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Juli nächsthin beginnende IJ. Quactal erlauben wir uns hiermit zum Abon⸗ nent auf den wöchentlich 5 mal, 2mal nit Unterhaltungsblatt und Sonntags mit eitiger, illustrierter Beilage erscheinen⸗ „St. Ingberter Anzeiger“, mtliches Organ des kgl. Amisgerichts St. Ingbert, egebenst einzuladen. Der „St. Ingberter Anzeiger“ wird nach wie zor über die politischen Ereignisse möglichst rasch ind rein objektiv berichten und daneben den lokalen ind provinziellen Verhältnissen ganz besondere Be⸗ chiung schenken. Für die Unterhaltung bꝛingt er nseinem Unterhaltungsblatte und in der illustrir⸗ en Sonntagsbeilage eine reiche Fülle spannenden ind anregenden Lesestoffes. Bestellungen auf den „St. Ingb. Anz.“, e auswärts von allen Postanstalten und Post⸗ doten und für hier und Schnappach von den Aus— trägern des Blattes und der unterfertigten Expe⸗ dition entgegen genommen werden, wolle man ge⸗ fälligst bald bethätigen. Denjenigen Abonnenten, die das Blatt bisher durch unsere Austräger er— hielien, wird dasselbe auch im neuen Quartale sortgeliefert werden, wenn nicht ausdrücklich vor dem 1. Juli abbestellt wird. Ergebenst Kedaktion und Expedition des „St. Ingberter Anzeiger“. Deutiches KReich Regelung der Passiva des Königs. Jach der „Wiener A. Z.“ ist man in dem Re— gentschaftsßrathe zu dem Schlusse gekommen, daß die Mittel zur Regelung der Passiva aus den Er— parungen der Hofstäbe und Intendanzen, sowie uuss den Erübrigungen der für den Prinz-Regenten ausgesetzten Ausgaben genommen werden. In eister Linie wird der Stab des Oberstallmeisters tine jährliche Ersparung von mindestens 120,000 Nark aufweisen können, da der Prinzregent mit AUuznahme eines kurzen Aufenthaltes in Berchtes⸗ aden und der nothwendigen Anwesenheit bei den Nanövern von der Residenz nicht abwesend sein wird, und hierdurch allein schon an Diäten große dummen erspart werden können. Da der Hofhalt es Königs Otto im Verhältniß zu dem des Königs Adwig sehr wenig kostet, der Prinzregent aber durch reine bekannte einfache Lebensweise die Ausgaben uf die Zivilliste auch nicht stark belasten wird, so teht zu erwarten, daß alljährlich mit einer Million Doark Ersparungen die Schulden in thunlichster Zilde gedeckt werden können. Jedenfalls ist als ihet anzunehmen, daß man maßgebenden Orts üicht entffernt daran denkt, das Laud zu belasten, udern aus eigenen Mitteln das Gleichgewicht der habinetskasse wieder herstellen will. Der Vertreter den baherischen Zibilliste, Rechtsanwalt Heinrich von disher, hat an die Verireter der Klagsparteien de— reits das Ersuchen gestellt, die Verhandlung, wozu belanntlich auf den 26. Junr am Landgerich DNinchen J. Termin anberaumt ist, vertagen zu assen, da die definitlive Regelung der Schulden der swiliste in nächster Ausficht siehe. München, 28. Juni. Se. Königl. Hoheit Autz-Regent Luitpold hat, wie der „Köln. Ztig.“ Sonntag, 27. Juni 1886. von hier berichtet wird, erklärt, daß er die ange- botene Entlassung des Herrn v. Lutz nicht annehme, und ihn gebeten, die Geschäfte zum Besten des dandes weiteczuführen. Freiherr von Lutz seiner⸗ eits ist bestimmt enischlossen, seine Kollegen, die hm in so schwerer Zeit und in so trauriger Sache —X jaben, beizubehalten und jedem Vorschlag, er tomme, woher er wolle, den einen oder anderen zu ersetzen, enigegenzutreten; es sei denn, daß der vetreffende Minister selbst nicht sollte bleiben wollen. Wenn die Auflösung des unglücklichen Königs Otto noch zu Leibzeiten des Prinz⸗Regenten Luitpold erfolgen sollte, so wird Prinz Luitpold die ihm anfallende Krone selbst tragen, nicht aber zu Gun⸗ ten seines Sohnes sie ablehnen. Berlin, 15. Juni. Der Regent Prinz Luitpold wird demnächst in Ems zum Besuche des Kaisers erwartiet. Ausland. Mailand, 24. Juni. Gestern wurden 8 Führer der Arbeiterpartei verhaftet und die Vereine aufgelöst, welche dem Programm dieser Partei zu⸗ gestimmt haben. Unter den Verhafteten befinden ich die sozialistischen Kandidaten bei den letzten Wahlen. Bei den erwähnten Vereinen und in den Wohnungen der Sozialisten ließ die Polizei Haus— suchungen vornehmen. In Oberitalien sollen 159 Vereine bestehen, welche dem betreffenden Programm heigestimmt haben. Es ist eine Untersuchung wegen Verschwörung eingeleitet. οíäŸä”ÊûàXä — — — Lokale und pfälzische Nachrichten. — Vom 1. Juli können die Postaufgabebücher hei der Aufgabe von Postanweisungen wieder zur Bescheinigung benützt werden. — Hassel, 23. Juni. Gedauerlicher Un⸗ zlücksfall) Die dreijährigen Mädchen der Berg— eute Lang und Weiherich, machten sich, mit einem Beile spielend, das unnütze Vergnügen, kleines Gehölz zu spalten, wobei die kleine Weiherich den Ddandlanger abgab. Unglücklicherweise brachte sie aber ihr Händchen unter den verderblichen Streich, wodurch die mittleren Finger der rechten Hand bis auf eine kleine Hautverbindung abgetrennt wurden und auch der kleine Finger eine größere Verletzung mpfing. Aerztliche Kunst versuchte, die fast losge⸗ rennten Glieder wieder anzuheften, ob aber deren Rettung gelingen wird, ist nicht leicht anzunehmen. Wieder eine ernste Mahnung, wie sehr man für die Bewachung kleiner Kinder Sorge tragen und besonders gefährliche Werkzeuge ihnen fern halten will. (3. 37) — Ein gewiß seltenes Alter hat die in Nie— derwürzbach wohnende Maria Blatt er reicht, indem sie vorgestern, Donnersstag, den 24 Juni, ihren 101. Geburtistag feierte. — Von glaubwürdiger Seite wird dem „Zw. Tgbl. mitgetheilt, daß am Samstag in der Gegend von Herbitzheim ein so furchtbares Schlossen⸗ vetter niedergegangen, daß einem Schafheerdebesitzer Ries aus Birkenfeld von 30 Schafen 14 Stück durch die Schlossen erschlagen worden sind. — Rehborn, 22. Juni. Am Sonntag Abend widerfuhr dem 21jährigen Jüngling Jakob terch von hier ein tragisches Mißgeschick. Derselbe wollte nämlich den im Hof herumlaufenden Fassel wieder in den Stall treiben, wurde aber von dem—⸗ V Jahrg. selben erfaßt und derart an die Wand gedrückt, daß er an den Folgen der innerlich zugezogenen Verletzungen tags darauf unter großen Schmerzen verschied. (Pf. Presse.) — Annweiler, 23. Juni. Heute Morgen vurde der Ackerer Johann Philipp Kirsch von Schwanheim in dem nahegelegenen Weiher todt nufgefunden. Ob ein Unglücksfall oder Selbstmord oorliegt, ist noch nicht festgestellt. — Sppeyer, 23. Juni. Die Antwort Sr. Kgl. Hoheit des Prinz⸗Regenten Luit pold von Bayern auf die Adresse des Stadtraths Speyer lauiet: „Herr Bürgermeister Süß! Der Stadt⸗ rath der pfälzischen Kreishauptstadt Speyer hat Mir aus Anlaß des Hinscheidens Weiland Seiner Majestät König Lubwigs II. in einer Adresse die Theiinahme der Bürgerschaft und die Versicherung ihrer aufrichtigen Anhänglichkeit zum Ausdruck ge— bracht. Ich habe diese loyale Kundgebung sehr zerne entgegengenommen und spreche den Bewoh— nern der altehrwürdigen Stadt Speyher für diesen neuen Beweis ihrer patriotischen und treu ergebenen Befühle Meinen wärmsten Dank aus. — Zugleich versichere ich Sie, Herr Bürgermeister, der wohl⸗ vollenden Gesinnungen, mit denen Ich bin Ihr geneigter Luit pold, Prinz von Bayern. Muün⸗ chen, den 21. Juni 1886.“ Vermischtes. F Die amiliche „Elsaß⸗Lothringische Landes⸗ Zeitung“ bestätigt die Nachricht von dem beabsich⸗ tigten Besuche des Kaisers in Metz. Danach trifft der Kaiser nach Beendigung der großen Mansver bei Straßburg am 20. September in Mesz ein. F Die Nachricht, daß Professer Dr. Rü— dinger in München, welcher die Sektion der deiche unseres hochseligen Königs vornahm, in Schwanheim bei Annweiler geboren sei, beruht auf einer Verwechselung mit dem Würzburger Professor der Chirurgie Riedinger. Letzierer st ein Pfälzer, während der Professor der Ana⸗ tomie Dr. Rüdinger in München zu Erbesbüdes⸗ heim bei Alzey geboren ist. F München, 22. Juni. Aus den Bergen kommt die Kunde, daß dortselbst in den letzien Tagen bedeutender Schneefall stattgefunden und ich derselbe bis herab in die Thalsenkung erstreckt habe. — Bedenklich krank liegt die Wittwe des Obermedizinalrathes Dr. v. Gudden darnieder, odaß man für ihr Leben fürchtet. f Die letzten Günstlinge des Königs Lud⸗ wig II. Die letzten Günstlinge des Königs wer— den bielfach verwechselt und mit Funktionen ausge- rüstet gedacht, die sie niemals ausgeübt. So macht nan aus dem Marstallfourier Hesselschwerdt einen Leibfriseur“ des Königs. Hesselschwerdt hat nun illerdings eine merkwürdige Karriere bei Hofe ge⸗ nacht und ist vom König zu Missionen verwendet worden, die an anderen Höfen den Staatsministern oder Diplomaten ersten Ranges zugetheilt werden, zum „Friseur“ hat er es aber nie gebracht. Seine letzte Mission sollte ihn bekanntlich nach Paris führen, sie ist nie ausgeführt worden, Hesselschwerdt Jat sich ihr rechtzeitig entzogen. Der seinerzeit be— rühmte „Leibfriseur“ des Königs hieß Hobe und erhielt in den letzten Monaten ebenfalls sehr wich⸗ iige Missionen, die sich sogar bis auf die Entdeck⸗ ung „neuer Minister“ erstreckten, bald aber fiel er in Ungnade, und der mehrerwähnte Chevaurleger Alfons Weber trat an die Oberfläche. Es ist reich