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Amtliches Organ des königl. Amtsgerichts St. Ingbert.
— —E erscheint täglich mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. 2 mal wöchentlich mit Unterhaltungs⸗-Glatt und Freitags und Samstags mit acht
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Aabgebühr i eren Raum belragt bei Inseraten aus der Pfalz aud ervfeicischen und soichen auf welche die *
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23. Jahrg.
770.
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Deutsches Reich.
n, 29. Juni. Nach dem „Berl. Tgbl.“
un srönung Kaiser Wilheum's
og von Preußen am 18. Oltober in Koönigs-
Juttinden. Der König wird fich erst selbst
Nnn seine Gemahlin krönen. Anlaßlich der
ing sollen dann auch die in Aussicht gestell⸗
Hundederhohungen, Beforderungen und Aus—
pungen erfolgen.
setlin, 80. Juni. Nach der ,Börsenzeitung
ayti bereits, da die Bevölkerung annimmt,
n ullgemeiner Gnadenerlaß von Kaiser Wil⸗
na jublicirt werden würde, viele Hunderte von
ngesuchen ein, mit deren Sichtung das Justiz-
euum beschäftigt ist. Nach demselben Blatte
de endgiltige Entschließung darüber, ob eine
ne sofinden werde, noch nicht getroffen.
derlin, 80. Inni. Generallieutenant v.
cn hat seine Entlassung als Chef der Ad⸗
shtat erhalten und ist zugleich zum Comman⸗
In 9. Armeecorps (bisher General v. Tres·
—II
Ausland.
tien, 1. Juli. Das amiliche Blatt ver⸗
isht ein kaiserliches Handschreiben an den Bot⸗
ie'in London, Grafen Karolyi, in welchem der
in unter Ausdrücken des wärmsten Dankes und
suttennung für die ausgezeichneten Dienste des
safters die von demselben erbetene Versetzung
zin Ruhestand genehmigt.
druͤssel, 830. Juni. Die Congoregierung
handeit mit mehreren Bankhäusern wegen
un neuen Emission von Congoloosen im Betrage
10 Millionen.
daris, 1. Juli. Die Bildung der Budget-
misson wird von den Zeitungen als eine
wute Niederlage für die Regierung bezeichnet.
ue Blatter wollen voraussehen, daß das erneute
inte Auftreten der von der Rechten unterstützten
Irunisten über kurz oder lang eine Minister⸗
ist hrbei führen werde.
durban (Südafrika), 29. Juni. Nach einer
Iehung des Bureau Reuier erhielten sämtliche dis⸗
Truppen von Natal die Ordre, sich für den
Juhnach dem Zululand bereit zu halten. Außerdem
i Norgen ein Bataillon von Kapstadt ab.
dafür sind 78 neue Gemeinden in den Unterstütz⸗
ingsplan aufgenommen worden. Der Zweigverein
Zweibrücken verzeichnet eine Einnahme von 2076
Huat. 86 Pfg. (worunter circa 800 Mark Zinsen
— Kopf
der Vebblkerung. Unter den Pfarreien steht St.
Ingbert voran mit 15 Pfg. pro Kopf und einem
Hdesamtbeitrag von 254 Mark. Uebertroffen wird
8 nur von dem zur Pfarrei Mimbach gehörigen
Blieskastel, wo sich der Beitrag auf 31 Pfg. pro
stopf der evangel. Bevölkerung berechnet. Der
warme Appell an die evang. Gewissen, das hoff
nungsvolle Zeugniß voll evang. Freudigkeit verfehl⸗
sen nicht ihres Eindrucks auf die feiernde Gemeindt
ind die von fern und nah zahlreich herbeigekom⸗
nenen Festbesucher. — In der Nachversammlung
durde uͤber die Vertheilung der Gaben Beschluß
Jefaßt und als Festort für das kommende Jahr
Zweibrücken bestimmt.
— Zweibrücken, 30. Juni. Unter dem
Titel: Predigt am Tage der Bestattung weiland
Sr. Majestät des Kaisers Friedrich uber 2. Tim
4,7 und 8, gehalten in der ebangelischen Alerx⸗
anderskirche zu Zweibrücken, hat Herr Pfarrer
Roth die von ihm verfaßte Gedachtnisrede zum Beften
des Zweigvereins Zweibrücken der Kaiser⸗Wilhelm⸗
Suifiung hier zu günsten einer im Zusammenhang
mit derselben in der Gründung begriffenen frei⸗
willigen Sanitäts⸗Kolonne auf vielfaches Verlangen
in den Druck gegeben. Die Erfahrungen. welcht
nan in dem letzten großen franzosisch⸗ deutscher
Zriege machte, daß, so gut immerhin der Wille
derjenigen war, welche als freiwillige Sanitäter
ns Feld zogen, so unbrauchbar sich doch gar Viele
rwiefen, hal zuerst in Professor Dr. Esmarsch in
diel den Gedanken wachgerufen, schon im Frieden
ich ihm freiwillig zur Verfügung stellende junge
deute in einem vraktischen Unterrichtskurse zu
interweisen, und sie so tauglich zu machen, im
ẽrnstfalle des Krieges beim Transport der Ver—
vundeten zu den Verbandsplatzchen, bei Anlegung
)er ersten Nothverbände, wie bei der Pflege in
den Lazareten oder aber bei vorkommenden Un⸗
zlücksfällen in Friedenszeiten wirklich ersprießliche
Diensie leisten zu können. Auch in unserer Stadi
st zunüchst von dem Vereine der deutschen Kampf⸗
jenossen der Gedanke angeregt worden, eine frei-
willige Sanitätskolonne ins Leben zu rufen, und
ollet in der nächsten Zeit weitere Schritte zu
iesem Ende geschehen. Geleitet von dem Wunsche
u diesem edlen Zwecke auch seinerseits eine weitere
Anregung zu geben, läßt daher Herr Pfarrer Roth
Ae von ihm gehaltene Gedächnisrede auf Kaiser
Friedrich hinaus in die Oeffentlichkeit gehen. Der
zreis (10 Pfg.) ist so nieder gegriffen, daß auch
Am Minderbemittelten die Möglichkeit gegeben ist,
ine gute Sache zu fördern und sich selber eint
Frinnerung an den ernsten 18 Juni zu verschaffen.
Wie wir vernehmen, haben verschiedene Herren
Fabrikanten eine große Anzahl von Exemplaren
Jestellt, um fie unentgeltlich an ihre Arbeiter zu
„erteilen, ein Vorgang der zu allseitiger Nachahm⸗
ing fich empfielt. (Zw. 3)
—In Pirmasens haben die Eisenhändler
beschlossen, ihre Geschäfte kuünftig an Sonntagen
Nachmittags um 2 Uhr zu schließen.
Speyer, 30. Juni. Wie der „Sp. Z.“
von zuverlässiger Seite mitgetheilt wird, wurde der
„Bayerische Hof“ des Herrn Phil. Setzer sen. von
I Brauerei“ Gebr. Brück hier um Mk. 4500
ährlich gepachtet.
— Meckenheim, 28. Juni. Vorgestern
Mitiag verunglückte, wie der „G.A.“ meldet, der
Zjährige Sohn des hiefigen Musikers und Baders
Jakob Rieger dadurch, daß, als er sich mit dem
stadbock seines Großvaters (des Hufschmiedes Niko⸗
aus Josh) beschäftigte, derselbe umfiel und ihm den
Zopf eindrückte.
— Ludwigshafen, 30. Juni. Zur Er⸗
zänzung bezw. Richtigstellung der Nachricht im
gestrigen Blatte theilen uns die Herrn Gebr. Herz
un, daß sie den Eckplatz zwischen der Friesenheimer⸗
ind Breite⸗Straße 658 qm. ca. 28 Ruthen zum
Preise von Mark 31,780 an Herrn Valentin
Scheerer, Hemshof, derkauft haben. Die Ruthe
unt demnach auf ca. Mark 1130 (nicht 1000
Mark) zu stehen. G.⸗A.)
Aus der Pfalz. Eine neulich durch die
Blätter gegangene Notiz bedarf insoferne der Be⸗
richtigung, daß die Pfalzische Kriegersterbekasse nicht
1000 Mi., sondern 10,000 Mt. seit den 8 Jahren
ihres Bestehens erspart hat, trotz der 48 Sterbe⸗
faͤlle, von welchen jeder mit 50 Mt. bezahlt wurde.
Nach dreijähriger Mitgliedschaft in der Pfaälzischen
Kriegersterbelasse werden an die Hinterbliebenen
TodM. als Sterbefallquote ausbezahlt. Es wäre
nur zu wunschen, daß saͤmtliche Kameraden diesem
segensreichen Unternehmen beitreten würden.
Verneꝛischtes.
Stuttgart, 29. Juni. Gechster
deutscher Braurta g.) Heute ist der sechfte
deutiche Brauertag geschlossen worden. Obwohl
auf der Tagesordnung noch einige nicht unwichtige
Fragen standen, war die Beteiligung doch eine sehr
mäßige. Herr Consul Puls, Syndicus der Handels⸗
kammer Frankfurt a. M., welcher verhindert war,
auf dem Brauertag zu erscheinen und den auf der
Tagesordnung stehenden Vortrage über „Tarifirung
und Beförderungsmodus des Bierss und der leeren
Fasser auf allen Bahnen Deutchlands und der
wichtigsten Erbortlinien außerdeutscher Bahnen“ zu
halien, hat im Auftrag des deutschen Brauerbund es
ine Broschüre über diesen Gegenstand verfaßt, die
u. A. auch die Eisenbahngütertarife für Bier von
den Haupiproduktionsplätzen nach den Hauptstationen
des Inn⸗ und Auslandes enthält. Dieser sehr sorg⸗
faltig ausgearbeitete Tarif, welcher ein vorzüglicher
Ratgeber für alle Bier⸗Exporteure ist, gelangte zur
Verleilung. Präsident Henrich wies auf die großen
Unregelmäßigkeiten in der Frachtberechung hin, wenn
auch einzelne Regierungen Erleichterungen im In⸗
lande geschaffen hätten. Insbesondere seien die
Tarife für den durchgehenden Versandi zu hoch,
vodurch der Export des Bieres sehr geschädigt
derde. Die Entscheidung über die ganze Ange⸗
egenheit liege bei dem Reichs⸗Eisenbahnminister
„on Maybach und an diesen beschloß der deutsche
grauerbund, welcher auch seinerseits im Bezirks⸗
eisenbahnrat Frankfurt a. M. die Sache aufs Neue
in Anregung bringen will, eine Petition zu richten,
welche 1) die Einreihung von Bier in Spezialtari
Jund die Gewährung von Export ˖ Ausnahme-
jarifen, wofür zum —A—
maßigten Einheitssütze wie für Sprit (4 Pf. und
3, 2 Pf. für das Jonnenkilometer) in Aussicht zu
aehmen seien, befürwortet. Auf die Anfrage von
Herter⸗Munchen, ob sich nicht durch die Agitation
sür Herabsetzung der Frachtsatze im Inlande manche
Zrauer, weil sie dann die Concurrenz der großen
Brauereien mehr zu befürchten haben. beeinträchtigt
uhlen möchten, er wiedert der Prasident, daß die
Ldokale und pfälzische Nachrichten.
l. das Gustav⸗Adolfsfest fin den
Amaisbezick Fweibrucken, welches gestern den 1.
dunm der neuen, freumblich geschmückten Kirche
Althornvach gefeiert wurde, nahm einen
eshönen und auregenden Verlauf. Nach kurzer
kihung durch hr.ePfr. Marcker von Horn
tR und nach den gewaltigen Klaängen des Luther⸗
iet. ,Ein' feste Burg“ folgte die Fesst pre⸗
igt dea Herrn Pfr. Lischer von Groß—
hausen, die aufgrund von Evd. Matth.
I6—88 warm und emndringend die dreifache
nung ergehen ließ: die Augen auf, die Herzen
thdie dande auf! Besonders fesselte der darauf
unde Jahresbericht des Hrn. Inspec⸗
andidus von Piimbach durch lebendige
aus der Geschichte des Wachstums und der
unheit des Gustav⸗Adolfvereins, der seit seinem
hen 82240 Gemeinden mit insgesamt 21 Mil.
nn Verf umerstütt hal und sein Arbeitsfeld
— Velttheilen fort und fort sich vergrößern fieht;
un Gemeinden stehen in der Pflege des Vereins
itchen sind inn Jahre 1887 dollendet worden.