Full text: St. Ingberter Anzeiger

pater brannte es im Schornstein. Bei dem eiligen 
Fortlaufen des noch Schlaftrunkenen hatte er ver⸗ 
gessen, den Besen mitzunehmen, welcher nun in 
Flammen aufgegangen war. 
4 Berlin 24. März. Die Wittwe Schmäling, 
welche ihre Tochter während 10 Jahren den Augen 
der Weli entzogen hatie, wurde heute als Leiche 
aus der Spree gezogen. (Siehe „Anz.“ Nr. 60.) 
Der Kinderaub zur Erpressung von Lösegel- 
dern scheint jetzt an der Tagesordnung zu sein, 
denn kaum sind die Kindesräuber in Bern entdedt, 
so wird ein kühner Versuch gemeldet, die Kinder 
der Herzogin de Chaulnes, welche sich bei ihrer 
Broßmuiter, der Herzogin de Chevreuse, auf deren 
Schloß de Sable aufhielten, zu rauben. Es gelang, 
die Person, welche den Kinderraub ausführen 
wollte, zu verhaften. 
4 Der fruͤhere Bürgermeister Dr. v. Newald 
in Wien dem die Entstehung der furchtbaren 
Ringtheaterkatastrophe von der österr. Regierung in 
die Schuhe geschoben wird ist vor Kummer wahn⸗ 
finnig geworden. 
F Die kalte Witierung der letztvergangenen 
Tage hat an vielen Orten Schnee gebracht. Auf 
dem Brenner war der Schneefall so stark, daß auf 
der Strecke Steinach⸗Stertzzing am 283. März 
die Eisenbahnzüge nicht weiter konnten; man glaubte, 
es werde mehrerer Tage Arbeit bedürfen, bis die 
Bahn wieder fahrbar ist. — In Meran lag am 
28. März der Schnee meterhoch, dabei heftiger Sturm. 
Trebinje, 26. Marz. Gestern Abend 
sechs Uhr fand hier und in Bilek ein starkes 
ünf Secunden dauerndes Erdbeben von West 
nach Ost statt. 
4Auf der nördlichen Pacific⸗Eisenbahn 
ereignete sich, roie aus Newyork gemeldet wird, am 
letzten Dienstag ein gräßlicher Unfall, indem ein 
kisenbahnzug an einem 20 Meilen westlich von 
dem Orte Bismard gelegenen Punkte völlig zer⸗ 
trümmert wurde. Die Reisenden. waren alle aus⸗ 
ländische Arbeiter, von denen 8 getödtet wurden 
und 22 Verletzungen davontrugen. 
F (GEin kostbares Diadem.) Vor einigen 
Monaten hat in Ankobar, der Hauptstadt des König⸗ 
reichs Schoa, die Vermählung der einzigen Tochter 
—D 
iltesten Soöhne des abessynischen Königs Johannes 
Krassai), Prinzen Michael, stattgefunden. Die 
rabischen Blätter bringen jetzt einige Nachrichten 
iber diese Festlichkeit. Bei der Trauung, die nach 
opischechristlichem Ritus vor sich ging, war das 
daupt der erst fünfzehn Jahre alten königlichen 
»raut mit einem Diadem geschmückt, das noch vom 
dönig Salomo herstammen soll. Das Königshaus 
n Schoa rühmt sich nämlich, von der Köngin von 
Zaba abzustammen und kann es auch wirklich 
otumentarisch nachweisen, daß seine Ahnen schon 
ierhundert Jahre vor Christo in diesem Lande ge⸗ 
jerrjcht haben. Bei ihrem noch von der Bibel her 
ekannten Besuche von Jerusalem soll nun die 
königin von Saba dieses Diadem vom Könige 
Zalomo als Geschenk erhalten haben. Das Kleinod 
st ein einfacher, aber massiver goldener Reifen, der 
nit zwölf Edelsteinen besetzt ist. 
—AX 
Gegen Keuchhuften verordnen die englischen 
Aerzte Einathmungen von Carbolsäure, indem sie 
jon Zeit zu Zeit, besonders Abends, einige Tropfen 
avon auf eine heiße Ofenplatte oder heißgemachte 
Schaufel iräufeln lassen. Auch gegen andere Arten 
on Husten, namentlich gegen krampfhafte, soll sich 
»ieses Mittel oft hilfreich bewiesen haben. 
Sterbefälle. 
Gestorben: in Landau Marie Keßler; 
in Edesheim Frau Elisabeth Hainemann, 
geb. Gieich, 53 J. a; in Kaiserslautern Frau 
Pargaretha Walter, geb. Müller, 77 J. a; in 
zweibrücken Heinrich Rausch, 15 J. a., 
Sohn des verlebten kgl. Landgerichtsarztes Dr. Karl 
Atausch; ebenda Katharina Meder, geo. 
77 J. a.; in Mittelbach Peter Kneq. 
J. a.; in Meckenheim Metzger und Him 
mann Daniel Weil; in Homburg Am— 
J. a. T. v. Jalbob Buchheit; in Neuf 
chen a. Bl. Schlossermeister Fritz Gärtner 
J. a.; ebenda Bäcker und Gastwirth Wi 
Müller, 54 Jahre alt. 
en Resnach richten. 
Pfarrer Bernaz in Niedergail bach wurde zun 
finitor des Landcapitels Zweibrücken ernannt. 
Der Amtsanwali Karl Schuler bei dem ldrig⸗ 
Amtsgericht Ludwigshafen wurde auf Ansuchen, 
April Ifd. Is. angefangen, seiner Funktion enthoben 
jeibe will sich als Rechtsanwalt in Zweibrücken nieden 
Neueste Nachrichten. 
Berlin, 26. März. Die „Nordd. 
Ztg.“ meldet. Der Kaiser Wilhelm antwp 
auf das Glückwunschtelegramm des Zaren: 
pfangen Sie ebenso wie die Kaiserin Meinen 
lichsten Dank für die guten Wünsche, denen 
an meinem Geburtstage Ausdruck verliehen. 
Ihrer Worte hat lebhaften Widerhall in M 
dankbaren Herzen gefunden. Ich bitte den: 
nächtigen Ihre Regierung zu segnen zum 
Ihrer Völker und zur Befestigung des eurodün— 
Friedens. 
Paderborn, 26. März. Die offiziele 
nennung Drobes zum Bischof ist eingeten 
Feierliches Geläute in allen Kirchen, im Don 
deum und reicher Flaggenschmuck. 
Konstantinopel, 26. März. Die s 
rmächtigte den russischen Dampfer „Nischneid 
gorod“ den Bosporus zu passiren aber dabei 
zrücklich betonend, dieses ausnahmsweise Zugestn 
X 
Newyort, 25. März. Nach Berichten 
dayti vom 12. d. M. verheeren die Poc« 
Insel. Im Poriauprince sind bereits über 
Menschen der Epidemie erlegen. 
Fr die Fedo ion verantwortlich F. X. Dem⸗ 
Vertragsmäßige4 
Wiederversteigerung. 
Mittwoch, den 19. April 1882, 
Nachmittags 3 Uhr zu St. Ingbert 
in der Wirthschaft von Ludwig 
Weirich wird durch den unterzeich⸗ 
reten Amtsverweser des k. Notars 
Franz Sauer in St. Ingbert,. 
die nachbeschriebene. dem Nikolaus 
Stolz, Bergmann in St. Ingbert 
wohnhaft, angehörige Liegenschaft in 
)er Steuergemeinde St. Ingbert, wegen 
Nichtbezahlung des Erwerbspreises, 
offentlich an den- Meistbietenden zu 
Figenthum versteigert, als: 
Plan Nr. 6542, 1 3 Fläche, 
Wohnhaus, Stall und Dungkaut, 
Plan Nr. 655*, 0,7 a Hoftaum 
in Antheil mit Bes. Nr. 2468 
und Plan Nr. 1476, 4,4 4 
Garten beim Haus, das Ganze 
gelegen zu St. Ingbert an der 
Kohlenstraße neben Anton Betz. 
St. Ingbert, 22. März 1882. 
der Amisverweser des k. Notars Sauer: 
A. Wieit. 
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nObd 00 
uteressanteste Wochensor 
— 
— 
eutsches Moutags-latt. 
Diese durch und durch originelle literarisch-politische Wochenschrift, welche die hervorragendsten deutschen Sr 
teller zu ihren Mitarbeitern zählt, enthält eine Fülle geisivoll geschriebener Artikel, die ein treues Spiegelbild der 
ischen, literarischen und künstlerischen Strebungen unserer Tage darstellen. Jede neu auftauchende Frage, jede 
krscheinung in Wissenschaft, Politik, Kunst und Leben findet im „Deutschen Montags-⸗Blatt“ unparteiijth 
rschopfende Behandlung, während die gesellschaftlichen Zustände der Gegenwart in elegantester Form interessanr 
euchtung erfahren. Belletristische Feuillelons und Humoresken sorgen für die Unterhaltung der Leser. 
Diese literarisch⸗politische Zeitschrift erften Ranges, welche am zeitungslosen Tage, dem Montag, erscheint. —F 
ie Vorzüge einer unterhaltenden und anregenden Wochenschrift mit denen einer wohlinformirten, reich mit Nachti 
ius erster Quelle ausgestatteten Zeitung, und so entspricht das „Deutsche Montags-Blatt“ in seiner Dy 
Natur einem entschiedenen Bedürfniß des gebildeten Lesepublikums, wofür die große Verbreitung den besten Beweis li 
Alle Reichspostanstalten und Buchhandlungen nehmen Abonnements zum Preise von 2 Mark 50 Pi 
Zuartal entgegen. Zur Begegnung von Verwechselungen verweise man bei Postbestellungen auf Nr. 1804 der 
Zeitungs-⸗Preisliste pro 1882. Probe⸗Nummern versendet gratis und franco die Exbedition des „Den 
Nontags⸗Blatt“, Berlin 8W. 
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Ede der Landauerstraße. 
Zweibrüdcken. 
Nebeneinkommen. 
Soliddenm Leuten in Stadt und 
dand, welche schon längere Zeit an 
inem Platze wohnen und sich einen 
roßen Bekanntenkreis erworben haben 
Agenten von Versicherungsgesellschaf⸗ 
en, Spezerei⸗ und Materialwaaren⸗ 
indlg.) wird ohnme Kapital, 
KRiseo und besoudere 
Dhtigleit ein gehboner Re⸗ 
jenverdienst nachgewiesen. Man schreibe 
nit Angabe bisheriger Thötigkeit unter 
A. D. 4. an G. L Dauubhe Co. 
in Prunicfurt a / M. 
Ein Schmiedgeselle und ein 
kräftiger Lehrjunge lönnen so⸗ 
fort eintreten 
hei Joh. Schmitt, Zechenschmied, 
St. Ingberter Grube. 
jceum PA⸗Nteastä öεν 
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S8achaon. ⸗ uc 
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— W x Aprii u. Ootobovm. 
bei 
K 
Rechnungen 
F. x. Demetz. 
„Amerika“. 
Diese mit Beginn des neuen Jahres in den 2. Jahrgang tretende Zein 
zringt wahrheitsgetreue Mittheilungen (mit Illustrationen) au 
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F. Æ Demenk in St. Inabert 
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antie der Aechtheit in St. Ingbert 
dei M. Kluæx. Kohlenstrasse 
Rheiniscehe 
Trauben- 
Brust· 
Bon bons 
backet 
0 & 50 PF 
Druck und Verlag von