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Jahrg. —F Deutsches Reich Muͤnchen, 8. März. Die heutige Vormit⸗ agssitzung des Finanzausschufses wurde auf Intrag Daller's vertagt unter großer Erregung über ie vor der Wohnung des Zentrumführers Orterer in der letzten Nacht von mehreren hundert Studen⸗ en der Kunstakademie ausgeführten tumultudsen Demonstrationen aus Entrüstung über die Ablehn⸗ ing mehrerer Etatsforderungen für die Kunsipflege zuich die Zentrumspartei. Minister v. Crails⸗ zJeim gad die Erklärung, die Regierung habe das Ndtige angeordnet, um eine Wiederholung dieser Scenen zu verhüten. München, 8. März. Von einem hervor⸗ agenden Mitglied der Rechten der Kammer der Ab—⸗ geordneten wird versichert, die zu gewärtigende Frklärung der Bischöfe werde sicher eine Brücke zum Rückzug Dr. Dalliers und Genossen bilden. Der „Frkf. Zeitung“ wird folgendes aus München depeschirt: Das Episkopat ist wegen Lösung der Altkatholikenfrage mit der Regierung in Verbindung getreten. Die erste Kundgebung der Bischöfe bringt die Lösung noch nicht. Weitere berhandlungen sind noch nothwendig. Ein Aus—⸗ gleich ist keineswegs unwahrscheinlich. — Bayern laͤßt sich auf der Arbeiterschutzkoönferenz durch seine Bevollmächtigten zum Bundesrath dertreten. Bochum, 8. März. Die Vertreter sämtlicher Zahlstellen des BergarbeiterVerbandes odeschlossen, das bisherige Zwickauer Verbandsorgan abzuschaffen und ein in demselben Tone gehaltenes lür den hiesigen Bezirk drucken zu lassen. Dieselben beguftragten den Vorstand, einen allgemeinen deut— schen Bergarbeitertag, wenn dies gesctzlich zulässig, borzubereiten. Ferner nahmen die Vertreter einen Antrag auf Enteignung der Bergwerke der bisherigen Besitzer und Verwandlung in genossenschaftliche Be— triebe durch die Arbeiter, Beamten und Leiter der Bergwerle an. Berlin, 8. Marz. Ueber die angekün digten Pehrforderungen für Militarzwede chreibt die „Liberale Korrespondenz. Wie von anscheinend unterrichteter Seite verlautet, würden nicht weniger als 60 Batterien Feldar- illerie, abgeseher? don den erforderlichen Pionier⸗ und Traintruppen, verlangt werden. Berlin, 8. Marz. In einem Leitartikel dert die „Nationalzeitung die Erneuerung und ẽeͤꝛrweiterung der Organisation der national⸗ liberalen Parten und das Aufgeben des Kartellgedaptens, um für künftige, vielleicht nohe Kämofe besser gerüstet zu sein. Auslaud. Paris, 8. März. Gestern Abend hatten die Boutangisten für ihre Genossen, die trotz der —— ihrer Mandate durch' die ammer wiedergewählt waren, einen Ehrenpunsch veranstaltet. Von den dielen Brandreden sei nur die des durchgefallenen Interpellanten Laur er—⸗ 3 Dem Unfinn, den Herr Laur bereits in “r ammer vorgetragen, fügte er die für ihn und 3 enSichtung, wie jür seine sozialdemokratischen en in Deutschland, auf die er sich neuuch ef, gleich kennzeichnenden Sätze hinzu „Hier ich aussprechen, was ich in der Kammer nicht * Deuischtand ist von den Sozialisten unter⸗ n Nun erstreben aber die Sozialisten die Er⸗ 9 ae Republik in Deutschland. Sie sind —*8 z unsere Verbundeten, aber fie konnten itarbeiter an der Rache bezeichnet werden. Der. Minister des Aeußern hatte daher die Pflicht, die Partei der Sozialdemokraten zu ergreifen, ge⸗ heime Geldbestände einzurichten zur Unterstützung der Ausstände in Deutschland und zur Erregung neuer.“ Paris, 8. März. Der Nachricht des „XIX Siecie“ gegenüber erklärt die „Agentur Hasas“, die amtlichen Depeschen enthielten keinerlei dinweis, der die Mitteilung von der Anwesenheit ines deutschen Offiziers bei den Truppen »es Königs von Dahome rechtffertigt. Lokale und pfälzische Nachrichten. * Si. Ingbert, 10. Maärz. Em schwerer Ungläcksfall ereignete fich in der Nacht von Samstag auf Sonntag in der hiesigen Kohlengrube. durch verspätete Explosion einer Schußladung er—⸗ jielten die Bergleute Christian und Johann Grund uus Hassel, ersterer eine sehr schwere, letzterer nur eichtere Verletzungen. Christian Grund erlitt einen omplizirten Schädelbruch, sodaß das Gehirn blos selegt ist. An dem Aufkommen des allgemein Be⸗— hauerten wird gezweifelt. Die Explosion soll, wie nan sagt, in dem Augenblick erfolgt sein, als einer der Verunglückten die Schußladung nachsehen wollte, aielleicht auch daran herumhanticte. Solche Fälle nahnen gewiß alle Bergleute zur größten Vorsicht zei ihrer ohnehin schwierigen Arbeit. * Die offizielle Gewinnliste der Giesinger Ziehung vom 6. März l. J. liegt in der xẽWpedition des „St. Ingberter Anzeiger“ ur Einsicht offen. Der erste Hauptgewinn von 20 000 Mk. fiel auf Nr. 49339, der zweite von 3000 Mk. auf Nr. 44041. * St. Ingbert, 10. März. Das Fest⸗ nahl im Hotel zur Post dahier, zur Feier des Beburtstages Sr. K. H. des Prinzregenten, findet nicht, wie angegeben, am Dienstag sondern über- norgen, Mittwoch Nachmittag 6 Uhr ftatt. * St. Ingbert, 10. März. Das letzten Samstag im Cafe Becker hier veranstaltete Karl⸗ schulz-Konzert hatte leider den Be— uch nicht gefunden, welchen es bei der refflichen Ausführung verdient hätte. Mit einem angenehmen, sehr umfangreichen Stimmorgan be⸗ zabt, weckte Herr Karlschulz schon mit seinem ersten Besangsstück, Liebeslied aus der Walküre, das Ent⸗ zücken der Hörer. Nicht minder ausgezeichnet find die Vorträge desselben. Mit staunenswerter Modu⸗ lation der Stimme führt er die Reuter'schen Ge⸗ stalten vor, daben in solch deutlicher Aussprache, daß auch der Süddeutsche mit vollem Verständniß die plattdeutschen Verse erfassen kann. Als Neuheit auf dem Programm nennen wir besonders die humoreste „der Handschuh“, welche nicht nur durch hre Zusammensetzzung sondern auch durch die eigenartige musikalische Beigabe überrascht. Frl. Petrowska, welche den musikalischen Theil des Zonzerts übernommen hatte, erwies sich als Vir⸗ uosin auf dem Klavier, in der Begleitung des Hesanges wie in den Einzelvorträgen. An Bei— all ließen es die Zuhörer nicht fehlen. Wie schon ausgesprochen, war die Zahl der letzteren leider unicht groß. Herr Karlschulz beabsichtigt heute über icht Tage ein zweites Konzert hier zu geben, wozu vn ihm allen Erfolg wünschen. — Der Ausschuß des pfälzischen-⸗Haupt-— pereins der Lutherstiftung bewilligte: Im Jahre 1888 an zwei Pfarrerswittiwen und 48 Lehrerswitiwen Unterstützungen im ganzen 1890 Mk., an Einzelgaben von 30—-60 Mk. Im Jahre 1889 an drei Pfarrerswittwen, sowie an 55 Lehrer und Lehrerswitiwen Erziehungsbeiträge im ganzen 2200 Mtk., an Einzelgaben von 30—–60 Mtk. — Zweibrücken. Die demnächst beginnende 5chwurgerichtsperiode pro 1. Quartal 890 verspricht von kurzer Dauer zu werden, da nis jetzt nur drei Fälle vorliegen. — Kaiserslautera. Die ‚Pf. Vzt.“ rfährt daß der frühece Bürgermeister, Herr Karl dohle sich an das kaiserliche Reichsamt des Inneru Jsewendet und Mittheilung au hoher Stelle ge⸗ nacht hat, daß er glaube, ein Mittel und richtige Methode gefunden zu haben zur Vertilgung der Reblaus. Wahrscheinlich dürfte gen. hohe Stelle der Mittheilung näher treten und es sich dann ergeben, ob fragliches Mittel zur Bekämpfung dieses so sehr schädlichen Insekts genügeoder nicht. — Pirmasens, 8. März. Ein Fall von Bergiftung, der vor ungefähr 14 Tagen hier vorgekommen, wird jetzt allgemein besprochen. Die „Pirm. Zig.“ schreibt hierzu: Herr Photograph Heine, der unverheirathet ist, läßt sich das Mittag⸗ ssen von der Monatsfrau aus einem Restaurant holen. An jenem Tage hatte er nun Nudeln mit graten ꝛc. erhalten. Nachdem Herr Heine gegessen, tellte er das Uebriggebliebene bei Seite, wobei er ein Stück Brod auf die Nudeln legte und das Befaß zudeckte. Beim Kaffeetrinken um halb 4 Uhr hatte dieses Stück Brod einen sonder— haren Geschmack, so daß der Bissen nicht verschluckt wurde. Zum Abendessen sollten nun die Nudeln zgenossen werden. Beim Berühren derselben ver⸗ jreiteten diese einen derartigen Geruch, daß Herr Zeine sofort herausfand, daß das Essen mit Chan⸗ ali vergiftet wat. Andern Morgens wark dann Hherr Heine versuchaweisc den Hühnern die Nudeln jor, woran dieselben nach Verschlucken sofort gelaͤhmt wurden und verendeten. Herr Heine machte hier⸗ nuf der Behörde von dem Vorfall Anzeige und nach gepflogener Untersuchung wurde der Lehrling 3. des Herr Heine verhaftet und in Untersuchung ibgefühet. G., der anfangs leugnete, gestand paͤter ein, daß er allerdings einen Teller geputzt jatte und hiezu Cyankali verwendet habe. Nun oll er aber die That theilweise eingestanden haben, o daß er nach Zmeibrücken in Untersuchungshaft erbracht wurde. Den Nudeln war eine Quantität Fyankali von ungefähr 30 Gramm beigemischt, velches gereicht hätte, eine ganze Familie zu ver⸗ giften. — Zur Durchführung von Flurbereinig— aAngen, Anlagen zu Feldwegen u. s. w. befindet ich zur Zeit Herr Assessor Windstoßer in Landau Die Verhandluͤngen in Edesheim, Bornheim, Impf⸗ ingen und Ilbesheim, woselbst umfassendere Pro— elie der genannten Art in Aussicht genommen ind, haben zu günstigen Ergebnissen geführ.. — — Lambrecht, 8. Mätz. An den hiesigen Tuchfabriken wurde heute folgende Be— anntmachung angeschlagen: „Die über die d. Bottzon g'ssche Fabrik verhängte Sperre wurde nicht aufgehoben, eine große Anzahl Arbeiter der inderen Fabriken hat sich in diesem Zwangsver⸗ ahren soldarisch erllärt, und es werden deshalb zie Tuchfabriken Lambrecht gemäß der Kündigung om 22. Febrnar heute geschlossen. Dem Fabri—⸗ anten⸗Verein sind auswärts 300 Webstühle zur genützung angeboten, eben so in reichlich m Maaß Spinnerei und Appretur. Die Fabrikanten machen »s gerade so wie die Arbeiter, welche abgereist sind; Beide arbeiten auswärts und Lambrecht hat den Schaden. Zur Abwendung dieses Schadens machen —