sächlich in Brauereien, Brennereien und sonstigen
gewerblichen Etablissements verwendet; doch sollte
uberhaupt Niemand seiner wohlthätigen Wirkung
uncingedenk bleiben, der sich für Bauausführungen
zu interessiren Veranlassung hat. Denn wie ge⸗
sundheitsschädlich und lästig jede Schmarotzerbildung
in benutzlen, sei es bewohnten, sei es zu Vorraths⸗
orten bestimmten Räumen, diese Erfahrung ist wohl
Wenigen erspart geblieben. Die allgemeinsle Ein⸗
führung dieses Schutzmittels wird dadurch sehr er—
leichtert. daß bereits Massenfabrikationen desselben
— so u. a. die der bekannten chemischen Fabrik
von M. Brockmann in Eutritzsch bei Leipzig —
bestehen, durch die dasselbe zu derhältnißmäßig bil—
ligen Preisen zugänglich ist.
(Torfmull in seiner Bedeutung
fäür die Gärtnerei. Der vorzüglichen Eigen⸗
schaften des Torfmulls als Streu in Biehställen
und als Düngung, besonders für schweren Boden
ist bereits mannigfach gedacht worden, während die—
felben noch weniger besprochen wurden, soweit sie
für den gäritnerischen Betrieb von Interesse sind.
Und gerade für die Gärtnerei kann der Torfmull
mit großem Vortheil in mannigfacher Weise zur
Verwendung gelangen. Nach Fr. Ad. Haage jun.
in Erfurt bewährte sich der von der Handlung E.
F. Hornung in Frose, Anhalt bezogene Torfmull
bei ihm ganz besonders; 1. bei der Orchideen—
Kultur; 2. bei der Anzucht und Kultur von
Farnkräutern; 3. bei der Anlage von Vermehrungs⸗
beeten und 4. für Blattpflanzen, wie Aroideen,
Bromeliaceen, Scitamineen ꝛc. Hier überall kamen
die Porosität des Torfinulls und seine stark wasser—
haltende Kraft vortheilhaft zur Geltung. —
(Ein neues Mittel gegen Zahn—
schmerz.) Jodoform eignet sich wegen seiner
leicht ätzenden Wirkung nach einer Mittheilung der
„Pharm. Zeitung“ als schmerzstillendes Mittel zur
Anwendung auf freiliegende Zahnnerven. Das ein—
oder mehrmalige Aetzen mit Jodoform erzeugt keine
Reizung des Periostes, wie auch keine Schorfbil⸗
dung; dabei wirkt das Jodoform gleichzeitig als
wundreinigendes und desinficirendes Heilmittel
Jodoform eianet sich daber als Kaustikum besonder?
vor der Einlage einer provisorischen Füllung der
hloßgelegten, noch nicht gangranösen Pulpa. Schaff
derwendet folgende Paste: Gepulvertes Jodoform
ind Kaolin, von jedem 4,0 Gramm, Karbolsäure
diz, gemischt mit soviel Glycerin, daß eine Paste
eutsteht, welcher man noch zehn Tropfen Pfeffer⸗
minzol zusetzt.
(Sauer gewordene Fruchtsäfte wieder herzu⸗
stellen.) Wenn eingemachte Fruchtsafte in saure
Bährung gerathen, kann man sie dadurch, daß man
je min einem Zusatz von zwei Messerspitzen voll
Pottasche noch einmal aufkocht, wieder gut machen.
Thut man dabei noch etwas Zucker zur Pottasche
Jinzu, so erreicht man den Zweck noch sicherer. Die
—V
Sterbe Ille.
Gestorben: in Pirmasens Pauline Wahrheit,
18 J. a.; in Winzingen Barbara Maessel, geb.
Ohler; in Kaiserslautern Heinrich Köhl, Besitzer
der Brauerei Löwenberg; in Gimmeldingen Ph
Jacob Bischofsberger, 48 Jahre alt; in Eden⸗
soben Louise Moser — Gg. Eberl, 6 Monate
alt; in Barbelroth Frau Elisabetha Cajar, geb.
Speyerer, 89 Jahre alt; in Stahlberg Elisahetha
dettesgeimer, 22 J. a.; in Winzingen Ma—⸗
ia Anna Gabriel Wiw., geb. Fleischbein, 72
Jahre alt; in Homburg Dorothea Brehem, Witw
geb. Bauer.
Marltobenrcte.
2 Blieskastel, 4. März. (Viktualienmarlt.) Butter
—ä weicher Käse 0, 18 Xä
Fier per Stück 5 .
Dienstesnachrichten.
Der Schulverweser Herrmann Fink in Wiesbach
vurde zum Lehrer an der ersten Lehrerstelle der konf. ge—
mischten Schule zu Eisenberg, die protest. Schuloerweser
heler Köhler, Theob. Zim mer und Ludwig Göttel
in Pirmasens zu Lehrern an der protest. Schule in
Pirmasens, der interim. Verweser der protest. Lehrerstelle
zu Obernheim⸗Kirchenarnbach, Karl Schmidt,
um Lehrer daselbst, der Lehrer Jakob Benz in Knopp
zum Lehrer an der kathol. Schule zu Eschringen, der
nierim. Verweser an der kathol. Schule zu Germersheim,
Schuldiensterspektant Wilh. Keller, zum Schulverweser an
der kathol. Schulverweserstelle daselbst ernannt.
Ft vie Redaklion verantwortlich: F. X. Demes.
Telegraphischer Schiffsbericht.
Mitgetheilt von Jean Peters in St. Ingbert.
Das Hamburger Postdampfschiff „Bohe mia'
Karlowa von der Linie der Hamburg-Amerikanischen
Packetfabrt⸗Aktien⸗Gesellschaft, welches am 18. Febr.
von Hamburg via Havre abging, ist nach einer
glücklichen Reise am 28. Februar wohlbehalten in
New⸗NYork angekommen.
Die Ziehung der Spessartlotterie wurde,
da noch nicht alle Loose abgesetzt, durch den Vereins.
Ausschuß nun unwiderruflich auf 24. März festge—
setzt. Mögen recht viele mildthätige Hände durch
Ankauf von Loosen einen so edlen Zweck zu X
suchen, damit den armen und verwaisten
Kindern des Spessart auch thatkräftigge—
holfen werden kann.
Nr. 74 des praktischen Wochenblattes für all
Hausfrauen „Fürs Haus““ (Preis vierteljähr—
lch 1 Mark) enthält:
Grüß Dich Gott, Bayerland! — Vom Nasen—
bluten. — Freundinnen. — Makartbouquet. — Of
ich Dich liebe? — Spiele für die Kleinen.
Kochenlernen. — Hauswirthschaftlicher Kalender für
Mätz. — Holz zum Bemalen. — Spritzarbeit. —
Uebersetzungsrecht. — Hausdoktor. — Vierhändig
Kladierftücke. — Einfacher Kinderschmuck. — Ueber
mangansaures Kali. — Wollenes Tuch zu stricken
Tuch zu bäkeln. — Die Reseda. — Champig
nons. — Anpflanzung zum Schutze des Gemüse
gartens. — Rosi⸗ und Tintenpflecken. — Rostflecke
intenflecke. — Jute-Decken. — Für die Kücht
Einschieb⸗Räthsel. — Fernsprecher. — Briefkastern
der Schriftstelle. — Der Markt. — Anzeigen. —
Probenummer gratis in allen Buchhandlungen.
Notariell beglaubigte Auflage 35, 000. — Wochen
spruch:
Nicht wahr ist, was Du denkst,
Nur was Du fühlst ist wahr;
Durchs Denken machst Du Dir
Nur das Gefühlte klar
Oeffentliche Zustellung.
Georg Klein, Gastwirth in St
Ingbert wohnhaft, vertreten durch seinen
Prozeßbevollmächtigten, Geschäftsmann
Eckrich daselbst, klagt gegen Otto
Woll, Kaufmann, früher in St.
Ingbert, jetzt unbekannten Aufenthalts⸗
ortes, auf Zahlung von 300 At für
Hausmiethe mit 500 Zinsen vom Klage⸗
tage an und Prozeßkosten und ladet
den Beklagten zur mündlichen Ver⸗
handlung des Rechtsstreites vor das
i. Amtsgericht zu St. Ingbert au
Dienstag, den 22. April 18334
Morgens 9 Uhr.
Zum Zwecd der öffentlichen Zustel⸗
lung wird dieser Auszug der Klage
njekannt gemacht.
St. Ingbert, den 4. März 1884
Der Gerichtsschreiber:
LKrieger,
. Secretär.
Ddas auf Sonntag,
den 9. März bereits ange
igte Conzert der Conzertsängerin
zIrf. Auguste Köttgen aus Düssel-
dorf, wurde auf unbestimmte Zeit
verschoben, da dieselbe auf dieser
Tag anderwarts engagirt ist
Apotheker J. Schrader, Feverback
mypfiehlt:
Tolma,
lilionaise,
ettenwurzelol,
Salycyl.Zahnpulver,
Salyeyl-Zahnuasser,
kssigessene,
Traubenbrusthoniq ꝛc. 2c
Devõöt bei
I. PriCSGIFiGMqI
Bekanntmachung.
5
holz. holz stangen. au Teichelr
oe o. oobm.
225 100 200 8
25 130 — —
7700000
Brust-⸗ u. Lungen⸗
Leidende
Nund solche Personen, welche an
Husten, Katarrh, Heiserkeit, Ver
aschleimung ec. leiden, werden hiermit
wiederholt auf die seit 17 Jahren
bewährte Vorzüglichkeit des ächten
rheinischen
5Trauben⸗Brust⸗Honigs
Nals rein diätetisches Haus- und
Genußmittel aufmerksam gemacht.
JDieses aus dem Extracte auser⸗
kesener rheinischer We intrauben und
dreifach geläutertem Rohrzucker in
Form eines flüssigen Honigs einzig
und allein von W. H. Zicken⸗
sheimer in Mainz dargestellte
Trauben⸗ Praparat ist das edelste,
für Erwachsene wie Kinder ange—
nehmste und zuträglichste Mittel
welches überhaupt geboten werden
Jtann. Zu haben in 3 Flaschen⸗
—777 füllungen mit nebi
IXxANer, Verschluzmath
—— Diin St. Ingbert bei
* 3. Friedrich; ir
St. Johann, be
3. P. Dudenhöffer
Yund N. Maginot; in Blieskastel
ei Apotheker Diedeunhofer.
—— 50000
Die Beifuhr der neben bezeich-
neten Hölzer zur kgl. Grube
St. Jugbert pro 1884 und zwar
aus dem k. Reviere Neuhäusel etwa
u. aus demk. Rebdiere St. Ingbert etwa
l j
ol am 6. März 183834, Nachmiitaas 2 Uhr, im Submissionswege ver—
Jeben werden.
Uebernahmslustige find eingeladen, bis dahin ihre versiegelten Angebote
nuf dem Bureau des unterzeichneten Amtes abzugeben, woselbst auch die Be—
dingungen offen liegen und die Submissionssormulare in Empfang genommen
verden können.
St. Ingbert, den 1. Marz 1884.
Königl. Bergamt St. Jugbert,
J. Kamann.—
u
Haasenstein & Vogloer.
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Husten das Beste! à Paquet 20
—0
Joh. Friedri
in St. Inabert.
Isis ind Verleg von F. X. Temet in St. ima—