schaftlicher Grundlage entstandenes Werkchen des Unkauf von hausirenden Händlern, welche oft den
früheren hiefigen Gasmeisters Hr. Ilgen, wel- Zrundsazt haben, billige und schlechte Waaren
hes in leicht verständlicher Sprache die sichersten u liefern.
Winke ertheile. Nachdem Hr. Wanderlehrer Fissch er das Thomas—
Zuletzi betonte Redner noch, daß zur richtigen hosphatmehl aus der Fabrik der HH. Wagth
Gaͤhrung solche Weine in einem Raume aufbewahrt ind Wagner hier als bestes Düngemittel *für
verden sollen, welcher eine Temperatur von 16 lle Sorten Obstbäume empfohlen hatte, machte
Brad R. besitzt. )x. Bezirksamtmann die interessante Mit
Allgemeiner Beifall lohnte den interessanten heilung, daß auf einem Hofe bei Schweyen auf
Vortrag. ,fälzischelothringischer Grenze ein Dörrapparat
In der folgenden Debatte bestätigte Hr. Kreis- ich befinde, welcher, indem er nicht nur Obst, sondern
sekteiär Hauter, daß ein großzer Dörrapparat, uuch Gemüse aller Art dörre, von Anfang Sommers
J. B. der Rhyter'sche, viele Vortheile bringe, aber dis in den Spätherbst in steter Thätigkeit sei und
ut dann, wenn er von Fcühjahr bis Spätjahr jut rentire.
unausgesetzt in Gebrauch stehe. Das Auslaugen Es folgte hierauf die Wahl des Vororts für
der Schalen des Beerenobstes findet derselbe nicht die nächsten 8 Jahre und fiel dieselbe auf Stt.
rathsam, weil der Wein davon mehr Herbigkeit be- Ingbert, somit fällt auf die genannte Dauer un-
somme. Hr. Hauter räth die Anschaffung besonderer erm Obstbauverein die Aufgabe der Verbandsführ—
großer Gährflaschen an, deren Kosten nicht zu hoch img zu. Wir wünschen ihm hierin den besten Erfolg.
seien. Als Ort der nächstjährigen Verbandsver—
Hr. Wanderlehrer Fischer spricht über Con- ammlung, welche im September statthaben soll,
servitung des Obstes in frischem Zustande und vird auf Antrag Kusel bestimmt.
ellt dabei folgende Bedingungen auf: volle ReifeSchluß der Sitzung gegen *25 Uhr.
des Obstes, Abschließen des Lichts, trockenes Lager Daß der Obstoauverein St. Ingbert in
auf einer Horie (ohne Stroh, welches bald in »inen Bestrebungen der Hebung der Obstbaum-
Fäulniß übergeht), Sortiren des Obstes, welches ucht seit seinem 85jährigen Bestehen in der That
mit dem Stiel zu oberst gelegt wird, und Schwefeln chon reiche Erfolge erzieln hat, zeigte klar die
des zur Aufbewahrung des Obstes bestimmten Kellers. von demselben veranstaltete AUsstellung. In
Hr. Bezirt isamtmann weist die Vereine em schön verzierten Oberhauser'schen Saale reihten
darauf hin, daß fie zum besseren Absatz ihrer Proe ich Tisch an Tisch, welche die Fülle der Obst—
dukte sich mit Conservenfabriken in Verbindung ind Gartenbauerzeugnisse trugen.
setzen sollen. Eine solche in kleinerem Maßstabe Es wor wirklich ein herzerfreuender Anblick,
bdestehe auf dem Kaplaneihof bei Zweibrücken, die Obstausstellung allein wies 230 Nummern
doch habe bisher der Besitzer seinen Obstbedarf meist iuf. Wenn auch die umfassenderen Zusammen⸗
bon Metz und Luxemburg bezogen. tellungen von Erzeugnissen aus den Gärtnereien
Hr. Fischer macht noch aufmerksam auf daz er Herren Kommerzienrath O. Krämer und Hein⸗
lünstüͤche Obst aus Papiermaché welches zum Ver⸗ ich Krämer und Kommerzienrath Adt aus Ens—
gleichen und Bestimmen der Obsorten diene. eim zuerst den Blick auf sich zogen, so bot doch
In kürzerem Vortrage beantwortete Hr. Bezirks- hie ganze Ausstellung durchweg das Schönste und
baumwart Betsch die Frage: Wie beschafft sich Jeste. Es muß erwühnt werden, daß im hiesigen
der weniger bemittelte Mann gute und billige Obst- Bereine das Bestreben zu herrschen scheint, nur
häume?“ dahin: Die Selbstziehung der Obst- eineres, haltbares Obst zu ziehen, wie die
bäume ist zwar der ficherste aher auch der lange uusgestellten Sorten zeigen.
wierigste Weg und gehört dazu sehr große Sachkennt⸗ Die Gartenerzeugnifse waren reichlich und in
niß. Da die Neuanlegung von Baumschulen bei der ußerordentlichen Exemplaren vertreten, namentlich
Billigkeit derBaume keinen Vortheil verspreche, so bleibe Winter und Blumenkohl, Rettige und Rothrüben.
aur. der Bezuglvon Obsthaumen durch Obst- und Kon⸗ Beim Eintritt in den Saal muße die große
umpereine. Wan möge fich wohl vorsehen beim Anzahl Flaschen mit verschiedenfarbigem Inhalte
deruadung WBeßkanntmachung. Schwiegerpapa-
ngg i gten. Uarsech
1. Koch Gesrg, geb. 1868 mit humoristischem Text
Blasmacher, zuletzt in Schnappach, für Pianoforte eomponirt
—AR von Alfred Neustadt.
Fuhrmann, zuletzt in St. Ingbert, Vorräthig à MIx. 1.- in der
Blaͤsi Martin, geb. 1860 zuchhandlung Demoet z·
Maurer, zuletzt alld, Nagen- und Hümorrhoidalleiden
* — 58 geb. 1857 55 arrh
isenwalzer, zuletzt allda, 3 ĩ
—— —
Schlosser, zuletzt allda, . Redizinalrath 4gů
—* dau ꝰs Erbenm hilft sofort und
zur Zeit ohne bekannten
Wohn⸗und Aufenthaltsort abwesend st das kostbarste Hausmittel bei allen
werden beshedigt rankheiten des Magens und der Ver—
* gt „auungsorgane, unübertrefflich bed
ad. 1-2: als Ersatz-Reservist J. Classe
ausgewandert zu sein, ohne von der NagenkrämpfenAlbpetitlofigleit,
bevorstehenden Auswanderung der Mi⸗ Ae Vergonune ene Fzr
litärbehörde Anzeige erstattet zu haben, ꝛeibschunerz. Hartleibigkeit. Hämor.
hoidalleiden, à Flasche M. 1,80.
ad. 3-5: als beurlaubter Reser⸗ Depot bei Ludwig Fried rich
bist ohne Erlaubniß ausgewandert zu a Sst. Ingbert.
sein. — ——c;ccccxccc—;
Dieselben werden auf: Guter Wiesendünger
Mittwoch, den 19. Dezember 1888 bird unentgeltlich abgegeben.
Vormittags 823 Uhr, Wo? sagt die Exped. d. Bl.
J3 ee des k. Amis xchdne. schaffe
erichts St. Ingbert,, in dessen Sitz
— v —A
Bei unentjschuldigtem Ausbleiben nit jeder beliebigen Zeichnuͤng und
werden dieselben auf Grund der nach -chrift empfiehlt zu den billigsten
Zz 472 St. P. O. von dem k. Land Zreisen Demetz, —
wehrbezirkskommando Zweibrücken aus Buchbandlung.. —.
zestellten Erklärung verurtheilt werden F 8 VWV—
Si. Inoberi den 26.Ollober 1888. Nur das weltberönmte Mortcin
Der Amtsanwalt am k. Amtsgerichte ron A. Hodurel in Ratihor ist das allein wirtsamo Mnie,
Si. Ingbert: dertũgung und Ausrottung aller lüstigen Insecten als Fliegen, I
gez. Schäffer. Wanzen, Plöhe, Schwahen, Russen, Asseln, Vogelmilben. Dassete
Zur Beglaubigung. 2ꝛackehen 2u 10, 20, 50 Pfg. und die dazu gehörigen sprithauen
ESt. Ingbert, den 27. Okliober 1888 naben in St. Ingbert bei P. Fery; Ensheim: C. Feger: Rohn
K. Amisgerichtsschreiberei: p. Würte.
: L. S.:) Stroh, sti. G. ANur echt, wenn wit Firma A. Hodurek.
Demestz in St. Ingbert.
auffallen, welche auf den Tischen
35 dies die B dn ner uin —7—
tade hier in St. Jagbert in zahlreichen dine ge
eugt sind, als Johannisbeer-, Stachelbeer w
»eer⸗ und Heidelbeerwein; auch dr
iehlte nicht. Als nach Schluß der —8* an
Porstande des Vereins an Gaste und Mi n
zie Einladung zu einer „Weinprobe * edu
onnte wohl Keiner widerstehen, und d
obende Wort über die Gute dieser 8
„Heurigen“ entströmte den angenehm d
dippen.
Mit Stolz können wir bekennen, daß inn
erem Obstbauverein ein frisches gedeihliches dn
oulsirt und fassen wir unsere Wonsche sur du
elben zusammen in einem herzlichen „Glückauf
*— Am Sonntag den 18. November nächsthi
inden die Wahlen der Presbyter sa
Wahlstimmberechtigt ist, wer das 25. Jahr dutig
zelegt hat, selbstständig ist, die bayherische Stau.
ingehorigleit besitzt und nicht wegen eines Vehhe
der Verbrechens, das den Verlust der bürgeihe
stechte zur Folge hat, verurtheilt worden iji. J
dJemand aus Versehen nicht in der Wahlliste au⸗
zefühct, so verliert er das Wahlrecht. Es is da
alb rathsam, von derselben Einsicht zu nehmen
zur Giltigkeit der Wahl muß ein Drittel d
Vahlberechtigten seine Stimme abgegeben habe
— Speyer, 31. Okt. Herr Bischof Dr.
Ehrler ertheilte heute den neuaufgenommenen Alumm
»es Priesterseminars die Tonsur.
— Dem Pfaälzischen Lehrersterb—
kasse-⸗Verein sind von den Lehrern, weld
ich der diesjahrigen Anstellungs-Prüfung unterzore—
39 beigetreten.
Tes⸗ euischer Schiffsbericht
der „Red Star Linie“ Antwerpen.
Philadelphia, 30. Okt. — Der Pohdamo
„Switzerland'“ der „Red Star Linie,“ ist
Antwerpen heute wohlbehalten hier angekomm—
Protestantischer Gottesdienst.
Am Reformafionsfeste den A. Novem
10 Uhr vorm. Ise⸗ Evang. Johannis 6*
und 69. Lied 6709.
Nachmittags 2 Uhr Christenlehre.
woartlich F. X. Der
—IIEE
Allen Denjenigen, welch
meiner lieben Frau die leßt—
Ehre erwiesen haben, sage
ich hiermit meinen herdzlid—
sten Dank.
Der trauernde Gatte.
Wilh. Herz.
.
—
Dieser Nummer unseres Blattes
iegt das illustrirte Sonntagsblatt
Hute Geister“ Rrxo. 31 bei.
Druck und Verlag von F. X.