werthvolle Etappe für eine allenfallsige deutsche Weltausstellung. Der Glanzpunkt sei die Lehr— mittelausstellung und die Verkehrsausstellung, die⸗ selbe sei nachahmungswerth und noch nicht dagewesen. Der „Mainzer Anzeiger“ theilt mit, daß der Rabbiner Dr. Lehmann dieser Tage aus Jeru⸗ salem eine uralte auf Pergament geschriebene — criester Esra im Jahre der Welt 3430 geschrieben und demnach ein Alter von 2212 Jahren haben soll. Am Rande, befinden sich Bemerkungen von Rabbi Hai Gaon, einem der größten jüdischen Ge— lehrten des Mittelalters, der im elften Jahrhundert lebte. Das Manußkript ist für die Bibelforschung von großer Bedeut.uing. FSchon wieder — schreibt das „Mainzer Journal“ — hat sich ein Soldat der Garnison Mainz⸗Kastel entleibt. Ein junger Mann aus einem benachbarten Orte, der bei'm 11. Pionier-Bataillon tand, kam nach Hause und erschosß sich daselbst am vorigen Samstag. Motiv — unbekannt. Das ist bereits der achte Soldaten⸗Selbstmord in der Garnison Mainz⸗Kastel seit Neujahr! (GVerlobung.) Wie Berliner Blätter melden, soll die Verlobung des Prinzen Wil helm don Hessen, geboren 1854, Rittmeister —A zuite des Garde-Husaren-Regiments, ältesten Sohnes des Landgrafen Friedrich von Hessen und dem⸗ nächstigen Erben des Schlosses Rumpenheim, mit der jüngsten Tochter der Königin von England, Beatrice, geboren 1857, bevorstehen. Gie Mode und die Deutschen. Die Veränderlichkeit der Deutschen in der Mode wird schon in einer alten türkischen Fabel verspottet. Ein berühmter Maler, heißt es, sollte dem Sultan alle Nationen in ihrer eigenen Tracht abkonterfeien. Als aber die Reihe an die Darstellung des Deutschen am, malte er einen nakten Menschen, dem er ein Stück Zeug in die eine und eine Scheere in die indere Hand gab. Als nun der Sultan fragte, ver der Nakte sei, antwortete der Maler: „Das st der Deutsche, der verändert sein Kleid so oft, zaß man ihn nicht treffen kann, er mag sich nun elbst ein Gewand fertigen.“ F Voghera, 20. Mai. Das Assarium in Montebello (Lombardei) auf dem Schlachtfelde von 859 wurde heute feierlich eingeweiht. Gegen 30,000 Personen waren anwesend. Der Herzog von Genua repräsentirte den König von Italien, rrankreich und Oesterreich. Ungarn waren durch die Militär⸗Attachéss Brunet und Ripp vertreten, welche nit vielem Beifalle aufgenommene Reden im Sinne des Friedens und der Eintracht hielten. Neueste Nachrichten. Berlin, 21. Mai. Herrn v. Schlozers. jandlungen sollen einen die Curie sehr befriedigen herlauf nehmen; auch die Verhandlungen miß and und England sollen Leo XIII. neue Trien ichern. Bis zum Pfingstconfistorium soll allu endet sein, der Papst wird dann die Erfolgen zt orbi verkünden und Meichers zum Com— ernennen. Petersburg, 21. Mai. Vergangenen die sag wurde auf der deutschen Botschaft durch ehr distinguirt aussehenden Herrn ein Brief fir gotschafter abgegeben. Bei der Eröffnung h ich als Inhalt ein umfangreicher an Fürsten? narck gerichteter Brief, um dessen sichere Uh nittelung gebeten wurde, da es sich um hochwih Warnungen betreffs der Krönung in —oskau han die Anonymität des Absenders sowie die tis hümliche Behauptung veranlaßte sofortige Oeffm des zweiten Schreibens. Von einem „Deuhsqh uus Moskau“ herrührend, enthielt dasselbe win ie dringendsten Warnungen, da die Nihilisten sun enn je in Moskau vertreten wären und die assenosten Vorkehrungen getroffen hätten, um— er Krönung einer Anschlag gegen das Lebend Tzaren und seiner gesammten Umgebung voh aehmen. Ueber diese verschiedenen projektirten? chiäge soll der Autor sehr genaue Details beigen ind außerdem betont haben, daß unter den P isten eine Menge hochstehender Beamten und Mihr ind, von deren Zugehörigkeit zur revolution Jartei man am Hofe keine Ahnung hätte. G chwer zu bestimmen, ob und wie weit der anon Zriefschreiber zu seinen Behauptungen berehh st, einzelne der angeführten Details sollen aberd irtig genaue sein, daß man bald dahinter komn zürfte, ob es sich um Wahrheit oder Dichtung hand Fnr die Redaktion verantwortlich F FX Deme—⸗ Sterbefälle. Gestorben: in Impflingen Johannes Nuß-— 'och, 76 J. a.; ebendaselbst Frau Susanna 11lürich, geb. Schneiderfritz, 59 J. a.; in Klein⸗ sockenheim Jakob Mayer; in Frankenthal deinrich Zöler, 55 J. a.; ebenda Christina Vüstenfeld, geb. Maier, 68 J. a.; in Dürk⸗— zeim Heinrich Tartter, 86 J. a.; in Sulz⸗ zach Elisabetha Kahl, geb. Schneider, 58 J. a.; n Saarbrücken Friedrich Moritz Bräutigam, n Neunkirchen a./Bl. Maria Biehl, geb. chmidt. 43 J. a. Dienstesnach richten. Der k. Forstgehilfe Ferdinand Daniel deinhardt zu Lemberg wurde zum k. Förster auf die im k. Forstreviere ind k. Forsamte Zweibrüdken erledigte Wartei Reifenberg, Nie interim. Verweser: Ernst Eca rius der protest. Schul⸗ erweserstelle zu Freinsheim, Karl Pfeiffer, an der athol. Schule zu Pirmasens, Friedrich Schafer der athol. Schuͤlverweserstelle zu Hauenstein, Hermann Ham m ind Georg Scheid an der pratest. Schule in Pirmasens — —— 4 * *21 Uuszug. Im Nnamen Seiner Maiestät des Königs gen Bayern! erkennt das Schöffengericht St. Ing⸗ zert in der Privatklagesache Friedrich Luͤtzel, Eisenbahneinnehmer in St. Ingbert. Vrivattläger, gegen Peter Weisssgerber, Bäcer und Wirth in St. Ingbert, Angeklagter, wegen Beleidigung ĩ. sp. ehrenrühriger Nachrede, — in seiner öffentlichen Sitzung vom 10. Mai 1882. in Begenwart: J. des k. Amtsrichters Trauth, der Schöffen: a) Jacob Würg, Ackerer und Adjunct in Rohrbach, b) Johann Ehresmann, Guts⸗ derwalter in Eschringen, des stellvertreienden Gerichts- chreibers Graf, nach gepflogener Perhandlung zu Recht wie folgt. Aus diesen Gründen wird der Angeklagte Peter Weis⸗ gerber, 47 Jahre alt, Bäcker und Pirth in St. Ingbert wohnhaft, der qualificirten Beleidigung des Privat⸗ lägers Friedrich Lützel, Eisenbahn⸗ ꝛinnehmer in St. Ingbert, verübt an inem nicht näher zu bestimmenden Tag des Monats Februar jüngst in jeiner Wirthschaft dahier, für über⸗ kührt erklärt und hiewegen in An wendung der 88 185, 186 und 194 R.St.G.⸗B. in eine Gefängnißstrafe bon drei Wochen und gemäß der z8 496, 497, 503 R.St. P. O. zu den Kosten des Verfahrens und zur Erstattung der dem Privatkläger er⸗ wachsenen nothwendigen Auslagen ver⸗ urtheilt; zugleich wird dem Beleidigten die Befugniß zugesprochen gemäß 8 200 st.⸗St.G.«B. den Eingang und den ntscheidenden Theil dieses Urtheils innen 8 Tagen nach eingetretener stechtsktraft desselben im Pfälzischen durier, in der Pfälzer Zeitung, Zwei⸗ zrücker Zeitung und im St. Ingberter Unzeiger auf Kosten des Verurtheilten inmal öffentlich bekannt zu machen. Gez. Trauth. Für richtige Ausfertigung. 5t. Ingbert, 18. Mai 1882. . Amisgerichtschreiberei: gez. Krieger, k. Secretaͤr. Für richtigen Auszug, Köonig. Todes⸗Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß n gestern Mittag unser innigst geliebtes Söhnchen im Alter von nahezu 3 Jahren vlötzlich durch den Tod entr wurde. Die tiefbetrübten Eltern Carl Seyb und Frau— Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag um Z Uhr jtatt. St. Inaberter Eisenwerk. den 22. Mai 1882. — Gemüthlichkeit. — Morgen (Dienstag) Abend präcis 8 Uhr im Vereinslokale E Hauptprobe der gemischten Chöre. Nach der Probe Aufnahme mehrerer Herren, die sich ols a— Mitglieder gemeldet haben. Nächsten Freitag, Abends 8 Uhr General-Versammlung. — Wsʒ Geschäftsaufgabe eine ganze Wirthschaftseinrichtung ju verkaufen. Wo? sagt die Exved. »s8. Blattes. 4* 77 Wer an Husten Brustschmerzen, Heiserkeit, Asthma, Jerschleimung, Halsweh, Blutspei⸗ n rtc. leidet, findet durch den ächten Tem̃ischen Trauben⸗Brust-⸗Honig chnelle und sichere Hilfe und Linderung. Zu haben unter Garantie in St. Ingbert bei M. Klug, Kohlenstr. — 6 Tagesordnung: Aufnahme von vassiven Mitgliedern. Der Vorstand⸗ on J E Die Badeé-Anstalt —⸗ ist von heute an täglich von Morgens 6 bis Abends 9 Uhr geöffnet. St. Inabert. 9. Mai 1882. Fing Aelteate höbere oee Faohsehule fur ee Waschinen Tecduiber — Anfnrahme: voruntorrrenut p ααιαν. Mich. Flua—. v * Frühjahrs- und Sommer-Moden in Bild und Text, farbigen Darstellungen und Schnittmustern findet mne n reichhaltigster Fülle in der Illustrirten Frauen-Zeitung (Ausgabe d Modenwelt it Unterhaltungsblatt). Preis vierteljährlich 2 Mt. 50* Probe⸗Nummern sind in allen Buchhandlungen vorräthig, sowie direct bo der Erpedition in Berlin W., Potsdamerstraße 838, zu erhalten. 7 Am I1. April hat der Abdrud einer neuen, überaus spanr⸗nd Nobelle Bezauberte Welt⸗“ von Ludwiag Laistner begonnen gtrohhutmanufactur IODIl 8th—I in Zweibrücken. In Folge Ablebens eines Associé wird das Lager theilungshalber ausverkauft. 7— GErößte Auswakll modernlter Formen. Demek in CivAnhorit