ðxt. Justherter Amzeiger. Amtliches Organ des königl. Amtsgerichts St. Ingbert. der „St. Ingberter Anzeiger“ erscheint wochentlich fünfmal: Am Montag, Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag; 2mal wöchentlich mit Unterhaltungs⸗ zlatt und Sonntags mit Sseitiger illustrirter Beilage. Das Blatt kostet vierteljahrlich 14 40 — einschließlich Trägerlohn; durch die Post bezogen 1M 60 H, einschließlich o ⸗Zustellungsgebuühr. Die Einrückungsgebühr für die 4gespaltene Garmondzeile oder deren Raum beträgt bei Inseraten aus der Pfalz 10 —, bei außerpfälzischen und solchen auf welche die Expedition Auskunft ertheilt, 15 9, bei Reclamen 30 . Bei 4maliger Einrückung wird nur dreimalige berechnet. M 37. Donnerstag, 22. Februar 1883. —18. Jahrg. FJ Eokale und pfälzische Nachrichten. Politische Uebersicht. —5* Sit. Ingbert. Dem „Journal für Gas⸗ Deutsches Reich. eend amehuen ihend — jegsmini des dahier verstorbenen Gasmeisters Ilgen: „Am — — 35. —* ffalz) der im Kreise seiner Freunde hochgeschätzte —— wid nun don in den haswersdirektor Fr. H. W. Ilgen, nach einem uhen nneh * 8 dw zum V 5 eiht vechselvollen Leben in einem Alter von 62 Jahren. — en e 8 Itgen war am 4. Juli 1821 in Grünstadt Ghein⸗ renerallieutenant Bronsact v. Schellendorf in Aus⸗ falz) als Sohn eines Apothekers geboren, besuchte bi genommen ist. (Magd. 3) päter die Lateinschulen zu Grünstadt und Neustadt Berlin, 21. Febr. Der Bundes Ldien H., dann die Gewerbschule in Kaiserslautern und 21 ht. a h Vndes rath hat die eios im Herbst 1840 dog Polhtecuitum auf 8 grordnungbetreffend das Berbot der Einfur te, in en Sudienehr dein Voufach, meden meritanischen Schweinefleisches einstimmig ange- 3 letzten der Berge und Hüttenkunde sich wid⸗ en Ad nend. Von 1843 bis 1849 war er zu seiner prak⸗ eeee der denhende und die ischen Ausbildung in verschiedenen Berg⸗ und —— 3 düttenwerken thätig; veranlaßt durch die damalige, In der lirchenpolitischen Frage bildet die im Fuch die poliuschen ünruhen hervorgerufene alige nizielen Organ des Vatikans dem „Moniteur Jeine Riederlage der Industcie, ging er im Sommer Kome“ rfolgte Beroffentlichung der beiden 849 nach Amerita, wofelbst er die Landwirthschaft zriefe, welche der Papst im Dezember und Ja⸗ rlernte und dann Besitzer einer Farm in der Nähe uar an Kaiser Wilhelm gerichtet hat, einen hon Pittsburg (Pennshldanien) wurde, 1884 kehrie emerkenswerthen Zwischenfall Wie versichert wird, wieder noch Deutschland zurüdk und beschafligte at der preußische Gejandte beim Vatikan, Herr v. ch in Heidelberg einige Zeir mit dem praktischen ldzer. den Auftrag gehabt. der Curie die Bitte Zetrieb der Gasfabritanom ieitele dann von 1868 diese Seröffentlichung auszusprechen, welchet is I860 die Sleinkohlengruben Hagenbach. Funs— ite die Curie demnach auch nachgelommen ist. veier und Diersburg bei Offenburg in Vaden, ns nun die Briefe selbst anbelangt. so spricht iedelte 1860 nach seiger Vaterfiadt Grunstadt uͤber— ddapsin stinem ersten wom 8. Dehinde bo er sic bis 1862 ausschüehlich nuit der dius- g n R chreihen seine Hoffnung auf Wiederher · Futung von ihm endegter Thonloger befaßte. Von ung des religissen Friedens aus doch verlangt eser Zeit ab uͤbernahm er die Dtektion des neu— hierbei. daß die neue kirchenpolitische Gesetzge- dauten Gruͤnsiadier Gaewertes welche er boue Win Breuten im desinitiwer Wzeise gemildert und 9 gahre bekle dete und 1872 imit der Direton tbessert werde Hnes sei dies das einzige Mittel Gasanstalt Ludwigshafen und diese 1874 mit r Wiederherstellung eines do uernden religiösen her der Gasansiait Si. Ingbert versauschte. Letz d r rehen Briefe, * vom 30. re Ansialt hat er bis zu seinem Tode celeitet. Juar w Worh 7 enugthuung da ⸗ dem weileren Kreis der Fachgenossen war der Ver— n daß sich der Laiser, wie aus dessen orbene bekaum durch seine vom Verein der Gas- niwort vom 22. Dezember hervorgehe, zu einer achmänner Deutschlands im Jahre 1868 preisge- br der gegenwärtigen kirchenpolitischen Ge· GHut⸗ Schrift: „Populäre Abhandlung über Gas— e espeigt ine i Her Papst) habe dae leuchtung und Gosberbrauch zur velehrung für 9 eschlossen den ischofen zu gestatten. die donsumenten“, sowie durch sein Büchlein „Die ahl neuer Pfarrer der Regierung zu notificiren, haslndufirie der Gegenwarh(Die erstgenannte me eine complette Revision der in Kraft befind⸗ Schrift ist in 10 NAumflagen, jede du 10.000 Erem gwe eee Fe Pops valarat „laren erschienen und wurde in allen Gegenden mubung des snun pideteure ent — ebF geistliq ile GWerkchen in deutscher und französischer Sprache, nach —A S wie Staat Wien allein in 10,000 Exemplaren. Anm. d. R.) qh bedienen 34 Theil sin e x 3 Außerdem verdanken wir ihm mehrere Abhandlungen, — — —* ht Vin, velche in diesem Journal verdffentliht sind. Igen iese Aenderungen fuͤr — e var auch der Gründer des pfälzischen Gasindustrie— ermeidlich sinde Sei hieruber eine Eingnag . gereins, der sich später an den mittelrheinischen ell. so ser 6 leicht, zu einem 5*— * hasindustrie⸗Verein anschloß. Ersterem Vereine ge⸗ cuerhoften Frieden glanden jörte er eine Reihe von Jahren mit Leib und Seele Wie man in Straßb J in, seiner gründlichen theoretischen Kenntnisse wegen m; n in re ve et würden llgemein deachtet und seines äußerst liebenswür— en ve sann nr noch bestehende Verkaufs - igen, bescheidenen und gemuͤlhlichen Wesens halber er Tabakmanufaktur geschlossen werden. illgemein beliebt. In seinen letzten Lebensjahren Ausland. og er sich wegen Kränklichkeit ganz vom Vereins⸗ dondon, 21. Febr. Die Detectives sindan eben zurück und lebte nur seinem Berufe und n Hauptbahnhöfen und in den belebtesten Stadt- einer Familie. An ihm gehen ein biederer ehren⸗ rilen in fieberhafter Thätigkeit, um nach und nach ꝛester Charakter und gediegene Kenntnisse verloren, ie Mitglieder der irischen Mordbande zusammen. velche leider in Folge seiner übergroßen Beschei- ffangen. Die Gerichte glauben die Fäden bereits denheit nicht immer die richtige Anerkennung ge— der Hand zu haben, welche eine zu weitesten unden haben.“ ielen geschlossene geheime Verbindung in der — Zweibrücken, 21. Febr Nach dem auptstadt selbst umzog. — Was die Persönlichkeit bewährten Beispiel von über 20 deutschen Städten, Fuhrers „Numero Eins“ betrifft, so heißt es darunter Mainz, Mannheim, Würzburg, Karlsruhe, r dieser sei identisch mit dem in' Paris wohl- Ulm, Neustadt a. H., Kaiserslautern, Speyer, ist riannten Pseudogenerai Macadaras runmehr auch auch am hiesigen Platze die Bildung eines Vereins „Kreditreform“ in Angriff ge⸗ rommen worden. Die betr. Vereine, über deren Thätigkeit uns verbürgte Ergebnisse vorliegen, haben n 1881 und 1882 von den Beträgen der einge— eichten Rechnungen durchschnittlich über die Hälfte inkassirt und auf Abzahlung arrangirt. Angesichts des Umstandes, daß immer nur alte und theils chon verloren geglaubte Forderungen dem Bureau ibergeben werden, wird durch jenes Resultat die eitgemäße Einrichtung der gesammten Geschäfts⸗ velt als ihren Vortheil fördernd dringend empfohlen. — Das Bureau hat seinen Sitz in Mainz. Laut 3 1 der Kollektivstatuien hat der Verein nachsteh⸗ nden Zweck: „a) seine Mitglieder gegen schädliches dreditgeben zu schützen, b) durch den Druck der VBereinigung alte und zweifelhafte Ausstände kosten⸗ frei einzuziehen, e) durch Verbindung mit anderen, zleiche Bestrebungen verfolgenden Vereinen eine möglichst sichere Auskunftsertheilung auf dem Prin⸗ zip der Gegenseitigkeit herzustellen, und d) durch die Gesammtwirkung der Veteinsthätigkeit eine all⸗ gemeine zeitgemäße Neform der Kredit-Verhältnisse herbeizufuͤhren.“ (Zw. 3.) — Der Vorschußverein Zweibrücken erzielte im abgelaufenen Jahre bei einem Gesammtumschlage oon 10 Millionen einen Reingewinn von 21,8335 M. 10 Pf. Zur Vertheilung gelangt eine Divi— dende von 8 pet. Die Zahl der Mitglieder ist von 329 auf 314 zurückgegangen. — In Kaiserslautern wünscht man bei der bevorstehenden Nachwahl einen Abgeordneten, der dafür wirken soll, daß Kaiserslautern Garni⸗ onsstadt wird. — Wie das „Land. Tgbl.“ hört halten die Postboten der Pfalz am Sonntag den 4. März im Fafé Krämer zu Kaiserslautern eine Ver—⸗ ammlung ab, um über Schritte zur Aufbesserung hrer Grhaltsverhältnisse zu berathen und zu be⸗ chließen. Im Interesse der vielgeplagten Postboten vollen wir hoffen, daß ihre event. Bemühungen der Erfolg krönt. — Kaiserslautern, 20. Febtr. (Saat⸗ zutmarkt.) An den zmei ersten Tagen des Mark— ies wurden 239 Käufe abgeschlossen, welche zusam⸗ men 917,14 Zentner und eine Kaufsumme von 10344,48 M. repräsentiren. . 3.) — Winnweiler, 20. Febr. Dem Ver—⸗ nehmen der „K. Z.“ nach ist gestern zu Imsbach das freudige Ereigniß eingetreten, daß der erste Pickelhieb zum dortigen Bergwerk (Suche nach Quecksilber, Kupfer ꝛc.) gethan wurde, unter Ver⸗ wendung von vorläufig 12 Mann Schachtgräber. — Am Sonntag erschoß sich, wie die „Sp. Zig.“ nittheilt, in Kandel mittels eines Revolvers darl Scheidt, 19 Jahre alt. Heute erst wurde dessen Leiche im Walde aufgefunden, in sitzender Stellung an einen Baum lehnend. Der Grund u der unglückseligen That soll der sein, daß der unge Mann sich dem Forstfache widmen wollte, iber wegen Kurzsichtigkeit nicht angenommen wurde. — Aus Dürkheim wird dem „Pf. K.“ ge⸗ chrieben: In eingeweihten Kreisen erregt es Be⸗ remden, daß schon mehrfach in letzter Zeit fremde, die Mannheimer Straße hereinkommende Fuhren, mit vollen Wein (N) fässern beladen nach Dürkheim her— einfuhren, um hier, mit dem Stempel unserer Bahn⸗ tation versehen, nach größeren Plätzen sofort, ohne den Inhalt ändern zu lassen, per Bahn versendet zu werden. Da die Wahrscheinlichkeit uns nicht dafür spricht, daß die Auftraggeber die Pferde der Weinfuhren nur deßhalb hierher bringen lassen,