uetrau und die Tochter des Brachwitßz find verhaftel
mdorden, da sie verdächtig sind, diese scheußliche Thal
basplübracht zu haben, um das kleine Vermögen
dines Auszüglers früher zu erhalten. Bei der Ver⸗
dirsftung versuchte eine dieser Frauen sich zu er⸗
en ranken, sie wurde jedoch rechtzeitig gerettet.
den NRordhausen, 19. Jan. Der Maler
diezarl Reimann, eine prächtige Mannererscheinun
denvn 27 Jahren, führte, wie schon so oft Ine⸗
swi estern Abend in der Turnhalle die Riesenwelle mi
em sogenannten „Todessprung“ aus, blieb aber
jornit den Füßen am Reck hängen, stürzte jählings herab
ißtrach das Genick und war nach fünf Minuten todt
Vhestern vor einem Jahre hat er sich decheirathei
ner Hochzeitstag wurde sein Todestag, ein, Todten⸗
prung sein Ende. Reimann war ein vorzůglicher
enurner, 23 Diplome für turnerische Leistungen sind
ereihm im Laufe der Zeit geworden.
chu Eine Rabenmutter.) In Dinslaken
cthei Wesel ist eine Frauensperson zur Haft gebracht
en X ne uneheliches Töchter⸗
ennhen mitte attengift, das si inde in?
— — wy sie dem Kinde in Bon⸗
Hamburg, 21 Jan. 6 Uhr s*
— die näheren Umstände beim 8
weindrin erführt man Folgendes: Bis 113 Uhr
Inar die Nacht hell, dann stellte sich dichter Nebel
in der die Cimbria veranlaßte, nur mit halber
graft zu fahren. Bei Eintritt der Katastrophe, 2
uhr 10 Min. befand sich der Capitän und der
se Offizier auf der Commandobrücke. Man hörte
— das Nebelhorn eines anderen Dampfers
b dann ein grünes Licht und im nächsten Auhen⸗
anus fuhr der kleine Huller Dampfer „Sultau“ in
mien vatbond der intran Dog iegt. sich s
aort Steuerbord über. Die „Cimbria“ war bg
IJ Schiff von 6150 Cubikmeter —
hatte 402 Passagiere an Bord und ach
Newyort bestimmt. Seine Besatzung bestand aus
8 Ireee 6 Monaten ist das der
otalverlust der e ikanis
— * Amerikanisch Packet⸗
ar Hamburg, 21. Jan. 7 Uhr 8 Mi
bende Nach Aussage eines der We Diheem
endet „Cimbria“ war das Wetter in der Nacht
aunder Collision bis 134 Uhr hell, alsdann —8
guein, welcher immer dichter urde Bis 1*
oh arbeitete die Maschine der Cimbria⸗ mit r
en Kraft weiter, bis 2 Uhr nur mit halber uie
ꝑt an noch langsamer. Etwa um 2 Uhr de
me —E anderen Dampfers gehoͤri
aschine der „Cimbria“ s stoppt
enn wurd.. Das grüne Licht —
un Folge des starken Nebels erst *
n du t gesehen, als der
—* ere Iur ned gö Fuß von der „Cimbria“
en ar. Die, imbria“ wurde
vre getroffen und sank alsbald nach ——
—8 Am anderen Nachmittag 2 Uhr w *
den Boot von der „Theta“ aufgenommen
zn 6 Uhr Abends in Cuxhaven cintraf w
amen der beim Weserleuchtthurm Gelandei— F
und e bekannt. tten sind
Hamburg, 21.3 i
gd d
so schwer beschädigt, daß es sofori klar war win
r in kürzester Zeit sinken würde. Es wu de —
halb von Seiten der Offici de
en ciere Alles gethan, was
gon e onnte, um die an Bord befindlichen
Ade uir —5 Schwimmgürtel wurden
— 7 efeh gegeben, die Böte ins
uJ zu bringen, was leider bei dem si
r auf, die Seite legenden Sa
—8 re re wierin war; auf der anderen
ee en bald als eine Unmöglichkeit
der zweite Offizier noch mi
hauen der Banke an Deck beschäfti —28
e e eck beschäftigt war, um mög⸗
uc iel treibendes Holz zu verscha
chiff unter ihm weg; er an
— — erfaßte eine Spiere, als
e e im Wasser Treibende an derselb
ammerten, ließ er los und schwa rn
zu, welches von der „Theta“ e
wet „Theta“ aufgenommen wurde
übernahm dessen Führung bi
—— hrung bis Cuxhaven.
—— zn Mann sind durch das S hiff
nnant gerettet und am Weserleuchtthurm an⸗
fHamburg, 21. J i
21. Jan. Die
ee de von heute Abend nge
ee an Bord des „Sultan“ war,
—*8 — Mannschaft verweigert jed⸗
* b“3 er die Collision ihres Schiffes mit
Nsenen n g Capitän machte offizielle
ritischen Consul, worüber jedoch
nichts zu erfahren ist. Der Schadeen des „Sul⸗
tanz“ besteht in einem großen Loch im Bug, 7
Fuß über der Wasserlinie.
FCGUnnatürlicher Kindersegen.) Eine
Frau io Rosfarschewo gebar, wie die „Pos. Zig.“
meldet, in dem einen Jahre 1882 sechs Kinder
Drei nämlich zwei Knaben und ein Mädchen im
Februar v. Is und am Schlusse des verflosscnen
Jahres drei muntere Mädchen. Die ersten drei sind
nicht mehr am Leben; die letzten Drillinge erfreuen
iich indeß bis jetzt des besten Wohl seins.
4 Von der Enwphosphorung des Eisens hat
nach einer Angabe, die wir einer englischen Fach—
ichrift entnehmen, bis jetzt Teutschland den schnell-
ten und umfasse ndsten Nutzen gezogen. Während
rämlich im garzen in Europa 833 Anstalten zur Her—
tellung reinen Stahls aus phosphorhaltigem Eisen⸗
rz vorhanden sind, entfallen von dieser Anzahl aui
Deutschland allein 22. Ferner: das Produktions-
suantum pro Oktober 1882 sämtlicher, basischen
Stahl produzierenden Werke unseres Erdtheils be⸗
äuft sich auf 47,239 Tonnen, davon kommen auf
die deutschen Werke nicht weniger als 25,588 Tonnen,
also weit über die Hälfte der europäischen Produktion.
Die Vortheile, die Deutschland, damit auf dem
Weltmarkte erhält, sind von um so größerer Be—
deutung, als gerade unsere Erze bisher die am
neisten mit Schlacken durchsetzten und für die
Stahlbereitung deshalb untauglichsten waren. Wenn
rotz dieser nalürlichen Schwierigkeiten die deutsche
Fisenproduktion immer schon eine Achtung gebietende
Stelle in der Welt eingenommen hat, so wird sich
zie progressive Besserung dieses Zustaudes alsbald
'n verstärktem Maße zeigen, nachdem sie bereits in
den beiden letzten Jahren deutlich wahrzunehmen war
F Die neuen Reichskassenscheine zu
‚wanzig Mark und zu fünf Mark sollen demnächst
zur Ausgabe gelangen, wie die Reichs-Schulden⸗
herwaltung im Reichsanzeiger nunmehr zur öffent⸗
ichen Kenntniß bringt. Nachstehend eine eingehendere
Beschreibung der neuen Werthzeichen: Die neuen
Scheine sind ebenso wie die bereits ausgegebenen
Fünfzigmarkscheine auf Hanfpapier hergestellt, welches
mit senkrechten Rippen versehen ist und an einem
der Ränder einen mit dunkelblauen Pflanzenfasern
durchsetzten, besonders auf der Rückseite deutlich er—
fennbaren, bläulichen Streifen entlhält. Die
Zwanzigmarkscheine sind 9 Centimeter hoch und 14
Fentimeter breit. Der Kupferstich ist grünschwarz
Ddie Schauseite zeigt das deutsche Reichswappen,
umgeben von Früchten und Blättern, welche von
sKnaben getragen werden. Die Fünfmarkschein⸗
sind 8 Centimeter hoch und 12,5 Centimeter breit.
Der Kupferstichdruck ist blauschwarz. Rechts von
der in der Mitte angebrachten Inschrift tritt aus
dem Rahmen ein geharnischter Ritter heraus, welcher
mit seinem halb ausgestreckten, rechten Arm ein
zweihaändiges, auf der Schulter ruhendes Schwert
tützt. Die linke Hand hält einen Schild mit dem
Reichzswappen. Beide Scheine tragen, außer der
Strafandrohung und der Inschrift „Reichskassen⸗
chein“, auf der Schauseite die Worte: Gesetz vom
30. April 1874 Zwanzig (resp. Fünf) Mark.
Berlin, 10. Januar 1882, auf der Rückseite die
Werthbezeichnung in Buchstaben und Worten in
rother Farbe aufgedruckt.
4 Zahnbildung — in der Nasenhöhle. In der
Deuischen med. W. wird von Dr. M. Schäfer die
folgende Beobachtung mitgetheilt: „Herr Sch., 86
Jahre alt, klagte schon seit längerer Zeit, einc
eichte Verstopfung der linken Nasenhälfte zu haben.
Seit vierzehn Tagen fühle er in derselben mit dem
Finger einen harfen Körper, der bei der Berührung
)erschwände. Die rhinostopische Untersuchung er—
Job *a Cim. vom Naseneingange beginnend einer
vorn spitzen, nach rüchwärts sich verdickenden glatten,
meistens rundlichen elfenbeinharten Körper, welcher
iich mit der Sonde aufrichten ließ. zwischem Sep—
um und unterer Muschel. Die Entfernung seiner
Ansatzstelle vom Nasenringe betrug ungefähr 2/
Fimtt. Mit einer Pincette ließ sich der Fremd⸗
körper nicht entfernen, er war zu glatt. Verfasser
führte nun eine Schlinge hinter eine kleine Auf—
reibung in der Mitte des Fremdkörpers und ent⸗
ernte mit leichter Mühe einen vollständig ausge
hbildeten Zahn von der Form eines Echzahns.“
Gariser Ressourcen. Ein Fürst,
hon dem man weiß, daß er sein Vermögen bis
auf den letzten Sou durchgebracht, lebt gleichwohl
höchst luxuriös in der französischen Hauptstadt. „Sit
ind also wieder zu Vermögen gelangt, Fürst?“
ragte ihn jüngst ein Freund. „Nein; warum ver—
nuthen Sie das?“ „Nun, Ihr Haus, Ihre Wagen,
Ihr Lurus — — — —.“ „aAch ja, ich habe
Mittel gefunden, mir ein hübsches Einkommen zu
verschaffen.“ „Und diese Mittel sind?“ „Wenn
irgend ein Dummkopf seine Stellung in der Ge—
sellschaft zu etabliren wünscht, so leihe ich mir 53000
Francs von ihm aus.“ „Und was geben Sie ihm
dafür?“ „Ich erlaube ihm, mir öffentlich auf die
Schulter zu klopfen.“
(Das Herz einer Katze.) Man sagt
immer, daß Katzen undankbar seien und kein Herz
hätten. Als Gegenftück berichtet ein französisches
Blatt Folgendes: Pousy, die Lieblingskatze von
Louis Blanc, welche jeden Abend ihren Herrn an
der Treppe erwartete, wenn er von der Kammer
zurückkehrte, starb aus Gram über den Tod desselben
zwei Tage nach ihm. Sie nahm weder Speise
noch Trank zu sich, bis der Hunger sie toͤdtete.
F Nach den neuesten verbürgten Nachrichten be⸗
trägt die Zahl der bei dem Circusbrande in Ber—⸗
ditsscheff Umgekommenen nicht 285, sondern 700,
darunter 420 Juden. Die übrigen Verunglückten
waren Russen, Polen und einige Deutsche. Beim
Ausgraben aus dem Schutte war der Kopf fast
eines jeden Leichnams vollständig verkohlt, die übrigen
Körpertheile schrecklich verstümmelt. Die Leichen
konnten nur noch an den Kleidungsstücken und Werth-
gegenständen erkannt werden. Alles ist in Trauer
bersetzt. Der Jammer ist schrecklich. Der größte
Theil der Verunglückten gehört der ärmeren Volks—
klasse an. Ein Comits hat sich konstituirt, das Geld⸗
sammlungen zu Gunsten der hinterbliebenen Waisen
und Wittwen der Opfer des Brandes sammelt.
F Alle Theetrinker dürfte die Nachricht
interessiren, daß gegenwärtig von Calcutta nach London
eine mit diesem aromatischen Kraut befrachtete Flotte
von elf Fahrzeugen, darunter allein zehn Dampfer,
unterwegs ist, welche insgesammt nahezu an fünf
Millionen Pfund geladen haben. Die maritime
Theezufuhr des vorigen Jahres betrug dagegen nur
3.,202,040 Pfd.
f Ganz Milwaukee ist in Aufregung
über die Verhaftung des Mannes, welcher angeb⸗
lich das große Hotel “Newhall⸗House“ in Brand
zesteckt und somit einen so furchtbaren Verlust an
Menschenleben verursacht hat.. Sein Name ist
Georg Scheller (ein Deutscher), und er war der
Pächter des Restaurants des Hotels. Er war tief
verschuldet. Der erwartete Empfang des Versicher⸗
ungsgeldes ist, wie man glaubt, das Motiv für
das Verbrechen gewesen. Scheller sitzt im Gefäng⸗
nisse unter starker Bewachung, da Drohungen, ihn
zu lynchen, ausgestoßen worden sind.
GAmerikanische Sonntagsfeier.)
In New-York hat man das Sonntagsgesetz in seiner
bosllen Strenge wieder eingeführt, so daß alles Ver⸗
kaufen von Zeitungen oder irgend welchen Gegen—
ständen, alles Fahren von Omnibussen, Eisenbahnen
oder anderen Fuhrwerken, alles Fischen und Jagen ꝛc.
mit einer Strafe von 1 bis 5 Doll. oder mit
Befängnißstrafe bis 5 Tagen oder mit beidem
belegt wird.
F Nur woenige Leute haben eine richtige Idee
von den Fortschritte amerikanischen Na—
tionalreichsthums. Der Zensus zeigt, daß die Zahl
der Ackerbauer von 5,922,471 im Jahre 1870,
auf 10,710,000 im Jahre 1880 gestiegen war.
Im Jahre 1870 zählte man 2,707,421 Fabrikanten,
im Jahre 1880 5,250,000. Die Löhne in den
industriellen Etablissements stiegen von 378,878,966
Doslars in 1860 auf 1,500,000,000 Dollars in
1880. Im Jahre 1800 wurde der National⸗
reichthum Englands auf 9000 Mill. Dollars ge⸗
schätzt, während derjenige der Ver. Staaten wenig
uüber 1000 Mill. Dollars betrug. Im Jahre 1880
waren die Ziffern folgende: Großbritannien 44,000
Mill. Dollars; Ver. Staaten 55,600 Mill. Doll.
Die Ver. Staaten sind die reichste und prospe⸗
rirendste Nation der Welt, mit Hilfsquellen, deren
Ausdehnung unberechenbar ist.
F Ueber die Urheimath der Kartoffel sind neuer⸗
dings interessante Einzelheiten bekannt geworden.
In der letzten Sitzung der kalifornischen Akademie
der Wissenschaften erstattete M. John O. Lemmon
»einen Bericht über die Ergebnisse einer im vorigen
Sommer unternommenen botanischen Forschungstour
in dem Gebirge längs der mexikanischen Grenze
von Arizona. Unter seinen Funden befanden sich
zwei oder drei Arten der einheimischen Kartoffel,
velche ajif hochgelegenen Bergwiesen umgeben von
Bipfeln in Höhe von 10,000 Fuß über der Meers⸗
Jäche reichlich wuchsen. Die Knollen haben etwa