qQ —3*8 ner⸗Regts. daselbst gingen, erschreckt durch das Peitschenknallen eines Fuhrmannes, durch, jagten entlang der Staaisstraße bis zu dem Orte Alt—⸗ glashütte und durch denselben hindurch bis auf das Bahngeleise. Dort angekommen, nahm der groößere Theil auf dem Geleise in wilder Flucht die Rich— tung gegen Metz und soll bis Oberhomburg und Bettingen (nach dem „Anz.“ bis St. Avold und Machern) gekommen sein. Der kleinere Theil, ca. 7 Stück, welcher sich nach dem nahen Walde zu—⸗ wandte, wurde durch nachsprengende Dragoner und Bewohner von Altglashütte eingefangen. F In Höllenthal Gaden) wurde vor ein⸗ igen Tagen ein etwa 90 Pfund schwerer Gemsbock erlegt; ein in dortiger Gegend bisher kaum dage— wesenes Ereigniß. f Versetzter Krönungsthaler. Daß Jemand einen Thaler versetzt, dürfte denn doch noch nicht dagewesen sein. Und trotzdem ist es buchstäblich wahr. Ein Berliner Studio hat das Kunststück unlängst fertig gebracht. Derselbe hat einen wunderschönen Kroͤnungsthaler vom Jahre 1861 im Kasten liegen, ein Exemplar jener Münzen wie solche jetzt nicht mehr allzu häufig vorhanden sind. Der Musensohn hat bereits Hose, Gilet und Frack in's Leihhaus geschickt, aber diesen Krönungs⸗ thaler auszugeben, hat der Studio allen Versuch⸗ ungen zum Trotz bisher nicht übers Herz bringen können. Doch die Noth droht auch diese Reliquie zu verschlingen. Der Wunsch, sie zu erhalten, ist aber noch zu mächtig, denn der Thaler ist dem Jüngling durch Erinnerung heilig. Aber die gegen— wärtige bedrängte Lage fordert unerbittlich Berück⸗ sichtigung. “ Da verfällt unser Freund auf den genialen Gedanken, dieses Geldstück zu versetzen. Gedacht, gethan! Auch der Krönungsthaler findet seinen Weg zum Leihhause, wo er bereitwilligst, wenn auch mit verwundertem Kopfschütteln acceptirt wird, um bei besseren Zeitläuften in das Porte— monnaie seines fürsorglichen Herrn zurückzukehren. FDas Nahrungsmittelgesetz vom 14. Mai 1879 findet nach einem Urtheil des Reichsgerichts, 1. Strafsenats, vom 10. Juli 1882, nicht nur auf Stoffe Anwendung, die so, wie fie die Natur hervorbringt oder in den Ver—⸗ kehr kommen, sofort genossen werden koönnnen, son⸗ dern auch auf Stoffe, welche vor dem Genuß oder behufs desselben noch einer besonderen Bearbeitung oder Zubereitung oder einer Verbindung mit an⸗ deren Stoffen bedürfen. So ist beispielsweise Hopfen als ein Genußmittel im Sinne des Nahr⸗ ungsmittelgesetzes anzusehen. einer gefälschten oder. mangelhaften Waare F alsche Vorspiegelungen keinen außergewöhnlichen ondern nur einen mäßigen, geschäftsuͤblichen Ge— vinn erzielen, so liegt nach einem Urtheil des steichsgerichts, J. Strafsenats, vom 6. Juli 1882 arin doch ein rechtswidriger, als Betrug zu be— trafender Vermögensvortheil. Der dieser Enischeid⸗ ung zu Grunde liegende Thatbestand ist folgender: Ein Weinhändler verkaufte gefälschte Weine als chte zu Preisen, welche dem Handelswerth der ge⸗ älschten Weine entsprachen, und wobei der Wein⸗ händler einen mäßigen, geschäftsüblichen Gewinn erzielte. FBremerhafen, 14. Ott. Auf dem Lloyd⸗ dampfer „Frankfurt“ brach heute Abend um 6 Uhr hdei der hinteren Luge Feuer aus. Alle Leute sind gerettet. Die Dampffspritzen sind in voller Thätigkeit. fF In Basel gab es auf dem badischen Bahn⸗ hof am letzten Freitag abermals einen Eisenbahn⸗ infall. Der „Bad. Beob.“ schreibt hierüber: Es tieß eine Lokomotive mit drei Güterwagen auf eine stehende Abtheilung Güterwagen. Vom Personal vurde Niemand verletzt, dagegen sind die Lokomo— live und ein Güterwagen sowie das Schienengeleise erheblich beschädigt worden. Die Ursache des Un— falles soll in dem Umstande liegen, daß der dienst⸗ huende Wärter die Weiche unrichtig stellte. FParis, 13. Okt. Die Kommission der zistsrischen Monumente beschloß heute, daß die Zubmission zur Wegräumung der Tuilerienruinen ofort ausgeschrieben werde. F (Das Privateigenthum der Kai— erin Eugenie.) Man schreibt aus Paris: leber die Vermögensverhältnisse der Wittwe Napo—⸗ eon III. gibt ein bonapartistisches Blatt recht in⸗ eressante Aufschlüsse. Die Exkaiserin besitzt drei däuser in der Rue de l'Elysée im Werthe von 3,600,000 Fr., welche hypothekarisch mit 2 Milli⸗ znen belastet sind; zwei Häuser in der Rue d'Alba, zie auf 900,000 Fr. geschätzt find und auf welche der Credit foncier bereits 800,000 Fr. vorgeschossen jat; das Dominium de la Jonchoͤre, welches einen Verth von 500,000 Fr. repräsentirt; das Domin⸗ um von Solfernio, auf 1,500,000 Fr. geschätzt ind hypothekarisch mit einer Million belastet; das Ddominium von Arnost in den Pyrenäen, auf 20,000 Fr. bewerthet, und das Dominium von Biarritz im Werthe von einer Million. Ferner be— inden sich noch im Besitze Eugenien's das kaiser⸗ iche Palais von Marseille, das 1,658,000 Fr. aekostet hat und erst unlänast der Gegenstand des *— etannten processes mit oer Vcuniceipuloια, rin Hotel in der Rue de Courcelles und ein Chatel⸗ in Vichy. Schließlich verfügt die Kanscch * iber 75,000 Livres Nente — man fieht die —* erin braucht vorderhand noch nicht Noth zu leiden a Esotische Sam artern Froberung Alexandriens durch die Engländer wurd daselbst der Versuch gemacht, nach dem in Eurod rrefflich bewährten Muster eine freiwillige Kranken oflege zu organisiren. Nachträglich sind Eremplate eines von Dr. Mackie gezeichneten diesbezügliche Aufrufes hierher gelangt, in welchem die Eghbter aufgefordert wurden, Geld und Materialic zut bflege und Labung von Verwundeten zu sammeln zamit die berufenen Behörden in der Lage waren. nuch für die verwundeten und erkrankten Eghpia entsprechend sorgen zu können. Dieser Aufruß vurde in englischen und arabischen Zeitungen pub izirt, auch Annahmestellen für die Spenden mng haft gemacht, allein — nicht eine einzige Antwort zeschweige denn ein Beitrag erfolgte auf diesen warn jerzigen Appell. — So aäußerte sich die eghpüsg Zumanität! Gemeinnũtziges. (Das Räuchern des Fleisches.) Nach den ge— nachten Erfahrungen erhält man bei folgendem Verfahren vorzügliches Kauchfleisch das sich lange jut und frisch erhalt. Das zum Räuchern b6. timmte Stück wird von dem frischgeschlachteten Thiere sofort, wenn möglich noch warm, mit einen Bemenge von Salpeter und Kochsalz (1:32) ge⸗ hörig eingerieben und dann mit so viel Kornkhie destreut, als daran haften bleibt, oder in einer Amhüllung weichen Papiers (Zeitungs- oder ähn lichem Papier) eingeschlagen und in den Rauchfang zehängt. Die derart hergestellte Umhüllung von dleie oder Papier hält die brenzlichen Rauchbestand heile ab und bewahrt zugleich das Fleisch vor all⸗ zustarkem Austrocknen während des Räucherprozesses So behandeltes Rauchfleisch hat eine dem geräucher⸗ ten Lachs ähnliche Farbe, schmeckt besser als das zewöhnlich hergestellte und hält sich längere Feit. Aufbewahrt wird es am besten in einer Kiste an einem kühlen luftigen Orte, wobei die einzelnen Fleischtheile mit Papier umwickelt in eine Schichte Asche (am besten Buchenasche) eingebettet und da⸗ nit vollständig bedeckt verden. Vor dem Gebrauche wird selbes rein abgebürstet. Für die Redaktion verantwortlich F. X. Demeß. Zur Beachtung. Bei Unterzeichneten lann eine große feinschneidende Krauthobel zum ein⸗ schneiden von Kraut leihweise pro Stunde 20 Pf. abgegeben werden. J. Zeitlinger, Messerschmied. Nur noch Morgen. Idr. v. Hauner'sche Kinderspital⸗Loose à 2 Martk mit 130.900 Mark Geldgewinnen Die Lotterie⸗Direction A. K B. Schuler in Zweibrücken. Loose bei: J. Friedrich, F. Woll, und Joh. Weirich. rTechnicum hAdherde Nittweida. »⏑ —— S— — — — — Vorunterrient Aufnahme: —* April u. October. co F — Neue Musik-Zeitung. TIIusstrirtes Familienbiatt. Auflage 30,000. Preis vierteljãuhrig nur 80 Pfg. Nr. 18 (erschien am 15. September) enthält: Franz Abt, Portrait und Biographie. König und LKärner, Novelle von Sarl Zastrow. Ditters von Dittersdorf. Erzaklung von Elise Polko. Ehe und dAus i k Impromptu von Louis Köhler. Beet hove n's Neunte S infonie und lie Tr,adütion von DPr. Aug. Guckeisen. Das Musikfest in Birmingham. Ihe- ater und Concerte. Aus dem Kunstlerleben. Vermischte Nachrichten. Literatur Vakanzenliste. Briefkasten ete. Als Gratis-Beilagen: J. Lieferung des Conversations-Lexikon der Tonxkunst Franz Abt, op. 586, Im Herzen hab ich dich getragen, Lied für eine —— mit Klavierbegleitung und Albert Biehl op, 89 Eine süsso Erinnerung, Salonstüc für Klarier. PEreis erteljubrig nur sO Pfe. T Bestellungen nehmen alle Postanstalten. Buch- und Musikalien-Handlunges entgegen. 2 — — Rechnungen F. A. Demetz. Alleinverkauf für St. Ingbert und Umgegend P. Fery, St. Ingbert. dei bei Die deder Art, sowohl ron Behôrden, Kaufleuten, Industriellen, als Privaten, in sammtl — oxistirsnde Zeitungen und Zeitsehriftan dor Walt, besorgon prompt unä billigst au Aufnahme Uriginal-Zeitungspresisen * Hansenstein Vogler in Karlaruhe und Mannheima O 4, 5. Inseraten A Boi grôsceren Aufträgen entsprechende Rabatt-Bewilliguog X— KXostenvoranschlaro und Abfassung ron Annoncen auf Wunsch gratis und franoo ö— — — — — — — — ——— — —— ——— — — — Für dieselbe übernehmen wir fortwährend Flachs, Hanf und Abwerg zum Spinnen und Weben unter Zusicherung billigster und bester Bedienung. Die Eisenbahnfracht hin und zurück übernimmt die Fabrik. Der Schneller von 1228 Meter Länge kostet 12 Pfennig —A burg, Franz Baron. —— —— P. J. Tongers Verlaq,; Köln a. Rnh. 20 . 33 in modernen Schriften billigst bei Nisitenkarten Sqhriftetr biuahnen ù——— — — Druck und Verlag von F. X. De meß in St. Inabert.