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Bestellungen auf den „St. Ingberter Anzeiger“ für die Monate August und September schmen noch fortwährend an; die Postanstalten, die hostboten, die Austräger und Die Expedition. Deutsches Reich. München, 23. Juli. Zur Ausführung des Peichsgesetzes vom 5. Mai d. J., betreffend die Unsall- und Krankenversicherung der in land- und sorstwirthschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen in Bayern, wird eine ziemlich umfangreiche landes— gesehliche Regelung erforderlich, welche sich auch auf eine entsprechende Abänderung der bayerischen Sozialgesetzgebung von 1865 zu erstrecken hat. Die Vorarbeiten zu dieser landesgesetzlichen Regel—⸗ ung, welche den nächsten Landtag beschäftigen wird, sind im kgl. Staatsministerium des Inneren bezw im kgl. Landesversicherungsamt bereits in Angriff enommen. Um aber den betheiligten Kreisen die delegenheit zu geben, etwaige Wünsche in Bezug auf die Organisationsformen zu äußern, wird die in Rede stehende Materie einen Berathungsgegen— dand für die Montag, 4. Oktober, hier statefindende Centralversammlung des landwirthschaftlichen Ver⸗ eins in Boyern bilden. Augsburg, 14. Juli. Se. k. k. Hoheit der Kronprinz des deutschen Reiches und von Preußen wird am 4. September hierher kommen, dem Besuche der Kreisausstellung einen Tag wid— men, andern Tages nach Lager Lechfeld und von n den Feldmanövern bei Babenhausen sich be⸗ geben. Auf dem Papier hat jetzt auch der Kongo⸗ staat seine Armee, in Wirklichkeit sieht es mit derselben aber sehr traurig aus. Ein Privatbrief uus Vanang vom 20. Juni gibt darüber eingehende Aufschlüsse. Es heißt darin: „Der freie Staat hat ein Kontingent von 500 Indiern und 8300 Kaffern erhalten, welche in die dewaffnete Macht eingereiht sind, aber selbst die Indier vertragey das Klima nicht. Diese Truppe zat seit zwei Monaten täglich zwei Mann durch en Tod verloren und täglich dreißig zum Dienst⸗ hun untaugliche Kranke. Als Arbeiter gedungen ierweigern sie es als Soldaten zu dienen. Am Tage, 43 man sie bewaffnen wollte, desertierten mehrere dfert. Diese Schwarzen haben eine so heillose jurcht vor dem Gewehr, daß man sie ständig durch haussas bewachen lassen muß. Das wird eine inderhare Armee abgeben!“ Ausland. Paris, 28. Juli. Sehr charakieristisch sind eaugenscheinlich vom Neide und von der Eifer⸗ ucht eingegebenen plumpen Schmähungen, weiche uus Anlaß des Scheiterns der deutschen nationalen, ut 1888 geplanten Ausstellung Herr Charlin im kbenement gegen die deutsche Industrie richtet: Nach dem Scheutern einer deutschen Aussteliung m dahre 1888, schreibt er, „an einer franzö üichen Aussteluund ein Jahr varzuf tbeilzunebmen Montag, 26. Juli 1886. 21. Jahrg. * wäre in der That für das deutsche Gewerbe de⸗) müthigend. Sich unfähig erklären, eine Ausstell· ung zu machen, anerkennen, daß eine solche von dem cusländischen Gewerbe, das sich auf die Pa⸗ riser Ausstellung vorbereitet, verachtet worden wäre, und dann jämmerlich zu uns kommen und uns einige untergeordnete Erzeugnisse vor⸗ führen: das hätte in der That nichts besonders Blanzvolles an sich gehabt. Wir begreifen also tehr gut die Enthaliung der Deutschen. Man wird ins aber erlauben, uns über sie nicht zu grämen; 1878 sind die deutschen Gewerbetreibenden daheiw zeblieben und die Millionen Besucher des Mars keldes haben ihre Abwesenheit gar nicht bemerkt 1889 wird es genau so sein und alle Welt wird hre Rechnung dabei finden. Unsere Gewerbetrei⸗ benden werden nicht den Aerger haben, denen zu hegegnen, die ihnen so schamlos ihre Fabrikmarken stehlen und die plumpen überrheinischen Waaren als französische Arbeit verkaufen, und die Deutschen werden nicht der Schande ausgesetzt sein, blos ihre schwerfälligen und entehrenden Nachahmungen aus⸗ ttellen zu können.“ London, 23. Juli. Die Königin schiffte sich mit dem Prinzen und der Prinzessin Batten berg und der Kaiserin Eugenie Nachmittags nach Cowes ein, um der Flottenrevue bei Portsmouth beizuwohnen. Der Eisenbahnzug, welcher die Ver⸗ trefer der Kolonien bei der Kolonialausstellung nach Portsmouthführte, um der Flottenrevue beizuwoh— nen, entgleiste bei der Portsmouther Schiffswerft. Mehrere Personen wurden verletzt. — Salisbury ist Nachmittags hier eingetroffen. London, 24. Juli. Die Commission zur Untersuchung der Ursachen des Rückganges des Handels sprach sich dahin aus, daß der Rückgang durch die großen Schwankungen in dem relativen Werthe von Gold und Silber noch verschlimmeri sei. Die Kommission empfiehlt demnächst die Frage wegen des Goldumloufs eingehend zu erwägen. Wie die „K. Ztg.“ aus Petersburg mel⸗ det, werden den großen Manövern bei Krasnojeselo preußischerseits der Generallieutenant v. Grol⸗ man von der 8. Division, der Major Graf Keller vom Generalstab und Prinz Salm heiwohnen. Grolman steht in Petersburger höheren Militärkreisen in guter Erinnerung, weil er den Kaukaususkämpfen beigewohnt hat. St. Petersburg, 23. Juli. Nach einer der „Pol. Corr.“ zugehenden Meldung ist das seit einigen Tagen in hiesigen politischen Kreisen um⸗ aufende Gerücht von angeblichen Vorschlägen der russischen Regierung bei den Mächten, welche eine ·ventuelle Occupation Bulgariens und eine auf die Türkei behufs Erwirkung einer Modification ihrer haltung in der bulgarischen Frage auszuübende ßresfion zum Gegenstande hätten, vollständig un⸗ begruͤndet. Es sei zwar nicht unmöglich, daß der⸗ arlige Demarchen in späterer Zukunft sich als noth⸗ wendig erweisen könnten (1)), bis jetzt aber haben dieselben weder stattgefunden, noch seien sie in nächster Zeit bevorstehend. — Bezüglich der Zu 'ammenkunft des Ministers des Aeußern, Herrn v. Biers, mit dem Fürsten Bismarck und dem Grafen Kalnoky sind noch keine bestimmten Ver⸗ abredungen getroffen; voraussichtlich wird jedod Herrn d. Giers den beiden genannten Staats männern zwangslose Besuche abstatten. Eokale und pfälzische Nachrichten. * St. Ingbert, 26. Juli. Der gestrige Sonntag war seiner angenehmen Witterung wegen für Vereine zur Abhaltung ihrer sommerlichen Ver— gnügungen prächtig geeignet und wurde denn auch von unseren hiesigen Vereinen wohl ausgenützt. Der „Turnverein'“ machte einen Ausflug nach Stuhlsatzerhäuschen. Die „Philharmonie“ hielt im Betzenthälchen eii Waldfest, wozu ein Theil der Bergkapelle engagiert war. Der „Knappenverein“ unserer preußischen Berg⸗ leute beging durch ein Konzert im Becker'schen Biergarten sein Stiftungsfest. Der „Jüng— lingsverein“ hatte am Abend im Ober— hauser'jchen Saale eine musikalissche Unter— haltung veranftaltet. S Laut Beschluß des Ausschusses hält der Bezirkslehrerverein Blieskastel ⸗St. Ingbert“ am nächsten Mittwoch, den 28. dieses Monats seine Jahresversammlung ab. Dieselbe findet im Garten⸗ saale der Frau Witwe König zu Blieskastel statt und nimmt um 2 Uhr nachmittags ihren Anfang. —* Das Trauergeläute für König Ludwig AL. ist gestern zu Ende gegangen. h. Blieskastel, 25. Juli. Wir wir aus sicherer Quelle vernehmen, kommt der Thierarz! Herr Otto Schröder von hier nach Langenkandel. R. Von der Blies, 24. Juli. Heute Mittag wollte die Frau des Maurers Georg Frei⸗ dinger von Wolfersheim ihrem in Breitfurt arbei⸗ tenden Manne das Mittagessen bringen und benützte, um nach letzterem Orte zu gelangen, die bei der Breitfurter Mühle über die Blies führende Ponton⸗ brücke. Beim Verlassen derselben fiel die Frau wahrscheinlich vom Landungsbrette aus in die Blies, aus welcher sie gegen 2 Uhr als Leiche gezogen wurde. Ob die Verunglückte ihren Essenkorb, der ihr vielleicht vom Kopfe fallen wollte, zu erhaschen suchte, oder infolge einer ungeschickten Bewegung pom Landungsbrette abglitt und hiedurch in das Wasser fiel, müssen wir dahin gestellt sein lassen; es ist aber anzunehmen, daß nur geringe Hilfe nötig gewesen wäre, um die Frau zu retten, da der Wasserstand an der betr. Uferstelle nur 1.30 w gegenwärtig beträgt. — Die von der „Pf. Pr.“ gebrachte Nach⸗ richt, daß Gerichtssekretär Hatzfeld auf die Stelle eines Polizeikommissars in Ludwigshafen verzichtet habe, wird von dort aus als jeder Begründung entbehrend bezeichnet. Vermischtes. F Aus Wadgassen wird der, Metzer Ztg.“ zemeldet: Der Rottenarbeiter Böchler aus Ueber— herrn erhielt dieser Tage zur Einreibung ein Me—⸗ dikament verschrieben; anstatt dieses jedoch nach Vorschrift äußerlich zu verwenden, nahm er das⸗ jelbe als Medizin ein und ist infolge dessen gestern gestorben. FStraßburg, 28. Jali. Den Kaiser— manövern werden verschiedene Fürsten beiwohnen und es werden schon jetzt die nothwendigen Quar⸗ tiere ausgewählt. Soviel bis jetzt verlautet, sol der Kaiser bei dem Staithalter, der Kronprinj beim Gouverneur Generallieutenant v. d. Burg Prinz Wilhelm bei dem mit der Führung des 15 Armeekorps betrauten Generallieutenant v. Heuduck der König von Sachsen bei dem Generaldirektor der Reichseisenbahnen, Wirklichen Geheimen Ober⸗ regdierunasrath Mebes. der Großherzog von Nad⸗