* J — —* 4 r J — 9 824 9 9 —4 4 * 37 43 9 — — — 4 —S * — — ——— — 2* —8E —838 —— — —— 3 — 28— —E hg F 4 —— *I—— —— —* —— * —? S Amtliches Organ des königl. Amtsgerichts St. Ingbert. der St⸗ Ingberter Auzeiger“ erscheint täglich mit Auznahme der Sonn⸗ und Feiertage. 2 mal wöochentlich mit Unterhaltungs · Vlau und Mittwochs und Samstags mit asirirtẽũ Beilagen. Das Blait kostet dierteljährlich 1. G60 einschließlich Tragerlohn; durch die Post bezoßen 1 75 ⸗, einschließlig 40 H Zuftellungsgebühr. Die Nrũuctungsgebühr fr die 4gespaltene Garmondzeile oder deren Raum betragt dei Inseraien aus der Pfalz 10 S, bei außerpfaͤlzischen und solchen auf welche die Erpedition Austunfi cribein. ix . Rekiamen 30 3. Vei Mmaliger Einrückung wird nur dreimalige berechnet. —Ijs0. Abonnements ur den Monat auf den bal wöchentlich erstheinenden „St. Ingberter Anzeiger“ tnnen bei allen Postexpeditionen, den Post⸗ hoten, bei den Umträgern und in unserer Erpedition bestellt werden. Inserate finden durch den „St. Ing— berter Anzeiger“ die weiteste Verbreitung. Deutsches Reich. Ems, 4. Juni. Der König von Sachsen ist nach beendigter Kur heute früh 6 Uhr 55 M. aber Köln nach Dresden abgereist. Berlin, 3. Juni. Nach der „Post“ wird es in England für wahrscheinlich gehalten, daß die Be— gegnung des Kaisers Wilhelm mit der dönigin von England auf der Insel Wight lanfindet. Gouverneur der Insel ist seit Januar brinz Heinrich von Battenberg. Zu der Nachricht, daß militärische Kreise es ‚aupfsächlichgewesen seien, welche denVersuch, machten, den König von Italien zum Besuche von Straßburg zu veranlassen, bemerkt die „Nat.Zig.“: der Verlauf der Angelegenheit hat dargethan, daß rwaige Versuche militärischer Kreise, einseitige Ent- ichlüsse von politischer Bedeutung herbeizuführen, auch unter Kaiser Wilhelm keine Aussicht auf Erfolg jaben. Es ist aber wünschenswert, daß solche Ver— juche überhaupt nicht erst gemacht werden, und Elsaß⸗Lothringen wäre allerdings das denkbar un⸗ Jeeignetste Feld dafür. Wie derschiedentlich berichtet wird, soll die letzte sSamoa-Conferenz am Samstag vor Pfing- ten statifinden. Dem „Berl. Tgbl.“ wird aus Madrid gemeldet ꝛer frühere Botschafter in Berlin, Graf Beno mar, oeroffentlicht in der „Epoca“ einen Brief, worin et erllürt, er habe 7 Monate lang gegen die An— griffe, daß er von amtlichen Actenstücken widerrecht⸗ achen Gebrauch gemacht habe, geschwiegen. Da diese Angriffe aber das erlaubte Maß überschritten, werde er Documente veröffentlichen, welche die Un— wahrheit dieser Behauptungen darthäten. Der „Voss. Ztg.“ wird aus Washington be⸗ achtet, der Bürgerkrieg auf Haiti sei durch die Wdankung des Präsidenten Legitime beendigt. Berlin, 3. Juni. Der Reichskanzler gedenkt ich Ende der Woche von Schönhausen nach Varzin, uicht, wie anderseits gemeldet wurde, nach Friedrichs⸗ uh zu begeben. Staatsminister v. Bötticher hat vom Groß⸗ eczog von Hessen das Großkreuz des Ludwig—⸗ Itdens erhalten. Elbing, 4. Juni. Dem Vernehmen nach wird der Kaiser drei Tage in Pröckelwitz bleiben, dann die geneigte Ebene bei Buchwalde (ober- iandischen Canai) besichtigen und hierauf sich zu über Preußisch-Holland nach Schlobitten geben. Ausland. Bern, 3. Juni. De Bundesversamm— ist heute zusammengetreten. In der Eröff— nangsrede rät der Präsident Ruffy im Nationalrat Mittwoch, 5. Juni 1889. 27. Jahrg. hon der Agitation gegen das Referendum ab, na- mentlich rücssichtlich der Notwendigkeit vollständiger Finigkeit. Zum Prasidenten des Nationalrats wurde Suter-St. Gallen (Centrum) gewählt, zum Vice- oräasidenten Häberlin⸗Thurgau (radikal.) Brüssel, 3. Juni. Alle liberalen Vereine richten Massenpetitionen an den König, um im Interesse der Ehre der belgischen Nation die Ent⸗ lassung des Ministeriums Beernaert zu begehren. Brüssel, 4. Juni. In der verflossenen Nacht 'anden neuerlich regierungsfeindliche Kund geb— ungen statt; 5000 Personen durchzogen die Straßen mit den Rufen: Nieder mit den Pfaffen! Nieder mit dem Lochspitzel Ministerium! Starke Abtheilungen der Polizei besetzten die Zugänge zu den Ministerien. Paris, 3. Juni. Gestern Abend fand im Fircus die alljährlich wiederkehrende Versammlung ind Verteilung von Preisen der „Gesellschaft zur Frmunterung zum Guten“ unter Vorsitzz von Jules Simon statt. Die große Ehrenmedaille wurde dem Daiser und der Kaiserin von Rußland aus Anerkennung des bei der Katastrophe von Borki bewiesenen Mutes verliehen. Die Ankündig⸗ ung dieser Verleihung wurde von der Versammlung lebhaft beklatscht. Paris, 4. Juni. Bei dem ihm zu Ehren deranstalteten Banket in Calais, sagte Carnot, nachdem er die Hafenarbeiten hervorgehoben: „Die Republik hat Recht, auf solche Resultate stolz zu ein. Die Uaglückspropheten, welche die republi— anische Regierung anklagen, das Vermögen des Staates verschleudert zu haben, werden nicht ver- zindern, daß der Hafen von Calais eines der Zleinode unseres maritimen Besitzthums sein wird.“ London, 3. Juni. Unterhaus. Balfour »eantragt die erste Lesung der Bill zur Anlage von Eisenbahnen in Irland, für deren Bau die Regier⸗ ung 600,000 Pfuud ausgesetzt. In erster Lesung wird die Eisenbahnbill einstimmig angenommen. London, 4. Juni. Das Unterhaus nahm in zweiter Lesung die Bill betreffs Errichtung eines Ackerbauministeriums an. Der Vorsitzende ist ver⸗ antwortlicher Minister im Parlament. Wien, 3. Juni. Der paädpstliche Delegat dorenz Selli ward gestern vom Grafen Kalnoky empfangen, heute Mittag hat derselbe eine Audienz beim Kaiser und der Kaiserin, er Überreicht heiden eigenhändige Briefe des Papstes. Pest, 3. Juni. Abgeordnetenhaus. In der Appropriationsdebatte des Finanzgesetzes don 1889 kritisierte die äußerste Linke die fünfzehn— ährige Wirksamkeit Tisz a's höchst abfällig und zeantragte die Ablehnung des Budgets. Tisza vies die oppositionellen Vorwürfe zurück, nament⸗ iich, daß sich in den wirtschaftlichen Verhältnissen zu Oesterreich nichts gebessert habe. Betreffs der Fivilehe erklärte Tisza, dieselbe werde geschaffen verden, er wünsche bei der Wahl der Modalitäten und des Zeitpunktes alles zu vermeiden, was Zwie⸗ kracht unter den friedlich lebenden Confessionen des Landes stiften könnte. Die Regierung dürfte große Principien nicht zu einer Zeit zur Loͤsung bringen, wo sie, die herrschende Strömung kennend, eine Niederlage befürchten müßte. Tisza beruft sich auf das Urteil der großen Mehrheit des Landes. Er erwarte, das künftige Urteil über seine Thätigkeif verde dieselbe als eine solche rechtfertigen, welch vem Vaierlande und der Nation zum Wohle ge— eichte. In dieser Thätigkeit sei jene Aufgabe die schwierigste und kummervollste, die er in der letzten Zeit erfülle, nämlich den Parlamentarismus gegen die innere Gährung zu schützen. Pest, 4. Juni. Bei dem gestrigen Banket )er liberalen Partei zu Ehren Tisza's war der Ministerprasident Gegenstand begeisterter Ovationen. Der Parteipräsident Baron Podmanitzki, Jokay, Esernatony, Dedovics, dieser namens der kroatischen Abgeordneten, brachten Trinksprüche auf Tisza aus. velcher in seinem Trinkspruche auf die liberale Pariei erklärte, diejenigen täuschten sich, welche zlaubten, zur Machi zu gelangen, wenn sie einen Mann entfernt haben. Umsturz ˖ Tendenzen, welche unter dem Deckmantel des Radikalismus die Re— action einschmuggeln möchten, um später mit der Reaction für den Radicalismus und die Störung der Ordnung sich zu verbinden, würden, so lange die liberale Partei bestehe, nie zur Macht gelangen. Budapest, 3. Juni. Aus zuverlässiger Quelle erfährt die, Allgemeine Reichs ⸗Korrespondenz“, daß Kaiser Franz Josef anfangs August nach der Reise des Kaisers Wilhelm nach London den Gegenbesuch in Berlin abstatten wird. Kaiser Franz Josef wird bei dieser Gelegenheit Kaiser Wilhelm einladen, an den Herbstmandvern in Mähren teilzunehmey; man erwartet die Zusage daiser Wilhelms zu dieser Einladung. Die Monarchen »ürften im Schlosse des Grafen Kalnochy, Lettowitz, Quartier nehmen; nach dem Manöver werden die neiden Kaiser die Herbstjagden in Steiermark ab⸗ zjalten. Die Kaiserin wird im Juli ein holländisches Zeebad aufsuchen. Konstantinopel, 4. Juni. König Milan ceiste nach Belgrad ab. Rom, 4. Juni. Nach umlaufenden Gerüchten wird die Verlobung des Prin zen von Neapel nit der jüngsten Schwester des deutschen Kaisers ernstlich ventilirt LRokale und pfälc sche Nachrichten. * St. Ingbert, 5. Juni. Morgen Vor⸗ nittag 29 Uhr werden die H.H. Lehrer und Schulverweser des Bezirks St. Ingbert — Blieskastel m Grewenig'schen Saale dahier zur allgemei— nen Conferenz zusammentreten. Die frühere Nachricht, daß die Conferenz am 18. djss. statt- inde, beruht auf Irrtum. In der morgigen Ver— ammlung sind zu Vorträgen bestimmt; 1. Was ann die Schule zur Weckung und Pflege des Sinnes für Ordnung, Reinlichkeit und Wohlan⸗ tändigkeit bei den Schülern thun? Referent hier⸗ iber ist Hr. Lehrer Leibrock-Schnappach, Correferent Hr. Lehrer Schmelzer⸗St. Ingbert. 2. Lehrprobe — schriftlich auszuarbeiten und mit Kindern uuszuführen: Schmetterling (Repräsentant der dohlweißling). Das Referat hierüber hat Hr. dehrer Stein⸗Lautzkirchen. * St. Ingbert, 5. Juni. Auf dem heu⸗ tigen Wochenmarkte wurden neue Kirschen, das Pfund um 50 bis 60 Pf. verkauft. * Sit. Ingbert, 5. Juni. Von der Direktion der pfälzischen Bahnen ist dem Vernehmen nach auch vieder angeordnet worden, daß die am kommenden Samstag gelösten Retourbillets bis zum Dienstag Biltigkeit haben. * Weich großen Einfluß die verschiedenen Ga s⸗ brenner auf die Kosten der Beleuchtung haben, rörterte unlängst Dr. Polis zu Aachen in ꝛeiner Sitzung des naturwissenschaftlichen Vereins. Rach dessen Ausführungen wird bei einem Gas⸗ reise von 20 Pf. für das Kubikmeter die Be— euchtung mit Gasflammen von 16kerziger Licht—