herbei usd ohrfeigte den
pzusar ob seines Mitleids. Der Husar vergalt Gleiches mit Glei—
hem und wurde jichließlich festgenommen und später zu obiger
A

FMünchen, 2. Ott. In Abgeordnetenkreisen ist d'ie
Meinung stark vertreien, daß wenn man der Erhöhung des Malz⸗
nufschlags um Va Pf. per Liter zustimme, es besser sei, gleich einen
zanzen Pfennig aufzuschlagen, da anzunehmen ist, daß der andere
i/jx Pf. doch nur in de Taschen der Bräuer fleßen würde.

München, 6. Olt. Nach den bis jetzt eingegangenen Be⸗
ichten haben die Prüfungen der im Oktober v. J. eingetretenen
kinjährig Freiwilligen Behuss Beförderung zum Reserve⸗Ofsizier
ein günstiges Resultat ergeben und wird die große Mehrzahl der—⸗
Iben als Gefreite in die Reserve versetzt; so haben z. B. von
7 Kandidaten des 1. Feld⸗Art.eRegis. nur 7, von 28 des 8.
Feld-Art. Rgts. gar nur 8 das Qualffikations-Aitest zum Reserve⸗
Affizier erhalten und wurden zu üherzähligen Unteroffizieren beför⸗
dert. Das Gleiche war bei 18 von 22 Kandidaten des Infanterie⸗
deibregiments der Fall.

FStaraberg, 2. Okt. Gestern in den Mittagsstunden
jab es auf unserem Bahnhof eine aufregende Scene. Von Weil⸗
zeim war telegraphisch Sicherheitsmannschaft an den Bahnhof re⸗
zuirirt, da mit dem betreffenden Zuge ein sehr gefährl cher Ver⸗
techer die Station passiren würde. Die hiesige bewaffnete Macht
»ersammelte sich und traf richtig den Signalisirten nichts ahnend
n einem Coupe. Derselbe war so überrascht, daß er sich faft
villenlos in den Warisaal führen ließ; h'er aber fing er an sich
u wehren, so daß er nur mit Mühe von mehreren kräftigen Män⸗
jern überwältigt werden konnte. Er wurde sofort untersucht, und
nan fand bei ihm Geld und Werthsachen, sowie verschiedene Legi⸗
imalionspapiere, von denen eines auf den Namen Wild ausgestellt
har, uud einen geladenen Revolver; als ihm letzterer weggenommen
hvurde, äußerte er grimmig, er bedauere, nicht gleich im Coupe ge-
hossen zu haben. Ueber sein Verdrechen ist hier Folgendes be⸗
annt geworden: Der Verhastete, ein etwa 24jähriger Mann von
ingenehmen Aeußern, hatte in Weilheim bei dem Lohnlutscher und
Delonom Joseph Lindner in Dienst gestanden, vorgestern Abend
exst dessen Haushälterin, dann den Bauern selbst erschlagen und
Veld und Werihlsachen sich angeeignet. Da die drel allein hausten,
st das Verbrechen erst in der Früh entdect worden. Der Mörder
jatte die Nacht bei seiner Geliebten zugebracht und war gegen Mit⸗
ag in den Muünchener Zug gestiegen, der ihn dann allerdings blos bit
jieher brachte. Heute ist er der zuständigen Behörde zugeführt worden.

BVermischtes.

F Nach der Gemeinde⸗Ordnung millssen die Gemeinde—
watzhben für die Wahlperiode 1879/84 in den Monaten Novem⸗
ver und Dezember nächsthin stattfinden in der Weise, daß sie bis
15. Dezember beendigt sind. Die Bürgerme'sterämter werden daher
zeauftragt, zum Vollzuge dieser gesetzlichen Besiimmungen im Laufe
des Monals Oktober die Listen der Wahlberechtigten herzustellen.
Diese Listen sind nach vorgängiger Bekanntmachung während 10
Tagen im Gemeindehbause oder in einem sonst geeigneten Lokale zur
Finsicht der Gemeindebürger aufzulegen. Die gegen die Wählerliste
rhobenen Reclamationen sind dem Gemeinderathe vorzutragen, der
jierüber unter Vorbehalt des Recurses zu entscheiden hat. Sobald
die Wahlliste ducch den Gemeinderath richtig gestellt ist, hat das
Bürgermeisteramt dies sofott dem kgl. Bezirlsamte anzuzeigen, damit
dasselbe die Wahlcommissäre ernenne. Die Listen der Wahlberech⸗
ligten müssen in allen Gemeinden des Kreises bis längstens 31.
Oltober nächsthin festgestellt und berichtigt sein. Durch die gegen
Berichtigungsbeschlüsse der Gemeinderäthe eiwa erhobenen Beschwerden
darf das Wadlverfahren nicht aufgehalten werden. Die berichtigte
diste bildet die Grundlage der Wahl. Es kann also Niemand
vählen oder gewählt werden, der in diesr Liste nicht eingetragen ist,
z sei denn, er waäre erst nach Ablauf der Reclamationsfrist in den
Besitz des Wahlrechtes gelangt oder es wäre sein Wahlrecht seit
Abschluß der Liste durch Entscheidung einer höheren Instanz aner⸗
'annt worden. Die eine wie die andere Voraussetzung hat er bei
dem Wahlausschusse durch ein Zeugniß der Gemeinde-Verwaltung
nachzuweisen.

F Am 4. ds. ertränkte sich in Zweibrücken im Canal
ein junges Mädchen (Leyser) von hier, wie man sagt, aus reli⸗

ziösem Fanatismus — sie war Methodistin. (Pf. Pr.)

F Im Bahnhofe Kaiser blautern wurde am Montag
der Arbeiter Prill aus Boͤcweiler überfahren; der 24jährige Mann
tarb nach kurzer Zeit.

F In Neustadt beschlossen die Bürgermeister von Haardt,
Bimmeldingen, Königsbach, Winzingen, Hambdach und ein Vertretet
von Neustadt, den Beginn des Herbstes auf Donnerstag, den 16. Okt.
estzufetzen.

bFeil, 6. Olt. In dem nahegelegenen Bingert herrscht
        <pb n="550" />
        nusfalleno in, vaß der Seittgellö et
Weilheim aufhalten konnde, obgleich er — württenibergischer Deser⸗
teur ist.

PZzur Warnung! Eine Bauersfrau hatte auf dem
Markie in Eisssleben Sutter verlkauft, die bei näherer Untersuch⸗
ung aus übelriechendem und ranzigem Fett bestand und nur äußer⸗
lich mit frischer Butter überzogen war. Die Aerzte erklärten die
Butter für gesundheitsgefährlich und das Gericht verurlheilte die
Frau zu e nem Jahr Gefaͤngniß.

PIn dem Kreuz⸗ Kouvert einer Berliner Zeitung, die einer
unserer Marine-Angehörigen in Valparaiso empfing, fand
derselbe eine Postlarte aus Berlin, nach Charlottenburg adressirt.
Darauf fiand: „Liebe Mutter! Schiche mir doch umgehend ein Paar
Groschen Geld. Ich habe nur noch 10 Pfennig und 5 dabvon gebe
ch sur diese Postlarte. Schicke mir sofort etwas, sonst muß ich
— Licht
ber Weit erst in Valparaiso nach mehreren Wochen. Wie mag
der Arme gewartet haben auf die Paar Groschen!

2 U—— —XX Apomut.
Lagrange (Faubourg St. Honore, dem Elysee gegenüber) nebst sei—
ner Magd von seinem Gehilfen, einem gewessen Walter, Schweizer
bon Gebutt, ermordet und beraubt. Das Verbrechen wurde ersi
diesen Morgen entdeckt. Walter hat die Flucht ergriffen.

pNew⸗MYork. Während einer Aussiellung in Adrian
bim Staate Michstgan) stürzte eine mit Menschen überfüllte Tribüne
zusammen, wobei 20 Personen getödtet und 75 schwer verwundel
wurden.
Mark tberichte.

Homburg, 8. Oktober. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
11 M 99 ppf.Korn 8 M. 18 Pf. Spelzkern — M. — Pf., Spelz 0 M.
— Pf., Gerste 2reihige O M. — Pf. Grste LAreihige O M. — Pf., Hafer
6 M. 483 Pf., Mischfrucht 9 M. 80 Pf., Erbsen 0O M. — Pf., Wicken
d M. — pf. Bohnen — M. — Pf. Kleesamen — M. — Pf., Korn—
brod 6 Pfund 70 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — Pf.,
Rindfleisch 14 Pf., Kalbfleisch 40 Pf., Hammelfleisch — Pf., Schweinefleisch
30 Pf., Butter 1 Pfund 1 M. — Pf., Kartoffeln per Ctr. 2 M. 50 pf.

Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demeß.

OAessentliche
Bekanntmachung.
Das k. Amtsgericht St. Ing⸗

bert hat heute folgenden Beschluß

gefaßt:

Ueber das Vermögen des Mi—
hael Eberhard, Wirth in
St. Ingbert, wird der Corcurs
eröffnet.

Die Eröffnung wird festoe⸗
setzt auf

Dienstag, 7. Oktober
1879, Vormittags 10
Uhr.

Zum Concursverwalter wird
der Geschäfismann Philipp Fitß
dahier ernarnt.

Zur Beschlußfassung über die
Wahl eines andern Verwalters,
jber die Bistellung eines Gläu—⸗
higer-Ausschusses und uͤber die in
den 88 120 und 128 der Con⸗
rarsotdnung bezeichneten Fragen
wird Termin verordnet auf:

Mittwoch den 58. No⸗
bember nächsthin, des
Nachmittags um zwei
Uhr im Sitzungssagale
des k. Amtsgerichts da⸗
hier.

Die Aumeldefrist läuft
bis zum 6. Dezember
einschließlich, nächsthin,
und wird allgemeiner Prüfungs⸗
jermin festgesetzt quf

Dienstag den 6. Ja⸗
nuar 1880, Vormittags
d Uhr in demselben Lo—
kale.

Allen Personen, welche eine
zur Co cursmasse gehör ge Sache
in Besitz haben oder zur Con⸗
zuremasse eiwas schuldig sind,
wird aufgegeben, nichts an den
Geme:nschuldner zu verabfolgen
oder zu leisten, auch die Ver—
pflchtung auferlegt, von dem
Besitz der Sache und von den
Forderungen, für welche sie aus
der Sache abgesonderte Befrie—
digung in Anspruch nehmen, dem
Torcursverwalter innerhalb einer
Frist von drei Wochen von heute
an, Auzeige zu machen.

Zu den obigen Terminen
werden die Betheiligten hiermit
porgeladen.

Si. Jagbert, 7. Oll. 1879.

Kgl. Amtsgericht:

zez. König.

Zur Beglaubigung

Der k. Gerichtjchreiber

Krieger.

ArbeiterVildungs-Verein.

altes Lagerbier,

deg reinen Wein,

stets frische

Sülze, seinsten Schwei—

zerkäse, Sardellen—

brödchen, selbst ma—

rinirteHäringe,
Sardinen in Oel,

empfiehlt
J60h. Jos. Heinrich

FIS Zur Feier des Stiftungsfeste8s 4
Sountag, den 12. ds. Mts., Nachmittags 3 Uhr, bei
Wirth Schweitzeer auf'm Höfchen
Reounion.
wozu die Mitglieder des Vereins, sowie alle hiesigen Bürger
ergebenst eingeladen werden.
Der Vorstand.

5 Gänzlicher Ausverkauf.
Da ich mein Ladenlokal vermiethet und bis
Ende dieses Monats geräumt haben muß, verkaufe
ich meine noch vorräthigen Waaren zu jedem nur
annehmbaren Preise.
Der Verkauf dauert nur bis 27. d. Mts.
Hoinprioh Isaaoc.

Zu vermiethen
das ehemals Schuster sche
Haus neben Herr Wentzel in der
Josephethalerstraße und bis 20.
Oktober beziehbar.
Nähere Auskunft ertheilt Stadt⸗
Hreiber Bayer.
De an der Kohlenstraße in
St. Inabert gelegene früher
Morlo'sche Haus ist sogleich
beziehbar zu vermiethea auch aus
freier Hand auf Termine z31
verkaufen.

Gebrüder Schmidit

Brauerei zum Part
Zweibrücken.

tsau

Wissenschafilich geprüft u. beautachtet. αια—
Doppelkräutermagenbikter,
sicg einem alten aus einem Be⸗
nedictinerkloster sstammenden Recept
riabrizirt und nur en gros ver⸗

sandt von
C. PINGEL in Göttingen
(Provinz Hannover.)

Der Benedictiner ist bis
tzt das kostbarste Hausmittel uud
»eßhalb in jeder Familie beliebt
zeworden. Der Benedictiner
—X
mengesetzt, welche die Eigenschaften
Psten die zum Wiederaufban
eines zerrütteten dahinsiechenden
Körpers unbedingt nöthig sfind
zr ist unersetzlich be Magenleiden, Unverdaulichkeit, Haͤmor⸗

Hhoiden, Nervenleiden, Krämpfen, Blähunugen, Hautaus—

chlaägen Glechten) , Athemnothe, Gicht, Nheumatismus,

, sowie bei Leber⸗ und Nieren leiden
und vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Blut und vermehrt dasselbe
er enffernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, da—s
selbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
risch, siellt die Harmonie des Koͤrpers wieder her und verlängert dat
Leben bis zu seinem vollen Maße.

NB. Jede Flasche ist mit dem Siegel ‚C. Pingel in Göttingen
verschlossen und mit dem geschützten Etiqueit versehen.

Preis à Fl. von ca. 330 Gr. Inhalt 8 M. 30 Pf.

2 —MV —— 2 660 M 2 6 M. 73 Pf.
Bei 5 Fl. Verpackung frei. Bei 10 Il. freie Verpacung u. 1 Fl. gra⸗
tis. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage. En gros

Versandt durch die Fabrik.

Hanf⸗Couverts
m't Firma bedruckt werden rasch
und billig angefertiat in der
Buchdruckorei va XR. X. Demetz

— Z

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32
37
57
328

Attest:

Frau Qu ante, Oberförstersgartin Marktl am Inn in Ober—
haiern, berichtet: Halen Sie die Güte, mir wieder 5 kleine Fl. Bene
dictiner zu senden. Ich habe schon vielen Leuten denselben empfohlen
da er bei Magenkramof ꝛc. vortrefflich wirkt. Ein Mädchen, welches
Jahre lang an Magenkrampf litt, der durch kein Mittel zu bejeitigen
war ist ebenfalls durch 2 Flaschen Benedictiner gründlich geheilt ꝛc.

Niederlage in St. Ingbert bei Herrn J. Friedrich.
— — 2— * r —
Druck und Verlag von F. X. Demez in St. Ingbert.
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        —— — an —22 224.*2
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—A 2483 ——8 52 z22 7—5 58235 25 — 0 ——
— — 5 * 532 * * — — — —————
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22
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2 322 23 3 *

53 3373355 —55723823 752838

5* 5387358 32555255 —AA—

5525353 552—63509 23535 —523327 52 252353
e 55222328 7 5 — 8552 z—5 5582 —A — 22
—A 558 52 5 3 253 *358 232 *829 —A — 8 —

5 S S2S 22—2258 7* — 83 5 3323 —A—

— 2 355335353 — — *823 5 225 355

225353222 —5—5—32383 2555 88 35 — 3—32 228*
222 * — * —8 —— 52 —A — 2 2— 53655 522 —
8 2585* 52 5— 3828272 —— 552 5 * — — —?. 0 37
— 5223—3325 2* — —— 858 28*

„„87 32831 — — 2*8 952 0 253532238328 —— —

— 333323 332256335 —323;333553355 72

23532 28 2c 3 2 282 358327 25 55225 * — *

* —A 3 — 535222* — — —8 — 2. 5 353 223

553 53787 3333332 333 735358335 335

8 — 2 5353355 S 722 2222822 225 2
32989 2 — — 25 8 8 —25328 28 * 28 8 — —25
* 8 33 5*5 * Cc«üD*—3 53 3—2*2* —55*23232 —3 * e
—— 3 3 883888* ——
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        Sl. Ingberter Anzeiger.

*
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlichj mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wächentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljährlich

1A 40 — einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 A 60 , einschließlich 420 Z Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswärts
mit 135 A fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum— Neclaämen mit 30 A pro Zeile berechnet.
M IGI. Samstag, den 11. Oktober

IS

Deutsches Reich.

München, 7. Olt. Bei der Berathung des Gesef⸗Tatwurfs
hetr. den Malzaufschlag wird dem Vernehmen nach beanttogt
verden, eine Erhöhung des Aufschlages jedenfalls nur für einen
bestimmten Zeitraum, zunächst für die Dauer der lommenden Fi⸗
ianzberiode zu bewilligen. — Im Finanzausschusse der Kammer
der Abgeordneten sind nur für vier Budgets-Etats Korreferenten be⸗
timmt worden und zwar: Etat des Justizministeriums: Referent
Kopp, Korrefetent Vallant; Etat des Ministeriums des Innern:
RKeferent Dr. Buhl, Korreferent Dr. Rittler; Elat des Ktultusmi⸗
anisteriums: Referent De. A. Schmid, Korreferent Dr. v. Schauß
ibisher war Pfarrer Kraußold Korreferent); Etat des Finanzministe⸗
eiums: Refetent Sing, Korreferent Dr. Daller. — Das Forstge
etz vom 28. März 1852 hat durch das Ausführungsgesetz zur
Reichs⸗Strafprozeßordnung eine große Reihe von Adänderungen
erletien, weshalb durch Art. 69 dieses Ausführungsgesetz s der
Staatsregierung die Ermächtigung ertheilt wurde, den Text des
Forstgesetzes, wie er sich in Folge der beschlossenen Aenderungen
exrgibt, durch das Gesetze und Verordnungsblatt bekannt zu geben.
Letzteres geschieht nun heute durch eine don den Sigatsministerien
der Justiz, des Innern und der Finanzen erlassene, vom 26. v.
Mts. datirte Bekanntmachung.

München, 7. Okt. Der Münchener Gewerbeverein beab⸗
ichtigt im Jahre 1881 nach dem Voebelde dec Ausstellung von
1869 eine Industrie- und Gewerbeausstellung zu veranstalten und
war im Anschluß an das in 2 Jahren dahier stattfindende deutsche
Schützenfest. Die Oberbayerische Handels- und Gewerbetammer
agte in der gestrigen öffentlichen Sitzang diesem vielversprechenden
Unternehmen ihre Unterstütung zu und gewärtigt weitere Vor⸗
chläge.

München, 8. Oktbr. Die Konpvertirung der bayerischen
Staatsschuld ist gestern Abend beendet worden. Noch im Laufe
des Nachmitiags haben einige hiesige Bankhäuser ganze Handwagen
voll anzumeldender Papiere — im Betrage von vielen Miillionen,
man nennt uns ein einziges hiesiges Haus, das noch gestern ca.
28 Millionen Depotpapere — zur Conventirungsstelle gebracht.
Daß der Zudrang in letzter Stunde enorm würde, hat man vor⸗
ausgesehen; da diese Bankhäuser schon deshalb zuwarteten um noch
sede mögliche Regung des Telegraphen bis zur letzten Minute ab⸗
jsuwarten. — Wie man heute Mittag an der Boͤrse sich erzaͤhlt,
soll die Convertirung bis auf ca. 80 Millionen durchgeführt sein.
Das Consortium hatte zwar Anfangs noch weniger vermuthet;
allein in letzterer Zeit wurde es etwas kleinlaut.

München, 8. Olt. In der heutigen Sitzung des Finanz⸗
Ausschusses der Abg.Kammer verwahtte sich Hr. Finanzminister v.
Riedel auf das Enischiedenste dagegen, den Weg des weiteren
Schuldenmachens zur Deckung laufender Bedürfnisse zu betreten.
Der seit Jahren bestehenden Defizitwirthschaft, die nur künstlich ver⸗
deckt worden sei, müsse ein Ende gemacht weiden.

Berlhin, 8. Okt. Der Kaiser gedenkt nach den jetzigen
Bestimmungen am 19. d. M. von Badens Baden direkt nach Berlin
jsu kommen, bis nach der Eröfnung des Landtages hier zu bleiben
ind dann auf 14 Tage im Spätherbst, sofern Dies sein Gesund⸗
jeitszustand gestattet, noch nach Wesbaden zu gehen. — Fürst Bis⸗
nard rüstet sich zue Abreise nach Varzin; er wird dieselbe auch
zöchst wahrscheinlich morgen früh antreten.

Berlhin, 8. Ott. In den der Regierung nahefstehenden
dreisen erzählt man seit einigen Tagen, daß in der That die Grund⸗
age eines Uebereinkommens zweschen der diesseitigen Regierung und
jer Kurie gefunden sein soll, über welche Abmachungen bereits in
der kürtzesten Zeit nähete Details an die Oeffentlichkeit gelangen
vürden. Inzwischen wird unter den Führern des Centrums über
die im neuen Abg'ordnetenhause zu beobachtende Taktik unterhandelt.
Die Centrumsftaktion wird sich aller Anträge politischen Johalis,
velche der Regierung unbequem sein und derselben Verlegenheiten
nereiten könnten, enthalten und sich nur auf die Initiative in kir⸗
denpolitischen Fragen beschränken, es sei dena, daß die Regierung

in diesem Puntte vorther selbst die Initialive etariffe.

Berhin, 8. Oklt. Alle Morgenblätter stellen Berechnungen
über die Wahlen an, deren Ergebniß bis auf einen kleinen Rest
zis gestern Abend bereits bekannt war. Konnten die liberalen
Parteien auch auf erhebliche Verluste vorbereitet sein, so Übersteigen
ieselben in Wahrheit doch auch die ungünstigsten Erwartungen.
Mit einziger Auknahme Lasker's sind sämmtliche Parteiführer wie⸗
»er gewählt. Mit großer Spanrung sieht man der Entschließung
Bennigsen's entgegen, der trotz seiner Ecklärung, kein Mandat an—
rehmen zu wollen, doch gewählt ist. Man will nicht glauben,
zaß er angesichts der schweren Nicderlage seiner Partei sich der
Pflicht entziehen werde, sie zu vertreten.

Berlin, 8. Olt. Von 433 Wahlen sind jetzt 422 be⸗
annt; es sind gewählt: 111 Conservat ve, 92 Centrumsmänner,
34 Nationallisserale, 5 als liberal, 4 als gemäßigt liberal Be—
eichnete, 43 Freiconservative, 35 Fortschrittler, 19 Polen, 4 Wel⸗
en, 1 Demokrat (Frankfurt a. M.), 14 Manner ven unbestimmter
darleistellung.

„Von der Ostsee“ schreibt ein meist sehr gut unkerrichteter
dorrespondent der „Allg. Ztg.“: Wenn auch noch nicht offiziell
yestätigt, so ist es doch sicher verbürgt, daß auch das Urtheil des
)ritten Kriegsgerichts den Kapitän z. S. Grafen Monts, Kom⸗
nandeur des untergegangenen Panzerschiffs „Großer Kurfürst“,
ceisesprochen und daß dieses Urtheil auch die kaiserliche Bestatigung
rhallien hat. Damit dürfte diese ganze unglückliche Angelegenheit,
die seit 16 Monaten die allgemeine Aufmerksamkeit erregt hat, end⸗
ich ihren völligen Abschluß gefunden haben.

Straßburg, 7. Ott. Der Präsident des Landesaus⸗
chusses Herr Schlumberger hatte die Ehre dem Siatthalier die
Mitglieder des Bureaus sowie noch sonstige Mitglieder des Landes⸗
—
krxcellenz den ersten Statthalter Elsaß⸗Lothringens hier begrüßen zu
önnen. Der Landesausschuß drückte öfters den Wunsch aus: ck8—
nöge der Sitz der Verwaltung in das Land nach Straßburg ver⸗
egt werden. Dieser Wunsch ist in Erflllung gegangen. Ich hoffe,
yaß sich Gutes daraus entwickle und spreche meinen herzlichen Dank
afür dem Kaiser und allen die hiezu beigetragen aus. Der
Ztatthalter erwiderte: auch er hoffe, daß die Einrichtung der Statt⸗
»alterschaft und des Ministeriums zum Wohle des Landes gereiche.
Die Herren solllen sich versichert halten, daß er, soweit es in seiner
Macht liege, dazu beitragen werde, diesen Wunsch zu erfüllen, der
Erfolg werde nicht fehlen, wenn sie in gemeinsamer Arbeit mit ihm
zusammenwirken.
Ausland.

Brüfsel, 6. Olt. Als sich der Koͤnig gestern Nachmittag
ju Pferde in das Gehölz begab, wurde er von einer ungefährt
lOjährigen Dame, einer Ojfijziers-Wittwe, mit dem Rufe: „Rieder
nit dem König!“ begrüßt. Der Konig setzte ruhig seinen Spa⸗
ierritt fort, während das Publikum die Dame umgab, bis ein
Zolizeiogent herbeigerufen worden wart. Als einige Minuten später
)er königliche Adiutant Baron d' Anethan in einem Coupe ange—
ahren kam, stürzte sich die Frau jetzt unter die Hufe der Pferde
ind schrie: „Das ist auch Einer von der Bande!“ u. s. w. Da
illem Anscheine zufolge ein Akt der Geistesstörung vorlag, so be⸗
nügte sich der Polizelagent, die Frau einfach zu überwachen und
hr zu ihrer Wohnung in der Vorstadt Ixelles zu folgen. Nach
itztlicher Ualersuchung wurde der unzurechnungsfähige Zustand der
Unglücklichen amtlich konstatirt, und der Bürgermeister von Ixelles
ieß sie bierauf in eine Heilanstalt beingen. Vermögßensverluste
ollen die Ursache der Geistesstörung sein. (Frkf. J.)

In diesen Tagen wurde die Aufmerksamkeit der politischen
kreise wieder einigermaßen auf Spanien gelenkt. Mehrere spa-
nische Blätter fügrten Klage darüber, daß die französische Regierung
jewisse revolutionäre oder republikanische Umtriebe an der Pyrenäen-
Brenze nicht hinreichend Üüberwache. Dann war in einem wichtigen,
inter Vorsitz des Koönigs abgehaltenen Ministerrathe die österreichisch⸗
zeutiche Entente und ihre mözlichen Rückwirkungen auf Spanien
er Gegenstand eingehender Besprechung. Es cirkulirte auch das
Herücht von einer Begegnung zwischen dem spanischen Staatsinann
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        Fanobas del Castillo und dem Fürsten Bismarck. Indeß ist bis
jeute noch nichts Weiteres über die Angelegenheit bekannt ge
vorden.

——
Bermischtes.

xSchulstatistüt. Deutschland hat 42 000,000 Ein-
wohner, 60.000 Schulen, 6,000, 000 Schüler mit einer Durch⸗
schnitiszahl Schüler von 100 auf eine Schule und verausgabt per
Zopf der Bevölkerung 2,06 M. — England hat 34,000,000
Einwohner, 58000 Schulen, 3,000,000 Echüler, 52 Schüler auf
rine Schule und verausgabt 1,60 M. — Oesterreich hat 37,000,000
Einwohner, 30,000 Schulen, 3, 000,000 Schüler,— 104 Schüler auf
zine Schule und verausgabt 1,44 M. — Frankreich hat 37,600,000
Finwohner, 71,000 Schulen, 4,700,000 Schüler, 66 Schüler auf
eine Schuie und verausgabt 1,28 M. — Spanien hat 17. 000,000
Finwohner, 29,000 Schulen, 1,600,000 Schüler, 56 Schüler auf
ine Schule und verausgabt 1,20 M. — Jialien hat 28,000,000
Finwohner, 47,000 Schulen 1.900,000 Schüler, 40 Schüler auf
ine Schule und verausgabt 0,72 M. — Rußland hat 74 000,000
Finwohner, 32,000 Schulen, 1,100,000 Schüler, 36 Schuͤler auf
eine Schule und verausgabt 0,24 M.

pFrankenrhal. Die Malziabrik von Karl Neubronner
sst an C. Witterstätter in Worms um 92,000 M. v rkauft worden.

St. Johann, 6. Okt. (Saarb. Zts.) Allgemein freut
man fich in hiesiger Gegend, daß jetzt endlich, nachdem man Jahre
ang den Bau der St. Johann—St. Jagberter Eisenbahn ver⸗
gebems erhofft hatte, dieselbe vollendet ist und in 8 Tagen dem
Zerkehr übergeben wird. Leider wird indeß diese allgemeine Freude
durch“ den fur diese Bahn festgesetzten Fahrplan auf ein sehr de—
scheidenes Maß herabgestimmt. Sicherem Vernehmen nach soll näm⸗
lich der letzte Zug von Ingbert nach St. Johann Abends um 6
Uhr 34 Miinuten und der letzte von St. Johann nach St. Ingbert
Abends 8 Uhr 25 Minuten abgehen. Wer also von den Saar⸗
städten aus nach St. Jugbetl und Umgegend eine Tour gemacht
hat, kann dort nicht den Abend zubtingen, weil er nicht im Stande
ist, mit der Bahn nach Hause zuͤrückzulehren, uud die Bewohner
don St. Ingbert, Zweibrücken und den anliegenden Orten der Pfalz
söunen in Saarbrücken und St. Johann keinen Ball, lein Konzert,
tein Theater oder sonstiges Abendvergnügen besuchen, weil sie mitten
im Vergnügen das Lokal verlassen müßten. Im Interesse der ganzen
hiesigen Gegend ersuchen wir darum die hiesige Dircktion der Kal.
Saacbrücker Bahn, doch gütigst vermitteln zu wollen, daß sowohl
hon St. Johann, wie von St, Ingbert aus noch ein um 10 oder
11 uhr Abeuds abgehender Zug, eventuell auch nur ein Gülerzug
mit Personenbeförderung eingerichlet werde.

F Vor dem Piilitärbezirksgeriche Würzburg wurde jüngst
ein interessanter Desertionsfall verhandelt. Der Gemeine Jodann
Foöhlinger des 5. Jufanterie-Regiments, geboren in der Pfalz, rückte
AUs ausgehoben am 16. Mäcz 18606, aso vor 13 Jahren, bei
seinem Regimeate ein, eutwich jedoch bereits am 27. disseiben
Monais aus seiner Garnison Landau, begab sich ins Elsaß, wo er
längere Zeit als Steinhouer arbeitete, waudte sich von da nach
Spanien, wo er nur kurze Zeit verblieb, scheffte sich sodann nah
Algier ein, diente in der Fremdenlegion in Saida und Mastkera,
desertirte dort wieder vnd mußte eine zweijährige Strafdienstzeit zu⸗
rücllegen. Ein Hamburger Dampfer nahm ihn gegen Dienstleistung
mit nach Marseille, von wo er sich über Ftankteich nach seiner Hei⸗
nath begab. Dort aufgegriffen, wurde der Vielgereiste zu 7 Mo⸗
naten und 15 Tagen Gefängniß verurtheilt.

7 Beim Okiobecfest in München erhielt die große goldene
Bereinsdentmünze fülr Leiftungen in der prabtischen Landwirthschaft
der Gutsbesitzer Fr. Fittig in Mauchenheim (GBezitksamt Krachheim⸗
bolanden); die große silberne Vereinsdentmünze erh elten aus glei⸗
chem Aniaß der Gutsbesitzer Fr. Willig in Bischheim (Bezirksamt
irchheimbolanden); der Ziegeleibesitzer Jak. Stark in Offenbach
zei Landau und der Gulspaͤchter E. Geitner auf Truppacherhof
GBezirlsamt Zweibrücken); serner erhielt für verdienstvolle Bestre⸗
bungen zur Förderung der Landwirihschaft die große silberne Ver⸗
insdenkmübze der Bezirksamtmann G. Schmitt, früher in Pirma⸗
sens, jetzt in Kaiferslautern.

fVBegen Ernst Dohm, den Redalleur des „Kladdera⸗
datssch“, ist wegen Bismard-Beleidigung Untersuchung eingeleitet.

p Zur Retsung deutscher Soldatenehre. Auf die Anklagen,
welche das besiegle Frankreich nach Abzug der Sieger über deren
sittlihhes Verhaiten im Feindesland ausschüttete, und zum Theil
noch jetzt ausschültet, fällt dann und wonn ein überraschendes
Streisiicht. So ersuhr man vor einiger Zeit, daß Franzosen die
Taschenuhren deutschet Scldaten deshalb als gestohlen betrachteten,
weil die im Janeren angebrachten Bezeichnungen fran,ösische waren
— wos bekonnilich mit einem französischen Ursprung nichts zu
thun hat, sondern auf die schweizerische Herlunft der Mehrzahl
unserer deutjchen Ugren hiuweist. Möge — beiläufiz gesaat —
die deuische Uhrenjabrikation, welche die französischen Bezeichnungen
n den Uhren wie Eierschalen aus dem schweizerischen Nest noch mit

sich herumschleppt, aus jenen Mißverständnissen und ihren Folgen
ine Lehre ziehen! — Dieser Tage nun ging der „Gartenlaube“
‚on einem Freund eine Nummer des „Soleil“ vom 14. Sepibr.
u, welche, gelegentlich eines Referates über eine ftattgehabte Ge⸗
ichtsverhandlung, nach einer aunderen Seite hin Auftlarung ver⸗
reitet. In der Kriegszeit wurden in Compiègne zwei preußische
Zoldaten kriegsrechtlich bestraft, welche unter der Anllage standen,
ser Frau eines gewissen Singeot, eines pensionirten französischen
Arri Jerie- Unteroffigiers und Ritters der Ehrenlegion den Arm zer⸗
chlagen zu haben. Dieser würdige Ritter der Ehrenlegion hat die
naͤmuche Frau jungst um's Leben gebracht und ist jetzt dafür von
»ꝛen Afsisen der Oise zu 15 Jahren Zuchthaus verurtheilt worden;
Hei dieser Gelegenheit hat sich aber zugleich herausgestellt, daß er,
er längst aus Wuth, seine Pension nicht allein verzehren zu kön⸗
nen, sein Weib auf's schmählichste mißhandelt hat, der Urheber
enes Armbruches gewesen ist, und daß er damals das unglückliche
Dpier darch Bedrohung mit dem Tod gezwungen hat, die That
auf die „Prussiens“ zu schieben.

x Keicher Nachiaß. Der kürzlich verslorbene Graf Georg
darolhi, ein Bruder des früheren österreichisch⸗ungarischen Botschafters
im hiesigen Hsfe, hinterließ, wie „Magyar Hirado“ meldet, seinen
zrben ein so bedeusendes Vernögten, daß die vorgeschriebene Erb⸗
chafte steuer allein die Summe von 1,110,000 () Gutden ausmacht.
Als interessantes Vermögensstück in der Verlassenschaft figurirt die
Meerschaumpfeifen-Sammlung des verstorbenen Grafen, welche au
11000 fl. bewerthet ist.

p In Zürisch wurden aus einem am Limmatqrai gelegenen
Iyreniager mittels Einschleichens 248 werthvolle goldene und sil⸗
Ferne Ungren, so vie eine fehr erhebliche Partie goldener und silber⸗
ger Uhrkeiten, Ringe, Medailloas, Haken und Schlüssel entwendet.
Für die Gegenstände, welche beigebracht werden können, ist eine
Brämie von 8 Prozent des Werthes ausgesetzt.

fEin hartnäckiger Vertheidiger. Ein Ver⸗
theidiger hält vor dem Schwurgericht eine glänzende Rede für fei⸗
n Klienten, einen Raubmörder. Diesem scheint es selbst zu viel
u werden, als er sich als ein Muster von Unschuld und Ehren-
Jaftigleit preisen höct. Er erhebt sih und gesteht sein Verbrechen
in.“ Der Vertheidiger fährt jedoch ruhig in seinem Plaidoyer fort.
der Präsident macht ihn darauf aufmerksam, daß sein Klient so—
ben ein Geständniß abgelegt habe. „Entschuldigen Sie,“ antwor⸗
et der hattnäckige Veriheidiger, „das ist für mich durchaus nicht
naßgebeund, ich als Vertheidiger gestehe vorläufig das Verbrechen
109 nicht ein!“ So geschehin in Frankreich.

Nach dem Vordelde der Nocdamerikaner hat sich in Lon⸗
van eine Gesellschaft gebildet, um die Stadt und eventuell ganz
kaglaud mit einem Retz von Telephondrähten zu versehen. Im
Niltelpunkte Londons soll ein Centralbureau errichtet werden, von
»em aus in jedes Haus der City ein Draht geht. Dieses Bureau
vird aber auch mit jedem Handelshause oder einigermaßen bedeuten⸗
»em Privatgebäude des Landes in Verbindung siehen. Die Drahte
ind Telephons werden ganz auf Kosten der Gesellschaft angebracht
berden. Wenn nun z. B. der in London entsernt wohnende A.
nit dem Geschäfismann B. in der City zu sprechen wünscht, so
siebt dies Eisterer mit seinem Telephon dem Centralbureau bekannt.
Letzteres verbindet nun die Dräthe A und B, worauf die Unler⸗
edung beginnt. Nach Beendigung derselben wird dem Central
ureau miigetheilt, die Drähte wieder in die gewöhnliche Lage zu
zringen. Ein best minter Tarif, pro Minute berechnet, wird für
en Gebrauch des Telephons fesigesetzt und vierteljährlich eingehoben
verden. Fur große Handelshaͤuser soll ein Abonnement bestehen,
ür welches ihnen die Drählte dann stets zur Verfüzung stehen.

Soeben sind es 50 Jahre, daß in Folge eines Preisaus⸗
chreibens für die besie und am schnellsten fahrende Lokomotive
ruf der Liverpool⸗Manchester Bahn Wettfahrten stattfanden.
Die Wetlfahrsen wurden am 6. 7. und 8. Ottober 1829 bei
Kainhill abgehalten und endeten mit der Prämiirung der Lokomo—
ive von George Stephenson, welche noch heute den Grundtypus
inserer Locomotive bildet. Dieses 50fährige Jubiläusn wird an
zerschied enen Orten festlich begangen.

uUeber die Lebensweise Leo XIII. bringt die lleritale Uaita
Fatlohca folgende Notizen: Ein alter Diener des Haufes Pecci,
staatens Baldassare Boffi, welcher seit zwanzig Jahren den jetzigen
Zopst nicht verlassen hat und der jetzt die Sielle des ersten Kam⸗
nerdieners bekleidet, öffnet jeden Motgen um 5 Uhr leise die Thür
es Schlafzimmers und ruft dem Papst ein lautes: Buon giorno,
zantita! (Guten Morgen, Eio. Heiligkeit) zu. Der Papst ist
ann gewöhnlich schon aufgestanden und macht in wenigen Minuten
eine Toileite, ju der Pius IX. Stunden gebrauchte. Dann sagt
rx ein lurzes Gebet, um 60 Ugr beglebt er sich in seine Haus
apelle, wo er Messe liest und nachher jener eines Priestets bei⸗
pohnt. Um 89 Uhr nimmt er ein frugales Fruhstüch, vaucht
ine Cigarre und giebt ganz kurze Audienzen. Um L Uhe empfanst
r den Kardinal Nina oder dessen Subfutut, wenn jenet abwesend
st. Mit diesen arkeitet Leo XIII. drei Stunden, bis um zwof
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        Uhr die Audienzstunde herankommi. Um 274 Uhr ißt der Papst
zu Mittag; nach einen kurzen Schläfchen setzt er sich an die Ar⸗
»eit bis sieben Uhr Abends. Um diese Zeit erscheinen die intim⸗
tten unter den Kardinälen, einige guie Freude aus Perugio und
don Zeit zu Zeit bald dieser bald jener der bei ihm akkreditirten
Botschafter. Die Uaterhaltung pflegt sich dann uͤm allerlei, um
dunst, um Politik, um Aufsehen erregende Prozesse zu drehen, bis
ich der Papst zum Abendessen zurückzieht und dann die Arbeit einsig
bis spät in die Nacht von Neuem aufnimmt. Wenn der Kammer—
ent Bossi sieht, daß Leo XIII. das Licht auslöscht, geht er auch
u Bett.

Ein Berg von Glas. Die wefstlichen, an das
Felsengebirge grenzenden Gegenden von Nordamerika bergen bekannt
ich eine Menge seltene Schatze der Natur, welche das Staunen und
die Bewunderung der Beschauer erregen. Zu denselben gehött auch,
paß man neuerlich ia dem sogenannten Yellowston Park einen ganzen,
mehrexe Hundert Fuß hohen Berg von vulkanischem Glas (Odsidian
»der Glasachai) von verfchiedenen Farben enideckt hat. Die Spe⸗
rulation geht vereitz damit um, diese merkwürdige Enldeckung in⸗
dustriell zu verwerthen und auszubeuten. Die Indianer haben aus
diesem natürlichen Glas seit undenklichen Zeiten Spitzen für ihre
Speere und Pfeile verfertigt.

Eine Pflanzer⸗Assoziation auf Kuba hat eine Petition an
stönig Atfonso Behufs Sammlung von Unterschriften aufgelegt, in
velcher um die Erlaubniß nach zesucht wird, in Anbetracht der bevor⸗
itehenden und unvermeidlichen Aufhebung der Sklaverei auf Cuba,
jür die Sinwanderung anderer Elemente Propaganda zu machen.
Ju dir Petition wird der Vorschlag gemacht, 25 000 bis 30 000
Thinesen einzuführen, ferner bvon Spanien und den Canarischen
Jaseln 10 000 Arbeiter heranzuziehen, und in diesen Maßnahmen
sortzufihren, bis die Zahl der Eingewanderten 400 000 Köpfe er⸗
reicht hat. Solchen Personen soll freie Ueberfahrt verschafft und
dieselben für die Dauer von 10 Tagen nach ihrer Ankunft unter⸗
tützt werden. Die Assoziation veranschlagt die Kosten, welche durch
Heranziehung von jäbrlich 40 000 Personen enistehen werden, auf
3000 000 Lste., welche Summe, wie sie vorschlägt, durch eine all⸗
gemeine Besteuerung aufgebracht werden soll.

F Ein Fußgänger. Ein Seitenstück zu Seume's be⸗
rühmtem „Spaziergang nach Eyracus“ hat kürzlich ein fünfzigjäh—
riget Kalufornier, Namens Denis Collins geliefert, welcher den Weg
von San Francisco nach Newyoik der Pacifikbahn entlang binnen
93 Tagen zurücklegte und damit eine Wette von 3500 Dollars
gewann. Am 1. Juni um 10 Uhr Morgens war Collins vor
Tausenden von⸗ Zuschauern von San Francisco aufgebrochen, am
1. September Nachmittags traf er in Newyork ein, wo seine An⸗
kunft ebenfalls ein von den Zeitungen schon zum Voraus verkünde⸗
res Schauspiel war. Er hatte einen Weg von 3255 englischen
Meilen zurüchgelegt. Ich habe mich, erzählte er dem Berichterstatter
des „Newyork Herald'“, auf dem ganzen Weg neben der Bahnlinie
zehalten; ich hätte die Strecke in 100 Tagen zurudcklegen sollen,
und da ich sie binnen 93 Tagen zurücklegte, so bin ich durchschnitt⸗
lich 35 englische (uber 7 deutsche) Meilen im Tage gegangen. Bei
Nacht habe ich geschlafen und auf jeder Bahnflation eine Ruhe⸗
oaufe gemacht, während die Stationschess mir die Ankunft in einem
eigenen Büchelchen bescheirigten. Ein Vertreter der gegen mich
Wettenden fuhr auf der Bahn und traf mich verabredeter Weise
ile 24 oder 36 Stunden auf einer Babnstation, um die Eintra⸗
zungen im Büchlein zu kontroliren. Die Bahnzüge bedürfen be—
tanntlich für die Strecke San Francisco bis Newyork, welche Collins
in 93 Tagen zurücklegte, fast eine volle Woche, wobei fie Tag und
Nacht fahren.

FGründliche Kur. Der Vorsleber einer Bapftistenge⸗

meinde hatte einen Bruder, der zum größten Kummer des from⸗
nen Mannes in hohem Grade min dem Laster des Lügens behaftet
var. Eines Tages theilte der Sunder ihm jedoch mit, daß er in
der letzten Nacht durch eine Vision zur Fiömmigkeit gemahnt wor⸗
den sei. Er gelobte Besserung und emschloß sich zur Taufe, ob⸗
Jeich es so bitterlich kalt war, daß zu der am nächsten Sonntag
tatifindenden Ceremonie ein Loch in das Eis gehauen werden
nußte. Als der Täufling aus dem Wasser kam, fragte sein Bru⸗
der, ob ihn sehr friere. „Nicht im Geringsten,“ serwiderle der
Reubekehrte in seinem Eifer. „Bitte, taucht ihn noch ein Mal
unter,“ wandte sich darauf der Gemeindevoisteher an den Geisi—
lichen, „er lügt noch.“

7 Das Celluloid. Rombergs technische Zeitschrift bringt
olgende wichtige Mitiheilung: „Gefährliche Surrogate! Vielfältig
ängt man jetzt an, Griffe von Thürklinken, Glockenzüge, Bilder-
ahmen und dergleichen statt aus Messing, Bronce, Silber ꝛc. aus
iaitirtem Elfenbein oder aus eiger eigenthümlichen, metallähnlich
ussehenden Glasmasse zu erzeugen. Nun ist aber dieses imitirte
ẽlfenbein nichts Anderes als das berüchtigte Celluldid, eine Com⸗
position mit Schießbaumwolle als Hauptbestandiheil (eine Satans⸗
dee), welches mit geringet Beimischung zur Nachahmung aller mög⸗
ichen Stoffe (Bernstein, Korallen ec.) verwendet wird; das andere
Beheimmittel, die siberartige Glasmasse, ist aber zehumal spröder,
als gewöhntiches Glas. Im ersten Falle explodirt der Klintengriff
aus Cellutoid: Elfenbein, wenn wir uns demselben mit einem bren⸗
nenden Lichte oder einer Tabakspfeife unvorsichtig nähern, im zweiten
valle zerbricht er leicht durch den Druck der Hand, und man zer⸗
chneidet sich dieselbe durch die Splitter.“ (Es werden auch imi⸗
irte Eifenbein⸗Billard Basse aus Celluloid angefertigt, darum— Vorsicht!)
Gemeinnuͤhiges.

Anleitung zur raschen und augenblicklichen Versilberung.
Nachstehende Pulbermischung dient, wie mehrmals erprodt wurde,
ur schnellen Versilberung kupferner, messingener und eiserner Gegen⸗
tande. Chlorũlber 3,0; gereinigter und gepalverter Weinstein 20.0;
dochsalz gepulvertes 135,0. Diese Bestandtheile werden gemischt,
das Pulber wird dann mit Wasser zu einem Breie angerührt und
auf die gut gereinigte Metallfläche aufgerieben. Durch Reiben mit
inem Bausch Fließpapier bewirlt man die Versilderung. Man
reibt dann mit fehr fein gepulverter Kreide, wodurch der Silber—⸗
lanz erst recht hervortritt, wäscht mit Wasser und reibt mit einem
duche ab. Das Sammeln von Chlorsilber bei analhtischen Versuchen
ꝛpfiehlt sich daher besonders. Es ist noch zu bemerlen, daß Waagen,
Tara⸗ und Handwaagen von Messing durch die leicht ausführbare
Versilberungs Methode ein elegentes Anaiehen erhalten.

Marktberichte.

Zweibrücken, 9 Oltober. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Beizen 11 M. 32 Pf. Korn 8 M. 80 Pf., Gerste zweireihige 0 M. — Pf.
ierreihige 6 M. 54 Pf., Spelz 0O M. — pf. Spelzkern — Mi. — Pf.
Dinkel — M. — Pf., Mischfrucht ¶ M. — Pf. Hafer 6 M. 02 Pf.
irbsen 5 W. F Pf. Widcen 0 M. — Pf., Kartoffeln s M. — ppff,
deu 3 M. 20 Pf., Stroh 2 M. 40 Pf., Weißbrod 12/3 Kilogr. 54 Pf.
kornbrod 3 Kilogr. 76 Pf., 2 Kilogr. 51 Pf. 1Kilogr. 26 Pf. Gemischt⸗
zrod 3 Kilogr. 92 Pf., das Paar Wedck 100 Gr. 6 Pf., Rindfleisch J. Qual.
30 Pf. II. Qual. 50 Pf. Kalbfleisch 80 Pf. Hammelfleisch 80 Pf. Schweinefleisch
6 Vf., Buiter !/3 Kilogr. IM. — Pf., Wein J Liter 80 Pf. Bier 1 Liter 24 Pf

vur die Vedaction ver· rilio F. 55 — F
Im̃ allgemeinen Interesse

inden wir uns veranlaßt, auf die im heutigen Blatte enthaltene Annonce der
derren Löwe &amp; Co. in Ham bur'g ganz besonders hinzuweisen. Die
ingekündigten Originalloose sind mit dem bayrischen Slempel versehen und
dadurch im ganzen Konigreich Bayern gesehlich zu spielen erlaubt. Die
steellität und Solidität oben genannten Hauses ist bekannt und daher nichts
zatürlicher, als die vielen beĩ demselben einlaufenden Aufträge, welche eben
so rasch als sorgfältig ausgeführt werden.

—238

Größere Quantitä⸗
ten frisch geschossene
Hasen kauft zu den
höchsten Preisen.

GC. A. Couturier

Zweibrücken.

F 203200220000022 20
Umnwiderrusflich
findet amn BO. OtoOber die Ziehung der
Ludwigshafener Kirchenbau-Lotterie Patt.
Loose à 2Marix
Gesammt⸗Gewinne Mark 115,400
auf 20 Loose ein Treffer
sind zu beziehen durch die General-Agentur
J. C. Voltz oder Zul. Goldschmit,
Ludwigshafen am Rhein,
und von Herrn Franz Wou in St. Inabert.

Eine Grube guten
—5
Strohdung
hat zu verlaufen
V. Weisgerber.

JäCò TTAINVDCGCC

dtollworokebe

Ohocoladen
und Oacdaos.

dorgfaltigsto und voll-
kommene Pabrikation. Un-
hbedingte Garantie für den
Wortlaut der PLtibkette.
Preise jeder Tafel aufge-
druckt.

Verkauf in den meistep
guten Conditoreien, grös-
seren Colonialwaaren-Hand-
Iungen vnd Apotheken.

—

De⸗ von Herrn Hermann
Lau bisher bewohnte
Logis, beslehend aus 4 Zimmern,
Mansarde, stellerraum ꝛc., ist bis
Novembder dezehbar zu ver⸗
niesthen. Dosselbe kann auch
jetrennt vermiethet werden.

Naͤhere Auskunft ertheilt der
kigenthümer P. Waisgerber.

*
2*

Iv*

eiten aller Art
verden rasch und billig anzefertigt in der
J. J. Demetz'schen Buch⸗ und Steindrucerei.
        <pb n="556" />
        Reichenhaller Kirchenbau⸗Letterie.
200 000 Loose. — Geidgewinnste 185.000 Mark.
Ziehung am 15. Oktober 1879.

Treffer 60,000 Hi., 25,000 M.., 10,000 M. u. s. w

Loose à 2 Mark zu beziehen durch die
General⸗Agentur
OarI TLAang- Bankgeschäftin Munchen.
Hier u baben bei Herrn Franz Woll.

Ini Konigreich Bayern gesettzlich ersaubte Lotere
Es müssen gewonnen werden
Mark 8.940,000
n der vom Staaie genehmigiten und garantirten, unter Leitung
ner General⸗Direktion siehenden großen 277. Hamburger
Geld⸗Verloosung.

Dieselbe besteht aus 94, O00 Loosen, wovon A9. O00, also weit
über die Hälfte, binnen wenigen Monaten durch 7 Gewinnziehungen mit
dewinnen gezogen werden müssen.

Der größte Gewinn ist im glückl. Fall

Mark A400,000.

find folgende:

30000 5 2 80001 12 2 180
25000 A A
oο s 5000 681, 1000)
5000 6 4000 773, 500
120000 65 , 3000 9850, 300

„10000 213 , 20001 65 200

O à 150, 26450 à 138 ꝛc. xx.
Die Auszahlang der Gewinne erfoltt prompt unter Staatsgarantie.
Zur ersten *winnziehung beträgt die planmäßige Einlage:
öganzes Originalloos Mark 6. -
balbes 3.—-
viertel * 1.80.
Diese vom Siaate garantirten, das Staatswappen tragende,
mit dem bayerischen Stempel verfehenen Origiual loose
keine Promessen!) versenden wir gegen Einsendung des Betrages ——
ingeschriebenem Briefe) gegen Posteinzahlung oder Nachnahme. — Alle
Befiellungen werden punktlich ausgeführt, der amtliehe Ziehungsplan den
doosen gratis beigefügt und wird nach der Ziehung die amtliche Gewinn⸗
iste unaufgefordert übersendet.

Die Verloosungen bieten die größten Vortheile und sind mit vielen
hedeulenden Gewinnen ausgestattet; alle Anspruche der Theilnehmer als
Stanteuberwachung, Garantie für punktliche Auszahlung der Gewinne
sind vollständia gewahrt. — Unser eifrigstes Bestreben wird es sein, das
uins zu Theil werdende Vertra uen zu rechtfertigen.

Da unser Loosevorrath nur klein isft und die Aufträge sehr zahlreich
einlaufen, so beliebe man gefl. Bestellungen sogleich, aber vor dem

is5. November d. J-
direct zu richten an LòôWeo &amp; 00
Bank und Wechselgeschäft in hamburg.
— — —

Von den vielen großen Gewinnen, welche in diese Collecte fielen und
in die glücklichen Gewinner ausbezahlt wurden erwähnen wir nur;
Mk. 203386 auf No 665331 Mt 252000 auf No. 70884

Hrark 803000 auf No. 80613.
— Da

Internat Kunstausstellung München.

Verpesury von Kunstwerken u. baarem Gelde.

Anzohl der Loose nur 100,000, der Gewinuuste

14662 im Gesammtwerthe von 140,000 Mark
und zwar:

AAß2 Gewinnste baares Geld, im Betrage von
60,000 Mk. und 150 Kunstwerke im Werthe von
80,000 Mark.

Ziehung am 5. Uovemnber 1879.

Loost à 2 Nlark versenden gegen Postanweisung oder
Rachnahme die bekannten Verkaufssiellen in der Pfalz,
in München: die General -Agentur Ilh. Roesl,
München, Kaufingerstraße 27/2, (Eafé Fritsch.)
——mraiederverkdufer erhätten Rabatt.

kach der kaisert. Verordnung vom 4. Januar 1875 ist der Verkauf
ächten Bernhardiner Magenbitter Jedermann geftattet.
Pramirt BerRhardiner Wien 1873.
Alpenkräuter⸗Magenbitter
iBernhard's AlpenkräuterLiqueur.)

M*

Dieser *
zochfei 88
ie, nach 55
inem 737
alten *
aͤloster⸗ 17 *
cep 18*
fabrizir⸗ 8
le Kräu⸗·
er⸗Ma⸗ 5.7
zenbitter 2*
wurde 8
oon den *2
bekannt. 3—
utoritäten den Herren Universitätsprofessoren Dr. L. A. 3
duchner, Dr. Kayser, Dr. Wittstein, sowie von vielen be⸗
uhmten Aerzten wie Dr. Joh. B. Kranz, Dr. Schöner in
Munchen tc. als das beste Hausmittel und wirk⸗
samste Stomachicum bezeichnet. — Seine vorzuglichen
Wirkungen bei Magenbeschwerden aller Art, Ma⸗
zenkatarrh, Verdauungsschwäche, die gewöhnlich
Folge schlechter Zähne bei mangelhaftem Verkauen der
Speisen enisieht, Blähungen, Haͤmorrhoiden, Eckel
vor Fleischspeisen, Krämpfen, Hautausschlägen,
Leber⸗ und Nierenleiden, Affectionen des g
76 Bleichfucht, weißer Fliuß, Wurmleiden,
Laechselfieber ꝛc. ic., sind durch eine große Anzahl
Dani- und Anerkennungeschreiben von Aerzten und Laien
seit einer Reihe von Jahren glänzend bestätigt. Dieser
Magenbilter wird pur, oder 1 Eßloͤffel voll als Zusatz zu
Wasser, Wein ꝛc. getrunken, gibt mit Sodawasser oder
Zuckerwasser eine üußerst gesunde Bitterlimonade, die Ka⸗
tarrh⸗Verfchleimuug und Katzenjammer sofort be⸗
eitigt, ist in allen Formen ein die Gesundheit för⸗
derudes blutreinigendes Getränke, das bis in's
höchste Alter gesund erhält.
Verkauf außer den belannten Flacons à 2 Mark und,1 Mark 5 Pfg.
Große Flaschen ca. 780 Gramm Inhalt 4 Mark.
Zei Abnahme von d großen Flaschen freie Verpacung, bei 9 Flaschen freie,
Verpackung und 1 Zlasche gratis. Bersandt per Rachnahme durch die
Niederlagen; En-gros-Versandt durch die Fabriken von
Wallrad Ottmar Bernhard, k. Oofdestillateur
Muünchen — Zürich — Kufstein (Tirol,.
atteste und Gebrauchsanweisung liegen jeder Flasche bei. Nur ächt zu
heziehen in: St. Ingbert bei Jean Petera.
Arzheim b. Landau: Julie Schandein. Annweiler: Chr. Haberer. Blies⸗
astel: L. B. Hussong. Dreisen: J. Oberländer. Dürkheim: D. Dam⸗
»ach. Edenkoben: P. Baumann. Erbach bei Homburg: Carl Dielforter
Franlenthal: J. Muller vorm— S. J. Storck. Germersheim: Emi
heinwald. Glanmunchweiler: Carl Breith. Grunstadt: J. B. Flöbr
Hhaßloch; Joh. Fischer. Kaiserslautern: L. Nrefser. Kirchheimbolanden
F. W. Kobelt. Landau: J. B. Feldbausch. Landfstuhl: M. Schlott-
hauer. Ludwigshafen: W. Ruelius Reustadt: Julius Hauck. Pirmasen
H. Mohrhardt. Rodenhausen: Ch. Kulz. Speyer: J. B. Fell.
Dweibhrhken·“ W Mug Seel

—8*
Das in 2. Aufl. erschienene Buch:
— 2
Diĩe Gi Cht
— — —
mnihalt erprobte Anweifungen zur ex⸗
vtegen Selbstbehandiung und
Fellung von Gicht u. Rhenmaliamus.
den, welche an diesen Uebeln oder
rtaltungstrankheiten leiden, dann
dieß Buch wärmstens empfohlen
verden. Ein Aen von At⸗
sesien beweist die Vorzüglichleit der
methode, welche fich taufendjach be⸗
wahrt hat. Preis b0 Pf.) — Aus⸗
juhri. Prospect vers. auf Wunsch
borher frat⸗ u. franco Hohen ·
testaet. Eeipzig u. Sasel

S. v Nikolaus Zimmermann. 20.
Elisabeiha, T. v. Valentin Steinfeld.
22. Gertirauda, T. v. Joseph Stein⸗
eltz. 23. Peter, S. v. Peter Meier.
4. Richard, S. v. Jakob Schwarz.
25. Katharina, T. v. Andreas Fischer.
26. Albert, S. v. Ludw. Siegwardt.
27. Georg, S. v. Joseph Buchheit.
28. Heinrich, S. v. Heinrich Vothof.
29. Wilhelm, S. v. Heinr. Burkey
dermann, S. v. Karol. Ripplinger.
Katharina, T. von Adam Sommer.
80. Karl, S. v. Jal. Eisel.
. Edeschließuugen

17. Franz Kißling mit VBarb. Eich
18. Mathias Maron mit Katharina
Frühauf. 20. Johann Lehmann mit
Elisabetha Keßler.

O. Sterbfälle:

10. Sept. Helena, 15 Tag alt,
T. v. David Ohnesorg. Maria Nähr,
75 J. alt, Wiltve von Phil. Cifler.
11. Peter Nicola, 37 J. alt, Ehem.
». Margaretha Schuhmacher. 13.
deinrich/ 1J M. alt, S. v. Johann
aͤuchheit. 14. Barb., 2 J. alt, T.
‚on Karl Schweitzer. 15. Babette
Fssinger, 36 J. alt, Ehefr. v. Joseph
Beer. Jakob, 19 Tag alt, S. von
David Ohneforg. Karolina Schwarz,
z6 J. alt, Ehefrau von Balthasar
Wilhelm. 16. Joseph, 1 J. alt, S.
d. Karl Feichtner. 17. Katharina
damm, 66 J. alt, Wittwe von Jakob
ingle. Elisabetha Selgrad, 534 J.
it, Ehefr. von Adam Nothof. 21.
Baientin, 9 Tage alt, S. v. Rikolaus
dartz. 25. August, 7 Monat alt
5. 8. Georg Zeller. 28. Ehristian
3. Tag alt, S. v. Nikolaus Hartz.

St. Ingbert, 7. Olt. 1879.

Der Standesbeamte:

—
J
2
251
—33
3
2—
zẽ

214
35
* *

*
*22
22
2 5*1
—
775
221
22
⸗
*

Auszug
zus den Registern des Standesamts
St. Ingbert
oro Monat Septbr. 1879.
A. Geburten:

2. Septbr. Maria, T. v Johann
Bruck. Katharina, T. v. Franz
Wagner. 6. Nicolaus, S. v. Peter
Schmelzer. 7. Maria, T. v. Johann
darmaun. Elisabetha, T. v. Joseph
slein. 9. Wilhelm, S. v. Ludwig
Merter. Georg, S. v. Joseph Rohe.
10. Alois Heinrich, S. v. Johann
Adam Reif. Peter, S. v. Johann
lehr. 12. Peter, S. v. Georg
Schmitt. 183. Margaretha, T. v.
Joh. Muller. Valentin und Christian,
zwillinge v. Nicolaus Hartz. Johann
Joseph, S. v. Job. Joseph Siegwart.
souisa, T. v. Georg Fischer. —14.
Naria, T. v. Joseph Scheuer. Eli⸗
abetha, T. v. Adam Becder. 15.
Adalbert, S. v. Carl Seyb. 16. Jo⸗
eph, S. v. Johann Schuhmacher.
Franz, S. v. Jacob Stolz. 17. Mar⸗
saretha, T. v. Peter Scherer. 18
Jacob, S. v. Wiihelm Kohl. Jacob
SdRPoter Thanias. 19. Nikolaus

Custer.
Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
— Siezu für unsere Wo st⸗Abonnenten „Illustrirtes Sonntagsblatt“ Nr. 44.

— —
        <pb n="557" />
        St. Ingberter Anzeiger.
der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich? mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wochentlich pSiermal:? Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementopreis betragt vierteljahrlich

40 B einichließlich Trägerlohn; durch die Post bezo gen IAM 60 H, einschließlich 40 49 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswärtis
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum. Reclamen mit 80 4 pro Zeile berechnet.
M — Sonntag, den 12. Oktober 1879.

—
—*8*P Deutsches Reich.

—Muünchen, 8. Okt. Der Finanzausschuß der Abgeord⸗
netentkammer ist heute Vormittag in eine Vorberathung des Gesetz⸗
ntwurfs über den Malzaufschlag eingetreten und hat nach mehr⸗
dündiger Debatte mit 9 gegen 4 Stimmen (Dr. Buhl, Lerzer,
Vaillant und Dr. v. Schauß) beschlossen, die Erledigung des Ge—
etzentwurfs bis nach Feststellung des Budgets zu veriagen, d. h.
ilso von der Gestaltung abhängig zu machen. Die Äbgeordneten
Sing und d. Schlör waren m der Sitzung nicht gegenwärtig. Der
Ausschuß wird aber morgen oder übermorgen nochmals zusammen⸗
treten, da aus den Aeußerungen des der Berathung anwohnenden
Finanzministers zu entnehmen war, daß er sein Verbleiben im Amt
von der Aunahme des Gesetzentwurfs abhängig machen werde und
daß er sich entschieden für die Deckung des Defizits durch ordentliche
Staatseinnahmen (alfo auf ꝛem Wege der Erhöhung der Sieuern)
und gegen ein Anlehen aussprach. —i

München, 8. Oct. Der Anmeldutgslermin für die Kon⸗
ertirung der 4 proz. Eisenbahnschuld ist gestern beendet worden.
Das Gesammtresultat der Konvertirung liegt zwar heute noch nicht
or, es läßt sich aber bereits mit Sicherheit annehmen, daß von
zen 813 Millionen Mark, welche das Konsortium üͤbernommen hat,
jedenfalls 80 Proz. konvertirt wurden. Es ist das ein sehr glän—
jendes Ergebniß, zumal man bisher erwarten zu dürfen glaubite,
vaß. höchssen Falles“ nur 28. dergenannten Summe kondertirt
verden würden. —

München, 9. Oct. Auf die morgige Ausschußsitzung der
Mitglieder über den Malzaufschlaggesetzentwurf ist man “allerseils
ehr. gespannt; noch heute finden von Rechts und Links Fraktions—
itzungen statt, da die Situation eine sehr ernfte ist. Der Finanz⸗
ninister soll sich gauz entschieden geäußert haben, daß schon ein Zu.
rückstellen des Gesetzentwurfes mit dem Zurückgeben jeines Porle⸗
je uilles beantworlet würde. 28

Berlin, 9. Oltbr. Vom Fursten Bismardk verlautet, er
habe beim Kaiser einen Urlaub erbeten und erhalten und werde
polle fünf Monat auf seinen Gütern zubringen. Er werde morgen
oder übermorgen. abreisen; ob indeß seine Abwesenheit wirklich so
lange Zeit dauern werde, dürfte doch noch fraglich sein. Es mag
a seine Richtigleit haben, daß Fürst Bizmarck, so lange er des
Lentrums sicher sein darf, eine ernstliche Opposition nicht zu be⸗
ürchten braucht, andererseits erscheint es doch aber ebenso gewiß,
»aß ihm die Röthwendigkeit, die Hülfe des Centrums in Anspruch
nehmen zu müssen, nicht erfreulich sein kann, so lange die Ver—
jandlungen mit der Kurie noch fortdauern. Unter allen Umständen
st die Abhängigkeit der Regierung von den verbündeten Conserba⸗
iiven und Ultramontanen ein Zustand, dessen Unerträglichteit sich
Asbald fühlbar machen wird und der daher unmöglich von längerer
Dauer sein wird.

Der Kaiser und die Kaiserin hatlen gestern mit der Kaiserin
on Rußland auf deren Durchreise nach Cannes eine Begegnung in
Dos (bei Baden⸗Baden).

Wir geben; in Nachfolgendem nach der „Köln. Ztg.“ das Er—⸗
zebniß der Abgeordneten-Wahlen in das preußische Abge⸗
xdnetenhaus und wollen noch bemerken, daß sämmtliche
zationalliberale Führer, mit Ausnahme Laskers, unter ihnen auch
Bennigsen, trotz seiner Ecklärung, lein Mandat mehr annehmen
iu wollen, gewählt worden sind:

Conservative . 37;
Freiconservative 30;
National · Libera! 185;
Fortschrittsparte 75;
Uitramontane 83;3;
Polen .. 153
Particulariste —
Demokraten 23
Unbestimmt .. —2 R 0.

Das so beschaffene preußische Abgeordnetenhaus wird sich auch
purch eine bedeutende Anzahl neuer Männer, die entweder parla⸗
nentarisch noch gar nicht oder nicht im genaunten Hause thätig
varen, von den frügeren unterscheiden.

Der „Reichs-Anzeiger“ meldet: Die seit Kurzem schwebenden
Berhandlungen wegen eines neuen Vertrages über den Austausch
»on Postanweisungen zwischen Deuischland und den Vereinigten
Ztaaten von Amerika siad zum Abschluß gesangt. Das Abkommen
st heute auf dem General-Postamte von dem Geh. Oberpostrath
Bünther und Macdonald, Superintendenten des Postanweisungsamts
der Vereinigten Staaten, unlerzeichnet worden.

NAusland.

London, 9. Oct. General Roberts meldet aus Charasaib
»om 6. Oct. Abends: Die auf allen Straßen nach Kabul früh
orgenommenen Recognoscirungen trafen einen starken von der Stadt
jerrückenden Feind. Während sich die Recognoscirungsabtheilungen
urüchzogen, erschienen afghanische Truppen und Leute aus der Stadt
iuf den Hügeln zwischen Charasaib und Kabul, zugleich aber auch
Shilzais auf, den Hügeln zu beiden Seiten des britischen Lagers.
Nach hartnäckigem Kampfe wurden die Hügel von den britischen
Truppen besetzt und dex Feind in allgemeiner Verwirrung in die
Flucht geschlagen. Die britischen Truppen verloren an Verwundeten
ind Todten etwa 85 Mann, außerdem wurden 2 Offiziere und 1
Urzt verwundet. Der Verlust des Feindes ist unbekannt. Die
Afghanen verloren 12 Kanonen und 2 Fahnen.

New⸗York, 9. Och. Die Utah⸗Indianer födteten den
Agenten Mecker und sämmtliche männliche Beamten der Agentur
)es Weißen Flusses, verschonten aber Frauen und Kinder. General
Merrit bot den Indianern Frieden an, falls sie die Waffen nieder⸗
egten; der Vorschlag wurde jedoch zurückgewiesen.

Bermisqchtes.
f (Eisenbahnlinie St. Ingbert⸗Saarbrücken.)
Für den Winterdienst gehen vom 15. d. Mts. ab folgende Züge?:
Von St. Ingbert nach Saarbrüden.

St. Ingbert ab 535 725 1157 634
Scheidt, 544 7835 12 7 644
Saardrücken an 555 746 1218 655
Von Saarbrücken nach St. Angbert.
Saarbrücken ab 644 1115 432 825

Scheidt 6356 1127 444 837
St. Ingbert an 7 5 1186 433 846

F.Nach einem Erkenniniß des Obertribunals ist ein
5chuldner, welcher bei einet ihm drohenden Zwangsvollstreckung
eine eigene anstehende Forderung einzieht, um die Beschlagnahme
verselben durch seinen Gläubiger zu vereiteln, zu bestrafen, selbst,
venn die vom ihm eingezogene Forderung bereits fällig war.

Das Kreisamtsblatt der Pfalz Nro. 50 vom 29. Sept.
: brachte eine Ministerial-Entschließung vom 23. ejusdem, wonach
hei allen notariellen Urkunden, welche uubewegliche Sachen zum
Gegenstande haben: a. die Steuergemeinde, in welcher das Objelt
jelegen ist, dann das Amtsgericht und das Rentami, zu welchem
die Steuergemeinde gehört; b. die Besitznummer, unter welcher das
Object im Kataster eingetragen ist und e. die Plannummer, unter
velcher es im Katasterplane zu finden ist, — angegeben werden
nüssen. Zur Vermeidung unnbthiger Reisen ꝛc. wolle sich daher
Jeder, der einen Besitzveränderungsack, der bekanntlich nur noch
vurch einen Notar verbrieft werden darf, errichten lassen will, mit
einem Katasterauszuge, in welchem das Metierfeldmaß eingetragen
ein muß, versehen. — Da mit dem 1. Ociober die Registrirung
)er nicht Immobilien betreffenden und vor diesem Zeitpunkte er⸗
ichteten Acten aufgehört hat, diene zur Kennmiß, daß die Fest—⸗
kellung des Datums nichtregistrirter Privaturkunden nunmehr nota⸗
jell oder gerichtlich geschieht. Wem daher daran gelegen ist, in
einen Schuldscheinen ꝛc. ein sicheres Datum zu haben, versäume
nicht, dieses festsetzen zu lassen, die Kosten betragen nur 2 Mark.
die Notariatsacten werden nicht mehr durch das Rentamt, sondern
nurch den Notar selbst bewerthet. Da aber die Gebühren hievou
im Schlusse des Monates an das Rentamt entweder abgeliefert
der als rückständig vorgetragen werden müssen, wolle Jeder, der
inen Act machen läßt, sich vorsehen, daß er die Kosten gleich be⸗
sahlen kann, andernfalles fie durch das Rentamt eingetrieben
perden.
        <pb n="558" />
        7Ensheim, 8. Oll. In welch nobler Weise die Familie
Adt das Diensipersonal ihres verstorbenen Oberhauptes, des Hrn.
Peter Adt, respektirt und für die treuen Dienste sowie für die während
der Krankheit des Verewigten an demselben geübte Verpflegung sich
erkenntlich gezeigt hat, verdient bekannt zu werden. Die ehemalige
Haushälterin erhielt 2000 M., der Bärtner 1000 M., und kein
einziges Mitglied des Dienslpersonals ging leer aus. (3. 3.)

7 Kaiserslautern, 8. Ott. Der Besuch unsrer land—⸗
wirthschaftlichen Ausstellung war gestern ganz außergewöhnlich stark;
die Kopfzahl der zählenden Mitglieder bezifferte sich auf ca. 1800.

Neustadt, 9. Oet. Gestern von uns gelesene und weiß
gekelterte Portugiesen zeigen ein Gewicht von 700 nach Oechsle und
geben ein Getränk, wie wir es allen unsern Wingertbesitzern nicht
schlechter wünschen. M. 3.)

4 Dartheim, 9. Oci. Während des Vor⸗ und Nach
Wurstmarktes wurden im hiestgen Schlachthause geschlachtet: 10chs,
7 Fussel, 9 Kuhe, 10 Stiere, 82 Rinder, 56 Kälber, 9 Schaft
und 96 Schweine, zusammen 220 Stück. (D. A.)

F Die Weinlese beginnt in der Gemeinde Rhodit Donner⸗
flag, den 16. 1. Mis., in Hainfeld Montag, den 18.

Grünstadt, 9. Oct. Gestern Abend verunglüdte im
hiesigen Bahnhofe beim Ausfahren eines Personenzuges ein junger
Maun, indem derselbe von dem Trittbrett abspringen wollte, aber
unglücklicher Weise fiel, wobei er von den Rätern erfaßt und ihm
ein Bein abgefahren wurde. Es wurde sofort eine Amputation
des Beines vorgenommen; er erlag jedoch noch am selben Abend
seiner Verletzung. Der Verunalückte war erst 21 Jahre alt.
82 * X
Licitation.

Montag den 20. Ockober
nächsthin, Vormittags 9 Uhr, zu
Ensheim im Saole des Wir⸗
hes Heinrich Fries werden
vor dem dazu gerichtlich beauf⸗
tragien kgl. Notar Sauer in
St. Ingbert, die nachhin be⸗
zeichneꝛen zum Nachlasse des in
Ensheim verstorbenen Fabrikanten
Herrn Peter Adt III. und
seitker auch verlebten Ehefrau
Margaretha Walter ge⸗
hörigen Liegenschaften im Banne
von Ensheim der Abtheilung we⸗
gen öffentlich an die Meistbieten⸗
den zu Eigenthum bversteigert,
nämlich: *

1. a 0,34 Flaͤche mit Kapelle

im Kapellenfeldd;
a 83,50 Garten und
Wiese im Pjortsfeldgarten,
1 Complex

a 45,32 Wiese in den
Hummerszgärten in 11 Par⸗
zellen;

1 196,00 Wiese hinter
den Hummersgärten in 2
Parzellen;

33,70 Oedung mit
nbruch am Ahlstein.

Eigenthümer sin
die Kinder der Erblasser und
Repräsentanten von solchen als:

1. Peter Adt, Fabrikant
in Pont⸗à⸗Mounsson;

2. Johann Baptist Adt
Fabrikant in Forbach;

3. Die Kinder des verstorbe⸗
nen Sohnes Franz Adt, weiland
Fabrikant in Ensheim als:

a. Eduard Adt, Fabri—
kant in Ensheim;

b. Anna Adt, Chefrau
von Karl Leichtenstern, Premier⸗
Lieutenant im ek. b. U. Jäger⸗
bataillon zu Zweibrücken in Gar⸗
nison;

c. Bertha Adt, minder⸗
jaͤhrig, welche ihre Mutter Bertha
Kautz, Rentnerin, jetzt in Saar⸗
drücken wohnbaft zur geseßlichen

Vormaunderin, und zZenannten
Johann- Baptifn Adt zum Ne⸗
benvormunde hat;

4. Katharina Adt,
Thefrau von Nikolaus Wilhelm,
Renter, beide in Forbach;

5. Barbara Adt, Ehe⸗
frau von Karl Ludovici, Ziege⸗
leibesitzer, beide in Ludwigshafen:

—A
frau von Franz Brozlex, Kauf
mann, beide in Kaiserslautern;

7. Die Kinder und Repräsen⸗
anten der verstorbenen Tochter
Margaretha Adt, gewe—
senen Ehefrau von Ludwig
Jochum, Ziegeleibesitzer in
Neuntirchen, Namens a. Peter
Paul und b. Margaretha Mag⸗
dalena Jochum, deide minder—
ährig und vertreten durch ihren
zenannten Vater als gesetzlichen
Vormund und genannten Johann
Baptist Adt als Nebenvormund

8. Peter Haag, Kauf⸗
mann in Paris, als einziger
ARI
dorbenen Tochte Maria Adt
und deren auch verlebten Ehe⸗
mannes Daniel Haag, weiland
igl. Forstamtsactuar in Pr⸗
masens.

St. Ingbert, 2. Ockbr. 1879.

Sauer, k. Notar.

—————

Das bekannte
Leder Appreétur,
sowie Leder und Oel wieder

eingetroffen bei
6G. Linn.

De⸗ von Herrn Hermann
Laur bisher bewohnte
Logis, bestehend aus 4 Zimmern,
Mansarde, Kellerraum ꝛc., ist bis
1. November beziehbar zu ver⸗
miethen. Dasselbe kann auch
getrennt vermiethet werden.
Nahere Auskunft ertheilt der
Fidgenthümer VB. Weisgerser.

fLambsheim, 8. Olt. Ein fremder Handwerksbursche
tahl gestern in der Wohnung des hiesigen Schornsteinfegermeisters
Zimpelmann, während sich Niemand im Zimmer befand, eint
Taschenuhr. Der Bestohlene gab dem Dieb, als er ihm unter der
Zimmerthür begegnete, noch ein Almosen. (FJ. T.)

Wuürzburg, 8. Okt. Das Militär-Bezirksgericht ver⸗
urtheiile heute die beiden Lieutenants Bartz und Mergler vom 32.
Jaͤgerbataillon in Zweibrücken wegen Vergehens des Zweikampfes
den ersteren zu 3 Monaten 8 Tagen, den letzteren zu 4 Monaten
8 Tagen Festungshaft. Kartellträäger Schuchardt wurde freige⸗
Prochen. (Pf. Pr.)

7. In Pasfrath feierte ein Ehepaar die Diamantene Hoch⸗
zeit. An dem Feste nahm ein Greis als froͤhlicher Gast Theil,
welcher auch vor 60 Jahren der Hochzeit beigewohnt hatte.

f Eine schrecklich Katastrophe ereignete sich in der tus⸗
sischen Fabrikftadt Bisesscheck. Dort explodirte nämlich in einer
Eisenfabrik ein großer Dampfkessel, wobei 836 Arbeiter getödtet und
über 20 schwer verwundet wurden.

Newe⸗york, 6. Olt. Bei einem hestigen Orkane, der
an der Küste von Mexico wüthete, fsind unweit Tabasco das nor⸗
wegische Schiff Helgoland, das deuische Schiff Elise Escuch, das
hollandische Schiff Amelia, das däuische Schiff Grijalva und die
franzoͤsischen Fahrzeuge Lawrence und Melaine gescheitert.

Fur die Redaction veraniwortlich: F. ä. Demeßz.

—— — — ——— ——————

Arbeiter-Rildungs⸗Verein.
gZur Feier des Stiftungsfestes
Sountag, den 18. ds. Mts., Nachmittags 3 Uhr, bei
Wirth Schweitzer auf'm Hökfchen
—
Reunion,
wozu die Muͤtglieder des Vereins, sowie alle hiesigen Bürger
ergebenst eingeladen werden.
Der Vorstand.
* 2
Pfaͤlz. landwirthsch. Ausstellung
EGMIiSOFRBRAAMCEMOIMOVMNI-
Die Ausstellung wird veclängert bis
sonntag, den 19. Oktober
einschließlich. —
Eintrittspreis von Montag, den 18. Oktober ab 80 Pfsg .
Schülerbiilete 25 Pfs.
Das Ausstellungstomite.
D ———
Bekanntmachung.

NHaria Renno von Donat's weltberühmte
Brust:Karamels sind heute in neuer Sendung eingetroffen.
Dieselben werden entweder roh gegessen oder 5— 6 Stüc
in heißer Milch aufgelöst, aber nur lau-warm geirunken.

Bei den vielfochen Fälschungen und Nachahmungen *
möge man nicht vergessen, daß die Brust-Karamels, wie ð
der Kakao⸗Thee, dieses so allgemein belieble, gesunde und
billige Nahrungsmittel, nur dann echt sind, wenn sich auf
der Vorderseite eines jeden Original⸗Karsons nicht Anderes
gedruckt findet, als die vier Worte: Maria
BRenno von Donat.

Jean Beters in St. Ingbert.
2 ——

21

In frischer Waare)
ist wieder eingetroffen
und empfehle in großer Auswahl
Filzschäfte,
geschnürt und mit Zug,“
ZCalné⸗Stiefel
in 3 Sorten,
sowie Filzschuhe u. Stiefel
8Rrinp.

Eine Grube guten
Strohdung
hat zu verlaufen
NWWeisgerber.
Weinkarken
auf Carton sind stets vorratbi
in der Buchdruckerei von
F. J. Nemeh.
Druck und Verlag von F. x. Deme in St. Ingbern
Hiezu Illustrirtes Sonp“casblatt Nr. AI.
        <pb n="559" />
        der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wochenllich) mi⸗ dem Hauptblatte perbundene Unterhaltungsblatt. Sonntags mit illustrirter Veie

lage) erscheint wochentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samsétag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljährlid

i 440 einschließlich Trägerlohn; durch die Posi bezogen 1.A 60 B, einschließlich 420 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswaärts
mit 15.— fur die vieraejpaltene Zeile Blattichrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 vro Zeile berechnet.
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9

187
ιαααα-

—
Deutsches Reich.
Munchen, 10. Ott. In der heutigen Sitzung des Finanz-
ausschusses der Abgeordnetenlammer wurde in die materielle Berath—
ing des Gesezentwurfs über den Malzaufschlag eingetreten. Die
Debatie über Art. 2 (Erhöhung des Malzaufschlages) und über
Art. 9 (wonach das Gefetz am A. November ds. Is. in Wirtsam⸗
eit treten soll) wurde auf morgen vertagt, die anderen sieben Artikel
des Entwurfes aber wurden underändert angenommen. Zum Schluß
der Sitzung erklärte Finanzminister v. Riedel, daß er auch eine
Hranntweinsteuer, und zwar eine solche, die den Konsumenien treffe,
in Vorlage zu bringen gedenke, worauf Abgeordneier Freytag er⸗
widerte, er moöͤge Dies nur so bald als mögüch ihun.
München, 11. Olt. Das Haupiinleresfjse der heutigen
Finanzausschußsitzung bot eine mehr als einstündige Rede des Finanz⸗
uinisters. Er belannte sich selbet schuldig, bezůüglich der Malzauf⸗
chlags:Gesetzesvotlage vielleicht zwei Fehler gemacht zu haben: ein⸗
Ral, daß er im Budget den 1. Juli als Einführungstermin berechnete;
Dies sei jetzt durch d'e Gesetz 8vorlage verbesserr; ebenso waͤre eß
besser gewesen, gleich den Satz von 6 Mari stait 5 Mart zu be⸗
antragen. Seine Ausführungen bezwedten nur die Vertheidigung
der so formulitten Anträge. Seitens des Ministeriums des Innern
wurde wegen Erkrankung des Ministers d. Pfeufer eine schriftliche
Mittheilung zur Unterstühung dieser Vorschläge verlesen, welche im
Einklang mit den Aeußerungen des Finanzministers die Erwartung
ausspricht, daß ein wesentlicher Theil der Aufschlagserböhung durch
die Bräuer und Wirthe zu tragen sein werde. Ebenso wird be—
sont, wie die Motive andeuten, daß eine Verminderung der kleinen,
schlecht geführten Wirthshäuser in diesem Falle zu boffen stehe.
—Nürnberg, 11. Olt. Der „Fränkische Kurier“ meldet;
Das bayerische Gewerbemuseum bereitel eine Landesindustrie⸗Ge⸗
werbe⸗ und Kunstausstellung in Nürnberg für das Jahr 1882 vor.
Die Stagisregierung werde dieselbe unterstützen. 34
Koln, 10. Olt. In der heute siatigehabten Generalver⸗
ammlung der Koöͤln-NMindener Eifenbahngesellschaft wurde der
wischen der Verwaltung und der Staatsregierung dereinbarte Ver—
rag über die Ueberlassung des Eigenthums der Bahn an den
Staat mit großer Majorität angenommen.
Aussand.

Wäsen, 12. Okt. Hierher gelangte Botschafts-Berichte ver⸗
sichern, die Broschüre „La Russie ou la Prusse“, welche in Berliner
amtlichen Kreisen so gerechtes Befremden erregte, habe vor ihrem
Erscheinen Gambetla vorgelegen. Gambrtta solite über die Zeit⸗
gemaßheit der. Veröͤffentlichung entscheiden. Er billigte die letztere,
worauf die Broschüre, welche dekanntüsch sehr andideuisch ist, erschien.
— Regierungsseitig werden die Gerüchte über die erschütterte Slel
lung des Ministers Stremayr dementict ·.

Rom, 12. Olt. Adt prächtig belränzte Leichenwagen durch—
ziehen im Augenblick d'e Straßen Roms. Sie enthalten die Ueber⸗
zeste der im Jahre 1849 und 1870 in Rom gefallenen Freiheits⸗
lämpfer, sowie diejenigen des Volkstribunen Ciceruochio, der 1849
von den Oesterreichern auf der Flucht standrechtlich erschossen wurde.
Tausende von Mitkampfern mit hundert Fahnen und zwoͤlf Musit⸗
lorps folgen dem Todienzuge nach dem Jamculus, wo in Gegen⸗
vart des Bücgermeisters und des Minssterpräsidenten Cairolidie
eierliche Beisezung stattfinden soll. Zur Berhütung einer anti⸗
sterreichischen Demonstration hat die Regierung verboten, daß der
Leichenzug vor dem diterreichischen Boischaftshotel dorbeidassict

—

frohen Hoffnungen, die sich aa denselben für unsere Stadt knüpfen,
ihre Erfüllung finden!

— Wir verweisen auf den im Angoncentheil des heutigen
Blattes enthaltenen Auszug aus dem Fahrplan der pfälz. Bahnen,
in welchem wir auch eine kleine Unrichtigkeit der im Sonntagsbiatte
zebrachten Rotiz über Ankunft und Abfahrt der Züge von Si. Ing⸗
hert nach Saarbrücken berichtigen.

St. Ingbert, 14. Olt. Gestern wurde in der hiefi⸗
gen Grube während seiner Arbeit der Bergmann Motsch von
Piederwürzba nqh von herabstützenden Kohlen so schwer am
Zopfe verletzt, daß er augenölicklich eine Leiche war. Derselbe ist
Wittwer, hinterläßt aber keine Kinder. Zwei seiner Brüder vei⸗
anglückten vor ihm schon in der Grube.

*In Sit. Jobhann hat sich am Sonntag Abend ein
Bierbrauer erschossen, wie es heißt aus Liebesgram. — Auch die
Fischbach bahn von Saarbrüden durch das Fischbachttal nach
Neunlirchen nebst der Verbindungsbahn von Schieifmuhie nach
Malstatt wird morgen Mittwoch 15. ds. dem öffentlichen Ver—
lehre übergeben.

t Am 8S. Oltober d. Is. ging bei einer Postanstalt in der
Pfalz ein Brief mit folgender drigineller Adresse ein: „Au Herrn
diefermeister in Hoppstätten er war auf dem Feilermark mit Bülten und
Fimer. Er ist ein kleiner Mann er halie keine Kinder bei Schweiuschit.“

fKaiserslautern, 10. Ott. Der mit 411 M. durch⸗
zebrannte Schriftführer einer hiesigen Krankenkasse wurde in Ham⸗
burg aufgegriffen und vorgestern ins hiesige Gefängniß eingeliefert,

Dürtheim, 11. Ott. Der Preis von Portugieser⸗
rauben stellt sich hier per Logel auf M. 8 bis 11 je nach Lage
and Qualität. In Ungftein M. 8 bis 9,80. (D. A.)

F Metßtz, 9. Olt. Die Zeitung fur Lolhringen berichtet:
„Ein aus Straßburg gebürtiger Mann Namens Erart hat am
30. September einen Mordversuch an einem jungen Mädchen,
Namens Delphine Greß, welches ihn nicht heirathen wollte, be⸗
jangen. In der dem Verbrechen foigenden Nacht entleible sich der
Mörder, indem er sich von dem Pariser Zuge Aberfahren ließ.
Sein Leichnam wurde schrecklich verstümmelt aufgefunden. Der
Zustand seines Opfers ist sehr bedenklich“.

FWeilheim, 9. Okt. Innerhalb 8 Tagen die zweite
grause Mordthat! Gestern Nachmitiags 3 Uhr wurde dahier der
Krämer Andreas Eichele von Oderzeismering bei Tutzing einge⸗
liefert, welcher seine Frau erwürgt und dann aufgebängt hat.
Heute Morgen wurde er an den Ort der That verbracht, wohin
sich auch sofort eine Gerichtslommisston begab.

FBei dem Octoberfest in Munchen erhielt die Dienstmagd
Q. Bioschel bei Abril, Gulsbesitzer in Offenbach (Landau), ehrende
Anerkennung.

tAuch ein Zeichen der Zeit! Ein gräflicher Heiraths⸗Vermitt⸗
ser hat sich nun auch in München etablirt. Laut Annonce der
„M. Neuest. Nachrichten“ werden solide Heitathen „bewerlstelligt“,
woruber Naheres bei Graf v. Hirschberg ꝛc. ꝛc.

T,Rewvork, 11. Oit. Bei einem Znsammensloß auf
der Michiganeisenbahn kamen 28 Personen um's Leben und wurden
10 verwundet.

t.Die amerikanischen Luftschiffer haben neuer⸗
zings Unglück gehabt. Ptof. Wise, der nebst zwei anderen Per⸗
onen von St. Louis aufstieg, ist in der Mocoupin Wildniß, Illindis,
zerloren gegangen; es fehlt jede Nachricht von ihn. In San
Francisco stieg ein Professor Colgrave während eines Sturmes
auf. Der Wind warf den Ballon auf die Telegraphendrähte, die
hn zerschnitten. Der Professor nebst einem Begleiter stürzten aus
der Gondel und fanden ouf dem Straßenpflaster ibren Tod.

RBlener Kunstaußstellung betr. Die Com—
nission für Ankauf vorzüglicher Kunstwerle jum Zweckee der Ver-
oosung in München hat ihre Arbeit beendet. Es befsieht kein
Zweifel, daß die Ziehung sicher am 5. November stattfinden und
ucht derschoben werde, da bereits der groͤßte Theil der Loose in
»sten Händen sich befindei.

Fur die Redaciion deramwoiiigc. —

Bermischtes.

S Ingbert, 14. Oltbr. Nachdem am verflossenen
Sonntag die neue Bahnstreche von hier nach Saar⸗
»xüden wiederholt von Oberbeamten der pfälzischen und preu⸗
zischen Bahn befahren wurde, steht der Erdffnung deiselben für den
Bersonen⸗ und Güterverkeht am morgigen Tage nichts mehr im
Wege. Der Postwagen wird also heute die Route von hier nach
Saarbrucken zum letzten Male machen und von morgen ab unserer
krinnerung angehören. Mit Erdffnung det Bahn beginnt für un⸗
ere Siadt ein wichtiger Zeitabichnitt. Wanschen wir, daß die
        <pb n="560" />
        Oeffentliche
Bekanntmachung.
Das k. Amtsgericht St. Ing⸗

bert hat heute folgenden Beschluß
gefaßt:

Ueber das Vermögen des Mi⸗
chael Eberhard, Wirth in
St. Ingbert, wird der Concurs
eröffnet. J *
die Erdffnung wird restge⸗
setzt auf F *

Dienstag, 70 Oktober
18789, Vormittags 10
Uhr. —

Zum Concursverwalier wird
der Geschäftsmann Philipp Fitz
dahier ernaunt.

Zur Beschlußfassung über die
Wahl eines andern Verwalters,
uber die Bestellung eines Gläu⸗
biger · Ausschusses und uͤber die in
den 88 120 und 1285 der Con⸗
eursordnung bezeichneten Fragen
wird Termin verordnet auf

Mittwoch den 3. No˖
vember nächsthin, des
Rachmittags um zwei
Uhr im Sitzungsfagle
des k. Amtsgerichts da⸗
hier. 7 X

Die Aumeldefrist läuft
bis zum 6. Dezember
einschließlich, nächsthin,
und wird allzgemeiner Prüfungs⸗
jermin festgesetzt aauf

Dienstag den 6. Ja⸗
nugar 1880, Vormittags
—AX
kale. —*
Allen Personen, welche eine
zur Concurswasse gehör ge Sache
in Besitz haben oder zur Con⸗
cursmasse eiwas schuldig sind,
wird aufgegeben, nichts an den
Bemeinschuldner zu verabfolgen
oder zu leisten, auch die Ver—
pflichiung auferlegt, von dem
Wesitz der Sache und von den
Forderungen, für welche sie aus
der Sache abgesonderte Befrie⸗
digung in Anspruch nehmen, dem
Concursverwalter innerhalb einer
Frist von drei Wochen von heute
an, Anzeige zu machen.

Zu den obigen Terminen
werden die Betheiligten hiermit
porgeladen. ,

Si. Jngberl, 7. Oll. 1879.
Ggl. Anitsgericht:
I gez. König.

Zur Beglaubigung
. Deer k. Gerichtschreiber
Krieger.
De an der Kohlenstraße in
St. Ingbert gelegene früher
Morlo'sche Haus ist sogleich
beziehdar zu vermiethen auch aus
freier Hand auf Termine zu
berkaufen.
Gebrüder Schmidt
Brauerei zum Part
Zweibrden.

Warnung.

Ich ersuche hiermit Jeder⸗
wann meinein Stiefsohne Martin
Blaesi weder etwas zu bargen
noch zu leihen, indem ich keine
Zahlung oder sonstige Leistung
für denselben mache. —

St. Ingbert, 13. Ott. 1879.

Jakob Nsteger.

Oeffentliche
Bekanntmachung.
Das k. Amtsgericht dahier hat

deute folgenden Beschluß gefaßt:

Ueher das Vermögen des Ger⸗
bers Friedrich Hermann
daur in St. Ingbert
wird der Concurs eröffnet und
die Erdffnung festgesetzt au
ESamstag den 11. Ok
tober 1870, des Nach⸗
mittags um drei Uhr.

Zum Concursberwalter wird
der Geschäftsmann Philipp Fiß
dahier ernannt.

Zur Beschlußfassung über die
Wohl eines andern Verwalters,
iber die Bestellung eines Gläu⸗
zigerausschusses und über die in
ꝛen 8 120 und 125 der Con-
tursocdnung bezeichne:en Fragen
wird Termin verordnet auß

Mittwoch den 8. No—
bember nächsthin, des
Nachmittags um drei
Uhr, im Sitzungssaale
des kgl. Aumtsgerichts
dahier.

Di⸗e Anmeldefrist läuft
bhie zum 16. Dezember
einschließlich, nächstst hin
und wird allgemeiner Prüfungs⸗
jermin festgesetzt auf

Dienstag den 18. Ja⸗—
nuar 1880, Vormittags
d Uhr in dem selben Lo⸗
kale.
Allen Personen, welche eine
zur Concursmasse gehörige Sache
in Besitz haben oder zur Con⸗
zursmasse etwas schuldig sind,
vird aufgegeben, nichts an den
Hemeinschusdner zu verabfolgen
»der zu leisten, auch die Ver⸗
Fflichtung auferlegt, von dem
vesih der Sache und von den
Forderungen, für welche sie aus
ser Sache abgesonderte Befriedi⸗
zung in Anspeuch nehmen, dem
oncur sverwaller innerhalb einer
Frist von drei Wochen von heute
an, Anzeige zu machen.

Zu den obigen Ter minen
werden die Betheiligten hiermit
vorgeladen, 8

Si. Ingbert, 11. Ott. 1879.

Kgl. Amtsgericht:
gez. König . dJa
: Zur Beglaubigung

Deftk. Gerichischreiber
Krieger.
Sehr
I Saatkorn
empfehlen
Franz Grell's Natfolzer.
*B3Zu Weihnachten wird
iuf Sengscheidrer Hof ein
uderlässiger Schwein hirt ge⸗
ucht. Näheres ist zu erfragen
zei dem dottigen Adjunkten.

, Der Gesammt⸗Auflage
unseres heutigen Blattes liegt
in Prospect des weltberühmten
il 20 Jahren bekannsen Ma⸗
„enbitters von Wallrad Ott
nar Bernhard, Hofdestillaieur
5. M. d. Königs von Bayern
ei. Niederlage in:

Zzt. Ingbert dei Jean Peters.
ẽrdach bei Carl Dielforter.
Bliestastel bei L. B. Husiono

pfäl i ll
pPfälz. landwirthsch. Ausstellung
KaaisssersIanι
—A —
sonntag, den 19. Oktober
anschließlihh 38
Eintrittspreis von Montag, den 18. Oktober ab 80 Pfg.
Schuͤlerblilete 2ß0 Pfg.
VDie pfalzischen und hessischen Bahnen gewaͤhren Fahrtar⸗
Ermaßigung wie bisher dis incle kommenden Sonntag, den 10. et.
Das Ausstellungscomite.
4 .TAMEXIñcAieA.
Im Koönigreich Bayern geletlich erlaubte
araa Es müssen gewennen werden
IIar5000
n der vom Staate genehmigten und garantirten, unter Leitung
einer General⸗Direktion stehenden großen 277, Hamburger
Geld⸗Verloosung.
Dieselbe besteht aus 94,000 Loosen, wovon AO,OOO, also weit
uber die Halfte, binnen wenigen Monaten durch 7 Gewimnziehungen mit
Gewinnen gezogen werden müfssen. —A ———
nanen veee großte Gewinn ist im uæ Fall 39
»Mark 400,000.
Die Hauptcew me sind folgende: —VVVVVVoV——;
250000 2 3. 300001 5 à 8000 12. 2 1600
72709 250000 2 ,6000 2 41200
— 20000 54 , 3000 631 1000
5795 150001 62, 4000 773 99
dc. 220001 65 . 3000 950 . 2300
Ooꝰ I10000 213 „ 20001 65 200
) à 150, 26450 à 188 25c. x
Die Auszahlung der Gewinne erfolgt prompt unter Staatsgarantie.
Zur ersten Gewinnziehung beträgt die planmäßige Einlage-
sur I ganzes Origipalloos Mark 656
1nalbes 3. -
6 —* L viertel·· —J—— 1.509. 2* *
Diese vom Siaate garantirten, das Staatswappen tragende,
mit dem bayerischen Stempel versehenen Original loose
keine Promessen!) versenden wir gegen Einsendung des Betrages (in
ingeschriebenem Briefe) gegen Posteinzahlung oder Nachnahme. — Alle
Besiellungen werden puünltlich ausgeführt, der amtliche Ziehungsplan den
Loosen gratis beigefügt und wird nach der Ziehung die amtliche Gewinn⸗
iste unaufgefordert übersendet.
Die Verloofungen bieten die größten Vortheile und find mit vielen
hedenenden Gewinnen ausgestattet; alle Ansprüche der Theilnehmer als
aberwuchang, Garantie fur pünktliche Auszahlung der Gewinne
sind vollständig gewahrt. — Unser eifrigstes Bestreben wird es jein, das
ins zu Theil werdende Vertra uen zu rechtfertigen.
Da unser Loosevorrath nur klein ist und die Aufträge sehr zahlreich
eintaufen, so beliebe man gefl. Bestellungen sogleich, aber vor dem—
I5. Aovember d. J- rae
direct zu richten an LôWeo &amp; 00 J .
J Bank und Wehhselgeschäft in humburg.
Von den vielen großen Gewinnen, welche in diese Collecte fielen und
an die gluclichen Gewinner ausbezahli wurden, ien wir nur:
Vtrf. 202000 auf No 66391 Mt. 252000 auf No. 70884
Höark 303000 auf No 80643.
— æ — — —
Fahrplan vom 10. Ottober 1879 an.
Si. Ingbert-Saarbrückken. 53
Si. Ingbert ab. .. 340, 730, 12 2, 639.
Saarbrücken Ortszeit) an:.. 3585, 746, 12 18, 656.
ESaarbrücen⸗St. Ingbhert.
Saarbtücen Grtoicith abz .. 844, 1115, 432,8 25.
St. Ingbert an : 7 10, 11 41.. 458, 851.

St. Ingbert⸗Zweibrücken.
St. Ingbert abꝛ:. 810 711, 1142, 469.
Zweidrüden an:? ...834 754 12 25, 6 42.
8weibrücken⸗St. Ingbert.
Zweibrücken ab: 643, 11 13, 11 40p 5 66.
Si Iacbett on: 72912 -.,IBS G 38.
Bierbach ab: 6324 — St. Inabert an: 7285.
3Zweibrücken-Landau.
Zweibrücken ab:..318, 758* 12 28, 53 46.
Jandau an:: . 783, 9 88* 36, 820.

Landau⸗Zweibrücken.
dandau ab: . 8 25 12, 3582* 8374.
Zweibrücken an .1049, 340, 5 40* 10 43.
5weu. raden-Homburg!, —
Zweibrücken ab: 816, 7 2.1080, 1227. 48, 643, 8 30
Homburg an 611, 727, 1115, 1252. 480, 7 1, 853
J Homburg-Zweibrücken.
domburg ab: 624, 846, 11353, 110, 440, 710, 935
Zweibruchen as: 649, 9 5, 12 —, 135,5 6, 7385, 10 —
* bedeutet Schnellzug. — f nur Wagen 3. Ckusse.
— — — —— — — — — —— — 2——⏑‘⏑‘— — —
Trud vond Versag von F. X. Demes in St. Inagbert.
        <pb n="561" />
        2 —A
*
* —— 55 *7 53 *5
* 22 55 — F 3 72*
— 553223 27 22 5538 525 388 S28*
2 3253527 5533.33 868 3 383 33 5553 3333555*
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        Sl. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Binzeiger und das (2 mal wöoͤchentlich? mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterb altunceblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheine woöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonuementspreis beträgt vierteljährlich

L. A 40 A einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.A 60 H, einschließlich 40 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswarts
mit 154 fur die viergespaltene Zeile Blattschriit oder deren Raum, Neclamen mit 30 H pro Zeile berechnet.
M 164. 2* D.)ounumnerstag, den 16.Oktober 1879.
dä

J Deutsches Reich.

— Müuünqhen, 14. Okt. Se. Maj— der König ermächtigte

den Finanzminister, bei der Kammer eine Erhöhung des Malzauf⸗

schlages auf 6 M. per Hektoliter zu beantrkaggen. —

Muumnchen. Auf die Tagesordnung der nächsten (106.)

Plenarsitung der Abgeordnetenkammer am Donnerketag 16. d. M.

ist die Berathung des Mialzaufschlaggesetzentwurfes gesetzt. Der

Antrag des Finanzausschusses lautet: „Die Kammier wolle beschließen:

l. Ueberschrift und Eingang des Gesetzentwurfes seien unverändert

anzunehmen. 2. Artikel 1ebenso. 3. Artikel 2 soll folgende

Fassung erhalten: Artikel 8 soll lauten: „„Von dem Hektoliter un⸗

zebrochenen Molzes ohne Unterscheidung zwischen trockenem oder

zingesprengtem Malze und ebenso von dem Hektoliter des zur

Hrüumalzbereitung für aufschlagpflichtige Fabrikation bestimmten

Betreides wird als Aerarialqialzaufschlog der Betrag von 4 Mart

nach der in der Mühle oder am Beiriebsorte vorgenommenen Ab—

messung erhoben. Ob und inwieweit eine Erhöhung des Aufschlages

füt das zur Bierbereitung bestimmte Malz eintreten soll, wird im

Finanzgesetze für die XV. Finanzperiode festgestellt. Ein Malz-

oder Getreidequantum, welches weniger als 4 Liter beträgt, bleibt
außer Ansatz. Die k. Regierung ist ermächtigt, den Aufschlag für
das zur Beteinung von flüssiger Kunst- (Malz:) Hefe bestimmte

Malz, insoferne hiebei das gewöhnliche Maß der Malzverwendung
bei Herstellung von trockener Hefe überschritten wird, zu einem Theile
zu erlaffen und die I nothwendigen Sicherungsmaßregeln an⸗
zuordnen.““ 4) Art. Z mit O seien unverändert anzunehmen.

Berlin, 13. Olt. Der laufende Monat wird nicht vor⸗

übergehen, ohne die Verhandlungen über die weiteren Handelsvbe⸗
zsiehungen zwischen Deutschland und Oesterreich in Fluß gebracht zu
sehen. Fuͤrst Bismarck hat vor seiner Abreise dieser Angelegenheit
noch ganz besondere Sorgfalt zugewendet und bezüglich derselben
alle Anordnungen getroffen, um sie wenigstens zunächst in Aagriff
nehmen zu können. Die Couferenzen werden in Berlin stanfinden
und, wie man wissen will, sind die Einladungen in den letzten

Tagen bereits nach Wien abgegangen. An den hier zustehenden
Stellen haben die Conferenzen in den letzten Tagen den Gegenstand
eingehender Berathung gebildet, deren Inhalt jelbverständlich geheim
gehalten wird.

— Die Besteuerung der Wanderlager bildet seit längerer
Zeit den Gegenstand der Erwägungen seitens der Regierung. Be⸗
kanntlich ist man durch die Best mmungen der Stadteordnung ge⸗
hemmt, die Besitzer von Wanderlagern zu Abgaben heranzuziehen
und daher außer Stande, in Gemäßheit der anderweiten Bestimm⸗
ungen der Reichsgesetze zu verfahren. Es wird sich nun darum
hondeln, diese Widersptüche zunächst auszugleichen und dann die
VBesteuerung vorzunehmen. Indessen würde wohl keine Communal⸗
steuer erhoben werden, sondern die Regierung dürfte sich vorbehalten,
einen Theil dieser Sleuer, sowie einen solchen auf das Schanlge
werbe, den Communen ganz oder theilweise zuzuwenden.

Aus guter Quelle erfährt die „K. Z.“, daß es in Wien
nicht bloß bei mündlichen Verabredungen geblieben, sondern zwischen
Deutschland und Oesterteich ein förmlicher Vertrag abgeschlossen
woiden ist. Das Bündniß zwischen beiden Reichen ist nur zum
Schutze der beiderseitigen Inkeressen bestimmt und daher für Nie⸗
mand bedrohlich, auch nicht für Rußland, wenn dieses sich entschließt,
die Bedingungen des Berliner Friedens zu achten und die pansla⸗
pistischen Wühlereien nicht zu begünstigen. Kaiser Wilhelm, welcher
das freundichaftliche Verhältniß zu Rußland zu bewahren wünscht,
hat sich in die neue Wendung der Dinge nicht ohne Widerstreben
Jefügt, indessen sich von deren Nothwendigkeit überzeugt. Es ist
auch ebenso von der „N. A. Z.“ ausdrücklich konstatirt worden,
daß dem engeren Anschluß zwischen Deutschland und Oesterreich nur
eine auf Erhaltung und Starkung des Friedens gerichtete Tendenz
zu Grunde liegen kann. Gerade deßwegen vermag dieses Verhältniß
die Pflege aufrichtiger Freundschaft mit Rußland wesentlich zu fördern.
Das Einvernehmen zwischen Deutschland und Oesterteich ist für Ruß⸗
iand noch nie bedrotzlich gewesen und wird es auch in Zulunft nicht
jein, wenn es in Rußland dem richtigen Verständniß begegnet.

Aussand.
— Bräfsel, 13. Oll. ‚Echo du Parlement“ meldet: In
Brügge, wo am 14. d. die Wahl eines Senators Statt fin⸗
det, kam es in vergangener Nacht auf verschiedenen Punkten zu
Rsuhestörungen. Die Polizei mußte einschreiten und mehrere Ver⸗
jaftungen vornehmen. Der Gouverneur requirirte Gensdarmerie,
velche unverzüglich den Dienst übernahm. Die Wahlaufrufe der
diberalen wurden zerrissen, eine Person durch Messerstiche verwundet.
ꝓ„ermischtes.

*8St. Ingbert, 16. Okt. Gestern war es ia der Nähe
ses neuen Babnhofes, der mit der Eröffnung der Bahn nach Saar⸗
htücken auch seiner Bestimmung übergeben wurde, immer sehr belebt.
Zesonders fand sich bei Ankunst und Übgang der Züge stets eine
zrößere Zahl Neugieriger und Schaulustiger ein. Der Bahnhof
elbst macht sowohl in seiner Außeren, wie auch in seiner inneren
Uußstattung den besten Eindruck, und es mögen die darin arbeis
enden Beamten über die Uebersiedelung aus den engen, zuzigen
Räumen des alten Bahnhofes in das neue Gebäude mit seiner
weckentsprechenden Einrichtung wohl erfreut sein. Wird auch noch
leißßzig in der Nähe des Bahnhofes, besonders an dem Bau des
Bergmannswartesaales, gearbeitet, so läßt sich doch schon jetzt er⸗
ennen, daß die neue Anlage nach ihrer Fertjgstellung unserer Stadt
ur Zierde gereichen wird.

*Sit. Ingbert, 16. Okt. Ein schrecklicher Unglücksfall
reignete sich gestern Nachmittag auf dem Bahnhofe Saarbrücken⸗
Sit. Johann kurz vor Abgang des um 4 Uhr 88 M. von dort hier an⸗
ommenden Zuges. Eine Frau, die, wie man sagt, unter der Bar⸗
riere durchgekrochen war, wurde beim Ueberschreiten der drei sie
von ihrem Zuge trennenden Bahngeleise von einer Rangirmaschine
iberfahren und derart verstümmelt, daß man Mühe hatte, die
Räder der Maschine von den einzelnen Fetzen zu reinigen.

F Die pfiälz. Schwurgerichtssitzung (4. Quartal)
pird am 8. Dezember eröffnet und ist Herr Oberlandesgerichtdrath
F. Nössel als Vorsitzender ernannt.

Es kommt in neuester Zeit eine schön rothe dickflüssige
Masse in den Handel, welche, von Weinmachern in geringer Menge
)em Wein zugesetzt, denselben in einen Pracht Rothwein umwandelt.
Um das Pudlikum vor schändlicher Uebervortheilung zu schützen,
twähne ich, daß so hergestellter Rothwein auf Kreide geirdpfelt
einen rothen, ächter Rothwein hingegen einen schieferfarbigen Fleck
urückläßt. (. A.)

FNeustadt, 13. Oct. Als ein Zeichen der Zeit mag
es angesehen werden, daß heute hier eine Wagenladung Tyroler
Trauben, zum Theil in Kisten verpackt, ankamen. (Pf. Pr)

Speyer, 14. Oct. Vom 15. l. Mis. ab wird im
nternen, ebenso im direkten Verlehr mit den Stationen der Saar⸗
rücker⸗, Rhein⸗Nahe:, sowie mit jenen der Hessischen Ludwigsbahn
ei den zwet Tage gilligen Retourbilleten der unmitteldat auf den
Tag der Ausgabe folgende Sonn⸗ oder gesetzliche Feiertag nicht mit⸗
zezaͤhlt, so daß in solchen Fällen diese Billete eine Giltigleitsdauer
jon drei Tagen, den Tag der Ausgabe mitgerechnet, erhalten.

Suilzbach. Ein schreducher Unglücksfall ereignete sich
im Sonntag Morgen auf der Grube Dudweiler, indem 2 an den
vortigen Kesselanlagen bedienstete Maschinenwärter N. und Sch.,
velche Reparataren an denselben aussühren wollten, durch Aus⸗
irömen von Wasserdampf so verbrannt wurden, daß beide in der
arauffolgenden Nacht in hiesigem Lazareth, wohin dieselben über⸗
ührt wurden, ihren Leiden etlagen. D'e Verunglückten sind beide
Familienväter, (B. d. S.Th)

7Friedrichzthal, 18. Olt. Ein bellagenswerthes
Anglück hat sich heune Vormittag 10 Uhr hier zugetragen. Zwei
dinder eines hiefigen Glasmacheis, 2923 und 9 Jahre alt, gingen
uuf einem Über einen Schlackenhaufen sführenden Pfad. Plötzlich
zrach das kleinere Kind in den Boden ein und Rauch und Flam⸗
nen schlugen heraus. Das ältere Kind, selbst verbrannt und in
zen Tod erschrocken, lief zurück und holle Hülse. Leider wer das
ime Kind als man es endlich mit Scauseln und Hacken hetaus⸗
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        grub, so verbrannt, daß es nach 2 Stunden unsäglichen Leident
derstarb. Es wäre zur Vermeidung ähnlicher Unglücksfälle erwünscht
alle über derartige Schlackenhaufen führenden Pfade zu schließen.
. In Obe thaufen warf ein auf der Kohlenzeche be
schaftigker junger Mensch, nachdem er sich eine Zeit lang die Nede
reien und Steinwürfe eines ochtjährigen Knaben hatte gefallen
lassen, endlich auch nach diesem und traf ihn so unglüdlich an den
Koͤpf, daß nach Arztlichem Ausspruche der Tod erfolgen muß. Der
junge Mann wurde gesänglich eingezogen.
Stuttgart, 14. Okt. Gestern Abend um 10 Uhr
stießen in Heidesheim bei Bruchsalauf der Kreuzungsstelle zwei
auch Personen führende Güterzüge zusammen. Von Pafsagieren
blieben lodt: Frau Apotheker Gerber aus Breiten, Barbara Bögner
aus Günzburg und Sattler Diettrich aus Mühlacker. Verletz
wurden noch 13 Reisende und 2 Bahnbedienstete. Der schuld⸗
tragende Lokomotivführer hat sich erschossen.
7 Ein Geschäft in Maing suchte einen Lehrling mit 14 M.
monailichem Lohne. Zu der Stelle meldete sich ein bejahrter Mann,
früher selbständiger Kaufmann, und bat flehentlich um Ueberlassung
derfelben, da er sonst dem Hungertode Preis gegeben sei. Wenn
er auch die Stelle nicht erhielt, so wurde ihm doch eine ansehnliche
Gabe zu Theil.

1 Würzburg. Ein Studirender der Pharmazie, Nament
H., verschmand vorigen Winter, nachdem er durch den Tod seiner
Eltern in den Besitz eines Vermögens von ca. 40,000 fl. gelangl
war, von hier mit einer Schausptelerin, welche notorisch in Re⸗
zepten für das Durchputzen von Geld gut Bescheid weiß. Dieses
hübsche Talent bewährte die Dame denn auch an H., und zwar so
rasch, daß derselbe sich kürzlich in einer auswärtigen Stadt aus
Mangel an zum Lebensunterhalt nothwendigen Mitteln erschoß.
Also erst ve r schossen, daunn er schossen! Ja, ja, derlei Liebe zieht
den leichtsinnigen Jüngling bekanntlich nicht blos an, sondern
auch — aus.

Lohr. Der Obstsegen im heurigen Jahr ist groß;
Zwelschen und Birnen gibt es ziemlich viele, Aepfel in Hülle und
Fülle.“ Der ursprüngliche Preis pon 4 Mark pr. Ctr. Aepfe!
wunrde rasch auf Mark 8,50 dann Mk. 3 herabgedrückt und seibst
zu diesem Vreife ünd sie kaum noch anzubringen. Aepielmost wird

heuer in großen Quantikälen gemacht; dessen Consum hat aller—
dings gegen früher nachgelassen, allein bei dem billigen Aepfelpreis
kann er auch um billigeren Preis abgegeben werden und dürfte
bald dem Bier eine nicht zu unterschätzende Concurrenz“ bereiten.

7 Bei Herne auf Zeche ‚Cerget“? sind vier Bergleute ver⸗
unglückt. Einer der Unglücklichen fiel 50 Meiter tief in den Brems⸗
schacht. Alle 4 sind verheirathet.

r VEin schredliches Jagdunglück ist am Sonnabend dem Prinzen
Reuß, dem jüngeren, in der Gegend von S Vzhee erg in
Schlesien passirt. Derselbe befand sich morgens mit einem Ober⸗
örster · Candidaten auf der Jagd. Auf dem Rückweg von derselben
wollte der junge Prinz sein Gewehr abschießen und wählte als Ziel
rinen Grenzsitein. Der Schuß ging los, fehlte aber daß Ziel und
anstatt des Steins traf ex eine auf cinem nahen Feld arbeitende
Frau. Die Kugel war der Uaglücklichen in der Hüftengegend in
den Leib gedrungen; dieselbe wurde sofort in das Krankenhaus
nach Schmiedeberg gebracht, wo ihr am Nachmittag das Gefchoß
herausgeschniflen wurde, sie ist jedoch bald nachher ihren Wunden
erlegen.

Belgrad, 10. Okt. Heute Nachmitiag 424 Uhr fand
dier ein starkes Erdbeben statt, das 8 Sekunden dauerte und die
Richtung von Nord-Nordost und Süd⸗Suldwest zeigte. vi

f In der Färberei der Herren Balme u. Pritchard in Ha-
bifax England) fand am 9. d. eine furchtbare Kesselerplosion
datt, durch welche sechs Personen, darunter Peitchard, der Chef der
Firma, getödtet und mehrete andere schwer verletzt wurden. Das
Bebäude, iu welchem der Kessel stand, wurde in einen Trümmer⸗
haufen verwandelt.

arktberichte.
Homburg, 15. Oktober. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
12 M. 03 Pf. Korn 8 M. 53 Pf. Spelzkern — M. — Pf., Spelz 6 M.
60 Pf., Gerfte 2reihige O M. — Pf., Gerste Kreihige O M. — Pf. Hafer
6 M. 4 Pf., Mischfrucht O M. — Pf., Erbsen O M. — Pf., Wicen
Od M. — Pf., Bohnen — M. — Pf., Kleesamen — M. — Pf. Korn⸗
brod 6 Pfund 74 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — Pf.
Rindfleisch 44 Pf., Kalbfleisch 40 Pf., Hammelfleisch — Pf., Schweinefleisch
50 Pf., Butter 1 Nfund Q M. 90 Pf., Kartofeln per Ctr. ß M. — pf.
Fur die Redackian verantwortlich: X Demeß.
* —
Kgl. Kreis-RVangewerkschule Einladung
Kaiserslautern. Die bei der ersten Be a
sprechung anwesenden Schüler des v
Der Unfterricht an der Kreis⸗Baugewerlschule für das Winter⸗ storbenen Lehters Henttes tze imet,weldde am 8. 7
halbjeten d78 beneemn Peontag, den 83. Oovember ex⸗ fattfand, haben beschlossen, eine zweite Versammlung in —
dcalnalen der Kreis Vaugewertschule (GPfalg sches q
—6 Verstotbenen zahlreich einfinden könnten. Der zwea der p des
resteht aus 8 Cursen in 8 Winerhalbjahren und tezwect jun lung ist Jedem bekannt. Die Schülex des Verlebten, die 58 —
Veulen, welche dem Bauhandwerke angehören oder sich n ua und Vitanne dessciben, sowie alte Verehier der Schuie und *
widmen beabsichtigen, demnach Maurern, Sieinhauern, —8 * asaot, ah en
Glasern, Spenglern, Dache und Schieferdeckern, fernet Schteinern. Sonntag, den 180. Oktober, Nachmittags 234 Uhr
Schiossern, Tünchern , Zimmera- und Decoralionsmalern die zun im Grewenig'schen Saale
ralouellen Betriebe ihres Handwerls erforderlichen Kenntnisse zu zu erscheinen, um die Wahl eines Comite's vorzun⸗
vermitieln. Der Unterricht ersolgt durch theoretische und —28 7F Für autes Bier zu 12 Pf. ist er
nrh, sn ehee Darstellung in thunlichst populär ge— Pal a isihie ne
ener Weise. ür Schreiner und Schlosser schli i Pf hich
iheoretische Ausbildung der Unterricht e ey woe 3. ndn ir * Ausstellung
ee en ee in 9 Manipulationen des — Die Ausstellung eeee vn⸗
r 1 rtigen von Aufsätzen und geschwei t —
An loserim Schmicden Dene d —B — — — Sonntag, den 19. Oktober
den geüdt werden. Dieser Unterricht kann im Sommer fortgesetzt —28 is von
werden. wenn der Schüler als Leheling in die Werlstätte —* i⸗ er Nortzhe tover ab d0 Vsa
eledn aden I run in bntan⸗ E poeee * —*— — gewähren Fahrt
9 tte an —4 2 riax⸗
uchen hen usbisdung gegeben, wie aqus dem Ermaßigung wie bishber bis incl. o ne den 19.
Außerdem konnen auch junge Leute vom . — —— — as Ausslellungscomite.
Kunstschreiner „Gold⸗ und ee , —AI rehee mit Stall —
— —X re., als Hospitanten Aufnahme flͤden u J. n re in der — ar AV
uͤn Zachnen und Entwerfen von ebli i se, neden Erben Brunio ei Kranmer &amp;Co. in Leipꝛ int⸗
j —— —— Begenständen eaeg, if hu dertaufen n ge⸗ gn Leipzia erscheint
Die Inscription findet am 30. und 31. Ottober J. Is. auf Gebr. Stief. ——
dem .Reclotate, 9 bis 12 Uhr Vormittags und 4 bis 6 uhr Am Sonntag wnge Zeitschrift in Monatshesten fürr leichte ele⸗
Nachmistags. statt, wobei die amtlich beglaudigten Schul⸗ und Lehe 9p —9 vor meinem diß eee Arbeiten, enthaltend neue
eugn sse citzubringen sind. Das Schulgeld beträgt 20 M. und ift ein Seckiger Shawl, ee w ilenien 3
bei der Inscer ption zu entrichten. Zur Befreiung von demfelden und weiß coritt, gefunden h rud guemuner —5 — —
dic Woelage lines Durftgkeitszeugn sses ndihig Der Eigenthumer kaun deuselben s ee —333
Lehrprogramme und Slatuten können durch die Tascher'⸗ gegen Bezahlung der Inseratloster —* de eebe kostet pro M
sche Brchhandlung hier, jeder Zeit, gegen portofteie Einsendung —A —— ——
bon 40 P. per Exemplar, bezogen werden. Job. Weirich, Friseur 5 — De rdrelnape gen
Faiserzlhautern im September 1879. Ofen * 3— Dehen denee di ew
an abonni
Aglt. R ectorat: mit Rohrt und Ofenstein hat z I5 —————— *
. Spatæ. tausen Ee eeen Buchhandlungen und e
Druck und Verlag von F. X. Demest in St. Ingbert

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m — u A 22 — —
58 32353 58323333 533 53328
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55 2523 52325 —— — 5—3 3335 53 825 4233432
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        Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2. mal wðchentlich mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erjcheint wöchentlich viermal? Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich

lA 40 2 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.M 60 HB, einschließlich 420 H Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswarts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 80 pro Zeile berechnet.
M. —165. 7 Samstag, den 18. Oktober 1879.

7

Deutsches Reich.

Mäünchen, 14. Oktt. Die sämmtlichen Bierbrauer von
München, die Brauereien in Eilangen, die sämmtlichen Nürnberger
Brauereien, die Brauereien von Würzburg, Amberg, Vilshofen,
Ansbach, Aschaffenburg, Schweinfurt und die Freiherrl. v Thüngen⸗
chen Brauexeien in Thüngen und Zeitlofs, sowie die Rheinpfalz,
»ann die sämmtlichen Exrportbier⸗Brauereien in Kulmbach haben an
dit Kammer der Abgeordneten ein Gesuch gerichtet uUm Versagung
)er Zustimmung zu dem von der k. Staatsregierung am 30. Sep⸗
ember vorgelegten Gesetzentwurf den Maizaufschlag betr., soweit der⸗
elbe eine Erhöhung des Malzaufschlages beziele. Eine Aunschlußer⸗
lärung an diese Petition ist eingelaufen von den Brauerei besitzern
der Stadt Augsburg und verschiedener Städie und Orischaften qus
Zchwaben und Oberbaher.

Der Referent der Reichsrathslammer, von Neuffer, dat über

ven Gefetzentwucf „die pfäl zischen Bahbnen“ Linen Bericht
rstattet, der u. A. Folgendes enthält: „Was die „Laiserslautern⸗
Lautereder? Bahn anbelangt, so sprechen allerdings viele Gründe
dafür, obwohl die Ansichten darüber sich noch nicht ganz geklärt
ind felbst die pfälzischen Vertreter nicht im vollständigen Eintlange
ich ausgesprochen haben. So viel steht aber fest, daß die bisherige
Berzögerung in dieser Angelegenheit diese selbst nicht geschädigt hat,
zaß ferner 1. die Bahn mit und ohne Zweigbahn doch eine Sack—
zahn ist, und daß fsie 2. ohne Anschluß an das preußische Gebiet
zeue Opfer verlangen, mit einem Worte das bisherige Eisenbahn⸗
»eficit nicht vermindern, sondern nur vergrößern wird. Zu solch'
ieuen Opfern können wir uns aber bei unserer allgemeinen Finanz⸗
age jetzt kaum berusen fühlen und um so weniget, als wir von
dem Alp noch nicht befreit sind, der bezüglich der Kaltenbach⸗
Dahn⸗Bergzaberer“ Bahn auf uns liegt. Freilich sollte man nicht
nenken lönnen, daß die badische Regierung auf der Erfüllung eines
Bertrages bestehe. der sür Baden selbst bei der heutigen Gesialtung
des Eisenbahnverkehrs kaum von ersprießlichen Folgen sein möchte.
Faßt man dieses Alles in's Auge, so wird zugegeben werden müssen,
zaß eben auch die „Lauterthal Bahn“ sich in eine weitere Stundung
ügen und sich bequemen muß, was hiemit Berichterstatter auch be⸗
autragt. Die vorgeschlagene Verbindung „zwischen Saargemünd
end Zweibrücken? wird dagegen wesentlich dazu beitragen, den bis⸗
jerigen Verkehr auf dieser Strecke zu sördern, und bei dem Um⸗
tande, daß eine solche Bahn den betr. Weg ansehnlich abkürzt,
ohne Zweifel nicht ohne nützliche Folgen sein, dann aber neue Opfer
zerlangen. Berichterstatter glaubt daher, daß die verlangte Er⸗
nachtigung für diese Bahn zu geben sei und der einzige Arlikel zu
sjeißen hade: Die Staatsregierung ist ermächtigt, sür den Fall der
derstellung einer Verbindungsbahn zwischen den Eisenbahnlinien
„Bitsch Saargemüad“, sowie „Zieibtücken⸗Saargemünd“ einerseits
ind Saargemünd⸗Saaralben“ andererseits sür ein Bau⸗ und Ein⸗
richtungscapital im Maximalbetrage von 265,000 Mark einen
ahrlichen Zinsertrag in der Maximalhöhe von 414 pCt. bis zum
31. Dezember 1904 zu gewährleisten, oder statt dieses Zinsertrages
inen Ueberschuß der Betriebsssrente in einer dem 419sprojentigen
zins aus diesem Capital entsprechenden Größe sicher zu stellen.
Doch kann Referent nicht umhin, zu bemerlen, daß, nachdem die
convertirung der ganzen bayerijchen Eisenbahnschuld vor sich ge⸗
zangen und der Zins von 490 auf 4 pCt. hetabgesetzt worden ist,
ur dünftige pfälzische Bahnen auch keine höher? Garantie zu geben
ein dürfte.“ Bei der in den betreffenden Kreisen herrschenden
SZtimmung wird der Reichsrath höchst wahrscheinlich sich die Ansicht
ies Referenten aneignen und würde die Ersüllung der Hoffnungen
3 sBerhalbemoloee dadurch in unabsehbare Ferne hinaus⸗
zerückt.

Berlin, 14. Ott. Hente ging die Abstimmung der Ak—
nonäre der Berlin ⸗Poisdam-⸗Magdeburget Eisenbahn über den Ver—
auf dieser Bahn an den Staai dot sich. Für das Vrojelt wurden
1140. gegen dasselbe 1064 Stimmen abgegeben. Da zum Ver—
W Mojoriiat nöthig sind, so ist demnach der Verlauf ab⸗
elehnt.

Die Prob.Kotresp.“ erwaäͤhnt der bei dem Wiener Besuch

2
des Neichsskanjlers Statt gehabten Verabredung, nochmals den Weg
zu suchen, der zu Handelserleichterungen zwischen Deutschlaud und
Desterteich: Ungarn führen könne, sowie jener Art von Kritik, welche
n solchen Versuchen das Verlassen der Schutzzollpolitik finden möchte.
Sie weist hierbei darauf hin, daß die Tarifreform von vornherein
auf den Zweck berechnet war, Deutschland bei den Unterhandlungen
über Handelsverträge mit fremden Staaten in eine günstigere Lage
ju bringen, und führt zu dem Ende eine Dies klar aussprechende
Stelle aus dem Schreiben des Reichskanzlers an den Bundesrath
oom 15. Dezember 1878 an.
NKHussand.

Wien, 15. Olt. Um zu beweisen, daß die Absicht, Er⸗
batungen im Heeres⸗Etat eintreten zu lassen, ernst sei, ordnete der
daiser die sofottige Beurlaubung von 20,000 Mann bis Ende
März an.
—

— —
Vermischtes.

* St. Ingber. (uUnlieb verspätet.) Am verflossenen
Zonntag feierte der hies. Arbeiterbildungsverein sein
Stiftungsfest. Nachmittags war in den obern decotirten Raumen
er Schweitzer? schen Wirthschaft auf dem Hofchen Reunion,
velche seht stark besucht war und von 3—7 Uhr? dauerte. Herr
Schlick hielt die mit vieler Beifall aufgenommene Festrede und
dies in deren J. Theil die Berechtigung des Bestehens des Arbeiter⸗
»ildungsvereins nach, im II. Thrile seiner Rede zeigte er, wie der
Berein seinen Zveck; geistige und materielle Hebung des Arbeiter⸗
dandes durch Pflege des Gesanges, durch belehrende Vorträge,
urch eine Leihbibdlnothel ꝛc. zu erreichen suche und schloß mit einem
doch auf die „deutsche Arbeit“. Wohlausgeführte Gesangesbor⸗
räge des Sängerchors des Vereins und gut ünlonirte Musilpiecen
der hiesigen Stadtkapelle unter Direction des Herrn Schadewitz
»rachten eine frohe Stimmung der Theilnehmer herbor. Am
S„chluß fand Abends in dem mit Tannenreisern geschmückten Saal⸗—
es Gastwirthes Lehnert ein gut besuchter Ball statt, der einen
choͤnen Verlauf nahm.

St. Ingabert, 17. Olt. Morgen (Samstag) Abend
vird die hiesige Ocarinakapelle bei Wirth Eisel in
Snappbach lonzertiten. Das Programm ist vortrefflich ausge⸗
vaͤhlt und haben die Besucher des Conzertes bei den bekannien
rühmlichen Leistungen der Kobelle einen sehr genußreichen Abend
zu erwarten.

St. Ingbert, 17. Ott. Wie uns von befreundeter
Sete aus Pfalzburg im Elsaß mitgetheilt wird, hat es dort
hestern Morgen dermaßen geschneit und gehagelt, daß der Aufent⸗
jalt auf der Straße beinahe unmöglich war. Auch hier hatten
vir Gestern Mittag ein kurz andauerndes Hagelwelter,
75St. Ingbert, 17. Ott. Um laut gewordene Wünsche
ju befriedigen werden vom 19. Oktober cr. ab und bis auf Wei⸗
eres zwische Saarbrücken St. Ingbert an Sonn⸗
ag en außer den fahrplanmäßigen Personenzügen, auch die nach⸗
olgenden Güterzüge Personen in 2. und 3. Wagenklasse be⸗
ördern:

Zug 369 ab Saarbrücken 2 Uhr 75 Min. Nachm.,

Scheidt —A

in æ—WJnabert 83 e

Zug 364 ab 2t. Fngbert 75 44
Scheidt 8 3
in Saarbrücken 8 25 —

*Ueber die Ziehung der Ludwigshafsener Kir⸗
henbau-Lotterie wird uns berichtet, daß dieselbe Un be⸗
dingat am Donnerstag den 30. Ollober statifindet. Mit der
Zeitung derselden ist der kal. Notar Dimroth betraut, unmer An—
vesenheit der dazu erbetenen Zeugen, Presbyter und Sectetaͤre.

f Zweibrücen. (Appellationsgeticht) Der Handels⸗
nann Karl Freiberg aus Winnweiler hatte an den Achesmann
dudwig B. aus Wartenberg Ende Oliober v. J. 286 MRi. fur
Lieferungen an Mehl und Leder zu fordern. Freiberg, welchet
vußte, daß B. nicht koͤnne, fing nun an, auf Zahlung zu drangen
        <pb n="568" />
        und drohte mit Klage. Unler dem Einfluffe dieser Drohung ver⸗
laufte er damm weiter einen jungen Stier an B. um 120 Mart
und liieß sich daun einen Schuldschein im Gesammibetrage von
106 Mes68 pfausstellen, welcher die Bemerkung erhielt: „zahl⸗
bar bis Weihnachten 1879.“ Im Februar l. J. klagte Freiberg
plötzlich die ganze Forderung ein,. worauf B. eine Kuh verkaufte
imd das fehlende Geld bei Belannten lieh, um den Freiberg zu
befriedigen. Nachdem B. auf diese Weise in den Besitz seines
Schuldscheines gelommen war, zeigte es sich, daß Freiberg an dem
Schuldscheine die Zahl 9 in 8 umgewandelt hatte, so daß es nun
hieß: zablbar bis Weihnachten 1878. B. maͤchte von dieser Fal⸗
schung Anzeige, worauf Freiberg vom k. Zuchtpolizeigerichte Kaisers⸗
jautern wegen Urkundenfälschung zu 1 Jahre Zuchthaus verurtheilt
wurde. Das Appellationsgericht bestätigte dieses Urtheil.

Landstuhl, 18. Ott. Am nächften Miltwoch, 22. d.
Mis., hält der Verein pfälzischer Schrifisteller, Künstler und Freunde
der Kunst und Wissenschaft im Ganning'schen Lokale dahler seine
Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung stehen u. A. fol⸗
gende Vorträge: „Ueber pfaͤlzische Dialeltdichter“, von Heren Pfar⸗
er Bädring in Minfeld. „Dichter und Dichterlinge der Haar—
beutelzeit? bon Herrn Eduard Jost in Landau. — Man sieht hier
der Versammlung mit lebhaftem Interesse entgegen.

Ansang der Weinlese in Gimmeldingen, Landau,
Bodramstein, Ärzheim, Siebeldingen, Albersweiler, Birlweiler und
Nußdors am 20. Oktober. (Im Kastanienbusch von Birkweiler be⸗
ginnt die Lese am 23. Oktoder.)

Otiseiler, 18. Okt. Als große Seltenheit dürfte
es erscheinen, daß der Gäriner Konrad Reinshagen dahier um
d. Juni d. J. Kartoffelkraut abschnitt und dasselbe versuchsweise
einpflanzte. Sein Versuch haite auch Erfolg, indem er von diesem
abgeschnittenen Kartoffelkraut schöne dicke Kartoffeln erzielte, welche
er“ gein bertit ist, auf Wunsch vorzuzeigen. (S.⸗ u. Bl.⸗3.)
(Ein aͤhnliches Experiment ist bereits schon früher von einem Mat⸗
gliede des Garienbauvereins in Saarbrücden gemacht worden.
D. R. d. S. Ztg.)
7Aus 9 meskeil wird geschrieben: Dieser Tage war
ein Feldhüter von Bierfeld hier am Gericht vorgeladen, weil er
kein Protokoll wegen eines begangenen Vergehens gemacht hatte.
Der Richter beschuldigte den Feldbüter, seine Pflicht nicht erfüllt
ind dadurch seinen ümtseid gebrochen zu haben. Der Felohüter
entgecnete dem Richter daß er s. 3. den Bürgern von Bierfeld
den Eid geleistet habe, keinen Unierschied zu machen und Einen zu
behandeln wie den dindern.“ Er habe während seiner Dienstzeit
PYiemand ein Protokoll gemacht und somu seine Pflicht erfüllt.
Man sah das damals verfaßle Schrifistück nach und war darin
wirklich weiter nichts gesagt, als daß ein Bürger wie der andere
zu behandeln sei, weshaͤlb das Gericht den Feldhüter freisprach.

4 Daß die berühmte Stiefelparade in Strabburg unseren
Truppen thatsachtich zur Ehre gereicht, wahrend der Spott ein seht
wohlseiet war, davon legen jetzt auch französische miluarische Be⸗
richterstatter das gewiß unbesangenste Zeugniß ab. Ein solcher
— werden einsehen, was ein
Defiliren in diesem großen Sumpf heißen wollte, denn die Wagen⸗
ladungen voll Kies, welche in der Marschrichtuug aufgeschüttet
waren, hatten das Terrain kaum verbessert. Nun, iq stehe nicht
im Verdacht, in meinen Urtheilen besondere Zartlichteit für die
Deuischen zur Schau zu tragen, aber ich muß es laut bekennen,
daß, als ich jene Raͤhen im Parademarsch hetanrücken sah, die
weiße Hose bis zum Oberschenkel mit Koth bespritzt, als ich sah,
die die Mannschaften ihre Stiefel im Koih stechen ließen, ohne
mit einer Wimper zu zucken, ohne die Marschladenz zu ändera, als ich
dort, wo ich einer allgemeinen Patscherei beizuwohnen glaubte, die
Kompagnieen fast ohne Schwanlen mit beinahe tadelloser Beobacht⸗
ung der Distanzen vborkommen sah, da wußte ich nicht, was ich
mehr bewundern sollte, die unerschütterliche Disziplin der Truppen,
die Amotuat der Offiziere und der Kadres, oder das Vertrauen der
Generale, welche nicht Anstand genommen haben, ihre Truppen auf
zinem solchen Terrain vorzuführen. Man spricht dem deuischen
Soldaten die Gewandtheit, die Geschmeidigkeit, die Intelligenz, den
Instinkt, die Initiative des französischen Tirailleurs ab. Wenn
man Rehl hat, um so desser: aber was als unwiderleglich gellen
muß, ist, daß die französischen Regimenter noch viel zu hun haben
werden, um so in die Hand uihrer Oifiziere zu lommen, wie es
ohne Ausnahme und ohne Unterschied des Kontingents die deutschen
dei Königshofen in Parade gestandenen Regimenter sind. Das ist
ie Thassache, welche ich mich nicht fllechte, offen auszusprechen.“

7'Frantfuͤrt. Es ist beabsichtigt, im Jahre 1881 hier
eine Gewerbeausftellung für Süd- und Mitteldeutschland adzuhalten.

FMunchen, 15. Olt. Derx Schriftsteller Dt.
Ferdinand Kürnberget i gestern Abend im hiesigen allgemeinen
rankenhause gestorben.

f Boyerischer Wiß. In Münchener Blaͤttern finden wir fol⸗
zendes Gespräch vom Kaiser-Mandver in Straßburg. Sitraßburget
u en banerischen Soldaten); „Kennet mer nit sage, weswea⸗

Iht Bayere jetzl än Ouuff'n Helm haͤn; früher isch ez doch än
Mugsin?“ — Baher: „Dos is doch ganz klar: früher han mer
Maßkrüg' g'habt, jetze han mer nur noch Liter·“

phus Stüärzelberg bei Düsseldorf wird als Kuriosum
mitgetheilt, daß eine 80 Jahre alte Frau einen neuen Zahn be⸗
sonmen hat.

Essen, O. Olt. GWiederanblasen von Hochöfen.)Nach
der „Essener Ztg.“ beabsichtigt die Attiengesellschaft „Phönix“ dem⸗
nächsii wieder zwei Hochdfen anzublasen; außerdem sollen dem Ver⸗
nehmen nach in Foige der in den letzten Tagen sich äußerst lebhaft
zestalteten Nachfrage nach Gießereieisen und des daraus für diese
Fisensorte bereiis eingetretenen Preisaufschlages von 7 bis 8 Mart
per 1000 Kg. in nächster Zeit in Rheinland und Westfalen un⸗
gefähr 10 - 12 weitere Hochöfen wieder in Betrieb gesetzt werden.

F In Minden verlor ein Rentner einen 500-Markschein.
Zwei Kmder fanden denselben und brachten ihn dem Eigenthümer
Jurück, welcher großmüthig jedem der Kinder eine Birne schenkte.

F Berlun, 12. Oit. Am Samstag sind hier sechs Frauen⸗
simmer und sechs Maänner verhaftet worden, die sämmtlich falsche
Markscheine, und zwar Fünfs⸗, Fünfzig⸗ und —A
dertrieben haben. Unler den Verhafteten glaubt man auch den
Berfertiger der Faͤlschungen ergriffen zu haben.

Der in Berlin am Schloßplatz —X
Dito Sch. wird wegen Defraudalion von ca. 300 000 Mark steck⸗
zriefl'ch verfolgt. Sch. datte, wie die Volkszeitung“ meldet, sein
Beschäst am 26. Sept. geschlossen, weil, wie er vorgab, er eine
Keise zu Verwandten in Frankfurt o. M. unternehmen mußte. Er
jatie siih an diesem Tage auchh von seiner in der Kronenstraße
vohnenden Familie verabschiedet, dann aber nichts mehr von sich
Jören lassen.

7.,„Wenn ich nicht Zeitlebens belomme, hilfts nichts, dann
nuß ich, wenn ich rauskomms, es wieder machen,“ schrie der ehe⸗
nalige Ober-Kellner Siegelring am Mittwoch Abend unter den
zinden 15 zu Berlin vor dem Laden des Kaufmenns Lichtenstein
ötzlich aus, und schlug dabei mit einem starken Kaüttel dessen große
—„chaufeuster⸗ Scheiben im Werthe von 600 Mark in Stouͤcke. S.
vurde in Haft genommen. J

fErne Mohrenhochzeit. Am Montag den 8. Olt.
Nachmittag wurde in der Bartholomäuskirche, am ehemaligen Neuen
Zoͤnigsthor in Berlin durch den Prediger Herrn Vorberg die
aͤrchliche Einsegnung der vorher standesamtlich abgeschlossenen Ehe
des Mohten des Prinzen Karl mit der 19jahrigen Tochter einer
ziesigen Gemüsehändlerin in feiertichster Weise vollzogen. Der
chwarze Ehegatte heißt Wilson und ist jetzt 25 Jahre alt; er

mmt von der Süolüste Afrikas, wo sein Vater heute noch ale
hrsamer Schmied bei den Negern in hohem Ansehen stehen soll.
Wilson, der als kleines Kind nach Europa gebracht wurde, fand
amals in der Provinz Hannover Aufnahme in einem graͤflichen
dause. Dort wurde ecr in der cheistlichen Religion erzogen und
erhielt einen guten Schulunterricht. Set mehreren Jahren gehoͤrt
r zur Dienerschaft des Prinzen Karl und ist eine stadtbekannte
Hersönlichkeit. Die Nachricht von der Mohrenhochzeit hat au
Nontag die ganze Gegend am Neuen Konigsthor in erklätliche
Auftegung und namentuch die weiblichen Bewohner derfelben aul
zie Beine gebracht. Die Kirche war deshalb bdis zum Erdrücken
nit Neugietigen gefüllt und das Gedränge war so mächtig, daß
rotz zahlreicher Schußleute, die zur Aufrechterhaltung der Oronung
inwesend waren, Gitier eingedrückt und Bänke nund Stühle zer⸗
rummert wurden. Auqh vor der Kirche hatte sich ein tausend⸗
dpfizes Publikum zusammengefunden, so daß dort vielsach der Ver⸗
ehr gehemmt war. Daß die schwarzewei ße Alliance in der Gegend
Jeute noch das erste Gesprächsihema bildet, veisteht, sid
von selbst.

pEine neue Zeit⸗Eintheilung. Für die Uhr⸗
nacher eröffnet sich die Aussicht auf eine ganz ungeheure Conjunt
ur. Sin Berliner Blatt jchreibt nämlich: Das Zehntheilungs
System ist durch die Munz⸗, Maß, und Gewichtsteform zur⸗ Herr⸗
chaft gelangt, somit dürfen wir, sofern wir consequent sein wollen,
nuch nicht davor schrecken, unsere Zeit hach dem De cimalsysten
einzutheilen. Vor fünf Jahren hat bereits ein Herr Ferdinand
stoll in Brandenburg a. d. Havel vocgeschlagen, den Tag in 20
Slunden und die Stunde in 100 Minuten zu theilen, dann aber
die Bezeichnung der Stunden hintereinandet 1 Uhr bis 20 Utze ein⸗
uführen. Post⸗, Eisenbahn⸗ und Telegraphendienst besonders er⸗
sielten dierbei eine wesentliche Erleichterung, denn dadurch wurden
zie Zeitbejeichnungen Tag und Nacht, Vormittags, Nachmittags
Motgens und Abends überflüssig. —

Pesth, 6. Oct. Die amlliche Schätzung der ·durch die
debershwemmung in Szegedin verursachten Schaden ist nun beendet.
Im Ganjen erscheinen 13,762 Parteien, die in 5600 Haufer⸗
pohnhast waren, mit der Gesammtsumme von 10,827, 449 BGulden
heschadigt. Die aus dem In- und Auslande eingelausenen Unter
dutzungogelder dez ffers sich zauf etwa 2,300,000 Gulden.

173 8040 unfere Sliadt hatte leicht der Schou
        <pb n="569" />
        platz einer Katastrophe wie. die vom Bremerhaben werden koͤnnen;
ob wir es mit einem Act grenzenlosen Leichtfinns zu thun haben,
st noch nicht constatirt. Letzten Donnerstag stieg im , Wildenmann“,
inem neu erbauten Hotel im Centrum der Stadt ein Reisender ab,
zer sich Kahn aus Lausanne nennt. Ec übergab dem Portier
eine 150 Pfund schwere Kiste, die in dein Raum untergebracht
vurde, wo die gewöhnlichen Koffer und Kisten der Reisenden ge⸗
borgen werden. Anderen Tages ließ der Reisende die Kiste durch
eine Droschle nach St. Louis, der deutischen Zollstation, spediren,
er ließ den Kutscher aber allein fahren und verspracht bald nachzu⸗
jolgen, was er aber unterließ. Im Zollhaus wußte der Droschken⸗
sührer UÜber den Inhalt der Kiste keine Auslunft zu geben, sie
wurde geöffnet und es fanden sich 150 Pfund Dynamit in dersel⸗
ben. Der Kutscher wurde Arretirt und der Dynamit unschädlich
gemacht. Der Eigenthümer selbst ist seither spurlos verschwunden,
doch ist die Polizei thätig, seiner habbast zu werden.

„Brüssel, 15. Ott. Der in dem Becken von Charleroi
vor einigen Tagen ausgebrochene partielle Grubenarbeiter⸗Streik ge⸗
wvinnt an Ausdebnung.

Erbsen — M. — Pf., Widen 5 M. 20 Pf., Karioffeln Z M. — pf.

deu 8 M. 20 Pf., Stroh 2 M. 60 Pf., Weißbrod In/5 Kilogr. 57 Pi.

dornbrode8 Kilogr. 78 Pf., 2 Kilogr. ve Pf.1 Kilogr. 26 Pf. Gemischl⸗

brod 8 Kilogr. 96 Pf., das Paar Wedk 100 Gr. 6 Pf., Rindfleisch J. Qual.

30 Pf. V. Qual. 50 Pf., Kalbfleisch 80 Pf. Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleisch

36 Pf. Butter?/a Kilogr. O M. 90 Pf., Wein 1 Liter 80 Pf. Bier 1 Liter 24 Pf,
—

————————

Der ganzen-Auflage unseres heutigen Blattes liegt ein
Herbst⸗ und Winter-Modeblait der Firma Albert Hecht in
Mainz“ bei, worauf wir hiermit unsere Leser auimerkiam machen.
Im allgemeinen Interesse

inden wir uns veranlaßt, auf die im heutigen Blatte enthaltene Annonce der
derren Löwe &amp; Co. in Ham bur g ganz besonders hinzuweisen. Die
mgekundigten Originalloose sind mit dem bayrischen Stempel versehen und
dadurch im ganzen Konigreich Bayern gesehlich zu spielen erlaubt. Die
Reellität und Solidität oben genannien Hauses ist bekannt und daher nichts
tatürlicher, als die vielen bei demselben einlaufenden Aufträge, welche eben
o rasch als sorafältio ausgeführt werden.
Wir maghen hierdurch auf die im heutigen Blatte flehende Annonce der
derren Kaufmann &amp; Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
Es handelt sich hier um Original⸗Loose zu einer so reichlich mit Hauptge⸗
vinnen ausgesiatieten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr leb⸗
jafte Betheiligung voraussetzen läßt, zumal solche in Bayern jetzt geseßlich ge⸗
tattet ist. Dieses Unternehmen verdient das volle Vertrauen, indem die besten
Staatsgarantien geboten sind und auch vorbenanntes Haus durch ein siets
trena reesles Hondeln und Auszahlung zaklreicher Gewinne allseits bekannt ist.
2

Sehr S
I Saatkorn

mpfehlen
Franz Grell's Nachsolzer.
U —— mit Stall
und Garten in der Pfarr⸗
gasse, neben Erben Brunion ge⸗
legen, ist zu verkaufen. »7
Gebr. Stief.

Markeerichte.

Zweibrücken, 16. Oktober. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 12 M. 05 Pf., Korn 8 M. 88 Pf., Gerste zweireihige 8 M. 08 Pf
dierreihige d M. — Pf., Spelz 6 M. 88 Pf., Spelzkern — M. — pt.
Dinkel — M. — Pf. Mischfrucht—“ M — MHafer 6 M2090 t
Oeffentliche aniliesiich, näc Ain
ind wird allgemeiner Prüfungs-
—A
Das k. Amtsgericht dahier ha Dienstag den 18. Ja⸗
heute folgenden Beschluß gefaßt: uuar 1880, Vormittaägs
Ueber das Vermoͤgen des Ger: 9 Uhr in demselben Lo⸗
bers Friedrich Hermann kale.
Laur in St. Ingbert Alllen Personen, welche eine
wird der Concurs eröffnet und ur Concursmasse gehörige Sache
die Eröffnung festgesetzt auf in Besitz haben oder zur Can⸗
Samstag den 11. Ok. ursmasse etwas schuldig sind,
tober 1879, des Nach vird aufgegeben, nichts an den
mittags um drei Uhr. gemeinschuldner zu verabfolgen
Zum Concursverwalter wird der zu leisten, auch die Ver—
der Geschäftsmanu Philipp Fiitz flichtung auferlegt, von dem
zahier ernannt. Besitz der Sache und von den
Zur Beschlußfassung über die Forderungen, für welche sie aus
Wahl eines andern Verwalters, der Sache abgesonderte Befriedi⸗
über die Bestellung eines Gläu- jung in Anspruch nehmen, dem
digerausschusses und über die in Joncursverwalter innerhalb einer
den 8S 120 und 125 der Con- Frist von drei Wochen von heute
cursordnung bezeichnelen Fragen an, Anzeige zu machen.
wird Termin verordnet auf Zu den obigen Terminen
Mittwoch den 3. No verden die Betheiligten hiermit
»ember nächsthin, des vorgeladen.
epee um — St. e 11. Oti. 1879.
Uhr, im Sitzungssaale ANmtsgericht:
des kgl. Amtsgerichts aãs Aee h
ahier. Zur Begiaubigung
Die Anmeldefrist läuft Der 3. Gerichtschreiber
his zum 16. Dezember Krieger.

Der Unlerzeichnete
empfiehlt sich im
Schlachten und Wurst—⸗
machen für hier und Auswäris.
Franz Weisgerber,
vohnhaft im frübern Lion'schen Haus
im Josephsthal.
Anzeigeo.
Es find jetzt wieder
Lampen
n allen Größen vorräthig. Die
Breise für Lampenschirme und
Bläser sind neuerdings ermäßigt
vorden.
Aldolf Beer,
St. Ingdbert, Oberstadt.

Rechnungen
zu Jedermanns Gebrauch
in allen Formaten
in Schwarzdruck, sowie in roth
und blauer Liniatur
sind vorräthig in der
Druckerei ds. Bl.
72222000 25.
nViderruflicn
findet amn 20. Otober die Ziehung der
Ludwigshafener Kirchenbau⸗Lotterie satt.

Loose à 2Maru
Gesammt⸗Gewinne Mark 115,400
auf 20 Loose ein· Treffer
sind zu beziehen durch die General-Agentur
J. C. Voltz oder Jul. Goldschmit,
Ludwigshafen am Rhein,— *
und von Herrn Irgnz Wou in St. Inabert.
— —— — —“*

*
*

7

J

I

Drer einzia ächte und seit alter Zeit bewährte
Bernhardiner
Alvenkränter Magenbitler
oon
Wallrad Ottmmar Bernhard
kal. bayer. Hofdestillateur
München
von vielen Aerzten, Universitäts⸗Professoren c. wissenschaftlich geprüft und glänzend bequtachtet, ist
in ächter Waare nur bei untenstehenden Depots zu beziehen.
13. Da gewessenlose Individuen und Nachpfuscher, mit werthlosen Produllen unter
ihnlichen Namen, wobei schlechterdings noch Heilige profanirt werden, das
Publikum zu täuschen fuchen, ochte, wer ächten Bernhardiner haben will, genau anf die
Firma Ballrad Ottiwar Kernhard, und deren untenstehende Niederlagen. A
Gebrauchsanweisung und Alleste liegen allen Flaschen A M. 1.5, M.2 und M. 4 bei.
Alleinige Niederlogen sind in;
St. Inghbert: Jeau Peters. F
kastel: L. V. Hussong. Zweibrücken: W. A. Seel. Reunkirchen:
MWilh. Lichtherz Sohn. Erbach: Carl Dielforter.

8
V
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*
52345
4353867
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        J

n Empfang unfserer
*ikel aller Art
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pr

an und wertentfobr⸗
zleich billig und reell
i⸗
rufen.
Ainfer neuer Preiscourant erscheint in den nächsten FTagen! —
wach, 18. Oktober 1879. MI. L 6öhne
aannfteo · Ve. 291. —E

4
Einladung.

Die bei der ersten Besprechung anwesenden Schüler des ver⸗
torbenen Lehrers Hettesheimer, welche am 5. 1. Mis.
zattsand, haben beschlossen, eine zweite Versammlung in einem Saale
anzuberaumen, damit sich Freunde und Verehrer, sowie Schüler des
Verstorbenen zahlreich einfinden könnten. Der Zweck der Versamm⸗
lung ist Jedem bekannt. Die Schüler des Verlebten, die Freunde
und Bekannte desselben, sowie alle Verehrer der Schule und Lehrer
wecden ersucht, nächsten
Sonntag, den 19. Oktober, Nachmittags 24 Uhr

im Grewenig'schen saule
zu erscheinen, um die Wahl eines Comite's vorzunehmen.
* Für gutes Bier zu 12 Pf. ist bestens gesorgt.

Internat. Kunstausstellung München.

Verloosung von Kunstwerken u. baarem Gelde.

Agzaohl der Loose nur 100, 000, der Gewiunnste

A66 im Gesammtwerthe von 140, 000 Mark
und zwar:

AABVß2 Gewinnste bauus Geld, im Betrage von

60,000 Mk. und 150 Kunstwerke im Werthe von
80,000 Mark.

Diehung am 5. Uovember 1879.
foost à 2 Mark versenden gegen Postanmeisung oder
Uachnahme die bekannten Verkaufssiellen in der Pfalz,

in Münthen: die General-Agentur Ilbh. Roesl,
München, Kaufingerstraße 27/2, (Cafsé Fritsch.)
—eνιν_J —ι Rubatt. ——

Im Königreich Bayhern gesetzlich erlaubte

Lotterie!.

Man biete dem Glücke die Hand!

— Haupt⸗Gewinn im gunstigen
O0 O.OO Mark Falle bietet die .
große Geld⸗Verloosung, welche von der hohen Negierung ge⸗
nehmigt und garantirt ist. *

Tie vortheilhafse Einrichtung des neuen Planes ist derart daß im

Laufe von wenigen Monaten durch J Verloosungen 49,000 Gewiune
sur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden sich Haupttreffer von
eventuell Mark 400. 000 speciell aber *
1 Gew. 4 M. 250,000 5 Gew. a M. 25,000 65 Gew. a M. 3000
1 . 1000⏑* x Me. 20. 000) 2183 , 2M. 2000
in M100000 R 130000 6811 3M1000
1 4M. 60,000 7. 12,000 773, aM. 500
13 2609,000 7. 10,000 950, a M. 300
A 52. 8000 6,450., a M. 138
2 3 30000ù54, 2 M. 5000 ꝛt. rc.

Die Gewinnziehungen sind planmäßig amtlich festgeftellt.

Zur nachsten ersten Gewinnziehung dieser großen vom Staate ga⸗
rantirien Geldyerloosung kostet

zanzes Original⸗Loee — M. 6
halbes P. 8
viertel .M. L

Alle Aufträge werden sofort gegen Cinsendung, Pofteinzahlung oder
Nachnahme des Vetrages mit der groͤßten Sorgfalt ausgeführt und erhält
Jedermann von uns die mit dem Staatswappen und dem kgl. baye⸗
rischen Stempel versehenen eegh selbst in Händen.

Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gratis
beigefugt und nach jeder Ziehung senden wir unfseren Interessenten unauf⸗
gefordert amiliche Listen.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats⸗
Garantie und kann durch directe Zusendungen oder auf Verlangen der
Interessenten durch unsere Verbindungen an allen größeren Platzen
Deutschlands veranlaßt werden.

Unsere Collecie war stets vom Glucke begunstigt und hatte sich die⸗
selbe unler vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der ersten Haupt⸗
ireffer zu erfreuen, die den betreffenden Interessenten direct ausbezahlt wurden

Vorausfichilich kann bei einem solchen auf der solidesten Bafis
gegründeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Vetheiligung mit Be—
stimmtheit FI werden, umsomehr noch als bekanntlich jetzt
das Spielen in dieser Lotterie gesetzlich erlaubt ist, und bitten
wir daher, um alle Aufträge ausfihhren zu lönnen, uns die Bestellungen
8 und jedenfalls vor dem 13. November d. J. zulommen zu
affen. 3

Kaufmann &amp; Simoen,
Bank⸗ und Wechsel⸗Geschäft in Hamburg
Ein⸗ und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Eisen bahnactien
und Anlehensloose.

. 8. Wir danken hierdarch fur das uns seither geschenlte Vertrauen
aund indem wir bei Beginn der neuen Verloosung zur Betheiligung ein⸗
laden, werden wir uns auch fernerhin bestreben, durch stets prompte und
reelle Bedienung die volle Zuftiedenheit unserer geehrten Intereffenter
zu erlangen. D. O.

—— M

A Zonigreich Bayern gesetzlich erlaubte Zotterie!
Es müssen gewonnen werden
FærI , 6000
n der vom Staate genehmigten und garantirten, unter Leitung
einer General⸗Direktion stehenden großen 277. Hamburger
Geld⸗Verloosung.

Dieselbe besteht aus 94,000 Loosen, wovon A9,OoOO, also weit
iber die Hälfte, binnen wenigen Monaten durch 7 Gewinnziehungen mit
hewinnen gezogen werden müssen.

Der groͤßte Gewinn ist im glückl. Fall
Mark 400,006.
Ind folgende
2000 à 8000 12 3 150
25 „6000 —AW
J— 5000 631, 1090
96 J 46000 775 ——
* 2000 65 ,„ 3000 9500, 300
.00od4, 10000218, 2000, 2606
00 à 150, 26450 à 138 ⁊ꝛc. x.
Die Auszahlung der Gewinne erfolgt prompt unter Staatsgarantie.

Zur ersten Eewinnziehung beträgt die planmaäßige Einlage:

r I ganzes Originalloos Mark 6. -

halbes 3.—-
a viertel — 1.50.
Diese vom Siaale garantirten, das Staatswappen tragende,
mit dem bayerischen Stempel versehenen Original loose

keine Promessen) versenden wir gegen Einfendung des Betrages (in
ingeschriebenem Briefe) gegen Posteinzahlung oder Nachnahme. — Alle
Vesiellungen werden plinktlich ausgeflührt, der amtliche Ziehungsplan den
Loosen gratis beigefügt und wird nach der Ziehung die amtliche Gewinn
aiste unaufgefordert übersendet.
Die Verloosungen bieten die größten Vortheile und find mit vielen
hedenenden Gewinnen ausgestattet; alle Ansprüche der Theilnehmer
taatsubervwachung, Garantie fur pünktliche Auszahlung der Gowinne
ind vollfiandia gewahrt. — Unser eifrigstes Bestreben wird es sein, das
ins zu Theil werdende Vertra uen zu rechtfertigen.

Da unser Loosevorrath nur klein ist und die Aufträge sehr zahlreich
einlaufen, so beliebe man gefl. Bestellungen sogleich, aber vor dem

x, November d. J-
irect zu ri⸗

Weo &amp; Co.

Ranf und Weatoraeschüft in hamburg.

zon den vielen großen Gewinnen, welche in diese Collecte fielen und
mn die glücklichen Gewinmer cusbezahlt wurden, hen wir nur:
et. 2 , 391 Mę. 23200 auf No. 70884

Mark 303000 anf No. 8064134.

—

—nen.s2 ⏑—
Druct und Verlag von F. 4. Demeß in St. Ingbert.
— Sierzu für unsere Po ste Abonnenten „Illustrirtes Sonntagoblatt“ Nr. 42.
        <pb n="571" />
        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Aungzeiger und das (2 mal woͤchentlich mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich
A 40 A einschließlich Tragerlohn; durch die Post bezogen 1.M 60 B, einschließlich 40 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswäris
mit 15 2 fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 ⸗pro Zeile berechnet.
Sonntag, den 190. Oktober
Deutsches Reich.

Mängqhen, 15. Ott. Wegen der heute erfolgten Abreise
des Ministers v. Pfretßschner nach Berlfn bicitt die Be⸗
rathung des Eisenbahngefetzentwurfes im Ausschuß der Reichsraths⸗
ammer ausgesetzt bis nach der Rüdkehr des Ministers. Daß fich
derfelbe jetzt, da seine Anwesenheit hier erforderlich ist. nach Berlin
begab, daraus will man schließen, daß im Bundesrath nächster
Tage Gegenstände bon wichtiger und dringlicher Natur zur Berath⸗
ung gelangen; man vermuihei, daß es sich um Fragen handelt, die
nit dem brojetlirten Handelsdertrag mit Oesterreich in Verbdindung
schen .

München, 17. Olt. Die Nammer der Abgeordneten hat
nach langer, lebhafter Debatte den Artikel 2 des Malzaufschlag⸗
Besetzentwurfs8 Erhöhuug des Malzaufschlags auf 6 Mart vbro
Hektoliter des zur Bierbereitung bestimmien Malzes) nebst dem An⸗
rag Vaillant mit bedeutender Majorilt und ebenso die ubrigen
Artikel angenommen. Der Antrag Vaillant lautet betanullich dahin,
daß die Erhöhung blos bis 1. Januar 1882 gilt; alsdann wird,
ialls mittlerweile dicht eine anber gesetliche Bestimmung zu Stande
kommt, wieder der seitherige Satz von 4 Mart in Kraft treten.
Berlin, 16. Ott. Der Kaiser hat seinen Aufenthalt in
Baden⸗ Baden um zwei Tage verlangert, und trifft erst am Mittwoch

den 22. Olt., Vormittags 108.4 UÜhr, von dori in Berlin ein.
nAussand.

Aus den Vereinigten Staaten kommt die Nach⸗
acht, daß die Republilaner im Staate Ohio bei den Staats⸗
vahlen mit einer Vehrheit von 23,000 Siimmen gefiegt baben.
In dem Unionsstaate Jowa fieglen sie mit einer Mehrheit von
30. 000 Stimmen. Fuͤr die ruhige Entwicklung der Union sind
as sehr erfreuliche Ereigniß⸗.

ermischteg. ⸗
St. Jugbert, 18. Ol. Das neue Gerichtsverfahren
zringt eine jehr tief in die bücgerlichen Verhältnisse dringende
Neuerung mit sich, mit welcher sich das Publkum nicht zeitig ge⸗
zug bekannt machen kann, namlich die sogenannten Zahlungsbefehie.
ks verhalt sich folgendermaßen damit: Wenn Jemand einen sau⸗
nigen Schuldner hat, so kunn er in Zukunft zu dem Amisrichter
jehen und beantragen, daß der Schuldner Befehl erhalte, zu be⸗
ahlen. Dieser Befehl wird sogleich ausgefertigt und dem Schuld ·
jer aufgegeben, innerhalb zweier Wochen entweder zu zahlen oder
Widerspruch zu exheben. Thut ir Beides nicht, so wird ein Voll⸗
tredungsbesehi erlassen auf Grund dessen dann der Schuldner ohne
veiteren Aufenthalt gepfuͤndet wird. — Da es auf die Höhe der
Zumme nicht ankommt, so kann der Zahlungsbefehl aͤuf eine
Million Matk erlassen werden. — Der Amtsrichter ertheilt den
Zahlungsbefehl jedoch nur daunn, wenn der Gläubiger wirkiich Geld
jergegeden eder bestellte Waaren wirllich geliefert hal. — Nur das
Amisgericht erlaͤßt Zahlungsbefehle. Dißhalb hat der Glaͤubiger
zuuch kleinen Anwalt nöthig. Der Gläubiger muß sich an das Amis⸗
zericht wenden, in welchem der Schuldner seinen Wohnsitz hat oder
ich aufbalt.“ Hat ein Gläͤukiger mehrere Schuldner, so lann er sie
leich miteinander in dem einen Gesuche aufführen, d. h. gegen sie
Zahlungsbeiehl beantragen. Der Amtsrichter kann das Gesuch
urückweisen, wenn der Anspruch im Inhalte des Gesuches überhaupt
»der zur Zeit nicht begründet itt. Der Glaäubiger muß dann sei⸗
nen Anspruch im Wege gewöhnlicher Klage berfoigen. Nimmt der
Amitsrichter das Gesuch an— „so erläßt er den Zahlungebefehl, wel⸗
der natürlich nicht umsonst ertheilt wird.Der Gerichisschreiber
ertigt hievon eine Abschrift und Ubergiebt sie dem Gerichtsvollzieher,
endet dem Schuldner den Zahlungsbefehl per Post oder sucht ihn
n der Wohnung auf. Laßt sich der Schuldner nicht treffen, so
vird der Zahlungsbefehl an die Thüre seiner Wohnung geheftet
der dem Hausmeister, der Koͤchin, dem Gehilfen in der Wetrkstan
ibergeben. An Sonntagen datf der Gerichisdollzieher fich 4
icht auf den Weg machen. Wenn nun der Schuldnet Wider tuch
chebt, — was müundlich durch den Gerichtsschteiber oder ichtifilich
aurch die Erkllärung: „Ich erhebe Widerspruch“, geschehen lann,

7 o wird der Zahlungsbefebl dinfällig. Das Amäisgericht ver⸗
ändigt den Gläubiger von dem Widerspruch, das Mahnberfahren
st damit zu Ende, und der Gläubiger muß nun den Schulbner
ur mündlichen Verhandlung bor das Amtsgericht laden lassen.
Der Amtsrichter beraumt die Verhandlung für die nächsten Tage
an, und es beginnt nun der gewöhnliche Vrozeß (Rechtsstreit) Die
Frist ist im ganzen Versahren fehr kurz. Es ist daher für den
Zchuldner unter allen Umftänden große Eile nöthig, sonst sieht er
ich gepfändet. ehe er recht an den Zahlungsbefehl glauben will.
F Seit 1. Okt. ds. unterliegen oͤffentliche Versteigerungen bon
eweglichen Sachen und von Nutzungen, welche nicht den Mobitien
leich zu achten sind — also Mobiliarversteigerungen — insbesondere
nuch Waarenauktionen, dann Holzversteigerungen, Weinversteigerungen,
Zersteigerungen von Grasnutzungen, sowie überhaupt von Früchten
uuf der Wurzel u. s. w. einct Gebühr zu 1 vom Hundert des er⸗
ielten Gesammterldses. Hiebei macht es keinen Unterschied, ob die
dersteigerung von einem Notar, einem Gerichtsvollzieher oder einer
Brivatherfon⸗ vorgenommen wird, Besteht der Preis in jährlich
vlederlehrenden Leistungen, wie 3. B. bei Grasversteigerungen auf
nehrere Jahre, so dildet der Betrag des einjährigen Preiseg mullti⸗
lizirt mit der Zahl der Jahre und, wenn der 25fache Betrag ge⸗
inger ist, dieser Betrag die Gegenstandssumme, aus welcher die

Zebühr zu entrichten ist. Privatpersonen, welche kine gebühren pflich⸗

ige Versteigerung vornehmen wolen, haben spatestens zwei Tage

vor deren Beginn dem Rentamte jchriftlich Anzeige zu erstatten.
FQuittungs gebühren. Da vielfach Unkenniniß be⸗
üglich der Quittungsgebůhren besteht, so soll hier auß die Artifel

229 und 230 des Gebührengeseßes aufmerksam gemacht werden.

Dieselben lauten: Art. 229. Besoldungs⸗ Pensions⸗ und alle

abrigen Quittungen und Bescheinigungen über Zahlungen und Natural

dergütungen, welche aus Hof⸗, Staais⸗ Gemeindes, Stiftungs- oder
andern oͤffentlichen Kassen geieiffet werden, unterlie gen der derhau—
ußmaßigen Gebühr. Dieselbe ist von dem Quittungsaussteller zu
ragen.“ Art. 230. „Die Gebühr des Art. 229 derechnet sich aus
der abquittirten Summe oder dem Gesammigeldwerthe der Nalural.
ergütung jedes einzelnen Geldempfängers und beträgt von Summen

u 5-2199 M. einschlüssig 20 Pf., 200 —499 M. 50 Pf., 500 —
99 M. 1 M., 1000- 1999 M. 2 M. „2000 - 2999 M. 4
M. und so fort von jedem Tausend Mart 2 M. mehr dergestalt,
»aß jedes angefangene Tausend für voll gerechnet wird.“ Diese
Bßebühren find laut allerhöchster Verordnung vom 12. September
879 durch Verwendung von Gebühren Stempel⸗) Marken zu
entrichten.

Die Berufung des Handelsmannes Eduard Ledi von Pier⸗
masens gegen das Urtheil des k. Zuch tpotizeigerichts dahier vom
3. Sept. abhin, wodurch derselbe wegen einfachen Bankermis zu 5
Jahren Gefängniß und fünfjährigem Ehrenverluste derurtheilt worden
ist, wu rde durch das k. Appellationsgericht dahier unterm Heutigen
als unbegründet verworfen. —

7Der elfte deutsche Frauentag in Heidek⸗
herg. Die ersie öffentliche Versammlung fand am 5. Ociober,
stachmittags 6 Uhr, im großen Saale des Museums statt. Ein
ehr zahlreiches Publikum fullte den Raum, selbst die Gallerieen
varen dicht besetzt. Frau Dr. Goldschmidt aus Leipzig hielt den
rsten Vortrag. „Die Frauenfrage eine Culturfrage“, in welchem
ie in llarer, einsacher und bestimmter Weise darlegte, daß die
eutigen Cullucverhaitnisse unabweis bar verlangen, daß der Frau
ie Moͤglichkeit gegeben werde, die ihr von der Natur verliehenen
drte so gut in ehrlicher ürbein su verwerthen wie der Mann.
Iuf statistischer Grundlage wies sie nach, daß nicht nur die Ehe⸗
ofigkeit in erschteckender Weise zunimmt, sondern auch, daß die Be⸗
odilerung Deutschlands, mit welchem Land wir es hier vorzugs⸗
veise zu thun haben, in zwei sehr ungleiche Haͤlften getheili sei,
vovon der weitaus größere Theil auf das weibliche Geschlecht
alle. Daß es unler solchen Umsianden dringend geboten sei, durch
die Etziehung dem wiezblichen Geschiech das Bewußtsein seiner
drafte, seiner Pflichten und seinet Rechte zu geben, das legte am

weiten Tage Fraul. Marie Calm aus Castet einem den ganze⸗
        <pb n="572" />
        Sadol füllenden, aufmerlsam lauscheuden Auditorium in einem Vor⸗
rage über „die Berufsbildung der Frau“ dar. Hätten es doch
alle Muͤtter hören konnen, wie viel heutzutage in der Erziehung
der Madchen gefehlt wird, da in der Regel, siait sie frühzeitig an
den Ernst' des Lebens zu mahnen und ihnen einen festen sittlichen
Halt zu geben, der ihnen in allen Berhältnissen und Nothlagen
uber die zu überwindenden Schwierigkeiten hinweghelfen könnte, die
jungen Mädchen nur zum Tändeln, zum Träumen, zum ungesunden
Denten und Fühlen herangezogen werden. Die Erziehung des
Maädchens müßte allerdings in erster Linje die Gesichtspunkte in's
Auge fassen, welche den datürlichen Beruf des Weibes ols Gattin,
Hausfrau, Mutter und Etzieherin der Kinder betreffen; aber da⸗
eben müßte wit gleicher Gewissenhaftigken auch der Fall in's Auge
zesaßt werden, daß dem Mädchen die Gelegenheit zur Heirath sich
Richt bicin oder, was noch schimmer, der Fall, daß die Frau früh
vetiwititvet mit, der Sorge für die eigene Existenz auch noch die für
die Erz'ehung und Ausbildung der Kinder übernehmen muß. Der
dritie uͤnd lehzte Tag brachte so viel des Schonen uͤnd Interessanten,
daß er wohl als die Krone der Versammlung belrachtet werden darf.
7 Bexlin, 15. Olt. Eduard Lasler hat gestern seinen
fünfzigsten Geburtstag geleiert. Seine Junggesellenwohnung im
dritien Stock des Hauses Victoriasiraße 19 wurde gestern nicht leer
von Gralulanten, don Parlamentariern, Schriftstellern, Parteigenossen

und Freunden, die persönlich das —AXEV
oder wenigstens ihre Karte abgaben. Außerdem nafen aus Berlin
und von außerhalb eine große Reihe theils ernsthafter, theils scherz⸗
hafter Telegramme ein. Eine Fülle von Blumen und Kränzen war
dem gestern Fünfzigjiährigen ins Haus gesendets worden und aus
den Kreisen seiner persönlichen Freunde wurden ihm mancherlei andere
Beburtstags: Aufmerksamkeiten erwiesen. Eine eigentliche Feier fand
nicht statt und sͤe hätte Herrn Lasker, der wie man weiß, person⸗
lich von großer Bescheidenheit und Zurüdhaltung ist, wohl auch kaum
zine Freude bereitet.
ur die Redaction verantwortlich: J. XR. eme ß.
Wiele Personen werden bei Einiriit der ungesunden Jahreszeit
von Erkältuncçen, Husien, Heiserleit, Lungenleiden, andere wieder don
Magen⸗ und Nervenleiden besfallen.

Die wellderühmten Brustkaramels Maria Benno von Donat
werden dei all diesen Fällen entweder roh gegessen, oder 5—6
Stuck in heißem Kalao⸗e Thee oder Milch aufgelöst, aber nur lauwarm
genunken.
Der unglaublich billige Preis von 80 oder 80 Pf. für einen
Driginol·Karton Brustkaramels und 20 Pf. fuͤr einen echten Karton
Kakao⸗Thee muß lobend hervotgehoben werden .

Depot in St. Ingbert bei Hetrn Jean Peters.

*
—

De an der Kohlenstraße in
St. Ingbert gelegene früher
Morlo'sche Haus ist sogleich
beziehbar zu dermiethen auch aus
freier Hand auf Termine zu
berkaufen.“ 223
Gebrüder Schmidt
Brauerei zum Park
Zweibrücken.

bl Bahnhosstrahe, dt. Johann a. d. daar, Bahnhofftrate 6l.
e — empfiehlt sein reiehhaltiges Lager ius
— — Manufactur⸗ und Modewaaren
— bestehend in:
— Kleiderstoffen, Thybets ,Cachemire, Orleans, Seidenzeuge und Sammt
in allen Farben und Oualitätten. J
,Lamas, Ladys, FJlanelle, halbwollene LamasJuponstoffe, französische
Creton's, Cattune, Siamoise, Bettzeuge, Drill, Leinen, Gebild, Möbeldamast
und Ripse, Bett⸗, Tisch⸗und Comodededen, Teppiche in allen Größen und
Qualitaten, Teppichstoffe, Cocosmatten und Läuferr.
Tuche; Bulskin, Hosenzeuge, Bieber und Calmucg.
Ünnrjagen, Unterhosen, weißen und farbigen bemden.
Hamen- und Regen-üäntel
z Morgenkleider, Jupons⸗ Ehales, Tücher, Regenschirme
und viele andere in die Branche einschlagende Artikel, die hier nicht verzeichnet sind.
jferren- und Knaben-Kleider
werden, da ich diesen Artitel ferner nicht mehr, auf Lagex halten werde,
unter Einkaufspreis ausverkauft.
3 Billige und reelle Bedienung zusichernd zeichne Achtungsvollst.
57

L. Moil.

Der Unlerzeichnete

empfiehlt sich im

Schlachten uͤnd Wurst⸗

machen für hier und Auswarts.
Franz Weisgerber,

wohnhaft im fruhern Lion'jchen Haus
im Josephsthal.

Ein Ofen

mit Rohr und Ofenstein bat zu

berkaufen Schreiner Dereum.
Zu Weihnaͤchten wird
duf Sengscheider Hof ein
uderlassiger Schweinhirt ge⸗
jucht. Näheres ist zu erscauen
be dem dottigen Adjunkten.n
Reichendauer
Kirchenbau⸗Lotterie.
200,000 Loose.
Geidgewinnste 186,000 Marhk.
Ziehung am 80. Decemb. 1878
Treffer 60,000 M., 25,000 M.,
——— —
Ioost à 2 A.
zu heziehen durch die Geuneral⸗
Agenturt
Cari Lang
Bankgeschäft in München.

9
Einladung. —
. die bei der ersten Besprechung anwesenden Schüler des ver⸗
torbenen Leheers Hetteshrimer, welche am 5. 1. Mts.
zattsand, haben beschlossen, eine zweite Versammlung in einem Saale
anzuberaumen, damit sich Freunde und Verehrer, fowie Schüler des
Berstotbenen zahlreich einfinden könnten. Der Zwedc der Versamm⸗
lung ist Jedem bekannt. Die Schüler des Verlebten, die Freunde
ind Bekannte desselben, sowie alle Verehrer der Schule und Lehrer
verden ersucht, nächsten *
Sonntag, den 19. Oktober, Nachmittags *224 Ubhr
inm Grewenig'schen Saale J
erscheinen, um die Wahl eines Comite's vorzun: hmen.
Fur gules Bier zu 12 Pf. ist bestens aesorgt.
5 —
vprauerei Rosenthal.
Ueber Sonuͤtag ausgezeichnetes
Lagorbier
Schoppen AO Pfennia.

Bad⸗Kisfinger Kirchen⸗
Lotterie.
daupigewinne: 48,000. —
zmwai 12,000 M. ꝛc. ⁊c. Zu⸗
jammen 11,800 Geldgewinne im
Zesammibetrage von 230,000
Mark.
Preis des Looses 2 Mk.
Ziehung am 24. Februat 1880.
Die Loose sind nicht in Serien
abgetheilt, sondern tragen sort⸗
laufende Nummern.
Die General Ageniur:
A. 8. Schultr, Zweibrücken.
7. Allerorts werden so⸗
lide Ageunten gesucht.

— ã
AO Allen, &amp;
welche au Beschwerden der Ath⸗
munas· Organe. Vrust oder Lunge
leiden, lann das iuustriria Buch:
Die Druste uud
Lungenkraußheiten
mit Recht als ein dewadrter Ralt⸗
geber empfohlen werden· Die u
dielem vorzugl. Bucher) enthaltenen
Ratdichlage dernhen auf iangiahr.
Ersahrungen, sind v zu befolgen
und daben fehr vielen Leidenden vie
ctseinte Heilung selbst da noch
verschaft, wo jede Hoffnung auf⸗
gegeben werr; versaume daden
Niemand, sich ge da sie be
anzuschaifen. Ausuhrl cher Pro⸗
speet gratis und jranco durch Ch.
Zonherleitner. Leipzig und Balen.

dige Lobsse sind in St.
Inabert zu haben bei Hrn.
v*ranz Woll.

9
Druck und dereg von g. xX. De me ß in St. Ingbhert.
J Siezu“ Illustrirtes Sonutaasblatt“ Nr. 42.
        <pb n="573" />
        Der St. Jugberter Auzeiger und das (2 mal woͤchentlich? mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint wochentlich viermal: Dieustag,/ Donnerstag, Samstag und Sountag. Der Abonnementépreis betragt vierieljährlich
AA 40 2 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 M 60 H, einschließlich 420 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 80 A pro Zeile berechnet.
1879.
Deutsches Reichß.

München, 18. Oct. In Kil's Kolosseum fand heute

Morgen eine zahlreich besuchte Versammlung bayerischer Bierbrauer
tatt. Nach längerer Debatte wurde folgende Resolution angenom⸗
nen: 1) Die heute versammelten bayerischen Brauer erklären ihre
volle Zustimmung zu der unter dem 10. 1. M. gegen die Erhöhung
des Malzaufschlags bei der Kammer der Kbgeordneten eingereichten
Dentschrift. 2) Dieselben erblicken in der plötzlichen Erböhung des
Malzaufschlages, insbesondere in einer solchen von 50 pCt. und in⸗
mitten der Brauperiode eine um so schoere Scädigung der Brau⸗
industrie, als diese ohnehin durch die demnächst in Wirksamkeit
itetenden Zoͤlle auf Gerste, Malz und Hopfen zu erhöhtem Produk⸗
rionsaufwand gezwungen ist. 8) Die Versammlung erklärt es für
unmöglich, daß das Braugewerbe mit dem erhöhlen Aufschlagagefälle
belastet werde und muß eventuell die Verantworilichkeit für eine un⸗
ausbleibliche Erhöhung der Bierpreise und deren Folgen mit allem
Rachdruck ablehnen. Diese Resolution wird mit der oben erwähnten
Denlschrift der Reichsrathskammer zugestellt werden.

Die Bonner „Deutsche Reichszeitung“ enthält eine Correspon⸗
denz aus München, wonach die Beendigung des seit sieben
Jahren zwischen Staat und Kirche geführten Kampfes binnen weniger
Wochen zu erwarten sej. Es heißt darin wörtlich: „Ueber die
Basis des Friedensschlusses wurde in Gastein eine vollständige
Einigung erzielt und nach Erledigung der Formalien wird die Puö⸗
atation alsbald erfolgen. Der preußische Landtag wird bei seinem
Zusammentritte vor einem fait accompli, vor dem Friedensabkommen
stehen, dem er seiner Zeit noch Sanktion zu ertheilen haben wird.
Daß letzteres auch geschehe, darüber laßt die Zusammensetung und
die Parteilonstellation des neuen Landlages keinen Zweifel übrig.
Ueber den Inhalt des Friedensablommens müssen wir uns noch
Reserbe auferlegen. Gewiß ist, daß der hl. Stuhl bis an die
dußerste Grenze der Concessionen gegangen ist. Es isi unzutreffend,
hier von einem Siege oder einer Niederlage zu sprechen. Der hl.
Stuhl hatte in erster Linie das Heil der Seelen in Betracht zu
jiehen, weßhalb die Merkmale weltlicher Friedensschlüsse zwischen
zwei Kriegführenden bei Concordaten zwischen Kirche und Staat
nicht maßgebend sind. Der Gang der Dinge in Preußen äußert
jeine Rückwirkung auch auf Bayern. Dies zeigt sich schon bei der
Aufhebung der Simultankirche in der St. Anna Pfarrei. Neuestens
rirculirt hier auch eine Aeußerung des Ministers Lutz, welche zeigt,
daß er sich nach Frieden sehnt. Die frühere Kampfesstimmung,
welche ihm die Aeußerung entlockte: Schießen Sie her, so schieße
ich hin, ist dem Friedensbedürfnisse gewichen. Freilich hat in
Bahern auch das „Herschießen“ schon seit geraumer Zeit aufgehört.
Wir stehen also nach einer fieben jährigen Periode heftiger kirchlicher

Kännpfe vor einer Friedens⸗Aera. In wieweit das hier Gemeldete
auf Richtigkeit Anspruch machen kann, wird die nächste Zukunft
zeigen.

Aus Berlin 18. Okt., wird telegraphisch berichtet: Das
Bündniß zwischen Deutschland und Oefierreich; Ungarn kann als
unzweifelhafte Thatsache angesehen werden. Man hat Gründe, zu
alauben, daß der Vertrag bereüs im Laufe der vergangenen Woche
28 allerhoͤchste Unterschrift beider Majenäten iunttionirt wor⸗
den ist.

Gleichzeitig mit der vorstehenden Nachricht traf die folgende
aus Manchester ein: Bei einem hier stattgehabten Banket hielt
der Marquis v. Salisbury eine längere dtede, in welcher er er⸗
klärte, England habe Cypern besetzt, um den Beweis zu liefern,
daß es die Regierung für ihre Pfücht gehalten habe, einen neuen
Zingriff Rußlands zu verhindern. Was die Vertheidigung des
Ballans angehe, so sei er der Ansicht, daß man bei der gegen⸗
wättigen Lage wenig Ursache habe, einen Angriff zu fürchten,
Neichviel welche bedenkliche Politil in der Türken eintrete. Doch
dürfte Das die englische Regierung nicht davon abhalten, zu ver⸗
hindern, daß Rußland nach Konstantinopel gehe; die Aufgabe,
zu verhindern, daß sich das slawische Reich von einem Meere bis
zum andern ausdehne, sei Oesterreich anbertraut. Wenn England
Lein Vertrauen mehr zu dem ürkischen Soldaten habe, so dnaue

es dem österreichischen Soldaten verktrauen, welcher an der Pforte
Wache stehe. Wir konnten in der Türkei keine große Nationalität
ufrichten, um Rußland Widerstand zu leisten, weil es dort keine
jomogene (einheitliche) Nationalität gibt. Rußland könne nicht
veiter vorrücken, weil Oesterreich stark sjei. Die Stärke und die
UInabhängigkeit Oesterreichs sei eine Bürgschaft für die Stetigkeit
»es europäischen Friedens. Die Vorgänge der letzten Woche be⸗
echtigen die Regierung zu dem Glauben, daß, wenn Oesterreich
ingegriffen werden sollte, es nicht allein dastehen würde. Die
von den Blättern gebrachte Nachricht von dem Abschlusse eines
Iffensiv⸗ und Defensiv:Bündnisses zwischen Oesterreich und dem
deutschen Reiche habe lebhafte Freude hervorgerufen. Salisbury
jab sodann noch einen historischen Ueberblick über die Ereignisse
n Afghanistan und schloß mit der Erklärung, daß der Zweck Eng-
ands in Afghanistan die Vertheidigung, nicht eine Vergrößerung
des englischen Gebietes se.

In den handelspolitischen Verhandlungen, die in Bälde mit
Resterreich eroöͤffnet werden, kommen vorerst folgende Punkte
ur Verhandlung: Verkehrserleichterungen, namentlich hinsichtlich
zer Eisenbahnfrachtiarife, der Veredlungsverkehr und ein Zollkartell.
Ib eine Ermäßigung der neuen noch nicht vollständig in Wirksam—
eit getretenen Zoͤlle Oesterreich gegenüber eintreten wird, ist nicht
zelannt, doch in Bezug auf die Erzeugnisse der Landwirthschaft
mmerhin möglich. Oesterreich, welches in dieser Hinsicht ein ex⸗
jortfähiges Land ist, legt natürlich ein großes Gewicht darauf und
auch im Interesse Deutschlands wäre eine solche Maßregel erwünscht.
Es wird gegenwättig hervorgehoben, daß Fürst Bismard auch aus
dem Grunde die allgemeine Einführung von Zöllen befürwortet hat,
»amit Deutschland ich den anderen Staaten gegenüber in einer
jesseren Lage befinde, als früter, d. h. damit es im Stande sei,
zurch Ermaäßigung seiner Zölle bei den anderen Staaten ebenfalls
olche Zollermäßigungen, die für Deuischland von großer Wichtig⸗
eit sind, zu erlangen. Das ist eine sehr weise Politik und kann
ins, besonders Rußland gegenüber, große Vortheile sichern.

SFrankfurt a. M., 20. Ott. Der am Samstag von
Zerlin hier eingetroffene Staatsminister von Bülow wurde
jestern vom Schlage getroffen. Die Bewußtlosigkeit dauert heute
noch an und wird der Zustand des Ministers von Uerzten als hoff⸗
nungslos bezeichnet. Die Söhne des Herrn von Buülow sind be—
reits hier eingetroffen. Der Kaiser erlundigte sich telegraphisch nach
dem Befinden des Ministers.

Ausland.

Brüssel, 17. Ock. Strikende Arbeiter hielten in Chale⸗
ineau eine Versammlung, wobei ein Mitglied der Jnternationale
von Brüssel eine Rede hielt. Gendarmen schritten ein und machten,
vie es heißt aus Mißverständniß, von der Schußwaffe Gebrauch,
o daß mehrere Arbeiter verwundet wurden. Die Ruhe wurde als⸗
jald wieder hergestellt.
Zermischtes.

* St. Ingbert. An Sonntagen findet bei den Güter⸗
Zügen 309 und 8384 Personenbeförderung in II. und III. Wagen⸗
tlasse zwischen Saarbrücken St. Ingbert⸗Zwei—
brücken und vice versa wie folgt stalt:

Zug 369 ab Saarbrücken 2 Uhr 30 Min. Naqhhmittags.
an St. Ingbert 2 12
ab 27
an Zweibrücken 07

Zug 364 ab 70 Abends
an St. Ingbert 5
ab — 48 v v
an Sasarbrücken8, 30 e

*St. Ingbeti, 21. Ott. Die nächste Herbst⸗Con⸗
krolversammlung findet hier im Oberhauser'schen Saale
am Dienstag 4. November, Vormittags 9 Uhr statt.

—“Die betreffenden Stempel⸗Marken filr Besoldungs-
Pensions⸗, Gemeindliche⸗ und andere Quittungen (fiehe den Aruͤlel
n voriger Nummer: Quittungsgebuhten“) sind auf der hiesigen
rinnehmerei zu haben.
        <pb n="574" />
        — * Auch die Stadt Dürkheim tichtet einen Kinder⸗
garten ein. Jedes Kind hat 3 Mt. Monatsbeitrag zu leisten;
Kinder ein und derselben Familie 5, und wenn es 3 aus der⸗
selben Familie sind zusammen 7 Mk. J

»In Ha'genb ach kostet der Centner Kartoffeln 2 Mark
30 Pf. in dem Bezirk Kemnath (Oberpfalz) werden sie zu
2 Mark 50 Pf. verkauft.

Am Sonntag Abend war der letzte Saargemünder
Zug, als er den Uebergang am Halberg passirte, in großer Ge⸗
saht. Vor dem Schlagbaum daselbst hielt der Bankwagen eines
Bierbrauers aus Saarbrücken, auf dem er selbst und noch 4 an⸗
dere Saarbrücker saßen. Durch Scheuen des Pferdes oder aus
welch anderen Urfache gelangle das Gefährt nach Wegdrückung der
Varriere auf den Bahnlörper in dem Augenblicke, als der Zug den
Uebergang passirte. Das Pferd wurde sofort getödtet, der Wagen
zertrünmert. Die Insassen des Wagens, von denen 3 herab⸗
sprangen und 2 aus dem Wagen geschleudert wurden, kamen glück—
iicher Weise unverleht davon. Auch der Eisenbahnzug blieb un—
entgleist und weder von den Passagieren, deren viele noch kurz vor⸗
her in Brebach eingestiegen waren, noch von dem Fahrpersonal ist
irgend Jemand berletzt.

4 Die Entwerthung des Eigenthumz hat nirgends solche Di⸗
mensionen angenommen, als z. B. in Mainz bei den Rhein⸗
muhlen. Am 15. Okt. fand die Versteigerung einer solchen Rhein⸗
mühle statt und wurde für die ganze Mühle nicht mehr als —
830 Mk. erloͤst. Noch vor 25 Jabren repräsentirte eine Khein⸗
mühle ein ganzes Vermögen, selbst die um die Kleinigkeit von
330 Mark zugeschlagene Mühle kostete den damaligen Eigenthümer
21000 fl.

Prag, 17. Oct. Das Dorf Mila bei Neu⸗ Straschitz
ist fast vollständig abgebrannt; über 30 Häuser sammt allen Vor⸗
räthen sind eingeäschert.
Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Deme tz.
Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der
Herren Kaufmaun &amp; Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
ẽs handelt fich hier um Original⸗-VLoose zu einer so reichlich mit Hauptge⸗
winnen ausgestatieten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr leb⸗
Jafte Betheiligung voraussetzen iäßt, zunal solche in Bayern jetzt geseglich ge—
sattet ist. Dieses Unternehmen verdient das volle Vertrauen, indem die besten
:taatsgarantien geboten sind und auch vorbenanntes Haus durch ein stets
streng reelles Handeln und Auszahlung zahlreicher Gewinne allseits bekannt ist.

— W
Bekanntmachung.

Die Liste der Wahistimmbe⸗
rechtigten zur Neuwahl der Ge—⸗
meinderänhe für die Periode
1879/84 ist aujgestellt und liegt
10 Tage lang, also von Mon⸗
tag den 20. October l. J. bis
rinschließlich Mittwoch den 29.
October nächsihin zur Einsicht
der Gemeindebürger auf dem
Bürgermeisteramt offen.
Die Gemeindebürger werden
aufgefordert, ja von der Liste
Einsicht zu nehmen, da durch
Versehen leicht der eine oder
andere Name aus der Liste weg⸗
bleiben kann und nach Art. 105
Abs. 6 der Gemeinde⸗Ordnung
Niemand wählen darf und auch
Niemand gewählt werden darf,
dessen Name nicht in der Liste
steht. 34

St. Ingbert, 19. Ott. 1879.

Das Bürgermeisteramt:“

Puster.

Ein Ofen
mit Rohr und Ofenstein hat zu
verkaufen Schreiner Dereum.

S 2 a
Saatkorn
empfehlen

Franz Grell's Nachfolzer.

Angeleg. empfiehlt:

die Restauration und Cafs
Alemanniai. St. Johann
Ede der Neuen Brücke, Export—
Lagerbier der Hr. Ph. u. Carl
Andres in Kirn, Reine Weine,
alle Speisen und Getränke fein
und preiswurdig. Billard und Fa⸗
milienzimmer, freie Lage, schöne
Aussicht, gute Bedienung.

C. Opry.

NReichenhaller
Kirchenbau⸗Lotterie.
200,000 Loose.
Beldgewinnste 185,000 Mark.
Ziehung am 30. Decemb. 1879
Treffer 60,000 M., 25,000 M.,
10,000 M., 5000 M. u. s. w.
Fodse à 2 M.
zu beziehen durch die General⸗
Agentur
Carl Lang,
Bankgeschäft in München.

Ein bravber kräf⸗

tiger Junge kann

unter vortheilhaften Bedingungen

in die Lehre treten bei Peter
Grefß Bäcker.

St. Ingbert, 20. Okt. 1879.

Im Königreich Bayern gesetzlich erlaubte
Lotterie!
Man biete dem Glücke die Hand!
Haupt⸗Gewinn im guünstigen
40 O. OGO Mark * bietet die — ——
große Geld⸗Verloosung, welche von der hohen Regier ung ge⸗
nehmigt und garantirt ist.

ie vortiheilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, daß im
Laufe von wenigen Monaten durch J Verloosungen 489,000 Gewinue
zur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden sich Haupttreffer von
eventuell Mark 400. 000 speciell aber
1 Gew. a M. 250,000 3 Gew. aà M. 25,000 65 Gew. a M. 8000
i vi id boo e 20000) 2183 , 33B2000
1 . 100.000 m̃. 15000. 6315 4Rt. 1000
15 4M. 60,600 M. 12,0009 773 4 M. 500
1M 50000 H5. 10000 950, aM. 300
27 Mm. 10000 5 A M.BvoDο 26, Ib600, a. 188

237 3m5. 30 000 64, 3 M. 5000 ec.c.

Die Gewinnziehungen sind planmäßig amtlich festgestellt.

Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser großen vom Staate ga⸗
rantirien Geldverloosung kostft

ganzes Original⸗Loos nur M. 6
dalbes ,3.3
lviertel — 7.5— M. 1/.

Alle Aufträge werden sofort gegen Einsendung, Posteinzahlung oder
Nachnahme des Betrages mit der größten Sorgfalt ausge führt und erhält
Jedermann von uns die mit dem Staatswappen und dem kgl. baye⸗
rischen Stempel versehenen Original-Loose selbst in Händen.

Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gratis
beigefugt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten unauf⸗
gefordert amtliche Listen .

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats-
Garantie und kann durch directe Zusendungen oder auf Verlangen der
Interessenten durch unsere Verbindungen an allen größeren Plätzen
Deutschlands veranlaßt werden.

Unsere Collecie war stets vom Glucke begunstigt und hatte sich vie⸗
selbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der ersten Haupt⸗
ireffer zu erfreuen, die den betrefsenden Interefsenten direct ausbezahlt wurden

Vorausfichtlich kann bei einem solchen auf der solidesten Basis
gegrundeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Betheiligung mit Be⸗—
nimmtheit gerechnet werden, umsomehr noch als bekauntlich jetzt
das Spielen in dieser Lotterie gesetzlich erlaubt ist, und bitten
wir daher, um alle Aufträge ausführen zu können, uns die Bestellungen
88 und jedenfalls vor dem 13. November d. J. zukommen zu
assen. 3

seꝛ. Kaufmann &amp; Simon,
Bank- und Wechsel⸗-Geschäft in Hamburg
Ein⸗ und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Eisenbahnactien
und Anlehensloose.

P. S. Wir danken hierdurch für das uns seither geschenkte Vertrauen
und indem wir bei Beginn der neuen Verloosung zur Betheiligung ein⸗
laden, werden wir uns auch fernerhin bestreben, durch stets prompte und
reelle Bedienung die volle Zufriedenheit unserer gechrten Interessenten
zu erlangen D. O.

Hanf⸗Couverts
m't Firma bedruckt werden rasch
und billig angefertiat in der
Buchdruckerei von F. X. Demetz.
J. —

3CIIIGX',
Vppelkräntermagenbiller,
nach einem alten aus einem Be⸗
nedictinerkloster stammenden Recep
'abrizirt und nur en gros ver—

jandi von
C. PINGEI. in Göttingen
(Provinz Hannover.)

Der Benedrctiner'ist bie
zt das kostharste Hausmittel nud
eßhalb in jeder Familie beliebt
geworden. Ver Benedictinen
nur aus Bestandtheilen zusam⸗
nengesetzt, welche die Eigenschafter
besithen, die zum Wiederaufbau
—58— zerrutteten dahinsiechender
Körpers unbedingt nöthig sfind
Er ist unersetzlich bei Magenleiden, Unverdaulichkeit, Haͤmor
rhoiden, Nervenleiden, Krämpfen, enden Hautaus⸗
schlägen (Flechten), Athemnoth, Gicht heumatiomus,

SEdhwächezuftänden, sowie bei Leber- und Dt eren leiden

und dielen anderen Störungen im Organismus.

Der Beneductiner, reinigt das Blut und vermehrt dasselbe,
er entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
frisch, siellt die Harmonie des Koͤrpers wieder her und verlängert —R
Leben bis zu seinem vollen Maße.

XB. Jede Flasche ist mit dem Siegel „C. Pingel in Gottingen
werschloffen und mit dem grschützten Etiqueit versehen.

Preis à Fl. von ca. 380 Gr. Inhalu 8 M. 30 Pf.
* ——e— 17 s 660 2 6 M. 75 Pf.
Bei 5 Fl. Verpacung frei. Bei 10 Fl. freie Verpackung u. 1 Fl. gra⸗
stis. Versandt gegen —— durd nachstehende Niederlage. En gros-
Versandt durch die Fabril.
Attest:

Herr J. Jos. Herzog, Bauer in Oberrieden, Post Stetten bei
Mindelheim in Baiern (Schwaben), berichtet: Einzig den guten Wirkungen
Ihres Benedictiners verdanke ich die Beseitigung meiner Krämpfe und des
heftigen Magenleidens ꝛc

RNiederlage in St. Ingbert bei Herrn J. Friedrick,
4

—ü*—*

— —
Truck und Berlag von F. X. Demes in St. Ingbert.
        <pb n="575" />
        —A
—AV 333538
353855 3—5325383 35338 353338
5 22 5338 5328 68 — —— 333
22 —256. 3 38— —FF— —
dss eg . 358 33
—3— 28 3 — 2 ——— —2 * — 2 — 2
—38535 643 5533 53 8738633 3 355233358 —388327
3 — — 8 —* 2 —— 2* 85 — —
— 8 2 2 — 2 —3 S. 8 2 2* *82 —A— 5532585
338 z23835 533853 323 355333755357 —— —
36882. 3328 788 5 * 82383317532338 22338
—*8 7 7 —8 — *7 * — F J — * 3
2 83 88 * 7 —A —z222 0 538 —3 — — 2 8
⸗ — T — — 2
32 —WE — 52575 5355 3333 2 3
—A —E— 53828 * 23375* *5
35322 —— 2532 58 5 *2 283 3283*
—A —— ——— —WRE 553553 —&amp;— —A — — 388 *
5 3 25z62 213* 222 —— S220 5323 — S *
513223 8E „3553 28 235755 55 55*88. 23 28 2288
2 2 7 2 2 — —2522233238 2⸗ 5522* 523 — —522222 2*
3 8533555— A— 23388 ———
252 2 285 3538 — S52 — 5 53223757 25*8 538
2* 2 — 2 8 *7 25 2 52 2* 38 2 8 —8 2
7 3 5 2 8 2* 2 —3 — 53355 52288 5328 — ER 2
2 2 * 25 3 * 228 2 25 4 * * 583
33—34 38 33583855 33238353833.88 —558
533575583 55 2 23353535333 5333353—256388 5S62 88
2* * * *e 22 7 —28 2 — — —8 * 8* 8 —3
— z255 — —* * 2 833 353 — 565 2223238 582
—A 833522—52 7 82352 i 2 35385 5328 *38
S5 —— 2 2 3 20* —„3 2 — 3 * 33 52
2 S 2 2 2225 — 3353258 25258 — 72 8 z * — »z22 528*
523* u*8 — 882 — 52 8 55 39 33222 7253323 * ESGEEXS
5 —— 32545 —8 —A ẽ ** 2553238 8* * —2 0 —
2* * —z * — — — 22 5 — * 2 38
3838668 232 *
2 2 5 J
3838 E 333
3538 2 222
2
—
2 222
S88 TASAAGS 52 2382
83232323— 252 *5 2222 —A 5223 2 58 *
— 33 33 36335322 3 338S3323268
* 2* — 2525 555 2582 — — —— 2——535582 2 —E —⸗
* —5 — 2 ——— 2 58 35 7 *8
52358 25532358 2 22 — 23285.258 —A 32385 88 7
—8 257 55233 — —ä 3ö85 — * —
* S—2 855583338 h 2 2z228 — 25 25 385 — *8 — —
5 — 5 5 53 3 5332 —326 bg. 8 — I — 2 28 8 *
*8 — 3338—2 33453 5*23253 33238
2 — — 2 — 3 S5 ẽ 2 588
523 8225*2 —— * 8 — —233 33 AA 253325 558538
2223 —3322 28 ——— —A 25
* —2 — — 2 — 2 — * 358
s 38 3833 23s 8257
55 55—823 — * 5333338285 232 2330
5* 333 3323338 5235 — — 773*9
5s 7553535 z3238 522 — 5283823383233823 23823 8
— — —— T 553 33 7838
3362S 3 773 32
55 22 55555 8 —25 525385* — —— 23
A E —72 — —A — D 3 — — 2 331 — —3 x
s88 28 88 —5538 322* 388 225 c755 — 2358 5s
28 —z7322—353 * 5—3358 238* 338358 5838 33258
* 2——7 —8 2 2* 3 J
355
z8 5735 33553335 —— — 2 2 6 —
52322 * 22 33833—28— 8 8 —— —A 88 3
— — 538373327 24 52322 2 855322868
— —552853 252333585833 33 38 — 88333337
52555* — 3352 28 * —F
53 33332385 52552 —— 535 — 53 533
*88 5555 25585 35 55 5*52232 *
*2353328 3338
A 3368 38 ES
2cö—

RX
2
—*

28
222
22238 —
— 5555833657
—A — 3 —
—585533288— 8 585 —66
e 3358583
32 ——— 48* —A 2 34 — TIte —*7 —A 7
3333s 563333327 52 258 25 —2 — —255 88 —A —
2353323333545 25333 3562 28538383333835* 8* — 2
283382533 2*5—23—385— 5538 ——— 2535568575358 55332252
—z25 5 —A E —568 s S —3355 9 8
* 82 253 58 — — —A — 2 2 5528 555 —
22. 8 —3288 z33353—358 52—2*2 5 5 — 382—
— D 2 —5 2 2* 3882 —ã——— 8 5225 2555 2352848s 5
s28 3333333535 55 29 —E— 22* —A— 72
* 5 —525 22738 5*
* 3583357— 5535333385468* 5583568 —I — —5—327—8
832333353 25 *3 26058 2538 —— — — — 2353227 — 5 — * *
»—553235 2822 2 222 —3 5353*5323 32835333338—32
338*83—36 25535 —AA 258 52 s5832838 — 2
—— 2525 c * 82 — — *55 * —»528 255
22 —— 588 23555 — — ——83535* —32 *—8822
35 —* * — *5 — 2 88
38 — 28 —A 55633353
* j * 2* * —— — —* — 2 uä 335355536 —5
* * * z53553332387 —— — 325 * —3 2 ———
——— * 52 3 — 2 * — 55 n
23 38535333353 38 338233835 z
23335 33853327255
582—2335335 — 3 2 — *55 ———— * 52 23222 KsA⸗⸗
z25753 5—37—335 —«538—5255 —357 2*555 ——— —— 223533*
— — — 8* 8 —A— 67 — 225 —A 55323— 78
5 — * 3 8 ẽ 335382—* 5 58 3232—353235 8 5*
3 33333733 33
22— 738 78 —— — — 7 282 22 32 —E — — ——3*73 E — *
—
* 2 3 3 E —8 —— —*
—
5532 8 2 * — * —8 &amp;e 32 5 2 2
— 53537173335
2 —53373 333333353 335 *
* —A —A —553355335 —2 —AV —
2 8 * 2 —* 8 —— 8 8 — —
5535553. 222837 5335533335385357 a V
— 335333355535555533 —*
2 — — * SB 8*
852222 EQ E
4835535338
32
2 2 2—525258259222322 252— 22
—3355 —— — ——3355533
— — 5558 IÄ S2 —5 3 —2553538
37558 —— 2273 * 23523—23
P — —sꝰ 24 — 55823 * 5 — 1232 2.
— 2 * 8 2552 252— 22 * 28 522—222 *
25558 25328 .3——— —333 538335533 z NB3551828
—E— 5353333333833 2358ù Z55 8 5538238 35 53, 3338
, 5 532 8 3232 8 * J 5M527525 2 — 383 5—52
227—28 JI2 32 22 —A — 2 —5822 * 5
— — ——
* —— . 2 * — 7
— —S 28 3 52—2225 S 8* D 234 EZS5 22875 282
22, 528 E—— 22 5258 B —— 3 22
J 2 73 — — — ——4 — . 2 —8 * * — —
*8855 58338 25355 232333 38 —S 55333232
.— 222 —— —* : 3 —— 2 ãÜ
2 2232— — 358383 53588 525223585
—85— 2 —3353663 258253223252 — — — —z2255533523322
53553 2 5—3325353 ——2355 38355533
—S — * 2 2. — —EA * — A⸗ 0 7
3 ——38 —3533333353
5—2—S — 333., 335 —233S —330 — — ——38338
3 — 33 33328 — 78 5333333327283
* 3 — 2* — * 22590 * —
——— —A— 285s853538333383355557
—*3 2*2 * —A— S —8 * — 252 323 2 —— 2
* — —— 354 — 5 — 8 2 — — 2 2 2225 3 2 ã 255
537555 23338 — 53533 3 2 28 ⸗ 8
— — 783—823
2 F 2 —— 22 22 535 2* 2 7 2 8 * 5*
35 8 3 —3 385833—333558
52 53 32*3532 258—22 5——3605 233
— —
* —8 2 — SS 2 2 — 2
5. ERRREBSBSSBSEEES s—

3*
—
        <pb n="576" />
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter mzeiger und das (2 mal wochentlich; mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unter! tungt latt, (Sonntagz mij illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementévpreis betragt vierteljährlich

lA 40 Z einschließlich Tragerlohn; durch die Post bezogen J.AM 60 , einschließlich 40 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift odet deren Raum, Reclamen milt 80 A pro Zeile berechnet.
M 168. ea Donnerstag, den 28. Oktober — J 1879.

Deutsches Reicß.

Mängcqchen, 20. Okt. In der 107. öffentlichen Plenar⸗
sizung der Kammer der Abgeordneten haben nachstehende 43 Abge⸗
ordnete gegen den Gesetzentwurf „den Malzaufschlag betreffend“
zestiumt: Artbinger, Böckl, Becher, Crämer, Dr. Daller, Dr.
Diendorfer, Eckart, Erl, Föckerer, Al. Frank, Dr. Frankendurger,
Geiger, Gunzenhäuser, A. Freiherr v. Hafenbrädl, F. X. Freiherr
d. Hafenbrädl, Herz, Huhn, Kihn, Kircher, Kopp, Lang, Langlois,
Ostermann. Ponschab, Graf v. Rambaldi, Rausch,. Dr. Rittler,
Röckl, Rosenberger, Rottmeyer, Ruppert, Dr. Schäfler, Schels,
Schmelcher, Senestrey, Frhr. v. Soden, Strauß, Theyson, Trauth,
Triber, Wildegger, Winkelhofer, Zach. (Die HH. Theyson und
Trauth sind Pfaͤlzer. Von den übrigen pfälzischen Abgeordneten
fehlten in der beir. Sitzung die HH. Freyburger, Wolf, Bezirks⸗
amtmann G. Schmitt (beurlaubt) und Kuby.) —sV

München. Die Notare der Pfalz haben an die Kammer
eine Petition gerichtet um Erlassang eines Gesetzes, das die Ab⸗
schaffung der Zeugen bei Notariatsurkunden verfügt.

Vom Hrn. Abg. Schels wurde in der Freitagssitzung der
Kammer die Einflührung einer Klassen⸗Lotterie in Baheren in
Anregung gebracht; wie die „Allg. Ztg.“ nun vernimmt, wird es
bei dieser Anregung nicht verbleiben, vielmehr von anderer Seite
ein formlicher Antrag an die Kammer gebracht werden.

Berlhin, 21. Okt. Die „Nordd. Allgem. Ztg.“ enthält
eine von Rauchhaupt, Minnigerode, Liebermaun und Busse unter⸗
zeichnete Aufforderung an Alle, welche sich zu einer großen konser⸗
bativen Fraktion vereinigen wollen, zu einer am 27. Oltober
Abends staufindenden Zusammenkunft.

Die „Nordd. Allgem. Zig.“ erfaͤhrt, es dürfe wohl jetzt mit
Sicherheit angenommen werden, daß Se. Maj. der König am 28.
d. M. den Landtag im Weißen Saale des koniglichen Schlosses
in Person eröffnen werde.

Der „Reichs-Anzeiger“ schreibt; „Der Staatsselreliär im Aus⸗
wärtigen Amt, Staatsminister v. Bülow, ist auf dem Wege nach
Cannes gestern in Frankfurt a. M. einem Nervenschlage er⸗
legen. Die Hingebung für den Dienst und die unermüdliche Thä⸗
tigkeit, welche seine Gesundheit untergraben haben, sichern ihm ein
ehrendes Andenken.“
Ausland.

Paris, 21. Olt. Der jüungst zum Munizipaltath von
Paris gewählte Amnestirse Humbert wurde heute zu 6 Monaten
Gefängniß und 2000 Francé Geldbuße wegen Behördenbeleidigung
und Verherrlichung von Handlungen, welche Fich als Verbrechen
Fualifiziren, begangen im Blatt ,Marseillaise“, verurtheilt. Der
Gerant des Journals ‚La Marseillaise“ wurde zu 2 Monaten Ge⸗
jangniß und 500 Fres. Geldbuße verurtheilt wegen Abdruckes der
Rede Humberts und zu 1000 Fres. Geldbuße wegen Veröffent⸗
lichung des Rochefort'schen Briefes; außerdem wurde das Verbot
des Blaites auf 15 Tage ausgesprochen.

Paris, 21. Ott. Zwelf Maires der Vendee und drei der
Marne wurden wegen Betheiligung an royalistischen Bankeis vom
Umt entfernt.

Die communistische Bewegung in Frankreich hat derartig
Aberhandgenommen, daß sich der Prasident der Republik und die
Regierung entschlossen haben, energisch dagegen aufzutreten. Es
sind nun einige Regietungsbeamte und Mairs, welche sich an com⸗
munistischen Banketten betheiligt haben, abgesetzt worden und die
maßlose Sprache der radiealen Blätter wird streng bestraft. Jules
Brevy erwirbt sich durch dieses Auftreten den Dank aller gemäßig⸗
sen Republikaner, welche einsehen, daß die Republik gegenwäctig
einen größeren Feind habe, als die Communisten und Radikalen.
Die Reputlit in Frankteich ist noch immer nicht derart gefestigt,
daß sie der fortwährenden Vorsicht und Mäß!gung entbehren könnle.

Der ‚Koln. Zig.“ wird aus Peterbburg gemeldet, daß
Qaiser Alexander auf seiner Reise nach Cannes in Südfrapireich,
vo sich die Kaiserin von Rußland gesundheitshalber aufhält, Berlin
derühren und dort auch einen Aufenthalt nehmen werde. Dieser
knischluß soll in Folge eines tigenbandicen Vrsefes unsetes Kaisers

aun Kaiser Alexander entstanden sein. Wir würden die dadurch
möglich gewordene, wenn auch nur vorübergehende Besserung in
inseren Bezlehungen zu Rußland freudig begrüßen.

Washington, 21. Okt. Der Gesandie von Haiti in
Washingion hat die amtliche Meldung erhalien, daß in der Nacht
;om 3. Oktober in Port⸗au⸗Prince eine Rebolution ausgebrochen,
ie provisorische Regierung gestürzt und eine neue Verwaltung unter
Leneral Salomon eingeführt worden fei.

Bermilchtes.

F Die mit der pfälzischen landwirthschaftlichen Aus⸗
tellung verbundene Verlosssung ist auf unbestimmte Zeit verschoben
vorden. Anlaß zu der Verschiebung soll die vorgangige Austra⸗
zung finanzieller Fragen gegeben haben.

f Auf dem Eschweilerhofe verunglüdte am 16. dss.
MNis. die 10jährige Tochter des Ackeres Christ. Hochweg. Das
dind war in Abwesenheit seiner Eltern mit seinen Geschwisterchen
in der Küche und machte sich am Herd zu thun. Dabei fingen seine
leider Feuer. Verzweifelt stürzte es hinaus und schrie nach Hilfe,
vaͤhrend die Flammen schon hoch über es schlugen. Die Rachbarn
amen zu spät, das furchtbar zugerichtete Mädchen erlag nach mehre⸗
zen Stunden seinen Wunden. Man muß nur froh sein, daß die
zeiden kleineren Geschwister nicht auch Schaden genommen haben,
pas ja sehr leicht hätte geschehen können. Gegen den Befehl ihrer
nuf dem Felde beschäftigten Eltern hattten sich die Kinder aus dem
Bette und in die Küche geschafft.

fKaiserslautern, 18. Olt. Ganz wunderbar
ind die Leistungen und das musilalische Gehdr eines noch nicht
7 jährigen Knaben in unserer Sladt. Gelegentlich einer mufsitalischen
Abendunterhaltung in einem Privat-Zirkel hatten wir gestern Ge⸗
egenheit, den noch nicht 7 Jahre alten Knaben Frißz Binder zu
jören, das Söhnchen des Hrn. Restaurateurs Binder in der Glocken⸗
traße. Der Knabe, der noch keine Oltave spannen kann, spiell ohne
stoten und fehlerfrei eine Mozart'sche Sonate; was aber ans Un⸗
jlaubliche grenzt, ist die Thatsache, von der wir uns überzeugt
saben und für die wir einstehen, daß das Kind mit abgewendetem
Besichte nicht allein jede auf dem Klavier berührte Note nennt,
ondern auch die Noten von vollstaändigen Allorden in ihrer Reihen⸗
olge nennt. — Wie wir hoören, werden sich die Herren Kapellmeister
des Mannheimer Hoftheaters, vor denen sich der Knabe kürzlich
zrivatim produzirte, der musikalischen Ausbildung des talentirten
dindes annehmen. (Pf. Vzig.)
7Kaiserslautern, 20. Olt. Am Samstag begab
ich bon hier aus eine Depulation, bestehend aus drei Herren,
Mitgliedern des Stadtrathes, und einem Herrn von Lautereden,
rach Muünchen, um an maßgebender Stelle wegen des Baues der
zauterthalbahn zu petitioniren. Die jüngsten Verhandlungen des
deichsrathes haben die Erbauung dieser Linie sehr in Frage gestellt.

f Die landwirthschaftliche Ausstellung in Kaiserslautern
vurde gestern Abend (19.) geschlossen: wie die „Pf. Z.“ wissen
vill, wird sich bei der Bilanz ein ungefähres Deficit von 6000
Mark herausstellen, wofür der freiwillige Garantiefonds in˖ Angriff
Jenommen werden muß, wenn wicht aus Kreis oder landwirthschaft⸗
lichen Fonds dasselbe gedecht werden kann. Wir erfahren dagegen,
aß der landw. Kreisverein allein über 56000 Mark verfügt, welche
ür diesen Zwed verwandt werden sollen, so daß die Garantiescheine
vohl nicht zur Verwendung kommen dürften. (K. 3.).

F Reustadt, 19. Ott. Die heute hier statigehabte Ver⸗
ammlung älterer pfälzischer Landgerichtsschreiber, welche in ihren
dezügen aus Gebühren in Folge der neuen Gerichtsordnung mit⸗
inter in hohem Betrage geschädigt sind, hat einstimmig beschlossen,
zie noͤlhigen Schritte sofort zu thun, und wird hievon den Be⸗
heiligten, welche nicht zugegen waren, naͤchstens Mittheilung gemacht.
Die gehoffte Entschädigung ist bis heute leider nicht gewährt
vorden.

f In Erhbenbach (Kanton Olterberg) brannte am Sonn⸗
ag das gemeinschaftliche Anwesen der Wiltwe Korn und des Jakob
zuckendiehl — Haus, Scheuer und Stall — ab. (K. 3.)

4 Das kal. Staatbministerium der Finanzen hat den Bewoh⸗
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        nern von Eußerthal füe den Handel mit Bürsten ünd Schrup⸗
pern im Umherziehen eine Ermäßigung der Steuern auf die Hälfte
des tarifmäßigen Betrages dewilligt. —

FIn Speyer trägt man sich mit dem Gedanlen, im väch⸗
sten Jahre ein allgemeines pfalzisches Musikfest zu veranstalten, an
welchem alle in der Pfalz verfügbaren Orcbester⸗ und Gesangskräfte
Theil nehmen sollen. Als Festort ist Speyer projektirt. Die Ein⸗
ladungen au die Vorstände und Dirigenten der einzelnen Vereine
soll in den nächsten Tagen erlassen werden.

Die Mittheilung der „Sp. Z.“, wonach ein Mitglied der
in Speyer. Vorstellungen gebenden Künstlergesellschaft einen
Knaben getödtet haben soll, ist in sofern unrichtig, als das Kind
nur schwer verletzt und Hoffnung vorhanden ist; daß dasselbe am
Leben dleiben werde.“ Der Egypter soll bereits wieder aus det
Haft entlassen sein.

aus Mecklenburg. In Folge der Nachrichten, welche
von einem Wiederaufleben der Geschäsisthätiekeit in Amerika mel⸗
den, glaubt man, daß im bevorstehenden Frühjadre die Aus
wanderung wieder einen groößeren Umfang annehmen wird.

In Steyermart ist die Rinderpest sehr heftig aufge⸗
treten.

In Viersen spielte ein junger Mann in der Wohnstube
mit seinem Revolver. Die Waffe entlud fich und die Mutter des
jungen Mannes wurde durch den Schuß lebensgefährlich verwundet.

f Mons, 21. Okt. In Folge verweigerter Lohnerhöhung
haben heute Morgen 2000 Arbeiter bei den Produktionsstätten in
Fleny und Cipty (üdlich von Mons) die Arbeit eingestellt. Ruhe⸗
störungen sind bisher nicht vorgelommen.
arktberichte.
Homburg, 22. Oktober. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
12 Ve. 17 Pf, Korn 8 M. 49 Pf., Spelzkern --M. — Pf., Spelz 6 M.
20 Pf., Gerste 2reihige O M. — Pf., Gerste 4reihige O M. — Pf. Hafer
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und von Herrn I b in St. Inabert.
-

6 M. 46 Pf., Mischfrucht d M. — ꝓf., Erbsen 0O M. — Pf., Wicken
O M. — ppf. Bohnen — M. — Pf., Kleesamen — M. — Pf. Korn⸗
oroe6 Pfund 71 Pf Gemischtbrod 6 Pfund gf., Odsenfleisch — pf.
Rindfleisch 44 Pf., Kalbfleisch 40 Pf., Hammelfleisch — Pf., Schweinesleisch
50 Pf., Butter 1 Pfund O M. 90 Pf., Kartoffeln pex Ctr. 3. M. — Pf.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Deme ßz.
(EingesandtJ.

Wenn Schüler ihrem verstorbenen Lehrer ein Grabdenkmal
setzen wollen, so wird dies Unternehmen gewiß von jedem gebildeten
Diann als ein Zeichen der Verehrung und Dankbarlkeit angesehen.
Die zur Besprechung dieses Zweckes am Sonnntag im Grewenig'⸗
ichen Saale statigehabte Zusammenkunft war zahlreich besucht und
zeigte, daß der verstorbene Lehrer Hettesheimer noch bei vielen
seiner Schüler in Erinnerung geblieben ist, so daß das Projett
eines Grabdenkmals gut aufgenommen und freudigst die nöthige
Unterstützung zugesichert wurde.

Auf allgemeines Verlangen wurden von den Anwesenden meh⸗
rere, bei Lehrer Hettesheimer gelernte Schullieder gesungen, an
welche sich Chöre von den Sängern des „Casind“ und „Gemüth⸗
lichkeit', dirigirt von Herrn Woll, anschlossn. *
Die Versammlung schloß gegen 7 Uhr, wobei ein Jeder den
Saal verließ mit dem Wunsche, daß das schön angefangene Werk
bald zu Stande kommen möge.

Sehr gerne wäre gesehen worden, wenn auch Lehrer der
Versammlung beigewohnt hätten.
Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der
Herren Kaufmann S Simon in Hamburg besonders aufmerksam.
Es handelt sich hier um Originah-VLoose zu einer so reichlich mit Hauptge—
winnen ausgestatieten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr leb⸗
hafte Betheiligung voraussetzen läßt, zumal solche in Bayern jetzt gesetzlich ge—
atlet ist. Dieses Unternehmen verdient das volle Vertrauen, indem die besten
Staatsgarantien geboten find und auch vorbenanntes Haus durch ein stets
streng reelles Handeln und Auszahlung zahlreicher Gewinne allseits bekannt ist.

—
Im Königreich Bayern gesetzlich erlaubte
Lotterie!
Man biete dem Glücke die Hand!

Haupt⸗Gewinn im gunstigen

F.O O.OOO Mark Falle bietet die allerneueste

große Geld⸗Verloosung, welche von der hohen Regierung 8
nehmigt und garantirt ist.

Tie vortheilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, daß im
Laufe von wenigen Monaten durch 7 Verloosungen 48,000 Gewinune
zur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden sich Haupttreffer von
eveniuel Mark 400 000 speciell aber
1 Gew. à M. 250,000, 5 Gew. a M. 25,000 — 65 Gew. a M.
1, aM. 150,000 — J a M. 20,000 213, a M. 2000
11 2V. 100000 9 mgt. 15.000 8311, aM. 1000
— ——— —
1, aM. 50,000 M. 10,000 — 950, 43M. 8300
2 aR. 40000 m. v000! 26,4560, a M. 138
23 75.. 30600 54, a N. 5000 ec. zc.

Die Gewinnziehungen sind planmäßig amtlich festgestellt. J

Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser großen vom Staate ga⸗
rantirten Geldverloosung kostet

ganzes Original⸗Loos nur M. 6
halbes .M.8.
Jviertel M. UU..

Alle Aufträge werden sofort gegen Einsendung, Posteinzahlung oder
Nachnahme des Betrages mit der größten Sorgfalt ausgeführt und erhält!
Jedermann von uns die mit dem Staatswappen und dem kgl. baye⸗
rischen Stempel versehenen Original-Loose selbst in Händen.

Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gratis
beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten unauf⸗
gefordert amtliche Listen.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats⸗
Garantie und kann durch direcie Zusendungen oder auf Verlangen der
Interessenten durch unsere Verbindungen an allen größeren Plätzen
Deutschlands veranlaßt werden.

Unsere Collecte war stets vom Glüucke begunstigt und hatte sich die⸗
selbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der ersten Haupt⸗
ireffer zu erfreuen, die den betreffenden Interessenten direct ausbezahli wurden

Vorausfichtlich kann bei einem solchen auf der solideften Basis
gegründeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Vetheiligung mit Ve.
stimmtheit gerechnet werden, umsomehr noch als bekanntlich jetzt
das Spielen in dieser Lotterie gesetzlich erlanbt ist, und bitten
wir daher, um alle Aufträge ausführen zu lönnen, uns die Bestellungen
8 und jedenfalls vor dem 138. November d. J. zukommen zu

assen.
Kaufmann &amp; Simoen,
Bank⸗ und Wechsel⸗Geschäft in Hamburg
Ein⸗ und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Eisenbahnactiien
und Anlehensloose.

P. S. Wir danlken hierdurch für das uns seither geschenlle Vertrauen
und indem wir bei Beginn der neuen Verloosung zur Betheiligung ein⸗
laden, werden wir uns auch fernerhin bestreben, durch stets prompte und
reelle Bedienung die volle Zufriedenheit unserer geehrten Interessenten
zu erlangen. D. O.

Aιιαιια
Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
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225 8 * 8 882 5 288 3*3 5523838 252
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23 375—283328 — NB88— 555 272 5223 5 735*7
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2 532557 28 7382 2535 — 23325223
* A —38 23236333853 22828 3585388
323 253* 5885 125 38353278 5256 e 353222 —— 8 —— —5
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5 283272 —552555
583 ——— 28538832
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7 5535 52 858355
5*38332 3232382
227 22—835* 2—3533555.5
22 *8* —— 8 3 22 2325353
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B—— —5 3286858525
72355 —56 8 853 352——53
555 3338 —38. 6323 835332
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s2338358* 23537*2538363 2
2. — 33 225* —3
— 532—33
—5 —A 22 —A—— —— 22 22*
3222*523 252—32 28 —
—A 35 3—3533333578 83
235 53233 —; 28 2323.53 —z3.
2374 333 50 —228 2352352535
135 23 23 3888 — ——— 3223533
3E53323 *233 538 1*553532235*
—— 375
5 — 522. 2 5 8572 2 553332
3 2235323 —367 2355
38 2* 58222 338 — 823 58560
5325832 32352235 3333 563838588
* 726 — * 58 * 227 23
3333
8598 ———— 2 —A
555535 *33 23855
5535733 * 4

—
233 *879833
5s72333337*
* —
235*23538060
*23 2 2383—
3275 2. 2*
352382388
222
52382353
238 3
35 — —32 2
22323 — —
2353533275
— 25* —A
*z22255333
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* 832
—22 5232
33 21228533
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252—83 —7
—
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538 788*
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235393 353
23235323

—* F 727 * — *
c333 383533—338
—8 553 5234
71382723 —
23 *3*538 552
*a528 287 5353—328235 ———
—7 3. 332352232535 53
82. 53. 13 33— 533325333
—
—8 * 36255 5332 * 253
⸗ 527 — *825 — m *
258 35533355.5 34 2*
53 3583.835732535
275275 2355222 833 552 53 75
.53o27* —A s8253 * 257
38* —— Taæ 2 *»222.3 3324828
2 N 2 25222 — 252232
7 0328535 5273532
— —2255—3238
3 3537
33 335
24 22 29* — — 3*7
33 * 522 — 5
197 322 * 73 — —A *—** *
28 523 52 — 267
2 —225835825—3 —
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753533 3 33243537 333383 —A
A— 233 5 8* 32 523 233323333
22 77 53z2838 *5 3 44J3 2323 235
2 — »87 8 2888 2025
282237 22 353533 227 232338 5
—* 55*3 5283 *5 — ——— 8 55
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—— 5523 ————
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint woͤchentlich viermal? Dienstag, Dounerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementsvreis beträgt vierieljahrlich

40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen I A 60 Z, einschließlich 420 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswärts
mit 15 für die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile betechnet.

M 169. S.amstag, den 28. Oktober IJ 1411879.
Deutsches Reich.
Muünchen, 21. Okt. Der Beitrag Bayerns zu den Aus⸗
jaben des Reiches sür 1880/81 mindert sich von 19 Mill. auf
10 -11 Mill. Mt. Die Ersparniß an Matrikularbeiträgen im
Reiche in Folge der Mehreinnahme an Zöllen und an der Tabak⸗
teuer wird für das nächste Jahr auf rund 45 Mill. Mk. veran⸗
chlagt. Im gleichen Verhältniß ist auch im preußischen Etat pro
1880/81 der Beitrag Preußens von 44 auf 22 Mill. herabgesetzt.

München, 22. Okt. Die Abgeordnetenkammer lehnte in
heutiger Sitzung nach längerer, lebhafter Debatte mit großer Mehr⸗
jeit den Antrag Daller's vetreffend die Einführung einer Weien⸗
und Branntwein-Konsumsteuner sab.

Aus Bayern, 20. Okl. Der ,„Fränk. Kur.“ schreibt:
Bekanntlich wird die Braumalzaufschlags: Erhöhung das Bier um
innähernd 1 Pfennig per Liter an Steuer vertheuern, den halben
diter — das zume'st gebräuchliche Schenkmaß — also um einen
zalben Pfennig. Da es nun keine halbe Pfennigsfücke gibt, wird
ich dieser halbe Pfennig in der Praxis sehr raschh auf einen ganzen
Pfennig erhöhen, den der Konsument mehr zahlen muß. Unter
diesen Umständen ist es wohl am Platze, daran zu erinnern, daß
nach 8 13 des Reichsmünzgesetzes für Bayern die Einsührung der
halben⸗Pfennig⸗ Münze vorbehalten ist. Es heißt daselbst: Im
Bebiete des Königreichs Bayern kann im Beduͤrfnißfall eine Unter⸗
heilung des Pfennigs in zwei Halb-Pfennige statifinden.“ Da
ieser Bedürfnißfall nunmehr unzweifelhaft vorliegt, wird es unseres
krachtens jetzt Sache des Staatsministeriums sein, der von uns
mngeregten Frage der Emführung von Halb-Pfennigen für Bayern
iäher zu treten.

Berlin, 21. Otlt. Nach hier verbreiteten Gerüchten wäre
der Minister des Innern Graf Eulenburg zum Staagtssekretär im
uuswärtigen Amt an Stelle Bülow's designirt und würde Herr
o. Bitter das Mmisterium des Innern übernehmen. Als Finanz⸗
ninister wird überraschender Weise Dr. Friedenthal genannt.

Der „Koöln. Zig.“ wird aus Berlin kelegraphiet: ... Mit
dem vielbesprochenen Vertrage zwischen Deuischland und Oesterreich⸗
Ungarn verhält es sich folgendermaßen: Nachdem Bismarck und
Undrassy fich vollständig geeinigt hatten, wurde in Gegenwart
des Kaisers Franz Jofeph über diese Vereinbarung ein Protokoll
aufgenommen und von diesem Protokolle zwei Exemplare ausgefertigt,
edes dazu bestimmt, von einem der beiden Kaiser unterschrieben zu
werden. Das gesammte preußische Staatsministerium wurde vom
Fürsten Bismarck von der Nothwendigleit jenes hochwichtigen poli-
nischen Schrittes überzeugt und machte gemeinschaftliche Sache mit
hm. Graf Stolberg reiste nach Baden-Baden, um die Zustimmung
des Kaisers zu erlangen. Fur den Fall der Nichtgenehmigung laf
das Entlassungsgesuch des Reichskanzlers im Kabinet des Kaisers.
Man kann sich denken, daß der Kaiser, der stets durch die innigste
Freundschaft mit dem russischen Hofe derbunden war, sich nur sehr
chwer entschloß, ein Abkommen zu genehmigen, das zwar nur fried⸗
iche Zwecke verfolzt, aber doch möglicher Weise uns in einen Kampf
nit Rußland verwickeln könnte. Dem Grafen Stolberg gelang es
»ei seiner achttägigen Anwesenheit, die Bedenken des Kaisers zu
iberwiaden. Se. Majestät hat seine Zustimmung und Unterschrift
extheilt. Ob Dies ganz in der ursprünglich beabsichtigten Weise
jeschehen ist, oder obd, um die Gesühle Sr. Majestät zu schonen,
rgend eine Aenderung beliebt worden, lassen wir dahingestellt. Ge⸗
nug, es handelte sich hierbei um eine bloße Föcrmlichkeit, auf die nur
Diejenigen Gewicht legen können, die den ganzen Zusammenhang
uicht kennen. Allein wichtig ist, daß Ka'ser Wilheim ebenso wie
aiser Franz Joseph seine allerhöchste Zustimmung und Unterschrift
extheilt hat, und zwar, wenn wir recht unterrichtet sind, am 15. d.
W. Die übrigen Mitglieder der laiserlichen Famliie sind mit den
Wiener Abmachungen und der Politik des Reichslanzlers volllommen
einverstanden.“

Wie aus guter Quelle verlautet, gehoͤren die Friltionen der
Grenzboten“ der Vergangenheit an. An GCristenz eines in
uler Form abgeschlossenen Schußverlrages mil Oesterreich ist nicht
u zweifeln.

Die öffentlichen Reichskassen ünd veranlaßt worden, am
31. d. M. festzustellen, welche Beträge an Reichs-Goldmünzen und
kinthalerstücken unter ihren Geldbeständen am bezeichneten Tage
»eim Schlusse der Amisstunden vorhanden gewesen sind und das
Ergebniß der vorgesetzten Behörde unberzüglich anzuzeigen. Nach
der amtlichen Münzaufstellung waren bis zum 11. d. Mts. zusam⸗
nen für 1715 974 615 Mart Reichs⸗Goldmünzen ausgeprägt,
vovon weitaus die Mehrzahl, für 1267 478 660 Mark, in Dop⸗
ʒelklronen (Zwanzigmarkstuck⸗n).

Straßburz, 22. Okt. Heute Nachmittag findet bei
Sr. Excellenz dem Feldmarschall-Statthalter große Galaiafel statt,
in welcher die Großfürstin Katharina von Rußland und deren
Zinder, sowie Herr Staatsselretär Herzog und andere hohe Persön—
ichkeiten Theit nehmen. — Waͤhrend des verflossenen Mandders
ind auch bei den Truppen unseres Armeekorps Fleisch-Conserven
in ousgedehntem Maaße in Anwendung gebracht worden und werden
zieselben in ihrer wahrhaft vorzüglichen Qualitätn von den Mann⸗
chaften dem frischen Fleisch vorgezogen. Bei der Lieferung des
Jetzteren dauert es dem Soldaten im Bivouak stets zu lange, ehe
x eiwas Warmes zu essen bekommt; die Folge davon ist, daß er
zas Fleisch entweder halb roh oder nicht weich gekocht genießt, und
zaß die von soschem Kochen erzeugte Suppe weder kraftvoll noch
vohlschmeckend ist, leuchtet auch dem größten Stümper in der Koch⸗
uunst ein. Die Conserven dagegen brauchen nur gewärmt zu werden,
im in wenigen Minuten ein wohlschmeckendes und nahrhaftes Ge⸗
richt herzustellen und werden dieselben daher besonders bei der Ver⸗
flegung im Feldkriege während der Alnonen von größtem Werth
ein, wo es darauf ankommt, dem Soldaten in kürzester Frist die
hm nöthige nahrhafte Kost zuzuführen. Etr. Zig.)

Ausland.

Wien, 21. Okt. (Offiziell) Die feierliche Werbung des
köͤnigs von Spanien um die Haud der Erzherzogin Marie Christine
hat heute durch den außerordentlichen Botschafter, Herzog Vahlen,
zei dem Kaiser statigefunden. Unmittelbar nach erhaltener Zustim⸗
nung des Kaisets hat der Herzog Baylen das Jawort der Etzher⸗
wogin bei deren Muttter eingeholft.
Rermischtes.

fAls eine wichtige Neuerung des mit dem 1J.
). M. ins Leben getretenen Gerichtsverfahrens möoze hervorgehoben
verden, daß die Gericht Sspollzieher nicht nur in ihrem
Bezirke, sondern durch das ganze Deutsche Reich Zustellungen mittelst
»er Post machen können. Hat man also in irgend einem Ort eine
Zustellung, Kündigung u. s. w. machen zu lassen, so braucht man
ie Aktien niecht dorthin an einen Gerichtsvollzieher zu senden, viel—
nehr kann der Gerichtsvollzieher im Orle die Zustellung mit der
nämlichen Wirkung ausführen.

F An dem Landgericht Zweibrücken wird mit nächstem
iine Rathastelle besetzt und soll Herr Rechtsanwalt Dr. Krell dorten
ür die Stelle ausersehen sein. Am Landgericht Frankenthal
zibdt's demnächst durch den Weggang zweier Raͤthe, der Hetren Dr.
Freyburger und Hönes, ebenfalls Veränderungen. (K. 3.) 1

F Pirmasens, 22. Oklt. Daß man mit leicht Gas er⸗
eugenden Oelen nicht vorsichtig genug umgehen kann, zeigte wieder
ein Vorfoll, der sich gestern Abend im Laden des Hecrn W. Müller
n der Haupistraße ereignete. Der Lehrling des Geschäftes wollte
rämlich eine Lampe mit Ligroine füllen und scheint hiebei dem Lichte
zu nahe gekommen zu sein, denn die sich dabei entwickelnden Gase
xplodirten und richteten unter den im Laden aufgestopelten Lampen
ind Glaäͤsern xc. ziemlichen Schaden an; auch wurde der Lehrling
im Arm durch Brandwunden verletzt. Der durch die Explosion
zerursachte Lufidruck war so stark, daß eine iest verschlossene Thür
uus den Anzeln gehoben und in das Nebenzimmer geschleudert
vurde. Durch die Geistesgegenwart des Sohnes des Herrn Müller,
der den entstehenden Brand mittelst Aufschütten von Sand rasch
dämpfte, wurde weiterem Schaden vorgebeugt. (P. A.)
7Kaiserslautern, 21. Olt. Die ‚Pfälz. Voltsztg.“
meldet: „Gestern wurde dem Verleger und Redallteur dieser Zeitung
        <pb n="582" />
        die Klageschrift des De. August Zinn, königl. preußischer Geheimer
Sanitätsraih, Direklor der brandenburgischen Landes⸗Irren⸗Anstalt
zu Eberswalde und Mitglied des deutschen Reichstags“, zugestellt,
aut welcher in einem Artikel der „Pfälzischen Voltszeitung“ unter
der Rubrik „Stimmen aus dem Publilum“ eine Reihe der schwersten
Angrisfe gezen Herrn Zinn erhoben worden sein sollen, die geeignet
seien, denselden verächtlich zu machen und in der öffentlichen Mein⸗
ung herabzuwürdigen, und welche auf absichtliche Eutstellung wahrer
and Behauptung unwahrer Thatsachen beruhen und nur zu deutlich
den auimus injuriandi, d. h. das Bewußtsein, durch ein solches
Vorgehen beleidigen zu köͤnnen, hervortreten lassen sollen.

JMit Rücksicht auf die vorgangige Austragung finanzieller Fragen
ist die mit der pfälz. landw. Ausstellung in Kaiserslautern
berbundene Verloosung verschoben, und wird die Zeit der Vornahme
derselben spüter bekannt gegeben.

pNyeunkirchen, 21. Okt. In dem Laboratorium der
Grube Koönig fand heute Vormittag 9 Uhr bei der Anfertigung von
Dynamit⸗Patronen eine Erplesion Statt. Von den hiebei befchãf⸗
ligten Arbeitern wurden 3 Hetödtet und 5 schwer verwundet.

PTrier, 21. Ott. Heute Vormittag gegen 10 Uhr
fielen hagelschauerartig ganz klaͤre Eisperlchen. Dieselben waren
leiner und exakter gerundet wie Hagelkoͤrner. Aehnlicherweise werden
bisweilen auch klare, kleine, verhältnißmäßig starke Eisnadeln in
Schauermenge beobachtet. (S.« u. M.8.)

Stratßburg, 15. Ott. Ein am Sonntag Abend
Stait gehabter Militärkrawall hat fich, wie Augenzeugen erzählen,
—VVVDD— In einem Tanzlokal vor der Stadt
verlehrten in gewohnter Weise etwa 200 Soldaten des kgl. säch⸗
fischen Infanterie-Regiments Nr. 105. Etwa 20 Mann des Fuß—⸗
Arlillerie⸗Regiments Nt. 15 sowie des Feld⸗Artillerie⸗ Regiments
Rr. 15 kamen gleichfalls in das von'ihnen sonst nur selten besuchte
Tanzlotal. Zwischen 7 und 8 Uhr Abends entstanden im Tanz⸗
sotal Reibereien wegen eines Mädchens, welches in das andere
Lager übergegangen war. Der Ariillerie soll dieser Vorwand zum
Streit nicht ungelegen gekommen sein, denn schon am Mittag hatte,
so hört man, ein Mann der Artillerie gegen den Wirth geäußert,
man werde ihm heute das Franzosenblut austreiben. (Der Wirth
soll ein seit vielen Jahren im Elsaß ansaͤfsiger Deutscher sein.)
Die Reibereien gingen in förmlichen Kampf über, wobei die Artillerie,
weil in der Minderheit, das Feld räumte. Der Wirth schloß alle
Thüren ab, so daß die Sachsen in dem Haus und die Artillerie
auf der Straße war. Zunächst holte die Artillerie aus den benach⸗
darten Tanzlokalen und aus der Stadt Hilfe und belagerte mit
bͤlanter Waffe förmlich das Tanzlokal. Eine Anzahl Fensterscheiben
Purden mit Steinen zertrümmert, und Thüren wurden zerschlagen.
Dessen ungeachtet gelang es glücklicher Weise der Artillerie nicht, in
das Haus einzudringen, da noch zur rechten Zeit eine Patrtcuille
hon der Haupiwache einkraf und die Straße saͤuberte. Es sollen
sechs dis sieben mehr oder weriger erhebliche Verwundungen dorge⸗
fsommen sein. Die Zahl der am Krowall betheiligt Gewesenen soll
zuletzt 400 überstiegen haben. Die Untersuchung ist im Gang.

In Pfaffenberg hat neulich eine Schlossersfrau ihren
„blau machenden? Mann auf sehr energische Weise aus dem Wirihs˖
hause nach Hause geholt. Als es Essenszeit war und derselbe nicht
nach Haufe gehen wollte, gerieth die Frau in Wulh, bewaffnete sich
mit einer an der Wand hängenden Pistole und eilte nach dem
Gasthause. Ohne sich durch gute Worte abhalten zu lassen, packte
die erzürnte Frau ihren Mann beim Kragen und setzte ihm die
Pistole auf die Brust mit der Drohung, ihn „über und über“
schießen zu wollen, wenn er nicht augendlidlich mit ihr heimgehe.
Der Swiosset wußte, daß das Pistol geladen war (denn er hatte
es im Laufe des Tages selbst geihan) und mit seinem Weibe nicht
zu spaßen sei, also machte er gute Miene zu dem gefahrlichen Spiel
und verließ das Gasthaus.

FParis, 20. Otll. Wie Gaulois“ meldet, wird die
Erkaiserin Eugenie im Febtuar nach dem Zululande reisen, um an
der Stätte, wo ihr Sohn fiel, zu beten. .*

p Die englische Bant hat dier Banknoten herausgegeben,
deren jede über 100,000 L. (zwei Millionen Marh lautet. Nach
dem Drud derselben wurde die Platte vernichtet. Von diesen vier
Vanknoten befindet sich eine im Besitze des Hauses Rothschild, eine
zweite im Besitze der Familie Coutis, die dritie im Tresot der eng⸗
üijchen Bank, und die vierte hängt im Salon des englischen Ban⸗
quiers und — Dichters Roger.

I Tebe lung in Spanien.

Ueber dieses großartige Naturereigniß erfährt man jetzt fol⸗
gendes Nähere: „Die Wassersnoth, welche den Südosten der pyre⸗
ndischen Halbinsel heimgesucht hat, ist ohne Beispiel seit Jahr⸗
hunderten Ein Starm min Regen und Hagel begann am Abend
des 14. Olltober gleichzeitig in den Provinzen Sevilla, Malaga—
Branada, Almeria, Murcia und Alicante. Die größte Heftigleit
reichte das Unwetter in den beiden lehztgenannten, und zwar im
Segurathale, wo seit mehreren Monaten Dürre geherrscht und dem
Adrbau sehr geschadet haite. Dieser Regenmangel hatte sogar die

Auswanderung nach Algerien vermehrt. Das von Hügelreihen
lankirte Becken des Segura und des Mundo ist eine Vega oder be⸗
aule Ebene, bedeckt mit Pachthöfen, Dörfern und Wühlen, die olf
niedriger liegen, als die um diese Jahreszeit wasserlosen Betten der
Flüsse und Gedirgsbäche. Zwischen Mitternacht und 2 Uhr Mor⸗
Jens, nach siebenstündigem Sturm, brachten der Segura und der
Mundo eine solche Wassermasse herab, daß das Land in einen
Wildstrom verwandelt wurde, der Deiche, Dämme, Muͤhhlen, Höfe
ind diele Dörfer wegschwemmte. Fra⸗Alta, Torre-Aquera, Alcan⸗
arilla, La Raya mit Hunderten von Häusern wurden fast ganzlich
erstört und die Vega auf eine Ausdehnung von 130-140 Kilo—
eler in dinen See verwandelt, dessen Wasser 70 Kilometer Tele⸗
Jraphendraht, mehrere Brücken und Chausseen, sowie auch die Eisen⸗
hahn zerstbrten. Die Städte Murcia, Orihuela und Lorca wurden
nitlen in tiefer Dunlelheit von der Fluth Uüberfallen. Die das
Hhas auslöschenden, in die Häuser und Kirchen eindringenden Wasser
Ferursachten einen ungeheuren Schrecken. Die Behorden und Be⸗
vohner von Murcia reiteten beim Schein der Facheln die Bevol⸗
erung dreier Vorsiädte, wo der Durchbruch eines Deiches die Zer⸗
törung von 200 Häusern herbeigeführt hatte. Aus dem über⸗
hwemmten Spital wurden die Kranken mit Noth gerettet. Der
Habnhof und die Eisenbahn standen unter Wasser, desgleichen die
Hasfabrik, das Gefangniß und die Schule. Am Tage darau
aͤchteten die Behörden in den öffentlichen Gebäuden und im bischöf⸗
ichen Palaste Zufluchtssstätten ein. Nachen fuhren aus, um die in
ie oberen Stodwerke und unter die Dächer der Häuser geflüchteten
deule zu sammeln und in Sicherheit zu bringen. Die gewoͤhnliche
Wasserhöhe im Thale des Segura ist von 3 bis 8 Meter über⸗
chruten worden. In Murc'a hat man 140 Leichen von Ertrunke⸗
nen gefunden. Den Dörfern und Bauernhöfen draußen Hülfe zu
zringen, war 48 Stunden hindurch unmöglich. Die dortigen Ver⸗
uste sind unberechenbar; die Wasser jühren Thiere, Getreidegarben,
Hdausrath und Leichen der im Schlafe überfallenen Bauern mit sich.
Nan erzählt viele Thaten des Heldenmuthes, durch welche sich na⸗
nentlich die Gendarmerie und die Geistlichke:t ausgezeichnet haben.
Drihuela und Lorca sind in derselben Nacht dom Elemente üher⸗
zascht worden. Alle Straßen dieser Städte sind überfluthet, bies
auf einige wenige siad alle Gebäude eingerissen. Das Hülfegeschrei
der Verunglückten, die allgemeine Verwerrung und die Furcht führten
ntsetzliche Szenen herbei, welche bis in den Tag hinein andauerten. End⸗
ich tamen Soldalen und Maͤtrosen mit Fahrzeugen herbei, die sie don
Farlagena und Alicante geholt hatten, und begannen das Retiungs⸗
dert.* Ter Gouverneur, die Bischöfe, die obersten Behörden und
anzesehensten Privaten überbdoten sich in Eifer und Bereitwilligkeit.
den Bedränglen zu helfen. Man brauchte zur Rettung sowohl
Boote als Wagen, weich letztere bis zu den Achsen im Wasser gingen.
Am Freilag Abend meldeten Depeschen von Murcia wieder schlechtes
und ftürmisces Weiter, welches so bedrohlich erschien, daß die Be⸗
hoͤrden Vorsichtsmaßregeln ergriffen und man sich deeilte, die Todten
u beerdigen, jowie das Vieh, welches an manchen Stellen halbver⸗
ectt in dem Schlamme des Ufers lag, unter die Erde zu bringen.
Jus Almeria und Malaga, meldeten die Behöcden, daß der Ortan
»ochfluth gebracht hatie und daß großer Schaden an Leben und
rigenthum geschehen sti. Am 14. und 15. Oltober waren einige
ditchen und der Vom von Malaga überjschwemmt worden. Das
gas losch aus und die Verwirrung war groß. Die vom Ministe.
um zum Besten der Verunglückten angeordnete offentliche Samin⸗
nag erfahrt seine großartige Bethesligung in allen Klassen der Be⸗
zölterung. Das Elend aber üpbersteigt diejenigen Grenzen, innerhalt
velcher die freiwillige Mildthätigkeit genügende Erleichterung schaffen
dunte. Wenn auch frühere Angaben, nach welchen der ermiitelte
Z„chaden 60 Millionen Pesetas erreichen und allein in der Provins
harca 500 Menscheuleben, 8300 Häuser, 120 Mühlen zu Grunde
—Wu nicht bestätigen, so wurden nach den neuesten
Madrider Telegrammen die insgesammt ums Leben Gekommenen
zoch auf 500 und der sachliche Schaden auf —AV
chatzi, während die Zahl der nach Murcia und Orihuela geflüch
eten Obdachlosen aus 20,000 angegeben wird. Die Eisenbahn
ollie am Montag soweit hergestellt sein, daß der —XI
Fahrten tann vdoch wird nohh eine Umsteigung flatmünden müssen.
Emil Schlagintweit, ein Mitglied jener Familie,
die sich um die Erforschung Indiens durch Reisen und wisien
schaftliche Ardeiten großen Ruhm erworben hat, giebt ein großeß
Weik hetaus, betitelt „Indien in Wort und Bild. Eint
Schilderung des indischen Kaiferreichs“, welches ein Gesammibild
dieses mäͤchtigen und produltiven Landes werden soll. Das Werk
vird durch beinahe 400 Abbildungen in vollendeter Ausführung
Jeschmüct werden und soll in ca. 35 Lieferungen à 124 Mark im
Veriag von Schmidt und Güntbet in Leibria erscheinen.
arxktberichte.
Zweibrücken, 23 Ollober. (Fruchtmittelpreis und Victualien markt
Weisen 12 n. 17 Pf., Korn 9 M. o6 Pf.Gerfste zweireihige 0 M. -25
igce m. 6 ᷣf.. Speln 7 M. oe vs. Spelztern — M. — B
        <pb n="583" />
        Dinkel — M. — pPf., Mischfrucht x. —, viu Pajer
Erbsen — M. — Pf. Widen 0 M, — Pf. Karloffeln 3 M. —
Heu s M. 20 Pf., Stroh 8 M. — Pf. Weißbrod ia/3 Kilogr. 588 Pi.
Zornbrot3 Kilohr. 79 Pf., 2 Kilogr. b68 Pf. LKilogr. 27 Pf Gemischi⸗
rod 8 Kilogr. 98 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
o pf. in. Qual. 50 Pf., Kalbfleisch 50 Pf., Hammelfleisch 60 Pf., Schweinefleisch
36 Pf., Butier /3 Kiloar. O M. 80 Pf. Wein 1 Liter 80 Pf. Bier J Liter 24 Pf.
Fur die Nedaction verantwortlich: F. X. Deme ß.

Im allgemeinen Interesse —
inden wir uns veranlaßt, auf die im heutigen Blatte enthaltene Annonce der
derren Löwe —— Co. in Ham burgq ganz besonders hinzuweisen. Die
Ingekündigten Originalloose sind mit dem bayrischen Stempel versehen und
Vergebung von Straßenbau⸗Arbeiten im
Cantone Hornbach.

Die Herstellung einer Distriktsstraße von Altheim
nach Peppenkum auf dem linken Ufer der Bickenalb, mit einer
Länge von 3501 mm soll auf dem Wege der allgemeinen schrifllichen
Submission zur Ausführung vergeben werden.

Die Herstellungskosten sind veranschlagt, wie folgt: Al.

J. Erdarbeiten zuff.....1 113329,48.
Versteinungsarbeiten zu... . 18875, 68.
Kunstbauten zuu 3455, 86.
Piflasterarbeitenz uf. 41864,56.
V. Grenzsteine zu ,. 280,00.
im Ganzen zu. 340905338.

Geschäftstüchtige, verlässige und solide Unternehmer werden
eingeladen, ihre nach ganzen und zehntel Prozenten bemessenen An⸗
gebote bis längsiens Donnerstag den 80. Oktober l. J.,
Vormittags 11 Uhr, verschlossen und mit der Aufschrift:
„Submission auf den Straßenbau von Altheim nach Peppenkum“
bei der unterfertigten Behöcde einzureichen, bei welcher bis dahig
die Pläne, Kostenanschläge und das Bedingnißheft zur Einsicht
aufliegen.

Zweibrücken, den 22. Oltober 1879. I

Kgl. Bayer. Bezirkdamt:
Damm. —WW
kgl. Regierungsrath.

Im Konigreich Bayern gesetzlich erlaubte
FEa müssen gewonnen werden
—— —
AMc 4 ., OO
a der vom Staate genehmigten und garantirten, unter Leitung
einer General⸗Direktion stehenden großen 277. Hamburger
Geld-Verloosung. —

Dieselbe besteht aus 94,000 Loosen, wovon A8, O000, also weit
aiber die Hälfte, binnen wenigen Monaten durch 7 Gewinnziehungen mit
hewinnen gezogen werden müssen.

Der größte Gewinn ist im glückl. Fall
Mark AM00,006.

Die Hauptgewinne sind folgende;

à 250000)1 — 30000 j d 80001 12 2 7

150000 25900 „6000 2, 1200

100000 2070 .5000 631, 1000
30000 5500 6, 4000 773, 500
50570 2000 65 „ 3000 950, 300
9090 I10000 213 , 2000 65 200

100 à 150, 26450 à 138 ꝛc. ꝛc.
Die Auszahlung der Gewinne erfolgt prompt unter Staatsgarantie.

Zur ersten Gewinnziehung beträgt die planmäßige Einlage:

für 1 ganzes Originalloos Mark 6. -
albes 3.-
1 viertel, 1L.50.
Diese vom Staate garantirten, das Staatswappen tragende,
mit dem bayerischen Stempel versehenen Original loose
keine Promessen!) versenden wir gegen Einsendung des Betrages (in
ringeschriebenem Briefe) gegen Posteinzahlung oder Nachnahme. — Alle
Bestellungen werden pünktlich ausgeführt, der amtliehe Ziehungsplan den
Loosen gratis beigefüßt und wird nach der Ziehung die amtliche Gewinn⸗
iste unaufgefordert übersendet.

Die Verloosungen bieten die größten Vortheile und sind mit vielen
hedeutenden Gewinnen ausgestattet; alle Ansprüche der Theilnehmer als
Staatssuherwachung, Garantie für punktliche Auszablurg der Gewinne
ind vollständig gewahrt. — Unser eifrigstes Bestreben wird-es sein, das
ins zu Theil werdende Vertrauen zu rechtfertigen. —VV —

Da unser Loosevorrath nur klein ist und die Aufträge sehr zahlreich
einlaufen, so beliebe man gefl. Bestellungen sogleich, aber vor dem

15. November d. 5..
irect zu richten an LoôwWe &amp; Co.
Bank und Wechiteigeschäft in Hhamburg.

Von den vielen großen Gewinnen, welche in diese Collecte fielen und
in die glüdlichen Gewinner ausbezahlt wurden, erwähnen wir nur;
Mk. 2020u00 anf Noe 66591 MkE. 252000 auf No. 7088

Mark 313000 auf No. 80614858.

badurch im ganzen Königreich Bayern geßepiu ει—— 8
Reellt und Soudität oben genannien Hauses ist bekannt und daher nichts
natuͤrlicher; als die pielen bei demselben einlaufenden Aufträge, welche eben
id rasch als sorgfäliig ausgeführt werden.
_I.
Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der
Zerren Kaufmann ESimon in Hamburg besonders aufmerksam.
z3 handelt sich hier um Original-Loose zu einer so reichlich mit Hauptge⸗
vinnen ausgestatieten Verloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr leb⸗
safte Betheiligung voraussetzen läßt, zumal solche in Bayern jetzt gesetzlich ge⸗
sattet ist. Dieses Unternehmen verdient das volle Vertrauen, indem die besten
Staatsgarantien geboten sind und auch vorbenanntes Haus durch ein stets
sreng reelles Handeln und Auszahlung zahlreicher Gewinne allseits bekannt ist.

— — —

dohweizerkas
ist wieder eingetroffen. Auch
sind einige Gemüsebütten
zu haben bei Heuber.

Entlaufen

am Mittwoch Morgen ein großer
Neufundländer Hund,
weiß, mit schwarzem Kopf.

Der Ueberbringer desselben
erhält eine gute Belohnung.

Vor Ankauf wird gewarnt.

Eschbergerhof bei Saarbrücken

dtollwerek reho

Brust- Bonbons
ꝛine nach äretlicher Por-
ʒchrift bereitete Vereinig-
ung von Zucker und Kruu-
ber-Extracten, welche bei
Hals- und Brust- Affectionen
unbedingt wohlthuend wir-
ken. Naturell genommen
und in heisser Milch auf-
gelõst, sind dieselben Kin-
ern wie Erwachsenen zu
empfehlen.

Vorräthig in St. Ingbert
bei J. J. Gréetivenigq, bei J.
UVnm Ir. und bei Apotheker
Alb. Zora..

Reichenhaller
Kirchenbau⸗vLotterie.
200,000 Loose.
Geldgewinnste 185,000 Mark.
Ziehung am 30. Decemb. 1879
Treffer 69,000 M., 25,000 M.,
o.doo M. 5000 M. u. s. w.
Foost à 2 M.
zu beziehen durch die General⸗
Agentur
Carl Larig-
Bankgeschäft in München.

—— —e— — — 4 2
Im Königreich Bayern gesetzlich erlaub:
Lotterie
Man biete dem Glücke die Hand!
Haupt⸗Gewinn im gunstigen

20 O.OOO Mark Falle bietet die allerneueste
große Geld-Verloosung, welche von der hohen Negierung ge⸗
nehmigt und garantirt ist.

Tie vortheilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, daß im
Laufe von wenigen Monaten durch 7 Verloosungen 49, 000 Gewinne
zur ficheren Entscheidung kommen, darunter befinden sich Haupttreffer von
eveniuell Mark 400. 000 speciell aber
1 Gew. a M. 250,000 5 Gew. a M. 25,000 68 Gew. a M. 3000
LAaM. 150,0000 2 a M.20,000 218, a M. 2000

„4M. 100,000 2 a M. 15,000 631, a4M. 1000

, amM. 60000 st. 1210000 778, 3 9R. 500
15 35. 5000094 t. 10,0000 9505 2M 300
2 aM. 40,000 5 M. 8000 26,4850, a M. 138
123. ã9R. 30000 54, a M. 5000 ꝛc. ꝛc.

Die Gewinnziehungen sind planmäßig amtlich festgestellt.

Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser großen vom Staate ga⸗
rantirien Geldverloosung kostet X
ganzes Original-Loos nur M.6
halbes588
viertee M. I

Alle Aufträge werden sofort gegen Einsendung, Posteinzahlung oder
Nachnahme des Betrages mit der größten Sorgfalt ausgesührt und erhält
Jedermann von uns die mit dem Siaatswappen und dem kgl. baye⸗
rischen Stempel versehenen Original-Loose selbst in Händen.

Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gratit
beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten unauf⸗
gefordert amtliche Listen.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staats⸗
Garantie und kann durch direcie Zusendungen oder auf Verlangen der
Interessenten durch unsere Verbindungen an allen größeren Plätzen
Deutschlands veranlaßt werden.

Unsere Collecte war stets vom Glücke begünstigt und hatte sich die—
selbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der ersten Haupt⸗
ireffer zu erfreuen, die den betreffenden Interessenten direct ausbezahlt wurden

Vorausfichtlich kann bei einem solchen auf der solidesten Basis
gegründeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Betheiligung mit Ve⸗
limmtheit gerechnet werden, umfomehr noch als bekanntlich jetzt
das Spielen in dieser Lotterie gesetzlich erlaubt ist, und bitten
wir daher, um alle Aufträge ausführen zu können, uns die Bestellungen
baldigst und jedenfälls vor dem 18. November d. J. zukommen zu
laffen. 3

hen. Kaufmann &amp; Simen,
Bank⸗ und Wechsel⸗Geschäft in Hamburg

Ein⸗ und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Eisenbahnactien

und Anlehensloose.

P. S. Wir danken hierdurch für das uns seither geschenkte Vertrauen
und indem wir bei Beginn der neuen Verloosung zur Betheiligung ein—
saden, werden wir uns auch fernerhin bestreben, durch stets prompte und
reelle Bedienung die volle Zufriedenheit unserer geehrten Interessenten
zu erlangen. D. O.
        <pb n="584" />
        1879 Lerbeat- und Minter-aison 1879
Preis Aiste des Confections-Hauses
L BVYTINSLI.,
bétteoste and beste Tin—u—sle
V dey 9.

—*
3

Mei Linkaufon von M. 30
vird dis Fahrt im Vmkrois
on 10 Stundon und boi
inkäufon von M. 50 das
RotourBillot vorgutot.

Ausauuιιι-
Aendung
n dor BStadt und UVm-

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gern umgetauseht.
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Winter⸗Ueberzieher in Ra⸗
tine Pa. mit Tuch, Futter 23, 80, 40
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cone, englisch 15, 18, 20
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mit Tuch, Futte 860, 36, A2

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Gestützt auf das guie Renomms, dessen sich mein Geschäft seit einer Reihe von Jahren zu erfreven hatte, werde ich auch diese Saison be—
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Internat. Kunstausstellung München.
Verloofung von Kunstwerken u. baarem Gelde.
Anzahl der Loose nur 100,000, der Gewinnste
A602 im Gesammtwerthe von 140.000 Marf

und zwar:
AABß2 Gewinnste baares Geld, im Betrage von
60,000 Mk. und 150 Kunstwerke im Werthe von
80,000 Mark.
Ziehung am 5. Aovember 1879.
foose à 2 Aark versenden gegen Postauweisung oder
Natznahme die bekannten Verkaufsstellen in der Pfalz
in Zriänkcen: die General-Agentur Alb. Roesl.
Nünchen, Kaufingerstraße 272, (Café Fritsc
UViedervorJer erhatten Rabate

im
CAsẽ ObeSehAVSCE.
—-vꝑ rinehe Sehuhvanren-—Fabriatiomn
des
Gust. Temesvaͤrn,
x. X. priv. Inhuber,
Budapest, (Ungarn) Radialstrasse.
Emfsehlt seino Erzeugnisse in

Damen-Stfefletten aus feinem Leder, oder Lasting mit Gumm-
ũgen, lackirten Kappen u. genagelt. Doppelsohlen, hoch gesehn. Mk. 5.
Ierrenzugen aus starkem Ziegen-oder Wichsleder mit
enagelten und geschraubten Doppelsohlen Mark 7.
Aohe vwanserdiehte Stiefel, 560.-55 Centimeter hoch, ans ge-
ogenem Juchten-Ledor, geschraubten Doppelsohlen, Hinternath-Schnalle
far dio Strapare Mark 15.

Auftrâge mit Beschluss der Fusslänge und Fersenumfang werden
egen Finsendung des Betrages oder Postnachnahme bestens versendet.
Anatunriiche Preseννανια νXL3 n franco-

— 2MB—U 2—[1— —…“e—
Druck und Verlag von F. X. Demez in St. Ingbert.
Sierrn für unsere Wo st⸗Abonnenten „JAnstrirtes Sonntaasblatt NRree
        <pb n="585" />
        St. Ingberter Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich, mie dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beiragt vierteljährlich

AA 40 ZB einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 M 60 H, einichließlich 40 — Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswart s
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Reclamen mit 80 — pro Zeile berechnet.

4879.

M I70. I!Sνutag, den 26. Oktober
Deutsches Reich.

Munchen, 23. Ottbr. Der Finanzausschuß der Kammer
der Reichsräthe hat den Gesetzertwurk über die Vervollständigung
des Staatseisenbahnnetzes nach den vom Referenten Reichsrath v.
Neuffer gestellten, schon früher erwähnten Anträgen, mit Aufnatme
der Linie Pocking-Passau in den Gesetzentwurf, einstimmig ange⸗
nommen. Auch den Gesetzentwurf bezüglich der Pfülz. Bahnen hat
der Ausschuß nach des Referenten Antrag angenommen (d. h. die
dauterthalbahn abgelehnt und nur die sog. Verbindungsbahn Saar⸗
gemũnd⸗Zweibrucken genehmigth. V

Der Finanzausschuß der Kammer der Reichs⸗
räthe hat der von der Abgeordnetenkammer beschlossenen Er⸗
Phung des Malzaufschlags und Überhaupt dem ganzen Gesetz, wie
s von der Abgeordnelentammer volirt wurde, zugestimmt.

Berlin, 22. Okt. Die Nachricht, die Reichsregierung
wolle die Getreidezoͤlle noch nicht zu Neujahr in Kraft setzen, ist
pöllig unbegründet. — Heute begannen die Ausschüsse des Bundes⸗
aths ihre Arbeiten bezüglich der Zollbehandlung des Floßholzes
und der Tranfitlager für Holz. Die frühere Absicht, den Einzel⸗
jdaaten auf ein Jahr die Ausführung jener Behandlung zu über⸗
jassen, wird vorausfichtlich verwirklicht werden. (Allg. Zig.)

Der Abschluß der Festungsbauten von Metz und Straß⸗
burg findet fich nach der „K. Z.“ wiederum durch Hinzufügung
neuer Werke noch für längere Zeit hinausgeschoben. Den Außen⸗
jorts des erstgenannten großen Waffenplatzes soll noch ein neues
zroßes Fort bei St. Cloy hinzutreten, und aus Straßburg wird
berichtet, daß fich dort zur vollen Sicherung der Stadt die Aus⸗
jührung noch eines Außenforta auf dem Mundelsheimer Kopfe als
nothwendig erwiesen habe. Meß wird nach Fertigstellung des vor⸗
erwähnten Forts ein verschanztes Lager von 25 stilometer Umfang
zilden, in welchem sich außer der genannten Stadi selbst und ihren
Vorftädten zwölf größere Orischuften und eine beträchtliche Anzahl
einzelner Landhäuser und Gehöfte eingeschlessen befinden, das dafür
freilich aber auch eine Ktriegsbesatzung von 32,000 bis 34. 000
Htann in Anspruch nehmen wird. ⸗ 237 3557*
— Assland.

Der „Pester Lloyd“ bestätigt, daß das Ergebniß der
sonferenzen zwischen Andrassy und Bismarck in ein Proto⸗
koll zusammengefaßt worden sei, welches deiden Monarchen vorge⸗
legt und von ihnen unterzeichnet wurde. In diesem Proiokoll
wurde bestimmt, daß jedem Angriff auf den gegenwärtigen Besitz⸗
dand eines der deiden Staaten solidarisch begegnet werden solle,
und festgestellt, daß alle orientalischen Angelegenheilen entsprechend
dem Berliner Vertrage entschieden werden sollen. Fernere Bestim⸗
mungen beziehen sich auf die Zollfrage. Endlich wird als wün⸗
jchenswerth bezeichnet, daß in gewissen inneren Angelegenheiten,
namentlich in Rechtsfragen, eine gewisse Gleichmäßigkeit der Gesetz⸗
jebung versucht werden solle. —

BParais, 22, Ock. Das ournal du Loiret“ Ubernimmit
ʒie vollständige Garantie für die Wahrheit des Folgenden: ‚Deuisch⸗
and, Rußland, Oefsterreich und Italien haben sich dahin geeinigt,
n Paris eine intetnationale Geheim: Polizei ins Leben zu rufen,
velche ihr Augenmak besonders auf die Sozialisten und deren Ver⸗
indungen in den verschiedenen Landern zu richten habe. Spanien
jei noch nicht dieser Verbindung beigetreten, weil ihm die Mittel
siezu sehllen, indem diese neue GeheimVolizei, welche im ausge⸗
ehntesten Maßstabe organifict werden joll. mit gam enormen Kollen
vnerbunden sei“

srau des Maurers Schmitt MW. allda und verlündete alsbald dem
etzteren, daß ihm ein „Büblein“ geboren sei. Der überglückliche
Baler, im Bewußtsein, einen „Prinzen“ zu besitzen, ging in aller
Frühe, um 8 Uhr, zu dem Herrn Standesbeamten nnd ließ das
kindlein unter dem Vornamen Peter eintragen; der Akt wurde
eschrieben, und war⸗ hiermit auch dem Geseze Genüge geleistet.

Ddoch welch ein Schreck für den glüdlichen Vazer, als einige
„tunden später die Amme, welche nicht wußte, daß das Kmd schon
ingeschrieben, nach genauer Ueberzeugung erllärte, daß das Büb⸗
hen“ ein Mädchen“ sei. Der Vaser erschien abermals auf dem
Standesamte und erklärte, daß das „Peterle“ jetzt Karolinchen“
sjeißen solle, womit natürlich der Standesbeamte nicht ganz zu⸗
rieden war, denn er mußte jetzt einer höheren Behörde von diesem
Falle Anzeige erstatten. (Land. Anz).
7 ESchnee im Gebirg. Reisende, welche von Kenggries
n München eintrafen, theilen mit, daß der Schnee in dortiger
bbegend bereits 2 Fuß tief liegt. ——

7 Ein Fall von Bluwergiftung, der zur groöͤßten Vorsicht
nahnt, hat einem rüstigen Manne in Ber lin das Leben gebostet.
der Eisenbahnbeamte B. hatie sich vor eiwa acht Tagen eine Blase
m den Fuß gelaufen und nahm eine Sitopfnadel mit einem rothen
Faden Wole, den er durch diese Blase zog. Schon am nächsten
Morgen hatte sich an dem Fuße eine Geschwulst eingeslellt, die trotz
er herbeigeholten ärztlichen Hilfe im steten Junehmen blieb. Nach
wenigen Tagen constatirie der Arzt eine Blutvergiftung herbeige⸗
ührt durch die in der rothen Wolle vermuthlich enthalten gewesenen
Fardstoffe. Aller ärztlichen Bemühumgen ungeachtet starb der Un⸗
glückliche am Dienstag unter den grählichsten Schmerzen.

4 Wer tutet hier ? Mehrere Berliner Herren rasteten in diesen
Tagen in einem Gastbof zu N., und da auch der Nachtwächter
des Ortes eines Trunkes bedürftig war und in das Lokal trat, so
enispann sich bald eine Unterhaltung mit diesem über die Ortsver⸗
qältnisse. Die heiteren Herren mertten bald, daß der Wächter ein
Brogfreund war — genug, es dauert nicht lange und der Wächter
var grogselig. Die Berliner sind neben ihrer Heiterkeit aber auch
Jewissenhaft und der Zustand des öͤffentlichen Beamten machte sie
zedentlich. Inzwischen war eine leere Chaise vor den Gasthof ge⸗
ahten, und während der Kuischer sich am Buffet stärlte, kam einer
der Herren auf die Idee, sich des trundenen Wächters zu entledigen.
die Chaise schien ihnen dazu am passendsten: sie luden den Wäachter
ein und dieser schlief gar dald. Der Kusscher bestieg darauf, ohne
Ahnung von dem Vorgefallenen, den Bock und fuht davon. Nach
weistündiger Nachtfahrt h'elt er abermals vor einem Dorfkrug und
var nicht wenig erstaurt, als seinem Wagen ein Fahrgast entstieg,
)er auch sofort sein Horn ansetzte und die Stunde abblies. Dieser
Ton lockte aber den Dorfwächter herbei mit den Worten: „Wer tubet
zier )“ — Streit, Erklärungen, Staunen, Gelaͤchter. — Nachdem
zere unfreiwillig Gereiste seinen Standpunkt und fremdes Revier
ttannte, trat er schleunigst per pedss den Rücklauf an und er⸗
reichte R. noch, um pflichigemaß die Dämmerstunde daselbst abzu⸗
lasen. Wir verrathen den Ort nicht, denn die Geschichte ist wahr.

7. In der Gemeinde Sintel bei Wiedenbruc lebt eine 102
Jahre alte Wittwe, die zwar tief gebüdt einhergeht, aber noch über
in so scharfes Gesicht verfügt, daß sie ohne Mühe eine Nadel eins
adeln lann.

F Der Pariser Ordre“ ineldet von einem großen Skandal
m Faubourge St. Germain: Eine junge Komtesse hot
ich von einem Türken entführen lassen. Ihre Mutter empfing
Tags darauf folgendes Telegramm: „Wir sind geseßlich getraut.
Alles ist votüber. Schicke mir meine Wäsche und Deinen Segen,
velcher Dinge ich so dringend bedarf.“

7 dJiallenische Blatter berichten über die Entdedung eines
Minerals, welches in geeigneter Präparirung die Reblaus voll⸗
Jandig vernichiet. Der Enideder jst ein Mechaniker in dem kleinen
Z Tabesnelie, Prodinz Vicenza Venetien.

fEinbildung. Ein Arbeiter forderte beim Destillaleur

inen Kümmel. „Aber das ist ja ganz gemeiner Kornbranntwein!“

Jesert aus, als er das Schnapsglas geleerl halte. „Sie koͤnnen

Vermischtes.

⸗Sit. Ingbert. (pfalzische Aussteuer-Anstalt.) Wir
nachen unsere Leser aufmerlsam, daß die vor dem 15. November
nfolgten Beitrittserklärungen noch zur Theilnahme an der dies—
ahrigen im Monate Dezembet stattfindenden Verloosung betechtigen.
Rahere Auskunft sowie Einsicht der Statuten bei dem Agenten der
Anstalt Herrn Einnehmer Hartmann dahier.
949atzenbuhl, 21. Olt. Die Hebamme B. von hier
waltele in der Nacht des 10. d. Mis. ihres Amtes bei der Ehe⸗
        <pb n="586" />
        sich ja dünken lassen, es sei Kümmel gewesen,“ antwortete der
Kellerwirih mit Gleichmuch, worauf sich der Gast der Thür zu⸗
wandte. „Hollah! Sie haben noch nicht bezahlt!“ schrie jetzt der
Wirih hinter ihm her. ,Sie können sich ja dünken lassen,, ich
hätte bezahlt!“ Sprach's und verschwand.

Fuir die Redackion verantworisich: F. XDee me n.

Die wellberühmten Brustkaramels Maria Benno von Donar
werden bei all diesen Fällen entweder roh gegessen, oder 5—6
Stück in heißem Kakao⸗Thee oder Milch aufgelöst, aber nur lauwarm
getrunken. — u

Der unglaublich billige Preis von 80 oder 50 Pf. für einen
Original-Karton Brustkaramels und 20 Pf. für einen echten Karton
Halao⸗Thee muß lobend hervorgehoben werden. —

.7 Oepot in St. Jngbert bei Herrn Jeau Peters. —

— ———

Biele Personen werden bei-Giniritt der ungesunden Jahreszeit

von Erkältunçen, Husten, Heiserkeit, Lungenleiden, andere wieder von
Magen⸗ und RNervenleiden befallen.
— —

αα
—F J
7

8
46
Das Manufactur- &amp; Modewaaren⸗Haus 7
eh — von J
Te brü der REraciun gt. Johanna.a JZaar' —
— Ecke der Bahnhofstraße und neuen Brücke ——
V (orBtes Gexehst vorm Bnhinhofe nach der Stadt)
haͤtt sich dem verehrlichen Publikum von St. Ingbert und Umgegend bestens empfohlen, reelle und billige Bedienung zufichernd.
Nachdem nunmeht. sämmitliche Nenheiten eingetroffen, ist. unset Lager mit einer umfassenden Auswahl der geschmack⸗
vollsten und neuefsen Saison⸗-Erscheinungen, ausgestattet und empfeblen wir namentlich unser großartiges Assortiment in:
Damen⸗ und Mädchen⸗-Mänteln für jedes Alter und in jeder Façon, ebenso Regenmäntel, Damen⸗
Kleiderstoffe, schwarze und bunte Lyoner Seidenzeuge und Seidensammet, Tuche und Buxkin's für hochseine
und mittlere Hetren-⸗Anzüge, fertige Herren- und Knaben⸗Kleider (elegante Anfertigung nach Maß), Teppiche,
Terppich⸗ Gandinen · und Möbelstoffe, Pehzwaaren, Spe⸗alitat en in Veinen, Gebild ꝛc.
für ganze Ausstattungen u. s. w. u. s. w. u . . . „* 7*
Gebruder Brach in St. Johann a. d. Saar. *

J —

X2?22 523*
55325 5—
AA —
255735 7 —
—
326068 35
— 2
237533
2358
—*
*1228
——
283324
— — 2
83
252
2
383
—E

Angseleg. empfiehlt die
Restauration und Café
Alemæan nmia.
in St. Johann a / Saar
Ecke der Neuen Brücke,
Export: Lagerbier der Hr. Ph. v.
Carl Andres in Kirn, Reine Weine,
alle Speisen und Getraͤnle fein
und preiswürdig. Billard und Fa⸗
milienzimmer, sfreie Lage, schöne
Aussicht, gute Bedienung.

. C. Opryij.

—E

XX

Inzeige.

Goit dem Allweisen und Auülmächtigen hat es gefallen,
heute gegen 8 Uyr unsere innigstgeliebte Gattin, Mutter,
Schwiegermuter, Schwester, Broßmuiter, Schwägerin
und Tante 5 W
Elisabetha Grewenig geb. Zimmer
im Alter von 63 Jahren, in em desseres Jenseits ab⸗

zurufen. eeme F *

Uunm stille Theilnahme bitlten 3*
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
St. Ingberl, Neunlirchen. Aachen ü. Otiweiler, 24. Olt. 79.
Die Beerdiguma findet Montag Morgen 145 10 Uhr statt.

Lambrechter Tuch und
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empfiehlt billigst 23364
P. Teppe
Mehrere fieinerne
Krautständer
find zu verkeusen bii
EhrhardtAochum⸗

— MW—2—2—⏑—⏑—2]»2»2—2—⏑—⏑ —‘ Ç e——e——“«—

M .nen verehrlen Kunden
die ergebenste Anzeige, X
mein Geschäft von jeßt ab
in meinem nenerbauten Hause
in der Kohleustraste betrei
ben werde. 0
Indem ich wie bisher schnellste
und billigste Bedienung zusichere,
bitte ich zugleich, das mir bis
etzt geschenkte Verirauen auch in
Zulunft bewahren zu wollen.

HDochachtungsbollst.
G. Seibel, Buchbinder.

8 — ———— —
Vnwiderrulie
findet am SO. OCIOBbe die Ziehung der
Ludwigshafener Kirchenbau«Lotterie srati.

,LoOoose a 2 Mariæ
Gesammt-Gewinne Mark 116,400
auf 20 Loose ein Trefferr
sind zu beziehen durch die General-Agentur
I. C. Voltz oder Inl. Geldschmit,
Ludwigshafen am Rhein
Sund von Herrn Franz Woll in St. Inabert.
— ————

8 gute Schuhmacher—⸗

—Gesellen finden Arbelt

3. Qu

It der Zastaud
einesd Zeidenden auch besorg⸗
myerregend oder jche indar hoffnungs⸗
loä, so wird er aus dem Buche
Prabtische Wiuke für Krante“ neue
desinun schöpfen u volles Bertrauen
n einem Heilprinciy gewinnen, wel⸗
des sich durch große Einfachheit.
1 befondert aber darch nach⸗
vBeiodare Wirksam keint aua⸗
Auch⸗· Praktische
—.
väν—ο
baAnren Vriese alugclich Ge⸗
8 deweisen, daß selbst solche
ante noch die ersehnte Hellumg
anden, welche —
Alse juhten. Obiges Buch kann
ahber allen Leldenden warmftent
empfohlen werden, umsomehr als auf
Dunsch die Cur brieflich und unent⸗
entich durq einen praftischen Arz
geteitet wird. Die Mittel — uberail
eicht zu beschaffen; ein Bersuch faft
lostenlos. Gegen Frauco⸗gusendung
on 20 Pf. ju bezehen burch Th.
—— 24 Mate.

— G e —

* 2—

is Qualität
mbureger Käse
—RE&amp; V. gepho.

benore .

n zemer Guto u. —I
t⁊proht u. seit Jahren im u.
Auslando uretlieb —X
acht in Originalslaschen è 1V.
elbe eisenhaltig à M
»fg. in St. Iugbort bei
——

—— —— — — — , — —, ——— —

xin braver traf⸗
ger Junge kann
atee eilhaften Bedinqungen
n die Lehre treten bei Möter
Grefß Bäcket.
St. Inabert, 20. Oll. 1879.
Druck und Verlag von F. X. Demeßz in St. Ingbert.
Biezu „Illustrirtes Sonntaasssblatt“ Nr. Ag.

hnung zu veriet ben
Die Wohnung, welche Herr
Berichtschreiber bisher bewohnte,
sst zu vermiethen und kann bis
l. Nopember beiogen werden.
EPDLhbrhardt-Jochum.

—B
        <pb n="587" />
        Si. Ingberler Anzeiger.
der St. Jugberter Anzeiger und das (Zmal wochentlich? mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags anit illustrirter Bei—
'age) erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich
AA A0 B einschließlich Trägerlohun; durch die Post bezogen 1 6ö , einschließlich 1M Z Zustellgebuhr. Anzeigen' werden mit 10 J, von Auswärt
78 mit 150 fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Naum, Neelamen mil 30 Hvro Zeile berechnei.
— 7 —— —
A 171.

Dienstag, den 28. Oktober

41879.
Deutsches Reich.
Munchen, 25. Otl. Die Kammer der Reichsräthe hat
heute den Gefetzentwurf über Ausdehnung des bayerischen Stuats⸗
eisenbahnnetzes in der Fassung ihres Russchusses augenommen,
also den Bau von sünf Linien mit einem Baucapital bon 23 Mill.
Mark genehmigt, das heißt die Lauterthalbahn abgelehnt und nur
für die Verbindungsbahn Bitsch- Saargemünd und Zweibrücken-
Saargemünd einer⸗, dann Saargemünd⸗Saaralben andererseits die
Zinsgarantie bewilligt. Franlkenstein behält fich den Antrag be⸗
reffend die Erwerbung der pfalz. Bahnen vor.
Munchen, 25. Otibr. Ven den 44 Rechtskandidaten,
welche zur theoretischen Prüfung einberufen, haben 23 bestanden,
12 nicht, 8 haben sich abgemeldet und einer ist gestorben. In
Würgzhurg hallen sich 14 angemeldet, drei traten zurück, einer blieb
ganz aus, vier fielen durch und 6 haben bestauden. 1
Bexlin, 25. Ott. Die Eröffnung des Landtages erfolgt
am 28. Oltober Mittags um 12 Uhr durch den Kaiser.
Berlin, 26. Okt. Fürst Bismarcè beordert⸗ seinen Haus⸗
arzt. Dr. Struck telegraphisch nach Varzin. — Nach der National⸗
Zeitung“; würde Fürst Gortschatoff am 20. Nov. Berlin zu zwei⸗
jägigem Aufenthalt berühren. — Konservative Führer unierbreite⸗
den den nationalliberalen Führern den Vorschlag, v. Bennigsen als
ersten Prasidenten, einen Konservativen als ersten Vicepräsidenten,
einen Centrumsmann als zweiten Vizeptäsidenten zu waählen.
J Hussand.

Wien, 236. Okt. Das österreichische Handelsministerium
kereitet zwoei Vorlagen dor. betreffs Versaͤngerung des Mersibegünstig⸗
ungsbertcages mit Deutschland auf sechs Monale und des Vertrages
mit Frantreich auf ein Jahr. Die oͤsterreichischen Zolldelegirten
reisen Ende dieser Woche nach Berlin ab. — In einflußreichen
Herrenhauskreisen ist der Versuch im Werke, einen Kompromiß be⸗
züglich der beiden Adreß-Entwürfe herzustellen; die Minoruüat soll
im Fall der Vornahme einiger Veraͤnderungen des Majoritäts
Entwurfs, hierzu geneigt sein. — Sammtliche galizische Pairé treffen
morgen in Wien ein, um der Adreßdebatte beizuwohnen. Dem
„Neuen Wiener Tagblati“ wird qus Konstantinopel gemeldet: In
der Nacht zum Freitag wurden Drohplatate an den Mauern ver—
Ifentlicht, welche das Volk gegen ˖ das neue Ministerium aufreizen.
Viele Verhaftungen wurden vorgenommen, die Wache wurde vor
dem Palast verdoppelt. Midhat Pascha soll aAbermals exilirt werden.

Paris, 26. Ott. Die russischen Großfürsten Alexis und
Paul sind heule Abend abgereist. Dieselben werden in Berlin dem
Zaiser Wilhelm einen Besuch abstatten. Großfürst Wladimir reist
morgen.

—e—
Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.
Donnerstag, den 13.
Povember nächsthin, zu St.
Ingbert, Nachmittags 2 Uhr,
ei Wittwe Heinrich Schmitt,
vird auf Betreiben von Heinrich
Laur, Weinhändler in St. Ing—
ert und dessen Ehefrau Bertha
Ehrhardt, gegen Johann
Buschliuger, Schmelzardeiter
zaselbst, durch den unterzeichneten
gl. Notar die nachhin beschrie⸗
ene Liegenschaft im Banne von
St. Ingbert, wegen Nichtbezah—⸗
lung des Erwerbspreises, im
Wege der vertragsmäßigen Wie—
derversteigerung, oͤffentlich zu Ei⸗
senthum versteigert; —
Von Pl. Nr. 2699, 2700,
2701, 2702 und 2073,5 Tag⸗

werk 38 Dezimalen Acker, in
der Dreispitz neben Joseph
Abel und Erben Busch, das
zritte Zehntel vom Walde her,
mit 53,8 Dezimalen oder 182
33 qm.
St. Jagbert, 27. Oclhbr. 1879.
Sauer, k. Notar.
Andgeleg. empfiehlt die
Restauration und Cafs
IEXX
in St. Johann a / Saar
Ecke der Neuen Brücke
kxport: Lagerbier der Hr. Ph. u.
Larl Andres in Kirn, Reine Weine,
alle Speisen und Getränke fein
und preiswürdig. Billard und Fa⸗
nilienzimmer, freie Lage, chöne
Aussicht, gute Bedienung.
C. Opry.
Im Königreich Bayern gesetzlich erlauste

—— Lotterie —W

Mau biete dem Glücke die Hand!
7 yF BSaupt⸗Gewinn im gunstigen

10 . O O Mark Falle bietet die allerneuefte

große Geld⸗Verloosung, welche von der hohen Negierung ge—
nehmigt und garantirt ist. J

Tie vortheilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derartz daß im
Laufe von wenigen Monaten durch 7 Verloosungen 48, 000 Gewinne
zur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden fich Haupttreffer von
ꝛventuell Mark 400, 000 speciell aber

Gew. a M. 250,000 3 Gew. a M. 25,000 65 Gew. a M. 8000

a M. 150,000 2, a 209000 218 „aM. 2000
M. 100,000 72 *150000 6351 3. ——
4M. 60,000 2000, 77838, 4M. 500
7 m. 30000 0 950 R. 300
24aM. 40,000 8000 26,450., a4 M. 138
2 a M. 830,000.... 5000 . ꝛc.

Die Gewinnziehungen sind planmäßig amtlich festgesteslt.

Zur nächsten ersten Gewinnzie hung dieser großen vom Staate ga⸗
rantirten Geldverloosung kosftt

ganzes Original⸗Loos nur M.6
halbesssss M. 3
biertel r M. LU/

Alle Auftrage werden sofort gegen Einsendung, Posteinzahlung oder
Nachnahme des Betrages mit der größten Sorgfalt ausgesuhrt und erhäli
dedermann von uns die mit dem Sigatswappen und dem kgl. baye⸗
eischen Stempel versehenen Original-Loose selbst in Händen.

Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gratis
beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten unauf⸗
zefordert amiliche Listen.

Die Auszahlung der Gewinne erfolgt steis prompt unter Staats⸗
Zarantie und kann durch directe Zusendungen oder auf Verlangen der
Interessenten durch umsere Verbindumgen'an alen hrößeren Pläßen
Deutschlands veranlaßt werden.

Unsere Collecte war stets vom Glude begünstigt und hatte fich die⸗
elbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen ofimals der erften Haupt⸗
reffer zu erfreuen, die den betreffenden Interessenten direct ausbezahlt wurden

Vorausfichtlich kann bei einem solchen auf der solidesten Basis
gegründeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Betheiligung mit Be—
timmtheit gerechnet werden, umsomehr noch als bekanntlich jetzt
das Spielen in dieser Lotterie gesetzlich erlaubt ist, und bitten
wir daher, um alle Aufträge ausführen zu können, uns die Bestellungen

— und jedenfalls vor dem 138. November d. J. zulommen zu
assen. 3
Kaufmann &amp; Simnn
Banuk⸗ und Wechsel⸗Geschäft in Hamburg
Ein⸗ und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Eisenbahnactien
und Anlehensloose.

S. BS. Wir danken hierdurch für das uns seilther geschenkte Vertrauen
und indem wir bei Beginn der neuen Verloosung zur Betheiligung ein⸗
laden, werden wir uns auch fernerhin bestreben, durch stets prompte und
reelle Bedienung die volle Zufriedenheit unserer geehrten Interessenten
zu erlangen. D. O.

Vermischtes.

r Die „Pf. V.“ berichtet über einen Raubanfall, der am
Freitag Abend auf einen Bürger von Noa iserblautern zwi⸗
schen der Dammmühle und dem Forsihaus Ruhethal gemacht wurde.
Der Angegriffene, obgleich üdel zugerichtet, wehrte sich so energisch,
daß der Angreifer das Weite suchen mußte.

Heidelberg. Der Weinhändler Wilh. Geiger dahier
hat mehrere Cisenbahnwagen voll Trauben aus der Romagna (Italien)
lommen lassen, zum Ke hier keltern zu lassen. Ist's mit dem ein—
deimischen 1879er nichts, sd gedenket er, um so besser den so ein⸗
geführten zu derwerthen.

Ein Metzgerbursche aus Mainz, der Fleisch über Land
ragen jollte, hatte aus Furcht vor einen Strolche angejallen zu
verden, ein großes Fleischermesset zu sich gesteckt. Auf dem Weze
iiel er und drang ihm das Messer in den Unterieib,

Fur die RNedaction verantwortlich: *3

— — —
D z.

Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der
herren Kaufmann SEimon in Hamburg besonders aufmerlsam.
ẽs handelt fich hier um Original⸗ Loose zu einer 9. reichlich mit Hauptge⸗
vinnen ausgestatteten Berloosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr leb⸗
zafte Betheiligung voraussehen laßt, zumal solche in Bayern jetzt gesehzlich ge⸗
dattet ist. Dieses Unternehmen verdient das bou⸗ Vertrauen, indem die besten
Staatsgarantien geboten find und auch vorbenanntes Haus durch ein stets
treng reelles Hanbeln und Ausiablung zahlreicet Gewinne allseis bekannt ist
        <pb n="588" />
        1870 Nerbat- und Wintersaison 1879
Preis Liste des Tonfections · Hauses J
L. BVTINSEI.,

Bei Einxäufon von M. 80
vird die Fahrt im Umxreis
von 10 Stundon und boi
Linkaufon von U. 60 das
RKotour-Billot vergutot.

biltteo ste beste PIα.
am den S.
146. St. Johann, WBahnhofstratze. 146.
Preise enorm billig. Verkauf nur gegen baar.
Alle nicht convenirenden Gegenstâande werden innerhalb 4 Wochen
gern umgetauseht.

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— —

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TFomplette Anzuge in Burk. carr. moderne Dessins, Pa. 27, 88, 48.
Fomplette Auzuge, Chev., Diag. und Kammgarn 24, 30, 88.
Fomplette Anzüge Non plis ultra, jst. —AXC
Hofen und Westen, überraschend große Auswahl 9 12, 18.
Jagde u. Schutzen⸗Joppen in allen erdenklichen Fagons 16, 13.
eccira fein mit passenden MNützen 3, 18, 24.
Kaͤiser⸗Wilhelm⸗Neise⸗Maäntel 86, 42.
Zalbn⸗ und Promenaden⸗Nocke in allen Stoffen 21, 24.
23 Garten⸗ Kegel⸗ und Bureau⸗Joppen „9, 12.
Schlafröcke, passende Weihnachtsgeschenke 13, 18.
Schlafrocke, Prachtexemplare mit Stickerei und Atlas 21, æ24, 80.
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Prima Jahren 9, 12, 18. 150 — bessere 526
hoch elegante Jahren 25, 1857. 60 Havelocks 89
Ane Wolie hren 2, 13, 48. 80 fuͤr Madchen biß 16 Jahren 12 -153
reine Wolle Pc ren „*4, 27. 200 Double⸗Paletots 829
Secunda hren. 22, 138. 1860 Kammgarn⸗Paletots 10-12
p̃tima Jahren 8,13, 18. 25900 Velour⸗Paletots 8-14
m. Pelz u. Seide besetzt —22 Jahren 45, 128, 21. owie Jaäckchen fur Madchen von 2216 Jahren
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vehr bedentende —*5— von Inyons und Morgeuröcken zu sabelhaft billigen Preisti. —
utzt auf das gute Renomms, dessen sich mein Geischaft seit einer Reihe von Jahren zu erfreuen hatte, werde ich auch diese Saison be⸗
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geneigten Zuspruch rgeben
Man bittet auf die Haus⸗
146. nummer I1461 zu achten. LG. ytimusIci.

F n æ HeFGBMßBb, Parterre:

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Winter⸗Ueberzieher in Es

kimo Pa. 24, 27, 80
Winter⸗ Ueberzieher in

Ratine Sec. I8, 21, 24
Winter⸗Ueberzieher in Rkae⸗

une va. mit Tuch, Futter 24, 830, 40
Winter⸗Ueberzieherindloc⸗

coae, englisch 185, 18, 20
Winter Ueberzieherindloc⸗

cone, reine Wolle 27, 80, 88
Winter Ueberz ˖ in Floc. Pa.

mit Tuch, Futter 830, 36, 42

—74

77
* 20 20022002—7*ö
8 Gn widerrufäcn
findet am 0. October die Ziehung der
Ludwigs hafener Kirchenbau⸗-Lotterie Patt.
Loose à 2, Anrix
Gesammt · Gewinne Mark 115,400
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sind zu beziehen durch die General Agentur
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Ludwlashafen am Rhein,
und von Herrn Franz Woll in St. Inobert.
—

Bierbrauerei Gebrüder Becker.
VGaunfe dieser Woche täglich
* 26

2

2

*

e i

— *27

28*

222 *
5*

A
⸗ ⸗
— 2*

Reichenhaller
Kirchenbau⸗Lotterie.
200,000 Loose.
Geldgewinnste 188,000 Mark.
Ziehung am 30. Decemb. 1878
Treffet 60,000 M., 25,000 M.
To. boo , 5000 N. u. s. w
Joose à 2M.
zu beziehen durch die General⸗

Agentur
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28 ay * — 28* 82
53 3 52572383. 5535 533 23 3 x2 533 277
5553 53383 ——— 5*5358 — F 755 753388
2333 67 7—332 —e ES
553* —— * z385* —2352— —— 5878 — 2 ⸗ð»—
225 483 283 7 3 3
* 8 — 5 22 — —2 * 25. .
5 ? 25 25 558 52* —A 3* * 0a
52.,535 5524 — ————— 233532553 5 22 S ⸗2
— 5 — 2 S S 2* 235 — 3723 * —
23552383 238 35 332 334 3333 5 s3 338*
E 2* 527 — 8 — 7 —A — 2 8 252 8
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        Der ESt. Jugberter Anzeiger und das (2 mal woöchentlich mis dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntagt mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragi vierteljahrlich

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M sr. IJ

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„Abonuerments für die Monate November
und Dezember werden von allen Postanstalten, sowie in
der Expedition oder von den Trägern, auf dieses Blatt
entgegengenommen.

tDem Vernehmen nach wird die nächste Prüfung für den
kinnehmereidienst im Oclober 1880 slastsindeg.
F Von der Sickingerhoͤhe. Am Kirchweihmontag er⸗
eignete sich zu Har sberg ein großes Nalurereigniß. Wahrend
jung und alt im Wirthshaus sich befand, rutschte die Wiese des
Adceres Franz Keßler, anderthaib Tagwerk groß, nebsi zwei anderen
Wiesen hinab und bededte mehrere Wiesen im Thal. Die Erde,
velche herabrutschte wird auf zwei Taufend Wagen geschätzt; der
Schaden darf über 1800 Mart gerechnet werden (Pf. Vobl.)
In Gundersheim siarb dieser Tage ein Mann in
Folge eines Stiches von einer Fliege. Derjelbe wendete ärztliche
dülfe an, als es zu spät und bereits Blutvergiftung eingettelen war.
Saarlouis, 21. Ott. Die .Saar-⸗Ztg.“ berichtet:
In einer hiesigen Familie lebt ein im Jünglingsalter stehender
Irrsinniger. Dieser biß aus geringfügiger Ursache kürzlich seiner
Mutter in den unteren Theil des Beines. Da die Frau wenig
Zchmerz empfand und man keine Verwundung, sondern nur eine
Quetschung am Beine wahrnehmen konnse. machte sie sich anfangs
aus der Sache nicht viel. Ecst nach 8 Tagen fiag das Bein an
etwas steif zu werden, und in rascher Folge stellten sich Krämpfe
an Brust, Rucken, Hals und Muͤnd ein. Trotz ärztlicher Hilse
Ppue sie unter schredlichem Todeskampfe neun Tage nach erhaltenem
isse.
Mäünchen, 27. Ott. Die internalionale Ausstellung,
velche gestern geschlossen wurde, war gerade 100 Tage geöffnef.
Man schätzt, daß sie im Ganzen von 220.000 Petsonen besucht
vurde. Gestern war der Besuch am allerstärksten? Es wurden an
der Tageskasse 5162 Karten zu 50 Pf. verkauft.
.In Neuß bei Düsseldorf soll für die Bierpressionen in
ihnlichet Weise wie für die Schornfteine eine Zwangstreinigung
norzuschreiben beabsichtigt sein.
f. Berlin, 27. Olt. Generalfeldmarschall Graf v. Mollke
eierte am Sonntag sein 79. Geburtsfest, zu dem von Nah und
jern zahlreiche Glückwünsche eingingen. Der Kaiser sprach feinem
zchlachtenlenker sreine Gralulation auf telegraphischen Wege aus
ind sandte später noch seinen General⸗Adjutanten Generallieutenant
Freiherrn v. Steinäcker persönlich zum Generalfeldmarschall. Unter
den vielen Depeschen, welche im Lause des Tages eingegangen waren,
jefanden sich auch solche von der Kaiserin, dem Kronprinzen unb
)en Prinzen des königlichen Hauses. Eine ganz besonders freudige
leberraschung wurde dem greisen Feldherrn durch den König Albert
yon Sachsen zu Theil, welcher mit einem huldvollen Schreiben sein
vohlgetroffenes, fast lebensgroßes Oelportrait, gemalt von Dielitz,
ibersandt hat. Dasselbe bringt den König in slehender Figur zur
Darstellung mit unbedecktem Haupie im Ueberrock mit Schärpe, die
Zeinkleider in den Stiefeln und die Mütze neben sich auf dem Tische
iegend. Das Morgensiändchen, welches sonst alljährlich das Musik⸗
orps vom Eisenbahn⸗Regiment zu bringen pflegte, war diesmak
nusg fallen, weil Moltke hatte sagen lafsenn, er wücde diesen Tag
außerhalb verleben. Deßhalb war die Zahl der Gratulanten, die
ersönlich im Generalstabsgebäude erschienen waren „auch nur eine
erhälinißmäßig geringe.
fAn den Straßenedcken in Brügge Gelgien) sind große
oihe Bogen angetlebt worden, auf denen die Bekanntwachung zu
—R Mitternachts die Lieferung von
inet Billion Mauersteine, einer Millin eiserner Ballen und fünf
Millionen Hektoliter Kalk öffentlich verdungen werden solle zur
Bergroßerung der Holle, die zur Aufnahme der belgischen Lehrer,
ẽUtern und Nocmalschulen nicht ausreicht.“
tMadrid, 23. Ott. Mimssteriellen Blaättern zufolge sind
amtliche Berichte eingegangen, welche die Zahl der bei den Ueber—
chwemmungen in der ürobinz Mureia umgelommenen Menschen
auf 1200, den sachlichen Schaden auf 80 Millionen Pesetas an⸗
geben. In den Provinzen Aimeria und Alican!te sind je
aber 250 Menschen ums Leben gekommen: der sachliche Verlust
ver beiden Provinzen wird auf 25 Millonen Pesetaß geschätßht.

fMadrid, 27. Otll. Man besürchtet neues Unglück
zurch Ueberschwemmungen in Murcia, indem der Fluß Segura um
inen Meter gestiegen ist und der Regen fortdaue.

Deutsches Reich.
Maundcen, 27. Oki. Der Finanzausschuß der Kammer
der Reichsräthe ist heute dem Beschlusse der Kammer der Abgeord—
neten in Bezug der Erhöhung des Malzaufschlages (mit allen gegen
zwei Stimmen) mit der Mobifikation beigetreten, daß die erhoͤhte
Steuer erst init dem 16. Nov. d. J. zur Erhebung gelangen soll.
Da das betreffende Protokoll des Finanzausschusses heuie nicht mehr
zur Vertheilung gelangen kann, so findet die 38. Sitzung der Kammer
der Reichsräthe nicht morgen, sondern erst Mittwoch Vormittag statt.
Auch die Kammer der Abgeordneten häli an diesem Tage gleichfalls
Sitzung über die Abänderung der Bauordnung und die Malzauf⸗
schlagsnovelle (Rückaußerung).

Berlin, 28. Ott. Die Großfürsten Alexander und Paul
von Rußland sind gestern Abend 784 uhr hier eingetroffen und
haben heute den Kaiser und die königlichen Prinzen begrüßt. Heute
Nachmittag fi det zu Ehren der Großfürsten ein groͤßeres Diner bei
dem Kaiser statt.

Berlin, 28. Olt. Eröffnung des preußischen Landtages.
Die Thronrede verheißt Vorlagen über Verwendung der aus dem
Ertrag der Reichszölle ꝛe. der preußischen Staatskassa zufließenden
Dehreinnahmen an der Classen⸗ und Einkommensteuer, die Einfüh—
rung einer Steuer vom Ausschank geistiger Gefrante zu Gunsten
der Gemeinden, Verträge über Erwerbung wichtiger Eisenbahnen
jür den Staat zum Zweck entschlossener Durchsführung des Staals⸗
eisenbahnsystems, Erbauung neuer Eisenbahnen, eine Denlschrift
über Regulirung der 5 Haupiströme des Landes und die hierzu
erforderlichen Geldmittel, Abanderung der Einrichtung der hoͤheren
Verwaltungsbehörden, einen Gesetzentwurf über Aufbringung der
Bemeindeabgaben. Die Thronrede spricht schließlich das Verlrauen
auf die bereitwillige Mithilfe des Landiags aus um die wirth ·
schaftliche Umgestaltung auch auf dem Boden der preußischen Slaais⸗

einrichtungen erfolgreich durchzuführen. Der Konig wünsche, daß
die beginnende Session den Frieden auch im Inneren nach allen
Richtungen hin soöͤrdere.

Auslfand.
Madrid, 28. Ott. Das ministerielle Journal, Chronista“
sagt: Der Ministerrath hat gestern den Entwurf eines Gesetzes uͤber
Abschaffung der Sklaverei muͤ folgenden Grundlagen angenommen:
Die Abschaffung der Sklaverei erfolgt sofort mit der Verkündigung
des Gesetzes; die Befreiten bleiben unter dem Schutze ihrer seit⸗
herigen Eigenthümer, welche die Verpflichtung haben, ihnen Lohn
zu zahlen. Während eines Zeitraums von 8 Jahren wird bei Ab⸗
lauf jedes Jahres ein Achtel der Befreiten gänzlich frei, und zwar
entscheidet das Loos darüber.

Bermischtes.

s St. Inabert, 28. Olt. In feiner gestrigen General⸗
versammlung erhieit der Arbeiter⸗Bildungs· Verein durch Aufnahme
geuer Mitgliedet einen starken Zuwachs. Ueber Punkt U. der
Tagesordnung, die Ausstellung von Lehrlingsarbeiten im Mas 1880
in Kaiserslautern betteffend wurde beschlossen, daß der Vereins⸗
vorstand die hiesigen Vieister zu einer Besprechung und Beschluß⸗
assung auf nächsien Sonnlag, 2. November, 8 Uhr Nachmiitags
nm das Vereinslokal (bei Karl Schwarz) zusammen berufe. Der
Lerein ging hierdei von der Ansicht aus, daß genannte Ausstellung
auf die sich betheiligenden jungen Leute nur vortheilhaft einwirken
ann. Die Meisler werben deshalb ein gutes Weirk verrichten,
wenn sie diese Gelegenheit aufgreifen, ihre Lehrlinge zu besonderem
—AXXO— der ausgeschriebenen Ver—
sammlung belannt gegeben und besprochen werden. (Siehe Ein ⸗
adung in den Anzelucn)
        <pb n="592" />
        pLondon, 24. Och. Laut Nachrichten, die Lloyd's aus
New⸗ Pork zugegangen sind, ist der Dampfer Pajaro del Oceano
[Scebogel) auf der Fahrt von Havanna nach Nuevitas im Old⸗
Nahame Canal am 18. Oct. verbraunt 42 Passagiere sind um⸗
gelommen, 17 Leute von der Mannschaft gerettei und in New⸗
Orleans angelommen.
7Petersbure, 27. Ock. In Tichwin- verurtheilte das
Rowgoroder Bezirksgericht im Prozeß wegen Verbrennung der ver⸗
meinllichen Hxe Jgnatjewa die bauptschuldigen Vauern Kauschin,
Starowitz und Nitisorow nur zur Kitchenbuße. Die übrigen An—⸗
geklagten wurden freigesprochen.

Verpachtung.
Montag, den 3. November
nächsthin, Nachmittags 2 Uhr zu
St. Ingbert in der Heuse
ser' schen Bierbrauexei, lassen die
Herren Gebrüder Krämer in
St. Ingabert
wiirtca 35 Morgen
Ackerland
in der Au, in den Ka⸗
steler Rödern, auf Schif⸗
felland, im Haseneck,
im Gittenwieschen, im
rothen Flur, rechts der
Napelle, am Söchierer
Weiher und am Zinsen⸗
eck, alles im Banne von
St. Ingbert
im Wege der öfle tlichen Ver⸗
steigerung unter günstigen Ve⸗
dingungen an die Meistdietenden
auf 6 Jahre verpochen.
Si. Ingbert, 27. Ott. 1879.
Sauer, k. Notar.

—* 1
Danksagung.
Für die zahlreschen Beweise

nniger Theilnahme an unserm
jerben Verluste, sowie für die
iberauszahlreiche Leichenbegleitung
uinseret undergeß ichen Gattin,
Mutter, Schwiegermutter, Schwe⸗
der, Broß nutter, Schwägerin
und Tante
Elisabetha Grewenig,
geb. Zimmer,
agen wir Allen unfsern herz
ichsten Dank.

St. Inabert, 29. Olt. 1879.
die Familie J. J. Grewenig.
Hanf· Couverts
n't Firma bedruckt werden rasch
ind billig angefertiagt in der
Ruchdruckerei von F. X. Demetz.

Die Herren
Schöffen
verden auf den Artikel
die Aufgabe der vchössen
a Nr. 43 des
Kechts· Schutz
zrincgend aufmerksam gemacht.
Dieses
freisinnige Organ
ur Belehrung und Auf
14r ung auf dem Gebiete
des Rechtswesens, so
wie zur populären Kriti!
richterlicher
Entscheidungen ꝛe.
ersch. jeden Sonnadend, un
tostet pr. Quartal M. 1,50
und werden Abonnements von
llen Buchhandlungen, Spen
iteuren und saͤmmtlichen Post
Anstalten angenommen.
Obige Nummer ist gegen,
Finsendung von 20 Pf. ip
Vriefm. und Probe-Num!
nern IF gratis —⸗
zu beziehen durch die Expe
aition
Berlhin 8. W.,
Beuthstr. 18121.

NReichenhaller
Kirchenbau⸗Lotterie.
200,000 Loose.
Gesdgewinnste 185,000 Mark.
Ziehung am 30. Decemb. 1879
Zufser do doo M. 25.000 M.,
10,000 M., 5900 M.u. s. w.
sFoost à. 2 M.
zu beziehen dusch die General⸗
Agentur
Cari Larig,
Bankgeschäft in München
und

Franz Woll in St. Jugbert.
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wird zu sosortigem Eiutritt ge⸗
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Georg Weilaud,
Zechenschmied auf det Si. Ing⸗

bertet Grube.

T

44 0
Vorschuß-Verein St. Ingbert
(eingetragene Genossenschaft.)

Die Mitglieder werden biermit zu der an Montag, den
3. November 1879, Abends 128 Uhr, in der Wittwe
Jul. Grewenig'schen Wirthschaft statufi idenden
GeneralVersammlung
eingeladen.
Tages-⸗Ordnung.
Vorlage des Geschasisderichts fur's erste Halbjaht 1879.
Bericht über den pfälzisches Genossenschaftslag zu Spehetr.
z. Ipabert, din 30. Otlober 1879.
der Anfsichisral des Porschuß-Dertins Il. Ingbert E. G.
Whrhardt⸗Jochum, Vorsitzender.

Marktberiqte. s

Kaiserslautern, 28. Sept. (Fruchtmittelpreis und Viciualienmarkt.)
Weizen 11 M. 11 Pf. Korn 9 W. 88 Pf Spelztern — M. — Pf. Spek
Paene ehge go pr gaste 6 . bo fErbsen o7 W.
39 Pf. Widen 5 M. 50 Pf Linsen &amp; M..— Pf. Kleefamen — M. —
vf. Schwarzbrod 6 Pfund 1. Qual. 74 Pf., do 8 fv. 37 Pf. Gemischtbrod
g funs 42 Pfg. Butier per Pfd.— M Pf. Eier 2 Stuck — Pf. Kar⸗
offein per Cent. O M. — Pf. Stroh O M. Oo Pf., Heu d M. — Pig.)

In der Munchener Freibank kostete in der Woche vom 18. bis
24. Sciober das Pfo. Ochsenfleisch 14133 Pifgq., Kuhfleisch 26 —-50 — —
Rindfleisch 40 bis 48 Pfg., Kalbfleisch 38 Pf., Schaffleisch 38 Pfg., Schweine-
Jeisch 40 bis 50 Pfg.
— — — — — — — — —
Fur die Redaction veraniwortlich: FJ. X Demes.
* * s *
Die hiesigen Handwerksmeister
werden hiermit freundlichst eingeladen, am Sonntag, den 2.
Nobember, Nachmittags um 3 Uhr. im Lokale des ArbeiterBil⸗
»ungs⸗Vereines zusammentreten zu wollen, um über die im Mai
1880 in Kailserelautern statfindende pfalzische
Ausstellung von Lehrliugs-⸗Arbeiten
zu verhandeln und Beschluß zu fassen. —77

J. Dereum, Schreiner.
— — —

Rach der taisert. Verordnung vom *. Januar 1875 ist der Verkauf de—
achten Beruhardiner Vtagenbitter Jedermann gestattet.
— — —— —— FL
Prawirt PEPPhardineéèr Wien 1878.
Alpenkräuter ·Magenbitter
Bernbard's ocic kriuter⸗Liqueur.)
*
hochfei⸗ 3
ie, nach 55
einem 137
668 —
ofter⸗ 12 *
recept 3*
abrizir⸗3
e Kraͤu⸗ 88
er⸗Ma⸗ 15.
enbiter 3
wurde 1*8
on den 12
betannt. 3
Autorildten den Herren Universitätsprofefsoren Dr. 8. A. 3*
duchner, Dr. Kayser, Dr. Witistein, sowie von vielen be⸗ * 31*
ruhmten Aerzten wie Dr. Joh. B. Kranz, Dr. Schöner in
inen das befte Hausmittel und wirke 55
sfamfsie Stomachicum bezeichnet. — Seine vorzüglichen 158
Wirkungen bei Magenbeschwerden aller Art, Ma⸗ *
genkatarrh, Verdauungsschwäche, die gewõhnlich 28
in Folge schlechter Zähne bei mangelhaftem Verkauen der 35
Speisen enisiehl, Blähungen, Haämorrhoiden, Eckel 3— *
vor Fleischtpeisen, Krämpfen, ereslen ã
Leber⸗ und Nierenleiden, Affectionen des Her— 2
e Bieichfucht, weißer Fluß, Wurmleiden 37
Wechselfieber zc. ꝛc., sind duͤrch eine große Anzahl 38
Dante und Anerkennungtkschreiben von Aerzten und Laien 7
seit einer Reihe von Jahren glänzend bestätigt. Dieser 3
Magenbitter wird pur, oder 1 Eßloffel voll als Zusaß zu
Wasser, Wein ꝛc. getrunken, gibt mit Sodawasser oder
Zuderwasser eine äußerst gesunde Bitterlimonade, die Ka⸗
darrheVerschleimuug und Katzenjammer sofort be⸗
seitigt, ist in allen Formen ein die Gefundheit för⸗
derudes blutreinigendes Geträuke, das bis iu's
höchste Alter gesünd erhält.
Verkauf außer den belannten Flacons à 2 Mark unde1 Mark 3 Pig.
Große Flaschen ca. 780 Gramm Inhalt 4 Mark.
Bei Abnahme don v großen Flaschen freie Verpacung, bei 9 Flaschen freie
Berpackung und 1 Zlasche gratis. Bersandt per Rachnahme durch di⸗
Riederlagen; Pn-gros-Versandt durch die Fabriken von
Wallrad Otimar Bernhard, tk. Hofdestillateur
München — Zürich — Kufstein (Tirol).
Atteste und Gebrauchsanweifung liegen jeder Flasche dei. Nur ächt
hezie hen in: St. Ingbert bei Jenn Petersa.
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asiel: L. V. Hufsong. Dreisen: J. Oberlander. Dürlheim: D. Dam⸗
ach. Edenkoben: P. Baumann. Erbach bei Homburg: Carl Dielforter.
zrankenihal: J. Müller vorm. S. J. Siorck Germersheim: Emil
Nheinwais, Glanmunchweiler: Carl Vreith. Grünstadt: J. 8. Flohr
daßloch: Joh. Fischer. Kaiserblautern: L. Preffer. Kirchheimbolanden
eing obeu.“ Lanvau: J. B. Feldbausch. Landstuhl: M. Schlott.
Fauer. Ludwigshafen: W. Ruelius. Neuftadt: Inlius Hauck. Pirmasen⸗
S. Mohrhardt. Rodenhausen: Ch. Külz. Speyer: J. B. Fell.
Zweibrücken: W. Auo Seel.
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XRX'X. demeßkicken Buch⸗ und Steindrucderei.
Druck und Verlag von F. x. Demesß in St. Ingbert.
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532320 5553683 — —552—— 2
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— .2 8— 28——28553 555833 72 958 8
—* 23 6 35353 71725539 v E —A — 532232 2
22 —5*23 28335 5 532332 5533553556555* — 2.*
8754 — 5 * 5s28 —55*85823322 5 28 87—
22252 *55 5 * — 3 35 — 25558 —A ——38832
55. 3 323 68 8 83 338855
*7* * 7 8 5 *
327533 362833833 387 8 2
— —— 53** — — 5 * —— — 52 * 22322— 2
—A 2* —A 532* 9 — —35—533 — ———5228.2535
—ãA* 2 S — 2 223 — 23535**5 — 538355
83553 3337 3833 3 33 I5383 333573
—38383 —33—83 35338 —338— —2833835 533833
—A —2 58 * * 57*2 —A — — — *
— * 8 8 82 5525 — — 2 25 * 8 — —
23z5855 8383338* 3 —5 —3335535
8363 25238333 7338 3 3553——55
8 7 28 — 323553385563537* 2325823 7 385—353535355

2 * * 55 — — —J 3 ..88 * — 2 J
5—55—345* 233528*28 O c 33— 2223 322857
s33— 32 ..* 52352353——53 383 5833528 573352
2 5 3388 — —58223 —A —25 2235—235 *
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53337 *5828 — — 2388
3*323358 2834 — —
2 23 8 A; 585 2 — 2 2* — 8— 525853
4 O * 55 *2 —— 283 22 55
A—
338335 —5358338 — 25383335 22 —A —E— ——
225 —A — 22538233 82 ——— 38 —— —— —
z35555 * —— 3 — ——53 253358 ;588* — 55
— 2 * *8* — 2252 2 3383 —— — 25338
—— 235 — 53333 z 27 12 5238
533 3 232383383 53555 —F 2338 8
* 28 * * 28 —28 56 33 — 2*
6 — — 825
F —J4 ⸗) —— —— —— 653 5
25 25333 * —2 228 3232 2 * ——— — * * 38
9 32 2 —8 *525 ꝑ — —m 32* 2* —— 2858
— 3 22 28 5 —3535738 * ,
352 2 —A 5233 25—58 233232 5557 53253 *
* 55 * 2533* — 23 —* 8 2
* — —— — —3 338388 α 8 —— 2088 ——
5 33288 p * 233883328 —3 582 5553
* 2 — * 523 2 55 — 558 22 353555
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* 558 5— 28 —— 28* 526 53383 558 58
— 5 8 322 —— —— —253288 5S *
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57 3533555
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— 5z536884 — 235887*
—3282* — —— S —2 2 23 2* 3 5*
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13838388 3338335 753557 — 538 55 5258
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738377 2353585 33384 —A ——— 3Bz55
225 — — »* 22 —8 —8 —8 — — 228 382323 32 —E
* 527 — — * 3 8 —833 — 5223 — —8 8B—
521257 25 Sc3 325E22 I5 5 —5 532 888 —
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*. 385—53— — —E— 235335332 335328 33; 38 —
2668 5 —5*5 23833333333 25 3 * S2 — 5255 3
* 5*2* 5 —* —55ö35538 52867 ã — 8 315533 . 5
209 77 37 7 —*522 ;7533258 38* A— 38535 z2055383
3 —A 3333 72855* — 1225
—5 * — — — — * 2* — —A
32828 8327322 e 3 — 533553 —A —— —A
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich? mi/ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗

RWeeRIII Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementsvreis beträgt vierteljährlich

A 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen I.A 60 B, einschließlich 410 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswärts
mit 15 ⸗ fur die viergespaltene Zeile Blattschrift odetr deren Raum, Neclamen mit 30 Dpro Zeile berechnet.
M 173. J Samstag, den J1. November

1875
»Abonnemenis für die Monate November! du d amese waͤhrend der Reichstagssession doch eigentlich
llen Postansta ie in kecht wohlfeil gekauft hat.
un — w en Do Wuͤn e a Ein Artikel des „Deutschen Handelsblattes“, welcher die
A gern, i ⸗ deutschen Banken im Jahre 1878 eingehend kritisirt, klommt
entgegengenommen. u dem Resultat, daß daß Jahr 1878 als das letzte der kritischen

Jahre und zugleich als die Zeit anzusehen ist, welche eine Besser⸗
ung einleitete. Die Banken bilden von 1870 bis 1874 die Grund⸗
age und den Rückhalt für eine große Reihe von industriellen Un—⸗
lernehmungen, welche von jenen oder doch mit deren Hilfe ins
Leben gerufen und über Wasser gehalten wurden. Die Unfrucht⸗
arkeit dieser Unternehmen, die in der Zeit des Niedergangs der
Industrie in den Jahren 1874 bis 1877 grell hervortrat, setzte
diese selbst außer Thätigkeit und schlug deren Erzeugern, den
zanken, schwere Wunden, denen ein großer Theil der Institute
exlag. Nicht m'nder lähmte die mit der immer zunehmenden Ab⸗
pannung und dem Niedergang des allgemeinen Verkehrs sich gel⸗
end machende Verengung des Creditbedarfs die Wirksamkeit der
Zanken und namentlich solcher, welche zum Dienste für übermäßige
Freditanspüche geschaffen wurden. VTou den zu Anfang des Jah⸗
es 1873 für lebensfähig gehaltenen Banken lquidirten bis Ende
1878 73 Banken mit einem Alktienkaptal von 432, 460,000 Mt.
rin anderer Theil zeigte lange Zeit die Symptome der Erschöpfung,
die erst nach und nach schwand. Die Geschichte der Entwickelung
)er deutschen Banken ist daher analog mit dem historischen Ver—
auf des industriellen und verkehrlichen Lebens Deutschlands in den
ebten acht Jahren. Sie repräsentiren in ihrer Blüthe von 1870
is 1873 den vermeinten Auffckwung, und ihrem geschäftlichen
stückgang während der Jahre 1874 bis 1877 den Niedergang
der Industrie und des Handels. Es ist daber von eminenter“ Be—
»eutung, die Thätigkeit der Banken nach allen Richtungen und in
allen Zweigen des Bankberkehrs in den verschiedenen Epochen zu
»erfolgen, um die Spuren ihrer Gesundung zu entdecken, die das
icherste Merkmal auch für die Gesundung des gesammten wirth⸗
haftlichen Lebens dilden dürfte. Es ist von bisondeter Wichtig⸗
eit, auf dieses in durchaus objektiver Weise zusammengestellte Ma⸗
erial und die daraus sich ergebenden Folgerungen hinzuweisen, da
ie Feeunde der neuen Wirihschaftispolitik nur allzusehr geneigt
ein werden, die Besserung der wirthschaftlichen Verhältnisse, welche
ich bereits im Jahre 1878 vorbereitete, vornehmlich oder gar
ausschließlich dieser Politik zuzuschreiben.

Hamburg, 29. Okt. Gestern Abend ist von hervorragen⸗
den hiesigen und anderen Aclionären der Rheinischen Eisenbahn an
die Direktion der Gesellschaft der Autrag ergangen, eine außerordent⸗
iche Gegeralversammlung zu dem Zweck zu berufen, den von der
Regierung vorgeleglen Entwurf wegen Verstaatlichung der Rheinischen
kisenbahn unter der Modifikation ju genehmigen, daß für die Actien
rine GV prucentige Reute gewührt werde. Die Antraasteller reprä⸗
sentiren ein Actienkapital von 23 Mislionen.

Deutsches Reich.

Mänchen, 29. Ock. Abgeordnetenkammer. Der Antrag
d. Hafenbrädl auf Einführung der Lebensmitteltaxe wird verworfen,
dagegen der Abänderungsanttag Ruppert angenommen, wonach beim
Bundesrathe eine Abanderung der Gewerbeordnung dahin zu bean⸗
iragen ist, daß der Landesgesetzgebung der Bundesstaaten das Recht
zustehe, die amtliche Tarifirung der unentbehrlichsten Lebensmittel
einzuführen. Der Minister des Innern, v. Pf iffer, belämpfte den
Antrag, indem er bemerkte, derselbe habe wenig Aussichten auf Ge—⸗
nehmigung des Bundestathes, da nach den Mittheilungen der
Bundesregierungen nirgends Klagen über die Aufhebung der Lebens⸗
mitteltaxen erfolgt seien.

München, 289. Oct. Die Kammer der Reichsräthe nahm
jeute nach dreistündiger, lebhafter Debatte die Malzaufschlags˖ Novelle
in der Fassung der Abgeordnetenkammer an (d. h. die Erhöhung
Jiu m 1. Nobember ein.) Die Abstirimung ergab 34 Ja gegen
l ein.

Berlin, 28. Oct. Bei den Berathungen der internationalen

Telegraphen⸗ Konferenz in London hat nach einer oifiziosen Notiz
auch die angestrebte Einflührung einer einheitlichen Taxe für den
ielegraphischen Verkehr von ganz Europa einstweilen noch nicht ganz
erreicht werden lönnen. Es sind aber mit den betheiligten Ver⸗
waltungen der Deutschland benachbarten Staaten Verhandlungen
eingeleitet worden, welche für den hauptsächlichsten internationalen
Berkehr Deutschlands die Beschränkung der Zahl der Tarxiatze für
das Wort auf zwei bezwecken: und zwar fur Telegramme nach
Dänemarck, Holland, Belgien, Frankreich, Schweiz und Oesterreich⸗
Ungarn eine gleichmäßige Worsgebühr von 10 Pf. und für Tele⸗
qramme nah Großbritannien, Norwegen, Schweden und Rußland
ꝛine gleichmäbige Wortgebühr von 20 Pf. Die Giundtaxre würde
in beiden Fallen 40 Pf. sür das Telegramm betragen. Ruf dem
zesammten europäischen Gebiete wird in Folge der Conferenzbeschlüsse
zine nicht unerhebliche Ermäßigung der Gebühren eintrelten. Es
lostet z. B. ein 15wortiges Telegramm nach Italien, Rumanien
oder Serbien jetzt 4M., nach dem am 1. April 1880 in Kraft
hretenden Londoner Tarif 8 M., ein Telegramm nach Spanien oder
dortugal jetzt M. 6.80 bezw. M. 7.60, nach dem Londoner Tarif
sür beide Lander M. 4; nach der Tuͤrlkei und Griechenland jetzi
M. 6.50, nach dem Londoner Tarif M. 6. Zum Sitz für die
nachste im Jahre 1884 abzuhaltende Telegraphen-Conferenz ist Berlin
Jewählt wo. den.

Berlin, 30. Oklt. (Abgeordnetenhaus.) Bei der Prä⸗
üdentenwahl werden abgegeben 899 Stimmzettel, von wel⸗
hen 17 unbeschrieben sind; die absolute Majorität beträgt somit
192. v. Köller (konservatib) erhäit 218, v. Bennigsen 164 Stim ⸗
men. v. Köller nimmt die Wahl dankend an und verfpricht
trengste Unparteilichleit. v. Benda (nat. liberal) wird mit 220
don 398 Stimmen zum ersten Vizepräsidenten gewählt, 155 Sum.
nen fallen auf Graf Bethusy Huc. v. Benda nimmt die Wahl
uin. Zum zweiten Vizep asidenten wird d. Heeremann ( Zentrum)
mit 215 Stimmen gewahlt. Bethusy Huc erhält 167 Slimmen,
beeremann hat die Wahl angenommen.

Die Verschmelzung der preußischen Konserdativen ist
gorgestern Abend zu Stande gekommen; wenige Mitglieder des
ꝛechten Flügels unter Herrn v. Meyer (Arnswalde) sind fern ge⸗
blieben. Die Platzvertheilung in der Kammer hat 98 National⸗
iberale und 11 der Partei zunächststehende Abgeordnete ergeben.
Die Partei ist also doh sehr sanulich beieinandert Die Freikonser⸗
getiven sollen eine Fusion mit den Nationalliberalen anstreben, diese
aber sind abgeneigt und thun daran auch ganz recht, ein festes
dündniß ist da besser als eine Fusion. Die Klerikalen sind über
ie Thronrede richtig entiduscht und verstimmt und sehen jeßt ein,

Bermischtes.

* St. Ingbert, 80 Ott. In der gestrigen Sitzung
des hiesigen Schöffengerichts kamen nachsolgende Fälle
zur Verhandlung und Aburtheilung:

Drei junge Bergleute, schon öfters bestrafte Individuen von
hier, 24, 21 und 18 Jahr alt, wurden wegen groben Unfugs,
her eine zu 45, der andere zu 28 und der dritte zu 14 Tagen
daft verurtheilt. Ein Nagelschmied von hier erhielt wegen dessel⸗
ven Vergehens 8 Tage Haft. Ein anderet 19 Jahre alter Berg⸗
nann vos hier bekam wegen Körperberletzugg 2 Monat 14 Tage
Befaäͤngniß und wegen groben Uafugs 3 Taje Haft. Ein Berg⸗
nann von Hassel, 21 Jahre alt, erhielt wegen groben Unfugs
Tag Haft; ein anderer 20 Jahre alter BVergmann von hier
vurde diesselben Vergehens wegen zu 8 Tagen Haft verurtheilt,
vähtend ein 21 Jahre alter hiesiger Bergmann wegen Koͤrperder⸗
etzang zu einer Gefängnißstrafe von 1 Monat verurtheilt wurde.
— Deiftere Bestrafungen, Gebrauch des Messers und üble Beleu—
nundung traten haupisaͤchlich als erschwerende Umstände auf.

In Walshausen hat sich am 13. Oll. ein graßliches
        <pb n="596" />
        Unglück zugetragen. Der dortige Orisbürger Sch. und seine Frau
gingen des Morgens an ihre ländlichen Arbeiten, er in die Scheune
dreschen und sie auf das Feld arbeiten. Ihre drei kleinen Kinder
don I. 4 und 6 Jahren lagen noch im jüßen Morgenschlafe. Auf
einmal bemerkte ein Nachbar Rauch zum Fenster des Hauses her⸗
nusdringen und sah dann innen die Stube damit angefüllt. Beim
Findringen in dieselbe brannte schon ein Bett lichterloh, und das
sleinste Kind wälzte sich brennend und winselnd vor fürchterlichem
Schmerz darin umher. Der 4jährige Knabe aber hatte sich in
die Kammer zu der älteren Schwester in's Beit geflüchtet, und
diese beiden kamen auch unverletzt davon. Das so elend verbraunte
Find wurde erst am 23. Ott. durch den Tod von seinen Leiden
erlost. Wie das Feuer entstand, kann man nicht mit Gewißheit
hehaupten. (P. A.)

fKaiserslautern, 29. Oct. Deei hoffaungẽvolle
Bürschchen von hiet, im zarten Alter von kaum 12 Jahren, unter⸗
nahmen gestern eine Entdeckungsretse nach Kindsbach. Um nun auf
Fillige Weise ihre Heimreise ausführen zu können, benutzten sie einen
Moment, in welchem der Siationsverwalier von Kiadsbach sein
Zurean verlassen hatte, schlichen sih in dasselbe ein, össaeten den
Hilleischtank, an welchem der Schlüfssel stedte, und stahlen einige
Fahrdillete. Zwei von den vielversprechenden Pflänzchen wurden
zrtappt und der hiesigen Polizei eingeliefert, der Dritte im Bunde,
der Rädelsführer, welcher die Reise per Bahn nicht ganz gedeuer
sand, schletzte aus und setzte seine Reise in die Heimathezu Fuß fort.

pSaarbrüden, 30. Okt. Wodi in Folge des letzten
zuf dem hiesigen Bahnhofe vorgekommenen gräßlichen Unglücksfalles,
sind seit Kurzem die Pertous abgesperri. Das Publ.kum hat bis
jur Abfahrt in den Wartesaälen des Auftufes zu den betreffenden
Zugen zu harren; die antommenden Reisenden aber, haben nach
Zeriassen des Zuges den Perron schleunigst durch die Huuptaus.
Jangepforte resp. durch die Tunnelauszänge des Mittelperrons zu
Lerlassen. Es wird diese Einrichtung gewiß allerseits mit Genug⸗
huung begrüßt werden. (S. 83.)
1Saargemuünd, 29. Okt. Nachdem auch der bay rische
Reichsrath in seiner Sitzung vom 25. ds. die für die Verbendungs⸗
ürde bei Saargemünd erforderlichen Mittel genehmigt hat, dürfte
hit dem Bau derselben demnächft begonnen werden. Die Peojekte
r diese Anlage sind bereits bearbeitet. Die Kosten werden je zur
Halfte vom Reich und der pfalzischen Bahnverwaltung getragen.
Is handelt sich bekanntlich darum, zwischen den Bahnen von Hagenau
hezw. von Zweibrücken nach Saatgemünd einer⸗ und von Saarge—
nünd nach Saardurg andrerseits eine unmittelbare Verbindung her⸗
zustellen, die etwa von einem diesseits Fopersweiler gelegenen Punkte
der Hagenauer bezw. Zweibrücker Linie über die Saar und den
Saakkanal mit Umgehung ds hiesigen Bahnhofes nach der Station
Neuscheuern der Saarburger L.nie fuͤhren und eine Lärge von tund
Iu Kilometer haben würde.

FDem Sluttgarter „Beob.“ geht von der Generaldirektion
der Württ. Eisenbahnen die Mitthe lung zu, daß es fest⸗
stehe, daß am 13. Oktober zur Zeit des Umglüdsfalls in Hei—
Felshesim auf und bei der Station Stations⸗ und Wärterla—
sernen in Gebrauch und mit Licht versehen waren. Von den bei
dem Unglüdsfall Verwundeten ist jetzt auch noh der ESchullehret
»on Helinsheim gestorben und liegen in Heidelsheim noch zwei
cbwet und ein leicht Verwundeter. Die Zahl der in Folge der
Fatastrophe Gestorbenen beträgt bis jetzt sichs.

p Bei dem Schdoffengerichte m Nütn berg kan am 28.
Oti. der Fall vor, daß ein einberufener Schöffe (Hetr Kaufmang
Schäfer) nicht zu der für Beginn der Sttung sestgesetzten Zeit
(Sija Uhr) erschienen war und daher ein Hiljsschöffe emberufen
verden maßte. Nach Anttag der Amtsanwaltschaft wurde Herr
Schafer alsdann in eine Ordnungesstrafe von 50 M. und in die
rosten verurtheilt. Hett Schäfer etschien später, als bereits die
Hethandlung des ersten vperwiesenen Falles begonnen hatte, und
bat um die Zurücdnahme der erlannten Strafe, angebend, daß er
den Einberufungszetiel verlegt gehabt hude und der Meinung ge⸗
wesen sei, daß er erst morgen zu fungiren habe. Den Antrage
der Amtsanwaitfchaft entsprechend dlieb es bei der ausgesptochenen
Strafe, indem bemnerkt wurde, daß ein Versehen nicht von Schuld
und Strafe bifreie.

p'Berlin, 23. Oit. Ein Kusscher, der 5 Pferden seines
dZerrn die Schweifhaare ausgerissen, wurde gestern, der „Post“ zu⸗
solge, von dem Schöffengericht zu 9 Monaten Gefängniß und 1
Jahr Ehrverlust verurtheilt.

fBerlin, 28. Ott. Eins der gestern lagenden Schöffen⸗
gerichie war wieder in der üblen Lage, die angesehzten Termine
aufheben zu müssen, weil der eine der beiden einberusenen Schöffen
idhlich verstorben wat und es dem umhergesandten Boten bis 20
Ahr Nachmittags nicht gelang, einen Huifsschoöffen zur Stelle zu
tingen.

*Aus Berlin wird geschrieben: Kaum ist der. Tabal⸗
Zell in Wirlsamteit Feiterien und schon beginnt der Tabak⸗Schmuggel
im allergrößesten Maßstabe sich zu entwickeln. Voag Hamburg aus

* odieser SZage, wie man von dort mittheilt, ein Lranm don fun
Baggons mit zum Theil recht werthvollen Tabaken aufgehalten
vorden, die durchweg unverzollt waren. Es haadelt sich dabei um
sen Versuch einer Zoll-Defraudation von nicht weniger als zwei⸗
inddierzigtausend Mark bei diesem einzigen Posten. Die Waare,
ie inmshen eo ficirt· worden ist, dat einen Werth von clrca
weihunderttausend Mark. Uebrigens wird auch von Holland aus
zer Schmuggel schwunghafl zu insceniren versucht und an der
— Orgaui⸗
anon des Schmugqels mit bewundernswerther Schnell gkeit sich be⸗
zeits vollzogen haden.

4 Ein echter ‚Berliner Stromer“, der Schuhmacher⸗
eselle Wenzel, der schon oftmals wegen Bettelns unb Arbeitsscheu
estraft ist, halte sich aun 27. wegen Sachbeschaͤdigung und ruhe⸗
szrenden Lärmens vor dem Schoöffengericht zu Ber lin zu ver⸗
intworten. Wenzel's ganze Erscheinung betundet vollendete Ver⸗
ommenheit. Ein trunkseliges, in's Kupfrige spielendes Gesicht,
lruppiges, schwarzes Haar ohne jede Spur eines Kammstriches,
ine zerftzie schwarze Hose, ein fadenscheiniger dunkler Ueberrock
iad eine alte Tuchmütze, deren Schirm der Zahn der Zeit zur
dälfte abgenagt hat — in diesem Aufzuge präsentirt sich der An⸗
etlagte vor Gericht. Er ist beschuldigt, eines Abends im Sep⸗
ember in einem Schankkeller Streit angefangen, mehrere Gläser
ettrümmert und, als er deshalb an die frische Luft gesetzt wurde,
zuf der Straße durch lautes Schimp'ea einen großen Auflauf ver⸗
jacht zu haben. Pꝛäs.: Wie sind Ihre Vornahmen ? — Angekl.:
det weeß ick nich! — Pras.: Wie alt sind Sie ?8 Angetl.:
Weeß ick ooch nich. — Präs.: See werden doch wessen, ob Sie
z0 oder 40 Jahie alt sind? — Angekl.: Ick sage Ihnen: nee!
— Präsident: Was haben Sie auf die Auklage zu sagen? —
Ungetl.: Jar nischt! Ick räume Alles ein, wat Se wollen. Be⸗
trasen Se mir, det is mr janz egal. — Präs.: Wenn Sie in
esem Tone forlfahren, muß ich Se hinausbringen lassen. —
ungekt.: Is mir ooh recht! Wat soll ick denn sagen, wenn ick
nir 'n ordeutliches Quantum inpumpe, mir 'nen Affen andrehe
in denn Dummheten mache? Ick weeß von Nischt! Die Zeugen
rzählen den Hetrgang so, wie ihn die Autlage angibt. Der An—⸗
eilagte thut bei jeder Zeugenaussage sehr verwundert. Der Ge⸗
chishof verurthetit ihn aber trotzdem zu 3 Wochen Gefängniß.

uUeber Bismarcks erste Liebe schreibt das „Ber⸗
'iner Tageblatt“ Folzendes: In dem Dörschen Mitterbad, in der
Nähe von Merar, hatte bekanntlich der jugendliche Otto v. Bis⸗
naick seiner Zeit seine ersie Liebe gefurnden. Der Josefa Holgner,
ver schmuchen Tochter eines doctigen Bauern, hate er damals auf⸗
richtig sein Herz zugewendet; in allen Ehren wollte er sie heirathen
ind sih ein suilles Plätzchen im Alpenthale aussuchen, glücklich und
rn bom geräurschvollen politischen Leben. Doch der Vater wollte
em Kind nur cinemn katholischen Christen geben. Bismarck ging
ind kam nicht wieder. Die schöne Josefa heiralhete nach Salz⸗
zurg, schenkte dort einem blonden herzigen Mägdelein das Leben,
ind stard später still und ergeben, in der leßzien Pinute noch der
ersien Liebe gedenlend. Jüngst heiratheie ein Herr Rzzi in Trient
nes holde bloade Mädchen, und Fürst Bismarck schicte dem
Rädchen eine ziemlich bideutende Aussteuer zur Erinnerung an die
chone Zeit serner ersten Leebe.

fLondon, 20. Ott. Abermals wird eine Coll sion zwi⸗
chen zwei englischen Kriegsschiffen, ‚Encountre“ und ‚Foxhound“
Jemeldet. Der Zusammenstoß fand dei Perang statt und wurden
eide Schiffe start beschadigt. Auch das seither oft genannte Trup⸗
enschiff „Himalaya?“ gerieth dicser Tage in Collision mit einer
rorwegischen Baile, die schwer beschädigt nach Gibraltar bugfirl
berden mußte. Das der Peninsular und Ociental Companh ge⸗
sörige Packetboot, Australia? wurde heute Nachmittag mit gebroche⸗
ser Schraube von zwei Schleppfcheffen von dem Startt Point nach
3Zymouth bugsirt, um daselbst repacirt zu werden. Um dieses Bild
u verballstaudi zen, lassen Sie mich hinzusügen, daß in der letzten
Woche 25 Schifforüche vorkamen, welche die Gesammtzadl derselber
in diesem Jahre quf 1208 (gegen 1148 im Botjahr) bringen.

fDer Schatz Napoleon J. Der römische Korrepon⸗
dent eines Moskauer Blaites berichtet demselben folgenden interessanten
Fall: Am 27. September empfiig der Papst die Pilger aus Tolosa
in Audienz. Unter denselben vefand sich auch eine Frau, welche
zorgab, dem Heiligen Vater etwas sehr Wich iges miltheilen zu
vossen, zu welchem Zwecke sie uar eine geheime Audienz bat. Be—
ragt, worin diese wichtige Mittheilung bestehe, antwortete die Frau,
vaß sie das nuc Seiner Heiligleit allein uater dier Augen mittheilen
onue. Der Papst, hieruber henachrichligt, verweigerte die „geheime
ludienz“ und die Frau maßte vor allen übrigen Frommen dem
)eiligen Vater mitthe len, daß fie von ihrer sterdenden alten Muttet
Folgendes erfahren habe: „Als Napoleon J. von Mostau flüchten
nußte, vergrub derselbe in eiuem russischen Dorfe seinen Schatz iw
Werthe von 6,000,000. Rabil in Gold.; Diefen Schatz könne jes
aur der Papst in Gemeinschaft mit einem Kapuzinermönche finden
        <pb n="597" />
        uind aushgeben. Viese Vegende, bemertt der russische Korrespondent,
sei im Vatikan ziemlich ernst aufgenommen worden.
Aus Pourentedi Riblerabei Genug wird gemel⸗
det, daß in voriger Woche im dortigen Spielhause Monte Carlo
ein russischer Aristolrat am Ronilette 1400, 000 VLire verspielt habe.
Pach alter Gepflogenheit bot ihm nun der Eigenthümer des Spiel⸗
hauses 20,000 Lire als Geschenk an, damit er seins Heimreise
antreten könne, der stolze Russe wollte das Geld jedoch nicht an—
nehmen. Er kehrte anscheinend ruhig in sein Quartier „Holel de
Paris“, zurück, wo man ihn am andern Morgen erhängt anffand.
fBei einem in New-York veranstalteten Wellschwimmen
ertang ein ehemaliger Lieutenant der preußischen Armee, d. Schö⸗
ning, den ersten Preis. Lieutenant v. Schöning gewann vor sein m
nächsten Concurrenten Werdan eine volle Mele Vorsprung; er erhielt
den Preis don 1800 VDollars, während auf Werhan 750 Doliars
entfielen. Das Ueberrtaschendste ist, daß von Schöning ein Neuling
im Wettschwimmen war, um so grisößer ist nun die Anerkennung,
velche in Amerita dem preußischen Oifizier allse tig gezollt wird.
Von dem praktischen Sinne des Yaukees legt folgende That⸗
sache ein sprechendes Zugniß ab. Ein Amer kaner, welcher mit
jeiner Famlie die Stadt verläßt, um sich ins Bad zu begeben, läßt
einen Zettel mit Aufschrift in seinem Hausflure anschlagen. „An
die Diebe? Meine Silbersachen und alle Werthgegensiände liegen in
den Geldschränken der Depositenbank. Die zurückgetliebenen Kisten
und Koffer enthalten nur getragene uad wenig werlhvolle Kleidungs—
stücke. Die Schlüssel befinden sich auf der Konsole —des Salons,
im Falle meinen Worten kein Blaube geschenkt werden sollte. Ihr
werdet daselbst auh eine Anweisung auf 50 Dollars vorfinden,
welche Euch für den Zeitverlust und die erfahrene Täuschung ent⸗
schädigt. Ich bitte darum, daß ihr Euch beim Eiutritt in meine
Wohnung vorher hübsch die Stiefel reinigt und auch den Teppich
nicht mit Stearin befleckt.“
F Die Ernte in den Vereinigten Staaten
ist nach Leely's illustr. Zeitung hruer so reich ausgefallen, wie nie
zuvor, und zwar beläuft sich der Nehrettrag an Baumwolle auf
——— — —
Die Erzeugnisse
der Kg. Bayerischen, Kgh. Ppeuss.
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Sr. Kaiserl. u. Königl. Hoh. des Kronprinzen, Sr.
Kaiserl. u. Königl. apostol. Majestät Franz Joseph,
sowie der Höfe von England, Italien, der Türkei, Bayern,
Sachsen, Holland, Belgien, Baden, Sachsen-Weimar,
Mecklenburg, Rumünien und Schwargburg.

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sind in a1IIén Städten Deutschlands 2n haben, sowie auch an den

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Nillioyen Bushel. Dag Jahr 1879 ist das felteste qller fetlen
Jahre, die den Vereinigten Staalen bisher beschieden waren.

f.Deutsche RFechtschreibkunde. Auf einer deuischen
Hßoststelle kam in jüngster Zeit ein Brief mit nachstehender musier—
verihen (2) Adresse zum Vorschein; „An Heer Fielib — Konieg⸗
ieger, Postästlbediedor zu —.“ —

Tugesdhafte Entrüstung. Ein Falschspieler hatle
ein Mantoer so ungeschickt gemakt, daß ein Zuschauer ganz deut⸗
ich eine Karte aus seinem Stulpstiefel hervorgucken sah. Es ge⸗
ang dem Beobachter, diese Karle zu entfernen, ohne daß der Spie⸗
er ewas merkte. Als nun der Augenblick zur Benutzung der Karte
am und der Mann vergebens danach griff, malten sich Schreck und
katrüstung in seinen Zügen. Mit seiner wuchtigen Faust auf den
Tisch schlagend rief er aus: „Da soll doch ein Himmelkreuzdonner—
retter drenfahren! Es sind Spitzbuben nuͤter uns!“

—
Markltberichte.

Zweibrücken, 80 Oklober. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 11 M. 79 Pf. Korn 9 M. 31 pf., Gerste zweireihige 7 M. 96 Pf.
ꝛierreihige d M. — Pf., Spelz 7 M. 14 Pf., Spelzkern — M. — Pf.
Dinkel — M. — Pf. Mischfrucht M. — Pf., Hafer 6 M. 72 Pf.,
frbsen — M. — Pf., Widen 0 M. — Pf., Karlioffeln 3 M. — Pf.
deu 83 M. 20 Pf. Stroh 8 M. — Pf., Weißbrod Lt/3 Kilogr. 575Pf.
dornbrod 8 Kilogr. 81 Pf., 2 Kilogr. 54 Pf., 1Kilogr. 27 Pf., Gemischt⸗
rod 3 Kilogr. 98 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf., Rindfleisch ĩ. Quat.
30 Pf. II. Qual. 50 Pf., Kalbfleisch 0 Pf. Hammelfleisch 60 Pf., Schweinesleisch
36 Pf. Butter /2 Kilogr. O M 88 Pf. Wein 1 Liter 80 Pf. VBier JLiler 24 Pf.

Homburg, 29.Okto ber. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
11 M. 79 Ppf, Korn 9 M. — Pf, Spelzkern —— M. Pf., Spelz O M.
—,Pf. Gerste 2reihige d M. — Pf., Gexste A4reihige O M Pf., Hafer
b M. 53 Pf., Mischfrucht O M. — Pf., Erbsen d M. — Pf., Wicken
d M. — Pf., Bohnen — M. — Pf., Kleesamen — M. — Pf. Korn⸗
brod 6 Pfund 77 Pf. Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — Pf.
Rindfleisch 44 Pf. Kalbfleisch 40 Pf. Hammelfleisch — Pfr Schweinefleisch
30 Pf., Butter 1 Pfund O M. 90 pf. Kartoffeln per Cix. ß M. — Pf.

Fur die Redaction verantwortlich: F. Xx. Demetz.

Wissenschaftlich geprüft u. begutachtet. EBRMSdQACCtAIMAÆS 20
Doppelkräntermagenbitler,
nach einem alten aus einem Be—
edictinerkloster stammenden Recept
ibrizirt und nur en zros ver⸗

sandt von
2. PXNGEL in Göttingen
—ER
Der Benedictiner ist bis—
zt das koftbarste Hausmittel nud
ßhalb in jeder Familie beliebt
eworden. Det Be ———
t nur aus Bestandtheilen zusam⸗
aengesetzt, welche die Eigenschaften
esien, die zum Wie derauf dan
eines zerrütteten dahinsiechenden
Körpers unbedingt nöthig sind.
ãx ist unerseztlich bei Magenleiden, Unverdaulichkeit, Haͤmor⸗
hoiden, Rervenleiden, Krämpfen, Hautaus⸗
chlägen (Flechten), Athemnoth, Gicht, heumatismus,
ee, so wie bei Leber⸗ und Nieren leiden
und vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedirktiner reinigt das VBlut uünd vermehrt dasselbe,
er entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das!
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
frisch, stellt die Harmonie des Koͤrpers wieder her und verlängert das
Leben bis zu seinem vollen Maße. F

NB. Jede sFlasche ist mit dem Siegel ‚C. Pingel An Gottingen“
verschlossen und mit dem geschützten Etiqueit versehen.

Preis à Fl. von ca. 330 Gr. Inhalt B M. 30 Pf.
—DV0 ee 660. X.* 5 6 M. 73 Pjf. J
Bei 5 Fl. Verpackung frei⸗ Bei 10 Fl. freie Verpackung u. 1 FJI. gras
tis. Versandt gegen Nachnahme durch nachftehende Niederlage. En gros-
Versandt durch die Fabritf.
Alttest: V

Herr Josepih Rees,, Oelonom in Sigiswang bei Blaichach,
Bezirkzamt Sonthofen in (Schwaben), betichtet: Alle Leute fragen mich
was ich gebraucht habe, daß ich jeßi so munter und wohl bim Da ich
dies nun ihrem Benedictiner verdanke, so werde ich allen Leidenden den,
selben empfehlen. Gleichzeitig bitte ich um fernere Zusendung von 4

laschen ꝛtc. , 1*

⸗ n e in St. Inabert bei Herrn J. Friedrich.
Brehms Pnhierleben
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Anzahl der Loose nur 100,000, der Gewinnste
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60,000 Mk. und 150 Kunstwerke im Werthe von
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fahren faffen, welches thatfachliche
Ersolge fur fich hat. Die bereits in
d.Aufiage erschienenen Spechalbücher;
Die Gicht⸗ und Die Brust⸗
ind ngenkraukheiten““ geber

en Jenen, die an
2 c
stheumanismus, Gliederraiss on ote.
leiden, oder aber an einer
Brust. oder Lungonkrankheit,
wie Echwindsucht 2c. dahinstechen,
nene Zoffnung, denn die darin
enthaltenen ,ee aber
Aueliche Heilungen beweisen, deß
elbsa Schwerkranke oder anschein
offnungelos Darniederliegende nog
ie ersehnte Hilfe fanden. — Kein
donorar, Irzuicher Beirath vielmehr
Anentgelilich Jebes der obtgen Buͤcher
iestet ι Prospeci gra tie und
franes durch Th. Kohenleitner,
tzeipzig und Basel.

versendet von 10 Pfd. an franco
Fracht und Zoll unter Nachnehme
echt arabischen Mocca à Pfd. 160 Pf
hochfein Gold-Java à120,
* Ceylon àü „120,
„gelb Java à „115,
Laguayra aàe, 115,
ff. Campinas aàᷣ, 105,
reinschm. Rio u. Santos à 95,

De Wohnung, welche Hert
Endres, Obmann bei der Gü⸗
Lerexpedition, seither bewohnte, isi
sofott oder bis 15. Novembet
deziehbar, zu vermiethen.

EAaͤber. Kling, Mezzger.

Stationsbeklebzette

9 ehee in K. Gotthold'«
Buchhandl. in Kaiserslautern, welch
jedes Buch fur 60 Pf. in Briefmarker
Danen versendet

X
Druck und Verlag von F. X. Deme ß in St. Ingbert.
Hierzu für unsere Po st⸗Abonnenten „Illustrirtes Sonuntaaß3hlatt⸗ Nr. 44.

II

5*
        <pb n="599" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint woͤchentlich vpiermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

1AAO B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1A 60 , einschließlich 420 Zustellgebuhr. Auzeigen werden mit 10 —, von Auswarts
mit 15 H fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 80 Bpopro Zeile berechnet.
M 174. 5 Wonntag, den 4q. November

——
188

7 Ibonuemenis für die Monate November
und Dezember werden von allen Postanstalten, sowie in
der Expedition oder von den Trägern, auf dieses Blatt
entgegengenommen.

in Erinnerung zu bringen: In Folge der Reichsgesetzgebung, speziell
das Strafgesetzbuchs für das deutsche Reich und de⸗ Reichsgesetzes
über die Erwerbung und den Verlust der Bundese und Siaucan-
gehörigkeit sind einzelne Bestimmungen der Gemeindeordnung für
die Pfalz hinfällig geworden und mußten durch neue ersetzt werden.
Es sind dies die Art. 11 Abs. 2; 12, 32 Abs. 4; 60, 77 und
100 Abs. 2 der Gmde⸗Ordn. vom 29. April 1869. Die neue
Fafsung des Art. 100 nach der durch Art. 6 des Gesetzes von
1872 festgesetzten neuen Fassung lautet nun also: Wahlstimmbe⸗
zechtigt find alle Gemeindesürger mit Ausschluß jener, bei welchen
die Ausübung des Bürgerrechis ruht; ferner derjenigen, welchen
zurch rechtskräftiges richterliches Urtheü die bürgerlichen Ehrenrechte
aberkannt sind, so lange dieser Verlust dauert, daun jener, welche
nuf Grund der bisherigen bayerischen Strafgesetzgebung (Gesetz vom
10. Nov. 1801) wegen eines Verbrechens, oder wegen Vergehens
zes Diebstahls, der Ünterschlagung, des Beirugs, der Hehlerei oder
er Fälschung verurtheilt worden find oder in Folge rechtskräftiger
Ferurtheilung wegen eines andern Vergehens die in Ari. 28 Ziff.
und 5 des bayerischen Strafgesetzbuches von 1861 bezeichnelen
Fahigkeiten verloren haben, soferne nicht seit der vollendelen Ersteh⸗
ang oder Verjährung oder dem Erlaß der Strafe in den Fällen
der Verurtheilung wegen Verbrechens zehn Jahre und in den üdrigen
Fällen jünf Jahre abgelaufen sind ader früher vollständige Reha⸗
ililation erfolgt ist. Das Wahlrecht derjenigen, gegen welche das
Bwantverfahren GFalliment) eingeieitei ist hbann vor rechtslkräftiger
Beendigung dieses Versahrens nicht ausgeübt werden. (Pf. 83)

fPirmasens, 29. Otlt. In Winzeln kam am letzten
Sonntag ein fremder Steinklopfer in deirunkenem Zustande in die
Wirthschaft von Sch. und verlangie noch ein Glässchen Schnaps.
Plötzlich brach er zusammen und lonnte fich nicht wieder erheben.
Der Wirth ließ ihn aus dem Zimmer bringen und auf eine Schütte
Ztroh legen, indem er gleichzeitig dem Ortsadjunkten Anzeige er⸗
attete. Als dieser bald darauf fich einfand, um den Thatbe sland
u constauiren, fand es sich, daß der Betreffende mitlerweile ge⸗
torben wat. (P. A.)

7 Metz. Undbeliebte Gäste haben sich in der Nähe von Metßtz
gezeigt. Der Feldhüter von Vallieres traf nämlich, wie der „M.
3.“ von durchaus zuverlässiger Seite mitgetheilt wird, am Dienstag,
den 28. d. M., gegen 6 Ühr Morgens drei Woͤlfe in den Wein⸗
zergen von Vallieres an, deren Anwesenheit er erst nach dem son⸗
derbaren Benehmen seines Hundes gewahrte. Auch mehrere Win⸗
jer, die in der Rühe waren, wurden der Wöolfe ansichtig.

Grumbach, 26. Ott. Dem Kerzn. —A
ichtet, daß in dem denachbarten, eine halbe Stunde von hier be⸗
egenen Orte Cappeln schon oͤflerß petroleumartige Flussigleiten
aus der Erde herbortraten, somit die Vermuthung nahe liegt, daß
an den betreffenden Stellen Petroleumquellen enthallen sind.
kEdenso wurde hurch chemische Analyhse des einem Beige hiesiger
hemarkung entgehenden Woassers lonstatirt, daß dasselbe starken
dupfergehalt habe; ferner wurde in unmiltelbacer Nähe Eisenerz
Jefunden; beide Theile lassen auf dort verborgene Erze schließen,
velche ebenfalls einen Nachgrabebersuch reichlich lohnen könnten.

rMunchen, 27. Oct. Die imernationale Ausstellung,
velche gestern geschlossen wurde, war geradezu 100 Tage geöffnet.
Man jchätt, daß sie im Ganzen bon 220,000 Personen besucht wurde.

FVom Rhein, 21. Ott. Im Kreise Esssen nimmt
das Auswanderungsfieber zu. Das Jiel der Auswanderung wird
indessen ferner nicht Amerika, sondern Bosnien sein. Am 28.8.
Mis. werden, so schreibt die „Ess. Zig.“, 21 Foamilien, 16 von
Altendorf und 8 aus Essen, nach Bosnien überfiedeln, welches an
Desterreich gefallen ist. Im Februarek. J. werden dann n och ca.
30 Familien folgen, wesche eine deutsche Kolonie gründen wollen.
Liele Bewohner Bosniens, darunter tütlkenfreundliche Edelleute und
Butsbesitzer, wandern, weil sie sich mit dem osterreichischen Regi⸗
ment nicht einderstanden erklaͤren, aus, und verlaufen ihren Grund
und Boden zu enorm billigen Preisen.

, Wien, 16. Dek. Ein erschüllerndes Familien ⸗Erxeigniß
pielte sich in den gestrigen Nachmittagsfunden ab. Der 171jäbrige

u
Deutsches Reich.

München, 30. Ott. In Bezug auf Bekleidung unserer
Truppen im Frieben ist ein neues Regiement allerhöchsi genehmigt
worden, nach welchem künftig in Wegfall kommen? die silberne
Trefsen· Einsassung auf den Schulterklappen der Zahl meiflers · Adspi⸗
ranten (d'eselben erhalten auf den Schulterklappen die Armeecorps⸗
Nummern L. und II), —die Kapitulantenschnur für die Unter⸗
oifiierschargen, — die Auszeichnungsborte füc die besten Schützen
der Kavallerie, — die Schützeuschnüre nebst Signalpfeifchen bel
der Infanterie, der Militäcschießschule und den Jägern — die
zuünen Huppen bei der Jnufanterie. vd JF

Berlin, 830. Ott. Der Staaisfteretair im Reichsjustiz⸗
amt, Friedberg. wurde zum preußischen Justizminister ernanm (au
des erkrankten Leonhardt Sielle.)

Berlin. Der Bundesrath hat bestimmt, daß auf die zoll⸗
amtliche Absertigung des nach der bayerischen Pfalz mit dem An—
pruch auf Steu ervergütung ausgehenden Bieres die Bestimmungen
für die Abfertigung des nach Bayern rechts des Rheins ausge⸗
führten Vieres Anwendung finden.

Kaum hat Deutschland angefangen, seine Handelsinteressen in
den Suüdseeinfeln durch Verträge sicher zu stellen, so rühr!
man sich schon von verschiedenen Seiten, um das Mißtrauen gegen
uns rege zu machen und dem deutschen auswärtigen Amte die aben⸗
teuerlichsten Annexiontplane zuzuschreiben. Die Mittheilungen, welche
dem genannten Ressort darüber von seinen Vertreter in diesem Theile
der Erde zugehen, beweisen, wie richtig gegenüber fremder Anmaß⸗
ung die nachdrüdliche Vertretung der deutschen Interessen ist. Unter
den Belegen, welche die neueste Post von den Südseeinseln nach
dieser Richlung hin gebtacht hat, ist besonders ein Artikel des
„Sidney· Mornin⸗Herald“ vom 1. September d. J. bemerkt worden,
welcher in der allerunverdlümtesten Weise die Zwecke des deutsch⸗
amoanischen Vertrages verdächtigt und für die Anner on Samdae
durch die Engländer einfritt. Bekannilich befehden sich aus Samoa
eine sogenannte lönigliche und eine gouvernementale Partei. Das
genannte australische Vlatt nimmt nun Veranlassung, aus
diejen inneren Zuständen zu, vewelsen, daß. die Samoa⸗
Bruppe eigentlich herrenloses Gut (a sort of no man's land)

jei und daß daher von Jedem darcan Standrecht geübt werden
koͤnne. Des Weiteten sucht das Blatt zu beweisen, daß, wenn
Samoa nicht unter das britische Scepter gelange, es ganz ktlar sei,
daß Jemand aaders seine Hand darauf legen würde, wobei kein
Zweifel gelassen wird, daß unter diesein Andern Deutschland zu
berstehen sei. Wie übrigens aus dem „Sidney Morning⸗Heralde
hervorgeht, hat Sir Arthur Gordon, weicher als englischer Beboll
nächtigter nach den Fedschi⸗eInseln gesendet worden ist, im speziellen
direlten Auftrag der britischen Regierung Samoa berührt. Diese
Thatsache dürfte das Blaut zu Prätensionen ermuthigt haben, au
deren Berlidichtigung die in anderen Welttheilen gegenwärtig st
lark engagirte englische Kolonialpolitit nicht denkt. Charakterinisch
st der Artilel aber, um daraus zu erseben, wessen man sich unter
Umständen zu gewärtigen hat.

Bermischtes. —

*Ein Berliner Schöffengericht mußle am 28.
Otlober seine Sitzung deshalb ausfallen lassen, weil der eine der
deiden einberufenen Schoöffen plötzuich verstorben war und es den
unhergesandten Boten bis 23 ühr Nachmintags nicht gelang, ei⸗
nen Hülfsschoffen zur Stelle zu bringen.
— Aus der Pfalz, 29. Oct. Angesichts der bevorstehen
den Gemeinderathswahien und im Hinblicke auf die in manchen
docalblattern, gelegentlich der bereits begonnenen Agitalion, hervor⸗
jetretenen irrigen Ansichten, sehen wir uns veraniaßt, Folgendes
        <pb n="600" />
        Baugewerksschüler Mac Tautscher, ein außerordentlich fleihiger und
sehr befaͤhigter Jungling, rana mit dem Tode.“ Det Vater des
ungen Mannes, der PolizeirCommissär Biltor Tautscher, und dessen
terer Sohn gleichen Namens?, Zögliug der Kadettenschule, standen
oom Schmerze ties gebeugt, am Sterbebette. Der anwesende Arzt
hdereitele den unglüdlichen Vater in schonendster Weise auf die nade
peborstehende Latastrophe vor, allein Herr Tauischer wollte keinen
Trost aunehmen, und mühsam stieß er wiederholt die Worte hervor:
Den Tod meines Sohnes werde ich nicht mehr überleben “ Um
3 Uhr trat das Befürchtete ein. Max Tautscher verschied in den
Armen des Arztes, der vom Kranlenbelte nicht gewichen war. Der
Bater jammerte nicht mehr, aber aus seinen Gesichtszügen konnie
man den namenlosen Schmerz lesen, der in seinem Innern tobte.
Wenn ich nur weinenm könnte!“ hörke man ihn einigemale sagen.
Plötzlich, es war um die sechste Nachmittagsstunde, wurde Herr
Tautscher von Krämpfen befallen, denen sich bald nachher ein Blut⸗
flurg zugesellte. Um fechs Uhr war auch der unglückliche Vater eine
Leiche; der Schmerz üder den Verlust seines Kindes hatte ihn ge⸗
lödtei.

pPParis, 20.: Oltbi. Aus Perpignaus wird vom
jeutigen Tage eine groß Uebershwemmung. gemeldet, die in Maury
Pyrnéos Orientales) die Einwohner gezwungen hat, ihre Häuser
zu verlassen. Weinberge und Garten, find ausgeschwemmt; der
Schaden soll nach den ersten Rachrichten unberechenbar sein. Aehn⸗
siche Berichte liegen aus anderen Orischaften, z. B.aus Saint⸗
daurent de la Salangue vor:Die Bevölkerungen dereiten sich
nuf das Schlimmste vor. Der strömende Regen hält an, die Ge⸗
irgsflüsse Agly, Tet und Basse sind immer noch im Steigen be⸗
atiffen.
7Madrid, 80.Ott. Nach hier eingegangenen Nachrichten
zauern die Ueberschwemmungen fott, der Ebro ist neuerdings um
3 Meter gestiegen; Tortosa steht unter Wasser. Auf der ganzen
dalbinset herrschen starke Regengüsse.. J

Ppereraburg, 26. Ott. In Halbstadt (Bezirk Bender)
sind durch irgendwelche Bösewichter die Brunnen der deutschen Co⸗
ome vergiftet worden. 100 Mann sind, in Folge von Arsenik
bergiftung ertrantt, fünf sind bereits gestorben.

—Féin schönes Vermögen, wenn' man will auch
deren zwei, repraͤsentiren zwei registrirte Vereinigte Staaten⸗ Bonds,
die wohl auch die größten sein dürften, welche je ausgesfertigt worden
ind. Sie lauten über je fünf Millionen Dollars und zwar auf
den Namen W. H. Vanderbilt und den des sogenannten Bonanza⸗
tönigs J. E. Food.

Hewinnen sind solgende herausgelommen: Serie 1854 Nr. 899 ge⸗
vinnt 2500 M. z S. 68 Nr. 246 gew. 2580 M.; S. 130 Fr.
389, S. 147 Nr. 2128. 40 Nr. 595, S. 14 Nrs 227, 6.
34 Rr. 241, S. 8 Nr. 596, S. 148 Nr. 181, S. 2 Nr. 668
nachten Gewinne von. 150 bis 40. M. (N. S. Serie 141 Nr.
370 gewann den Haupitreffer 30.000 M.; Serie 109 NYr. 407
gew. 10,000 M.) e vgue 8 S ohtthehen gtpt
ZI. Ott. Der driite Haupig.,, 4000 M., ist auf Serie 124 Nr.
348 gefallen. Serie 112 Nr. 252 wurde mit 600 M. gejogen;
je 250 M. fielen auf Serie 62 Nr. 246. S. 91 Pr. 722, 6.
32 Nr. 873. je 150 M. fielen auf. S. 1283 Nr. 270, S. 113
Nr. 488, 6. 101 Ne. 245, S. 94 Nr. 121, 6. 84 Nr. 617,
S 2 Ne. 688, S. 20 Rr. 14, 6. 115 Nr. 201, S. 34 Nr.
241, S. 8 Nr. 1396, S. 148 Nr. 181, 6. 14 Nr. 227, 8.
10 Nr. 595,S. 147 Nr. 212. Von den Gewinnen zu 60 und
40 M. wurden gestern etwa 200 gezogen. “Die Ziehung wird
heute fortgesetzt und voraussichtlich bißs gegen Abend dauers. Die
Ziehungslisse wird daher erst im Laufe des morgigen Tages zum
DHruck gegeben werden können. (Machschrift. Heute Vormittag
samen noch folgende gröbere Gewinne heraus; Serie T Nr. 960
gew. 800 M., Serie 78 Nr. 739 gew. 2000 M.)

31. Ott. Bis heute Mittag waren die sämmilichen größeren
Hewinne gezogen; es blieben nur noch die 48 Nummern zu ziehen,
die durch alie Serien durch den niedersten Gewinn von 5 M.
nachen. Wir tragen noch nach: S. 142 Nr. 186 gewann 2000
M.; S. 9 Nr. 644 und S. 157 Nr. 230 gew. 1000 M.; S
38 RNr. 290 vind S. 87 Nr. 866 gew. je 250 M.; S. 42 Nr.
508. 6. 80 Rr. 801, 8. 109 Nr. 237, 68. 119 Nr. 772, S.
23 Nr. 854, S. 155 Nr. 884, S. 108 M. 778, 6. 38 Pr.
i3, S. 97 itr. 337, S. 84 Ne. 978, S. 86 Nr. 16 8. 111
ꝑr. 828, 6. 138 Nr. 666, 6. 67 Nr. 108. 8. 1688 Nr. 792,
5. 130. Nr. 400, S. 48 Nr. 624, S. 77 Nr. 941, S. 74
ser. 88 gew. je 1350 M. Die Ziehung ging heute Nachmittag
alb /8 Uhr zu Ende. 6GPf. K..

Fur die Redaction verantwortlich: F. X. De me ß.
⸗*

Viele Personen werden bei Eintritt der ungesunden Jahreszeit

von Erkäluungen, Husten, Heiserkeit, Lungenleiden, andere wieder
don Magen; und Nervenleiden befallen. —

Die weltberühmten Brustkaramels Maria Benno von Donat
verden bei all diesen Fällen entweder roh gegessen, oder 5—6
Stück in heißem Kakao⸗Thee oder Milch aufgeloöst/ aber ur lauwarm
getrunksen.

Der unglaublich billige Preis von 30 oder 50 Pf. für einen
Driginal ⸗ Karion Brustkara nels und 20 Pf. für einen echten Karton
Nalao · Thee muß lobend hervorgehoben werden.

Debot in Si. Ingbert bi Herrn Jean Peters.

erloosungen.
FLudwigshafen, 30. Olt. Heute Vormitlag 8
Uhr hat unter Leitung des k. Notars Dimroth die Ziehung der
hirsigen Kirchen bau⸗Lotterie begonnen. An arößeren
üterversteigerung. 6. Pl.Ne, 2081, 80 330
Gü erwers ig rung. Im Acker im Lautzenthäl⸗
vember nächsthin, Nachmittags 2 hen neben Jobann Joseph
uhr, zu St. Ingbert bei Schinitt und Peter Nicola;
Johann Joseph H einrt ich , Pl.Nr. 2858, 102 60 qm
assen die Kinder und Erben Ader auf der Meß neben
ahier — Eheleute Christian bamn Selzer und Kloster
Jungfleisch, weiland Schmied, —
und — 2* Schmelzer die Pu.eNr. 85666, 83 90 qm
sachbezeichneten zum Rachlasffe Ader auf dem Gerstbusch
dieser Erblasser gehörigen Liegen⸗ neben Peter Jung und
schaften im Banne von St. Ing⸗ darl Custet; 33
bert der Abtheilung wegen öffent⸗ PlNr. 3620.92 60 qm
ich an die Meistbietenden zu Ucher am dotrellenweiber
ẽigenthum versteigern nämlich: neben Wittwe Allar und
PlNr. 797 8 4 40 qm Iranz Grells Erben.

Wiese in den Großwiesen St. Inghert 1. Nov. 1879.

neben Peter Schwarz und Sauer. l. Notar.

Valentin Stife. —

Pl.⸗Nr 1764 6a 80 qm

Wiese im Gittenwieschen

neben Johann- Schmelzer

und dem Weg; 7

Pl.Nr. 1782, 10 a 90

qim Wiese allda neben Ja⸗

tob Sonn und Franz

Rayer Witiwe;;

Pl.Nr. 2566, 5 a 40 qm

Acker unter der Saarbrüder⸗

Straße neben Franz Fichter

btiderseits ·

g *
Vorschuß-Verein St. Ingbert
(eingetragene Genossenschaft.)

Die Mitglieder werden hiermit zu der am Montag, den

3. November 1879, Abends 228 Uhr, in der Wittwe
Jul. Grewenig'schen Wirthschaft stattfindenden
GeneralVersammlung
eingeladen.

Tages-Ordunung.
1. Vorlage des Geschafisberichts für's erste Halbjahr 1879.
2. Bericht über den pfälzischen Genossenschaftslag zu Speyer.
St. Inabert, den 30. Ottober 1879. —W6
der Aufũthtsrat des Vorschuß-Vereins St. Zugbert E. 6
Ehrhardt⸗Aochum, Vorsitzender.
Die so schnell beliebt gewordene,
aͤberall als vorzüglich anerkannt
LAAXAS Universal⸗
Glyeerin⸗Seife von H. P.
Beyhfchlag ist vorräthig in
St. Ingbert bei Herrn
Aoh. Fr⸗drich.

Auf Grund der thatsaqlich er⸗
zielten Heilerfolge kann das bereits in
110. Anf erschienene reichiuastrirte Buch:
ur. miru's Naturheilmethodo
uͤreis ĩMart,“) allen Kranken auf's
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derden In diesem 544 Seiten siarken
wWerke findet ein Jeder, gleichviel an
velcher Krankheit leidend tausendfach
ewahrie, leicht zu befolgende Fathen
age die, wie zahitose Tantsare iven
Peisen oft selbst Ehwerkrauten
BSilse — Oeilung brachten E
Merↄ Verlags- Auslalt, Lei
; sendet auf Vunsch ⸗
n 106 Soit. siark v
— ——
&amp;
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e) Vorraͤthig in allen Buchbandl.

Angeleg. empfiehlt die
Restauration und Eafé

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2 Arru.

5122
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a Schoppen empfiehlt
Isb. JZos. RKeiurich.
Druch und Verlag von JF. X. Demeß in St. Ingbert.
HSiezu Illustrirtes Sonntaasblatt“ Nr. 44.
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlich; mi dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntagt mit illustrirter Vei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementsovreis betragt vierieljahrlich

A 40 3 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen I A 60 —, einschließlich 40 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswaͤrt 8
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrijst oder deren Raum, Neclamen mit 80 — pro Zeile berechnet.

M 175. Dienstag, den A. November 1879.

— — —

Deutsches Reich. 1*.

Müncqchen, 29. Oct. Der diesmalige Zuzang von ein⸗
Jährig Freiwilligen in der bayerischen Armee war ein außerordent⸗
lich starker, besonders bei der Kavallerie und Artillerie, welche
Waffengattungen mit Vorliebe von Norddeutschen gewählt werden;
so traten Freiwillige ein: beim Leibregimente 47, beim. 1. und 2.
Inf.⸗Reg. 40 bezw. 54, beim 1. und 83. Feld⸗Art.Keg. 26 und
I9, beim 1. schweren Reiter⸗ und 8. Chev.⸗Reg. 11 und 13. Weit⸗
aus die Mehrheit dieser jungen Leute hatite den Berechtigungsschein
in Folge Besitzes von Zeugnissen höherer Lehranstalten erhalten;
auch sind unter den Eingetretenen viele Nichtbayern, besonders Han⸗
noveraner und Schleswig⸗-Holsteiner, sowie Preußen, Sachsen und
Wurttemberger.

München, 1. Nov. (Malzaufichlag) Se. Maj. der Koönig
hat zufolge Allerhöchster Verordnung vom 31. Okltober d. Is. zum
Vollzuge des Gesetzes über den Malzausschlag betreffend verfügt,
was folgt: 8 1 vom 1. November l. Is. ab wird bis zum Ablauf
der XV. Finanzperiode (1880/81) a) die Uebergangsabgabe von
Bier mit 3 M. 25 Pf. vom Hektoliter und b) die Uebergangsabgabe
don dem zur Bierbereitung bestimmten geschrotenen Malz mit 6
M. vom Hektoliter erhoben. &amp;F 2 an Malzaufschlagsrückbergütung
wird geleistet: 1) vom 1. November l. Is. ab für das in Flaschen
ausgeführte Bier; a) 1M. 60 Pf. vom Helktoliter braunen Bieres,
b) 80 Pf. vom Hebtoliter weißen Bieres; 2) vom 1. Januar
1880 ab bis zum Ablauf der XV. Finanzperiode für das in Ge⸗
dinden oder Flaschen ausgeführte Bier: a) 2 M. 60 Pf. vom
Hettoliter brauren Bieres, p) 1M. 20 Pf. vom Hektoliter weißen
Bieres, die Rückvergütung nach den Sätzen unter Ziffer 2 Lit. a
und b kann auch für die im Laufe des Monats Dezember 1879
zur Ausfuhrbehandlung gelangenden Biersendungen gewährt werden,
wenn in der Anmeldung die ausdrückliche Bestätigung enthalten ist,
daß zu dem auszuführenden Biere nur Malz zum Steuersatz von
6 Matk vom Hektoliter verwendet wurde. Die Richtigleit der vor⸗
gedachten Bestätigung ist auf Verlangen der Aufschlagverwaltung
durch Vorlage der Bücher oder in sonst glaubwürdiger Weise nach
zuweisen. Das Igl. Staatsministerium der Finanzen ist mit dem
Vollzuge dieser Verordnung beauftragt.

—Berlin, 2. Nov. Das Präsidium des Abgeordnetenhauses,
die Herren von Köller, von Benda und Freiherr von Heereman, ist
heute Mittags 12 Uhr vom Kaiser in besonderer Audienz empfangen
worden.

General Schweinitz, der deutische Bolschafter am Hose von
St. Petersburg, ist gestern Abend von einem dreitägigen Besuche
beim Fürsten Bismarck, von Varzin hier wieder eingetroffen und ist
zu heute Mittag zum Kaiser ins königliche Polais belohlen.

direct über St. Ingbert, Zweibrücken, Landau, Germersheim und
Bruchsal ihren Weg nehmen, wodurch einerseits die billigsten Fracht⸗
ätze erzielt, andererseits einer raschen Beförderung wesentlicher Vor⸗
chub geleistet wrd. Aber auch im internationalen durchgehenden
Herkehr für Reisende dürfte diese Bahn zur Bedeutung gelangen.
Fin Blick auf die Laudkarte zeigt, daß die directeste Route von
darlgruhe, Stuttgart oder Münch en einerseits nach Metz, Luxem⸗
zurg, Brüssel, Ostende, London oden beschriebene Linie durch die
Pfalz berührt, und die Eisenbahnverwaltungen haben diesem Umftand
m neuen Fahrplan in so fern Rechnung getragen, als ein directer
S‘chnellzug von München und Stuttgart bis Ostende über Germers⸗
seim, Saarbrücken, Metz, Brüssel — allerdings ohne officielle An⸗
eige — jetzt besteht, während früher die beste Influenz durch die
stoute Köln⸗Aachen- Brüssel gehoten war. Die Strecke von Stuttgart
is Ostende über Metz beträgt 685 Kilometer, über Köln 738
dilometer. Der Fahrplan ist folgender: Abgang in Munchen 6
Uhr 40 Min. Früh, von Stutigart 12 Uhr 12 Min. Mittags,
von Bruchsal 2 Uhr 20 Min. Mittags, von Zweibrücken 5 Uhr
;55 Min. Abends; Ankunft in Saarbrücken 6 Uhr 55 Min.
Ibends, in Metz 9 Uhr 23 Min. Abends, in Brühsel 6 Uhr 28
Nin. Morgens, in Ostende 10 Uhr Vormitlags, in London 5 Uhr
30 Min. Äbends. Rückreise: Abfahrt aus London 7 Uhr 45 Min.
Norgens, aus Ostende 3 Uhr Nachmittags, aus Brüfsel 7 Uhr 30
Nin. Adbends, aus Metz 5 Uhr 6 Min. Morgens, aus Saar⸗
rücken 6 AUhr 44 Min. Morgens, aus Zweibrücken 7 Uhr 58
MNin. Norgens, aus Germershein 10 Uhr 15 Min. Morgens,
uus Bruchsal 11 Uhr 14 Min. Morgens; Abgang aus Stuttgart
l Uhr 3 Min. Nachmittags, Ankunst in München 7 Uhr 25 Min.
Abends. Die Einreihung eines direcken Wagens von München oder
Stuttgart bis Metz, wo die Influenz auf den Kurierzug „Basel⸗
Istende“, der Schlafwagen führt, besteht, dürfte dieser Route er⸗
öhten Werth verleihen, nicht minder die Einführung von Rund⸗
ahrtbilleten mit ermaßigten Preisen von Stuttgart nach Saarbrücken,
Vtetz, Trier, Coblenz, Mainz, Darmstadt retour.

— Nach Einführung des neuen Gerichtsverfahrens
ritt auch die ia der Cibilprozeßordnung angeführte Zwangsvoll⸗
treckung wie folgt in Kraft:?

Hat eine vorgenommene Pfändung zu einer vollständigen
Deckung der Schuld bez. Befriedigung des Gläubigers nicht ge⸗
ührt, so ist der Schuldner auf Antrag verpflichtet, ein Verzeichniß
eines Vermögens vorzulegen, sowie den Offenbarungseid dahin zu
eisten, daß er sein Vermögen vollständig angegeben und wissen⸗
chaftlich nichts verschwiegen habe.

Verweigert ein Schuldner den Offenbarungseid zu leisten, so
ann behufs dessen Erzwingung an ihm eine Haft bis zu 6 Mo⸗
aten vollstreckt werden, er kann auch auf Antrag eines anderen
Bläubigers von Neueri zur Leistung dieses Eides durch Haft an⸗
zehalten werden, wenn glaubhaft nachgewiesen wird, daß der Schuld⸗
ner später Vermögen erworben hat.

Der Gläubiger hat die Kosten, welche durch die Haft ent⸗
teht, incl. Verpflegungskosten von Monat zu Monat voraus zu
ezahlen.

Wer gepfändete Sachen vorsätzlich bei Seite schafft oder zer⸗
dört, wird nach 5 187 des St.G.«B. mit Gefängniß bis zu ei⸗
nem Jahr bestraft.

*In Ens heim stürzte ein verheiratheter Arbeiter, welcher
dei Gutsbesitzer Fleck in Dienst stand, von dem mit Früchten be⸗
jetzten Gerüste herab in die Scheuer und fand den Tod.

ANiederwürzbach, 1. Nov. In hiesiger Gemeinde
ritt die gefährliche Scharlachkrankheit epidemisch auf. Bereits
ind einige Kinder ein Opfer deeser Ktankheit geworden, und lie⸗
jen noch andere Kinder schwer krank darnieder. Diet Orispolizei
jat durch öffenlliche Bekauntmachung auf die Größe der Gefahr
zufmerlsam gemacht und socgfäaltige Wachsamkeit empfohlen.

TSchweigen, 29. Oct. Seit letzten Sonntag wurde
der 17jährige Sohn des hiesigen Feldschützen vermißt. Heute fand
nan denselben im Holzschuppen erhängt. CcG. W.)

hHeuchelheim, 31. Oct. Gestern Abend 6 Uhr,
Awa 50 Meiler von seiner Wohnung, wurde der seit Montag ab⸗

Sermilqtes.

*St. Ingbert. Einem von hier aus gestellten Ansuchen,
um Errichtung einer Agentur der „Baherischen Notenbank“ am hie⸗
figen Platze, wurde von zuständiger Seite entsprochen. Die neu⸗
errichteie Ageniur wird am 1. Januar kommenden Jahres ihre
Thatigkeit beginnen und ist Heren Kaufmann Louis Grewenig
dahier übertragen.

— Wir entnehmen dem „Schw. M.“ folgenden die Wichtigkeit
der nenen Bahnstrecke St. Ingbert⸗Saarbrücken hervor⸗
hehender Artikel: Nachdem der Winterfahrplan auf sämmilichen
deutschen Bahnen am 15. v. Mts. in Ktraft getreten ist, dürfte es
angezeigt sein, daranf aufmerksam zu machen, daß in der Pfalz eine
bor Monaten schon im Bau vollendeie, neue LTahnstrece St. Ing⸗
dert· Saarbrücken nunmeht dem Betrieb übergeben wurde. Obgleich
nur 12,5 Kilometer lang, hat diese Bahn doch sehr große Bedeut⸗
ung sowohl für die Personen⸗ als auch fuͤr die Güterbesörderung,
weil sie den directen Verlehr Süddeuischlands mit dem industrie⸗
reichen Saargediet der Rheinprovinz vermittelt. Die Kohlen aus
den Saargruben, die Producie der Eisen⸗, Steingut⸗, Porzellan⸗,
Blas⸗Industrie von Lothringen und der an der Saar gelegenen
zroßen Etablifsements, wie Saargemund, Dillingen, Saarlouis
(Staulautern und Wallerfangen), Mettlach, werden statt der dis jetzt
eingehaltenen Route über Neunklirchen, nun von Saarbrücken aus
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        zängige 48 Jahre alte Ackerer Jakob Laque von hier an einem
Weidenbaume aufgelnüpft vorgefunden. 6G. W.)
pBom PpPotzberg, 28. Oct. Ganz nahe dem Orte
Altengkan verbrannten ca. 23 im Freien sitzende Wagen Stroh,
den und Ohmet. Der Brand soll durch zwei Kinde entstanden sein.
— Aus Hermesleil dienen gleichzeitig 8 Brüder im
preußischen Heere. Es sind dies die Söhne des dortigen Ge⸗
fangenen Aufsehers. IJ
r Müuchen, 29. Okt. In jüngster Zeit wurde von der
Generaldirektion der kgl. bayr. Verkehrsanstalten ein Ratten und
Maäusevertilger in der Person des Hrn. Ostermeier mit einem mo⸗
natlichen Geldbezuge von 330 Mk., also jährlich 3860 Mk. ange⸗
dellt. Außerdem genießt Herr Ostermeier noch die Begünstigung,
daß er auf allen baherischen Staaisbahnen in 2., sein Gehilfe in
3. Klasse unentgelilich reisen darf.
7Flöorsheim, 24. Ott. Gestern batten wir hier Vesuch
pon einer jener großen Zigeunerbanden, welche seit der jüngsten
Zeit vorzugsweise die Gegenden des Rheins und Mains mit ihrer
Hegenwari belästigen. Die Karawane bestand aus circa 40 Per⸗
sonen mit fünf gut gebauten und wohlausgerüsteten Wagen, weiche
mit 11 Pferden von durchaus nicht schlechtem Aussehen bespannt
waren. Gegen Abend hier angekommen, hatten sie rasch in der
Nähe vom Main ihre Zelte aufgeschlagen und sich wohnlich nach
hrer Art darin eingerichtet. Trotz der energischen Einsprache der
qOrispolizei ließen sie sich nicht zum sofortigen Abzuge bewegen und
gaben ais Grund an, daß ein freudiges Familienereigniß in sehr
naher Aussicht stände. Aus diesem Grunde und nachdem der An⸗
führer der Horde 100 M. Caution in Baar defür gestellt hatte,
daß Ungesetzlichkeiten und Belästigungen nicht vorkommen dürften,
wurde ihnen der Aufenthalt über Nacht gestattet. Und in der
That hatte sich heute früh die Gesellschaft um ein Glied vermehrt,
hder Voltsstamm der Pharaonen, wie sie sich selbst nennen, war
um eine Tochter reicher geworden. Die glückliche Mutter wurde
mit Hühnersuppe, Rothwein und Kaffee gestürkt und als die Ka⸗
zawane heute Mittag über den Main und somit über die Grenze
ging, saß dasselde Weib hoch oben auf einem der offenen Wagen
mit ihrem Sprößling eingepactt und blies, waͤhrend kalte Regen⸗
schauer ihr in das Gesicht peitschten, dice Rauchwolken aus ihrem
Pheifenstummel in die Luft, gerade als wenn gar nichts passirt
wäre. Glückliche Naturmenschen! Die Geburt der kleinen Zigeu⸗
nerin wurde am Standesamte nicht angemeldet, aber getauft wurde
—D selbst, welches sie sich
dus der hiesigen Kirche geben ließen. Die speculativen Menschen
uchten hier vergebens nach einer Pathin. Die Leute waren übri⸗
gens mit wenigen Ausnahmen nicht nach Zigeunerart schlecht ad⸗
juftirt, sondern mehrere, insbesondere die Maͤnner, sehr gut und
hatten, wie man zu sagen pflegt, „Geld wie Heu“. Die Brief⸗
lasche des Zigeuner- Hauptmanns war mit 100. Markscheinen reich⸗
——
welche mit echten französischen 40: Francsstüken und 20-Fraucs⸗
stücen schwer behangen waren.
purwoeYork. 831. Oct. Den biesigen Zeilungen geht

die kelegraphische Nachricht zu, daß eine furchtbare Feuersbrunst in
dem franzöfischen Theile von Shanghai in China ausgebrochen ist,
wodurch 991 Häuser in Asche gelegt wurden.
. f Einem uns aua Pabtumbalh auf Sumatra's Ostküste
don Dr. B. Hagen zugegangenen Vrief entnehmen wir Folgendes:
Vielleicht ist es für meine lieben pfälzer Landsleute nicht uninteres-
ant, zu erfahren, daß ich, in Folge meiner unternommenen wissen⸗
chaftlicher Reise nach Sumatra an der Osikuste dieser Insel ange⸗
ommen bin und mich sofort an den äußersten Grenzen der unab⸗
zdängigen und noch so ziemlich unerforschten Battaländer etablirk
habe, um mich zunächst mit der Sprache und den Sitten der Battal's
bertraut zu machen. Diese als grausame Menschenfresser berüchtigten
Völkerschaften sind lange nicht so fürchterlich, als man draußen sich
vorsteltt, und wie es die Battat's selbst gerne glauben machen
nöchten. Bei lebendigem Leibe (allerdings im gräßlichstem Sinne
des Wortes) verzehrt wird nur der Verführer einer Frau eines
Hauptlings oder Raojahs und ein Vaterlandsverräther; ein im freien
Feld gefangener bewaffneter Feind wird getödtet, und dann erst
erzehtt. Doch scheint im Ganzen nur wenig mehr vorzukommen,
ind sind instesondere die Grenzbewohner schon bedeutend von der
Fultur beleckt worden; doch zweifle ich keinen Augenblick, daß es
in dem Battaker⸗Kampong Namusuro, der nur zwei Stunden von
neinem Wohnort liegt, manchen Krieger geben wird, der Einen den
vohlschmeckendsten Theil des menschlichen Körpers aus eigener Er⸗
ahrung bezeichnen könnte. Der Vorsteher des genannten Kampong,
in schlauet Graukopi, der den Titel Sipaiak (Hoheit) führt und
ich für europäische Cultur sehr zu interessiren scheint (ex empfing
nich in einem schwarzen Jaquet, europäischen Fabrikats, mit nackten
Zeinen, einem geschenkten alien Pflanzerhut auf dem schlau lächeln⸗
den Kopf, auf den ihm ein Spaßvogel mit Tinte einen großen
Todtenschädel gemalt hatte), hat mir versprochen, mich sicher nach
jen Bergen zu geleiten, die etwa noch drei bis vier Tagereisen ent⸗
ern! sind. Einer von diesen, der Gunong Belerang (Schwefelberg)
st etwa 5 bis 6000 Fuß hoch, mit einem thätigen Vulcan, der
zen Gipfel mit seinen Schwefeldämpfen goldgelsb gefärbt hat,
vas sich von meinem Wohnort aus sehr schön sehen läßt. (Pf. K.)
FGegen Zahnschwmerzen soll nach der „D. 3.“ mit
Beingeist übergossener sog. Wegerich, der etwa acht Tage lang in
inem Glase warm gestanden hat, von ganz vorzüglicher Wirkung
ein. Mit der so erzeugten Tinktur, benetze man das Zahnfleisch,
der stecke damit getränkie Watte in eiwaige hohle Zähne.
Womit wird Petroleum gelöoͤscht? Wenßge
»ürften wissen, erzählt Debreczen, welches Vorgehen gegen Petro⸗
eumfeuer am sichersten ist, daher es am Platze sein mag, einen
Fall, der sich vor Kurzem zugetragen, zu erwähnen. Bei einer
M.Szigeter Familie stürzte eine Dienstmagd aus Unvorsichtigkeit
ine brennende Petroleumlampe um. Man versuchte alles Mögliche,
im das Feuer zu löschen, his endlich, als gar nichts helfen wollte,
die Dienstinagd einen Topf Milch etgriff und ihn über die Flamme
rusgoß, welche lofort erlosch.
Fur die Redaction veraniwortlich: F. X Demen.
ÑÊαQp—
Bekanntmachung.
Am Montag, den 17.
November 1879 des Morgens
um 8 Uhr wird die Wahl der
Hemeinderäthe durch den k. Be⸗
ĩrksamtsassefsor Herrn Dilg,
im Stadthaussaale vorgenommen.
St. Ingbert, 3. Nov. 1879.
Das Bürgermeisteramt:
Custer.

Eine neue Sendung
Hänglampen
u villigen Preisen ist wieder

angekommen bei
Dtto Woißand

Neichenhaller
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Veldgewinnste 185,000 Mark.
ziehung am 80. Decemb. 1879
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zu beziehen durch die General⸗
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NXB. Während dieser Woche Verkaufslokal bis

Abends 9 Uhr offen.
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Samstag Abends und Sonntags Rachmittags
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Montag von Nachmittags 3 Uhe bis Abends 11 Uhr
Ball.
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Druck und Verlag von F. X. Demet in St. Ingbert.
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22 —232 2 22 — F
— — 258288 2322 383222328
— S ——— —A— 2 2 23534
535588 —353333 233358
5—384 — 2 —583 — — 52533 52—5333233—5 —
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258 258 525333 323235 25 523* 35*855 22 532325
— 555837 3533384 332323 — —25385 5 323 —A 8
323 — [ 33353 z5283 2* 37* —
33 33833* 222 — 3 — * — 23537 532 2 3535352
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55338 5x233* —8 52523503 338353333—7 27 z2535
A — 3337 33622 72 3532883 235
—15925 28 2 2* 23 22828 532 3533233 23
—2237232 2338835383 3115335355 za *38* 33853 —328
7557555333347 53 353555 237253523353 5537328
52 225323255 535522 52 25 8215 — —3z834—7 22
33353358 33232* 233* — 35353233357 S
35380 555 28 23353 5222 52333375 553533332553
— 5* 32388 25 38 ——— 75508 5 54 22 5.2 —E
333235333 235 5—35382 — —
I15537 52 233 3585 — —
5523223 3335335453 *
— —A 1533228 20 5527
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28 33288 2238223
2832* 2237 3
— —— 583 22535583833 2225.22
3 1225 52535 — —— 223.335325* 2258
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5575 85 3238 33 I2288 23 253.2 S 22 * —A 23
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— 35357355
— 5 —2 3 53 —— 30 — 2 rc * —
535 873 3 23835 2 ——
23 7 55* 2352 —2 283848 2 33 22* —
535 .* 333573 z5s2335— S. —— — A— B — 3 5
— 32723 2 — — 33 72383537— 522322 Cir 2222⸗
—A 5528 * —A — 33353335333 * —A A
58 235372383 * z33338538 2 553333 52 23 cE5853—
58* — — 7 23*83 233 258* 3 532723 5333 — za 7
33s52333* Aeco. 33335553 32353 223 2322 2
4 52 22 2 —2 3353 — —B — 2353 32— 22357 2.42
— 77 S. — — 2 53835 5235333 3 23538258
2 —E 828 522258 5 52257535 * 22.45 * 2* —
523 322228 ——A — 2458238 3 —223255 S 53
z533 55 3 5 28 2332335353 322 25723 532 2837
2 5337 8 332232 22325353 53583323
333 3333 52 —— 25 53282 23352 322
2255575535 * 3 55333*533* —A
* v —— v *
23 523 —A 3535357 225*
22338 5332523 —53522 —&amp;xö 28 S 2·
232235 4375338* 3 3 433335353
—9 —* — 2 2 * 28 22 —*8 — — —A — 552 —— —* *
*25327 — 2 —7 2 E 2 9 — xX
3253358* 3528 22332323 238 5 * 83 A
2278337— 2527 —X 533 7 22335 s533 —A—
235853333327 58 3,323 375
353333237 5* — — —— 3735 2 538 ** A —
2*252 2582338323 * —22 — 5. 22 8*
232 2322. 57 ——A I85 2252
223 3 52 2 * — — —2* 223 8
52372 338353 523 * 2 2* 52
523 783333333 1553333
552333 27 22
233531232 3535352
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388 2325 —
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33333783—5 28
23355538 8738
2 22 55 7
2353 22353
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* 23327
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23522 ———
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535538533333588

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7 —333—53355
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255 523285 *5353223
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227 62 ——3223
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2583 332523 *5.6 8
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2* * 2 352 *
3382533235 —— —

9 2535 553553353
220617 3532 353352
2320913 2 33272
38— 82232.287
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3822 52325228 —A 2 —A ———
53 333 83 283 25
— 8 * 577 75 2 573 25323285
325 282 * * 23332 35
5232 55253828 532683823 A —
*77* 258 833—3———5— 32
— 2322 * — — 175
3 3 8385 2*3
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5 — *3 282 —— S 25 7 582 — 95357
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2472 2 22228 28333385633
7277 — 257577 73*2335137
2387 553835333*
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4 33c.362 33 2333338833338857538
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22233 —22323.23 5 3 3532 5 2557523353
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52252* —— 5 55255*8,— 7 253228
55225 238 3 Z— —2—32 7 52582* —*
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222 — — * 23 22— 2325.22 7 28 — 323 2
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De 222 —— 22 —22 35383523 529825
232.323 77735* ——— — 38 53.2 53 87 ER 2 — — S —
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3335385 33—832 838
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52553 313355 A 3233—2333 3335353
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*533228 535 —32 5. 72 58. 32 * *
82 332323583 2* 335 38 5333
3 2. 2255 28 *122252 — 753— . 7 2 532 2 *
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) m dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint woͤchentlich pDiermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis vbeträgt vierteljährlich

1A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 A 60 , einschließlich 40 Zustellgebuhr. Auzeigen werden mit 10 Z, von Auswärts
mit 15 — für die viergespaltene Zeile Blattschrisjt oder deren Raum, Neclamen mit 30 A pro Zeile berechnet.
M 176. Donnerstag, den 6. November

—

Deutsches Reich.

München, 3. Nov. An die durch die Presse gegangene
Nachticht, daß in Oesterreich über den Winter 5 Mann per Kom—
pagnie beurlaubt würden, wurde der Wunsch geknüpft, daß Glei⸗
cbes in Deutschland geschehen möze. Dem gegenüber ist zu konsta⸗
tiren, daß im deutschen Heere eine weit ausgedehntere Beutlaubung
schon staitgefunden hat, indem zu Ende Septembers und Anfanß
Octobers ein ganzer Jahrgang, also ein Drittel der Friedeneprasen
des deutschen Heeres durch alle Waffengattungen in Dispositions⸗
urlaub entlassen wurde; die so Beurlaubten sollen vor Februar
1880 nicht wieder einberufen werden und dheiben meist bis zu den
Herbsiübungen, ein großer Theil bis zum Uehertritte in die Re—
serve, in Urlauß. Außerdem werden die d'esjährigen Rekruten
wie der um mehr als 5 Wochen nach dem eigenilichen Einstellungs⸗
termine (1. Octobern) eingestellt.

— Mungqgen, 4. Nov.“ Durch lönigliche Oidre wird die
Versammlung der Landräthe für 1880 auf den 1. Dezbr. 1879
ainberufen.

Der Kaiser hat, wie bereitz gemeldet, am verzangenen Sonn⸗
jag das Präsidium des Abgeordnetenhauses empiangen. Nach be⸗
endigter Vorstellung sprach der Kaiser seine Vefriedigung über die
neuere pol'tische Lage aus. Mit Bezug auf die wirthschaftlichen
Verhältnisse, bemerlte der Kaiser, daß nach ihm zugegangenen Be⸗
richten sich eine Besserung im Geschäftsleben, besonders im Elsaß
fühlbar mache. Alle Aazeichen sprächen dafür, daß nach einigen
Jahren ein neuer Aufschwung in unserem wirthschaftlichen Leben
ziutreten werde.

Bekanntmachung.
Am Montag, den 17.
November 1879 des Morgens
um 8 Uhr wird die Wahl der
Bemeinderäthe durch den k. Be⸗
sirlsamtsassessosr Herrn Dilg,
im Stadthaussaale vorgenommen.
St. Ingbert, 83. Nov. 1879.
Das Bürgermeisteramt:
Custer.
Bekanntmachung.
Die Taubensperre,
welche wegen der Saatzeit bis
31. Oktoder angeordnet waͤr,
wird nunmehr bis 20. Novbr.
verlängert, da jetzi noch viel ge⸗
säet wird.
St. Ingbert, 2. Nob. 1879.
Das Polizeilommissariat:
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beziehen.

Ausland.

London. Die Lage des Handels und der Gewerbe hat sich
in der That gebessert; Hochöͤfen werden wieder angeblasen, Eisen,
Kohlen, Baumwolle — Alles zieht im Preise an, das beredieste
Zeugniß aber ist der zunehmende Verkauf von Lebensmitteln und
Luxusartikeln, Tabak u. dgl. Auf diesem Felde hört man über er⸗
freuliche Thätigkeit berichten, und zwar gerade zur Versorgung von
Fabrilbezirlen. Alle Vorräthe, die Jabie lang auf Verkäufer ge⸗
harrt haben, finden endlich Absaßk.

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Ziehung am 24. Februar 1880.
die Loose sind nicht in Serien
abgetheilt, sondern tragen fort⸗
aufende Nummern.

Die General Agentur:
J. 2 8. Ichnler, Zweibrücken.
—5.Allerorts werden so⸗
lide Ageuten gesucht.

Vermischtes.

F In Pirmasens fand am Samstag wieder einmal eine
Rauferei zwischen Schustergesellen statt, wobei einer derselben mit
einer Kneipe lebensgefährlich verletzt wurde.

FIn Maikammer und auch in Germersheim sind
falsche Zweimailstücke verausgabt worden.

*Die eingleifige Mosel bahen (Route Mezz -Wtzlat · Berlin)
soll in eine zweigleisige umgewandeli werden.

In Traben a. d. Mosel brannien in der Nacht vom 1/2
November innerhalb 4 Stunden ca. 64 Wohnhäuser und ebensoviele
Dekonomiegebäude ab. An 100 Familien sollen obdachlos und der
Jammer und das Elend groß sein.

FBei einer Treiblagd in der Gemarkung von Heppen
heim wurden durch die Unvorsichtigkeit eines Jagers drei Personen
gerwundet.

f München. Als Curiosität iß zu erwähnen, daß hier die
dartoffeln mehr kosten als das Obst. Ketzteres wird naͤmlich per
o Liter zu 20 Pf., die Kartoffeln aber zu 25 Pf. verkauft.

F Aachen, 1. Nov. Von einem gräßlichen Unglüde wurde
vorgestern Abend die in Eupen hochgeachtese Familie M. heimgesucht.
Zwei Töchter derselben, junge, blühende Mädchen, verzehrten beim
Abendessen gemeinschafllich einen Krammetsvogel. Kurze Zeit nach⸗
ber stürzten beide besinnungslos zusammen. Dem Arzie gelang es,
die eine dem Leben zu erhalten, die andere ist ihrem Bräutigam,
den man in den litzten Tagen bestattete, bereits gefolgt. Ohne
Zweifel war der Krammetsvogel vergiftet; die Untersuchung ist ein
geleitet.

x In Japan wülhet die Cholera in furchtbarer Weise; bit
Ende September sollen 100, 000 Menschen der Seuche erlegen sein.

Fur die Redaction verantworilich;: F. . Dex

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2383 —253327
223 723 5 6553 32* 2 *
— — 23 22 2 —
* — — ——————
—ã3 85. 28 8 22
———— — 2 82
2 — 2 28 ————
25835,3 5852323233
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*—22823572
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— 5*7950
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525382 33 55
2 225235
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* 7
— 5557 333
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3 2538
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57 2253255325
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3223333535 537
2 25233538
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* 5 3 —7 5
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s55 638855*
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73 22538337
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7 ———
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7 83553258738
—3— 25027 —*
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338 5583738
233 25 253733
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— * *25339
2 — 9
5* 337 523 525327
538 33333323235
233833 3535532 F
23232 *225 35
3 92* * 822 — *2 3
— 22 8 2 328
325323338 55 73
2 323526 A
332823373577
sz 85
— 555523832
* — — 7 ———
5 52 2873
3383338
33
2553533 —
— 5282222
323338 523225
7 55555533357*
2322327
3— ——

—A ——
— 282332 332277
523273 333338838 32535323*
— 283338353335 5355333553 283238
— 373388* 558
52385.33 5238 28333533 2532353 —
z. 2 2. 7 * — S z328 2 * 2* —— — 222332
5 5322* 258 — — 535322 * 23 22 ꝛ 8
53.—523535— 35338 5s2z 12357 23
38385 35 5
32375 — 53 5 2 23 — —2 327 2
2 * 2 Z*5 225 2 — — 2· — 22 2
32538523 32* 5222333233333 — — *2
— s8—2 FI 2 —A —— 25 2 — — —
3283 2333323 “42557? 33 33333255
—— 533 —5333335835 5523
523338328 —ã— — 3325553* 55523
55228573 225 23583 — —* — s *3
2325388* 13 5283373 53322 / —— — m0
55523235 7. 5333 5* 253223 2* *223288
* 256 2 3 5 23358 — *52
238353232 — — 32 2 —— — s5. 52 5235 5
233*23 A 356 * — 2 253537
—22 35 255 2 * 282 3 75. 5 2.0 —
35328 335355185585 553687538 * 32
E * 237 —A 55323358 —*
522 h 2 *522* 2 —23
258 — 235537 3
— — 52325 582 — 523328
S . 55 * — ZE52
553 328 JS 555 23577— 522 2
— 257 — — —— 33 ** 252
* 55575532* — 8 325 23238 5
225 55253 72 85* 58* —31
252— 2827 689* 785 227 22
8. 3 * 2 3 232 212 — 75 23* * 2 *
—— 4383433* —357
233—553—2822
2. 2.5 2 5 *22275

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15235 35335350538382382 5 23. S8
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2327603228* 558282—53533 72*5323
5 25, ———— ———38— 4433 —
— * 25 5323 —25223335 —A — 3
—25 ——333—535 2 83 —A 8 2 55 ———
2 3 8* 25252532—— 3 — — —3,— 5*2236 *
—18 5 27228 c. 22853825 2*857 23
— 25 — 3 52 25 222. 233 2
37 28 5—238333383728 332363 *53572
3 3 ——
3
Z 33 — 82833 3 33—834333
S 8* 2 28528 3
8 78 3333 3 2—38
75 7 53 — — 2 8 F
25833 5 —83 523 3233552335—32 33—8323 88
232335523 223 3333232 223 71523 6G53 53 238
S2 538 55. 3*323383 3
5553*3.7* — — 2 * z 25338—-22 3
—52 *28382 — 33 2
2 0 S * — 8 —— 23523. —8 2223 22
2 235 8——— 335 —255360 —2328 7
52 4525333 5235.5 —333————2— 5268 5.
— 533 ——3—33—33533353368
— —5 333338—332358 233223983 3
P 2532222233 — —
88 22 5353233258 2856353528 S 3 *
2 —2 —— 220 2 3 —IB— 8 — 233 T
— 53 522*3 8 8 —E —9 8 22 528 952 37
SZ58 323733535 35553553355z333353335 5335385533
2 —39 * e 2 824 5 2 2
—2.53 3328352 3533553— 353355822322 5223373

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        n 2 J n q e
0 4—
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wochentlich mi⸗ dem Haupiblatie verbundene Unterhaltungsblatt, Sonnkags mit illnstrirter Vei⸗
lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich
A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1I A 60 J, einschließlich 420 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswärt⸗
mit 15 A fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Neclamen mit 80 pro Zeile berechnet.
* ⸗ — EE —
M 177. sS.a)unstag, den 8. Novemlße 1879.
Abonnements für die Monate November
und Dezember werden von allen Postanstalten, sowie in
der Expedition oder von den Trägern, auf dieses Blatt
entgegengenommen.
Deutsches Reich. J

München, 6. Nov. Der Eiseubahnausschuß' der Abgeord⸗
nttenkammer beschloß bei det Berathung über die Rückaußerung der
stammet der Reichsräthe betreffs des Sisenbahngesetz Gnlwurfes auf
Antrag des Referenten Crämer die Aufrechterhaltung der frühe⸗
ren Beschlüsse. (Darnach haben die Bewohner des Lauserthals auch
wieder einige Hoffnung. den Bau der Lauterthalbahn durchgesetzt zu
sehen. In der letzten Sitzung der Abgeordnetenkammer in der
Sommersession — am 8. August — wurde nämlich die Genehmi⸗
zung einer 42 prozentigen Zinsgarantie für das auf 4400,000
M. veranschlagte Baukapital für die Louterthalbahn mit 77 genen
19 Stimmen beschlossen.

Berlhin, 5. Nov. Die Kommission zur Ausarbeitung eines
Entwurfs des bürgerlichen Gesetzbuchs, welche zu zwei Sitzungen am
30. und 31. v. M. zusammengeireten war, hat sich über die weitere
geschaͤftliche Behandlung der Arbeiten verständigt. Es liegt hiernach
die Gewißheit vor, daß im Sommer k. J. mehrere Theile des Ent⸗
wurfs fertig gestellt sein werden.

Berlin, 5. Nod. Der Kaiser empfing heute Mittag den
Staatsminister Dr. Friedenthal. — Großfürst Wladimir begleitet
morgen den Kaiser zur Jagd nach Letzlingen. Der russische Bot⸗
chafter v. Oubril nimmt gleichfalls an den Letzlinger Jagden Theil.

Die Siellung des verstorbenen Staatsministers v. Bülow ist
dem Fürsten Chlodwig von Hobenlohe, unserem Botschafter in Paris,
angeboten worden. Er wiülrde zugleich Vizekanzler werden und Graf
Stolberg als Botschafter nach Wien gehen. Fürst Reuß würde
Botschafter in Paris werden. Graf Siolberg ist mit diesem Plane
einverstauden, dagegen weiß man nicht, ob Fürst Hohenlohe sich ent ⸗
chlossen hat, seine Stellung in Paris aufzugeben.

Trier, 85. Nov. Seit sechs Jahren siegte die Zentrums⸗
partei zum ersten Male bei den Stadtrathswahlen; sie brachte ihre
dier Kandidaten der dritten Klasse gestern und heute mit einer ziem⸗
lichen Mehrheit durch. Dagegen siegten die Liberalen in der zweiten
stlasse. Auf beiden Seiten wurde der Wahltampf stark geführt.

Durch die Blätter läuft gegenwärtig eine höchst unwahrscheinlich
tlingende Mittheilung des „Memorial Diplomatique“. Darnach
wird der Papst im Laufe des nächsten Jahres in Brüssel erwartet
und dort im königlichen Palais Wohnung nehmen. Von Brüssel
wird sich der Papst nach Könn begeben, um der Einwelhung des
dortigen Domes beizuwohnen.

Aussand.

Paris, 4. Nov. Der Präfeklturrath annullirte die Wahl
des Amnesstirten Humbert zum Partiser Murizipalrath.

New⸗-⸗PYork, 5. Nov. Bei den gestrigen Staatswahlen
siegten die Republikaner in Massachussetts, Penshlvanien, Wiskonfin,
New⸗Jerseh, Connecticut, Minesota und Nebraska mit großer Majo⸗
ciiät. Die Demokraten siegten in Mississippi und Marhyland mit
zroßer Majorität. Das Wahlresultat in Virginien ist zweifelhaft.
Im Staate New⸗Nork wurde der Republikaner Cornell zum Gou⸗
berneur gewählt, jedoch werden zu allen anderen Staatsämtern
vahrscheinlich Demokraten gewählt. In der Leg'slatur von New⸗
Yort haben sich die Rebublikaner die Maioritaät geüchert.
Rermischtes.

*St. Ingbert, 6. Nov. In der gestrigen Schoffen⸗
gerich 1s8sizun g wurden folgende Faͤlle abgeurtheilt: Ein
Obsthändler von Winterbach erdienn wegen Hausitens ohne Legiti⸗
nationsschein 18 Mark Geldstrafe. — Ein Mann von hier stahl
in angetrunkenem Zustande 1 Spiellarte und wurde zu 1 Tag
Hesangniß verurtheilt. — Zwei Buischen von Sulzbach erhielten
degen Entwendung von Nahrungs⸗ und Genußmilteln (Schnaps
and Kaäse) je 2 Tage Haft. — Ein Mann von Schnappoach be⸗
am wegen Unfug Taa Haft. — Fine Frau von hier wurde

wegen Sachbeschädigung zu 1 Tag Gefaͤngniß und wegen groben Un⸗
jugs zu 1 Tag Haft verurtheill. — Vier Bursche von Scheidl
erhielten wegen groben Unfugs 21, 14, 14 und 10 Tage Haft.“

F Nach der „A. A. Z.“ hat der Reichsskanzler beim
Bundesrath beantraat, Kirsche und Weichselblätter als Tabaksjurro⸗
aate zu gestatten und mit 65 Mk. per 100 Kilogramm zu be⸗
steuern.

7 Reichsssgerichi. In der Sitzung des ersten Straffenates
des Reichsgerichtes vom 26. v. Mis. wurden 18 perschiedene Faäͤlle
derhandelt. Von größerem Interesse war zunächst die Veschwerde
Weithe in Brieg. Weithe wart vom Kreisgericht wegen 40 Brau⸗
teuerdefraudationen in eine Gesammistrafe von 232 M. verurtheilt
vorden. Hiergegen hatte der Staatsauwalt Berufung eingelegt;
ind da der betreffende Gesetzesparagraph eine Minimalstrafe von 30
M. pro Fall festsetze, eine Geldstrafe von 1200 M. beantragt. Das
Appellationsgericht zu Breslau stieß das Urth il des Kreisgerichtes
um und entschied: da das Gesetz den vierfachen Betrag der defrau⸗
dirten Steuer als Bußpe festsetze, in jedem der 40 Fälle eine Des
raude von 2 M. vorliege, so ergäbe sich für jeden einzelnen Fall
»ine Buße von 8 M. Dieser Satz könnte aber nicht in Betracht
—XV
ixire. Der Angeklagte habe daher für jeden der 40 Fälle 30 M.
zleich 1200 M. zu bezahlen. —

fKaiserslautern, 5. Nov. Die Ziehung der pfälz.
and. Ausstellungs⸗Lotterie soll nächsten Sonntag den 9. d. Mis
taufinden. W

7 Dürkteim, 4. Nov. Ueber die beiden Kellner, welche
im Wurstmarkt die Kasse des Gastwirthes Sieber („Vier Zahres⸗
eiten?) entwendeten, wurde heute in der Sitzung des Landgerichtes
n Frankenthal eine Strafe von 3 und beziehungsweise 6 Naonaten
hefängniß verhängt.

FFrankenthal, 4. Nov. Als ein erfreuliches Zeichen
des Wiederaufschwungs der Gewerbe in hiesiger Stadt ist gewiß die
hermehrung des Arbeiterpersonals anzunehmen. Es stehen nämlich
etzt wieder 305 fremde Gewerbsgehilfen dahier in Arbeit, während
die Anzahl derselben vor einem Jahr auf 240 bis 280 herabgesunken war.
Bor 3 bis 4 Jahren standen hier 350 bis 360 fremde Gehilfen
n Arbeit. Hoffen wir, daß diese Zahl bald wieder erreicht werde.
— Am besten sind dermalen die Schreinergesellen vertreten; es
ind näml'ich deren gegenwärtig 48 dahier beschäftigt. n

7 Kein Jägerlatein. Vor einigen Tagen wurde von einem
Nimrod bei einet Waldjagd in der Nähe von Speier ein brau⸗
ner Jagdhund für einen Fuchs'n (Fuchs) gehalten und angeschossen.
rin zweiter Fall hat sich am Montag in Dudenhofen bei Speier,
ꝛbenfalls bei einer Waldjagd zugetragen; hier wurde von einem
IIVX
Jagdhund für ein Reh gehalten und Knall und Fall todt ge⸗
chossen; nämlich der erste Schuß galt einem Rehe, welches durch⸗
am, in demselben Augeublick kam auch der Hund und auf den
weiten Schuß fiel derselbe und mußte durch diese Unvorsichtigkeit
ein Leben lassen. Dieses Jagdvergnügen w'rd dem Schühtzen
heuer zu stehen kommen und endigt wahrscheinlich mit so und so
iel Doppelkronen Entschädigung.

In Moörchingen gelang es am 2. d. der Gendarmerie
iner Falschmünzerbande, bestehend aus 4 italienischen
üürbeitern, habhaft zu werden, nachdem in der Gegend ziemlich viel
alsches Silbergild bemerkt worden war. Die Verhaftelten wurden
n das Gefängniß zu Mörchingen eingesperrt, um nach Saargemünd
ranẽsportirt zu werden. In der Naht aber durchbrachen sie, wahr⸗
cheinlich unterstützt von außen befindlichen Genossen, die dicken
Mauern des Gefangnisses und entwichen. Bei 2 der Verhafteten
vurde eine ziemliche Menge falscher Fünfmark⸗ Thaler⸗,, und Zwei⸗
narkstücke gefunden. Wie die „Metzer Zeiung, hört, gelang es
achträglich eines der Verhafteten, desjenigen, der die Münzen goß,
vieder habhaft zu werden. (S. Zig.)

FKarlsruhe, 80. Okt. Die , Badische Landposi“ schreibt:
der Güterverlehr auf der badischen Staatseisendahn hat eine seit
Jahren ungekannte Höhe erreicht. Zur Bewältigung der Trans⸗
Fotte sehlte es sogar an Wagen; man war genöthigt, sich wegen,
        <pb n="610" />
        eihwelser Abgabe von 600 bis 700 Wagen an benachbarte Bah⸗

nen zu wenden. »Das gleiche Verhältniß wird aus Elsaß⸗Lothringen

und vom Mittel⸗ und Unterrhein berichet.
* Maindz, 4. Nov. Heute Morgen lehrte üher hier per

Bahn eine große Anzahl adnagh Amerika ausgewanderter

Württemberger zur Heimath zurück. Nach ihrer Auslassung find

die Leiue herzlich froh, wieder nach Hause zu tommen.

7 Das in den Weinber pang Jahr verlorene Cas

zilal. Um sich einen Begriff zu machen, welche Vexluste in diesem

Jahre der fast ganzliche Ausfall der Weinernte den Weinbergsbe⸗

sgern bereital. nehme man nur das eine Beispel: Ein Mainzer,

der in Bodenheim 13 Morgen Rebenland besitzt, hat die Crescenz
bdon dem Ganzen um 120 Mark verkauft, während er 3000 Mt.

Haͤtte losen muͤssen, bloß um die VEestellungskosten jener 13 Mor

gen zu decken. Wie es weiter in dieser Sache steht, erhellt aus

rinem anderen Verhältniß: In gewöhnlichen Jahren braucht man

200 Viertel (zu je 18. Pfund) Trauden für ein Stück Wem.

Diefes Jaht hane man 480 Bicrtel dazu nschig, denn die Beeren

hahen wegen der mangelnden Reife leinen Saft.

7Straßtzburg, 3. Nod. Der Besuch unserer Universität
ju diesem“ Wintersemester scheint die Zahlen früherer Semester be⸗
deutend zu übersteigen. In voriger Woche ließen sich der Herzog

Georg von Meclenburg⸗Strelitz, älsester Sohn der Großfürstin

Tatharina, und ein Prinz von Meiningen inftribire.

ir Mansen, 1. Nov. (Zur Warnung.) Nach der neuen

Civilprozeßordnung sind die bett. Gerichte befugt, jene Personen, welche
ohne Grund Klage erheben, sofort in die Kosten des Gerichisber⸗
—V zu verurtheilen, von welcher Befugniß gestern das k. Amts
gericht München J. (Schöffengericht) zam ersten Male gegen die
sedige Kochin Watpurga Braun Gebtauch machte. Dieselbe bezich
nigte nämlich ihren Geliebten. ihr ein 20 Martk⸗Stück aus der Tasche
rtwendet zu haben, welche Behauptung fie ader in öffentlicher Sehz
ußg nicht mehr aufrecht erhalten konnte.

5n Mäünchen, 3. Nov. Dem Universitatsprofessor Rüdinger,
Proseltor der anatomischen Anstalt hier, ist es gelungen, in vollen⸗
zeifter Form eine Rachbildung des meunschlichen Körpers, sowobl im
Banzen, wie in den einzelnen Theilen, hetzustellen. Derselde hai
nämlich unter Zugrundelegung des von ihm schon seit laängerer Zeit
angewendeten Verfahrens menschliche Leichname oder deren Theile
oollftaudig geftieren zu lassen, nach einem solchen Körper, welcher in
3 Scheiben sagittal durchsägt wurde, eine genaue, der Natur voll
andig ahnliche Nochbildung in Wags herstellen lassen. Der lebens
Jroße Körper, welcher von den Gebrüdern Zeiller dahier in echt
jfunstlerischer Form hergestellt wurde, ist aufrecht stehend an einem
Besielle befestigt und kann, wie die Btätter eines Buches, vom
Scheitel bis zur Gesaͤßgegend geoͤffnet werden. Die 16 Schnitt⸗
rachen zeigen, nachdem sie aufgeschlagen sind, in ganz natürlichen
wrnien und Farben alle anatomischen Details in höchster Vollend⸗
ha. Jede Arterie, jedes Gefaß, dann nach Lauf und Lage genau
——
Jer letzten Sißung des ärztlichen Vereins, wo Professor Rüdinger
jum ersten Male 8 vor die O⸗ ffentlichkeit trat, unter den zahl⸗
ichen Anwesendeu die greßte Ueberraschung und allfeitige Anerlenn
ung hervor. Es wird diese Erfindung, welche namentlich zum' Zwecke
des klinischen Unterrichts, dann aber auch für die gerichtsärztliche
Praxis und den Selbstunterricht ganz eminense Dienste zu leisten
derspricht, nicht verfehlen, sowohl in Fach⸗ wie gebildeten Laienkreisen
großes Aussehen zu teregen.

35 41, Mancheen, Die Sängerin Reicher: Kindermam soll für
die grotze Oper in Paris mit 60,000 Fr. engagitt sein. Am
diesigen Hoftheater hatte sie 8000 M.

7 Friedberg Eberhessen), 28. Oct. Auf einer Kirch⸗
weihe nicht wet von Friedderg hatte ein Festgenosse des Guten
etwas zu diel gethan und deßhalb füc rathsam gefunden, semen
Rausch in einem Ochsenftalle auszuschlafen. Kaum war der Müde
in Schlaf versfunken, als sich ein Ochse von der Kette lossriß, dem
Schläfer einen Befuch machte und, angezogen von den Wohlgerüchen,
velche dem off j nen Munde eniströmten, das Gesicht mit der rauhen
Zunge auf und ab bearbeitete. Diese Lieblosungen entlockten dem
Schlaͤfer, welcher jedenfalls träumte, sein Barbier habe ihn in Bi—
handlung, die Woite: „Lang -sam —' Herr Pfeifer — das —
Messer — krotzt.

F Seltene Tankbarleit hat dieser Tage ein ehemaliger fran
züsischer Officier bewiesen. Kapitän Beauregard vom 42. Linien⸗
Regiment fiel bei Gravelotte min einer Kugel im Fuß in preußische
Befangensa ast. Er wurde, nachdem der Fuß amputitt worden,
nach Frantfurt a. M. ivacuirt und blieb hier längere Zeit im
Lazateth in Reconvalekcenz. Seine sinonzielle Lage war zu jener
Zeit ene sehr m hliche. Nach dem Feldzug erh'elt er seinen Abschied
und nur eine sedt geringe Pension. In Frantfurt nun war er zu
yem Lajzarethgehilfen, in dessen Station et lag, in eia freundliches
Verhältuiß hetteten, Jener dalte eiwas franzosisch, et seldst etwah
»eutsch gelernt und so unlerhielten bride voch dig mm die neuesse
Zeit einen freundschaltlichen Vriefwechset. Der Lazatethgehilfe in

en einem Dorfe Am der Umgegend von Beilin Heilgehilfe und fristet
ümmerlich durch sein Geschäfte seine und seiner Familie Eriftenz.
Vor mehreren Wochen erhielt er von Herrn de Beoauregard ein
Schreiben aus Aix les Bainz, in welchem diesen ihm mittheille, daß
er durch den Tod tines reichen Verwandten zum woblhabenden
Mann geworden sei. Etwa 14 Tage später rollte vor dir Wohn⸗
uung des Barbiers eine Extrapost und derselben entstieg ein älterer
Herr mit einem Stelzfuß, in welchem der ehemalige Lazarelthgehilfe
ofort seinen früheren Patienten wieder erkannte. Derselbe quartirle
sich ohne Umstande bei ihm ein. Außer einer Menge weithvoller
Beschenke, die er der Familie mitgebracht, hat er bei seiner Abreise
dem armen Dorjbarbier noch ein Kapilal von 5000. Franck über⸗
geben.* TF
rBerlim Um dem wucherischen Treiben, dad in letzter
Zeit so überhand genommen und wodurch so mancher junge hoff⸗
iungsvolle Offizier dern Vatetlande und den Seinigett entzogen
vorden ist, einen ernsten Damm entgegen zu fetzen, ist, wie die
„N. Pr. Zig.“ hört, ein Conute, hestehend aus höheren Oifi, ieren
ind Aeczten, zusammengetreten, das in der nächsten Zeit ein In⸗
titut ins Leben rufen wird, bei dem jeder active Offiz'er und
Militärats der deutschen Armer und Marine ein Dahtlehen gegen
ehr mäßige Zinsen und Abschlagszahlungen erhalten soll. Das
Fustitut wird, auf dem Prinzipe der Gegenseitigkeit begründet sein.
Lins der renommirtesten und solidesten hiesigen Baukräuser, das
id stets durch seinen Patriotizsmus ausgezeichnet und vielen milden
Ztijtungen, besonders den militärischen mit Rath, und That den
folgreichsteu, Beistand geleistet, hat zur Geündung dieses Justituts
inen hinxeichenden Fonds gegen dußerst mäßige Zensen in Aussicht
jestell. Die Statuten sind bereits entworfen und werden dem
daijer und. dem königlichen Kriegsministerium unterbreitet werden.

Eines ganz außergewöhnlchen Kindersegens darh sich
in Berlhiner Toͤpfermeister L. rühmen, dem in diesen Tagen
von seiner dierundvierzig Jahre alten-Frau nach 22jahriger Ehe
eceits das tinundzwanzigste Kind geboren wurde. Alletdings sind
von dieser reichen Kinderschaar nur 4 am Leben und zwar das
ünfte, das siedente, das sechszehnte und das einundzwamigste
As der Vater dichen Geburtsfall auf dem betteffenden Standesamt
a.imeldete und ihm im saustischen Interesse die übliche Frage dor⸗
zelezt wurde, das wiedielte Kind seiner Ehe das eben angemeldeile
ei, erwiderte er sehr vergnügt: Das will ich Ihnen sagen —
aber lachen Sie auch nicht —, esa ist vorläufiz das einundzwanzigste.

F Fur den Monat November veröffentlicht Dr. Sota in Pratg
olgende Wetterprognose: Au 14. November tritt der Mond der
Erde nahe, und zwar in einet Stellung, wo er gerne auch vulkanische
ausbrũche verursacht; wir haben daher mehrere Taçe vor und nach
zieser Termin schlechtes Weiter zu erwarten. (Eiwas Aehnliches
st um den 12. Dezember d. J. in Ausficht gestellt.) Uehrigens
ommen etwa vom, 6. Nov. an nach einigen NMiederschlägen kalte
Tage, welche um den 11. das sprichwöttlich delannte St. Martinus⸗
veiter einleiten dürften. Es fallen da namlich vrele Sternschnuppen
ind tritt gern Kalte mit Schnee oder Regen ein, was mit Unter⸗
trechungen eiwa bis zum 19. anhalten dürfte worauf die Kälte bis
um Ende dis Monats nur langfam steigt, einiges Anziehen um
»en 23. und 27. ungerechnet. Nachtfröste sind bei'heiteren Himme!
om 1. bis 7. und vom 20. bis 30. Regel.

f Eine durchgebraunte Odaliske. Dem in Neapel weilen⸗
zen ExKhedive Ismail Pascha ist dorige Woche ein großes Mal
jeur passitt. Ang seiner Vella, die mehrete Ausgänge dat, ist näm⸗
ich am helllichten Tage eine seiner Lieblingsjfrauen entflohen. Die
Treulose maqchte zugleich ihren Gebieter um dreitausend Frauks, dann
im verschiedene Schmucksacen, Juwelen u. s. w. ärmer. Die Enlt⸗
lohene weilt noch immer in' Neapel, und was für Se. Hoheit das
lergste ist, sie darf gar nicht verfolgt werden; da in JItalien die
Slaberer nicht gedusldet wird. Die Entflohene soll, wie die neapo⸗
nanischen Blatter melden, die Absicht haben, sich in Neapel dauernd
aiedetzulafsen und dort ein Gesgäft zu eroͤffnen.

f Am verflossenen Minwoch wurhete an den Küsten-von
Neu⸗-Braunschweig, Neu⸗Schottland und Prinz Ednard-Insel ein
noßer Sturm, welcher bedeutenden Schaden berurfachte. Gegen
100 Sqiffetsahrzeuge wurden an die Küste gewotfen und sind
Brals; auch mehrete Menschenleben gingen daber verloren.

4 (Scweinezucht in Amerika.. Die Bereinigten
S taaten haben im vortzen Jalte aus dem Hafen von Newyoth
illein vicht weniger als Buy0 Millidnen Pfund Sweinesterfch and
—AXDDD
1877. 9 eju wartn über 200 Millionen Schweine zu 200 Pfdo.
roihwendig. Erwägt man, daß die Autfutzt aus den anderen
imerikanischen Häsen zusammen fast ebensodiel bentug und rechnet
nan, was im Lande selbft derzehrt wird, so lann man sich tinen
Beguff von der koloss ien amerikanischen Schweine zucht mawen

f In Oftfidirien herrscht eine entsetzliche Hunger enoto⸗/
za fich diesen Sommet in den dorligen Meeresgewäßetn wdet
Wollfijche/ noch Seehunde, voch Fische zeigten. Von den 200 Bewoh
dern der Ottichaft Aniuu Baint blieb nue ein einziger Mensch am Lebin
        <pb n="611" />
        Rarktberichte. .

Zweibrücken, 6 November. (Fruchtmittelpreis und Vielualienmarkt.
Weizen 11 M. 58 Pf. Korn dM. 60 Pf., Gerste zweireihige d M. 38 pPf
dierreihige 7 M. 08 Pf.. Spelz 7 M. 25 pf Spelzlern — M. s
Dinkel — M. — pf. Mischfrucht 1 M. 80 Pf. Hafer 6 Mi6 Pf.
rbfen Z M Vf, Wien 6 B. b Pf. Kariossein 2 i. 80 9j.
heu 8 M. 20 Pf. Stroh 8 M. — pf. Weißbrod. Ih/ Kilogr. 36 f.
dornbrod 8 Kilogr.82 Pf., 2 Kilogr. 585 Pf., l Kilogr. 28 pf Gemischi⸗
hrod 8 Kilogr. 97 Pf., das Paar Weck 100 ör. 6 Mf, Rindfleisch T. Qut.
0 Pf. II. Qual. 50 Pf., Kalbfleisch 50 Pf. Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleisch
56 Pf. Butter /a Kilogr. M. 90 Pf, Wein 1 Liter 80 Pf, vict Liter 24 Pf.
Homburg, 5. November (Fruchtmittelpreiß und Victualienmarkt.) Weizen
Me. 88 Pf., Korn 9 M. 83 Pf. Spelzkern . M. .Pr. Spelz 6 M.
10Pf., Gersie 2reihige d n i Gste Kreihige o M Pf. Hafer
b M.77 Pf., Mischfrucht 9 M. 66 Pf.Erbsen ¶ M.— Pf., Widen
d M. — Pf. Vohnen n ppf leesamen V. BPf. Korn⸗
brod 6.Pfund 78 pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfle isch pf.
Kindfleisch 44 Pf., Kalbfleisch 40 Pf., Hammelfleisch ¶ pf Schweinefleisch

30 Pf., Butter 1Pfund d MN. 90 Pfe, Kartoffeln per Cid8R pf.
Kaiserslautern, 4 November' (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Beigen M. 68 Pl. Korn d. 8 e niemn vpf. Spei
M. z, Gerste 9 M. 19 Pf.Hafer 6 M. 83 pfr Erbsen 08 M.
1Pf., Wicken 5 M. 78 Pf., Linsen 0 M. — Pf., Kileesamen M.
Bf., Schwarzbrod 6 Pfund 1. Qual. 76 Pf., do. 3 Pfoͤ. 86 Pf., Gemischtbrod
ertrageme iges
Wiederversteigerung.
Domnnerstug, den 18.
stovember naͤchsthin·/ zu St.
Jugbert, Nachmitiage2 Uhr,
—A —
vird auf Betreiben von Heinrich
kaur. Weinhäudler in S. Inge
ert und dessen; Ehefrau⸗ Bettha
Ehrhardt gegen⸗ Johann
Buschlinuger, Schmelzatdeiler
zaseldst, durch den unterzeichneten
al. Norar die naqchin beschrie⸗
ꝛene Liegenschait im Banne von
St. Ingbert, wegen Nichtbezah⸗
ung des Erwerbspreises, im
Vege der vertragsmäß gen Wie.
erbersteigerung, oͤffentlich zu Ei⸗
zenthum versteigern: —A
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2701. 2702 und 2073,3 Tag-
werl 38 Dezimalen Acker, in
der. Dreispiß neben. Joseph
Abel. und Erben Busch, das
oritie Zehntel vom Walde her,
nit 538 Dezimalen oder 18 4
—V— —W ———
S Goabert, 27. Ockbr. 1879.
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—V——
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„Der deutsche Jäger.“ Illustrirte Jagdzeitung.
—— und redigirt, von Oscar, Horn in Aschaffenburg.
erlag von Heinrich Killinger in München uͤnd Leipril Inhalt:
Un unsere Leser. — Der Steburger See und sein Wasserwiißv —
Die Jagdbildet der internationalen KNügstausstelluig. Dohlbaue
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Eine Abnormität. — Ein weißer Rehbock. 7 .NAasjäger. —
Aus dem Gerichtssaal. — Kleine Ehromt Maulköorbe mikl be⸗
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insnochrichten. — Lilerdiur Jagdlehre. Jagd⸗ und Reiseerlebnisse.
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32124

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Auftrãge mit Beschluss der Fusslänge und Persenumfang werden
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usfũhrliche Preieourante gratis und franco.
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Beachtenswerth fur Jedermann.
Auf dem Zühleck zum ersten Mal hier aufgestellt:
Zer berühmte Kunstsalon von 3. 5i
Den verehtien Einwohnern von St. Ingbert und Umgegend
die ergebenste Anzeige, daß ich auf dem Muühleck meinen Kunst
salon waͤhrend der Kirchweihtage aufgestellt habe. Es wird
edem Besucher Gelegenheit gebolemn, sich einige vergnügte Augen⸗
olicke zu berschaffen. Der Salon enthält unter andern fehr imer⸗
essante Gegenstände: die Pariser Weltausstellung vom vorigen Jahr
in 70 verschiedenen Abtheilungen ganz. nach der Natur dorgesiellt.
Dann wird Fräulein Malvina — das Blitz und Feuer⸗
mädchen — jeden Besucher in Erstaunen setzen. Dieses große
Natur Wunder hat man leben zu sehen, — das nierlwüt⸗
digste der Neuzeit. ⸗ I
Die Schaubude wird am Sonntag zum ersten Mal geöffnet.
Um zahlreichen Zuspruch bittet der Besißer
Johann Hill3
.auf dem Mähleck.
Kirtchweihe
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St. Ingbert.
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Ziehung an Weihnachten. Man wolle spätestens bis 15.
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Anfang Abends 7 bis 2 Uhr.
Montag: Frei musũIcx
hon Nachmittags 3 bis 11 Uhr.
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ahnlichem Namen, wobei schlechterdings noch Heilige profauirt werden, das
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Auf Wunsch erhält ein Jeder die Probenummer der RNeuzeit V sofort zugesendet!
Ein Jeder wird um gefällige baldige Einsichtnahme der in jeder Buchhandlung, Jour⸗
aal Expedition rc. ausliegenden Probenummer der Neuzeit, Lesehalle für Aß, funf⸗
rAabraca ermit freundlichst gebeten!

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Familienblätter.
Der Inhalt der Reuzeit ist interessant und gediegen.
Wöcheutlich erjcheint eine Rummer ã Jo Pfennig; dieselbe enthalt 8 große Bogen Terxt; jede
Wochennummer ist auch einzeln zu haben!
2Wwierteljaͤhrlich lostet die Neuzeit — woͤchentlich eine Rummer — nur 1/. Marl. — Das erste
Quartal beginnt mit dem 1. October 1879.
hrcl Irwentlich erscheint ein Heft (2 6 Bogen) à 25 Pfennig; jedes Heft aͤ 25 Pfennig ist auch
einzeln zu haben
Vierwoͤchentlich erscheint ein Doppelheft (S 12 Bogen) aà 50 Pfennig; jedes Doppelheft aͤ 50 Pf.
ist steis auch einzein zu haben!

Die Neuent dietet eine folche Fulle von spannenden Romanen und Rovellen, anmuthigen Gedichten,
homoriftischen Kleinigkeiten, zeitgemäßen Plaudereien tc., daß ein Jeder, wenn er die Neuzcit durchblättert,
erstaunt ist, solche Gediegenheit mit soviel Abwechselung und Reichhaitigkeit vereint vor sich zu sehen! — Leser,
wie Leserin werden sich durch die gefällige, elegante und doch vollehumliche Form der Darftellungsweise gleich
machtig und gleich lebhaft gefesselt finden!
sehr In Vezug der Neuzeit, Lesehalle fuͤr Alle, funfter Jahrgang, ist für Jeden sehr einfach, sehr leicht und

illig!

aller
72
It der Zun aud)
ines Zeldenden auch besorg⸗
mperregend oder scheinbat hboffnungß
on, so wird er aus dem Buche
Vrattische Winke für Kranke“ neu⸗
Ninung schoͤpfen u volles Vertrauen
Linem Heilprincip gewinnen. wel⸗
des fic durch aroße Ein lachheit,
sanz besonders aber durch wach⸗
ιαιιανν
5 Aoche
nxo
— —— e
abgedructen Briete gluclch Ge⸗ —
deiller beweisen, daß selbst solche
eee vos die erseute Heilung
anden, welche eee
dilte suhten Ob iges ¶ kann
Aber allen Leidenden wärmistentß
mnbfohlen werden, umsomeht alt aul
Vunsa die Cur brieflich und rnent ·
sestlich durqh einen drattswen Ar
eleitet wird. Die Nittel ßud —XXC
ichn ju bescaffen; ein Berfud faft
ostenloa. Segen ——
B0 VBs berieden burch J
Wenlen⸗—a und Ves

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purch die Post in 13 Wochenn —ecrn fur u. Mart vierteljahrlich AId Pfemni
och ennummern añ ennig!

durch jede Buchhandlun 5 d

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HDie Berlagshandlung von Werner Große in Berlin, 8W. Befsselstraße 17.

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Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
V E Ahonuenten Illustrirtas TZonntaasblattu Ne. 13.

⸗*r für unsere
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        St. Ingberler Anzeiger.
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wochentlich mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint wöochentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementsvreis betragt vlerteljahrlich
A 40 einschließlich Tragerlohn; durch die Post bezogen 14 60 A einschließlich 40 4 Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswärts
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 B vro Zeile berechnet, 3*
—*E 178. .. Sonntag, den B. November — 1879.

Deutsches Reich.

Fuͤr die bevorstehende Reichstagssession werden von Handels⸗
und Industriekorporationen aus vielen Theilen Deutschlands Peti⸗
ionen vorbereitet, welche sich über die durch die Bestimmungen des
Zolltarifs hervorgerufenen Mißstände beschweren. Im Vordergrunde
der Beschwerdeführer stehen die Handelslammern ver Seestädte,
vesche Abhilfe in Betteff der Mißstände bei der Zollabferligung
vichtiger Handilsartilel verlanzgen werden. Unter Anderen ergreift
ie Haudelskammer von Bremen in einem Cirkular au die übrigen
die Initiative, betreffend des Hrljes. Es wird nachgewiesen, daß
zaselbst, seitdem die Zollpflichtigkeit des Holzes eingeführt wurde,
ahlreiche Mangel bei der Abferligung eingelreten sind, die einer
Remedur bedürfen. Die Haupitlage wird darüber geführt, daß keine
hestimmten Normen für die Feststellung des zu verzollenden Holzes
hestehen. Die Handelskammern werden ersucht, Feustellungen über
as Verhaltniß zwischen Meßbrief und Ladungsfahigken, wie es sich
n der Praxis an' anderen Plätzen ergiedt herbeizuführen und Be⸗
icht zu erstattien. 7
Ausland. A
Wien, 6. Nov. Lemberger Blaͤtter bringen die aus russischen
Zeitungen entnommene Notiz (welche also die russische Censur un⸗
oean standet paffirte), daß in der Richtung von Idongtod die Forti
ilationen eifrigst fortgesetzt werden. Vier nene Foris werden am
zechten Weichseluser bei Stenzyca, Mierzviecze, Mossyw und Skoli
uind zwei am linken Weichselufer aufgeführt.
Bermischtes.

rWenn Jemand' ein ba ares Darlehn gibt, so thut er
dei dem jehigen Berichtsverfahren gut, wenn ec das Geld vor
Not ar und Zeugeg zahlt und den Gelynehmer in dem Schuld
chein verpflichtet, daß er sich bei nicht pünktlicher Rückzahlung der
Zwangsvollstredung unterwirfi. In diesem Fall kann der Gerichts⸗
aollziehet die Schusdforderung sofort eintreiden. Wird das Zwangs⸗
erfahren in dem Schuldscheln nicht festgesetzt, so kann ein böswilliger
Schuldner sich dadurch jeder Zwangsberbindlichleit entzieden, wenn
er auf einen Freund einen Schuldschein mit kurzer Frist und Zwangs⸗
oollstredung ausstellen und dadurch dem älteren Darlehnsgeber das
Borzugsrecht wegnehmen läßt. —

fErfweiller, bei Blieskastel, 4. Nob. Alierthumsfreunden
diene zur Nachricht, daß man hier bei einer Wiesenarbenn auf mehr⸗
jache, unstreitig römische Fundamente und Fußböden gestoßen ist,
wobei man einige gut erhaltene roͤmische Münzen fand. Saͤmmiliche
ragen auf der einen Seile den siegreichen Feldherrn in seiner Stell⸗
ung auf, dem Triumphwagen. Sie find von Kupfet und Silber
und stammen aus dem dritten Jahrhundert nach Christus. Eine
raͤgt die deutliche Inschrift: Imp. 6. M. Aur. Probus Aug. Auf
der anderen ist deullich DTacitus“ zu lesen. *

tkAnnweiler,“8. Nov. Heuie früh 640 Uhr erschoß
sich in der Wwe. Kuhn'schen Mühle dahier der daselbst als Mühl⸗
bursche beschäftigte Philipp Rübel aus Theisbergstegen. Wie man
agt, soll die Schuld an diesem Selbstmorde ein Liebesverhaͤltniß
jewesen sein. Gestern Abend unterhielt Rübel mit seinen Collegen
n der Muͤhle noch Trinkgelage, wodel er schon eine auf sein Vor—
jaden bezuͤgliché Aeuberung gelhan haben soli. (c. A.)

fGermersheim, 83. Nod. Wie uns berichtet wird,
erlaufte Jacob Silbernagel, Lammwirth in Schwegenheim, letzten
Samstag die Trauben von zwei Morgen Wingert um 10 Pfennige.

FDet zweite Treffer der Lud wugshafener Kirchen⸗
baufLotterie im Belrag von 10,000 Mart siel einem Dienst⸗
nadchen in Augaburg zu. Als Gewinnertin des dierlen Treffers
der hiesigen Kirchenbau Loiterie, 2800 M., hat sich eine Wittwe in
—XX gemeldet. — Der erfle Treffer, 80,000 M. ist, wie
derSchwäb. Merk.“ meldet, den Atbeitern der M. Rommel'schen
Lichtdrudanstalt in Stuttgart zugefallen, welche zusammen das Loos
jerommen hatten.

7 Die Kaiserliche General⸗ Dlreclion
klfaßeLothringen macht Folgendes
es gegenwärlig starken Güterandrangs und

der Eisenbdahnen in
dekannt: In Folge
des dadurch hervorge⸗

rufenen Wagenmangels tritt die Nothwendigkeit ein, vom 10. d. M.
ab die unterm 7. Juli v. J. widerruflich auf 12 Stunden ver⸗
angerte Frist für die Be⸗ oder Entladung der offenen Guterwagen
instweilen auf 8 Stunden — bezw. 10 Stunden für mehr als
Kilometer von der Ankunftsstation entfetnt wohnende Empfänger —
jerabzuse tzen.

F Mentz. In La Mare wurde am Sonnlag in die Wohnung
des Gutsbesitzers Bourk, während dieser fich in der Kirche befand,
»ingebrochen, ein Schrank gewaltsam erbffnet und daraus die Summe
von 22,000 Mark in Werthpapieren gestohlen. Der von dem Dieb⸗
tahl benachrichtigten Polizei gelang es glücklicherweise bereits am
nächsten Tage, Montag, den Dieb in der Person des aus Metz ge⸗
hürtigen. 18 Jahre alten Ernst Adolph Lorfanfant in dem Momenle
estzunehmen, als er im Banthause Goudchaux in der Prieserstraße
Jierselbst einen Theil der Werthpapiere versibern wollie. Der jugend⸗
icht —I die That eingestanden, fämmtliche gestohlene
Papiere fanden sich noch in seinem Besitze vorr. (M. 3.)

Wöorthe 5. Nov. Kutz nach vem Heldelsheimer Bahn⸗
angluck hätte fast eine ähnliche Katastrophe im Worlher Bohndof
vorlonimen boönnen. Der Gliterzüg von Lauterburg kommend, erhrelt
die Weisung, in der Richtung nach Germersheim fortzufahren, bevor
edoch der Kandeler Personenzug (8.18) eingelaufen war. Beide
nußlen an der Kreuzung zusammentreffen, wenn nicht, Dant der
Jujmeitsamkeit der beiden Weichenwärier, durch das noch rechtzeitig
wpn denselben abgegebene Nothsignal; dieses Schreckliche verhindert
vorden wäre. Der Personenzug war ziemlich mit Paßsagieren be⸗
etzt und mußte von dem deranbrausenden Güterzuge om Falle eines
Zusammenstoßes direlt in die Flanken gefahren werden. (T.f. S.)
. FVom haußblichen Heerd. Bef einer Familie zu
Mainz sollte vor einigen Tagen eins gebratene Gans das Mittags⸗
nahl krönen. Als jedoch servirt wurde, feblte der wohlschmeckende
Bogel und war nach Angabe des Dienstmädchens gestohlen. Wohl
der übel mußte man daher das Mittagsmahl ohne Gans verzeh⸗
n. Alt die Familie Abends aus dem Theater eiwas früher als
jewöhnlich heimlehrte, roch sie süßen Bratenduft, der aus dem Zim⸗
ner des Dienstmädchens herborquoll. Eine Lokalbesichtigung ergab
ils Resultat: die Gans, zwei Vaterlandsvertheidiger, drei Flaschen
Jaubenheimer und das Dienstmädchen.

rSchriesheim (Baden), 8. Nop. Gestern Abend ge⸗
ijethen zwei Burschen beim Heimgehen aus dem Wirthshaus in
Streit, wobei der Kine dem Andern einen Stich in den Hals ver
etzie, in Folge dessen er nach *4 Stunden an Verblutung siarb.
rMunchen, 28. Oct. In Pasan starb der Häusler und
Weber G. Hohengarten im vor. Monat.“ Derselbe war 85 Jahre
alt und Gmal verheirathet. Seine 6. Frau flatbedor 6 Jahren.
Bor 4 Jahren wollje er sich in seinem 81. Jahre zum siebenlen⸗
nale verheirathen, war bereits Bruͤtigum' und wurder dor dem
Bange ins Pfarramt — von seinen Freunden und Kindern gehindert
Mun stse r'a? Sl, 5. Nob. Einer Zigeunerbande, welche
miweit Langenlonsheim lagerte, wurden gesiern Abend durch den
on Bingerbrück kommenden Zug Nr. 313 ubel Pferde uberfahren;
ins wurde total zermalnt, so daß voch Fleischtheile desselben in
Nünster in den Radern der Vtaschine hingen, dem andern wurden
wei Beine abgefahren. Die Pferde weideten nämlich in den in der
Nähe deß Bahnkörpers] liegenden Wiefen. Ein weiteres Unglück
vurde dadurch nicht herborgerufen. —V
Die, Berliner „Wespen“ fallen folgendes Urtheil über das
eut preußische Abgeordnetenhaus: —
„Diestes Haus gefällt uas nicht *
Und sein Bau ist nicht zu lobenrꝛ?; *
Erstens 3 es ihm an Licht,.
Zweitens— in der Köller oben “
FWerebezahlt in Préeußen die meisten
S5teuern? Darübder gibt eine von der Regierung dem Abgeord⸗
nekenhause übergebene Nachweisung Auffchlutß oder anch keinen, wie
nan das nehmen will Gs sind nur. die Steuersummen augegeben,
ind man hat hierüber in Abgeordneteunkreisen Berechnungen ange⸗
dellt. Darnach zahlt Freiherr Carl Mayer v. Rothschild in Frank⸗
        <pb n="614" />
        surt a. M. den hoͤchsten Skeuersatz von 70,200 M. jährlich, dann
ommt Willy v. Rothschild mit ͤ8,400 M., Krupp in Essen mit
37,600 M., zwei Personen im Regierungsbezirk Oppeln mit
32.400 und 27, 000 M., man bezeichnet diese als den Grafen
Schaffgotsch und Herrn v. Thiele-Winkler, in Berlin Bleichroͤder
mu 32. 400 M., die Borsig'schen Erben mit 23, 400 M., Oppen⸗
heim in Koöln mit 25 200 M., ferner ein hochadeliger Ritterguts⸗
hesitzer im Regierungsbezirk Münster mit 23,400 M., 2 Bankliers
in Köln mitje 21,600 M., einer in Berlin mit 18,000 M,.
iner im Regierungsbezirk Potsdam mit 16,200 M., 2 im Regie⸗
rungsbezirk Oppeln mit je 16,200 M. u. s. w. In Preußen be⸗
läufi sich die Jahl derjenigen Personen, welche mit einem hoͤheren
Fintommen als 800,000 M. jährlich eingeschaͤtzt sind. auf 51.-
4 Im Jahre 1878, so schreibt die „Fuͤndgrube“ haben die
Aumer saner? nicht weniger als 194,446 Häupter Vieh —
Ochsen, Schafe und Schweine — nach Europa ausgeführt. Hie⸗
von starben 10,667 auf der Ueberfahrt und wurden ins Meer ge⸗
worfen, wäͤhrend 1210 in den Ausschiffungshäfen gefallen sind. —
Man schatzt die diesjährige Getreideernte in den Vereinigten Staa⸗
sen von Rordamerika aufj 143 Mill'onen Helioliter. Hiezu kom⸗
men noch die bedeutenden, aus dem vorigen Jahre übrigen Vor⸗
raͤthe. Seit zwei Monaten ist hereita der Atlantische Ocean mit
Schiffen bedeckt, welche Getreide nach Europa bringen. Man rech⸗
net, daß England allein bis zur nächsten Ernte für mehr als eine
Misliarde Mart Geireide kaufen muß. Wie stark gegenwärtig die
Ausfuhr nach Europa ist, läßt sich aus fosgendem Beispiel unter
ielen abnehmen. Am 18. September, also an einem einzigen
Tage, haben fieben große Dampfschiffe, beladen mit Getireide, Mehl,
Fleisch, Butter, Käse, eingemachten Früchten. Tabak, Baummolle ꝛtc.,
Mobilien⸗
Versteigerung.
Montag, den 17. Nobbr.
aachsthin Nachmitiags 1 Uhr in
ihrer Wohnung an der Kobhlen⸗
raße hier, lähßt Wwe. Dietz⸗
ser, Samenhändlerin hier ver⸗
chiedene ihr entbehrlich Mobiliar⸗
gegenstaͤnde, worunter namentlich:
1 Pferd, Pferdsgeschirr, 1
Wagen, 1 Pflug, 1 Egge,
denen, 6 bis 8 Wagen
Dung, 1 Kochheerd, 2
Defen, 1 AKleiderschravt, 1
Zommode und verschiedene
sonstige Haus⸗ und Küchen⸗
gerätthhe dffentlich an die
Meisibietenden versteigern.
Ferner laͤßt dieselbe:
Diensiag den 11. Nov.
aaͤchsthin gelegennlich der Gater⸗
dersteigerung Jungfleisch bei
Johann Jos. Hernrich hier
4 a 80 qm Garten in den
Bruchrechwiesen neben Ja⸗
lob Schmin zur Versteiger⸗
ung in Eigenthum ausbieten.
St. Jngberi, 8. Nod. 1879.
Saue⸗r, k. Notor.

Für Gerber und
Schuhmacher.
hänte⸗ u. Jederversteigerung.
Mittwoch, den 19. Nov.
1879, Morgens 9 Uhr anfan⸗
jend in der zur Conkursmasse
es Friedrich Herrmann Laur,
zerber in St. Ingbert
sehdrigen Gerberei, werden fol⸗
jende zur obigen Conlurswosse
jehörigen Gegenftände, gegen
daarzahlurg, oͤffentlich versteigert
verden, alsz;
9 Haute für Sohlleder, 25
daute fur Oberleder, 8
Falbfoölle, 2 Ziegenfälle, 6
haute im Salz, 82 Haute
in der Farbe, 8 Sohlhäute
m U. Satz, 24 Haͤute im
J. Satz, 8 sertig gegerbie
daute/ (Oberleder) 6 weitere
Haute, Leimleder, Schaf⸗
wosle, Kaälberhaare, 25,000
Lohlaͤse ꝛc. x. —
Si. Ingbert, 8. Nov. 1879.
Der Conkursverwalter
b. Fib·
BGesoitsmann.
Herren⸗ 5—
Cravatten
n großer Auswahl billigst bei
Sermann Fischer.
cir IIWVCII.
Sonniag und Montag
Freimusik.
Anfang 3 Uhr. Dienstag:
Harmoniemusik
Neter Auna.

ff. Campinas⸗Caffee
dorzüglich im Geschmad, roh pr.
pid. O83 Pf. gebrannt pr. Pfd.
M. I. 10 Pf. zollsrei,d Pfd. Por⸗
lofrei, gegen Nachnahme empfiehlt

Heinrich Hein,

J Hamburg.

Zur Feier der

St. Ingberter
ir hwWweih
adet der Unserzeichnete alle
Freunde und Bekannte mit dem
Bemerken ein, daß er für gute
ÿ aller Art, sowie reine
Weine per Schoppen von
24 Pf. ab, sowie gules Bier

zestenæ oesorgi hat.

15. Weisoerher.

Weinkarten
uf Earton sind steis vorräthig
u der —

auf der Fahrt nach Europa den Hafen von Newyork verlassen.
Die Geireideausfuhr nach Europa wird aber nicht blos durch
Dampfer, sondern haupisächlich durch zahlreiche Segelschiffe bewerk⸗
telligt. Der Begehr ist so dringend, daß die Frachtsätze bereits
um 285 Prozent gestiegen sind. A
pEin tunstvolles Uhrwerk. Der Scientifie Ameri-
zan“ weiß von einem wundervollen Uhrwerk zu berichten, das von
einem Feiix Meier in Detroit, Michigan, angefertigt ˖ wurde und
has alle anderen berühmten Uhren: — auch diejenige des Straß⸗
zurger Münsters — weit übertreffen soll. Zehn Jahre lang hat
Meier an seinem Werk gearbeitet, das ihm 175,000 Franken Baar⸗
uslagen verursachte. Vie Uhr ist 18 Fuß hoch, 8 Fuß breit und
5 Fuß nief und wiegt 4000 Pfund. W
Aus ver Provinz Minas Geraes in B rasilieén werden
zedeutende Waldbrände gemeldet, wobei 67 Persouen umlam en.
Fur die Redaction verantwortlich:
—ZBWBE

Biele Personen werden bei Eintritt der ungesunden Jahreszeit
hon Erkaͤltungen, Husten, Heiserkeit, Lungenleiden, andere wieder
bon Magen; und Nervenleiden befallen.

Die weliberühmten Brustkaramels Maria Benno von Donat
verden bei all diesen Faͤllen entweder roh gegessen, oder 5—6
Sluck in heißem Kalao Thee oder Milch aufgeldst, aber nur lauwarm
getrunken.

Der unglaublich billige Preis von 80 oder 50 Pf. für einen
Driginal ⸗Karion Brustkaramels und 20 Pf. für einen echten Karton
Zalao ⸗Thee muß lobend hervorgehoben werden.

Debot in St. Ingbert bei Herrn Jean Peters.

netß.

3*
Bierbrauerei St. Ingbert.
Während der Kirch weihe immer noch
Lagerbie
ʒer Schoppen zu 10 Pfennig.
Kirch weih.
Sonntaa Abends
Buürgerball
Montag von Naqmittags 3 Uhr bis Abent uhr
Sreimusik.
Freundlichst ladet ein
Frau Julius Grewenig.

— — —

e sä, à
— —⸗ — —⸗

—B
FII.

—WW
——Z
— —
dn *
Anfang Abends 7 bis 2 Uhr.
Montag: Froimusi
hon Nachmittags 8 bis 11 utr.
Nußil der Zweibrücker Stadttapelle Jung.
Hoͤflichst ladet ein
Georg Jung.
Kirchweihe
St. Ingbert.
Hotel Caur.
Sonntag: 26
Freimusik.
Montao
R —
Anfang 3 Uhr Nachmittags. Freundlichst ladet eis
Friedrich Lebnert.

aIi.

Druckarbeiten aller Art
werden rasch und billig angefertigt in der
J. J. Ddemeßischen Buch⸗ und Steindrickerei.

— —
DMαXHααXα OYαα————

Drud und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
Hiezu Illustrirtes Sonntaosblatt“ Nr. 43.
        <pb n="615" />
        Slt. Ingberler Anzeiger.
der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich) mi dei Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wochentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sountag. Der Abounementspreis beträgt vierieljahrlich

40 B einschließlich Traͤgerlohn; durch die Post bezogen 1A 60 , einschließlich 40 4 Zustellzebuhr. Anzeigen werden mit 10 8, von Auswärts
mit 15 B fur die viergespaltene Zeile Blatischrist odet deren Naum, Neclamen mit 30 4 pro Zeile berechnet.
M 179. Dienstag, den 11. November

——

Deutsches Reich.

Berlin. Das Wolffsche Telegraphenbüreau hat nach aus⸗
värts ein Telegramm versandt, wonach die Nachricht von dem Rück⸗
tritie des Vizepräsidenten des Staatsministeriums, des Grafen Stol⸗
herg, sowie die über bevorstehende Aenderungen in der Diplomatie
zemachten Meldungen für vollständig unrichtig erklärt werden. Dem
zegenüber hält man indessen in konservativen Abgeordnetenkreisen den
Kücktritt des Grafen Siolberg aus der verantwortlichen Stellung
des Vizelanzlers und zwar schon im Frühjahr nächsten Jahres für
zurchaus sicher, da Graf Stolberg selbst den Wunsch, aus diesem
Posten zu scheiden, seit längerer Zeit schon zu erlennen gegeben hat.

—A
sler Zeit grötzere Veränderuugen zu erwarten, die auch die Straß⸗
zurger Garnison zum Theil mit berühren. Zunächst hat der kom⸗
mandirende General des 5. Korps, General v. Kirchbach, seinen
Abschied eingereicht, General Goeben, der kommanditende General
jes 8. Korpo soll dasselbe im Dezember beabsichtigen. General v.
Pape, Kommandeur der 1. Garde-Dipision, würde dann ein Armee⸗
orps bekommen, seine Division Generallieutenant v. Thiele aus
Frankfutt a. M. An dessen Stelle würde General v. Ziemießly
dommandeur der 81. Divesion in Straßburg treten und diesen wieder
Beneral v. Voigts⸗Rhetz, Director des Allgemeinen Kriegsdeparte⸗
nents ersehzeun. Das letztere wird vorausfichtlich durch den General
d. Verdy de Vernois, nach anderen durch General v. Capribi, be⸗
etzt werden, wäͤhrend füt den General: Inspelteur Posten der Artillerie
der Prinz v. Hohenlohe in Aussicht genommen ist. Diese Nach⸗

ichten heruhen, wie gesagt, vorläufig noch auf Gerüchten, die jedoch
sehr biel Wahrscheinlichkeit haben. (Berl. Tabl.)
Aaussfand.

Aus Petarsburg wird bestätigt, daß Kaiser Alex an⸗
der wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des November die Reise
nach Cannes zu seiner Gemahlin antreten und die Gelegenheit be⸗
utzen werde, um Kaiser W i th el m in Berlin zu begrüßen.

Zermischtes.

Auf der Goffingsmühle Gemeinde Hornbach, gerieth
zor einigen Tagen der Arbeiter Schäfer mit der Hand in die Fut
lerschaeidmaschine, wodurch ihm die Finger an drei Stellen durch⸗
ichnitten wurden.

F In Neust adt fuhr am Donnerstag die Equipage der
derren Gebt. Hoch mit solcher Gewalt in ein Weinfuhrwerk, daß
die Deichsel des lezteren einem der Pferde in das Schulterblati
undtang und dessen sofortigen Tod deranlaßte; auch das zwete
Vferd wurde verletzt. Gebr. Hoch hatten beide Pferde eist einige
Tage vorher um 4000 Pik. erworben.

f In Manuhelm soll gegenwärtig Uüber eine Million
Tentner Frucht aufgespeichert liegen, ein für den ersten Blick colos⸗
ales Quantum. Bei eingehender Schaͤtzung jedoch dürfte dieser
Dorrath ganz den Verhältmissen angemessen sein, wenn man bedenkt,
naß Mannheim Baden und Württemberg, sowie das Elsaß und die
„chweiz zu versorgen hat.

Frankfurt, 8. Nov. Soeben erhalten wir die Nach⸗
aicht, daß sich heute Abend um 78 Uhr bei Bisgofsheim ein
qweres Eisenbahnunglück zugetragen hat. Der um 6 Uhr 55
Ninuten von Franksurt nach Mainz abgehende Personenzug stieß
u der oben angegebenen Stunde mit dem gegen 7240 Uhr aus Mainz
ibfahrenden Personenzug zusammen. Beide Moschinen wurden be—
hadigt, ein Perfonenwagen 2. Classe und zwei Gepäckwagen des
jrankfurter Zuges wurden zertiümmert. Drei Menschenleben sind
u beklagen; ein Bremser der Rheinischen Dahn und eine Frau
nit Kind (aus Mainy). Funf oder 4 Schwerverwundete legen
m Wartesaal zu Bischossheim, wo ihnen die pöthigste ärztliche Hilfe
u Theil wurde; sämmiliche Verunglückte gehören dem aus Frant⸗
urt abgefahrenen Zuge an. Die Strecke, wo sich der Unfall er⸗
gnete, ist gegenwärtig noch unbenutzbar, soll aber noch Sonutag
Morgen jreiĩ wirden. (Ir. 3.)

fMainz, 9. Nov. Der gestrige Zusammenstoß fand in
Jolge falscher Weichenstellung statt. Getoödtet sind Frau Hauptmann
datrisch don Kulmberg und deren Iwenahtigen Tochhrchen aus

Mainz, und Wagenwärter Münze aus Koblenz. Erheblich verletzt
vurden im Spital hier untergebracht: Ingenieur Klein und Fraut
iebst Schwägerin aus Bingen; Zugführer Kern aus Aschaffenburg;
datry Wum, Kaufmaunn aus New ⸗NYork, ferner unerheblich verlegt
Personen von hier.

tEin beklagenswerthes Unglück trug sich nach dem ‚Westf.
Merk.“ in Reklinghausen kürzlich zu. Drei Knaben fanden.
—X
In einem unbewachten Augenbdlicke spielt das siebenjährige Söohn⸗
hen eines hiesigen achtbaren Bürgers mit einer dieser Patronen,
velche sich in den Händchen des unglücklichen Kindes entladet und
eaiselben sieben Finger mehr oder weniger beichädigt. Die Pa⸗
ronen sind muthmaßlich der Jacken⸗ oder Hesentasche eines Berg⸗
nannes, bei deren Reinigung an dieser Stelle, entfallen. Vielfach
oͤrt man darüber klagen, daß Bergleute oft größere Quantitäten
Rynamit in ihren Wohnungen aufbewahren, und sind dann schließ⸗
ich solche Vorlommnisse die Folgen des leichtsinnigen Umganges
nit dem gefährlichen Material.

Ein wohl einzig in seiner Art bestehendes Jubelfest beging
im 31. Oct. der 95jahrige General v. Schreibershosen, in Dres
en wohnhaft. Derselbe feierte nämlich sein 50)ähriges Generals⸗
ubiläͤum: Als Sohn eines sächsischen Hauptmanns wurde Schreibers⸗
sofen in der Schlacht bei Jena von den Franzosen gefangen; mit
28 Jahren war er Major und Adjutant eines französischen Gene⸗
als, darauf — nach dem Beitritt Sachsens zu den Alliirten —
Udjutant Wellingtons, und am 1. Nov., 1829 wurde er General.
gzis 1850 commandirte er das sachsische Cadetteneorps und nahm
dann aus Gesundheitsrüdssichten seinen Abschied.

Für die Nedaction verantwortlich: F. X. Deme ß.
Bekanntmachung.
Pfälzisches Dienstbotenstift —V

An sämmtliche kal. Bezirksämter und die Bürgermeister⸗

ämter der Pfalz.

Nach den Sialuten für das pfälzische Dienstbotenstift werden
nus den Zinsen des Kapitalstockes zur Belohnung braver Dienst-
»oten der Pfalz alljährlich in der ersten Woche des Monats Januar
Preise vergeben.

Unter Hinweis auf die der Ne. 10 des Kreisamtblalles für
1876 beigefuͤgten Statuten werden insbesondere folgende Bestimm⸗
ingen hervorgehoben:

l. Auf einen Aufmunterungspreis haben jene Dienstboten An⸗
spruch, welche sich durch mindestens 5jährige, bei ein und der⸗
selben Herrschaft geleistete treue und eifrige Dienste bei siets
ladelloser Aufführung ausgezeichnet haben und KoßK und Lohn
beziehend mit der Herrschaft im Familienbande leben.

Die Dienstjahre werden vom vollendeten 16. Jahre des

nännlichen und 14. des weiblichen Diensiboten gerechnet.
Beldbelohnungen und bei Verheirathung Aussteuerprämien kön⸗
ien Dienstboten erhalten, welche nach mindestens 10jähriger
Dienstzeit bei derselben Herrschaft eine besondere Auszeichnung
perdienen; Präbenden endlich solche Dienstboten, welche beiĩ
anger treuer Dienstzeit nach Erfüllung der Voraussetzungen
iur 2 Aufmunterungepreise billigen Anspruch auf ein ruhiges
und dor Mangel geschütztes Alter haben, oder im Dienste
perunglüden.

Bewerbungsgesuche, welche im Lause des Monats November

hbei dem Bezirksamte des Dienstortes einzureichen und — von

diesem langstens b's 1. Dezember bei Vermeidung des Aus⸗
schlusses mit gutachtlichem Berichte der unterferngten Stelle
dorzulegen sind, haben zu enthalten:

2. Vor⸗ und Zuname, dann Alter des sich bewerbenden
Dienstboten;
Name, Stand und Wohnort der Dienstherrschaft;
kigenschaft, in welcher der Dienstbote vermendet ist;
Ungabe des Diensteintrittes mit der vom Bürger⸗
neisteramte det Dienstortet zu bestätigenden Schilder⸗
        <pb n="616" />
        ung der ununterbrochenen treuen, mit stiels tadelloser
Aufführung vom Dienstanfange bis zum Tage der
Besuchstellung bethätigten Dienstleistung, welche Schil⸗
derung durch ein Zeugniß der Dienstherrschaft zu ge⸗
schehen hat;

Erwähnung etwaiger besonderer mit persönlicher Gefahr
berbundener Dienstleistungen z. B. Rettung der Dienst⸗
hetrschaft oder ihrer Angehörigen aus Feuersgesahr,
sreue Pflege und Wartung bei ansteckenden oder lang⸗
wierigen Kranlheiten ꝛc.

Zar Beachtung bei Prüfung der Gesuche wird noch bemerkt,
daß die Gründung eines eigenen Familienstandes durch Verhel⸗
rathung des Dienstboten als das Leben im Familienverbande mit
zer Dienstherrschaft lösend und die Anspruchsberechtigung auf einen
Preis ausschließend erachtet wird, ferner d ß jeder Dienstwechsel —
mit Ausnahme des ohne Absicht des Dienenden durch Tod, Wohn⸗
sitzzeränderung oder Verarmung der Herischaft veranlaßten — als
Unterbrechung der Dienstzeit anzusehen ist, endlich daß die Prüfung
der Aufführung mit der größten Strenge für d'ie ganze Dauer der
Dienstzeit ersolgen muß und hiebei nicht allein die treue und eifrige
Dienstleisstung, sondern auch der gänzlich fleckenlose Lebenswandel
ausdrücklich zu bestätigen ist.

Die kal. Bezirkzämter werden beauftragt, die ihnen im Vor⸗
jahre zur Abschriftnahme und fortgesetzten Evidenthaltung zugeste Lien
Verzeichnisse der um Preise sich bewerbenden Dienstboten ihres Be⸗
sirkes einer sorgfältigen Prüfung zu unterziehen.

Hiebei ist mit der Lebensbescheinigung die Foridauer des
Dienssperhältnisses mit derselben Herrschaft, die fortgesetzte tadellose
Aufführung, die Nichtgründung eines eigenen Hausstandes bei jedem
einzelnen Dienstboten zu bestätigen und besonderer Verdienste, sowie
zrhöhter Unterslützungs ⸗Würdigleit oder Duürftigleit zu erwähnen.

Dienstboten, welche eine mehr als 10jährige Dienstzeit nach⸗
veisen und nicht schon in den Vorjahren eine Geldbelohnung er⸗
jalten oder den Verzicht auf dieselbe erklärt hatien, lönnen den
Anspruch hierauf erneuern oder ihren Verzicht erklären, welcher
zleich den belohnten Ansprüchen zut allgemeinen Veröffentlichung
Rlangen wird.

Ansprüche auf Präbenden sind in besonderen Gesuchen zu be⸗
rründen, wobei jedoch bemertt wird, daß nach dem gegenwärtigen
Ztande der Bewerbungen und der Mittel nur solche Gesuche zur
BZrüfung gelangen werden, denen eine 40jährige Dienstzeit bei
erselben Herrschaft als Unterstützung dient.

Sämmtliche Gesuche sind mit dem geprüften Verzeichnisse der
rüheren Bewerber und einem Nachgangéverzeichnifse der pro 1880
neun auftretenden Bewerber vor dem 1. Dezember l. Is. mit ge⸗
nauester Berücksichtigung der vorstehenden Direltiven in Vorlage zu
ringen.

Speiter, den 15. Ottober 1879.

Königlich Bayerische Regierung der Pfalz,
Kammer des Janern.
v. Braun, k. Regierungs Präsident.
coll. Woscher, k. Reg.⸗Sectelät.

Holzversteigerung.
mus Staatswaldungen des kgl.
Forstreviers St. Ingbert.
Montag den 24. November
1879, früh 10 Uhr, im Saale
des Herrn Oberhauser zu
Zt. Ingbert:
Schlage: Stiefel, Mühlthal,
Taubenthal und zuf. Ergebnisse.
35 eichen Stämme III. bis
V. Kl.
1ahorn Stamm II. al.
25 duchen Stämme III. Al.
32 hiefern und birken Stamme.
20 liefern Sparren.
8 ahorn und erlen Stangen.
5. Sier eichen Misselhdolz IV.
u. V. Al.
buchen Misselholz
IM. Kl.
69 eichen Zaunprügel
6 liefern
217 , bichen Scheit IL.,
U. Kl. und anbrüdig.
20 Ster eichen Scheit I. Kl.
und anbrüchg.
69 , birken, aspen und
aborn Scheit.
266, biuchen Stangen u.
Astprügel.
96, eichen, kiefern, bir⸗
ken und aspen Prügel.
220 Sier buchen Kohlprügel.
90 , eichen, birken, lie⸗
fern u. aepen Kohlprügel.
6. Ster Klotzho!z.
St. Inabert, 8. Nov. 1879.
Tochtermann,
. Oberfbster.
Oer Unterzeichnete
empfiehlt sein Lager in
Geschäftsbüchern
aus der bekannten Fabrik von
Könia d Ebhardt
onnover.
anz Woll.
eue
Holl. Häringe
empfiehlt billigst
W. Jevyp.

Reichenhaller
Kirchenbau⸗vLotterie.
200,000 Loose.
Geldgewinnste 185,000 Mark.
Ziehung am 830. Decemb. 1879
Treffer 60,000 M., 25, 000 M.,
oοο V, οο . s. w.

Joost à2 M.
zu beziehen durch die General⸗
Agentur
Carl Larig,
Bankgeschäft in München
* und
Franz Woll in St. Inabert.

Geschäftsempfehlung.
Den geehrten Einwohnern von hier und Umgegend die erge—
een daß ich im untern Stocke meines —XI
Sattler und Tapeziergeschäft
roffnet habe und alle in diese Btanche einschlagenden Arukel untee
Zusicherung prompter und billiger Bedienung einer geneigten Ab—
nahme empfehle.
St. Ingbett im Nodember 1879. *
Hochachtungsvollft
Julius Ehrhardt.

SEBREGCCECGICCEIiIIGCA,
doppelkräutermagenbitter,
mach einem alten aus einem Be—
nedictinerkloster stammenden Recep
abrizitt und nur en gros ver⸗

sandt von
D. PNGEL in Göttingen
(Provinz Hannover.)
Der Benedictiner ist bis
etzt das kostbarste Hausmittel uud
deßhalb in jeder Familie beliebt
geworden. Der Benedictiner
st nur aus Bestandtheilen zusam ⸗
mengesetzt, welche die Eigenschaften
besißen, die zum Wiederaufbau
bn zerrütteten dahinfiechenden
Körpers unbedingt nöthig find
ẽr ist werhtn bei Magenleiden, Unverdaulichteit, Haͤmor⸗
hoiden, Nervenleiden, Krämpfen, Hautaus⸗
chlägen (Flechten), Athemnoth, Gicht, Nheumatiemus,
e sowie bei Leber⸗ und Nieren leiden
und vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Blut und vermehrt dasselbe,
er entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
gelbfarbige Auge, die faffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
rrisch, stellt die Harmonie des Körpers wieder her und verlängert das
Leben bis zu seinem vollen Maße.

NB. Jede Flasche ist mit dem Siegel „C. Pingel in Göttingen“
derschlofsen und mit dem geschutzten Etiquett versehen.

Preis à Fl. von ca. 330 Gr. Inhalt 8 M. 30 pf.
—— — —0 — 669 e 6 M. 73 Pf.
Bei 5 Fl. Verpackung frei. Bei 10 Fl. freie Verpackung u. 1 Fl. gra⸗
zis. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage. En gros-
Versandt durch die Fabrik.
Attest:

Marie Hofmeister, Lehrersfrau in Steinhofen b. Pfarrkirchen
»erichtet: Da die erste Sendung Benedictiner (bezogen aus dem d
des Herrn Ludwig Wopfener in Munchen) so gute Dienste leistete, bine
ch um weitere Sendung von 10 Fl. ꝛc.

Niederlage in St. Inabert bdei Herrn J. Friedrich.

5 Uenestte
vom Staute garanlirie
Hamburger
Geld⸗Lotterie
Groͤßler Gewinn event.
400,000. Mark
Zur Gew'nnziehung erster
Abtheilung kosten 3J—
zanze Originalloose Ml. 6. —
dalbe Mk. 3. —
VBierteMt. 1. 50
ind versende ich solche geger
kinsendung des Betroges oder
uch pr. Postnachnahme. Auf
räge erbitte bis sPpatestens
15. Novembera. c.
Gewinnprogramm und Ge—
zinnlisten gratis.
Abr. Kaufmann.
Vandbgeschäft,
IIABIBVUVMS..
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Am Kirchweihsonntag
wurde in der Unterstadt eine
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332 A52 E 29 22 2253 72 25836 2 58
—8 — 3223*8 232333 G 77 —553375
* 3 537 3603 33328* A— 3 7 528
3028 5. 2 8 23332 — 77 —3735335388 338
5 35 282 25 — 2 —M— 282 7* — —
—523 222* — 23*337 —2 —— * 5232 33
* 22353 5332 3 753275323 8
—A 35 25323232522* 2352 78
* 9 7 5237 — —— * — —
53 3 *522 25333 55 2
222 8 J— 25558*5 22353 *
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,j,J 322 2 X — —A 2 22 5 — —
225* 3233* 53258 132253 5233
—A 233 23 526 2338* 23235 28 2 8
333888 33 9533* 36 233535337
J 38328335** *2* ——— — 334*238 — 23227
— — 23333 33223538 333333335 23535 232
8337 ee e
58 — ——
2353555333 3972 32
z33333335 3 32
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XXX 2387
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich mis dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. Sonntags mit illustrirter Beie

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonutag. Der Abonnementsvpreis betragt vierteljahrlick

1A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 146 60 —, einschließlich 40 Zustellzebühr. Anzeigen werden mit 10 —, von Auswärt⸗
mit 15 — fuür die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Reclamen mit 80 4 pro Zeile berechnet.
MI8o.

Donnerstag, den 13. November
I579.

Deutsches Reich.
—Mängqhen, 10. Nov. Die an die Kammer der Abgeord—
aeten gelangten mehrfachen Petitionen, welche die Wiederaufhebung
des 7. Schuljahres verlangen!, werden noch im Laufe dieser Woche
in der Kammer zur Berathung gelangen; diese Petitionen bildeten
li einer diesen Abend statigehabten Klübsihung der batriotischen Frak—
lͤon den Gegenstand der Berathung.

Mäünchen, 10. Nos. Die Delegirten des allgemeinen
Gewerbebereins in München, dann der Handels ˖ und Gewerbekam⸗
mer für Oberbaiern, ferner des Kunstgewerbebereins, endlich des
polytechnischen Vereins, haben unterm 9. Nob. d. Is. au den
Staatsminister des Innern v. Pfeuffer eine Eingabe gerichtet, worin
dieser gebeten wird, er moͤge die Abhallung einer aügemeinen Lan⸗
des· Industrre⸗ Ausstellung zu Rünchen nicht allein genehmigen, sondern
auch mit Neinem ganzen Einflusse und der Sr. Excellen; zu Gebote
stehenden Macht unterlützen.

Berlin, 10. Rov. Innerhalb der preußischen Regierung
find zur Abwehr des Nothstandes in Oberschlefien umfangreiche
Maßtegeln vorbereitet worden, zu deren Berathung der Provinzial⸗
landtag von Schlefien auf den 25. November nach Breslau einbe⸗
tufen ist. — Die Annahme der Eisenbahngesetze im Abgeordneten⸗
haus ist mit großer Mehrheit gesichert, da die gesammte Rechte, die
nationalliberale Partei unter Kufstellung gewisser „Garantien“
(Eisenbaynrath, Gerichtshof u. s. w) und wahrscheinlich auch das
Centrum dafür stimmen werden. — Die Bundesrathsausschüsse für
Berfassung und für Rechnungswesen haben einstimmig den Antrag
auf Verlängerung der Etatsperiode des Reichs auf zwei Jahre an—
genommen. (Allg. Ztz.)

Berlin, 11. Nov. Der französische Botschafter Graf Sl. Vollier
begab sich heute früh nach Varzin, um dem Reichskanzler einen
Besuch abzustatten.

Berlin 11. Nov. Es ist möͤglich, daß der Besuch des
rufs. Großfürsten⸗Thronsolgers am hiesigen Hofe wegen des Besuches
am Wiener Hofe und wegen der Reise des Kaisers Wilheim zu
den Jagden in der Goehrde sich bis Sonntag verzöͤgert. — Die
Rüdkehr des deulschen Kronprinzen aus Italien dürfte voraussicht⸗

lich erst Mitte Januar erfolgen.

Bezuͤglich der Berechnung der Wechselstempel⸗Abgabe von
Wechseln in außerdeutschen Währungen hat der Bundesrath deschlossen,
sich mit dem Erlasse der nachfolgenden Bestimmungen, welche am
1. Dezember dieses Jahres in Kraft treten sollen, einverstanden zu
erllären: Behufs der Umrechnung der in einer anderen als der
Reichswaährung ausgedrüdten Summen zum Zwecke der Berechnung
der Wechselstempel⸗Abgabe sind für die nachstehend bezeichneten
Waͤhrungen die dabei bemerkten Mitlelwerthe bis auf Weileres fest⸗
gesetzt und allgemein bei der Berechnang des Wechselstempels zum
Grunde zu legen: 1 Pfund Sterling — 20,40 M., 1 Gulden
niedetländischer Wähtung — 1,70 M., 1 amwerikanischer Dollar —
4.25 M., 1 Franc, Lira (Gold), finnische Mark, spanische Peseta
(Gosd) — 0,80 M., 1 russischer Rubel — 2M., 1 öͤsterreichischer
Gulden (Silber oder Papier) — 1,70 M., 100 schwedische, nor⸗
wegische oder dänische Ktonen — 112,80 M., 100 spanische Re⸗
alen — 21 M., 1 portugiesisches Milteis — 4,50 M. Man
war darüber einverstanden, daß auf Grund der festgesiellten Miltel⸗
werthe ein ausführliches Tableau der Wechselstempel⸗Tarife, aus
welchem die Steuersätze hervorgehen, wie sie sich für die verschiedenen
Wechselsummen in gewissen Abstufungen bei den einzelnen Währungen
derechnen, für den praktischen Gebrauch anzuferligen und dem Pu⸗
blilum zuganglich zu maqen ist.

Ausland.

London, 11. Nov. Bei dem Lordmahorsbanlett hob der
deuijche Botfchaster Graf Münster hervor: Kein Fürst wünsche sehn⸗
licher die Ethaltung des Friedens als der deutsche Kaiser, kein
dand wäre mehr erfreut, die Welt die Friedens⸗LAera genießen zu
sehen, als Deutschland. Lord Begcondfield erklaͤrte: Der Ftiede
werde erhalten dleiben, weil der Friede sür alle Großmächte eine
Nothwenbigkeit sei.

Vermischtes.

Sit. Inaber. In der Nacht von Montag auf Dienstag
Jürzte der schon bejahrte Schmelzarbeiter Mathias Ochs von
hdier in der Nähe der Kempf'schen Wirthschaft in den sogenannten
Schmelzer Weiher und ertrank. J

„ 7.Am, Dienstag Abend brannten in Rensrisch, trotz
aller Lösch versuche der Bewohner des Ortes wie der hiesigen Feuer⸗
wehr, mehrere Scheuer⸗ und Stallgebäude mit Futter⸗ und Frucht⸗
vorrüthea vollstandig nieder. Das Vieh in den Stallungen konnte
noch zur rechten Zeit gerettet werden. Die Ursache der Entstehung
des Brandes ist unbekannt.

. Faifers lautern, 11. Nov. Gestern Nachmitiag
um 2 Uhr begann im Fruchthallsoale die öffentliche Ziehung der
nit der landwirthschaftlichen Aussiellung verbundenen Lollerie unser
der Leiuung des Herrn BezirksAssesfsors Conrad, in Anwesenheit
mehrerer NMitglieder des Ausßellungs⸗ resp. Verloosungs- Comites;
ns hatten sich aucg eine Anzahl Zuschauer dazu eingefunden. (Loose⸗
besitzer lönnen die Ziehungsliste in der Exped. d. Bl. nachsehen.)

FManchen, 8. Nov. Die neue Kopfbedcckung der Richter
st seit einigen Tagen in einem Laden in München ausgefiellt. Es
st dies eine schwatze Kappe, deren Rand bei den Richtern von
Sammt und bei den Rechtsanwälten von Seide ist. Der Gerichta-
jorstände haben noch Goldlitzn als besondere Abzeichen.

fSaargemünd, 8. Nov. Die in Folge der Neuorgani⸗
ation der Gerichte eingetretene Bewegung im Richterpersonai ist
ür unser Landgericht noch nicht abgeschlossen. Soeben werden vzwei
aeue Versetzungen bekannt. Der Landgerichtsrach Lacmann ist
n gleicher Eigenschaft und der Advocat⸗Anwalt Gombart als
Richter dach Kolmat berufen. Die Versetzung eines dritten Herrn,
des Landgerichtsraths Zerges, nach Straßburg wird erwartel.
(Straßb. 3).

k Der Besuch der Universität Heidelberg in diesem Semesier
tellt sich nicht günstig. Nach der zweiten Immatriculation betrãgt
der Gesammtzugang 164 Studirende und sollen nur etwas über
100 Studenten, darunter 19 Theologen dort sein.
7Bilbel, 9. Nov. Nachdem bereits vor einigen Wochen

der auf der Eisenbahnstrele Hanau⸗Friedberg im Bau begriffene
Viadult bei Heldenbergen durch Einstürzen eines Gerüstes zwei
Personen das Leben gekostet, hat sich, wie das „Frankf. Journal“
neldet, gestern abermals daselbsi ein furchlbates Unglück ereignet
daum war die Verschaalung aus einem vollendeten Bogen enifernt,
uls derselde, durch Nachgeben der Widerlager gelodcert, einsiürzie
ind durch die aus einer Höhe von 24 Meler herabstürzenden Steine
3 Arbeiter sofort getiodiet wurden, der neunte ist heute Nacht seinen
deiden erlegen; 20 andere sind mehr oder minder schwer verletzt,
die Verunglückten sind meistentheils verheirathet und jollen die zum
Theil mit ihren Kindern auf den Armen zur Unglücsstätte eilenden
Frauen einen herzzerreißenden Anblick dargeboten haben. Die Be⸗
jörde hatte Mühe, die bauleitenden Personen vor der aufgeregten
Menge zu schützen. Von hier ist sofort, nach Bekanntwerden des
raurigen Vorfalls, die Staatsanwalischafschaft zur Untersuchung an
Det und Stefl⸗ ah,nngen,

Dienstesnachrichten.

Der kathol. Lehrer Schmelzle in Erbach wurde zum Lehrer an der oberen
und der latholische Lehrer Fr. Schwalbach in Waldfischbach zum Lehrer an
der unteren Schule zu Homburg ernannt, der Schulverweser L. Schwitzgebel
in Siegelbach zum Vehrer an der protesi. Schule zu Käshofen, der Schul-
ehrer H. Steuer in Altdorf, zum Lehret an der protest. Schule zu Lauterß⸗
heim, der Schulverweser K. Weimer zum Lehrer an der in Oggersheim neu
rrichteten Lehrftelle, der interimistische Verweser an der konfessionell gemischten
Schule zu Plantage, Phil. Born, zum Lehrer daselbst ernannt. Der proiest.
dehrer K. Trank in Trippstadt wurde auf sechs Monate und Lehrer P. Werle
Herschberg in den bleibenden KRuhestand versetzt.

Der RNotar Heinrich Edhard zu Speier wurde als Mitglied der Verwal⸗
ungt·Kommission des Vereint für Unterftützung dienstuntauglicher Schullehrer
in der Pfalz bestätigt.

Die Fuͤnktion eines ee fur den Fortbildungskurs Homburg
zuxde dem Lehrer V. Rauch in Mittelbrunn übertragen.

Rns die Redaction verankwortlich: F. X. Demeß.

— —
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        Todesanzeige.

Freunden und Bekannten die Trauernachricht, daß

unsere liebe Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante

— 6Eise KHäberlbe

heule Nacht 11 Uhr im 61. Jahre fanit und ruhig ver⸗
schieden ist.

Die Zeerdigung findet Freitag Mittag *23 Uhr stalt.
St. Ingbert, 12. November 1879. 7

Füͤr die Familie: M. Heusser.

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werden rasch und billig angefertigt in der
J. J. Demetz'schen Buch⸗ und Steindruckerei.

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53855 3335383333853 355323 —5——33 223 3853838 33
538—. 5—355 —33538 5 55532752335 25 3385—522338 753
3385553 3633386853 ssss 8 33383

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3 3 8 3 38 3337833 533
—— 2533853 232* 23525533355— 225325555 75
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525533—335526 55535353523328 852833553335
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7 8 52325 8 XC 2 ——— —8 3 8 — 22 252 * *
3353583 8337* 3535337 322
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2 — 22602 —2 —A 220 —E * — 32 3 — 32 — 2532
23 — 2233258 22358 2333333373* * —
—22 12 2— 0. — —9 2 * —3— —
— 55 2 — 5382 *S5— — 83328 33 2*7 —2 —» 56 3
5335532333 z33883* 556847 3 638
m3 * 5 * 2 —8 7 * 3 *
33535553 233335368582 3253833 3833325 z238
5 —55288 52583 x —7.2 2 55* —A 3 5 — 25535272—
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375 33238338 — — 3232355 ——
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3 5238 83 525358—
85575553537
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5 383555553543232338 355533
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133 —3—8.2 R3528 —8 * 237 —— * — 5338528
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13235325 — 23 ** 25853238 — 22 2* eb *838 —A 12 ——
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5. 3232358 12 52533 3 S 255823 *58 72 32 25632*2
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2 — 5232783 . 5 5. 5 2 2 223228&amp; 552 2 8533 557233
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2 5858 22* 5333 22 *8s238 2
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24232 538323 G5 52.553 ñ228 22237 — — —
* 2 8* — 32. 2 2. 3 — — —A 28
53* —— — —06 * 53*822 — A— 578 ——
15 22 2522 8 — * 22* *88 28 5383 285 — 2*5
B33528323232 8 322 *205 * 2 3 —4 22 2 553232 288 212
* 232 82 * 2352333 2 25 8 — —— ZF * 522153338 22
c T*355 ——— ——5335832875 * 3 385 2 583255
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353528535 2 — 3 355 335 355
33 —8 2233 * 5 2. 238 2* 252 285 55.
— ** 77 252 2 — 5 — 222 * *
* 252387 5 23 8583 2* 528323 N2432* 272 ——
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233535—323553 5233238 25232535
5553 —55333583333 —A *83.3383
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5 . 53 2235 523,3——83333338323333233
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5 3586 s35525 38832837 253—2 53 7 5. 33423*
s 2—3332—3 3353— 3358— 3—5323
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52 33 —53383*3233335
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533—333335 3—335383333335
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? mi dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint woͤchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich

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mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, NReclamen mit 30 4 pro Zeile berechnet.
M 181. Samstag, den 18. Noveuber
Deutsches Reich.

München, 11. Novbr. Heute berieth die Abgeordneten⸗
lammer die Rückäußerung der Reichsrathskammer über den Eisen⸗
bahn⸗Gesctzentwurf und lehute — entspredend dem Beschluß dieser
ietzteren ⸗- den Artlel 1,. sog. Hoffnungsartikel (worin die Bah—
nen, welche später noch gebaut werden sollen, aufgezählt sind), ab.
Die Berathung über Artikel 2 (welcher die demnächst zu bauenden
Bahnen aufzählt) wurde auf morgen verschohen.

Manchen, 11. Nop. Wie man vernimmt, steht nicht zu
erwarten, daß der Beschluß der Kammer der Abgeordneten in Be—
treff der Wiedereinführung der Tarifirung der Lebensmitiel die
Zustimmung der Kammer der Reichsraͤthe erlangen werde. Diese
Zammer hatte sich eist im Jahre 1808 mit alle gegen eine
Stimme (jene des verlebten Erzbischofs v. Scherr) für die Auf⸗
zebung des Biertarifs, dann 1869 wi Einstimmigkeit für die Auf⸗
debung der Brod⸗ und Mehltaxe ausgesprochen.

Mäünchen, 13. Nov. Der Landtag berieth in seiner heu⸗
igen Sitzung das Gesetz über die Pfälzischen Bahnen. Referent
Theison beantragt Namens des Ausschusses, auf dem früheren Be⸗
chlusse zu behatren, demnach Wiedereinsetzung der Linie Kaisers⸗
iautern⸗ Lauterccken in das Gesetz. Dafuͤr spricht Abgeordneler
Schmidt und beantragt derselbe behufs Ermoͤglichung einer wieder⸗
jolten Berathung in der Kammer der Reichsraͤthe die Modifikalion
»er Bausumme statt 4400,000 Mait auf 4,300,000 Mark.
Schels belampft diese Linie als absolut untentabel und unnoͤthig;
die Direktion der Psälzischen Bahnen solle den Fahrplan beschrän⸗

en. Abgeordneter Louis vertheidigt die Nothwendigkeit obiger
Bahn; die Anzahl der Züge auf den pfälz. Linien entspreche dem
Lerlehr und rühre das Tafizit der Pfalz. Bahnen noch von der
Fusion her.

Münnchen, 13. Nob. Die Tagesordnung der heuligen
114. Plenarsizung der Abgeordnelentammer führt zum Finanz⸗
ausschußbericht uͤber die Rücdaußerung der Reichssraihstaͤmmer, bete.
das Gesetz über die pfälzischen Eisenbahren. Der Ausschußantrag
jautet: „Die Kammer wolle beschließen, gegenüber dem die Zinsen⸗
zenährleistung für die Eisenbahn von Kaiserslautern nach Tauter-
cken versagenden Beschlusse der Reichsralhskammer auf dem bezüg⸗

ichen Beschlusse der Abgeordnetenlammer vom 8. Aug. ds. J. zu
peharren.“ Hiezu haben die Abg. Karl Schmidt, Vaillant und
Louis beantragt:

„Die Kammer der Abgeordneten wolle beschließen: Der Ge⸗
etzentwurf die pfälzischen Eisenbahnen betreffend, solle lauten:
Finziger Artilel. Die Staatsregierung ist ermächtigt, sür den Foll
der Herstellung a) einer Eisenbahn von Kaiserslautern nach Lauier⸗
den für ein Bau⸗ und Eimrichtungtkapital im Moximalbelrage von
4,800,000 M., b) einer Verbindungebahn zwischen den Eisen
ahnlinien Bitsch —Saargemünd, sowie Zweibrücken Saarge-
münd einerseits und Saargemünd — Saaralben anderseits für ein
Eau⸗ und Eintichtungskapital im Maximalbetrag von 265, 000 M.
einen jährlichen Ziasertrag in der Maximalhöhe don 41)0 Prozent
nis zum 31. Dezember 1904 zu geiwährleisten oder fiatt dieses
Zinsertrages einen Ueberschuß der Vetriebsrente in einer dem 41/
xozentigen Zins aus diesem Kabital entsprechenden Größe sicher zu
tellen.“

Abg. Karl Schmidt belont, daß sämmiliche Pfalzer Abgeord⸗
udneten über den Antrag einig seien; seine Landsleute seien ja nicht
o schüchtern (Heiterkeit), mit ihter Meinung zurüdzuhaiten, fondern
vürden gewiß gegen den Antrag geredet haben, ware er nicht wohl⸗
»egründet. Er spricht eingehend für denselben.

Berlin, 11. Nov. Der Schaulsteuergesetzentwurf, der heute
»em Abgeordnetenhause zugegangen ist, wird bon sehr eingehenden
MNotiven begleitet. In der Einieitung heißt es:

Das im Entwurfe vorliegende Gesetz soll den Gemeinden
ane bisher nicht in dem zulassigen Maße berüdsichtigie Steuer quelle
tdffnen und zugleich den Zudrang zu einem Gewerde eiaschränken,
essen ubermäßiges Anwachsen in wirlhschaftlichet und sillicher Hin⸗
icht nachthelig wirlt. Ter Entwurf verfolgt Uberall nicht den
Iwech, sonstigen im Interesse einer Verbesserung der finaniellen

Berhälinisse der Kommunen angeregten Maßnahmen' vorzugreifen ode
die Entschließang siber dieselben hinauszusch'eben. Das Bedürfniß
as Gebiet der Steuerquellen der Kommunen über die bisherigen
ngen Gränzen zu erweitern, wird auch dann noch fortbestehen, wenn
ich die Gewährung direkter Erleichterungen für die Kommunen be
ünstiger Gestaltung des Staatshaushaltes demnächst verwirklichen
äßt; der in dem vorliegenden Entwurfe entwickelie Vorschlag wird
uch dann noch seine Bedeutung behalten. Ohne die Nutzbarmachung
olcher Steuerquellen, welche seither überhaupt nicht oder nicht dem
Naße ihrer Leistungsfähigkeit entsprechend zu den Gemeindelasten
erangezogen sind, wird schwirlich die Entlastung der direkten Steuern
»on hohen kommunalen Zuschlägen auf die Dauer herbeigeführt und
eren schwer empfundener Druck zurcichend gemildert werden lönnen.
Als ein vorzugsweise geeigneter Gegenstand der Gemeindebesteuerung
ischeint der Ausschank geistiger Garänke so wie der Kleinhandel
nit Branntwein und Spiritus. Daß diese Geschäftsbetriebe ohne
Schädigung ihrer berechtigten Inleressen eine stärkere steuerliche Be⸗
astung ertragen können, darauf deutet schon die außerordentlich
larke Zunahme hin, welche dieselbe seit dem Erlasse der Reichsge⸗
verbeordnung gefunden haben.“

Berlin, 11. Nor. Während die Officiösen die Nachricht
»ementiren, daß eine erhebliche Vermehrung des Viilitäretats stait⸗
inden werde, wird der „Nationalzeitung“ folgendes geschrieben:
Ullem Auschein nach wird die Erhöhung des Etals für das Reichs⸗
ser eine recht ansehnliche sein. Ueber die Vermehrung der Trup⸗
jen verlautet zunächst posiliv, daß das noch fehlende 15. Artilerie⸗
degiment gebildet und daß jedes bestehende Feldartillerie⸗Regiment
im eine Abtheilung verstärk: werden soll. Außerdem beißt es, daß
die noch fehlenden Regimenter in der Nammerreihe des deuischen
deeres errichtet und jur Bildung eines eigenen Armeecorps ver⸗
vendet, jene Cadres aber, welche noch mit ihren Unterabtheilungen
n der minderen Zahl geblieben waren, auf die volle Siärke der
ibrigen gebracht werden sollen.

We die „Berl. Börsen⸗Zig.“ vernimmt, steht eine Erhöhung
»es Kohlenpreises Seitens der fiskalischen Werke in Schlesien be⸗
ꝛeits in nächster Jeit bebor. Die Entscheidung dürste am 10. be—
eits im Handelsministerium in einer Konferenz der maßgebenden
Bersönlichkeiten getroffen worden sein; wahrscheinlich werde der
dohlenpreis vorlaufig um 2 Pf. per Ceutner in die Höhe gesetzt
verden.

In Ausführung des jüngsten Beschlusses des Bundesralhs
ind Seitens der vornehmlich betheiligten Regierungen von Preu⸗—
zen, Bayern, Sachsen und Baden Prode-Ermitilungen bezüglich
er Tarafätze für Tabalsblätter und Tabakfabri
'ate vorgenommen, über deren Ergebniß der Ausschuß Bericht
erstattet hat. Dem Antrage der Ausschüsse gemnäß hat — wie man
ꝛer „Filf. Ztg.“ aus Berlin telegraphirt — der Bundesrath be—
chlossen, von einer Abänderung der seitherigen Tarafätze für Ta⸗
zak und Tabakfabrikate bis auf Weiteres Abstand zu nehmen.

Als Beweis für die Annäherung der Hofkreise an Berlin
und Petersburg erfährt das Berl. Tagbl. aus bester Quelle, daß
Beneral Schweinitz definitiv als Botschafter in Beters—
»urg verbleibt. Die endgültige Entsgeidung über den et⸗
vaigen Berliner Besuch des C,aren wird bei der Anwesenheit des
Thropfolers getroffen werden.

Jedenfalls aber scheint man in der russischen militärischen
Belt über den Höflichkeiten- und Fürsten-Besuchen die Vertheidigung
des Laudes nicht aus dem Aage zu berlieren. Wenigstens schreibt
nan der Posener Zeitung aus Warschau: „Die russische Regierung
at in neuerer Zeit ihre Aufmerksamkeit der Befestigung der Weich-
ellinie zugewandi. Trotz der Geldklemme, in welcher sie sich be⸗
ndet, hat sie angeordnet, daß bei der Festung Iwangorod (Dem⸗
lin) sechs neue Forts erbaut und schleunigst sertig gestellt werden.
dier dieser Forts, zu denen die Erdarbeiten bereits beendet und die
Naurerarbeiten mit Macht in Angriff genommen sind, werden auf
em rechten Weichselufer in der Entfernung von 11)23 Werst von
zen alten Befestigungen, zwei aber auf dem linlen Weichselufer be⸗
inden und zut Verstärkung der alten Festung von dieser Seite au*
        <pb n="624" />
        dienen, eine Art Brückenlopf bilden. Das eine der viet Foris auf
dem rechten Weichselufer wird die Weichselbahn beherrschen. Die Weich⸗
sjellinie wird von drei befestiglen Punlten beschützt und zwar von Iwau⸗
gorod (Demblin), von der Warschauer Alexandercitadelle und von Nowo⸗
georgiewsk (Moduin.) Wenngleich die Alexandercitadelle nicht sonderlich
sest ift, da sie nach den eigenen Worten des Kaisers Nikolaus J. gegen
Warschau erbaut ist, um es „beim ersten Zeichen eines Ausstandes
in den Grund zu schießen und es nie mehr wieder zu erbauen“,
so hätte sie doch im Kriege immerhin einige Bedeutung, da sie ja
Erdwerken als Mittelpunlt dienen könnte. Eine zweite befestigte
dime, gleichsam die Reserve der drei Weichselfestungen, bildet Brzessc
Lilewsti und Zamokc.“ Gegen wen Nußland, irotz aller Friedens⸗
bersicherungen rüstet, dürfte nicht schwer zu errathen sein · ..
Ausland.

Wien, 11. Nov. Aus verlaßlicher Quelle verlautet, daß

Fürst Lobanoff nach seinem Eintreffen in Konstantinopel eine Con⸗
serenz mit Said und Sawas Poscha hatte, welchen er den Rath
ertheilte, dem Verlangen der englischen Regierung nach Einführungen
bon Reformen in KleinAsien Folge zu leisten, aber jedem Ver—
langen betreffs Abtretung von Territorien den energischsten Wider—
stand entgegenzusetzen. Ferner ist die Nachricht hier eingelaufen,
daß ein furchtbares Gemetzel von albanesischen Muhamedanern durch
Montenegriner in den Dörfern Gusinje und Plana stattgefunden
habe. Es sind dies dieseiben Dörfer, welche die Pforte im Be⸗
griffe ftand, laut dem Berliner Vertrage, an Montenegro abzutreten.
Baris, 10. Nov. Die „Corr. Ldsb.“ berichtet: „Der
Fmir Abd⸗el Kader, der algerische Vollsheld der Vierziger Jahre,
ist zu Damaskus im Alter von 72 Jahren gestorben. Er war
als der dritte Sohn eines Marabuts von Oran zu Mascara im
Jahre 1807 geboren und durch lange Jahre der fanatische und
ersolgreiche Vorlaͤmpfer Algeriens sowohl gegen die Türken als
gegen. die Franzosen, welch letzteten er besonders viel zu schaffen
machte, bis er endlich 1847, nachdem er alle seine Hilfsmittel er⸗
schöpft hatte, in ihre Gefangenschaft gerieth. Bis an sein Ende
bezog er von der franzoͤsischen Regierung eine Pension von
100,600 Frcs.
Das strategische Eisenbahnnetz, welches Frankreich seit
1878 an seiner Ostgrenze angelegt hat, soll nun noch durch eine
weilere Linie vervollstandigt werden, zu welcher die Ingenieure der
Oftbahn bereits die Entwürfe ausgearbeitet haben. Dieselbe zweigt
bei Frouard aus dem Moselthale ab und jührt nach dem an der
Seille unweit der deutschen Grenze gelegenen Nomeny. Dadurch
erhält Frankreich einen weileren von FToul über Frouard nach
Lothringen führenden direlten Schienenweg. Wie die Dinge jetzt
liegen, würde Frankreich bei gehöriger Vorbereitung, an der es
nicht fehlen wird, in dir Lage sein, unmittelvar nach erfolgter Kr'egs⸗
erliärung Stunde um Stunde mehre Truppenzuge landen zu lassen,
die schon nach allerkürzester Frist zu einem mächtigen Heere verei⸗
nigt werden lönnten. Es versteht sich und ist schon oͤfter gemeldet
worden, daß unsere Truppen unter solchen Umständen schon seit
angeret Zeit im Reichstande, nomentich aber in und bei Metz, so
zu sagen im Anschlage und zum Schuß fertig liegen. (Den Vor⸗
dereitungen Frankreichs gegenüder sind wir verpflichtet, ebenfalls
alle irgend erforderlich erscheinenden Maßregeln zu treffen.)

Wie bedeutend die Besserung in der Geschäftslage in Eng⸗
land ist, geht aus der Thatsache hervor, daß die Finfuhr im
Olsober d. J. gegen diejenige desselben Monats des Vorjahres sich
um 812 Mill. und die Ausfuhr in der gleichen Zeit um fast
9 Mill. Mt. erhöht hat.

Madrrid', I1. Rop. Von Cadiz aus sind heute Trup⸗
penverstärlungen nach Cuba in See gegangen. — Die consti⸗
uonelle Parlei wird in den Cortes den Anttag stellen, sofort die
Sklaberei auf Caba aufzuheben und soll es den befreiten Sklaven
überlassen werden, zu arbeiten, füt wen sie wollen. — Bei dem
Dorfe Rocina in der Provinz Huesca hat eine von der See aus
ber das Land ziehende Wasserhose großen Schaden angerichtet.
26 Häufer wurden dadurch zeistört.

Die fianzielle Bedrängniß in der Tür kei soll einen der⸗
arligen Grad erreicht haben, daß sie sich sogar im kariserlichen Pa⸗
laste in empfindlichster Weise fühldat macht. Die Lieferanten des
taiserlichen Haushaltes sollen ihre Lieferungen eingestellt haben und
Bezahlung ihrer Guthaben fordern. Ja, einige Zeitungen bringen
sogar die Mittheilung, daß die Türkei in finanz'eller Hinsicht unter
Kuͤratel gestellt werden soll und doß die englijche und sranzdsische
Regierung hierüber Berathuncen pfleagen.
Bermischtes.

*St. Ingbert, 183. Novbr. In der gestrigen Sitzung
des hiesigen SHoöffengerichts wurden folgende Faͤlle abge⸗
utihelin: Ein Bursche aus Friedrichethal und zwei von Schnapp
bach erhielten wegen Verübung groben Unjugs 10, 5 und 83 Tage
Haft. — Ein Bube von hier wurde wegen groben Unfugs, verübt
wahrend des Untertichts in der Fortbildungsschule zu 3 Tage Haft
zweil. — Ein Bursche und ein älterer Mann aus Sulzdach

zelamen wegen Verübung groben Unsugs 8 und 1 Tag Haft. —
Wegen Diedstahls⸗Versuchs erhielt ein Mann von Großbundenbach
3 Tage Gefangniß. — Gegen 4 Bursche von Sulzbach wurde
vegen groben Uasugs 8, 2. 1 und 1 Tag Haft ausgesprochen. —
cine Vienstmagd aus Hochscheid, früher hier bedienstet, wurde we⸗
zen Unterschlagung zu etuer Gefängnißstrafe von 8 Tagen verur⸗
heili. Von der Anschuldigung des Diebstahls eines Haarzopfes
vurde sie, da kein hinreichender Beweis erbracht war, freigesprochen.

*C(Stadtrathswahl) Am Montag 17. Novbr. wird die
Zemeinderathswahl vorgenommen und wollen wir nicht verfehlen
hei der Wichtigkeit dieser das Gemeinwohl aller Bürger berührenden
Wahl daran zu erinnern, daß Nemand versäumen mödze seine Bür⸗
gerpflicht auszuüben, indem er solche Manner waͤhlt, die⸗s zur
hebung und Forderung des Wohles unserer Stadt beizutragen im
Stande sind und dieselbe nach innen und außen würdig zu repräe
entiren vermögen. — Um Mißverständnifse zu verhülten, wollen
vir hier ansühren, wer zur Gemeinderathswahl berechtigt ist:
„Wahlstimmberechtigt ist jeder Mann, der das 21.
debensjahr zurückgeüegt hat, selbständig, in der
ßemeinde heimathsberechtigt, daselbst wohnhaft und
ndlich mit einer diretten Steuer angelegt is.

Alle Staatsbeamte, welche pragmatische Rechte haben, lBmnen
an dem Orie Ihres Amissitzes wäͤhlen, ebenso die Geistlichen, hier
zie beiden Hetren Stadtpfarter und das angestellte Lehterpersonal.

Jeder Wähler kann am Montag seinen nummerirten Wahs⸗
eitelsselbst holen oder abholen lassen — denselben ausfüllen — (mit 36
stamen, nämlich 27 Muglieder des Stadtrathes und 9 Ersatzleute)
ha aber persönlhich mit Angase seines Namens an den
Waͤhlcommissar (Herr k. Bezirksamtsasessor Dil g) abgeben. —
Der Wahlzettel darf nicht unterschrieben werden.·

x Vor einiger Zen brachte die „Pf. Ztg.“ die Mittheilung,
aß bei der Preiseveriheilung für pfälzische Pferde in Zweibrü⸗
keirn auch ein außerpfälzisches Pferd prämiirt worden sei. Der
figenthümer dieses Pferdes soll nach einer dem genannten Blalte
deuerdings zugtgangenen Miitheilung der Gutspächter Daniel Guth
uf dem Doͤrfier Hofe bei Bitsch und der unterschobeue Preisträger
essen Bruder der Hofbesiher Chrstian Guih auf dem Freudenberger⸗
sose bei Zweibrücken sein.

Kaiserslautern, 12. Nov. Nach dem hiesigen
Fentralgefängnißß werden aus dem jenseitigen Bayern, namentlich
uus Wuürzbucg, da die dortigen Strafanstalten fämmtlich überfüllt
ind, ca. 60 weibliche Gefangene in kleineren Transporten überge⸗
ührt. In einem gestern eingelroffenen Transport von 8 Ver breche⸗
innen befanden sich u. a. zwel der schlimmsten Art: eine reicht
Bäuerin (fie soll 200,000 Mark im Vermögen haben), welche ihren
Mann und die Fcan eines von ihr geliebten Mannes, den sie zu
helichen begehrte, verßistet hat; daneden eine audere Frauensperson,
velche ihren Mann aus Eifersncht erschoß. Lehlere soll sehr robusi
ind außerordentlich frech sein, jo daß man beim Traneport dieselde
zanz besonders überwachen mußte. Beide waren zura Tode verur⸗
heut und wurden zu lebenslänglichet Zuchthausstrase begnadigt.

fSpeier, 11. Novbr. Die „Pfälzer Zeitung“ schreibt:
sachdem am 4. Sept. wegen angeblicher Verbreitung verbotener
sozialdemotranschet Schriften Haussuchung bei uns Kattgesunden
ind man uns einige verbolene Zeitungen weggenommen hatte, er⸗
hielten wir heute von dem kgl. Landgerichte Frankenthal ein Er⸗
enntniß zugeftellt, das im Wesentlichen besagt: „Nach Einsicht und
Betlesung der Altenstücke der Vorunlersu hung, nach Ansicht des
dom tgl. Staatsanwalte unter dem 1. November 1879 gestelllen
Antrages: „In Erwägung, daß die Vorunierfuchung keine hinrei ⸗
heuden Verdachtsgründe dafür ergeben hat, daß der Angeschuldigte
jerbotene Drucschriften verbreitet oder wieder abgedruckt habe, aus
resen Gründen setzt die Strastammer des kal. Landgerichts den
Augeschuldigten aus Grund des 8 202 der R.St.P.O. außer
Berfolgung und legt der Staotstkosse gemäß 88 496 und 499 der
stStr.⸗P.O. die Kosten zur Last.“

puIn Winchrüngen, Kieis Saarburg, haben ein Tag
izhner, seine beiden Söhnt und zwei Töhhter einen Nachharn, mit
»em sie einiger Hände voll Nußlaub wegen in Sireit gerathen
vaten, gemeinschaftlich überfallen, und min Beilen und Hacken so
uͤrchterlich zugerichtet, daß der Mann wohl an den erhaltenen Ver⸗
etzungen sterben wird. Der Schädel ist an fünf Stellen zerschla⸗
en, an beiden Schultern und Ruczrad sind große Verletzungen.
Herbeigeeilte Nachbaru mußten die Unbarmhethigen mit Gewalt von
Jem unglüclichen Opfer hinwegzwingen; der Verteßte wurde fitt
odt in seine Wohnung getragen. Die beiden Söhne, welche ver⸗
aftet werden sollien, flächteten ins Luxemburg'sche.

F Wie der „Meßer Ztg.“ aus St. Avold gemeldet wird.
jatte bei einer letzten Momag im Staatswald der Oberfoͤrstere
Foltenberg abgehaltenen Treibjagd Herr Premier-Lieutenant v. Al⸗
bensleben vom 13. Dragoner⸗Rtegiment das Glück, einen stattlichen
naͤnnlichen Wolf zu erlegen.

FEin Straßburger Original. Vorgestern flarb,
wie die „Stißb. Z.“ meldet, im 83. Ledensjahre Herr Wilhelm
        <pb n="625" />
        Fritz, bekannt unlser den Namen „Millionenfriß“. Der—
selbe war eine von denjenigen Persönlichkeiten, welche ihre Freude
und ihr Glück in dem Erwerbe und Besitz von Vermögen finden,
ohne von dem letzteren einen entsprechenden Gebrauch machen zu
södnnen. So bewohnte derselbe, welcher nebenbei gesagt, einige 40
däuser in hiesiger Stadt zu seinem Eigenthum zählte, in der Vieh—
Jasse ein größeres Haus, ließ jedoch in diesem die nach der Straße
ju belegenen Wohnräume unbenützt und quartirte sich in dem Zimmer
ines unansehnlichen, verwahrlosten Nebengebaͤudes ein, in welchem
er denn auch gestorben ist. Eine alte, in einem angrenzenden Ge⸗
häude wohnende Frau, versah ihm in seinem Haushalte die Arbeit.
Das hinterlassene Vermögen soll sehr bedeutend sein und der Ver⸗
storbene auch hierüber verfügl haben. Dessen Vater soll um die
Mitte des vorigen Jahrhunderts von Pforzheim aus als Hand⸗
werksbursche hieher gekommen und durch Fleiß zu einem reichen
Mann geworden sein. Od das hinterlassene Vermögen des verstor⸗
dtorbenen Sonderlings nun ganz oder theilweise nach Pforzheim
oment, oder in h'esiger Stadt verbleibt, wird die nächste Zeit lehren.

Straßburg, 10. Rov. Die Gemahlin des Statt⸗
halters Feldmarschalls v. Manteuffel ist heute Abend 7 Uhr im
Alter von 64 Jahren gestorben.

FSchwetzingen. Neulich wurden die Schloßteiche ausge⸗
fijcht und an Hechten und Karpfen 12 Centner ansgehoben; darun⸗
jer waren Exemplare, die ein Gewicht von 17 Pfund hatten. Für
den Centner wurden 45 M. bezahlt.

Muünchen. Die Sitzung des ärztlichen Vereins vom 5.
November war in sanitärer Beziehung dvon größter Wichtigkeit und
28 kann daher nicht wundern, wenn dieselbe von den Aerzten über⸗
aus zahlreich besucht wurde. — In derselben referirte naͤmlich Herr
Professor Dr. Bollinger über künstliche Tuberkulose (Lungensucht),
x⁊zeugt durch den Genuß der Milch tuberkuloser (perlsüchtiger) Kühe.
Sein Vortrag, meist auf eigene Versuche fußend, ist auch für weitere
reise wichtig, denn er bewies zut Ebidenz, daß die Milch tuber⸗
uloser Kühe ganz eminent ansteckend wirlt und wieder Tuberkulose
dei den Versuchssthieren deranlaßt. Selbst gekochte Milch dieser
Art fand Bollinger in gleicher Weise schädlich. Er führte ferner
zus, daß es keinem Zweifel unterliege, daß die Tuberkulose des
Menschen der des Rindes, wenn nicht voͤllig identisch, so doch voll⸗
staͤndig homolog sei, und daß bei der großen Verbreitung der Perl⸗
ucht im einheimischen Rindviehstand — bei älteren Kühen etwa 8
Peocent ihrer Zuhl — der Genuß von Mich derartig erkrankler
Thiere eine hohe ungeahnte Gifahr für den Menschen darstelle. —
Begenüber solchen Ersahrungen und unter Berücksichtigung der enorm
Johen Sterblichkeitsziffet der Tuberkulose deim Menschen, besonders
in Städten, dürfte es an der Zeit sein, alle berufenen Keeise —
por Allem aber die Landwirthe — zu veranlassen, die Perlsucht des
Rindes und ihre schädlichen Folgen zu bekämpfen. In diesem Sinne
wurde denn auch vom Vorsitzenden des ärzlichen Vereines, Herra
Obermedizinalraih Dr. Kerschensteiner, das erste darauf bezügliche
Unternehinen, die eben in's Leben tretende „Münchener Molterei“
jreudig begrüßt, da diese Genossenschaft es sich zur Hauptaufgabe
gemacht hat, in ihren Melkviehbeständen tuberkulose Thiere sorgfäl⸗
sigst fern zu halten und für diesen Zweck eine ständige Koutrole
durch einen bewährten Sachverständ'gen auslüben läßt.

f Als eine merkwürdige und jedenfalls nicht häufig
ausgesprochene Bitie dürfte wohl diejenige anzusehen sein, welche
ein junges Mädchen, Anna M. aus L. neuerding in einem Bitt⸗
geluch an den Kansser gerichtet hal. Das Mädchen bat in nai⸗
den Worien, Se. Majestät möze die Güte haben, es in ein Regi⸗
ment und zwar bei den schwarzen Husaren aufnehmen lassen, da es
eine so große Liebe zum Soldatenstande empfinde. Daß ihr dieser
sehnliche Wunsch in Erfüllung gehen wird, ist wohl sehr zu be⸗
weifeln. Vielleicht begnügt sich die Betstellerin mit einem schwar⸗
jen Husaren als Ehsmann.

CMittel gegen Schnuphen.) Die „Berl. Zig.“
chre'bt: Wir danken der im Sommer hier gewesenen Gesellschaft
bon Zulu⸗Kaffern ein eigentbümliches Recept gegen die besonders im
Frübjahr und Herbst häufig gustretenden Katarrhe (Schnupfen und Hu⸗
en.) Die Koffern schneiden eine Anzahl unserer gewöhnlichen
Kochzwiebeln in vier gleiche Theile und versetzen solche mit einer
üchtigen Quantität Zuder. Wo frische ungehopfte Bierwürtze vor⸗
Janden ist, wird solche vorgezogen. Die Zwiebeln werden damit
jedämpft und von dem Saft, je zu 2 Siunden ein Theelöffel voll
ngenommen. Die heilsame Wirkung ist ganz auffallend. Wird
das Mittel rechtzeitig angewandt, ehe es aus einem einfachen —X
ein hartnädiger chronischer Kalarrh entsteht, so kann in allen Fällen
rasche Genesung carautirt werden. Wir kennen eine größete An⸗
ahl Famslien, welche bei der eingetretenen rauheren Jehteszeit Ge⸗
rauch von diesem einfachen Hausmittel machten und sämmtlich über
zen guten Erfolg erstaunt sind.

Das Ende vom Liede. Der Wiener Figaro stellt in einem
Bilde den Leiter des Finanzministeriums dar, der, mit einer gro⸗
zen Reisetasche ausgerüstet, im Begriff steht, nach dem Bahnhofe
u eilen. Darunter ist zu lesen: Wohin reisen Herr v. Chertek?

— Ich wand're aus. Ich habe heule meinen Gehalt bezogen und
nach Abzug der Personal Einkommen⸗, Ergänzungs-, Vermögens⸗
ind Kriegesteuer, der Militär⸗Befreiungs-Toxe u. s. w. 27 kr.
ekommen. Da soll ihnen wer will das Finanzminifterium leiten.
Anr Eine Bergbahn, nach dem Muster der Rigibahn,
oll,, wie das „Echo des Siebengeb.“ meldet, von Konigswinier
nuf die Spitze des Drachenfelses geführt werden. Eine Kolner
Befellschaft hat die Ausführung des Projeets übernommen und
oüen bereits Vermessungen vorgenommen werden, auf Grund deren
nan die Conzession nachsuchen wird.

F Richtige Todtenschau. Die Bozener Zeitung erzählt folgende
harakteristische Geschichte: ·Im vergangenen Sommer wurde zwi⸗
chen Moritzing und Siebeneich, nahe an der Landstraße, die Leiche
ines Handwerksburschen aufgefunden.'“Det Leichenbeschauer, ein
ilter Chirurgus, hatte Sonnenstich als Todesursache ange⸗
zeben, und die Leiche fand in Terlan dein christliches Begräbniß.
hach Wochen stellte sich in Italien ein deutscher Handwerker dem
herichte und machte eine Aussage, aus welcher hervorging, daß
die in Terlan begrabene Leiche die eines Etmordelen war. Um
die Aussage jenes Handwerkers zu prüfen, fand vor einigen Tagen
die Exhumirung dec Leiche stalt. Man fand fast nur mehr ein
Zkelett, das aber — einen Strick um den Hals und ein Taschen⸗
suuch im Munde hatte. Und dies Alles hatten, weder der todlen⸗
zeschauende Arzt noch Diejenigen gesehen, welche die Leiche aufs
anden und rach Terlan überführten ?

r In der Stad Indianopolis Gereinigten Staalen)
vuthet gegenwärtig ein erbifterter Bierkrieg. Dort findet zur Zeit
ine Staats Ackerbau⸗Ausstellung stalt, beĩ welcher die Commision
erschiedenen Wirthen Schankgerechtsame ertheilte; als aber bei der
kröffnung der Ausstellung die Bierwagen erschienen, um den
—„chankftänden das edle Naß zuzuführen, ließ man sie nicht ein und
agte, duß man beschlossen habe, keinerlei geistige Getränbe zu geftatten.
die Deutschen beschlossen sofort, der Ausstellung fern zu bleiben,
ind nahmen auch nicht an dem großen Umjuge Theil, der gehalten
vurde. Die Ursache dieses Bierverbotes soll Frau Hay es, die Gat⸗
in des Präsidenten, sein, welche bekannilich eine leidenschaftliche
Temperenzlerin ist. Man sagt einem deutschen Berichterstaller, daß
nan die Brauer deßhalb ausgewiesen hakte, um der hohen Frau
as entsetzliche Schauspel von Trinkgelagen zu ersparmm. Die eigeni⸗
iche Veranlassung soll ein Temperenzhrediger gegeben haben, der
iuf dem Platze eine Speisebude halte und die Concurrenz der
krinkstände fürchtete, J

Wie man aus Cincinnati unterm 13. Oci. meldet,
yurde in der Nihe von Grayson in Kentuchy ein gewisser Jesse
UInderwood auf der Schwelle seines vaterlichen Hauses erschossen in
olge einer Vendetta (Blutrache), welche, bedingt durch die in dieser
insicht außerst corsicanischen patriarchalischen Verhältnisse Kentuckys
don seit längerer Zeit zwischen den Familien Holbrook und Unler⸗
vood beiteht. Die Patei Holbrook hat das Unterwood'sche Haus
imzwingelt und bedroht jeden mit dem Tode, der den Erschoffenen
ju begraben pder dem mit seiner Familie im Hause befindlichen und
erwundeten George Unterwood Hilfe zu bringen wagt. Ein Gesuch
in den Gouverneur des Staates um Schutz und Hilfe ist, bisher
inberückiichtigt geblieben. Jesse ist innerhalb dreier Wochen bereits
vas vierte Menschenleben, welches auf Seiten der Unterwoods der
wischen den beiden genannten Familien bestehenden Vendetta zum
Opser fällt, während die Holbrools erst einen Tooten zu beklagen
naben. Aeußerst gemüthliche Zustände!

Marktberichte.

Zweibrücken, 18 November. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Beizen 11 M. 837 Pf. Korn 9 M. 48 ppf., Gerste zweireihige 7 M. 82 pPf.
ierreihige 7 M. 0d Pf., Spelz 6 M. 91 Pf., Spelzkern — M. — Pf.
dinkel — M. — Pf., WMischfrucht o0 M. 98.Pf., Hafer 6 M. 68 pf.
krbsen — M. — Pf., Widen 5 M. 99 Pf. Karlioffeln 2 M. 80 Pf.,
deu s M, 20 Pf., Stroh 8 M. — Pf., Weißbrod 1i/, Kilogr. 56 Pf.
dornbrod 3 Kilogr. 82 Pf., 2 Kiloar. 65 Pf., Kilogr. 28 Pf, Gemischi⸗
»rod 8 Kilogr. 97 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 pf. Rindfleisch J. Qual.
30 Pf. I. Qual. 50 Pf. Kalbfleisch 50 Pf. Hammelfleisch 60 Pf. Schweinefleisch
36 Pf., Butter /1 Kilo zr. O M. 90 Pf., Wein 1 Liter 80 Pf. Bier J Liter 24 Pf.

Homburg, 12 November. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weigen
11 M. 69 ge Korn 9 M. 47 Pf. Spelzkern — M. — Pf., Spelz 6 M.
10 Pf., Gerste 2reihige O M. — Pf. Geste Areihige 7 M. 48 Pff. Hafer
s M. 54 Pf., Mischfrucht 10 M. 23 Pf., Erbsen 0O M. — Pf., Wicen
) M. — Pf., Bohnen — M. — pf., Kleesamen — M. — Pf., Korn⸗—
»rod 6 Pfund 78 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund - Pf., Ochsenfleisch — Pf.
Rindfleisch 44 Pf., Kalbfleisch 86 Pf., Hammelfleisch — Pf., Schweinefleisch
4 Pf., Butter 1 Pfund O'R. 90 Pf., Kartoffeln per Ctr. 8 M. — Ppf.

Kaiserslautern, 11. November. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.)
Weizen 11 M. 48 Pf., Korn 9 M. 67 Pf., Spelztern — M. — Pf. Spel
M. 19 Pf., Gerste 8 M. 93 Pf., Hafer 6 M. 78 Pf., Erbsen 60 M.
38 Pf., Wicken 5 M. 99 Pf., Linsen O M. — Pf., Kleesamen — M. —
Pf. Schwarzbrod 6 Pfund 1. Qual. 76 Nf., do. 8 Pfd. 88 Pf. Gemischtbrod
z Pfund 43 Pfg. Butter per Pfd. — M. 85 Pf. Eier 2 Stu 12 Pf., Kar⸗
offeln ver Cent. ß M. — Ppf. Stroh 2 M. 28 Pf., Heu 2 M. — Pfg.

Fur die Redaction verantiwortlich: J. X. Demez.

— —
        <pb n="626" />
        Geschäftsempfehlung.
Den geehrten Einwohnern von hier und Umgegend dle erge—
bene Anzeige, daß ich im untern Stocke meines Hauses ein
Satller und Tapeziergeschäft
erdffnet habe und alle in diese Branche einjchlagenden Artiket uater
Zusicherung prompter und billiger Bedienung einer geneigten Ab
nahme empfehle.
St. Ingbert im November 1879.
Hochachtungsvollst
Julius Ehrhardt.
Der Unterzeichnete
empfiehlt sein Lager in
Geschäftsbüchern
aus der bekannten Fabrik von
König und Ebhardt
in Hannover.
Franz Woll.

Nach der kaiserl. Verordnung vom 4. Januar 1875 ist der Verkau
Nächten Bernhardiner Magenbitter Jedermann gestattet.
F Pramirb Bernhardineéèr Wien 1878.
— *0
Alpenkräuter ⸗ Magenbitter
(Bernhard's Alpenkräuter-Liqueur.)
Dieser *
——
ie, nach 33
einem 37
ann *
oster⸗ 17
recept 83*
abrizir⸗ 3
e Kräu⸗ 37.
er⸗Ma⸗ E.F
zenbitter 78
wurde ] *8
oon den
bekannt. 3
Autoritäten den Herren Universitätsprofesszren Dr. VL. A. 52
Buchner, Dr. Kayser, Dr. Witistein, sowie von vielen be⸗ 53
ruühmten Aerzten wie Dr. Joh. B. Kranz, Dr. Schöner in 53
München ꝛc. als das be ste Dasemutg und wirk⸗ 55
famfte Stomachicum bezeichnet. — Seine vorzüglichen 37
Wirkungen bei Magenbeschwerden aller Art, Ma- 7
genkatarrh, Verdauungsfchwaͤche, die gewöhnlich 5*
in Folge schlechter Zähne bei mangelhaftem Verlkauen der 35
Speisen enisteht, Blaͤhungen, Haͤmorrhoiden, Eckel 38
vor Fleifchspeisen, Kraͤmpfen, Hautausschlägen, *
Leber⸗ und Nierenleiden, Affectionen des 8 —
Bleichsucht, weißer Fluß, Wurmleiden, 57
Wechselfieber ꝛc. ꝛc. sind duͤrch eine große Anzahl 28
Dank- und Anerkennungsschreiben von Aerzten und Laien J
jeil einer Reihe von Jahren glänzend bestätigt. Dieser 25
Magenbitter wird pur, oder 1 Eßloͤffel voll als Zusatz zu *
Wasser, Wein ꝛc. getrunken, gibt mit Sodawasser oder j
Fuderwasser eine äußerst gesunde Bitterlimonade, die Ka⸗
tarrh⸗Verschleimuug und Katzenjammer sofort be⸗
seingt, ist in allen Formen ein die Gesundheit füör⸗
derudes blutreinigendes Getränke, das bis in's
höchste Alter gesuünd erhält.
Verkauf außer den bekannten Flacons à 2 Mark und 1, Mark 5, Pis.
Große Flafchen ca. 780 Gramm Jnuhalt 4 Mark.
Bei Abnahme von 3 großen Flaschen freie Verpacung, bei 9 Flaschen freie
Verpackung und 1 Zlasche gratis. Bersandt per Rachnahme durch die
Niederlagen; En-gros-Versandt durch die Fabriken von
Wallrad Ottmar Bernhard, k. Hofdestillateur
Muünchen — Zürich — Kufstein (Tirol).
Atteste und Gebrauchsanweisung liegen jeder Flasche bei. Rur ächt zu
beziehen in: St. Ingbert bei Joum Poters.
Arzheim b. Landau: Julie Schandein. Annweiler: Chr. Haberer. Blies⸗
lastel: L. B. Hussong. Dreisen: J. Oberländer. Dürkheim: D. Dam⸗
bach. Edenkoben: P. Baumann. Erbach bei Homburg: Carl Dielforter.
Frankenthal: J. Müller vorm. S. J. Storck. Germersheim: Emil
Rheinwald. Glianmünchweiler: Carl Breith. Grünstadt: J. B. Floͤhr.
Daßloch: Joh. Fischer. Kaiserslautern; L. Presser. Kirchheimbolanden
ẽ. W. Kobelt. —Landau: J. B. Feldbausch. Landstuhl: M. Schlott⸗
hauer. Ludwigshafen: W. Ruelius. Neustadt: Julius Hauck. Pirmasens
S. Mohrhaͤrdt. Rockenhausen: Ch. Külz. Speyer: J. B. Fell.
Zweibrücken: W. Aug. Seel

Für Gerb er und
Schuhmacher.
tzäule u. Lederversteigernug.
Mittwoch, den 19. Nov.
1879, Morgens 9 Uhr anfan⸗
gend in der zur Conkursmasse
des Friedrich Hetrmann Laur,
Gerber in St. Ingbert
gehörigen Gerberei, werden fol⸗
dende zur obigen Conkursmaffe
dehörigen Gegenstände, gegen
Zaarzahlung, oͤffentlich versteigert
werden, als:
9 Häute für Sohlleder, 25
Hãute für Oberleder', 8
Kalbfelle, 2 Ziegenfelle, 6
häute im Salz, 82 Häute
in der Farbe, 8 Sohlhäute
im B. Satz, 24 Häute im
J. Satz, 8 fertig gegerbte
Hãute, (Oberleder) 6 weitere
Hãute, Leimleder, Schaf⸗
wolle, Kälberhaare, 25,000
Lohkäse ꝛc. ꝛc.
St. Ingbert, 8. Nov. 1879.
Der Conkursverwalter:
Ph. Fitz,
Geschaätsmann.

Reichenhaller
Kirchenbau⸗Lotterie.
200,000 Loose.
Geldgewinnste 185,000 Mark.
ziehung am 80. Decemb. 1879
Treffer 60,000 M., 25,000 M.
10,000 M., 5000 M. u. s. w.
V
zu beziehen durch die General⸗
Agentur
Carl Lauug,
Bankgeschäft in München
und
Franz Woll in St. Ingbert.

Haasenstein &amp;
Vogler.
Erste und älteste
Aunoncen⸗Exrpedition
Pramkfurt a. Maim

— —
Sprotten
taͤglich frisch, goldgelb und halt⸗
bar geräucheri ea. 200 St.
pr. 3 Pfd. Kiste M 2.—,
pr. 2 Ast. AM 3.850 sranco
und verzollt unter Nachnahme
ab Ottensen. Frische See⸗
fische, Austern, Heringe, Ca⸗
diar, Conserven, Südfrüchte,
Taffee und Thee empfiehlt zu
dilligsten Preisen.

A. Wilthagen,
Aliona bei Hamburtg.
Preis Conrante grat's u. franco.
ein ste in
zonig⸗
Lebkuchen
à 90 Pf. empfiehlt
ã. B. Hussong,
Blieskastel.

Filicdlen in Darmstadt

Mannheim, Carlsruhe, Stutt

gart, Würzburg, Ulm,
Freiburg in Baden.
Besorgen z2u Originalpreisen
ohne alle Nebenkosten:
gtellon· Qoenoho. Paohtungeon,
Vaoanzen-Angebe Buobmissionen,
Cauf-&amp; Vorkaufa- Hoiraths·Osffertor
Anszeigen. Dise roto Anseig
in alle Zeitungen der Wolt

Anpaluestello

Die Hauptblàtter der
Sebweiz und Pranbreichs
zind von uns gepachtet&amp;
nehmen Anzeigen mur

ddureh unmns.

vVon
—mnOnoom
fär alle hiesigen und auswärtigen Zeitungen befindet gich bes
Rudolph Mosseo
TFRRAUIUIäIGS . I.

ue
—

— —

c

éeibhnachten 1879.
Meinen neu bearbeiteten
atalog ũber VNornberge
Spielwanren ver
crallhin gratis?
— —

2
*

gegenũber gegenũber

der Hauptpost. Zoeil 45 der Hauptpost.
Glieiehe FPreise wie bei den Zeitungs-

Pxpeditionen selhst. — Bei grössoron Aufträgen hiervon

noch entsprechendo Rahattbhewilligung.

6

'v
W
—XXX
tyn eneedla⸗

— so alen A⸗
fĩ
*11

7 8.
Saison in Rissingen
Brũckenstrasse.

nAan, Conv⸗rts
mit Firma bedruckt werden rasch
und billig angefertigt in der
Buchdruckerei von F.X. Demet

ODruckarbeiten aller Art
werden rasch und billig angefertigt in der
J. J. Demetz'schen Buch⸗ und Steindruckerei.

2

Druck und Verlag von F. X. Deme;z in St. Ingbert.
Hierzu für unsere Po st ⸗Abonnenten „Illustrirtes Sountagoblatt“ Nr.

4
        <pb n="627" />
        Bl. Ingberler Anzeiger⸗
der St. Ingberter Auzeiger und das (2.mal wöchentlich mie dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Vei⸗

age) erscheint woͤchentlich vlermalz Dieustag, Donnerstag, Bamstag und Sonntag. Der Abonuementévreis betragt vierieljahrlich

A 40 B eiuschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 AM 60 H, einschließlich 40 Zustellgebützr. Anzeigen werden mit 10 J, von Auswäriñ
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschriit oder deren Raum, Neclamen mit 30 4 pro Zeile berechnen

F ——
r
—
M 182. Sonntag, den 16. Novbember 1879. p

———

Deutsches Reich.

München, 13. Nov. Sicherem Vernehmen nach ößt
der Gedauke des Anlaufs der pfälzischen Bahnen durch den Sitaat
zei der Regierung auf entschiedenen Widerspruch; es ist deßhalb
weifelhaft geworden, ob ein solcher Antrag, wie in Aussicht ge⸗
rommen war, überhaupt in der Kammer der Abgeordneten gestellt
verden wird. (Ir. Rur)

(Uebergangsabgabe auf nach Bayern eingeführtes Bier.)
Rach 8 1 Bt. a der tgl. Verordnung vom 31. Ott. 1879, den
Bollzug des Gesetzes über den Malzaufschlag betreffend, wird vom
. Rovember 1879 ab bis zum Ablauf der XV. Finanzperiode
1880,81) die Uebergangsabgabe von Bier mit 3 M. 285 Pf. vom
heltoliter ethoben, waͤhrend diese Abgabe vor dem 1. Nobember ge⸗
naß Entschließung des Igl. Staatsministeriums der Finanzen vom
. November 1875 per Heltoliter 2 M. 80 pf. betragen hat. Für
Diejenigen nun, welche der Sache nicht auf den Grund zu sehen
n der Lage sich befinden, lönnte es den Anschrin gewinnen, daß,
achdem der bayerische Malzaufschlag von 4 auf 6 M. erhoͤht
ootden ist, die Uebergangsabgabe für Bier in gleichem Verhaͤltnisse
zätte von 2 M. 50 Pfa. auf 3 M. 765 Pf. erhöht werden sollen,
Dem ist aber nicht so. Nach Art. 40 der Verfafsung des deutschen
teiches ist nämlich noch die Bestimmung in Art. 5 Ziff. 82
iit. b des Zolldereinigungs · Vertrages vom 8. Juli 1867 in Keaft.
vonach für Bier 1 Rihlr. 13 Gr. (8 4 M. 50 Pf.) von der
Ihm zu 120 Quart Preußisch (137 “/10 Liter) als das höchsie
MNaß betrachtet werden soll, bis zu welchem in den Vereinsstaaten
ine Besteuerung des Bieres für Rechnung des einzelnen Staates
lattfinden kann. Hieran gebunden, konnie Bahern bei Er höhung
des Malzaufschlages den Satß für Übergangsstenerpflichtiges Bier
uicht auf 3. M. 75 Pf. sondern auf höchstens 8 V. 27240 Pf.
zro Hektol.feststellen, hat ihn aber wahrscheinlich behufs der veich⸗
eren Berechuung der Uehergangssteuer auf ß M. 26 Pf. abge⸗
undet. (Alla. Hopfenz..

Berlin, 10. Rovbr. Nach einem Consulataberichie aus
Chicago wird betreffs der 1878 ersolgten Einfuht ˖ deutscher Er⸗
eugnisse bemerlt, doß Rheinweine, Mineralwosser und baherische
Biere, gleich allen Luxusarukeln in verminderten Mengen bezogen
worden sind.“ Von den eingeführten Musik: vaaren (Streich und
Blasinstrumente/ Harmonilas, Saiten, Noten u. . w.) sind 80 pCi.
deutschen Ursprungs. Dagegen behertschen die amerikantschen Piauos
Pianinos, Orgeln für Kirche usde Haus den Marli mit Ausschluß
aller sremden Concurtenze Die deutschen Spiegel werden dort noch
mmer wegen der auberordentlichen Reinheit und Treue des Re⸗
leres geschätzt. Die Einfuhr deuischer Spietwaaren hat durch die
mlandische Industrie sehr starke Einbuße erlitien und deschränki sich
auf Attilel, welche sich durch Billigleit cupfehlen. Die amerka⸗
aischen Waaren sind dei großer Mannigfalugleuteleganter. fiun⸗
reicher, dem hiesigen Geschmack eulsprechender. Von den importir⸗
en Raucherartileln (Meerschaum⸗, Porzellanpfeifen u. s. w.) liefern
kuhla und Nürnberg deu größern Theil. Wie die amerikanische
Lederindusttie überhaupt, so hat insbejsondere auch die Mauusatlur
on Juchtenleder solche Forischritte gemacht, daß neben den inlän⸗
sischen Fabrikaten aus solchem Leder nur noch die besten Produkte
)es Auslandes mit Erfolg concurriten. Diese werden jedoch unler
)en jetzigen Verhältnissen als Luxudartikel in —XE
ingen Quantitaten, besonders auch für den Zwrnd eingeführte um
den dortigen Fabrikanten als Muster zu dienen .

Es steht eine Verfügung des Statthalters d. Manteuffel in
Aussicht, wonach versuchsweise und auf Widerruf die Preßsreiheu
n Elsaß⸗Lothringen eingesührt werden solle. Jasbesondere
verden auch mehreren durch den früheren Oberptäsidenten v. Möller
erbotenen Zeitungen und Zeitichriften der Postdebit wieder de⸗
villigt weiden.
Aussfand.

Ein neues Leben ist seit einiger Zeit in die Vereinigten
staaten gekommen, ein Leben, wie es seit 1873 bis auf die
krinnerung derschwunden war. Die glänzeuden Ernten des Weslens,
ʒer massenhafte Abjatz von Produlten aller Art nach Europa, die

Wlederaufnahme der Vaarzahlungen, die großen Forischritte, welche
unter der eisernen Ruthe der Noth in den letzten Jahren auf dem
ndustriellen wie dem national okonomischen Gebiet gemacht worden
ind. haben endlich den Bann gebrochen, der auf dem gesammten
heschäftsleben dieses großen Landes länger denn ein Lustrum lasiete,
ind es liest sich jast wie ein Margen, wenn man die Berichte
ber Millionen und Millionen liest, die allwöchentlich durch das
goldene Thor“ der Hafeneinfahrt ANew Yorks zustroͤmen, welches
iese stolze Bezeichnung jetzt ungleich mehr in Anspruch zu nehmen
erechtigt ist als San Francisco. Der Wandel ist so groß, wie
r ploͤßlich gelommen ist. Hochfluth in allen Geschäftazweigen deß
zroßdandels. Alle Preise sleigen und dabei ist der Umsatz, wenig⸗
dens im Großgeschäft, so gewaltig, daß viele Gewerbtrei bende außer
Ztand sind, alle ihnen zugehenden Bestellungen auszusühren. Ja
er That, es hat jast den Anschein. als sollten jetzt auf einmal
lle die Gegenstände des Verbrauchs und Genusses, die man jeßzt
n den letzten 6 Prüfungsjahren allmählich abgewöhnt hat, nach⸗
elicfert und verbraucht werden. Es braucht nicht näher beieuchtet
u werden, wie erjreulich das ist und wie sehr dieser Um⸗ und
lufschwung jeht Tausenden und Tausenden zu Gute lommt und
wch lonmimen wird. welche wahrhaft erdrücenden Jahre der Prüfung
ind des härtesten Ankampfes haben durchmachen müssen, um eud⸗
ich wieder die Früchte ihrer Behacrlichkeit und ihres, sreilich ere
wungenen Entsagens zu eruten. — —
BVermischtes.

* St. Ingbert, 18. Nob. Es scheint, als wolle der
Binter seine Herrschast anterten: -Der⸗ gestrige Tag brachte uns
jegen Abend anhaltendes Schneegesidder und heute ist Feld und
zlue in eine glauzende Schneedede eingehüllt.

7 Das nmene Gerichtsverfahresn, bringt eine sehr
ief in die bürgerlichen Verhaälinissen dringende Neuerung miß fich.
nit welcher sich das Publikum nicht zeitig genug bekaunt maden
ann, näümtich die sogenaunten Zahlungsbefehle.Es verhält sich
olgendermaßen damit: Weun Jemand einen sJaumigen Schuldner
jat, Jo kann er in Zulauft zu dem Amisrichter gehen und beau—
tagen, daßz der Schulduer Befehl erhalte zu bezahlen. Dieser Be⸗
etl wird sogleich ausgesertigt und dem Schuldner auigegeben, inner⸗
alb wweier Wochen entweder zu zahlen oder Widerspruch zu erheben.
Thut er Beides nicht, so wird ein Vollsteecungsbesehi erlassen auf
Zrund defsen dann der Schuldner ohne weiteren Aufenthalt gepfän⸗
iet wird. — Da es auf d'e Höhe der Summe nicht anlommt, so
ann der Zahlungsbef: hi auf eine Million Mark erlassen werden.
— Der Amtsrichtet ertheilt den Zahlungsbefehl jedoch nur dann,
venn der Gläubiger wirllich Geld hergegeben oder bestellie Waaren
virklich geliefert hat. — Nut das Amtegericht erläßt Jahlungsbefehle.
Deßhalb hat der Gläubiger auch keinen Anwuit nöihig. Der Glau⸗
iger muß sich an das Amtsgericht wenden, in welchem der Schuld⸗
jet seinen Wotrnfit hat oder sich -aufhält. Hat ein Glaudiger
nehrere Schuldner, jd kann er fie gleich miteinander in dem einen
hesuche aufführen, d. h, gegen fie Jahlungsbefehl beantragen. Der
Im tdrichter lann / dat Gesuch zurückweisen, wenn der Anspruch im
hish alte des Gesuches üderhaupt oder zur Zeit nicht begründei ist.
Der Glaͤubiger Imuß dann seinen Anspeuch im Wege gewöhnlicher
dlage versolgen. Nimmt der Amtsrichter das Gefuch an, so erlaßt
r den Zahlungsbesehl, welcher naluttich nicht umsonst ettbeilt wird.
Der Gerichtsschreiber fertigi hievon eine Abschri jt und übergibt fie
em Gerichtsvollzieher, sendet dem Schuldner den Zahlungsbefehl
zer Post oder sucht ihn in der Wohnung auf. Laßt sich der
Schuldner nicht teeffen, so wird der Zahlungsbefehl an die Thüre
einer Wohnung geheftet oder dem Hausmeister, der Koͤchin, dem
vehilfen in. der Wertstatt ütergeben. An Sonntagen darf der
Zerichtsvollzieher sich jedoch micht auf den Weg machen. Wenn
nun der Schuldner Widerspruch erhebt, — was mündlich durch
)en Gerichtsschreiber oder schriftlich durch die Erklärung:? Ich er⸗
sebe Widerspruch“, geschehen ;— wird der Zahlungsbefehl
sinfäͤllig. Das Amisgericht verstäändigt den Gläubiger von, dem
Biderspruch, das Mahnverjahten ist damit zu Ende; und der Glaͤu⸗
niger muß nun den Schuldner zur mündlichen Verhandlung vor das

*

*
22*
3
———
57*
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*
3*
3
*3
4
        <pb n="628" />
        Amitegericht laden lassen. Der Amtsrichter beraumt die Verhandlung
für die naͤchsten Tage an, und beginan nun der gewöhnliche X
(NRech:sstreis). De Frist ist im ganzen Verfahren sehr kurz. Es
ist daher für den Schuldner unter allen Umständen große Eile
nöthige, sonst sieht er sich gepfändet, ehe er recht an den Zahl·
ungsbefehl glauben will. —

4 Von den 14,000 Ml., welche pro 1879 aus Kreismitteln
zur Unterstützung der Kantone bei Distrittsstraßen⸗Reubauten be⸗
sünumt wurden, erhalten je 500 Mk. die Kantone Bergzabern,
Winnweiler und Waldfischbach, je 1000 Mt. die Kantone Wald⸗
mohr, Kusel, Lautereden,. Dahn und Pirmasens; je 1500 Mt.
die Kantone Homburg, Wolfstein, Blieslastel, Hornbach und Zwei⸗
brücken.

PPirmasens, 183. Novb. Die Kinderkrankheiten wie
Rölhein, Cronp ꝛc. grassiten in der Stadt und Umgegend in Be⸗—
sorgaiß ercegender Weise, so zwar, daß die höhere Töchterschule und
ber Kindergarten auf unbestimmte Zeit geschlossen werden mußten.

(Zweibr. Zig.)

p Die Attienbrauerei Kaiserslautern hat nach Ab ˖
schreibung sämmtlicher Geschäfis⸗ Unlosten im abgelaufenen Jahre
esnen Reiugewinn von 80,000 M. erziet.

FHerrheim, 8. Nov. In hiefigem Banne wurde gestern
eine blüdsende Kornäbre 20 Eim. lang und 2 Em. dick gefunden.

J (8L. Anz.)

Hermeskeil, 10. Nov. Vor ein paar Tagen ver—
ließ der Förster Kleinschmiot von dem benachbatten Orte Reinsfeld
seine Wohnung, um fich nach dem ca. 5 Minuten entfernten Sclag
zu begeden. Diese Gel⸗egenheit benutzte ein junger Vagabond bei⸗
jelte bei der im Haufe allein sich befindenden Frau des Försters
und verlangte das Geld. Als ihm dieses verweigert wurde, schlug
der Unmensch mit einem derben Knittel die Frau über den Kopf, so
daß dieselbe ohnmächtig wurde und blutüberströnt zusammenbrach.
Die ärztliche Unterfuchung constatirte 10 flache Hiebwunden, von
denen einige bis auf den Knochen durchgingen. Der Landstreichet
tonnie jedoch nur eine Doppelflinte ftehlen und mußte sich sonst un⸗
verrichtiter Sache entfernen. Hoffentlich wird es der Polizei ge—
ungen, desselben bald habhaft ju werden. (Rh.« u. M.Zig.)

In Speyerhut sich der Porträtmaler Prdschold durch
Oeffnen der Vulsader enileibt.

Erlaube mir ein geehrtes
Publikum von St. Ingbert und
Umgegend auf mein

Schuh⸗-Lager
aufmerlsam zu machen. Dur ch
solide GeschäftsVerbindung bin
ich in den Stand geseßt, gute.
dauerhafte * F

Gruben⸗-⸗Schuhe,
das Paar zu Mark 6.- ab⸗
zuge ben.

Elversberg, im Nobrbr.

B. Winter.
— — — — — — —— J

Viir Damen!

Vei Kramer &amp; Co. in Leipzig erscheint
Die

AT IBS TIIDG,
Zeitschrist in Monatsheften für leichte ele⸗
gante weibliche Arbeiten, euthaltend nen
fStickmuster in brillantem Bunt-
farbendruck ausgeführt, sowie Hä⸗
lel⸗ und Filetmuster, Vorlagen für Weiß
stiderei, Weißnähterei, Waffei- und Strid
arbeit, Perlhätelei x *

Die einfache Ausgabe kostet pro Mo ⸗
nat nur 10 Pfa. Reichswährmig —10 Xr
öfterr. Die Doppelausgabe erscheint ir
deppelt so großem Forniat als die ein
jache und kostet das Doppelte.

Man abonnirt 2u Jeder Zelt au⸗
je drei Hefte eincx beliebigen Ausgabe
e allen Vuchhandluugen und Postan⸗
falten.

Berlin.
Tribüne
(19. Jahrgangs.
28. 500 EXxemplare
gehört 2u den bedeutendster
Tagesblãttern der deutschen
Xaiserstadt.
Insertionspreis pro Zeilo
(35 Zeilen)
nur ↄęS Pfenmnig.
nsertionsauftrũge 2u adressirer
an die
Annoncen-Expedition
AdolfSteiner.
HUamburg,
Die Annoncen-Expedition hat
lan Inseratentheil dieses Blattes
—XEXXEID

gtollwerexk rehoe

Brust- Bonbons
eine nach ärætlicher Vor-
schrift bereitete Vereinig-
ung von Zucker und Krâu-
ter· Extracten, welche bei
Hals- und Brust-Affoctionen
unbedingt wohlthueud wir-
ken. Naturell genommen
und in heisser Milch auf-
gelôst, sind dieselben Kin-
dern wie Erwachsenen 70
empfehlen. IJ

Vorrüthig in 8t. Ingbert
bei J. J. Grewenig, bei J.
UVn Ir. und bei Apotheker
A. 4

dichere Heilung
in 14 Tagen garantire Allen an Bett⸗
nässen, sowie sonstigen Blasenübel⸗
Leidenden. Kosten gering. Armt
gratis. Prospekt, sowie e orr
Zeugnisse zu Diensten. C. F. Bauer,
Speciolist Mertheim a. M.

1Kreuznach. Eine grausige Scene ereignete sich voꝛ
einigen Tagen. Ein von einem hiesigen Einwohner gehaltener,
mittelgroßer, bissiger Hund fiel bei einem Weinberge ein kleines
Mädchen an. Bei einem jungen Manne, einem Bäddergeseller, der
in der Nähe im Weinberge beschäftigt war, suchte das Mädchen
Schutz und fand ihn, indem der junge Mann das Kind ergriff
und mit beiden Händen hoch in die Höhe hielt. Die Wuth des
DZundes richtete sich nun gegen diesen, und er zerfleischte dessen
Arme und Beine auf's Furchtbarste. Trotzdem hielt der junge
Mann während der grausigen Scene das Kind immer noch hoch,
es so den Bissen -des Hundes entziehend. Hinzugelommene Hilfe
befreite die Beiden endlich von der Bestie. Der Retter des Kindes
wurde, sehr schwer verwundet, in's Hospital gebracht, wo er sich
noch befiandet. (K. T.)

p'uus New-HYork wird unterm 8. d. M. per Kabel
gemeldet! Durch den Eiustarz einer Zwieback- Fabrik in Kansas
Tiy, Missour:,, wurden 8 Peisonen getödtet, mehrere verletzt. Es
desanden sich in dem Gebäude 107 Personen. Das englische Schiff
Lady Ociavia“ ist in Philadelph a angelommen, nachdem es mit
dem zwischen New-Pork und Charleston jahrenden Dampier Cham⸗
pion einen Fusammenstoßßz gehabt. Der „Champion“? sank wenige
HPtinusen nochher und 30 Personen an Bord des Dampfes er⸗
sranken, unter ihnen 12 Passagiere, 26 Personen wurden von der
Octabia“ aufacfischt. Von der „Ocilavia“ ist Niemand umge⸗
jommen. Der Berlust des „Champion“ wird auf 200.000 Lsirl.
aeschätzt.

Für die Nedachon verantwortlich: F. X.“

—

VBliele Personen werden dei Eintritt der ungesunden Jahteszeiut

von Erkaltungen, Husten, Heiserkeit, Lungenleiden, andere X
von Magen und Nervenleiden befallen.

Die weltberühmten Brustkaramels Maria Benno von Donat
werden bei all diesen Fällen entweder roh gegessen, oder 5—26
Stück in heißem Kakao Thee oder Milch aufgelöst, aber 1ut lauwarm
getrunken.

Der unglaublich billige Preis von 30 oder 50 Pf. für einen
Deiginal· Karlon Brufttara nels und 20 Pf. für einen echten Karton
Kalao ˖ Thee muß lobend hervorgehoben werden.

Debot in Si. Inabert bei Herrn Jean Peters. —*

Spielwerke
42200 Stücke spielend; mit
oder ohne Expression, Mando⸗
line, Trommel, Glocken, Castag⸗
netten, Himmelsstimmen, Har⸗
fenspiel ꝛc·.
Spieldosen
2bis 16 Stgscke spielend; fer⸗
ner Necefsaires, Cigarrenständer,
Schweizerhäuschen, Photogra⸗
phiealbums, Schreibzeuge, Hand⸗
schuhlasten, Briefbeschwerer, Blu⸗
menvasen, Cigarren⸗Etuis, Ta⸗
balsdosen, Arbeitstische, Fla⸗
schen, Biergläser, Portemon-⸗
naies, Stühle ꝛc., alles mit
Musii. Stetis das Neueste und
Vorzüglichste empfiehlt

J. S. Heller, Bern.

A Nur direlter Bezug
garantirt Aechtheit; fremdes
Fabrilat ist jedes Werk, das
nicht meinen Ramen trägt. Fa⸗
hrik im eigenen Hause.

·oↄuva
ↄ0u⸗. uainsiↄac · aalny8 buni
Aqarg; ant ↄ2.upag sjv mnadg
saq aↄquuaaoꝝx iuoa uaja⸗ↄaijꝛd⸗
—X
·uioj sa oo og uoa abvajag
un 211253 nouuoso a220 001

Vectrauerutun cuauu·
nur zu einem solchen Heilver⸗
sahren fafsen, welches thatfachliche
rrsolge für fich hat. Die bereiis in
Auflage erschienenen Specialbücher;:
Die Sicht⸗“ und Die Drust⸗
aAnugenkraukheiten““ geben
A Jenen, die an
— I —— 9
matisssmus, Cliederreissen ote.
leiden, oder aber an einer
SDrust· dder lLungenurankhelst,
wie Echwindfucht 2c. dahinstechen,
neue Hohnung, denn die daxin
enthaltenen eere uber
lucliche Heilungen beweisen, ——
— Echwerkrauke oder anschein
soffnungelos Darniederllegende noch
die ersehnte Hilfe sanden. — Kein
donorar, ar zuicher Veirath vielma hr
unentgeltlich Jedes der obigen Bacher
kostet 20 Pf. Prospect gratiß und
IXX
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Drud und Verlag von F. X. D emezz in St. Ingbert. V
Siezu Illustrirtes Sonntagasblatte“ Nr. 46.
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        Slt. Ingberler Anzeiger.

Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wiĩrrenn. wit dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich vVliermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementévreis beträgt vierieljährlich

1A Ad B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.AX60 H, einschließlich 420 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswarts
mit. 15. ñ für die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
AM 183. Dienstag, den 1I8. November

1879.

Deutsches Reicch.

Mäünchen. In ggewerblichen Kreisen verlautet, daß der
Minister des Inneren dem Projecte, in München im Jahre 1881
ine Landesindustrie⸗Ausstellung abzuhalten, nicht günstig gestimmt
jei, vielnehr dem vom Vayer. Gewerbemuseum ausgegangenen Pro⸗
ject, diese Ausstellung in Nürnberg zu veranstalten, zuneige. Eine
Entscheidung ist noch nicht getroffen.

Berlhin, 16. Nob. Der Großfürst Thronfolger von Ruß⸗
and und Gemahlin siad heute Vormittag 994 Ußtr hier einge⸗
troffen, auf dem Bahnhofe vom Boischafter v. Oubrih, dem Siadt⸗
commandanten und Polizeipräsidenten empfangen worden und im
königlichen Wagen nach dem russischen Boischaftshotel gefahren.
Der Großfürst hatte jeden offiziellen Empfang verbeten und empfängt
auch die zum Ehrendienst befohlenen Personen erst im Boischaftshotel.

Der Großsürst-Thronfolger von Rußland und Gemahlin er⸗
hielten gegen 12 Uhr den Besuch des Kaisers, der hier anwesenden
Prinzen und Prinzessinen des königlichen Hauses und des Prinzen
Auguft von Württemberg. Der Kaiser trug russische Uniform. Das
zroßfücstliche Paar stattete hierauf dem Kaiser und den anderen
hohen Herrschasten seine Gegenbesuche ad. Der Großfürst trug den
AV 0
Regiments. Um 58Uhr findet bei dem Kaiser Diner Statt, an
welchem die Prinzen und Prinzessinen des königlichen Hauses, das
Broßfltstenpaar mit Gesolge, der russische Botschafier, der dänische
Gesandte, der Vizepräsident des Staatsministeriums Graf Stolberg
und der Boischafter in Petersburg v. Schweinitz theilnehmen.

Beriin, 14. Nov. Die Kaiserin von Rußland gedenlt
nächstens von Cannes nach der Heimalh zurückzukehren; Zar Alex⸗
ander hat in Folge Dessen die Reise nach Cannes uund den dabei
hbeabsichtigten Besuch in Berlin aufgegeben. — Die Verschmelzung
des Reichsjustizamts mit dem preußischen, Justiz-Ressort unterbleibt
definitidv, und die Ernennung eines neuen Staaissekretärs steht
unmittelbar bevor, J
Berlin, 15. Nov. Die „‚Nordd. Allgem. Zeilung“ schreibt:

Das Verbot des Befahrens der preußischen Stromstrecke des Niemen
durch russische Dampfer behufs Transports von Passagieren und
Gütern sei die Folge der Schwierigkeiten, welche von den Lokalbe⸗
hörden von Kowno gegen die Fahrten des preußischen Dampfers
„Falle“ trotz der ihm aus Petersburg gewordenen Ermächtigung er⸗
hoben wurden, sei auf Anordnung des Handelsministers im Einver⸗
tändnisse mit dem Auswärtigen Amte erfolgt und beziehe sich dem
Zwecke nach nur auf Fahrten behufs Transports von Gütern und
zassagieren. Dagegen sei den russischen Dampfern unverwehrt, zum
Zwecke von Reparaturen odert des Ueberwinterns in Tilsit nach und
don dem Tilsiter Hafen ohne Transport von Gutern oder Passa⸗
zieren su fahren.

.andau. Wie wir dem „Land. Anz.“ entnehmen, hat
der bisherige Bürgermeister von Landau, Ludwig Mayer, welcher
jei der Stadtrathswahl die höchste Stimmenzahl erhalien hatte, er⸗
lärt, aus Gesundheitstücssichten die Wahl zum Stabtrath nicht mehr
innehmen zu können. Außer ihm haben noch vier der Gewählten
Bierbrauer A. A. Clauß, Dr. Eichborn sen. Banquier H. Müller
ind Banquier A. Weiland) und von den Ersatzmännern Bierbrauer
F. J. Schneider abgelehnt, in den Stadtrath einzutreteen.

Der neugewählte Stadtrath von Landau hat folgende Zu⸗
ammensetzung: 3 Bangqiers, 3 Rentner, Z Rechtsgilehtte, 8 Aerzte,
3Kaufleute/ Z2 Fahrikanten, je 1 Apotheker, Buchhändler, Bier—
rauer, Weinhändler, Gutisbesitzer, Lederhaͤndter, Mechanikus, Sieb⸗
nacher, Geschätsmann.

Die pfälzischen Bahnmen vereinnahmten in den ver⸗
lossenen 10 Monaten von 1879 um 8322,707 M. 48 Pf. mehr,
als in dem gleichen Zeitraum von 1878.

.. reAus Elsaß⸗Lotchringen lauten die Herbstberichte
nicht günstiger wie anderwärte. Das Elsaß besitzt 28,000 Hekla⸗
ꝛen Weinberge, aus welchen ein Durchschnitts-Ertrag von 27 Mil⸗
lionen Mark erzielt wird. Der Verlust in diesem Jahre wird auf
a. 16 Millionen angeschlagen.

F Seit etwa 14 Tagen raucht man da unddort im- Nas⸗
auischen Himbeerblätter als Etsotz für den theuer gewordenen Ta⸗
hak, welchen der arme Matm nicht mehr hezahlen kann.

In Barmen hat die Firma Rud. Ibach das 7000ste
Biaunoforte jsertig gestellt.
Fur die Redaction verantworilich: F. X. Deme.
Mobilien⸗
Versteigerung.
Montag, den 23. No—
dember nächsthin Vormittags
Uhr zu St. Ingbert in
ser Rosentha l'schen Brauerei
aßt Herr Friedrich Engel⸗
horn, Rechtslandidat in Zwei⸗
zrücken als Verwalter der Gant⸗
nofse des Bierbrauers Karlt
Tosenthal in St. Ingbert
ie zu dieser Gantmasse gehö—
igen Mobiliargegenstände (mit
lusschluß der Brauerei⸗ und
Virthschaftseinrichtung) gegen so⸗
orlige Baarzahlung öffentlich an
zie Meistbietenden versteigern.
zum Ausgebot kommen unter
Anderem:
eine Plüsch-⸗Garnitur beste⸗
hend in Causeuse, 2 Fau-
teuile und 6 Stüuhlen;
ein grüner Divan mit 2
hFauteuils; ein braunes
Tanapee mit 6 Stühlen und
Nachtsessel; ein kleines Rips⸗
kanapee, ein großer Wasch⸗
tisch mit Waschgefäße; ein
Spiegel⸗Pfeilerschrank mit
Aufsatz; Kaffee⸗, Thee⸗ und
Punsch⸗Services; ferner
Schränke, Tische, Stühle,
Tommaden, Betten, Weiß⸗
seug, Leibwäsche, Spiegel,
Bilder, Bücher und ver⸗
chiedene sonstige Haus⸗ und Kü⸗
hengeräthe.
St. Jagbert, 18. Nod. 1879.
Sauer, lk. Notar.

Erlaube mir ein geehrles
Publikum von St. Ingbert und
Umgegend auf mein
X F
Schuh-Lager
ufmerlsam zu machen. Durch
olide Geschafts-Verbindung bin
ch in den Stand gesetzi, gute,

auerhafte
Gruben⸗Schuhe,
das Paar zu Mark 6.— ab⸗
ugeben.
Elversberg, im Novbr.
B. Winter.
AAusland.
Paris, 15. Nov. Das Amisblatt verdffentlicht ein Dekret,
durch welches das Verbot der Kartoffel⸗Einfuhr aus Deuischland
aufgehoben wird; für Karioffellraut, -Blätter und ⸗Stengel bleibt
das Verbot destehen.

.In Madrid sind schlimme Nachrichten aus Quba eingeiroffen.
Unter Führung der einflußreichsten Kreolen ist ein neuer Aufstand
ausgebrochen, an welchem die ganze farbige Bepölkerung Theil
nimmt. Die Regierung soll die Absendung von 25,000 Mann
Truppen beschlossen haben

Reichenhaller
Kirchenbau⸗Lotterie.
200,000 Loose.
Beldgewinnste 185,000 Mark.
ziehung am 80. Decemb. 1879
Treffer 60,000 M., 285,000 M.,
10,000 M., 5000 M. u. s. w.
Foost à 2M.
zu beziehen durch die General⸗
Agentur
Carl Larig.
Bankgeschäft in München
und
Franz Woll in St. Ingbert

Fermisqtes.

Si. Ingbert, 18. Nov. Die Belheiligung gestern an
der Gemeinderathswahl war eine sehr starke; von 1075 Wahlbe⸗
rechtigten haben 802 ihre Stimmen abgegeben. (Sobald das Re⸗
uultat bekannt, werden wir darüber Bericht erstatten.)

*St. Ingbert, 17. Nov. Als Seltenheit bei der
etzigen vorgerückten Jahreszeit ist das Auffinden eines lebenden
Schmellerlings (Pfauenauge) zu erwähnen, welcher uns gestern vor⸗
gezeigt wurde.

Die Generalversammlung des pfaͤlzischen Sängerbundes,
welchem 171 Vereine mit 4640 Mitgliedern angehören, findet am
23. ds. Mis. auf der Haardt statt.

Hanf⸗Couverts
nit Firma bedruckt werden rasch
ind billig angefertiat in der
Zuchdruckerei von F. X. Demetz.
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. Verwandie, Freunde und Bekannte machen wir die
schmerzliche Mittheilung, daß unsere einzige Tochter
Bertha nach dreitägigem Krankenlager im Aller von
einem Monat sanft enischlafen ist.
Si. Ingbert, den 16. Nob. 1879.
Die tieftrauernden Eltern:
Caspar Rohr, Katharina Dietzler.

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wozu ich meine Freunde und
Bönner, sowie die Klebmeister
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Lebkuchen
à 90 Pf. empfiehlt
X. B. Hussong,
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f. J. Deneßb.
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2 52
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32585353*3832 * 55 2328 2
3 233851357
2988 7253533 —s * 25353228 325 —
—A 55253858 ——— —— R 238335 2533 853 —
552 — 358 5838 —— 38333335 33
5 — 853 —88* — — 32 —A 7 ò 8 A Fa
42*532237 375333333 —E
* 8 S 38 —355*—333538 4 * —— 8 5 58 1**8 —— 2—
32388 58 3363333 35
VD„58 23 —— 33 —7323 —X 28 2 552328 —
55 *33 *2 3 2 22 2 8* — 29 353 S8 58
2538 253 — —⏑——— —3337 5833 m*8 22
522 — —522752 532 — — 5525 * 3 0 3508 2 * 5—
s07332 5355 —— 3 7 *5
—2 — —— 2 558 75 523383535 — ——— — 2
52223238 4
—— — 5
2 352538 52555 5— 3338355s44 23358538 8 *
2 ⸗ — — *
* 25535 22333255 — — —253583 369 — 523
—* 2 — — 252* —A—— E 2 588 2*2 —* —A
3833356 z2863
— * 233588 5585 21325 —— 25258 8 88*
5335335355 2325 — —2858 —A 528
— — ——— S8 * 2538 25273 22228 —X 375733. 2 22 2
* 28288 —5 5532 — 223 5333558*
— 53* 252258 8 38 55552555 368—333265 *
—A—— 22 2238 SE9 3355 E * —A —— —5 50825 —
— — 5335 *88 —3— 2 2 —E — —53 — — —
3882 —33535 — 334 —
233733 —
2* —3 c * 55 —
2355233 2 *
3 2
6

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J 522 22 822—2— 20 — — —
5332 * ——— 2 2—2—— 34
3 —
27 3 * 5322 — 2858 O 8532 523*5 TS8
2 * 7 —
————— 225—83— 55335 — ——33 —25 3*
—— 523* *5323 — 3238 — 7338
5353 5652 —35 253 55383S E —— — *»2835—22—57—5 50
* 83825 D5625223— —— — —————— *
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2532288 55*8 — —— ———— * 8 8* MHse e5
* — — * * 22 —8 — — * * 22 553
5 —M ——— — * 5—58822 2222 ——— —
— 22 2 22828 —A— 535 8 22 2 28* 3* 2
38 3 38
D 25 5532 5 I—83852 .—835535 775385 *8—88 —z255—
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* 5—8703338 22 —— ——63*
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— 55 52822323235 28 78 — 3 J 83*
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33 —2833—23 s —85385
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27 8*
— 535—232 527—55332353 — ——382
— 3333333833
*——77 77 3
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J *3 * * 2
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3533 3539252238
58 22 —2S852
3532* 3333 383S338 82222
—2 * * 582 25 — * * 8*
523, 723 — —— 2— 38583—3533
2* * — xX 3 — 2* 2 *
— —— 2223323 5768 382558 323835538* — —
728 —z5878382 M; 335338 —8553558 585238
2 S3 2— — 888 — * 2 —z 75z3* — 2 2 z2 8
533338 — 733833 3235 32 33383
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32 2322 ——— 5c5 — — *5c3* 28—
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52355;255 433 38 338*83 5353533 2535338
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25753352 355—8338* 38255 25*8322* 25*5—3 —ä
53353333753 55 238358555338353 3 —832
23 2333 3332552 255385 —— 2 — ——— 555—2 25 32228
8 g —83323233333335537
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— 8 22 52— 22 22 8 3280 —— 22353 —E —
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55
—— —22—535855355 3253533323558
53 35538327 552575338532— —*—3—55353233 7737 5355 m
28 *2 — *558 —z 32 2 535 ——— 3223 56E
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3 — 2— 7 2 2 —— J 2
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48 353* 235 2*2 5 522335 *»333 2232 23.338 *. ** 552328
22 *558 5 —32 5—23352722255 52222 —8 285—
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich/ mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wochentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis betragt vierteljahrlich

Asc 40 A einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1IA 60 , einschließlich 40 3 Zustellzebuhr. Auzeigen werden mit 10 —, von Auswärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 A pro Zeile berechnet.
— 1834. n Donnerstag, den 20. November

iso
Deutsches Reich.
München, 15. Nov. Durch Erlaß vom 18. April l. Is.
ind die fämmtlichen polizeilichen Organe angewiesen worden, der
Bekämpfung des Wuchers ihr besonderes Augenmerk zuzuwenden. Die
polizeiliche Thätigkeit in dieser Beziehung ist nicht ohne Erfolg ge⸗
Alieben. Mehrere besonders grabitte Wucherer haben freiwillig die
Stadt verlassen, andere ihre —A
Fallen konnte die Einleitung strafrechtlicher Untersuchung veranlaßi
verden oder die Maßregeln der Ausweisung zur Anwendung gebracht
verden. Endlich gelang es in zahlreichen Füllen Arrangements
wischen Gläubigern und Schuldnern zu Stande zu bringen und durch
die gepflogenen amtlichen Verhandlungen die freiwillige Aufgabe oder
derabminderung wucherischer Forderungen zu erzielen. Die Wahr⸗
nehmung, daß gleichwohl bas wucherische Treiben in hiesiger Staͤdt
loch vieljach unter den verschiedensten Formen fortbesteht, läßt ge⸗
„oten erscheinen, in der energischen Bekampfung desselben durch alle
Jesetzlich zulässigen Mittel keine Pause eintreten zu lassen. An die
ämmtlichen boüzeilichen Otgane ergeht daher von der kgl. Polizei⸗
irettion München neuerdings der Auftrag, sich fortgesetzt von be—
denklichen Wuchergelchäften KHenntniß zu verschaffen und sich hiekei
die Mitwirkung des Publikums jzu versichern. In allen jenen
Fällen, in welchen nur einigermaßen das Vorhandenfein einer straf⸗
— Handlung angenommen werden kann, ist sofort Anzeige zu
erstatten.
Mänchen, 19. Nor. Durch Allerhöchstes Rescript wurde
die Dauer des gegenwärtigen Landtags auf 1 Monai verlängert.
— Der Abgeordnele Schels hat den Antrag eingebracht, den Nach⸗
wveisungen über den Etat der Oelonomie und Gewerbe für das
Jahr 1877 die Anerkennung zu versagen.
Straßburg, 18. Noo. Heule Nachmiltag 5 Uhr ist die Erz⸗
jerzogin Marie Christine von Oesterreic, Braut des Königs von Spa⸗
nien, inklognito reisend, in Begleitung ihrer Mutter, der Erzherzogin
Elisabeth, nebst Gefolge, mittelst Extrazuges hier eingetroffen. Auf Be⸗
'ehl des Kaisers war der Statthauer F.. M. Manteuffel in Begleitung
des Obersten v. Strantz im Bahnhof erschienen, um im Namen Sr.
Majestät die hohen Ressenden zju begrüßen und des Kaisers Glück—
vünsche sür die Zukunft zu übermitteln und zugleich ein Schreiben
St. Majestät zu überreichen. Der Sealthalter geleitele die Erz⸗
jerzoginnen zu ihrem Wagen. Dieselben stiegen in einem hiesigen
Basthofe ab und merden morgen Vormittag ihre Reise fortsetzen.

Berlin, 18. Nob. Der Großfürst⸗Thronfolger von Ruß⸗
and und Gemahlin wohnten gestern Abend der Balletvorstellung im
Dpernhause bei und reisten nach herilichster Verabschiedung von
»em Kaiser und den Mitgliedern des lonigiichen Hauses um 1114
Uhr Nachts nach Petersburg ab.

Das Abg.Haus hat heute den Schanlsteuer-Gesetzentwurf an
ine besondere Kommission von 21 Mitgliedern verwiesen.

Karlsruhe, 18. Nov. Die Thronrede, mit welcher der
Großherzog heute die Ständeversammlung eröffnete, betont die un—
Jünstigen wirthschaftlichen Verhältnisse, das Sinken der Reinerträg⸗
nisse der Staatsbahnen, welche einen beträchtlichen Zuschuß aut
Staatsmitteln erforbern. Deßhalb ist eine wesentliche Vermehrung
)er Staalseinnahmen noͤthig, zu welchem Zwede die Steuerkrafi
des Landes in erhöhte Mitleidenschaft zu ziehen ist. Der Groß⸗
erzog hofft, daß die Zeit nicht allzu fern sei, wo wiederum die
—AX Steuerpflicht'gen und eine ausgiebigere Befriedigung
der vorhandenen Bedürfnisse sowie die Ausführung der zeitweilig
undgestellten Unternehmungen möglich sein wird.

Aussand.

Brüßsel, 17. Nod. Eine Pelition des liberalen Vereins
ner Brüsseler Vorstadt beantragt bei der Depulirlenkammer Ange⸗
ichts der Rebellion des Klerus: Verminderung der Gehalte der
Bischöfe, Abschaffung von Beinnagen der Rommume und der Probinz
u Kultuszwicken, unentgeliliche Mittheilung kurzer Berichte übet
ie parlamentarischen Verbandsungen für die Wähler. (Frkf. J.)

1. Krämer Gust. m. 782 St. 19. Custer Peit. m. 498 St.
2 Krämer Heinr. 780 20 Graffion C. sen. „459 ,
Hellenthal. Müller 763 Woll P. Jos. „459 3
Friedrich Jo saufm. 741 Kamann, k. Bergm. 448 5
Siegwarth C., Wirth Grewenig Louis „45
in Schnapph. 731 uhl Pet.T, 4853
3. Schmelzer Fo.Schr. „714 Conrad E. Gaftw. 429 *
Paul Michael, Wirthe 702 Heusser Pet. Bierbr. 429 *
3. Pflug C., Schneider 688 Kedel Pet, Fuhrm. 450
9. Betz Nic., Falt. „688 stahn W. „4283
O. Sonn Jac. J., Steiger 679 deinrich Joh. Jof. 4223
. Uhl Gg., Zimmerm. „679 Schwarz V. Wagner 4077
2. Schwarz Pet. Schmied, 672 Schwarz J. Schr. ,455 2*
Beck Carl, Oek. 668 Peters Jean Kaufm. 412 3
Uhl Pet. I. Fuhrm. 660 Kreitz, Lehrer „ 4105
WMayer Joh. Wirth650 . Schmelzer G., Ladkn. 406
3. Greß Pet. Bäcker „568 38. Scheimeister, Steig. „390,
2. Jung Georgs, Bergm. 522, 836. Badar P., Fuhrm. 385
18. Gottmann Ph. „ 5113
Die Herren von 1bis 27 trelen also nach dem Stimmen⸗
ergebniß in den Siadtrath ein, die übrigen bilden die Ersatzleute.
*St. Ingbert, 19. Nob. In heutiger Schoͤffen⸗
ittzzun g wurden folgende Strafen verhangt: Zwei Burschen von
Zulzbach erhielten wegen vorsätzlicher Korperverletzung je 2 Monat
vefänguiß. — Ein Bursche von St. Ingbett wurde wegen groben
AInfugs zu 2 Tage Haft verurtheilt. — Fine alte Frau von Hassel,
Ve sich im Walde an sabricirtem Holz vergriffen halte, erhielt das
Strafminimum wegen Diebstahls mit 1 Tag Gefängniß.
.Pirmafsens, 16. Nob. Zur Warnung fuür allzu leis
denschaftliche Tänzer möge folgender bedauernswerthe Vorfall die⸗
nen: Eine hier im Dienste stehende Magd von Steinhaufsen wurde
jeute stũh, nach einer durchtanzten Nacht plötzlich vom Schlage ge⸗
rührt und gab in wenigen Minuten ihren Geist auf.
fDaß in der Pfalz auch Hochseiten à ia Niederbayern ab⸗
jehalten werden köünen, davon legte eine solche, die vergangenen
Zamstag im Orte Fehrb ach bei Pirmasens abgehalten wurde,
zeugniß ab. Auf derselben wurde von ca. 50 Gasten unter
inderem 93 Pfund Schweinefleisch vertilgt.
tf Kaiserslautern, 15. Nov. (Selbstmotd.) Ein hie⸗
iger Maurer fand gestern Vormittag zwischen 11 und 12 Uhr ca.
24 Schritte vom Waäldsaum der Akunenbrauerei eine männliche Leiche
mit einer Schußwunde auf der linken Brustseite; nach den in der
Aeidung befindlichen Papieren ist der Enleibie als Lin gewifser
Rto Michael rekognoszitte, der in dem Ausstattungsgeschäft von L.
reinrich in Pirmafens konditionirte. Außer einem Retourbillet don
Firmasens nach hier, am 10. ds. gelöst, befanden ich 4 M. bei
hm. Die Ursache des Selbstmordes ift noch nicht genau festgestellt.
FNeustadt, 17. Noo. Waähdrend nächsten Sonntag bei
Fritz Bauer auf der Haardt die Delegirten des pfälzischen Sanger⸗
undes über das Abhalten eines pfälzischen Sängerfestes berathen
verden, waren gestern hier Abgesandte der pfälzischen Gemischten⸗
Fhorvereine versammelt, um über die Vegründung eines pfaälzischen
Rusilberbandes und Wiederbelebung der pfälzischen Musikfeste zu
verathen. Wenn demnächst eine pfälzische Stadt sich zur Ueber—
zahme des Musikfestes bereit erllärt, soll es, so wurde beschlossen,
m Jahre 1880, außerdem aber jedenfalls im Jahre 1881 statt-
inden. Filr die Instrumentalmusik soll ein Theater-Orchester
ngagirt werden, ohne die Minwirkung von Dilettanten auszuschließen
fIn Mußbach wurde füt die Logel Most 9 Mk. 20 Pf.
als böchsler und 8 Mk. 50 Pf., als Mitielpreis erzielt.
FSpeier, 14. Nov. Von den 22 jungen Leuten, welche
ich der diesmaligen Prüfung für die Erlangung des Berechtigungs⸗
cheines zum Einjährig⸗Freiwilligendienste unterzogen, haben 12 die⸗
elbe bestanden.
fEppstein bei Frankenthal, 17. Nov. Ein Zimmer⸗
nann von hier, Vater von 8 noch unerwacsenen Kindern, und als
leißiger und braver Mann geschähzt, erhielt heute Nacht bei Gelegen⸗
jeit eines kurzen Wortwechsels einen Messerstich, der die Lunge der⸗
eßte, und voraussichtlich seinen Tod zur Folge haben wird. Der
Herwundete ist durch den starken Blutverlust, welchen er erlitten, fo
zeschwäͤhht, daß es ihm bisher nicht wöglich gewesen ist, zu sprechen
ind so den unbekannten Thäter namhaft zu machen.

Sermischtes.
6. Ingbert 20. Rob. Die am Montag hier stalt⸗
ehable Stadtrat hawahl hatte folgendes Ergebniß: Gewaͤhlt
sind die Herren:
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        Mänchen, 19. Nov. In Oberbayern fand vorgestern
ein so starker Schneefall statt, daß in einigen Gegenden der Ver—
kehr zwischen einzelnen Ortschaften eine Unmöglichkeit war. Bei—
spielsweise waren die Gerichtsorgane in Erding nicht im Stande,
die für heute Bormittag für das Schwurgericht nöthigen Zeugen⸗
ladungen bewerkstelligen zu lönnen.

Der Stalthalter von Flsaß-⸗Lothringen, Frhr. v.
Manteuffel, empfing vor Kurzem in Straß burg eine Deputation
der dortigen Korpsstudenten. Der erste Chargirte des präsidirenden
Korps Suevia richtete an den Generalfeldmarschall die Einladung
zu einem Studentenkommers. Frhr. v. Manteuffel sprach sich sehr
erfreut über die Begrüßung aus. Er selbst habe stets ein lebhaftes
Interesse für das frische Studentenleben gehegt. und werde die aka⸗
demische Freiheit, so lange sie sich in den allgemein giltigen Schranken
halte, niemals beeinträchtigen. Aber Grund'atz sei es bei ihm, be'm
Antritt seines Amtes alles Odationsartige zu vermeiden. Er denke
dabei an den Ausspruch Solon's: „Niemand sei vor seinem Tode
glücklich zu schätzen.“ Wenn er diesem Lande, Elsaß⸗Lothringen,
Rutzen gestiftet und dann von hier foriginzge oder hier stürbe, und
die Korps der Universität ihm dann Anerkennung erweisen oder
feinem Sarge folgen wollten, so würde Das ihn sehr erfreuen.
Bei Lebzeiten jedoch gingen alle öffentlichen Ehrenbezeigungen gegen
seine Natur; die Herren möchten es daher nicht bös auslegen, wenn
er ihrer Einladung wicht Folge gede. Auf die wiederholte Frage,
oh der Statthalter gestatte, daß, auch wenn er nicht erschene, der
Studentepkommers zu seinen Ehren abgehalten werde. erwiderte Frhr.
v Manteuffel, er lonne Das nicht ablehnen und müsse die Freund⸗
lichkeit anerkennen; den Salon'schen Spruch aber halte er fest. Der
Kommers fand darauf statt.

JAr 14. Abends explodirte bei Bosch um auf dem ‚Bochu⸗
mer Verein“ ein Dampfkessel des Schienenwalzwerkes. Die Eisen
heile deß Kessels wurden bis 300 Fuß wet geschleudert, das Doch

des Gebäudes zerrissen, Mauern stürzien ein. Leider sind drei Ar—
beiter umgekommen; die Leiche des einen war durch das Dach über
100 Schrin weit fortgeschleudert und wurde erst den folgenden
Morgen in einer Dacbrinne in einer Höhe von 50 Fuß aufgefunden.
Durch die siedenden Dämpfe des Kessels, welcher in drei Theile
zersprang, fowie durch die umhergeschseuderten Eisentheile und herab⸗
flützenden Trümmer des Dachez und der Mauern wurden ferner
mehrere Arbeiter erheblich verletßtt.

7 Bern, 17. Nob. Samstag Morgens halb 4 Uhr er⸗
folgte bei Vitznau ein lolossaler Erdrutsch. Der sonst friedlicht
Doßbach drohte als gewaltige Schlammmasse, donnernd wit Fels⸗
blöcken und Tannen vermischt, sein Bett zu überschreiten. Oben
am Vitzuauerstock hatten sich mehr als 1000 Kubikmeter mit
daraufstebendem Walde gelöst, wurden in die Tiefe gestürzt und
hatten die am Scheidewege gelegene Sanct Antoni⸗Kapelle 20 Fuß
boch mit Schlamm überdeckt und den Thaltessel gejülll. Woher
die Wassermasse kam, ist schwer erklärlich, möglicherweise veranlaßte
ein Erdbeben die Bewegung. Es wird wacker gearbeitet, Wuhre
aufgerichtet. Unfälle an Personen sind bis jetzt keine zu beklagen.
Ladaartige Schlammmasse fließt ruhig nach dem See. Zu hoffen
ist, daß Vitzuau mit dem Schrecken davon gekommen ist.

—
Aflarktberichte.
Homburg, 19. November. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
11 MN. 49 Pf, ttorn 9 M. 26 Ppf., Spelzkern —— M. — Pf., Spelz 0 M.
— Pf., Gersie Lreihige O M. — Pf., Gexste 4Kreihige O M. — Pf. Hafer
6 M. 50 Pf., Mischfrucht oo M. 12 Pf., Erbsen 9 M. — Pf., Wicken
d M. — ppf., Bohnen — M. — Pf., Kleesamen — M. — Pf. Korn⸗
brod 6 Pfund 78 Pf., Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — Pf.
Rindfleisch 14 Pf. Kalbfleisch 86 Pf. Hammelileisch — Pf., Schweinefleisch
14 ppf., Butter 1 Pfund O M. 90 Pf., Kartoffeln per Ctr. M. — Pf.
Fur die Nedaction veranlwortlich: F. X. Deme .
———
HB. Eheschliesßtungen:
2. Olt. Philipp Joh. Jos.
Kirchner mit Louisa Forell. 11.
Johann Lattschar mit Sophia
Karolina Dietrich. 17. CKarl
Friedr. Frank mit Clara Hauck.
21. Peter Danzer mit Theresia
Gries. 23. Michael Holzer mit
Karolina Edinger. 25. Jacob
Unbehend mit Maria Louiso
Unbehend.
O. Sterbfälle:
1. Okt. Josephina, 2 J. alk,
T. v. Bernhard Stieren. 2.
Nicolaus. 2 J. alt, S. v. Ni⸗
colaus Kunz. Nicolaus, 4 M.
alt, S. v. Adam Schmitt. Paul,
2 M. alt, S. d. Nicolaus Ochs.
3. Ludwig Peter, 1 J. alt, S.
v. Ludwig Werner. 58. Jacob
Ochs, 48 J. olt, Ehem. v. Ma⸗
ria Bohr. Alorns, 26 T. alt,
S. v. Adam Reif. 9. Elisa⸗
betha, 10 Pit. alt, T. v. Da⸗
niel Jalob Ries. 10. Johann,
38 J. alt, Schuhmacher, S. v.
Johann Jacob Schwarz. 13.
Nicolaus Motsch, 41 J. alt,
Winwer von Maria Foos. 14.
Margatetha Ackermann, 85 J.
alt, Wwe. von Carl Quirin.
16. Georg Nicolaus, 2 J. alt.
5. v. Jacob Blees. 18. Bar⸗
bara Rediug 85 J. alt, Wwe.
von Jos. Schweier. 23. Ma⸗
ria, 1Mt. alt, T. v. Joseph
Scheuer. 24. Theobald Strehle,
52 J. alt, Ehem. von Barbara
Walle. Elifadetha Zimmer, 63
J. alt, Ehefr. von Joh. Joseph
Grewenig. Katharina, 1 J. alt,
T. v. Peter Philippi. 25. Au⸗
gust, 5 J. alt, S. v. Carl
Couturier. 26. Karolina, 1 J.
alt, T. v. Ludwig Presser.
St. Ingbert, 15. Nob. 1879.
Der Standesbeamte:

— —

Verein.
Sonntag den 28. Nodember Abends 8 Uhr in Ober—
hauser's Saui WV
Oàacilien⸗BRali,
wozu die Mitglieder mit Familien hiermit eingeladen werden.
Einführung von Fremden ist gestattet.
Der Vorstand.

Auszug

aus den Registern des Standesamtz
St. Ingbert

pro Monat Oktbr. 1879.
A. Geburten:

Am 1. Ott. Masdalena T.
b. Jacob Fuchs. Paul Ma'hias,
S. v. Ferdinand David Peters.
2. Eilsabetha, T. v. Heinrich
Presser. 3. Wilhelm, S. v.
Jak. Mauret. 4. Katharina,
T. v. Neolous Eich. Christian,
S. d. Nicolaus Preßmann Awe.
5. Barbara, T. v. Audreas Ni—
cola. Theresia Elisabetha, T.
v. Jacob Latz Wwe. 6. Maria,
T. v. Jacob Wild. 7. Mactia,
T. v. Georg Theobald. Karo⸗
lina, T. v. Georg Feichtner
Peter, S. v. Peter Jungfleisch.
9. Elisabetha, T. v. Johann
Boptist Haberkorn. 11. Hugo,
5. v. Jacob Mertz. 13. Peier,
S. v. Peter Engel. 17. Peler,
S. v. Jacob Heib. Lina, T.
b. Kart Cuturer. 18. Peter
S. v. Elisabetha Lud. 20. Lud⸗
wig, S. v. Peter Walle. Al⸗—
hert Friedrich, S. v. Friedrich
Ludwig Geyer. 21. Bertha
Helena Maria', T. v. Kaspar
Rohr. Elifabeiha, T. v. Johann
Schweitzer. 22. Katharina, T.
v. Wilhelmina Luck. 24. Ma⸗
ria, T. d. Peter Probst. Ka—
harina, T. v. Johann Seel.
Elisobelhha, T. v. Johann Jung⸗
fleisch. 25. Katharina, T. v.
Jacob Woll. Magdalena, T. v.
Ehrislsoph Brück. 26. Phllipp,
S. v. Philipp Bosche. 27. Ma⸗
ria, T. v. Ftanz Uhl. 28. Ka—⸗
tharina, T. v. Jacob E'fler.
Jacob, S. v. Joseph Hager.
29. Peter, S. v. Peter Buh⸗
mann. 30. Magdalena, T. v
Franz Lauer. 31. Adelheide
T. v. Sebast'an Keßler.

Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.

Annahwestelle

Vvon
Gon

89
fär alle hiesigen und auswärtigen Zeitungen befindet sich bei
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—A ——— 255 235856653 — —— ISS5 17
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8 — —88* —— — 22 88 *7 8 —1227 8.
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— — 5 5 *9334383 553 53253 335353 2538S 88 527
* 2 223 25 55228 —V .22 —5*8* 538825 52283238 —E —
— 38 * 32 — —2 —A 2—75 —3. 8
— —— 52 2 785368 —— 2 —A — 2
2 m52* 8* — 5*8 —— — 57283232 * Sꝛ 2823
5 — 9 522 87 —— 9 585 2NBS2553. 2* 55 2.* 52
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23 —A— ;* — 3 25228— 5 5533SES* 2
585*258553 7 — 2 2 2553 87 —53 — 258
5525 53232 —B8 —— 275 — —— A ———— 525
5-532 3 23—52 —— — —— *z— 5—*328 22 —
5*28 2 — 3 *— 532 55 — * 5s— 53222—2 —8* —— * — 52—
2S6E5 55322358 53358* 73 3— 2255 232532853588— —2553235 2
8 —A 35835 3825* 8338 333553*5 552288 s53337333585
2 52 — 3 5* —X —— —— —— 28535 * — ——
555558 32232 —A —— 28 533 25832 A —— ——
2236 3 — — 2 —E5cE 2—5 238 —A —— 52237 — 5348
22— 8582——22 525285 E5583 — 22 5 5 —52 35355 522 —
223333383 2.323
2 2 * —— — 554 2 —— — — 2
535383335 — 8653533531 2528 5538 86 — — — 3 —
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8— —24— 55263233 5323373 77333 53535 A
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273 32527— 532.3 * * 592 3 *SXBB S —0 — —
3886 55z 5728 3——— ——3 2223234 2525 —8358 54
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5—— 3— — 83—3 83
2— 2322 J 8 5 — — 5825 —A 258225 28*5
57233 35 323—3 37483533 3253 7533
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3 3 333 3 3 53233535
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333 —3235338 333 3 3 3 3323325 533
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—32532 3—232,22 3 O — 5 253832—— 8 3* 7 2526
* —2355 568332 2882 — 23 55 332832 —573 323
— 3——35——3353 85* 8
2 5 2* 28 —A— — — D ——— —
532289 2 5* a⸗ 3 ——— 5 — * — —00 23234
— —525383352230 2 5 2 2 53222.9
— * — 2 77 228282 88 — 237 2
7 S —— 282* 3227535 22 Sse2 —— — 522 VS
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3 3 33 3333, 35,33
—27— 2 582*222 7 5315— 55538 2 5 5*23. 38 53* —X
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5523 583 520—32 —J —2 — 232 3552.
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9 3553, 7E7 55 522 — —3883 3322 3353—8385235
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338—72——— — 3335328 —53 —33—53 *ez, 248 *
2 —— 3 ** 2—— 58383355 — 3 — 5233322 12525
228 z3—38 333333* —5256383333335532538 o
qmĩ* 25 8 52 73 23 S 83833 2.253 —8 232
— T. 2* — 28 — —— —8 —— 9 ——
323 —35357z353255 —A— *23——335—385335338
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33 3 — 33 322335 233833737538
33 38 99 38 2533338 2 5332 333 — 333
2335335———30—* 233833333832337 5383835353
33R553—55 * 25 33357275 * 233 —A ——
5333283 —83335——513 —38EBRB33233B2
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555 — 1445 — ——
53533 x 2.57 25 —— 2. 5335 53
323 —— 268533 87— —8 2* 58338* 23 5 52857
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2 2 85* 37*7 * —— — —E
287 — * 23. 53 72 — 255335 „*338 D 724 53* 55
— 3* 53 S5 — 55337 28 533828 — 222 — —A—
* 2 2 2 * — * 23228 8 — 3* 2 — —X *
57— 23255 53353573 22* —* 28 —J *
2—833 2 * 2 ** — 52 — 8223 5 26 —A—
*2278 c — —— — 7 —— —— 22.2 8 — — S5 53 * 7
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2 — —8 7 — — — 522 2 2 S. 8
28 ——0 2232 *8* ** 53218 53*2
5 —— 2.3 2323 238858 83 255258 J —3353255: O288 *
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— — 3558 272* * 255358 ———
— 5225 X 552 2828 — — *27 3* 23358 25* —
285383 —5. 52557 — *3 37 22 8253 532* 2
525853 2 D * 238332 3538 262* 2 —— 383 22
z3 2*7* 2 2 —252 5322* 8523 2* 23*7 * 22
X 2323 25* 5. *8 238238 3*728 2 225533 ——— —
32* 523 — — 2. 38 59557 A
— * * — 3 2 —* *
33388 J 2533 z7 *
5325532* 857 1342237 —13535 **3 5033 27 ——
535 25 55 8335 S 32553365
* — —— — 222 3
322* 33 A *7 5353333* —
553835 — — 33533*38 2
23858c7 3 — 23533 5525 235 3
527255 — — 2335* —2
2 2. * * 283 35353 — 7
2* — 52 4 522525 — 3
25 22733258 3 5*
52323338 * 2. * 2 —
2333273 s2·1
—— 43*
27255 *
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—— *
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6* 7
—33z5333333 5557
—33323—8. X 58
—— 5322. 523 228 5
— 253853 I853 3 — —
35 55533557 2 533 3533 —
227* 5334227 222 2253338232233 555389333 ——
55 2338638853238 222325 — 325
—* 2 2 3 — Se —2.
38 ——— — 33325* 28 7258 **7 04237 228 — 82 3253
2388255555338 —3734* 253603 78287 58 5602 —25533223—
5253523 533 585* 25 83253375 2653 *52 552 25
—— 33582538 553558 2325 53 — —
*375; 32333355 — 55 25 258 55335*23 3* 225535353
J 28 825. 3233: 3833 2542 S 22 15332383* 32.2835* 33
2 256 252325 7 3325 73552375 2 z320877 253** E.
52—88 552553357 32*38 8238309 25253 388 225
52353.32* 3225 8 32723 —k— 7 —A — —*
⁊ —252382 32 7 —EAA D2533* 2 5882.5 ——
—— — — 553 —— * 532822 71533257 A
73853 —5335— 2827 333333. 87 8335238535
— 57* 83 — 25 27 m23. 3*25 528 52533,75
3* * S 57 — *
7833735713573 z2353 83552.73 833
* —— —— —— 55 22 2 222 8

752 252 7 —— — 32 E3 E.

— — * — 9 — A5 — * —— M —
35338 23358 2333* —F — 353338253
155 2355 —— —A 2222 —323 *33 23.
2. 83 258 8 5. 353 2 238 — 38382 *85
595835 2 233 2 5325 33233 —3 552 532 2277
55335 5 2525 1572 — 223333588 *
— 235553258 8 —X 3358 78 3738323 5

— 53 232538 5523 72 6 25538323
8 — T 4 223353 32 828 2385272 7
u 52 27* — S.
7 — — 2253352238 .
—233232352 23
*

*
9

—

258278
* 2
3385333538 8
333535 5831355533835
32333*23 52 3533338353355532538
53333—38333538 2 335835553353335
2242 5375553235 255325 —AA 523225
* 33523 228 58 53238 vvV —— *2* 833
33332328827 255525235228 5232 A
* — * * —X —2 3627 23 533
25325* — — s 252592 332 2222
55353 373 32.322323 425252255 25375
—598 . —A * 53823 52532 552665838
s3857 333 7337353335
s2 522233238* 5333—2333353 — 5
222853322 * S2 3. 2536023 2 282
5873553 52573 55383— 272323
2273398 38 e 8
232 * 22. 523*55
— — 35233 32355533553 553z598335
228 3237 —35 — 25383837 232525 5*2238
*3 553 — S· 738 *3* 28 525 —*
243 *73 222 —? *2537 2538* 58327828 S7
322 738 ISBEIBR3 22 552 * ——2332 387
2223338 1325833 3333 57755533583
* 2 2* * ——
23 —A 223 55322 52 8 2 — 2 3
*358* 22 32327 339885339* 2e0 *
555 533 22385383333323338
*2 * — *23 22 3
5225* 2 * 2. —AA R—222 —
8 E 3338 2355332538
—— 52353 23* —
3*52 32*35 ——A
— 2272 ——
*3353 33 5
58 —V— 228
2 s33333583 3 555525
2 5 32. 5 535 3 825
*— *2 *

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2* —5—54 332335
* 57*23 3 2*8 — 2 *
2 532 * v 783 2532 —
— 255—333225 — 222 2552338 ẽ
Ja 425 233 3 333333838
5228 35 —
* ——— —A — 25 27*333 3 8 3233 * 233 —
32 3537553735 352 531 52333833538
sz 38 83—
—A——— 28 5 —5 8 .* v —— 7 2 — —38
252E1 232325 53*3 222 3 — 3 5*
— — 5. 25 2.5 — 5358 * 7 27 — 258
585— 27* ** 52322 — 222 235337 3
22277 3 — 22323752323 3 —— 55353223 2273
55233 522 22335332 3 3238582 — 3
88 33 5855 322 3 25523 23833 2 —A
22 5*555 2582 8 2352 725222 2 T. 288
57227 2 2 3 3 32 5773573 * 283322 ——
273 333533335225 — 2 *53 52 —5
—A * 2 3 — 833 53 8 523 — —
32 323 2 2 255* 2523323 535233258858335335383 — 323—
D 7 27 5S 2. 82 M3 — * 2 —— 22 2 *
3. 22 vwv 2* — 5325 —A —2 —— 25 —
352
— 2 *23 2 2. 5 3 —— — * 55 — *
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22334383 2333533333553 —
332333338555
28* * 2 —— — —A ——5 8*2 533* 222
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        St. Ingberler Anzeiger.

Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich/ mi⸗ deim Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wochentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierieljahrlich

A 10 3 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1M 60 B, einschließlich 10 Zustell gebühr. Anzeigen werden mit 10 I, von Auswarta
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Naum, Neclamen mit 30 8 pro Zeile berechnet.

1879.
„Die Theuerung der Lebensmittel⸗
betitelt sich ein Artilel der in Berlin ersa einenden „Hausfrauen⸗
Zeitung“, der sich in sehr treffender Weise ber de thatsächlich
vereits eingetretene und noch wener zu erwartende Theuerung der
nothwendigsten Lebensmitlel ausspricht und sich an die Hausfrauen
vendet, in deren Ressort dieser betrübende Umstand einschlägt.
Wir entnehmen den Ausführungen des genannten Blatles Folgendes:

Der herannahende Winter brinzt den Hausfrauen werihschaft⸗

liche Zustände, deren Tragweite um so empfindlicher wirki, als sie
)en Ausgabeetat fortwährend vermehren, während die Einnahmen
der Manner in Folge. des seit Jahren zurück zehenden Geschäfts⸗
danges in fast allen kaufmännischen und industriellen Zweigen ge⸗
ringer werden. Eine Hauptsorge der Hausfrau ist die Eintheilung
des Wirthichaftsgeldes bei der ihr oblhegenden Ernährung der Fa—
milie. Nicht allein in den mittleren und unteren Schidten der
Besellschaft, sondern auch bei e'nem großen Theil der höheren und
wohlhabenderen Kreise rechnet die Hausfrau mit beschränkten und
jest bestimmten Mitteln. Je geringer die Geidmittel sind, welche
einer Hausfrau zu Gebote stehen, desso schweter bedruͤckt ie die
Sorge, durch ihre Wirthschafisführung die Hausgenossen zu befrie⸗
digen. Ihr Mann und ihre Kinder, sowie ihre Dienstleute haben
XX Lebensbedürfnisse der Ernaͤhrung und Sättigung, wie die
Blieder einer beglierier Familie. Aber während sie ber den ein
achsten Anschaffungen und Zusammenstellungen der Mahlzeiten fich
auf das geringste Maß einschränken mußz, braucht die glücklichere
Schwester nur eine verständige Wahl aus der Fülle des Gebotenen
zu treffen, um reichlich und vom Besten ihre Vorräthe in's Haus
u schoffen. Immer find es die miere unteren Klassen,
pie weniger begüterten, die Armen und Aermsten, welche unter
Theuerung und allgemelnen Nothverhältnissen am Meisten leiden.
Diejenigen, welche am Härtesten kämpfen und arbeiten müssen, ha⸗
pen auch zuerst jede Entbehrung zu ertragen.

So ist auch im gegenwärtigen Augenblick die Theuerung der
debensmittel eine Ursache gerechser Klagean der Hausfrauen“ und
iegt Unzähligen die Pflicht der Einschränskung und Berechnung auf.
Wir wollen einpmal die Nahrungs: und Genußmitlel nennen, die
in lezter Zeit in unerhörter Weise in die Höhe gegangen sind,
heils in Folge der Steuer fttt auslandische Bezüge, heils in Folge
der Mißernten in anderen Landern, welche bei unß eine größere
—XC deranlassen, theils der Mißernle in einzelnen Gegenden
Deutschlauda, wobei auch Spelulationen eine große Rolle spielen
ögen. So stieg der Zucker vom normalen Preise im Sommer
ols jetzt ab Fabcit pro Pfund um 9 bdis 10 Pf., das Mehl pro
bfund 5 his 6 Pfendig, alle Mehlfrüchte in gleichem Verhaͤltuiß,
dulsenftüchte um 6 bie 10 Pf.,die Kartoffel wird von Woche
Woche höher auf den Markten bezahlt, die Butter wird bereits wie
in jedem Winter theurer; nur das Fleisch, das allerdings seit Jahren
einen hohen Preis behauptete, ist keiner Steigerung unterworfen
zewesen sda spricht die „Hausfrauen-Zig.“ doch nur von einem
olalen Vortheil,der für andere Verhalinsse nicht mehr zutrifft];
dagegen ist das amerikanische Oorned beet um 5 Pf. theurer ge⸗
vorden. Eine dorzügliche Ernte wa mn in Dauerfrüchten, deren
Breis ein mäßiget ist.

Wenn wir nun ietzt schon bei der eingelretenen Theuerung
ede Mahl,zeit mit vergroͤßerten Ausgaben herstellen, wenn ganz be⸗
onders der Arme darumet leidet, daß er Brod, Mehl, Kartoffeln,
dü senfrüchte u, s. w. theurer bezablen muß, wie wird es erst deu
perechnenden und auf beschränkte Miltel angewiesenen Hausfrauen
ergehen, wenn die Kornsteuet mit dem neuen Jahre in —XL

Daß die Theuerung bereits einen allgemeinen Einfluß ausübt,
then wit an dem dirmeheien Besuch der Volkskuchen, wie aller
zemeinnützigen Speiseanstalten, weii mir der Großbetrieb bei Massen⸗
inkäusen und Ersparnifsen der Feuerung dem Sturm der angraͤn⸗
jenden Theuerung Trotz zu bieten vermaz. Während das Rohma⸗
erial steigt, find die Pteise der Garküchen und Wirthschaften nicht
heurer geworden. Wie lange aber werden all diese Anstallen der
ottwaͤhrenden Preissteigerung noch Stand halten boönnen?

kines ist undedindt nothwendig, daß die Hausstauen in solchen

Zenten sich mehr denn je um d'e Marktverhältnisse und Wirthschafts—

einkäufe lümmern, daß fie von den Ursachen Kenntniß nehmen, deren

Wirkungen: das Haus empfindet, und daß sie fest zusammenhalten,

damit zu der durch Konjunkturen und Steuern herbeigeführten Theuer⸗

ung nicht noch eine willkürliche Vertheuerung hinzutritt. —
AHeutsches Reiqch.

Mänchen. Der Abq. Schels hat folgenden Antrag zu den
Nachweisungen über den „Eiat der Oelonomicen und Gewerbe“ für
das Jahr 1877 in der Kammer der Abgeordneten eingebracht:
„Die Kammer wolle beschließen: „„Es sei den Nachweisungen über
zie Einnahmeposition zu 181,090 M. 18 Pf. Mieth- und Pacht⸗
rtrag aus Gebäuden und dazu gehörigen Gärlen““ die Anerkenn⸗
ing zu verjage. Motive. Es handelt sich hier nicht um die Frage,
ob die kgl. Staatsregierung berechtigt ist, Dienstwohnungsfreiheit
den Staatsdienern zu bewilligen, welche Frage den Verhandlungen
es Finanzausschusses zu Grunde gelegt und von ihm in seinem
Zeschlusse aus streitig bezeichaet wurde. Die Frage, um die es sich
lier dreht, ist eine ganj andere. Die Mielhzinsen, welche der kal.
Ztaatsminister des Inneren und die kgl. Präsidenten der kgl. Kreis⸗
egierungen für ihre Dienstwohnungen an die Staatskasse zu ent⸗
ichten hatten, waren in dem zwischen der kgl. Staatsregierung und
den beiden Kammern vereinbarien Budget für die 13. Finanzperiode
und in dem von Sr. Majestät dem König sanctionirten Finanzge⸗
etze etatisirt. Dadurch, daß die kal. Staalsregierung im Laufe
der 13. Finanzpetivde dem !Igl. Staatsminister des Innern und
den Präsidenten der Kreisregierungen die Miethzinse für ihre Dienst⸗
vohnungen — die im Ganjen jährlich 42071 M. betrugen — er⸗
ieß, hat dieselbe eine etatisfirte Einnahme aufgegeben, und hierzu ist

e nicht berechtigt. Deßwegen beanfrage ich, den Nachweisungen
lber diese Einnadmeposition die Annerkennung zu versagen“.
Berlin, 19. Novbr. Nah den gestrigen Verhandlungen
iber das Schankstättensteuergesetz zu schliehben, hat dasselbe nicht
ziel Aussicht guf eine Majoriͤt, Auch die Redner von der Rech⸗
en, die den Entwurf nach Moͤglichkeit vertheidigten und über den
Jrünen Klee lobten, mußten sich gleichwohl zu dem Eingeständniß
jerbeilassen, daß eine große Vienge lleiner Gastwirthe durch ein
)eratliges Gefetz brodlos werden würde. Schon jetzt laͤßt sich vor⸗
nussehen, daß die Kommission, wenn sie die Vorlage nicht gerade⸗
oegs ablehnt, dieselbe doch dergestalt abändern wird, daß fie ihrer
ez gen Form kaum noch ähnlich sehen dürfte. In diesem Falle
vilrde natürlich die Regierung den Entwurf ganz zurückziehen, an⸗
tatt ihn in wesentlich gemilderter Tendenz zur Ännahme gelangen
in lossen. Und wer weiß, ob ein detartiges Schichsal des Gesehes
nicht auch den Konservatiben ganz erwünscht lommen würde. Sie
vissen recht gut, daß die Landbevölkerung auf das Schanlsteuergesetz
nicht gut zu sprechen ist, und fürchten vielleicht, nicht wieder gi—
vählt zu werden, wenn sie zum Zustandekommen des allgemein
zemißbilligten Gesctzes mitwirken. Im Uebrigen erhält sich auch in
harlamentarischen Kreisen die Meinung, daß die Regierung selber
Jar nicht so großen Werih auf die Aunahme des Gesetzvorschlages
ege, denselben vielmehr nur als eine Urt Abschlagszahlung auf
hr Versprechen betrachte, die Kommunen eutlasten zu wollen, da
ie in anderer Form für die nächsten Jahre nichts zu dieser Ent⸗
astung beitragen koͤnne. (Berl. Tagebl.)
Nach der ‚Frtantf. Ztg.“ wäre nicht die Einführung einer
zreußischen, sondern einer deutschen Reichsbörsensteue,e
X
Ausland.

Wien, 18. Nob. Enn den beiden hiesigen offiziösen Blättern,
em Fremdenblait und der Presse angeblich aug Rom zugekommenes,
mter Vorbehalt wiedergegebenes Telegramm meldet, der Nuncius
Falobini habe on den Papst geschrieben, er koͤnne ihm die erfreuliche
Nittheilung machen, die Unterhandlungen mit Deuschland seien so
ben glüclich beendet. Jacodini werde noch im Dezember in Berlin
nit Bismark eine Zasammenkunft haben und sich dann zur Bericht⸗
rstattug nach Rom begeben. Die Beftatigung dieser Rachricht ist
bzuwarien.

Partis, 17. Nov. Eine Uebersicht der bisherlgen Wirkungen
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        der Amnestie ergibt, daß bis jetzt 83000 Begnadigte in Paris an⸗
gekommen sind. Davon haben sich 2380 beim Unterstützungskomite
gemeldet, das bereits 227,000 Fres. für sie verausgaßt hat. Ea
Zrbeilen gegenwärtig 1800 in Werkstätten oder Anstellungen, da⸗
runter Adbotaten- und Literaten, welche, in Erwartung besserer Zei⸗
len, das Geschirr in Garküchen waschen. In der Provinz fanden
80 Indididuen eine so zurücstoßende Aufnahme, duß sie nach Paris
zurücklehren mußten. Von den 100 amnestirten Frauenzimmern
haben 60 sich beim Zentralkomite gemeldet, das sie sämmilich bin—
nen acht Tagen in dauernder Beschäftigung unterbringen konnte.

ZFondon, 19. Nop. ‚Times“ bringen folgende Meldung
aus Konsiantinopel vom 18.: Es ist Grund vorhanden, zu glauben.
daß die russische Regierung dem Sultan empfohlen hat, die Resor—
men unverzüglich auszuführen Behufs Vermeidung ernster euro
paischer Verwidelungen.
Bermischtes.
. St. Ingbert, 21. Nob. (Eingesandt.) Der Ar⸗
tikel 56 der Gemeindeordnung der Pfalz, Absatz 2, heißt:

.Die Bürgermeister, Adjunkten und Gemeinderäthe versehen
ihre Stellen als Ehrenämter unentgeltlich, vorbehaltlich der Ent
schädigung sür Auslagen. Außerdem steht es den Gemeinde—
räthen der größeren Städte frei, dem Bürgermeister auf Ein
Jahr einen Betrag als Repräsentationsgebühr zu bewilligen.“

Angesichts dieses Paragraphen erinnern wir uns, daß vor 10

Jahren dem damaligen Bürgermeister von St. Ingbeit aus be—
sonderen Gründen außer 300 Gulden für Bureaukosten auch noch
600 Gld. Repraͤsentationsgelder bewilligt wurden. Obschon nun
vor jetzt 5 Jahren mit dem Bürgerreisterwechsel jene „besonderen
Grüude“ wegfielen, blieben diese Bezüge dennoch fortbestehen, und
die Siadt gab in den 5 Jahren über 5000 Mark aus für eine
Slelle, die die früheren Bürgermeister gratis, und als Ehrenstelle
perwaltet hatten.
Da nun morgen der neue Stadtrath zur Wahl eines Bürger⸗
meisters schreiten wird, so wäre zu wünschen, daß jedes Mitglied
desselben sich die Frage stellte, ob es nicht besser ist, wenn von
jehi ah St. Ingbert wieder in die Reihe der Städte tritt, zu
denen es früher zählte, in denen nämlich wohlhabende oder reiche
Bürgermeister ihr Amt wirklich als Ehrenämterunent⸗
gelthich versehen.

Einige Bücger, die auch sparen möchten.

*Si. Ingbert. Vei der Stadirathswahl vaben
außer den in der letzten Nummer genannten Herren noch folgende
Herren eine biemerkenswertbe Zahl Stimmen erhalten:

Laur H., Weinh., 388 Stimmen; Buser, Schnappbs., 379

St.; Schweitzer P., Wirth. 354 St.; Just sr, Schuhm., 852
St.; Eisel, Schnapph., 8802 St.; Kaiser, Ladknecht, 346 St.;
Weigand, Apoth., 344 St.; Thiery, Bäcker, 344 St.; Beer J.
Kausm. 335 St.: Fischer, Kaufm. 333 Si.; Krämer Osk., 339
Stz Fiack J., Direktor, 821 St.; Steinfeld N., Ladkuecht, 309 St.;
Munzinger Ph. 285 St.; Glattfeld R., Magaz., 284 St.;
Graffion. Schnopph., 250 St.; Martin Bapt. Fabrik. 243 St.;
Hellenthal J. J., Maurer— 241 St.; Weihrich, Wirth, 212 St.;
Schmitt Pet., Rentner, 208 St.
SrInsbert, 21. Rovbbr. Auf der von den Hrn.
Gebr. Kräamer gestern auf dem Banne von Eschringen, ab⸗
gehaltenen Jagd wurden 2 Wilhdschweine geschossen, von denen jedet
tin Gewicht von 130 Pfd. hatte.

4Die Pfalzer Aerztelammer hat in ihrer letzlen Sitzung am
21. Ociober beschlossen: „Die kgl. Regierung möge dahin wirken,
daß die Bezirksaärzte von der obligatorischen Behandlung der Armen
mibunden, und die Gemeinden angehalten werden, bezahlte Armen-
ärzte aufzustellen.“

Fepirmasens, 18. Nov. Wie dem „Pirm. Anz.“ mit
getheilt wird, wäre der Tod des unglüdlichen Dienstmädchens, von
dessen pfötzlichem Hinscheiden wir berichteten, nach Aussage des
Atztes nicht durch übermäßiges Tanzen, sondern in Folge eines
Herzschlages eingetreten.

FIn Berg bei Laulterburg soll ein Vürger in zwei Wirth⸗
schafien je ein Ohm Wein und in einet andern Wirthschaft zwei
Ohm Bier zum Besten gegeben haben, weil die dortige Gemeinde⸗
raihte und Bürgermeisterwahl nach seinem Wunsche ausgefallen und
durchgegangen ist.

p'Nich der „Fr. Z.“ sind in Frankenthal seit Be—
ginn der Kartoffelernie etwa 160,000 Cir. Karloffeln im Gesammt⸗
werihe von 600,000 M. verkauft worden.

F In der „Saarbrücker Zeitung“ und anderen hiesigen Blättern
—X
irantheilen, Hert ulla aus Elberfeld seine Ankunft an. Sehr
häufig waren auch diesen Anzeigen Zeugn'sse angeblich Geheilter
beigefügt, und foll sich der Spezialist eines ziemlichen Besuches
flechtenkranker Personen aus hiesiger Gegend erfreut haben. Gestern
jand sich indeß die St. Johanner Polizei veranlaßt, dem Herrn K
in seinem Hotel einen Besuch abzustatten und beschlagnahmte die

von demselben mitgeführte Linimente, Pulver u. dgl. Arzneimittel,
welche zum Verkaufe aun das Publikum bestimmt waren. Betreffs
der Personlichkeit des Herrn K. wurde festgestellt, daß derselbe früher
Vuchbinder war und im Besitze eines von der Regierung zu Elber⸗
feld ausgestellten Gewerbescheins jur den Hausir-Handel mit Par⸗
fümericartikel ist. Die chemische Untersuchung wird nun heraus⸗
jeJen, aus welchen Ingredienzien die von Herrn K., wie man
jagt, zu sehr hohen Preisen dem Publikum verlauften Mittel be⸗
standen. Jedenfalls aber dürfte derselbe wegen unbefugten Verlaufs
bon Arzneimittein und wegen Kurpfuscherei bestraft werden. (S. 3)

'Mannheim, 18. Nov. Heute Nachmittug sant auf
dem Reckac oberhalb der Kettenbrücke ein Stein⸗-Nachen. Von den
wei Schisern gelang es dem einen sich zu retten, während der
andere, der 60 Jahre alte Jakob Ewert von Neckarstleinach, leider
ertrunken ist.

pWorms, 11. Nov. Die Obernauer'sche Malzfabrit an
der Alzeierstraße ging durch Vertauf um die Summe von 100,000
M. in Besitz des Hrn. Schneider aus Gleisweiler über.

Stadtamhof, 11. Nov. Ein bedauerliches Vorkomm⸗
niß, das leicht ensetzliches Unglück hätte aurichten können, wird dem
„NR. B. Volisbl.“ von befteundeter Seite mitgetheilt. Es handelt
ich um nichts Geringeres als um ein Atlentat, das mit unerhörter
Frechheit gegen den Direltor der Maxhütte, Herrn Fromm, verüdbt
vurde. Der Letztere saß letzten Sonntag mit seinet Familie um
inen Tisch des Wohnzimmers, als pldtzlich durchs Fenstet ein
Sprenggeschoßz in das Zimmer und knapp neben dem Tisch auf
— mu Teppschen belegten — Fußboden fiel. Herr Fromm hefaß
die Geistesgegenwart das Geschoß zu ergreisen und sofort wieder
zun Fenster hinauszuwerfen. Es kreppirte nun vor dem
Hause und zwar mit solcher Vehemenz, daß die umstehenden eiser⸗
zen Bänke jotal in Stücke zerrissen und die Trümmer noch fünfzig
Schritte und weiter flogen. Hälte Herr Ftomm nur einen Augen⸗
olid gezögert, wäre furchtbares Unheil entstanden. Es wird ver⸗
nuthet, daß kürzlich entlassene Arbeiter der Maxhütte sich zu so
ruchioser That haben hinreißen lassen. Hoffentlich gelingt es der
eingeleiteten Untersuchung, die Thäter zu ermitteln.

Stand der Feuerwehten in Bahern. Nach der neuesten
Statiftik bestehen jetzt in Bahern 4130 freiw. Feuerwehren. Da
das Konigreich 8035 Gemeinden zählt, so befitzen über die Hälfte
der bayrischen Gemeinden organisitte und geübte Löschkorpß. Es
ist dieß ein Resultat, wie es wenig andere Länder aufznweisen haben
und es derechtigt dasselbe zu der Erwartung, daß die Zeil nicht
mehr fern liegr, wo jede Gemeinde des Vandes eine tüchtige Feuer⸗
wehr desitzt. Die ausbrechenden Feuersbrünste werden dann allerorte
— ——
zur besonderen Seltenheit gehören, wodurch das beweglide und unbe—
vegliche Vermögen, welch; s jezt nochh dem verheerenden Elemente
zum Opfer fälli, der Nation erhalten und die Steuerktaft des Lan⸗
des erhöht werden kann.

FSolingen, 10. Nov. Eine große Anzahl von Fa⸗
milien aus unserer Siadt selbst und der Umgegend ist in den letze
sen Wochen nach Amerika ausgewandert. Größtentheils sollen die
Leute drüben fest engagirt sein. Ein Theil verbleidt in und bei
New ⸗ York, ein anderer wendet sich nach Canada, während wieder
andete in Californien sich niederzulassen beabsichtigen.

p Wesel. Hierselbst tommen aus Holstein so viele fette
Dehsen an, daß der Preis ganz gewaltig gedrückt wird. Das
IX

puülus MNecklenburg. Der seit einigen Tagen anhals
tende Nordostwind brachte Hochwasser, das an verschiedenen Stellen
unserer Küste verhängnißvoll werden dürfte. Am 15. b8. Vor⸗
nittags war die Wohnung des Hafenmeisters in Wismar schon von
Wasser umflossen und der Sturm hielt bis zum Abend des nächsten
Tages an. Das Wasser der Warnow war seit einigen Tagen fort⸗
vährend im Steigen und finden nicht blos Ueberschwemmungen hei
Rostoc statt, sondern auf verschiedenen Stelen drang am Sonn—⸗
abend das Wosser in die Häuser und mußten die Einwohner sich
nach den oberen Räumen flüchter. Am Sonnabend Vormittag
ntwurzelten die anströmenden Fluthen schon Obstbäume und von
Warnemünde laufen besorgnißerregende Nachrichten ein.

4 Deu sche Waare unter frauzösischer Firma. Vor Kurzem
starb in Brauoschweig der Knopffabrikant J., und es wurde außer
Anderen der Ladenbesitzer L. mit der Ordnung des Nachlasses be⸗
iraut. Wie war dieser erstaunt, als er bei der Durchsicht der
Wagren dieselben Karlons vorfand, die er bisher von Paris dezogen
hatte. Die Kuöpfe waren nach Paris geschickt worden, um dort
naturalisitt zu werden und als „echt französische“ wieder einzu—
wandern. Die Sache erinnert lebhaft ‚an einen Vorfall, der lutz
rach den Freiheittkt egen in Hanau dorlam. Wilhelm ID., der
Vaier des letzten Karfürsten von Hessen, hatte zur Ausftattung
seines Schlosses eine giößere Anzahl von Teppichen aus Paris be⸗
jozen. Der Kurfürst ließ den Hanauer Tepp'chfabrikanten Leißlet
sotnmen und erklärte ihm, es sei doh zu bedauern, daß man solche
Teppiche nicht in Deutshland anzufertigen verstehe. Le ßler erbat
        <pb n="639" />
        sich die Erlaubniß, eine Nath auftrennen zu dürfen, und zeigle dem
erstaunlten Kurfürsten in dem Teppich die Firma Lesißler. Wir
scheinen in den 60 Jahren, die seit diesem Vorfalle verflossen find,
recht wenig Fortschritte in der Achtung unserer selbst geinacht zu
zaben und immer noch recht bedenklich an der Ueberschätzung des
AUuslanded zu kranken. — —

FPrag, 16. Nov. Ein übermüthiger Bursche warf heute
riner Zulutruppe Schneeballen nach. Einer der Zulus wurde ieicht
vetletzt. Darüber erbost, setzten die Zulus dem Burschen, der sich
in eine Rasirstube am Petersplatz flüchtete, nach. Der Tursche
entkam durch eine Seitenthür, worauf die Zulus die Spiegel und
Fenster der Rasirstube zertrümmerten und dem Jungen in einen
zegenüberliegenden Greißlerladen nachjagten, wo sie gewaltige Ver⸗
vüstungen anrichteten. Vier Mann der Jägertruppe eilten mit
einem Polizei-Wachmann zur Hilfe herbei. Bei dem nun entstehen⸗
den Handgemenge wurden zwei Zulus durch die blanken Waffen
verwundet. Einer erhielt eine tiefe Kopfwunde und mihrere Stiche,
rein Anderer einen Stich in de Brust. Unter einem großen Men⸗
ichenandrange wurden die Verwundeten in das Spital gebracht.

F Den Freunden des Champagners wird folgende Mittheilung
von Intecesse sein. Man schreibt der „Times“ aus Fraut
reich: In der Champagne hat sich jeit 60 Jahren tein solches
Unglück zugetragen, wie in diesem Jahre. Nicht eine Flasche Wein
ist eingebtacht worden. Der Verlust für den großen Weinbauer ist
urchtbar und beträgt für das ganze Departement 25 —30 Mill.
Irca. nach oberflächlicher Schatzung. Die Traube ist nicht reif ge⸗
worden und man hat sie nur abgepflückt, um Eindringlinge nicht
zu veranlessen, die Weinberge zu detreten und dieselben zu schädi⸗
gen. Die vorhandenen Vorräthe in den bedeutenderen Fadriken
jollen nur noch für die beiden nächsten Jahre ausreigen. Exportirt
verden jährlich 18 — 20 Millionen Flaschen.

GEin alter Herr.) Der Marquis Las Cazes, der
dauptbesitzer der Weinberge, welche den Chateau Leoville liefern,
zählt über 100 Jahre und besucht noch heutigen Tages seine Wein⸗
berge. Er war Page der Königin Matie Antonie und rettete sich
in der Rebolution noch England. Der alte Herr lebt noch immer
in der guten alten Zeit und kayn es seinem Veiter, dem Verfasser
dert Denkwürdigkeilen Napoleon's auf St. Helenag, nicht verzeihen,
»aß er sich so innig dem Tyrannen angeschlossen hat. Da der
Ddarquis doch vermuthlich seiner eigenen Crescenz den Vorzug gibt,
so scheint Chateau Leoville keinen nachtheiligen Einfluß auf Leib
und Leben auszulben.

F Eine Brandstisterin aus Liebe. Ein in den Annalen der
Strafrechtspflege gewiß seltener Fall kam letzten Sonnabend vor
den Geschworenen von Versailles zur Verhandlung. Ein
iebzehnjähriges, sehr hübsches Mädchen aus anständigem Hause,
Tlemence Blossier, hatte in ihrer Gemeinde eine ganze Reihe, min⸗
destens sechs Feuersbrünste angestiftet, blos um unter der Gunst
der durch den Brand verursachten Verwirrung in einem nahen
Wäldchen Stelldichein mit einem jungen Menschen haben zu kön⸗
nen, dem ihre Eltern das Haus verboten hatten. Die Unglück⸗
iche, der rasenden That gesiändig, mit welcher sie einen Schaden
pon 35,000 Fres. angerichtet hatte, wurde unter Zulassung mil⸗
dernder Umstände für schuldig erlannt und zu zehnjähriger Zwangs⸗
irbeit verurtheilt.

F Der Kassierer des Waisenhauses in Petersburg hat
aahezu 5 Millionen Rubel unterschlagen und ist in's Ausland ge⸗
düchtet. Wie mögens die armen Kinder gehabt haben! —

f Zahnstocher⸗ Fabrilation. Im Jahre 1866 kaufte eine
Zonstoner Firma das Patentrecht zur Fabrilation hölzerner
Zahnstocher für die Dauer von 24 Jahren und legte ern Bucksfield
m Staate Maine die nöthigen Gebäulichkeiten an. Ungeheure
Massen von Zahnstochern wurden dort fubricitt. Im Laufe des
Jahres wurden an 4-85 Tausend Klafter Holz zu diesem Zwecke
zerarbeitet. Die Maschinerie gedieh im Laufe der Zeit zu einer
olchen Vollkorawenheit, daß ein Holzstamm von 6 Fuß Läange und
18 Zoll im Ducchmesser in 5 Min. in schöne gespitzte Zahnstocher
erlegt werden konnte. Im Großverkaufe wurden 25 Cents für
2500 Stück berechnet und der Nutzen davon war enorm. Als das
Patentrecht ablief, baute eine andere Bostoner Firma eine Zahn⸗
tocherfabtil im tiefsten Walde des Staates Ohio. Durch diese
Toncurrenz wurde der Preis von 25 auf 8 Cents für 2500 Stück
heruntergedrückt. Die Firma in Maine glaubt aber jetzt, daß die
Firma in Ohic auf dem letzten Loche pfeift und beabsichtigt, na h⸗
)em sie ausgepfiffen hat, den Zahnstocherpreis wieder auf 25 Cents
ginaufzuschrauben.

Aus China wird gemeldet, daß die Hungersnoth in
Nordchina noch immer nicht erloschen, sondern vielmehr im Zuneh⸗
nen begriffen ist, so zwat, daß für den Winter eine unsägliche
stoth hereinbrechen wird, die schrecklicher sein wird, als die im
dahre 1877 und 1878, wenn nicht aus Europa rasche und reich⸗
iche Hilfe kommt. Der q,ristlichen Mildthätigkeit ist hier ein rei⸗
heß Feld geöffnet.

Eine Goethe-Anekdote. Der alte Goefhe sißt

hehaglich in Jena in einer Weinstube am Fenster und verdünnt fich
— aus welchem Grunde, bleibe unerörtert — eine feurige Maͤrke
zin und wieder durch Zuguß des Elements, dessen Zauber er im
Fischer? so dämonisch besungen hat. Im Hiniergrund sitzt eine
vruppe angeheiterter Studenten, die natürlich unvermischten Trank
onsumiren, dennoch aber nur fades Geschwäß produziren, welches
hließlich doch den innern Unwillen des nachfichtigen Altmeisters
xregt. Indeß, er bezähmt fich. Da, als der Weinübermuth den
züchsten Grad erreicht hat, trift einer der Musensöhne welche sich
iber den weinfälschenden Philister schon lange ennuyirt haben, an
en ihnen Unbekannten heran und inquirirt ihn mit lallender
Zzunge: „Sagen Sie mal, alter Herr, bedenken Sie eigentlich das
Zerwerfliche Ihres Thuns J Warum falschen Sie fündhaft die reine
zachusgabe??“ Dem Frager erwidert der alte Olymp'er sofort
nit etwas gereizter Würde: „Tas will ich Ihnen sagen, mein
unger Freund:

„Wasser allein macht stumummm

Das beweisen im Teiche die Fische. —

Wein allein macht — dumm, J —

Das bezeugen die Herren am Tisch!: —

Dieweil ich nun leines von Beiden möch' sein —

So trink ich vermischt mit Wosser den Wein.“ F
Mit hoheitvollem und befriedigtem Lächeln die ob dieses poetischen
Anhauchs versiummten Aufdringlichen anblickend, wandte der alte
Nerr von Goethe diesen und der Kneipe den Rücken und mochte
iller Heiterkeit voll der verflossenen Zeit gedenken, wo er selöst
Ztudien zut Studenten⸗Scene in Auerbach's Keller gemacht hatte.
Die „Halle'sche Zeitung“ erzählt diese bisher unbekannte Goethe⸗
Inekdole.

F (Oeilmittel gegen Verbrennung.) Die „Pharmazeulische
Zentralhalle“? berichtet: „JIn einer Versammlung in S a lem er—⸗
tattete kürzlich De. Waters einen Bericht über ein von ihm ent⸗
»edtes Heilmittel sür Brandwunden und Verbrühungen. Er
ehaupfet, daß die Anwendung von doppeltkorlensaurem Natron,
velches man fast in jeder Haushaltung unter dem Namen „Bull⸗
ichs Salz“ antrifft, den Schmerz sofort zum Aufhören briuge, und
aß es genügend sei, oberflächliche Braidwunden innerhalb weniger
ztunden zu heilen. Um die Wirkung des Heilmittels zu zeigen
auchte Waters einen Schwamm in kochendes Wasser und drückte
eßleres über dem Handgelenk aus. Das Wasser floß über dasselbe
ind verursachte eine beinahe zwei Zoll breite Brühwunde um das⸗
elbe. Dann streute er doppeltkohlensaures Natron auf die Wunde,
egte einen angefeuchteten Leinwandstreifen darüber und wie mit einem
Zauberschlag. verschwand die Geschwulst. Am nächsten Tage war
zie Verbrühung so gut wie geheilt; nur eine geringe Röthe der
daut war noch wahrzunehmen.

Verloosungen.

Bei der Ziehung der ersten Serie der Lolterie des
ayerischen Veteranen⸗, Krieger⸗ und Kampfgenossenbundes wurden
ie folgenden Gewinnste gezogen: Serie 2373 Nr. 89 gewinnt
0 000 Mack; S. 2542 Nr. 96 10,000 M.; S. 1890 Nr. 13
000 M.; S. 2172 Ne. 78 1500 M.; S. 1178 Nr. 44 1500
N.; S. 2994 Pr. 86 1000 M.; S. 2447 Nr. 69 1000 M.;
5. 728 Nr. 857 1000 M.; S. 16091 Nr. 52 1000 M.; S.
2944 Nr. 58 1000 M.; S. 660 Ne. 7 1000 M.; S. 389
r. 42 1000 M.; S. 1079 Nr. 36 1000 M.; S. 915 Nr. 16
1000 M.; S. 124 PNr. 51 1000 M.

Marktberichte.

Zweibrücken, 20 November. (Fruchtmittielpreis und Victualienmarkt.
Weizen 11 M. 18 Pf. Korn 8 M. 86 Pf., Gerste zweireihige 8 M. 03 Pf.
ierreihige 7 M. 12, Pf., Spelz 6 M. 15 Pf., Spelzkern — M. — Pf.
ZDinkel os M, 71 Pf., Mischfrucht — M. — Pf. Hafer 6 M. 88 pf.
rosen — M. — Pf., Widen 5 M. 84 Pf., Karloffeln 2 M. 80 Pf.,
deu 8 M, 20 Pf., Stroh 8 M. — Pf., Weißbrod 17/3 Kilogr. 56 pf.
dornbrod 3 Kilogr. 82 Pf., 2 Kilogr. 55 Pf. 1Kilogr. 23 Pf, Gemischi—
rod 83 Kilogr. 97 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
z0 Pf. IN Qual. 80 Pf., Kalbfleisch dd pf. Hammelfleisch o spf. Schweinefleisch
36 Pf., Butter )/3 Kilogr. O M. 90 Pf., Wein J Liter 80 Pf. Bier J Liler 24 pf.

Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demetz.
Schönheit und Jugend, Reichthum und Ehre, Talente und Fähigkeiten,
was bebenten an diese Gaben und Vorzuge, wenn der Leib siech isi
ind eine hartnädige Krankheit am Leben zehrt. „Mens sana in corpore
ano“, Nur im gesunden Körper wohnt eine gesunde Seele! Diese Wort,
ind eine mahnende Wahrheit fur Jene, welche oft aus Unwissenheit gegen
die Gesundheit sündigen, denn es fällt den Wenigsten ein, sich Uber ihre
herpflichtungen, die sie dem eigenen korperlichen Ich gegenüber zu erfülien
aben — gründlich zu unterrichten.

Ein Buch, welches diesem Zwecke dient, den Leser in leichtfaßlicher Weise
nit Ursprung, Charaklter und Behandlung jeder Krankheit bekannt macht,
hne ihn mit dem Ballast unverdaulicher wissenschaftlicher Phrasen zu be⸗
chweren, fanden wie in dem in 110. Auflage erschienenen Buche „Dr. Airy's
Laturheilmethode“, welches in Richter's Verlags⸗-Anstalt in Leipzig erschienen
ind gegen 1 Ml. 20 Pf. in Briefm. franco zu beziehen ist.
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Der einzig ächte und seit alter Zeit bewährte
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kgl. bayer. Hofdestillateutr
München
von vielen Aerzten, UniversitätsProfessoren ꝛc. wissenschaftlich geprüft und glänzend begutachtet, ist
in ächter Waare nur bei untenstehenden Depots zu bezießen.

Da gewssenlose Indivituen und Nachpfuscher, mit werthlosen Produtien unter
ühnlichem Namen, wobei schlechterdings noch Heilige profanuirt werden, das
Publikum zu täuschen suchen, achte, wer üchten Bernhardiner haben will, genau anf die
Firma Wallrad Stimar Sernhard, und deren untenstehende Niederlagen. A

Gebrauchsanweisung und Atleste liegen allen Flaschen A M. X.5, M. 2 und M. 4 bei.
Alleinige Niederlagen sind in:
Sit. In DbDoerte Jean Peters..
Brlieskastel: L. V. Hussong. Zweibrücken: W. A. Seel. Neunkirchen:
Wilh. Lichtherz Sohn. Erbach: Carl Dielforter.

* fein ste
Fpnig
Lebkuchen
A 90 Pf. empfiehll
L. B. Hussong,
Blieskastel.
Der Unterzeichnete
empfiehlt sein Lager in
Geschäftsbüchern
aus der bekannten Fabrik von
König und Ebhardt
in Hannover.
Franz Woll.

Haasenstein &amp;
Vogler.
Erste umd ãlteste
Annoncen⸗Expedilion
An furit a. Haàaim.

Wissenf“—ftlich geprst u. beautachtet. EBEAnsdictinꝑr-
Nappelkräutermagenbitler,
nach einem alten aus einem Be⸗
nedictinerkloster siammenden Recepit
fabrizirt und nur en gros ver⸗

Jandt von

9. PINGEL in Göttiugen

(Provinz Hannover)
Der Benedictiner ist bis
etzt das kostbarste Hausmittel uud
deßhalb in jeder Familie beliebt
geworden. Der Benedictiner
st nur aus Bestandtheilen zufam⸗
mengesetzt, welche die Eigenschaften
8 die zum Wiederaufbau
FJeines zerrütteten dahinfiechenden
Körpers unbedingt nöthig sun
zr ist unersetzlich bei Magenleiden, Unverdaulichkeit, Haͤmor⸗
hoiden, Nervenleiden, Krämpfen, angen Hautaus⸗
chlägen (Flechten), Athemnoth,, Gicht, Rheumatismus,

sowie bei Leber⸗ und Nieren leiden
And vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Blut und vermehrt dasselbe,
er entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
risch, fiellt die Harmonie des Koörpers wieder her und verlängert das
veben bis zu seinem vollen Maße.

NB. Jede Flasche ist mit dem Siegel „C. Pingel in Göttingen“
verschlossen und mit dem geschützten Etiqueit verfehen.

Preis à Fl. von ca. 330 Gr. Inhalt 8 M. 30 pf.
—M — — 660 2 ⸗ 6 M. 73 Pf.
Bei 3 Fl. Verpackung frei. Bei 10 Fl. freie Verpackung u. 1 Fl. gra⸗
tis. Voersandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage. En gros-
Verlandt durch die Fabrik. Attest:

Herr Jacob Geyer, Wirth und Jagdpächter in Petersbuch bei
hei Titting, Baiern, berichtet: Ihr Benedictiner (bezogen aus der Hof⸗
Apothele zu St. Afra in Augsburg) ist mir sehr gut bekommen. Die
Wirkuͤng ist überhaupt bei Allen, die ihn in unserer Umgegend genießen
rortrefflich gut und bitte weitere 10 Fl. zu senden ec.

MNiederlage in St. Ingabert bei Herrn J. F riedrich.

Filialen in Darmstadt.

Mannheim, Carlsruhe, Stutt-

gart, Würzburg, Ulm,
Preiburg in Baden.

Reichenhaller
Kirchenbau⸗Lotterie.
200,000 Loose.
Geldgewinnste 185,000 Mark.
Ziehung am 80. Decemb. 1879
Treffer 60,000 M., 25,000 M.,
o000 M., 5000 M. u. J. w.

Foost à 2 M.
zu beziehen durch die General⸗
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Bankgeschäft in München
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Ansaoigon. Pisceroto Anaeig
u alle Zeitungen der Welt
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Schweiz und Prankreichs
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roparhtet.

Die ausserordentliene Verbreitung dieses Hausmittels hat
eine ebenso grosse Dahl ühnlicher Präparate als Nachahmer
hervorgerufen, welche sich nicht entblödsn Verpackung, Farbe
ind Etikebte in tauschender Weise herzustellen. Die Paqueto
les Achten Stollwerck'schen Fabrikates tragen den vollen Na-
nen des Fabrikanten und kennzeichnen sich die Verkaufsstellen
surch ausgelegte Pirmen-Schilder.

E
Druch und Verlag von F. X. Demesß in St. Ingbert.
— gierzu für unsere Po st⸗Abonnenten „Illustrirtes Sonnutagoblatt“

Nre. 47.

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        St. Ingberter Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich mi⸗ dem Haupiblatte verbundene Unterhaltungeblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wochentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentspreis betragi vierielja hrlich

A 40 Z einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.M G6 B, einschließlich 40 4 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswarts
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift odet deren Raum, Neclamen mit 30 B pro Zeile berechnet.
A ISG6.

Sonntag, den 28. Novemnber
18795
Deutsches Reich.
Müncen, 205 Nop. die Abgeordnetenkammet lehnte den

Antrag Schels auf Einführung der Klassenlotterie, nachdem ihn allein

der Finanzminister, und zwar sehr nachdrücklich, belaͤmpft hatte, mit

zroßer Mehrheit ab; nur 12 Stimmen wurden für den Antrag

abgegeben. J

Berlin, 19. Nov. Nach dem „Fremdenblatt“ ist der Pro⸗

essor der Nationalökonomie, Dr. Udolf Wagner, in diesen Tagen
u einer Berathung über wichtige Gesetzesvorlagen, das Versicherungs⸗
vesen betreffend, nach Varzin berufen worden. Es soll sich um
Besprechungen wegen der Verstaatlichung des Verfiberungswisens,
velche Bismarck in Aussicht genommen, handeln. — Nach soeben
eingegangener Nachricht aus Warschau ist wiederum die Rinderpest
in Stadt und Kreis Warschau heftig ausgebrochen. In der Alexan⸗
der Citadelle wurden 8, im Kreife Warschau auf Gut Sluzewicz
12d Stück Rinddieh sofort getödtet. Im Kreife Sochaczewo grassirt
zie Seuche ebenfalls heftig.

Der „Frki. Ztg.“ schreibt man aus Berlin: Personen,

velche dem Reichs kanzler nahe stehen, sind darüber keinen Augen⸗
zlick zweifelhaft, daß nach dem Ankauf der preußischen Pribat⸗
»ahnen für den Siaat die Agitation für das Reichseisenbahn⸗
Projekt in verstärktem Maßstabe herbortrelen wird. Fürst Bismarck
jat in letzter Zeit privatim wiederholt hervorgehoben, daß die in's
deben gerufene Zollpolitik im Reiche auch eine einheitliche Eisen⸗
ahnpolitik für dieselbe nothwendig mache, die ihren Ausgangspunkt
a der Erwerbung der Bahnen für das Reich werde finden müssen.
In unterrichteten Kreisen nimmt man an, daß nach erfolgter Ar⸗
rondirung des preußischen Staalsbahnnetzes die preußische Regierung
»em Bundesrath einen Antrag auf Erwerbung der Bahnen für
as Reich unterbreiten werde. Dunkel wird angedeutet, daß die
etzt vorzunehmende Operation, welche darauf hinausläuft, die Pri⸗
atbahnen in den Besitz des preußischen Siaates zu bringen, für
)en Fall, daß die momentan stattfindenden —AXREX
chen Deuischland und Oesterreich einen beftiedigenden Verlauf neh⸗
nen sollten, sich als ein Haupikoup deuischer Politik herausstellen
verde. Der Reichskanzler persönlich hat nie ein Hehl daraus ge⸗
nacht, daß das Reichseisenbahn⸗Projeki eines seiner Ideale“ sei,
ꝛessen Verwirklichung er mit allen Kräften anzustreben versuchen
verde. Als vor zwei Jahren die bekannte Vorlage wegen Schaffung
ines eigenen Eisenbahn⸗Ministeriums an den Landtag gelangte,
jat der Reichskanzler bei einem parlamentarischen Diner, auf wel⸗
hem Stimmung für diese Vorlage gemacht wurde, es ganz offen
uusgesprochen, daß er darin ein Uebergangsstadium zur Schaffung
ines deutschen Reichseisenbahnminister sum⸗ erblicke. Vielleicht duͤrfte
inter den obwaltenden Umständen die für das Reich in Aussicht
enommene Reform des Gütertarifwesens dis auf Weiteres veriagt
verden.

Der am 21. ds. zusammentretende bleibende Ausschuß des
eutschen Handelstages wird sich mit einem Organi⸗
ations · Entwurf beschäftigen, welcher bezweckt, alle deutschen Handele⸗
ammern auf gleiche Grundlagen zu stellen und sie auf diese Weise
inheitlich zu gestalten. Der betr. Entwurf wurde von einem Suh—
omite des Handelstages ausgearbeitet. In diesen reformirten
dandelskammern sollen alle Geschäftszweige mit Ausnahme des
dleingewerbes und des Handwerks vertieten sein.

NHussland.

Der Londoner Allgemeinen Correspondenz“ wird unter dem
z. d. aus Konstanti nopel geschrieben: „Am letzten Freitag
viurden, während der Sultan sich im Audienzsoale befand, 20 Offi⸗
iere sestgenommen und sofort nach dem Kriegsministerium Uherführt,
un vor ein Kriegsgericht gestellt zu werden. Man weiß noch nicht
ꝛestimmt, für welcdes Vergehen sie festgenommen wurden, allein
nan will wissen, daß sie degen das Leben de Sultans conspirirt
Atten?

borgenommenen Adjunktenwahl, Herr C. V. Graffion als IL.
und Herr Pet. Greß als V. Adjunkt, zum Polizeiadjunkten in
Z3chnoppbach Herr Gastwirth Siegwarth.
tSelchenbach, 17. Rob? SVor etwa 8 Tagen ereignete
ich im benachbarten Ore⸗ K. das an die Zeiten der Romantik er⸗
nnernde Vorkommniß einer Entführung. Die Charakteristit der
andelnden Personen ist dieselbe, wie in den belieblen Ritterge⸗
hichten: Ein Jüngling halte ein Mägdlein lieb — sie erwiedert
iese Neigung — ein hartherziger Vater, der die einzige Tochter
inem Veiter zugedacht hat, damil die „Sach“ in der Familie
leibt — die Tochter ist durchaus nicht mit einverstanden —
chließlich der Weg durch's Fenster. da die Thür verschlossen ist,
uind gemeinsame Flucht. — Wir wünschen, es moͤge auch der ver⸗
oͤhnende Schluß nicht fehlen, wollen im Uebrigen jedoch das eiwas
Jewaltsame Milttel keineswegs zur Nachahmung empfehlen.

f Aus München wird wiederum ein höchst trauriger Fall
von zufälliger Vergiftung mit Chloroform gemeidet. Ein sehr
alentvoller und kenntnißreicher junger Arzt von erst 25 Jahren,
r. K., wandte, nachdem er von einem nächtlichen Krankenbesuch
ehr ermüdet nach Hause gekommen und sich zu Bett gelegt, wahr⸗
cheinlich um zu baldigem Schlaf zu gelangen, bei sich selbfi Chloro⸗
orm an. Wadhrscheinlich, da an eine Absicht in diesem Falle gar
nicht zu denken ist, besdubte das Mittel den Unglücklichen früher,
als er die Gefahr inne ward und es zu spät war, dasselbe zu
ntfernen; man fand ihn am anderen Morgen todt im Belte mit
dem Taschentuch vor dem Gesicht, ein Flaschchen Chlorojorm auf
em Nachitisch.

fEmmerich, 14. Nob. Ein recht trauriger Unelücksfall
reignete sich gestern auf dem Dampfschiff, Concordia“ unweit
Utrecht. Der Capitän genannten Schiffes wurde von einer wind⸗

jewordenen Kuh, die mit dem Schiffe transportirt werden sollte,
zuerst schwer verletzt, dann von den Hörnern des rasenden Thieres
urchbohrt und über Bord geworfen. Der Unglückliche tam nicht
nehr über Wasser; seine Leiche ist bis jetzt noch nicht aufgefunden.
GRh u. N.810.)
Dortmund. Bei der Dorlmunder Union sind in den
etzlen Tagen, wie der „A. f. R. u. W.“ meldet, solch großartige
lufträge eingelaufen, daß das Unternehmen gezwungen ist, mehrere
hundert Arbeiter einzustellen. In Stabeisen allein sind im ber⸗
lossenen Monat über2 Mill onen Kilogramm verladen worden.
FHamburg, 16. Neb. Als gestern Abend * Uhr der
)on Amsterdam kommende Dampfer Medea— Capitän Brouwer, in
»er Elbmündung von der auf ihrer äußeren Station liegenden
Pootsengalliote mit einem Lootfen versehen werden jollte, ereignete
ich das Unglück, daß das Boot, in welchem sich die fünf Looisen
Ddammmann, Thode, Behnecke J. Harbers und Heuck J., sowie die
MRatrosen Münsier der Jüngere und Kreienberg befanden, lenterte,
o daß leider jämmiliche Insassen ihren Tod faͤnden
F Aus Lyon wird die Zahlungs⸗ Einstellung der Seiden⸗
daufleute Meyer, Schinz u. Comp. mit Verbindlichkeiten bon ca.
114 Million Fres. gemeldet.
fIn Chicago hat die Firma Sietlauer Brothers u. Co.
hre Zahlungen eingestelli. Die Fitma, eines der bedentendsten
Nanufalturwagrengeschäfte Amerila's, schuldet 1,900,000 Doll.,
die nominessen Alktinen betragen 1.560 0600 Don
Fur die Redaction verammwortlich: F.
Viele Personen werden bei Eintrut der ungesunden Jahreseũ
von Erkaältungen, Husten, Heiserleit, Lungenleiden, andere wieber
don Magen ˖ und Rerbenleiden befallen.

Die weltberühmten Brufikaramels Maria Benno von Donat
verden bei all diesen Faͤllen entweder roh gegessen, oder 5—6
Ztück in heißem Kakao Thee oder Milch aufgeldfi, aber nur lauwarm
getrunken.

Der unglaublich billige Preis von 30 oder 30 Vf. für einen
Zriginal⸗ Karlon Brustkaramels und 20 Pf. für einen echten Karton
dalao⸗Thee muß lobend hervorgehoben werden.

Debot in St. Ingbert bei Herrn Jean Veiers.

Vermischtes.
St. Ingbert 22. Nov. Zum Bürgermeister wurde
ꝛeulte wiedergewählt Herr Pet. Custer und bei der gestern
        <pb n="642" />
        Mobilien⸗
Versteigerung.

Monkas, den 24. No—⸗
dember nächsthin Vormittags
) Uhr zu St. Ingbert in
der Rosentha 'schen Brauerei
säßt Herr Friedrich Engel—
horn, Rechtskandidat in Zwei⸗
zrücken alzs Verwalter der Gant⸗
nasse des Bierbrauers Karl
Rosenthal in St. Ingbert
die zu dieser Gantmasse gehö—
rigen Möobiliargegenstände (mit
Ausschluß der Brauerei⸗ und
Wirthschaftseinrichtung) gegen so⸗
vorige Baarzahlung öffentlich an
die Meistbietenden versteigern.

Zum Ausgebot lommen unter
Anderem:

eine Plüsch-Garnitur beste⸗
hend in Causeuse, 2 Fau-
euils und 6 Stühlen;

ein grüner Divan mit 2
Fauteuils; ein braunes
Fapapee mit 6 Stühlen und
Nachtsessel; ein lleines Rips⸗
anapee, ein großer Wasch⸗
uusch mit Waschgefäße; ein
Zpiegel-Phfeilerschrank mit
Aufsatz; Kaffee⸗, Thee⸗ und
Punsch⸗Services; ferner
Schränke, Tische, Stühle,
Tommoden, Betten, Weiß—
zeug, Leibwäsche, Spiegel,
Bilder, Bücher und ver—
hiedene sonstige Haus⸗ und Kü—

hengeräthe.
St. Ingbert, 15. Nod. 1879.
Zauer, k. Notar.

*0DINI
ERTA;
.8ARDEMANNinEIMAERICHVAR
in seiner Güto u. Wirksamkeit
ↄrprobht u. seit Jahren im In- u.
Auslande ürztlieh empfohlen.
Nur ãecht in Originalssasehen à 1M.

Derselbe eisenhaltig à M. 1
40 Pfg. in St. Inghbert bei
. PVriedrieh.

Bad⸗Kiffinger Rirchen
Lotterie.
Daupigewinne: 45,000. —
Zwal 12,000 M ꝛc. ⁊c. Zu—
ammen 11,800 Geldgewinne im
Desammibetrage von 230,000

Mark.
Vreis des Looses 2 Mk.
Ziehung am 24. Februat 1880.
die Loose sind nicht in Serien
abgetheilt, sondern tragen fort⸗
laufende Nummern.
Die General Agenlur:
J. &amp; B. Schnler, Zweibrücken.
ne⸗ Allerorts werden so⸗
Ulide Agenten gesucht.

dichere Aeilung
in 14 Tagen garantire Allen an Bett⸗
näsfen, sowie sonstigen Blasenübel⸗
deidenden. Kosien gering. Arme
ratis. Prospekt, sowie die schönsten
Zeugnisse zu Diensten. C. F ˖ Bauer,
Specialist Wertheim a. M.

Obige Loose sind in St.
Jnabert zu haben bei Hrn.
Franz Woll.
1379 Lerbst- und Minter-8aison 1879
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L. BYTINSRI,
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Fomplette Anzuüge, Chev., Diag. und Kammgarn 24, 830, 88.
Fomplette Anzüge Non plus ultra, ist. 12, 34, 60.
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Gestußt auf das gute Renommé, dessen sich mein Geschäft seit einer Reihe von Jahren zu erfreuen hatte werde ich auch diese Saison be⸗
müht sein, durch gute Waaren, billiagste Preise und reelle Vedienung das Vertrauen der mich beehrenden sKundichaft zu erhalten und bittet um
geneigten re vitiet auf di Ergeben st
an bittet a 8⸗
1 46. nummer 344 d 146.

—

Druck und Verla von F. X. Demetz in St. Ingbert.
Sioun Allusnrirtes Sonntaanahlatte“ Nr. A7.
        <pb n="643" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöͤchentlich? mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗—

lage) erscheint woͤchentlich viermalz Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis beirägt vierieljährlich

A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1A 60 H, einschließlich 20 4 Zustell zebühr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswärt
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattsichrijt odet deren Raum, Neclamen mit 30 — pro Zeile berechnet.
M 1817.

Dienstag, den 25. November a

1879.

Deutsches Reich.

München, 21. Nov. Der Abgeordnete F. X. Frhr. v.
Hafenbrädl hat einen Antrag auf Anfhebung des 7.Schul⸗
ah res eingebracht.

München, 22. Nov.. Die Gesetzentwürse zur Reform der
Steuergeseze werden im Laufe der nächsten Woche im Staatsrath
»erathen und innerhalb der nächsten acht Tage der Kummer vor⸗
zelegt werden.

Das Reichshatentamt hat einen für die gesanmte deutsche
Eisenindustrie hochwichtigen Beschluß gefaßt, indem 8 defchloß, dem
Antrage auf Ertheilung eines Patents zur Ausnutzung des von dem
knglaͤnder U. S. Thomas erfundenen Verfahrens zuc Entphosphor⸗
ang des Roheisens zu entsprechen. Die Anwendung dieses fur die
Zonkurtenz der deusschen Stahlindusirie mit der englischen ensschei⸗
denden Verfahrens ist damit auf diejenigen Werke beschräult, welchen
)er englische Erfinder die Ausnutzung seiner Erfindung übertragen
jat. Die Entscheidung des Patentamts hat in den betheiligien

Zreisen große Sensation hervorgerufen und wird ohne Zweifel an—
jefochten werden.

Neuest:n Meldungen zufolge ist der Besuch des Kaisers Alexander
n Berlin wieder in den Bereich der Müͤnlichteit getreten. Der
Befundheitszustand der russischen Kaiserin soll sich derari verschlimmert
zaben, daß dieselbe nicht daran denken lann, nach Petersburg zurück
ukehren und wahcscheinlich den Winter in Sizilien wird verbringen
nüssen. Dort würde sie der Kaiser besuchen und bei dieser Ge—
egenheit unserem Kaiser in Berlin einen Besuch abstatten.

Baden⸗Baden, 23. Nov. Nach den Vorbereitungen zu
chließen, welche in der Umgehung des ruffischen Staatskanzlers ge—
roffen werden, gedentt Fürst Gortschaloff schon Ende der heut be⸗
rinnenden Woche auf der Rückceise nach Peiersburg zu mehrtägigem
Aufenthalt in Berlin einzutreffen.

Straßburg, 20. Nob. Die Wahlen für den Landes
nusschuß von Elsaß ⸗Lolhringen sind, wie das „Eis. Journ.“ her⸗
vorhebt, sehr befriedigend für diejenigen ausgefallen, denen die
ruhige und forischrittliche Entwicllung der Einrichtungen des Landes
im Herzen liegt. Die Meisten der Gewählten sind Männer, von
denen weder vorausberechnete leidenschaftliche Ergüsse, noch eine der
Form wegen veranlaßte Aufregung, noch eine systematische Vernein⸗
ung zu befürchten steht. Einzeln genommen, gehören d'e neuen
Mitglieder des Landesausschusses ohne Zweifel verschiedenen Schat⸗
cirungen an, und es waͤre gewagt, vorauszusagen, daß in allen
ünftigen Sitzungen unserer parlamentatischen Versammlungen eine
vollständige Einigkeit herrschen werde. Allein das kann man er—
warten, daß der Landesausschuß in seiner neuen Zusammensetzung
rine fruchtbringende Arbeit liefern und den Erwartungen des Landes
ntsprechen werde, ohne daß man Gefahr läuft, die aͤgenen Wunsche
sür Thatsachen zu nehmen und sich großen Tauschungen hinzugeben.

Aussand.

Der jüngste Erlaß des französischen Cultusministers an die
Prafelten, welcher dieselden anhält, darauf zu achten, daß die Geift⸗
ichen bei ihren Kirchengebeten für die Republik beten, hat natür⸗
lich in der klerilalen Presse einen Sturm der Entrüstung erregt;
hert v. Cassagnac sagt, daß man aus dem Irrerhause bon Cha⸗
enton entsprungen sein müsse, um vom lieben Goit zu verlangen,
zaß er die Republik schütze! Diese schmeichelhafte Ertlaärung wird
ndessen die Kirchendiener nicht davor schützen, das Gebet, wenn
nicht aus dem Innersten des Herzens, doch in der gewollten Form
um Himmel oufileigen lassen zu müssen. Det Cultusminister hat
ingeordnet, daß vom 23. Nobember an die Einhaltung seiner Vor⸗
chrift in allen katholischen Kirchen und Capellen des Landes speziell
ontrolirt werde. Die Proteste der Clerikalen gegen die minifier⸗
elle Maßregel, die übrigens auch von den Rabikalen bespoͤttelt wird,
nüssen erfolglos bleiben; denn dieselbe entspricht dem sirilten Wort⸗
aut des Att 8 des Concordals und des UArt 20 des Gesetzes vom
Berminal des Jahres X.

Aus Petersbutg wird berichtel, daß sich dort allmälig
an Umsctwung in der auswärtigen Politit Rußlands vorbereite
kaiser Alexander wünsche eine entschiedene Annahetung seines Reiches

an Deutschland und Oesterreich und dieser Wunsch wird durch die
krschöpfung des Landes, welche eine Folge des letzten russisch· türkischen
drieges ist, unterfilttzt. Ob dieser Umschwang nicht ein vein dußer⸗
licher ist und der Erwägung entspringt, daß ein Krieg Rußlands
Jegen Deutschland und Oesterreich jür Rußland ungünstige Chancen
eröffnei, muß die Zukunft leyren. Aber selbst, weun im Laufe der
nachsten Monaie eine weniger deutschfeindliche Stroömung in Peters⸗
jurg zum Durchbruch kommen sollte, so würde diet nauc eine Auf⸗
chiebung unferer Auteinanderfezung nn Rußlaud bedeuten.“
Peruischtes.

n. St. Inabert. Der Bezirkslehrerverein Blieskastel⸗
Z„t. Ingbert hält morgen, Mittwoch, im Cafeè Seiler dahier seine
J. dieej. Generalversammiung. Beginn: 1302 Uhr Nachmitiags.
Mitglieder und Freunde Zes Vereins sind zur Versammlung einge⸗
aden.

*St. Ingbert, 25. Nob. Zum Burgermeifter in Ens⸗
eim wurde Herr Ednatd Adet gewählt und zum Adjunlten Herr
heintrich Karren. Zu Adjunkten wurden wiedergewählt in
Jassel: Herr Jos. Pet. Unbehend und in Eschringen Herr Georg
Volter. — Heute findet in Rohrbach die Gemeinderaths⸗
vahl statft.

Die neue Bahn Mannheim⸗Frankfurt wird der Main⸗RNeckar⸗
Bahn eine fühlbare Conkurren; machen; sie besoͤrdert die Reiseaden
ascher und theilweise zu gelegeneren Zeiten·

T. Metz, 20. Nov. [Garnisonsveistärkung.) In militari⸗
hen Krreisen wird die weilere Verstärkung der Festungsgarnison,
amentlich au Infanterie und Artillerie, sür wahrscheinlich gehaiten.
Die Vorfchiebung der französischen Garnisonen nach Osten in Ver⸗
»indung mit den neuen Eisenbahnlinien beuntuhigt fortwähtend;
namentlich die französische Cavallerie ist fast ganz in der dftlichen
dandeshälfle garnisonirt. Die hiesige Garnison besteht zur Zeit aus
en baierifchen Infanterieregimenter Nr. 4 und 8. dem i. Ba⸗
aillon des 2. baierischen Fußartillerieregiments dem jachsischen Fuß⸗
ittillerieregiment Nr. 12. dem braunchweigischen Infanierieregiment
c. 92, dann an preußischen Truppen aus dem 15. Pionierba⸗
a'llon, Theilen der 8. und 15. Artilleriebrig ide, den Infanterie⸗
egimentern Nre. 42 und 45 und den Dragonerregimenter N. 9.
iud 10.

Worms, 21. Nob. Ein Handelsmann von Dalsheim
vurde durch einen Kartoffeihandler in der Schwreiz um 10,000 Mt,
lt bezogene Kartoffel beschwindelt und dadurch fimncieil ruimen
dierdurcch werden naheju 100 Leute aus den Doͤrfern Gundheim,
hermersheim, Moͤlsheim, Ober⸗ und Nieder⸗ Flörsheim und Gauers⸗
jeim in Mitleidenschaft gezogen, die roch auf Bezahlung für die
gelieferien Kartoffeln watien. Wie wir hören, hat der unglückliche
dandelsmann seine Gläubiger auf nächsten Sonntag Nachmutag
ach Nieder Floͤrsheim eingeladen, um mit denselben ein gütliches
Lblommen zu treffen. Mit Aufbietung aller ihm zu Gebot fieheunden
Nittel soll es ihm moͤzlich sein, seinen Gläubigern nahezu die
hälfte ihrer Guthaben zu bezahlen.

Dortmund, 19. Nov. Auf dem Eisenmarkt ist sort⸗
vuͤhrend große Nachfrage, lebhafte Thätigleit und steigende Conjune⸗
ur zu verzeihnen. Die verschiedene Produkte der Hochofenwerke,
vie Spiegeleisen, Gießerei⸗Rozeisen, sowie Puddelroheifen haben
janz vorzüglichen Absatz, auch das deutsche Bessemer Roheisen wird
iel begehrt und hat daher einen Preisausschlag von e'nigen Mart
rfahren. Die Walzwerke sind eveichlich deschäftigt und die Preise
zrer Fabrikate steizend. Einige Werke sordera sür Stabeisen vom
.5. November ab 5 Mark mehr pro 1000 stilb, ebenso noliren
Bleche von da aa as mehrere Matk höher. Im Kohlengeschäft

jat der Absatz die ungewöhnlichen Dimensionen des Vorinonats
ticht allein behalten, sondern auch noch etheblich überschritten.

fHamburg, 22. Rov. [Großes Brandunglück] Ein schred⸗
iches Vrandunglüd ereignete sich gestern Nachmittag in der Werftraße
3b, dem leider mehrere Menschenleben zum Opfer fielen. Nachdem
gegen 5 Uhr die Nachbarn und Vorübergehenden einen dumpfen
dnall verno nien hatten. standen bald darauf das Innere det
hauses in hellen Fiammen. Im Hinlerzimmer des Pelzwaaren⸗

—
        <pb n="644" />
        lagers von Auganer soll eine Petroleumlampe explodirt and hiedurch
eine Gasexplosion veranlaßt worden sein. Vom Parterre, welches
sofort in Flammen gerieth, theite sich das Feuer mit rasender
Schnelligkeit durch das Treppenhaus sämmtlichen Etagen mit. Als
die Bewohner die Treppen in Brand sahen, enistand eine große
Verwirrung. Mehrere stürzten sich aus den Fenstern hinab, Viele
wurden gerettet, doch sind dieseiben meistens verletzt. Im Ganjen
werden 10 Personen vermißt: nämlich Wittwe Ledy und 2 Kinder,
eine Nichte oder Tochter des Schlächters Windheim, die dort zum
—XDVDVD
Bewohnern der zweiten Etage zum Besuche befand, drei Mädchen
bon H. J. Behrens, ein Dienstmädchen und eine Frau, welche in
geschäͤftlichen Augelegerheiten bei den Bewohnern der dritten Etage
war. Die aufgefundenen Leichen sind völlig unkennilich. Das
Haus ist vollständig ausgebrannt, auch Nebenhäuser sind theilweise
zrheblich beschädigt. Gegen 10 Uhe war jede Gefahr beseitigt.
p'Leipzisg, 19. Noo. Der „Post“ wird telegraphbirt:
Heute wurde das Erk⸗enutniß des Reichszerichts in Sachen der vier
behrer an der Realschule 1. Ordnung zu H., die wegen Annahme
von Geschenken einer sträflichen Handlung bezichtigt wurden, ver⸗
öffentlich.. Das Erkenntniß lautete dahin: Das bisherige Erkennt⸗
niß sei zu vernichten und die Sache in die zveite Instanz zurüd⸗
zuperweisen, da F 331 des Strafgesetzbuchs nicht auwendbar, der
sich nur auf Geschenle för vorgenommene oder bevorstehende konkrete
amtliche Handlungon bezieht, nicht aber auf Geschenke für die ge
jammie Lehrthätigkeit; die Schüler müssen bei richtiger Behand'ung
Pietät zu den Lehrern und zur Schule haber; de Bethättgung

»ankbarer Gesinnung könne nicht vom Gesetz zurüdgewiesen werden,
ofern es sich nicht um eine Abfindung für gethane Pflicht handle.
Indessen fei eine Freisprechung nicht begründet, da noch der Beweis
su führen ist, oh die Familienverhältnisse zwischen Lehrer und Eltern
rgend einen Einfluß gehabt hätten und ob ein Einfluß beim Abi⸗
turienten⸗ Examen nachweisbar sei.

F Noch ist der Gotthardt-Tunnel! nicht vollendet und schon
denkt man an eine Durchbohrung dee Alpen. Zwei Projekte sind
in Vorschlag gebracht worden, eines, das den Simplon, das
andere, das den Montblane durchstechen will. Fuür das Sim⸗
plon Projekt interessiren sich bedeutende französische (z. B. Gambetta)
und schweizerische Persönlichkeiten, süe das Montblanc⸗Projekt Sa⸗
poy u und vor Allem Genf, welches dem commerziellen Ruin ent⸗
zegengeht, wenn es richt eine neue Verbindungsstraße durch die
Alpen für sich gewinnen kann. Aussicht auf näheres Eingehen hat
das Simplon Project, das man für den internationalen Verkehr für
vichtiger hält, als das andere.

FSan Franuncisco, 19. Nov. Auf der Bahn von
SZan Jose nach Santa Cruz haben bei der Ausgrabung eines Tun⸗
nels drei schnell h'ntereinander folgende Explosionen stattgefunden,
vodurch 25 Cbinesen gelödiet und 17 Chinesen und 2 Weiße ver⸗
letzt wurden. Nach der ersten Explosion stüczten 20 Chinesen in
hen Tunuel zur Rettung ihrer Lands!eute; plötzlich aber folgten die
heiden anderu Explosionen und viele der Rettungsmannschaften
vurden geiödet. Die Explosion wurde daduich veranlaßt, daß eine
von den Arbeitern bloßgelegte Petroleum Ader in Brand gerieth.
— Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demetz.

—
0 *
Licitation.
Mittwoch, den 10. De⸗

zember 1879, Nachmittags 2 Uhr
zu St. Ingbert, bei Heinrich
Schmirt Wwe—., werden durch
den unterzeichneten, hiezu gericht⸗
lich beaufiragten kgl. Notar, die
nachhin bezeichneten Liegenschaf⸗
ten im Banne von St. Ingkert,
der Abtheilung wegen, öffentlich
zu Eigenthum versteigert:

1. Pl. Nr. 613, 68 qm Fläche,
Wohnhaus und Hofraum,
gelegen zu St. Jugbert bei
der kath. Kirche, neben
Andreas Adam und Karl
Ehrhardt, Wittwe;
Pi.Nr. 4262, 21a 81 qm
Acker auf der Hobelsah⸗
nung neben Joseph Danzer
und Jodann Schmitt;
Pl.⸗Ne. 2720, 7 a 63 qm
cker in der Dreispitz neben
Kirchengut und Johann
Schmitt;

Figenihümer sind:

J. Die Kinder 1. Ehe des zu
St. Ingbert verlebten Pudd⸗
lers Georg Wagner und
der gleichfalls verlebten Maria
Betz. als: 1. Der groß⸗
jährige Sohn Johann Wag⸗
ner, Schmelzarbeiter, 2. Die
Minderjährigen: Elisabetha,
Jatob und Maxia Wagner,
welche den Johaan Feichtner,
Bergmann zum Vormunde
und den Anton Betz, Draht⸗
zieher zum RNebenvormunde
haben.

Die Kinder 2. Ehe des ge⸗
nannten Georg Wagner und
dessen hinterbliehenen Wittwe,
Magdalena Müller, als:
Georg und Chrest an Wag⸗
ner, welche ihre Mutler als
Vormünderin und den Joseph
Schmelzer, Schmelzarbeitet
zum Nebenvormunde baben.
Alle in St. Ingdert wohndaft.
St. Ingbert, 23. Novbr. 1879.
Sauer, k. Notar.

Holzversteigerung
aus Staatswaldungen deskgl.
Forstreviers Neuhäusel.

Donnerstag den 4. Dezember
1879, Vormittags )210 Uhr
bei Frau Witwe Klein in
Neuhäusel.

Schläge: Schüßlerlerhang und
ufällige Ergebnisse im Limbacher⸗,
Zchüßler⸗,/ Neuhäusler⸗, Roht⸗
acherwald und Bottenberg.

59 Ster eichen und liefern
Nutzholzprügel 1,80
Meter lang.
191 Ster kuchen, eichen, liefern,
fichten, birlen und as⸗
pen Scheit J. und II.
Kl. und Anbruch.
341 Sier dito Stangen⸗ und
Aftprunel
12471, buchen, eichen u. bir⸗
ken Kroppenprügel.
00 buchen und fihten Reiser⸗
wellen, Schlagabraum.

Neuhäusel, 24. Nob. 1879.

Der kal. Oberfoͤrster:
Mörschel.
Fricch gewässerte
Stockfische
eden Tag bei

J. J. Grewenig.
Der Unterzeichnete
empfiehlt sich zur
Giebelbekleidung mit Schie⸗
ier auf Lattenunterlage per
Quadrat: Meter 8 Mark.
Pet. Wagner,
Dachdeckermeister.
Das feinste in
—RXRW
Lebkuchen

1 90 Pf empyfiehlt
*gusong.

Zu Weihnachts-Geschenken.
empiehle wollne und baumwolne Unterhosen und Unter
jacken, wollne und seidne Foulards und Kaputzen, sowie
Strick und Häkel⸗Wolle in allen Farben

P. Zepp.
Mit 20 Mark Anzahlung
und monatlichen Theilzahlungen à 6 Mark
gebe ich au solide Leute das bekannte großartige Pracht
werk:

2
*
⁊
—
*
74
Pierer's
Conversations-Lericon
2 18 Bände elegant gebunden, Preis 126 Marlk, ganz neu
8complet auf einmal ab.

2
*

*
2
—
D'eses nach den Urtheilen der Presse und hervorragender
Männer der Wessenschaft beste Werk seiner Art ist soeben voll⸗
tändig geworden und bin ich so fest von der außerordentlichen Zu⸗
riedenheit der Empfärger überzeugt, daß ich mich hierdurch der—⸗
yflichte, das Werk innerhalb 8 Tagen nach Empfang gegen Erstat—
ung der Frachtauslagen zurüczunehmen, Falls Jemand glaubt,
Ansstellungen machen zu lönnen.

Die Zusendung der 18 Vände erfolgt direct per Frachtgut.
Noch nie dürfte ein solches Werthobject unter so günstigen Be
dingungen abgegeben worden sein.

Eugen Mahlo,
Buchhandlung in Berlin.
Markgrafenstr. 68.
Mittwoch Abend
Wurstsuppe
Cud. Weirich.

hei

Reichenhaller
Kirchenbau⸗Lotterie.
200,000 Loose.
Geldgewinnste 185,000 Mark.
Ziehung am 30. Decemb. 1878
Treffer 60,000 M., 25,000 V.

I0. 000 M., 5000 M. u. s.
Foost à 2 M.
zu beziehen durch die Genera!
Agentur
Carl Larig,
Bankgeschäft in München
und
Franz Woll in St. Inabert

Der Unterzeichnete
mpfiehlt sein Lager in
Geschäftsbüchern
aus der bekannten Fabrik von
König und Ebhardt
in Hannover.
Franz Woll.
—Ar
auf Carton sind stets vorräthig
in der Buchdruckerei von

F. J. Vemth.

Signirzettel
billiast bei F. X. Demes
Druck und Verlag von F. X. Demet in St. Ingbert.
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S 2—238 58 —523537383 5 2 558 8557 2858 53875
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2 —5 55 5525 22 5 22 —EE 53 — E * ——
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A —23533835553375— 783283.2
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—223557238333855 * 585333 52 33553353852323 —
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587833378 —— 335 — — — —— 258 —5283352
2 * —— — 2 — 5 253 —
252535 —8333538—2 2325 — 58—528225
— — — — 558353
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2 8—53 8 328 2 2* *27 53 * 2 32
38*35523383533 32388 52335 5283533586383333*—53
— 28352 —5538 533 SS255822 2228 —A — 2
——3225352 z25322— 385 555325 —3—333
Z 8 33 3833 z3565 ——
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— 5235555;3 *
55233553 53158
32 32 535 531533 858
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2 ——— — — 2* 5. * — 2 235333535
323 * 53522 — — 5 55325553
523253535 5355 722358— 55855 5353 55335
2333557 533 5553236 s4ʒ 553328 555 855583
2533535 2533 5337 326 27 8 535355 5533 ——
2522 58 — 3 553333 — — — 2,.,35 ——A — — 3— 8
—2— 2984 S 8 ——XAMAAIMA S * —— — A 57 5
25223 5*23 323 —*22 227c 8 8225225 2 — 53352 *38
5585335 28 33557 1532*2553 23.2228 53337 53582
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335333 72355*5— —2225 85 558 77833532382 532 55—5 — ——
2* 3533368332 25328 —— 558 —
—— * 2 8 —8 — — —
533328383 9 55 732 ——
5 —— 355338 5525 25328* —E 82 25 — 22
* 5 3336822 33 s82838
J—— 83385
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5*2 22538 2523.
55 3238
ↄÚm5

523335525555233 552332S— SSSS 23————————
353333 —33833 335 3 365338
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253555 5356 7323883 25353533 353 37736 55s57222 3
330 — 3 3838323 — 3333 523686235
22 2* — 2 S*
35333333458 —3 — 335
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333373 78536533 —53— — 33335—233 33 523333
525327268 — ——5333335325333 ——3 23285
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53*33— —3—333 53 35*835 —à — 3— 3
—— 2222 S 2 — — 28 5 5*260 3z384555 3 *
5—3833 3— 38635 53s85883 552
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2222 28 322 2522323 S — F — 5*2* — 286
2— 33*
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—335* 225— 3323 —2355—5352322 — 5 —
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— 2 * —5824 —5 253—228 253532582852 2* — *7 3255 —8
25 25522 522333555 — 532 53 238
3 38
5 2 * 8— — * * * * 533
3 33853333—333737 3383330.83
2 * * —A 55— 52 —32332—2* S — 52 22 S
2 2 7 2 T 0 2286 52* 3 — 5352 5 28
5355—33365235 —— — 5 3 55 328 55
——A *8 72 — —2— 852 —— S
233353372 s 33 —
2* — — —3 — 2 — 3
5 2 * 28 5253* 5255 85832 5—27 75—58 — 3
————— 5—3 323
5—53 23 —85—— 6565 —88 83 5*5 53 — 832* 25
— * * —A— 82— — 222 32 22.
2333353578585585 535 3 5333553353555555533
75 2 553 525 — — — 2 z2e23 2385
25335232 5887 — — —— 332282 * 32 — 3— 532* *
—32 33587—3333333238 538585 225 —33856 .*
2 — — 28 — 2⸗ — —z
* 2 — 32 — —2 — ** 2 — 8S
2 35553838 2 —08ꝰ. 33883
8 4 * — — —2 —**2 5 2 — 23 —
5 —A—— 5 — 532 —5— 522
—22 »2 — 5322 223225 22 2*52 —A * 8 25
8 — — —A 5
224 3 3 33338 —3 —2
— * —— 222 2 2 * 222 — 2338
7 *—5 — 5 — 3 322 528 * 82B2—
— * 2 — — — 824 — 222 —2
—X 2525 ——— 55 * 7 8 —* 2223227 8ck5
52 258 858—375 3 —2à32322 —— —35588 556
X 24 — 3253 2 5222255 28
—A 555372—353352,35358233 7538 53535538382
823 5358353222362 —33 *—25533 358S2 53233 ——
—3 33 3348383 33355
28* — 22252 — —— M 2 5902— —2 2 8 3
2 22 — ——— —— 2275 253 6825 22 55 28 PI
8 9
3358* — 3 —3338. 335352
538 523 —— — — 25— 528 —
—262 32333—33 —— 28327
2 27 5 8 23 3335 2Bs82 * 2 9 — —52
832336 — 63718 5338 2325335* 22238 3z313 —556
8 2 ————
2323— ——————233 5338228
—33 ———3—5 3— —8 275 52583332353535505
2232 58:. — 538 225 222 55353 —B —
2 —9 —25 — — 35 —5232 55 8 S8
235355338 38 533 23335 —
—— — 82 —22—— 25 — — — —— 2 —
— — 2* 2 2* — — 1 2 32 * 0
d * r 2 2 22 — —A — ——— 22
753553 3333——838363283535335 25325— 333333553513
—— 58 25352 3E—O63262 S 2 — 2582332 —22 45

*
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        2222
25232 33032
35573. 558332 585852355538
— —— —— 2B55 5382262
— — 2 — 22 * — ——
322227 5222—2 8252 233533 253 573585—
2557 — — —— —— 5225 5532.
222 552— 535 A 2 3333— 582
— 38
33585 522555383 — —— ——
ð e — 2 — — ** — * 2 9 —22
—— 7. 337 2252* 2. *5 * A 22 35322322*
3— — — 2333 — — 5*43* 3272 5* 335 2757 *2
5232833 — V 52288 238 2322 2288 5. 57338222
353 A 553232837 2 323 —— — 22258 3 * . 2 2
2.3 54 2 3* 2 522 25.23 72—58 5252273 27 2 3 — 252.
wnd 8 — — ö —— 352 2* — *
2252 22, 22385 533555337* 352383 ———
2* 58338 A — z883 3382338
e 2 555 * 3
—— 35233 5533535588 572558 3235335
255*33 55832 28*3353555 s 38 333855833 23373383
57258 323 5238322883 —8 253.5*5272 *25232 233233
553 332 22 3323338 3 —— 8 2753223 355 7555
* * A — —8 *0 —X — 2 2 —— * 2. 22 8
* — 5* 0678 5, 52358532 „IR3 2275 22 8 3 — 2 2. *
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2388 22838 5385538 85 3425 —337534 5 33387
32 —— 2s55333378 25353333223 33 5352283
A 255533 535338 3.7 255355 22833 —253222*
7577 2 2. 5373323525 —8 28 * 35282 57 22 5223333*
* 228* 35353 S* — — N258 2*3 23
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25 9623 325523355 238 33323338 5335*8
8 62. 53 ———* *S. 8 2 *
— 7833 5335338377 23838335 7 —3
A — 553353333 25838: 225223 58* 558 223
235 3358; 33838856 338.33*
— 33 23353335 2258332*
* 527 2 52
5

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3,335. , 3337
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— 25——683 38 22587 *225
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2 2 —— — 3
Ig gα —A —— 55535
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252353238 —A 5 233335
— — 533353 7 58 358
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3385535337 53. 28228 24 288 32338
2.39 * F
35522 —A 8 33827* 25 33
358 33333288 2 522327 72 3337
2 —Z 588 —— — 2 2 2 28 22 *
5 s 2. F.
———— s 5 55* 52323 255 258
— ——— s 283585 253*8
7 2252 ** 2375 — 4 * —
34355 3352358 * — —— 3323 8 333
2* 2* — 8. —— 523 J—
2 8323 3 ——
53533522 S 858
33235—855
25582

ö —20 *
s 23352825 338 8383 233857336—3
* S 58353 2 533.32 5 5286 — 255.
— 2 2856 33 2 223 5 — — — S 5 I— —
255523 7258 2382393335353585—3373272
—— ——— —
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23838353333383833355333355823385335
* 3* —— 222253 * ————— 3 35
2 82a ⏑ 1— 522 5 28
2 33535 —33 333 3333
*55* 53s533 3533233232 2233733
—822458* 8 2755 523 2
3 * 828 22 2* —— 2—2
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5328 —22 332333 535532—2537325
*53355 22 *5 55227273532 2525533 535—-3
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332 83—25—3733 233523 33 2233
75 52?358 —233355323353925 z5382 32 2258
2 2 D 223 2 3582353858 023 2 *273
5382 533 * 832 322 .*2 3532 5833
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterheltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal? Dienstag, Donneretag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich

A) 40 B einschließlich Tragerlohn; durch die Post bezogen 1I A 60 4, einschließlich 20 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 F, von Auswart?
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift odet deren Raum. Neclamen mit 30 Bpro Zeile berechnet.
M 188.

Donnerstag, den 27. Novrember
1879.

Deutsches Reich.

München, 25. Nob. Die älteren k. Gerichtsschreiber an
den Stiadtgerichten der Pfalz haben eine Petition um Enischädigung
ür den Verlust ihrer Nebendezüge bei der Kammer der Abgeordneten
eingereicht.

Berlin. Die Besprechungen der deutschen und oͤsterreichisch⸗
angarischen Bevollmächtigten über die weitere Regelung der han—
delspolitischen Beziehungen scheinen dem Abschluß nahe. Wenig⸗
stens werden in den nächsten Tagen schon die formellen Verhand⸗
lungen über die Verlängerung des Ende d. J. ablaufenden Handels⸗
vertrags vom 16. Dezembet 1878 auf 6 Monate ihren Anfang
nehmen und sind zu diesem Zwecke der baierische Ministerialtath
Derrmann uud der sächsische Finanzroth Zenker hier eingetroffen.
Die Aussichten auf eine Verständigung scheinen sehr gering, da die
Fortdauer der Rohleinen⸗Freiheit im Grenzberkehr deuischerseits
nicht zugestanden werden kann.

Berlin, 20. Nov. Wie verlautet, beantragt Preußen beim
Bundesrath die Ermächtigung zur Verlängerung des kleinen Be⸗
lagerungszustandes für Berlin und Umgegend auf ein Jahr.

Berlin, 25. Novb. Der Krorprinz trifft am Donnerstag
früh von Italien hier ein. Der Kaiser besuchte heute Mittag den
Broßfürsten und die Großfürstin Wladimir von Rußland und em⸗
ofing deren Gegenbesuch. Nachmittags findet zu Ehren des groß⸗
fürstlichen Paares Holtafel Statt.

Prinz Friedrich Karl und Gemahlin begehen am nächsten Frei⸗
ag ihre silberne Hochzeit.

An Stelle des Generals v. Voigts⸗Rhez ist der Nach—
solger desselben im Kriegsministerium zum Bevollmächtigten deim
Bundesrath ernannt.

Seitens der Reichssregierung ist eine verstärlte Aus—
zrägung von Goldmünzen in Ausficht genommen.

Die Eisenbahn ⸗Commission des Abgeordnetenhauses hat den
Vertrag betr. den Ankauf der Hannover Altenbekener Bahn mit 18
zegen 8 Stimmen angenommen; gegen die Annahme stimmien die
Mitglieder des Centrums und der Fortschritispartei.

Eine Begebenhent von nicht zu unterschätzender Bedeulung ist
der bevorstehende Besuch des Königs von Dänemark am Hofe von
Berlin. Seit dem dänissdeuischen Kriege von Jahre 1864
st es das erste Mal, daß ber dänische König die deuische Haupt⸗
ltadt besucht. Man kann darin den sichersten Beweis der That⸗
zache erbliden, daß Danemark bestrebt ist, mit dem deutschen Reich
in ein besseres Verhaältniß au treten. Es unterliegt keinem Zweifel,
daß er in Berlin herzlich empfangen werden wird. Nichts könnte
uns in der That angenehmer berühren, als eine freundschaftliche
Annaͤherung der germanischen Staaten, deren Voölker doch so nuhe
perwandt sind. Wir sehen täglich, was für ein starles Gefühl der
Zujammengehörigkeit die slavischen Völler eint, auch die roma⸗

nischen Völler entbehren eines gewifsen verwandischaftlichen Ge⸗
jühles nicht, die germanischen Ssämme allein standen sich bisher
nicht nur nicht freundschastlich, sondern entschieden feindlich gegen⸗
uͤbetr. Der Durchbruch eines einigenden Stammesgefühls bei den
jermanischen Vollern könnte im Laufe der Zeit zu einer wesent
ichen Aenderung der europäischen Lage führen.

Aus Mannheim, 18. November, wird der „‚Voss, Zig.“
reschtieben: In Bezug auf die vom Bundesrath beabsichtigte Her⸗
anziehung der Tabakssurrogaten zur Besteuerung macht die hiesige Han⸗
delkkammer den beachtenswerthen Vorschlag, es möchten unter allen
Umständen die Namen der sich wegen Sutrogatverwendung unter
Steueraufsicht stellenden Tabaksfabrikanten jeweils im „Reichsan⸗
eiget“ bekannt gemacht werden.

NAusland.

Brüssel, 24. Nod. In einer heule IIIL
meinderathsfitzung beantrogte Allard, eine Adrefse an die Kammer
u richten, worin die Adberufung des belgischen Gesandien dei dem
Vatikan gefotdert werde. Der Antrag ist auf Vorschlag des Bür⸗
germeisters an eine Kommission verwiefen worden.

Die auftührische Bewegung in Jrland wegen der Agrar⸗
ꝛerhaͤltnisse nimmt angesichts der drohenden Hungetsnoih dort inen

bedenklichen Charakter für die britische Regierung an. England
geht einer ernsten Zeit entgegen, welche seine Attionsfähigkeit nach
Außen jedenfalls beeinflussen, vielleicht sogar hindern kann. Dem
„Berl. Tagçebl.“ wird teiegraphirt: Die Verhaftungen in Irland
rufen im Lande ungeheure Erregung hervor. Zahlreiche Meetings
vurden in den verschiedensten Orten, einige in der aufreizendsten
Sprache einberufen. Die irischen „Homerulers“ verurtheilen den
Schritt der Regierung mit den stäristen Ausdrücken als Despo⸗
iemus und „Polizeiherrschaft.. Die englische conserdative Presse
st wohl mit dem Schriit der Regierung einverstanden, doch be⸗
klagt die „Times“ die Nothwendigleit und bezweiselt den Nutzen
oder die Weisheit des Schrittes, indeß konnte man die offendar
ommunistisch augehauchte Bewegung nicht länger unberücksichtigh
lassen. Dem Vernehmen nach wird beabsichtigt, auch im Hydepark
ju London ein Meeting zu Gunsten der von den Irländern erho⸗
henen Ansprüche abzuhalien und, würden demselben mehrere Mit⸗
glieder des Parlaments beiwohnen.

I Bermischtes.
*St. Jugbert, 26. Rov. Bei der gestrigen Gemeinde—⸗
rathswahl in Rohrbach wurden die seitherigen Gemeinderäthe,
ebenso der Bürgermeister Herr Urban Jacobb wieder gewählt.
.Windsberg, 21. Nov. Heute wurde die hiesige Schule
geschlossen, da von 86 Schultindern 66 aun den Rötheln erkrankt sind.
fFOtterberg, 25. Nov. Bei uns ereignete sich das
wohl feltene Vorlonmniß, daß sämmtiliche neugewählten Stadtraths⸗
initglieder ablehnten.
Dienstesnachrichten.

Der Igl. Landgerichisrath Karl Kafimir Hoenes in Frankenthal wurde
seinem Änsuchen gemäß auf die Dauer eines Jahres vom J. Dezemöer nachst-
hin an in den Ruhestand versetzt, der kgl. Oberamisrichter Olto Osthelder in
Dahn zum Landgerichtsrath in Frankenthal ernannt und der kgl. U. Staats⸗
inwalt Jalob Silbernagel in Landau zum Oberamtsrichter in vahn befördert.

Die kathol. Pfarrei Ommersheim wurde dem Priester Joseph Buͤngeler
n Klingenmüuster übertragen.
Fur die Redaction veraniworilich F. x. Demeß.

Trauernachricht.

Freunden und Bekannten widmen wir hiemit die für
uns sehr schmerzliche Nachricht, daß, nachdem bor 10 Mo—
naten unsere undergeßliche, vielgeliebte Mutter enischlafen
ist, es Gott dem Allmächtigen in seinem unerforschlichen

Rathschlusse gefallen hat, am Dienstag Nachts 11 Uhr,

mauch unseren innigst geliebten Vater, Onlel und Großvater
Karl Ahl

mnach kurzem Krankenlager im Alter von 69 Jahren in

m das Jenfeits abzurufen. .

13. Die Beerdigung findet am Freitag Motgens 91/ Uhr
datt. Um ein andächtiges Gebet für den Verssorbenen bilten
Die tiefbetrübten Hinterbliebenen.

St. Ingbert, den 27. Novbr. 1879.

Reeller Ausverkauf.
Wegen Gesthästsveränderung verkauft der Unterzeich-
gete sämmtliche
Manufacturwaaren,
um schnell damit zu räumen, unter dem Einkauf spreise.
P. J. Woll,
a. d. Kohlenhalte.
        <pb n="648" />
        Mobilien⸗
Versteigerung.
Montag den 1. Dezember
nächsthin Vormittags 9 Uhr in
der Rosenthal'schen Bier⸗
bhrauerei dahier wird die am
Montag den 24. Oktober jüngst⸗
hin begonnene Versteigerung der
Jur Gantmasse der Carl Ro—
fenthal gehörigen Mobilien
vor dem unlterzeichneten k. Notar
fortgesetzt.
Zum Ausgebot lommen noch
unter Anderem:
ein Cassaschrank, verschie⸗
dene Waschtische mit Ein⸗
richtung, Bittung, Möbel,
Küchengeschirr und sonstige
Hauseinrichtungsgegenstände.
St. Ingbert, 26. Nod. 1879.
Sauer, k. Notar.

Danksagung.

Für die herzliche Theilnahme
und Leichenbegle'tung, sowie für
die reichliche Blumenipende unsrer
unvergeßlichen Schwester, Schwä⸗
gerin und Tante

Bettchen Haeberle
'agen wir unsern herzlichen Dank.
Die trauernd Hinterbliebenen.

Mit 20 Mark Anzahlung
und monatlichen Theilzahluugen à 5 Mark
ich au solide Leute das bekannte großartige Pracht⸗
wW X

7
⁊
4
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8
1
Pierer's
Conversations-Lericon
18 Bände elegant gebunden, Preis 126 Mark, ganz neu

Scomplet auf einmal ab.

Dieses nach den Urtheilen der Presse und hervorragender
Männer der Wissenschaft beste Werk seiner Art ist soeben voll
standig geworden und bin ich so fest von der außerordentlichen Zu—
stiedenheit der Empfänger überzeugt, daß ich mich hierdurch ver⸗
flichte, das Werk innerhalb 8 Tagen nach Empfang gegen Erstat⸗
ung der Frachtauslagen zurückzunehmen, Falls Jemand glaubt,
Ausstellungen machen zu können. **

Die Zusendung der 18 Vände erfolgt direch per Frachtgut.
Noch nie dürfte ein solches Werthobject unter so günstigen Be—
ingungen abgegeben worden sein. —WB

Eugen Mahlo, Buchhandlung in Berlin.
Markgrafenstr. 68.

Die von mir gegen die Eli⸗
sabesha Wendel geb. Becker
gemachten Aeußerungen nehme
sch zurück. Katosina Peters,

n geb. Betz.

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—X —— 2 558 353333
⸗ 22.55 25 — 77 222 —
* 257333552 38 235 * 23 s35353335
22—2z225322 * * 532 252 *
52 2733 338 23333837335 —— 2223— 55 —8 2125 —— —
* 22 * 2 * 24 7 53* 5 1 *» 2 *2532 7
52 — 2 — * 2 522 —X * — 2 9* 2 S285* —S2 —5 2
* — 22 52 I2 32 —5 522 — 5 — 3 — 22 522
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23 —7826 55 3 532 623 3* 68 ss5 55353 5332353
5 * 2 523 * —A—— 55 8 3 8 * 55 — *—383 „J55
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3 2383 3237* 25—3837532
83280:8 3325. 22383 532* —— 73533633333838 2
2728 22 — 535 2 528 *—* —— — —E
s28535353332 —— 57 255368 55 3533s833223533378 53*8
355 55333 23375355—3835 38 3z253 535 23 337
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22 8 Bo — 38 58 3 2 S.
5* 3— 5225—235353
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332 5 332 3358 22 —m3 —6258 *8 —xX
„5552 255332 3336 5z5253B3

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Der St. Ingberter. Anzeiger und das (2 mal wöchentlich mie dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, ESonntags mit illustrirter Bei.
lage) erscheint wöchentlich Viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sountag. Der Abonnementsvpreis betragt vierteljährlich
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* —

M 189. Samstag, den 29. November
M
Nußland und Deutschland.
Moskau, 20. Nov. Unter diesem Tilel bringt die rus⸗
sijiche Monatsschrijt „Rußkaja Retsch“ einen längern Ariikel, für
welchen der Tutel „Geschichte des Deutschenhasses“ in Rußland be⸗
jeichnender wäre, mit einer solchen Genauigkeit verfolgt der Ver⸗
jassee seine Entstehung und Entwicklang, von dem Zaren Johann
dem Schrecklichen an bis auf die neueste Zeit, wo die Poluik des
„Mannes von Blut und Eisen“ die Drutschen Rußland gegenüber⸗
zestellt. Ein ähnliches Wert hat die russische Presse trotz ihrer
maßlosen Ausfälle gegen Deutschland nicht aufzuweisen, denn noch
nie hat man den Deutschen in so ungeschminktet Rede gesagt:?
„Wir hassen euch, weil wir euch hassen müssen — weil wir ein
Recht dazu haben.“ Es duürfte für unsere deutsshen Leser nicht
uninteressant sein, zu erfahren, weshalb und wie sehr die Deutschen
in Rußland gehaßt werden; wir führen daher Einiges aus der ge⸗
nannten historischen Abhandlung in der russischen Monalsschrift an:
Die Freundschaft zwischen Rußland und Deutschland ist eine
rein persönliche, zufallige. Sie ist auf der Persoͤnmichkeit beider
Monarchen, auf verwandischaftlichen Beziehungen und deren Ver—⸗
gangenheit begründet; diefelbe wurzelt jedoch nicht im Bolke und
hat keine Zukunft. Der erste deutsche Name, welcher wie eine Ge⸗
witterwolke über Rußland emporstieg und unsägliches Elend über
das Land brachte, war der Name des Deutschen Biron, und von
dieser unseligen Epoche des vorigen Jahrtunderts faßte der Haß
gegen die Deutschen im russischen Volke Wurzel. Nach der fran⸗
zoͤsischen Ivasion vom Jahre 1812, heißt es weiter, und haupt
jächlich während der Regierung des Kaisers Nikolaus wurde Nuß⸗
land von einem Heere deuischer Gutsverwalter überschwemmt, welche
nach und nach Adelsrechte erwarben und selbst Gutsbesitzer wurden.
Diese deutschen Verwalter und Gutsbesitzer wurden erbarmungslose
Blutsauger der russischen Bauern und behandelten dieselben mit kall⸗
blütiger Grausamkeit nicht desser als das Zugvieh. Seit dieser
Zeit wuchs im russischen Volke Jene feindliche, bitteren Haß ath⸗
mende Stimmung gegen die Deutschen empor, und dieses Gefühl
Jat sich erhalten und ist erstarkt bis auf den heutigen Tag. Vaß
im russijchen Gemüthe nichts liegt, was es zu dem Deuischen zieht,
ist eine Thatsache, die jedet Russe erkennt, und daß jeder Deutsche
uns von ganzer Seele wieder haßt, ist es nicht weniger. ..
Zwischen dem russischen und dem deutschen Volke ist nicht die ge⸗
ringste Sympathie und es hatte auch nie eine solche gegeben. Diese
Sympathie besteht auch nicht bei den intelligenten Classen, welche
lich in Folge vieler Ursachen in großer Mehrzahl zu den Franzosen
hingezogen fühlen; sie ist bei den Armeen beider Reiche eben so
wenig zu finden. Was in letzter Zeit als Sympathie hätie erschei⸗
nen koͤnnen, war weiter nichts als der gegenseilige Austausch äußer⸗
licher Hoͤflichkeiten, von welchem die Masse des russischen Heeres
unberührt geblieben. So eischeint denn als einziges Band einer
Freundschaft zwischen Rußland und Deuischland die Freundschaft
heider Monarchen. Doch Monarchen sind slerblich. Es ist unzwei⸗
felhaft, daß Rußland auch nach demselben noch lange nicht in die
kaurige Nothwendigkeit verfetzt sein wird, Deutschland den Krieg
zu erklären, ob wir aber von deulscher Seite eine genügende Bürg⸗
schaft vor einem solchen Schritle haben, dürfte eher zu bezwei⸗
eln sein.

Der ˖ Versasser geht in die Geschichte zurück und bezieht sich
auf Episoden und einzelne Umstünde, welche den deutschen Namen
in Rußland anrüchig gemacht und den Haß gegen die Deutschen
nach seiner Anlicht als gerechtfertigt erscheinen lassen. Und aller⸗
dings ist es wahr, daß die Stimmung gegen Deutschland eine
höchst feindselige ist — darüber darf man sich in Deutschland nich
sMuschen — und die Partei, welche den Krieg wünscht, stärket und
zahlteicher, als man vdielleicht glaubi. Wir dürfen aber hoffen, daß
dem boͤsen Willen die Macht des Vollbringens fehlt. (Köln. 3.)

München, 26. Nov. Se. Maj. der Konig haben geruht
den Oberstlämmerer Frhrn. Pergeler v. Perglas zu den Hochzeits⸗
teierlichkeiten nach Madrid abzuordnen.

Berlin, 25. Nov. In Betreff der Garantieforderungen
bei dem Ankauf der Eisenbahnen verlautet in Abgeordnetenkreisen,
zaß sich die Nationalliberalen, Conservativen und Freiconservativen
n einer Conferenz dei dem Minister Maybach über folgende Vor⸗
chläge geeinigt haben: Der Minister setzt die Tarife fest. Ein
dandeseisenbahnrath, aus den Vertretern der Industrie, des Handels,
»er Gewerbe, der Landwirthschaft und anderen Interessentenkreisen,
Hitgliedern der beiden Landtagshäuser und den Veriretern einzelner
Brovinzen, gewählt durch die Vrovinzial Landtage, wird niedergesetzt.
Der Eisenbahnrath, für den ein besonderes Reglement ausgearbeitet
vird, hat nur eine consultative Stimme und muß die von dem
Minister errassenen und vorher zu publicirenden Tacife und andere
kisenbahnangelegenheiten prüfen und dem Minister ein Gutachten
abgeben. Dem Minister bleibt die Ausfrhrung oder die Nichlaud⸗
'ühruug des Votums des Eisenbahnraihs überlassen. Dem Land⸗
age sind alljährlich die erlassenen Normaltarife als Etatsanlage
deizugeben behufs der öffentlichen Discusston derselben. Dem Land⸗
age wird ein begutachtendes Votum eingeräumt. Die von Miquel
entworfenen finanziellen Garantien verlangen eine gesonderte Kasse
)er Eisenbahnverwaltung, sowie die Verwendung eiwaiger Ueber⸗
chũsse theils zur Schuldentilgung, theils zur Bildung eines Reser⸗
vefonds.

Das Projekt der Kanalisation des Mains von
Frantfurt a. M. bis an seine Mündung in den Rhein, welches
der Finanzminister in seinen erläuternden Bemerkungen über die
Finanzlage bei Einbringung des Etats im Abgeordnetenhause in
Aussicht stellte, kann nunmehr als im Ganzen asgeschlossen angesehen
verden. Mit den belheiligten Staaten, Bayern und Hessen⸗Darm⸗
tadt, sind die hiecauf vezügl'chen Vereinbarungen getroffen und der
ocmelle Abschluß der Verträge steht nahe heror. Außerdem hatte
»as Ministerium der öffentlichen Arbeiten als Vorbedingung des
Baues die Forderung aufigestellt, daß die Stadt Frankfurt a. M.
ich zur Uebernahme der Kosten sfür den Bau des nothwendigen
tädtischen Hafens verpflichte. In den letzten Tagen nun haben die
ZStadtbehörden Franlfurts die bündigste Erklärung dahin abzegeben,
zaß sie die Hafenbaukosten in Höhe von 1250 0009 Mt. übernehmen
vollen. Damit sind alle Vorbedingungen erfüllt und die Einbring⸗
ing eines Nachtragsetats an den Landiag zur Bew'lligung der Ge⸗

ammitosten resp. Focderung der ersten Baucate ist binnen Kurzem
u erwarten.
NKussand.

Kopenhagen, 26. Nov. „Dagbladet?“ schreibt auläßlich
»es Besuches des Königs in Berlin: Unsere bisherige reservirte
daltung war der Ausdruck berechtigter Befühle. Es sei jedoch ein
Mißberstanduißß, wenn Deutschland glaube, es prägten sich darin
eindselige Hintergedanken aus. In Danemark hertsche nur Eine
Neinung vor von der Nothwendigkeit und Bedeutung freundschaft⸗
icher Beziehungen zu Deutschland. „Unsere Wünsche für gute Be—
ziehungen sind aufrichtig.“ Füc Deutschland werde der Besuch ein
Beweis sein, daß wir die Beziehungen zu Deuischland, wie diejenigen
zu den anderen großen europäischen Mächten betrachten. — „Fädte⸗
andet“ äußert sich in ähnlicher Weije.

Rermischtes.

*Si. Ingbert, 28. Novbr. Auf der gestrigen Oemes⸗
heimer Waldjagd der Herren Gebr. Krämer wurde IKeuler im
Bewichte von 180 Pjid. geschossen, außerdem 2 Rehböcke, 2 Füqse
und 12 Hasen.

F In Zweibrücken kam bei der Stadtirathswahl der
Fall vor, daß 96 auf den Schreiner Wilhelm Haldy gesallene
Stimmen kassirt werden mußten, da voch ein anderer Schreiner
gleichen Namens existirt und der Wahlausschuß nicht in der Lage
war, zu unterscheiden, wer von Beiden gemeint war.

fOrmesheim, 28. Nov. Gestern ereignete sich auf
der zur hiesigen Gemeinde gehöcigen Ziegelhüne des Herrn Dawo
zin großes Unglüch, inden der Sohn, ein junger vecheiratheler und

PVeutsches Reich.
Aä
der intetnationalen Kunstausstellungslotterie wurde abermals und
war auf nicht weniger als auf weitere 8 Monate (26. Febr.)
oderschoben.
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        chätiger Mann, beim Schmieren der im Gang befindlichen Dresch⸗
naschine von den Rädern erfaßt und ihm die linke Hand derartig
zerquetscht und verstümmelt wurde, daß heute die Amputation der⸗
felben erfolgen mußte. Möge man doch überall bei Arbeiten an

diesen Raschinen mit der größlen Vorsicht zu Werke gehen! (3. 3.)

Als Delegirter für das zu dildende Landes · Comitéé zur Ab⸗
haltung einer Landes⸗Industrie⸗, Gewerbes und Kunst⸗Ausstellung
m Jahre 1882 zu Nürnberg wurde füt die Pfalz Herr Di⸗
rector Schön in Kaiserslautern gewäblt. F —
7 Im Inseratentheil der „ESp. Ztg.“ zeigen 12 Speherer
Megger an, daß sie das Kalbfleisch von heute an per Pid. zu
40 Pi. verlaufen.

7 In Frankenthal hat man nach der „F. Z.“ zu einem
eigenthümlichen Wahlmanbver seine Zuflucht genommen. Mau hat
naͤmlich geschriebene Wahlzettel per Post berscheckt, welche im Allze⸗
meinen bis auf Einzelne, die gleichen Namen enthielten und in
denen zum Schlusse der Adressat aufgefordert wurde, die vorge⸗
schlagenen Herren zu empfehlen. Um nun den hetreffenden Em—
pfänger zu diesem Zwede zu ködern, hat man ihn in dem Zettel,
der an ihn adressirt war, als Candidaten aufuestellt, in den andern
aber nicht. Es wurden mehrere gleichgeschriebene Zettel verglichen
und ist dieses ebenso schlaue als — ehrliche Verfahren bei allen
Denen angewendet wordein, die man zum Durchbringen der Andern
benutzen, aber selbst nicht gewählt haben wolle. Nun — mit Sped
jängt man die Mäuse.

F Saargemünd, 26. Nop. Am 24. ds. wurde in der
Naͤhe von Kleinblittersdorf auf der preußischen Seite des Flusses
die Leiche eines Sotdaten vom hiesigen Chevaulegersreziment aus
der Saar gezogen. Der Mann war Oifiziersbursche und wurde
bereits seit Anfung dieses Monats vermißt. (S8g. 3)

—7 Völtttingen, 11. Nov. Ein großes Unglück, das

wahrscheinlich der Unvorsichtigkeit zuzuschreiden ist, jsand heute Morgen

statt, auf der Arbeitsstelle am Saartkanal bei Wehrden. Ein Knabe
aus Wehrden versuchte gefrorene Dynamitpatronen zu erwärmen.

Eine derselben explodirte und tödtete ihn auf der Stelle, indem sie

ihm das Gesicht arg zerfetzle und einen Arm von der Schulter
abriß.

4F Aus Falkenberg (Lothringen) wird der „M. Z.“ mit⸗
getheitt: Am 22. d. Mts. waren in den Staatswaldungen hiesiger
Oberförsterei 4 Wölse eingekreist, von denen ein starker Wolf erlegt
ind ein zweiter krank geschossen wurde.

F Erlangen, 23. Novb. An unserer Universität haben
sich für das Winilersemester 7980 bis jetzt 470 Studirende ange⸗
meldet, was dem vergangenen Sommersemester gegenüder einen
Zuwads von 34 ergibt. (E. T.)

Ein Wirth von dem Orte Berg bei Freising, bei welchem
sindtaufschmaus war, führte Abends mit einem Fuhrwerk die Ge—
zatterin heim, fiel auf dem Nachhauseweg vom Wagen und wurde
ꝛtfroten aufgesunden. Auch in der Nähe von Haidhausen
wurde am Samstag ein Mann erfroren aufgefunden.

Mainz, 24. Nov. Ein schrecklicher Unalücksfall ereig⸗
nete sich gestern gegen Abend. Ein junger Mann, Uhrmacher, be⸗
zab sich am Abend zum Besuch eines Freundes in ein Haus im
alten Kästrich. In dem Zimmer auf dem Tisch lag ein Revolder
und wollie der Uhrmacher, der nicht wußte, daß die Waffe geladen
war, dieselbe untersuchen. Plötzuich krachte ein Schuß und der
Uhrmacher ftürzte jodt zur Erde. Der Revolver hatte sich entladen
und ging die Kugel dem unglüchlichen jungen Mann. durch das
rechte Auge in das Gehirn.

7 Ein seltener Prozeß. Am 21. November wurde auf dem
Frankfurter Stadtgericht eine hinsichtlich der Person des Klägers bis
setzt einzig dastehende Klage gegen ein dasiges Bankhaus wegen einer
beträchtlichen Forderung anhängig gemacht. Klager ist nämlich ein
ürkischer Pascha; die Kostensumme, welche sofort deponirt werden
mußte, betträgt 936 M.

FGera, 21. Nov. In der Hirsch'jchen Stücfärberei zer⸗
jsprang heute die zum Glätten der Wollwaaren bestimmte, mit Dampf
geheizte metallene Trommel, wobei 15 Personen theils durch die
Tisentheile, theils durch den Dampf furchtbar verletzt wurden; 4 davon
sind ihren Verletzungen bereits erlegen.

FIdar, 19. Nov. Eine hiesige Jagdgesellschaft halte das
Glück, neben alletlei Kleinwild drei Hirsche auf einmal zu schießen,
die heute hier ausgehauen worden sind. Dagegen sind d'ee Hasen
io rat und müssen hoch bezahlt werden. — Der Lachsfang
dauert an, und wurden in den letzten Tagen wieder zwei stattliche
Txemplare dei Oberstein gefangen.

Wegen Verwendung schon benutzter Wechselstempelmorlen
wurden in Köln 2 Brüder, einer kauimännischen Firmg angedörig,
rotzdem die Steupeldefraudalion nur wenige Groschen betxrug, von
der Straftammer zu 100 M. Geidbuße veruriheilt.

F. Es kaun als ein wahrer Triumph unserer Eisen⸗In⸗—
dustrie betrachtet werden, daß eine englische Eisenbahngesellschaft
Swindon⸗Malborough) ihren Bedarf an Stahlschienen dei einem
deuijchen Werke — Krupp in Essen — bestellt hat. Das Ange—⸗

zot des deulschen Eisenwerles war billiger als das irgend einer
nglischen Fabrik.

fFOberhausen, 22. Nov. Auf Zeche Concordia fand
vie die „Westf. Ztg.“ meldet, vorgestern eine Revolte der Bergleute
tatt. Dieselben sirilten, weil ihnen die Verwaltunz nicht den ge⸗
'orderten hößeren Lohn dewilligte. „Als man sie aufforderte, die
Arbeit wieder aufzuuehmen, da sie sonst die Abkehr erhalten würden,
rotteten sie sich zujammen, zertrümmerten die Fenster des Zechenge⸗
»äudes und drangen mit Hacken und sonstigen Instrumenten be⸗
vaffnet in das Innere desselben, um die Beamten anzugreifen. Zur
techten Zeit erschien der Gensdarm, welcher die Tumultanten zur
stuhe brachte und jünf Rädelsführer dingfest machte.“

fe In Ber lin stach am 21. Rice, der Besiter einer Thier—
uusstellung, in Folge von Verletzungen, welche ihm am X
ZSonaadend einer der 3 Tieger, mit denen er „arbeitete“, zufügte.
zu derselben Vorstellung wurde auch ein junges Pädchen, das
zleichfalls mit einigen Tigern „arbeitete“, lebensgesährlich verletzt.

SEin eigenthümlicher Unglücsfall hat der Tinüne“ zufoige,

n voriger Woche ein junges Mädchen iu Potsdam betroffen. Das
Mädchen wollte einem Kinde wegen bewiesener Unart ein Paar
Schlage auf die Kehrseite appliziren, schlug dabei aber so unglück⸗
ich auf eine im Kleidchen des Kindes verdorgene Stecknadel, daß
iese tef in die Hand hineindrang. Die Hand schwoll bdald zu einen
inlörmlichen Klumpen au; die Entzündung theilte sich dem Aeme
nit, und das Madchen ist, nahdem es wenige Tage im heftigsten
Fieher gelegen, arr Sonnabend Nanhmittag gestorben. 7
., In Bichtausen schliv sich eine Haustkatze in das Bett
rines 4 Monate alten stindes und legte sih auf' dessen Geficht.
Uis die Mutter nach dem Kinde sehen wollte, fand sie dasjelbe erstickt.
fFStellenlose Dienstenadchen. Aus Koͤnigsberg
neldet man: Augenblicklich sind hier nicht weniger als 800 Diensi⸗
nädchen stellealos, da die Hertschaften sih immer mehr einschränken,
rutweder selbst dee Arbeit verrichten, oder sich Aufwärterinnen für
inige Stunden des Tages halten gegen geringen Lodn ohne stost.

r Gut Ding will Weile haden. In der Pfarriirche zu

Nesrran wurde jüngst die Trauung des 8ljährigen Bürgers
Undreas Kloz mit der 61ljahrigen Jungfrau Theresia Schnaͤbel
‚oll jiogen. Vor 44 Jehren haite der jetzige junge Ehemann seine
etzige Gattin vor dem Ectrinken geretiert, und aus Dantbarkeit reicht
ie ihm jetzt die Hand zum ewigen Bunde.

kvrondon, 19. Nov. Ein schreckliches Unglück ereignete
ich gestern in Dewsbury. Serjeant Simon, der Abgeordnen für

Dewsbury, war gerade im Begriff, eine Ansprache an seine Wah⸗
es zu halten, als eige Galerie, auf der sich eiwa 300 Menschen
ejanden, einftürzte. Zwei Leute blieben auf der Sielle todt, zwei
indere erlagen im Lause des Abends ihren Verletzungen und eiwq
30 sind schwer verwundet. Zur Zeit des Unfalls waren etwa
3000 Menschen im Stateng Ring, woselbst das Meeting staitfand,
uwesend.

f Emn Arzt in London, Dr. Philipps, wurde bei einem
kisendahuunglück derartig beschädigt, daß er der Ausübung seines
herufes nicht mehr odliegen tounte. Er tlagte auf Schadenersatz
ind erhielt vom Gericht 16,000 Pfund Sterling (320,000 Martj
ugesprochen.

f London. Die Bevölkerung des Ecdballs mag auf unge⸗
ahr 1,421,000, 000 Seelen veranschlagt werden, wovon 309, 000, 000
nuf Europa 824,000,000 auf Assen, 199,000,000 auf Afrika,
4000,000 , auf Oceanien und 85,000, 000 auf Amecrika entfallen
sdach den Sterblichkeitstabellen bekannter Lünder ist berechnet wor⸗
den, doß die jahrliche Anzahl von Todesfallen in der ganzen Welt
35,6983,350 beträgt, odet in anderen Worten, daß nglich 97,790
Zersonen sterben. Andrerseils wird das Gleichgewicht der Bevöl⸗
erung durch die Gehurten, deren taglich 104,800 statifinden,
neht als aufrecht erhatten. In j der Minnie der 24 Tagessiunden
ommen 70 Kinder auf die Welt.

FBerein, 24. Nov. Aus dem Canton Tessin wird ein ge⸗
valtiger Schneefall gemeldet. Post, Teiegrayh, Dampjfsch ffverkehr
ind unterbrochen, Tausende von Bäumen und Weinstöcken durch
-„chneemassen erdrütt. Im Gadmenthale warden fünf Menschen
son einer Lawine verschüttet; drei wurden gerettet, einer dlieb todt
uud einer ist noch nicht aufgefunden.

F Koönigin Isabella und ihre Wäscherin. Da gelegentlich der
Vermählung des Königs Alphons die Königin Isabella wieder viel⸗
ach von sich reden macht, so möze eine kleine Aneldote von ihr,
ie uns einer unserer Pariser Cortespondenten erzählt, hier Platz
inden. Im Jahre 1872 hielt sich die Erkönigin im Seebade
Trouville auf. Trotz ihres beträchtlicen Neichthums an Wäsche ging
iese doch zu Ende und man mußte eine Wascherin zu Raihe zie⸗
jen. Es wurde ihr eine Madame T.... empfohlen, die zwar seht
leißig, aber sehr arm war. Die Königin war von ihtr entzückt und
agte iht eines schönen Tages: „Wenn Sie in Paris wäten, würde
ch deine andere Wäschetin, als Sie engagiten.“ Die gute Frau

ögerte nicht, dies Anerbieten einem Pariser Touristen, für den sie
vusch, zu erzählen; dieser schoß ihr 500 Franksz für die Reise nach
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        Paris vor. Bei ihrer Rückkehr nach Paris fand die Exlkönigin
Madame T... vor und ernannte fie zur Oberwäscherin des Palais
Bazilewsti. Madame T... fahrt heute in eigener Equipage. Sie
ist fast eine große Dame ju neanen 3 denn sie begleitet die Königin
zuf vielen ihrer Gange, namentlich bei Einkaufen. Sie wirs die
Koͤnigin auch zu den Hochzeitsfeierlichlesten nach Madrid beqgleiten
und ihren Plaßz im Schiff der Kirche einnehmen. (B. T.)
fGaierischer Partikularis nus in Amerika.) In Phila⸗
delphia erscheint seit einiger Zeit ein „Baierisches Wochenblatt“,
von dem uns eine Probenummet vorliegi. Charakteristisch für dieses
Journal ist, daß die Hälfte der darin enthaltenen Annoncen aus
Empfeblungen von Lagerbierbrauereien besteht.
rNew-Yort, 21. Nov. Auf dem Onterio-See wüthete
am letzten Dienslag ein fücchterlichrr Sturm, wodurch 22 Versonen
ihren Tod fanden und eine Anzahl Schiffe und Boote sanken. à
F Der letzte Courier aus Jadban bringt der Bohemia“
zufolge nachstehende Sensationsnachricht: Fujita, der größt
Unternehmer des Landes, Nakano, einer der erfien Kaufleute
aind sechzig ihrer vorzüglichsten Genossen sind verhaftet worden,
weil sie in Deutjchlaud für ungefähr 15 Millionen Francg
falsche Schaßscheine anfertigen ließen, welche sie bei ihter An⸗
kunft derart austauschten, daß fie durch den Staatsschatz selbst
Umlauf gesetzt merden. Die Entdeckung dieser Thatsache hat in
Yolohama eine beispiellose Krisis hervorgerufen. Die Insolvenz
ieser Industri llen veranlaßte eine schrecliche Panik an der Boͤrse,
welche der Schauplatz der ĩcandalösesten Auftrilte wurde.
Dienstesnachrichten.

Die durch die Verseßung des Einnehmers Oit in Erledigung gekommene
Steuer⸗ und Gemeinde⸗Einnehmerei Klasse zu Hornbach ist mit einer
Kautionspflicht von 12800 M. zur Bewerbung ausgeschrieben. *

Forstmeister F. Vogel in Kaiserslautern wurde unter Anerkennung seiner
it Eifer und Treue geleistelen Dienste wegen Kranlheit in den bleibenden
—AXXX—
Am
Marktberichte.

Zweibrücken, N. Nodember. (Fruchtmittelpreis und Victualienmark
Seizen 11 M. 24 pf. Korn 9 M. 43 Pf., Gerfie zweireihige d M. — F
dierreihige 6M. 87 Pf., Spelz 6 M. 40 Pf., Spelzkern —M. — PR
Dinkel O05 M. 80 pf. Mischfrucht o90 M. 50 Pf., Hafer 6M. 61 pf,
Erbsen — M. — pf., Witen5 M. 89 Pf., Karioffeln 2 M. 80 Pf.,
heu 3 M. 20 Pf., Stroh 8 M. — Pf., Weißbrod Il/3 Kilogr. 56 Ps.“
Kornbrod 8 Kilogr. 82 Pf., 2 Kilogr. 55 Pf., 1l Kilogr. 28 Pf.Gemischi⸗
brod 8 Kilogr. 97 Pf. das ßBaar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch J. Qual.
60 Rf. II. Qual. 50 ppf Kalbfleisch 80 Pf. Hammielfleisch 60 Pf. Schweinefleise
s6 Pf. Butter /, stilbar. d M 95. Pr., Wein 1 Liter 80 Pf. Bier ĩiter
Bekanntmachung.

Der Mezßger August H a ger
von St. Jugbert hat bei der
autersertigten Behörde um die
Benehwigung zuͤr Errichtung
einer Pferdeschlächierei in seinem
an der Kaiserstraße zu St. Ingbert
gelegenen Hause nachgesucht.

Dies wird andurch zut allge⸗
meinen Kenntniß gibracht mit der
Aufforderung, etwaige Einwen—
dungen innerhalb längstens 14
Tagen bei dem Bürgermeister⸗
amte St. Ingbert anzubringen,
voselbst eine Beschreibung, sowie
ein Situationsplan zu Jeder⸗
nanns Einsicht offen üegen.

Zweibrücken, 20. Nob. 1879.

segl. Bezirkamt:
Damm.
kgl. Regierungsrath.

Chocqladen
uncd Cacao's
ler Kaiserlichen u. König-
lichen Hof-Chocoladen-
rabrikanten:
*
Jebr. Stollwerek
im KRõñhIn,
IS8 Hof-Diptome,

I19 qoldene. sitberne uund
broncene Medquitten.
ReelleZusummensteltungq
er Koliproducte. Vot-
lendete mechcanisecse Ein-
richtungen. Gurcuntirt
reine Quatitét bei mus-

Siugen Preisen.
Firmenschilder kennzeich-
nen die Conditoreien, Colo-
nial-und Delicatess waaren-
Geschafte, sowie Apotheken,
velehe
vlolwerck'sche Fabrikate

führen.

X
Reichenhaller
Kirchenbau⸗Lotterie.
200,000 Loose.
Gesdgewinnste 185,000 Mark.
Ziehnng am 30. Decemb. 1879
Treffer d0, 000 N. 28.000 Ve.,
10,000 M., 3000 M. u. s. w.
Fosse àA2 M.
ju beziehen durch die General⸗
Agentur

Carl Larg,
Bankgeschäft in München

Weinkarten
uuf Carton sind stels vorräthig
in der Buchdruckerei von

S. J. Demth.

und
Franz Woll in St. Ingbert.
1

Zomburg, 26. November. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen
11 MN. 23 pf Korn d . i2Pf Spelzkern — M. — Pf. Spelz o M.
Pi., Gerste Zreihige O M. — pf. Gerste Kreihige O M. pPf.gafer
6 M. 41 Pf., Mischfrucht o0 M. 38 Pf. Erbsen O M. — Pf., Wieen
) M. — pf., Bohnen — M. — pPf., Kleesamen — MN. — Pf., Korn⸗
brod 6 Pfund 78 Pf., Gemischibrode Pfund — Pf., Ochsenfleisch — pf.
Rindfleisch 44 Pf., Kalbfleisch 86 Pf., Hammelfleisch pfr Schweinefleisch
(8 Pf., Butter 1 Pfund o M. 90 pf. Kartoffeln ber Cir. ß m.. pf.7

Fur die Redaction verantkwortlich: FJ. X. Deme. 9
Spielwerk Weihnachten.

Spielwerke und Weihnachten.
Unzertrennlich, warum? hören wir den Leser fragen, weil man die weli⸗
erlühmten Spielwerke des Herrn J. H. Heiller in Bern alljährlich um
iese Zeit angekundigt, und dann auf Tausenden von Weihnachistischen als

—XX kostbarsten Sachen überstrahlend, findet; es ist dieses auch ganz
aatürlich, da Herr Heller dieselben in einer Vollkommenheit erzeugt, daß
Jeder, der je eines seiner Werke gehört, von dem Wunsche beseelt wird, eben
alls eines zu besißen. Was kanu der Gatte der Gattint, der Braͤutigam der
draut, der Freund dem Freunde Schöneres und Willkommeneres schenken ?
8 vergegenwaͤrtigt glücklich verlebie Stunden, ist alleweil munter, lacht und
cherzt durch seine bald heitern, erhebt Herz und Gemüth durch seine ernfien
Weisen, verscheucht Traurigkeit und Melancholie, ist der beste Gesellschafier,
der Einsamen treuester Freund, und nun gar den Leidenden, den Kranken, den
an das Haus Gefesselten — mit einem Worie ein Heller'sches Spielwerk
darf und soll in keinem Salon, an keinem Krankenbelle, überhaupi in keinem
zuten Hause fehlen.

Fur die Herren Wirthe gibt es keine einfachere und sichere Anzlehungs⸗
raft als solch ein Werk, um die Gäste dauernd zu fesseln; die gemachte Ausgabe
jat dieselben, wie uns von mehreren Seiten bestatigt wird, nicht nur nicht gereut,
ondern sie veranlaßt, größere Werke anzuschaffen nachdem sie die ersten mit
kutzen weiter gegeben, darum jenen Herren Wirthen, die noch micht im
besitze eines Spielwerles sind, nicht warm genug anempfohlen werden kann,
ih dieser so sicher erweisenden Zugkraft ohne Zögern zu be⸗—
dienen, um so mehr, da bei großeren Betraͤgen nicht alles auf einmal bezahlt
verden muß.

Wir bemerken noch, daß die Wahl der einzelnen Stücke eine fein durch⸗
dachte ist, die neuesten, sowie die beliebtesten ältern Opern, Operetien, Tänze
und Lieder finden fich in den Heller'schen Werken guf das Schonfte
zereinigt. Herr Heller hat die Ehre, Lieferant verschiedener Höse und Hoheiten
zu sein, ist überdieß auf den Ausstellungen preisgekrönt. Kurz, wir können
uür unsere Leser ˖ und Leserinnen keinen aufrichtigern Wunsch aussprechen, als
ich recht bald ein Heller sches Spielwerk kommen zu lassens, reichhallige illu-—
trirte Preislisten werden franco zugesandt. —

Wir empfehlen Jedermanu auch bei einer kleinen Spieldose, sich direkt
in die Fabrik zu wenden, da vielerorts Werke für Heller'sche angepriesen
verden, die es nicht sind; jedes seiner Werke und Dosen muß seinen vollen
zedruckten Namen kragen, wenn es ächt sein soll. Wer je nach Bern kommt,
eriäume nicht, die Fabrik au besichtigen, was bereitwillia gestatiet wird.,

Todes⸗Anzeige.
Allen Freunden und Bekannien die traurige Nach⸗
richt, daß heute Morgen 2210 Uhr unser liebes Töchterchen
BVinchen —
224 Jahr alt, nach nur dreinägem Kranlsein verschieden ist.
Sl. Jugbert, den 27. Roapbr. 1878.
Die trauernden Eltern:
Heinrich Schramm,
Susanna Schramm geb. Noll.
Die Beerdigung findet Samsiag Nachmittog 2433
Uhr statt.

Arbeiter ⸗
Bildungs-Verein.
Sonntag 30. Norbrt.
Abendunterhaltung
im Vereinslokal bei C. Schwarz,
wozu höfl. einladet
Der Vorstand.
hanf· Couverts
mit Firma bedruckt werden rasch
und billig angefertigt in der
Ruchdruckerei vn Dometz.
eAUusere⸗heunge
VNVr.“ bringt für alle
Abonnenten eine Ertra- Beslage
des rühmlichst bekannten Bene⸗
dictiner Doppelkräuter ⸗Magens
binter von C. Pingel in Goͤt⸗
ingen, Niederlage in St. Ingbert
dei J. Friedtich. —2

4 st der Zustand
Meines Leidenden auch beforg⸗
utzerregend oder scheinbar hoffnungs⸗
los, so wird er aus dem Buche
„Praktische Winke für Krante⸗“ neue
dojfnung schöpfen u. volles Vertrauen
u einem Heilprincip gewinnen, wel
hes sich durch große Einfachheit,
zanz besonders aber durch n ch⸗
weidbare Wirtsfamkeit aus
⸗Aet. Die in ·α
132 —2 Tranbo
—
abaedructten Briefe gluͤcich Ge
geilter beweisen, daß selbst solche
sranke noch die ersehnte Heilung
anden, welche anderweltig vergeblich
Hilfe suhten. Obiges Buch kann
oaher allen Leiden den warmfiens
empfohlen werden, umsomehr als auf
Wunsch die Cur brieflich und unem.
geltlich durch einen praktischen Arzt
geleitet wird. Die Mittel sind üͤberau
leicht zu beschaffen; ein Versuch fast
kostenlos. Gegen Feepee ateriduna
zon 20 Pf. zu beriehen durch Th.
dohenleitner in dipria und Bafel
        <pb n="654" />
        8St. Johann a. d. Saar.
. Samstag den 29. November 1879. Abends 5 Uhr. Eröffnung der allge—
meinen großen
Colleetiv⸗
Weinachts-Ausstellung
im Kaisersaale — Hafenstraße.
Alle zu Festgeschenken passende Gegenstände sind darin vertreten.
Große Auswahl. ESeste Preise. —
Reeller Ausverkauf.
nete Secn Gesthisurerüudernug verkauft der unterzeich—
EManufacturwaaren,
um schnell damit zu räumen, unter dem Einkaufspreise.
P. J. Woll,
a. d. Kohlenhalte.

Pierers
J
Conversations-Lericon
21 18 Bande elegant gebunden, Preis 126 Marl, ganz neu
Al complet auf einmal ab.

Dieses nach den Urtheilen der Presse und hervorragender
Maͤnner der Wassenschast beste Wert seiner Art ist soeben voll⸗
ftändig geworden und bin ich so fest von der außerordentlichen Zu⸗
jtiedenheit der Empfänger überzeugt, daß ich mich hierdurch der—
pflichte, das Werk innerhalb 8 Tagen nach Empfang gegen Erstat⸗
jung der Frachtauslagen zut ͤczunehmen, Falls Jemand glaubt,
Ausstellungen machen zu loͤnnen.

Die Zusendung der 18 VBände erfolgt direct per Frachtqut.
Noch nie dürfte ein solches Werthobject unter so günstigen Be⸗
dingungen abgegeben worden fin—
Eugen Zaahlo, Buchhandlung in Berlin.
Markgrafensir. 68.

Naqh ver taiser. Vexordnung vom 4. anuar 180 in ver ARruan vr⸗
ichten Bernhardiner Magenbitter Jedermann gestattet.
eramirt Bernhardiner Wien 1873.
AlpenkräuterMagenbitter
(Bernhard's Alpenkräuter⸗Liqueur.)
Dieser *
hochfei⸗ 82
ne, nach 5
einem 135*
5— 333
loster⸗ / 2
recept 3*
abrizir⸗
te Kräu⸗ 32
ler⸗Ma⸗ 5.*
zenbitter
wurde 2
bon den ,
betann. 3
Autoritäten den Herren Universitätsprofessoren Dr. S. A. * 2
Buchner, Dr. Kayjer, Dr. Witistein, sowie von vielen be⸗ 23
rühmten Aerzten wie Dr. Joh. B. Kranz, Dr. Schöner in 2
Muͤnchen ꝛc. als das beste Hausmittel und wirk⸗77
samste Stomachicum bezeichnet. — Seine vorzüg lichen 28
Wirlungen bei Magenbeschwerden aller Art, Ma—⸗ *
genkatarrh, Verdaunngoschwäche, die gewöhnlich 2*
in Folge schlechter Zähne bei mangelhaftem Verkauen der 35
Speisen enisteht, Blähungen, Haͤmorrhoiden, Eckel — —ẽ
vor Fleischfpeisen, Kraͤmpfen, Hantausschlägen, ã
Leber und Nierenieiden, Affectionuen des Her⸗8
84 Bleichsucht, weißer Fluß, Wurmleiden⸗ 37
Wechfeifieber ic. xc., find duͤrch eine große Anzahl s
Dant- und Anerkennungsschreiben von Aerzten und Laien 37
jeit einer Reihe von Jahren glänzend beftätigt. Dieser 3
Magenbilter wird pur, oder 1 Eßlöffel voll als Zusaß zu 53
Wasser, Wein ꝛ⁊c. getrunken, gibt mit Sodawajser oder *
Zuderwasser eine außerst gesunde Bitterlimonade, die Ka⸗
tarrhe⸗Verschleimnug und Katzenjammer jofort be⸗
seiligt, ist in allen Formen ein die Gesundheit för⸗
dernides blutreinigendes Getränke, das bis in's
höchste Alter gesund erhält.
XD Pfg.
Große Flaschen ca. 780 Gramm Inhalt 4 Mark.
Bel Abnahme von d großen Flaschen freie Verpacung, bei ꝰ Flaschen freie
Verpadung und 1 ZƷlasche gratis. Bersandt per Rachnahme durch die
Riederlagen; En⸗gros-Versandt durch die Fabrilen von
Wallrad Ottmar Lernhard, k. Oosdestillateur
Muünchen — Zürich — Kufftein (Tirol,.
Atteste und Gebrauchssanweisung liegen jeder Flasche bei. Rur ächt zu
veziehen in: St. Ingbert bei Jean Peters.
Arzheim b. Landau: Julie Schandein. Annweiler: Chr. Haberer. Blies⸗
iasiel: L. V. Hufsong. Dreisen: J. Oberlander. Durkheim: D. Dam⸗
bach. Edenkoben: P. Baumann. Erbach bei Homburg: Carl Dieljorter
Frankenthal: J. Müller vorm. S. J. Storck. Germersheim: Emil
Rheinwald. Glanmünchweiler: Carl Breith. Grünstadt: J. B. Fldhr
Haͤßloch: Joh. Fischer. Kaiserslautern: 8. VPreffer. Kirchheimbolanden
g We aobelt.“ Landau: J. B. Feldbausch. Landstuhl: M. ESchlott⸗
hauer. Ludwigshafen: W. Ruelius. Neustadt: Julius Haud. Pirmasens
6. Mohrhardt. Rockenhausen: Ch. Külz. Speyer: J. B. Fell.
Zweibrüchen: W. Ang. Seel

Im Berlage von C. Brügel! &amp;x Sohn in Aneban
st soeden erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen
6 — J s 0
Sfatistisches Ortssexikon
des Königreichs Bayern.
Herausgegeben nach den zuveriassigsten Quellen und amtlichen Mittheil—
ungen der k. Post⸗ und Eisenbahnbehörden sowie nach Maßgabe der von
. Ditober 1879 und bezw. 1. Januar 1880 bestehenden neuen Gerichtb⸗
und Amtsbezirke ac. ꝛc. von
V. Grübti, igl. Reg. Registraooh.
Vollständig in 15 Lieferungen (60 Bogen) à Heft 80 Pfennige
Bigs jetzt sind 4* Heite erschienen.
Dieses neue Lexikon überragt alle bisherigen ähnlichen
Werle. Es bringt im J. Theil die Eintheilung des Königreich⸗
Bahern nach Stellen, Behörden- und Amtssprengeln ?xc. — De
n. Theil enthält alie Orte Bayerns — von der Eindd
bis zur Haupistadt — in ca. 46,000 Ortsnamen und
bezeichnet die Einwohnerzahl, den einschlägigen Regierungsbezirt'
und Gemeindeberdand, das zuständige Amtsgericht und Bezirls
im, den Posidestellbezirt, sowie die nächste Eisenbahn
station, mit welcher der benneffende Ort in Verbindung steht,
— ein Nachweie, der in keinem uhnlichen Werke bisher zu
finden war. — Das neue Lerxilon wird deßhalb nicht nur für
alle amtlichen Bureaur, sondern hauptsächlich in hervorragender
Weise für alle Geschäfts und Handlungshäuser als ein unent
hehrliches Nachschlagebuch sich erweisen. Die Anschaffung des
Werkes aus der Gemeindekasse ist gestattet.

Das feinste in
Honig⸗
Lebkuchen

2 90 Pf. empfiehlt
B. Hussong,
Psieskaftel.

Der Unterzeichnete
empfiehlt sein Lager in
Geschäftsbüchern
aus der bekannten Fabrik von
Esznig und Ebhardt
'n Hannover.
Franz Woll.
Druck und Verlag von F. x.

DHemenzß in St. Ingbert.

*

Hierzu für unsere

Dup st ⸗⸗ obonnenten „JUufstrirtes Sonutageblatt“ Nr.

48.
        <pb n="655" />
        St. Ingberle
J er J 4 F
gberler Anzeiger.
— —
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich; mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis beträgt vierieljahrlich

lA 40 H einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1I A 60 , einschließlich 40 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswärts
mit 15 H fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.

———
M 190. FBt

Sonntag, den 80. November

1879.

Deutsches Reich.

München, 25. Nob. So oft die Froge der Erhöhung
der direkten Steuern besprochen wird, geschieht Dieß auf der Grund⸗
age des Etatsvorschlages der Regierung, wonach diese Erhöhung
gleichmähig pro Rata alle Steuergattungen betreffen soll. Es wäre
endlich an der Zeit, diesen Gedanken einmal aufzugeben und für
den Fall des Bedürfnissez einer Steuer- Erhöhung ins Auge zu
fassen, daß dieser Vorschlag jedenfalls unrichtig und ungerecht wäre.
Wir wollen keine Erhöhung der direkten Steuer und glauben jetzt
noch nicht an das Bedürfniß. Sollte aber dasselbe durch unerwar⸗
seten Kammerbeschluß geschaffen werden, dann erinnern wir noch⸗
mals daran, das nicht bezüglich aller Steuergattungen in gleichem
Ddaße die Ungerechtigkeit der Veriheilung und der Druck der Be⸗
astuag behauptet werden kann. So kann wohl das Grosßkapital
und die Großindusttie viel leichter als das Kleingewerbe und die
daudwirthschaft einige Mehrbelastung vertragen, aber gaanz unmög⸗
lich ist es, die Haussteuer noch weiter zu erhöhen. (EFr. K.)

München, 27. Nov. Die nächste Plenarsitzung der
dammer der Abgeocdneten ist auf Samstag den 29. d. anberaumt;
nuf der Tagesordnung stehen die Nachweisungen bezüglich der Berg⸗
verls⸗, Hütten⸗ und Salinengefaäͤlle pro 1877, des Reservefonds
dro 1876777, des Etats der Reichszwecke pro 1876/77 und bezüg⸗
ich der Ausgabenauf Straßen⸗, Brücken⸗ und Wasserbauunterhalt
oro 1877/78; ferner Petitionen, die zur Erörterung im Plenum
nicht geeignet sind, außerdem kommen die neuen Steuergesetze zur
Votlage.

Berlim, 26. Nov. Die Conferenz bezüzlich des öster⸗
teichischen Handelsvertrages wird eine Unterbrechunag von 10 - 14
Tagen erfahren. Die österreichischen Commissare sind heute Nach⸗
nittag nach Wien zurückgelehrt, um sich directe Insormationen zu
jolen. Auch die sächsischen und bayerischen Commissäre wollten
hdeute noch abreisen.

Auch aus Hamburg wird ein Wiederaufleben der Geschäfte
berichtet. Schon äußerlich — schreibt das „Fr. Journ.“ — läßt
ich aus der gesteigerten Belebung des Straßen⸗, Speicher⸗ und
dafenverkehrs erkennen, daß das Geschäft angezogen hat und in der
That wird von allen Seiten bestätigt, daß ein Aufschwung unver⸗
ennbar, ja in manchen Geschäfiszweigen sehr bedeutend ist. In
erster Linie dürfle derselbe allerdings auf die günstigen Nachrichten
nus England, den Vereinigten Staaten, ja aus Mexico und anderen
dändern zurüchzuführen fein, die eine Rüdwirlung auf unser Ge⸗
schäflsleben Außern.

abgetretenen albanesischen Districke Plava und Gusinje zu übergeben.
Dieser Uebergabe scheint sich die Bevölkerung widersetzt und den
ürkischen Befehlshaber getödtet zu haben).
Lermischtes.

*Sit. Inobert, 30. Novb. Wir können die angenehme
Mitiheilung machen, daß von heute (Sonntag) ab, der Güterzug
362 Abgang hier 1 Uhr 48 M. Nachmittags, zwischen hier und
Zaarbrücken an Sonne und Feiertagen Personen in allen Wagen⸗
lassen befoͤrdert.

Mainz, 25. Nov. Im Bahnhofe wurde dem Bremser
Werner aus Laubenheim, der von seinem Sitz herab auf die Schienen
iel, ein Arm abgefahren. Der Mann halie noch so viel Geistes⸗
jegenwart, in den Bahnhof zu ellen und den Fall zu melden, damit
tine Stelle durch einen anderen Bremser ersetzt, werde cß.

F Frankfurta. M.“ Die Zeichnungen zum Garanlie⸗
onds für das im nächsten Jahr hier stattfinvende flͤnfte allge⸗
neine deutsche Turnfest nehmen einen erfreulichen Frtgang. Die
hoͤhe der gezeichneten Summen beläuft sich schon jetzt, nachdem die
zisten erst acht Tage circuliren, auf über 75, 000 Mark. Das
tisilo ist übrigens voraussichtlich nicht sonderlich groß, denn bei
inigermaßen vorsichtiger Leitung dürfle kein Defizit zurn Vorschein
ommen. Bei ähnlichen Festen, z. B. in Leipzig, wo man sich in
jolge übermäßig luxuriös und monumental aufgeführter Bauten zu
jJanj außerordentlichen Ausgaben veranlaßt sah, betrug das schließ⸗
ich zu deckende Defizit etwa nur 15. Prozent der gezeichneten Ga⸗
antiesumme, in Dusseldorf nur 7 Prozent. Nicht nur von Seite
des hiesigen Publikums, sondern auch von auswärts mehren sich
nie Anzeichen reger Theilnahme an diesem Fist, welches großartige,
u werden verspricht. J

FIn Frankfurt a. M. hat eine Versammlung von
„Interessenten“ sich mit 55 von 74 Stimmen fur das Projelt
iner in Frankfurt a. M. im Jahre 1881 abzuhaltende Kunst⸗ und
Lewerbeausstellung ausgesprochen.

Die Universität Heidelberg ist in diesem Winter auf⸗
allend gering besucht, am Geringsten jedoch die theologische Falulät,
vo nur 19 Siudirende in diesem Semester inskribirt wurden. So
venig verfangen die vielen und reichlich ausgesetzten Stipendien!
Man hat die Erfahrung gemacht, daß Nichtbadenser um dieser Sti⸗
zendien willen in Heidelberg studiren, in Karlsruhe ein theologisches
Ztaatsexamen machen und fodann, wenn sie eine kurze Zeit in Baden
mtirt haben, wieder austteten, um eine Unterkunft in ihrer Hei⸗
nath zu suchen.

7 Aus Stuttgart wird der N. Fr. Pr. gemeldet: Der
Steuerprozeß Hacklander (der Fislus haite bekannilich von den Er⸗
zen drs Dichters eine hohe Nachtragfumme begehri) wurde endlich
)efinitiv entschieden. Zwei Drittiheile der Steuerstrafe sind „durch
jes Königs „Gnade“ den Erben nachgelassen worden.“
7 Im Badeorlte Schwalbach sind am Mittwoch drei
dotels mit fämmtlichen Nebengebäuden, sowie das Kurhaus zum
Kranich“ abgebrannt.
7 Altena, 20. Nov. Gestern eiloͤste der Tod einen noch
n den besten Lebensjahren stehenden Bürger! unserer Stadt von
chrecklichen Leiden. Der Mann war vor etwa 4 Wochen von
inem fremden Hunde in die Bacen gebissen worden. Dieser Hund
vurde bald darauf auf der Helbecke als toll erschossen. Erst einige
Tage nach dem Bisse nahm der Mann ärztliche Hilfe in Anspruch,
ohne vorher nur eine Ahnung von dem Tollsein des betreffenden
)andes gehabt zu haben. In den letzten Tagen nun kam bei dem
inglücklichen Manne die Tollwuth in entsetzlicher Weise zum Aus⸗
zruch; gestern trat der Tod ein. Der Verstorbene hatte die Feld⸗
üge von 1806 und 1870 -71 mitgemacht, war glüdlich aus dem
driege zu den Seinigen zurückgelehrt und nun mußte ihn bier ein
olch trauriges Loos treffen. — —
Berhin, 27. November. Die Norddeuische Allge⸗
neine Zeitung“ veröffenllicht folgendez Schreiben Bismard's aus
darzin vom 25. Nop.: „In Folge der durch die Prefse über
neine Gesundheit verbreitelen Nachrichten gehen mir von den ver⸗
hiedensten Seiten, nächst Deutschland namentlich aus England,

Ausland.

London, 27. Nov. Schuwalow dinirt hente bei der Ko⸗
nigin; morgen erfolgt seine Abreise nach Franlreich.

Peterbburg, 285. Novb. Wie aus bester Quelle ver—
lautet, findet in Kurzem hier eine Volschafter-Konferenz statt.
Fürst Lobanoff nimmt, seinen Weg zu derselben über Wien. Auch
der angeblich zukünftige österreich:sche Botschafter Fürst Windischgrätz
vird ebenfalls zur Konferenz bereits hier sein, die wahrscheinlich
chon vor Rückkunft des Kaisers ihren Anfang nehmen wird. Die
onferenz soll eine vollstaändige Regelung verschiedener, unter Anderem
nuch der Arabtabia ⸗-Frage, vor Allem aber die erneute möglichst
zroße Annäderung Rußlands an Deutsqhland und Oesterreich zum
Zweck haben. Der Köln. Zig. zufolge verlautet, Graf Schuwaloff.
Ddelcher auch in Petersburg erwartet wird, werde, nachdem er der
ꝛdnigin Vickoria sein Abberufungsschreiben übergeben hade, direlt
aach Berlin reisen, dürfte daselbst mit Gorischakoff zusammentreffen
and, wenn ihm Zeit bleibt, Bismark besuchn. Gerl. Tabl)

Newyotk, 27. Nov. Hiesige Zeitungen melden aus Mont⸗
real: Die britische Regierung bildete in Canada Reservekorps von
10,000 Milizsoldaten zum aklliven Dienst in Canada, erfsorderlichen⸗
alls auch im Auslande.

Cettinje, 27. Novb. Nach heute eingetroffenen Nachrich-
en wurde Multar Pascha von Albanesen in Gusinje getödtet.
Der geiddtete Pascha hatte sich mit 18 Bataillonen Rizams nach
Bufinje degeben, um dem in Andrijebice eingetroffenen montene⸗
arinischen Senatsprasidenten Petrowitich die beiden an Montenegro
        <pb n="656" />
        freundliche Rathschläge und ärziliche Mittel in großer Anzahl zu.
So wohl mir diese Beweise von Theilnahme auch thun, so bin ich
leider noch zu wenig gesund, um den Aklsendern schriftlich antwor«
ten und danken zu koönnen. Ich bitte deßhalb alle Diejenigen,
welche mich durch die wohlwollende Absicht, mir zu helfen, erfreut
meinen verbindlichsten Dank auf diesem Wege entgegenzu⸗
nehmen.“

jogin Christine als Hochzeitsgeschenk zwei Mosaikbilder, deren eines
»en St. Petersplatz in Rom, das andere ein Blumengefäß darftellt,
aͤbersendet. Beide Bilder befinden sich in kostbaren Rahmen. Die
Mosaikarbeit ist aus der päpstlichen Mosaikfabrik hervorgegangen.

Ein sicher bisher ungehörtes Ereigniß, — troß des Aus—
pruches Ben Akiba's: es sei alles schon dagewesen — ist die
Vermählung des praltischen Arztes Dr. George Pyburn in Sa⸗
zramento mit der praktischen Aerztin Dr. Jennie Bearty aus
Dakland, welche durch einen Prediger weiblichen Geschlechtes —
Ehrwürden Ada Bowles getraut wurden.

— Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demeß.

„ur gegen die wirklich guten Artilel macht sich die —
—XXXX

Bei Schnupfen, Husten, Heiserkeit oder Halsweh — selbst bei
chon veralteter Magen⸗ und Nervenschwäche werden die weltlbe⸗
rühmten Brustkaramels Macia Benno von Don at entweder roh ge⸗
gessen, oder 5—6 Stück in heißem Kakao⸗Thee oder Milch aufge⸗
söst, aber nur lauwarm getrunken.

Der bescheidene Preis von 20 Pfg. für einen echten himmel⸗
zlauen Karton Kalao⸗Thee und 30 oder 50 Pfg. für einen Original⸗
Karton Brustkaramels trägt gewiß nicht wenig zu dieser raschen
und allgemeinen Verbreitung bei. Der echte Kakao⸗-Thee Maria
Benno von Donat, dieses billige, wohlschmeckende und wahrhafte
Betränk für Kinder und Erwachsene soll eine halbe Stunde im
Wasser kochen.

Debot in St. Ingbert bei Herrn Jean Peters.

f* Zur Nachahmung empfohlen. In einigen norddeutschen
Städten verbreitet ein Erfinder Briefcouverts, welche in der linken
oberen Ecke ein gedrucktes Zifferblatt ohne Zeiger tragen. Durch
zwei Striche, welche dann die Zeiger der Uhr vorstellen, markirt
der Absender die Zeit, in welcher er den Brief zur Post gegeben
und ist dies das einfachste Mittel, die regelmäßige Ausgabe der
ieg sowie allenfallsige Nachlässigkeiten der Briefträger zu con⸗
troliren.

r Als Kuriosum theilt die „Deulsche Fischereizeitung“
mit, daß bei Memel der Fischer Schweistriz am vergaugenen
Mitlwoch einen Fang gemacht hat, zu welchem wohl auch Ben
Aliba hätle sagen müssen: „Das ist noch nicht dagewesen“. Der⸗
selbe hat nämlich in seinem Lachsangelzeug, also circa eine Meile
in See, einen .... Hasen verwickelt gefunden, welcher sich noch
in einem im Verhältniz guten Zustande befand. Jedensalls ift
Meister Lampe in der Plantage, die bier am Strande entlang

säuft, angeschossen, in die See gelaufen und mit dem Strom bis
juu den Angeln getrieben.
Wie der „Fanfulla“ meldet, hat der Papst der Erzher⸗

Weihnachts- Ausstellung.
Zum Besuche meiner reichhaltigen Ausstellung in Kinder⸗
spielwaaren aller Art und zu allen Preisen lade ergebenst ein.
Ein reiches Sortiment geschmadvoll gekleideter Puppen von
10 Pf. bis zu 10 Mt., Verzierungen zu EChristbäumchen
sowie biele andere zu Weihnachtsgeschenken passende Artikel hält
bestens empfohlen
Joh. Weirich.
Der Unierzeihnene empfiehlt sein gut sortirtes dager in
Kinderspielwaaren
für jedes Alter, Kindere und Puppen-Wagen, Schlitien, Rohr⸗
sessel, Blumen⸗Tischen und Ständern, feinen und ordinären Korb⸗
waaren, Filzstiefel und Pantoffeln mit Holz⸗ und Leder⸗Sohlen,
sowie allen Sorten Lederschuhen.
J. J. Fiack jun.

Wichtige Anzeige.
Die floörentinischen elek⸗
trischen Haarbürsten gegen
rheumatisches Kopfweh ꝛc. ꝛc.
sind zu haben bei
Joh. Weirich.

Spielwerke
4-200 Stücke spielend; miit
oder ohne Expression. Mando⸗
line, Trommel, Glocken, Castag⸗
netten, Himmelsstimmen, Har⸗
fenspiel ꝛc.

ieldos

Spieldosen
2 bis 16 Siute spielend; fer⸗
ner Necefsaires, Cigarrenständer,
Schweizerhaͤuschen, Photogra⸗
phiealbums, Schreibzeuge, Hand⸗
schuhkasten, Briefbeschwerer, Blu⸗
menvasen, Cigarren⸗SEtuis, Ta⸗
baksdosen, Arbeitstische, Fla⸗
schen, Biergläser, Portemon-
naies, Stuhle ⁊c., alles mit
Musik. Stets das Neueste und

Vorzüglichste empfiehlt
J. H. Heller, Bern.
Rur direlier Bezug
garantirt Aechiheit; fremdes
Fabrilat ist jedes Werk, das
nicht meinen Namen trägt. Fa⸗

brik im eigenen Hause.

XX
ↄquol u⸗ilug oag ·auunng bunj
⸗12h22q ant ↄiuipac; sjv padcn
siq aↄquuoaoꝝꝭ iuoa uꝛaꝰↄaijd
—XE
⸗·utoj sꝰa 00 og uoa ↄbvajꝰq
uij 23220 u⸗ↄnuoqꝙ aↄq 001

Extra feine
Lebkuchen
hber Pfd. 75 Pf. bei
Johann Fries, Bäcer.
Toiletten⸗
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St. Ingbert bel Herrn
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Auf dem Wege von hiet
nach Hafssel ging am Don⸗
nerstag Morgen eine

Wagendecke
(Plahe) verloren. Der redliche
Wiederbringer erhält bei dem
Figenthümer Herrn J. Rei
diger jun. einegute Belohnung.

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Conversations-Lericon
18 Bände elegant gebunden, Preis 126 Marl, ganz neu
* complet auf einmal ab.

Dieses nach den Urtheilen der Presse und hervorragender
MNänner der Wissenschaft beste Werk seiner Art ist soeben voll⸗
ständig geworden und bin ich so fest von der außerordentlichen Zu⸗
jriedenheit der Empfänger überzeugt, daß ich mich hierdurch ver⸗
pflichte, das Werk innerhalb 8 Tagen nach Empfang gegen Erstat⸗
sung der Frachtauslagen zuräckzunehmen, Falls Jemand glaubt,
Ausstellungen machen zu loͤnnen.

Die Zusendung der 18 Vaͤnde erfolgt direct per Frachtaut.
—WWVsaGo
dingungen abgegeben worden sein.

kugen Mahlo, Buchhandlung in Berlin.
Markgtafenstr. 68.

d. Grund der thatsächlich er⸗—
zielten Heilerfolge kann das bereits in
110. Aufl erschienene reidiuastrirte Buch:
„br. NRiry's Naturheilmethode“,
Preis 1 Mark,“) allen Kranken aufs
Warmste zur Anschaffung empfohlen
werden. In diesem 544 Seiten siarken
Werke findet ein Jeder, gleichviel an
welcher Krankheit leidend, lausendfach
bewahrte, leicht zu befolgende Rath⸗
Hlage, die, wie jahllose Tankschreiben
vewelsen. oft selbst Echwerkranken
noch Oilfe — Heilung brachten

imeris Verlags·Austalt, Leip⸗ J—
ia, sendet auf Vunsch —

inen 106 Seit.stark

Autzug vorbe⸗

J

A 8 —
diohere Heilung
n 14 Tagen garantire Allen an Bett—⸗
nässen, sowie sonstigen Blasenübel⸗
deidenden. Kosten gering. Arme
ratis. Prospekt, sowie die
zeugniffe zu Diensten. C. F. Bauer,

S„pecialit Wertheim a. M.
7
hilligft be F. X. Demetz.

e) Vorräthig in allen —d
Druck und Verlag von F. X. Demez in St. Ingbert.
Hiezu Illustrirtes Sonntagsblatt“ Nr. Aus.
        <pb n="657" />
        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich m⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donneretag, Samstag und Sonntag. Der Abonne mentspreis betragt vierieljahrlich
1AM 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.M 60 B, einschließlich 40 B Zustellgebühr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswäris
mit 15 B fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 — pro Zeile berechnet.
1879.

Dienstag, den 2. Dezember
—w40
Der Steuerreformplan des Finanzministers v. Niedel.
In der Samstags ·Sitzung des Abgeordnetenhauses legte Herr

p. Riedel im Allerhöchsten Äufirage dem Hause vor: 1) Gesetzent⸗

wurf über die Einkommensteuer, 2) Gesetzentwurf über die Kapital⸗

rentensteuer, 8) Gesetzentwurf über die Gewerbelieuer und 4) Ge⸗
setzentwurf über einige Abänderungen an den Bestimmungen der

Haus⸗ und Grundsteuer. Durch diese Entwürfe soll die nothwe ndige

Steuerreform eingeleitet werden. Der Minister erinnert an seine
bereits früher dargelegten Grundsätze bezüglich einer Steuerreform
und eroörtert zunächst die Natur der hiet in Betracht kommenden
Steuergattungen. Unserm Steuersystem, wenn überhaupt von solchem
die Rede sein kann, sehlt, daß der Steuerpflichtige nicht in der
richtigen Weise herangezogen werden kann. Eine bloße Rev sion
des Systems würde zu nichts z*führen. Die Einkommensieuer allein
würde ohne Berücksichtigung der anderen Verhaltnisse nicht genügen.
Es fehlt der nöthige sflatisuische Ueberbuck aund außerdem ist die
Durchfühcung außerordentlich schwierig. Besonders würden die
Steuerpflechiigen mit fixem Einkommen ganz unverhälinißmäßig be⸗
nachtheiligt werden. Dazu kommt der Unterjchied zwischen Arbeits⸗
rinkommen und Vermögensrente, letztere wirlt auch bei brperlicher
Schädigung des Besfitzenden fort, ersteres aber hört auf, der Arbeiter
und die Seinigen derlieren dieses Einkommen. Eine besondere Ver⸗
mögenssteuer neben der Einkommensteuet wäre schon eher denkbar.
Aber das würde das schonungsloseste Eindringen in die Vermögens⸗
derhältniffe des Einzelnen bedingen. Es müsse also ein Weg ge⸗
junden werden, auf dem die bestehenden Schaden beseitigt und die
bestehenden Zustande luberhaupt angemessen berücsichtigt werden
tönnen. Durch die Vorlagen wird eine bessere Berücksichtigung der
Steuerfahigkeit des Einzelnen ermöglicht. Das System besteht in
verschiedenen deutschen Staaten, wenn auch in anderer Form und
hat auch in Bayern von 1848 bis 1856 bestanden. Eine Doppel
besteuerung eines Einzelnen ist nicht zu fürchten. Die Wirkungen
einer augemeinen Steuer sind viel andere, als die bea einer blozen
Erhöhung. Redner erörterl das an dem Beispiel eines verschuldeten
Delonomen, dem im ersteren Falle die Schulden abgerechnet würden,
im letzteren Falle aber nicht. Die unterdeß in anderen Staaten
gemachten Erfahrungen sprächen auch für diese Art der Steuerreform.

Bei der neuen Einlommensteuer fei ein Existenzminimum von

500 Mark angenommen. Die Einschätzung solle in zwei Jaslanzen
geschehen. Unter einem Einlommen von 3000 M. ist Niemand
zur Fassion verpflichtet. Bei der Kapilalrentensteuer beträgt der
Steuersotz 8 pCt., auch hier sind fur die Geringeren Erleichterungen
borgesehen. Die Gewerbesteuer berücksichtigt die einschlaͤgige neuere
Bewerbegesetzgebung, sowie zur VDerhütung der Doppelbesteuerung
die Einlommensteuer; desgleichen ist das Betriebslapital berücksichtigi.
Bei den Aktiengesellschaften ist dafüt gesorgt, daß gewisse Kapitalten,
welche man hier und da auf Konto des Vetriebskapilals zu setzen
bersuchte, der Defraudation entzogen werden. (Sehr gut!)

Bei der Haus⸗ und Gewerbsteuer ist darauf Rüdsichi genom⸗
men, daß die Ungleichheit der zu gering veranschlagten Arealsteuer
zu der Mieihsteuer ünftig dermieden wind; bisher hat die Areal⸗
steuer nicht einmal den vierten Theil von dem eingebrocht, was die
Miethsteuer leistet. Gewegung.) Der Grundfieuergesetzen iwurj
enthält nur die Bestimmungen über die Ueberführung aus der Gulden
in die Marlwährung; weiter konnte nicht gegangen werden. Die
betreffenden Klagen könnten höchstens nur durch eine Verminderung
—REL größere Steuerrevidir⸗
ung würde viele Millionen dosten und so den Steuerdruck wieder
dermehren.

Bezuglich der geschäftlichen Seite sei er, Redner, weil entfernt,
eine zu schnelle Berathung der Vorlagen zu empfehien; aber aus
Rücsicht auf verschiedene andere Verhaͤltmisse erachiet er, daß das
haus moͤglichst bald Stellung zu den Vorlagen annehme. Der
Minister weist dann den Vorwurf zurüch, als ob durch die neuen
Vorlagen die Steuerschtaube mihr angezogen werde. Nichts sei
irriger; im Gegentheii sollte nur die Steuerlast gerechter vertheill
werden. Auch die besser Situirlen würden durchaus nicht begün⸗
digt. Daß es der Regierung nicht Ernst wit den Voriagea sei,

freffe wohl nicht zu, denn solche Arbeiten macht wohl Niemand zum
VBergnügen. Dazu sei auch die Arbeit zu undankbuir und unpopu⸗
lär. Die Arbeit wurde gemacht in dem ernsten Bestreben eine
Besserung der Zustände herbeizuführen. Die Vorlagen würden sehr
zur Klärung der Situation beitragen. Der Minister bitlet um
Würdigung und Annahme der Vorlagen.

Deutsches Reich.

Breslbau, 30. Noo. Dem schlesischen Provinzallandtage
ist die offizielle Mittheilung zugegangen, daß es den Wünschen des
Zaisers entsprecben würde, wenn der Landtag die zur Errichtung
iner Stiftung zur Etinnerung an die goldene Hochzeit des Kaisers
'n Aussicht genommenen 400,000 Mart zur Beseitigung des Noth⸗
tandes in Oberschlesien mit verwende.

Ausland.

Edinburg, 80. Nov. Gladstone hat zwei weiteren hier
ibgehaltenen Meetings beigewohnt. In dem einen, welchts von
5000 Personen besucht war, sprach sich Gladstone auf das Schürfste
zegen die Finanzpolitik der Regierung aus, welche er als eine
Ttravagante und unredliche bezeichnete. Die Ausgaben für die
miltärischen Operationen gegen Afghanistan, sowie diejenigen für
die Expedition in Abysfinien seien schlecht veranschlagt und würden
»is nach den Wahlen zum Parlament geheim gehalten. In dem
iuderen von 17. 000 Personen besuchten Meeting erklärte Gladstone
aß der Zeiwunti unmittelbat bevorstehe, wo die türkische Herrschaft
iüber den Balkan aufhören werde. Die Erbschaft dürfe nicht an
stußland, Oesterreich oder England übergehen, jondern an dieje⸗
nigen Völter, welche jene Gegenden dewohnen, dieselben —XV
niemals unter das Joch einer despotischen Macht zurüchfallen. Es
ei Wachsamkeit nothwendig, nicht allein Rußland, sondern auch
Oesterreich gegenüber, welches vielieicht die Absicht hege, die russische
Zubrematie durch die seinige zu ersetzen.

Madrid, 29. Nob. Die Vermählung des Kösnigs mit
der Erzhetzogin Christine hat heute in der glänzend erleuchteten
dirche von Atocha in Gegenwart des diplomatischen Korps und
der Hof und Staatswürdenträger stattgefunden. Der Konig be⸗
rat die Kirche in Begleitung seiner Mutter, der Königin Ifsabella,
ie Erzherzogin Christine wurde von ihrer Muller, der Erzherzogin
ẽlisabeth, geleitet. Die Einsegnung erfolgte durch den in Stell⸗
ꝛertretung des Papstes fungirenden Kardinal, welcher auch die
Traumesse celebrirte.

Konstantinopel, 29. Nov. Die Pforte hat ihren
Vertretern im Auslande heute folgendes Telegramm zugesandt:
Rach authentischen Nachrichten, die der Pforte zugingen, sind die
Berüchte von Moukhiat Pascha's Ermotdung vollständig unbegrundet?
»erselde befindet sich auf dem Marsche nach Gussiinje.

Bermijchtes.

*BZweibrücken, 28. Nov. Die hiesigen Bierbrauer
jaben beschlossen, in Folge des Malzaufschlages den Preis des
Bieres pro Hektoliter vom 1. Dezember an um 1 Mark zu erhöhen.

F Wie uns mitgeiheilt wird, hat in Hainfeld ein sast
erblindeter Mann ausf überraschender Weise seine Sehktaft wieder
rdalten. Bei einer häuslichen Beschäftigung stieß er mit dem
dopf an der Ofen, was indeß keine Verbrennung, sondern eine
lleine blutende Wunde in der Nahe des einen Auges zur Folge
jatte. Augenblicklich hatte der Mann das Gefühl, als sei an der
Jerletzten Stelle ein Aederchen oder Häutchen zerrissen und merlte
t bald zu seiner freudigen Ueberraschung, das seine Auzen wieder
die Sehlraft erlangt hatten. (Gaͤt.)

fSGraf Bismarck von Straßburg, der gegenwärtig
as Gast des Herrn Reichstagsabgeordneten Dr. Buhl (Deidesheim)
n der Pfalz weilt, betheiligte sich am 27. Nov. an einem Jagen
ruf dem Gebiet der Gemeinde Lachen und wird lommenden Samstag
umn ben Treibjagden auf Medcenheimer Bann Theil nehmen.

rNurnberg, 1. Detember. Gestern wurde die Abhall⸗
ung der Landesindustrieausstellung für 1882 am hiesigen Platze
deschlossen. Das Landeslomlio ist gebildet und hat einen Garan⸗

siefonds von zweimalhundertdreißigtausend Mark gezeichnet.
        <pb n="658" />
        Berlin. Oifiziös wird geschrieben: In den Einnahmen
der Post⸗ und Telegraͤphenverwaltung macht sich eine merkliche
Sleigerung geltend. Dieselben betrugen im Juli und August d.
Is. jusammen 20834 270 M. im September und Oklober d. J.
dagegen 22,362,825 M., in den letzieren Monaten also über 3
Mil'onen Mark mehr (gegen September urd Oktober 1878 etwa
Milon Mark mehr.) Die Steigerung hat sich namentlich auch
dei den Telegraphengebühren bemerkbar gemacht. Sie beginnt mit
dem Zeitpunkt, wo die Ergebnisse der Wiener Reise des Reichskanz⸗
lers algemeiner bekannt wurden, und dürfte darthun, daß in den
Zreisen des handeltreibenden Publikums eine Befestigung des Ver⸗
rauens auf die Fortdauer friedlicher Werhältnisse eingerreten ist.

pParis,29. Nov. Der belannte Nationaldkonom Michel
Chebalier ist gestorben.

GWieder einmal „Tuberculose heilbar.) Das ärztliche In⸗
kelligenzblatt enthält folgende Correspondenz aus Dresden: Herr
aufmonn Schmiedel in Dresden hat sich an die ärztliche Leitung
des hiesigen Staditrankenhauses mit der Bitte gewandt, man möge
hm gestalten, ein mehrfach mit Erfolg angewendetes Mittel gegen

Todes⸗Anzeige.

Tiefgebeugt mache ich Verwandten, Freunden und
Bekannten die schmerzliche Anzeige, daß es Gott dem
Allmächtigen gefallen bat, meine innig geliebte Frau

8
Julie Custer
geb. 2hhl.
32 Jahre alt, heute Minag, nach kurzem Leiden zu sich
abzurufen.
Um stille Tbeilnahme bittet
St. Ingberi, den 2. Dezember 1879.
Carl Custer.
Die Beerdigung findet Donnerstag Morgens 10
Uhr statt.

Danksagung.

Fur die zahlreiche Theilnahme,
an dem Leichenbegängnisse unse⸗
res unverzeßlichen Vaters, hier⸗
mit unsern tiefgefühltesten Dank.
Im Namen der Familie

Jos. Abl.

era e
Honig—⸗
Lebkuchen

er Pfd. 75 Pf. bei
Johann Fries, Bäcder.

Zanksagung.
Für die zahlreiche Begleitung
zei dem Begrädbnisse unseres lie⸗
zen Töchterchens sagen wir allen
Freunden und Bekannten unsetn
serzlichsten Tank.

Insdesondere fühlen wir uns
berpflichtet, Herrn Pfarrer Krieger
für seine trostreiche Grabrede
unsern innigsten und wärmsten
Dank auszusprichen.

St. Ingbert, 2. Dez. —1879.
Die trauernden Eltern:

Heintich Echramm und
Susanna Schramm.

Reichenhaller
Kirchenbau⸗Lotterie.
200,000 Loose.
Heldgewinnste 185,000 Mark.
ziehung am 80. Decemb. 1879
reffer 0, doo n. 28.000 We.,
0 doo vi. 5000 M. u. s. w.
Foose à 2 M.
zu beziehen durch die General⸗
Agentur
Carli Laug,
Bankgeschäft in München
und
xran⸗ Moll in St. Inabert

Her Unterzeichnete
mpfiehlt sein Lager in
Geschäftsbüchern
uus der bekannten Fabrik von
König und Ebhardt
in Hannover.
Franz Woll.
des fein ste in
⸗ 6
zonig—
4
2Bbkuchen

Schlittschuhe,

Mändelmühlen,

Ausstechförmchen,

Zimmtwaffeleisen

A Etück 2.50 Mark) bei
Dtto Weiagaand.
Der Unterzeichnete
mpfiehlt sich zur
Biebelbefseidung mit Schie⸗
ou Lattenunterlage per
v.“x 8 Mark.
. Wagner,
Dochdeckermeister.

pfiehlt
VR. Hussong,
Bsieskastel.

dungenschwindsucht unler ärstlicher Leilung an Lungenkranken des
Stadkranteuhauses erproben zu dürfen. Der Genannte hat, wie
irztlicherseits bestätigt ist, siich seibst zweimal von der Schwiudsucht (2)
urch Einathmen von mit irgend einer Lösung geschwängerter Luft
geheilt.

Wagenräder aus Stroh. Nachdem man mit günstigem
xkrsolge versucht hat, Wagenräder, Schosseln, Fösser und andere
onst aus Holz oder Eisen hergestellte Gegenstände aus Lumpen⸗
—XXD Amerikaner auf den Gedanken ge⸗
ommen, lediglich Stroh zu diesen Zwed zu verwenden. Das
Ztroh wird in derselben Weise wie zur Papierbereitung in einen
Hrei verwaändelt und demnächst die Masse, die der in Illinois woh⸗
Jende Erfinder mit einem guten Klebestoff antlihrt, in Formen ge⸗
hreß, getrocknet und mit einem Glafir⸗Ueberzug versehen. Die Her⸗
stellung des zum Binden der Moösse dienenden Klebestoffs soll das
Wichtigste bei der Sache sein. Der Erfinder hält dieselbe geheim.
Fur die Redaction verantwortlich: F. .

eme zz.

.64

Mit 20 Mark Anzahlung
und monatlichen Theilzahlungen à 3 Mark
gede ich au solide Leute das bekannte großartige Pracht ·
werk:

—
*
*
2
*
*
—

z Pierer's

e * *
Conversations-Lexicon.
18 Bände elegant gebunden, Preis 126 Mark, ganz neu 3
zlcomplet auf einmal ab. 1*

Dieses nach den Urtheilen der Presse und hervorragender
Männer der Wisfenschaft beste Werk seiner Art ist soeben voll⸗
—EXD der außerordentlichen Zu⸗
jfriedenheit der Empfänger überzeugt, daß ich mich hierdurch ver⸗
pflichte, das Werk innerhalb 8 Tagen nach Empfang gegen Erstat⸗
sung der Frachtauslagen zurüchzunehmen, Falls Jemand glaubt,
Ausstellungen machen zu lönnen.

Die Zusendung der 18 Vände erfolgt direct per Frachtgut.
Noch nie dürfte ein solches Werthobject unter so günstigen Be⸗
dingungen abgegeben worden sein

Fugen WMahlo, Buchhandlung in Berlin.
Markgtafenstr. 68.

Wisseniche stlich Zeprüften 62wl Atet. SAItiM--
Voppelkräutermagenbiller,
nach einem alten aus einem Be⸗
nedictinerkloster stammenden Recept!
*abrizirt und nur en gros ver⸗

sandt von
. PNGIin Gottingen
Provinz Hannover.)

Der wee daneen bie
etzt das kostbarste Hausmittel uud
»eßhalb in jeder Familie beliebt
jeworden. Ver Benedictiner
nur aus Bestandtheilen zusam⸗
nengesetzt, welche die Eigenschaften

hen die zum Wiederaufbau

eines zerrütteten dahinfiechenden

Körpers unbedingt —D find.

er ist unersetzlich be Magenleiden, Unverdaulichkeit, Hämor⸗

Hhoiden, Nervenleiden, Krämpfen, Blähungen, Hautaus-

e (Flechten), Athemnoth, Gicht, Nheumatismus,

Schwäch ezuständen, sowie bei Leber⸗ und Nieren leiden
und dielen anderen Störungen im Organismus.

Der Beneduietiner reinigt das Blut und vermehrt dasselbe
r entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
risch, siellt die Harmonie des Körpers wieder her und verlängert das
Leben bis zu seinem vollen Maße.

NB. Jede Flasche ist mit dem Siegel C. Pingel in Göttingen“
oerschlossen und mit dem geschützten Etiquett versehen.

Preis aà Fl. von ca. 330 Gr. Inhalt 8 M. 30 Pf.
—M— u 660 8 e 6 M 73 pPf.

Bei 5 Fl. Verpacung frei. Bei 10 Fl. freie Verpakung u. 1 Fl. gra⸗

uͤs. Versandt gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage . En gros-

Versandt durch die Fabrik. Attest:

Seraphine Kaindl, Tuchmachersgattin in Dingolfing, Bayern,
»erichtet: Ich fühle mich verpflichtet, Herrn C. Pingel in Göottingen
ffentlichen Dank auszusprechen fur die wohlthätige Wirkung seines Be⸗
aedictiner DoppelkräuterMagenbitter. Der Gebrauch von nmur einer
Flasche (bezogen aus dem hiesigen Depot des Herrn Anton Wirth) lin⸗
derte sofort mein Kopfleiden mit Magenbefchwerden gegen das ich seit 5
Jahren die verschiedenften Mittel vergeblich anwendete; die 2. Flasche be⸗
teue mich vollends von diesem Uebel. Mit gutem Gewissen kann ich das
Jabrikat des Herrn C. Pingel allen Leidenden bestens empfehlen ꝛc.

Riederlage in St. Inabert bei Herrn J. Friedrich.
Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
        <pb n="659" />
        s2. 3 3332383 3582238
23233355 55382333335333336523535 22*
253355 3 253355* 55335355—3535355 55353353335*
525 8858 523* 5* 5332 —255 3 25222 8 222
25 5823 32352236 3 233 58 75 25233535 5533—5223
—z 2835832kE.cx 3 33 —A 88 s 3358338*
— — — 7182832355 832532 —
2338233 2 5585 525228 2715 57532 725255 .5538 5233333
—A— — — 288235325 —B — —5383
25832 328* 5358333* 3 33
—53385333533538* 2333332 23253238 53255633 s6553333327
7 5223383368 2353333223533 3s533225373 33573 —338355*
z38828 33 3355
2353252 5525 225523—3822 533—35632235 55535*532582—
338 e 8 235523255 33 —25333223
—8 3— 2 *2 13— 22 7 —8* *
335838235 333
2z222323 —— 25 ÚB2522 238 2 ** —— 8 527 S —
52 581 522 288 522 ——28 5533333243 5 52 5233 *
— — 3 22 —x — — —AA *
—A— z.2536583 373535853 — 353533533285 62*58 223333*
5 — ——32* 5835232— 22532533533 5,5—22322 —&amp; 2
55323823238 7 7 2* 535558* 2z33525* 572853252 33853—
533 —8233333—3—335385627 ——— 285575 5332—85 22
——AX —— 56355233— — 78— 225 53352 —28—5355233 —XV
18—553332 —588 33— 32353323378
5353553338* 2853; 357333 5353728 3238* 535835
5325 252338 2233523836363 . 5—5332* 55325*5 285352 1358
2333323232332337 — 3333533533585* 3382
*25268 56 —5 z55353555 22 35 382325 8327* —ã— —
—5*75 ——2865 33 —56s8 — ——————— 8
. 2 2 2. 2 —
— — — ——— 58 388358
352—25306 2 V * 2 *
*
8
25235235 2 25822
— 223 2375 * Q2aa22
— — XX 2855 2335535533353355538
* * — 22 2 2 322
5533758 3536 558 3538 2335555553332
—22828 2 528—2332 3— —2252 6*222 — 5—5
3 2* A 233757333385538 85355 53*
22532535 265323732335 5—2539082 223388 —*⁊T
252 *88 2232525* 2 2 —A— ——— 22
8 288 — —55 535538355* 2*2 2222 —
2265235 2 —38 3—235 —582* 32 — ——
23 32 2 — 55855383 3 38—*7* 227680 3
22 5838 27 —M — 2— — 552356 „3
— — 2528350332 5355 53235 85*
3 56550 —5225 35558 — —s 238*
52 — — — 2 —— 33882 753 2
—A— 3 —A A 2535 5237 — —2383*
226* 25338 — 3838 52528 38 — —5z32222 555
2252208 3502 52322528 5255 22328
— 8* 222 82 5528335382 32555 8*
8 — — 8* 3 3 — ——
S — — 25* —z323325280 —35 8 28 S8 *
—8 — 522 z2222* 52 5 * *— — *
— 255 —z— 53 8 8 8 * ——
52,22 ——558 3532 352333353153352336 2 2
ã— —— 43238* 4223*83 — —
— * * —* —
— 5755*35535 337. 233525838 VF
—A 223 *2553 —252552 22631558 2
5 23523 —23 28* z335 — 233388 —22 —— —*
5ES5 5 57 22 — —2 222 * 822 2
2 —5 5225 * — —— * —
— 5255725— — 3522 2332 25-5j,83687 33*
* Se 2 338 737563,73238
2238532377 533333237 — 22558
— —— —A —— 22
53535 335335838 —— — 535323
— 555 — —532 — z5828328353235 — 25
—5E22 —5225523535 22 355s8 53353538
EESEAMAS 257753 33555 535
—
* 5

——*
—A
3 —
2 * —
—
2853 3 25338—
53373 2*8*275
55k 35 —
2 23 ———
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2333533338338235 — 55357373663s373*
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2 22 32 2* 3228 223.83 — — 2. 7 — 72 7 0646 k* 723283
3 53893 5282332* 5 27 .233933367 72
2. 2 52. * 328382 .2 28 2. 52* 2 2 * 8 8
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2333325 5235333235 33 333532
*2 853 28 525 7 55 3885
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—AA 2* 58 2 * 25 —AA —* 225332
2 2 * —— —— — — —— 22322* E
7 25338553-73 5523 —235335
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9533323252 — 5258 8 53522382 357
33335335238 237333333352338
252838755332 5;
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25 5 15355533532 —————
5.2383 3252335 2508 5333333333358.
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2.32 3 2 222 3523223 — 5z2 3
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553853533 5238523335 s 528 28 358.3228
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        St. Ingberlker Anzeiger.
Der St. Ingberter Auzeiger und das (2 mal wöchentlichj mi dem Hauptblatte verbundene Unterthaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich vVviermal:? Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementsvreis bveträgt vierteljährlich

1M 40 A einschließlich Tragerlohn; durch die Post bezogen 1I A 60 H, einschließlich 40 Zustellzebüuhr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswärts
mit 15 für die viergejspaltene Zeile Blattschriit oder deren Raunt, Neelamen mit 30 — pro Zeile berechnet.

äôàX»a «a (-AM

M 192.

Donuerstag, den A. Dezember

1875

Deutsches Reich.

München, 2. Dez. Kammersizung. Vom Minister des
Junern ist ein Gesetzentwurf eingelaufen betreffend die Aufhebung
der unter dem Namen: Neujahrsgelder best⸗henden Abgaben der
Jsraeliten. Es folgt die Generaldiskussion über die Etais der Bergwerks⸗
Huttene und Salinengefälle. Hierzu liegt ein Antrag des Akgeord⸗
neten Rußwurm vor, in Amberg einen Hochofen zu errichten zur
Verwerthung der dortigen Eisensteine. Referent Vallant sowie
Abg. Brandenburg sprechen gegen die Bergwerksverwaltung. Rittler
ist daiür, daß den Werken von Seiten des Sigates geholsen werde.
Der Finanzminister spricht gegen Vaillant und Brandenburg; die
Lage der Bergwerke sei lange nicht so schlimm, wie sie gemacht werde.
d. Schlör pflichtet Brandenburg in längerer Rede bei; er ist gegen
jede Staatshilie; die Hüttenwerke köanten trotz des Umschwungs
nicht mehr rentiren. Das Rohmaterial werde immer theurer und
die Prwatkonkurrrenz noch drügcender werden. Er ist gegen Auf-
hilfe des Bergwerks Bergen und gegen die Errichtung eines Hoch⸗
ofens in Amberg. v. Schauß ist überhaupt gegen den Bergwerts⸗
vetrieb durch den Staat. H'erauf beginnt die Spez'aldiskussion,
welche nach kurzer Debatle auf morgen vertagt wird.
Berluiͤn. Die Eisenbahn⸗-Kommission beschloß die Berathung
des Gesetzes, betreffend den Bau von Selundärbahnen, erst nach
Neujahr vorzunehmen.

Bekanntmachung.

Schöne
Haarketten
werden gepflochten von 1 Mark
—A
dene Beschläge hierzu für 5 Mt.

Joh. Weirich, Friseur.

Samstag, den 13. De—
jember 1879, Morgens 9 Udr,
in der Wirthschaft des Michael
Eberhard zu St. Ing
bert werden folgende zur Kon—
kursmasse des genannten Eber
hard gehoͤrigen Begenstäude
gegen Baarzahlung öffentlich ver
steigert werden, als:

9 Wirthstische, 17 Bäuke
27 Stühle, 2 Einschenken,
2 Gläserschafse, 1 Bücher⸗
jschaft, 1 Schreibpult, 1
Wanduhr, 1 Bierpression,
1 Hebmaschine, 1 Wasch⸗
büttchen, 1 Kleiderschrank,
1 Kommode, 1 Küchen
schtank, Gläser, Flaschen,
Spiegel, Bilder, sowie
Haus⸗ und Küchengeräthe
aller Art.

St. Ingbert, 3. Dez. 1879.

Der Konkursverwalter:

Ph. Fitz,
Geschäftsmann.

Der Unterzeichnete
—.Rwypfiehlt. sich zur
Biebelbekleidung mit Schie
ser auf Lattenunterlage per
Quadrat⸗Meter 83 Mark.
Ret. Wagner,
Dachdeckermeister.
Frisch gewässerte
Stockfische
jeden Tag bei

J. J. Grewenig.

Aussand.

Mo?kau, 2. Dez. Gestern Abend, als Kaifer Alexander
sich bereins hier befand, verunglückte ein zweitet noch unterwegs
befindlicher karserlicher Zug durch Erplosion. Ein Waggon wurde
m die Luft gesprengt, 7 Waggons entaleisten. Von den Passagieren
end dem Zuospersonal wurde Niemand (2) vetleztt.

Bermisqhtes.

*St. Ingbert, 3. Dez. In der Sitzung des heutigen
Schöffengerichts wurden verurtheilt: 1. Ein Hausbesitzer von
hier wegen alignementswidriger Herstellung einer Treppe zu 3 M.
Beldstrafe und wurde zugleich die Polizeibeböcde derechtigt erklärt,
die Beseitigung des ordnungswidrigen Zustandes anzuordnen. —
2. Ein Bursche von Schüren wegen groben Unfugs zu 8 Tage
Arrest. 3. Zwei Manner von Oberwürsbach wegen Beiseiteschaff
ung einer gepfändeten Kuh, zu 3 deziehungsweise 2 Tage Gefäng⸗
niß, unter Annahme mildernder Umstände. 4. Eezüglich eines
Durjchen von hier, angeklagt der Berufsbeleidigung zweier Nacht
wã a ter mußle das Verfahren auf 8 Tage ausgesetzt werden, da der
Angeklagte nicht erschienen war und wurde dessen Verhaftung und
Borführung in nächster Sitzung verfügl. (Es sei hier darauf ge⸗
wacht, daß gegen Personen, welche eines Vergehens angeklagt
sind, nur in deren Anwesenheit verhandelt werden kann und daß
olche ira Ausbleibensfalle immer Verdaftung und Vorführung zu
gewaͤrtigen haben.)

f Speier, 1. Dez. Heute Mittag wurde die diesjährige
AD —
prasidenten v. Braun mit einer Rede eröffnet, in welcher et
4. A. erwühnte. daß nach dem Voranschlag des Kreishaushalts füc
daß Jahr 1880 der Betrag der Kreisumlage sich gegen das Vor⸗:
jahr um 1710 pChmindert. — Als Präsident des Landraths
winrde Hert Dr. Jacob, als Sekretär Hr. Heydenreich, beide mi
19 Stimmen von 20 Abstimmenden, gewählt.

f Speier, 2. Dez. Der von dem neuen Siadirath mit
14 von 27 Stimmen als 2. Adiunkt gewählte Rechteconiulent Suül ß
Jat sein Stadtraihemandat niedergelegt in der Erwägung, daß in
zinem Collegium, von dem blos die Hälfte ihm Vertrauen eutge⸗
gendringe, ein ersprießliches Wirken für ihn nicht möglich sei.

7 Landau, 2. Dez. Bei der gestern ftatigehabten wie⸗
derholten Stadtraihswahl haben von 687 Stimmberechtigten nur
356 ihre Wahlzenel abgegeben.

*7In Kaisertlautern dat der dortige frühere Bürger
neistet Hr. Karl Hodle wieder Aussicht, in den Stadtraih und da⸗
nit möglicher Meise an die Spitze der Verwalnung zu lommen.

fMundenheinm, 2. Dez. Heute Rachtt ist die Rhein⸗
mühle zwischen Kheingönnheim und Neclarau in dem Nbein versunken.
— Far die Kedaction detan ih . 1

Exira feine
Spuig
Lebkuchen
ber Pfd. 78 Pf. bei
Johann Fries, Bäcker.

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-Bitte gefl. zu beachten!

Seit ca. 20 Jahren wird der rühmlichst bekannte ächte Bern⸗
hardiner Magenbitter von dem Unterzeichneten fabrizirt und hat
ich bei sehr bescheidenen Annoncen, ohne jede Neclame, fast nur
durch Weiterempfehlung der Consun enten, zu einem Weli⸗ und
ind bedeutenden Export⸗Artikel emporgearbeitet.

Durch diese Erfolge wurde nicht nur die Concurrenz, sondern auch
die Rachpfuscherei angelockt und bemüht sich namentlich ein gewisser Fa⸗
hrikant seit etwa 2 Jahren, mit seinem nicht nur ganz gewoͤhnlichen,
ondern in vielen Fällen sogar schädlichen bitteren Schnaps, dem
ex ähnliche Namen gab, um Verwechslungen mit meinem Bernhardiner
zerbeiführen, meinen Bernhardiner durch die gehäßigsten, von Lugen
trotzenden Angriffe zu verdächtigen.

Die Spekulation dieses Fabrikanten, der für seine Fabrikate — wie
die genaue Durchsicht seiner Prospekte ergibt — außer drei erkaufter
Zeugnisse seiner angeblich wissenschaftlichen Autoritäten, deren Zeugnisse
ich wiederholt zurückgewiesen habe, bis heute noch kein einziges Gut⸗
achten eines Arztes oder medizinischen Auiorität erlangen konnte, ist ledig⸗
lich darauf gerichtet, durch den Heiligen⸗Nimbus, mit dem er seine
Fabrikate umgibt, die katholische Bevölkerung namentlich Süddeutschlands
auszu beuten.

Ich war nun durch die überschwengliche Reclame dieses Herrn
wohl in letzter Zeit auch geuöthigt und wurde von vielen Freunden mei⸗
nes Vernhardiner vielsach aufgefordert, für Annoncen und Zeitungsbei—
sagen mehr zu thun, um mein Fabrikat nicht vollständig überschreien zu
lassen, allein ich bin keineswegs im Stande, so euorme Summen hiefür
auszugeben, wie solche Fabrikanten, da mein Fabrikat reell und
billig ist, demnach theure Reclamen wie werthlose habrilkate nich
vertraͤgt — aber auch nicht benöthigt.

Was die lächerlichen Warnungen dieses Fabrikanten vor Nach-
pfuschungen feines Fabrikates betrifft, glaube ich dieselben getrost dein

gesunden Urtheile des denlenden Puolilums überlafsen zu dürfen.
Wallrad Ottmar Bernhard,
xgl. Hof-Destillateur in Muünchen.
Wer ächten Bernhardiner wünscht, achte genau auf meine Firma.
Jede Flasche ist mit meinem Ramen verschlossen und liegt ein Pro⸗
spect mit mediti nischen Erlduterungen von Dr. med. J. B. Krans bei

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Dieses vach den Urtkheilen der Presse und hervorragender
Männer der Wissenschaft beste Werk seiner Art ist soeben voll⸗
ständig geworden und bin ich so fest von der außerordentlichen Zu⸗
friedenheit der Empfänrger überzeugt, daß ich mich hierdurch ver⸗
pflichte, das Werk innerhalb 8 Tagen nach Empfang gegen Erstat—
tang der Frachtauslagen zurückzunehmen, Falls Jemand glaubt.
Ausstellungen machen zu lönnen.
Die Zusendung der 18 Vände erfulgt direct per Frachtgut.
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282 5583 2*222 32 62— *35525 2 7 — —
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— — —A 253 2 533 2253272 52 * * — —⏑— ——
2 35.583 35* 2253523 22 2 2225 3833 2 —A— A—
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2552353 528382.7 57 —*523 5— 2552523. 55835 38
— ——— 222 52 3. 5 5533323582 6 2332553353273
5—385 2522455 2 22—52727. —33*——2 233375552335
* 5 227 28 5 52 3— 5.2 35 * ⸗
25*83* — —— J—— —2 3 335 333 7 558325
—A —m—822 2 — —A⸗ z3852232 —2 7 22828
— —83 — 2 83338 3 25332323 —53. 2228533 35 62 5425
7 7 32 5.2 —— — *5257 3 22 5
2 25—z — 53222 8 * — 2 * — — * —AA
38 ——— * 5s53 22 2 525335 2 22z227 —5 7527
3855* 35383333 —533533835*
73 2 2 2 88 3 A— S8.. — 23 52. 5
533335333—337 23887333—5 5523 2352857 33756535
— 7 — — —— 22 —— —8 3 —8 S 3 532., 2523 3.
25 2 222355 522 —28 28— —8 32— — *—22. * *
252252 2.5 225. * — —A 12* — 25 5* 22228
5722252 525257 36 —— *323. — —5 —— 8*222* 2 25353
— 2723583 5* 72— — — — 5223235 — 2552
3— S. ⁊ 05 — 2 *2 —R *
53523855335* 32 2355338 2— 3 32— 333—23
—— — 5833 —A — n —53338* 28 2523 2588
2 — — — N83.372—I223 255323
525238 5 3227 225— 33 * * 2253 223525 55225322
3223533 853237 5 38383 5333 * 2
222335822 5237 27 *
**253372 2*2 22— 273227
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* *. * 2 *2 — — —5 5 2*. 2 3 225 3 582* —— ——
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2288 27 29—2. — 72 5555* — ——
—— *353353555 —32372 2883
— — —3 33—3—58 2553353353
—— 2. ⸗* 8 —*7*
2 3———3365335533387 5s30585— 3332338
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23 2 — 523328 —XX 2533 522
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2— 57 25*5 2257 2 —27 *t522 532 **528.
32. *22253. 7 23 —— 22352233328
1527553527235 — 2352253 8
233526 *»—*—mn .s— 227. 32823 838 25
255326382 —2 223—2 52322 —
2 33 22 528 — 75232.2 2 7
* 23 *5 22 52 25 * 25 5 2. 582*
* 287* 257 2 —833 522 —32322
— 22 — 273 —B —
A535 523 5 822833 *23852828
h 23 — — — 23223 5— 2353538 722
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33 352 3 557 123 3725523 353342
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— 73 —8
223—35333 333232575 *32 z32352 2222
—23335853 — 22225. 235522
33 535255 993338523—20258 20932332323
3222 2330902 2 353 2025795 2207 433*
28 2 *5 5* 8 — TD3 2 t 3
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wöhentlich' m⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Vei⸗
lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich
Aß 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen LA 60 A, einschließlich 40 Zustellzebuhr. Anzeigen werden mit 10 Z, von Auswärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
1879.

M I93.

Deutsches Reich.

München, 3. Dez. Der Ausschußbericht des Neichsraths⸗
referenten über die pfäzischen Bahnen erklärt sich unter der Voraus⸗
jetzung einer nur 4Aprocentligen Zinsgatontie für die sofortige In⸗
angriffnahme der Lauterthalbahn.

München, 3. Dez. (Abgeordnetenlammer.) Bei der Be⸗
rathung der Nachweisungen zum Etat der Staaisdienerpenfionen
oro 1875 und 1876/77 rugt Abg. Selluer das stete Anwachsen
dis Pensionsfonds und das unnö hige Persioniren so vieler Be⸗
amter im üstigsten Mannesalter. Die Sitzung wird 12 Uhr 45
Minuten auf Freitag früh 93 Uhr vertagt. Tagesordnung:
Vorberathung der vier neuen Steuergesetzeniwürfe und Berathung
des Antrages Hafenbtäds.

Berlinn, 3. Dez. Nack einem Telegramm der „Nordd.
Allgem. Zig.“ aus Posen wäre konstatirt, daß in Warschau und
Rufsisch⸗Polen die Renderpest sich immer mehr verbreitet. Man
glaubt in Folge Dessen von preußischer Seite eine militärische
Brenzsperte eiwarten zu müssen.

Die Augsburger „Allgem. Ztg.“ berichtet aus Berhin:
„Tin vielverbreitetes Gerücht will wissen, die Verhandlungen zwischen
der Reichsregierung und der Kurie seien gescheitert oder dem Schei⸗
tern nahe. Die Kurie verlangte angeblich die Rehabilitirung
Wiedereinsetzuug) sämmtlicher Bischöse. Allenfalls wollte sie einige
zum freiwilligen Rücktritt bewegen. Vergebens sei diesseins auf das
Beispiel Belgiens hingewiesen worden. In Abgeordnetenkreisen

wollte man behaupten, das Zentium werde demnächst zur Opposition
Mrücktehren.“

Landrath der Pfalz,

Speier, 1. Dez. Die Landraths⸗Session wurde heute Mitiag 1 Uhr
mit eiuer Ansprache des Herrn k. Regierungspräfidenten der Pfalz eröffnei.
derr v. Braun gedachte zunächst mit warmen Woriten der Verdienste der hin⸗
zeschiedenen Landrathsmuͤglieder, der Herren Pfarrer Ney von Muttersiadt
ind Rothhaas von Kandel, an deren Stelle die Herren Dekan Lynck von
Speier und Kaufmanu Tuürr in Germersheim zu treten hätten. Das Land⸗
rathsmitglied Herr Ludwig Mayer, Rentner in Landau, habe unter Vorlage
ꝛines ärztlichen Zeugnisses um Urlaub sür die Dauer der Sessfion nachgesucht.

Aus dem Voranschlage, der nur sehr wenig neue Positionen enthalie,
ei ersichtlich, daß die Kreisumlage sich gegen das Vorjahr abermals um
Iꝰ /no pCt. verringert habe. Dem Antrage des Landraths entsprechend wurde
ein neuer Vertheilungsplan der Zuschüsse zu den Lateinschulen, welche Ge—
meindeanstalten sind, entworfen. Die Rechnung für das Tienstbotenstift
verde zum ersten Male vorgelegt, die überraschende Inanspruchnahme dieses
Instituts habe dessen Bedürfniß außer Zweifel gestellt. Als Landrathspräfi-
dent wurde Herr Dr. Jacob, als Sekretär Herr Heydenreich gewählt.

2. Sitzung. Das Urlaubsgesuch des Herrn Ludwig Mayer wurde be⸗
willigt und die Wahlen der Herren Lyncker und Dürr gutgeheißen. Es
folgt sodann die Wahl des Ausschusses. Es wurden gewählt: In den J. Aus⸗
schuß (Kreisfonds.) Janson, Jenet, Irblich, Krämer, Frentzel, Auffarth, Schnei⸗
der, Stöpel. II. Ausschuß (Kreisanstalten). Krämer, Janson, Frölich, Dr. Buhl,
sönig, Krieger, Spies, Stalter, Wolf, Dr. Zöller. III. Ausschuß (Straßen-⸗
und Rheindämme). Munzinger, Dürr, Wolf, Jenet, Krämer, Frentzel, Auffarth,
Spies, Fisch. IV. Ausschuß (Schulwesen). Dr. Buhl, Lyncker, Munzinger, Krie⸗
ger, Schneider, Dürr, Huth, Fisch, Dr. Zöller. V Ausschuß (Wunsche und An—⸗
räge) Huth, Lyncker, Dürr, Heydenreich, Dr. Buhl, König, Wolf, Stalter,
Stöpel. Die an erster Stelle Genannten sind die Vorsitzenden der Ausschüsse.
Diesen wurden hierauf die Rechnungen pro 1878 und die Budgets pro 1880,
dann eine Anzahl besonderer Vorlagen der kgl. Regierung übergeben, von welch
etzteren wir nachstehende hervorheben wollen: Anschaffung von Materialien für
die Lehrwerkstätten der Kreisbaugewerkschule; Vertheilung des Staatsbeitrages
für Herstellung und Unterhaltung der Distriltsstraßen in der Pfalz pro 1879;
den Personalstand des Landrathes: Erhöhung des Sprunggel es beim Landge⸗
stut Zweibrüden; Pachtverhältnisse auf dem Eichelscheiderhosgute des kgl. Land⸗
pestütes; Rechnung des Dienstbotenftiftes pro 1878; Subventionsbeitrag aus
Kreisfond zu den Kosten des Pferderennens zu Zweibrücken pro 1880; Beiträge
een aus Kreisfonds für Neubau und Unterhaltung der Distriltsstraßen
u. s. w.

Speier, 2. Dez (3. Sitzung.) Der Landrath befaßte sich in der heutigen Sitzung
nit der Abhör folgender Rechnungen pro 1878: 1. Kreishilfskasse. Einnahmen
37,480 Mi. 26 Pf. Ausgaben 835,404 M. 94 Pf. Ueberschuß 2045 M. 82 Pf. Das
Bermögen hat sich im Jahre 1878 um 8524 M. 35 Pf. vermehrt und beträgt
10,814 M. 71 Pf. 2. Waisenhaus Blieslastel: Einnahmen 11,264 M. 22 Pf.,
lusgaben 6358 M. 64 Pf. Ueberschuß 4905 M. 58 Pf. Vermoͤgensstand Ende
878 98,582 M. 2. Waisenhaus Homburg: Einnahmen 16,815 M. 47 Pf.
lusgaben 11,362 M. 59 Pf., Mehreinnahme 5152 M. 88 Pf., Gesammtver⸗
ndnen 182,862 M. 6 Pf. 4. Brandverficherungsanstalt: Die Einnahmen be⸗
ragen 666,928 M. 7 Pf., die Ausgaben 648,233 M. 77 Pf.; die Brand⸗
chaden pro 1878 betragen 528,022 M. 18 Pf. 5. Maximiliangetreidefonds:
kinnahmen 36,4562 M. 73 Ps., Ausgaben 86,420 M. 92 Pf. Activrest 31
M. 81 Pf. Das Vermögen beträgt Ende 1878 851,046 M. 25 Pf. 6.
Prinz⸗Carl⸗Fonds: Einnahme 1375 M. 66 Pf. Ausgabe 1886 M. 66 Pf.,
mithin Mehrausgabe 11 M. Der Bermögensstand beträgt 84,880 M. 72
Pf. Sämmtliche Rechnungen erhalten die Genehmigung deß Landrathes —
Rächste Sitzung morgen Rachmittag 4 Uhr. Tagesordnung: Lateinichulen.

Seruiisutes.

Der Reichstagsabgeotdnete Dr. Buhl in Deidesheim
hjat in der vergangenen Woche einen mehrtägigen Jagdbesuch des
dekanntlich in Straßburg dem Feldmarschall Manteuffel beigegebenen
Brasen Wilhelm Bismarck empfaugen.

Frankenthal, 1. Dez. Geslern langten hier 13
Doppelwaggons Tabalstengel und Tabalrippen an, die für Rechnung
einer großen Mannhe mer Tabalhandlung in der früheren Cichorien⸗
abrik von Heller &amp; Peters zerkleinert und geröstet werden. Wer
olchen eolossalen Quantitalen geg nüber noch an die famose Ge⸗
chichte glaubt, daß diese Stengel als Material zu Taubenuesiern
Verwendnng finden, zahlt einen Thaler. (F. 3.)

f In Bergzabern wurde am Samstag Kalbfleisch zu
30 Pf. per Pfund verlauft. Nach dem „S. W.“ wurden die he⸗
reffenden Metzgerlaͤden förmlich gestürmt.

F Neuester baierischer Bierspruch.) Biedere besonders begabie,
zrade, brauchbare, bein Brauen bewährte baierische Bier Brauer⸗
Bursche bereiten belanutlich beständig bitteres, braun blinkendes,
hdereits bei Bismarck beliebtes, bebaglicch belommendes baierisches
Bier. Beifrindliche, bärbeißige, beihoͤrte Bachsbrüder behaupten
zeharrlich bei dalerisben Bierbrauern, baierisch Bier berausche bloß
zringe bestimmt böses Blut, bereite bei bummelnden Bürgern breite
häuche, befriedige blos blöde beschränlle Bierbanlbrüder, befördere
ald blühenden Blödsinn, breche bald bedauerlichem, bodenlos bos⸗

Ausfand.

London, 2. Dez. „Daily Telegroaph“ meldet angeblich
„aus sicherster Quelle“, die Regierung habe vollgültige Beweise in
händen, daß die Pforte wieder ihe altes Doppel-Spiel treibe, in
dem dieselbe zu gleicher Zeit, als sie dem englischen Gesandten Sir
Layard die bindendsten Versprechungen für die Einführung von Re—
jsormen in Kleinafien gab, mit Rußland paktirte. In dem zwischen
dem russischen Gesandten Fürst Lobanoff und Said Pascha abge⸗
schlossenen Vertrage sind verschiedene Punlte genau festgestellt, die,
falls fie von der Pforte verlangt werden, zu einem Schutze und
Trutzbündniß zwischen Rußland und der Törkei führen und sei es
auch gegen garz Europa. Der Cjar sowohl wie der Sultan sollen
den Vernag bereits unterzeichnet haben.

Petersburg, 2. Dez. Die Nachrichten der auewär⸗
tigen Presse über die Ernennung des Domänenministers Walujeff
zum auswärttigen Minister lan Gortschatoff's Sielle] entbehren der
Begründung; in Regierungskreisen ist nicht das Geringste davon zu
hören. Fürst Gorischatoff hat bisher nicht um seine Eniassung
nachgefucht; sollte er es thun, so scheint geh. Rath Giers, der das
auswurtige Ministerium waͤhrend des größten Theiles des Jahres
thauschlich leitet, als Nochtolger zur Hand zu sein.

Moskau, B. Dez. Gesiern Vormittag 11 Uhr fand aus
Anlaß der Antunft des Kaisers eine Auffahrt zum Kremu⸗Palast
statt. Vor dem Erschemen des Kaisers verlas der Adelsmarschail
die Nachricht von der vorgestrigen schrecklichen Katastroph⸗. Alle
Anwesende waren zuerst we betäubt, alsdaun brach allgemeiner
Jubel und lautis Hurtahrufen aus. Der Kaiser erschien im Georgs
Saal nach 12 Uhr, nahm von der Stadtgemeinde Brod und'Salz
entgegen, und hielt dann folgende Ansprache: „Ich freue mich,
meine Herren, Sie weeder zu sehen. Ich gedenke der treuen An⸗
bänglchkeit, de Sie mir anläßlch des iraurigen Ereignisses vom
2. April kewiesin. Deeselten Gesühle wurden mir aus allen
Begenden Ruflands ancelündigt. Sie werden schon don dem gestrigen
Ereignisse gehört haben. Gott rettete mich, sowie alle die, wesche
mit mir nach Moskau fuhren. Um Rußland besorgt, seße ich mein
Vertrauen auf die Vorsehung; doch muß der aufrührerische Geist
auegerottet werden. Ich wende mich an Sie und alle wohlgesinnten
deute behufs Vertilgung des Uebels, welches schon Wurzel gefoß!
hat. Ich wende mich an die Eltern; führt Euere Kinder auf den

Beg der Wahrheit und des Guten, um keine Bösewichte, sondern
aützliche Maͤnnet, wahre Burger Rußlands heran zu ziehen.“ Diese
Woctle wurden mit Jubelrufen aufgenommen.
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        haftem borstigem Befriebigungs-Begehren bornirter betrunlener Bau⸗

ernbursche bedentlich Bahn. Bethörte Bachus⸗Bräüder: Begeisterte

barocke Behauptungen beseligen bisweilen; bleibt beständig bei bach⸗
ant schem Becherblinken; bis beglaubigte beizubringende Beweise
besseres bezeugen, bleibt bescheidenes Bürgerblut billigerweise bei
baierischem Bier. Basta!

F Ueber die neue Eisenbahnlinie Metz-⸗Rastatt wird der

Koöoln. Ztg.“ von Metz aus unterm 29. November geschrieben:

Von der für Elsaß Lothringen aufzunehmenden 49 prozentigen An⸗

leihe, welche als Gesetzentwurf dem Bundesrath bereits vorgelegt

ist, wird eine Summe von 10 Mill. Mark für Eisenbahnzwecke
verwandt werden. Es soll eine neue Verbindung von hier nach
dem Rhein ausgeführt werden; dies würde die Linie Metz Rastatt
sein. Die Strecke von Mörchngen (Morhange) bis Saaralben iss
schon im Bau begriffen; sie schließt sich an die Linie Metz-Remilly⸗

Mörchingen an. Von Saaralben erfolgt die Weitersührung durch

das Eichel-und Moderthal Ingweiler nach Hagenau. Für die schon

in Augriff genommene Strecke von Buchsweiler nach Hagenau ist
bom Landesausschuß eine erste Rale von 250,000 Mart bewilligt;
auch ist im letzten Landesausschußß die Weiterführung der Linie

Buchs weiler Hagenau nach Röschwoog bereits erörtert worden und

würde hier dieselbe an die große direkte Route Straßburqg⸗Lauter⸗
hutg⸗ Mainz anschließen. Bei Beinheim, oberhalb Selz, würde als⸗
dann die Linie nach Rastati abzweigen im Anschluß an eine von
badischer Seite bis an den Rhein zu führende Bahn. Der Nhein
würde auf einer festen Brücke zu übecschreiten sein und wird das
Reich voraussichtlich an den Kosten für diese Bahn sich betheiligen,
da durch die Herstellung einer direkten Verbindung zwischen Metz
und Rastatt außer den elsaß⸗lothringischen Landesinteressen in mancher
Hinsicht auch militärische Interessen berührt werden.

7 Colmacr, 28. Novb. Lin gräßlicher Raubmord wurde
am Dienstag auf der Straße zwischen Kaysersberg und Urbeis ver⸗
übt. Ein Butterhändler, aus einem französischen Grenzort, wurde
bei seinem Heimweg auf offener Straße anzefallen. Er fohrte steis
einen großen Hund bei sich. Beide waren erschlagen, jedoch scheinen
sie ihr Leben wacker vertheidigt zu haben, denn einen der Angrefer
jand man, vom Hunde todt gebissen, neben seinem Opfer liegen.
Die an dem Wagen befestigte eiserne Geldcassete war erbrochen und
ihres Inhalis beraubt. Der auf dem Platz gebliebent Angreifer
loll ein italienischer Arbeiter sein.

F Ein Mallee aus Mainz ist darchgebrannt. Anfänglich
wurde die von demselben unterschlazene Summe auf 5000 Mart
angegeben; nach und nach meldeten sich aber immer mehr Leute,
welche der Durchgänger um bedeulende Sammen betrogen, so daß
jetzt über 60,000 Mack daraus geworden sind. Der Verlust be⸗
rifff mehrere Mainzer Firmen und Familien sehe stark.

F Zwischen Niederhausen und Münster a. St.

Stationen der Rhein⸗Nahe⸗Baha, stießen vorgestern Abend nach 5
Uhr zwei Güterzüge auf offener Strecke zusaumen. Wie man ung
mittheilt wurde von Zugbegleitangspersonal nur ein Beemser schwer
beschädigt, dogegen 8 Güterwagen, worunter ein mit Vieh beladener
MWagen total zertrümmert. Fünf Ochsen mußten sojort geschiachret
werden, während 3 Stück vodt unter den Wagentrümmern gerunden
wurden. Ueberfahren einer angeordneten Kreuzung soll die Shhuld
an diesem Unfalle tragen.
7 Wahrend bisher fast in jedem deutschen Staate eine andere
Normalzeit für die Eisenbahnen maßgebend war (m einzelnen S!a uen
wie z. B. in Bayern sogar zwei), beadsichtigt man jetzt eine Nor
malzest für ganz Deutjchland einzuführen und zwar soll die Leip⸗
ziger Zeit als die maßgebende betrachtet werden. Leipzig liegt, wie
ausgesührt wird, so ziemlich in der Mitte der nocddeutschen Ost⸗
westlinien, namentlich wenn man berücksichtigt, daß das westliche
Deuischland weit mehr Eisenbahnen hat, als das östliche, und dürfte
auch, wie man weiter hervorhebt, als Sitz des obersten deutschen
Gerichtshofes ein besonderes Anrecht darauf haben, die Normalzeit
füt den großen nationalen Verlehr zu bestimmen. Nach der Leip⸗
ziger Zeit würden die Stationsuhren in ganz Bayern nur um 8
Minuten, in ganz Württembetg nur um 13 Minuten u. s. w.
borzustellen sein. Für einzelne preußische Siädte ist die Differenz
allerdings erheblich und beträgt z. B. für Aachen — 25 Minuten,
für Königsberg -5- 32 Minuten. Berlin hat gegen Leipzig noch
.4 Minuten.

p Aus Braunschweigschreibt man, daß die Braun⸗
schweiger Kohlenwerke zur Zeit kaum im Stande sind, der Nach—
icage nach Kohlen zu genügen und daß in Folge davon die Ver⸗
waltung 70 Bergleute für dauernde Beschäftigung neu einstellte.
Seit dem Bestehen der Werke ist, so lautet der Bericht, ein Auf⸗
schwung wie der gegenwärtige nicht zu verzeichnen gewesen.

7 Ein Narpfen, wie selten einer gesehen worden, ttaf
nach der ‚Vossischen Zeitugg“ am Freitag als Geschenk für einen
in der Wallstraße in Berlhin wohnenden Kaufmann aus Allen⸗
stein in Ostpreußen hier ein. Der Fisch hatte das stattliche Ge⸗
wicht von 2214 Pfd., wac 97 cm. lang, 29 em. breit und 21
an, hoch; sein Kopf wog, ohne jedes Fleisch und ganz kurz abge⸗

Initten, 8 Pfd. 19 Loth. Der Fisch war nach einer Reise von
24 Stunden, in einer Kiste und in Heu verpackt, lebend hier an⸗
zelangt, ein in Spiritus getränktes Stück Beod im Maul.

FChemnitz. 2. Dez. Wie das „Chemnitzer Tageblatt“
meldet, sind gestern Abend im zweiten Zwickauer Brückenberqschachte
Belegmannschaften durch schlagende Wener verunglückt. Man be—
iucchtet 70 bis 80 Todte. Die Rettungsarbeiten sind in vollem Gange.

Z3wickau, 3. Dez. Bei dem Unglück im Brückenberg—
schacht blieben 90 Todte, davon wurden 86 in ein eigens errichtetes
Schuppengebäude aufgenommen. Der Anblick war grauenhaft. Die
Ursache der Entzürdung ist unermittelt. Viele Fliehende wurden
durch das nachziehende Wetter getödte!“, mehrere sich Niederwerfende
dadurch, daß das Weiter über sie hinzog, getödten; ihre Füße
waren erfroren.

F Dem 12jährigen Violin⸗-Virtuosen Mauricio Dengremont
wiurde vom Herzoz von Meiningen anläßlich eines gegebenen Cont⸗
certes die goldene Medaille am grünen Bande zu kragen verliehen.

F (Em Zahnauszieher von Antswegen) Aus Buxtehude
wird berichtet: Ein Mensch besuchte verschiedene Lehrer in hiesiger
Begend und gab an, er sei vom k. Confistorium beauftragt, die
Zähne der Lehrer nachzusehen und wenn er schadhafte Zähne fände,
dieselben auszuziehen, weil schadhafte Zähne ein deutliches Sprechen
und schönes Singen verhindern. Bei den meisten Lehrern fand er
schadhafle Zähne und zoz dieselben aus, wofür die Lehrer ihn tüh⸗
tig bezahlen mußten.

Die Hundert-Mark⸗Noten der Weimarischen Bank verlieren
am 31. Dezember d. J. ihre Gülligkeit.

7 Folaende Episode aus der Schlacht bei Loigny am 2.
Dezember 1870 wird der „A. A.Z.“ mitgetheilt: Heunt is'«
ganz was anders als gestert, Herr Hauptmanu! — Dös is nix,.
wenn mer o Leut spare muß, wie 'n Zucker in 'a sKtaffee!“ So
prach am 2. Dezember, dem harten Tage von Loiguy, ein Soldat
der 9. Compagnie des Infantere⸗Leibregiments zu seinem Haupt⸗
mann mit Bezug auf den vorangegangenen Tag, an welchem die,
chwache Compagnie zwischen Nonneville und Villepion einen sehr
chwierigen Staad bedeutend zahlreicheren Kräften gegenüter haite.
Heute war es nun freilich ganz eiwas anderes, denn das ganzt
Acmeecorps stand kampfbereit versammelt. Jeder Augendlick konnte
den Befehl zum Vorgehen bringen und der Haupimann nahm aus
obiger Anrede geeignet Veranlassang, seitke brave Mannschaft
nochmals zu kreäftigem Decaufgehen und maäthigem Ausharren
ju ermahagen und hatte kaum seine kurze Ermunterung etwa
nit den Worten geschlossen: Haltet Euch so brad wie
gestern, heute ist mein Geburistag und ein schöneres Geschenk könn⸗
set Ihr mir nicht machen“, als auch schon der Befehl zum Vor⸗
ücken kam. Nach emer halben Stunde befand sich die Kompanie
auf dem aäußersten rechten Flügel, vorwärts Villepréödost, im heftig⸗
tten Feuergefecht und hatte in kurzer Zeit nicht unwejentliche Ver⸗
uste. Wahrend des sprungweisen Vorgehens war es nun, daß der
)auptmaun auf dem linken Flügel der Pränklerkelte plötzlich zwei
einer Soldaten gewahrte, welche flügellahmen Rebhühnern nach⸗
ugten; einer derselben ließ bald von der vergeblichen Jagd ab,

der audere abet lief aus Leibeskcäften weit über die Line hinaus,
dabei den Helm in der rechten Hand haltend; mit einem Male fällt
er ganz plait zu Boden, in eine große Wolke einer neben ihm em⸗
chlagenden Granate gehüllt; kräftiges Halloh schallt zum Hauptmann
serüber. Die Kompagnie blieb im Vorgehen; da hört der Haupt⸗
naun sich anrufen: „Herr Hauptmann, Hettr Hauptmann!“ „„Was
zidts ?57 und fich umwendend sieht er den todtgeglaubten Redhuhn⸗
änger, den Gemeinen Andreas Lehmann aus Worih bei Gecmers⸗
jeim hinter sich, der ihm ein Rebbuhn mit den Worten enltgegen—
tredt: „Herr Hauptmann, da hab' ich Ihne e Rüdhühnle g'fange
ju Ihne Ihr'm Geburtstug!“ „„Dante schön, ober jetzt kann ich's
aicht brauchen; wenn wir heute Abend noch leben, wollen wir's
niteinander essin““, war die von einem Häudedruck begleitete Ant⸗
vort. Das Geschick erwies sit beiden günstig, deide erlebsen den
Abend, die Kohgelegenheit fand sich jedoch erst am nächsten Abend
zu Trogny. Lehmann erlag an 19. Dezember 1870 seiner am
3. Dezember in der Schlacht bei Beaugency erlittenen Verwundung.

F Madrid, 2. Dei. Die Stiergefechte haden gestern
Mittags begonnen und bis 4 Uhr Nachmittags gedauert. Der Köe
nig und die Königin, Erzherzogin Elisabeih, die Königin Isabella
uind drei Prinzessinaen wurden bei ihrer Ankunft vom Publilum
illlamirt. Die Königin und die Prinzessinnen trugen, wie alle
damen von Distinktion, weiße Matillen. Die Arena war über⸗
üllt; 15,000 Personen hatten darin Platz genommen. Auf ein
Zeichen der Köaigin nahm das Stiergefecht seinen Anfang. Ed
vurden sechs Stiere losgelassen. Das Pablikum folgte dem Schau⸗
piele mit lebhafter Spannung und unter häufigen Zurusen. Meh—
rere Pferde wurden von den Stieren çetödtet. Ein Stier, welchet
zie Barriete überschrilten hatte, erfaßte einen Gendarn und schleu⸗
herle denselben in die Luft. Das ab⸗ und zusteömende Pudlikum
und die unzähligen Equipagen boten ebenso wie das Gesammtbild
a der Arena ein großatiiges (1) Schauspiel.
        <pb n="667" />
        fFoggia, 26. Nov. Ein schredliches Unglück hat unsere
Stadt in Auftegung verseht. Gestern ÄAbends 7 ühr stürzten plötz—
lich zwei Gewölbe der Maierei des Herrn Barone kin und begruben
82 Arbeiter. Odsgleich sofort zahlrelche Arbeitskräfse sich einfanden,
welche mit Anstrengung aller Krafte die Verschütteten ausgruben,
— zwanzig ats Leichen; drei
sind schwer verwundet, die übrigen neun jedoch unverletzt aus den
Trümmern herausgezogen worden. Der Stadtrath ließ sofort zu
Bunsten der binterlassenen Familien eine Kollekte anstellen.

F Eine furchterliche Leidensgeschichte zur See wird in ameri—
lanischen Blattern erzähit. Der spanische Dampfer Enrique“ lan⸗
dete in New⸗Orleans am 2. November pwei Seeleuie,
Gustav Michel, ein Deutscher, und Antonio Diaz, die einzigen
leberlebenden der amerikanischen Brigantine „Sally“, welche im
Golf von Mexilo verunglückte. Am 27. Ociober schlug die „Sally“
während eines heftigen Sturmeg um. Alle Anstrengungen, der
Mannschaft, das Fahtzeug wieder aufzurichten, mißlangen. Der
Steward wurde durch einen fallenden Mast getödtet.Der Kapi⸗
jän. der Steuermann und drei Matrosen flüchteten in das Lang⸗
doot, das aber in der Brandung umschlug und die Insassen er⸗
ranlen. Die zwei Männer, Diaz und Michel, waren an Bord
gelassen worden, da sie keine Aufnahme in dem Boole finden koun⸗
nen.“Fünf Tage brachten sie auf dem Wrad zu, wo eine Katze
der einzige Gejährte ihres Elends war. Sie utlen fürchterlich
durch Hanger und Durst und waren schließlich gezwungen, die Katze
zu tödten, mit deren Blut sie ihren Duist für eine Zeit lang still
sen. Am fünsten Tage verfiel Michel in ein Delirium, aber im
Laufe des Abends, als die Unglücklichen eben daran dachten, ihrem
Eleude durch Ertrinken ein Ende zu setzen, kam der „Enrique“ in
—A

TIm Staat O hio beginnt von Neuem die Weiber⸗Tempe⸗

renzletei. Bereits haben im Städlichen Fredericktown fanatische
Weiber einen neuen Kreuzzug gegen die Salbons (Gastwirthschaften)
unternommen, wobei sie sich grobe Gewaltthätegleiten zu Schulden
lommen ließen. Eine Korrespondenz liefer! die solgende Schilder⸗
ung des Herganges: Heute Morgen wurde die Glocke der Baptisten⸗
kicche geläutet, und im Nu hatten sich fünfzehn mit Handbeilen
bewaffnete Frauen versammelt. Sie zozen sofort nach Kelley's
Saloon. Der Wirth hatte rasch den Saloon geschlossen und hielt
ch in ficherer Entsernung. Ohne sich auch nuͤr einen Augendlick
zu befinnen, zertrünmerte der weibliche Pobel mit den Be—en die
FFenster. Die Thür gab den Schlägen nach, und herein stürzten
die fanitischen Weiber, schlugen die Böden der Fässer ein und lie⸗
tzen die Geträake auf den Boden laufen. Alle Flaschen wurden
zerirummert und ausgeleert, in zehn Minuten war das Werk der
Zerstörung vollendet. Sogar der Schanklisch wurde zerhackt, die
Biersäfser zerschlagen und Alles, was nicht niet⸗ und nagelfest war,
ruinirt. Von hier begaben sich die Weiber nach dem gegenüber⸗
liegenden Salon O'Connor's. Derselbe war geschlossen und der
Wirth stand vor der Thür. Sie forderten ihn auf, die Getränke
herauszubringen, widrigenfalls sie den ganzen Saloon zerstören
würden. O'Connor sagte nein, willigte aber ein, seinen Votrath
nach dem Depot zu fahren, wenn sie ihn ruhig ziehen lassen wollten,
Dies wurde zugestanden. O'Connor ließ darauf zwei Fässer Whisky
fortjahren und versicherte, Dies sei sein ganzer Vorrath. Danit
waren die Weiber jedoch nicht zufrieden. Sie drangen in den
Saloon und zertrümmerten alle Flaschen und Krüge, die sie vor⸗
janden. Darauf begaben sie sich nach dem Gasthose von Hoosad
u. Co. und nach Wells' Backerei, wo Bier verkauft wird, und
drohten den Eigenthämern, daß sie Alles zertrümmern würden,
wenn sie das Getränke nicht aus der Stadt schaffen würden. Die
Besitzer des Gasthauses erklärten, daß sie ihr Eigenthum auf jede
Gefahr hin vertheidigen würden, und Killey hat Haftbefehle gegen
die Weiber ausgewirlt. Die Aufregung ist groß und das Eñde
noch aicht abzusehen.

F Bei St. Charles, Missiouri, ist eine erst im Jahre
1871 vollendete, 2178 Fuß lange Eisenbahnbruücke, an deren Solidät
man bereits früher gezweijelt, eingestürzt, während ein Viehzug über
sie hinwegdampfte. Vier Viehtreiber und ein Bremser kamen dabei
ums Leben.
Gemeinnütziges.

—X
auf Leder, mittels dessen man Stiefel mehrere Jahre lang sehr gut
lacciren dann, erhält mon auf diese Weise, daß man zu 3 Pjund
dochendem Flaßwasser unter beständigem Umrühren nach einander
a Pfuud weißes Wachs, 2 Lotih durchsichtigen Leim, 4 Loth Se⸗
aegalgummi, 3 Loth weiße Seife und 4 Loth braunen Candis zusetzi
und zwar sa, daß das Wosser dabei nicht aus dem Kochen kommi.
Zuletzu gießt man noch 8 Loth Weingeist hinein, und nachdem das
Ganze abgekühlt ist, 6 Voth feingestoßene Franlfsurter Schwärze.
Hiittels eines weichen Pinsels wird der Lack in einer dünnen
Schicht aufgetragen und nachdem er aufgelrocknet, mit, einem flachen,
sehr feinen Bimsstein sanft abgerieben und hierquf mit einer straffen
Bürste stark gebürstet.

Verloosungen.

Karllsruhe, 20. Nov. Bei ver heutigen Ziehung der
Badischen 85 fl. Loose wurden folgende Sersen gezogen: 549 820
947 1038 1100 1138 1378 1632 1636 1845 1859 1877
1981 3024 33909 3625 3627 83891 4113 4474 4688 5084
5128 5200 5249 5417 5428 5590 5592 5636 5882 5894
3194 6493 6663 7222 7732 7769 7764 7935.

Dienstesnachrichten.

Adolf Georgii, k. Studienlehrer in Blieskastel, wurde zum Siudienlehrer
an der Lateinschule zu Neustadt a. H. ernannt.

Der Studienlehrer Wollenweber von Dürkheim wurde zum Subrektor
der Lateinschule zu Kusel ernannt.

Der Forstmeister K. L. Fries in Speyer wurde in den erbetenen blei⸗
benden Ruhestand versetzt und demselben in Anerkennung seiner langjährigen
treuen und eifrigen Dienstleistung Titel und Rang eines Forstrathes ver⸗
liehen; der Oberförster J. Fromm in Trippstadt auf Anfuchen zum Forst⸗
neister bei der Regierungsfinantkammer der Rfalz befördert.
X
Marktberichte.

Zweibrücken, 4 Dezember. (xFruchtmittelpreis und Victualienn arkt.)
Weizen 11 M. 21 Pf. Korn 9 M. 38 pf. Gerste zweireihige 8 M. 25 Pf.
oierreihige d M. — Pf., Spelz 6 M. 52 Pf. Spelztern — M. — Pf.
Dinkel — M. — Pf. Mischfrucht oo M. 91 Pf., Hafer 6 M. 56 Pf
Erbsen — M. — Pf., Wicken 5 M. 29 ppf. Kartoffeln 2 M. 80 Pf.,
deu 8 M. 20 Pf., Stroh 8 M. — pf., Weißbrod 10/3 Kilogr. 56 Pf.
dornbrod 3 Kilogr. 82 Pf., 2 Kilogr. 55 Pf.1 Kilogr. 23 Pf. Gemischt⸗
brod 8 Kilogr. 97 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 pfy Rindfleisch J. Qual.
80 Pf. II. Qual. 54 Pf. Kalbfleisch 40 Pf. Hammelfleisch 60 Pf., Schweinefleisch
b6 Pf., Butter / Kiloar. I M. — Pf., Wein J Liter 80 Pf. Bier 1 Liter 24 Pf.

Homburg, 3. Dezember. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weigen
—
30 Pf., Gerste 2reihige d M. — Pf. Grste Kreihige O M. — Pf. gafer
6 M. 43 Pf., Mischfrucht oO M. 46 Pf., Erbsen 0 M. — Ph, Wicken
9 M. — Pf., Bohnen — M. — ppf., Kleefamen — M. — pPf., Korn⸗
brod 6 Pfund 78 Pf., Gemischtbrode6 Pfund — Pf., Ochsenfleisch — Pf.
KRin dfleisch 440 Pf., Kalbfleisch 86 Pf. Hammelileisch — Pf., Schweinesleijch
44 Pf., Butter 1 Pfund 1N. — Pf., Kartoffeln per Ctr. 8 M. — Pf.

Fr die Redaction veramworttich: F. xD4. —
Der Better vom Mhein, ein neuer Kalender aus La
ist jsür 30 Pf. bei den Kalenderhändleen zu haben.
„Ganz neu im Verhältniß zu andern Kalendern ist der Veiler
vom Rhein“. Der Inhalt des 2. Jahrganzs ist weit mannigfal⸗
tiger als der seines Vorgaängers ꝛe. Neues Tagblatt. Stuttgart.«

——— — XF
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nes Wohnhaus mit Hof
und Garten neben Peter
Leininger.
St. Ingbert, 80. Nod. 1879.
Sauer, t. Notar.
Danksagung.

Die vielfachen Beweise war⸗
mer Theilvnahme an dem uns
mit dem Hinscheiden unserer ge⸗
lieblen Julie betroffenen her⸗
ben Verluste, welche uns in der
— uotz großer Kalte — so
zahlreichen Begleitung der Leiche
zur letzten Ruhestaͤtte und auf
andere Weise bethätigt worden,
haben uns tief gerührt und zum
wärmsten Dank verpflichtet, den
wir hiermit Allen, die es angeht,
öffentlich aussprechen.

Unsern besondern herzlichen
Dank noch den geehrten Herren
Sängern, deren erhebender Grat⸗
gesang uns so wohlthuend er⸗
griffen hat!

Allen wiederholt unseren in⸗
nigsten Dank mit der Bitte, der
nun in Coit ruhenden ein gu
kes Andenken bewahren zu wollen.

Sit. Ingbett 4. Dez. 1879.

Die trauernden Familien

Custer und Uhl.

Wichtige Anzeige.

Die florentinischen elek⸗
trischen Haarbürsten gegen
rheumatisches Kopfweh ꝛtc. ꝛc.
sind zu haben bei

Joh. Weirich.

Der Unterzeichnete
empfiehlt sein Lager in
Geschäftsbüchern
aus der bekannten Fabrik von

Kene⸗ und Ebhardt

dannover.
Franz Woll.

Reichenhaller
Kirchenbau⸗Lotterie.
200,000 Loose.
Geldgewinuste 185,000 Mark.
Ziehung am 80. Decemb. 1879
Treffer 60,000 M., 25,000 M.,
id oo Vi, 5000 M. u. s. w.

sooste à. 2 M.
zu beziehen durch die General⸗
Agentur
Carl Lang-
Bankgeschaft in München
und
ranz Woll in St. Inabert

Toiletten⸗
Spiegel
in 15 Groͤßen bei
Joh. Weirich.
⸗ *
Spielwaaren,
Beschäfts, Gesang, Ge⸗
bet Schul⸗ und Bilder⸗
hücher, sämmiliche Schreib⸗
materialien, überhaupt olle
in dieses Fach einschlagende Ar⸗
iilel, zu den äußerst billigsten

Preisen.
Jakob Friedrich.

Bad⸗Kiffsinger Kirchen—
Lotterie.
dauptgewinne: AM. 45,000. —
wal 12,000 M. ⁊c. ꝛc. Zu—
ammen 11.,800 Geldgewinne im
Besfammibetrage von 230.,000

Mark.

reis des Looses 2 Mk.
Jiehung am 24. Febrnat 1880
die Loose find nicht in Serien
wibgetheilt, sondern tragen fort⸗
saufende Nummern.

Die Genseral Agentur:
J. &amp; 8. Schuler, Zweibrücken.
—7 Aallerorts werden so⸗
lide Agenten gesucht.
Obige Loose sind in St.
Jnabert zu haden bei den
derren Franz Woll und
J. Fried 63.

Gegen Hals-&amp;
Zrustleiden
ind die Stollwere kꝰschen
dJonig-Be- Mol--Bonbons,
Tummi-Bonbons, à Paquet
D Te. vovie Siollwerck scho
Zrust-Bonbons, à Paquet 50
Ig e empfehlenswerthesten

tgusmittel.

Auf Grumd der thatsaͤchlich er⸗l
zielten Heilerfolge kann das bereits in
110. Aufl. erschienene reichiunstrirte Buch:
For. mirns Raturheilmethode
üreis 1 Mark,“) allen Kranken anuf's
Warmsfie zur Anschaffung empfoblen
werden. In diesem 344 Seiten starken
Werke findet ein Jeder, gleichviel an
welcher Krankheit leidend. sauseudfad
bewahrte, leicht zu besolgende Ratv⸗
schlãge, die, wie zahllose Dankschreiben

Heisen, oft selbst — —
2BSilfe — Seilung brachten
ceera Verlags · Austost, Leip⸗
, sendet auf Wunsch
inen 106 Seit. stark.
*uazug vorber
rot 22*

Vorräthig in allen X
Dem Nicolaus R.....
ju seinem heutigen Nawenstag
in dreifach donnerndes Hoch, daß
hin der Pinsel wachelt. Von sei⸗
gen Fteunden aus dem A. B. V.
Weinkarten
auf Carton sind fiets vorräthig
in der Buchdruckerei von
F. J. ILenkK.

Mit 20 Mark Anzahlung
und monatlichen Theilzahlungen à 8 Mark
* ich au solide Leute das bekannte großartige Pracht
werlt:

—
*
8
t
*
—

*
Pierer's
* —BR
Conversations-Lericon
188 Bände elegant gebunden, Preis 126 Mark, ganz neu
Sicomplet auf einmal ab.

Dieses nach den Urtheilen der Presse und hervorragender
Männer der Wissenschaft beste Werk seiner Art ist soeben voll⸗
tändig geworden und bin ich so fest von der außerordentlichen Zu⸗
riedenheit der Empfänger überzeugt, daß ich mich hierdurch ver—
aflichte, das Werk innerhalb 8 Tagen nach Empfang gegen Erstat—
ung der Frachtauslagen zurückzunehmen, Folls Jemand glaubt,
Ausstellungen machen zu lönnen.

Die Zusendung der 18 Vände erfolgt direct per Frachtgut.
Noch nie dürfte ein solches Werthobject unter so günstigen Be⸗
dingungen abgegeben worden fein.

Eugen Mahlo, Buchhandlung in Berlin.
Markarafensir. 68.

Nach der kaiserl. Berordnung vom 43. Januar 1875 ist der Verkauf de—
ächten Bernhardiner Magenbitter Jedermann gestattet.
Pramirt Pornhardinor Wien 1873.
Alpenkräuter Magenbitter
(Bernhard's Alpenkräfäuter-Liqueur.)
Dieser 8
ro chfei⸗ 88
ae, nach 53
einem 137
alten
tloster⸗ 12
recept 38
rabrizir⸗ 28
e Krau⸗ 3
ler⸗Ma⸗ 5.
zenbitter —
wurde *8
von den 2*
bekannt 3
Autoritäten den Herren Universitätsprofessoren Dr. L. A.*F
Buchner, Dr. Kayser, Dr. Witistein, sowie von vielen be⸗
ruhmten Aerzten wie Dr. Joh. B. Kranz, Dr. Schöner in
Muͤnchen ꝛc. als das beste Hausmittel und wirk—
samste Stomachicum bezeichnet. — Seine vorzüglichen
Wirkungen bei Magenbeschwerden aller Art, Ma—
genkatarrh, Verdauungsschwäche, die gewöhnlich
in Folge schlechter Zähne bei mangelhaftem Verkauen der
Speisen entsteht, Blaähungen, Haͤmorrhoiden, Eckel
vor Fleischfpeisen, Kraͤmpfen, e egen
Leber⸗ und Nierenleiden, Affectionen des Her—⸗
WDyoßQ/ Bleichsucht, weißer Flusß, Wurmleiden,
Wechselfieber ꝛc. ꝛc., find durch eine große Anzahl
Dank⸗ und Anerkennungsschreiben von Aerzten und Laien
seit einer Reihe von Jahren glänzend bestätigt. Dieser
Magenbitter wird pur, oder 1 Eßlöffel voll als Zusatz zu
Wasser, Wein ⁊c. getrunken, gibt mit Sodawasser oder
Zuderwasser eine ãußerst gesunde Bitterlimonade, die Ka⸗
karrh⸗Verschleimuug und Katzenjammer sofort be⸗
seitigt, ist in allen Formen ein die Gesundheit för⸗
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der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöcentlich mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags 'mit illustrirter Bei⸗

lage) erscheint wöchentlich piermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementsvpreis beträgt viertellährlich

AA 40 2 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 A 60 —, einschließlich 40 Zustellgebüuhr. Anzeigen werden mit 10 8, von Auswärts
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 80 pro Zeile berechnet.
A 194.

Eonntag, den 7. Dezember
—
Deutsches Reich.

München, 5. Dez. Die Abgeordneten-Kammer nahm
heute einstimmig einen von den Abgeordneten Stauffenberg, Jörg
und Marquardsen unterzeichneten Antrag an, wornach die Steuer—
eform⸗ Gesetzentwürfe einem aus 21 Mitaliedern bestehenden Aus⸗
schusse zu überweisen seien und wornach demselben auch die Befugniß
eingeräumt wird, seine Geschäftsordnung selbsl festzustellen.

Berlin, 3. Dez. Das Eisenbahuprogramm der preußischen Re⸗
zierung ist um ein großes Stück seiner Ausführung näher gerückt.
Die zestern zu Köln flattgehabte außeroidentliche Generalversamm⸗
lung der Actionäre der Rheinischen Eisenbahn hat die Direction
der Gesellschaft beauftragt, mit der Regierung in Verhandlungen
wegrn Ueberlassung dieser Bahn an den Staat auf der Basis einer
310 proj. Rente für die Actien zu treten. Die Regierung hal sich
zeeilt, ihre erste Offerte, welche auf 6 Prozent Rente lautete, zu
erhöhen, um die Zustimmung der Actionäre zu gewinnen. Eines
der größten Komplexe der Privatbahnen scheidet damit aus der
Reihe der jelbstständigen Unternehmungen aus und es unlserliegt
aum einem Zweifel, daß auch noch die anderen bereits auf die
diste der anzukaufenden Bahnen gesetzten Linien demselben Schicksal
perfallen werden.

Kafsel, 3. Dez. Nach der Kasseler „Tagespost“ foll die
Belassung der Direction der Main-Weser-Bahn in Cassel, sowie
zleichzeitig die Errichtung einer Central ⸗Eisenbahn⸗Direction in
Frantfurt a. M. an maßgebender Stelle beschlossen sein.

nacher in Sanddorf wegen Meineids. Vertreter der k. Staatsbehörde: Staais⸗
inwalt Dr. Krell, Vertheidiger: Rechtsanwali Gebhart. 8. Mittwoch, 10. Dez.,
VBormittags 8!/5 Uhr. Verhandlung gegen Caspar Gerst, 20 Jahre alt, aus
ryon le iger Schuster, in Pirmasens wohnhaft, wegen Nothzucht. Vertreter der
.Staatsbehörde: Staatsanwalt Vetri, Vertheidiger, Rechtskandidat Engelhoru.
. Tonnerstag, 11. Dez., Vormittags 8/2 Uhr: Verhandlung gegen Franz
zchmitt, 29 Jahre alt, lediger Ackerer von Riedselz im Unterelsaß wegen Mein⸗
ids. Bertreter der k. Staatsbehörde: Staatsanwalt Petri, Vertheidiger
dechtskandidat König. Freitag, 12. Dez., Vormittags 8/2 Uhr: Verhandlung
jegen Heinrich Folz, 19 Jahre alt, Schreiner in Kaiserblautern, wegen Kör⸗
erverletzung mit nachgefolgtem Tode, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung
ind grobem Unfuge. Vertreter der k. Staatsbehörde: Staatsanwalt Kieffer,
Bertheidiger: Rechtscandidat Meyer. 6. Samstag, 13. Dec., Vormittags
32/3 Uhr und wahrscheinlich den nächsten Tag: Verhandlung gegen Carl
Jithöhn, 30 Jahre alt, Tagner von Stahlberg wegen Brandstiftung und
deberverficherung von Mobilien. Vertreter der k. Staatsbehörde: Siaatsan⸗
valt Petri; Vertheidiger noch nicht bestimmt.
ermischtes.

Neustadti, 2. Dez. Der wohlhabende Bäckermeister von
sier, der beschuldigt war, bei dem letzten Preisschießen einen Listen⸗
ührer so bestochen zu haben, daß ihm die ersten Preise zufallen
nußten, und deshalb als Mitglied der Gesellschaft ausgestoßen
purde, ist heute in Frankenthal freigesprochen, dagegen der betreffende
Zchreiber wegen Fälschung der Listen zu 8 Tagen, und zu den
dosten veruttheilt worden. (Pfälz. Volksztg). 22
—r7Neustadt, 3. Dez. Die psalzischen Gerichtsvollzieher
verden am 7. Dez. Vormittags h'er eine Versammlung halten.

fLandau, 5. Dez. Die seit Wochen schwebende Bür⸗
ermeisterfrage fand gestern Nachmittag durch die Wahl des Herrn
Dr. Eichborn ihren allgemein befriedigenden Abschluß. Als J. Ad⸗
untt wurde Herr Wilheim Weber, als I. Adjunkt Herr Ed. Ferd.
doch und zwar sämmtlich einstimmig gewählt. (Eilb.)

F Die Schiffdrücke bei Mainzz mußte vorgestern in Folge
darken Eisganges abgefahren werden.

4 Würzburg, 2. Dez. Se Moj. der König hat das
Todesurtheil qigen den Raubmörder, Bäckergesellen Holleber von
thüngersheim bestätigt.

p Wie dem „Schweinfurter Tagebl.“ aus sicherer Quelle mit⸗
Jelheilt wird, kommt die kürzlich ausgeschriebene und in der Presse
esprochene 4 Millionen Matk große Ott'sche Erbschaft in Wien
nun nach Ostheim v. Rhön an einen armen Taglöhner.

Die Strafen für Lebensmittel-Verfälschungen werden in
ẽngland stets verschärft. Vor dem Guidhall Polizeigericht ward
in Mann zu 3 Moraten Gefängniß verurtheilt, weil er verdorbenes
Fleisch verlauft hatte.

F Eine russische Auszeichnung. Der Kaiser von
stußland hat angeordnet, daß alle jene Personen, welche zur Haft⸗
ahme des Staatsverbrechers Soldwiew beitrugen, mit einer gol⸗
jenen Medaille ausgeze'schnet werden, welche die Inschrift enthält?
Fuür Rettung“, und an dem Bande des heiligen Wladimir ge⸗
ragen werden kann. — Soldwiew ist bekanntlich der Verbrecher,
)er im Frühjaht d. J. das Attentat auf den Czaren in Peters⸗
zurg zur Ausführung gebracht hat.

Wie außerordentlich die Eiafuhr amerikanischer Ce—
zealien nach Europa im Lause dieses Jahres gestiegen ist, beweisen
jolgende Zahlen.. Die Einfuhr nach England allein hat zugenom⸗
nen; Beim Weizen um 430,0, beim Mehl um 80“0, beim Hofer
im 103 60, bei den Kartoffeln us 12890 und beim Reis um 15300.
undererseitz hat aber aber auch die Einfuhr europäischer Waaren
aach Amerika eine bedeutende Steigerung erfahren. So stieg z. B.
zie Einfuhr von europäischem Eisen, Kupfer, Eisenwaaren, Blei,
Maschinen und Luxusartikeln.

Gemeinnütziges.

Das Graydon'sche Audiphon. Wie aus Cincinnoti berichtet
vird, hat daselost Professor Groydon einen Hör⸗Appaxat oder ein
„Audiphon“ erfunden, der mit andern Vorrichtungen dieses Namens
nichts gemein hat. Das Graydon'sche Audiphon desteht aus einent
lenen Eleltro Mikrophon, an dessen Membron in der Mitte eine
Schnur von beliebiger Lange angebracht ist, die ihrerseits wieder au
in Holistuckchen befestigt ist. Zweck des Apparais ist, sich tauben
hersonen verstäudlich zu machen, seine Functun ist die einfachste
on det Welt. Die von, Gehötlosigleit heimgefuchte Person nimmt

aundrath der Pfalz.

Speier, 3. Dej. (8. Sitzung.) Die Rechnung des Dienst⸗
dotenstiftes wird vorgelegt; die Anstalt verfügt über ein Vermoͤgen
hon 55,089 M. 34 Ppf. Aus dem Referat über die Laleinschulen
Jeben wir Folgendes hervor: Für Kaiserslautern und Landau werden
die Forderungen außerordentlicher Credite zur Anschaffung von Sub⸗
jellien und sonstigen Mobilien in der Höhe des Regierungsantrags
zenehmigt. Ebenso für Landau zur Anstellung eines Assistenten
im noihwendigen Parallelcurs der 1. Ciasse V. 1823. —, für
2 weitere Wochenfstunden des katholischen Religions« Unterrichtes
Mark 150 und für 4 weitere Turnstunden 300 Mark. Bezuüglich
er Uedernahme der Kreislateinschulen zu Kaiserslauteen und Landau
auf Centralfonds beschließt der Landrath im Hinblick auf die Verbe⸗
iche'dung der im Vorjahre ausgesprochenen Biite durch den Aller⸗
Jöchsten Laundraihsabschied vom 20. April 1879 und in Betracht,
oaß der gegenwärtig versammelte Landiag sich mit der Ausstellung
des Staatsbudgets deschäftigt, wiederholt die k. Kreisregierung zu
ersuchen, dieselbe wolle bei Seiner Majestät dem Koͤnige die Ueber⸗
nahme der fraglichen Lateinschulen auf Siaatsfonds angelegenilich
empfehlen, weil dieselben mit vom Staat unterhaltenen k. Gymnasien
derbunden sind und die Erhaltung der großen Zabhl von Latein⸗
schulen das pfaälzische Kreisbudget schon jetzt übermäßig belastet und
durch die wachsenden Ausgaben für Alterszulagen des Lehrerpersonals
immer drückender werden; da uns eine pfälzische Lateinschule sundirt
ist, so ift der Aufwand für die isolirten Lateinschulen derartig hoch,
daß auf 1000 Kopfe in der Pfalz 259 M. aus Kreisfonds füt
Lateinsculen entfallen, während in den 7 jenseitigen Kreisen im
Durchichnitt nur 38 M. aufzubringen sind. Nächste Sitzung morgen
Nachmittug 4 Uhr Tagesordnund: Kreisirrenstalt Klingenmünster.

falzisches Schwurgericht.
IV. Quartal.

Zweibrücken, 83. Dez. Vor die, nächsten Montag, den 8. d. M.
unter⸗ dem des kgl. Oberlandesgerichtsrathes Nöossel beginnende
33 des pfälzischen Schwurgericht pro IV. Quartal 1879 (der ersien nach
Finführung der Reichsjustizgese tze) sind folgende Fälle zur Aburtheilung ver⸗
viesen: 1, Montag 8. Dezember, Vormittags 8/2 Uhr, Verhandlung gegen
1) Georg Gaab, Ziegler, b) Anton Gaab, Dienstknecht, beide von Harthausen,
vohnhaft in Königsbach, e) Jakob Friedrich Anniker, Küfer von Berghausen,
ꝛbenfalls in stönigsbach wohnhaft, wegen vorsätzlicher, in gemeinschaftlicher
Ausführung verübter Beschädigung eines zum öffentlichen Nutzen dienenden
Wegweisers, verübt in der Racht vom 80. auf 31. Januar 1879 an der
Straße zwischen Mußbach und Neustadt und gegen genannten Anniler außerdem
vegen vorsaßlicher Gefaährdung eines Eisenbahntransportes in derselben Nacht
wischen Reustadt und Mußbach. Vertreter der k. Staatsbehörde: Staatsan⸗
valt Dr. Krell. Vertheidiger der sub à und b genannsen: Rechtskandidat Kö⸗
uig, des Anniker: Rechtsanwalt Kieffer. 2. Am selben Tage. Nachmittags
3 Uhr und den folgenden Tag: Verhandlung gegen Friedrich Panther, Sieb-
        <pb n="670" />
        daz Holstüdchen zwischen die Zähne und Derjenige, der sich mit ihr
unterhalien will, spricht durch das Electro⸗Milrophon, indem er
darauf achtet, daß die Schnur gespannt bleibt. Dadurch hoͤrt nach
der Theorie des Erfinders Derjenige, der mit den Ohren nicht zu
hören vermag, mit den Zähnen, in dem Sinne nämlich, daß der
Ton durch die Zahn Nerven und Gesichtsknochen dem Gehör⸗ Nerd
und durch diesen dem Gehirn mitgetheilt wird. Ist der Gehör⸗
Nerd selbst getähmt, dann kann freilich von einer Wuksamkeit des
Audiphons nicht die Rede sein. Interessante Versuche sind nach
amerikacischen Blättern mit dem Instrumente in der Taubstummen⸗
Anstalt von Cincennati gemacht worden. Ein gänzlich taubes far⸗—
biges Madchen, mit dem der Professor aus einer Entfernung von
25 Fuß sprach, wiederholte angeblich Wort für Wort Alles, was
er ihm sagte. Ein anderes Mädchen, das taubstumm geboren war.
gab durch die ihm geläufige Fiugersprache zu versteben, daß es,
Paͤhrend dec Vrofessor mit ihm spreche, Töne vernehme. Da es
überhaupt zum erstenmale in seinem Leben einen Ton hörtte, konnte
es selbstverständlichüber den Sinn der dernommenen Laute nichts angeben.
Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Demes.

Nasse Strüumpfe — oder wie der Volksmund sagt „nasse
Füßze“ sind nicht selten die Ursache von Schuupfen, Husten, Heiser⸗
keit oder latarrhalischen Affectionen, häufig werden auch Magen und
Nervenleiden dadurch erzeugt.

Maria Benvo von Donat's weltberühmte Brustkaramels
werden in all diesen Fällen entweder roh gegessen oder 5—6 Stück
in heißem Katao⸗Thee oder Milch aufgelöst, aber nur lauwarm ge⸗
lrunlken.

Der ugaglaublich billige Preis von 20 Pfaqa. für einen echten
himmelblauen Karton Kakao⸗Thee und 30 oder 50 Pig. für einen
Original: Karton Brustkaramels muß lobend hervorgehoben werden.
Diie allgemeine Beliebtheit und der rasche stets wagsende Absatz
zaben leichtbegreiflicher Weise vielfache Falschungen, Imitationen und
neidische Konkurrenz bervorgerufen.

Der echte Kakao˖Thee Maria Benno von Donat, dieses billige,

wohlschmeckende und nahrhafte Getränk für Kinder und Erwachsene
oll im Wasser eine halbe Stunde kochen.
Depot in St. Inabert bei Herrn Jean Peters.
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Hpielwerke und Weihnachten.

nzertrennlich, warum 7 hören wir den Leser fragen, weil man die welti⸗
herühmten Spielwerke des Herrn J. H. Heiller in Bern alljaͤhrlich um
viese Zeit angekundigt, und dann auf Tausenden von Weihnachistischen als
Blanzpunkt die kostbarsten Sachen überstrahlend, findet; es ist dieses auch ganz
naturüich, da Herr Heller dieselben in einer Vollkommenheit erzeugt, daß
Jeder, der je eines seiner Werke gehört, von dem Wunsche beseelt wird, eben⸗
alls eines zu besitzen. Was kann der Gatte der Gattin, der Bräutigam der
graut, der Freund dem Freunde Schöneres und Willkommeneres schenlen?
s vergegenwaͤrtigt glücklich verlebte Stunden, ist alleweil munter, lacht und
herzi durch seine bald heitern, erhebt Herz und Gemüth durch seine ernsten
Weisen, verscheucht Traurigkeit und Melancholie, ist der beste Gesellschafler,
der Einsamen treuester Freund, und nun gar den Leidenden, den Kranken, den
in das Haus Gefesselten — mit einem Worte ein Heller' sches Spielwerk
darf und soll in keinem Salon, an keinem Krankenbette, überhaupt in keinem
zuten Hause fehlen.

Fuͤr die Herren Wirt he gibt es leine einfachere und sichere Anziehungs ⸗
traft als solch din Werk, um die Gäste dauernd zu fesseln; die gemachte Ausgabe
hat dieselben, wie uns von mehreren Seiten bestaätigt wird, nicht nur nicht gereut,
ondern sie veranlaßt, größere Werke anzuschaffen, nachdem sie die ersten mit
Ruhen weiter gegeben, darum jenen Herren Wirthen, die noch nicht im
Besitze eines Spielwerkes sind, nicht warm genug anempfohlen werden kann,
sich dieser so sicher erweisenden Zugkraft ohne Zogern zu be⸗
dienen, um so mehr, da bei großeren Betragen nicht alles auf einmal bezahlt
verden muß.

Wir bemerken noch, daß die Wahl der einzelnen Stücke eine fein durch⸗
dachte ist, die neuesten, sowie die beliebtesten aͤltern Opern, Operetien, Tänze
uind Lieder finden sich in den Heller'schen Werken auf das Schönste
dereinigt. Herr Heller hat die Ehre, Lieferant verschiedener Höfe und Hoheiten
zu sein, ist überdieß auf den Ausftellungen preisgekrönt. Kurz, wir können
ur unsere Leser und Leserinnen keinen aufrichtigern Wunsch ausfprechen, als
ich recht bald ein Heller'sches Spielwerl kommen zu lassen, reichhaltige illu⸗
trirte Preislisten werden franco zugesandt.

Wir empfehlen Jedermann auch bel einer kieinen Spieldose, sich direkt
in die Fabrik zu wenden, da vielerorts Werke fuͤr Heller'sche angepriesen
werden, die es nicht sind; jedes seiner Werke und Dosen muß seinen vollen
zedruckten Namen tragen, wenn es aͤcht sein soll. Wer je nach Bern kommt
Frsäume nicht, die Fabrik zu besichtigen, was bereitwillig gestattet wird.
SM
Lrioger⸗

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Die Beerdigung unseres verstotbenen Kameraden
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findet Sonntag Nachmittag halb 8 Uhr stati.
Sammeln im Vereinslocal um halb 2 Uhr.
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pflichte, das Werk innerhalb 8 Tagen nach Empfang gegen Erstat⸗
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Mañ 195. Dienstag, den 8. Dezeuber

Deutsches Reich.

Muüunchen, 8. Dez. In der Samstagssitzung des zweiten
Ausschusses der Kammer der Reichsräthe wurde nach 84 ständiger
Sitzungbeschlossen: die Linien Neumarkt-Landshut, sowie Gemünden⸗
hammelburg außer den diei Linien, üder welche bereits Gesammt⸗
‚eschluß befleht, in das Eisenbahnneh mit auhunehmen. Nach diesen
Beschlüssen wurde die Gesammisumme der bewilligten Kredite auf
31800 000 Mark festgestellt; für die Lautereckerbahn soll
eine Zinsgarautie von 4 Prozent bewilligt werden. J
Berlin. Mit dem Grwen Privathahnen für den
Staat wird auch eine anderweite Organisation in der Eisenbahn⸗
gerwallung beabsichtigt; die kleineren Eisenbahndireltions-Verwalt
uncen follen eingezogen und durch groͤßere ersetzt werden. Nach
mer Entscheidung des Ministers der öffentlichen Arbeiten sollen
echs große Cenraleisenbahn⸗Direktionen ertichtet werden, und zwar
n Berlin, Brombera. Krantfurt a Me. Hannoyer und Köln.

Gantversteigerung.
Montag den 12. Januar

880 Nachmittags 2 Uhr zu

Zt. Jugbert in dem zu ver

teigernden Hause

wird auf Betceiben von Friedrich

Engelhorn, Rechtscandidat

n Zweibrücken, als definitiver

Zerwalter der Gantmosse des

dierbrauers Carl Nosenthal

in St. Ingbert vor dem unter
eichneten hiezu gerichtlich beauf⸗
ragten k. Notar Sauer in

Zzt. Ingbert, das nachbezeichtete

ur besagten Gantwasse gehoͤrige

Hrauerel⸗Anwesen sammt der daju

Jehörigen Brauerei⸗ und Wirth-

chafts⸗Einrichtung öffentlich an

»ie Meistbietenden zu Eigenhum

FNersteigert, nämlich:

1. Pl.⸗Nr. 516, 9 a 20
¶m Grundfläche, Wahn⸗
jaus mit Kinfahrt, Bier⸗
brauerei. Branntwein ⸗Bren⸗
nerei, Schoppen, Scheuer,
Remiße, Siallung und Hof⸗
aum; Pl.Nr. 517, 102
22 qm Gartea und Pᷣl.⸗Nr.
518, La 70 qm Garten

das Ganze gelegen in
Mitte der Stadi St. Ing
bert an der Haupisiraße
und auf der Meß, neben
Johann Joseph Grewenig
und Johann Friedrich;
Pl.Nt. 4187, 24 a 87
q4m Acder mit Bierkeller
auf dem Hodels neben dem
. b. Berg⸗Aerar; Alles
im Banne St. Ingbert ge⸗
legen.

Die Gegenstände, die Liegen⸗
chhaften sowohl wie die Fahrniß.
lommen zueist einzeln, dann als
ein Ganzes zum Ausgebot. Für
den Zuschlag ist der Mehrerlös
maßgebend.

Der Zuschlag ist sofort end⸗
ziltig und findet weder ein Nach⸗
zebot noch ein Einloͤsungs⸗ oder
Abloͤsungs⸗Recht statt.

Dies Nähere, insbesondere die
Bersteigerungsbedingungen kön⸗
nen beim Versteigerungsbeamten
o»der beim Massenderwalter ein⸗
gesehen werden.

St. Inabert, 8. Dez. 1879.

Sauer, t. Notar.
—T
Tüncherpapier

ür Muster per Bogen 10 Pf.

Vorzüeliche

Vermilates.

*St. Inaberc 8. Dez. Als Geschworener für die
heute eroffnete Seffion des pfälz. Schwurgerichts pro IV. Quart.
1879 ist aus dem hiesigen Canon⸗ Herr Joh. Jos. Dörr, Guts—
besitzer auf dem Triebscheiderhofe einberufen.

— — —

Fllr die medaction veraniwortlich: F. X. Demeß.
. ————
Bekanntmachung.

Diensta g, den 16. Dezember 1879, Nachmittags 2 Uhr,
joll auf dem Bureau des b1. Beraea tes St. Ingberi
die Beifuhr von siammh

200 ebm. Eienstammholz

— 8—— aus dem k. Forstrebier Neuhäusel,

100 ebm. Buchenstammhol;

100 chn. See * aus dem k. Forstrebiere St. Ingbert
zur k. Grube St. Jugbert im Submissionswege an den Mindeft⸗
aehraenden vergeben werden.

Uebernahmslustige sind eingeladen, ihre Angebote bis zu der
ben festgesetzten Zeit verschlossen und gehoͤrig bezeichnet auf dem
Bureau des unlerzeichne!en Aules abzugeben, woselbst auch die
Bedingungen zur Einsicht offen liegen und die Submissionsformu⸗
are in Empfang genommen werden donnen.

St. Ingbert, den 6. Dezember 1879.

Kgl. Bergamt St. Ingbert:
J. Kamann. k. Berqmeisier.
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Pierer's
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332323385*
153233385
* — —8
22
882 2*9
2z i353 **
— 2 5322388
233333328
F — —
.23 5225 —8 —
333332388 *
22 ——
525 538538
57 33 853 322
*73 2528332
— — 52527
5—15232 ;
28538 8237
3353235—
21256 5
* —2 2
—43348
—2 —2827
53835 *
32.*337 538
3838 27
— —— 23
3582335 *
—3z35355
2 25
52 *2
—A

· 2 2 x
295 27
528538733837
32233355—53
35235835583 S62
333 —22237 —8
333* 354583
5522333532353
355533323333—
35533525235333 —
833 235355533
2233*232332 ——
22 52 w
223252357 39
25332753 * 3238
7 *2333*535*2
5354 33533523
2338533 —A
5 7 22 7
—25825 23,4
332 * 2852,333
—— 358 558
2223522883 3
2333353353533
— 353335338
38 2 3 22
* 22252338538
83 * 2 —
—— —— 3 8 33
*22222 5332355
22222 —————
272228 525223
3357533523
—25333325 7*
533232533 32525
*7 — 52338

223 —A
535s83335335383 .. 2353537 22 0337553
3383 8332.

33 333533 5332 3 —38383 8
S* 232253 33535 —82805 2228 23.83
2 SE ⁊ 2 —382—8 8233—2222* 925 5
——35338—83835732 23—2323232
5583 22323.. 2 0 2252.3 725.8 33 2. —

2 * * ——— 522553235 3 2 22233 *2

2322*æ 5——15 —5 z827235. 3238 2355352

53557 s2 z22233353—3337352 25 *
3z32—53583.5 2122 355 335 53 2.3
2— — 2. 2 35 * 3 ——

2223 *— 23 * 2 87 8 225355 *25. 2. 2 5

53532 23233 * 8235333 82 ——

53* 2—2422235 25 85—523 J 25322
* 532335—338 572373238 23553

— —2525.3 523 7— 7 —I 3 28 53
2332553533 53—328358 2332
z *

3 7. 28— 3 22
53322 2* — —— 253325 3358
222232 22 2*33289 3—3 8 22352 52*

225 32225 —5233523533 2 * 532* 3 S

F3 ——— —5 353743
72953 22283835 5282 5* ⸗ cq2 323322
1572252 3 7222 523 5. 532 3
2.5 2 — ðx ——A— — X * *22. 2 3 a
3 — — 3»3383— 38
3—3 332 3222* 32833 52

8. * *

223355—55553533 55752 —— —— — 23 *
— — 222 99
72833333323558 5223 227232 58 25 5787—

— 323 — *5*27 —EA— 35 23572 F ——

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2 222—2282233
. à3. 5æ52. 33538— 3333. 3333333333
— 2533355325342 283425
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2 5 238033* 25. 2. v —
253 5 —72 938 2 —22235 *22383 3* 2258 525
— 3 3,3
23 v —3 35 25 —* 28 522234
3 * —8 2542 57* 2 — * 2 2 5* — ——
2 * * ⸗7
55 33 5335852 23*5333* 22258* — — C
3285 83 352333325
—* 22 2 22 * 3 7 22225.
—* phn — 53* 3253 23* 27 —EE 22 6235 ——
2 —A— 2225 »332—5235275 2
2335353533335 42238372238 5533333837..8
323237 53 2232 —5 5 38 25z *3838233 222
—
—22. 623352 33 555 * 33232 —522383
8 —— — *6G5235 —A— — 2 2 527 35223768535 — —
2323 333 225228 * 5 253558—355—833235533
323 335——3 5333835 58533, ?2— 235
———— 3529 5382. 72 232328—5
253355533838 * 3*23 3—— 238
35 2 2 X 2— 25 *
25238833,553. 2 8B⸗52 33523 583273
* 5335*2832 53 32.3338 238533883
* 33 * 2* 8 2 — 00 2222 — s— — 2·
7 33 38834 2 352533 227 55332. 32322
22 25 2 2— 222 I22723 8 32. 25327—
2. 32573 —,. 2 2 —55 555233 —5335.832535

Ah

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        SBl. Ingberler 2nzeiger.
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich? mß dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

iage) erscheint woöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Sanstag und Sonntag. Der Abonnementépreis betragt vierteljghrlich

1AA 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 140 60 , einschließlich 40 Zusteli gzebühr. Anzeigen werden mit 10 ZJ, von Auswäri*
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrist oder deren Raum, Neclamen mit 30 pro Zeile herechnet.
Aan
M 196.

Donnerstag, den 11. Dezember

158

Deutsches Reich.

Mäünchen, VY. Dez. Dex Reichsrath nohm die Linie Lauter⸗
ecken⸗Kaiserslautern nach dem Ausschubantrag mit vierprozentiger
Barantie an. Hierauf wurde das ganze Pfalzbahngesetz gleichfalls
angenommen.

—Darmstadit, 9. Dez. Die erste Kammer hat den Ver—⸗
iauf der Main- Weser-Bahn an deu preußischen Staat mit 20 ge⸗
zen 4 Stimmen genehmigt.

Die Frage des Anschlusses von Ham burg und Bremen
an den Zollverein scheiut wieder in den Vordergrund treten zu
iollen. Nach den ersten bez. Anfragen, welche von Berlin aus er⸗
gangen waren und ohm direkte Antwort blieben, konute man an⸗
nehmen, daß die ganze Angelegenbeit vorläufig auf sich beruhen
würde. Die Anfragen sind indessen erneuert worden und es soll
setzt namentlich von Hamburg aus eine Rückäußerung erfolgt sein,
welche annehmen laͤßt, daß der Sache nunmehr näher getreten wird.

Behufis provisorischer Regelung der handelspolit shen Be⸗
ziehungen zu Oesterreisch wird eine Vorlage an den Bundes⸗
rath erlassen. Seilens des Reichskanzlers sind weitere Schritte we⸗
zen des Zollanschlusses der Hanfsestädte bisher nicht erfolgt. Da—⸗
gegen steht die Wiederaufnahme der Verhandlung über Erhöhung
der Aversen bebor. 4

Straßburg, 7. Dez. Der Bau der für das Interesse
der Pfalz nicht unwichtigen Eisenbahndverbindungslinie Buchsweiler⸗
—A
bei dieser Linie fehr interessirt ist, wurde nämlich durch Verwendung
des Statthalters vom 22. v. M. ermächiigt, den von ihr angehotenen
Beiteag zu den Kosten des Baues durch' eine 4prozentige Auleihe
yon 20,000 M. zu beschaffen und zur Abtragung und Verzinsung
dieses Kaprlals bis zum Jahre 19089 jährlich 20 Zusaypfennige zu
oden diretten Staatssteuern zu erheben. (Pf. Kur.)

Aussand.

Petersburg, 9. Dez. Bei dem gesttigen Diner zur
Feier des Georasfestes im Winterpalais brachte der Kaiser von
Nußland den ersten Toast aus auf den ältesten Georgsritter, seinen
unwandelbaren Freund, den Kaiser Wilhelm, ihm noch langjährige
Besundheit wünschend. Der Toast, nach welchem das Musikcorps
die deutsche Nationalhymne wtonitte, wurde mit Begeisterung auf⸗
genommen.

richtung nach Winzingen anzeigenden Wegweiser und die andern beiden schüttel⸗
en unten so lange, bis derselbe umftürzte. So weit stim men die drei Angeklagten
n ihrem Geständnisse überein. Annicker gesteht nun weiter zu, daß er den Weg—
veiser etwa 8300 Meter weit getragen und auf das Schienengeleise gebegt habe,
zabei habe ihm einer der beiden Gaab geholfen, er wisse aber nicht welcher.

Keiner der beiden Gaab will nun aber der Helfer gewesen sein, sondern einer
hiebt die Schuld auf den andern; einen Beweis hat man gegen keinen der beiden,
bwohl bei der Schwere des Wegweisers (70 Pfd.) und bei der weiten Strecke, die
r getragen werden mußte, die Angaben des Annicker, daß ihm einer geholfen
zabe, sehr viel Glaubwürdigkeit verdienen. Am andern Morgen um halb 6 Uhr
vurde der Wegweiser in der Nähe von Mußbach auf dem Schienengeleise quer
iegend gefunden. Das Schild desselben lag zwischen zwei Schwellen auf dem
boden, so daß der um 6 Uhr 26 Min. von Dürkheim abgehende Personenzug fehr
vohl hätte entgleisen können, wenn das Hinderniß nicht rechtzeitig beseitigt
vorden wäre.

Die drei Angeklagten genießen einen jehr getrübten Ruf und sind' die
Straflisten derselben bei ihrer Jugend verhältnißmäßig lang. Die k. Staats⸗
zehörde hält die Anklage gegen dieselben in allen Puncken aufrecht und be⸗
ont, wie gemeingefährlich das dem Annicker zur-Last gelegte Verbrechen ist.
Ddie Vertheidigung des letzteren gibt, wie die Vertheidigung der beiden Gaab,
as Vergehen der gemeinschaftlichen, qualificirten Sachbeschädigung zu, be⸗
treitet aber das Verbrechen der Transportgefährdung, da einmal' keine wirk⸗
iche Gefahr durch den Wegweiser dem Eisenbahntransporte verursacht worden
ei und dann sicherlich Annicker auch nicht die Absicht gehabt habe, eine solche
Zefahr durch seine in der Betrunkenheit verübte That hervorzubringen. Es
vurde denn auch eine Frage nach fahrlässiger Transportgefährdung gestellt,
zu deren Beantwortung jedoch die Geschworenen gar nicht kameu, da sie alle
indere Fragen im Sinne der Anklage beantworteten. Urtheil: die beiden
haab zu 1 Jahr, Gefängniß, Annicker 5 Jahre Gesammtzuchthaus und 5
zahte Ehrenverlust.
— Berulischtes. pa
— Ju Alschbach exeignete sich vorige Woche ein warnen⸗
jer Unfall, indem kin Kind, das mit' einem Messer spielte, mit
dem Auge' in dasselbe fiel, wobei das Messer so tief eindrang, daß
es nur mit ärzilichet Hilfe herausgenommen werden donnte.

FPirmasens, 8. Dez. Die piözuich eingelretene Kälte
jat in unserer Wasserleitung eine Kalamität hervorgerufen; es ist
nämlich das Wasser in den Röhren fast aller Hauseinrichtungen
ingefroren. In Folge Dissen find nun auch eine ziemliche Anzahl
köhren gesprungen, und haben die Installateure alle Hände voll
ju thun, um den Schaden wieder auszubessen. 63. 3.)

Kaiserssslautern, 5. Dez. Die Firma Marx und
Zoͤhne, welche bei dem Bankerott don Mehlhändler Levy in Pir⸗
nasens 14,000 M. für geliefertes Mehl verlor (Levy erhielt 5
Jahre Zuchthaus), hatte die Firma Joscphh Kehr, Banquier in
Taiseislautern, weges Ersatzes obiger Summe deßhalb angehalten,
veil letztere auf gestellte Anfrage der Firma Mart über die Ver⸗
nögensverhälinisse des Ldevy befriedigende Nachrichten abgegeben
zatte. Kläger verloren vor dem hiesigen Gericht den Prozeß,
egten aber bei dem Oberlandesgericht Zweibrücken Berufung gegen
dieses Urtheil ein. (Pf. K.)

.Aaiserssstautern 8. Dez. Betteffs Ermittelung des
Druckers der anonymen Schmähschrift gegen den Stadtrath und
peziell gigen den Herrn Bürgermeister Go erg haben gestern im
veileren Verfolg der begonnenen Recherchen eidliche Vernehmungen
zattgefunden, aus welchen hervorging, daß die Schmähschrift in der
Zuchdruck⸗rei der „Pfälzischen Post.“ gedruckt wurbe. ( Pf. Volks⸗
3tg.) (Chef und Leiter dieser Firma ist der prot. Pfarrer Otto
Fleischmann, Geistlicher amek. Zuchthause, welche erklärten von der
Sache nichts gewußt zu haben.) i

'F' In Kaiserslauteren ist sein Werkmeister mit seiner
Diensimagd nach Amerika durchgebrannt, Frau und 4 Kinder
urücklassend.

F Ein Familienvaler von 7 Kindern, wurde am Samstag
Motgen in der Nähe von Erlenbach (bei Kaiserslautern) todt auf ⸗
jefunden. — Auch zwischen Quirnheim und Bindesheim soll nach
er „Pf. Pr.“ in der Nacht vom 4. auf den 5. ds. ein Mann
erfroren oufgefunden worden sein.

pNeustadt, 5. Dez. Der Entwurf zum Gewerbsteuer⸗
gesetze besteuert unter der Nummer 121 des Tarifes die Fabrika⸗
jon künstlichet Weine in folgender Weise: 60 Mark Normalanlage
hne Rücksicht auf die Bevoͤlkerungszahl eines Ortes 1 Mi. —
3000 Mk. Bekriebsanlage. Das dürfte der Fabrilation doch eini⸗
germaßen einen Riegel vorschieben.

Landrath der Pfalz.

Speier, 5. Dez. Den Bedarf der Realschulen der Pfalz für das
Jahr 1880 stellte der Landrath heute folgendermaßen fest: Der Voranschlag
der Realshule Kaiserslauiern erfordert eine Gesammtausgabe von 50,315
M.; aus Kreisfonds find zu decken 43,980 M. 71 Pf. (Mehrung gegen das
Vorjahr 863 M). — Die Leistung des Kreises an die Übrigen vier Real⸗
schulen, welche Gemeindeanstalten sind, ist dahin fixirt, daß fur jede dieser
Schulen ein fester Zuschuß von 3083 M. 71 Pf. gegeben und außerdem
die den Betrag von 1080 M. übersteigenden Gehalisbezüge der wirllichen Lehrer
bezahlt werden. Hiernach beträgt der Zuschuß aus Kreisfonds an die Real⸗
schule in Speier 16,053 M. 21 Pf. (Mindexung gegen das Vorjahr 1447 M.
50 Pf.), an die in Landau 15,719 M. 48 Pi. (PRinderung 118 M. 28 Pf.),
an die in Zweibrücken 16,870 M. 71 Pf. (Mehrung 280 M. 36 pf.) und
an die in Neustadt 14,485 M. 71 Pf. Mehrung 614 M. 52 Rꝛ

tfalaisches Echwurgericht.
F IV. Quartal.

Zweibraucken, 8. Dez. Schwurgerichtsverhandlung gegen: 1. Ge-
org Gaab, Ziegler; 2. Anton Gaab, Dienftknechi, beide von Harthausen,
vohnhaft in Königsbach, 8. Jakob Friedrich Annicker, Kufer von Berghausen,
benfalls in Königsbach wohnhaft, wegen gemeinschaftlicher Beschädigung eines
um öͤffentlichen Nutzen dienenden Wegweisers und gegen genannten Annicer au⸗
herdem wegen vorsätzlicher Gefährdung eines Eisenbahniransportes. Vertreter
der k. Staatsbehörde: Staatsanwalt Dr. Krell, Vertheidiger der sub. 1und 2
Benannten: Rechtslandidat König, des Annider: Rechtsanwalt Kieffer. — Der
315 des deutschen Reichsstrafgesetzzbuches lautet: „Wer vorsätzlich auf der Fahr⸗
hahn der Eisenbahnen durch falsche Zeichen oder Signale oder auf andere Weise
olche Hin dernisfe bereitet, daß dadurch der Transport mm Gefahr gesetzt wird,
vird mit Zuchthaus bis zu zehn Jahren bestraft.“ — Das den beiden ersten Be⸗
qhuldigten zur Last liegende Vergehen wurde dieselben naturlich nicht vor das
Schwurgericht gebracht haben, wenn es nicht im engfen Zusammenhange mit dem
»em Unnider zur Last gelegten Verbrechen ffünde Die drei Angeklagten waren
an 30. Januar bei einem Verhöre in Reustadt gewesen und begaben sich auf den
deimweg nach Königsbach. Unterwegs an einem nach Wingingen abzweigenden
Bege scheint sie die Wein⸗ oder Bierlaune angetrieben zu haben, irgend ein Hel⸗
enstüclein auszuführen. Anton Gaab stieg duf den dort befindlichen, die Weg⸗
        <pb n="676" />
        wei Pfälzer Bergleute, der eine Vater von dtei und der andere
von einem Kinde, von dem zusammenbrechenden Berge in der Klein⸗
rosseler Grube Scheidtweiler Thal verschüttet. Dieselben wollten
ine Stütze anbringen und die Versackung vornehmen, als der Tod
ie ereiltte.

nicht mehr zufrieden fühlt mit dem von den meisten der Kalender
hebotenen, der einen Kalender haben will, der neben Ergötzlichem
uch in wirklich geistreihem, aber dennoch volksthümlichem Tont
zeschrieben ist, der muß sich den „Vetter vom Mhein“ kau⸗
en. (Preis 30 If.) Versäume ja kein Kalenderverkäufer, sich
denselben zuzulegen, denn das Publikum will füe sein Geld jetzt
auch etwas wirklich Gediegenes haben. — Jeder Leser wird für
sich etwas darin finden. Geithainer Wochenblatt.“

Aienstesnachrichten.

Durch höchste Ministerialentschließung vom 12. November wurde dem
bisherigen Verweser oer dritten Präparandenlehrerstelle, Ferdinand Schindler,
bom 1Dezember ds. Is. beginnend, die Sielle eines dritien Präparanden⸗
lehrers an der k. Präparandenschule Blieslastel übertragen.

Fur die Nedaccion verantwortlich: F. X. Deme v.

— — —
— —

Anzeige.

Für Weihnachtsgeschenke empfehle ich: Photo—⸗
zraphie- und Schreib-⸗Albums, Brief- und Wandmappen,
Schreibzeuge, Necessäre, Papeterie, Würfelspiele für Kinder
und Erwachsene u. dgl.; verschiedene Artikel aus der Fa⸗
hrik der Herren Gebrüder Adt, zu Festgeschenken besonders
geeignet. Wegen

Ausverkaufs
der Kinderspielwaaren, verkaufe ich Puppen, „olzwaaren
ꝛc. unter dem Einkaufspreise.

Todes-Anzeige.

Freunden und Bekannten die somerzliche Mittheilung,
daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren lie⸗
hen Vater, Schwieger⸗ und Großvater

Iriedrich Koch,
Kuischer bei Herrn Gustav Krämer
heute Nacht 953 Uhr im 63. Lebensjahre nach laͤngerem
schweren Leiden zu sich abzurufen.

Die Beerdiaung findet am Samstag, den 13. De⸗
zember 1879 2 Uhr vom —A
St. Ingberter Eisenwerk, 10. Dezember 1879.

Die tieftrauernd Hinterbliebenen.

Franz Woll.
Grosse Auswanl
F F re F
in: Damen-Mänteln und Regen—
mänteln, Teppichen und Teppich—
stoffen, Tisch, Bett- und Reise—
Decken, Pelzwaaren, xc. ꝛc. zu Fest⸗
geschenken sich eignend, empfehlen
—I
St. Johann a.d. Saar.
Gebrüder Brach.
Zu bevorstehenden Weihnachten
mpfehle ich mein gut assortirtes Lager: —

Der neuesten Sopha⸗-Vorlagen in Pelusch, Tapestery
und Schotten der verschiedensten Größen — Teppichläufer
im Stück in “. P. . und ). breit — Tischdecken in Ca⸗
hemir, Rips und Goblin letztere mit gestickten Borden.
Caffee- und Thee⸗-Decken in chamois, grau und türkischroth
— farbige Damen-⸗Shawles von 5 Mk. an. Herren⸗
Täͤchenez in Woll und Seide — Foulard und sonstige sei⸗
dene Tücher — fämmtliche kleinere Portefuillewaaren als
Tigarren-Etuis und Portemonnaies ꝛc. ꝛc. — gestickte Ho⸗
senträger und Geldbörsen — angefangene und fertige
Stickereien — Damen⸗ und Herren⸗Cravatten — Damen⸗
und Herren⸗Handschuh in Lama, Buxkin, Waschleder und
Blacé — Regenschirme in Seide und Zanella, Ballfächer,
Ledergürtel, Muffhalter, Schleppenträger, Aufsteckkämme
ind Haarpfeile — Caputzen, Baschliks und Aufstecktücher —
chwarze Lustre-⸗, Rips-⸗ und Seiden⸗Schürzen — leinene
Taschentücher mit farbigen Borden ebenso weiße in Car⸗
on — schwarzer Seiden-Sammet zu Damenmäntel —
chwarzer Taffet und Faille zu Roben sowie eine größere
barthie billiger Kleiderstoffe

— ScLuanela.

oolieidienerstelle.
Durch das Ableben des Po⸗
izeidieners Harth hier ist dessen
Stelle in Erledigung gekommen.
Das fixe Gehalt beträͤg 900 Mt.
Bewerber um diese Sielle ha⸗
ben ihre Gefnche mit Zeugnisse
bis zum 24. d. Mis. persönlich
dem unterfertigten Amte tinzu⸗
reichen.
St. Ingbert, 9. Dez. 1879.
Das Bürgermeisteramt:
Custer.

—
Tüncherpapier
—33 Bogen 10 Pf.
Putz · Pomade
ür Messinggegenstände, für Kü—
hen besonders zu empfehlen.
Franz Woll.
Trunksucht,

Bekanntmachung.
Samstag, den 13. De⸗
jember 1879, Morgens 9 Uhr,
in der Wirthschaft des Michael
Tberhard zu St. Ing⸗
bert werden folgende zur Kon⸗
ursmasse des genannten Eber⸗
hard gehörigen Begenstände
gegen Baarzahlung öffentlich ver⸗
steigert werden, als:
9 Wirthstische, 17 Bänke,
27 Stühle, 2 Einschenken,
2 Gläserschafte, 1 Bücher⸗
chaft, 1 Schreibpult, 1
Wanduhr, 1 Bierpcession,
lHebmaschine, 1 Wasch⸗
butichen, 1 Kleiderschrank,
1 Kommode, 1 Küchen⸗
ichtank, Gläser, Flaschen,
Spiegel, Bilder, sowie
Haus⸗ und Küchengeräthe
aller Art.

St. Ingbert, 3. Dez. 1879.
Der Konkursverwalter:
Ph. Fitz,
Geschäftsmann.

ogar im höchsten Stadiun, beseitigt
icher und zwar sofort, auch ohne
Zorwissen, und unter Garantie Th.
Tonetzky, Berlin N., Bernauer⸗
traße 84, Erfinder dieser Radikalkuren
ind Spezialist für Trunkfucht⸗Leidende.
ridlich erhärtete und amtlich beglau⸗
igte Vanksagungsschreiben liegen vor.
sächahmer beachte man nicht, da
nehrere ihren Namen und Atteste
alschen, überhaupt Schwindel treiben.

Spielwerke
i2200 Slücke spielend; mit
»der ohne Expression. Mando⸗
ine, Trommel, Glocken, Castag⸗
ietten, Himmelsstimmen, Har⸗
enspiel ꝛc.
Spieldos
Spieldosen
bis 16 Stucke spielend; fer⸗
ier Necessaires, Cigarrenständer,
cchweizerhäuschen, Photogra⸗
hiealbums, Schteibzeuge, Hand⸗
chuhkasten, Briefbeschwerer, Blu⸗
menvasen, Cigarren⸗Etuis, Ta⸗
baksdosen, Arbeitstische, Fla⸗
schen, Biergläser, Portemon-
ngies, Stühle ꝛc., alles mit
Musik. Stets das Neueste und
Bzorzuglichste empfiehlt
J. H. Heller, Bern.
Nur direlter VBezug
garantirt Aechtheit; fremdes
Fabrikat ist jedes Werk, das
nicht meinen Ramen trägt. Fa⸗
brik im eigenen Hause.
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Der Unterzeichnete
mpfiehlt sein Lager in
Geschaftcbüchern
zus der bekannten Fabrik von
Könie und Ebhardt
annover.
dranz Woll.

Frisch gewösserte
Stockfische
eden Tag bei
. 2 Grewenig.
Gute Eßkartoffeln
hat zu verkaufen
Rud. Munziuger.
Druck und Verlag von F. X. Deme in St. Ingbert.

zu Jedermanns Gebrauch
in allen Formaten
n Schwarzdiuck, sowie in roth
und blauer Liniatur
änd vorräthig in der
Druckerei ds. Bl.
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55522 522233 —A—— —— Ss 55 2
22 *22 —555 23532332 *55 323232. 3 — 32225
7322—82 3535533 2—3538823 —3535 552 5235 5323 5 *8*
258B vVv 42* ——oRE AM AMA 2 v 25* 22* 24 5 —— — —— E

* 5325. 3 758
e 22 5328 —5— 3
33538. SS
XS.. *— —A * 35 —
22* 53 5 2 25 * 522 2 53 3
S 5
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5*5* —— * —— — 32 * *S2
2 D71505 8 8. 2 * 2 Sꝓ
— 25 3 2533255555332 237
—— — 25 ⁊ 25 252 S2. S2622 — — —
22 2oä35 — 03 2 x0 — — 2228 2
55 5 2385,3383 3822 S2.52383
2 —1* * 2 — ——
253 253335 3233535553
7 8 * 58* 2 27 228
— 2* 3255 ——8333—313225 333583
— I328 583 2583 G — — 53 5
55 233538 233 8233532-9 — —
— * —— 8 2555832323 57552 602 2
2* 5232.2 3355— 38383—
* 25838 5383 5323333 328
332 —z3—52255 ——333*332* 7
272* —5322*23358 R2 53523.25
3B2 22253 3562323 7
— —— * 5527 *2* 5322 7 * 2
J—277 —2 25532 —8
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232 ———— 8 55528325*
3. ——————— — —— 3* 25. 5* 2 8* 5 3. 2
— — ——3322 ——— —55 5—*5 2 527237
—z23353*23338537 383 33535*—23888383 235333
38 33 233 425353
38 8 8
55223 — — — 35 3— — 2 222752 27
*55 —— * * 22 5 3 —A 22232 26 23 5
2 2 5 5225 — —— 2525
e ——2355—22 — — 5325383 382533
—2 2 2 22 — — — —3 *2
3 —33 3333 5755—38 *832
552233283 3* 55
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2322* — — 222.2 82
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2 58 33523 23 5 33323 8 i 2 *
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35 — 232 23 2848* 2337 —— 22
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        Sl. Ingberker Anzeiger.
der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal wo hentlich; mu dem Huuptstatte verpandene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei—

lage) ericheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnersskar, Sunstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierteljahrlich

As 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezo jenlA G) J, elaschließlih 40 3 Zuftel zebuhr. Auzeigen werden mit 10 Z, von Auswärts
mit 15 — für die viergespaltene Zeile Blattichrist ader deren Raum, Nechkasnen mit 30 A pro Zeile berechnet.
A 197 *3

Samistag, den 138. Dezeuber
Bo
Dentsches Reich.

München, 10. Dez Die AtgeordnetenKamner kerieth
heute das Eisenbahnbuoget. Zu Kapttel 1 bringt Asg. Daller
den Anttag ein, die Ennahmen aus der Personeubejörderung aus
den Staatsbahnen von 18.1260. 500 auf 20 Miillionen Mark durch
Erhöhung der Fahrpceife zu erhöden. Deser Antrag wurde nach
ebhafter Tebane mit 74 gegen 58 Stimmen angenommen.

Berlhin, 10. Dez. Das Ergebniß der gestrigen Abstim—
mung über die Eisenbohnvorlagen war schon länest nicht mehr
weifelhaft. Mit 226 gegen 155 Stimmen hat das Abgeorduneten—
haus den entscheidenden ersten Paragraphen des Gesetzenswurfs an⸗
genommen und damit den Erwerb dir Berlin-Stetiner. Magde⸗
burg· Halt erstädiser, Hannuover-Altenbekener und Könn- Mindener Bahn
seitens des Staates gutgeheizen. Damit ist in der Haupisache zu
Bunsten des absolusen Staatsbahnjystems entschieden, und der
llebergang eller noch unabhängigen Bahnen an den Staat kann
nunmehr nur noch als eine Frage der Zeit erscheinen. Mögen die
Folgen dieses Bescklusses für das Wohl der Bevölkerung erfreu—
lichete werden, als sich auf Gruns der Erfahrungen, die bisher mit
dem Staatsbahn-System gemacht worden, erwarlen läßt! Dits ist
zer Wunsch, mit dem wir die wicht'ge Entscheidung des gestrigen
Tages begleiten wollen.

Der „Macdeb. Zig.“ wird aus Berlin geschrieben: In
patlamentarischen Kreisen will man wissen, daß dem nächsten deichs⸗
lag ein neues Steuer-Bouquet überreicht werden soll, mit dessen
Zusemmenst llung man bercits an zustehendem Ort beichäitigt sei.
Das Brausteuergesetz, welches in der vorigen Session unerledigt ge⸗
dlieben ist, wird zunächst ganz sicher wieder vorgelegt. Ferner ist
»e Vorlegung, eines Vörsensteuerentwurfs beschlohene Sache; im
Weiteren aber scheinen uns neue Steuervorschläge zu blühen, zu
»eneun das Aussand dais Vorbild liefern soll. Dahin gehören eine
Besteuerung dre Quittungen, wie sie in Oesterreich u. s. w. einge⸗
ührt ist, und — eine Inseratensteuer. Van spricht über diese
Dinge mit solcher Sicherheit, als nären sie bereits in den Enl⸗
vürfen wenigstens dem Abichluß nehe.

Die Frage der internationalen Ausstellung in Berlin kann
nun wohl als dafinitiv erledigt betrachtet werden. Die „N. A. 3.“
zetkündet heute an hervotragender Stelle, daß die Regierung ihre
Zustimmung nicht giben werde. Ohre de Unteistützung der Re⸗
gierung ist die Ausstellung allerdings nicht denkdar.

Aussand.

Wien, 10. Dez. Nacq einem, wahrscheinlich übertriebenen
Telegramm aus Cettinj: war der Kawpf zwischen den Montene⸗
zrinern und Albanesen bei Vlika am Lm sehr blutig. Tausend
Albanesen sollen gefallen sein und alles Fuhrwertk, dus in Plava
zn haben war, wurde zwei Tage larg benutßzt, um die Todten weg⸗
füren. Auch die siegenden Montenegrinethaiten beträchtliche Verluste.

Pest, VY. Dez. Das Unterhaus hat nach langer Debatte
den Gesetzentwurf üder die Verlängerung des Handelsvertrages mit
Deutschland, kachdem der Munisterpräsident die Vorlage vom volls⸗
vnthschafilichen und poluischen Gesichtsvunkte aus gegen die Op⸗
Josinon qerechffertiaf. angenummen
— Landrath der Pfalz.

Speier, 5. Dez. Deican Lyncker berichtet über den Be—
such der Realschulen im Jiht 1878,79. Aus der von der Re—
nerung mitgetheiuten Uebersicht ergibt sich, nachdem mit dem Be—
zinn des viflesssnen Jahres auch der zweste Cursuk in Folge
der Reorcanisation in's Leben getreten ist, eine Zunahne der
Zchületzahl aller fünf Austalien im Ganzen um 88 gegea das
Votjahr bei einer Gisammischülerzahl aller Anstalten V01 und 12
Hosp tanten. — Der Gesammtaufwand dieser Austalten auf Per—⸗

jdnal· und Reol xigenz pto 1879 zeigt im Ganzen gegen 1878
eine Mehrausgabe von 1106 M. 64 Pf. Nad der Schülerzahl
deht die Realschuse Landau mit 215 an erster Sielle, es folgt dann
daiserslaukern mit 213 (und 12 Hospitanten), die dritte Stelle
nimmt Neustadt ein mit 185, die vierte Zweibrücken mit 159, die
sünfle und letzte Speier mit 129 Schülern. In Speier treffen auf
inen Realschuler in runder Summe 237 M., in Kaiserslautern

218 M., in Zweibrücken 179 M., in Neustadt nahezu 145 M.
in Landau 120 M. des Gesammtaufwandes.

Fisch herichtet sodann über die Rechnung der landw'irthschaft⸗
ihen Abibe lung der Kreisrealschule Kaiserslautern: Einnahmen
5162 M. 47 Pf.. Ausgaben ebensodiel.

Speier, 8. Dez. Die Rechnung der Kreisbaugewerkschule
kaisersleu'ern mit 25,.913 M. Ennahnie und 23.892 M. Aus—
abe wird gutgeheißen; der Voranschlag jür 1880 entziffert 25,863
M. 46 Pf. Für Sti pendien wu den für diese Schule 500 M.
angesetzt, füe Schüler der höheren Unterrichtsanstalten über haupt
2460 Vi. (300 M. mehr als im Voi jahre.) Herr Decan Huth 'referirte
odann über den Bedarf der deuischen Shulen pro 1880. Der⸗
elbe ersordert eine Sumne von 961, 661 M. 4 Pi., wovon aus
der. Staats kasse 802. 940 Mark 37 Pj. bestritten werden und dem⸗
nach aus Kreissonds 158,720 M. 67 Pi. zu decken sind. Es ist
ies ein Wenigerbedarf gegen das Vorjahr von 382 M. 80 Pf.
Dieser Wenigerbedarf ergibt sich aus den D enstalters zulagen aus
dreitionds. Die Rechnung der Squllehrer⸗Pensions-Kreisanstalt
)co 1878 wurde mit einer Einnahme von 212.255 M. 74 pf.
und einem Einnohms-Ueberschusse von 202 M, 78 Pjf. genehmigi.
Das Gesuch der Stadtgemeinde Ludwigshafen um Erhöhung des
hr aus Kreisfonds bisher gewährten Zuschusses wird, dem Antrage
)es Aasschusses cnisprechend, abgewiesen. Es fand hierauf noch die
Wahl von 530 Geschworenen für den Staatsgerichtshoi statt.

— — —— — —
Pfalzisch⸗s SEchwurgericht.
IV. Quartal.

Zweibrücken, 8 Dez. Verhandlung gegen Friedrich Panter, 36
Jahre alt, Siebmacher von Saunddorf wegen Meineids. Vertreter der
Staatsbehörde: Staatsanwalt Dr. Krell;“ Vertheidiger: Rechtsanwalt

ebhart·

Anfangs Januar dieses Jahres soll die Wittwe Katharina Klein in Sand-

dorf aus ihrem Keller bedeutende Quantitäten Wasser auf den an ihrem An⸗
vesen vorbeiführenden Weg geschüttet haben. Diesen Weg mußte der Bau⸗
internehmer Philipp Kiefer denußen, um zu seinem Anwesen, insbesondere zu
einer Stallung zu gelangen. Am 10. Januar l. Is. — das auf den Weg
erausgeschütlete Wasser war zu einer ziemlich glatten Eisfläche gefro ren —
ehtten die Pferde des Kiefer Abends ju ihrer Stallung zurück und eines
»erselben stürzte auf jener Eisfläche, so daß es vollständig unbrauchbar wurde.
diefer erhob nun gegen Wittwe Klein Entschädigungsklage, da sie allein durch
das Ueberschütten der fraglichen Straße den verhängnißvollen Sturz des
pferdes herbeigeführt habe. Durch Urtheil des k. Bezirksgerichtes Zwei brücken
om 17. April 1879 wurde Kläger Kieser zum Beweise durch Zeugen dafür
zugelassen, daß beim Sturze des Pferdes der beaufsichtigende Knecht zugegen
var und daß es sich überhaupt so verhalte, wie er in seiner Klage angeführt
jatte. Die Beklagte Klein wurde zum Gegenbeweise zugelassen und diese pro—
zucirte nun unter Andern den heutigen Angeklagten als Gegenzeugen, der im
Wesentlichen aussagte, der Knecht sei bei dem Unfall nicht dei seinen Pferden
ewesen, sondern erst hinzugekommen, als die herbeigeeillten Leuie das Pferd
ufrichteten; die Frau des Klägers habe deshalb noch mit dem Knecht an Ori und
Ztelle geschimpft und ihm Vorwürse gemacht, er — der Angeklagie sei 10 Meier
»om Unfallsorte entfernt gestanden und hätte beim Scheine des Vollmonds Alles
jenau mit ansehen können, er könne deshalb mit aller Sicherheit behaupten, daß
umals die Pferde wirklich ohne Aufsicht gewesen seien. Außerdem soll nach An⸗
jabe von verschiedenen Zeugen der Angeklagte bei seiner damaligen Vernehmung
or dem k. Landgerichte Homburg noch ausdrücklich angegeben haben, daß beim
lufheben des gestürzten Pferdes auch der Schmied Triem von Sanddorf zugegen
gewesen sei. In dreifacher Richtung wird diese nach geleistetem Eide gemachte
Aussage des Angeklagten von einer Reihe von Zeugen für unwahr erklaͤrt: VDer
Knecht soll bei dem Unfall bei seinen Pferden gewesen sein und bereils die
sette des gestürzten Pferdes gelöst haben, als der erste Nachbar zur Hilfe her—
bei eilte, ferner soll es gang unmöglich gewesen sein, von dem Standpunkte,
den der Angeklagte zu jener Zeit eingenommen haben will, Alles so deutlich
bemerkt zu haben, da es in jener Nacht vollständig dunkel gewesen sei und
ꝛndlich soll der Schmied Triem bei jenem Unfalle gar nicht zugegen ge—
vesen sein. Echluß folgt.)
Becurtuintes.

* St. Ingbert, 11. Dez. JIn der gestrigen Schöffen—
fitzung wurden verurtheilt: Ein Bursche von hier wigen Be⸗
zuisbeleidigung zweier Nachlwächtet zu 18 Tage Gefängniß. —
Fin Händler von Heixheim we sen Gewerbsteuer: Contravention zu
36 Vit. Geldstrafe.

*St. Ingbert, 10. Dez. In der Stzzung des Schsf⸗
engerichs Bliescastel vom 5. Dez. c. kamen solgende Fälle
ur Verhandlung: Ein Mannu von Bliesdalheim, welcher durch
Ztrafdefehl wegen Unsuges zu einer Geldstrase von 3 M. verur⸗
heilt worden war und gegen denselben Einspruch ethoben hatte,
        <pb n="680" />
        zog vor der Verhandlung seinen Einspruch zurlck; — Zwei Ebe—
jeüte von Walsheim hatten häuslichen Zwist und wurden wegen
Unfugs zu einer Haftstrafe von je einem Tage verurtheilt; —
Fine Frau von Braitfurt, welche wegen Berufsbeleidigung des Feld
schützen von dort, beanzeigt worden war, wurde zu einer Geidstrafe
bon“6 M. verurtheilt; — Ein Dienstkaecht von Thalfröschen
wurde von seiner Diensthertn in die Mimbacher-Mühle geschickt
um Kleien zu holen. Er kehrte aber nicht mehr zurüch, und be—
hielt den Sack und das Geid mit 5 M. 50 Pf. — welche er zu
derschiedenen Zweck ˖n verwendete. Er erhelt 21 Tage Gesängniß,
wobei d'e Untersuchungshast in Abrechnnug kommt.

*95- Es sei taraui aufmerlsam gemacht, daß für die jungen
deute, die im Jahre 1880 das 20. Lebenssahr vollenden und noch
nicht die Berechtigung zum einjähriafreiwilligen Dienst nachgesucht
haben, dei Verlust des Anrechts am 1. Fibruatek. J. der Termin
zur Anmeidung abläuft.

»2Den Pirmasenser Bierbrauern, die den Preis des
Bieres erhoͤhen wollten, ist es ebenso ergangen wie den Zwei⸗
brückern, es bleibt beim alten hier wie dort, und werd der
ua Liter (Schoppen) Bier zu 12 Pf. verzapft.

Zweibrucdcen, 10. Dez. In der Dingler'ichen Ma⸗
schinenfadrik werden seit einigen Tagen Versuche mit eleltrischer
Beleuchtung angestelli. Gestern Abend wurde die sog. Gießerei,
eine Localität von 38 m Lönge, 16 m Breite und 8 me Höhe,
zucch ein einziges electrisches Flämmchen erleuchtet. Die Wulang
war, daß über den ganzen großen Naum ein blendend helles Licht
sich ergoß, neben dem die Glasflammen, welche man anfangs batte
drennen lassen, sich ausnahmen wie etwa Talglichter gegenüber
auter Gasbeleuchtung. Der hiebei verwendete Apparat tostet 1600
M., ein relativ nicht hoher Preis; die Kosten der Erzeugung des
clecuischen Brennmaterials stellen sich, wie wir hören, äußerst niedrig.

Pirmasens, 8. Diz. Aptil vorigen Jahces verlor
zeine hiesige Winwe ein Geldtäschchen it 2000 Mt. Jahalt, ohne
baß iroß erlassener Auffotderung der Finder sich meldete. Ein
diesiger Schuhmacher, Heinrich Pieiff, machte sich nun in letzter Zeit
aduech verdächtig. daß er — der sonst in dürftigen Verhaltnissen
lebend — ziemlich große Geldausgaben machte. D.e Sache lam
nach Zweibrlcken dor das k. Landgericht, welches den Pieiuff als
des Funddiebstahls üverführt in der Schzuug vom 3. d. Mi. in
rine Gesängnißsirafe von einem Jahr verurheilte. Pfeiff war zwar
nicht gestand:g, jedoch konnte an der Schuld deselben nach Anbö⸗
ung don 88 Zeugen kein Zweitel mehr jeiin. ⸗

fKarsertlautern, 10. Dez. Zum Bürgermeister
wurde einstimmig Herr Louis Goerg wiedergewählt. Als
erster Adjunkt wurde Herr Franz Zommerock, als zweiter Adiunkt
Herr Carl Karsch gewähli.

7 Die Branntweinbrennereibesitzer der P falz werden zu
iner Versammlung auf Sonntag den 21. Dez., Vormetlags 10 Uhr,
nach Kaisertlautern — Hotel Karlsberg — höflichst eingeladen.
Hegeustand der Besprechung: Weiche Schritse sind zu ihun, damit
dem kommenden Branniweinsteuer esetze die Interessfen der kleinen
andw. Brennereien gewohrt werden?

Dem Bergwerksditellot Rudolph Härche wurde unter dem
Namen „Therese“ das Bergwerkseigenthum in dem in der Gemark⸗
ung von Mörsfehd, B.AA. Kirchheimbolanden, gelegenen Felde
gif einem Flächenintalte von 160 Hetiaren, ferner unter dem Namen
„Eintracht“ das Bergwerkseigenthum in dem in den Gemarkungen
jon Woljstein, Rutsweiler, Rothselberg, Eßweler und Aschbach,
8.5 gujel, gelegenen 200 Hektaren großen Felde zut Gewinuung
von Queckfilbererzen verlichen. (Pi. Pr.)

PMardorf, 5. Dez. Heute Nachmittag wurde ein Hand⸗
verlebursche (Scweizer) *4 Stunde von hier ca. 4 Meter von
r Dürkheimer Landstcaße im Wolde erfroren aufgefunden. Aus
seinen Papieren war ersichtlich, daß er zuletzt in Wisthojen als
Biehwättet in Arbeil gesanden und dort sein Auge verloren hatte.
Racdem er geheilt aus dem Spital entlassen war, trieb er sich
eit beinahe 14 Tagen vagirend in der Gegend umber und fand
die oben bemerlt seinen Tod. (Fr. T.)

Musßbach, 8. Dez. Auf der Haßlocher Districisstraße
wurde eine altere, ärmlich und sehr leicht gekleidete mannliche Per⸗
on, nicht weit vom Orte Mußbach todt aufgefunden, offenbar
durch die Kälte gestorven. Durch die gerichtliche Untersuchung
irgab sich, daß der Verlebte der 51 Jahre alte Christian Werner
zus Neuwied ist.

Speier, 10. Dez. Heulte früh 7 Uhr hatten wir 17
Hrad Kalte. Der Rhein isi an einigen Stellen unterhals Speler
zugesroren, so doß wir auch hier dewmnüchst das Vergnügen haben
derden, eine Fußpartie über das Wasser zu macher. Die Sch ff⸗
zrücke konnte nur zum Theil und mit großen Schwierigkeilen ad⸗
geführt werden. Die Hälfte auf badischer Seite ist fest in das
Fis hineingeftoren. Gestern schofften eine Masse Arbeitet daran,
Feserveboote an das Laud zu ziehen. Als sie im besten Zehen
vaten, drachen Balten und Keiten unter der Wucht der andrängen⸗
FecGiemassen und die Boote trieben den Rhein hinunter. Das

ine derselben besetzt mit ungefaäͤhr 20 Maun konnke an der Hafen⸗
pitze vermittelst eines von den Insassen au's Land geworfenen
Taues gelandet werden, die anderen Boote treiben dem Ungew ssen
enigegen. Man ist mit dem Brückenabfahren eben um einen Post⸗
ag zu spät gekommen. (Sp. 3.)

47 Der „Frantf. Zig.“ wird aus der Pfalz geschrieben, daß
m Jahre 1881 in Speier eine pfaälpsche Industrie⸗Ausstellurg
tdattfinden soll.

4 Ein Bursche aus Kammern sah auf dem Wege nach
51. Avold ia der Näbe des zwischen dem Bahnhofe und der
Ztadt gelegenen Hofes plötzlich 5 Wildschweine aus dem Walde
ommen. Ece bemerkte zugleich, daß der wahrscheinlich zu dem Hofe
ehörende Hund bereits tinem der dickhäutigen Thiere auf den
Ferjen sei, während die anderen sich zur Flucht wandten. Die
Simation erfassen, nach dem Hofe laufen, die nächste beste Heu⸗
jabet ergreifen und so dem Feinde entgegenrücken, war bei nuserem
wnellbesonnenen Burschen das Werk wenizer Minuten gewesen.
Das Resultat konnte nicht zweifelhaft sen. Das Schwein wurde,
vom Hnunde gehetzt, die Beute des Burschen.

F Metz, V. Dez. Heute Adend halb 8 Uhr ertönte vom
Thurme der Cathedrale das Fenersigual. Es brannte im Garni—
onlajareth, in dem nach der Dragonerkaserne zu gelegenen Flügel,
velcher in seinem oberen Stadwerke mit Relonvaleszenten belegt
war. Die Garnison- und die städtische Feuerwehr waren zur Stelle
1ud war nau 2 Stunden das Fruer so wert gelöscht, daß größerer
Ausdehaung des Braudes vorgebeugt war. Die Enistehungsursache,
owie der verursachte Schaden sind unbekannt. Eine große Schwies
igkeit erwuchs durch die Kalte, welche das Wasser in den Spritzen⸗
miauchen geftieren machte, so daß aus den nahe liegenden Kaser⸗
nen kochendes Wasser herbriaeschafft werden mußte.

p'Mähhausen, 8. Dez. In Betreff der Fleisch⸗
Lontrole schreibt die „N. M. Z.“ Folgendes zur Beachtung:
Zetanntlich ist im hiesigen Schlachtbause jeit dem Vorjahre eine
härfere Controle des eingebtachten Schlachtviehes durch einen zu
iesem Zwecke besonders ausgebildeten städtischen Bamten eingeführt
vorden. Wie sehr diese Einrichtung sich nützlich erwiejen hat, geht
zaraus hervor, daß im Lause dieses Jahres bis jetzt schon in 576
Fallen einzelne Thiere oder Fleischtheile von dem Verkauf zum
Schlachten, darunter allein 137 finnige Schweine, ausgeschloffen
und dea Wasenmesstern überwiesen sind.

F Frankfuͤrt, 53. Deibt. Kommenden Sountag wird Herr
Jul. d. Brozowsty, Premierlieutenant a. D., seine Erfindung: das
Dutchgehen der Pferde zur Unmözlichkeit zu machen, in der Land⸗
birihschaftlichen Halle pralt sch vorführen.

FStutrgart, O. Dez. Heute Nacht ist das Gebäude
es Cercus Herzog in der Necarstraße abgebranui. Bei dem Brande
ind ein Pferdewächter und dessen Bruder verbrannt. Zu Grunde
segangen ist die gesammte Ausstattung: auch 7 Pierde uund 2
dirsche sind umgekommen. Herr Herzog ist für sein Malerial in
einer Weise versicher, so daß er jetzt ein ruinirtec Maun ist.

7Stuttgart, 10. Dez. Gestern Abend emtgleiste ein
hüterzug bei Weinsberg; ein Eisenbahndediensteter wurde geiddtet.

f nus Müännchen wird jetzt der „Allasm. Zig.“ officiös
nitgetheilt, daß in der That die gegen den Bäckergesellen Holleber
„om unlerfrant schen Schwurgericht ausgesprochene Todcestrate dem⸗
ächst vollsogen werden wid, indem Se. Maj. der König einen
Htund zuce Begnadigung nicht gefunden habe.

Das Antsgericht zu Schentleugsfeld im Regierungs⸗
zezirk Kassel hat, der „Voss. Zig.“ zufolge, über das Vermögen
der verwettwelen Landgrafis Matie von Hessen⸗Paelppsihal, ge⸗
vorene Herzogin von Wülttiemberg, in Phiiippathal am 28. v. Mis.
as Kopkursveriahren eröffnet. Die Landgräfinsist die Muter des
tzigen Hauptes der hessischen Nebdenliuie zu Philippethal, des Land⸗
afen Ernst, eine Tochter des verstorbenen Herzogs Eugen von
Pürttemberg auf Karlszuhe im Kreise Oppeln und eine Schwester
es gegenwärtigen Obercommandirenden un Bosnen und der Herze⸗
sowinag, des Herzogs Wilhelm von Württemderg. Zum Konkurs⸗
rerwalter ist der Pfarrer zu Philppsthal ernannt worden; bisher
»ürfte wohl kein Geistlicher mit deratligen weltlichen Geichaften de—
taut worden sein.
arhtberichte.
Zweibrücken, 11. Dezember. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarlt.)
Weigen 11 M. 17 Pf., Korn 9 M. 70 Pfj., Gerste zweireihige dO M. — Pf.
serreihige 0 M. — pf., Spelz 6 M. 50 Pf., Spelztern — M. — Pif.
dinkel M. — Pf., Mijchftrucht — M. — Pf., Hafer 6 M. 67 Pjif.,
Tbsen — M. — Pf., Widen O M. — Pf., Kartoffeln 2 M. 80 Pf.
deu8 M. 20 Pf., Stroh 8 M. — Pf., Weißbrod U!/⸗ stilogr. 56 Pf.
kornbrod 3 Kilogr. 82 Pf., 2 Kilogr. 50 Pf., 1 Kilogr. 23 Pf., Gemischt⸗
rod 3 Kilogr. 87 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Ppf. Rindfleisch J. Qual.
d pf. n ual vo Pf, Kalbfleijch 10 Pf.. Vammelfleisch 80 Pf. Schweineflens
6 Wj., Butter/ Kilogr. 1 M. 20 Pf., Wein J Liter 80 Pf. Vier J Liter 24 Pf.

Homburg, 10. Dezember. (Fruchtmittelpreis und Victualienmarkt.) Weizen

e. 30 p an o 34 Bf, Spelziern . Pf, ESpeln 738.

Pf., Gerste 2reihige O M. — Pf., Gerste 4reihige O M. — Pf., Hafer

M. 73 Pi., Mischirucht — M. — Pf.. Erbien O M. — Pf.. Wicen
        <pb n="681" />
        d M. — Pf., Bohnen — M. — Pf., Kleesamen — M. — Pf. Korn⸗

rod 6. Pfund 8 Pf. Gemischtbrod 6 Pfund — Pf., Ohsenfleisch — Pf.

Rindfleisch 144 Pf., Kalbsleisch 36 Pf., Hammelfleisch — Pf. Schweinefle,

14 Ppff., Butter 1 Pfund 1 M. — Pf., Kartoffeln ber Cic. ßz M. — pf isch
Fur die Redaction verantworilich: F. x. Demeß.
1

Straßenwärterstelle.
Durch die Vers⸗tzung des Straßenwärters Johann Fuchs
oon St. Ingbert ist die Straßenwärterstelle auf der Straßenstrecke
don St. Ingbert nach der St. Ingberter Grube bis zur preuß.
Grenze bei Friedrichsthal in Erledigung gekommen, womit ein aus
der Distritiskosse St. Ingbert zu beijiehender monatlicher Geld⸗
Behalt von 45, Mk. verbunden is.
Taugliche Bewerber wollen ihre Gesuche nebst Zeugnissen bis
um 20. d. Mis. bei der unterfertigten Behörde einreichen.
Zweibrücken, den 6. Dezember 1879.
Kgl. Bezirksamt:
J. n. 9 ——X
ditg. ι
Bekanntmachung.

Dienstag, den 16. Dezember 1879, Nachmittags 2 Uhr,
oll auf dem Bureau des 161. Bergamtes St. Ingbert
nie Beifuhr von

200 ebm. Eienstammholz 3 B6

109 cn. Sepastaugen aus dem k. Forstrevier Neuhäusel,

100 ebm. Bucheustommholz 44

id . en aus dem k. Forstreviere St. Ingbert
zur k. Grube St. Ingbert im Submissionswege an den Mindest
ehmenden vergeben werden.

Uebernahmslustige sind eingeladen, ihre Angebote bis zu der
zben feftgesetzten Zeit verschlossen und gehörig bezeichnet auf dem
gureau des unterzeichnelen Amtes abzugeben, woselbst auch die
Zedingungen zur Einsicht offen liegen und die Submissionsforinu⸗
are in Empfang genommen werden lönnen.

St. Ingbert, den 6. Dezember 1879.

Kgl. Bergamt St. Ingbert:
J. Kamann, k. Bergmeisier.
Lrieger

Veoreéin.

Die Beerdigung unseres verstorbenen Kameraden
Friedrich Koch
ändet Samslag Nachminagag halb 3 Uhr statt.
Abmarsch vom Vereinslocal: Punkt 2 Uhr.
VXB. Es wird auf den Nachtrag zu den Siatuten: „Fehlen
zei Leichenbegängnessen? aufmertsam gemacht.
Der J. Vorstand, Fischer.
ß Mit 20 Mark Anzahlung
8* monatlichen Theilzahlungen à 63 Mark
Saede ich au solide Leute das bekannte großartige Pracht ⸗
2Iwerk J
Pierer's Conversations-Lexrikon
518 Bande elegant gebunden, Preis 126 Marl, ganz neu
*Icomplet auf einmal abd.

Dieses nach den Urtheilen der Presse und hervorragender
Männer der Wissenschaft beste Werk seiner Art ist soeben voll⸗
tandig geworden und bin ich so fest von der außerordentlichen Zu⸗
stiedenheit der Empfärger überzeugt, daß ich mich hierdurch ver⸗
flichte, daz Werk innerhalb 8 Tagen nach Empfang gegen Erstat⸗
ung der Frachtauslagen zurückzunehmen, Falls Jemand glaubt,
Ausstellungen machen zu können.

Die Zusendung der 18 Bände erfolgt direct per Frachtgut.
Noch nie dürfte ein solches Werthobject unter so günstigen Be⸗
ingungen abgegeben worden sein.

Eugen WMahlo, Buchhandlung in Berlin.
Markgrafenstr. 68.
Gute Eßkartoffeln

hans· Couverts
m't Firma bedruckt werden rasch
und billig angefertiat in der
Zuchdruckerei von F.X. Demetz.

at zu verlaufen
Rud. Munzinger.

Die Erzählungen und Scherze, die der „Vetter vom
Rhein“ bringt, sind in schlichter und gemülhboller Weise ge⸗
chrieben. Dres dener Anzeiger.“

Der „Vetter vom Rhein“ ist für 30 Pf. bei den Bnchhänd⸗
lern und Buchbindern zu haben.
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—RRXRXRXEX
appelkräntermagenbitler,
nach einem alten aus einem Be—
nedictinerkloster siammenden Recept
abrizirt und nur en gros ver⸗

Jandt von
q. PINGEL in Göttingen
(Provinz Hannover.)
Der Bepredictiner ist bis
zzt das kostbarste Hausmititel uud
eßhalb in jeder Familie beliebt
eworden. Der Benedictiner
t nur aus Bestandtheilen zusam⸗
iengesetzt, welche die Eigenschaftend
esitzen, die zum Wie deraufbau
seines zerrütteten dahinsiechenden
Körpers unbedingt udthig in
er ist unersetzlich be Magenleiden, Unverdaulichkeit, Hämor⸗
zhoiden, Nervenleiden, Krämpfen, Blähungen, Häutaus-⸗
chlägen (Flechten), Athemnoth, Gicht, Nheumatismus,
Schwäche zustaänden, sowie bei Leber⸗ und Riere leiden
und vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedictiner reinigt das Blut und vermehrt dasselbe,
erx entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
risch, stellt die Harmonie des Koͤrpers wieder her und verlängert das
Leben bis zu seinem vollen Maße.

NB. Jede Flasche ist mit dem Siegel C. Pingel in Göttimgen“
erschlossen und mit dem geschützten Etiquett versehen.

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ν— —V——— 660 D 6 M. 73 Pf.
Bei 5 Fl. Verpackung frei. Bei 10 5Il. freie Verpackung u. 1 Fl. gra⸗
is. Versandt, gegen Nachnahme durch nachstehende Niederlage. En gros-
Versandt durch die Fabrik. Attest: v

Herr Joseph Maringeln, pens. königl. Förster in Forst bei
Wessobrunn berichtet an das Depot des Herrn Ludwig Wopfner in Mun⸗
hen: Da ich in meinen Hämorrhoidenleiden große Vesserung spüre, bitte
9 um gefl. Sendung von 10 Fl. Benedictiner ꝛc.

Niederlage in St. Ingbert bei Herrn J. Friedrich.
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Jakob Friedrich.
—

Bad-Kiffinger Rirchen⸗
Lotterie.
dauptgewinne: A 45, 000. —
2wal 12,000 M. ꝛc. ꝛc. Zu⸗
ammen 11,800 Geldgewinne in
Zesammibetrage von 230,000
Mark.
Preis des Looses 2 Mk.
Ziehung am 24. Februar 1880.
die Loose sind nicht in Serien
ibgetheilt, sondern tragen fort⸗
aufende Nummern.
Die General Agentur:
J. &amp; 8. ghuler, Zweibrücken.
Allerorts werden so⸗
* lide Agenten —X
Obige Loosse sind in St.
Jnabert zu hasen bei den
herren Franz Woll und
J. Friedrich.

Reichenhaller
Kirchenbau⸗-Lotterie.
200,000 Loose.
Ge!daewinnste 185,000 Mark.
ziehung am 80. Decemb. 1879
Treffer 60,000 M., 25,000 M.,
10,000 M., 5000 M. u. s. w.
Foose à2M.
zu beziehen durch die General⸗

Agentur
Carl Larig,
Bankgeschäft in München
und
sranz Woll in St. Ingberi.

HYertrauenbonnen arane
nur zu einem solchen Heilver⸗
ahren fassen, welches thatfächliche
etrfolge für sich hat. Die bereits in
Auflage erschienenen Specialbücher:
Die Sicht““ und „Die Brust⸗
ud Eungenkrankheiten““ geben
allen Jenen, die an
oGiocm
*iniatismus, Gliederreis son otc.
leiden, oder aber an einer
gZrust· oder Lungenkranknhest,
wie Schwindfsucht ꝛc. dahinsiechen,
nenue Hoffnung, denn die darin
enthaltenen Zuneegaugerun gen ber
zluckliche Heilungen beweisen, daß
elbst Echwerkranke oder anscheinend
joffnungsloa Darniederliegende noch
ie ersehnte Hilfe fanden. — Kein
donorar, ärzilicher Beirath vielmehr
anentgeltlich Jedes der obigen Bucher
lostet do Pf.“ Prospect gratis und
franeo durch Th. Hohenleitner,
Leipzig und Baseil.

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bedingte Garantie für den
Wortlaut der Ptibkette.
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        St. Ingberler Anzeiger.
— —ñ ñ— — — — — ——
Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wöchentlich mu dem⸗ Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, ESonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint woͤchentlich viermal? Dienstag, Dounnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementsvreis betragt vierteljahrlick
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mit 15 A fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 ⸗ pro Zeile berechnet.
M 198.
Sonntag, den 14. Dezember

187
Deutsches Reich.

Mürnchen, 12. Dez. Die Abgeordnetenkammer vertagte
ihre heutige Sitzung um 1 Uhr 10 Minuten auf Worgen d oehufs
Fortsezung der Eisenbahndebante. Der Antrag hetreffend das neue
Wahlgesetz wurde von Abg. Grafen Fugger fallen gelassen, bom
Ubg. Schels aber wieder aufgenommen.

Brrhin, 11. Deu. Der Kaiser empfängt heute Nachmit⸗
iag um halb drei Uhr den auf der Rückreise uach St. Petersburg
hiet eingetroffenen Grafen Schuwalow, welcher sich sodann zum
dronpringen begibt. Graf Hatzfeld trifft heute Nachmitag von
Varzin hier ein.

tVon der Böorse aus verbreilete sich am 8. Dez Nach⸗
mittag über ganz Paris das Gerücht von einem fruchtbaren
kisenbahnunglück, welches sich nach den Einen auf der
Oft⸗, nach den Anderen auf der Orieansbahn zugetragen haben
jollte: man sprach von sechzig Todten. Die Wahrheit ist, daß
beide Linien in den letzten vierundzwanzig Stunden der Schau—
olatz von Unfällen gewesen find — die, wenn auch noch immer be⸗
zauerlich genug, doch glücklicher Weise nicht die ihnen zugeschtiebene
Tragweite gehabt haben. Die von Floricourt, also von der fran⸗
onich · lothringischen Grenze, kommenden Züge Nr. 40 und 36
varen mit großem Verzug auf dem Bahnhof von Rainey bei Paris
ingetroffen uund dann eiwa 400 Meter vor dem VBahnhof von
Bondh im Schnee stecken geblieben. Man haite vergessen oder es
war nicht mehr möglich gewesen, sie gegen einen Zusammenstoß zu
decken. Als nun etwas später der ebenfalls von Aoricourt komm ende
kxpreßzug Nr. 88 mit vollem Dampf heranbrauste, wurde der
okomotivführer zwar noch die beiden auf der Bahullinie liegenden
Züge gewahr, und er stoppte, aber er befand sich schon zu nahe
und es erfolgte ein Zusammenstoß, in welchem die letzten Waggons
)es Zuges Nr. 36 zermalmt und ihre Trümmer in die Luft ge⸗
prengt wurden. Ein Schaffner wurde getödlet, ein zweiter sowie
wei Militürs. und mehrexe andere Personen wurden mehr oder
weniger schwer verwundet. Der Lokomotivführer und der Heizer
»es Expreßzuges kamen mit heiler Haut davon, die Lokomolide war
ber in Stücke gebrochen und dem Kessel der Boden ausgeschlagen.
luf der Orleans⸗ Linie waren in der Nacht vom Mitiwoch zum
donnerstag bei Les Ormes zwei Züge an einander gestoßen und
zier Reisende leicht verletzt worden.
fIn Bereh ist wieder ein Theil des Quai in den Genfer
See versunken.
Von den vielen Episoden, welche das Unglück der spanischen
Brobinz Mureta derutsacht hat, mag eine hier Erwaähnung
inden: In den Foubourgs von Lorca, mitten unter den herren⸗
osen Gütern, welche auf dem Wasser umhertrieben, schwamm eine
Wiege, in welcher sich ein wenige Monate altes Kind befand; das⸗
lbe spielte Angesichts dis grausigen Geschicks, dem es in jedem
Romente zum Opfer fallen koͤnne, ahnungslos mit seiner Klapper.
kinige geschickte und muthige Männer wagten sich in den Stirom,
rhaschten die Wiege und rettelen so das junge Leben. Kein Ver.
vandter ist gekommen, das Kindchen zurückzuverlangen — sie haben
zielleicht alle ihr Grab bei dem Wüulhen der Elemente gefunden —
ein Edelmann hat sich in Folge dessen erboten, den modernen
Moses zu adopiiren.

F.Am 28. d. Mis. findet bei Vollmond eine partielle Mond⸗
änsterniß von etwa anderthalbstündiger Dauer statt. Der Mond
Jeht um 8 Uhr 2 Minuten guf. die Veifinsterung tritt gleich⸗
zeitig ein.

dFlir die Redaciion verammwotich J. x. Demec

isches ECchwurgerich. —
IV. Quartal.

Zweibrücken, 8. Dez. Verhandlung gegen Friedrich Panter, 86
dahre alt, Siebmacher von Sanddorf, wegen Meinenßs. (Schluß.) Wahrend
ie k. Staatsbehorde die Anklage aufrecht hielt, beantragte die Vertheidigung
Freisprechung, da doch zu viele begruͤndele Zweifel vorlaͤgen, ob wirklich der
XXC wissentlich die Unwahrheit beschworen habe. Nach mehr als L/⸗
tündiger Beraihung verlündigten die Geschworenen ihren Wahrspruch, der auf
chuldig des Meineids wegen der Behauptung, der Shmied Trien sei bei dem
Anfall zugegen gewesen, lautete, dagegen hielten die Geschworenen es für nicht
rwiesen, daß der Angeklagte wissenflich und fälschlicherweise ausgesagt habe,
der Ktnecht sei nicht bei seinen Pferden gewesen, und er habe Aules deutlich
ʒeim Mondschein mitangesehen. ürtheil! i Jahr und 6 Mtonate Zuchthaus,
Berlust der buͤrgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre und Unfähigkeit je wieder
ils Zeuge oder Sachverstãndiger vernommen au werden.

Sern qtes.

fSaarbrücken, 12 Dez. In dem kaum gebauten

rächtigen Halberger Schloß des Geh. Commerzienraths Herrn
Stumm ist deute morgen zwischen 1 und 2 Uhr Feuer ausgebrochen.
Dasseibe gruff mit soicher Wuth um sich, daß bald die Flammen
aus allin Fenstern des weilläufigen Gedäudes schlugen nnd letzteres
zeute Morgen biß auf die Mauern ausgebrannt war. Bei der hohen,
dem Winde ausgesetzten Lage det Schlosses, bei dem Wassermangel
und der bittern Kälte war an ein Löschen nicht zu denken. Das
orennende Schloß war trotz des Winternebels weilhin im Saarthal
sichtbar, und soli namentlich bon der St. Arnualer Seite aus der
Anblick ein furchtbar prächtiger gewesen sein. Das Schloß war
noch nicht bewodnt, die Handwerker legten eben die letzte Haud an
die innere Einrichtung als das dem Menschenwerk feinduͤche Eement
Alles vernichtete. Die Entstehungsursache des Feuers ist dis j tzt
ioch nicht aufgellärt. Versichert soll das Schloß nicht gewesen und
omit der Schaden des Besitzers ein sehr großer sein. (S. 3.)

f In Pirmasen* hat am Donnerstag der Schuster
Valentin Schinid eine Wittwe,. mit der er längere Zeit zusammen⸗
ebte, mit eirem Schrotschuß in den Rücken schwer derwundet.
dierauf suchte er fic selbst ducch einen Schuß in den Mund zu
odten, was ihm indeß auch nicht gelang, indem er sich nur schwer
aber nicht föͤdtlich derletzte.

tLambreqct, 10. Dez. Der hiesige Vorschutz⸗Verein
leing. Gen.) sseht vor einer Katastrophe. Iu den letzten Wochen
sind so zahlreiche Austritisgesuche — man spricht vom Drinel don
dem ca. 90 Mitgtieder starken Verein — au den Vorstand gelangt,
doß derfelde sich gendthigt sah, auf lommenden Sonntag den 14.
d8. eine Genetal ⸗ Versammlung mit der Tagezordnung: „Liquidation
des Vereins“ einzuberufen. (Land. A.)

FWürzburg, 9. Dez. Gestern wurden zwei Handwerks⸗
zurschen an der Landftraße vor der Stadf erfroren gefunden.

Recht ungalani ist der Dü sfeldorfer,Anzeiger“ gegen
die Frauen, denn er illustrirt die Geschwaͤtzigleit derselben jolgender⸗
naßen: „Geoße Freude herrschte gestern Morgen auf der Neustraße,
vo drei Frauen sich so lange Neuigkeiten erzählt hatten, bis sie auf
dem Trottoir angefroren waren. Die Nachbarschaft lief mit Töpfen
voll heiben Wassers herbei, die Festgefrorenen wieder zu befreien,
vobei es viel Gelaͤchier gab.“

tVonm kleinen Belagerungszustand in Berlin. Müller und
Schulze treffen fich auf der Straße, und es entspinnt sich folgende
Sondersation: M.: Nun, was fagen Sie, der kleine Beiagerungs⸗
uustand ist wieder über um verhängt. — Sch.: Was siegt datan?
Man sieht ihn ja nicht. — Me Wieso? —66. Na, weil er

derhängt ift.

Jedermann weiß wie unbequem und lalstig im Winter zuwenen
ꝛin vernachläßigter Husten oder Schnupfen werden kann. Man
laubt sich häufig von einer starken Eckältung oder einem leichten
Lungen⸗Katarrh befallen, während die Abzaäͤhrung und Lungenschwind⸗
ucht schon eingetreten find—

Funf bis Sechs Stück der weliberühmten Bruftkaramels Marla
Benno von Donat werden bei all diesen Fällen entweder roh ge⸗
Jessen, oder in heißem Kakao ⸗ Thee oder Milch aufgelöst, aber nur
iauwarm getrunken.

Der rasche Absatz, den dieses bewahrte Product selbst in den
höchsten Kreisen gefunden, hat zahlreiche Fälschungen Imitationen
urd Neider hervorgerufen, der billige Preis von 20 Pf. für einen
echten himmelblauen Karion Kalao⸗Thee wird allgemein anerkannt.

Von dem echten Kakac Thee Maria Benno hon Donat, dieses
»illige, wohlschmeckende und nahrhafle Getränt jür Kinder und Er⸗
oachsenen nimmt man auf eine Taffe Wasser einen Theeloffel voll
und laäßt dies eine halbe Stunde lochen, dann gießt man ihn durch
ine Sieb und schültet etwas Zucker und Milch daran, wie an
en daffe.

Debot in St. Ingberl bei Herrn Jean Peters.

—
        <pb n="684" />
        Stadtrathssitzung
Montag den 15. ds. Mis.
Nachmitiags um 3 Uhr.

Tagesordnung:
Wahl der verschiedenen Com⸗
missionen für die Zeit
1880/1884.
Forthetrieb resp. Uebertrag⸗
ung von Wirthschaften.
Erweiterung der Lateinschul⸗
localitãten.
St. Ingbert, 13. Dez. 1879.
Das Bürgermeisteramt:
Custer.

Ewaill.
Kinderkochgeschirr,
Christbaum⸗
Lerzierung
hei Otto Weigand.
2.
Der Unterzeichnete
mpfiehlt sein Lager in
Beschäftsbüchern
uus der bekannten Fabrik von
König und Ebhardt
in Hannover.
Franz Woll.

3.

Weihnachts—
geschenke als:
Feuergeräthständer,
Ofenschirme,
Ofenvorsetzer, bronc.
und galvanisirt,
Toiletten-Eimer,
Wasserkrüge,
Wandwaschgefäße,
Briefkasten,
Servirbleche,
Zuckerkasten,
Desis hen
Salzfäßchen,
Messer- und Gabel—⸗
körbchen,
Fleischhackmaschinen,
Salatbestecke,
Tafelschellen,
mefss. Mörser,
kupf. Bundformen,
Bettflaschen, J
Caffeemaschinn,
Laubsägekasten,
Werkzeugkasten,
Lampen,
fein beschlagene Bier⸗ Rechnungen
seidel, zu Jedermanns Gebrauch
sowie alle Arten Glas- ů allen Formaten
waaren in Schwarzdiuck, sowie in roth
hei und inn Liniatur.
F sind vorräthig in der
J Otts Weigand. Druckerei ds. Bi.
541 Mit 20 Mark Anzahlung
und monatlichen Theilzahlungen à 6 Mark
SIgebe ich au solide Leute das dekannte großartige Vrocht⸗
Ax 3
z Pierer's Conversations-Lerikon
3118 Bände elegant gebunden, Preis 126 Marhk, ganz neu
*complet auf einmal ab.

Dieses vach den Urtheilen der Presse und hervorragender
Männer der Wissenschaft beste Werk seiner Art ist soeben voll⸗
tändig geworden und bin ich so fest von der außerordentlichen Zu⸗
jriedenheit der Empfärger überzeugt, daß ich mich hierdurch ver—⸗
pflichte, das Werk innerhalb 8 Tagen nach Empfang gegen Erstat⸗
ung der Frachtauslagen zurüchzunehmen, Falls Jemand alaubt,
Ausstellungen machen zu können.

Die Zusendung der 18 VBände erfolgt direct per Frachtgut.
Noch nie dürfte ein solches Werthobject unter so günstigen Be⸗
zingungen abgegeben worden sein.

Eugen Mahlo, Buchhandlung in Berlin.
Markarafensser. 68

Die freiwillige
Feuerwehr
St. Inobert ersucht olle dieje⸗
nigen, welche an dieselbe etwas
ufordern haben, ihre Rechnung bis
pätestens am 20. ds. einzureichen.
Das Commando.
Montag Abend 7 Uhr
Metzelsuppe
WB. Weisderber.

s

—A [ —

sow. sonst. Blasenl. heile unter

Garantie für immer bei jedem

Alter. Erfrorene Glieder
eder Art in 2 Tagen. Kosien gering.
Armen gratis. Näheres, Profpect u.
zeugnisse: F. O. Bauer.

Specialisst Mertbeim qa. M.
Trunksucht,
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Vhorwissen, und unter Garantie Th.
sonetzky, Berlin N., Bernauer⸗
traße 84, Erfinder dieser Radikalkuren
ind Spezialist für Trunkfucht⸗Leidende.
fidlich erhärtete und amtlich beglau—
igte Danksagungsschreiben liegen vor.
Nachahmer beachte man nicht, da
nehrere ihren Namen und Aliteste
alichen, üherhaupt Schwindel tfreiben.

Anzeige.

Für Weihnachtsgeschenke empfehle ich: Photo—
zraphie- und Schreib-⸗Albums, Brief- und Wandmappen,
Schreibzeuge, Necessäre, Papeterie, Würfelspiele für Kinder
ind Erwachsene u. dgl.; verschiedene Artikel aus der Fa—
brik der Herren Gebrüder Adt, zu Festgeschenken besonders
geeignet. Wegen

Ausverkaufs
der Kinderspielwaaren, verkaufe ich Puppen, Holzwaaren
ꝛc. unter dem Einkaufspreise.
Franz Woll.
——
Adolph Beer St. Ingbert,
Oberstadt empfiehlt, —
Caffé⸗ &amp; Tischservieen für Kinder, Wasser⸗ Wein⸗,
Liqueur &amp; Biersätze, Blumenständer, Punsch⸗
howles, Ofenschalen ꝛc. ꝛ⁊c. ꝛc. Zu mäßigen Preisen.
Grosse Auswahl—
in: Damen-Mänteln und Regen—
mänteln, Teppichen und Teppich-
stoffen, Tisch⸗ Bett- und Reise—
Decken, Pelzwaaren, ꝛc. ꝛc. zu Fest⸗
geschenken sich eignend, empfehlen

St. Johann a.d. Saar.
Gebrüder Brach.

— —T
Deffentlicher Dank.,
Ich der Unterzeichnete bescheinige hiermit der Wahrheit ge⸗
nãk, daß mir der Sanct Bernhard⸗Magenbitter des Herrn
E. Pingel in Göttingen,
zezogen durch das Depot des Herrn Anton Wirth in Dint
golfing, bei Magenverschleimung, an der ich schon längere Zei⸗

zu leiden hatte, die besten Dienste leistete.

Zuerfi benutzte ich den Bernhardiner⸗Alpenkräuter-Magen⸗
bitier des Hofdestillateurs Wallrad Ottmar Bernhard in Mun—⸗
hen, welcher

SZnieht die miudesto Wirkung —
Jervorbrachte, weshalb ich den Sanct Bernhard des
Herrn

68. Dingel in Göttingen
allen mit ähnlichen Leiden Vehafteten auf das Wärmste empfehle
und gestatte hiermit, dieses im Interesse aller Leidenden öffent⸗
lich bekannt zu geben.

Dingolfing b. Landshut (Niederbayern), im Dezbr. 1879.

Johann Meyöer,
Schmiedemeister.

—
—
—

—
* Seit 8 bis 9 Monaten bemülht fich ein gewisser Fa⸗
brikan, welcher sein erbärmliches Gebräu unter dem frühern
Namen nicht abseßen konnte, ueine Inserate und Prospecte täu⸗
schend ähnlich nachzubilden und hängt dabei seinem durchaus
werthlosen, in vielen Fällen schädlich wirkendem, einfach bittern
Schnapfe einen Namen an, welcher dem meines Benedictiner und
Sanct Bernhard ähnlich ist und Verwechselungen herbeiführen soll.

Unter großer Marktichreierei wird dieses Gebräu, welches
angeblich 20 Jahre bestehen soll, aber in Wirklichkeit nur obiges
Aller hat, ausgeboten, weshalb ich bitte, genau darauf zu achten
daß jede Flasche meines einzig ächten Benedictiner und Sancit
Bernhard mit dem bekannien, gegen Nachahmung geschützten
Etiquett versehen und mit meinem Siegel vershloffen ist.
Eliquelt und Siegel tragen die volle Firma: „E. Pingel in
Gottingen“. Nur genaue Beachtung der Kennzeichen meiner
Fabrilate schützen vor gewissen Leuien, welche nur darauf aus⸗
gehen, das Publikum auszubeuten.

C. pingel in Göllingen,
einzige Fabrik des ächten Benedictiner-Doppelkrauter⸗Magenbitter
und des Sanct Bernhard⸗Magenbitter.

Meine Fabrikate sind nur ächt zu haben in St. Ing⸗

bert bei Herrn J. Friedrich.

Druck und Verlag von F. X. Demetßz in St. Ingbert.
HSiezu Allustrirtes Sonntaasblatte Nr. 50.
        <pb n="685" />
        SBl. Ingberter Anzeiger.
Dder St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wo hentlich mi⸗ dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt, (Sonntags mit illustrirter VRei⸗

lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donunerstag, Samstag und Sonutag. Der Abounementspreis beträgt vierteljahrlich

MAAC 40 einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1.M 60 4, einschließlich 20 Z Zustellzebüuhr. Auzeigen werden mit 10 Z, von Auswarte
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Naum, Neclamen mit 30 — pro Zeile berechnet.
M 199. Dienstag, den 16. Dezember 1879.
Deutsches Reich.

Muüunchen, 12. Dez. Der dritte Ausschuß der Kammer
der Reichzräthe hat den Antrag des Abg. F. X. v. Hafenbrädl,
polizeiliche Taxen für Lebensmittel betreffend, mit 4 gegen 2 Stim-
men (Bischof d. Dinkel und Graf v. Lerchenfeld) abgelehnt.

NAussland.

Wien, 14. Dez. Authentisch verlautet, Fürst Gortschaloff
habe die ruffischen Vertreler im Auslande angewiesen, die Gerüchte
über staaisrecht che Reformen zu dementiren.

Petersburg, 13. Dez. Seit zwei Tagen koursict hier
ein Gerücht, laut welchem der in dem Ptozeß Mirsti verwidelle
Angeklagte Levenson, troßdem er wegen Mangel an Beweisen frei⸗
gesprochen wurde, auf administrativem Wege „oüeersschuck!“ wor—
den sei. Es würde dies allerdings wenig mit einem zweiten Ge⸗
rücht vereinbar sein, welches von unmitielbat bevorstehenden liberalen
Reformen wissen will, mit denen man den Namen des Grafen
Schuwaloff in Verbindung bringt.

Konstantinopel, 14. Dez. In Folge der Anzeige
seitens Montenegros, daß es in Gussinje mit Waffengewalt ein⸗
rücken und die dortigen Bewohner mii größter Strenge behandeln
werde, richtet die Pforte ein Circularschreiben an ihre Vertreter
im Auslande, um diese Sachlage auseinanderzusetzen und zu be⸗
onen, daß sie ihr Moglichstes geihan habe, um Blutvergießen zu
verhindern, und somit im Falle eines Zusammenstoßes sie kein
Vorwurf treffen könne.
Landrath der Pfalz.
Speier, 11. Dez. In der heutigen Sizzung referirt Herr
Pfarrer Krieger Namens des 4. Ausschusses uber „die Revision
der Bestimmungen über die geheimen Rathstaxen“ wie folgt: „Laut
EStlaß des k. Staatsministeriums des Innern für Kirchen⸗ und
Schulangelegenbeiten vom 6. Ifd. Mis. werden die geheimen Raths
axen der anzustellenden Lehrer an den Real⸗ und isolirten Latein-
schulen lünftighin bei den Einnahmen des Kreiepensions Vereins der
Real⸗ und Studienlehrer in Wegfall kommen, indem das nicht
tabile Lehrerpersonal nach den Geundsätzen, welche bei der bevor⸗
tehenden Revision der Bestimmungen über die gedeimen Rathstaxen
zur Anwendung kommen sollen, nicht mehr zur Entrichtung dieser
Gebühren an den Kreispensions⸗-Verein angehalten werden kann,
weil die Reliklen nicht ständiger Lehrer keinen Anspruch auf Suflen⸗
hation oder Alimentation aus der Kreispenstonskasse haben. Das
ttabile Personal aber dat die geheimen Rathstaxen an den allge⸗
neinen Unterstützurgs: Verein sür die Hinterbliebenen k. bayr. Staais⸗
diener einzuzahlen von dem Zeitpunkte an, wo den mit pragma⸗
rischen Rechten angestellten Lehrern der Real- und isolirten Laleln—
chulen ꝛ⁊c. der Beittitt zu dem allgemeinen Unterstützungs Vereine
rröffnet werden kann, wenn erst sämmtliche Landräthe des König⸗
reiches ihre Zustimmung hiezu erltbeilt haben, wit sie von Seile
des Landrathes der Pfalz im Vorjahre erfolgt ist.“ Der Landrath
nimmt von dieser Mittheilung Kenniniß. Weiter referirt Hert
Pfarrer Krieger über die isolirten Lateinschulen, welche Gemeinde⸗
anstalten sind. Der Beitrag aus Kreisfords entziffert sich pro
1880 folgendermaßen: Annweiler 5180 M., Bergzabern 7849,30
M., Blieslastel 3420 M., Dürktheim 78533 M., Edenkoben 8339
M., Germerssheim 8100 M., Homburg 3329 M., Kirchheimbolanden
3180 M., Kusel 3605 M., Landstuhl 4105 M., Ludwigshafen
3308 M., Neustadt 8268,48 M., Pirmasens 8052 M., Si. Ing⸗
dert 8095 M. Winnweiler 7623 Mark.
Herr Auffahrt erftattet Bericht über die Kreisfondsrechnung
pro 1878, welche eine Gesammtausgabe von 1,885,599. 24 M.
und einen Altivrest von 108,445.75 M. nachweist. Die Rechnung
vird nicht beanstandet. Schließlich berichtet Herr Schneider übet
»as Kreisbudget pro 1880. Die Gesammtausgabe wurde auf den
Betrag von 1,773,834.48 M. fesigesetzt, gegenüber der bon der
gl. Regierung postulirten Summe von 1,784,770.07 M. Die
Kreisumlagen zu 389/10 00 von der Sleuerprinzipal ⸗Summe ju
2,216,695. 83 M. ergibt nach Abzug von Oh ungibiger Kosten
e Summe von 850,482. 81 M.
Hiemit hatte der Landrath seine dietjährigen Arbeilen erledigt.

Speier, 12. Dez. Heute Vormittag 10 Uhr wurde
die diesjährige Landrathssession durch Se. Exceillenz den Herrn Re⸗
zierungspräsidenten der Pfalz, Staatsrath von Braun, geschlossen.
Sernijmates.

* St. Ingbert, 15. Dez. Am Samstag 13. djfs.
wurde der Ackersmann Michael Scherer aus Ommers heim,
jef im Schnee steckend, erfroren aufgefunden. Derselbe verließ
Abends vorher nach 6 Uhr eine Wirthschaft in Aßweiler, um nach
dause zu gehen und kam in Folge des Nebels von der Landstraße
ib. — Auch ist eine Frau aus Niedersimten dieser Tage
nicht weit vom Dorfe entfernt erfroren aufgefunden worden.

—, Der hiesige Ocarinaverein gab am Samstag
Abend ein in allen Theilen gelungenes Gesang u. —A
n dem bis zum letzten Platz beseßten geräumigen Schuhmannn'schen
Saale in Saarbrücken, über weiches die dortige Zig. sich sehr lobend
ind u. a. in folgenden Worten ausdrückt: Sie kam, sah und
iegteꝰ (nämlich die Ocarinageschellschaf). Kommenden Sonntag
vird der Verein in Pirmassens concertiren. J

7 In Kaiserslautern ist am Samstag die Lotz'sche
Möbel und Holzschuhfabrik in der Stiftsmühle abgebrannt.

Die Verloosung der pfaälzischen Aussieueransfall findet am
23. ds. M. in Speiser stalu. Beim diesjaͤhrigen Abschlusse
der Hauptliste mußten nicht weniger als 149 wegen Nichtzahlung des
Beitrages gestrichen werden. Vor der Verloosung findet eine Gene—
dersammlung statt, auf deren Tagesordnung u. A. die Herabfetzung
der Jahresbeiträge auf 3 M. und der Gewinne auf je 300 M. steht.

Aus Ungarn laufen trautige Berichte über Verheerungen
in, welche durch Ueberschwemmungen veruriacht wurden. Im
Urader Comitat (Regierungsbezirt) liegen mehrere Ortschaiten in
Trümmern und die Einwohner flüchten. Im Bicharer Comitat
ollen 10,000 Menschen obdachlos geworden sein. —

ir die medaction verantworttich· F
Anzeige.

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brik der Herren Gebrüder Adt, zu Festgeschenken besonders
geeignet. Wegen
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der Kinderspielwaaren, verkaufe ich Puppen, volzwaaren
ec. unter dem Einkaufspreise.

Franz Woll.
z1 it 20 Mark Anzahlung
an monatlichen Theilzahlungen a ß Mark

—* ich au solide Leute das bekannte großartige Pracht-⸗
5 werk: J
Pierer's Conversations-Lerikon
18 Bände elegant gebunden, Preis 126 Mark, ganz neu
kscomplet auf einmal ab.

Dieses nach den Urlheilen der Presse und hervorragender
Maͤnner der Wissenschaft beste Werk seiner Art ist soeben voll⸗
tändig geworden und bin ich so fest von der außerordentlichen Zu⸗
riedenheit der Empfänger überzeugt, daß ich mich hierdurch der-
flichte, das Werk innerhalb 8 Tagen nach Empfang gegen Erstat⸗
ung der Frachtauslagen zurückzunchmen, Foalls Jemand glaubt,
Nusstellungen machen zu können.

Die Zusendung der 18 Vände erfolgt direct per Frachtgut,
Roch nie dürfte ein solches Werthobject unter so günstigen Be⸗
zingungen abgegeben worden sein. J

Eugen 2Mahlo, Buchhandlung in Berliu
VParkgrafenstr. 68.
        <pb n="686" />
        Hausversteigerung.

Samstas, den 20. De⸗
xmber nächsthin Nachmittags
2 Uhr zu St. Ingbert in
der Wirthschaft von Kaspbar
Roher laßt Katharina Rop⸗
penecker Wiuwe von Johann
Dietzler hier ihr nachbezeich
netes Wohnhaus auf Zahlungs⸗
ermine freiwillig an den Meist⸗
bietenden in Eigenthum verstei⸗
gern, nämlich:

Pl..Nr. 7462 und 746*
87 qm Fläche Wohnhaus
mit Hinterbau, gemein⸗
schaftlichem Gang, Hofraum
und Pflanzaärtchen gelegen
an der Kohlenstraße zu St.
Ingbirt neben Joseph Fries
und Jalob Schwarz.

St. Ingbert, 13. Dez. 1879.
Sauer, l. Notar.
Aufgebot.

Es wird zur allgemeinen
Zenntiniß gebracht, daß

1, der Restaurateur Friedrich
Pfaff, ledig wohnhaft zu
Lollar Sohn des zu
Lollar lebenden Ortsbürger
und Ackermann Balthosar
Pfaff, und dessen daselbst
lebenden Ehefrgau Helene
geborene Spuck
und die Rosalie Lehmann
ledig, wohnhaft zu Un⸗
ruhstadt Tochter des zu
Unruhstadt lebenden Ein⸗
wohners Gottlieb Leh⸗
mann und dessen dafelbst
Jebenden Ehefrau Clara ge⸗
borene Siewert die Ehe
mit einander eingehen wollen.

Dem unterzeichneten Standes⸗
beamten ist ein Hinderniß diefer
Ehe vicht bekaunt. Etwaige ouf
Ehehindernisse sich stützende Ein⸗
jprachen sind bei dem unter⸗
zeichneten Standesbeamten anzu—⸗
bringen.

Die Bekannimachung des Auf⸗
gebots hat in den Gemeinden,
Lollar, Saarbrücken, St. Ingbert
und Unruhstadt zu geschehen.

Unruhstadt, 11. Dez. 1879.

Der Standesbeamte:
Goldschmidt.

Mainzer

Honig · Lebkuchen

emopfieblt
Peter Zepp.

Weihnachts—
geschenke als:
Feuergeräthständer,
e
Dfenvorsetzer, brone.
und galvanisirt,
Toiletten⸗Eimer,
Wasserkrüge,
Wandwaschgefäße,
Briefkasten,
Servirbleche,
Zuckerkasten,
Bewürzkästchen,
— 32
Messer- und Gabel—⸗
körbchen,
Fleischhackmaschinen,
Salatbestecke,
Tafelschellen,
mefs. Mörser,
kupf. Bundformen,
Bettflaschen,
Caffeemaschinen,
Laubsägekasten,
Werkzeugkasten,
Lampen,
fein beschlagene Bier—
seidel,
sowie alle Arten Glas—
waaren
bei
Otts Weigand.

Reichenhaller
Kirchenbau⸗Lotterie.
200,000 Loose.
Geldgewinnste 185.000 Mark.
ziehung am 80. Decemb. 1879
Treffer 60,000 M., 25,000 M.,
10,000 M., 5000 M. u. s. w.
Foost à 2M.
zu beziehen durch die General⸗
Agentur
Carl Larig.
Bankgeschäft in München
und
Franz Woll in St. Inabert.

Die große Verbreitung einer Zeitung
ist der beste Maßstab zur Beurtheilung derselben. Je größer und aus⸗
geb reiteter der Leserkreis einer Zeitung, desto deutlicher ist der Beweis
zeliefert, daß dieselbe durch ihren Inhait die Bedürfnisse des Publikums
m weitesten Maße zu befriedigen weiß. So hat es besonders das
„Berliner Tageblatt“
verstanden im Lause von 8 Jahren
Einen festen Stamm von weit über
70,000 Abonnenten,
welche über ganz Deutschland und dessen Grenzen hinaus verbreitet sind,
um sich zu schaaren. Wir glauben, daß diese hohe Abonnentenzahl vor
Allem beweist, daß das „Berliuer Tageblatt“ eine intime Fühlung mit
allen gebildeten Gesellschafts-Klassen Deutschlands aufrecht erhält und fich
die Guͤnst derselben dauernd zu erhalten weiß. Eine je höhere Auflage
aͤber eine Zeitung besitzt, desto leichter ist dieselbe auch in der Lage,
große pecuniäre Opfer zu bringen, um durch Heranziehung der ersten
zubiizistischen und literarischen RNiülarbeiter den Inhalt der Zeitung auch
in Bezug auf Gediegenheit und Reichhaltigkeit stetig zu erweitern und
somit den weitgehendsten Ansprüchen Rechnung zu tragen, Neben dem
reichen Inhalt einer täglich Smal als Morgen⸗ und Abendblatt
erscheinen den großen politischen Zeitung — von eigenen Korrespondenten
in allen Haupt⸗Weliplätzen meistens durch ausführlich? Sperial⸗Telegramme
stets auf das Schnellste bebient — bringt das „Verliner Tageblatt“ eine
umfassende Berliner Lokal⸗Zeitung mit interessanten und wohlgesichteten
Nachrichten über die Ereignisse der Reichs⸗Haupistadt. Bei Ereignissen
von Bedeutung sendet das „Berliner Tageblatt“ Mitarbeiter der Redak⸗
on an Ort und Stelle zur sorgfältigen Berichterstattung. Kurzum es
wird kein Aufwand an Mühe und Geldopfer gescheut, um dem Blaite
den bereils erworbeuen Ruf einer frischen, geistig anregenden Zeitung zu
erhalten. — Dem täglichen Feuilleton wird ganz besondere Sorgfalt ge⸗
widmet, namentlich finden in demselben die

Komane und Uovellen unscker ersten Anloren
Aufnahme. So veroffertlichen wir in diesem Quartal den neuesten Ro⸗
man des beruhmten Erzählers A
Levin Schücking: „Etwas auf dem Gewissen“,
hierauf folgt eine reizende Erzählung:

Der goldene Fiedelbogen“ von Fritz Mauthner,
dessen Schriften so rasch einen großen Kreis von Verehrern gewonnen haben

Es verbleibt uns nur noch auf die verschiedenen Separat-Beiblätter,
welche das „Berliner Fageblatt“ seinen Abonnenten liefert, hinzu⸗
weisen, die wohl nicht zum geringsten Theil den großen Leserkreis her⸗
beigeführt haben: Das Berliner Sonntagsblatt“ eine belle⸗
tristische Wochenschrift Intec Mitarbeiterschaft der beliebtesten Autor en
ist der Unterhaltung und Belehrung gewidmet; das Witzblatt VLKX“
mit den meisterhaften Illustrationen von n. Scherenbérsg sorgt mit
seinem theils scharf satyrischen theils harmlos gemuthlichen Humor für
die Lachlust der Leser. Die wöchentlichen Mittheilungen über Land⸗
wirthichaft, Gartenbau und Hauswirthschaft bringen neben
dem namen:!lich fuür den kleineren Landwirth Wissenswerthen, praktische
Winke fur den Gartenbau und zaͤhlreiche Notizen und Recepte für die
dauswirthschaft. Schließlich wollen wir noch auf den umfangreichen
Jnferatentheil verweisen, welcher eine Fülle von Angebot und Nach-
rage aus den verschiedensten Fächern des öffentlichen Vekehrs bietet.

er Abonnementspreis beträgt 3 Mark 25 Pf. pro Quar⸗
tal für alle Blätter zusammen.

Alle Reichopostanstalten nehmen Anmeldungen entgegen. Um
sich den pünktlichen Empfang des Blottes von Beginn des Quartals an
sidern, beliebe man das Abonnement mdalichst frü haeitig zu be
werlitelligen.
Emaill.
Kinderkochgeschirr,
Christbaum⸗
Perzierung
bei Otto Weigand.

„Unsere heutige

ummer“ bringt für

alle Abonnenten eine Extra

Beilage des rühmlichst bekann⸗

ten Beuedietiner Doppel

kräuterMagenbitter von

E. Pingel in Göttingen.

Niederlage in Si. Ingber
bei J. Friedrich

Die
Grosso Collectiv-Weihnachts-AMusstellung
von
A. Streveler, J. G. Paltzer und A. Schleiden
in St. Johann a.d. Saar
ist täglich von Morgens 9 Uhr bis Abends 10 Uhr geöffnet und bietet in Manufae—
tur⸗, Galanterie- und Conditorei-Waaren alle zu Festgeschenken passende
Gegenstände in großer Auswahl zu auffallend billigen aber S festen Preisen
Verkaufs-Loka' aisersa⸗ bei Herrn Brükner
enu
Fend und Verlaa von F. X. Demetz in St. Ingbert.
        <pb n="687" />
        J
2
502

2222328222
523 272 8 * * —— —A
55333388833533 — — — S58 535552⏑— 522532
52 332 —J 655358 88E 555*7 53 5535225 3253
2855 2z 5* 28 22 2 — 2 * 5323828622 55538 22 i 5* c
— — ——— — —S4232*3 —— ——
—2 — 232322323 22 229 —* *» —
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* 2 — 8 8 ——5838 7 —*
8 —* 28232 * S 5589 — 52322 8* X *8*
— — —3333 85 A———
23283583— —3338 235338323355 83 538 —3538 72225*8
2 8 —
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355 3 3 —— —
232355 ——— 2— —55 — 265
EG.S EEASA— *8— —53533 2233 2322 — ——
— 2* — »229 3525 2,55 32323* 2— 3275 5* — — *
27* 25.232* 8 52532 —2 — 58522 3 3— 5 —2*
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255 5—5383 35333888335 3835538 3 38 23383
— 2258 22 2— * 22342 —2 209 3223 37 S 5 —
— — 632 538 — *5385 2
25 8253 523 55 E — —A 2 7 2 3227 5 5323—* — *18
522 32 22—236332 — —A „.215
—3 — ——5224 I352 * — 53575353537 — ——
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233 36—2525 —z 5 ,z38 8253528 55*
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—2 38 —— *8* —2 555 —222 2—. 2 222232 22 2 22

5— 5 3 3 — — —3 35385
* 2 E — F — — 258— — — *85.X 22
58583 —35* 583 53333353 —335 —

28 23 —2222
5 582— —58355332385 —— —
— — 25—85585835
555 —S535 5 I5— 583553 25 23232 5325 53332 222
— — * ——— 3 * *
2*39 25 — —3382355 55x . 222——3. ———5333335
2— —A —E z — 89 2 —A— *
— 825222* 25 *82653— 5523—683328
—3838233 — —— —A 8s 88 258 2
5 575 5 —— — 258
——— 32233—25 22 —3255532225 *
——B 333348*
8 5 535802 527 * 2 *85 Ss s 3 — —— * — 82 5 —35 —
237 * 5 25 352828 —753— 273 — 2352—832
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (5 mal wöhentlich' mu dem Hauptolatte verbundene Unterhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Saustag und Sonutag. Der Abounementspreis betraägt vierieljährlich
lAA 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezozen 140 60 , einschließlich 40 4 Zu tell zebuhr. Auzeigen werden mit 19 , von Auswäris
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blattschriit oder deren Raum, Neclasnen mit 30 — pro Zeile berechnet.
1879.

Deutsches Reich.

Mäünchen, 15. Dez Auf Antraz des Referenten füe den
dultusEtat, Domkapitular Schm'idt, beschloß dec Finanzausschuß,
die Kammer wolle beschließen, an den Koͤnig die Bitte zu richten,
das Lyzeum in Speier (aus Rücksicht auf dessen schwachen Besuch)
pvon Ostern 1880 an, aufzuheben. — Enisprechend dem wiederholt
gestellten Autrage des Landraithes der Pialz stellte der Abgtordnete
Baillaut im Fenanzausschusse den Autrag, die mit Gymnasien ver—⸗
»undenen Lateiunschulen in Kaiferslautern und Landau auf Stauts-—
osten zu übvernchmen und deßhalb für Kaiserslautern 13,667 M.
aund für Landau 11,902 M. jährlich mehr in das Budget einzu—
st⸗len. Er begründete diesen Antrag insbesondere damit, daß alle
in Bahern bestehenden Lateinschulen, welche mit Gy nnasien zusam⸗
menhängen, Staatsanstalien sind, mit Ausnahme der von Burg-
hzausen, für welche das Gleiche beantragt wird. Es bestände aller
dings kein Gesetz, welches ausspricht, daß alle mit Gymnasien ver⸗
zundenen Lateinschulen auch Staatsanstalten seien: allem da Dies
doch der Fall, so erscheine eine solche Einrichtung wohl nicht als
oloßer Zufall, sondern ohne Zweifel als tin Ausfluß der Billigleu.
Die Kreis-Unlagen der Pfalz seien zu hoch, daß sie wohl einer
Entlastung würdig wären. Dagegen sprach sich der Herr Kultus—
minister aus, der betonte, daß eine rechtliche Verpflichtung hier nicht
porliege, und mit Rücksicht auf unsere mißliche Finanzlage wage er
aicht, ans Billigkeitsgründen für den Anttag Vaillant einzutreten.
Er gebe zu, daß die Rechtsfrage zweifelhaft sei, und müsse event.
zie Betheiligten auf den gerichtlichen Weg verweisen. Auf die An—⸗
srage des Adgeordneten Vaillant, ob nicht die Kreisgemeinde Ober⸗
ern wegen Burghausen die Ermächligunz zur Klagestellung gegen
nen Fiskus in dieser Frage nachoesucht, erwidert der Herr Minister,
„aß Dies allerdings der Fall, daß man ihr aber diese Ermächtigung
erweigert habe. — Dagegen hob nun der Antragsteller heivor, es
ei doch ein solches Vorgehen wunderbar; einerfeits verweise die
Ztaotsregierung die Betheiligten auf den Weg der Klage, und
indererseits, wenn dieser Rath befo'gt werden wolle, verweigere
ie die Ermächtigung zur Klage. Es sei aljo rein unmöglich, hier
in gerichtliches Eckenutniß zu veranlassen — weil ein privater
Kechtstitel nicht vorlegt. Der gestellie Aatrag wird hierauf ach
gelehnt.

Berlin, 15. Dez. Dem preußischen Landtag ist ein Ge⸗

etzentwurf über Besteuerung der Wanderlager vorgelegt worden.

Berlin, 15. Dez. Von allen Seiten gird bestätigt, daß
der ingl sche Votschafter in Petersburg, Lord Dufferin, sich auf eine
non dem Fürsten Bismarck erhaltene Einladung von hier nach Var⸗
in begeben hat. Man wird darin einen neuen Beweis der ohne⸗
jin bekannten freundlichen Beziehungen zwischen der deulschen Re⸗
zierung und England erblicden dürsen. Der Umstand, daß Lord
Dufferin in Varzin wahrscheinlich mit dem Grafen Schuwalow
usammentreffen und sich in dessen Begleitung nach Petersburg be⸗
jeben wird, eirregt natürlich viel Interesse und wird lebhaft
esprochen.

Berlhin, 16. Dez. Das Abgeordnetenhaus beschloß auf
Antrag Schorlemer's, das Feld⸗ und Forstpolizeigesetz mit allen
Anträgen und Resolutionen der Commission zurückzuweisen. Damit
t das Zustandekommen des Gesetzes für diese Session aussichtlos.
Die Vorlage war in verschiedenen Landestheilen in Folge darin
athaltener sehr harter Bestimmungen auf statken Widerstand ge
ioßen. U. A. follte nach derselben das Sammeln von Beeren,
Bilzen und Kräutern, sowie das Betreten des Waldes ohne Erlaub⸗
uiß des Eigenthümers verboten sein.

In Betreff der Verwendung von Surrogaten bei der Tabal⸗
abrikation hat der Bundesrath in seiner Sitzung vom 27. Novbem⸗
»er d. J. beschlossen: 1) Bei der Herstellung von Tabakfabrilaten
st die Verwendung don Kirsche und Weichselblättern gestattet. 2)
Die Abgabe von den zu 1 genannten Tabalfurrogaten beträgt 65
Matk für 100 kg nach Maßgabe ihces Gewichts in fabrikations⸗
isem Zufstande.
Bermijqtes.
*Sit. Ingbert, 18. Dez. Da durch die anhaltende
drenge Kalte vielen Armen der sonst so geringe Verdienst noch ent⸗

jozen wird und ihm dadurch die Mittel zur Beschaffung des Aller⸗
nothwendigsten — Nahrung und Kleidung — fehlen, so wäre es
vünschenswerth, wenn auch hier wie allüberall ein Verein ins Le⸗
»en trete, der es sich zur Aufgabe machte, dem Mangel und der
stoth der hiesigen Atmen adzuhelfen, sei dies durch Gaben an Gelo
und Kleidungéstücken oder durch Ecrichtung von Suppenanstalten.

Wir hoffen, daß diese wenigen Zeilen genügen, den Wohl⸗
hätigkeitssian unser Bürgerschaft anzutegen.

*Sit. Jugbert, 18. Der. Gestern Nachmittag gegen
3 Ubr fing es in dem dem Aerar gehörigen Stallgebüaude auf der
ẽohlenhalde dabier an zu bieunen. Die Flammen griffen so rasch
im sich, daß bei der strengen Kälte an ein Retten des Gebäudes
rotz det zur Brandftätte gebrachten Feuerspritzen nicht zu denken
va-. Das Gebaäude ist dem anch bis auf die Außenmauern nie—
ergebrannt. Große Heu⸗ und Hafervorräthe, dem Fuhrmann
Uhl gehörig und nur zum Theil versichert, gingen zu Grunde.
Die an dem einen Ende des Gebäudes gelegene Wohnung des
vrubenwächters konnte noch ausgeräumt werden, so daß das nicht
ersicherte Mobiliar desselben durch das Feuer nicht beschädigt wurde.
Re ganze Nacht hindurch und noch heute Vormittag brannte das
)olzwerk des Bebäudes. — Sofort nach Ausbruch des Feuers
durde Brandstiftung vermuthet. Die Vermuthung war nicht un—
e ründet. Wie wir hören, wurde das Feuer durch den 65 Jahre
ilten Knecht Gluding aus Rohrbach aus Rache gegen Fuhr—
nann Uhl, der ihn am Vormittag aus seinem Dienste enllassen
atte, angelegt. Gluding ist ein Feeund des Schnapses. Kurz
ach jeinet rachlosen That wurde er in einer an der Straße nach
dohtbach gelegenen Wirthschajit, wo er sich am Schnapfe gütlich
hat, duich die Gendarmerie verhaftet.

,asaijserslautern, 16. Dez. Am zweiten Weihnachts⸗
age soll in der Fruchthalle zu Ehreq des Herrn Bürgermeislers
Boerg von Seiten hiesiger Bürger ein Festbankett veranstallet werden.

f In Baalborn (bei Otterderg) stars vor Kurzem eine
Frau, die fast 100 Jahre alt geworden war, Wittwe eines Lehrers,
er fast 30 Jahre vor ihr gestorben war. Ihre Kinder, Enkel
ind Urenkel bilden zusammen ein Häufchen von 56 Koͤpfen.

Metz. Der Wirth Buisson in Devan-les— Ponts hatte
im Abend des 11. d. M. einem armen Arbeit suchenden Manne
mentgeltlich Speise und Trank verabreicht, für welche Wohlthaten
er Fremde mit großem Danke schied. Am folgenden Morgen
egen 8 Uhr wurde Busson durch sein Dienstmädchen in den obern
Ztock gerufen, und entdeckte er hier in einem Zimmer, unter Klei⸗
ern verstect, den dantdaren Gast, der, als ein herbeigerufener
hzendarm ihn untersuchte, für 24,000 Mart Werthpapiere, 300
Nark baares Geld und eine goldene Uhr und Kene des Buisson

zei sich trug, die er eben aus einem Sekretär des Zimmers, in
as er sich mit der Absicht zu stehlen eingeschlichen, enlwendet hatte.
Der Mensch entpuppte sich als der schon oit wegen Diebstahls be⸗
irafte Arbeiter Peier Roget aus Maizeres. (M. 3.—

Opfer der Kalte. In der Nacht vom letzten Donnerstag
ind in einer Scheune in Schiltigheim zwei Kinder aus Neudorf,
velche von ihren Eltern betteln geschickt worden waren und sich bet
inbrechender Nacht in die Scheune geflüchtet hatten, erfroren.

Im Walde zwischen Zoslauund Rybnit Oberschlesien),
vurde eine aus Männern, Weibern und Kindern bestehende, eif
köpfe starle Zigeunerbande am fast erloschenen Feuer sitzend, er—
roren aufgesfunden. Das Leben war aus Allen entflohen. Die
deichen wurden am Montag in Loslau eingebracht.

F Aus Boͤhmen, 14. Dez. Aus Horajdiowitz wird ge⸗
chrieben, daß dei dem großen Fcoste, welcher Dienstag herrschte,
wölf Kinder, die sich auf dem Heimwege aus der Schule von
tatlowitz nach einem benachbatien Dorfe befanden, erfroren sind.
dlr die aer DC

Bei allen Kglenderhändlern ist für 30 Pf. zu haben: „Der
Vetter vom Rhein“. Kalender sür 1880.

„Der Herausgeber und Verleger, Chr. Schömperlen in Lahr,
äßl sich angelegen sein, in populärer Form Nützliches und Erbau—
iches in großer Mannigfaltigkeit, untser Zugabe dieler Bilder, seinen
desern zu sehr niedrigem Preise zu bieten. Hamburget Nachrichten.—

———
        <pb n="690" />
        Bekanntmachung.

In der am 15. de. Mits.
stattgehabten Stadttaths⸗
sitzung wurden die neu ein⸗
getretenen Stadtrathsmitglieder be⸗
eidigt und nagstehende Beschlüsse
gefaßt:

1. Die Commissionen für Auf⸗
stellung des Budgets pro
1880, über Unterhaltung der
Brunnen und Bäche, zur
Uebernahme des Berechti⸗
gungsbolzes, zur Unterhalt—
ung der Bauten und Wege,
und die Steuervertheiler ge⸗
wählt.

Die Funlt'onsremunerat'on
jür Ertheilung des Reli—
gionsunterrichtes der kath.
Schüler in der Lateinshute
erhöht.

Bezüglich der Erweiterung
des Lateinschulhauses soll
Plan⸗ und Kostenanschlag
angeferligt werden.

Dem Hilfspersonal bei Vor—
nahme der Stadtrathswahlen
eine Vergütung bewilligt.
Der Wwe—. des Polizeid eners
Harth eine Unteistützung von
150 Mt. jährlich bewilligt.
Die U⸗bertragung der Her
berge von Ehefrau Langen⸗
drunner an eine Drittere
genchmigt.

Die Verleaung der Wirtt⸗
schaft des Rodenbusch in sein
neugebautes Haus adschläg⸗
lich beschieder.

Zur Uebernahme der Gegen⸗
—
wehr, da diese sich auflöst,
eine Commission gebildet und
wird eine gezwungene Feuer⸗
wehr errichtet.

St. Ingbert, 17. Dez. 1879.
Der Bürgermeister:

Custer.
Der Unterzeichnete
empfiehlt sein Lager in

Geschäftsbüchern

aus der bekannten Fabrik von

König und Ebhardt

in Hannover.
Frauz Woll.
„Ber dem Untertzeichneten
kann ein
gesitteter Junge
in die Lehre treten.“

J. J. Fiack jun Sattler.
Mainzer
Honig Lebkuchen

empfieblt
Peter Zepp.
Ein Bergmann
vetlor seinen Lohn
auf dem Wege von der Kohlen⸗
halle bis zut Bahn: Ein 20 Mark⸗
schtin, ein 20 Marlstück und Sil—⸗
hergeid. Der redliche Finder wolle
eß in der Exped. d. Bl. abatben.

Stammholz⸗
Versteigerung
aus Staatswaldungen des kgl.
Forstreviers Neuhäusel.

Montang den 29. Dezember
1879 Vormittags 22 10 Uhr bei
Bastwirth Karl Cappel in
Homburg.

Schläge: Schüßlerhang und
qufällige Ergebnisse.

Jeichen Nutzbolzabschnift J. Cl.

5 eichen Stiämme und Ab—

schnitte II. Cl.

32 eichen Stänme und Ab—
schnitte III. El.

20 eichen Stänme und Ab—
schnitte IV. Cl.

25 eichen Stämme und Ab—
scuitte V Cl.

9 buchen Siämme II. Cl.
90, „IVII. Cl.

4 fichten Stämme J. —
23 V 33

ẽcb vi⸗
b9 I1V., srα
»1 .IV., sm
9 ESparren.
13 kiefern Siämme IV. Cl.
lhainduchen Nutzholzabschnitt
II. Et.
11 birken Nutzholzabschnit! II. Cl.
46 eichen Wagnerstangen II. El.
11Sier eichen Misselholz III.,
10 I VF.
v * V. v
17 7 buüchen 1I.,
Gedruckte Looseintheilungen
ind von der Hallanz y'schen
Buchdruckerei in Zweibrücken zu
deziehen.
Neuhäusel, 15. Dez. 1879.
Der kal. Oberförster:
Mörschel.

Chocoladen
und Cacao's
der Kaiserlichen u. König-
ichen IIof-Chocoladen-
FPabrikanten:
Jebr. Stollwerek
in GGln-
IS HIof-Dinlome,
I9 antitene, silherne unmncd
hroncene Mecaiten.
Reetteemensteltungq
ter Roliproduete. Vod-
eι εανSehe Bin-
richtangen. Guruntirt
reine Quulitit bei mis-
ai Preisen.

Firmenschilder kennzeich-
nen die Conditoreien, Colo-
nial · und Delicatesswaaren-
Geschãfte, sowie Apotheken.
velche

vtollwerck'sche Fabrikalt

führen.

Der Unterzeichnete empfiehlt sein gut sortirtes Lager in
34
Kinderspielwaaren
für jedes Alter, Kinder⸗ und Puppen-Weagen, Schlitten, Rohr⸗
sessel, Blumen-Tiscen und Siändern, feinen und ordinären Korb⸗
waaren, Filzstiefel und Panteffeln mit Holz und Leder:Sohlen,
sowne allen Sorten Lederschusen.
J. J. Jiack jum

Zu Weihnachtsgeschenken passend
empfiehlt sein Lager in Gold- und Silberwaartn, als:
derren⸗/ Damen- und Colliers⸗Ketten, Brochen, Boutons
Medaillons, Manschetten und Hemdknöpfen, Haarketten
Beschläge und Ringe; Bestecke in Silber und Christophel.
daffeelöffel ꝛc. ꝛc. zu äußerst billigem Preise.
Adolph Metz.
Grosso Auswahls,
in: Damen-Mänteln und Regen⸗
mänteln, Teppichen und Teppich—
stoffen, Tisch- Bett- und Reise—
Decken, Pelzwaaren, zc.ꝛc. zu Fest⸗
geschenken sich eignend, empfehlen
St. Johann a.d. Saar.
Gebrüder Brach.
*
Bitte gefl. zu beachten! *

Seit ca. 20 Jahren wird der rühmlichst bekannte ächte Bern—
hardiner Magenbitter von dem Unterzeichneten fabrizirt und ha—
sich bei sehr besheidenen Annoncen, ohne jede Neclame, fast nur
durch Weiterempfehlung der Consunsenten, zu einem Welt⸗ und
ind bedeutenden Export⸗Artikel emporgearbeitet.

Durch diefse Erfolge wurde nicht uur die Concurrenz, sondern auch
die Nachpfuscherei angelockt und bemüht sich namentlich ein gewiffer Fa
arikant seit etwa 2 Jahren, mit seinem nicht nur ganz gewohnlichen,
sondern in vielen Fällen sogar schädlichen bitteren Schnaps, demn
er ähnliche Namen gab, um Verwechslungen mit meinem Bernhardiner
jerbeiführen, meinen Bernhardiner durch die gehäßigsten, von Lügen
strotzenden Angriffe zu verdächtigen.

Die Spelulation dieses Fabrikanten, der für seine Fabri'ate — wu
die genaue Durchsicht seiner Prospekte ergibt — außer drei erkaufter
Zeugnisse seiner angeblich wissenschaftlichen Autoritäten, deren Zeugnisse
ich wiederholt zurückgewiesen habe, bis heute noch kein einziges Gut⸗—
achten eines Arztes oder medizinischen Autorität erlaugen konnte, ist ledig⸗
lich darauf gerichtet, durch den Heiligen-Nimbus, mit dem er sei
Fabritalc umngibi, vi⸗ katbalische Veabreg nnmeuiich Süddeuticht-iide
ruszubeuten.

Ich war nun durch die überschwengliche Reclame dieses Herrr
wohl in letzter Zeit auch geudthigt und wurde von vielen Freunden mei
nes Bernhaͤrdiner vielfach aufgefordert, fuür Annoncen und Zeitungsbei
lagen mehr zu thun, um mein Fabrikat nicht vollständig überschreien zu
tafsen, allein ich bin keineswegs im Stande, so euorme Summen hiefür
auszugeben, wie solche Fabrilanten, da mein Fabrikat reell und
»illig ist, demnach theure Reclamen wie werthlose Fabrilate nich

ttraͤzt — aber auch nicht benöthigt.

Was die lächerlichen Wernungen dieses Fabrikanten vor Nach
spfuschungen seines Fabrikates betrifft, glaube ich dieselben getrost dew
zesunden Urtheile des denkenden Pulikums überlassen zu dürfen.

Wallrad Ottmar Bernhard.
xgl. Hof-Destillateur in München.
Wer ächten Bernhardiner wünscht, achte genau auf meine Firm
Jede Flasche ist mit meinem Namen verschlofsen und liegt ein Pro—
pect mit medigzinischen Erlauterungen von Dr. med. J. B. Kranæ bei
Allein ä yt zu haden jiu St. Ingbert bei JeauPeters
Saasbrücken: Rudolf Schellendetger. St. Ibhann
Sot. Walter. Neunkirchen: Wilh. Lichtherzsohn. Zwei
brücken: W. Augq. Seiel.

Mit 20 Mark Anzahlung

“ und monatlichen Theilzahlungen à 6 Mark
E ich au solide Leute das bekannte großartige Pracht
rerk J
Pierer's Conversations-Lerikon
1118 Bände elegant gebunden, Preis 126 Marl, ganz neu
Zcomplet auf einmal ad.

D'eses rach den Urlheilen der Presse und hervorragend⸗—
Männer der Wissenschaft beste Werk seiner Att ist soeben vol—
fäundeig geworden und bin ich so sest von der außerordentlichen Zu
riedenheit der Empjärger überzeugt, daß ich mich hierdurch ver—
pflichte, das Werk innerhalb 8 Tagen nach Empfang gegen Erstat
iaug der Frachtauslagen zutückzunehmen, Falls Jemand glaubt
Au:stellungen machen zu lönnen.

Die Zusendung der 18 Bände erfolgt direct per Frachtgu
Noch nie dürfte ein solches Werttobject unter so güunst gen B⸗
dingungen abgegeben worden sein.

Eugen WMahlo, Buchhandlung in Verlin
Markgrafenstr. 68.
Druck und Verlaq von F. X. Demet in St. Ingbert.
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        —A
— 532222322 353532 5
5553533333323 3355332338 2832357 28
2. 32533335 33333333233 —— — 3z23 S
8285 * — 2555 52 532 — — 3 5 — * 2* — —725
———— — —— 52522 38383.2357 —*
25 22 * 52*2 52** * 82 3 — 2235 8 — 2* — — 2 — 22
2378 55 2*232355 —— —A 355 2822
z2 —* * —* — — — 2 c—x2
55B58 2 2553 255 — ——
——A —— 2825325 322337623238 2222. E 22
2 5232 —5 *»3z35382—222 83 5* —* 55354 5225 3
2 8 8 2 52 * 82 c·5
z3833388 38333833355338 32 —3338535383 *3
8258 3 32 53 * — —* 5 2 * 2 *2 —
532 — —* * 2 8 S275—2 2 — 5 — 8* 2
323 3 —823 2228 — * —A—— 5
3252 ———— 50 2 * 8 —2 2* — 2* *—
— 33333553z533 65635255 225383 37 3225353 535
— ——— 88333353858583 5z535 3383 55283 3
—2 *» —7 S
2335 23 —52585—33353573555 235322 3353353 5*
*—z3368823 A 583535—8537z53555 23353 28
* 22 232 22 ——A — 292 —— —A 2 —R S A
2532 5252 —* 282 558352— 2* 52232* 28 *
8 2 5222 «55232* 202 — — 55337— 5—3338, *
—A —* —— —A * 2 —328* — XA —2 58233 35
8 T—E * 3526 55883—* 52— —558533 — 2
22 2 8 ⸗ * 2825 23354 2 — 59 —
*22 2822 * 325 — 2 5* —S53 272 5 22*
52852— — — —— — —2 2 *8 25232 * 2
2 2 * —A— * 3858 3222 * » 2E —8 ——
3*732557 233z382388 —55 38333873. — 2
— —A a¶ 2232 52 5c554 57 — ——— 25
—M 38 2 232 —— — S — *8 *
2523 52235 —A 333—22 35 2525 — ——
F — 7 o ⸗ —
23582, 53282 35275587 83335—8
—— ——— 2 35285 5*7— 332252 — 25533235235 3
5222. —A — — —— 5353535 22232 25 —38233223 —
— — * —3 —— 225 2325 ——553535325 —ö 5—5522 —
5532 ——— — 228272 5353 23226
—— 213 7z 35 33— 28523—8—
—A 3 2722 * 5. 2 258
55 —— c) Aa
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32535 23 2533333237
3338223* 2 3583327535
52z333583. — 2322 5203 —8
* —2327 5335 2 26855
2 37* 2 3 — 52828
2228 8556 3253 335535 3333 —A
523232385* * 335752328533 5553 38155
338 3385* 8332325355 — 253353
A —— J
23555s538 „. 2 —A —— — —
—5858 — — ⸗ — 2 2 — 553573 * 22 5552 — *
223 333 23323338 222 2555* 2383235 235337 25
—5328 25 —A 3533353 52
285 580 S2 37 2* 235355 233338 5223238 — 75353538 — —
532 —— ã 5 35235 357384 13333534 3z33524 57 * 5
83 ẽ 3 7 3 3 22335232— 33333 55 —2
2 — 2255 —A 23233 22222535 352 53533525 2855
—A 38538 — — —582825 35333338334
27232 —AA 7 — 8 2 — —7 8 —8 2 2*8 — 28 —E
* m5 * 3 del 2 22 8 —29 8— * — 2
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* 55 2 —— 3 — —2 — — 3 —8 * 532
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722 58 —385 35375375 ——— 243* 5 65 25338
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66
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355555555323 —
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2Z — — 22 53822
5322—255 13733838 —— —
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— 5 38 52 — E552 3 85 222 2
2 265 82* 552 —— * 2535 ——— 22
* 252 5 —7 5 2 55 26 222
5 2 22 5352 XRXX 55232558 54—4— 895
25 8 — 153383583 ẽ 22*2 22* 28 2583238 *
253387* 22 32 —53335338 —— 8 228 5535387
538 235 733555888 523* —— 2* * 2 5333555353 — 2
A A — 2 ES272 —8 3 558 ——— 7
— 22 55*2857 2 —— 25 ——— —— 25 — — 253533 E—
21532 5 2553337 5 — 255333 —3 55335 5
5333 5323 532 557538 668 827
855 7553 325—83553 8363533453 S
*22 222332222 23 — — 52353 155237 334255 2*
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2,3* 223327 32 5 533 5 83833385 8 2533—3385
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3 353 23253— 5578 2255
8 —* 5227 3 55 * 5238 7 253* —
3* 5335 553335 2552583 O 5525 55235355558 5573282
3 27 — 2 5 558 35252377
536 33 5888 2533
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        St. Ingberler Axnzeiger.
Der St. Ingberter Anmzeiger und das (2 mal wöchentlich' m⸗ dem Hauptolatte verbundene Unterhaltun—latt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) ericheint woöͤchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abounementspreis detragt vierteljahrlich
AA 40 Z einschließlich Tragerlohn; durch die Post bezogen 1A6 60 A, einschließlich 40 4 Zustell zebühr. Auzeigen werden mit 10 Z, von Auswaris
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blatischriet oder deren RKaum, Nechasnen mit 80 4 pro Zeile berechnet.
26
M 201. Samstag, den 20. Dezember 1879.
Einladung zum Abonnement.

Der herannahende Jahreswechsel veranlaßt uns, zum Abon—⸗
nemrsent auf den „St. Ingberter Anzeiger“ hiermit
ergebenst einzuladen.

Vom 1. Januar 1880 an wird der „Anzeiger“ mit neuer
Blattjchrift ausgestattes und mit einer; 8 Quartiseiten um⸗
fassendenillustrirten Sonntagsblatte, jedoch ohne Preis⸗
rhöhung erscheinen. Er wird auch ferner wie bisher woͤchentlich
biermal ausgegeben: Dienstags, Donnerstags, Samstags und
Zountags.

Der „Anzeiger? wird sich bestreben, die politischen Nach⸗
richten mözlichst rasch und vollständig in gedrängter Uebersicht zu
zeben; wichtigeren Tagesfragen wird er ausführliche Besprechung
widnien. Lokalen und probinziellen Angelegenheiten wied seine be
sondere Aufmerksamkeit zugewendet bleiben; daneben wird er seine
Leser mit den interessantesten Fällen aus dem Gebiete der Rechts
pflege (mit besonderer Berücksichtigung der Schöffengerichtssitzungen
dahier uad in Blieskastei) und mit den wichtigsten Handels⸗
und Verlehrsnachrichten bekannt machen.

In dem wöchenilich zweimal mit dem Hauptblatte verbundene
Unterhaltungsblatte wird der „Anzeiger“ seinen Lesern nur
Butes und Gediegenes bieten. Für dasselbe liegen zum Ab⸗
drucke im neuen Jahre bereits mehrere spannende Romane und
Novellen vor. Außerdem wird das Untethaltungsblatt an Anek⸗
doten, Räthseln und Gedichten siels ein ancçenehme Bei⸗
gabe erhalten.

Mindem 8 Quartseiten aroßen illustrirten Sonntagsa⸗
»*latte ‚Deutscher Hausfreund,e das wüu für das neue
Jahr als Sonntagsbeilage statt der bisssherigen nur 4 Quartseiten
großen illustririen Beilage für den Anzeiger? erworben haben,
hoffen wir uns den Beifall aller unserer Abonnenten gesichett zu haben.

Neubestellungen' auf den „St. Ingberter Anzeiger“ wollen
agefaͤlligst bald, sowohl bei der Post, wie bei uns oder unseren Aus⸗
trägern gemacht werden. Unseren bisherigen hiesigen Abonnenten wird
der „Anzeiger“ auch im euen Quaitale fortgeliefert werden, wenn
sie nicht ausdrücklich abbestellen.

Schließlich sei es uns noch erlaubt, den „St. Ingberter An⸗
zeiger“ einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum zur Auf—⸗
gabe von Inseraten aller Art in empfehlende Erinnerung zu

dringen.

Redaktion und Expedition des „St. Ingberter Anzeigers.“
on — ————
Deutsches Reich.

Berlin, 17. Dez. Der Handelsvertrag zwischen Deuisch⸗
iand und Jialien ist auf ein Jahr, der Vertrag mit der Schweij
auf sechs Monate verlängert.

Oifiziöss wird dem Berl. Tagbl. geschrieben: Dem Bundes⸗
rathe hat der Reichskanzler durch den Unterstaatssekretär Schol,
in Vertretung eine Vorlage über die Verzollung von Bau—⸗ und
Nutzholz zugehen lassen, welche, unter Hinweis auf die Dringlichkeit
der Regelung, eine bald thunlichste Beschlußfassung über solgende
Punkte verlangt: 1) daß Bau⸗ und Nutzholz in der Regel deim
Eingang in Floößen, Sch ffen oder auch auf gewöhnlichem Landwege
uuch Rauminhalt, beim Eingange auf der Eisenbahn nach der Wahl
des Zollpflichtigen eniweder nach Raummbalt oder nach Gewicht zu
deklatiren und zu verzollen sei. Beim Mangel einer solchen Angabe
joll die Zollbehörde den auzuwendenden gejetzlichen Maßstab be⸗
stimmen. 2) Daß die obersten Landesfinanzbehörden befugt sind,
don der unter 1 aufgestelllen Regel, im Falle besonderen Bedürf⸗
nisses, Abweichungen anzuordnen, welche alsdann ebenso wie der
jetzzge Beschluß im Centralverordnungsblatt für das deuische Reich
delannt zu machen sind.

Frankfurna. M., 9. Dez. Das „Fr. J.“ meldet:
Die hiesige Munze wird am 1. April 1880 geschlossen werden.
Die nicht an die BEerliner Munze übergehenden Maschinen, Wert

jenge, Geräaͤthe ꝛc. sollen sotald als mönlich aus freier Hand ver⸗
auft werden.
— — —— — — —
Sermuqtes.
S Anabern7T17. Dez. In der gestrigen Schö jefen⸗

säützun g wurden verurtheilt: Ein Bursche von hier wegen
störperverletzung zu 3 Monat und 1 Tag Gefängniß und wegen
grobem Unsuge zu 30 Tage Haft. — Wegen groben Unfugs
ein Bursche von Scheidt zu 10 Tage Haft. — Ein Bube von
zier wegen Diebstahls zu 2 Tagen Gefängniß und 2 Kameraden
desselben der Hehlerei bei diesem —A— jedoch
als unzurechnungsfähig freigesprochen. — Em Schoͤffe, der eine
jalbe Stunde zu spät kam wodurch die Beiziehung eines Hilfs⸗
schöffen nöthig machte, erhielt 5 Mark Geldstraje.

— 18: Dezemder. Heute wurde zur Aburtheilung zweier ver⸗
jafteten Handweilsburschen eine außen ordentliche Schoͤffensitzung
abgehalten und wurde der Eine wegen Landstreicherei zu 3 Taͤgen,
der Andere wegen Landstreicherei und Bellelus zu 90 Togen Haft
»erurthilt. — Die nächste ordentliche —A
voch den 24. Dezember statt und beginnt präcis halb neun Uhr
Vorgens. Als Saöffen haben hierbei mitzuwirten: Peter
A— Oberwürzbach und Franz Hahne,
Factor zu Sch iappbach.

F In den Kaiserslautern Blättern werden Stimmen aus dem
Publikum laut, weiche aus Gesundheitsrüasichten für die llemeren
dinder den Schluß der Schulen während der strengen Kälte ver—
angen. Man wird micht umhin können, dieser Forderung eine ge⸗
visse Berechtigung zuzugestehen.

rSpeier, 17. Dez. Durch das in verflossener Nacht er⸗
jolgte Bersten einer Gasröhte in der Hasenpfubistraße ist großes
Unglück angetichtet wo den. Das eniftroͤmende Gas drang in die
Wohnung des im Hause Nr. 17 genannter Struße wohnenden
Ackerers Contad Schlamp und übte dort seine verheerende Wirkung.
Deute früh fand man nämlich Schlamp todt in seinem Blute. Frau
uud Tochter desselben hatten das Biwußtsein verloren, gaben jedoch
och Lebenszeichen von sich und wurden in das Spital verbracht.
Pian hofft sie dem Leben zu erhalien. Ep. 3.)

Im Breitenauer Hof (Gemeinde Stelzenberg) bei

Peter Strasser sprach am —XX Hanndwerksbursche vor, dem
bZehen und der halde Fuß erfroren waren; derfelbe ist aus
-qcallodenbach und wurde auf Veranlassung des Strasser dorthin
Jeschafft. Man speach allgemein die Befürchtung aus, daß ihm der
Fuß würde abgenommen werden müssen. — Vor ca. 8 Tagen sind
in Hohenecken eiuem Handwertsburschen 2 Zehen abgefroten.

f Zwischen Sgaarburg und Rieding enigleiste am Montag
Abend eine Achse des letzten Wagens des Schnellzuges. Außet
ꝛinicen beschaͤdigten Schwellen und Weichen entstand kein Schaden.
— Die bedeufenden Schueemassen sind für den Betrieb auf der
Reichsbahn uoch immer sehr stöcend.

F Der Rhein ist an verschiedenen Stellen vollstaändig ge⸗
froren, so daß die Anwoghner stellenweise das Vergnügen eines
Rheinüberganges über das Eis sich machen können.

Waährend Mittel Europa und selbst Suüd-Eurcpa von der
dälte so sehr zu leiden haben, erfteuen sich die nördlicheren Gegen⸗
)en unseres Welttheils einer für diese Jahreszeit und den Breitegrad
sohen Temperatur. Der Bericht der deutschen Seewdarte vom 16.
Dezember, Morgens 8 Uhr, meldet aus Alberdeen in Schottland
—S5, Grad Celsius, qus Kopenhagen — 3,4, aus Hoparanda
— 222, aus Petersburg —O, aus Moslau — La, aus Memel
— B34; hingegen aus Paris —193, aus Munchen — 24..

(5 Grad Celsius — 4 Grad Réaumur.)

F Die .N. Bad. Landztg.“ theilt mit, daß vom 15. Juli bis
8. Oci. 1880 in Mann heim eine gewerbliche und landwirth⸗
chaftliche Ausstellung des Pialzgaues stat finden werde, die folgende
Bebiete umgreuz:: Die baherische Rheinpfalz, die badischen Kreise
Dannheim, Heidelberg. Mosbach, Karlsruhe und Baden, die hessischen
reise Worms und Bensheim und die wüt tembergischen Oberämter
Mergentheim, Neckatsuim und Heilbronn.

F Als feltenes Beispiel einer außerordentlichen Lebenskraft
durfte erwähnt werden, daß dieser Tage der Vater des Lehrers
Straub don Laumersheim in dem hohen Alter von 96124
Jahren zu New Poik verstarb. Derselbe reiste als 84jähriger Greig
desuchshalber nach Amerika, legte diese beschwerliche Reise ohne
egliches Unwoblsein zurück und machte bis kur dor stinem Lebens
nde seine täglichen Spaiergünge.
        <pb n="694" />
        —7Halberstadet, 14. Dez. Gestern Abend 6 Utt hat
sich hier ein Soldat mit dem Pulvermagazin in die Luft gisprengt.
F In Aachen hat ein wegen seiner Woblthätigkeit bekannter
Ifraelit, Herr .. den Pfarrern ca. 50 schwere wol—⸗
sene Decken für die Armen überreichen lassen.
4 Zur Ueberschwemmung in Ungarn wird berichtet, daß
im Arader Comitat nicht weniger als sech⸗ Markiflecken in Trüm⸗
mern liegen und ihre Bewohner, die im Großen und Ganzen nur
das nackle Leben zu retten verwochten, haben als obdachslose Beitler
im Biharer Comizate N, brung nd Unterkunit gesucht. Und die
Armen haken wenig Heffnurg, doß sie, wenn die Fluthen sich ver⸗
laufen, wenigstene ihre Häuse: wiederfinden. Die von der Ueber⸗
32033243093 Das Haus von Jakob
polizeidienerstelle. ve
Durch das Ablehen des Poe gosse uf auf Jahrestermine zu
lizeidien ers Harth hier ist dessen derkaufen, oder zu vermiethen
Sielle in Etledigung gekommen. s ersten Januar. Nõöheres bei

Das fixe Gehalt beträg900 Mt. V. Graffion.

Bewerder um diese Sielle heFSams
ben ihre Gesuche mit Zeuguisse Von Samstag den 19.
— Dezember aun stade
dem unterferiigten Amte cinzu⸗ Wirthschaft
re chen. hon Karl Best geswlossen.

St. Ingbert, 9. Dez. —1879.

Das Bürgermeisteramt:

Custer.
Bad⸗Kisfinger Kirchen—
Lotterie.

Haupigewinne: Ac. 45,000. -
na 12, 000 M. x. ꝛc. Zu—⸗
jammen 11.800 Geldgewinre im
Gesammibetrage von 230.000
Mark.
Preis des Looses 2 Mk.
Ziehung am 24. Febtuar 1880.
DZie Loose sind nicht in Serien
abgetheilt, sondern tragen fort⸗
saufende Nummern.

Die Genseral Agentur:
3 23. Sqhuler, Zweibrücken.
Allerorts werden so⸗

lide Agenten gesucht.

anempfohlen und mit brillantem
Erfolg in Anwendung gezogen
domꝰ Ober⸗-Stabsarzt Dr.
Senmidt heilt jede Taubheit,
wenn sie nicht ange boren (Schwer⸗
hörigk.it, Ohrensaufen sofort be⸗
seitigth. Preis pr. Flasche nebst
debraͤuchsanweisung 3 M. 50 Pf.
Hegen Einsendung von 4
Vt. 20 Pf. per Postau⸗
weisung wird das Gehoͤr⸗
Sel franco und steuerfrei zu⸗
esendet.

Die dofentlichen Anerkennungen
Derer, welche durch Ober⸗Stabs⸗
rzt Dr. Senidi's Ge⸗
öͤr -Oel (dieses ausgezeiwneten
Gehörmittels) ihr gutes Gehör,
heuͤweise nach Jahre langer, oft
laler Taubheit wieder erlangt
haben, mehren sich mit jedem
Tag!!!

Tediral⸗Depoib. Th. Jncobi.
Hanburg.
α —EeE——

Obige Loofe sind in Sit.
Jnabert zu haen dei den
Herren Franz Woll und
J. Friedrich.
———

Signirzettel
billigst be F. X. Demesk.
*

Zubevorstehenden Weihnachten
empfehle ich mein gut assortirtes Lager: — J

Der neuesten Sopha⸗Vorlagen in Pelusch, Tapestery
und Schotten der verschiedensten Größen — Teppichläufer
am Stück in b * und o. breit — Tischdecken in Ca—
chemir, Rips und Goblin letztere mit gestickten Borden.
Caffee- und Thee⸗Decken in chamois, grau und türkischroth
— farbige Tamen-Shawles von 5 Mk. an. Herren⸗
Cachenez in Woll und Seide — Foulard und soustige sei—
dene Tücher — sämmtliche kleinere Portefuillewaaren als
Cigarren⸗Etuis und Portemonnaies zc. ꝛc. — gestickte Ho⸗
senträger und Geldbörsen — angcefaugene und fertige
Stickereien — Damen⸗ und Herren⸗Cravatten — Damen⸗
und Herren⸗Handschuh in Lama, Buxkin, Waschleder und
Glacs — Regenschirme in Seide und Zanella, Ballfächer,
Ledergürtel, Muffhalter, Schleppenträger, Aussteckkärzme
und Haarpfeile — Capußzen, Baschlits und Aufstecktücher —
schwarze Lustre⸗, Rips⸗ und Seiden⸗Schürzen — leinene
Taschentücher mit farbigen Borden ebenso weiße in Car—
ton - schwarzer Seiden⸗-Sammet zu Damenmäntel —
shwarzer Taffet und Faille zu Roben sowie eine größere
Parthie billiger Kleiderstoffe

nar Sehnnebe.

—

chwemmung heimgesuchten Orischaften haben alle das Sbichsal
Zzegedins getheilt; die aus Lehmziegeln erbauten Häuser sind von
den Fluten unterwaschen, eingestürzt und haben die ganze Habe der
armen Flüchtlinge unter ihren Trümmern begraben. In hoher Ge⸗
ahr schwebt auch die Stadt Bekes; das Wosser der weißen und
chwarzen Körös durchbrav nämlich, rapid anschwell nd und bis
zur Krone der Dämnie sich erhibend, dieselben an zwei Stellen,
aberfluthete 20,000 Joch fruchtbare Felder und Bekes selbst bildet
Jjur Stunde eime Insel, umbtaust, bedroht von einem wogenden
Metre. Auch aus Siebenbürgen wird von I
»e ichtet, welche daselbst von der wilden Aranyos angerichtetf wurden.
F Fur die Nedacion verantwortlich: F. X. Deme b.
Consum-Verein

zu Mariannenthaler Glashütte G. G.

Die Mitglieder werden hierdurch zu einer ordentuchen Gene⸗
ral Versammlung auf Samstag den 27. d. Mis. Nach⸗
mistags 4ij3 Ubt im Lokale des Herrn Mich. Schneider zu
Schnappbach eingeladen.

Tages⸗Ordnung:
1) Vorlage der Geschafts Uebersicht vom verflossenen Semester:;
2) Wahl der Rebisoren zur Prüfung der nächsten Bilanz.
Mattanen: haler Glashütt⸗, 18. Dezbr. 18795.
Gust. Helmbach,
Norsitzender des Verwaltungs-Rathes.
1234 —AX 625
. Sichel's Atelier künstl. Zähne
Plombiren, Reinigen ꝛe. —
St. Johonn, Sulzbachstraße 155
der kaiser. Verordnung vom *. Januar 1875 ist der Verkauj
ächten Bernhardiner Magenbitter Jedermann gestattet.
ramirt. RPPhardineéèr Wien 1873.
— —
erõuter· Magenbitter
Beruhard's Mtrenkräuter⸗-Liqueur.)
Diese
hochtier S*
aꝛe, nach 55
inem 2*
alten 183
lofter⸗j 17 *
recept 3*
abrizir⸗ 88
——
er⸗Ma⸗ 12.
senbitter 3*
wurden *57
don den 2*8*
bekannt. 32
Autoritäten den Herren Universitätsprofessoren Dr. L. A.*
Buchner, Dr. Kayser, Dr. Wittstein, sowie von vielen be⸗
rühmten Aerzten wie Dr. Joh. B. Kranz, Dr. Schdöner in
Muͤnchen ꝛc. 'als das beste Hausmittel und wirk⸗
famiste Stomachienm bezeichnet. — Seine vorzüglichen
Wirkungen bei Magenbeschwerden aller Art, Ma—⸗
genkatarrh, Verdanungsschwäche, die gewöhnlich
n Folge schlechter Zähne bei mangelhaftem Verkanen der
Speisen entsteht, Blähungen, Haͤmorrhoiden, Eckel
vor Fleischipeisen, Kraͤmpfen, Hautauoschlägen,
Leber- und Nierenleiden, Affectionen des Her⸗
sens, Bleichsucht, weißer Fluß, QAWurnileiden,
WRechselfieber atc. ic. sind duͤrch eine große Anzahl
Dante und Anerkennungeschreiben von Aerzten und Laien
rit einer Reihe ron Jahren glänzend bestätigt. Dieser
Magenbitter wird pur, oder 1 Eßlöffel voll als Zusatz zu
Wasser, Wein ⁊c gettunken, gibt mit Sodawasser oder
Zuckerwaiser eine äußerst gesunde Bitterlimonade, die Ka⸗
darrh-Verfschleimung und Katzenjammer sojort be—
seitigt, ist in allen Formen ein die Gesundheit för⸗
derudes blutreinigendes Getränke, das bis in's
höchste Alter gesund erhält.
Verkauf außer den belannten Flacons à 2 Mark und 1 Mark 5 Pfa—.
Grosße Flafchen ca. 780 Gramm Inhalt A Mark.
Bei Abnahme von 5 großen Flaschen freie Verpackung, bei9 Flaschen frei
Verpadhung und 1 Flasche gratis. Versandt per Rtachnahme durch di
Riederlagen; En-gros-Versandt durch die Fabriken von
Wallrad Oltmar Bernhard, k. Hofdestillaten
Munchen — Zurich — Kufftein (Tirol).
Atteste und Gebrauchsanweisung liegen jeder Flasche bei. Nur ächt z3ꝛ
heziehen in: St. Ingbert bei Jonn Petoera-
Arzheim b. Landau: Julie Schandein. Annweiler: Chr. Haberer. Blies—
astel: L. V. Hussong. Dreijen: J. Oberländer. Dürkheim: D. Dam
»ach. Edenkaben: V. Baumann. Erbach bei Homburg: Carl Vielforter
Frankenthal: J. Müller vorm. S. J. Stord. Germerzheim: Emi—l
Nheinwald. Glanmünchweiler: Carl Breith. Grunstadt: J. B. Floöhr
daßloch: Joh. Fischer. Kaiserslautern: L. Yresser. Kirdheimbolanden
K WeKobelt. Landaun: I. B. Feldbausch. Landituhl: M. Schlott
hauer. Ludwigshafen: W. Ruelius. Reustadt: Jutins Hauck. Pirmasen—
H Mohrhardi. Regenhavien: Eh. Kötz. Speyer: J. B. Fell.
Zweibrücken MAng Seel
        <pb n="695" />
        Zu Weihnachtsgeschenken passend
empfiehlt sein Lager in Gold- und Silberwaaren, als
derren⸗, Damen- und Colliers⸗Ketten, Brochen, Boutons
Medaillons, Manschetten und Hemdknöpfen, Haarketten,
Beschläge und Ringe; Bestecke in Silber und Christophel,
sKaffeelöffel ꝛc. ꝛc. zu äußerst billigem Preise.
Adelph Mey.

Berliner
Bürger-Zeitung
A entschieden fertschrittliches Organ Ag
nebst der belletristischen Wochenbeilage
„Sonntagsruhe.“

AIbonnementspreis: J
Mk. 4. 530 pro Quartal — Mk. 1.30 vro Monat.

Breh
ms Zhi
Die neue Auflago des berühmten Werkes ist soeben mit zehn
Bänden beendigt worden. Sie umfaset die Abtheilungen der
duugethiere und Vögel in jo 8 Bänden, der Fische, Kriechthiere, In-
sekten und Niederen Thiere in —D⏑
1800 Textbildern und 200 Bildertafeln necn der Natur. — Jeder
Eand Lostet

in Umsehlag brochirt..... .. 12 Mark

Bibliothes-Einband, grün Halbfranz ... 14

schõnem Renaissance Pinband, braum Leder 155

feinem Ralblederband, naturfarbig .. 16,

Jede Abtheilung ist besonders käuflien. Das Ganze bietet die
glänzendste und werthvollste weihnachts gabe für Freunde
der Thierwelt.

Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzaig.

Neu hinzutretende Abonnenten erhallen gegen Einsendung der
Abonnements⸗Quittung unsere Zeitung von jetzt bis 1. Januar und
7 soweit der Vorrath reicht — den Anfang der einzig autori⸗
sirten Uebersetzung des Pariser Roinans:

2 ⸗ v 2
Die Könige im Exil
von Alphonse Daudet
gratis und franco zugesandt.
Die Expedition der Berliner Bürger⸗Zeitung.
Berlin 8W. Schützenstraße 68.

Mit 20 Mark Anzahlung
Fund monatlichen Theilzahlungen a 5 Mark
Sagebe ich au solide Leute das bekannte großartige Pracht
3 — rert * * *
2,LPierer's Conversations-Lexikon
18 Bände elegant gebunden, Preis 126 Martk, ganz neu
SIcomplet auf einmol 35. 7

D'eses. pach den Urtheilen der Presse und hervorragender
Männer der Wissenshhaft beste Wert seiner Art ist soeben voll⸗
ständig gewocden und bin ich so sest von der außerordentlichen Zu⸗
friedenheit der Empfänger überzeugt, daß ich mich hierdurch ver⸗
oflichit, das Werk innerhalb 8 Tagen nach Empfang gegen Erstat⸗
sung der Frachtauslagen zutückzunchmen, Falls Jemand glaubt,
Ausstellungen machen zu lönnen.

Die Zusendung der 18 Sände erfolgt dircet per Frachtgut.
Noch mie dürfte ein solches Werthobject unler so günstigen Be—⸗
dingungen übgegeben worten sin. 7*

Eugen Mahlo, Buchhandkung in Berlin.
Markarafenstr. 68.

Neinode XXE

ltalienisch. Unternesbriete panisch
Fitr das Sclbst-Studium
* bearbeitst ven
Pros. Tunn Wagemonoß, Prof. Giamb. Bonavrenturqa,
brof. Gil Luanrates, Dr. Theophil Telmhorst und
Dr. Albert Schmidt.
Die SSiSBEMn Unterrichts-Briefe sind complet in 2 Korsen
⁊ 18 Briese. Preis des ersten Briefes: 50 Pf.; aller folgenden:
Ax. — Pie itnlienischen (8. verbesserte Sufiage) und äie
SPSMHNäααν Unterrichts Briefe sind complet in æ kursen
20 Briese. Preéis éines Briefes: 60 Pfeumge. — Conmmiete
Eæremnptaore der itatienischen Unterriesnts Briefe (soweit noch
der ger:nge Vorrath reicht) sammt 2 Enveloppen: 24 M.
Feimzig. Verlag des Hausfreundes.

Russisch.

Reichenhaller
Kirchenbau-Lotterie.
200,000 Loose.
VGesdgewinnste 185,000 Mark.
ziehung am 30. Decemb. 1879
Treffer 60, 000 M., 25.,000 Vi.,
10,000 M., 5000 M. u. s. w.
Foose à 23nMh.
zu beziehen dusch die General⸗
Agentur
CarlI Latig,
Baukgeschäft in München
und
Frauz Woll in Si. Inabert.

— * 9 *
Süddeutsche Presse und Müuchener Nachrichten.
Herausgegeben von Dr. Cajus Möller.

Für das vorstehend genannte größte Blatt Münchens laden wir hierdurch ergebenst zum
Abonnement ein. Die „Euddeutsche Presse und Münchener Rachrichten“ ein nach allen
Seiten hin unabhängiges nationalliberales Biatt, hat sich durch Schnelligkeit und Schlagfertigkeit
in Mittheilung und Vesprechung innerer und äußerer Tagesfragen, Ausgepraͤgtheit und Selbstän⸗
zigkeit der Gefinnung allgemeine Auerkennung verschafft und innerhalb der großen deutschen Tages⸗
zresse eine über ihre räumliche Bedeutung weit hinausgehende durchaus ebenbürtige Stellung zu
rringen gewußt. Ihr lokaler und bayerischer Theil ist der welaus reichhaltigste und selo⸗
tändigste irgend einer Münchener und bayerischen Zeitung.

Die bayerischen Kammerverhandlungen bvringt die „Süddeutsche Presse“ allein unter
allen bayeriscizen Blättern in überüichtücher und durchweg crschöpfenber Darstellung noch
in demselben Tage.

Ihr handelspolitischer und volkswirthschaftlicher Theil ist in stetem Aufschwunge begriffen und
iespricht die in unseren Tagen so brennend gewordenen betreffenden Interessenfragen eingehend und
elbständig. Vom 1. Januar wird bezüglich des Munchener Courszettel die Aenderung eintreten,
aß die Münchener Börse nicht mehr noch dem Courszettel der „Bay rischen Handelsbank“ sondern
iach dem Coursblatt des Handelsvereins geineldet wird. — Dem Theater, der Kunst und der
Literatur wird in Besprechung aus namhaften Federn eine unparteiische Aufmerksamkeit zugewendet.

Die seit dent 1. Janaar d. Is. als seibständig zu bindende Wochenbeilage erscheinenden
„Bayerischen Literaturblätter“ haben sich in der kurzen Zeit ihres Bestehens die allge
neinste Beliebtheit errungen: sie sino neben den Zwecken der Unterhaltung, namentlich denjenigen
iner eingreifenden unparteiischen Kritik bayerischer und deutscher Literaturver
zältnisse gewidmet.

Das Feuilleton wird vom 19. d. M. au von dem berühmten englischen Romanschriftsteller
FJ.. C. Grenville-Murrah die Crzählung

„Die Boudoirkabale“,
eine glänzende Schilderung aus dem englischen High life mit scharf satirischen Streiflichtern auf
berühmte zeitgenössische Persönlichkeiten, parlamentarische und Börfenver hältnisse u. s. w. veröffentlichen.
Reueintretende Abonnenten erhalten den Roman nachgeliefert.

Die stets wachsende Abonnentenzahl der „Süddeutschen Presse“ jowie das stetige Wachsen ihres
Infserateutheiles verbürgt die lohnende Verbreitung der Juserate in den kauf⸗ und zihlungs⸗
sähigsten Schichten der Bevölkerung. Die Annoncen werden mit 20 Pf. pro Zeile berechnet. Sin⸗
ich bedenkliche oder Wucherinserate werden nicht aufgenommen. Neueintretende Abonnenten exhal⸗
len die „Südd. Presse“ bis zum 1. Januar gratis.

Das Abonnement beträgt pro Quartal 8 Mark.
en, im Dezember 1879
Die Eapedition.
Fürstenfelderstraße 13.

— —“
— —.,

dtollwereokeho

Brust· Bonbons
ine nach äretlicher Vor⸗
schrist bereitete Vereinig-
ung von Zucker und krau-
der-Extracten, welehe bei
Hals-· und Brust⸗Affectionen
unhedingt wohlthuend wir-
ken. Naturell genommen
und in heisser Milch auf—-
gelöst, sind dieselben Lin-
dern wie Erwachsenen 7u
empfehlen.

Vorräthig in St. Ingbert
vei J. J. Crevvenig. bei J.
Unt âr. und bei Apotheber
Alb. LOorn.
        <pb n="696" />
        Die W
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A. Streveler, J. G. Paltzer und A. Schleiden
in St. Johann a.d. Sar
ist täglich von Morgens 9 Uhr bis Abends 10 Uhr geöffnet und bietet in Manufac—
tur⸗- Galanterie- und Conditorei-Waaren alle zu Festgeschenken passende
Gegenstände in großer Auswahl zu auffallend billigen aber F festen Preisen A
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Geftutzt caf das gu? Denomms, dessen sich mein Geschäft seit einer Reihe von Jahren zu erfreuen hatte, werde ich auch diese Saison be⸗
müht sein, durs gute Waaren Wizaste Preise und reelle Bedienung das Vertrauen der mich beebrenden Kundichaft zu erhalten und bittet um
geneigten uspruch Ergebenit
15 Er WMan bitte⸗

Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
Sierru für unsere Bost ⸗Dbonnenten „Illustrirtes Seuuntagblat:“ Nr. 41
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlich/ me dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei⸗

lage) erlcheint wöchentlich viermal: Dieustag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonnementspreis betragt vierieljahrlich

1A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen I A 60 B, einschließlich 40 Zustellgebhr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswa ris
mit 15 A fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 4 pro Zeile berechnet.
M 202. —— Sonntag, den 21. Dezember — —

Deutsches Reich.
München, 16. Dez. Die Berathungen des Kultus Etals
im Finanz-Ausschusse merden sehr gründlich gepflogen, so daß sich
das Ende derselten kaum vor Schluß dieset Woche wird herbeiführen
jassen. Auf eine bezügliche Aufrage erklärte der Hetr Kultus⸗
minister, daß er Erhebungen in allen deutschen Ländern gepflogen
über die Zahl der Relig ousstunden, welche wöchentlich an den höheren
Lehranstalten gehalten werden; das Malerial ergebe durchschnuttlch
2 Stunden per Woche, so daß er auch wohl dazu komme, Solches
in Bayern anzuordnen, d. h. eine Stunde mehr, als seither. —
Bezüglich der Fortbildung der Lehrer regte Abgeordnter Freytag
an, ob es sich nicht empfehle, solche mehr vom prakuschen, nicht
vom theoretischen Standpunkte allein aus zu überwachen. Er er—⸗
zählte, daß z. B. als Thema in einer Lehrer⸗Konferenz aufgegeben
vorden ware: Eine Vorgeschichte des Gedichtes von Goelhe's
„Hermann und Dorothea“. Ein solches Thema sei doch für Volks⸗
jchullehrer nicht eusprechend. Der Herr Vinister erlennt Dies auch
an und sagt Abhilse zu. — Bei der Berathuug über die Ausgaben
für das SchullehrersSeminar in Kaiferslautern wurde die Aufstell⸗
ung eines weiteren Seminarlchrets vom Finanzausschusse mit allen
ultramontanen gegen alle liberalen Stimmen abgelehut. Zur Er⸗
weiterung des Inlernats in diefer Anstalt sowohl für Semimnaristen
als einige Päparanden wurden nach langen Debatten 8000 M.
genehmigt gegen den Ansrag des Referenten, indem der Außschuß⸗
Vorstand Freymag mit den Liberalen füt diese Positionen stunmte,
jo daß also 8 gegen 7 Stimmen sih ergaben.

Mänden, 18. Dez. (Abg. Kammer.) Bei Fortseßung der
Berathung der Justizetatz kommt Abg. Vaillant auf die Pelition
der pfälzer Gerichisschreiber zurück, deren Fassung er nicht als glück
lich dezeichnen kann, und gibt die Betechtiguag der Petison im All-
gemeinen zu. Justuminister Dr. v. Faäustle bestreitet die erhobenen
Rechtsansprüche; man könne aber auf Grund der Berichte der zu⸗
dandigen Behö den berechtigte Anspruche ptüfen und würdigen.

München, 19. Dez. (Landtag.) Eine k. Botschaft ver⸗
jängert die Session his zum 31. Januar 1880. Der Finanz-
minister bringt einen Gesetzenwurf ein, die provisorische Struerer⸗
debung pro 1880 betr., ferner einen Entwurf zut Wahl eines
Ausschusses behufs Behandiung der direk en Stenern, der auch nach
Sessionsschluß noch einberufdar sei, wobei die Einbringung von
Mod fikationsanträgen unbeschränkt, dann einen Eutwurf. Adänderung
riniger Bestimmungen der Gewerbe⸗ und Kapitalrentensteuer, einen
Entwurf über ein Gesetz, hetr. den Vranntwemanfschlaß. Abg.
Riedel beantragt, 6tztereu Entwutf fosort emem Ausschusse zu über.
weifen. **

Aussand.

Brüsel, 17. Dez. In der heutigen Kammer-Sitzung ver⸗
theidigte der Kriegsminister das Contingentsgesetz und bemerkte
hierter: Die europaische Lage sei geheimpißvoll drohend; Belgien
muisse im Stande sein, nöthigenfalls bei einem zwischen Veufchland
und Frankreich ausrechenden Krieg seine Unabhängigkeir vertheidigen
zn lönnen. Das Gesetz wurde hierauf gegin die Stimmen der
Rechten angenonmen.

—Bermischtes v
J Sit. Ingbert, 19. Dez. Bei der durch die Strenge
des gegenwärtigen Winters gesteigerien Roth unter den Armen soll
bersucht werden, den Bedütftiglen hirsfiger Siadt auf dem einfachsten
und billigsten Wege zu warmer und regelmäßiger Nahrung zu ver⸗
helfen. Eine Suppenanftalt erfordert längere Vordereitungen, kost⸗
spitlige Esnrichtungen und Arbeitsträste, und umständliche Leitung
und Ueberwachung. Einfacher wäre es, wenn die demilleiteren Fa.
milien zugleich mit ihrem eigenen Mitiagessen eine Anzahl Suppen
portionen für Arme dereiten und gestatten wollten, daß diese ent
weder abgeholt oder an Ort an Sielle genofsen würden. In eister
Linie lönnten so die ärmeren Schullinder versorgt werden; je nach
dem Angebot bon Suppenbotsronen —XI
ältere Personen. Selbstverstandlich müßte die Verabreichunz von
Suppe in der angegebenen Weise auf langere Zeit zugesagt werden,
weil außerdem schlicklich doch eine Suppena eu nditia durde.

In den nächsten Tagen sollen die Listen zur Einzeichnung in
biesiger Stadt circuliren, und ohne Zweifel wird sich die Wohl⸗
hätigkeit auch in diesem Falle lebendig und ausreichend beweisen,
so daß mit dem Beginn der Weihnachtswoche die Speisung der
Armen beginnen kann.

fWestheim, 17. Dez. In hiesigen Gemeindewalde hat
gestern Oeconom Albtecht einen Wolf im Gewichte von 38 Pid.
erlegt. Außerdem wurde ein weiterer Wolf gesehen: So wird der
„Sp. Z,* von hier berichtei. —

Böblingen, 16. Dez. Heute Früh gegen 3 Uhr
verspürten wir hier einen Erdstoß. Leute spragen in Folge seiner
deitigteit aus dem Bette mit dem Ausruf * Schnell »raus, der
Boden kommt herunter“. Anderwärts öff ieten sich Thüren u. s. w.

In Müumchen sind dieser Tage mitten · in der Stadt
Bildenten anf- der Straße sitend gesehen worden Die S.
Pr.“ bemerkt dazu, daß es keime Enten im journalistischen Sinne
gewesen sfid.

7 Ant werpen, 16. Dez. Bei einer Treibjagd, welche
Jestern im Auzinger Walde abgehalten wurden, hat einer der
Jäger, der Professor der Natnrwissenschaften Baeker, dadurch seinen
Tod gefunden, doß er von einem ansillem enden Hiesch kuchstäblich
durchbohrt ward. Das Geweih war ihm durch den Hals gegangen.

7 Mons, 18. Dei. Zweitausend siesenhundert Ärbeiter
von 5 Kohlengruben bei Quaregnon haben die Arbeit niedergelegt.

Fur die Redaction veranwerich . .83 meß

In Dentschiand starven un Jahre 1878 an Hals 30 Biust⸗
und LEnngenleiden nicht weniger als Fünfzig Tausend Personen.
Diese Zabl, welche so unendlich viel Trauer und Thränen in sich
dließt. ist statist sch festgestelt —. 8

Bei Hals⸗, Brust⸗ und Lungenleiden — werden die welibe⸗
rühmten Brustlaramels Maria Benno von Dongat entweder roh ge⸗
gessen, oder 526 Stück in heißem Kakao: Thee oder Milch aufge⸗
öl, aber nur lauwarm gelrunken.

Bei den dvielfachen Fälschungen, Imitationen und Neidern
wird daren erinnert, daß sich der echte Katao · Thee Maria Benno
von Donat genau in denselden himmeiblauen Karions befindet, wie
die Brusikaramels und in Deutschland nur 20 Pfg. kostet.

Der Kakao-Thee Maria Benno von Donat dieses billige,
vohlschnedende und nahrhafte Getränk sür Kinder und Erwachsene
joll eine halde Siunde im Wasser kochen. 727

Denot in Sh. Inabert bei Herrn Jean Veters.

— T

„Der Jetter vom ?hein Kalender für 1880, ist
erschienen und ber den Ktaleudethändlern zu haben.

Außer dem sachlichen Theil enthält duser Kalender mehrere
poltsthümliche Erzählang n, hübsche Anekdoten und gemeinnützige
Mittheuungen. Leipziger Tagehlati.*
Mit 20 Mark Anzahlung
und monatlichen Theilzahlungen à 5ß Mark
Igebe ich au folide Leute das detanme atoßortide Pracht-
z brer;: 1
ĩ 12 J
z, Pierer's Conversations-Lexikon
Z 18 Bande elegant gebunden, Preis 126 Marte ganz neu
S complet auf einmal ab.
D'eses vach den Urtheilen der Presse und hervorragender
Maänner der Wissenschaft beste Werk serner Art ist soeben voll⸗
täandig geworden und bin ich so fest von der außeroidentlichen Zu⸗
tiedenheit der Empfärger überzeugt, daß ich mich hierdurch der⸗
yflichte, das Werk innerhalb 8 Tagen nach Empfang gegen Erstat⸗
rung der Frachtauslagen zurückzunchmen, Folls Jemand glaubt.
Ausstellungen machen zu lönnen.

Die Zusendung der 18 Tände erfolgt direct per Frachtgut.
Noch nie dürfte ein solches Werttobject unter so günsigen Be⸗
dingungen abgegeben worden sieee. 7*7

Eugen Mahlo, Buchhandlung in Berlin.
Markarafensir. 68.
        <pb n="698" />
        Hausversteigerung.
Samstag den 27. De—
zember nächsthin Nachmittags 3
Uhr bei Bäcker Friedrich
läßt Wilhelm Dinjes, Stuhl⸗
macher hier folgende Liegenschaft
im Banne St. Ingbert
öffentlich an den Meistbietenden
zu Eigenthum versteigern, nämlich:
Pl. Ne. 542, 1 Dez. oder
34 qm. Fläche, worauf ein
zweistöckhees Wohnhaus mit
Hofraum, gelegen zu St.
Ingbert im untersten Flur
au der Kaiserstraße neben
Friedtich Stutzmann und
Wittwe Detemple.
St. Ingbert, 14. Dez. 1879.
Sauer, l. Notar.
Preisgekrönte Ma⸗
cronenu. Pfeffernüsse,
Baseler-, Mandel⸗ u.
NürnbergerLebkuchen
vei 3. Rickel,
Conditor.
— 7—5
Spielwaaren,
Geschäfts⸗ Gesang, Ge
bet, Schul⸗ und Bilder⸗
bücher, säumiliche Schreib⸗
materialien. überhaupt alle
in dieses Fach einschlagende Ar⸗
titel, zu den äußerst billigsten

Preisen.
Jakob Friedrich.
Fasi nneat? Costüme
aller Art (nicht zu verleihen)
aber sehr billig! Carnevals-
kappen, Masken, Besatæborden,
Schellehen, Cotillonorden, Co-
tillontouren, DZinnschmuck.
Hõchst komiseh, carnevalistisch
gemalte Bilder, Lebensgrösse,
für Saaldecorationen 4*2 Mk.
Preislisten versendet umsonst.
Theater-Decorationen auf Stoft
gemalt, Knallerbsenà 1008tek.
30 Pfg.
Bonner Fahnenfabrik
in Bonn sa. Rh.

3

E
n hFR * -

vn. SARDEMANNinCMMERICHAR
in seiner Güte u. Wirksamkeit
erprobt u. seit Jahren im In- u.

Auslande ärztlieh empfoblen.
Nur ächt in Originalfsaschenà IIJ.

Derselbe eisenhaltig à M. 1
10 Pfg. in St. Ingbert be
—XXL
— —
Auszug
aus den Registern des Standesamts
St. Ingbert
pro Monat Nov. 1879.
A. Geburten:

1. Nov. Karl, S. v. Johann
Heib. Katharina Elisabetha, T.
v. Johann Lehmann. Beitha,
T. v. Johann Wendelin Felix.
Aug. Heinr., S. v. Friedrich
Steegmann. 2. Mario, T. v.
Veter Preßmann. 3. Ludwig,
S. v. Jacob Schanne. 4. Ma
a, T. v. Philipp Nicolay.

7. Maria, T. v. Franz Lampel

3. Julianna Cücilia, X. v. Lud—

wig Bechthold. 9. Elisabetha,

T. v. Paul Bartscherer. Va—

entin, S. v. Heenrich Ochs.

xacob, S. v. Christian Werner.

10. Anna, T. v. Emil Völztzl.

»einrich, S. v. Joh. Theobald.

.3. Wihelm, S. v. Peiter Rie—
zer. 14. Kathartina, T. v. N
tolaus Appel. Anna, T. v.
Peter Jung. Philipp. S. v.
Jacob Sonp. 17. Johann, S.
Johann Langguth. 18. Heinr.,
S5. v. Heinr. Boos. 19. Eli⸗
sabetha, T. v. starl Ehlhardt.
Johanna Maria, T. v. Ferd'⸗
nand Ritter. Katharina, T. v.
Franz Haas. 20. H inrich, S.
d. Joseph Gries J. 21. Ka
sharina, T. v. Heinrich Nau.
23. Joseph, S. v. Jos py Mo sch.
Paria, T. v. Peter Gehring.
24. Peter, 'S. v. Nicolaus
Wagner. 25. Elisabetha, T. v.
Anton Schuster. Regma, T. v.
sturl Schrör. 26. Joseph, S
v. Johann Weisgerber. 27.
Johann, S. v. Peter Ripplinger.
29. Ludwig, S. v. Ludwig Hof
mann. Johann Karl, S. v.
Johann Kopp. 30. Aundreas,
—A
5. v. Peter Buchhtit.

BR. Eheschließungen:

4. Nov. Michael Emser mil
Anna Maria Juchem. 11. Joh.
Uhl mit Elisabetha Zintel. Peter
Jos. Straub mi Maria Leinner.
Joh. Jos. Kiefer mit Katharina
Fich. Peter Sehn mit Barbara
Hubertus. Geotg Schmitt mit
—QRW 13. Peter
Quiting mit Katharina Weis.
20. Karl Biaun mit Chr stina
Weiß. 24. Philpp Koch mit
Maria Kuß. Jacob Zache!mayer
mit Anra Maria Jo epha Feder.
27. Peser Wazner mit Kalharitza
tiemmer.

O. Sterbfälle:

3. Nov. Valentin Derschang,
19 J. alt, Ehem. v. Barbarq
Pfeifet. 7. Kathatina, 3 J.
zui. T. von Wilhelm Schmidt.
19. Math'as Ohs, 63 J. alt,
Feem. von Magdalena Theodor.
11. Elisabetha Stäberle, 60 J.
alt, ledig. 13. Jak. Sawarz,
18 J. alt, Ehem. von Maria
kich. 14. Sophia, 7 Mi. alt,
t. von Mathias Kebler. 16.
Bertha, 27 Tge. alt, T. von
dauspar Rohr. 19. J'ehaun, 2
Tage alt, S. v. Joh. Langguth.
20. Nicolaus Wild, 839 J. ali,
Ehem. voun Anna Long. 23
darl, 1 J. alt, S. von Jacodt
Stegner. Heinrich, 5 Tyge. alt,
5. von Heiurich Boos. 24.
Ydaria, 22 Tge. alt, T. von
Pet. Preßmann. Jotf. Giesen,
33 J. alt, Ehem. v. Katharina
qlein. 25. Karl Ue, 69 J.
alt, Wittwer von Gertrauda
Schmelzer. 27. Philippina, 2
J. alt, T. v. Heint. Shramm.
28. Jos. Bastian, 51 J. alt,
Ehem. v. Katharina Siuppi.

St. Ingbert, 10. Dej. 1879.

Der Standesbeamte:
Custer.

Zu Weihnachtsgeschenken passend
empfiehlt sein Lager in Gold- und Silberwaaren, als:
derren⸗, Damen- und Colliers-Ketten, Brochen, Boutons,
Medaillons, Manschetten und Hemdknöpfen, Haarketten,
Beschläge und Ringe; Bestecke in Silber und Christophel,
Kaffeelöffel ꝛc. ꝛc. zu äußerst billigem Preise.

Adolph Metz.

— —
Herzogl. Braunschweigisoho
Landes-Lotterieè,
vom Staate genehmigt und garantirt.
Dieselbe besteht aus 4, 000 Original⸗Lovsen un
As, OOO Gewinnen:
—IX 1 Haupttreffer à 12,000
à 300,000, 22 10,000
150,000, 2 8000
100,000, 6000
75.000, 5000
9000, 4000 4
00, 3000 *
50 2000 *
n .000
500

*
ã
*

0
3,000,
Reichs-Marlen. s. w.
Die erste Ziehung findet statt
am 15. und 16. Zannar 1880,
u welcher ich Original Loote
Ganze XX Viertel Arhtel
I16 Mark 8 Mark 4 Mark 2 Mark
egen Einsendung des Bettages oder Postvorschuß verjende
Jeder Sp'eler erhält die Gewinnlisien v4
— 292
. B,
⸗r Braunichw. Landes Loiteric
* Rranunschwreig F
5 ——— —

X

720enschrist?!!
Deutsches dontags⸗PNlatt
Deutsches hontags-ila
Ide Nedacteur: WvVerleger:
Arthur Levysohn. Rudolf Mosse. Berlin.

Der außergewöhnlich sensationelle Erfolg, welcher das Deutsche
Montags⸗Blati“ von seinen Anfängen an begleitet hat und den es durch
die Fuͤlle und Gediegenheit seines Inhalts zu rechtfertigen suchte, wird
für Redaction und Verlagtbhandlung nur ein Sporn sein, in ihren An⸗
slrengungen nicht zu epeg und ihrem Motto:

Von dem Grten das Beste
Von dem Neuen das Neueste“
getreu zu bleiben und das „Deutsche Montags- Blait“ zu einer politisch⸗
literarischen Wochenschrift ersten Ranges zu gestalten.

In der Weihnachts⸗NRummer des ‚Deutschen Montags⸗Blattes“ wird
die Verdffentlichung einer speziell fur dasselbe geschriebenen Erzählung von
ERret Uarté, dem beruͤhmten amerikanischen Rovpellenschreiber, unter
dem Titel: Wie Jefferson Brigas sein Weib gewann',,
be innen. Der Auftor siellt sich in diesem Lebensbilde ganz und aus—
schließlich wieder auf den von ihm so meisterhaft beherrschten kalifornischen
Boden, so zwar, duß diese Erzählung sich ohne Frage dem Besten, was
noch aus Bret Harte's Feder hervorgegangen, als ebenbürtig anreiht.
Bret Harte ist ein Autor, dessen Ramen allein genügt, um die mit dem
Abdrud in die Oelonomie des „Deutschen Monlags⸗Blattes“ eingeführte
Neuerung hinreichend zu erllären und diese Neuerung selbst fur die Leser
zu einer gluͤdlichen und angenehmen Einrichtung zu stempeln. Der bis
j. Januat abgedrudte Theil dieser Brot HIarte'schen Rovelle wird
— nen hünzutretenden Abonnenten gratis uud franco nach⸗
geliefert.

Alle Reichs⸗-Postanstallen und Buchhondlungen nehmen Abonnements
zum Preise von — Mnric 50 Pf. pro Quartal entgegen. Zur Be⸗
egnung von Verwechselungen verweise man bei Postbesteüungen auf No.
1L191 der Post⸗Zeitungs⸗Preisliste pro I880.

Rechnungen
zu Jedermanns Gebrauch
n allen Formaten
in Schwarzdiuck, sowie in roth
und blauer Liniakur
sind vorräihig in der
Druckerei ds. Bl.

Heuie Sonntag von Nach⸗
mitlags Z3 Uhr ab musikalische
Unterhaltung

Bweisgerber.
Luserm deutigen
Zlatte liegt eine
e des Confcctions⸗
hanses ꝛ2. Bytinski, in St.
Fobann. Babnhosstt. Nr. 146 bei.

Druck und Verlag von F. X. Demet in St. Ingbert.
BSiern Allufßrirtes Sonntaasblatt“ Nr.
        <pb n="699" />
        St. Ingber
Ingberler Anzeiger.
r Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (Z mal wöchentlich) mi dem Hauptblatte verdundene Unterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei—
lage) erscheint wöchentlich viermal: Dienstag, Donnerstag, Samstag und Zonutag. Der Abounenmnentspreis beträgt vierteljahrlich
1A 40 B3 einschließlich Tragerlohn; durch die Post bezogen A GO B, einschließlich 40 Zustellgebühr. Auzeigen werden mit 10 B, von Auswärig
mit 15 B fur die viergespaltene Zeile Blattschrift odet deren Naum, Neelamen mit 30 Bpro Zeile berechnet.
1879.

M 203. Dienstag, den 23. Dezember
Der Weihnachtsfeiertage wegen wird das Don⸗
nerstagsblatt schon mor gein ausgegeben. Die Expedition.

Fabrikationszweig haben. Täglich kommen zwei Eisenbahnzüge mit
10 -20 Karren mit crepirten Thieren aus den großen Viehhöfen,
denn Alles, wus in der Stadt gefallen ist, als Pferde Ochsen,
Zühe, Schweine, Hunde, wird hier verarbeitet. Das gewomen—
Fett wird nochmals mittelst Dampf gereinigt. Der Rückstand des
Fleisches wird in benachbarten Fabriken zu Guano verarbeitel und
am die Täuschung des ächten Guano nachzuahmen, werden Hühnet
edern darunter gemenzt, d'e man in allen Hotels in Mass⸗ haben
ann. Der Gestank, den diese Factorien verbreiten, ist farchtbar.
Dle Umgegend Chicago's ist eine großartige Stinkerei.“ ¶( Die
amerikanischen Blätter enihalten drastische Schilderungen üder die
Bestankfabr'ken.)

Deutsches Reich.

Mänchen, 20. Dej. (Abgeordnetenkammer.) Die Minister
des Innern und der Justiz bringen den Entwurf eines Dts ziplinar⸗
gesezes für die richterlnhen Beanten ein. Die Vorlage wegen pro⸗
pisorischer Steuerethebung pro 1880 wird ohne⸗ Diskussion ein⸗
stimmig angenommen. Bei dem Etat der Staatsschald erkläct
Fraukenburger die geschehene Verwendung der Kriegsentschädigung
jür gerechtfertigt und bezeichnet die Finanzlage als ungünstig, aber
nicht bedenklich. Der Fmanzmin ster führt aus: Ai den Irr⸗
thümern, die in früheren Finanzperioden vorgekommen, sei die
frühere Flranzberwaltung schuldlos. Der bayerische Kredit dürfe
nicht dazu verleiten, das Defizit durch Anlehen zu decken. — Nach
Ueberweisung des Dis ziplinargesetzentwurses an den achten Ausschuß
wird die nächste Sitzung auf den 7. Januar festgesetzt.

Ausland.
Paris, 20. Dez. Sämmtlche französische Minister haben
heute dem Präsidensen der Republick ihr Entlassungsgesuch eiogereicht.
‚„Rom, 21. Dez. Eine angebliche Berliner Depesche des
„Courrier d'Italie“ erwähnt das Gerücht. daß eine Abdankung des
Czaren bevorfiehe.

M. Hichel's Atelier künstl. Zähne
—

Fur die Redaction verantworttich: ic. x. Demenßg.

Grosse Auswabnl

in: Damen-Mänteln und Regen—
mänteln, Teppichen und Teppich⸗
stoffen, Tisch, Bett— und Reise—
Decken, Pelzwaaren ec. x. zu Fest⸗
geschenken sich eignend, empfehlen
St. Johann a.d. Saar.

Gebrüder Brach.

Vermischtes.

f Am I. Februar 1880 Nelen jür die Besdederung von
Personen mittelst Retourbilleten im Verkeht zwischen Kaiserslautern,
Ludwigshafen, Pirmasens und Zweibrücken einerfeits und St. Avold
pia Bexbach —Stieringen andererseiis er böhte Ta rein in
Kraft. — Für die direkle Besoörderung von Personen und Reise⸗
gepaäͤck zwischen den Stationen Kaiserslautern, Landau Hauplbahn⸗
hof, Ludwigshafen, Neußadt, Speier und Zweibrücken- einersenns und
Paris und Nanch anderersets gelangt am 1. Februar 1880 ein
Tarif zur Einführung, womit die dermalen schon bistehenden Taxen
für Ludwigehalen und Speier zum Theil eine Erhöhunß g
erleiden.

Pirmasens, 19. Dez. Der Schuster V. Schmidt,
der kärzlich einen Morddersuch auf seine Zuhälterin machte und
darauf einen Schuß auf sich abgab, ist heute Morgen seiner Ver.
lezung erlegen. Auch der Zustand der Wittwe W. hat sich ver⸗
schlimmert; doch besteht Hoffnung, sie am Leben zu erhalten.

te Am 19. Dez. Vormittags kamen zwei Wölse bei Mittel⸗
reidenbach bis dicht an die aͤuß rsten Häuser. Da die Eestien
durch dielen Lärm baid verscheucht wurden, gelang es den herbei.
gecilten Jägern nicht, dieselben zu erlegen.

fMentz. Donnersiag Nachmittags gewährte die Mosel unter⸗
halb der Todtenbrücke Jagdliebhabern einen erfreulichen Anblick.
Auf den eisfreien Stillen des bort noch nicht völlig zugefrorenen
Moselarmes iummelte fich nämlich ein Volk von ungefähr 12215
Wasserhühnern herum, als ob gar keine Källe vorhanden sei. Alle
Augenblicke lauchten sie unter nach einem jagdbaren Fisch und ver⸗
schwanden für laͤngere Zeit im Wasser. Was aber das Herz eines

Jagers noch mehr erfreut haben würde, war der für hliesige Ver⸗
hältnisse noch seltenere Anblic bon5 Schneegänsen, welche theils
auf dem Eise saßen, theils auf dem Wasser schwammen und in ihrer
erhabenen Ruhe einen eigenthümlichen Kontrast zu dem munteren
Treiben der Wasserhühner darboten. Das seltene Schauspiel hatte
eine große Anzahi Schaulustiger auf der Bücke versammell.
fAmerilanisches Fetit. In der Flacb.“ schreibt ein Abon⸗
nent aus Chicago: Es wird Ihnen nicht bekannt sein, daß
hier in den Stinlfoctorien, Station Globe bei Chicago, außerordent⸗
lich viel Fett aus crepittem Vieh producirt wird, wovon vieles nach
England und Deutschland versandt wird. Es soll angeblich zwar
als Schmieroöͤl verwendet werden, wer aber giebt Bürgerschast für
die Handler, zu welchem Zwedck es verwendet wird ? Das Fett sieht
zanz weiß wie Schnee aus und ist gecuchlos; so werden es viel⸗
keicht Tausende der Armen gemeüen die leine Abnung den diesem

Die Eraougnisso
der Kgo. Bayerischen, —A— ——
—AA— fof⸗Choco.

laden⸗Fabrilbanten,
Gebr. Stollwerck
in Cöln a. Rh,

Filia len in Frankfurt a. M. Breclau anà Wien,
verdanken ihren Weltrur der go wissen-
naften Verwendung von nmur beste mn
Rohmaterialien umd veren sorgsultĩgster

Rearheitung.

Die Original I- und zↄ-Pfund-Paciungen sind mit Prei-

sen und Garantie-Marko (rein Cacuo u Zucker) versehen.
— ————
Die Pabrik ist drevetirte Lieferantin:

I. I. M. M. des Kaisors Vilhoim, dor Kaicerin Augusta,
Sr. Kaisorl. u. Konigl. Hoh. des Kronprinzen, Sr.
LKaiserl. u. Konigl. apostol. Majestat Pranz Josoph,
sowie der Höfe von England, Italien, ger Turkoi, Bayern,
Sachsen, Holland, Belgien, Baden, Sachsen-Weéeimar,

Mecklenburg, Rumanien und Schwarzburg.

IO goldene, siIberne und broncene MedaiIIen.
StoIwercolk h Ohocoladen&amp; OM CAROS
sind in a1IB0n Städten Deutschlands zn haben, sowie auch an den

Haupt-Bahnhof- Büffets.
in St. Ingbert bei J. Petero u. bei J. AIII
        <pb n="700" />
        Vertragsmäßige
Wiederversteigerung.
Mittwoch den 14. Januar

1880 Nachmittaas 2 Uhr zu
St. Ingbert bei Bäder
Friedrich wird auf Betreiben
von Elisabeth Steinfeld, Krä⸗
merin hier, Witiwe von Micha el
Fndt gezen Bernhard Au⸗
gust, Handelsmann hier, die
nachstehend bezeichnele Liegenschaft
im Banne von St. Ingbert im
Wege der vertragsmäßigen Wie⸗
derversteigerung öffentlich an den
Meisibietenden zu Eigenthum ver⸗
leigert, vämlich

Pl.Nr. 1648 und 4649,

q8 Dez. oder 214 47 qm

Wiese am langen Stein

neben Leopold Mayer.
St. Inagbert, 22. Dez. 1879.

Sauer, k. Nolar.

Bekanntmachung.
Mittwoch den 24. De⸗
ember 1879 werden durch den
—D Gerichtsvoll⸗
jeher Morgens 9 Uhr vor dem
Zztadihause dahier nachdezeichnete
hegenftände gegen gleich baare
Zahlung zwandẽweise versteigert,
ämlich:
mehrete Ziehharmonita,
zwei Clarineten, zehn Flo⸗
sen, 40 Mundharmonilka,
sünf kleine Flöten, mehrere
Gummiballen, Handspiegel,
Tintenfässer, Portemonnaies,
Cigarrenetuis, mehrere Fla⸗
sren Tinte, Couverten,
Popier, Schulbucher, Ge⸗
schästsbücher, Gesaugbücher
und dgl. mehr.
S5t. Ingbert, 22. Dez. 1879.
Faßibender.

Musik· Unterricht.
Vielseitigen Wünschen entjpre⸗
hend eröffnet der Unterzeichnete
Im 5. Januar 1880 einen
Fursus für Flöte und am
7. Januar einen Cursus für
Violine nach der Methode des
„Dresdner Conservatoriums“.
Das Honorar beträgt in jedem
Fursus fücr einen Schüler 2 Mt.
monatlich. Anmeldungen nehme
in meiner Wohnung, bei Herrn
Bastwirth Klein, entgegen.
G. 3qhadewih.
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253522822532 333z73 333353333253 —538 3—3387
28352342 3357 525 s—53552 * 57 X2 *2 — *523—32
323352*23552523823 5 535 5535235532 — ———
J * a — 5—3553233 533 —32333227 —
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25 * S —2825 — 227
5253358—325838533 —
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288* 52—8333557355. 2725
—23 —? S. —27—
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—525— 5333— 3 325555
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25022273 223.5* *22533326 2 *8 ð¶
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57 55553558 3 —9 2 2 — 7
ä 2. * —*. —— 7 * 2. — 23 27 —2
233533 52328375 3333538 2588 2333 5325 —
2233555333 5 5282. 233,, 33322835 2333 25
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* * * 5** 39 2 * * — 22 — 83
— 23 3837 »8
337355352 2222233 25358335335327537 2555 55—
2 2 22 2322272 —2 2 — — 28 — * eto
3235353335333253 525325325 —— *
228 2. 73 22 ————— 23 2. 53 5 533— 223 32.* 2 2
22282233 22 *52 —552 2222 32 S 238
— 83223232* 25535333—53333 25 353 55 25
322—2 25.53—2 5323 35322555 2 * *2* 3
R — — c p 8 * 2
2255*2383532 35353877 5582 33232332
*33 52558323233 255329—22 . 582. 2 7
332535—323833335 —258 —
22. 7 28 527223 35322 2 2. —3 32888* *
15655.35523 257533 —z25252 — 333
2383 53 3 3235 * 8 * 2 5222 75333 *
2 2* 52 5235 27 22 5 2 ue 3* —A
228 S —— — 65 2255—5857 323358* *
5· 8 * 2 * 3 2 2 5 252 — 298 2. 3335. de
— 2323 *3253 22 35 2525327 *
— 222 58 25283 2 32,32* A 2
13358 33 5553 ẽ 8
—7 203 — 92232 2238 8355 *
e8532339688 335358 23532538 60
J——— 35332 5 5533323333 m 3
5233 335532328
12333328
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525.7533333
533355 255358 — — 258 832 5
253383532 —A 5353553 8533,623. 7—353
—2 5535375 5228 —8 2* n — 53 — 38 33
DT. 5— — 2* —— — 2 —2* 2338 33 53235
— — — 2272 — 23 238822 35332337
3 55 —— —
5235335333 — 5252*75 5525 55*332 38
232353 53*2 —V— — —— 2535—22 272 333 5*
* 2 — 55 —— —A — — 2 55
28 235* —2828 2555 5255, 3557 7 33735*
3225833 : * —— 851522 — 7322 28 227 233 3538
— * 2 * 2 32 —— 58 ñ 7 352
* 5.5 02 22 5 23582 *DD2 37*752 5*
5583 —— —— 52552235 — * 53558*7.
228 285 52327 2 2—27278 A⸗ 573 172535
3 522. 3 523323533337— 22* 533 z3
388 58 253 3 58 23 22 2 * RXA 68*8 2
222338383233 533523 s 337
337 3533383333 sz248
255535 3333333338338 s22*23 3555
3 5555 233 53239333332* 3 2328 —
535 282 822 233 3235 553523*522 5 34853
72 —8 2257 — —— 2225335 * F
523823323335 523225353 3 2—5 23757 2833 7
753550
25235* —3387 553835 * 2753 * 3338
24 325253253 23583*3323 883 * 38 9 33—2
233357* — 2 55228 22.2 53235 58 233
2»25823 — 3 — 253372 — *
MAS 32 2353 3268 3 2 2 235* 25 —*
3 333 523587 2S 387
— 2 —* 5 — —— —— —A 5533 ẽ
——— 5535 g5* 253333 —J *322 5 222 *
255 525227 23387 52,. 2 2 028 —16*3* 3353
z353535 2223 2z3228 78 ð 23 5 3— 537
83333733238 —2 3 — 25387 e
225235 565 325 22333 — 58
3225 33332333 25337
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        <pb n="703" />
        Der St. Ingberter Anzeiger und das (2 mal wochentlich; mi dem Hauptblatte verbundene Unterhaltungsblatt. Sonntags mit illustrirter Beie

lage) erscheint wochentlich vViermal? Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag. Der Abonunnementsvreis betragt vierteljahrlich

1A 40 B einschließlich Tragerlohn; durch die Post bezogen 1.M 60 , einschließlich 40 9 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 , von Ausawurts⸗
mit 15 — fur die viergespaltene Zeile Blatischrift oder deren Raum, Neclatnen mit 30 H pro Zeile berechnet
AM 2304. Donnerstag, den 26. Dezemiber —

1879

Deutsches Reich.

Münscheen. Der, Entwurf eines Gesetze8, die Abänderung
einiger Bestimmungen an den Gesetzen über die Eintommen;, Ka⸗
pitaltenten⸗ und Gewerbsfleuer betreffend, hat folgenden Worilaut:
„Art. 1. Der Art. 4 des Einkommensteuergefetzes vom 81. Mai
1856 hat zu lauten: „Wenn eine Person steuerbares Einkommen
aus mehreren Tileln bezieht, welche unler verschiedene der obigen
drei Abtheslungen fallen, so wird dieselbe aus dem gesammten Ein—
kommen nach den für die zweite Abtheilung bestimmten Klafssen⸗
sätzen zur Steuer gezogen.“ Art. 2. Der Art. 5 des Einkom⸗
mensteuergesetzes erhalt folgende Fassung: „Die Einkommensteuer
wird angelegt: J. In der ersten Abtheisung nach v'er Abstufungen
mit 65 Pf., 1 Mt., 1 Mt. 40 Ppf. und 1 Mti. 80 pf. II. In
der zweiten Abtheilung nach folgenden bestimmten Klassensätzen:

stlasse Eintouamen Sieuerbetrag
bis zu 350 Mk. JMt.
über 350 bis 500,
.. 600, 650
630, 850
8350, 10000
000, 1200
200, 1400
00 17001
0. 2050,
30, 2400
20 2750
5250 , 3100
100 3450 3
2450, 4128ö8,
250, 5100 —
5100, 60001 3
6000 7000 70
7000 3000 825
3000, 9000, 948,
D, 9000, 10000 1060,
21. 10000, 11000 118
22. 11000., 12000 1308,
und sofort in der Weise, daß jedes weitere Tausend eint witere
Klasse mit einer Steuervermehrung von je 12 Mt. bildet. III.
In der dritten Adtheilung bis zu 3000 M. Einkommen nach einem
sesten Prozentmaße in der Art, daß jeweilig die ersten 1000 M.
des betreffenden Einkommens mit vier Zebntel Procent (oder 4 Pf.
pon je 10 M.), die pächsten 500 M. mit acht Zehntel Prozent
(oder 8 Pf. von je 10 M.) und die nachsten 500 Mt. mit ein
und zwei Zehntel Prozent (oder 12 Pf. von je 10 M.) besteuert
werden, während bei einem Einkommen von über 83000 MIi. die
Steueranlage nach den für die zweite Abtheilung bestimmten Klassen⸗
sähen zu erfolgen hat.“ Art. 8. In Art. 6 Abs. 2 des kEin⸗
lommenfteuergesttzes ist statt der Worte: „einen Gulden“ zu setzen:
„eine Mark achtzig Pfennige“. In Art. 9 Ziff. 5 dez Einlom⸗
mensteuergesetzes sird in Zeile 5 und 9 die Worie: „200 fl.“ zu
ersetzen durch: „850 Mt.“ Art. 4. Auf die nach Art. 20 Abs. 2
des Einlommensteuergesetzes vom 31. Mai 1856, dann nach Art. 16
Abds. 2 des Kapitaltenlensteuergesetzes vom gleichen Tage, endlich
nach Art. 82 Abs. 1 und 2 und nach Art. 43 des Gewerdbsteuer⸗
zesetzes vom 1. Juli 1856 auszusprechenden Geldstrafen findet der
Art. 1 des Gesetzes vom 8. November 1875, die Bestimmung von
Geldstrafen und einigen Geldsätzen uach der Reichswährung be—⸗
reffend, Anwendung. Art. 5. Gegenwärtiges Gesetz tritt mit
dem Tage der Verdffentlichung im Gesetz⸗ und Verordnungsblatte
jür das Königreich Bahyern in Wirksamkeit.“

Auf dem Rheine bei Mainz und Wormss fanden am
Sonntag Concerte und Tanzbelustigungen statt. In letzterer Stadt
war auch ein auf dem Rheine gefertigtes Faß zur Ansicht ausgestellt.

Se. Maͤj. der König hat zur Vertheilung an besonders be⸗
dürftige Arme 1800 Mark aus seiner Kabinetskasse angewiesen.

f Dem geheimen Rath Dr. Max v. Pettenkofer wurde von
Zr. Majestät dem deutschen Kaiser der k. preußische Kronenordeu
il. Klasse mit dem Stern verlichen. I

rParis, 20. Dez. Das „Journal des Debats? meldet,
doß in der Militärschule von Saint: Cyr mehrere Fälle von Cholera
vdorgekommen seien.

f Regenbogen im Winter. Man schreibb aus QTasno bei
Wieliczka: Gestern den 10. d. um 4 Uhr Nachmittags war in
üdwestlicher Richtung der Achttlbogen eines in voller Farbenpracht
zlänzenden Regenbogens zu seben, während nur zanz wenig Schnee
iel, die Luft⸗Temperatur ungefäühr — 10 Grad Reaumur war und
am Taze vorher um 7 Uhr Morgens eine sidirische Kälte von —
28 Grad Reaumur herrschte.

Fur die Redaction verantwortlich: F. X. Deme. —
— —
Die große Verbreitung einer Zeitung
st der beste Maßstab zur Beurtheilung derselben. Je gioßer und
ausgebreiteter der Leserkreis einer Zeitung, desto deutlicher ist der
Beweis geliefert, daß dieseibe durch jhren Inhalt die Bedürfnisse
des Publitums im weitesten Maße zu befriedigen weiß. So hat
besonders das „Berliner Tageblatt“ verstanden im Laufe von
8 Jahren einen festen Staem bon weit über 70,000 Abonnenten,
welche über ganz Deutschland und dessen Grenzen hinaus verbreitet
ind, um fich zu schaaren. Um die Bedeutung dieser Ziffer einie
germaßen zu qharalierisiren, dürfte die ftatistische Thatsache genügen,
daß die in der Verbreitung zunächst solgende Zeitung (ein rhei⸗
nisches Blatt) nur einige 30,000 Abonnenten zähit und daß sodann
nur wenige Blätier (19) mit einer Ruflage zwischen 20-5 bis
30,000 Exemplaten in Deutschland existiren. Selost Zeitung en
mit einer Verbreitung von mehr als 10,000 Exemplaren giebt es
nur etwa 30 unter den 2000 Zeitungen Deutschlands. Dagegen
zesitzt das „Berliner Tageblatt“ wie gesagt, weit über 70.000
bonnenten, eine Zahl, welche bisher überhaupt keine deutsche
„eitung besessen hat. Wir glauben daher, daß diese Zahlen allein
prechen! Sie beweisen vor Allem, daß das „Berliner Tageblait“
ine intime Fühlung mit allen gebildeten Gesellschafts Klassen
Deutschlands aufrecht erhält und sich die Gunst derselben dauernd
u erhalten weißs. Eine je hödere Auflage aber eine Zeitung be⸗
itzt, umsomehr ist dieselbe in der Lage große pecuniäre Opfer zu
tingen, um durch Heranziehung der ersten publizistischen und lile—
arischen Mitarbeiter den Inhalt der Zeitung auch in Bezug auf
Bediegenheit und Reichhaltigkeit stetig zu erweitern und somit den
veilgehendsten Aasprüchen nicht allein im polit schen und unterhal⸗
enden Theil, sondern auch den Bedürfnissen des practischen Lebend
Kechnung zu tragen. Entgegengesetzt den Gepflogenheiten politischer
Partei⸗Organe, vermeidet das „Verliner Tageblatt“, bei seiner
usgesprochenen freisinnigen Haltung sich irgend einet politischen
Fraction dienstbar zu machen. Strenge Objeetivität in allen poꝛ
tischen Fragen kann eben nur eine politisch gänzlich unabhängige
Jeitung bewahren, so daß den Lesern das volle Material zur selbste
tändigen Beurtheilung der verschiedenen Tagesfragen geboten wird.
steben dem reichen Inhalt eiger täglich Zmal als Morgen⸗
und Abendblatt erscheinenden großen politischen Zeitung
— von eigenen Korrespondenten in allen · Haupt⸗Weltplatzen mei⸗
stens durch ausführlich Spezial⸗Telegramme steis auf
das Schnellste bedient — bringt das „Berliner Tageblatu“ eine
amfassende Berliner Lokal Zeitung mit interessanten und wohl⸗
zesichteten Nachtichten über idie Ereignisse der Reichs⸗-Haupistadt.
xIs enthält ferner eine vollklommene, die Gesamme Gebiete deßs
Handels und der Industrie einschließende Handelszeitung.
jebst lompletiem Courszetiel der Berliner Borse. Ein eigenes
zarlamentarisches Bureau liefert dem „Berliner Tageblati“ aus⸗

— Kß

!J

Vermischtes.

*Si. Ingbert. Auf städtische Kosten wurde in Speier
eine Suppenanstalt errichtet, in der 8— 400 Schuikinder
Zespeist werden. Auch in Zweibrüden ist eine ähnliche Anstalt er⸗
tichtet worden, welche an arme, bedürftige, dott wohnende Per⸗
sonen den Liler Suppe zu 5 Pf. abaibt.
        <pb n="704" />
        ührliche objellive Sitzungsberichte. Bei Ereignissen von Bedeutung
sendet das „Berliner Tageblatt“ Mitarbeiter der Redakltion an Ori
und Stelle zur sorgfältigen Berichterstattung. Kurzum es wird
lein Aufwand an Mühe und Geldopfer gescheut, um dem Blatte
den bereits erwotbenen Ruf einer frischen, geistig anregenden Zeitung
zu erhalten. Dem täglichen Feuilleton wird ganz besondere
Sorgfalt gewidmet, namentlich finden in demselben die Werke un⸗
jerer ersten Autoren Aufnahme. So veröffentlichen wir im nächsten
Quartal den neuesten Roman des berdhinten Erzählers Levim
sehiüeking: „Etwas auf dem Gewissen“, hierauf
solgt eine reizende Erzählung: „Der goldene Fiedelbogen“
bon Fritæ HMauthmer, dessen Schtiften so rasch einen gioßen
sereis yon Verehrern gewonnen haben. Es verbleibt uns nur
noch auf die verschiedenen Separot: Beiblütter, welche das „Ber⸗
liner Tageblatt“ seinen Abonnenten liefert, hinzuwehen. die
vohl nicht zum gerinasten Theil den großen Leserkreis herbeigeführt
haben: Das „Berliner Sonntagsblatt“ eine deuetrisuische
Wochenschrift unter Mitarbeiterschaft der beliebleften Autoren ist der
Unterhaltung und Belehrung gewidmet; das Wetzblatt,DIIct mit
den meisterhaften Illustrationen von H. Scherenberg sorgt mit
seinem theils scharf satyrischen theils harmlos gemüthlichen Humor
für die Lachlust der Leser; die wöchentlichen Mittheilungen ühber
kandwirthschaft, Gartenbau und Hauswirthschaft
bringen neben dem namentlich für den kleineren Landwirth Wassens⸗
werthen, praktische Winke für den Garlenbau und zablreiche No⸗
tizen und Recepte für die Hauswirthschaft. Schließlich wollen wir
noch auf den umfangreichen Inseratentheil verweisen, welchet
zine Fülle von Angebot und Nachfrage aus den verschiedensten
Fächern des öffentlichen Verkehrs bietel.
Der Abonnementspreis beträztt 5 Harik 28 Pt. pro
Quartal für alle A Blätter zusammen. Alle Reichspost⸗

Holzversteigerung
aus den Staatswaldungen des
gl. Forstreviers Neuhäusel.

Montag den 5. Januar
1880, Vormittags 9310 Uhr bei
Wirth Kemmer in Einöd.
Schläge: Hochwald, Höchen,
Schulzethal, Klosterkopf und zu⸗
Jällige Ergebnisse im Kirtler⸗ und

Nlosterwald.
19 Ster eichen Nutzholzprügel,
1I.50 m. lg.
25 , kiesern Nutzholzprügel,
1.50 m. lg.
buchen Scheit J. El.
v V. u
F .Anbruch.
eichen II. Cl.
birken II.,

kieften U.,

37 weiches II.,
17111, buchen Stangenprügel.
421, , Assprügel.
30 eichen Prügel.

1 birken
11 kiefern und lerchen

Prügel.
20 . weichholz Prügel.

37709, buchen Krappenprügel.

2 eichen

1300 buchen Reiserwellen,
Schlagabraum.
Neuhäusel, 22. Dez. 1879.
Der kgl. Oberförster:
Mörschel.

Gemüthlichkeit.

Ehristbescheerung nebst
Verloosung am 2. Weih⸗
iachtsfeieriage, Adends 8 Uhr
m Jung'shen Saale

der Vorstand.

„Ber dem Unterzeichneten

lann ein

esitteter Junge

1 Lehre treten.“
J. J. Fiack jun. Saitlet.

Frauenschäfte
n Filz. mit und ohne Absatz
ind eingetroffen, sowie Kin—
der⸗ und. Mädchen⸗Pan⸗
toffel.
G. LCinn.

Das Haus von Jakob
5chweitzer in der Pfarr⸗
zasse ist auf Jahrestermine zu
ꝛerkaufen, oder zu vermiethen
is erssien Januar. Näaberes bei

V. Graffion.

Feinste Rum⸗ und Arae⸗
Punsche⸗Essenz, sowie der
veltberühmte schwarze chinesische

Thee
st zu verlaufen bei
Michgel Haas.
Gehör—
SDelsl
rnempfohlen und mit brillantem
Erfolg in Anwendung gezogen
om Ober⸗Stabsarzt Dr.
J0Amidt heilt jede Taubheit,
denn sie nicht ange boren (Schwer⸗
drigkeit, Ohrensausen sofort be⸗
eitigt). Preis pr. Flasche nebst
Zebrauchssanweisung3 M. 50 3
Isen Einsendung von
Vtt. 20 Pf. per Postau⸗
weisung wird das Gehör—
Del fränco und steuerfrei zu⸗
esendet.

Die öffentlichen Anerkennungen
Derer, welche durch Ober⸗Stabs⸗
rzt Dr. Selnmidis Ge⸗

dr -Oel (dieses ausgezeichneten
Zehörmittels) ihr gutes Gehör,
heilweise nach Jahre langer, oft
sotaler Taubheit wieder erlangt
sJaben, mehren fich mit jedem
Tag!!!
Tentral⸗-Depotb. Th. Jacobi,

Hambura.

unstalten nehmen Anmeldungen entgegen. Um sich den pünki⸗
ichen Empfang des Blattes von Beginn des Quartals an zu
ichern, wolle man das Abonnement möglichst frühzeitig be—⸗
verkstelligen.

x. Eine volksthümliche Heilmethode. — Wir sind in der Lage,

die Aufmerksamkeit der Leser heute auf ein Buch zu lenken, welches die obige
zezeichnung vollauf verdient, denn bei der gerade auf diesem Gebiete herr⸗
denden Rivalität kann sich in der That nur eine solche Heilmethode der
Vollk sthumlichkeit· ruhmen, welche wirklich und nachweislich in all⸗ Gesell⸗
chaftsschichten gedrungen ist und hier festen Fuß gefaßt hat. Unzweifelhaft geht
ber diese Annahme aus der Thatsache hervor, daß das diese Heilmethode be⸗
orechende Buch bereits die 120. Auflage erlebt hat und in mehreren Ueber⸗
ezungen vorliegt, die gleichfalls wiederholte Auflagen erfahren haben. Wenn
iesen vielsagenden Thatsachen einige absprechende Urtheile gegenüberstehen,
o bestätigt dies nur wieder die alte Erfahrung, daß gerade epochemachende
LInternehmungen im Geiste des wissenschaftlichen Fortschrittes brodneidischen
und mißgünstigen Tadel auf sich lenken. Daß das Buch trotzdem stetig an
Berbreitung und Popularität gewinnt, beweist, wie machtlos derarlige Norge⸗
eien des Zunftgeistes einer praktisch tausendfach bewährten Sache gegenüder
leiben. „Dr. Ary's Naturheil methöde“ nun, lehrt Gesunden die
kegeln ˖ beobachten, welche zur Erhaltung und Befestigung der Gesundheit
»ienen, während den Leidenden die kürzesten und, wie aus den gelieferten Be—
neisen zu ersehen ist, sichersten Wege zur Genesung gezeigt werden; es wird
amit auch keineswegs die Anpreisung von sogenannten , Wundermitteln“ be—
weckt, der Leser vielmehr mit ärztlich erprobten Hausmitteln bekannt gemacht,
ju welchen jeder Kranke mit dem rößten Vertrauen erfüllt werden wird — Wie
oir hören, ist auch die neueste, 120. Auflage von „Dr. Airy's Naturheilmethode“
chon wieder zum größten Theil vergriffen, was wohl am besten für die Beliebt⸗
jeit dieses Buches spricht. Es mag hierzu allerdings der Umftand beitragen,
aß der Preis des 550 Seiten starken, deich il lustrirten Werkes so billig
gestellt ist (¶ Mark,) daß die Anschaffung Jedermann möglich wird, und glauben
vir deshalb Allen, welche sich für dies nuützliche Buch interessiren, rathen zu sollen,
ich solches ehestens unter Beifügung von 1Mk. 20 Pfg. in Briesmarken von
Richter's Berlags⸗Anstalt in Leipzig zu verschreiben.

Todes⸗Anzeige.

Allen Freunden und Bekannten hiermit die schmerz⸗
liche Nachricht, daß unser lieber Vater, Schwiegervater,
Bitoßoater und Bruder

Philipp Gottmann
nach kurzem Leiden, am 23. ds., Morgens 9 Uhr, sanft
im Heern enischlafen ist.

Um flille Theilnahme bitten

St. Inabert, Forbach u. Mötieres, 24. Dezbr. 1870.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmitiag 2 Uhr,
2 Forbach fiatt.

,1ů———— —
Herzogl Braunsob weigisoho
andos-Lotterio,
vom Staare genehmigt und garantirt.

ANeselbe besteht aus 4, 000 Original⸗Loosen und

A8,000 Gewinnen:
Haupt treffer ev. 450 000 1 Haupttreffet à 12,000,
300.000,! 25 10.000
50,000, 3000,
00 000, 3000
000, 3000
000, 1000
70, 3000
2000
000
500

90.
000..
eichs⸗Marl u. s. w.
Die erste Ziehung findet ftatt
Am 15. und 16. ꝛanuar 1880.
welcher ich Original Loose
Pane Malbe Viortel Arnhtel
16 Marx 8 Mark 4 Mark 2 Mark
egen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß verjende.
Jeder Spieler erhält die Gewinnlisten gratis!
In. Rasilius,
Obereinnehmer der Braunschw. Landes Lotterie
in Branuschweig.
Druck und Verlag von F. xX. Dem etz in St. Ingbert.
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        A 226
* — —8.
58. 382823 355525 238
* —864 — 53833* 535 333535
235 35352232358 — —— 5358 5353 2623c —7 —
8558 ——— 2 8 —— 30 58 2. 55 —
55 *38 —A 558 22532586 —
26 *257 — — 2 532 * 52 55 — 3* 328 * 38
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s5*22275 —— 28
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23 *553 288522335388
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285 8838838 —
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233338* 533555328
215222 ——— — 52825
2 52328283 2. 2538
*28 5353338333555
3372375 53535333375
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285—53322 — 22238
2 Z — 2 —53 2
23323858 32323 *53355 S 5 2337
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* 223252 28* 232 53 * —
33 — * 3.* 8S —XE
— S — — 2582*8 — —A—
52472 3723585. 3538* — 2553
5635382382 2228 533 53
23 75 7 53323 3 2 5— 223
—— 2233 —— 2332
2533333953383593383 2357
ẽ 23223222.2.3.8 — — 53333
5 3253 25—5352365 8 7 2
282 2 225* 2— 22232828 2355
—A 5 s522. 3 5 22 — 23*
—e—2 — * —52.225* * 5*8
52* 5* —A— 533 —EE 5 2
—— ———— 2253 556283 s335
28 * I — — — ——
35 50262 * 5 53 **
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* 22 — *2*6 258 225 2
* —9— 5585 23 22. 228 175
3233 23 33—33 532
2 7 * S 3 2 5— 2
3 25 2 28. 3
3338332332233—83 5255
— * 253 26 537
— .—8 3 53
3 7T 2 28 —A 2 3
22 2033335225355 33
55333523233333335 8
—

2 538— —
2
2 5222 3
A — 3357577
523*—258 553 838
A 3858
A ——— 2*228 *5
*85 5 —— —
—————
228 22878 2 528
238222 7625325* — 38
3 233333583257 2 *2*
22 — — 23523225
5—3
32253 —
3325637553323
—3333225823 3. 5 5.
* 8. 2 3 383*8
8 5333358388
* —— 3
— 323*
5333 82322 3 57
5758 53 283 2338585 s
72 588 58286 2
9838 23832
22823 3823533 *
25286* 2833323538
· 7 2 2 52 *
8333885
58.3228 38
35223 33838
33 22733232
2832255585 *
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2. 24 522. 53 2 686 182 225 8*
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232255 SwE3 6 S: 533*25322332333553
5 28 R. 5. —— —383 832 52223 —— 37
3 75 222 8 I25335. 33 3258 ẽ 3 * 2287 7
328 * 255 2 *28 2. ———
2758 33383 3373335 3238 22*—33228
— 32566 5255 25—22 2 55 33227— z2.3225 8. 2. *2
3—333333232 3 22
832383—3373533 223 2 35353—538537
3*38 s —53323883 233 3—32338—
* * — 7 22 3 2 2 2 2
3 7 232 52357232 —2 — —A 7 *8
35 2323 3 35353357225 — 2228 385
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— ——— 2.2 3
— ——— 2353*33 337 2 22 23 52 —35
8* 52258* 238 5228235228 —A
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— 538329—25 —8223 55
3823 —328 *5533328 328
2*5 55538 225222 28 37 575 ⸗
23 3333—33— 5 —
2 23 7 3 * * 255 a 223
5 *2 282. — ——— 8 8 —8 5 1 22
2232—3228233538— —0 2537
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25 33 3 7 33555235233 22 5212*
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        —A
Der St. Jazberter Anzeiger und vas (2 n il wo tzentli g mit dem d iuotblatte verbu tdene Uaterhaltungsblatt. (Sonntags mit illustrirter Bei,
lage) ericheint wo hentlithh viermilz Dieastur⸗ Derreeztag, Surastaß und Stitig. Der Abounementspreis beträgt vierteljahrlich
AM 40 3 einschließlich Träzerlohn; durch die Post bezo zen 1 609 3, einschließli h 413 Juttell zebuhr. Anzeigen werden mit 10 B, von Auswarts
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift odet deren Raum, Neclasnen mit 30 — pro Zeile berechnet.
—3
1879.

⸗
A 205.

Einladung zum Abonnement.

Der herannohende Jahreswechsel veraulaßt uns, zum Abon⸗
nement auf den St. Ingberier Anzeiger“ hiermit
ergebenst einzuladen.

Vom 1J. Januar 1880 an wird der „Anzeiger“ mit neuer
Blattjichrift ausgestattet und mit einem 8 Quartseiten um—
faffenden illuüstrirten Sonntagsblatte, jedoch ohne Preis⸗
»rhdhung erscheinen. Er wird auch feiner wie bisher woͤchentlich
diermal ausgegeben: Dienstags, Donnirbiags, Sanstags und
Zountags.

Der ‚Anzeicer? wird sich bestreben, die politischen Nach⸗
richten möglickst raich und vollständig in gedrängter Uebersicht zu
geben; wichtigeren Tagessragen wind er ausführliche Besprechung
dedmen. Loktalen und provenziellen Angelegenheilen wied seine be⸗
sondere Aufmertsamkent zu ewendet bleiben; daneben wird er leine
Teser mit den inter ssantesten Fällen aus dem Gebiete der Rechts
pflege (mit besonderer Berüchsichtigung der Schoͤffengerichtssitzungen
dahier und in Blieskasten) und mit den wichtigsten Handels⸗
und Verkehrsnachrichten beka.nt machen. —

In dem wöchen lich zweiwal mit dem Haupiblatte verbundene
Unterhaltungsblatte wird der „Anzeiger“ seinen Lesern nur
Buses und Gediegenes bieten. Für dasselbe liegen zum Ab⸗
drude im neuen Jahre bereins mehrere spannende Romane urd
Nodellen vor. Außerrem wind das Unterhaltungsblatt an Anel⸗
doten, Räthsein urd Gedichten steis eine ançenehme Be.⸗
gabe erhalten.

Mindem SOnartseiten großen zulustrirten Sonntags⸗
zlatise Teutscher Hausfreund,“ das wir für das neue
Jahr als Sorntagsbelage statt der bitherigen nur 4 Quartseiten
großen illustrirten Beiloge für den „Anzeiger? erworben haben,
hoffen wir uns den Beifall aller unserer Abonnenten gesichett zu haben.

Neubestellungen auf den „St. Ingberter Anzeiger“ wollen
zefälligst dand, sowohl bei der Post, wie bei uns oder unseren Aus⸗
Fägern gemacht werden. Unseren bisherigen hicsigen Abonnenten wird
der Anseiger“ auch im neuen Quaitale fortgeliefert wirden, wenn
sie nicht ausdrüdlich abbestellen.

Schließlich ser es uns noch erlaubt, den „St. Ingberter An⸗
eiger“ einem geehrten hiesigen und auswärtigen Pudlikum zur Auf⸗
zade von Inseraten aller Art in empsehlende Erinnerung zu
ringen.

Redaktion und Expedition des „St. Indberter Anzeigers.“
Deutisches Reich.

Munchen, 22. Dez. Der Gesetzentwurf über die Behand⸗
—X besonderen Ausschuß entspricht
volftaändig den in der K. d. A. von den Abgg. Dre. Jorg und
Frhr. v. Stauffenberg kundgegebenen Intentionen. Der maßgebende
Arütel 3 lauten: „Die Aueschüsse haden sich auf die Prüsung der
zezeichneten Gesetzeniwürfe und auf gutachtliche Berichterstattung über
zieselben zu beschränken. Sie haten keine audere Wirtsamkeit, als
den Ausschüffen bei v rsammelten Kammern zulommt.“

Mühchen, 22. Dez. Vor Antritt dit Kammeiferien über
Weihnachten und Neujahr wurde über die geschäfiliche Behaudlung
des vorgelegten Bronntweinsteuer⸗ Gesetzentwurses noch die Vereine
parung getroffen, daß, um den mit den Arbeiten für das Budget
chon vollouf befchaͤstigten Finanzausschuß der Abreordnetentammer
nicht noch mehr zu belasten und um das Budget doch mindstens
vot Ende Januar 1880 ierng zu dringen, ein desonderer Ausschuß
ur die Vorberaihung desselben zu bestemmen sei. Gleich nach den
Ferien soll die Wahl d'eses Ausschusses statfinden.

Müunchen, 23. Dez. Der Entwurf eines Gesetzes den
Hranntweinousschlag detreffeud enthaͤlt 60 Artilel und soll met dem
i. Juli 1880 fut das garze Kön'greich in Wirk am'eit trelen.
Naqch Art. 1dist von Bianetrein (Sp ritus), welcher im baher.
Staatsgebiel erzeugt oder dahin aus dem freien Verkehr des deutschen
Zollgebiets ohne Nachweis vorgängiger Verzollung eingesührt wird,
sIne desondere Slteuer, der Blannlweinaufschlag zu erheben. Der

Anischlag sell vom Hebtoliter Branuniwein zu 850 Priozent Alkohol
vad, dem Atkoholmeter von Trolles bei Normaltemperatur 13 M.
O Pf. betragen. Wer es unternimmt, den Bianntweinaufschlaz
zu verkürzen, verfällt wegen Defraudation in eine dem vierfachen
Betrage des vorenthaltenen Aufschlags gleichlemmende Geldstrafe.
Der Ausschlag ist außerdem zu entrichten. Kann der Benag des
orenihaltenen Aufschlages nicht mehr ausgemitielt werden, so ist
auf eine Gelostrafe von 10 bis 3000 M. zu erkenuen.

MNa eenb.“ Die Petition der protestantischen Pfarrer der
Pfalz um Gehaltsoufbesserung hat der Finanzausschuß der Abge⸗
rbnetenfammer in der Sttzung vom 19. ds. unberüchsichtigt ad acta
plegt. Für Cultus⸗Neubauten beantragt er 314,984 M. auf jedes
Jahr der 15. Finanzp riode zu bewilligen; davon treffen auf die
ßfalz 21,600 M.; dann an Zuichüssen für zu gering dotirte
pfarreien der Kalholilen 3,326.448 Mark, der Prolestanten
798 8825 M., für den israelitischen Cultus 20,000 M.

Die Kommer der Reichszäihe halt om 29. Dezember dbs. Is.
Vormitnags 11 Uhr die 40. Sitzung ah. Auf der Tagesordnung
dehen: ptovisorisches Steuergesez, Berützurg von Archivalien (Ein⸗
Jabe der Kirchengemeinde Poppenreutt) und Antrag des Abg.
F. X. Fihr. v. Hasenbrabl, polizeiliche Taxen für Lebensmittel
detreffend.

Die Abgeordnetenlarmer hat noch folgende Eiats zu erledigen:

) ultusministerium (demnächst Berathung im Plenum), 2) direkir
Zieuern. 3) Malz, ufschlogsz, Zoll- und Steuerverwaltung,
) Stoais⸗, Forste, Jagde und Triftgefälle. 5) Ministerium des
Janern, 6) Finangministerium, 7) Pensionen. Sustentationen
. (Zbis 7 demnächst im Ausschusse zu berathen), 8) Erbschaf is⸗
euern ꝛc., 9) Arrarialrente der kgl. Vank, 10) Postderwaltung,
I) Telegrophenanstalt, 12) Ausgaben für Reichszwecke, 18) Zinsen⸗
uschuß zu den pfäatz. Bahnen, 14) Alllemeine Reserve (über 8 bis
14 isi die Berichterfialtung an den Ausschuß noch nicht erfolgij.
Fereer liegen detr Kammer noch zur Erledigung vor: 1) Das
Branweinausschlagssgesetz, 2) Enwurf, betr. Abänd iungen am
Topitaltentensteuers de. Gesetz. 3) Entwurf, betr. Behandlung der
neuen Situervorlagen, 4) das Finanzgeset.

Eine Episode aus der wechselreichen Geschichte des Ankrages
Schels, ein neues Landiagswahlgesetz beir., ist die Niedersetzung
ner Subkommission, wilche in Wahlkreisgesom trie zu machen hat.
Der Abg. Fischer hat nun dieser Tage seinen Kollecen vom Aus-
chuß eine Wahlkreiseintheilung mit in die Weihnachtsferien gegeben,
velche die Kammer mit 164 Abgeordneten versorgen würde. Eine
xkrhoöhung der Zahl der Abeordneten ist eine Uet erraschung, auf
pelche die Wenigsten gefaßt waren. Schels führte semner Zet aus,
aß aus verschiedenen Grürden sich eine Abminderung empfthle,
ind erfuhr weder in der Kammer noch irgend in der Presse einen
—XXE—— Moti⸗
zirte ein Gesicht zeigten, das zu Bedenken Anlaß geben konnte.
Abgesehen von allen den versch edenen Gründen, welche für den
Bruadgedanken des Schels'schen Auttrages sprechen, unter welchem
vir nach der neuesten Variante wesentlich eine Redaktion der Ab⸗
zJeo:d esenzahl verstehen wüssen, scheint gerade eine fixe Wohlkreis⸗
uthe.lung zu einer Zusammensassung größerer Territorien für
venriget AÄbg ordnete d tautzusord tn, da dadurch die Schwankungen
n dir Bevdil tungez ffit minder empfindlich werden. Um bei dem
Bilde zu dle den, weiches sich der Wahlgesetzantrag so oft gefallen
assen mußte, fassen wit unsere Ansicht darin zusammen, daß die
Wiederbel bupgsbersuche an dem viel geqrältien Kinde durch Hrn.
Ibg. F scher in len aussichtsrerchetes S. adium g tresen sind. (F. K.)

Fuͤrst Bismairck ist unpäßlich, wphalb sich seine Rückkehr nach
Zerlin wahrscheinlich bis cegen Nujahr verzöͤgert.

Die Einführung der neum Zölle madt sich in der deuischeu
dandelsstat stit ganz eigenthümlich bemerlhatr. Selbstverständlich
beisen die Einfuhrlisten in den Monaten, welche dem Inkcafturreten
zer Zolle vorhergingen, überaus große Zffern auf, so daß in dem
euesten Oklioberheft der deutschen Reichsstauisiek für alle de Finanz⸗
attilel, welche vom 1. Oltober zollpflichtig oder höher belastet wurden,
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        ein starker Rüdgang zu konstatiren, demzufolge in solchen Artikeln
die Einfuhr gegen den Oltober des Vorjahres nicht einmal die
halbe Hote erreicht. Es gilt dies namentlich von Wein, Thee
SButter, Speck ꝛc.; füt Tabal zeigen die Listen sogat nur ein Sec⸗
stel der vorjährigen Einfuhr; ungefähr gleich blieb sich die Einfuhr
nur bei Kaffee und Reis. Eiue zutreffende Beurtheiluag uaserer
wirtschaftlichen Verhältnisse wird nur dann erreicht, wenn man dee Ein—
Juhrlisten der zehn eisten Nongte dieses Jahres mit den betreffenden Mo—
naten des Vorjahres vergleicht und da zeigt sihh denm leider in
mehreren Fälleun, doß trotz der in Rücksicht aaf die bevorstehenden
Zoͤlli forcicien Einfuhr die betreffenden Ziff rn hinter denen des
Vorjchtes zurüchstehen. Für diejeuigen Actikel, für welche die Zoll⸗
pflechtigkeit, bezw. die Zollerhöhung, mi dem 1. Jannar k. J. ein⸗
iritt, dat jum Theil im Okttober eine sorc rte Einfuhr siat g funden,
doch werden die Hauptmengen wohl erst im November und —R
ber zur Anschreibung gelangen. Es gilt dies namentlich von Pro—⸗
dutten der Tex il Industrie. Die E hödung dieser Einfuhren beweiß
übrigens, daß unsere deutsche Kaufmannewellt einsichtig genug war,
dem Saztze keinen Glauben deizumessen, daß das Ausland die Zoͤlle
bezahlt. Hätte man sich desen Giauden hingeg ben, so würde man
dies durch schwere Verluste zu dezahlenn g hadi haben.
Di'e üHusmünzung von Silbermünzen ist
wieder aufgenommen worden, aber jedenfalls nur im Zusamme hange
mit der betanntlich beschlosseren Einzietung von Zwanz'obsennig⸗
stücken. Nach den neuesten Veröffentüichungen sind von den letzteren
5 Millionen Mark eingerozen und vom 30 November bdis 18.
Dezember 88 934 M. Ern⸗ und 80 000 M. Zweimarkstüde neu
gusgeprägt worden.
in
ꝓermiltes.

Der Geschäfisführer der „Pfätz. Post? soll den Namen des
Bestellers des Vamphlets hegen den Stadtraih von Karfers—
lautern, reip. Hen. Bürgermeister Görg, das so großze Aufreg⸗
ang verursachte, genanut daben.

FGolrüheiu, 22. Dez. Heute verlaufte der hiefige
Apotheker Rocher seine Apotheke, ohne Gehäulichteilen, an Hrn.
Apotheker Sorg aus Pfeddersheim um den Priis von 54,000 M.
y Speher, 283. Diz. In einem Wald dei Rdeinhausen
wurde gesteen der Oosthändler Reck von hier erfroren aufgefunden.
Er war ausgegangen, um Christhäume zu holen. (Pf. 3.)

— Die Schenkelberger'jche Thouwaarenfabrit (in Sobhaßtation)
zu Ottwerler ist zum Prege von 350,600 Martk dem Miest
bietenden, Hertn Z egeleibesißer Johem, zugeschlagen worden.

f Saargemüund, 19. Dezemder. Die hirsige Porʒellan⸗
Manufatiur iheilte deim Wohlthaätigkeilsvertine mit, daß sie von
beute ab bis 31. Januar täglich Mitiagsdrod jür 200 arme
Famil en und eber so ein gew sses Quantum Steinlohien sür jede
derselben als Scheukung adbiicfern wird. Von der Bildung einer
A:men⸗Lotterie ist lebhaft die Rede.

7Köoln, 19. Dez. Em hiessꝛer Bürger hat nach der
.K. B. Z.“ der Armendeputaton 8000 Mit. behuis Beschuffung
und Vertheilung von Brennmaiterial untet die hiesijen Aemen oh ie
Unterschied der Confession übetsaudt.

'Frantfurt, 19. Dez. Arme Kindet g'ots wohl nicht
in Fractjurt! schreibt der „Etadt Anz.“ Dens Damen, dee ein
unwiderstedlicher Drang erfüllt, ihr lebevolles Herz zu beihtigen,
schaffen sich Hunde on, uähen und stchen derfelben feine Decken
sitichn für deren Psoten warme Strln pfe, die sie noch auf der
Sohle mit einem Gummiplättchen verlehen, und fuhren dann die
aljs bektleidet ⸗n Körer und Körerchen an langet Liine spoz eren.

7 Berlhin, 19. Dez. Allen Damen, welche Nahmaschinen
besitzen, möne der nachstehende seltsame Voifall zur Warnung deren
Eine Frau Apoth ket S. nabm am Mittwoch Vormtan, ais der
untere Faden ger ssen war, de Spule vor den Mund, un das
Fadenende durch Einzieben der Lust herborzuholen. Es ist zwar
Jeder Nädmasch ne ein Fadensuchet deg geben, und doch haben die
eisten Frauen und Madchen die obrugedachte Angewohnheit, die
——
Durch Zufoll nämlich war in die Spule auch unbemerkt vor einier
Zeit eine halbe Nadel gefallen. Kaum harte die Dame die Luft
rinmal kräft g eingezopen, als sie im näasten Augentleage sckon ein
hefliges Slechen im Schlunde veispürte und zu ihrem Entjetzen süblte,
daß kine Nadel im Halse saß. Weit großer Geistesgegenwart und
noch größere Esergie g'lang es der rsolu:en Dame mi der eiz nen
Haud die sehr nies sißende Nadel heiausziho en. Freu S. diemeint
leichten Verlchung davon gelommen ist, theilte den Fall mi, weil

wie oben bemerlt, fast alle Naherinnen den Faden mit dem Munde
zu holen pflegen.

FEin urlomischer Vorfall ereignele sich am jungsten Sonn⸗
abend vor dem Schöffeug richt zußannoder. Ein durch feine
Didleidiglenn stadibitauunr Schlaächier sollte sich wegen einer Belen
digung verautworten, drachte j⸗doch ein änztüch 8 Atust bie daß er,
die drei Treppen zum Saiöffengericht nicht erstetgen konne. Lh'eres
ließ diese Eutschaldinung auch glhen und berutragie den Polizen
arzt mit der Festistellung der Begründung

*Prag, 23. Dei. Die Buschtehrader Bahn und die
Boͤhcische Westbahn schlossen ein Cartell für den Verkehr mit
Süddeutschland, det mit dem neuen Jahre in Kraft tritt.

F Aus Paris wird geschrieben; Der böse, strenge Winter
treibt Leuse aus allen Gegenden Fraskreichs nach Paris, wo sie
als Kutscher, Schneeschaufler, Handlanger Arbeit suchen, denn alle
Urbeiten in Freien, alle Bauten stocken. Auch im Süden, wo in
rüheren Jahren keine Schneeflocke fiel, starrt Alles vom Eise. Die
Provence, der Gemöüseçarten Frankreichs, die auch im Wisnter das
eckere Paris mit Eiern, Gemüsen und Hühnern versitht, hat ihre
Sendungen eing stellt. Die Fische, die Austern und Hummern aus
hem Kanal lommen steinhart geiroren an. Die mangelhasten Zu⸗
fuhren, die schlechte Verproviantirung wecken seit vierzehn Tagen
en Jammerruf der Hausfrauen und Speisewirthe. „Weng ist zu
haben, und Aalles stebt hoch im Preise!“ lautet die all emeine
stlage. Thenre Nost, schlechter Berdieust und kalte zImner! Kein
Fenster schließt luftdicht. Unter jedet Femmerthür kaun man be—⸗
Jiem eine Hand durchstechen. Der französisch Kamim ist kein feslez
Benäuer wie der deutsche Schlot. Er 'ist aus Thonröh en zusam—
nengisetz, de über's Dach hmau reichen und in enem darchlöcherten
Thonsturz enden. Ein Loch in der Wand untet der Kamsnröhre
zildet die alte französistde Heizvo richtug. Em schöner, glänzend
asgestatieter Kamin ist das Prachtstück des Saloas, um din sich
die Gesellschaft sammelt und plaudert. Tas ist gewiß seht schön,
bendend, wenn es draußen nicht kat ist. Wnmnes aber seit
Wochen friert und das Thermometer auf 20 Gead unter den Eis⸗

paukt fälle, sehnt man sich nach einer deutschen Stube we vach
einem drutsaen Herzen, das auch dann aushält, wenn der Sturm
daherbraust Uad die Wetter toben.

Acht Mill onen Pfund Eisen gestohlen. Dem Petersburget
„Noweje Wremja“ schreidt man vom 18. d. aus der Bergweilks-
statt Usa daß in der Jurgosan'schen Eiteafabrek ein Diebstahl von
8000 000 Pfund Eisen begangen wurde. An dem Diebstahl war

das gesammte Beamtenpersonal der Fabril beiheiligt.

F De Strenge, mit welcher der deesjäbrige Wunker auftritt,
zält gleichwohl keinen Vergleich aus mit derjenigen se ner Vor⸗
gänzer im vorigen Jahrhundert. Da beiganu wee aus den Auf⸗
seichnungen der, Preußischen Gesellschaft der Wissenscha'ken? zu
ntnehmen, der Winter des Jaures 1708 schon au 2. Oltober mit
iner solchen Behemenz, daß die alien Obstbäum- und Weinslocke in
Berlin und in der Mark einrfnazen. Der Spir ius im Thermo⸗
neter fiel am 8. Januar 1709 auf 90 Grab Fahrenheit, was
leichbedeutend mit 55 Grad Reaumur feta würde, wenn micht, wie
icher auzunehmen, die Kältegrade damals auf einer andern Slalu
uhten. Auno 1716 stieg die Kälie sogzar auf 107 Grad, und
1729 waren zu Ende Marz unch die Straßen-(Zieh)⸗Brunnen
Beilns bin efrocen, während die Eisd cke des Meüggelier's erst
m Apeil zu weichen degann. Nicht minder grimmiz trat der
Wuntet 1731 a.uf: 100 Grad Fahrenheit in der Naht zum 25
Janar. Es werd. jogar berichtet, daß der Wein dei Erihnlung
Is Abenduanlsz im Kelche gefror (74z. Dieß alles war nur ein
Ziuderepel geget, das Würthen des gestrenaen Herrn von Anno
1739 aui 1740, seine Herrschaft währie von Michoeli bis zum
Jul z noch am 13. Jali hatten unsere guten Vo e tern von Frost
lee Ref zu leiden, und 102 Grad Faährenheit waren, nach den
Miffaugien ib ger Gesellschait, an der Tagesoronung. In den
Jwöhnsren Tyermome ern fiel der Spritus bis iu die Kugel
nd zersp eug'e die Jaitrameuie; beim Lausen verahm man durch
die start verdichtete Luft uur einen dumpien Gloden on; der aus
einer Höhe von 20 Fuß ausgeworfene Speschl! fror zu Eis. Die
Fedrinde war inzder Ungerend von Lebus dermaßen gehärtet, daß
nen de Todten nicht destatten konnte, während er fette Boden der
ultmart oft Spalten von mehreren Fuß in der Breite aufzeiute.
das Veh ging noh Anfangs Mai, ohne einzubrechen, auf dem
fise; ber Prenzlau waren die Bäche und Graden bes auf den
S.uin ausgefroren; die Eisdecke dir Elbe hatie noh in Marz
e Statke von 2 Ellen, und zwischen Spandau und Potsdam
penutzte man im April die Eisdecke als Passage. während zu der⸗
elbeu Zeu in Berlin die Straßen mit hohem Ese belegt weren.
ẽfro en doch nod am 10. Juni einem Vaner aus Sal;w del, der
zu einem nächllihen Ritt nach dem Do fe Bergen betrunken von
Pferde gefallen war, in sener Juninacht Hände und Füße! Furccht;
har liuen unsere heumischen kleinen Vögel, während die Stoͤrche,
v'edet umkehreud, nach wärmeren Landern zogen. Damals konote
an erst gegen Ende August zur dürfligen Ernte schreiten ; das
Fuder Heu, sonst 1 Tkhaler im Preise, stieg bis auf 20 Thaler,
und die Lebensmitttel erreichtnn eine biß dahin nicht gekante
Preis höhe.

Quenstown, 23. D z3. Das Sc ff Mallowdale“ von
Bossein hat b Maan von der, Mannschaft des Dampfets „Borussia“
g landet, der sich auf dem Wege dvon Liberpool nmach Ne o⸗Orleans
hesand und welches die Mannichaften am 2. d., 350 Meilen füd⸗
lich von Fayal, in Folge eines durh Sturm erhaltenen Lecks
ziukend verlassen hatten. Der Capltän und der zweite Steuermann
        <pb n="709" />
        waren auf dem sinkenden Sch'ffe verblieben, die Passagiere und die
Mannschaft waren in 7 Boͤten eingeschifft worden. Die gelandeten
Mannschaiten befütchten, daß außer ihnen Niemand gerettet sei,
n Vor sahen dieselten untergehen. Der Dampfer hatte 180
Passagiere und 54 Mannschaften an Bord.

f Bele'digt ein Dien subote seine Herrschaft durch Schimpf⸗
worte oder Thätlichkeiten, oder begeht er eine andere Handlung,
delche der Hetrschast das Recht zu sosottiger Diensfeutlassung gibt,
d kann die Herrschaft mit der sofortigen Dienstentlassung die Auf⸗
sorderung verfünden, daß sich der Dienstbote aus ihrer Wohnung
entferue. Leistet der entlassene Dienstbote dieser Aufforderung keine
Folge, so ist er — vach einem Erkenntniß des Reichsgerichts, M.
Strafsenats, vom 3. November 1879 — wegen Hausfriedensbruch“
zu bestrafen. Selbst das Verweilen des Dienstboten in der an die
derrschaft? wohnung anstoßenden Treppen⸗ resp. Hausflur. an wel⸗

—5 8
Stadtrathssitzung
am Dienstag den 80. Dez 1879
Nachmitags un 3 Uhr.
Tagesordnung.

1. Feliste llang des Budgets
pro 1880.

2. Wahl des Armenpfleg⸗
schaftsrathes.
Wahl enes Ottkschulkom⸗
missions mitgliedes.
Anstellung vou 2 Polize⸗
dieuer.
Der Bürgermeister

Custer.

ü,F—
v
Gehör—
anempfohlen und mit brillantem
Erfolg in Anwendung gezogen
rom Ober-⸗Stabsarzt Dr.
veumidt heilt jede Taubheit,
wenn sie nicht auge boren (Schwer⸗
vrigk.it, Ohrensaujsen sofort be⸗
eitigth. Preis pr. Flasche nebst
hebrauchssanweisungs M. 50 Pf.
hegen Einsendung von 4
Vtf. 20 Pf. per Postau⸗
peifung wird das Gehör⸗
Del franco und steuerfrei zu⸗

esendet.

Die offemlichen Anerkennungen
Serer, welche durch Ober-Stabs⸗
irzt Pr. Schumiidit's Ge⸗
dor-Oel (dieses ausgezeichneten
Zehdrmittels) ihr gutes Gehör,
lheilweise nach Jahre langer, oft
otaler Taubheit wieder erlangt
aben, mehren sich mit jedem
ag!!!

Tentral⸗Depotb. Vh. Iacobhi.
Hamburg.

Feinste Rums⸗ und Arae⸗
unsch-⸗-Essenz, sowie der
uberühmte schwarze chinesische
37
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zu verkauien bei
Michael Haas.
ogugrggr —
—
Auf den Arnlel:

Die alte und die consolidirte
Redenhütte
oder wo war

*
Täuschuug
und wer waren die Getäuschten?
Nummer 50 der
2 22* *
Allgemeinen Börsenzeitung
für Privat-Capitalisten und Rentiers,
died besonders aufmerlsam gemocht. D'ie
Allgemeine Boͤrsen⸗Zeitung
erscheint mu vollständigein Courszettel correcier Ver—
loosungsliste und vielen so stigen Beilazen, wovon der in
neuet Ausgabe erschienene 24 Folioseiten starke ausführliche
Courszettel⸗Commentar
fät Besitzet von Wertd Pap eren voan
größter Wichtigkeit
st. Trotz dieser Reichhaltigkeit und irotz der völligen Unab⸗
hängigteit der Allgemeinen Boͤrsen Zeitung, welche ausschließ
lich nur das F
Interesse des kleinen Capitals
vertritt, beträqu der Abonnementspreis
Nur Mark Ußo pro Quartal
und nehmen sämmtliche Post Austalten Abonnements entgegen.
Neue Aponnenten erhalten gegen Einsendung der Post⸗
Quittung über das 1. Quartal 1880 nekst 25 Pf. für
Fravcatur die bis Ende d. Is. erscheinenden Nummern gra⸗
tis und franco per Kreuzband zugesandt.

Odbige Nummetr wird gegen Einsendung von 25 Pf. in
Briefmarken auch einzeln soid e Probenummern U Gra⸗
is — J versandt durch die Erped tion Berlin 8W.
zeuthstraße 18,21 (Industrie-Gebaͤude, Laden 36).

her die Herrschaft mit anderen Hausbewohnern zugleich ein Mit—
denutzungsrecht hat, wird unbefugt und strafbar, wenn die Auf«
orde ung der Herrichaft zur Entiernung auch darauf fich erstreckt.
Marktbericht.

Zweibrücken, 24 Dezember. (Fruchtmitielpreis und Victualienmarlt
Weigen 11 M, 81 Pf. Korn 9 M. 86 Pf., Gerste zweireihige E M. — *
erreihige7 M. 65 Pf., Spelz 6 M. 86 Pf. Spelzkern — M. — P.
Hintel M. — Pf. Veischstruht — M. — Pf. Dafer 7 M. 11 Fl.
ebsen — NRi. — Pf, Witten, 5 M. 75 Pf. Karlofseln 2, M. 80Pf,
deuns M. 20 Pf., Stroh 8 M. — Pf., Weißbrod 1'/3 stilogr. 56 Pf.
dornbrod 3 Kilogr. 84 Pf., 2 Kilogr. 56 Pf., 1 Kilogr. 23 Pf. Gemischt⸗
hrod 8 Kilogr. 98 Pf., das Paar Weck 100 Gr. 6 Pf. Rindfleisch IQual.
30 Pf. II. Qual. 50 Pf. Kalbfleisch 40 Pf., Hammelfleisch 60 Pf., Schweinesleisch
56 Vil. Buller , Kilo x. 1M. — Pf., Wein 1 Liter 80 Pf. Bier 1 Liten 4 æPf.
Fllr die Nevaction verantwortlich: F. X. De mer
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St. Johonn, Sulzbachstraße 158.

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Dieselbe besteht ous 4, 000 Original-Loosen und
AS, O00 Gewinuen:
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* à 300.000, 22 10.000
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—R 6000
75 000, 5000
0 000, 4000
6,000, 3000
300, 2000
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Die erste Ziebung findet statt
am 15. und 16. Zannar 1880,
welcher ich Driginal Lobse
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cegen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß verjsende.
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Obereinnebwer der Braunschw. Landes Loiterie
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1u

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—X

.

Die Initereffen der Haus⸗ und Hypotheken Be
fitzer in j⸗der Beziehung zu wahren ung zu iöcrdern, sowre
ersiere gegen Unbillgkeiten sowohl seitens der Behörden
als der Miether zu schützen und von der übermäßigen,

ungerechten Steuerbelastung
zu befteien, ist die Aufgabe der nun bereits in ihren fünften
Jahrgang eintretenden
Deutschen
Grundeigenthum-Zeitung,
welche als urabhängiges Organ des Verbandes —
Deutscher Haus- resp. städtische
Grundbesitzer
sowie vieler hierzu gehöriger Local-Vereine, allen Inferessenten
auf das angelegentlichste zu empfehlen ist. Dieselbe erscheint
jeden Donnerstaz und Sonutag, kostet pro Quartal nur 2 M.
und ist durch alle Postanstalten u beziehen.
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J. J. Demetz schen Buch⸗ und Steindruckerei.
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        Berliner
Bürger-Zeitung
AFentschieden fertschrittliches Organ A
nebst der belletristischen Wochenbeilage
Sonntagsruhe.“

Wissenschafilich geprüft u. begutachtet. RESdicCtimær-
* Doppelkräutermagenbitter,
nach einem alten aus einem Be⸗—
nedictinezlloster siammenden Recept
abrizirt und nur en gros ver⸗
sandt von
J. PINGEL in Göttingen
(Provinz Hannover.)

Der Bewedictiner ist bis
zt das kostbarste Hausmittel uud
eßhalb in jeder Familie beliebt
eworden. Der Benedictiner
t nur aus Bestandtheilen zusam⸗
iengesetzt, welche die Eigenschaften
esitzen, die zum Wiederaufbau

ines zerrütteten dahinsiechenden
örpers unbedingt nöthig sind.
er ist unersetzlih bei Magenleiden, Unverdaulichkeit, Hämor⸗
hoiden, Nervenleiden, Krämpfen, Blähungen, Hautaus⸗
chlägen Athemnothe, Gicht, Nheumatiomus,
—8 ezuständen, sowie bei Leber⸗ und Niere leiden
und vielen anderen Störungen im Organismus.

Der Benedietiner reinigt das Blut und vermehrt dasselbe,
r entfernt den trüben, matten, sorgenvollen Ausdruck des Gesichts, das
gelbfarbige Auge, die saffranfarbige Haut, macht den Geist munter und
risch, stellt die Harmonie des Körpers wieder her und verlängert das
Ldeben bis zu seinem vollen Maße.

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erschlossen und mit dem geschützten Etiquett versehen.

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Berfandt durch die Fabril. Attest:

Herr Jos. Ennichhammer, Privatier in Kainb. Tittmo—
ning, Baiern, berichtet: Ihr Benedictiner wirli so trefflich und gut, daß
ich mich, seitdem ich denselben trinke, als ganz gesund betrachten kann,
ruher waor ich stets mit großen Magenleiden behaftet ꝛc.

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deschwerden, Verdauungtsschwäche, Uebelkeit
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zZöttengen ist zu dade, in St. Jnabert dei Herrn J
Aedrich.

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Mk. 4.590 pro Quartal — Mk. L50 pro Monat.

Neu hinzutreiende Abonnenten erhallen gegen Einsendung der
Abonnemenis⸗Quittung unsere Zeitung von jetzt bis 1. Januar und
— soweit der Vorrath reicht — den Anfang der einzig autori⸗
Arten Uebersetzung des Pariser Roinans:

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Die Könige im Exil
von Alphonse Daudet
gratis und frauco zugesandt.
Die Expedition der Berliner Bürger⸗-Zeitung.
Berlin 8W., Schutzenstraße 68.
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Brobms —— ——
Die neue Auflage des berühmten Werkes ist soeben mit zehn
Bänden beendigt worden. Sie umfasst die Abtheilungen der
däugethiere und Vögel in je 8 Bänden, der Fische, Kriechthiere, In-
zekten und Niederen Thiere in je einem Band, mit zusammen ca.
1800 Texthildern und 200 Bildertafein nach der Natur. — Jeder
—XEC

in Umschlag brochirttt.... .121238 Lark

Bibliothex-Einband, grũn Halbfranz .. .14

schönem Renaissance-Einband, braun Leder. 15,

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Jede Abtheilung ist besonders käutlich. Das Ganze bietet die
glãnzendste und werthvollsfte Weihnaehts gabe für Freunde
der Thierwelt.

Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig.

—

* **
Süddeutsche Presse und Münchener Nachrichten.
Herausgegeben von Dr. Cajus Möoller.

Für das vorstehend genannte größte Blatt Münchens laden wir hierdurch ergebenst zum
Abonnement ein. Die „Süddeutsche Presse und Munchener Nachrichten“ ein nach allen
Zeiten hin unabhängiges nationalliberales Blatt, hat sich durch Schnelligleit und Schlagfertigkeit
n Miliheilung und Besprechung innerer und äußerer Tagesfragen, Ausgeprägtheit und Selbstän⸗
zigkeit der Gesinnung allgemeine Anerkennung verschafft und innerhalb der großen deutschen Tages⸗
Fresse eine über ihre raumliche Bedeutung weit hinausgehende durchaus ebenbürtige Stellung zu
erringen gewußt. Ihr lokaler und bayerischer Theil ist der wertaus reichhaniaste und selb⸗
gändigste irgend einer Munchener und bayerischen Zeitung.

Die beoherischen Kammerverhandiungen bringt die „Süddeutsche Presse? allein unter
allen bayerischen Blättern in überfichtlicher und durchweg erschöpfender Darstellung noch
an demselben Tage.

Ihr handelspolilischer und volkswirthschaftlicher Theil ist in stetem Aufschwunge begriffen und
hespricht die in unseren Tagen so drennend gewordenen betreffenden Interessenfragen eingehend und
selbstaändig. Vom 1. Januar wird bezüglich des Munchener Courszettel die Aenderung eintreten,
daß die Munchener Börse nicht mehr noch dem Courszettel der „Vay rischen Handelsbank“ sondern
nach dem Coursblatt des Handelsbereins gemeldet wird. — Dem Theater, der Kunft und der
diseratur wird in Besprechung aus namhaften Federn eine unparteiische Aufmerksamkeit zugewendet.

Die seit dem 1. Janaar d. Is. als selbständig zu bindende Wochenbeiloge erscheinenden
„Bayerischen Literaturblätter“ haben sich in der kurzen Zeit ihres Bestehens die allge⸗
neinsie Beliebtheit errungen: sie sind neben den Zwecken der Unterhaltung, namentlich denjenigen
iner eingreifenden unparteiischen Kritik bayerischer und deutscher Literaturver⸗
hältnisse gewidmet.

Das Feuilleton wird vom 19. d. M. an von dem berühmten englischen Romanschriftsteller
F. C. Grenville⸗Murray die Erzählung
„Die Boudoirkabale“,
ine glänzende Schilderung aus dem englischen High lise mit scharf satirischen Streiflichtern auf
herlihmte zeitgenössische Persönlichleiten, parlamentarische und Börsenverhältnisse u. s. w. veröffentlichen.
peneintretenndde Abonnenten erhalten den Romannacqcgeliesfert.

Die steis wachsende Abonnentenzahl der Süddeutschen Prefse“ sowie das stetige Wachsen ihres
Inseratentheiles verburgt die lohnende Verbreitung der Inserate in den kauf⸗ und zahlungs⸗
ahigsten Schichten der Bevöilerung. Die Annoncen werden mit 20Pf. pro Zeile berechnet. Sitt⸗
ich bedenkliche oder Wucherinserate werden nicht aufgenommen. Neueintretende Abonnenten erhal⸗
en die „Sudd. Presse“ b.s zum 1. Januar gratis.

Das Abonnement beträgt pro Quartal 8 Mark.

Nunchen, im Dezember 1879,.

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Fürstenfelderstraße 13.

Nach Vorschrist des Uni-
versitãts-Professors Dr
Harless, Köniꝗi. Geheimer
HMofrath in Bonn, gelfertigt
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BTISt-BOn DOnS.
zꝛeit 40 Johkren beuwũlhrt
nehmen unter allen ähn—
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den meisten guten Colonial-
wvaaren-⸗Geschâften undCon-
litoreien sowie Apotheken
lurch Dépôtschilder Lennt-
lieh

Die nachste Num⸗

mer des St. Ing⸗

deßter Anzeigers wird

morgen früh (Sonntag) ausgi⸗
geben. Die Exrpedition.

Nioht nur jedem kranben,
nein, auch allen Gesunden, beson⸗
„ers aber allen sorgsamen Femilien⸗
ätern kann die schleunigste Bestell⸗
ing der Broschüre. Gratis⸗Auszug
aus Dr. Airy's Naturheil⸗
methode nicht dringend genug
empfohlen werden. Richter's Ver⸗
lags⸗Anstalt in Leipzig versendet
dies für alle Leidenden sehr wich
ige und nützliche Buch gratis u.
ranco nach allen Orten

Druck und Verlag von F. X. Demeß in St. Ingbert.
— Sierzn für unsere Bo st⸗Abonnenten „Illustrirtes Sountaaoblatt“ Nr
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        St. Ingberler Anzeiger.
Der St. Jugberter Anzeiger und das (2 mal woͤchentlichj mis dem Hauptblatte verbundene Unkerhaltungsblatt, Sonntags mit illustrirter Bei⸗
lage) erscheint wöchentlich Siermal: Dienstag „Dounerstazg, Samstag und Sonutag. Der Abonnementspreis beträgt vierteljahrlich
1 A 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1 Ac 60 A, einschließlich 40 Zustellgebuhr. Anzeigen werden mit 10 H, von Auswaärt
mit 15 fur die viergespaltene Zeile Blattschrift oder deren Raum, Neclamen mit 30 — pro Zeile berechnet.
— EEEI—
1879.

M 206. —— Sonutag, den 28. Dezember
* 1 9
Deutsches Reich.

München, 25. Dez. Vom, Staatsmin'sterium der Finan⸗
zen erging folgende Entichließung: Gemäß Art. 224 Abs. 3 des
Besetzes uͤber das Gebührenwesen vom 18. August l. J. sollen die
(nichi notariellen (Urkunden über gebührenpflichtige Mob l'arversteiger⸗
ungen binnen längstens einer Woche nach Beendigung der Versteiger⸗
ung dem einschlägigen k. Rentamte behufs der Gebührenbewerthung
in Vorlage gebracht werder. Diese Frest wird in der Regel zu der
rechtzeitigen Erfüllung der in dem Gesetze vorgesehenen Verpflicht⸗
ung auch vollständig ausreichen. Sollle ausnahmsweise in einzelnen
besonderen Fällen, z. B. bei mehreren rasch auf einander folgenden
groͤßeren Holzversteigerungen, die Eindaltung der gesetzlichen Frist
fur den pjflichtigen mit unverhältnißmäßigen Schwieriglkeiten ver⸗
knüpft sein, so kann demselben auf enssprechend mativirtes Ansuchen
die obige Frist von dem einschlägigen k. Rentamte nach Bedürfniß
verlängert werden, sofern solches nach Lage der Verhälinisse ohne
Gesährdung der ätariaüschen Interessen als thunlich erscheint. In
reinem Falle soll jedoch die geshliche Frist über die Dauer von
zwei Monaten ausgedehnt werden. In den renlamtlichen Kontrol⸗
verzeichnissen ist von desfollsigen Fristverlängerungen an treffender
Stelle enisprechende Vermerkung zu machen.

lehtien sollen der Meinung sein, daß die fraglichen Produlte
Diamanten sind.

pDie schneliste Seefahrt. Der neue Dampfer
„Orient“ hat, seine erste Reise von Plymouth nach Australien,
ainschließlich des Aufenthalts an den verschiedenen Haltstationen,
in 37 Tagen 22 Stunden zurückgelegt. Dies ist die schnellste
Reise, die dis jetzt dagewesen. Da die Entfernung von Plymouth
noach Adelaide über das Kap circa 12,000 Seemeilen betraͤgt.
so muß der „Orient“ während seiner ganzen Reise eine durch⸗
chnittliche Fahrgeschwindigkeit von 14 Knoten per Stunde auf⸗
cht erhalten haben, eine Leistung, die im Hinblick auf die große
kntfernung in den Annalen der Dampfschifffahrt ohne Gleichen
—XW

F Eine Parabel.) Im Auftrage des Heren stieg eine
zute Fee zur Erde nieder mit einem Füllhorn von Gaben, die sie
inter die Frauen vertheilen sollte. „Gebt mir,“ rief die Spa⸗
nierin, „schwarze Haare, so dicht, daß ich mich ihrer wie eines
Manlels bedienen iann!“ „Gebt mir Augen“', rief die Italienerin,
aus denen Blitze fahren wie Flammen aus dem Vesup um Mit⸗
ernacht!“ — „Mache mich rund wie den Vollmond“, rief die
Türtin, „und ssbwellend wie Ederdaunen!“ — ‚Mir die beweg⸗
iche Grazie!“ rief die Französin. — „Mir die empfindsame Farbe
der Monaisrose!“ rief die Engländerin. — „Die tönigliche Hal⸗
ung mir!“ rief die Russin. Ein Weib aber blieb schüchtern im
Hinergrunde; kein Mensch hatte sie noch beachtet. „Ich habe
neine ietzte Gabe übrig: ein Herz voll ir uee, opierfäbiger Liebe.
Wer will es haben ?“. — Man verzog die Lippen spött sch im
Thor. „Da hinten steht Eine“, ricfen Ade, „die noch gar nichts
dekommen hat. Laß sie den Rest haben!?“ „Der Rest ist mein
Bestes“, sagte die Fee, „und weil sie um Nichts gebelen, so soll
sie von Allem haben und den Rest obendrein. Komm nähec,
—X—

Fur die Redaction veraniwortlich: F. X. Demeß.

RVermischtes.
7 Mainz, 10. Dez. Die letzten Kohlen waren verbrannt
und die letzten Pfennige für Brod ausgegebzn. Vater, Mutter und
zwei Kinder schratter ten vor Froft z52 die lte steigerte fich gestern
Abend in höchst empfindlichen Grade. Das Wasser träufelte von
den Wänden der armseligen Stube. Da griff der Mann nach
einer alten von der Großmutter die schon längst im Schooße der
Erde gebettet liegt hinterlassenen Truhe, warf die wenigen Lumpen
heraus und riß das alte Stück Möbil auseinander, um es zur
Feuerung zu verwenden. Als er den Boden der Truhe auseinan⸗
der riß, zeigte es sich, daß es ein Doppelboden war und heraus⸗
rollten aus demselben — Goldstück⸗. Die Ueberraschung der armen
Deute war grenzenlos, sie glaubten im Augenblicke an Zauber und
Wunder. ünd erst, als sie die Goldstücke aufrafften und zahlten
en —
Mfe Eliern falleten die Hände und richteten Blide des Dankes nach
oben. Kohlen wurden geholt; warmes Essen wurde hereitel und
die Truhe wieder zusammengeleimt. Alle Noth war verschwunden.

pus der Stadt der Intelligenz. Eine Berlimer Dame
wollte dieser Tage ihre alie bewährte Waschfrau für einige Tagt
nach dem Weihnachtsfest engagiren. Dieselbe wies jedoch den Auf⸗
irag mit den Worten zur ck: „Nauu, Madam, det wissen Se nich
mal, det sich zwischen Weihnachten un Neujahr keene rechtschaffene

Frau an det Waschfaß stellt?“ Auf weiteres Befragen erfuhr denn
die Dame zu ihrem größten Erstaunen, daß unter den hiesigen
Waͤscherinnen der Aberglaube verbreitet ist, nach welchem entweder
die Reinigungsfee“ selbst, die in der angegebenen Zeit ihrem Ge⸗
schäfi nachgeht, oder ein Mitglied der Familie, für die sie arbeiten
würde, im Laufe des neuen Jahres unbedingt sterben müsse.

Erzeugung von Diamanten. Mr. James Maclean
von der Chemischen Fabrik von St. Rollox beansprucht die Ent—
dedung der Herstellung wirklichet Diamatnten gemacht zu haben;
er hat kürzlich in der Glasgower Philosophischen Institution einen

Vorttag üder die Refultate gehalten, die er nach 18jähriger dor—
schung erzielt hat. Diese Resultate sind dem Professor Tyndall
und sanderen Gelehrten vorgelegt und befinden sich derzeit in den
Dänden Mr. Maskelynes, vom brittifchem Museum. Diese Proben
snd vollkommen reines und durchsichtiges Carbon und besitzen alle
iichtstrahlenbrechenden Eigenschaften des Diamanten; sie haben
sowohl Saäuren und Altalien, als der ungeheueren Hitze des Löth—
rohrs widerstanden; noch unentschieden ist die Frage, ob das Fa—
brikat den Diamanten schneidet, die Probe soll demnächst gewacht
werden. Mr. Macleau und die von ihm zu Rethe gezogenen Ge—

Schloß Silbitz. „Senden Sie für St. Excellenz den Oder
Ceremonsenmeister Sr. Majestät des deutschen Kaisers und Königs
Herren Doltor Brafen von Stillfried Alt-Kantara von Ihren well⸗
berühmten Brustkaramels.“

Die Brustkaramels Maria Benno von Donat werden gebraucht
bei Husten, — Schnupfen, — Heiseikeit, Halsweh, Lungenschwind⸗
iucht — Magen und Nervenschwäche.

Der rasche Absatz und die neidische Konkurrenz haben vielfache
Fälschungen, Imitationen und Nachahmungen hervorgerufen. Echt
ind die Brustkaramels und der Kakao-Thee Maria Benno von
Donat nur dann, wenn sich auf der Vorderseite eines jeden himmel⸗
zlauen Kartons nichts anders gedrudt findet, als die 4 Worte:
Mario Benno von Donat.

Von dem echten Kakao⸗Thee Maria Benno von Donat, dieses
illige (20 Pfg.) wohlschmeckende und nahrhafte Getränt, für
Zinder und Erwachsene nimmt man auf eine Tasse Wasser einen
Theelöffel voll und loßt dies eine halbe Stunde kochen. Dann
gießt man ihn durch ein Sieb und schüttet eiwas Zucer und Milch
daran, wie in den Kaffe.,

Devpot in St. Inabert bei Herrn Jean Veters.
Musixk-

Voéoroin.
Sonntag, den 28. Dezember Abendz 8 Uhr findet in
Oberhaufser's Saal
Abend ⸗ Unterhaltung —
stalt. Nach derselben
TAnm 2.
Nur Fremde dürfen eingeführt werden.
Der vVorftand.
        <pb n="712" />
        Das Haus voön Jakob
Schweitzer in Ider Pfarr—
Jasse ist auf Jah es termine zu
berkaufen, oder zu vermiethen
dis ersten Januar. Näheres bei

V. Graffion.

— — — — — —

„Bei dem Umterzeichnelen
lann eii

gesitteter Junge

in die Lehre treten.e“

J. J. Fiack jun Sattler.
Es GII
sow. sonst. Blasenl. heile unter
Garantie für immer bei jedem
Alter. Esfrorene Glieder

jeder Art in 2 Tagen. Kosien gering.

Armen gratis. Näheres, Prospect u.

—A
Specialist, Mertkeim a. M.

Bad⸗Kisfinger Kirchen—
Lotterie.
dauptgewinne: AM. 45,000. —
Imal 12,000 AM ꝛe, ꝛc. Zu⸗
ammen 11,800 Geidgewinne im
Zesammtbetrage von 280,000

—X

Ziehung am 24. Februar 1880.

Ddie Loose sind nicht in Serien

abgetheilt, sondern tragen fort⸗

aufende Nummern.
Die General Agentur:

J. &amp; 8. Schuler, Zweibrücken.

* Allerorts werden so⸗

* lide Agenten gefucht.
Obige Loose sind in St.
Jnabert zu haden bei den
derren Franz Woll und
J. Friedrich.

Am ersten Feler⸗

ge wurde vom Jo⸗
jephsthau bis zur Unterssadt
ein Portemonnaie mit Geld
inhalt verloren. Der ehrliche
Wiederbringer erhält eine Beloh⸗
nung' in der Expet. d. Bl.

aAanz;Couverts
m't Firma bedruckt werdemn rasch
und billig angefertiat in der
Buchdruckerei von F. X. Demetz.
2 * * ⸗
Die große Verbreitung einer Zeitung
ist der beste Maßstab zur Beurtheilung derselben. Je gurößer und aus—
zeb reiteter der Leserkreis einer Zeitung, desto deutlicher ist der Beweis
geliefert, daß dieselbe durch ihren Inhalt die Bedüurfnisse des Publikums
im weitesten Maße zu befriedigen weiß So hat es besonders das

s
/Borliner Tageblatt“
verstanden im Laufe von 8 Jahren
Einen festen Siamm von weit über
70 000 Abonnenten,.
welche über ganz Deutschland und dessen Grenzen hinaus verbreitet sind,
um sich zu fchaaren. Wir glauben, daß diese hohe Abonnentenzahl vor
Allem beweist, daß das „Berliuer Tageblatt? eine intime Fühlung mit
allen gebildeten Gesellschafts⸗Klafsen Deuischlands aufrecht erhaͤli und sich
die Gunst derselben dauernd zu erhalten weiß. Eine je höhere Auflaͤge
aber eine Zeitung besitzt, desto leichter ist dieselbe auch in der Lage,
große pecuniäre Opfer zu bringen, um durch Heranziehung der ersien
publizistischen und literarischen Mitarbeiter den Inhalt der Zeitung auch
in Bezug auf Gediegenheit und Reichhaltigkeit stetig zu erweitern un⸗
somit den weitgehendsten Ansprüchen Rechnung zu tragen, Neben dem
reichen Inhalt einer täglich 2mal als Morgen⸗ und Abendblatt
erscheinen den großen politischen Zeitung — von eigenen Korrespondenten
in allen Haupt⸗Weltplätzen meistens durch ausführliche Spezial⸗Telegramme
stets auf das Schneilste bedient — bringt das „Verliner Tageblait? eine
umfafsende Berliner Lokal⸗Zeitung mit interessanten und wohlgesichteten
Nachrichten über die Ereignisse der Reichs⸗ Haupistadt. Bei Erxeignissen
von Bedeutung sendet das „Berliner Tage blatt“ Mitarbeiter der Redak⸗
tion an · Ort und Stelle zur sorgfältigen Berichterstattung. Kurzum es
wird kein Aufwand an Mühe und Geldopfer gescheut, um dem Blatte
den bereits erworbeuen Ruf einer frischen, geistig anregenden Zeitung zu
derhalten. — Dem täglichen Feuilleton wird ganz besondere Sorgfalt ge⸗
widmet, namenilich finden in demselben die
Komane und Ropellen unserer ersten Inloren
Aufnahme. So veröffentlichen wir in diesem Quartal den neuesten Ro⸗
man des berüͤhmten Erzaͤhlers
Levin Schücking: „Etwas auf dem Gewifsen“.
hiexauf folgt eine reizende Erzählung:
„Der goldene Fiedelbogen“ von Fritz Mauthner
dessen Schriften so rasch einen großen Kreis von Verehrern gewonnen haben.
Es verbleibt uns nur noch auf die verschiedenen Separat⸗Beiblätter,
welche das „Perliner Tageblatt“ seinen Abonnenten liefert, hinzu⸗
weisen, die wohl nicht zum geringsten Theil den großen Leserkreis her⸗
beigeführt haben: Das „Berliner Sonntagsblatt“ eine belle⸗
tristische Wochenschrift unter Mitarbeitershaft der beliebtesten Autoren
ist der Unterhaltung und Belehrung gewidmet; das Witzblatt, UI K“
mit den meisterhaften Illustratibnen von n. Scherenberg sorgt mit
seinem theils scharf salhyrischen kheils harmlos gemüthlichen Humor für
die Lachlust der Leser. Die wöchentlichen Mitlheilungen über Land⸗
wirthschaft, Gartenban und Hauewirthschaft bringen neben
dem namen!lich für den kleineren Landwirth Wissenswerthen, praktische
Winke für den Gattenbau und zahlreiche Notizen und Recepte für die
Hauswirthschast. Schließlich wollen wir noch auf den umfangreichen
Inseratentheil verweisen, welcher eine Fülle von Angebot und Nach
frage aus den verschiedenflen Fächern des öffentlichen Velehrs bielet.
Ter Abonnementspreis beträge ßz Mark 253 Pf. pro Quar⸗
tal für alle 4 Blätter zusammen.
— —— ——— —
Ale Reichspostanstalten nehmen Anmeldungen entgegen. Um
sich den pünltlichen Empfang des Blattes von Beginn des Quartals an
zu fichern, beliebe man das Abonnement möglichst frühzeitig zu b
werkstelligen.

———— — —

-ruck und Verlag von iF..

2

Oeffentlicher Dank.

Ich der Unterzeichnete bescheinige hiermit der Wahrheit ge⸗
naß, daß mir der Sanet Bernhard⸗Magenbitter des Herrn

CE. Pingel in Göttingen,
bezogen durch das Depot des Herrn Anton Wirth in Dint
golfing, bei Magenverschleimung, an der ich schon längere Zei⸗
zu leiden hatte, die besten Dienste leistete.

Zuerst benutzte ich den Bernhardiner⸗Alpenkräuter-Magen⸗
bitter des Hofdeslillateurs Wallrad Ottmar Bernhard in Mun—
hen, welcher

Enient die mindesto Wirkung —
hervorbrachte, weshalb ich den Sanct Bernhard des
Herrn —

2. 2

F SC. Dmngel in Göttingen SW
allen mit ahnuen vedcr Bebhafteten auf das Wärmste empfehle
und gestatte hiermit, ‚Neses im Interesse aller Leidenden offent
lich bekannt zu geben.

Dingolfing b. Landshut (Nied erbayern), im Dezbr. 1879.

Johann Meyer,
Schmiedemeisier.

¶
—*

ca
c
7

42
2
24
*
X
—F
¶)
7
—

SSeit 8 bis 9 Monaten benrüht fich ein gewisser Fa⸗
brikant, welcher sein erbärmliches Gebräu uñter dem frühern
Namen nicht absetzen lonnte, ucine Inserate und Prospecte läu⸗
jchend ähnlich nachzubilden und hängi dabei feinem durchaus
werthlosen, in vielen Fällen schädlich wirkendem, einfach bitlern
Schnapse einen Namen an, welcher dem meines Benedictiner und
Sanct Bernhard ähnlich ist und Verwechselungen herbeiführen soll.

Unter großer Marktichreierei wird dieses Gebräu, welches
angeblich 20 Jahre bestehen soll, aber in Wirklichkeit nur obiges
Alter hat, ausgeboten, weshalb ich bitte, genau darauf zu achten,
daß jede Flasche meines einzig ächten Benedictiner und Sanci
Bernhard mit dem bekannien, gegen Nachahmung geschützten
Etiquett versehen und mit meinem Siegel verschlossen ist.
Etiquett und Siegel tragen die volle Firma: „E. Pingel in
Bottingen“. Nur genaue Beachtung der Kennzeichen meiner
Fabrilate schützen vor gewissen Leuien, welche nur darauf aus⸗
gehen, das Publikum auszubeuten.

C. Vingel in Götlingen,
einzige Fabrik des ächten Benedictiner⸗Doppelkräuter⸗Mageubitter
und des Sanct Bernhard⸗Magenbitter.
Meine Fabrikate sind nur ächt zu haben in St. Ing⸗
Mbert bei herrn J. Friedrich.

— — — — — — — — — —
C0000000oC CC.
Herzogl. Braunschweigisohe
Landes-Lotterie,
vom Staate genehmigt und garantirt.
Dieselbe besteht eus 4, 000 Original-Loosen un
AS,000 Gewinnen:
Haupt treffer ev. 450.000 1 Haupttreffet à 12,000.
2 300000,1 20 10000,
150.000 5000
00,000, ß900,
23 000 —G
090 1000.
290 3000
—*30
—8B.
3007

0
0
,200,.
ReichsMarl u. s. w.
Die erste Ziehung findet staft
am 15. und 16. Jannar 1880,
u welcher ich Original Loose
Ganre Ualbe Viortel Achtel
16 Mark 8 Mark 4 Mark 2 Mark
egen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß versende
Jeder Sbreler erhäf) die Gewinnliften gratis!
Hiĩtus,
iraunichw. Landes Loiteri
annsehweig —
DR0
Druckarbeiten aller Art
werden rasch und billig angefertigt in der
J. A. Demetz'schen Buch⸗ und Steindruckerei.
Demeß imn St. Ingbert.
Biezu „JIllustrirres Sonntagsolaut
        <pb n="713" />
        Sl. Ingberler Anzeiger.

— — — — — — — 4 — — —

OHer Se. Jagberter Anzeiger und das (Z mal wö hhentlich; mi⸗ dem Hauptblalte verdundene untkertjaltungsblatt (Sonntägt mit illustrirter Bei—

— — Sornukagz.“ Ver Abonne mentspreis vbeträgt vierieljahrlig

NA 40 B einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezozen 1I 60 , einschließlich 420 Z Zuslellzebühr. Anzeigen werden miit 10 , von Auswärts
mit 15. A fur die viergespaltene Zeile Blattschriit odet deren Raum, Reclamen mit 30 pro Zeile berechnet.
MV. J

Dienstag, den 8S0. Dezember

— E—E—
79.

—

Deutsches Reich.

Mäünchen, 27. Dez. Der Kriegsminister ließ zwei Ge⸗
etzeltwürfe an die Kammern gelangen detreffend einen weiteren
zußerordentlichen Credit pon1,467, 4b4 M. für Militärbauten und
als Vorschußcredit zu weiteren Bauien 4,102 565 M., deren Dick
ung aus dem Erlbe zu veräußernder Militärrealitälen und dem Zu⸗
schuß aus dem ordentlichen Mililäretat erfolgen soll.

8erinn 27. Dez. Bexüglich des von der deutschen und
auswärtigen Presse erwähnten, die Abrüstungsfrage betreffen den
Briefes des Reichslanzlers an den italiensschen Senator Jacini, is
die Notdd. Allg. Zig.“ in der Lage zu fonstatiren, daß der
Reichslangler nienals mit einem Herrn Jacini in Korrespondenz ge⸗
fanden und namentlich niemals se'nerseits ein Schteiben an einen
Derrn dieses Namens gerichtet habe.

Berlin, 28. Dez. Durch laiserliche Kabinets Ocdre vom
18. 5. M. wird das freisprechende Erkenntniß des Kriegsgerichts
gegen den Kap tän zur See, Graf Monts, bestätigt; das in der
ingelegenheit des „Großen Kurfürsten“ eingeleitete kriegsgerichiliche
Verfahren ist damit abgeschlessen.

Berrin. In Bundesrathskreisen ist von der Nachricht nichts
hekann, daß demnächst, und zwar in erster Linie gegen die liberalen
Zeitungen gerichtet, eine Novelle zum Preßgesetze und zum Versamm⸗
ungsrechte erlassen werden soll. Dagegen hören wir, daß im Hin⸗
lid auf die tiotz des Sozialistengesetzes immer weiter um sich grei⸗
ende sozial sirsche P.Pppaganda, in leitenden Kreisen die Frage ventilirt
wird, od mit Anträgen auf Beschräukung der Freizuͤgigkeit vorzu⸗
geiurn fci. .(D· WJ. Bi.)

Der Bundesrath hat sich mit den Petionen, welche um die
Herausichie bung des Termins betreffend die Einführung der Getrei⸗
xezoͤlle ersuchen, noch nicht beschäftigt, wiewohl der Einführungs⸗
ernin, der 1, Januar 1880, unmitteldar vor der Thür steht.
Andererseits hört man denn auch, daß an die Steuerbehörden die
Ordre ergengen ist, alle Anordnungen für das Inkrafitteten der
Helreidezölle am 1. Januar zu treffen. Unter diesen Umständen
söznnen also die Petenten auf die Erfüllung ihres Wunsches nicht
echnen. Ein in Aussigt gestellier Antrag, im Reichstage die Auf⸗
hebung respective Sistirung der Getreidezoͤlle zu befürworten, wird
jelbsiwerslandlich bei der jeh gen Mehrheit erfolglos bleiben.

Ausland.

In Fulda will man Rachrichten aus Rom haben, wonad
der Papst gelegentlich des Jahreswechsels an den deuschen Kaiser
in Schresben zu richten deabsichtige, in welchem er in aller Form
die affen Schutte zu einem definitiben Friedensschlusse thun würde.

7

bemerkt, soll eine Unterfuchung wegen des massenhaften Freibieres,
das bei der Wahl geflossen sei, anhängig seii.
7Kasselr In dem Dorfe Faltenberg bei Homberg in
stiederhessen ebt ein istgelitischer Handelsmann Namens Dannenberg,
der jezt bereits das 103. Lebensjahr überschritten hat, trozdem aber
ih noch der vollständigen geistigen Frische erfreut. Leider ist der⸗
elbe seht arm und besitzt kaum so biel, um die nothwendige Nahr⸗
ing zu beschaffen. Unser Kaiser hat dem alten Manne eine jähr⸗
iche Subdention von 180 Mark ausgesettt. IJ

FHeilbronn, 17. Dez. Von einem Freunde in Ca⸗
ania (Stzilien) erhielt die „Nedarztg.“ folgende Zuschrift: „Hier
itze ich in ziemlich früher Morgenstunde im Garten des „Grand
potel di Catania?, uum meine Zeitung zu lesen und meine Cotre⸗
pondenz zu beforgen. Da berichtet denn auch Ihre Zeitung von
fis auf dem Recker, von Schneegestöber und Kälte. Schnee und
xis läßt uns nur der alte Aetna, auf dessen Gipfel sich das, was
»em strengen Winter bei Ihnen übrig scheint ansammelt, dus an⸗
zemessener Ferne erkennen. Um mich blühen Rofen, Vanill und
Myrthe und ich kann nicht umhin, Ihnen eine Orangeblüthe bei⸗
ulegen als duftenden Gruß aus dem warmen Süden für unsere
eutschen Landsleute. Gistern saß ich mit ihrem Landsmanne, dem
zilten Herrn B. aus Neckarsulm, Mittags im Garten, und da, am
iften Dezember, vertrieb uns die Sonne, die es gar gut mit uns
neinte, und wir flohen vor ihren glühenden Strahlen ins Haus.
Während selbst aus Messina von Schnee und Regen berichtet wird,
saben wir hier den sprüchwörtlich gewordenen „ewig blauen Himmel“
Tag für Tag über uns. Vielleicht dürfte es unsern Landsteuten
aicht uninteressant sein, hinterm warmen Ofen von unsern blühen⸗
den Gärten und reifenden Orangen zu lesen.“

7 Der Strike der belgischen Kohlenarbeiler nimmt immer
zrößere Dimensionen an; bis jetzt feiern 15,000 Arbeiter.

f Em schwerer Unglücksfall hat sich zu Paris am 27. De—
ember früh in der Rue Vieq d'Azir Nt. 23-227 unweit des
Hofpitals Saint ˖ Louis gelegenen Kesselfabrik von Hugot zugetragen,
velche in der gegenwärtigen Winterzeir 25 bis 30 Arbeiter beschäf⸗
igt. Um 712 Uhr Morgens sprang in Folge einer Entgleisung
ses Transmifsionsseils (so erkllären es wenigstens die Blaͤtter) der
Dampfftessel; 6 Arbeiter wurden getödtet und 4 mehr oder weniger
chwer verwundet, unter den ersteren befand sich der Werkführer
Jacotot mit seinem Sohne.

F Ein großes Unglück ereignete sich dieser Tage in einem
jffentlichen Garlten zu Amsterdam. Daselbst war eine Thier—
darawane eingzetroffen und der Besitzer ließ die Kameele und
klephanten in einem nur von niedrigem Gitter umgebenen Behege
rei umherlaufen. Ein alter Herr, auf den das Wesen des größten
klephanten wahrscheinlich einen Zutrauen erweckenden Eindruck
zemacht hatie, hielt diesem Thiere ein Stück Brod hin, und so oft
zer Elephant mit seinem Rüssel danach langte, zog er es zurüd.
Das Spiel muß dem Dickhäuter schließlich unangenehm geworden
ein; er machte kurzen Prozeß, schlang seinen Russel um den zum
Tode Erschrockenen, holte ihn fich über die niedrige Bartiere, warf
hu wie einen Sack auf die Erde und schlug auf ihn los. Es
pauerte mehrere Minuten, bis das wüthende Thier von dem Aerm⸗
den abgezogen werden konnte. Endlich gelang es, den ganz ent⸗
tellten und fast breitgeschlagenen Körper aus dem Gehege zu ent⸗
ernen. Noch war Leben in ihm, die Aerzie aber halten sein Auf⸗
ommen für unmoͤglich.

F Auf der Niederländischen Staatsbahn bei Venho hat ein
bedeutender Eifenbahnzusammenstoß siattgefunden. Zwei Guterzlüge
juhren zusammen. Vier Menschenleben sind zu bekllagen, darunter
deide Maschinisten.

fVDundee, 209. Dez. Gestern Abend zerstörte ein fürch⸗
erlicher Sturm einen Theil der üder 3148 Meter langen Brüce
jber den Tay (Fluß in Schottland), während der Personenzug von
ẽdinburg nach Dundee passirte. Der Zug ist in den Fluß hinab⸗
Festürzt. Man fürchter, daß sämmtliche Possagiere, über 200 an
er Zahl, ertrunken sfindd. —

Für die Redaction verantwortlich F. . emen.

Vermischtes.

*St. Ingbert, 24. Dez. In heutiger Schöffensitzung
vurden veruriheilt: 1. Ein Mann von Sulzbach wegen Anstiftung
drafunmündiger Kinder zu 14 Tag Gefängniß. 2. 16 Bursche
hon hier wegen groben Unfugs zu Haftstrafen von 1 bis 6 Tagen.
3. Ein Bursche von Rohrbach wegen groben Unfugs zu 830 Tage
Daft. 4. Ein Mann von Sengscheid wegen Doppelversicherung
seiner Mobilien ohne böswillige Absicht zu 3 Mk. Geldstrafe.

Als Schöffen zur Sitzung am 31 Dezember sind ausgeloost:
Petet Joseph Woll und Herrmann Fischer, Kaufleute von hier.

FBei dem am zwellen Weihnachtstage in Hochspeyer ab⸗
gehallenen Verbandstage der pfälz schen Kampfgenossenschaft wurde
i. A. ein Bertrag mit der Feuerversicherungsgesellschaft „Probi⸗
dentia“ zu Gunsten der Unterstützungskasse abgeschlossen. Hiernach
sichert die Gesellschaf! der Kampfgenossenschaft 16 pCt. des Brutto⸗
zewinnes von dem Betxage zu, mit dem fie jährlich bei ihr be—
heiligt ist. Außerdem beschloß die Kampfgenossenschaft den Anschluß
an den Baherischen Veteranens und Krieger⸗Bund.

f In Rheinzabern besucht gegenwärtig ein siebenjähriger
Znabe die Schule, der an der linlen Hand 6 statt 5 Finger hat.

f Der neugewahlte Stadtraih von Speier hal bisher noch
kine Sißung gehalten, und zwar deßwegen, well er die Bestätigung
ves k. Bezitlsamts nicht erhalten haben soll. Wie die „Pf. Z.“
        <pb n="714" />
        Fur Sylvesterabend und
Neujahe alle Sorten feines
Eaffee⸗ und Thee⸗Back.
werk, gefüllte Merengen,
sowie alle Sorten Dessert.

Auch werden Neujahrs-
kränze zu allen Preisen gebacken
in der Conditorei von

3J. Rickel.

e2
Gehör—

anempfohlen und mit brillantem
Erfolg in Anwendung gezogen
om Ober⸗Stabsarzt Dr.
XRX
wenn sie nicht angeboren (Schwer⸗
ybrigkeit, Ohrensausen sofort be⸗
eitigt). Preis pr. Flasche nebst
Febrauchssanweisungs M. 50 Pf.
Iegen Einsendung von 4
Mx. 20 Pf. per Postan⸗
weisung wird das Gehör—
Oel fränco und steuerfrei zu⸗
gesendet.

Die ie Anerkennungen
Derer, welche durch Ober⸗Stabs⸗
arzt Dr. Schnnidt's Ge⸗
hör -Oel (dieses ausgezeichneten
Gehörmittels) ihr gutes Gehör,
heilweise nach Jahre langer, oft
otaler Taubheit wieder erlangt
aben, mehren sich mit jedem
Tag!!!

Central⸗-Depotb. Th. Iacobi
Hamburg.

— 2
Mußk⸗Unterricht.
Vielseitigen Wünschen entspre⸗
hend erdffnet jder Unterzeichnete
am 5. Januar 1880 einen
Cursus tiür Flöte und am
7. Jamar einen Cursus fur
Violine nach der Methode des
„Dresdener Conservatoriums“.
Das Hororar beträgt in jedem
Cursus für einen Schüler 2Mk.
monatlich. Anmeldungen nehme
in meiner Wohnung, bei Herrn
Gastwirth Klein, entgegen.

G. Zchadewitz.

—XRE—

Am Sylvesterabend
Tanzmusik
wozu höflchst einladet

Peter Jung.

Sröhlich Yfatz,
Gott erhalt's!
Humorist shes Sonntaasblatt.
Dies Blatt erscheint die Woch' einmal,
Freis: 70 Pfennig pro Quartal.
diebei hat schon den Trägerlohn

herechnet die Expedition.

Jed' Postanstalt und Buchhandlung
kmpfiehlt sich zur Beförderung.
xrinzelne Nummern zu 6 Pfennig,
Fur das Gebot'ne wirklich wenig.

Beftellungen werden von allen
Post⸗Anstalten und Postboten ange⸗
nommen.

Probenummern auf Wunsch gratis
und franco.

Der Jahrgang 1879 kann zum er⸗
mäßigten Preise von 1 M. 50 Pf.
nachbezozen werden. Gegen Einsend⸗
ung von 1M. 70 Pf. in Brief⸗
marken erfolgt Franco⸗Zusendung.

Speyer. Die Expedit'ou.

Signirzettel
billigst be F. X. Demet.

— —

Nicht nur jedom Kranken,
nein, auch allen Gesunden, beson⸗
ders aber allen sorgsamen Femilien⸗
vätern kann die jschleunigste Bestell⸗
ung der Broschüre. Gratis-Auszug
aus Dr. Airy's Naturheil⸗
methode nicht dringend genug
empfohlen werden. Richter's Ver˖
lags⸗Anstalt in Leipzig versendet
dies für alle Leidenden sehr wich⸗
tige und nützliche Buch gratis u.
ranco nach allcn Orten.
— —— —
Helvetia.
Feuerversicherungs-Gesellschaft St. Gallen.
Wir bringen hierdurch zur Kenntniß u merer resh. Versicherten
in S. Ingderf und Gigend, daß Herr J. Ficker ursere
Gesellschast nicht mehr vertriit. Bei vorlommenden Fällen bitten
Fir sid vorerst an unsern Agenten Herrn Lehrer Stemmler
in Neuhäusel wenden zu wollen.
Frankenthal im Dezember 1879.
Die General⸗Agentur der Helvetia:
3. Durlacher, Sohn.
Finladung
J —
X

Am Donnerstag (Neujahrs!ag) Abends 8 Uhr im Vereinslolal
Christbaum Verloosungz wozu die Mitglieder mit Familie
hiermit eingeladen weirden.
Der Vorstand.
7 —
uιν A Uhr ab

Miimo⸗

ezemker

eir neirer zu Ecchnappbach, ausgefuhrt von der
Kapele St. Ingberter Stadtmusik unter Leitung ihres Directors
heirn SAdewitz
—M 134 8
2ã. Hichels Atelier kuͤnstl. Zähne
— Plombiren, Reinigen ꝛc.

St. Johonn, Sulzbachstraße 1585.
ODruck und Verlag don F. X.

Cantonal· Hilfs⸗Verein St. Ingbert
(ugleich Organ der Kaiser Wilhelm⸗Stiftung.)

Die statutenmäßige ordentliche General Versammlüung
für das Jahr 1880 wird am Montag den 5. Januat, Nach⸗
mitlags um 4 Uhr im Stadtbaussaale dahier abgehalien.

Die Mitglieder des Cantonal-Hilfsvereins werden zur Bethei⸗
ligung geziemend eingeladen.
ESt. Ingbert, 29. Dezember 1879.

Der Vorsitzende des Ausschusses:
Heinr. Krämer.
Hotel Laur.
Mittwoch den 31. Dezember 1879
SEylvester Abend)
TTCIMSũIc.
Eintritt 50 Pfg.
—— 4
8X Braunschweigisohho
andes- Lotterie,,
vom Staare genehmigt und garantirt.
Dieselbe besteht aus D4, 000 Original-Loosen und
A8S,000 Gewinnen:
1 Haupt treffer ev. 450. 000 1 1 Haupitreffer à 12,000
—1 à 300.000, 22 10,000
1 150,000, s 38
100,000 6000
75000. —*8*
0000 4000.
0,090, 3000 8
900 2000 8
J 1000,
560
,000,
Reichs-Marlk u. s. w.
Die erste Ziehung findet statt
um 15. und 16. Janvar 1880.
u welcher ich Original Loose
Ginnze Hnlhe Viertel Ahtel
16 Mark 8 Mark 4 Mark 2 Mark
egen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß veriende
Jeder Spieler erhält die Gewinnlisten gratis!
wern. BRasilius,
Obereinnebwer der Braunschw. Landes-Loiterie
—* raunsehweiz —

2

3

23 *

—I1996
en scaãrite
2
vy
ilatt

7
:ic⸗

ntage
——

Chef⸗Redacteur. Verleger:
Arthur Levysohn. Rudolf Mosse. Berlin.

Der außergewöhnlich sensationelle Erfolg, welcher das „Deutsche
Montags⸗Blatt“ von seinen Anfängen an begleitet hat und den es durch
die Fülle und Gediegenheit seines Inhalts zu rechtfertigen suchte, wird
für Redaction und Verlagshandlung nur ein Sporn sein, in ihren An⸗
strengungen nicht zu erlahmen und ihrem Motto:

„Von dem Guten das Beste
Von dem Neuen das Neueste“
getreu zu bleiben und das „Deutsche Montags-Blatt“ zu einer politisch⸗
literarischen Wochenschrift ersten Ranges zu gestalten.

In der Weihnachts-Nummer des „Deutischen Montags-Blattes“ wird
die Veröffentlichung einer speziell für dafselbe geschriebenen Erzählung von
Brot Harté, dem beruhmten amerikanischen Novellenschreiber, unter
dem Titel: „Wie Jefferson Briggs sein Weib gewann“,
beginnen. Der Autor stellt sich in diesem Lebensbilde ganz und aus⸗—
schließlich wieder auf den von ihm so meisterhaft beherrschten —
Boden, so zwar, daß diese Erzählung sich ohne Frage dem Besten, was
noch aus Bret Harteé's Feder hervorgegangen, als ebenbürtig anreiht.
bret Harte ist ein Autor, dessen Namen allein genügt, um die mit dem
Abdruck in die Oelonomie des „Deutschen Montags⸗Blattes“ eingeführte
Neuerung hinreichend zu erklären und diese Reuerung selbst für die Leser
zu einer glücklichen und angenehmen Einrichtung zu stempeln. Der bis
i. Januat abgedruckte Theil dieser Bret Harte'schen Novelle wird
allen neu hinzutretenden Abonnenten gratis uund franco nach⸗
geliefert.

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zum Preise von 2 Hari 50 If. pro Quartal entgegen. Zur Be—
gegnung von Verwechselungen verweise man bei Postbestellungen auf No.
LI197 der Post⸗Zeitungs⸗Vreisliste pro I
Demek in St. Inabert.
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— 2. 22 — 37 25 * * * 2
7 —33355 275725
* 533523 3 2—388
8* 2.
* 2. 7 * 57882 s32z3583 2252385 22223*
* 22
5375323 — 233533533338533587—883
2 2835 7575s 8353 5 238
250 33—— 4 —— 33335
— — ——
—5 5*23238 — 82—33 —322—3287
*—*3 833 2—— 5*223. 553 385 5 553 387
8 2 — 3 ——2— 5 2322
—A——
3 2585 2535 3333353*535 2233238
* — z. 2. — — —5 —8
7 3833 2333—3383333483
6 727235 22. *
838323 33553353 833238 2323238
— — —— — —
7 —38 — 52 523. * 3.233 3225 * *
3 »7 — — 325 5—523553533 * —
*2 12 273 2 ——2—3 3 — —A— 2
5B3I55 5—53—— —232—5—35—8 4225
* 5583225 82253 37535275* ——53 * *

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5533 28 253533 2268 21 525 522
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—z2 22 32238 333533353 3226 3 52 22253
* — — 22 2523 352 — 22 3 2257
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—* 28 325* 3 232. 22 — S 822 25 *
* 73 63 7 3 s5 A 55335 *
— * 22 * —c *235333 *
2 2833355333 —1 253338
* 23 333323338 —A— —A 8233325
eè — 23355333* 5. —— 8283288 2
— —AAS 5338* 57 — —— ——A O 73
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53238333 — 7555 —23858 535383 3535 25888 152
33353328 8 *.* 2933 28335 — 322 5
53* 55336 *232732* 25 — * 2 252353833
* 5383 23 2552 * 2533 22382388
323 *238323 —— —— 2 — —
3
2 52 2.3 5 2*2 * 2232
222533* 53 7333385233 25 35 —A
—— — —335— 23229 *2 2*758 23 * 8 582
— ——— — —8 8 282 —R— 752538 —
3287 *5a57 283823 232 * 7 5*25
2 — 2R 2 — * Z32 37353238
73222 22 26 2⏑—3 9 5338
—* —2' — 2 2 S. — 3 7 — 3
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        Zonniag den 3. August
Tanz⸗Musik
Entré 50 Pfa.
ei Georg Jung .

Haus⸗ und
Güterversteigerung.
Montag den 4. August
nächsthin, des Nachmittags um
s ũht zu St. Ingbert, in
der Wirihsbehausung des Schrei⸗
ners Joh. Schmelzer, läßt
Philipp genannt Ferdinand
Straft, Handelsmann von da,
quf langjaͤhrige Zahltermine zu
igen versteigern:
—
und 497, 178400 Dezim.,
3 a 96 qm Fläche, ent⸗
haltend ein zu St. Ing⸗
hert, in der Pfarrgasse,
am Seienrech gelegenes
Wohnhaus mit Siall, Hof,
Barten und Ackerland, ne⸗
den Johunn Seel und
Johann Schmitt.
Pl.⸗Nr. 2864, 22 Dezim.,
7 a 50 qm Acker im
Seienrech, neben denselben
Nebenläägern, beide Item
in Ganzes bildend.
Pl.⸗Nr. 4449 u. 4450 ⸗,
1038/10 Dezim., 38 4
26 qm Wiese im All⸗
ment auf'm Langenstein,
neben Heinrich Steinfeld
uind Georg Franz Hager.
Pl.⸗Nr. 4269, 87 Dezim.,
29 a 64 qm Acker auf
Hobelsahnung, neben Wwe.
Jochum und Wwe. Schmel⸗
jer, mit Klee bestellt.
Pl.eNr. 3182, 62 Dezim.,
2142 13 qm Acker am
Schafkopf, neben Michael
Paul, mit NKlee bestellt.
Auffschneider,
Amtsverweser.

Am Sonntag, 3. Anqust
Tanzmusik.
Aniang 3 Uhr. — Entré 50 Pl
Es ladet freundlichst ein

Peter Jung.

—

Sonntag, 3. August
TVAMMISIIC
Entree 50 Pfg.
Anfang Nachmittags 3 Uhe,
ʒei Peter Schweitzer
423
AXXXXX
zei Kramer &amp; Co. in Leipzig erscheint
Die —

Arbeitestu bheæ, —⸗—
eitschrift in Monatsheften für leichte ele⸗
nie weibliche Arbeiien, enthaltend neue
ekmouster in briilantem Bunt- *
Abenarucie ausgeführt, sowie Hä-
a und Filermuster, Vorlagen für Weiß-
ckerei Weißnaähterei, Waffel- uud Strid ⸗
rbeit, Perlhätelei x

Die einfache Ausgabe kostet pro Mo⸗
at nur 16 Pfg. Reichswährung 10 Xr.
jterr. Die Doppelausgabe erscheint in
‚oppelt so großem Format als die ein⸗
ache und kostet dad Doppelte.

Mean abonnirt zu Jeder Zelt auf
e drei Hefte einer beliebigen Ausgabe
ei Allen Buchhandlungen und Postan⸗
talten.

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Auf dem Rittershof
ind sehr schöne und gute
Kirschen
zu haben. 10 Pfund 80 Pfg.,
her 100 Pfund billiger.
Auf Wunsch wird franco ge⸗
liefert. Villeroy.

Loose
2 60 Pf. zu der vom Ge⸗
flügelzuch⸗Vertin Neustadt a. d.
Haardt am 6., 7., 8. und 9.
September d. J. veranstalteten
GeflügelAusstellung sind
zu haben in der Exped. d. Bl.

Soeben erschien in der K. K. Hof- und Verlagsbuch ·
randlung von Adolph Gestewit? in WMiesbaden
Her neue deutsche Zolltarit vomduli 1870

Nachschlagobuch für Jedermann.
Derselbe enthaàlt den gesétzlichen Text und alle ent-
rũltig festgestellten Tarifpositionen, theils jetzt, theils am
imer I880, wie solche gesetzlich in Kraft treten
verden. Das ungemein grosse Interesse, weleches diesem
een Ztarise vbeigelegt wird, dürste diesem Buche
viele Abnehmer sichern.

FPreis broch. B0 Pf. curt. 60 Pf.

Vorrâthig in allen Buehhandlungen.

Hotel Laur.
Sonntag, den 3. August 1879
Grosser Ball.

Anfang 8 Uhr Abends.
Freundlichst ladet ein
Ir. Tehnert.
htigte Badereise nach Ostende
en und führe meine
onklinik
—VB

igs 9 bis 12 Ubr,

tags 2 bis 8 Ubr.

ztav 2wieke

r Augenkrank heiten.

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I
7 vom 3. Januar 1875 it der Berkauf des
28 Meagenbitter Jedermann gestattet.
28 — — —. Ph ιXαR äääWäOαOÄäσα J
OpcaRp ahardiner Wien 1873.
Alpenkrauter · Kagenbilter
Bernhard's Alpenkräuter⸗Liquer.)
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ochfei⸗ 2*
ie, nach FJ
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alten 52
sloster · 25
recept 132
jabrizir 188
te sträu⸗ * 2
ler⸗Ma⸗ 2.
enbner —58
wurde *8
von den
belannt. 3 —
Autoritäten den Herren Univerfitätsprofessoren Dr. L. A. 82
Buchner, Dr. Kayser, Dr. Wiülistein, sowie von vielen be⸗ 25
rühmten Uerzien wie Dr. Joh. B. Kranz, Dr. Schöner in 78
—— Hausmittel und wirk⸗ *
famfte Stomachicum bezeichnet. — Seine vorzüglichen 37
Wirlimgen bei Magenbeschwerden altetr itt, Vta- 72
genkatarrh, Verdauungsschwäche, die gewöhnlich 88
n Folge schlechter Zähne bei mangelhaftem Verkauen der 353
Speisen enisteht Blaähungen, Haͤmorrhoiden, Eckel 38
vor Fleischspeisen, Krumpfen, Hautausschlägen. a
Leber⸗ und Nierenleiden, Affectionen des 8 *
838 Bleichsucht, weißer Fluß, Wurmleiden, 2*
Wechfelfieber rc. ꝛc., sind durch eine große Anzahl PF *
Dani. und Anerkennungsschreiben von Aerzten und Laien Fẽ
seit einer Reihe von Jahren glänzend vestätigt. Dieser 3
Magenbitter wird pur, oder 1 Fßloͤffel voll als Zusatz zu
Wasser, Wein ꝛc. gettunken, gibt mit Sodawasser oder
Zuckerwafser eine außerft gesunde Bitterlimonade, die Ka⸗
Jarrh⸗Verschleimuug und Katzenjammer sofort be⸗
seiugt, ist in allen Formen ein die Gesundheit för⸗
berudes blutreinigendes Getränke, das bis in's
hochste Alter gesund erhält.
Verkauf außer den belannten Flacons à 2 Mark und 1 Mark 5 Pfg.
Große Flaschen ca⸗ 780 Gramm Inhalt 4 Mark.
Bei Abnahme von d großen Flaschen freie Verpacung, bei ꝰ Flaschen freie
Berpackung und 1 Flasche gratis. Bersandt per Nachnahme durch die
Riederlagen; Pngros-Versandt durch die Fabriken von
Wallrad Gltuar Bernhard Hofdestillateur
Dünchen — Zurich — Kufstein (Tirol
Atteste und Gebrauchsanweisung liegen jeder Flasche bei. Nur ächt zu
begiehen in; St. Ingbert bei Jonm Feters.
Arzheim b. Landau: Julie Schandein. Annweiler: Chr. Haberer. Blies⸗
jafiel: L. V. Hussong. Dreisen: J. Oberlander. Dürkheim: D. Dam⸗
hage Edentoben: P. Vaumann. Erbach bei Homburg: Carl Vielforter
Frankemhal: J. Muller vorm, S. J. Storch Germersheim: Emil
Rheinwald. Glanmunchweiler: cari Breiih. Grunstadt: J. B. Floͤhr.
daͤßloch: Joh. Fischer. gaiserslautern: 8. Presser. Kirchheimbolanden
ch. Kobeu. VLandau: J . B. Feidbausch. Landstuhl: M. Schlott⸗
hauer. VLudwigshafen: W. Ruelius. Reufladi: Julius Hauck. Pirmasens
. Mohrhardi. Rockenhausen: Ch. Kulz. Speyer: J. B. Fell.
Zweibruden: W. Aug. Seel.

s

Druck und Verlag von F. X. Demetz in St. Ingbert.
—SHiezu für unsere Po st⸗ Abonnenten „Illustrirtes Sonetaasblatt⸗ No. 81.
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